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Full text of "Feder-Gottfried-Das-Programm-der-NSDAP"

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und seine v^e Itanschau li chen Grundgedanken 
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Nationalsozialistische Bibliothek / Heft 1 

Herausgeber: Gottfried Feder, M.d.R. 

Das Programm 
der NSDAP 

und seine weltanschaulichen Grundgedanken 



von 
Dipl.-Ing. Gottfried Feder 

M.d.R. 

166. - 169. Auflage 
826. - 845. Tausend 

1935 



Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., Munchen 



Alle Rechte, 



insbesondere das der Ubersetzung 

vorbehaltenl 

Printed in Germany 

Druck: J. B. WeiB'sche Buchdruckerei, Munchen 



Inhalt 



Vorwort 2 

1 . Parteiamtliche Kundgebung 

(betr. Landvolk und Landwirtschaft) 6 

2. Das Programm der NSDAP: die 25 Punkte 11 

3. Die Grundgedanken 16 

4 . Die Programmf orderungen im Einzelnen 27 

5. Was wir nicht wollen 54 

6. SchluBwort 55 



Vorwort zur 1 . Auflage 

Der Parteitag 1926 in Weimar hat die Herausgabe einer Schriftenreihe gewunscht, 
die in kurzen, grundlegenden und programmatischen Abhandlungen alle wichtigen 
Gebiete unseres gesamten politischen Lebens behandeln sollte. Diese Hefte sollten 
ein ganz einheitliches und geschlossenes Bild davon geben, wie sich der 
Nationalsozialismus zu den verschiedenen Aufgaben unseres offentlichen Lebens 
stellt, und wie er die Mangel und Fehler zu beseitigen gedenkt. 



Es handelt sich darum, grundlegend zu prtifen "Wie es steht", dann wissenschaftlich 
zu erforschen, "Woher es kamT, um dann, schopferisch aufbauend, Antwort zu 
geben auf die Schicksalsfrage, "Was nunl" Neue Wege im Staatsleben, in 
Geldwesen und Wirtschaft zeigen, das muBte die Hauptaufgabe dieser Hefte sein; 
dadurch sollen und mussen sich diese Arbeiten von den sonst ublichen Schriften 
unterscheiden, die aus lauter Wissenschaftlichkeit gar nichts wagen, iiber die 
ruckschauende Sichtungsarbeit des "Historikers" hinauszugehen, oder vor 
"Objektivitat" und "Sachlichkeit" jede Meinung zu Wort kommen lassen. 

In diesem Chaos einen "rocher de bronce" aufzurichten, aus eingehenden Studien 
klare Erkenntnisse zu formen, um daraus einen einheitlichen politischen Willen zu 
bilden, ist die Aufgabe dieser Schriftenreihe. 

Aus diesem Grunde ist es einleuchtend, daB alle Schriften bei aller Freiheit im 
einzelnen unabdnderlich und unerschiitterlich die wenigen groBen Grundgedanken 
des Nationalsozialismus klar und deutlich erkennen lassen mussen. 

Adolf Hitler hat mich mit der Herausgabe der Schriftenreihe beauftragt. Diese 
Hefte sollen das amtliche Schrifttum der Partei bilden. 

Dem diesjahrigen Parteitag ubergebe ich als erstes Heft "Das Programm der 
NSDAP". Unserem Fuhrer Adolf Hitler sage ich noch besonderen Dank fiir die 
Durchsicht der Handschrift. 

Murnau a. Staffelsee, im August 1927. 



Vorwort zur 4. Auflage 

Genau ein Jahr nach dem Erscheinen der ersten Auflage des "Programm der 
NSDAP" wird schon die 4. Auflage notwendig, wieder ein schlagender Beweis fiir 
das gewaltige und kraftvolle Wachstum der Bewegung. 

Mit scharfer Betonung hat Adolf Hitler auf der Reichsfuhrertagung am 31. August 
d.J. erklart: " ' Programmatische Fragen beschdftigen die Fiihrertagung nicht, das 
Programm liegtfest und niemals dulde ich, dafi an den programmatischen 
Grundlagen der Gesamtbewegung geriittelt wird" . Dieser entscheidenden 
Erklarung des Fuhrers schlieBe ich mich mit vollem Herzen an, denn nichts ist 
gefahrlicher fur den Bestand und die StoBkraft einer politischen Bewegung unserer 
Art, als wenn an ihrer festen Grundlage, dem Programm, nachtragliche negative 
Kritik geubt wird, oder Auseinandersetzungen daruber stattfinden. Ein 
Meinungsaustausch iiber diesen oder jenen Programmpunkt ist fruchtbar und kann 
und soil die Gedankenwelt des Nationalsozialismus bereichern und vertiefen. 

Uber Tagesfragen und Tagespolitik werden die Meinungen oft auseinandergehen, 
da Haltung und Stellungnahme unserer parlamentarischen Vertretungen oft nicht 
sofort verstanden werden, falls aus taktischen Grunden Konzessionen gemacht 
werden mussen, anders ist es mit programmatischen Grundfragen, hier kann und 
darf etwa um augenblicklicher Vorteile willen nichts abgebogen oder gar verraten 
werden. 

Wer in der Judenfrage, in unserem Kampf gegen die Hochfinanz, gegen den 
Dawespakt und Veredlendungspolitik oder in anderen programmatischen Fragen 
nicht mit unseren unverruckbar festgelegten Wegen und Zielen ubereinstimmen zu 
konnen glaubt, wer durch Volkerbund oder Locarno, wer durch Kompromisse und 
Feigheit die Freiheit der deutschen Nation er "kaufen" zu konnen glaubt, der hat bei 
uns nichts zu suchen, der steht auBerhalb der NSDAP, sein privates Besserwissen, 
welches sich in weisen Reden und schriftlichen Ergussen oft recht aufdringlich zu 
auBern pflegt, lehnen wir durchaus ab. 

Ferner lehnen wir die "Zwar-Aber", die "zwar" im allgemeinen zustimmen, "aber" 
immer ein "Aber" bezuglich irgendwelcher Punkte bereit haben. 

Wer grundsatzlich mit unseren Forderungen einverstanden ist, der moge seine 
Bedenken wegen irgendwelchen Nebenfragen zuruckstellen, eine restlose 
Ubereinstimmung Aller in alien Fragen gibt es nicht, am allerwenigsten in einer 
politischen Kampfbewegung. 

Anders ist es, wenn etwa ein Programmpunkt zu MiBdeutungen durch 
AuBenstehende oder gehassiger Ausdeutung durch politische Gegner 
ausgeschlachtet wird, wie es bereits geschehen ist. Hier wird und muB ein 
Kommentar ganz offiziell gegeben werden. 



So hat der Artikel 17 der 25 Programmpunkte, herausgerissen aus seinem 
Zusammenhange, eine boswillige MiBdeutung und gehassige Unterstellung durch 
unsere Gegner gefunden. Adolf Hitler hat daher auf meinen Vorschlag am 13. April 
1928 nachstehende Erklarung zu Punkt 17 abgegeben: 



Erklarung 



Gegenuber den verlogenen Auslegungen des Punktes 17 
des Programms der NSDAP von seiten unserer Gegner 
ist folgende Feststellung notwendig. 

Da die NSDAP auf dem Boden des Privateigentums 
steht, ergibt sich von selbst, daB der Passus 
"Unentgeltliche Enteignung" nur auf die Schaffung 
gesetzlicher Moglichkeiten Bezug hat, Boden, der auf 
unrechtmaBiger Weise erworben wurde oder nicht nach 
den Gesichtspunkten des Volkswohls verwaltet wird, 
wenn notig, zu enteignen. Dies richtet sich demgemaB in 
erster Linie gegen die judischen 
Grundspekulationsgesellschaften. 

Miinchen, den 13. April 1928. 



Es kann selbstverstandlich gar keine Rede davon sein, daB die NSDAP den 
deutschen Grundbesitz in Stadt und Land in seinen wohlerworbenen 



Eigentumsrechten beschrankt, wie es im letzten Wahlkampf in gehassiger 
Unterstellung vom Landbund, der Bauernpartei und den Deutschnationalen 
behauptet wurde. Keine Partei treibt eine klarere und zielsichere Bodenpolitik als 
gerade wir Nationalsozialisten. Aus Sinn und Geist unseres Gesamtprogramms geht 
mit absoluter Deutlichkeit hervor, daB es sich nur um eine Enteignung solchen 
deutschen Grund und Bodens handeln kann, der, besonders wahrend der Inflation 
von auslandischen oder inlandischen Schiebern und Wucherern, meist Juden, den 
deutschen Besitzern oft um ein sogenanntes Butterbrot abgegaunert worden ist, 
oder auch um solchen GroBgrundbesitz, der nicht im Dienste der Allgemeinheit zur 
Volksernahrung verwaltet wird. 



Es ist die Aufgabe der Nationalsozialistischen Bibliothek, im Laufe der Zeit iiber 
alle Gebiete des offentlichen Lebens, die durch unser Programm beruhrt werden, 
grundlegende Abhandlungen im Geiste unseres Programms zu bringen. 

Sie ist die geistige Waffenschmiede fiir unseren Befreiungskampf. 

Murnau am Staffelsee, im September 1928. 



Vorwort zur 5. Auflage 

Schon wieder ist eine neue Auflage notwendig geworden. Sie ist - wie es sich bei 
einer Programmschrift von selbst versteht - ein in allem Grundsatzlichen 
unveranderter Abdruck der vorangegangenen Auflage. 



Verbessert sind nur da und dort einige Schonheitsfehler im Ausdruck und Stellen, 
die zu MiBdeutungen fuhren konnen. Ich danke besonders fiir die genaue 
Durchsicht und die Anmerkungen, die mir aus der Kanzlei Adolf Hitlers 
zugegangen sind, die samtlich berucksichtigt worden sind. 

Murnau, im Februar 1929. 



Vorwort zum 326. - 350. 

Tausend 

Wahrend des Wahlkampfes um die Reichsprasidentenschaft wird das 326.- 350. 
Tausend unseres "Programms" veroffentlicht, um die Gedanken und Ziele der 
Nationalsozialisten zu verkunden. 

Wahrend im burgerlichen Lager Verwirrung, Angst und Chaos herrscht, wahrend 
die Regierungs-Marxisten ebenso lacherliche wie krampfhafte 
Unterdruckungsversuche machen, steht die NSDAP in einem in der 
Parteigeschichte unerhorten Aufstieg und schickt sich an, die politische Macht zu 
erringen. 

Unser Programm, unsere Ziele sind unverandert. Irgendwelche wesentliche 
Korrekturen sind nicht erfolgt, und sie sind auch nicht notwendig. 



Wir lehnen es ab, wie andere Parteien tun, aus Zweckmafiigkeitsgrilnden unser 
Programm den sogenannten Verhdltnissen anzupassen. Wir werden eben die 
Verhdltnisse unser em Programm anpassen, indem wir die Verhdltnisse meistern. 

Eingefugt ist nachstehend die parteiamtliche Kundgebung vom 6. Marz 1930, 
sowie eine Entgegnung auf zehn Fragen, die das fuhrende Organ des 
Reichslandbundes, die "Deutsche Tageszeitung", an uns gerichtet hatte, und die 
auch von der "Deutschen Tageszeitung" aufgenommen worden war. 

Dadurch werden am besten und schlagkraftigsten alle Lugen iiber unsere angeblich 
feindliche Einstellung zur deutschen Landwirtschaft im Hinblick auf Eigentum und 
Erbrecht widerlegt. 



1 . Parteiamtliche Kundgebung iiber die 

Stellung der 

NSDAP zum Landvolk und zur 
Landwirtschaft 



1. Bedeutung des Landvolkes und der Landwirtschaft 

fiir das deutsche Volk 

Das deutsche Volk deckt einen erheblichen Teil seines Lebensunterhaltes durch 
Einfuhr auslandischer Lebensmittel. Vor dem Weltkriege konnten wie diese 
Einfuhr mit den Einnahmen unserer industriellen Ausfuhr, unseres Handels und 
unseres im Ausland angelegten Kapitals bezahlen. Diese Moglichkeit hat uns der 
Ausgang des Weltkrieges versperrt. 

Heute bezahlen wir unsere Lebensmittel-Einfuhr in der Hauptsache mit geliehenem 
fremden Gelde. Dadurch wird das deutsche Volk immer tiefer in die 
Schuldknechtschaft der kreditgebenden internationalen Hochfinanz gefuhrt. Diese 
wird bei Fortdauer des gegenwartigen Zustandes - das deutsche Volk immer mehr 
enteignen. Sie kann durch Sperren des Kredits und damit der Lebensmittelzufuhr, 
also durch Hoherhangen des Brotkorbes, vor allem die deutschen Proletarier 
zwingen, in ihrem Dienste um Hungerlohne zu arbeiten, oder sich als 
Arbeitssklaven in auslandische Kolonien verfrachten zu lassen. 

Befreiung von dieser Knechtschaft ist nur moglich, wenn das deutsche Volk sich 
im wesentlichen vom eigenen Grund und Boden ernahren kann. 

Die Steigerung der Leistung der heimischen Landwirtschaft ist deshalb eine 
Lebensf rage fiir das deutsche Volk geworden. 

Ein wirtschaftlich gesundes, kaufkraftiges Landvolk ist aber auch fiir den Absatz 
unserer in Zukunft immer mehr auf den Binnenmarkt verwiesenen Industrie von 
entscheidender Bedeutung. 

Wir erkennen nicht nur die uberragende Bedeutung des Nahrstandes fiir unser 
Volk, sondern sehen im Landvolke auch den Haupttrager volklicher Erbgesundheit, 
den Jungbrunnen des Volkes und das Ruckgrat der Wehrkraft. 

Die Erhaltung eines leistungsfahigen, im Verhdltnis zur wachsenden 
Gesamtvolkszahl auch zahlenmafiig entsprechend starken Bauernstandes bildet 
einen Grundpfeiler der national so zialistischen Politik, gerade deshalb, weil diese 
auf das Wohl des Gesamtvolkes auch in den kommenden Geschlechtern gerichtet 
ist. 



2. Mifiachtung des Bauernstandes und Vernachldssigung der Landwirtschaft im 
gegenwartigen Staate 



In Nichtachtung der biologischen und wirtschaftlichen Bedeutung des 
Bauernstandes und im Widerspruch zu der lebensnotwendigen Forderung einer 
gesteigerten Leistung der Landwirtschaft ist die Erhaltung eines wirtschaftlich 
gesunden Bauernstandes im heutigen deutschen Staat auf das Schwerste bedroht. 

Die an sich wohl mogliche erhebliche Steigerung der landwirtschaftlichen 
Erzeugung wird verhindert, weil die dazu notigen Betriebsmittel infolge 
zunehmender Verschuldung der Landwirte mangeln, und weil der Anreiz zu 
gesteigerter Leistung fehlt, da die landwirtschaftliche Arbeit sich nicht mehr lohnt. 

Die Ursachen dieser ungenugenden Entlohnung (Rentabilitat) der 
landwirtschaftlichen Arbeit sind zu suchen: 

1 . In der gegenwartigen Steuerpolitik, welche die Landwirtschaft 
unverhaltnismaBig stark belastet. Dies geschieht aus parteipolitischen Rucksichten 
und weil in der deutschen parlamentarischen Demokratie tatsachlich regierende 
judische Weltgeldmacht die Vernichtung der deutschen Landwirtschaft will, da ihr 
dann das deutsche Volk, im besonderen die Arbeiterschaft, vollig preisgegeben ist. 

2. In dem Wettbewerb der unter gunstigeren Bedingungen erzeugenden 
ausldndischen Landwirtschaft, der durch eine landwirtschaftsfeindliche Zollpolitik 
nicht genugend eingedammt wird. 

3. In den unzuldssigen hohen Gewinnen, die der zwischen Erzeuger und 
Verbraucher sich einschaltende Grofihandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, 
der heute groBtenteils in der Hand der Juden liegt, sich aneignet. 

4. In den Wucherpreisen, die der Bauer fiir Kunstdiinger und Elektrizitat an die 
meist jiidischen Konzerne zahlen muB. 

Aus dem Ertrag der unzulanglich entlohnten Landarbeit konnen die hohen Steuern 
nicht mehr bezahlt werden. Der Bauer ist gezwungen, Schulden zu machen, fiir die 
er Wucherzinsen entrichten muB. Er gerat immer tiefer in Zinsknechtschaft und 
verliert schlieBlich Haus und Hof an die vorwiegend jiidischen Besitzer des 
Leihkapitals. 

Der deutsche Bauernstand wird entwurzelt. 



3. In dem von uns erstrebten zukiinftigen Reiche soil deutsches Bodenrecht gelten 
und deutsche Bodenpolitik getrieben werden 

Eine durchgreifende Besserung der Notlage des Landvolkes und eine Gesundung 
der Landwirtschaft ist nicht zu erwarten, solange das Deutsche Reich mit Hilfe des 
parlamentarisch-demokratischen Regierungssystems tatsachlich von internationalen 



Geldfursten beherrscht wird; denn diese wollen die Vernichtung der 
bodenstandigen deutschen Krafte. 

Erst in dem von uns erstrebten, wesensverschiedenen neuen deutschen Staate 
werden Landvolk und Landwirtschaft diejenige Berucksichtigung finden, die ihrer 
Bedeutung als einer Hauptstutze eines wahren deutschen Volksstaate zukommt. 

In diesem zukunftigen Reiche soil deutsches Bodenrecht gelten und deutsche 
Bodenpolitik getrieben werden. 

Daraus ergeben sich folgende Forderungen: 

1. Der vom deutschen Volke in Besitz genommene und verteidigte deutsche Boden 
dient dem Aufenthalt und der Lebensversorgung des Gesamtvolkes. Er mufi daher 
vom einzelnen Bodenbesitzer in diesem Sinne verwaltet werden. 

2. Nur deutsche Volksgenossen durfen Besitzer deutschen Bodens sein. 

3. Von deutschen Volksgenossen rechtmafiig erworbener Besitz an Boden wird als 
erbliches Eigentum anerkannt. 

Dieses Eigentumsrecht ist aber an die Verpflichtung gekniipft, den Boden auch zum 
Wohle des Gesamtvolkes zu niitzen. 

Die Uberwachung dieser Verpflichtung obliegt berufsstandischen Gerichten, die 
sich aus Vertretern aller Berufsgruppen der landwirtschaftlich tatigen Bevolkerung 
und einem staatlichen Vertreter zusammensetzen. 

4. Der deutsche Boden darf keinen Gegenstand fur Finanzspekulationen bilden und 
nicht arbeitslosem Einkommen des Besitzers dienen. Land erwerben kann kunftig 
nur, wer es selbst bewirtschaften will. 

Beijedem Verkauf von Grund und Boden hat daher der Staat das Vorkaufsrecht. 

Verpfdndung von Grund und Boden an private Geldgeber ist verboten. 

Notwendige Betriebskredite zu gunstigen Bedingungen erhalt die Landwirtschaft 
durch ihre staatlich anerkannten berufsstandischen Genossenschaften oder durch 
den Staat. 

5. Fur die Nutzung des deutschen Bodens hat der Besitzer eine nach Umfang und 
Beschaffenheit des Besitzes bemessene Abgabe an den Staat zu leisten. Durch diese 
Bodenertragssteuer wird eine weitere staatliche Besteuerung des 
landwirtschaftlichen Bodens und Betriebes hinfallig. 

6. Bezuglich der Grofie der landwirtschaftlichen Betriebe kann es keine 
schematische Regelung geben. 



Eine groBe Zahl lebensfahiger, kleiner und mittlerer Bauernstellen ist vom 
bevolkerungspolitischen Standpunkte aus vor allem wichtig. 

Daneben erfullt aber auch der GroBbetrieb seine besonderen notwendigen 
Aufgaben und ist im gesunden Verhdltnis zum Mittel- und Kleinbetrieb berechtigt. 

7. Das Erbrecht an Grund und Boden ist durch ein Anerbenrecht so zu regeln, daB 
eine Zersplitterung des Landbesitzes und eine Schuldenbelastung des Betriebes 
vermieden wird. 

8. Der Staat hat das Recht der Enteignung gegen angemessene Entschadigung: 

a) von Land, das nicht im Besitz deutscher Volksgenossen sich befindet; 

b) von Land, das - nach Urteil des zustandigen Berufsstandsgerichtes - durch 
verantwortungslose MiBwirtschaft seines Besitzers nicht mehr der Versorgung des 
Volkes dient; 

c) von Teilen des von den Besitzern nicht selbst bewirtschafteten 
GroBgrundbesitzes zum Zwecke der Ansiedlung einer freien Bauernschaft; 

d) von Land, das zugunsten der Volksgesamtheit fiir besondere staatliche Zwecke 
(z.B. Betriebseinrichtungen, Landesverteidigung) benotigt wird. 

UnrechtmaBig (im Sinne des deutschen Rechtes) erworbener Boden wird 
unentgeltlich enteignet. 

9. Eine planmaBige - nach groBen, bevolkerungspolitischen Gesichtspunkten 
erfolgende - Besiedlung verfugbar gewordenen Landes ist Aufgabe des Staates. 

Das Land soil den Siedlern als Erblehen zu Anfangsbedingungen zugeteilt werden, 
welche eine lebensfahige Wirtschaft moglich machen. 

Die Auswahl der Bewerber erfolgt nach Prufung ihrer staatsburgerlichen und 
beruflichen Eignung zum Siedler. Die nicht erbberechtigten Sonne von Landwirten 
(siehe Ziffer 7) werden besonders berucksichtigt. 

Vor allem wichtig ist die Grenzland-Siedlung im Osten. Diese ist aber nicht allein 
durch Schaffung von Bauernwirtschaften befriedigend zu losen, sondern nur im 
Zusammenhang mit Entwicklung kaufkraftiger Landstadte in Verbindung mit einer 
Neugruppierung der Industriebetriebe. Dadurch wird erst die Absatzmoglichkeit 
geschaffen, welche die neugegrundeten mittleren und kleineren Bauernbetriebe 
lebensfahig macht. 

Ernahrungs- und Siedlungsraum im grofien fiir das wachsende deutsche Volk zu 
schaffen, ist Aufgabe der deutschen Aufienpolitik. 



4. Der Bauernstand soil wirtschaftlich und kulturell gehoben werden 

Der Staat hat die Aufgabe, die wirtschaftliche und kulturelle Hebung des 
Bauernstandes entsprechend seiner Bedeutung fur das ganze Volk zu fordern und 
dadurch eine Hauptursache der Landflucht zu beseitigen. 

1 . Zunachst muB die gegenwartige druckende Notlage des Landvolkes durch 
steuerpolitische Erleichterungen und sonstige besondere MaBnahmen gemildert 
werden. Der weiteren Verschuldung der Landwirtschaft muB Einhalt getan werden 
durch gesetzliche Herabsetzung des Zinsfufies fiir das Leihkapital auf das MaB der 
Vorkriegszeit und durch schdrfstes Einschreiten gegen Zinswucher. 

2. Der Staat hat durch seine Wirtschaftspolitik dafur zu sorgen, daB die 
landwirtschaftliche Erzeugung sich wieder lohnt. 

Die heimische landwirtschaftliche Erzeugung ist durch Zolle, staatliche Regelung 
der Einfuhr und eine zielbewufite nationale Erziehung zu schutzen. 

Die Preisgestaltung fur die landwirtschaftlichen Erzeugnisse muB der 
borsenmaBigen Spekulation entzogen und die Ausbeutung der Landwirte durch den 
GroBhandel unterbunden werden. Die Ubernahme des GroBhandels mit 
landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch landwirtschaftliche Genossenschaften ist 
staatlich zu fordern. 

Die berufsstdndischen Organisationen der Landwirtschaft haben die Aufgabe, die 
Gestehungskosten fiir die Landwirte zu mindern und die Erzeugung zu steigern. 
(Lieferung von landwirtschaftlichen Maschinen, Dungemittel, Saatgut, Zuchtvieh 
zu gunstigen Bedingungen, Meliorationen, Schadlingsbekampfung, kostenlose 
landwirtschaftliche Beratung und chemische Bodenuntersuchung usw.) Bei 
Erfullung dieser Aufgaben sind die berufsstandischen Organisationen durch den 
Staat weitgehend zu unterstutzen. Insbesondere muB das Eingreifen des Staates 
eine wesentliche Verbilligung der kunstlichen Dungemittel und der elektrischen 
Kraft erzwingen. 

3. Die berufsstandischen Organisationen haben auch die Verpflichtung, die 
Berufsgruppe der Landarbeiter durch sozial gerechte Arbeitsvertrage in die 
bauerliche Berufsgemeinschaft fest einzugliedern. Dem Staate fallt das 
Aufsichtsrecht und oberste Schiedsrichteramt zu. 

Der tuchtige Landarbeiter muB die Aufstiegsmoglichkeit zum Siedler erhalten. 

Die notwendige Verbesserung der Wohnverhdltnisse und Lohne fur die 
Landarbeiter wird um so rascher und durchgreifender erfolgen konnen, je mehr sich 
die Lage der gesamten Landwirtschaft verbessert. Durch die Verbesserung der 



Lage der heimischen Landarbeiter und durch die Unterbindung der Landflucht wird 

ein Heranziehen ausldndischer Landarbeiter unnotig und deshalb kiinftig verboten. 

4. Die Bedeutung des Bauernstandes fur das Volk erfordert staatliche und 
berufsstandische Forderung der Fachausbildung und Wiederbelebung der 
bduerlichen Kultur. (Landjugendheime, Bauernhochschulen mit weitgehender 
Vergunstigung fur mittellose, begabte Landjugend.) 



5. Berufsstandische Wirtschafts-Organisationen konnen dem Bauernstande nicht 
durchgreifend helfen, sondern nur die politische deutsche Freiheitsbewegung der 
NSDAP. 

Die gegenwdrtige Not des Landvolkes ist ein Teil der Not des ganzen deutschen 
Volkes. 

Es ist ein Irrsinn zu glauben, daB ein einzelner Berufsstand sich aus der deutschen 
Schicksalsgemeinschaft ausschlieBen kann, und ein Verbrechen, Landvolk und 
Stadter gegeneinander zu hetzen, die beide doch auf Gedeih und Verderb 
miteinander verbunden sind. 

Wirtschaftliche Aushilfen im Rahmen des herrschenden politischen Systems konnen 
keine durchgreifende Verbesserung bringen; denn die Not des deutschen Volkes 
wurzelt in seiner politischen Versklavung, aus der nur politische Mittel befreien 
konnen. 

Die bisher regierenden alten, politischen Parteien, die unser Volk in die 
Versklavung gefuhrt haben, konnen nicht Fuhrer auf dem Wege zur Befreiung sein. 

Berufsstandische Organisationen haben in unserem zukunftigen Staate 
wirtschaftliche Aufgaben zu erfullen und konnen in diesem Sinne schon heute 
vorbereitende Arbeit leisten, fur den politischen Befreiung skampf aber, der auch 
fur eine neue Wirtschaftsordnung erst die Voraussetzung schaffen muB, sind sie 
ungeeignet; denn dieser Kampf kann nicht vom Standpunkt eines einzelnen 
Berufsstandes, sondern muB vom Standpunkt des Gesamtvolkes aus gefuhrt 
werden. 

Den Freiheitskampf gegen unsere Unterdrucker und deren Fronvogte erfolgreich 
fiihren kann nur eine politische Freiheitsbewegung, die, bei voller Wurdigung der 
Bedeutung des Landvolkes und der Landwirtschaft fur das Volksganze, die 
Deutschbewufiten aller Stcinde und Schichten des deutschen Volkes zusammenfafit. 

Diese politische Freiheitsbewegung des deutschen Volkes ist die NSDAP. 



2. Die 25 Punkte 

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei - im Vereinsregister als 
"Nationalsozialistischer Deutscher Arbeiter-Verein" eingetragen - hat am 25. 
Februar 1920 in einer gewaltigen Massenversammlung im Hofbrau-Festsaal in 
Munchen ihr Programm der Offentlichkeit ubergeben. 

Die Satzung unserer Partei bezeichnet in § 2 dieses Programm als unabanderlich. 
Es lautet: 

Programm 

der Nationalsozialistischen Deutschen 

Arbeiterpartei 

Das Programm der Deutschen Arbeiterpartei ist ein Zeit-Programm. Die Fuhrer 
lehnen es ab, nach Erreichung der im Programm aufgestellten Ziele neue 
aufzustellen, nur zu dem Zwecke, um durch kunstlich gesteigerte Unzufriedenheit 
der Massen das Fortbestehen der Partei zu ermoglichen. 



1 . Wir fordern den ZusammenschluB aller Deutschen auf Grund des 
Selbstbestimmungsrechtes der Volker zu einem GroB-Deutschland. 

2. Wir fordern die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenuber den 
anderen Nationen, Aufhebung der Friedensvertrage von Versailles und St. 
Germain. 

3. Wir fordern Land und Boden (Kolonien) zur Ernahrung unseres Volkes und 
Ansiedlung unseres Bevolkerungs-Uberschusses. 

4. Staatsburger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, 
wer deutschen Blutes ist, ohne Rucksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann 
daher deutscher Volksgenosse sein. 

5. Wer nicht Staatsburger ist, soil nur als Gast in Deutschland leben konnen und 
muB unter Fremdengesetzgebung stehen. 

6. Das Recht, iiber Fuhrung und Gesetze des Staates zu bestimmen, darf nur dem 
Staatsburger zustehen. Daher fordern wir, daB jedes offentliche Amt, gleichgiiltig 
welcher Art, gleich ob im Reich, Land oder Gemeinde, nur durch Staatsburger 
bekleidet werden darf. 

Wir bekampfen die korrumpierende Parlamentswirtschaft einer Stellenbesetzung 
nur nach Parteigesichtspunkten ohne Rucksicht auf Charakter und Fahigkeiten. 

7. Wir fordern, daB sich der Staat verpflichtet, in erster Linie fur die Erwerbs- und 
Lebensmoglichkeit der Staatsburger zu sorgen. Wenn es nicht moglich ist, die 
Gesamtbevolkerung des Staates zu ernahren, so sind die Angehorigen fremder 
Nationen (Nicht-Staatsburger) aus dem Reiche auszuweisen. 

8. Jede weitere Einwanderung Nicht-Deutscher ist zu verhindern. Wir fordern, daB 
alle Nicht-Deutschen, die seit 2. August 1914 in Deutschland eingewandert sind, 
sofort zum Verlassen des Reiches gezwungen werden. 

9. Alle Staatsburger mussen gleiche Rechte und Pflichten besitzen. 

10. Erste Pflicht jedes Staatsburgers muB sein, geistig oder korperlich zu schaffen. 
Die Tatigkeit des einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit 
verstoBen, sondern muB im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen. 



Daher fordern wir: 
11. Abschaffung des arbeits- und muhelosen Einkommens. 

Brechung der Zinsknechtschaft. 



12. In Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom 
Volke fordert, muB die personliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen 
am Volke bezeichnet werden. Wir fordern daher restlose Einziehung aller 
Kriegsgewinne. 

13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten 
(Trusts) Betriebe. 

14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an GroBbetrieben. 

15. Wir fordern einen groBzugigen Ausbau der Alters- Versorgung. 

16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, 
sofortige Kommunalisierung der GroB-Warenhauser und ihre Vermietung zu 
billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, scharfste Berucksichtigung aller 
kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Lander oder 
Gemeinden. 

17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedurfnissen angepaBte Bodenreform, 
Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden fur 
gemeinschaftliche Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder 

Bodenspekulation ). 

18. Wir fordern den rucksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre 
Tatigkeit das Gemeininteresse schadigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, 
Schieber, usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rucksicht auf Konfession und 
Rasse. 

19. Wir fordern Ersatz fiir das der materialistischen Weltordnung dienende 
romische Recht durch ein deutsches Gemeinrecht. 

20. Um jeden fahigen und fleiBigen Deutschen das Erreichen hoherer Bildung und 
damit das Einrucken in fuhrende Stellung zu ermoglichen, hat der Staat fiir einen 
grundlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen. Die 
Lehrplane aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des praktischen Lebens 
anzupassen. Das Erfassen des Staatsgedankens muB bereits mit dem Beginn des 
Verstandnisses durch die Schule (Staatsburgerkunde) erzielt werden. Wir fordern 
die Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rucksicht auf 
deren Stand oder Beruf auf Staatskosten. 

21. Der Staat hat fur die Hebung der Volksgesundheit zu sorgen durch den Schutz 
der Mutter und des Kindes, durch Verbot der Jugendarbeit, durch Herbeifuhrung 
der korperlichen Ertuchtigung mittels gesetzlicher Festlegung einer Turn- und 
Sportpflicht, durch groBte Unterstutzung aller sich mit korperlicher Jugend- 
Ausbildung beschaftigenden Vereine. 



22. Wir fordern die Abschaffung der Soldnertruppe und die Bildung eines 
Volksheeres. 

23. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewufite politische Luge und 
ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu 
ermoglichen, fordern wir daB: 

a) samtliche Schriftleiter und Mitarbeiter von Zeitungen, die in deutscher Sprache 
erscheinen, Volksgenossen sein miissen, 

b) nichtdeutsche Zeitungen zu ihrem Erscheinen der ausdriicklichen Genehmigung 
des Staates bedurfen. Sie diirfen nicht in deutscher Sprache gedruckt werden, 

c) jede finanzielle Beteiligung an deutschen Zeitungen oder deren Beeinflussung 
durch Nicht-Deutsche gesetzlich verboten wird und fordern als Strafe fiir 
Ubertretungen die SchlieBung eines solchen Zeitungsbetriebes, sowie die sofortige 
Ausweisung der daran beteiligten Nicht-Deutschen aus dem Reich. 

Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoBen, sind zu verbieten. Wir fordern 
gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literatur-Richtung, die einen 
zersetzenden EinfluB auf unser Volksleben ausiibt und die SchlieBung von 
Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoBen. 

24. Wir fordern die Freiheit aller religiosen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht 
dessen Bestand gefahrden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefiihl der 
germanischen Rasse verstoBen. 

Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne 
sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekampft den 
jiidisch-materialistischen Geist in und aufier uns und ist uberzeugt, daB eine 
dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der 
Grundlage: 

Gemeinnutz vor Eigennutz. 

25. Zur Durchfiihrung alles dessen fordern wir: Die Schaffung einer Zentralgewalt 
des Reiches. Unbedingte Autoritat des politischen Zentralparlaments iiber das 
gesamte Reich und seine Organisationen im allgemeinen. 

Die Bildung von Stande- und Berufskammern zur Durchfiihrung der vom Reich 
erlassenen Rahmengesetze in den einzelnen Bundesstaaten. 

Die Fiihrer der Partei versprechen, wenn notig unter Einsatz des eigenen Lebens fiir 
die Durchfiihrung der vorstehenden Punkte riicksichtslos einzutreten. 

Munchen, den 24. Februar 1920. 



In vollster Uberlegung hat die Generalmitglieder-Versammlung am 22. Mai 1926 
beschlossen: "Dieses Programm ist unabanderlich." Es heiBt dies nicht etwa, daB 
jedes Wort genau so stehen bleiben muB, wie es steht, es heiBt auch nicht, daB eine 
Arbeit an der Vertiefung und dem Ausbau des Programms verboten sein soil, es 
heiBt dies aber mit aller Entschiedenheit und unbeugsamer Deutlichkeit: An den 
Grundlagen und Grundgedanken dieses Programms darf nicht geruttelt werden. 

Es gibt kein Drehen und Wenden aus etwaigen Nutzlichkeitserwagungen, es gibt 
kein Versteckspielen mit wichtigsten, der heutigen Staats-, Gesellschafts- und 
wirtschaftsordnung besonders unangenehmen Programmpunkten und es gibt kein 
Schwanken in der Gesinnung. 

Die beiden Eckpfeiler des Programms sind auch auBerlich von Adolf Hitler durch 
Sperrdruck <kursiv> herausgehoben worden. 

Gemeinnutz vor Eigennutz, das ist die Gesinnung dieses Programms, und 

Brechung der Zinsknechtschaft ist das Herzstuck des Nationalsozialismus. 

Beide Punkte zusammen erreicht, bedeuten den Sieg der heraufziehenden 
universalistischen Gesellschaftsordnung des "wahren Staates" iiber die heutige 
Zersetzung von Staat, Volk und Wirtschaft unter dem verderblichen EinfluB der 
heute geltenden individualistischen Vorstellung vom Bau der Gesellschaft. Der 
heutige Unstaat mit seiner Unterdruckung der arbeitenden Klassen, dem Schutz des 
Raubeigentums der Bank- und Borsenschieber ist der Tummelplatz 
rucksichtslosester privater Bereicherung, gemeinsten politischen Schieber- und 
Strebertums geworden; es gibt keine Rucksicht auf den Nachsten, den 
Volksgenossen, kein hoheres sittliches Band; die brutalste Macht, die Geldmacht, 
herrscht schrankenlos und wirkt ihren verderblichen, zerstorenden EinfluB auf 
Staat, Volk, Gesellschaft, Kultur, Sitte, Theater, Schrifttum und alle sittlichen 
Unwagbarkeiten aus. 

In diesem Riesenkampf darf es naturlich kein Schwanken, keine Anderung, kein 
Zuruckweichen geben, - hier gibt es eben nur Sieg oder Untergang. 

Eine etwas andere Fassung der genau gleichen Grundgedanken, wie ich sie in 

2 
meinem Buche "Der deutsche Staat auf nationaler und sozialer Grundlage" ) 

gegeben habe, ist keine Abanderung, sondern nur eine gewisse Ordnung und 

Zusammenfassung verschiedener zusammengehoriger Punkte nach den 

verschiedenen zusammengehorigen politischen, wirtschaftlichen, finanziellen, 

kulturpolitischen usw. Lebenskreisen. 

Wurde diese meine Fassung (Wortlaut siehe S. 20) als Abanderung gelten oder 
gegen die 25 Punkte ausgespielt werden konnen, so hatte Hitler gewiB nicht in 
meinem Buch in seinem kurzen, knappen Vorwort den " Katechismus unserer 
Bewegung" genannt. Es mag daher jeder nach Geschmack eine der beiden 



Fassungen bevorzugen oder beide nebeneinander gebrauchen, er wird und kann 
sich nie in Widerspruche verwickeln. 

Um fiir die Zukunft die unbedingte Einheitlichkeit unseres programmatischen 
Wollens zu gewahrleisten und die Gesamtbewegung vor den gefahrlichsten 
Erschiitterungen zu bewahren, die eine Bewegung treffen kann, eben den 
andauernden "Verbesserungsvorschlagen" berufener oder nicht berufener Kritiker, 
Norgler und Besserwisser, hat Adolf Hitler auf der am 14. Februar 1926 nach 
Bamberg einberufenen Reichskonferenz samtlicher Gauleiter Pg. Gottfried Feder 
die letzte Entscheidung ubertragen iiber alle Fragen, die sich auf das Programm 
beziehen. 



3. Die Grundgedanken 

Es kann nicht die Aufgabe dieses Heftes sein, sich eingehender mit den 
soziologischen, staatsphilosophischen, den geistigen und strukturellen Grundlagen 
der nationalsozialistischen Staatsidee zu befassen, dies wird die Sonderaufgabe 
eines spateren Heftes dieser Schriftenreihe sein, sondern moglichst einfach und 
schlicht die wesentlichen Grundgedanken herauszuschalen. 

Auch muB hier darauf verzichtet werden, sich mit den verschiedenen anderen 
politischen Bestrebungen und deren Vertreter in Parteien und Verbanden 
auseinanderzusetzen, - auch dies wird Aufgabe einer eigenen Arbeit sein mussen - 
sondern zunachst einmal die Kernpunkte unseres Wollens darzustellen. 

Aus dem Chaos entsprang die Welt, aus dem Ungeordneten die Ordnung, aus dem 
wilden Wirbel das Organische. 

Chaos herrscht heute auf Erden, Verwirrung, Kampf, HaB, Neid, Streit, 
Unterdruckung, Ausbeutung, Roheit, Selbstsucht. Der Bruder versteht den Bruder 
nicht mehr. Volksgenossen fallen ubereinander her, prugeln einen zu Tode, nur 
weil dieser ein Hakenkreuz tragt. Sie tragen alle gleiche Last, gleiche Entbehrung, 
aber wo hat man in den letzten Monaten gehort, daB marxistische Arbeiter ihre 
Arbeitgeber, oder ihre Parteibonzen, oder gar einmal einen der groBen Blutsauger 
von Bank und Borse, oder einen GroBschieber uberfallen und zu Tode geschlagen 
hatten? Die Opfer des Chaos waren einfache, schlichte, brave Arbeiter. Verwirrt 
sind die Hirne, die Marxisten scharen sich um die groBten Ausbeuter ihrer eigenen 
Klasse und wenden sich verhetzt und vertiert gegen ihre Retter aus ihren eigenen 
Reihen. 

Die Nationalsozialisten, vaterlandischen Kreise, Rechtsparteien - streben in die 
Regierung oder sitzen darin mit den Verneinern und Zerstorern ihres Staatsideals 
und verlieren dabei Ehre und Charakter. Die Wehrverbande wollen "hinein in den 



Staat", in den Staat der Severing und Grzesinsky- Mit Pazifisten, 
Internationalisten, Juden glauben sie zusammen regieren zu konnen. 

Verwirrt sind die Hirne! Die sog. Rechtskreise sehen nicht, daB es niemals 
Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Adler und Schlange, zwischen Rind 
und Lowe, zwischen Mensch und Cholerabazillus geben kann und geben wird - so 
stiitzen sie mit ihren Kraften, mit ihrem Willen zur Form, die zur "Ordnung" 
gewordene Unordnung, das politische Chaos, die politische Ohnmacht. - Aber sie 
stellten sich gegen die Nationalsozialisten, gegen diese "Fanatiker", sie stoBen, als 
vermeintliche "Realpolitiker" die Retter aus dem politischen Chaos von sich, sie 
nicht minder hassend - obgleich verwandt sich fuhlend - aber voll innerer 
wahnsinniger Angst, die Nationalsozialisten mochten ihnen etwas nehmen von 
ihren fruheren Vorrechten oder Stellungen -, sie vergessen dabei, daB sie alles 
verloren haben durch diejenigen, von denen sie nun Anteil an den staatlichen 
Futtergrippen begehren! 

Die Wirtschaft, ob groB oder klein, Schwerindustrie oder Kleingewerbetreibender, 
kennen nur ein Ziel: "Profit", sie haben nur eine Sehnsucht: "Kredit", nur eine 
Aufwallung: die "gegen die Steuern", nur eine Furcht und namenlose Hochachtung: 
die "vor den Banken" und nur ein uberlegenes Achselzucken iiber die 
nationalsozialistischen Forderung der "Brechung der Zinsknechtschaft". 

Alle drangen sich danach, "Schulden zu machen". Die maBlosen Wuchergewinne 
der Banken, die ohne Miih und Arbeit, als Tribut vom Leihkapital erpreBt werden, 
findet man durchaus in der Ordnung. Man grundet eigene "Wirtschaftsparteien" 
und stimmt fiir die Dawesgesetze, die die Grundursache fiir die maBlosen 
Steuerlasten sind. Man stiirzt sich in tiefe Zinsknechtschaft, schimpft iiber Steuern 
und Zinsen und erstirbt vor Hochachtung vor jedem Bankier und Borsenpriaten. 

Verwirrt sind die Hirne! Die Ganze Wirtschaft ist entedelt, entpersonlicht, in 
Aktiengesellschaften umgewandelt worden. Die Schaffenden haben sich selbst 
ihren groBten Feinden in die Hande gegeben, dem Finanzkapital. Tief verschuldet, 
bleibt den Werteschaffenden in Werkstatt, Fabrik und Kontor nur karger Lohn, 
jeder Gewinn der Arbeit flieBt in die Taschen der anonymen Geldmacht als Zins 
und Dividende. 

Die Leute, die die wirtschaftliche Vernunft in Pacht genommen haben, wissen das 
entstandene Chaos nicht zu bandigen. Von oben ausgepreBt durch Steuern und 
Zinsen, von unten bedroht durch das unterirdische Grollen der betrogenen 
Arbeitermassen, haben sie sich in wahnwitziger Verblendung dem Finanzkapital 
und seinem "Staat" an den Hals geworfen und werden von den NutznieBern und 
Ausbeutern des heutigen Chaos doch nur als Sklavenhalter iiber die Massen des 
arbeitenden Volkes geduldet. Aber nicht gegen die Schachter der deutschen 
Wirtschaft wendet sich ihr Zorn, nicht gegen marxistischen Wahnwitz - nein, 
gegen die Hakenkreuzler. Man vergiBt, daB wir es einzig und allein waren, die die 
Tragodie der deutschen Wirtschaft kommen sahen, voraussagten und rechtzeitig 



Wege gewiesen hatten, wie aus eigener Kraft die Wiederaufrichtung der gesamten 
Wirtschaft erfolgen kann. 

Verbande, Interessengruppen, Berufs-, Beamten-, Angestelltenverbande, 
Sparerschutz-, Kleinrentner-, Reichsbankglaubigerverbande, Wehrverbande, 
Kriegervereine, Innungen, Vereine, Genossenschaften, Gewerkschaften, Bauern- 
und Land-Bunde, Klubs, und was noch fur Namen derartige seltsame 
Korperschaften fuhren mogen - vernunftig im Grundgedanken - sinnlos im Chaos 
des heutigen offentlichen Lebens, bemiihen sich Ordnung zu machen. Vergeblich, 
weil nirgends organisch in die Gesellschaft, in die hohere Ganzheit des Volkes 
eingegliedert. Alle nur erpicht auf die Erringung kleiner Vorteile fiir die eigene 
Kaste, die eigene Klasse, bar jedes groBen politischen oder wirtschaftlichen 
Leitgedankens, hilflos sich an moglichst viele politische Parteien wendend, 
anerkennend die nun einmal gegebene Staatswirtschaftsform, gehorsam und 
knechtselig gegen die sogenannte Obrigkeit. 

Sie kosten zwar dem deutschen Volke unendliche Summen, futtern zahlreiche 
Syndizi, Verbandsleiter, Direktoren und "Gschaftlhuber", aber nutzen konnen sie 
alle miteinander nicht das Geringste. Eine verbrecherische RevolutionsmaBnahme - 
die Inflation - beraubt alle Kassen, beraubt die Sparer, Vereinsmitglieder, 
Genossen, Gewerke. Ein Steuergesetz, eine MaBnahme vom grtinen Tisch, zerstort 
die Hoffnung jahrelanger Arbeit - ein Vorteil auf der einen Seite nach unendlichen 
Versammlungen, Besprechungen, Eingaben, Vorstellungen bei Regierung und 
Reichstag erreicht, erschachert, - ist meist langst inzwischen uberholt durch 
steigende Teuerung, steigende oder fallende Preise. 

Chaos und Wirrnis! - Die Gehirne sind verwirrt: wie kann der Bauer leben, wenn 
er geschunden und geplagt wird; wie kann der Arbeiter kaufen, wenn der 
Zwischenhandel die Preise verteuert, was nutzen Beamten und Angestellten die 
endlich erreichten Gehalts- und Lohnerhohungen, wenn inzwischen der 
Lebenshaltungsindex prozentual viel hoher gestiegen ist. Aber glaubig starrt man 
auf die Hilfe des Staates, auf den Staat, den Trager der Verarmung und 
Niederhaltung der Bevolkerung, der alles andere, nur nicht "Vater Staat", sondern 
Zwingherr und Zins- und Steuereintreiber fur die Geldherrschaft ist. 

So wendet man sich immer wieder an die alten Parteien, selbst erklart man sich als 
"unpolitisch, uberparteilich" und liefert sich damit erst recht der elendesten 
Parteipolitik aus. 

Das gleiche furchterliche Bild des Chaos bei alien ubrigen Erscheinungsformen des 
offentlichen Lebens, ob Kunst, Literatur, Theater, Kino, Radio, Kirche, Schule, 
uberall das "Ferment der Dekomposition", der groBe Zersetzer und Zerstorer, der 
Jude und Freimaurer, sichtbar an den wichtigsten Stellen oder unsichtbar hinter den 
Kulissen als Drahtzieher der Puppen, die als Strese- oder Scheidemanner auf der 
offentlichen Buhne tanzen, oder unverhullt als Jakob Goldschmidt, Warburg, 



Wassermann, Levy u.a., die das deutsche Volk mit Presse und Zinspeitsche 
verbloden und ausbeuten. 

Der Wille zur Form, der Wille, das Chaos zu entwirren, die aus den Fugen 
gegangene Welt wieder in Ordnung zu bringen und als Wachter (in hochstem 
platonischen Sinn) der Ordnung zu walten - das ist die ungeheure Aufgabe, die 
sich der Nationalsozialismus gestellt hat. 

Es muB hier ausdrucklich bemerkt werden, daB weder die scheinbare auBere 
Ordnung eines Polizeistaates, noch die gewohnheitsmaBigen Ubungen und 
gesetzlich zulassigen Raubziige des Finanzkapitals, noch die Abreden der 
Syndikate und Trusts und andere "organisierte" MaBnahmen des allgemeinen 
Volksbetruges von uns als "Ordnung" anerkannt werden, auch wenn sie noch so gut 
"funktionieren". Auch eine Rauberbande hat ihre "Ordnung", ein Zuchthaus "seine 
Zuchthausordnung". Aber vom Standpunkt eines organisch gegliederten 
Volksganzen aus gesehen, sind fast alle Erscheinungen unseres gesamten 
offentlichen Lebens in hochstem MaBe gequalt, unfrei, gedruckt, unwahrhaftig, und 
geben, von oben aus gesehen, ein vollig verwirrtes, chaotisches Bild, das Bild eines 
Kampfes aller gegen alle. 

Regierung gegen das Volk, Parteien gegen Parteien, dabei die seltsamsten und 
unmoglichsten Bundnisse schlieBend, Parlamente gegen Regierungen, 
Arbeitnehmer gegen Arbeiter, Verbraucher gegen Erzeuger, Handler gegen 
Erzeuger und Verbraucher, Hausbesitzer gegen Mieter, Arbeiter gegen Bauern, 
Beamte gegen das Publikum, Arbeiterklasse gegen "Bourgeoisie!, Kirche gegen 
Staat, alle blindwiitig auf den derzeitigen Gegner einschlagend, alle nur eines im 
Auge - ihr eigenes personliches Interesse, ihre Machtstellung, ihren Eigennutz, die 
Interessen ihres Geldbeutels. 

Keiner daran denkend, daB auch der andere sein Lebensrecht habe, nicht 
bedenkend, daB die rucksichtslose Verfolgung des Eigennutzes nur auf Kosten der 
anderen erreicht werden kann, kein Gedanke an das Wohlergehen des 
Volksgenossen, kein Blick auf die hoheren Pflichten der Allgemeinheit gegenuber, 
kein Halten in dem atemlosen Jagen nach personlicher Bereicherung. Ellenbogen 
dem Nebenmann in den Magen gestoBen, um vorwarts zu kommen, iiber Leichen 
schreiten, wenn es nur Nutzen verspricht - was Rucksicht nehmen? Das ist die 
moderne Wirtschaftsgesinnung. 

So jagt und tobt und brtillt und schreit die Menge, so stoBt und zerrt, tritt und 
schlagt zu Boden der Starkere den Schwacheren, der Gemeinere den Anstandigen, 
der Brutalere den Edlen, - GenuBgier erschlagt Gesittung, Gewalttat triumphiert 
iiber Recht, Parteiinteresse iiber Allgemeinwohl, Lumperei, Schiebung und Betrug 
siegt iiber ehrliche Arbeit. 

Ein grauenvoller Kampf aller niederen Instinkte ward noch nie erhort, man ist 
unwillkiirlich versucht, an die alten Weissagungen von der Gotterdammerung zu 



denken, "da Recht und Sitte zerbrach, Wolfzeit und Beilzeit anbrach; das Meer rast, 
Feuer fallt vom Himmel und Gotter und Menschen vergehen". 

Tauschen wir uns nicht: wir stehen wirklich inmitten einer Weltwende, und es ist 
begreiflich, daB der einfache Sinn, der arme verwirrte Geist aus dem heutigen 
Chaos keinen Ausweg mehr sieht, verzweifelt den Tod sucht oder das Ende der 
Welt nahe glaubt, oder selbst den wahnwitzigen Tanz urns goldene Kalb mitrast 
und, alle Bande vergessend, sich gleichfalls in den tollen Strudel sturzt. "GenieBe 
solange du kannst - nach uns die Sintflut!" 

Eine so furchterlich tiefe Erschutterung des Gefiiges eines Volkes ist nur moglich 
und erklarlich, wenn die geistigen Grundlagen der gesamten Gesellschaft zerriittet 
oder falsch sind - und in der Tat sehen wir, daB Marxisten und Kapitalisten, 
Wirtschaftler und Leiter des offentlichen Lebens ganz gleichheitlich der gleichen 
Weltanschauung huldigen, - dem Individualismus. Der personliche Nutzen ist die 
einzige Triebfeder, der Vorteil fiir den engen Kreis der eigenen Klasse, 
Berufsvertretung ist das einzige Ziel. 

Auch hier muB ich auf eine spatere Arbeit dieser Schriftenreihe verweisen, die sich 
grundlegend mit diesen letzten soziologischen Fragen des Aufbaus der Gesellschaft 
befassen will. 

Hier soil nur im Vorbeigehen der Versuch gemacht werden, an einem Gleichbild 
den grundlegenden Unterschied aufzuzeigen zwischen dem Gefuge bzw. dem 
Fehlen eines organischen Gefiiges im heutigen Staat und der heutigen Wirtschaft 
und dem Aufbau eines nationalsozialistischen Staates. Die zur Zeit herrschende 
Lehre lautet: Die Gesellschaft ist eine Summe der einzelnen Menschen, der Staat im 
besten Sinne ein Zweckverband verschiedener Einzelpersonlichkeiten oder 
Verbande. 

Im Gleichbild entspricht dieser Lehre vom Bau der Gesellschaft ein Steinhaufen; in 
ihm sind tatsachlich die einzelnen Steine und Steinbrocken das einzig Reale, die 
auBere Form etwas Zufalliges, ob der eine Stein oben oder unten liegt, ist fiir den 
Steinhaufen gleichgiiltig - er bleibt immer ein Steinhaufen, bestehend mechanisch 
aus soundso viel einzelnen Steinen. 

Und nun zum Gleichbild des Staates, der unserer nationalsozialistischen 
Gesellschaftslehre und Staatsphilosophie entspricht: Das Haus. Auch das Haus 
besteht mechanistisch, individualistisch gesehen, aus soundso viel Ziegelsteinen, 
Kies, Zement, Balken, Fenstern, Turen, Boden usw. usw. Aber es leuchtet doch 
jedermann ein, daB ein Haus, ein Raum etwas Hoheres, Eigengesetzliches, etwas 
Neues, eine eigene, hohere Ganzheit ist, als nur eine Summe, ein Haufen von 
Ziegelsteinen usw. Jedermann begreift, daB ein Haus nicht entsteht nur durch das 
zufallige Zusammenfahren von soundsoviel Einzelteilen, sondern nur, wenn diese 
Einzelteile nach einem Plan sinnvoll zusammengefugt werden. Dann entsteht erst 
das Neue, GroBere, gewissermaBen der geistige Uberbau. 



So audi im Volk: erst wenn das Chaos sinnvoll - organisch - geordnet wird, wenn 
nach bestimmten Planen aus dem Chaos die Form wird, aus der bloBen Masse ein 
sinnvoll gegliedertes Ganzes, erst dann erstehen gewissermaBen die Einzelteile erst 
zu wirklichem sinnvollen Leben, erst dann entsteht - der wahre Staat. Mit 
unubertrefflicher Meisterschaft hat Othmar Spann, Wien, der fruhere Rektor der 
Wiener Universitat in seinem Buche "Der wahre Staat" und in seiner 
"Gesellschaftslehre" die soziologischen Grundlagen des heutigen individualistisch 
gebauten Staates im Gegensatz zu dem Hochziel der universalistischen Ordnung 
der Gesellschaft wissenschaftlich begrundet. 

Wir Nationalsozialisten haben schlicht und einfach die jedermann verstandliche 
Formel dafur gepragt: 

Gemeinnutz vor Eigennutz. 

Erst im Dienst der Allgemeinheit, erst als dienendes Glied im Rahmen des 
Volksganzen, erwacht der einzelne zu hoherem Leben, erst so wird er - jeder an 
seinem Platze - wahrhaftig eingegliedert in die hohere Ganzheit seines Volkes, erst 
so begriffen, gewinnt der echte Sozialismus = der Gemeinsinn, wahres Leben. Nur 
unter der Herrschaft dieses Grundgedankens wird der einzelne das Gefuhl der 
Geborgenheit gewinnen und erkennen, daB nur unter dieser beherrschenden Idee 
aus der heutigen Raubwirtschaft eine reichgegliederte, organische Volkswirtschaft 
entstehen kann, zum Nutzen der Gesamtheit - und damit auch zum Nutzen jedes 
einzelnen. 

Heute ist der einzelne eine hilflose Beute der verschiedenen um die Herrschaft 
ringenden Krafte, seine Zusammenschliisse nutzen ihm nichts. Nirgends wird der 
wahre Feind, der NutznieBer und Ausbeuter klar und richtig erkannt. 

Trotz allem antikapitalistischen Geschrei der Marxisten, trotz den frommen 
Spruchen des Zentrums, trotz dem Gezeter der Wirtschaft iiber Steuer- und 
Zinslasten - kein klares Erkennen des Weltfeindes: des den Erdkreis 
Uberschattenden Grofikapitals und seines Trdgers, des Juden. 

Das Volk in alien seinen Berufsstanden bekommt die Zinspeitsche zu schmecken, 
jeder Bevolkerungsschicht sitzt der Steuereintreiber im Nacken, - aber wer wagt der 
Allmacht des Bank- und Borsenkapitals entgegenzutreten? Diese Allmacht des 
Leihkapitals zeigt sich darin, daB es, entgegen alien sonstigen irdischen 
Erfahrungen, ohne Miihe und Arbeit durch Zins, Dividende und Rente aus sich 
selbst heraus gewissermaBen wachst, immer groBer und gewaltiger wird. Der 
teuflische Grundsatz der Luge siegt iiber den Ordnung sgrundsatz der schaffenden 
Arbeit. 

Brechung der Zinsknechtschaft heiBt hier unser Feldgeschrei. 



Ich weiB, daB gerade diese Grundforderung auch in unseren eigenen Reihen nicht 
in ihrer ungeheueren und grundlegenden Bedeutung richtig erfaBt und begriffen 
wird. Man sieht es z.B. daran, wie wenige unserer Redner sich an diese Kernfrage 
heranwagen. Wohl fuhlen die meisten, daB es die Kernfrage ist, wohl gehort in den 
Sprachschatz unserer Parteigenossen: "Der Kampf gegen das Borsen- und 
Leihkapital." Aber worin die "Zinsknechtschaft" eigentlich besteht, wie sie sich 
praktisch im Leben des einzelnen und der Nation auswirkt, welche 
finanztechnischen Vorgange die Bevolkerung zu "Zinssklaven" macht, oder gar 
welche praktischen MaBnahmen geeignet sind, die Brechung der Zinsknechtschaft 
durchzufuhren, und welches die Folgen der Brechung der Zinsknechtschaft fiir die 
gesamte Bevolkerung sein werden, - das ist den wenigsten so klar, daB sie es mit 
eigenen Worten dem Frager auseinandersetzen konnten. 

Adolf Hitler hat in seinem grundlegenden Werke "Mein Kampf" Band I, Seite 
224/225 die alles uberragende Bedeutung dieser Frage mit folgenden Ausfuhrungen 
gekennzeichnet: "Als ich den ersten Vortrag Gottfried Feders iiber die "Brechung 
der Zinsknechtschaft' anhorte (Juni 1919 D.V.), wuBte ich auch sofort, daB es sich 
hier um eine theoretische Wahrheit handelt, die von immenser Bedeutung fur die 
Zukunft des deutschen Volkes werden wird ... Der Kampf gegen das 
internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkte 
des Kampfes der deutschen Nation um ihre Unabhangigkeit und Freiheit 
geworden." 

Alle wirklich ernsten Nationalsozialisten teilen diese Uberzeugung, denn die 
Losung dieser Frage bedeutet im Grunde genommen die ins verstandesmaBige 
ubersetzte Losung der Judenfrage, - und daruber hinaus noch weit mehr. 

Antisemitismus ist gewissermaBen der gefilhlsmdfiige Unterbau unserer Bewegung. 
Jeder Nationalsozialist ist Antisemit, aber nicht jeder Antisemit wird 
Nationalsozialist werden. Antisemitismus ist etwas rein Verneinendes, der 
Antisemit hat zwar den Trager der Volkerpest erkannt, aber meist wandelt sich 
diese Erkenntnis nur in personlichen HaB gegen den einzelnen Juden und gegen die 
Erfolge der Juden im Wirtschaftsleben. Im besten Falle hebt sich der 
Antisemitismus dann zu der Forderung der Entfernung der Juden aus unserem 
Staats- und Wirtschaftsleben. Uber das Wie und "Was dann" macht sich der 
Antisemit meist gar kein Kopfzerbrechen. 

Wurden die geistigen Grundlagen der heutigen Judenherrschaft: "Eigennutz vor 
Gemeinnutz" und ihre stofflichen Machtmittel, das System der judischen Bank-, 
Anleihe- und Kreditwirtschaft bestehen bleiben, auch nach der Austreibung der 
Juden, so wurden sich genug Judenbastarde oder auch "Normaldeutsche" in ihrer 
elenden Rassenmischung finden - an die Stelle der Juden treten, und sie wurden 
gegen das eigene Volk nicht geringer wuten, als es heute die artfremden Juden tun, 
- und vielleicht wurden wir sogar manchen "Antisemiten" dann an den Stellen 
sehen, wo vorher der Jude saB. 



Der Nationalsozialismus dagegen mit seiner Hauptforderung nach Brechung der 
Zinsknechtschaft ist wahrhaft aufbauend, schon die Forderung selbst greift viel 
tiefer und die Folgen sind weit umfas sender. 

In meiner kleinen Arbeit "Das Herzstuck unseres Programms" (im 
Nationalsozialistischen Jahrbuch 1927), habe ich auf die Sonderstellung 
hingewiesen, die uns gerade diese Forderung unter alien Parteien und Verbanden 
zuweist. In alien unseren sonstigen Programmforderungen finden wir ahnliche oder 
gleichlaufende Bestrebungen teils bei den Rechts- und teils bei den Linksparteien. 
Nur diese Hauptforderung hat bei keiner anderen Partei ein Gegenstuck. 

Wir wissen nun alle, daB weder die Linksparteien mit ihrem verlogenen Geschrei 
"Nieder mit dem Kapitalismus", noch die Rechtsparteien mit ihren vaterlandischen 
Phrasen fahig sind, eine neue Weltepoche einzuleiten, denn weder die 
marxistischen noch die reaktionaren Forderungen wiirden am Wesen unserer 
gesamten Wirtschaft etwas andern, bzw. wiirden nur zerschlagen, wie die 
Kommunisten in RuBland, aber nicht aufbauen. 

Was versteht man unter "Zinsknechts chaff 1 

Den Zustand der Volker, die unter der Geld- oder Zinsherrschaft der alljiidischen 
Hochfinanz stehen. 

In Zinsknechtschaft befindet sich der Landwirt, der, um seinen Betrieb zu 
finanzieren, "Kredite" aufnehmen muB, die er so hoch verzinsen muB, daB die 
Zinsen den Ertrag seiner Arbeit auffressen, oder der Schulden gemacht hat und 
machen muBte, und der die Hypothekenschulden als ewiges Bleigewicht nach sich 
schleppen muB. 

In Zinsknechtschaft befindet sich der Arbeiter, der in den Fabriken und Werkstatten 
Werte erzeugt fiir kargen Lohn, wahrend der Aktionar, - ohne Miihe und Arbeit - 
Zinsen, Tantiemen und Dividenden bezieht. 

In Zinsknechtschaft befindet sich der gesamte gewerbliche Mittelstand, der im 
Grunde heute fast nur fur die Verzinsung seiner Bankkredite arbeiten muB. 

In "Zinsknechtschaft" befinden sich alle, die durch ihre geistige oder korperliche 
Arbeit ihr Brot verdienen mussen, wahrend ihnen gegenuber eine zahlenmaBig 
kleine Schicht - arbeits- und muhelos - aus ihren Zinsen, Bank- und 
Borsengewinnen, Finanztransaktionen usw. riesige Einnahmen beziehen. - Hier 
wolle man nicht an die Kleinrentner und Sparer denken, - wohl verdanken, bzw. 
verdankten auch sie ihre Zinseinnahmen einer grundfalschen Einrichtung - aber 
ihnen wurden zeitlebens die doppelten und hundertfachen Betrage ihrer kleinen 
Zinsen abgenommen oder weggesteuert oder sonstwie entzogen, so daB man ihnen 
im Alter leicht einen Teil des ihnen fruher vorenthaltenen vollen Arbeitsertrages 
auszahlen kann - dadurch eine groBe Masse an dem heutigen zinskapitalistischen 



System scheinbar Interessierter gewinnend. (Nahere Erlauterung zu diesem Punkt 
anderen Orts.) 

In "Zinsknechtschaft" befindet sich der Industrielle, der in zahester Arbeit seinen 
Betrieb aufgebaut hat, inn dann dem Zug der Zeit folgend in eine 
"Aktiengesellschaft" umgewandelt hat, nun nicht mehr Herr seiner freien 
EntschlieBung ist, sondern die unersattliche Profitgier der "Aufsichtsrate und 
Aktionare" befriedigen muB - will er nicht entlassen (!) werden aus seiner eigenen 
Schopfung. 

In "Zinsknechtschaft" begibt sich jedes Volk, das seinen Geldbedarf durch 
"Anleihen" deckt. 

In "Zinsknechtschaft" geht jedes Volk zugrunde, das der Geldmacht, den Bankiers, 
seine wichtigsten innerpolitischen Hoheitsrechte ausgeliefert, sein Geldwesen 
(Finanzhoheit), seine Eisenbahnen (Verkehrshoheit) und die Aufsicht iiber die 
wichtigsten Steuern und Zolle, wie dies Deutschland durch die Annahme der 
Dawesgesetze getan hat. 

In "Zinsknechtschaft" befinden sich alle Volker und Regierungen, die sich der 
Macht des Leihkapitals beugen. 

In "Zinsknechtschaft" befindet sich die schaffende Arbeit, die dem Gelde den 
Vorrang eingeraumt hat, so daB heute der "Diener der Wirtschaft" das "Geld", der 
"Herr der Arbeit", und zwar deren brutalster Tyrann geworden ist. 

"Zinsknechtschaft" ist der richtige Tatsachenausdruck fur die Gegenuberstellung: 
"Kapital gegen Arbeit", "Blut gegen Geld", "Schopferkraft gegen Ausbeutung". 

So wetterleuchten die Blitze dieses Riesenkampfes von Kraft gegen Tucke, von 
Geist gegen Stoff, von Freiheit gegen Knechtschaft, von Licht gegen Finsternis in 
unserem Wollen. - 

Die Forderung nach "Brechung der Zinsknechtschaft" ist von so riesenhaftem 
AusmaB, von so grundlegender Bedeutung fur unser Volk, fiir unsere Rasse, daB 
allein von deren Losung abhangen wird der Wiederaufstieg unseres Volkes aus 
tiefster Knechtschaft und Schande, ja, daB davon abhangen wird das 
Wiederaufbliihen, Gluck und Gedeihen, Wohlfahrt und Kultur auf dem Erdkreis. 

"Brechung der Zinsknechtschaft" ist die stahlerne Achse, um die sich alles dreht. 
sie ist weit mehr als nur eine finanzpolitische Forderung, sie greift mit ihren 
Voraussetzungen und Auswirkungen ebenso tief ins politische Leben wie ins 
wirtschaftliche ein, nicht minder ist sie eine Hauptfrage der Wirtschaftsgesinnung 
und greift so auch zu tiefst ins personliche Leben jedes einzelnen ein, sie fordert 
von jedem die Entscheidung: Dienst am Volk oder schrankenlose private 
Bereicherung - sie bedeutet somit die "Losung der sozialen Frage". 



Es liegt in der Natur jeder "Weltfrage", daB sie sich in einem Wort zusammenballen 
laBt, das wie ein Flammenzeichen aus dem Chaos aufsteigt, und daB 1000 Biicher 
und 100 Propheten den einen Gedanken nicht in alien Einzelheiten darstellen und 
ausschopfen konnen. - 

So kann auch hier an dieser Stelle iiber diesen gewaltigen Grundgedanken des 
Nationalsozialismus nicht mehr gesagt werden. In meinen bisherigen 
Kampfschriften "Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft", Munchen 1926 
(bereits vergriffen) und "Der Staatsbankerott, die Rettung", Diessen 1919, Verlag 
Jos. C. Huber, "Der kommende Steuerstreik", Diessen 1921, und "Der deutsche 
Staat auf nationaler und sozialer Grundlage", Munchen 1923, Verlag Frz. Eher 
Nachf. (samtlich zu beziehen durch unsere Partei-Buchhandlung Munchen, 
Thierschstr. 11), habe ich alle wesentlichen Seiten dieses Problems beleuchtet. 

Es bedarf eingehenden Studiums, um sich in diese Frage einzuarbeiten, denn die 
praktische Wirtschaftsgestaltung der letzten 50 Jahre verlief so vollig im Bannkreis 
der zinskapitalistischen Idee, daB es fur alle in diesen Vorstellungen 
GroBgewordenen eine grundlegende Umstellung bedeutet, sich von diesen fest 
eingefressenen Vorstellungen loszumachen. 

Im einzelnen soil es ebenfalls die Aufgabe eines demnachst erscheinenden 
Sonderheftes iiber die Brechung der Zinsknechtschaft sein, unseren Parteigenossen 
iiber dieses wichtige Arbeitsgebiet des kommenden nationalsozialistischen Staates 
Antwort zu geben. 

Neben diesen beiden ganz groBen und neuen Grundgedanken unseres Programms 
miissen noch im Zusammenhang damit die Grundsatze fur die Staats-, Wirtschafts-, 
Finanz-, Sozial- und Kultur-Politik genannt werden, aus denen heraus die einzelnen 
Programmforderungen wachsen. 

Unser staatspolitischer Grundsatz lautet schlicht und einfach "Das Deutsche 
Reich ist die Heimat der Deutschen." 

In diesem staatspolitischen Grundsatz ist das gewaltige Gebiet der gesamten 
AuBenpolitik, einschlieBlich der politischen Befreiung Deutschlands, sind alle 
rassepolitischen Forderungen und ebenso die staatsbiirgerlichen Folgerungen und 
Festlegungen enthalten. 

Unser wirtschaftspolitischer Grundsatz lautet: 

Die Aufgabe der Volkswirtschaft ist die Bedarfsdeckung und nicht eine 
moglichst hohe Rentabilitat fur das Leihkapital. 

Dieser wirtschaftspolitische Grundsatz schlieBt in sich eine grundlegende 
Stellungnahme des Nationalsozialismus zum Privateigentum, zum Aufbau unserer 
Wirtschaft im Hinblick auf ihre Organisationsformen (Klein-, Mittel-, GroB- und 



Riesenbetriebe - Syndikate, Truste) und zu den groBen sittlichen Fragen, die in der 
Wirtschaft lebendig sein mussen, soil die "Volkswirtschaft" nicht zur 
Volksausbeutungs- und reinen Profitwirtschaft werden! 

Auf finanzpolitischem Gebiet lautet unser Grundsatz: 

Das Geldwesen steht im Dienste des Staates, die Geldgewaltigen diirfen keinen 
Staat im Staate bilden. 

Hier handelt es sich um einen Grundsatz, der eine grundsturzende Anderung 
bedeutet. Denn bei den hier zu beschreitenden Wegen handelt es sich um die 
praktischen MaBnahmen zur "Brechung der Zinsknechtschaft" , Verstaatlichung des 
Geldwesens, Unterbindung der Anleihewirtschaft, Bau- und Wirtschaftsbank usw. 

Jede dieser Aufgaben ist programmatisch von der groBten Bedeutung. Als weiteres 
Gebiet gehort hierher die gesamte Steuergesetzgebung mit dem scheinbar 
unmoglichen Endziel des Staates ohne Steuern. 

Auf dem Gebiete der Sozialpolitik lautet unser Grundsatz: Das allgemeine Wohl 
ist oberstes Gesetz. 

Auch mit diesem Grundsatz stehen wir in scharfem Gegensatz zu der heute geubten 
Praxis, nach der jeder Stand, jede Klasse, jede Berufsvertretung fur ihre Gruppe 
Vorteile auf sozialpolitischem Gebiet zu erlangen strebt ohne Rucksicht auf das 
Allgemeinwohl. Wir werden auch Wohnungsnot und Erwerbselend zu beseitigen 
und eine allgemeine Altersversorgung aufzubauen haben. 

Kulturpolitisch laBt sich nur der unverruckbare ubergeordnete Grundsatz aufstellen: 
alle kulturpolitische Arbeit ist unter dem Gesichtspunkte reinen deutschen 
Volkstums zu leisten. Ob die seelischen und geistigen Krafte unseres Volkes eine 
neue Renaissance, eine klassische Periode aller schonen Kunste bringen werden, 
laBt sich nicht befehlen, erzwingen oder erzielen. Dagegen lassen sich die tiefen 
Schadigungen, die unser deutsches Kultur- und Geistesleben unter der judischen 
Diktatur erleidet, durch geeignete MaBnahmen zuruckdammen, besonders durch 
Entgiftung der Presse. 

AuBer diesen bedeutsamsten Gebieten des offentlichen Lebens werden naturlich 
auch sonst noch verschiedene einschneidende Verbesserungen durchzufuhren sein. 



Es ist klar, daB unser Rechtswesen, den mannigfachen Neuerungen entsprechend, 
offentlich-rechtliche Fassungen finden muB. 

DaB mit dem Unfug des parlamentarisch-demokratischen Wahlrechtes aufgeraumt 
werden wird, ebenso, wie man sich dann nach der Ubergangszeit einer Diktatur 



iiber die auBere Staatsform und das innere staatliche Gefuge der Lander klar 
werden muB. - 

Aber man sieht doch schon an dieser kurzen Ubersicht die GroBenordnung dieser 
Fragen gegenuber den gewaltigen grundlegenden Grundsatzen unseres Programms. 

Es ist fiir uns keine grundlegende Frage, ob Monarchic oder Republik, es ist 
gleichgultig, ob wir 5 oder 25 Bundesstaaten, Landschaften oder Stammesstaaten 
haben werden, wenn nur alle deutschen Stamme unter einer starken Zentralgewalt 
vereinigt dem Ausland gegenuber ein Felsen von Erz sind und im Innern die 
deutschen Staatsburger froh und zufrieden leben konnen. 



4. Die Programmforderungen 

im Einzelnen 

in der "Federschen Formulierung aus = Der deutsche Staat"'. 

Fiir die praktische Werbetatigkeit ist es ubersichtlicher, nachstehende Fassung des 
Programms zu gebrauchen, da die einzelnen Satze unter groBeren Gesichtspunkten 
zusammengefaBt sind, entsprechend den im vorigen Kapitel herausgeschalten 
Grundsatzen. 

Es ist auch besser und richtiger, gleich im Programm die einzelnen Arbeitsgebiete 
etwas gegeneinander abzugrenzen und sie auch rangordnungsgemaB einzuordnen. 

Das Staats- und Wirtschaftsprogramm 

der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. 

Unser Ziel ist - Deutschlands Wiedergeburt in deutschem Geist zu deutscher 
Freiheit. 

Der Weg zu diesem Hochziel ist: 

I. Staatspolitischer Grundsatz: Das Deutsche Reich ist die Heimat der 
Deutschen. 

a) auBenpolitisch: 



1. Die Aufrichtung eines geschlossenen Nationalstaates, der alle deutschen Stamme 
umfaBt. 

2. Die kraftvolle Vertretung der deutschen Interessen im Ausland. 

b) rassenpolitisch: 

3. Die Ausscheidung der Juden und aller Nichtdeutschen aus alien verantwortlichen 
Stellen des offentlichen Lebens. 

4. Unterbindung der Zuwanderung von Ostjuden und von anderen schmarotzenden 
Auslandern. Lastige Auslander und Juden konnen obendrein abgeschoben werden. 

c) staatsburgerlich: 

5. Nur der Deutsche, der sich zur deutschen Kultur- und Schicksalsgemeinschaft 
bekennt, kann staatsburgerliche Rechte ausuben. 

6. Wer nicht Deutscher ist, kann nur als Gast im deutschen Staat leben und steht 
unter Fremdenrecht. 

7. Die Rechte und Belange der Deutschen gehen vor denen der Angehorigen 
fremder Volker. 

II. Wirtschaftspolitischer Grundsatz: Die Aufgabe der Volkswirtschaft ist die 
Bedarfsdeckung und nicht eine moglichst hohe Rentabilitat fur das 
Leihkapital. 

8. Der Nationalsozialismus erkennt das Privateigentum grundsatzlich an und stellt 
es unter staatlichen Schutz. 

9. Das Wohl des Volkes zieht aber der maBlosen Reichtumsanhaufung in den 
Handen einzelner eine Grenze. 

10. Alle Deutschen bilden eine Werksgemeinschaft zur Forderung der allgemeinen 
Wohlfahrt und Kultur. 

1 1. Im Rahmen dieser allgemeinen Arbeitspflicht jedes Deutschen und unter 
grundsatzlicher Anerkennung des Privateigentums steht jedem Deutschen freie 
Erwerbsmoglichkeit und freie Verfugung iiber seinen Arbeitsvertrag zu. 

12. Die gesunde Mischung von Klein-, Mittel- und GroBbetrieben auf alien 
Gebieten des wirtschaftlichen Lebens, also auch in der Landwirtschaft, bleibt 
aufrechterhalten. 

13. Alle bisher bereits vergesellschafteten Betriebe werden verstaatlicht. 



14. Wucher- und Schiebertum, sowie die rucksichtslose Bereicherung auf Kosten 
und zum Schaden des Volkes wird mit dem Tode bestraft. 

15. Einfuhrung eines Arbeitspflichtjahres fur jeden Deutschen. 

III. Finanzpolitischer Grundsatz: Das Geldwesen steht im Dienste des Staates, 
die Geldgewaltigen diirfen keinen Staat im Staate bilden; daher unser Ziel: 
Brechung der Zinsknechtschaft durch 

16. Befreiung des Staates und damit des Volkes aus seiner zinspflichtigen 
Verschuldung gegenuber dem GroBkapital. 

17. Verstaatlichung der Reichsbank A.-G. und der Notenbank. 

18. Geldbeschaffung fur alle groBen offentlichen Aufgaben (Ausbau der 
Wasserkrafte, Verkehrswege usw.) unter Vermeidung des Ausleiheweges durch die 
Ausgabe zinsloser Staatskassengutscheine bzw. auf bargeldlosem Wege. 

19. Einfuhrung einer feststehenden Wahrung auf gedeckter Grundlage. 

20. Schaffung einer gemeinnutzigen Bau- und Wirtschaftsbank (Wahrungs-reform) 
zur Gewahrung zinsloser Darlehen. 

21. Durchgreifende Umgestaltung des Steuerwesens nach sozialen 
volkswirtschaftlichen Grundsatzen. Befreiung der Verbraucher von der Last der 
indirekten Steuern sowie der Erzeuger von einengenden Steuern (Steuerreform und 
Steuerbefreiung). 

IV. Sozialpolitischer Grundsatz: Das allgemeine Wohl ist das oberste Gesetz. 

22. GroBzugiger Ausbau der Altersversicherung durch Verstaatlichung des 
Leibrentenwesens. Jedem bedurftigen deutschen Volksgenossen wird von einem 
bestimmten Lebensalter an oder bei vorzeitigem Eintritt dauernder 
Erwerbsunfahigkeit eine auskommliche Rente sichergestellt. 

23. Beteiligung aller an schopferischen oder werteschaffenden Unternehmungen 
Beschaftigten je nach Leistung und Alter an den Ertragnissen des Werkes unter 
gleichzeitiger Mitverantwortlichkeit fur die Erfullung der volkswirtschaftlichen 
Aufgaben des Werkes. 

24. Einziehung aller nicht auf ehrlicher Arbeit beruhenden Kriegs- und 
Revolutionsgewinne sowie von Hamster- und Wuchergut und deren Verwendung 
fur den Ausbau der sozialen Fursorge. 

25. Behebung der Wohnungsnot durch umfangreiche Wohnungsneubauten im 
ganzen Reich mit den Mitteln der nach Ziffer 20 neu zu schaffenden 
gemeinnutzigen Bau- und Wirtschaftsbank. 



V. Kulturpolitisch. 

Eine Bliite aller Wissenschaften und schonen Kiinste auf der Grundlage eines 
politisch freien, wirtschaftlich gesunden Staates ist unser kulturelles Hochziel. 

Dies soil erreicht werden durch 

26. Erziehung der Jugend zu korperlich gesunden und geistig freien Menschen nach 
den groBen Uberlieferungen des deutschen Geisteslebens. 

27. Voile Religions- und Gewissensfreiheit. 

28. Besonderen Schutz der christlichen Glaubensbekenntnisse. 

29. Unterdruckung und Fernhaltung von Glaubenslehren, die dem deutschen 
Sittlichkeitsgefuhl zuwiderlaufen und deren Inhalt staats- und volkszerstorenden 
Charakter tragt. 

30. Unterdruckung aller schadigenden Einflusse in Schrifttum und Presse, Buhne, 
Kunst und Lichtspiel. 

3 1 . Freiheit der Lehre auf den deutschen Hochschulen, Heranbildung einer 
Fuhrerschicht von charaktervollen Mannern. 

VI. Militarisch. 

32. Wehrhaftmachung der Nation durch Einfuhrung des Wehrrechtes fur jeden 
freien Deutschen. 

33. Aufhebung der Soldnertruppe. 

34. Schaffung eines Volksheeres zur Verteidigung der Heimat unter einem in 
strenger Standeszucht aufzubauenden Berufsoffizierskorper. 

VII. Sonstige Verbesserungen. 

35. Verbesserung des Pressewesens. Unterdruckung aller Presseerzeugnisse, die 
gegen die Belange des deutschen Volkes verstoBen. Strengste Verantwortlichkeit 
fiir alle falschen oder absichtlich entstellten Nachrichten. 

36. Anderung des Wahlrechtes unter Ausschaltung der jetzt so entsittlichenden 
Formen des Wahlkampfes, der Unverantwortlichkeit der Gewahlten (Immunitat). 

37. Bildung von berufsstandischen Kammern. 

38. Justizreform auf dem Gebiete des 



Bodenrechts - (grundsatzliche Anerkennung des Eigentumsrechtes am Boden, 
Unbeleihbarkeit des Bodens von seiten des Privatkapitals, Vorkaufsrecht des 
Staates, besonders gegenuber Auslandern und Juden. Zwangsverwaltung von 
Grund und Boden durch den Staat im Falle liederlicher Bewirtschaftung), des 

Zivilrechtes - (weit strengerer Schutz der personlichen Ehre, der Gesundheit 
gegenuber dem heute vorherrschenden einseitigen Rechtsschutze des Eigentums). 

39. Staatsrechtliche Reformen. 

Staatsform. Die dem deutschen Wesen entsprechende Staatsform ist die in einer 
obersten Spitze vereinigte souverane Staatsfuhrung. - Ob diese oberste Spitze 
durch einen vom Volk zu wahlenden Monarchen oder durch einen Prasidenten 
besetzt wird, muB spaterer Volksabstimmung uberlassen bleiben. 

Bundesstaatlicher Charakter des Reiches. 

Die Zusammensetzung des deutschen Volkes aus verschiedenen durch Stammesart 
und Geschichte innerlich enger verbundenen Landern bedingt die weitestgehende 
Selbstandigkeit der einzelnen Bundesstaaten im Hinblick auf ihre inneren 
Angelegenheiten. 

Reichsangelegenheit ist die Vertretung des deutschen Volkes nach auBen, 
PaBwesen und Zolle, ferner Heer und Flotte. 

Der Erreichung dieses Staats- und Wirtschaftsprogramms des Nationalsozialismus 
stellen sich drei hauptsachliche Gegner in den Weg. Der Marxismus, der 
Parlamentarismus und beiden ubergeordnet das Grofikapital. 

1. Unser antimarxistischer Kampfrichtet sich gegen die staatszersetzende Lehre 
des Juden Karl Marx, gegen die das Volk zerreiBende Lehre vom Klassenkampf, 
gegen die wirtschaftsmordende Lehre der Verneinung des Privateigentums und 
gegen die rein okonomische materialistische Geschichtsauffasung. 

2. Unser antiparlamentaristischer Kampfnchtet sich gegen die 
Unverantwortlichkeit der sog. Volksvertreter, die - immun - niemals tatsachliche 
Rechenschaft ablegen mussen iiber die Folgen ihrer Beschlusse, sowie gegen alle 
sich daraus ergebenden Schaden (Sittenverderbnis, Gunstlingswirtschaft, 
Kauflichkeit) und als schlimme Folge - eine von einem solchen Parlament 
abhangige Regierung. 

3. Unser antimammonistischer Kampf, der den beiden anderen Kampffronten 
ubergeordnet ist, richtet sich gegen die weltumspannende Weltmacht, d.h. gegen 
die dauernde finanzielle und wirtschaftliche Ausblutung und Ausbeutung unseres 
Volkes durch das GroBleihkapital. 



Dieser Kampf ist aber andererseits auch ein gewaltiges geistiges Ringen gegen den 
seelentotenden materialistischen Geist der Ichsucht und der Raffgier mit all seinen 
zersetzenden Begleiterscheinungen auf alien Gebieten unseres offentlichen, 
wirtschaftlichen und kulturellen Lebens. 

Im letzten und tiefsten handelt es sich um den Kampf zweier Weltanschauungen, 
die ausgedruckt sind durch die zwei grundsatzlich verschiedenen geistigen 
Strukturen - den ursprunglich schaffenden und schopferischen Geist und den 
beweglichen, raffenden Geist. Der schopferische, erdverwurzelte und doch 
wiederum die Welt in ubersinnlichem Erleben uberwindende Geist findet seinen 
hauptsachlichsten Trager im arischen Menschen; - der raffende, wurzellose, rein 
auf Diesseitige gerichtete, handlerisch materialistische Geist findet seinen 
hauptsachlichen Vertreter im Juden. 

Der Nationalsozialismus erblickt wie der Antisemitismus im judisch- 
materialistischen Geist die Hauptwurzel des Ubels, er weiB aber auch, daB dieser 
gewaltigste Kampf der Weltgeschichte nicht bei rein verneinenden, antisemitischen 
Forderungen stehen bleiben darf, deshalb erhebt sich das gesamte Staats- und 
Wirtschaftsprogramm des Nationalsozialismus weit iiber den zwar grundlegenden 
oder verneinenden antisemitischen Kampf, indem es bejahend ein schopferisch 
aufbauendes Bild davon gibt, wie der nationalsozialistische Staat der Arbeit und 
Leistung aussehen soil. 

Ist das Hochziel erreicht, dann lost sich die nationalsozialistische Partei auf. Der 
Nationalsozialismus ist dann Lebensinhalt fiir das game deutsche Volk geworden. 
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ist ja uberhaupt keine 
parlamentarische Partei im gewohnlichen Sinn des Wortes, sondern nur der 
entschlossene, zukunftsfrohe und zukunftssichere Volksteil, der sich um willens- 
und geistesstarke Fuhrer versammelt hat, um Deutschland aus Schande und 
Ohnmacht nach auBen, aus Zerfleischung und Entsittlichung im Innern wieder 
emporzufuhren zu einer kraftvollen, achtungsgebietenden Stellung nach auBen, und 
im Innern zu einer wirtschaftlich gesunden, kulturell bliihenden, geistig und sittlich 
hochstehenden Volksgemeinschaft. 

Wir wollen bauen das Reich der deutschen Sehnsucht, wie es Geibel besingt: 

"Nach AuBen eins und schwergewaltig" 

"Um ein hoch Panier geschart" 

"Nach Innen reich und vielgestaltig" 

"Ein jeder Stamm nach seiner Art." 

"Das Deutsche Reich ist die Heimat der Deutschen." 



Jedes Wort dieses staatspolitischen Grundsatzes ist, gemessen an der 
Erbarmlichkeit der heutigen Lage, wie ein Peitschenschlag. 

Das "Deutsche Reich", wo gibt es ein "deutsches Reich"? Hat die Kolonie 
Deutschland uberhaupt Anspruch auf diesen Ehrennamen eines selbstherrlichen 
Staates? Nein. - 

Ein Land, wie das Deutschland von heute, kann auch von den nachsichtigsten 
Staatsrechtslehrern nicht als selbstandiger Staat bezeichnet werden. 

Die fiinf wichtigsten Hoheitsrechte eines Staates sind: Gebietshoheit, Militarhoheit, 
Finanzhoheit, Verwaltungs- und Verkehrshoheit und funftens Justizhoheit. 

Es genugt, diese jedem Laien ohne weiteres einleuchtenden volkerrechtlichen 
Lehrsatze zu nennen und in Vergleich zu setzen mit der heutigen Stellung 
Deutschlands, um die Unhaltbarkeit der Behauptung darzutun, als gabe es noch ein 
selbstherrliches "Deutsches Reich". 

Unsere Gebietshoheit ist ein Narrenspiel, denn wenn es Frankreich paBt, besetzt es, 
ohne lange zu fragen, oder auf Gegenwirkung zu stoBen, deutsches Land, ebenso 
konnen es die Tschechen, Polen, Danen jeden Ubergriff, jeden Einbruch in 
deutsches Land gestatten, ohne daran gehindert zu werden. Wie ganz anders 
beurteilt das "verruchte alte Regime" die geringste Grenzverletzung. Ein 
militarischer Einbruch in deutsches Gebiet war "Kriegszustand". 

Zur Wahrung seiner Gebietshoheit bedarf der Staat einer bewaffneten Macht, die 
Eingriffe in das Staatsgebiet und damit in Leben und Gesundheit seiner 
Staatsburger abzuwehren vermag. Kein freier Staat kann einer fremden Macht 
Einblick oder gar Aufsicht, oder gar das Recht der Bestimmung iiber 
Mannschaftszahl, Bewaffnung, Ausrustung, Standort usw. einraumen; denn er tut 
dies, so ist er eben nicht "souveran", so ist er eben nicht im Besitz seiner 
Machtmittel, so hat er eben Verzicht geleistet auf seine Militarhoheit. Dies hat 
Deutschland durch seine Unterwerfung unter die Entwaffnungs- und 
Schnuffelkommissionen der Feinde getan. 

So weit war Deutschland schon durch die Annahme der 
Waffenstillstandsbedingungen erniedrigt worden. Die auBenpolitischen 
Hoheitsrechte waren verloren. 

Immerhin ware noch eine gewisse innere Souveranitat aufrechtzuerhalten gewesen, 
aber gerade auf die Zerstorung dieser inneren Machtmittel kam es der Hochfinanz 
an, die erst im Besitz dieser innerdeutschen Hoheitsrechte die deutsche Arbeit 
schrankenlos auszubeuten vermochte. 

Zunachst ergoB sich die Schlammflut der Revolution, das Schieber- und 
WuchergeschmeiB iiber Deutschland, die Sonne des Chaos, sozialdemokratische 



Landesverrater, Fahnenfliichtige, Zuchthausler besetzten die hochsten und 
eintraglichsten Staatsstellen, bald teilten sie ihre Macht mit Demokraten und 
Zentrum und hinter allem und iiber alien macht der Jude, die Hochfinanz, ihre 
Geschafte. Bald wurden auch die Freimaurer aus den sog. nationalen Parteien 
herangezogen, besonders Br. Stresemann, und nun holte man zum letzten Schlag 
aus. Das Sachverstandigen-Gutachten und die darauf aufgebauten Dawesgesetze 
raubten Deutschland seine Finanzhoheit, diese wurde an eine Handvoll GroBjuden, 
bzw. an aus- und inlandische GroBkapitalisten verschachert. Und ebenso gab der 
Reichstag die Eisenbahnen preis und damit die Verkehrshoheit und ebenso 
wichtige Teile der Verwaltungshoheit auf dem Gebiete der Steuern und Zolle, 
indem er sie verpfandete und der Kontrolle des Reparationskommissars unterwarf. 

Auch von Justizhoheit ist kaum mehr zu sprechen. In den besetzten Gebieten 
besteht fremde Militargerichtsbarkeit, im ubrigen Deutschland bestehen tief 
eingreifende Sondergesetze, wie das Republikschutzgesetz. Rechtsunsicherheit, 
organisierte Volksberaubung durch die sog. "Aufwertungsgesetze", zwingen die 
Gerichte, Unrecht fiir Recht zu erklaren. 

Deutschland ist kein souveraner Staat mehr. Deutschland ist eine Sklavenkolonie. 
Deutsche werden unterdriickt, ins Gefangnis geworfen, es wird ihnen das Reden 
verboten - nur weil sie "deutsch" geblieben sind und die Sklaverei beseitigen 
wollen. 

Jawohl, wir wollen wieder ein freies Deutsche s Reich haben, und dieses kommende 
freie Deutsche Reich soil die Heimat der Deutschen sein. 

Heimat soil dieses Deutschland sein, nicht nur Polizeiverordnungsmaschinerie, 
nicht nur "Staat", nicht nur "Obrigkeit", nicht nur "Regierung", nicht nur Pfriinde 
fur ein Viertelhundert Herrscherhauser, sondern Heimat. Heimat, du siiBes 
Zauberwort, das die unterirdischen Quellen aufrauschen laBt, - Heimatliebe, traut 
und schon, sonnig und lieb, der Duft der heimatlichen Scholle steigt auf, 
Gliicksgefuhle durchstromen den Wanderer, der Heimatboden wieder unter sich 
fiihlt, mit dem er sich blutmaBig verbunden fiihlt. Die Heimat, - die Mutter - sie 
sorgt fur alle ihre Kinder, behutet und betreut fiihlen muB sich der Deutsche im 
Deutschen Reich, in seinem Vaterland, in seiner Heimat. Das Gefiihl des 
Geborgenseins ist das Wesentlichste am Heimatgefiihl und daraus wachst die zarte 
Bliite der Heimatliebe. Hoheres Ziel gibt es nicht fiir Staat und Volk. 

Das ist mehr als niichterne Sozialpolitik, als Arbeitslosenversicherung, mehr als 
Wohnungsbauprogramm, obwohl das eigene Heim eine der machtigsten 
Antriebsfedern fiir das Keimen der Heimatliebe ist. 

Heimat ist mehr als "imperialistischer Machtstaat", dem man dient, vielleicht mit 
Begeisterung, vielleicht unter Zwang. 



Heimat ist mehr als Reichs-, Staats-, Stadtverwaltung, mehr als Berufs- und 
Interessenvertretung, mehr als Futterkrippe und Schutzer von Person und 
Eigentum. Alle diese offentlichen Einrichtungen mussen im Dienste des 
Heimatgedankens stehen. Wie in einer richtigen Familie fiir die Kinder das 
"Daheim", das "Heim" einen ganz besonderen Zauber ausubt, wie das "Zuhause" 
ganz andere Gefuhle auslost als das Hotelzimmer, in dem man auch wohnt, oder 
gar die Gefangniszelle, so auch ist Heimat etwas unsagbares Zartes und doch 
Gewaltiges, Ubergeordnetes iiber den schabigen Gedanken des Zweckverbandes, 
dem die liberale, demokratisch-parlamentarische Auffassung vom Bau der 
Gesellschaft den "Staat" zuweist. 



Staatspolitik 



Grundsatz: Das Deutsche Reich sei Heimat der Deutschen. Nicht von Juden, 
Russen (Kommunisten), Sozialdemokraten, die kein Vaterland kennen, das 
Deutschland heiBt (Crispien), nicht von alien moglichen sonstigen Auslandern, die 
fur langer oder kurzer auf deutschem Boden sich aufhalten. 

Hier stehen wir in einem grundsatzlichen und zu tiefst einschneidenden Gegensatz 
zur Weimarer Verfassung, die nur "deutsche Staatsangehorige" kennt, aber nicht 
den Begriff "Deutsche" in volkischer oder noch scharfer, in rassischer Hinsicht, 
kennt. 

So lauten die Thesen 1-7, eingeteilt in die drei Unterabteilungen 

a) auBenpolitisch, b) bevolkerungspolitisch, c) staatsburgerlich. 

l.Aufrichtung eines geschlossenen Nationalstaates, der alle deutschen Stdmme 
umfafit. 

Es ist das selbstverstandliche Lebensrecht jeder selbstbewuBten Nation, daB sie alle 
Menschen ihres Stammes in einem geschlossenen Nationalstaat zusammenzufassen 
bestrebt ist. Diese Forderung fand spontanen Ausdruck in dem gerade von unseren 
Kriegsgegnern proklamierten "Selbstbestimmungsrecht". 



So verzichten auch wir auf keinen Deutschen, der auBerhalb der deutschen 
Staatsgrenzen eingeschlossenen Siedlungsgebieten lebt, im Hinblick auf seine 
volkstumliche Zugehorigkeit zum Deutschen Reich, Wir erklaren, daB wir indes 
nicht daran denken, mit Gewalt einen AnschluB der auBerhalb Deutschlands unter 
danischer, polnischer, tschechischer, italienischer oder franzosischer Oberhoheit 
lebenden Deutschen erzwingen zu wollen. Wir verlangen und erwarten allerdings,, 
daB unsere deutschen Briider unter fremder Oberhoheit gleiches Recht wie die 
ubrigen Staatsangehorigen in jenen Landern eingeraumt wird. 

Somit entbehrt diese Forderung jeder imperialistischen Tendenz. Es ist die 
schlichte und naturliche Forderung, die jedes kraftvolle Volkstum als 
Selbstverstandlichkeit aufstellt und anerkennt. 

2. Die kraftvolle Vertretung der deutschen Interessen im Auslande greift weiter und 
ist die notwendige Erganzung zu Punkt 1 . 

Nicht selten sind die besten, tuchtigsten, die wickingerhaftesten Deutschen, die als 
Kulturtrager hinausgehen in die weite Welt, als Ingenieure, Forscher, Gelehrte, als 
Kaufleute, Arzte. Sie gehoren zu der groBen deutschen Volksfamilie, der sie nicht 
verloren gehen sollen und durfen. Sie haben ein Recht auf den Schutz der Heimat 
auch im Ausland. Diese Deutschen sollen nicht nur Kulturdiinger, sondern bewuBte 
Vorposten, Vorkampfer des Deutschtums auf Erden sein, nicht 
"Menschheitsapostel", sondern Trager des nordischen Gedankens. 

Nicht "sich einfuhlen" in fremde Art, sondern Bewahrung der deutschen Eigenart, 
der deutschen hoheren Art, muB die Aufgabe der Deutschen im Ausland und 
unserer amtlichen Vertretungen werden. Auch hier muB ein eiserner Besen in das 
verstaubte A. A. ("Auswartige Amt") hineinfahren. Erzbergersche und 
Stresemannsche Liebedienerei gegenuber dem Ausland hat ein Ende, und man wird 
dann auf einmal sehen, daB das Ausland vor einer kraftvollen Vertretung der 
deutschen Interessen ganz anderen Respekt haben wird, und statt FuBtritten und 
Ohrfeigen wird Achtung und Rucksichtnahme auf deutsche Wunsche die Folge 
sein. 

b) Rassenpolitisch. 

3. Die Ausscheidung der Juden und aller Nichtdeutschen aus alien 
verantwortlichen Stellen des offentlichen Lebens. 

Diese Forderung ist fur uns Nationalsozialisten so selbstverstandlich, daB er gar 
keiner weiteren Erlauterung bedarf; fiir denjenigen dagegen, der nicht zum 
mindesten die Grundlagen der Rassenlehre begriffen hat, ist es unmoglich, eine 
kurze, uberzeugende Begrundung zu geben. 

Wer im Juden nur einen "deutschen Staatsburger judischen Glaubens" sieht - und 
nicht ein artfremdes, streng abgeschlossenes Volk von ausgesprochenen 



Schmarotzer-Eigenschaften, kann die UnerlaBlichkeit dieser Forderung nicht 
verstehen. Wer einen Kohlrabi, der zufallig in einem Erdbeerbeet aufgewachsen ist, 
fur einen Erdbeerbusch erklart oder glaubt, von ihm durch gutes Zureden Erdbeeren 
ernten zu konnen, irrt sich, ebenso derjenige, der glaubt, daB ein junger Lowe, der 
in eine Schafherde geworfen wurde, zum Schaf werden wird. Eher wird man 
begreifen, daB ein Deutscher doch nicht gut zum Bezirksamtmann oder Amtsrichter 
in Indien oder China werden kann, wie wir es auch gewiB nicht gerne sehen 
wurden, wenn ein Chinese oder Hottentotte uns als Finanzamtmann oder als 
Burgermeister vor die Nase gesetzt wiirde. 

Trotzdem ware es nicht so schlimm, wenn einmal ein Enver Pascha oder ein 
Tschankaischek in Deutschland Ordnung schufe, als daB ein Jude seinen 
zerstorenden Rasseneigenschaften in Deutschland freien Lauf laBt. Sicher ist, daB 
mit der Revolution sich alle Bande der staatlichen Ordnung gelost haben und der 
alteingesessene GroBbankjude, genau so wie der neu zugewanderte Ostjude, sich 
am Elend Deutschlands maBlos bereichert haben. Das haben wir alle erlebt, jeder 
konnte es mit eigenen Augen sehen, und jeder bekam es zu spuren; so war es 
immer, und immer ging die Zerstorung der nordischen Ordnung voraus. "Doch 
dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen, - solang die Ordnung steht, solang 
hat's nichts zu hoffen" (Goethe im Jahrmarkt von Plunders weilen). Deshalb fordert 
Ziffer 

4. die Unterbindung der Zuwanderung von Ostjuden und von anderen 
schmarotzenden Ausldndern. Ldstige Ausldnder und Juden konnen abgeschoben 
werden. 

In den Zeiten der hochgehenden Inflation kamen diese galizischen und polnischen 
Juden wie Ungeziefer in die deutschen Stadte; trotz groBter Wohnungsnot fanden 
sie bald die schonsten Wohnungen, wahrend die Deutschen in Lochern hausen 
muBten. Dann begannen sie ihre unsauberen Geschafte, sie kauften alles: Perlen, 
Perserteppiche, Diamanten, Gold, Silber, Platin, Kriegsanleihe, Altpapier, 
Tausendmarkscheine, Kupfer, Blei, Literatur, Theater , Schrott (Evaporator- A. -G.). 
Bald waren sie sichtbar reich, - und waren damit, fur den Normaldeutschen, als 
Deutsche anerkannt. 

Unter nationalsozialistischem Druck wagte der Generalstaatskommissar v. Kafir in 
Bayern (er war der "Ehrenwortbrecher aus Staatsraison", der feig und hinterlistig 
die deutsche Erhebung am 9. November 1923 im Blut ersticken lieB) - eines 
schonen Morgens die Austreibung der Ostjuden anzuschlagen und sandte auch 
seine Polizeiorgane zu einigen der bekanntesten Schieber. Da traten die 
"alteingesessenen" anstandigen Juden "des Zentralvereins" fiir das galizische 
GeschmeiB, fiir ihre judischen "Volksgenossen" ein - und Kahr wich feige zurtick. 

Nur ganz klare und unbeugsame Staatslenker werden hier gemaB ihrer 
rassenkundlichen Erkenntnisse handeln. Zugestandnisse konnen hier nicht gemacht 
werden. 



Uber diese rein antisemitische Nutzanwendung hinaus muB die Rassenhygiene 
gepflegt und das hohe Ziel, - das hochste Ziel der Aufnordung unseres Volkes im 
Sinne des nordischen Gedankens gepflegt werden. 

Diese Frage gehort vielleicht nicht in das "Zeitprogramm" der NSDAP hinein, aber 
wir alle miissen uns daruber klar sein, daB mit dem so stark verbastardierten 
deutschen Volk auf die Dauer nicht viel zu machen ist. 

Wohl diirfen wir heute schon feststellen, daB die furchtbare Rassenebbe zunachst 
theoretisch uberwunden ist, allein schon durch die Tatsache des auBerordentlichen 
Interesses, das Rassefragen und Rassebiicher in weiten Kreisen finden, dann durch 
die Tatsache des Vorhandenseins grundlegender Werke tiber dieses Gebiet, aber 
nur unablassige Arbeit bringt uns wirklich vorwarts. 



c) Staatsburgerlich fordern wir 

5. Nur der Deutsche, der sich zur deutschen Kultur und Schicksalsgenossenschaft 
bekennt, kann staatsbiirgerliche Rechte ausiiben. 

Hier wird eine unbedingt notwendige Einschrankung gemacht. Leute, auch wenn 
sie deutsch geboren werden, die sich aber bewuBt zerstorend gegen das deutsche 
Volk, gegen den Staat, wenden, ihre politischen Befehle vom Ausland empfangen 
und befolgen - gehoren nicht zur deutschen Schicksalsgemeinschaft, sie konnen 
also auch nicht staatsbiirgerliche Rechte ausiiben, so wenig wie ein Jude, und 
manchem werden wir noch auszuschlieBen haben von der Ehre des deutschen 
Staatsbiirgerrechtes . 

Gewissenlose Schieber, beamtete Fahnenfliichtige oder zum Teil noch "immune" 
Landesverrater werden gewiB im nationalsozialistischen Staat keine 
staatsbiirgerlichen Rechte mehr ausiiben. 

6. Wer nicht "Deutscher" ist, kann nur als Gast im deutschen Staat leben und steht 
unter Fremdenrecht. 

Dies ist ein gewichtiger Grundsatz, er soil der ewigen Liebedienerei jedem 
Auslander gegeniiber ein Ende bereiten. Es heiBt aber keineswegs, daB wir fremde 
Staatsbiirger nicht gerne und mit aller gebotenen Riicksicht als Gaste bei uns sehen 
wollten, solange sie sich entsprechend benehmen, aber 

7. Die Rechte und Interessen der Deutschen gehen vor denen der Angehorigen 
fremder Volker. 

Weitere Einzelheiten brauchen programmatisch nicht gefordert werden. Wie z.B. 
im einzelnen das "Fremdenrecht" aussehen wird, ist eine Frage spaterer Zeit, 
ebenso wie im einzelnen die Ausscheidung der Juden vor sich gehen wird. Man 



wolle von einem grundsatzlichen Programm nicht verlangen, daB es ein 
"Aktionsprogramm" sei, das taktische Einzelheiten fur die Erringung der 
politischen Macht oder fur Sonderaufgaben angibt. Ich bin uberhaupt ein Gegner 
allzuvieler Programmfexerei, denn es handelt sich in unserem Riesenkampf 
zundchst um die unverrilckbare Festlegung unserer Ziele, aber nicht um "Wahl"- 
und sonstige "Programme" der burgerlichen oder sozialistischen Parteien. 



Wirtschaftspolitik 



Grundsatz: Die Aufgabe der Volkswirtschaft ist die Bedarfsdeckung und nicht 
moglichst hohe Rentabilitat fur das Leihkapital. 

Dem schlichten Denken des einfachen Menschen mochte es uberflussig erscheinen, 
eine solche Selbstverstandlichkeit besonders und gar grundsatzlich zu betonen. 
Dem schaffenden Menschen, dem Landwirt, Handarbeiter, Handwerker, dem 
Gewerbetreibenden und Fabrikanten und all den Hilfsbetrieben fiir Zubringung und 
Verteilung der Guter, liegt es gewissermaBen im Blut, daB das, was erzeugt, ge- 
oder verbraucht wird. Im Eigenbedarf oder als volkswirtschaftliches Tauschgut von 
anderen. 

Eine "Wirtschaft", die nicht auf Erzeugung und Verbrauch eingestellt ist, erscheint 
ihm lacherlich - unmoglich - widersinnig. 

Auch hier stehen wir wieder vor einer der groBen geistigen Schwierigkeiten in 
unserer Werbearbeit, daB wir unseren Volksgenossen sagen mussen, du hast zwar 
ganz recht mit deinem natiirlichen Empfinden, wenn du iiber Sinn und Zweck der 
Arbeit und der gesamten Volkswirtschaft nachdenkst, aber leider entspricht unsere 
heutige sogenannte Wirtschaft keineswegs dieser natiirlichen Forderung; 

bei naherem Zusehen wirst du im Gegenteil die erschreckenden Ziige finden, die 
der natiirlichen Aufgabe der gesamten Volkswirtschaft vollkommen zuwiderlaufen. 

Was tut denn der Wucherer und Schieber? Denkt diese weitverbreitete Sorte von 
Leuten etwa an die Bedarfsdeckung? Nein! - ist er uberhaupt werteschaffend tatig, 
erzeugt er etwas? Nein! - Er raubt, stiehlt und betrugt in volkswirtschaftlichem 
Sinn und bereichert sich. 

Was tun die Banken? Sie vermitteln den Geldverkehr und geben "Kredit". Ja; aber 
ersteres besorgt auch die Post und zwar billiger, rascher und besser, und wem 
geben die Banken Kredit? - Etwa den Notleidenden, den Massen der Arbeiter, die 
kein eigenes Heim haben, um damit Hauser zu bauen, um den dringenden 
volkswirtschaftlichen Bedarf an Wohnraum zu decken? - Nein! 



Oder den Landwirten, Gewerbetreibenden und Geschaftsleuten, die doch die 
Erzeuger und Vermittler der volkswirtschaftlichen Bedarf sguter sind? Kaum und 
nur dann, wenn die Betreffenden "Sicherheit" bieten und iiber die naturgemaBe 
Ruckzahlungspflicht hinaus, sich noch zu hohen Sondergegenleistungen bereit 
erklaren, zu den "Zinsen". Liegt den Banken etwas daran, daB die Kunden von den 
Gewerbetreibenden und Geschaftsleuten gut, schnell und billig bedient werden, daB 
also der volkswirtschaftliche Bedarf rasch, billig und zuverlassig gedeckt wird? 
Nein! - Sie haben nur ihr einseitiges Profitinteresse an den Zinsen, Provisionen und 
wie die Geldabzapfungskunste der Banken noch heiBen. - Und was erzeugen denn 
die Banken? Nichts! Und was verdienen sie? Ungemessene Summen. 

Also Wucherer und Schieber, Banken und Berufsleihkapitalisten decken keinerlei 
Bedarf, aber sie ziehen gewaltige Profite aus dem heute herrschenden 
zinskapitalistischen System, - mehr noch, sie sind die eigentlichen Herrn, 
NutznieBer und Ausbeuter dieser heute herrschenden antisozialen 
Wirtschaftsordnung. "Rentabilitat" des Leihgeldes ist heute die Hauptaufgabe der 
Wirtschaft; d.h. die Arbeitenden haben unter diesem zinskapitalistischen System 
jeweils ein Gutteil ihrer Arbeitsertragnisse abzuliefern an das GroBkapital der 
Banken, Borsen und an volkswirtschaftliche Wucherer und Schieber. Was tut der 
"Unternehmer" im ublen, landlaufigen Sinn, der "Ausbeuter" und "Blutsauger" in 
der Ausdrucksweise der Arbeiterschaft? Er versucht durch moglichst geringe 
Lohnzahlung und durch Verwendung minderwertigen Materials einerseits, durch 
Massenproduktion oder "Aufmachung" und hohe Preise andererseits, einen 
moglichst hohen Profit fiir seine Tasche herauszuschinden. 

Ihn kummert nicht die Not seiner Arbeiter, ihm ist es gleich, wenn seine Waren als 
Schund bald weggeworfen werden mussen, um so besser, denn das bedeutet neue 
Auftrage fiir ihn und neuen Profit, das Volk ist ja dumm genug, immer wieder auf 
billigen Schund hereinzufallen, wenn er nur recht verlockend angepriesen und 
ausgestellt wird. Der Krebsschaden des Warenhauses (s.d.a.O.). 

Sein "Profit", also die Rentabilitat seines Kapitals, ist ihm Hauptsache, die 
"Bedarfsdeckung" nur Mittel zum Zweck. 

Aber immerhin - er erzeugt doch wenigstens etwas, schafft Arbeit. Ganz anders ist 
demgegenuber der wahre Unternehmer zu beurteilen, der sich seiner hohen 
Aufgabe als Wirtschaftsfuhrer bewuBt ist. Ein solcher muB schon eine sittliche 
Personlichkeit sein, wenigstens im volkswirtschaftlichen Sinn. Seine Aufgabe ist 
zunachst, die wirklichen wirtschaftlichen Bedurfnisse des Volkes zu erkennen, - oft 
leistet er als Erfinder selbst diese Pionierarbeit, - dann muB er die besten und 
billigsten Herstellungsverfahren ergrunden, muB mit den Preisen an die unterste 
Grenze gehen, um seine Erzeugnisse einzufuhren, muB tadellose Ware liefern, fiir 
dauernden Nachschub sorgen, muB seine Arbeiter gut entlohnen, um auch in ihnen 
kaufkraftige Abnehmer der volkswirtschaftlichen Erzeugnisse zu haben, muB stets 
bedacht sein auf Neuerungen und Verbesserungen im Betrieb und Vertrieb. Macht 
er dies zum Leitsatz seines Handelns, dient er also im besten und hochsten Sinne 



der "Bedarfsdeckung", so kommt der Gewinn ganz von selbst, ohne daB er diesen 
als hochstes Ziel anstreben muBte. Nicht minder hoch sind in dieser Hinsicht die 
wirklich groBen Schopfer unserer GroBindustrie einzuschatzen, wie Carl Bosch, 
Krupp, Kirdorf, Thyssen, Abbe, Mannesmann, Siemens, um nur wahllos einige zu 
nennen. 

Aber sofort schlagt die Wesensart solcher Betriebe um, wenn sie nicht mehr unter 
der selbstverantwortlichen Leitung einer sittlichen Personlichkeit stehen, die meist 
ihren Arbeitern auch im wohlverstandenen Interesse ihres Betriebes fursorglich und 
anstandig gegenuber gestanden sind, - sondern "anonymisiert", "entpersonlicht" 
werden und in die Form einer Aktiengesellschaft oder G.m.b.H. ubergehen. 

Solange noch der Grander und Schopfer eines solchen Werkes als Hauptaktionar 
die alten gediegenen Uberlieferungen seines Werkes pflegen kann, mag es noch 
angehen, aber meist beginnt schon bald nach der Umwandlung der Ansturm der 
reinen Profitinteressen der Aktionare, d.h. der Berufskapitalisten. Die fruheren 
Besitzer, die Vorstande, die Direktoren sind gegenuber Forderungen nach 
Verbesserungen im Betrieb, nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen vom 
"Aufsichtsrat" abhangig - und dieser hat gar kein Interesse (iiber das des 
Sklavenhalters hinaus!) an dem Wohlergehen von Arbeiterschaft und Werk, 
solange er nur recht hohe Dividenden fiir das hingestreckte Kapital erzielen kann. - 
Ganz verheerend wurden diese Zustande durch die Einfuhrung der Inhaberaktie, so 
daB also jeder hergelaufene Schieber und Geldmensch Aktionar, GroBaktionar und 
damit Besitzer groBter industrieller Werke werden konnte, ohne das geringste vom 
Betriebe zu verstehen. Was sind den Berufsleihkapitalisten, den GroBaktionaren, 
den Borsianern, diese Anteilscheine, die Aktien anderes als "Spielpapier" an der 
Borse? Interesse an Produktionsstatte, Erzeugung und Arbeitsplatz hatten die 
"Aktionare" ganz gewiB nicht, ja sie wuBten und wissen meist gar nicht einmal die 
Produkte zu nennen, die Absatzverhaltnisse, die Arbeits-, Lohn- und 
Gehaltsverhaltnisse der Werke, deren "rechtmaBige" (!) Besitzer sie sind, auf 
Grund ihres an der Borse erschobenen Aktienpaketes dieser oder jener Fabrik. 

Man muB sich einmal diese Dinge in ihrer volkswirtschaftlichen Tiefenwirkung 
klar machen, um die ganze Verderblichkeit dieses zinskapitalistischen Systems zu 
erkennen. 

"Profit", Rentabilitdt, ist heute die Aufgabe der Wirtschaft. 

Die Warenhduser - Tietz, Wertheim, Karstadt usw. usw. lauter Juden - gehen einen 
etwas anderen Weg, ich deutete dies oben schon an. - "Anreiz", "Aufmachung", 
"Bluff, Erweckung von ganzlich unnotigen "Bedurfnissen", also von "Luxus", sind 
deren Geschaftsmethoden. 

Riesenhafte Palaste von ungeheuersten AusmaBen, mit alien Verfeinerungskunsten 
gebaut, verlocken zum Einkauf von meist unnutzen Gegenstanden, scheinbar 
billige Preise, giinstige Zahlungsbedingungen verfiihren zu alien moglichen 



Luxusausgaben. - "Erfrischungsraume" erleichtern den Daueraufenthalt im 
Warenhaus. So sind die Warenhauser mehr Pflanzstatten fur 
Verschwendungssucht, denn niemand moge sich einbilden, daB er etwas geschenkt 
bekommt. Wirklich vermogende Leute gehen gewiB nicht ins Warenhaus, um ihre 
Einkaufe zu machen; sie wissen, was die armen Leute meist nicht wissen: "wer 
billig kauft, kauft teuer". Glauben denn die Kaufermassen der Warenhauser, daB 
diese Palaste anders als aus ihren eigenen Spargroschen gebaut werden! Glaubt der 
Besucher der Warenhauser, daB nicht er selbst die "rollenden Treppen", Aufzuge, 
Ruheraume, die feenhafte Beleuchtung bezahlen muB! 

Bedenkt man noch, daB das Warenhaus der Ruin des gewerblichen Mittelstandes 
ist, daB das Warenhaus in der grausamsten Weise Heimarbeit ausnutzt, ebenso wie 
das Personal, daB das Hauptarbeitsgebiet der billige Schund ist, wahrend die 
besseren Artikel teurer sind als in gediegenen Fachgeschaften, so rechtfertigt sich 
hieraus unser scharfer Kampf gegen die Warenhauser. Wir sehen auch in diesen 
Einrichtungen eine besondere Organisationsform der zinskapitalistischen Idee, die 
nicht der wirklichen Bedarfsdeckung dienen, sondern hauptsachlich riesige 
Gewinne fiir die Aktionare der Warenhauser abwerfen sollen. 

Unter diesem ubergeordneten Gesichtspunkt der Bedarfsdeckung swirtschaft, die 
gar nichts mit kommunistischer Planwirtschaft zu tun hat, wie ausdrucklich 
vermerkt sein soil, gebuhrt der Frage nach der Stellung zum Privateigentum der 
erste Platz. 

8. Der National so zialismus erkennt das Privateigentum grundsatzlich an, und stellt 
es unter staatlichen Schutz, - und zwar das ehrlich erworbene und erarbeitete 
Eigentum. Eine grundsatzliche Erorterung kann hier nicht gegeben werden, aber 
wer die "Arbeit" richtig erfaBt hat, dem kann es keinen Augenblick zweifelhaft 
sein, daB die Arbeitserzeugnisse "Eigentum" des Arbeitenden sein mussen. Weder 
kann der Schaffende begreifen, daB seine Arbeitserzeugnisse bzw. deren 
Gegenwerte einer unfaBbaren "Allgemeinheit", "Allen" gehoren sollen, noch will es 
ihm in den Sinn, daB die Fruchte seiner Arbeit einem Einzelnen, dem Kapitalisten 
gehoren sollen. So wcichst aus dem richtig verstandenen Arbeitsbegriff 
notwendigerweise die Anerkennung des Privateigentums heraus. SchlieBlich 
handelt es sich auch hier wieder um allerletzte Dinge, wie beim Heimatgedanken. 
Die Heimat wird erst dann voiles Erlebnis, wenn man auf "eigenem" Grund steht, 
wenn ein "Eigenheim" die Familie umschlieBt. Eigene Erdbeeren, Kartoffeln, 
Gemuse, Obst aus dem eigenen Garten schmecken eben einfach besser, als das 
geschaftsmaBige Abfuttern in Massenspeisehausern. Wer diese Sehnsucht nach 
eigenem Besitz nicht kennt, wer das Gluck eigenen Besitzes nicht genieBen kann, 
der begreift nicht die grundlegende Bedeutung der Anerkennung des 
Privateigentums, der ist entweder wurzelloser Asphaltmensch, oder wurzelloser 
"Kapitalist", der das Eigentum der Schaffenden als Beute fiir sich ansieht und es 
auch durch die zinskapitalistischen Methoden verstand, fremdes Eigentum in 
seinen Besitz zubringen. - Charakteristisch ist, daB mit dem "Raubeigentum" des 
Kapitalisten untrennbar eine unersattliche Gier nach immer neuem Besitze, - 



moglichst leicht beweglichen Besitz - einhergeht, wahrend der nordische Mensch, 
der Bodenstandige, ganz ausgesprochen "bescheiden" ist. Er will von vornherein 
nicht mehr, als was er "erarbeiten" kann. Kein Arbeiter, der sich eine groBartige 
Villa bauen mochte, die er nie erarbeiten konnte; aber ein hiibsches schmuckes 
Eigenheim, das mochte er, das mochte er dann aber auch zu eigenem, freien Besitz, 
nicht zur "Miete", wo er an Miete im Laufe seines Lebens drei- oder viermal mehr 
bezahlt, als was das ganze Haus gekostet hat. Dagegen der raffgierige Jude, der 
Kapitalist, - er will gar nicht so fest an irgendeine Scholle gebunden sein, ein 
groBer Geldschrank, enthaltend StoBe von Aktien und sonstigen Effekten, 
Pfandscheinen, Schuldverschreibungen, sind sein hochstes Ideal. Reichtum, 
Reichtum nicht an Gutern, sondern an verpfandetem fremden Gut ist sein Ziel, er 
"arbeitet" nicht, aber er ruht und rastet nicht, bis er sich im Besitze von so und so 
viel "Forderungstiteln" sieht, auf Grund deren er die Zinspeitsche iiber seine 
"Schuldner" - (die ihm doch nichts schuldig sind) schwingen kann. Dieser 
Entwicklung setzt unser Programm in Ziffer 9 einen Damm entgegen. 

9. Das Wohl des Volkes setzt aber der mafilosen Reichtumsanhaufung in den 
Handen Einzelner eine Grenze. 

An sich ist Reichtum und Besitz gar nicht schadlich, im Gegenteil, ein gut 
verwalteter Besitz dient alien daran Beschaftigten. Wieder ist es die besondere 
Form der zinskapitalistischen Wirtschaft, die den Segen des Reichtums in das 
Gegenteil umschlagen laBt und zum Unsegen, zur Ausbeutung werden laBt. Immer 
harter und scharfer scheidet sich die groBe Masse der besitzlosen Arbeiter des 
verschuldeten Mittelstandes von den "Reichen", von den Kapitalisten; zahllose 
fruhere kleine Besitzer sind enteignet worden, sind uberschuldet, und immer 
grauenhafter wachst die Geldmacht der Berufskapitalisten, der Leute, die kein 
Vaterland, keine Heimat kennen, die in ihren modernen Raubritterburgen, den 
Banken, die Bevolkerung auspliindern. 

Demgegenuber sollen im nationalsozialistischen Staat 

10. Alle Deutschen eine Werkgemeinschaft bilden zur Forderung der allgemeinen 
Wohlfahrt und Kultur. 

Diese "Werkgemeinschaft" ist eben der wirtschaftspolitische Niederschlag der 
universalistischen Vorstellung vom Bau der Gesellschaft. Jede Arbeit, jede 
Leistung hat im Rahmen des hoheren Gedankens der Dienstleistung fiir die 
Allgemeinheit zu stehen. Dies steht keineswegs im Widerspruch mit personlichen 
Bestrebungen, mit personlichem FleiB und personlicher Tuchtigkeit, nur "auf 
Kosten der Mitmenschen" darf sich das Vorwartskommen der Einzelnen nicht 
abspielen und so betont Ziffer 1 1 ausdrucklich: 

11. Im Rahmen der allgemeinen Arbeit spflicht jedes Deutschen und unter 
grundsatzlicher Anerkennung des Privateigentums steht jedem Deutschen freie 
Erwerbsmoglichkeit und freie Verfugung iiber seinen Arbeitsertrag zu. 



Mit dieser Feststellung werden ausdrucklich "planwirtschaftliche, marxistische, 
ebenso wie hochkapitalistische Sozialisierungsbestrebungen" abgelehnt. Moglichst 
viele freie selbstandige Existenzen sollen, verbunden durch den sozialen Gedanken 
der Dienstleistung, den Staat bilden. - - Freilich ist es unmoglich, Zechen, 
Hochofen, Walzwerke oder Schiffswerften im "Kleinbetrieb" zu betreiben, aber 
100 000 freie selbstandige Schuhmachermeister sind z.B. volkswirtschaftlich und 
staatspolitisch besser als ftinf Riesenschuhfabriken. 

Die riesigen weitabgelegenen Landereien im Norden und Osten Deutschlands 
lassen sich nutzbringender im GroBbetrieb bewirtschaften als mit Einzelsiedlungen. 
Die Einzelsiedlung gehort im weiten Kranz um die Stadte und an den Marken. 
Unsere Ziffer 12 fordert: 

12. Die gesunde Mischung von Klein-, Mittel- und Grofibetrieben auf alien 
Gebieten des wirtschaftlichen Lebens, also auch in der Landwirtschaft, bleibt 
aufrechterhalten. 

13. Riesenbetriebe (Konzerne, Syndikate und Trusts) werden verstaatlicht. 

Auch diese Forderung ergibt sich folgerichtig aus unserem ganz allgemeinen 
Kampf gegen die kapitalistische Idee. - Syndikate und Trusts dienen in erster Linie 
der Absicht, in irgendeinem Produktionsgebiet einen ZusammenschluB gleicher 
Betriebe zum Zwecke des Preissyndikats zu erreichen. Nicht das Bestreben, beste 
und billige Guter zu liefern, ist vorherrschend, sondern Giite, Menge und Preis der 
Ware den Verbrauchern vorzuschreiben. Besonders beliebt sind derartige "Ringe" 
bei den einzelnen gewinnbringenden Betrieben. Neue Unternehmungen gleicher 
Art werden aufgekauft oder stillgelegt, oft gegen riesige Ab stands summen. Man 
regelt auf diese Weise das "Angebot" selbst durch "Kontingentierung" und ist nun 
in der Lage, nach dem angeblich grundlegenden Gesetz von "Angebot und 
Nachfrage" die Preise zu regeln! - und darauf kommt es ja den Aktionaren nur an - 
nicht darauf, daB durch Wettbewerb die Preise moglichst niedrig gehalten werden. 
Und vor allem werden Neuerungen und Erfindungen argwohnisch beobachtet, am 
liebsten unterdruckt, wenn sie eine Gefahr fur die "Rentabilitat" der alten Betriebe 
sind. - Solche Betriebe, die als riesige Trusts nur mehr von einem Beamtenapparat 
betrieben werden, bezeichnen sich damit selbst als "sozialisierungsreif", d.h. sie 
haben aufgehort, die Aufgabe der immer strebend sich bemuhenden, ringenden 
Unternehmerpersonlichkeit im Dienste der Allgemeinheit zu erfullen, sie sind im 
Grunde erstarrt und sollen nur noch der Profitgier des Leihkapitals dienen. 

14. Wucher und Schiebertum, sowie die riicksichtslose Bereicherung aufKosten 
und zum Schaden des Volkes wird mit dem Tode bestraft. 

Unser geltendes Recht schutzt zwar ganz besonders das Eigentum des einzelnen. 
Ein kleiner Diebstahl wird oft im Ruckfall unmenschlich bestraft, dagegen bieten 
unsere Gesetze keine Handhabe, die GroBgauner zu fassen, die mit 
"kapitalistischen Methoden" die ganze Bevolkerung bestehlen. Wir denken hier in 



erster Linie an die Urheber und NutznieBer der Inflation: Noch nie war es in der 
Geschichte erhort, dafi einem ganzen fleifiigen Volk durch ein Inflationsverbrechen 
in dem ungeheuerlichen Ausmafi der deutschen Wahrungszerstorung alle 
Ersparnisse geraubt wurden. 

Die Wucherei der Banken nach der Stabilisierung war mehr als Strafienraub. Den 
Praktiken der Kriegsgesellschaften fielen mehr Deutsche zum Opfer als einer 
organisierten Rauberbande. 

Wir werden uns mit diesen Dingen seinerzeit noch eingehend zu befassen haben, 
wir mussen dafur auch die rechtlichen Formulierungen finden; aber, daB 
"organisierter Volksbetrug" ebenso strafbar, ja noch schwerer zu ahnden ist als 
Einzeldiebstahl oder Betrug, wird jedermann einleuchten. 

15. Einfiihrung eines Arbeits- (oder) Dienstjahres fur jeden Deutschen. 

Die Arbeitsdienstpflicht soil die sichtbare Darstellung der hohen Idee der 
Dienstleistung gegenuber der Allgemeinheit sein. Sie soil erzieherisch wirken, sie 
soil jedem Deutschen in Musterbetrieben die Arbeit der gesamten Wirtschaft vor 
Augen fuhren, sie soil in strenger Pflichterfullung jedem Deutschen den Segen der 
Arbeit im Dienste der Nation zeigen. 

Eine eigene Untersuchung dieser Schriftenreihe wird sich auch mit diesem Problem 
eingehender befassen mussen. 



Finanzpolitik 

"Brechung der Zinsknechtschaft." 

Die grundsatzlichen Gedankengange iiber dieses wichtigste Gebiet sind im zweiten 
Kapitel so eingehend erortert worden, daB hier nur die MaBnahmen aufgezahlt 
werden sollen, die dieses Ziel in der Praxis herbeizufuhren geeignet sind. 

16. Befreiung des Staates und damit des Volkes aus seiner zinspflichtigen 
Verschuldung gegenuber dem GroBkapital. 



Der Staat darf keine Schulden machen - denn er hat dies auch gar nicht notwendig. 
Der Staat ist eben nicht gleichzusetzen mit einem kreditbedurftigen Privatmann, der 
manchmal Schulden machen mufi, obwohl es wirtschaftlich falsch ist: der Staat ist 
der Herr der Munzhoheit, er kann also, was der Private nicht kann - Geld machenl 
Er hat dies ja auch getan in geradezu wahnsinniger Weise wahrend der Inflation. 
Und auch getan mit der Rentenmark - und ebenso - allerdings nach Preisgabe 
seiner Hoheitsrechte an die sog. Reichsbank - mit der sog. Reichsmark. 

Dieses Herrschaftsrecht zur Geldschopfung konnte der Staat sehr wohl besser 
ausnutzen, ohne in die Gefahr der Inflation hineinzugeraten. Allerdings nur dann, 
wenn er nach 

17. Verstaatlichung der Reichsbank- A.-G. und der Notenbanken, 

18. die Geldbeschaffung fur alle grofien offentlichen Aufgaben (Ausbau der 
Wasserkrdfte, Verkehrswege usw.) unter Vermeidung des Anleiheweges durch die 
Ausgabe zinsloser Staatskassengutscheine bzw. auf bar geldlo sent Wege 
durchgefuhrt. 

Mit anderen Worten: Das leichtfertige Papier gelddrucken ohne Schaffung neuer 
Werte bedeutet - wir haben es alle erlebt - Inflation. Dies laBt aber den 
folgerichtigen SchluB zu, daB eine Ausgabe von Staatskassengutscheinen keine 
Inflation hervorrufen kann, wenn neue Werte geschaffen werden. 

DaB die Schaffung groBer volkswirtschaftlich wichtiger Aufgaben heute immer nur 
auf dem "Anleiheweg" erfolgt, ist ja geradezu toll. Hier ware eben das 
ausgesprochene Gebiet fur eine vernunftige volkswirtschaftliche Ausnutzung des 
"Geldschopfungsrechtes" des Staates. 

Es muB ja jedermann einleuchten, daB z.B. der Bau eines groBen 
Elektrizitatswerkes durch Ausnutzung groBer Wasserkrafte in folgender 
einwandfreier Weise durchgefuhrt werden konnte: 

Die Regierung bringt bei der gesetzgebenden Korperschaft eine Vorlage ein iiber 
die Ausnutzung der bayerischen, sachsischen usw. Wasserkrafte, alle 
wirtschaftlichen Gesichtspunkte sind genauestens gewurdigt. Der Landtag usw. 
beschlieBt dann den Bau, er erteilt auch gleichzeitig die Genehmigung an den 
Finanzminister bzw. die betreffende Reichs- oder Staatsbank eine neue Reihe von 
Banknoten auszugeben mit dem besonderen Vermerk, daB diese neuen Noten ihre 
Deckung - und zwar ihre voile Deckung - in dem Zug um Zug neu entstehenden 
Werke fanden. AuBerdem steht ja diesen Noten hilfsweise noch der Gesamtkredit 
des Landes bzw. des Reiches zur Seite. Niemand kann also den Einwand der 
Inflation geltend machen. Mit diesem auf Grund der Kreditbewilligung durch die 
"Volksvertretung" geschaffenen "Zusatzgeld" wird gebaut, die Noten sind wie die 
anderen gesetzliches Zahlungsmittel. 



1st dann das Werk vollendet, dann wird gegen dieses Geld Stickstoff oder 
Elektrizitat geliefert und in wenigen Jahren konnen die ausgegebenen Noten 
wiedervereinnahmt sein und vernichtet werden. Erfolg: Der Staat, das Volk hat sich 
ein neues Werk geschaffen, das ihm eine neue gewaltige Einnahmequelle 
erschlossen hat, das Volk ist um dieses Werk - reicher geworden. 

Nichts erweist die Unsinnigkeit des heutigen zinskapitalistischen Systems klarer als 
die ganz kurze Gegenuberstellung des derzeitigen Verfahrens. Nach der 
"Kreditbewilligung" durch Reichs- oder Landtag ist namlich heute - kein "Kredit" 
bewilligt -, sondern nur bewilligt, daB man bei den Banken, bei den 
Berufsleihkapitalisten - Schulden macht!! 

Man nimmt eine "Anleihe" auf. Was das ganze Volk trotz 
VolksvertretungsbeschluBes nicht "kann". das konnen nun auf einmal ein paar 
"Kapitalisten" - diese bewilligen dem Staat eine Anleihe. Anleihe natiirlich gegen 
Zinsen. Statt daB der Staat sein Hoheitsrecht direkt ausnutzt im Dienst des Volkes, 
verspricht er iiber die Bausumme hinaus, die ja doch unter alien Umstanden fiir die 
Amortisation des Werkes aufgebracht werden muB, auch noch dauernde Zinsen. Er 
hangt sich also einen Muhlstein an den Hals. Und was das Kostlichste dabei ist, er 
druckt auch neues Papier, - er gibt "Obligationen" aus, - er schafft also auch 
"zusatzliche Kaufkraft". BilanzmaBig betrachtet, besteht gar kein Unterschied, ob 
den neuerbauten Werkes neues "Papiergeld" gegenuber steht, oder - neue 
"Obligationen". Aber zum Schaden der Allgemeinheit bedeuten die Obligationen 
eine "Verpfandung" der neuen Werke an das Finanzkapital, das sich natiirlich alle 
Rechte sichert, die Preise diktiert und alien Nutzen fur sich nimmt. In Wirklichkeit 
ist somit das Finanzkapital um die ausgebauten nationalen Wasserkrafte bereichert 
worden, auf eine "Ruckzahlung" legt die Finanz gar keinen Wert, sie will eine 
dauernde Melkkuh aus derartigen Monopolstellungen sich schaffen. Die 
Bevolkerung muB teueren elektrischen Strom, teueren Luftstickstoff usw. bezahlen. 
Das Leihkapital hat wieder einen Teil des Volksvermogens sich zinspflichtig 
gemacht. 

Ich muB es bei diesem kurzen Beispiel bewenden lassen, meine bisherigen 
Kampfschriften, vor alien Dingen "Der deutsche Staat", behandelt diese Fragen so 
eingehend, daB sie hier nicht wiederholt werden konnen. Im ubrigen bringen 
mehrere Hefte dieser Sammlung noch verschiedene Sondergebiete dieser neuen 
Geldbeschaffungsmethode des kommenden Staates. 

Punkt 19 fordert die Einfiihrung einerfesten Wahrung. Die haben wir nun 
allerdings - aber die Ausbeutung ist die gleiche geblieben. Wir Nationalsozialisten 
hatten seinerzeit die Vorbereitungen getroffen, nach der Machtergreifung sofort 
dem Inflationsschwindel ein Ende zu bereiten und eine neue Wahrung aufgedeckter 
Grundlage einzufuhren. 

20. Die Schaffung einer gemeinniitzigen Bau- und Wirtschaftsbank. 



Diese Forderung ist in Heft 8 der Nationalsozialistischen Bibliothek: "Die 
Wohnungsnot und die soziale Bau- und Wirtschaftsbank als Retterin aus 
Wohnungselend, Wirtschaftskrise und Erwerbslosenelend" eingehend dargelegt 
und begrundet. Bemerkenswert ist, daB wir mit dieser finanzpolitischen Forderung 
schon am weitesten in andere politische Kreise eingedrungen sind. 

Im Jahre 1921 habe ich bereits diese grundlegende Forderung unter Vorlage eines 
ausgearbeiteten Gesetzentwurfes den bayerischen Ministerien vorgelegt. Ich fand 
auch damals weitgehendes Verstandnis - solange man "Fachleute" - d.h. Bankiers - 
zu Rate zog, ruckte die Regierung von den "Federschen Utopien" ab. 

Nach den erfolgreichen Thuringer Wahlen im Februar 1924 haben unsere 
Parteigenossen im Thuringer Landtag tatkraftig die Errichtung einer sozialen Bau- 
und Wirtschaftsbank fiir Thuringen betrieben und fanden auch die verstandnisvolle 
Zustimmung des damaligen thuringischen Finanzministers von Kluchtzner und 
ebenso die Zustimmung der burgerlichen Parteien. Ein MehrheitsbeschluB des 
Landtages bevollmachtigte die Regierung zur Errichtung einer S.B.W.-Bank. Da 
verbot die Reichsregierung unter dem Druck der Reichsbank (!) die Ausfuhrung 
des "Volkswillens". 

Ich hatte inzwischen auch dem Reichstag einen Gesetzentwurf fur ein 
Rahmengesetz fiir derartige, in den einzelnen Landern zu errichtende Baubanken 
zugehen lassen, der aber in der kurzen Sitzungszeit des Dawesjahres 1924 
wohlweislich von den Regierungsparteien verschleppt wurde bis zur Auflosung im 
Herbstl924. 

Auch in Mecklenburg lag ein LandtagsbeschluB der damaligen sog. Rechtsparteien 
vor, der die Einfuhrung einer sozialen Bau- und Wirtschaftsbank verlangte. Dieser 
BeschluB wurde durch die Unentschlossenheit des dortigen deutschnationalen 
Finanzministers unwirksam gemacht, auch unter Hinweis auf das Verbot, das von 
seiten der "Reichsbank" zu erwarten sei. 

Der Grundgedanke der Baubank ist ebenso einfach und einleuchtend wie der oben 
entwickelte Plan der Geldbeschaffung fur groBe offentliche Aufgaben. 

Eine gemischtwirtschaftliche Korperschaft, die sog. Bau- und Wirtschaftsbank, soil 
das Recht zur Ausgabe von Baugeld (Baumark-Scheinen) bekommen, die ihre 
Deckung in den neugebauten Hausern finden sollten. Die neuen Hauser konnten 
also ohne die riesige Zinsbelastung errichtet werden, die heute allein das Bauen im 
notwendigen Umfang unmoglich macht. 

Das hohe volkswirtschaftliche Endziel konne auf diese Weise der Verwirklichung 
nahe geruckt werden: 

Jedem Deutschen sein Eigenheim! 



Ein freies Volk auf freiem Grunde! 

21. Durchgreifende Umgestaltung des Steuerwesens nach sozialen, 
volkswirtschaftlichen Grundsatzen. Befreiung der Verbraucher von der Last der 
indirekten Steuern, sowie der Erzeuger von den einengenden Steuern. 
(Steuerverbesserung und Steuerbefreiung.) 

Ich muB es mir versagen, hierzu Einzelangaben zu machen, sie finden sich in einem 
in Kurze erscheinenden Heft der Nat.-soz. Bibliothek. 



Sozialpolitik 



Sozialpolitik ist so ziemlich das beliebteste Schlagwort unserer derzeitigen 
Politikaster, es klingt so schon, macht beliebt und treibt die Wahlermassen in den 
Stall der jeweils alleinseligmachenden Partei. 

Wenn samtliche Parteien den Beamten z.B. Gehaltsaufbesserungen versprechen, so 
nennt man das: Sozialpolitik. 

Wenn ebenso die Parteien Angestellten und Arbeitern Berucksichtigung ihrer 
Wunsche versprechen, so ist dies angeblich: Sozialpolitik. 

Wenn da und dort an den offenkundigen Schaden in der Versorgung der 
Kleinrentner oder Kriegsbeschadigten oder Junglehrer oder Auslandsdeutschen 
herumgedoktert wird, nennt man dies wieder Sozialpolitik. 

Und das ganze Volk lauft diesen politischen Rattenfangern nach, wenn sie auf ihrer 
sozialpolitischen Flote spielen. 

Zunachst miiBte man sich daruber klar sein, daB "Sozialpolitik" "Das allgemeine 
Wohl als oberstes Gesetz" anerkennen heiBt, und daB die heutige sog. 
"Soz/a/politik" in Wirklichkeit "Spezialpolitik" ist, d.h. ohne Rucksicht auf das 
allgemeine Wohl wird Interessenpolitik getrieben, gewissenlos werden alle 
moglichen Versprechungen gemacht, von deren Unerfullbarkeit die 
Versprechenden eigentlich von vornherein uberzeugt sein mussen. 

Bei der heutigen politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Ohnmacht 
Deutschlands, bei dem weltpolitischen Ausdruck, den diese Tatsachen in den 
Dawesgesetzen und jetzt durch die Young-Gesetze gefunden haben, im Rahmen 
der sogenannten Erfullungspolitik, die der deutschen Bevolkerung Opfer auferlegt, 
die sie eben ein fur alle Mai an die unterste Grenze der Lebensmoglichkeit drtickt - 
ist es ebenso verlogen wie lacherlich, von "Sozialpolitik" zu reden. Sozialpolitik 
von heute heiBt daher, in dem ohnedies viel zu engen Lebensraum des deutschen 
Volkes, wo einer auf den anderen tritt, einer iiber den anderen hinauswill, 



rucksichtslos einer den anderen beiseite schiebt, die verschiedenen 
Bevolkerungsschichten gegeneinander ausspielen, einer Gruppe aufKosten der 
anderen etwas versprechen, heiBt in Wirklichkeit also nicht "Sozial"-, nicht 
"Gemeinsinn"-Politik treiben, sondern Klassen- und Standesverhetzungspolitik. 
Man weiB dabei genau, daB selbst eine voriibergehende "Besserung" sofort durch 
Teuerung oder Steuern wieder aufgehoben wird. 

Noch eine andere Absicht umschreibt der Begriff "Sozialpolitik" - den Willen zur 

"Losung der sozialen Frage" 

Die "Enterbten des ducks", die Entrechteten, Ausgebeuteten, die Arbeitermassen 
glauben, daB ihnen der gerechte Lohn, die richtige Stellung, daB ihnen Achtung und 
Anerkennung in der Gesellschaft vorenthalten werden, daher "Klassenkampf. 

Und wer mochte leugnen, daB sich schwere Schaden, bittere Ungerechtigkeiten in 
unserem Wirtschaftsleben eingefressen haben. Und dennoch, die 
SchluBfolgerungen, die der Marxismus eben mit seiner "Klassenkampflehre" zieht, 
und vor allem seine "sozial- und wirtschaftspolitischen" Forderungen der 
"Expropriation der Expropriateure" und der "Sozialisierung" sind so grundfalsch 
wie nur moglich, denn sie schlagen in alien wesentlichen Forderungen einer 
wahren Sozialpolitik, der das allgemeine Wohl oberstes Gesetz ist, geradezu ins 
Gesicht. 

Klassenkampf als politisches Prinzip - heiBt den HaB als Leitsatz predigen. 

Expropriation der Expropriateure - heiBt den Neid zur Wirtschaftsgrundlage 
erheben, und "Sozialisierung" heiBt, die Fuhrer-"Personlichkeit" erschlagen und 
Materie, Masse an Stelle des Geistes und der Leistung auf den Schild erheben. 

Heute brauchen wir keine weiteren Beweise fiir den vollkommenen 
Zusammenbruch der marxistischen Lehre anzufuhren in Anbetracht des 
vollkommenen Bankerottes des kommunistischen Wirtschafts systems in RuBland 
und in Anbetracht des elenden und jammerlichen Versandens der deutschen 
Revolution von 1918. 

Auch hier mochte ich besonders die Aufmerksamkeit der Leser darauf richten, daB 
dieser Pseudosozialismus marxistischer Pragung alles andere, nur nicht 
"gemeinsinnig", nur nicht "sozial", nicht organisch aufbauend, sondern zu tiefst und 
zwar diesmal wirklich nur in den Tiefen und Niederungen politischen Denkens 
bleibend - auf der gleichen weltanschaulichen Grundlage, des krassesten 
"Indivitualismus", des chaotischen Baues der Gesellschaft beruht, wie wir es in 
dem grundsatzlichen Teil kennengelernt haben. Es steht hier nur eine Vielheit von 
Einzelpersonen, aber lediglich verbunden durch HaB und Neidgefuhle, - nicht 
sinnvoll-organisch in einem hoheren Gedanken -, gegen die andere Halfte des 
Volkes. Was Wunder, daB auf diese Weise die Losung der sozialen Frage nicht 
gelingt, nicht gelingen kann, sondern daB nur HaB und Ausbeutungswillen die 



Antwort sein kann. DaB kein lebendiges StraBenwesen entstehen kann noch konnte, 
sondern ein Scherbenhaufen das Ergebnis der marxistischen Borsenrevolte sein 
muBte. 

Wiederum hat der Nationalsozialismus hier grundsatzlich das richtige Wort 
ausgesprochen: "Borsenrevolte". Der Marxismus ist ein ausgesprochen 
kapitalistisches Truggebilde. Kapitalistisch, well Bliite und Faulfrucht der 
chaotischen gesellschaftlichen Zustdnde des individualistischen Aufbaus der 
Gesellschaft notwendigerweise der Hochkapitalismus sein mufi. 

Die scheinbaren "antikapitalistischen" Erscheinungen angeblich sozialpolitischer 
Natur (Marxismus, Klassenpolitik der Berufsstande), also die heutige sog. 
Sozialpolitik, miissen, weil auf der gleichen geistigen Grundlage stehend, auch 
notwendigerweise, "kapitalistisch" sein, es dreht sich nicht um den Willen zum 
organischen, gliedhaften Einbau, um die sorgfaltige und fursorgliche Eingliederung 
der verschiedenen Erwerbsstande unter die hohere Idee der Volksgesamtheit, 
sondern um rein egoistische, brutale Bestrebungen, ohne Rucksicht auf die anderen, 
die eigene Lage zu verbessern. 

Kapitalismus und Marxismus sind eins! sie wachsen aus der gleichen geistigen 
Grundlage. Wir Nationalsozialisten sind ihre scharfsten Gegner, denn uns trennt 
eine Welt, trennt unsere ganz andere Vorstellung vom Bau der Gesellschaft von 
ihnen, uns ist nicht Klassen- oder Klassenkampf, nicht Klassen- oder 
Klassenegiosmus - sondern das allgemeine Wohl oberstes Gesetz. 

Hieraus ergibt sich wiederum, daB unsere wenigen Einzelforderungen auf 
sozialpolitischem Gebiet wohl viele oder fast alle landlaufigen Forderungen auBer 
Betracht lassen, dafur aber die wirklich groBen, bedeutsamen und fur alle 
Volksgenossen gleich wichtige Aufgaben einer wahren Sozialpolitik umreiBen. 

22. Grofiziigiger Ausbau der Alter sversicherung durch Verstaatlichung des 
Leibrentenwesens. Jedem deutschen Volksgenossen wird von einem bestimmten 
Lebensalter oder bei vorzeitigem Eintritt dauernder Erwerbsunfdhigkeit eine 
auskommliche Rente sichergestellt. 

Das ist die Losung der sozialen Frage. 

Es ist nicht so sehr die direkte Unzufriedenheit mit Lohn, Gehalt, Einkommen, was 
die soziale Spannung auslost, als vielmehr die Unsicherheit, die Sorge um das 
Alter, die Angst, gerade in spateren Jahren auf die StraBe zu fliegen. Diese 
furchterliche Angst treibt die einzelnen Berufsstande zusammen in scheinsoziale 
Organisationen marxistischer und kapitalistischer Pragung und schwort damit erst 
recht den Kampf zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen herauf. 
Dabei werden auf der Arbeitnehmer- wie Arbeitgeberseite die niederen Instinkte 
losgebunden und die gegenseitige Verhetzung ist die Folge. Das richtige Endziel 
der Arbeitnehmer verflacht im Kampf um augenblickliche kurzfristige 



Lohnerhohungen und erreicht nie sein, das groBe Ziel wahrer Sozialpolitik - die 
allgemein auskommliche Alters versorgung. 

Wiederum sehen wir, wie hier der Staat bei den Staatsdienern eine immerhin schon 
gute und vorbildliche Losung gefunden hat in der "Ruhestandsversorgung" der 
Staatsbeamten. 

Es ist dies die gluckliche Auflosung des kapitalistischen Rentenideals in das 
richtige, auf die personliche Arbeit und Leistung abgestellte Fursorgeideal des 
wahren Staates. 

Dieses Vorbild zum Allgemeingut fiir alle arbeitsamen Volksgenossen zu machen, 
wird als das hochste und vornehmste Ziel nationalsozialistischer Sozialpolitik sein. 

Ziffer 23. Beteiligung aller am Gewinn. 

Die NSDAP hat sich die Forderung nach Gewinnbeteiligung zu eigen gemacht. 
Diese ist im Grunde eine rein sozialistische Forderung im besten Sinne des Wortes, 
sie tritt uns aber auch ebenso als lockeres, verderbliches Geschenk des 
Kapitalismus entgegen. 

Gewinnbeteiligung an Gewinnen, deren Entstehung der Arbeiter anderer zu 
verdanken ist, fallt unter das vom Nationalsozialismus besonders scharf bekampfte 
arbeits- und muhelose Einkommen. 

Gewinnbeteiligung an den Ertragnissen der eigenen Arbeit ist eine so 
selbstverstandliche Forderung nach sozialer Gerechtigkeit, daB im Grundsatz nichts 
dagegen zu sagen ist. 

Die Schwierigkeit der Frage beginnt erst bei der Durchfuhrung, d.h. bei der 
Abgrenzung des Anteils am Gewinn, der der wirklichen Leistung des einzelnen 
Schaffenden, seinem FleiB und seiner Geschicklichkeit seine Entstehung verdankt, 
und dem Teil, der auf die Rechnung des Erfinders des Verwerters, des Kaufmanns, 
des Betriebsleiters, der Geschaftslage sonstiger Umstande zu setzen ist. 

Sicherlich ist die Forderung nach Gewinnbeteiligung fiir die Steigerung des 
Ertragsreichtums von groBer Wichtigkeit. Auch im Rahmen der heutigen 
Profitwirtschaft konnten gewisse Teile des Raubes, den der reine Leihkapitalist an 
der Herstellungsarbeit erzielt, fur die Schaffenden gerettet werden. 

Wie spater in einem nationalsozialistischen Staat die Frage der Gewinnbeteiligung 
gelost werden wird, steht hier nicht zur Besprechung. 

Ich personlich hielte eine allgemeine Preissenkung bei gleichbleibenden Lohnen 
und Gehaltern, durch Verwendung der heutigen Unternehmerprofite fiir den 
richtigeren und wirksameren Weg zur Erfullung der Forderung nach 
Gewinnbeteiligung an der gesamten nationalen Produktion. 



Es ist aber wohl moglich, daB der nationalsozialistische Staat die Frage der 
Gewinnbeteiligung in viel umfassenderem Sinne losen wird, als es sich heute in 
den kapitalistisch und marxistisch orientierten Kopfen malt. 

Die Quelle der Forderung nach Gewinnbeteiligung ist im allgemeinen entweder die 
Gewinnsucht, dann ist sie ihrem inneren Wesen nach "kapitalistisch", oder der 
Neid, dann ist sie "marxistisch". 

Nur im idealen Sinne, wie sie der Nationalsozialismus auffaBt, ist sie berechtigt, 
weshalb bei der seinerzeitigen Losung dieses Problems ebensosehr die 
kapitalistische Idee der Kleinaktie vermieden werden muB, die nur den Zweck hat, 
den GroBaktionaren Form und Vorrecht ihres Profits zu sichern, wie die 
marxistische Idee des Neiders, die "angeblich jedem das Gleiche", in Wirklichkeit 
keinem etwas bringt, denn sie erschlagt den Wert der Personlichkeit und schadigt 
damit die Allgemeinheit. 

An einigen Beispielen sei dies klargestellt: 

Es nutzt den "gewinnbeteiligten" Arbeitern in einer Schuhfabrik gar nichts, wenn 
sie etwa kleine Arbeiteraktien oder kleine Gewinne ausbezahlt oder ein Paar 
Schuhe zu Nettopreisen bekommen, wenn sie dann ihre Hemden, Anzuge, Hosen, 
das Bier, Wurst und Brot um so teurer bezahlen mussen, weil auch dort die 
Schneider, Metzger, Backer und Bierbrauer die Gewinnsucht der Brot-, Bier-, 
Tuch- und Konfektionsfabriken durch ihre "Gewinnbeteiligung" decken!! 

Preissenkung ist das Zauberwort, dasjeden Volksgenossen "gewinnbeteiligt" macht 
an der nationalen Gesamtproduktion. 

Es kann auch dem sozialen Gerechtigkeitsgefuhl eines richtigen Nationalsozialisten 
nicht genugen, daB StraBenkehrer, Steinklopfer, Taglohner, das Heer der 
Eisenbahner, Brieftrager, Transportarbeiter, Mullkutscher, Krankenpfleger, um nur 
einige Gruppen zu nennen, dauernd, Landarbeiter, Grubenarbeiter, Schwerarbeiter, 
Bauarbeiter fast immer von einer Gewinnbeteiligung ausgeschlossen bleiben sollen, 
weil eben beim StraBenkehren, Steinklopfen, Brieftragen usw. uberhaupt keine 
"Gewinne" gemacht werden, keine Mehrwerte erzeugt werden. Und in der 
Landwirtschaft (wobei man nicht immer starr an die wenigen GroBbetriebe mit 
Land-, Vieh-, Forst-, Teich- usw. Wirtschaft, sondern an die vielen Millionen der 
Klein- und Mittelbetriebe denken muB) kann man nur in sehr seltenen glucklichen 
Erntejahren von eine "Rentabilitat" sprechen, ebenso wie auch in der 
Schwerindustrie die Zeche selbst, unter dem Druck der Weltkonkurrenz, den 
wenigsten Gewinn abwirft. 

Unter diesen Millionen der Arbeiter und Angestellten, die in den oft wichtigsten 
Urarbeitszweigen beschaftigt sind, fiir die nach Lage der Sache eine direkte 
Gewinnbeteiligung gar nie oder fast nie in Frage kommen kann, sollen die 
verhaltnismaBig zahlenmaBig weniger bevorzugt werden, die zufallig als Ausgeher, 



Aufwaschfrauen oder Pfortner in einer Spielholle, einem Luxusbad, einer 
Spezialfabrik beschaftigt sind, oder als Arbeiter in einem optischen, chemischen 
oder sonstigen Betrieb mit Monopolstellung oder Weltruf tatig sind. Diese sollen 
an den Luxusgewinnen, Dividenden, mitbeteiligt sein, sollen diese Genusse fiir die 
Mehrzahl der Volksgenossen noch unerreichbarer und unerschwinglicher machen? 

Wohl laBt sich an eine Ausschiittung von Pramien, Tantiemen und 
Weihnachtsgeldgaben danken an Arbeiter, Angestellte und Beamte, die durch 
langere Jahre und durch besondere Leistungen sich um das Unternehmen besonders 
verdient gemacht haben. Diese Bestrebungen sozialpolitischer Natur, wie sie z.B. 
vom DHV angestrebt werden, brauchen und sollen hier bei dieser allgemeinen und 
grundsatzlichen Frage weder herangezogen noch bekampft werden. Diese 
Forderung ist besonders im heutigen System eine wichtige werberische Forderung. 
Der "Gewinn" ist meist abhangig von kapitalistischer Geschaftslage oder vom 
Geschick des technischen oder kaufmannischen Leiters, - er kann zunichte gemacht 
werden durch eine Fehlkonstruktion wie durch einen Berechnungsfehler. Arbeiter 
und Angestellte mogen noch so fleiBig sein, sie vermogen das Jahresendergebnis, 
den Gewinn oder Verlust, wenig oder gar nicht zu beeinflussen. - Ihre 
Arbeitsleistung berechtigt sie sehr wohl zur Forderung der entsprechenden 
auskommlichen Lohn- und Gehaltszahlung, aber es gibt keine wirtschaftliche oder 
moralische Begrundung fiir den Anspruch auf Gewinnbeteiligung. Mit Recht 
wurden sie sich gegen die Zumutung wehren, den Verlust eines Geschaftsjahres aus 
ihren Ersparnissen decken zu sollen, mit Recht wehren sich Arbeiter und 
Angestellte dagegen, daB schlechte Geschaftsfuhrung, verschwenderische 
Lebenshaltung des Chefs durch Kurzung an ihren Lohnen und Gehaltern 
ausgeglichen werden soil. Aber "Gewinnbeteiligung" laBt sich nun einmal nur 
rechtfertigen, wenn auch Gefahr und Verlust mitgetragen werden soil und kann, 
oder wenn besondere Leistungen dies rechtfertigen. 

Die ubermaBige Gewinnanhaufung, insbesondere bei solchen Gesellschaften, 
welche innerhalb der Gesamtwirtschaft einen monopolistischen Charakter haben, 
ist grundsatzlich zu bekampfen. Die Etablierung einer Machtstellung durch 
Kapitalkonzentration konnte bei einer nicht im nationalsozialistischen Geiste 
geleiteten Verwaltung eine Gefahr werden. Es wird in jedem einzelnen Falle zu 
prtifen sein, wie weit derartige Gewinne im offentlichen Interesse liegen, respektive 
ob nicht durch Preisherabsetzungen der von derartigen Gesellschaften auf den 
Markt gebrachten Erzeugnisse der der Gesellschaft bisher verbleibende Nutzen 
zum Teil der Allgemeinheit zugangig gemacht werden muB. 

Ziff. 24. Einziehung alter nicht auf ehrlicher Arbeit beruhenden Kriegs-, 
Revolutions- - und wir erweitern- Stabilisierungs- und "Aufwertungsgewinne", 
sowie von Hamster- und Wuchergut. 

Dies ist eine Straf- bzw. GerechtigkeitsmaBnahme, die keiner grundsatzlichen 
Erlauterung bedarf. 



Ziffer 25. Behebung der Wohnungsnot durch umfangreiche Wohnungsbauten im 
ganzen Reich mit den Mitteln der nach Ziffer 20 zu schaffenden gemeinniitzigen 
Bau- und Wirtschaftsbank - beschlieB die Reihe der sozialpolitischen Forderungen. 
Uber die technische, geldliche und wirtschaftliche Seite kann hier und konnte oben 
nicht viel gesagt werden, da es sich um ein riesiges Spezialgebiet handelt; aber um 
das Gebiet, das allem Anschein nach zuerst, auch von kapitalistisch verseuchten 
Kopfen noch am ersten begriffen und in der Wirklichkeit durchgefuhrt werden 
wird. Heft 8 der Nationalsozialistischen Bibliothek behandelt diese Frage 
ausfuhrlich. 



Kulturpolitik 



Es ist vollig unmoglich, auf kulturellem Gebiet in einer Programmschrift mehr als 
nur einige Grundsatze aufzustellen. Dies ist schon geschehen. Im ubrigen muB es 
Grundsatz fiir den Nationalsozialisten sein, "religiose" Fragen nicht in allgemeine 
politische Aussprachen hineinzuziehen. Nur diejenigen, die z.B. die Judenfrage 
ganz beherrschen, konnen die Verderblichkeit der judischen Geheimlehre zum 
Gegenstand von offentlichen AuBerungen oder Angriffen machen. Das Beispiel des 
Altmeisters Th. Fritsch zeigt, daB selbst dieser vorzugliche Kenner des Talmud sich 
nicht vor vielmonatiger Gefangnisstrafen bewahren konnte. Das soil nicht heiBen, 
die Finger davon zu lassen, sondern im Gegenteil, sich sehr eingehend mit diesen 
Fragen zu befassen. 

Das gleiche gilt von den vielen torichten und plumpen Angriffen auf das 
Christentum. Redensarten., wie "das Christentum hat nur geschadet" beweisen 
hochstens, daB der Betreffende kein menschliches und politisches Taktgefuhl hat. 

Wohl mag man die politisierende Kirche verurteilen, wohl werden auch die besten 
Christen die im Namen des Kreuzes vollzogenen Greueltaten der Inquisition, der 
Hexenprozesse nicht gutheiBen, aber Entartungen, Fehlgriffe, personliche Fehler 
einzelner darf man nie einer der gewaltigsten Erscheinungen der Menschheit 
verallgemeinernd zum Vorwurf machen. Millionen und Abermillionen war die 
christliche "Religion" Erhebung und Erbauung, die sie tiber menschliches Leid 
emportrug zu Gott. 



Die Kultur des Mittelalters stand im Zeichen des Kreuzes; GroBtat, Opferwille, 
Glaubensmut fand im Christentum seine Wurzel. Da muB man wohl und sorgsam 
unterscheiden zwischen dem inneren seelischen Kern des Christentums und den 
vielfachen Auswuchsen seiner weltlichen Erscheinungsform. 

Die Partei als solche steht aufdem Boden des positiven Christentums. 

Alle Fragen, Hoffhungen und Wunsche, ob das deutsche Volk dereinst einmal eine 
neue Form finden wird fiir seine Gotterkenntnis und sein Gotterleben gehoren nicht 
hierher, das sind Dinge von sakularer Bedeutung, die audi iiber den Rahmen eines 
so grundsturzenden Programmes, wie es der Nationalsozialismus verkundet, weit 
hinausgehen. 

Die Partei als solche verbittetes sich jedenfalls, mit Wotanskultbestrebungen 
identifiziert zu werden, wie es von Seite der politisierenden Klerisei geschieht, 
wobei noch dahingestellt sein muB, ob derartige Bestrebungen in belangreichem 
Umfang bestehen. 

Von groBer praktischer Bedeutung und Dringlichkeit wird dagegen der Kampf 
gegen die Zersetzungserscheinungen sein, die auf dem Gebiet von Kunst, Literatur, 
Wissenschaft, Buhne, Lichtspiel und vor alien Dingen im gesamten Pressewesen 
unser Volk vergiften. Das grundsatzliche Programm, die sog. 25 Punkte gehen hier 
sehr in Einzelheiten, so daB weitere Ausfuhrungen nicht mehr geboten erscheinen. 



Militarische und sonstige Reformen 

Volksheer, Wahlrechtsreform, berufsstandische Kammern, Rechtsreform, 
staatsrechtliche Reformen sind alles Fragen und Gebiete des offentlichen Lebens 
von so groBem AusmaB, daB man daruber nicht mit ein paar Satzen reden kann. Die 
Leitgedanken sind ja im Programm selbst ausgedruckt, das Durchdenken und 
Durcharbeiten und vor allem die Anknupfung an das geschichtlich Gewordene wird 
die groBe und ernste Aufgabe der kommenden Jahre sein, die uns zur politischen 
Macht fuhren sollen, die uns dann aber auch gerustet finden mussen zur 
sachverstandigen Ubernahme der Staatsgeschafte. 

Hier ist ein reiches Feld gegeben fiir nationalsozialistische Forschungsarbeit; hier 
wird sich aber auch wieder die uberragende GroBe der nationalsozialistischen Idee 
bewahren. 

Die Bedeutung des Nationalsozialismus offenbart sich ja gerade daran und darin, 
daB kein einziges Gebiet des offentlichen Lebens unberuhrt bleiben wird, weil es 
einfach eine neue geistige Grundlage ist, auf die wir unser Leben einstellen mussen. 



5. Was wir nicht wollen 

Um das Positive unseres Programmes noch starker hervorzuheben, wird es gut sein, 
auch einmal kurz programmatisch zu sagen, was wir nicht wollen. 

Wir wollen nicht - zuruck - wir wollen nicht das Rad der Geschichte ruckwarts 
drehen und etwa lautlos versunkene Dynastien wieder zum Leben verhelfen, - sie 
haben sich selbst gerichtet. - Wir wollen ebensowenig den heute entthronten 
bevorrechtigten Standen wieder ihre Sonderstellung einraumen. Offizier und 
Beamter sind im Wesen nicht hoher und besser als ein anderer Berufsstand, soferne 
sie nur im Geiste unserer Idee, in erster Linie dem ganzen Volke dienen. 

Nicht das Kleid, nicht die Tresse soil den Mann machen, sondern die Leistung. 

Wir wollen aber nicht eine einseitige Bevorzugung oder kunstliche Erhohung des 
Handarbeiterstandes oder gar eine Diktatur des Proletariats. Man darf und soil sich 
nicht einbilden und einreden, daB irgendein Stand nur deshalb, weil er unterdruckt 
war, daraus nun das Recht ableiten konnte, nun auch einmal zur Herrschaft zu 
kommen. Derartige Bestrebungen, in die Tat umgesetzt, fuhren unerbittlich zu so 
furchterlichen Folgen, wie sie die Borsenrevolte vom November 1918 gezeigt hat. 
Nicht das bis dahin angeblich unterdruckte Volk hat auf der ganzen Linie gesiegt, 
sondern eine Flut von politischen Hochstaplern, Futtergrippensetzern, Schiebern, 
Schwatzern und Dummkopfen bemachtigten sich des Staatsapparates und der 
wirtschaftlichen Funktionen, und aus der versprochenen Diktatur des Proletariats 
wurde die heutige 

Diktatur des "Pro/itfariats". 

Auch eine nationalsozialistische Neuordnung des Staates, die nicht iiber einen 
wirklich ausreichend geschulten Stab von Mannern verfugt, die stahlhart und 
eisenfest die programmatischen Grundlagen in sich aufgenommen haben und vollig 
beherrschen, die iiber Ernst, Energie und Sachkenntnis verfugen, wiirde nicht 
durchdringen. Auch bei uns wurden sich allzuviele nur demagogisch fahige Leute 
mit Ellbogenkraft nach oben drangen und NutznieBer der Neuordnung sein. 

Es ist viel leichter, kritisch die Mangel einer untergehenden Gesellschaft zu 
beleuchten und zu geiBeln, als Aufbauarbeit zu leisten. 

Wir wollen nicht etwa nur eine Partei sein, die im Parlament, in der Wirtschaft usw. 
langsam FuB faBt, dann vielleicht in einer Koalition den einen oder anderen 
Ministerposten besetzt, um dann langsam aber sicher das Ruckgrat gebrochen zu 
bekommen, - dann ware unsere geschichtliche Rolle ausgespielt, wie heute die 
deutsche Sozialdemokratie geistig und politisch erledigt ist. Das gleiche gilt von 
den Deutschnationalen: auch sie haben bereits ihre obersten Grundsatze verleugnet, 
nur um in die Regierung hineinzukommen. 



Wir wollen keine Ministersessel und Regierungsstellen um der Stellen oder der 
Macht willen, wir wollen nicht an die Macht um der Macht willen, sondern wir 
werden jede derartige Position nur einnehmen als eine Etappe in unserem 
gewaltigen Endziel. Zwischen und den anderen stent unuberbruckbar das 
Flammenschwert unserer Weltanschauung. 

Dort der Staat, besser der Unstaat, liberal-demoktartisch-parlamentarischer 
Pragung, der nur notdurftig die Tyrannis des Leihkapitals verdeckt, zu dessen 
FuBen das ganze Gewimmel und diensteifrige Gekrabbel der Judenknechte, 
parlamentarischen Schieber und Gunstlinge, die NutznieBer des Systems und ihre 
Lakaien, 

bei uns der Kampffiir Befreiung und Reinigung unseres Volkes, eine Lduterung 
zum wahren Staat sozialer Gerechtigkeit und nationaler Freiheit. 



6. SchluBwort 



Was muB der Nationalsozialist vom Programm wissen? war die Aufgabe, die sich 
dieses erste Heft der Nationalsozialistischen Bibliothek stellte. Wir haben immer 
und immer wieder eines gesehen, das sich wie ein roter Faden durch alle 
Ausfuhrungen hindurchzog: Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschauung, 
die in scharfster Opposition zu der heutigen Welt des Kapitalismus und seiner 
marxistischen und burgerlichen Trabanten steht. 

Kampfist unser Leben im Dienste dieser gewaltigen Idee, Kampffiir ein neues 
Deutschland, und es ware kein richtiger Kampf wenn dieser unser Kampfum eine 
Weltanschauung nicht ein Symbol, eine Fahne hcitte. 

Kann man sich ein Symbol, eine Fahne, z.B. der Wirtschaftspartei vorstellen, die 
iiber die klaglichen Allegorien der 80er, 90er Jahre hinausginge? Oder der Kegel- 
und Tabakklubs? GewiB nicht. Wie sieht die Flagge der Stresemann-Partei aus? 

Die Schwarzen miBbrauchten das Kreuzzeichen und die Roten die altehrwurdigen 
Fahnen mittelalterlicher Kaiserherrlichkeit. 

Uns Nationalsozialisten flattern unsere Sturmfahnen voran. Ewigjung, strahlend 
und leuchtend steigt vor uns das Sonnenrad, das Hakenkreuz, das Symbol des 
wieder erwachenden Lebens. 

Unsere Sturmfahnen, unsere Adler tragen dieses Symbol 

"Wir sind das Heer vom 
Hakenkreuz 

Hebt hoch die roten Fahnen, 



Der deutschen Arbeit wollen 
wir 

Den Weg zur Freiheit 
bahnen!" 



FuBnoten: 



) Zu diesem Programm hat Adolf Hitler am 13. April 1928 folgende Erklarung 
verlautbart: 

Erklarung. 

Gegenuber den verlogenen Auslegungen des Punktes 17 des Programms der 
NSDAP von seiten unserer Gegner ist folgende Feststellung notwendig. 

Da die NSDAP auf dem Boden des Privateigentums stent, ergibt sich von selbst, 
daB der Passus "Unentgeltliche Enteignung" nur auf die Schaffung gesetzlicher 
Moglichkeiten Bezug hat, Boden, der auf unrechtmaBige Weise erworben wurde 
oder nicht nach den Gesichtspunkten des Volkswohls verwaltet wird, wenn notig, 
zu enteignen. Dies richtet sich demgemaB in erster Linie gegen die judischen 
Grundspekulationsgesellschaften. 

Munchen, den 13. April 1928. 



2 
) Verlag Frz. Eher Nachf., Munchen 2 NO.