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Full text of "Cantorion sheet music collection (part 2)"

New Liebeslieder Waltzes 

Op. 65a 
poems from DaumeFs Polydora 



Verzicht, o Herz, auf Rettttng, 
Dich wagend in der Liebe Meer! 



Lebhaft, doch nicht sehnell 



Denn tausend Nachen schwimmen 
Zertriimmert am Gestad umher! 



Secondo 




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Finstere Schatten der Nacht 
Wogemund Wirbelgefahr! 
Sind wohl, die da gelind 
Rasten auf sicherem Lande, 
Euch zu begreifen im Stande 



Das ist der nur allein, 
Welcher auf wilder See 
Stiirmischer Ode treibt, 
Meilen entfernt vom Strande. 



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New Liebeslieder Waltzes 

Op. 65a 
poems from Daumer's Polydora 



Primo 



Verzicht, o Herz, auf Rettung, 
Dich wagend in der Liebe Meer! 

Lebhaft, doch nicht schnell 



Denn tausend Nachen schwimmen 
Zertriimmert am Gestad umher! 



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Finstere Schatten der Nacht, 
Wogen=und Wirbelgefahr! 
Sind wohl, die da gelind 
Rasten auf sicherem Lande, 
Euch zu begreifen im Stande 



Das ist der nur allein, 
Welcher auf wilder See 
Stiirmischer Ode treibt, 
Meilen entfernt vom Strande. 

































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Secondo 




An jeder Hand die Finger 
Hatt ich bedeckt mit Ringen, 
Die mir geschenkt mein Bruder 
In seinem Liebessinn. 



Und einen nach dem andern 
Gab ich dem schonen, aber 
Unwiirdigen Jiingling hin. 





















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An jeder Hand die Finger 
Hatt ich bedeckt mit Ringen, 
Die mir geschenkt mein Bruder 
1 Liebessinn. 



Und einen nach dem andern 
Gab ich dem schonen,aber 
Unwiirdigen Jungling hin. 




Secondo 




Ihr schwarzen Augen, ihr diirft nur winken- 
Paliiste fallen utid Stadte sinken. 



Wie sollte stehn in solchem Straufi 

Mein Herz, von Karten das schwache Haus? 




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Ihr schwarzen Augen, ihr diirft nur vinken — Wie sollte stehn in solchem StrauB 

Palaste fallen und Stadte sinken. Mein Herz,von Karten das schwache Haus? 





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Secondo 



Wahre, wahre deinen Sohn, 
Nachbarin, vor Wehe, 
Weil ich ihn mit schwarzem Aug 
Zu bezaubern gehe. 



O wie brennt das Auge mir, 
Das zu zunden fodert! 
Flammet ihm die Seele nicht, 
Deine Hiitte lodert! 




Rosen steckt mir an die Mutter, 
Weil ich gar so triibe bin. 



Sie hat Recht, die Rose sinket, 
So wie ich, entblattert hin. 




Wahre, wahre deinen Sohn, 
Tjlachbarin, vor Wehe, 
Weil ich ihn mit schwarzem Aug 
Zu bezaubern gehe. 



O wie brennt das Auge mir, 
Das zu ziinden fodert! 
Flammet ihm die Seele nicht, 
Deine Hiitte lodert! 






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Rosen steckt mir an die Mutter, Sie hat Recht, die Rose sinket, 

Weil ich gar so triibe bin. So wie ich, entblattert hin. 




Secondo 



Vom Gebirge Well auf Well 
Koramen Regengiisse. 



Und ich gabe dir so gern 
Hunderttausend Kusse. 



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Vom Gebirge Well auf Well Und ich gabe dir so gern 

Kommen Regengiisse. Hunderttausend Kiisse. 



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Weiche Graser im Revier, O wie linde ruht es hier 

Schone, stille Platzchen! Sich rait einem Schatzchen! 



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Weiche Graser im Revier, 
Schone, stille Platzchen! 

















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Ftihl ich ein Gift mir: Fassen ein ganzes 

Kann sich ein Madchen, Wonneberaubtes 

Ohne zu frohnen Leben entlang? 



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Und werde still und kranke-, O Nonna, mein Gedanke! 




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Secondo 



Alles, alles in den Wind Einem andern Fang' zu lieb 

Sagst du mir, du Schmeichler! Stelle deine Falle ! 

Allesammt verloren sind Denn du bist ein loser Dieb, 

Deine Miih'n.du Heuchler! Denn du buhlst um Alle! 



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Schwarzer Wald.dein Schatten ist so duster! 
Armes Herz, dein Leiden ist so druckend! 



Was dir einzig wert, es steht vor Augen, 
Ewig untersagt ist Huldvereinung! 



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Alles,alles in den Wind Einem andern Fang' zu lieb 

Sagstdu mir,du Schmeichlerl Stelle deine Falle! 

Allesammt verloren sind Denn du bist ein loser Dieb, 

Deine Miih'n, du Heuchler! Denn du buhlst um Alle! 




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Schwarzer Wald,dein Schatten ist so duster! 
Armes Herz.dein Leiden ist so driickend! 



Was dir einzig wert.es steht vor Augen, 
Ewig untersagt ist Huldvereinung! 




Secondo 




Nein,Geliebter, setze dich 
Mir so nahe nicht! 
Starre nicht so briinstiglich 
Mir in's Angesicht! 

Lebhaft 



Wie es auch im Busen brennt, 
Dampfe deinen Trieb, 
Dafl es nicht die Welt erkennt, 
Wie wir uns so lieb. 



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Nein, Geliebter, setze dich 
Mir so nahe nicht! 
Starre nicht so briinstiglich 
Mir in's Angesicht! 



Wie es auch im Busen brennt, 
Dampfe deinen Trieb, 
DaB es nicht die Welt erkennt, 
Wie wir uns so lieb. 



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Flammenauge, dunkles Haar, 
Knabe wonnig und verwogen, 
Kummer ist durch dich hinein 
In mein armes Herz gezogen! 



Kann in Eis der Sonne Brand, 
Sich in Nacht der Tag verkehren? 
Kann die heifie Menschenbrust 
Atmen ohne Glutbegehren? 



Ist die Flur so voller Licht, 
DaB die Blum' im Dunkel stehe? 
Ist die Welt so voller Lust, 
DaB das Herz in Qual vergehe? 



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Flammenauge, dunkles Haar, Kann in Eis der Sonne Brand, 1st die Flur so voller Licht, 

Knabe wonnig und verwogen, Sich in Nacht der Tag verkehren? Dafi die Blum' im Dunkel stehe? 

Kummer ist durch dich hinein Kann die heifie Menschenbrust 1st die Welt so voller Lust, 

s Herz gezogen! Atmen ohne Glutbegehren? DaB das Herz in Qual vergehe? 

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Secondo 
Zum Schluss 



Nun,ihr Musen.genug! Vergebens strebt ihr zu schildern, 
Wie sich Jammer und Gliick wechseln in liebender Brust. 
Heilen konnet die Wunden ihr nicht, die Amor geschlagen; 
Aber Linderung kommt einzig,ihr Guten,von euch. 



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Primo 
Zum Schluss 



Goethe 

Nun,ihr Musen.genugl Vergebens strebt ihr zu schildern, 
Wie sich Jammer und Gliick wechseln in liebender Brust. 
Heilen konnet die Wunden ihr nicht, die Amor geschlagen; 
Aber Linderung kommt einzigi ihr Guten,von euch. 



Ruhig 


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