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Full text of "Betha, Ernst - Die Erde und unsere Ahnen (1913, 383 S.)"

Die (Erde 
unfl unfere Rfynen 



von 



Ernst Betha 



Mit vielen Illustrationen 




Hugo Bermuhler Verlag, Berlin-Lichterfelde 



Alle Rechte, besonders das der 
Uebersetzung vorbehalten. 




Gescannt von cOyOte. 
Version 2. 

Seitenkonkordant. 

Dieser Scan basiert auf einem Bild-PDF von Sonne und Erganzungen von O] 

(fehlende Textstellen und Tafeln XII und XIV, 

sowie anderen Illustrationen in besserer Qualitat. 

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Fehler im Text wurden iiiclit korrigiert. 

(In der Vorlage von Sonne fehlten die Tafeln XII und XIV, 

auch ersehienen die Tafeln nach anderen Seiten - diesem folgte die Version 1) 



Copyright 1913 by Hugo Bermuhler Verlag. 



Motto: 
Etwas so Barockes wie die zusammenge- 
stoppelte Mythologie, in welcher unsere Natur- 
wissenschaft und mit ihr (zum mindesten in Hi- 
rer geistigen Atmosphare) fast unser gesamtes 
Denken und Forschen heute lebt und webt hat es 
wohl nie in einer fruheren Epoche gegeben. 

Houston Stewart Chamberlain 
(in „Goethe"). 

Inhalt. 

Seite 

Vorwort: Ursprung, Ursitze und Urgeschichte der 9 indogermanischen Stamme 1 
Erstes Buch: Anfang und Vorzeit: 

Erster Teil: Entstehung und Finsternis: 

I. Einfiihrung 19 

II. Elemente einst und jetzt 24 

III. Pflanzen und Wesen aus finsteren Zeiten 31 

IV. Augen und Farben 47 
Zweiter Teil: Der Morgen unserer Welt: 

I. Zwei Sonnen, zwei Monde 59 

II. Die Grundrassen 88 
Zweites Buch: Zwischen Morgen und Mittag: 

I. Riesen der Urzeit 76 

II. Lemurien und sein Untergang 84 

III. Flut und Eiszeit 88 

IV. Fortpflanzung 91 
Drittes Buch: Mittag: 

Erster Teil: Die alte Zeit: 

I. Der erste Noah und die anderen vier Ueberlebenden 108 

II. Aelteste Nachrichten iiber den Ausgang der 9 indogermanischen 

Stamme 111 

III. Der Krug von Tragliatella 120 

Zweiter Teil: Die mittlere Zeit: 

I. Althiof, der biblische Hiob 124 

II. Lot. (Peleg) und Jaketan 129 

Dritter Teil: Das kriegerische Zeitalter: 

I. Der Gott, der Mose rief 133 

II. Cornuta Moysi facies ! 136 

III. Abram alias Amram und Jochebed, seine Frau, welche Lots 
Geliebte und die Mutter Mose wurde 140 

IV. Mose fiihrt das Volk gen Westen, nicht gen Osten 148 
V. Die Makkabaer in Modena und Parma 169 

VI. Der Weiterzug des Volkes 161 



Viertes Buch: Die sieben Konige und der achte 

Erster Teil: Das goldene Zeitalter 

Einleitung zum vierten Buche 163 

I. Mose-Mars-Moin ist Augustus, der erste Konig und Kaiser 176 

II. Die 12 Nachkommen Abrams und die 12 Sonne Mose 181 

III. Die heilige Jungfrau, Jesu Grofimutter 184 

IV. Der Tod des Mose 188 
V. Die Totung des roten Drachens, durch den Jungfrauensohn 

Josef-Sigurd 189 
VI. Esau-Edom-Saul alias Konig Herodes I. das Haupt der Edomi- 

ter. Tiberius 192 

VII. Die Talstadt Jerusalem und der hohe Berg Zion 195 

VIII. Jakob-David-Zacharias, Konig Herodes II. Gaius Caligula 208 
IX. Dina-Maria, Jakob-Davids Tochter, und Sichern, die Eltern von 

Jesu Christo 213 
X. Josef- Absalom, der Asamonaer, der Drachentoter, der Stiefvater 

Jesu, der vierte Konig Vespasian 214 

XL Archelaus-Salomo-Herodes III., der fiinfte Konig. Claudius 220 
XII. Swanhild-Hermione, die Tochter Josef- Absaloms, der als „Pha- 

rao" Sisak hiefi 226 

XIII. Gjukis Sohn Hogni ist Johannes der Taufer, Jakob-David- 
Zacharias Sohn 229 

XIV. Rehabeam-Roboam-Herodes IV. Der sechste Konig. Nero 234 
XV. Ephraim-Hadad- Adonai-Jesus, der Konig von Syrien, der Asa- 
monaer, der siebente Konig, Titus 236 

XVI. Die erste Kreuzigung in Gethsemane 245 

XVII. Jesus fahrt nach Nazareth und kehrt zuriick aus Nazareth 249 
XVIII. Jesu zweite Kreuzigung zu Golgatha auf der Hohe der Vorstadt 

Bezetha 252 

IXX. Das Erdbeben 258 

XX. Die Bundeslade wurde gerettet 265 
XXI. Der Sieg iiber Joruvalla-Troja-Goslar durch den achten Konig, 

welcher als vierter geachtet wurde 272 
Zweiter Teil: Niedergang und Untergang. 

I. Der zweite „Noah" und sein Sohn Hadad-Jesus-Christus 308 

II. Der Untergang des Asenlandes Atlantis 310 

III. DieSintflut 318 

IV. Finsternis und Eiszeit 319 
V. Schlufi 326 

VI. Anhang 348 

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Druck: Ferdinand Heyl, Egeln. 



Vorwort: 

Ursprung, Ursitze und Urgeschichte der neun 
indogermanischen Stamme. 

Der Zweck der tatigen Menschengilde 
1st die Urbarmachung der Welt, 
Ob du pfliigst des Geistes Gefilde 
Oder bestellest du Ackerfeld. 

Ruckert 



Heil! 

Heil und noch einmal Heil ! 

Diesen uralten WunschgruS rufe ich den Lesern dieses Buches 
zu, welcher Religion sie angehoren, welchen Standes sie sein und 
in welchem Lande sie auch wohnen mogen. 

,,1-1611, Heil, Heil dem Konige, meinem Herrn \" So beginnt 
manch Tontafelbrief, der bei den babylonischen und assyrischen 
Ausgrabungen gefunden wurde. Auch aus der Edda klingt uns 
dieser Heilruf entgegen, derselbe jm Siidosten wie im Nordwesten 
— ist das nicht seltsam? Es ist nicht so seltsam wie es scheint, denn 
in ferner Vergangenheit waren die Sitze der Assyrer weder im 
Siidosten, noch wurde die Edda auf Norwegen oder Island ver- 
fafit, sondern die Verfasser jener Tontafelbriefe und der Eddastiik- 
ke haben denselben Ursprung gehabt und ihre Urahnen sind 
von derselben Gegend einst ausgegangen ! 

Bei dem letzten der grofien Erdungliicksfalle wurde die Edda 
durch Fluchtlinge nach Norden gebracht. Diese Flucht zu Schiffe 
wird geschildert — es lafit sich also bestimmen, von welchen 
Stammesangehorigen das alteste Testament Edda nach Island ver- 
schlagen wurde ! 

Goethe wollte die Edda historisch betrachtet wissen. Das ist 
auch teils geschehen, aber weder Zeit, Orte, Volker noch Fiirsten 
sind bisher richtig erkannt worden; das ist erst mir nach jahre- 
langen Miihen gelungen. Es sind leider nur Bruchstiicke — Brok- 
ken, die vom reich besetzten Tische der Vergangenheit fielen — 
uns erhalten geblieben, fortwahrende Vergleichung der Edda mit 



der Bibel und den Klassikern ergaben aber doch ein groSziigiges 
Bild. 

Im Jahre 1643 unserer Zeitrechnung erwarb Bischof Bryniolt 
Sveinssen auf Skaltholm im Siidwesten der Insel Island eine alters- 
gebraunte Pergamenthandschrift, die 29 uralte Lieder enthielt. Der 
Wert der Urkunde wurde sofort erkannt und die Entzifferung und 
Erklarungsversuche derselben begann. Auf Saemund, den weisen 
Gelehrten, wurde sie zuruckgefiihrt; dieser soil 1056 — 1133 gelebt 
haben — sollte Saemund mit Sigmund identisch sein? — — Die 
Entstehung der Edda wird jetzt auf die Zeit zwischen 800 — 1260 
berechnet. Die Forscher sind sich dariiber einig, dafi der „Codex 
regius" nicht das Original ist, sondern eine Abschrift. Diese An- 
sicht ist nicht ganz die meine, denn die Edda ist um Jahrtausende 
alter als bisher angenommen wurde, und das einstige Original ist 
eine Ubersetzung aus verschiedenen Sprachen gewesen; ob es da- 
mals gleich in das Altnordische oder erst in eine andere Sprache 
und dann erst in das Altnordische iibersetzt wurde, mufi noch da- 
hingestellt bleiben. Die Entstehungszeit der einzelnen Lieder fallt in 
ganz verschiedene Zeiten; uralte stehen neben jiingeren, aber alle — 
selbst die jiingsten — sind viel alter als bisher angenommen wurde. 

In teils ausgestorbenen Sprachen mufi das Original vor Zeiten 
existiert haben, und in Runen — den Zeichen, welche alle in wie- 
der und wieder erwahnt werden — geschrieben worden sein; al- 
lerdings in verschiedenen Runen ! Von Sacharja und Jakob steht in 
der Bibel geschrieben, dafi sie Runen ritzten — auch das Original 
der Bibel ist in Runen geschrieben worden. Von seinem „Gotte" 
hatte Jakob die Runen gelernt, welche er auf Stabe von Pappel- 
baumen einritzte. — Es steht in der Edda (Vafthrudnismal 43), dafi 
alle (sogenannten) Gotter und Joten Runen schrieben. In den Sprii- 
chen Hars (Vers 165) steht, dafi Runen den Yta-Sohnen sehr niitz- 
lich, den Joten aber unniitz seien. Beide Notizen weisen auf die 
beiden Urvolker Europas und Amerikas hin: Gotter alias Yta alias 
Skythen waren in Europa, die Joten, Maya oder Menschen waren 
in Amerika, und sie schrieben Runen vor Jahrzehntausenden. Der 
Ausdruck „Gott // bedeutete damals nur „gut // . — 

Adam heifit „der Rote". Er war rot wie Kain und Sem, wie die- 
jenigen, die ihm in der Farbe ahnelten. Als die ^orletzte Eiszeit 
fast alle Bewohner im Westen vernichtet hatte, da kam Adam als 
erster „Mensch // nach Europa, ein aus Amerika dorthin Verschla- 
gener. Er kam nach Schottland, nach Edinburg, dem Eden des 



Alten Testaments, und seine Nachkommen breiteten sich aus bis 
an die Memel und durch Italien bis zum Nile hin. Italien und Afri- 
ka waren damals nur durch einen Strom von einander getrennt, 
und es gab eine Wasser-Verbindung zwischen dem Norden und 
Egypten. — Westlich und ostlich der Elbe lebten die Runenschrei- 
ber, und dort werden noch heute Runen auf Denk- und Grabstei- 
nen, Waffen, Trinkhornern und anderen Gegenstanden gefunden. 

Nicht nur das Original der Edda sondern auch die Originate 
vom Alten und Neuen Testamente sind sehr viel friiher verfafit 
worden, als bisher angenommen wurde. Sowie wir sie in histori- 
scher Zeit verbleiben lieSen, wiirden wir aus den Widerspriichen 
nicht herauskommen und sie niemals verstehen. Lehnworter der 
sumerischen Sprache sind in einigen Schriftstiicken, die von 
Abram und David erzahlen, in der Bibel gefunden worden, und 
auch das bestatigt meine Erkenntnis: Abram und David lebten 
eben bedeutend friiher als bisher angenommen wurde. Hammu- 
rabi wird (von Prof. Delitzsch) als Zeit- und Landesgenosse von 
Abram genommen und fur identisch mit Amraphel, dem in der 
Bibel erwahnten Konige von Sinear, gehalten — dem kann ich 
nicht beipflichten, denn es ist erstens bekannt, dafi die Stammsitze 
der Assyrer nicht dort waren, wo die Ausgrabungen jetzt die Ver- 
gangenheit entschleiern sollen, und zweitens habe ich erkannt, dafi 
jene Volker, die sich im Siiden vom Ararat an ausbreiteten, aus 
dem Norden kamen, von einem Erdungliicke, dem die letzte Eis- 
zeit folgte, vertrieben. 

We it liegen die Entstehungszeit der Edda und die Zeit, in 
welcher der Codex regius gefunden wurde, auseinander ! Der In- 
halt beweist das Alter der Edda zur Geniige, ihn in historische Zeit 
versetzen, hat ungeheure Irrtiimer hervorgebracht, die ihn teils zu 
Marchen oder Naturmythen degradierter. Sowie wir aber die Ent- 
stehungszeit weit — um Jahrtausende — zuriickriicken, zeigt das 
uralte Buch ein vollig anderes Gesicht; vergleicht man es noch mit 
den Biichern der Bibel, dann beginnt man, beide zu verstehen. 
Eine Ubertragung aus anderen Sprachen und verschiedenen Ru- 
nenzeichen haben wir in der islandischen Edda vor uns ! Diese 
Arbeit kann wohl Saemund der Weise geleistet haben, denn nur 
ein ganz besonders kluger Mann konnte eine solche Ubertragung 
moglich machen. 

Im Jahre 1643 wurde die wertvolle Handschrift also wieder ent- 
deckt. Die Norweger waren ihre Finder und ersten Bearbeiter, und 



dieser Ruhm wird ihnen bleiben. Die Runen, welche aber sowohl 
ostlich. als westlich der Elbe gefunden werden, zeigen auch, dafi 
jenes verlorene Original nicht in Norwegen geschrieben sein mufi. 

Dieterich versuchte 1864 die Entratselung der Runen durch das 
semitische Alphabet. Der Irrtum, den Dieterich beging, war seine 
Meinung der unmittelbaren Entstehung der Runen aus dem Alt- 
phonizischen; es ist genau umgekehrt: Die altphonizischen Zei- 
chen sind aus den Runen unmittelbar entstanden. — Trotz dieses 
Irrtums bleibt die kleine Schrift wertvoll. Verfasser schreibt richtig, 
die Runen seien nicht fur das islandische, sondern fur eine der 
Urzeit angehorenden Mundart erfunden worden. Und weiter: 
„Die Ubereinstimmung ihrer (der ersten Rune) mit der altphonizi- 
schen Form des ersten Buchstabens im semitischen Alphabete, die 
gleiche Bedeutung der Benennung und die Anwendung beider als 
Symbol der hochsten Gottheit sind zu bezeichnend, um nicht in 
ihnen einen beachtenswerten Fingerzeig zu gewahren." 

Eine fernere Sprachenspur ist diese: Diodor sagt, Bier sei ein 
egyptischer Ausdruck, in der Edda steht im Liede Alvifimal: „Bei 
As en heifit Oel Bierl" Ein kleiner, aber dennoch sehr wichtiger 
Wink ! Hes und Os sind alte egyptische Worte — der deutsche 
Bauer nennt heute noch die Kuh Hes und den Ochsen Os, und das 
ist kein Zufall ! Der Vers vom Biere ist Antwort auf die Frage: Wie 
heifit das Oel in den verschiedenen Sprachen? 

„Oel heifit es bei den monnum (menschlichen Menschen oder 
Kelten), 

Und Bier bei asum (bei Iraniern), 

Veig wird es bei Wanen genannt (bei Germanen), 

Hreina log bei den iotnar (den Romanen), 

Und in Helgoland Meth (bei Hellenen); 

Sumbl (Sunto) wird es bei Suttungs Sohnen genannt (das sind 
Litauer)." 

Die heutigen Griechen sind keine Hellenen, sondern sie stam- 
men — wie sie selbst auch sehr richtig sagen — von den Romern, 
das heifit von den Romanen, ab; sie sind Mischlinge von Hellenen 
und Romanen, Niflhellenen der Edda. Der Ausdruck Bier stammt 
also von Adam her und wurde von Egyptern, den Nachkommen 
von Adam und Kain gebraucht. 

Zu den Runen gehorte das Ur-Lateinische, die einstige Sprache 
des Ur-Stammes der Litauer. Die Nachkommen der wenigen Uber- 
lebenden der vorletzten Eiszeit wurden Stammvater der 9 in do- 



germanischen Stdmme; ihre Sprachen und Schriftzeichen stam- 
men auch von diesen Mannern ab. Eine andere Entstehung ist eine 
Unmoglichkeit. Als Runenschreiber werden Havamal 144 genannt: 
Asen (Iranier), Alfen (Albanesen und Inder), Zwerge (Slaven) und 
Joten-Jyder-Jovdaios-Hunen-Romanen — die Nachkommen Kains ! 
(Deshalb nennt Jesus auch als erste Siinde dieses Stammes die Er- 
mordung des gerechten Habels!) Sigrdrifumal 18 werden als Ru- 
nenschreiber genannt: Asen, Alfen, menschliche Menschen und 
Wanen. 

Im Hrafnagaldr Odins wird auf 9 Stamme hingewiesen, und im 
hochwichtigen Liede AlviSmal werden die 9 indogermanischen 
Stamme genannt. Es heifit: 

1. bei den monnum: Bei den Kelten (im Harze), 

2. „ „ Suttungssohnen: Bei den Litauern (in Schottland), 

3. „ „ asum auch godum: Bei Iraniern (in Irland), 

4. „ „ vanir: Bei Germanen (in Wales), 

5. „ „ iotnar: Bei den Romanen (den „rom // , den einstigen 

Weltherrschern), in Nord-Helgoland (Asen genannt), 

6. „ „ (Lios) alfar: Bei Weifialben alias Albanesen (in Eng- 

land) auch Asen genannt, 

7. „ „ dvergar, Schwarzalben alias Zwergen: Bei Slawen 

(in Siidschweden), 

8. „ „ regin: Bei Indern (ostlich der Elbe), 

9. „ „ halir i helju: Bei Hellenen (in Helgoland). 

Bis an die Elbe reichte einst Europa. Inder waren rothautige Al- 
ben und wohnten ostlich der Elbe, also auSerhalb von Europa. 

Die weifien Albanesen wurden im ersten Buche Mose „Moh- 
ren" genannt und sind mit Babyloniern identisch. Die Babylonier 
waren also weifie Alben alias Mohren alias Albanesen in Albion. 
Es waren Albinos ! Jetzt noch werden im Harze die Albinos „Moh- 
ren" genannt (siehe Heines Harzreise), die weifihaarigen Albinos, 
wahrend wir doch sonst heutzutage mit dem Worte Mohr den Be- 
griff des Schwarzen verbinden ! — — — 

Helgoland, der Edda Helju, wird im Alten Testamente Hevila 
genannt (1. Mose 2,12) „und daselbst findet man Gold. Und das 
Gold des Landes ist kostlich, und da findet man Bedellion (Bern- 
stein) und den Edelstein Onix". — — — Schweden reichte damals 
viel weiter nach Siiden, denn Usedom gehorte noch dazu, das 
biblische Uz. Die Ostsee wurde erst lange nach Adam gebildet, 
als ein Ungliick die Erde traf, als viel Land und 5 Stadte unter- 



gingen — Sodom und Gomorra waren zwei davon, und das erst 
entstandene Meer wurde Meer der Toten genannt oder Totes 
Meer (wie es die Bibel nennt) ! Die Nordsee entstand wieder viel 
sparer als die Ostsee, erst beim letzten der bisherigen Erdun- 
gliicksfalle und wurde Mordsee genannt, woraus mit der Zeit 
Nordsee (ein ganz unsinniger Name fur diese See) wurde. — — — 

Wenn wir Bibel und Edda aufschlagen, sehen wir in beiden zu- 
nachst Berichte iiber einen Anfang, iiber eine sogenannte Schop- 
fung. Es handelt sich aber nicht etwa um den Ur-Anfang der Welt 
— der vor Millionen von Jahren war — sondern um einen Neu- 
Anfang, eine Neu-Schopfung von Menschenhand im Chaos nach 
einem der grofien Erdunglucksfalle; und in Edda und Bibel wird 
derselbe Neu- Anfang, der. Neu-Beginn nach der vorletzten Eis- 
zeit beschrieben, und dieselben Personen treten auf. — 

Es hat einst 2 Personen mit Namen Noah (Norwi oder Narfi der 
Edda) gegeben, und es hat im Norden, wo beide lebten, 3 ge- 
schichtliche Unglucksfalle gegeben — 2 grofie und 1 kleinen — 
und diese Ereignisse und Personen sind im 1. Buche Mose zu ei- 
nem zusammen gezogen und verschiedene Personen identifiziert 
worden. Aufier den 3 Erdungliicksfallen gab es zwischen den bei- 
den letzten Eiszeiten noch kleinere, die ich aber hier nicht mit- 
rechne und erwahne. Die 3 Unglucksfalle waren: 

I. Die vorletzte Eiszeit, welcher Gestirnsturz und Flut unmittel- 
bar vorangingen, zur Zeit des „Gottes", Ais, Eddas und Adams. 
Nur diese 4 Personen wurden aus dieser schreckvollen Zeit be- 
schrieben. — — — 

II. Das andere Ungliick war zur Zeit Pelegs und Yaketans und 
traf besonders Uz mit Sodom und 4 anderen Stadten der Gegend. 
Aus den Worten Uz und Edom entstand das heutige Wort Use- 
dom. Das biblische Tote Meer alias Meer der Toten, ist die Ostsee. 

III. Das letzte grofie Ungliick war zur Zeit von Salomos Sohne 
und des zweiten Noah, der kein anderer ist, als Josef, der Schwieger- 
sohn (nicht Sohn) Jakobs, der in einer anderen Sprache David heifit. 
Josef von Nazareth*) ist gleich Josef von Arimathia, in der Edda Si- 
gurd alias Njord von Noatun. Nazareth ist in der Edda Noatun, 
Nidagefild, Nastrand oder Niflhel. Im Alten Testamente wird das 
Land Nod genannt, deutsch Nayda. Es war Kains Land und Naza- 
reth war seine Stadt und lag im Norden des versunkenen Landes 



*) Nazareths altester Name war Hanoch. 
6 



Hellas, ostrich von Eden (burg), wie die Bibel sagt. — Alt-Jeru- 
salem ist Joruvalla der Edda, erwahnt Voluspa 14. Jerusalem wur- 
de zuletzt seiner 3 Mauern wegen auch Troja genannt. Hagen von 
Tronege alias Tronje ist Hagen von Troja, ein Held, den auch das 
A. T. nennt. Die Kampfe um Alt-Jerusalem und die um Troja sind 
also identisch. Troja ist das franzosische trois, das deutsche drei 
nach den 3 Mauern, mit denen die Stadt umhegt war. Dreigehege 
mochte ich Troja iibersetzen. Joruvalla ist gleich Valaskialf ! 

An der Hand der Naturereignisse konnen wir die alte Geschich- 
te wiederfinden, wenn wir den alten Biichern glauben und auf die 
Farbenangaben achten. Wir haben, mit den beiden Pollandern 7 
Weltteile, ohne diese fiinf. Die alten Schriften und die Farben wei- 
sen auf 5 Weltteile und 5 Rassen, von denen aber nur e i n e noch 
als Rasse zu nennen ist, die letzte, die schwarze, denn rassenrein 
ist nur derjenige, welcher gleiche Farben von Haaren, Haut und 
Augen aufweist. Aufier den Schwarzen sind alle Menschen 
Mischlinge, weifie und blaue Rassen sind ausgestorben, nur 
weifie Haare (bei Albinos) und blaue Augen zeugen noch von die- 
sen beiden verschwundenen Rassen. Gelbe Augen sind auch nicht 
mehr zu finden, nur gelbe Haare einerseits und gelbe Haut ande- 
rerseits. Alles ist jetzt vereinzelt, was einst zusammen war. Asa- 
Adam und „Gott // waren noch (rot der eine, blau der andere) ras- 
senrein; was, ist aus ihren Nachkommen, den 9 indogermanischen 
Stammen geworden ! Ganz abgesehen davon, dafi sie (wie auch 
geschrieben steht) in alle 4 Winde gejagt sind, sie sind in Farbe 
und Sprache derartige Mischlinge geworden, dafi ich manchmal 
nahe daran war, zu verzweifelnde wieder erkennen zu konnen — 
es ist endlich doch gelungen ! 

1. Ur-Amerika alias Westindien, Mayaland, Heimat der roten 
Cyklopen, ist das Land der roten Farbe, der roten Riesen. 

2. Ur-Europa, das Land der Blauen, das Gotterland, einst vom 
Golfstrome bis zur Elbe reichend, ist der Weltteil der al- 
testen, edelsten Rasse gewesen, also die Wiege der Mensch- 
heit. 

3. Ur-Asien, Land der Gelben, reichte von der Elbe bis in un- 
bekannte Ostgrenze. 

4. Ur-Afrika, war einst Land der Weifien. 

5. Lemurien, das teils versunkene Land, war das Land der 
schwarzen Kolosse. — — 



Wenn wir die Bibel aufschlagen, finden wir zunachst 4 han- 
delnde Personen: 

Den (ungenannten) Gott. 
Adam (den Riesen). 
Den (ungenannten) Kerub. 
Die Heva. 
Drei Menschwesen konnen wir Urahnen der Indogermanen 
nennen, und von ihrer Nachkommenschaft wird auch sogleich in 
der Bibel gesprochen. 

I. Der „Gott" schuf, das heifit: er zeugte und gebar 
selbst, 2 Nachkommen. 1. Buch Mose 1,27. (Von der altertumli- 
chen Darstellung diirfen wir uns nicht langer so verbliiffen lassen, 
daS die Wahrheit verschlossen bleibt.) 

II. Adam gebar zunachst ein zweigeschlechtiges Wesen, den 
„Menschen" und hatte dann 3 Tochter: Mannin, Schlange (die so- 
genannte) und Weib. (Vom Cheruben wird keine Nachkommen- 
schaft erwahnt, weder in der Edda, noch in der Bibel.) 

III. Edda, welche in der Bibel Heva genannt wird, war eine 
Kymrin, mit der Adam Tochter und 4 Sonne zeugte: Japhet, Abel, 
Kain und Seth. Kymren gehorten zum Stamme der blauen Skoten 
alias Skythen alias Schotten oder Litauer. Cherub oder Kerub 
(ein biblisches Wort) heifit Kymre. Die „Kyr Audumla" heifit: Die 
Kymrin Audumla und ist identisch, mit Embla und Edda. Kyr 
oder Ky'rin heifit absolut nicht Kuh, wie bisher iibersetzt wurde, 
sondern Kymre; ebenso wie das Land Kymry (das heutige Wales) 
im Alten Testamente Kir heifit ! (Hes oder ku heifit Kuh.) — — 
— Im A. T. ist Adams und Noahs Geschichte miteinander verfloch- 
ten worden, Noah war weder ein Nachkomme Adams, noch der 
Vater von Sem, Ham und Japhet, sondern er war der Schwieger- 
vater von Sem, Ham und Japhet, die alle drei directe Nachkom- 
men von Adam, dem roten Amerikaner, waren. Semi ten war en 
Rotbraune, wie auch in alten Schriften zu lesen ist. Adam ver- 
flucht Kain — Noah verflucht Kanaan, dieselbe Geschichte in 2 
Lesarten erzahlt ! — Nach Mil t tern rechneten die Stamme, und 
so wurde nach damaliger Auffassung und Ausdrucksweise der 
Schwiegervater als „ Vater" von 3 Sohnen Adams genannt ! 

Der „Gott", Adam, der Cherub alias Kymre und die Heva sind 
also die 4 Menschwesen, von denen die Bibel und auch die Edda 
zuerst erzahlen, denn Heimdall (I) und Ymir sind „Gott // und Adam; 
Ai und Edda sind der Cherub und seine Frau, mit der Adam (mit 

8 



Ais Einverstandnisse wie es nach der Edda scheint) Kinder zeugte. 
Die furchtbare vorletzte Eiszeit, wahrend der fast alle Bewohner des 
Nordens umgekommen waren, erklart den Ausgang der 9 indo- 
germanischen Stamme von einer S telle au s und durch nur 
4 Urahnen (Noah mitgerechnet), aber Noah kam erst spater hin- 
zu und kam auch nicht nach Eden alias Edinburg. — Der Gott und 
Adam waren doppelgeschlechtig, wie auch einige ihrer Nachkom- 
men noch dicht vor der letzten Eiszeit; und heute noch kommen 
verkummerte Zwitterbildungen vor ! Auf zweierlei Art wurde also 
die Menschheit wieder aufgebaut: Durch Schopfung (Selbsterzeu- 
gung und Selbstgebarung) und durch Mann und Weib. 

Die „Schopfung" der Welt, welche gleich im Anfange von Edda 
und Bibel erwahnt wird, ist die materielle Neu-Schopfung 
nach der vorletzten E i s z e i t . Die Schopfung der ganzen Erde, 
die vor Millionen von Jahren war, ist damit absolut nicht gemeint 
— von dieser steht nirgends etwas geschrieben — sondern in alien 
alten Schriften wird solch Neu-Anfang nach einer Eiszeit beschrie- 
ben. In alien 5 Weltteilen sind Eiszeit-Berichte ! 

Adam heifit der Rote, ein Wort, das in der Bibel auch „Edom" 
geschrieben wird und in der Edda mit O din ausgedriickt wird. 
Adam war rot, der „Gott // war blau. Er war der einzig Uberleben- 
de seiner Rasse; ob er ein Weib hatte, oder ob er selbst 2 Kinder 
zeugte und gebar, ist nicht ganz klar. Nach der altertumlichen 
Darstellung der Bibel scheint es so, als ob er allein iibrig war mit 
den beiden Cherubim. Die Cherubim alias Kymren waren auch 
blau, wenn es nach dem Rigsliede auch nicht so scheint: Ein 
schwarzliches Kind, wie es die Edda hatte, konnte nur durch die 
Mischung von rot und blau entstehen. 

Vor der letzten Eiszeit gab es noch gelbaugige Menschen in Eu- 
ropa. Von Noah, dem Schwarzen, konnen diese nur abstammen, 
und wirklich werden in alten Schriften gerade die Schwarzen mit 
gelben Augen beschrieben. Grimliche, graue und braune Augen 
sind Mischlingsaugen, und diese sind fast vorherrschend neben 
blauen und schwarzen, die roten sind fast ganz verschwunden. 
Schwarze Augen zeigen die Mischung von roten und blauen Men- 
schen. Rot war Adams ernes, rundes Auge. Rote Augen sind in 
Europa wieder verschwunden bis auf einzeine Albinos. 

Die 9 indogermanischen Stamme sind in der Edda und in 
der Odyssee mit den oft erwahnten 9 Stammen gemeint. Die 
Urgeschichte der Indogermanen wird in der Bibel erzahlt. Im Nor- 



den wurden Altes und Neues Testament verfaSt. Dieselben Got- 
ter, dieselben Personen finden sich in alien Urschriften, nur unter 
verschiedenen Namen, je nachdem aus welcher Sprache die Schrift 
stammt, denn jeder Mann wurde in jeder Sprache anders genannt. 
Noah ist ein arisches Wort und deutet auf einen Schiffer; naus — 
nava — navi — nau — naue usw. bedeuten alle Schiff, urspriing- 
lich wohl Einbaum. 

Adam ist der Tuisko der Germanen: der Mensch der 
Bibel (1. Mose 2,7) ist der M annus der Germanen. Durch die An- 
kunft des roten Adam in Europa entstanden einst neue Rassen, 
wenn auch nicht Urrassen, deren Zeichen ja gerade das Ungemisch- 
te ist. Im deutschen Adambuche steht: „Das war die schlimmere 
Rasse, die da kam von Kain." Es waren die Romer alias Aigypter, 
die von ihm kamen: Kain-Romulus erschlug Habel-Remus. — Die 
Eva des Adambuches entsetzte sich vor dem eigenen Kinde nach 
der Geburt Kains und sprach: „Adam (damit ist aber Ai gemeint), 
was hab ich getragen ! Ich weifi nicht was es ist, tu es hin und scheid 
es von seinem Leben, ehe es uns beide tote ! Zwar es war ein arges 
Kraut, das ich in der Wildnis afi, hab ich ein solches Bild getragen? 
Ich fiircht, es tot uns, eh' das gescheh, sollten wir es toten." — — 
Hatte Eva dieses Neugeborene getotet, hatte es niemals Romer ge- 
geben, diese Riesen und Menschenfresser, um derentwillen so un- 
endlich viel Blut geflossen ist, von Habels Tod an bis zur Kreuzi- 
gung Jesu. Die Romer sind vernichtet worden — was heute Romer 
genannt wird, ist ein Bewohner Roms, aber ganz gewifi kein Romer. 
Diejenigen, welche den Menschen „rom // nennen, sind Romer alias 
Romanen: Die Sinder alias Zigeuner und deren Verwandte in Ai- 
gypten, sie sind Mischnachkommen des Kain, ebenso die Griechen. 

Im uralten Rigsliede der Edda wird die Geburt von 3 Kindern 
der Edda (der biblischen Heva) erzahlt und deren Aussehen be- 
schrieben. Das Lied ist aber ein Fragment, es bricht ab, ehe von 
dem vierten Kinde erzahlt wird, denn die Edda hatte 4 Sonne ! Es 
gab einst nicht nur 3 Stande sondern 4. Es gab auch 4 Thursen und 
4 sog. Cherubim (Kymren alias Kyrener), und 4 Therion alias Thur- 
sen (nicht Tiere !) beschreibt Johannes in der Offenbarung. Alle 
sind die 4 Sonne der Edda. Japhet, der erste Sohn, war schwarz. — 

Hesekiel 1,5 steht: „Ihre Angesichter zur rechten Seite der Vier 
waren gleich einem Menschen und Lowen: aber zur linken Seite der 
Vier waren ihre Angesichter gleich einem Ochsen und Adler," Wie 
tausendfach sind diese Zeilen wegen der altertumlichen Art der 

10 



Schilderung (und einstigen Ubersetzungsfehlern, da die Originate ver- 
loren sind) mifiverstanden worden ! Nur die 4 grofien Sohne Adams 
werden geschildert, die von Edda waren. Adam aber hatte 7 Sohne. 

In der Offenb. Johannes 4,7 werden die 4 Therion alias Thursen 
ebenso beschrieben: „Und der erste Thurs war gleich einem Lo- 
wen (Seth, der Priester) und der andere Thurs war gleich einem 
Kalbe (alias Ochsen) — Japhet, der Sklave alias Slawe — und der 
dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch (Habel, der Krieger und 
Heerdenbesitzer) und der vierte Thurs glich einem fliegenden Ad- 
ler (Kain, der freie Bauer)/' 

Wolf und Adler waren (ehe der Drache, Josefs Wappentier, 
herrschte) Wappentiere in Judaa alias Jotenland alias Kainsland 
alias Kanaan, das heute Harz heifit. — — 

Die 4 „Wundertiere", von denen in Biichern des fernen Ostens 
erzahlt wird, sind: Einhorn — Phonix — Schildkrote — Drache; es 
sind damit die 4 Sohne Adams mit Edda gemeint. Kain scheint 
auch Ymir genannt worden zu sein. 

Im Liede der Hyndla werden Stammvater genannt, doch wie- 
der nur 4: Widolf, Wilmeid, Swartholdi und Ymir. Ymir ist aber 
gleich Adam, der dadurch Stammvater wurde, dafi er eine seiner 5 
Tochter zum Weibe nahm ! 

Die Zwerge soil Adam zuletzt gezeugt haben. Das Aussehen 
der Zwergen-Ahnen aus dem Jahrhunderte, welches der letzten 
Eiszeit voranging, ist an dem Goslarer Krodoaltare zu sehen. 

Die 3 Nornen Urd; Werdandi und Skuld sind die 3 Tochter No- 
ahs, des Schwarzen, welche 3 Sohnen Adams zu Frauen gegeben 
wurden. Nach der Bibel hiefien diese drei Manner Japhet, Sem und 
Ham. In der Edda steht weiter von den 3 Nornen: Eine wurde A- 
senkonigin, eine Alfenkonigin, und eine kam zu den Zwergen. 

Die Alben sind gleich Indern oder Semiten (Rot-Alben), 

Die Liosalfen sind) die Albanesen oder Hamiten (Weifihaarige), 
hier Asen ! 

Die Schwarzalfen sind die Slaven oder Japhetiten-Zwerge! 

Die 3 Nornen wurden also Sem und Ham und einem Dritten 
gegeben: Werdandi bekam Sem, Skuld ist gleich Heid, der Zaube- 
rin, und bekam Ham. Die Zauberei wird in alien Uberlieferungen 
die Siinde der Babylonier genannt. Urd ist identisch mit Nott und 
nahm 3 Manner ! Sie verliefi einen nach dem andern, liefi je ein 
Kind zuriick und blieb erst bei dem dritten Manne. 

1. Naglfari, der erste Mann, ist Hrym alias Karl oder Kain, der 

11 



in Nod war und das Land nach ihr nannte. Beider Sohn war Aud, 
von dem die riesigen Aaditen stammen, die altesten Bewohner 
Egyptens in Nod und am Nile, Romanen, dem Stammvater nach. 
Kain hatte also Kinder von 2 Frauen. 

2. Der zweite Mann war Onar (der Feurige), das ist Adam-Odin 
selbst, der Feuergott, wie er genannt wurde und wie aus der indi- 
schen Uberlieferung hervorgeht. Odin und Nott hatten eine Toch- 
ter Yord. DaS Odin und Onar eine Person unter 2 Namen sind, 
geht auch daraus hervor, dafi Yord einmal als Odins, einmal als 
Onars Tochter genannt wird. 

3. Der dritte Mann war Delling. 

Adam hatte 7 Sonne und 5 Tochter — also 12 Nachkommen ! 
Die Tochter sind Thir, Japhets Frau, Snor, Kains Frau, Sol, Manis 
Frau, Hei, Glens-Seths Frau, und Yord, ihres Vaters Frau. Eine 
Tochter ist von Nott, andere von Heva alias Edda; sowohl Edda 
wie Bibel und deutsche Uberlieferung geben an, dafi sie Tochter 
hatte. — Nach der Edda wurde Sol mit Glen vermahlt, alle ande- 
ren Uberlieferungen geben aber an, dafi Mani und Sol vermahlt 
wurden, und so werde ich kaum irren, wenn ich Glen der 
Stammmutter Hel zuschreibe, die beide die Ahnen der echten 
Griechen, der Hellenen, sind. 

Die 12 Nachkommen Adams waren: 

1. Mensch — Mani, 

2. Japhet — Thral oder Delling, 

3. Kain — Karl, Naglfari, 

4. Abel - Yarl, 

5. Seth — Glen, 

6. Sem — Brimir, 

7. Ham - Blain, 
8. Thir, 

9. Mannin - Sol? 

10. Schlange — Snor, 

11. Weib — Erna, 

12. Yord - Hel. 

Durch Adams 12 Nachkommen ist der alte Irrtum entstanden, 
dafi auch 12 Stamme waren, es gab aber nur 9, die 9 indogermani- 
schen Stamme. (Die 12 Stamme, welche im 1. Buche Mose ge- 
nannt werden, sind von den 12 Sohnen des Mose und nicht von 
Jakob — da ist wieder eine Irrung durch die Verwechslung von 
Vater und Schwiegervater entstanden. Abram ist identisch mit 

12 



Amram. Isaak ist gleich Aaron. Mose ist identisch mit Ismael, der 
ausgesetzt wurde und ein guter Schiitze wurde und von dem 1. 
Mose 17,20 gesagt wird: „Zwolf Furs ten wird er zeugen und 
will inn zum grofien Volk machen.") Adam und seine Nachkom- 
men, die 3 Tochter Noahs und Sohn und Tochter des sogenannten 
Gottes waren 18 Personen, die Stammeltern der 9 indogermani- 
schen Stamme. (Semiten waren Rote mit schwarzen Haaren. Die 
Asiaten waren Gelbhautige. Der Blonde und Blauaugige hiefi zu 
einer Zeit, als die Blauhautigen schon fast vergessen waren, 
Mensch der Nordwelt.) 

Die Arier in Indien haben noch Nachrichten von Zeiten, die 
890,000 Jahre zuriickliegen. Die vorletzte Eiszeit setzen sie vor fast 
80,000 Jahren an, da sie mit dem grofien Erdungliicke zusam- 
menhangt. Das letzte Ungliick (die letzte Eiszeit also) setzen sie 
vor 9—10,000 Jahren an. Bis zur vorletzten Eiszeit reichen auch die 
Nachrichten in der Edda zuriick, ja in einigen zerstreuten Versen 
haben wir Nachrichten, die noch weiter zuriickreichen. Nach der 
vorletzten Eiszeit miihten sich Suttungs Nachkommen um Astro- 
nomie und Abels um die Ubersetzung der Runen des fast ausge- 
storbenen Urvolkes (s. Rigslied); in der Voluspa steht (Vers 5): 

„Die Sonne schien warm (wieder warm) 

auf die sinnenden Manen, 

die innen sich miihten 

um die (neue) Himmelskunde (Astronomie). 

Die Sonne — sie wufiten nichts 

von ihr seit acht Jahren, 

die Manen wufiten nicht, 

wohin ihre Macht (zu leuchten und zu warmen) 

acht Jahre lang war, 

von den Sternen hatten sie nicht gewufit 

wo sie standen acht Jahre hindurch." 
So wurde die F insternis der Eiszeit geschildertl 
Aus der ahnlichen Schilderung in der Bibel lasen wir eine Gestirn- 
schopfung heraus — und es handelte sich um astronomische Kar- 

ten. 

Auf Sternkarten sind die 9 indogermanischen Stamme zu fin- 
den: Die Kirgisen nennen den Polarstern den eisernen Pfahl, an 
dem 2 Pferde (2 Stamme) sind, die von den 7 Sternen im Sternbil- 
de des grofien Baren verfolgt wiirden. Mit dem grofien Baren ist 
Adam gemeint. 

13 



Im Zendavesta heifien die 7 um den Pol kreisenden Sterne die 7 
Iringe — es sind die 7 Sonne Adams, die aus Erin alias Irland her- 
vorgingen, gemeint. Die Iranter im Avesta hatten auch eine Sie- 
benzahl der Gotter (die erst im Laufe der Jahrtausende sittliche 
Idealwesen wurden) — es sind Adams 7 Sonne, und Ahuramazda, 
das Oberhaupt, war urspriinglich Adam selbst. Die 7 Sonne des 
Helios in der flandrischen Sage, die 7 um den Pol kreisenden Ri- 
schis bei den Indern — es sind Adams 7 Sonne. Adams 7 Sonne 
und Tochter sind die Adityas der arischen Inder: 

Varuna (der Asurische, das Wunderwesen), 
Mitra, 

Indra, der Drachenmorder, 
Aryaman, 

Rudra (Herr des Viehes), 

Manu oder Soma (mit dem Monde verglichen), 
Yama, der als erster der Sterblichen starb — Habel, Yarl 
der Edda. 

Dazu kommen die Maruts, das sind die Madchen, Adams Toch- 
ter ! — Jahre habe ich gebraucht, um Adams: Sohne und ihre Sie- 
benzahl festzustellen, und nachdem ich sie endlich gefunden hatte, 
nachdem erst fiel mir plotzlich ein allbekanntes Spiel aus der Kin- 
derzeit ein, bei dem gesungen wird: 

„Adam hatte sieben Sohne, 
Sieben Sohne hatte er, 
Die afien nicht, die tranken nicht, 
Sie sahn nur jedem ins Gesicht — " 

In Marchen und Kinderspielen erhielten sich die grofien histori- 
schen Wahrheiten ! 

Zum Schlusse des Vorwortes werde ich die Stamme und ihre 
Ursitze nach den verschiedenen Namen, die dasselbe bedeuten, an- 
fiihren; ich werde sie nach einer bestimmten Zahlenfolge ordnen, 
so dafi jeder leicht alles Zusammengehorende finden kann. — 
Adam ist in der Edda Ymir — Yjgg — Rig — Mundilfori — Asa — 
Ask — Odin und Aurgelmi; auch ein neunter Name scheint ihn zu 
meinen, doch will ich ihn noch nicht angeben. — Die Samariter 
der Bib el sind die Semi ten. Diejenigen, welche im griechi- 
schen Texte des Neuen Testaments „Jovdaios // genannt werden, 
sind Joten, Nachkommen Kains und nicht des Sem ! — — — 

14 



Stamme heute 


Stamme Edda. 


Stamme, Altes T. 


Stamme,NeuesT. 


1. 


Litauer 


Suttungs Sohne 


Kithin, Chittier, 


Chaldaer, (Kale- 




(Ur-Skoten, 


(urspriingliche 


(d. h. Schotten), 


donier) und 




Ur-Pikten) 


Gotter) 


Chaldaer, 


Galilaer. 


2. 


Germanen 


Wanen, Walkyren 


Cherubin, 
Kyrener 


Kyrener. 


3. 


Kelten 


Menschliche 


Engel, d. h. An- 


Angelos d. h. 






Menschen 


geln Hebraer, d. h. 
Hibernier, 


Angeln. 


4. 


Iranier 


Asen, Gotter, 


Syrer, Assyrer, 


Syrer, Volk 






Berserker, 


Israeliten. 


Israel 






(d. h. Perser). 






5. 


Hellenen(sog. 


Hellenen, (Gygjar- 


Hellenen, (Grie- 


Hellenen (Na- 




Griechen) 


Njaren) 


chen) 


zarener) 


6. 


Romanen 


Joten, Hunen, 


Joten, d. h. Riesen, 


Joten, (d. h. Rie- 






Niflunge (auch 


Egypter, 


sen, nicht Go- 






Thursen 


Tyrannen, 


ten, nicht Juden 






d. h. Hrimthursen, 


Kanauiter, 


1) Romer, Dra- 






(sogenannte Asen). 


Tyrrhener. 


chen, Heiden 






Gotter. 






7. 


Inder, 
(Semiten) 


Reginer (Rotalben) 


Samariter. 


Samariter 


8. 


Slaven 
(Japhetiten) 


Schwarzalben, 

Thursen Zwerge, 

Hundinge 


Heiden, Araber. 


Heiden, Araber, 


9. 


Aben(Hamit) 


Liosalfen 


Mohren, Kinder 


Heiden 




(sog. Albane- 


(Weifialben), auch 


Babels 


(Babylonier). 




sen) 


Asen genannt. 







(Kelten und Germanen waren also erst in Irland (ebenso wie die Iranier) die Ger- 
manen hatten dann den Hauptsitz in Wales, die Kelten im Harze. „Engel" waren 
die altesten Bewohner des Harzes; diese wurden zu den Germanen gerechnet, ich 
rechne sie aber zu den Ur-Kelten, zu den Nachkommen Habels. Wahrscheinlich 
waren sie Mischlinge der beiden Bruderstamme. Griechen und Albanesen sind 
Misch-Stamme, nicht indogermanische Grund stamme. 



Stamme 


Lander heute 


Lander Edda 


Lander Altes T. 


Lander Neues T. 


1. Litauer 


Schottland 


Thrudheim mit 


Chittim, Kutha 


Alt-Chaldaa, 




(mit Edinburg 


Utgard 


mit Eden 


(Kaledonien) 


2. Germanen 


Wales 
(Kymry) 


Wanaheim, 
Solheim 


Kir 


Kyrene. 


3. Kelten 


Harz 


Midgard, Wal- 


Midian, Edom, 


Judaa, Kanaan, 






land, Aurwan- 


Kanaanj Maze- 


Mazedonien 






ga, Werland, 


donien, Judaa 








Rogheim, 










Thrymheim, 










(Jotumheim II). 







15 



Stamme 


Lander heute 


Lander Edda 


Lander Altes T. 


Lander Neues T. 


4. Iranier 


(Erin, Hibernia) 


Asaheim 


Ur-Assyrien, 


Syrien — 




Irland 




Neu-Chaldaa, 

Syrien, Hebraer- 

land 


Galilaa (d. h. 
Galenland) 


5. Hellenen 


Helgoland 


Helju, Niflhel, 


Hevila und Nod 


Hellas, Mor- 


(sog. Grie- 




Mornaland. 




genland mit 


chen) 








Nazareth 


6. Romanen 


(versunken 


Niflhel, Jotun- 


Nod, Dan, 


Der Aigyptos 




Nod-Egypten) 


heim Hunaland, 


Land zwischen 






Jutland, Italien, 


Niflheim 


2 Meeren, 






Nil-Egypten (u. 




Mizraim 






Harz zuletzt). 








7. Inder 


Oesdich der 
Elbe 


Alfheim 


Samaria 


Samaria 


8. Slaven 


(versunken Siid- 
Schweden) 


Swartalfaheira, 
Swarin 


Arabien 


Arabien 


9. Alben 


England 


Liosalfaheim 


Sinear — 


Cilizien ? 


(sog. Alba- 


(Albion) 


(Weifi- Alfheim) 


Mohrenland 




nesen) 











Es wiirde sehr an Klarheit gewinnen, wenn wir staff Germanen Kir - wanen und 
staff Griechen Hellenen sagten. Griechen sind Mischlinge von Romanen und 
Hellenen. Alben sind gleich Albinos und nicht gleich Albanesen. 





Stamm-Vater 


Stamm- Mutter 


Stamme 


Bibel 


Edda 


Bibel 


Edda 


1. Litauer 




Heimdall I. 

Sohn Sut- 

tung 




Gunnlod 


2. Germanen 


Mensch 


Mani 


Mannin 


Sol 


3. Kelten 


Habel 


Yarl 


Weib 


Erna 


4. Iranier 


Adam (als Gatte 


Odin, Asa 


— 


Yord, Notts 




d, Tochter) 


etc. 




Tochter 


5. Hellenen (sog. 


Seth 


Glen 


— 


Hel, Yord 


Griechen) 










0. Romanen 


Kain 


Karl 


Schlange 


Snor (und Nott) 


7. Inder 


Sem 


Brimir 


— 


Werdandi 


8. Slaven 


Japhet 


Thrithl. 
(Delling) 


— 


Thir und Nott 


9. Alben (sog. 


Ham 


Blain 


— 


Heid-Skuld. 


Albanesen) 











Lord Kingsborought hat den „jiidischen" Ursprung der amerikanischen Kultur 
vertreten. — Adam, der Ahn der Jiiten alias Romanen kam aus Amerika nach 
Europa. Dr. Schellhas fragt: „Was hindert uns, die Volkergeschichte der Erde um 
Jahrtausende zuriickzudatieren?" Nichts hindert, im Gegenteil: Alles treibt dazu ! 



16 



Als altesten Vers der Edda erkannte ich bisher Vafthrudnis- 
mal 16: 

„Die Ifing heifit sie, 

welche zwischen den Jotensohnen 

und den Gottern den Grund(besitz) teilt; 

offen rennt ihr Wogenschwall 

seit Alters her, 

niemals war Eis im Strome." 
Die Ifing ist der Golfstrom, der einst — vor der vorletzten Eis- 
zeit — der Grenzstrom zwischen 2 Weltteilen war, wie es auch die 
Elbe war. Der Atlantische Ozean fliefit dort, wo Atlantis teils ver- 
sank, das Land zwischen Golfstrom und Elbe. — 

Von der vorletzten bis zur letzten Eiszeit erzahlen die Bruch- 
stiicke der alten Biicher, die uns erhalten blieben. Bei der letzten 
Eiszeit gingen unter: Giganten und Thursen, Nairn und Zwerge 
und Schwarzalben (Dunkelalben). (Hrafnagaldr Odins.) 

Nicht aus Iran sondern aus Erin alias Hibernia alias Irland 
stammen die Germanen. — Die Schwarzalben sind mit den Ost- 
Slawen verwandt, den eigentlichen Slawen. Die West-Slawen, 
(nach Primus und Tazitus Venedae), die den Germanen fast gleich 
sind, konnen m. E. gar nicht Slawen sein, sondern sind Misch- 
Germanenl In den alten Harzsagen werden (aufier den Einhei- 
mischen) Riesen (Romer), Zwerge (Slawen) und Venediger er- 
wahnt. Ich halte diese Venediger fur identisch mit. den eben ge- 
nannten Venedae und den Vanen der Edda, also fur Germanen. 

Vor der letzten Eiszeit lebten Jesus und die anderen Propheten, 
die den Europaern den Untergang weissagten; wer ihnen glaubte 
(und mit ihnen floh), der rettete sein Leben. Das wird jetzt religios 
aufgefafit ! — Die Europaer werden in alle 4 Winde gejagt. — Die 
„rom // , alias Joten, die Nachkommen Kains, schlugen Jesum ans 
Kreuz; sie waren es, denen der Untergang prophezeit wurde — sie 
gingen unter sie und ihr Anhang. — 



— ©— 



17 



Erstes Buch: Anfang und Vorzeit 

Erster Teil: Entstehung und Finsternis. 

I. 
Einftihrung. 

Nach lichtfrohen Tagen nicht zahlte 

Der Urahn der alten Romanen, 

Nach Nachten ! Denn Nacht ging dem Morgen 

Der Erde voran — und er wusst es. 

Im Anfange der Bibel sowohl als der Edda stehen Berichte iiber 
einen Anfang, d. h. iiber die Ereignisse, welche am weitesten zu- 
riicklagen von alien, von denen die Menschen noch wufiten. Es 
wurde und wird angenommen, dafi der Uranfang in dem bibli- 
schen Schopfungsberichte gemeint sei — das ist aber keineswegs 
der Fall ! Es steht geschrieben: „Im Anfange schuf Gott Himmel 
und Erde. Und die Erde war wiiste und leer, und es war finster auf 
der Tiefe und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." 

Mit diesem „Anfange // ist absolut nicht der Uranfang, die Pla- 
netenschopfung, gemeint, sondern ein Neu-Anfang, eine Neu- 
Schopfung (in einer Wiistenei) von Menschenhand. Der Neu- 
Anfang setzte mit dem Augenblicke ein, als die Gestirne wieder 
(nicht zum allerersten Male) Licht und Warme auf die Erde sand- 
ten. Es ist mit diesem Satze gemeint, dafi es „Himmel und Erde", 
eine Zeit des sichtbaren Himmels gegeben hatte (vor dem Un- 
gliicke der finsteren Eiszeit), dafi es aber finster geworden war, 
fortwahrende Nacht und iiberall Wasser (wo vorher Erde gewesen 
war). Wiiste und leer war alles — nicht etwa im Uranfange gewe- 
sen, sondern geworden und einige Jahre hindurch geblieben. 

Das Wort „Gott // bedeutet einmal das iibermenschliche, gute, 
unsichtbare Wesen, das iiber dem Wasser schwebte und dem man 
die Wiederkehr des Lichtes wohl zuschrieb, dann aber den Guten ! 
Der „Gott" alias Gute, welcher die Veste machte — d. h. auf 

19 



unsere heutige Art ausgedriickt: ein festes Haus baute — war ein 
lebendiger Mann von der blauen Rasse, einer von den „Gottern". 
Dasselbe Wort wurde fur den guten Geist wie fur den guten Mann 
gebraucht. Gott und Gut wurde im Norden, woher das erste Buch 
Mose stammt, mit einem und demselben Worte bezeichnet. 

Der gute Geist schwebte auf dem Wasser (nach der Flut), aber 
der gute lebendige Mann, der Priester, schuf in dem Chaos. Der 
altsachsische Ausdruck fur Gott ist „gut". Im Altislandischen ist 
Gott „god" und „gode" heiftt Priester. Hochst wahrscheinlich 
wurde urspriinglich nicht die ganze Rasse, sondern nur eine Ka- 
ste, die Priester, Gotter genannt. — 

Nachdem die Erde ein Gestirnungliick, Flut und finstre Eiszeit 
iiberstanden hatte, schuf dieser eine Uberlebende von neuem sein 
Haus, gab den wohl von ihm geretteten Tieren die Freiheit, saete 
in der Wiistenei und stellte eine neue Zeiteinteilung auf nach der 
Veranderung, die am Himmel vor sich gegangen war. Alles was er 
machte war sehr gut. Das ist kurz gesagt der Inhalt des ersten Ka- 
pitels Mose. Die altertumliche Art der Schilderung machte es so 
ratselhaft und schwer verstandlich — und es ist doch so einfach, 
sowie man es an der Hand der Edda lesen lernt ! 

Die Entstehung unseres Planeten liegt Millionen von Jahren zu- 
riick. Vom Uranfange steht nirgends etwas ge- 
schrieben. 

Ein Ungliick, das den Planeten traf, ist — indischen Berichten 
gemafs — vor 800,000 Jahren gewesen; vor so langer Zeit wurde 
schon geschrieben, ja wohl vor viel langerer Zeit. 

In der Edda (Volusipa 3) steht: 

„Es war einstmals in dem Jahre 

Als Ymir hier den Wohnsitz aufschlug, 

Weder Sand noch See 

Noch kiihle Quellen, 

Die Erde war verfinstert 

Und nicht Oberhimmel (sichtbar), 

Fels war hoch genug (d. h. wieder aus dem Wasser ragend), 

Doch Gras nirgends." 

Das ist die Schilderung einer finsteren Eiszeit, 
der vorletzten ! Nicht Sand noch Wasser, noch Gras gab es, weil 
alles im Eise begraben war\ Keine Gestirne waren sichtbar: 
sie durchdrangen die Atmosphare nicht oder hatten selbst die 

20 



aufiere Glut und Leuchtkraft eingebiifit, wie es schon mehrmals 
geschehen ist. 

Selbst die altesten Berichte konnen uns also keine Fin- 
gerzeige fur den Uranfang geben. Mit hochster Wahrscheinlich- 
keit aber war es finster auf Erden, denn heute noch leben Pflanzen 
und Wesen in Kalte und Finsternis oder ziehen Nacht und Dam- 
merung dem Lichte und der Warme vor, sind gar nicht fur den 
Tag geboren. 

Vom Uranfange wurde (ganz kurz gesagt) lange angenommen, 
die Weltkugel rollte im Weltenraume in irgendwie bedingten Bah- 
nen dahin, wurde feurig bis zur WeiSglut, kiihlte sich dann wieder 
ab und bekam eine Rinde, eine Steinkruste als Hiille. Noch heute 
soil ein Feuer im tiefen Innern des Planeten Kern bilden und seine 
Gase Explosionen und vulkanische Ausbriiche verursachen, Stei- 
ne, Lava und Asche auswerfen. 

Jetzt neigt man der Ansicht zu, unser Planet sei zuerst aus in- 
tensiv gluhender feinster Materie, aus leuchtendem Gase, aus 
„Verdichtung von Lichtkunst" entstanden. 

Diese so sehr junge Wissenschaft — jung im Verhaltnisse zum 
Planetenalter — mochte ich an den klugen Worten der Alten nach- 
priifen: 

Der Planet ist ein Korper, das mufi gesagt werden. Jeder Kor- 
per — hiefi es friiher — sei dreier Zustande des Seins fahig: Fest, 
fliissig, luftformig. Mit dem mittelsten derselben hat der Erd- 
korper gewiS nicht angefangen; so bleibt nur die Frage zwischen 
den beiden anderen Zustanden bestehen. Da komme ich auf die 
Frage, ob das Feuer als dem festen oder dem luftformigen Zustan- 
de nahe angesehen werden mufi. Feuer mufi Nahrung haben ! Es 
hat gewisse Lebensbedingungen wie ein Wesen; es ist (eine feste 
Nahrung brauchende) Materie. Beobachten wir ein brennendes 
Haus: Wenn niemand das Feuer hindert, brennt es so lange als 
brennbares vorhanden ist — dann erlischt es von selbst, weil es 
keine Nahrung mehr findet, und stirbt den Hungertod. Die Bibel 
sagt (Spr. 26,20): Wenn nimmer Holz da, verlischt das Feuer. (Spr. 
30,16): Das Feuer spricht nicht: Es ist genug ! — 

Wie wunderbar schildern diese zwei Satze das Wesen des Feu- 
ers ! Wie geben sie sogleich die Vorstellung des Niedrigen ! Horte 
man ein Wesen so schildern, wiirde man sich eins recht niederer 
Art vorstellen. Die alte deutsche Dichtung Beowulf nennt Feuer 
den „Gierigsten der Geister"! Licht mufi von Feuer sehr sorgsam 

21 



unterschieden werden ! Das wird heuzutage vielfach versaumt ! 
Einst wufite man Feuer und Licht wohl zu trennen: 

Jes. 50,11: Genet hin in das Licht Eures Feuers ! 

Jes. 10,17: Das Licht Israels wird ein Feuer sein. 

Hes. 1,4: Mitten in demselben Feuer war es lichthelle, — — 

Weish. 17,5: Das Feuer vermochte mit keiner Macht zu leuchten. 

Sir. 9,10: B o s e Lust entbrennt davon wie ein Feuer. 

Ware Feuer zuerst gewesen — was hatte es verzehren sollen? 
Ware Lichtdunst zuerst — vor dem Feuer — gewesen, dann hatte 
alles mit einem Riickschritte vom Lichte zum Feuer begonnen. Das 
kann ich nicht glauben, schon das Wort Licht zaubert die Vorstel- 
lung von allem Hohen, Guten, Schonen herauf : 

Ps. 104,2: Licht ist dein Kleid, das du anhast. 

Joh. 3,26: Wer arges tut, hasset das Licht. 

Offenbar. 21,11: Ihr Licht war gleich dem alleredelsten Steine. 

Welten haben auch ihren Ursprung wie jeder einfachste Korper. 
Durch die Fernrohre werden an der Grenze des Sichtbaren Nebel- 
eilande im sanften gleichmafiigen Lichte erglanzend gewahrt. Es 
wird erortert, ob unser Weltkorper aus Verdichtung solcher Ne- 
belmassen entstanden sein kann. Man mufi feststellen, meine ich, 
ob der Anfang im luftigen oder festen Zustande gewesen ist. Die 
Antwort auf diese Frage halte ich fur ganz besonders wichtig, 
denn: ein luftformiger Anfang, Verdichtung von Lichtdunst, wiir- 
de eine geistige Entstehung bedeuten und Rwcfcschritt des Lichtes 
zur Materie. 

Ein fester Anfang, Zusammenballung und Verdichtung von 
Staub, ware eine materielle Entstehung und bedingte einen Fort- 
schritt der Materie zum Lichten, Atherischen, Geistigen, Umset- 
zung der Materie in Geist. 

Alles fliefit, sagte Heraklit — wir glauben und wissen es, ver- 
folgen den Gedanken nur nicht tief genug, denn es zeugt von ei- 
nem mangelnden Verstandnisse jenes Ausspruchs, wenn man nach 
der im J. 1781 erfolgten Entdeckung des Planeten Uranus durch 
Herschel sagte, die uralte heilige Zahl der Planeten sei falsch ge- 
wesen; sie war vielleicht eine Zeitlang falsch, sie kann aber auch 
richtig gewesen sein. Niemand kann jetzt die Behauptung aufstel- 
len, dafi der Uranus damals auch schon — als Planet — dieselben 
Kreise lief wie heute, dafi er iiberhaupt schon als Planet in unse- 
rem Sonnensysteme existierte. Sonnen konnen Planeten werden, 
diese konnen Monde werden— alles fliefit, alles wandelt sich. 

22 



Die Sonne ist jetzt feurig; Weifiglut hinter Metalldampfen ist 
an ihrer Oberflache festgestellt worden, ihre Strahlen sind Feuer- 
strahlen. Jene Nebelflecken (von denen ich vorher sprach) sind 
halt, aber sie leuchtenl Welch gewaltiger Unterschied zwi- 
schen 2 Leucht-Zustanden: Die Sonne ist heifi und leuchtet, die 
Nebelflecken aber zeigten bei der Spektralanalyse (bei der Be- 
trachtung durch ein Prisma, welches Strahlen in Einzelstrahlen 
zerlegt), dafi sie hauptsachlich aus Wasserstoff bestanden, also 
nicht feurig seien. Jenes Leuchten darin muS Li cht sein !! 

Auf unserem Planeten sind iiberall die Spuren von erloschenem 
Feuer, nicht von erloschenem Lichte. Einen Anfang aus Lichtdunst 
abzulehnen, dazu fiihrten mien alle Betrachtungen. Es hat uns bis- 
her sehr wenig weiter gebracht, Zustand und chemische Beschaf- 
fenheit der sog. Grundstoffe festzustellen. Wir kennen die Gesetze, 
welche die Bewegungen diktieren, noch nicht, wie das Erstaunen 
iiber die Monde vom Saturn und Jupiter beweist, welche in entge- 
gengesetzter Richtung als die iibrigen gehen. Wir irrten immer 
noch recht sehr, wenn von der Vergangenheit unseres Planeten 
gesprochen wurde. Dieselben Stoffe haben sich iiberall zusammen 
wiedergefunden. Das blofie Vorhandensein der Stoffe aber sagt 
recht wenig, da sie sich wandeln konnen; es kame auf das Erken- 
nen, des Grundstoffes an. Die Theosophie unterscheidet Materie 
von 7 Graden der Dichtigkeit — so konnten 7 Elemente (Feuer, 
Metall, Urwasser, Luft, Ather, Licht, Mentalstoff) angenommen 
werden. Vier Aggregatzustande (feste, fliissige, gasformige, aethe- 
rische) werden von ihr unterschieden; erst das Achte ware das 
Causale. — Ober alte, mittlere und neue Auffassung des Wortes 
Element will ich zunachst sprechen, denn aus Feuer allein kann 
der Planet auch nicht entstanden sein, weil Feuer Nahrung 
braucht; er mufi aus Stoffen entstanden sein, die in Brand geraten 
konnten, die Nahrung boten. 



— 0— 



23 



II. 

Elemente einst und jetzt. 

Plato: „Zwei Elemente allein ohne ein drittes konnen 
nicht gut zusammengesetzt werden, denn nur 
ein vermittelndes Band kann zwischen den 
beiden die Vereinigung bilden." 

Herder sagte: „Die Masse wirkender Krafte und Elemente, aus 
denen die Erde ward, enthielt wahrscheinlich als Chaos alles, was 
auf ihr werden sollte und konnte." Auch diese Worte ebenso wie das 
Motto dieses Kapitels zeigen, wie sehr es selbst hier am Platze ist. 

Lange Zeiten hindurch, fast bis auf den heutigen Tag, nannte 
man Stoffe, welche die Chemie nicht zu zerlegen vermochte, Ele- 
mente. Es werden iiber 60 solche Stoffe gezahlt. Man spricht von 
Elementarstoffen. Das Wort Element ist alt, ist aus dem Altertume 
ubernommen. Meine Ausfiihrungen werden aber zeigen, dafi einst 
etwas ganz anderes damit bezeichnet und gemeint wurde. In frii- 
heren Zeiten nannte man Elemente alles dasjenige, aus dem Wesen 
hervorgingen ! Elemente und Kristalle, Pflanzen, Tiere, Menschen 
standen in engstem Zusammenhange. (Schon die Elemente selbst 
waren lebende Wesen; ihre Wandelbarkeit war bekannt und wur- 
de ausgeniitzt, wie wir an den zahllosen alten Zauberberichten 
sehen. Am leichtesten konnen wir die alte Auffassung begreifen, 
wenn wir jedes Element mit dem Worte Wesen verbinden. Doch 
nicht nur als Wesen wurden sie betrachtet, sondern als Gotter 
wurden sie zu Zeiten verehrt; dem Nilgotte wurden z. B. grofie 
Feste gefeiert und Opfer dargebracht. Die Flusse und Quellen 
selbst waren diese Gotter. 

1.) Indogermanen, die Germanen, Griechen, Hebraer, Perser etc. 
wufiten von 4 Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Die Chinesen 
nennen 5: Feuer, Metall, Wasser, Erde, Holz. Die Inder zahlten 
auch 5, nannten aber eins Ather. Die Egypter sprechen von den „5 
Bestandteilen" Feuer, Geist, Trocknes, Feuchtes, Luftiges: Uberall 
Bruchstiicke der einst gewufiten, dann verlorenen Wahrheit ! 

Die Menschen wurden als aus Elementen geboren angesehen 
und man erkannte bei jedem Einzelnen das Element, dem er ent- 
stammte. 

Einige Beispiele sollen meiner Einleitung als Beweise dienen: 

Diodor erzahlt von Pyrigenes, dem Feuer geborenen. 

24 



Arabisch: „Deine Gattin ist verloren, wenn Du sie beriihrst, 
denn Du bist aus Feuer geschaffen, sie aber aus Erde, welche das 
Feuer verzehrt." 

„Du bist schlechter Natur und von gemeinem Stoffe, denn Du 
vergiltst gutes mit bosem." 

Diodor schreibt, Egypter hatten erzahlt: 

„Wenn der Flufi zuriicktrat, und die Sonne die obere Schlamm- 
schicht durchtrocknet hatte, so entstanden darin lebendige Tiere, 
teils mit ganz ausgegliedertem Korper, teils halb ausgebildet und 
noch mit der Erde verwachsen." 

(Es ist hiermit jedenfalls dieselbe Tier-Pflanze gemeint, von der 
Josephus erzahlt, in Baaras, in der Gegend der Festung Macharus, 
ware eine giftige, flammenrote Pflanze gewesen, die sich mit Wur- 
zeln fortbewegen und zur Abendzeit Strahlen von sich schieSen 
sollte — dieselbe, welche die Edda Springwurzel nennt.) 

Justinus: „Als Jupiter das siindige Menschengeschlecht durch 
eine allgemeine Uberschwemmung vertilgte, rettete sich nur Deu- 
kalion und seine Gattin Pyrrha auf einem Fahrzeuge und beide 
wurden die Wiederhersteller des Menschengeschlechts, indem 
ihnen Jupiter auf ihre Bitte befahl, Steine hinter sich zu werfen." 
(Jedenfalls warfen sie die Steine ins Wasser.) 

In einer alten arabischen Geschichte steht von Menschen, die in 
schwarze Steine verwandelt waren. Durch BegieSen mit Wasser 
wurde der Zauber gehoben. Auch der heilige Stein in Mekka ist 
schwarz. Die ihm gezollte Verehrung gait ursprunglich wohl ei- 
nem Wesen. 

Herodot: 1,54: Die Telmesser antworteten Krosus: „Die Schlan- 
ge ist ein Kind der Erde, das Pferd aber ein Feind und Fremdling." 
(Es stammt aus Amerika.) 

1,86: Die Perser opferten der Sonne, dem Monde, der Erde, dem 
Feuer, dem Wasser und den Winden. 

1,90: Gegen die Fliisse hegen sie die grofite Ehrfurcht. 

1,237: Feuer ist ihnen ein Gott, den Egyptern aber ein lebendi- 
ges Tier. 

Diodor: „In deren Nahe hauste ein erdgeborenes Tier, welches 
viele Eingeborene verschlungen hatte, genannt Kampe." 

Homer: „Du stammst nicht vom Felsen, noch von der Eiche." 

Ovid (Verwandl.): „Erst entsproSte das goldene Geschlecht — 
dann erwuchs die silberne Zeugung, hierauf folgte das dritte Ge- 

25 



schlecht von eherner Zeugung, dann schlofi die eiserne Abart." 
(Diese brachte allerlei Greuel.) 

Vergil (Landliche Gedichte) lafit dagegen erst das eiserne, dann 
das goldene Geschlecht kommen. 

Hesiod sagt wie Ovid: „Es kam das goldene Geschlecht, dann 
das silberne, dann das vielstimmige (vielsprachige?), dann Halb- 
gotter, dann das eiserne." 

Quintus von Smyrna: „— er (Tityos, der Unhold), liegend in 
schaurigem Blute, bedeckte, grofi an Gestalt, 9 Hufen in Gaas wei- 
tem Gefilde, die ihn gebar." 

Weiter aber: „Oft auch lauert die Krot' in der Kluft 
Und was andres Scheusals 
Haufig die Erde gebiert." 

Weisheit Salomos: „Denn er hat mir irrtumslose Kenntnis der 
Dinge verliehen, so dafi ich das System der Welt und die Kraft 
der Elemente kenne, Anfang und Ende und Mitte der Zeiten, 
Wandel der Sonnenwenden und Wechsel der Jahreszeiten, den 
Kreislauf der Jahre und die Stellungen der Gestirne, die Natur der 
Tiere und die gewaltigen Triebe der wilden Tiere, die Gewalt der 
Geister (Geistwesen) und die Gedanken des Menschen, die Ver- 
schiedenheit der Pflanzen und die magischen Krafte der Wurzeln." 

1. Mos, 7,15: Von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen 
war. 

Spr. 20,27; Eine Leuchte des Herrn ist des Menschen Geist. 

Weisheit 1,7: Der Weltkreis ist voll Geistes des Herrn. 

Weisheit 2,3: Der Geist zerflattert wie eine diinne Luft. 

Joh. 3,5: — dafi jemand geboren wird aus Wasser und Geist. 

Joh. 4,24: Go tt ist Geist (das hochste Geistwesen), 

1. Joh. 1: „DaS Gott Licht ist und in ihm keine Finsternis." 

Homer nannte einige Gotter athergeboren. 

Von den spateren „Gottern" heifit es, sie waren „grofitenteils 
aus Feuer" gewesen. 

Licht fand ich nirgends direkt als Element bezeichnet, es gehort 
aber zu einem, ebenso wie Kupfer, Gold und Silber zu dem Ele- 
mente Metall gehoren. Es ist eine der Stufen des geistigen Elements. 

Wieviele Elemente im alten Sinne gab es also? Man konnte sa- 
gen: die 5 der Chinesen und noch eins. Mit der Zahl 5 haben die 
Alten aber doch nicht unrecht gehabt, denn nicht die Existenz von 
mehr als 5 Elementen wurde geleugnet, sondern nur diejenigen 
wurden als Elemente genannt, aus welchen — an unseren Plane- 

26 



ten gebunden und ganz zu diesem gehorend — materielle We- 
sen geboren wurden. Atherische, lichte oder geistige Wesen kann 
man nicht materiell nennen. So habe ich, wie noch ausgefiihrt wer- 
den soil, 3 Grundelemente (Feuer, Metall, Urwasser), 2 verwan- 
delte Elemente (Erde, Holz) und 1 freies (Luft), nicht mehr ganz an 
die Schwerkraft des Planeten gebundenes, im Sinne der Alten re- 
konstruiert. Es gibt, wie ich zeigte, kein Element der Alten, von 
dem sich nicht ein Beispiel dafiir fand, dafi Wesen aus ihm her- 
vorgegangen sein sollen. 

Zwischen der alten und neuen Auffassung ist also ein gewal- 
tiger Unterschied. Unsere etwa 64 und deren 5 Elemente sind gar 
nicht mit einander zu vergleichen ! Wir sollten jene oder unsere 
Bezeichnung andern, um ein Ende der MiSverstandnisse herbeizu- 
fiihren; denn am Worte hangt viel ! Goethe sagte: „Die Welt ist 
eine Pflanzschule fiir Geister." Reiner Geist ist immer das Ziel ! 

2.) Von Empedokles und Aristoteles an bis zu Lavoisier, etwa 
zwei Jahrtausende hindurch, wurde die europaische Wissenschaft 
von dem Satze beherrscht, dafi die Welt nur aus den 4 Elementen 
Wasser, Feuer, Erde, Luft bestande. Das Leben werde und verge- 
he, sagte man, durch die Wechselwirkung von Warme und Kalte, 
Trockenheit und Feuchtigkeit. Diese Wechselwirkung sollte den 
Menschen nicht nur hervorbringen, sondern sogar seinen Charak- 
ter und sein Temperament bestimmen. Wir sehen das alte Bewufit- 
sein von der friiher geglaubten Elementargeburt der Lebewesen 
und der Wandelbarkeit der Elemente noch durchblicken. 

3.) Diese Auffassung wurde von Lavoisier an lachelnd iiber 
Bord geworfen. Die Elemente wurden als un wandelbar „erkannt // . 
Immer mehr sogenannte Elemente wurden gefunden. Jeder Stoff, 
der fiir die Chemie nicht mehr zerlegbar war, bekam diesen Namen. 

4.) Diese Lehrmeinung besteht teils noch. (Daneben geht eine, 
die mindestens 12 Grundstoffe annimmt.) Jetzt ist aber von Frau 
Curie das reine metallische Radium entdeckt und endlich die 
Wandlungsfahigkeit der Elemente wie der erkannt worden ! 
Ein Wendepunkt steht in diesem Zweige der Wissenschaft somit 
bevor — oder er liegt damit hinter uns. Die Riickkehr zur Weisheit 
der Alten ist angebahnt in mehr als einer Beziehung. — Uber die 
neue Erkenntnis soil William Crookes ausgerufen haben: „Das 
Radium hat unsern Glauben an die Ewigkeit des Stoffs, an die Be- 
standigkeit der Elemente, an die Wellentheorie des Lichts und an 
die Natur der Elektrizitat erschiittert. Es hat den Traum der Alchi- 

27 



misten und die Vorstellung von dem Gewinne ewiger Jugend neu 
belebt und sogar Zweifel erregt, ob es iiberhaupt eine Materie 
gibt \" Uberschwenglich gesprochen ! Aber dennoch: Welche Wor- 
te in heutiger Zeit! Die meisten „modernen" Menschen sind so 
toricht, bewuSt oder unbewufit so ungliicklich, dafi sie alles Gei- 
stige leugnen und Stoffglaubige zu nennen sind — jetzt plotzlich 
taucht eine Hoffnung auf, die an dem Vorhandensein der „ Mate- 
rie" zweifeln mochte ! 

Alles, was Crookes als Zukunftstraum sich ausmalte, war schon 
einmal in Wirklichkeit da; die Erkenntnisse und ihre Ausniitzung 
gaben soviel Macht wie Versuchung — Machtfiille, welche Men- 
schen zu angebeteten Gottern erhob; Versuchungen, so grofi, dafi 
die meisten ihnen erlagen. Ovid schrieb: „Selbst Gottern ein 
Grau'n ist die Gottheit." Er schrieb weiter: „Wer zu lange 
gelebt, dem schadet es." — Die Alten sahen die Elemente als le- 
bendig und Leben hervorbringend, also als geistig an ! Ein Stiick- 
chen Starke, das man fur tot halt, zeigt, durch das Mikroskop be- 
trachtet, Leben — ob die Alten so unrecht hatten?! Wir wiirden die 
Vergangenheit und die alten Biicher nie verstehen lernen, wenn 
wir diese Grundbegriffe nicht erst wieder klarstellten. Deshalb 
mufi ich so weit zuriickgreifen, um historische Zeiten richtig erkla- 
ren zu konnen. Eine grofie Vergangenheit liegt hinter uns — 
kiimmerliche Reste von Kraft, Reichtum und Erkenntnis der aus- 
gestorbenen Rassen sind uns armen Nachkommen auf der altern- 
den, erkaltenden Erde nur geblieben. Die Kraft ist geringer, der 
Boden unfruchtbarer, die Korper sind kleiner und kleiner gewor- 
den. Was schadete das alles, wenn wir dem geistigen Ziele naher 
geriickt waren; aber statt nach Vergeistigung zu streben, klebt die 
Masse an der verganglichen Erde und diinkt sich noch weise, 
wenn ihr Unglaube Geistigem gegeniiber so recht fest steht und 
nicht einen Strich iiber die Materie hinaus geht. 

Ich mufi noch dariiber sprechen, was die alten Egypter wohl mit 
den 5 Bestandteilen meinten: Zunachst ist klar, dafi Bestandteile 
eines Korpers gemeint sein miissen. Die Worte „trocken, feucht, 
luftig" erinnern so an die 3 Zustande „fest, fliissig, luftformig", dafi 
man sie leicht als mit einander identisch erkennt. Jene Bestand- 
teile eines Korpers kann man also auch als Zustande auffassen. 
Dann miifite man Feuer und Geist als Zustande eines Korpers 
bezeichnen konnen und zwar eines und desselben Korpers ! Ein 
niedriger, feuriger Korper miifite ein geistiger Korper werden 

28 



konnen. Das ergabe, dafi z. B. Wasser nicht nur in 3 Zustanden 
(Eis, Wasser, Dampf), sondern in mindestens 5 erscheinen konnte. 
Wasser miifite einen anderen Ur-Zustand haben als voir 
bisher dachten. Es mufs als Element in a nderer Form schon im 
Chaos vorhanden gewesen sein ! 

Aus Feuer allein kann der Planet nicht entstanden sein, weil es 
Nahrung braucht. Plato aber sagte, zwei Elemente ohne ein drittes 
konnten nicht gut zusammengesetzt werden; so miissen wir noch, 
mehr als zwei im Anf ange annehmen, aber nur mehr als zwei Zu- 
stande eines Ur-Elements. 

Mit dem Elemente ist es nicht anders als mit der Materie, die 
sich ebenfalls wandelt. Uber den Aggregatzustand der Materie hat 
(1818 und 1819) der englische Physiker Faraday Untersuchungen 
angestellt: „Wesentliche Unterscheidungsmerkmale fester Korper 
schwinden, wenn sie verfliissigt sind. Werden diese vergast, wei- 
sen sie oft nur geringe Unterschiede von Farbung und Gewicht 
auf. Der gasformige Aggregatzustand ist keineswegs die letzte der 

Umwandlungen eines Korpers" moderne Studien und Expe- 

rimente haben also bewiesen, dafi die Egypter recht hatten, mehr 
als 3 Zustande anzunehmen ! Faraday glaubte, ein Stadium an- 
nehmen zu diirfen, in welchem alle physikalischen Unterschiede 
der verschiedensten Korper nicht mehr vorhanden seien, und er 
gab diesem Zustande den Namen: Strahlende Materie. Heute 
wiirde er ihm vielleicht einen anderen Namen geben 

Frau Curie stellte Radium aus Pechblende her. Radium hat die 
iiberraschende Eigenschaft, dafi seine Atome nicht bestandig blei- 
ben, sondern dafi sie bestandig zerfallen. Das Radium sendet im- 
mer und unaufhaltsam Strahlen aus; diese sollen aber nicht wie 
die des Lichtes oder der Elektrizitat Schwingungen des Aethers 
sein, sondern sie bestehen aus materiellen Teilchen, aus Stiickchen 
zerspaltener Atome. Es wurde ganz einwandfrei festgestellt, dafi 
nach dem Zerfalle der Radiumatome eine allmahliche Umwand- 
lung einer gewissen Zahl der neu entstandenen Atomteilchen in ein 
anderes (sogenanntes) Element, in Helium, vor sich geht. Wieder 
andere der Atomteilchen gehen in ein ganz neues (sog.) Element 
uber, das man vorlaufig Radium A genannt hat. Auch dieses zerfallt 
wieder, und iiber mehrere Stufen hinweg entsteht aus ihnen Polo- 
nium und weiter das uns alien bekannte Blei. Die Hypothese von 
der Unwandelbarkeit der (sg.) Elemente ist also grundlich wider- 
legt, und man glaubt alien Grund zu der Annahme zu haben, daS 

29 



alle (sog.) Elemente einem Atomzerfalle unterliegen. Beim Radium 
geht es nur am raschesten; langsamer Atomzerfall ist kaum zu be- 
merken. (In einer Secunde zerfallen etwa 1000 Millionen Radium- 
atome.) 

Wenn alle (sog.) Elemente Zerfallprodukte sind, so 
zeigt es, dafi alle nur Zerfallprodukte eines Urstoffes 
sein konnen, dafi es also nur ein Mr-Element, ein Ele- 
ment uberhaupt nur gibt. 

Mit der durch das Radium vermittelten Erkenntnis scheint alles 
Sichtbare (in der Theorie) auf die denkbar einfachste Formel ge- 
bracht. Ware das materielle Ur-Element aber die eine einzige 
Ursubstanz, dann konnten unmoglich alle Elemente zerfallen, 
denn dann zerfiele alles ! Zerfallprodukt ist eben ein falscher Aus- 
druck, es ist nur Wandlung. Aber es mufi etwas Unwandelbares 
geben, und wenn Elemente sich wandeln (zerfallen, um anders 
neu zu erstehen), dann konnen sie einem Urstoffe angehoren, 
aber nicht der Ur-Substanz: Diese mufi geistig sein! 

(Die Amerikanerin Frau Eddy hat Gott, den Geist, den Ur- 
sprung alien Lebens genannt; Gott ist Geist, und Geist ist Gott — 
Ur-Substanz.) 

Alles was wir Element jetzt nennen, i s t eben gar kein Ele- 
ment, und der eine angenommene Grundstoff (Grundelement) 
darf mit der einen geistigen Ur-Substanz nicht verwechselt oder 
identifiziert werden. Grundstoff oder Ur-Element ware sichtbar; Ur- 
Substanz, causale Substanz, unwandelbare, miifite uns unsichtbar 
sein, weil alles uns Sichtbare verganglich und wandelbar ist. 

Die Wandelbarkeit der Elemente ist keine neu erkannte Sache; 
Weisheit 19,18 steht: „Es werden bisweilen die Elemente 
wechselseitig umgeordnet, wie auf einem Saiteninstrumente 
die Tone die Art der Melodie andern, wahrend doch die Klange 
iiberall dieselben bleiben." — 

Ein naturwissenschaftlicher Satz lautet: „Der Anfang ist nur 
vorstellbar mit einem Maximum von Arbeitsvorrat; das Maximum 
mufi bei der Entstehung dahin streben, zum Minimum zu wer- 
den." Der zweite Hauptsatz der heutigen Warmelehre lautet: 
„Warme kann nur Arbeit leisten oder sich in Arbeit verwandeln, 
wenn sie von einem warmeren Korper auf einen kalteren Korper 
iibergeht." 

Dieser Satz steht in einem Zusammenhange mit dem vorigen, 
wie das Streben vom Hochstmafie zum MindestmaSe zeigt. Die 

30 



Wandlung begann und riesige Wesen gingen aus dem Weltkorper 
hervor. War Wasser zur Zeit des Maximums schon vorhanden, 
dann aber in einem anderen Zustande, als Urwasser, vielleicht gar 
in einem trockenen Zustande; als ein Stoff, aus dem Eis und dann 
Wasser wurde, kann es vorhanden gewesen sein. Und dieses Ur- 
wasser wird schon ein sogenanntes Zerfallprodukt des Urelements 
gewesen sein. — 

Die Physiker meinen, unsere Welt hatte sich vor 10 Millionen 
von Jahren noch in geschmolzenem Zustande befunden. Biologen 
und Geologen berechneten ein weit hoheres Erdalter und schrei- 
ben ihr 100,000 Millionen Jahre zu. Man kann unserer Welt aber 
nicht ein so hohes Alter zuschreiben ohne gleichzeitig die Wan- 
delbarkeit von all em was auf ihr ist zu erkennen und an die kol- 
lossalen Wesen der Vorzeiten zu glauben. 



III. 
Pflanzen und Wesen aus finsteren Zeiten. 

Feuerig erglanzt sternschimmernd Dionysos' 
strahlendes Antlitz. Eumolpos. 

Das Leben fing an, als ein Maximum von Arbeitsvorrat war, al- 
so in der Hitze. Von Wesen jener Zeiten ist fast keine Kunde auf 
uns gekommen, wohl aber von denen, welche in der Finsternis 
lebten. Je weiter zuriick die Ahnen einer Pflanze oder eines We- 
sens zu suchen sind, desto lebenszaher sind letztere noch heute. So 
wie Gold schier unverganglich ist, so unverganglich — nach altem 
Ausdrucke unsterblich — waren die Urwesen. Wenn der Bota- 
niker Robert Brown aus dem Samen einer Lotospflanze, der 150 
Jahre im Herbarium war, eine neue Pflanze zog, so ist die Lotos- 
pflanze gewiS ein Abkomme aus uralter Zeit. Das beweist auch 
ihre Blute, welche den Schatten liebt und aus der Zeit der Finsternis 
stammt. Der Berliner Naturforscher Ehrenberg zog Radertierchen 
und Algen aus einer heifien Quelle, worin sie bei 80 Grad Hitze 
lebten. In kochendem Wasser noch hoherer Temperaturen griinten 
Pflanzen im Yellowstonepark in Nordamerika. Bazillenkeime iiber- 

31 



standen trockene Hitze von 140 Grad. Getreidekorner haben stun- 
denlanges Dorren von 110 Grad Celsius ertragen und die Keim- 
kraft nicht verloren. 

Beweis ist ja heute Schlagwort ! Wir haben Beweise, also wird 
endlich geglaubt, dafi in grofier Hitze Wesen leben konnen und 
lebten. Es gibt auch Wesen, welche grofie Kalte vertragen konnen. 
Die Temperatur des Weltraums wird auf 150 — 200 Grad Kalte an- 
gesetzt. Bohnen und Rettigsamen dauerten in luftleeren Glas- 
rohren 16 Monate aus und verloren Leben und Keimkraft nicht. 
Quallen, die so eingefroren waren, dafi ihr Leib mit Eiskristallen 
durchzogen war, tauten auf und lebten weiter. Gefrorene Karpfen 
leben, wenn sie auftauen, weiter. Der Physiker Raoul Piktet hat 
Kaltegrade kunstlich erzeugt, bei denen die Luft gefror. 

Frosche ertrugen 28 Grad unter Null, 

TausendfiiSe „ 50 „ „ „ 

Schnecken „ 120 „ „ „ 

Bazillen „ 200 „ „ „ 

Trockene Erbsen „ 192 „ „ „ 

Die Beweise sind erbracht, dafi Pflanzen und Wesen ebenso in 
groSter Hitze wie in solcher Kalte, im Lichte wie im Dunkel leben 
konnen; jetzt werden wohl auch die Berichte der Alten iiber Riesen 
der Vorzeit und „Damonen der Finsternis" mit anderen Augen 
angesehen werden. Wir miissen mit der Idee aufraumen, Da- 
monen seien urspriinglich als bose Geister in der Vorstellung, in 
der Phantasie entstanden; sie waren ebensowenig Phantasiegebil- 
de wie die Riesen und Enakskinder der Bibel. Man kann nicht 
gleichzeitig annehmen, dafi noch vor ein paar Jahrtausenden Men- 
schen — mit Steinwerkzeugen hantierend — halb tierisch gelebt 
haben und dafi dieselben Menschen eine herrliche Literatur hatten 
und Nachrichten iiber den Neu-Anfang, der so weit zuruckliegt ! 
Eine Phantasie, die ins Ungemessene geht, traut man teils den „pri- 
mitiven", teils den „klassischen // Menschen zu, eine Phantasie mit 
einer Glut, einer Schopferkraft und einem Reichtume an Gewalten, 
dafi sich alle Dichter der letzten Jahrhunderte einfach davor verstek- 
ken miiSten ! Trauen wir ausgestorbenen Rassen viel, viel weniger 
Phantasie und ihren Geschichten vollige Realitat zu — und das wird 
gut sein ! Selbst wenn Phantasie hie und da untergeschlupft ware, so 
hatte sie sich noch an eine Wirklichkeit angeschlossen, ware also 
eher Uebertreibung zu nennen, aber selbst diese fand ich nicht ! 
Wenn wir babylonische Darstellungen von Damonen sehen, so 

32 



Tafel I. 




Die Sphinx von Gizeh. 

(Siehe S. 71.) 



Tafel II. 




Kolosse bei Theben. 

(Siehe S. 71.) 



wiirden wir irren, wenn wir sie fur Ausgeburten der Phantasie 
hielten. Jene Gestalten — halb tierisch, halb menschlich gebildet — 
sehen recht haSlich aus, aber wir haben noch heute allerhand We- 
sen von abschreckender HaSlichkeit; es liegt nicht der mindeste 
Grund vor, Damonen als Phantasiegebilde anzusprechen. Aller- 
dings wiirden, wir auch irren, wenn wir meinten, jene Bilder ent- 
stammten historischer Zeit, und vor ein paar tausend Jahren — 
also vor kurzem, wie man den Millionen Jahren unseres Planeten 
gegeniiber sagen muS — hatten diese Damonen noch gelebt, die 
nach ihrem Tode „bose Geister" wurden. Es hat auch nicht nur 
bose, haSliche Damonen gegeben; denn Diodor berichtet von ei- 
nem „guten Damon, der den Wein zu keltern lehrte !" Von Da- 
monen, die im grauen Altertume lebten, erzahlen die Chinesen. 
Die Inder nennen „Asuras // Damonen. 

Spater, nachdem sie ausgestorben waren, wurden sie zu Gei- 
stern, teils zu Schutzgeistern, teils zu schadlichen. Die abgeschie- 
denen Geister der von Menschen ermordeten Damonen wurden 
bose Qualgeister. Sogar heidnische Gotter wurden Damonen ge- 
nannt. — Ich will jetzt nur feststellen, dafi sie zuerst als materielle 
Riesen existierten. 

Die Lebewesen konnen nur aus dem, was vorhanden war, ent- 
standen sein — aus sog. Elementen, aus Feuerstein, Metall, Kri- 
stall. Es wird jetzt viel vom Protoplasma, vom Urschleime, gespro- 
chen, aus dem kleine Wesen einfachster Art (bei einer Abkuhlung 
der Erdrinde unter 100 Grad Warme) sich entwickeln. In solcher 
Weise stellt man sich Entwicklung von Urwesen vor. Diese wer- 
den aber erstens nicht klein, sondern grofi gewesen sein. Zweitens 
ist Protoplasma weich, wahrend alle alten Berichte iiberein- 
stimmend von der aufierordentlichen Hdrte der Schadel und 
der Haut uralter ausgestorbener Menschen und Tiere berichten. 
Neben dem Abnehmen der KorpergroSe mufi bei den Wesen auch 
ein Abnehmen der Hdrte konstatiert werden. Feuerfliissig war 
der Ball gewesen, ehe er test wurde. Hart war danach die vor- 
handene Materie, hart der Weltkorper in der Jugend und der Fulle 
der Kraft. Hart und grofi miissen die Wesen gewesen sein ! 

Wenn die Forscher die weiche, bewegliche, lebende Schleim- 
masse durch das Mikroskop betrachten, konnen sie wohl die Tier- 
chen und ihre Art ergriinden, aber nicht, was und wie der 
Schleim, in dem sie entstehen, vorher war. 

Ebenso wie Stein erst weich war und erstarrte, kann er auch 

33 



wieder erweicht werden; Protoplasma muE (wenn wir nicht an- 
nehmen wollen, dafi jene Tierchen wie Maden im Kase entstan- 
den), ehe es schleimig wurde, einen anderen, f 'est en Zustand hin- 
ter sich gehabt haben ! Im sogenannten Urschleime kann ich kei- 
nen Urzustand, keinen feurigen oder festen, sehen, sondern schon 
Wandlung, Erweichung ! Stein allein konnte nicht Lebendiges zeu- 
gen, sondern nur mit Feuer vereint. Vom Protoplasma auf den 
Urzustand, die Urentstehung von Lebewesen schliefien zu wollen, 
halte ich fur sehr gewagt und gefahrlich, weil es nur zu nahe liegt, 
einen f alschen Schlufi zu ziehen ! 

Sirach 39,23 steht: ;,Die hauptsachlichsten Dinge fiir das Leben 
der Menschen sind Wasser und Feuer und Eisen und Salz." Die 
moderne Forschung sagt: „ Eisen, Salz, Wasser helfen, den Men- 
schen bauen." Wunderbar: Was ihn bauen hilft und wessen er be- 
darf, ist dasselbe ! Wenn in den alten Spriichen ein Wort mehr 
steht, so ist die tiefere Erkenntnis gewifi dort zu suchen. 

Nur aus dem Vorhandenen und darin konnte Leben entstehen. 
Steine sind amorph (gestaltlos); so mogen wohl auch manche der 
ersten Wesen einst gewesen sein, in die „der hiipfende Punkt des 
Lebens" hineinkam. „Der Stein hielt das Feuer test/' heifit es; die- 
ses eingeschlossene Feuer fing auch von innen her an, solch hiip- 
fender Punkt zu werden; das wiirde der alten Auffassung ent- 
sprechen. Dann mogen, manche Wesen sternartig Fiihler ausge- 
streckt haben, von denen einer sich am kraftigsten entwickelt und 
sich am weitesten kometenartig ausstreckte. 




Umrifi der Kometenform von Ophidiaster multiforis. 

Vor allem miissen wir an eins denken, an die Kristalli- 
sation. Ein Kristall ist die natiirliche Form eines Minerals; mit 
naturlichen Formen wurde angefangen. Eine Kristallwelt war die 
Vorwelt, als Vorstufe des hoheren Lebens. Vom Kristalle ging es 

34 




zur Zelle ! Eine Vegetation aus Metallen ist keine Unmoglichkeit, 
kein phantastischer Traum der Alten, sondern Wahrheit und 

Wirklichkeit gewesen. Von golde- 
nen Apfeln erzahlen iiberein- 
stimmend viele alte Biicher. Von 
ehernen Baumen konnen wir lesen. 
Anbei das Bild einer Kristalldruse 
im gegossenen Eisen — die Form ist 
unverkennbar tannenahnlich. 

Die heutige Wissenschaft sagt: 
„Kristalle bilden sich im allge- 
meinen, wenn eine Substanz aus 
dem gasformigen oder fliissigen 
Zustande in den festen iibergeht." 
Das pafit vollkommen zu dem, was 
ich iiber den Zeitpunkt des 
Lebensanfanges sagte. Kristalle besitzen die Fahigkeit, in verschie- 
denen Richtungen verschieden schnell zu wachsen. Daher wird es 
wohl kommen, dafi viele eine ausgepragte Spaltbarkeit zeigen — 
Kristallfortpflanzung mochte ich sie nennen. Zuerst war die drei- 
eckige Form, welcher Vierecke und Sechsecke folgten. Diese Drei- 
ecke sind gewifi die „Urdreiecke // der Alten, von denen Plato noch 
schreibt: Nach diesen sollen— in dritter Linie — erst die sich 
fortbewegenden Wesen gekommen sein; also: 1) Gestaltlose 
Wesen, 2) Kristallisationen, 3) Zellbildung ! Wenn ich die Kristall- 
druse aus Eisen mit einer Tanne vergleiche, so mufi ich Edelsteine 
mit Friichten vergleichen. Metallene Baume mit Friichten aus E- 
delsteinen, iiber und unter ihnen riesige, selbstleuchtende We- 
sen aller Art — das ist ein Bild der Vorzeit ! Edelsteine waren die 
Krone der finsteren Zeit. Das Feuer war erloschen, gab keinen 
Schein mehr, nun strebten manche Pflanzen und Wesen. — nicht 
alle — nach Helligkeit und entwickelten selbst Leuchtkraft. 
Wie grofie Gluhwiirmer leuchtend und schimmernd — so sahen 
Vorzeit-Gestalten aus; bei anderen funkelten und glitzerten nur 
die harten Edelstein-Augen. 

Kristallisationen kann man heute noch iiberall beobachten. Die 
alten Chemiker sahen, wie sich aus abgekiihlter Aschenlauge Blatt- 
chen und Bliiten, ja belaubte Zweige — Kristallgruppen der Aschen- 
salze — abschieden; Baume, Gestrauche, zackige Blatter und Na- 
deln sahen sie wieder erstehen; ich kann ihr Entziicken dariiber 



35 



voll und ganz nachempfinden: Es war nicht nur die augenblick- 
liche Freude des reizenden Anblicks, es war das Gliick, die er- 
sten Zeiten wieder erstehen zu sehen und Beweise fur sie zu 
liefern. Wir haben noch viele Spuren, kleinere und grofiere, von 
der Vorzeit und Urzeit her; wir miifiten die Sprache der Erde nur 
lernen, urn sie zu finden. Erst miissen wir aber an die alten Mittei- 
lungen — auch wenn wir sie nicht verstehen — glauben, dann 
suchen und dann werden wir finden ! 

Wie Kristallisation und Pflanzenbildung so hangt auch Kristall 
und Kristalloid zusammen ! Wahrend sich die Kristalle nur durch 
aufieren Ansatz vergrofiern, wachsen Kristalloide im Inner n\ Es 
ist von Gelehrten schon ausgesprochen worden, dafi es vom Kristal- 
le vielleicht weiter zur Zelle ging, dafi krummflachige (gebogene) 
Kristalle, sogenannte Kristalloide, eine Ubergangsform jener 
Welt zur Zelle, dem Anfange der organischen Welt, darstellten. In 
anderer Form sagte es Plato den Alten nach. Diese moderne Vermu- 
tung hat die Wahrheit wieder getroffen ! Der Diamant ist solch Kri- 
stalloid, der einst in der kalten Zeit der Finsternis entstand. Er ist 
nicht feuerbestandig und nicht auf feuerflussigem Wege entstanden. 
In starker Hitze vergrofiert er sich und verwandelt sich in Graphit, 
Kohlenstoff, welcher auch in jedem Leben aufierndem Korper ist ! 

Lukrez schreibt: 
„Endlich, alles was dicht und hart den Sinnen erscheinet 
Mufi, durch Stoffe, die hakiger sind, zusammengehalten, 
Gleichsam astig verschrankt, fest an einander sich schliefien. 
Unter diese gehort vor den iibrigen alien der Demant, 
Steht in der Reihe voran und scheut den gewaltsamen Schlag nicht." 

Wir haben nur noch kummerliche Reste der Edelsteine, welche 
den grofiten Teil der Leuchtkraft im Laufe der Zeiten eingebiifit 
haben, Plinius erzahlt, Diamant sei von unaussprechlicher Harte, 
auf dem Ambosse geschlagen stofie er den Schlag so zuriick, daS 
Hammer und Ambofi in Stiicke zerspringen ! Warum sollte diese 
Erzahlung unwahr sein? Weil kleine kraftlose Splitter, Uberbleibsel 
der vor ein paar (oder noch mehr) Millionen von Jahren bliihenden 
Kristallzeit, heute auf solche Probe nicht mehr so reagieren wiir- 
den? — Das Gegenteil vom Magneten nenne ich den Diamanten ! 

Als voile Lebenskraft noch in ihm war, mufi er anders gewesen 
sein als heute. Was heute nicht mehr wahr ist, kann damals wahr 
gewesen sein. Adamas, den Unbezwinglichen, nannten die Alten 
den Diamanten ! Es hat unbezwingliches Metall gegeben und e- 

36 



ben-solchen echten Kristall; Stein war schliefilich alles nach dem 
feurigen Zustande. Es miifite noch viel scharfer, als es bisher der 
Fall war, zwischen echten Kristallen, Edelsteinen oder Kristalloiden 
und den Bergkristallen unterschieden werden; die Art des Wach- 
stums (Kristalloid von innen, Kristall von auSen), die verschiede- 
nen Eigenschaften, die geringen Uberbleibsel der ersteren, die noch 
vorhandenen grofien Mafien der anderen, die verschiedene Harte 
und Leuchtkraft, alles verbunden mit den alten Berichten, machen 
den scharfen Unterschied zwischen beiden aus. So scharf sich 
Wasser, Pflanzen und Augen der Wesen unterscheiden, so scharf 
miissen Steine von einander getrennt werden in die verschiedenen 
Entwicklungsstufen, denen sie einst angehorten. Ein Diamant ist so 
kostbar wegen seiner Harte; ein grofier, dunkelvioletter Amethyst, 
so schon und sanft er leuchtet, gilt z. B. nur als Halbedelstein, weil 
er weicher ist. Vom geistigen Standpunkte aus miifite man gerade 
umgekehrt urteilen: Je harter etwas ist, aus desto fernerer Zeit 
stammt es wohl, aber auf Losung des Materiellen geht das Streben. 
Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, ist ein harter Diamant 
das Gefangnis von etwas Geistigem; wird die haltende Mauer ver- 
brannt, dann entschwindet das geistige Element, unseren schwa- 
chen Augen unsichtbar, hinweg, und ein Haufchen Asche bleibt 
vom Gefangnisse zuriick. — Diamanten waren einst Friichte, ja, 
von Diamant-Wesen kann man sprechen. Die moderne Forschung 
hat schon Spuren dieser Wahrheit entdeckt: Goppert meinte wirkli- 
che Reste eines Urorganismusses pflanzlicher Natur in Diamanten 
zu entdecken; Lippert hat sogar einige untersucht, welche trauben- 
formig gehaufte griine Kiigelchen enthielten, die auf's Tauschend- 
ste den Zellen gewisser niederer Algen glichen. 

In der bekannten arabischen Geschichte „Alaeddin und die Wun- 
derlampe" sieht der Knabe einen unterirdischen Garten, dessen 
Baume ganz auSerordentliche Friichte tragen. „Da gab es denn hell 
leuchtende und wie Kristall durchsichtige; rote, teils dunkel, teils 
hell, griine, blaue, violette, gelbliche und so von alien moglichen Far- 
ben. Die weifien waren Perlen, die helleuchtenden und durchsichti- 
gen waren Diamanten, die dunkelroten Rubine, die hellroten Ball- 
lafirubine, die griinen Smaragde, die blauen Tiirkisen, die violetten 
Amethyste, die gelblichen Saphire u.s.f. Diese Friichte waren alle so 
grofi und vollkommen, dafi man auf der ganzen Welt nichts ahnli- 
ches gesehen hat Alaeddin, der ihren Wert nicht kannte, wurde vom 
Anblicke „dieser Friichte, die nicht nach seinem Geschmacke wa- 

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ren, schlecht erbaut. Feigen, Trauben und andere edle Obstsorten, 
die in China gewohnlich sind, waren ihm lieber gewesen." — 

Als ich einmal im Gebirge Amethyst in seiner rundlichen Hiille 
sah, kam mir das Ganze wie eine Nufi vor, Stein die Schale, Edel- 
stein das leuchtende Fleisch, die hohle Mitte umgebend; doch da- 
mals spann ich den Gedanken noch nicht weiter, sondern liefi ihn 
fallen wie manchen anderen — jetzt kam er wieder ! Von ganzen 
Saulen aus Edelsteinen, hell wie Licht die Nacht durchstrahlend, 
erzahlen alte Dichter. Diamanten, grofi wie StrauSeneier, haben 
Araber noch gesehen — uns sind von jenen Vorzeitleuchten nur 
noch halberblaSte Splitter erhalten geblieben, die unser Urteil 
triibten. 

Ein Dendrit, in Solenhofen in Bayern gefunden, zeigt farnkraut- 
artige Bildungen von Manganerzen, die sich aus wafirigen Losun- 
gen auf den Schichtflachen des lithographischen Schiefers ausge- 
schieden haben. Es mufi durch Kristallisation und Ausscheidung 
eine derartige Mineralpflanzenwelt einst gewesen sein. Die Welt 
war so voller Gold, Silber und spater edler Steine, wie sie jetzt vol- 
ler Sand und Schutt ist. 

Eine arabische Erzahlung sagt, im Wasser habe man einst sovie- 
le Edelsteine gefunden „als auf dem Lande Kies ist". Von einem 
Palaste aus Smaragden steht in einer alten Geschichte. Eine Dia- 
manten-Citadelle sollte die ganze Gegend beleuchten. Warum soil- 
ten das Marchen sein? Gimle ist ein nordischer Name fur einen 
Berg oder „Saal // . Die Bedeutung ist „Edelsteindach // . Auf Bergen 
baute man von Gold, Silber und Edelsteinen strahlende Tempel. 
Die „gefleckten Hohen" oder „bunten Altare", die Hesekiel 
16,16 erwahnt werden, deuten auf solche Edelsteinhohen hin. 

Die griine Vegetation ist durch Wandlung*) aus einer unter- 
gegangenen, der Finsternis angehorenden Vegetation entstanden. 
Andere Bestrahlung ruft oft Anderung, besonders Farbanderung, 
der Materie hervor. Unter dem Einflusse der Radiumstrahlen ver- 
wandelt sich z. B. gelber Phosphor in roten; Sauerstoff, der direk- 
ten Beriihrung mit radioaktiver Substanz ausgesetzt, lagert sich in 
Ozon um. Reste der altesten Vegetation konnen wir mit Sicherheit 
unter den Pflanzen suchen, welche das Licht scheuen und Schatten 
und Nacht lieben, so klein und degeneriert manche jetzt sind. Kri- 
stall-Pflanzenformen kann man an jeder gefrorenen Fensterscheibe 



*) Der Edelstein „Bedellion" ist unser Bernstein — Edelstein im anderen Zustande 
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beobachten, an der wie durch Zauber Farren und Sterne und zarte 
Gewachse aller Art entstehen. 

„Eisblumen bliihn am Fenster, 
Durch die Felder streicht der Wind — ,„ 
hoch oben in der hellen, klaren Luft streicht ein dunkler Vogel iiber 
(das weifi flimmernde, beschneite Land; so ist es jetzt — einst 
schritten leuchtend farbenprachtige Geschopfe durch Dunkelheit 
und schwere Atmosphare. Wenn plotzlich ein Vorwelt-Tier in sei- 
ner RiesengroSe vor uns auftauchte — wir wiirden uns entsetzenl 
Waren sie klein gewesen, hatten sie vielleicht die Kalte und Schwere 
der dunklen Luft nicht ertragen, denn: „Ein Korper von grofier 
Ausdehnung kann bei niedriger Temperatur viel mehr Warme ent- 
halten als ein kleiner Korper von hoher Temperatur." Riesig und 
von aufierordentlicher Harte sind Vorzeit-Tiere gewesen. Zweifellos 
haben wir auch heute noch verkiimmerte, degenerierte Reste sol- 
cher Tiere auf Erden. Es wird von solchen erzahlt, deren Haut so 
hart war, dafi weder Kugeln noch scharfe Schwerter ihnen etwas 
anhaben konnten. Harte Panzer sind gefunden worden und geben 
wenigstens eine Ahnung der lange versunkenen Zeiten. Auch Kno- 
chen von Riesentieren wurden gefunden; es wird aber sicherlich 
noch viel grofiere Tiere einst gegeben haben — und dhnlich grofie 
Riesenmenschenl Unter den Nachttieren, sagte ich schon, haben 
wir die Vorzeittiere zu suchen. (An den Knochen, die man findet, 
kann man leider nicht sehen, ob das lebende Wesen einst in der 
Nacht oder am Tage schlief.) Als ich zum ersten Male den Gipsab- 
gufi des „Diplodokus" im naturwissenschaftlichen Museum in Ber- 
lin sah, verursachte mir seine Grofie und Form eine schlaflose 
Nacht; besonders aber konnte ich seine Rekonstruierung nicht fas- 
sen: Wenn ich das Gerippe und das daneben gezeichnete Tier an- 
sah, konnte ich das Gefiihl nicht iiberwinden, die Rekonstruktion 
sei falsch ! Ich sah das Gerippe einer Schlange vor mir, einer Riesen- 
schlange mit kleinem Kopfe und Fiifien — einen Drachen der Vor- 
zeit, ein Tier, das vielleicht Flugel harte ! Gerade Vogel und Schlan- 
gen haben Kopfe, die verhaltnismafiig so klein sind ! Ich ging wie- 
der hin und wurde in meinem Urteile nur bestarkt ! Riesige Dra- 
chen hielten wir fur Fabeltiere; jetzt haben wir einen; denn der Di- 
plodokus mufs zur vielbeschriebenen Drachenfamilie gehoren. Er ist 
25 Meter lang und soil mittelalterlichen Schichten entstammen — 
also konnte daraus schon geschlossen werden, dafi er verhaltnisma- 
fiig klein ist, dafi es viel grofiere Schlangen mit Beinen (Drachen) 

39 



gegeben haben muS. Inzwischen ist erkannt worden, dafi das Tier 
nicht richtig aufgestellt ist, und ein Bild mit gebogen hochgereck- 
tem Halse und gekrummten Beinen ist (nach Tornier) im Museum 
aufgestellt. 

Neue Knochenfunde haben den Diplodokus in den Schatten ge- 
stellt. Die Tendagura-Expedition hat einen 2,10 m langen Ober- 
armknochen gefunden — der entsprechende Knochen des Diplo- 
dokus hat nur eine Lange von etwa 1 m !! Jetzt gefundene Hals- 
wirbel sind noch einmal so lang als die des Diplodokus. (Hatte 
letzterer einen 2,10 m langen Oberarmknochen, dann miiSte er 56 
bis 57 m lang gewesen sein ! Auch derartig lange Tiere werden 
sicher einst bei weitem nicht die groSten gewesen sein — wird 
doch noch in historischer Zeit der Kampf einer romischen 
Armee unter Konsul Regulus mit einer 40 m langen Wasser- 
schlange am Bagradas in Nordafrika erwahnt! Hundert Jahre be- 
wahrte man die Haut in Rom auf.) Ein paar einfache Striche sollen 
die ungefahren GroSenunterschiede der Knochen zeigen: 



1. 2. 3. 

1. Oberarmknochen vom Menschen. 

2. „ „ afrikanischen Elephanten. 

3. „ „ Riesentiere aus Tendaguru. 

Araber erzahlen, einst sei eine Briicke gemacht worden aus einer 
einzigen Fischschuppe, 6 Klafter lang, 3 Klafter breit — ich glaube 
ihnen und bedauere solche Menschen, die dariiber lacheln. Auch 
ich habe den grofien Diplodokus angestaunt — jetzt erscheint er 

40 



klein neben den neuen Fun den ! Aber ich habe unerschiitterlich 
schon an Riesentiere geglaubt, ehe ich je eins sah. 

Grofi und steinhart waren Vorzeittiere und Nachtganger, wel- 
che selbst Feuerschein ausstrahlten und Feuer hauchten. 

Auf dem Meeresgrunde stehen in der Finsternis tierische See- 
lilien mit glasartig gebrechlichem Schafte. Bolsche (Sonnen und 
Sonnenstaubchen) schreibt: „Um sie kreisen gespenstische Leucht- 
fische mit wahren Scheinwerfern iiber den Augen und Tintenfi- 
sche, um den Leib illuminiert mit regenbogenbunten Flammchen." 
Eine Spur, welche zur Vorzeit zuriickweist ! Die Tatsache, dafi jene 
Vorzeittiere und Vorzeitriesen zweifellos Nachtganger gewesen 
sind, macht die Nachforschung verhaltnismafsig leicht; es wird 
gelingen, die Wesen richtig einzureihen. 

Wollte man das Tier suchen, welches die Vorstufe zum Men- 
schen war, dann diirfte man unter den heute lebenden grofien 
Affen ganz gewifi nicht suchen, schon weil sie Tagtiere sind ! Eben- 
so wie Beweis heute Schlagwort ist, so ist „Entwickelung // eins ! 
Gerade das hat aber viel Irrtum gebracht: Uberall wird Entwicke- 
lung gesucht und gesehen, wahrend die Erde voller Degenerati- 
on ist ! Ein Gorilla, ein Rundauge, kann als ein degenerierter, ver- 
tierter Flutzeit-Riese angesehen werden (nicht Vorzeitriese, da er 
Tagtier ist), aber nicht als ein werdender Mensch ! Der Anblick 
eines vertierten Riesen spricht zum Menschen, stumm und beredt 
zugleich, eindringlicher als eine feurige Predigt in der Kirche; ich 
verstehe diese Sprache, sie sagt mir: Es gibt keinen Stillstand, es 
gibt immer nur das Entweder - Oder, das Hinauf oder Hinab, 
entweder Entwickelung oder Degeneration, d. h. Vertierung, denn 
der Geist gibt den Ausschlag. Zuerst waren riesige Nachtganger. 
Wollen wir also eine Vorstufe zum menschlichen Riesen su- 
chen, dann haben wir sie unter ganz anderen „Affen // als bisher zu 
suchen: unter denen, welche Vorzeitzeichen tragen. Ich glaube, 
ein solches gefunden zu haben und bitte nur, sich an dem Namen 
desselben nicht zu stofien: Es ist das „auffalligste, seltsamste, be- 
riihmteste" der vorweltlichen Ungetiime, es ist das Riesenfaul- 
tier ! 

In Siidpatagonien ist ein Fell von solchem Tiere gefunden wor- 
den; vielleicht leben noch degenerierte Tiere — oder gar Riesen- 
menschen? — dieser Art. Es gibt noch degenerierte Vorzeitpflan- 
zen und Vorzeittiere; sollte nur der Vorzeit-Riesenmensch ganz und 
vollig ausgestorben sein und auch ganz verschwunden?! — Das 

41 



Riesenfaultier gehort der Vorzeit an; dafiir sprechen alle Zeichen, 
die bisher von ihm bekannt wurden. Es ist Nachttier und Hoh- 
lenbewohner; in dem dicken, harten Felle liegen bohnengroSe, 
steinharte Kiigelchen eingebettet; es ist menschenscheu; das Fell 
hat rotgelbe Haare (wie das des Mammuts), eine aufierordentli- 
che Lebenszahigkeit ist nachgewiesen worden (durch geheilte 
Schadelbriiche bei einem Skelette). — Das uns bekannte kleine Faul- 
tier schlaft, den Kopf nach unten gerichtet, am Tage, es hat die harte 
Haut verloren und hat einen Mund, zahnarm wie ein Greis — es ist 
ein armer Degenerierter. — Der verstorbene Romanschriftsteller zur 
Megede lafit seinen Helden, einen Grafen vom alten Adel, seufzend 
sagen: „Mein Blut ist wohl zu alt." Daran muSte ich denken, als ich 
Bolsches Kapitel „Kampf um die Haut des Riesenfaultiers" las. Ob 
Mensch, ob Tier — ein Degenerierter, einer, der sich zu lange auf 
dieser Erde herumtreiben mufi und seine Zeit iiberlebt hat, ist im- 
mer bedauernswert und ein sehr trauriger Anblick. Ich kann nicht 
verstehen, wie sich das heutige kleine Faultier aus dem Riesen- 
faultiere „entwickelt // (!!) haben soil — ich konnte nur Degeneration 
der alten, grofien Korper in den kleinen, schwachen Rassen- 
Nachkommen sehen. In der Hohle, in. welcher das Faultier-Fell ge- 
funden worden ist, lagen Schmutz, Fellstiicke und Knochen aller 
Art nicht unsauber umhergestreut, sondern nur an e in er bestimm- 
ten Stelle und unter Sand; ja Schmutz war kunstlich mit getrock- 
netem Grase iiberdeckt. Es fanden sich darin Knochenpfriemen. Ein- 
gehauene Schadel verschiedener Tiere wiesen auf Anwesenheit eines 
menschlichen Wesens hin — aber eines Riesenmenschen ! Ein Skelett 
vom Menschen unserer Art fand sich auch. Bolsche erzahlt, Hauthel 
und Roth hatten behauptet, das Riesenfaultier lebe nicht mehr, die 
Hohle habe als „Kraar gedient und „Vieh" sei darin gehalten wor- 
den; dieses Vieh seien — — Riesenfaultiere gewesen ! Sollten diese 
Nachttiere etwa Milch und Butter geliefert haben? Oder sollten sie, 
die schier unverwundlichen Riesen, auf Raub ausgeschickt worden 
sein und hiibsch gehorsam, mit der Beute im Arme, in die Hohle zu 
dem kleinen Menschlein zuriickgekehrt sein, um dafiir Gras und 
Krauter als Nahrung zu empfangen, wahrend der Mensch die Zahne 
in das Fleisch schlug, das er am Herdfeuer brief?! 

(Sollten Megatherien nicht Riesen sein!? — — — — ) 
In Sterne's „Werden und Vergehen" ist solch Gerippe, ein „Me- 
gatherium", abgebildet, auf den starken Fiifien stehend und die 
riesigen Hdnde auf Baumaste legend. Die Beinknochen sind —wie 

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beim Menschen — verhaltnismafsig viel starker als die Armkno- 
chen. Einige Satze von Sterne mochte ich anfiihren: „Da das Gebifi 
diese Tiere als reine Pflanzenfresser kundgibt, so fragt sich, wozu 
sie solcher Riesenkrafte bedurften, wie sie uns in ihrem Gliederbau 
entgegentreten. In den meisten Hinsichten gleichen diese Giganten 
den Faultieren unserer Zeit, die hochstens die Lange einiger Fiifie 
erreichen und bekanntlich kletternd auf Baumen leben. — Das Bild 
des plumpen Tieres wird durch einen unverhaltnismaSig kleinen, 
rundlichen Kopf vervollstandigt." 

Studiert man die alten Schriften, dann erkennt man, dafi einst 
Affe und Riese ein Begriff war. „Ein unkluger Affe" steht in der 
Edda, ein Riese ist gemeint ! In dem indischen Buche Rigveda 
steht: „Nach den Tieren kamen Affen, Menschen, Gotter." 

Auch Sphinxe wurden Affen genannt. Affen waren also nach 
damaligem Begriffe keine Tiere, da sie ja nach den Tieren ka- 
men; sie waren aber Halbtiere alias Halbmenschen. Mit dem alten 
Worte „Affe" war gar nicht das Tier gemeint, welches wir heute 
„Affe" nennen und welches nicht ein werdender Mensch son der n 
ein degenerierter Riese ist. 

Die altesten riesigen Halbmenschen miissen Nachtganger ge- 
wesen sein. Den Megatherien und Mylodonen konnten sie ahnlich 
oder gar gleich gesehen haben.. Nach der Edda war Amerika das 
Land der roten Riesen. Jene Riesen waren urspriinglich einaugig, 
rotaugig, rothautig und mit roten Haaren wie mit einem Felle be- 
deckt. So sah Adam aus ! Adam hatte zweifellos tierische Fiifie. Da 
noch vor etwa 10 000 Jahren ein Riese wie Esau ganz mit roten 
Haaren wie mit einem Felle bedeckt war, da Adam vor 80 000 Jah- 
ren (wenn man indischen Angaben folgt) oder vor etwa 60 000 Jah- 
ren (wenn man meiner Berechnung folgt) gelebt hat und nach Eu- 
ropa als erster roter Riese alias Maya alias Mensch gekommen ist, 
so konnten in Amerika sicher noch Spuren der Riesen gefunden 
werden, ja vielleicht noch einige lebende Riesen. Die in der Nacht 
gehenden Riesenfaultiere miissen in Verbindung mit der roten Rie- 
senfamilie stehen ! Hochst wahrscheinlich besitzen wir schon Rie- 
senknochen — und halten sie fur Tierknochen. Wir diirfen nicht 
den MaaSstab von Menschenknochen bei der Beurteilung von Kno- 
chen anlegen; wir miissen bedenken, dafi es aufier Menschen- und 
Tierknochen noch Riesenknochen gab — und gibt. — — „Jemisch // 
nennen Indianer ein Riesenwesen, dessen Beschreibung auf Riesen 
und Megatherien pafit. Die Nachkommen Adams miissen eine 

43 



Haut gehabt haben, schier unverwundlich wie die des Riesenfaul- 
tieres. Ein „Tier" Su wurde im Oesnerschen Tierbuche mit Men- 
schenkopf abgebildet, es war also Halbtier. Im „Beowulf"*) besitzen 
wir einen Schatz, der nicht genug gewiirdigt wird. Das Original ist, 
wie aus einigem ersichtlich, lange vor der letzten Eiszeit geschrie- 
ben worden. Beowulf kampfte gegen „Grendel"; dieser und seine 
Mutter werden geschildert; die Mutter sah wie ein Mann aus. Sie 
waren Nachtgdnger, ihre Augen leuchteten im Dunkeln !! Gren- 
del, der Schattenganger, streifte nur Nachts umher. 

„Aus seinen (roten) Augen zuckte ein fahler Glanz wie Flam- 
menglut." Seine starke Hand rig die gut verschlossene Tur auf. 
„Schwerter vermochten nicht, Wunden ihm zu schlagen, 
nicht der schdrfste Stahl." Seine Hand ist grauses Greifwerk, 
seine Nagel wie von Stahl. Kein Mensch sah ihn je am Tage, seine 
Mutter wurde auch Meerweib genannt, und er war ein „riesiger 
Haideganger, iiber (damaliges) MenschenmaS machtig em- 
porragend". Man wufite nichts mehr von seinem Vater, vor Al- 
ters aber wurde er schon Grendel genannt ! Teufel, Mordgeist, 
Arger, Verfehmter, Freches Tier, Erbfeind waren seine Namen. 
(Ebenso war der sogenannte Teufel des Neuen Testaments ein le- 
bendiges Wesen von Fleisch und Blut und absolut nicht ein boses 
iibersinnliches Wesen, wie heute irrig gedacht wird.) 

Als Grendel getotet war, schleppten 4 Manner miihselig sein 
Haupt — 

„Das sahen nun mit Grauen, 
Entsetzlich war sein Anblick, 
Die Manner samt den Frauen." 

Wir werden uns nicht mehr wundern, dafi Herkules den ne- 
maischen Lowen ebenso nur mit den Handen (ohne Schwert) be- 
zwang wie Beowulf sich nur auf seine Hande verliefi, wie Simson 
den Lowen zerrifi und hatte doch garnichts in der Hand — jene 
„Lowen // sind identisch mit sogenannten Riesenfaultieren (denen 
Menschwesen wie Adam, Kain, Grendel genau entsprechen) und 
sie wurden von Riesen mit den Handen bekampft, weil Schwerter 
nichts niitzten; prallen doch Flintenkugeln von der harten Haut 
ab ! Die Mythologen, die im Lowen Symbol der verzehrenden Son- 
nenglut sehen, haben grundlich unrecht — — alles ist sehr real 
gewesen und aufzufassen. 



* ) Ubers. v. P. Hoffmann. 
44 



Grendel lebte in einer Wohnung, welche unter dem Wasser er- 
baut war; ein Ruhebett darin, eine Feuerstdtte und uralte, mit 
Runen beschriebene Waff en werden erwahnt. Diese werden Hii- 
n en waff en genannt ! Grendel hatte, als er noch lebend auf Raub 
ausgegangen war, eine kunstvoll gebildete Tasche aus Dra- 
ch.enh.aut von seiner Schulter hangen mit kunstvoll gemachten 
Riemen ! — Als mit dem Hiinenschwerte (da das andere versagt 
hatte) Grendels Mutter getotet wurde, welche vorher in die Burg 
gekommen war, um den Sohn zu rachen, rann, ihr Blut so sie- 
dend heifi aus der Wunde, dafi die Waffe verbrannte — nur das 
Heft blieb iibrig ! Sollte diese Waffe — da Stahl versagt hatte — 
von Diamant gewesen sein, den man friiher im Hiille und Fiille 
hatte? Von Schwertern, welche die Halle erleuchteten, steht in 
alten Schriften, und Diamant verbrennt leicht ! Gerade diese letzte 
Nachricht von dem siedend heifien Blute ist so besonders wichtig. 
Es konnten sehr wohl Wesen mit solchem Blute die grofie Kalte er- 
tragen ! 

Welch Licht wirft auch gerade diese ganze Schilderung auf die 
Drachen ! Als kaltbliitige Reptilien oder gar als Einhorner oder 
Saurier, als Tiere mit wechselnder Blutwarme stellte man sich 
wohl Drachen vor; dieses alte Buch, von dessen Verfasser man 
nichts mehr weifi, sagt, dafi Grendels Mutter siedend heifies Blut 
hatte und dafi auch der Drache, dessen giftigem Bisse Beowulf als 
Greis, ihn besiegend, erlag, Feuer schnob, sicher also siedend hei- 
fies Blut hatte. Auch dieser Drache war ein Nachtwesen ! Lange 
Zeiten hindurch hatte er ruhig in seiner Felshohle gelegen, einen 
herrlichen Schatz aus Gold und Edelsteinen von den ausgestorbe- 
nen (!!) Riesen her bewachend. Dann war zufallig ein Fliichtling 
dorthin geraten und hatte dem am Tage schlafenden Drachen ein 
wunderaltes, herrliches Kleinod geraubt. Dieser hatte es dann 
vermiSt, war den Spuren des Fluchtlings mit scharfen Sinnen ge- 
folgt und wollte nun nicht langer im Berge liegen, sondern mit 
Feuer den Raub vergelten; dreihundert Winter hatte er sich ruhig 
verhalten, jetzt fafite ihn der Zorn und mit wilder Hitze spiirte er 
rings um die Felsenhalde. In des Zwielichts Stunden schweifte er, 
von Flammenglut umgliiht, in finstern Nachten flog er, von Feu- 
erglanz umspriiht ! — Wollen wir es nicht glauben, trotzdem wir 
heute noch selbstleuchtende Wesen haben !? Sie leuchten nur 
noch, einst werden sie auch feurig gewesen sein, denn aus Feuer 
und Stein ging alles hervor ! 

45 



„Das war ein wilder Drache, von feme durch die Luft 

Sah ihn der Landmann leuchten. Er wohnte in der Kluft 

Auf der Zauberhaide, da lag er und bewachte 

Manch Jahr der alten Heiden Gold; was ihm das Nutzen brachte?" 

War dieser Drache, dieser „Lindwurm", dieser „ungeheure 
Wurm" ein Tier oder halb Tier, halb Riese? Beowulf ruft ihn an 
zum Kampfe und spricht hohnend, ihn aufreizend, zu ihm — tut 
man das einem Tiere gegeniiber? Handelt ein Tier so wie dieser 
fliegende Drache? Nach solanger Ruhe durchbrauste er nun nachts 
die Liifte, steckte die Hofe in Brand, flog beim ersten Tagesgrauen 
zu seiner verborgenen Halle nieder. Fiinfzig Fufi war dieser 
„Zwielichtflieger // lang und grofi der Saal, in dem er alten Reich- 
turn hiitete. Der Heifer Beowulfs sah ihn: 

„Er sah der Riesen Werke, 

Granitne Bogen wolbten auf Felsensaulen sich, 

Den Erdsaal zu stiitzen, als sollt' er stehen ewiglich." 

Tausend Winter hatte der Vorzeithelden Erbgold gelegen — jetzt 
wurde es mit Beowulfs Leiche den Flammen iibergeben; der Drache 
aber wurde ins Meer geworfen. Ein Riese, ahnlich wie Grendel, 
mufi auch der Bewohner jener Hohle im Westen Siid-Patagoniens 
gewesen sein. Riesen und Menschen sind Feinde ! Wenn auch 
menschliche Knochen dort in der Hohle lagen, dann war wohl ein 
einsamer Wanderer mitgeschleppt und getotet worden. Ich halte es 
ebenso fur moglich, dafi ein Riesenfaultier Menschenkopf hat wie 
dafi es heute noch lebt. Wer sich verbergen will, kann es auch heute 
noch. Ich glaube: wir kennen noch nicht einmal alle Tiere Deutsch- 
lands, weil ich selbst mal eins anfaSte, dessen Existenz mir niemand 
glauben wollte ! Auf dem Golm bei Swinemiinde war es ! Ich lief an 
der Seite, wo er oben abgesperrt ist, den Golm hinunter, weil ich 
damals gern im raschelnden, dick aufgehauften Buchenlaube 
scharrte. Als ich den kleinen Berg langsam wieder emporstieg, sah 
ich zwischen den braunen Blattern etwas liegen, das wie eine Bier- 
flasche aussah, aber ganz merkwiirdig metallisch blau-griin schil- 
lerte. Zerbrochene Flaschen, die man hie und da liegen sieht, schim- 
mern innen manchmal in alien Farben, diese jedoch schimmerte 
aufien. Schnell trat ich hinzu und griff nach ihr, urn sie naher zu 
betrachten. Etwas schweres, kaltes, schlupfriges fafite meine Hand 
— es entzog sich meinem Griffe, und eine dicke, grofie, schillernde 
Schlange wand sich aus dem Laube ! Niemand glaubte, dafi ich ein 

46 



solches Tier gesehen hatte. Kopf und Lange der Schlange kann ich 
nicht beschreiben, da ich sogleich floh; aber die Dicke war genau 
die einer Bierflasche — , eine solche Schlange soil es doch hier aber 
gar nicht geben !? Ich dachte dann, es sei eine aus einer Menagerie 
entsprungene Schlange gewesen, meinte selbst nicht, dafi es ein 
noch unentdecktes Tier sei. Viele Schlangen sah ich bisher in zoo- 
logischen Garten und im Aquarium, eine von solcher Farbe aber 
nichtl — — — Vor einigen Jahren endlich erzahlte mir eine junge 
Frau, sie habe allein auf einer Bank am Bache im Klostergarten von 
Chorin gesessen und sei dort durch eine schillernde Schlange — 
dick wie ein starker Arm — sehr erschreckt worden: Plotzlich habe 
sie neben sich ein Gerausch gehort und habe die Schlange erblickt, 
welche aber eilig, purzelnd die Boschung hinab ihr entflohen und 
im Wasser verschwunden sei. 

Wenn so (bei uns sich noch Tiere verborgen halten konnen — 
und daran zweifle ich nicht mehr, nachdem solch Tier wie ich es 
sah an anderer Stelle von anderen Augen auch gesehen wurde — 
wie leicht miissen sich noch Wesen in Patagonien vor den bewaff- 
neten, feindlichen Menschen verbergen konnen ! 



IV. 
Augen und Farben. 

„Den Morgenlandern sind die Teiche and 
Quellen Augen der Erde, sprudelndes Leben, 
aufquellende Seele, und sind sie es nicht? 1st 
nicht eine schone Gegend ohne Wasser was 
ein Antlitz ohne Auge? Herder. 

Ich habe gezeigt, dafi Wasser, wie wir es heute im Meere, in 
Fliissen und Quellen haben, unmoglich im Anfange gewesen sein 
kann; ein feuerfliissiger Stoff, aus dem harter Kristall wurde, kon- 
nen die vorigen Formen des Wassers gewesen sein. Kristallisation 
und eine leuchtende Kristallwelt ist einst nach den ersten formlo- 
sen Anfangen gewesen. Nach den Urdreiecken, wie Plato sie 

47 



nennt, kamen die Kristalloide, die von innen heraus wachsenden 
Edelsteine; sie waren einst die Krone der Vorzeit-Welt. Ebenso wie 
Wasser und Kristall zusammenhangen, so miissen die Augen der 
Wesen und Kristalloide in engstem Zusammenhange stehen. Das 
Auge war und ist der Edelstein am Menschen. 

Ebenso wie sich das Urwasser veranderte, haben sich die Au- 
gen nur verandert; sie sind weicher geworden, ihre kristallische 
Natur aber haben sie behalten. Vieleniedere Tiereund Insekten 
unserer Zeit haben noch eine ungeheuer grofie Anzahl durchsich- 
tiger Kegel auf dem lichtempfindlichen Teile des Auges senkrecht 
nach aufien stehen; jeder Kegel bildet ein ganz kleines Stiickchen 
der AuSenwelt ab, und aus diesen setzt sich das ganze erschaute 
Bild mosaikartig zusammen. Das Auge hoherer Tiere und das 
menschliche Auge ist ein sogenanntes einfaches Auge: Der Augap- 
fel wird von einer harten Haut zusammengehalten, die blofi vorn 
— wo Helligkeit eindringt — durchsichtig ist. Diese Hornhaut ist 
starker gekrummt als der iibrige Teil der Haut; sie bildet die vor- 
dere Begrenzungslinie des Auges; hinter ihr ist die vordere Au- 
genkammer, mit waSriger Feuchtigkeit erfullt. Diese ist nach 
hinten durch die undurchsichtige Iris abgeschlossen, welche in 
der Mitte eine runde Offnung, die Pupille, hat. Hinter der Iris 
kommt die Kristallinsel Geformt ist dieser Korper wie eine Linse; 
er besteht tatsdchlich aus einer grofien Menge durchsichtiger 
Kristallel (Diese sind ahnlich gestaltet wie die kleinen sechsseiti- 
gen Kristalle, aus denen Schneeflocken zusammengesetzt sind ! 
Diese liegen so dicht aneinander, dafi sie einen Korper bilden, der 
sich von einer Glaslinse wenig unterscheidet ! — ) Hinter der Linse 
ist der sogenannte Glaskorper, der die hintere Augenwand bis 
zum Augenhintergrunde fiillt. Dieser ist von der Netzhaut iiber- 
zogen und fangt das ganze Bild auf; dort auf der empfindlichen 
Netzhaut entsteht das Bild, welches der Sehnerv weiter dem Ge- 
hirne vermittelt. Wir wissen also genau, was und wie Augen der 
Wesen unserer Zeit sind; den Ursprung des Auges aber werden 
wir erst begreifen, wenn wir lesen, was iiber die Augen der We- 
sen versunkener Zeiten gesagt ist. Zunachst erinnere ich daran, 
dafi alle Wesen mit Augen einst Nacht ganger waren ! Ehe Son- 
nenstrahlen auf unsere Welt fielen, lebten sie in der Finsternis. 
Carriere sagt in seiner Aesthetik: „Das Auge ist das erzeugende 
Lichtorgan." Ich mochte noch einen anderen Satz aufstellen: „Ma- 
gnet zog (und zieht) Eisen an, Diamant stiefi es ab — er muE Teil- 

48 



chen strahlender Materie angezogen haben, die er (verandert) 
wieder ausstrahlte. Ebenso machten es einst die Augen." Nun 
heifit es doch aber, Edelstein sei nicht auf feurigem Wege entstan- 
den, und ich sage, er habe in der Finsternis geleuchtet und sei in 
jener Zeit entstanden — kann er denn Strahlen angezogen haben 
in der Finsternis !? 

Jawohl, denn es gibt gar nicht vollige Finsternis Finsternis ist 
nur Schein ! Unseren schwachen Sinnen scheint es nur manchmal 
so, als sei es vollig finster. Es ist auch noch die, grofite Verwirrung 
vorhanden iiber den Unterschied zwischen Feuerstrahlen und 
Lichtstrahlen: Wir wissen ganz genau, dafi die Sonne feurig ist — 
und dennoch werden ihre heifien Strahlen Lichtstrahlen genannt; 
das kann nicht richtig sein ! Ich wiederhole: Licht und Feuer miis- 
sen sorgfaltig von einander unterschieden werden ! Sonnenstrah- 
len scheinen weifi und sind bunt. Sonnenstrahlen sind Feuerstrah- 
len, nicht Lichtstrahlen; sie enthalten durch Wandlung und Reini- 
gung etwas Licht. 

Licht ist halt. 

Feuer ist heifi. 
Unsere Augen nehmen nur den Schein der Sonne wahr; was 
Licht ist, was Feuer ist, konnen wir ohne weiteres gar nicht unter- 
scheiden. Nehmen wir an, die Sonne sei abends untergegangen, 
und es sei eine sogenannte recht finstere Nacht, dafi wir Tagwesen 
nicht Hand vor Augen sehen konnten — ist die Nacht wirklich 
finster? Nein ! — Als die Sonne unterging, hat sie doch nicht alles, 
was sie vorher ausstrahlte, zuriickziehen und mitnehmen konnen, 
sondern es ist geb lieben, unsere Augen nehmen es nur nicht wahr ! 
Die Augen der Nachtwesen aber durchdringen die scheinbare Fin- 
sternis — fur sie ist der Morgen gekommen, fur sie ist es hell ge- 
worden ! Alle Feuerteilchen und Lichtteilchen, welche am Tage 
vorhanden waren, sind in der Nacht doch nicht verschwunden. 
Wenn im Ofen eines dunklen Zimmers Feuer brennt, erleuchtet der 
Schein das Zimmer; schliefien wir die Ofentiire, ist das Zimmer 
dunkel — es bleibt aber warm ! Wenn der Ofen tragbar ist und hi- 
nausgetragen wird, bleibt das Zimmer doch eine Zeit lang warm: 
uns unsichtbare Feuerteilchen sind im Zimmer zuriickgeblieben. 
Ebenso miissen von den Sonnenstrahlen, die Feuerwarme geben, 
uns unsichtbare, helle Teilchen entstanden und zuriickgeblieben 
sein; denn sonst konnte kein Wesen in der Finsternis sehen; Nacht- 
wesen vertragen den Feuerschein des Tages nicht. Diodor (III, 50) 

49 



sagt: „Augen der Seetiere konnen die Sonne nicht vertragen." Nicht 
Lichtstrahlen, sondern Feuerstrahlen machen die Warme und den 
Tag. Von den grofien Edelsteinen, die in der Urzeit und alten Zeit 
noch vorhanden waren, den Edelsteinsaulen und Schmuckstiicken, 
wird ubereinstimmend gesagt, dafi sie in der Nacht hell leuchteten. 
Dasselbe horen wir von den Augen der friiheren Wesen — ja, es ist 
bei vielen Tieren noch der Fall ! Die aufgesogenen Strahlen werden 
wieder zerstreut. Alle Glaser, alle durchsichtigen Fliissigkeiten und 
festen Korper zeigen mehr oder weniger grofie Dispersion (Zer- 
streuung), auch die brechenden Medien des Auges sind nicht frei 
davon. Das prachtige Farbenspiel des Diamanten aber weist auf 
ungewohnlich grofies Dispersionsvermogen hin; diesem so grofien 
Zerstreuungsvermogen mufi ein ebenso grofies Anziehungsvermo- 
gen entsprochen haben. 

Ich sagte schon, dafi einst aus Grendels Augen bei Nacht ein 
„fahler Glanz wie Flammenglut" zuckte. Im Arabischen wird ein 
Riese folgendermaSen geschildert: „Seine Fiifie waren auf der Er- 
de, sein Kopf reichte bis in die Wolken, sein Mund war wie eine 
Hohle, seine Zahne wie Felsstiicke und seine Augen wie Laternenl" 

Dan. 10,6: „Seine Augen wie feurige Fackeln." 

Offenbarung Joh. 1,14: Seine (Gottes) Augen waren wie eine 

Feuerflamme" . 

Nun ware die Frage: Was fur Strahlen haben Edelsteine sowohl 
wie Augen einst angezogen ? Waren es Feuerstrahlen oder Licht- 
strahlen? — Wenn die feurige Sonne Feuerstrahlen aussendet — 
was sollten wir iiberhaupt hier Licht nennen?! — Mit dem Worte 
„Lichtstrahl // gehe ich so vorsichtig urn, dafi ich nur das Wort 
„Helligkeit // schreiben mochte, ehe es nicht erwiesen ist, dafi diese 
Helligkeit wirklich Licht ist. Ich werde versuchen, die aufgeworfe- 
ne Frage am Schlusse des Kapitels zu beantworten. Jetzt will ich 
weiter von Augen und Edelsteinen sprechen: Die Kristallinse un- 
seres Auges besteht tatsachlich aus einer grofien Menge durchsich- 
tiger Kristalle — in der Kristallzeit der Vorzeit miissen schon hoch- 
entwickelte Augen bei Wesen existiert haben, ein Auge war ein 
edler, im Innern wachsender Kristall. Konnten wir jene Zeit der 
Finsternis ganz erkennen, wir wiirden dann endlich die Erde und 
die Menschheit richtig erkennen ! Lukrez (welcher bezweifelte, 
dafi es Wesen mit dreierlei Korper [Sphinxe] gegeben hat) schreibt: 

50 



„Goldene Fiifie waren damals, so konnte man sagen, 

Uber die Felsen gestromt, Edelstein hatte gebliihet 

An den Gebiischen; es seien so ungeheuer von Gliedern 

Menschen geboren, dafi sie mit den Fiifien iiber die Meere 

Hinzuschreiten vermocht, mit den Handen den Himmel zu drehen." — 

In der hohen Tatra werden die Seen, die hoch oben in den Ber- 
gen liegen, Meeraugen genannt. Im Sonnenscheine schimmern sie 
wie Smaragden und Saphire. Was waren die Seen, was waren die 
Diamanten in der Vorzeit? Wir wissen nur, dafi sie vorhanden 
waren und anders gewesen sein miissen als jetzt ! Wie waren die 
Augen einst? Hart miissen sie gewesen sein und von einer 
Leuchtkraft, die wir uns kaum noch vorstellen konnen ! Diaman- 
ten finden wir ebenso wie Gold immer frisch und glanzend, denn 
sie entstammen dem Anfange, der schier unsterblichen Vorzeit. 
Gold kann man zu Pulver verreiben und kann es in sogenanntem 
Konigswasser, einem Gemische von Salpetersaure und Salzsaure 
Id sen — auch Diamanten konnte man einst auflosen. Gold hat 
aber friiher hochstwahrscheinlich auch viel mehr geglanzt als heu- 
te, ebenso wie Edelsteine und Augen einst viel mehr leuchteten. 
Der Blick des Gorgonenauges versteinerte; er versteinerte aber 
noch, als das Haupt schon abgehauen, die Gorgone also schon tot 
war ! Diese Wirkung konnte nur durch den Glanz, den Men- 
schenaugen unertraglichen Glanz gekommen sein ! 

Von so unertraglichem Edelsteinglanze wird ebenfalls berichtet: 
Als Phaeton in die strahlende Burg des gottlichen, bezweifelten 
Vaters kam, dessen Thron hell von Smaragden leuchtete, blieb er 
„stehen von fern, denn des naheren Lichts Bestrahlung (der Edel- 
steine) duldet er nicht." „Was suchst Du hier in der Felsburg?" „So 
fragte der Vater und „enthullte sich aller Bestrahlung, welche sein 
Haupt umglanzte". Das heifit: Er nahm die Krone ab, deren Edel- 
steine so leuchteten, dafi ein Menschenauge es nicht ertrug ! 

Derartiges Leuchten haben Edelsteine nicht mehr; solche Au- 
gen, wie die Gorgo Medusa hatte, kennen wir nicht mehr. Alles ist 
alt und matter geworden! Blicke konnen nicht mehr versteinern, 
aber sie konnen Menschen noch einschlafernl Langes Schauen 
auf einen glanzenden Gegenstand schlafert sogar schon ein; es 
konnte also wohl sein, dafi selbst das tote Medusenhaupt noch 
dieselbe Wirkung hatte wie das lebendige, wenn die Augen der 
Vorzeit- und Urzeitwesen — ebenso wie Diamanten — durch den 

51 



Tod nicht vernichtet wurden. Die Schilderung der Gorgonenaugen 
ist derartig, dafi man annehmen kann, die Gorgon en hatten zu 
den altesten Wesen gehort. Niemand konnte die Medusa toten — 
Perseus konnte es, weil er ihr einen Spiegel vorhielt, sie ertrug 
den eigenen Anblick, die Riickstrahlung durch den Spiegel, nicht ! 
Sie schlief ein ! Im Schlafe schlug ihr Perseus das Haupt ab. 

Die Medusa ist also mit Hilfe des Spiegels durch den eigenen 
Anblick hypnotisiert worden ! In der Hypnose sind schon Men- 
schen gestorben — solche Macht hat immerhin manches Menschen- 
auge heute noch ! Von unertraglichem Augenglanze wird mehrfach 
berichtet: Gutthorm wagte Sigurd nicht anzufallen, weil seine Au- 
gen so durchdringend waren, dafi keiner wagte hineinzublicken. — 
Die schone, blonde Konigstochter Swainhild, welche von Pferden 
zertreten werden sollte, hielt durch ihre leuchtenden Blicke die Tie- 
re fern; sie furchteten sich vor dem Glanze und gehorchten dem An- 
treiber erst, als das Haupt der Unglucklichen verhiillt wurde. 

Tacitus erzahlte, die Blicke der durchsichtig blauen Augen der 
Germanen waren nicht zu ertragen. Ariovists Augen leuchteten 
intensiv. Einst miissen Augen nicht nur viel groSere Leuchtkraft, 
sondern auch Harte gehabt haben. Mit spiegelndem Erze wurde 
das Auge verglichen. „Mit der Nadel auf das Tiefe des Auges ste- 
chen" ist eine oft wiederkehrende alte arabische Redensart, wenn 
etwas zur Belehrung fur ewige Zeiten verdiente aufgezeichnet zu 
werden — und Buchstaben ritzte man in Diamanten ! 

Ein Kristalloid also hat nicht nur mineralische, sondern or- 
ganische Natur. An den kleinen Splittern, die noch gefunden wer- 
den, wird allerdings die Natur jedes einzelnen schwer zu er- 
kennen und zu bestimmen sein, Eigenschaften und Wirkungen 
konnen nur noch an der Hand der alten Berichte geglaubt werden. 

Was die Pflanzen betrifft, haben wir auch nur die Kenntnis der 
Erfahrung. Wir wissen: dieses Kraut ist giftig, jenes nicht — wa- 
rum es so ist, ahnen wir nicht, und doch muE ein erkennbarer 
Grund da sein. Es wird gesagt: „Die Hauptwirkung des Auges 
liegt im Blicke \" Damit ist aber gar nichts gesagt ! Herder schreibt: 
„Jeder grofie Mann hat einen Blick, den niemand als er mit seinen 
Augen machen kann." Das ist die Beobachtung einer Tatsache, 
erklart aber nicht, woher es kommt, dafi es so ist. Was ist Blick? 
Blick ist uns unsichtbare Ausstrahlung, Zerstreuung (Dispersion) 
von eingesogenen und im Innern veranderten Strahlen — ist also 
eine Realitat wie guter oder schlechter Dunst. Der sogenann- 

52 



te bose Blick hat schon viel von sich reden gemacht, doch auch der 

gute. Goethe lafit Tasso sagen: 

„Wie die Bezauberten von Nacht und Wahnsinn 
Der Gottheit Nahe schnell und sicher heilt, 
So war auch ich von allem f alschen Streben 
Durch einen Blick in Deinen Blick befreit" 
„Ein giitig Auge wird gesegnet" steht Spriiche 22,9. „Ein nei- 

disches Auge ist ein arges Ding" Sirach, 31,14. „Das Auge ist des 

Leibes Licht" Math. 6,22. 



„ Goethe fiihlte and beobachtete immer rich- 
tig, aber er dachte und schlofi zuweilen falsch." 
/. Langbehn, „Rembrandt als Erzieher". 

Augen sowohl als Edelsteine, als Quarz und Wasser gibt es in 
den verschiedensten Far ben. Wohin der Mensch nur blickt, treten 
ihm Farben entgegen. Farben haben eine Sprache — wir verstehen 
sie nur nicht; wer diese Sprache erforschen und lernen konnte, 
wiirde viele Weltratsel losen konnen ! 

Es gibt weiSe, gelbe, braune, rote, schwarze Menschen — wir 
wissen nicht, warum die Stammeltern oder der Stammvater gera- 
de diese oder jene und nicht eine andere Farbe bekam. Wir sehen, 
dafi eine Birke einen weifilichen Stamm hat, eine Kiefer einen rotli- 
chen, wir sehen, dafi Ebenholz schwarz ist — wir wissen den 
Grund der Farben nicht zu deuten, wir wissen nicht, woraus die- 
ser oder jener Baum einst entstand, wir haben keine Ahnung von 
den Wandlungen, die er im Laufe ungeheurer Zeitraume durch- 
machte. Wir Menschen wissen wenig, wir haben heutzutage lauter 
einzelne Wissenschaften, aber keine Weisheit. Wir haben techni- 
sche Errungenschaften, aber dem Urgriinde aller Dinge stehen wir 
gegeniiber wie neugeborene Kinder. Blofie technische Erfahrungen 
miissen tauschen, die besten Experimente konnen tauschen. 

53 



Die Erde ist eine Greisin, die eine lange Geschichte hinter sich 
hat, die jiingsten Kinder haben am meisten zu lernen — werden sie 
je noch die Vergangenheit fassen? Sollte es iiberhaupt moglich sein, 
dann nur an der Hand der alten Schriften; fast jede einzelne Ge- 
schichte, die uns solange ein Kindermarchen schien, enthalt eine 
Offenbarung und ist ernsten Studiums wert. Direkte Mitteilungen 
iiber Farben sind uns leider fast gar nicht erhalten geblieben. Dafi 
aber Farben auch grofie Bedeutung und Ursachen, ja geistige Ur- 
sachen zugeschrieben wurden und dafi man diese auch kannte, 
das ist an verschiedenen kleinen AuSerungen zu sehen. Ovid er- 
zahlt, z. B. von der Verwandlung ernes weiblichen Wesens in Stein 
und setzt hinzu: „Auch nicht weifi war der Stein; sie behielt die 
Schwarze des Geistes." — Die Edelsteine beweisen uns, dafi nicht 
nur prachtige Farben, sondern sogar schon alle Farben in der Vor- 
zeit vorhanden waren. An den Augen — d. h. an der Farbe der 
Augen, d. h. weiter an der Farbe der Pupillen — erkannte man 
einst den Menschen ! Darum, zur Menschen- und Rassen-Farben- 
Bestimmung ware es so unendlich wichtig, die Farben und ihren 
Grund, zu erkennen. Wir haben nur noch Menschen mit roten und 
schwarzen Pupillen; so farbenarm war aber die Natur nicht, dafi es 
immer so war ! (Dariiber werde ich an anderer Stelle sprechen.) — 

Von dem alten Wissen ist uns nur etwas von der Symbolik er- 
halten geblieben. Ebenso wie man von einer uns nicht mehr be- 
kannten Verbindung zwischen Elementen und Gestirnen sprach, 
so hatten auch Farben tatsachlich symbolische Beziehungen mit 
diesen. Uberall finden wir Spuren von Zusammenhangen, die un- 
verstandlich geworden sind. Manche sind ja auch noch klar, wie 
z.B. der zwischen der roten Farbe und dem Blute. Plato schrieb, 
die rote Blutfarbe sei entstanden „aus der Zersetzung und dem 
Wider scheine des Feuers im Feuchten". Kamphausen schreibt: 
„Rot und rotlich bedeutet im Hebraischen wie im Griechischen 
und Deutschen eigentlich das Blutfarbige," Die 4 Kultusfarben der 
Hebraer sollen sich auf die 4 Elemente beziehen: 

Der weifie Byssus auf die Erde, 

der blaue Purpur auf die Luft, 

der rote Purpur auf das Wasser, 

der Karmesin auf das Feuer. 
Philo und Josephus haben diese Deutung gebracht; ob sie der 
Wahrheit entspricht oder kunstlich ist, will ich an dieser Stelle da- 
hingestellt sein lassen. Hochinteressant ist aber, dafi die Hebraer 

54 



vier Elemente wie die Deutschen und Griechen und nicht fiinf 
wie die Orientalen gezahlt haben !!*) 

Aus den Resten der Symbolik lassen sich fast gar keine Riick- 
schliisse auf die alte Weisheit machen. Wir konnen nichts auslegen, 
da wir den Grund, auf dem einst gefufit wurde, verloren haben. 

Die Wissenschaft hat dicke Biicher iiber Farbenlehre, Physio- 
logie der Farben und iiber Farbstoffe (Pigmente) hervorgebracht; 
das Gefiihl der Menschen hat auch Urteile abgegeben. Es ist viel 
von Farben in Verbindung mit „Lichtstrahlen" geschrieben wor- 
den; auf Experimente hin wurden Satze aufgestellt, dafi z. B. wei- 
fie Korper alles Licht reflektierten (zuriickbeugten) — wie konnen 
aber diese Satze richtig sein, wenn die Strahlen selbst noch nicht 
richtig erkannt sind, solange jeder Sonnenstrahl einfach Lichtstrahl 
genannt wird !? — Er ist ein Fewerstrahl, wenn er uns auch nicht 
verbrennt; das tut ein Feuer auch nicht, wenn wir nur in einer ge- 
wissen Entfernung davon bleiben. Grofie Sonnenhitze versengt 
aber Gras, dorrt den Boden aus, hat schlechte Wirkung auf man- 
che menschliche Natur und kann Krankheit (den Sonnenstich) 
hervorbringen. Wenn in Brennglasern (Sammellinsen) durch Ver- 
einigung von Sonnenstrahlen in ihrem Brennpunkte grofie Hitze 
erzeugt wird, lassen sich brennbare Korper dadurch entziinden ! 
Wir nennen vieles, was leuchtet, Licht, auch eine brennende Ker- 
ze, die doch ganz gewifi feurig ist, und wenn ich fragte: „Was und 
wo ist denn wirkliches Licht?" wurden mir die meisten Menschen 
die Antwort darauf schuldig bleiben. Eine Stearinkerze gibt hellen 
Feuerschein, aber nicht Licht ! Wenn die Kerze vom Feuer verzehrt 
ist, hort der helle Schein auf. Wir miissen also den vorher angege- 
benen Satz berichtigen und sagen: „Alle weifien Korper reflektie- 
ren Fewerstrahlen !" Wie sie sich Lichtstrahlen gegeniiber verhal- 
ten, ist noch nicht erwiesen; unserem Gefiihle aber ist die weifie 
Farbe auSerst wohltuend — sollte sie Licht ebenso anziehen, wie 
sie Feuer zuriickstofit?! 

Die Maler sprechen von kalten und warmen Farben; weifi ist ei- 
ne kalte Farbe, also eine Lichtfarbe, keine Feuerfarbe. Dafi; manche 
Korper, z. B. FluSspat, von den aufgesogenen Strahlen nicht warm 
werden, dafi sie selbstleuchtend werden ohne sich zu erwarmen, 
ohne die hohe Temperatur zu erreichen, die sonst Strahlen aus- 
sendende Korper haben, das ist erforscht worden — nur sind jene 



*) In einem altpersischen Liede steht: „Er hob empor das Vier der Elemente!" 

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warme Strahlen aussendende Korper falschlich „lichtaussenden- 
de" genannt worden. Die Beobachtungen wurden gemacht, aber 
die Schliisse, die daraus hatten gezogen werden konnen, sind un- 
terlassen worden. 

Was alle Wissenschaft nicht bewies, sagt Gefiihl und Kunst. 
Gelb ist eine warme Farbe. Goethe schrieb: 

„Die gelbe Farbe ist auSerst empfindlich und macht eine sehr 
unangenehme Wirkung, wenn, sie beschmutzt und herabgezogen 
wird. Wenn sie unedlen und unreinen Oberflachen mitgeteilt wird, 
wie dem gemeinen Tuche, dem Filze und dergl., entsteht solche 
unangenehme Wirkung. Durch eine geringe und unmerkliche Be- 
wegung wird der schone Eindruck des Feuers und Goldes in die 
Empfindung des Kothigen verwandelt, und die Farbe der Ehre und 
Wonne zur Farbe der Schande, des Abscheus und des Mifibeha- 
gens umgekehrt" Carriere schreibt: „Gelb ist die lichtmachtigste 
Farbe. Gelb ist ein energisches Sichtbarwerden des Lichtes, aber 
zugleich eine Art von Materialisierung desselben, in welcher 
das atherische (!) Wesen leicht zu grunde geht." — Goethes An- 
sicht war, dafi es nur zwei reine Farben gebe, Gelb und Blau. Gelb 
ist eine warme, Blau eine kalte Farbe. Von lichtvollem Gelb konnen 
wir als von einer warmen Farbe nicht mehr sprechen, sondern nur 
von einer feuervollen. Blau aber ist lichtvoll, ist kalt. Oersted 
nannte es kalt und finster, Zeising nannte Blau die tragische Farbe; 
Goethe schrieb, sie fiihre immer etwas Dunkles mit sich, es sei als 
Farbe eine Energie, allein sie stehe auf der negativem Seite, auf der 
des Dunkels und sei in ihrer hochsten Reinheit gleichsam ein rei- 
zendes Nichts. — Soweit die deutsche Zunge klingt, gilt Blau als 
Farbe der Treue. Ulrici verglich das Blaue dem Tone der Flote. Ich 
stimme ganz Carriere zu, der da sagte: „Ich habe vom Blauen den 
Eindruck, dafi in ihm das Dunkel sich lichtet, die Nacht und Fer- 
ne der Unendlichkeit zum Farbenleben sich auftut und erschlieSt; 
darum ist es mir kein reizendes Nichts, sondern die Biirgschaft, 
dafi im Grunde des Seins ein bestandiger Lebensaufgang ist. Sehr 
schon stimmt hierzu die Blaue des Himmels und des Meeres; es ist 
die sich aufschliefiende Unendlichkeit, die uns umfangt, die un- 
sere Sehnsucht an sich zieht, der wir vertrauen, weil sie aus jeder 
Triibung sich wieder aufklart. Goethe und Oersted haben dem 
Blau unrecht getan, weil sie von anderen Farben zu ihm herab, 
statt von der Dunkelheit zu ihm hinaufstiegen." Goethes An- 
sichtwar, dafi Farbe der Wechselwirkung von Licht und Finster- 

56 



nis, von Hell und Dunkel, von Licht und Nachtlicht entstamme — 
was ist aber dieses „ Nichtlicht", da nicht Finsternis gemeint ist?! 
Nichtlicht ist kein Wort; es ist wie eine Notbriicke statt der fehlen- 
den rechten Briicke. Nichtlicht ist Feuerl Warme Farben sind 
Feuerfarben, nicht Lichtfarben ! Kalte Farben sind Lichtfarben ! — 
Das grofiartigste Beispiel triiber Medien bot sich Goethe in der At- 
mosphare und dem Blau des Himmels. — Bielschowski („Goethe") 
bemerkt: „Blickt man namlich durch ein triibes Mittel nach einem 
hellen, farblosen Lichte, so erscheint dieses gelb und geht bei Zu- 
nahme der Triibe in Gelbrot und Rubinort iiber. Wird hingegen 
durch ein triibes, von einem darauffallenden lichte erleuchtetes Mit- 
tel die Finsternis gesehen, so erscheint uns eine blaue Farbe, welche 
immer heller und blasser wird, je mehr sich die Triibe des Mittels 
vermehrt; hingegen immer dunkler und satter sich zeigt, je durch- 
sichtiger die Triibe werden kann, ja bei dem mindesten Grade der 
reinsten Triibe als das schonste Violett dem Auge fiihlbar wird." 
Die Experimente mufiten tauschen, da Feuerstrahlen fur Lichtstrah- 
len angesehen wurden, und da sogenannte Finsternis durch Abwe- 
senheit der Feuerstrahlen entsteht. — Ein weifier Korper wirft also 
nicht Lichtstrahlen, sondern Feuerstrahlen zuriick; ein schwarzer re- 
flektiert keine Feuerstrahlen, sondern er absorbiert sie vielmehr, er 
saugt sie ein, wie die Warme dann beweist. Carriere schreibt: 
„Schwarz und weifi, Abwesenheit und Fiille des ganzen Lichts, sind 
eigentlich keine Farben." Wie konnte man aber bei weifier Farbe 
von Fiille des Lichts sprechen, da es doch — nach bisheriger Mei- 
nung — Licht reflektiertet, zuriickstiefi ?! Weifi ist Lichtfarbe und 
stofit Feuerstrahlen zuriick. Schwarz mochte ich Grenzfarbe nen- 
nen: Das Feuer ist abwesend, erloschen, die kalte Asche ist geblie- 
ben, in ihr ist aber ein Streben nach Feuer, nach Warme, und nicht 
nach Licht, denn in der Asche schlummern noch Feuerfunken, die 
wieder erwachen, sowie ein verwandter Strahl sie trifft, gierig das 
Ahnliche anziehend. „Orange, die Mischung von Rot und Gelb, ist 
die glutreiche Farbe der Feuerflamme, belebend und beunruhigend 
wie diese." Ja, beunruhigend und disharmonisch, weil das Licht fehlt ! 
Erst nachdem ich die Farben als Feuer- und Lichtfarben un- 
terscheiden gelernt hatte, wurde mir klar, warum Bocklins Gemalde 
den grofiten Eindruck von alien auf mich gemacht hatten: In Bock- 
lins Gemalden ist grofie Reinheit der Farbe, er war ein Maler des 
Lichts und nicht des Feuers. Blau ist eine kalte Farbe; wer wurde 
aber sagen, dafi ein tiefblauer Bocklinscher Himmel, eine Bocklin- 

57 



sche „Luft", wie der Fachausdruck lautet, eine kalte Empfindung 
hinterlasse? Einen reinen, harmonischen Eindruck machen seine 
Gemalde, weil Gelb und Feuerrot, die warmen Farben des Feuers, 
zuriicktreten gegen die reinen Farben des Lichts: Blafirubinrot, Blau 
und Weifi. Mit meiner Erkenntnis bin ich ja der Wahrheit nur um 
einen sehr kleinen Schritt naher gekommen, aber selbst dieser hilft 
weiter. (Wir nennen Griin eine Mischung aus Gelb und Blau; Griin 
gehort zu den Farben des Spektrums (Dunkelrot, Orange, Gelb, 
Griin, Blau, Violett). Das Griin in der Natur ist aber hochstwahr- 
scheinlich kerne Mischfarbe, sondern durch Wandlung entstanden. 

Dunkelrotes Glas lafit hauptsachlich rote Strahlen durch. 
(Das Griin des Spektrums ist ausgeloscht.) 

Blaues Glas lafit griine, blaue, violette Strahlen durch. 
(Dagegen Rot und Gelb nicht.) 

Gelbes Glas lafit gelbe, griine und rote durch. 
(Dagegen violette und blaue nicht.) 

Legt man blaues und gelbes auf einander und schaut gleich- 
zeitig durch beide, so lafit das blaue Glas Griin, Blau, Violett hin- 
durch; das gelbe Glas lafit aber von diesen dreien nur Griin durch 
und deshalb sieht man durch beide Glaser eine weifie Flamme 
griin. Dieses Griin ist also nicht durch Mischung entstanden. 

Die noch offene Frage nach Kennzeichen von Lichtstrahlen 
kann durch die Betrachtung kalter und warmer Farben auch eher 
beantwortet werden: Es sind Strahlen, welche weder Feuerrot, 
noch Gelb zeigen, noch Warme enthalten. 

Ebenso wie unser Ohr tiefste und hochste Tone nicht zu horen 
vermag, sondern seine Grenzen hat, so konnen unsere Augen si- 
cher die hellsten und dunkelsten Farben und die feinen Lichtstrah- 
len nicht wahrnehmen. Wir sprechen von Finsternis der Nacht 
einer Luft gegeniiber, die zweifellos, viele Lichtstrahlen enthalt — 
vielleicht mehr als der Tagmensch ahnt. 

Nach sehr hohen Tonen kommen solche, die wir nicht mehr ho- 
ren; nach Feuerstrahlen, die den Blick blenden, kommen Licht- 
strahlen und endlich solche, die wir nicht mehr mit den Augen 
wahrnehmen, denn unsere korperlichen Sinne sind auf Grenzen 
beschrankt. Im reinen Lichte miissen Farbenunterschiede aufhoren, 
wir vermogen aber weder reines Licht noch die letzten farbigen 
Vorstufen zu sehen — nur der Verstand schwingt sich iiber die 
Grenzen des Materiellen, des Sichtbaren, hinaus und erkennt, dafi 
unsichtbares Licht jenseit der sichtbaren Farben existieren mufi. 

58 



Zweiter Teil: 

Der Morgen unserer Welt. 



Zwei Sonnen, zwei Monde! 

Das Leben — zwischen zweien Welten 

schwankts. 
Wie zwischen Nacht und Morgen schwankt 

ein Stern. 
Byron. 

Aus weiter Feme durchzitterten die ersten Feuerstrahlen die 
Dunkelheit und fingen an, den kalten Stein zu warmen. Langsam 
vollzog sich eine Anderung, die entsetzlich, alles vernichtend ge- 
wirkt hatte, ware sie plotzlich und von alien Seiten zugleich ge- 
kommen. Diese selbstleuchtende Welt von Stein, Mineral und Kri- 
stall mit ihren wunderbaren Riesenwesen empfing fremde Strahlen, 
Warme stromte auf die Kalte gewohnten Orte, Tiere und Riesenwe- 
sen nieder. Wir heutigen Menschenkinder stellten uns die Zeit, in 
der Feuerstrahlen und kostliche Warme die Finsternis durchdran- 
gen, wohl herrlich und schon vor. Die ganze Natur, meinten wir, 
miifite aufgeatmet und sich den Sonnenstrahlen entgegengedehnt 
und -gestreckt haben — es war aber anders, ganz anders ! 

Eine Revolution brachte diese Zeit! Alles geriet in Wandlung; 
Farben anderten sich, Ur-Kristall schmolz, manche Steine zerbra- 
chen, feines Mineral wurde Staub — und die Wesen wurden er- 
fiillt von Schreck oder Staunen, Entsetzen oder Hafi, und nur in 
einigen mag neben der Furcht lein ihnen selbst kaum erklarliches 
Gefiihl der Freude aufgeleuchtet sein. 

Der Kampf begann ! Der Kampf zwischen aufierem „Lichte // 
und aufierer Finsternis, der das gewaltige Vorspiel war zu dem 
heute noch tobenden Kampfe zwischen dem inner en Lichte und 
der inneren Finsternis. 

59 



„Welcher Lebendige, Sinnbegabte liebt nicht vor alien Wunder- 
erscheinungen des verbreiteten Raumes um ihn das allerfreuliche 
Licht mit seinen Farben, seinen Strahlen und Wogen, seiner mil- 
den Allgegenwart, als weekender Tag?" 

So fragte Novalis ! So schwer konnen wir uns hineindenken in 
jene Sonnenhasser der Vorzeit und Urzeit, und doch waren sie 
lebendig und sinnbegabt; sie waren nur anderen Sinnes, ihr Leben 
war nur ein anderes. Nur aus jener Zeit kann die uralte Erzahlung 
stammen, dafi Riesen einen Turm bauten, um das „ Licht" droben 
auszuloschen — nur solchen Kopfen der Vorzeit, hart und riesig 
und am eigenen Leuchten Geniige habend, konnte solche Idee ent- 
springen. Was sie auch taten, sieghaft wirkten die Strahlen. 

Auf der ganzen Erde sind Triimmer der alten Berichte ver- 
streut, deren Erben die Menschen waren. Erbenl Dies ist das ein- 
zig rechte Wort ! Wir heutigen Menschen sind alle Erben der 
Weisheit ausgestorbener Rassen. Wir und unsere Zeit sind 
schwach und diirftig wie die Kiefern im Grunewalde, und unser 
Stolz ist Kinderstolz. „Was Du ererbt von Deinen Vatern hast, er- 
wirb es, um es zu besitzen !" Dieses Wort Schillers sollte gerade 
den alten Berichten gegeniiber angewendet werden, die wir noch 
nicht besitzen, noch nicht verstehen, trotzdem sie in unseren Han- 
den sind — erworben haben wir sie uns noch nicht. — 

Erben versunkener Riesenstamme und alter Weisheit sind 
auch die Tahitier in Australien*). Jung schreibt: „Der oberste Gott 
war Taaroa* (auf anderen polynesischen Insein Tangalaa, Kana- 
loa), der Schopfer aller Dinge. So heifit es in einem der heiligen 
Lieder: 

„Es weilet er, Taaroa ist sein Name, 

In des Raumes unendlicher Leere, 

Keine Erde noch, kern Himmel noch, 

Keine See war da, keine Menschen. 

Von oben herab Taaroa ruft 

In Neugestaltungen wandelnd, 

Taaroa, Er, als Wurzelgrund, 

Als Unterbau der Felsen, 

Taaroa als der Meeressand, 

Taaroa in weitester Breitung. 

Taaroa bricht hervor als Licht, 



*) Siehe Jung. „Australien" in der Bibliothek „Das Wissen der Gegenwart.' 
60 



Taaroa waltet im Innern, 
Taaroa im Umkreis, 
Taaroa hienieden, 
Taaroa, die Weisheit." 

Das mufi ein geerbter Spruch sein ! Wenn die Chaldaer sagten, 
es sei ein Chaos gewesen, wenn die Phonizier sagten, durch Be- 
wegung und Mischung sei eine schlammige Masse entstanden, 
wenn die Babylonier von Urmeer und Urflut gehort hatten — im 
Grunde hatten alle dieselbe Uberlieferung. Was die oder „den" 
Schopfer anbetrifft, miissen wir das Wort im alten Sinne nehmen: 
Jeder weise Mann, der etwas neues schuf, war ein „Schopfer". 
Wenn z. B.. jemand nach einem der Unglucksfalle aus Schlamm 
und Morast Fels hob, Land erhohte und ebnete oder gar einen 
Garten anlegte, so war er ein Schopfer und wurde bei Lebzeiten 
als Gott verehrt. Er arbeitetel Er handelte ahnlich wie ein Farmer, 
der heute in eine wiiste Gegend Amerikas kommt, dort das Un- 
kraut rodet, die Statte ebnet, auf der er Haus, Feld, Wiese und Gar- 
ten anlegt, die schadlichen und giftigen Tiere moglichst vernichtet 
und Moral in seinem Hause herrschen lafit. 

Himmel war nur Schones, Hochgelegenes, auch Tempel oder 
Altar. Der LZfcerhimmel war das, was wir heute Himmel nennen, 
das was iiber den hohen Bergen ist. 

Trockenlegung einzelner Stellen, das gehorte einst mit zu den 
grofien Taten der Gottmenschen ! Die „Veste // , von der im 1. Kap. 
Mose steht, war ein wirklicher irdischer Bau — der Uberhimmel 
war nicht damit gemeint, sondern ein Bau, der unter Wasser 
stand, so dafi die Wasser dariiber erst zu denen darunter geleitet 
wurden. 

Die Naturforscher meinen, es miisse einst eine sehr grofie Son- 
ne am Himmel gewesen sein — ich erkannte aber aus den alten 
Schriften, dafi zwei Sonnen und zwei Monde mit Nebensonnen 
und Nebenmonden am Himmel waren ! 

Meine Entdeckung, dafi es 2 Sonnen und 2 Monde gab, ist un- 
endlich wichtig fur die Geschichte der Erde und der Menschen, 
denn die Entstehung der Pole, die Eiszeiten, der Untergang zweier 
Weltteile werden mit einem Schlage klar, und der Inhalt mancher 
alten Schrift wird verstandlich: 

a) Die Vorfahren der Chinesen hatten eine Vierteilung der. 
Himmelssphare: 

61 



der Norden: Schwarze Schildkrote, 
der Siiden: Roter Vogel, 
der Westen: Weifier Tiger, 
der Osten: Blauer Drache. 
Die einstigen Namen der vier gro fieri Gestirne sind uns darin 
erhalten geblieben ! 

Die urspriingliche Himmelszahl 12 (mit der Erde 13) ging auf 
die grofien Gestirne mit den Nebengestirnen und nicht auf Stern- 
bilder. 

Diese Gestirnnamen der Chinesen verdienen vorangestellt zu 
werden. 

b) In der Edda steht: „Sie wahlten der Nacht und den wech- 
selnden Monden — „, das heifit: es wurden, als die eine Sonne zer- 
schellt war, wieder (nicht zum ersten, sondern zum zweiten oder 
dritten Male) Berechnungen der Jahreszeiten, Jahre und Tage an- 
gestellt, denn alles hatte sich verandertl An solchen Zeichen ist 
jetzt die Bestimmung moglich, wann eine Handlung geschah. Die 
Jahreszahl ist der grofien Geschichte gegeniiber sehr gleichgiiltig; 
wenn nur das Jahrzehntausend oder Jahrtausend festzustellen ist, 
und das ist es. 

Die Edda spricht von der „Schwester des Monds". Wir sagen: 
der Mond; der Lateiner: weiblich „luna // — jedenfalls ist der alte 
Name des zweiten Mondes (der Mondschwester) auf den Mond, 
der uns noch leuchtet, iibertragen worden. — 

Der alte Spruch: „Noch scheint Homers Sonne auf uns alle" ist 
nicht richtig, denn zu Homers Zeit war eine der beiden Ne- 
bensonnen noch vorhandenl — Die Naturforscher haben bei 
Besprechung der Steinkohlenzeit gesagt, eine dunkle Sonne miifite 
am Himmel gewesen sein; ja, zwei Nebensonnen hatten sie einst 
verdunkelt — das „Horn" war zu Homers Zeit nicht mehr; Swa- 
lin, der Schild, war aber noch vorhanden. 

c) Den Schild nennt die Edda; Schildkrote sagten die Chine- 
sen; von den beiden Nebensonnen: „Schild und Horn" spricht 
das Alte Testament ! 

Die Religions streitigkeiten verraten es wieder und wieder: Die 
Gestirne sollen nicht mehr angebetet werden, sondern die leben- 
digen Gottermenschen verlangen Anbetung und Opfer. Das Heil 
war einst die Sonne; jetzt kam ein „Gott // und sprach: „Ich bin jetzt 
Schild und Horn Deines Heils \" Da ist das Bild: Heil ist Sonne, 
Schild und Horn die beiden Nebensonnen ! 

62 



Die ganze Welt, die ganze Bibel ist voll von Nachrichten iiber 
die grofien Gestirne. Einige biblische Beispiele: 

Psalm 84,12: „Gott, der Herr, ist Sonne und Schild (das Horn 
existierte nicht mehr !). 

Horn und Schild, Schirm und Schild, Starke und Schild, Hilfe 
und Schild sind biblische Ausdriicke. 

2. Sam. 22: Gott ist mein Schild und Horn meines Heils. 

Lk. 1,69: — hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils. 

Die Horner an den 4 Ecken des Altars sind Erinnerungen an 
den Gestirnkultus. 

Ps. 3,4: Du bist der Schild fur mien. 

Ps. 91,4: — seine Wahrheit ist Schirm und Schild. 

Ps. 144,2: — mein Schild, auf den ich traue. 

1. Mos. 15,1: Ich bin dein Schild und dein sehr grofier Lohn. 

2. Sam. 22: Du gibst mir den Schild deines Heils. 

Eph. 6,16: „ — ergreift den Schild des Glaubens !" Wenn diese 
letzte Stelle auch bildlich gemeint ist, so erinnert der Ausdruck 
selbst noch an die einstige Existenz der Sonne mit ihrer Nebenson- 
ne „Schild // . — Kriegsleute, die selbst Speere und Schild trugen, 
riefen einst: „Zerstreu sie (die Feinde), Herr, unser Schild !" — 

d) Es gibt im Norden viele sogenannte Sonnenmythen: Von 
„Ungeheuern // wird erzahlt, welche die Sonne verfolgten — wir 
nennen solch Ungeheuer heute Komet, englisch comet, franzosisch 
comete; der Kommende hat urspriinglich das Wort wohl bedeutet: 
Denn er „kam // herab; ein fur chtb ares Ungliick war sein und des 
„Schildes // Zusammentreffen, ein Ungliick, dem Sintflut und Eis- 
zeit folgten. Wir bezweifeln die Wahrheit der biblischen Sintflut 
und wissen nicht, dafi gerade der Norden, Deutschland, Frank- 
reich und England, Helgoland besonders, von ihr betroffen wur- 
den. (Ich werde sie an anderer Stelle schildern.) Die Flut stieg, da 
beteten alle: „Abba, lieber Vater \" Abba ist Ebbel Heute noch 
beten unsere Kinder: „Abba, lieber Vater \" und wissen nicht, dafi 
sie um Ebbe bitten in trockner Zeit — . 

Zoge man Striche zwischen den 4 Gestirnen, hatte man: 
Das Kreuz am HimmeV. 

Ich werde versuchen, ein Bild davon zu entwerfen. Was die 
Sonne von Siiden betrifft, lehne ich meine Zeichnung an ein egyp- 
tisches Zeichen an. Zwei Sonnenzeichen hatte man einst: das eine 
stellte eine Rundung mit einem Punkte in der Mitte dar, das ande- 
re hatte drei Strahlen. 

63 



e) In einer arabischen Geschichte heifit es: „Ich sah einen 
Mond." 

Im 2. Bande von Tausend und einer Nacht steht ein ergotzliches 
Stiickchen: Eine gelbe Sklavin preist ihre Reize und vergleicht sich 
mit dem Monde, mit Dinaren, Sternen, Apfeln und Safran. Eine 
weifie Sklavin vergleicht sich mit dem klaren Monde, der weifien 
Rose, dem freundlichen Tage, dem schimmernden Sterne. Der chi- 
nesische Bericht deutet auf weifies und blaues Mondlicht (auf wei- 
fies und gelbes der Arabische), doch kann helles Gelb fur Weifi, 
das Weifi fur Blau genommen sein ! Ein Dichter nennt das Mond- 
licht silbern, ein anderer bleich, ein dritter blau. 

f) In den Klassikern sind soviele Anspielungen auf die Gestirne 
enthalten, dafi, es mich zu weit fiihren wiirde, alle hier anzugeben; 
ich werde mich beschranken: 

Von dem „Entstehen // der Sonnen haben wir natiirlich weniger 
Kunde als von dem Sturze einer derselben. Ihr Verlassen der Bahn 
oder Herausgedrangtwerden bedeutete fur die Erde entsetzliches 
Ungliick, dem aber das Gestirn audi zum Opfer fiel: Ein Moloch, 
der seine eigenen Kinder verschlang und dabei selbst zu Grunde 
ging ! Der Sonnengott der Assyrer, Lyder und Phonizier begeht 
gewissermafien Selbstmord. Die heidnischen Gotter werden zu- 
gleich heilsam und schadlich geschildert — jetzt verstehen wir den 
scheinbaren Widerspruch: Die Alten hatten gelernt, dafi dieselbe 
Sonne, die solange wohlgetan, hatte, durch ihren Sturz Entsetzen 
und Vernichtung brachte — ein Gott, der ein Teufel wurde ! — 
Die Sonne wurde von den. Attaranten (Aethiopen) geschmaht; 
Aethiopier haben die Gestirne einst angebetet ! Aber manche, be- 
richtet auch Diodor, lastern die Sonne als das allerfeindlichste We- 
sen. Jede Tat hat ihren Grund. Von den Massageten erzahlt Hero- 
dot, sie verehrten von alien Gottern nur die Sonne und opferten 
ihr Pferde. Alles ist auf die Urzeit und auf den spateren Fall grofier 
Gestirne zuruckzufuhren. 

Die Egypter hatten 373 Sonnenfinsternisse und 382 Mondfin- 
sternisse beobachtet. Diodor berichtet: „Die Chaldaer (Kelten) 
rechneten 10 Mondfinsternisse und 3 Zusammenkiinfte von Plane- 
ten und Fixsternen." (Indier 5 !) Doch: 382 und 10 — welch Unter- 
schied !! Von einem ganz anderen Zeitpunkte aus mufi gezahlt 
worden sein. Diogenes hat fur egyptische Beobachtung 48,863 Jah- 
re vor Alexander angenommen — doch vor welchem der Trager 
dieses Namens? Vor Alexander, dem Zweihornigen, alias Mose ! — 

64 



Tafel III. 




Abb. 1. Riesenbananen an der Bai von Taichae. 

(Siehe S. 84) 




Abb. 2. Kampf mit dem Drachen; babylonisch. 
(Siehe S. 81.) 



Tafel IV. 




Erstes Bild aus der Hamburger Handschrift: Adam, Ai und Eva. 

(Siehe S. 115.) 



Diodor II, 64: „Von der Hyperboreer Insel aus soil der Mond 
nur in einer sehr geringen Entfernung von der Erde erscheinen 
und ganz deutlich sichtbare Erhohungen wie die Erde zeigen." 

Welcher Mond kam einst so nahe? — 

Diodor II, 74: „Ein Mann, Jambulos genannt, erzahlt von einem 
Volke: „Die Baumfrucht ist bei ihnen das ganze Jahr hindurch reif, 
der Tag ist bei ihnen durchaus der Nacht gleich, und um Mit- 
tag gibt es bei ihnen keinen Schatten, weil die Sonne in ihrem 
Scheitel steht." 

Luzian sagte von Jambulos, „daS er handgreifliche Liigen ge- 
schmiedet" — er glaubte ihm ebensowenig wie wir den „Sagen // , 
die unsere Geschichte enthalten. Manche Geschichten scheinen auf 
Pergamenten gefunden und vom Finder als Selbsterlebnis berich- 
tet und in neuere Zeit verlegt worden, zu sein. Die Gestirnkenntnis 
setzt uns in den Stand, alles nachzupriifen. 

Diodor III, 61 steht von der Sonne, dafi sie beim Aufgehen wie 
eine iiber und iiber gliihende Kohle aussehe, blendendes und iiber 
alle Ma&enfeuriges (!) Licht hatte und 2 oder 3 Stunden den Erd- 
kreis erleuchtete. — Es ist klar, dafi diese Beschreibung (die ich 
gekiirzt wiedergebe) auf Homers Sonne nicht paflt, wohl aber 
auf die rote Sonne ! Bruchstiicke aus fernsten Zeiten iiberall ! Alte 
Biicher wurden stets sehr hoch geschatzt „Wertvoller als alle 
Schatze der Welt" wurde ein altes arabisches: Buch genannt! 
Bruchstiicke von Werken der Riesen und „Gotter" besitzen wir 
noch, und wir belacheln sie und verdienten selbst belachelt zu 
werden. So manches Buch, das wir fur ein Original hielten, ist 
Ubersetzung aus Runenschriften; las der Konig doch zur Zeit 
Beowulf s die Runen ! — 

Quintus nennt Eos und Helios, ebenso Homer; Eos ist eine 
Sonne und Helios kein Mond ! Eos ist die nordliche Sonne; von 
ihr wird (Quintus 1,47) genau wie in der Bibel berichtet, sie sei 
einen Tag nicht aufgegangen. Ich werde spater zeigen, dafi dies 
zu Davids Zeit war. Nach Quintus sind Horn und Schild noch 
neben ihr gewesen: „— sie kehrte sich nicht an des Tages Auf- 
gang, hassend im Herzen den allmachtvollen Olympos.*) Neben 
ihr stonten die Rosse, die fliichtigen, stampfend (?) die Erde, wo 
kein Baum mehr griinte; sie sehnten sich heim zu gelangen; 
Denn sie sahen die Herrin versenkt in diistre Trauer. Rastlos don- 



*) Damit war der Tempel auf dem Brocken gemeint! 

65 



nerte Zeus voll Zorn, und die Griinde der Erde zitterten rings, und 
Beben ergriff die unsterbliche Eos." 

Ovid (Verwandlungen) S. 6: „Saturnus versank in des Tartarus 
Dunkel." Saturn war einst Sonnenname. 

Ovid a. a. O. S. 74: „Bis die Gluten Auroras Lucifer rufe hervor 
und Aurora die tagende Sonne !" 

Wir meinten, Aurora bedeute Morgenrote — es konnte ein Irr- 
tumsein und Aurora die rote Sonne gewesen sein ! 

Es ist schwer, die Gotter und Gestirne auseinander zu halten, 
da Gestirne selbst auch Gotter waren. Ovid: „Es herrschen Stern' 
auf himmlischer Flur und Gestalten der Gotter." 

Lucifer, Phobus und Aurora sind Namen, denen wir zusammen 
begegnen: 

„Kein wachhaltender Vogel mit purpurkarnmigem Antlitz 

Kraht die Aurora herauf — " 
die Sonne war eben verschwunden ! 

Phobus war „gelb erblassend", Lucifer „neblicht und fleckig". 
Zu Lucifers Zeit (so sagte man) hiefien zwei Gotter Lenaus und 
Pan. — Bei Vergil steht: „Noch mit des Bruders Strahlen belehnt 
die steigende Luna": eine Anspielung auf die beiden Monde ! Wel- 
ter: 

„Wo der kalte Saturnus sich hingewendet am Himmel, 
Was fur Kreise — verirrt — das cyllenische Feuer durchwandre." — 

Eins mufi in alten Biichern auch auff alien: Der Swdwind wird 
so oft schlimm und sturmbringend genannt, der Nord dagegen 
war sanft; z. B. Vergil: „Und sanft siehst Du die W alder in hellem 
Norde beweget:" Dies ist vor dem Untergange von Atlantis ge- 
schrieben. 

Wenn wir bedenken, dafi durch die grofien Gestirne das grofite 
Ungliick herabkam, werden wir verstehen, dafi man einst (wie Ju- 
stinus 11,124 berichtet) glaubte, die Pest konnte durch ein Gestirn 
kommen. Eine Unmoglichkeit ware es nicht, denn woher Strahlen 
kommen, werden auch Einfliisse mitgebracht: wenn der Siidwind 
einst gefiirchtet war, ist der Grund dazu auch nur am Himmel zu 
suchen. 

Unwillkurlich und unabsichtlich habe ich durch meine Bespre- 
chung die friihere Streitfrage wieder aufgerollt, ob die Sonne sich 
um die Erde oder die Erde sich um die Sonne drehte. Hatte sich 
einst die Erde herumbewegt, wiirde sie entweder um 2 Sonnen 
haben rollen miissen (2 Kreise, eine Form wie die 8 beschreibend) 

66 




oder — sollte die rote Sonne viel weiter als die gelbe von der Erde 
entfernt gewesen sein und die Erde damals schon urn die gelbe 
Sonne gelaufen sein — dann hatte sie einmal am Tage in den 

Bereich der roten Sonne 
kommen miissen. 

Wir wissen, dafi sich jetzt 

die Erde um die Sonne bewegt 

— Plato sagt aber aus- 

driicklich, dafi die Bewegung 

/j*\ der Himmelskorper verandert 

ware ! Einst kann die Bewe- 

( gu n g nicht nur anders gewe- 

I sen sein, sie muS anders 

i gewesen sein ! 

Plato hat nach der letzten 
Eiszeit geschrieben, aber Ver- 
gil, Homer, Quintus und an- 
dere Klassiker haben — ebenso 
wie die Verfasser der Bibel 
und der Edda — vor der 
letzten Eiszeit gelebt und ge- 
schrieben. Erst wenn wir das 
klar erkennen, konnen wir an- 
fangen, sie zu verstehen ! — In 
den landlichen Gedichten, 
welche dem Vergil zugeschrie- 
ben werden, steht eine wich- 
tige Stelle: 

„Und wenn uns der Morgen 
mit schnaubendem Sonnen- 
gespanne haucht, 

Rotet sich dort aufgliihend 
im spaten Lichte der Abend." 



<q>— -Q— -O 




Die gelbe Sonne mit Horn und Schild (1) 
Der weifie Mond (2) (Erde). Der blaue 

Mond (3). Die rote Sonne von Siiden mit 

3 Strahlen (4) Versuch, das himmlische 

Kreuz und die Zahl 12 darzustellen. 



Jahrtausende vor Columbus wufite man also ganz genau iiber 
Amerika Bescheid ! Es konnte ja auch nicht anders sein: Einst hatte 
nur der Golf strom die beiden Erdteile getrennt; die Bewohner wa- 
ren aber doch nicht zueinander gekommen, erst Adam hatte von 
Amerika Nachricht gebracht, und dann war Verkehr hin und her 
gewesen. Salomo sandte Schiffe nach Amerika, Apostel waren 



67 



nach Amerika gegangen; auf Island wurde vor Columbus gesagt, 
dafi dort noch viel Land lage, jenseit des grofien Wassers. Es war 
Verkehr zwischen den beiden Weltteilen als das „Sonnenge- 
spann", d.h. die beiden Nebensonnen Schild und Horn unsere 
Sonne noch umkreisten. 



II. 
Die Grundrassen. 

„Was hat eine Stimme, ist am Morgen vier- 
fiissig, am Mittage zwefiissig, am Abend, drei- 
fiissig?" Ratsel der Sphinx. 

Die Menschen unserer Art werden im „Heriand" erdgeboren 
und staubentstammt genannt. Die Grundrassen miissen schon 
deshalb ganz anderer Art gewesen sein, well es einst weder Er- 
ie noch Staub gab. 

Die weise Sphinx, welche einsam bei Theben hauste, gab das 
obige Ratsel auf, dessen Auflosung „der Mensch" ist. Morgen und 
Mittag der Erde liegen hinter uns — der Abend naht. In den vori- 
gen Kapiteln zeigte ich schon, dafi die ausgestorbenen Rassen rie- 
sige Nachtganger gewesen sind. Aus der Rede der Sphinx geht 
hervor, dafi sie auf vier Fiifien gelaufen sind. Vierfiifiige Nacht- 
riesen mit Menschenkopf haben wir als erste Rasse festzustellen. 
Die Inder nannten diese Ersten, die nach den Tieren kamen, „Af- 
fen". Alte Worte tauschen sehr, denn die Begriffe, welche diese ein- 
schlossen, haben gewechselt. Ich sagte schon, warum heutige Affen 
nicht als Vorganger der Menschen angesehen werden konnen. 
Auch steht in keiner alten Schrift von einer derartigen Ab- 
stammung ! Mogen die Riesen einst auf vier Fiifien gegangen sein; 
den Affen unserer Art brauchen sie doch nicht zu entstammen. 
Jene Sphinx gab das Ratsel auf und totete jeden, der es nicht loste. 
68 



Sie war also nicht ein Tier, trotzdem sie vierfiifsig war; sie war 
auch nicht eine „Wurgerin" im gewohnlichen Sinne; denn dann 
hatte sie wohl ohne solche Frage die Menschen getotet. Manche 
Mythologen wollen in (der Sphinx ein Bild der wiirgenden Pest 
sehen; andere suchen die schonsten Symbole, sie zu erklaren — ich 
nehme sie einfach so wie sie geschildert wird, denn sie pafit hinein 
in ihre Zeit, die uns so fern ist. Einen tiefen und zugleich einfachen 
Grund hat die Frage, welcher die Totung folgte: Die Sphinx bei 
Theben gehorte zu den Letzten einer fast ausgestorbenen Rasse 
und wurde von den Menschen als Tier betrachtet, gemieden, ge- 
fiirchtet, gehafit. Hafi hat niemals ein gutes Gefolge, dieser Hafi 
wird die einsame Sphinx zur Verzweiflung getrieben haben; ihr 
Ratsel sagt eigentlich: „Sieh mich an, ich bin vierfiifiig wie ein Tier, 
aber ich bin dennoch — ein Menschwesenl", Sie wurde aber nicht 
mehr als solches angesehen, und deshalb totete sie die torichten 
Menschen, welche das Ratsel nicht rieten. — 

Der machtige, aus dem Felsen gehauene Sphinx bei Gizeh ist 
sechsunddreifsigmal so grofi wie ein Mensch — er tragt die K6- 
nigsbinde und wird zu seiner Zeit auch ein Konig und genau so 
grofi wie er dort im Sande liegt gewesen sein. Burgen, Tempel und 
Denkmale baute man einst auf Bergeshohen, nicht in Talern; das 
findet man in alien alten Schriften berichtet. Ebenso hat vielleicht 
der Sphinx, welcher — wer weifi wie lange?! — im Sande vergra- 
ben lag, einst auf hohem. Berge gestanden. In einer Inschrift der 
vierten Dynastie (welche 4000 Jahre v. Chr. gedacht wird) steht, 
dafi der Sphinx (von dem niemand mehr gewufit hatte) im Wii- 
stensande gefunden wurde. Aus der Nacht versunkener, vergesse- 
ner Zeiten tauchte er wieder empor. 

Vergleichen wir alle alten Berichte, so werden wir zunachst sa- 
gen: Es konnen nicht Liigen gewesen sein, dafi solche Wesen, 
Sphinxe, Kolosse, Riesen lebten, denn in der ganzen Welt wird 
man doch nicht dieselben „Liigen // ersonnen haben. Weiterhin 
vergleiche man die 1910 ausgegrabenen Riesensaurierknochen mit 
den alten Berichten und man wird von selbst darauf kommen, dafi 
es auch menschliche Wesen in ahnlicher Grofie gegeben haben 
mufs, wie Riesensaurier und wie Riesenbaume. Der Sphinx von 
Gizeh war begraben, er ist wieder emporgekommen. Sein Stein- 
bild ist stumm und doch hat es eine Sprache und ruft wie die 
Sphinx von Theben: Ich war ein menschliches Wesen ! 

Gerade die Umstande, dafi Sphinxe zuerst verschwunden sind, 

69 



dafi wir von ihnen am wenigsten wissen, deuten darauf hin, dafi 
sie zur ersten Vorzeitrasse zu rechnen sind. Insulaner behaupten, 
von weifien (weifiaugigen?) Affen abzustammen; die Araber er- 
zahlen von redenden handelnden Affen; die Inder nennen einen 
Affenkonig Sugriva und einen anderen Hanumant, den gottlichen 
Affen, der bei den Ramanandas gottliche Verehrung genieSt. 

Wir sagen heute, Halbaffen seien Urvater gewesen — wir mei- 
nen, es seien ein paar Schritte vom Affen zum Menschen gewesen, 
aber — wunderbar ! — wir finden aus der Vergangenheit Sphinxe, 
Kolosse und Menschenbilder, die staunenswert edel sind, vom 
Affenmenschen nur geringe Spuren ! Im egyptischen Museum in 
Berlin sieht man solche, und diese wiirden zu den Schadeln, wel- 
che man gefunden hat, nicht passenl Bolsche schreibt in seinem 
Buche iiber Hackel: „ Huxley in England hatte die Sache vom Men- 
schen und Affen schon ganz zoologisch scharf gefafit Er kam auf 
den wichtigen Satz, dafi der Mensch sich vom hochsten Affen, 
dem Gorilla oder Chimpansen, zoologisch weniger unterscheide 
als dieser hochste Affe vom niedrigsten Affen." Daraus wurde 
vielfach geschlossen: Vom Affen zum Menschen ! 

Ein Trugschlufi war es ! Gerade das Gegenteil ist daran zu er- 
kennen: Der hochste Affe unterscheidet sich deshalb so sehr vom 
niedrigsten Affen, weil die hochsten Affen „Riesen" waren, die 
niedrigsten aber Tiere sind. Der Mensch hat natiirlich mit einem 
Riesen - sei dieser selbst vertiert — mehr Ankniipfungs- 
punkte als mit einem Tiere. 

Eugen Dubois fand auf Java Schadel und Oberschenkel eines 
menschenartigen Affen oder affenartigen Menschen — der Uber- 
gang zum Menschen schien gefunden ! Doch — woran erkannte 
man einst den Menschen? An den Fiifienl Wenn der Schadel auch 
affenartig ware: falls die Fiifie auf den Menschen deuten, haben 
wir einen Menschen und weder einen Affen noch Halbaffen vor 
uns. Bei den vormenschlichen Rassen hatten viele Wesen Hufe, 
Klauen und Tatzen und dazu Menschenhdnde, aber nach den 
Fiifien wurde gesehen. Auch die Ohren waren ein altes Merkmal. 
Der Wolfsmensch scheint nur noch dieses tierische Zeichen gehabt 
zu haben. HeiSt es doch heute noch: „Den Wolf erkennt man an 
den Ohren." — 

In der griechischen Mythologie kommen von Wesen mit Men- 
schenkopfen nur Sphinxe und Greife vor, Affen nicht, und die 
Afrikaner wurden Affen genannt. — — Man sieht auch Tierkopfe 

70 



auf Menschenleibern abgebildet, z. B. im Egyptischen. Bilder von 
Mischwesen findet man auch im Babylonischen und Assyrischen, 
doch muE man sich hiiten, Sphinxe mit Mifi- und Mischgeburten 
zu verwechseln ! 

Dafi Sphinxe — ebenso wie Gotter, Damonen und Drachen — 
gefliigelt und ungefliigelt geschildert werden, sei hier nur noch 
erwahnt. 

An einem Europaer heutiger Art findet man 2—4 Farben in 
Haut, Haaren und Augen vertreten — lauter Mischlinge aus den 
Urrassen ! Es haben nur noch die Schwarzen 

schwarze Augen, 
schwarze Haare, 
schwarze Haut 

Hochstwahrscheinlich fing es auch so an, dafi z. B. einunddas- 
selbe Wesen rote Pupillen, rote Haare, rote Haut hatte — jetzt fin- 
den wir alles gesondert ! Rote Augen haben nur die Albinos, ein 
Dorf der Rothaarigen ist noch in England, Rothaute nur noch in 
Amerika zu finden.*) 

Gelbe Funkelaugen, gelb wie Topase, hatte Kundrie la Sorciere, 
welche im Parzival geschildert wird. 

Wir haben iiber zweibeinige, aufrecht gehende Riesen bedeu- 
tend mehr Berichte als iiber die soeben besprochenen; die Mafie 
sind oft genau angegeben. Diese Mafie aber zeigen, dafi. wir es 
meist nicht mit Ur-Riesen zu tun haben, denn diese miissen kolos- 
sal grofi gewesen sein. Die iibergroSen Steinbilder der Kolosse in 
Egypten und der Kolofi von Rhodos sind als Denkmale jener Ur- 
zeit-Menschwesen zu betrachten. Kolosse kann ich sie nur nennen. 
Ja, hochstwahrscheinlich sind jene Kolosse noch verhaltnismafsig 
klein, sich unseren Zeiten schon nahernd. Die in Australien ge- 
fundenen Steinkopfe, welche auf Rapanui und der Osterinsel die 
Europaer in Erstaunen setzen, sind 10 — 13 Meter hoch. „Auch bei 
den Bauten auf Tongatabu und Tahiti finden sich kolossale Bau- 
stiicke und grofie steinerne Terrassen" (s. Jung, Australien, III, 
102). Auf. Rapanui waren (jetzt verfallene) grofie Gebaude aus 
Steinplatten. Jung schreibt: „Die Bildsaulen der Osterinsel miissen 
uns mehr in Erstaunen setzen als die Dolmen der Druiden, als die 
Sonnentempel Perus, die prachtvollen StraSen Mexikos oder die 
Wunderbauten Altegyptens." s. Taf . I und II. 



*) Von den rotlich braunen Mischlingen in Afrika sehe ich ab. 

71 



Ich habe viele Abbildungen von australischen Eingeborenen, 
ihren Gotzen und ihren Hiitten gesehen — nichts erinnert auch 
nur im geringsten an Neigung zu riesigen Steinbauten, keins der 
Menschen- oder Gotzengesichter an die steinernen Kopfe ! Diese 
Bilder, diese Bauten konnen nur Zeugen einer liingst ver- 
schwundenen Rasse sein. Diese eckigen Gesichter fesseln den 
Blick — Versteinerungen scheinen sie zu sein, nicht kiinstlich ge- 
macht; viel Gesicht und wenig Hinterkopf, es pafit zu den Schil- 
derungen von den Riesen. „Ja, sie kamen urn/' sagte Baruch, „da 
sie ohne Erkenntnis waren; sie kamen um wegen ihrer Torheit." 
Und dennoch fesseln mich diese Steinbilder, wahrend gerade 
Dummheit sonst so abstoSt — „ich kann den Blick nicht von euch 
wenden, ich mufi euch anschaun immerdar — ". So schaue ich die 
Steinkopfe an. Die Kolosse sind fur immer „ausgewandert" — wir 
sind auch ihre Erben, wir konnen auch von ihnen lernen. Solche 
Trutzkopfe dachten wohl, die Sonne auszuloschen, meinten, ihr 
Leben konnte nicht enden, ihr Andenken nicht verschwinden — 
jetzt ist noch niemand vor mir auf den Gedanken gekommen, 
mehr als groSe, sehr seltsame Steinbilder in ihnen zu sehen; und 
wer die alten Riesen in ihnen erkannte, dem kommen schwermii- 
tige Gedanken — . 

So lange, lange schon spielt die irdische Tragodie — wer den 
Geist dariiber nicht erblickt und zugleich ein denkender Mensch 
ist, miifite verzagen. Singt doch der Tonganer in Australien selbst 
schwermiitige Weisen: 

„Es ist Abend, lafit uns gehen zum Orte ! Horch ! Es tont her 
von den Sangern ! Bereiten sie einen Tanz, zu begehen die 
Nacht auf dem Grabplatz zu Tanea? 

Dahin lafit uns wandern! Sollten wir nicht gedenken unseres 
friiheren Zustandes, als der Krieg noch nicht zerrissen hatte un- 
ser Land? 

Wehe! Ein furchtbar Ding ist der Krieg. Schaut hin ! 
Wiist ist das Land und getotet grausam der Menschen Menge. 

Wohnsitzlos sind die Hauptlinge, schleichen nicht mehr ein- 
sam beim Mondlicht zu ihren Geliebten. 

Brechet ab euer Sinnen ! Es sind Wiinsche ! In Krieg ist unser 
Land. 

Das Land Viti hat hergebracht den Krieg in unser Land Ton- 
ga; nun miissen wir handeln wie sie. 

Lassen wir fahren das schwermiitige Sinnen !" 

72 



Jene Riesen haben wohl nicht so gesonnen und gefiihlt, aber zu- 
letzt hat Mord und Totschlag sie doch hingerafft und bei dem Un- 
tergange von Weltteilen sind auch sie verschwunden. Es wird 
mehrfach von sehr grofien Wesen schwarzer Rasse mit gelben Au- 
gen berichtet. Von den Sphinxen schreibt Diodor (III, 40), dafi sie 
dicht behaart waren. 

Von Menschen mit goldenem Antlitze erzahlen alte Schriften; 
im Berliner egyptischen Museum sieht man Menschengesichter 
golden bemalt. Von goldenen Zahnen lesen wir und davon, dafi 
der alteste Buddha ein goldenes Gesicht hatte. An den „ goldenen" 
Zahnen erkannte man die alte Abkunft eines Menschwesens. An 
metallisch schimmernden „ goldenen" Gesichtern zu zweifeln liegt 
kein Grund vor: Wir haben heute noch Schuppen und Federn an 
Fischen und Vogeln, die metallisch glanzen; das wird einstmals 
noch viel mehr der Fall gewesen sein und auch an Menschwesen. 
Die rote Rasse denke ich mir ursprunglich kupfrig oder rotgoldig 
schimmernd. Von rotem Golde steht vielfach geschrieben. 

Gelbe Augen sehen wir noch bei Tieren. Gelbe — goldene — 
Haare haben noch viele Menschen der weifien Rasse. Gelbe Haut 
haben wir auch noch auf Erden, doch gewifi nicht mehr in der Ur- 
farbe. 

Diodor schreibt: „Der phonizische Dagon hatte Manneshaupt 
und Hande und Fischgestalt; die Gottin Derkatr hatte dieselbe Ge- 
stalt." (Dieser Dagon wird auch im Alten Testamente erwahnt.) 
Das ist nicht etwa eine Gotzenbeschreibung ! Skoten und Kymren, 
die Blauaugigen, waren die guten Gotter. In arabischen Erzahlun- 
gen wird von blauen Koniginnen, vom blauen Konige der Geister 
und vom Sohne des blauen Konigs gesprochen. 

Der Skote, der alteste „Gott // , nach der vorletzten Eiszeit le- 
bend, war ein Blauer. Daher stammt der heute noch gebrauchliche 
Ausdruck: „Der hat blaues Blut !" (Natiirlich wird dieser Aus- 
druck oft an sehr falscher Stelle gebraucht ! An der Far be der Haa- 
re, Augen und Haut ist die Rassenmischung bei den Europaern 
genau zu sehen.) Neptun hiefi Jupiters blaulockiger Bruder. Quin- 
tus berichtet von blauen Locken. Justinus schrieb: „ Rings hat blau- 
liche Gotter die Flut — die blauliche Nymphe Liriope — die blau- 
lockige Nymphe Cyane — die Eiche nur giirtet des Hauptes blau- 
liches Haar — Proteus, blau von Gestalt." 

Nur und nur an der Hand der alten Schriften konnen wir die al- 
te Zeit erkennen. Wenn in der Bibel z. B. der Ausdruck „Mohr" 

73 



geschrieben steht, so ist damit nicht ein wollhaariger Schwarzer 
mit schwarzen Augen gemeint, sondern ein weiShaariger Albino. 
Die Schwarzen waren gelbaugig, die Albinos rotaugig und nur die 
Slaven hatten braune und schwarze Augen, Die weiShaarigen Al- 
binos wurden aber auch im Norden „Mohren" genannt und wer- 
den vereinzelt im Harze heute noch so genannt. Heine schreibt das 
auch in der Erzahlung von seiner Harzreise. 



74 



Zweites Buch: Morgen und Mittag. 



I. 
Riesen der Urzeit. 

Andere Zeiten, andere Vogel ! 

Sprichwort. 

Nochmals will ich auf den grofien Irrtum aufmerksam machen, 
die einstigen Menschen fiir ebenso grofi oder nur etwas grofier als 
die heutigen zu halten. Die ungemischten Ur-Rassen sind — so- 
viel wir wissen — vom Erdboden verschwunden. Es wurde be- 
hauptet, im grofien Ozeane waren noch Inseln, die von „Gottern" 
bewohnt wiirden, widrige Winde scheuchten menschliche Schiffe 
nur immer wieder zuriick — wer kann behaupten, es sei wahr 
oder unwahr? — Wer weifi, was fiir „Gotter" gemeint sind? — 

Alle alten Berichte deuten auf besonders grofie, auf riesige 
Pflanzen und Wesen. Nicht nur grofier war einst alles, sondern 
auch besser. Friichte sollen zehnmal so siifi gewesen sein als jetzt, 
und die Tiere viel schoner. Die antike Welt war noch der Ansicht, 
dafi Alteres das Vorziiglichere, Bessere war, jetzt, dem Abende 
der Erde nahe, ist die Degeneration erschreckend grofi. Die Acha- 
er, welche vor Troja kampften, waren noch Riesen ! In dem Buche 
des Quintus steht: „Die riesigen Manner Achaas \" Herodot sagt:: 
1) Perseus' Schuh sei 2 Ellen grofi gewesen, 2) Zur Zeit des Krosos 
habe ein schones Weib gelebt, 4 Ellen grofi weniger 3 Finger, 3) 
Lichas fand zu derselben Zeit die Gebeine des Orestes — der Sarg, 
war 7 Ellen lang und der Leichnam so lang wie der Sarg. Der Phi- 
lister Goliath von Gath, der im A. T. erwahnt wird, war 6 Ellen 
hoch und eine Handbreit. Eine Lange von 4, 6, 7 Ellen war noch 
dicht vor der Sintflut, welche zur Zeit Roboams und Jesu war und 
welche Jesus immer wieder prophezeite, ebenso wie die anderen 
Propheten. — Die Inder sagen, der Damon Vrtra sei ein Winter- 

75 



riese gewesen; d. h. er war ein Nachtganger wie Grendel. Doch 
wenn es heifit, nordische Riesen waren stolz auf ihre Abstammung 
von der Nacht und dem Chaos gewesen, so wird damit auf die 
vollige Dunkelheit einer Eiszeit hingewiesen. (Ohne vollige Fin- 
sternis ware eine Eiszeit eine Unmoglichkeit.) 

In den Apokryphen steht: „Dort wurden die Riesen geboren, 
die hochberiihmten, die uralten, die Manner hohen Wuchses ge- 
wesen, kundig des Kriegs." „Und in der Urzeit, als die ubermiiti- 
gen Riesen umkamen." 

Indier haben noch Berichte iiber 27 Fuji grofie Riesen, 
Araber solche iiber 40-50 Ellen hohe Kolosse. 

Vergil nennt die Riesengeschlechter die verschworenen Him- 
melsstiirmer. Ich erinnere daran, dafi unter „Himmer" etwas Irdi- 
sches, himmelhoch Gelegenes gemeint war, ein Altar oder Tem- 
pel auf hohem Berge, nicht der Uberhimmel ! Mit anderen Wor- 
ten heifit also Virgils Satz: Die Riesen hatten gegen Religion, ge- 
gen die Altare und Tempel der Gotter gekampft, eine Tatsache, 
die in alien antiken Schriften beriihrt wird. — Grofie, feste Bauten 
auf Bergen aus riesigen, unbehauenen (oder nur an einer Stelle 
behauenen) Felsblocken waren Riesenwohnungen. Wir konnen 
heute vielfach gar nicht naturliche Berge von Riesenbauten- 
Ruinen unterscheiden, wir miissen es erst lernen. Wir sprechen 
oft von „wunderbarer Naturbildung", wenn wir Riesenbauten- 
Ruinen vor uns haben; oder wir staunen Riesenbauten als Men- 
schenwerk an. — 

Es hat geschuppte, befederte und behaarte Menschwesen gege- 
ben; behaarte kommen heute noch vor. Im Arabischen steht, dafi 
eine Salbe gegen Behaarung erfunden wurde. Fliegende Riesen, 
Gotter und sogar Menschen werden erwahnt. 

Diodor (II, 70) schreibt iiber Vogel: „Deshalb ist auch das Ge- 
schlecht der Vogel, weil ihm die meiste Warme mitgeteilt wurde, 
so leicht, dafi es sich im Fluge erhebt und durch Einwirkung der 
Sonne bunt gefarbt, zumal in den Landern, auf welche, die Sonne 
am heifiesten herabstrahlt." 

Was hier iiber Vogel mitgeteilt wird, gait fur alle fliegenden 
Wesen. Mit Warme mufi der Flug in die Luft zusammengehangen 
haben. Sogenannte Feuerwesen waren fliegende Wesen. In der 
warmsten Zeit mufi es also die meisten Flieger gegeben haben — 
jetzt ist die Luft schon traurig leer ! Da jene ersten Flieger kochend 
heifies Blut und Feueratem hatten (wie es im Beowulf ausge- 

76 



driickt), so wird schnell begreiflich, dafi in der heiSesten Zeit 
selbst riesige, sehr schwere Wesen sich leicht in die Hone schwin- 
gen konnten. Ja, es scheint sogar, als wenn manche sich ohne*) 
Fliigel in der Luft bewegten, als wenn sie die Luft durchruderten 

oder sich irgendwie 
fort-ringelten, oder sich 
aufblahten. Rie- 

senflieger mit Men- 
schenkopf werden mit 
Fliigeln abgebildet, und 
die Harpyen sind noch 
viel grofier als Men- 
schen gewesen. (Doch 
hatten die Ur-Kymren 
auch Luftschiffe"), 
deren Konstruktion in 
der Bibel beschrieben 
wird — das ist der so- 
genannte Kerubs- 

wagen.) 

Die Geschichte von. 
dem im Arabischen ge- 
nannten „Vogel" Roch 
— dessen Ei ganz ge- 
nau beschrieben wird 
und 50 Schritte im Um- 
fange mafi — ist gewifi 
kein Marchen, sondern 
die Beschreibung eines 
kolossalen, vor Jahr- 
zehntausenden lebenden 
Halbmenschen - Fliegers, der sich auf Vogelart fortpflanzte. Ein. 
Tier war der Roch nicht, am Ausdrucke „Vogel // darf man sich 
nicht stofien, sondern ihn durch das Wort Flieger ersetzen. Die- 
ser Roch soil von bewundernswerter Grofie gewesen sein und 
auf den hochsten Spitzen des Kaukasus gelebt haben. „Er // heul- 
te vor Schmerz, als „er sein" Ei zertriimmert fand ! Ein soge- 




Harpye. 



*) Nicht flieg' ich, doch fahre ich, 
durchlaufe die Luft! Edda. 
**) Luft-Fahrrader! 



77 



nannter Geist nannte den Roch seinen Meister. Einer Harpye 
kann der Roch wohl ahnlich gewesen sein. 

Weiter steht im Arabischen: „Ein grofier Vogel (Flieger) stieg 
aus der Luft herab, kiifite dem Priester die Hand und sprach mit 
ihm." — „Vezier Schems, den Gott mit einem roten Kamme wie 
einen Hahn geschaffen, mit Zahnen wie die eines Elephanten und 
Fliigeln wie die Segel eines grofien Schiffes." — „Ein rotaugiger 
Riese (also Nachkomme Kains) grofi wie ein Palmbaum — eine 
Insel von Riesen bewohnt, welche 50 Ellen lang waren und welche 
Menschen fur Vogel hielten !" (Ich erinnere an die Uberein- 
stimmung mit der Bibel, wo das Volk Israel iiber die Riesen 
klagt, dafi sie selbst wie Heuschrecken vor ihnen waren.) So hiel- 
ten die Riesen die Menschen fur Vogel, also fur Tiere, und die 
Menschen entsetzten sich vor den Riesen und wurden vielfach von 
ihnen gefressen. 

„Ein Neger von ungeheurer Gestalt frafi taglich einen Men- 
schen." (Genau so berichtet Homer von Polyphem !) Diesen Ne- 
ger hielten die Reisenden von weitem fur einen Turm, und schon 
in der Nahe wollten sie kaum glauben, dafi er ein Mensch sei ! 

Von riesenhaften, scheufilichen Gestalten mit Fliigeln wird er- 
zahlt. Andere Riesen werden Waldteufel genannt: „Ein Riese, 40 
Ellen lang, nannte sich Scherahia, Untertan des Konigs Sachr, 
dem die Insel gehorte." „Der Konig Schaddad beherrschte 
die game Welt, und sein Volk, die dlteren Aaditen wa- 
ren von Gott mit sehr grofien, starken Korpern be- 
gabt." - 

Die Sphinxe in Syrien, Kleinasien und Assyrien haben weib- 
liche Kopfe und Flugel. — Von Federkleidern, die zum Fliegen an- 
gelegt wurden, berichten Araber und die Edda. Die Indianer, wel- 
che sich noch so gern mit Federn schmiicken, tragen mit dieser 
Vorliebe — ihnen unbewuSt — eine Erinnerung an die einstigen 
fliegenden Vorfahren der Urzeit mit sich herum. Flogen doch einst 
rote (nicht nur blaue) Gotter und singt man in Hawai von den 
Menschen, welche „als die achten Wesen kamen": 
„Geboren der Mensch wie ein Blatt, 
Geboren die verborgenen Gotter. 
Graubartig, grauhaarig der Mensch, 
Rot ergldnzt die Stirn der Gotter." 

Ebenso wie es einst Tiere jeder Art gab, so auch menschliche 
Wesen. Unklar ist nur noch, ob und wie manche flogen ohne Flu- 

78 



gel: Da es hiefi, manche Wesen flogen durch „Zauber", lafit darauf 
schliefien, dafi es vorkam. In China sind Worte aus der alten Zeit, 
in der noch Drachen lebten, dem Konfuzius in den Mund gelegt 
worden. Dieser soil zu dem Lao-tsze (d. h. alten Meister) Li-poh- 
yang gegangen und nach der Unterredung mit ihm gesagt haben: 
„Von den Vogeln weifi ich, dafi sie fliegen konnen, von den Fi- 
schen weifi ich, dafi sie schwimmen konnen, von den Vierfiifilern 
weifi ich, dafi sie laufen konnen; die Laufenden konnen umgarnt, 
die Schwimmenden geangelt, die Fliegenden geschossen werden 
— was jedoch den Drachen anbetrifft, so vermag ich es nicht zu 
begreifen, wie er, auf Wind und Wolken dahinfahrend, aufsteigt 
zum Himmel. Ich habe heute den Lao-tsze gesehen — gleicht er 
nicht dem Drachen?" 

Diese Worte miissen gesprochen worden sein, als es noch 
Drachen gab. Grube sagt, die Lehre des Lao-tsze sei die tief- 
sinnigste, die je aus chinesischem Boden hervorgegangen ist Die 
Geschichte dieses Philosophen ist von der Legende umsponnen 
und verhullt. Ich glaube iiberhaupt nicht, dafi er ein Chinese war; 
sein Ende widerspricht ganz dem chinesischen Volkscharakter, 
der Abgeschlossenheit und dem Wunsche, in China begraben zu 
sein. Vielmehr nehme ich an, dafi ein „Odin // der Edda — welcher, 
wie ich spater zeigen werde, kein anderer ist als Odysseus — nach 
China gegangen war und wieder westwarts entschwand, woher 
er gekommen war. Ein „Gott // hatte dem Odysseus befohlen, in die 
Feme zu Menschen zu gehen, welche Meer und Salz und Schiffe 
nicht hatten; als Kennzeichen wurde ihm gesagt, dafi jene Men- 
schen das Ruder fur eine Schaufel halten wiirden ! Dieses Volk, zu 
dem er reisen sollte, kann nur das chinesische gewesen sein! Dafi 
zu Zeus' Zeit noch Drachen lebten, beweisen Bibel, Edda und Beo- 
wulf; die dem Konfuzius in den Mund gelegten Worte stimmen 
dazu. Sehr lange blieb der Held weg. Irrfahrten hatte er auf der 
Riickfahrt zu bestehen. Die mystische Lehre, die er verbreitete, die 
Nachricht, dafi er die Kunst kannte, das Leben zu verlan- 
gern, stimmen auch zu Odin-Odysseus! 

Wir haben keine fliegenden Wesen mehr mit kochend heifiem 
Blute; die Vogelwelt ist schon verhaltnismafiig am kleinsten — auch 
das deutet darauf hin, dafi es sehr lange her ist seit es Riesenvogel 
gab und dafi sie in der heifiesten Zeit lebten. Wir haben ja noch gro- 
fie Vogel, aber sie laufen, sie fliegen nicht mehr! Funde bei Ausgra- 
bungen und Funde in Hohlen konnen sehr tauschen und haben 

79 



bisher vielfach getauscht. Naturwissenschaftler mils sen mit Histo- 
rikern zusammen arbeiten, sonst muss en beide in Irrtiimer verf al- 
ien. Das Alte Testament bietet Beiden eine Fiille von Aufklarung. 
Ich zeigte, dafi die einstigen Wesen Riesen waren und dafi die frii- 
heren Flieger auch alle riesig gewesen sind. Es kann gar kein; 
Zweifel mehr dariiber walten, dafi auch Riesen, Gotter und Men- 
schen geflogen sind ebenso wie Pferde und andere Tiere. Wir 
haben nur noch zweibeinige Menschen und zweibeinige Vogel — 
es gab einst vierfiifsige Menschen und vierfiifiige Vogel. 





Einhorn. 



(Federkleid. Am Kopfe Hornansatz.) 



Das Pferd des italienischen Drachentoters Rinald, das Men- 
schenblick, Sprache und Feueratem hatte und Satze von 30 Fufi 
Lange machte, war rotbraun. Karl, der Grofie, d. h. zweifellos der 
korperlich Grofie, lebte in prahistorischer Zeit, denn spater lebten 
solche Sphinxe und Tiere nicht mehr; mit einem historischen 
Kaiser durfte dieser „Karl" durchaus nicht verwechselt 
werdenl Als dieser Rinalds Pferd ertranken lafit, ruht dessen letz- 
ter Blick auf Rinald, und mit dem Pferde geht sein Gluck unter — 
ein gewohnliches Tier war es nicht ! 

Ich habe mit groStem Interesse den sogenannten Ur-Vogel, den. 
Archaopterix, im Berliner naturwissenschaftlichen Museum ge- 
sehen — wer aber erkannt hat, dafi einst vierfiifiige Vogel flogen, 
dafi aus jedem Reiche Flieger hervorgingen, der sieht den Archa- 

80 



opterix mit anderen Augen an als solche, die nach dem „Bin- 
degliede", nach dem Vogel, der die Liicke zwischen Reptilien und 
Vogeln ausfiillen sollte, suchten; der kann in dem kleinen, nur 
rabengroSen Vogel nur einen der letzten Ur-Vogel sehen, nicht 
einen der ersten Vogel. — 

Vogelspuren aus sehr alter Zeit haben sich im Konnektikut-Tale 
gefunden; die Zehen waren teils 15 Zoll und die Schritte zwei Me- 
ter lang — wo sind die Vogel, welche einst so ausschritten, hin? 
Wo sind Arbe, Selaam, Hargol und Hargab mit ihren Arten hin, 
die noch zu Mose Zeit lebten und vier Fiifie hatten? 

Der Archaopterix wurde zuerst Ratselsaurier genannt und wird 
als Mittelding zwischen Dinosaurier und Vogel angesehen; er hat 
einen verhaltnismaSig langen Reptilschwanz und an jedem Wirbel 
zwei lange Federn, eine Schwanzbildung, die man nicht mehr 
kennt; die heutigen Vogel haben nur noch kurze, verkummerte 
Schwanzknochen. Die Spitzen der Fliigel des Archaopterix haben 
Krallen. So wird auf einem alten franzosischen Heiligenbilde 
Sankt Georgs Drache abgebildet ! Im Schnabel sitzen kleine Zahne. 
Man weifi lange, dafi Reptilien (Eidechsen, Schlangen, Krokodile) 
und Vogel nahe verwandt sind — sind Vogel aber nach den alten 
Mitteilungen nicht noch mit anderen Wesen und auch mit 
Menschwesen verwandt? 

Warum sollten denn alle alten Bilder Phantasien sein? Unser 
heutiges Vorstellungsvermogen ist im allgemeinen sehr klein, 
darum nur pafit es vielen Menschen, Phantasien statt Wahrheit 
und Wirklichkeit zu sehen. Ein Drachen hatte Hande und war ein 
Halbtier; menschliche Riesen bekampften ihn. s. Abbild. Tafel III 
Abb. 2. 

Auch Rosse flogen damals noch. Wenzig teilt in den „Sla- 
vischen Liedern" eins mit, das solches Rofi schildert; der russische 
Held fragt: 

„Mein Rofi, wo bist du, 

Weissagendes FalbroS?" 

Auf den Ruf des Junglings, 

Auf des Helden Pfeifen 

Erscheint urplotzlich 

Das Rofi so graubraun 

Und wieder so graufalb 

Wo das Rofi dahinlauft 

Erdrohnt die Erde; 

81 



Wo das Rofi dahinfliegt 

Rings rauschen die W alder; 

Das Rofi aus dem Munde 

Haucht im Fluge Flammen; 

Aus den schwarzen Niistern 

Spriiht es helle Funken 

Und Rauch aus den Ohren; 

Wie aus Rohren dampft es." 
(Menschlicher Hauch ist noch so warm, dafi er bei Kalte sicht- 
bar wird !) 
Weiter: 

„Und lauft hin und fliegt hin 

Uber die Erde, iiber die Meere 

Durch feme Lande — " 
In der Sammlung „Fiirst Wladimir und dessen Tafelrunde" 
steht ein altrussisches Verslein, in dem das sprechende Rofi und 
zugleich der Held als Riese geschildert wird. Das Rofi ruft ins Zelt: 

„Held Tugarin, Sohn der Schlange/) 

Wach auf, es kommen Boten, 

Aus der Stadt zu Dir gesendet !" 

Und alsbald bewegt das Zelt sich, 

Aus demselben tritt ein Recke, 

Und sein Haupt ist wie ein Kessel, 

Seine Augen wie die Kellen." 
Jetzt werden wohl auch endlich der biblische Bileam verstan- 
den werden und sein sprechender „Esei" — ein Tier war dieser 
Esel eben nicht, sondern solch ein Rofi mit besseren Augen als sein 
Herr hatte. — Ein Rofi war kein Pferd ! — 

Tugarins hohes, kluges Rofi riet seinem Herrn, auf den ihn ver- 
folgenden „Totlosen" nicht den Pfeil zu schiefien: 

^Held, Du wirst den Pfeil verlieren, 

Keinen Nutzen bringt der Schufi Dir, 

Denn den Kaschtschey zwingt kein Eisen/*) 

Gegen Hieb und Schufi gesichert 

Trotzt er alien Heldenwaffen; 

Aber lafi ihn naher kommen, 

Dann will ich ihn schon empfangen \" 



") Der biblischen „Schlange", der Tochter Adams! 

**) wie Grendel, Kains Nachkommen nicht! 

82 



Wollen wir alte Geschichten immer noch fur Mythen und Mar- 
chen halten, wo wir iiberall noch Spuren der altesten Zeit haben ? 
— Thor fand kein Pferd mehr, das fur ihn grofi genug war. 

Wie schon schildert das russische Lied, dafi Tschurilo, der Rie- 
se, traurig im Stalle umhergeht, weil kein Pferd mehr fur seine 
Grofiepafit!! 

Die grofite Hitze brachte die Flieger hervor, die Kalte der Eis- 
zeiten verdarb sie. 

Die Bibel nennt die Flossen der Fische FloSfedern ! Wieviel bes- 
ser ist dieser Ausdruck als der unsrige ! Wie verkiimmerte Fliigel 
muten die FloSfedern an, und fein und zart sind sie wie Federn. 
Araber berichten von Fischen, die 200 Ellen lang waren ! (See- 
schlange?) Erst die letzte Eiszeit lichtete die Reihen der Riesenwe- 
sen. MaS doch Artachaos, ein Aufseher des Xerxes, noch fiinf ko- 
nigliche Ellen weniger 4 Finger — „aber Xerxes war der Schonste 
und Grofite von alien \" — — — — — 

DaS die Pflanzen ebenfalls riesig waren, ist klar. Von riesen- 
grofien Palmenbaumen wird berichtet, von einem Nufibaume, in 
dessen Schatten funfhundert Reiter Platz hatten; von einem Bau- 
me mit Blattern, so grofi wie Segel. Danach scheint es nicht so, 
als seien die Laubbaume iiberall nach den Nadelbaumen gekom- 
men; sind doch Farnbaume auch Laubbaumen ahnlicher als Na- 
delbaumen ! Ovid berichtet von einer riesigen Eiche: 

„Eine gewaltige Eiche, der Vorwelt Riesin, erwuchs dort: Wald 
sie allein ! — Und das MaS des gediegenen Stammes fiillete fiinf- 
zehn Ellen. Auch lag die iibrige Waldung drunten so tief als unter 
den Waldungen liegen die Krauter." Wir haben in Amerika heute 
noch Baumriesen, die Sequoias. Wir sehen, dafi Ovids Schilderung 
nicht iibertrieben sein kann; Fame werden noch iiber 30 Fufi hoch. 
In Australien gibt es eine Riesenbaniane, deren Stamm 26 Meter 
Umf ang hat ! Diese Starke behalt er bis 13 Meter iiber der Erde, wo 
er sich in viele machtige, wagerechte Zweige spaltet, die ringsum 
100 Meter beschatten. Die groSten Riesen gehoren zu den Euka- 
lypten; Kolosse gibt es noch unter ihnen. Der Reisende Robinson 
hat einen solchen Kolofi in Viktoria gemessen, dessen Umf ang 81 
Fufi und dessen Hohe 500 Fufi (iiber 150 Meter !) betrug ! 

Freilich sind solche Baumkolosse und Baumriesen selten ge- 
worden. Jung schreibt: „ Danach wiirde das Strafsburger Minister, 
selbst die Pyramide des Cheops, stande sie neben jenen Riesen- 

83 



baumen, noch von denselben iiberschattet werden und der Kolner 
Dorrt nur mit seiner hochsten Spitze iiber ihre Laubkronen empor- 
ragen." 

Der grofite Baum in Westaustralien ist ein Kaori, der 375 Fufi 
hoch ist. Sein Stamm verastelt sich erst in einer Hohe von 300 FuS, 
und in seiner Hohlung konnen drei Reiter mit ihren Packpferden 
umkehren ohne abzusteigen. Ferdinand von Miiller schreibt: „Un- 
ter solchen Riesen erfafit uns ein Schwindel, indem wir die 
schwankenden Kronen suchen, Kronen, welche die hochsten 
Bauwerke der Erde iiberschatten konnen." 

Wie grofs, sage ich, mogen die Kolosse der Vorzeit und die Rie- 
sen der Urzeit gewesen sein, wenn wir heute noch Baume haben, 
unter denen ein driickendes Gefiihl korperlicher Geringfiigigkeit 
den Menschen iiberkommt ! s. Tafel III Abb. 1. 



II. 
Lemurien und sein Untergang. 

Es heisst, wieder das Licht in einer hoheren 
Erkenntnis zu suchen, als die heutigen abend- 
landischen Wissenschaften und Religionen 
bieten. Bulwer. 

Ebenso wie der Himmel einstmals ganz anders war als heute, 
sah es auch auf Erden anders aus. — Aus der Uberschwemmung 
nach dem Chaos tauchte Insel nach Insel empor, und im alten Ge- 
schichten findet man auch nur von Inseln berichtet; ja, die Welt- 
teile, welche allmahlich entstanden und gezahlt wurden, waren In- 
sellander. Dafi die beiden grofien und tiefen Ozeane einst schon 
existiert haben, mochte ich sehr bezweifeln. So grofie Unterschiede 
zwischen Hohen und Tiefen wie sie jetzt bestehen, konnen erst 
durch Revolutionen entstanden sein. Nach der Uberlieferung hat 
die erste grofie Umwalzung im Siidosten stattgefunden. Ein grofies 
Land hat dort einst gelegen, wo jetzt Meeresgrund ist, aus wel- 
84 



chem nur einzelne Inseln hervorragen. Neben fortwahrenden, 
langsamen Veranderungen hat es auch gewaltsame gegeben. Man 




Steinbilder von der Osterinsel. 

wufite sich bisher diese letzteren nicht zu erklaren und deshalb 
wurde nicht recht daran geglaubt. Trotzdem die Erklarung eines 
Weltteils-Untergangs vergessen und nicht wiedererkannt war, ist 
doch die Wissenschaft — hauptsachlich durch geologische Beob- 
achtungen — zu der Uberzeugung gekommen, dafi einst im Siid- 
osten zwischen Afrika und Australien ein Weltteil gelegen haben 
mufi. Der Englander Sclater hat ihn wegen der fur Madagaskar 
und Ostindien charakteristischen Halbaffen Lemuria genannt 
Alfred Wallace hat den Nachweis gefiihrt, dafi der heutige malayi- 
sche Archipel aus zwei verschiedenen Abteilungen besteht: Die 
westliche soil die grofien Inseln Borneo, Java und Sumatra umfas- 
sen und mit Malakka, dem asiatischen Festlande, und auch mit 
dem einstigen Lemurien zusammengehangen haben. Die ostliche 
Abteilung, Celebes, Molukken, Neuguinea und Salomoninseln 
sollen mit Australien in unmittelbarem Zusammenhange gestan- 
den haben. Noch heute soil die scharfe Grenze der beiden einsti- 



85 



gen Weltteile zwischen den kleinen Inseln Bali und Lombok 
durchgehen. Die Tierwelt von Bali gehort grofitenteils zu Hinter- 




Steinbilder von der Osterinsel. 



indien, die von Lombok zu Australien. In einer weitentlegenen 
geologischen Periode, lange vor dem Tertiar sollen Ceylon und 
Siidindien im Norden Wassergrenzen gehabt haben, kurz, das 
ganze Gesicht der Erde ist einst vollig anders gewesen. Die teil- 
weise Identitat von Fauna und Flora der Urzeit hat annehmen las- 
sen, dafi ein Weltteil einst im Indischen Ozeane gelegen haben 
mufi. St. Hilaire hat bemerkt, dafi die Fauna Madagaskars viel ver- 
schiedener von dem so nahen Afrika als von dem so fernen Indien 
ist! 

Es heifit, vor Beginn der Eocenzeit sei Lemurien untergegangen. 
Doch ich will, was andere entdeckten und erforschten, nur wie- 
derholen, soweit es dringend notig ist; dann will ich neues Mate- 
rial hinzubringen. Das was die indische Theosophie iiber Lemuria 
sagt, mufi mit grofier Vorsicht aufgenommen werden. Das dort 



iiber Lemuria, seine Stadte, Bewohner u. a. Gesagte ist groStenteils 
von Adepten zusammengetragen worden. Dafi die Bewohner rie- 
sig grofi gewesen sind und in der Nahe der heutigen Osterinsel — 
auf der die gigantischen Bildsaulen und alte Kulturreste gefunden 

wurden - eine der 
Grofie der Erbauer ent- 
sprechende Stadt be- 
wohnten, mag wohl 
richtig sein. Ja, jene 
merkwiirdigen Bild- 
saulen mit den flachen 
Hinterkopfen, die alle 
so charakteristische, 
unzufriedene Gesichter 
haben und wie War- 
tende aufs Meer hin- 
auszustarren scheinen, 
tragen wohl die Ziige 
der einstigen Lemurier: 
Ich habe andere au- 
stralische Bilder und 
Gotzenbilder mit die- 
sen verglichen und we- 
der bei lebenden Au- 
straliern, noch auf von 
ihren Handen gefertig- 
ten Bildern die gering- 
ste Ahnlichkeit mit die- 
sen Gesichtern gefun- 
den. Einige wenige Eingeborene der Osterinsel schienen sich noch 
der Verfertiger solcher Steinkopfe zu erinnern — ob sie aber die 
Wahrheit sprachen? Imbesten Falle ist die Nachahmung der alten 
Steinkopfe versucht worden, und selbst das wohl schon vor lange- 
rer Zeit; denn die Insulaner wurden wohl kaum aberglaubische 
Scheu vor den Idolen hegen, wenn sie sozusagen unter den Au- 
gen und Handen ihrer Grofivater erst entstanden waren ! Man 
schreibt den Steinkopfen grofie Macht zu — sie seien nicht tot, 
nur die zertriimmerten seien tot ! Ja, eine alte Sage berichtet, sie 
hatten nachts miteinander gekampft und dadurch waren einige 
umgestiirzt und zerschlagen. 




Steinbilder von der Osterinsel. 



87 



Von Riesen der Vorzeit und Urzeit steht in alien alten Berichten 
geschrieben; Riesen sind mit Lemurien untergegangen. Da aber 
mehrmals solch Ungliick iiber die Erde kam, ist es schwer zu sa- 
gen, welche Nachrichten sich nun gerade auf Lemurien beziehen. 
Mit furchtbarer Gewalt mufi ein Zusammenstofi am Himmel er- 
folgt sein und ein Teil einer Sonne auf die Erde gestiirzt sein, alles 
vernichtend und in die Tiefe schlagend, was getroffen wurde. Die 
Flut stiirzte dariiber hin. 

Der angebetete Gott des Himmels hatte im Purpurgewande sich 
selbst vernichtet und „seine Kinder" und ihr Land verschlungen. 
Hafierfiillt dachte man nur noch an ihn. Sonnenlasterungen waren 
die Folge. Aus dem Gotte wurde — der rote Teufel ! Die rote Farbe 
wird als feindlich immer wieder erwahnt; rot wurde die Farbe der 
Feueranbeter. Uschas, die mit roten Stieren fuhr, wie die alten 
Egypter sagten, kann nur die rote Sonne gewesen sein. Ormuzd 
hatte an den vier Himmelsenden vier Wachen aufgestellt — der 
eine Wachter war treulos geworden. Das Heil des Siidens war da- 
hin. Die Bildung des Siidpols, d. h. seine Vereisung, begann und 
wahrscheinlich auch die des Nordpols. Die Vereisung beider Pole 
konnte erst beginnen, nachdem die eine Sonne ganz verschwun- 
den war. 



III. 
Flut und Eiszeit. 

Sparsam Lebende irren durch 
unbekannte Gebirge. 

Ovid. 

Von des stiirmenden Siidens Wehen sprechen noch alte Ge- 
schichten, welche die Klassiker sammelten, iibersetzten, beschrieben 
und wieder abschrieben. Die gefliigelte Sonne war nicht vergessen, 
aber man verstand nicht mehr, was und wer mit ihr gemeint war. 
Was bedeutete es, wenn man geschrieben fand: „Der alte Ptah zer- 



schlug mit seinem Hammer das Weltenei?" Was mochte man sich 
wohl denken, wenn aus dem alten Indien die Kunde kam, dort 
wiirde an manchen Stellen die Sonne als Unhold bekampft? — Die 
Vergangenheit war vergessen, verloren, kein Pfad schien zu ihr 
zuriickzufiihren. 

Es steht von grofien Fluten geschrieben, es wurde sogar be- 
hauptet, 6 Fluten seien gewesen; wir sehen die Spuren der Eiszei- 
ten, zwei Pole sind vereint — wie sollte man an die Fluten glau- 
ben, wie die Eiszeiten erklaren? 

Die groSen, verschwundenen Gestirne machen die Fluten nicht 
nur glaublich, sondern zeigen, dafi sie mit Notwendigkeit kom- 
men mufiten; sie erklaren auch die Eiszeiten: 

Wenn ein solcher Schlag auf eine Stelle der Erde ausgefiihrt 
wurde, mufite das dort Befindliche in Grund und Boden geschla- 
gen werden. Erdbeben, Sturm und Flut mufiten die Folge sein; was 
an einer Stelle hinuntergedriickt wurde, hob sich an einer anderen, 
und die Wasser mufiten ringsum steigen und eine schreckliche 
Flut verursachen. DaS eine solche Flut verheerend auf der gan- 
zen Erde stieg, ist nicht notwendig; doch einen so grofien Teil 
mag sie iiberschwemmt haben, dafi die davon betroffenen mensch- 
lichen Wesen glaubten, die ganze Erde stande unter Wasser. 

DaS wir tatsachlich Nachrichten von dem soweit zuriick- 
liegenden Untergange Lemuriens haben, mag wieder als Beweis 
meiner Erkenntnis hervorgehoben werden, daS unsere Ge- 
schichten unendlich viel welter zuruckreichen als wir ahn- 
ten. Was Riesen und Gotter einst schrieben, haben Menschen ge- 
erbt. Aber die Menschen haben auch schon sehr viel altere Tradi- 
tionen, als sie bisher glaubten ! 

Nachdem sich die Flut einst verlaufen hatte, mufite es sich 
empfindlich bemerkbar machen, dafi eine Sonne fehlte. Der kalte 
Weltenraum war dort wo sonst die heiSeste Sonne warmte. Viel- 
leicht waren auch andere Gestirne in Mitleidenschaft gezogen, 
vielleicht war die Atmosphare so mit Staub und Nebeln erfiillt, 
daS die plotzliche Kalte noch gesteigert wurde. Wie es auch ge- 
wesen sein mag, ohne das bisher warmende Gestirn mufite am 
Siidpole (und auch am Nordpole) Eis und Schnee entstehen. 
Wohl haben wir noch Sagen von bewohntem Lande im hohen 
Norden — Eskimos wohnen ja noch dort — doch von Bewohnern 
der Siidpolargegend ist nichts mehr bekannt. Die einstigen Son- 
nenhasser waren wohl gefluchtete Uberlebende untergegangener 

89 



Stamme. Die groSten Kolosse der versunkenen Zeiten mogen mit 
Lemurien zugrunde gegangen sein. 

In einzelnen alten Gedichten, in denen die Sonne als Wesen be- 
handelt wird, heifit es, sie habe 3 Jahre lang schweigen miissen ! In 
einem alten bulgarischen Liede werden 9 Jahre des Schweigens 
genannt. Dieses „Sonnenschweigen", welches 9 Jahre dauerte, hal- 
te ich fur identisch mit dem Verschwinden der Sonne 8 Jahre lang, 
von dem in der Edda steht, wie ich im Vorworte schrieb. Es war 
die Finsternis, welche die lange vorletzte Eiszeit hervorbrachte. Ob 
diese mit der Finsternis, welche dem lemurischen Ungliicke ge- 
folgt war, identisch ist, kann niemand sagen, denn haben wir 
schon 6 Fluten gehabt, konnen wir auch schon 6 Eiszeiten gehabt 
haben, wenn es auch absolut nicht der Fall sein mufi, da eine Eis- 
zeit nur durch das Fehlen der Gestirnwarme entstehen kann. Es 
kann also sehr wohl eine Flut kommen ohne dafi ihr eine Eiszeit 
folgt, sowie ein oder 2 andere Gestirne weiter leuchten. Die Fin- 
sternis allein erklart eine Eiszeit — Nach den alten Schriften 
ist mit Sicherheit nur auf 2 Eiszeiten zu schliefien, die 3 — 9 jahrige 
vorletzte und die letzte (vor- 9 — 10,000 Jahren), welche nur 3 Jahre 
dauerte, da die Sonne nur 3 Jahre verfinstert war und verandert 
und mit veranderter Bewegung nach 3 Jahren wieder anting zu 
leuchten. 

Alles was auf der Erde allgemein gefunden wird, kann 
nur die Wirkung einer Ursache sein, die am Himmel zu su- 
chen ist. 



90 



IV. 
Fortpflanzung. 

„Millionen beschaf tigen sich, 

dass die Gattung bestehe, 
Aber durch wenige nui 

pflanzet die Menschheit sich fort. 
Tausend Keime zerstreuet der Herbst 

doch bringt kaum einer Friichte; 
Zum Element kehren die meisten zuruck." 

o o 
„Nur an des Lebens Gipfel, der Blume, 

ziindet sich Neues 
In der organischen Welt, in der 

empfindenden an." 

Schiller. 

Fortpflanzung hangt mit Wachstum zusammen. Wie verschie- 
den ist dieses ! Durch auSeren Ansatz, also durch eine Art von An- 
ziehungskraft, wuchs Quarz; von innen her, also gewissermafien 
durch Saugen, wuchs einst Kristalloid. 

Bei den Pflanzen kann man heute die verschiedenstartige Fort- 
pflanzung beobachten. Die Pflanzenforscher sagen, die altesten 
Pflanzen hatten alle noch keine Blumen gehabt. Die bunten Bliiten 
an den gleichfarbigen Blattern bedeuten eine hohere Stufe. France 
in seinem „Liebesleben der Pflanzen" schreibt: „Der Vorfruhling 
versetzt: uns jedes Jahr zuruck in die Urwelt." Er meint, die Katz- 
chen der Hasel und Erlen staubten, die Eschen und Birken liefien 
den Wind fur die Fortpflanzung sorgen. So soil es auch im Anfan- 
ge gewesen sein. 

Dafi dieser Urwelt eine Vorwelt voranging, in der Kristallisation 
das Leben bedeutete, wird nicht beachtet, und das scheint auch 
nicht so notig, wenn man die Frage nach der Fortpflanzung gestellt 
hat. Und dennoch — ist ihre Betrachtung wirklich unnotig? Aus 
den Elementen, welche dem Feuer unvernichtet entgangen waren, 
erwuchs zuerst das Leben. Unsere heutige Pflanzenwelt fufit auf 
der untergegangenen Lebewelt der Kristalle. Nur durch Verbin- 
dung von drei Elementen, meinte Plato, konnte Hohes erreicht 
worden sein; und wirklich sehen wir an den Gebiischen die meist 
braunlichen Wurzeln, die meist griinen, doch in der Farbe schon 
mehr Abwechselung zeigenden Blatter und die Bliiten in alien bun- 
ten Farben. Diese drei gehoren so ganz zusammen, meinen wir, 
und sie sind doch so grundverschieden ! Wir konnen uns vorstel- 

91 



len, dafi die Wurzeln erst allein vorhanden waren und im Gesteine 
ihr Leben fiihrten. Dann streckte ein Wurzelstiick einen Arm her- 
vor, und es wurde ein Stamm daraus mit anderen Lebensbediirf- 
nissen; er gehorte weiter zur Wurzel und wurde doch etwas ande- 
res durch die Atmosphare. Im Laufe der Zeit wob er sich ein Ge- 
wand, da ihm das Dichte fehlte. Dieses Gewand war auch leben- 
dig; Stamm und Gewand strebten instinktiv weiter, aus der Tiefe 
kam Nahrung herauf, aus der Luft wurde sie gezogen; aus dem 
Tasten, Fiihlen und machtigen Wachsen wurde ein Schauen — 
und die Pflanzen bekamen leuchtende Blumen als Augen. Von „3 
Strahlen" sagt auch Dante, Ges. 29. Paradies. 

Es ist klar, dafi die Bliite zuletzt kam, es ist aber auch klar, dafi 
sie schon in der Urwelt vorhanden war und dafi nur durch Ein- 
zelne jeder Fortschritt entstand, nur auf dem Gipfel eines Bisheri- 
gen Neues entstehen konnte. Aus der Vorwelt kann man sich eine 
metallene Wurzel vorstellen, die durch Kristallisation im Steine 
entsteht; man kann sich sogar weiter einen Stamm an der Atmo- 
sphare, ja eine Bliite und eine Diamantfrucht vorstellen. Erst wenn 
es sich um Fortpflanzung solches Baumes handelt, stocken Ge- 
dankenflug und Vorstellungsvermogen. 

Nur durch Neues, das hinzukam — sei es Einflufi von aufien, 
sei es ein Streben oder ein anderer Saft von innen gewesen — 
konnte Neues entstehen. Die dritte Moglichkeit ware eine Art 
Vermahlung von zwei verschiedenen Pflanzen — aber diese konn- 
te dann auch von der Wurzel aus zuerst geschehen sein, denn von 
der Bliite bis zum Samen ist noch ein weiter, ja der weiteste Weg; 
der Same namlich bedeutet neue Bewegung, Loslosung von der 
Urpflanze — es ist so als bekame die Pflanze Fiifie oder Flugel, sie 
selbst ist an den Standort gebunden, aber ihre Enkel fliegen mit 
dem Winde davon ! Die Urpflanze entstand aus der Wurzel; die 
neue Pflanze wiirde aus dem Samen entstanden sein — in der 
Vorzeit mufite sie ganz anders werden. 

Heute sagt man: Aus einer Eichel entsteht eine Eiche, aus einer 
Buchecker eine Buche. Aber was heute richtig ist, brauchte es einst 
nicht zu sein. Wenn wir eine Eichel auf harten Fels werfen, wird 
kein Eichbaum daraus entstehen. Werfen wir sie ins Wasser, so 
wird etwas anderes aus ihr werden oder sie wird faulen. 

Die heutige Pflanzenwelt baut sich aus vegetabilischen Zellen 
auf; sie wurzelt in der, Erde oder im Wasser; der Hauptbestandteil 
der Baume ist Holz — einst gab es aber weder Erde, noch Wasser, 

92 



noch Holz. Wir sprechen heute von einem neutralen Reiche der 
Protisten. Es sind sehr kleine, wasserbewohnende Tiere, Urtier- 
chen, Protozoen, genannt. Diese sind weder rechtes Tier, noch 
rechte Pflanze — alle meine bisherigen Ausfiihrungen zeigen aber, 
dafi sie keinerlei Schliisse auf die Vorwelt und Urwelt zulassen 
oder zu Trugschlussen fiihren miissen. 

Die erste Art der Fortpflanzung kann nicht — auch nicht an- 
nahernd — festgestellt werden, wenn nicht die Entstehung beriick- 
sichtigt wird und die Lebensbedingungen der Vorwelt. In den Ge- 
birgen findet man Kristalle und Edelsteine als Zeugen der Vor- 
welt; in den Gebirgen nur mufi man Pflanzen suchen, welche auf 
die fernste Zeit hindeuten. Manchmal fragte ich mien in den Ber- 
gen schon; „Wovon lebt wohl jene Tanne, die ihre Wurzeln um 
einen kalten Felsblock schlingt und gar keine Erde zu brauchen 
scheint?" Tannenwald hat friiher Eisenwald geheifien; die Tanne 
ist eins der alten Gewachse, aus der Kristallisation von Mineral 
hervorgegangen. Wir zahlen drei Reiche: 

Mineralreich, 
Pflanzenreich, 
Tierreich. 

Vom Minerale kennen wir eine natiirliche Form: Ein Kristall 
ist die natiirliche Form eines Minerals. 

Es muS auch eine natiirliche Form im Pflanzenreiche gege- 
ben haben (oder noch geben), die Umwandlung des Kristalls in 
eine neue Grundform. Versteinerte Pflanzen geben dariiber auch 
nur sehr mangelhaften Aufschlufi; die beigegebenen Bilder sollen 
ein wenig zur Veranschaulichung helfen: 

Fossile Pflanzen und fossile Tiere sehen wir hier. Die Kristall- 
formen lassen sich in Klassen teilen; sie sind mehr oder weniger 
symmetrisch gebaute Korper und nach dem Grade der Symmetrie 
werden sie eingeteilt. 

Die Pflanzenformen sind viel mannigfacher erhalten, und es 
wird mit Hilfe der fossilen Reste ein Entwickelungsgang von der 
einfach gebauten Alge bis zum ersten Laubholze verfolgt und an- 
genommen, in der Tierwelt vom einzelligen Urtierchen bis zum 
Saugetiere. Sollten sich aber gerade durch die Millionen Jahre hin- 
durch Algen und Urtierchen bis auf den heutigen Tag erhalten 
haben?! Nein, das ist ganz und gar nicht anzunehmen ! Was wir 
hie und da an natiirlichen (und kunstlichen) Produkten ausgraben, 
tauschte und tduschV. So selten wie Diamant werden echte 

93 



Spuren der alten Zeit sein; dann werden sie oft so verandert sein, 
wie dieser es ist, was man aus dem Vergleiche der vorhandenen 
Steine mit den alten Nachrichten sieht. Die Wissenschaft sagt, Di- 
amant sei Element, gehore zu den Metalloiden, sei in chemischer 




Fossile Pflanzen. 
Beziehung reiner Kohlenstoff und sei das harteste Mineral. Es wird 
in Gerollablagerungen gefunden, am Kap auch in einem eigentiim- 
lichen Gesteine, „blauer Grund" genannt; neuerdings hat man inn 
auch in Meteoriten gefunden ! 

Letzteres scheint mir besonders beachtenswert. Meteorsteine 
sind Eisen oder Steinmassen, die einzeln oder in groSerer Zahl (so- 

94 



gar unter Feuererscheinung und Detonation) auf die Erde fallen. 
Ein 25 000 Kilogramm schwerer Stein ist schon durch den Welt- 
raum geflogen gekommen und herabgestiirzt — ein Stuck von 
einer anderen Welt, die in einem Zustande ist, in welchem unser 




Fossile Tiere. 

Planet wohl einst war. Ich habe schon in mehreren Kapiteln iiber 
Kristall und Diamant gesprochen und zwar in einer Weise, die 
iiber die bisherige Betrachtung hinausgeht; ich fafite alles dahin 
zusammen, sie zur Vorzeit zu rechnen — der Diamantfund im 
Meteoriten spricht, meine ich, auch dafiir. 



95 



Wo Edelsteine sich finden, konnen wir annehmen, ein Stiick der 
alt en Welt sei erhalten geblieben, und dort auch konnen wir wirk- 
lich alte Pflanzenformen suchen. Warum so 11 en aber die er- 
sten Pflanzen-Formen einfach gewesen sein? Sehen wir 
doch Schneesterne an mit ihren schonen Formen, denken wir 



Schneekristalle (vergrofiert). Nach Glaisher. 
Abbildung aus M. Wilh. Meyer, „Die Naturkrafte" 



Tafel V. 




Zweites Bild aus der Hamburger Handschrift, Lamech darstellend; 

Lamech totete weder Kain noch Balder, sondern Laban. 
(Siehe S. 115.) 



Tafel VI. 



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"t-i nr-'-~. 




Der Kinderbrunnen im Herzbergertale bei Goslar. 

(Siehe S. 188.) 



noch einmal an die Eisblumen am Fenster und an den Diamanten, 
den alten Zeugen des Lebens der finsteren Zeit und wir sehen 
schon Formenreichtum, der uns in Erstaunen setzt: 

Es kann wohl sein, dafi in der Vorzeit keine Blumen heutiger Art 
entstanden, wohl aber Friichte, die wie Harz heraustraten aus 
Stamm, Zweigen oder Zweigspitze und sich gewissermafien ernahr- 
ten durch Anziehung von in der Atmosphare vorhandenen Strahlen 
oder Aufsaugung von Kohlensaure aus der Tiefe in ihr Inneres. 
Wohl mufi angenommen werden, daS alles riesengrofi anting, aber 
nicht, dafi die Pflanzen in der finsteren Zeit schon sehr in die Hohe 
wuchsen. Eins ist, wie deutlich ersichtlich, fast ganz verschwunden: 

Das Muster, welches 
einst die Stamme be- 
deckte und starr ist 
wie Dendriten und 
Kristallformen; die 
Stamme waren nicht 
einfach, sondern sind 
einfach geworden. 
Hart, eckig, kantig, 
schuppig und stach- 
lich sind wohl die 
Stamme der Urzeit 
gewesen; schoner 

noch die Formen der 
Vorzeit und seltsa- 
mer. Was die Einfach- 
heit der Bliiten und 
Samenbildung betrifft, 
nimmt die Forschung 
an, dafi nach Palmen- 

farnen Nadelholzer 
gekommen sind, dann 
Gnetaceen und dann 
jene blumenlosen Katzchen-Baume, von denen ich am Anfange 
des Kapitels sprach. Zu den Gnetaceen gehort eine merkwiirdige 
Pflanze Siidwestafrikas, Tumbo genannt, welche sich nur wenige 
Zoll iiber den Erdboden erhebt und dicke Platten bis zu 14 Fufi 
Umf ang bildet. Diese werden von zwei, 12 bis 18 Fufi langen, har- 
ten Blattern iiberdeckt. Die zwei Blatter sind die einzigen, welche 

97 




Muster von Baumrinden. 



das Gewachs in einem wohl hundertjahrigen Leben treibt ! In 
„Werden und Vergehen" von Sterne (Krause) befindet sich eine 
Abbildung. 

Wie die Urform einer Schildkrote mutete mich das Bild an, und 
ich glaubte, Tiere zu sehen und nicht Pflanzen — ich wiirde mich 
nicht wundern, wenn eine Pflanze von solcher Form die Kraft ge- 
wonne, den nur zwei Fufi langen Wurzelstamm aus dem Boden zu 
ziehen, als Schwanz nachzuschleifen, die langen Arme auf beiden 
Seiten als Fiifie zu beniitzen und neue Lebensbedingungen und 
andere Nahrung zu suchen. Diese Gnetacee treibt alljahrlich zap- 
fen- oder katzchenformige Bliitenstande mit mannlichen oder 
weiblichen Bliiten, mit gefliigelten Samen unter den Schuppen wie 
die der Koniferen. Die Samen tragt der Wind weiter. Wie ware es 
aber, wenn gar kein Wind kame? Ob dann der geflugelte Same 
selbst versuchte, von der alten Pflanze wegzukommen? — Nur 
eine Idee ! 

Der Wille zum Leben, der Instinkt, selbst zu wachsen und nicht 
umzukommen, ist grofi und gewaltig in der ganzen, freien Natur. 
Ich setze ja nur den Fall, dafi eine Zeit kame, in welcher kein Liift- 
chen sich regte ! Man konnte auch einen entgegengesetzten Fall 
annehmen: Die Samen waren einst geflogen, als voile Luftstille 
herrschte, und waren, seit die Luft meist bewegt ist, zu bequem 
dazu geworden und liefien sich vom Winde tragen. — 

Wir wissen, dafi heute sich einzellige Algen durch Zellteilung 
fortpflanzen, dafi Kryptogamen es durch Sporen tun und dafi sich 
der Sporenbildung eine Art geschlechtlicher Fortpflanzung an- 
schliefit. Es gibt Zwitterblixten, in denen StaubgefaSe und Stempel 
sind (sonst in mannlichen Bliiten nur Staubgefafie, in weiblichen 
Bliiten nur Stempel). Die Keime (welche aus Stammknospe, Wur- 
zelknospe und Keimblattern bestehen) sind verschieden: 

Dikotyledonen mit 2 Keimblattern, Monokotyledonen mit ei- 
nem Keimblatte und Akotyledonen ohne Keimblatter. Reife Friich- 
te springen entweder auf (Kapsel- oder Spaltfrucht) oder bleiben 
geschlossen (Steinbeere, Beere, Schliefifrucht). 

Daraus ist zu sehen, dafi heute noch eine grofie Verschie- 
denheit unter Samen und Friichten und in der Art der Fortpflan- 
zung herrscht. Auch die Bliiten zeigten grofie Verschiedenheit; 
meist sind sie nur ein kleines, mit eigentiimlichen Blattern besetz- 
tes Zweiglein; manche Bliite sitzt aber auf der Erde, halb noch dar- 
in, wahrend die Blatter hochstreben; manche Bliiten bilden Spitze 



und obersten Teil des Stammes, andere entspringen dem Stamme. 
Wir haben Straucher, die zuerst im Bliitenschmucke prangen und 
danach die Blatter bekommen — Mannigfaltigkeit und Verschie- 
denheit lassen sich in jeder Beziehung nachweisen. Jede Pflanze ist 
irgendwie zur Bliite oder Frucht gekommen. Ob wirklich eine Fort- 
pflanzungsart nach der anderen oder ob mehrere zugleich im An- 
fange auftauchten, das wird sich schwer bestimmt sagen lassen. Bei 
den Tieren trifft man auch noch viel Verschiedenheit — der Mensch 
allein hat alles beseitigt; getrennte Geschlechter allein sind geblie- 
ben. Das gibt den sicheren RiickschluS, dafi wir dies als Ende der 
Fortpflanzung ansehen miissen, und dafi wie Zwitterbliiten (Her- 
maphroditen) Zwittermenschen die Vorstufe zu dieser waren. Auf 
diesen Schlufi aber kommt es gerade an\ 

In der kristallbildenden Vorwelt waren auch die ersten Zellen 
anderer Art als heute; es konnte nicht solch Sterben wie heute ge- 
ben, sondern nur ein Wachsen und Wachsen. Es wurde ja gesorgt, 
dafi die Baume nicht in den Himmel wuchsen, trotzdem sie „un- 
sterblich" und unverweslich waren; aber man stelle sich in jener 
Welt ohne Erde eine Frucht vor, die endlich abfiel wegen ihrer 
Schwere oder aus anderem Grunde — was sollte aus ihr werden? 
Sie konnte einfach liegen bleiben, das Leben in ihr konnte aber 
auch so stark werden, dafi es weiter drangte, dafi die Frucht al- 
lein eine neue Art Leben versuchte und fand — dafi aus solcher 
Frucht, solchem Kristalloid, etwas Zweites und Drittes wurde: 
Eine Pflanze, ein Tier ! 

Stellen wir uns vor, dafi eine Frucht der Vorzeit, die geformt 
war wie ein HaselnuS-Katzchen, herabgefallen ware: Da lag sie am 
Boden, getrennt von der Mutterpflanze, abgefallen, allein, aber 
nicht tot\ Sie anderte sich, sie kam allein weiter und versuchte 
endlich Bewegungen vom Platze weg; aus solcher Frucht wurde 
das erste, steinharte Tier — die Schlangel) Wird dieses Tier nicht 
auch genannt als Tier der Finsternis? Haben wir nicht heute noch 
Baume mit langen, roten Katzchen? Geschuppt werden die ausge- 
storbenen Schlangenarten genannt — schuppenartige Blattchen 
haben die Katzchen ! Und die Steine, welche beim Riesenfaultiere 
in der Haut liegen, erinnern an die Samen, welche beim Katzchen 
unter den Schuppen liegen. Ob ein Riesenkatzchen der Vorzeit 
allein zur Bewegung kam, oder ob Feuchtigkeit sich ansammelte 
und einige gewesene Friichte durch den schlupfrig gewordenen 
Untergrund zur Bewegung trieb, mufi ich dahingestellt sein lassen. 

99 



Nur eine Idee ! Aber ungeahnte Moglichkeiten wurden da Erfiil- 
lung, wo der Drang, der Trieb (der Instinkt) danach nur grofi ge- 
nug war. Dieser innere Trieb, dieses Fiinkchen Geist (nenne man 
es wie man will) gab den Ausschlag. Empedokles sagte, die Seele 
sei das Formbedingende und bilde den Korper — wie wahr hat er 
gesprochen ! Was die Seele schafft, das tut in kleinerem MaSstabe 
der Instinkt. Mag fur jedes Wesen ein Grund auch feststehend 
sein, mag ihm ein Sumpf auch jetzt zur Wohnung angewiesen sein 
es kann sich herausreiSen, wenn es nur starke Neigung dazu hat 
Auch Neigungen vererben sich, und es kann ein Vorwarts geben, 
eine Verbesserung bis zu einer gewissen Grenze hin, nach der es 
Stillstand, das hiefie langsamen Ruckschritt, gabe oder Erloschen, 
um garnicht weiter auf der elenden Welt zu erscheinen oder doch 
in hoherer Art. — — — Die Meinung, dafi zuerst ganz weiche We- 
sen waren, ist zweifellos grundfalsch. 

Vom Menschen konnte ich auf die Pflanze schliefien; von der 
Pflanze aus kann man Schlusse auf Tiere und Menschen ziehen. 

Was die Fortpflanzung anbetrifft, ist es sicher richtig, dafi die 
ausgestorbenen Menschenrassen — ebenso wie Pflanzen und Tiere 
— die verschiedensten Arten von Fortpflanzung gehabt haben. 
Die elendeste ist geblieben, kunstlich, unnaturlich, niedrig, un-, 
gerecht — dariiber wollen wir uns nicht die Augen verbinden. 

Schauen wir auf die Pflanzen, wenn wir fur die Tiere einen 
Begriff ihrer ersten Zeugung bekommen wollen ! Schauen wir auf 
die Tiere, wenn wir einen Begriff von der Verschiedenheit der 
einstigen menschlichen Fortpflanzung bekommen wollen ! 

Auf die allerersten Anfange zuriickzugehen, kann einer beson- 
deren Darstellung vorbehalten bleiben; ich fiihre alles nur soweit 
aus, wie es zum Verstandnisse der alten Zeit und der alten Ge- 
schichte notwendig ist. Ich zeigte, daft Manner damals noch 
Kinder gebaren, dafi es einst anders gewesen war, dafi es Zwit- 
ter gegeben hatte, Manner, die allein sich fortpflanzten. Fur den 
Augenblick wird es jedem, der noch nicht wie ich langsam zu der 
festen, unerschutterlichen, Uberzeugung der Wahrheit dieser Mit- 
teilungen der Edda, kam, sehr sonderbar klingen; ebenso wenn ich 
sagte, dafi es menschliche Vogel gab, die flogen. Und sich fort- 
pflanzten wie die Vogel. Wer den heutigen, in hundert Beziehun- 
gen hochst bedauer lichen Menschen korperlich als „ Krone der 
Schopfung" ansehen kann, dem mochte ich doch wenigstens sa- 
gen, dafi solche Krone, so unvollkommen und so wenig dauerhaft 

100 



ein ]ammer ware. Die Menschheit ist so tief gesunken, dafi die 
meisten Menschen nicht einmal das rechte Gefiihl fur die eigene 
Not, Unfreiheit, Niedrigkeit oder die gahnende Langeweile haben, 
die fast iiberall herrscht. 

Dieselbe Verschiedenheit wie bei Pflanzen und Tieren hat auch 
bei den Ur-Rassen geherrscht; es ist iiberall Verschiedenheit 
gewesen, die selbst bei den einfachen Pflanzen heute noch nach- 
weisbar ist — nur bei den Menschen sollte sie nicht gewesen 
sein?! — Dann ware unsere Natur die Karikatur einer Natur und 
nichts mehr. Dafi wir Wahrheiten in den alten Biichern fur Kin- 
dermarchen hielten, lafit einen recht schlechten Schlufi auf uns 
Menschen zu und einen traurigen auf den Diinkel vieler Gelehr- 
ten. — 

Wir finden Riesen unter Pflanzen und Tieren — es gab sicher 
auch Riesenmenschenl Wir sehen Vogel in der Luft (verhalt- 
nismafiig nur noch wenige), aber wir wollen zweifeln, dafi es einst 
fliegende Menschen gab, dafi sie sich auch wie Vogel fortpflanz- 
ten?Dfe „Krone der Schopfung" allein sollte stets am Boden 
geklebt habenl\ Wahrlich, unsere heutige Auffassung von der 
Vergangenheit geht gerade noch haarscharf, an der Lacherlichkeit 
vorbei. 

Wir meinen, es habe keine Sphinxe gegeben, der Riesenkorper, 
das majestatische Aussehen des egyptischen Sphinx sei Phantasie 
— ich sage: Er war schon ein hochentwickelter Mensch, der die 
Konigsbinde verdiente, und vor ihm waren geschuppte Schlan- 
genmenschen; gewesen. 

Wir haben heute noch Wesen, die Merkmale dreier Arten von 
Wesen an sich tragen, wie z. B. das australische Schnabeltier. Es ist 
ein Tiersphinx und legt Eier, trotzdem es ein Saugetier ist ! Es hat 
einen Vogelschnabel (in dem friiher Zahne waren) und ist kein 
Vogel mehr\ (Dieses letzte Wort setze ich hinzu, es steht nirgends 
geschrieben; aber ein echter Sphinx konnte auch fliegen — hatte er 
nicht Flugel, so hatte er eine andere Vorrichtung.) Das Schnabeltier 
kann im Wasser leben wie ein Fisch. Seine Ahnen waren Vogel, 
Fisch (oder Amphibie) und Sau getier in einer Person gewe- 
sen, aber sie haben nicht immer weibliche Sphinxe gefunden, sie 
gingen „Mesalliancen // ein, als Sphinxe seltener wurden. 

Das Schnabeltier erinnert in manchem sogar an die Eidechse; 
sein landbewohnender Vetter hinwiederum, der Ameisenigel, hat 
Stacheln; das Ei des Schnabeltiers erinnert an ein Schildkrotenei ! 

101 



Der Embryo darin hat auf der Schnauzenspitze ein kleines 
Horn. Am Tage erscheint das Tier lethargisch, in der Nacht zeigt 
es seine Regsamkeit — wenn es verniinftig sprechen konnte, es 
wiirde auch die Jahre nach Wintern und Nachten berechnen wie 
die alten Deutschen. Dafi das Schnabeltier ein sehr altes Tier ist, 
beweist auch, dafi es von alien Saugetieren die niedrigste Blut- 
Temperatur hat. Vogel haben (noch immer, sage ich, indem ich 
nochmals auf den Zusammenhang zwischen Warme und Flug 
deute) die hochste; Reptilien, Schlangen, Krokodile und Schildkro- 
ten haben fast gar keine, eigene Warme mehr ! Dies ist noch ein 
Hinweis darauf, dafi die Schlangen zu den altesten Geschopfen 
gehoren. Von grofiter Hitze (dem Maximum) geht es lang- 
sam, aber unaufhaltsam, der Kdlte und Finsternis, (dem 
Minimum) zu. 

Menschenembryo und Schnabeltierembryo sind auf einer ge- 
wissen Stufe auffallend ahnlich und erinnern an eine gemeinsa- 
me, fischahnliche Urstufe — kann man das erkennen und noch 
nicht glauben, dafi es im Wasser lebende Menschen gab? Warum 
sollten gerade alle Wesen auf einer Urstufe das Wasser verlassen 
haben?! Wir glaubten die Elephantenrobben ausgestorben — jetzt 
sind ganze Herden dieser Tiere, Stiicke bis zu 5 Metern Lange, 
entdeckt worden ! Ein ganzer Indianerstamm von einem vollig 
unbekannten Typus konnte sich am Sakramentoflusse verbergen 
— kaum glaublich und dennoch wahr ! 

In der Edda (Vafdrudnismol V. 32,33) steht eine hochwichtige 
Antwort auf die Frage, wie Kinder einst erzeugt wurden: 

„Wie hat denn Sonne erlangt der machtige Jote, 

Da er doch keine Gigantin hatte zur Liebeslust?" 
Antwort: 

„Unter den Handen 

Des besagten Hrimthursen 

War weiblicher und mannlicher Samen; 

Der Fufi erlangte als Urheber (d. h. der Sporn am Fufie !) 

Im Innern des klugen Joten 

Den Sohn, der einen Stamm fiir sich bildete." 
Hier wird uns nicht eine Zwitterbliite, sondern ein Zwitter- 
mensch geschildert ! Und dieser Mensch erinnert mich ans — 
Schnabeltier ! An jedem Hinterbeine hat das mannliche Schnabeltier 
(und nur das) einen Sporn wie ein Hahn ihn hat; jeder Sporn ist 
durchbohrt und steht mit einer Driise im Zusammenhange. Der 

102 



Forscher stellte fest, dafi unter Hunderten kein Tier versuchte, sich 
mit diesem Sporne zu wehren — — ihm erschien keine andere 
Losung denkbar als dafi der Sporn eine reine Geschlechtsbedeu- 
tung hatte. Mir scheint die Erganzung zu diesem Schlusse in der 
Edda zu stehen: Der eigene Fufi gab dem Joten den Sohn; darunter 
verstehe ich, dafi der Sporn am Fufie einstiger Riesen es fer- 
tig brachte. Wunderbare Gestalten — halb Riese, halb Tier — mit 
tierischen Fiifien und einem Sporne am Fufie sieht man heute 
noch auf alten Abbildungen. Die Gelehrten sagen vielfach: „Phan- 
tasien !" Nein, es sind keine Phantasien ! Dumme, tierische Men- 
schen sollen gelebt haben, welche aber die grofiartigste Phantasie 
hatten, wahrend die heutigen Menschen fast taglich zeigen, wie 
arm an Phantasie sie sind — wohl waren die einstigen Riesen halb- 
tierisch, aber sie waren klug, sehr klug, viel kliiger als wir heuti- 
gen menschlichen Menschen. 

Das Schnabeltier, fur unsere Zeit so unsagbar merkwiirdig, 
war ein Zwitter und tragt die Merkmale einstigen Zwittertums 
noch mit sich herum. Die heutige Zeugung wurde erst geschaffen ! 

— „Eros ists, der alles begonnen." So stehts geschrieben. Es gab 
Zwitter bei menschlichen Wesen wie bei B lumen, und verein- 
zelt kommen sie heute noch vor — und wissen mit sich nichts an- 
zufangen. — „Er hat sich die Horner abgelaufen" — das ist eine 
wunderbare, alte Redensart ! Was hat sie einst bedeutet? Wie ent- 
stand sie !? Die Horner, die Sporen sind verloren, wir verstehen 
die alten Redewendungen, die sich im Volke erhielten, nicht mehr 

— und kommen den Gelehrten im Abendlande uralte Copien vor- 
sintflutlicher Bilder vor die Augen, dann werden sie hochstens auf 
ihren Kunstwert hin gepriift und ihr Alter kann unmoglich richtig 
bestimmt werden. 

Im Buche Dzyan steht: „Tiere mit Knochenbau, Drachen der 
Tiefe und fliegende Schlangen gesellten sich zu den Kriechenden. 
Die auf dem Boden krochen, erhielten Flugel. Die Langhalsigen 
des Wassers wurden zu Vatern der Geschopfe der Luft." In der 
„Geheimlehre // werden iiber die Fortpflanzung drei Ausdriicke 
gebraucht: Schweifigeborene, Eigeborene und Androgyne. (Ich 
erwahne, dafi ich mien der indisch-theosophischen Meinung, die 
Menschen hatten zuerst nur „Astralkorper // gehabt, die zweite 
Rasse nur „Aetherkorper // usw. durchaus nicht anschliefie; ich 
mufi im Gegenteile fest darauf bestehen, dafi aufierordentlich 
harte Geschopfe zuerst gelebt haben — je weiter zurtick, desto 

103 



hdrter bis zur Diamantharte und dariiber hinaus.) Dante schrieb: 
„Im Zwittertriebe waren wir entglommen." Ges. 26, Purgatori- 
um. 

Die einstige Zwitterbildung wird in Indien auch berich- 
tet, ebenso auch Trennung der Geschlechter, Degeneration man- 
cher Stamme und Unmoral. Im Buche Dzyan wird die dritte Rasse 
noch vernunftlos genannt; 5 alte Hauptrassen werden gezahlt. 
Degenerierte dieser dritten Rasse sollen die Urvolker Australiens, 
die Adanam-Insulaner, einige Gebirgsstamme Indiens, die Feuer- 
lander, die Buschmanner Afrikas und noch einige wilde Stamme 
sein. Klar sieht der Inder Degenerierte da, wo der Europaer wer- 
dende, hochkommende Menschen sehen mochte. In den Stanzen 
Dzyans stehen Berichte iiber das einstige Sinken der Rassen, nur 
sanken „Vernunftlose // , und das stimmt mit europaischen, alten 
Berichten keineswegs iiberein; das ist nicht richtig. Das ware 
auch kein Sturz gewesen ! Vernunftlose konnen nicht siindigen, sie 
konnen nur Unverniinftiges tun. 

Trotz solches Irrtums fiige ich eine beachtenswerte Stelle an: 

„Die Tiere trennten sich zuerst; sie begannen Nachkommen- 
schaft zu zeugen. Der Doppelmensch (Zwitter) trennte sich 
auch. Er sagte: „LaSt uns tun wie sie; lafit uns vereinigen und Ge- 
schopfe machen \" So taten sie ! 

Und die keinen Lichtfunken besaSen, gesellten sich zu riesigen 
weiblichen Tieren. Sie erzeugten mit denen stumme Rassen. Sie 
selbst waren auch stumm. Aber ihre Zunge loste sich. Die Zungen 
ihrer Nachkommenschaft blieben lautlos. Sie erzeugten Ungeheuer 
— eine Rasse gekrummter, mit rotlichen Haaren bedeckter Unge- 
heuer, die auf alien Vieren gingen, eine stumme Rasse, um die 
Schande zu hehlen." Und ein alter Kommentar lautet weiter: „Als 
die Dritte sich trennte und in Siinde verfiel durch Zeugung von 
Tiermenschen, wurden diese Tiermenschen raubgierig und sie 
vernichteten sich mit den Menschen gegenseitig. Bis dahin war auf 
Erden weder Siinde und Mord." 

In der Geheimlehre steht, dafi diese Halbmenschen immer mehr 
sanken (d. h. degenerierten und vertierten) und zur Miocenzeit in 
einer Affenrasse endeten, von der die Pithecoiden abstammen, und 
weiter: „Die Atlantier jedoch erneuerten mit diesen Affen die Siinde 
der Verstandlosen und dieses Mai unter voller Verantwortlichkeit." 

Die Folge dieser Verbrechen sollen die Affenarten sein, welche 
wir als anthropoide kennen. Ich zeigte schon, dafi die heutigen 

104 



Riesenaffen nur degenerierte Riesen sein konnen. Zu diesem 
Schlusse war ich selbstandig, ehe ich je ein Stiick aus der Geheim- 
lehre gelesen hatte, gekommen. Uber diese, letztere Mitteilung aus 
Indien urteile ich nicht, sondern teile sie nur mit; man sollte aber 
keinen Riesen- Affen, der Rundauge wie Adam ist, erschieSen. 

Auch in Amerika weifi man von vertierten Menschwesen zu 
erzahlen. In der Edda, in der Bibel, im Buche Dzyan und in 
vielen anderen Buchern steht — direkt oder, indirekt - ge- 
schrieben, dafi vor uns Zwittermenschen waren. Es wurde 
bisher nicht geglaubt, weil unsere ganze Weltanschauung auf 
irrigen Grundlagen gebaut ist. (Siehe auch Chamberlain „Goe- 
the".) 

Das Sinken der Zwitterwesen durch Teilung, die sie den Tieren 
nachmachten, und ihre Vergehen mit Tieren geschahen vor der 
vorletzten Eiszeit. Auch heute noch kommen (als Riickschlage in 
Urrassen) verkiimmerte Zwitterbildungen vor. Es ware sehr zu 
begriifien, wenn die Forschung sich dieses Gebietes mehr anneh- 
men wiirde, denn dann wiirde uns der Blick fur unsere Vorfahren 
bedeutend erweitert. 

Dem Berliner Biologen Hertling ist es gelungen, bei Froschen 
eine Art von Jungfernzeugung hervorzurufen, die man bisher nur 
bei gewissen Insekten kannte. Der Physiologe Steinach in Prag hat 
mannliche Ratten und Meerschweinchen in Weibchen verwan- 
delt ! (s. Heft 9 u. 12 der „Sonne", Jahrg. 1912). Die Fahigkeiten, die 
heute zwei Menschwesen haben, waren einst in einem vereinigt. 

(Die indische Uberlieferung sagt uns, dafi einst Menschwesen, 
waren, die mannliche und weibliche Fahigkeiten in sich vereinig- 
ten. Dies ware einzig und allein menschenwiirdig ! Diese Doppel- 
fahigkeit mufi aber nicht nur fiir die Nachkommenschaft sondern 
auch fiir den Zwitter selbst von hochstem Werte gewesen sein, 
denn das Vermogen, verlorene Korperteile zu ersetzen (zu regene- 
rieren), mufi mit dieser Fahigkeit zusammen gehangen haben ! 

Es wird uns erzahlt, dafi die abgehauenen Kopfe der Hydra 
einfach wieder wuchsen. Wir armen, friih sterbenden Degene- 
rierten glaubten es nicht, sowie aber die Hydra mannliche und 
weibliche Eigenschaften gleich vollkommen in sich vereinigte, 
hatte sie nicht nur das Vermogen, selbst zu zeugen 
und zu gebdren, sondern auch an sich selbst so zu wir- 
ken\ 

Es war in der Welt einst weder Siinde noch Mord noch Tod 

105 



— — so sagen uns die alten heiligen Schriften, und wir waren To- 
ren, ihnen nicht zu glauben ! Die Siinde, die auch Adam tat, die 
Trennung der natiirlichen Doppelwesen in unnatiirliche Einzelwe- 
sen hat alles Ungliick auf die Welt gebracht und bringt es taglich 
von neuem und wird es weiter bringen und die Menschen immer 
schwacher und kurzlebiger machen bis der Weg gefunden wird, 
zur wahren Natur, zum natiirlichen Doppelwesen zuriickzukeh- 
ren. Das ist der einzige Weg zur irdischen Unsterblichkeit. 

Das Regenerationsvermogen findet sich bei kleinen Tierchen. 
Einem solchen, das in Teichen, lebt, ist der Name Hydra deshalb 
gegeben worden. Diesem seltsamen winzigen Tierchen wachsen 
die Jungen einfach seitlich aus dem Korper heraus. Wenn man. 
eine kleine Hydra zerteilt, wachsen sich die einzelnen Teile immer 
wieder zu einem ganzen Tierchen aus. Alle Wunden heilen sehr 
schnell; in kurzer Zeit hat sich Fehlendes neu gebildet, ganz gleich, 
ob das Kopf stuck oder das FuSstiick weggenommen wurde !! Was 
heute noch an einem kleinen Geschopfe Tatsache ist, wird friiher 
an groSeren, ja an riesigen und an menschlichen Wesen nicht 
nur Tatsache sondern eben das einzig naturliche gewesen sein ! 

Aufier bei Saugetieren und Vogeln (von den Menschen abge- 
sehen) hat man fast in alien Tierklassen einige mit hochgradigem 
Regenerationsvermogen festgestellt. Polypen, Seesterne, Ringel- 
wiirmer, Salamander, Regenwiirmer sind zu nennen. Dem Sala- 
mander wachsen Beine wieder, Schwanze, Riickenkamme, ja selbst 
Augen ! Einer Krabbe oder einem Krebse wachst an Stelle eines 
verlorenen Stielauges nicht immer ein Auge wieder, sondern nur 
ein kleiner Fuhler. Verliert ein Seestern einen seiner Arme, so 
wachst ihm dieser nicht nur wieder, sondern der Arm lebt — 
wenn ein Stiickchen Magen daran blieb — allein weiter, bildet vier 
neue (aber viel kleinere) Arme und wird zum neuen Tiere ! ! Wird 
ein Seestern am Arme verwundet, kann aus der Wunde ein neues 
Armchen hervorwachsen ! 

Es ist wohl moglich, dafi Regenerationsvermogen auch bei ei- 
nem Lebewesen vorkommt, bei dem eine Geschlechtstrennung 
nachgewiesen wird. Es konnte dann gesagt werden, das ware ein 
Beweis, dafi ich unrecht habe und dafi die alten Biicher doch ge- 
logen haben — solch Vorkommnis ware aber absolut kein Gegen- 
beweis, es wiirde nur darauf hindeuten, dafi die Geschlechtstren- 
nung bei diesem Wesen vor noch nicht langer Zeit stattgefunden 
hat, denn sofort werden sich nicht alle guten Fahigkeiten verlieren, 

106 



sondern erst mit der Zeit. Langsam aber mit todlicher Sicher- 
heit gehen die Wesen mit getrennten Geschlechtern ihrem 
Untergange entgegen. 

Heute schon ist das Menschengeschlecht so weit herunterge- 
kommen, dafi tausendfach die Neugeborenen nur mit unendlicher 
Miihe, ja mit Kunst am Leben erhalten werden. — 

Die Natur hat keine weiblichen Wesen geschaffen. 

Bei Strudelwiirmern werden durch Zoologen sogar dritte und 
vierte Kopfe erzeugt, ja schneidet man die Tierchen in Stiicke, so 
werden aus den Teilstiicken neue — aber kleinere Lebewesen — 
das ist Natur ! Das ist echte, gottliche Naturl 

Schmerz und Tod sind unnatiirlich, ungottlich, der Tod ist erst 
in die Welt gekommen, der Tod ist der Siinde Sold. 

Schneidet man durchschnittene Strudelwurmer (also das aus 
dem Stiicke gewordene Tier) wieder durch und fahrt so fort, dann 
werden immer wieder Tiere, bis man so kleine Tiere hat, die kaum 
noch mit blofiem Auge zu sehen sind — das ist die ewig gute, das 
Leben bejahende Natur ! Das ist die niemals totende Natur ! 

Schmerz ist etwas schlechtes, ungottliches, Schmerz, Siinde, 
Not und Tod haben sich die Wesen selbst geschaffen. 

Es mufiten und miissen die Nachkommen weiter die Siinden 
der Vorfahren tragen und selbst siindigen, bis der Grund der Siin- 
de, der Grund des Todes erkannt — und beseitigt ist ! 

Es sage niemand, das sei unmoglich ! Unsere Vorfahren mach- 
ten einst selbst die Siinde, wir miissen uns davon befreien. In Ge- 
danken wird alles begonnen, ehe es in die Erscheinung tritt. 



107 



Drittes Buch. 

Erster Teil: Die alte Zeit. 

I. 

Der erste Noah und die anderen vier Ueberlebenden. 

Ich bin ein Uberlieferer, aber kein Schopfer; 
ich glaube ans Altertum und liebe es. 

Konfuzius. 

Es ist noch unklar, ob Lemurien vor der vorletzten Eiszeit oder 
noch friiher unterging. Die Nachrichten in Edda und Bibel fangen 
mit Erzahlungen von Ereignissen an, die sich dicht nach der vor- 
letzten Eiszeit abspielten und zwar in Edinburg in Schottland. Bis 
dahin war in Europa eine blauaugige Rasse gewesen (die alle ein 
und dieselbe Sprache hatten), die aus zwei Stammen, Skoten und 
Kymren, bestanden. Alle Spuren deuten darauf hin, dafi einer der 
atlantischen Unglucksfalle dieser vorletzten Eiszeit vorangegan- 
gen war, dafi die Gegend zu beiden Seiten des warmen Golfstroms 
davon betroffen war, und dafi Land vernichtender Gestirnsturz, 
Flut und finstere Eiszeit sie heimgesucht hatte. Nur 5 Personen 
hatten sich, wie ich im Vorworte sagte, aus dieser schreckvollen 
Zeit gerettet. (Wenn Lemurien also nicht gleichzeitig mit einem 
Teile von Atlantis, dem Lande am Golfstrome, iiber das der Atlan- 
tische Ozean jetzt flutet, unterging, dann ist es schon — was auch 
viel wahrscheinlicher ist — bei dem ^orvorletzten Ungliicke un- 
tergegangen.) Wie ich schon sagte, kam Adam aus Amerika. 

Eine besondere Kunst wurde an Adams und Kains Nachkom- 
men geschatzt: Die Einbalsamierung der Toten ! Diese Kunst 
stammt in Europa (und dann in Nord-Afrika) zweifellos von Adam 
her — und er scheint sie aus Amerika mitgebracht zu haben; da- 
mit ist aber gesagt, dafi dort der Tod schon vor Adam war, dafi er 
also in Europa nur tat, was seine Vorfahren in Ur-Amerika, die 

108 



untergegangenen Ur-Maya, schon vor ihm getan hatten ! — — — 
— Alle Leichen wurden anfangs zu Adam und seinen Nachkom- 
men; gebracht, und darum allein hiefi sein Reich die Totenwelt ! 

Auf so einfache Weise erklaren sich die tausendmal mifiver- 
standenen Worte: Totenwelt, Unterwelt, Hollel 

Wir stellten uns Feuer in der sogenannten Holle vor, und diese 
Uberlieferung ist auch sofort erklart, denn die ersten Sitze der Ro- 
mer und Hellenen — Nayda und Helgoland — verbrannten und 
gingen, bis auf den kleinen Rest von Helgoland unter ! 

Betrachten wir das in der Bibel iiber Noah Gesagte recht auf- 
merksam, dann bleibt kein Zweifel, dafi wir es mit 2 Personen des- 
selben Namens zu tun haben. Der erste Noah ist ein roher Mann, 
von dem verworren erzahlt wird, dafi er seinen Enkel verfluchte. 
Er hat noch keine Tierkost gekannt, diese Speise wird ihm erst 
genannt. Es wird ihm auch der Rat gegeben, nicht die noch leben- 
den Tiere schon anzufressen — das deutet auf feme, feme Zeiten 
hin und auf einen ganz unkultivierten Mann ! Doch dieser Mann 
wurde spater der „gute Damon" genannt, der Gott Nysos, weil 
er den Wein zu keltern lehrte. Das bestatigt die Bibel insofern, als 
darin steht, dafi Noah Wein machte und trunken wurde. 

Der zweite Noah dagegen ist ein guter, hochkultivierter Mann;, 
das Schiff, welches er (von Zwergen) bauen lafit, ist eins der Zeug- 
nisse dafiir. Er war ein frommer Mann und ohne Wandel, der ein 
gottliches Leben fiihrte zu seinen Zeiten. Er wufite reine und un- 
reine Tiere wohl zu unterscheiden. 

Der erste Noah war zuerst in Jotunheim alias Jutland. Durch 
seine Tochter entstand die schwarze Mischung in einigen Stam- 
men. Wohl war auch Japhet schwarzlich, aber diese schwarze 
Mischfarbe (entstanden durch Vereinigung von Blauen und Roten) 
muS ganz anders gewesen sein als die Farbe des Noah, der nacht- 
schwarz war wie seine Tochter Nott und die beiden anderen Nor- 
nen. 

Adam war ein riesiger roter Nachtganger wie seine Nachkom- 
men Kain und Grendel. Kains Nachkommen wurden auch Cyklo- 
pen genannt und hatten ein grofies rundes Auge mitten auf der 
Stirn. Adam war rothautig und auch rothaarig. Einer seiner Nach- 
kommen Esau alias Edom alias Saul war noch nach Jahrzehntau- 
senden mit roten Haaren wie mit einem Felle bedeckt. Odin wurde 
Asker und „Ase" genannt Die Begriffe, welche die Worte urn- 
schlossen, haben gewechselt: Ein Europaer hiefi ursprunglich ein 

109 



Gott, ein Riese hiefi Djinn. Adam wurde der Mensch genannt, 
trotzdem er nur ein Halbmensch war. Menschliche Menschen und 
asische Menschen wurden auch wohl unterschieden. Jetzt ist das 
kaum noch verstandlich, weil alle „ Menschen", das heifit Wesen 
ohne tierische Fiifie oder Ohren, sind. 

Die Fiifie machen den Hauptunterschied zwischen uns Men- 
schen und den Vorrassen aus; daran kann kein Zweifel sein. Die 
„Teufel" hatten Pferdefiifie, andere Rassen hatten andere Tierfiifie, 
besonders Krallen. Bei den Arabern hiefien Wesen mit Tierfiifien 
Djinn. Es heifit in einigen Geschichten: 

1) Schiffer sahen einen Menschen mit langen Haaren und Na- 
geln, erschraken und sagten: „Das ist gewifi der Djinn der Insel." 
Der Blick auf seine Fiifie beruhigte sie erst — „nein, er hat Men- 
schenfiifie !" 

2) Ein Mensch sagte, er habe noch nie eine Djinn gesehen. Ant- 
wort: „Sie sehen bald vierfufiigen Tieren, bald Vogeln, bald 
Menschen gleichll" 

3) Schamkur, Konig der Stadt Dalafi, liebte Menschentochter 
mehr als weibliche Djinn. (Biblische sog. Gotter liebten auch Men- 
schentochter, d. h. die Roten liebten die schonen Europaerinnen.) 

4) „Bei Daruna (Vater war Djinn, Mutter Mensch) vereinigte 
sich das Sanfte, Liebliche des Menschen mit der Kraft und Majestat 
des Djinn/' 

Homer erwahnt die Dionysos-Verehrung nur fliichtig, eben 
weil sie weit zuriickliegt. — Im Arabischen steht von einem hohen 
Schlosse, das Jafet, Sohn Noahs, gebaut hatte, das im Koran mit 
den Worten erwahnt ist: „Ein testes Schlofi und ein verlassener 
Brunnen." Weiter: Noahs Sonne wurden nach Abessynien ver- 
bannt. Endlich: „Im Meere Karkar wohnen Leute, die noch von 
Noah abstammen; dorthin kam die (vorletzte grofie) Siindflut 
nicht, denn jene Gegend ist von der ganzen iibrigen Erde abge- 
schieden." Hieran sehen wir deutlich, dafi man einst absolut nicht 
meinte, die ganze Welt ware von der Flut in gleicher Weise heim- 
gesucht worden ! — Der „Gott // der Bibel war ein Urbewohner 
Schottlands, ein Skote (oder Pikte), ein Guter genannt, ein Wort, 
aus dem allmahlich das Wort „Gott" wurde. — Audumla alias 
Amma alias Edda war eine Cherubim alias ky'rin alias Kymrin, 
und ebenso der „Cherub // der Bibel. Die Kymren und der Gute 
waren Blaue ! Sie waren Uberlebende, welche die lange vorletzte 
Eiszeit in Eden alias Edinburg in Schottland iiberstanden hatten. 

110 



II. 

Aelteste Nachrichten tiber den Ausgang der neun 
indogermanischen Stamme. 

Der Tag loscht die Worte der Nacht wieder 
aus. Arabisch. 

Dieses Kapitel wird das Vorwort erganzen. Ich sprach von den 
5 Uberlebenden und erklarte, dafi Edda 4 Sohne hatte und dafi die 
9 indogermanischen Stamme sich aus Angehorigen von vier alten 
Stdmmen zusammensetzten. In einer arabischen Geschichte wer- 
den vier Religionen genannt und deren Anhanger mit folgenden 
Farben verglichen: 

1. Christen mit blau, 

2. Juden mit gelb, 

3. Muselmanner mit weifi, 

4. Feueranbeter mit rot. 

Wir haben hier einen Hinweis auf die 4 Religionen von 4 Stam- 
men. 

Gronland, Island, Spitzbergen und die nordlichen Teile von 
Norwegen, Schweden und Sibirien gehorten zum iibernordlichen 
(hyperboraischen) Weltteile. 

Grofie Ungliicksfalle haben immer wieder das Antlitz der Erde 
verandert. Die Inder setzten die grofien Ungliicksfalle an folgen- 
den Zeitpunkten fest: 

1. Eins vor 800,000 Jahren, 

2. eins vor 200,000 Jahren, 

3. eins vor 80,000 Jahren, 

4. eins vor 9,571 Jahren (bis 1912 unserer Zeitrechnung ge- 
rechnet). 

Es hat also schriftliche Nachrichten noch aus der Zeit, die 
800,000 Jahre zuriick liegt, gegeben; das zu bezweifeln liegt kein 
Grund vor, denn auf der ganzen Erde finden sich Schriftzeichen 
von unschatzbarem Alter. Nach dem Ungliicke, dem die vorletzte 
Eiszeit folgte, stritten Rig und Kon auch iiber Runenschriften der 
(im Eise) umgekommenen Volker. 

Die beiden letzten grofien Ungliicksfalle konnen wir unbedenk- 
lich mit den beiden argen Eiszeiten — dem Schweigen der Sonne — 
identifizieren. Damit sind wir auf einen festen Grund gekommen, 
was indogermanische Urgeschichte, Weltgeschichte und Altersbe- 

111 



urteilung von Schriften, Bauten und Kunstwerken anbetrifft, denn 
diese sind jetzt fast durchweg falsch, weil der Grund von allem 
falsch war. 

Von 5 Uberlebenden und deren Nachkommen, welche die 9 
Stamme bildeten, konnen wir ausgehen; vorher liegt alles in Dam- 
merung, wenn auch nicht in volligem Dunkel. In dieser Zeit aber 
beginnt ein Stiick Geschichte, und es lafit sich Licht in drei Teile 
derselben hineinbringen, in den Anfang, in einen Mittelteil und in 
das Jahrtausend vor der letzten Eiszeit. Noch in diesem Jahrtau- 
sende bestand das Mittelmeer aus 2 Binnenmeeren, und zwischen 
Afrika und Europa lag nur ein Wasserstreifen (Flufi oder Strom), 
iiber die Mose mit den Auswanderern setzte, als er mit ihnen nach 
Italien zog. Dafi Land einst an manchen Stellen war, wo jetzt Was- 
ser rauscht, wurde bisher durch Tiefseeforschung, Verteilung von 
Tieren und Pflanzen, Ahnlichkeit von Sprachen, Volksstammen, 
Religionen, Sitten, Gebrauchen und Baudenkmalen erkannt; ich 
lasse mich von den alten Schriften der Ahnen fiihren: 

In der Bibel werden die Erdungliicksfalle angedeutet durch: 

1. Die Einwanderung Adams und Noahs, fremde Sprachen, 
Tiere und Pflanzen und die Neu-Schopfung. 

2. Einige Satze im Buche Hiob; Pelegs (alias Lots) Flucht und 
das Zerschlagen der Welt zu Pelegs und Yaketans Zeit. 

3. Das Ereignis zu Samgars Zeit, als die Wege verfielen; Erd- 
beben zu Sauls Zeit. 

(Dahinter kommt ein Erdbeben noch zu Salomos Zeit, bei 
dem der Nebo fiel, und eins zu Roboams Zeit) 

4. Letzte bisherige Siindflut, welche Jesus, Propheten und Apo- 
stel ankiindigten. 

Die unter 1 und 4 angefiihrten Stellen schildern die Zeiten 
dicht nach und dicht vor den Vereisungen. 

Uber Atlantis, das ein Forscher jetzt vergeblich in Afrika, ein 
anderer (dem Ziele viel naher) in Amerika sucht, hat Plato ge- 
schrieben. In seinem „Timaios und Kritias" steht, dafi Atlantis zu- 
letzt Poseidonis hiefi. Eden der Bibel alias Edinburg war die 
Hauptstadt von Atlantis,— diese uralte Stadt hat schon zwei 
Erdungliicksfalle und zwei Eiszeiten iiberstanden ! Atlantis ist 
eben nicht ganz unter gegan gen , sondern ein Teil ist stehen ge- 
blieben ! Ein Stiicklein Atlantis ist Helgoland; die Westelbier leben 
heute noch zum Teile auf Atlantis, aber die roten und schwarzen 
Bewohner von Atlantis sind vollig verschwunden ! 

112 



Viele unserer Funde in Westelbien sind vorsintflutliche ! Nil- 
pferdzahne und Nilpferdschadel sind bei Zurich und Solothurn 
gefunden worden. In der Edda werden diese Tiere Wasserschwei- 
ne genannt. 

Moschusochsen gab es am Bodensee. Ein Kopf des riesigen Di- 
notheriums ist bei Eppelsheim in der Nahe von Worms ausge- 
graben worden; versteinerte Saurier findet man in Schwaben. Nas- 
horn und Rhinozeros, Biber und Riesenalk, Lowen, Wiesent und 
Wolfe gab es in deutschen Waldern. Fossile Reste des Kameels 
findet man nicht nur in Afrika, sondern auch in Indien, Siidameri- 
ka und Kansas — es ist auch bei uns gestapft ebenso wie die roten 
Mammute, deren Knochen noch im Sande bei Berlin, im FluSbette 
der Lippe und auf dem Elbplateau sudlich von Dresden gefunden 
werden. Die Rieseneidechse Iguanodon ist bei Bernissart in Bel- 
gien gefunden worden. Zehn Meter waren diese Tiere lang und 
schweiften wahre Drachenschwanze hinter sich her. Die Kampfe 
mit Drachen erfiillen die altdeutsche Literatur. Wie schildert Hiob 
den Panzer ! Wie steinhart werden die Kamme gewesen sein, die 
manche Art den ganzen Riicken entlang trug ! Wie schrecklich die 
langen Stacheln, die auf dem Schwanze drohend emporstarrten, 
und die Krallen, welche fest wie aus Stahl waren ! 

GroSe, lowenartige Katzen gab es auf Atlantis und in Amerika 
— sollten sie nicht jene „ Katzen" sein, welche einst vor Wagen 
gespannt wurden? 

Palmen standen einst in Deutschland, vorher Farnbaume, Bar- 
lapp und Schachtelhalme, unter denen Panzeramphibien krochen. 
Zu sehen sind sie nicht mehr — dennoch lebten sie ! 

Bei Ulm krochen einst Landschildkroten mit zolldicken Pan- 
zern! Zwischen Mainz und Darmstadt schwamm der Alligator. 
Das Reptil existiert in Deutschland nicht mehr — daran sollte ge- 
messen werden, wieweit die alten deutschen Geschichten zuriick- 
liegen, in welchen die Kampfe mit ihnen geschildert werden ! 

Nicht nur Nilpferd und Krokodil erinnern an deren nordische 
Heimat, mich mahnt besonders der Storch daran: Wie merkwiir- 
dig treu ist er der Heimat, derselben Heimat, welche viele Atlan- 
tier-Europaer auch verlassen mufiten. 

In Egypten hatte sich nordisches Wissen erhalten. Vergessen 
wir nicht: Viele Spuren des Alters sind manchmal gerade Zeichen 
verhaltnismafiiger Jugend, denn das wahrhaft Alte ist oft, nicht 
immer, fast verschwunden oder taucht aus der Tiefe erst wieder 

113 



empor wie der egyptische Sphinx, der Sinnbild fur Macht und 
Schnelligkeit wurde und blieb. 

Die Trockenheit und der Sand in Egypten waren giinstig fur 
Erhaltung. — — — — 

Adam und Paradies sind Vorstellungen, welche fur uns von 
Kindheit an zusammengehoren; darum mochte ich an dieser Stelle 
noch eine Betrachtung iiber „Paradiese" einschieben. Dafi ein kul- 
tivierter Garten damit gemeint war, geht auch aus der Bibel her- 
vor. Wenn es nicht aus der Edda herausklange, dafi hohe Kultur 
schon in fernster Zeit im Norden herrschte, dann konnte man es 
auch daraus schlieSen, dafi es in China heifit, ein Reformator sei 
aus dem Westen gekommen, wahrend in Amerika gesagt wurde, 
der weifie „Gott" mit dem Barte sei aus dem Osten gekommen — 
beide Nachrichten weisen auf dieselbe Gegend hin !! 

Von 4 Paradiesen wurde erzahlt. Chinesen, Inder und Griechen 
wissen heute noch von dem westlichen Paradiese, in dem der 
Buddha Amitabha thronte. 

Von einer Insel Babel im Garten Irem wird erzahlt; damit sind 
im Arabischen England und Irland gemeint. Irems Garten sollten 
das Paradies (Schottland) iibertreffen. In Irem gab es „Obst aus 
Griechenland und Persien, Veilchen aus Basrah, Rosen aus Kufa, 
Basilien aus Mekka, Lilien aus Egypten, Safran aus Genua, Aloe 
und Sandel aus China". — So wird ein Land geschildert, in dem 
all das nicht mehr zu finden ist, seit die letzte Eiszeit es schadigte 
und die Flut dariiber ging ! In solchen Garten sind jene Menschen 
vor 9 — 10,000 Jahren gewandelt, zu einer Zeit, von der wir mein- 
ten, wie die Wilden hatten die Menschen gelebt — sie haben viel 
besser als wir gelebt und hatten Weltverkehr. 

Vor der vorletzten Eiszeit hat auch vieles anders ausgesehen in 
Eden als nachher und als jetzt: Es wuchsen nachher „allerlei Bau- 
me, die zuvor nie gewesen waren auf Erden und allerlei Kraut auf 
dem Felde, das zuvor nie gewachsen war". So konnten nur Einge- 
borene sprechen und urteilen ! Regen und Nebel waren ihnen 
auch neu. Andere Sprachen waren ihnen neu, denn die Fremden 
hatten andere Ausdriicke, aber: „Wie sie etwas nennen wiirden, so 
sollte es heifien." 

Es hat einstmals ein Her und Hin von und nach Amerika ge- 
geben; Adam kam nach der vorletzten Eiszeit dorther, Apostel und 
Fliichtlinge wurden vor der letzten Eiszeit dorthin verschlagen. Un- 
ter den Inkas in Peru haben wir Nachkommen dieser Europaer zu 

114 



sehen; die alten Peruaner, welche Menschen mit rotbraunen Haa- 
ren waren, wie zahlreiche Haarfunde aus Grabern beweisen, wa- 
ren geflohene Europaerl 

Wie verschieden die Menschwesen zur Zeit Adams waren, se- 
hen wir sehr gut an einem Bilde aus dem neuentdeckten deut- 
schen Adambuche der Hamburger Stadtbibliothek (herausgegeben 
v. H. Vollmer). Auf dam Bilde sehen wir Ai und Edda - nicht 
Adamund Eva sondern Cherub und Eva — und Kain oder Adam, 
vor dem sich Ai und Edda zu fiirchten scheinen. Dieses Mensch- 
wesen hat zwar 2 Augen, aber diese sind nachtraglich in das Bild 
hinein getan worden, und mitten auf der Stirn sind helle Striche, 
als ware dort etwas wegradiert worden ! An den Fiifien ware der 
Halbmensch sofort zu erkennen, auch wenn Gesicht und Flugel 
nicht zu sehen waren. 
Siehe Abb. Tafel IV u. V. 

Im Rigsliede wird die Geburt der Kinder Eddas beschrieben. 
Ein kostliches Stuck ist das ganze Fragment von Rig ! Wie genau 
werden die sich stetig bessernde Beschaftigung, Kost, Einrichtung, 
Kleidung, Waffen, die Hiitte, das Haus, die Burg beschrieben ! 
Doch ganz besonders erstaunlich, wichtig und wertvoll ist die uns 
darin erhaltene Tatsache, dafi Ai und Edda ihre Kinder tauftenl 
Bedenken wir, dafi es zweifellos bald nach der vorletzten Eiszeit 
geschah, vor JahrzehntausendenV. 

Bei keinem der drei Verse sind die Worte: „Sie netztens mit Was- 
ser" vergessen ! Diese bedeuten ganz gewifi nicht, dafi sie die Kin- 
der bios reinigten, was Menschen ihrer Art selbstverstandlich war. 
V. 7. 

„Ein Johr gebar Edda, 
Sie netztens mit Wasser, 
Das hafsliche (?) Schwarze, 
Thral geheifien." 
V. 18. 

„Ein Kind bekam Amma, 
Sie netztens mit Wasser 
Und nannten es Karl; 
Schnell verhullte die Kymrin (?) 
Ein rotes und rundes, 
Hell leuchtendes Auge." 
(Sie verhullte es so schnell, weil sie sah, dafi es das Auge eines 
Nachtwesens war, welches Tageslicht schwer vertragen konnte !) 

115 



V. 31. 

„Einen Knaben gebar Modir, 

Sie netzten ihn mit Wasser, 

Yarl liefi sie ihn nennen. 

Blond war das Haar, 

Weifi die Wange, 

Durchdringend blitzten die Augen 

Wie beim Lindwurme." 

Das ist die genaue Beschreibung von Japhet, Kain und Habel ! 

Ai und Edda haben ihre Kinder getauft !! Vor dieser Nachricht 
steht man so Starr und erstaunt wie einst die Eroberer Amerikas 
vor der Tatsache, dafi sie in Amerika Taufer und Kreuzanbeter 
vorfanden und andere christliche Gebrauche. Die spanischen Prie- 
ster sahen sie fur Blendwerk der Holle und Teufelswerk an und 
warfen alle alten Schriften auf den Scheiterhaufen, diese „Kultur- 
menschen"! Wir werden jetzt den Jammer der Eingeborenen nach- 
empfinden miissen ! 

Nur drei Handschriften wurden gerettet! Jesus hat spatestens 
vor 9 — 10 600 Jahren gelebt, die Apostel sind „in alle Lande" ge- 
gangen, und sehr wohl konnten in Amerika christliche Gebrauche 
vorhanden sein. Die Priester trieben Jesum durch Jesum aus ! 

Dieses Taufen Ais bestatigt die Hamburger Handschrift !! Sie 
schreibt sie nur Adam statt Ai zu, wie auch in der Edda vieles 
Odin zugeschrieben wird, dem Schreckensmanne, was ganz ande- 
re Manner getan haben. 

Der Vater Habels sagte: „Wer zu derselben Zeit will gerecht 
sein, der mufi in dem Wasser rein werden von den Siinden, wer 
aber der Taufe entbehrt, der kommt zu Gott nicht." 

Bei der Taufe der Azteken, welche religiose Pflicht war, wurden 
die himmlischen Gotter, die Sonne, die Gottheiten der Erde und 
die Gottin des Wassers angerufen; bei den Mayas war die Taufe 
die Feier der Wiedergeburt, welche in der Edda betont wird ! Die 
Taube auf altamerikanischen Kreuzen halte ich fur das Zeichen 
des christlichen „Heiligen Geistes", denn Jesus wurde zu Davids 
Zeit geboren, und dieser lebte viel friiher als wir bisher ahn- 
ten; christliche Apostel verbreiteten in Amerika wie iiberall die 
gottlichen Lehren zu einer Zeit, aus der wir fast nichts zu wissen 
meinten! Es wurde und wird angenommen, dafi der altdeutsche 
Heliand und die Geschichten von Adam der Bibel nachgedichtet 
worden seien — sie sind ja aber viel ausfiihrlicher geschrieben als 

116 



die Bibel! Ganz unabhangig von dieser miissen im Norden 
Handschriften benutzt worden sein — wie sollte es auch anders 
sein !? Von Norden sind sie doch ausgegangenl 

Ein Bruchstiick nach dem anderen taucht wieder auf ! Altsach- 
sische Genesis-Bruchstiicke enthalten selbstandige Nachrichten, 
welche in der Bibel fehlen. In Oxford in England sind Stiicke alter 
Dichtung gefunden worden, ebenso in Bamberg und Prag sowie in 
Rom — — wo mogen die Originale geblieben sein?? — — 

In der Bibel wird nur angedeutet, dafi Lamech 2 Manner totete, 
die altdeutsche Uberlieferung weifi noch, dafi Lamech „das 
Knechtl" seines Opfers mit dem Bogen zu Tode schlug, weil es ihn 
nicht gewarnt hatte ! Daher sagt das A. T.: „Ich habe einen Mann 
erschlagen mir zur Wunde und einen Jimghng, mir zur Beule.", 
Aber es ist total falsch iiberliefert, dafi Lamech den Kain (der lange 
vor ihm lebte) totete; Lamech alias Hod, alias Homer, alias Bragi, 
der Dichter, hat Laban (den Weifien) in seiner Blindheit erschossen 
auf Lokis Anstiftung hin. Laban ist gleich Balder. 

Die altdeutschen Worte machen die alttestamentlichen erst ver- 
standlich. Kain wurde nicht erschlagen sondern nur vertrieben. 
Zunachst wurde er von Edinburg in Schottland aus nach Nod 
(jetzt auf dem Grunde der Nordsee ruhend), dann nach Jutland 
und endlich nach Siiden getrieben. Lamech hat Laban erschlagen 
und lebte jahrzehntausende nach Kain. Der Mord an Laban wurde 
siebenmal an Loki (den die Edda als Mordanstifter nennt) geracht, 
aber viel schlimmer an Lamech, dem Blinden. — — Adam hatte 
ein Kalb verbrannt und seine Sonne im Opfern unterrichtet, so 
steht in der Hamburger Handschrift. (Die Opfersitte hatte Atlantis 
alias Poseidonis alias Europa also auch Amerika zu verdanken. 
Eine schreckliche Sitte ! Adams Ankunft war ein Ungliick fur Eu- 
ropa — die Ankunft des Columbus in Amerika war ein Ungliick 
fur die Roten; eine Vergeltung? — ) Auf eine „Geschrift" wird 
mehrmals Bezug genommen, welche nicht die Bibel sein kann, da 
solche Angaben darin gar nicht enthalten sind. In Nod baute Kain 
Hanoch, eine Stadt, welche in der Edda Nastrand, Noatun etc. ist, 
im Neuen Testamente Nazareth alias Arimathia. 

Quintus hat einige merkwiirdige Worte iiber „Enkelados // hin- 
terlassen, der ein Gigant war, fliehen mufite und von der Insel 
Sikelia (Sizilien) begraben wurde. Das heifit, ein Ausbruch des 
Aetna totete ihn; danach miifite der Aetna als Vulkan Jahrzehn- 
tausende alter sein als der Vesuv. — Kains Nachkommen kamen 

117 



nach dem Nile, dem Niflheim alias der unten liegenden neunten 
Welt der Edda. Die echten „rom" alias Romanen safien vor den 
Etruskern als Herrscher (in Rom) in Italien, und sie waren dort 
schon die zweiten und nicht die Urbewohner ! Die alteren Aadi- 
ten von Kain herrschten am Nile als Mose dorthin kam. Die Nach- 
kommen von Japhet wurden von ihnen geknechtet und zogen un- 
ter Mose durch Italien zuriick in die nordische Heimat. Ein Teil 
blieb unter Aaron alias Isaak in Mittelitalien zuriick, und sie sind 
die Etrusker. — Aaron, der Herr der Etrusker, war Mischling von 
Hiberniern alias Kelten und Romanen. Rothaarig waren die Etrus- 
ker. Etruskische Weissagung aus dem Vogelfluge und Spuren ihrer 
Religion weisen auch auf die nordische Heimat hin. Etrusker und 
Basken scheinen das von dem Ur-Amerikaner Adam Uberlieferte 
am langsten erhalten zu haben. Das Fremde in ihren Sprachen ist 
das Amerikanische. — Rote waren Kains und Sems Nachkommen, 
und in ungliickseliger Weise werden heute die Nachkommen von 
Kain, Japhet und Sem miteinander verwechselt. Wer weifi noch 
genau, welchem Stamme er angehort? — — — Ist der grofie Sphinx 
ein Werk der Nachkommen Kains oder Sems? — — — 

In der Hamburger Handschrift steht, dafi Adam Jahrhunderte 
sah und dann vor seinem Tode 1500 Nachkommen um sich versam- 
melte. Die Urahne Hymirs, von der in der Edda steht, hatte noch 
viele Jahrtausende spater 900 Nachkommen erlebt — sie hatte nicht 
selbst 900 Kopfe, wie bisher iibersetzt wurde, sondern nur einen ! 
Nachkommen wurden eben auch Kopfe genannt, ahnlich wie Schil- 
ler dichtete „er zahlt die Haupter seiner Lieben", die alle verschie- 
denen Personen gehorten und nicht einem vielkopfigen Wesen. 

Adam wird mehrmals und in seltsamer Weise im „Parzifal // 
erwahnt. 

Von den ersten 3 Sohnen bekam die Edda schon 36 Enkel und 
19 Enkelinnen. Seth und Hel zogen in das Land, das sie Helju 
nannten, nach Helgoland. Die Lander waren leer, jeder Stamm 
nahm sich ein Land. Mensch, Abel, Harn, Seth blieben der Heimat 
nahe. Japhet und Sem nahmen Lander ostlich der Elbe. — Von 
Kains und Notts Sohne Aud kamen die alteren Aaditen, welche 
Riesen warer, und die altesten noch festzustellenden Bewohner 
von Egypten am Nile. 

Wie grofs Kains Nachkommen im Verhaltnisse zu Menschen 
und sogenannten Zwergen waren, moge folgendes Bild zeigen, 
das vollig real aufzufassen ist. Es gab Riesen, die ganz wie heuti- 

118 



ge Menschen aussahen, wie die arabische Djinnbeschreibung lehrt. 
Romane heifit: Roter Mann; Kain und Romulus sind identisch, 
doch bekam Esau alias Edom (der Zwillingsbruder von Jakob) 
auch diesen Beinamen. Kain und Habel waren nicht Zwillinge, die 
Geschichte verschiedener Briiderpaare wurde im Laufe der Zeit 
miteinander vermengt. Der Ausdruck „Zwerg" ist weder auf klein 
noch auf zwier — zwei zuruckzufiihren, sondern ein Zwerg heifit 
ein Schwarzer. 




Basrelif von Malamir. 



119 



III. 

Der Krug von Tragliatella. 

Verwiinschungen fallen immer auf das Haupt 
dessen zuriick, der sie ausstosst. 

Sprichwort. 

Wir miissen nicht nur was die alte Geschichte betrifft vollig urn- 
lernen, sondern auch was Altertiimer anbetrifft. Vor vielen Jahr- 
tausenden hat Beowulf gelebt, zu dessen Zeit die herrlichsten Gold- 
gefafie schon als NachlaS eines ausgestorbenen Riesenvolkes ge- 
schildert werden ! Griechen und Romer sind von Norden ausge- 
gangen und ihnen wird manches Kunstwerk zugeschrieben, das 
einem ganz anderen indogermanischen Stamme gehoren diirfte. 
Adam, der nordische Asa-Odin, war der Ahn der Romer und Grie- 
chen sowohl als der Germanen und anderer Stamme — hatte also 
z. B. der herrliche Hildesheimer GefaSfund wirklich Griechen ge- 
hort, dann doch nur den riesigen Ur-Griechen, als sie noch in Hevi- 
la alias Hellas alias Helju alias Helgoland (in Seths Lande) safien. 
Wir nehmen es als selbstverstandlich hin, dafi die grofien plumpen 
Becher des Fundes den eigenen Vorfahren, den „Barbaren // gehort 
haben, die schonen aber den Griechen, wahrend deren ganze Kul- 
tur erst von Norden nach Siiden gebracht wurde. Die „Barbaren // 
und Tyrannen jener Zeit waren aber gerade die Romer alias Roma- 
nen und nicht die Germanen. Unsere Nachrichten iiber die „alten // 
Germanen sind um Jahrzehntausende alter als wir meinten ! Die 
Germanen gaben den Griechen in keiner Weise etwas nach in dem 
sogenannten goldenen Zeitalter. Zusammen kampften sie gegen 
die ihnen verwandten Romer, gegen diese Eroberer, deren Macht 
und Kraft erst durch Mose gebrochen wurde, als er von Egypten 
durch Italien gen Norden in die Heimat zuriickzog und den Ver- 
nichtungskampf gegen die Nachkommen Kains begann. 

Die heutigen Romer sind Bewohner Roms, aber nicht Romer 
und nicht Romanen, denn Romer waren Rote, sie aber sind 
Weifie, und ihre Sprache ist der lateinischen entlehnt (der euro- 
paischen Sprache) und nicht der wrgriechischen Riesensprache 
Adams, des Amerikaners, und nicht der hebraischen Ursprache. 
Lateinisch ist gleich urlitauisch, das nirgends mehr in der ur- 
spriinglichen Form erhalten ist, sondern im Lateinischen, Litau- 
ischen und im Sanskrit in veranderten Formen. 

120 



Von Zwergen, d. h. Schwarzen, oder von unseren Vorfahren 
wird noch mancher alte Schatz stammen, wie der Hildesheimer, 
von dem phantasiert wird, ein Varus, der eben erst in Palastina 
gewesen, habe inn aus dem Siiden her in den Krieg mitge- 
schleppt ! Wenn auch zwei der schonsten Becher den Namen eines 
afrikanischen Prinzen tragen, so ist das gar kein Beweis. Das Stuck 
selbst kann viel alter als der Name sein. Ferner sind zu Roboams 
Zeit Afrikaner (Schwarze) gen Norden gezogen; es konnen daher 





ein paar Beutestiicke darunter sein. Diejenigen Zwerge, welche am 
Nile waren, haben auslandische Stiicke von dort mitgebracht — 
kurz, der Besitzer kann hundertmal eher zu Salomos Zeit gelebt 
haben, oder noch friiher, als dafi es Varus war, der einen Schatz 
mit in Feindesland schleppte ! Gerade die Herrlichkeit der Gefafie, 
die wundervolle Arbeit und besonders die Motive weisen mit Si- 
cherheit auf feme, sogenannte prahistorische Zeit hin, auf die gol- 
dene, reiche Zeit, welche vor der letzten Eiszeit war. 

Auf altetruskischem Gebiete bei Tragliatella, einige Meilen von 
Rom, ist ein Tonkrug gefunden worden, den Dr. Ernst Krause als 
den merkwiirdigsten Fund bezeichnet, der jemals in Italien ge- 

121 



macht worden ist. Ich verweise auf sein mit Abbildungen versehe- 
nes Biichlein „Die nordische Herkunft der Trojasage". Diese nor- 
dische Herkunft werde ich auf ganz anderem Wege ebenfalls be- 
weisen. Was aber diesen Krug betrifft, mufi ich — von der Erkennt- 
nis ausgehend, dafi die alten Etrusker von Aaron abstammten — 
folgendes sagen: Auch ich halte diesen Krug fur einen archaologi- 
schen Fund, der in seiner Art einzig ist, aber ich sehe ihn deshalb als 
so sehr wertvoll an, weil er wohl der einzige unmittelbare Zeuge 
von Adams Zeit sein konnte ! Er ist sehr viel alter als bisher auf- 
genommen wurde oder er miifite die Kopie eines alten Stiickes sein. 

Dieser Krug hat Bilder und vier Inschriften. In der auSersten 
Windung eines „Labyrinths // stehen fiinf Buchstaben des altesten 
italienischen Alphabets. Diese wurden riickwarts gelesen und sol- 
len truia, gleich Troja, bedeuten. Warum sollen sie aber riick- 
warts gelesen werdenl Vorwarts gelesen hiefie es: AIURT. 

Ja, diese Buchstaben konnten Aivat gedeutet werden, denn der 
vierte Buchstabe ist wohl ein etwas ladiertes A. Ai vat — „Ai 
geht", also Ai's Auszug, genau das, was das Bild zeigt ! 

Ein Bild zeigt 2 Reitende, scheinbar Reiterinnen; davor schreitet 
ein Riese, kenntlich an der Keule, und 7 Jiinglinge. Es sind absicht- 
lich 7 gezeichnet, denn es ware Platz gewesen, mehr zu zeichnen. 
Tanzer kann ich unmoglich in ihnen sehen, sondern ich sehe die 7 
Sonne Adams in ihnen; wenigstens hat der Verfertiger der Vase an 
diese gedacht. 

Das kleine Wesen, das hinter der Reiterin auf dem Pferde sitzt, 
halte ich nicht fur ein Tier, sondern — sei die Zeichnung noch so 
ungeschickt — fur ein Menschwesen, fur ein Enkelkind. Die kar- 
rierte Kleidung, welche die Gestalten des nachsten Bildes tragen, 
ist heute noch in Schottland beliebt. Eine grofie Frau reicht einem 
Manne einen Apfel, wahrend eine kleine weibliche Figur die Hand 
verlangend ausstreckt. Daneben stande riickwarts gelesen „mi ve- 
lena", vorwarts gelesen ware es anelev im — Anel-ev — im? Die 3 
Namen der 3 Personen, die auf dem Bilde sind, also wieder genau 
das was das Bild zeigt? Anel — ev-im, „Anel, Eva und er, die so- 
genannte Schlange, Weib und Adam? — 

Der Krug stellt Ereignisse dar, die Jahrzehntausende zuriick- 
liegen: Adams Vertreibung aus Eden ahas Edinburg und sein Aus- 
zug aus Irland. Das ist meine Deutung ! 

Das andere Bild zeigt eine Frau; wenige Striche deuten eine 
Mauer oder ein Haus an, andere Striche ein Tor darin (vielleicht 

122 



mit Idolen geschmiickt wie es heute noch vorkommt); das Weib 
sieht vergniigt aus und halt den Fufi hoch, als hatte es eben je- 
mand zum Tore hinaus gestofien — die Deutung ist leicht: Ein 
Weib freut sich, dafi Adam und Heva vertrieben sind ! Adam und 
einige seiner Nachkommen hatten auch RiesengroSe, waren also 
viel grofier als Eva, die Kymrin ! 





Diesen (Krug) verfertigte Amno, 

Diesen (Krug) schenkte Ateia, 
so soil (nach Deeke) auf dem Kruge von Tragliatella stehen. Amro 
und Ateia oder Omna und Aieta? 

Seit langer Zeit habe ich das grofite MiStrauen gegen alle Zeit- 
bestimmungen von Altertiimern. Fur bedeutend alter als allge- 
mein angenommen wird, halte ich viele derselben. Friiher wurde 
mit den vermeintlich biblischen 5 — 6000 Jahren gerechnet, jetzt 
sieht die Wissenschaft auf Millionen von Jahren zuriick — die 
Meinungen iiber das Alter gefundener Gegenstande blieben aber 
fast dieselben. Das sollte nicht sein ! Gegenstande iiberdauern die 
Verfertiger nicht nur um Jahrtausende sondern um Jahrzehntau- 
sende. Dicht vor die letzte grofie Flut fallt das Ende der goldenen 
Zeit und der Bronzezeit, nach ihr kam erst die elende Steinzeit. 
Hiernach sollte man; Fundstiicke beurteilen und die Zeit, aus der 
sie stammen ! 



123 



Zweiter Teil: Die mittlere Zeit. 

I. 
Althiof, der biblische Hiob. 

Nicht nui das Leben des einzelnen, auch das 
Leben der Volker hat seine romantischen Ziige. 
Ein machtiges Geschick waltet iiber ihnen oft 
ebenso wunderbar wie iiber dem einzelnen 
Menschen. 

Dr. Paul Schellhas. 

Es gab zwei Manner mit Namen „Lot". In der Edda wird einer 
der beiden biblischen Manner mit Namen Lot „Lofar" genannt; 
der andere Lot ist Loki. Lot-Lofar war Zwerg alias Slave; ein 
Schwarzer. Aus der Bibel wissen wir, dafi er seine Heimat verliefs 
und dafi diese Heimat Uz alias Usedom war. Der Ort Loddin, nahe 
dem vollig untergegangenen Orte Vineta ist die Heimat Lot-Lofars 
gewesen. Von dort aus zog er — wie die Edda erganzt — nach 
Joruvalla, das ist das biblische Jerusalem, das heutige Goslar. 

Unter den Ahnen des Lot-Lofar wird als Siebenter von Nyi aus 
„Althiof" genannt, und ich irre nicht, wenn ich diesen Hiof mit 
dem Hiob der Bibel identifiziere. Das Buch Hiob ist das alteste des 
Alten Testaments und ist slawisch; alter sind nur die ersten Kap. d. 
1. B. Mose. 

Die Beschreibung der Tiere im Buche Hiob fiihrt uns um Jahr- 
zehntausende zuriick. Hiob erwahnt nordische Tiere, von denen 
kaum noch Knochenreste gefunden werden, Tiere, die nach der 
letzten Eiszeit nirgends mehr erwahnt werden. Des Behemoth 
Knochen sind wie festes Erz, die Gebeine wie eiserne Stabe. Gern 
liegt er im Schatten ! Er nahrt sich von Krautern und ist „der An- 
fang der Wege Gottes". Der riesige Leviathan wird noch genauer 
beschrieben. „Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenk, dafi 
ein Streit sei, den du nicht ausfiihren wirst." Seine Zahne stehen 
124 



schrecklich umher, seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilder, 
sein Niesen glanzt wie Licht, seine Augen sind rot. Aus dem 
Munde kommen Flammen und feurige Funken wie Fackeln, aus 
der Nase kommt heifier Rauch — wie genau stimmt die Beschrei- 
bung des Leviathan zu der Drachenbeschreibung im Beowulf !! 

Es heifit weiter: „Er hat einen starken Hals und ist seine Lust, 
wo er etwas verderbet. Sein Herz ist hart wie Stein. Wenn er sich 
erhebt, so entsetzen sich die Starken, und wenn er daherbricht, so 
ist keine Gnade da. Wenn man zu ihm will, so regt er sich nicht 
oder mit Spiefi, GeschoS oder Panzer. Er achtet Eisen wie Stroh 
und Erz wie faules Holz. Kein Pfeil wird ihn verjagen, Schleuder- 
steine sind ihm wie Stoppeln, den Hammer achtet er wie Stoppeln 
und spottet der hebenden Lanze. Unter ihm liegen scharfe Steine 
und er fahrt iiber scharfe Felsen wie iiber Koth." 

Von Geschopfen, von denen selbst Flintenkugeln abprallen, 
hort man noch aus Amerika. Hier in Europa ist ihre Spur fast erlo- 
schen, aber als solche Drachenwesen hier noch lebten, hielt Hiob 
schon seine erschiitternden Klagereden ! Ein grofies Erdungliick 
lag auch nicht allzu fern zuriick, denn in sehr lebendiger Weise 
wird von der Sonne, die nicht aufgeht, von den Bergen, die ver- 
setzt sind, von Land, das sich aus seinem Orte bewegte und Pfei- 
lern, die gezittert haben, gesprochen. Aber die Ostsee existierte zu 
Hiobs Zeit noch nicht, jene Gegend war nicht von diesem Ungliik- 
ke betroffen worden aufier durch Kalte, Dunkelheit und Verei- 
sung, die alles Lebendige bis auf Einzelne vernichtete. — Das 
Land Uz wird im Buche Hiob erwahnt, es ist Usedom, ein Wort, 
das aus Uz und Edom zusammengesetzt ist. Die Edda nennt 
„Swarin" die Heimat der Zwerge — Swarin ist Schweden, und 
zwar Siidschweden, das ganze grofie in der Ostsee begrabene 
Land, zu dem einst Usedom noch gehorte. Erst lange nach Hiob, 
zu Lot-Lofars Zeit, entstand die Ostsee, als das Land dort versank 
und das Wasser die Tiefen ausfiillte — dieses Wasser, das Meer 
der Toten oder Totes Meer genannt wurde, weil es Lander und 
Stadte mit allem Lebendigen begrub und iiberflutete. 

Auch die nordischen Chaldaer werden im Buche Hiob erwahnt ! 
Er als Nordlander erzahlt, dafi von Siiden Wetter, von Norden 
Kalte kame. Wie oft findet sich die Nachricht, dafi damals Wetter 
aus dem Siiden kam. Die ganzen Beschreibungen passen garnicht 
auf Palastina; Frost, Kalte, Schnee, Eis, Hagel, Nebel, Platzregen, 
alles deutet auf nordliches Klima. An Tieren werden erwahnt: Die 

125 



wilden Tiere im Lande und Lowe und Gemse, Rofi und Stier, Otter 
und Schlange, das Einhorn, Schaf, Esel, Kamel, Walfisch, Adler, 
Rabe, Habicht, Pfau, StrauS, Heuschrecke — wer wollte behaup- 
ten, dafi alle diese Tiere einst nicht im Norden leben konnten? 

An Pflanzen werden erwahnt: Schilf, Gras, Wein, Wachholder, 
Nesseln, Disteln, Dornen, Gerste, Weizen und Bachweiden; Ze- 
dern nur im Vergleiche. Zedern wuchsen einst auch im Norden, 
wie aus Parzifal (Buch 5) hervorgeht ! — Auf dem Brocken stan- 
den Cedern. 

Uber das Leben der Menschen in jener versunkenen Zeit gibt 
gerade das Buch Hiob die interessantesten Aufschliisse ! Es gab 
Stadte, Hiitten der Armen und Steinsale der Reichen. Die Saat 
stand dick bei den Quellen und das Haus auf Steinen. Gleichzeitig 
aber wohnten verachtete Menschen in Erdlochern und Steinritzen. 
Auf hohe Kultur weist alles hin. 

An Waff en gab es Kocher, eherne Bogen, Pfeile, SpieSe, Lanzen, 
Schleudern, Hammer und Harnische; diese werden erwahnt, es gab 
vielleicht noch mehr ! Man wufite das Erz zu schmelzen und wagte 
sich an grofie Werke, legte Hand an die Felsen, grub Berge um, rifi 
Bache aus Felsen und wehrte dem Strome des Wassers. Gold und 
Silber spielt in alien alten Geschichten eine grofie Rolle bis zu Salo- 
mo hin, der in einem Jahre 666 Zentner Gold bekam, und zu dessen 
Zeit das Silber fur nichts gerechnet wurde. Aber Homer und Edda 
bezeugen beide, dafi Eisen teuer war und gesuchter als Gold. Um 
einen grofien eisernen Kessel entbrannte Streit. Es ist ein schwerer 
Irrtum, wenn wir die Broncezeit nach der Steinzeit ansetzen. Diese 
kam zuletzt, als durch die letzte Eiszeit Jammer und Not grofi ge- 
worden waren. Es mufi so gerechnet werden: 

1. Edelsteinzeit, 

2. Goldene Zeit und Broncezeit und Eisernes Alter, 

3. Steinzeit. 

Starke Schiffe gab es dazumal schon, als „Verflucher des Tages" 
noch lebten ! Wie weist das Wort wieder auf die Nachtganger A- 
dam und Kain hin ! Und werter: welche beinahe verbliiffende Uber- 
einstimmung mit der Edda betreffs des Ursprungs der Zwerge: 
Dort wird gesagt, sie seien Maden gewesen, im Buche Hiob steht 
bei der Schilderung des erbarmlichen Menschen: „Wieviel weni- 
ger ein Mensch, die Made, und ein Menschenkind, der 
Wurm?" Auch der letzte Ausdruck wird in der Edda gebraucht ! 

Wir konnen weiter ersehen, dafi man wufite, dafi es — verhalt- 

126 



nismaSig — noch nicht lange „Zwerge" auf Erden gab, wenn man 
auch Geschlechter hinter sich hatte: „Denn wir sind von gestern 
her und wissen nichts; unser Leben ist ein Schatten auf Erden." 

Hiob verglich sich mit den starken, langlebigen Riesen, 
als er bitter sagte: „Ist doch meine Kraft nicht steinern, 
mein Fleisch nicht ehernl" Das menschliche Elend mufi dem 
Zwerge friiher viel mehr zum BewuStseine gekommen sein als er 
sich noch mit Wesen anderer Art vergleichen konnte ! Hiob 
fragte: 

„MuS nicht der Mensch immer im Streite sein auf Erden und 
seine Tage sind wie die eines Tagelohners?" 

„Der Mensch, der Geborene, der vom Weibe Geborene (wie 
mehrfach betont wird) „lebt kurze Zeit und ist voller Unruhe, 
geht auf wie eine Blume und fallt ab, flieht wie ein Schatten und 
bleibt nicht/' 

„Wasser wascht Steine weg, und die Tropfen flofien die Erde 
weg, aber des Menschern Hoffnung ist verloren." 

„Gott macht etliche zum grofien Volk und bringt sie 
wieder um. Er breitet ein Volk aus und treibt es wieder 
weg." 

Dann kommt der Tod, der Schlaf, die Veranderung, die Wande- 
rung ins Land des Dunkels und der Finsternis — denn „der 
Mensch wird (im Fleische) nicht wieder auferstehen"! 

(An einer Stelle steht vom Erloser und von Auferstehung — 
diese Stelle ist aber von einem Abschreiber vielleicht viel spater 
eingeschoben.) Man war sich einstmals klar dariiber, dafi der 
Mensch fleischlich nicht wieder auferstande. Man wufite aber See- 
le und Leib zu unterscheiden: „Seele und Gebeine wiinschen den 
Tod." „Weil er das Fleisch an sich tragt, mufi er Schmerzen haben 
und, weil seine Seele noch bei ihm ist, muE er Leid tragen." Hiob 
wird getrostet: „Es sind Graue und Alte unter uns, die langer ge- 
lebt haben als deine Vater" und Hiob lebte nach seinem Leiden 
noch 140 Jahre und sah Kinder bis ins vierte Glied ! Wir heutigen 
Menschen leben noch viel kiirzere Zeit — und klagen nicht; wir 
sind es nicht anders gewohnt. Hiob scheint nach Kap. 31, Vers 28 
ein Richter gewesen zu sein; auch das stimmt mit der Edda iiber- 
ein ! 

Hiob lebte zur Zeit der Gotter und Satansherrschaft. Stande das 
am Anfange des Buches nicht so klar ausgesprochen, deuteten 
nicht soviele Merkmale auf die alte Zeit hin, so konnte man mei- 

127 



nen, ein Gott im geistigen Sinne wurde verehrt ! Aber das ist nicht 
der Fall ! Wir haben die alten Geschichten sehr real aufzufassen. So 
wie die Gotter da geschildert werden, lebendig und machtig, so 
waren sie, die Erbfeinde und Nachtganger. 

Hiob verwahrt sich ausdriicklich dagegen, Gotzenanbeter zu sein 
oder Gestirnanbeter, er hat zum Goldklumpen auch nicht „mein 
Trost" gesagt, er hat nicht das Licht angesehen, wenn es hell leuchte- 
te und den Mond, wenn er voll ging. Wer aber war sein Gott? 

Gott und sein Zorn werden immer wieder erwahnt. Es gab viele 
lebendige Gotter, aber einem war Volk oder Stamm besonders 
untertan, wie heute seinem Konige, wenn es auch viele Konige 
gibt. Hiob fragt Gott: „Hast du denn auch fleischliche Augen oder 
siehest du wie ein Mensch sieht?" Weiter sagt er von Gott: „Denn 
er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten mochte, dafi wir 
vor Gericht miteinander kamen." Wie seltsam ware diese Idee, 
wenn es sich nicht um einen lebendigen Gott (im einfachen, 
wahren Sinne des Wortes) handelte ! Er lebte, aber er liefi sich 
von den Menschen meist nicht sehen. Darum heifit es: „Gott ist 
grofi und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand forschen !" 

Ist auch manches schon im Buche Hiob verwischt, es schildert 
doch wie kein anderes die alte Zeit und zollt Lob und Preis der 
Weisheit. Soviele herrliche Werke schuf man, „wo aber will man 
Weisheit finden? und wo ist die Statte des Verstandes? niemand 
weifi, wo sie liegt und wird nicht gefunden im Lande der Leben- 
digen; der Abgrund spricht: sie ist in mir nicht; und das Meer 
spricht: sie ist nicht bei mir; man kann nicht Gold um sie geben, 
noch Silber darwagen, sie zu bezahlen; es gilt ihr nicht gleich 
ophirisch Gold oder kostlicher Onynch und Saphir." Die Ver- 
dammnis und der Tod sprechen: wir haben mit unseren Ohren ihr 
Geriicht gehort; Gott weifi den Weg dazu und kennt ihre Statte; 
denn er sieht die Enden der Erde und schauet alles, was unter 
dem Himmel ist; da er dem Winde sein Gewicht machte und setz- 
te dem Wasser seine gewisse Mafe; da er dem Regen ein Ziel 
machte und dem Blitz und Donner den Weg; da sah er sie und 
zahlte sie, bereitete sie und erfand sie und sprach zum Menschen: 
„Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit und meiden 
das Bose, das ist Verstand." So wird ein guter lebendiger Gott 
geschildert, es gab aber nicht nur gute; klug waren sie alle, aber 
nicht gut ! — 

Heute ist es ebenso wie zu Hiobs Zeiten: Wissenschaften und 

128 



Tafel VII. 







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Tafel VIII. 








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Die Platte mit den Kopfen der Zwillinge. 

Nachbildung. (Gesichter nicht mehr erkennbar.) 




Abb. 2. Clusfelsen von der Ebene aus gesehen. 

(Siehe S. 207.) 



soviele grofie Werke, wo aber kann man Weisheit finden? — 
Krishna sagte, Ergebenheit und Hingebung an die Gottheit, des 
Ubergeistigen Studium und Verehrung der Philosophie, „das ist 
die einzge Weisheit hie und eine andre gab es nie." Krishna ist 
Christus ! 



II. 
Lot (alias Peleg) und Yaketan. 

„Vineta lag, die stolze Stadt, 
Wohl an der Ostsee Strand, 
Die reichste und die machtigste 
Ringsum im ganzen Land \" 

Wenn wir das im 1. B. Mose iiber „Lot und Abraham" Gesagte 
recht aufmerksam betrachten, dann wird uns klar, dafi einmal 2 
Briider, einmal Onkel und Neffe unter denselben Namen be- 
schrieben werden, dafi also 4 Personen unter 2 Namen erscheinen ! 
Der erste „Lot" und sein Bruder sind zwei hochwichtige Person- 
lichkeiten, denn sie sind mit Peleg und Yaketan identisch ! Peleg 
(Pelot alias Pilot?) verlieS die Heimat dicht vor einem Ungliicke, 
dicht vor ihrem Untergange, und ebenso sein Bruder Yaketan ! Die 
Bruder trennten sich — einer ging zur Rechten, der andere zur 
Linken — sie sahen sich niemals wieder ! Yaketan (falschlich Abra- 
ham genannt) sah das Ungliick, dem noch Pelegs Frau zum Opfer 
fiel, nur aus weiter Feme. 

Lot alias Peleg wurde durch seine Tochter Stammvater 
der Ammoniter und Moabiter. 

Yaketan (falschlich Abraham genannt) kam an den Nil und 
ist der Stammvater des Volkes, das Mose von der Herrschaft 
der „rom" befreite ! Jaketan hatte 13 Sonne ! 

Yaketans Nachkommen kampften nach Zeiten mit Ammonitern 
und Moabitern. 

129 



In der Hamburger Handschrift steht, dafi „Eva" 2 grofie Un- 
glucksfalle geweissagt hatte. Einer kam zu Pelegs und Yaketans 
Zeit. Peleg war in Sodom, einem Orte, der nahe bei Zoar lag, 
und beide Orte lagen auf Uz alias Usedom, dem Lande 
Hiobs! 

Im 1. B. Mose werden 5 Stadte genannt, welche zu jener Zeit 
untergingen; auf Usedom hat sich nur die Erinnerung an Vineta 
erhalten, aber merkwiirdiger Weise wird an mehr als einer Stelle 
Usedoms und Wollins behauptet, dort sei eine Stadt untergegan- 
gen) — sehr mit Recht, denn 5 Stadte gingen in der Gegend unter, 
das Besitztum der nachbenannten 5 Konige, das teils versank, teils 
verbrannte. 

1. Mose 14 steht: 

1. Bera, Konig von Sodom — Lots Ort, heute Loddin bei Ko- 
serow, 

2. Birsa, Konig von Gomorra — Jumne an der Odarra alias O- 
der, 

3. Sineab, Konig von Adama — Dymine, Jumne gegeniiber, im 
Dammschen See versunken, 

4. Semeber, Konig von Zeboim — Julin, Julo bei Stettin, Alt- 
Stettin also ! 

5. Zoar oder Bela — das ist Alt-Koserow alias Vineta, einst auf 
Usedom, dann versunken. 

Heute noch heifit ein Weg bei Loddin „Fufiweg nach Vineta"! 
Dafi sich im Wasser nur unbehauene Steine finden, ist absolut kein 
Beweis gegen das einstige Vorhandensein Vinetas. Bauten doch 
die alten Riesen gerade mit unbehauenen Steinen ! Die massenhaft 
gefundenen arabischen Miinzen sind Funde von prahistorischen 
Bewohnern. Diese Miinzen werden nichtarabische zu nen- 
nen sein, sondern arische. Sogenannte arabische Zahlen 
sind die Zahlen der Germanen, der Arier uberhaupt; 
Kain erfand die romischen Zahlen, die also jiinger sind 
als die unserenl Finden wir alte Steine mit arabischen, 
richtig gesagt arischen Ziffern, dann mogen wir den Stein 
fur ganz besonders alt (und nicht fur jung, wie es im Harze mit 
einem alten Steine geschieht), halten ! 

Das Tal Siddim lag ostrich von Hiddensee — Wasser rauscht 
heute dariiber hin ! Sodom und Gomorra gingen unter, aber nicht 
ganz ! Der Herr (damit ist Gott gemeint) liefi Schwefel und Feuer 

130 



von dem Herrn vom Himmel (das ist das Gestirn) regnen und 
kehrte die Stadte um und die ganze Gegend und alle Einwohner 
der Stadte und was auf dem Lande gewachsen war. Lot lief von 
Sodom nach Zoar. „Da (so steht im altsachsischen Bruchstiicke) 
zum Sitze sich neigte die leuchtende Sonne, der Gestirne glan- 
zendstes, da stand er vor dem Stadttore. Schwarz schritt und 
schwer die Nacht mit ihren Nebeln, es nahte der Tag; vor den 
Hausern gesamt sang der Morgenvogel vor des Tages Aufgang." 

Lot verlieS Sodomsburg von den Engeln, d. h. Angeln gefiihrt, 
den Abgesandten „Gottes" (aber welches Gottes !?), welche dieser 
nach Osten (also nach Uz und nicht nach Ur) geschickt hatte. Die 
Satanskinder waren Nachkommen Kains. Der „Gott", der seine 
Angeln schickte, kann nicht mehr der Skote gewesen sein, von 
dem im ersten Buche Mose anfangs geschrieben steht. Von Joru- 
valla aus hatte er die Boten geschickt, denn dorthin fiihrten die 
Boten Lot und seinen Anhang. 

Lot-Lofar war Zwerg alias Slave (Schwarzer), Lot-Loki dagegen 
war Odins Verwandter, des Konig Odins und nicht des Urahnen 
Odins Verwandter, war also Romane und nicht Slave ! Das mufi 
genau beachtet werden. Lot-Lofar lebte vor Loki, und er lebte auf 
Uz alias Usedom, wahrend Loki ursprunglich in Schottland war. 
Lot-Lofar ist mit Peleg, Yaketans Bruder identisch; Lot-Loki ist mit 
Abrams Neffen identisch, denn Abram ist der Vater (nicht Grofi- 
vater) des Edom alias Esau alias Saul, der Konig wurde und we- 
gen seiner Rote Edom (Odin) genannt wurde. (Das erste Buch 
Mose schliefit vor Abram; mit Abram sind wir plotzlich in der 
Zeit vor Mose — Jahrzehntausen.de nach Adam — angelangt 
Saul ist mit Esau identisch, David ist gleich Jakob.) 

In der Edda (Voluspa 14) steht, dafi Lofar (alias Lot) nach ]o- 
ruvalla zog, das ist Jerusalem alias Goslar im Harze. Lofar zog 
also von Osten nach Westen, wahrend Lot-Loki umgekehrt von 
Westen aus nach dem Harze kam, aber nach Sieber alias Sichem 
und nicht nach Joruvalla-Jerusalem-Goslar. 

Riesen, Heiden, Amoniter und Amalekiter werden zu Lots Zeit 
in der Bibel erwahnt — Amoniter gab es aber vor Lot ja noch 
garnicht, Amoniter stammten erst von Lot ab ! Da sind wieder die 
Zeiten des ersten und des zweiten Lot irrig miteinander identifi- 
ziert worden ! — Die Erwahnung der Amalekiter ist eine sehr 
wichtige Notiz, denn dieses uralte (ausgestorbene) Riesenvolk 

131 



wird auch in anderen alten Schriften erwahnt ! Die Edda nennt sie 
„amatkische Joten"\ 

In einer arabischen Erzahlung steht geschrieben, eine sehr gro- 
Se Frau stammte noch von den Amalekiten ab. An anderer Stelle 
heifit es: „Ein Konig, der noch von den Amalekiten abzustammen 
schien, denn er war iiber 30 Schuh hoch." Die Araber nannten die- 
se Riesen die „Erstlinge iiber die Volker". — Der biblische Agag, 
der zu Lebzeiten Sauls und Davids ein Konig war, ist Amalekit 
gewesen. — Amalekiter waren Ismaels (Mose) Erbfeind, d. h. Is- 
mael kampfte gegen sie ! Von jeher haben auch 7 der Grundstam- 
me gegen 2 gekampft 

Nichts ist im A. T. schwerer verstandlich und hat mehr Irrtii- 
mer gebracht als der Ausdruck Israel. Da stecken uralte Uberset- 
zungsfehler. Der Grundstamm der Iranier wird Volk Israel ge- 
nannt. Stamm Israel werden die Nachkommen des Ismael-Mose 
(von dem 12 Unterstamme ausgingen) genannt. Israel ist gleich 
Asamonaer von Lot-Lokis natiirlichem Sohne Jormungand-Moin- 
Mose. Stamm Juda ist gleich Odinaer-Edomiter alias Herodianer 
von Amrams Nachkommen Edom-Esau-Saul. — Israelit, Jude, 
Hebraer, Semit ist also nicht einerlei sondern viererlei ! Isaak ist 
gleich Aaron; Makkabaer sind gleich Etruskern alias Tyrrhenern. 
Makkabaer und Asamonaer sind Bruderstamme, aber nicht iden- 
tisch ! 

Adam und Noah lebten nach der vorletzten grofien Flut, nicht 
nach der letzten Flut. Nach der vorletzten Flut entstanden die 9 
Stamme, welche Edda und Homer nennen, deren Spuren in der 
Bibel vorhanden waren, aber verwischt wurden. In Irland waren 
erst Iranier al. Uranionen al. Berserker, dann Hibernier al. Galen 
al. Kelten; Angeln wohnten im Harze, als Lot-Lofar, der Slawe, 
dorthin geholt wurde. 



132 



Dritter Teil: Das kriegerische Zeitalter. 

I. 
Der Gott, der Mose rief. 

Schmahlichen Anblicks lag auf Erden 

das Leben der Menschen, 
Unter der Religion gewaltsam nieder- 

getreten, 
Die vorstreckte das Haupt aus den 

himmlischen Regionen 
Mit entsetzlichem Blick herab auf die 

Sterblichen drohend. Lukrez. 

Auch ich ware wohl niemals der Riesengestalt des Mose und 
den Pfaden, welche er das Volk fiihrte, auf die Spur gekommen, 
wenn ich nicht seirten „Gott" gefunden hatte ! Darum sei es mir 
gestattet, erst von diesem Gotte zu reden und meine Leser densel- 
ben Weg zu fiihren, den ich gegangen bin. 

Als ich die arabischen Geschichten durcharbeitete, fiel es mir 
auf, daS soviele und teils widersprechende Aeufierungen iiber 
„Salomon" darin standen. Ich kam schliefilich zu der Uberzeu- 
gung, dafi es einst zwei Wesen desselben Namens gegeben haben 
miisse und ich fand sie auch: Der eine ist ein Sterblicher, der bibli- 
sche Salomo, der andere war einer der „Gotter". 

Es sei hier gesagt, dafi Adam, der Rote, Sonnenanbeter war 
und dafi lebendige Gotter — das heifit Wesen von Fleisch und 
Blut — vielfach die Anbetung der Sonne und Ahnen verdrang- 
ten. Im egyptischen Totenbuche sind Stellen aus der Zeit des 
Sonnenkults erhalten. 

Ich sah also, dafi ein Gott von einem Volke „Salomo, Sohn Da- 
vids", genannt wurde — welcher der Gotter aber konnte es sein?! 
Ich priifte alle kleinen Notizen iiber diesen Salomo und suchte 
seinen Wohnort zunachst festzustellen. Da er aber (wie heute noch 
jeder Konig) nicht nur ein Schlofi, nicht nur einen Wohnort hatte, 
war das nicht so ganz leicht. Nach Westen wiesen einige Spuren 

133 



und in ein Land Saba und zu einer Stadt von Messing sowie zu- 
gleich ganz klar zu einer „Insel des rauchenden Berges". Ich 
suchte lange die messingene Stadt in Spanien, besonders da friiher 
spanischer Messing erwahnt wird , — endlich aber f iel es mir wie 
Schuppe« von den Augen, und ich fand den Hauptsitz des Gottes,, 
die einstige „Stadt von Messing", auf Sizilien — es ist Mes- 
sina, die Stadt auf der Insel des rauchenden Berges. 

Dieser „Gott" Salomo befehligte Geister, die aus dem Wasser 
kamen — mit dem Wasser stand er in engster Beziehung — er ist 
identisch mit Kronos ! (Kronos, Karl, Kain, Romulus ist ein und 
derselbe Name.), Salem und Salomon waren biblische Ausdriicke; 
sollte — doch die Spur auf Sizilien, die Weisung nach Westenl? 
Der Schuldrill sitzt fest; Jude, Osten und Moses, der da in einer 
Sandwiiste 40 Jahre lang planlos umherzog, das hangt im Kopfe 
zusammen; man kommt ja garnicht auf den Gedanken, dafi er gen 
Westen gezogen sein konnte ! Aber eine zweite Gestalt hatte wie 
keine andere meinen Forschungstrieb geweckt: Alexander, der 
Zweihornige ! Kein Buch aufier jenem arabischen nennt einen 
solchen Alexander, und dennoch mufi er eine beriihmte Person- 
lichkeit gewesen sein. Hier sind die Notizen iiber ihn: 

1. In der Nahe des Reichs der Dunkelheit, nicht weit vom Meere 
Alexanders, des Zweihornigen, und der Quelle des ewigen Le- 
bens. 

2. Ein Konig der Araber fand einen Schatz von den Zeiten Alex- 
anders her. 

3. Wir miissen immer dem Rande der Wiiste folgen, finden aber 
viele Wohnungen, Brunnen und Bache, die Alexander, der Zwei- 
hornige, eroberte, als er sich gen Westen wandte; die meisten 
Brunnen auf unserem Wege hat er graben lassen. 

4. Alexander, der Zweihornige, sah auf seinen Ziigen ein 
schwach.es Volk, das garnichts von den Annehmlichkeiten der 
Welt besafi. 

5. Alexander, der Zweihornige, machte einen Zug gen Westen 
zur messingenen Stadt. 

6. In einer Geschichte, in der ein Fischer Djaudar mit dem 
Abendlander Mahmud zusammentrifft, werden in einem Schlosse 
in der Adlersschlucht tot (einbalsamiert) daliegende Konige gezeigt 
Auf der Tafel vor einem stand: „Wanderer, der du einst hierher ge- 
langst, wisse, dafi ich, der machtige Alexander von dem Zauberer 
Sintbest besiegt worden bin." Man kann sich nicht denken, dafi die- 

134 



se Inschrift in einem Saale war, da sie an einen voriibergehenden 
Wanderer gerichtet ist, sie mufi urspriinglich im Freien aufgestellt 
gewesen sein. Sie sollte erzieherisch wirken und an die Vergang- 
lichkeit alles Irdischen erinnern. — In dem Raume, in dem sie spa- 
ter war, hatte Sintbest, der grofite Zauberer und „hochste Konig 
seiner Zeit" einen Stuhl, hielt sich also manchmal dort auf. 

Auch die arabischen Geschichten stammen aus verschiedenen 
Sprachen, da dieselben Personen unter verschiedenen Namen darin 
vorkommen. Mose ist es, der in manchen von ihnen (nicht in alien) 
unter dem Namen Alexander der Zweihornige verzeichnet ist. 

Adam und David bedeuten: Der Rote. 

Wenn Jesus, Sirachs Sohn, im 47. Spruche sagt: „Du (Salomo) 
wurdest genannt nach dem Namen des Hochgepriesenen, der ge- 
nannt ist iiber Israel — " so ist damit nur gemeint, dafi Salomo den 
Beinamen Odin alias Edom oder Adam oder Her-od-es bekam, 
was geschichtlich vollig stimmt, wie ich zeigen werde. Der Gott 
der Joten war Kronos-Salomo-Kain, der Sohn Adams, der auch 
David genannt, wurde. (Wenn ein lebendiger Gott aus dem Leben 
schied, wurde sein Schadel angebetet, es wurde also Ahnenkult 
getrieben. Modern und heute am besten verstandlich driicke ich es 
so aus: Es wurde eine spiritistische Religion daraus, durch die un- 
endlich viel Unheil auf die Erde kam.) Kronos Sohn, Poseidon, war 
also ein Sohn Kains. 

Poseidon, von Plato sehr richtig als Atlantier bezeichnet, hatte 
wohl Menschengestalt, doch weder Menschengesicht, noch Men- 
schenfiifie. Hier soil noch Homer zu Worte kommen. Wohl moch- 
ten die langen Gewander den Unterkorper verhiillen, wohl zeigten 
sich die Gotter meist in anderer Gestalt oder sitzend — Homer 
wufite doch genau Bescheid: 

1. Wohl ja bemerkt ich von hinten der Fiifie Gang und der 
Schenkel, 

Als er hinweg sich wandte, denn leicht zu erkennen sind 
Gotter, 

2. Die Gestalten der Gotter sind denen der Sterblichen ahnlich 

— ahnlich aber nicht dieselben ! 

3. ... Denn welches Sterblichen Auge 

Mag des Unsterblichen Gang, der sich verhiillet, entdecken? 
Ahnen- und Sonnengotter hatte die Menschheit sinken sehen, 
jetzt sanken die lebendigen Gotter. Herodot schrieb: „Dem beschie- 
denen Geschicke kann niemand entfliehen, selbst ein Gott nicht \" 

135 



II. 

Cornuta Moysi facies! 

„Was fragst du mich ? 
Warum versuchst du mich ? 
Alles weiss ich, Odin! 
Wer dein Kleinod birgt deins: 
In jeder Haide 
Bei Mimirs Brunnen — 
Mimir wird trinken den Meth 
Morgen zum letzten Male 
Aus Walvaters Pfande") 
Wisst ihr's Ende oder was ? 

Edda, Voluspo. 

Im Alten Testamente taucht plotzlich ein Mann von 80 Jahren 
auf, der unsere ganze Teilnahme erweckt. Seine Zunge ist schwer, 
er ist nicht ein Mann der Worte, er ist ein Mann der Tat ! Einer der 
„Gotter" hat ihm die Ausfiihrung einer Riesenaufgabe zugetraut, 
und er hat sie ausgefiihrt. Wie ein Fels ragt er einsam und fremd 
aus dem Zwergenvolke (den Slawen) empor, nur dem „Gotte" 
gegeniiber ist der Held wie ein Kind. Ein Mann steht vor dem Pha- 
rao, der alle Zeichen des echten Genies an sich tragt. Er fiihrt 38 
Jahre lang ein grofies Volk, und es sollte aufier der Bibel kein Lied, 
kein Heldenbuch von ihm erzahlen? Das ist eine Unmoglichkeit ! 
Das ist so wenig moglich, dafi man sagen miiSte: Die Geschichten 
von ihm sind groSartig erfunden, aber keine Wahrheit — oder wir 
besitzen Sagen, die von Mose melden, wir konnten sie nur lange 
nicht verstehen. — Im A. T. steht iiber die 80 Jahre seines Lebens 
scheinbar fast nichts — er wohnte bei einem Brunnen, ehe er kam, 
das ist ungefahr alles, was iiber den jungen Mose dazustehen 
scheint. Aber die Bruchstiicke des 1. B. Mose sind Ubersetzungen 
aus verschiedenen Sprachen, Ismael ist gleich Mose — Ismael 
wurde ausgesetzt, Mose wurde ausgesetzt, aber wie verschieden 
wurde dieselbe Tatsache von den beiden verschiedenen Bericht- 
erstattern erzahlt !! Diese Aussetzung wird indessen auch in der 
Edda berichtet, und endlich kann die Wahrheit durch Verglei- 
chung der 3 Berichte an den Tag gezogen werden ! 

Der Brunnen, an dem Mose wohnte, ist der Brunnen des Leben- 
digen, an dem Ismael diirstend lag und von dem 1. Mose 16,14 ge- 
schrieben steht. Auf Mose stimmt alles, was iiber Ismael geschrie- 



*) Das Pfand ist der Gral ! 
136 



ben stent, er wurde der Vater von 12 Fiirstenl Er war der wilde 
Mensch, der gegen alle war. 

Die Theosophie hat einen egyptischen Initierten (Eingeweihten 
oder Adepten) aus ihm gemacht; eine Phantasie ist das, weiter 
nichts. Schiire hat in seinem Werke „Die grofien Eingeweihten" 
iiber Mose geschrieben: „Mose, der egyptische Eingeweihte, der 
Priester des Osiris, trug das bisher unter dreifachem Schleier ver- 
borgen gewesene Prinzip des Monotheismus hinaus aus dem In- 
nern der Tempel in den Bereich der Geschichte." Mose aber lebte 
vor Osiris und war ein Krieger, ein guter Schutze, Mars, der 
Kriegsheld, und wurde erst spat Priester. 

Mose wird auch als Oberaufseher der „Juden // geschildert — in 
dieser Stellung soil er den Egypter getotet haben. Manetho und 
Strabo nennen ihn Hosarsiph; er wird als der spater vom Morde 
entsiihnte Priester, als Sohn der Schwester Ramses des Zweiten 
und Vetter des Menaphtah hingestellt. Mose soil erst verstandlich 
werden, meint Schiire, wenn man seine Erziehung im Sonnentem- 
pel von Memphis bedenkt — nein, ehe dieser Tempel gebaut wur- 
de, war Mose. Sowie man nur an das Kind Mose herantritt, steht 
man vor Fragen, welche — wie verwunschene Prinzessinnen des 
endlichen Erlosers — der Antwort harren. Wann wurde Mose ge- 
boren und wo lebte er als Kind? Die Egypter nennen Mose Mutter 
eine egyptische Prinzessin, und im A. T. wird er von Zipora als 
egyptischer Mann bezeichnet, also als Roter ! Auch Sohn des Her- 
mes wird er genannt. Im 2. Mose 2 steht, ein Weib vom Stamme 
Levi und ein Mann vom Stamme Levi seien seine Eltern gewesen. 
In einem anderen Bruchstiicke, im Kapitel 6, wird gesagt, dafi Am- 
ram seine Muhme Jochebed nahm und diese Aaron und Mose ge- 
bar. (Das Wort „Stamm // in der Bibel mufi jedesmal mit der grofi- 
ten Sorgfalt gepriift werden, denn manchmal ist damit ein Unter- 
stamm, manchmal einer der 9 indogermanischen Grundstamme 
gemeint.) 

Im 2. Mose 2,6 wird Mose ein „heb <raisches Kindlein" genannt, 
im 2. Mose 2,19 ein „egyptischer" Mann !! 

Wie ist dieses Ratsel zu losen? Mose war doch dem Pharao in 
Egypten fremd gewesen und hatte seine Sprache nicht verstan- 
den ! Auch steht geschrieben: „Siehe, die Kinder Israels horen 
mich nicht, wie sollte mich denn Pharao horen, dazu bin ich von 
unbeschnittenen Lippen — „ 

Er war also weder Siid-Egypter noch Israelit. Ein Hebraer ist 

137 



ein Nachkomme Habels, ein Egypter Nachkomme Kains und des- 
sert zweiter Frau; wenn Mose also einmal als Hebraer und das 
andere Mai als Egypter angegeben wird, so wissen wir durch die- 
se Notizen noch garnichts, haben uns nur vor Irrefiihrungen zu 
hiiten. Wenn Mose aus Egypten gestammt hatte, dann ware auch 
zu fragen, aus welchem der beiden Reiche Egypten? Auch die 
Bibel nennt indirekt zwei egyptische Reiche: Im 1. B. Mose 13 wird 
Egypten mit einem wasserreichen Garten Gottes verglichen, dage- 
gen 5. Mose 11,10 wird von Egypten gesagt, sie miiSten das Land 
selbst tranken wie einen Kohlgarten, was auf das direkte Gegenteil 
deutet, auf Diirre, Wasserarmut und schwierige Verhaltnisse. Die 
Leute in Niflheim am Nile „unten im neunten Reiche", wie die 
Edda sagt, waren Mischromanen, die Niflunge in Niflhel im Nor- 
den waren Nifl-Hellenen, denn Niflhel lag in Nord-Helgoland und 
war von Romanen mit Hellenen gemischt, bewohnt. 

Jeder Gott und grofie Mann wurde friiher in je der Sprache 
anders genannt — das ist der Grund, dafi erst jetzt die Identitat 
solcher Manner erkannt wird, die bisher als vollig verschiedene 
Personen angesehen wurden. 

Mose ist identisch mit Alexander dem Zweihornigen alias dem 
Grofien, mit Herakles oder Herkules, er war es, der mit dem Vol- 
ke nach Westen und nicht nach Osten zog, wie ich zeigen werde. 
Bis auf den heutigen Tag wird Mose auch mit 2 Hornern abgebil- 
det. — Mose ist in der Edda: Jormungand, Muspel, Motsognir, 
Augustus, Moin, Mimir. Es steht Gylfag. 34: „Und Loki hatte noch 
andere Kinder. Angrboda heifit die Gigantin in Jotunheim, mit 
welcher er 3 Kinder zeugte: eins war Fenris, der Wolf (Aaron), das 
andre Jormungand (Mose), der (sogenannten) Midgartsschlange; 
die dritte ist Hel (Mirjam)." Durch Orakel erfuhren die Asen, daf» 
durch diese Kinder grofies Unheil bevorstehe; darum wurden sie 
der Mutter weggenommen. Hel wurde nach Niflheim verbannt, 
also nach Egypten an den Nil, Fenris blieb bei den Asen (er wurde 
gefangen gehalten) und Jormungand alias Ismael-Mose wurde 
ausgesetzt. Edda und Bibel berichten also ubereinstimmend diese 
Aussetzung ! Und in Edda und Bibel wird diese Aussetzung auf 
einen Prophetenspruch zuruckgefiihrt — Abra-ham war ein Hamit 
mit roten Augen mit Romanen gemischt, der sich — als Abram — 
nur zu den Romanen rechnete ! 

Dafs Mose Mutter in Jotunheim war, sagt nicht, dafs sie in Jilt- 
land war, denn zu ihrer Zeit war der Harz das letzte Besitztum der 
herrschenden Joten. Diese Joten, Romanen, Sinter oder Zigeuner 

138 




Silbermunze Alexanders des Gr. Sein Kopf 

mit dem Lowenfell. Aus dem 

Berliner Mimzkabinett. 



nannten sich Asen oder Gotter, ohne Asen zu sein. Der Bar war das 
Wappentier der Iranier; der Adler war dasjenige der „rom". Isaak 
und lsmael hatten den Wolf im Wappen, und Ismaels Sohn Josef 
(Jesu Vater) hatte den Drachen im Wappen, und Midgartdrache 
oder Midgartschlange war Mose Beiname. — Ein echter Ase alias 
Iranier oder Uranione war Abram nicht, er war nur aus Ur in Neu- 
Kaldaa gekommen, also aus Irland. 

Mose ist Mars, Herkules, Alexander der Zweihornige alias 
Alexander der Grofie und hat keineswegs in historischer Zeit ge- 
lebt, sondern vor der letzten Eiszeit. Wie Alexander den Grofien 
haben wir uns Mose vor- 
zustellen. Das ist Mose ! 

Von Alexander dem Grofien 
wird gesagt, seine Vorfahren 
seien Mazedonier gewesen — 
Mazedonien ist gleich Midgart, 
gleich dem Harze. Mose siegte 
iiber die Romanen in Kanaan, 
und dann wurde das Land 
nach ihm Mazedonien genannt. Ursprunglich war Midgart nur der 
Name einer Stadt und wurde auf das Land iibertragen. Mose hatte 
nur einen naturlichen Vater und rechnete nach seiner Mutter. Diese 
war nicht romanisch sondern eine Hibernierin alias Keltin, eine 
Harzerin. Abram war als Fremdling dorthin gekommen, und sein 
Neffe Loki-Lot zeugte mit dieser Keltin 3 Kinder, und Abram- 
Amram setzte lsmael alias Mose aus, weil er nicht sein Sohn war. Er 
hatte nach damaliger Sitte ein Recht dazu. Abram wurde der Ahn 
der Edomiter, und diese waren Joten (nicht Juden) alias Romanen 
mit Hamiten gemischt. Mose war also Mischling von einem Misch- 
Romanen und einer Hibernierin, er fiihlte sich aber ganz als Hiber- 
nier, alias Kelte und wurde der Todfeind und Besieger der Roma- 
nen ! — Asamonaer ist gleich Nachkomme des Moin alias Mose. 
Dagegen Edomiter alias Herodianer ist gleich Niflung, gleich Ro- 
mane, Abrams Nachkomme ! Mose Mutter war also Nachkommling 
Habels; Mose Vater Nachkommling Kains — er wurde der grofie 
Racher Habels an dem Volke Kains. — Doch erst einem anderen 
Nachkommen des „Weibes // und Habels sollte es gelingen, dem 
Kainsvolke ganz den Kopf zu zertreten, wie es geweissagt war. — 

In prahistorischer — und durchaus nicht im historischer Zeit — 
haben die Nachkommen Kains, die ,„rom" die Weltherrschaft gehabt. 



139 



III. 

Abram alias Amram und Jochebed, seine Frau, 
welche Lots Geliebte und die Mutter Moses wurde. 

Und da sie ihn nicht langer verbergen 
konnte, machte sie ein Kastlein von Rohr, und 
verklebte es mit Thon und Pech, und legte das 
Kind hinein und legte ihn in das Schilf am 
Ufer des Wasser. 2. Mose 2,3. 

Das erste Buch Mose ist in 2 scharf voneinander zu unter- 
scheidende Stiicke zu teilen: Das erste besteht aus lauter Bruchstii- 
cken aus altester noch bekannter Zeit, untermischt mit solchen aus 
mittlerer und (damals) neuerer Zeit; das zweite besteht aus einer 
aus Bruchstiicken zusammengesetzten, fortlaufenden Geschichte, 
in denen Abram, Jakob und Josef die Hauptpersonen sind. Mit 
Abram betreten wir tatsachlich geschichtlichen Boden, und er ist 
identisch mit Amram, der seine Muhme Jochebed zum Weibe 
nahm, identisch mit dem Budli der Edda. 

Jochebed wurde wahrend Abrams langjahriger Abwesenheit 
Lots alias Lokis Geliebte und bekam 3 Kinder von diesem, wie ich 
schon sagte — so ist Jochebed die Mutter des Mose, aber Abram ist 
nicht der Vater Mose ! 

Fragen wir zunachst: War Abra-ham Hamit oder Jote ? Er war 
ein Mischling von Hamiten und Joten sogen. Ase. Er ist derjenige, 
welcher die Heimat floh, wie auch in der Bibel steht. Er ging von Ur 
in Syrien, dem heutigen Irland, aus und floh nach Nod alias Nord- 
Egypten, dem versunkenen Lande Nord-Helgoland. Die Geschichte 
von Abram an gehort keineswegs in das Kapitel 11 des 1. B. Mose 
hinein, sondern mitten im Kapitel scheiden sich die beiden so vollig 
verschiedenen Stiicke desselben. Abram war nicht Semit sondern 
Hamit, der in Syrien gelebt hatte, denn nach Syrien schickte er, 
wenn er Boten in die Heimat schickte. Farbauti (der fruh Gestor- 
bene) und Nal sind die Eltern von Loki, der identisch mit dem bibli- 
schen Lot ist; seine in der Bibel nicht genannten Briider sind Byleipt 
und Helblindi. — Abram zog nicht direkt nach Kanaan, sondern 
erst nach Haran, welche meiner Uberzeugung nach mit Hanoch, 
Kains erster Stadt, identisch ist, gleich auch mit Nazareth in Niflhel. 
Er zog also von Irland aus nach dem (versunkenen) nordlichen Teile 
von Hellas alias Hevila alias Helju alias Helgoland. Von dort aus 
scheint er seine erste grofie Reise gemacht zu haben. Jochebed eine 

140 



seiner Frauen, ist in der Edda nicht nur Angrboda sondern wird 
auch Gigantin genannt Von dieser bekam Abram-Budli 2 schone 
Tochter, Jord (identisch mit Brunhild) und Bekkhild. In der Bibel 
heifien diese beiden Deborah und Rebekka. Es gibt nur eine Debo- 
rah und nicht zwei Deborahs; die beiden scheinen nur 2 verschie- 
dene Gestalten. Der makedonische Philippos ist Loki alias Lot ! 

Zu Abrams Zeit hiefi der Harz Kanaan, ein Zeichen, dafi die rie- 
sigen Nachkommen Kains, die Romer, auch dieses Land erobert 
hatten. 

Als Abram alias Amram von einer seiner grofien Reisen zuriick- 
kehrte, fand er die Kinder der Jochebed vor und wollte sie nicht bei 
sich dulden. Das jiingste Kind Mose scheint Jochebed ganz vor ihm 
verborgen zu haben und hat ihm mit List das gefahrdete Leben 
gerettet. Mose ist der Ismael der Bibel, er ist auch der Moin der 
Edda, er ist der Herkules, er ist der spatere Kriegsgott Mars alias 
Alexander der Grofie oder Zweihornige, Asa und Ask. 

Der blinde Dichter Homer war ein Bruder von Loki alias Lot, ein 
Neffe Abrams = Amrams = Omins oder Amyntas = Budli = Belus. 
Edom-Esau ist identisch mit dem Konige Saul, denn die ganze Ge- 
schichte von Abram bis Salomo und dessen Sohne hangt vollig mit- 
einander zusammen. Edom-Esau-Saul war es, der es zum hochsten 
Konige seiner Zeit und zum groSten „Zauberer // gebracht hatte, wie 
Homer und die arabische Uberlieferung ubereinstimmend zeigen 
und sagen. Durch sorgsame Vergleichung der einzelnen Schriften 
konnen wir jetzt Wahrheit und Dichtung voneinander scheiden. 
Der Grundfehler der Odyssee gegeniiber ist aber, dafi sie hinter die 
Ilias gestellt wurde, wahrend der Held die abenteuerlichen Fahrten 
lange vor dem Kampfe um Troja machte. Als um Troja gekampft 
wurde, war Odin-Odysseus lange tot. Er war ja der Ahn derjenigen, 
die spater diese Kampfe — Verwandte gegen Verwandte — aus- 
fochten. Den Namen Odin - gleichbedeutend mit Adam oder 
David oder Edom — hat mehr als ein Mann getragen. 

Von Haran aus fuhr Abram zu Schiffe zur Kiiste hinuber und 
zog nach Midian in Kanaan, in den heutigen Harz. Nach dem Orte 
Midian wurde auch das Land teils Midian genannt. Im 2. B. Mose 
wird das Land Midian, genannt, Midian ist Midgart der Edda. 
Kananiter beherrschten jetzt das Land. Abrams Zug ist noch ganz 
gut festzustellen: Er war in: 

1. Sichem alias Sidon oder Silo, Sieber im Harze. 

2. Auf einem Berge zwischen Bethel und Ai (Ravensberg?). 

141 



3. Siidlich weiter. Wo er blieb, sagt weder Bibel noch Josephus. 

4. Zuriick nach dem Berge. 

5. Dann nach Gerara (Gernrode) mit Brunnen Ber — Saba nahe 

6. Thai, dem heutigen Thale mit Brunnen Eskon. 

7. Brunnen Sitenna. 

8. Brunnen Rooboth; hochst wahrscheinlich Riibeland. 

9. More alias Moria ist einer der einstigen 4 Brockenspitzen ! 

10. Hebron, die damalige Hauptstadt des Landes, ist Harzburg ! 
(Herodion ist die Kaisergruft auf dem Burgberge.) 

11. Jerusalem ist Jebus, das heutige Goslar ! 

Asgart ist nicht ein Land, wie bisher angenommen wurde, son- 
dern ein Ort, der Ort Odins auf dem Brocken, Asdod der Bibel. 
Abram war der erste Riese gewesen, der hinauf ging und dort ein- 
ein Altar baute und dann eine feste Burg, den „Turm Eder" der 
BibeW Das ist Walhall der Germanen ! Abram opferte dort. 
Auf dem Brocken, in Alt-Asgart auf Moria blieb er lange. — — 
— Unter den 8 Sohnen Nahors ist Laban nicht aufgefiihrt, dennoch 
wird er „ Nahors Sohn" genannt; das ist nicht richtig, Laban war 
Esaus Sohn. Von Sara steht erst richtig da, sie sei unfruchtbar 
gewesen, dann wird sie als Isaaks Mutter aufgefiihrt; das ist falsch: 
sie blieb unfruchtbar, denn auch die Edda nennt kein Kind von 
Saga. Isaak und Ismael sind garnicht Sonne Abrams, sondern Is- 
aak und Is-mael sind identisch mit den Asen Aaron und 
Mose, den beiden Sohnen der Jochebed und des Lot !! 

Jakob und Esau waren Abrams Sonne, nicht seine Enkel ! Jo- 
sef war nicht Sohn sondern Schwiegersohn von Jakob. Frauen, 
Sonne und Verwandte des Abram sind im 1. Buche Mose vollig 
durch einander gebracht worden, die Geschichte ist ein Mach- 
werk, das jeder Zuverlassigkeit entbehrt, Mythologie wie jede 
andere Mythologie. Lot alias Loki ist der natiirliche Vater von 
Isaak und Ismael. Hod, welcher scheinbar ein Sohn Odins war, 
ist Far-bautis Sohn und Lokis Bruder gewesen. Hod, der Blinde, 
ist identisch mit Helblindi (dem blinden Gatten der Hel), ist Nid- 
hod, der Dichter Bragi alias der blinde Dichter Homer, ist La- 
mech der Bibel, der blinde Toter des Laban alias Balder, des 
Weifien. 

Haran-Farbauti ist also der Ahn des Mose. Dessen Sohn Lot 
zeugte mit Jochebed, der Frau seines Oheims, Mose und seine Ge- 
Geschwister. Abram hafite diese Kinder, und dadurch spaltete sich 
das spatere Konigsgeschlecht in zwei feindliche Parteien. Abram 

142 



wollte die Kinder der Jochebed toten. Mit Isaak alias Aaron hat er 
es versucht, er hatte inn schon auf dem HolzstoSe, um inn zu 
schlachten. Wohnte doch er mit den Seinen auf demBrocken, auf 
dem heiligen Berge Gottes Horeb, welcher auch Berg Nebo ge- 
nannt wurde! 

Abram und Edom wurden Ahnen der Edomiter alias He- 
rodianer. 

Mose wurde das Haupt der Ismaeliten alias Asamonaer! 

Abrams Vater wird in jeder Quelle anders genannt, nur durch 
die Edda konnen wir der Wahrheit auf den Grund kommen. Es ist 
Tatsache, dafi Abram die Heimat floh. Weiter wird von den Ahnen 
des Mose (der durch Jochebed zu Abram gehorte) gesagt, einer 
Blutschuld wegen hatten sie die Heimat geflohen. 

Antipater (Vater Herodes des Grofien) ist Abram. Mose, der 
Sohn von dessen Frau, zog auf Befehl eines Gott-Ahnen nach dem 
Nile; auf welchem Wege er hinzog, konnte ich noch nicht fest- 
stellen, sicher aber nicht durch das ihm unbekannte Italien. 



IV. 
Mose f tihrt das Volk gen Westen, nicht gen Osten. 

Den totet alles, der totgeweiht. 

Nordisches Sprichwort. 

Mose kam nach Egypten und trat vor den Pharao mit der For- 
derung, das Volk Ziehen zu lassen. Er tat Zeichen und Wunder mit 
Hilfe des Gottes, um diesem Anerkennung zu verschaffen. Es ge- 
lang ! Mose handelte im besten Glauben, aber er selbst und das 
Volk wurden betort. Nach der Uberlieferung tragt das ungehorsa- 
me Volk die ganze Schuld, aber es wurde zu viel von ihm verlangt; 
niemand — weder Volk noch Mensch noch Kind — kann ohne 
Schaden zu nehmen, plotzlich, gewaltsam mit alien Wurzeln vom 
bisherigen Leben ganz losgerissen werden. Ein Zwangsbegliickter 
wird oft ein Leidender. 

143 



Der Gott war ein Urahn ! Bei den Menschen war Priester und 
Magier einst dasselbe. Es wurde Unterricht im sogenannten Zau- 
bern gegeben, wie es heute noch bei manchem Volke offen oder 
heimlich geschieht. Es heifit in Lappland, dafi viele unterrichtet 
wiirden, hie und da aber nur einer dazu taugte. Ein Sprichwort 
war: „Zum Zauberer mufi man geboren sein." Mose tat es nicht 
selbst ! Es wurde durch ihn gezaubert; er war, modern ausge- 
driickt, das Medium. Die Plagen, welche iiber Egypten kamen und 
iiber welche das betorte Volk sich freute, waren keineswegs gute 
Taten ! Die egyptischen Zauberer taten „auch also mit ihrem Be- 
schworen" . Doch sie konnten nichts gegen die Plagen ausrichten. 

Die Stamme Israel und Juda (d.h. Ismael-Mose und Juda-David) 
zogen aus und holten die Slawen und Inder. Im deutschen Mar- 
chen heifit es, die Kinder (Inder?) flohen, die Entlein kamen und 
auf deren Riicken iiberschritten sie das Wasser, die Hexe (die Hyk- 
sos ?) aber, die hinterherkam, mufite elend ertrinken. — — — — 

Westlich vom Nile versammelten sich die Stamme, ehe sie das 
Land verliefien. Gosen ist Gizehl 

Als Auszugsorte werden Raemses und Suchoth genannt. Siut 
oder Sioot sind Namen, die man noch kennt. Siuah konnte mit 
Suchoth identisch sein. Alle liegen westlich vom Nile ! — Dann 
ging es nach Etham vorn an der Wiiste; dann wird das Tal Hiroth 
genannt, und gegen Baal-Zephon wurde gelagert. Ich erinnere da- 
ran, dafi das Mittelmeer noch aus 2 Binnenmeeren bestand. Es 
werden 5 Me ere in den Biichern Mose erwahnt: 

Schilfmeer, 

Philistermeer, 

Grofies Meer im Westen (Atlantisches Meer), 

Meer Cineroth (ostrich von Italien), 

Das Salzmeer, welches im Norden die Reichsgrenze werden 
sollte , — der See Gennesar, ein Teil der spateren Mordsee, der jet- 
zigen Nordsee ! 

Fortwahrend wird von Meeren, Fliissen, Bachen gesprochen, 
wahrend die Sandwiiste, in der man die Stamme wahnte, trocken 
ist ! Baal-Zephon vermute ich in der Gegend des heutigen Barka, 
wo Bengasi liegt. Der Ostwind trieb das Wasser denen weg, die 
gen Nordwesten zogen. Das Volk kam sicher durch. — Die nach- 
ste Station ist die Wiiste Sur, in den Namen Sydra und Syrte 
(Surt, den die Edda erwahnt) noch erhalten ! Hier mufi ich eine 
kleine Besprechung iiber das Wort Wiiste einschieben. Das Mifi- 
144 



verstehen dieses kleinen Wortes tragt viel zu der Verwirrung bei, 
die iiber den Zug besteht. Wir stellen uns heute unter Wiiste eine 
Sandwiiste, durch die Kamele traben, vor. Das ist der erste Irrtum. 
Das Wort Wiiste wurde im arabischen fur unbebautes Land, fur 
das Gehen in der Irre und fur die Fremde iiberhaupt gebraucht. 
Man ritt auf Pferden durch eine Wiiste; dort wurden die Pflanzen 
des Bodens gegessen. Ein anderes Beispiel: „Sie gingen in der Wii- 
ste und fanden einen See/' Wiist bedeutete auch schlecht, leer oder 
ausgestorben. Wiiste und Fruchtland wurden einander gegen- 
iibergestellt, ein verlassener Ort ist eine Wiiste oder eine schlechte 
Behausung. Wer ohne festes Ziel, ohne Bestimmung (wie der Aus- 
druck lautete) ging, der irrte in der Wiiste. 

Wer die Biicher Mose aufmerksam liest, dem wird es unfafi- 
lich bleiben, dafi man glauben konnte, Mose sei durch Sandwii- 
sten ostrich vom Nile planlos hin und her gezogen. Der grofie 
Irrtum wurde dadurch mitverschuldet, dafi die Ubersetzer der 
verlorenen Originale Wiiste stets grofi geschrieben haben. Das- 
selbe Wort klein geschrieben andert den ganzen Sinn und stellt 
die Sachlage richtig: Es heifit nicht die Wiiste Sur, sondern „die 
wiiste Sur", denn damit war gemeint eine wiiste Stadt, verwiistet 
oder ausgestorben. Nachdem sie in der wiisten Sur gewesen 
waren, wanderten sie drei Tage in der Wiiste, d. h. ohne einen Ort 
zu finden. Da kamen sie nach Marah. Mar ah ist Malta ! Dort 
war bitteres Wasser und das Volk murrete. Auf einer maltesi- 
schen Inschrift wird Hercules der Urfuhrer oder 
Urfiirst genannt - Moses ist mit diesem Urfuhrer 
gemeint ! Malta, die jetzige Insel zwischen Italien und Afrika, 
gehort zu einer Inselgruppe, die ubrig blieb von einem 
Lande, das einst Italien mit Afrika verband. Wir haben 
gesehen, dafi Moses nur einmal iiber einen Flufi setzte; nach Malta 
und weiter nach Sizilien zog er auf dem Landwege ! Auf Malta 
sind viele Altertiimer gefunden worden, auch ein Altar mit 
alten, unverstandlichen Schriftzeichen — wer weifi, ob wir 
nicht Stiicke aus der Zeit besitzen, in der Mose dort rastete ! 

Dann kam er nach der Stadt Elim, die am Wasser lag, und dort 
waren 12 Brunnen mit 70 Palmbaumen; die Brunnen verraten die 
Stadt ! 

Dann kam die wiiste Strecke Sin zwischen Elim und Sinai, 

145 



nachdem sie schon wochenlang gezogen waren. Dort hungerte das 
Volk und murrte. 

Dann lagerten die Scharen in Raphidim und hatten kein Wasser 
zu trinken. Sollten sie, ihre Kinder und ihr Vieh verdursten ? Mo- 
se, der Geplagteste aller Menschen, schrie: „Es fehlet nicht weit, sie 
werden mien noch steinigen !" Die Orte des Streites wurden Massa 
und Meriba genannt. Dann kamen amalekitische Joten nach 
Raphidim, und Josua besiegte sie. Mose baute einen Altar und 
nannte ihn der Herr Nissi. Der „Gott" wollte Amalek austilgen 
und wider sie streiten von Kind zu Kindeskind. 

Im dritten Monate kamen sie in die wiiste Sinai (wiiste klein 
geschrieben im Sinne von verwiistet), das ist die „Stadt des rau- 
chenden Berges". 

Sinai ist Messina auf Sizilien ! 

Die „wiiste Sinai" und „der Berg Sinai" werden auch in der Bi- 
bel unterschieden und sie heifien heute Messina und Aetna. — 
„Der ganze Berg Sinai aber rauchte darum, dafi der Herr herab auf 
den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch 
vom Ofen, dafi der ganze Berg sehr bebete." So gut ist die Be- 
schreibung, dafi sie auf den heutigen Berg Aetna noch pafit ! 

Dort war die Wohnstatte eines Gottes. Nach den Geraten in sei- 
nem Hause wurden die Tempelgerate gemacht. Dort baute Mose 
einen Altar mit 12 Saulen. Dort wurde nach nordischer Weise der 
Blutbund gemacht. Dort gab der Gott die Gesetze, die teils sehr 
gut waren und sind. Dort machte Aaron das goldene Kalb, als Mo- 
se dem Volke zu lange auf dem Berge weilte. Mose nahm noch 
eine Kuschitin zur Frau. Der Stammvater Kusch wird im Ara- 
bischen als einer der Alten erwahnt; es heifit: 
Der altere Ad, 
Schaddad, 
Kan an, 
Kusch. 

Zu Mose Zeit bestand das Mittelmeer noch aus 2 Binnenmee- 
ren, in denen Schaaren von Nilpferden alias Wasserschweinen 
hausten. Sizilien war mit Waldern bedeckt, und Tiere lebten darin, 
von denen keine Knochenspuren mehr zu finden sind. Aus den im 
Wasser lebenden Froschen wurden zu jener Zeit Landtiere, wie 
das A. T. sagt, Kolosse, Riesen, Menschen und Zwerge kampften 
in Italien miteinander. 



146 



Die nachste Station war die wiiste Paran. Die 600,000 Mann 
FuSvolk wollten ihr Essen haben und murrten. — Dann blieb das 
Volk zu Hazeroth, das ist das heutige Sorrent. An der Westseite 
Italiens zog das Volk. Paran und Tabeera haben im jetzigen Kala- 
brien gelegen und werden auch noch festzustellen sein. Ha-zeroth 
ist Alt-Sorrent zwischen „ Paran" und Neapel. 

Die Kundschafter brachten iiber das Land die besten Nachrich- 
ten, aber die Einwohner (Riesen und Enaks Kinder von den Rie- 
sen) — o, sie waren alle von grofier Lange und Menschenfresser ! 
Die Kananiter, die Nachkommen Kains, waren Kannibalen — ich 
glaube sogar, dafi der Ausdruck Kannibale fur einen Menschen- 
fresser zuerst fur Kain gebraucht wurde, den Toter Habels. DaS 
in Kains erster Stadt Menschen gefressen wurden, dafi also seine 
Nachkommen es im Norden ebenso machten wie in Italien, steht 
auch in der Edda ! — Wie Heuschrecken kamen sich die Zwerge 
vor den kolossalen roten Ur-Romern, den Cyklopen, vor. 

Das Volk sollte sich zum Schilfmeere wenden, viele zogen aber 
gegen des „Gottes" Gebot aufs Gebirge und fielen dort durch 
Amalekiter und Kananiter (Kains Volk, Cyklopen). In „Herzog 
Ernst" werden Einenkel und Einsterne (Einaugige, Cyklopen) als 
alte Bewohner Italiens genannt. 

In der Gegend von Sorrent zerriS die Erde unter den Aufstan- 
dischen, Feuer frafi 250 Manner. ErdriS und Feuer dort wo jetzt 
der Vesuv ist ! Er wird noch nicht als Berg und noch nicht als feu- 
erspeiend geschildert, aber unterirdisch ist er schon tatig gewesen 
und hat zu Mose Zeit jedenfalls zum ersten Male die Erde zerris- 
sen, ehe er aus ihr emporstieg. Das erste Anzeichen der Tatigkeit 
des Vesuvs in der Bibel ! 

Als nachste Orte werden Zin und Cades genannt, dann als 
nachste Station Hor, und Hor ist Herkulanem, nach Mose alias 
Herkules so genannt. Herkulanem (spater verschiittet) wurde eine 
oskische Stadt, d.h. ein Ort des Isaak alias Aaron. Osker, Thyrrhe- 
ner, Etrusker, Rasenna, war dasselbe. So sind die „Ker // der Helle- 
nen identisch mit den Cherubim der Bibel, den Kyr der Edda, den 
Ahnen der Kymren. Erinyen sind Menschen aus Erin alias Hiber- 
nia-Irland, also Irlander — so einfach erklaren sich Worte, und wir 
machten aus den Erinyen Marchengestalten ! 

Eine Statte hiefi Harma, eine Oboth; der Name Ombrone er- 
innert an diese. „Gegen Moab iiber" wird wohl „gegen Amiata 
iiber" zu deuten sein, denn Moab (den Moabitern) iiber lag der Ort 

147 



nicht, weil es hiefi: „Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab 
und den Amoritern." (Jjim kann Capraja sein.) 

Arnon ist der Arno ! 
Jabok ist der Po ! 

Am Arno war das Volk, und zu einem Brunnen zog Mose, den 
er mit den Edlen grub und mit den Staben (heute Wiinschelruten), 
gefunden hatte. Die Quelle der Bache reichte bis nach Ar, das ist 
Arezzo. Zwischen Vaheb und Supha — Volterra und Siena — zo- 
gen sie dorthin. Dann kam Mathana, Nahaliel und Bamoth, ein Tal 
und der hohe Berg Pisga (in den toskanischen Alpen) der heute 
Toska heifit 

Mose war derjenige, welcher den Anfang zur Vernichtung der 
roten Riesen machte, die 1000 oder 1200 Jahre dauerte. So haben 
diese Riesen gerade von der vorletzten bis zur letzten Eiszeit ge- 
dauert; da erst wurde ihre Macht vollig gebrochen. 

Die Verwirrung in der Schrift fangt an, sowie die Toskanischen 
Alpen (die Berge der Tuski) erreicht sind. Bis zum 21. Kap. des 4. 
B. Mose ist alles gut zu verfolgen, dann aber wird die Zeit, welche 
die Volker zwischen Arno und Po verlebten, nicht beachtet und 
nicht geklart. Von da an sind lauter Bruchstiicke wirr aneinander 
gereiht. Es heifit von den Moabitern, sie seien so gut wie vernich- 
tet, sogleich darauf wird aber Balak als der Moabiter Konig ge- 
nannt. Von der Regierungszeit Zipors horen wir nichts, Balak tritt 
unvermutet auf . 

Nach dem 5. B. Mose waren in Italien Riesen, die Enakin, das 
heifit, die Einaugigen, die Cyklopen, welche Homer, ebenfalls 
schildert. Emin und Sammesunum, grofi, stark und hoch, das wa- 
ren auch Urbewohner. Nach ihnen zogen die verbannten Volker 
heran, welche die Bibel nennt. (Riesen, Enakskinder, Emin und 
Sammesunum sind verschiedene Typen, durch verschiedene Mi- 
schungen entstanden, von dem Stamme Kains.) Selbst den Riesen 
graute vor der Menge der Menschen, die angezogen kamen und 
den Weg mit Blut kennzeichneten. Wie dieser Weg aber weiter- 
ging, ware wohl unklar geblieben, wenn es nicht geschrieben 
stande, dafi Herakles (alias Mose) iiber die Alpen (die Abarim) 
gegangen ware. Das Volk ging denselben Weg, es ist nur festzu- 
stellen, wann ! — — — — 

Ehe ich weitergehe, will ich noch eine zweite Betrachtung iiber 
Mose einschieben und besonders auf mittelhochdeutsche und alt- 
hochdeutsche Zeugen hinweisen. Bibel, Edda und alle alten Ge- 

148 




Der Zug des Mose von Gosen nach Nordwesten, als das Mittelmeer 
noch aus 2 Binnenmeeren bestand. 

1* ist der Sinai alias Aetna, 2* ist der Vesuv, dessen, erste unterirdische Tatigkeit 
die Bibel meldet. (Die Grenzen. sind genau nicht mehr festzustellen.) 



149 



schichten zeigen wieder und wieder, dafi einundderselbe Mensch 
einst nicht nur den Namen mehrmals wechselte, sondern auch von 
jedem Volke, jedem Stamme anders genannt wurde und noch Bei- 
namen hatte.*) Von Herakles ist bekannt, dafi er in seiner Jugend 
Alkaios oder Alkeides, lateinisch Aleides, genannt wurde. 

Wolfram von Eschenbach hat nach einem provencalischen Ge- 
dichte (das dem Sagenkreise des heiligen Grals angehorte) sein 
Heldengedicht Parzival (im Jahre 1205 !**) ausgearbeitet; er er- 
wahnt als seine Gewahrsmanner einen Unbekannten Kyot oder 
Guiot, und einen Mann Flagetanis. Dieser Flagetanis soil zuerst (!) 
iiber den Gral Bescheid gegeben und ein Kalb angebetet haben — 
es ist fur mich keine Frage, dafi Aaron, welcher das goldene Kalb 
anbetete, identisch ist mit diesem Flagetanis ! (Flag, tat des Grals 
Erwahnung, aber nicht Parzivals !) Aaron ist auch mit dem im 
Wartburgkriege erwahnten Zabulon identisch, von dem es heifit, 
er sei mutterhalb ein (Jote) Jude, vaterhalb ein Heide gewesen, 
habe ein Kalb angebetet und in den Sternen gelesen, nach 1200 
Jahren werde ein Kind geboren werden (Jesus), das die Juden (d.h. 
Joten) aller Ehren berauben wiirde. (Sein Buch liefi Zabulon durch 
einen Zauber bewahren, den Vergil — eine uralte prahistorische 
Gestalt — loste.) Besonders zu beachten ist folgendes: 

1. Mose (Mimir der Edda) war Graalsbesitzer in damaliger Zeit, 
und so konnte Flagetanis wohl iiber diesen schreiben. 

2. Die Erwahnung der Kalbsanbetung des Aaron, des Flageta- 
nis, des Zabulon, der Zeitgenosse des derzeitigen Graalsbesitzers 
gewesen sein mufi. 

3. Flagetanis erwahnt Parzifal nicht, weil dieser lange nach ihm 
lebte. 

4. Die Zeitbestimmung, dafi nach 1200 Jahren ein Kind geboren 
werden wiirde, dafi die Joten (nicht die Juden) aller Ehren berau- 
ben wiirde. Dieses Kind war Jesus, und die Zeitangabe ist mit der 
Zeit zwischen dem Auszuge aus Egypten (unter Mose) und Salo- 
mo identisch. Jesus war Davids Enkel (wie ich zeigen werde), und 
der Widersacher Jesu war Salomos Sohn Roboam (alias Nero), der 
im grofiten Elende endete. — — — 

Fur diejenigen, die noch zweifeln sollten, dafi Herakles und A- 
lexander ein und dieselbe Person sind, gebe ich jetzt folgende Zei- 
len aus Parzifal (Buch 9) an: 



*) Vgl. prosaische Edda, Gylfaginning 20. 

**) welcher Zeitrechnung!?? 

150 



„Besser kann euch bescheiden defi 

Heraklius oder Herkules, 
Der Grieche Alexander." 

Da steht es schwarz auf weifi: Herkules ist Alexander*. 

Er ist auch Mose und derselbe Alexander wie der Zweihornige 
und wie derjenige, den andere Quellen einen Mazedonier nennen. 
Er war ein Gigant, aber kein Grieche, wenn ein Egypter des Nor- 
dens auch ein Mann war, der Misch-Romane, mit Hellenen ge- 
mischt, war. (Zabulon wird mutterhalb Jote, vaterhalb Heide ge- 
nannt, Flagetanis wird Heide genannt und mutterhalb von Salo- 
mon — d. h. demjenigen Salomo, der Adams, des Joten, Sohn war 
— , herstammend; beide Nachrichten sagen also dasselbe ! Die Ed- 
da aber sagt nur, dafi die Mutter in Jotunheim war, dafi sie Gigan- 
tin alias Riesin: war, nicht aber, dafi sie Asin alias Romanin war.) 
Die Hamiten alias Albinos (Albanesen) alias Babylonier waren die 
Heiden, doch wurden die Cyklopen auch Heiden genannt, wie aus 
Homer hervorgeht — Mose war Halb-Romane und Hibernier nach 
Vater und Mutter; Sinter oder Zidonier (zu denen auch Zigeuner 
gehoren), sind Romanen. — Im Parzifal steht: 

„Kyot, der Meister wohlbekannt, 
An einem verlorenen Orte f and 
Zu Toledo mit heidnischen Ziigen 
Diese Sage geschrieben liegen." 

Damit vergleiche: I. Hagen (in Briefe in die Heimat, III, 169) 
fand in Neapel eine Chronik von Christus und Augustus (das ist 
Mose) bis Bonifaz; darin steht, dafi 1239 (aber nach dem Auszuge 
aus Egypten gemeint !!) ein Jude zu Toledo ein Buch gefunden 
habe, das verborgen war und — hebraisch, griechisch, lateinisch 
geschrieben — von den 3 Weltaltern (dem alten, dem kriegeri- 
schen, dem goldenen) handelte, von Adam bis zum Antichristen, 
mit der Weissagung, dafi im dritten (dem goldenen) Weltalter 
Christus von einer Jungfrau (d. h. einer jungen Frau, die ihr erstes 
Kind bekam) geboren und dieses Buch unter dem Konige Ferdi- 
nand III. in Kastilien gefunden werden wiirde. Sollte der Finder 
nicht mit Kyot identisch sein !? 

Hebraisch, griechisch, lateinisch wurde einst in Europa gespro- 
chen; von Schottland, Irland, Jutland gingen diese Sprachen aus, 
und aus ihnen entwickelten sich erst durch Mischung die anderen 
Sprachen der 9 indogermanischen Stamme. Hebraisch, griechisch, 

151 



lateinisch war die Inschrift iiber Jesu Kreuze, zur Zeit von Salomos 
Sohne — in dem jetzigen Goslar, dem einstigen Joruvalla alias Je- 
rusalem ! — verfaSt. 

II. Die Weissagung Zabulons ist mit der in Toledo gefundenen 
zu vergleichen. Es steht im Parzifal Buch 5: 

„Flagetanis, ein Heide, durch Gottes Kraft 
Stand hoch in Kunst und Wissenschaft. 
Es stammte derselbe Visionar 
Von Mutterseite von Salomon her." 
Mit diesem Salomon ist Kain gemeint und keineswegs der spa- 
tere Konig Salomo. — Vom Graale schrieb Flagetanis: 
„Auf Erden liefien zuriick ihn Schaaren, 
Die, als von Siinden sie gereinigt, 
Zu den Sternen wieder sind aufgefahren. 
Nachmals hat sich ein Bund vereinigt 
Von Getauften keusch und rein, 
Des heiligen Grales Hiiter zu sein." 
Adam hat schon getauft, und auch Gudrun (identisch mit Ja- 
kobs alias Davids Tochter Dina) hat ihren Sohn getauft. Die Taufe 
ist uralt, viel alter als die ganze jotische und christliche Geschichte. 
Den Spuren des Graals zu folgen ist von grofiter Wichtigkeit ! 
Zunachst sei gesagt, dafi als Gralsbesitzer fur uns besonders zwei 
Personen in Betracht kommen: Alexander und Herzog Ernst, wel- 
cher ebenfalls durchaus nicht mit einer historischen Personlichkeit 
in Verbindung gebracht werden darf ! Er lebte „zu alten Zei- 
ten", wie oft im Werke selbst gesagt wird. (Ich beziehe mien hier 
auf das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht, iibersetzt von Ott- 
mann, und auf „Herzog Ernst", herausgegeben von Karl Bartsch.) 
Kyot hat dem Grale nachgef orscht: 

„Kyot, von WiSbegier getrieben, 

Der weise Meister, spaht iiberall 

In lateinischen Biichern urn, wo einmal 

Ein Volk gefunden, das so erlaucht 

Und also keusch im Wandel gewesen, 

Dafi es zur Pflege des Grals getaugt. 

Mit Fleifi hat er deshalb gelesen 

Gar vieler Lande Chronika 

Von Frankreich, Irland, Britannia; 

Zu Anjou fand er die rechte Bahn: 

Er las die Geschichte von Mazadan — „ 

152 



Im Buche Parzival sind meiner Uberzeugung nach die Losun- 
gen der letzten Ratsel der Geschichte von Moses bis nach Jesu zu 
finden. Uber ein Jahrtausend, 1200 Jahre, dauerte die Herrschaft 
der Joten von Mose bis Salomo; iiber 1000 Jahre, so heifit es im 
Walthariliede, dauerte die Herrschaft der „Hunnen", d. h. der Hii- 
nen. — Von Aaron bis Jesu sollen 1200 Jahre sein. — 

Im Liede von Herzog Ernst heifit es, daft die Donau dutch ei- 
nen Berg flosse; in alter Zeit mufi — den Beschreibungen nach — 
die Elbe auch zum Teile unterirdisch geflossen sein, oder sie stand 
mit der Donau in ganz anderer Verbindung als heute. Nicht nur 
aus dem Trojanerkriege und aus Herzog Ernst ist klar und deut- 
lich zu ersehen, dafi Egypten von Norden her direkt zu Schiffe 
erreichbar war; auch Plato schreibt von einer Wasserverbindung, 
die nach dem Ungliicke, welches Atlantis (das Land ostrich der 
Elbe) traf, verschlammt oder versandet sei, sodafi man diesen Weg 
verloren habe. Also zu einer Zeit, als dieser Wasserweg — Elbe, 
Donau, Nil — noch nicht verandert und verschlammt war, da soil 
an der Felswand des unterirdischen Flufilaufes Herzog Ernst einen 
Edelstein gefunden haben wie ihn noch niemand gefunden hatte. 
(Doch nur 2 Chronisten bringen diesen Stein mit Herzog Ernst in 
Verbindung.) Dieser im Dunkeln leuchtende Stein wird gelobt und 
gepriesen wie kein anderer. Weil er einzig ist und allein in seiner 
Art wird er „Waise // genannt. 

„Der Stein ist aller Fiirsten Leitestern." 

„Er hatte nie seinesgleichen unter anderen Steinen." 

„Gott nahm zum ersten einen Stein." 

„Vor Gottes Augen stand er — 

Gott setzte ihn neben die Augen sein." 

Das sind Beschreibungen aus Herzog Ernst. Die Einleitung dazu 
bitte ich besonders zu beachten und mit meinem Kapitel iiber Edel- 
steine zu vergleichen, und auch damit die zahlreichen Notizen ii- 
ber den Graal zu vergleichen. Es wird jedem klar werden, dafi die- 
ser „Waise // und der Graal dasselbe einzigartige Kleinod sind. 

Das Kleinod wurde Schadel, Verwaister, Karfunkel, Auge, Be- 
cher und Graal genannt. Uber Herkunft und ersten Besitzer gibt es 
vielerlei Sagen; ich neige dazu, Flagetanis zu glauben, der es als 
Hinterlassenschaft eines ausgestorbenen Volkes, einer versunkenen 
Zeit schildert. Uber den ersten Besitzer ist also nichts bestimmtes zu 
sagen, sondern nur iiber die fur uns ersten, den Mann aus einem 
Volke, von dem wir noch Nachrichten (und kleiner gewordene 

153 



Nachkommen) haben, und da kann ich sagen: Dieser war Heimdall, 
der erste Heimdall ! Denn es gab auch mehr als einen Mann mit 
Namen HeimdalL derjenige, der als Erster in der alten Edda ge- 
nannt wird und der ein Ur-Schotte war — und derjenige, welcher 
zur Zeit des trojanischen Krieges lebte und auch ein Gegner der 
Roten in Troja war. Heimdalls Becher war der Graal gewesen. Mose 
hatte den Graal, als er das Volk fiihrte. Mose ist zweifellos mit Alex- 
ander Magnus (der in prahistorischer Zeit lebte) identisch. Der Kre- 
lus im Alexanderbuche ist er selbst, denn Krelus ist nur eine ver- 
dorbene Form von Ercules. Von Mose-Alexander-Herkules (oder 
Herakles) melden die Sagen aller Stamme, nur unter verschiedenen 
Namen; Romanen, Griechen, Perser, Armenier, Juden, Inder, Ara- 
ber, Keltert und Germanen wissen noch von diesem Kriegshelden, 
der „Gott" Mars wurde. Von Alexander heifit es, er hatte im Lande 
der Angeln, der Engel, einen wunderbaren Stein bekommen. 

„Seine Kraft ist wunderbar." 

„Der Stein ist alien unbekannt." 

„Keiner erkannte sein Geschlecht." 

„Noch niemand hat gewahrt 

Irgend jemals seines gleichen 

In alien diesen Erdenreichen." 

„Teuer ist der Stein und gut: 

Er verleiht getrosten Mut 

Und den Alten gibt er Jugend." 

„Und dieser war doch nur ganz klein 

Wie eines Menschen Auge ist." 
Nach der Iter-Episode der Faits des Romains war das mensch- 
liche Auge nur in den Stein eingeritzt. Der Talmud schildert ihn 
wieder anders: „Da gaben sie ihm einen Schadel von wunderba- 
rem Gewicht: Kein Gold, kein Silber vermochte ihn aufzuwiegen." 
Ein Geheimnis umfing den Stein. Im Iter ad paradisum, heifit es: 
„ Dieser wie er seiner Gestalt und Farbe nach erscheint, ist in der 
Tat ein menschliches Auge." 

Der Edelstein ist aber in einem Schadel oder doch in einem Ge- 
genstande gewesen, denn als Gefafi, als Becher oder Trinkhorn 
wird das Kleinod dargestellt. 

Horn*) oder Auge, aus dem Mirnir alias Mose trank, das Odin 



*) Das Horn des Einhorns, wie es Chinesen abbilden, hat eine dem Trinkhorn 

ahnliche Form. 

154 



ihm hatte geben miissen und dadurch wiedererlangte, dafi er Mo- 
se durch List totete, war der Graal. Herzog Ernst ist Esau-Odin ! 

Mimir ist weder ein Wassergeist oder eine sonstige Phantasie- 
gestalt, noch hat Odin ein leibliches Auge dahingegeben, sondern 
das sogenannte „Auge", das Kleinod Graal, mufite er Mimir 
geben. Um des Kleinods willen kam Mimir zu Tode, durch Gift 
nahm sein miihevolles, herrliches, ruhmreiches Leben ein Ende. 
Odin hatte das Kleinod wieder, und dann hatte es Brunhild ! Spa- 
ter hatte Jesu Vater den Graal und dann Jesus. 

Dem Schwaben grauste eins vor Muetis Heer, welches nicht 
Odins sondern Mose Heer war. Mit dem Vater der Flusse und Ba- 
che wird Mose wohl deshalb verglichen, weil er viele Brunnen 
hatte graben lassen, und endlich wurde er nach seiner Zeit zum 
Gotte aller Thermen und Heilquellen erhoben. 

Zu Mose Zeit hatten Greife nur noch wenige so starke und gro- 
fie Untiere (also Halbmenschen) zu Genossen wie sie selbst wa- 
ren; so steht in der Einleitung zu Herzog Ernst. Die lebendigen 
„Teufel" wurden mit Greifen verglichen. 

Das Alexanderlied bezieht sich auf das erste Makkabaerbuch, 
worin wortlich steht: 

„Der erste Monarch aus Grazia ist ausgezogen aus dem 
Lande der Chittieim." Chittieim sind Schotten. 

Mit diesem ersten Monarchen kann nur Adams Sohn Kain, der 
aus Schottland auszog, gemeint sein, der Urahn der Griechen. 

Im Herzog Ernst wird Egypten Grippia, Agrippa, Agrippe, Ki- 
tria, Agrippian in den verschiedenen Handschriften genannt. Ein 
Teil der Bewohner Grippias wird vogelkopfig geschildert, und in 
Egypten fand man die Mumienhulle eines Mannes mit Vogelkopf ! 
Diese befindet sich im Egyptischen Museum in Berlin. — — — 

Im Alexanderliede wird das Aussehen des Helden alias Mose 
genau beschrieben. Seine grofie Kraft und die Totung eines Men- 
schen aus Zorn iiber eine Luge desselben wird berichtet. Ein sol- 
ches Rofi, wie er in Bucephal hatte, lebte nur in prahistorischer, 
Zeit. Ein furchterliches Tier wird es genannt: 

„Ich weifi nicht, was ins Ohr mir hallt, 
Es briillt mit schrecklicher Gewalt 
Nun weifi ich nicht, da man's verschlofi, 
Ist's ein Lowe oder ein Rofi !" 

Was Alexander lernte und welche Waffen er trug, das wird ge- 
schildert, aber es bleibt unklar, wann und wie er mit dem Volke 

155 



loszog. Auch die Reihenfolge, die Anordnung des Ganzen, ist 
nicht richtig; man kann es am A. T. nachpriifen, denn der Zug der 
Israeliten und Zwerge wird geschildert. Werden sie alle auch 
„Griechen" genannt, die Wahrheit schimmert immer wieder 
durch. Wird doch iiber Alexander von Feinden (Riesen) einmal 
gesagt, er gliche einem Gotte, und dann wieder: „Klagliches 
Gezwerge", was auf das Volk der Slaven, alias Zwerge, deutet. 
Wohl konnte dieser wunderbare Fiihrer iiber alle Siege von sich 
sagen: „Ich war jener, der's vollbracht \" Das sagt auch das A. 
T., denn das Volk siegte nur, solange Mose die Hande hoch- 
hielt. Dies ist religios umgedeutet worden, als hatte er die Hande 
nur segnend hoch gehalten, er brauchte sie aber dazu, sein 
Schwert zu schwingen !! 

Das Alexanderlied erganzt vielfach das Alte Testament. Der 
Brief (auf Seite 174 — 220 abgedruckt) ist eingeschoben und steht 
an falscher Stelle. Der Auszug und die ersten Kampfe erinnern an 
die biblischen Berichte. Das Wasser zu Mahra, welches sehr bitter 
war, wird mit den Worten erwahnt: „Das Wasser bei Barbaras war 
so bitter wie Galle." Als das Volk an einen Berg kam, ging auch 
Alexander alle in herauf, wie Mose alle in ging. In dem Palaste auf 
dem Berge war ein goldener Weinstock mit Trauben von Edelstei- 
nen, der an den goldenen Weinstock im jotischen Tempel erinnert. 
Im Lande Brasiakus in der Feste Merovis, in die Alexander auch 
allein ging, wohnten nicht nur Gotter, sondern eine Konigin mit 
ihren Sohnen, welche ihn, bevor er schied, erst zu den Gottern 
fuhrte. S. 215: 

„Unglaublich schien mir was sie sprach, 

Dafi da unten Gotter safien 

An ihren Tischen und dort afien. 

Wie ich nun da drunten war, 

Ward die Wahrheit offenbar: 

Es safien in grofier Zahl 

Gotter hier in diesem Saal. 

Mogt ihrs glauben oder nicht 

Von ihren Augen ging ein Licht 

Wie ein heller Fackelschein") (Nachtganger !); 

Schrecken flofite es mir ein. 



* Bitte, die fruheren Kapitel und die Augen der Nachttiere damit zu 
vergleichen. 
156 



Der Gotter einer winkte mir, 

Er sprach: „Geh her und staune hier. 

Willst Du rechte Wunder schauen, 

So komm, Du darfst Dich naher trau'n." 

Als ich unter sie nun ging, 

Grofies Wunder mich umfing. 

Ein Nebel war um mich gegossen, 

Dafi ich wirklich ward verdrossen; 

Ihn durchschimmerten auch Sterne 

In der Nahe und der Feme. 

Ich schaute einen grofien Mann 

Ganz nach Gotterart sodann. 

Auf hehrem Throne sah ich ihn. 

Er sprach gar vieles zu mir hin." 
Erst nach der Unterredung mit dem lebendigen Gotte wurde 
die Stadt Tyros zerstort. Tyros war nicht ein Ort im Oriente, son- 
dern eine romanische Stadt in Italien. Eine teste etruskische See- 
stadt kann es nur geworden sein, eine Stadt der Tyrrhener alias 
Etrusker. Tyrrhenisches, tuskisches oder toskanisches Meer heifit 
heute noch ein Teil des Mittelmeeres zwischen Italien, Sizilien und 
Sardinien. 

Alexander kannte die Kunst, griechisch Feuer zu ziinden. Vom 
Feuer im Wasser steht auch im A. T. Riesen, Riesentiere und Rie- 
senpflanzen werden ganz ahnlich wie in den Biichern Mose ge- 
schildert: 

„Die Gazen, kraftvoll ohne MaSen, 

Die iiber den Philistern saSen, 

Ein ganzes Tausend starker Riesen — " 
Porus, hoher Ehren reich, war ein Riese, viel grofier als Alex- 
ander, iiber zwei Klafter hochl Rote Skorpione, breit und lang, 
erinnern an die biblischen roten Schlangen. Ein Ungetiim mit drei 
Riesenhornern totete 36 Menschen damit und zertrat noch 50. Rie- 
sen, die vollig wie Affen aussahen, kamen in Scharen. Meer- 
katzen, Drachen und Schlangen sahen sie, furchtbare, solche mit 
emporgereckter Brust und ganz entsetzlich lange. Lampretenhaute 
wurden ihnen gebracht, 6 Klafter lang. Auch Giganten kamen und 
das Volk schrie laut. Vor dem Geschrei flohen die Kolosse. Ein 
Menschenfresser wurde iiberwaltigt und verbrannt ! Die Friichte 
werden so riesenmaSig grofi geschildert wie im Buche Mose: 
Trauben so grofi, dafi ein Mann nicht eine tragen konnte - 

157 



zwei Manner trugen nach der Bibel eine Traubel Niisse wa- 
ren grofi wie Kiirbisse. Doch das Volk verlieS diese siidliche 
Pracht und zog weiter. Mesopotamien ist die Poebene. Armenien 
ist das Land am Arnon. Wer Durchzug gewahrte, bekam keinen 
Streit, wer ihn verwehrte, fand keine Gnade — genau so steht in 
der Bibel. Mann und Weib wurde geschlagen, alles verbrannt und 
selbst die Grundmauern zerstort. Das Volk blieb angstlich 
vor jammerlichem Verbleichen, es wurde auch trotzig gegen den 
Fiihrer — genau so sagt die Bibel. 

Als der Arno iiberschritten war, kam wieder ein breiter Strom; 
wir wissen, dafi es der Po alias Jabok ist. Die Feinde trachteten 
dem Fiihrer nach dem Leben: 

„Schlag lieber Alexandern tot, 

Der in stetem Weiterwandern 

Uns brandschatzt, dafi es alien graust, 

Und hier mit seinen Griechen haust." 
Doch die Sieger litten auch unter Durst und Hitze. Der Fiihrer 
geht nach dem Alexanderliede mit dem ganzen Volke iiber die 
Alpen und kehrt zuletzt in die Heimat zuriick. Hierfiir verweise 
ich auf den ersten Teil dieses Kapitels. Die Heimat war im Nor- 
den ! 

Beim Anfange des Alpeniiberganges ist der lange Brief im Lie- 
de an falscher Stelle eingeschoben. Auf Seite 173 steht: „Litt Miihe 
er wie kaum zuvor." Auf S. 222 heifit es: „Wie ward die Fahrt so 
miihereich !" Das Paradies, welches Mose erreichen wollte, ist 
Kanaan. Er ging iiber die A Ipen, das Gebirge Abarim: 

„Uber Berg und iiber Tal, 

iiber Steige eng und schmal, 

wo es gait ein Kampfgestiirme 

wider grafiliches Gewiirme 

und Getier, das schrecklich ist." 
Jeder bereute die tolle Fahrt! 

„Gewitter von der schlimmsten Art stiirmten furchtbar auf sie 
nieder." - 

Endlich stiefien sie auf Menschenl 

Klar und deutlich ist zu verfolgen, wie es von Siiden gen Nor- 
den ging; Wind, Regen, Hagelschlag, Schnee gab es in den Bergen 
und nordlich davon „grofies Laub"\ Mit Laub*) wurden die Hau- 



*) Im Harze heifit ein Ort „Laubhiitte ! 
158 



ser gedeckt (Biblische Laubhiitten !). Das Zusammentreffen Alex- 
anders mit Amazonen (Walkiiren) ist jetzt nicht mehr verwunder- 
lich, denn diese sind identisch mit den Schildjungfrauen der Edda. 
Auf einem der vier Paradiesesflusse fuhr er mit seinen Begleitern. 
(Ungeschichtlich und geographisch falsch, historische Undinge 
hervorbringend, wird das ganze Lied, sowie an einen historischen 
Alexander gedacht wird.) Es wurde Alexander geweissagt, dafi er 
durch einen Trank (also durch Gift) ein schnelles Ende finden 
wiirde. Unter den 21 Alexandern des Altertums ist der Zweihorni- 
ge nicht genannt, wohl aber ist man che seiner Taten einem an- 
deren Alexander zugeschrieben worden. Der Kadmos von Mi- 
let konnte auch Mose sein; ktl ist die hebraische Wurzel fur Toten, 
katal heifit toten. — Kadmos konnte wohl Mose, der Toter, bedeu- 
ten. 

Diodor schrieb: „Die Araber, Daber genannt, sind nur zu Pe- 
loponnesiern und Bootiern freundlich, weil diese von Herakles her 
mit ihnen verwandt sein sollen." 

Das wird nun verstandlich, auch warum er an jedem Flecke Ita- 
liens und auf Sizilien verehrt wird ! 

Die Erzahlungen der Deutschen und Griechen iiber ihn brechen 
mitten in seinen Taten ab. Das A. T. erzahlt von den 38 Jahren, die 
Mose zu dem grofien Zuge nach Westen und Norden (vom Nile 
aus) brauchte. 



V. 
Die Makkabaer in Modena und Parma. 

Treu bleibt der Himmel stets dem Treuen, 
Zur Erd' das Irdische niedergeht, 
Zum Himmel iiber Zaubereien 
Geht ewig siegreich das Gebet. 

J. v. Eichendorff. 

Die beiden Biicher der Makkabaer sind bisher ebensowenig ver- 
standen worden wie die Edda und sind iiberarbeitet; sie gehoren 
nicht der historischen Zeit an, sondern beginnen mit dem 137. Jahre 
nach dem Auszuge der Verbannten aus Egypten. Mit diesem Aus- 

159 



zuge begann die Zeitrechnung. Die Makkabaer sind Verwandte des 
Mose, welche teils in Italien blieben, teils mit Mose in die Heimat 
zogen. Deshalb finden wir Makkabaer sowohl im Norden im 
Kampfe mit Herodianern als im Siiden in Italien. Dort hatten sie 
sich hauptsachlich in 2 Orten festgesetzt, in Modern und Mizpa. 

Modern ist Modena ! 
Mizpa ist Parma ! 

Die grofie umhiigelte Stadt Lacedamon ist Rom. 

Die Makkabaerbiicher haben ein besonderes Studium notig und 
werden es durch eine Fiille von Aufklarung danken. Ein „Troja" 
hatten die Ausziigler in Egypten verlassen, jetzt bauten sie sich 
wieder eine neue Hauptstadt, die sie auch „Zion" nannten, Na- 
men, die sich immer wieder finden, die also eine allgemeine Be- 
deutung gehabt haben miissen. Aus dem 1. Makkabaerbuche geht 
hervor, dafi ein Ort etwas bergig und Parma gegeniiber gelegen 
hat; ich suche es dort wo das verfallene Schlofi Kanossa liegt, ohne 
mit diesen Worten eine Behauptung aufstellen zu wollen. 

Die Erwahnung der Ammoniter und Moabiter weisen mit Si- 
cherheit auf die Zeit Mose hin, ebenso die ersten Miinzen, welche 
das Volk schlug. Doch zeigen andere Merkmale, z. B. die Erwah- 
nung der edomitischen Grenze, der Skythen (Schotten !) der Un- 
terwelt und des Ortes Baskama (Ort der Basken), dafi nicht alle 
Stiicke der Makkabaerbiicher in die italienische Zeit zuriickreichen, 
sondern dafi manche Stiicke auch aus dem Harze stammen, aus 
dem Lande, wo die Kampfe mit den Edomitern sich abspielten. 

Spuren jener Zeiten hat man schon gefunden, ebenso wie auf 
Sizilien Riesengebeine und in der Schweiz Zwergengebeine von 
den einstigen Ziigen der Riesen und Zwerge zeugen. Unter Mose 
ging das Volk weiter iiber den Po und war dann in Sittim, dem 
heutigen Sitten. Wahrscheinlich ging das Volk bei Piazenza iiber 
den Flufi, zog iiber Mailand nach Aosta und hatte dann in Sitten 
eine Plage zu dulden. 



160 



Tafel IX. 




Clusfelsen bei Goslar mit Eingang zur Siihnekapelle. 

(Siehe S. 207.) 



Tafel IXa. 




Der Sudmerberg bei Goslar. 

(Siehe S. 229.) 




Der Achtermann. 

(Siehe S. 232.) 



VI. 
Der Weiterzug des Volkes. 

Der Historiker ist ein riickwarts gewandter 
Prophet. Treitschke. 

Von Sitten an ist es sehr schwer, den Strich auf der Karte weiter 
zu ziehen. Vom Arno ging es weiter bis an den Hermon, der von 
den Sidoniern Sirion, von den Amoritern Senier genannt wurde; 5. 
Mose 4,48 wird der Hermon auch Sion genannt. Nach Schultze 
gehen Sion, Zion oder Sin auf sen oder shen, Zahn zuriick und 
bedeuten allgemein einen Berggipfel. Ich fiige hinzu, dafi wohl der 
hochste Gipfel eines Gebirges so genannt wurde. 

Wir waren dem Zuge bis Sitten gefolgt. Nach der Beschreibung 
ging es dann westwarts im Rhonetale weiter und iiber den Grim- 
selpafi. In den Rhatischen Alpen wurden Zwergengebeine ge- 
funden, doch will ich nicht behaupten, dafi ein Zusammenhang 
zwischen diesem Funde und dem Zuge war. 

Weiter fehlen mir alle Anhaltepunkte. Sicher ist nur, dafi Mose 
alias Alexander auch auf diesem Wege der Fiihrer blieb und dafi 
Israel und Juda in das gelobte Land, in den Harz, kamen. Die 
Stamme kamen dorthin und huldigten dort unter „Eichen, Linden 
und Buchen" ihren Gottern. Tote Ahnen und lebendige Fiirsten 
wurden angebetet und von manchen die Gestirne. Zephanja 
schreibt dariiber: „Und die so auf den Dachern des Himmels Heer 
anbeten, die es anbeten und schworen doch bei dem Herrn und 
zugleich bei Malchom." — Mose wurde Kaiser; Richter gab es un- 
ter seiner Oberhoheit. 

Das Volk, das mit Mose kam, wurde Siidvolk genannt. 

Wir kennen die Zeit, die jetzt kommt, unter dem Namen Rich- 
terzeit. Doch ist es sehr schwer, bestimmtes iiber sie zu sagen, 
denn wir wissen gar nicht, welche Manner gleichzeitig und welche 
nacheinander richteten. Die ganze Zeit vom Auszuge bis zum Un- 
tergange der Niflungen-Herrschaft sind 1200 Jahre — danach al- 
lein konnen wir rechnen, denn die bisherigen Rechnungen sind 
falsch ! Ich will iiber die einzelnen Abschnitte der Richterzeit 
nichts weiter schreiben, denn das ginge iiber Rahmen und Ziel 
dieses Buches hinaus, welches nur in grofien Ziigen zeichnen will 
und deshalb Grenzen halten mufi. 

161 



Doch will ich noch einige Worte iiber Jerusalem hier anfiigen. 
Der Name Jerusalem kommt in den Biichern Mose nicht vor, nur 
„Jaeser" wird erwahnt. Ersteres taucht in den Biichern Josua, 
Richter und Samuelis auf. Ich werde die betreffenden Stellen an- 
geben : 

1. Josua 15,63: Die Jebusiter wohnten zu Jerusalem, und die 
Kinder Judas konnten sie nicht vertreiben. Also blieben 
die Jebusiter mit den Kindern Judas zu Jerusalem bis auf 
diesen Tag." 

2. Josua 18,28: „Zela, Elaph und die Jebusiter, das ist Jeru- 
salem, Gibeath, Kiriath; 14 Stadte und ihre Dorfer. Das ist 
das Erbteil der Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern." 

3. Richter 1,8: „Aber die Kinder Judas stritten wider Jeru- 
salem und gewannen sie mit der Scharfe des Schwerts 
und ziindeten die Stadt an." 

4. Richter 1,21: „Aber die Kinder Benjamins vertrieben die 
Jebusiter nicht, die zu Jerusalem wohnten, sondern die 
Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamins bis auf die- 
sen Tag." 

5. Richter 19,10: „Jebus, das ist Jerusalem." 

6. 1. Sam. 17,54: „David brachte des Philisters Haupt gen Je- 
rusalem." 



162 



Viertes Buch: Die sieben Konige und der achte. 

Erster Teil: Das goldene Zeitalter. 

Einleitung zum vierten Buche. 

Diesem wichtigen Buche muS ich eine Einleitung voranschicken 
und nochmals folgendes in Erinnerung bringen: Jene 9 Stamme, 
welche Edda und Homer nennen, sind die 9 indogermanischen 
Grundstamme gewesen. Daraus folgt, dafi in diesen und vielen 
anderen Biichern indogermanische Geschichte enthalten ist. Eine 
Einheit herrscht in den alten Berichten. Aus einer versunkenen 
Zeit mit Weltverkehr stammen sie, und dieselben Personen, Orte, 
Ereignisse werden in ihnen geschildert oder doch beriihrt — nur 
unter verschiedenen Namen, je nachdem aus welcher Sprache das 
Original oder die Ubersetzung stammte oder stammt. Aus dem 
letzten Jahrtausend jener alten Zeit (welches das Goldalter genannt 
wird) sind uns besonders zahlreiche Nachrichten erhalten geblie- 
ben; es ist das Jahrtausend vor der letzten Vereisung. Nach der 
furchtbaren Vernichtung und den grofien Umwalzungen, welche 
durch das letzte bisherige Erdungliick (der die letzte Vereisung 
unmittelbar folgte) hervorgerufen wurden, fallt es wie ein Vorhang 
herab, und lange liegt die Geschichte in volligem Dunkel — man 
kann sagen, dafi es in jener Zeit der grafilichen Not bei der gerin- 
gen Anzahl der Uberlebenden gar keine „Geschichte" gab. Als die 
Vereisung aufhorte und die Menschen, welche diese Jahre ohne 
Sonnenschein iiberstanden hatten, sich wieder vermehrten, da kam 
auch wieder eine bessere Zeit, in welcher sie nicht nur um Essen 
und Trinken und warme Kleidung und Wohnung muhselig zu 
sorgen hatten, sondern wo sie auch wieder an geistige Giiter (an 
alles Verlorene wie an das Gerettete) denken konnten. Wann dieser 
Zeitpunkt war, bleibt der Feststellung (wenn sie iiberhaupt mog- 
lich sein sollte) vorbehalten. Da wurden die alten Biicher — die 
Testamente — gesucht und studiert. Die astronomischen Anga- 
ben, die in ihnen teils noch erhalten sind, werden ihr hohes Alter 
jetzt endlich erweisen; Historiker miissen mit Astronomen und 

163 



Naturwissenschaftlern zusammen arbeiten, um friihere Unterlas- 
sungssiinden (zu wenig oder garnicht auf astronomische Zeichen 
geachtet zu haben) wieder gut zu machen. — Nicht nur Edda und 
Homer, sondern Vergil (der Wichtigste nachst der Bibel) Diodor, 
Justinus, Tacitus, Aesop, Hesiod, Quintus, Ovid, Herodot, Lucrez, 
Josephus und die ganze alte mittel- und nordeuropaische Literatur 
stammen aus prahistorischer Zeit und nicht aus historischer, wie 
bisher irrig angenommen wurde. 

In diesen und vielen anderen Biichern sind Berichte aus der Zeit 
des Glanzes und der Kaiserherrschaft, welcher der moralische und 
aufierliche Niedergang und dann der Untergang folgte; die zu die- 
ser Zeit von Propheten (und Prophetinnen) ausgerufenen Warnun- 
gen, dafi der Untergang nahe sei, sind uns in Bibel, Edda und Heli- 
and vollig klar, in anderen Werken in Bruchstiicken erhalten wor- 
den. Ob der Prophet Merlin (in Wales), welcher diese Schreckens- 
zeit fur England voraussagte, mit einem der biblischen Propheten 
(aus denen besonders Jesus hervorragt) identisch oder eine beson- 
dere Personlichkeit ist, bleibt spaterer Feststellung vorbehalten. 

An verschiedenen, nicht immer festzustellenden Zeitpunkten 
wurden verschiedene Biicher (welche wie das Alte Testament ver- 
mauert waren) wieder aufgefunden, erforscht und — mifiverstan- 
den. Nur einzelne konnten noch die alten Zeichen lesen, und auf 
diese mufite man sich verlassen. Wurde ein Werk in Palastina ans 
Licht gebracht, bezogen sie es auf Land und Leute in Palastina (wo 
blonde Amoriter gelebt hatten !) und die Nachbargebiete. Der Ge- 
danke kam wohl niemandem, dafi Fliichtlinge aus einer fernen 
Gegend das Buch einst mitgebracht und vermauert hatten. Wurde 
ein Buch in Italien gefunden, wurde geglaubt, es gehorte dorthin. 
Wurde ein Pergament auf Island entdeckt, meinte man, es gehorte 
Islan-landern oder Norwegern zu. Nach der Sprache wurde geur- 
teilt, ohne dafi man wufite, ob man ein Original, eine Abschrift oder 
eine Ubersetzung aus einer (oder gar mehreren) Sprachen vor sich 
hatte. Ein Werk wurde nun fur unantastbares Wort „Gottes // von 
Menschen erklart, ein anderes fur historisch, ein anderes fur my- 
thologisch — Wahrheit und Jahreszahlen trug keins auf der ersten 
Seite, sondern es wurde fur das eine oder das andere „erklart". Dafi 
ein Betrug mit dem alten Testamente veriibt sei, haben die Araber 
von jeher behauptet; dieser Betrug war aber Selbstbetrug. 

Die ganze gelehrte Welt ist in einen Kreislauf von Irrtiimern 
hineingezogen worden, denn der Grund, auf dem gefufit wurde, 

164 



war und ist falsch, und so mufite trotz alles Fleifies ein Irrtum dem 
anderen folgen. Dazu kam, dafi die Kunstwerke tauschten und 
tauschen. Wir konnten Echtes, d. h. das wirklich Alte, von phan- 
tastischen Bildungen nicht unterscheiden — noch weniger das 
Alter recht bestimmen — weil die Biicher miSverstanden wurden, 
Miinzen und Wappen, welche am besten leiten konnten, haben es 
aus demselben- Grunde bisher auch noch nicht getan. 

Unsere christliche Zeitrechnung ist ebenso ein — solchem Irr- 
tume entsprungenes — kiinstliches Machwerk wie unsere ganze 
Geschichte, in welcher prahistorisches, historisches und neueres 
wild durcheinander gebracht worden ist. Diese Zeitrechnung 
riihrt von dein italienischen Abte Dionysius her, welcher in der 
ersten Halfte des 6. Jahrhunderts nach dem Jahre lebte, welches 
wir heute noch irrig als Geburtsjahr Christi bezeichnen. Christus 
aber hat — wahrscheinlich sogar als Erster — die letzte Erd- 
Katastrophe geweissagt; hatte er in historischer Zeit gelebt, ware 
er ein falscher Prophet gewesen, denn weder seine Wiederkehr 
(bei Lebzeiten) noch alles schreckliche ist in historischer Zeit ge- 
wesen oder steht nahe bevor, sondern liegt schon lange hinter 
uns\ (Die Orthodoxen helfen sich damit, dafi sie einzelne Stellen 
vollig real, andere nur symbolisch auffassen — ganz wie es gerade 
pafit. Das geht aber nicht mehr, es ist alles real oder alles symbo- 
lisch aufzufassen; und es ist alles vollig real und weder astral 
noch symbolisch gemeint.) 

Ist nun Einheit in den voreiszeitlichen Geschichten, mufi die 
ganze Kunst sein, dasselbe unter den verschiedenen Namen (je nach 
der Stammsprache) zu finden. Die Bibel ist das wichtigste hist or i- 
sche Sammelwerk aus jener Zeit des Glanzes und des Niederganges 
des fast ganz verschwundenen Stammes Kains. Jene Konige, die im 
A. T. Saul, David, Absalom, Salomon, Adonia und Roboam genannt 
werden, miissen identisch mit jenen sein, welche im N. T. als Augu- 
stus Tiberius, Archelaus, Herodes, Vierfiirst (d. h. vierter Fiirst) etc. 
bezeichnet werden. Augustus und Tiberius werden „romische" Ko- 
nige bezw. Kaiser, die Herodianer werden Edomiter genannt. Edo- 
miter — d. h. Nachkommen des Edom alias Esau — sind aber eben- 
falls „rom // alias Romer alias Joten alias Jovdaios gewesen; ja, auf 
die sen Stamm gerade beziehen sich die Drohungen und Weis- 
sagungen. Zwei verschiedene Zweige desselben Grundstammes ha- 
ben wir in Augustus und Tiberius, Archelaus und dem sog. Vierfur- 
sten zu sehen. Da auch das A. T. aus verschiedenen Sprachen stammt 

165 



(das erste B. Mose aus einer anderen als alle iibrigen Biicher), so 
sind auch im A. T. wichtige Personen unter 2-3 Namen zu finden: 
Edom alias Esau ist identisch mit dem Konige Saul, und dieser ist 
wieder identisch mit Herodes dem Grofien und mit Tiberius. Immer 
derselbe Mann, nur von jedem Stamme anders genannt ! 

In der Offenbarung Joh. wird unzweideutig von 7 Pferden (wo- 
mit Fiirsten gemeint sind) gesprochen; Vergleichung der Offenba- 
rung mit der alten Konigsgeschichte bezw. Kaisergeschichte zeigt 
deutlich, dafi er unter dem Schleier des Geheimnisvollen diese Ko- 
nigsgeschichte (um sie auf diese Art der Nachwelt zu erhalten) be- 
schreibt. Er hat vorausgesehen, daS die Erkenntnis verloren gehen 
wiirde und nur auf seine Art zu erhalten ware — darum schlofi er 
sein Werk auch mit einer Drohung: Wer dazu setzen oder abtun 
wiirde von diesem Buche, der sollte Plagen bekommen oder dem 
sollten soviele Jahre genommen werden, wie er Worte abgetan hatte. 

Auf diese Art blieb die Wahrheit bei Joh. erhalten, und erst 
dann fand ich die rechten Spuren fur dieses letzte Buch, als ich 
ihm genau folgte. Wenn er 7 Fiirsten nennt, dann miissen in der 
Bibel Liicken oder mifiverstandene Stellen sein, denn scheinbar 
sind (nach dem A. T.) nur 6 Fiirsten, nach dem N. T. noch weniger 
und nach sog. romischer Uberlieferung (von Augustus an) wieder 
mehr. Der AbschluS der alten edomitischen Geschichte, welcher 
vor Erd-Katastrophe und Vereisung war, hat aber nach Roboam — 
von dem das Konigreich genommen wurde, wie ausdrucklich 
(und auch vollig richtig) im A. T. geschrieben steht — keinen Ko- 
nig oder Kaiser mehr zu verzeichnen gehabt; Roboam miifite also 
der siebente Kaiser oder sicher der letzte edomitische sein ! 

Von einem achten kann nur insofern gesprochen werden, als 
der vierte (wie ich zeigen werde) sehr bald weggejagt wurde und 
dann spater wiederkam und wieder Herrscher wurde; es sind also 
doch nur 7, weil der vierte Fiirst mit dem achten identisch ist, wie 
Joh. auch klar sagt ! 

Im A. T. war also zunachst nach einem fehlenden Fiirsten (der 
vor Roboam gewesen sein mufite) zu suchen. Ebenso wie Edom- 
Esau mit dem Fiirsten Saul identisch ist, so ist Ismael mit Mose iden- 
tisch — und Mose, der erste Gesetzgeber und grofite Kriegsheld sei- 
ner Zeit, wurde auch der erste Kaiser, ein Herr iiber Herren, ein Ko- 
nig iiber Konige. Mose war es, welcher als Erster den Beinamen Au- 
gustus erhielt ! Mose ist jener Augustus, welchen Neues Testament 
und Edda unter dem Beinamen „Augustus // auch nennen ! 

166 



Die „Volkerwanderung", welche wir irrig in historische Zeit 
setzten, war jene Wanderung unter Mose. 

Die Zeit der „Romerherrschaft" (vom Nile bis Schottland hin- 
auf) ist nicht in historischer, sondern in prahistorischer Zeit ge- 
wesen. 

Diejenigen, welche den Menschen „rom" nannten, waren 
die Romer alias Alt-Egypter; sie waren Kains riesige rothautige 
Nachkommen und wurden vollig vernichtet — in historischer Zeit 
haben Riesen garnicht mehr existiert ! — 

Drei von diesen 7 Fiirsten waren Mose und die Nachfolger aus 
seiner Familie, also Asamonaer — vier waren von Edom-Esau-Saul 
an Edomiter; und darum wird der letzte dieser (der edomitischen) 
Fiirsten der Vierfiirst im N. T. genannt. Es war ein langer, harter 
Kampf um die Herrschaft zwischen den Asamonaern (den Nach- 
folgern des Mose), denen sie gebiihrte, und zwischen Edom- 
Esau-Saul-Tiberius, der sie widerrechtlich an sich gerissen hatte, 
und seinen Nachfolgern. (Ich sage ausdrucklich Nachfolger, nicht 
Nachkommen !) Joten alias Romer, d. h. „rom" alias Egypter, aber 
waren sowohl Asamonaer als Edomiter, wenn auch einzelne nur 
vom Vater oder nur von der Mutter diesem oder dem griechischen 
Zweigstamme angehorten. Griechen sind kein selbstandiger indo- 
germanischer Stamm, sondern sie sind Romanen und sagen ja 
auch selbst vollig richtig, dafi sie von „Romern" abstammen. — 

Vespasian und sein (Stief)Sohn Titus sind identisch mit Josef 
und Christum, mit Absalom und Adonia, mit Aeneas und Ilus al. 
Julus al. Askanius (die Vergil nennt). Wenn es heifit, Vespasian sei 
vor Rom und Titus sei vor Jerusalem gewesen, so waren beide vor 
derselben Stadt, wie es ja auch klar aus Vergils Aeneide her- 
vorgeht und der Wahrheit vollig entspricht. Dieses Rom war Klein- 
Rom a. Hierosolyma (Joruvalla der Edda) al. Troja, die dreifach 
ummauerte Stadt. In GroS-Rom in Italien lebten damals Etrusker 
— der Bruderstamm der Asamonaer, die Feinde der Edomiter ! 
Die Feinde ! Und wir stellten uns Edomiter als den Romern in 
GroS-Rom ergebene Fiirsten vor — das war grundfalsch. Klein- 
Rom ist Goslar, und Saul ist Herodes der Grofie al. Otto der Grofie. 

Italienische Uberlieferung nennt die Kaiser, welche ich als iden- 
tisch mit den biblischen erkannte: 

1. Augustus (das ist nur der Beiname, und dieser ist mit Oc- 
tavian nicht identisch). 

2. Tiberius. 

167 



3. Gaius (oder Cajus) Caligula. 

4. Vespasian (der bald fliehen muSte und nach Jahren wie- 
derkam). 

5. Claudius. 

6. Nero. 

7. Titus (den Nero zu toten versuchte, was ihm nicht gelang). 

Dies ist die richtige Zahl und Reihenfolgel 

Die 7 altesten Konige sind mit diesen 7 eben genannten Kaisern 
identisch ! Der 1., 4. und 7. waren Asamonaer; der 2., 3., 5., 6. wa- 
ren Edomiter. Der sechste Kaiser war also zugleich der vierte und 
letzte Edomiter — es ist Nero, der Robbam des Alten Testaments, 
der „Vierfiirst // , d. h. (vierte edomitische) Fiirst des Neuen Testa- 
ments. 

Zu Neros Zeit tauchten die Christiani (die Anhanger des Kai- 
sers Christus) auf. Das ist vollig richtig, denn Christus ist Titus, 
und Vespasian ist Josef, ein Held, der sogar unter Jesu Namen er- 
scheint und unter vielen Namen bekannt ist. Titus ist auch iden- 
tisch mit Britannicus, dem Gegner des Nero, den, dieser eines ra- 
schen Todes (durch Kreuzigung) sterben lassen wollte, identisch 
auch mit dem Tarquinius, der Priscus hiefi. Dieselben Kaiser unter 
verschiedenen Namen auch in italischer Uberlieferung ! Der Bei- 
name Superbus heifit weder streng, noch heifit Priscus alt, sondern 
superbus hat dieselbe Bedeutung wie das franzosische superbe, 
und Priscus ist dasselbe Wort wie Christus und Titus. Der junge, 
der dritte asamonaische Herrscher war Christus-Priscus-Titus. 

Wir haben zweimal dieselben 7 Kaiser, nur 2 verschiedene Sa- 
genf assungen, eine altere und eine jiingere; ich werde beide durch- 
sprechen. Die Reihenfolge war in der alteren, Sagenfassung vollig 
falsch, und nur muhsam war die rechte Folge wieder herzustellen. 
Folgende Namen sind identisch: 

1. Ancus Martius (d. h. Mars) ist gleich Augustus. 

2. Romulus ist gleich Tiberius. 

3. Servius Tullius ist gleich Gaius Caligula. 

4. Tarquinius Superbus ist gleich Vespasian. 

5. Numa Pompilius ist gleich Claudius. 

6. Tullus Hostilius ist gleich Nero. 

7. Tarquinius Priscus ist gleich Titus. 

Voile Wahrheit war in keinem Buche oder Bruchstiicke mehr 
erhalten, nur durch sorgsame Vergleichung war sie ans Licht zu 
bringen. 

168 



I. Ancus Martins alias Mars alias Mose. Von ihm ist erhalten, 
dafi er dem Gottesdienste besondere Aufmerksamkeit widmete 
und dafi er auf Hebung des Handels und Ackerbaues bedacht war. 
Das sind also Nachrichten, die nach der kriegerischen Zeit seines 
Lebens aufgezeichnet wurden und den Kaiser des Friedens (der er 
tatsachlich wurde) schildern. Seine Geschichte ist mit der eines 
Romulus verflochten und verwechselt worden, weil ein Romolus 
einst GroS-Rom in Italien griindete, auf dessen Grunde jetzt end- 
lich altegyptische Motive (denjenigen gehorig, die den Menschen 
„rom" nennen) gefunden wurden ! Mose kampfte in Italien gegen 
die Vor -ganger der Etrusker, also gegen Stamme, von deren dorti- 
gem Dasein wir bisher gar keine Spuren f anden ! ! — Der Nachf ol- 
ger des Mose-Martius, der Klein-Rom alias Goslar griindete, war 
Romulus, und er war der erste edomitische Konig und Kaiser, 
aber nicht der erste Kaiser iiberhaupt. Romulus ist nur Stam- 
mesname. Sein wirklicher Name ist also in der einen Sagenfassung 
garnicht enthalten, und Remus ist gleich Martius. 

II. Romulus. Dieser und sein Bruder Remus werden als Zwil- 
linge genannt — ebenso werden Esau-Edom und Jakob als Zwil- 
linge genannt ! Das leitete auf die erste Spur, den grofien Konig 
und Kaiser zu erkennen. Aber Romulus, der Toter des Remus und 
Griinder von GroS-Rom, kann nur Kain in ferner Vorzeit gewesen 
sein. Sowohl Romulus wie Remus sind gar keine Namen, sondern 
bedeuten m. E. Der „rom" totete den „rom // — ein Mensch den 
anderen ! Kain totete Habel, aber der Zwilling und der Konig von 
Klein-Rom hat seinen Zwillingsbruder Jakob (alias David) nicht 
getotet, sondern er totete Mose, ihn zum Giftbecher zwingend. 

Auch wurden diese Zwillinge nicht ausgesetzt, sondern nur Is- 
mael al. Mose wurde ausgesetzt, der garnicht der Zwilling von Aa- 
ron war. Auch Kain und Habel waren nicht Zwillinge. Das beriihm- 
te Zwillingspaar, auf das soviele Weissagungen deuteten, waren 
nicht Esau und Jakob, sondern Absalom und seine Schwester. Amu- 
lius, der von einem Zwillinge erschlagen wurde, konnte mit, 
Abram. al. Amram identisch sein, der tatsachlich die Aussetzung 
von Mose, doch nicht Totung dieser Zwillinge (Bruder und Schwe- 
ster) befohlen hatte; Totung, nicht Aussetzung. Absalom miifite 
dann der Morder des Amulius gewesen sein oder Esau alias Romu- 
lus. — Faustulus scheint ein Name des Romulus-Saul gewesen zu 
sein. Die Faustsage hat in Deutschland die Heimat, und manches 
darin erinnert auffallend an jenen Odin, der sicher mit diesem roten 

169 



Edom-Esau-Saul identisch ist und von dem noch einige 60 Namen 
festzustellen waren ! — Odin wurde Gott — dieser Romulus wur- 
de Gott Quirinus. 

III. Servius Tullius. Dieser wird als Schwiegervater des Tar- 
quinius Tullius Superbus genannt, und daran war zunachst der 
Platz und die ihm zukommende Identitat mit dem dritten Kaiser 
(Gaius-Jakob-David) zu erkennen. Die ihm zugeschriebene Steuer- 
verfassung ist die von David angeordnete Schatzung. Er soil der 
Sohn einer Dienenden gewesen sein und erst spater ein Freier und 
Herr gewesen sein — dann miifite ja Esau-Saul ebenso geboren 
sein, denn 2 Uberlieferungen deuten doch darauf hin, dafi sie 
Zwillinge waren. — Das dem Servius zugeschriebene Wunder- 
zeichen ist das Wunder, das seinem Enkel (Christum) geschah, ist 
nur irrig auf ihn iibertragen worden. 

IV. Tarquinius Superbus. Er wird als Nachfolger seines 
Schwiegervaters hingestellt, und mit dieser Bemerkung hat sich 
ein wichtiges Kornchen Wahrheit erhalten. Er soil streng gewesen 
sein, er war es aber zu den ungerechten Patriziern, die das Volk 
driickten und die er deshalb demiitigte. Das war gut, trug ihm 
aber den Hafi der Ubermiitigen ein. — Seine iibrigen Taten und 
sein Leben sind in dieser Uberlieferung entstellt erhalten. — Mit 
Servius Tullius sind sowohl T. Superbus wie T. Priscus mit Recht 
in Verbindung gebracht worden. 

V. Num. a Pompilius. Nachdem ich alle anderen Kaiser ein- 
reihen konnte, blieb dieser iibrig, die Erbauung von Tempeln allein 
hatte sonst nicht zur Erkennung geniigen konnen. Er forderte den 
Kultus und war ein Ordner, ein Mann des Gesetzes und des Frie- 
dens. Grofie Kriege waren nicht unter seiner Regierung, aber die 
innere Unzufriedenheit wuchs unter dieser Herrschaft. Im Anfange 
scheint er milder gewesen zu sein, und aus einer besseren Zeit sei- 
nes Lebens miissen diese Urteile stammen. Er ist mit Claudius, Sa- 
lomo and Archelaus identisch, welcher der Arge oder Schlimme 
genannt wurde und das Volk „mit Peitschen ziichtigte". 

VI. Tullius Hostilius. Dieser gait als wild, stiirmisch und 
kriegerisch; er war nicht nur das, er war schlecht. Jene Uberliefe- 
rung, welche ihn Nero nennt, weifi ihn noch am richtigsten zu 
schildern. 

VII. Tarquinius Priscus. Er gait nach der alteren Sagenfassung 
als Sohn eines griechischen Fluchtlings. Sein (Stief-)Vater ist Tar- 
quinius Superbus, und dieser war Halb-Grieche und tatsachlich ein 

170 



Fliichtling. Die Flucht Josefs ist mit dieser Flucht identisch. Er hatte 
den noch kleinen (Stief-)Sohn auf die Flucht mitgenommen und 
soil 2 Sonne gehabt haben. Das stimmt; sie werden iml. B. Mose 
Epraim und Manasse genannt, waren aber beide nicht leibliche 
Sonne, wie ich zeigen werde. Es sind Titus und Domitian. 

Wunderzeichen begleiteten Priscus auf seinem Einzuge in 
(Klein-)Rom (al. Rama al. Jerusalem) und Wunder sollen inn be- 
wogen haben, sich des Knaben Servius Tullius anzunehmen und 
ihm die Nachfolge zu sichern — da ist die Wahrheit mal wieder in 
das direkte Gegenteil verkehrt worden, denn Servius Tullius ist der 
leibliche Grofivater (der Vater von der Mutter) des Priscus gewesen, 
Jakob alias David, welcher Vater der Dina war. — Nicht Servius 
begleitete den Priscus in den Krieg, sondern Priscus begleitete den 
Schwiegersohn des Servius (seinen Stiefvater) in den Kampf. Es ist 
der Kampf um Klein Rom-Jerusalem-Troja gemeint. — 

Jetzt seien die wichtigen Punkte der anderen Uberlieferung 
durchgesprochen: 

I. Augustus. Zunachst sei sofort — um MiSverstandnissen 
vorzubeugen — gesagt, dafi ich nur den Augustus fur identisch 
mit Mose erklare, welcher unter diesem Beinamen im N. T. und in 
der Edda erscheint. — Als erster Augustus gilt Octavianus. Dieser 
Name deutet auf einen achten Fiirsten, aber nicht auf einen ersten. 
Der erste Kaiser mit dem Beinamen Augustus, der mit Mose und 
dem Gotte Mars identisch ist, der vor der letzten Eiszeit lebte, mufi 
mit einem andern — entweder mit Vespasian oder mit einem an- 
deren Herrscher, der noch festzustellen ware — durcheinander 
gebracht worden sein. Mose hatte 12 Sonne, die alle Fiirsten, also 
Augustaer alias Asamonaer alias Ismaeliten waren und goldene 
Stirnbinden trugen — vielleicht ist auch einer dieser 12 Fiirsten, 
die alle (bis auf einen) so geradezu merkwurdig verschollen 
sind, mit seinem Vater verwechselt worden. Sicherlich deutet der 
Name Octavian aber auf einen achten Fiirsten und nicht auf einen 
achten Sohn; sicher endlich hat dieser Mann mit Recht Octavian 
geheiSen, so dafi wir nicht einen von 4 Ottonen al. der 4 Herodia- 
ner al. der 4 Edomiter in ihm zu sehen hatten. Diese Idee gewinnt 
an Wahrscheinlichkeit, wenn wir die Sage bedenken, die ihn an 
die Stelle eines ermordeten Caesar riicken lafit — Mose-Augustus 
war aber der erste Caesar, und er wurde aus dem Wege geschafft, 
um einem Edomiter Platz zu machen ! So halte ich die Identitat 
des „Octavian // , dieses Achten, mit dem dritten Asamonaer Vespa- 

171 



sian zunachst schon deshalb fur sehr wahrscheinlich. Auch der 
erste Edomiter wurde durch Mord aus dem Wege geschafft, eben- 
so der zweite. 

Wolf und spater Drachen waren Wappentiere der Asamonaer, 
der goldene Adler war das Wappen der Edomiter, und daran kon- 
nen wir vielleicht auf die rechten Spuren kommen, so verwischt sie 
auch schon sind. Octavius konnte also mit Vespasian identisch 
sein, aber keinesfalls mit dem ersten Augustus. Dieser wurde zum 
Gotte erhoben, dem eigene Priester gegeben wurden, das sagen alle 
Biicher, ob er Hercules, Mars oder Alexander genannt wird. Er 
wurde der Gott des Krieges. Der echte erste Augustus soil auf sei- 
nem Sterbelager vom „Mimus // des Lebens gesprochen haben — 
Mose wurde auch Mimir genannt, und daran erinnert diese Sage. 
Mimir ist ein Wort, das den Begriff der Erinnerung fafit — vor sei- 
nem Tode hat er also (wie auch aus Bibel und Edda ersichtlich !) 
von der Vergangenheit und anschliefiend von der Zukunft weissa- 
gend gesprochen. (S. was Israel, d. mufi heifien Ismael, iiber die 12 
Fiirsten sagt und die Worte des Vafthrudnir, die in der Edda ste- 
hen.) Jener Mela, der zu Augustus Zeit lebte, ist jedenfalls auch der 
erste Augustus selbst. Aus Mimir ist „Mimus // gemacht worden ! 

II. Tiberius. Er war der geborene Konig und ein interessanter 
und bedeutender Mann. Er soil ein Neffe des vorigen Herrschers 
gewesen sein, war aber nach anderer Sage sein Stiefbruder. Er 
wird weiter als grausam, mifitrauisch, finster und als kriegerischer 
Tyrann geschildert; das stimmt vollig auf Herodes I., mit dem er 
identisch ist. 

III. Gaius Caligula. Dieser war also der Zwillingsbruder des 
vorigen Herrschers. Die ganze damalige, feme Zeit wiirde uns un- 
verstandlich bleiben, wenn wir nicht glaubten und bedachten, dafs 
diese Riesen, deren Geschichte ich hier bespreche, ein viel hoheres 
Alter erreichten als wir heutigen schwachen Menschen. Tatsachlich 
miissen sie Jahrhunderte durchlebt haben, wie ja auch von Odin 
einmal gesagt wird, als das und das geschah, sei er 300 Winter alt 
gewesen; in der Bibel wird das hohe Alter der Riesen auch genannt, 
und Mose Alter konnte ich mit gutem Grunde auf mindestens 480 
Jahre berechnen. Gaius ist mit „Germanicus // (dem Feldherrn des 
Tiberius) identisch ! Das ist an den Frauen klar zu erkennen. Sein 
Schwiegersohn war Germane, und) vielleicht ist dadurch die Be- 
nennung auch fur ihn zustande gekommen. Tiberius soil iiber ihn 
gesagt haben, kame er zum Regimente, dann wiirde es sein, als 

172 



fiihrte Phaeton die Ziigel des Sonnenwagens. Er scheint auch 
wirklich fur die Aufgabe, Herrscher der Joten zu sein, zu gutmiitig 
gewesen zu sein. Er soil sich am gewaltsamen Tode des Tiberius 
beteiligt haben, was zwar mit anderen Quellen, doch nicht mit 
einem „ Phaeton" iibereinstimmt. — Die Geschichte dieses Kaisers 
ist sehr entstellt worden; teils sind Caligula und Claudius mit- 
einander verwechselt worden. Auch dieser Fiirst war Edomiter, 
doch scheint er eine Tochter oder Enkelin des Mose- Augustus zur 
Frau gehabt zu haben; nach dem N. T. mufi er eine Tochter Aarons 
zur Frau gehabt haben, und diese gebar die Tochter, welche die 
Mutter Christi wurde. In jedem Falle war er Mose oder Aaron ver- 
wandt durch Heirat und war den Asamonaern nicht feindlich ge- 
sinnt wie die anderen drei Edomiter. Mose und Aaron stammten 
nicht von Abram alias Amram, sondern nur von dessen einer Frau 
ab, die mit Abrams Neffen Lot ein Verhaltnis hatte. Das war der 
Grund zu der Feindschaft zwischen Asamonaern (von Lot) und 
Edomitern von Abram ah Amram. Als Gatte der untreuen Frau 
nur war Abram „Vater // von Ismael und Isaak al. Mose und Aaron. 
Gaius ist gleich Jakob, gleich David. 

IV. Vespasian. Er war der Liebling des vorigen Herrschers, der 
sein Schwiegervater war. Die Gattin des Germanicus (sog. Gaius) 
war Agrippina, die Altere. Diese und Agrippina (Dina) die Jiingere 
sind identisch mit Zeruja und Dina des A. T. und mit Grimhild (der 
Mutter) und Grimhild-Gudrun, der Tochter, welche in der Edda 
und im Nibelungenliede eine Rolle spielen. Beide waren n. d. Edda 
Gjukis (Jakobs) Frau und Tochter. Der zweite Mann der Dina war 
Vespasian. Er war Germanicus-Germane durch seinen naturlichen 
Vater, war aber von Mose-Augustus als Sohn angenommen wor- 
den und war einer der 12 Fiirsten. So ist dieser Vespasian identisch 
mit dem Cherusker (Ker oder Cherubim war gleich Kymre !) Sigi- 
mer, er ist der schone Absalom des A. T. und ist der Josef der Bibel. 
Thusnelda und ihr junger Sohn sind identisch mit Swanhild, Ar- 
mins Frau, und deren Sohne. Auch er wurde — ebenso wie sein 
(Stief-) Vater Vespasian alias Sigimer fur tot gehalten, war aber mit 
auf die Flucht genommen worden. Vespasian al. Sigimer al. Josef 
al. Absalom wurde aber schwer verwundet und floh. 

V. Claudius. Wieder wurde der goldene Adler in Klein-Rom 
aufgepflanzt ! Der dritte Edomiter war Kaiser. Er wird schwach, 
falsch und furchtsam geschildert und unter dem Einflusse seiner 
Frauen stehend. Das sagt das alte Testam. auch, denn Claudius ist 

173 



Salomon. Im A. T. werden Salomon und Absalom mehrfach mit- 
einander verwechselt, denn Salomon war der Feind des David 
und keineswegs Absalom ! 

David und Salomo waren Briider; drei Briider haben hinterein- 
ander geherrscht. Es stimmt, dafi Agrippina, die Jiingere, die Nich- 
te des Claudius war — das gerade zeigt, dafi tatsachlich Claudius und 
sein Vorganger Briider waren und durchaus nicht Vater und Sohn !! 

Claudius war der dritte Gatte der Agrippina, der Jiingeren, wie 
ich zeigen werde. Dafi sie einen Sohn aus der ersten Ehe hatte, ist 
richtig; falsch ist aber, dafi Domitius Nero (Britanniens Gegner), 
dieser Sohn war. Das Gegenteil ist wahr: Nicht Nero sondern Bri- 
tannicus war ihr Sohn; Britannicus ist gar kein Name, sondern nur 
eine Bezeichnung wie z. B. Galilaer. Britannicus ist mit Titus iden- 
tisch. Vor Claudius floh Caligula und nicht vor seinem Schwieger- 
sohne. Diese Geschichte ist im A. T. zu Gunsten des Salomo ent- 
stellt worden — Salomo selbst hat sie vielleicht einst so schreiben 
lassen. — Claudius baute Wasserleitungen und war Schriftsteller 
— dasselbe sagt das A. T. von Salomo. Claudius soil durch Agip- 
pina vergiftet worden sein. — die nordische Sage erzahlt, dafi 
Grimhild-Gudrun ihn ermordet hatte, erzahlt also fast dasselbe. 

Nero wollte Nachfolger seines Vaters werden, Volk und Weis- 
sager aber wollten Titus alias Britannicus auf den Thron setzen. — 
Atli (der Schlimme), der von Gudrun Gemordete, ist gleich Clau- 
dius, ist Salomo und Archelaus und Italicus. 

VI. Nero. Der vierte Edomiter kam auf dem Thron, ein geistiges 
Scheusal in der Gestalt eines Riesen, der Todfeind, Verfolger und 
Kreuziger des Titus, welcher ist Christus. Auch er herrschte in 
Klein-Rom, das heute Goslar ist, aber Vespasian holte Etrusker aus 
Italien zu Hilfe gegen ihn, und deshalb finden wir viele Spuren in 
Italien, weil dorthin sehr viele Beute gekommen sein mufi, als Ne- 
ro iiberwunden war. Dantes Beatrice ist gleich Berenike. 

Die beriihmte Schonheit jener Zeit, welche den Hauptgrund zu 
alien Zerwiirfnissen gab, war Foppaa-Sabina-Berenike, welche 
gleich Vespasians Tochter Domitilla ist, gleich Homers Her- 
mione, gleich der nordischen Swanhild, der Tochter von 
„Schneewitchen\" War Nero der Morder der Agrippina, dann 
war er nicht der Morder seiner leiblichen Mutter, sondern nur der 
Racher seines Vaters. Aber er — Roboam-Nero — brachte die An- 
hanger des Rivalen Titus-Christus auf schandliche, unmenschliche 
Weise urns Leben. Titus war in dreifacher Weise sein Gegner und 

174 



Rivale: Er verdammte, dafi Nero sich zum Gotte erhob und anbe- 
ten liefi; das Volk wollte ihn zum Konige haben und nicht Nero;. 
Titus hatte die beriihmte Schonheit der Zeit — seine Halbschwe- 
ster Domitilla — zum Weibe erhalten, und Nero wollte sie haben, 
wie schon Claudius sie begehrt hatte. So wurde er zum Kreuziger 
eines Konigs ! Varus = Chariomer = Nero ! ! 

VII. Titus. Als Geburtstag des Titus wird der 30. Dezember ge- 
nannt, wahrend wir den 25. Dez. als Geburtstag Christi feiern. Als 
Todestag des Titus wird der 13. September angegeben und dieser 
wird nach zweijahriger „Regierung" angegeben. Das ist eine Ir- 
rung. Der 13. Sept. ist sehr wahrscheinlich jener Tag gewesen, an 
dem er zum zweiten Male ans Kreuz gehangt wurde, nachdem er 
dem Morder nach der ersten Kreuzigung entgangen war (wie ich 
zeigen werde) und dies wird 2 Jahre nach seinem ersten Auftreten 
gewesen sein. Das stimmt zu alien Berechnungen. Sogleich nach 
der zweiten Kreuzigung (nachdem er als schwerkranker Mann 
dem Morder wieder entgangen war) begann der neunjahrige 
Kampf um Klein-Rom alias Jerusalem alias Troja, und im Septem- 
ber gerade wurde es eingenommen. 

Vespasian, der Stiefvater des Titus, war nicht mehr jung, als er 
die Stadt nahm. Das stimmt, denn er war noch unter Augustus ge- 
boren. Dieser Augustus kann nur Mose oder David gewesen sein, 
wir werden spater sehen, wer von beiden. — Nero hat den jotischen 
Krieg wahrhaftig nicht Vespasian iibertragen (da ist ein altes Wort 
falsch iibersetzt worden) sondern Nero veranlafite den Krieg, 
und Vespasian war sein Gegner und schliefslicher Uberwinder. 

Vespasian hatte 2 Sonne, Titus und Domitian, dieselben werden 
im A. T. als Josefs Sonne Ephraim und Manasse vorgestellt. Titus 
ist lockerer Sitten falschlich beschuldigt worden, und auch im N. 
T. steht, dafs iiber Jesu Essen und Trinken und iiber seinen Verkehr 
mit Zollnern und Siindern geredet wrude. Er war Herrscher im 
Lande der Galen gewesen. Vespasian herrschte iiber die „angeloi // 
— ein angelos (wie im griechischen Neuen Testamente steht) war 
eben durchaus nicht ein iiberirdisches, geflugeltes Wesen, sondern 
ein Soldat von den Angeln. — 

Dafs Titus (noch dazu mit Britannicus) am Hofe des Claudius 
und des Nero erzogen wurde, ist grundfalsch. Er zog an deren 
Hof, als er 33 Jahre alt war, das ist richtig. Auch Vespasian scheint 
manchmal Britannicus genannt worden zu sein. Der ganze Krieg 
wurde unter Verwandten gefuhrt. Titus war der mildeste, beste, 

175 



menschenfreundlichste und freigebigste Konigssohn. Zu seiner 
Zeit wurde kein Todesurteil gefallt — dennoch ist er der Belage- 
rung der Stadt mit dem Jupiter (nicht Jahwe-)Tempel und der Be- 
strafung der Edomiter vom Stamme Kains nicht entgegen getre- 
ten!! 

Als er bei Lebzeiten wiederkehrte, da brachte er das „Schwert" 
und nicht den Frieden, und er konnte wohl sagen, sein Vater wiirde 
ihm sofort ein Heer von Angeln senden, wenn er ihn darum bate. 

Ein Tag, an dem er niemandem etwas Gutes erzeigen konnte, 
gait ihm als verlorener Tag. Lateinisch sprechende Menschen (und 
ganz gewifi nicht die von ihm bestraften und besiegten, eine dem 
griechischen ahnliche Sprache besitzenden, roten Nachkommen 
Kains) haben iiber ihn gesagt: „Amor ac deliciae generis humani" 
— Liebe und Freude des menschlichen Geschlechts. 

Es gab nur eine beriihmte Berenike, aus der mit der Zeit 3 ver- 
schiedene Gestalten gemacht worden sind. Makedonier, Egypter, 
Joten waren identisch. Aus Agrippina (ihrer Mutter) wurde Ag- 
rippa gemacht. Makedonien wurde der Harz genannt, und die 
dort lebenden Joten alias Egypter wurden auch Makedonier ge- 
nannt. Kyrene ist Kymry alias Wales. Nach Berenikes glanzend 
schonen Haupthaare erhielt ein Sternbild am nordlichen Himmel 
den Namen. 



I. 

Mose=Mars=Moin ist Augustus, der erste Konig, 
das Haupt der Asamonaer. 

Und diese Zeit wird das Goldalter genannt. 

Pros. Edda, Gylfag. 14 
Und hier ist der Sinn, da Weisheit zugehort. 
Die 7 Haupter sind 7 Berge, auf denen das 
Weib (die Stadt) sitzt und sind zugleich 7 
Konige. Offenbar. Joh. 17,9 

Wir haben gelesen, dafi „Gott // dem Mose gesagt hatte, er sollte 
mit dem Volke zuriickkehren und auf dem Berge Horeb (alias Ne- 
bo alias Brocken) anbeten — er hat gehorsam alles getan was ihm 
befohlen worden, war. Doch auf dem Brocken hatte sein Todfeind 
Odin einen Sitz — sein Weg fiihrte also direkt zu diesem hin ! 
Mehr noch: Er sollte dort anbeten, also dort oben einen zweiten 
176 



Altar griinden; das mufite zu einem Konflikte mit dem Todfeinde 
fiihren und hat ihn herbeigefiihrt. 

Der erste Name des Mose war Moin, und ich kann nochmals 
sagen, dafi dieser Name nur auf „Miihe" zuriickzufiihren ist. Er 
machte anderen Miihe durch seine Geburt und hatte selbst Miihe 
sein Leben lang. Vergessen wir auch nicht, dafi es Mose ist, wel- 
cher in der Bibel zuerst unter dem Namen Is-mael erscheint ! Sara 
nahm sich des Aaron hochst wahrscheinlich an, die Kinderlose, 
und deshalb wird Aaron als einziges Kind von den dreien der Jo- 
chebed nicht verstoSen worden sein. Spater haben sich die beiden 
Frauen Sara-Saga und Jochebed vielleicht erziirnt und dann wird 
Sara — die sehr wahrscheinlich dem Abram gesagt hatte, sie 
hatte das Kind geboren — den Betrug aufgedeckt haben. Des- 
halb wollte Abram — unter dem Vorgeben eines Opfers — den 
Aaron alias Is-aak auch toten ! Er liefi es im letzten Augenblicke, 
jedenfalls weil er den so ganz besonders starken jungen Mann 
nicht iiberwaltigen konnte. Konnte doch niemand aufier dem star- 
ken Tyr mit ihm fertig werden, denn Aaron ist gleich Fenris der 
Edda. 

Aaron-Goin war sehr wahrscheinlich das Haupt derjenigen, 
die hebraisch Gojim genannt wurden. 

Das Volk von den Stammen der Inder und Slaven war durch 
Italien, das Land „zwischen den 2 Meeren", gezogen, hatte die 
Abarim alias Alpen hinter sich und siedelte sich in Midgart- 
Kanaan (im Harze) an, und das Land wurde Mazedonien. Mose 
wurde zum ersten Konige gewahlt ! Midian;, Idalia, Oberitalien, 
sogar Mizraim sind der Harz. 

In jener Zeit hiefi Danemark noch Gotland, d. h. Jutland, sagt 
die Edda. Weiter sagt die Edda, Skjold (ein Nachkomme Odins) 
hatte einen Sohn Fridleif gehabt, der nach ihm die Lande be- 
herrschte, als der Kaiser „Augustus Frieden schaffte in der ganzen 
Welt und Christus geboren wurde". Es wurde jetzt gemeint, ein 
gelehrter Uberarbeiter hatte hier (Skaldskaparmal 8) unbefugt Zu- 
satze aus historischer Zeit in prahistorische verlegt — das ist aber 
keineswegs der Fall, denn es ist eine unerschiitterlich feststehende 
Tatsache, dafi sowohl Augustus wie Christus in der Zeit, die lange 
(bis jetzt) prahistorische genannt wurde, gelebt haben. Augustus 
lebte weder im jetzigen Italien noch Jesus in Palastina, sondern 
beide im Norden von Europa. 

Mose war der Konig Augustus, der erste Konig, Christus war 

177 



der siebente Konig ! Er war das A und O — das heifit, er war bei- 
des: Asamonaer und Odinaer (Idumaer), Oedling der Edda alias 
Herodianer. Das stimmt genau, denn seine Mutter war Odinaerin, 
sein Stiefvater war Asamonaer ! Dies schicke ich nur voran. — 
Abram-Budli war Ahn der Odinaer; sein Bruder Haran-Farbauti 
(Lots Vater) war Ahn der Asamonaer. 

Zu den 7 Hiigeln, auf denen die Hauptstadt des Landes lag, 
und den 7 Konigen gehorten auch 7 Parteien, und 12 Tempel wa- 
ren in Goslar, die noch festzusellent sind. In der Edda stehen die 7 
Parteien unter folgenden Namen : 

1. Skjoldunge, 

2. Skilfinge, 

3. Oedlinge, ; 

4. Ylfinge, 

5. Erbbauern, 

6. Adlige, 

7. Auserlesene. 

Solange Mose — der als Kaiser den Namen Augustus bekam 
— am Leben war, herrschte nur seine Partei, und seine Herr- 
schaft ging bis herunter nach Sizilien und bis hinauf zum hohen 
Norden. Alexander der Grofie (ebenfalls der zweihornige Mose) 
wird romischer Konig genannt, aber das ist jotisch ! Hellenen 
sind keine Griechen. Die griechische Sprache ist die Sprache der 
Romer gewesen, die Sprache, von der sie ausgingen, die Sprache 
des roten Adam. Die lateinische Sprache war die litauische 
und die griechische Sprache war die romanische, die Spra- 
che der Rothautigen, der „rom", wie ja auch der Name sagt\ 
Wenn wir bedenken, dafi wir trotz aller Wissenschaften bisher 
noch nicht einmal erkannten, dafi die griechische Sprache die 
Romanische ist, dann werden wir uns einen Begriff davon ma- 
chen konnen, in wieviel Irrtiimern sich alle Wissenschaften heut- 
zutage bewegen ! 

Eine ganz neue Weltanschauung tut not, ehe wir daran gehen 
konnen, all den Schutt der tausend Irrtiimer wegzuraumen. 

Der HaS des Edam-Odin ruhte nicht, er hatte Mose vernichten 
wollen und gerade dieser war zu hochstem Glanze, Ruhm und 
Ehre emporgestiegen ! Das liefi dem ehrgeizigen, rankesiichtigen 
Manne keine Ruhe: Einer seiner Sonne und nicht einer der beiden 
Sonne Jochebeds hatte zur Herrschaft kommen sollen, ja vor Al- 
len er selbst ! 

178 



Die ersten Nachrichten iiber Mose haben wir unter dem Namen 
Ismaels in der Bibel. Darum sind auch lsmaeliten — die als Herr- 
schende goldene Stirnbinden trugen — gleich Asamonaern !! Die 
Aussetzung des Mose aus dem 2. Buche ist im 1. Buche unter der 
Austreibung Ismaels berichtet ! Es heifit von Ismael: „Er wird ein 
wilder Mensch sein; seine Hand wider Jedermann, und Jeder- 
manns Hand wider ihn; und wird gegen alien seinen Briidern 
wohnen." Er war iiber all seine Briider gestellt ! — 

Und in der Offenbar. Joh. steht iiber Mose im Kap. 6: 

„Und ich sahe, und siehe, ein weifi Pferd, und der darauf safi, 
hatte einen Bogen; und ward ihm gegeben eine Krone, und er zog 
aus zu iiberwinden und dafi er siegte." 

Und weiter schreibt Johannes iiber Mose (wenn er auch niemals 
die Namen der Beschriebenen nennt, wodurch allein die Wahrheit 
erhalten blieb, die sonst iiberarbeitet und verschiittet worden ware): 

„11. Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weifies 
Pferd, und der darauf safi, hiefi Treu und Wahrhaftig und richtet 
und streitet mit Gerechtigkeit. 

12. Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme und auf sei- 
nem Haupte viele Kronen; und hat einen Namen geschrieben, den 
niemand wufite denn er selbst. 

13. Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprenget 
war; und sein Name heifit Gottes Wort. 

14. Und ihm folgte nach das Heer im Himmel auf weifien Pfer- 
den, angetan mit weifier und reiner Seide. 

15. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dafi er 
damit die Heiden (die Nachkommen Kains*) schliige; und er wird 
sie regieren mit der eisernen Rute. Und er tritt die Kelter des 
Weins des grimmen Zorns des allmachtigen Gottes. 

16. Und hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleide und 
auf seiner Hiifte also: Ein Konig aller Konige und ein Herr 
aller Herren." (Kap. 19.) Das war Mose ! 

Es ist ein Irrtum, wenn wir meinten, Mose sei so jung, mit 120 
Jahren (was nach damaligem Alter der Giganten sehr jung ware) 
gestorben, denn er hat 400 Jahre das Volk beherrscht. (Siehe iiber 
die Herrschaft der Makkabaer in den Biichern derselben und Rich- 
ter 11,26.) Mehrere Quellen geben 300 Jahre an, doch nach 1. Mose 



*) Die Nachkommen Kains waren Kannibalen (Menschenfresser), wie alle 
Quellen iibereinstimmend berichten, doch nur die altesten Aaditen. 

179 



15,13 waren es 400 Jahre: „Das sollst du wissen (Abram), dafi dein 
Same fremd sein wird in einem Lande, das nicht sein ist; und da 
wird man sie zu dienen zwingen und plagen 400 Jahre." 

Diese 400 Jahre sind nicht auf die Zeit in Egypten zu beziehen, 
sondern auf die Zeit unter Mose in Kanaan. 

Das Alter des Mose ware demnach 480 Jahre gewesen, wenn er 
80 Jahre alt war, als er auszog. Abram war von Syrien nach Nod 
gezogen und dann nach Midian, dem spateren Mazedonien alias 
Kanaan. Dort war sein Same fremd im fremden Lande, dort war er 
der „Auslander", der „Fremdling // . Und das Land wurde spater 
nicht von seinem Samen regiert — sondern von Lots Samen, der 
erst nach Mose dessen Nachkommen weggerissen wurde 

Sichem, der Sohn des Hemor, „der des Landes Herr war" — 
das ist der Sohn desjenigen Mannes, der vor Mose Herr des Lan- 
des war. Heviter wird er genannt. Er ist aber identisch mit Ver- 
gils Sychdus (s. Aeneide Gesang I), der als Herr Phonizischer 
Auen genannt wird ! Sichem-Sychaus ist der leibliche Vater Jesu 
Christo. Auch Dante erwahnt Sychaus. 

Das Land der Phonizier war Colesyrien, es wurde erst spater 
kanaanitisch; es lag ostrich vom Libanon alias Brocken. Die hebra- 
ische Sprache ist nicht eine semitische. Phonizier kamen aus Syrien 
vom Assyrium stagnum in Irland nach dem Lande Kanaan, das 
hafit, es wurde spater Kanaan. Es hiefi Midgart, wenn Herodot 
(1,1, VII 89) es auch schon Kanaan nennt. Der Melkarttempel war 
ein Tempel in Midgart. Phonizier flohen vor dem „Rauber" Josua 
(alias Jason), dem Feldherrn des Mose. Phonizier waren Alt-Hiber- 
nier, gleich Nachkommen Habels, gleich Kelten — und der Stamm 
des „Ephraim // hatte seinen Grund in Amalek, war also mit Ama- 
lekitern — den Erstlingen iiber die Volker — gemischt. Midgart 
war Stammland der „Menschen // , d. K. der Kelten und Besitz von 
Kelten, Germanen und Angeln gewesen. Auch einige Slawen 
(Zwerge) lebten in Goslar. Die dortige Uberlieferung weifi nichts 
mehr von den Angeln, den altesten Bewohnern Goslars ! Die 
„Sachsen // werden „Ingebohrene // genannt — das ist aber falsch, 
denn Sachsen sind gleich den Romern, die sich mit Angeln misch- 
ten. (Angelsachsen !) Sachsen waren Edomiter, die mit den „Fran- 
ken", d. h. den Augustinern von Mose alias Ancus Martius, 
in erbitterter Feindschaft lebten ! — Amalek = Ismael = Mose. 



180 



II. 

Die 12 Nachkommen Abrams und die 12 Sohne Mose. 

Und urn den Stuhl waren 24 Stiihle, und 
auf dem Stuhle sassen 24 Aelteste mit weissen 
Kleidern angetan und hatten auf ihren Haup- 
tern goldene Kronen. Offenb. Joh. 4,4. 

Im 1. B. Mose 17,20 steht: 

„Dazu um Ismael habe ich dich auch erhort. Siehe, ich habe ihn 
gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren fast sehr. 
Zwolf Fiirsten wird er zeugen und will ihn zum grofien Volke 
machen." 

Ismael ist gleich Mose, der 12 Sohne hatte. Die Edda nennt wie- 
derholt 12 Asen. Asen nannten sich alle, doch sind Mose Sohne 
(Asamonaer) von Abrams Sohnen (Edomiter) scharf zu unter- 
scheiden. Die 3 Kinder der Jochebed-Angrboda verfeindeten sich 
mit den Sohnen Edom-Odins, und der ganze Krieg wurde unter 
Verwandten gefiihrt und war deshalb nicht zu verstehen: Joten 
alias Romer waren beide, aber Asamonaer kampften gegen Edo- 
miter, die in- Jerusalem-Troja waren. Das alte Testament fiel nach 
langer Zeit einem Schreiber in die Hande, welcher glaubte, jiidi- 
sche Geschichte vor sich zu haben mit dem Schauplatze Palastina, 
wahrend es jotische-grippische (nicht griechische)-egyptische- 
romanische Geschichte war. Auch Homer war ein Nord-Grippier 
und nicht Grieche im Sinne von Hellene. Stamm Levi war ur- 
spriinglich Stamm Lowe, d. h. Seths Nachkomme alias Hellene. 

Es sind in Bibel und Edda miteinander identisch: 

Sara — Saga, 

Jochebed — Angrboda — Hagar, 

Ketura — Frigg? 

Deborah — Jord = Brunhild j 

Rebekka - Bekkhild, Schwestern ! 

Es gab nur eine Deborah und nicht 2 beriihmte Deborahs. 
Rebekka und Deborah waren Schwestern, Tochter Abrams. Abram 
(der Ahn) wird in den Heldenliedern der Edda Budli genannt 

Seine Sohne waren nach der Edda: 

1. Odin, der Konig, 

2. Wili — Gjuki — Thiazi der Konig, 

3. We - Atli, der Konig, 

181 



Welchem der Odinaer Balder, Idi, Tyr, Hermod, Meili, Thor, 
Wall, Beli zuzuschreiben sind, konnte ich noch nicht mit Sicherheit 
feststellen. Abram — Budli ist der Priester in Midian, der 7 Tochter 
hatte; dazu kamen 5 Sohne. 

Der blinde Hod war nicht Odins Sohn, er war der blinde Bruder 
Lokis, also Neffe Budlis. Widar war auch nicht Odins Sohn. Mit 
den 3 Konigen Odin, Wili, We waren nicht der Ahn mit 2 Briidern, 
sondern 3 Sohne des Ahnen gemeint, die nacheinander Konige 
wurden. DaS Konige von Abram kamen, steht auch in der Bibel. 
Balder, der Weifie, war Friggs Sohn. Wali, der Schiitze, war von 
Rind. Thor, der Riesige, Starke, war von Yord — Brunhild, die mit 
der Ahnfrau Yord nicht verwechselt werden darf. Tyr war der 
Mutige, Einhandige, der eine Hand durch Fenris-Aaron verloren 
hatte. — Als der Ahn, Budli starb, lebten von, den Sohnen noch 5 
(s. im gronl. Liede von, Atli, Vers 52). Die Volsungensage nennt 
nur 4 Sohne Budlis. Wodan = Muetis, nicht Odin. 

Mose Sohne sind in der Edda viel schwerer festzustellen; ich 
fand mit Sicherheit erst einige, doch im A. T. sind dessen Sohne an 
mehreren Stellen besprochen. Im 1. B. Mose 49,2 steht „ — und ho- 
ret euren Vater Israel". Israel ist hier falsch, es mufi heifien „Isma- 
el" , denn nicht Jakob spricht, sondern Ismael alias Mose. Jakob 
kam in Verwandtschaft mit Ismael-Mose, und er war der einzige 
Edomiter, der spater zu den Asamonaern hielt und ein Feind der 
Edomiter wurde, er und seine Tochter, die beriihmte Dina- 
Gudrun ! Daher kam der einstige Geschichtsschreiber zu der Ver- 
wechslung des Jakob mit Ismael-Mose. Jakob wurde nicht Israel, 
sondern er wurde Ismaelit alias Asamonaer genanntl 

Ismael-Mose Sohne sind: 

1. Nebajoth — Sebulon, 

2. Kedar — Gad, 

3. Adbeel -Ruben? 

4. Mibsam — Isaschar? 

5. Misma — Simeon, 

6. Duma — Dan, 

7. Masa — Asser, 

8. Hadar — Elieser? 

9. Thema — Levi? 

10. Naphis - Naphtali, 

11. Kedma — Gerson, 

12. Jetur — Josef (Sigurd — Njord). — 

182 



Juda und Benjamin waren nicht Mose Sonne. Juda, der Rot- 
augige, war gleich David (Abrams Sohn), und Benjamin war David- 
Jakobs einziger leiblicher Sohn. 

Jakobs Tochter Dina, die beriihmte Gudrun, bekam Josef als 
zweiten Mann, das ist des Ratsels Losung. Von Jakob (in der Edda 
Wili - Gjuki - Thiazi) sind 4 Sohne verzeichnet, d. h. Stiefsohne, 
Schwiegersohn und 1 leiblicher Sohn. Ismael, der gute Schiitze, 
war Mose. Jakobs „Sohne" waren nach der Edda ohne Schwieger- 
sohn Josef: 

1. Hogni (der spatere Johannes, der Taufer), 

2. Dag 

3. Gunnar, 

4. Gutthorm. 

Da Jakobs und Davids Sohne identisch sein miissen, so konnen 
wir sehen, wie grofi die Verwirrung ist, da sie es keineswegs sind. 
Josephus hilft auch nur wenig zur Aufklarung, da er mehrfach 
iiberarbeitet sein mufi. Josef und Dina stehen als Josef und Maria 
im Neuen Testamente. Josef, der Schwiegersohn Jakob-Davids, ist 
tatsachlich Mose Sohn und Erbe gewesen. Mose war es, dem „der 
Bo gen" gegeben war, Ismael, der gute Schiitze (Wali, der Schiitze, 
Wolund der Schiitze) Mars, von dem Vergil (Ges. 1) sagt, Ilia — 
von ihm schwanger — hatte ein Zwillingspaar zur Welt gebracht. 
Das beriihmte Zwillingspaar, auf das soviele Weissagungen deute- 
ten: Josef und seine Schwester ! Wali = Wolund ist nicht Mose: 

Hel (Rahel, die Altere) war Mose Schwester, und deren Tochter 
Hel (Rahel, die Jiingere) wurde vom Feinde ihres Vaters betaubt 
und empfing ahnungslos Zwillinge — sie ist die heilige Jungfrau 
alias Anna, die Mutter Josefs und nicht Jesu, die weifie Maria. 

Die schwarze Maria war Dina-Gudrun, Jesu Mutter. Diese war 
dreimal verheiratet, Sichem, ihr erster Gatte, war der leibliche Va- 
ter Jesu, Josef, der Stiefvater, Salomo der dritte Gatte. 

Die Uberlieferung aber, welche Mose als leiblichen Vater der 
Zwillinge hinstellt, hat Unrecht; er — der Schiitze — wird als Ra- 
cher fur die Totung Balders hingestellt, das ist auch grundfalsch. 
Seine Schwester war die Mutter jener 3 Kinder, die als Opfer He- 
len, die Mutter von Vergils Ilia, und von Josef wird ausdriicklich 
gesagt (Offenbarung und Edda), dafi er Angel war und nicht von 
Asen abstammte ! Er war ein Angel oder Wane, das heifit Germa- 

183 



ne, aber nicht ein roter Mann. — Mose hat die Zwillinge nur als 
eigene Kinder angenommen, da deren Vater geflohen war, und 
das wird durch die guten Weissagungen, die den Kindern voran- 
gingen und die Verwandtschaft mit llias Mutter auch vollig er- 
klart. — Jener Racher rachte sich fiir selbst erfahrene Unbill und 
nicht war er ein Racher, den Balders Vater gesandt hatte. So stehen 
im alten Wolundsliede Wahrheit und Dichtung nebeneinander. 



III. 
Die heilige Jungfrau. Jesu GroCmutter. 

Gott hat meine Schmach von mir genommen. 

1. Mose 30,23. 

Hod, der Blinde, \ 

Homer, der Blinde, > sie sind ein und dieselbe Person ! 

Lantech, der Blinde J 
Kain erschlug einst Habel absichtlich; Lamechs, des Blinden, 
Pfeil traf Laban, ohne dafi er es gewollt hatte, aber in Zorn und 
Schmerz dariiber erschlug Lamech auch noch das „Knechtl // , weil 
es ihn nicht gewarnt hatte ! Das geschah in jenem als bose verrufe- 
nen Lande Kains, von dem kein Rest geblieben, ist, iiber das die 
Nordsee flutet ! Dort war zur Zeit dieses Mordes Lamech alias Bra- 
gi, Homer, Hod oder Nidhod Herrscher alias Pharao der Njaren, 
der Nachkommen Kains in Nazareth, das nicht in Gallilaa lag ! 

Es ist jener Nidhod, der im alten Wolundsliede ge- 
nannt ist ! Der Name seiner Frau wird darin nicht erwahnt, aber 
an anderer Stelle der Edda wird des Landes derzeitige Herrscherin 
genannt: Es ist Hell Es ist eine jener beiden Frauen Hel, die in der 
Bibel „Rahel" genannt werden! Nidhod alias Lamech hatte zwei 
Frauen, Ada und Zilla; siehe Mose 4,19 — 24. — Zilla ist iden- 
tisch mit Hel alias RaheV. 

Diese hatte drei Kinder, 2 Sonne und eine Tochter, berichten 

iiber einstimmend Bibel und Edda! Rahels Tochter ist 
Naema, gleich Bodwild, gleich Rahel — sie ist die hei- 
lige Jungfrau. 

184 



Diese Jungfrau wird als besonders schon geriihmt. Als sie in ih- 
res Vaters Hause war, hatten sich 3 Fremdlinge, Konigssohne, in 
dessen Lande angesiedelt, welche 3 Walkyren — germanische Frau- 
en — geraubt hatten und mit ihnen zusammen lebten. Nach Jahren 
entflohen die Frauen, welche Federkleider besaSen, und zwei Man- 
ner zogen aus, die Frauen zu suchen, wahrend Wolund, der dritte, 
einsam im Hause blieb. (In Hevila war Gold, sagt das Alte Testa- 
ment, und im Norden dieses Landes lebte der blinde Konig.) 

So allein wie er war, wurde er von Nidhod iiberfallen und all 
seine Schatze wurden ihm genommen, weil der Konig sagte, dies 
sei sein Land, das Gold darin gehorte ihm. Der Beraubte war ein 
Wane alias Germane. Sein Name verrat es und seine durchdrin- 
gend leuchtenden Augen; auch wird sein spaterer naturlicher 
Sohn ausdrucklich Wane der Abstammung nach genannt. Diesem 
Manne wurden die FuSsehnen durchschnitten, und einsam mufite 
er in der Schlucht sitzen und Kleinode fur den Konig Schmieden. 
Da verfiel der Ungluckliche auf entsetzliche Racheplane — den 
beiden jungen Sohnen der Konigin hieb er die Kopfe ab. Verge- 
bens wurden sie oder ihre Leichen iiberall gesucht, denn Wolund 
verbarg sie. Der einzigen Tochter der Konigin (die ihn bitten kam, 
den zerbrochenen wunderbaren Ring wieder zusammen zu 
Schmieden) gab er einen Schlaf trunk und nahm sie sich — — 
ahnungslos empfing die Betaubte von ihm. — — 

Endlich gelang es Wolund (mit Hiife seines zuriickgekehrten 
Bruders) zu entfliehen — und vor seiner Flucht rief er dem Konige 
von seiner gegluckten Rache zu, nachdem er diesen hatte schwo- 
ren lassen, seine Tochter nicht zu toten. Der Konig leistete den 
Schwur und mufite horen, wie furchtbar er gestraft war. Er totete 
die Tochter nicht, aber er verstieS sie. — Ihre Mutter war die 
Schwester des Mose, und zu ihrem alten Oheim Mose wendete 
sich die Arme, nur von einem treuen Madchen begleitet, zu Schiffe 
dem Festlande zu — von Nord-Helgoland aus also nach dem Har- 
ze. Das ist Aphrodite, die Schone, die nicht aus Wellen geboren 
wurde, sondern zu Schiffe iiber den See Gennesar das Vaterhaus 
floh. Ein grofier See lag zwischen dem Lande Helju und dem Fest- 
lande, die Nordsee existierte noch nicht. Lamech (der Vater der 
Jungfrau) wurde 777 Jahre alt, und auch Abram und Mose durch- 
lebten Jahrhunderte — erst wenn wir das glauben und auch nach- 
rechnen konnen, werden wir die Jahrhunderte vor der letzten Eis- 
zeit verstehen konnen. 

185 



Mose nahm die Geschandete zum Weibe, das heiSt, sie wurde 
von dem uralten Manne nominell zu seinem Weibe ernannt. In 
Jerusalem (Joruvalla-Goslar), wohin sich die Fliichtenden gewandt 
hatten, war Odin Stadtkonig, und dieser war es, welcher der 
Mutter Josefs — nicht der Mutter Jesu — auf Weissagung hin 
nach dem Leben trachtete. Sie verliefi Jerusalem und floh durch 
das Herzberger Tal. 

Aber bald hinter Budlis Heim = Bethlehem konnte die Er- 
schopfte nicht mehr weiter und gebar Zwillinge, einen Knaben 
und ein Madchen. Der Ort, an dem das geschah, ist heute noch zu 
sehen, er ist der Kinderbrunnen bei Goslar ! 

Uber der kleinen Quelle, die aus den Steinen rieselt, sind die 
Kopfe der Zwillinge in den Stein gemeiSelt worden und vor 50 J. 
wieder ersetzt. Dort wurde der Jungfrauensohn Josef, Jesu Stiefva- 
ter mit seiner Zwillingsschwester geboren ! Die Heilige Jungfrau 
ist die Stief-GroSmutter Jesu und nicht Mutter ! Josef und Jesu und 
beider Taten werden im Neuen Testamente fortwahrend mitein- 
ander verwechselt, und aus alter Zeit klingt schon die Klage her, 
es wiirde einer genannt Vater und Sohn ! ! 

Die Heilige Jungfrau ist Josefs Mutter, Wolund, der Wane, ist 
sein naturlicher Vater. Verstofien floh die ungluckliche Konigs- 
tochter zu ihrem uralten Oheim Mose, und dieser ernannte sie zu 
seinem Weibe und ihre Kinder zu seinen Kindern — es ist die letz- 
te gute, grofie Tat des Mose, von der wir wissen ! Als Mose Rahel 
zu seinem Weibe ernannte, da allein konnen jene einzigen Worte, 
die wohl von ihr erhalten sind, gesprochen worden sein: 

„Gott hat meine Schmach von mir genommen \" 

Alle anderen Worte der Bibel sind nur scheinbar von Rahel, in 
Wahrheit aber von Benjamins Mutter Eliseba. Jakob-David nahm, 
sich Rahels an; sie war des Konigs und Kaisers Frau geworden 
und ihre Kinder des Kaisers Kinder. Uber sie schreibt Johannes in 
der Offenbarung Kap. 12, Verse 1 — 6: 

„Und es erschien ein grofies Zeichen im Himmel, ein Weib mit 
der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Fiifien, und auf 
dem Haupte eine Krone von 12 Sternen. Und sie war schwanger 
und schrie und war in Kindesnoten und hatte grofie Qual zur Ge- 
burt. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, 
ein grofier roter Drache, der hatte 7 Haupter und 10 Horner und 
auf seinen Hauptern 7 Kronen. Und sein Schwanz zog den dritten 
Teil der Sterne und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor 

186 



das Weib, die gebaren sollte, auf daS, wenn sie geboren hatte, er 
ihr Kind frafie. Und sie gebar einen Knaben, ein Knablein, der alle 
Heiden sollte weiden mit der eisernen Rute. Und ihr Kind ward 
entriickt, zu Gott und seinem Stuhl. Und das Weib entfloh in die 
Wiiste, da sie hatte einen Ort, bereitet von Gott, dafi sie daselbst 
ernahret wiirde 1260 Tage." 

Dies ist die Geschichte von der Geburt Josefs, welcher der 
grofite Kriegsheld der alten Geschichte wurde ! Das Weib war Ra- 
hel, der rote Drache Odin, der Kindertoter Herodes ! In Goslar 
ist jener entsetzliche Kindermord geschehen, da ihm Rahel und 
ihre Kinder entgangen waren. Wenn es heifit, sie hatte „einen Sohn, 
ein Knablein" geboren, so ist an dieser Stelle sicher ein Fehler, denn 
es ist absolut nicht einzusehen, warum Sohn und Knablein dage- 
standen haben soil, nein, im verlorenen Originale hat sicher ge- 
standen, dafi sie einen Sohn und ein Magdlein gebar, denn Josef ist 
tatsachlich mit seiner Schwester zusammen auf die Welt gekom- 
men und mit seiner Schwester die ganze Jugend hindurch zusam- 
men geblieben. In einem neueren Liede der Edda steht die Geburt 
der Zwillinge auch beschrieben, aber das alte, echte Wolundslied 
ist darin ganzlich entstellt wiedergegeben, denn Wolund, der hier 
Wilmund heifit, wird als ein von Borgny alias Bodwild-Rahel heim- 
lich geliebter Mann hingestellt. Das Lied ist aus mehreren Liedern 
sehr ungeschickt zusammengestellt und wird „Oddruns Klage" 
genannt. Nur die Geburt wird fast richtig geschildert, das plotzli- 
che Eintreten derselben, die schwere Geburt, die Tatsache, dafi die 
junge Mutter totkrank war und dafi „ein Knab und ein Mad- 
chen" endlich das Licht der Welt erblickten. 

In der Einsamkeit lebte die junge Frau noch 1260 Tage — dann 
starb sie. Bei Torfhaus kann nur das einsame Haus gewesen sein, 
in dem sie wohnte und die Klippe Magdbett halte ich fur die Stel- 
le, wo ihr Grab aufgeschichtet wurde. Mag an dieser Klippe auch 
natiirliches Gestein sein, es ist heute noch genau zu sehen (fur den, 
der Augen hat zum sehen), dafi einst Ri'esenhande riesige Blocke 
iibereinander tiirmten, um diese Stelle als eine Gedenkstelle zu be- 
zeichnen. Nahe einer Wegekreuzung liegt die Stelle noch heute, 
und so wird sie in der Bibel beschrieben. Von der Harzer Sage 
wird sie auch als Grab bezeichnet. 

„Rahels Mutter Rahel aber kam und jammerte, denn all ihre 
Kinder, alle Drei, waren nun tot. Das erzahlte Jeremia, und im 
Ev. Matthaus 2,18 steht es geschrieben: 

187 



„Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehort, viel Klagens, 
Weinens und Heulens; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich 
nicht trosten lassen, denn es war aus mit ihnen." 

Hier s. Tafel VI und VII. 



IV. 
Der Tod des Mose. 

Was klammerst du dich dann so fest 
O, Mensch, an diese Welt, den Traum? 
Lass ab ! lass ab, eh' sie dich lasst; 
Oft fallt die Frucht unreif vom Baum. 

/. Kerner. 

„Und hat niemand sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag." 
5. Mose 34,6. Der Tod des herkulischen Mose ist von Sagen ver- 
schleiert. In den Notizen iiber Alexander, den Zweihornigen, steht, 
dafi dieser von dem groSten Zauberer Sintbest besiegt worden sei. 
Das ist wahr, denn Sintbest hat ihn iiberlistet, um seinen Kopf ihn 
wetten lassen, als er verkleidet und unkenntlich zu ihm kam, und 
ihn durch die verlorene Wette zum Giftbecher gezwungen. Sintbest 
ist gleich Sidgrani, Sidhott, Sidskegg, Odin, Odysseus der Erste. 

Es war Mose geweissagt worden, in einer von 2 selbst gebauten 
Stadten sollte er tot und nicht tot wohnen; seine Gebeine wiirden 
weggebracht werden, er wiirde zum Gotte erhoben werden. Alles 
stimmt ! Er baute Joruvalla und Neu-Nazareth alias Arimathia, 
alias Alexandria in dem versunkenen Lande im Norden. Josef, 
sein Sohn, brachte seine Gebeine weg — in der Bibel ist diese 
Wahrheit in das gerade Gegenteil verkehrt worden, denn es steht 
irrig geschrieben, daS Mose des Josef Gebeine wegbrachte, wahrend 
Josef ein kleiner Knabe war, als Mose ein uralter Mann war. Die 
damalige Religion war Ahnenkult, und Mose war ein „Gott // nach 
seinem Tode, der Kriegsgott Mars ! — Odin mordete Mimir, den 
Weitberiihmten, er allein, und Mimir ist Moin alias Mose. Der mor- 
dende Uberlister riihmte sich des Mordes ! In dem Liede Vafthrud- 
nismol ist es geschildert, wie Odin den Weisen und „Starksten von 
alien", also Mose, der hier Vafthrudnir heifit, iiberlistet. Das Wort ist 

188 



gar kein Name, sondern ein Titel und bedeutet Druidenpriester. 
Odin wettete urn den Kopf mit diesem, dafi er nicht alle seine Fra- 
gen beantworten konnte. Alle Fragen werden aber beantwortet bis 
auf eine: Odin verlangte, er sollte ihm sagen, was er einst dem to- 
ten Sohne Balder ins Ohr gesagt hatte — das konnte Mose natiir- 
lich nicht. So bekam Odin, der heimtiickische Rote, seinen Kopf. 

Der zweite Zeuge fur diesen unnatiirlichen Tod ist das Alexan- 
derlied; der dritte ist in den arabischen Geschichten, in denen von 
des Zweihornigen Tode dutch Sintbest berichtet wird, wie ich 
schon anfiihrte. Sintbad, der Sinder alias Sidonier alias Zidonier 
(ein „rom"), ein Name, den ich vielleicht am besten popular mit 
„roter Zigeuner" iibersetze. Heute noch nennen Egypter und 
Zigeuner den Menschen „rom"! 

Odin-Odysseus wurde von Arabern zweifellos Sintbest alias 
Sintbad genannt; sein Abenteuer als Seefahrer (Band I, 355) ahnelt 
so vollig dem von Odysseus, dem Odin-Zeus, welches Homer be- 
richtet, dafs man leicht ein und dieselbe Geschichte erkennt in ver- 
schiedener Aufzeichnung. 

Im Alten Testamente ist nur insofern auf Mose Tod hingedeutet, 
als der Berg Nebo als sein Todesort genannt wird (also der Brocken), 
auf dem er „beim Hause Peors" begraben wurde. Peor ist gleich 
Weor, gleich Thor, einer der Sohne Odins, aber er starb in Goslar. 

Mit totgeweihtem Munde sprach Mose noch einmal von, der 
Vergangenheit und weissagte das Ende der Odinaer — den Unter- 
gang der Nibelunge. 



V. 

Die Totting des roten Drachens durch den 
Jungfrauensohn Josef-Sigurd. 

Und es erhob sich ein Streit im Himmel, 
Michael und seine Engel stritten mit dem 
Drachen, und der Drache stritte und seine 
Engel und siegten nicht; auch ward ihre 
Statte nicht mehr gesehen im Himmel. 
Offenb. Joh. 12, 7-8. 

Vier herodianische Konige gab es; darauf deutet auch eine 
leider iiberarbeitete Stelle im 1. B. Mose 15,16. (Da der Bearbeiter 
glaubte, es handelte sich um die Zeit in Egypten, hat er Zusatze 
gemacht, die alles entstellen. 

189 



Die Verse 14 und 15 sind eingeschoben und nicht richtig.) Es 
heifit: Diejenigen, denen Abrams Nachkommen dienen mufiten, 
sollten ausziehen — ware es auf Egypten beziiglich gewesen, hat- 
ten ja die Egypter ausziehen miissen, es zogen aber die Nachkom- 
men des Mose weg ! Dann heifit es weiter: „Sie aber sollen nach 4 
Mannsleben wieder hierher kommen — ", das bedeutet, die Nach- 
kommen des Mose (von denen des Abram vertrieben) wiirden, 
nachdem 4 Konige von den Nachkommen Abrams geherrscht hat- 
ten, wiederkommen (und die Missetaten der Herodianer rachen) 
und genau so ist es geschehen ! Dafi Konige von Abram, dem Ahn 
Edom, kommen wiirden, steht richtig im 1. B. Mose geschrieben. 

Die 4 Herodianer sind: 

1. Konig Esau-Edom-Saul, Herodes, der Erste, 

2. Konig Jakob-David, Herodes, der Zweite, 

3. Konig Salomo-Archelaus, Herodes, der Dritte, 

4. Konig Roboam, der „Vierfiirst // , d. h. Herodes, der Vierte, 
der vierte Fiirst. 

Zu Davids Zeit wurde vom Volke Josef-Absalom — der Asa- 
monaer — zum Konige gewahlt und unterdriickt. Zu Salomos Zeit 
wurde Adonai-Jesus (vom Vater Asamonaer, von der Mutter Edo- 
miter !) zum Konige gewahlt und gekreuzigt. — Mose war der erste 
Konig gewesen, so sind dies die sieben Konige; einer von diesen kam 
wieder und wurde der achte. Josef -Absalom ist der Drachentoter. 

Mose war getotet worden, der Morder wurde Konig der Koni- 
ge. Aber aller Friede war dahin im Lande und in der Konigsfami- 
lie. Josef, der junge Sohn des Mose, war mutterlos und vaterlos 
und mufite fliehen. Da nahm sich Regin seiner an und zog ihn auf 
und stahlte seine Kraft und liebte ihn und bereitete ihn zum Ra- 
chewerkzeuge. Die Edda nennt diesen Mann Regin. Der Knabe 
war schon und ein Liebling aller Menschen, weifi leuchtete die 
Haut, blond waren die Locken und durchdringend blickten die 
blauen Augen, das Erbteil vom natiirlichen Vater, der Wane war. 
Fortwahrend reizte Regin (oder Hedin?) den Knaben zum Morde 
auf, doch er wollte nicht morden, bis ihn Regin — der seinen Stolz 
wohl kannte — einen Feigling schalt ! Das wollte sich der Jungling 
nicht zweimal sagen lassen, und so zog dieser madchenhaft scho- 
ne, bartlose, mutige Knabe von 15 (?) Jahren aus, um „Vater und 
Ahn" zu rachen ! Vater und Ahn sind Moin-Mose und Hreidmar. 
Er totete zunachst aber nur den Drachen, der Brunhild bewachte. 

190 



Den Vater seiner Mutter hatte er nicht zu rachen, denn dieser 
lebte ja noch ! Zwar hatte Odin den Wali zur Rache hingeschickt, 
der Gatte der Hel hatte auch eine totliche Wunde empfangen, aber 
diese war wieder heil geworden, was durch die Tatsache, dafi der 
blinde Gatte der Hel noch lange gelebt hat, bestatigt wird. Mit Faf- 
nir und Regin sind Odin und Gjuki gemeint. 

In der einstigen Kirche auf dem Georgenberge bei Goslar ist ein 
beriihmtes Bild des Drachentoters gewesen, der unter dem Namen 
heiliger Georg bekannt ist. Die Uberlieferung sagt, der Drache wa- 
re in Goslar gewesen. Das stimmt mit den Nachrichten iiber Odin 
verglichen genau, denn wir werden sehen, dafi dieser zuletzt in 
Jerusalem alias Goslar war. In der Edda steht Jerusalem ali- 
as Goslar unter den Namen „J6ruvalla" (und Valaskialf) da !! 
(Voluspa, Vers 14) Lofar zog dorthin, sagt die Edda ! Blankenburg 
ist das einstige Byzantion. 

Der biblische Josef, Sankt Georg, Sigurd, Siegfried, Absalom 
sind ein und dieselbe Person, jener Sohn Mose, welcher spater 
Konig Sisak von Egypten wurde — — unter viel mehr Namen 
werde ich diesen Helden noch zeigen. Die Namen klingen ja ver- 
schieden, aber der Trager derselben ist nur der eine und garnicht 
zu verkennen oder zu verwechseln. Ein „Siffrit von Blankenburg" 
wird in der Goslarer Uberlieferung genannt, und dieser Siffrit ist 
mit Sigurd alias Georg oder Siegfried, dem Drachentoter identisch. 
Er war bei Regin, sagt die Edda, und dort bei Blankenburg liegt 
die Burg Regenstein — die einstige Burg Hedins alias Regins. 

Eine Burg „ Regenstein" zu nennen, ware fast unsinnig und sie 
hat einst sicher „Reginstein // geheiSen (ehe die letzte Eiszeit noch 
die Spuren verwischte) „Regensburg // altdeutscher Schriften. 

Die Aufenthaltsorte wahrend der Kindheit des Drachentoters 
herzustellen ist also gelungen: Er wurde am Kinderbrunnen bei 
Goslar geboren, und dann fluchtete seine Mutter mit ihm in die 
Berge, beschiitzt von den Kriegern des David. Gestorben scheint sie 
bei Torfhaus zu sein, und dort wurde sie auch begraben. — Josef 
war auf dem Brocken solange Mose noch lebte; der Nebo oberhalb 
Jericho alias Schiereke oder Schierke ist der Brocken. Dann kam er 
nach der Burg Reginstein bei Blankenburg. Von dort aus zog er 
nach Goslar und totete den Drachen, wie auch die Goslarer Chro- 
nik sagt. Dieser Drache war kern Tier sondern ein „Thurse // , wie 
auch die Edda sagt, ein Hrimthurse alias Jote alias Nibelung. Der 
totlich verwundete Thurs spricht auch weise Worte und forscht 

191 



nach dem Namen des blonden, hellaugigen Jiinglings, der den 
Mut hatte, ihm zu nahen. Er hatte sich in einer Drachenhaut ver- 
steckt und bewachte Brunhild und den Schatz. Wolunds des Wa- 
nen alias Angeln natiirlicher und Mose angenommener Sohn — 
Lokis Enkel ! — bekam beide. 

Richtig ist auch im Liede von Gripir, dafi er von Budlis und 
Gjukis Tochtern als von 2 verschiedenen spricht, denn Budli ist 
Abram, Gjuki ist gleich Jakob. Budlis Tochter war Brunhild- 
Deborah, Gjukis Tochter war Gudrun-Dina. Im Nibelungenliede 
wird Gjuki Botelunc (Sohn des Budli) genannt, und das ist vollig 
richtig. Sigurd totete also erst ein Tier „Drachen" und spater Fafnir 
al. Odin al. Saxi, Drache genannt. 



VI. 

Isai=Esau=Edom=Saul, 
Konig Herodes I, das Haupt der Edomiter, Tiberius. 

Und es ging heraus ein ander Pferd, das war 
rot, und dem der darauf sass, ward gegeben, 
den Frieden zu nehmen von der Erde und dass 
sie sich untereinander erwiirgten; und ihm 
ward ein gross Schwert gegeben. 

Offenb. Joh. 6,4. 

David wird als Sohn Isais in der Bibel eingefiihrt, er war aber 
mit Jakob identisch und ein Sohn Abrams. Eine seiner Frauen wird 
eine Tochter Isaak-Aarons gewesen sein, und daher wird vielleicht 
die Irrung — wieder eine Verwechslung von Vater und Schwieger- 
vater — entstanden sein. Isai aber ist nicht identisch mit Isaak, wie 
man annehmen konnte, sondern mit Esau. Er war Davids Bruder 
und nicht sein Vater, aber er war sein Vorganger auf dem Throne 
— aus Nachfolger kann auch Sohn gemacht worden sein — . Asa- 
monaer war Mose Nachkomme, Edomiter Esau-Edoms Nachkom- 
me, und Makkabaer stammten von Aaron; ich meine die Herr- 
scherfamilie der Makkabaer alias Etrusker. Obed ist Budli der Ed- 
da, Abram der Bibel, Belos Homers. 

192 



Tafel X. 




Brustbild Christi. 

Wandmalerei in den romischen Katakomben. 




Christus. 

Mosaik in S. Apollinare Nuovo. Ravenna. 
(Siehe S. 235.) 



Tafel XI. 




Calchas (alias Caiphas) im Begriffe, Iphigenie zu opfern. 

(Siehe S. 246.) 




Hanskiihnenburg auf dem Acker (alias Blutacker). 

(Siehe S. 252.) 



Die Sigtifer der Edda sind Sintier, Sinder, Zidonier, rote Riesen, 
zu, denen die Mazedonier zu rechnen sind — auch Odin, auch 
Mose ! 

Saul war rot, ganz rot, ein echter Roter, wie auch sein Name 
Edom sagt und die Beschreibung seines AuSeren zeigt. Die Ge- 
schichte Herodes des Ersten haben wir 

1. unter dem Namen Edom-Esau, 

2. unter dem Namen des Konigs Saul (alias Sol), 

3. unter dem Namen des Konigs Herodes I., 

4. unter dem Namen des Kaisers Otto I., 

5. unter den Namen des Kaisers Tiberius und des Konigs Ro- 
mulus. 

Er allein hiefi auch wirklich Odin alias Edom alias Herodes, die 
anderen nannten sich nur so. Die Feindschaft zwischen ihm und 
seinem Bruder Jakob erfiillte seine Jugend. Die Erstgeburt wufite 
ihm der schlaue Bruder zu nehmen und auch den Segen des Va- 
ters. Mit dem Felle von jungen Bocken umwand sich der glatte Ja- 
kob Hals, Hande und Arme und tauschte dem alten Vater den Esau 
vor. Esau-Saul zieht immer den Kiirzeren gegeniiber dem schwar- 
zen David. — Es geht ein tragischer Zug durch das ganze Leben 
dieses Mannes, welcher den Hafi der Parteien, die Schuld von Va- 
ter, Briidern und Verwandten als Last auf seinen Schultern hatte. 

Er hatte Gutes gewollt, aber es war ihm beschieden, den Frieden 
zu nehmen, Unheil zu haben und Unheil zu bringen. Einen Kopf 
grofier als alle war er, grofi war das Schwert, das er trug, Kampf 
war sein Los und Zwist und Lieblosigkeit im Hause, wenn er ruhen 
wollte. Die Solymer Homers sind identisch mit den Bewohnern des 
neustestamentlichen Solyma, identisch mit Trojanern von Saul ! 

Esau-Edom-Saul ist jener Kaiser Otto I., von dem die deutsche 
Sage erzahlt und dessen Leben und Taten in historische Zeit ver- 
legt werden. Es gibt nur eine Schrift, welche die Wahrheit unter 
einem Schleier erhielt — die Offenbarung des Johannes ! In Zah- 
len liegen in ihr die Geheimnisse der Bibel. — 

Zwei Notizen aus dem 10. und 14. Kapitel des ersten Samuelis 
sind zu beachten: 

I. Als Saul zum Konige gewahlt war, kam er an Rahels Grabe 
voriiber. 

II. Das Volk richtete nach einem Kampfe die Beute zu und afi 
sie so blutig. 

Diese zweite Notiz bestatigte die Edda. 

193 



Die erste ist deshalb so besonders wichtig, weil aus ihr zu er- 
sehen ist, dafi Rahels Grab im Harze war (und ist !). — Rahels 
Name und Grab wird nur im ersten Buche Mose und dann zu 
Sauls und Davids Zeit und dem dahin gehorenden Evangelium 
Matthaus erwahnt !! — — 

Die Endung „ode" an den Namen einiger 30 Harzstadte weist 
noch auf die alten Edomiter als Herrscher im Harze hin ! Die 8 
Fliisse, die Homer einst nannte, fliefien noch vom „Ida" zu Tale — 
Skamandros und Simoeis sind Gose und Abzucht. 

Die alte Zeit war deshalb so schwer zu verstehen, weil ein und 
dasselbe (wie es heute noch mit afrikanischen Orten der Farbigen 
ist) vollig verschiedene Namen hatte. Die Indier wufiten fur die 
Sonne 1000 Namen und fur Buddha (das ist Jesus) 108 ! Fur Odin 
gab es auch sehr viele Namen, fast 200 ! 

Wollte ich Sauls Leben ausfuhrlich behandeln, miifite ich ein 
Buch iiber ihn schreiben, und ich halbe hier nur den Raum eines 
Kapitels fur ihn. Wie er auch geworden sein mag, wie er auch ge- 
endet haben mag, er war ein grofier Mann ! Nur Trauer und nicht 
MiSachtung kann man ihm gegeniiber empfinden, wenn man 
hort, wie sein Gemiit sich immer mehr verdiisterte und er sich zu 
Taten hinreifien liefi, die nie hatten geschehen diirfen. Er war eine 
reiche und grofi angelegte, gebende Natur, und er war sein Leben 
lang (mit wenigen Ausnahmen) von kleinen und falschen Geistern 
umgeben, die — ob sie nun von Mose oder von Jakob abstammten 
— ihm feindlich und miSgiinstig gesinnt waren und ihm die Ko- 
nigswiirde neideten. Und doch war er der geborene Konig ! Er war 
es, der anting, Joruvalla zu der weltberiihmten Stadt zu machen, 
die es wurde, zu dem Klein-Rom ! Er baute den ersten Tempel ! 
Esau-Edom-Saul-Herodes baute den ersten Tempel - den 
Tempel der Joten, nicht der Juden ! 

Es ist einer der geschichtlichen Grundirrtiimer, dafi die Er- 
bauung des Salomonischen Tempels vor die des Herodianischen 
gesetzt wird ! 

Herodes, der Erste baute zuerst. Salomos Tempel stand auch 
nicht in Jerusalem, denn dort stand ja der Herodianische Tempel 
noch — er baute in Asgart alias Zion ! 

Weil Esau-Saul-Herodes der grofie Tempelbauer in Jerusalem- 
Goslar war, will ich jetzt ihm zu Ehren an dieser Stelle Geschichte, 
Mauern und Tore dieser Stadt in den Hauptziigen schildern. 



194 



VII. 
Die Talstadt Jerusalem und der hohe Berg Zion. 

Der Berg Zion ist wie ein schon Zweiglein, dess 
sich das ganze Land trostet; an der Seite gegen 
Norden liegt die Stadt des grossen Konigs, 

Ps. 48. 

Siehe, spricht der Herr (zu der Stadt) ich sage 
dir die du wohnst im Talkessel, an dem Berge 
und auf der Ebene und sprichst: Wer will uns 
iiberfallen und in unsere Feste zu kommen. 

Jer. 21. 13. 

Um Jerusalem her sind Berge. Ps. 125. 

Das alte Jerusalem ist in der Bibel keineswegs als eine Bergstadt, 
ein auf einem Berge gelegener Ort geschildert, sondern als eine Tal- 
stadt, im Talkessel gelegen und Berge rings umher. Das stimmt auf 
Goslar genau. Die dortige Chronik, der mit Recht von den heimi- 
schen Historikern Glauben geschenkt wird, sagt von dem heute 
Goslar genannten Orte folgendes: Urspriinglich ist auf dem Gelande 
der Stadt nicht eine trockene Ebene gewesen, sondern mitten darin 
ist sumpfiger Waldboden gewesen, durch den (in 3 Rinnen), der 
Bach (Beeke oder Rivus) uneingedammt gestromt sei. Also sind dort 
Hiigel gewesen und dazwischen eine Schlucht, ein Sumpf. Der Bach 
wurde eingedammt und ein Aquadukt geschaffen. Doch lange 
nachher noch war der Morast, der „Palus" inmitten des Ortes, in 
den von 2 Seiten her der Bach zusammenflofs. Dann wurde dieses 
Sumpftal zugeschiittet und so weit trocken gemacht, dafi nur 
ein Bett fur den einen Gosearm blieb, der nach der Fischemenger- 
strafie zu stromte. Ich weifi aus der Bibel, dafi seine Wellen weiter 
am Georgenberge entlang platscherten. 

Die Gose ist der einstige Kidron, aus dem Gosetale kom- 
mend. Die Aghetucht ist der Gihon, aus dem Hinnom alias Herz- 
berger Tale stromend. Tal Achor ist Tal Oker; Tal Hebron ist das 
heutige Radautal. 

Der ,,-palus" , welcher storend und den Verkehr hemmend, die 
VergroSerung der Stadt verhindernd, zwischen der Oberstadt und 
der Unterstadt Akra lag, ist das Tal Tyropoion, von dem Josephus 
berichtet. 

Auf 7 Hiigeln lag die „grofie Stadt", wie in der Offenbarung Jo- 
hannes richtig gesagt wird. Der einstige Hiigel Akra wurde ab- 
getragen, berichtet Josephus, und er stimmt insofern mit der Gos- 

195 



larer Uberlieferung iiberein als mit der Erde dieses Hiigels das 
Tyropoion zugeschiittet wurde; erst wurde ein Bacharm zuge- 
schiittet und spater auch der andere, so dafi nur einer von den 
dreien blieb. Die Hiigel sind folgende: 

1. Hiigel Akra mit einer Burg, von „Syrern" erbaut. (Heute 
der Teil zwischen Rathaus und Breitem Tore.) Drei Jahre 
lang wurde Tag und Nacht spater daran gearbeitet, den 
Hiigel abzutragen. 

2. Der alte Burghiigel in der Gegend der heutigen Franken- 
berger Kirche. 

3. Der niedrige Hiigel, auf dem die Mittelstadt lag und liegt. 

4. Der Tempelhiigel, der rund war und in ein langliches Vier- 
eck verwandelt wurde, mit dem Tern-pel des Konigs 
Herodes I. 

5. Der Hiigel, auf dem das Kaiserhaus steht. 

6. Bezetha, der hochste Hiigel in der einstigen Neustadt, der 
Petersberg. 

7. Der Georgenberg alias Olberg, der auch nur ein Hiigel wie 
der Petersberg zu nennen ist. 

Der einstige Obere Markt lag am Wasser am Abhange des Kai- 
serhaushiigels, der untere war derjenige, der heute noch der Rat- 
haus- und Marktplatz ist. Er entstand aber erst und konnte erst 
entstehen als die eine, die ostliche Seite der altesten Mauer fiel, das 
Tyropoion ausgefiillt war und die zweite Mauer (die Stelle des ein- 
stigen Hiigels Akra einschliefiend) gebaut wurde. 

Zunachst ist die Frage zu beantworten, wo die Einwohner von 
Akra, die doch weichen mufiten, denn blieben? Die Goslarische 
Ueberlieferung macht es klar: Die Bewohner Akras verliefien den 
Hiigel und zogen an die Stelle, bei welcher die Ocker die Waldberge 
verlafit, und griindeten Neu-Akra — das heutige Oker ! Die Oker 
wurde damals Ovakra genannt, Ov-akra alias Neu-Akra; novus- 
neu, aus Novus-Akra wurde Ovakra und endlich Oker ! 

Alt- Akra ist vollig vom Erdboden verschwunden, ihre Erde schlofi 
die sumpfige Schlucht zur VergroSerung der neuen Hauptstadt des 
Landes. Die alte Hauptstadt war Hebron alias Harzburg gewesen. 

Uber die Griindung der neuen Burg an der Stelle, auf welcher 
jetzt das Kaiserhaus, das echte „Kaiserwort // steht, weifi niemand 
mehr bestimmtes. Otto, der Grofie, Lothar, Heinrich — diese 
Kaisernamen werden als Griinder genannt Durch die Fliichtlinge 
der letzten Eiszeit wurden viele nordische Biicher nach dem Siiden 

196 



und Osten verschleppt, und zu diesen hat auch das einstige Origi- 
nal der Schrift des Josephus gehort Die heutigen Werke des Jose- 
phus handeln von zwei ganz verschiedenen Mannern mit Namen 
Josef, von einem der erzahlt und von dem anderen, von dem er- 
zahlt wird; aus zwei Werken wurde eins gemacht. — Goslar ist 
uralt; Hauptstadt wurde sie unter Otto, dem Grofien, alias Odin- 
Herodes, dem Ersten. 

Jetzt seien die Mauern der unter ihm so machtig emporgebluh- 
ten Stadt bezeichnet. Es wurden 3 Stadt-Mauern erbaut, die von 
Burg- oder Klostermauern wohl zu unterscheiden sind. 

1. Urn die Altstadt herum, Burg und einstiges Rathaus am obe- 
ren Markte einschliefiend. Der Teil, welcher spater durch die ver- 
groSerte Stadt ging, ist fast ganz verschwunden. Die alteste Mauer 
zog westlich von der sumpfigen Schlucht entlang, vom jetzigen 
Rosentore an westlich an der jetzigen Bahnhofs- und Hoken- 
strafie, am Hohen Wege und an der WallstraSe entlang. Dort bog 
sie urn. 

2. Diese Mauer begann beim jetzigen Rosentore, das zur ersten, 
altesten Mauer gehorte, und schlofi die ganze untere Stadt, die auf 
dem abgetragenen Hiigel Akra gegriindet war, ein. 

3. Diese war eine groSartige Anlage, die aber niemals, wie ge- 
plant, fertig wurde; sie zog um die Neustadt Bezetha herum. Ihren 
Anfang nahm sie beim Hippikusturme (vor dem jetzigen Viti- 
tore), lief am Psephinusturme vorbei und bog gegeniiber dem 
Grabmale der Helena zu den Konigshohlen (alten unterirdischen 
Grabern) hin um. Am Eckturme beim Walkerdenkmale bog sie 
wieder um und schlofi sich endlich an die alteste Mauer an, im 
Kidrontale endend. 

(Eine Walkmiihle — Haus der Wandmaker — ist in den Gro- 
peren an der GosestraSe, eine neue Walkmiihle wurde unten am 
Petersberge errichtet.) Der Oelberg, Sassenberg alias Georgenberg 
war nur durch ein Briickentor mit der Unterstadt verbunden. Dort 
lag auch das grofie Amphiteater und die Richtstatte, Koppelsbleek 
oder „Hengerie // , welche anfangs aufterhalb der altesten Mauer 
lag; auch der jetzige Klapperhagen, der den Aussatzigen angewie- 
sene Ort. — Ramme und Gosa sind Abram und Sara (Saga). 

Zu Odins Zeit (nicht zu eines historischen Rotbarts Zeit) galten 
die Goslarer fur ein trotziges, ubermiitiges Volk, das durch Reich- 
tum ubermiitig geworden war. Zu seiner Zeit stellte sich der Reich- 
tum des nach des Ahnen Raben Rabenberg genannten Berges, des 

197 



heutigen Rammeisberges heraus. Ein Erdbeben zerrifi den Berg zu 
seiner Zeit an der Seite des Hinnomtales, wie auch heute noch im 
Herzberger Tale zu sehen ist ! Als Otto-Odin-Konig Herodes seine 
groSartigen Bauten auffiihrte, hatte Jerusalem, das heutige Goslar, 
12 Tore. Es steht geschrieben, dafi die Tore nach den Namen der 
Stamme genannt wurden — wurden sie nach deren Namen ge- 
nannt, so konnen wir mit Sicherheit annehmen, dafi auch die Zahl 
der Tore mit der Zahl der Stamme ubereinstimmte. Es fragt sich 
nur: Waren die 9 Urstamme (die 9 indogermanischen) oder die 12 
von Mose ausgehenden Asenstamme gemeint? Ich sage hier nur, 
dafi sie 12 Thore hatte nach Ismael-Mose 12 Sohnen. Diese Tore 
nennt Nehemia und ich werde sie der Reihe nach nennen, die in 
Goslar noch bekannten Namen eingeklammert. 

1. Schaftor oder Tor der Mitte (Breites Tor). 

(Dahinter kam Turm Mea, der verschwundene alte 

Achtermannsturm. 
Dahinter kam Turm Hananeel, der Hagel- oder Teu- 

felsturm.) 

2. Fischtor (in der Gegend des Weberturms.) 

3. Altes Tor, Gennath oder Gartentor (Rosentor). 

4. Tor Ephraim (Vititor). 

5. Rofitor (Rossedor, das nicht mit dem Rosentore identisch 
ist, wie angenommen wird.) beim Ofenturme (an der 
jetzigen SteinbergstraSe). 

6. Scherben- oder Misttor (beim Nonnenwege). 

7. Brunnentor (am Beek). 

8. Taltor (Harz-Nicolai- oder Klaustor). 

9. Wassertor (an der WallstraSe). 

10. Kerkertor (an der KotherstraSe; Schloppdor). 

11. Ratstor (bei Sankt Annen; Lamborger Tor). 

12. Ecktor beim Ecksaale (an der Ecke, welche die Korn- 
strafie bildet; Groperntor). 

(Die beiden von der Goslarer Uberlieferung genannten zuge- 
mauerten Tore — Erzholendor und Kaiserdor — gehorten der alte- 
sten Mauer an und wurden beim Bau der zweiten zugemauert; sie 
lagen zwischen Klaustor und WallstraSe und wurden verlegt, so 
dafi Klaustor und Wassertor entstanden. Das Kaisertor soil auch 
Franken oder Scharpentor genannt worden sein — es ist aber anzu- 
nehmen, dafi diese Namen nicht zum Kaisertore gehorten, sondern 

198 



dafi hier 2 Namen, die fur das Brunnen- und Scherbentor — die zu 
beiden Seiten des Frankenberger Planes lagen — erhalten blieben.) 



\ SdWrrQ •C tfAjcpj'flc , 





§ I Htyltil 

J \. rrlcrxperf \ 



Mauern und Tore von 
Jerusalem- Jorsal-Jornvalla-Valaskialf-Hiero Solyma-Klein Rom-Troja-Goslar. 

I Mauer II Mauer ooooo III Mauer 

(Durch Erdbeben vernichtet, war nicht mehr ganz festzustellen.) 

Im Herzberger Tale lag der Altar des Thophet, dort war der 
Brunnen Rogel (der heutige Kinderbrunnen), neben dem der Stein 
Soheleth lag, an dem Jakob seinen wunderbaren Traum traumte. 
Der Drachenbrunnen ist der Brunnen auf dem Frankenberger Pla- 
ne. Dieser und der Marktbrunnen waren also schon vor der letzten 
Eiszeit dort ! 

Der Marktbrunnen soil ein Geschenk des „Teufels" sein, nicht 
etwa eines ubernatiirlichen, geistigen Teufels, sondern eines 
hochst realen, lebendigen Teufels: Des „Vierfursten" Herodes, der 
im Neuen Testamente auch „Teufel" genannt wird. Das hat Jo- 
sephus einst sicher gewufit, ebenso wie er wufite, dafi Angeln ge- 
gen die Roten in Jerusalem alias Goslar kampften, dafi Griechen 
Giganten d. h. Riesen waren: und dafi griechisch und romisch, 
d. h. zwei griechische Dialekte, gesprochen wurden. Die in der 
Bibel genannte „Asdodische" Sprache ist urdeutsch, eine Misch- 
sprache, die damals entstand, als rote, weifie und schwarze 
Menschwesen im Harze lebten und sich hauptsachlich an die grie- 
chische Sprache der Herrscher anlehnte. 



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Der Taubenstieg bei Goslar erinnert heute noch an den Peri- 
stereonfels, von Josephus einst erwahnt. Den Namen Skopus sehe 
ich in dem heutigen Sydekum; es war ein Platz, von dem aus man 
einen Ausblick auf den Tempel auf dem Brocken hatte. Nur auf 
dem Herzberge, auf dem Rammelsberge oder beim Brautsteine 
konnte der Skopus gesucht werden. 

Dort lagerten einst rote Hiinen alias Joten alias Romanen, welche 
den Griechen, die auch Riesen waren, an Korperkraft und Reichtum 
noch iiberlegen waren, wie Josephus sehr richtig schreibt. Der Aus- 
druck „Griechen" ist oft sehr geeignet, Irrtiimer zu veranlassen, da 
die gigantischen Romer auch Griechen genannt wurden, die echten 
Griechen sind die Nachkommen von Hel und Seth, und die Hollan- 
der (Hellander) sind Nachkommen der „Griechen", richtiger aus- 
gedriickt der Hellenen, deren Namen sie ja heute noch tragen. 

Die Oberstadt liegt am Fufie des Steinbergs. Die Mittelstadt ist 
das Marktviertel mit Fischemaker-, Hoken-, GlockengieSer-, Bak- 
ker- und Schilder(Schildmacher)strafie. In der SchilderstraSe liegt 
ein kleines Haus, von einem echten Weinstocke ganz berankt; vor 
diesem Hause mufite ich an das biblische Wort denken, dafi jeder 
unter seinem Weinstocke und Feigenbaume wohnen konnte. Die 
Unterstadt liegt um die Stephaniekirche herum; die Stephanie- 
kirche ist die einzige Kirche der Unterstadt, alle anderen liegen 
innerhalb der einstigen altesten Mauer, s. Taf. VIII Abb. 1. 

Wenn es heiSt, dafi Goslar einst 182 Tiirme hatte, so miissen die 
verschwundenen Tiirme der dritten Mauer mitgezahlt worden 
sein. — Manche in Goslar gefundenen Altertiimer sind ebensoviel 
Jahrtausende alt als Jahrhunderte angenommen werden. Ein Stein- 
sarg, der mit Charakteren wie Sonne, Mond und Sternen ge- 
schmiickt ist, erinnert an die Gestirnanbeter, von denen im Alten 
Testamente erzahlt wird. — Wenn sich mehrmals auf Bildern (die 
fur Christusbilder genommen werden) die Buchstaben ESAO 
finden, so ware zu priifen, ob wirklich 4 Anfangsbuchstaben (noch 
dazu fur einen Spruch von 5 Worten) darin zu sehen sind oder 
nicht vielmehr der alte Name Esau alias lsai, der Name Herodes, 
des Ersten. — Der Danielsturm am Breiten Tore wird bei Josephus 
Davidsturm genannt. David und Daniel werden in der alten Ge- 
schichte mehrmals identifiziert ! — Der Kanal in der Stadt, von 
dem in der Bibel steht, ist heute noch vorhanden, ebenso weifi 
man noch von den alten Wasserleitungen mit 5 Zufiihrungen: 

200 



1. Vom Kinderbrunnen her, 

2. vom Rammelsberge, 

3. vom Feuergraben, 

4. vom Weinbrunnen am Steinberge, 

5. vom Triilleke. 

Vom Kinderbrunnen ging die Leitung zum Kaiserhause und 
den Domkurien (zum einstigen Tempel des Herodes). 

Etwa mannshohe und mannsbreite Stollengange laufen iiberall 
unter der Stadt — niemand weifi noch etwas von den Handen, 
welche sie einst bauten. „Die Vogel sind entflogen, die Apostel 
gewandert — hin ist hin, griin ist die Linde" — sagt ein alter Gos- 
larer Spruch, der bald nach der letzten Eiszeit gesprochen sein 
mufs, als die Freude dariiber, dafi die Baume wieder griin wurden, 
alle friiheren Verluste, selbst die Abreise der Apostel, klein er- 
scheinen liefien nach den Schrecken der dunklen Eiszeit. 

Die heilige Anna „Selbdritt // , an welche Bildwerke (dreimal im 
S. Annenhause und einmal im Rathause) erinnern, welche zwei 
Kinder auf dem Arme hat, halte ich fur die GroSmutter Jesu, die 
echte „ Heilige Jungfrau". Christus und Johannes (wie angenom- 
men wird) konnen die Kinder unmoglich sein, denn Jesu Vater war 
mit Johannes gleichaltrig und keineswegs Jesus. Die beiden Kinder 
sind die Zwillinge, Josef und seine Schwester einst gewesen. Josef 
ist der in der Goslarer Chronik genannte Georg oder Jiirgen, iden- 
tisch mit Sifrit von Blankenburg, Siffrid und Sidag (dem biblischen 
Sisak), ein Name, den Josef erst als Konig, als Nachfolger seines 
GroSvaters (von mutter licher Seite aus) trug ! Der „Drache // , den 
er getotet hat, ist in Goslar gewesen. Ein grofies, beriihmtes Bild 
des Drachentoters ist auf dem Georgenberge gewesen und ver- 
schwunden. — Eine Nonne auf einem Drachen stehend wurde 
abgebildet und in Verbindung gebracht mit der bosen „Antonia // . 
Die Uberlieferung von dieser Antonia weist auf ein sehr hohes 
Alter hin; ich erinnere daran, dafi eine Burg in Jerusalem Antonia 
hiefi. Diese soil nach Antonius genannt worden sein; es ware aber 
der Priifung wert, ob das wirklich der Fall war oder diese „Antonia // 
zu der Namensgebung der Burg veranlaSte. Durch deren Schuld 
sollen 7 Ritter neben dem Konige Philippus erschlagen worden 
sein; 7 Kreuze wurden zur Erinnerung an die bose Antonia geschla- 
gen. Antonia ist gleich Athene, Penelope, Brunhild, Deborah. 

Die Erinnerung an zwei verschiedene Frauen scheint auf An- 
tonia iibertragen worden zu sein. Jene „Nonne // , die auf einem 

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(toten) Drachen steht, ist Brunhild, der auch in der Edda der Vor- 
wurf gemacht wird, 7 Mannern zum Ungliicke gelebt zu haben ! 
Dagegen diejenige Frau, welche dem Konige Philippus Kummer 
brachte, war Herodias, die Herkja der Edda, die deutsche Helche 
oder Kreka. Dieser Philippus ist der im Neuen Testamente 
genannte Philippus. — Von einer dritten Frau blieb auch eine 
Spur der Erinnerung in Goslar, von der „Renenardschen" , welche 
sich im Okerturme aufhangte — — es ist dieselbe, von der Vergil 
berichtet, dafi sie sich beim Sturze Trojas (alias Jerusalems, Goslars 
oder Klein-Roms) aufhangte, die Mutter von Jesu ihm angetrauter 
Schwester Swanhild alias Lavinia. Diese hiefi bei Homer Helena, 
eine von den drei beriihmten Schonheiten der damaligen Zeit, die 
neidvoll auf Swanhild, die jiingste und schonste von den dreien, 
geschaut hatte — auf die eigene Tochter ! 

Der Tempel des Konigs Herodes lag in Goslar, der Tempel 
Salomos lag auf dem hohen Berge Zion, auf dem Brockenl 
Der Tempel Salomos wurde aber zuerst (durch ein furchtbares 
Erdbeben) vollig vernichtetl Der Tempel des Herodes wurde 
durch Krieg fast zerstort. Wir haben gesehen, dafi der Berg Zion 
keineswegs in oder bei Jerusalem war. Der Berg Zion war der Bro- 
cken ! 

Der Brocken, der zerbrochene Berg, hatte zur Zeit des Tempel- 
baus Salomos 4 Gipfel ! Der Berg hiefi auch Libanon, Babylon, Ne- 
bo, Bel, Olympos, Himmel, Ida, Ilion, More, Horeb, Moria ! 

Erst Salomo konnte den Tempel auf Zion erbauen. Es gab also 
gleichzeitig, an zwei verschiedenen Stellen, 2 beriihmte Tempel, 
der eine den anderen an Glanz iibertreffend ! 

Dem Tempel auf dem Berge Zion wurde durch Jesum der Un- 
tergang prophezeit — und er ging unter. „Das unsichtbare Wort 
wird greifbar werden," d. h. die Weissagung wird sich erfiillen — 
so steht auf dem Spruchbande einer Sybille, wie solche im Rathau- 
se zu Goslar und in dem italienischen Werke Opuscula gemalt 
sind. (Siehe: „Die Kunstdenkmaler der Stadt Goslar" von A. v. 
Behr und Dr. U. Holscher, Kapitel Rathaus.) Einige Spruchbander 
sind von hochster historischer und zeitlicher Wichtigkeit und die 
Spriiche uralt. Sybilla Tiburtina: „Geboren wird, der Christ wer- 
den in Bethlehem und sich ankiindigen im Nazareth, wenn (am 
Himmel) herrscht der Stier, der Friedenbringer." (Der Stier ist 
das Zeichen des Lucas.) 

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Diese Nachricht kann helfen, durch Astronomie festzustellen, 
wann Jesus lebte ! 

Sybilla Europea: „Kommen wird jener und hinwegschreiten 
iiber die Hohen und Tiefen des Olympos; er wird herrschen in 
Armut und regieren in Schweigen." Der Olympos ist der Zion 
alias Brockenl 

Der Sinai alias Aetna bei Messina auf Sizilien wurde auch Nebo 
genannt (wie der Brocken), aber Jesaia, Jeremia, Nehemia und die 
Chronik meinen mit dem Nebo nur den Brocken. „Der Bel ist 
gebeugt, der Nebo ist gefallen." (Jesaia 46,1.) Ungefahr 10 Jahre 
vor dem Anfange der letzten Eiszeit brachen 3 oder 4 Brockengip- 
fel zusammen, und nur einer blieb erhalten, und auch dieser ver- 
andert. Der Brocken war einst der heilige, geliebte, schon empor- 
ragende Berg, auf dem man die Sonne (den Glanz Gottes) zuerst 
erblickte „hoch iiber alle Volker"; er war der Berg, der das ganze 
Land erfreute und der wie ein Acker gefliigt wurde und zur Wiiste 
wurde, so dafi man nach den Wegen zur Hohe forschen mufite, 
weil alle Strafien verwiistet und verschiittet waren. Die unzahligen 
Granitblocke, welche teils einzeln, teils noch geschichtet das ganze 
Brockengebiet bedecken, sind die einstigen Bausteine der Riesen. 
Wenn wir die Mafie der groSten Blocke mit den alten Berichten 
iiber solche Bausteine vergleichen, dann konnen wir sehen, dafi 
die Riesen mit noch grofieren Felsblocken bauten als heute noch 
einzelne Klippen alias Bautenreste verraten. 

Die Offenbarung Johannis gibt uns einen klaren Blick in die da- 
malige Zeit. Mit Drakon und Therion ist nicht Drache und Thier, 
sondern Jote und Thurse gemeint — kurz, die roten Riesen sind 
gemeint. Jerusalem alias Goslar ist gleich Troja — rote Riesen 
kampften gegen rote Riesen. Drachen und Thursen waren riesige 
Menschen, nicht Tiere, „Anthropos // werden sie auch Joh. 13,18 in- 
direkt genannt: „Hier gilt es Weisheit: wer es versteht, der berechne 
die Zahl des Thursen, es ist die Zahl eines Menschen." Jener Thurs, 
dessen Zahl 666 war, ist Nero, der Teufel, der sich anbeten liefi. 
Johannes vergleicht Jerusalem mit Sodoma und Egypten; den Tem- 
pel auf dem Brocken (Asdod oder Asklon) nennt er sogar Babylon 
wegen der Greuel und Zaubereien, die dort getrieben wurden. In 
der Edda wird die groSartige Anlage Midgart und Asgart ge- 
nannt! Midgart — Midian der Bibel - mit dem Turme Eder 
war die alte Anlage. Es gab Alt-Asgart und Neu-Asgart; letzte- 

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res war die neue Anlage des Salomo, die ganze Anlage breitete 
sich iiber die 4 Hiigel aus, welche einst die Brockenspitze bildeten. 
Der zum Gotte erhobene Adam hatte dort auf dem Brocken seinen 
Sitz gehabt — Walhall der Germanenl 

Midgart alias Asgart hiefi auch Hildskjalf und Eder alias Ida — 
so genannt nach der Stammmutter, der Ida oder Edda. Das war 
die „goldene Beule" der alten Zeit. Dort oben lagen: 

Eder auf Moria, 

Idafeld, die (neue) Gerichtsstatte, 

Gladsheim, der Tempel (des Salomo), 

Wingolf, das Haus der sogenannten Gottinnen. 

Vier Hiigel waren auf dem Brocken, auf 7 Hiigeln lag Jeru- 
salem alias Klein-Rom, von Joten alias Romern beherrscht, 
von Joten alias Romern mit griechischer Hilfe bekampft ! — Die 7 
Hiigel mit ihren 7 Gemeinden und 7 Sectenvorstehern schildert Jo- 
hannes, an deren Stelle die 7 Geister Gottes — Kraft, Reichtum, 
Weisheit, Starke, Ehre, Lob, Preis treten sollten. Die „Nikolaiten // 
haben einst in der Kapelle am Nicolaitore (jetzt Klaustor) gesessen. 
Die 12 Tore bekamen die Namen nach den Siegern, nach den Edomi- 
tern. Wir haben auf 3 verschiedene Griindungen zuriickzugehen. Es 
werden 3 Dorfer in der „Gegend // von Goslar genannt und auch 3 
Pfalzen. Der bekannteste Name der spateren Hauptstadt wurde Tro- 
ja, das heifit die dreifach ummauerte Stadt. Aus 3 Ansiedlungen ent- 
standen und dreifach umhegt ! Es heifit Josua 18,28: 

„Zela (Alt-Goslar der Angeln, Wanen alias Germanen) Elaph 
(Ort der Zwerge alias Slawen) und die Jebusiter (rote Egypter, Jo- 
ten oder Romer) — das ist Jerusalem." 

Jebus allein war also nicht Jerusalem, sondern nur einer der 3 
Orte, aus dem einer erst spater gemacht wurde. Die Notiz Richter 
19,10 zielt nur auf einen der 3 Orte, also auf einen Teil von J6- 
ruvalla hin. Jebusiter, Kinder Judas und Benjamins sind nicht 3 
verschiedene, sondern sie sind Abram-Budlis Sohn Juda-David- 
Jakob-Zacharias und dessen Sohn Benjamin-Johannes ! Jebusiter 
sind also Edomiter ! Goslar war Abrams letzter Aufenthalt. David 
brachte des Philisters Haupt nach Jerusalem, weil er den Ort ein- 
genommen hatte. Als Esau-Saul Herodes I. wurde, hatte er sein 
Lager in Harzburg; erst als er sich mit David verfeindete, als die 
Hauser „Edom und Juda", d. h. Esau-Saul und Jakob-David, Fein- 
de wurden, da vertrieb er ihn und setzte sich selbst in Goslar fest ! 

Der Name Benjaminstor erinnerte aber an Jakob-Davids ein- 

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zigen leiblichen Sohn Benjamin-Johannes. Jakob-David hatte also 
braunliche Haut, rabenschwarze Haare und rote Augen. Seine 
Haarfarbe ist aus der Edda ersichtlich, Augen- und Hautfarbe hat 
die Bibel erhalten. 

Es ist ein scheinbarer Widerspruch zwischen dem Berichte des 
Josephus, welcher sagt, dafi die Unterstadt Akra die alteste Nie- 
derlassung war, wahrend die Goslarer Uberlieferung sagt, dafi die 
Oberstadt am Fufie des Steinberges der alteste Stadtteil war. Der 
Augenschein lehrt, dafi die Goslarer recht haben, ebenso der Lauf 
der Mauern. Josephus aber hat sehr wahrscheinlich Akra nur als 
die alteste der neuen Niederlassungen bezeichnen wollen, und 
dann hat auch er recht. 

Ehe aber Abram, der Fluchtling aus Syrien, kam, war Goslar 
sckon „]6ruvalla" , also ein von einem Walle (vallum) umgebe- 
ner Ort; es wurde Joru-Saal, als eine Burg gebaut wurde, es wurde 
auch Heim genannt, und die Endung „lar" soil die alte Form fiir 
Heim sein. Die 3 Dorfer, deren Namen sich erhielten, waren Barg- 
dorp im Dorpketale, Warsleb am Steinberge und Sutburg. Die 3 
Pfalzen werden genannt: Goslar, Werla, Pohlde. Bergdorf ist kein 
Name, nur eine Bezeichnung und kann auf mehrere deuten. 

Die 3 Dorfer, die 3 Pfalzen und die 3 biblischen Namen fiir Je- 
rusalem sind sehr wohl miteinander zu vergleichen. Die beiden 
altesten Niederlassungen waren also am Steinberge und am 
Rammelsberge, und ich halte sie fiir folgende: 

1. Zela (am Steinberge) gleich Warsleb und Alt-Goslar. 

2. Elaph-Bethlehem-Bargedorp (im Herzberger Tale). Budlis er- 
stes Heim. 

3. Jebus-Akra, die Jotenburg (gleich Rama ?). Bargdorp am 
Dorpketale ? 

(Jenes Sutburg am Fufie des Sudmerberges halte ich fiir das bi- 
blische Sunem !) Unterstadt und Oberstadt wurden miteinander 
verbunden, Elaph verschwand durch das Erdbeben, als jene Seite 
des Rammelsberges herabstiirzte ! Die Herberge beim Kinderbrun- 
nen war das erste Haus bei Bethlehem, das bis auf den Brunnen 
vom Erdboden verschwunden ist. Germanen (Angeln) und Zwer- 
ge lebten in Goslar, als die roten Joten kamen. Zwerge (Slaven, 
Japhetiten) werden in der Goslarer Uberlieferung eben- 
falls genannt. Silvani heifit keineswegs Waldleute sondern So- 
lymer ! Slaven waren zum Bergbau von Saxen geholt worden; Ram 
wird als Entdecker des Bergsegens gepriesen, und Karl und Sofia 

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werden auch irrig als Eltern der Zwillinge genannt. An dieser Stel- 
le muS gesagt werden, dafi Goslar schon eine Stadt mit Burg war 
in jener fernen Zeit, als Vineta und 4 andere Stadte in den Fluten 
der Ostsee versanken. Da taucht Goslar zum ersten Male in der 
Geschichte in Edda und Bibel auf: Ich erinnere daran, dafi ich sag- 
te, es wiirden 2 ganz verschiedene Manner mit Namen Lot in der 
Bibel erwahnt, einmal 2 Briider, einmal Onkel und Neffe. Das hal- 
te ich nochmals besonders aufrecht. An einigen Stellen im 1. B. 
Mose wurden Abraham und Yaketan miteinander verwechselt. 

1. Yaketan ist der Slawe, der von Usedom aus nach Egypten 
floh. 

2. Peleg ist Lot 1. — jener Lofar, der Edda, welcher nach Joru- 
valla alias Goslar floh. 

3. Abram ist der rote Riese, der von Irland aus nach Nod und 
dann nach dem Harze (nach Sieber) floh. 

4. Lot ist Lot II. — der Lopt oder Loki der Edda, ein roter Riese, 
der Neffe Abrams. — Montani sind Mose Nachkommen. 

Vergleicht man die Nachrichten in Edda und Bibel, dann hat 
man Namen, Bewohner und Konig von Goslar in jener fernen Zeit 
erkannt, als von dem grofien Lande Usedom, das mit Schweden 
eins war, nur die kleine Insel blieb. Goslar gehorte in jener Zeit 
germanischen Angeln (welche im A. T. irrig „Engel // genannt wer- 
den), denn Angeln kamen nach Osten, um die Nachkommen 
Japhets zu warnen und ihnen zur Flucht zu raten, weil das Land 
untergehen wiirde. Hohe astronomische Kenntnisse — die bis auf 
den heutigen Tag nicht wieder in solcher Vollkommenheit erreicht 
sind, wie unsere Ahnen sie vor der letzten Eiszeit hatten — miis- 
sen die Skoten zu solcher Warnung befahigt haben; denn von Sko- 
ten ging die Warnung aus, da der „Gott // die Angeln, geschickt 
hatte. Gott ist gleich Skote im 1. B. Mose. Nachkommen Kains, die 
Satanskinder in Sodom, hatten die Angeln, die als Boten kamen, 
fast getotet, und es war ihnen lacherlich was die Boten sagten — 
genau so wie heute den Materialisten alles lacherlich ist, was die 
geistig gesinnten sagen. Lot aber glaubte den Boten und floh mit 
ihnen. Er floh nach Westen nach Joruvalla, das in der Bibel Salem, 
Jebus, Jerusalem und Hierosolyma heifit und heute Goslar ist. 

Das stimmt vollig mit allem anderen iiberein, was ich schon 
sagte: Das Land hiefi Midian-Midgart und war das Land von Ger- 
manen und Kelten. Als Lot-Lofar dorthin kam, wurde er von Mel- 

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chisedek, dem Konige von Goslar, mit Brot und Wein empfangen, 
und er griindete dort die zweite Niederlassung ! 

Die alteste stammt von germanischen Angeln und ist schon vor 
Jahrzehntausenden gegriindet worden, bald nach dem Auszuge 
der Germanen und Kelten aus Wales und Irland. Dann griindete 
ein Zwerg alias Slave dort die zweite Niederlassung, die dritte erst 
war viel spater die des Abram-Ram. 

1. Zela-Salem-Joruvalla war die alte germanische Niederlas- 
sung, die spatere Oberstadt des Mose. 

2. Elaph war die zweite, die slavische durch Lot-Lofar; das spa- 
tere Bethlehem. 

3. Jebus-Akra-Roma (in Rama verwandelt) war die letzte und 
dritte von den roten Riesen Jakob und Esau gegriindete Nie- 
derlassung. 

Die Nachkommen von diesem Lot (der 69te nach Noah) stehen 
in deutscher zum Marchen herabgesunkener Geschichte als die 
Zwerge verzeichnet, welche „bei den 7 Bergen" Schneewitchen Zu- 
flucht gewahrten — dieses Schneewitchen war die Mutter Jesu. — 

Ein Erdbeben veranderte zu Sauls Zeit das Hinnom alias Herz- 
berger Tal, und die alte Herberge ist vom Erdboden verschwun- 
den; nur der Kinderbrunnen, der einst bei der Herberge vor dem 
Orte lag, ist als einziger Zeuge erhalten. 

Ein zweites Erdbeben, das schrecklichste, von dem Menschen 
wufiten, war unmittelbar nach Jesu Kreuzigung auf Golgatha, und 
da spaltete der Olberg mitten durch und die Formation dort wur- 
de so wie sie heute noch ist. Georgenberg und Petersberg waren 2 
zusammenhangende Hiigel gewesen, jetzt ging ein Rifi mitten 
durch, zerstorte zum Teile die dritte, noch nicht ganz fertige Mau- 
er — und so konnten die Anhanger Josefs und Jesu fliehen. Gerade 
an der heutigen Clus ging der Rig entlang — das Felsengrab Jesu 
aber (das heute Felsenkeller genannt wird) blieb stehen. Die eigen- 
tumliche geologische Bildung dort vom Sudmerberge an wird 
durch das damalige Erdbeben erklart — in derselben Stunde wur- 
de auch der Tempel in Asdod vollig vernichtet, von den 4 Brok- 
kengipfeln blieb nur einer stehen und auch dieser nur zusammen- 
gesunken. 

s. Tafel VIII und IX Abb. 1. 



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VIII. 

Juda=Jakob=David=Zacharias, Konig Herodes II. 
Gaius Caligula. 

Komm und sieh zu. Und ich sahe and siehe, ein 
schwarzes Pferd, und der darauf sass, hatte eine 
Wage in seiner Hand. Und ich horre eine Stimme 
unter den 4 Thursen sagen: Ein Mass Weizen um 
einen Groschen; und dem Oel und Wein rue kein 
Leid. Offenb. Joh. 6, 5-6. 

Johannes ist ein Meister in der Charakteristik: Mit dem schwar- 
zen Pferde deutet er auf Davids schwarze Haare, mit der Wage auf 
die Zahlung alias Schatzung, um deretwillen ihm das Herz schlug. 
Schutz des Handels und Billigkeit im Lande zu seiner Zeit vervoll- 
standigen das Bild dieses Kaisers und Konigs. Mit den 4 Thursen 
sind die 4 Fiirsten (Vierfiirsten) des N. T. gemeint. Juda-Jakob- 
David war einer davon; Jesus, Judas Enkel, war also nicht Semit, 
sondern Egypter alias Romane des Nordens. — Es steht im Ev. 
Lucas 2,1: 

„Es begab sich aber zu der Zeit, dafi ein Gebot ausging vom 
Kaiser Augustus, dafi alle Welt geschatzet wiirde. Und diese 
Schatzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius 
Landpfleger in Syrien war." 

Das ist hochwichtig, denn Augustus war Mose, und von Josefs 
Geburt wird aus jener Zeit berichtet und nicht von Jesu Geburt ! — 
Diese allererste Schatzung war die von Mose verordnete, welche 
im 3. Mose, Kap. 27 verzeichnet steht ! 

Von den Niflungen (gleich Joten, Romern, Grippiern, Egyptern) 
wird (Skaldskaparmal 17) gesagt, dafi sie rabenschwarzes Haar 
hatten; das stimmt absolut nicht auf alle, denn der eine Haupt- 
stamm war rothaarig und der andre nur schwarzhaarig. Gjuki- 
Jakob und seine Tochter undl sein Enkel Jesus hatten schwarzes 
Haar. Sehr richtig wird Jesus bei den alten Holzschnitzereien, in 
Goslar mit einer rabenschwarzen Perriicke auf dem Haupte darge- 
stellt. Unter den Edomitern waren rothaarige (wie Esau-Saul) und 
schwarzhaarige (wie Juda-Jakob-David-Zacharias). Aber Josef, 
Jakobs Schwiegersohn, war blond und blauaugig als naturlicher 
Sohn eines Angeln (nach der Bibel) eines Wanen (nach der Edda). 

Keine Geschichte ist so entstellt worden wie gerade die des Da- 
vid. Die romische Geschichte und die biblische Konigs geschichte 

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geben ein schlechtes Bild von ihm; seine Jugendgeschichte, welche 
iml. B. Mose als die Jakobs verzeichnet stent, bringt uns auch das 
Bild eines schlauen, nicht offenen Charakters. Dagegen Edda und 
Neues Testament wissen wenig schlechtes von ihm zu sagen — — 
und doch lafit es sich vollig zusammenreimen. Der Mensch bleibt 
nicht derselbe, er andert sich mit jedem Jahrzehnt; selten bleibt ein 
Mensch so wie er war. 

In Davids Leben haben, die Einfliisse von aufien eine grofie Rol- 
le gespielt; zuerst stand er vollig unter dem Einflusse seiner Mut- 
ter, die ihn sehr liebte und deutlich sah, dafi ihr Kind vom Vater 
wenig geliebt wurde. Da wollte sie ihrem Sohne dessen Segen zu- 
wenden — wenn nicht auf gutem, dann auf schlechtem Wege 
durch List und Tauschung. Sie war die Triebfeder von Davids 
Handlungen gegen Esau-Saul; und sie niitzte ihrem Sohne natiir- 
lich nur im Augenblicke und schadete ihm auf die Dauer, denn sie 
schuf ihm einen machtigen Feind und legte auch den Grund zu 
dem unglucklichen Leben und Sterben des Esau-Saul. Dann kam 
Saul zur Regierung und Jakob-David teilte nun sein Leben zwi- 
schen den Kampfen und dem Dienste am Altare. Schon vorher 
war es gewesen, dafi er um einen Sohn flehte, der ihm bisher ver- 
sagt geblieben war, denn er ist es, der im Neuen Testamente der 
Priester Zacharias, d. h. der Mann der Zeruja, genannt wird ! Es 
steht geschrieben Lucas 3,1: 

„In dem 15. Jahre des Kaisertums Tiberii, da Pontius Pilatus 
Landpfleger in Judaa war — " In diesem Satze ist ein arger Fehler, 
denn nicht Tiberius sondern Turnus alias Nero alias Roboam war 
Kaiser zu dieser Zeit, als Johannes predigte ! 

Wo der Name David ertont, wird auch sogleich des Neuen Te- 
stamentes gedacht, weil David mit Josef und Jesum in engste Ver- 
bindung gebracht wird. Jesus „ward gehalten fur einen Sohn 
Josefs", sagt Lucas — ja, er wurde fur Josefs Sohn gehalten und 
war doch Sichems Sohn, der Sohn des ersten Gatten der Dina, die 
Jakobs Tochter war. Die Weissagung war gewesen, durch Davids 
Samen wiirde das Heil kommen, und naturlich wurde an Davids 
Sohn gedacht, und niemand dachte an Jakob-David-Zacharias 
Tochter — — — und doch war sie diejenige, durch die das Heil 
kam, die Mutter Jesu. 

Im Neuen Testamente stehen die 7 Konige unter folgenden 
Namen: 

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1. Augustus (Mose) zu dessen Zeit Josef, aber nicht Jesus ge- 
boren wurde. 

2. Herodes. 

3. Jakob-Zacharias, David (der Schwiegervater des Josef)- 

4. Josef, der Sohn Elis (Mose Sohn). 

5. Archelaus-Salomo. 

6. Herodes IV., irrig von Lucas Tiberius genannt. 

7. Jesus Christus (der Enkel Davids). 

In der Edda ist Abram gleich Budli. Die sieben Konige stehen 
darin unter vielen Namen: 

1. Augustus-Moin-Mimir-Gust-Sigmund etc. 

2. Audi (gleich Saul) Odin-Saxi-Fafnir etc. 

3. Gjuki oder Thiazi-Regin etc. 

4. Sigurd, der Drachentoter, etc. 

5. Atli (der Schlimme). 

6. Jormunrek, der Machtige. 

7. Christus, Aurwandil, Randwer etc. 

Wie grofs die Verwirrung in den alten Biichern ist, konnen wir 
am besten an den Sohnen Davids erkennen, welche doch mit den 
Sohnen Jakobs identisch sein miissen und es keineswegs sind ! 
Aus Mose 12 Sohnen wurden 12 Sonne Jakobs gemacht, wahrend 
wir Jakob-David unter dem Namen Zacharias (Mann der Zeruja) 
um einen ihm noch versagten Sohn flehen sehen ! Leibliche Sonne, 
Schwiegersohne und sogar Geiseln und Pflegesohne wurden 
schriftlich eben nur Sonne genannt, und das hatte viel Schuld an 
aller Verwirrung ! Nirgends aber ist die Verwirrung so grofi wie 
unter Davids Frauen und Sohnen ! Sowohl Frauen wie Sonne sind 
ihm zugeschrieben worden, die er nie gehabt hat ! ! 

DaS Rahel nicht seine Frau war, zeigte ich schon ! Aber Lea war 
seine Frau, denn sie ist identisch mit Eliseba im Neuen Testamente. 
Nur Lea und ihre Schwester, nur diese beiden Frauen konnte ich 
als Jakob-Davids Frauen feststellen, alle anderen, haben anderen 
Mannern gehort. Dem David sind Siinden zugeschrieben worden, 
die andere begingen. Das Neue Testament nennt nur direkt Lea 
alias Eliseba. Jakobs Tochter Dina ist Maria, deren zweiter Gatte 
Josef war. In der Edda wird Dina-Maria-Gudruns Mutter nur als 
tot (von Atli ermordet) erwahnt; ihre Stiefmutter Grimhild — die 
biblische Zeruja — aber wird oft erwahnt. Nur diese beiden Frauen 
Gjukis werden genannt ! DaS sie Labans Tochter waren, ist ganz 
falsch. Dafi Eliseba eine Tochter Aarons war, ist auch nicht richtig. 

210 



Maacha, Absaloms Mutter ist mit Rahel, der Jiingeren identisch 
und war auch nicht Jakobs Frau, da sie die Mutter seines Schwie- 
gersohnes Josef alias Absalom war ! Hagith war erst recht nicht 
seine Frau, sondern Hagith ist nur ein anderer Name fur Dina- 
Maria, seine Tochter ! Bath-Seba, Salomos Mutter, war auch nicht 
seine Frau — denn Salomo war garnicht sein Sohn, sondern 
sein Bruder ! 

Das ist die Verwirrung nur in ihren Hauptmomenten gelost ! 
Selbst diejenigen, die als Jakobs Sonne auch in der Edda gelten, 
sind nicht einmal seine Sonne gewesen, sondern nur die Sonne 
seiner Frauen ! 

Jakob-Davids Frauen waren 

1. Lea-Abigael-Eliseba. 

2. Zeruja — die Grimhild der Edda, deren Schonheit Vergil 
auch preist ! 

Jakob hatte weder 12 noch 19 Sonne sondern, nur einen ein- 
zigen leiblichen Sohn von Lea und eine Tochter von Lea: Johannes 
der Taufer war sein einziger leiblicher Sohn (wie das Neue 
Testament richtig sagt) und Dina-Maria — die Mutter Jesu — seine 
einzige Tochter von Lea ! 

Zerujas Sonne waren Joab, Abisai und Asahel gewesen, welche 
dann als Jakobs Sonne galten, weil er ihr zweiter Mann war — das 
ist des Ratsels schwierige Losung. Diese seine Stiefsohne machten 
ihm unendlich viel Herzeleid, weil sie schlecht waren bis auf ei- 
nen, der aber auch nicht so war wie Johannes, Jakob-Davids Sohn. 
Einen Sohn von Zeruja hatte der „Zacharias // erhofft und erbeten, 
aber er bekam ihn von Lea ! 

In der Edda werden folgende Sonne genannt: 

1. Gutthorm — Joab der Bibel, 

2. Gunnar, 

3. Dag (der ungenannte vierte Bruder) im Helgiliede genannt, 

4. Hogni — Johannes, der Taufer. 

Die Tochter ist Dina — Maria — Hagith — Gudrun — Skadi. 

Edda und Homer berichten von ihren 3 Ehen ! Sie ist Helena ! 
Homers Bearbeiter hat aber Helena (die Mutter) und Helena-Her- 
mione (die Tochter) durcheinander gebracht. 

Die einzige Tochter Davids war dreimal verheiratet; die Gatten 
waren: 

1. Dinas erster Gatte war Sichem, Hemers Sohn, der Sychaus 
Vergils und Dantes (auch Theseus genannt). 

211 



2. Dinas zweiter Gatte war Josef — Absalom, der Drachentoter, 
ein Sohn des Mose (Vater des Menelaos), 

3. Dinas dritter Gatte war Salomo — Atli der Edda — (Priamos). 

Der erste Gatte ist auch in der Edda erwahnt als Helgi, d. h. der 
Heilige, der Tote, der Verstorbene und heilig gesprochene. Der 
zweite Gatte steht auch unter dem Namen Helgi da, weil er lange 
tot geglaubt wurde, es ist Sigurd, der Drachentoter, identisch mit 
Njord von Noatun (Josef von Nazareth) und Jonakr. 

Das Leben Davids zeigt sich am besten in seiner Familie. In die- 
sem Kapitel werde ich von David nichts mehr schreiben, da ja sein 
Leben so verbunden war mit dem seiner Familie und ich von die- 
ser noch viel zu sagen habe. Eins aber mufi gesagt werden: Die 
schandliche Geschichte mit Bath-Seba ist ihm zu Unrecht zuge- 
schrieben worden, diese gehort dem Salomo zu, welcher garnicht 
Davids Sohn sondern nur Davids Nachfolger war ! 

Die Edda nennt Atli — welcher zweifellos Salomo ist — aus- 
driicklich Budlis, das ist Abrams Sohn und niemals und auch 
nicht mit der kleinsten Andeutung Gjukis Sohn !! Salomo war 
wohl der nachste Konig und Kaiser aber nicht Davids Sohn ! Bath- 
Seba war Roboams Mutter! 

David war nicht Isais Sohn, sondern Isais Bruder; er war auch 
nicht Salomos Vater sondern Salomos Bruder ! 

Sehen wir auf die Geschichte Jakobs: Als Fluchtling, fern der 
Heimat stirbt Jakob-David, der Schwiegervater Josefs. Bei seinem 
Schwiegersohne hat er Zuflucht gefunden — und vor wem ist er 
geflohen ?! Vor Salomo ! — Salomo hat seine Frau Lea morden 
lassen, sagt die Edda. Salomo alias Herodes III. hat Jakob-Davids 
Sohn Johannes den Taufer ins Gefangnis legen lassen. — Atli-Sa- 
lomo nahm sich Jakob-Davids Tochter zur Frau trotz deren Wider- 
willens ! Er stiftete die Verschworung gegen ihn an. 

Die Edda nennt ausdrucklich 3 Bruder als 3 grofie Herrscher,. 
und diese 3 Bruder sind: 

1. Esau-Saul-Herodes I. 

2. Jakob-David — Zacharias, Herodes II. 

3. Salomo — Archelaus, Herodes III. 

Einer nach dem andern wurde gemordet — Mord und Rache 
sind die furchtbaren Zeichen, unter denen diese ganze Zeit steht. 



212 



IX. 

Dina=Maria, Juda=Jakob= Davids Tochter, und Sichem, 
die Eltern Jesu Christo. 

Fordert nui getrost von mir Morgengabe und 
Geschenk, ich will es geben, wie ihrs heischet 
gebt mir nui das Magdlein zum Weibe. 

1. Mose 34, 8. 

Juda-Jakob-David hatte eine einzige schone Tochter Dina. Zum 
erstenmale tritt sie uns in, einer schrecklichen, erschutternden Ge- 
schichte in der Bibel entgegen, als Sichems Herz sich ihr zuneigte. 
Sichem, Hemors Sohn, der des Landes Herr war, liebte Dina und 
bekam sie zur Ehe. Doch nach ganz kurzer gliicklicher Ehe wurde 
Sichem von den Stiefbriidern Dinas ermordet. 

Im 34. Kap. des 1. B. Mose wird die Sache so geschildert, als ob 
Sichem Dina geschandet hatte, ehe er sie zur Ehe verlangte — dies 
wird aber nur gesagt, um die Feindschaft der Stiefbriider und den 
schnoden Mord zu erklaren, die Wahrheit zeigt ein vollig anderes 
Gesicht. Dina wurde seine Gattin, schlief mit ihm und wurde von 
ihm „geschwacht", das heifit, sie empfing ein Kind von ihm. Im 1. 
B. Mose 34,2 ist so die Zeugung Jesu beschrieben. Es war eine rech- 
te Ehe vollzogen worden, wie ja auch mehrere Verse bezeugen, die 
Werbung und die Tatsache, dafi Dina in Sichems Haus war. Die 
Schandung vor der Ehe ist eine Erfindung, um der scheufilichen 
(auch von Jakob verurteilten) Tat einen Schein der Berechtigung 
zu geben. 

Vergil, der Sichem als Sychaus erwahnt, nennt einen ganz an- 
deren Grund zum Morde: Die Goldgier ! Die Tat war ein Raubmord, 
fur den es keine Beschonigung gibt; sie geschah, als David Konig 
war. Um diese Zeit also wurde Jesus gezeugt, vor der Zeit des Ar- 
chelaus-Atli-Salomo. Josef war erst Brunhilds Gatte (die schon Esau- 
Edom gehort haben mufi) und hatte von ihr eine Tochter gehabt. 
Amnon (irrig als Verfiihrer der Thamar genannt) und Anion, Konig 
in Juda (Davids Land), der friih Gemordete, sind gleich Jesu Vater; 
Josia, Amons unmiindiger Sohn, ist gleich Emanuel-Ephraim-Jesus. 
Lauter verschiedene Lesarten iiber eine Tatsache ! 

Josef floh mit dem Knaben ohne seine Frau. Er wollte zu- 
riickkehren, erschrak aber, als er horte, dafi Archelaus (Atli- 
Salomo), Konig war statt seines Vaters (d h. Josefs Schwiegerva- 
ters) Herodes (d. h. Her odes-D avid) ! 

213 



Nicht Absalom sondern Salomon war der Feind Davids, weil er 

dessen Tochter nicht bekam !! Josefs Mutter war die weifie 

Maria. Jesu Mutter war die schwarze Maria. Wie eine Mohrin wird 
sie dargestellt — das ist falsch, denn sie hatte nur schwarze Haare. 
Jesu Haut war braunlich, sein Haar war schwarz und sein Bart 
rotlich und seine Augen blau wie das Meer. Seine Augen waren 
„caerulei", und die indische Religionsgeschichte nennt Krishna 
(d. h. den Schwarzhaarigen) — der kein anderer ist als Christus, 
der Schwarzhaarige — den Lotosaugigen, also den Blauaugigen. 

Helgi — der Heilige — den Dag, der Stiefbruder der jungen 
Frau, mordete, ist Sichem in der Edda. Die zweite und dritte Ehe 
Dina-Gudruns wird geschildert, nur Altes Testament und Ver- 
gil erhielten uns noch den Namen und die Stammeszugehorigkeit 
ihres ersten Gatten ! — 

Sidon alias Sichern wurde Sieber — so genannt nach dem spate- 
ren Besitzer Sebulon, Mose Sohn ! Es steht geschrieben: er wird „rei- 
chen an Sidon". Sichem war Kelte; Dina war Egypterin vom Stam- 
me der Edomiter; Konig Josef Qesu Stiefvater) war Asamonaer. 




Das Siegel der ehemaligen Kirche 
auf dem Georgenberge 



Josef Absalom, der Asamo- 
naer, der Drachentoter, der 
Stiefvater Jesu, der vierte 
Konig Vespasian. 

Das vierte Siegel: „Und ich erblickte: 
siehe da; ein fahles Pferd ! Und der darauf 
sass hiess Tod und die Unterwelt (die 
Bosen) folgte ihm nach. Und es wurde 
ihnen (den Bosen) Macht gegeben iiber 
den vierten Teil der Erde, zu tbten mit 
dem Schwerte und mit Hunger und mit 
Pest und durch die wilden Tiere der Erde. 

Offenbar. Joh. 6, 8. 
Und hatten iiber sich einen Konig, einen 
Engel (einen Angeln) in ihrem Abgrunde 
(der Siinde) dessen Name heisst auf heb- 
raisch Abaddon und auf griechisch wird 
er Apollyon genannt. 

Offenbar. Joh. 9,11. 



Wenn man die Evangelien aufschlagt, sieht man sich sofort 2 Rat- 
seln gegeniiber: Warum erfahrt man nichts von der Jugend Jesu? 
214 



Warum werden iiber seine Geburt (scheinbar) so wider- 
spruchsvolle Angaben gemacht? Eine „Jungfrau" gilt als seine 
Mutter, aber als sein Vater werden genannt: 

1. Der lebendige Gott, der Heilige Geist, der Hochgelobte. 

2. Josef, Jakobs Sohn. 

3. „ Elis Sohn. 

4. „ Davids Sohn. 

5. „ der Zimmermann. 

6. David selbst 

7. Als letzte Lesart steht darin: Nur der Sohn weiS wer der 
Vater ist, aber er verschweigt dessen Namen ! 

Das letzte ist das grofite Ratsel ! Scheinbar eine ganze Auswahl 

unter Mannern, von denen einer als Vater in Betracht kame 

— und doch keiner ! 

Das Ratsel vom Sohne konnte also nicht eher gelost werden, 
ehe nicht der Vater klar gestellt war ! Josef war der zweite Mann 
der Dina-Maria. 

In der Geschichte Jakob-Davids lag des Ratsels Losung. Ich ha- 
be gezeigt, dafi seine schone Tochter in erster Ehe mit Sichem ver- 
heiratet war. Das kurze Gliick dieser Ehe zerstorte die Morder- 
hand des Stiefbruders aus schnoder Habgier und aus dem Hasse 
des Edomiters gegen den Kelten heraus. 

„Josef wird wachsen, er wird wachsen wie an einer Quelle. Die 
Tochter treten einher im Regiment. Und wiewohl ihn die Schiit- 
zen erziirnen und wider ihn kriegen und ihn verfolgen, so bleibt 
doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hande stark durch die 
Hande des Machtigen in Jakob. Aus ihnen sind gekommen Hir- 
ten und Steine in Israel.*) Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, 
und von dem Allmachtigen bist du gesegnet mit Segen vom 
Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die unten liegt, mit Se- 
gen, an Briisten und Leibern. Die Segen deines Vaters gehen 
starker denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Ho- 
hen in der Welt; und sollen kommen auf das Haupt Josefs und 
auf den Scheitel des Nasir (Johannes des Taufers) unter seinen 
Briidern (d. h. Schwagern)." Josef hatte 2 leibliche Tochter und 2 
Stiefsohne, genau 1 Stiefsohn und 1 angenommenen Sohn, den 
Sohn seiner Schwester. 



* ) Ismael mufi statt Israel stehen! 

215 



Diese Schilderung und das was in der Offenbarung iiber Josef- 
Absalom, den Drachentoter, steht, vervollstandigen sein Bild. Die 
Liebe zwischen Brunhild und ihm wurde sehr bald zerstort, denn 
es ist Tatsache, dafi Brunhild wieder — zum zweiten Male — ins 
Gefangnis gelegt wurde. Odin alias Odysseus hatte Brunhild alias 
Penelope gefangen gehalten, und sie hatte Sigurd-Josef geheiratet, 
als Odin fur tot gehalten wurde. Von ihr war erne Tochter Aslang. 
Swanhild und Sigmund-Jesus waren von Dina-Gudrun. 

Derjenige, der sie zum zweiten Male gefangen setzte, kann nur 
der Konig Odin gewesen sein. Dieser nur kann den jungen 
„Gatten" vertrieben haben, den er garnicht als Gatten sondern nur 
als Buhlen ansah. 

Der junge Drachentoter schwang sich auf sein gutes Pferd, 
nahm seine Schwester (die stets bei ihm war) und zog mit dem 
Schatze davon. Doch ohne Helfersheifer hatte er das nicht aus- 
fiihren konnen, und seine Heifer waren Jakob-David und sein 
Sohn; Jakob allein war den Asamonaern nicht feindlich gesinnt, ja 
er wurde sogar „ Israel" = Ismael genannt. Des Drachentoters 
Schonheit, Giite und Reichtum machten, Jakob und seine Stiefsoh- 
ne auf ihn aufmerksam, aber noch ein, anderer wichtiger Grund: 
Zu ihrem Schrecken harten sie erkennen miissen, dafi Dina, die 
junge Witwe, sich in gesegneten Umstanden befand ! Nach dama- 
liger Sitte war es schlimm fiir ein Kind, wenn es vaterlos auf die 
Weit kam, es wurde also ein Vater fiir das erwartete Kind, also ein 
zweiter Gatte fiir Dina gesucht. Dieser unerfahrene Jungling, der 
Besitzer des Schatzes, schien der Famine gerade der Rechte, und er 
kam ihnen doppelt gelegen, da ja der Schatz sonst an den Herr- 
scher gekommen ware. So kam er an die Familie Jakob-David, oh- 
ne daS dieser etwas unrechtes zu tun brauchte; der Schatzerwer- 
ber wurde sein Schwiegersohn, und damit kehrte der Reichtum in 
Davids Familie ein. Von Sichem hatten sie auch schon einen 
Schatz, jetzt kam durch die kindlich junge schone Tochter der 
zweite Schatz in dieselbe Familie. 

Dem Josef-Sigurd-Absalom wurde die junge Witwe zugefiihrt, 
ohne daS dieser eine Ahnung von der Mordtat an dem ersten Gat- 
ten hatte. Er hatte Brunhild (durch einen Zaubertrank Grimhilds 
— sagte man) ganz vergessen und schritt sorglos zu der neuen 
Liebesverbindung. — — Nach der — wann auch schon im Laufe 
der Zeit verwirrten — Erzahlung Vergils war Dina in tiefer Trauer 
um den Garten und mufite erst durch List dazu gebracht werden, 

216 



zu dem Jiinglinge freundlich zu sein. Der Evangelist Matthaus 
erzahlt von Josef: 

„Josef aber, ihr (zweiter) Mann, war fromm und wollte sie nicht 
bloSstellen (nachdem er ihren Zustand entdeckt hatte); er gedachte 
aber, sie in der Stille zu verlassen. Als er mit solchen Gedanken 
umging, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traume und 
sprach: Josef, du (Schwieger) Sohn Davids, fiircht dich nicht, Ma- 
ria zum Weibe zu nehmen; das Leben, das in ihr keimt, ist vom 
heiligen Geiste." 

Josef, der Traumerl 

Er war schon und fromm und hatte den Drachen getotet, aber 
traumen und Traume deuten, das ist diejenige seiner Eigenschaf- 
ten, an welcher er in den Geschichten immer wieder kenntlich ist. 
Ob er als Josef oder Davids Schwiegersohn, ob er als Apoll oder 
bei Vergil als Aeneas erscheint, immer wird direkt von Traumen 
erzahlt oder darauf angespielt. 

„Seht, da kommt der Traumer \" So riefen seine Schwager, die 
Briider seiner Frau voller Hohn, als sie schon mit Mordgedanken 
gegen ihn umgingen ! Sollte doch auch diese zweite Ehe der Dina 
unselig enden ! Sie brachte ihr Kind zur Welt, und es wurde Sig- 
mund genannt — Sigmund, das war der deutsche (asdodische) 
Name des Mose gewesen ! Sigmund war der erste Kaisername, er 
wurde auch der letzte Kaisername. 

Als Sigurds Sohn wuchs der Knabe auf; ebenso wie ihn die Bi- 
bel Josefs Sohn nennt, so nennt ihn auch die Edda Sigurds Sohn. 
Und Josef-Sigurd hat an diesem Knaben gehandelt wie ein leibli- 
cher Vater; der leibliche Vater hatte nicht besser an seinem Sohne 
handeln konnen ! Das vollkommene Gliick ware in diesem Hause 
geblieben, wenn Brunhild nicht gekommen ware — aber ein Stief- 
sohn Jakob-Davids begehrte Brunhild zur Frau, und sein Schwager 
Josef-Sigurd {die Edda nennt ihn stets auch richtig Schwager) 
sollte ihm helfen, sie fur ihn zu befreien. Das tat Sigurd und war 
aus irgend einem Grunde, auf den ich hier nicht naher eingehen 
will, eine oder ein paar Nachte bei Brunhild, aber ohne sie zu be- 
riihren. Brunhild kam darin in dasselbe Haus, in dem Josef-Sigurd 
war, den sie leidenschaftlich liebte. Das Leben wurde ihr zur Qual, 
zur Holle, denn den geliebten Mann mufite sie glucklich mit einer 
anderen sehen, und sie selbst mufite einem Manne, den sie nur 
gering schatzte, angehoren. Sie folgte dem Schwager mit Liebes- 

217 



worten, aber er wich ihr aus. Im 1. B. Mose ist diese Liebe Brun- 
hilds auch sehr wohl enthalten, sie ist nur auf einen falschen 
Schauplatz, nach (Nod) Egypten verlegt worden ! 

Nicht in Egypten geschah dieses Begebnis mit dem Weibe des Po- 
tiphar, sondern Potiphar ist identisch mit Gunnar, dem Schwager 
Josef-Sigurds ! Die ganze Leidenszeit des Josef-Sigurd hat sich kei- 
neswegs in Nod oder in Egypten am Nile abgespielt, sondern in sei- 
nem eigenen Hause ! Als das Alte Testament aus dem Norden durch 
Fluchtlinge nach dem Siiden verschlagen war, da ist diese ganze 
schlimme Geschichte nach dem Nile verlegt worden — die Wahrheit 
zeigt ein vollig anderes Gesicht: Gerade in der Fremde ging der 
Stern seines Gluckes auf, gerade dort haben er und sein Stiefsohn in 
Glanz und Ehren von Anfang an schon gelebt ! Kanaan-Midgard- 
Mazedonien, hiefi auch Egypten nach den letzten Herrschern. 

Das Weib Potiphars ist Brunhild. Sie hatte ihre Augen auf Josef 
geworfen und gesprochen: Schlaf bei mir ! Als er es nicht wollte 
und nicht tat, da verwandelte sich diese Leidenschaft und dieser 
gekrankte Stolz in gluhenden Hafi, der darin gipfelte: Er mufi ster- 
ben ! 

Da schrieb sie ihm die eigene Siinde zu, da klagte sie ihrem 
Manne, Josef hatte sie zu Schanden machen wollen, er hatte bei ihr 
schlafen wollen, sie aber hatte geschrieen und bei seiner Flucht 
ware sein Mantel in ihrer Hand geblieben. Den Mantel zeigte sie 
als Wahrheitsbeweis vor und erlangte den Tod Josefs. 

O, wie ist diese Geschichte entstellt in, der Geschichte Davids, 
der doch mit Jakobs identisch ist ! Vom ersten bis zum letzten Ta- 
ge ist nur Liebe zwischen Josef-Absalom und Jakob-David gewe- 
sen — Salomon und Absalom sind miteinander verwechselt 
worden; nicht vor Absalom floh David sondern vor seinem Bruder 
Salomo, der nach der Konigswiirde strebte, und als er David schon 
verdrangt hafte, da wurde nicht Salomo sondern Josef-Absalom 
vom Volke gewahlt. Um diese Zeit war David schon nicht mehr 
Konig, als der Hafi Brunhilds seinen geliebten Schwiegersohn traf, 
den er mehr liebte als seine eigenen Kinder ! David lebte noch, 
aber er war als Konig und Kaiser schon gestiirzt und zwar von 
Salomo. Es ist irrig so dargestellt, als ob David selbst bei seinen 
Lebzeiten den Salomo auf den Thron gesetzt hatte, aber davon ist 
kein Wort wahr ! Salomo war sein Bruder und Feind, und er — 
und nicht sein Schwiegersohn Absalom — trieben David zur 
Flucht und jagten ihn vom Throne. Das Volk machte dem Salomo 

218 



nur einen Strich durch seine Rechnung, denn es wahlte Absalom 
zum Konige und nicht Salomo. Damals war Wahlkonigtum, und 
nur einmal ist der Sohn dem Vater gefolgt, als Salomos Sohn den 
Thron bestieg. 

Auf den vertriebenen David folgte bei dessen Lebzeiten Absa- 
lom auf den Thron, der Josef des Neuen Testaments. 

Josef -Absalom war Konig, als Brunhilds Liebe fur ihn und der 
gleichzeitige Neid auf die junge Konigin Dina-Gudrun sie soweit 
in die Irre trieb, dafi sie Gunnar zu zwingen wuSte, auf des Konigs 
Totung zu sinnen. ]oab alias Gutthorm wurde zu der Tat aufge- 
stachelt, und er beging sie, wie Bibel und Edda ubereinstimmend 
erzahlen. 

„Und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf safi, defi Name 
hiefi Tod, und die Holle folgte ihm nach." So wird das, was nun 
folgte, in der Offenbarung des Johannes meisterhaft ausgedriickt. 
Absalom „hiefs" nun tot, er gait fur tot (aber er war es nicht), und 
ein schlimmer Bosewicht, der die Holle in sich hatte, folgte ihm 
auf dem Throne: 

Salomo, der dritte der drei Briider, der Herodianer. Wieder 
hatte ein Herodianer die Herrschaft und nicht ein Asamonaer ! 

Aber Josef-Absalom war nicht tot, sondern er war von seinen 
Wunden genesen und war nach Norden geflohen. Treue Manner 

— Asamonaer — waren mit ihm geflohen, und zu Schiffe erreich- 
ten sie Nod-Egypten, das spater versunkene Nord-Egypten, wo 
der Vater seiner toten Mutter herrschte. Zu diesem seinem Grofi- 
vater floh er und wurde glanzend von ihm aufgenommen ! 

Und aufier den treuen Dienern hafte er auch seinen geliebten 
Stiefsohn Sigmund-Jesus mit auf die Flucht genommen, da er wohl 
wufite, dafi auch dessen Leben dort in der Heimat nicht sicher 
war, wie ja auch die Edda zeigt. Beide - Vater und Stiefsohn 

- wurden fur tot gehalten. Aber Josef in Egypten lebte dort wie 
ein Gott verehrt in grofitem Reichtum, in Glanz und Ehren; und 
mit ihm in hochstem Glanze, in hochsten Ehren lebte sein Stief- 
sohn Sigmund-Jesus-Ephraim. 

Uber dessen Kindheit in Glanz und Gluck berichtet allein noch 
Vergil. Josefs alterer Sohn Manasse war der Sohn seiner Schwester; 
beide Sonne waren also nicht leibliche Sonne ! Aber er hatte 2 leib- 
liche Tochter. — Drei Kronen trug Josef, und Jesus wurde Konig 
von Irland. Dafi jedermann an den Tod von Josef-Absalom und 

219 



Sigmund-Jesus glaubte, geht aus alien Quellen iibereinstimmend 
hervor. 

Jakob trug bitteres Leid urn ihn. Brunhild, deren Liebe sofort 
nach seinem vermeintlichen Tode wieder erwachte, weinte laut 
um ihn. Dina-Maria-Gudrun aber schrie so gellend im Schmerze 
um ihn, dafi die Ganse im Hofe erschreckt davon flatterten. Der 
geliebte Gatte — der Sohn — dahin ! Dahin ! 

Brunhild beging Selbstmord. Dina-Gudrun aber blieb am Le- 
ben, und brachte noch ein Kind zur Welt: Sw anhild-G er d-Hnofi- 
Hermione, ihr Kind und Josef -Sigurds Kind, das zur Schonsten 
aller Frauen erbliihte. Homer bringt Gudrun (Helena) und Her- 
mione (Swanhild) durcheinander, denn er nennt beide Helena und 
macht aus Mutter und Tochter eine Person. Priamos war der dritte 
Gatte der Mutter, aber wegen der Tochter entbrannte der troja- 
nische Krieg. 



XL 
Archelaus=Salomo=Herodes III. Der funfte Konig. Claudius. 

Und da es das fiinfte Siegel auftat, sahe ich 
unter dem Altare die Seelen derer, die erwiirgt 
waren um des Worts Gottes willen und um 
des Zeugnisses willen, das sie hatten. 

Offenbar. Joh. 6, 9. 

Weiter steht in den Versen 10 und 11 der Offenbarung: 

„Und sie schrieen mit grofier Stimme und sprachen: Herr, du 
Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du und rachst nicht 
unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen? Und ihnen wurde 
gegeben einem Jeglichen ein weifies Kleid und ward zu ihnen ge- 
sagt, dafi sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis dafi vollends dazu 
kamen ihre Mitknechte und Briider, die auch sollten noch ertodtet 
werden, gleichwie sie/' 

Diese „ Mitknechte und Briider" wurden erst zu Salomos Soh- 
nes Zeit dazu gebracht, als das sechste Siegel aufgetan wurde. 

Der fiinfte von den sieben Konigen safi auf dem Throne, der 
dritte Edomiter. Mit dem „Altare // deutet Johannes auf den von 
ihm fertig gestellten Tempel hin; aber er gedenkt mit keinem Wor- 

220 



te der Pracht des Tempels, der von Cedernschnitzereien und Gold 
gestrotzt hatte — er gedenkt nur der Menschen, die dort geop- 
fert wurden ! 

In der Edda heifit Archelaus-Salomo „Atli", d. h. der Schlimme. 
Arg mufi er gewesen sein, viel schlimmer als die Bibel noch ahnen 
lafit. Er hatte David — seinen Bruder — gestiirzt; er wiitete gegen 
das Leben der Menschen und driickte das Volk hart mit Frohn- 
diensten zum Tempelbau. Dafi er reich und weise war und auch 
dichtete, kann ja daneben wahr sein und auch geschehen sein: Wer 
hatte nur schlechte Eigenschaften? Das kommt vor, aber es ist sel- 
ten. Gerade neben einem Menschen, der viel weltliches Licht hat, 
pflegt ein tiefer Schatten zu sein — so war es bei Salomo: Klugheit, 
scharfe Urteilskraft und erlesener Geschmack bei den groSartigen 
Bauten neben Blutdurst, Grausamkeit, ekler Sinnlichkeit und Ge- 
wissenlosigkeit. Er und seine feilen Priester herrschten im Lande. 

Die Trojaner waren Rothaute, und Trojaner und Bewohner Je- 
rusalems sind identisch. In klassischen (d. h. vorsintflutlichen. 
alias voreiszeitlichen) Schriften steht ausdrucklich: „Die roten 
Manner von Troja." Herodot schreibt sogar, dafi Krieger sich den 
Leib mit Mennig rot anstrichen, um fur Trojaner zu gelten ! Klage- 
lied 4,7 steht: „Ihre Gestalt ist rotlicher als Korallen." Damit wird 
auf die rote Haut, die einst Europaer und Nord- Afrikaner von den 
Stammen Kain und Sem hatten, hingewiesen. — Hoheslied 5,7: 
„Mein Freund ist weifi und rot/' — Ein roter Mann war Anamin, 
der zweite Sohn Mizraims. Juda alias David, hatte rote Augen, 
aber nicht rote Haare. Die Stelle 1. Mose 49,12 wird verschieden 
iibersetzt, aber Luther hat recht gehabt, er hatte die roten romani- 
schen Augen, welche auch die Babylonier haften. Die roten Egyp- 
ter teilten sich in ganz rote und in Rothaute mit schwarzen Augen 
und schwarzen Haaren. David war ein Mischling mit braunlicher 
Haut, schwarzen Haaren und roten Augen, Niflung heifit Misch- 
ling. Mose hatte 2 verschiedene Augen (s. Alexanderlied); ein Au- 
ge war wie das eines Drachen, eins war wie das eines Greifen ! 
Drachen waren rotaugig, Greifen werden schwarzaugig, aber auch 
blauaugig geschildert. Durchdringende germanische Blauaugen 
werden mit Schlangen alias Lindwurmaugen verglichen — all die- 
se Tiere sind ausgestorben, aber sie lebten zur Zeit Jesu. 

Die Haupttat des Atli-Salomo war der Tempelbau. Der Tempel 
des Odin-Herodes I. stand in der Talstadt Jerusalem-Troja aufier 
vielen kleineren Tempeln — je grofier die Siinden, desto mehr 

221 



Tempel ! — Der Tempel des Atli-Salomo — Herodes III. stand auf 
dem hohen Berge Zion. Und Zion wurde spater Brocken, das heifit 
der Zerbrochene. Broken ist ein englisches Wort, deutsch zerbro- 
chen — also fast dasselbe. 

Die 4 Brockengipfel waren durch groSartige Unterbauten mit- 
einander verbunden und zu einem vereinigt worden, auf dem 
leuchtend und funkelnd der goldene Tempel die ersten Strahlen 
der Morgensonne empfing. Vier Wege fiihrten hinauf, 4 Tore lie- 
fien die Leute ein, die auf den „Heiligen Berg" wallfahrteten. Im 
Volke hat sich die Erinnerung an die Kultusstatte auf dem Brocken 
wohl erhalten, aber als an eine Statte der Greuel, der Opfer, des 
Hexensabbaths — und Wahrheit hat sich uns so erhalten. Unter 
dem Titel „Opfer" wurde dort Mord iiber Mord veriibt; daneben 
Greuel aller Art, denn was das Haus der „Gottinnen" dort oben 
war, kann jeder sich selbst jetzt vorstellen. 

Jenes biblische Lob Salomos scheint von solchen jotischen Prie- 
stern herzuriihren. — Fiir mein Buch ist besonders wichtig, dafi 
festgestellt wird, dafi er nicht Davids Sohn war, dafi er nach Josef- 
Absalom auf dem Throne safi und die Tempelstadt Asdod auf 
dem hohen Berge Zion erbaute und nicht den Tempel in der Tal- 
stadt Jerusalem. Weiter ist hochwichtig, dafi er Dina-Gudruns dritter 
Gatte wurde. Die Gier nach dem Schatze, den sie nach seiner Mei- 
nung als Sigurds Witwe besafi, hatten ihn dazu veranlafit, sie zu 
nehmen trotz ihres Widerstrebens. Sie war so allein von ihrer ganzen 
Familie im Lande zuriickgehalten worden. Lea-Eliseba, ihre Mutter, 
war von Salomo getotet worden, alle anderen waren geflohen. Joab 
war auch von Salomo getotet worden, und ihr zweiter Gatte war im 
Auslande, und sie hatte noch nicht erfahren, dafi er am Leben war. 
Wohl wird sie von dem Herrscher „Sisak // gehort haben, aber ohne 
die Ahnung bekommen zu haben, dafi er mit Sigurd identisch war, 
mit dem, den sie als Toten beweinte. Salomo hatte sich aber bei der 
Heirat mit dieser Frau verrechnet: Er hatte geglaubt, den Goldschatz 
zu erlangen — und Dina-Gudrun hatte ihn nicht ! 

Salomo glaubte jetzt, dafi die Schwager des Drachentoters den 
Schatz hatten und suchte sie durch List in seine Gewalt zu bekom- 
men. Er schickte Boten zu Schiffe zu ihnen, sandte Geschenke, 
versicherte sie seiner Freundschaft und lud sie herzlich zu einem 
Besuche ein, damit sie ihre Schwester doch einmal sehen konnten. 
Dina-Gudrun erkannte die Falschheit und schickte eine schriftliche 
Warnung mit — - die Runen, die sie ritzte, wurden aber gef alscht. 

222 



Die Frauen von Hogni und Gunnar alias Potiphar (der wieder 
geheiratet hatte) warnten ihre Manner eindringlich vor Salome- und 
konnten an die Aufrichtigkeit des Tyrannen nicht glauben, sahen 
vielmehr Verrat und Tiicke dahinter — doch die Manner horten 
natiirlich nicht auf ihre Frauen und fuhren los. In der Heimat kaum 
angelangt, mufiten sie sofort mit dem „unheilvollen Geschlechte" 
kampfen und wurden trotz heldenmiitiger Gegenwehr von der 
Uberzahl der Gegner iiberwaltigt. In der ganzen Geschichte der 
sieben Konige wiiteten Verwandte gegen Verwandte. 

Sie hatten den Ort angeben sollen, wo der Schatz begraben lag, 
sie taten es nicht, und so entstand das furchtbare Gemetzel, wel- 
ches die Edda und das Epos „Der Nibelunge Not" so ganz ver- 
schieden schildern : In der Edda steht Gudrun auf Seiten der Brii- 
der, im Nibelungenliede steht sie auf Seiten Etzels — das ist ein ge- 
waltiger Gegensatz ! Dort totet sie Atli-Etzel-Salomo, hier totet sie 
Gunter und Hagen und wird selbst dafiir von Hildebrand erschla- 
gen. Hat die Edda oder das Nibelungenlied die Wahrheit erhalten?! 

Die Edda hat zweifellos die Wahrheit erhalten und das Nibe- 
lungenlied ist eine Dichtung aus neuerer Zeit. Dieser Kampf im 
Palaste war der kleinere Kampf, welcher dem grofien, dem Kamp- 
fe um Troja alias Joruvalla alias Goslar, voranging. Dina-Gudruns 
Briider waren ja zu Josef geflohen und wufiten lange, dafi Sigurd 
lebte, daS sie also garnicht Morder waren — die erste Nachricht, 
die sie der Schwester zu bringen hatten, war also die Botschaft: 
Wir haben geglaubt, Morder gewesen sein, aber dein Gatte Sigurd 
lebt ! ! Dein Sohn Sigmund lebt ! ! 

Was sollte sie rachen, da Gatte und Sohn lebten !? Nein, ganz im 
Gegenteil, sie wird von Atli-Salomo verlangt haben, dafi er sie frei 
gabe, da doch ihr zweiter Gatte lebte ! Und auch Hogni-Johannes, 
ihr Bruder, wird gesagt haben: „Es ist nicht recht, dafi du sie ha- 
best," da doch der rechtmafiige Gatte lebte ! Gegen Herodias, die 
Herkja der Edda (s. drittes Gudrunlied) wird er wohl auch geredet 
haben — sie, die Feindin der Gudrun, wird wohl gegen beide ge- 
hetzt haben, und so kam es zu diesem Kampfe. Es ist der Kampf, 
auf den auch Josephus anspielt, wenn er sagt, dafi in der Stadt 
schon vor dem Kampfe darum der Brand gewiitet hatte. Densel- 
ben Brand wie Josephus meint die Edda, es ist der Brand, den Dina- 
Gudrun an das alte Gehoft der „Budlunge // legte ! Josephus be- 
schreibt ganz genau, dafi auch noch 3 Tiirme mit ergriffen wurden. 
(S. Judischer — das heifit aber jotischer Krieg, Buch 5, Kap. 4.) 

223 



Nicht die Romer brannten dies nieder, sagt Josephus, der auch ein 
prahistorisches Werk in ein historisches umwandelte und garnicht 
mehr wuSte, dafi rote Riesen mit diesen „Romern" gemeint waren, 
die gegen die eigenen Verwandten kampften, Romer gegen Romer 
— Griechen-Romer gegen Romer ! Germanen und Slaven mufiten 
nur mit darunter leiden und waren nur Mitbewohner, aber nicht 
Besitzer von Joruvalla-Troja-Klein-Rom. Nur durchschimmern tut 
die Wahrheit bei dem Uberarbeiter des Josephus noch; und dieser 
Josephus ist wohl zu unterscheiden von dem anderen Joseph, wel- 
cher das Original einst verfaSte, als noch Runen geschrieben wur- 
den, was sehr viel langer her ist, als wir meinten. — Die „inneren 
Feinde" brannten alles nieder gleich zu Beginn des Aufstandes, 
sagt Josephus. „An der Antonia brach das Feuer aus, ergriff dann 
den Konigspalast und verzehrte endlich auch noch den Oberbau 
der drei Turme." 

Das geschah aber absolut nicht zur Zeit Herodes des Ersten, 
sondern zur Zeit Herodes des Dritten, welcher ist Archelaus-Atli- 
Salomo. 

Josephus bringt also die Herrscher der roten Riesen ebenso 
durcheinander wie die anderen Biicher, die Offenbarung des Jo- 
hannes ausgenommen. Und das Nibelungenlied hat nur Wert als 
Dichtung und keinen historischen. Josephus hat dieselbe Wahrheit 
(wenn euch verdunkelt) wie die Edda erhalten. Die Tatsachen, wel- 
che folgen, beweisen auch, wer recht hat. Jener „Vierfiirst // , welcher 
Johannes ins Gefangnis legen liefi, war Salomo. Der Ausdruck 
„Vierfiirst // an jener Stelle im Neuen Testamente ist sehr geeignet, 
zu verwirren und die Meinung aufzubringen, es ware der Sohn des 
Salomo, Herodes der Vierte, gemeint gewesen, aber es war tat- 
sachlich sein Vater Salomo; dieser war einer der vier Edomiter ge- 
wesen, aber nicht sein Sohn ! Also ist der Ausdruck „Vierfurst" fur 
denjenigen, der die ganze Wahrheit noch nicht erkannte, ver- 
wirrend, fur den Erkenner aber ein Wahrheitsbeweis mehr. Es war 
auch noch ein Umstand) hinzugekommen, den blutigen Kampf in 
der Verwandtschaft zu entfachen: Salomo — Herodes III. hatte 
nicht nur Schiffe zu Gunnar und Hogni geschickt, sondern auch 
nach Syrien zu dem Sohne der Dina — hochstwahrscheinlich ohne 
zu wissen, dafi er der tot geglaubte Sohn sei ! — Dieser war im Be- 
sitze der Schonsten aller Frauen, deren Ruf iiber das Wasser in alle 
Lande gedrungen war, und diese junge schonste Frau wollte der 
Lustgreis Salomo fur sich haben — da sie aber einem anderen ge- 

224 



Tafel XII. 




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Tafel XIII. 




Kruzifix in der Kapelle der Nikolaiten 
(jetzt Klauskirche in Goslar) 

Original soil im Vatikan sein. Am Fufie des Kreuzes 

die Schlange, das Zeichen des Aesculap. 

(SieheS. 252) 



horte, schickte er Schiffe mit Boten aus, welche den Auftrag hatten, 
freundlich hinzukommen und mit List die schonste Frau zu rau- 
ben. Dasselbe Verfahren wurde also sowohl in Wales oder Nod*) 
bei Gunnar und Hogni wie bei Swanhild al. Hermione, der Schon- 
sten von alien angewandt. Er hatte deren Mutter zum Weibe — 
jetzt wollte er auch noch die Tochter haben, die Tochter Dinas und 
des „ Pharao", das heiSt, des Mannes, welcher geflohen war wie 
David und in Nod-Egypten Pharao geworden war. Dieser Kampf 
um Swanhild, der Kampf um ein Weib, war es, der einen ganzen 
Stamm zu Grunde richtete, wie die Edda vollig richtig sagt. Salo- 
mo ist bei Vergil Priamos, bei Homer auch Alexander, der nicht 
gleich Paris ist. 

Der Hang zu schonen Frauen, war Salomos schwachste Seite, 
die ihn und sein ganzes Haus zu Grunde richtete. Von diesem 
Hange berichtet auch das Alte Testament 1. Konige II: „Aber der 
Konig Salomo liebte viele auslandische Weiber, die Tochter Phara- 
os und moabitische, ammonitische, edomotische, zidonitische und 
hethitische. — An diesen hing Salomo mit Liebe." 

In Nod-Egypten gab es nur einen Pharao, und die Tochter Pha- 
raos war die Tochter Sisaks, die Tochter des einstigen Drachen- 
toters Sigurd Swanhild al. Hermione. — Er wollte die Manner in 
dem Hause Davids vernichten, aber die schonen Frauen — Mutter 
und Tochter — fur sich haben. Auch den Schatz wollte er haben 
— und da brach der furchtbare Kampf aus, in dem Gunnar, der 
Harfenspieler, fiel und noch lebend in die Schlangengrube gewor- 
fen wurde. Hogni-Johannes wurde gefangen gelegt und sein Herz 
sollte ihm bei lebendigen Leibe herausgeschnitten werden — es 
wurde aber ein anderes Herz gebracht, und er konnte wieder flie- 
hen. In der Nacht darauf mordete sein Sohn mit Dina-Gudruns 
Hilfe den Salomo in seinem Bette und ziindete den Palast an. Auch 
sie konnte fliehen — nur Swanhild nicht. Nach romischer Uberlie- 
ferung aber wurde Gudrun (Agrippina) von Nero getotet; sie war 
Neros Stief mutter und Morderin seines leiblichen Vaters. 



* ) Ob Josef noch in Nod oder schon in Wales war, ist fraglich. Nod drohte der 
Untergang. 

225 



XII. 

Swanhild=Hermione, die Tochter Josef =Absaloms, 
der als Pharao Sisak hiefi. 

Sie war aller Frauen schonste. 
Edda. 

Ehe ich weitergehen kann, miissen, noch einige Betrachtungen 
iiber das Leben der Fliichtlinge Sigurd-Josef und Sigmund-Jesus 
eingefiigt werden. Jesus war ein Knabe von kaum 3 Jahren ge- 
wesen, als seirt Stiefvater mit ihm floh. Die Fahrt war iiber Paran 
gegangen, aber dann nicht sogleich zu Schiffe nach Nod-Egypten, 
sondern erst nach Syrien zu dem Bruder der verstorbenen Mutter 
des Josef. Ob der Drachentoter vorher endlich oder erst von die- 
sem den Namen seines natiirlichen Vaters erfuhr, will ich dahinge- 
stellt sein lassen, Tatsache ist, dafi er von dieser Zeit an mit seinem 
natiirlichen Vater zusammen war, denn Wolund der Edda ist kein 
anderer als der Wieland der deutschen Sage, welcher dem jungen 
Manne hilft, ihm ein neues gutes Schwert schmiedet und welchen 
er jetzt „ Vater" nennt. Wolund-Wieland ist der lahme Anchises, 
der „Vater" des Aeneas, von dem Vergil berichtet. Dieser natiirli- 
che Vater mufi also von dem nominellen Vater (Mose) und von 
dem Schwiegervater (Jakob-David) sorgsam unterschieden wer- 
den. Diesen natiirlichere Vater, den lahmen „Schmied // finden wir 
von jetzt an in den verschiedensten Uberlieferungen mit dem jun- 
gen Helden zusammen; wollte ich alles anfiihren, was ich er- 
forschte, dann miifite ich soviele Biicher schreiben, wie ich Kapitel 
habe — ich will aber nicht eher mehr schreiben, bis ich selbst die 
Edda ganz iibersetzte. 

DaS Josef in Egypten zu grofien Ehren kam, wird im 1. B. Mose 
berichtet. Er ist auch der mehrmals genannte „ Pharao", der zu Sa- 
lomos Zeit erwahnt wird. Es gab in Nod-Egypten nur einen Pha- 
rao, also schien es fur den damaligen Geschichtsschreiber garnicht 
notig, immer den Namen hinzuzufiigen. Mit dem Pharao ist zu 
jener Zeit stets Sisak von Nod-Egypten gemeint; dieser war nicht in 
Nil-Egypten und ist mit Scheschenk (dem Ammonslieblinge) oder 
dem Sesonchis, den die manethonischen Listen nennen, nicht iden- 
tisch, wie jetzt angenommen wird. Sisak ist gleich Sigurd gleich 
Siegfried. — Im iibrigen sei gesagt dafi der Drachentoter nach 
226 



Siiden floh, als die zu seiner Zeit noch einsetzende letzte Eiszeit 
die Nord-Europaer in alle vier Winde jagte. — 

Dreifiig Jahre hat Sigurd-Absalom-Josef-Sisak im Norden ge- 
lebt, ehe er die Heimat wiedersah. Er hatte nicht wieder geheiratet 
and die Sonne mitgenommen. Bei ihm wurde auch — wie die Ed- 
da ausdriicklich und richtig berichtet — seine Tochter aus der vo- 
rigen Ehe Swanhild aufgezogen. Das erklart sich vollig durch die 
Flucht der ganzen Famine Jakob-Davids ! Jakob-David hatte seine 
Enkelin mitgenommen, da auch deren Leben in der Heimat ihm 
nicht sicher schien. Dina-Gudrun allein war als Herodes III. Gattin 
nach SchlieSung der dritten Ehe zuriickgeblieben ! 

Von Swanhild, welche identisch ist mit Homers schoner He- 
lena, steht in der Volsungensage: 

„Sie war die schonste aller Frauen und hatte durchdringende 
Augen wie ihr Vater, so dafi wenige wagten, ihr unter die Brauen 
zu blicken. So sehr iibertraf sie alle anderen Frauen an Schonheit 
wie die Sonne die anderen Gestirne." 

So schon schildert sie auch Homer — ihr UrgroSvater — und 
die Edda erzahlt ebenso wie Homer, dafi ihretwegen der Krieg 
entbrannte; es ist der trojanische Krieg alias der Kampf um Jeru- 
salem. — Der Ruf von ihrer besonderen Schonheit war zu Salomo 
gedrungen, und er riistete Schiffe aus, um sie entfiihren zu lassen. 
Tatsachlich hat der uralte Salomo sie fur sich holen lassen und 
nicht der junge Mann ! Dieser begehrte sie erst nach seines Vaters 
Ermordung ! In der prosaischen Edda ist — wie iiberall — gerade 
diese Geschichte nur kurz und entstellt enthalten. Sie bringt Salo- 
mo und seinen Sohn und den Gatten der Swanhild durcheinander, 
diese als junges Madchen und nicht als Frau eines anderen Man- 
nes auffassend; wahrend von Homers einstigem Originale die Tat- 
sache erhalfen blieb, dafi Hermione eine verheiratete Frau war. 
(Ich kann hinzufugen, dafi sie im dreifiigsten Jahre war, da sie in 
dem Jahre der Flucht ihres Vaters geboren wurde.) 

Die Edda hat aber unbewuSt die Wahrheit auch in den Worten 
enthalten : Sie war aller Frauen Schonste ! Da die Edda an ande- 
ren Stellen Frauen und Jungfrauen wohl unterscheidet, ist die No- 
tiz von Wichtigkeit. Auch hat ein anderes Wort unbewuSt eine 
Wahrheit erhalten, denn es heifit, dafi der Konig, welcher die Frau 
holen liefi, „hochbetagt // war — dies pafit auf Salomo, aber nicht 
auf seinen Sohn ! ! 

227 



Nicht Jormunrek der Edda war „hochbetagt", sondern Atli, 
welcher sein Vater ist. 

Atli ist Salomo, der Hochbetagte. 

Jormunrek, der Machtige ist sein Sohn Rehabeam alias Nero, 
der jiingere Mann. Randwer, der falschlich als Sohn Jormunreks 
hingestellt wird und an den Galgen gehangt wurde, weil er Swan- 
hild forderte — ist Hadad-Adonai-Jesus. — Es heifit, er wurde 
noch rechtzeitig vom Galgen abgenommen — wir werden diese 
Notiz beachten ! 

Hadad-Adonai-Jesus war der Gatte der schonsten Frau ihrer 
Zeit. Sisak hatte den geliebten Stiefsohn und die eigene Tochter 
miteinander vermahlt. Jesus hatte das Konigreich Syrien bekom- 
men, und dorther wurde Swanhild geholt. Dieses Syrien wird im 
Neuen Testamente Galilda genannt, weil seine Bewohner Galen 
waren, und nur darum heifit Jesus im Neuen Testamente 
„Galilaer", weil er Konig von Syrien war — geborener Galilaer 
war er nicht ! 

Jetzt habe ich es erst damit zu tun, klar zu stellen, dafi tat- 
sachlich der Greis Salomo und nicht sein Sohn die „Tochter Pha- 
raos" holen liefi. (Sein Sohn war natiirlich auch nicht mehr jung 
im heutigen Sinne, denn er war ja noch der Enkel des Ahnen O- 
din. Er war auch schon Vater, hatte junge Sonne und war lange 
verheiratet — ich bitte das genau zu beachten, denn auch das ist 
wichtig !) 

Zur genauen Unterscheidung der Personen mochte ich hier den 
3 wichtigen Fiirsten genaue Altersbeinamen geben: 

1. Salomo, der UrgroSvater, der Uralte, der schon „Gefallene // . 

2. Jormunrek, der Vater, der Machtige. 

3. Dessen Bruder, der junge Vater, der als Hector durch Homer 
bekannt ist. 

Die Wahrheit, dafi Salomo die Tochter Pharaos holen liefi, hat 
das A. T. richtig erhalfen, aber irrig dem David schon zugeteilt, 
dafi er „Abisag von Sunem" hatte holen lassen. Das ist ganz und 
vollig falsch. Abisag von Sunem ist mit der Tochter Pharaos iden- 
tisch, und David hatte sie nicht holen zu lassen, denn sie war ja 
seine Enkelin, die er sogar mit auf die Flucht genommen, hatte. 
Die Wahrheit ist so, dafi Salomo, der Uralte, die Schonste holen 
liefi und dafi nach seiner Ermordung sein auch schon sehr toller 
Sohn sie fur sich wollte. Ein Schreiber, der zu allem anderen eher 
geboren war als zum Historiker, hat David soviel zugeschrieben, 

228 



war garnicht auf ihn paSte, dafi gerade Davids Gestalt fast bis zur 
Unkenntlichkeit entstellt ist ! 

Nach Davids Tode wurde „Abisag von Sunem" zu Salomo kurz 
vor seiner Ermordung geholt, und Salomos Sohn wollte sie dann 
haben. Der Beiname „von Sunem" stammt von ihrer Mutter her, 
denn Sunem ist Sutburg. Jene besonders fur die „Tochter" Pharaos 
erbaute Halle ist sicher nicht von Salomo fur Abisag erbaut wor- 
den, sondern fur Abisags Mutter, die Witwe des Pharao.Die- 
se besonders erwahnte Halle hat hoch gelegen, ganz besonders, 
man mufste von Goslar aus „hinaufgehen" zu dieser „Halle // — 
meiner Uberzeugung nach hat wohl das Dorf Sunem am Fufie des 
Sudmerberges (S. Tafel IXa Abb. 1) gelegen, die Burg „Sunem // 
aber auf dem Sudmerberge — und von ihr sind noch Spuren erhal- 
ten. Ehe David die Enkelin auf die Flucht mitnahm, war sie dort 
mit der Mutter gewesen und behielt den Beinamen. 

Ebenso wie die Geschichte mit Bath-Seba ist diejenige mit Abi- 
sag falsch berichtet, denn beide Frauenentfiihrungen gehoren 
nicht in Davids Zeit, welche von alien herodianischen die reinste 
ist. Und nicht zu Salomos Zeit kam Adonia, um Abisag zu fordern, 
sondern zu des auch schon alten Roboams Zeit. Adonia-Hadad- 
Jesus kam, die ihm und seinem Sohne schandlich entfiihrte Gattin 
und Mutter seines Sohnes wieder zu erlangen. — Deshalb kam 
Jesus zum ersten Male nach Joruvalla alias Goslar. — 



XIII. 

Gjukis Sohn Hogni ist Johannes der Taufer, 
Jakob=Davids Sohn. 

Die Segen deines Taten gehen starker denn die 
Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen 
in der Welt; und sollen kommen auf das Haupt 
Josefs und auf den Scheitel des Nasir unter sei- 
nen Briidern. 1. Mose 49, 26. 

Wer die beiden Testamente und die Edda sorgsam miteinander 
vergleicht, wird klar und: deutlich sehen, dafi Sigurd und Njord 
und der Josef aus dem ersten Buche Mose und der Josef, welcher 

229 



uns im Neuen Testamente als Jesu Stiefvater so wichtig ist, ein und 
dieselbe Personlichkeit sind. Der „Nasir" unter Josefs „Brudern" 
war Johannes der Taufer ! Dieser war tatsachlich Nasiraer. Er war 
nicht nur Schwager von Josef, sondern auch „Blutsbruder", das 
heifit, er hatte nach nordischer Sitte mit Gunnar alias Potiphar und 
Hogni alias Johannes den Blutbund gemacht. Insofern war er also 
wirklich sein „Bruder". 

Unter dem Namen des „ Nasir" steht der Taufer im 1. B. Mose. 
Wo von Josef erzahlt wird, fehlt er nicht. In der Konigsgeschichte 
ist Johannes mit Jerobeam identisch, der sein Lebenlang mit Re- 
habeam kampfte. Jerobeam baute an Sichem, Dinas und Jakobs 
Erbe von Sychaus-Sichem her, denn er gehorte zu der Familie Ja- 
kobs-Davids, er war der einzige leibliche Sohn ! 

Er stand am Altare und raucherte, weil er Nasiraer war. Er war 
ein Stiefbruder Joabs. Er war es, von dem 1. Kon. 11,40 geschrieben 
steht: 

„Salomo trachtete Jerobeam zu toten." 

Das ist wortlich war. Das ist fiinfmal bezeugt. 

1. Im A. T. 1. Kon. 11,40. 

2. Durch Matthaus 14,3. 

3. Durch Markus 6,17. 

4. Durch Lukas 3,20. 

5. In der Edda durch die Lieder von Sigurd, Gudrun und Atli- 
Salomo. 

Der „Herodes // , welcher Johannes ergriff, war der bitterste 
Feind Jakob-Davids und des Nasiraers Johannes, Jakob-Davids 
einzigen Sohnes. Jakob-David wird im Neuen Testamente Zacha- 
rias*) genannt; dieser flehte am Altare um einen Sohn und legte 
das Geliibde ab, ihn dem Herrn zu weihen, wenn er ihn bekame. 
Er bekam den Sohn und dieser wurde Priester. Mit seiner Familie 
lebte er in Sichem. Er redet dem Gunnar vom Morde an Josef ab. 
Benjamin spielt im 1. B. Mose die Rolle, welche in Wahrheit die 
des Nasir ist; „Benjamin ist ein reiSender Wolf/' 

Der Nasir kam mit den Stiefsohnen Jakobs nach Egypten zu 
dem einstigen Schwager und Blutsbruder zur Zeit der Teuerung. 
Er kam in das reiche, fruchtbare, wasserreiche, herrliche Land 
Nod-Egypten, nicht in das trockene Land am Nile, welches vom 
Volke wie ein Kohlgarten selbst gegossen werden mufite ! 



*) Zacharias ist griechisch Sacharia oder (hebr.) Zekharia oder Zek. 
230 



Bei Josef in Egypten blieb Johannes ! Das ist wichtig und genau 
zu beachten, denn dadurch erklart es sich vollig, dafi Salomo zu 
Schiffe seine Botschaften an Johannes senden muSte ! Er schickte 
Schiffe iiber den See Gennesar, einen Teil der heutigen Nordsee 
alias Mordsee, die damals erst teilweise existierte, wie wir sahen. 
Dort war zu jener Zeit, als Salomo dorthin schickte, Johannes und 
Potiphar alias Gunnar, aber nicht Jesus !! Das ist wieder genau zu 
beachten. 

Johannes und sein Bruder folgten der Aufforderung Salomos, 
welcher der dritte Gatte der Dina-Maria war, und fuhren zum 
Lande hinuber. Dort spielte sich sogleich der Kampf ab, welcher in 
der Edda geschildert wird. Gunnar, der Harfenspieler, erlitt den 
Tod, aber Hogni-Johannes entkam dem Salomol — Daran kann 
kern Zweifel sein: Ware er dem Tyrannen nicht entgangen, hatte er 
nicht mehr der Feind seines Nachfolgers sein konnen, und es steht 
ausdrucklich und auch richtig 1. Kon. 14,30: 

„Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Le- 
benlang." Das stimmt genau, wie wir sehen werden. Rehabeam, 
der Sohn Salomos, war derjenige, von dem „das Konigreich 
genommen wurde" , wie vollig richtig im Alten Testamente steht. 
Er war der Argste von Allen. In der Edda steht, das Herz Hog- 
nis sei auf blutiger Schiissel gebracht worden. Nach dem Berichte 
im Neuen Testamente wurde der „Kopf" gebracht — und das ist 
direkt falsch. Das „Herz // wurde gebracht — und zwar ein ande- 
res Herz !! Das Herz Hjallis, des Feigen ! Diese Wahrheit hat ur- 
sprunglich in der Edda gestanden und steht auch noch darin, aber 
ein Uberarbeiter hat diese Wahrheit riickgangig gemacht und hat 
hinterher gesetzt, Hjalli hatte sich so gewehrt und da hatte Hogni 
selbst sein Herz dargeboten. Der Uberarbeiter wollte einen Kriegs- 
helden aus Hogni machen, er war aber gar kein Krieger, wenn er 
auch sparer mit zu den Waffen griff, er war ein Priester ! Das er- 
klart auch besonders die Tat der Diener des Salomo, welche ihn 
entfliehen liefien und Salomo belogen zum guten Zwecke, denn an 
einen Priester, an einen Gesalbten (war er nun Konig oder Prie- 
ster) legte niemand gern die Hand. Unsegen hatte zu erwarten, 
wer an einen Gesalbten die Hand legte. — 

Die Stiefsohne Jakob-Davids wurden die kiihnen Manner ge- 
nannt, wie aus der Edda zu sehen ist. Die Burg Sigurds kann nur 
die Burg Scharzfels gewesen sein, denn die ganzen Beschreibun- 
gen passen auf diese Gegend; auch ist es erne Doppelburg, erne 

231 



obere und eine untere; in der unteren wohnten Gunnar und Brun- 
hild, und aus den Bewohnern der unteren Burg ist mit der Zeit der 
falsche Ausdruck „Burgunden" fur diese roten Riesen entstanden, 
Nicht umsonst heifien die Schriften, welche die Bibel ausmachen, 
„Testamente" — ein indogermanischer Stamm ist vollig vernichtet 
worden, und diese alten Biicher sind die Testamente ernes ausge- 
storbenen Riesenstammes vom Volke Kains. 

Frekastein der Edda scheint die Steinkirche in der Nahe von 
Scharzfels zu sein. Dort geschah der eine Mord. — Das biblische 
Dothan ist in der Domane Diina nahe Herzberg noch erhalten. In 
der Nahe ist die Jettenhohle und diese miifite der Beschreibung 
nach die „Grube" sein, in die Josef nach dem Morde geworfen 
wurde. Wieda ist Gibea der Bibel. — Der Hiigel, welcher zum An- 
denken an den geachteten Josef-Absalom aufgeworfen wurde, 
kann aber der Beschreibung nach nur der „Achtermann" zwi- 
schen Konigskrug und Oderbriick sein, der zwischen den beiden 
Orten Torfhaus und Braunlage liegt. Bedenken wir, der geachtete 
Mann, der Entflohene und fur tot gehaltene war ein Konig ! Einer 
der letzten sieben Konige — und der achte zugleich ! Wir haben 
einen Hiigel zu suchen, der dieses Mannes wiirdig war, einen gro- 
fien, weithin sichtbaren, der gleichsam dem Volke zum Hohne 
zeigen sollte; Das ist das Grab des von euch gewahlten Konigs ! 
Und jeder Voriibergehende wurde gezwungen, einen Stein auf das 
Grab zu werfen, auf das Grab dessen, den er vielleicht selbst wahl- 
te und liebte ! — 

Dafi der Achtermann kern Naturgebilde ist, sondern eine Py- 
ramide von unbehauenen Steinen, auf der zweifellos ein holzerner 
Turm oder Saule stand, wie das dazumal Sitte war, das kann jeder 
heute noch sehen. Nicht von Menschenhanden wurde sie einst 
gebaut, sondern von Riesenhanden. Der Achtermann ist in seiner 
Art einzig im ganzen Harze, und nur der Befehl, dafi jeder Vor- 
iibergehende — also Riesen, Menschen und Zwerge der Art, wie 
sie am Krodoaltare zu sehen sind — einen Stein dorthin zu werfen 
hatte, erklart die Masse der Steine darauf und darum. Der alte 
Kaiserweg, der auch aus jener Kaiserzeit vor der letzten Eiszeit 
stammt, geht nahe am Achtermann voriiber. Selbst der Ausdruck 
„ Konigs krag" erinnert an das einstige Konigsgrab. Gerade durch 
den Befehl, verachtlich Steine hinauf zu werfen, blieb uns dieser 
wichtige Konigshiigel erhalten ! Eine Pyramide der alten Zeit ! 

s. Tafel IXa Abb. 2. 
232 



Es ist fast kein Ort im Harze, an den sich nicht eine biblische Er- 
innerung kniipfte oder an dem ein biblischer Name haften ge- 
blieben ware, wie Feigenbaumsklippe, Dreibrodetal und andere. — 

Die Feindinnen des Johannes werden im Neuen Testamente 
Herodias und Salome genannt — es waren aber Herkja alias He- 
rodias und Salomo, der Konig ! Zu Salomos Zeit fand Simeon sein 
Ende und Joab, und Salomo liefi nicht Gnade walten, trotzdem 
Joab die Horner des Altars fafite. Joab ist Gutthorm, der Ver- 
wunder des Josef-Sigurd — er bekam also den Lohn fur seine 
Taten. 

Bedenken wir noch folgendes: Die Herrschaft der roten Riesen 
dauerte 1000 oder 1200 Jahre, je nachdem, welcher Uberlieferung 
wir folgen wollen. Herodes, der Ahn, mufi also uralt geworden 
sein ! In der Edda steht von Odin: Er lebt ewigl Er kannte die 
Kunst, das Leben zu verlangern, daran ist nicht zu zweifeln; ken- 
nen doch heute noch einzelne Menschen dieses Geheimnis. Das 
Geheimnis Adams? — Abrams Neffe Lamech wurde nach bibli- 
scher Quelle 777 Jahre alt und wurde gar nicht als besonders alt 
erwahnt: sollten wir unter dem Alter Adams nicht das Alter 
Odins erhalten habenl? — Adam hat vor fast 60,000 Jahren oder 
vor 80,000 Jahren gelebt, je nachdem welcher Quelle wir folgen 
werden bis die Astronomie diesen Punkt geklart hat — ich glaube 
nicht, dafs irgendwie und irgendwo das Alter Adams noch ver- 
zeichnet steht; werden doch sogar Adam und Poseidon miteinan- 
der verwechselt ! Hatte doch Lofar 63 Ahnen, und er stammte von 
Noah I. her, der ein Zeitgenosse Adams war ! Ich meine, Adam 
und Odin sind auch miteinander verwechselt worden. 

Adams Alter wird auf 930 Jahre angegeben — Adam wurde mit 
hochster Wahrscheinlichkeit viel alter; jenes Alter pafit zu der Al- 
tershohe, welche noch vor der letzten Eiszeit von Riesen erreicht 
wurde. Sollte nicht Odins Alter 930 Jahre gewesen sein? — Das 
konnte sehr wohl stimmen ! Das Jahr 1 der damaligen Zeitrech- 
nung war das Auszugsjahr aus Egypten, und die ganze Geschichte 
der 7 Konige endete ungefahr um das Jahr 1000 oder 1200. 

Auch Mose mit dem Beinamen „Eli // mufi uralt geworden sein, 
ebenso Salomo, der zu den Letzten von den Sohnen Budlis gehor- 
te. Johannes der Taufer entging der Morderhand Salomos. Das 
steht auch im Alten Testamente richtig 1. Ko. 11,40 geschrieben: 

„Salomo aber trachtete Jerobeam zu toten, da machte sich Jero- 

233 



beam auf und floh nach Egypten zu Sisak, dem Konige von Egyp- 
ten und blieb in Egypten, bis dafi Salomo starb." 

Das ist mit anderen Worten ausgedriickt: Er ist zweimal nach 
Nod-Egypten geflohen und ist zweimal wiedergekommen !! 

Das stimmt genau: Zum ersten Male floh er zur Zeit der Teue- 
rung und blieb bei Sisak. Dann kehrte er auf die falsche und tiik- 
kische Einladung des Salomo hin zuriick, entging dessen Anschla- 
gen, floh wieder und kehrte nochmals wieder — aber ungeladen 
und als machtiger Feind ! Er kam als erster wieder, denn er ver- 
kiindete die Ankunft des Konigs von Syrien, er kam als erster nach 
Salomos Tode wieder ehe Jesus kam, um seine ihm geraubte Gat- 
tin wieder zu erlangen. Er kam nach Joruvalla alias Troja, der drei- 
f achen Stadt, alias Klein-Rom. 



XIV. 
Rehabeam=Roboam=Herodes IV., der sechste Konig. Nero. 

Fiinf sind gefallen und einer ist, und der andere 
ist noch nicht gekommen und wenn er kommt, 
muss er eine kleine Weile bleiben. 

Offenbar. Joh. 17, 10. 

Und ich sahe, dass es das sechste Siegel auftat; 
und siehe, da ward ein gross Erdbeben und die 
Sonne ward schwarz wie ein harener Sack, und 
der Mond ward wie Blut. 

Offenbar. Joh. 6, 12. 

Der Nasir Jerobeam alias Johannes der Taufer, der Machtige aus 
Jakob, hat die Offenbarung geschrieben, die Krone der Bibel. Ohne 
diese Offenbarung ware uns die Bibel verschlossen geblieben. Fiinf 
Konige sind schon gefallen, d. h. keiner durch einen natiirlichen 
Tod abgesetzt. Diese fiinf waren: 

1. Mose — Augustus. 

2. Esau — Saul. 

3. Jakob - David. 

4. Josef — Absalom, der Geflohene, von seinen Wunden Ge- 
heilte. 

5. Salomo, der Schlimme. 

234 



Sie waren alle wirklich „gefallen", doch Johannes setzt gleich: 
hinzu, dafi der eine noch lebte: 

„Und: das Tier (d. h. der Thurse) das gewesen ist, das ist der 
achte und ist von den Sieben und fuhr in die Verbannung." 

Es wird meist gelesen: „fahrt in die Verdamrnnis" — aber im 
Originale hat sicher „fuhr" gestanden, denn es wird doch von der 
Vergangenheit in diesen ganzen Satzen gesprochen. Nicht Gott 
hatte diesen Mann verdammt und verbannt, sondern die Riesen, 
seine Verwandten, denn Josef- Absalom ist der Verbannte und Ver- 
dammte. Er mag zu seiner Zwillingsschwester gesprochen haben 
wie David zu Gad: 

„Es ist mir fast angst; aber lafi uns in die Hand des Herrn fallen, 
denn seine Barmherzigkeit ist grofi; ich will nicht in der Menschen 
Hande fallen." 

Und der Herr machte ihn grofi und zum „Pharao" im anderen 
Lande. Der sechste Konig, der nach dem fiinften und vor dem sie- 
benten war, das war Roboam alias Nero, der Sohn Salomos. Er 
machte Joruvalla zu einer grofien Hurenstadt. 

Salomo hatte Swanhild zu sich holen lassen und sie war in Gos- 
lar, der Stadt auf den sieben Hugeln. Der Sohn Salomos, der auch 
schon viele junge Sonne hatte und viele Weiber, hatte die Augen 
auf die Schonste aller Frauen geworfen und wollte sie fur sich ha- 
ben — um jeden Preis. Da war ihm der Gatte der Frau wie ein 
Dorn im Auge, und; er sollte aus dem Wege geraumt werden. 
Swanhild-Hermiones Halbbruder und Gatte kam — — und er 
wurde „gehangt" (wie die Edda es ausdriickt), er wurde als „Op- 
fer" fur die Gotter ans Holz gehangt. Er wurde nicht nur einmal, 
er wurde zweimal gehangt. — — 

Von Roboam kann ich an dieser 
Stelle noch nichts weiter schreiben, da 
dieser Kampf um Swanhild gleich am 
Anfange seiner Regierung war. Das 
grofie Erdbeben aber kam erst nach 
Jesu zweiter Kreuzigung, bei welcher 
er angenagelt wurde, und welche auf 
Golgatha, also innerhalb der dritten 
Mauer, stattfand. 
s. Tafel X. 

Christusbild a. d. Kata- 
komben v. St. Callisto. 



235 




XV. 

Ephraim=Hadad=Adona= Jesus, der Konig von Syrien, der 
Asamonaer, der siebente Konig, Titus. 

Und da es das siebente Siegel auftat, 
ward eine Stille im Himmel wohl eine 
halbe Stunde lang. Offenbar. 8, 1. 

Es gibt eine Stille in der Natur, die etwas unheimliches hat. Der 
Himmel hat sich bleigrau mit Wolken bezogen, die Augen sehen, 
dafi ein Gewitter im Anzuge ist — und doch wird es plotzlich still, 
ganz still. Die Augen sehen, was kommen wird, die Ohren aber 
horen nichts. Kein Blatt regt sich mehr, es ist, als wagte der Baum 
nicht zu atmen — und jetzt, plotzlich, bricht der Aufruhr los, der 
Sturm mit Blitz und Donner. Dann Gnade denen, die schutzlos 
sind ! 

Es war eine Stille in dem von den riesigen Roten beherrschten 
Joruvalla, eine Stille, die eine Starrheit war — denn das Entsetzen 
hatte sie verursacht. Ein solches in einer Stadt, der Mord und Tot- 
schlag etwas alltagliches war; das sagt alles: 

„Mein Vater hat euch mit Peitschen geziichtigt, ich aber werde 
euch mit Skorpionen ziichtigen." 

Mit diesen Worten hat Robbam sich und seinem Vater ein hol- 
lisches Denkmal gesetzt ! 

Wenn ich seine eigenen Worte und was die Offenbarung iiber 
ihn sagt, hier angab, habe ich nichts mehr hinzuzufiigen. — Zu 
diesem Teufel im Leibe eines der roten Riesen, zu diesem Misch- 
Joten (nicht Juden) kam Sigmund-Hadad-Adonai-Jesus, der Konig 
der Galen in Irland alias Syrien ! 

Dieser Adonai ist von dem Uberarbeiter des verlorenen Ori- 
ginals des Alten Testaments auch um einen Konig zuriickgeriickt 
worden, denn er war nicht der Sohn Jakob-Davids, sondern der 
Enkel, der Sohn von Davids Tochter Dina, welche in der Legende 
(zum Unterschiede von Josefs Mutter, der weifien Maria) die 
schwarze Maria heifit, ihrer rabenschwarzen Haare wegen. Die 
weifie „ Maria" ist also die Heilige Jungfrau, die schwarze „ Maria" 
ist die Mutter Jesu. 

Durch seine Tochter Dina kam Jakob-David der verheiSene 
Messias. Es ist eine eigene Sache um Weissagungen: Sie werden 
meist miSverstanden. Im Sohne Johannes erwartete David den 

236 



Messias, und im Enkel, im Sohne der Tochter kam er ! Darum 
wurde auch Johannes von vielen fur den erwarteten Messias 
gehalten: War er doch Jakob-Davids einziger Sohn ! Aber dieser 
Mann wehrte alle ab und wies immer nur auf den einen hin, der 
nach im kommen wiirde. Das tat Johannes vor seiner zweiten 
Flucht und nach seiner zweiten Wiederkehr. 

Roboam hat gehaust und gewiistet mit dem Gute und Blute sei- 
ner Untertanen und wufite seine Macht noch auszudehnen, so dafi 
er den Beinamen „Der Machtige" hatte, wie aus der Edda er- 
sichtlich ist. — Das, was die Edda iiber ihn sagt, ist in volliger 
Verwirrung erhalten geblieben, diese Wahrheit aber, dafi er die 
Swanhild fur sich begehrte, steht noch darin. Dafi er „hochbejahrt // 
war, hat die Edda irrig erhalten, sie hat ihn mit seinem Vater ver- 
wechselt. 

Die Geschichte von „Adonai // ist ebenso entstellt wie die Da- 
vids; nicht der Sohn Davids wurde zu Salomos Zeit zum Konige 
ausgerufen, sondern der Enkel Davids, der von Johannes selbst als 
der von Gott verheiSene Messias bezeichnet wurde, wurde zu Ro- 
boam-Neros Zeit zum Konige von Kanaan ausgerufen ! Roboam- 
Nero erst ist der Verfolger Jesu und der Christen ! Salomo aber 
lebte noch ! 

Ein Konig hoch zu Rofi kam mit seinem Gefolge gezogen und 
forderte von einem anderen Konige die ihm zum Weibe gegebene 
Halbschwester heraus; und sie wurde ihm verweigert. — — 

Jesus wird nicht nur Adonai, sondern auch Hadad genannt. 
Das ganze 11. Kap. des 1. Buches der Konige gehort in das Neue 
Testament, welches ebenso alt ist wie das alte und sich nur durch 
den Inhalt, nicht durch die Zeit, sondern nur durch die — dam als 
unerhort neue — Lehre vom alten unterscheidet, haarscharf unter- 
scheidet. Durch Mose war das Gesetz an Stelle der Willkiir ge- 
treten, durch Jesum aber kam Gnade und Wahrheit an Stelle des 
alten Gesetzes — so wird der grofie Unterschied auch im Neuen 
Testamente bezeichnet, und es heifit weiter: „Ein neu Gesetz gebe 
ich euch: Dafi ihr euch untereinander lieben sollt." Das war Ja- 
mais neu ! Damals ! Ware Jesus erst vor 1913 Jahren geboren wor- 
den, dann ware dies nichts neues mehr gewesen. Er brachte aber 
noch etwas damals unerhort Neues ! Doch noch nicht gleich ! Er 
forderte zunachst sein Weib. Als „Hadad" wird er „Edomiter // 
genannt, weil seine Mutter Edomiterin war; er aber war Asamo- 
naer vom Vater, fiihlte sich als Asamonaer und nannte sich rich- 

237 



tig beides, A und O-Asamonder und Odinder (Oedling, wie 
die Edda sich ausdriickt). Diese Buchstaben A und O bedeuten 
zugleich Anfang und Ende, das heifit: Der erste Konig war ein 
Asamonder und der letzte Konig war ein Asamonaerl 

Diese Buchstaben A und O weisen drittens aber noch auf die 
Sprache hin, die Jesus sprach — er hat einen Oedling nicht mit 
Edomiter bezeichnet ! Er hat Adam nicht Adam oder Edom ge- 
nannt, sondern Odin ! ! — 

Von Joab wird gesagt, er hatte alle Mannsbilder in Edom ge- 
totet — das ist aber unsinnig, da Joab (Jakob-Davids Stiefsohn) 
selbst Edomiter war wie David, Salomo und Roboam. Es ist in 
Wahrheit darauf angespielt, dafi er als Morder von Josef und Jesu 
gait. - 

Es heifit weiter: „Und der Herr erweckte Salomo einen Wi- 
dersacher, Hadad, den Edomiter, vom koniglichen Samen, welcher 
war in Edom." So konnte Hadad gleich Jerobeam-Johannes der 
Taufer sein, doch ist Jesus gemeint: 

„Da flohe Hadad und mit ihm etliche Manner der Edomiter von 
seines Vaters Knechten, dafi sie in (Nod-)Egypten kamen. Hadad 
aber war ein junger Knabe (gewesen)." 

Wir wissen jetzt, dafi sein Stiefvater mit ihm floh, als er kaum 3 
Jahre alt war ! 

„Und sie machten sich auf von Midian (alias Midgart alias 
Harz) und kamen nach Varan (Land der Phalen) und nahmen 
Leute mit aus Paran und kamen in (Nod-)Egypten zu Pharao, 
dem Konige von Egypten (zu dem blinden Hod alias Homer); der 
gab ihm ein Haus und Nahrung und gab ihm ein Land ein." 

Dieser Satz ist genau richtig ! 

Die Verse 19 — 22 sind wieder entstellt, denn nicht der Konigin 
Schwester (die ungenannte Schwester), sondern die eigene Halb- 
schwester bekam Hadad-Jesus zum Weibe. Sie wird nur die 
Schwester der Thachpenes genannt, weil iibersehen wird, dafi Ha- 
dad im Verse vorher als Knabe und nun als Mann geschildert wird 
und dafi inzwischen der neue Pharao dem alten gefolgt war, wenn 
dieser Greis auch noch lebte. Der alte Pharao war der Grofivater 
von Jesu Stiefvater, der neue Pharao aber war Jesu Stiefvater 
selbst. 

In Nazareth, in der Stadt Lamechs, der einstigen Stadt Kains, 
war Sigurd alias Sisak und gab eine seiner beiden Tochter — 
Swanhild- Hermione Jesum zum Weibe. Sie ist identisch mit Abi- 

238 



sag von Sunem. Er zog mit ihr nach Damaskus, der Hauptstadt 
von Syrien alias Irland. Im Konigsbuche steht: „Und er war Israels 
Widersacher solange Salomo lebte. Das ist der Schade, den Hadad 
litt; darum hatte er einen Ekel wider Israel und ward Konig iiber 
Syrien." 

Echte Israeliten sind Iranier, doch werden vielfach alle Nach- 
kommen Adams einfach Israeliten genannt — ebenso nannten sich 
der einaugige Odin und sein Stamm „Asen", ohne Asen zu sein, 
denn sie waren Romer alias Joten, Jovdaios, welche jetzt unseliger- 
weise fur Juden gehalten wurden. — Hadad hatte also einen Ekel 
vor denen, welche die Bibel Kananiter nennt, Asen oder Israeliten 
waren sie nicht. Es waren Misch-Romanen, teils schwarzhaarig, teils 
rothaarig. Die Berserker alias Perser wohnten, damals „zu Bolm im 
Osten" und werden als Seefahrer geschildert, die sehr wahrschein- 
lich freiwillig die Berge verliefien und nach Osten und Siiden zogen. 
— Der Stamm, welcher ganz ausgerottet wurde, erst in Nil- 
Egypten, dann in Italien und zuletzt im Norden, war der Stamm des 
Kain, waren die roten Riesen, die Ur-Romanen alias Kyklopen. 

In Syrien-Irland safien vor Jahrzehntausenden Iranier; dann ha- 
ben Hibernier alias Kelten dort geherrscht, und zu Jesu Zeit (vor 
ungefahr 10,000 Jahren) lebten dort Galen alias Galiaer. 

Jerobeam alias Johannes der Tauter wird in dem von Hadad er- 
zahlenden Kapitel „Sohn der Zeruja" genannt, und das ist richtig, 
denn sie war Davids Witwe, seine Stiefmutter, die Schwester sei- 
ner rechten, verstorbenen Mutter. In diesem Kapitel wird deutlich 
auf den Schaden, welchen Hadad als Knabe litt, hingewiesen und 
auf den ihm von Salomo zugefiigten — der nachste und grofite 
sollte erst noch kommen. 

Ein Ben-Hadad, im 1. Kon. Kap. 15, Vers 18 erwahnt, wird ge- 
nannt: 

Hadad (gleich David?), 

Sohn Tabrimons (gleich dem Vorganger Tiberius?), 

Sohn Hesions (gleich dessen Vorganger Mose?). 

Es blieb noch die Frage often, wodurch Jesus denn gerade Ko- 
nig von Syrien werden konnte. David soil einen Sieg iiber Syrien 
erfochten haben; ich sage „soll // , da ich diese Nachricht bezweifeln 
mufi. In Syrien aber war der „Mutterbruder // seines Stiefvaters 
Herrscher, in Gessur in Syrien, und; durch diesen wird er nach Sy- 
rien gekommen sein, durch den Konig, welcher in der Edda unter 
dem Namen Gripir steht ! 

239 



Zum ersten Male kam also Jesus aus Damaskus in Irland nach 
Joruvalla und nicht aus Nazareth ! ! 

Da Jesus Konig iiber ein Keltenreich (Galilaa) war, von Galen 
bewohnt, welche die Romer Gallier, die Griechen Galater nannten 
und die Schreiber des Alten Testaments Syrer, so konnen wir dar- 
aus auf diese schliefien. — Syrer aus Kir werden besonders genannt, 
und das sind Bewohner von Wales ! — Als Orte von Galilaa werden 
angegeben: Kedes, Kana, Kapernaum und Bethsaida. Alle Geschich- 
ten von Jesum, welche in diesen Orten sich zutrugen, stammen aus 
seiner glucklichen Zeit als Konig von Syrien und geschahen alle 
vor seiner Fahrt nach Kanaan und vor seiner Leidenszeit ! 

Das ist sehr wichtig und mufi auch besonders beachtet werden, 
denn dadurch bekommen wir allmahlich zeitliche Klarheit in all die 
Bruchstiicke, aus denen das Neue Testament zusammengesetzt ist. 

Als Stadte von Syrien werden Gessur und Damaskus genannt 
— diese lagen also auch in Galilaa, da Galilaa mit Syrien identisch 
ist. Syrer aus Kir dagegen sind Syrer aus Cymry, dem heutigen 
Wales, dem Urlande der Kymren und Germanen, die aus Erin- 
Irland dorthin kamen. 

Cilizier waren auch Celti alias Kelten. — Damaskus halte ich 
fur das heutige Dublin, oder doch wenigstens einen Teil der heu- 
tigen Stadt, denn auch sie mufi durch die letzte Flut Veranderun- 
gen erlitten haben. Am Flusse und am Wasser hat sie immer gele- 
gen, aber auch an ihrer Kiiste scheint Land versunken zu sein. 
Dort in Dublin wurde aus dem Saulus ein Paulus, dort erinnert 
heute noch der Name des heiligen Patrick an den Jiinger Jesu. 
Sankt Patrik hiefi eigentlich Sucat und stammte aus Bonaventa in 
Schottland. 

Bedenken wir vor allem eins: 

Es gibt gar keine historische Romerzeit fur Europa, sondern die 
sogenannte Romerzeit spielt sich zwischen den beiden letzten Eis- 
zeiten ab, also in jenen Zeiten, die wir prahistorische nennen. 

Alle Funde, welche wir Funde aus der Romerzeit nennen, stam- 
men aus der Zeit, welche das Goldalter genannt wurde und wel- 
che der letzten Eiszeit voranging. Diese Funde sind oft soviel Jahr- 
tausende alt wie Jahrhunderte angenommen werden. Unsere ge- 
schichtlichen und archaologischen Anschauungen und Berech- 
nungen sind falsch von A bis Z, weil der Grund, auf dem alles 
stand, falsch ist. Alles was jetzt gelehrt wird, ist grundfalsch ! — 

Damaskus der Bibel ist Dublin in Irland ! Die Sage von Wales 
240 



nennt Aeneas von Troja (welcher mit Josef- Absalom, dem Stiefvater 
Jesu und dem Sieger iiber Joruvalla-Troja identisch ist) einen Herr- 
scher iiber Cambrien. — Die Sage wird nichts falsches sagen, haben 
wir doch in Nordeuropa die alten Ratsel zu losen und nicht in Nil- 
Egypten, in Palastina und am Euphrat und Tigris, wohin die Kultur 
erst kam, als sie durch die letzte Eiszeit im Norden zerstort wurde, 
als Jesus und sein Vater zu den Fluchtlingen gehorten, welche dem 
„Untergange // im Norden von Alt-Asia al. Atlantis entgingen. 

Sehr zu beachten ist, dafi Jakob-David nach Syrien floh und 
dafi Absalom, sein Schwiegersohn, zu Thalmai, dem Konige von 
Gessur floh — also auch nach Syrien ! Jakob-David floh also auch 
nach Gessur ! Das kann man hieraus mit Sicherheit entnehmen. 
Auch er zog also nicht direkt nach Nod, sondern erst nach Gessur. 
Maacha wird ein Kreis und eine Stadt genannt, und Maacha wur- 
de Absaloms Mutter genannt, deren „Vater" (in Wahrheit der Bru- 
der) in Gessur war ! Gripir der Edda ! Es gab nur eine Familie, die 
nach Syrien und Nod-Egypten floh, und dieselbe Familie wird im 
Alten und Neuen Testamente erwahnt: Josef-Absaloms und der 
seinen Flucht ! Dieselbe Teuerung war es, die zu Jakobs und Da- 
vids Zeit erwahnt wird, denn Jakob ist David. Dieselben Silber- 
linge werden genannt, ob es sich nun um Josef, Absalom oder Je- 
sum handelte, um Vater oder Stiefsohn. — Naema, Lamechs Toch- 
ter, ist Maacha — die weifie Maria, Josefs Mutter. Hel war Nid- 
hods zweite Frau. Nidhods alias Lamechs erste Frau war Ada, die 
Idun der Edda, Maacha war also nicht die Enkelin Amihuds und 
Tochter Thalmais aus Gessur, sondern sie war die Tochter Ami- 
huds und Schwester Thalmais. Gripir der Edda ist mit Eylimi 
und Thalmai identisch. Auch in der Edda wird also dieser Mann 
einmal falsch „Vater // , einmal richtig Mutterbruder von Sigurd 
genannt ! Doch einmal ist Mose mit Eylimi gemeint. 

Die Edda lafit keinen Zweifel daran, wer damals Swanhild nicht 
herausgab und dadurch den (trojanischen) Krieg entfachte: 

„Jormunrek, der zu jeglichem Bosen fahig war\" Es ist Sa- 
lomos Sohn, Roboam alias Nero, der Christenverfolger, welcher 
nicht vor Jahrhunderten sondern vor Jahrtausenden lebte, vor der 
letzten Eiszeit. — 

Einen kleinen, aber guten Beweis dafiir, dafi alles sich wirklich 
vor solanger Zeit abspielte, wie ich wieder und wieder zeige, gibt 
folgendes: Es werden in der Edda 3 Arten von Schweinen erwahnt: 

241 



1. Die Hausschweine, 

2. die Wildschweine oder Eber, 

3. die Wasserschweine oder Saue, 

und diese sind die im Norden einst so haufigen Nilpferde ! 

Zu jener Zeit, als Nilpferdheerden in Nord-Europa lebten (deren 
Skelette noch vielfach gefunden werden), wurden sowohl Edda wie 
die Originate vom Alten und Neuen Testamente verfaSt ! Jene 
Heerde Saue, von der im Evangelium steht, Jesus hatte bose Geister 
in sie getrieben und sie hatten sich ins Wasser gestiirzt, war eine 
Heerde Nilpferde. Was ist denn ein Nilpferd anderes als ein gro- 
fies Schwein !? Ein junges Nilpferd trug Thor auf den Schultern 
heim und nicht einen Walfisch. — Waren diese „Saue", von denen 
im Neuen Testamente erzahlt wird, dafi sie am Ufer waren, Haus- 
schweine gewesen, hatte Jesus eine hochst strafbare Handlung be- 
gangen und den Besitzer der Schweine um sein ganzes Hab und 
Gut gebracht; es waren aber Nilpferde, wilde, herrenlose Tiere, die 
am Ufer lagerten und ins Wasser tappten, wo sie hingehorten. — 

Im Alten Testamente mufi das Kapitel, in welchem Jesus Hadad 
genannt wird, demjenigen, welches ihn Adonai nennt, voran ge- 
stellt werden. Adonai ist nur ein Beiname, der Sigmund-Hadad- 
Jesus wegen seiner Schonheit gegeben wurde — schon wie Ado- 
nis, das ist heute noch sprichwortlich bei uns, und auf Jesum fiihrt 
der Ausdruck zuriick ! Auf seinen blonden Stiefvater geht das 
Wort „schon wie Apoll"! Die schonsten, reinsten und erhabensten 
Bliiten, welche von den menschlichen Riesen getrieben wurden, 
sollten in den Staub gezogen werden. — 

Der Ausdruck „Herodes // kommt in der Edda auch vor, denn 
ein Herodes ist jener „Hrodr // , welchem Weor nicht wohl wollte. 
Josef, den die Herodianer vernichten wollten, kam erst in die 
Heimat nach Salomos Tode, wie Matthaus auch schreibt: 

„Da er aber horte, dafi Archelaus (das ist Salomo) im jotischen 
Lande Konig war anstatt seines (das heifit Josefs) Vaters Herodes 
(das ist der Schwiegervater David), fiirchtete er sich dahin zu kom- 
men." Zu Salomos Zeit kam er also noch nicht zuriick, trotzdem er 
diese Absicht gehabt hatte ! Dieser Satz des Matthaus ist also — 
recht verstanden — vollig richtig. Johannes der Taufer mit seinem 
Bruder kamen zuerst wieder in die Heimat, dann wurde Swanhild 
geraubt und dorthin gebracht, und dann kam Jesus, der Konig von 
Syrien, ins Land — das ist die rechte Reihenfolge. Josef-Absalom 
war noch in Nod-Egypten Und kam erst nach der ersten Kreuzi- 

242 



gung unerkannt nach Joruvalla, und er war es, der dann der Hei- 
fer und furchtbare Racher seines Stiefsohnes wurde. 

Dina-Maria und Johannes der Taufer waren nach Salomos Er- 
mordung entflohen, und durch sie erfuhr Josef- Absalom von allem 
und machte sich nach Joruvalla auf, um seine Tochter zu befreien 
— er konnte das Elend nicht mehr von ihr abwenden, aber er kam 
noch zurecht, um Jesu vom Kreuze nehmen und retten zu konnen. 

Der Konig von Syrien war in Feindes Land mit einem kleinen 
galischen Heere, er wurde gefangen genommen und wer von den 
Galen zu ihm hielt auch — da erfaSte die bleiche Furcht die kleine 
Schaar, und sie verleugneten ihn alle, alle. 

Schon als David gestiirzt wurde, waren, die Fiirsten wie „brul- 
lende Lowen" (die damals noch in Nord-Europa lebten), die Rich- 
ter „wie Wolfe am Abend" gewesen, damals als Josef-Absalom 
ausgerufen hatte: 

„0, wer setzt mien zum Richter im Lande, dafi jedermann zu 
mir kame, der erne Sache und Gericht hat, dafi ich ihm zum Rech- 
ten hiilfe !" 

Joab hatte in jener Zeit Josef-Absalom gestochen, er hatte Ab- 
ner erstochen und dem Amasa einen „JudaskuS" gegeben. Josef 
aber — der bis zum Auftreten Jesu in Kanaan viel beriihmter war 
als sein Stiefsohn — safi als echter, rechter Landesvater in Cam- 
brien. Wie ein Gott wurde er dort angebetet. Seine Herrschaft brei- 
tete sich aus; unermefilich wird in der Edda sein Reichtum ge- 
nannt und unzahlbar seine Heiligtiimer, denn Sigurd ist identisch 
mit Njord von Noatun alias Josef von Nazareth. Den Namen Njord 
alias Noah hatte Lamech, der Blinde, ihm gegeben, wie aus dem 
Alten Testamente zu sehen ist: 

„Und er (Lamech) nannte ihn (Josef) Noah." 
Er war nicht Lamechs Sohn, sondern sein Enkel, der Sohn der 
Tochter, welche Lamech davongejagt hatte. 

Njord von Noatun oder Josef von Nazareth wurde er nun ge- 
nannt, als Herrscher aber trug er den Namen Sisak, das ist dersel- 
be Name wie Sigurd oder Siegfried. 

1. Als Elis alias Gottes Sohn war er der (nominelle) Sohn des 
Mose, der nach seinem Tode zum Kriegsgotte Mars erhoben 
wurde. 

2. Jakobs alias Davids Sohn war er als Schwiegersohn, als Di- 
nas Gatte. 

243 



3. Der „Zimmermann" wurde der Konig Josef-Absalom zwei- 

fellos deshalb genannt, weil er zwar den Drachen im Wap- 

penfiihrte, aber Hammer und Zange auf der Fahnel") 

Hochst wahrscheinlich hatte er dieses Handwerk erlernt, als er 

noch in Verborgenheit gehalten werden muSte wegen der Nach- 

stellungen Odins des Ahnen. — 

Von solchem Vater konnte Jesus wohl sagen, er wiirde ihm ein 
Heer von Angeln senden, wenn er nur darum bate, aber er wollte 
in Frieden kommen und in Frieden alles abmachen. 

Jesus, der Konig von Syrien, kam mit seinem Gefolge in das an 
Gold so reiche und doch so arme, geknechtete Land. Johannes 
zeigte ihn dem Volke als den Messias, der David geweissagt wor- 
den war, und das Volk wollte Roboam stiirzen und ihn zum Koni- 
gevon Kanaan haben. Er wurde zum Konige gewahlt und zum 
Konige ausgerufen. Ein Jauchzen ging durch das Land, der letzte 
Sonnenstrahl, der durch die dunklen Wolken zitterte vor dem 
Gewitter. 

Noch heute flustern manche Leute im Harze und in Thuringen 
einander zu: Es ist nicht wahr, dafi Jesus ein Zimmermannssohn 
war, er war ein Konig und Maria eine Konigstochter — und bei 
uns war die Sintflut — — ja, viel ist mit der Wahrheit zu machen, 
nur ganz zu toten ist sie nicht ! 

„Sie sagen immer, wenn die Jahreszeit naht, 
Wo man des Heilands Ankunft feiert 
Singt die ganze Nacht durch dieser friihe Vogel, 
Dann darf kein Geist umhergehn, sagen sie, 
Die Nachte sind gesund, dann trifft kein Stern, 
Kein Elfe faht, noch diirfen Herren zaubern, 
So gnadenvoll und heilig ist die Zeit." 
So steht in einer Shakespeare zugeschriebenen Schrift. 
In Pracht und Herrlichkeit zog Jesus zum ersten Male vor die 
Tore von Joruvalla. Galen bildeten sein Gefolge, zwolf Edle waren 
seine Erwahlten. Er kam zu Roboam-Nero, Herodes, dem Vier- 
ten mit der Forderung, sein Weib herauszugeben. Roboam aber 
schwur (nicht Salomo) : 



*) Der Drachentoter (der den goldenen, giftspeienden Drachen im Wap- 
pen hatte) ist identisch mit Wieland-Wolunds Sohn Wittich-Walther-Widga 
etc., auf dessen Fahne Hammer und Zange war. S. Waltharilied 264 (Erlaute- 
rung) von Prof. Dr. Althof (Goschen.) 
244 



„Gott tue mir dies und das, Adonia (Jesus) soil das wider sein 
Leben geredet haben. Und nun, so wahr der Herr lebt, der mich 
bestatigt hat und sitzen lassen auf dem Stuhle meines Vaters — 
und der mir ein Haus gemacht hat, wie er geredet hat, heute soil 
Adonia sterben." 

Er hielt seinen Schwur, er liefi Jesum ans Kreuz hangen — aber 
Gott erfiillte den anderen Teil des Schwurs und tat Roboam wirk- 
lich ..dies und das". 



XVI. 
Die erste Kreuzigung in Gethsemane. 

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der 
Mess Gethsemane und sprach zu seinen Jiin- 
gern: Setzt euch her, bis ich dorthin gehe und 
bete. — Und Jesus sprach zu ihnen: Meine 
Seele ist betrubt bis au den Tod; bleibt hier 
und wacht mit mir. Matthaus 26, 36 und 38. 

Ein Forscher unserer Tage hat gesagt, wenn man die Nachrich- 
ten iiber die Kreuzigung recht vergliche, dann miifite Jesus viermal 
gekreuzigt worden sein. Das ist zuviel gesagt, tatsachlich aber sind 
Nachrichten von 3 Kreuzigungen miteinander vermengt worden: 
Die einmalige Kreuzigung Absaloms alias Josefs und die zwei- 
malige von Adonai-Jesu. Jesus war gefangen genommen worden, 
und Roboam hatte es ausgesprochen: Heute noch mufi Adonia ster- 
ben ! (Die vierte ware diejenige Ganymed-Genubaths !) — 

Im Evangelium Johannes Kap. 18 und 19 steht folgendes: 

1. Es war aber Caiphas, der den Joten riet, es ware gut, wenn 
ein Mensch umgebracht wiirde fur das Volk ! 

2. Da sprachen die Joten zu ihm: Wir diirfen niemand toten. 

3. Die Joten antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz . . . und nach 

dem Gesetze soil er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes 

Sohn gemacht/' 
Wenn aber die Joten nicht toten durften und es doch taten — 
wie ist denn das zu erklaren !? O, es ist sehr leicht erklarlich: Toten 
durften sie nicht, aber opfern ! 

245 




Ein Tieropfer. 



S. Tafel XI oben. 

Ein scheufslicher Ritualmord war 
die Kreuzigung Jesu, ein doppelt 
scheufilicher, da ja der feile jotische 
Priester genau wufite, dafi kein Gott 
diesen forderte, sondern dafi er dem 
Tyrannen zu Gefallen nur so redete. 
Kein MitteL keinen Grund hatten 
sie, den Konig von Syrien zu toten, 
da wurde dem Volke gesagt, „Gott" 
hatte dem Hohenpriester Caiphas eingegeben, er wollte die Opfe- 
rung Jesu, ein Opfer fur die Siinden vieler ! Ein schandlicher Ab- 
lafihandel aus dem Jahrhunderte vor der letzten Eiszeit — 
Caiphas ist der Calchas Vergils ! 

Jeder Ritualmord ist eine Siinde und Lasterung gegen den hei- 
ligen Geist, ein Ritualmorder ist viel schlimmer als jeder andere 
Morder und richtet sich zu Grunde. Jesus wufite wohl was er sag- 
te, wenn er seinen Ausspruch tat: 

„Alle Siinde und Lasterung wird den Menschen vergeben, aber 
die Lasterung gegen den Heiligen Geist wird den Menschen nicht 
vergeben." 

— Dafi Gilgal alias Golgatha ein kananitischer Konigsort war, 
hat das Alte Testament erhalten; war doch Odin der Ahn der Edo- 
miter einaugig gewesen, hatte also das Zeichen der Nachkommen 
Kains, der Kananiter. Ein edomitischer und ein kananitischer Ort 
ist dasselbe. Gilgal lag Adummin gegeniiber. Adurnrnin ist soviel 
wie Aufstieg (Berg) der Roten (der Rothaute); Golgatha bedeutet 
Schadel. Es ist mit Golgatha die Statte gemeint, unter welcher der 
S chad el Adams in der Bundeslade aufbewahrt wurde. Golgatha 
lag in der Vorstadt Bezetha, welche von der dritten Mauer um- 
schlossen wurde. Auch Nero (der Erfinder des scheufilichen Mono- 
cles) scheint rundaugig gewesen zu sein; Rotauge, Rundauge. — 

Der Oelberg war ein langgestreckter, hoher Hiigel mit 2 Er- 
hohungen (2 Hiigelspitzen) und lag ostlich der Stadt vorgelagert; 
er brach bei dem nachsten Erdbeben an 2 Stellen durch, so dafi aus 
einem Berge 3 Teile wurden. Auf und an dem Oelberge lagen also 
die beiden Statten Gethsemane und Golgatha. Reste des einstigen 
Oelberges sind der Petersberg und der Georgenberg, wirklich un- 
verandert erhalten ist nur das jetzt Petersberg genannte Stuck. Auf 
dem Georgenberge liegt Koppelsbleek, der Ort der einstigen Op- 



246 



ferstatte. Dort lag auch das Amphitheater, in welchem Gefangene 
einst mit wilden Tieren kampfen muSten, dort feierte Nero seine 
scheufilichen Feste und Christenverfolgungen. Toten durften sie 
nicht, sie verstanden es aber, dieses Gesetz zu umgehen. Unterein- 
ander kampfend und mit wilden Tieren kampfend wurde zu Tode 
gebracht wer sterben sollte. Und die meisten fielen als Opfer fur 
die Gotter. 

Gethsemane, die erste Leidensstatte Jesu, lag nicht weit von der 
zweiten Stadtmauer und aufierhalb der dritten Mauer. Das mufi 
beachtet werden. — Diese dritte Mauer ist nicht mehr festzu- 
stellen, da ja die ganze Gegend zu beiden Seiten des Petersberges 
vor dem Erdbeben (das zur Zeit der zweiten Kreuzigung Jesu 
kam) anders war. 

Jesu erste Kreuzigung geschah in Adummin auf dem Hofe Geth- 
semane auf dem nordostlichen Teile des Oelberges, in der Gegend 
des heutigen Georgenberges, an der gewohnlichen Opferstatte. Er 
wurde mit Stricken an einen Baum gehangt und dem „Odin" — also 
einem toten Ahnen — geweiht. Solche Menschenopferungen 
sind in Nordeuropa vielfach bezeugt, wir wufiten nur nicht mehr, 
dafi die roten Riesen diese grafsliche Verirrung des menschlichen 
Geistes ins Land brachten und dafi sie mit der Ausrottung dieses 
einst Menschen fressenden, noch Menschen opfernden Ge- 
schlechts endete, dieses Geschlechts, gegen das Jesus kampfte. 

Es wird im Neuen Testamente ein scharfer Unterschied ge- 
macht zwischen Jesu vor und Jesu nach der Verklarung. Jesu vor 
der Verklarung wird er genannt bis zu der ersten Kreuzigung auf 
Gethsemane. Dort sollten seine Edlen, die ersten Jiinger, eine 
Nacht bei ihm wachen, als er am Holze hing, und schliefen immer 
wieder ein. Dort auf Gethsemane wurde er nicht nur ergriffen, 
sondern auch gleich, „heute" , an das Holz gehangt, wie Roboam 
geschworen hatte. 

Dort auf Gethsemane erschien ihm der Geist des Mose — das 
berichten ubereinstimmend vier Zeugen, die 3 Synoptiker und die 
Edda. Dort steht im Liede von Sigrdrifa, Vers 14: 

„Auf dem Berge stand er 

Mit blutenden Wunden, 

Ihm gemacht von dem dornigen Zweige. 

Da murmelte Minis (das ist Mose) Geist 

Aufklarend: die erste Botschaft, 

Und es sanken wahrhaftig die Fesseln." 

247 



In diesem Verse ist Jesu erste Kreuzigung geschildert — 
die Fesseln sanken — und er stieg vom Baume herab. — Das Wort 
„Verklarung" ist nach heutigem Sprachgebrauche gleich Aufkla- 
rung. Die Kampfe auf Gethsemane sind diejenigen nach der ersten 
Kreuzigung, oder richtiger ausgedriickt Hdngung, weil die Opfer 
an das Holz gehangt wurden. Ein Opfer anzunageln war gegen 
alles Herkommen, auf den Gedanken kam erst der teuflische Ro- 
boam-Nero. 

Zum zweiten Male wird in der Edda in einigen Versen von Har 
(dem Hohen) das ist Hadad-Jesus, von ihm selbst die Befreiung 
von den Fesseln geschildert: 

„Ich weifi noch, wie ich 

Am Richtholze hing, gemieden von 

Den Nachsten, von alien verleugnet; 

Loswerfer spielten 

Und Wiirfler des Odni (Nero, Herodes IV.) 

Selbst um mir gehorendes 

Bei mir Gemiedenen, 

Der im Elend wufite, 

Dafi er den Rollaugigen (den Rotaugen) entginge. 

Als die Soldaten mich nicht mehr bewachten 

Und auch nicht mehr becherten (also schliefen), 

Da spahte ich hinunter, 

Nannte die gottlichen Runen, 

Rief den Namen an, 

Machte mich los und ging davon." 

Kyklopen lebten noch in. Italien, als Jesus gekreuzigt wurde. 




Blendung eines Kyklopen. (Etruskisches Wandgemalde.) 



248 



Niemojewsky hat in seinem Buche „Gott Jesus" zu zeigen ver- 
sucht, dafi in den Evangelien Astralscenen und Astralsysteme ent- 
halten sind, dafi alles sich am Himmel und nicht auf Erden ab- 
spielt; er stiitzt sich hauptsachlich auf Lukas. Uber den „Ritter Lu- 
kas" stehen im Arabischen einige merkwiirdige Notizen, welche es 
klar machen, vor wie langer Zeit dieser lebte ! Der christliche Lu- 
kas ist der Loki der Edda ! Er hat sich alles hochst real auf Erden 
abgespielt. 

Nach Matthaus soil Jesus am 25. Dezember, nach Lukas am 25. 
Marz geboren sein. Hochst wahrscheinlich sind die Geburtstage 
von Vater und Sohn erhalten geblieben. 

Niemojewsky meint, dafi die Anfange des Christentums erne 
Religion des Lammes sei und in der grauen Vorzeit wurzle, weit 
iiber das Zeitalter des Stieres hinaus in jenen sagenhaften Zeiten, 
als der Fruhlingspunkt noch im Zeichen der Zwillinge lag. Auf 
ganz anderem Wege, durch die Edda, bin ich zu meinem Resultate 
gekommen ! 

Ohne iiber Niemojewskys Buch urteilen zu konnen oder zu 
wollen, sage ich nochmals, dafi Jesus zweifellos vor vielen Jahrtau- 
senden lebte; er wandelte auf Erden vor der letzten Eiszeit, die 
nach dem Weltbrande kam, und er iiberstand sie ! Die Scenen der 
Evangelien halben sich auf Erden und nicht im Himmel abgespielt, 
wohl aber konnte jetzt von Astronomen am Himmel nachtraglich 
berechnet werden, wann Jesus lebte, wenn obige Angaben Niemo- 
jewskys richtig waren, was ich nicht beurteilen kann. 



XVII. 
Jesus f ahrt nach Nazareth und kehrt zurtick aus Nazareth. 

Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. — — 
Und kam und wohnte in der Stadt, die da heisst 
Nazareth : auf dass erfullt wiirde, was gesagt ist 
durch die Propheten: Er soil Nazarenus heissen. 
Matthaus, 2, 15 und 23. 

Wir haben gesehen, dafi Jesus zum ersten Male aus Damaskus- 
Dulblin in Syrien-Irland nach Joruvalla-Goslar gekommen war. Er 
war gehangt worden und hatte sich mit Hiife ubersinnlicher Kennt- 

249 



nisse von den Fesseln befreit. Da der Ort der Hangung auSerhalb 
der Mauer lag, konnte er sehr wohl davongehen. Er verlieS das 
Land und kam nach Nazareth in Egypten ! Er fuhr also iiber den 
See Gennesar nach Norden nach Nod-Egypten, denn Nazareth 
war eine egyptische Stadt \ 

Nazareth war die Hauptstadt von Nod, das die Deutschen Nayda 
nannten, das versunkene Land zwischen England und Helgoland. 
Dort in Nazareth predigte Jesus nun, denn er war ein Aufgeklarter, 
ein Prophet geworden, seit er am Holze auf Gethsemane gehangen 
hatte. Er predigte anders als die Schriftgelehrten, er sagte den Be- 
wohnern den Untergang der Stadt und des ganzen Landes voraus — 
da wollten sie ihn von der Mauer stiirzen ! Er war mitten unter ih- 
nen, aber als sie ihn greifen wollten, war er ihnen entwichen. 

Er verlieS das todgeweihte Land und zog davon. Dies ist im 11. 
Kap. des 1. Konigsbuches dargestellt. Von diesem Zeitpunkte han- 
delt die Legende: Petrus traf den Herrn und fragte: „Wo gehst du 
hin, Herr?" Und er antwortete: „Nach Rom, um mich noch ein- 
mal kreuzigen zu lassen." 

Rom ist gleich Klein-Rom, gleich dem biblischen Rama, gleich 
Akra in Joruvalla; nach der ersten Ansiedlung der Roten dort war 
zu dieser Zeit der ganze Ort benannt. Dafi Goslar „ Klein-Rom" 
genannt wurde, ist in der Goslarer Uberlieferung noch bekannt. 
GroS-Rom war die Stadt : Lacedamon in Tyrrhenum, jetzt Italien. 

Jesus zog jetzt unerkannt seine Strafie wie ein armer Mann und 
predigte in Paran (Westphalen) und in Midian (im Harze) das- 
selbe, was er in Nazareth gepredigt hatte: Das Gerichtl 

Tut Bufie ! Rettet euch ! Flieht ! Das Land wird untergehn ! Die 
Herrscher, die sich zu Gottern machten, werden untergehn ! Ihr 
miifit glauben oder ihr werdet euer Leben verlieren. 

Die Fiichse hatten Gruben, die Vogel hatten Nester, aber der 
Konig hatte nicht, da er sein Haupt hinlegte zu dieser Zeit. Doch 
sein Stiefvater, der ihn nie verlassen hatte, verlieS ihn auch jetzt 
nicht, er war ihm unerkannt nachgekommen und trat als reicher 
Privatmann in der Kaiserstadt auf, als „Josef von Arimathia". 
Wahrend Jesus unbekiimmert um die armselige Gegenwart und 
die Schrecken der Zukunft seine Wege ging, bereitete der reiche 
Mann heimlich in der Hauptstadt alles vor, um helfen zu kornten, 
wenn die Zeit der zweiten Kreuzigung, die Jesus selbst voraussag- 
te, kommen wiirde. Er hat Jesum geglaubt, er hat den Wegzug aus 
Stadt und Land schon vorbereitet, nur die sogenannten Gotter 

250 



lachten Hohn. Aufier den Geistern der Verstorbenen wurde zu 
Gestirnen und Gotzen gebetet und zu den lebenden Fiirsten ! Ro- 
boam-Nero erhob sich selbst zum Gotte und liefi sich anbeten. 

So lagen die Dinge, als vor 9 — 10 Jahrtausenden die damals un- 
erhort neue Predigt von Johannes und Jesum erscholl: „Niemand 
hat Gott je gesehen \" 

„Gott ist Geist \" . 

Eben erst hatten sich die Anbeter 
der lebendigen Gotter den Gotzen- 
anbetern gegeniiber geriihmt: Der 
Lebendige sprach, sah, horte, roch, 
griff mit den Handen selbst zu, ging 
und konnte denken, aber von den 
Gotzen steht im 115. Psalme: „Sie 
haben einen Mund und reden nicht; 
sie haben, Ohren und horen nicht, 
Nasen und riechen nicht, sie haben 
Hande und greifen nicht, Fiifie ha- 
ben sie und gehen nicht und sie 
denken nicht." Jetzt kamen Johannes 
und Jesus und weissagten den le- 
bendigen Gottern den Untergang !! 
Und weiter sagten sie: „Irrt euch 
nicht, Gott lafit seiner nicht spotten \" 

Jesus sagte dem Konige und Kai- 
ser Roboam-Nero den Untergang 
voraus, ihm und seinem ganzen 
Stamme ! Er weissagte jenes Ereignis, 
das als „Gotterdammerung" in der 
ganzen Welt bekannt ist. Und er 
kampfte fur das Heil der Glaubigen, 
um sie zum Wegzuge aus dem 
Lande, dem die furchtbare Not der 
Eiszeit drohte, zu bewegen. 

Roboam-Nero suchte Jesum zu fangen, aber das Volk verriet 
ihn nicht und fing an, ihm zu glauben. Jesus hatte aufier einigen 
Verwandten neue Jiinger, einfache Leute aus dem Volke, um sich. 
Diese verrieten ihn nicht, aber Judas, Hamdir der Edda, er verriet 
ihn und wurde zum Lohne dafiir der Besitzer der Hanskiihnen- 
burg auf dem Acker, der Blutacker genannt wurde. Er verriet, und 




Der Heilgott Asklepios 

(auch eine Darstellung Christi 
unter anderem Namen.) 



251 



das Leben des Verratenen endete in Glanz und Ehren, der Verrater 
aber kam durch Selbstmord urn. — — (s. Tafel XI Abb. 2.) 

Jesus ist auch unter dem Namen Aesculapius, des Sohnes A- 
polls, zu sehen, denn Josef -Absalom ist mit Abaddon alias Apol- 
lyon, den Johannes in der Offenbarung nennt, identisch. Apollyon 
ist griechisch, Abaddon ist hebraisch; aus welcher Sprache stammt 
der Ausdruck Absalom !? — 

S. Tafel XII u. XIII. 



XVIII. 



Jesu zweite Kreuzigung zu Golgatha auf der Hohe 
der Vorstadt Bezetha. 

Und er trug sein Kreuz und ging hinaus an die 
sogenannte Schadelstatte, hebraisch Golgatha. 
Dort kreuzigten sie ihn. Joh. 19, 17. 

Das Lamm, das erwiirgt wurde, ist wert zu 
nehmen Kraft, Reichtum, Weisheit, Starke, 
Ehre, Preis und Lob. Offenbar. Joh. 5, 12. 

„Das Lamm hatte die sieben Geister Gottes in sich" und ver- 
diente deshalb auch diese sieben Belohnungen, die Johannes eben- 
so nennt wie die sieben gottlichen, Eigenschaften. — — 

In der Edda steht, Swanhild wurde den Pferden vorgeworfen, 
diese gin gen iiber sie hinweg und „Randwer // wurde an den Gal- 
gen gehangt; er kam mit dem Leben davon, sie aber nicht. 

Zunachst sehen wir, dafi diese beiden Ereignisse als zusammen- 
fallend gedacht wurden, dafi also Swanhild zur Zeit der ersten 
oder zweiten Kreuzigung zu Tode gebracht werden sollte. Es mufi 
gleichzeitig mit der zweiten Kreuzigung geschehen sein, denn 
ware es eher gewesen, hatte ihr leiblicher Vater, der Pharao Sisak, 
sicher nicht so ruhig in seinem Lande gesessen, sondern hatte den 
grofien Feldzug schon eher unternommen, trotzdem es keine leich- 
te Sache war, gegen den machtigen Kaiser zu Felde zu ziehen und 
ohne viele Bundesgenossen nicht moglich war. 

Das ganze Volk stand auf Seiten Swanhilds und Jesu, das geht 
daraus hervor, dafi sich Roboam-Nero und seine Priester lange vor 
252 



dem Volke „furchteten", ehe sie wagten, Hand an sie zu legen; 
dazu mufiten sie auch das Volk betriigen, und das gelang ihnen, 
scheinbar was Jesus anbetrifft, aber nicht was Swanhild anginge 
denn um deretwillen erhoben sich dann die Feinde; deren Un- 
gliick machte einen tieferen Eindruck auf alle Volker als die Kreu- 
zigung — deren Wert wurde erst viel spater begriffen. 

Swanhild hat sich zweifellos geweigert, zu Roboam-Neros, 
Weibern hinzuzukommen. Das geht nicht nur aus der Edda her- 
vor, sondern auch aus dem Befehle, sie den Pferden vorzuwerfen, 
direkt aber aus der Offenbarung des Johannes, die maSgebend ist. 
— Die Pferde gehorchten den Antreibern nicht, so machtig wirk- 
ten Swanhilds Augen — da wurde ihr das Haupt verhiillt, und 
jetzt setzten die Pferde iiber sie hinweg, iiber die Konigstochter, 
die im Staube unter ihren Hufen lag. Diese unerhorte Tat be- 
schwor den trojanischen Krieg herauf, in welchem Roboam und 
sein ganzes Haus, ja der ganze Stamm sein Ende fand. — — 

Aber Swanhild wurde nur tot geglaubt, ebenso wie einst ihr Va- 
ter und ihr Halbbruder tot geglaubt wurden. Es heifit im deut- 
schen „Marchen", die Zwerge bei den sieben Bergen hatten das 
verfolgte Schneewitchen aufgenommen und der Konigssohn hatte 
sie zuletzt bekommen; diese „Zwerge // sind mit den Zwergen der 
Edda identisch, also mit den Slaven, den Japhetiten, welche tat- 
sachlich eine Kolonie in Joruvalla, der Stadt auf den sieben Hii- 
geln, hatten. Die deutsche Erinnerung besagt also, sie ware geret- 
tet worden, wenn sie auch die Mutter mit den ebenholzschwarzen 
Haaren mit der goldblonden Tochter verwechselt; doch ich er- 
wahne sie als eine Zeugin mehr. Zwei ganz verschiedene Kampfe 
um Troja sind in der llias zu einem zusammengezogen worden. 

Vergil hat viel mehr Wahrheit erhalten als Homer und ist viel 
wertvoller. 

In der Offenbarung des Johannes steht Swanhild unter dem. Ti- 
tel „Braut // , als Braut des Lammes (Jesu) verzeichnet. Es heifit dort 
im Kap. 19.7 und 8: 

„LaSt uns freuen und frohlich sein und ihm die Ehre geben, 
denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und sein Weib 
(nicht eine andere Jungfrau !) hat sich bereitet. Und es ward ihr 
gegeben, sich anzutun mit reiner und schoner Seide." 

Unter dem Schleier des Geheimnisvollen tragt Johannes die rea- 
len Ereignisse der ganzen Konigszeit vor — vollig, aber auch vol- 

253 



lig real ist die ganze Offenbarung aufzufassen, also auch die Hoch- 
zeit, die Wieder-Vereinigung der beiden Gatten ! 

Als Jesus die Arche mit bestieg, war auch sein Weib mit ihm ! 
Swanhild hatte ihm die Treue gehalten bis in den Tod, darum 
wurde ihr auch gegeben, sich anzutun mit reiner und schoner 
Seide, mit dem Schmucke der Treue und Gerechtigkeit. Sie hielt 
dem Gatten die Treue, er aber hielt Gott die Treue; er kam freiwil- 
lig von Nazareth in Nayda nach Joruvalla. — Eine alte Darstel- 
lung sagt auch, Helena ware garnicht nach Troja gekommen, son- 
dern bei „Proteus in Egypten" geblieben — da schimmert Wahr- 
heit durch ! Denn mit Proteus in Egypten ist hier kein anderer als 
Hermiones Vater, der Pharao Sisak in Nazareth in Nod-Egypten, 
gemeint. Er ist zugleich der Held welcher der Sieger von Troja 
wurde. — 

Jesus war verraten worden und es wurde ihm zum Scheine ein 
Prozefi gemacht, trotzdem sein Tod beschlossene Sache war. Er har- 
te Tote auferweckt, das war die Ursache zu seiner Verhaftung ! Das 
geht klar aus der Bibel hervor und auch aus der Geschichte des 
Aesculapius alias Asklepios (alias Jesus-Christus); von diesem heifit 
es, er hatte durch seine Kunst eine Menge Menschen vom Tode er- 
rettet, ja sogar Verstorbene ins Leben zuriickgerufen — deshalb 
erschlug ihn Zeus mit seinem Blitze. Ein Stuck biblische Geschichte 
in Sage verwandelt ! — Spinoza, der Philosoph, hat gesagt: „Wenn 
ich an das Wunder der Auferweckung des Lazarus glauben konnte, 
so wiirde mein ganzes philosophisches System zusammenbrechen, 
ich wiirde es ohne Zweifel aufgeben und Christ werden." 

Johannes allein erzahlt die Auferweckung des Lazarus, welche 
in der Geschichte des Asklepios alias Jesu bestatigt wird. 
Jesus hatte Macht iiber die leblose (scheinbar leblose) Natur, ii- 
ber leibliche und geistige Krankheiten und endlich, iiber den leib- 
lichen Tod. Ein einziges Kapitel der geistigen Wissenschaft verste- 
hen, heifit mehr als alle materiellen Wissenschaften der Erde be- 
herrschen, aber wir alle haben kerne Ahnung mehr von der alten 
Weisheit. 

Wir Abendlander wissen nichts im Vergleiche zu dem was un- 
sere Vorfahren bis zur letzten Eiszeit wufiten. Die „Wunder // Jesu 
sind gar kerne Wunder gewesen, sondern waren fur ihn na- 
tiirlich, denn er glaubte nur an eine Macht, an die Macht des 
Gut en und war nicht ein Dualist, wie wir; ob wir es nun bewufit 
oder unbewufit tun, wir glauben an zwei Machte, an die Macht 

254 



des Guten und an die Macht des Bosen — ja, Tausende glauben 
fest, dafi Boses machtiger sei als Gutes. 

Wegen der Totenerweckung machte man Jesu den Prozefi und 
hatte doch gar zu gern seine Kunst erlernt, um selbst das lange 
Leben zu haben — aber er schwieg. Man folterte ihn, um ihn zum 
Reden zu bringen— er schwieg. Er warf seine Perlen nicht vor die 
roten Schweine. Da wurde der teuflische Plan ersonnen, ihn an ein 
Kreuz zu nageln innerhalb der dritten Mauer, damit er nicht 
wieder davongehen konnte. 

Der jetzige Petersberg lag damals innerhalb der dritten 
Mauer. Das mufi beachtet werden. Der Olberg war es, der ostlich 
der ganzen Stadt vorgelagert war — er ist es heute nicht mehr, 
weil ein Erdbeben ihn in 3 Teile spaltete, wie ich im nachsten Ka- 
pitel zeigen werde. Auf dem langgestreckten Berge lagen sowohl 
Gethsemane wie Golgatha, aber ersteres aufierhalb der dritten 
Mauer, letzteres innerhalb der dritten Mauer. Einen Lageplan wer- 
de ich beigeben: 







(Clus) jfllpi- 

■-CiOLGATHA 



Der Oelberg mit den beiden hochsten Erhebungen vor dem Erdbeben. 



255 



Mitten in der Neustadt Bezetha erhob sich ein Tempel auf dem 
Olberge, auf dem schon David angebetet hatte, derselbe, in dessen 
Krypta zu jener Zeit die Bundeslade stand — in dessen Hofe sollte 
die Hinrichtung stattfinden. Jetzt war ein Entrinnen unmoglich — 
meinten Roboam-Nero und seine Priester. Es fanden sich ent- 
menschte Soldaten, welche Jesum ans Kreuz nagelten. Ja, diese 
Rothaute riefen ihm noch hohnend zu: „Nun steig herab, wenn 
du kannst \" 

Das taten Joten, aber nicht Juden ! 

Die falsche Ubersetzung des Wortes „Jote" mit Jude hat all die 
entsetzliche Verwirrung hervorgerufen, welche soviel Unheil ge- 
bracht hat. Der Tag der Auffindung des Alten Testaments, das lange 
vermauert war, wurde zum Ungliicke fiir Tausende. Es sollte nur 
jemand Biicher aus ausgestorbenen Sprachen iibersetzen, der sich 
dazu berufen fuhlt, wie z. B. Luther, welcher ein grofies Werk tat, 
wenn er auch leider das Kind mit dem Bade ausschiittete. — 

Golgatha ist das altbiblische Gilgal oder Galgala. Golgatha be- 
deutet Schadel. Dieses Wort bezog sich aber nicht etwa auf einen 
Hinrichtungsort, auf welchem Schadel herumlagen, sondern die- 
ses Wort deutet auf die Bundeslade hin ! 

Wir haben gelesen, dafi der Talmud sagte, der Graal ware ein 
Schadel gewesen — die christliche Legende sagt, der Schadel eines 
Urahnen habe an der Stelle gelegen, iiber welcher Jesus gekreuzigt 
wurde; der Zusammenhang ist da: „In der Bundeslade, dem 
grofiten Heiligtume, lag der Schadel, nach dem die ganze Statte 
Schadelstatte genannt wurde ! Ihr sei ein besonderes Kapitel vor- 
behalten. 

Der Jebusiter Aman, dem (nach Barbahlus Uberlieferung) der 
Ort Golgatha vorher gehort hatte und seine Tenne war, ist kein 
anderer als Amram - Abram, der Ahn der Roten. Dafi bei Joruvalla 
Steinbruche waren, dafi dort eine Kultusstatte war, wo Jesus ge- 
kreuzigt wurde, dafi Samuel dort zur Zeit Herodes I. war, das hat 
die Geschichte erhalten. Jesus litt dort die korperlichen und seeli- 
schen Qualen und nach wenigen Stunden nahm man ihn fiir tot 
vom Kreuze. Sein Stiefvater Josef von Nazareth (in Egypten), kam 
unter dem Namen Josef von Arimathia, nahm ihn vorsichtig vom 
Kreuze und hullte ihn in Salben und Binden — er behandelte ihn 
also ahnlich wie man eine Mumie behandelt, oder er tat doch so. 
Was er in Wirklichkeit mit Christo machte, werden wir nicht mehr 

256 



Tafel XIV. 




Eingang zum Felsenkeller an der Clus. 

(Siehe S. 257) 



Tafel XV. 




Abb. 1. Inneres der Siihnekapelle der Clus. 

(Siehe S. 257.) 




Abb. 2. Die Domkapelle, in welcher der Brodo- Altar steht. 

(Siehe S. 266.) 



sagen konnen; er war auch ein Heilkundiger, aber in keiner Weise 
so wie sein Stiefsohn, wie eine Stelle bei Vergil zeigt. 

Auf der Hohe lag (und liegt) Golgatha, im Grunde lag das 
Grab, die heutige Clus am Fufie des Petersberges. Der Felsenkeller 
darin mufi Jesu Grabstatte sein, S. Tafel XIII u. XIV Abb. 1. 

Dort waren nach der Beschreibung des Josephus die „Konigs- 
hohlen", und auf dem Petersberge sind Grundmauern einer Ka- 
pelle ausgegraben worden; es wird angenommen, dafi diese der 
historischen Zeit angehoren, aber das ist sehr zu bezweifeln, um so 
mehr als die Uberlieferung sagt, dafi beide Gotteshauser (das auf 
dem Georgenberge und das auf dem Petersberge) an einem Tage 
zerstort wurden — an einem Tage, in einer Stunde wurden aber 
bei dem Erdbeben, das am dritten Tage nach der Kreuzigung kam, 
die Gebaude auf dem einstigen Olberge zerstort. Vielleicht ist spa- 
ter auf den alten Grundmauern nochmals eine Kapelle erbaut 
worden, das ist anzunehmen, aber die Grundmauern gehoren mit 
hochster Wahrscheinlichkeit noch der alten romanischen Zeit an. 

Die Clus ist ein Gaultsandsteinfelsen. Aufier dem Felsenkeller 
befindet sich eine kleine in den Felsen gehauene Grabstatte darin 
und eine Siihnekapelle, ein ebenfalls aus dem Felsen herausge- 
hauenes Gemach. Selbst die Treppen sind aus dem Steine heraus- 
gehauen und erinnern an die Bauart der dltesten Teile der Burg 
Regenstein bei Blankenburg. Diese Bauart gehort nicht der histori- 
schen Zeit an. — 

Die Wahrheit iiber die Entstehung der Clus weifi niemand mehr. 
In jenen in den Jahren 1800 und 1842 erschienenen Chroniken sind 
Sage und Geschichte gemischt. Harweck-Waldstedt schreibt in sei- 
nem Biichlein iiber die Clus: „Etwas wirklich geschichtlich unum- 
stofsliches ist dariiber nicht vorhanden, sowohl die Chronik als 
auch die sonstige Uberlieferung widersprechen sich." — Die alteste 
Sage iiber die Clus hangt mit den Zwergen zusammen, und weiter 
wird berichtet, der grofie Christoph habe den Clusfelsen dorthin 
gebracht, als er den Heiland (nach Egypten) getragen und seinen 
Weg iiber Goslar genommen habe. Da schaut die Wahrheit 
durch ! Mogen die Jahrtausende sie noch so entstellt haben, die 
Wahrheit des Zusammenhanges des Heilandes und der Clus ist 
nicht ganz verschiittet: Denn der grofie Christoph ist kein anderer 
als der Mann, den die Edda Thor nennt (einen zweiten Thor we- 
gen seiner Starke), als der Mann, der im Neuen Testamente Josef 
von Nazareth und Josef von Arimathia genannt wird, der Stief- 

257 



vater Jesu. (Vergil berichtet aber dagegen, Aeneas hatte seinen 
alten, lahmen Vater Anchises (das ist Wolund alias Wieland) auf 
den Schultern aus Troja herausgetragen.) Er hat also wohl Jesum 
getragen, der 3 Tage nach solchen Erschopfungen, wie er sie erlit- 
ten hatte, gewiS nicht selbst gehen konnte. Die Edda wird die 
Wahrheit erhalten haben, dafi er in einem (natiirlich grofien) Korbe 
davon getragen wurde. Die Edda sagt, Thor trug Aurwandil da- 
vonnach Norden, aber er wurde wieder kommen — dasselbe, 
die Verheiftung, seiner Wiederkehr, aber bei seinen Lebzei- 
ten noch, steht im Neuen Testamente. Und er ist wieder vor 
den Thoren Trojas erschienen, als sein Stiefvater mit seinem Heere 
als Racher vor die Stadt kam und als Sieger nach Jahren in Joruval- 
la-Troja einzog ! — 

Es ist heute noch deutlich erkennbar, dafi eine groSartige An- 
lage einst dort war, wo wir heute nur noch die Grundmauern und 
die Reste der Clus sehen, aber gerade die Stellen sind erhalten, an 
denen Jesus litt und auferstand. Der „Felsenkeller // befindet sich 
nicht unter der Erde sondern zu ebener Erde und ist ein gerau- 
miges Gemach. In der Mitte desselben ist ein Stuck Felsen wie eine 
Saule stehen geblieben, und an dieser ist der Fels ganz abgeschabt. 
An diese Saule haben sie wohl Jesum gelehnt, denn die Uberliefe- 
rung sagt, daran hatten sich Rauige wegen einer Siinde die 
Finger zur Stihne blutig gekratzt. — — 



IX. 
Das Erdbeben. 

Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde 
gleichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirft, 
wenn er vom starken Winde geschiittelt wird. 
Und der Himmel entwich, als ob ein Buch einge- 
rollt wird, und alle Berge und Inseln wurden be- 
wegt aus ihren Oertern. 

Offenbar. Joh. 8, 13 und 14. 

„Und die Konige auf Erden und die Obersten und die Reichen, 
de Hauptleute und Gewaltigen, die Knechte und Freien verbargen 
sich in den Kliiften und Felsen an den Bergen. Und sprachen zu 

258 



den Bergen und Felsen: Fallt auf uns und bedeckt uns vor dem 
Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt und vor dem Zorne 
des Lammes; denn es ist gekommen der grofie Tag seines Zorns, 
und wer kann vor ihm bestehen?" So offenbart Johannes weiter. 

Als Jesus am Kreuze hing, breitete sich drei Stunden lang eine 
Finsternis iiber das Land aus. Am dritten Tage danach erst ge- 
schah die Heimsuchung durch das Erdbeben ! Wie sie geweissagt 
worden sein soil, geschah sie. Das Erdbeben zu Herodes I. Zeit, bei 
welchem ein Teil des Rammelsberges zum Hinnom - Herzberger 
Tale hin sank, war noch in der Erinnerung der Alten; man wufite 
auch noch von dem Beben, bei dem die westfriesischen Inseln ent- 
standen waren, aber ein so schreckliches Erdbeben wie dieses hat- 
te noch nie ein Mensch erlebt. Es waren „hin und wieder" Erschiit- 
terungen gewesen, wie Warnungen, welche den Menschen gege- 
ben werden, die im Begriffe sind, sich ins Ungliick zu stiirzen. 

Im 27. Kapitel des Evangeliums Matthaus steht: „Und von der 
sechsten Stunde an ward eine Finsternis iiber das ganze Land bis 
zur neunten Stunde. — Und siehe da, der Vorhang des Tempels 
zerrifi in zwei Stiicke von oben an bis unten durch. Und die Erde 
erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Graber taten sich auf 
und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen. Und 
gingen aus den Grabern nach seiner Auferstehung und kamen in 
die heilige Stadt und erschienen vielen." 

Matthaus hat wohl Wahrheit erzahlt, aber er wufite nicht, die 
Ereignisse genau der Reihenfolge nach darzustellen. Die Finsternis 
war am Tage der Kreuzigung. Das Erdbeben war erst am dritten 
Tage danach, am Tage der Auferstehung, wie er auch sagt. Mat- 
thaus beschreibt dasselbe Erdbeben wie Johannes in der Offenba- 
rung, dasjenige, welches zur Zeit Herodes IV. mit Namen Roboam 
oder Nero, war. Auf dasselbe Erdbeben deutet Sacharja hin, wie 
ich zeigen werde. Dieses Erdbeben gibt Johannes als das Zeichen 
der Regierung des vierten Konigs der Herodianer an, des sechsten 
von den sieben: 

„Und ich sahe, dafi es das sechste Siegel auftat; und siehe, es 
ward ein grofies Erdbeben und die Sonne ward schwarz wie ein 
harener Sack, und der Mond ward wie Blut." 

Das geschah gleich nach der Kreuzigung des siebenten Konigs, 
also zu Beider Zeit. — Johannes schreibt weiter im 8. Kapitel: 

„Und da geschahen Stimmen, Donner, Blitze und Erdbeben." 

Weiter im 11. Kapitel: 

259 



„Und zu derselben Stunde ward ein grofies Erdbeben und der 
zehnte Teil der Stadt fiel und wurden ertotet bei der Erderschiitte- 
rung. 7000 Namen der Menschen und die anderen erschraken und 
gaben Ehre dem Gotte des Himmels." 

Die grofie Stadt, in der Jesus gekreuzigt wurde, nennt Johan- 
nes, „geistlich // Sodoma und Egypten. Alle Roten werden hier 
also „Egypter // genannt. Sodoma wird die Stadt genannt, weil 
ihre Bewohner ebenso schlimm waren wie einst die von Sodom 
und ebenso vor dem Untergange gewarnt wurden; sie horten 
auch ebenso wenig, und nach 9 oder 11 Jahren wurden sie von 
der Flut getilgt. — Doch nicht allein von dieser Stadt spricht Jo- 
hannes — er wufite, dafi sie wohl geschadigt, aber nicht vernich- 
tet war — er nennt besonders einen anderen Ort, den er „ Baby- 
lon" nennt. Kap. 16, 19: 

„Und aus der grofien Stadt wurden 3 Teile (damit ist Joruvalla, 
die er geistlich Sodom oder Egypten nennt, gemeint), und die 
Stadte der Heiden (alias Riesen) fielen. Und Babylon, der grofien 
ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weins von 
seinem grimmigen Zorn." 

„Babylon // und „Sodoma // sind 2 ganz verschiedene Orte. „Ba- 
bylon" ist bei Johannes gleich Zion — Asdod — Asgart der Edda ! 

Wie wunderbar hat Johannes wieder den Vergleich zur Er- 
kennung gewahlt ! Das Zeichen von Babylon (dem heutigen Lon- 
don) war der hohe Turm gewesen, der dort einst zur Zeit der 
Sprachenverwirrung gebaut wurde, und ein ganz besonders hoher 
Turm (von dessen Zinne aus den Menschen Schwindel erfaSte, 
wie aus Josephus zu ersehen ist) war auf Zion, auf dem hohen 
Brocken beim Tempel Salomos alias Herodes III. 

(Der biblische Salomo wird in der Sage von den griechischen 
alias romischen Konigen auch Salmonaus und sein Sohn Nero 
auch Nimrod genannt. Dieser machte sich selbst zum Gotte. Siehe 
hierher „Die Sage vom babylonischen Reiche" in dem Buche „Die 
Trojaburgen Nordeuropas" von Dr. Ernst Krause.) 

Durch die Ereignisse in dem wirklichen Babylon (alias London) 
und diejenigen, welche nur vergleichsweise als in „Babylon // ge- 
schehen genannt werden, ist auch Verwirrung gekommen. Das 
nur vergleichsweise Babylon genannte Zion des Salomo auf dem 
Brocken ist das Wawylon, das Wallhall der Germanen. Wiist und 
von Schlangen bewohnt war es nach diesem Erdbeben geworden 
auf dem alten Babelsberge alias Brocken. Die versuchte Opferung 

260 



des Isaak war dort oben die erste Schandlichkeit gewesen, die Sen- 
dung des Mose durch List die zweite — jetzt schlug die Stunde der 
Vergeltung fur die Herodianer und die Zeit der Wiederkehr der 
Asamonaer, der Nachkommen des Mose. Jesus suchte verstreute 
Schafe aus Ismael, nicht Israel. 

„Der Bel ist gebeugt, der Nebo ist gefallen \" 

So sagte Jesaia, und dasselbe driickt Johannes im 18. Kapitel in 
anderen Worten aus: 

„Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die grofie und eine 
Behausung der Teufel geworden und ein Behaltnis aller unreinen 
Geister und ein Behaltnis aller unreinen und feindseligen Vogel." 

Das ganze achtzehnte Kapitel erzahlt nur von dem Falle des 
Tempels Salomos bei dem Erdbeben. 

„Denn von dem Wein des Zorns ihrer Hurerei haben alle Hei- 
den getrunken, und die Konige auf Erden haben mit ihr Hurerei 
getrieben und die Kaufleute sind reich geworden von ihrer grofien 
Wollust. Und ich horte eine andere Stimme vom Himmel, die 
sprach: Geht aus von ihr, mein Volk, dafi ihr nicht teilhaftig wer- 
det ihrer Siinden, auf dafi ihr nicht empfangt etwas von ihren Pla- 
gen. Denn ihre Siinden reichen bis in den Himmel, und Gott ge- 
denkt an ihren Frevel." 

„Wehe, Wehe, die grofie Stadt, die bekleidet war mit Seiden 
und Purpur und Scharlach und iibergoldet war mit Gold und E- 
delsteinen und Perlen. Denn in einer Stunde ist vernichtet solcher 
Reichtum !!" 

„Wehe, wehe, die grofie Stadt, in welcher reich geworden sind 
alle, die Schiffe im Meere hatten, von ihrer Ware ! Denn in einer 
Stunde, ist sie verwiistet \" 

„Also wird mit einem Sturme verworfen die grofie Stadt Baby- 
lon und nicht mehr erfunden werden !" 

Durch die Zauberei dort oben waren verirrt worden alle Hei- 
den. „Und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr er- 
funden worden und aller derer, die auf Erden erwiirgt sind." 

In derselben Stunde zerrissen die Tempel auf dem Oelberge un- 
ten im Tale, und der Oelberg wurde in 3 Teile gespalten. Da die 
Neustadt Bezetha am und auf dem Oelberge lag, so wurde also 
damit die ganze Neustadt in 3 Teile zerrissen !! 

Gerade an den Grabern, an den Konigshohlen ging der Rifi ent- 
lang, so dafi die (einbalsamierten) Toten zu sehen waren ! Einsam, 
zerrissen blieb die Clus allein dort stehen so wie sie heute noch 

261 



steht. — Mischlinge von Joten (Nachkommen Kains) und Hamiten 
alias Albinos alias weifihaarigen, rotaugigen Mohren, Babyloniern 
alias Alben haben Jesum gekreuzigt und nicht Semiten oder Japhe- 
titen. Rote, schwarze und weifie Haare hatten diese Mischlinge. 



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SUOMERBERG 




!0 KlNDERBRUNKEN 



Der Oelberg nach dem Erdbeben, in 3 Teile gespalten. 

Der heutige Georgenberg und der heutige Petersberg sind 
stehen gebliebene Reste des einstigen Oelberges. Zwischen bei- 
den und siidlich vom Petersberge brach die Erde ein, so dafi die- 
se miteinander verbunden gewesenen Stellen nun getrennt wa- 
ren, und der dritte Teil wurde aus seinem Orte geriickt und sank 
nach Siiden um. Ein tiefer Rifi ging am Georgenberge entlang, so 
dafi er durch eine Schlucht von der Unterstadt getrennt wurde 
und einen Teil fur sich bildete. Die dritte Mauer um Bezetha am 
Oelberge wurde fast ganz vernichtet — Und dort wurde und 
blieb die schwache Stelle der Stadt, die Einfallstelle fur die Fein- 
de! 

Aus 3 kleinen Ansiedlungen war die grofie Stadt einst entstan- 
den, die eine Ansiedlung im Herzberger Tale war verschwunden, 
aber auf den 7 Hiigeln hatte sich die neue grofie Stadt mit ihren 3 
Mauern ausgebreitet. Jetzt war die Neustadt in 3 Teile gerissen, 
und von jetzt an wurde sie „Troja // nur noch genannt, denn das 
Wort Troja bedeutet drei, franzosisch troi. Eine dreifache, dreif ach 
ummauerte und in drei Teile geborstene Stadt war die Kaiser- 
stadt. 3 ist engl. three, lat. tres, griechisch tria. 

262 



Wie hatten die roten Riesen auf ihre Stadt gepocht, die ver- 
mauert war „bis in den Himmel" — scheinbar uneinnehmbar. 
(Ware die dritte Mauer geblieben, sagte Josephus, ware die Stadt 
auch uneinnehmbar gewesen — aber die dritte Mauer blieb eben 
nicht !) Eine Stunde, eine einzige Stunde, ein Beben der Erde, und 
der Stolz der Stadt, die dritte Mauer lag teils versunken, teils in 
Trummern da ! Der Tempel Salomos auf Zion (eins der Wunder 
der ganzen Welt) war spurlos vernichtet, verbrannt, versunken. 
Dicke Torfmoore und Klippen sind bezeichnend fur die einstige 
grofie Tempelstadt Asdod, die goldene Beule des Landes. 

Die dritte Mauer lag durchbrochen da, und doch hatten die roten 
Riesen gemeint, jetzt, jetzt konnte ihnen Jesus nicht entrinnen, trotz 
der Weissagungen nicht, trotz des Gottes im Himmel nicht, dessen 
Existenz sie verspotteten ! Er war ja angenagelt innerhalb der drit- 
ten Mauer — und die Erde schiittelte sich, die Tempel fielen, und 
durch den MauerriS flohen Josef mit Jesum und den Getreuen. 

Wer achtete in der Stunde des Erdbebens auf den Anderen !? 
Jeder suchte nur selbst sein Leben zu retten. 

Der Oelberg lag vor Jerusalem gegen Morgen, sagte Sacharja; 
und 14,4 steht: 

„Und der Oelberg wird sich mitten entzwei spalten, vom Auf- 
gang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, dafi sich eine 
Halfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag 
geben wird." 

Das heifit, eine Halfte wiirde an der einen, und eine an der an- 
deren stehen bleiben. Das Original mufi an dieser Stelle auch et- 
was ungenau iibersetzt worden sein, wie an manchen anderen, 
wie durch Vergleich der verschiedenen Schriften und Tatsachen 
bewiesen werden kann. — Durch das so entstandene Tal eilten die 
Fluchtlinge in jener Stunde der allgemeinen Verwirrung. Das bib- 
lische Rama (d. h. Roma) ist mit Akra des Josephus identisch. Der 
Kidron des Josephus ist Kison der Bibel, das heifit Gison alias Go- 
se. Bethphage am Oelberge ist sehr wahrscheinlich mit dem Be- 
zetha des Josephus identisch. Der ganze Berg, der Joruvalla-Troja 
ostlich vorgelagert war, hiefi Oelberg; es war also ein Berg, aber 
mit zwei Erhohungen, zwei Hiigeln, ebenso wie Kaiserhaus und 
Dom auf einem Berge, aber auf 2 Hiigeln stehen. Der Domhugel 
bestand einst als runde Erhohung fur sich, er wurde erst in ein 
Viereck verwandelt. 

Ich sage nochmals, die Stelle bei Sacharja ist schwer verstand- 

263 



lich erhalten geblieben und wiirde sicher mifiverstanden werden, 
wenn wir sie nicht mit einer Stelle der Offenbarung vergleichen 
konnten ! Dort steht, dafi die grofie Stadt (womit die Neustadt ge- 
meint war) in 3 Teile spalten wiirde. Da die ganze Neustadt am 
und auf dem Oelberge lag, so sind die beiden Nachrichten des 
Sacharja und des Johannes miteinander identisch !! Spaltete 
sich der Oelberg, so spaltete sich die Neu-Stadt. 

Weil das heutige Goslar Joruvalla-Troja ist, so konnen wir leicht 
die Richtigkeit der Schrift nachpriifen. In Jerusalem in Palastina 
hat man die alten Statten unmoglich finden konnen. Man bezeich- 
net eine Stelle mit diesem, eine andere mit jenem Namen, doch ist 
keiner richtig. Roma-Troja-Jerusalem sind nicht 3 Stadte, sondern 
ein und dieselbe: Goslar ! Als Nero sich dort anbeten liefi, herrsch- 
te in Italien der etruskische Tyrann Mezentius. Neros Vater ist in 
der Edda Atli-Od-Ottar-Muspell. Nero ist gleich Jormunrek-Surt- 
Sorli-Skirnir- (der Gerds Freier, aber nicht Freyrs Diener war) Ro- 
gnir al. Ragna und Hroptr. — Sigurd ist gleich Njord und Jonakr 
(Josef), dessen „Brut" Jormunrek hafit. Im alten Hamdismal wer- 
den 3 Sohne irrig genannt, Sorli ist aber gleich Jormunrek, an 
den Hamdir den Erp verriet. Erp, an dem Sorli und Hamdir 
libel handeln, ist der Halbbruder Hamdirs — Ephraim, Manasses 
Bruder ! Judas, der Verrater, ist gleich Manasse und Domitian etc. 
Jonakr hatte nur 2 Sohne, und er, der Vater (nicht einer der bei- 
den Sohne) war einst der hochberuhmte Held. Der Ausdruck 
„Cherusker // ist derselbe wie Christ. Er, Jonakr-Karl-Sigimer al. 
Sigurd war der erste Cherusker alias Christ ! Sein Sohn Arminius 
ist Ephraim-Erp-Sigmund-Freyr etc. Dieser an den Galgen Ge- 
hangte wird auch Randwer genannt, der aber nicht Jormunreks 
sondern Jonakrs Sohn war. Der andere „Sohn // des grofien Man- 
nes war Genelun, der Verrater Rolands, Homers Agamemnon. In 
der Edda ist er Hamdir (s. Vers 29), gleich dem ungenannten 
Schwestersohne Njords, gleich dem Sohne von Absaloms geschan- 
deter Schwester. — Jormunrek hat „Randwer // um Swanhilds wil- 
len gekreuzigt; im alten Hamdismal (Vers 22 resp. 24) steht: 

„Das sollte mir erwiinscht sein, 

Wenn ich Hamdir und Sorli. (mufi heifien Erp) 

In meiner Saulenhalle 

Erblicken konnte; 

Dann mocht ich sie binden 



264 



Mit Bogensehnen 

Fest am Galgen 

Die „guten" Enkel Gjukis!" 

Das Wort „gut" ist ironisch, gemeint, denn Jormunrek-Nero 
trachtete Erp-Randwer nach dem Leben — und dieser sowohl als 
sein Verrater waren Sohne Sigurd-Jonakrs, also Enkel Gjukis al. 
Jakob-Davids !! — Zu deren Zeit war das Erdbeben im Harze, das 
Plinius schildert. 



XX. 

Die Bundeslade wurde gerettet. 

Darauf nahmen sie den Schadel, fertigten einen 
Altar und setzten ihn in dem Grunde auf vier 
vorstehende Ecken, und unter jede machten sie 
einen Zwerg als Osten, Westen, Norden u. Siiden. 
Edda, Gylfaginning 8. 

Ein Wehe ist dahin; siehe es kommen noch zwei 
Wehe nachdem. Und der sechste Engel posaunte. 
Und ich horte eine Stimme aus den vier Ecken 
des goldenen Altars vor Gott. 

Offenbar. Joh. 9. 12 und 13. 

In der prosaischen Edda wird erzahlt, was mit Ymirs Leichname 
und mit Ymirs Schadel einst von den „Gottern" gemacht wurde: 

„Darauf nahmen sie den Schadel, fertigten einen Altar und setz- 
ten ihn in dem Grunde auf vier vorstehende Ecken, und unter jede 
machten sie einen Zwerg als Osten, Westen, Norden und Siiden. 
Dann nahmen sie die Leuchter aus Muspelsheim und stellten sie 
mitten in Ginnungagap oben und unten am Altare hin, um den 
Grund (alias Gruft oder Krypta) zu erleuchten. Allen Lichtern ga- 
ben sie Platze nach Tagen und Jahren." 

Mit diesen Worten wird in der Edda der Goslarer 
Krodoaltar beschrieben, der „goldene Altar" des Johan- 
nes, der „goldene Altar", welchen die Goslarer Uber- 
lieferung erwahnt und welcher mit dem Krodoaltare 
und der Bundeslade Israels identisch ist. Alles Gold- 

265 



schmuckes, aller Edelsteine ist er beraubt, und dennoch ist er mir 
heute wichtiger als alle Diamanten der Welt, denn er ist der beste 
Zeuge der etruskisch-romischen Kaiserzeit in Goslar, welche vor 
der letzten Eiszeit war. Diese tragbare Lade ist die grofite 
Kostbarkeit in Goslar \ Ihre Bedeutung fur den Historiker ist 
ihre Wiederfindung an der Statte, wo sie nach der Schilderung der 
Propheten zuletzt war, und sie selbst. 

S. Tafel XV Abb. 2 u. XVI. 

Dafi eine heilige Lade in Troja erbeutet wurde, ist noch bekannt. 
Da Troja gleich Jerusalem-Joruvalla ist, so hatten — wenn diese 
trojanische Lade nicht mit der Bundeslade identisch ware — 2 La- 
den dort sein miissen. Davon sagt aber keine Quelle etwas. Der 
Krodoaltar alias „Goldener Altar" ist die Bundeslade Ismaels alias 
Mose. Ismaeliten gehorte sie und nicht Israeliten. 

Dafi der Inhalt der heiligen Lade ein Schadel war, darauf deuten 
einmiitig alle Uberlieferungen, sei es direkt oder indirekt. Die Edda 
sagt, der Schadel Ymirs ware darin gewesen, und er ware in Gin- 
nungagap gewesen. Ginnungagap ist Golgatha. Josephus sagt von 
derselben Statte, sie hiefie Bezetha, das ware soviel wie Kainopolis 
— sie gehorte eben den Nachkommen Kains. Die christliche Legende 
sagt, der Schadel Adams ware auf Golgatha begraben gewesen — 
und so war es. In der Lade in Troja soil das Dyonisosbild gewesen 
sein; durch den Ausdruck „Bild // diirfen wir uns nicht beirren lassen, 
lassen, wir miissen an ein Mumienbild denken, an einen einbalsamier- 
ten und kostbar eingehullten Schadel, der das Bild des Ahnen zeigte. 

Ginnungagap der Edda, Golgatha des neuen Testaments, der 
Tempel auf dem Olberge, zu dem David zur Anbetung ging, der 
im Alten Testamente erwahnt wird, und Bezetha des Josephus ist 
derselbe Ort bei Zela-Troja-Joruvalla-Jerusalem-Goslar. — Die 
Bundeslade stammte von Asamonaern (dem Bruderstamme der 
Etrusker) und wurde von Sizilien, von Messina aus durch Italien 
iiber die Alpen nach dem gelobten Lande — dem Harze — ge- 
bracht. Adam scheint also auch (wie Kain) sein Ende auf Sizilien 
gefunden zu haben ! 

Die Goslarer Uberlieferung sagt auch, dafi der goldene Altar — 
der mit dem Krodoaltare identisch ist — in der „Kirche // auf dem 
Petersberge war; sie nennt also auch denselben Ort !! So deuten 
(die trojanische Sage mitgerechnet) sechs Zeugen auf denselben 
OrtW Und der Beweis endlich, dafi sie dicht bei diesem Orte, in 
der Domkapelle von Goslar, heute noch steht ! 

266 




Ehemaliger Dom zu Goslar. 




Hoher Chor im ehemaligen Dome zu Goslar. 



267 



Es waren nicht 2 Laden sondern nur die eine, die hochberiihmte 
Bundeslade in Jerusalem-Joruvalla-Troja-Klein-Rom-Goslar — — 
und sie steht heute noch da, ein einsamer, alles Goldes, aller Ju- 
welen beraubter Zeuge der Zeit vor der letzten Flut und Eiszeit ! 
Und sie wird mein Zeuge werden, dafi wirklich teils gefliichtete, 
teils verbannte Nachkommen Adams hinter dieser Lade her durch 
Italien und iiber die Alpen zuriick nach Norden zogen und vom 




Inneres des ehemaligen Domes zu Goslar. 
Harze aus herrschten. Die roten, rotaugigen, riesigen Romanen 
sind verschwunden, die Zwerge teils vernichtet, teils zerstreut, die 
vier Zwerge aus Bronze aber halten noch immer knieend die Arme 
hoch und halten die Bundeslade. In dieser war der „Gott", der 
ihnen einst voranging, denn der Urahn, dessen Schadel darin lag, 
war ihr hochster Gott, und wo sein Schadel lag, da war er selbst 
gegenwartig. — Als die Lade endlich in der Krypta am Petersber- 
ge stand, wurden Tag und Nacht Lichter bei ihr gebrannt. 

268 



Die „Ecken" am Altare fehlen. Von einem der goldenen Leuch- 
ter und den beriihmten Saulen weifi die deutsche Chronik noch zu 
erzahlen. An der Lade fehlen die goldene Platte (identisch mit dem 
„Deckel" und den „Steintafeln des Gesetzes", denn die Steine wa- 
ren Edelsteine), die goldenen Leuchter, die goldenen Ringe, aller 
Schmuck, alle Edelsteine, ja selbst die Zwerge haben nur traurig 
leere Augenhohlen, in dienen damals Edelsteine leuchteten. Aber 
ohne alles Gold, ohne alle Steine ist das alte etruskisch- 
ismaelitische Kunstwerk von hochstem Werte. — Leuchter schei- 
nen auch in den Offnungen auf den Kopfen der Zwerge gesteckt 
zu haben. Dafi Leuchter daran waren, berichten Edda und Gosla- 
rer Uberlieferung. Die goldene Platte wurde durch eine Marmor- 
platte ersetzt und zwar mit hochster Wahrscheinlichkeit von dem- 
jenigen, welcher die wertvolle Platte versteckte — um sie zu ret- 
ten. — Aufier den 4 Ecken waren die 4 Zwerge darunter. Die Ge- 
setzestafeln waren nicht in der Lade, sondern als Deckel darauf . 

In der Lade waren Adams Schadel, der Mannakrug und der Aa- 
ronsstab (Hebr. 9,4). Der Mannakrug war der Graal ! Mit Adams 
Schadel und dem Deckel enthielt die Lade also die 4 groSten Kost- 
barkeiten der roten Rasse. Aaron war das Haupt der Etrusker. 

Kain-Karl-Kronos hat in Sizilien geendet; wie Adams Schadel 
nach Sizilien gekommen ist, weifi ich nicht. Die Bundeslade 
stammt aus Sizilien, aus Messina am Aetna — das ist gewifi ! — 
Deutsche Uberlieferung sagt, der Schadel des heiligen Sixtus sei 
auf dem Peter sberge gewesen. — 

Wir finden Romerspuren in alien Landern, wir hielten aber sol- 
che Funde bisher fur solche aus historischer Zeit, und das war ein 
grofier Fehler. Unsere Grundirrtiimer machten alles falsch. Auf 
Schritt und Tritt stofit man in Goslar auf Spuren der roten Riesen. 
Es gibt einzelne Zimmer, in denen die Fenster noch fur Riesen be- 
rechnet waren, die so hoch liegen, dafi Menschen einen Tritt oder 
Stufen brauchen, damit das Fenster die rechte Hohe fur ihre Grofie 
hat. Von einem roten Edomiter stammt der Kaiserstuhl mit der 
alten Ballustrade, der Stuhl des Sintbest ! Er entstammt einer Zeit, 
in welcher noch Lowen das Land zwischen Rhein und Elbe unsi- 
cher machten. Herodot sagte, Neilos und Indos waren die einzigen 
Fliisse mit Krokodilen gewesen — Neilos und Indos, die Herodot 
meinte, waren Nil und Rhein. Mit dem „Rheine // der Nibelungen- 
sage ist absolut nicht der heutige Rhein sondern ein Flufi im Harze 

269 



gemeint. Dort wurde der Schatz Josef-Sigurds versteckt. — Mit 
Lowen kampfte David im Harze. Lowen briillen dort nicht mehr, 
Wolfe lungern Abends nicht mehr hungrig umher, nur Wild- 
schweine sieht man noch an einsamen Stellen. Zedern, Olbaume 
und Feigen sind auch aus dem Harze verschwunden. Wesen, die 
halb Tiere halb Menschen waren, haben dort existiert und genau 
so ausgesehen, wie wir sie noch abgebildet finden, wie sie auch 
auf der „Ballustrade // aus dem Steine gemeifielt sind. An demsel- 
ben Gegenstande wird ein Mann der alten Zeit (derjenigen Zeit, in 




Tier an der Kaiserstuhl-Ballustrade. 

welcher der krasse Realismus herrschte) nicht das eine Feld reali- 
stisch und das andere vollig phantastisch schmiicken. Bei alien 
alten Funden, auch bei den in den Hohlen gefundenen Zeichnun- 
gen, finden wir ausgepragten Realismus der Darstellung. Auf den 
Bildern, die ich beigebe, welche die Seiten der „Ballustrade" dar- 
stellen, sehen wir einen Vogel mit einem dicken geringelten Rep- 
tilschwanze und mit einem Kopfe und Maule, das einem gefraSi- 
gen Saugetiere anzugehoren scheint. Solche Bilder sollten wir 
sorgsam mit Gerippen, die wir ausgraben, vergleichen. Alle Funde 
niitzen sehr wenig und wiirden nur tauschende Bilder der alten 
Zeit geben, wenn wir nicht gleichzeitig die alten Biicher und Bilder 

270 



studierten und nicht endlich aufhoren wollten, Marchen oder 
Symbole, Phantasiebilder oder Nachahmungen auslandischer 
Vorbilder in ihnen zu sehen. 

Die Spuren der Riesenbauten sind im Harze iiberall sichtbar. 
Was „Menschen" tatsachlich nicht schufen, das bauten aber die 
Riesen. Die Kampfer gegen Troja waren „die riesigen Manner 
Achaas". Josef- Absalom-Sigurd war ein Riese. Nach der Wolsun- 
gensage waren seine Schultern so breit wie die zweier Manner. 
„Ein Merkmal seiner Grofie ist dies: Wenn er umgiirtet mit seinem 
Schwerte Gram, welches 7 Spannen lang war, durch ein vollwach- 
senes Roggenfeld ging, so reichte seine Scheide mit ihrem unteren 
Ende an die emporstehenden Ahren. Noch bedeutender als seine 
Grofie war seine Starke." 

Aus dieser Zeit der Riesen stammt das etrurisch-asamonaische 
Kunstwerk, die Bundeslade, die. von Sizilien nach dem Brocken 
getragen wurde und dann nach Golgatha kam. Die Egypter hatten 
ihre Zeitrechnung mit Adam angefangen, und diese ging (nach 
Diogenes Nachrechnung der Gestirnaufzeichnungen bis Alexan- 
der, d. h. bis Mose) 

48,863 Jahre von Adam bis Mose alias Alexander, 
1,200 „ „ Mose bis Jesu Einzug in Kanaan, 

9,572 „ „ von Jesu bis 1912 unserer heutigen fal- 

schen Rechnung. 



59,635 Jahre. 

Die 9,572 Jahre sind indischen Berichten entnommen. Die Inder 
sagen aber, das vorletzte grofie Erdungliick (zu dessen Zeit Adam 
lebte) ware vor 80,000 Jahren gewesen. Die Astronomie mufi das 
letzte Wort haben. 

s. Tafel XVII und XVIII. 



271 



XXI. 

Der Sieg tiber J6ruvalla=Troja=Goslar durch den achten 
Konig, welcher als vierter geachtet wurde. 

Und das Tier, das gewesen ist, und nicht ist, das 
ist der achte, und ist von den sieben und fuhr in 
die Verbannung. Offenbar. Job. 17, 11. 

Diese (die Bewohner der grossen Stadt) werden 
streiten mit dem Lamme, und das Lamm wird sie 
iiberwinden denn es ist ein Herr aller Herren und 
ein Konig iiber alle Konige und mit ihm die Be- 
rufenen und Auserwahlten und Glaubigen. 
Offenbar. Joh. 17, 14. 

Josef -Absalom-Sisak kehrte mit dem noch lebenden Hadad-Ado- 
nai-Jesus und seinen Getreuen nach Nazareth in Egypten zuriick. In 
einem Korbe hatte der Starke den totwunden Stiefsohn getragen 
und war „nach Norden" geflohen. (Nach der Edda trug ihn Thor.) 

Homer werden 2 beriihmte, klassische Werke zugeschrieben: Die 
Ilias und die Odyssee. Erstere wurde bisher der anderen voran- 
gestellt, die Irrfahrten des Odysseus waren aber lange vor dem er- 
sten Kampfe um Troja, welcher in der Ilias geschildert wird. Von 
diesem berichtet auch Vergil, Ges. 2, Aeneide. Ebenso wie in Bibel 
und Edda erscheinen auch bei Homer und Vergil dieselben Per- 
sonen Unter verschiedenen Namen. Wir diirfen uns dadurch und 
durch falsches Drum und Dran den klaren Blick nicht triiben lassen. 

Zur Klarung und Erleichterung, Belagerte und Belagerer in und 
vor Troja unterscheiden zu konnen, gebe ich zunachst eine Liste 
der Personen, die Vergil hauptsachlich nennt, und stelle dieselben 
Personlichkeiten unter ihren anderen Namen in den anderen alten 
Schriften daneben: 



Altes Testament 


Neues Testament 


Edda 


Vergil 


1. Ismael-Mose- 


Mose-Eli 


Sigmund-Moin-Jor- 


Mars-Mavors- 


Herkules 




mungard-Ask- 
Motsognir-Mimir 


Herkules. 


2. Amram-Abram- 


Abraham 


Budli 


Belus 


Peor 








3. Lamech (dBlinde) 




Hod der Blinde- 


Euander (Urgrofi- 


Hewan d. Dichter, 




Helblindi - Bragi - 


vater der Lavinia) 


Amihud 




Nidhod 




4. lakob- David- 


Zacharias 


Gjuki-Thiazi-Wili- 


Vulkan 


Juda (Zadok- 








Israel) 









272 



Altes Testament 


Neues Testament 


Edda 


Vergil 


5. Lea-Bilha 


Eliseba 


Gudruns unge- 
nannte Mutter 


Leda (Leto) 


6. Silpa-Zeruja 

7. Benjamin d.Nasir 
Jerobeam (Jakob- 
Davids Sohn). 

8. Dina-Hagith 


Johannes der 
Taufer 

Maria 


Grimhild 
Hogni 

Gudrun-Orboda 


Cytherea (mit Ve- 
nus nicht identisch) 

Dido-Danae- 


(Jakob-Davids 
Tochter) 
9. Sichem (Dinas 
erster Mann 


(die schwarze) 


Skadi - Freya 


Creusa (Diana) 
Sychaus. 


10. Josef-Absalom- 
Sisak-Noah II. 


Josef v. Nazareth 
Josef v. Arimathia 


Sigurd-Widar- 
Njord v. Noatun- 


Aeneas 


(Dinas zweiter 
Mann) 
11. Salomo, d. Ko- 


Abaddon- Apollyon 
Herodes (III.) 


Jonakr - Svipdag 
Atli 


Priamus 


nig (Dinas drit- 


Archelaus. 






ter Mann) 
12. Naema-Maacha- 


Rahels ungenann- 


Bodwild - Borgny- 


Venus - Ilia - Maja 


Rachel, (die 
weifie Maria) 
13. 


te Tochter (Josefs 
Mutter) 


Groa, Hels Tochter 
Hjordis, Grid 
Wolnud-Willmund, 


(Aphrodite) 
Anchises, der 






der Lahme 


Lahme 


14. Deborah, Re- 
bekkas Schwe- 


— 


Jord-Alvitr- Brun- 
hild, Beckhilds 


Juno - Elissa (Ho- 
mers Penelope) 


ster, (Josefs erste 
Frau) 
15. Dina (Josefs 
iweite Frau 


s. 8 


Schwester 
s. 8. 


gleich Athene ! 
s. 8 


16. Asnath (Josefs 
Tochter v. seiner 


— 


Aslang 


— 


ersten Frau) 
17. Hadad, Konig 
von Syrien, 
Ephraim - Ado- 


Jesus Christus 


Sigmund - Har - 
Aur-wandil (Rand- 
wer) Heimdall II. — 


Ilus- Julus - Aska- 
nius 


nai - Jesus (Jo- 
sefs Stiefsohn 




Chris tus-Freyr. 




Sichems Sohn. 








18. Die Tochter 


— 


Swanhild - Hnofi- 


Lavinia (auch 


Pharaos, Abisag 




Gerd (Jesu Gattin) 


Kasmilla genannt 


von Sunem (Jo- 






(bei Homer Her- 


sefs Tochter von 






mione) 


seiner 2. Frau. 








19. Genubath 

20. Bath-Seba-Beth- 


— 


Bikki (die Feindin 


Ganymed 
Hekuba 


sua. 




Swanhilds) 





Odysseus, der (bei Homer) eine Rolle vor Troja spielt neben 
AchilL ist mit jenem Odysseus, welcher die Irrfahrten machte, ab- 
solut nicht identisch. 



273 



Thor, mit dem Beinamen Weor, war der Wohltater der Men- 
schen. Nach der Edda war er es sogar, welcher Aurvandil, den 
Meerwandler davontrug — Vergil schreibt, Aeneas hatte den lah- 
men Anchises (alias Wolund) auf den Schultern getragen. Beide 
Helden haben also je einen am Gehen Verhinderten getragen. Als 
sie die Stadt der Greuel Joruvalla-Troja flohen war das ! 

Im Liede Hymiskviba, Vers 11, wird Thor auch direkt der 
Gegner des Hrodr (alias Her odes) genannt. Ich irre nicht, wenn 
ich sage, dafi mit diesem Hrodr der Konig Herodes der Vierte, 
welcher Jesu kreuzigen liefi, der Sohn Salomos, gemeint war. — 
All diese Kampfe waren deshalb ohne das Verstandnis der Offen- 
barung garnicht zu verstehen, weil die Gegner miteinander ver- 
wandt waren von Anfang bis zum Ende: Von des Ahnen Budli 
Weibe wurden (mit Loki) Mose, Aaron und Hel-Mirjam gezeugt 
— und Odin wurde das Haupt der Herodianer, Mose, Lokis Sohn, 
wurde das Haupt der Asamonaer. Deshalb wird Loki auch stets in 
der Edda als Gegensatz zu Odin dargestellt, deshalb wird er auch 
von den „Gottern", den sogenannten, gehafit ! 

Die Tochter von Juda-Jakob-David heiratete einen Asamonaer,. 
und Thor hielt zu ihnen; war doch seine Mutter in letzter Ehe mit 
Potiphar-Gunnar (dem Stiefsohne Jakobs) verheiratet gewesen ! In 
alien nordischen und altdeutschen Geschichten finden wir bibli- 
sche Geschichten — es kann ja auch garnicht anders sein. Joab z. B. 
ist in der Gautreksage Starkad, der Konig Wikar (Widar der Edda) 
an einer Fichte aufhangte und mit einem Speere durchstach. Die 
sog. Spriiche Hars, die aus 6 ganz verschiedenen Gedichten be- 
stehen, enthalten im 163. Verse auch die Tatsache, dafi Har (Jesus) 
seine Schwester als Gattin im Arme hielt. 

Jormunrek, der Machtige, ist (wie gesagt) mit dem Christen- 
verfolger Nero identisch, der nicht in GroS-Rom in Italien, son- 
dern in Klein-Rom, dem heutigen Goslar, lebte. Joten-Juden-Goten 
werden in der alten Geschichte wild durcheinander gebracht, 
und unsere Kinder miissen in den Schulen falsches lernen. Ware 
ein Jude ein Nachkomme Davids, dann ware er Romane, ein Se- 
mit ist nicht „Jude // — ich weifi iiberhaupt nicht, was das Wort 
„Jude" bedeuten soil. Jote und Jude sind ebenso verwechselt 
worden wie „ Israel" mit Ismael alias Mose, dem Ahnen der Asa- 
monaer und Verwandten der Etrusker. Es ist vollig erklarlich, 
dafi in Italien Spuren der Edomiter und Asamonaer zu finden 
sind denn Aeneas {der Asamonaer) holte Etrusker zu Hilfe 

274 



gegen Troja-Jerusalem — und in Italien, sind Beutestiicke der 
Sieger zu finden ebenso wie in Kopenhagen und Stockholm. Nicht 
von historischen Bewohnern Roms sondern von Etruskern stam- 
men solche Zeugen des Sieges iiber die letzte Hochburg der Nach- 
kommen Kains. 

Zu Jormunreks Zeit wurde (durch das furchtbare Erdbeben) 
„Asgard versenkt", wie es Skaldskaparmal 1 geschrieben steht. Spur- 
los verschwand es vom Erdboden, sagt auch die Bibel. Doch der 
Tyrann liefi sich durch dieses Erdbeben nicht beugen. Er baute in 
Joruvalla-Troja wieder auf was vernichtet war und wiitete weiter. — 

Penelope wurde von Homer Periboias Tochter genannt — das 
ist die Oigantin Angrboda der Edda, die Jochebed des Alten Te- 
staments ! 

Homers Kirke ist die Herkja der Edda, die Herodias des Neuen 
Testaments. (Kalypso scheint mit Ketura identisch zu sein.) David 
erscheint unter den Namen Peleus und Hephaistos; Schwiegerva- 
ter und natiirlicher Vater des Gatten der Dina werden aber in eini- 
gen Ziigen miteinander verwechselt, denn der Lahme ist stets Wo- 
lund alias Anchises. David machte dem geliebten Schwiegersohne 
die herrliche Riistung, welche fast alle Schriften erwahnen, das 
„bunte Gewand" Josefs ! 

Vergil wurden im Mittelalter viele Wunderwerke Roms und 
Neapels zugeschrieben — diese mittelalterliche Auffassung der 
Personlichkeit Vergils wird jetzt verlacht, und doch hatte das Mit- 
telalter recht, und diejenigen Gelehrten, welche aus Vergil einen 
Dichter der historischen Zeit machten, haben griindlich unrecht. 
Vergil wird auch als Nachahmer Homers angesehen und geringer 
als Homer angesehen — und gerade bei Vergil hat sich viel mehr 
Wahrheit aus der Zeit des Unterganges Trojas erhalten als bei Ho- 
mer, der mehr Uberarbeitern in die Hande gef alien ist. Is t doch 
Vergil der einzige, welcher aufier dem Alten Testamen- 
te und Dante den Sichem alias Sychaus, den leiblichen 
Vater Jesu, Christi nenntl Vergil ist einer der bedeutendsten 
Zeugen aus der Zeit, die der letzten Vereisung voranging. 

Die Ur-Ahnen werden nur im 7. Gesange genannt. Es konnte 
scheinen, als ware mit dem Sabinus der Pflanzer des Weins ge- 
meint, aber das ist nicht der Fall; erstens werden Italus und Sabinus 
zusammen genannt, und dann heifit es: „Der Pflanzer des Weins, 
dem die Hippe gekriimmt, hangt unter dem Bildnis — „also doch 

275 



unter des Sabinus Bilde ! Italus sehe ich fur eine Verstiimmlung aus 
Idalia alias Audumla, Edda oder Ida an. Die Urahnen werden nur 
erwahnt, als dem Aeneas die Bilder derselben gezeigt werden; au- 
Serdem wird im dritten Gesange einmal Jasius als Urahn er- 
wahnt, der mit Janus identisch ist, mit Adam und dem alten Eros. 

Ithaka ist der Harz bei Vergil, auch einmal Cyprus, 

Hesperia alias Italerland ! 

Doch darf einstiges Italerland durchaus nicht mit „Italia" ver- 
wechselt werden, womit tatsachlich Etruria-Italien gemeint ist. 
Von Hercules-Mars heifit es, dafi dieser grofite aller Kriegshelden 
dort Krieg fiihrte; Vergil spricht also aus, was ich ausfiihrte: 

„Fuhrt einst schrecklichen Krieg in Italia, trotzige Volker 

Bandigt, er und ordnet Gesetz und Mauern den Mannern." 

Das tat nicht Aeneas sondern Herkules-Mose. Mit dem „Er" ist 
Mose und nicht Aeneas von Vergil gemeint gewesen. 

Kain war der erste Herrscher in, Italien, der Konig der Urbe- 
wohner. Es waren Kananiter und die „ungeheuren Lapithen", de- 
ren Macht Mose brach. Von Josua wurde dann Italien drei Jahr- 
hunderte hindurch (1. Ges. Zeile 272) verwaltet. Nach 300 Jahren 
sollte es sein, dafi Ilia „ein Zwillingspaar auf die Welt bringt", 
durch welche die Herrschaft der Herodianer endete. Ilia, die Mut- 
ter der Zwillinge, ist die „Heilige Jungfrau", welche Josef -Absalom 
und seine Zwillingsschwester auf die Welt brachte. Diese Gesange 
stammen also aus einer Zeit, die vor der Geburt des Drachentoters 
lag. Ilia ist gleich Venus — diese ist nicht mit Cytherea identisch; 
Ilia- Venus war die tote Mutter, mit welcher der Held (wie auch die 
Edda berichtet) in mystischer Weise sprach, der Drachentoter, den 
Vergil Aeneas nennt. 

Cytherea war die zweite Frau seines Schwiegervaters. Wenn 
die „Gottin" Venus ihm erschien, so erschien ihm eben die Ver- 
stor-bene, zur Gottin alias Heiligen erhobene Mutter. (Berichte 
iiber Traumerscheinungen, spiritistische Materialisationen und 
iiber das wirkliche Leben miissen in der Edda und alien Klassi- 
kern sorgsam unterschieden werden.) 

Cytherea Vergils ist Zeruja des Alten Testaments, die schone, 
geliebte, zweite Frau Jakob-Davids, welche irrig Rahel genannt 
wurde, wahrend die beiden Frauen „Rahel // die Schwester Mose 
und deren Tochter waren. Leda ist Lea, die erste Frau, die Mutter 
der Dina und Johannes des Taufers, die vor Zeruja starb. Dido und 
Danae und Creusa wird Dina bei Vergil genannt. Teils wird ihre 

276 



Geschichte mit der ihrer Schwagerin Brunhild (Vergils Elissa alias 
Juno) vermischt. Doch wer Edda und Bibel lange verglich, kann 
die beiden Gestalten leicht auseinander halten. Sidon Vergils ist 
Silo-Sichem-Sieber im Harze. Die „Sidonierin" war Dina, die Mut- 
ter Jesu. Deren ersten Gatten Sichem nennt Vergil Sychaaus und 
berichtet dessen Ermordung, die auch im Alten Testamente be- 
schrieben wird und in der Edda in einem Helgiliede erhalten ist. 
Mit einem „Helgi" war ein Heiliger gemeint, das heifit ein Toter, 
ein Verstorbener, der heilig gesprochen war — wie das heute noch 
in der katholischen Kirche geschieht. 

Vergil schreibt von Sychaus und Dina alias Dido: 
„Ihr war einst Sychus vermahlt, an phonizischen Auen 
Uberreich und der Armen in herzlicher Liebe vereinigt, 
Dem sie der Vater zur Braut, die noch jungfrauliche Tochter, 
Festlich geweiht. Doch der Bruder Pygmalion iibet in Tyros 
Obergewalt, ein Frevler durch schreckliche Greuel verrufen. 
Bald nun trennete Wut die Erbitterten. Auf den Sychaus 
Ziickt am Altar der Entweiher, von Gier nach Golde geblendet, 
Zu heimtuckischem Morde den StahL um die Liebe der Schwe- 
ster Sorglos." 

So schildert Vergil den Mord und den Grund zum schandlichen 
Morde an Sichem alias Sychaus. — 

Die 7 Konige sind in den verschiedenen Schriften unter folgenden 
Namen verzeichnet: 



1. 


2. 


3. 


4. 


Edda 


Altes Testament 


Neues Testament 


Vergils Aneide 


(altnordisch) 


(hebraisch) 


(griechisch) 


(lateinisch) 


1. Augustus- 


Ismael-Mose- 


Mose-Eli. 


Mars-Mavors- 


Moin-Mimir- 


Herkules. 




Herkules- 


Motsognir- 






Marcellus. 


Jormungand 








2. Odin-Saxi. 


Edom-Esau-Saul, 


Konig Herodes 


Teukrus oder 






(I-) 


Dardanus. 


3. Gjuki-Thiazi- 


Jakob-Juda- 


Zacharias-David- 


Vulkan- (irrig 


Wili. 


David. 


(Herodes II.) 


Dardanus) 


4. Sigurd- 


Noah II-Josef- 


Josef von Naza- 


Aneas. 


Widar- 


Absalom- Konig 


reth-Josef von 




-Njiird von 


Sisak. 


Arimathia, A- 




Noatun usw. 




baddon (hebra- 
isch) Apollyon. 




5. Atli-Muspell. 


Salomo. 


Archelaus - He- 
rodes (III.) 


Priamus. 


6. Jormunrek- 


Rehabeam- 


Herodes (IV.) 


Jarbas-Turnus- 


Surt u. s. w. 


Roboam. 


(und 

irrig Tiberius) 


Helenus. 


7. Sigismund- 


Ephraim-Konig 


Emanuel -Jesus 


Ilus-Julus- 


Har-Christus- 


Adonai. 


Christus. 


Askanius (Tros). 


usw. 









277 



6. 


6. 


7. 


8. 


9. 


Homer. 


Altere romische 


Neuere italische 


Harzer Uberlie- 


Alte Plane- 


(griechisch) 


Sage (lateinisch) 


Sage (lateinisch) 


ferung (deutsch) 


tennamen 


1. Hermes- 


Ancus Martius. 


Augustus. 


De grote Vader 


Mars. 


Herakles. 






Wodan. 




2. Odysseus 


Romulus. 


Tiberius u. 


Odin (Otto I.) 


Sol. 


der Irrfah- 




Sulla. 






rer-Teukros- 










Aigyptos. 










3. Danaos 


Servius Tullius 


Gajus 


Giebich (Odin 


(Venus.) 


(Belos' 


(der Zwilling). 


Caligula. 


II.) 




Sohn)- 










Tyndareos. 










4. Apollyon 


Tarquinius 


Vespasian. 


Der (nicht 


Apollo. 


alias Achil- 


Superbus. 




„die") Holda 




leus. 






(Sankt Ge- 
org). Karl. 




5. Priamos- 


Numa 


Claudius, 


Sachsnot (Odin 


(Luna.) 


Alexandros. 


Pompilius. 


Pompejus. 


III.). 




6. Paris (auch 


Tullus Hostilius. 


Nero. 


Krodo (Odin 


Saturn 


Ares). 






IV.). 


(Turnus). 


7. Menelaos- 


Tarquinius 


Titus 


Ziu- Roland 


Jupiter 


Asklepios. 


Priscus 


(Aesculapius.) 


(Donar?). 


(Diana s. h. 
Adonai). 



Die 7 alten Planeten sind figiirlich dargestellt am Heidelberger Schlosse. — Im 
Dorfe Altenrode (zwischen Wernigerode und Ilsenburg) liegen „die sieben. Kai- 
sersteine", ein Steinkreis von 7 Steinen. Auf diese Riesen, die vor der letzten 
„Erdzerstorung" herrschten, weisen sie zuriick ! Werke der Riesen haben in Eu- 
ropa Jahrtausende iiberdauert und nicht nur Jahrhunderte. Die Heidenmauer am 
Rande des Odilienberges hei Strafiburg ist ein Riesenwerk, ein Werk von den 
Handen der ausgestorbenen Riesen. Sandsteinquaderblocke bis zu 10 Metern 
Lange sind dort verbaut worden ! — Ueber Riesen und Einaugige s. auch „die 
Arthur-Sage und die Marchen des roten Buchs von Hergest" (Herausgeg. von 
San Marte 1842.) Im Rolandsliede ist Salomo Marsilie, Absalom gleich Kaiser Karl 
und Roland gleich Adonia-Jesum ! — 

Jetzt werde ich die Konigsgeschichte in den 12 Gesangen, aus 
denen Vergils Aeneide besteht, besprechen: 

I. 
Das ganze Werk setzt ein zur Zeit des Grolles der Juno-Brun- 
hild gegen den Drachentoter, der sie verliefi. (Dann werden Be- 
trachtungen iiber Vergangenes und Zukiinftiges eingeschoben.) 
Aeneas der Sohn der Maja (alias Venus oder weifie Maria) kommt 
in die neue Burg, welche Byrsa heifit. Dort erblickt er Dido (die 
biblische Dina), deren erster Gatte (Sichem-Sychaus) ermordet war 
und die von ihrem Stiefbruder — dem Morder — geflohen war. 
Beide ergliihen in Liebe zueinander. Belus ist Abram, Budli der 

278 



Edda. Askanius wird als Sohn der Creusa und des Aeneas angefiihrt 
— Creusa ist aber mit Dido identischl Creusa ist Dido-Dina- 
Gudrun-Kriemhild. — Pergames ist gleich Troja-Jerusalem. Ilions 
Burg auf den Hohen (s. G. 3, Zeile 336) ist gleich Zion, der Burg 
auf dem Brocken. 

II. 

Im Gesange 2 erzahlt Aeneas die Konigsgeschichte der Ver- 
gangenheit, mit spaterer vermischt und verwechselt durch die ein- 
stigen Uberarbeiter. 

Viel zu friih wird geschildert, wie durch die List des Ulixes 
(durch das holzerne Rofi) Troja fiel. Das erste Erdbeben, nach dem 
„von Felsen zerrissen Felsen" (wie man heute noch sehen kann) zu 
erblicken waren, wird auch im zweiten Gesange erwahnt, das war 
zu Tiberius Zeit — Creusa war „Dardanus (Davids) Tochter und 
Schnur der (Maja- Venus-) Idalia", also Dina-Dido ! 

Der Knabe der Dido-Creusa war klein — die inzwischen erfolg- 
te Vermahlung des Aeneas mit Dido ist ausgefallen und wird spa- 
ter (also an falscher Stelle) gesagt. Doch das Wunder mit dem 
Sterne und der Flamme, welche des Kindes Schlafe umspielte, 
wird hier an rechtem Zeitpunkte erwahnt. Das ist der Stern, wel- 
chen die Weisen aus dem Morgenlande sahen ! 

III. 

Ein Herodianer verfolgte Aeneas und Askanius, und so begab 
er sich (nach dem Mordversuche seines Schwagers und nach der 
Genesung) mit dem kleinen Stiefsohne auf die Flucht, ohne sein 
Weib. Das hat Vergil richtig erhalten ! Er floh vom Harze aus nach 
Westen (zuerst nach Creta, womit hier Cambrien gemeint ist) und 
dann nach Hesperia alias Italerland — das ist nicht Italien sondern 
in dem entstellten Gesange wird die Heimkehr beschrieben. 

Der Harz wird auch Ithaka genannt, sonst nur der alte Name 
fur den Berg Kaff alias Kyffhauser. Er war eine Insel fur sich, ehe 
alles versandete und verschlammte, wie Plato berichtet. 

IV. 

Der vierte Gesang gipfelt in dem Selbstmorde einer Frau — die- 
se wird ganz irrig Dido (alias Dina) genannt, es war aber Juno- 
Elissa-Brunhild, die Schwagerin der Dido-Dina. Die Schwagerin- 

279 



nen und die Mutter Dinas Elisabeth alias Lea werden miteinander 
verwechselt. Juno-Brunhild ging durch Selbstmord zu Grunde, 
Homers Penelope. 

V. 

Der Held wird auf der Flucht geschildert. Er kommt nach „Sizi- 
lien" — das mufi aber heifien Cilizien , das Land der Celti alias 
Kelten alias Neu-Chaldaer ! Aus Cilizien hat der ahnungslose U- 
berarbeiter Sizilien gemacht. Aeneas floh nach Nordwesten, — 
Nach Italien kam er viel spater, als er die Etrusker zu Hilfe holte. 
— Die sogenannte Unterwelt, zu der Aeneas auch kam, ist das ver- 
sunkene Helgoland — das war damals eine Oberwelt wie jede 
andere, es wurde erst „Unterwelt" genannt, nachdem es ver- 
sunken war !! Nod-Nord-Helgoland mit der Kainsstadt, das ist die 
Unterwelt. Alles was erzahlt wird, hat sich vollig real dort zuge- 
tragen. Dort waren die Mumien, die schrecklichen Gefangnisse, 
dort auf der grofien, reichen, herrlichen Hallig Nod-Nayda- 
Hevila-Helju-Hellas-Helgoland — dort am Nordrande lag Naza- 
reth, Kains erste Stadt. 

VI. 

Der vollig, aber auch vollig real aufzufassende Besuch einer 
Totenstadt in Nod-Egypten wird geschildert. Mumien aller Arten 
sah Aeneas, jede in der passenden Abteilung: Fiirsten, edle Krie- 
ger, Kinder, unschuldig Verurteilte usw. 

Nicht seine „Nachkommen // bis Augustus, sondern seine 
Vorfahren bis zu Augustus (alias Mose) sah Aeneas dort !! Ein 
Bearbeiter der neueren Zeit hat hier willkurlich das Wort Vorfah- 
ren in Nachkommen geandert, wahrend es doch auch das einzig 
naturliche ist, dafi man unter den Toten seine Vorfahren sieht 
und nicht — seine Nachkommen ! ! 

Marcellus, der scheinbar neben Augustus genannt wird, ist si- 
cher als Mose alias Mars (der eigentliche Name des Kaisers und 
Konigs Augustus) aufzufassen. 

VII. 

Lav inia wird zum ersten Male genannt ! 

Lavinia wird „Latinus // Tochter genannt. Einem Fremdlinge — 
das ist im Sinne von Ankommlinge zu fassen — war sie vom 
Schicksale bestimmt worden, ihre Mutter aber hatte sie dem Tur- 
nus verheifien ! 

280 



Lavinia ist Homers Hermione, Abisag des Alten Testaments, 
Swanhild der Edda, die Tochter des Aeneas selbst, nicht Mene- 
laos Tochter, sondern seine Frau ! 

Latinus ist hier gleich Lantech des Alten Testaments, gleich 
dem Blinden, dessen Urenkelin Lavinia also war — Tochter nach 
alter Ausdrucksweise. Aenas war der Enkel des Latinus- 
Lamech, des Mannes, der ihn jetzt freundlich aufgenommen hatte, 
der Sohn von Latinus einst verstoSener Tochter. Enkel des Picus 
und Sohn des Faunus wird der (blinde) bejahrte Konig genannt: 
Saturn (also Seth) pries er als Urahnen seines Geschlechts ! — Im 
Alten Testamente wird Lamech einmal als Abkommling von Kains 
Nachkommen, einmal als Abkommling von Seths Nachkommen 
genannt (1. Mose 4 und 5) — beides ist richtig, denn sein Vater 
gehorte zu Kains Nachkommen, wie wir wissen (zu den Romern), 
aber seine Mutter wird zu Seths Nachkommen gehort haben. Das 
konnen wir ruhig als richtig annehmen, da sowohl Altes Testa- 
ment als auch Vergil seine Abstammung von Seth erwahnen. Seth 
war hellenischer Stammvater. 

„Keinen Sohn mehr gonnte, noch mannlichen Erben, dem Ko- 
nig Gottergeschick." 

So steht von Latinus-Lamech geschrieben. Wir wissen, dafi sei- 
ne 3 Kinder von Hel tot sind, die anderen, oder der andere, von 
dem wir wissen, mufi also inzwischen auch gestorben sein. So 
nahmer seinen Enkel — den er Noah (alias Njord) nannte — an 
Sohnes Statt an. Bei ihrem UrgroSvater blieb also von jetzt an auch 
Lavinia-Hermione. Ihren Halbbruder Julus-Jesus scheint sie lange 
nicht gesehen zu haben, was sich auch vollig daraus erklart, dafi 
dieser doch in Syrien-Irland war, wahrend sie erst in der Heimat 
bei ihrer Mutter und dann in Nod-Egypten bei Latinus-Lamech 
war. Lavinia hat Julus geheiratet und nicht Aeneas, nicht ihn 
der doch ihr Vater war — sondern seinen Stiefsohn ! Von ihrer 
Mutter aber (die sich zum dritten Male (mit Salomo) verheiratet 
hatte) war Lavinia, dem Turnus, dem Sohne des Salomo verspro- 
chen worden — — der Konflikt entsteht dadurch, der Grund zu 
dem schrecklichen trojanischen Kriege taucht in der Geschichte 
auf: Turnus wird der Hasser des Aeneas und seines Stief- 
sohnesl Dido und Lavinia sind gleich Homers Helena und Her- 
mione. 

281 



VIII. 

Das Kapitel beginnt mitten in den Vorbereitungen zu dem gro- 
fien Kriege. Euander und sein Sohn Pallas werden Bundesgenos- 
sen des Aeneas; ebenso diejenigen Etrusker, welche gerade den 
Tyrannen Mezentius verjagt hatten. 

(Jetzt erst, an falscher, zu spater Stelle wird die herrliche Ru- 
stling des Helden, die Vulkan-David einst schenkte, beschrieben. 
Venus, die lange tot war, konnte sie ihm nicht bringen, sondern 
die schone Cytherea (schon wie Venus) brachte sie dem Helden.) 

Der Tyrann Mezentius, der grafsliche Wiiterich (der zu Salomos 
Zeit Herrscher in Italien gewesen war), wird als Fluchtling von 
Turnus-Nero aufgenommen. Das hatte Turnus Gegner gemehrt, 
denn die Etrusker des Siidens verbanden sich nun mit Aeneas. 

IX. 

Hierin ist der erste Zug des Turnus gegen das Lager des Aeneas 
(in dessen Abwesenheit) erwahnenswert. Die Worte „das trojani- 
sche Lager" diirfen uns nicht tauschen, denn geborene Trojaner 
waren alle, Belagerte und Belagerer. Turnus war der Herrscher in 
Joruvalla-Troja, Aeneas dazu gezwungen worden, der Angreifer 
seiner Vaterstadt zu werden. 

X. 

Der Konig Turnus bestiirmt weiter das Lager der Angreifer aus 
Nod und Irland (denen sich die Bewohner Danemarks und 
scheinbar auch diejenigen Schwedens angeschlossen haben). In- 
dessen kehrt der Konig Aeneas mit Hiilfe aus Etrurien alias Italien 
mit 30 Schiffen zuriick. Turnus fallt den Pallas. Aeneas und Aska- 
nius (Josef und Jesus) kampfen beide ! Turnus wird dem Kampfe 
entzogen. Der Tyrann Mezentius und sein Sohn werden von Ae- 
neas getotet. 

XL 

Der Kampf hat schon Jahre gedauert ! Casmilla wird arglistig 
scheinbar dem Aeneas von Turnus geschickt, Turnus aber erwartet 
den Aeneas im Hinterhalte. Doch auch dieser Uberfall niitzte dem 
Turnus nichts. Diana und Casmilla sind wieder nur andere Namen 
fur Dido und Lavinia. Casmilla-Lavinia-Hermione sind gleich 
Swanhild der Edda. 

Das Land und die Stadt Troja haben die Kampfe satt und „Flu- 
chen dem grafslichen Krieg und der Brautbewerbung des Tur- 

282 



nus". Alle verlangen von Turnus alias Nero, da er allein an al- 
lem die Schuld trage, dafi er auch gesondert gerufen sei zum 
Kampfe der Entscheidung ! Der Zweikampf zwischen den beiden 
Konigen Aeneas und Turnus als endlichen Entscheid iiber den 
ganzen Krieg wird vorbereitet. Aeneas verschanzt sich jetzt dicht 
vor der Stadt. 

XII. 

Auch die Latiner (d. h. die Untertanen des blinden Latinus- 
Lamech, die Feinde der Trojaner) sind mutlos geworden und drin- 
gen auf den Zweikampf. Scheinbar geht Turnus darauf ein, hat 
aber — wie bis zum letzten Augenblicke des Krieges — wieder 
nur Arglist im Sinne, und lafit wahrend des Vertragsschlusses auf 
den Aeneas einen Pfeil abschieSen. Dieser sollte sicher toten, ver- 
wundet aber nur schwer, und Aeneas wird wankend in sein Lager 
gefiihrt. Turnus beginnt unter dem so plotzlich, so ganzlich uner- 
wartet des Fiihrers beraubten Feinde ein grafiliches Morden. In- 
dessen heilt Askanius alias Jesus (nicht Japyx oder die tote Venus) 
die Wunde derartig gut und schnell, dafi Aeneas in den Kampf 
zuriickkehren kann ! Die Trojaner entsetzen sich dariiber ! Turnus 
weicht dem Zweikampfe aus und ist wieder nur arglistig. Empo- 
rung und mafsloser Zorn ergreifen den Aeneas: Er stiirmt die Stadt 
und wirft Brande hinein ! Da erst stellt sich Turnus zum Zwei- 
kampfe — und er unterliegt. 

(Aeneas zieht als Sieger in Troja ein.) Der Fall des Turnus ist 
das Ende der Aeneide Vergils. 



Bei Vergils Aeneas spielt der Traum eine genau so wichtige Rol- 
le wie bei ihm unter dem Namen Josef im Alten und Neuen Te- 
stamente. — Jene Priesterin, welche im 4. Gesange erwahnt wird 
und welche „Dem Drachen Nahrung reicht und bewahrte die hei- 
ligen Aste des Baumes, Wenn sie mit tauigem Honig betaubenden 
Mohn ihm gereicht," ist Elissa-Brunhild selbst und nicht eine an- 
dere Priesterin. Die Selbstmorderin wurde einbalsamiert. Die 
Scheiterhaufen wurden nur fur Bilder der Toten angeziindet, nicht 
fur den Toten selbst, denn dieser kam in die besondere Totenstadt. 
Jene Begrabnisse waren eine Form, die Hiigelgraber waren damals 

283 



nur Gedachtnisstatten, nicht die Graber selbst ! Das Wort Mumie 
(genau iibersetzt Menschenbild, was aber heute unverstandlich wa- 
re) kommt auch in der Edda vor; in der Voluspa wird erzahlt, dafi 
Zwerge solche Mumien machten und zwar unter der Erde — unter 
der Erde lagen auch diese Totenstadte. Einbalsamiert sah Aeneas 
auch Brunhild wieder, nicht Dido, die ja noch am Leben war. 

„Jene halt auf den Grund abwarts die gehefteten Augen; 

Nicht wird mehr ihr Gesicht von begonnenem Worte beweget, 

Als wenn harter Granit dastiind und marpesischer Marmor." 

Da blickt Wahrheit durch, die wir nicht mehr verstanden, denn 
so schildert Vergil eine Mumie. — — 

Das „bunte Gewand" Josefs beschreibt Vergil genau, denn es ist 
identisch mit der kostbaren Riistung des Aeneas. Die Freude des 
jungen Helden dariiber wird wunderbar fesselnd geschildert, die- 
se Riistung, welche den Neid seiner Schwager erregte: 

„Und er erhebt auf die Schultern der Seinigen Ruhm und Ver- 
hangnis." Vergil nennt Aeneas den Frommen, grofsgesinnten, gott- 
lichen, grofien, grofimachtigen Mann, den Trojaner, den troischen 
Heros, den Romanen, den Dardanerfiirsten, dessen Stamm in 
„Rom" war ! Wir wissen jetzt, dafi sein Stamm in Klein-Rom alias 
Goslar war und nicht in GroS-Rom in Italien. Mose war allerdings 
auch Besitzer von GroS-Rom gewesen, aber er hatte die Herrschaft 
dort verwalten lassen und war in die Heimat zuriickgekehrt. 

In diesem furchtbaren Kampfe um Klein-Rom alias Troja alias 
Jerusalem stritten Verwandte gegen Verwandte, und ein stolzes 
Haus, ein ganzer Stamm wurde zu Grunde gerichtet, wie die Edda 
wahrheitsgetreu sagt. Neu ist uns bei Vergil nur der Ausdruck 
„Dardanerfiirst // , er ist aber nur scheinbar neu, da Dardanus hier 
Danaos ist, dessen Schwiegersohn er war ! Dardaner sind solche, 
die zu Salomos Hause gehorten, Danaer aber sind von Danaos, 
Belos Sohn, dem Enkel des David gehorchend. Danaer kampften 
auf Aeneas Seite, ebenso Irlander und Walliser (Kymren aus 
Wales) und auch Schweden, denn trojanische Schatze wurden 
nach Stockholm verschleppt, wie die Sage geht, und auch in Co- 
penhagen glaubte ich einige Stiicke alten trojanischen Reichtums 
zu entdecken, der aus jener Zeit stammte, von der in der Bibel 
steht, das Silber hatte damals fur nichts gegolten. — 

Wanen kampften gegen Asen, sagt die Edda. Mit dem Worte 
Asen bezeichnet sie allgemein beide, Herodianer und Asamona- 
er. Vergessen wir nicht, dafi der Stiefvater Jesu zwar zu den Asen 

284 



gerechnet wurde, dafi er aber (durch seinen natiirlichen Vater) 
Wane war, blond und blauaugig ! Als Abkommling Yngwis wur- 
de er genannt, das heiSt, er war ein Yngwaone alias Ingavone 
von Ingo ! Die Walkyren der Edda sind absolut nicht lauter Frau- 
en, sondern Walkyren sind Wal-kymren, also Kymren aus Wales. 
Das biblische Kir ist Cymry alias Wales; Kiren oder Kyren sind 
Kymren. — — 

Der Friede des Aeneas wurde zweimal durch ein Weib gestort, 
einmal durch Brunhild, zum zweiten Male durch eine Frau, die 
unschuldig daran war, durch seine eigene Tochter: 

„Quelle des Leids ist wieder ein Weib, Gastfreundin der 
Troer, Auswarts wieder ein Ehegemach." 

Um Swanhild-Lavinia und Bath-Seba alias Hecuba war der 
Mannerstreit gewesen, welche von beiden die schonste sei: 
„Noch nicht waren dem Geiste des Zorns Ursachen entfallen 
Und der erbitterte Schmerz; tief bleibt in der Seele bewahret 
Paris richtender Spruch und die Schmach der beleidigten Schonheit, 
Samt dem verhafiten Geschlecht und wozu Ganymedes geraubt 

sei/' 

Drei Schonheiten gab es also in damaliger Zeit, und der ganze 
Plan gegen die schone Gattin Jesu scheint nicht in der Brust des 
Mannes zuerst aufgetaucht zu sein, sondern in der Brust der „be- 
leidigten Schonheit", welche nicht mehr die Schonste von alien 
war, seit der Preis der Swanhild zuerkannt war ! — Die zuriick- 
gesetzte Schonheit wurde der erste Grund zu dem schrecklichen 
Zerwiirfnisse, sie entwarf den Racheplan, sie wurde die „Fluchgot- 
tin" fur Troja ! Sie war es, die sich beim Sturze Trojas erhangte. — 

Der geraubte Ganymed war Jesu Sohn, der Genubath des Al- 
ten Testaments, der Rahula der indischen Uberlieferung: Endete 
doch Jesu Leben in Indien, ist er doch Krishna (der Schwarze), ist 
er doch Buddha Sakjamuni, der Vater Rahulas ! Er war (ebenso 
wie sein Stiefvater) getauft worden, und er war auf den Namen 
Sigmund getauft worden, das ist indisch Sakjamuni. — Jesus 
wird bei Vergil Ilus-Julus oder Askanius genannt. Das Biindnis mit 
ihm wurde gebrochen; an ihm wurde der Verrat geiibt von den 
freundlich aufgenommenen Gasten, ihm wurde der Sohn geraubt, 
ihm wurde die Gattin entfiihrt. Er, der Konig von Syrien, wurde 
zuletzt selbst gekreuzigt als Opfer fur Odin, den toten Ahnen. 

Der rote Schurke Caiphas ist der Calchas Vergils. Der Toten-- 
kult alias Ahnenkult (der Spiritismus) hatte — als Religion —auf 

285 



die entsetzlichsten Abwege gefiihrt und jeder Betriigerei Tiir und 
Tor geoffnet, da er ja unkontrollierbar ist. 

Es hatten „Geister" die Menschenopfer verlangt, und als sol- 
ches Opfer — eins fiir viele — wurde Jesus ausgegeben; gegen 
diese Menschenopfer hat Jesus gekampft. Nicht mit Waffen, nicht 
mit Speer und Streitaxt sondern mit seinen furchtlosen Reden, 
durch welche er ein Held wurde, der zuletzt seinen Stiefvater und 
Thor, die beiden groSten Kriegshelden seiner Zeit, iiberstrahlte. 

Diese Helden waren Riesen ! Das Wort Riese wird fast garnicht 
bei Vergil gebraucht, weil alle ja damals wuSten, dafi von Riesen 
die Rede war. Doch wie oft ist es deutlich zu sehen, dafi von Rie- 
sen die Rede ist: 

„Grofi liegt am Gestade der Leichnam — „ 

„Butes mit ungeheuren Gliedern/'den Dares niederschlug (und 
Dares war noch nicht so grofi wie Hercules), gegen den wieder 
Erix kampfte, der Lehrer des betagten Entellus ! Entellus war zur 
Zeit Jesu noch am Leben, Altersgenosse des Acestes, Gyas aber 
ging in des toten Hercules-Mose Riistung ! Turnus mit seinem 
machtigen Leibe und Pallas waren Riesen. Aeneas war im Kampfe, 
als er siegend das Feld durchtobte, so furchtbar, dafi die Rosse vor 
ihm scheuten. Unbesiegbar von Menschen waren die Riesen, nur 
Riesen konnten Riesen besiegen, wie es ja auch geschah, denn Riesen 
vernichteten die Romer ! Das ist 1. Mose 3,15 vorhergesagt worden: 

„Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir (der Schlange, 
der Frau des Kain) und dem Weibe (dem Weibe Habels, Erna-Issa) 
und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Derselbe soil dir 
den Kopf zertreten; und du wirst ihn in die Ferse stechen." 

Aeneas allein hatte die Starke von 12 kraftigen Mannern heuti- 
ger Art. Auch Jesus haben wir uns als Riesen vorzustellen ! 
Mensch war der alte Ausdruck fiir Riese, der alte biblische Aus- 
druck fiir Riese. Es steht geschrieben, dafi zur Zeit des Xerxes ein 
schones Weib lebte, 4 Ellen grofi, weniger 3 Finger — es ist sehr 
leicht moglich, dafi mit diesem schonen Weibe Swanhild- 
Hermione, Jesu Weib, gemeint war — das liefie einen RiickschluS 
auf seine Grofie zu. Die Grofie seines Stiefvaters, die in der Vol- 
sungensage genau beschrieben steht, gab ich schon an — so grofi 
konnte dieses Marines Tochter mindestens sein. Homers Menelaos 
und Agamemnon sind Ephraim und Manasse des A. T. 

Im Harze kampften diese Riesen ihren letzten Krieg miteinan- 
der aus, bei dem der romische Stamm fast vernichtet wurde. Eine 

286 



nordische Winternacht wird bei der Geburt Christi im N. T. ge- 
schildert. Nordische und nicht siidliche Verhaltnisse und Sitten 
schimmern in der ganzen Bibel iiberall durch. Im Buche Ruth 
wird der nordischen Schuh-Sitte bei der Verheiratung gefolgt. Bei 
Vergil ist der nordische Ursprung der Aeneide durchweg erkenn- 
bar. Acestes war in Barenfelle gehiillt. Auf Thinghugeln wurde Rat 
gehalten. Nach einer Taube auf dem Maste wurde bei den Kampf- 
spielen gezielt: das Taubenabwerfen (wobei die lebende durch 
eine holzerne ersetzt wird) ist heute noch nordische Sitte. Wie 
manche Taube sah ich in Stettin abwerfen ! Lose (Nummern) be- 
stimmten die Reihenfolge der Werfenden, Preise wurden ausge- 
setzt — genau so ist es heute noch. — Zahllose Vogel zogen iiber 
das Meer nach sonnigen Landern, schrieb Vergil — er, der latei- 
nisch schreibende Nordlander (die griechische Sprache war die 
romanische Ursprache), beschrieb seine Heimat im Norden ! 
Fichten, Kiefern, Ahorn, Mohn und Purpurblumen (Wildmohn 
alias Feuerblumen) erwahnt er; Eber, Wolfe und „ungeheure, zot- 
tige Lowen" — die roten Riesenpferde und die roten Mammuthe 
sind teils auch „ Lowen" genannt worden, ihrer Farbe wegen, denn 
auf sie stimmt manche Lowenbeschreibung. (Erst kiirzlich wurde 
auf deutschem Boden ein Mammuthzahn gefunden, der 110 Pfund 
wog.) Homers Haaropfer ist nordische Sitte gewesen. 

„Die Geborenen gleich zu den Stromen 

Tragen wir hin, abhartend in Frost und kaltem Gewasser." 

Das gelbe germanische Haupthaar wird erwahnt und die Klei- 
dung der Germanen: 

„Dem die gediegene Schulter das Fell des mutigen Stieres 
Uberdeckt in der Schlacht und das Haupt weitgahnend umhiillet." 

Aeneas tragt einen (rot gefarbten) RoSschweif auf dem Helme — 
diese werden heute noch auf den Helmen getragen. — Die Diren 
Vergils sind mit den Disen der Edda identisch. Halbmenschen (We- 
sen, die halb Tier, halb Riese waren) wie die Harpyien erwahnt Ver- 
gil genau so wie alle wirklich alten Schriften, seien sie nun in Indien, 
Italien, Palastina, auf Island oder sonstwo gefunden worden. Dra- 
chen und Riesenschlangen werden genannt. Die schrecklichen Was- 
serschlangen mit roter Haarmahne und roten Augen sind identisch 
mit den Wasserschlangen der Edda; diese wieder sind identisch mit 
den Seeungeheuern, die ebenso beschrieben werden und heute 
noch existieren ! Vereinzelt sollen sie angetroffen und bis zu 30 Me- 
ter Lange geschatzt sein. An den Kiisten von Amerika, Norwegen 

287 



und an einigen Punkten der grofien Ozeane wurden sie gesehen. 
In den Jahren 1555 und 1656 wurden sie mit ihrem Mahnenkopfe 
gesehen und sogar gezeichnet ! Es ware nur noch zu priifen, ob 
wir es bei diesem Riesenwesen mit einem Tiere oder Halbtiere zu 
tun haben — ein Mischtier (halb Schlange, die unbehaart ist und 
halb behaartes Tier) ist die Seeschlange zweifellos. Da sie mit so 
grofier Geschicklichkeit den Schiffen aus dem Wege geht, mufi 
man einen erstaunlichen Grad der Vernunft annehmen; auch die 
Erzahlung der Mannschaft des einen Schiffes, welches solche See- 
schlange traf, wiirde fur ein Tier sehr merkwiirdig anmuten, denn 
das Riesenwesen ist an das Schiff herangekommen, hat sich em- 
porgehoben und den Kopf auf das Verdeck gelegt, hat sich darauf 
umgeschaut und hat sich entfernt (S. The great Sea-Serpent, Lond. 
1892). 

Vergil erzahlt, dafi aus Hesperia Jasius (Sohn Abrams?) stamm- 
te und „dorther (also aus Idaland) Cybele, corybantische Erze, 
Idageholz (Cedern) die Lowen, welche vor Wagen gespannt wur- 
den und das stumme Geheimnis". 

Der Ida wurde griechisch auch Besbios und Uessouios, lat. auch 
Vesvius, Vesevus, Vesulus — Vesuvius — genannt ! Jakob-Davids 
Vater Abram kam dorthin aus Ur alias Syrien, dem Lande der ga- 
lischen Kelten. Die Giganten hatten diese unterjocht; Vergil wufite 
noch, dafi vorher dort onotrisches Volk, ein anderes Volk, gelebt 
hatte — und das waren die Gotter und Cherubin, wie ich klar er- 
kannte. Der Mensch lebte schon zur Tertiarzeit, und iiberall auf 
der ganzen Erde treten uns seine Spuren als solche eines Wesens 
mit gewaltig langer Vergangenheit entgegen. Doch wir verstanden 
die Spuren nicht zu deuten, weil wir die alten Biicher aufier Acht 
liefien und ohne diese (besonders ohne Edda, Bibel, Vergil und die 
indischen Biicher) kein Verstandnis moglich war. So wurden wir 
blind den deutlichen, altesten Spuren im eigenen Weltteile gegen- 
iiber, der einst Asia oder Atlantis hiefi und zu Adams Zeit noch 
vom Golfstrome bis zur Elbe (von der warmen Ifing bis zu den 
Eliwagar der Edda) reichte ! Es ist so wie Simrock sagte: 

„In Rom, Athen und bei den Lappen 

Da spahn wir jeden Winkel aus, 

Dieweil wir wie die Blinden tappen 

Umher im eignen Vaterhaus." 
Vergil ist der einzige, welcher aus der lunglingszeit Jesu er- 
zahlt ! In der Aeneide konnen wir lesen, wie der schone, herrliche 

288 



Tafel XVI. 




Der Krodoaltar, der einstige goldene Altar oder die Bundeslade. 

(Siehe S. 266.) 



Tafel XVII. 





m: 



I *fc 



--^-^s^sw- -3 - 



Kaiserstuhl-Balustraden. 

(Siehe S. 271.) 



Askanius auf prachtigem Pferde beim Kampfspiele vor alien em- 
porragte. Sein Leben verlief in der Jugend so, wie es dem Stiefsoh- 
ne des „Pharao" zukam. — 

Der „Zweimal gefangene Phryger" war Jesus. Aber es wurde 
vergonnt, „Askanius doch der Befehdung (unversehrt) zu entziehen." 

Wir wissen, dafi dieses Wort „unversehrt" nicht richtig ist, dafi 
es nur im Sinne von „noch lebend" aufzufassen ist, denn er wurde 
zwar gerettet, doch er war so totwund, dafi er in einem „Korbe", 
also wohl auf einer aus Korb geflochtenen Tragbahre, miihsam ge- 
tragen werden muSte. 

Anchises, Aeneas (Josef) und Julus (Jesus) haben — nach Ge- 
sang 10, Zeilen 530 — 534 — der gerechten Strafe durch das 
Schwert ihren Lauf lassen wollen. Das widerspricht der Bibel 
nicht, da Jesus ja das „Gericht" immer wieder voraussagte — „al- 
les" mufite geschehen ! — Im 6. Gesange steht, dafi Aeneas ein 
„Gesicht // (wohl im Traume) sah und dafi er neben Marcellus und 
Quirinus (Mose und Saul) noch eine Gestalt erschaute: 
„Wer, o Vater, doch er, der den wandelnden Mann da begleitet? 
Sohn ihm oder vielleicht vom grofien Stamme der Enkel? 
Welch ein Gerausch der Begleiter umher ! Wie vollig sein Abbild ! 
Doch Nachtdunkel umschwebt mit traurigem Schatten das Haupt ihm/' 
Drauf Anchises, der Greis, mit des Grams vorquellender Thrane: 
„0 nicht forsche, mein Sohn, der Deinigen grofie Betriibnis ! 
Zeigen nur wird das Geschick dem Erdkreis diesen und langer 
Lafit es ihn nicht ! Zu machtig erschien wohl, himmlische Gotter, 
Euch der romanische Stamm, wenn dauernder dieses Geschenk war." 

(Romanen und Mischlinge von Romanen waren alle, Herodia- 
ner und Asamonaer, die Herodianer aber kamen erst um, als die 
Griechen sich mit Aeneas verbiindeten und gegen den letzten Kai- 
ser der „rom // zu Felde zogen.) 

Diese Klage des Anchises deutet auf den Raub und die Totung 
des Ganymedes, des Sohnes Jesu. Der Konig „Tros // , dessen Sohn er 
gewesen ist, war eben Jesus Christus — Tros ist nur wieder ein an- 
derer Beiname fur ihn. — Roboam-Nero war der Toter des Gany- 
medes, derselbe, den Vergil Turnus nennt. Gegen ihn richtete sich 
der trojanische Krieg. Viel Land war schon eingenommen. Jahrelang 
ging der Kampf um Sein oder Nichtsein. GraSlich sind diese Kampfe 
gewesen, welche durch den Raub des Ganymedes und der Hermio- 
ne (seiner Mutter) hervorgerufen waren. Das war der erste Bruch des 
Biindnisses gewesen, das die Konige untereinander gehabt hatten. 

289 



Der zweite Biindnisbruch geschah, als Turnus-Nero am Altare 
wahrend der Weihung des Vertrages, der dem Zweikampfe vo- 
ranging, den Pfeil heimtiickisch auf Aeneas abschieSen liefi. Das 
war eine schandliche Tat, die letzte Schandlichkeit des letzten 
Herrschers aus dem Stamme Kain. — Der Ahn Kain ist es, 
den Johannes in der Offenbarung mit dem alten Drachen meint, 
und die alte Schlange (die so oft in den verschiedensten alten Schrif- 
ten erwahnt wird) war die Schlange der Bibel, Kains Frau ! 

Aeneas war durch den Pfeil schwer verwundet worden, aber 
die Wunde wurde durch Ascanius nicht nur sofort geheilt, son- 
dern selbst die Krafte kehrten so schnell zuriick, dafi der Ruf er- 
tonte: „Waffen, gebt schnell Waffen dem Manne ! Was steht ihr?" 

Bewaffnet, gluhend vor Zorn und Emporung iiber diesen 
schandlichen zweiten Vertragsbruch erschien Aeneas wieder auf 
dem Kampfplatze „u n d halt durch Mark und Gebein hin bebte 
das Grauen den Feinden"\ 

Aeneas suchte Turnus, ihn allein ! Aber dieser floh vor ihm — 
der weitere Beweis, dafi jenes ganze Biindnis nur Schein gewesen 
war, dafs der Zweikampf garnicht gewollt war, sondern nur die 
Gelegenheit gesucht wurde, den nochmals vertrauenden Aeneas 
zu tauschen und toten zu lassen. Schmahlich flieht der Herodia- 
ner, auch jetzt noch nichts als „Arglist // zeigend, bis dem Aeneas 
der Zorn so wachst, dafi er keine Schonung mehr kennt. Er lafit 
Turnus und stiirmt die Stadt, die er solange geschont hatte. 
„Hier das Haupt, hier Burger des frevlen Krieges Entscheidung ! 
Brande mir rasch und zuriick den Vertrag mit Flammen gefordert !" 

Laut ruft er den „Latinus // — damit ist aber hier nicht Latinus- 
Lamech gemeint, sondern Latinus ist falsch, es ist Laertes alias 
Priamus Salomo gemeint ! Er ruft also den Toten an, der bei Vergil 
aber noch nicht getotet gedacht wird, sondern den Sturz Trojas 
unter seines Sohnes Regierung noch miterlebend ! 

Da endlich stellt sich Turnus zum Zweikampfe, dieser Herr- 
scher, von dem in der Edda (im kurzen Sigurdsliede) steht: „ — zu 
jeglichem Bosen ist Jormunrek fahig." Dieser Mann, der als der 
Christenverfolger „Nero // in diesem schlimmen Rufe geblieben ist. 

All seine Sonne wurden (nach der Niederlage Trojas) den 
Gottern geopfert — so steht in der Edda im uralten Liede der 
Hyndla. Was er den Sohnen anderer getan hatte, das wurde seinen 
Sohnen getan — ohne Gnade, ohne Erbarmen mit lern Begriffe der 
Gerechtigkeit nach demalten Gesetze des Mose. 

290 



Der achte Konig in Joruvalla-Troja war Aeneas- Absalom, wel- 
cher als vierter geachtet worden war. Er ist der Josef des Neuen 
Testaments und der Konig Sisak, von welchem 1. Konige 14,25 
und 26 geschrieben steht: 

„Und im fiinften Jahre des Konigs Rehabeam (Turnus-Herodes 
IV.-Nero) zog Sisak, der Konig von (Nord)Egypten herauf wider 
Jerusalem. Und nahm die Schatze aus dem Hause des Herrn und 
alles was zu nehmen war, und nahm alle goldenen Schilde, die 
Salomo hatte machen lassen." 

Das ist richtig; falsch aber ist, dafi ein Sohn des Rehabeam Ko- 
nig wurde — ganz abgesehen davon, dafi ein Sieger wohl unter 
keinen Umstanden dem Sohne des Feindes die Herrschaft 
lassen wiirde, dafi diese Nachricht schon an sich vollig unglaub- 
wiirdig ist, kam es so, dafi aus der Hand von Salomos Sohne das 
Konigreich genommen wurde. Und es wurde danach so, wie es 5. 
Mose 28 und 3. Mose 26 verzeichnet ist. 

Auf Schiffen wurde das Volk weggetrieben, denn nicht nur die 
Konigszeit sondern auch die ganze Zeit war an einem Ab- 
schlusse angelangt; Sieger und Besiegte bestiegen die Schiffe, um 
sich zu retten. 

Der von Jesu so oft geweissagte Untergang des Landes, die 
„Gotterdammerung", das heifit, die Finsternis, durch welche die 
Eiszeit wieder kam, drohte. Der Abschlufi des Zwischenraums 
zwischen 2 Eiszeiten war da ! Die Riesenzeit ging ihrem Ende ent- 
gegen. Es gibt keinen Riesen mehr wie Og zu Basan war, von dem 
geschrieben steht: „Siehe, sein eisern Bette ist allhier zu Rabbath 
der Kinder Amnions, 9 Ellen lang und 4 Ellen breit nach eines 
Mannes Ellenbogen." 

Heerden brauner Rinder, magerer Schweine und hellfarbiger 
Ziegen werden wieder an den freundlichen Abhangen des Harzes 
geweidet wie einst vor der letzten Eiszeit — doch die romischen 
Kolosse und die „griechischen // Riesen und die semitischen Roten 
sind teils verschwunden, teils vernichtet, untergegangen. Die roten 
Riesen, die kolossalen Riesen, hatten sich zu Gottern gemacht — 
die Gotter gingen unter ! Hesiod sagte: „Nach Norden kehrte man 
sich im Gebete, wo die Wohnungen der gesamten Gotterwelt la- 
gen — " das ist buchstablich wahr ! Natiirlich sind mit diesen „Got- 
tern" Wesen von Fleisch und Blut gemeint, die sich anbeten liefien. 

291 



In den Tempel Herodes des Ersten wurde beim Falle von Troja- 
Jerusalem der Brand geworfen — ein Spruch, der an einem Gosla- 
rer Hause steht, hatte fur den Tempel der roten Riesen gepafit: 
„Wir bauen hier alle Feste 
Und sind doch fremde Gaste. 
Da wir sollen ewig sein, 
Da bauen wir gar wenig ein." 

Die „Galilaer // des Neuen Testaments sind die Gallia comata 
(die langes Haupthaar trugen) die Galen alias eigentlichen Kelten. 
Die Gallier waren das keltische Hauptvolk im Altertume. Jesus 
war ein Gale als Herrscher der Galen; erst wer das erkennt, wird 
anfangen, das Neue Testament zu verstehen. — 

Durante alias Dante soil im Jahre 1265 in Florenz geboren wor- 
den sein. Das mag richtig sein; auch kann er Vergil gelesen haben, 
da dieser schon lange vor ihm lebte. Vollig irrig ist aber die An- 
nahme, dafi Dante sich selbst mit demjenigen meinte, der — unter 
Vergils Fiihrung — zur Holle niederfuhr. Diese beiden Manner 
waren „ Riesen" und Vater und Sohn, wie an 14 Stellen geschrieben 
steht. Nicht Dantes, sondern Adonias alias Titus alias Christus 
Niefahrt zur Holle wurde in diesem Werke der Nachwelt aufbe- 
wahrt ! Der Fiihrer, welcher Vergil genannt wird, ist kein anderer 
als des Gefiihrten Stiefvater, der im Altnordischen und Deutschen 
unter den Namen Widga-Witege-Wikar-Walther-Widar (der 
Schweiger) erscheint. Unter dem Namen Beatrice, welche den Ge- 
fiihrten richtig Bruder nennt und so durchdringend blicken kann, 
wird Berenike, die von Titus geliebt wurde und seine Halbschwe- 
ster und Gattin (nicht Geliebte) war, geschildert. Vergil wird auch 
Apoll, Aeneas und die edle Dogge genannt. 

Dante mufi auf uralten, verlorenen, mehrsprachigen Handschrif- 
ten gefufit haben, und das uns erhaltene Werk ist als eine Uberset- 
zung in die italienische Sprache und freie Bearbeitung mit Zusatzen 
anzusehen, durchaus nicht als ein Original. Deutlich und klar treten 
uns zwei grundverschiedene Charaktere aus dem Werke entgegen; 
Der eine schrieb einst bitterernst und tieftraurig (noch nicht von 
seinen 5 Wunden — s. Ges. 15 des Purgatoriums — genesen), der 
andere, der den Stoff bearbeitete, war froh und frohlich und sah im 
Ganzen nicht mehr als eine grofiartig-phantastische Komodie. Dan- 
te muS aus mehr als einer Quelle geschopft haben, weil dieselben 
Personen unter mehr als einem Namen erscheinen. Der Urheber der 
Niederfahrt zur Holle war ein Mystiker, wahrend der Bearbeiter oft 

292 



verrat, dafi er keine Ahnung von den Lehren der alten Mystik hat ! 
(Vgl. z. B. nur das immer wiederkehrende Staunen iiber die Leben- 
digkeit des Gefiihrten mit der Reise der Finnen in der Vatnsdala 
saga und Swedenborgs Erschauen einer fernen Gegend wahrend 
der Korper an Ort und Stelle blieb. Die Mystiker sagen: Wir beste- 
hen aus 5 Korpern — Causal und Mentalkorper aufier den 3 folgen- 
den — im Schlafe trennt sich nur der Astralkorper vom materiellen 
Leibe, im Tode auch der Aetherkorper. Eine Kunst, die nur Auser- 
wahlte erlernten, war die Trennung des Astral- und Aetherkorpers 
vom Leibe bei Lebzeiten. Wenn der Aetherkorper auch noch so fern 
allein wandelte und der Leib inzwischen wie tot dalag, so blieben 
die verschiedenen Korper miteinander in Verbindung und kehrten 
zum Leibe zuriick, wenn dieser inzwischen in volliger Ruhe, ohne 
Anruf, Erschiitterung oder Beriihrung geblieben war. Nicht den 
schweren Leib, sondern nur den Aetherkorper brachte der Gefiihrte 
mit, den Korper, der sonst nach dem Tode langsam vergeht und in 
die neue Lebensform nicht mitgenommen wird.) Auch eine andere 
Stelle aus der Vatnsdala saga (iibersetzt von Dr. von Lenk, Reclam) 
mochte ich anfiihren, die einen Vergleich mit dem italienischen 
Klassiker zulafit. Im 26. Ges. der Holle wird auf den Zusammen- 
hang Gottes und der Sonne angespielt, in der islandischen Sage 
steht: „Diese (die Vorfahren) glaubten an den, der die Sonne ge- 
schaffen hat und iiber alles herrscht." Der Bischof erwiderte: „Den- 
selben Glauben verkiindige ich, nur mit dem Zusatze, dafi man an 
einen Gott (d. h. an den vorgenannten) Vater, Sohn und den heili- 
gen Geist glauben und sich im Wasser in seinem Namen taufen 
lassen soil." Wir wissen jetzt, dafi die Taufe schon lange vor Jesu 
war, dafi sie nur wieder aufgenommen wurde. In der ganzen alten 
Literatur ist dasselbe in verschiedenen Formen zu finden, denn von 
einer Stelle ging alles aus, und das altgermanische Wort: „Wir alle 
sind eines Stammes Briider" ist wahr und richtig. Wir Junggerma- 
nen sagen: Adam ist alt, aber Gott ist alter; und die Albanesen sagen 
sprichwortlich: Gott schuf die Nationen vor den Religionen — 
wenn wir das recht bedachten, dann diirften wir nur noch mit gei- 
stigen Waffen und nicht mit Stahl und Eisen in der Faust kampfen, 
dann miiSten wir einsehen, daS Bertha von Suttner mit Recht gesagt 
hat: „Und solange wir uns an die Vergangenheit klammern, werden 
wir Wilde bleiben." Dieses Wort ist sowohl den Nationen wie den 
Religionen gegeniiber anzuwenden. — 

Dante schildert die Zeit Neros, der in Klein-Rom safi, als in 

293 



Grofi-Rom Mizentius, der Etrusker, das Volk tyrannisierte. Der 
„alte und neue Hund" sind Claudius und Nero. Nero ist der 
schandlichste der Wiiteriche, der Bube, auf einem Aug' von Nacht 
umgraut, welcher Herr der Stadt ist, der Mann, „verpfuscht am 
Geist, verpfuscht an der Gestalt". Mit „der // Stadt ist Klein- Rom 
alias Troja gemeint, die griechisch und lateinisch Hiero Solyma 
hiefi, das bedeutet: Das Heilige Sols, und Sol ist Saul alias Edom 
alias Herodes der Grofie, der Edomiter. Dafi Sol gleich Saul war, 
ist auch an den 7 alten Planetennamen zu sehen, welche mit den 7 
Fiirstennamen identisch waren. 

Mit den Tuskern sind Etrusker und mit tuskischer Mundart — 
welche der Hollenfahrer sprach — ist etruskische Sprache ge- 
meint, welche aus dem Altslavischen und dem verschollenen Alt- 
romanischen entstanden sein mufi. 

Der Harz wird Kreta genannt, und der heutige Brocken Ida und 
Libanon. (Die alte Edda nennt den Ort auf dem Brocken Idavalla.) 
„Ein Berg dort, Ida, war einst sen on gestaltet, 
Mit Quellen, Laub und Baumen reich geschmiickt." 

Aber es war alles anders geworden auf Erden und am Him- 
mel: 

„0 du verwaistes Land, du oder Nord, 

Du siehst den Glanz der schonen Lichter nimmer." 

Ein Land war einst oben, jetzt lag es auf dem Meeresgrunde — 
so stammen einzelne Teile der Dichtung aus einem vor dem Welt- 
ungliicke, andere aus einem nach demselben geschriebenen Ma- 
nuskripte, denn manche Stellen enthalten erst die Verkiindigung 
zukiinftiger Not, andere sehen auf die schlimme Zeit zuriick. — 
Die 7 Haupter am Wagen (4 und 3) sind die 7 Kaiser. „In jenem 
Rom, in dem Christus Romer ist" (1. Ges. 16,32 Par.) — also in 
Klein-Rom waren sie. Siehe im Ges. 16 Pur. folgendes: 
„Rom (Klein-Rom) hatte, da's zum Gluck die Welt bekehrt (unter 

Mose-Augustus) 
Zwei Sonnen (Mose und Sol alias Saul) und den Weg der Welt 

hatt' eine (das ist Saul) 
Die andere (das ist Mose) den Weg zu Gott verklart. 
Verloscht ward eine (Mose) von der andern (von Sauls) Scheine 
Und Schwert und Hirtenstab von einer (von Sauls) Hand 
Gefafit in iibel passendem Vereine." 

Das ist nicht Geschichte, die ungefahr 7 Jahrhunderte zuriick- 
liegt, sondern alte Geschichte von Zeit- und Bundesgenossen der 

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Etrusker, deren Sprache wir noch nicht einmal entziffern konnten 
und deren V or ganger in Italien ich allein zuerst erkannte. — 

Von dem durch die Holle Gefiihrten wird gesagt, er sei von ei- 
nem Wahne befangen gewesen, und wir miissen forschen und fra- 
gen: Von welchem !? Fuhr doch Christus zur „ Holle" nieder, der- 
jenige, den wir unseren Meister nennen, dem wir folgen sollen ! 
Der „Wahn" ist klar und deutlich erkennbar : Epikuros wird in der 
Holle gezeigt, weil er (modern ausgedriickt) eine materialistische 
Lehre verbreitet hatte; er liefi alle Gewifiheit nur auf sinnlicher 
Wahrnehmung und diese wiederum auf Empfindung beruhen. 
Das war fur den Stiefvater Christi und dessen Tochter dem Wahn- 
sinne gleich — und der durch die Holle Gefiihrte war ein Anhan- 
ger des Epikur, also Epikureer, gewesen ! Mit aller Macht wollte 
man ihn aus diesem „ Wahne" reifien — das wird in diesem Werke 
von Dante bearbeitet. Das erklart so manches ratselhafte klassische 
und neutestamentliche Wort. Vor der Verklarung war er Epikureer 
gewesen, nach derselben wurde er gerade der grofite Seher von 
alien und Vertreter der geistigen Weltanschauung, wie sie uns bei 
den Essenern und in der Uberlieferung von Wales wohl noch am 
unvermischtesten entgegentritt. Er war es, der im 6. Ges. des Pa- 
radieses von sich selbst sagt: 

„Lebt ich zufrieden in dem Wahne fort, 

Ein Wesen sei in Christo (also in ihm selbst) nur enthalten." 

Er war nun: 

„Von jenem Schatten frei, der mir zum Wahn 

Vom Diinnen und vom Dichten Grund gegeben." (Ges. 22 Par.) 

Er hatte gesehen, „dafs Wahr und Falsch im Gegensatz sich paa- 
ren". Er — der Julus der Aeneide — war auch Julius Caesar und 
Titus genannt worden, dessen Taten zu preisen „Zung und Feder 
nie sich nachgeschwungen". Er war der „dritte Caesar" alias der 
dritte Asamonaer. — Den Joten (alias Riesen) wurde der Tod 
durch Erdbeben und den Himmel, der sich auftat, beschieden, den 
Herren von Klein-Rom alias Troja alias Hiero Solyma. Die Kampfe 
um Klein- Rom sind auch in den Kriegen der „Gotenkonige" ent- 
stellt enthalten. Witiges und Teja sind auch mit Widga- Vespasian 
und Titus identisch ! Rauthgundis ist Gudrun. — Italien und Ida- 
lia, das Land am Ida alias Brocken, also der Harz werden ver- 
hangnisvoll miteinander verwechselt. Die 7 jotischen al. romischen 
Kaiser sind unter sog. Hunnen und Goten zu finden: (Von Belos 
stammen die Balten.) 

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1. Hermanarich (Herkules) der Amaler, 

2. Theoderich, der Grofse (ist Edom-Saul-Herodes-Otto, der 
Grofie). 

3. Theodahad (David). 

4. Witiges (der Vertriebene und Wiederkehrende). 

5. Ildibald (gleich Atli-Attila-Salomo). 

6. Odoaker (Krodo) irrig Totila genannt. 

7. Teja al. Totila. al. Titus al. Justinian etc. 

Unter all den verschiedenen Namen verbergen sich immer wie- 
der dieselben, die gleichen Personlichkeiten, wie sie von den ver- 
schiedenen Stammen genannt wurden. Unsere ganze bisherige 
Geschichtsschreibung, die unter jedem fremden Namen die frem- 
de Person sah, ist also falsch. Ostgoten (Greuthungen) unter Ama- 
lern und Westgoten (Thervingen) unter Balten — es sind Asamo- 
naer und Edomiter, nur unter anderen Bezeichnungen. Wie alt 
unsere Uberlieferung schon ist, moge auch eine Stelle aus Dante 
zeigen: Ein Ahn war 930 Jahre alt geworden und hatte einst eine 
Sprache gehabt, die vor dem Bau des Nimrod schon aussartb. 
Weist das auf die nordeuropaische Ursprache hin, in der El das 
hochste Gut bedeutete und Eli ein Wort war? 

Es war richtig (und nicht falsch) in dem Originale gesagt wor- 
den, dafs „ruckwarts Lunas Lauf sich kehrte" — und drum 
der Sonn herabzuschauen wehrte." Es war keine Erfindung, 
sondern ein fast wahrhafter Bericht 

„Der, dafs von selbst das Licht erlosch und drob 
Den Spanier, den Juden und den Inder 
Zu gleicher Zeit die Finsternis umwob." (Ges. 29 Par.) 
Slaven, Romanen und Inder sind mit diesen 3 Namen gemeint — 
der Bericht ist unvollstandig erhalten, wie ich zeigen werde, denn 
diese nicht allein wurden von der Finsternis geplagt. Diese Finster- 
nis, durch welche die letzte Eiszeit entstand, hat auch Johannes der 
Taufer iiberstanden; er hatte „Wiist und Martyrpein" erfahren 
„Und dann der Holle Nacht in zweien Jahren" (Ges. 32 Par.) — das 
deutet nicht auf eine lange Hollenfahrt, sondern auf die Dunkelheit 
der letzten Eiszeit, deren Dauer hier auf 2, in anderen Werken auf 3 
Jahre angegeben wird. Das Land der Griechen ging dabei unter, des 
Mischstammes, der auf der Balkanhalbinsel heute noch richtig 
„rum", d. h. rom alias Romer oder Romanen genannt wird ! Wir 
wufiten nicht einmal mehr, dafs Griechen Nachkommen Kains, des 
Riesen (wenn auch gemischt mit Hellenen und wahrscheinlich mit 

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Pelasgern) sind, aber wir glaubten, zu wissen, dafi die altesten 
romischen Konige von 753 — 510 lebten. Es ist so datiert worden, 
aber diese Annahme ruhte auf einem falschen Fundamente, und 
sie lebten in Wahrheit vor Jahrtausenden. 

Die meisten alten Zeitbestimmungen stehen nicht etwa (auf un- 
sere Zeitrechnung deutend) irgendwo geschrieben, wie viele Men- 
schen annehmen, sondern sie sind durch kiinstliche Berechnungen 
entstanden; von Suetonius z. B. existiert keine Angabe seines 
Geburtsjahres (s. Einleitung zu seinen Kaiserbiographien v. Dr. 
Prof. Stahr, Verl. Langenscheidt) dennoch wird gelehrt: „Er lebte 
etwa 75 — 160 nach Chr." Dafi dies vollig irrig ist, wird zunachst 
durch folgendes klar: Er selbst war — nach eigener Angabe — 20 
Jahre nach Neros Tode ein junger Mann. Unter Domitian (al. Aga- 
memnon, al. Manasse der Bibel) dem Bruder des von ihm er- 
wahnten Chrestus (al. Titus) verlebte er seine Jugend; also war er 
Zeitgenosse dieser Manner und lebte vor dem letzten Erdungliicke, 
das Christus weissagte. Auch Tacitus, Vellejus, Victor haben iiber 
die Kaiserzeit geschrieben (Arrian und Curtius besonders iiber Ale- 
xander) aber im Laufe der Jahrtausende sind ihre Werke von Uber- 
setzern und Abschreibern so entstellt worden, dafi es einer beson- 
deren Arbeit bediirfen wird, Klarheit hinein zu bekommen. Sueto- 
nius mufi einst griechisch geschrieben haben, denn Sprichworter, 
Verse, Zitate und beriihmte Ausspriiche sind durchweg aus der 
griechischen Sprache. Die Caesaren sprachen jedenfalls grie- 
chisch und nicht lateinisch ! Das Werk ist also eine Uebersetzung, 
die — wer weifi wie oft? — abgeschrieben wurde. So wie die Euro- 
paer in alle 4 Winde gejagt wurden, so erging es auch vielen Hand- 
schriften: Die griechische des Heliodor wurde 1526 in Ofen, die des 
Quintus bei Otranto in Calabrien gefunden; die Handschrift des 
Vellejus ist in der Abtei Murbach im Elsafi, die griechische „Antho- 
logie" in Heidelberg gefunden worden ! Romisch und griechisch 
waren ursprunglich nur zwei verschiedene Dialekte, nicht zwei ver- 
schiedene Sprachen. In Run en wurden sie niedergeschrieben, wie 
auch Suetonius (S. 256) andeutet. Weiter schreibt er richtig, „latei- 
nisch" sei „heimisch" in Tibers Stadt gewesen, d. h. vor diesem 
sei es die Heimat lateinisch sprechender Menschen gewesen ! Das 
ist richtig, denn „Angeln // nennt die Bibel als Besitzer von Salem 
zu Lot (al Lofars) Zeit, die lange vor Tiber war. 

Wir wissen ja die alten Namen der Lander und Weltteile nicht 
mehr, wieviel weniger die der Stadte und Einwohner. Vellejus 

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sagte, dafi Italien Tyrrhenus genannt wurde — vorher hiefi es 
noch anders, wie ich zeigen werde, den Namen Italien bekam es 
zuletzt; Idalia oder Idaland der alten Schriften ist gar nicht das heu- 
tige Italien, sondern das Land, welches um den Ida (den Sitz der 
Idaischen Gottermutter) herumlag, der heutige Harz, der so viele 
Namen hatte, wie es Sprachen gab, also mindestens neun, von de- 
nen die Edda sagt. Italien hiefi Hispanien, spater auch Vitellium. 

Die Hauptstadt des jetzt Palastina genannten Landes heifit El 
Kuds und nicht Jerusalem. Das Land hiefi niemals Judaa und die 
Hauptstadt niemals „Jeruschalajim // — es ist moglich, ja sogar mit 
hochster Wahrscheinlichkeit zu behaupten, dafi unser A. T. dort ge- 
funden wurde und dadurch die Irrung entstand, El Kuds sei Jeru- 
schalajim. Aus einer Irrung entstanden fortzeugend tausende. Jene 
Stadt, welche griechisch und lateinisch Hiero-Solyma und egyp- 
tisch Urusalim hiefi, welche Hadrian wieder aufbauen liefi und 
Aelia nannte, ist Go si ar am Harze und nicht das jetzt arabische 
El Kuds in Palastina. Aus Aelia wird mit der Zeit der Name Goslar 
entstanden sein. Im Norden von Europa haben sich auch die Na- 
menspuren erhalten; im Nordischen weifi man noch von „]6rsal" , 
und in der Edda steht von Joruvalla und Vaiaskialf (Odins Ort) 
geschrieben. Wenn die Edda aus dem Norwegischen stammte, dann 
wiirde Jerusalem wohl Jorsal und nicht Joruvalla und Vaiaskialf 
darin genannt sein. Die Voluspa, das Hauptgedicht der alten Edda, 
ist von einer „J6tin" verfafit worden, derm sie sagt selbst, sie 
stammte von Joten ab — dies Gedicht mufi also eine Ubersetzung in 
das Altnordische sein, weil altnordisch nicht gleich jotisch ist ! Dieje- 
nigen, welche aus dem Altnordischen wieder iibersetzten, trafen 
nicht die rechten Worte, weil sie f alsche Sprachen zu Hilf e nahmen . . . 

Das heutige Rom liegt an der Tevere; dieser Flufi wird mit der 
Tiberis der alten Schriften identifiziert, aber Tiber is ist gleich 
dem Kidron, gleich dem Skamandros, den Homer nennt, gleich 
der heutigen Gose. — Das kleine Fliifichen Pisatelio im jetzigen 
Italien, das ins Adriatische Meer miindet, wird fur den Rubicon 
gehalten — dieser mufi aber ein Flufi im Harze gewesen sein und 
ist mit grofier Wahrscheinlichkeit die jetzige Radau, an der die 
friihere Hauptstadt lag. Caesar heifit Kaiser und ist deutsch- 
griechisch Kaser (platt) auszusprechen und nicht lateinisch Cae- 
sar, denn es ist ein griechisches Wort gewesen und nicht ein latei- 
nisches. Die ganze Geschichte der altesten 7 Konige alias Konsuln 
alias Caesaren alias Kaiser spielte im Harze, und erst vom achten 

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an beginnt sie in dem jetzigen Italien, als Flut und Eiszeit den Harz 
auf Jahre hinaus unbewohnbar machten. Die Anio, das zweite 
Fliifichen, an dem (Klein) Rom lag, ist die heutige Abzucht. Das 
ist ein Ausdruck, der sicher nicht urspriinglich fur dieses Gewas- 
ser gebraucht wurde, sondern erst dann, als der Lauf desselben 
kiinstlich geandert worden war. Kaprea ist nicht Capri sondern 
der heutige Kyffhauser. Der ganze Harz war einst ein grofies Ei- 
land, von kleinen Inseln umgeben. Solche Inseln waren Kyffhau- 
ser und Regenstein. In des letzteren Nahe begann Agamemnons 
Mauer (die heutige Teufelsmauer) zum Schutze der Schiffe; je- 
doch eine (sicher spater eingeschobene) Stelle bei Homer berichtet 
auch, dafs diese Mauer durch eine grofie Flut (identisch mit der 
Sintflut) vernichtet wurde und dafi dort alles versandete — so ist 
es geblieben und heute noch zu sehen. — Wohl konnten die Kaiser 
leicht nach „Britannien", nach Gallien (Irland) und in das „germa- 
nische Gebiet" (Wales), wahrend solche Ziige von dem jetzigen 
Italien aus ungeheure Unternehmungen gewesen waren. Wir soil- 
ten bei Ubersetzungen die Namen unverandert stehen lassen 
und sie nicht iibersetzen, wenn wir auch unserer Sache sicher zu 
sein glauben. Wenn z. B. Suetonius schreibt „in Nemorensi" und 
„am Nemisee" iibersetzt wird, so verhiillt das die Wahrheit. Wenn 
er das Wort „Agger" fur einen Hinrichtungsort gebraucht, so 
konnte dieses (aus dem Griechischen oder Asdodischen stammen- 
de) Wort viel eher mit Acker als mit Wall iibersetzt werden, denn 
unter diesem Agger haben wir uns einen Anger oder einen Hiigel 
vorzustellen. 

Mauern, Tore, Tempel, StraSen sind (bis auf das ganz vernichte- 
te) heute noch in Klein-Rom al. Goslar festzustellen. Das einstige 
Marsfeld heifit heute Osterfeld. Johannes, der Offenbarer, nennt die 
grofie Stadt (Hiero Solyma) „das Weib", und so kennzeichnet er die 
Gottin Roma. Der Tempel des Jupiter auf dem Kapitol (der mit dem 
Kaiserhause durch eine Briicke verbunden wurde, also ganz nah 
gelegen haben mufi und liegt) ist der ehemalige Dom in Goslar. Er 
wurde auf den alten Grundmauern nach dem Brande und der Flut 
wieder aufgebaut und ist erst im vorigen Jahrhunderte niedergeris- 
sen worden (bis auf die eine Kapelle) aber die Krypta existiert noch 
in der Erde, denn sie wurde nicht vernichtet sondern nur zuge- 
schiittet. Wir konnen die Mafie des Herodianischen Tempels mit 
dem in der Erde Erhaltenen vergleichen und werden sie nachpriifen 
konnen. — Der Tempel des Mars (al. Herkules) auf dem Forum ist 

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die heutige Marktkirche. Nicht zufallig war vor dem Herkulestem- 
pel (al. Marstempel) eine Statue Alexanders des GroSen, sondern er 
ist wieder der Gott selbst, nur unter anderem Namen; er ist auch 
Ancus Martins und Merkur mit dem Schlangenstabe. Der 
einstige Lacus Curtius, ein Brunnenbecken auf dem Forum, ist der 
Marktbrunnen zu Goslar. Der altertumliche Adler darauf ist noch 
ein romischer Adler von den Edomitern. Dort wurde der „Sumpf" 
zugeschiittet, iiber den ich im Kap. „die Talstadt Jerusalem" schrieb. 
Der Tempel der Venus Genitrix ist die heutige Sankt Annen- 
Kapelle, Venus Genitrix ist die heilige Anna Selbdritt— der 
Name ist also noch derselbe nur in zwei verschiedenen Sprachen 
erhalten ! Sie ist die Mutter der beriihmten Zwillinge (Josef- 
Absalom und seiner Schwester) und mit zwei gleich grofien Kin- 
dern auf den Armen (also Zwillingen) ist sie noch heute in der Ka- 
pelle mehrfach dargestellt ! Es wird jetzt gesagt, die Kinder seien 
Jesus und Johannes, aber diese waren ja absolut nicht gleichaltrig, 
sondern Johannes war ein Altersgenosse von Josef, Jesu Stiefvater 

— Josef und Jesus werden ja selbst in den Evangelien verwechselt, 
und Jesu werden Taten Josefs zugeschrieben ! Die Taube — das 
Zeichen des christlichen Heiligen Geistes — war der Stammutter 
des Julischen Geschlechts (Venus) heilig, wie Vergil sagt; und sie ist 
Suetons Atia (Goslars Anna Selbdritt) die Mutter von dem Stiefvater 
Jesu. Am Kinderbrunnen bei Goslar gebar sie als Fluchtende ihre 
Zwillinge. Dort, wo Neu-Rom gegriindet wurde, ist Mose ausge- 
setzt worden, der Korb mit dem weinenden Knaben hat in der heu- 
tigen Gose das Ufer erreicht, und Mose hat dort schon vor Saul- 
Herodes gebaut. Die Geschichte von den Zwillingen und der Aus- 
setzung ist durcheinander gebracht worden. Mose wurde ausge- 
setzt, war aber kein Zwilling; Edom-Saul und Jakob waren Zwillin- 
ge, wurden aber nicht ausgesetzt; den Zwillingen (Bruder und 
Schwester), denen nach dem Leben getrachtet wurde, verhalfen 
Freunde zur Flucht, ihnen und ihrer Mutter, der Anna Selbdritt. — 

— Jene Wunderzeichen, welche bei Suetonius im Kapitel „Caesar 
Octavianus Augustus" geschildert werden, gehen auf diese „Atia" 
und auf die Geburt der Zwillinge, die in so vielen Schriften er- 
wahnt werden. Die Weissagung war, die Natur sei im Begriffe, dem 
romischen Volke einen Konig zu gebaren, worauf der Senat den 
BeschluS fafite, kein in diesem Jahre geborenes Kind sollte 
aufgezogen werden — d. h. alle sollten getotet werden ! So be- 
schreibt also Suetonius den neutestamentlichen Kindermord 

300 



Herodes des Ersten, der also zu der Zeit Stadtkonig von Goslar 
gewesen sein muS. Dieser Octavian ist gleich Vespasian — iiberall 
Verwechslungen ! Selbst der Bearbeiter des Evangelisten Lucas 
verwechselte Nero mit Tiberius, denn Johannes predigte zu Neros 
und durchaus nicht zu Tiberius Zeit; diese beiden Tyrannen wer- 
den oft verwechselt. Selbst im Harze wird der vierte Ottone Nero 
(der vierte Odin), welchem ein Auge ausgeschlagen war (worauf 
auch Suetonius anspielt), mit dem ersten Ottonen, Tiberius, dem 
echten Odin, verwechselt — ja, man weifi nur noch von einem, 
wahrend 4 Personlichkeiten diesen Namen trugen. 

Der Apollotempel auf dem Palatinhugel mufi der Tempel auf 
dem Georgenberge gewesen sein. Tempel der Diana und des Sa- 
turn haben in der Stadt gelegen. Davids alias Jakobs Tochter ist 
„ Diana" genannt worden, und die Jakobskirche in Goslar ist Ja- 
kobs Tempel. Ein anderer Tempel des Gajus Caligula ist Davids 
Tempel, ist also auf dem Olberge zu suchen, ist also der einstige 
Tempel auf dem Petersberge, wo heute noch der Aufgang, die frei 
gelegten Grundmauern und die Clus auf eine einst groSartige An- 
lage deuten. (Dort in der Nahe sind auch Konigsgraber gewesen.) 

Suetonius widerspricht sich hundertmal und schildert iiber- 
haupt keine Charaktere, d. h. die Bearbeiter haben mit der Zeit 
alles durcheinander gebracht. Galba, Otho, Vitellius sind garnicht 
damalige Kaiser gewesen, sondern es sind Kaiser, die zu den Sie- 
ben gehoren, nur unter anderen Namen erscheinen. 

I. Den ersten Kaiser erwahnt er nur beilaufig, als er Gajus (Da- 
vid) sagen lafit: „Denn von Ancus Marcius stammen die March 
Reges, deren Namen meine Mutter fiihrte, von Venus die Julier, zu 
deren Geschlecht unsere Familie gehort." (Dafi David — der Edo- 
miter — mit Mose, dem Stammherrn der Asamonaer, in Ver- 
wandtschaft gewesen sein mufi, gab ich schon an.) 

II. a. Gleich anfangs berichtet er von Sulla, und dieser ist gleich 
dem biblischen Edom-Esau-Sau /-Herodes I.-Tiberius. Unter 3 
Namen: Sulla, Tiberius und Otho haben wir den zweiten Kaiser 
bei Suetonius ! Sulla (Saul) war Gegner des Gajus (Jakob al. David) 
— das stimmt ! 

b. Atta (gleich Attikus) das Stammhaupt des Tiberius, ist Abram- 
Amram, Budli (der Edda) al. Belos, der nach Rom hinwanderte. 
Titus Tatius, der „Mitregent des Romulus", ist Jakob, der Z willing 
von Edom-Saul; immer dieselben Manner, nur verschiedene Na- 
men, je nachdem aus welcher Sprache das Original einst stammte ! 

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Die Geschichte von der Abtretung der schwangeren Frau wird 
mehrmals erzahlt und verschiedenen Kaisern zugeschoben: die 
Geschichte geht aber nur Claudius an, denn die Enkelin des Atti- 
kus ist Dina al. Gudrun. — Tiberius vertrieb die Sterndeuter — 
dasselbe wird von Saul erzahlt. Der iibergroSe Hang zum Weine 
wird ihm nachgesagt — die Edda erzahlt, Odin lebte nur vom 
Weine, das Essen gabe er seinen beiden Wolfen (oder Wolfshun- 
den). Er, der Rotbart, war es, der auf Kaprea — dem jetzigen Kyff- 
hauser — eine Burg hatte; es ist jene Insel, von der Odysseus (mit 
ihm identisch) sagte, sie nahrte nur Ziegen im Stalle. Er soil im 
Finstern gesehen haben — ich sagte, dafi er rotaugig war. — 
Zwerge werden erwahnt — sie sind mit den Zwergen der Edda 
identisch. — Die Gemonien sind die Schlangengruben; manche 
Worte aus der griechisch-romischen Geschichte sind eben nur aus 
der deutschen und nordischen Sprache zu erklaren. 

c. Otho, welcher der „tapfere Mann" und der „einzige Kai- 
ser" genannt wurde, Otho; dem die Soldaten nach dem Tode un- 
ter heifien Tranen Hande und Fiifie kiiSten, war Tiberius alias Otto 
der Grofie. Er liefi sich „die Haare am Leibe ausrupfen" — er, der 
behaarte Edom-Esau. — Wer ihn im Leben verwiinscht hatte, zoll- 
te ihm nach seinem Tode Lobspriiche. 

III. a. Mit dem dritten Kaiser beginnt Suetonius die Kaiserge- 
schichte, denn Gajus Julius Caesar ist gleich Gajus Caligula, 
gleich Jakob-David. Die Abschatzung des Gajus ist die Schatzung 
Davids. Die „G6tterlade" ist die Bundeslade al. Goldener Altar 
al. Krodoaltar, die heilige Lade Trojas ! — Wenn Gajus Julius Cae- 
sar sagte, er sei Caesar, nicht Konig, so hat er eben hochmiitig ge- 
sagt: „Ich bin Kaiser, nicht Konig. " Darum sprach er auch: „Ich 
bin der Thron." Es ist fast unfaSlich, dafi nicht eher erkannt wur- 
de, dafi der erste Caesar Kaiser war, denn er handelt wie ein Kai- 
ser ! — Die in seiner Geschichte erwahnten Gallier sind Galen 
(Jung-Kelten) und die sterndeutenden Chaldaer sind Kaledo- 
nier aus Schottland gewesen. — Gajus sprach griechischl 
Jakob-David sprach also weder lateinisch noch hebraisch ! — Der 
Octavius, dem Gajus laut Testament die Rechte seiner Famine und 
seinen Namen hinterliefi, ist Josef der Bibel, der griechisch Appolly- 
on (daher Apollotempel und Georgstempel dasselbe !) und hebra- 
isch Abaddon hiefi. Der Name Absalom ist also nicht hebraisch, die 
Konigsgeschichte des Alten Testaments ist erst ins Hebraische iiber- 
setzt worden — oder Johannes hat hibernisch alias keltisch mit sei- 

302 



nem Worte „hebraisch" gemeint; das ist noch aufzuklaren. — Nach 
Gajus Tode erschien ein Komet am Himmel, weshalb seinem Bild- 
nisse immer ein Stern iiber dem Scheitel beigefiigt wurde; daran 
also konnte ein echtes Bild von ihm erkannt werden. 

b. Vom Gajus Caligula ist (natiirlich) unsicher, wo er geboren 
ist, weil die Schriftsteller vollig verschiedene Angaben machen. Es 
gait als Verbrechen und lebensgefahrlich, in seiner Nahe das Wort 
„Ziege" auszusprechen, und soil das mit „Behaarung" zusammen 
gehangen haben. Im A. T. stent, dafi Jakob sich mit den Fellen von 
jungen Bocken umwand, um dem blinden Vater den Edom-Esau 
vorzutauschen und sich den Segen der Erstgeburt zu erschwin- 
deln. Darauf spielte Suetonius einst sicher an, und die Bearbeiter 
entstellten die Sachlage, weil sie meinten, Gajus ware behaart ge- 
wesen; er war aber glatt und schon. 

IV. a. Octavius ist mit Vespasian, Galba und Vitellius identisch. 
Octavius ist der vierte, der fliehen mufite und erst nach dem sie- 
benten wieder Kaiser wurde. Er wurde „bei den Stierkopfen" ge- 
boren — waren vielleicht einst am Kinderbrunnen Stierkopfe, oder 
deutet das auf die Geburt im Stalle !? Josef wurde sicher in Ar- 
mut und Verborgenheit geboren — Jesu mit Josef wieder ver- 
wechselt !? 

Der Stier wird als friedenbringendes Sternbild jener Zeit ge- 
nannt, er war der Stier, der Frieden brachte. Josef wurde (nach 
Suetonius) unter dem Bilde des Steinbocks geboren. Der zwolfjah- 
rige Jesus im Tempel war auch Josef im Tempel, denn Jesus war in 
dem Alter bestimmt fern der Heimat. — Mit voller Sicherheit ist 
Jesus nur da gemeint, wo „Christus // (der Schwarzliche oder 
Braunliche) geschrieben steht; bei alien anderen Stellen ist erst zu 
forschen, ob Josef oder Jesus gemeint ist. Josef war auch der 
Freund und Altersgenosse des Johannes. — 

b. Vespasians Frau Domitilla ist Dina-Gudrun. Titus war ihr 
leiblicher Sohn, aber Domitian nicht, denn er war der uneheliche 
Sohn von Vespasians (Absaloms) Zwillingsschwester, den er als 
Sohn angenommen hatte. Leiblich hatte er nur 2 Tochter, wie ich 
schon ausfiihrte, denn Titus stammte aus der ersten Ehe seiner 
Frau. Vespasian heilte Blinde und Lahme — das wird im N. T. von 
Jesu gesagt. — 

c. Galba. Den Namen Galba iibersetze ich mit: Der Gelbe al. 
Blonde. Von Galba wird berichtet, er hatte blaue Augen gehabt, 
und nur einer der Kaiser hatte goldblonde Haare und hellblaue 

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Augen. (Titus hatte dunkle Haare und dunkelblaue Augen.) Au- 
gustus (Mose) hatte dem blauaugigen Galba die Herrschaft ge- 
weissagt; Tiberius hatte (durch Astrologie !) in Erfahrung ge- 
bracht, dafi Galba Kaiser werden wurde, aber erst im Greisenalter. 
Er muE auch schon sehr alt (selbst nach damaligen Begriffen und 
bei der Langlebigkeit der Riesen) gewesen sein, als er vor den To- 
ren der Stadt erschien. Das Alter der Kaiser ist nirgends richtig 
erhalten. Lepida und Agrippina sind nur andere Namen fur Pene- 
lope-Brunhild und Dina-Gudrun. Gajus und Claudius sind die 
Kaiser, zwischen denen der Blonde zum ersten Male zum Kaiser 
gemacht wurde. „Hispanien" war damals der Name von Italien, 
wie ich noch zeigen werde. — Weissagung und Traume spielen 
eine Rolle in des Galba Leben. Er ist der gehohnte „Liebesgott", 
der vielgeliebte, schone Blonde, iiber den die Morder herfielen. So 
sind zwischen all den Klatschgeschichten Kornchen der Wahrheit 
erhalten geblieben. 

d. Uber den Ursprung der Vitellier gibt es viele, vollig entge- 
gengesetzte Lesarten; Niemand erkannte also mehr die Identitat 
dieses Mannes mit Vespasian, Galba und Octavio, und so wurde 
ein Stammbaum fabriziert. Den Beinamen Germanicus hatte er 
naturlich, denn er war Wane al. Germane vom Vater her, Che- 
rusker aus Wales. — Der Brand vom Tempel des „Allerhochsten 
Jupiter" (identisch mit dem Tempelbrande in Jerusalem al. Troja) 
ist unter Vespasian gewesen, und daran gerade ist zu erkennen, 
dafi mit Vitellius Vespasian gemeint ist. — Von enormer Gro- 
Se des Wuchses war Vespasian. Er kam aus dem Exile zuriick als 
Vernichter der Stadt. Aus seiner Zeit stammt folgender Vers, der 
bei Suetonius schon zu Tiberius Zeit gedacht wurde: 

„ Brick auf den Sulla (Saul-Tiberius) der glucklich fur sich, nicht, 

o Romer, fur dich war, 
Und auf den Marius (Mars-Mose) auch blick, da er kehrte nach Rom; 
Auch auf die Hande Antons (Archelaus-Salomo), der die Biirger- 

kriege entziindet, 
Blicke, wie er sie in Blut wieder und wieder getaucht — 
Dann sprich: „Roma ist hin !" Dienn blutig herrschen wird jeder, 
Der, vom Exile zuriickkehrend, zur Herrschaft gelangt." 

Vitellius-Vespasian kam aus der Verbannung heim — und Ro- 
ma war hin ! Doch das geschah erst spater. Er wurde totlich ver- 
wundet, floh aber, und auf den Thron kam: 

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V. Claudius. Zu dessen Zeit wird ein Statthalter Felix erwahnt, 
welcher auch: im N. T., von Josephus und Tacitus genannt wird ! 
— Claudius, der Arge, hatte „gegen Sitte und Gesetz" Agrippina 
geheiratet; d. h. er hatte (seine Nichte) die schwangere Gattin des 
Vespasian genommen !! Er war jener Herodes, der deshalb von 
Johannes getadelt wurde, der Atli der Edda, der Feind des Hogni. 
Durch seine Frau kam er endlich urns Leben. Taten des Claudius 
werden teils dem Nero, seinem Sonne, zugeschrieben. Jener 
„Pompejus" , der nach Gajus Kaiser wurde, ist gleich Numa 
Pompilius, gleich Priamos, gleich Claudius. 

VI. Nero wird der Domitier genannt, d. h. der Edomiter al. 
Dardaner. Diejenige, welche der Dina-Agrippina ahnlich sah und 
an anderer Stelle Poppaa Sabina genannt wird, die ihrem Ehe- 
manne entfuhrt wurde - die schone Tochter der schonsten 
Frau ihrer Zeit — war Swanhild, Gudruns Tochter, die Homer 
Hermione nannte. Der verborgene Schatz der Dido ist jener 
Schatz der biblischen Dina, der nordischen Gudrun, welcher ih- 
rem zweiten Gatten gehort hatte und nach welchem Claudius - 
Atli - Salomo (Neros Vater) strebte. Der Grund zum Kriege und 
zum Falle der herrlichen Stadt taucht auf, und unter Nero wurde 
die Stadt der goldenen Gassen vernichtet. Nero war hafilich, rot- 
blond, sommersprossig und trug ein Glas (Monokle) iiber dem 
einen (wohl dem ausgeschlagenen) Auge, Otho, Paris, Orest (der 7 
Ellen hoch war), Orkus und Alkmaon wurde er genannt. — Der 
Komet, der Brand, das Erdbeben, die Pest werden richtig zu. 
seiner Zeit angegeben. Am Anfange des 6. Kap. steht auch richtig: 
„Das Geschlecht der Caesaren starb mit Nero aus" — wir miissen 
nur einfiigen „dort" und „Nero, dem Letzten der Domitier al. 
Edomiter" . Der Stamm starb aus, das Land (der Harz) wurde ver- 
lassen, weil es unbewohnbar wurde, und im Siiden setzten die 
Asamonaer die Herrschaft fort. Als im Norden die Kultur sank, 
fing sie dort an. — Dort erst herrschte der Achte. 

VII. Titus (mit dem Beinamen Chrestus) wurde erst getadelt 
und gehafit, dann geliebt wie kein anderer. Was Suetonius iiber 
ihn schreibt, ist iiberarbeitet, aber er, identisch mit dem braunli- 
chen Helden, dem „Rufer im Streit Menalaos" , war wirklich die 
Ursache des Vernichtungskampfes gegen Nero, das Haupt der 
Christiani, die zu Neros Zeit zum ersten Male in der Geschichte 
auftauchen. Chrestus und diese Christiani lebten gleichzeitig. Ti- 

305 



tus soil nahe bei dem Septizonium in einem armlichen Hause und 
in einem iiberaus kleinen, finsteren Zimmer geboren worden sein 
— es konnte sein, dafi auch er in oder bei der Hauptstadt geboren 
wurde. — Eine jotische Fiirstin ist eine romische Fiirstin, der Aus- 
druck Jote bedeutet nur Riese, so war Berenike eben auch eine Rie- 
sin und ist mit Hermione identisch, mit Helenas Tochter. Bei Ho- 
mer erscheint Helena als Grund zum Kriege, der Hauptgrund 
aber war die Entfuhrung ihrer Tochter Hermione. Helena 
wurde uberhaupt nicht entfuhrt, sondern sie heiratete Neros 
Vater auf Zureden der Stiefmutter, als ihr zweiter Gatte tot ge- 
glaubt wurde. Septizonium und Haus zum Granatapfel miifiten 
noch festgestellt werden; das „Brusttuch" in Goslar konnte wohl 
das Haus der Veronika gewesen sein, (wenigstens die Stelle, an 
der jenes Haus einest stand), denn Veronika nahm ihr „Brusttuch // , 
als Jesus zur Kreuzigung an ihrem Hause voriiber gefiihrt wurde 
und breitete es iiber sein Gesicht. Heute weifi niemand, warum 
das Haus diesen seltsamen Namen fiihrt. — — Das Haus „zu den 
Hennen" auf einem Landsitze des Flavischen Geschlechts, diirfte 
wohl die Kirche in Zellerfeld sein: DaS diese einst ein Wohnhaus 
(mit terassenartigem Garten davor) war, ist heute noch zu sehen. 
Dafi sie ein Kloster war, ist noch bekannt. — 

Wenn von Hispanien und dem Grenzflusse Iberus geschrieben 
steht, so wurde bisher Spanien und Ebro iibersetzt, es waren aber 
das jetzige Italien und der jetzige Tevere, die solche Namen tru- 
gen. Von den iiber die ganze Erde zerstreuten Zigeunern heifit es, 
sie stammten aus Spanien — damit ist aber nicht das heutige Land 
Spanien, sondern Italien gemeint, welches tatsachlich und sicher 
samt Egypten am Nile (Niflheim) die Heimat der aus dem Norden 
vertriebenen Nachkommen Kains war ! Hispania, jetzt Italia, war 
die Heimat der „rom // (alias der Romanen von Kain) der Rothaute. 
Doch im Rolandsliede wird Tiberis al. Gose Ebro genannt ! Die 
beiden Reiche „Karlingen und Yspania" sind darin Wales und 
Harz. Saraguz ist nicht Saragossa sondern Goslar. Marsilie ist 
Salomo; Karl ist Absalom, Roland ist Adonia- Jesus. Genelun ist 
Homers Agamemnon al. Domitian al. Manasse al. Judas. Brech- 
munda ist Dina-Gudrun. — Goslar wurde auch Caesaris Augu- 
sta genannt ! 

Vergleichen wir die alten Sagen und Namen mit den Gestalten 
im markischen Museum, dann werden uns die Altertiimer in neu- 
em Lichte erscheinen: Lucas wird mit rotbrauner Haut, tierischen 

306 



Ohren und tierischem Munde dargestellt, Johannes mit schwarzer 
Haut und Vogelschnabel — und dennoch stammen diese Figuren 
aus einer christlichen Kirche ! — Ein Sanct Georg, ein schwarzhaa- 
riger Christus, eine Madonna mit 2 Kindern, ein Riese mit einem 
Lowen, dreimal so grofi als der Lowe, ein Heiliger mit der Keule 
(der Riesenwaffe), eine Heilige, die ein Wesen mit Menschenkopf, 
Vogelbrust und Fliigeln halt — alle illustrieren die alten Sagen. 
Weil sie uralt sind, wurden Fehler in die Erzahlungen hinein ge- 
bracht. (Die Darstellung der Bundeslade erinnert an die Lade des 
Goslarer Krodo-Altars !) 

Fehler sind in alle Biicher hinein gebracht worden; so mufi ich 
noch erwahnen, dafi zwar richtig in der Edda steht, Njord hatte 
von seiner „Schwester" einen Sohn bekommen, dafi aber Freyr 
durchaus nicht dieser Sohn von der Schwester ist. Auch Freya ist 
nicht eine Tochter dieser Zwillingsschwester, sondern Freya ist 
gleich Gudrun, gleich Skadi etc. und Freyr ist ihr Sohn mit Njord 
alias Sigurd, der auch Gymir genannt wiirde. — Surt, der Feind 
Freyrs, ist Nero. — Vielfach sind auch die Handschriften richtig, 
nur unsere Ubersetzungen und Auslegungen sind falsch; so be- 
deutet z. B. das griechische Uranos nicht „Himmel // sondern Ur al. 
Erin = Irland. 



307 



Zweiter Teil: Niedergang und Untergang. 



Der zweite „Noah" und sein Sohn Hadad=Jesus=Christus. 

„Laut schrieen alle Wanen \" 

Njord von Noatun, von dem die Edda erzahlt, wufite ein Welt- 
ungliick voraus und liefi Freyr von Zwergen die beriihmte Arche 
zimmern, mit der er der Flut entging. Wir wissen, dafi Njord von 
Noatun alias Josef von Nazareth identisch ist mit „Noah", dem 
Enkel (nicht Sohne) Lamechs ! ]ener aus der Flut gerettete „Xi- 
suthros" ' , den die Babylonier (d. h. die Hamiten) nennen, ist sein 
Sohn Jesus, genannt Christus ! Xisuthros und Christus ist ein 
und derselbe Name, nur in eine andere Sprache iibertragen ! So- 
wohl Zwerge (Schwarzhaarige) Slawen als rothautige Inder wer- 
den in der Edda gelegentlich „Zwerge // genannt; ob also Slawen 
oder Rothaute das Schiff bauten, ist nicht ohne weiteres zu sagen. 
Des Xisuthros Stammbaum ist hier folgender: 

Aloros, 

Alaparos, 

Amelon, 

Ammenflon, 

Megalaros, 

Daonos,_ 

Euedorachos, 

Amampsinos, 

Otiartes, 

Xisuthros. 

Hochst wahrscheinlich haben wir hier ein Stuck von Josefs 

Stammbaum vor uns, der sein nomineller Vater war, da Jesu Vater 

schon vor seiner Geburt getotet worden war. Gotisch wird der 

Name Christus auch mit X „Xristus // geschrieben. Tutul Xiu war 

308 



ein altes Konigsgeschlecht in Amerika, in Mayapan, siidostlich 
von Merida, und es ist garnicht unmoglich, dafi wir in dem Worte 
Xristus ein Wort der „rom" erhalten haben, das einst mit Xiu - 
in der Bedeutung wie Zeus - in Zusammenhang stand ! 

Njord war „Wane", und beim Berge Ararat, wo die Arche lan- 
dete, heifit ein See „Wansee" — ich nehme an, nach ihm so ge- 
nannt ! In „Der neue Fund zur Sintflutgeschichte" aus der Tempel- 
bibliothek von Nippur (v. Hilprecht) werden 2 Ninive-Lesarten 
angefiihrt; in der ersten soil stehen: 

„Rorhaus, Rohrhaus, Wand, Wand ! 
Rohrhaus, hor, Wand merk auf ! 

Dafi diese Ubersetzung, unmoglich richtig sein kann, liegt auf 
der Hand. (Eine Wand kann nicht aufmerken !) Da ich die alten 
Zeichen leider auch nicht verstehe, kann ich die beiden Zeilen 
nicht bessern, aber aus der Identitat des Wanen Njord und 
des Vaters des Xisuthros schliefie ich, daft statt „Wand" 
Wane in der Keilschrift stehen wird. (Vielleicht wird sich her- 
ausstellen, dafi statt Rohr Noah und statt Haus ein Titel des Njord 
zu lesen ist !) Dasselbe Wort „Wane // in Nippur und auf Island — 
wie wunderbar sind doch die Wanderungen der Menschheit ! Der 
Zusammenhang zwischen beiden Funden, Edda und Keilinschrift, 
ist vollig klar: In der Edda steht, dafi ein Teil der Fluchtlinge nach 
Norden fuhr, und auf Island — wo die Edda gefunden wurde — 
haben sie das Land wieder betreten. Der Fluchtling „Noah // rettete 
sich nach Siiden, und in alle vier Winde wurden die Atlantier zer- 
streut ! 

Nach der Sintflut erst, nach dem Sturze Salomos und seines 
Sohnes, nach dem Untergange der roten Rasse Kains bluhte atlan- 
tische, nordische Kultur im Siiden auf ! Zu Sargon des Ersten Zeit 
taucht dort der semitische Landesdialekt zum ersten Male auf — 
um diese Zeit erst kamen die sog. Semiten von Norden aus in jene 
Gegenden ! 

Vater und Sohn wurden weltbekannte Personlichkeiten. Selbst 
den Huichol-Indianern war „Noah // und seine Arche bekannt ! In 
einem entlegenen, schwer zuganglichen Felsentale der Sierra Madre 
in Mexiko lebt der etwa 4000 Menschen zahlende Huicholstamm, 
welcher weder die Bibel noch Missionare gekannt hatte, und dieser 
Stamm berichtet, dafi einige Vorfahren in einer Arche gerettet wur- 
den. Ein Abbild dieser Arche wird bei ihnen aufs hochste verehrt 
und dient dazu, Regen herbeizufuhren. (Eine Merkwiirdigkeit.) 

309 



Es ist die Geschichte der Atlantischen Flut, welche den Ame- 
rikanern bekannt war und welche sehr bald nach dem trojani- 
schen Kriege eintrat. 

Dem Sohne Njords also Xisuthros wurde das Schiff Skidbladnir 
von Zwergen gebaut. Von Wales aus scheinen Njord und Jesus 
abgefahren zu sein. Kedes, Kana und Kapernaum waren Stadte in. 
Wales, aber nicht war Nazareth eine Stadt in Galilaa oder Wales, 
sondern es war Kains Stadt in Nod, dem versunkenen Lande. 
Noch stand Nazareth, aber bald nachdem die Arche abgefahren 
war, versank das ganze reiche Land ! 

Die in dem sogenannten Assyrien gefundenen Keilinschriften 
sind um Jahrtausende alter als bisher angenommen wurde. Die 
Edda lehrt uns, dafi wir in allem Geschichtlichen vollig umlernen 
miissen, und sie ist darum wertvoller als alle Funde im Siiden, 
denn wir konnen diese nur mit Hilfe des nordischen Testaments 
verstehen. Njord wurde nach Italien verschlagen, sein Sohn aber 
m. E. nach dem fernen Siidosten. 



II. 
Der Untergang des Asenlandes Atlantis. 

Hui ! Hui ! Fliehet aus dem Mitternachtlande, 
spricht der Herr, denn ich habe euch in die vier 
Winde zerstreut, spricht der Herr. Hui, Zion, die 
du wohnest bei der Tochter Babels, entrinne ! 
Sacharja 2, 6 — 7. 

Ehe ich iiber den Untergang des Landes spreche, noch einige- 
Worte vorher ! Plato erzahlt, dafi seine Bewohner einen fast un- 
glaublich grofien Kanal gruben; Ezechiel nennt einen grofien Kanal 
im Lande der Chaldaer alias der Kelten in Irland, wo heute noch 
ein Kanal der grofie heifit ! Plato und Ezechiel nennen denselben 
Kanal, es ware nur noch zu priifen, wo dieser heute zu suchen ist, 
ob es der in Irland ist, oder ob etwa das Wasser zwischen England 
und dem Festlande gemeint sein konnte, denn dessen Name „ Ka- 
nal" ist zu auffallend, um nicht priifen zu miissen, ob nicht ein 
Werk aus der Riesenzeit in ihm zu sehen ist, das durch die Flut 
vergrofiert wurde. — 
310 



Vor der Eiszeit, welche dem Brande und der Flut unmittelbar 
folgte, gab es noch Tierkolosse, die vollig ausgestorben sind. Der 
franzosische Palaontologe Harle hat iiber den Flug prahistorischer 
Tiere geschrieben. In fernen Zeiten lebte ein gefliigeltes Reptil, 
dessen Fliigel eine Spannweite von 8 Metern hatten; auch Spuren 
von riesigen Wasserjungfern sind gefunden worden, denen es 
heute — scheinbar — ganz unmoglich ware, sich vom Lande zu 
erheben. Harte erklart diese heute fast unverstandliche Flugkraft 
der Riesenflieger durch einstigen starkeren atmospharischen 
Druck. Ich meine, wir hatten zunachst an die einstige grofie War- 
me der Luft zu denken und an die heifie Bluttemperatur der 
Flieger selbst. „Ein bischen Feuerluft hebt uns empor" — sagt der 
Mystiker Faust; die Flieger der Zeit, die der letzten Vereisung vo- 
ranging, werden allgemein feurig-heifi und heifien Atem und Feu- 
er schnaubend geschildert. Feuerblut hob sie empor ! 

Das dampfend-kochend-feurig-heiSe Blut erklart den Flug der 
einstigen Riesentiere, Halbtiere und fliegenden Riesenmenschen. 

Solche Wesen lebten westlich der Elbe, als das Land zwischen 
Elbe und dem Atlantischen Ozeane noch Atlantis hiefi. Plato be- 
richtet, dafi auf Atlantis dreierlei Steine zu den Bauten genommen 
wurden, schwarze, weifie und rote. Das wird man nicht getan ha- 
ben, weil es nur solche Steine gab, sondern weil schwarz, weiS, rot 
die Hautfarben der Nachkommen Adams (die sich zu Herrschern 
aufgeschwungen hatten) waren. Die „Alben // hatten auch diese 3 
verschiedenen Farben ! Die blaue Farbe war die Farbe der europai- 
schen Ur-Bewohner, wie aus indischen Notizen auch hervorgeht. 

Die Elbe war der Grenzstrom gewesen zwischen Blauen und 
Roten und Schwarzen — seit der letzten Eiszeit hat sich alles so 
verschoben, dafi die Ur-Stamme und deren Heimat sehr schwer zu 
erkennen war, besonders da sie vor der letzten Eiszeit auch schon 
vollig verandert war gegen den Neu-Anfang zu Adams Zeit. Hel- 
goland und die samtlichen Inseln liegen innerhalb der Linie, welche 
die Tiefen von 20 Metern verbindet. Nahe Helgoland, fast 5 Meilen 
von Sylt, verlauft sie; die einstige Miindung der Elbe ist aber noch 
viel weiter nordlich gewesen, ebenso wie die Miindungen der ande- 
ren Fliisse, die gen Norden stromen. Helgoland ist das echte 
Hellas. — Auf Sylt sind die Spuren der Hiinen noch iiberall zu 
verfolgen. Besonders in Tinnum sind groSartige Anlagen gewesen; 
ein Hiinengrab verrat noch einstige Pyramidenform. Eine sarg- 

311 



formige Steinkiste und die 2 Meter lange Spur des Leichnams fand 
man. Ein anderer toter Korper wurde mit Rinde, Bast und Geflecht 
bedeckt gefunden; er war wohl eingewickelt gewesen. Nach der 
Edda ist Atli (der „rom") nach, seinem Tode auch wie eine egypti- 
sche Mumie gewickelt und in eine buntbemalte Kiste gelegt wor- 
den. Auf Sylt sind vorsintflutliche Funde gemacht worden, deren 
Alter nach Jahrzehntausenden zu messen ist; es ist dort ein rotes 
Kliff; die Erde hat also dort einst gebrannt, gegliiht ! 

Auf Helgolands roter Erde fiel mir sofort auf, dafi andere Baume 
und Blumen dort wachsen. Der Feigenbaum gedeiht dort ! (Dafi die 
Feige auch einst im Harze gedieh, deutet nur noch der Name „Fei- 
genbaumsklippe" an; Feigenbaume werden in beiden Testamenten 
erwahnt.) Die Blumen auf Helgoland sind farbenprachtig und 
mannigfaltig; in List auf Sylt war mir nur die Zwergrose, eine wil- 
de Diinenrose, aufgefallen, welche von weitem den Eindruck einer 
schonen Anemone macht, sich aber nicht so leicht pfliicken lafit wie 
diese; denn das winzige Stammchen ist sehr fest. Es erinnerte mich 
an das Knieholz der Berge, die Zwerg gewordene Kiefer. 

Helgoland wird in der Edda „Helju" genannt, und die Form 
Halun kann nach der jetzigen helgolandischen Sprache als Grund- 
form fiir das Wort Helgoland gelten. Vor der Sintflut war die Insel 
ein grofies Land, denn die Sprache „i helju" (in Helgoland) wird 
als besondere erwahnt; ich erklarte oben, dafi es die hellenische 
war. Jetzt wird auf Helgoland eine friesische Mundart gesprochen. 
Jeder liebt seine Insel: 

„Sollte ein Fremder prahlen von seinem Rhein, dann lafit uns 
ihm sagen, wie es hier doch so fein. Weht hier auch ein Luftzug, 
dabei denkt man sich nichts." (Aus „Helgoland und seine Sprache" 
von Siebs.) Doch am meisten und treuesten wird die Insel von den 
Vogeln geliebt. Lummen, Schwalben, Stare und Sperlinge nur brii- 
ten auf Helgoland, aber 400 Arten von Wandervogeln kommen im 
Fruhjahre und Herbste zum kurzen Besuche. Aus fremden Welt- 
teilen und sogar aus den Polargegenden kommen sie geflogen; die 
braune Amsel aus Sibirien, der graue Reiher aus Asien, der See- 
adler, welcher in Gronland, Nordeuropa und Asien nistet, und die 
herrliche, schneeweifie Rosenmove, deren Brutstatte unbekannt ist. 
Vogel aus Amerika, Turkistan und Kaschmir kamen nach Helgo- 
land. Im dortigen Museum kann man den blauen Eisvogel und den 
Blauraken bewundern, kleine Meerstrandlaufer aus Spitzbergen, 
grofie Seeadler und Sing-Schwane, deren Schall die Edda erwahnt ! 

312 



Hochaufgerichtete Kampfhahne, schwarze Storche, Kuckucks und 
Austernfischer mit roten Augen, Richards-Pieper und Elstern ka- 
men nach der so kleinen Insel — ist das nicht seltsam? Warum 
kamen sie nicht nach Sylt? Waren auch ihre Ahnen Atlantier und 
wurden in die 4 Winde zerstreut? 

Aus dem griinen atlantischen Paradiese war einst ein goldenes 
Paradies geworden, und das Gold verdarb das Land. Das grofie 
Ungliick, welches Atlantis heimsuchte, wurde auf die argen Sun- 
den der damaligen Bewohner, besonders der Rotaugen/) zuriick- 
gefiihrt. Drei Gestirne waren noch in Erdnahe - Sonne, 
S child und Mond — jetzt haben wir nur noch zwei, der Mittag 
der Erde ist lange voriiber, der Abend naht. — 

In vielen Biichern finden wir den Untergang von Atlantis ge- 
schildert, wir miissen das Wort „ Untergang" nur recht verstehen: 
Nicht das ganze Land wurde zerstort, sondern nur Teile, und nach 
der auf die Zerstorung folgenden Flut und Eiszeit wurde es von 
Uberlebenden und Einwanderern wieder bewohnt. „Vernichtung, 
Zerstorung, Zermalmung", wie im Nippurtexte stehen soil, gait 
vor allem den Bewohnern. Nicht einer hatte mehr den Anderen 
geschont ! In Edda und Bibel finden wir das atlantische Un- 
gliick, die Vernichtung der Odlinge, die Gotter ddmmerung, 
vorausgesagt und geschildert. 

Sehr bald nach der Eroberung von Joruvalla alias Troja durch Je- 
su Christi und Josef trat das von Jesum und alien Propheten geweis- 
sagte Unheil ein. Alle Schatze wurden auf Schiffe geladen, und Sie- 
ger wie Besiegte — sofern sie Glaubige und glaubig Gewordene wa- 
ren — flohen aus dem totgeweihten Lande. Die Edda erzahlt, dafi 
dicht vor dem Ungliicke die Prophetin Idun gefragt wurde — doch 
sie konnte nicht sprechen, sie konnte nur weinen. Die roten „G6t- 
ter", die im Lande geblieben waren, hofften noch immer, als die 
Erfullung der Prophezeiung Jesu schon begann, als abends die Luft 
schon so driickend wurde, daS viele Menschen ohnmachtig wur- 
den. Doch noch einmal ging die Sonne auf — dann aber loste sich 
die Nebensonne „Schild // und kam naher und naher, eine unertrag- 
liche Glut aushauchend. Die Menschen stonten, die Tiere schrieen, 
und die Baume rauschten und bebten. Die Adler krachzten, die 
Hahne krahten, und alles suchte das Heil in wilder Flucht ! Die Rie- 
sen fielen, Steinberge stiirzten und heiSer und heifier wurde es, dafi 
selbst die Wasserschlangen zornig wurden — so steht in der Edda. 



* ) Diese Rotaugigen hatten sich zu Gottern gemacht. 

313 



Da stiirzte der Schild herab ! 

Das war das Gericht, die Feuertaufe, die Johannes ge- 
weissagt hatte. 

Himmel und Erde beleckte die heifie Lohe, und bliihendes Land 
wurde mit Mann und Maus in den Grund gebohrt. Ein schreckli- 
cher Schlag vom Himmel endete das Leben der „Gotter". Erde sank 
ins Meer, und vom Himmel fielen Sterne. Ganz Hellas ging unter 
bis auf den kleinen Rest, der heute noch Helgoland heifit. Feuer 
und Dampf war iiberall — dann stiirzte die grofie Flut dariiber 
hin — und dann wurde es Nacht, tiefe Nacht drei Jahre lang. 

Das Meer stieg empor, wo Land gewesen war, dort wo der 
Schild herabgestiirzt war. Erde und Gestirne schwankten, Unheil 
durchstromte die Luft, und alles blieb in Dunkel gehullt. Die „G6t- 
ter" vergingen. 

Joel hatte gesagt: „Sonne und Mond werden finster, und die 
Sterne verhalten ihren Schein." — Die Sonne soil in Finsternis und 
der Mond in Blut verwandelt werden (d. h. blutrot werden), ehe 
denn der grofie und schreckliche Tag des Herrn kommt." 

Das war das Gericht, das Jesus geweissagt hattel Das war 
das Gericht, das niemand der „Gotter" glauben wollte; um dieses 
vorher gesagten Gerichtes willen wurde er verfolgt und gehafit 
und verspottet ! 

Wie gut hatten die Machtigen gelebt und nicht an das Gericht 
geglaubt ! Amos hatte gesagt: „Und trinket Wein aus den Schalen 
und salbt euch mit Balsam und kiimmert euch nicht um den Scha- 
den Josefs (des Josef, der Jesu Stiefvater war)/' 

Auch Obad-ja schrieb, der Tag des Herrn sei nahe. „Aber auf 
dem Berge Zion (auf dem Brocken, iiber den die Flut nicht ging) 
sollen etliche gerettet werden, die sollen Heiligtum sein, und das 
Haus Jakobs (alias Davids, des Schwiegervaters Josefs) soil ein 
Feuer werden und das Haus Josefs eine Flamme, aber das Haus 
Esaus (alias Edom-Sauls, des Herodes, des Joten, des Nachkom- 
men Abrams) Stroh. Und werden Heilande herauf kommen auf 
den Berg Zion, das Gebirge Esau (den Harz) zu richten." 

Das ist wortlich wahr ! 

Micha sagte: „Die Berge werden schmelzen und die Taler rei- 
fien. Die frommen Leute sind weg ! Zion (der Brocken) ist ver- 
bannt, und auf den Turm Eder wird eine goldene Rose kommen/' 

Nahum schrieb: „Wenn die Flut iiberlauft, so macht er es mit 
derselben ein Ende; aber seine Feinde verfolgt er mit Finsternis." 

314 



Habakuk sprach: „Herr, ich habe dein Gericht gehort, dafi ich 
mich entsetze." 

Zephanja rief: „Des Herrn grofier Tag ist nahe; er ist nahe und 
eilet sehr. Wenn das Geschrei vom Tage des Herrn kommen wird, 
so werden die Starken alsdann bitterlich schreien. Denn dieser Tag 
ist ein Tag des Grimms, ein Tag der Triibsaal und Angst, ein Tag 
des Wetters und Ungestiims, ein Tag der Finsternis und des Dun- 
kels, ein Tag der Wolken und Nebel. — Es wird sie ihr Silber und 
Gold nicht erretten mogen am Tage des Zorns des Herrn, sondern 
das ganze Land soil durch das Feuer seines Eifers verzehrt wer- 
den; denn er wird es plotzlich ein Ende machen mit Allen, die im 
Lande wohnen. — Du Canaan (Harz), der Philister Land, ich will 
dich umbringen, dafi niemand mehr da wohnen soil/' — Aber: 
„Ich will in dir (wie vorher gesagt wurde, auf dem Brocken) iiber- 
bleiben lassen ein armes geringes Volk; die werden auf des Herrn 
(auf des wahren Gottes) Namen trauen." Der Herr wird alle „G6t- 
ter" umbringen. — 

„Und er wird seine Hand strecken iiber Mitternacht und Assur 
(die Assyrer im Norden) umbringen. Ninive wird er ode machen, 
diirre wie eine Wiiste." 

Maleachi weissagte: „Denn siehe, es kommt ein Tag, der bren- 
nen soil wie ein Ofen. — Siehe, ich will euch senden den Propheten 
Elia (so wird Jesus in deutscher Uberlieferung auch genannt), ehe 
denn da komme der grofie und schreckliche Tag des Herrn." 

Besonders zu beachten sind die Kapitel 11 — 14 des Sacharja: 

„Und ich hiitete der Schlachtschafe um der elenden Schafe wil- 
len; und nahm zu mir 2 Stabe, einen hiefi ich Sanft, den andern hiefi 
ich Weh; und hiitete der Schafe. — Und ich nahm meinen Stab 
Sanft, dafi ich aufhobe meinen Bund, den ich mit alien Volkern ge- 
macht hatte. Und er ward aufgehoben des Tages ! Und die elenden 
Schafe, die auf mich hielten, merkten dabei, dafi es des Herrn Wort 
ware. Und ich sprach zu ihnen: Gefallt es euch, so bringt her, wie- 
viel ich galte; Und sie wogen dar, wieviel ich gait, 30 Silberlinge. 
Und der Herr sprach zu mir: „Wirf es hin, dafi es dem Topfer gege- 
ben werde." Und ich zerbrach meinen anderer Stab Weh, dafi ich 
aufhobe die Briiderschaft zwischen Juda und Israel" — das mufi 
heifien, zwischen Edom und Ismael, Edomitern und Asamonaern. 

RunenstabeW 

Sacharja ist Sigurd alias Josef selbst ! 

315 



Sacharja schreibt weiter: „Zu der Zeit wird kein Licht sein, 
sondern Kdlte und Frost." Die Eiszeit prophezeite auch er ! 

Dieselben Weissagungen sind im Neuen Testamente — da von 
Jesu und Johannes — ausgesprochen. 

Jesus sagte den trojanischen Krieg und den Untergang 
Atlantiens voraus. „Denn es wird alsdann eine grofie Triibsal 
sein, als nicht gewesen ist vom Anfang der Welt her und als auch 
nicht werden wird. — So alsdann jemand zu euch sagen wird: 
Siehe, hier ist Christus oder da, so sollt ihr es nicht glauben." 

Die Roten waren die Herrscher, aber: „Die Kinder des Reichs 
werden ausgestoSen in die auSerste Finsternis (der Eiszeit) hinaus, 
da wird sein Heulen und Zahneklappen." 

„Wahrlich, ich sage euch: Dem Lande der Sodomer und Go- 
morrer wird es ertraglicher ergehen am jiingsten Gericht, denn 
solcher Stadt." 

„Wehe dir, Chorazin ! Wehe dir Bethsaida ! Waren solche Taten 
zu Tyrus und Sidon geschehen als bei euch geschehen sind, sie 
hatten vor Zeiten im Sack und in der Asche Bufie getan. Doch ich 
sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertraglicher ergehen am jiing- 
sten Gericht, denn euch." 

„Die Leute von Ninive werden auftreten am jiingsten Gericht 
mit diesem Geschlecht und werden es verdammen." 

„Die Konigin von Mittag (die von Saba am Nile, die Aethiopen- 
konigin) wird auftreten am jiingsten Gericht mit diesem Ge- 
schlecht und wird es verdammen !" 

„Also wird es euch am Ende der Welt gehen. Die Angeln wer- 
den ausgehen und die Bosen von den Gerechten scheiden. Und 
werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und 
Zahneklappen." 

Zu den „rom", den Nachkommen Kains, sprach Jesus: 

„Auf dafi iiber euch komme alles das gerechte Blut, das vergos- 
sen ist auf Erden, von dem Blute an des gerechten Abels, bis 
aufs Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getotet habt zwi- 
schen dem Tempel und Altare ! Wahrlich, ich sage euch, dafi sol- 
ches alles wird iiber dies Geschlecht kommen." 

Alles steht am genauesten geschrieben im 24. Kap. des Ev. Mat- 
thaus: 

„Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht 
zerbrochen werde." 

316 



„Ihr werdet horen Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu 
und erschreckt nicht ! Das mufs zum ersten alles geschehen; aber es 
ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich emporen ein Volk iiber 
das andere und ein Konigreich iiber das andere (das romanische 
sogar untereinander) und werden sein Pestilenz und teure Zeit und 
Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben \" 

„Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwiistung, da- 
von gesagt ist durch den Propheten Daniel (Daniel war ein Grie- 
che, wie geschrieben steht !!), dafi er stehe an der heiligen Statte — 
alsdann fliehe auf die Berge, wer im jotischen Lande ist." 

Jesus sagte weiter zu den Joten, den roten Riesen: „Und wer auf 
dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause 
zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine 
Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Saugern zu der 
Zeit ! Bittet aber, dafi eure Flucht nicht geschehe im Winter oder 
am Sabbath. Denn es wird alsdann eine grofie Triibsal sein, als 
nicht gewesen ist von. Anfang der Welt (vom Neu-Anfange) her 
und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht wiirden 
verkiirzet (3 Jahre gegen die 9 der anderen Eiszeit), so wiirde kein 
Mensch (wieder) selig (das heifit am Leben bleiben und das Son- 
nenlicht wiedersehen); aber um der Auserwahlten willen werden 
die Tage verkiirzt." 

„Bald aber nach der Triibsal derselben Zeit (der Zeit des troja- 
nischen Krieges !) werden Sonne und Mond den Schein verlieren, 
und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krafte der 
Himmel werden sich bewegen. Und alsdann wird erscheinen, das 
Zeichen des Menschen Sohnes am Himmel {ein gewisses Stern- 
bildl) und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden, 
und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken 
des Himmels mit grofier Kraft und Herrlichkeit !" 

Zuletzt steht noch von dem Auszuge und der Flucht der Glau- 
bigen berichtet: 

„Und er wird seine Angeln senden mit hellen Posaunen; und 
sie werden sammeln seine Auserwahlten von den vier Winden, 
von einem Ende des Himmels zu dem andern !!!" 

„Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht (das heifit, die Jo- 
ten oder „rom // alias Romer, Kaananiter und wie sie sonst noch 
hiefien) wird nicht vergehen, bis dafi dies alles geschehe. 
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden 
nicht vergehen \" 

317 



Wort fur Wort sind wahr, wir in unserer Blindheit sahen es nur 
solange nicht — , der trojanische Krieg tobte im Harze, das Riesen- 
geschlecht Kains war fast vernichtet, aber ganz wurde es erst bei 
dem Untergange des Asenlandes, bei Atlantiens Untergange (des- 
sert Grenze einst der Golfstrom gewesen war) vernichtet; nur 
Mischnachkommen leben noch.) 

„Und siehe, ich bin bei euch bis an der Welt Ende —" dann 
aber nicht mehr, weil er sein Schiff bestiegen und mit seinem 
Vater und dem ganzen Hause das todgeweihte Land verlassen 
hat !! 

Die Wiederkehr Jesu wurde nach seiner zweiten Kreuzi- 
gung versprochen - und er ist wiedergekehrtl Dafi er wirk- 
lich zweimal gekreuzigt wurde von den Joten (nicht von den Ju- 
den !) zeigt auch Matthaus 27,64: 

„Herr, wir haben gedacht, dafi dieser Verfiihrer sprach, da er 
noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, 
dafi man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, dafi nicht sei- 
ne Junger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: „Er ist 
auferstanden von den Toten" und werde der letzte Betrug dr- 
ger denn der erste \" 

Mit diesem „ersten Betruge" ist Jesu Niedersteigen vom 
Kreuze und sein Weggang gemeint, trotzdem er doch test ge- 
fesselt war ! 

Der Aurwandil, der Meerwandler, der Edda ist auch Jesus — 
Thor sagte, er wiirde von Norden wiederkommen, er sagte seine 
Wiederkehr genau so zu wie die Junger des Neuen Testaments, 
und Jesus kam wieder in Pracht und Herrlichkeit als Konig der 
Joten und der anderen Volker, als Sisaks Sohn, als Reichster und 
Machtigster seiner Zeit ! 



III. 
Die Sintflut. 

Hasset das Bose, 
Liebet das Gute ! 
Amos. 

Der Name „Sintflut // war bisher unklar. Wer aber erkannt hat, 
dafi Odin, der Romer alias Zidonier, auch Sintier genannt wurde, 
und identisch mit dem arabischen Sintbest ist, der wird den Na- 
men Sintflut verstehen: Nach Sintern wurde die Flut benannt ! 
318 



Der Sturz des Gestirnes „Schild" und die darauf folgende Flut 
und dreijahrige Eiszeit erklaren soviele naturwissenschaftliche 
Ratsel ! Der „Schild" stiirzte in die Tiefe, und mit Wucht wurden 
die Meereswogen hochgedrangt; der Atlantische Ozean stieg em- 
por ! Soviel Masse herunterstiirzte, soviel Wasser mufite hoch ge- 
trieben werden — Uber hohe Berge glitt das geschlossene Schiff 
vom Sohne des Njord dahin ! 

Um Ebbe flehten die Geretteten zu Gott ! Abba schrieen sie ! 
„Abba" ist ein altfriesisch.es Wort und heiftt Ebbel 

Um Ebbe bat Christusl 

Markus 14,36 steht: „ Jesus sprach: „Abba, mein Vater \" 

Romer 8,15: „Abba, lieber Vater \" 

Galater 4,6: „Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den 
Geist seines Sohnes in euere Herzen, der schreiet: Abba, lieber 
Vater." - 

Christus alias Xisuthros sagte: „Ich blickte hin auf das 
weite Meer, laut schreiend, da alle Menschenwesen umge- 
kommen waren." 

Das ist nicht Dichtung, das ist erschiitternde Wahrheit ! Jesus, 
sein Stiefvater und sein Haus iiberlebten die Sintflut ! — Von Josef 
(dem Stiefvater) steht geschrieben, er sei bei Sichem begraben 
worden (Sichern ist Sieber); das ist jedoch nicht wahr, sondern eine 
Verwechselung mit Jakob. — Sinte oder Sinde werden heute noch 
Zigeuner genannt ! Die Sintflut wurde nach ihnen genannt, die 
alles Land zwischen den Alpen und Skandinavien bedeckte. Diese 
Wahrheit erhielt sich, an Ort und Stelle bis 1835 ! 



IV. 
Finsternis und Eiszeit. 

Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, dass 
euch die Finsternis nicht iiberfalle. 

Joh. 12. 35. 

Die Eiszeit ist die Gotterdammerung ! 

Die Folgen der Schild-Zertriimmerung und der Flut waren nicht 
so schlimm und so lange andauernd gewesen, wenn sich ihnen 
nicht die Finsternis beigesellt hatte. Es steht mehrmals geschrie- 
ben, dafi Sonne und Mond ihren Schein verloren. In den sogenann- 

319 



ten Sonnenmythen ist die Finsternis dichterisch als „Schweigen" 
der Sonne festgehalten worden, und dieses Schweigen dauerte 3 
Jahre ! Drei Jahre lang nichts als Finsternis ! 

Wir an Sonnenstrahlen und Mondenschein Gewohnten konnen 
es uns schwer vorstellen. „Es liegt aber nicht der mindeste Grund 
vor, an das Dunkel nicht zu glauben; im Gegenteil, nur die Fin- 
sternis, die tiefe Nacht, von der Bibel, Edda (Dante) erzahlen, 
erkldrt die bisher so rdtselhafte Eiszeitl 

In der ganzen Welt sind die Nachrichten iiber den fehlenden 
Sonnenschein verstreut. Wir haben uns nur an den Worten, in 
welche manche Dichter diese Tatsache kleideten, nicht zu stofien. 
Ob es heifit, die Sonne verlor ihren Schein, ob ein chinesischer 
Dichter sagte, sie wurde aufgefressen oder ob die Edda sagte, Fen- 
rir verschlang sie, alles kommt auf die Tatsache hinaus, dafi es auf 
Erden lange finster war. 

Nach der Dunkelheit, der Gotterdammerung, kam die Tochter 
der Sonne, sagten die Dichter. Nach der Edda scheint der Komet 
„Fenrir // mit der Nebensonne Schild zusammen gestoSen zu sein, 
so dafi dieser, als der Urheber des Elends, gehafit wurde. 

In nac/zsintfluthchen Schriften finden wir den Schild nicht 
mehr erwahnt. Lange genug ist wahrlich iiber den Nachlafi der 
Vorfahren zu unserem eigenen grofien Schaden gelachelt worden, 
denn gerade aus ihnen, aus rechter Erkenntnis der alten Zeit, kann 
die heutige Menschheit grofien Nutzen haben. Waren uns doch 
mehr Nachrichten iiber die finstere Zeit erhalten geblieben ! Wie 
mogen die aus der Flut Geretteten sie ertragen haben? Nicht das 
Dunkel allein, sondern die entsetzliche Kdlte und der Hunger 
mogen die Menschen gepeinigt und viele aufgerieben haben. 

Wohl werden sich die Augen nach garnicht langer Zeit an das 
Dunkel gewohnt haben, aber es gab kein Sden, kein Ernten ! 
Dicker und dicker wurde das Eis ringsum. In Tierfelle gehullt, in 
Felshohlen lebend, Holz sich aus vereisten Waldern muhsam ho- 
lend und Tiere jagend oder aus dem Eise herausschlagend, so haben 
wir uns manche zu denken, die vorher in groSter Uppigkeit lebten. 

Die Eiszeit beweist, wieviel ein Mensch ertragen kann. Drei Jah- 
re in Finsternis und Kalte ! Wer konnte sich den Jubel nicht vor- 
stellen, als die ersten Sonnenstrahlen wieder durch das Dunkel 
zitterten ! 

„Und wird ein Tag sein, der dem Herrn bekannt ist, weder Tag 
noch Nacht; u n d um den Abend wird es licht sein." 

320 



Tafel XVIII. 




Kaiserstuhl-Balustraden. 

(Siehe S. 271.) 



So steht es Sacharja 14,7. „Und wird kein Kananiter mehr 
sein im Hause des Herrn Zebaoth zu der Zeit \" 

Die Finsternis kann durch verschiedene Ursachen entstanden 
sein. War die Sonne selbst so voller Triimmer, dafi ihr Feuer sich 
erst wieder durcharbeiten muSte? — Wenn wir heute nur ein paar 
Sonnenflecken mehr als im Jahre vorher haben, macht es sich 
schon beim Wetter bemerkbar. „Wiistes Wetter" war nach dem 
Gestirnsturze, sagt die Edda. Es konnte garnicht anders sein ! Ho- 
mers Sonne hatte die Nebensonne Schild gehabt, es ist nicht 
Homers Sonne, welche auf uns alle jetzt scheint ! Der Schild war 
zertriimmert, die Sonne verdunkelt, und vollig verandert, wie eine 
neue Sonne, sah sie aus, als ihre Strahlen wieder die Erde erleuch- 
teten. 

Tief im Atlantischen Ozeane ruhen zertrummerte Lander. Die 
Spuren der Eiszeit zeigen, welche Lander, die stehen blieben, am 
schlimmsten von der Flut betroffen wurden. So schrecklich war 
jenes Ungliick, dafi sich die Lander in Jahrtausenden nicht erholen 
konnten ! Ein kleines Biichlein „Spuren der Eiszeit in und bei Ber- 
lin" (von Kalb) kann jedem Laien zeigen, dafi auch Grofi-Berlin 
und Umgegend heimgesucht war und nicht nur Schweden, Nor- 
wegen und die Alpen, kurz nur Lander, in denen noch Eis und 
Gletscher zu sehen sind. 

Die Geologie rechnet mit sehr langen Zeitraumen; das biblische 
Wort „Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag" ist auch auf sie 
und die Eiszeit anwendbar. Gronland liegt noch unter einer Eis- 
decke von 2000 Metern Mdchtigkeit - das ware ohne die Flut 
dicht vor der Eiszeit garnicht moglichl Wenn Wasser auf Bergen 
zu Eis erstarren soil, mufi es erst auf dem Berge sein ! 

Aus dem Eise jener Zeit werden frisch wie vom kiirzlich ge- 
storbenen Tiere Fleisch und Haare des lange ausgestorbenen 
Mammuts hervorgeholt. Nur die Flut dicht, ganz dicht vor der 
Erstarrung des Wassers erklart solche Funde im dicken Eise ! Die 
Menschenkunde miifite — ebenso wie die Geologie — auch mit 
sehr langen Zeitraumen rechnen; die Erde ist an vielen Stellen 
nur noch ein Schutthaufen und eine Wiistenei und die Menschen 
Degenerierte. Die grofien Zeiten liegen hinter uns, nicht vor 
uns. Wir gehen frostelnd und krankelnd dem Abende entge- 
gen. 

Ein paar grofie, technische Errungenschaften diirfen uns nicht 
iiber den geistigen Tiefstand in ganz Europa hinwegtauschen. Es 

321 



war schon besser ! Jesus, Jakobs Enkel, der Stern aus Jakob, hatte 
inneres Licht gebracht, und das wurde auch nicht ausgeloscht, 
als sich die Sonne 3 Jahre lang in Finsternis verkehrte. „Glatte 
Wege" auf Eis „im Finstern" mufiten gegangen werden, aber 
das innere Licht leuchtete. 

Die Ursache der Eiszeit ist am Himmel zu suchen; die 
allgemeine Verbreitung der Vereisung schon sollte den 
Blick nach oben richtenl Die allgemeine Eisverbreitung zeigt 
aber auch die dicht vor die Vereisung anzusetzende allgemeine 
Erduberschwemmung durch die Sintflut ! An den Eisesspuren 
konnen voir die riesige Flutwelle verfolgen. 

Verstehen wir jetzt die sogenannten Sonnenmythen? Verste- 
hen wir jetzt die Steinzeit, welche mit der Eiszeit identisch ist? 
Krieg, Flut und Eis hatten den Menschen alles genommen was sie 
hatten, das nackte Leben hatten manche nur in ihre Hohlen hin- 
ein gerettet, und sie muSten mit dem, was sie hatten, in der Fin- 
sternis von vorn anfangen. In einer Hohle bei Schaffhausen wur- 
den Bilder in Knochen geritzt gefunden, welche feine Beobach- 
tungsgabe und viel Kunstverstandnis zeigen sollen; jene Bilder 
hat kein Urmensch, sondern ein Eiszeitmensch gezeichnet, der 
aus hoher Kultur heraus, plotzlich, binnen weniger Stunden, in 
tiefe Finsternis geschleudert wurde. Es war so gekommen wie es 
1. Thessalonicher 5,2 steht: „Denn ihr selbst wisset gewifi, dafi 
der Tag des Herrn wird kommen wie ein Dieb in der Nacht." 

Viele meinen, in der Eiszeit sei der Mensch zuerst in Europa 
aufgetreten — und wir haben schriftliche Nachrichten, die von der 
Zeit nach der ^orletzten Vereisung erzahlen ! 

Wie sehr konnen Funde tauschen, deren Alter wir nicht zu 
schatzen vermogen ! Wie sehr kann ein oder einige Schadel tau- 
schen, wenn wir daraus einen Schlufi auf die einstigen Einwohner 
wagen wollten, die doch selbst aus den verschiedensten Typen 
bestanden (vom Riesen angefangen und Halbmenschen bis hin 
zum Zwerge) und zu denen sich Soldner und Reisende aus aller 
Herren Lander gesellten und noch dicht vor der letzten Eiszeit die 
Schwarzen vom Nile ! 

Jene Menschwesen, die vor der letzten Eiszeit Bu- 
cket wie Edda und Bibel sckreiben konnten, waren 
ganz gewifi nickt primitiv !! Es wird gesagt, das letzte Inter- 
glazial sei die Periode, aus der wir die altesten sicheren Spuren 

322 



vom Dasein des Menschen in deutschen Landen besafien, in 
Frankreich, Belgien und England datierten die Spuren weiter zu- 
riick — das ist Irrtum und Tauschung, denn gerade jene Lander 
wurden am schlimmsten heimgesucht; je weiter westlich, desto 
arger traf das Ungliick ! Es kommt auf unsere Augen an, wenn wir 
sehen; ich z. B. sehe im Harze iiberall Spuren aus der Riesenzeit, 
ihre Burgen und ihre Graber und gestiirzten Pyramiden. Ich sehe 
in der Goslarer „Heimatkunst" heute noch die uralte altromani- 
sche Art der Buntmalerei — ebenso bunt wunden sogar Speere, 
Hauser, Mumien, Sarge, kurz fast alles bemalt ! 

Die Edda sagt, dafi sich nach dem Ungliicke die Erde mit neu- 
em Griin schmiicken wiirde; iiber schaumenden Wasserfallen 
wiirde der Adler schweben und Fische fangen an felsiger Wand ! 
Auf Idafeld (im Harze) wurden sich auch die goldenen Ta- 
feln (des Moset) wiederfindenl Am Brockenl — — — 

Im Sturme war das Meer schier zum Himmel gestiegen, hatte 
Lander verschlungen; Regen, und Schneemassen waren gekom- 
men, eisige Luft und schneidend kalter Wind, aber manche hatten 
es iiberstanden ! Dann wurden Ahren wachsen, ohne dafi gesat 
wiirde, und das Bose wiirde verschwunden sein !! 

Zwei Seherinnen weisen auf den Herrscher der neuen besseren 
Zeit hin, doch dessen Namen wagen sie nicht zu nennen. Heute 
kennt die ganze Welt den Namen dieses Herrschers, welchen die 
Seherin „Gott // nannte: Er heifit Jesus Christus, den dieselbe Seherin 
als den besten von alien erkennt. Das Ungliick und Jesu Leben und 
Lehren hatten die Welt, von der die Seherinnen sprachen, besser 
gemacht; in der Voluspa finden sich die eben genannten Stellen. 

Wer nach meinen, in diesen Kapiteln beschriebenen Erkennt- 
nissen den „Heliand // liest, der wird nicht mehr glauben, er sei den 
im Siiden gefundenen Schriften nachgedichtet worden. Der Ver- 
fasser lafit Christ sagen, Gott werde in der Welt erscheinen, doch 
niemand wiifite den Tag seines Erscheinens im Mittelraume = 
Midgard der Edda. 

„Doch erzahlen will ich euch, welche Zeichen 

Sich vorher wundersam vollziehen, eh' er in diese Welt kommt 

An dem machtigen Tage; das wird am Monde kund 

Und an der Sonne, schwarz werden beide, 

Finsternis befallt sie, die Steine stiirzen hernieder. 

323 



Die hellen Himmelslichter, der Boden birst, 

Die breite Erde bebt. Viel solcher Zeichen sind: 

Die grofie See ergrimmt, des Meeres Strom macht 

Schrecken mit seinen Wogen den Erdenbewohnern. 

Dann verdorrt das Volk in der furchtbaren Not, 

Furcht befallt es, aber nirgend ist Friede, 

Waffenkampf wird iiber die Welt 

Heifi erhoben, Heer auf Heer 

Riickt ins Feld, Fiirsten befehden sich 

In machtiger Heerfahrt, Manner morden sich, 

Often wiitet der Krieg; o Angst, o Grau'n, 

DaS Menschen sich miissen also morden ! 

In der weiten Welt rast die Pest, 

Menschen sterben soviel, wie nie im Mittelreiche (Midgart) 

Durch Seuchen verschieden. Rings liegen die Siechen, 

Stiirzen und sterben und lassen ihr Leben, 

Ihre Zeit ist erfiillt; dann fahrt unmaSig grofier 

Hunger heifigrimm iiber die Heldenkinder, 

Schreckliche Hungersnot; das ist nicht die schwachste 

Der Strafen in der Welt, die da kommen werden 

Vor dem Tage des Gerichts." 

Weiter steht im altsachsischen Heliand: 
„Der Weltuntergang kommt 
In diistrer Nacht, wie ein Dieb einherschleicht, 
Seine Taten verbergend, so bricht dieser Tag ein, 
Der letzte dieses Lichtes, eh' einer es ahnt." 
„Die Wende kommt 
Des Himmels und der Erde, aber mein heilig 

Wort 
Bleibt fest bestehen, und alles erfiillt sich, 
Wird geleistet in diesem Licht, das vor den Leuten ich sprach 
Nun wacht behutsam \" 

„So unversehens wie das Feuer, so unversehens wie die Flut 
Stiirmt der letzte Tag herein. Dessen sollen sich die Leute 
Vor dem Gericht bewufit werden; alle ohne Ausnahme 
Haben das notig. Varum sorge eure Seelel" 

Christus kannte die Menschen: 
„Ich kenne der Leute Herz, 
Die wankelmutige Weise der Menschen, 
Wie veranderlich sie alle sind." 

324 



Vor der Kreuzigung sprach Christus: 
„Weinet nicht und wehklagt nicht 
Urn meine Hinfahrt; harmt euch und jammert 
Urn eure Taten ! Vergiefiet Tranen, 
Bittere Zahren !" 



325 



Schlufi. 

Wir retten uns nui durch eigene Tat, 
Kein anderer uns erlosen kann. 
Wir selber miissen schreiten den Pfad. 
Die Buddhas geben den Weg nui an. 
Dhammaveda 165. 

Die Eiszeit und ihre Spuren beweisen, dafi alle Prophezeiungen 
sich erfiillten. Die nachsintflutliche Menschheitsgeschichte liegt im 
Dunkel; wir werden erst daran denken konnen, sie aufzuhellen, 
wenn zwischen der Zeit vorher und nachher unterschieden werden 
kann. Die romische Zeit Goslars, deren Spuren soviele und so deut- 
liche sind, stammen aus der Zeit vor der letzten Eiszeit. Die Spuren 
der Lateiner sind die Spuren der Ur-Europaer. Der grofite Luxus 
herrschte, ehe die letzte Eiszeit kam. Die grofien Massen der Stein- 
werkzeuge, die gefunden wurden, sollten darauf hinweisen, dafi 
diese Zeit uns verhaltnismaSig nahe liegt und nicht in weiter Feme. 
— Vor Jahrzehntausenden schon wurden Adams Kinder getauft. 
Sigurd wurde getauft, Sigmund-Jesus (Sakjamuni-Buddha) wurde 
einst getauft, und er wurde zweifellos mit geweihtem Wasser ge- 
tauft, denn Wasser allein tat es nicht. In ungeweihtem Wasser tau- 
ten ist nur eine Form vollziehen; Jesus aber hat sicher seiner Zeit 
und dem Beispiele der Ahnen gefolgt und hat die Taufe mit ge- 
weihtem Wasser gewollt. Doch wer weifi im Abendlande noch 
Wasser oder einen siedenden Kessel zu weihen? — In Indien und 
Japan, dort erhielten sich die alten Uberlieferungen. 

Es gab 4 Arten von Taufen: 

Die bestandigen Taufen alias Reinigungen oder Besprengungen 
der Joten. 

Die Taufe des Johannes, SiindenerlaS durch Bufie. 

Die Taufe Jesu, welche er geistlich (geistig) nannte, Vergebung 
der Siinden und heiligen Geist verleihend. 

(Drei Arten gehen aus dem gotischen Skeireins des Johannes- 
evangeliums hervor. Es sind Taufen der Erwachsenen.) 

Viertens wurde die Kindertaufe vollzogen. — 
326 



Auch der „geweihte Becher" wird in der Edda erwahnt — es ist 
der Abendmahlsbecher ! Wir trinken beim Abendmahle unge- 
weihten Wein. Wir haben studierte Theologen heute und Kirchen- 
beamte, aber kerne Priester wie die Ahnen. Taufe und Abendmahl 
feierten also jene Riesen und Menschen, die in der Edda geschil- 
dert werden, und die von den Lesern und bisherigen „Kennern" 
der Edda fur grundheidnisch gehalten wurden. Es lohnte sich, 
endlich dieses sogenannte Heidentum ernstlich zu priifen ! 

Nur die Manner galten fur weise, die in die Zukunft schauen 
konnten. Hatte Njordi von Noatun nicht in die Zukunft schauen 
konnen, hatte er nicht so viele Glaubige (ihm Glaubende) retten 
konnen. Nicht nur Jesus allein, sondern alle Propheten sagten da- 
mals das nahende Unheill voraus und rieten, alien Besitz zu lassen 
und zu fliehen, um das nackte Leben zu retten. Die Reichen glaub- 
ten und folgten ihnen am wenigsten, weil sie sich vom irdischen 
Besitze nicht trennen mochten, das doch jeder nur auf erne gewisse 
Zeit besitzt, und sie gingen unter. Wir haben viele Berichte aus der 
dunklen Eiszeit, Berichte, weiche keineswegs vom Uranfange, son- 
dern stets vom Neu-Anfange nach einer dunklen Zeit berichten. 
Sehnsucht nach dem Lichte konnten nur Wesen haben, die vorher 
im Lichte gelebt hatten. Ein Dichter in Neuseeland rief aus: 
„Die Nacht ! Die Nacht ! Der Tag ! 
Der Tag ! Das Suchen, das Ringen 
Nach dem Lichte ! Nach dem Lichte ! 

Nur wenige Zeilen— und dennoch erschiitternd. 

Aus der finsteren Eiszeit stammt dieses Lied; Jahrtausende iiber- 
lebte es. Aus dieser Zeit stammt auch das Wessobrunner Gebet: 

„Das erfuhr ich mit Staunen als grofites Wunder, 

DaS weder Erde war noch Himmel (sichtbar) 

Noch Baum, noch Grimes war, 

Weder ... noch ..., noch die Sonne schien, 

Weder der Mond leuchtete, noch das grofie Meer. 

DaS da garnichts sichtbar war weder unten noch oben, 

Und da war der erne lebendige Gott, 

Der mildeste Mensch, und da waren auch manche mit ihm, 

Gottliche Geister." 

Wahrlich diese Zeilen sprechen nicht vom Uranfange sondern 
von der dunklen letzten Eiszeit ! Der mildeste Mensch und die 
guten „Geister // mit ihm sind Jesus und seine Jiinger. — Im ersten 
Briefe Pauli steht im Gotischen: „Gott will, daS alle Menschen ge- 

327 



nesen und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn eins ist 
Gott, eins auch der (Mittler zwischen Gott und Menschen, der 
Mensch Jesus Christus." Christus, der Xisuthros der Babylonier, 
der Krishna der Arier in Indien ! — Der Name seines Vaters wiirde 
den Erdkreis umziehen, steht in der Edda. Das ist wahr, er wurde 
weltbekannt, doch bekannter noch sein Sohn. 

Doch schon bald nach der Eiszeit wurden Vater und Sohn mit- 
einander verwechselt und identifiziert, manche „wagten, einen 
zu nennen Vater und Sohn". (Aus der gotischen Skeirreins des 
Johannesevangeliums.) 

In alien 5 Weltteilen sind die Nachrichten iiber die Eiszeit und 
den sogenannten Weltuntergang verstreut. Die altdeutsche Literatur 
ist besonders herrlich und erganzt Edda und Bibel in wunderbarster 
Weise. In dem Gedichte „Muspilli" wird Jesus „Elias" genannt: 

„Die Kampfer sind so kraftig, ihrer Wiinsche sind soviel, 

Elias streitet fur das ewige Leben." 

Das ist neu-testamentlich ! 

Der Antichrist war Salomos Sohn Roboam-Nero, der Christen- 
verfolger. 

„Wenn dann Elias Blut auf die Erde vom Kreuze rinnt, 
So entbrennen die Berge, kein Baum bleibt stehen auf Erden, alles 

vertrocknet, 
Das Meer emport sich, steigt wie eine Saule zum Himmel, 
Der Mond fallt, es brennt Midgart (Midian, die Tempelstadt auf 

dem Brocken) 
Kein Stein halt in der Mauer ! Dann kommt der Gerichtstag ins Land, 
Er kommt mit Jammer und Not zur Heimsuchung: 
Da kann keiner dem andern helfen bei der Erdzerstorung." 

Elias hat iiber den Antichrist gesiegt — das heifit Jesu Vater, der 
grofie Kriegsheld, hat Joruvalla-Klein-Rom-Troja alias Goslar ein- 
genommen, hat Roboam-Nero und seine Hauptstadt getotet und 
besiegt. Da safi dann der Richter (Jesus) und urteilte iiber Lebende 
und Tote. Das himmlische Horn erschallte. Das „Horn // spielt eine 
grofie Rolle in alien alten Geschichten, dieses Horn Jesu ertonte so 
laut, dafi es in alien Landen zu horen war, und es war der Ruf zur 
Flucht ! 

In dem Rolandsliede wurden auch die Kampfe Jesu und seines 
Vaters (allerdings wieder in ganz anderer Weise) dargestellt. Die 
Rolle des Verraters hat hier Genelun. Das Rolandlied (Heidelber- 
ger Handschrift) scheint auch lange verborgen gelegen zu haben; 

328 



es wurde wohl erst gefunden, als es niemand mehr verstand. Aber 
der Streit unter den Verwandten, die ganze Situation, das Horn 
(Heimdalls) — alles fiihrt trotz des MiSverstandnisses der Uberar- 
beiter und trotz der Pressung in historische Zeit auf die feme Zeit, 
in der Jesu lebte, zuriick. 

„Ruelant viel in Kriucestal — " diese Worte wurden bisher „Ro- 
land fiel in Kreuzgestalt" iibersetzt. Urspriinglich kann im verlo- 
renen Originale nur gestanden haben, daft er gekreuzigt wurde; 
die folgenden Zeilen, die Ahnlichkeit mit biblischen Berichten, mit 
dem Muspilli, dem Heiland usw. weisen darauf hin. Es heiSt Zeile 
6917: 

„Die Hdnde er aufspreizte —" 

Er spreizte sie, weil sie genagelt wurden ! 

„Dem allgewaltigen Herrn, 

Dem bef ahl er seine Seele. — 

Mit dem heiligen Michael, 

Dem heiligen Gabriel, 

Dem heiligen Raphael 

Freuet er sich immer mehr." 
(Ottmansche Ubersetzung.) 

Nach Betrachtung des beigegebenen Bildes kam ich zu der Uber- 
zeugung, dafi mit den geraden Strichen darauf unmoglich Steine 
gemeint sein konnten, sondern 4 Bretter; deutlicher konnen (mei- 
ner Meinung nach) Bretter garnicht gezeichnet werden. Vier auf- 
gerichtete Bretter sehe ich, und 4 Namen werden genannt, in de- 




Roland stirbt: ein Heide naht ihm. 



329 



nen ich Namen von Martyrern sehe, die alle Vier gekreuzigt 
wurden. Nach dem N. T. wurden nur 2 Manner mit Jesum ge- 
kreuzigt; ich wiirde aber viel eher glauben, dafi vier so an die Son- 
ne gehangt wurden, weil diese zweifellos den Gottern als Opfer 
dargebracht wurden, sei es den lebendigen oder den vier Winden, 
den „Leichschwelgen // . (Heute noch sagt man in der Mark bei star- 
kem Winde: „Der Sturm wird sich erst legen, wenn sich ein 

Mensch erhangt hat !") 

Der Aufruhr in der Natur, welcher Rolands Verbleiben folgte, 
wird im Rolandsliede ganz ahnlich geschildert wie in Biblischen 
und anderen, schon von mir angefiihrten Berichten: 

„Da Roland schied von dieser Welt, 

Ward der Himmel gluterhellt, 

Und nach einer kleinen Weile 

Erbebten alle Erdenteile. 

Donnerschlag und Himmelszeichen 

Huben sich in beiden Reichen, 

In Hispanien und in Franken. 

Ein Sturmwind machte alles wanken, 

Er f allte manchen Waldbaum. 

Die Leute retteten sich kaum; 

Sie sahen durch die Wolkenritze 

Entsetzt die grellen Himmelsblitze. 

Die Sonne schwand am hellen Tage, 

Trostlos war der Heiden Lage: 

Ihre Schiffe, die versanken, 

Und die Menschen drin ertranken. 

Der Tag, zuvor in lichter Pracht, 

Ward so finster wie die Nacht. 

Zur Erde stiirzten hohe Turme, 

Palaste fielen im Gestiirme. 

Es offneten die Sterne sich. 

Das Wetter war so fiirchterlich, 

Dafi die Menschen mochten meinen, 

Es sei die Stunde im Erscheinen, 

Dafi die Welt verenden sollte 

Und Gott Gerichtstag halten wollte." 
Das ist das von Jesu und Johannes geweissagte und eingetrete- 
ne „Gericht // . Die gallilaischen Begriinder des Christentums waren 
weder Joten noch Slaven, sondern Arier. Die Nachrichten im Neu- 

330 



en Testamente und die Sitten und Gebrauche passen garnicht auf 
Palastina, auch nicht auf die Zeit vor 1912 — 1913 Jahren. Die Galli- 
laer der Bibel waren Gallier das Hauptvolk der Kelten, aber nicht 
sogenannte rote Kelten sondern echte Kelten, die in Irland wohn- 
ten. Von Wales und Irland (und dem Harze) ging das Christentum 
aus. Nicht nur in Amerika wurde echte alte Uberlieferung zerstort, 
als die siidlandischen Christen als Bekehrer dorthin kamen, son- 
dern auch in Nord-Europa wird echtestes und bestes zerstort 
worden sein. „In alle Lande" waren Jesu Anhanger nach seinem 
Befehle gegangen und in alien Landen sind auch die Spuren zu 
finden; doch an der einstigen Quelle und in Indien hatte sich am 
meisten Wahrheit erhalten. 

Als Kind im dritten Jahre wurde Jesus aus der Heimat (dem 
Harzgebirge) entfernt und blieb 30 Jahre in der Feme, wie auch 
aus der Geschichte „ Dietrich von Bern" hervorgeht. Der Volkslieb- 
ling, an den sich alle ostgotischen Sagen anschlossen, der von Er- 
manarich (s. h. Salomo) vertrieben wurde und nach 30 Jahren in 
sein Erbe zuriickkehrte, war Jesu Vater Josef. Etzel ist gleich Atli- 
Salomo. — Im Hildebrandsliede haben wir dieselbe Geschichte in 
anderer Lesart, dieselben Personen unter anderen Namen. — Jor- 
danes nennt Swanhild „Sunilde". Mit den „Hunnen" der Volker- 
wanderung sind die Hiinen alias Joten gemeint, deren Heimat 
einst Nod und Jutland war, und die dann am Nile und in Italien 
lebten und — in den Norden zuriickgekehrt — Weltherrscher und 
Tyrannen waren, bis sie untergingen. Die zweite Volkerwanderung 
(der Slaven) war unter Mose; sie war nicht in historischer Zeit. 

Die 12 Jiinger Jesu sind in den alten deutschen Geschichten kei- 
neswegs vergessen — die „Zwolf" sind bei Dietrich und Roland zu 
finden. Sie gehorten zu denen, die das Weltungluck iiberlebten 
und in der Arche der Zerstorung entgingen. — Wenn wir wissen 
wollen, wo Jesus blieb, dann kann uns der Verbleib des Graales 
die Wege weisen. Die christliche Taube fehlte im Wappen der 
Graalsritter nicht, sie war im Wappen des Amf ortas — es ist Jesus, 
der im Parcifal „Amfortas // genannt wird ! 

Die Graalsritter sind mit dem Graale nach Indien gezogen — 
das bestatigt die Edda, denn Andlang (das feme Land, das darin 
genannt wird) ist Indien ! Dorthin sollten die Guten, die wackeren 
Scharen, ziehen. Dort ist keine Finsternis und Eiszeit damals ge- 
wesen ! 

Gimle und Widblain werden auch als Orte angegeben, an de- 

331 



nen die Fliichtlinge nach dem Weltungliicke ein neues gliickliches 
Leben beginnen sollten. Der Name Widblain deutet auf Babyloni- 
en im Siiden. Ob mit Gimle das neue Jerusalem in Palastina oder 
ein Ort in Indien gemeint war, konnte ich noch nicht erkennen. Die 
Bewohner von Palastina waren nach dem Weltungliicke weder 
Joten alias Riesen noch Slaven, sondern Amoriter ! Amoriter hat- 
ten auch im Harze gelebt, es waren also Fliichtlinge aus jener Ge- 
gend, die in Palastina ein neues Leben anfingen, doch konnte ich 
noch nicht klar erkennen, zu welchem Stamme sie gehorten; sie 
waren blond (oder rothaarig?) und waren blauaugig — ein siche- 
res Zeichen, dafi sie nicht Rotalben waren und auch nicht weifi- 
haarige Alben, deren Zeichen ja gerade die roten Augen waren. 
Sehr wahrscheinlich gehorten sie zu den Nachkommen des Mose, 
doch will ich es noch nicht behaupten. 

Das ganze alte Testament ist nordwest-europaischen Ursprungs. 
Jesus ist es, der dort Hadad heifit, derselbe den die Danen Hadding 
nennen. Haddinge werden auch in der Edda genannt. Er heiratet 
Ragnhild. Nach der litauischen Stammsage heiratet Litwo Ragaina 

— eine Einheit ist in alien Geschichten ! Eine Einheit, nur die 
Namen sind in jeder Sprache verschieden ausgedriickt ! 

Wenn in Indien erzahlt wurde, es hatte Zauberschalen gegeben, 
die einen Uberflufi an Speise gewahrten, so steht im Alten Testa- 
mente (1. Kon. 17,16) ebenfalls die Tatsache, dafi die Speise kein 
Ende nahm: Das Mehl im Cad ward nicht verzehrt und dem Ol- 
kruge mangelte nichts nach dem Worte des Herrn, das er geredet 
hatte durch Elia. — Wer war Elia? Elia ist kein Name, sondern nur 
die Bezeichnung der Alte. Die Raben verraten Elia — er war Odin, 
dessen Raben das Alte Testament genau ebenso erwahnt wie die 
altnordische und die Goslarer Uberlieferung. Nach seinen Raben 
hiefi der jetzige Rammelsberg der Rabenberg. — 

Im Parcifal wird ebenfalls die Zeit Jesu geschildert. Zwei ganz 
verschiedene Hofhaltungen — die des Amfortas und die des Artus 

— sind die Hauptpunkte, zwischen denen die Faden der Erzah- 
lung laufen. In Parcifal ist die Geschichte eines der Jiinger Jesu 
erhalten, es gehort aber ein besonderes Studium dazu, Wahrheit 
und Dichtung voneinander zu trennen. Die Jiinger Jesu, des Ko- 
nigs von Irland, waren nicht einfache Leute, sondern Ritter, Grafen 
und Fiirsten, und der Parcifal ist von grofitem Werte zum Ver- 
standnisse der Apostelgeschichte. Patrick, den die Irlander vereh- 
ren, ist kein anderer als einer der 12 Jiinger Jesu, als Paulus selbst. 

332 



Im Parcifal sind die Planetennamen arabisch genannt; das wird 
vielleicht dazu helfen, dem Originale auf die Spur zu kommen. 
Der Urahn wird im Parcifal Mazadan genannt. — Im Parcifal wer- 
den noch Wesen und Tiere erwahnt, von denen wir nichts mehr 
wissen. Die riesigen Greifen (die zur Zeit des Mose alias Alexan- 
der schon selten waren) lebten noch ! Gelbaugige Menschen lebten 
noch in Europa ! Eine Frau hatte eine Nase wie ein Mops, Eber- 
zahne, Ohren wie ein Bar, Angesicht und Hande affenfarbig (das 
heifit schwarz) und Nagel wie Lowenkrallen. Wir waren sehr to- 
richt, wenn wir solche Nachricht fur unsinnig oder unglaublich 
ansehen wiirden; sie ware es in historischer Zeit, aber vor der letz- 
ten Eiszeit ist sie vollig glaublich, denn die Nachrichten im Parcifal 
stimmen mit den anderen alten Nachrichten iiberein. — 

Die Geschichte „Der arme Heinrich" von Hartmann von der 
Aue ist eine uralte Christusgeschichte in neuerer Fassung. Jobe ist 
nicht Hiob sondern, Joab, der Feind Josef-Absaloms, des Stief- 
vaters Jesu. Der Meister — die Hauptperson des Ganzen — wird 
nur scheinbar nie mit Namen genannt, aber der heilige Christ, 
welcher mehrmals erwahnt wird, ist der Meister. „ Meister, Christ, 
Gott" — das sind die Namen, welche dem scheinbar ungenannten 
Heiler gegeben werden. 

Der Hagen des Nibelungenliedes wird im Parcifal sehr richtig 
„Hagen von Troja" *) genannt Troja ist gleich Joruvalla, der Ro- 
merstadt Jerusalem, in der Romer von Romern belagert wurden, 
dem heutigen Goslar, woran ich nochmals erinnere. Die Teufels- 
mauer, die bei Blankenburg beginnt, ist die Mauer, auf der die 
riesigen Achaer kampften. GroSvater und GroSmutter bei Blan- 
kenburg sind nicht naturliche Felsen, sondern uralte Riesen- 
Pyramiden, aus unbehauenen Steinen vor Jahrzehntausenden auf- 
geschichtet und beim Weltunglucke zusammengesturzt. Nur der 
Name hat sich erhalten. Solche fast nicht mehr kenntlichen Pyra- 
miden sind viel, viel alter als die Pyramiden Egyptens. All der 
weifie Sand bei Blankenburg ist FluSsand; die Schiffe der Feinde 
Troja-Goslars zogen dort einst entlang, und der Regenstein war 
einst rings von Wasser umgeben. Das geht aus der trojanischen 
Geschichte hervor, das kann man auch aus Plato ersehen, ja auch 
aus dem Neuen Testamente, denn zu Schiffe fuhr Jesus nach Mag- 
dala (alias Magdeburg?) Jenseits der Teufelsmauer war der breite 



*) Tronege alias Tronje 

333 



Hellespont, von dort aus konnte man zu Schiffe die jetzige Nord- 
see (richtig Mordsee) erreichen und auch den Siiden. Eine aus dem 
Wasser ragende Insel war der Regenstein, das kann man heute 
noch sehen, auch wenn es nicht aus den alten Schriften hervorgin- 
ge. Und der Brocken hat ebenfalls einmal einen vulkanischen 
Ausbruch gehabt und nicht nur Berge im Siidharze. 

Ein Teil des Parcifal war nach dem Falle von Troja geschrieben 
worden, denn die roten Trojaner waren tot, ein zierlich bemalter 
Speer zeugte nur noch von Troer Art. — Amfortas, der „roi Pe- 
cheur", der konigliche Fischer und der „hautglanzende Herr" ist 
Jesus. Longinus hatte ihm am Kreuze gestochen (siehe Wundense- 
gen von 1834, Anzeiger fur Kunde des Mittelalters). Danach wurde 
ein Lebender gestochen !! Ein Lebender und nicht um zu priifen, ob 
der Gekreuzigte wirklich schon tot war. Ein Stich mit einer vergif- 
tetem Lanze oder Speere wiirde sofort alles erklaren, den so auffal- 
lend schnellen „Tod // Jesu und die Erweckung durch ein Gegengift. 
Sicher ist der Speerstich heimlich als unerlaubte Handlung vorge- 
nommen worden. Deshalb beschreibt ihn auch nur Johannes: 

„Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in 
welchen sie gestochen haben." 

Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis 
ist wahr; und derselbe weifi, dafi er die Wahrheit sagt, auf dafi 
auch ihr glaubt." (Joab hatte auch Absalom gestochen.) 

Konnte Jesus den lauten Schrei nicht gerade inf olge des Stiches, 
ausgestoSen haben? — Dafi er bestimmt tot war, als er den Speer- 
stich empfing, steht ja auch nicht in der Bibel, sondern der Stich 
wird als Probe, ob er tot war oder nicht geschildert; etwas sehr un- 
wahrscheinliches. Dafi ein Feind ihn, um ganz sicher zu gehen, mit 
einer vergifteten Lanze oder Speere stach, um ihn zu toten, fur den 
Fall er von Anhangern doch noch vom Kreuze gerissen werden 
sollte — bedenken wir, es war ein unerhorter Fall, einen Konig so 
zu erniedrigen — das ist sehr viel wahrscheinlicher. — 

War Jesus ein Inder? So wird heute oft gefragt. Das war der Ti- 
tel eines umfangreichen Buches. Er war kein Inder, aber er ist nach 
dem fernen Indien gegangen. Er ist nicht in der Gegend des Ararat 
geblieben, sondern ist weiter gezogen. Bei der Forschung nach 
dem Alter der indisch-arischen Religion ist es aufgefallen, dafi 
gewisse Angaben iiber den Polarstern und das Fruhlingsaquinok- 
tium in den Plajaden 5 — 7 Jahrtausende von unserer Zeit an zu- 
riickweist. Dafi dieses Alter — der Anfang der arisch-indischen 

334 



Religion — mit Jesu Zeit identisch ist, seine Religion ist, das be- 
weist diese Religion selbst. 

„Erschauen lafit durchs Denken sich 
Was dauert und nicht andert sich." 

So sagten die alten Inder, so konnen auch wir die verschiittete 
Wahrheit der Vergangenheit wiederfinden. Krishna, Brahma, 
Buddha, er war ein und dieselbe Person: Jesus Christus ! Erst im 
Laufe der Jahrtausende sind aus dieser einen begnadeten Person- 
lichkeit drei Personen geworden. Krishnas Eltern werden Vasude- 
va und Devaki genannt — Devaki ist Dina alias Maria, Skadi oder 
Gudrun oder Krimhild. Vor Devakis achtem (das mufi heifien er- 
stem) Kinde war Kamsa, der Onkel des Kindes, gewarnt worden 
und trachtete ihm nach dem Leben. Auch in der indischen Uberlie- 
ferung ist deutlich zu sehen, dafi die Geschichte von Vater und 
Sohn durcheinander gebracht wurde. Vasudeva ist Josef alias 
Vespasian. — Bodha hiefi der Grofivater von Josefs Mutter. In li- 
tauischer und altnordischer Uberlieferung finden sich Namen, die 
in Indien bekannt sind. Rigveda heifit die Sammlung altheiliger 
Lieder, und Rig ist ein keltisches Wort (Konig) und ved ist ein 
Wort, das in der Edda unter der Bedeutung von Pfand vorkommt. 
In Indien wird ved mit Wissen iibersetzt. Die indischen Geschich- 
ten sind mit den biblischen identisch ! Nicht einmal die Geburt im 
Stalle, die Hirten, die Weisen und die Flucht fehlen ! — Es kann ja 
auch garnicht anders sein: Ist doch Jesus nach Indien gegangen 
und hat dort sein Leben in Glanz und hochsten Ehren beendet ! Ob 
wir sagen Christus oder Xisuthros oder Krishna oder noch ganz 
anders, derselbe grofie Mann, derselbe Uberwinder ist der Trager 
all dieser Namen. Rahufa-Genubath-Ganymed, das sind auch 
scheinbar verschiedene Namen und sie bezeichnen doch auch nur 
einen Jungling, Jesu ersten Sohn. Die Entfiihrung der Swanhild- 
Hermione wird auch in Indien erzahlt: Sita, Ramas Frau, wurde 
entfiihrt, und Rama verbiindete sich mit Sugriva (das ist Josef alias 
Sisak) und bekam Sita wieder. 

Die christliche Dreieinigkeit haben wir in der Trias alias Tri- 
murti der indischen Gottheiten. Rama ist gleich Brahma, Sugriva 
gleich Siva. Visnu ist Mose. Er ist auch Manu alias Moin, wie er 
auch in der Edda genannt wird ! — Es heifit von den Dreien: Sie 
waren drei Personen, aber nur Ausstrahlungen des Einen. Das heifit 
drei Personen, alle drei Ausstrahlungen Gottes, der gut ist. — 

Ich nannte im Vorworte die Volker, die bei der letzten grofien 

335 



Flut untergingen. Im Arabischen werden dieselben Volker nur un- 
ter anderen Namen genannt: „Die alteren Aaditen, Inder, Sinder, 
Abessynier, Mohren und Nubier. „Es sind dieselben Volker, wel- 
che in der Edda Hrafnagaldr Odins als „Giganten und Thursen, 
Nairn, Zwerge und Schwarz- alias Dunkelalben" angegeben wer- 
den. Zu den alteren Aaditen gehorte Schaddad, der Verfolger des 
Mose und der Slaven, der sogenannte Pharao des Auszugs. — 

Mohren und Inder sind Weifi- und Rotalben. 

Sinder sind Thursen, womit hier Joten gemeint sind. 

Abessynier scheinen fur Schwarzalben = Slaven zu stehen. 

Nubier scheinen fur Nairn (Njaren) oder Egypter aus Nod in 
Hellas zu stehen. Die alteren Aaditen sind die Giganten. 

Ehe diese Volker untergingen, wurde das Christentum schon 
gegriindet. Dazu stimmt die Berechnung Niemojevskys, dafi diese 
Religion in ferner Zeit wurzle (weit iiber das Zeitalter des Stieres 
hinaus), als der Fruhlingspunkt im Zeichen der Zwillinge lag. 

Die Juden zahlen seit Erschaffung der Welt 5,672 Jahre (im Jah- 
re 1912), die griechische Kirche zahlt seit Erschaffung der Welt 
7,420 Jahre, und doch meinen beide den Zeitpunkt nach der letz- 
ten Eiszeit. 

Das fiinfte Jahrtausend v. Chr. wiirde mit der Zeitrechnung der 
griechischen Kirche ubereinstimmen; der Anfang der indischen 
Religion fallt mit der Zeit Jesu zusammen, wie ich darlegte. Die 
indische Theosophie setzte (1905) die letzte Uberschwemmung 
(die Sintflut, welcher die letzte Eiszeit unmittelbar folgte) 9564 
Jahre zuruckliegend an, also vor jetzt (1913) 9572 Jahren. 

In dem Werke „Das Christentum und die monistische Religion" 
von Werner (Verlag Currius Berlin) schreibt derselbe: „Unsere 
Zeitrechnung riihrt von dem romischen Abte Dionysos her, wel- 
cher in der ersten Halfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. gelebt haben 
soil. In Ankniipfung an einen Gedanken Alexander Tilles schlage 
ich vor, spater einmal nicht 1900 usw. sondern 11,900 usw., also 
10,000 Jahre mehr zu zahlen." 

Dies fiihre ich nur an, um zu zeigen, dafi schon manche For- 
scher darauf gekommen sind, die angebliche Geburt Jesu vor 1913 
zu bezweifeln. Die astronomischen Zeichen sollten endlich ernst- 
lich gepriift werden, denn die Astronomie miifite das letzte Wort 
in dieser Sache haben. 

Wie grofi die Verwirrung in unserer nachsintflutlichen Auffas- 
sung bisher war, zeigt am besten, dafi niemand mehr weifi, zu wel- 

336 



chem Stamme er gehort. Wir halten die sogenannten Juden fur 
Fremde, und sie sind tatsachlich Europaer, zweifellos Stammes- 
briider, Nachkommen Adams, also Indogermanen ! Aber zu wel- 
chem der 9 Stamme gehoren sie? 

Als Joten waren sie Nachk. Kains-Romanen. 

Als Hebraer waren sie Nachk. Habels-Kelten. 

Als Israeliten waren sie direkt von Adam-Iranier. 

Als Ismaeliten waren sie von Ismael-Mose Misch-Romanen 
(nicht Hellenen). 

Alis Slawen waren sie Nachk. von Japhet alias Jahwe ! 

Als Inder waren sie Nachk. des Sem, Rotalben — 

diese Inder stammen aber keineswegs aus dem Osten, son- 
dern, aus Erin-Hibernia-Irland, genau so wie die Germanen. 

Da ich den groSten Wert darauf lege, dafi wir zur Erkenntnis 
kommen, dafi vor uns Kolosse und Riesen waren, will ich noch das 
Beispiel des Athanasius Kirchner erwahnen. Nach einem Kupfer- 
stiche, der aus dem J. 1665 stammen soil, hat dieser folgende Rie- 
sengroSen angegeben: 



1. 2. 3. 4. 5. 

Erst Grofie 5 ist ungefahr heutige Menschengrofie ! 



337 



Wir meinten, keine Spuren der Kolosse und Riesen von Num- 
mern 2 — 4 mehr zu finden; ich aber behaupte, dafi unter den Ske- 
letten sogenannter Riesentiere deren Vorderfiifie so auffallend 
kurz im Verhaltnisse zu den Hinterfiifien sind, sich solche halb- 
menschliche Riesen befinden — die Vorderfiifie waren eben Arme, 
und sie gingen aufrecht. Wieder sind allerlei Funde gemacht wor- 
den, die auf Riesiges hinweisen. Ein Mammuthskelett wurde ge- 
funden, das ungeheure Dimensionen aufweist; ein Backzahn wiegt 
7 Pfund, ein Stofizahn ist 3 Meter lang. In Siidrufiland wurde ein 
Plesiosaurus ausgegraben, dessen Lange auf 6 Meter geschatzt 
wurde. Nahe Ponape auf den Karolinen wurde ein ausgedehntes 
Ruinenfeld gefunden, auf dem Mauern von ungeheurer Dicke zu 
sehen sind, die grofie Baugeschicklichkeit verrieten. Also lassen sie 
auf geistig und korperlich hoch entwickelte Riesen schliefien. 

Ware gerade der Affe dasjenige Tier, aus dem sich der Mensch 
„entwickelt // hatte, dann ware der Mensch bei dieser „Entwick- 
lung" ja kleiner und schwacher geworden, da Affen grofier und 
starker sind als Menschen. Grofier, schoner, starker werden, das 
wiirde sich aber mit dem Begriffe der korperlichen Entwicklung 
decken. Neue Untersuchungen des Dr. Fischer in Freiburg haben 
ergeben, dafi Affen im embryonalen Zustande menschenahn- 
licher sind als im erwachsenen; das bestatigt doch gerade die 
Degeneration der heutigen grofien Affen, d. h., dafi sie vertierte 
Riesen sind und nicht in der Entwicklung begriffene Wesen ! 

Aus Guatemala sind grofie Steinkunstwerke zu uns gekommen, 
die riesige Affenkopfe darstellen. Ein Kupferstich aus dem 17. 
Jahrhunderte zeigt vollig aufrecht gehende Affen mit fast mensch- 
lichem Gesichte, deren Fiifie aber wie Hande gebildet sind. Als 
Mose durch Italien zog, sah er Riesen, die ganz wie Affen aussa- 
hen — diese Riesenaffen wurden also von Tieraffen wohl unter- 
schieden ! Im Miocan schon war der Stammbaum der Menschen 
und Affen gesondert. Menschen- Ahnlichkeit hat auch der Bar, und 
viel mehr hat auch der Affe nicht. Wenn sich einst Tiere zu 
menschlichen Wesen entwickelten, dann doch mindestens 3 — 5 
verschiedene Riesentiere und absolut nicht nur ein Tier ! 

Sind doch die menschlichen Kopfe so grundverschieden, dafi 
die ganze Menschheit unmoglich durch nur eine Grundform zu er- 
klaren ware ! 

Wir miissen verschiedene suchen, und eine von diesen minde- 
stens mufi unter den Sauriern einst existiert haben. Durch Mannig- 

338 



faltigkeit der Erscheinung und weite Verbreitung ortlich und zeit- 
lich stellen sich diese (anscheinend) als die Alleinbewohner der 
Erde in der Secundarperiode dar — aber unter ihnen sind zweifel- 
los die menschlichen Kolosse die Herrscher gewesen. Ein riesiger 
Vorlaufer des Menschen (vielleicht von jener weifien Rasse, von 
der nur noch die Haare der Albinos zeugen) miiSte in der den 
Sauriern entsprechenden Grofie existiert haben, um sein Leben 
iiberhaupt in menschenwiirdiger Weise entwickeln zu konnen — 
und auf letzteres deuten die alten Literaturen. Die Saurier erreich- 
ten eine kolossale GroSe, so dafi sie wandelnden Bergen vergleich- 
bar waren; heute noch wird ihre Hohe auf 35 Meter geschatzt. Die 
vergleichende Wissenschaft sollte alte Berichte und Funde sorg- 
sam vergleichen. Eine Einheit ist iiberall zu finden, wir haben die 
gleichen Stiicke nur unter ihren verschiedeneren Namen und Ge- 
wandern zu erkennen. Ein Fraulein A wird Frau B und tragt heute 
ein blaues und libers Jahr ein griines Kleid, und doch ist sie immer 
dieselbe Person; so ist es auch mit den alten Berichten. In der Bibel 
steht der Skote Saturn (Seth senior) unter dem Namen der Gute 
alias Gott — in der deutschen Geschichte (von Roten stammend) 
heifit er B laubart, weil ein blauer Mensch dem roten Adam etwas 
ganz neues war. In der Bibel steht: Von alien Baumen diirft ihr 
essen, nur von dem einen nicht — bei uns wird gesagt: In alle 
Zimmer diirft ihr gehen, nur in das eine nichtl 

Alexander der Grofie alias Mose hat gegen Menschen mit Tier- 
kopfen gekampft. Diese waren teils behaart und noch so groS, dafi 
sie Alexander — der auf einem gehornten, seiner RiesengroSe ent- 
sprechenden Pferde safi — an Grofie noch iibertrafen. In dem 
Werke „Weltall und Menschheit" kann jeder Bilder aus Alexan- 
ders Leben betrachten. Wie weit sie falsch oder richtig sind, mufi 
ich dahingestellt lassen. Die Bilder sollen einem burgundischen 
Manuscripte des 13. Jahrhunderts entstammen aus der Bibliothek 
zu Briissel — ob diese Bilder Original oder die Co-pie eines viel 
alter en Manuscripts waren, kann naturlich niemand sagen. 

Die Urbewohner Italiens waren Riesen, wie auch die Bibel sagt. 
Emim (ein grofi stark und hoch Volk) Enakiter alias Enakim — 
Einaugige — und Sammesumim; Enakim sind die Romanen von 
Kain, und ich halte es fur sehr moglich, dafi Emim Hamiten und 
Sammesumim (von denen nicht gesagt wurde, dafi sie grofi wa- 
ren !) ein Teil des semitischen Volkes war. Am Nile in der Verban- 
nung scheinen besonders die Nachkommen Japhets gewesen zu 

339 



sein — jene Slawen, einstige Sklaven, deren Gott Jahwe war, des- 
sert Aussehen mit „Gesicht wie ein Kalb" beschrieben wird, die ein 
goldenes Kalb (also den Gott-Ahnen in dieser Gestalt !) anbeteten. 

Bibel, Edda, Alexanderlied und Homer bezeichnen die Cyclo- 
pen (von Kain) als Menschenfresser. In europaischen Hohlen sind 
auch in neuerer Zeit Funde gemacht worden, die den entsetzten 
Entdeckern Menschenfresserei vor Augen fiihrte ! Auf dem Brok- 
ken sind Menschen geopfert und dann gefressen worden, ebenso 
wie auf Nord-Helgoland in Nazareth Menschen gefressen wurden, 
wie ich in der Edda las, die bisher noch nicht recht iibersetzt ist. 
Die homerischen Epen schildern den AbschluS einer langen Epo- 
che indogermanischer Geschichte und absolut nicht primitive An- 
fange einer griechischen Kunstpoesie oder griechischer Geschichts- 
erzahlung. Griechen sind Mischromanen und nicht Hellenen. Egyp- 
ter sind Romanen. Von den italienischen Urbewohnern sind noch 
Spuren erhalten: Hat man doch jiingst erst bei einer Ausgrabung 
in Rom, Bau iiber Bau erkennend, in der Tiefe endlich ein Haus 
gefunden, welches egyptische Motive der Zeichnungen zeigt ! 
Egypter waren Nachkommen Kains: und gehoren also auch einem 
indogermanischen Stamme an. Giacomo Boni hat auf diem romi- 
schen Palatin Ausgrabungen gemacht und hat iibereinander ge- 
tiirmt Wohnungen gefunden, bis er auf dunkle Hohlen-Wohn- 
stellen stiefi. Bedenken wir, dafi Romanen und Hamiten urspriing- 
lich rote Augen hatten — lichtempfindliche Augen wie Nachtgan- 
ger, die das Tageslicht schlecht vertrugen ! Egyptische Motive 
weisen auf die Urbewohner, die vor den Etruskern dort lebten ! 
Grofie blaue Fiifie mit goldenen Leuchtern gehorten zur Malerei. 
Wenn an anderer Stelle herrliche Malereien mit Scenen aus der 
Odyssee gefunden werden, so sind diese aus dem goldenen Zeital- 
ter (von Mose bis Jesum) also etwa 10,000 Jahre alt. 

Wir haben etruskische Gefafie aus danischen Fun den ! Ein asa- 
mondisch-etruskisches Kunstwerk, das einst vor den Nach- 
kommen Japhets herzog, ist der einstige goldene Altar alias Bun- 
deslade alias Krodoaltar in Goslar. Steht doch geschrieben, dafi 
Aeneas-Josef die Etrusker zu Hilfe holte gegen Troja-Goslar ! Ae- 
neas wird von der Uberlieferung richtig als einstiger Landesherr 
von Wales genannt. Das scheint so seltsam und ist es doch nicht; 
es war erstens damals eine Wasserverbindung zwischen Nord und 
Slid, die nicht mehr existiert, wie Plato sagt, zweitens kampften 
Nachkommen des Mose gegen Troja-Jerusalem und holten das 
Volk des Aaron zu Hillfe. Makkabaer halfen also den Asamona- 

340 



ern. Die Niflhellenen halfen zuletzt gegen die Niflheimer — das 
war die grofie Uberraschung, die der Krieg brachte ! Laurentum 
nahe GroS-Rom soil 80 J. vor dem Falle Trojas gegriindet sein, und 
es wurde spater von Laviniumi, das dem Aeneas die Entstehung- 
verdanken soil, iiberfliigelt. 

Chretien du Troyes ist Christus von Troja-Jerusalem-Goslar — 
er ist ein Buddha alias Krishna in Indien, dem Andlang der Edda. 
Es ist eben kein Zufall, dafi die altertumliche litauische Sprache 
dem Sanskrit ahnelt. Josefs (und Jesu) Geschichten, haben den 
Erdkreis umschlungen, (wie in der Edda steht. Es ist christliche 
Anschauung, wenn es von Indien her klingt: 

„Wir selber schaffen das Bose allein, 
Wir selber schaffen uns alles Leid. 
Wir selber vom Unrecht auch uns befrein, 
Wir selber erringen die Lauterkeit." 

Zwei Gebete aus der ersten Zeit des Urchristentums, die — so- 
viel ich weifi — noch nie gedruckt wurden, mogen auch noch ei- 
nen kleinen Lichtschein auf jene Zeit werfen, die wir uns so ganz 
anders vorstellen als sie war: 
„Ich stehe auf in des Gottes Macht (Gott war Josef), 
Ich stehe auf in des Sohnes Kraft (Der Sohn war Jesus), 
Und in des heiligen Geistes Frieden (der heilige Geist war Mose, 

der Verstorbene). 
Wer starker ist als die drei Mann, 
Der komm und habe mir was an. Amen/' 

Dasselbe Gebet als Abendgebet heifit: 

„Ich leg mich nieder in des Gottes Macht, 
Ich leg mich nieder in des Sohnes Kraft usw. 

Ich darf verraten, dafi heute noch in Berlin diese Gebete in vol- 
lem Glauben gebetet werden, im Glauben an die Hilfe dieser drei 
Gotter-Ahnen — der drei Manner und nicht ernes Mannes mit 
drei Eigenschaften. 

Drei Gestalten, auf die drei Einigen deutend, finden sich auch 
auf der Corona aurea, die jetzt in der Kaiserl. Schatzkammer zu 
Wien ist. Auf einem Buchdeckel aus der Schule des heil. Bernward 
im Domschatze zu Hildesheim sind die 4 Sonne Adams (und der 
Edda) vollig biblisch durch Mensch, Adler, Kalb und Lowe ge- 
kennzeichnet. In der Mitte stehen die drei Konige alias Gotter, die 
drei einigen Manner. 

341 



Die allgemeine Annahme ist, dafi der skandinavische Odin 
gleich dem angelsachsischen und friesischen Woden, dem Wodan 
der Sachsen, Franken und Alamannen, dem Wodan oder Wuotan 
der Bayern, dem Muetis der Schwaben war — das ist wahr, aber 
auf den einen Mann sind Ziige von mehreren beriihmten Mannern 
gehauft worden, so dafi nicht ohne weiteres gesagt werden kann 




und darf: Odin ist Wodan. Odin-Asa, der Vater der „12 gottlichen 
Asen" al. der Wolsunge (woraus mit der Zeit die Zahl 12 der alten 
heidnischen Gotter entstand) ist Wodan al. Mose und nicht Odin 
al. Edom-Esau, mit welchem er verwechselt wird. Aus zwei feind- 
lichen Briidern, aus 2 entgegengesetzten Naturen ist mit der Zeit 
eine Person entstanden. Auch mir gelang bis jetzt erst die Legung 

342 



einer neuen Grundlage und die Losung der Hauptziige; im nach- 
sten Werke werde ich die weitere bringen. 

Die alteste Sage von Adam und Eva schon wird mit derjenigen 
von Ask und Embla (die absolut nicht 2 Baume, sondern 2 
Menschwesen sind) vermengt, denn von ihnen sollte „das erste 
Menschenpaar" gekommen sein. So erscheinen in der prosaischen 
Edda Ask und Embla gewissermaSen als Eltern aller Menschen, 
als Adam und Eva, jedoch in Wahrheit sind sie gleich Asa-Mose 
und Hel-Mirjam, denn von ihrer Aussetzung wird berichtet, und 
Zeit derselben und Finder der Kinder weisen auf diese selbst mit 
Sicherheit hin. Nach der Bibel wurde Ismael al. Mose allein aus- 
gesetzt, nach altlateinischer Uberlieferung wurden er und sein 
Zwillings-fc ruder ausgesetzt, aber nach der alten Edda er mit sei- 
ner Schwester, die also eine Zwillingsschwester gewesen sein 
muS, denn nur Neugeborene setzte man aus. Mit dem Verse 17 
der Voluspo beginnt die Geschichte des Helden Mose: 

17. Einst kamen Drei 
Aus dem Stamme 

Der macht- und huldvollen 
Asen nach Hause, 
Und fanden am Gestade 
Die kleinen hilflosen 
Ask und Embla, 
Ausgesetzt ! (orloglausa) 

18. Die Stimmen tonten nicht mehr, 
Kaum atmeten sie noch, 

Weder Warme und Bewegung 

Noch gute (rosige) Farbe hatten sie (mehr): 

Zum Schreien brachte se Odiin, 

Zum Atmen brachte sie Honir, 

Warme gab Lodurr (ihnen wieder) 

Und gute (rosige) Farbe. — 

Ask und Embla — Mose al. Jormungand und Mirjam al. Hel ! 
Lodurr ist der biblische Lot; Honir wird ofter in der Edda ge- 
nannt, mit Odin kann weder Edom noch Mose gemeint sein. — 
Gylfag. 9 steht, Burs (Abrams) Sonne Odin, Wili, We hatten die 
Hilflosen gefunden, auch hier steht der Name Odin ohne jeden 
Anspruch darauf, dafi dieser mit dem grofien Odin identisch sein 
miifite, trotzdem dies die Namen von 3 Briidern, die Fiirsten wur- 

343 



den, sind. Die vorher und die jetzt genannten 3 Manner sind nicht 
miteinander identisch, es ist nicht mehr festzustellen, wer die Aus- 
gesetzten fand, aber Lodurr war der natiirliche Vater der Kinder, 
und seine Hilfe konnen wir als sicher annehmen, doch „Odins" 
miissen wir ebenso sicher verneinen. Jede Schrift nennt andere Fin- 
der, die Schwierigkeit der Ubersetzung aus alten Sprachen mag 
auch viel Schuld an der Verwirrung tragen. Liming, der auch das 
hohe Alter der Edda verfocht, schreibt im Vorworte zu seiner Edda: 
„Der Unterschied der Sprache der Edda und der spateren altnordi- 
schen Sprache ist grofier als man gewohnlich (durch die Gleichma- 
Sigkeit der grammatischen Formen verleitet) annimmt." — Die 
Hauptsache ist zunachst: I. dafs die Aussetzung Wodans gleich 
nach der Geburt noch bekannt ist und dafi II. diese Aussetzung in 
der Edda dreimal (einmal auf einen Prophetenspruch zuriickge- 
fiihrt) berichtet wird. Davon, dafs Jormungand ausgesetzt wurde 
und Lokis Sohn war, schrieb ich schon. Wodans Aussetzung darf 
aber durchaus nicht mit der Hangung Hars identifiziert werden !! 

Der „Feind // Odins Loki ist nicht der Feind Wodans, ist also mit 
Lodurr-Loki nicht identisch, sondern ein anderer Mann dieses 
Namens oder Beinamens. Auf Loki passen einige Ziige des Edom- 
Saul, des Feindes von Mose. Lodurr al. Lopt war der natiirliche 
Vater des Wodan und kaum sein Feind, wenn ihm auch die Schuld 
an Baldrs Tode gegeben wird. — Wdlse (angels.) und Welisunc 
(althochd.) und Wolsung sind nur andere Namen fur Wodan, den 
Merkur der Romer. Odin wurde Wodan gewifi erst zuletzt irrig 
gennant, wie auch Giimnism. 54 steht: „Odin heifie ich jetzt." Odr 
und Hrodr sind gleich Atli-Herodes, aber Otr mit t) wird Wodan 
nur einmal genannt in den prosaischen entstellenden Zusatzen 
zum Liede von Regin. (S. Gerings Edda.) — 

In Judaa (d. h. in Riesenland) waren Wolf und Adler die Wap- 
pentiere der Herrscher — der Wolf war das Zeichen des Wo- 
dan, also dasjenige des Mose und seiner Geschwister, asisches 
Zeichen im Sinne von asamonaisches; aber der Adler war das Zei- 
chen des sogenannten Romulus, das romische Zeichen, das edomi- 
tische also von Edom, der Mose Feind war ! 

Wodan wurde der oberste Germanengott, wahrend die Edo- 
miter die Feinde der Germanen waren. Wodan ist Augustus und 
Gust (s. Reginsmol) und OEgir, der Gott des Meeres, mit Mimir 
identisch. Ein ganz anderer Odin als Asa-Odin hat sich bei Mimir 
Rat geholt. Das Lied „Baldrs Traume" ist ein asamonaisches Lied, 

344 



und Wegtam, Waltams Sohn, ist Wodan, der als Abrams Sohn auf- 
gezogen wurde: „Um Ismael habe ich dich erhort," wird zu Abram 
gesagt. Abram ist in der Edda auch Allvater (nicht Odin) und Hreid- 
mar. Die Sonne Hreidmars Otr, Regin und Fafnir sind gleich Ismael- 
Mose, Jakob-David und Esau-Saul. Dieser Otr ist gleich Gust, denn 
„das Gold, das ehemals Gust besessen", der Schatz, den Fafnir an 
sich riS, war Mose Schatz, der die ganze Kaiserzeit hindurch eine 
Rolle spielt. „Zwei Briidern" brachte er zuerst Untergang (Gust 
und Odin-Fafnir) und „8 Fiirsten" Unheil: Hreidmar und den 7 
Konigen al. Kaisern. Lyngheid und Lofinheid, die Hreidmar als 
Racherinnen fur Otr-Gust anruft, sind gleich Mose Schwester Em- 
bla-Hel und deren Mutter. (Die prosaischen Zusatze zu den ech- 
ten, uralten Versen des Reginsmol entstellen die Wahrheit, wir 
miissen uns nach den Versen allein richten. Durch wieviel Hande 
mogen die alten Verse gegangen sein und an wieviel Orten gewe- 
sen sein ! Ist doch Wulfilas (des Wolfes !!) gotische Bibel noch in 
Bruchstiicken vorhanden (die wahrhaftig nicht den hebraischen 
und griechischen Teilen „nachgedichtet" wurden) und gelangte 
die beste Handschrift von Werden aus nach Prag, dann nach 
Stockholm, von dort aus nach Holland und endlich nach Upsala !) 
Vom „Urenkel // erwartet Hreidmar Rache — Sigurd ward 
dieser Urenkel !! Das ist genau richtig ! 

1. Hreidmars Frau und nominell Hreidmar. 

2. Lyngheid-Embla-Hel, Mose Schwester, Hreidmars angenom- 
mene Tochter. 

3. Hels und Nidhods Tochter Bodwild al. Borgny al. Hjordis 
und Wolund-Wilmund. 

4. Widga al. Konig Wikar al. Konig Sigurd — Hreidmars Ur- 
enkel ! — 

Wolunds „Frau // , die heilige Jungfrau, Sigurd, der „Vaterlose // 
und „Mutterlose // ! Nach dem mittelhochdeutschen Gedichte Virgi- 
nal und der Thidrekssage ist sie die Mutter von Widga al. Witege, 
und er ist Sigurd al. Josef, der Jungfrauensohn. Nidhod, ihr Vater, 
ist gleich Hod und Nidhod, dem Herrscher im Lande der Hel, in 
Niflhel, also in Griechenland — im Norden von Hellas — das 
spater versank und iiberflutet wurde und dann erst Unterwelt und 
Totenreich genannt wurde ! Griechenland ist gleich Nod-Egypten, 
das deutsche Nayda. (Uber die Lage dieses Landes s. nochmals 5. 
Mose 1,7 und 1. Mose 2,8 — 14: An diesen beiden Stellen wird der 
„Phrat" erwahnt, welcher nahe Eden, Hevila und Nod flofi, in 

345 



Nord-Europa, und der jetzt als Flufi nicht mehr existiert, aber 
wahrscheinlich noch als Stromung.) Die Nerthus des Tacitus ist 
Njords Schwester, Freyr wird auch sein Sohn genannt, aber Freya 
ist nicht dessen Frau, sondern dessen Mutter, mit Gudrun und 
Skadi identisch, der Wanadis, d. h. der Wanengottin, und der Wa- 
ne war Njord-Sigurd. (Nach der Bragaroedur scheint es fast, als 
ware Skadis erster Mann Baldr gewesen, denn sie sagt: „Diesen 
wahle ich, an Baldr wird nichts hafilich sein." Es steht zwar darauf, 
der Gewahlte sei Njord gewesen — aber dieser war doch ihr z wri- 
ter Mann, was vollig test steht !! Sollte Sichem gleich Baldr sein, 
dann miiSte er mit dein biblischen Sebulon identisch und nur von 
Mutterseite keltischen Ursprungs sein. Die Abstammung des Si- 
chem-Sychaus mufi also noch einmal gepriift werden.) — 

Die nordische Hlodyn ist auf deutschen Grabsteinen der Ro- 
uter zeit als dea Hludana wiedergefunden worden, aber die grofie 
Voreingenommenheit liefi nicht einmal die Erkenntnis zu, dafi 
Hludana Hlodyn sei. Yngwi, Sigurds Ahn, ist nicht gleich Freyr, 
sondern Freyr ist gleich Sigmund, Sigurds Sohn ! Edom-Saul 
ist in der Edda Odin-Fafnir-Hunding; sein bester Sohn Lyngwi fiel 
mit seinen Briidern in der Schlacht — s. die Ubereinstirnrnnug mit 
dem A. T. Regin (David) der „Rankeschmied" triumphierte dar- 
iiber (Reginsmol 33). Er war der „Erzieher // des Sigurd (nicht sein 
Vater) und auch das steht richtig im Liede von Regin, so entstellt 
andere Ziige sind. An Fafnir rachte Sigurd Mose (Gust) und 
Abram (Hreidmar). Fafnir und Regin haben zusammen gegen Va- 
ter und Bruder gearbeitet (nach der Darstellung im Reginsmol) 
und wurden dann Feinde, da es immer schon so war wie Cicero 
sagte: „Freundschaft ist nur unter Guten moglich" — gut waren 
beide nicht, und so entstand die Feindschaft zwischen „Edom und 
Juda". Mit Eylimi ist im Reginsmol wieder Ismael-Mose gemeint. 
Ware Sigmund der Vater Sigurds (Sigmund, Wolsungs Sohn), 
dann hatte an jener Stelle wohl Sigmund gestanden, aber Sigmund 
war nur ein anderer Name fur Ismael, der mit Wolsung identisch 
ist und nicht dessen) Sohn war ! Da hat sich ein grofier Irrtum in 
die Sagen hineingeschlichen ! — — 

Balder ist nach der Edda Wegtams Sohn, der fur Odin gehalten 
wird, aber gleich Wodan ist. Die Buchstaben M (Mose, Muetis, 
Mimir) und W (Wolsung, Wolf, Wodan) und A (Ancus Martius, 
Alexander, Asa, Augustus) kehren immer wieder als Anfangs- 
buchstaben fur Mose Namen und Beinamen, aber nicht der Buch- 

346 



stabe O — der als Mensch unsympathische, rankesiichtige Odin 
war zwar ein grofier Mann und Konig und Feldherr, aber in der 
Edda sind auf einen „Odin" viele verschiedene Ziige gehauft wor- 
den, und der echte grofie Mann — Wodan — ist dadurch fast un- 
kenntlich geworden. Ich gestehe often, dafi ich ihn jahrelang iiber- 
haupt nicht als „Odin" in der Edda erkannte und den „Asen", die 
doch von Mose und nicht von Edom-Esau waren, ratios gegeniiber 
stand. Es wird einer speziellen Arbeit bediirfen, bei jedem Liede, 
jedem Verse der Edda festzustellen, wem dieser oder jener Cha- 
rakterzug oder diese oder jene Tat zukommt. Die 12 Asen werden 
ja genannt, aber die Namen sind in solcher Verwirrung, dafi ich 
bisher die 12 Sonne des Mose noch nicht feststellen konnte und 
auch diese Arbeit fur mein nachstes Werk (eigene Ubersetzung, 
Erklarung und Klarstellung der Edda) aufsparen mufi. — Ich 
nannte Balder Abrams Sohn (nicht Enkel), weil Atli und Brunhild 
wiederholt Budlis Kinder genannt werden. Doch wird Attila wie- 
der in anderen Quellen Boteluncs (Budlis Enkel) und Mundzuks 
Sohn genannt. — — 

In Goslar wurden die beiden feindlichen Stamme Franken und 
Sachsen genannt, und in Otfrids „Lob der Franken" steht: „Ich las 
einst als wahr in einem Buche, ich weifi wo, dafi sie verwandt sei- 
en mit dem Geschlecht Alexanders." 

„Ich fand in dieser Geschichte, dafi dieses Volk seiner Abkunft 
nach von Mazedonien (Midgart) ausging." Das ist Wahrheit ! 

Das war in jener fernen Zeit, welche die Edda das „Goldalter /y 
nennt und die in Notkers Boethius auch verzeichnet steht als „das 
goldene Zeitalter". 



347 



Anhang. 

Die Erkenntnis, dafi die Nachrichten von den 7 romischen Ko- 
nigen auf Sage und Konstruktion beruhen, ist schon durchgedrun- 
gen, nicht aber die weitere, dafi es mit den Kaisern genau so ist und 
dafi diese mit den 7 Konigen identisch sind. Jener Abram al. Am- 
ram, der uns in der Goslarer Sage als „Ritter Ramme" entgegentritt, 
ist jener Ramnes (Romane), welcher Ahn der beiden feindlichen 
Parteien war. Die Latiner sind diejenigen, die in Goslar als Franken, 
die Sabiner (Salier) diejenigen, die dort als Saxen bezeichnet wer- 
den. Von Ramme-Ramnes gingen Martius (durch die Frau) und 
Romuhis (direkt) aus. Martius-Mose war das Haupt der Latiner, 
und er dehnte das romische Gebiet bis zum Meere (der jetzigen 
Nordsee), aus. (S. Ubereinstimmung mit dem A. T.) Die 12 Priester 
des Mars sind die 12 Asen, die 12 Sohne des Ismael-Mose, die aber 
nicht Salier waren sondern Franken al. Latiner al Augustiner. 

Bei dem Geschichtsschreiber Victor ist Abram ,Janus / der Va- 
ter"; Saturnus, der dem Orte den Namen Latium gab, weil einst 
„die Gegend ihn sicher geborgen" (d. h. als er ausgesetzt war) ist 
Mose, identisch auch mit dem „Konige Latinus" . Er beherrschte 

„Greiser bereits, Landschaften und Stadt in dauerndem 
Frieden" . 

Das Aussetzen von Kindern war griechische und romische Sitte 
— und Mose wurde ausgesetzt ! Das Wort „ ausgesetzt" kommt in 
der Edda zweimal als ganz verschiedener Ausdruck vor; da die 
Voluspa von einer Jotin stammt, miissen alte Worte darin aus dem 
Griechischen zu erklaren sein ! Aus dem Altnordischen oder Nor- 
wegischen konnen alle Worte garnicht erklart werden, Namen 
diirfen sogar garnicht daraus erklart werden, weil die Namen oft 
aus einer Sprache stammen, die wir bei dem einen oder anderen 
Liede garnicht mehr feststellen konnen. 

Victor sagt: „Einige aber erzahlen, als die Lander von der gro- 
fien Flut (Sintflut) bedeckt gewesen seien, hatte sich eine Menge 
348 



Menschen aus verschiedenen Gegenden auf den Gebirgen nieder- 
gelassen, wohin sie sich gefliichtet gehabt; von diesen sei ein Teil, 
Wohnsitze suchend, nach Italien (dem jetzigen Italien) gelangt und 
mit griechischen (!) Namen nach den Bergspitzen, welche grie- 
chisch Ore heifien, Aboriginer benannt worden." Ich meine, nach 
dem Worte „Ore" stammt der Ausdruck Europa und weiterhin 
der Ausdruck Europaer, denn vor der grofien Flut hiefi der Welt- 
teil Atlantis und Asien und Poseidonis. (Eine alte Frau erzahlte 
mir, der deutsche Inselberg hiefie seit der grofien Flut „mselberg", 
weil seine Spitze wie eine Insel aus dem Wasser geragt hatte, als 
einige Fluchtlinge sich auf ihm gerettet hatten — man glaubte es 
den Leuten nur nicht mehr.) 

Es heiSt, der zweite Konig sei ein Sabier gewesen; das stimmt, 
denn Romulus war ein sog. Sabier, er war ein Titier — Tiberius. Zu 
demselben Stamme gehorte Servius Tullius, der spater ermordet 
wurde. — Was Tarquinius Superbus anbetrifft, mochte ich noch er- 
wahnen, dafi er die sibyllinischen Biicher gekauft hat, dafi er aber 
den Jupitertempel nicht gebaut hat. (Numa Pompilius baute die 
Tempel des Janus und des Terminus; Romulus baute den des Ju- 
piter.) Richtig erhalten wurde uns, dafi Superbus vertrieben wurde. 
Aber auf Sextus Tarquinius sind irrig die Taten zweier Manner ge- 
hauft worden: Die des zweiten Sohnes des Severus (Domitian) des 
Bruder-Verraters, und des sechsten Kaisers Nero. Sextus heifit der 
Sechste, und Nero war tatsachlich der Sechste. Nicht nur als Tullus 
Hostilius und Sextus erscheint Nero in der alteren Uberlieferung, 
sondern auch als Orest und in spateren als Varus und Chari- 
omer. Im Anfange seiner Geschichte schreibt Vellejus von. diesem 
Orest Und zeigt ihn im Kampfe gegen „Pyrrhus // , Achills Sohn, 
den er „weil er mit der dem Orest versprochenen Hermione 
sich vermdhlt hatte, in Delphi totete." Mit dieser „Totung // 
des Pyrrhus erwahnt er die Kreuzigung des Christus. Aber Velle- 
jus bringt weiterhin alles durcheinander und lafit den Orest 70 
Jahre gliicklich herrschen, wahrend er in Wahrheit dem Achill, 
Pyrrhus Vater, erlag und von diesem mit seinem ganzen Hause 
getotet, vollig ausgerottet wurde wie Unkraut. Unter dem Namen 
„Iphigenie // erscheint Hermione wieder in der Geschichte und 
wird irrig genannt: 

Tochter des Agamemnon und der Klytemnestra, 

Tochter des Agamemnon und der Astynome, 

Tochter des Theseus und der Helena. 

349 



Der Schuft Kalchas (der Kaiphas des N. T.), welcher Christi Op- 
ferung als „gut" verlangt hatte, forderte auch die Opferung der 
Iphigenie ! Helena und Achill sind Iphigeniens Eltern, und 
Artemis ist nicht sie selbst sondern Diana-Helena, Iphigeniens 
Mutter. Da der schreckliche trojanische Krieg wegen der Besten 
und Schonsten ihrer Zeit entbrannte, will ich deren Gestalt unter 
von mir bisher ermittelten Namen angeben; das wird auch jedem 
Leser dieses Buches den Uberblick iiber die ganze indogermani- 
sche Literatur erleichtern. 

1. Abisag von Sunem, die Tochter Pharaos, im A. T., 

2. Swanhild, Gudruns Tochter 

3. HnoS, Freyas Tochter 

4. Gerd, Oerbodas, richtiger Skadis Tochter 

5. Casmill.a (Dianas Tochter) 

6. Lavinia (Didos Tochter) 

7. Hermione, Helenas Tochter, Homer, 

8. Hermione, Pyrrhus Gattin, Vellejus, 

9. Sunilde (des Jordanes), 

10. Sita, Devakis Tochter (indisch), 

11. Ragnhild der danischen Saga, 

12. Berenike (des Titus), 

13. Tanaquil (des Priscus), 

14. Thusnelda, Armins Gattin, des Cheruskers (des Christus !), 

15. Beatrice (des Dante), 

16. Lucretia, an der Sextus frevelte (Sextus ist Nero), 

17. Poppaaa Sabina, an der Nero (Sextus) frevelte, 

18. Domitilla, von der Sueton erzahlt, 

19. Iphigenie, Helenas al. Artemis Tochter, deren Feind Orest 
(Nero) war ! 

20. Cornelia (des Plinius). 

Thusnelda heifit Segests Tochter, der gleich Sigimer Armins 
Vater ist, da die Gatten Halb-Geschwister waren, weil damals 
Geschwister-Ehen (unter den Romanen) erlaubt waren. Sigimers 
Mutter war Griechin, sein Vater Germane gewesen, sein nominel- 
ler Vater Halb-Romane (halb keltisch, halb romanisch) Und so 
haben wir in dieser „germanischen // Geschichte in Wahrheit ro- 
mische ! Chariomer alias der Gewaltherrscher Varus ist Ne- 
ro, Italicus (Atlis) Sohn ! Der Volkerbund unter Armin ist der Vol- 
kerbund unter Epraim-Jesus, Josefs Sohn ! 

350 



Pyrrhus al. Tarquinius Priscus siegte iiber die Sabiner (die Sa- 
xen), aber er baute keineswegs die Grundmauern zum Jupiter- 
tempel, sondern er liefi — als dieser niedergebrannt war — auf 
den Grundmauern den Tempel wieder aufbauen, denn er ist mit 
Hadrian (Adonia) dem Erbauer des alten Schlosses in Edinburg, 
dem Herrscher in Britannien (daher auch Britannicus genannt) 
identisch ! Nur 7 Kaiser und soviel Namen ! 

Plotina, Trajans (al. Vespasian etc.) Gattin, welcher Hadrian 
seine Adoption durch Trajan verdankte, ist die biblische Dina — 
Maria, Hadrians leibliche Mutter. Trajan soil auf den gottlichen 
Kaiser Nerva gefolgt sein, er ist aber mit Nerva (den altnordischen 
Njord, dem biblischen zweiten Noah) identisch. — 

Die Meinung, Plinius hatte die Verschiittung von Herculanum 
und Pompeji miterlebt, ist so verbreitet, dafi man sagen kann, es 
sei die allgemeine Meinung geworden — in seinen Briefen steht 
aber kein Wort von diesen beiden Stadten ! Er war in Misenum 
(von Vergil Aeneide 6,234 auch erwahnt), als ein Berg zum Vulkan 
wurde — „daS es der Vesuv war, erfuhr man erst nachher". Dieser 
Satz ist gewifi nicht von Plinius geschrieben worden, sondern ist 
lange nach ihm eingefiigt worden ! Er spricht iiberhaupt nicht von 
einer Stadte- Verschiittung, wenn er auch Stabia (welches Castello 
a mare in Italien sein soil) nennt, denn dieses ist ja erst ,,471 nach 
Chr." (also lange nach Plinius) verschiittet worden. Auch war ja 
Plinius garnicht in Italien, sondern im Harze, das auch „Oberitali- 
en" genannt, wurde. Wenn wir vergleichen, was iiber die (einst am 
Wasser gelegene und dann versandete) Mauer des Agamemnon 
geschrieben steht und was Plinius iiber das zuriicktretende Wasser 
nach dem Vulkanausbruche und dem Erdbeben — zur Zeit Neros 
— schrieb, dann haben wir den Harz noch als grofies „Eiland // vor 
uns, von den Inseln Kyffhauser und Reginstein (und vielleicht 
noch anderen) umgeben, und sehen vor dem grofien Kriege schon 
den Anfang der Versandung, wohl durch Hebung des Landes 
hervorgerufen ! 

Misenus war nicht allzuweit von Ka-pre-a (jener Insel, die nicht 
Capri sondern Kyffhauser ist) und war nach der ganzen Schilde- 
rung Schlofi und Stadt Mansfeld. Es hiefi: „Diese sei eingestiirzt, 
jenes stehe in Flammen." Das „Vorgebirge" ist Schlofi Mansfeld. 

Ob der Ausdruck „Campanien // aus Kanaan irrig gemacht 
wurde oder ob Campanien nur (von campus-Feld) „auf dem Lan- 
de", fern der Hauptstadt, bedeutet, mufi ich dahingestellt sein las- 

351 



sen. — Plinius schildert nicht nur den vulkanischen Ausbruch des 
Berges, der danach Brocken genannt wurde, sondern er spielt in 
einem spateren Briefe (Buch VIII 26) auch auf das spatere grofie 
Ungliick an: Stiirme, Uberschwemmung, Platzregen, aus der Wol- 
ke herabstiirzender Wirbelwind, der Denkmaler zu Boden warf — 
so furchtbares schildert er mit einer fast einzig dastehenden Trok- 
kenheit wie ein Fernstehender. 

Die Nikolaiten nennt er Nikomedier, aus Libanon ist Apennin 
geworden, die Radau nennt er Padus. Goslar ist bei Plinius Al- 
sium (gleich Aelia), denn er sagt, dort ware das „Grab" des „Ver- 
ginius Rufus" — und mit diesem meint er Christum, den er auch 
Valerius Licinia und Celer nennt, denn er ist es, der „Cornelia // 
liebte, er ist es, dessen Gedachtnis „iiber den ganzen Erdkreis" 
verbreitet wurde ! Nur iiber Sigurd al. Josef und Jesum (seinen 
Sohn) fand ich geschrieben, dafi ihr Ruhm iiber den ganzen Erd- 
kreis fliegen wurde, wie es tatsdchlich der Fall ist. (Die Rin ist 
auch Radau, nicht der Rhein.) 

Wie schildert Plinius den Hafi des Domitian (Agamemnon- 
Judas, des Verraters), der den Valerius Licinia falsch beschuldigte 
wegen der Cornelia, die hier als Vestalin hingestellt wird ! Domi- 
tian war „toll und rasend in seinem Grimme, weil es ihm an 
Beweisen mangelte" . Domitian wurde niemals Kaiser. Der Ilias 
sind gefalschte oder erdichtete Kapitel vorangestellt worden, in 
denen dem grofien, gerechten Zorne des Achill auf Agamemnon 
(seinen SohnU) ein ganz falscher Grund untergeschoben wurde. 
Diese Frau, um die der Streit getobt hatte, war Hermione gewesen, 
Achills Tochter, Agamemnons Halbschwester — — und er 
hatte ihretwegen seinen Halbbruder schandlich an Nero verraten. 
Das ist die Wahrheit ! Diese geht wieder aus der Geschichte der 
„Cornelia // hervor; diese geht auch aus dem Liede von Skirnir in 
der Edda hervor, so entstellt es ist. Freyr ist der Sohn von Njord 
und Skadi, Gerd ist seine SchwesterU Aber Skirnir ist nicht 
Freyrs Diener, sondern er ist Gymirs (Georgs al. Njords) Feind, der 
„Mdrder von Gerds Bruder" (wie richtig im 16. Verse steht), 
also Freyrs Todfeind Surt al. Ragna. „Ragnarokr" ist Neros 
und seines Stammes Untergang. — Skirnir wirbt fur sich, nicht fur 
Freyr — aber Gerd nimmt Freyr und wird dessen Frau, wie richtig 
in der Edda steht. 

Freyja ist Freyrs Mutter, und unter 9 Namen steht sie in der 
Edda ! Freyrs Schiff Skidbladnir — die Wolke — ist jene „Wolke", 

352 



von der im Neuen Testamente stent, er sei darauf von dannen 
gefahren, gen Himmel, d. h. in ein anderes Land, nicht in den 
,,Uberhimmel" hinein. — 

Hesperia al. Italia al. das „diesseitige Spanien" (diesseits der 
Alpen) sind Namen fur den Harz, die teils dieselben waren wie fur 
das Land jenseits der Alpen, weil die Herrschaft einst dieselbe — 
die romanische — war. 

Herculanum und Pompeji sollen oskische Stadte, die von Sam- 
nit en eingenommen wurden, gewesen sein — diese Samniten sind 
Semiten, die unter Mose Hor = Herculanum eroberten. Die Sam- 
niten aber wanderten weiter, weil ihnen das heilige Land gelobt 
war, das „Ver sacrum". 

Plinius aber schildert nicht italienische Ereignisse, sondern har- 
zerische. Die Marser, welche er nennt, sind nicht Italiener sondern 
Germanen gewesen; es gab Marser in Deutschland und Marser in 
Mittelitalien. Ich bewies, dafi die Griechen Romanen seien, und 
Prof. Laurianu hielt auch die Rumanen fur Nachkommen der alten 
Romer. 

Noch einmal mochte ich daran erinnern, dafi die Riesen friiher 
aufier ihrem Namen viele Beinamen, „Benennungen // , hatten, die 
durch irgend ein Ereignis veranlaSt wurden, und dafi sie von jedem 
Stamme anders genannt wurden. Es steht Gylfag. 20: „Doch um es 
nur kurz zu sagen, es sind ihm (Odin) so sehr viele Namen gegeben 
worden (nach solchen Begebenheiten), weil sovielerlei Mundarten 
(Zungen) in der Welt gesprochen, werden. Es meinen alle Stamme, 
sie hatten es notig, die Namen nach ihrer Sprechweise zu andern, 
um selbst auch zu ihm beten zu konnen." Die vergleichende Wis- 
senschaft hat schon angefangen, scheinbar verschiedene Personen 
fur identisch zu erklaren, ich bin damit bedeutend weiter gegangen, 
und es wird noch weiter gegangen werden. Odin wird unter 200 Be- 
nennungen gesehen, aber von Nero konnten wir glauben, er sei nur 
unter einem einzigen Namen verzeichnet ! Wir meinten, er hatte 
37—68 nach Chr. gelebt, er hat aber mit Christo gleichzeitig gelebt, 
und beide haben viel friiher gelebt, als wir meinten, als das jetzige 
Italien noch Tyrrhenus hiefi und die Etrusker von Emanuel al. Me- 
nelaos horten und seinen Namen schon schrieben ! Das jetzige Rom 
hiefs noch Lacedamon, die Erdteile hiefien noch anders als sie heute 
heifien ! — Ich leugne nichts weg aus der Casarenzeit, ich sage, dafi 
wir die Biicher mifiverstanden und die darin enthaltenen Fehler 
nicht finden konnten, weil der Grund, auf dem gefufit wurde, falsch 

353 



war. Ich habe auch Jahre gebraucht, um von einzelnen. Versen in 
der Edda sagen zu konnen: Dieses ist richtig, jenes ist falsch ! Noch 
immer finden sich unlosbare Widerspriiche bei den Versuchen, von 
Caesar geschilderte Begebenheiten zu lokalisieren, und es kann ja 
auch garnicht anders sein, weil Zeit und Orte nicht richtig ange- 
nommen werden; auch wurde nicht beachtet, dafi nicht nur Odin 
etc. sondern auch Caesaren unter vielen Namen in den alten 
Schriften stehen. Viele haben schon behauptet, dafi Christus in 
ferner Zeit lebte, auch sie haben nur a gesagt und nicht b, weil sie 
die Zeitgenossen (Nero und seinen Vater) ganz aufier Acht liefien 
oder nicht nachdriicklich genug darauf hinwiesen, daS deren ganze 
Geschichte dann doch auch notwendig zurtick zu rticken sei. 
— Niemojevskys Beweise waren vielleicht vortrefflich dafiir, so- 
wie das Astronomische darin beachtet wiirde und alles real — und 
nichts astral — aufgefaSt wiirde. Nicht nachdriicklich genug kann 
ich darauf hinweisen, dafi diese Forschung jetzt zunachst in die 
Hande von Astronomen gegeben werden miiSte. — 

Die Sprachenverwirrung ist grofi; haben doch die Romanen im 
Siiden egyptisch gesprochen und zidonisch (zigeunerisch), im Nor- 
den aber meist griechisch (so daS in unserer deutschen Sprache 
selbst die egyptischen und griechischen Sprachspuren zu finden 
sind) und nahmen sie dann das Lateinische an, dafi einzelne (die 
Franken) direkt Latiner genannt wurden. Das alles scheint so ver- 
schieden oder uns Mitteleuropaern so fern zu liegen, dieser Schein 
triigt aber. Die Ubersetzungen aus alten Sprachen sind wegen die- 
ser Sprachenverwirrung so schwer, teils fast unmoglich; wird doch 
selbst das kleine Wortchen ok in der Edda gleich nordisch og = und, 
aber auch vollig deutsch als ok oder uk gleich auch gebraucht ! — 
Das Wort „papa // wird in lateinischen Manuskripten gefunden und 
stets mit „Papst" iibersetzt — wahrend es sich tatsachlich auf Per- 
gamenten findet, die einer Zeit entstammen, in der es noch gar kei- 
nem Papst gab ! Erst seit dem 6. Jahrhunderte unserer (irrigen) Zeit- 
rechnung wird der Ausdruck papa fiir den Papst gebraucht — — 
viele alte Schriften erzahlen aber von Ereignissen, die vor der letz- 
ten Eiszeit waren ! Wenn z. B. „papa Hadrian" geschrieben steht 
und wir iibersetzen „ Papst Hadrian", wahrend vielleicht Kaiser 
Hadrian (das Wort papa als Landesvater alias Fiirst gemeint) 
dasteht, so wiirde dieser eine Irrtum, das kleine Wort papa betref- 
fend, den Sinn des Ganz en andern — meine Erkenntnisse gehen 
schon weiter, als ich in diesem Buche sagen darf . — 

354 



Zur Erleichterung der Lektiire dieses Buches werde ich noch 
einige Hauptpersonen in alien bisher von mir erkannten Namen 
angeben; die Mutter des biblischen Josef, die heilige Jungfrau — 
die weifie Maria — (Maria bedeutet „die Beriihmte" nach dem 
urn. marir, dem altn. maerr-beruhmt): 

1. Naema, des (blinden) Lamechs und Zillas Tochter, 

2. Rahel (die Jiingere), Josefs Mutter, 

3. Maacha, Absaloms Mutter, 

4. Hjordis, Sigurds Mutter, 

5. Groa, Svipdags Mutter, 

6. Orid, Widars Mutter, Walvaters (Wodans, nicht Odins) Frau, 

7. Bodwild (Hels Tochter), Widgas Mutter, 

8. Borgny, Mutter der Zwillinge (von Wilmund al. Wolund), 

9. Ilia, Mutter der Zwillinge, 

10. Anna Selbdritt mit den Zwillingen, 

11. Venus (nicht mit Cytherea identisch), 

12. Aphrodite, 

13. Maja, des Aeneas Mutter, 

14. Idalia, 

15. Atia (bei Suetonius). 

Sie gebar ein Madchen und den Mann, der Christi Stiefvater 
wurde. Dieser ist: 

1. Der Mann, den Lamech „Noah // nannte (Noah II), 

2. Josef, Ephraims (Stief-) Vater, 

3. Konig Absalom, von Joab am Baume gestochen (Adonias 
Stiefvater), 

4. Konig Sisak, 

5. Sacharja, 

6. Josef von Nazareth, Emanuel-Christi Stiefvater, 

7. Abaddon, 

8. Apollyon (lateinisch Apollo, der „Gott // ), 

9. Njord von Noatun, Freyrs Stiefvater, der Wane (Ingavone), 

10. Jonakr (irrig auch mit Od bezeichnet), Erps Stiefvater, 

11. Sigurd, der Drachentoter, 

12. Svipdag, 

13. Gymir, der Riese, Vater der Gerd, 

14. Widar, der Schweiger, Sohn Walvaters und Grids, 

15. Svendal (altdanisch), 

16. Georg, der Drachentoter, 

17. Kaiser Karl, der Grofie, imRolandsliede, 

355 



18. Konig Tarquinius Superbus (alteste lat. Sage), 

19. Kaiser Nerva, 

20. „ Octavian, 
„ Vespasian, 

22. „ Aulus Vitellius, Othos Besieger, 

23. „ Galba, Othos Gegner, 

24. „ Trajan (d. h. Trojaner), doch nur bedingt, da auch 
Claudius mit Trajan bezeichnet wird, 

25. Widga (Thidrekssaga), 

26. Konig Wikar (Gautrekssaga), von Starkad am Baume ge- 
stochen, 

27. Witege, 

28. Witiges (gotisch), 

29. Wittich, 

30. Walthari, 

31. Vergil und „edle Dogge" von Dante genannt, 

32. Vasudeva ^ 

33. Sugriva L indisch, 

34. Siva J 

35. Achilleus (Homer), Stiefvater des Menelaos, Vater der Her- 
mione), 

36. Aeneas (Vergil), der mit seinem (Stief-)Sohne floh. 

37. Sigimer, der Cherusker, Armins Stiefvater, 

38. Segest, Thusneldens leiblicher Vater, 

39. Siegfried (Nibelungensage), 

40. Siffrit von Blankenburg (al. Byrsa, al. Baaras al. Byzantion) 
ist gleich Sidag, Jiirgen, Georg, Siffrid. — 

Dessen Frau, die erstens mit Sichem-Sychaus, zweitens mit ihm, 
drittens mit Atli-Salomo verheiratet war, die schwarze Maria. Die- 
se legte den ersten Brand in der Hauptstadt an, wahrend die sie- 
genden Christen (Cherusker) unter Josef- Vespasian und Christus- 
Titus den zweiten grofien Brand, bei dem der Tempel in Flammen 
aufging, hineinwarfen. Sie ist: 

1. Dina, A. T., 

2. Hagith, Adonias (und Abisags) Mutter, 

3. Maria, 

4. Krimhild (Nibelungensage), 

5. Gudrun (Edda), Swanhilds Mutter, 

6. Oerboda (Edda), Gerds Mutter, 

7. Freya (Edda), Hnofi Mutter, 

356 



8. Skadi, Njord von Noatuns Frau (Edda), 

9. Wanadis (des Wanen Frau) Edda, 

10. Mardoll, Edda, 

11. Horn, Edda, 

12. Gefn, Edda, 

13. Syr, Edda, 

14. Dido ^ 

15. Danae L Vergil, 

16. Creusa J 

17. Diana, 

18. Artemis, 

19. Helena (Homer), Hermiones Mutter, 

20. Flavia Domitilla (Suetonius), 

21. Agrippina, 

22. Plotina (Trajans Gattin, Hadrians Mutter), 

23. Devaki (indisch), 

24. Rauthgundis (gotisch), 

25. Brechmunda (Rolandslied), 

26. Das schwarzhaarige deutsche Schneewitchen, das bei den: 
7 Bergen und den 7 Zwergen war. 

Nero hiefi „Domitius Nero", und er wird mit Domitian ver- 
wechselt, denn Domitian (des Titus Halbbruder) wurde niemals. 
Kaiser. Auch mit Hadrian wurde Nero verwechselt, denn der- 
jenige „Trajan // , an den Plinius im: Buche 10 (Brief 97) schreibt, 
welcher als Christenfeind dargestellt wird, und diesen neuen 
Glauben „Seuche eines Aberglaubens" nennt, ist kein anderer als 
Claudius: Das Wort „Tra]an" darf hier garnicht als Name, son- 
dern nur als das Wort „Tro]aner" aufgefaSt werden, und Claudi- 
us und Nero (Salomo und Robbam) waren ja tatsachlich Trojaner 
al. Romer al. Jerusalemer = Joruvaller. — Nero, der Hauptfeind 
von Josef und Christo: 

1. Konig Rehabeam, Salomons Sohn, 

2. Konig Roboam, Salomons Sohn, 

3. Herodes, Vierfiirst (irrig von Lucas Tiberius genannt), 

4. Satan und Teufel (N. T.), 

5. Die Zahl 666 bedeutet seinen Namen Nero (Offenb. Jo- 
hannes), 

6. Rognir, Edda, 

7. Ragna, „ 

357 



8. Hropt, Edda, 

9. Hrodr, „ 

10. Odni, „ 

11. Surt (Edda), Muspells Sohn, 

12. Sorli (Edda), der nicht Jonakrs Sohn ist, 

13. Jormunrek (Edda), der nicht Randwers Vater ist, 

14. Skirnir (Edda), der um Gerd wirbt, Freyrs Feind, nicht sein 
Diener, 

15. Tullus Hostilius, alteste lat. Sage, 

16. Orest, der 7 Ellen hoch war (Vellejus), 

17. Sextus, der Sechste (Victor), 

18. Turnus, von Aeneas besiegt (Vergil), Toter des Pallas, 

19. Jarbas, auch Hellenus, 

20. Paris (Homer), der nicht gleich Alexander ist, da Priamos 
Alex, ist, 

21. Ares, 

22. Kaiser „Domitius Nero", Christenverfolger, von Galba iiber- 
wunden (Toter des Pallas), 

23. Otho, Galbas Gegner, ist Nero selbst, also nicht Poppaas 
Gatte ! 

24. Varus, der Gewaltherrscherl 

25. Er, altsachsischer Kriegsgott, 

26. Krodo, der Gotze, der „grote Affgott", 

27. Irmi, der sich anbeten, liefi, 

28. Der „grote Diiwel" (Teufel), 

29. Chariomer, 

30. Otto (Odin, mit Beinamen), 

31. Odoaker, 

32. Orkus (ars Beiname), 

33. Alkmaon, der Haimonias (Hermiones) Halsband hatte, 

34. Nimrod, Salmonaus Sohn, 

35. Endlich sind auf Domitian und Hadrian Ziige iibertragen 
worden, die auf Nero passen und ihm zugehoren. — 

Drei Verrater resp. Morder sind auch zu unterscheiden: 

I. der Toter Sichems al. Sychaus; Dag der Edda, 

II. Der Verrater Josefs; Joab (A. T.) Starkad (Gaufrekssaga) 
Gutthorm (Edda). 

III. Der Verrater Christi: (Der angenommene Sohn, den Josef 
aufier dem Stiefsohne hatte.) 

358 



1. Manasse, Ephraims Halbbruder (Sohn von Josefs Schwester) 
sog. Bruder. 

2. Judas, Emanuel-Christi sog. Bruder, 

3. Hamdir, Erps sog. Bruder, 

4. Genelun, Rolands sog. Bruder, 

5. Agamemnon, Merielaos sog. Bruder. 

6. Domitian, des Titus sog. Bruder. 

Unter je 9 Namen fand ich die schwarze Maria und Nero in der 
Edda, und 9 Sprachen werden darin genannt. 



Nachsatz: Sollten im 4. Buche Fehler bei den Namen stehen ge- 
blieben sein (was bei der so grofien Menge derselben nicht un- 
moglich ist), so verweise ich auf die richtigen Tabellen und Zu- 
s ammenstellungen . 




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Druck von Ferdinand Heyl, Egeln. 

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