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Full text of "Cantorion sheet music collection (part 2)"

Liebeslieder Waltzes 

Op. 52a 
poems from Daimler's Polydora 



Rede Madchen, allzu liebes, Willst du nicht dein Herz erweichen, Rasten ohne traute Wonne — 

Das mir in die Brust, die kiihle, Willst du, eine Uberfromme, Nicht so bitter will ich bufien, 

Hat geschleudert mit dem Blicke Rasten ohne traute Wonne, Komme nur, du schwarzes Auge, 

Diese wilden Glutgefuhle: Oder willst du, daB ich komme? Komme, wenn die Sterne griiBen. 



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Liebeslieder Waltzes 

Op. 52a 
poems from Daumer's Polydora 



Rede Madchen, allzu liebes, 
Das mir in die Brust, die lriihle, 
Hat geschleudert mit dem Blicke 
Diese wilden Glutgefuhle: 



Willst du nicht dein Herz erweichei 
Willst du, eine Uberfromme, 
Rasten ohne traute Wonne, 
Oder willst du, daB ich komme? 



Im Landler -Tempo 



Rasten ohne traute Wonne — 
Nicht so bitter will ich buBen, 
Komme nur, du schwarzes Auge, 
Komme, wenn die Sterne griiBen. 




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Am Gesteine rauscht die Flut Wer da nicht zu seufzen weiB 

Heftig angetrieben; Lernt es unterm Lieben. 







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Am Gesteine rauscht die Flut Wer da nicht zu seufzen weiB 

Heftig angetrieben; Lernt es unterm Lieben. 








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O die Frauen, o die Frauen, Ware lang ein Monch geworder 

Wie sie Wonne tauen! Waren nicht die Frauen. 




O die Frauen, o die Frauen, 
Wie sie Wonne tauen! 




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O die Frauen, o die Frauen, Ware lang ein Monch geworder 

Wie sie Wonne tauen! Waren nicht die Frauen. 




O die Frauen, o die Frauen, Ware lang ein Monch 

Wie sie Wonne tauen! Waren nicht die Frauen, 




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Wie des Abends schone Rote 
MScht' ich, arme Dime, gliih'n, 



Einem, Einem zu Gefallen 
Sonder Ende Wonne spriih'n. 




Die griine Hopfenranke, Du hore, grune Ranke! 

Sie schlangelt auf der Erde hin.- Was hebst du dich nicht himmelwarts? 

Die junge, schone Dime, Du hore, schone Dime! 

So traurig ist ihr Sinn!- Was ist so schwer dein Herz? 

Wie hobe sich die Ranke, 

Der keine Stiitze Kraft verleiht?- 

Wie ware die Dime frohlich, 

Wenn ihr der Liebste weit?- 





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Wie des Abends schone Rote 
Mocht' ich,arme Dime, gliih'n, 



Einem, Einem zu Gefallen 
Sonder Ende Wonne spriih'n. 




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e schlangelt aiif der Erde hin.— 

e junge, schone Dime, 



Du hore, griine Ranke! 

Was hebst du dich nicht himmelwart 

Du hore, schone Dime! 

Was ist so schwer dein Herz? 
Wie hbbe sich die Ranke, 
Der keine Stutze Kraft verleiht?- 
Wie ware die Dime frohlich, 
Wenn ihr der Liebste weit? — 



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Ein kleiner, hiibscher Vogel nahm den Flug 
Zum Garten hin, da gab es Obst genug. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel war,' 
Ich saumte nicht, ich tate so wie der. 



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- Arglist lauert an dem Ort; 
Vogel konnte nicht mehr fort. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel war, 
u wie uci. Ich saumte doch, ich tate nicht wie der. 

Der Vogel kam in eine schone Hand, 
Da tat es ihm, dem Gliicklichen, nicht and. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel warj 
Ich saumte nicht, ich tate doch wie der 




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Ein kleiner, hiibscher Vogel nahm den Flug 
Zum Garten hin, da gab es Obst genug. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel war,' 
Ich saumte nicht, ich tate so wie der. 

Der Vogel kam in e 



Leimruten-Arglist lauert an dem Ort; 
Der arme Vogel konnte nicht mehr fort. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel war,' 
Ich saumte doch, ich tate nicht wie der. 
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Da tat es ihm, dem Gliicklichen, nicht and. 
Wenn ich ein hiibscher, kleiner Vogel war,' 
Ich saumte nicht, ich tate doch wie der. 

























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Wohl schon bewandt 
War es vorehe 
Mit meinem Leben, 
Mit meiner Liebe; 
Durch eine Wand, 
Ja durch zehn Wande 
Erkannte mich 



Des Freundes Sehe ; 
Doch jetzo, wehe, 
Wenn ich dem Kalten 
Auch noch so dicht 
Vor'm Auge stehe, 
Es merkt's sein Auge, 
Sein Herze nicht. 





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Wohl schon bewandt 
War es vorehe 
Mit meinem Leben, 
Mit meiner Liebe ; 
Durch eine Wand, 
Ja durch zehn Wande 
Erkannte mich 



Des Freundes Sehe; 
Doch jetzo, wehe, 
Wenn ich dem Kalten 
Auch noch so dicht 
Vor'm Auge stehe, 
Es merkt's sein Auge, 
Sein Herze nicht. 




Secondo 




Wenn so lind dein Auge n 
Und so lieblich schauet - 
Jede letzte Trube flieht, 
Welche mich umgrauet. 



Dieser Liebe schone Glut, 
Lafi sie nicht verstieben! 
Nimmer wird, wie ich, so treu 
Dichein Andrer lieben. 




Primo 




Wenn so lind dein Auge mir 
Und so lieblich schauet - 
Jede letzte Trube flieht, 
Welche mich umgrauet. 



Dieser Liebe schone Glut, 
LaB sie nicht verstieben! 
Nimmer wird, wie ich, so treu 
Dich ein Andrer lieben. 




Secondo 




Am Donaustrande, da steht ein Haus, Zehn eiserne Riegel sind vor die Tiire gelegt. 

Da schaut ein rosiges Madchen aus. Zehn eiserne Riegel- das ist ein Spa% 

Das Madchen, es ist wohl gut gehegt, Die spreng' ich, als waren sie nur von Glas. 



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Am Donaustrande, da steht ein Haus, Zehn eiserne Riegel sind vor die Ttire gelegt. 

Da schaut ein rosiges Madchen aus. Zehn eiserne Riegel— das ist ein Spafi; 

Das Madchen, es ist wohl gut gehegt, Die sgreng' ich, als waren sie nur von Glas. 




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O wie sanft die Quelle sich 
Durch die Wiese windet; 
O wie schon, wenn Liebe sich 
Zu der Liebe findet! 



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Durch die Wiese windet; 
O wie schon, wenn Liebe sich 
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Nein,es ist nicht auszukommen 

Mit den Leuten; 

Alles wissen sie so giftig 

Auszudeuten. 



Bin ich heiter, hegen soil ich 
Lose Triebe; 

Bin ich still, so heiBt's: ich ware 
Irr' aus Liebe. 




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Mit den Leuten; 

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Secondo 

Schlosser auf! und mache Schlosser, 
Schlosser ohne Zahl! 
Denn die bosen, bosen Mauler 
Will ich schliefien allzumal! 



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Vogelein durchrauscht die Luft, 
Sucht nach einem Aste; 
Und das Herz, ein Herz begehrt 
Wo es selig raste. 



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Schlosser auf! und mache Schlosser, 
Schlosser ohne Zahl! 
Denn die bosen, bosen Mauler 
Will ich schliefien allzumal! 




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Secondo 



Sieh' wie ist die Welle klar, 
Blickt der Mond hernieder! 
Die du meine Liebe bist, 
Liebe du mich wieder! 




Nachtigall, sie singt so schon 
Wenn die Sterne funkeln; 
Liebe mich, geliebtes Herz, 
Kiisse mich im Dunkeln. 




Primo 

Sieh', wie ist die Welle klar, 
Blickt der Mond hernieder! 
Die du meine Liebe bist, 
Liebe du mich wieder! 




Nachtigall, sie singt so schon 
Wenn die Sterne funkeln; 
Liebe mich, geliebtes Herz, 
Kiisse mich im Dunkeln. 








Secondo 

Ein dunkeler Schacht ist Liebe, 
Ein gar zu gefahrlicher Bronnen; 
Da fiel ich hinein, ich Armer, 
Kann weder horen, noch seh'n, 
Nur denken an meine Wonnen, 
Nur stohnen in meinen Weh'n. 




Primo 

Ein dunkeler Schacht ist Liebe, 
Ein gar zu gefahrlicher Bronnen 
Da fiel ich hinein, ich Armer, 
Kann weder hbren, noch seh'n, 
Nur denken an meine Wonnen, 
Nur stohnen in meinen Weh'n. 



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Nicht wandle, mein Licht, dort auBen All uberstromt sind dort die Wege, 

Im Flurbereich! Die Stege dir; 

Die FUBe wiirden dir, die zarten, So iiberreichlich trante dorten 

Zu naB, zu weich. Das Auge mir. 

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Im Flurbereich! 

Die FiiBe wiirden dir, die zarten, 

Zu naB, zu weich. 



Mit Ausdruck 



All uberstromt sind dort die Wege, 
Die Stege dir; 

So iiberreichlich trante dorten 
Das Auge mir. 





Secondo 

Es bebet das Gestrauche; 
Gestreift hat es im Fluge 
Ein Vogelein. 
In gleicher Art erbebet 
Die Seele mir, erschiittert 
Von Liebe, Lust und Leide, 
Gedenkt sie dein. 



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Primo 

Es bebet das Gest.ra.uche; 
Gestreift hat es im Fluge 
Ein Vogelein. 
In gleicher Art erbebet 
Die Seele mir, erschuttert 
Von Liebe, Lust und Leide, 
Gedenkt sie dein. 






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