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Full text of "Harnack Porphyrius - Gegen die Christen"

Adolf Harnack 



"Porphyry" 



Porphyrias, "Gegen die Christen", 15 Bucher: 

Zeugnisse, Fragmente und Ref erate. 

Berlin 1916. 115 S. 

(Abhandlungen der Kdniglich Preussischen Akademie der Wissenschaften. 

Philos.-histor. Klasse 1916,1) 



Neue Fragmente des Werks des Porphyrius gegen die Christen: 
die Pseudo-Polycarpiana und die Schrif t des Rhetors Pacatus gegen Pophyrius. 

Berlin 1921 

in: Sitzungsberichte der Preussischen Akademie der Wissenschaften. 

Philos.-hist. Kl. 1921,1. S.266-284 

Nachtrag in: Philos.-hist. Kl. 1921,11. S.834-835 



added: 

Ariar\e Magny 

Porphyry in Fragments: Jerome, Harnack, 

and the Problem of Reconstruction 

Journal of Early Christian Studies 18 (2010) 515-555 






ABHANDLUNGEN 

DER 

KONIGLICH PREUSSISCHEN 

AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN 

JAHRGANG 1916 

PHILOSOPHISCH-HISTORISCHE KLASSE 



Nr.1 

PORPHYRIUS, »GEGEN DTE CHRISTEN «, 15 BUCHER 
ZEUGN1SSE, FRAGMENTS UND REFERATE 

HKRAUSGEGEBEN VON 

ADOLF VON IIARNACK 






BERLIN 1916 

VERLAG DER KONIGL. AKADEMIE DER WJSSENSCHAFTEN 

IN KOMMISSION BEI GEORG REIMER 



Vorgelegt in der Sitzung der phil.-hist. Klasse am 24. Februar 1916. 
Zum Druck eingcreicht am gleichen Tage, ausgegeben am 20. Mai 1916. 






Einleitung. 
1. 

Wahrscheinlich kurz vor oder gleieh nacli dem Tode PLotins (um 270) 
hat Porphyrius, etwa 40 Jalire alt, die 15 Biiclier Kata XpictianOn in Si- 
zilien gesclirieben 1 , unstreitig das iiinfangrcichstr mid gelehrteste Werk, 
welches im Altertum gegen das Christentum verfaGt worden ist, wenn 
audi die Gegenschrift des Celsus in manclier Hinsieht bedeutender ge- 
wesen zu sein sell ein t". Ob Porphyrins einer Anregung seines Lehrers 
Plotin gefolgt ist 3 , laflt sich niclit inehr feststellen: die Annalune liegt 
aber nahe. Sicher riehtig ist, <hif3 das grolSc, in Sizilien niedergesehriebene 
Werk schon in Rom vorbereitet worden ist und von dort das weitsehichtige 
Material stammt, das bcnut/t ist. Die Zeitlage war in Kiirze folgende: 
Gegen Ende der sechziger -Jalire war die Reieliseinheit zertruinmert: der 
Kaiser Claudius (,}. 268) begann sie wiederherzustellen (Aurelian setzte die 
Restitution erfblgreich fort), 3Ian kann daran denkcn. da(3 Porpliyrius sich 
als Mitarbeiter des Claudius gefuhlt hat: denn seine weltfremde Philoso]>hie 
hat ihn gegeti »ta tUtpia« niclit gleidigfiltig gemarlit. Aber nahe liegt diese 
Annahme niclit gegeniiber den - soviel wir wiss'm — rein inilitnrischen 
Interessen und Absichten des Kaisers. Mit etwas inelir Wahrseheinlielikeit 
laBt sich daran denken. da 6 Gallienus um den Plan des Works gewuBt 

1 Uber Tilel und Buchzahl s. »Xeiignissc« Nr. Ill: fiber flic Abfnssungszeii s. Birlez. 
8. 64, 65 fl\ (ein bestimmtes Jahr laflt sicli niclit ermilleln); zu Sizilien s. -Zeugnisse- 
Nr.Vlll (XVII). 

1 Celsiis watidte sich gegen die Hauptpunktc in der Lehre und der Lebensstellung 
der Christen und verlor sich nicht in Kinzelheiten. Ks war iibrigens am Elide des zweiten 
Jahrhunderts fur einen Griechen loichter gegen die iieue Religion zu schreiben als am Knde 
des dritten; denn nun sah sich ein gewissenhafter I*olemiker genotigt, sich mit der ganzen 
Bibel auseinanderzusetzen. Siehe Beilage I. 

3 Carl Schmidt, Texte und Untersuchungen Bd. 20, 4, 8.861". 

1* 



4 VON H ARNACK : 

hat, das er trotz seiner >>Christenfrenndlichkeit« nicht zu mifibilligen 
brauchte. ja (lessen Geist ihm sympathise]* gewesen sein kann. Was die 
innere Verfassung des Porphyrins selbst bei der Niederschrift betrifft, so 
hat man wold von der »Melancho]ie« ] abzusehen. Durch die eindrucksvolle 
Beruhrung mit Plotin Avar der mystisch und konservativ gerichtete Mann 
kritisch gegen alle Religionen der Menge gestimmt worden und ergriff* in 
diesem Sinn seine stets bereite Feder. Der mit dem Werk gegen die 
Christen vielleicht gleiclizeitige Brief an den agyptischen Priester Anebo 
verhiillt hinter Fragen und Ironie die scharfe Kritik an dem popularen 
heidnischen Damonenglauben und -dienst 2 . So kampfte Porphyrius damals 
nach beiden Seiten. Seine eigene religionsphilosophische Uberzeugung aber 
war nocli nicht ausgereift; daher blieb aucli seine Kritik Christi, die sich 
von der einst geiibten bewundernden 3 entfernte, widerspruchsvoll. Noch 
friilier — in seiner Jugend — hat er der Kirch e, die er jetzt bekampfte, 
so nahe gestanden, dafi er durch einen Bruch sich von ihr losen mufite. 
Die Tatsache ist so gut bezeugt, dafi man sie nicht, wie gewohnlich ge- 
schieht, fur apokryph halten darf \ Das grofie Werk gegen die Christen 
ist also von einem Manne geschrieben, der zeitweise im Vorhof der Kirche 
gestanden hat. 



1 Siehe »Zeugnisse« Nr. i. 

2 Vgl. auch Kata XpictiankSn, Fragmente Nr. 76. 77. 

3 Siehe die Fragmente der iilteren Schrift -fTepi tAc £k aoticon 4>iA0C0<t>iAe«. 

4 Mit rundeii Worten sagt Sokrates (»Zeugnisse« Nr. XX): t6n xpictianicm6n KAT^AineN 
— »fidelis« hraucht er hiernach nicht gewesen zu sein, wohl aber »Christianus«, d. h. Kate- 
chumen — und berichtet, dafi das in Oasarea Pal. geschehen sei. Diese Nacliricht samt 
der vorangehenden Anekdote, Porphyrius habe von Thristen dort Schlage erhalten, ware, 
auch wenn wir ihre Quelle nicht ermitteln konnten, tinveraehtlich; aber es ist hocbst wahr- 
scheinlich, dafi sie aus dem grofien Werk des Kusebius gegen Porphyrius stainmt, welches 
Sokrates unmittelhar nach dieser Krzahlung ervvahnt. Dazu komuit die Vertrautheit des 
Kusebius gerade mit der Gemeinde von Casarea. Bei ihm wird aber auch 1. noch ge- 
standen haben, was der Scholiast Lucians («Zeugnisse« XXIX) berichtet, dafi Porphyrius 
von Hans aus Heide war (das steht l>ei Sokrates nicht), sodann 2. die Nachricht in den 
Exzerpten aus der »Theosophie« (Nr. XXVI h), die zwar last wortlich nach Sokrates gefafit ist. 
aber in der Mitteilung, Porphyrius habe die Schlage £n iaicotikoTc npArMACiN erhalten (kai 
Xn^CTH A<p hmcon), fiber ihn hinausgeht. Der Exzerptor hem ft sich dabei ausdriicklich auf 
christliche Gewahrsmanner, d. h. wohl auf'Eusebius und seine Abschreiber, wie auch Bidez 
S. 7f. annimmt. Aus Eusebius' Gegenschrift wird auch die weitere Mitteilung stammen, 
Porphyrius habe aus Habsucht eine reiche altc Witwe geheiratet, die eine Hebraerin ge- 
wesen sei (letzteres ist nur hier berichtet). 



Porphyrins^ ^ Gegen die Christen*. 5 

Das Werk ist bercits von Constantin vor dem Nicfinum unterdriickt wor- 
den 1 ; doch erhielten sich noehExemplare. so dafi die Kaiser Theodosius II. und 
Valentinian im Jahre 448 das Gebot, welches die Biieher verniehten sollte, 
wiederholen muBten 2 . Seitdem gibt es keine siehere Spur mehr von ihnen. 



2. 

Das voluminose Werk war fiir den Hajulgebrauch im Kampf des Iieiden- 
tums gegen die Kirehe ungeeignet. Daher ist es in der kurzen Epoch e 
des vom Staate geschiirten literarisehen Feldzugs gegen das Christcntura 
unter Galerius und Maximums Daza 3 zweimal exzerpiert worden. Hieroldes, 
sich aueh auf Celsus stiitzcnd, hat es in seinem 0iaaah6hc np6c Xpictianoyc 
(zwei Biieher) geplimdert 1 , und ein Unbekannter hat urn dieselbe Zeit, 
wahrseheinlich ebenfalls in zwei Buehern, cinen Auszug aus ihm gemaeht 5 . , 
Benutzt hat es, direkt oder indirekt, aber ohne den Xamen des Porphyrins 
zu nennen, aueh der Kaiser Julian in seiner Kampfschrift gegvn die Gali- 
lfler*. Ein kleiues Exzerpt wurde noch dem Augustin in lateiuiseher Sprache 
vorgelegt 7 . 

Wie Julian nieht eininal den Nainen des Porphyrins als Christenbestreiter 
genannt hat, so hat audi der Hellenisinus der Folgezeit das bedeutende 
Werk, aus dem er viel leruen konnte, einfaeh totgeschwiegen M . Es paBte 
ihm uicht, wie der theologische Standpunkt des Porphyrins uberhaupt, da 
es nieht romantisch-reaktiouar war und eine gar nieht versteekte Kritik am 
Gotter- und Kultwesen iibte. Julian war dem von Jamblichus berfickten 
Hellenisinus der Christenbestreiter. wie er seiu sollte. 

1 -Zeugni.sse- Nr. IX. 

3 -Zeugnissr* Nr. XXIV. Nnr dieses Werk de.s Porphyrins solhe verbraunt werden: 
seine andemn Schriflen blichen unhei rotten. 

3 Damals sind die »of(i/.iosen- falscheu Pibitnsakten crschh'iien. 

4 -Zeugiiisse- Nr.VI. 

1 »Zeugnisse« Nr. V. Tiber die Frage, oh nieht Ilierokles und (\cv t'nhekanntc 
identisch sind, s. die Beilage II. 

fi • Zeugnisse- Nr. XII. (JeiTcken, Kaiser .Iiilianns (1914) S. 13. 130. 

7 * Zeugiiisse* Nr. XXI. y^*, 

8 Wichtig ist in dieser Hinsieht das direktc Zengnis des (lirvsostonius (Nr. XTL), 
dafi sich die christeiifeindliehen Werke, soweit s'v noch vorhanden seien. nnr noch bei 
Christen fan den. 



6 von Harnack: 

3. 

Gegen das Wcrk sind christlicherseits drei (vicr?) Gegenschriften er- 
schienen, von denen aber keine einzige auf uns gekommen ist. Die alteste 
(vielleicht noch zu Lebzeiten des Porphyrius) hat Methodius von Olympus 
verfafit 1 , wohl in einem Buch 2 . Der letzte Zeuge fiir die Fortexistenz 
dieses Werks ist Philostorgius 3 . Dcr Schrift des Methodius folgte. wahr- 
scheinlich sofort — noch vor der Verfiigung Constantins gegen Porphyrius — 
ein grofics Werk des Eusebius in 25 Biichern 4 , Nachdem Julian den lite- 
rarischen Strcit wiedcr entfacht hatte, schrieb Apolinarius von Laodicea 
ein gewaltiges Werk in 30 Buchern 5 , welches Philostorgius fur die beste 
unter den Gegenschriften erklarte". Sie ist schr rasch verschwunden, audi 
ist uns von diesen drei Werkcn direkt nur ganz weniges erhalten. Nicht 
inn' die invidia temjjorum ist hier anzuklagen: ist docli selbst in einer Hand- 
' schrift des Suidas (Artikcl » Porphyrius «) der Titel Kata Xpictianion gestrichen 
word en! Doch hat sich das Werk des Eusebius in einigen Exemplaren noch 
sehr lange erhalten 7 , so dafi auf seine Wiederentdockung noch gehofft wer- 
den darf. 

Eine Widerlegung des Porphyrius hat nocli Hieronymus angekundigt, 
Philostorgius als von ihm geleistet erwahnt 8 ; aber jener hat sein Vorhaben 
siclier nicht ausgefiihrt — wir miiStcn sonst darurn wissen — und viel- 
leicht ernstlich gar nicht gehegt, von der Arbeit dieses wissen wir schlech- 
tcrdings nichts. Der Auszug des Unbekannten aber (siehe oben) ist um das 
Jahr 400 von Makarius Magnes in einem groCen Werke (ohne Kenntnis der 
Tatsache. da6 liinter dem Auszug Por[)hyrius steht) widerlegt worden y , 
wobei er. wie es scheint, fast vollstandig, die ipsissima verba des Unge- 
nanntcn (wie Origenes die des Celsus) wiedergegeben hat. Dieses Werk. 
welches noch im 16. Jahrhundert in mehreren Handschriften vorhanden war, 



1 »Zeugnisse« Nr.VII. (Tbor eine angobliche Gegciischrift des Gregorius Thamna- 
tiirgus - sie ware dem Werk auf dem Fufie gefolgt — s. »Zeugnisse« Nr. IV. 
• Usque ad x millia versmiin,- sagt Hieronymus (»Zeugnisse« Nr. XVII). 



2 



3 »Zeugnissc« Nr. XIX. 

x »Zeugnisse« Nr.VIU. 

5 »Zeugnisse« Nr. XIII. 

6 »Zeugnisse« Nr. XIX. 

7 »Zeugnisse« Nr.VIU. 

8 *Zeugnisse« Nr. XVII und XIX. 

9 »Zeugnisse« Nr. XV. 









PorphyriuSj » Gegen die Christen*. 7 

dann verschwand, ist uns im Jahre 1876 aus einer atbenischen Handschrift 
wiedergesehenkt worden; leider aber felilen von den fllnf Buehern mehr 
als zwei 1 . 

4. 

Nachweisbar selb.st geselicn hat das Werk des Porphyrius (aufier den 
Genannten, zu denen also Makarins niclit gehort) sonst niemand 2 , ja es 
ist sehr wahrscheinlich, daS audi Hieronymus cs niclit selbst in Handen 
gehabt hat; denn so hanfig, wcnii cr es zitiert, nennt er zugleieh die Gegen- 
schriften des Methodius, Eusebius und Apolinarius, daB der Verdaeht, sie 
seien seine einzigen Gewahrsmiinner fur den Inhalt des Werkes, nieht unter- 
druckt werden kann. Da sicli nun keine einzige Stelle finden lSBt, aus 
der eigene Kenntnis des Werkes fiir Hieronymus bewiesen werden kann, 
und da seine Arbeits- und Zitierweise sattsam bekannt ist 3 , so darf man 
ihn nicht in die Zahl der direkten Zeugen fur Porphyrius einstellen (dies 
ist auch Lataix' Meinung, s. p. 165) 4 . 

1st dem aber so, dann ist es mit der tJberlieferung des Werkes des 
Porphyrius uhel bestellt. Von den Stueken, die von mir gesammelt sind, 
gehen nur die Nuinmern 1, 7, 8, 39. 40, 41, 47. 73. 80 (Eusebius) 5 und 83, 84 
(Methodius)" auf direkte Gewiihrsmanner zuriick. Die grofie Masse der 
Stiicke verdankt man der indirekten Uberlieferung bei Hieronymus und 



1 Blondel, Makapioy AWnhtoc AnoKPiTiKOC h MoNoreNHC, Paris, 1876. 

3 Libanius (Nr. X) mag es in Handen gehabt haben, aber verraten hat er uns nichts. 
Diodors von Tarsns (Nr. XIV) Kenntnis ist zweifelhaft. 

s Sehr ins Gewieht fallt auch, daB er trotz seiner vielen Zitate kauiii ein einziges 
wortliches bringt. Am naclistcn kommen eirieni solchcn nocii Nr. 4 und 82. Audi die fort- 
laufendeii Mitteilungen fiber die historische Fxrgese des IVirpliyrius im Daniclknmmcutar 
zwingen dureh ihre Form keineswegs zu der Aimahiiie, IhVronymus babe direkt aus dem 
Werk seines Gegners geschopfl. 

Lubeck hat sicli die Frage, <>b Hieronymus unser Werk nur indirekt oder direkt 
gekannt hal, bei seiner I T ntersurhung der (Jiiellen di*s Hieronymus nieht gestellt. Worauf sicli 
die Behauptung rulzmachers (llicrou. 11 S. 30) griindel, -»<la6 Hieronymus eine selb- 
standige Kenntnis von <ler Schrift des Neuplafonikers gegen die Hiristen hesafi, ist f'raglos-, 
weifi ich nicht. Die Ankiindigung des Hieronymus, er weruV selbst das Werk widerlegen, 
reieht nieht aus. 

Von ihnen stnmmt nur Nr. 8 und ^9 ;uis dem Werk gegen Porphyrius. die iibrigen 
sind anderen Sehriften des Eusebius entnommen und nicht siimtlieh sicher. 

,; Fines ist uusicher, das andere enthall nur zwei kurze Referate. 



8 von Harnack: 

Makarius. Jener hat, die Gegenschriften des Eusebius und Apolinarius 
aussehreibend 1 , auBer der durehgehenden Beriieksiehtigung der porphyria- 
niseben Danielkritik den Porphyrins melir als 40inal in seiiien Schriften 
herangezogen (grofitenteils nur referierend) 2 ; diesem verdanken wir 52 Stiicke. 
In indircktcr tJberlieferung liegen fenier 6 Stiieke bci Augustin vor 3 ; er 
selbst hat zwar andere Schriften des Porphyrins, nielit aber das Werk 
gcgen die Christen gekannt 4 . Endlicli ist je ein mehr oder minder zu- 
vcrlassigcs Stuck aus indirekter Uberlieferung bei Diodor (Nr.93). Epiphanius 
(Nr. I2) ? Theodoret (Nr. 38), Severianus Cabal. (Nr.42), Nemesius (Nr. 90b), 
Anastasius Sinaita (Nr. 65), Arethas (Nr. 66) und Theophylakt (Nr. 86) zu 
verzeichnen. 

Nach Biichern determinierte Zitate gibt es nur sieben: Eusebius zitiert 
Nr. 39 das 3. Buch, Nr. 40 und 41 das 4. Buch; Hieronymus zitiert Nr. 21 
das 1. Buch, Nr. 43 das 12., Nr.44 das 13. und Nr. 9 das 14. Buch. Von 
einer Kapiteleinteilung ist nichts bekannt. 

5. 

Stammen die Zitate bei Hieronymus auch aus indirekter tJberlieferung, 
so haben sie doch nahezu den Wert direkter Uberlieferung, da sie aus den 
Werken des Eusebius und Apolinarius geilossen sind, in denen zahlreiche 
Ausfuhrungen des Porphyrins in grofiem Umfang wortlich wiedergegeben 
waren. Die Zitate des Hieronymus also, verbunden mit den wenigen Zi- 
taten aus Eusebius, bilden den Grundstock unscrer Kcnntnis des verlorenen 
Werkes und sind daher audi der kritische MaBstab fur alles. was sich 
uns sonst als zu dem Werke gehorig anbietet'. Aber eben nacli diesem 
MaBstab ist es uberaus wahrscheinlieh, daB wir in den 52 Stiicken bei 



1 Was er dem einen, was dem anderu verdankt. lafit sich nieht mehr ermitteln. 
Doch s. Nr. 43 V, wo er nur den Apolinarius nennt. 

2 Siehe die Nummern 2—6, 9, ro, 11, 14, 19 — 22, 25b, 37, 43—451 49 j) > 55 b > 5 6 > 7°» 
82, 97. Unter mehreren Nummern stehen zwei und mehr Zitate. 

3 Siehe Nr. 46, 79, 81, 85. 91. 92. 

* Wir kennen iiberhaupt keinen abendlandisehen Schriftsteller, der das Werk des 
Porphyrins selbstiindig benutzt hat. Dafi sirh nieht eimnal Lactantius, der fur diese Literatur 
sehr interessiert war, eine Kunde des Werkes verschafft. ja dafi er den Porphyrins fiber- 
liaupt nieht erwiihnt hat, ist sehr auftalleud. 

5 Doch kommen als kritisehe MaBstlibe auch die zahlreiclien erhaltenen Schriften des 
Porphyrins hier in Betracht. 



Porphyrias, *Gegen die Christen*. 9 

Makarius Magnes wesentlich porphyrianisehes Gut zu erkennen haben. 
Zwar sind sie dureh eine doppelte Vermittelung anf mis gekommen, indem 
sie erst von einem Unbekannten exzerpiert, dann von Makarius aufgegriften 
und in eine tunfangreiehe fingierte StreitunteiTedung eingestellt worden 
sind 1 . Aber tier apriorisehe Verdaelit, daC ihnen dabei sachlieh Fremdes 
beigemiselit worden ist und sie zugleieh eine einsehneidende Bearbeitung 
erfahren haben, lafit sieh, soviel ieh sehe, an keinem Punkte beweisen 
(wenn man stilistisehe Anderungen aller Art, die nielit gering sein mogen, 
vorbehalt), und nieht ganz klein ist die Zahl soleher Stellen, die inhaltlieh 
und aueh stilistiseh das Geprage des Porphyrins tragen 2 . Die Beobach- 
tungen, die einige Gelehrte gemaelit haben 3 , die Ansehauungen des 
eehten Porphyrius und des Heiden bei Makarius deekten sieh nieht in alien 
Punkten, sind teils nieht stichhaltig, toils beziehen sie sieh auf spatere 
und friihere Sehriften des Porphyrius, in denen er naehweisbar aueh in 
anderen Lehrpunkten andere Meinungen vorgetragen hat 4 . Man darf daher 
mit gutem kritischen Gewissen die Ausfuhrungen des Heiden bei Makarius 
als porphyrianiseh in Ansprueh nehmen, wenn man aueh keine Garantie fur 
die Zuverlassigkeit jedes Satzes und jeder Wendung — am wenigsten ffir 
das Beiwerk — zu ubernehmen vermag 5 . 

Hat man sieh aber hiervon uberzeugt, dann ware es eine iiberkritisehe 
Pedanterie, jene 52 Stiieke und uberhaupt alles nieht ganz Siehere von dem 
absolut Sieheren zu seheiden und fur sieli zu drucken. Selbst Crafer (II), 
der sieh am energischsten gestraubt hat. hinter dem Heiden des Makarius 
Porphyrius zu sehen, rat jetzt, in die systematisehe Ordnung der Fragmente 
die von Makarius gelieferten einzuordnen und verlangt nur, dafi sie an den 



1 Die Verhaltnisse liegen also hicr ahnlieh wie bei der Uberlieferung der altesten 
christlichen Apologie (Aristides) in der Originalsprache. In dieser kennen wir sie nur, weil 
sie, ohne wesentliclie Vcranderungcn, in die >p;ite Heiligengeschielite des Rnrlaam und Joa- 
saph eingestellt worden ist. Aber es giht freilich daneben eine vollstandigc syrische Hoer- 
setzung der Apologie. 

3 Man beach te dabei, wie sclimal unser Material in hczug auf w<">r tliche Zitate aus 
dem Werk des Porphyrius ist. 

3 Siehe z. B. Geffcken, Zwei Apologeten, 1907, S. 304 fif. und Crafer (1). 

4 Uber das Sehwanken der Lehrmeinungen des Porphyrius s. -Zeugnisse* Nr. I (Ku- 
napius und Oeorgius Pisid.). 

1 Naheres s. in meiner Ahhnndlung in don -Textnn und Untersuch.* Bd. 37, 4 (191 1) 
und unteu in der Beilage I. 

PhiL-hist. Abh. 1916. Nr.l. 2 



10 von Harnack: 

SchluB jedes Absehnitts gestellt "werden 1 . Bei der Schmalheit der ganzen 
Uberlieferung wiirde der Leser urn jeden Eindruck kommen, wenn sicliere 
Fragmente, Exzerpte, Referate uud Abgeleitetes je fur sich gedruckt wurden, 
wahrend es ini anderen Falle, wie ieh hofl'e, gelingt, ein einigerinaBen ein- 
dnicksvolles und nicht zu firiuliehes Bild zu gewinnen. Man inag sicli dabei 
sagen, dafi nicht fib era! I Porphyrins rein und sicher hervortritt, sondern 
da 6 Abgeleitetes untorniengt ist. Ieh glaube aber, dafi in der folgenden 
Sammlung nichts steht, was nicht mindestens in dieser oder jener Weise 
auf ihn zuruckgeht. 

Dagegen habe ieh mich nicht dazu entschlieOen konnen, den Vorschla- 
gen bzw. den Versuchen von Wagenmann, Georgiades, Kleffner und 
Grafer (II) zu folgen und den Inhalt der einzelnen Buclier zu rekonstruieren. 
Das ist bei nur sieben Zitaten nach der Buchzahl ein ganz aussichtsloses 
Unternehmen! Feststellen Ijifit sich nur, dafi Porphyrius glcich im ersten 
Buch — aus guten Grfmdcn — die Glaubwiirdigkeit der Apostel und Evan- 
gelisten gepriift hat. Sehr wahrscheinlich ist, dafi das von von VVila- 
mowitz entdeckte Stuck dem Prolog des Werks angehort. Aber wenn sich 
Porphyrins naclnvcisbar im 3. und 4. Buch init dem Alten Testament und 
im 12. Buch wiederum mit ein cm alttestamentlichen Buch (Daniel) beschaf- 
tigt hat, worn wir ferner vom Inhalt der Buclier 5 — 11 kein einziges be- 
ziftertcs Zitat besitzen, wie will man da iiber die Anlagc des Werks etwas 
auch nur Wahrscheinliches sagen? Das Exzerpt des Unbckannten bei Ma- 
karius hi] ft uns auch nichts, da dieses sich ganz auf den neutestament- 
lichen Stoft* des Porphyrins heschrankt und diescn in zwei Biichern neu 
gruppicrt hat' 2 . 

Aber auch das ist nicht zweckmaSig, mit Lardiier die Fragmente und 
Referate nach der Reihcnfolge der biblischen Buclier zu ordnen. Dadurch 
wird der Eindruck der Angrifle sehr geschwacht, da oine ganz bunte Reihe 
entsteJit. Die Fragmente kommen meines Eraehtens am besten zu ihrem 



1 C rafer (11) S. 499 11.2: ki ln each case the references which come from the Apo- 
criticus will be placed last, us having a less degree of certainty." 

2 Siehe meinc Abhandhing in den Texten und Untersnch. Bd. 37, 4. Der Exzerptor 
des Porphyrius ist willkurlich vorfahren, indem cr sich lediglich von dem Gesichtspunkt 
leiten lieft, in zw<m Biichern das ihm Wichtigste aus Porphyrius zusammenzufassen, deren 
erstes die Kritik des cvangclisclien Stofls, das zwcite aber die Kritik des Stoflfs aus der 
Apostelgcschichte und dem ganzen Apostolus enthiclt. Makarius seincrscits ist dieser Ord- 
nung zum Tcil gefolgt, zuin Tcil hat er sie durchhrochen. 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 11 

Rechte, wenn man das Material also ordnet: i. Kritik der Evangelisten 
und Apostel als Grundlegung der Kritik des Christentums, 2. Kritik des 
Alten Testaments, 3. Kritik der Taten und Spriiche Jesu, 4. Dogmatisehes, 
5. Zur kirchlichen Gegemvart. 

6. 

Da wir den Umfang weder des Gesamtwerks noeh eines einzelnen 
Buchs kennen und Anlago sow ie Kaden uns verborgen sind, so vermogen 
wir uns von dem fonnellen Charakter des Werks n ah ere Vorstellungen 
uberhaupt nicht zu machen 1 . War das gauze 12. Bueli mit der Kritik des 
Daniel ausgefullt (Nr. 43 A Hieron.: "Contra prophetam Danielem XII. libruin 
seripsit Porphyrins*) und war die Auseimindorsetzunq* mit anderen Biichern 
der Bibel ahnlieh ausfuhrlieh, so crseheint das Bild des Works anders, als 
wenn man es nach einzelnen Fragmenten zu konstruieren versueht. Als 
sieher darf angenommen warden, daft die Bibel von Porphyrins als der 
zu bekampfende Feind angesehen word™ ist nnd daB or fur die versehie- 
denen Schichten innerhalb der AutoriUiten der Kirehe (Altes Testament, 
Jesus, die Apostel. die urspriingliehon Gliinbigen) und fur ihre Widersprfiche 
untereinander und in ihrem Verliiiltnis zur ehristliehen Gegenwart ein scharfes 
Auge besessen hat. In der Kritik der evangelisehen tlborlieferung und des 
Neuen Testaments traf or vielfach (wie Celsus) mit der judischen Kritik 
zusauunen. Ob or sie gekanut und benutzt hat, 13 Bt sich aber nicht aus- 
macfaeu. Aueh ist nicht gewiB, daB er den OIsus gekanut hat. so oft und 
so frappant or sich aueh mit ihm bernhrt 2 . In der alttestamentlichen 
Kritik trifTt er mit der gnostiscli-marcionitisehen znsammen; aber aueh bier 
gestatten die sehmalen Fragmente kein Urteil fiber tatsaehliehe Abhangig- 
keit. Die Gnostiker waren den Neuplatonikern unsympathiseh. Das ehrono- 
graphisehe Werk seines Filteren Landsmanns Julius Afrieanus (aueh (lessen 

1 Xnr vcrmutrn konnrii wir, tlafi die ublirlie Bnchlangc von Porphyrins oingchalleu 
worden ist nnd daB demuaeli scin Werk elwa so uinfangreich war wie die 15 Burlier d<>r 
Praeparatio cvangeliea des Eusobius. 

a Die Bcrulirungen sind von Loesehe (s. aueh (ret'frkm) wesentlieli vollstandig 
angegehen, so daB cine Ziisaiiimenstcllung hier zu geben iiberiliissig erschoint. Es gibt keine 
Stelle, die die Benutzung des Celsus evident maelit. Aueh hatten sich gewiB schon bis ziim 
.lahre 270 in der lieidnischen Polemik gegeu das Christentum immer wiederkehrende Ein- 
wiirfe und Argumente ausgebildet. 

2* 



12 von Hahnack: 

kritischc Danielstudie 1 hat Porphyrius gekannt und sich in einem besonderen 
Werk mit ilim auseinandergesetzt 2 . 

Am wahrscheinlichstcn ist, daB in dem weitschichtigenWerk sehr lange, 
Iangerc und ganz kurze kritischc Abschnittc gewechselt haben. Auch in 
den bei Makarius enthaltencn Stiicken ist die Polemik nach Umfang eine 
vcrschiedenc. Kurze, schlagende Gegenbemerkungen stehen neben ausfuhr- 
lichercn Widerlegungen 3 . Das (Janze war cin sehr ausgefuhrtes Meistcr- 
stiick des sogenanntcn gesunden Menschenverstands in gutem mid schlimmem 
Sinn. Sophistisches und »Dialektisehes« (absiclitliches Mifiverstehen und 
Argumente iiblcr Art) liaben nieht gefehlt, wie das in der antiken Polemik 
selbstverstandlich ist. Aber vor allem war das Werk die Arbeit unveracht- 
licher Gelehrsamkcit und eines ausgezcichnetcn FleiBes 4 . 



1 Siehe Nr. 43 B. 

2 Auf Chronographie legte Porphyrius bei der Polemik grofies Gewicht, urn den An- 
spruch der Christen, die »alteste« Religion bzw. die Religion, zu besitzen. zu widerlegen. 
Das grofic chronographische Werk, das er ansgearbeitet und von dem wir sehr wertvolle 
Fragmente in Eusebs Chronik besitzen (Miiller, Fragm. historicorum Graecorum 111 S. 688 if.), 
reichte von Trqja bis zur Regierung Claudius 1 11., fuBte auf ausgezeichneten Dokumenten 
und diente letztlich audi der antichristliehen Polemik (s. Bidez S. 73 : -11 est a presumer 
(ju'en plus d'un endroit la chronographie de Porphyre se rattache a des controverses on 
etaient impliques les chretiens, et entre antres Julius Africaxnis*). — t)ber die Literatur, die 
Porphyrius in dem Werk gegen die Christen neben dem griindliehsten Bibelstudium benutzt 
hat, lafit sich auf Grund der sparlichen Fragrnente fiber das bereits Bemerkte hinaus wenig 
sagen. Dafi er einer der belesensten Gelehrten des 3. Jahrhunderts gewesen ist, wird noch 
deutlicher werden, wenn einmal alles vorliegt, was von ilim erhalten ist (einen vortreiFlicben 
Katalog seiner Werke hat Bidez S. 65* — 73* in 77 Nummern gegeben); doch hat man 
nach den Fragmenten den Eindruck, der freilich trugen kann, dafi er in seiner Christen- 
polemik nicht wie Celsus auch viel nachapostolisehc Literatur herangezogen hat (die Apo- 
kalypsen Esra und Petri waren ihm innerhalb der Bibel fiber! iefert Nr. 68, 89, 90). Mit 
Origenes (Nr. 39: Stromata) und Julius Afrieanus hat er sich auseinandergesetzt und (Nr. 26) 
eine Schrift herangezogen. die vom Anfenthalt des Petrus in Rom erzahlte: dariiber hinaus 
finde ich nichts Sicheres. Augenscheinlich hat er (anders als Celsus) die katholisehe Kirche 
und die gnostische Kewegung seharf auseinandergehalten, indem er sich nur gegen jene 
richtete. Das cntsprach dem Tatbostand in der 2. Hiilfte des ,*. Jahrhunderts; beide waren 
damals vollig geschieden. — Die profanen Quellen anlangend, so bietet ein Fragment bei 
Hieronymus (Nr. 43 C) eine Reihe von Nainen, hnnptsnchlich von Gesehiehtsschreibern (Suc- 
torius [Sutorius], Callinicus, Diodorus, Hieronymus, P<»lybius, Posidonius. Claudius, Theon 
fzwei Namen odor einer**], Andronieus Alypius [;>]); ein Fragment bei Eusebius (Nr. 41) zeigt, 
dafi er sich auf Sanchnniathon (Philo Byblius) gestiitzt hat. Nr. 55 wird auf die wissen- 
schaftlichen Topographen verwiesen (01 thn aahbgian tojn T6ncoN XoHro^MeNOi). 

:t Siehe die langeren Ausfuhruugen in Nr. 49, 69,71,72, 94 usw. 

4 Man wird das Werk, den Umfang des Wissens seines Verfassers anlangend, den 
Werken des Eusebius naheriicken diirfen, hinsichtlich der Kritik iibertraf es diesen. Im 
ganzen war es eines der letzten selbstandigen und bedeutenden historiseh-kritischen Werke, 



Porphyrius, *Gegm die Christen*. 18 

7. 

Die wissensehaftliehen Bemuhungen tier neuercn Zeit nm Porphyrins 
beginnen mit der Arbeit Holstens 1630 (»De vita et seriptis Porphyrii«). 
Erst mehr als 100 Jahre spater bot Lardner eine treflfliche Zusammen- 
stellung dessen, was man in bezug auf das Wcrk »6cgcn die Christen « 
damals zusammenbringen konnte eine umsichtige und ileifiige Arbeit, 

in der nur sehr Weniges ubersehcn ist. Die Entdeckung des Werks des 
Makarius Magnes dureh Blond el gab der Forsehung einen neuen Ansporn 
(1876). Wage nma nn loste die heidnisehen Fraginente aus dem Wcrke 
heraus, iibersetztc sie ins Deutsche und erklarte sich fur den porphy- 
rianischen Ursprung, sieli gegen die wendend, die. wie Duchesne (1877), 
nicht an Porphyrins, sondern aussehlieBIieh an llierokles denkrn wollten 
(1878). Nach partikularen Arbeiten manclierlei Art und Rekonstruktions- 
spckulationcn (Loesehe, Georgiades, Kleffner. Neumann, Carl 
Schmidt, Asm ususw.), unterdenen die Untersuclnmgen von Lataix (i8q7) ! 
und Geffcken (1907) bosonders zu nennen sind, crsehien Schalkliaufiers 
muhevolle und ersehopfende Untersuchung fiber die Oberlicferung des Werks 
des Makarius, die audi einigcs Neue ziim Wcrk des Porphyrias brachto 
(1907). In demselbcn Jalire begann Crafer seine umfangreiehen Studicn, 
die er im Jahre 1914, die alteren stark korrigierond, fortgesetzt und mit 
einer Rekonstmktion des Werks beschlossen hat. Uber dicse Arbeit siehe 
die Beilage II. Im Jalire 1911 untersuchte icli die Makariusfragmente aufs 

die das Altertmn hervorgebracht fiat. Was die personlirhe StcHimg des Porpliyriu.s ziiiii 
Christentum hctrifR, wie sic in dicsem Wcrke hervortritt und wie sic aus seincn andern 
Sehriften und der Uberliefenmg hervorgeht, so hictet sie, da sie uirht eindeutig und nichl 
konstant gcwesen ist, IYoblenie, die hicr nielit cr Irdigt wcrdcn konnen. Was aus den Ma- 
kari us (ragmen ten in diescr* llinsirht gewonncn wcrden kanu, hafoc icli in meiner Abhandlung 
(1911) dargelegt; was dor Uriel" an Marndla lehrl, ist iit don Aufsatz *"(Jrcck and christian 
piety al the end of the 3rd century" (llibhcrt Journal T. 10, 1911. p. 05 — 82) ausgeiulirl. 
1 Lataix" Untersuchung uber den Danielkomruenlar des Hieiouymns und damit audi 
uber die Danielkritik des Porphyrins ist cine grundlirhe und unparteiisehe Studic. Bci alh*r 
Hochschatznng der lustorischen Kritik des Porphyrins mufl man iibrigcns doeh sagcu, dafi sie 
sich zulctzt, wo wirklieh Messianisches und Kschatologischcs bci Daniel vorliegl, iibersehljigt. tun 
alles auf die Zcit des Antiochus zu dcutcn. « Porphyre etait vraimeut superficiel » ich 

wurde sagen: parteiisch-gewaltsani — , - quand il pretendait (pic Pautcm* dc la prophetic, 
dans Ies en droits cm il parle dc His d'ltomine qui vicnt sur les nuees, du regue des saints, 
de la resurrection, mentait pour soutcnir Pesperancc dc ses rompatriotes. NVtait-il pas 
rempli lui-mcme de 1'esperance invieible qifil voulait eomnmnicpier aux autrcs ? » 



14 von Harnack: 

neue, uberzeugte mich von ilirem porpliyrianischen Inhalt und gab sie. 
griechiscli und deutscli mit einem Kommentar lieraus. Im Jahrc 19 13 endlich 
erschien die ausgezeichnete Monographic von Bidez »Vie de Porphyre*, 
in welcher das Werk gegen die Christen aber nur kurz behandelt werden 
konnte. In alien diesen Schriften sind die Fragmente des Porphyrins nicht 
gesammelt und abgedruckt, sondern znm Teil nur angedeutet, so dafi noch 
immer Lardners ungeniigende Zusammenstellung gebraucht werden mufi. 
Am nachsten ist einer vollstandigen Sammlnng Crafer gekommen; aber auch 
er deutet vieles, so den Inhalt dor Makariusfragmente, nur an. 

8. 

Die naehstehende Ausgabe beginnt mit den »Zeugnissen«. Es folgen 
dann, zu einer einzigen G-ruppe vereinigt. die Fragmente und Exzerpte, die 
Referate und Abgeleitetes. Viel Neues habe ich trotz jahrelangcn Suchens 
nicht gefundcn, aber doch manches Entdeckte aber Versteckte und einzelnes 
Neue 1 . Nicht berucksiehtigt ist, was Porphyrius in anderen Schriften iiber 
Christus und Christliches gesagt hat; obgleich es nicht viel ist. wiirde die 
Aufnahme zu weit gefuhrt haben ; auch liegt ja ein groBer Teil der por- 
phyrianischen Schriftstellerci noch ganz im argen und inuB erst in Angriff 
genommen werden. Wie weit bei dem »Abgeleiteten« zu gehen Avar, war 
einc Saehe des Taktes. Es ist z. B. sehr moglich, daG in Pseudojustins Quaest. 
et Respon. nicht nur einiges porphyrianisehe Gut", sondern sehr vieles 
steckt 3 : aber wir besitzen koine Mittel. mn es herauszufindcn. Ahnlich steht 
es mit anderen Werken. Dazu kommt, daB die byzantinische Qulistionenlite- 
ratur sicher audi aus der alten gnostischen Literatur geschopft hat, die sich 
mit der hcidniseheii antiehristliehen Literatur in bezug auf die Bibelkritik 

1 In den Kommentaren zum Philosophen Porphyrins ist so gnt wie nichts 7m finden, 
und so gnt wie vergeblich babe icli daber die akademische Ausgabe der Aristoteleskommen- 
tare durchgesehen. Es ist das amh nicht auffallend; denn je holier das Ansehen des Philo- 
sophen Porphyrins im Mittelalter stand, urn so radikaler muBte die leiseste Krinnerung an 
den Ohristenfeind ausgetilgt werden. Pbrigens war ja das hose Werk schon seit der Mitte 
des 5. Jahrbunderts nirgends inehr zu Hnden. 

2 Siebe Geffcken, a. a. O. 8.307. 

:i Man kann auf n (66), 13 (132), 17 (2). 21 (6), 22 (7), 33 (23), 34 (24), 47. 37 (27)* 
38(28), 39(29), 48(89), 5°<37) ; 5M38), 52 (39)< 60(47), 61(48), 71(58), 78(64). 84(72), 
88 (76), 90 (78), 91 (79), 93 (81), 94 (82). 95 (83). 97 (85), 105 (94), 109 (98), 116 (105), 127 
(116), 128 (117), 130(119), 135 (125), 137, i39^ 141. *5 2 ( r 35)> l 53 ("36), 155 (13^), i5 6 (Mo), 
157 (141), 158 (142) hinweisen. 



Porphyria »Geyen die Christen*. 15 

sehr nalie berfihrte. Kritisierte docli sehon Marcion das Verhaltnis des Paulus 
zu den Uraposteln so \v r ie Por])hyrius. und die Kritik des Apelles an Genes, i 
bis 3 konnte aueh bei jenein stehen. Somit inufi man hier vorsichtig sein, 
und deshall) habe ieh nur herbeigezogen. was mit wirklieher Wahrschein- 
lichkeit fur Porphyrius in Anspmch genomincn werden kann. Den abge- 
stuften Wert der versehiedenen Fragments, Exzerpte und Referate im ein- 
zelnen festzustellen, wird fiir den Loser kerne sehwierige Aufgabe sein. 

Da ieh den Text des Makarins-Porphyrius bereits frulier (191 1) rezen- 
siert habe. so habe icJi den Apparat, der nbrigens wenig enthalt (denn die 
einzige Handsebrift 1 bietet einen zwar sebr* sorglos gesehriebenen, hin und 
her liiekenhaften, aber ziemlich guten Text, und Blond el hatte sehon viel 
getan), niclit wieder abgedruekt % wold aber die Xaebweise ubor den Bibel- 
text, da sie die These, daS der lleide des Makarius im Abendland (Rom) 
gelebt hat, zweifellos inachen. Die (ibrigen Texte sind nach den besten 
Ausgaben gegeben, und die.se haben inich bessere nur selten vennissen lassen. 

1 Naberes fiber die Handsebrift s. bei Blondel. de.ssen Ausgabc auf einer Abscbrift 
rulit. die er g^nommen. Ducbesne, Selia 1 klia utier. A posto lides in Atlicn, dem sie 
geborte. als Blondel sie land und kollationierte, hatte .sie aus Kpirns, aus der Gegeud von 
Jannina, erhallen (Finlragung: Kthma T. A. Ko'imintzh toy £k KCOwonoAecoc Cypakoy thc 
■"HneiPOY). Sie ist stark verstiimmelt und l>eginnl mitten im Wort im 7. Kapitel des 2. Bucbs 
nnd brichl mitten im Wort im 30. (letzten) Kapitel des 4, Buchs ab. Ks feblen zwei Biicber voll- 
standig und vom 2. Bucb seehs Kapitel nnd der Anfang des siebenten. Die Handsebrift umfafil 
125 Papierblatter, -in forma qnarta minore, saeeulo XV. vel XVI., 1 it videtur. cxarata ; folia 
baud j>anca. praecij>ne in fine, superiore margine nonnibil madore corrupta sunt, ut tamen 
commode legi possint: in margine ipsa prima inanus corrertiones addidit, attramento palli- 
diore, qunsdam etiain aliae manus recentiores. tpiarum una bodierna*. So berirbtet Foil cart, 
der die Ausgabe veroflenllicbt bat, da Blondel von dem Tod* 1 iiberrascbt wurde. Dafi 
einem der Korrektorcn noeli eine zweite Handsebrift 7,11 (icbote gestaudcu. liiBt sicli meines 
Erachtens niclit erweisen. t)ber die Grundsalze Fouearts bei der Kdition s. lVolegg. S. Yll. 
1st die Absehrifl Blondels in Paris? 

2 Nur in wenigen Fallen bin icb auf Textkritisclies eingegangeu, besonders doit, wo 
icb gegeniiber der friiberen Fassnng einer anderen gefolgt bin: an ein paar Stcllen bin icb 
jcur LA des Codex zuriickgekebrt. Die llandscbriiL des Makarius war naeb ibrer llernus- 
gabe bald wieder versebwunden ; es ist inir aber. Dank den Hemubiiugcn eines grieehiscbeu 
Freundes. gelungen, fcslzustcllen, dati sie nocb existiert. Hoft'entlicb gelit dieser kostbare 
Sehatz nicbt wieder unter. Icb babe den Verdacbt. daft sie nocb bcute der OfTentlichkeit 
aus kirehlicben Griinden entzogen wird, wic icb niclit zvveifle, daB der Uutergang der 
Makariushandscbriften in der Neuzeil atis cben dicsen Griinden zti erklaren ist. 



16 von Harnack: 



i. 

tlbersicht iiber di<* wich tigston Ubercinstimmungen (und die 
Versehiedenheit) der Makariusfragmente des Porphyrius mit 

den iibrigen 1 . 

DaG die Evangelisten ungebildet (selbst in der Bibel), unerfahren und 
toricht und daB sie nicht Historiker. sondern Falscher, Lugner und im wei- 
testen Umfang Erfinder der evangelischen Gcschichten gewescn sind, wird 
dort und hier an zahlreichen Stellen — mit densclben Worten — behauptet 
(vgl. z. B. Nr. 2, 6, 7, 43 A rait Nr. 15, 18, 49; speziell in der Leidensge- 
schichte sind sic Erfinder, siehe Nr. 7 mit Nr. 15, 16), ebenso daB sie und die 
A]>ostel die Leichtglaubigkeit Hirer Horer mifibraucht haben (Nr. 5, 6 mit 
Nr. 28). Sie missionierten urn sebnoden Gcwinns willen (Nr. 4 mit Nr. 29), 
wandten sicli an die rciclien Frauen (Nr. 4 mit Nr. 58), liefien magische 
Kiinste spielen (Nr. 4, 39 mit Nr. 28), gingen mit Sophismen um (Nr. 7 mit 
Nr. 35, 55) und sagten lappische, den starksten S])ott nnd helles Lachen 
crrcgende Dinge (Nr. 45, 46. 91. 93 mit Nr. 27, 34, 49, 54, 55 und sonst). 
Wie in Nr. 6 wird es audi in mehreren Fragmenten bei Makarius offen- 
gelassen, ob die betreffende Erzahlung eine Erfindung des Evangelisten ist 
oder ein Dokument der Minderwertigkeit Jesn bzw. der Jiinger. lm ein- 
zelncn ergeben sich noch folgcnde Konformitaten : 

Der vcraehtliche Glaube an den Cliristus wegen des » corpus ex femina 
acceptum« (Zeugnisse Nr. XNI mit Nr. 33,77), 

Cliristus ist der inconstantia und mutatio schuldig (Nr. 70, 91 mit Nr. 59, 
61, 62,64), 

Cliristus hat sich falsehlich eine einzigartige Heilandsstellung der Welt 
gegeniibcr angeinafit (Nr. 81 mit Nr. 49, 58), 

Cliristus hat, da er so split gckommen ist, zu Unrecht alle friiheren 
Geschlechter vernachlassigt (Nr. 81,82,84 init Nr. 87), 

Cliristus ist schuldig, daft seinetwegen Ungezahlte den Tod erleiden 
mussen (Nr. 66 mit Nr. 36, 64, 82), 



1 Von stilistisdien tll>ei'einstininmngen ist liier abgesehen. Einiges ist in den Noten 
zn den Fragmenten angemerkt; audi ist das Wort- und Sadi register zu vergleiehen. 



Porphyrias, » Gegen die Christen*. 17 

Christi Kreuzestod ist nieht geweissagt unci em anstoBiges Paradoxon 
(Nr. 84 mit Nr. 68). 

Ghristus hatte bei seiner Herabkunft bzw. naeh seinem Tode oder bei 
gegebener Gelegenheit den weitesten Kreisen eindrueksvoll (durch Wunder, 
als Gott) erscheinen mussen (Nr. 65 mit Nr. 48, 64), 

Ghristus und Apollonius (Nr. 4 mit Nr. 60. 63), 

Die Gesehiehte von den Damonen und Sauen (Nr. 49b mit Nr. 49a), 

Das »Meer« Genezareth ist nur ein Tfimpel (Nr. 55b mit Nr. 49, 55a), 

Der Streit des Petrus und Paulus in Antioeliien stellt Petrus in sehlim- 
mes Lieht (Nr. 21 mit Nr. 26), 

Ananias und Sapphira sind von Petrus gemordet worden (Nr. 25b 
mit Nr. 25 a), 

Ob man Berge versetzen kauri, ist der'Mafistab fur den ehristlichen Glau- 
ben (Nr. 3 mit Nr. 95), 

Gegen die allegorisehe Methode (Nr. 39, 45 mit Nr. 69), 

Die eonfusio eorporum (weil sie gefressen usw. werden) als Argument 
gegen die Mogliehkeit der Auferstehung (Nr. 92 mit Nr. 94), 

Kultdienst und Tempel zu Unreeht von den Christen verworfen, da 
sie sie selbst haben (Nr. 79 mit Nr. 76), 

Die aaotoc rricnc bzw. die aaoha Christi und der Christen (Nr. 1, 6, 73 
mit Nr. 52, 57, 69). 

Ubersehlagt man, daB das Werk 15 Biicher umfaBt hat und dafi wir 
sowohl bei 3Iakarius als auch bei den andcren Gewahrsmannern nur ganz 
geringe Teile besitzen, so ist die groBe tJhereinstiinmung dieser Zeugen mit 
jenem (etwa zur Hfilfte der Makariusfragment<» finden sich Parallelen) schon 
naeh der Wahrseheinliehkeitsreehnung der starkste Beweis fur die llerkunft 
der Makariusfragmente von Porphyrins. Ks kommt aber noch hinzu, daB 
der moralisoh-religioso Standpunkt, von dem diese und jene Fragments zeugen, 
identisch ist, und daB die Verfassor beider nngewohnliehe chronologisehe 
Interessen und Kenntnisse haben (Nr.40,4 1 ,43. 81 mit N r. 26, 35, 55, 60, 68). 
Endlieh ist es sieher, daB der Ileide des Makarius ein mit Rom vertrauter 
Grieehe wie Porphyrius gewesen ist (sein Bibeltext war der abcndlandisehe; 
vgl. auBerdem Nr. 26, [ 36], 64, 76, 81); Goff'ekcn hat ihn sogar einfaeh 
einen Romer genannt (»Zwoi Apologeten* S. 302). 

Anderseits ist es wahrseheinlich, daB, wo dor Ileide bei Makarius nur 
kurze, sehlagende GegenbeuuTkungen macht. ofters in seiner (Quelle aus- 
Phit.-hi8t.Abh. 1916. Nr.l. 3 



18 vok Harnack: 

fuhrlichere und gelehrte Widerlegungen standen. Zu der Behandlung des 
Danielbuchs. die wir durch Hieronymus einigermafien kennen (Nr. 43), aber 
audi zu dcm von Kusebius gelieferten Fragment (Nr. 41) bieten die Ma- 
kariusfragmente, die Art der Behandlung des Stofts betreffend, wenige Par- 
alleled Wie hiitte Porphyrius aber audi 15 Bucher schreiben konnen. 
wenn er durchweg so kurz gesehrieben hiitte wie der Heide bei M.aka- 
rius? AVir miissen uns also gestehen. da6 wir uns trotz der stattlichen 
Anzahl der Fragmente, die wir besitzen, ein deutliches Bild von der Durch- 
fuhrung der Aufgabe, die sich Porphyrins gestellt hat, so wenig zu machen 
vcrmogen wie von der Anlagc des Werks. Wir sind daher diescm Christen- 
bestreiter gegenuber langst nicht in der giinstigen Lage, in die uns Ori- 
genes, den Celsus betreftend, durcli seine Gegenschrift versetzt hat. Dazu 
kommt, dafi das Werk des Celsus nur aus zwei kurzen Buchern bestand. 
Dieser Unterschied in der Lange ist (ibrigens ffir die versehiedenen Zeit- 
altcr, in denen Celsus und Porphyrins geschrieben haben, sehr charakte- 
ristiseh. Im 2. Jahrhundert konnte man das Christentum nocli prinzipiell 
angreifen und damit der Aufgabe zu geniigen hoften. Daher dreht sich bei 
Celsus letztlich alles mil das christliehe Dogma von der wahren Gottheit 
Christi. In der 2. Halfte des 3. Jahrhunderts, nach der exegetiseh-apolo- 
gctisclien Riesenarbeit des Origenes, waren die lieidnischen Gelehrten ge- 
zwungen, sieh vor allem mit den bciden Testamenten auseinanderzusetzen. 
Damit standen sie vor einer unabsehbaren Aufgabe! Es zeugt fiir die Ge- 
wissenhaftigkeit des Porphyrins, zugleich aber audi fur seine prinzipiell- 
formale Ubereinstimmung mit Origenes — die wahre philosophische Re- 
ligion ruht auf Oftenbarung, die Oftenbarung aber muB in (schriftlicher) Uber- 
liefernng vorliegen: h gk aoticon <t>iAoco<t>iA — . daJ3 er die ungeheure Aufgabe 
in Angriff genommen hat. Aber wo war das Ende? Wie er 15 Bucher 
gesclirieben hat. konnte er auch 30 und mehr schreiben, urn dann zu ge- 
stehen; »Weiter bin ich wold gekommen, naher bin ich nicht dem ZieL« 
»Stromata« liber »Stromata«; aber die Aufgabe blieb doch unerschopft, und 
die prinzipiellen Gesichtspun kte der W iderlegung muGten sich 
in der unabsehbaren Masse der Anstofie und Kontroversen not- 
wendig verlieren. Uns aber ergibt sich aus diesem Tatbestand der Trost, 
daB wir, wenn wir noeh das ganze Werk des Porphyrius hatten, zwar von 
seiner Gelehrsainkeit und seinem Scharfsinn sehr viel mehr wissen wurden, 
aber vielleicht nicht viel mehr von seinen prinzipiellen Anschauungen. 



Porphyrins, * Gegen die Christen*. 19 

Beilage II. 

Die Hypothesen Crafers. 

Crafer hat in seiner ersten Abhandlung beweisen wollen, das Werk 
des Makarius sei dieWiedergabe einer wirklich gehaltenen Streitunterredung: 
diese habe zwisehen 293 und 302 stattgefunden — so fruh setzt er also 
auch das Werk des Makarius — , und der Heide sei eler bekanntc Hierokles, 
der gegen die Christen geschrieben lint. Diesen Annalimen bin icJi ( 1 9 1 1 
S. 10 f., I4f., 107 ff.) entgegengetreten. In aiisfiihrlicher Auscinandersetzung 
mit ineinen Einwurfen hat Crafer in der zweiten Abhandlung seine Er- 
gebnisse wcsentlich modifiziert. Leider hat er mi eh dabei an einem Haupt- 
punkte infolge seiner mangelhaften Kenntnis des Deutschen mifiverstanden. 
Meine Bezeichnung der bei 3Iakarius erhaltenen Fraginente si Is »Bausteine« 
fur die zukiinftige Ausgabe des Werkes des Porphyrins hat er wiederholt 
(S- ^61, 372) (lurch » Basis* wiedergegeben und polemisiert in diescm Sinne 
gegen eine These, die ich gar nicht aufgestellt habe. Die Meinung, die 
er jetzt vertritt, ist folgende: 

i. Dafi dein Werkc des Makarius eine wirkliche Streitunterredung zu- 
grunde liegt, halt er jetzt nur noeh fur eine entferntc Moglichkeit. 

2. DaB die heidnisehen Ausfiihrungej) in dem Makariuswerk aus deni 
»Philalcthes« des Hierokles ubernonimen sind, seheint ihin noeh immer 
sicher, und er glaubt, diese These aus einer Vergleiehung der spiirliclien 
sonstigen Reste des Werkes des Hierokles mit jeuen Ausffihrungen beweisen 
zu konnen. 

3. Ebenso siclier aber ist ilini jetzt, dnfi Hierokles das, was bei Makarius 
vorliegt, aus Porphyrins* Werk exzerpiert und dann in seiner eigenen Spraehe 
wiedergegeben hat (S. 511): * * A 1 1 trough his treatise Ilieroeles merely made 
selections from the abundant attacks which he found in each section of 
Porphyry's work, and he greatly reduced the length of those he chose to 
incorporate, omitting some of the points, and putting most of the rest into 
his own language. It is absolutely necessary to draw these inferences, in 
order to explain the rarity |??| of the coincidences in the extant parts 
of the two works and the differences of style and language . . . The ob- 
jections quoted by Macarius give us the contents of the lost Philalethes of 
Hieroeles, and at the same time they have provided us with many of the 

3* 



20 von Harna ck: 

arguments in the book which he copied (Porphyr.) and have enabled ns to 
reconstruct its eontents far more fully than would be the case, if Ave only 
relied upon the quotations from the KatA Xpictian&n and the references to 
it, Avhich I have collected from others sources." S. 392 f.: ,,We have 
suggested to ns that the work of Porphyry was taken over and abridged 
by Hicrocles and used for his own purpose". Also sei es erlaubt, ja ge- 
boten, die Ausfiihrungen des Heiden bei Makarius zur Rekonstruktion des 
Werkes des Porphyrins zu benutzen. 

4. Crafer ist ferner dcrMeinung, dafieinunbekannterkatholischer Christ 
das Werk des Hierokles in der 1. Halfte des 4. Jahrhundevts in einer Gegen- 
schrift widerlegt hat, in die er die Angriffc des Hierokles (=Porphyrius) wort- 
lieh aufgenommen hat; der Unbekannte lebte im Ostcn, wahrscheinlieh in 
Syrien, war aber einst in Rom gewesen und audi mit dein ostlichen Klein- 
asien bekannt: er gehorte nicht zur Schule von Edessa. sondern war ein ent- 
sehiedener Origenist — so bedeutend. daB man ihn den groGen Vatern des 
4. Jahrhnnderts beigesellen darf. 

5. Das Werk dieses Unbekannten hat der von der Synode ad quercum 
her bekannte Makarius, Bischof von Magnesia, urn das Jahr 400 neube- 
arbeitet ("worked in to the form in which it is at present, being now 
made to consist of a five day's debate, and the original division of Hierocles's 
Avork into tAvo books being quite obscured. Nothing lead us to expect any 
great originality or literary talent or poAvers of Catholic exegesis from this 
Macarius. It Avell accords with what Ave know of him, that he should 
simply arrange another man's Avork. He carefully suppresses the names 
of both Hierocles and the man Avho had answered him," etc.). Makarius 
Avar kein Origenist. sondern ein Gegner des Origenes. "Perhaps he curtailed 
the number of questions and anwers to suit his purpose (Avhich Avould ex- 
plain the occasional failure of sequence in the questions to Avhich Dr. Harnack 
has called attention), but these omissions may have been made by Avriter he 
is adapting." 

Diese mit groGem Scharfsinn entwickclte Annahmc ist kompliziert. 
Die Spaltung des katholischen Polemikers in zAvei Personen, einen Unbe- 
kannten urn 330 und Macarius 11m 400, grundet sich auf einige Avirkliche 
Scliwierigkeiten bzAv. Ratsel, Avelche der geographiselie Standort, die Zeit und 
die dogmatischen Anschauungen des Verfassers bieten;aber diese ScliAvierig- 
keiten sind meines Erachtens keineswegs so groG, dafi man zAvei Verfasser 



Porphyrins, v>Gegen die Christen*. -21 

annehmen muBte. Doch kann dicse Frage hier auf sich bcruhcn bleiben, 
da sie wesentlich nur den » Makarius* und nicht den Porphyrius angeht, 
der allerdings nun dureh drei Mcdien von uns gctrennt ware (Makarius, 
der Unbekannte, Hierokles). Wichtig aber ist, daB Crafer jctzt die Annahme 
.einer .wirklichen Streitunterredung aufgcgcben und zugcstanden hat, i. dafi 
•eihfach ein heidnisches, antiehristliches Werk in zwei Buehern aus der Zeit 
urn 300 hier vorliegt, 2. da(3 dieses Werk ein Kx/erpt aus Porphy- 
rius ist. DaB die Idcntifizicrung dieses Werkes mit dem des Hierokles, 
welches audi zwei Bucher umfaBtc und aus derselben Zeit stanunt, ver- 
loekend ist, Hegt auf der Hand; aber nach wie vor muB ieh die Identi- 
fizierung trotz aller Bemfihungen Crafers fur hoehst unwahrseheinlich 
halten; denn das Chnraktcristisehe aus dem wenigen, was wir von dem 
Werke aufier seinem Plagiatcharakter und der ApoIIonius-Christus-Parallele 
wissen, ist der Satz (Referat des Lactantius): »ipsum autem Christum ad- 
firmavit a Judaeis fugatum eollerta CM hominnm manu latroeinia fecisse*. 
Diese Anschauung von Christus paBt schleehterdings nicht in das Christus- 
bild des HHden bei Makarius: denn dirscr lilllt sich in bezug auf Christus 
streng im Rahmen der Evangelien und zieht nichts Kremdes hcrbei. AuBcr- 
dem hat dieser Gegner nicht » humane ac benigne ad Christianos«. sondern 
contra Christianos geschrieben. 

Es muB also dabei bleiben, daB der Exzerptor des Werkes des Por- 
phyrius, gegen (lessen Werk Makarius geschrieben hat. hoehst wahrsehein- 
lich nicht Hierokles ist, sondern ein Unbekannter, der wesentlich nichts 
anderes warals Exzerptor — in einer Zeit. in der man polemiseh-literarischen 
Stoffes gcgen die Kirrhe liberal 1 bedurfte und ihn von nirgendwohcr so be- 
qucm beziehen konnte wie aus der Schatzkammer des Porphyrius. Cerne 
wird man sich aber von Crafer erinnern lassen - mit der Hierokles- 
frage hat das nichts zu tnn , daB stilistiseh die Porphyriusstfiekr, wie sie 
der Unbekannte wiedergegeben hat. durchans nicht die (icwahr Hues reinen 
Porphyriustextes bieten; sie mogen sich sogar in der rhetorisch-polemi- 
schen Farbung stark von ihm unterseheiden. Doch hat Euse.l)ins aus- 
driicklich bemerkt, daB Porphyrius »AnopiA A6ru>N eni to aoiaopgTn Tp£neTAi« 
(Fragmente Nr. 39), und das bezeugen die Makariusfragmente. 



22 von Harnack; 



Literatur. 

Holstenius, Diss, de vita et scriptis Porphyrii philos, (Anhang z. d. Ausgabe der »Vita 
Pvthag.« des Porph., T630, abgedruekt in der 1. Ausgabe der Biblioth. Graec. des Fabrieius). 

Lardner, The Credibility of the Gospel History (1727 — 1757); als Supplem. in diesem 
Werk c. XXXVII: Testim. of heathen writers; hier eine sorgfaltige Zusammenstellung der 
Fragmente der antiehristlichen Schrift des Porph. (T. VIII ed. Kippis, 1788 u. in den -Works* 
T.VI1 p. 390 ff, London 1838). 

Wolff, Porphyrii de philosophia ex oraeulis haur., 1866 (Chronologie des Lebens). 

Blondel, Makapioy AWnhtoc AnoKPiTiKoe h MoNoreNHc, Paris 1876, dazu Duchesne^ 
De Maeario Magnete et seriptis eius, Paris 1877; Mueller, Theol. Lit. Zeitung 1877, Nr. 19; 
Geoffry, Rev. des deux mondes, 1876, T. 46, p. 819^; Wagenmann, Jahrb. f. deutsehe 
Theol. Bd. 23, 1878, S. 269 ff. : -Porphyrins und die Fragmente eines Ungenannten in der 
Athonisehcn Makar.-Handsehrift« ; Salmon, Maearius i. Dictionary of Christ. Biogr. T. Ill; 
SehalkhauBer, Zu den Schriften des Makarios Magnes (Texte u. Unters. Bd. 31,4, 1907). 

Loesehe, Haben die spateren neuplatonischen Platonikergegen das Christentum das Werk 
des Celsus benutztP (Zeitsclir. f. wiss. Theol. Bd. 27, 1883, S. 257 Jf.; S. 2626°.: Celsus u. Porph.). 

Georgiades. TTepi t&n kata Xpictiancon "AnocnACMATcoN toy TTop^ypioy, Leipzig 1891. 

Haruack, Gesoh. d. altchristl. Lit. 1, 1893, S. 173 f- 66if. 873; 11,2, T904, S. n8f. 
148!'. 170. 413. 

Zahn, Geseh. d. N.T.liehen Kanons 1. 1, 8. 310; 11,2, S. 815. 1005. 

Kleffner, Porphyrias, der Nenplatoniker und Christenfeind, Paderborn, 1896. 

C. J. Neumann, »Hierokles« in Haueks R.Encykl. Bd. 8 (1900), 8.40 (Hierokles 
u. Porph., vgl. E. Schwartz in Paulys R.Encykl. Bd. 6, col. 1394^). 

v. Wilamowitz-Moellendorff, Ein Bruehstuek aus der Sehrift des Porphyrins 
gegeri die Christen (Zeitsehr. f. N.T.liehe Wissenseh. 1, 1900, S. 101 ff.). 

Carl Schmidt, Plotins Stellung zum Gnostizismus und kirchl. Christentum (Texte 
n. Unters. Bd. 20, 4, 1901; s. desselhen Abhandlung -Die alten Petrusakten«, a. a. 0. 
Bd. 24, 1, 1903, 8. 167 ff). 

Asmus, Julians Galilaersehrift. Programin, Freiburg i. B., 1904 (Julian u. Porph.). 

Geffckeu, Zwei Apologeten, 1907, S. 304ft'. (Porph. in seinem Verhaltnis z. d. alteren 
Christenbestreitern); s. desselben -Kaiser Julianus- (1914) S. 13. in. 130 (Julian u. Porph.; 
Jamblich u. Porph.). 

(I) Crafer im Journ. of Theolog. Studies, Vol. VIII. 1907, p. 401—423; 546 — 571 
(die Makariusfragmente und Hierokles). 

Harnack, Kritik des Neucu Testaments von einem grierhischen Pliilosophen des 
3. Jahrh. (Texte u. Unters. Bd. 37, 4, 191 1). 

Harnack, Greek and Christian piety at the end of the III. century (Hihbert Journal 
T. 10, T911, p. 65 — 82). 

Bidez, Vie de Porphyre, Gent, 1913 (bes. p. 65 — 79). 

(II) Crafer iin Journ. of Theolog. Studies, Vol. XV, 1914, p. 360— 395; 481—512 
(Rekonstruktion des Werkes des Porph.). 

Lataix, Le Comment, de S.Jerome sur Daniel (Rev. de l'hist. et de litt. relig. T.II. 
1897, S. 1646°. 268ff); s. aueh Liibeek, Hieron. quos noverit scriptores, Leipzig, 1872. 






Porphyrias, »Gegen die Christen*. 23 



I. Zeugnisse. 



L Porphyrias. II. Eunapius (und Gcorgius Pisid.). III. Suidas. IV. Gregorius Thanma- 
turgus. V. Ein Unbekannter, der das Werk des Porj)hyrius exzerpiert hat. VI. Hieroklcs. 
VII. Methodius. VIII. Eusebius. IX. Constantin der Grofie. X. Libanius. XI. Firmicus Ma- 
temus. XII. Julianus der Kaiser. XIII. Apolinarius Laodicenus und die Danicl-Koinmenta- 
toren. XIV. Diodorns Tarsensis. XV. Makarius Magnes. XVI. Chrysostomus. XVII. Hiero- 
nymus. XVIII. Rufinus. XIX. Philostorgius. XX. Sokrates. XXI. Augustinus. XXII a. Poly- 
chronius. XXII b. Cyrillus Alcxandrinus. \XI1I. Theodorctus. XXIV. Tlieodosius 11., der 
Kaiser. XXV. Vincentius Lcrinensis. XXVI a. Nemesiiis von Emesa. XXVI b. -GeocooiA-, 
wahrscheinlich des Aristokritus (saec. V. cxtr.), Exzerpte. XXVI c. Eudoxius philosophus. 
XXVII. Elias Philosophus (und Ammomus). XXVIII. David Philosophus. XXIX. Der Scholiast 
zu Lucian (Epiphanius, Anastasius Sinaita, Sevcrianus Gab., Arethas, Tlieophylaktus, Gregorius 

Barhebraus). 






Porphyrins y »Gegen die Christen*. 25 

I. Porphyrius. 

Porphyrius, Vita Plotini c. 4: Tffl \ iie\ thc Taaihnoy baciagiac erw FTop- 
4>ypioc £k thc c 6aaaaoc rGroNWC (gic l Pu)mhn) ... con t6tg ctcon tpiAkonta. 

C. 1 1 : Kai noTG £moy FTop^ypioy ijiceeTo (6 TTacotTnoc) ^Atgin gmayt6n 

AIANOOYM^NOY TO? BIOY, KAI G£AW>NHC ^FTICtAc WOl £n Tip oTkO) AIATpIbONTI KAI CintON, 
MH GTNAI TAYTHN THN nPOGYMiAN ^K NOGPAC KATACTACGCOC, AAA* £k MeAATXOAlKHC TINOC 
N6COY, AnOAHMHCAl £k£a6YG, FTGlCeGIC AG AYTOJ Crd) GIC THN ClKGAIAN AOIk6mHN. 

C. 6: j 6n Tfi CikgaIa aiatpibont6c moy (£kgT tap angxiophca nGPi t6 ig' gtoc 
thc baciagIac Taaihnoy) .... 

C. 2: TgagytOnti tw TlAWTiNU) £rd) m£n 6 FTop^ypioc £tytxanon £n Aiay- 

BAiw aiatpibwn .... to? b' £toyc thc kaayaioy baciagiac. 

DaB Porphyrins die Biieher gegcn die Christen in Sizilien gesehriebcn habe, wird mit 
Reeht ans Euseb., h. e. VI, 19 (s. Nr. \"1II) geschlossen. Unsere Stclle Iegt die Zeit des Anf- 
enthaltes fest. — Znr weAArxoAiKH n6coc s. Nr. XX. 

II. Eunapius (und Georgius Pisid.). 

Eunapios, Vitae Philos. ac Sophist. (Boissonade ]). 6, Bidez, Vic de 
Porphyre, p. 47* sq.): .... Ayto? FTopoypJoy bion an^tpaycn oyag gTc, 3ca re 

KAl HMAC GIA^NAI, ANAAGrOM^NU a£ ^K TOON AOO^NTtON KATA THN ANATNOJCIN CHMCItON 

toia?ta yfthpxg tA nepi ayt6n. TTopoYPttp Typoc m£n hn nATPic, h npojTH toon 
Apxaiwn Ooinikcon n^Aic, kai nAT^PGC a£ oyk achmoi Oytco a£ Axeeic 

THN T7PU)THN nAIAGlAN KAI Yn6 nANTCON AnOBAGn6M6NOC, THN MGHCTHN ""PtOMHN IAG?N 

^nieYMHCAC, Yna katAcxh aiA cooIac thn n^AiN, ^nciAH tAxicta eic aythn Aoikcto 

KAl lG> MGricTtp rTACOTINtp CYNHA66N GIC 6mIAIAN, nANTCON ^nGAAeGTO T10N AAAtON KAI 
nPOCdOGTO <t>dPU)N £aYT6n £kGINU). AKOPdCTtOC a£ THC TTAIAGIAC 6M<t>OPOYWGNOC KAI TCON 
nHTAlCON £kg!n(0N KAI TGeGIACM^NtON A6TCON, XP6NON m£n TINA GIC THN Xkp6aCIN fHPKCCGN, 
IOC AYT6C <J>HCIN, e?TA Yn6 TO? MGrdeOYC TCON AOTCON NIKtOMGNOC. T6 T6 CWMA KAI 

t6 ANeptonoc gTnai £michcg kai aiaftagycac gic Cikgaian t6n nopeM^N thn XApybain, 

HTTGP J OaYCC6YC ANAnAC?CAI A^TGTAI, n6AIN *£n OYTG IAGTn Yn^MGINGN O^TG ANOPtOntON 
AkO?CAI OCJNHC — O^TtO T6 AYnOYWGNON (>AYTO>-J KAI Ha6^6NON An^GGTO ~ CYNT6INAC 

a^ ^n) Aia?baion Dayton (t6 a^ ^cti tcon r' akpcothpIojn thc Cikcaiac t6 np6c 

AlBYHN ANATeTNON KAI 6pC0n), ^KGITO KATACT^NCON KAI AnOKAPTCPCON, TPOOHN T6 OY 

npoci^MCNOc kai ANOPcontoN Aaggincon nATON. oya' AAAOCKoniHN 6 mctac eTxe ITacotTnoc 
in) toytoic, AaaA kai n6AAC fen6^6NOC [Liicke von 12 — 13 Buchstaben] fi t6n 
neocYr6TA nganickon Anazhtcon, ^hitytxAngi kgi/a^noo, kai a6tcon tg np6c ayt6n 
PhiL-hist. Abh. 1D16. Nr. 1. 4 



26 von Harnack: 

hyn6phcg thn yyxhn an akaaoym^nwn apti amtttaceal to? cu)matoc m^aaoycan kai 
t6 cGma €ppgjcgn ec katoxhn thc yyxhc. kai 6 m£n £mttnoyc tc hn kai aianIctato, 

6 a£ TOYC PH6^NTAC A6l"OYC 6IC BIBAION KAT^GCTO T&N rerPAMM^NWN. TQ)N a£ 0IAO- 
c6<t>GJN TA Xn6PPHTA KAAYnT6NTO)N ACA0C1A KAOAnGP TUN T70IHTU)N ToTc MY60IC, 6 
FToP^YPlOC, T6 0APMAKON THC CA0HNGIAC CnAIN^CAC KAI AIA nCIPAC reYCAMCNOC, Yn6- 

MNHMA TpAyAC €fc <t>(0C hYaTCN ^aInCTAI a£ A0Ik6m£NOC £IC THPAC BAOY* 

nOAAAC TOYN TOTC fHAH nPOnenPArMATCYM^NOIC BIBAIOIC eCWPIAC ^NANTIAC KAT^Aine, 

nepi Sn oyk cctin stcpon ti aoiazcin [eiKAzeiNJ h oti npoVu)N ctcpa £a6£Accn. 
Cf. Georg. Pisid.. Hexaem, 1071: Tco fTopoYPiQ) rAflccA m£n TeeH™£NH, 

rN(i)MHC A6 4>YCIC ACTATCIN ClOICM^NH. 

Der durch das Urteil des Georgius verstarkte Sehhifisatz des Eunapius ist aueh fur 
die Stelhmg des Porph. zu Christus und zum Christentum zu beaehten. In Casarea dachte 
er einst fiber Christus und die Kirehe anders als in der Sehrift nepi Tfic £k aohcon o>iaocoo>Iac, 
wieder anders in dem Werk gegen die Cbi'isten und. wie es selieint, noeh einmal anders in 
dem Brief an Mareella. Dazu kommt, dafi er wahrseheinlieh auf keiner Stufe zu einem 
widersprucbslosen und gesehlossenen Urteil gelangt war: s. Augustin., De civ. dei X, 9: -Inter 
vitium saerilegae enriositatis et philosophiae professionein sententiis alternantibus fluetuat.- 

III. Suidas. 

Suidas, s.v. : FTopoypioc, b katA Xpictianun tpayac, be kypiwc ckaacTto Baci- 

AGYC, TYPIOC 0IA6CO0OC, MA6HTHC 'AtteAIOY. TO? FTaWTINOY MA6HT0?. AIAACKAAOC 

a£ j Iambaixoy. reroNCbc £ni tGn xp6ngjn Ayphaiano? kai nAPATeiNAc ewe Aiokahti- 

ANO? TOY BACIA^GJC. ""GrPAYC BIBAIA nAMnAGICTA, 4>Ia6cO0A TC KAI PHTOOIkA KaI rPAM- 
MATIKA' HN a£ KAI AorTINOY TO? KPITJKO? AKPOACAttCNOC ' (i) FTePI e€ld)N 6nOmAT(i)N 

a 7 (11) KatAXpictiancon a6toyc ie' oyt6c £ctin 6 TTop^ypioc 

6 THN KATA XpICTIANGJN C0YBPICTON TACOCCAN KINHCAC. TT0P4>YPI0C. 6 TU)N XpiCTIAN&N 

noA^wioc, An6 OoinIkhc ntfAewc Typoy. 

Nur Suidas hat mitgeteilt, da 6 Porphyrins noeh unter Diocletian gelebt hat (doeh folgt 
es aueh aus der Vita Plotini und vgl, Nr. VIII Eusehius: 6 kag' hmac .... TTopoypioc, Nr. X 
Libanins: 6 Typioc t^pcon), und nur er hat die Zalil der Biieher des Werkes -Kata Xpictia- 
n<£n« iiberliefert (ein Fragment aus dem 14. Bueh findet sieh bei Hieronymus). Aueli den 
Titel des Werkes -Kata Xpictiancon« kennen wir sieher nur durch ihn. Doeh sprieht Eusebins 
(Nr. VIII) zweimal von (cYrHPAMMATA) ^kab 1 hmun«, und in Nr. 39 nennt er nieht nur das 
3. Bueh »t<£n tpaoj^ntcon aYt<S kata Xpictiancon*, sondern hezeiehnet den Porph. aueh kurz- 
weg als -6 kata Xpictianwn-. Severianus Gahal. : 6 kata Xpictianwn CYrrPAYAC. Augustin 
sehreibt (Nr. 81) korrekt: »I)ecerpta de Porphyrio contra Christianos-, In dem Brief Con- 
stantins (Nr. IX) heifit das Werk: cyntA™ata kata thc ePHCKeiAC, in dem Gesetz des Theo- 
dosius 11 und Valentinian (Nr. XXIV): oca rTop<PYPioc kata thc cyccboyc tcon Xpictian&n 
ePHCKeUc CYNerPAYCN. — Porphyrius liiefo urspriinglich nieht -Basileus*, sondern -Malehus-. 



Porphyrius., *Gegen die Christen*. 27 

Er war ein grazisierter Semit wie der Stifter der Stoiker. Haufig heiCt er -6 Typioo (s. 
z. B. Nr. X Lib.'inius); doch nennen ihn Hieronymus (Fragm. 21), Chrysostomus (Nr. XVI) 
und Anastasius Sinaita (Fragm. 65) »6 BATANecoTHC«, wohl nach Batanea bei Casarea Pal. 
Auch »o <t>o?Ni£« findet sich (s. Nr. XXVIII, XXIX und Xphcm. t. l £aa. eewN § 65). Zu maoh- 
thc j Am€aioy vgl, die Vita Plot, und Xphcm. § 65: 6 AweAioY cym^oiththc. Im Cod. V des 
Suidas ist die Angabe fiber das Werk gegen die Christen ausgelassen. 

In den arabischen literarischcn Katalogen (-Porphyrins-), die Bidez (Vie de Porph., 
p* 54*— 62*) zusammengestellt hat, sind die Bucher Kata XpictianSn, wie zn erwarten, unter 
den Werken des Philosophen nicht genannt; sie existierten nicht mehr. 

[IV. Gregorius Thaumaturgus.] 

Athanas. (gest. 587?), Prolog, zur syr. Ubers. der Isagoge des Porphyrius (angeblich bei 
Assemani, Bibl. orient. Ill, 304 sq.): -Porphyrins ab illis, qui ibi (Tyri) degcbant, culpahatur, 
eo nempe, quod ausus fuisset sacrum evangelium impugnarc, quod tamen eius opus a Gregorio 
Tbaumaturgo oppugnatum est.* Diese Angabe (nach Crafer; vergebens babe ich nach der 
Stelle bei Assemani gesucbt) ist wohl wertlos; deun die Nacliricht fiber die Tyrier ist er- 
funden, Gregor ist wahrscheinlioh unter Aureliau (270 — 275) gostorben, das Werk des Por- 
phyrius aber ist urn das Jahr 270 vcrfnfit, und niemand sonst hat den Gregor als Bcstreiter 
des Porphyrius genannt. 

V. Kill Unbekannter, der das Work des Porphyrins cxzerpiert hat. 

Urn das Jahr 300 hat ein Unbekannter das weitschichtige Werk des 
Porphyrius Kata XpictianGn exzerpiert und zwei Bucher aus ilim geinacht. 
Dieses Exzerpt hat Makarius Magnes uin das Jahr 400 in seinem J AnoKPi- 
tik6c fi MoNoreNHc ansgeschrieben und widerlegt; s. ineine Abhandlung in 
den »Texten und Unters,* Bd. 37 II, 4 (191 1): Kritik des Neuen Testa- 
men tes von einem griecliischen Philosophen des 3. Jahrhuiiderts. Kinige 
Gelehrte, vor allem Duchesne und Crafer (Journ. of theolog. stud. 1914 
Nr. 59, 60), halten den Unbekannten ffir Hierokles. 

VI. Hierokles. 

Husebius sagt in seinem Werk Adv. llierocl. c. 1, dafi (lessen Schrift 
»Oiaaahghc npdc Xpictianoyc« ein schamlnses Plagiat sei: mh ayto? Taia tyt- 

XANONTA, C06APA A€ XNAIAWC £l £t£p(i)N, OYK AYTOlc MONOYXl NOHMACIN AAaA KAI 

prtMACi kai cyaaabaTc XnocecYAHMeNA. Er nennt dann das Werk des Celsus als 
eine Quelle; sicher aber ist audi Porphyrius abgeschrieben. Was wir von 
dem Werk des Hierokles kennen, ist folgendes: 

Hierokles bei Euseb., Adv. Hierocl. c. 2: 'Anu) a£ kai katcj opyaoyci cgmny- 

N0NT6C T6N 'lHC09N WC TY<t>AO?C XnABA^YAI T€ nAPACx6NTA KAI TINA TOIAYTA APACANTA 

4* 



28 von Harnack: 

oaymAcia . . . J 6nicKeYdmeeA re wi^n Scco b^ation kai cyngt&tgpon hmgTc e , NA6x6tteeA 
ta toiayta kai Hn ftgpi tun gnap^twn anapGn ^xomgn rN(I)MHN . . . "Aaa' en) tun 
npor6NO)N hmGn kata ti^n Ng>q)noc baciagian AnoAAUNioc (hkmacgn 6 Tyangyc, 

be g'k nAIAOC KOWIAH N^OY KAI A<t>' 0?n6P ^N AirGAIC THC KlAIKIAC I6PACATO iQ 
♦ lAANePCOnOTATO) AcKAHni© nOAAA KAI 0AYMACTA AlGTTPAiATO * Sn tA riAGIQ) nAPClC 

6Airo)N noi^cowAi mnAmhn .... TInoc o?n gngka toytun e'MNHceHN; Yna gih cyi - - 

KPTNAl TI^N HMGT6>AN AKPIBH KAI BGBAIAN gV GkAcTU) KPiciN KAI Ti^N t&n Xpictiancon 

koyoothta, gTiigp hmgTc mgn ton ta toiayta nenoiHKOTA oy ee6N aaaA eeoTc kgxa- 

PICM^NON ANAPA HTOYMGeA, 01 AG Al' 6AirAC TGPATGIAC TINAC t6n J |hCO?N 6g6n AnA- 
TOPGYOYCI . . . . KAkgTnO AG AOriCACOAl A3EI0N, OTI tA MGN TOY J ||HC0Y FT^TPOC TG 
KAI FTaYAOC KAI TIN6C TOYTOIC nAPAnAHCIOI KGK6wnACIN [kgkomttAkacin], ANepconoi 
YG?CTAI KAI AnAIAGYTOI KAI TOHTGC. TA AG AtTOAAWNlOY MAilMOC 6 AirGU)THC KAI 
AAMIC 6 4>IA6C0<D0C 6 CYNAIATPiYAC AYTG KAI <$Ia6cTPAT0C 6 AeHNA?OC nAIAGYCGWC 
MGN £ni nAG?CTON HK0NT6C, t6 a'aAHOGC TIMGdNTGC, AlA <t>IAANePU>niAN anap6c TGNNAIOY 

kai ecoTc 01AOY itpAsegic mh boya6mgnoi aaogTn. 

Lactant., Inst. V, 2, i2ff. (ad ann. 303): «. . . alius [Hierocles] eandem 
materiam mordacius scripsit. qui erat turn e numero iudicum et qui auctor 
inprimis faciendac persecutionis fuit; quo scelcre 11 on contentus etiam scriptis 
eos quos adflixerat insecutus est. conposuit etiam libcllos duos, non .Contra 
Christianos*, ne inimice insectari viderctur. sed ,Ad Christianos', ut humane 
ac benigne consulere putarctur; in quibus ita falsitatem scripturae sacrae 
arguere conatus est, tamquam sibi csset tota contraria. Nam quacdam capita 
quae repugnarc sibi videbantur exposuit. adeo multa, adeo intima enu- 
merans. ut aliquando ex eadem disciplina fuisse videatur . . . nisi forte casu 
in manus eius divinae litterae inciderunt . . . Praecipue Paulum Petrum- 
que laeeravit ceterosque diseipulos tamquam fallaciae semina- 
tores, quos eosdem tamen rudes et indoetos fuisse testatus est; nam 
quosdam eoruin piseatorio artificio fecisse quaestum . . . Ipsum 
autem Christum adfirmavit a Judaeis fugatum eollecta CM hominum 
manu latroeinia fecisse . . . Idem cum facta, eius mirabilia destrueret 
nee tamen negarct, voluit ostendere Apollonium vel paria vel etiam 
maiora fecisse .. . Si magus Chris tus, quia' mirabilia fecit, peritior 
utique Apollonius, qui, ut describes, cum Domitianus enm punire 
vellet, rep cute in iudicio non conparuit, quam ille qui et com- 
prehensus est et cruci adfixus . . . Apollonium dicis et adoratum esse 
a quibusdam sicut deum et simulacrum eius sub Herculis Alexi- 



Porphyrins, *Gegen die Christen*. 29 

caci nomine constitutum ab Ephesiis etiam nunc honoratum . . . 
non, inquit [scil. Hierocles], hoc dico, idcirco Apollonium nou haberi 
deum, quia noluerit, sed ut appareat nos sapientiores esse, qui 
mirabilibus factis non statim fidem divinitatis adiunximus, quam 
vos, qui ob exigua portenta deum credidistis . . . Cum igitur talia 
ignorantiae suae deliramenta fudisset, cum Veritas penitus excindere coni- 
sus essct, ausus est libros suos nefarios ac dei hostes, ,OiAAAHeeic' adno- 
tare . . . Quam tandem nobis adtulisti veritatem nisi quod adsertor deorum 
eos ipsos ad ultimum prodidisti? prosecutus enim summi dei laudes, quern 
regein, quern maximum., quern opifieem rcrum . quein fontem bo- 
norum, quern parcnteni omnium, quern factorem altoreinque vi- 
ventium confessus es, ademisti Jovi tuo regnum eumque smnma potestate 
depulsum in ministrorum mimcnim redegisti. epilogus itaque te tuus arguit 
stultitiae vanitatis erroris; adfinnas enim deos eos et illos tamen subicis 
et mancipas ei deo cuius religionem conaris evertere.« 

Der Beifcht des Lactantius zeigt. dafi Hierokles nicht miabliangig von Porphyrins 
gescbrieben hat. Hat das Knsebius niclil bemcrkt, sondeni nur den Namen des Celsns ge- 
nannt, so ist wahrscheinlich, dafi er damals den Porphyrins nocb nioht gelesen hatte. Oder 
hat er seinen Namen absiehtlich untenlriickt? Dns ist sehwerlieh anzunelimen. Nach 
Schwartz (Pauly-Wissowa, REncykl. Bd. 6, Kol. i394f) ist Knsebius* Gegenschrift erst 
nach dem Tode des Gaierins gesclirieben; aber der Beweis aus c. 4 ist fur diesen Ansatz 
nieht ausreiehend. Ich habe (Chronologic 11, S. 1 1 7 f.) es wahrscheinlich zu niachen gesueht, 
dafi die Sehrift cinir Jugendarbeil des Knsebius isl und dafi Hierokles schon vor Ausbruch der 
grofien Vcrfolgung gesehrieben hat — in Palmyra (s. Duchesne. De Macario Magno p. 1 r). 

VII. Methodius. 

Methodius schrieb gegeu dns ehristenfeindliehe Werk des Porphyrius, 
wahrscheinlieh nocli zu (lessen Lebzeiten, eine Gegenschrift (die. wenigen Frag- 
inente s. bei Bonwetsch. Methodius von Olympus I, 1 Sg 1 , S. 345 ff., und H ol 1 
in den Tex ten und Unters. Bd. 20, II. 2, S. 208 1\ Der Titel lautete wohl: 
Kata FTopcYpioY). Dns. was sonst fiber dieses Werk bekannt ist, s. unter 
» Hieronymus « und »Phi]ostorgius« sowie in den Stueken aus dem Kom- 
mentar des Hieronymus zu Daniel. Porphyrianisches in dem Werk s. unten 
in der Fragmentensammlung. Das Werk kann nicht bedeutend gewesen 
sein; schon dem Knsebius geniigte es nicht und Hieronymus (Nr. 43 A und 
Wfin.) sieht, gemessen an den Gegensehriften des Eusebius und Apoli- 
narius, in der des 3Iethodius — es handelt sich liier jedoch zunachst um 



30 von Harn ack: 

die Abschnitte, die gegen die Danielerklarung des Porph. gerichtet waren — 
nur eine Widerlegung »ex parte « des Porphyrius. Aus diesem »ex parte* 
aber zu schliefien, daB Methodius z. T. mit der Danielkritik des Porph. liber- 
einstimmte, ware sehr kuhn (vgl. Lataix, p. 165). Das Werk umfafite wahr- 
scheinlich nur ein Buch (»usque ad X millia' versuum«). 

VIII. Eusebius. 

Im Cod. Lawr. [Athos] 184. B. 64 saec. X (v. d. (xoltz, Texte und 
Unters. Bd. 17. 4 S. 41 f.), fol. 17' wird aus dem 6. und 7. Buch eines Werkes 
des Eusebius »Gegen Porphyrius« zitiert (s. »Fragmente« Nr. 8). tlber dieses 
verlorene Werk (25 BB.) s. unter » Hieronymus* (Nr. XVII), »Philostorgius« 
(Nr. XIX), »Sokrates« (Nr. XX) »Aristokritus« (Nr. XXVI b ) und "Scholiast 
des Lucian« (Nr. XXIX), sowie in den Stucken aus dem Kommentar des 
Hieronymus zu Daniel und Matth. (»Fragmente« Nr. 43 und 44). Sokrates 
liat eine Krzahlung aus der Jugendzoit des Porphyrius dem Werk des Eu- 
sebius entnommen, die zwar undurchsichtig ist, aber sicherstellt, da6 sich 
Porph. in seiner Fruhzeit in Casarea Pal. aufgehalten hat und zeitweilig 
der christlichen Gemeinde nahestand. 

Ein zwischen 1565 und 1575 geschriebenes Verzeichnis von Hand- 
schriften in Rodosto nennt S. 30 b G^ceBiov toy TTam^aoy Kata TTopoypIoy 
(s. Forster, De antiquitatibus et libris ins. Constantinopolitanis, Rostochii, 
1877 ; vgl. Neumann i. d. Theol. Lit. Ztg. 1899, Kol. 299). Im Jahre 1838 
wiitete in Rodosto ein grofier Brand. 

Katalog des Klosters Iwiron (Athos), im Cod. 12S0 saec. XVII heifit es: 

Gyccbioy thc Kaicapciac bibaoc nepi thc eYArreAicoN aiagwnIac 61c thn npo- 

0hthn 'HcaTan aotoi t. konta [sicj — [Kata] FTopgypioy a6toi a' [sicj — ToniKON 

a6toc a' usw. (s. Meyer, Ztsclir. f. K.-Gesch. XI, S. 156). 

Die umfangreiche Gegeuschrift des Eusebius (s. meine Altchristl. Lit.-Ge.srli. I, 8. 564!'., 
II, 2 S. n8f.) wird zu seinen fViihen Sehriften gehoren (so audi Schwartz in Paulys 
REneykL, Bd. 6, Kol. 1395), obgleich sie Eusebius selbst in seinen spateren Sehriften niemals 
erwahnt; denn unter Maximinus ist sie sehwerlich gesclirieben und unter Constantin eriibrigte 
sie sich, ja ware wohl uuerlaubt gewesen. Sie staimnte also aus der Zeit des Diokletian 
odcr Licinius (aher nach der Schrift gegen Hierokles, s. oben sub VI). Daher ist es nicht 
ganz ausgeschlossen, dafi sie noch zu Lebzeiten des Porphyrius verfafit worden ist, den Eusebius 
als einen alteren Zeitgenossen betrachtet hat. Die Zalil der Bucher betrug naeh Hieronymus 25. 

Euseb., Chron. lib. I, S. 109 Armen. (Karst; cf. Schoene 1, S. 229f.): 
»Des Porphyrios, der unter uns wider uns Philosoph war« (Syncell.: And 



Porphyrins j *Gegen die Christen*. 31 

tOn TTop^ypioy to9 kas' hmwn <haoco<*>oy), cf. Karst S. 125, Schoene S. 265: 

»Aus Porphyrios, unserem zeitgenossischen Philosophen«. 

Die nun folgenden Zitate stammcn nicht aus clem Werk des Porphyrius kata Xpictian&n, 
sondem aus einem anderen seiner Werkc, cinem chronographischen, das aber auch polemiseh- 
antichristlicli war nnd den Julius Afrieanus beriicksichtigt hat. 

Euseb., h. e. VI, 19, 2ff.: Ti ag? ta?ta agi-gin, otg kai 6 ka9' hmac in 
Cik€a{a katactAc TTop^pioc CYrrpAwMATA KAe' hm&n £ncthcAmgnoc kai ai s A*T&N 
tAc eeiAc tpa^Ac aiabAaagin neneipAweNOc tOn Te etc a'ytac e^HrHCAM^NUN mnh- 

MONG^CAC, MHAGN MHAAM&C OAYAON GTKAHMA ToTc A6rMACIN £niKAAe?N AYNH9GIC, 

AnopU a6to)n g 1 ™ t6 aoiaopgTn tp^tigtai kta. (Die Fortsetzung s. unten bei den 
Fragmenten Nr. 39). 

Die Ahfassung in Sizilien ergal> sich wolil aus dem Werk selbst. 

Euseb., Praepar. ev. V, 14, 3: (TTopoypioc) 6 tgnnaToc ""Gaahnwn 01A6CO0OC, 
b 9aymact6c eeoA6roc, b twn AnoppHTWN mycthc (ironiscli). In der »Praeparatio« 
und *Demonstratio« hat Eusebius das christcnfeiudliche Werk des Porph. 
benutzt. 

IX. Constantinus Augustus. 

Constantinus Imp., epist. ad episc. et pleb. (bei Gelas., h. e. II, 36 u. So- 
krat., h. e. I, 9): Toyc ftonhpo^c kai AcgbgTc mimhcAmgnoc ""Apgioc a!kai6c £cti 
tnn a^thn ^kginoic Yn^xeiN AtimIan * &cttgp toinyn TTop^pioc b thc 9G0CGbgiac eV 

9P6C CYNTArMATA ATTA TIApAnOMA KATA THC 6PHCKGIAC CYCTHCAttGNOC ASION GYPATO 
M1C06N KAI TOIO?TON &CTG dnONGlAICTON MGN A^TON flPdc t6n 6IHC TGNGCeAI XP6N0N 
KAI TlAeiCTHC ANAnAHC9HNAI KAK0A05IAC, A<t>ANIC6HNAI AG TA AcGBH A'V'TO? CYITPAm- 

MATA o¥T0) KAI N?N £aOSGN ""AP6l6N TG KAI TOYC AYTOY 6MOrN(JM0NAC TTopoypja- 

UO^C MGN KAAG?C9AI, Yn* SnTTGP TOYC TP6nOYC MGMIMNHNTAl, TO*TG)N e'xtOCI KAI THN 

nPOCHropiAN, np6c ag to^tg) kai et ti cVitpamma Ynd "ApcIoy cyntgta™£non gypic- 
KOITO, T09TO nYPl rtAPAAtA0C9AI, Yna mh m6non ta $a?aa ayto? thc aiaackaaiac 
A*ANIC9GtH, XaaA MHAG Vn6MNHMA A^TO? OA0)C YnOAGinOITO' GKGTnO M^NTOI nPOATOPGYW, 

i>c gT tic cyitpamma Ynd "ApgIoy cyntatgn otoPAeem kp^yac kai mh e^e^toc npoc- 

GNGTK(1)N KAI nYPl KATANAACJCAC, TOYTG) 6ANAT0C 6CTAI ZHM1A * fMPAXPHNA TAP AAOYC 

£n) TO^TCj) K60AAIKHN YnOCTHCGTAI TIMCOPIAN. 

Diese schon vor dem Nicanum crgangene Verffigung Constantins gegen das Werk des 
Porphyrius kennen wir nur aus dieser Stelle und der Reminiszenz in Nr. XXIV (s. u.). 
Vollstandig ist sie zunachst nicht durchgefuhrt wordcn, wic das Werk des Apolinarius gc<»;eii 
Porphyrius bewcist (s. aucli Nr. XVI, XIX u. XXIV). Die Verfugung ist das crstc staat- 
Hche Biicherverl)ot im Intcresse der Kirchc. 



32 von Harnack: 

X. Libanius. 

Libanius, Epitaph. (I, 581 ed. Reiske), vgl. Sokrates, h. e. Ill, 23 (uber 
den Kaiser Julian): To? xeiwwNOC tAc nyktac eKTeiNONToc angy ttoaawn kai ka- 

AtON fcTe>Q)N AOrtON enie^M6N0C (6 BACIACYC) TaTc BIBAOIC, A? TON €K rTAAAlCTlNHC 

ANepwnoN ee6N Te kai eeo? ftaTaa noioYCi. maxh le makpa kai dAerxwN icxyT r£- 

AOJTA ATTORN AC KAI *AANA<t>ON TA TIMU)M6NA, CO<t>d)TePOC 6N TOTc AYTOTc A^ACIKTO 

toy Typioy repoNToc (soil. Porphyr.). Yacwc a£ ewoi - 6 Typioc em kai a£xoito 

GYMeNWC T6 PH66N d)C AN YUtOC HTTGOMCNOC. TA9TA MCN TA PHMATA TO? CO0ICTO? 

AibanIoy. Sokrates bemerkt dazu, Libanius hatte die Schatzung wohl um- 
gekehrt, wenn Porphyrius der Kaiser gewesen ware. Ferner sagt er: ^Oti 

M£N OYN KAI "lOYAIANOC KAI TloPOYPIOC, $N TyPION KAAeT rCPONTA, AM0U) <t>IAOCK(SnTAI 

hcan, Yn6 tun oikciwn AorcoN ca^i-xontai. TIop^ypioc men tap to? kopy^aiotatoy 

T&N <J>IAOc6<t>Q)N CtOKPATOYC TON BION AI^CYPCN ^N TH rerPAMM^NH AYT& » <t>IAOC6*U) 

Ectopia «. kta. Sokrates sagt ferner, dafi Libanius den Porphyrius apotheo- 
siere. da er in bezug auf ihn die Pcdensart branche: Yagwc b Typioc em. 

XL F i r m i e u s Maternu s. 

Firmicus Maternus, De err. prof, rejig. 13, 4: "Porphyrius defensor simulacrorum, 
hostis dei, veritatis inimicus, sceleratarum artitim rnngister.- 

DaB Firrnicus die Burner gegen die Christen gelesen hat. liifit sieh nieht erweisen (er 
kannte die verbreitetere Schrift TTepi thc £k aorcon <uiaoco$iac und zitierte sie). 

Kinige Jahre f ruber hat er »Das zweite GeheU (Prooeni. VII). das er veroffentlichte, 
noch mit den Wort en eingeleitet: "Pythagoras etiain et noster Porphyrius religioso 
jjutaiit animiim nostrum silentio consecrari, unde et ego horum virorum legem secutus eon- 
venio te« usw, Damals war er noch Ileide, aher schon im Ubergang begriffen (s. Norden, 
Agnostos Theos S. 234^). 



XII. Julianns Augustus. 

Julian bertihrt sieh in seiner Schrift gegen die Christen an vielen 
Stellen so stark init Porphyrius, dafi er von ihm (den er nie nennt) schwer- 
lich unabhangig ist: aber ob diese Abhangigkeit eine direkte war oder eine 
bereits vermittelte, llifit sieh nieht entscheiden. Deshalb inuB es auch da- 
hingestellt bleiben, ob unter den ubrigen Einwiirfen Julians sieh solche 
finden, die er von Porphyrius entlehnt hat, was nacli Geist und Art einiger 
von ihnen wahrseheinlich ist, Seine Streitsehrift steht ubrigens, wie es 
scheint. der des Celsus naher als der des Porphyrius. 






Porphyrius, » Gegen die Christen*. 33 

Wichtige Punkte der Ubereinstimmung mit Porphyrius: Die evangelische Verkundigung 
ist ein rtAAcMA der Boshelt (Neumann S. 163), auf das <t>iA6MY90N, nAiAAPi&Aec kai An6hton 
der mehschlichen Seele spekuliercnd (a.a.O.), von den gricchischcn mid hebraischen Religions- 
Jehren sich abwendcnd, iaia 6a6c (S. 164). Das Verbot der Erkenntnis von Gut nnd Bose 
ist emporend (S. 168). Unterschied des Himmels mid der irdischen Schopfung (S. 175). Paulus 
-der alle Gankler und Betniger aller Orte mid idler Zeiten ubortriffu (S. 176), er ist voll 
Widcrspruche und »andert seine Ansicbt fiber Gott wie die Polypen ihre Farbe* (S. 177). 
Gott hat uns (nacli der Lehrc der Christen) ohne Oflenbarung sitzen lassen und Tansendc 
von Jahren der grofiten Unwissenheit des Gotzendienstes preisgegeben ; nur in einem kleinen 
Volk, in einem Gan Palastinas, hat er sich geoftenbart (S. 178). Das mosaische Sittengesetz 
ist beifallswert (S. i88f.). Es ist falscli, ja blasphemisch, zu behaupten, dafi die Gottheit aus 
Eifersucht keine anderen Gotter zulaBt(S. 1 89 f.) ; Polemik gegen das Kreuz (S. 196); Christus, 
ein blotter Mensch, und zwar ein elender. hat nur die geringsten Menschen, Magde und 
Sklaven. Oberrcdet (S. 199). Die Christen tun Iieute Dinge, die weder Jesus noeli Paulus 
geboten hat (a. a. O.); nur Johannes unter den .lungern Jesu hat ihn als den Weltschopfer und 
aJs Gott ausgegeben (S. 201; 223). Die Teraturgie der Evangelien (S. 202). Paulus halt die 
Gotzenopfer fur indifferent (S. 204). Die Taufc soil die schamloscsten Sunder reinigen (S. 209*'.). 
Gegen Gottheit Christi und Jungfrauengehurt (S. 2 r 1 ('.). Kritik der Gcncalogien Jesu (8. 212 ft'.; 
234). Nach Moses sind die Engel Gotter (S. 215). .Moses fur die Opfcr (S. 217*'.; 226*'.). 
Die Christen verwerfen sie und haben (Abcndmahl) ein neues Opfer erfundcu (S. 219). 
Julian kritisiert das Aposteldekrct (S. 222). Erstliugsopfer stehen doch schon im Anfaug 
der Bibel (S. 227). Die Christen bekamplen die Beschneidung. obgleich Christus die Gc- 
setzesbeobachtung gelehrt hat (S. 229). Jesus VMSi sich. wie ein elender Mensch, im Gehet 
von einem Engel starken; die ganze Gescliichte ist iibrigens fragwiirdig (S. 235). Die Evan- 
gel istcn widersprechen sich in der Auferstehungsgesehiehte (S. 236). Hochst anstoflig ist, 
daft Jesus nach der Anferstehung gegessen hat (a.a.O.). Die Anrufung zugunsten von Sundern 
ist tadclnswert (a.a.O.). Der Spruch: Verkaufet alles. zcrstort die Familie und den Staat 
(S. 237). r^sra hat die Bucher Mosis verfalscht (a. a. 0.). Die Torhcit nnd Lcichtglaubig- 
keit der ersten .lunger Jesu wird an Matth. 9, 9 illustriert (S. 238). — Der Ahstand Julians 
vom Christentmn \>t an einigen prinzij>iellen Punkten weit gmBer als der des Porphyrius; 
auch steht er ihm verstandnisloscr nnd erbitterter gcgeniiber. 

XIII. Apolinarius Laodicenus (Polychronius und die spateren 
Koinmentatoren des Buchs Daniel). 

Er schrieb 30 Bucher gegeu das christeufeindliehe Work des Porphy- 
rius; im 26. widerlegte er (s. Hieron.. Coinm. in Daniel, Priif.) die porpliy- 
rianische Ausleguug der Prophetie Daniels, s. unter *Ilier<mymus« (XVII) 
und »PhiIostorgius« (XIX) sowie » Fragments « Nr. 43,44. Lietzmann, 
Apoll. v. Laod. I, 1904, S. 150, 265 f. 

Das einzige wortlichc Fragment (von betr'arhtlirhem Unifang). welches aus diesem 

Werk bei Hieronymus (a.a.O., c. 9, 24) crhalten ist, bringt nichts aus Porphyrins; denn die 

chronologisch-apokalvptischc Berechnung dort gehort deni Apolinarius sclbst an oder seinem 

christJichen Gcwahrsmann. — Apolinarius' Werk war die hedeutendste Gegenschrift gegen 

Phil-hist. Abh. 1916. Nr. i. 5 



84 v (i n Harnack: * 

Porphyrins (s. unter »PhiIostorgius«). Nach Hieronymns (Nr. 43 A) kann es scheitien, als 
bezoge sich das »solIertissime« nur auf Eusebius unci nicht anch auf Aj)olinarius (so Lataix, 
p. 165); aber diese Interpretation ist wohl nicht richtig. J11 Nr. 44 freilich liegt ein kautn ver- 
steckter Vorwurf des Hieronymus gegen Apolinarius vor; aber das ist unerheblich; denn er liebt 
dcrgleichen, auchwenn er ganz von dcm Autor abhangigist, den er mitPIagiatorenbosheit beehrt. 

In den Danielkonnnentaren, die nacb dem Werk des Apolinarius verfafit word en sind 
(dafi er selbst neben dem 26. Buch gegen Porphyrins noeh einen besonderen Kommentar ver- 
fafit hat, ist nicht ausgeschlossen) — von Ephraein, Polychronius, Tlieodoret, Eudoxius Philo- 
sophus, einem Anonymus u. a. — linden sich porphyrianische Auslegungen wieder, oder, es 
wird gegen solcbe polemisiert. Allein da schon jiidische Ausleger die zeitgeschichtlichen 
Deutungen des Porphyrins (vor allein auf Antiochus Epipbanes und die Makkahaer) vorge- 
tragen haben (Theodoret hat neben dem Ivommentar des Polychronius stets die jiidische 
Auslegung vor Augen), da ferner — mit einer Ausnahme, s. unten — der Name des Por- 
phyrins in den ehristliehen Konnnentaren nie erwahnt wird und da endlich, falls es seine 
Auslegung ist, die beriicksichtigt wird, diese wahrscheinlicber aus der Gegenschrift des Apoli- 
narius als aus dein Originalwerk zu allgemeinerer Kenntnis gelangt ist, so mufi man Be- 
denken tragen, das, was bier direkt oder indirekt aus Porphyrius stammen kann, fur ihn 
in Ansprucb zu nehmen. Daher sind (Fragmente Nr. 43) nur die von Hieronymus iiber- 
lieferten Stiicke aus Porphyrius' Auslegung des Daniel initgeteilt. 

Der hedeutendste Danielkommentar ist der des Polychronius. von dem wir grofie Teile 
aus einer Katene kennen (Mai, Script Vett. Nova (oil. I, 2 [1825], p. 105 — 160; Barden- 
hewer, Polychronius, 1879). Wie Porphyrius bezieht Polychronius c. 7, 8 das kleine Horn 
auf Antiochus Epiphanes und tadelt den Apolinarius mit Namen, daG er es auf den Anti- 
christ bezieht (p. 126: b'eeN £rw re oaymazw, b'nuc np6c oytu cash ictopian ANeiCTAMGNOc 6 
"AnoAiNAPioc eic thn toy antixpictoy nAPOYciAN £ak€in biazctai ta Phmata). Ebenso deutet er 
c. 12, 2 mit Porphyrius auf das gefangeue Volk Israel und nicht auf die Auferstehung (p. 156: 
oiaamcn we noAAoi nepi thc anactaccuc tayta a£i-oyci • ac? ac mh t6 npoxeipcp npocexeiN, 

AAAA THC AAHOeJAC FTANTAXOY SPONTJZCIN * oTaC TAP TTOAAAKIC NCKPOYC TOYC £n AlXMAACOCiA KAA€?n). 

Dieses Gift wird er wohl durcb Yermittlung des Apolinarius aus Porphyrius gesogen haben. 

Theodoret (Comm. in Dan. ed. Schulze, Opp. II, besonders p. 1065, 1210, 1253, 1286 bis 
1296) polemisiert, als Gegncr nur die Juden nennend, gegen Deutungen^ die Porphyrius 
nachweisbar vertreten bat oder vertreten haben kann. 

Von den Auslegungen eines Eudoxius Philosophus bringt die Katene zu Daniel zahl- 
reiche Bruchstiicke (Mai. a. a. O., p. 126, 161 — 221). Dieser meines Wissens sonst unhe- 
kannte Exeget, der nach Polychronius geschrieben. hat den Verfall des romischen Reichs 
konstatiert (p. 175: h toon Tcomaicon baciacIa kata thn apxhn ckpathcg fiaccon, ta a£ t£ah 

TAYTHC YnOAHTONTA OCW TOINYN 6PAC I HN APXHN ^JACeCNOYCAN, TOCOYTO) KAPAAOK6? £ni 9YPAIC 

t6 tcaoc). bliekt auf den Untergang der noAYeeTA (p. 188) und beriicksichtigt noch toyc £iw- 
9€N iCTOPiorpAsoYc sowie Symniaehus (p. 196). Er ist der einzige in diesem ganzen Literatur- 
zweig, der den Namen des Porphyrius als Ausleger des Daniel erwahnt hat. Der Katenen- 
sehreiber bemerkt namlich (p. r 26) zu der oben erwahnten Deutung des kleinen Horns auf 
Antiochus, wie sie Polychronius gegeben : Aaaa ka! Gya6jioc thn Ynd coy ph9G?can £pmhncian, 
TToayxponig. noP*YPiOY l<tHCGN cTnai toy mataiosponoc. Datf Eudoxius den Porphyrius noch 
eingesehen hat, ist so gut wie ausgeschlossen. Durch Apolinarius kannte er ihn wohl. Darf 
man einem Scholien-Lemma (p. 201) trauen, so fanden sich Siitze des Apolinarius wortlich 
bei Eudoxius. 



Porphyrins^ *Gegen die Christen*. 35 

XIV. Diodorus Tarsensis. 

Suidas [s. v. •Diodorus-] fiihrt unter den Werken dieses Antiocheners auf: »Contra 
Porphyrium, de animalibus et sacrifices ■. 

Von dieser Schrift, die sich nicht gegen das Wcrk -Gegen die Christen-, sondern 
■ Uber die Enthaltsamkeit* des Porphyrins gerichtet hat, wissen wir sonst nichts. Dafi Diodor 
aber mindestens eine indirckte Kenntnis des Werks -Gegen die Christen* besessen hat, 
daruber s. unter den Fragmenten Nr. 93. 

XV. jWakarius Magnes. 

Makarius Magnes hat inn das Jahr 400 den Auszug aus clem Werk 

des Porphyrius in zwei Bflehern, der wahrscheinlich urn das Jahr 300 an- 

gefertigt worden ist (s. oben Nr. V). in scinem uns in einer Handschrift er- 

haltenen » J AnoKPiTi<6c fi MoNoreNHiC" ansgesehrieben, bearbeitet und widerlegt. 

Slehe die Ausgabc Blond els, Paris 1876, und die Monographic von SchalkhauBer 
in den Texten und Untersuchungcn, Rd. 31, 1 left 4. 

X VI . Johannes C h r y s o s t o in u s. 

Chrysostoinus, Horn. VI. 3 in 1 Cor.: Oi nep'i Kgaconi ka) ton Batanccothn (= Porphyrium) 
t6n f\er' £k€?non. — Senno in b. Bahylan et contra Jnliamim et ad Graecos c. 2 : j Aaaa 
toioyt6c £cti tun vn ayt£n [den Christenfeindon] rerPAMM^NCON 6 re^coc, ftore X<t>ANiceflNAi 
kaI ta bcbai'a fiaaai kai ama t& AeixefiNAi kai AnoAecoAi ta noAAA • ei a£ nor ti ka) eYPeeeiH 

AlACtoO^N, nAPA XPICTIANOTC TOYTO C6)Z6m6N0N 6YP0I TIC AN. 

Chrysostomus weifl also noch von Kxemplaren christenfeindlicher Schrifteu, die sich 
erhalten haben, aber nur bci den Christen; wir wissen. daft sich damals anch noch das 
Werk des Porphyrins unter ihnen befunden hat. 

XVII. II ieronymns. 

Hieron., de vir. inl.. Prolog.: »Discant Celsus, Porphyrins, Julianus. 
rabidi adversuni Christum canes . . . ., quanti et quales viri eeelesiam fim- 
daverint, struxerint ett\« 

De vir. inl. 55 s. »Fragmente« Nr. 39. 

De vir. inl. Si: »Eusebin.s Caesar. . . . , Contra Porphyrium* — qni 

eodein tempore seribebat in Sicilia ut (piidam jmtant — libri XXV. « 

Das -ut (piidam pulant- ist aufiallend; es zrigt ubrigens, dafi Hieron. das Werk dvs 
Porpii. damals schurrlich in der Hand gehabt hat, da wahrscheinlich aus dem Werk selhst 
die Abfassung in Si/Jlien hervor^ing. *Ut (piidam putant- auf libri XXV */.u bcziehen, ist 
minder wahrscheinlich. 

De vir. inl. 83: ■Methodius, Olympi Lyciae et postea Tyri episcopus, 
nitidi compositique sennonis Adversnm Porphyrium eonfecit libros.* 

5* 



36 von Harnack: 

De vir. inl. 104: » Apolinarius Laod. . . . exstant eius adversus Por- 
phyrium XXX libri. qui inter cetera eius opera vel maxime probantur* 
(vgl. Vincent., Commonit., c. 16, wo diese Stelle zugrundc liegt). 

Ep. 48 (ad Pammach.), 13: »Origcnes, Methodius, Eusebius, Apolina- 
rius multis versuum niillibus scribunt adversus Celsum et Porphyrium. 
considerate, <|uibus argumcntis et quam lubricis problemata (problematibus?) 
diaboli spiritu contexta subvertant. et quia interdum coguntur loqui, non 
<|iiod sentiunt. sed <]uod necesse est, dicantur esse [Alii: dicunt adversus 
ea, quae dicunt] gentiles. « 

Ep. 70 (ad Magnum), 3: »Seripserunt contra nos Celsus atque Porphy- 
rius. priori Origenes, alteri Methodius, Eusebius et Apolinarius fortissime 
responderunt, quorum Origenes VIII scripsit libros, Methodius usque ad 
X millia procedit versuum, Eusebius et Apolinarius XXV et XXX volumina 
condiderunt. Lege eos et invenics nos comparatione eorum imperitissimos.« 

Ep. 84 (ad Pammachium et Oceanum), 2: »Fortissimos libros contra 
Porphyrium scripsit Apolinarius. « 

Praef. ad translat. libri Danielis (»VuIgata«): »Quae autem ex hoc 
propheta iiiimo contra liunc librum Porphyrius obiciat, testes sunt Metho- 
dius, Eusebius. Apolinarius, qui multis versuum millibus eius vesaniae 
respond en tes, nescio an curioso lectori satisfecerint. unde obsecro vos, o 
Paula et Eustochium, fundatis pro me ad dominuin preees, ut quamdiu in 
hoc corpusculo sum, scribain aliquid gratum vobis, utile ecclesiae, dignum 
])ostcris; praesentium quippc iudiciis non satis moveor, qui in utramque 
partem aut amore labuntur aut odio.« Die Zeugnisse aus dem Danielkom- 
mentar s. unter »Fragmente« Nr. 43. 

Apol. adv. Ruf. 11. ^^: »Et ex eo, quod asserui Porphyrium contra 
hunc prophet-am |l)anielem] multa dixisse vocavique huius rei testes Me- 
thodiuin. Eusebium et Apolinarimn, qui multis versuum* niillibus illius 
vesaniae responderunt, me accusare potcrit, qua re non in praefatiuncula 
contra libros Porphyrii scripserim.« 

Apol. adv. Ruf. Ill, 42: »Adversum impiissimos, Celsum atque Porphy- 
rium, quanti scri])sere nostroruin ! « 

Connn. in Gal. (zu Gal. 2, 11 ft 4 .): »Adversuni Porphyrium in alio, si 
Christus iusserit, opere pugnabimus.« 

Dieses Versprechen hat Hieron. nieht eingelost. — Vgl. Liibeek, Hieronymus quos 
noverit seriptores et ex quibus hauserit? Leipzig, 1872 (bes. p. 75ff.)* 



Porphyrins, ^Geyen die Christen*. 37 

XVIII. Rufinus. 

Kufin., Contra Hieron. IT, 9: »Vcl de Porphyrio silere debuerat [Hieron. hatte in der 
ep. L. ad Domnionem (ironiseh) geschrieben: ,nc<]iiidquaiu nie doctus magister per GiCArcorHN 
Porphyrii introdnxit ad Logicam*], qui specialis hostis Oliristi est, qui religioncm Christianam, 
quanti in se fuit, penitus subvertere conatus est scriptis suis, quern iste nunc introductorem 
et instructorem ad Logicam habere gloriatur. nee argumentari potest, se ante haec didicisse 
[denn erst spat mid als Christ babe er Oriechisch gelernt] , . . quo te introduxit perfidus 
[Porpliyrius], si ad illuin locum, ubi ipse est. ubi ct Hetus et stridor dentium est'.'* C\ 10: 
Tu durn non Paulum, sed Porphyrium introduetorem tc habere gloriaris, ips»iru Porphyrimn 
sequendo, qui adversum Christum et adversuni deuru libros impios ac sacrilcgos senpsit, et 
ab ipso, ut ais, introductus in istud blasphemiac baratlirinn decidisti.* C. 12: »( t )uia per 
CfcArcorHN Porphyrii ad Logicam 11011 simiiis introdiicti . . . tu, ut video, cum illis clamas qui 
dicunl : ,Non Imnc, sed BarrabanV [Hieron. liattc cp. LXXXI1I. 3 von sciuem jiidischen Lchrer 
Baraninas erzahlt; Rutin sab sieh dadurch an Barrabas erinnert]; nam Porphyrins tuus, die 
quaeso, quid te docuit, qui adversum Cliristianos et adversum religioncm nostra in hlasphemiae 
volumina conscripsh? quid te isli [Porpliyrius mid Baraninas] — in quibus tantum te iartas, 
unus de idolis daemonum et alius de synagoga, ut dicis, Satanae — uiagistri docueriiut bom"? 
nihil video nisi hoc quod ipsi noverant; nam Porphyrins te docuit df» Christianis male loqui, 
coneiderc virgincs, continentes. diaeonos, pre.sbytcros et omnein prorsus gradnrn et ordinem 
libellis editis infamare*. C. 13: •Laceratioues [sic] eius [Ilicronymi|, ad <]uod oj)iis quotidie 
stilum eius Porpliyrius exacuit, non obviemus.- ('. 29: - lsti sunt omncs sales tui de Alcxandri 
[Aphrod.] et Porpliyrii ct ipsius Aristotelis acuminc eongregnti.* 



XIX. Philostorgius. 
Philostorg., hist, cccl, S. 1 15 (Bidcz): AtioainApicic kata TIop^ypioy tpa- 

YAC i\U nOAY KPATeT TU)N Hr(i)NICtt£NU)N 6yC6B 0) KAT* AYTOY, AAAA KAI T&N lAeeO- 
AIOY KATA THC AYTHC Yf10e£ceU)C CnOYAACttATUJN. 

Hist. eccl. S. 130 nacli der Mittoilung des Phothis: l 0ti kata FTop^ypioy 
♦hcI kai oytoc 6 CYrrPA<t>eSrc [scil. Philostorgius] yti£p Xpictianujn atcjnac ka- 

TA6£C6AI. 

Das Werk des Porphyrins war hicrnarh uorh iiiuner vorhaudeii, s. aurh miter Nr. XXIV. 
DaB nodi um das Jahr 420 ein Bedurfnis hestaud, das Werk aufs m'ue zu widerlegen, ist 
beiuerkenswert, GewiR ist es nbrigens nicht, daft diese -XrooNec- in eiucr Gegenschrift br>- 
standen habcu; Philost. kann auch Disputationcn meinoii. 

XX. Kokrates. 

Sokrates, Ii. c. Ill, 23: Nyn ac . . . ta ayta fTopoYPio) nenoNeeN [6 4 Ioyaian6c]- fiKeiNoc 
m£n rAp nAHrAc £n Kaicapcia Tftc fTAAAiCTiNHc yu6 tincon Xpictiancon eiAH*cbc kai mh ^nci-kgon 
thn-opphn £k weAArxoAJAC t6n m€n Xpictianicm6n KAT^A(e)ine, wicei ac t6n tyitthcantcon ayt6n 
efc t6 baac«>hma kata Xpictian&n tpa^cin £ieneceN, 6c ayt6n Gyc^bioc 6 TTam<$>iaoy ^jHAeneN, 

ANACK£YACAC TOYC A6fOYC AYTOY, 



H8 von Harnack: 

L. c: OTc (den apologetischen Darlegungen des Origenes in bezug auf die AnstoBe und 
scheinbaren Widerspruche der Heiligen Schrift) ei mh riAPeprcoc £nt6Tyxhkacin j Ioyaian6c kai 
TTop(t>Ypioc eYrNcowdNcoc Te ayta £a€ianto, i-tantcoc an eic fe'TepA tina toyc A6roYC eTpeYAN ka! 

OYK AN 6IC TA COOlCMATA 8AAC$HMA TPA^GIN ^TPAriHCAN. 

Siehe ferner oben unter »Constantinus« und »Lihaniu.s<. — Eine selbstandige Kenntnis 
des Werkes des Porphyrins neben der Kenntnis der Gegenschrift des Eusebius ist nicht an- 
zunehmen. Die hochst wahrscheinlich aus Eusebius Gegenschrift stammende Erzahlung des 
Sokrates iiber Porphyrias — dafur spricht der Schauplatz der Gesehichte und die Erwahnung 
Eusebs — ist von byzantinischen Historikern (schon friiher von Aristokritus, »Zeugnisse« 
Nr. XXVI b ) ofters wiederholt worden, s. z. B. Theophanes, Chronographie (Migne, Bd. 108, 
Kol. 164^) und Georgius Hainartolus, Chron. IV, 190 (vgl. auch miteii Nr. XXIX). Zeitlich 
setzen sie Porphyrins unter Constantin, Constantius uud Julian an. So konnte die Angabe 
des Sokrates in der Tat leicht mifiverstanden werden. Georgius Hainartolus aber hat cs fertig 
gebracht, daneben an ciner Stelle (III, 141) Porphyrins (t6n kata Xpictiancon tpatanta) unter 
Pertinax wirken zu lasscn. — Zur weAArxoAiA s. oben Nr. 1. 

XXI. Augustinus. 

De consensu evangelistarum I, 15 (23): »Porfyrius Sicnlus in libris suis.» 

Ep. 118 (ad Dioscorum), 5, 33: »Tunc [cum iam Chris ti nomen terrenis regnis admirau- 
tihus perturbatis(|ue crebesceret] Plotini schola Romae floruit habuitque condiscipulos multos 
acutissimos et sollertissimos virus, sed aliqui eorum magicarum artium euriositate depravati 
sunt, aliqui dominum Jesnm Christum ipsius veritatis atqne sapientiae incommutabilis, quam 
conabantur adtingere, cognoscentes gestarc personam in eius militiam transierunt.* 

De civ. dei VII, 25 : "Porphyrins philosophus nobilis;* VIII, 12: »E Platonicis sunt valde 
nobilitati Graeci Plotinus. Jamblichus, Porphyrins. « XIX, 22: "Philosophus nobilis, magnus 
gentilium philosophus, doctissimus phitosophorum. quamvis Christianorum acem'mus inimi- 
cns.« XXII, 4: "Porphyrins nobilissimus philosophus paganorum.* XXII. 27: »SinguIi quac- 
dam dixernnt Plato atqne Porphyrins, quae si inter so comniunicare potuissent, facti essent 
fortasse Christani.* 

De civ. dei X, 28 (an Porphyrins gerichtet): -Virtutem et sapicntiam st vere ac fide- 
liter amasses, Christum dei virtutem et dei sapientiam cognovisses nee ah eius saluberrima 

humilitate tumore inflatns vanae scientiae resiluisses Uunc autem Christum esse non 

crcdis; contcmnis cnim cmn propter corpus ex feinina aeeeptmn et proj>ter crucis opprobrium. 
Es folgt 1 Cor. 1, 19 — 25. Dann: »hoc quasi stnltum et infirmum tamquam sua virtu te 
sapientes fortesque cohtemnunt.« 

»ResiIuisses« : Schwerlieh wuBte Augnstin etwas von der Jugendgeschichte des Por- 
phyrins (s. oben Nr. XX). Der Sat/ bedeutet nur. Porphyrins sei trotz aller anfangendcr 
Erkenntnis schlieBIich doch geseheitert und hahe Christum nicht erkannt. 

Sermo CCXLlIc. 6f.: » Magnus eorum philosophus Porphyrins, posterius hdei Christianae 
aeerrimus inimiens, qui iam Christians temporibus fnit. sed tamen ah ipsis deliramentis 
crubescendo. a Christianis ex aliqua parte correptus, dixit: ,Corpus est omne fugiendum 4 .* 

Retract. II, 57 zu ep. 102: » Inter haec missae sunt mihi Carthagine qnacstiones VI, 
quas proposuit amicus quidam, quern cupiebam fieri Christianum, ut contra paganos sol- 
verentur, praesertim quia nonnullas earum a Porfyrio philosopho propositas dixit, sed non 
esse arbitror Porfyrium Siculum, cuius celeberrima est faina.« 

S. hierzu die ep. 102; hier stehen »Die seehs Fragen*. 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 89 

Augustin hat andere Schriften des Porphyrins in Ilanden gehabt, aber niemals das 
Werk gegen die Christen: er kannte auch die griechischen Gegensehriften nieht. Seine 
Bemerkung: »Non esse arbitror Porfyrium Siculum-, isl daher wertlos uud aus seiner 
Hochseliatzuug des Philosophen Porphyrins zu erklareu. Es stanimeii vvahrseheinlieh sogar 
alle dein Augustin bier vorgelegten Fragen von Porphyrins. 

XXIIa. Polyehron i us. 
Siehe oben unter Nr. XIII »ApoIinarins«. 

XXIIb. Oyrillus Alexandriniis. 
Cyrillus Alex.. 0. Julian. I. I f p. 19: T7op$>ypioc £ni riAiAeiA kocmikh a6ian £xcon rTAP 1 

^KeiNOIC OYK XreNNH, I. Ill, p. 87: TTOP^YPIOC THC KA6 HMWN AeYPOCTOMIAC nATHP. 

XXIII. Theodoretus. 
Theodoret., De eur. Graee. art". II, p. 705 (Schulze T. IV): TTop^ypioc £tce?Noc. o t6n npdc 
ftrtAc ^koymcoc ANAAejAMeNoc ndAewoN, vgl. III. p. 777: TTopoypioc, 6 thc AAHeeiAc XNTinAAOC und 
X, 1 2 : TTop«<ypioc 6 AcnoN^oc hmTn £xeicToc. Eine sclhstandigc Kenntnis des Werkes des 
Porphyrins ist nicht anzunehmen. Es ist sogar ganz zweifelhaft, oh er mehr von dem 
Werk Kata Xpictian&n gekannt, als was er in Eusebius' Praeparatio gelesen und dann 
ausgeschrieben hat. Uber seinen Daniel-Kommentar s. oben unter Nr. XIII. 

XXIV. Theodosins II et Valentinianus Impp. 

Imp. Theodosius et Valentinianus Leontio [ami. 435; Cod. Justin. I, 5, 6]: 
• Quemadmodum Ariani lege divae memoriae Constantini ob similitudinem 
impietatis Porpliyriani a Porpliyrio nuncupantur (s. oben Nr. IX), sic ubique 
participes nefariae seetae Nestorii Simoniani vocentur. « 

Theodos. II u. Valentinianus ami. 448 [Cod. Justinian. I, 1, 3]: Gecni- 
zomgn ftAnta, bcA TTop^ypioc Yn6 thc gaytoy maniac ^aayn6mgnoc [h e'Tep6c TIC, 
spaterer Zusatz, s. Neumann, Julian, S. 8f.] katA thc cyccboyc t&n Xpictian&n 

9PHCKGIAC CYN^rPAYC, nAP* OlCOAHnOTC €YPICk6m€NA nYPl nAPAAIAOCeAl" hanta rAp 

tA kinoynta t6n oc6n cic 6pthn CYrrpAwMATA kai tAc yyxAc aaikoynta oya£ cic 

AkoAc XwepconcoN ^agcTn boya6mc6a. 

Bis zum Jabre 448 waren also iiiuner noch Exemplare des Werkes vorhandeu; scit- 
dem finden sieh keine Spureu mehr. — Die fibrigen Wei'ke clcs Poiph. sind nieht verboten. 

XXV. Vincentius Lerinensis. 
Was er im »Commonitoriuin- (1,16.23) fiber Porphyrins bemerkt hat, ist abgesehrieben 
(s. -Fragmente- Nr. 39 und "Zeugnis.se* Nr. XVII). alter dabei entstellt: * Ait nanuiue 
iinpius II le Porphyrins excitmn se fanin ipsius [des Origenes; es liegt eine Verwechslnng 
des Porphyrins mit Julius Afrir. vor. der nach Alcxandrien zu Ileraklas ging. wie Eusebins 
in der Kirehengeschiehte beriehtet, VI, 31 , 2] Alexandriani puernui i'cre perrexisse ihi<pie 
eum vidisse iam senem, sed plane talem tantunn|ue, qui areein totius scientiae condidisset.<« 



40 von Harnack: 

XXVIa. Nemesius von Emesa. 
De natura horn. 3 (Migne XL Col. 601 sq.): Maptyc [ae] toytoy £cti TTop<*>ypioc, 6 kata 

XPICTOY [al. KATA Adrt^ATOC XPICTOY] KINHCAC THN &AYTOY FA&CCAN. 

Nemesius, (lessen Zeit innerhalb der ,1J. c. 390 bis c. 470 nicht feststebt, iiat in seinem 
gelehrten und viel gelesenen Werk »De natura hominis« zvvei Schriften des Porph. mit ihren 
Titein zitiert (TTep] AiceHcewc fin. W. sonst nicht genannt] — CymmIktcon zhthmatcon b') und 
sieh auch sonst auf ilm bezogen, das Werk gegen die Christen aber — wie iiblich — ver- 
schwiegen. Doeh ist es wahrseheinlieh, dafl er an einer Stelle ohne Zitat gegen dasselbe 
polemisiert, woraus freilieh noch nicht sieher folgt, daB er es selbst in Hiinden geiiabt hat 
(s. Nr. 90b). Suidas hat den Ausdruek »rAficcAN kinhcao von ihm Porph. gegennber uber- 
nommen (s. o. Nr. III). 

XXVI b, » 0eoco<t>iA« , wahrscheinlich des Aristokritus (saec. V. extr.), Exzerpte. 

L fTop^YPioc etc ^reN€TO nAPA thn apxhn £l ftMfflN, A1A A£ tag ^NexeeicAC AYTCp, <S)C 
ict6phcan Xnoi, ytt6 tincon Xpictianwn £n Kaicapgia thc TTAAAiCTihiHC nAHrAc £n iaicotikoTc npAr- 
macin XnecTH A$ hmww <j>iaoxphmatoc ac wn nAOYCiAN erH/ne tynaTka, n^NTe nAiAWN mht^pa, 
rerHPAKY?AN hah kai 'eBPAiAN (s. Bureseh, Klaros [1889], S. 124, gff. — Xphcwoi t. "^ahm. 
eecoN § 85; die Exzerpte sind aus der »0eoco<t>iA«, als deren Verfasser Brinkmann, Rhein. 
Museum, Bd. 51 [1896] 8. 278 f., den Aristokritus wahrseheinlieh gemacht hat). 

Da6 diese Nachrichten aus Ensebs Werk gegen Porphyrius stammen, daiuber s. oben 
Einieitung S. 4; sie sind nieht aus Sokrates" Kirchengeschichte getlossen; denn einiges findet 
sich dort nieht. DaB sie am Schlufi cine bose Naehrede enthalten, zeigt der Brief des Por- 
phyrius an Mareella (c. 1), der iibrigens schon auf eine solehe Riicksicht niiumt. Nur hier 
erfahren wir iibrigens, dafi Mareella Jiidin war (Mareella als Judenname bei Nic. Muller, 
Die judisehe Katakombe am Monte Verde zu Rom [191 2] S. 103). Das ist fur die HaJtung 
des Briefes wiehtig und erklart manehes AutTallende in ihrn. Die Angabe Tiber die Zahl der 
Kinder ist so ungenau wie bei Eunapius (die Frau hatte 5 Tochter und 2 Sohne, wie der 
Brief lehrt). An der Ungenauigkeit ist wohl Eusebius schuld, von dem sie auch Eunapius 
iibernommen hat. Auffallend ist der Zwisehensatz: wc ict6phcan Xnoi, audi wenn man den 
Artikel ergiinzt. Mir seheint hier ein Fehler zn stecken. — Bureseh schliefit aus ep. ad 
Mareell. t, sie sei aus Hisarea gebiirtig geweseu. Wie er zn dieseni Schlnsse gekommen, 
ist dunkel. 

XXVlc. Eudoxius philosophus. 
Dieser nnbekannte Ansleger des Daniel, der friiliestens urn die Mitte des 5. .lahrhnnderts 
geschrieben hat und von dem wir' nur 1 aus der von Mai (Script. Vett. Nova Coll. I, 2) ver- 
on'entliehten Danid-Katene etwas wissen, hat — wohl aus Apolinnrius — noch konstatieren 
konnen, dafi die audi von christlichen Auslegern vertretene Deutung »des kleinen Horns- 
auf Antioehus Epiphanes die Auslegmig T7op4>ypioy toy matai64>ponqc sei. Naheres s. o. unter 
Nr. XIII. 

XXV11. Elias Philosophus. 
Elias in Porphyrii lsagogen et Aristot. Categorias (ed. Busse, 1900) p. 39: .... attoah- 

MHCANTOC AYTOY FTOP^YPIOY €N ClK€AlA AlA TOYC ^N TH AlTNH TOY nYP6c KPATHPAC, Al6TI AG? 

t6n 4>ia6co4>on 4>iAoeeAMONA cTnai twn thc 4>ycccoc eprwN. vgl. Ammonius. In Porphyrii lsagogen 



Porphyrins, *Gegen die Christen*. 41 

(ed. Busse, 1891) p. 22: Aiaackaaoc hn toy Xpycaopi'oy [senatoris Romani (ef. Elias, 1. e.; 
David, In Porphyr. Isag. p. 92), Christiani (Schol. in Aristot., coll. Brandis p. 11a, 34: e?c thc 

£n W P6«H ^KKAHCJAC] KAl ££HrOYM€NOC AYT<£ TA MAGHMATA. £a^HC€N OYN ICTOPfiCAl TO T1YP THC 
AtTNHC KAl ^leAHMHCe KTA. 

Dicse Erklarung der Reise nach Sizilien stimmi nielit mit der von Porph. (-Zeugnissc* 
Nr. 1) selbst gegebenen. 

XXVIII. David Philosophus. 

David [wann? 2. Halfte des 6. Jahrhunderts?], In Porphyrii Isagogen (ed. Busse, 1904) 
p. 92, 3: ... nepi wn, ohmi a£ toy TTopoypIoy kai toy j Iambaixoy, eTneN h TTygia- ,£ngoyc 6 
Cypoc, noAYttAGHC 6 <t>oiNiH', <Pojnika noAYMAGH A^roYCA t6n TTopoypion (att& tap 4>oinIkhc hn) 
£ngoyn a^ Cypon t6n j Iambaixon (oytoc tap Cypoc hn) • £ngoyn ag ayt6n A^rei, £neiAH nepi 

TA G€?A £nHCXOA£?TO. 

Die noAY*AGiA des Porph. bczieht sicli mit anf seine polemiselien und historisehen Wcrke, 
zu denen aueh Kata Xpictianwn gehorL. Die Pythia hat in ihrer Sehatzung der beiden Manner 
dem in supcrstiiiose Romantik versinkenden llellcnismus des 4. .lahrhunderts nach dem JMimde 
gesproehen. 

XXIX. Der Scholiast zu Lueian. 

OYA^N Tl AICXYNG^NTCC €1 FIAAIN KYN6C TP6nON £ni t6 IAION An€?AON Xn^PAMA. 01 

M^N KAl TTANTH FTPdC THN APXAlAN AnOKAJNANTCC A£ICIAAI«0NIAN G)C oTa TTOPOYPIOC 6 4>0?NI£, 01 AG 
KAl TTPOC TO AIACTPOOON THC KAG' HWAC AnCNeXGCNTCC GPHCKCIAC wc j npireNHc 6 AirYrmoc (s. 
Rabe, Seholien zu Lueian, Percgr. 11 p. 216 [1906]). 

Diescr Nachhall (Aretlias?) der von Eusebius-Sokrates erzahlten glaubwiirdigen Ge- 
scbiehtc (s. Nr. VIII, XX, XXVI b) ist deshalb bemerkenswert, wcil nur hier ausdi-iicklich ge- 
sagt ist, dafi Porph. von Hause aus Heide gewesen ist. Audi das rnuB I>ei Eusebius gestanden 
haben. Die Zusamnienstellung von Porphyrins und Origenes ist woh! das Schliinmste, was 
byzanliniseher Eifer geleistet hat. Aber scbon llicronymus hat (Nr. 45) Eunomius mit jeneiii 
zusammengcstellt. 

AuBer den genannten s. aus der fblgenden Fragmentensammhing noch 
folgende indirekte Zeugen: Epiphanius (Nr. 12), Anastasius Sinaita (Nr. 65), 
Severianus Gab. (Nr. 42), Arethas (Nr. 66), Theophylakt (Nr. 86). — In dem 
groBen Kapitol l>ei Assemani, Biblioth. Orient. II, p. 32 1 s<|. : « Patriarchal 
Jaeobitarum ex (Jliron. Greg. Barhebraei* findet sich p. 395 folgende un- 
riehtige und wertlose Nacliricht: » Jacobus ex Josepho | Jacobus epis. Selcuciae 
saec. II.], ut ferunt. genus ducens . . .; sul) eo, incpiit Barliebraeus, innotuit 
Porphyrins Siculus, qui evangelium impugnavit.« 



Phil.-hist.Abh. 1916. Nr.l. 



von Harnack: PorphyriuSj » Geyen die Christen « . 43 



II. Fragmente unci Exzerpte. Referate und 

Abgeleitetes. 



Nr. i : Wahrsclieinlicli aus der Vorrede. Nr. 2 — 37: Kritik des Charakters und der Glaub- 
wurdigkeit der Evangelisten und Apostel als Grnndlegung dev Kritik des Christentums. 
Nr. 38 — 47: Kritik des Alten Testaments. Nr. 48 — 72: Kritik der Taten und Spruche Jesn 
(Nr. 66 — 72 speziell des Joh.-Kv.). Nr. 73-94: Dogmatisehes. Nr. 95 — 97: Yaw kircliliclien 

Gegenwart. 

Methodius Nr. 83. 84. Eusebius Nr. 1. 7. 8. 39. 40. 41. 47. 73. 80. Diodor Nr. 93. Epiphanins 
Nr. 12. Hieronymus Nr. 2 — 6. 9 — 11. 14. 19—22. 25b. 37. 43 — 45. 49b. 55b. 56. 70, 82. 97. 
Augustin Nr. 46. 79. 81. 85. 91. 92. Nemesius Nr. 90b. Theodoret Nr. 38 (s. aueh Ensebius). 
Severianus Nr. 42. Anastasius Srnaita Nr. 65. Aretlias Nr. 66. Theophylakt Nr. 86. Makarius 
Nr. 13. 15. 16—18. 23—36. 48—55. 57—64. 67 — 69. 71. 72. 74—78. 87—903. 94-9 6 - 



44 von Harnack: 



Vergleichung der Kapitel bei Makarius mit der Ordnung 
in der Fragmentensammlung. 

Makarius 1,6 = Nr. 50. II, 1(7) = Nr. 51. 11,2(8) = Nr. 53. 11,3-4(9) = Nr. 59. 11,5 
(10) = Nr. 57. II, 6(11) = Nr, 67. II, 12 = Nr. 15. II, 13 = Nr.i6. II, 14 = Nr. 64. 
Il,i5 = Nr. 72. H,i6 = Nr.71. 1II,i = Nr. 63. Ill, 2 = Nr. 62. Ill, 3 — Nr. 68. 
111,4= Nr. 49. 111,5 =Nr. 58. Ill, 6 = Nr. 55. 111,7= Nr.61. Ill, 15= Nr. 69. 
1I1,i6 = Nr. 96. 111,17 = Nr. 95. Ill, 18 = Nr. 48. Ill, 19 = Nr.23. Ill, 20 = Nr. 24, 
lll,2i = Nr.25. 111,22 = Nr.26. 111,30 = Nr.27. III,3i = Nr.28. 111,32 = Nr.29. 

III, 33 = Nr. 30. 111. 34 = Nr. 31. Ill, 35 = Nr. 32. Ill, 36 = Nr. 33. IV, 1 = Nr. 34. 

IV, 2 = Nr.35. IV, 3 = Nr. 13. IV, 4 = Nr.36. IV, 5 = Nr.6o. IV, 6 = Nr. 89. 
IV, 7 = Nr. 90. IV, 8 = Nr. 54, IV, 9 = Nr. 52. IV, 10 = Nr. 87. IV, 19 = Nr. 88. 
IV, 20 = Nr. 75. IV, 21 = Nr. 76. IV, 22 = Nr. 77. IV, 23 = Nr. 78. IV, 24 = Nr. 94. 

lib. V = Nr. 18 und 74. lib. V oder 1 = Nr. 17. 



PorphyriuSj »Gegm die Christen*. 45 

Wahrscheinlich aus der Vorrede. 
1. 

Euseb., Praepar. ev. I, 2, 1 ft*. : (fTpuh-ON wcn tap cik6tq)c an tic AiAnoprtceie 
TfNec 6nt€c in) t&n rPA<^N nAPCAHAYGAMCN) — n6TCPON ^Gaahncc h bapbapoi — 

fi Tl #N T^NOITO TOYTCtfN M^CON, KAI TINAC GAYTOYC G?NAl <t>AM6N, OY THN nPOCHTOPIAN, 
bTI KAI TOTC nACIN £KAHAOC AYTH, AAAA t6n TPOnON KAI THN nPOAIPCCIN TO? BlOY ' 
OYTC TAP TA L 6AAHNCi)N OPONOYNTAC 6PAN OYTC TA BAPBApOON ^niTHAGYONTAC (Vgl. 5 
I, 5,IO init.). Tl OYN AN T^NOITO TO KA6' HMAC BE^NON KAI TIC 6 NCUTCPICMOC TO? 

bioy; nQc a* oy nANTAx6eeN aycccbcTc an c?gn kai aggoi oi t&n nATPiwN eeoiN Ano- 
ctAntgc, ai* Sn ttan g'gnoc kai nACA n6Aic cyn^cthkcn; h ti kaa6n GAniCAi etedc 

TOYC TU)N CCOTHPICUN (Cd)THP(i)N Wil.) 6X6P0YC KAI nOACMIOYC KATACTANTAC KAI TOYC 
GYGPr^TAC nAPCOCAM^NOYC; KAITI TAP AAAO H GCOMAXO?NTAC ; nOIAC AC KAI AIICjJGH- io 
CCCGAl CYrrNCJMHC TOYC ^3E AI&NOC MCN nAPA nACIN "GaaHCIN KAI BAPBAPOIC KATA TC 

n6Aeic kai Xrpo?c nANToioic lepoTc kai tgactaTc kai mycthpioic n?6c XnANTUN 6mo? 

BACIA^OON TC KAI NOMOGCT&N KAI $IAOc6<t>G0N GGOAOrOYM^NOYC AnOCTPAG^NTAC, GAOm£- 
NOYC AG TA ACCBH KAI AGGA T&N £n ANGPGJnOIC; nOIAIC a' OYK AN ^NAiKCJC YnO- 
BAHeeTCN TIMCOPIAIC 01 TQ)N MCN nATPIOON OYTAAGC TCON a' dlGNClUN KAI nAPA nACI r 5 
AIABCBAHW^NOON 'IoYAATkGn MYGOAOTHmAtuN rCNOMCNOI ZHAUTAI J n(OC A^ OY M0X6HPIAC 
6?NAI KAI CYXCPeiAC ^CXATHC t6 MGTAG^CGAI M6N CYK6aG)C TU)N OIKClcON, AAOTCi) a£ KAI 
ANCBEeTACTO) niCTCI TA T&N AYCCGBCON KAI nACIN 66NCCI nOACMICON GA^CGAI, KAI WHA* 
AYT& T& nAPA J |OYAAIOIC TIMG)m£n(i) 66C0 KATA TA nAp' AYTOTc nPOCAN^XCIN N6MI*A, 
KAINHN A^ TINA KAI C>HMHN ANOAIAN GAYTOTc CYNTGMgTn. WHTC tA 'GaAHNOON WHTG 20 

tA j Ioyaaio)n oyaAttoycan; (Ta?ta mgn oyn cikotcoc an tic l 6aahno)n, MHAGN XaH- 
eec whtc tGn oikcicon mhtg tcjn kag' hmac enATojN, npoc hmac XnoPHceiGN). 

Dafi diese SaUgnippe (cler Substanz nacli und grofitenteils wohl audi wortlieh) dem 
Porphyrins gehort, hat von Wilaiiuiw it/.-Moellendorff (Ztschr. f. N.T.I iche. Wissenseh. 1, 
S. loifT.) erwiesen. Man darf sir dfm Kingang des Werks zuschrpibcn. AViV liier 6eNe?oc 
nnd eYX^peiA nebeneinander stclifii. so audi in dem porjihyTianiscIien Stiirk unten Nr. 28 (6eNe?A 
aueh Nr. 39). Der Ausdruck H npoAJpecic toy bIoy aneh in Nr. 39 (siclier porphyr.), ebenso 
dort aneli moxghpi'a. Die Gottlieit fst kata ta nATPiA zu vereliren; vgl. Nr. 66 and Porph., 
ep. ad Marcell. 18. Zu to^c ev-epr^TAC nAP6)CAM^N0Yc s. Nr. 80. Zu AAdop kai XNeieTACTco 
nicTei Nr. 73. Zu dem Bilde kain^n Anoaian cynt^mngin vgl. N T r. 39: thn ^nantian ^KeiNcp 
nopeiAN ^noiHCATo. 



46 von Harnack : 

I Kritik des Charakters und der Grlaubwiirdigkeit der Evangelisten 
und Apostel als Grundlegung der Kritik des Christentums. 

(Nr. 2— 37) 1 . 

2. 

Hieron., ep. 57 (ad Pammach.), 9: »Haec replico, non ut evangelistas 
arguam falsitatis, hoc quippe impiorum est Cclsi, Porphyrii, Juliani.« 
Bezieht sich auf Matth. i, 22 f. (.Tes. 7.14) und die Anfange der Evangelien. 

3. 

Hieron., Comm. in Matth. (zu 21,21): »Latrant contra nos gentilium 

canes in suis volmninibus, quae in impietatis propriac memoriam reliquerunt, 

asserentes apostolos non habuisse fidem, quia inontcs transferre non potuerint. * 

Siehe dazu unten Nr. 95; dureli diese Stelle ist bewiesen, dafl Porphyrius hier min- 
desteus mitgemeint ist. 

4. 

Hieron., Tract, de psalmo LXXXI (Anecd. Maredsol. Ill, 2 p. 80): »Totum 
orbem subegit Paulus ab Occano usque ad Mare Rubrum. dicat aliquis: ,hoc 
totum lucri fecerunt'; hoc enim dicit Porphyrius, .homines rusticani et 
paupcrcs, quoniam nihil liabebant; tnagicis artibus operati sunt quaedam 
signa. non est autcm grande facere signa; nam fecerunt signa et in Aegypto 
magi contra Moyscn, fecit et Apollonius, fecit et Apuleius, et infinita signa 
fecerunt.' concedo tibi, Porphyri, magicis artibus signa fecerunt, ut ,divi- 
tias accipcrent a divitibus mulierculis, quas induxcrant'. hoc enim tu dicis — 
quare mortui sunt? quarc crucifixi sunt?« usw. 



1 In diese Gruppe sind u. a. solehe porpliynanisehen Erklarungen evangelischer Stellen 
aufgenommen, welche die Unglaubwiirdigkeit der Evangelisten beweisen sollen: die fxbrigen 
Erklarungen stehen unter Nr. 48—72. Ganz seharf lieB sich aber die Unterscheidung nicht 
durehfuhren: denn Porphyrins hat sclbst bei einigen — vielleieht bei nicht wenigen — Er- 
zahlungen gesehwankt, oh er die Anstofic, die sie bereiten, den Evangelisten oder Jesus selbst 
znr Last legen soli. So nennt er (Nr. 49) die Erzahlung von den Damonen und den Sauen 
zweimal cin fiaac/aa, fahrt aber dann fort: ei a' oy fiaac/aa TYrxANei, thc a' AAHeeiAC CYireN^c, 
r^A(oc 6nkoc Ikanoc tcon xacmcomgnun £ctin. So moehte er (Nr. 58) das Wort vom Kamel und 
Nadelolir weder Cbristus noch den Evangelisten. sondern solchen Christen zusehreiben, die 
sich in den Besitz ihrer reichen Briider setzen wollten. 



Porphyrins; *Gegen die Christen*. 47 

Vgl. Nr. 29(nAeoNeiiA)j Nr.46 (Apollonius und Apulejus; vgl. Augustin, ep. 136, 1 ; 138, 18), 
Nr. 60, 63 (Apollonius) und oben S. 28 f. Auch der Heide bei Pseudojustin (Diodor), Quaest. 
et Respons. ad Orthod. c. 34 (24) spielt den Apollonius aus; anderseits s. Orig. c. Cels.V], 41. 
Uber Porphyrius und Apollonius s. Norden. Agnostus Theos, S. 343^'. Zu Apulcius s. 
Lactant., Inst; V, 3. Lardner, a. a. O. T.VII, p. 198 fF. — Mare rubrum ~- Arabia (vgl. 
Gal. 1,17). — >rusticani et pauperes*: s. Hierokles bei Eusebius e. 3: mcopo! kai bgboykoah- 
m£noi. Zu »inagicis artibus* s. Nr. 28: t£xnh romeiAC und *Zcugnisse- VI. — Zu Moses 
und die Magier Exod. 7.8. - - Zu -divites niuliereulae- s. Nr. 58,97. 

5. 

Ilieron., Cumin, in Joe] (zu 2,2Sft\): »(Apostuli) quidquid utile au- 
dientibus esse eernebant et 11011 repugnare praesentihus, do nlterius temporis 
testimoniis roboraruut, nou quod abutereiitur audientium simplicitate et 
imperitia, ut impius ealumniatur Porphyrius. « 

Vgl. unten Nr. 28. 

6. 

Hieron., Comm. in Matth. (zu 9, 9): » Arguit in hoc loco Porphyrius et 
Julianus Augustus vel irnperitiam hisloriei mentieiitis vel stultitiain eorum 
qui statira secuti sunt salvatorem, quasi irrationabilitor quemlibet vocantem 
hominem sint secuti «. 

Porphyrius folgerte also aus Matth. 9, 9 (wo der Aufforderung Jesu : Akoaoy9GI mou 
sofort die Worte folgen: ka! Xnactac HKOAOYeHceN ayto)). dafi die von Jesus Gewonnenen 
ganz torichte Leute gewesen sein miissen. Wie in mehreren Fragmenten bei Makarius aber 
lafit er es audi hier ofFen, ob nielit die gauze Gesdiiehte vom Evangelisten erlogen hi. Wahr- 
scheinlieh war das seine wahre Meinung. — Auch Hierokles bat (bei Euseb. c. 3) von der 
€Yx£peiA kai koy*6thc der Christen gesproehen (s. auch Nr. 1. 28). 

7. 

Euseb., Demonstr. Ill, 5. 95 fF. (nachdein di<* Besrheideuheit, Aufrichtig- 
keit usw. der Vorfasser der vier Evangelien ausfuhrlich nachgewiosen ist, 
heifit es weiter): 01 ah oyn ta mgn aosanta aytoTc XrAGHN $e>eiN <*>hmhn fiapa!- 

TO^MGNOIj TAC a£ KAe' £aYT&N AIABOAAC efc AAHCTON A1GJNA KATATPASONTeC .... nfflc 

oy 0IaaytIac *€n XnAcHC kai reYAOAOriAc £kt6c reroN^NAi gnaikgjc an 6MOAoro?NTO, 

0IAAAH6OYC AG AlAe^CGGJC CA<t>H KAI GNAPTH TGKMHPIA nAPGCXHKGNAI ; o\ AG" l~G TOYC 

toioycag nenAAceAi kai KATerGYceAi nomizontgc kai o'ia fiaanoyc BAAC^HMeTN nei- 

Pt&MGNO], ndJC OYK AN T^NOINTO KATAT^AACTOI, <t»IAOI MGN 4>e6NOY KAI BACKANIAC, eXGPOl 
AG AYTHC XAHOeiAC XaICK6mGN0I, OT re TOYC OYT0)C AnANOYPrOYC KAI XfTAACTON d)C 



48 von Haenack: 

8 AAHetilC KAl Ak^PAION H0OC AlA TUN OIKGICON AOTCON CniACAeir/^NOYC TTANOYPrOYC TINAC 
KAI ACINOYC YnOTieCNTAI CO*ICTAC, IOC TA MH ONTA rTAACAM^NOYC KAl T& OIKCIU) Al- 
io aackAaw ta mh npoc ayto? npAxe^NTA kcxapicm£ncoc Anao^ntac; ti ac; oi 

KATAYCYa6mCNOI TO? AIAACkAaOY KAl TA MH rerONtfTA TH AYTUJN nAPAAIA6NTCC TPA0H, 
APA KAl TA rTA6H KATCYGYCANTO AYTO?; .... £1 TAP AH nAATTGCeAl AYTOfc CKOn6c HN 

kai a6toic ycya^ci t6n aiaackaaon kocmgTn, oyk an noTe ta npoeiPHM^NA [die 
erniedrigenden Leiden] kat^tpaoon. 

Schon das ganze 4. Ivapitel nimmt wahrscheinlich hauptsachlich auf Porphyrius Bezug 
(vgl. Eusel)., Theo])h.V, 37 tf'.) unci speziell die fingierte Kede c. 4, 48 bis 5, 59 wird wohl mit 
seinem Material ausgebaut sein. 

8. 

Cod. Lawr. [AtliosJ 184. B. 64 saec. X (v. d. Goltz, Texte und Unter- 
suchungen, Bd. 17,4, S. 4 1 f.), fol. 1 7 r : Scholion zu Act. 15,20 (der Text 
lautet abendlandisch: J €rncTe?AAi aytoTc to? An^xeceAi And tion aaicthmatcdn kai 
to? aTmatoc kai thc noPNeiAc X kai oca an mh e^AtociN aytoTc reN^ceAi gt^poic 
mh noie?N X): GiphnaToc 6 nANY gn tio r' kata tAc aipcccic aotu) kai Sag kai 

GN TOTC GIHC CK nPOC(bnOY TtON AnOCTOACON OYTCOC ANA<t>^P£l THN XPHCIN * KAl 6 
TlAM<t>IAOY M^TAC GyC^BIOC £N TOTC KATA TT0P<t>YPl0Y e'KTCp KAI GBAOMtp A6rw 6moiu)c 
KAI T6N FToP<t>YPION TI6HCI OYTCOC Cni AIABOAH MCMNHM^NON THC XPHCCtOC. 

Die Verleumdung bestand wohl darin. da6 Porphyrius behau[)tete. der Spruch Act. 15. 20 
(»l)ie goldene RegeU) sei eiu von Lukas verfibtes Plagiat. — Zu £rri aiaboah s. Nr. 39 init.: 

tac eeiAC tpaoac aiabAaacin neneiPAM^NOC 



Hieron., de principio Marci (Anecd. Maredsol. Ill, 2 p. 320, vgl. Morin, 
Etudes, Textes, Decouvertes. 1913. p. 245): » Locum istmn impius ille Por- 
phyrius, ([ui adversum nos eonseripsif et multis voluminibus rabiem suam 
evomuit, in XIV. volumine disputat et dicit: ,Evangelistae tarn imperiti fue- 
nnit homines, non solum in saecularibus. sed etiam in scripturis divinis, 
ut testimonium, quod alibi seriptum est. de alio ponerent propheta'. hoc 
ille obieit. « 

Hieron., Comm. in Matth. (zu 3, 3): » Porphyrins istum locum Marci 
evangelistae principio comparat, in quo seriptum est: .Initium evangelii 
Jesu Christi .... rectas facite semitas eius\ cum enim testimonium 



PorphyriuSj *Gegen die Christen*. 49 

de Malaclria Isaiaque contextum sit, quaerit, quomodo velut ab uno Isaia 
exemplum putemus assurnptum. cui ecelesiastiei viri plenissime respon- 
derunt. * 

Siehe Mark, i, i f. Porph. las also (v. 2) £n t& l HcaTa t& ttpo^hth, mit den meisten guten 
Zeugen (auch Ital., Vulg.) > £n taTc npo<j>HTAic (AEF etc. etc.). 

10. 

Hieron., Tract, de psalmo LXXVII (Anecd. Maredsol. Ill, 2 p. 60): »,Ape- 
riam in parabola os raeum etc.' — hoc Esaias non loquitur, sed Asaph, 
denique et impius ille Porph yrius proponit adversum nos hoc ipsum et dicit: 
,Evangelista vester Matthaeus tain imperitus fuit, ut diceret: Quod scrip- 
turn est in Esaia propheta: Aperiam in parabolis os meum etc.'« 

Siehe Matth. 13, 35. Bekamitlich ist ».Iesajas« hier wirkiicii ein lrrtuni des Matthaus. 

n. 

Hieron., Comm. in Daniel, (zu 1, 1): »Et oh liane causam in evang. 
sec. Matthaeum una videtur esse generatio (Mattli. 1, 11. 12), quia secunda 
Tgccapaagkac in Joacini desinit filio Josiae, et tertia incipit a Joacin filio 
Joacini. quod ignorans Porphyrius calumniam strait ecclesiae, suam ostendens 
imperitiam, dum evangelistae Matthaei arguere nititur falsitatern.« 

12. 

Epiphan., haer. 51,8: ^Oogn kai tingc aaaoi es l 6aahno)n <t>iA0c6<t>a)N, $hmi 

a£ FTOP^YPIOC KAI K^ACOC KAI OlAOCABBATlOC, 6 ^K TWN "lOYAAIOON 6PM(i)MGNOC, AGINC-C 

kaI Xttatgun 601c, eic thn kata thc evArreAiKfic nPArwATGiAC aigii6ntgc Xnatpoithn 

TtiN Xr!(i)N GYAITGAICTGn KATHrOPO?CI, YYXIKOl KAI CAPKIKOI Y1TAPXONTGC, KATA cAPKA 

a£ CTPATeY6weN0i . . . "^Gkactoc tap npocK6nTO)N toTc a6toic thc aahogiac aia thn 5 

^N AYT& TY0AO)CIN THC XrNG)ClAC, 61C TOYTO £ttninTONTGC GAGrON * 

T"TflC AYNATAI H AYTH Htt^PA G?NAI THC 6N Bh6AG£a\ rGNNHCCUC, AYTH KAI 
nGPITOMHN ^XGIN 6KTAHttGPON KAI AIA TGCCAPAKONTA HMGPCON GN IgPOCOAYMOIC XnOAON 
KAI TA Xn6 CyMGGJNOC KAI ^AnNAC GIC AYTC-N TGTGAGCtt^NA, fclTOTG ^N TH NYKTI H 
GTGNNH6H n£<t>HNGN AYT&, 4»HCiN, AITGA0C ttGTA THN TWN ttATWN GAGYCIN TOON £a66nT(i)N jo 
nPOCKYNfiCAl AYTtp KAI XnOIiAnTOON TAC rTHPAC KAI nPOCGNGTKANTOON, U)C A^rGl J 0HCIN * 

Das StOck kann deni Porphyrius des StiLs wcgcn nicht mit Sicherlicit zugeschriebon 
werden. 2 ^iaocabbatioc? 10 Matth. 2, 13. 

Phil-hut Abh. 1916. Nr. 1. 7 



50 von Harnack: 

12 "£1<poh a^toj ArreAOC a^tcon* ei to!nyn £n ta^th nykti h rer^NNHTAi 

nAPeA^MoeH etc AtrynTON kai eKeT hn ewe otoy AndeANeN u Hp&ahc, ntfeeN t6 
eniweTNAi kai dKTAHMepoN nepiTMHOHNAi; h nwc t6 mgtA tgccapAkonta eYPiCK€TAi 

J 5 AOYKAC YeYA6MeNOC, CiJC <t>ACI BAAC<J>HMO?NTeC KATA THC &AYTC0N KC0AAHC, OTI 

0HCIN ' 

13 Luk. 2, 39. 

13. 

Makar. IV, 3: J 6KeTN0 a 3 A?eic mnhmoncyt^on 8 b MatoaToc eTne, KAeXnep 

€N M^AOJNI KATAKGKAeiM^NOC * K Al KHPYXeACGTAI, A^TCON, T 6 eYATT^AlON THC 
BACIAeiAC 6N A U) TW K 6 C M 0) , KAI t6t6 HI6I T (5 T^AOC. lAO'T TAP TTACA THC 
OIKOYM^NHC PYMH TOY GYAITeAlOY THN ne?PAN 6X61, KAI T6>MON6C £)AOI KAI K6CMOY 

5 ne>ATA t6 e^Arr^AiON 8aa katgxoyci, kai <jd) t£aoc o'yaamo? o^a 3 higi noT£. 

2 f. Man beachte, dafi Matthaus fur den Spruch verantwortlich gemacht wird, nicht 
Jesus. 2ff. Matth. 24, 14 (£n &ah th oikoym^nh die anderen Zeugen); nach Nr. 44 hat 

Porphyrius auch Matth. 24, 16 behandelt. 5 Saon Cod., ^aa Wil. 

14. 

Hieron., Comment, in Matth. (zu 27, 45): »Qui scripserunt contra evan- 
gelia suspicantnr deliquium solis, quod certis statutisque temporibus accidere 
solet, discipulos Christi ob imperitiam super resurrectione domini inter- 
pretatos.« 

DaB Porpliyrius geineint 1st, ist sehr wahrscheinlieh. 

15. 

Makar. II, 12: Toyc CYArreAicTAc eoeYPeTAc oyx Yctopac t&n nepi t6n j Ihco?n 
rereNficeAi npAiewN* ckactoc tap a^t&n 0^ c^mogonon aaa' eTep6<j>WNON maaicta t6n 

A6rON TTGPI TO? TTA60YC eTPAYGN ' 6 M^N TAP ICTOP6U U)C CTAYPGOe^NTI Cn6rrON TIC 

oioyc nAHPcocAC npocHNerKGN .... <oyt6c ccti Mapkoc). 6 a£ GT^PWC 

5 eic ton TonoN, *hcin, 6Ae6NTec ToATAeA, gacokan aytu> rrie?N oTnon mgta 

xoahc MewirM^NON' kai reYCAMGNOC o^k rie^AHce nie?N' kai mct 3 6AirA' 

i ^<oeYP6TAc: s. aueli die 3. Abteil., z. B. Nr. 49, Z. 23f., 44 f., Nr. 55. 58. 3f. Mark. 
15, 36, aher liicr heifit es: apamcon tic kai rewicAC cnorroN 6soyc . . . £n6TizeN ayt6n, aber 
Cod. D: ttahcac (so auch Makarius selbst in der »Antwort« p. 29). In der in der Hand- 
schrift nicht markierten Liicke mnfi Mark. 15, 34 gestanden haben sowie die Worte: oyt6c 
£cti Mapkoc (s. p. 24, 2). 5 ft*. Matth. 27, ^^ 34 (t6n vor T6noN mit Cod. B — Aer6weNON 

fehlt hier mit s*). 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 51 

rrepi ag £nAthn upan 6b6hcgn 6 Ihcoyc <t>u)NH mgtAah agVwn* eAtoeiw, 7 
£ awgim, agmA CABAxeANei, toyt^ctin* ee£ moy, ee^ moy, Yna ti mg 
^rKAT^Ainec; oytoc a' £cti MATeAfoc. 6 a£ <t>Hcr ckgyoc gkgito oioyc 

MGCT6n * CKG?OC 0?N MGCt6n TO? 6lOYC CYN YCC(i)ntp FIPOCAHCANTGC 10 
TTPOCHNGrKAN AYTO? T U> CT6maTI" 0T6 Y N 6AAB6 t6 SlOC 6 J IhCO?C 6?n 6 ' 
TGT^AGCTAI' KAI KAiNAC THN K60AAHN TT A P t A 0) K 6 t6 rTN6?MA' 0YT6c£CTIN 

[6] j IuAnnhc 6 ag agYgi* kai ownh mgtAah kpAiac e?ne" ttatgp, gic xgTpAc 
coy nAPAencoMAi t6 nNe9wA moy* oytoc ag tytxangi Aoykac. £k taythc 

THC £(i)AOY tcTOPiAC KAI AIA<t>ti)N0Y (ic OYX 6n6c AaaA TTOAAWN TTGnONetfTUN G'CTI , 5 

aabgTn t6n A6roN* ef rAp 6 m£n ' gic xgTpAc coy, ag>gi , nAPAOHCOMAi t6 
nNe?MA moy, 6 a£* tgt^agctai, 6 a£* eec" moy, Yna t! mg £ rKAT^Airrec ; 
b a£' 6 eeoc, ee6c moy, gic ti wngiaicAc mg; 4>angp6n 6>c AcYM<t>uNoc ayth 

MYOOnONA f\ nOAAOYC CTAYPOYM^NOYC GMOAINGI fi GNA AYC0AN ATOYNTA KAI t6 CA<t>6C 

toTc nAPO?ci to? nAeoYC mh itap^xonta* gi ag katA aahogian ton Tp6noN to? 20 

0ANATOY Gin6?N MH AYNAM6N0I OYTOI nANTAnACIN GPPATWAHCAN, KAI T16PI TUN AOinCON 
OYA^N £CA<t>HNICAN. 

7fF. Matth. 27, 46 (thn vor ^nathn die andern Zeugen — £b6hcgn mit Todd. BL > Ang- 
b6hcgn — e'AtoeiM mit Kuseh.). 9ff. Job. 19, 29. 30 (das zweite ckgyoc >* cntfrroN allc andern 
— npocAHCANTec allein > nepiecNTGc). 131". Luc, 23. 46 (es folilt 6 'Ihcoyc wie bei Marcion — 
kpAiac allein *> gconhcac [<pconhcac *>conh wer.] - nAPA6HC0MAi mit den selileehteren Zcngcii). 
18 Mark. 15, 34: (2>n€Iaicac mit Cod. D nnd den ('odd. Lat. c u. i. vgl. Sitzungsher. d. Berl. 
Akad. d. Wiss., 28. Fel>r. 1901 : Porphyrins bietet hier den spe/ifisch abendlandisehen Text. 
Zu diesem Kapitcl s. Schal khaufier, S. 38ft". Zuni Wort fe'toAOc (Z. 15) s. Porphyr., 

de abstin. 1, 3. 

16. 

Makar. II, I3:"0ti ag tA ncpi to? t^aoyc ayto? nANTA katgctoxAcanto, 

G*! feT6>0Y K6<t>AAA10Y TO?t' AnOAGIXeHCGTAI* rpA<t>GI TAP J |(i)AnNHC* tu) AG t6n 

j Ihco?n £a66ntgc, foe gTaon ayto n fi ah tgonhkota, oy KAT^AIAN AY- 
TO? tA ck£ah, aaa' g?c tu>n ctpatiutun a6txh gnyign aytoy thn 

FIAGYPAn* KAI GIHA0GN 6Y0YC A?MA KAI Y A 0) P ' MONOC rAP TOYt' gTphKGN 6 Id)- 5 
ANNHC, TOiN AG AAACJN OYAGiC * Al6 KAI AYTOC GAYTO) 80YA6TAI MAPTYPGTn A€r(ON " 
KAI 6 ed)PAK(l)C MGMAPTYPHKG. KAI AAH6INH AYTOY GCTIN H MAPTYPJA. 

bncp aokgT moi toyti K^n<t>OY TYrxANGiN t6 phma* ntoc rAp AAHeiNH h maptypia 

TO? nGPI 0? H MAPTYP1A MH Y<t>GCTWTOC; MAPTYPG? TAP TIC "TGP1 TOY ONTOC * nGPI 
AG TO? MH 6NT0C ncSc An AGX06IH MAPTYPIA : 10 

2ff. Joh. 19,33.34 (ayt6n (hah s I) iisw.; ^ah ayt6n HL usw. ; gnyign hat nur Por- 
phyr.). 7 fl. Joh. 19, 35. 8 bnep — Ai6neP, s. Nr. 48. Vgl. zu diesem Stuck Nr. 67. 



52 von Harnack: 

17, 

In dem Pergamentkodex derPariscr Nat.-Bibliothek Coisl. Gr. 205 findet 
sich fol. 41 r ein halbverloschtes Randscholion zur Apostelgesch. c. 1 mit der 
TJberschrift: to9 makapioy wArNHToc nepi to? io*aa. Es umfaBt 12 Zeilen. 
Schalkhaufier, dem man diese Mitteilung verdankt (a. a. 0. S. 13), ver- 
mutet gewifi mit Recht, daB das Scholion aus den verlorenen Teilen des 
»Apokritikos« stammt. Daim ist es walirscheinlich, daB auch Porphyrius 
auf Apostelgesch. 1, i6ff. and Matth. 27, 3ff. bzw. den Tod des Judas ein- 
gcgangen ist, da ja die Widerspriiche der Berichte hier auf dcr Hand liegen 
und ihm besonders willkommen sein mufiten. 

18. 

Makar. lib. V. Turrianus hat das vollstandige Werk des Makarius 
noch gelesen. In seiner Gegenschrift gegen die Magdeburger Centurien 
(Flor. 1572, ]>. 144-ff.) bezieht er sich auf das uns fehlende 5. Bucli des 
Makarius: »Accedit etiam hue exempluin evangelistarum, quos aliquando 
non ex ipsa vcritatc rei, sod ex vulgi consuetudine et opinione nomen 
sumpsisse auctor est Magnetes vetustissimus scriptor ecclesiasticus lib. II etV, 
quos contra Theosthenem gentilcm discrepantiam evangelistarum et alia nobis 
falso in evangelio obicientem scripsit. « Hiernach ist anzunehmen. dafi Ma- 
karius auch noch im 5. Bucli Einwiirfc des Porphyrius gegen die Glaub- 
wiirdigkeit der Evangelisten und ihrer Erzahlungen gebracht hat (siehe 
Schalkhaufier, a. a. 0. S.38ff. 73). 

19. 
Hieron., Comm., in Gal. (zu 1, 1): »,Non ab hominibus': potest et 
oblique in Petrum et in ceteros dictum accipi, quod non ab apostolis ei 
sit traditum evangelium.« 

Sehr wahrscheinh'ch ist Porphyrius' Interpretation gemeint (schwerlich Marrions), s. die 
folgende Nummer. 

20. 

Hieron., Comm. in Gal. (zu 1, 16): »PIerique de apostolis hoc dictum 
arbitrantur; nam et Porphyrius obicit, quod post revelationem Christi Paulus 
non fuerit dignatus ire ad homines et cum eis conferre sermonem, ne post 
doctrinam videlicet dei a ,carne et sanguine' instrueretur*. 

Porph. bezog die Worte: 0* nPocANeeeMHN capki kai aTmati, auf die Urapostel, die da- 
durch als kompromittiert erscheincn. 






PovphyriuSj »Gegen die Christen*. 53 

21. 

(A) Hieron., Comm. in Gal., Prolog, (zum Streit des Paulus und Petrus 
in Antiochien): »Quod nequaquam intelligens Bataneotes et sceleratus ille 
Porphyrius in L operis sui adversum nos libro Petrum a Paulo obiecit esse 
reprehensum, quod non' recto pede ineederet ad evangelizandum, volens 
et illi maculam erroris inurere et huic procacitatis et in commune ficti 
dogmatis accusare mendacium, dum inter se ecclesiarum principes discre- 
pent. « 

Zu »Bataneotes« s. • Zeugnisse* III, zu -ecclesiarum principes* s. Nr. 21 C. 23. 26. 

(B) Hieron,, ep. 1 1 2 (ad Augustinum), 6. 1 1 : »Hanc explanationem (ex- 
positionem) [scil.des Streits zvvischen Petrus und Paulus], quam primus Qrige- 
nes in X. Stromatum libro, ubi epistolam Pauli ad Galatas interpretatur, et 
ceteri deinceps interpretes sunt secuti. ilia vol maxime causa subintroducunt, 
ut Porphyrio respondeant blasphemanti, qui Pauli arguit procacitatem, quod 
principem apostolorum Petrum ausus sit reprehendere et arguere in facieni 
ac ratione eonstringere, quod male fecerit, i. e. in eo errore fuerit, in quo 
fuit ipse, qui alium arguit delinquentem.* . . . »BIasphemautis Porpliyrii 
impudentia, qui Paulum et Petrum puerili dicit inter se pugnasse eertamine, 
immo exarsisse Paulum iuvidia virtutum Petri et ea scripsisse iactanter, vel 
quae non fecerit, vel, si fecit, procaeiter fecerit id in alio reprchendeus 
quod ipse commiserit. « 

(C) Hieron., Coram, in Gal. (zu 2. 11 ff.): », . . maxime cum Lucas sacrae 
scriptor historiae nnllam huius dissensionis faciat mcntionem, nee dicat 
umquam, Petrum Antiochiae fuisse cum Paulo, et locum dari Porphyrio blas- 
phemanti, si aut Petrus errassc aut Paulus procaeiter a])ostolorum principem 
confutasse eredatur .... Si propter Porpliyrii blasphemiam alius nol>is fin- 
gendus est Cephas |seil. m Petro diversus], ne Petrus putetur errasse. in- 
finita de scripturis erunt radenda divinis, quae ille, <|uia non intelligit, crimi- 
natur. « 

(D) Hieron., Comni. iuJcsaj. XV, e. 54: >»(jui dispensatoriam inter Petrutu 
et Paulum contentionem (Gal. 2) vere dieunt inrgium fuisse atque rertamen, 
ut blasphemanti Porphyrio satisfaciant . . .« 

Vgl. Nr. 26: KAT^rNO) kai FTayaoc T7£tpoy kta. Vielleicht hat Porph. mehr als ein- 
m&l in seinem Werk den ominosen Streit (Gal. 2, 1 1 ff.) beruhrt und die Apostel gegeifielt. 



54 von Harnack: 

22. 

Hieron., Comm. in Gal. (zu 5, 10: 6 tapAcccon ymac bactAcci t6 kpima, 
bene an h): »Occulte, inquiunt, Petrum lacerat, cui supra in faciem resti- 
tisse se scribit, quod non recto pede incesserit ad evangelii veritatem. sed 
nee Paulus tarn procaci maledicto de ecclesiae principe loqueretur, nee Petrus 
dignus qui conturbatae ecclesiae reus fieret,« etc. 

Nicht Marcion, wie Zahn will, sondern Porphyrius ist hier gemeint, s. zu »procaci"' 
Nr. 21 und vgl, Nr. 26 Schlufi. 



23. 

Makar. Ill, 19: Ta?ta m£n xyahn oytco makphtopoymcna i-toaahn, coc eft<6c, 
fe'xei thn ahaIan, kai coencp aytA npoc caytA thc antiaohac anakaici thn mAxhn' 
ei tap eedAei tic coc ck tpi6aoy kakcTnon tcon eYArreAiioN AOHTHCAceAi t6n aoton, 
<3n 6 j Ihco?c tco TT£tp<i) AiA<t>e£rreTAi, <t>Ac ^YnAre 6nicco moy, Catana, 
5 ckAnaaa6n moy eT, oti oy <j>poncTc tA toy eeo?, aaaA tA t&n ANepco- 
na)N' eV eN feT^pw T6nur Cy eT FldTPOc, kai £tti tayth th tt£tpa oJko- 

AOMHCCO MO Y THN ^KKAHCIAN, KAJ COI A CO C CO TAc KAeTc THC BACIACIAC 

tGn oypan&n* ei tap o¥tco kat^tnco toy FTdTPOY, coc kai Catanan ayt6n eineTN 
6nicco baaa6mcnon kai ckAnaaaon, mha' 6tioyn eeToN anciah^ta <dp6nhma, Xno- 

10 CKOPAK1CAI a' AYT6N OYTCOC ATC KAIPICOC nAHMMCAHCANTA, COC MHa' CIC 6YIN TOY AOIHO? 

aabcTn to?ton ee^AeiN, aaa' etc TOYnicco piyai etc ton tcon XneppiMMeNUN kai a<da- 

N&N OMIAON Tl XPH TAYTHC ANCOT^PCO THC AnOoAcCCOC YH0ON AnCKA^XGCeAl KATA 

TO? KOPYOAIOY KAI TIPCOTOY T<3n MAOHTCON ; TAYTA TOYN et TIC NHOCON COOApOc 
MHPYKHCCTAl, C?e\ COC ^niAA60M^N0Y TOY XPICTO? TCON KATA TO? FT^TPOY rcrCNH- 
15 MCNCON OCONCON, CnAKOYCCI l6 ' C? £? TTcTPOC KAI £111 TAYTH TH n^TPA OIKO- 
AOMHCCO MOY THN CKKAHCIAN. KAI T6 * Co! A CO C CO TAcKAeTc THC BACIACIAC 
TCON OYPANCON, 0? rCAACCTAI A^TA TO CTOMA PHrNYM€NOC ; 0? KATXACCI KAeAnCP 

£n 6ym£ah bcAtpoy; oy a£sci kcptomcon, oy cypicT c<j>oap6tcpon: oy toTc nAPecT&ciN 
epeT rercoN6T£PON ' ^H TT^tpon Catanan a^tcon eweeYCKCTo oTnco bcbaphmcnoc kai 

2o AAA&N CniAHnTA fi KACIAAPXHN TO?TON THC BACIACIAC TTOICON 6nC1P0YC CZCOrpAoCI TH 
<J>ANTACIA TCON ^IINCON ; noToC tAp FFdTPOC BACTACAI THC CKKAHC1AC THN KPHFNAA AYNA- 

4ff. Matth. 16, 23 (gTmoy andere). 6ff. Matth. 16, 18. 19 (coi acocw mit DL Cyp. Ital. 

Vulg. etc. > Acdcco coi). 19 (b€bahm6noc Cod., corr. WiL) vgl. Matth. 11, 19. 236". vgl. 

Matth. 26, 69 — 74. 21 Zu kphttic thc ckkahciac s. Porph., ep. ad ^larcell. 35: KPHnic thc 

eYceseiAC. Zu diesem Stuck ist Nr. 26 zu vergleichen. 



Porphyrins, *Gegen die Christen*. 55 

m€noc ? b mypiAkic CAAeYecic cyxcpcia thc rNciwHc: noToc ctgpp6c gn ayt& Aoncwdc « 

^0)PA6H fi no? T6 AKA6NHTON THC 0PONHCeO)C ^AeiHGN, b rTAIAICKHC OIKTPAC eNCKGN 
TO? » J |HCO?« ^HWAtION ^TIAKOYCAC KAI ACINGJC KPAAAIn6m€NOC, b TPJTON CniOPKHCAC 

oy werAAHc ayto> tinoc ^tiikcim^nhc anAi"khc; c» ro?N t6n oytgjc cic ayt6 thc »s 

CYCCBCIAC riTAICANTA t6 K60AAAION CaTANAN ITPOAABGON CYAOTUC (jJN<5WACCN, AT6T7U)C 

ttAain, we XrNofflN b £noiHce, thc kopyohc t&n nPArwATCON aiaoT thn £soycian. 

24. 

Makar. Ill, 20: "Oti a£ TT^tpoc £n hoaaoTc titaicac KATHropenrAi, ahaoT kah 
£kcinoy to? Ke<t>AAAiOY t6 ^ht6n, bnoY np6c ayt6n 6 "Ihcoyc eTncN* Oy a£t(o coi 

CG)C felTTAKIC, AAA* CUC feBAO *HKONTAKIC &HTA X<t>HCCIC Ttd TTAHWMCAO?NTI 

t6 amApthma. l O a£ taythn aabwn thn £ntoahn kai thn NowoeeciAN oya' 6tio?n 

T6N AO?AON TO? ApXICP£g)C nAHMMCAHCANTA K6nT€l TO? WTIOY KAI GJMdN ^PTAZCTAI t6n 5 
MHA^N &ACOC X*APT6nTA* Tl TAP KmAPTGN, 61 KCACYCeCIC YTld TO? A£Cn6TOY CYNHA6CN 

efc thn t6tc katA to? Xpicto? S0OAON; 

2 if. Matth. 18, 22 (aber keine Verfehlungen des Petrus). 4ff. Matth. 26, 51 cam 

paralh (Matth. A<t>e?A6N, Job. 18, 10 Arr^KoreN). 5f. m&non £pi\ mha£n Cod., corr. Wil. 

25. 

Makar. Ill, 21: Oytoc b IT^tpoc ka! £n feT^Poic Aaik&n ^A^rxeTAi* anapa tap 
tina Aer6wcNON j Ananian kai cyn ayt& tynaTka CAitocipan kaaoym£nhn, £nel mh t6 

TIAN TO? XGJPIOY TIWHMA KATCBAAONTO, 6aITON A* CIC AnaTKAIAC £aYTO?C [tAc] XPCIAC 
A<t>d)PICAN, ^6ANAT0)Ce MHA^N AaIKHCANTAC. Tl rAP HAIKHCAN, 61 MH T1ANTA TA feAYTt^N 
HO^AHCAN XAPICACOAi; CI A* APA KAI AAIKHMA T6 nPATMA ^NOMIZGTO, ^XPHN AYt6n T&N 5 
^NTOA&N TO? J |HCO? WCWNHW^NON, C0)C TCTPAKOCiWN 6NCNHKONTA nAHMMCAHMATCON CYM- 

nAcxeiN aiaaxo£nta, cyitn&nai th mia, ei r' 6ntu)c amaptia tic t6 nenPArw^NON 
Ynfipxc' CKoneTN a' ayt6n £xphn np6c toTc aaaoic kakcTno, toe ayt6n aj-nogTn 6m6cac 
t6n j Ihco?n oy m6non £ycycato, Aaaa kai ^nicbPKHce thc mgaaoychc kata^ponhcac 

KPICCCOC KAI AnaCTAcCWC. io 

i if. Apostelgesch. 5, i — ii. 3 6ai(-on: davon steht niclits im Text, tac tilgtWil. 

6 Matth. 18, 22. 7 AiAAxe^NTA s. Nr. 26, Z. 1. 8 Matth. 26, 69 — 74 and Nr. 23 SchluB. 

Hieron., ep. 130 (ad Demetr.), 14: « Apostolus Petrus nequaquam im- 

precatur Ananiae et Sapphirae mortem — ut stultus Porpliyrius calum- 

niatur«. 

Aber Ilieron. hat selbst (ep. 109, 3) geschrieben: -Petri severitas Ananiam et Sapphiram 
trucidantis- ! 



56 von Harnack: 

26. 

Makar. Ill, 22: Oytoc 6 npcoTOCTATHC toy xopoy t&n MAeHTfiN, aiaaxggic 
Yn6 toy eeo? oanAtoy kata^pongTn, cYAAH<t»eeic Yno l Hpc1)aoy kai oyron, aTtioc 

K0aAC6Q)C TOTC THPOYCIN ^NGTO. (OYTONTOC TAP AYTO? NYKT6C, HM^PAC rGNOM^- 
NHC 66PYBOC HN GN T oTc C T P AT I (i) T A I C , T7 ft C ^IHAeGN 6 Tl^TPOC* GTTIZH- 
5 THCAC AG AYT6N 6 'HptbAHC KAI M^ G Y P (I) N , ANAKPINAC TOYC $> Y A A K A C , 
GK^AGYCGN ATTAX6HNAI, TOYT^CTIN A nOTMH9HNAI. 6AYMACAI TOlNYN £CTI UQiC 6 
J |HCO?C TOIOYTtp ONTI T& TT^TPtp TA KAGIAIA A £ A (0 K G T (0 N Y P A N U) N , nfflC £n 
TOCOYTCi) TCTAPATM^NU) 60PYBU) KAI THAIKOYTOIC nPArMACI KATAnGTTONHM^NU) GAGTG * 
B6CK6TAAPNIA MOY, GTrG TA m£n np6BATA 6ICIN oV TTlCTOl {oi) GIC t6 THC TGA6I- 
io d)C6U)C nPOBANTGC MYCTHPION, TA a' APNIA T&N 6TI K ATHXOYM^NCON YTTAPX6I T6 A6P0ICMA, 

AnAAco t£u>c tpg<o6m6non aiaackaaiac tAaakti. omcoc ictopgTtai mha s 6AlrOYC MHNAC 
bockhcac tA nposATiA 6 TTgtpoc GCTAYP&ceAi, giphk6toc toy j Ihco? tAc aaoy tty- 

AAC MH KATICXYCGIN AYTO?. KAT^TNO) KAI rfA?AOC TT^TPOY A^TtON ' FT P 6 TO? 

rAp £aggTn And j IakcI)boy tinAc mgtA tun £on con cynhcoign* Stg a£ 

i5 HAGON, A<t>(I)P)Z6N 6 AYTO N <t>OBOYM6NOC TOYC GK FTGPITOMHC* KAI CYNG- 
KPieHCAN AYTCp nOAAOl J | YAAToi. nOAAH a£ KAN TOYTCi) KAI MGrAAH KATA- 

rNtocic, a'napa toy ogIoy ct6matoc yfiocphthn tgn6mgnon £n YnoKPiCGi zhn kai rrpdc 

ANOPCantON AP^CKGIAN nOAITGYGCGAI, GTI AG KAI TYNaTkA nGPlArGCGAI, TTaYAOY KAI 
TOYTO A^TONTOC* Mh OYK GXOMGN € 3E Y C I A N AAGAOf^N TYNaTka nGPlArGCGA), 
2° (i)C KAI 01 AOinOI Xn6cTOAOI KAI fTGTPOC; gTta cniA^rci ' Ol TAP toioVtoi 
YGYAAn6cTOAOI, GPrATAI A6AIOI. 61 ("OYN GN TOCOYTOIC ICt6pHTA) £rK6KYATC6Al 
KAKOTc, n^C OY 0PIKT^ON YTTOTOnHCAl KAGTAAC OYPANO? KAT^XGIN KAI AY61N KAI 

agcmgTn ayton mypIoic £c<oii*m£non tocnGP atotthmacin; 

2fT. Apostelgeseb. 12, 3 — 11.18.19 (reNOM^NHC hm^pac, ferner tapaxoc fur 96pyboc die 
anderen Zeugen: sie fiigen aueh oyk 6Airoc hinzu aufier Cod. D, 76, Lucifer nnd bieten ti 
apa 6 FTeTPOC £reN€To). zi\ Zn aI'tioc koaac€coc s. unten Nr. 64. 7 Matth. 16, 19. 

9 Job. 21,15. 1X aiaackaaiac taaa : vgl. I. Kor. 3, 2 ; Hel>r. 5, 1 2 f. ir icto- 

pcTtai: wo? in den Act. Petri? so Carl Schmidt; eine Sehrift ist jedenfalls gcmeint. 
i2f. Mattb.16, 18 (aytoy fiir aythc init Tatian). i4ff. Gal. 2, 1 1 ff. (tinac An6 1ak6- 

boy . . . Yn^CTCAACN kai A«cdpiz€N die aiideren Zeugen — cynckpighcan mit Codd. Lat d e g 
Victorin. — ka! 01 Aoinoi j 1oyaaioi die anderen Zeugen). 1 9 f . I. Kor. 9, 5 (nePiAreceAi 

init Clem. Alex. > nePiAreiN — kai 01 aacaooi toy kypioy kai Khoac die anderen Zeugen). 
2of. II. Kor. 1 1, 13: diese Stelle bexog aucb Marcion auf die Urapostel. 22 Mattb. 16, 19. 

Zu 6f. und 9 s. Nr. 23 und 36. Zn Z. 9 01 TTictoI s. Nr. 73. 87. 95. Z. 23 Es ist 

verlockend, wcnep £c<x>\rn£HOU zu scbreiben; al>er s. HI, 31: maxaipan KAeAnep. 



Porphyrins, » Gey en die Christen*. 57 

27. 

Makar. Ill, 30: TTtDc 6 T7a?aoc, ""Gagyggpoc tap un, A^rei, nAciN ^may- 
t6n £aoyacoca, Yna nANTAC Kep^Aco); nOc a£ kai thn nepuow^N A^rcoN 
katatomhn ayt6c £n Ayctpoic nepiT^MNGi tinA, Tiw6eeoN, OJC ai TTpAigic t(on 
attoct6acon aiaAckoycin; g? re thc Sntcoc Sag baakgiac t&n phmAtcon * toio?ton 
<5kpibanta, reAoioY mhxanhmata, ai t&n ogAtpgon ckhna! zcorPAooYCi * toio?ton say- 5 
matotioi&n 6ntu>c t6 nAPAnAirNiON. ntoc tap gagyogpoc 6 [nApAj nAci aoy- 
aoymgnoc; n&c a£ nANTAC kgpaaingi 6 nANTAC KAeiKGTGYUN; ei tap toTc 
An6moic Xnomoc, toe ayt6c a£tgi, kai toTc IoyaaIoic j IoyaaToc kai toTc 
nXciN bMoicoc cynhpxgto, Sntcoc noAYTp6noY kaki'ac AnapAttoaon, kai thc £agy- 
eepiAC s£non kai Aaa6tpion, 6nto)c Aaaotpicon kakOn YnoYPr6c kai aiAkonoc kai »° 

ZHACOTHC nPATwATUN Ac^MNCON £nfCHWOC, 6 Tfi KAKIA T©N An6*(i)N CYNAIATPIBCON 
£kAcTOTG KAi TAC nPAsGIC AYT&N lAIOTTOIOYMGNOC. OYK 6NI TA?TA YYXHC YHAINOYCHC 

tA a6twata, oyk £ni aohcmQn ^agyg^pgon Aohthcic, yttotiypoy a£ tAc op£nac kai 
t6n AoncMdN Appcocto?ntoc h tOn A6ra)N Yn6eecic ei rAp An6moic CYzfi kai t6n 

J |0YAA'|'Cm6n drrpA<frd)C ACMGNIZGI feKAT^POY MCt£x(i)N, £kAT£p(i) CYMn^OYPTAI CYNANAMI- is 
TNYM6NOC KAI CYNAnorPA^MGNOC T©N OYK ACTGIUN tA T7TAICMATA. 6 rAp THN nCPI- 
TOMHN o¥tU) nAPATPAOtfttGNOC 0)C £ n A P A C 6 A I TO Y C TAYTHN £niT6AGTN e^AON- 

tac ka] nepiTeMWN, ayt6c £ayto9 bapytatoc YnApxei kathtopoc, a^tcon * 6f a 

KAT^AYCA TA?TA nAAIN ofKOAOM©, nAPABATHN ^MAYTdN CYNiCTHMI. 

if. 1. Kor. 9, 19 (es fchlt £k oAntcon — nANTAC mit Clemens Alex, mid Orig. fiir toyc 
nAeioNAC). 2f. Philipp. 3, 2f. 3 vgl. Apostelgcsch. 16, 2 f. 6 nAPAnAAAiON Cod.: 

ein unertragliches Wort; nAPAnAi'riMiON bei Eusebius, Praep. VII, 2, 2; nAirNioN Nr. 32. 49. 
7 KASHKeYcoN Cod. : Dieses Umvort bringt nach der Obcrlieferung Makarius auch p. 122, 2 
(hier abcr c. Dat.). 7!*. I. Kor. 9, 20 fl'. 1 4 f . Philipp. 3, 4ft'. 1 7 f . vgl. Gal. 1, 8; 3, 10 

(5, 2f.). i8f. Gal. 2, 18 (cynictanco die bcsseren Zeugen; cynicthmi D f EKL usvv. usvv. 

Chrysost., Thcodoret usw.). Z. 1 A^rei Cod. in Klauunerii. 

'An der hier und sonst hervortretendcn Sympathie mit dem jiidischcn Gesetz vgl. Porph., 
De abstin. IV, 11 — 15. 

28. 

Makar. Ill, 31: L a' ayt6c oytoc hmTn, 6 noAYC £n tco a^tgin wcnep tcjn 
ofKe:a)N A6ra)N ^niAAe6weN6c <fnci tG xiaiApxo) oyxi MoyaaTon gayt6n AaaA ""PwmaTon 
gTnai, np6 toytoy oAc * J 6rd) Anhp j I oyaaT6c gimi, £n TApcco thc KiaikIac 
reN6MGNOC, Anatc6pamm£noc a^ nAPA toyc n6AAC Tamaaiha, nenAi- 

AGYM^NOC KAT 1 Xkp! BGIA N TO? nATP(j)OY n6mOY. 6 TO?N Cind)N ' ""G r (i) Glttl 5 

2ff. Apostelgeseh. 22,3 (die anderen Zeugen: £r(o eiMi und rereNNHMCNOC ^n Tapcco, 
Cod. D: £n T. t. K. rereNN.); die LA reN6weNOc ist bemerkenswerr. 

PhiL-hULAbh. WIG. Nr.L 8 



58 von Haenack: 

6 j IoyaaToc, kai J 6 rci) efwi "PcomaToc, oya£tgpon £ctin, eKATe>u) npocKei- 

MCNOC* 6 TAP YnOKPINOMGNOC KAI AG>C0N bfTCP OYK HN, a6aC0 TAC YnOO^CeiC T&N 

eprcoN nPArMAT€Y€TAi kai npocconeToN AnATHC nepiBAAcoN caytco 4>eNAKizei t6 cA<t>ec 

KAI KA^nTGI THN AAHeCIAN, AAAHNAAACOC fTOAlOPKCON THC YYXHC T6 4>p6nHMA, T^XNH 

»" roHTeiAC toyc eYxepeTc aoyaoymcnoc. b ac toiaythn cn bico rNcbMHN XcnAcAMCNOc 

OYACN ACn6NAOY nOACMlOY KAI niKPO? AICNHNOXCN, OC TCON YnCPOPtlON TAC TNCOMAC 
YFTOKPieeiC F1ANTAC AIXMAACOTIZCI AnANOPlbnCOC AOYAOYMCNOC. 61 TO?N FTaYAOC YnO- 

kpin6mcnoc nfi mcn j Ioyaa?oc, nfi ac PcomaToc ccti, nfi mcn anomoc, nfi ac "Gaahn, 

otan ee^AH 6kactoy npArMATOc oeNeToc kai ttoa£mioc, ckacton YneiccAetoN ckacton 

is hxpcicokc, econeiAic ckActoy KA^nTcoN thn npoAipeciN. ycycthc oyn kai to? ycy- 

AOYC €K TO? 4>ANCPO? CYNTPO0OC, KAI nCPITTdN t6 AG>eiN * A A H 6 € I A N A £ T (i) £ N 
XpICTC?>, OY YCYAOMAI. 5 TAP nP(i)HN t6n NOMON KAI THMCPON t6 eYATr^AION 
CXHMATIZ6m€NOC, CNAIKCOC 6 TOIOYTOC KAN B<(0 KAN nOAITCIA KAKOYPTOC KAI YnOYAOC 

13 anomoc — bapbapoc; dalier ist niclit £nnomoc zu lesen (s. Nr. 39: npoc thn kata 
n6*\oyc noMTeiAN — zur hellenisehen). 15 f. S. «Ioh. 8,44 ygycthc £cti kai 6 nATHP aytoy. 

i6f. Rom. 9,1. Z. 6 oya' eKATepoN Tod., oorr. Wil. 

29. 

Makar. Ill, 32: ^Oti ac kcnoao^iac cnckcn to CYArr^AiON kai nAeoNGiiAc 

t6n n6mon YnoKPiNeTAi, ahaoc a$' con AeYer Tic ctpatcyctai IaIoic oywnIoic 

noTe; tic notMAiNei nomNHN kai e k toy tAaaktoc thc noiMN hc oyk 

eceiei; kai ta?ta deacon kpatynai ton nomon thc nACONesiAC aambAnci cynhtopon, 

5 <t>Ac ""H kai 6 n6moc tayta oy A^rei; cn tap to) Mcdc^coc n6mw r^rPAn- 

TAl" » Y <MM(I)C€IC BO?N AAOIONTA". €?t' CniCYNAnTCI t6n a6|"ON ACA4>H KAI M6CT0N 
4>AYAP'AC, TCON AAOTCON THN eClAN AnOT^MNCON np6NOIAN, 4>AcKC0N* Mh T(Sn B CO N m£a£I 

tco eecti; h ai' hmac A^rei; ai' hmac tap erpA4>H. aokcT a£ moi ta?ta A^rcoN 

IKANCOC ^NYBPIZCIN TH CO0IA TOY KT1CANTOC COC OY nPONOOYM^NH TClIN rCNOM^NCON 

10 [nAAAi], ei tap nepi tcon bocon oy mcaci tco eeco, ti kai r^rPAnTAi' TTAnta yn^- 

TAIAC, nPOBATA KAI B6AC KAI KTHNH KAI TOYC IX6YAC. 61 TAP fxSYCON A6rON 

noie?TAi, noAACp maaaon » bocon apothpcon« kai kamathpcon. beeN atamai ton oytco 

0^NAKA. TON XnAHCTIAC €N€K€N KAI TOY AABCIN IKANON TCON YnHK6u)N CPANON OYTU) 

t6n nomon ccmnGc nepienoNTA. 

2 ff". T. Kor. 9,7. 5 ff. 1. Ivor. 9, 8 f. (oiMcbceic mit sAB3CD b etc. >KHWcoceic B* J)* 
KG etc.). 7 f. J. Kor. 9, 9 f. (cs felilt nANTcoc vor Aerei). 10 f. Ps. 8, 8 f. 16 Zu bocon 

Apothpcon vgl. Hesiotl. Znr Svinpathie niitden Ilaustiercn s. Porpli., de abstin. II, 31 : oytcoc oytg 
to nAAAi6N bcioN hn KTeiNeiN ta CYNGPrA to?c Bioic hmcon zcoa. Zu nA60Ne3EiA s. Nr. 4, zu Moses 
s. Nr. 30, 40, 68. 76. 78, 82 11. de abstin. 11. de antro Nymph. Z. 10 nAAAi tilgt Wil. 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 59 

30. 

Makar. Ill, 33 : 6Te' ytioctp^yac a^nIaion goc bNeiPonAH^ A<t>' yftnoy tin6c 
Anatihahcac <^AcKer Maptypomai tr& FTayaoc oti cAn tic gn noiticH to? 
n6moy, 6<j>gia£thc £ctin 8aon t6n n6mon ttoihcai, anti toy* Saooc oy xph 
toTc AeroM^NOtc Ynd to? n6moy fipoc^xgin. L b^atictoc oytoc, b opgnhphc, 6 

CYN6T6C, 6 KATA AkPIBGIAN TO?nATPUOY n6mOY n € T7 A I A € Y ,f\ £ N C , 6TOCAY- 5 

tAkic Mcoc^coc acii&c mcmnhm^noc, ttcnep cn oTnu) kai m£gh aiabpaxgic, AnaipgT 
aotmatizcon to? n6moy t6 npbcTATMA, agtcon Taaataic* Tic ymac ^bAckangn 
th Xahogia mh neleeceAi; toyt£cti tu> GYArrGAiur gTta AGiNonoidiN kai gpikton 
£prAz6*6N6c tina tu>n6mu) nciecceAt A^rer u 'Ocoi rAp ei £pru>N n6moy cicIn, 

Yn6 KATAPAN G1C(n. 6 rpA$U)N L P(0MAIOIC, bTI L N6MOC nN£YMATIK6c 10 
£CTI, KAI AYGIC' L N6MOC XriOC KAI H ^NTOAH AHA KAI AIKAIA, TOYC nCI- 

oomcnoyc tu> Xrici) Ynd katApan tighcin. cTta oypion anu) kai kAto) thn $ycin toy 
npAr^ATOc cytx^ci t6 ftan kai zoocpon ^ppAzgtai. toe ckotoainiacai mikpoy agTn 

TON XKOYONTA KAI KAeAnGP GN NYKTI nPOCAPATTClN GKAT^POIC, TO) TG n6*U) FTPOC- 
riTAIGIN KAI TCp GYArrGAlO) nPOCKPOYGIN TH CYTXYCGI AIA THN TOY XGIPATCOrOYNTOC i? 

Xmagian. 

2 t\\ Gal. 5, 3 (£rd> FTayaoc nach e. 5, 2 ; Paulus schricb: maptypomai ac hiaain ttanti 
ANGP^no) nePiTGMNO^Ntp, oti 6*cia^thc kta.). 5 Apostelgesch. 22,3. 7 f. Gal. 3, 1 (th 

Aahg. mh neie. mit CD« KKLP Vnlg. >s ABD* VG ltala etc.). 9 f. Gal. 3, 10. xof. Rom. 
7,14. 11 Rom. 7, 12. — Z. 3 : Entwedcr ist so zti interpungicren odcr cs ist Anti toy 

oVac oy xphnai mi schreitjen. Zn 6 oino> ka] weeH s. Ni\ 23. Z. 15 th CYrxYcei wie 

Nr. 49: £boyaonto ta ctoixgTa £ktapAiai th CYrxYcei. 



31. 

Makar. 111,34: "Iag rAp, Tag toy co$oy thn aohthcin' mgta wypiac sgjnAc. 

Xc ^K TO? NOMOY nPOC CYNAPCIN 6AAB6, KAI TUN OIKei(dN PHMATG)N THN YH<fcON HKY- 
PCOCG AGTUN" NOMOC TAP nAPGICHAGGN, Yn A nAGONACH t6 n A P A n T CJ M A , KAI 

np6 toytcon' T6 k^ntpon toy ganAtoy h amaptIa, h a^ aynamic thc 

AMAPTiAC 6 NOMOC, MONONOYXI MAXAIPAN KAGAnGP THN 0IK6iAN XnAKONHCAC TAOJTTAN 5 
X^GIAtSc MGAHA6N T6MAXIZ6I T6N N6MON 6 nGIGGCGAI TO) NOMO) nOAAAXWC nPOTP6n6- 

mgnoc kai t6 zhn kat* ayt6n a^tcon ^nAiN6T6N. tocnGP a^ gk cynhggIac taythn 

XnAAABCON THN AnAIAGYTON TNCOMHN TAc ofKGIAC nANTAXO? YHOOYC KATAB^BAHKGN. 

3 Rom. 5, 20 (rAp nwr mit Cod. L >ac). 4 f. I. Ivor. 15, 56. 7 f. VAu iilinlielier 

Voi'wnrf gegcn .losu.s Nr. 70. 

8* 



60 von Harnack: 

32, 

Makar. Ill, 35 : j Am£agi thn bpgjcin tun icpoeYTooN XnAroPGYtON nAMN Xaia- 
oopeTN nepi toytgjn aiaAckgi, agYcon mh agTn noAYnPArwoNeTN mha* g^gtAzgin, Aaa' 
eceieiN kan igp66yta fi, m6non can tic mh npoGirm* . . . . gn oTc ict6phta; agtcon* "A 

OYOYCI , AAIMONIOIC 6Y0YCIN' OY £ A GO AG YMAC KOINGONOYC T&N AAIMO- 

5 nIcon riNeceAi. ta?ta agYgjn kai tpaocon fiAain Xaia06po)c nepi thc Bpcbcecoc rpA- 
oei agYgjn* OTaamgn oti oyagn gTagjaon £n kocmo) kai oyagic eedc et mh 

G?C, KAI MGT* 6AirA* BpGJMA YMAC OY HAPACTI^Cei TtO 6 6 0), Y> 6 gAn <t> A T CO - 
M6N nGPICCGYOMGN, O^TG CAN OY 0Arti)M6N YCTGP0YMG6A, G?TA MGTA TOCAY- 
THN T6P6PGIAC AAOA6CXIAN (OCriGP 6N KAINH KGIMGNOC XnGMHPYKHCATO oAc* TT A N t6 
io £n MAK6AA0) Fl CO A Y M G N N 6Cei6T6 ttHAGN ANAKPIN0NT6C AlA T H N CYN6I- 
AHCIN' TOY KYPiOY rAp H TH KAI t6 Fl A H P U) M A AYTHC* Q CKHNHC FF AMNION 

npoc mhagn6c gypgo^n, 3 ogonhc aaa6koton phma kai Xcymogonon. 2 aotoc ayt6c 

6AYT0N TH ttAXAlPA XGIPOYMGNOC. 3 KAINOTG>A T03E6IA KATA TO? BAAAONTOC G>XOm£nH 

kai ninTOYCA. 

2 I. Kor, io, 28. 3 ff. I. Ivor. 10, 20 (es fehlen die Wortc ka! oy eefi mit m$ 6 Tert., 
Ambrosiaster). 6 f. I. Ivor. 8, 4 (allc aufier Cod. L: kai o'ti oyagic). 7 f. I. Kor. 8, 8 (ymac 
mit n* 17, 37, 108, 1 1 6, 1 18 lect., Damas. > hmac. mh oArcowGN allc Zeugen). 9 ff. L Kor. 
10,25.26. Z. 3 Lucke (Wil.). Statt des sonst nicht bclegten AneMHPYKHCATO (Z. 9) 

vielleiclit mit Bio 11 del ancmhpykhcato (Lueian). 



33. 

Makar. Ill, 36: ^Omoion toytoic g"n taTc £fiictoaaTc ayto? phmA ti gy>omgn, 

6N6A THN nAPOGNiAN GFTAIN&N, MGTABAAa6*6NOC AY6IC rPA<t>6l ' "6 N YCT6P0IC KAI- 
POTc AnOCTHCONTAI TIN6C THC n I C T 6 0) C FTPOC^XONTGC FIN6YMACI nAANHC, 
KCOAYONTGC TAMgTn, XnGX6C9AI BPGJMAtGJN, KAI £n TH TTPdc KOPINGIOYC AG 
5 6FTICT0AH AG>61* TTgPI AG T GJ N n A P G* N 0) N GFIITATHN KYPJOY OYK g'xU). OYKO?N 
6 FIAPGGNGYGJN OY KAAGJC FI0I6? OYa' 6 fAm(i)N AnGXOMGNOC, nONHPOY TINOC YOHT^CGI 
nGIOOMGNOI, MH GXONTGC nPOCTATMA nGPI nAP66NIAC TO? IhCOY, KAI nCOC TIN6C TTAPeG- 
N6?0YCA1 COC MGfA TI KOMnAzOYCI KAt AGTOYCI nNGYMATOC XriOY nGnAHPCOCeAl 6^010)0 
TH TGIAM^NH t6n J |hCO?N; 

2ff. ]. Tim. 4, i (nAANHC F Vulg., Justin, Clemens Alex , Ambros., August, etc. >nAANOic 
die iibrigcn). 5 I. Kor. 7, 25. 8i'. vgl. Luc. 1, 34 und Nr. 77. Z. 6 6 tamcon Anex.: 

gemcint ist der sich cnthaltende Ebemann. Z. 7 neieoweNoc Cod., corr. Wil. In der 

ep. ad Marcell. ist Porph. fiir das ehelose Leben eingetreten. 



Porphyriu.% »Gegen die Chr'isten «. 61 

34. 

Makar. IV, I : FTtdc nApArciN 6 rU?AOC ag>gi to cxhma toy kocmoy; 

KAI nWC AYNATdN TOYC £xONTAC d)C MH GXONTAC 6?NAI KAI TOYC XAiPONTAC 
d~)C MH XAIPONTAC, KAI TAC AOITTAC TOYTOIC rPAOAOTIAC G?NAI niGANAC*, nCOC TAP 

aynaton t6n c'xonta mcn cue mh cxonta rewdceAi ; n&c ag nieANdN ton xaIponta 
ojc mh xaiponta ; fi n&c t6 cxhma toy k6cmqy* toytoy nAPGAeeTN aynat6n; tic a j 6 s 
nAPArcoN g'ctai kai tinoc xApin; ei mgn tap 6 ahmioypi"6c to?to riApAsGiG, aiabah- 

GHCGTAt foe TO K61M6NON ACOAAUC K1NC0N KAI M6TA4>6>0)N ' 61 A^ni t6 KPCTtTON T1AP- 
Al€l T6 CXHMA, KATHTOPeTTAI kAn TOYTO) nAAIN 6)C OY CYNIAO)N £u TH AHMIOYPHA 

t6 Xpm6zon kai npdnoN cxhma to) k6cmco, Aaaa to? kpc(ttonoc aotoy Aein6MCNOC 
Skticgn ayt6n ftcncp Atcah. n6eeN ro?N ict^on wc eic to kaa6n h to? k6cmoy ■« 
<oycic 6re t©n xp6ncon Aaaattom^nh ahici noTd; ti ag to cym$g>on thn tun 

OAINOM^NOJN TAilN AAAArfiNAI J CI MGN TAP KATHOH KAI AYnHC aTtIA TA TUN 6p0)m£N0)N 
YTTApXGI nPArMATA, KATAYAAAGTAI KAI TOYTOIC 6 AHMlOYPI"6c, KATAYAOYM6NOC GYAOTOIC 
AfTIAIC, tfTI AYnHPA KAl TAPATTONTA THN AOTIKHN OYCIN ^TCKTHNATO TO? K6CMOY tA 
M6>H KAI M6TAI"N0YC ^KPINGN AaaAiAI t6 FIAN. MH TI l"0?N 6 rTA?AOC TO) AOTO) TOYTO) n 

&C mh hoNTA aiaackci t6n £ x o n t a opongTn, trie) TON k6cmon 6XWN 6 KTICAC 
o)C mh £xo)N to?toy nAPArct t6 cxhma; kai t6n xaIponta agYgi mh xaIpgin, 
dnei t6 xapign kai aamop6n kticma 6 ahmioypt6c BA^no)N oy t6>tt6tai, KAeAncp 

A* ^n* AYTO) nOAAA AYnOYMCNOC MCTAreiN TO?TO KAI MCTA<t>e>eiN aicboyacycato; 
M€TPI0) MGN OYN T^ACOTI TO?TO t6 A63EIAION nAPAX0)PHC0)M6N. *° 

if. 2off. I. Kor. 7, 30. 31. 9 AeindweNON Cod. n ahigig Cod., coit. Wil. 

Z. Saehe s. Nr. 89 f. 

35. 

Makar. IV, 2: "Aaao a' gmbponthton kai ncriAANHM^NON vn aytoy phggn 
Tacjmcn c64>icma, g'n 3 4>hcin* ' H mgTc oi zo)ntcc oi ne p i Aem6MG noi or MH 

4»gAcO)MGN TOYC K0IMH66NTAC Gfc THN nAPOYCIAN TOY KYPiOY, OTI AYT6C 
b KYPIOC ^N KGAGYCMATI, ^N <t> 0) N H APXATr^AOY KAI £ N CAAnim GGO? 
KATABHC6TAI An* OYPANO? KAI 01 N6KP0I 01 CN XpICT(S ANACTHCONTAI HPOi- 5 
TON* £nCITA HMCTC 01 Z^NTCC AMA CYN AYTOTC XpnATHCOMCeA ^N NCO^AH 

etc AnANTHciN to? kypioy etc A£pa' kai oytco nANTOTe cyn kypico gco- 

2 ff. I.Thess. 4, 15 — 17 (die ubrigen : eic t. iiapoyc. t. kyp. oy mh 4>gac. t. koim.). 5 f. 

(01 naeh NGKPoi FG; die ubrigen bieten es niclit — 01 nePiAein6M£N0i naeli oi zo>nt€c bieten 
die meisten Zeugen, aber nicbt F^ r Gg, Method., TcrtulL, Ambros. — ^N ng^gaaic die ubrigen). 
Siehe Schalkhan 6er, a. a. 0. S. 71 t*. 



62 von Harnack: 

8 M66A. TOYT 5 OYPANOMHK6C ONTCOC KAl M6T6U)p6t6PON TO? nPATMATOC, YfT^POrKON 
TO YCYCMA KAl ANGOTCPON * TO?TO KAl TOTc AA6rOIC GnAA6M6NON Z(i)OIC ANATKAzei BAH- 

10 XAC6AI KAl KPGOZGIN GN YnOKPICGI TON G5HX0N nATATON, ^TiAn TNCp ^NCAPKOYC AnGP(][>- 
nOYC U)C TA nGTGINA nGTOM^NOYC ^N A£pi H BACTAZOM6NOYC Gill N6*£aHC. TTOAYC 
TAP OYTOC THC AAAZONGIAC 6 KOMTIOC, ZQJA TO *6pTO nGniAHM^NA T&N CWMATIKWN 
SrKOON OYCIN ANAAABgTn nTGPCOTCON dPNGGON KAl AIATTGPAN GJCnGP Tl n^AATOC t6n FTOAYN 
A6PA, OXHMATI NGO^AHC ATIOXPHcAmGN A. 61 rAp KAl AYNAT6N, AAaA T6PAT&A6C KM 

i5 THC AKOAOYOIAC GCTIN AAAOTPION. H rAp AHMIOYPTOC ANGOeCN OYCIC T6nOYC APM6Z0NTAC 
TOTC riNOM^NOIC CYNAnGKAHPCOCG KAl KATAaAHAON 6N0M06^THC6N £x6IN 6NAYAICMA, ^NY- 
APOIC eAAACCAN, XGPCAIOIC HTieiPON, nTHNOTc A^PA, <»U)CTHPCIN AlG^PA. £n TO?N £« 
TOYTON 6K THC 01K6IAC AN MGTApH MONHC, A^ANICOHCGTAI 61C i^NHN M6T6Ae6N AIA1TAN 
KAl MONHN' oToN 61 TO 6NYAPON BOYAHOeiHC AABGTn KAni THC 5HPAC AlAreiN BlACH, 

2u ^eeiPGTAl PAON GiAnOAAYMGNON * 61 a£ XGPCaToN A?0IC KAl AYXMHPON efc TO YAU)P 
bAaAHC. AnonNirHCGTAI' KAN TOY A6POC XCOPICHC TUHN6N, OYX YnOMGNcT. KAN ACT6- 

pion 65 AieepioY ccomatoc mctabibAchc, oyx YnocTHceTAi. aaa' oya' b eeToc KAl APACTH- 
pioc toy eeiOY aotoc toyt 5 enomceN h npAsei noTe, KAinep aynAmcnoc ton hno- 

M^NGON TAC MOIPAC AAaAtTGIN ' OY rAP KAe' AYNATAI nPATTGI Tl KAl O^ACI, AAaA, 

25 KAO' THN AKOAOYOIAN C(i)ZGI tA npArMATA, TON THC GYTA3EIAC OYaAtTGI N6MON. OYA^ 

TOYN THN THN, gT TG KAl AYNATAI, NAYTIAAGCOAI nOieT, OYA* APO?CeAI T1AAIN KAl 

reajprcTceAi noieT thn oAaaccan, oya£ thn apgthn ka6 s b aynatai noieT kakian oya£ 

THN KAKIAN AY6IC APGTHN, 0YA6 TON ANOPCOnON nAPACKGYAcGI nTHN6N TGN^CGAI, OYa£ 
' TA ACTPA kAt(i) KAl THN THN ANG). 066N GYAOTCOC MGCT^N 65HXIAC t6 A^rGIN ANeP(i)- 

3 o noYC XpnArHceceAi etc a£pa noT^* apiahaon a^ t6 yg?aoc to? TTayaoy ^n to 
A^reiN* c HmgTc oi zcontgc* gth tAp 65 oy agtgi <t') tpiAkonta ka! oya£n oyaamo? 

OYA 5 AYTOC 6 TTaYAOC M6TA KAl AAACON HPnATH C(i)mAT0)N. KAl TOYTO M^N WAG CITHN 
6X6TQ) TO KGKAONHM^NON PHMA TOY TTaYAOY. 

8 to Cod., toy Wil. 10 eN YnoKPicei: liicr (im Mrsprungliclien Sinn) als -Bescheid-, 

"Antwort-s namlidi de.r Ik-suclier df*r Tlu^atorvorstellung. 22 ccoma Cod., cott. Wil. 

(Porpli., de iniag. 2: aig^pion n?p). 29 eaEHxJA, ein seltencs und spates Wort (s. o. 

Z. 10 eiHXoc) .,-: »Ungereiintheit«. 31 Die Ilaudschrift bictet nur tpiAkonta, das ist ein 

tSelireibfcliler; s. Nr. 60. Was Porphyrins geschrieben liat, la6t sich niebt sicber feststellen, 
wahrsclieinlicb aiak6cia tpiAkonta (geandert vom Bearbciter in tpiakocia tpiAkonta). Diese Ge- 
nanigkeit paBt gut zn dcm chronologiscb interessierten Gelebrten. 

36. 

Makar. IV, 4: ^Iacomgn a' gkgTno to phogn tu> fTAYAO)* GTnc a^ ai 3 6pA- 

MATOC 6 KYPIOC GN NYKTI T Gl TT A Y A 0) * MH <P B ? , AaaA aAaGI, OTI MeTA 

i ft*. Apostelgescb. 18, 9. 10 (ai 3 6pAmatoc voi- 6 kypioc ohne andere Zeugen — aaagi ka) 
mh ciwnHCHC die iibrigen — ai6ti erw gimi mgtA coy die iibrigen). 



Porphyrins, *Gegen die Christen*. 63, 

co? emi kai o^agic £nieHceTAi coi to9 kakcdcai ce. kai ocon o^A^no) gn 3 

L P(i)MH KPATH66IC THC K6<t>AAHC AnOT^MNGTAl OYTOC 6 KOA\y6c, 6 A^TCON OTI Arr^AOYC 
KPINO?MGN, OY MHN AAAA KAI TT^TPOC AABCJN G50YCIAN BOCKGIN TA APNIA TCO s 
CTAYPU) nPOCHAWeeiC ANACKOAOniZeTAI * KAI AAAOI AG MYPIOI TOYTOIC 6m6a050I 01 MGN 
GKAYGHCAN, 01 a' AAAOI TIMCOPIAN H ACOBHN AeiAMGNOI AIG06APHCAN ' TOYTO A* OYK 
AilON 660? rNU)MHC, AAA' OYa' ANAPOC GYCGBOYC GIC GAYTOY xAPIN KAI fTICTIN nAHGOC 

XnapOn XnANepcbnwc KOAAzeceAt, thc npocAOKtow^NHC anactacgcoc kai eAGYcecoc oychc 

AA^AOY. io 

4f. I. Kor. 6, 3. 5 Joli. 21, 15. Zu Z. 5 un<l 6 ft*. s. Nr. 26. 

37. 

Hieron., Comm. in Gal. (zn 5. 12): »,Utinam et abscindan t ur qui 
vos conturbant.' quaeritur quomodo Paulus diseipulus eius qui ait: .Bimio- 
dicite maledicen tibus vobis*. et i]>se loquens : .Benedirite el nolitc 
maledicere'j et in alio loco: ,Ne(|ito malediei regnum dei possi- 
debunt' — nunc et maledixerit els < pii eeelesias Galatiae conturbant [al. 5 
conturbabant] et cum optantis voto maledixerit: ,Utiuam et abseindantur 
qui vos conturbant.' tain euitn detestanda abseisionis est pa.ssio, ut et 
qui invitis earn intulerit, legibu.s publieis puniatur. et qui se ipsuin eastra- 
verit, infamis babeatur. Ut enhn illnd. aiuut. vernin sit: .Vivit in me 
Christus', et hoc: .An experimen tnui (|uaeritis eius qui in me lo- 10 
quitur Cbristus?' certe maledietioni.s vox 11011 potest eius intelligi qui 
dicit: , Disci te a me, quia It u mill s sum et mitis et man.su ef us eorde'. 
et magis putatur Judaico furore et quadam eflVenala insauia se non potuisse 
cohibere, quam imitatus esse cum, qui tamq nam agn us coram t on - 
dente se non aperuit os sun in et inaled ice n t ibn.s non rem a 1 edixi l.« 15 

2 f. Matth. 5, 44. 3 f. Horn. 1 2, 14. 4!'. 1. Kor. 6, 10. 7 If. Siohe ('niacins ad .Justin. 
Novell. 142: »Vetus est liaec constitution no ounuehi fiant. Nervao. Adriani, l)omitiaui« etc 
9f. Gal. 2, 20. 10 11. Kor. 13. 3. 12 .Matth. 1 1, 29. 1 4 T. .Icsaj. 53. 7 (Apostelgcsch. 8. 32). 
Das Stuck ist nicht mil Sicherheit deni Porphyrins zuzuweison: aber dip Gcsinnung, die an.s 
ihm spricht. macht soine Autorsohaft wahrscheinlioh (s. Nr. 82 -rlomons ot misericors dous« ). 
und das Opcrieren mit Schriflstellcn hat an Nr. 78 (s. audi Nr. 29 usw.) einc T'arallole. Ander- 
seits spricht die Art. wie der furor Judaieus vom Gcgnor herheigorufcn wird. nicht fur Por- 
phyrins, Abor inn hcidnischc ICinwurfe haudolt os sich: di'im Ilioron. sagt am Schlufi dor 
Ausfuhrung: -llic locus si tpiando ah cthnieis rcprchouditur, (pmiuodo <*is respondori pn.ssit, 
ostendhnus. Nunc a nohis contra hacroticos jjroferatur, Marciononi videlicet et Valontinuui«. 
Es wird gezeigt, dafi die Stellc nm ihres alttostamentlichon (Icpriigos willon \ortrcfI'lich gogen 
ihre Spaltung der heiden Tostamentc verwendet worden kann. 



64 von IIarnack: 

II Kritik des Alten Testaments 

(Nr. 3 8-47)- 

38. 
Theodoret, Graec. affeet. cur. VII, 36 (p. 190, 16 ed. Raeder): ToTc nPo*H- 

TAIC AKPIB&C GNTYXWN 6 HoPcfrYPIOC (*AaA TAP AYTO?C £NAl£TPIYe) THN KA0* HttfflN TY- 

P6YC0N [tOPGYCON?] TPA^HN AAAOTPION eYCGEeiAC KAI AYTOC AfTOOAiNei t6 GY61N . . . 

TA ee?A A6riA K6KAOct>a)C KAI 6NIC0N THN AIANOIAN TOk CYITpAm*ACIN dNT6eeiK(l)C ToTc 

i, 
OIK610IC. 

j Akpib<£c £ntyxcon: Dies ergibt sieh aueh ans Nr. 9 und 10 sowie a us der Bemerkung 
(Nr. 68), Closes habe nichts von der Gottheit Christi gesagt und bei den Propbeten finde 
sieh nirgendwo der Kreuzestod geweissagt — t6 ereiN: s. Nr. 76. 

39. 
Kuseb., h. e. VI, 19, 2fT. : Ti ag? tayta AereiN, Stg kai 6 KAe* hmac £h 

ClKGAIA KATACTAC FToP^YPIOC CYITPAMMATA KA0* HMCON ^NCTHcAttGNOC KAI Al' AYT&N 
TAG eeiAC TPAcOAC AIABAAA6IN neneiPAM^NOC T&N T6 6IC AYTAc eSEHrHCAtt^NGON MNH- 
M0N6YCAC, MHA6N ttHAAMUC 4>AYAON erKAHMA ToTc AOTMACIN ^niKAAe?N AYNHeeiC, XnOPIA 

A6ro)N eni t6 aoiaopgTn TP^neTAi kai toyc ^ihthtac ^naiabaaagin, 3n mAaicta t6n 

J Iipir^NHN' fc)N KATA THN N^AN HAIKIAN GTNCOK^NAI OHCAC, AIABAAA6IN W6N TieiPATAI, 
CYNICTtON A6 APA t6n ANAPA eAANeANGN, TA M^N ^FTAAHeeYCON, 6N oTc OYA* feT^PGOC 
AYT& AereiN HN AYNAT6N, TA a£ KAI YeYA6w6NOC, 6N oTc AHCeCGAI £n6*IZ€N, KAI 

tot£ *£n toe Xpictiano? kathtopcon, tote Ae thn nepi ta 4>ia6cooa WAeHWATA dni- 

AOCIN AYTOY AlATPAOCON * AK0Y6 A* OYN A OHCIN KATA A^SIN * 

»Tfic AH MOXGHPIAC TCON "IoyAaTk&N rPAOCON OYK An6cTACIN, AYCIN a£ TIN6C 

£YPe?N npoeYMHe^NTec, en' esHTHceic eTpArroNTO acyi-ka&ctoyc kai anapm6ctoyc toTc 

rerPAwneNOic, oyk AnoAOriAN maaaon Ynep tcon oeNeicoN, ftapaaoxhn a& kai £nAtNON 

Dafi Porphyrins bei seiner Charakteristik des Origenes als Gelebrten dessen (verlorene) 
"Stromata- benutzt hat, ergibt sieh aus einrr Vergleiehung mit Hieron., ep. 70, 4: »Clementem 
(Alex.) iniitatus Origenes X seripsit Stromateas, Christianorum et Pliilosophorum inter se 
sententias coinparans et omnia nostrac religionis dogmata de Platone et Aristotele, Numenio 
Comutotpie ronfirmans.« — Was von A mm on ins erzahlt wird, das gilt ahnlieh von Porphyrius 
selbst (s. »Zeugnisse« Nr. XX). Das von Origenes' Ivonversion beriehtete, ist ein sehwerer 
Irrtum, der beweist, wie oberilaehlieh Porpli. (iber ihn nnterriehtet war. Dafi Origenes sein 
»Lehrer« gewesen, ist zu Unrecht aus di<\sem Fragment geschlossen worden. tlber Porph. in 
Casarea s. »Zeugnisse« Nr. VIII und XX. Z. 1 1 moxshpia: s. Nr. 1. Z. 13 und 30 beNeToc: 
s. Nr. 1 und 28. 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 65 

toTc oikgIoic oepoYCAC. AmirMATA tAp tA $angpcoc nAPA Mcoycg? agt6mgna gTnai m 
komiiacantgc kai G'nieGiAcANTGC coc eecnicMATA itahph kpy<*>icon mycthpicon aiA Te to9 15 

TY<t>OY T6 KPITIK6N THC YYXHC KATATOHTGYCANTGC, GFlArOYCIN G'iHrHCGlC." 

gTta wee' CT6PA ohcin* 

»""0 AG TPOnOC THC ATOniAC Gl ANAP6C, S KATCO KOMIAH N^OC CON GTI 6NTGTY- 
XHKA, C06APA GYAOKIMHCANTOC KAI GTI Al' CON KATAAGAOIITGN CYITPAMMATCON 6YA0KI- 
MO?NTOC rTAPGIAH<t>eiO, J jQpir^NOYC, OY KAGOC 1TAPA TOTc A1AACKAAOIC TOYTCON TCON ™ 
a6|"U)N M6>A AIAA^AOTAI. AKPOATHC rAP OYTOC 'AmMCONIOY TOY nAGICTHN G'n ToTc KAO* 
HMAC XPONOIC e'niAOCIN GN <CIAOCO<t>iA GCXHKOTOC TGrONCOC, GlC MGN THN TCON A6l~U)N 

G'wneipiAN nOAAHN nAPA toy aiaackaaoy thn cos^agian GKTHCATO. GlC AG THIN 6P6HN 

TO? BiOY nPOAIPGCIN THN g'nANTIAN g'kGINU) ITOPGlAN G'nOlHCATO. AttMCONIOC MGN rAP 

Xpictian6c g'n XpictianoTc anatpaggic toTc tongycin, otg toy $pongTn KAI THC <t>IAO- 25 

CO01AC HYATO, GY6YC np6c THN KATA N6MOYC nOAITGIAN MGTGBAaGTO, "flPIT^NHC AG 
L '6AAHN GN ~€aAHCIN nAIAGY6GlC A6rOIC, OPdc TO BAPBAPON 65C0K6IA6N T6AMHMA ' CO 
AH $£p(i)N AYT6N TG KAI THN ^N TOlC A6l~OIC GUN GKAFTHAGYCGN, KATA MGN TON BION 
XpICTIANCOC ZCON KAI nAPANOMCOC, KATA AG TAC n6PI TCON nPATMATCON KAI TOY 6GI0Y 
A6IAC ""GaAHNIZCON TG KAI TA "GaAHNCON TOTC 66N6IOIC YnOBAAA6MGNOC MY60IC. CYNHN 3<> 
TG TAP AGI TCO TIaATCONI, TOTC TG NOYMHNIOY KAI KpONIOY AnOAAO^ANOYC TG KAI 

AorriNOY kai MoagpAtoy Nikomaxoy tg kai tcon gn FFYeAroPGioic gaaohmcon anapcon 
coamagi cyitpAmmacin, gxphto ag kai Xaiphmonoc toy Ctcoikoy Kopnoytoy tg taTc 
bibaoic, nAp' con t6n M6TAAHnTiK6N tcon tiap j "Gaahcin MYCTHPICON TNOYC TP6nON 

TATC J |OYAATKA?C nPOCHYGN rPA<0A?C.« 35 

Ta9ta tco TTop<t)YPia) kata t6 r' cyitpamma tcon tpa^gntcon aytco kata Xpictiancon 

etPHTAI, ^nAAHeGYCANTI MGN nCPI THC TANAPOC ACKHCGCOC KAI nOAYMAOGIAC. YGYCAM^NCO 

ag CA<t>toc — ti rAp oyk 6M6AA6N 6 katA Xpictian&n : gn oTc ayt6n (soil, den 

Origenos) m£n ohcin £5 l 6aahncon w6tat6GgTc6al t6n a' 'Amconion gk bioy toy 
katA 6goc£bgian ^ni t6n 66nik6n Tp6noN gkitgccTn. Kusrhius zeigt dngegen. daB 4" 
beides nuriclitig; dcnn Orit^enes stain nir von cliristlicheii KIteni ah und 
Ammonins sci I)is zn srinem I.cljrnsiMido <*in lautnrr Christ nvhliohm (Hicr- 
nach Hieroiu, do vir. inl.55: *• Aiiiinoiiium ialso accusal Porphyrins, quod 

Z. 15 KOMnACANTGC: S. Nr. 33. 90. Z. l6 KATArOHTGYCANTGC: S. Xr. 28 TGXNH TOHTeiAC. 

Z. 18 AToniA: s. Xr. 26.69 AT^nHMA. Z. 23!'.: eic thn bpeHN to^ bioy nPOAipeciN thn Kan- 

tian aytw nopeiAN £noiHCATO s. Xr. 1 thn nPOAipeciN toy bioy . . . kainhn tina k. gphmhn ano- 
aIan gaytoic cyntgmgTn. Z. 28 ^KAnHAGYCGN: s. X i*. 49 KAnHAiKOC. Znr Hckiiinpf'ung tier 

christlichen Allegonstik vgl. Xr. 69 (audi Xr. 54); aber cr sclbst I»*«;t<» Duniel c. 12 mgta^opikcoc 
aus (Nr. 43 \V). 

Phil.-htit. Abh. 1D1G. Nr. 1. 9 



66 VO X II A RK A C K : 

44 ex Christiano etlmicus fuerit, cum constet eum usque ad extremam vitam 

45 Christianum perse verasse«) . . .-Tayta mgn oyn eic ftapActacin eKKeiceco thc 

TOY YCYAHTOPOY CYKOOANTIAC. 

40. 
Euseb., Chronic. Praef. iuterpr. llieronyino (Helm p. 8): »Ex ethnicis 
vcro impius ille Porphyrins in IV. opcris sui libro, quod adversum nos casso 
labore contexuit, post Moysen Semiramim fuisse adfinnat, quae aput As- 
syrios CL ante Inachnm regnavit annis. itaque iuxta eum DCCC paene et 
L annis Troiano bello Moyses senior invenitur* (Syncellus: l 6aahnikcon ac 

OIAOCO0CON, OCTIC nOTG HN GKCTnOC ANHP, 6 THN KAG* HMCON CYCKCYHN TTPOBCBAHM^NOC 

gn th a' thc eic mathn aytco noNHeeicHC kao 5 hmcon Ynoe£cecoc npd tcon Ce*i- 

pAmccoc xp6ncon t6n Mcoyc^a reNeceAi <t>Hci* BACiACYei ag j Accypio)n h Ccmipamic 

np6ceeN gtgci n' ttp6c toTc p'* coctg gTnai kata toyton tcon TpcoTkcon Mcoyc^a 

npecBYTGPON n' kai co' gtgcin). 

Ul»cr die Zeit des Moses mid iiber Esra vgl. Porphyrins zu Joh. 5, 46 (unten Nr. 68). 
Zn den clironologisdien utid antiquarisehen Sttidien des Porph. vgl. noeh Nr. 26. 35. 41. 43C.Q. 
U. V. 60. 69. 76. 81. 82. Von dicsen Stellcn gehort die Halfte {^\\ 26. 35. 60. 68. 69. 76) den 
Makarinsfragmentcn an. 

41. 

Euseb., Praepar. ev. 1,9, 20f. : M^mnhtai toytcon b kao 5 hmac thn kag 5 

HMCON nGTTOlHMGNOC CYCKGYHN 6N a' THC nPOC HMAC Ynoe^CCCOC ©AC TO) ANAPl [scil. 

dein Pliilo] maptypcon ttp6c ag^in' 

» L |cTOPGT AG TA nCPI "loYAAICON AAH6CCTATA, OTI KAI ToTc TOFTOIC KAI TOTc ONO- 
5 MACIN AYTCON TA CYM0CONOTATA, C ATXOYNlAeCON 6 BhPYTIOC, 6IAH0COC TA YTTOMNHMATA 

ttapa l Igpombaaoy toy igp£coc eeo? toy J lcYcb* be Abibaaco (Abgabaaco) tco baciag? 

BhPYtIcON THN ICTOPIAN ANA9GIC Yn 5 CKGINOY KAI TCON KAT* AYTON 63EGTACTC0N THC 

AAHeeiAC nAPCAGxeH. 01 ag toytcon xp6noi kai npd tcon TpcoTkcon nmTOYCi xp6ncon, 

KAI CXGAON TOTc McOC^COC nAHCIAZOYClN. (be Al TCON 0OIN1KHC BACIA^CON ttHNYOYCl AlA" 

10 AOXAI. CATXOYNlAeCON AG (6) KATA THN 0OInIkCON AiAaCKTON <t>IAAAH6C0C T7ACAN THN 

nAAAIAN ICTOPiAN 6K TCON KATA nOAIN YnOMNHMATCON KAI TCON CN ToTc IGPOTc ANA- 

TPA0CON CYNATArtON AH KAI CYITPAYAC Gill CcMIPAWGCOC rCTONG THC "AcCYPicON BAC1AI- 

4 7a\ ta nepi Ioyaaiwn aah6£CTata. oti ka! toic Tonoic kta. vgl. die Parallele Nr. 55: 
01 thn AAHeeiAN tun TontoN A^HroYMeNOi mit ihrei* Angabe iiber die GroBe des Sees Genezareth. 
Eine geographiseh-liistorische Bemcrkung audi Nr. 63 zn Pnteoli, vgl. audi Nr. 43 l T X. 



Porphyrins, *Gegen die Christen*. 67 

aoc, H np6 tOn j IaiakGn rt kat 5 aytoyc re toyc xp6noyc reNeceAi ANArerPAnTAi. 13 

TA AG TO? CATXOYNlAeWNOC CIC L GAAAAA rACOCCAN HPMHNeYCG OlACON 6 Bybaioc.« 

(Dasselbe Stuck noeh einmal Praepar. ev. X, 9, 1 1 bis zu den Worten Accypiun is 
baciaiaoc, eingefuhrt: rpA<t>et toinyn £n tQ> a' thc kao' hm&n cyckcyhc 6 1"Top- 
<dypioc Mmacin aytoTc tAac, beschlossen mit den Worten: tayta 6 TTopgypioc). 
Abgeschrieben (nach Praepar. X, 9) von Theodorct, Grace, affect, cur. II 
441'., p. 49, 3 R,, eingefuhrt: TTopgypioc toyn ya\Tn maptyc Xn6xpea)c cctq), be 
thc XceeeiAC reudneuoc t7p6maxoc kata toy eeo? t&n oacon thn Xkoaacton CKiNHce ™ 
taGttan * Akoycatc oyn aytoy tayta a^tontoc £n oTc kao* HMCON CYrrCrPA<t>CN. 

42. 

Severiamis Gabnh, do inundi orentione, orat. VI (Mi^ne T. 56, col. 4S7): 
AeroYCi noAAoi kai maaicta 01 t(o eeocTvreT rTop<t)Ypia) akoyaoy6hcantcc tu kata 

XPICTIAN&N CYITPAYANTI KAI TO? eeiOY AOTMATOC nOAAOYC XfTOCTHCANTI* A^TOYCI 

toinyn' Aia ti 6 ee6c XnHr6pcYce thn tncocin toy kaaoy kai ftonhpo?; gctin, to 
noNHp6N Xrmr6peYce* aiA ti kai t6 kaa6n; eind)N tap* » J An6 toy iyaoy toy 

eiA^NAI KAA6N KAI F70NHP6n MH 0ATHTe« t KCJAYGL ohcin. ayt6n toy GIA^NAI 5 

t6 kak6n* aia ti kai t6 XrAedN ; fXei h kakia kas* €aythc tcxnazctai kai tag aabac 
kag* £aythc aIacjcinj. 

DaB dieses Kragincnt uii.serciii Werk zuzuweisen ist. ist keineswegs sirher; aher es 
wird woh! aus ilim abgeleitet sein. 3 XnocTHCANTi: beruht das auf wirklicher Kunde? 

4f. Genes. 3, $f. 

43. 

Ilieron., Coimii. in Daniel.. Prolog, in it.: -Contra prophet a 111 Daniel* in XII. Iihriim (A) 
scripsit Porphyrins, nolens 011111 ah ipso, cuius insrriptus est. nomine, esse composition, sed 
a quodaui (jiii temporihus Autioelii, qui appellator est Kpiphanes, fuerit in .lud.iea. et 11011 
tarn Danielem ventura dixisse, quam illurn narrasse praeterita. deuique quidquid usque ad 
Antioehum dixerit. veram historian) eontinere; si quid aiitem ultra opinatus sit, quia futura s 
nescient, esse mentituin. rui sollertisshne responderunt [Kusel>ius| Caesnriensis episeopus 
III voluminibus, i.e. Will, et XIX. el XX., Apolinarius quoque uno grandi libro, h.e. XXVI.. 
et [ante hos] ex parte Methodius verum quia nohis propositiun est. 11011 adversarii ealmn- 
niis respondere. quae, longo sennone indigent* .... -Quae [i. c. vatieinia Danielis de Christo, 
cle regihus et annisj quia vidit Porphyrins universa comj)leta et trausaeta negare. 11011 poterat. m 
superatus historiae veritate in Iiauc prorupit caluinniam, 1 1 1 ea quae in eonsuinmatione miinrli 
de antiehristo futura dieuntur, proj>ter gestoruni in <juihnsdam similitudinein suh Antiocho 
Kpiphane impleta conteudal. cuius imjuignatio testimonium vcritatis est. tanta enim dietorum 
fides fiiit. ut propheta incredulis honiinibus non videatnr futura dixisse, sed narrasse prae- 
terita. et tamen sieuhi scr oecasio in explanatione eiusdem vohuni\iis dederit. ealumniae illius 15 



68 von H arnack: 

16 strictim respondere conahor et ]>hi]oso])hiae artibus, immo inalitiae saeeulari, per quam sub- 
vertere nititnr veritatem et quibusdam praestigiis elarum oeulorum lumen auferre, explana- 
tione simplici eontraire.« 

(B) Hieron., Comm. in Daniel., Prolog.: -Et hoe nosse debemus inter cetera Porphyrium 
20 de Danielis libro nobis obicere, ideirco ilium apparere eonfictuin nee haberi apud Hebraeos, 

sed Graeci sermonis esse commentum, quia in Susannae fabula contineatnr dicente Daniele 
ad presbyteros And toy cxinoy cxicai kai Ano toy npiNOY npicAi [cf. Julius Africanus], quam 
etymologiam magis Graeco sennoni convenire quam Hehraeo. cui et Eusebius et Apolinarius 
pari sententia responderuut, Susannae Belisque ar Draconis (abulas non eontineri in Hebraieo, 
25 sed partem esse propiietiae Abaeuc, iilii Jesu de tribu Levi . . . . Et Origenes et Eusebius et 
Apolinarius aliique ecelesiastici viri et doctores Graeciae has, ut dixi, visiones non habere 
apud Hebraeos fatentur nee se debere respondere Poi-phyrio pro his, quae nullam seripturae 
sanctae auetoritatem praebeanU (ef. Hieron., Coinin. in Libr. Daniel, et Susann.). 

(C) Hieron., Comm. in Daniel., Prolog. : »Ad intellegendas extremas partes Danielis inulti- 
3" plex Graeeorum historia neeessaria est, Suctorii (Sutorii) videlicet Calliniei, Diodori, Hieronymi, 

Polybii, Posidonii, Claudii Thconis et Andronici cognomento Alipii, quos et Porphyrins esse 
seeutmn so, dicit — .Josephi quoquc ct conim quos ponit .Tosephus praecipueque nostri Livii et 
Pompeii Trogi atque Justini, qui oinnes (omiiem) extremae visionis narrant historiam- etc. 

(I)) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 2. 40. 45): *Kaetus est 1110ns magnus et inq>levit univer- 

35 sain ten-am — quod Judaei et unpins Porphyrins male ad populum referunt Israel, quern 

in fine saceulorum voluut esse fortissinnun et omnia regna conterere et regnarc in aeternum.* 

(K) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 2,46): »Hune locum calumuiatur Porphyrins, quod nun- 

quam superbissimus rex eaptivum adoraverit.* 

(F) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 2,48f.): »Et in hoc calumniator [scih Porphyrins] ecelesiae 
40 prophetam reprehendere nititnr. quare non reeusarit munera et lionorem Babylonium libenter 

suseeperit.« 

(G) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 3,981*.): »Epistula Nabuehodonosor in prophetae volu- 
mine ponitur, ut non iietus al> alio postea liber, sicut sycophanta (Porphyrius) mentitur, sed 
ipsius Danielis esse rredatur.* 

(II) 45 Hieron., Comm. in Daniel, (zu 5,1): Die chronologiseh genealogische Weisheit fiber den 

Konig Bnlthasar i.st hauptsaehlich dem Josephus von llieronymus entnommen; oh hier ctwas 
aus Porphyrius stannnt, ist ganz ungewift. 

(.1) Hieron., Cumin, in Daniel, (zu 5,10): »,Regina' — banc Josephus aviam Balthasaris, 

Origenes matrem seribunt, unde et novit praeterita, quae 1 rex ignorabat. cvigiiet ergo Por- 
50 phyrius, qui earn Balthasaris somniatur uxorem et illudit plus scire quant maritum.* 

(K) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 7, 5): Die Wissensehaft Tiber die persischen Konige 

stammt vielleicht aus Porphyrius, 

(L) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 7, 7 f.) : "Porphyrins duas posteriores bestias Maeedomnn 

et Komanornm in uno Maeedonum regno ponit et dividit, Pardum volens intelligi ipsum 
55 Alexandrum, bestiain antem dissimilem ceteris bestiis IV Alexandri sueeessores et deinde 
us(|ue ad Antioehum cognomento Epiphaneiu X reges enumerate qui fuerant saevissimi, ipsosque 
reges non unius ponit regni, verbi gratia Maeedoniae, Syriae, Asiae et Aegypti, sed de di- 
verts regnis iinmii effieit regum ordinem, ut videlicet ea quae scripta sunt: ,Os loquens 
ingentia' non de Antiehristo, sed de Antiocho dicta eredantur,« 



Porphyrin^ *Gryen die Christm*. G9 

Hieron., fomin. in Daniel, (zu 7,8.14): »Frustra Porphyrins cornn parvulum, quod (M) 60 
])ost X cornua ortum est, Epiphancn Antioehum suspicatur et de X cornibus tria evnlsa 
cornua sextnrn Ptolemaeum cognomento Philometorem, se])tiinum Ptolemaeum Evergetem et 
Artaxiam rcgetn Armeniae, quorum priores nmlto antequain Antiochns nasccretur, mortui 
sunt.- .... -Hoc em potest homiiiurn eouveuire, respondeat Porphyrins, ant quis iste tarn 
potcns sit, qui cornn parvulum, quern Antioehum interpretatur, fregcrit atque eontriverit? 65 
si icsponderit Antiochi prineipes a Juda Maccabaeo firisse snperatos, doeere debet, (juomodo 
cum nuhibus caeli veniat etc.-* 

Hieron., Coiuni. in Daniel, (zu 9.1): -Hie est Darius, qui cum Cyro Chaldaeos Baby- (N) 
loniosqne superavit, ne putemns ilium Darin in. cuius anno II. tetiiplum aedifieatum est — quod 
Por]>hyrius suspicatur, ut annos Danielis extcndat — vel cum qui ah Alexandre Macedonum 7° 
rege snperatus est.- 

Hieron., Oomm. in Daniel, (zu 11,20): -[SeleueiLs Philopator, filius Antiuehi MagniJ (O) 
Porphyrins ncui vult, hnnc esse Seleucum. sed Ptolemaeum Epiphanem, qui Seleuco sit 
molitus insidias et adversmn emn exercitum praeparaverit et idcirro veueno sit iuterfertus a 
ducibus suis. quod cum nuns ab illo quaereret. tantas r*(\s uioliens ubi haberet pecuniam, 75 
rcspondit, sibi amicos esse divitias. (ptod cum divulgatum cssct in populis, timucrunt duces, 
ne an ferret eorum substautiam, et idcirco cum maleficis artibus occidcrunt. Sed quomodo 
potest in loco Magni Antiochi stare Ptoiemaeus, qui hoc omuino non fecit- etc. 

Hieron., Comm. in Daniel, (zu ii,2if.): -Ilueusque ordo hi.storiae sequitur, ct inter (P) 
Porphyrium ac uostros (nos) nulla contentio est. cetera quae seeimtur usque ad finem voluminis 80 
ille interpretatur super persona Antiochi, qui eognomiuatus est Epiphaues, f rater Seleuci, 
filius Antiochi Magni, qui post Seleucum XI annis regnavit in Syria obtinuitque Judaeam, 
sub quo legis dei persecutio et Maccabacorum bella narrantur; nostri autem- etc. 

Hieron., Coiniu. in Daniel, (zu ii,2if. Forts.): -Stabit, inquiunt, in loco Seleuci fratcr (Q) 
eius Antiochns Kpiphaues, cui primuni ab his qui in Syria Ptnlemaco favebant non dabatur 85 
honor regius. sed postea simulationc clcmentiae obtinuit rcgnuni Syriac; et brachia pugnantis 
Ptolemaei et univcrsa vastantis expugnata sunt a facie Antiochi atque contrita. brachia auteni 
fortitudinem vocat, nude ct manus appellatur exercitus multitudo. et non mjIuiii, ait, Ptole- 
maeum vicit frundulentia, sed dueem quoque foederis Ik e. Juda in Maerabaeum supcravit 
doiis, sive quod elicit hoc est: cum ipse obtulisset pacem Ptulemaeo et fnisset dux foederis, <><> 
postea est e.i molitus insidias; Ptolemaemn auteni hie non Kpiphaueu Mguitirat. qui quiutus 
regnavit in Aegypto. sod Ptolemaeum Philometorem, lilium Cleopatra* 1 sororis Antiochi, cuius 
hie avunculus fuit. ct cum post mortem ('leopatrae Kulaius cunuehus nutritius l'hilometoris 
et Lenaeus Aegyptum rcgerent et repeterent Syriam tpiaiti Autioclms fraude oecupaverat, 
ortum est inter avuncuium ct pnenun Ptolemaeum proelium, cuuupie inter Pelusium et nion- ^ 
lem Casium proelium commisissent, victi sunt duces Ptolemaei. Porro Antiochns parcens 
puero et amicitias simulans aseendit Memphim et ihi ex more Aegyj)ti regnum accipiens 
puerique rel>us se providere dieens, cum rnodico populo omnem Aegyptum subiugavit sibi 
et abundantes atque uberrimas ingressus qs! civitates feeitque quae non feeerunt patres eius 
et patres patrum illius: nullus enim rcgum Syriae ita vastavit Aegyptum, et onirics eorum 100 
divitias dissipavit et tain ealiidus fuit, ut prudentes cogitationes eorum qui duces pueri erant, 
sua fraude subverteret. — • Ilaec Porphyrins sequens Suetorium (Sutorium) serrnone lacinio- 
sissimo (latissimo) prosecutus est, (piae nos hrevi compendio diximus.* 



70 von Harnack: 

(R)io 4 Hieron., Comm. in Daniel, (zu t i , 2 5 f.) : »Haec Porphyrins interpretatur fie Antiocho, 

'os qui adversus Ptolemaenm sororis suae filium profectus est cum exercitu magno. sed et rex 

austri i. e. duces Ptolemaei provocati sunt ad helium multis auxiliis et fortibus nimis, et non 

potuerunt resistere Antiochi consiliis fraudulentis, qui simulavit pacem cum sororis filio et 

comedit cum eo panem et postea occupavit Aegyptum.« 

(S) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 11,271'.): «Nnlli dubium est, quin Antiochus pacem 

no cum Ptolemaeo fecerit et inierit cum eo convivium et dolos machinatns sit ct nihil profecerit, 
quia regnum eius non potuerit obtinere, sed a militibus Ptolemaei eiectus sit. « 

(T) Hieron., Comm. in Daniel, (zu 11,29^): »Et Graeca et Romana narrat Iiistoria, post- 

quam reversus est Antiochus expulsus ah Aegyptiis, venisse eum in Judaeain h. e. adversus 
testamentum sanctum et spoliasse templum et auri tulisse quamphirimnm, positoque in arce 
"5 praesidio Macedonum reversum in terrain snam. et post hiennium rursum contra Ptole- 
maenm exercitum congi-egasse et venisse ad austrum, cunique duo fratres Ptolemaei, Cleo- 
patrae filii, quorum avunculus erat, obsiderentur Alexandriac, legatos venisse Romanos, quo- 
rum unus Marcus Popilius (Pompilius) Lenas. emu eum stautem invenisset in littore et senatns 
consulttun dedissct, quo iubebaUir al> amicis po]>uli Romani reredere et suo impcrio esse 
120 contentus, et ille ad arnicormn responsioncm consilium cnstulissct, orbem dicitur fecisse in 
arenis haculo (piem tenehat in manu et circumscripsisse regern atque dixisse: seuatus et 
popnlus Roinanus praecipiunt, ut in isto loco rcspoudeas, quid consilii geras. (juihus dictis 
ille perterritus ait: si hoc placet senatui et populo Romano, recedendum est, atque ita statim 
movit exercitum. percussus autem dicitur esse, non quod interierit, sed quod omnem arro- 
ws gantiac perdiderit magnitudinem« . . . . »Haec plcnius in Maccabaeorum gestis legimns, quod 
postquam cum de Aegypto pepulerunt Romani, indignans venerit contra testamentum sanc- 
tuarii et ah his invitatus sit qui derelinquerant legem dei et se caeremoniis miscuerant ethni- 
corum. « 

(U) Hieron., Comm. in Daniel. (1 1, 31 — 43); ■.Brachia' — vohint autem eos significari qui 

130 ah Antiocho missi sunt ]>ost hiennium quam tenq>lum exspoliaverat, ut tributa exigerent a 

Judaeis et auferrent cultum dei et in teinplo Jerusalem .lovis Oiympii simulacrum et Antiochi 

statuas ponerent, quas nunc ,Abominationem dcsolationis 4 vocat, quando ablatuin est holo- 

caustum et iuge sacrificmin.« 

(32) »Et hoc in Maccabaeis legimus. quod quidam simulaverint se legis dei esse cu- 
135 stodes et postoa cum gentibus pactum fcrrrint, alii vero permauserint in religione.* 

(33) -Quanta Judaei ah Antiocho passi sunt, Maccabaeorum libri referunt et triumph! 
eorum testimonio sunt, qui pm nistodia legis dei tlammas et gladios et servitutem et ra- 
pinas et poenas ultimas sustmuerunt.- 

(34 f.) "Parvulum auxilium Mathathiam sii>nifieari arbitratur Porphyrins, de vico (monte) 

'40 Modin. qui adversum duces Antiochi rrhcllavit ct cultum vcri dei servare conatus est; par- 

vum autem, inquit, auxilium vocat, quia occisus est in proelio Mathathias. et postea Judas. 

filius eius, qui vocahatur Maecabaeus. pugnnns cecidit et ceteri fratres eius adversariorum 

IVaude decepti sunt.« 

(36) "Porphyrins et eeteri (pii secuntur cum de Antiocho Epiphane clici arbitrantur 

Ms (interprctantur), quod erectus sit contra cultum dei et in tan tain superbiam venerit, ut in 

tcmplo Jcrosolymis simulacrum suum j)oni iusserit. qnodqne sequitur: *Et diriget, donee 

complcatur ira, quia in ipso crit consummation sic intelligunt, tarn diu eum posse, donee 

irascatur ei dcus et ipsum interfici iubcat. si (piidem Polybius et Diodorus, qui bibliotheca- 



Porphyrins, » Gey en die Christen*. 71 

rum scribnnt historias, narrant euni non solum contra deum fecisse Judaeae, sed avaritiae M9 
facibus aecensum etiam templum Dianae in Elimaide, quod erat ditissiuium, spoliare conatum. 150 
oppressumque a eustodibus tenipli ct vicinis circum gentibus et quibusdam phantasiis atque 
terroribus versum in amentiam ac postremum morbo interiisse, et hoc ei accidisse eommemo- 
rant, quia temphun Dianae vioiare conatus sit. ■ 

(37 ff*) "iKt super coneupiscentiam teminarum^ Antiochi personae coaptabitur, qui Inxu- 
riosissimus fni.sse dicitur et in tantum dedeeus per stupra et eorruptelas venisse regiae digni- 155 
tatis, nt miniis quoque et seortis publico huigeretur et libidinem snam populo praesente 
compleret. — Deum Mnoziin ridicule Porphyrins interpretatus est, nt diecret in vico Modin, 
nnde fuit Mathathias et filii eins, Antinehi duces Jovi po.suis.se statuaiu et eompulisse Ju- 
daeos, ut ei vietimas itnmolarent, i.e. deo Modin. — ,Praesidia* etc.: cpiod Porphyrins ita 
edisserit: Faeiet liaee omnia, ut mtuiiat arcem Jerusalem et in ceteris urbibus ponat prae- *&> 
s idia et Judaeos doeeat adorare deum alienum, baud dubium tjnin .ioveui .signified, quern 
cum illis ostenderit et adorandum esse persuaserit, tune dabit deceptis iionorem et gioriam 
plurimam et faeiet ceteris, qui in Judaea fuerint, doininari. et pro praevarieatione posses- 
siones dividet et dona distribuet.« 

(4of.) -Kt liaee Porphyrins ad Antioehuni refert, quod XI. anno regni sui r'ursus contra **>$ 
sororis filiuui Ptolemaeum Philometorom dimicaverit. <f ni audiens venire Antioehuni eongre- 
gavit mnlta populorum millia, sed Antioebus quasi tempe.stas valida in eurribus et in equi- 
tibus et in elasse magna ingressus sit terras plurimas ct transeundo universa vastaverit ve- 
neritque ad terrain inelytam Judaearn ... et arcem munierit de minis nmrorum eivitatis et 
sie pcrrexerit in Aegyptum. — Antioebus, aiunt. festinans contra Ptolcmaeuin, regem austri, 17° 
Idumaeos ct Moabitas ct Ammonitas, qui ex latere Judaeae (Idumaeae) erant, non tetigit, 
ne oceupatus alio proelio Ptolemaeum redd ere t fortiorem,- 

Hieron., Comm. in Daniel, (zu 11.44.45): »Kt in hoc loco Porphyrins tale nescio (V) 
quid de Antiocbo somniat. pngnans, inquit. contra Aegyptios ct Lihyas Aethiopiascpie per- 
transiens audiet sibi ab aquilone et ah orientc proelia eoncitari. unde et regrediens capiet 175 
Aradios resistentes et omnem in Iittore Phoenieis vastabit provinciam, ronfestimqiie perget 
ad Artaxiain regem Armeniae. qui de orientis partibus movrbitur ct interfeetis plurimis de 
eins exereitu ponet tabernaeulum si 1 urn in loco Aped no. qui inter duo latissima situs est 
tlumina. Tigrim et Kuphi*atem. cumque hueusque processerit, in quo monte inclyto sederit 
et saneto diecre non potest, quamquam [sir] .inter duo maria cum sedisse* probare non potest 180 
et stultimi sit, duo Mesopotamiae ilnmina duo maria interpretari. inontern autein inelytum 
idcirco praetcriit, quia seeutus est Theodotionis intcrpretationern, < j u J ait: .Inter media maria 
super montem Saba sanctum*; cumque Saba nomen montis vol Armeniae vol Mesopotamiae 
putet. quare sit sanctus direre non potest: etiam hac lirentia meiitiendi possumus nos ad- 
dere quod ille conticuit, .sam-tunr dici montem, quia iiixta errorem Armeniorum idolis sit 185 
conseeratus. ,ICt veniet% inquit, .usque ad summitatem ipsius montis*. in Klimaide proviueia. 
quae est ultima Persanun ad orientem regio, ibique volens temphun Dianae spoliare, quod 
infinita donaria babebat, fugatus a barbaris est, qui mira veneratione fanum illud suspicie- 
bant, et mortuus est moerore eon.suinptus in Tabes, oppido Persidis. hace ille in sugilla- 
tioncm nostri artih'eiosissimo scrmone composuit, quae ctiamsi potuerii approbare, non de 190 
Anticbristo dicta, se<] de Antiocbo. quid ad nos. qui non omnibus seripturarum loeis Christi 
probamus adventum et Antichrist! mendaeium? ... liaee quae manifesta sunt (scil. superio- 
rem visionem) praeterit et de Judaeis a.sserit prophctari, (pios usque hodie servire cognosci- 



72 von Ha knack: 

194 mus. et dicit eum, qui sub nomine Danielis seripsit librum, ad refocillandam spem suorum 
x 95 fuisse mentitum — non quo omnem historiam futiirain nosse potnerit, sed quo iam facta 
memoraret; et in ultimae visionis calumniis immoratur, tlumina ponens pro niari et montetn 
inclytum et sanctum Apedno, quern ulii legerit, nullam potest j)roferre liistoriam.* Hierony- 
mus Iegt Iiierntif die christlielie Auslegung dieser Weissagung dar und filhrt fort: -Septua- 
ginta Apolinarius serutns de nomine Apedno omnino ronticuit. lioc ideo prolixius posui, ut 
200 et Porphyria ostendaiu ealumniam, qui liaec omnia ignoravit aut nescire se finxit, et Serip- 
turae Sanctae dit'fieultatem, cuius intdligentiam absque dci gratia et doctiina maiorum sibi 
imperitissimi vel maxime vindirant.* 

(W) Ilieron., Co mm. in Daniel, (zu 12. iff.): "ITartenus Porphyrins ntcumque se tenuit . . . 

de hoe eapitulo quid dictnrns est. in quo inortuornm descril>itnr resurrcctio? ... Sed quid 

*°5 non facit partinacia? . . . et hoc. inquit, de Antioeho scriptum est, <jui vadens in Persidem 
Lysiae. (jui Antioeliiae et Phoeniciae (Phaenici) praecrat, reliquit exereitum. ut adversus Judaeos 
pugnaret urbemque eorum Jerusalem suhverteret; quae omnia narrat .Josephus historiae auctor 
Hehraeae. quod talis i'uerit trilmlatio, qnalis nuuqiiam, et tempns advenerit quale non fnit 
ex cjiio gentes esse coej>erunt usque ad illud tempns. reddita autem victoria et eaesis Anti- 

210 oehi dueilms ipsoqne Antioeho in Perside mortno salvatus est populns Israel, omnes qui 
scripti erant in lihro dei, hoc est, qui legem ibrtissime defenderunt, et e contrario qui de- 
leti sunt de lihro. line est, qui praevaricatores existerunt legis et Antioehi fuerunt partium. 
tune, ait, hi qui quasi in terrae pulvere donniehant et operti erant malorum pond ere et 
quasi in sepuleris miseriarum reconditi ad insperatam victoriam de terrae pnlvere surrexe- 

215 runt et de homo elevaverunt caput, enstodes legis resurgentes in vitam aeternam et praeva- 
ricatores in opprobium sempiternum. magistri autem et doetores, qui legis notitiam habuerunt, 
i'ulgebunt (piasi coelum, et qui inleriores populos exhortati sunt ad custodiendas caeremo- 
nias dei ad instar astrorum splendebuut in perpetuus aete nutates, point quoque liistoriam 
de Maecahaeis, in (pia dicitur, multos Judaeoruin sub Mathathia et Juda Maccabaeo ad ere- 

220 mum confugisse et latuisse in spehnicis et in eavernis jietrarum ae post victoriam proees- 
sisse, et haee MeTA<t>0PiK<Sc quasi de resurrectione inortuornm esse praedicta.* 
(5 1'.) «lloe Poi'phyrius more suo de Antioeho interpretatur.« 

(7) -Tempns et tempora et dimidium temporis* tros et semis annos iuterpretatnr Por- 
phyrius ... Si itaque superiora, quae perspieue de Anfciehristn scripta sunt, refert Porphyrins 

225 ad Antioehum et ad tres et semis annos quihus trmplum dicit fuisse desertinn, ergo et quod 
sequitnr: »Regmun eius sempiternum. et omnes reges servient ei H obedient*, debet pro- 
bare super Antioeho vel, ut ipse pntat. super populo .ludaeormn, quod neqiiaquam stare 
manilcstum est.« . . . -Quando populns dei dispersus I'uerit « — Antioeho persequente, ut 
vult Porphyrins, tune haec omnia compIcbtmtur.« 

2 3° (11) IIos 31CCXC dies Porphyrins in tempore Antioehi et in desolationc templi dicit 

eompletos." 

(12) Porphyrins huue locum ita edisserit. ut XLV dies, qui super MCCXC sunt, vic- 
toriae contra duces Antioehi temj)us signifieent. (piando Judas ]\laceahaeus fortiter dimicavit 
et enmndavit templum idolunique eontrivit ot victimas obtulit in templo dei.« 

2 35 (13) Frustra Porphyrins vult omnia referre ad Antioehum. cuius calnmniae, ut dixi- 

mus, ]>lenius responderunt Eusehius Caesariensis et Apolinarius Laodicenus et ex parte 
disertissimus vir martyr iMethodius. quae qui scire voluerit. in ipsorum libris poterit in- 
venire.« 



Porphyrias, »Gt>gm die Christen*. 73 

Hieron. Comm. in Jesaj. IX, c. 30: -Hoe adnotavimus, ut quod in Danielis extrema (X) 239 
leginuis visione deum Maozim (=->7^), non ut Porphyrins somniat, deum viculi Modim (Mo- =4° 
den), sed robustum deum et fortem intellegamus.« (Siehe oben sub U, 34). Vgl. Comm. in 
Jesaj. XI praef: *(Naeh Anfuhrung einer Wolke von kirchliehen Sehriftstellern, die er zur 
Erklarung.der Danielsehen Jahrwochen herangezogen habe) nolui sie unum recipere, ut vi- 
derer alios eondemnare. et eerte si tanti et tain eruditi viri fastidiosis lectoribus displicent, 
quid de me faeturi erant, qui pro tenuitate ingenioli invidorum morsibus pateoi* . . . intelli- 245 
gant me non omnium probare (idem, qui certe inter se contrarii sunt, sed ad distiuctionein 
Joseplii Porphyriique dixisse, qui de bar quaestione plurima disputarunt.« 

Das in Nr. 43 Mitgeteilte *tammt groBtenteils aus Porphyrius, audi wo es niclit ans- 
druckh'ch als sein Eigentum von Hieronymus bezeichnet ist. An zahlreichen Stellen sind 
aber leieht zu unterseheidende Satze des Hieronymus dazu aufgenommen, weil sie Riiek- 
schlusse auf das von Porpb. Ausgefiihrte ermoglichen. Das in runde Klammern Gesetzte 
bezeiebnet Varianten. 

Was Hieron. in der Praef. zur Ubersetzung des Buebes Daniel (-Vulgata*) und 
adv. Rutin. H, 33 znm Daniel-Komuientar des Porphyrins bemerkt bat, s. oben »Zeugnisse« 
Nr. XV r lI (Scblufi). Was er im Daniel-Kouunentar (zu r. 1,1) zum Geschlechtsregister Jesu 
bei Matthaus bemerkt hat, s. unter Nr. ti. 

Zu Daniel-Porphyrius-Hieronymus s. die Studie von Lataix in der Rev. d'hist. et 
de Litt. Relig. II, 1897, p. 164 ff., 268 ft'., Miiller, Fragm. Hislor. Graec. Ill p. 688. — 
Oben zu AbsaU B vgl. Julius Afric, ep. ad Grig. (Texte 11. Unters. Bd. 34, 3 8,79): wc ag 
6 m£n rn6 npTwoN ^ackgn, XnoKPiNGTAi npiceiN ayt6n t6n ArreAON. tg> a£ Yno cxinon eiPHK6n 
cxicoHNAi nAPAnAHcitoc AneiAel. £n m£n oyn l €aahnika?c <*conaic ta toiayta 6MO<t>o>Ne?N cymbain€i, 

nAPA THN nP?NON TO nP?CAI KAI CXICAl TTAPA THN CX?NON. £n AG TH ^SPAI^I TCO riANTI Al^CTHKeN. 

Porphyrins hat den Afrieanus benntzt. Vgl. audi Hieron.. Comm. in I>ani<'l 13, 58 f. : "Quia 
Hebraei reprobant bistoriam Susannae, direntes earn in Danielis voluininc non haberi, debe- 
inus diligenter inquirere nomina cxinoy kai npiNOY, quae Latine ilieem et lentiseum inter- 
prctantur, si sint apud Hebracos et quain habeant etymologiam, ut a cxinco seissio et a fiping) 
seetio sive serratio dicatur lingua eorum. quod si non f'uerit inventum, necessitate coge- 
mur et nos eorum aequiescere sentential, qui Graeei tantuni sermonis banc volunt esse 
nePixoriHN (so Porphyrins), quae Graecam habeat tanttim etymologiam et llcbraicam non ha- 
beat.- — Zu MeTA<t>opiKc3c (43 W Scblufi) s. Nr. 69 (aaahi-opik&c) n. 54. 

44. 

Hieron. Comm. in Matth. (zu 24, i6f.): »I)e hoc loco i. e. de abomi- 
natione desolationis, quae dicta est a Daniele prophcta, stante in loco sancto, 
multa Porphyrins XIII. operis sui volumine contra nos blaspheme vit, cni 
Eusebius Cacsarlensis episeopus tribus respondit voluminibus, XVIII., XIX. 
et XX., Apolinarius quoque scripsit plenissime, superiluusque conatus est 
uno capitulo velle disserere, de quo tantis versuuin niillibus dispntatum est.* 

Lataix (p. 164) vermutet, dafi -XIIN ein Schreibfehler fur »XI1« ist, da das Bucli 
Daniel im t2. Bueh von Porphyrius behandelt worden sci. Die Annnhme liegt schr nahe, ist 
aber nielit notwendig, da sicb die Widerlegung audi noch auf's 13. erstreeken konnte oder 
Phil.-hist.Abh. 1916. Nr.l. 10 



74 von Harnack: 

da Porph. im 13. auf eine Danielstelle zuriiekgekommen sein kann. Auflallend 1st das 
-scripsit plenissime supcrmieque* [so die Uberliefcrung] neben dein Folgenden. Lataix 
(a. a. O.) vermutet einen schweren Fchlcr und will »vieesimo sexto« fur ^plenissime- einsetzen 
(nach Nr. 43 A). Allein die Stelle ist geheilt, wenn »siiperfluusque« (Wil.) gelesen wird: dann 
ist aueh »velle disseiere« nicbt mchr anstofiig. Zu »tantis vcrsnum millibus* s, Zeugnisse 
Nr. XVII: "imiltis versuum millibus« an vier Stellen). 

45. 

Hieron., Conmi. in Osee (zu 1,2): »Si quisautem contentiosus, et maxiine 
gentilium, noluerit figuraliter dictum reeipere et irriserit prophetam fomi- 
cariae copulatum, opponamus ei« etc. 

Hieron., Comm. in Osee (zu 1, 8f.): »Si quis autem contentiosus inter- 

pres noluerit reeipere ista, quae diximus, sed meretricem nomine Gomer, 

filiam Deblaim, primum et tertium masculos, seenndam, quae media est, 

feminam intellexit procreasse. hoc volens scriptiiram sonare quod legitur, 

respondeat quomodo« etc. 

Beziebt sich wahrscheinlich auf Porphyrins. — Dafi Praefat. Comm. in Ezech, nicbt 
»Porphyrium« (in Verbindnng mit Sizilien) zu lesen ist, sondern »Porphyrionem« (der Gigant), 
hat schon Valesius sichergestellt. 

46. 

Augustin., ep. 102 (ad Deograt., sex quaestiones contra paganos ex- 
positas continens), 30: »Postrema quaestio proposita est de Jona nee ipsa 
quasi ex Porphyrio sed tamquam ex irrisione paganorum ; sic enim posita 
est: ,Deinde quid sontire', inquit, ,debemus de Jona, qui dicitur in ventre 

5 ceti triduo fuisse? quod satis -XnieANON est et incredibile transvoratum cum 
veste lioininem fuisse in corde piscis: nut si figura est, lianc dignaberis 
])andere. deinde quid sibi etiani illud vult supra evoinitum Jonam eucur- 
l)itam natain? quid causae fuit, ut liaee naseeretur? boc cnim genus quaestio- 
nis inulto eacbinno a paganis graviter inrisum animadvert!/ « 

10 (If. Hieron.. Connn. in Jonam 2. 1 it".: »Nec ignoro. <|iiosdam fore, quibus 

incredibile videatur, tribus diebus ac noctibus in utero ceti, in quo [sic] nau- 

fragia dirigebantur, lioininem ])otuisse servari, qui utique fideles erunt aut 

infideles .... Augustin., 1. e. c. 32 : »et tamen si boc, quod de Jona scriptum 

5 AnieANON: Iiier schimmcrt das griechische* Original durch ; s. Nr. 55: AnieANcoc. 
9 multo caehinno : s. Nr. 49 und sonst. — Zu A])ulejus und Apollonius s. Nr. 4. — Die Meinung 
Augustins, dies stamme nicht von Porphyrins, ist schwerlich von Belang; er suclite den von 
ihm als Philosophen hochgeschatzten Oelehrten zu entlasten. 



Porphyrins, *Gegen die Chrislm*. 75 

est, Apuleius Madaurensis vel Apollonius Tyaneus fecisse dieeretur . . . ., u 
si de istis quos magos et philosophos laudabiliter nominant, tale aliquid »s 
narraretiir, non iam in buccis creparet risus, sed typhus, ita rideant scrip- 
turas nostras, quantum possunt.* 

47. 

Euseb., Demonstr. VI, 18, i i : 61 ac Aeroi tic katA Antioxon t6n J 6ni$ANH 
tayta nenAHpQceAi (Sacliarj. 14), ciceYAceu) ei oToc t£ cctin AnoAiA6NAi kai tA 
AOtnA thc npooHTeiAC katA toyc j Anti6xoy xponoyc, oTon t6 aixmaaucian nenoN- 
e^NAt t6n aa6n kai t6 cthnai toyc n6AAC kyp!oy eni t6 tcon caaicon 6poc .... 

KAI et lb ȣ>NOMA KYPIOY* ^KYKAWCCN THN THN nACAN KAI THN CPHMON, OTC THC CyPIAC 

AntIoxoc £kpatci. 

Horhstwahrseheiulieh ist hier Porphyrins geineint (s. X\\ 43). 



III. Kritik der Taten und Spriiche Jesu 

(Nr. 48 — 72; Nr. 66 — 72 speziell zum Joh.-Kv.) 1 . 

48. 
Makar. Ill, 18: <$£pc ag coi kXkcinhn ojac thn agbein etncoMCN, t!noc xApin 
to? neiPAZONTOc t6n j Ihco?n a^tontoc Baac ccayt6n And toy igpo? kAtu, 
to?to m£n oy noid, <dhci ac npdc ayt6n • y neip Ace ic kypion t6n ee6N 
coy; bnep aokcT moi acaoik6ta t6n thc KATAnTcbceuc k'naynon toyt' ciphkc- 
nai' ei rAp, tic <j>atc, Aaaa tc noAAA aighpAttcto gaymata kai ah kai nckpoyc 5 
AnIcta a6to) m6nw, £xphn ayt6n fiapaxphma acTbeai u>c ikan6c kai ctcpoyc Xno 

2 fl'. Mattli. 4, 6 (And t. icpoy sonst kern Xeuge). 5 f. S. Mark. 5, 41; Luk. 7. 14; 

Jol). 11, 43. IKANON Cod., rorr. Wil. 

1 Siehc luVrzu die einlehende Bcmt'rkung zu Nr. 2. — Lnrducr (T. 7, 1838, p. 444) 
bemerkt: »Dr. Macknight in the Truth of the Gospt-1 History p. 319, 320 says, ,Porphyry 
blames Jesus, as giving encouragement to fraud by the parable of tin- steward, who wasted 
his Lord's goods* (Luk. 16, 1 ft.). The same observation is also in bis Harmony of the four 
Gospels ]). 404, 2nd edit. Not having in my papers any reference to such a passage of Porphyry, 
1 Lave written to Dr. Macknight, entreating him to refer me to the place intended by him, 
where the observation might be found. Nevertheless 1 have not received from him any such 
reference. I must therefore conclude, that by some means or other, that learned and laborious 
writer has been led into a mistake.* Icli vermag dem nichts hinzuzufugen. 

10* 



76 vonHarnack: 

7 KINAYNWN PY6COAI GN TtO AICKG?CAI TO? YYOYC ANtOGCN AYt6n KATO) KAl MHa£ 
fc>TIO?N AYTON A0JBH6HNAI TOY CtOMATOC, KAl mAaICG* OTI KAI rPA<*>IKON 6IC AYTON nOY 

aicaAaci kc<*>Aaaion, oAckon' J 6ni xcipcon apo?ci ce MHnoTe npocK6rHC np6x 

»o aigon t6n ft6aa coy. ogcn toTc gn to icp& nAPO?ci acTiai to 6nti aikaion, 

Sti eeo? ttaTc gcti kai nANTdc kinaynoy aynatai ayt6n re kai toyc aytoy pYecGAi, 

7 mha£n Cod., corr. Wil. $£. Matth. 4, 7. 

49. 

Makar. III. 4 : 61 ac g£aoi tic kAkcinhn thn ictopian eineTN, 6ntoc ygaoc 

OANcTtAI KAfTHAIKOC TC- AGXG^N, bfTHNiKA MaTGaToC M6N AYO AAIMONAC And MNHMCIION 

A^rei AlTANTHCAl TtO XpICTO, C?TA 4>0BH6£nTAC TON XpICt6n 6IC XOIPOYC AnCAGCTN KAI 

XnOKTcTNAI nOAAOYC. MAPKOC AC KAI API6M0N Yn€PM6TPON OYK GOKNHCCN XNAnAACAl 

5 TON XOiPlON' <t>HCI AC OYTOC ' ^GACrCN AYTtO* CIGAGe T6 nNC?MA t6 XkAgAPTON 

And to? ANGpeonoY* kai enepu>THceN a yt6n ' ti coi 6 noma' kai Ane- 

KPIGH . . ., OTI nOAAOl . . . KAI FT A P 6 K A A £ I A?t6n, Yn A MH £ K B A A H AYT6n 
CICJ THC X(i)PAC. H N AC CKG? AT^AH X I P (0 N BOCKOMGNH, KAI nAPCKAACI 

aytc-n ta aaim6niAj bnooc eniTPe>H aytoTc XneAeeTN etc toyc xoipoyc. 

'o KAl XneAG6NT6C 6IC TOYC XOIPOYC (OPMHCAN KATA TO? KPHMNO? B\C THN 
GAAACCANj 0) C AICXIAIOI, KAI A FT C T7 N I T H C A N ' 01 AC b6cK0NTGC e^YTON. (0 
M?60C, (0 AHPOC, d) T^AtOC 3nTOC nAATYC. XOIPtON fTAHeOC AICXIAi(ON €IC gAaACCAN 
SaPAMC KAI CYMnNITCN AnOMCTO. KAI ntOC AKOYCON TIC, tOC 01 AAIM0N6C TTAPAKAAOYCIN, 
Yna MH nCM<t>GCOCIN 6IC ABYCCON, eV 6 XpICTOC nAPAKAHGCIC TOYTOYC OYK CnCMYCN, 

15 AAAA TOTC X01P0IC AYTOYC CnAn^CTCIACN, OYK e'PCT* <*>CY THC AnAlACYCIAC. <t>C? THC 
KCOMIKHC nAANHCj OONICJN nNCYWATON KAI BAABHN CN k6cM0> nOAAHN GPrAZOM^NOON 

2f. Matth. 8. 28 fl'. 4iV. Mark. 5, 8fl'. (An6 t. Angp. A 33 al s efilq al vid Vulg. ><*k t. 
Angp. die andern — enHPcoTHCCN A a <■ eft* 2 i (j, vgl. Luk. >enHP<OTA die meisten — coi onoma 
niit D ItaL. Vulg. >onoma coi die meisten — AneKPlGH ohne AercoN Dabefi(|, A^rei aytw 
oder AneKPlGH AercoN die anderen — cs fehlen (wohl zufiillig) die Worte vor 6'ti: AendiN onowa 
coi — nach noAAoi fehlt ^cmgn — naeh ayt6n fehlt noAAA — Yna mh ^kbAah ayt6n: Yna mh 
ayta AnocTeiAH Mark., aber ayton bieten s LKTbe, und »expelleret« Iesen zahlreiebe sebr alte 
Iat. Codd. — eVei np6c tw 6pei Mark., aber in den Codd. 1, ^ (?) fehlt np. t. 6p. — Ai^ah 
xoipcon werAAH Mark., werAAH fehlt audi in DLU, sehr vielen alten lat. Codd., Vulg. — (nANTec) 
01 AAiMONec Mark., aaiw6nia mit Def — nAPeKAAecAN ayt6n A^roNTec Mark. — n^MYON hwac 
eic toyc xoipoyc, Yna eic aytoyc cic^agcomcn Mark., zu der Fassung hier s. Luk. 8, 32 — zu 
kai An£AG6NTec eic t. xoip. s. Matth. 8, 32 — enNiroNTO Mark., zu AnerrNirHCAN s. Luk. 8, S3 
[AnenNirH, S al 3 AnenNirHCAN] — kai 01 b6ckontcc Mark., 01 ac bock, mit FT unc 8 codd., fast 
alien Lateinern, wie ]Matth.) Z. i gcaontcc Cod., corr. Wil. Z. 7. Im Cod. sind keine 

Liicken angegeben. 



Porphyrins, » Gegen die Christen « . 77 

aambAngin XiiwciN kai ottgp gboyaonto, toyt' enup^neiN aytoTc gboyaonto a p oi 17 
aaiwongc xopgygin in b!u) kai nAirNioN ttoigTn t6n k6cmon Xk6pgcton* gboyaonto 

rfiN CYMMiaEAl KAI eAAACCAN KAI nCNGIKdN TO CYMTIAN GKTCA6CAI G^ATPON ' GBOYAONTO tA 

ctoixgTa £ktapAjai th cytxycgi kai kticin oahn amaaaynai th baabh* [oy tap] ^XPHN 20 

A* 0?N TOYC KAKtOC AlAGGtf^NOYC t6n ANGPCOnON GIC OFIGP AT1HYXONTO THC ABYCCOY 
XWPION BAAGTn, TOYC XpXGKAkOYC, AAA' OY 6HAYN0MGN0N AYTUJN TH rTAPAKAHCCI CT^PAN 
^niTP^YAI CYM0OPAN AriGPrACACGAI. Gl TAP ONTWC AAHG^C TOYTO KAI MH rTAACMA TYT- 
XANGI, WC HMGTc CA<t>HNIZO*GN. fJOAAHN b AOTOC TO? XpiCTOY KATHTOPCT KAkIaN, ^AAY- 
NeiN m£n £j £n6c XNGPtbnOY TOYC AAIMONAC, TOYTOYC AG XOtPOIC ^nin^MTTGIN AA(5rOIC *5 
KAl TOYC CYB&TAC ^KAGIMATtOCAl TOTc <t>6BOIC KAI OCYTGIN ATINGYCTI TTOIHCAI GN TA- 
PAXH KAI T76AIN £ni TW rGNOM^NU) COBHCAI GOPYBU). OY TAP AlKAION MH MONON feNOC fi 

ayoTn fi tpiGn fi tpickaIagka, Xaaa rrANTdc ANGPtonoY eePAneYCAi thn baabhn, kai 

MAAIC6* bTI TOYTOY XAPJN AYT6N ^niCTHNAl T& BIO) MAPTYPOYM6NON J Xaa' XrTAWC GNA 
*£n A6CM&N XopAtWN ^KAYGIN, AAAOIC a£ TOYC A6CMOYC XnOCT^AAGIN X<frANO>C, KAI 3" 
TINAC M£N TGlJn <t>6BU)N £aGY66PO?N AlCIWC, TINAc a£ TOTc OOBOIC nGPIBAAAGIN AA6rU)C, 
T09TO OY KAT6PGU)MA, XaaA KAKOYPHA AlKAItOC AN KAHGGIH. OY MHN XAAA KAI TO) 
nOAGMftON AAMBAnGIN XllWCIN ^ni XliiPAN feT^PAN 0fKG?N KAI KATAN^MCCOAI OMOION 
nPATTGI BACIACT <t>6GiP0NTI t6 Y11HKOON, OCTIC, AAYNAT&N £k nAcHC XtbPAC £aAcAI t£n 

bApbapon, e/c T6nON £k t6i-ioy toyton ^Kn^wnGi m^ngin, x&pan £k toy kako? mian 35 

£3EAIPOYMGN0C KAI MIAN ^KAOTON TUJ KAKO) AtOPOYMGNOC. Gl TOYN KAI 6 XPICT6C 

6moi(i)c aaynat&n t6tg thc £nopioy gaacai ton aaimona eic atgahn ayt6n tcSn 

XOiPtON £3E£nG*nG, TGPATWA6C M^N 6nTU)C TOYTO KAI XPANAI THN XkOHN [nOIG?] AYNAMGNON, 
MGCT6N A^ <0AYAHC YnONOlAC SPrAZGTAI. GY9YC TAP TA?t' AKOYCAc(6l)GY <t>PON&N GKPINGN 
AYT6GGN AIKACAC THN A0HTHCIN, KAI YHOON XnAAOTON GnHTG TIU nPATMATI A^TCON * €1 40 
MH nACAN THN Y<OHAION THC BAABHC GAGYGGPOT, Xaa' GIC AIA<0OPOYC X(i)PAC ^YTAAGYGI 
TA BAAnTONTA KAI TINtON OPONTIZGI KAI TINtON OY KHAGTAl, OYK AC<fAAGC TOYTU) 
nPOCOGYTGIN KAI CWZGCGAI ' 6 TAP CtOOeiCTOY MH CU)9GNT0C AYncT THN AIAG6CIN, KAI 
6 MH CWGGIC TO? CWG^NTOC YriAPXGI KATHTOPOC. OGGN, U)C Gftl) KPINO). nAACMA THC 
ICTOPiAC TAYTHC H XoHTHCIC. G( A* OY ITAACMA TYTXANGI, THC a' XaHGGIAC CYITGN^C, 45 
r^AO)C 6NTWC IKAN6C TWN XACMtOM^NtON GCtI. O^PG TAP WAG TOYTI CA<t>tOC G3EGTACU>MGN, 

ncoc £n j Ioyaaia rfi toco9to rahgoc t6tg xoipcjn ^n^mgto tujn maaicta pyhapcon 

KAI MICOYM^NtON ToTc 'lOYAAIOIC BOCKHmAtcON ANtOGGN, ntOC A^ KAI nANTCC 01 XOTPOI 

18 ak6pgcton inufi bleiben, Wil. 20 oy tap aus Z. 27 Wil. 22 aaaa Cod. (fiir 

Aaa' oy). 26 noiHCAC Cod. 29 Vgl, J0I1. 1, 29 nnd unten Nr. 65. 32 toyto tap Cm]. 

32 t6 Cod., Tto Wil. 38 ka! xpanai toyto Cod. 38 noie? streiclit Wil. 40 £nGpe Cod. 
45 aVth fiir TAYTHC i* 



78 von Ha knack: 

49 gkeTnoi CYNenNirHCAN, ainnhc oy gaaacchc baggiac YnAPXOYCHC. kai ta?ta m£n 

50 NHnioic kp!ngin nAPAXtopAccoweN! 

49 s. Nr. 55. 

Zu Porphyrins' Auffassung der Damonen s. de abstin. 11, 38—43 und den Brief an 
Anebo; anch Wolff, Porphyrii de ])hilos. ex oracul. 214ft*. 22 7- 

Hieron., c. Vigilant. 10: »Nisi forte in more gentilium impiorumque 

Porphyrii et Eunomii lias praestigias daemonum esse confingas, et non vere 

clamarc daemoncs, sed sua shnulare tormenta* (zu Matth. 8, 29; Mark. 5, 7). 

Crafer niacht daranf aufmerksa.ni, dafl dieser Zng sicli in der langen Ausfiihrung des 
Heiden bei Makarius (oben) nicht finde, und sehliefit darans anf die Will km-, init weleher 
der Heide bei der Wiedergal)e des Porphyrius verfahreu ist; allein er hat nbersehen, dafi der 
Exzerptor die Kritik des Porphyrins nicht vollstandig wiedergegeben und speziell Matth. 8, 29 
(Mark. 5, 7) ganz beiseitegelassen hat; auch kann »et non vere- usw. dein Eunomius an- 
gehoren. — Die Ziisainmeiistelhing von Porphyrins nnd Eunomins ist boshaft (vgl. dazu »Zeug- 
itisse* Nr. XXIX: Porphyrins nnd Origenes). Wo sich dieser fiber die Damonen geauBert 
hat, ist nnbckannt. 

50. 

Makarius, lib. I.: Aus dem verlorenen I. Buch des Makarius Magn. 
(cap. 6) hat Nicephorus in den Antirrhetica (vgL Spicil. Solesm. I p. 332) 
cine Stelle zitiert, an weleher Makarius sich mit Matth. 9, 2off. beschaftigt 
(die Geschichte vom blutiliissigcn Weib): fpA<t>ei (scil. 6 AAakapioc) tap £n 
tG a' A6ra) thc aythc bibaoy kata t6 z kg^aaaion, gn S kai ttgpi tGn ttapa to? 
Xpictoy tgaoy/^ngon gaymatcon ai^gicin, toiaag' T6tg a£ BepeNiKHN kta. Es 
folgt hieraus, daB sich aucli Porphyrius mit den Wundern Jesu und so 
auch init Matth. 9, 2 off. beschaftigt hat. Was er aber zu dieser Stelle be- 
mcrkt hat, lafit sich aus dem Zitat des Nicephorus nicht ermitteln. 

51. 
Makar. 11,7: Nur die Autwort des Makarius ist crhalten, die Ausfuh- 
ning des Porphyrins (11, 1) ist vcrloren. Porphyrius hat, wie sich aus der 
» Autwort* crgibt, Matth. 10, 34 — 38 (mh n owicHTe, oti hagon baagTn 
giphnhn eni thn thn, aaaa maxaipan kta.) angegriffen. In welchem Sinne 
dies geschehen ist, nainlich in eincm paziftstischen, ergibt sicli aus den 
Gegcnbemcrkungen des Makarius, die von dem Kampfe gegen die bosen 
Geistcr, die Sinnlichkeit und Weltlichkeit handeln, zu welchem die Christen 
verpflichtct sind und zu welchem sie die geistliche Waffenrustung anlegen 
miissen. Auch auf die Mlirtyrer und ihrc Trennung von Verwandten und 



PorphyriuSj * Gey en die Christen*. 71) 

Freunden wird verwiesen; dabci wird die Martyrerin Thekla ausdriicklich 
genannt. Femcr sollen die Scliaren der Monehe und die Asketen der vcr- 
schiedensten Art den evangelischen Spruch illustriercn: »Das Schwert« ist 
geistlich zu verstehen — Porphyrius liatte es also wortlich genommen — 
und bedcutet die Kraft, in welcher sicli die christlichcn Ileroen von der 
Welt gescbieden baben : toytoyc ftAntac h ccothpioc Ai^Tewe maxaipa eu cni 
KAeAnep oTkco Atpaymatictuc aixAcaca* t^mngi tap ayth rNUMAC kai MUMionAC oy 
noieT.... oy cwmata AtxAzei. SchlieBlich fnhrt Makarius aus, da 6 das Schwert 
audi als GYArreAiKH xApic die Trennung der Apostel vom Gesetz der Be- 
sebneidung und der Synagoge bedeute. 

Zur Sachc s. Tcrtuli., adv. Marc. IV, 29. Sehon Marcion hat AnstoB an dem Spruch 
genommen. 

52. 

Makar. IV, 9: 6t re Ae? kakgInhn thn ne9ciN mhpykhcac6ai, gjc j Ihco9c A^rer 

6lOMOAOrO?MAI CO I, nATGP, KYPI6 TOY OYPANOY KAI THC THC, OTl An£- 
KPYYAC TA9TA An6 C04>U)N KAI CYNGTCJN KAI AneKAAYYAC AYTA NHFTIOIC, 

kai £n t& AeYTepoNOMlco ac r^rPAnTAi' TA kpyfttA kypico tu> eeto hmTon kai 
tA 4>angpA hmTn. ca^ctcpa oyn AeT gTnai kai oyk AiNirwATWAH ta toTc NHniOIC 5 
kai Acyn^toic rpA4>6MeNA* ei tap And tun co<ocon k^kpyfttai ta mycthpia, NHnioic 

a£ KAI GHAAZOM^NOIC AA6rti)C ^KK^XYTAI, B^ATION THN AAOTIAN ZHAOYN KAI THN AMA- 
9IAN" KAI T09TO THC CO01AC TOY dfTIAHMHCANTOC T6 m£ta KAT6pGU)MA, KPYYAI M^N 
T6&N CO<pG>H THN AKffNA THC rN(i)C6CJC, AOPOCI a£ taythn £kkaayyai kai BP^coeciN. 

2 IT. Matth. 11.25 (^kpyyac s B I)). 4 f. Dent. 29. 29 (hmun. hamn A l\ ym&n, ym?n 

die aiidrrcn). 7 eHAAZOM^NOtc, s. Mntth. 21, 26 AA6rcoc: von -/writer Hand; vidleieht 

AA6roic, s. Nr. 49 Z. 25. Zur Sache vgl. Nr. 54. 

53. 
Makar. 11,8: Xur die Antwort <Ies Makarius ist erhalten, die Ausfiihrung 
des Porphyrins (11, 2) ist verloren. Porphyrius hat sirh. wie die »Antwort« 
zeigt, gegen Matth, I 2, 48. 49 (tic £ctin h mhthp moy kta.) geriehtet. Die 
Widerlegung lafit nicbt sicher erkennen, was der Philosoph ausgesetzt hat: 
denn sie beschrankt sicli darauf, zu zeigen. daB Jesus kein yiaoc ANepconoc, 
sondcrn Gott gewesen sei. Walirseheinlieh bat Porphyrius gesehlossen. 
daB der, welcher eine incnschliche Mutter und sugar Briider hattc. kein 
Gott gewesen sein kann. sondcrn oin ciufaeher Menseh war. Makarius 



80 von Harnack: 

sclireibt: 61 a' oyacic oyag Sn oya' cctin oya' £ctai jtot£ yiaoc ANepamoc tow 
aytac eKTeAfflN nPATMATelAC, ncoc oyx YnocTSAAecee t6n MoNoreNfi toy eeo? yia6m 
ANepconoN ePYAo?NTec kckthm^non AA£A<t>0Yc. Doch ist vielleicht audi aa das 
zu denken, was <ler Heide.bei Pseudojustin (Diodor). Quaest. et Resp. ad 
Orthod. 153 (136) als Einwurf erliebt: £1 to toyc ton^ac abcton vno thc 
eeiAC rPA4>fic ArmrbpeYTAi kai 5 weTicbN tA ArmropeYMeNA amaptcoa6c 6nomAz£tai, nGc 
£N aia<o6poic T6noic toyc oikcioyc roNeTc 5 Aecn6THC Xpict6c Aocthcac AnamApthtoc 

AGIKNYTAi; £N M^N TAP Tip TAMO) AlA t6 Tl CMOI KAI COl TYNAI TH MHTPl A^T£IN 
£n£rTAH£eN. HNIKA AC eGACACOAl AYTON H MHTHP H6^AHC£, MHTCPA KAI AaGAOOYC TOYC 

t6 e^AHMA toy eeo? ttoio?ntac ionomacc kta. Der SchluGsatz (61 a£ tA PHO^NTA 
cnanticoc exei np6c aaahaa, ncoc ta Aaahaoic cnantia thn ftap' aaahacon oy aam- 
bAnci katAaycin;) erinnert an Porpliyrius' Art. 

54. 
Mnkar. IV, 8: "7\aao a£ MYecoAdcTCPON toytoy KAeAnep cn nykti aotma yhaa- 

<t>AC0)M£N £N TC0* "OmoIa CCTIN H BACIACIA T CO N Y P A N & N k6kKU) CINAn£0)C, 

KAI T1AAIN* L 0/AOiA eCTIN H BACIACIA T CO N Y P A N G> N Z Y * H , KAI A?0IC * ""OttOU 

^CTIN ANOPCbnCO ^Mn6PO)ZHTO?NTI KAAOYC MAPTAPITAC : TA?TA rAP OYK ANAPCON, 

5 AAA' OYA 5 6N£IPOnOAOYNTCON TYNAICON TA MYeAPIA * OTAN rAp TIC n£PI M£TAAC0N fi 

eeicoN AnArrdAH, koinoTc mcn 6<t>£iA£i kai ANepcontNOic xphcoai nAPAAeirMACi CA<t>HNeiAC 

CNCKCN, OY MHN OYTCO XYAAIOIC KAI ACYN^TOIC. TAYTA TA PHMATA, M£TA TO? TATTeiNA 
£?NAI KAI MH nP^FIONTA THAIKOYTOIC FTPArMACIN, OYA£MIAN ^X£l CN CAYTOTc CNNOIAN 
CYNCTHN OYA^ CAOHNCIAN * KAlTOI C<t>6APA nPOCHKCN AYTA C?NAI CA<t>H AlA t6 MH 

™ co<t>o?c mha£ cynctoTc. AaaA NHnioic rerpA<t>eAi. 

2 Matth. 13, 31. 3 ^latth. 13, 33. 3W Matth. 13, 45. * 10 vgl. Matth. 1 1, 25. 

Dem Porpliyrius sind dieso Spriiche deshalh ganz unvcrstiindlioh, weil er sie rein eschato- 
logisch vcrstand. Z. 6 npAr^ACi Cod., riAPAAeirMACi Wil. Zum SchluQ s. Nr. 52. 

55. 

Makar. 111,6: Odpe Ae coi kakcinhn ck toy CYArreAiOY thn phcin anahty- 
50)MeN thn reAoicoc men Sag tpa^cTcan AnieANCoc. reAOicoA^CTepoN a^ ^'xoycan t6 
aiAthma, 5nHN(KA toyc maghtAc Ano AeinNOY nponewYAC 5 j Ihco?c AiAnA£?CAi thn 
bAaaccan aytoc enccTH th tctapth thc nyktoc aytoTc <t>YAAKH AGINCOC Yn6 THC 

5 ZAAHC T£TPYXC0^dNOIC TO? XCIMCONOC, ATC nANNYXION MOXACYOYCIN [aYTOTc] TH b!a TCSn 

i ff. Mar. 6. 45 — 52; Matth. 14, 22 — ^^. 3 An6 AeinNOY vgl. Marc. 6, 34 ff„; 

Matth. 14, 14 ff. Zu AnieANcoc (Z. 2) s. Nr. 46. 



Porphyrins, »Geym die Christen*. 81 

KYmAT(i)N* TCTApTH TAP TRC NYKT<!>C «>YAAKH 6CTIN H ACkAth THC NYKT(i)C UPA, MCe* 6 

hn 'y'noAeinoNTAi tpcTc yxtcpaToi Spai. oi ro?N thn aah6€ian tgjn T6na)N A<t>HroY- 

M€NOi OACI eAAACCAN M^N £k€? MH C?NAI, AIMNHN a£ WIKPAN GK T10TAMOY CYNCCTCO- 
CAN YTld T6 6POC KATA THN TaAIAAIAN XU)PAN FIAPA n6AIN TlBCPIAAA. HN KAI MO- 
N03EYAOIC MIKPOTc AlATlAeVCAl PAAION £n COPAIC OY rTACTON AYO, MHTC a£ K?MA MHTC i° 
X€IMfi)NA X(i)PHCAI aynam£nhn. £iu> TOINYN THC AAHeeiAC nOAY BA1NQ3N 6 Mapkoc 

c<*.6apa reAoiwc to9to CYrrpAoei t6 wy6cywa to AiANYeeiccoN copun cnn^a th ac- 
kAth t6n 'IhcoVn c'ttibAnta — toyt£cti th tctApth thc nykt6c oyaakh — cypcTn 
^ninA^ONTAC iQ> aAkkw toyc ma6htAc* cTta saaattan AeYei, kai oyx AnA&c eAAAT- 

TAN, AAAA KAI XeiMAZOM^NHN KAI A6INQ3C ATPIAINOYCAN KAI TH T&N KYNAT(i)N TAPAXH '5 

♦ob€p6n coaaAzoycan, Yn* £k toytwn d)c m£ta ti t6n Xpict6n ^ncpthcanta chmcTon 
eiCArArH, xcimOnA tc noA^N iiaycanta kai ^iaicion, kak byooy kai neAAroYC ce- 

C(i)k6ta TOYX MA6HTAC MIKPOY KINAYN6YONTAC. ^K TOIOYTQ3N fTAIAIK&N 1CTOPIUN erNCd- 
KAM€N CKHNHN CCCOOICM^NHN €?NAI T6 CYAIT^AION. £l 3n CKACTA ZHTO?MGN A€n- 

t6tcpon. *o 

Z. 7 der Mann, der liter anf die Topographeu fur die Geographic von I'alastina ver- 
weist, tut das auch Nr. 41 init., niaclit Nr. 63 cine geographische Bemerkung und ist der- 
selbe, welcher chronologische Froblemc studiert hat (s. Nr. 40). 

Hieron., Quaest. in Genes, e. i, 10: Notandum est (\uod omnis congre- 
gatio aquarum, sive salsae sint, sive dnlees, iuxta idioma linguae Hebrai- 
cae maria nuneupentur; frustra igitur Porphyrins evangelistas ad faeiendum 
ignorantibus miraeulum, eo quod dominus super maro ambulavcrit, pro 
lacu Genezareth mare appcllas.se ealumuiatur, cum onmis lacus et aquannn * 5 
congregatio maria nuneupentur. 

Siehe MattI). 14. 22 fif. — -ad faciendum ignorantibus miraenlnm* vgl. oben Z. 16: In* £k 
toytcon cbc M^rA Ti t6n xpict6n ^NeprHCANTA CHwe?ON eiCArArH — - pro lacu marc- Vgl. obfll 

Z. 8: OY 6AAACCAN, AIMNHN &i U. S. Nr. 49 a Sellllltf: AIMNHC OY 6AAACCHC. 



56. 

Hieron., Cnmm. in Mattli. (in 15,17 f.) : "Onmiii evangelionun loca 
apud haeretieos et perver.sos plena sunt scandalis, rt ex Iiac sententiola 
quidam ealuinniantur. quod dominus, physieae disputation is ignarus. putet 
omnes eibos in ventrem ire et in sccessum digeri.« 

In crster Linie ist bier an Porphyrins v.\\ denkeu. Zur physikalischen UnluMinLnis 
der J Anger s. Nr. 14; liicr ist Christus selbsl der Tnw issende. 

PhiUusL AbL 1916. Nr. 1. 1 1 



82 von 11 a knack: 

57. 

Makar. II, io: Nnr die Antwort des Makarius ist crhalten. die Ausfiilirung 
des Porphyrins (II, 5) ist verloren. Porphyrias hat sich mit Matth. 17, 15 
(kypig, ca^hcon moy t6n yi6n, oti ccahniAzctai) besehaftigt. Sein Bedenken er- 
gibt sich aus dem Initiuin der zunarhst referierenden Antwort des Makarius: 

Ti npATMA gTxon 01 noAAOi taythc Akoycin thc <t>o)NHC (3 reNeA XniCTOC, ecoc 
noTe Icomai wee^YMtoN;), gn6c aiioyntoc fi kai c<j>aaaom£noy nepr thn aiicocin 

(OY TAP CCAHNH TOYTON AAAA AAIMWN Ck6aAZC); TINOC a£ eNCKGN, ^AeeiN&C TOY TTATPdc 

aiA ton yi6n roNYneTOYNTOc, eniTiMHTiKck oyk aytco m6nco AaaA kai toTc Sxaoic 
Aftanthcac eoe^riATo; oy tap gxphn maaaon Acmcnicai thn ^ntgysein ATe nepi ka- 

KOYM^NOY CYMnAOCOC riTNO/^NHN : AAAA TOYNANTION AfTOCKOPAKizCI T&N IKCTCON THN 

a£hcin ■ aokgT rAp 6 Xpict6c AA6rcoc £k to? npo<t>ANO?c £nybpIzcin t6n ahmon. 

DaB die Antwort sich z. T. wortlich an den Einwurf des Porphyrius halt, ist an sich 
deutiicli und iblgt noch besonders ans dem niclit haufigen Wort AnocKOPAKizeiN (vgl. Nr. 23 
Z. 9f.). — DaB Jesus nnd sein Gott nicht dem Ideal der Giite und Bai*mherzigkeit ent- 
sprechen, hat Porpliyrius oilers betont. 

58. 

Makar. 111,5: ""Aaahn a£ toytwn Acaocctcpan a^sein eaECTAcawcN, £n6a ohcin * 
6 YKond)Tep6N £cti kAmhaon aiA p a <t> i a o c eiccAeeTN h nAOvciON efc THN 

BACIAGIAN T&N OYPANUN. ef re OYN TIC nAOYCIOC TC0N €N TW BUp nAHMMEAHMATWN 

A<t>£ttCNOC, 06NOY, KAOT7HC, MOIX6IAC, 4>APMAKeiAC, ANOCiOY OPKOY, TYMBCOPYXIAC, ICPO- 

5 CYAOY KAKIAC €IC THN ACTOM^NHN » BACIACIAN OYPANCON « OYK eicArCTAI, TI TOY AIKAIO- 

nPAreTN toTc aikaioic Sogaoc, ef tytxanoyci nAOYCioi; ti a£ toTc n^NHCi baabgp6n 
npATTeiN tun kakcon ftan Anocioypthma: oy tap Apcth t6n ANepconoN etc OYPANOYC 
anAtgi, AaaA neNiA kai hpatmAtcon cnacia. ei rAp ton nAOYCiON 6 ttaoytoc Ano- 
KAeiei t(on oypanQn, ci ANTict>Acecoc h neNiA toyc ft^nhtac eicArer kai e£wic to?to 
io maoonta tinA t6 mAohma Apgthc m€n oyaamwc noieTceAi a6i~on, neNiAC ac monhc 
kai t3n aicxictcon Akcoaytcoc execeAi, atc neNiAC oYac tc cdbzeiN ton neNOMCNON 

KAI T7AOYTOY TON nAOYCION AnOKAeiONTOC THC AKHPATOY MONHC. 066N AOK6? ttOI 

tayta m£n toy Xpictoy mh tytxAncin tA phmata, etre t6n »THC AAHeeiAC« nAPe- 

AIAOY »KAN6NA«, AAAA neNHTCON TINWN tAc Tc5n T7AOYTOYNTC0N OYCiAC CK TOIAYTHC 

i5 KCNO<t>C0NIAC Act>AIPCTC8AI 6Ca6nTC0N. Am^ACI TO?N Xe^C, OY nAAAl, TYNAIIIN eYCXHMOCI 

TAYT* GnANAriNCbCKONTCC TTcOAHCON COY tA YnAPXONTA KAI a6c nTWXOTc, 

2ff. Matth. 19.24 (tpyfthmatoc vov pa4>Iaoc fehlt iiier). 






Porphyrins, *Gegm die Christen*. 83 

kaI e'letc ghcayp6n £n oypanoTc, eneiCAN nACAN oycian, hn gTxon, kai y^apsin n 
AlANeTMAI n^NHCI, KAI A^TAC etc £nA6IAN ^AGOYCAC ePANizeceAi, iz. eAeyeepiAC 6IC 
ACeMNON XnAITHCIN ^AGOYCAC ^A€eiN6N £i €YAAIMONiAC ^TTGAeOYCAC TTP6C(i)nON KAI T^AOC 

XNArKAceeicAc e"ni tAc £x6ntcon okiAC Xni^NAi' Snep g'ctI thc npd)THc, maaaon a' ™ 

e'CXATHC YBP6(i)C T€ KAI* CYM0OPAC, T&N ofaeicON GKnGCcTN GYCGB6IAC nPOCXHMATI KAI 
TGN XAAOTPi(0N ^PAN XnA>KH Tfic ^NAGIAC. £i Sn A0K6? MOI TAYTA TYNAIKOC 6?NAI 
KAMNOYCHC tA PHMATA. 

lit Mattli. 19, 21 (oypanoTc mit B C D r > oypan&). 

Zum LasterkataTog (Z.4fif.) s. Nr. 88. — J ANOcioYprHMA (Z. 7) auch Nr. 69; anocioypi-oc 
Euseb., Demonstr. p. 125, 17 (Heikel). — In der ep. ad Marrell. empfieLlt Porph. zvvar 
nicht den Bettel, aber tritt doch (c.27f. $$) fiir die strengste Bediirfnislosigkeit ein. — Zu 
Xkhpatoc (Z. 12) s. Nr. 89: Xkhpatoc eecw6c, Pm-phyr., De iinag. 2 (Bidez p. 2*): kaaaoc Xkh- 
paton nnd ep. ad Marcell. 13: kaaaoc £kcinoy to Xkhpaton kai <t>coc to zcotikon XAHeeiA aia- 
aamtton. — Porph. (Z. 13 f.) kcnnt den kirchlirhen Ansdruck nAPAAiA6NAt t6n thc Xahgciac 
kan6na; er kenut das christliche Monchtum iiorh nicht (Z. 15^'.). 



59. 

Makar. II, 9: Nur die Antwort des Makarius ist erlialteii, die Aus- 
iuhrung des Porphyrius (11,3.4) ist vcrloren. Porphyrias hat sich nuf 
Mark. 10, 18 (oyagic Xtag6c ef mh etc 6 gg6c) uiul Luk. 6,45 (6 XrAedc 
XNepconoc £k to? Xtago? ghcaypo? kta.) Lezogen und aus den beiden 
Sprucheu cinen offenkundigen Widerspnich konstruiert. 

60. 
Makar. IV, 5: 'Gni kai gtgpon £k to? oangpoy aabgTn amoiboaon Sag phma- 

TION, £n6A OHCIN 6 XpICT6c* BAGnGTG MH TIC YMAC fTAANHCH" FTOAAOl TAP 

£acycontai £ ni tw 6n6mati moy a^tontgc" ^ r co gimi 6 Xpictoc, kai 

nOAAOYC nAANhlCOYCI. KAI IAOY . . . . A KAI nePAIT^PU) AlTnnGYCGN £TH KAI OYAGIC 
OYAAMO? TOIO?TOC £n€CTH * MH Tl T6 AnOAACONlON TON TyAN^A <t>HC6Te ANAPA <t>IAO- s 
CO<MA nACH KGKOCMHW^NON ; GT6PON A* OYK AN CYPOITG ' Xaa' OY nGPI Gn6c AAAA 

nepi noAAWN Adrer £ repeHcoNTAi. 

2ff. Mattli. 24, 4f. (Cod. hwac). 4 Die Hnndschrift bietet tpiakocia (A kai nepAuepco), 

aber das ist notwendige Koircktnr des Makarius. der sein Bnch fiii- einen Bericlit iiber cine 
eben gehaltene Disputation ausgab. Porphyrins hat wohl aiak6cia h kai nePAiT^Pco gcschriebcn. 
Siehe Nr. 35. Zu Apollonius s. Xr. 4. 63. 7 Zu ^repeHcoNTAi s. Mattli. 24, 1 1 : noAAoi 

Y€YA0nP0OpiTAI ^reP6HC0NTAI. 

II* 



84 von IIarnack: 

61. 

Makar. Ill, 7 : Ayt!ka toyn gtgpon acsiaion gypontgc anakoaoyoon Ynd to? 

XpICTO? TOTC MAOHTaTc GIPHM^NON OYA S GKgTnO CITHCAI AI^TNGJMGN, SnoY A^rGl • Toyc 

nTooxoYc nANTOTG, £m£ a£ oy nANTOTe gxgtg. h AG aitia thc Ynoe£cctf)c 

GCTIN AYTH* TYNHI TIC AaAbACTPON MYPOY KOMICACA KATGXGG KATA THC KG4>AAHC AYTOY ' 
5 TUN AG OGACAM^NCON KAI TOY rGNOM^NOY THN AKAIPiAN 6PYA0YNTQ)N G?nG ' Tl K6nOYC 
nAP^XGTG TH TYNAlKi; GPTON KAAON GIPI"ACATO £\C £tt£* TOYC nTWXOYC TAP 
nANTOTG GXGTG M£e' G A Y T & N , £«^ a£ OY nANTOTG GXGTG. HCAN TAP OY 
MIKPGJC rOITYCANTGC, GnGIAH MH tfAAAON GnpAeH nOAAHC TIMHC t6 MYPON Ka) TOTc 
nTOOXOTc £a60H nGINGJCIN GIC AnAaWWA. AlA TAYTHN OJCnGP THN AKA1P04>U)NIAN t6 
>° 0AYAP&AGC TO?TO PHMA AIG4>eGI~£ATO, 4>AC Mhi nANTOTG gTnAI MGt' AYTGON, 6 AIA- 
BGBAIOYWGNOC AAAAXOY KAI AGTOIN AYTOTc * ""6 C M Al M£e' YMWN G U) C THC CYNTG- 
AGIAC TO? AIQ)NOC. Q)C A* Gn) TU) MYPU AYnHOGIC gTnAI nANTOTG MGt' AYT&N HPNHCATO. 

2f. Matth, 26, 6 — 13; Mark. 14, 3 — 9; Job. 12,1 — 8. 4 komicaca stammt aus Luk.7, 

37. 5ff. Matth. 26, 10. it (eproN ohne tap mit s ca aciT r g T2 am fa for ing etc. — toyc 

titcoxoyc vor nANTOTe tap mit EFHMT al plus 60 , vgl. Joh. 12, 8). 11 Matth. 28,20 (eiwi 

fur ecoMAi alle auderen). 8 dnei mhag Cod., corr. Wil. Znm SchluB s. Nr.70. 

62. 

Makar. Ill, 2 : Oy mhn aaaa kakgTno mgct6n acaogiac, mgct6n a' AnAiAGYciAC 

TO PHMA KAO^CTHKG t6 Yn6 IhCO? TOTc MAOHTaTc AGr6MGNON * Mfo 0OBH6HTG, 
4>AcKON, TOYC AnOKTGINONTAC TO C Q) M A , KAI AYT6c ArOJNICON KAI TH nPOCAOKIA 
TWN AGINWN GnArPYnN&N KAI Al' GYXHC nAPAKAAGON TO nAeOC AYT6N nAPGA6G?N ^KAl) 
5 AGTOON TOTC TNUPIMOIC* TphTOPcTtG KAI nPOCGYXGCOG, ?N A nAP^AOH HMAC 5 
neiPACMOC. TAYTA TAP OYK AHA nAIAOC 6G0Y TA PHMATA, AAA* OYA* ANOPCbnOY 
COGOY 6ANAT0Y KATA4>P0N0?NT0C 

2f. Matth. 10, 28 (<t>OBHeftTe mit 1)8, <t>0Beicee die meislen). 3 Luk. 22,44 (reN6MGNOC 

£n ArcoNiA). 4 Matth. 26,27 mil den Parall. . 5 f . Matth. 26,41; Mark. 14.38; 

Luk. 22,46: ina mh (eic)eAeHTe eic neiPACM6isi: Der Text dos Philosophcn ist ohne Zeugcn; 
aber einige lat. ('odd. bicten: »ut transeat vos temptatio. (Z. 4 aytco Cod.. Z. 5 Yna mh Cod.). 
— Zu AnAiAGYCiA s. Nr. 49 Z. 15 u. Porphyr. ad Marcell. 9. 

63. 

Makar. Ill, i : Tinoc gngkgn 6 Xpict6c oytg tG> XpxigpgT npocAxecic oy>g 
tG htgm6ni aiion ti cooo? kai ogioy Xnapoc ^e^riATO, aynAmgnon kai t6n kpithn 
i IT. Vgl. Matth. 26,27 mil (1 ' l^i-ah. 



Porphyrins, » Gey en die Christen*. 85 

KAI TOYC nAPGCTWTAC nAIAGYCAl KAI 8GATIOYC £prACAC6AI, AAA* HN^CXGTO KAaAwCi) 3 
TYnTGCOAl KAI nGPinTYGCOAl KAI CTG0AN0YC6AI AKAN6AIC, KAI MH KAeAnGP AnOAAWNIOC 
M6TA nAPPHCIAC TtO AYTOKPATOPI AAAHCAC AoMGTIANtp THC BACIAIKHC AYAHC A4>ANHC 5 

iriuzio kai wee' &pac oy noAAAc gn noAei Aikaiapxgia, nyn a£ FToTibAOic kaaoy- 
w£nh, woeH dnioAN^GTATOc; 6 a£ re Xpict6c gi kai nAee?N eTxe kat* gntoaac toy 

860?, ^XPHN A\6N YnOWG?NAI THN TIMtOPlAN, OY MHN <^a'> AN6Y nAPPHCIAC YnOCTHNAI TO 

nAeoc, aaaa cnoYAATA tina kai cooa AiAoeeriAceAi npoc FTiaaton t6n aikacthn 

KAI ttH (OC etc TUN 4.K TPl6A0Y XYAAitON Y8PIC6HNAI. io 

4f. Siehe .Vita Apollonii' imd Nr. 4. 60; dazu Hieron.. Liber c. Jonunem Hieros. 34: 
• Apollonius Tyaneus scril>itur\ crim ante Domitiammi staret in eonsistorio. repcute non coui- 
paruisse.* 7 6«eeic Cod., corr. Wil. Znr geographisclien Bemerknng s. Nr. 55. 



64. 

Makar. II, 14: ""Gcti kai eTCPOC a6toc aynAmcnoc caopAn taythn gagtiai thn 

AOIAN, 6 nGPi THC ANACTAcGWC AYTO? THC nANTAXO? 6PYA0YM£nHC' tinoc xApin 6 

j Ihco?c mgta t6 nAee?N ayton, toe oatg, kai anagthnai oyk gmoanizgtai TTiaato) tu> 

KOAACANTI AYTON KAI A^TONTi MHA^N AIION ncnPAX^NAI 6ANAT0Y, H ""HpWAH TO) TtON 
"lOYAAIWN 8ACIAG?, H TO) APXIGPG? THC J |OYAA'lKHC SPATPIAC, H nOAAOTc AMA KAI AIIO- 5 
niCTOIC KAI mAaICTA "PtOMAItON TH TG BOYAH KAI TO) AHMtp, VnA tA KAt' AYT6n 6AYA\A- 
CANTGC MH A6rMATI KOINtO KATAYH<t>lCO)NTAI GANATON tOC AcCBtON TtON nGI6OM^NC0N 

aytu); aaa 5 dwoANizGi th Mataaahnh Mapia tynaiki xyaaia kai And kcomyapIoy 
AYnpoTATOY tin6c opmcoa^nh kai Yno GnTA aaim6ncon KATACxeeGicH noT^. mgt' £kCI- 

NHC a£ KAI AAAH Map!a, A<t>AN6CTATtO KAI AYTU) rYNAIti) KCOMHTIKUi. KAI AAAOIC diAITOIC '° 
OY C<t>6APA £niCHHOIC, KAITOI. «t>ACKONTOC MaTOAIOY, TCO APXIGPCT TGON ""lOYAAitON nPO- 
GIPHKG, AnAPTI, A^TtON, 6Y6C66 t6n YION TOY A N 6 P CO n Y KA0HM6NON GN 
AGIIA THC AYnAmGCOC KAI GPXOMGNON MGTA T CO N N 6 G A CO N . CI TAP HN 6M*A- 

nIcac anapAcin ^niCHwoic, ai* aytcon nANTGC An ^nicTGYON kai oyagic an tcon 

AIKACTHN COC MYOOYC AAAOK6TOYC ' AYTOYC> An An AATTONTAC ^KOAAZGN * OYAG TAP OGCp 15 
AHnOYOGN ApGCt6n Aaa' OYAd AN9PcbnU) CYNGTtO nOAAOYC Al' AYt6n TaTc ANtOTATtO 
TIWtOPIAIC YnOBAHOHNAI. 

4 Lnk. 23, 15. 8f. Mark. 16,9; .loh. 20, 1 1 \\\ 9 f . Mattli. 28. 9. 1 r 11". 

Matth. 26,64 mxt ( 1- I'arall. (£k agiicon ti. ^ni t. N£<t>. Matth., nerk Mark. 14,62). — Z. 3 coc 
<J>ATe: Porphyrius sieht die Leidensgesehichte wes«ntlicli als <'in«^ Krlinchinc; an: s. Nr. 15. — 
Das ^6rMA koin6n (Z. 7) ist das -Non liret esse vos«. Z. 11 f. nPoeiPHKGNAi Tod. Hemerkens- 
wert ist, dafi or die r'hristcn vernrteilt weiden liiGt coc mygoyc Aaaok6toyc Anahaattontac 
(Z. 1^). Zum .SchhiBgedanken .s. ohen Nr. 26 u. sonst. 



86 VON H ARNACK : 

65. 

Anastasius Sinaita, Hodegos c. 13 (Migne T. 89 col. 233): waaaon a6, 
&c 4>hcin b BATANecbTHC 6 n£ap6c (Julian von HalikarnaG, der Monophysit, 
wird hier als der neue Porphyrius bezeielmet), e» vndp XNepumoN ^Nepwnoc 
nicTeYeRNAi hboyagto b Ihcoyc, aia t! wh waaaon CYNHTAreN etc ttantwn t&n £qhG>h 
gn th Cicon Ioyaaioyc kai ^Gaahnac, aicnep in) th neNTHKOdfi nenoiHKe, kaI 

OYT(i)C 6P(i)NTCJN FlANTGdN KATHA66N €* OYPANO? ANePOmOC, ScnGP M6AAGI KAT^PXeCGAI 

TH b' nAPOYCJA AYTO?; 

Dafi Anastasius den Julian von Halik. hier den neuen »Bataneotes« nennt (s. »Zeug- 
nissc* Nr. Ill), legt es nahe, daB er einen Gedanken des Porphyrins — vielleieht wortlich — 
aus indirekter (Jberlieferung verwertet und Nr. 64 bestatigt das. 5 Act. 2, 1 ft". 

66. 
Fragment aus der Schrift des Julian gegen die Galilaer, entnommen 
der Schrift des Aretlias von Casarea gegen Julian (s. Bidez und Ctiiiiont, 
Recherches sur la tradition ms. des lettres de Temp. Julien. Extr. du tome LVII 
des Mem. a eouronnes et autres Mem. publ. par TAcad. Royale de Belgique, 
Bruxelles, 1898, S. 135ft'.; dazu Neumann i. d. »Theol. Lit. Ztg.« 1899, 
Col. 298 — 304). Dieses zn Joh. 1, 29 gehorige Stuck hat groBe Verwandt- 
schaft mit Porphyrius: npoiTON m£n bnwc hpg thn amaptian to? eeo? A6roc, 

aTtIOC nOAAOTc m£n rTATPOKTONIAC, nOAAOTc A€ TTAIAOKTONIAC r£N6weNOC, ANATKAZOwdNWN 
T&N XNOPCibnWN H ToTc TTATPIOIC BOHe€?N KAI THC £5 AIWNOC AYToTc CYCGBeiAC rTAPAAGAO- 

w^nhc ANTexeceAi h thn kainotomIan taythn npocieceAi ; S. I 38,1 4 : OYKOYN ^NAWIAAOC 
AAwychc tO hmgt^po) cgjthpi, aaa 5 oya 5 errYc tac nepi to kpgTtton enArreAiAC, oya' 

ANAIP^THC, 0)C <t>HC, eAG(l)N THC AWAPTIAC, rjACICTHPIACAC TAYTHN KATeiAHFTTAI. 

DaB der »freundliehe und barmherzige« Jesus in Wahrheit fur zahllose Morde der 
verschiedensten Art die Verantwortung tragt, ist ein wiehtiger, wiederholt ausgesprochener 
Gcdankc des Porphyrins (s. Nr. 64 usw.). Daher wird Julian hier von ihm abhangig sein. 

Zll TA FTATPIA Ulld KAINOTOMIAN S. Nr. I (KAINHN ANOaIan) und Nr. 69 (KAINOTOMe?N) Zll 

nAeiCTHPiACAC thn amaptian s. Rom. 5, 20. Zu Stellen aus dein Joh. Ev. (Nr. 66 — 72) hat 

sieh Porph. audi noch Nr. 15. t6. 64. 67. (86). 90 geauBert. Naeh Nr. 69 (SehluB) und sonst 
mufi man sehliefien, daB ihm dieses Evangelium das wider wartigste gewesen ist. Andere 
Neuj)latoniker urteilten anders; s. Ainelius bei Euseb., Praep. ev. XI, 18 (25)!'., 11. Augustin, 
De civ. dei X, 29. Naeh deni Ev. des Johannes war ilnn das Ev. des Matthaus das sehleclitestc. 
Das kirchlieh-praktisehe Urteil lautete umgekehrt: es stellte Mare, und Luc. etwas zurfiek" 
und stellte Joh. an die Spitze. 

67. 

Makar. II, i i : Nur die Antwort des Makarius ist erhalten, die Aus- 
fuhrung des Porphyrins (11,6) ist verloren. Sie bezog sich auf Joli. 5,31 

(gAn £rd) WAPTYP& nepi cmaytoy, h waptypia moy o^k gctin aahohc) und scheint 



Porphyrin^ »Geyen die Christen*. 87 

den SchluB gezogen zu haben, Jesus selbst stelle die Wahrliaftigkeit seines 
Zeugnisses in Frage. Makarius schlieBt seine Gcgenbemerkung init den Worten : 

Ta?t' HM?N AGA^XeCO BCBAICOC TPAn6tCPON, KAI n^PAC txtlW KAI TOYTO TO ZHTHMA* €T€PON 

a' gTti tun GYArreAicoN XnopcoTepoN ^aingtai, eic £tthkoon toyto tymncocac ^ancpwcon. 
Vgl. zu diesem Stuck Nr. 16. 

68. 

Makar. Ill, 3: .""Gti a£ noAAfic moi t£mon thc abcathpiac oainctai to AexeeN* 
6f^nicTeY€Te McoceT, dnicTCYCTe an £moi* nepi tap £moy gkcTnoc Stpa- 

Y€N. bMCJC Ad M(i)C£cOC OYA^N XnOC(i)ZGTAl ' CYrrpAMMATA TAP nANTA CYNGMnenPHCeAl TCp 

naQ A^reTAi* bcA a' in <5n6mati Mcjc^coc ^tpaoh mcta tayta, mgta xiaia kai £kat6n 

KAI tfrAOHKONTA £TH THC McOC^COC TCACYTHC Yn6 '"GcAPA KAI TCON AM4>' AYt6n <(OYK 5 

AkpibQc) CYNerpA<t>H. ei Ad kai Mcoc£coc aoih tic cTnai t6 tpAmma, oy aynat6n 

A€IX6HNAI COC ee6N F70Y A€a£x0AI fi 066n A6rON t6n XpICt6n fi AHMIOYPr6N. OACJC 

<(a£> Xpict6n ctaypoycoai tic cTphkcn; 

2f. Job. 5, 46 4fT. IV Esra 14, 21 — 25. 4!". Die 1180 Jahrc zeigen einen genau 

arbeitenden Chronologen; aber ist nicht *A4>fT« fur *APfT« zu lescn (s. Nr. 40)? Der Znsatz 
zu Esra »ot A*<t>' ayt6n« zcigt, dafi Porph. die Quellenstcllc gelescn hat. Aus der Wider- 
legung III, 10 sielit man, daB oyk akpib<£c (Z. 5f.) ausgefallen ist. $L Zu Moses s. Nr. 40 

und 41. 6ff. s. Nr. 84. Die wichtigstc Stelle aus cincr altcrcn Schrift des Porphyrias 

gegen die Gottheit Christi (sonst war cr damals Ohristus ge^eniiber schr pietatsvoll) stand 
in dem Werk De pbilos. ex orac. haur. (bei Euseb., Demonstr. Ill, 7 init., S. 140 Heikel und 
hex Augustin, Dc civit. dei XIX, 23; Wolff, Ausgabc des Werkcs, 1856, 181 f.). TTop4>ypioc 
nepi Tfic i< AoriwH oiaocogiac £n r' CYrrpA/wai T^oeiTAi. tW nwc ictopcon kata a^iin • -TTapa- 
aoion fewe A6ieieN £n ticin cTnai t6 mgaaon A^receAi y*' hmwn. ton tap Xpict6n 01 eeoi gycg- 
b^ctaton Ane<t>HNANTO kai Abanaton reroNbTA. eY<t>HMWC Te aytoy wnhmoncyoycin, Christianos 
vero pollutos et contaminates et errore tinplicatos esse dicnut et multis talibus adversus 
eos blasphemiis utuntur.- Delude sul)ieit velut oracula deoriun hlaspbcinantiuiii (bristianos, 
kai YnoBAC ^niA^rei- -FTePi ro?N toy Xpictoy ^pcothcantwn ei £ctin ee6c, ohci'n (Hekate)- 

•^OTTI *£n AeANATH YYXH W€TA CCOMA nPOBAINCI 

nrNwcKeic, co^Ihc a£ tgtmhm^hh aicn Aaatai- 
Angpoc CYcesiH nPO<t>epecTATOY ^ctin ^kginh 
yyxh- bane colunt alieua a se vcritatc. ' 

GYCeB^CTATON APA £<t>H AYt6n, KAI THN YYXHN AYTOY, KAGAneP KAI TWN AAACON GYCeBfSN, MGTA 
8ANAT0N AnABAHATICOHNAl, ^N C^BeiN ArNOOYNTAC TOYC XPICTIANOYC. ^nePWTHCANTWN AG AIA Tl 
^KOAACGH, €XPHC€N (dca) * 

'C(OMA M^N AAPAN^CIN BACANOiC A 161 nPOB^BAHTAl 

yyxh a' eYces^WN eic oypanion n^AON Tk6(.'- .... (Augnsthi bietet bier 
noeh einiges aus Porphyrins" Worten) kai ^niA^rei *gta t6n xphcm6n €ihc* -aytoc [Xpictoc] 
oyn eycesHC ka! eic oypanoyc, ^ocnep 01 eYceaeTc, xcophcac, &CTe toyton mgn oy baac^hwhccic, 
^AeHceic Ad twn ANepwnwN thn anoian.- 



90 von Harnack: . 

« OYK An nOTC AI^BAACN * 61 a' ^MTTAeHC, C^GIAC! CYrTN(i)MHC TYXC?N ' OYAGJC rAP 
NOCHMACI 0YCIKO?C GNOXAOYttGNOC l&C AaIK&N KpInCTAI, AAA* <a)C KATATTONOS'MGNOC TTPdc 

nANTCJN OIKTCIPCTAI. 

72. 

Makar. II, 15: 61 ag 1 tic kakcinhn thn rerpAMM^NHN g'n tu CYArreAia) TepepeiAN 

ANAfNCOH, C0OAPA CICCTAI TCPATOAOHAN 6?NAI TA CIPHM^NA, 6N0A <J>HCi * NYN K P I C I C? 
e'CTI TOY k6cM0Y. NYN 6 A P X 0) N TOY k6cMOY TOYTOY BAH6HCCTAI SiU). 

ein£ tap moi np6c eeo?. tic h kpicic h totc hnom^nh, kai tic 6 apxu>n to? k6cmoy 
* 6 BAHeeic giu); ei mcn tap ^pcTtc* t6n aytokpAtopa, aaa' oyk gcti m6noc apxu>n, 

AAA* OYa' CBAH6H KATO) * nOAAOl TAP APXOYCI TOY K6CMOY ' €1 AG NOHT6N TINA KAI 
ACGJMATON, OY AYNAT6N BAH6HNAI £l(i) " TTO? TAP BAH6H, APXU)N TYI"xAn(i)N TO? K6c- 
^OY; C( MCN TAP AAAON A^ICTC' nOY K6CMON Y0CCTANAI, GIC $N (p) APXU)N BAH6HCC- 
TAI, CK nieANHC HMTN 1CTOPIAC TOYTO cfnATC * 61 A* OYK CCTIN AAAOC, e'nCI MHAG 

jo aynat6n k6cmoyc y^cctAnai ayo, no? bahoh 6 apxu>n, ei mhti re g'n aytS, g'n S 
tyi~xAnu)n cct!n; kai nfic, g'n 3 tic gctin, g'n aytq> katabAaactai; ei mhti kata 
t6 kcpamgo?n aitoc. b cyntpibgn kai t6 gn aytu) esu> bahshnai noieT — omwc oyk 

GIC KCN6n AAA* etc CTCPON CUMA, AG>OC H THC, Gl TYXOI, H AAAOY TIn6c. CI l"0?N 

6moiu)c ; bnep aaynaton, cyntpib£ntoc toy k6cmoy 6 g'n aytq> BAHeHCCTAi eso), kai 

15 noToc SitJ x&poc, eic on ^kbahohcgtai; ti ac kai to Taion cn ^kcino) tq> xujpw, 

n6coN h noToN yyoc h basoc h mhkoc h t7aAtoc; ef tap ta?t' g'n aytu>, k6cmoc 

e'CTAI TA?t' SxCON. TIC AC <h) AITIA <JO?> BAHeHNAI TON APXONTA SlU) U)C S^NON TO? 

k6cmoy; kai ntSc *£noc ujn hpsg; ntoc a' £kbAaactai; ckcjn h akwn; akwn ahao- 
n6ti* An6 rAp thc Aeseuc <dancp6n to Aer6weNON' to tap ckbaaa6mcnon akoycicuc 

20 ^KBAAACTAI* AAA* 6 BIA26MCNOC, OYX 6 THN bIaN YnOM^NCON, AAIKCL KAI THN M6N 
TOCAYTHN TCJN eYAITCAICdN AcA^CIAN TYNAIOIC, OYK ANAPAci, T7APAXa)Pe?N AIKAION " C\ 

rAp e^AOiMCN tA toia?ta zhtcTn akpib^ctcpon, cyphcomcn MYPJAC ACA<DeTc AIHTHCCIC 

a6T0Y MHACN KATCXOYCAC [CPMAIONJ. 

2L Job. 12, 31 (k6cmoy prim, mit D b g 1 Vulg. > k6cmoy to^toy die iibrigen. — bah- 
eHceTAi mit I) a ^KBAHeHceTAi die iibrigen). 16 Vgl. Ephes. 3, 18. 20 Dieser Ge- 

danke audi sonst bei Porphyrins. 23 gpmaion tilgt Wil.; ^pmaioy? 



Porphyrins^ »Gegen die Christen*. 1)1 

»,. IV. Dogmatisches 

(Nr. 73— 94 1 ). 

73. 

Euseb., Demonstr. I, 1,12: Oya£n hmac aynacgai <j>aci 01 cyko<j>antai ai' 

AnoAefeewc nAP^xeiN, nicTei a£ m6nh npoc^xem Asioyn toyc hmTn npoci6NTAc (die 

Worte werden § 15 genau wiederliolt und dann wird fortgefahren), toytoyc 

a£ kai neieem oya£n iia^on fi c<j>ac aytoyc, epeMMATWN Xaotwn aikhn, wycantac 

e? kai XNAPeicoc eneceAi a€?n ANeieTAcTwc XriAci toTc tiap' hmwn aci-om^noic, nAp' 

b kai TTictoyc xPHMATizeiN thc aa6toy xApin nicTewc. Vgl. Praepar. ev. I, 3, 1: 

cyKO<t>ANTAC npoAnoAeiKNYweN toyc mha£n exem hmac ai' XnoAeisecjc hapictAnai, 

XA6ru> a£ nicTei (cf. I, 5, 2) nPoc£xeiN Ano«t>HNAM^NOYC. 

llier liegt hoehstwahrscheinlidi cin fa,st worthVh wiedergegebcner Satz des Porphyrins 
zngrunde, wie iiberhaupt in inchrcren Ahsclinitten dcr Prnep.. Demonstr. und Theophnn. 
(1. V) Porphyrins stillsdnveigcnd hekampft wiiil. Zu h AAoroc nicnc s. Nr. 1 (audi Nr. 52), 
zu FTiCToi Nr. 26.87.95. 

74. 

Makar., lib. V: Turrianus liat in mehreren seiner Schriften eiaen Ab- 
schnitt dieses uns verlorenen Buchs zitiert, am ausfuhrliclisten — und 
hier sogar griechiscli - in der Schrift »Doginaticus de iustificatione ad 
Germanos adv. Luteranos« (Romae, 1557), fob 36 — 38. Hier beschaftigt 
sich im Anschlufi an Rom. 4, 3 Makarius eingehend mit dem Begrift* des 
Glaubens. Man mu(3 daher annehmen. daB audi Porphyrins diese Stelle 
ins Auge gefaBt und den paulinisclien GlaubensbogrifF in seiner Weise 
(s\ Nr. 73 und sonst) abseh&tzig benrteilt bat (s. fiehalkhaufier, a. a. O. 
ft 73*). 

75. 

Makar. IV, 20: To *£ntoi nepi thc monapxiac toy m6noy eeo? kai thc 

nOAYAPXIAC TON CCBOMdNWN GCCON AIAPPHAHN ZHTHCGJMeN, U)C OYK oTaAC OYA6 THC 

monapxiac t6n A6roN X«t>HrHCAC6Ai. wonapxhc rAp £ctin oyx 6 m6noc £n, Aaa' 6 
m6noc a>xwn. APxei a' 6wo<j>ya(jjn ahaaah h 6moiwn, oTon 7\apian6c 6 baciacyc 



t J Audi i« diesem Abschnitt findet sidi nodi einiges znr Kritlk des evangel isdi en 

Bildes Jesu und seiner Spruehe. 



92 von Harnack: 

5 monApxhc r£roNGN, oyx on m6noc hn oya' oti bocon kai hpobAtcon hpxgn, 3n apxoyci 

nOIMdNGC H BOYKOAOI, AAA* OTI ANGPtbntON ^BAcIaGYCG TUN bwOrGNCON THN AYTHN <t>YCIN 

gx6ntu)n. wcaytwc gg6c monApxhc oyk an kypJcoc £kahgh, ei mh ggcon hpxg* to?to 
tap enpene Ttp eeiq) t^eriea kai tco oypanIo) noAA& aiio^ati. 

76. 
Makar. IV, 2 i : Gi rAp ArrdAOYc 4>atg tw ggu tiapgctAnai AnAeeTc kai AoanA- 

TOYC KAI THN <t>YCIN A<t>eApTOYC, OYC HMGTc 660YC A^rOMGN AlA t6 nAHCION AYTOYC 

gTnai thc ggothtoc, ti t6 am<mcbhtoymgnon ttgpi to? 6n6matoc ft m6non t6 aia- 
<oopAn htgTcgai thc kahcgwc; kai tap thn kaaoym^nhn y<o' ""Gaahncon "Aohnan Ming>- 

5 BAN 01 L P(i)MaT0I KAAO?CIN s AirYTTTIOI A& KAI CYPOI KAI GpAkGC A'aAWC nPOCArOPGYOYCI, 
KAI OY AHT10Y TH T&N 6nO*AtU)N AIAOOPA CYCXHMATIZ6TAI ti ANAIPGTtaI THC TO? 

Geo? npocHropiAC. cTtg oyn ggoyc erre ArrdAOYc tic aytoyc (3nomAzgi, oy ftoay 

t6 aiA4>opon, thc <t>Yceo)c aytcon maptypoym^nhc ogiac, bn6TC rpA^ei MatgaToc oytuc* 

Kai AnoKPieeic6 J lHco?c e?ne* tiaanacgg, mh GiA6TecTAcrPA4>Ac*HA6 

io thn aynamin toy gcoy' gn rAp th AnactAcgi oy>g i"amo?cin o^tg rAMi- 

ZONTAI, AAA 3 CICIN d) C ArrCAOl ^N iQi OYPANU). bttOAOrOYM^NOY TOINYN edAC 

<$>Yceu)c toyc ArrdAOYC mgt^xgin, oi t6 np£noN c£bac toTc gcoTc ftoioyntgc oyk 
gn iyaw fi aigo) h" xaak&, ei oy t6 bp£tac katackcyAzctai, t6n og6n cTnai noam- 

ZOYCIN, OYA* Ct TI M^POC ArAAWATOC AKPWTHPIACGGIH, THC TOY GGOY AYnAmGCOC A4>AI- 

15 pgTcgai kpinoycin. YnowNHcetoc rAp gngka tA i6ana kai oi naoi yfto tun fiaaai&n 

IAPY8HCAN, Yn£p TOY TOYC 4>0IT&NTAC 6K6TCG CXOAHN ATONTAC KAI TO A0in6N KA6A- 
P6Y0NTAC etc 6NN0IAN riNGCeAl TOY GCO? H nP0Cl6NTAC CYXaTc KAI IKCCIAIC XPHCOAI, 
AITO?NTAC nAP' AYTOY Sn GKACTOC XPHZ6I. KAI rAp gT TIC 6IK6NA KATACKGyACGI <t>IAOY. 
OYK GN ^KGINU) AHnOYGGN AYTON N0MIZ6I t6n 4>IA0N gTnAI 0YA6 tA M6AH TOY CtOMATOC 
20 GKGiNOY TOTC THC TPA0HC GrKGKAGTCGAI M^PGCIN, AAaA THN 6IC TON 4>IA0N TIMHN Al* 

gik6noc agiknycgai. tAc ag npocArow^NAC toTc ecoTc gycIac oy toco?ton timhn 

GIC AYTOYC <0GPGIN, 0C0N AGTrMA 6?NAI THC TCON GPHCK6y6nT03N nPOAIPGCCWC KAI TOY 
MH nPOC AYTOYC AXAPICTtOC AIAKgTcGAI. ANGPtOnOGIAH A^ TtON ATAA^ATtON GIKOTWC 
GTNAI TA CXHMATA, GnGI TO KAAAICTON TtON ZO)CJN AN8PCJnOC gTnAI NOMIZGTAI KAI 6kd)N 

25 eeoY. gni a' ei gtcpoy a6toy toyto kpatynai to a6tma, aiabgbaioym^noy aak- 

9ff. Alatth. 22, 29 f. (kai AnoKP. allein mit s > AnoKP. ^e. — eTneN mit s v al's fere > eTneN 
aytoTc. — Xaa' eiciN allein > £n tw oypanG eiciN. — ArreAOi ohne geoy mit BDabce f ff 3 h q 
Ambros., usw.). 16 ^oitontac ^Ke?ce npoci. eic ^nn. tin. t. eeoY fi cxoa. Ar. k. tSn AOin&N 
KAGAPeYONTAC Cod., corr. Wil. — 19 aytco Cod., corr. Wil. 2 1 ff . tAc ag nPOCAr. bis aia- 

KeTceAi pafit schlecht in den Zusammenhang; aucli der folgende Satz istauffallend. z^f. gikcon 
eeo?, vgl. Genes. 1, 27. 



Porphyrins, »Gegen die Christen*. 93 

tyaoyc SxeiN t6n oe6u y oTc rpAoei 4>Ack(on' Kai gawkg tw Much tAc ayo 26 

T7AAKAC TAc rerPAMM^NAC TW AAKTYACa) TO? 060?' AAaA KAI ot XpICTIANOI 

MIWOYMCNOI TAC KATACK6YAC T&N NA&N WCHCTOYC ofKOYC ofKOAOMOYCIN, 61C OYC CYN- 

l6NTeC e^XONTA!,-KAlTOI MHACn6c KWAY0NT0C £n TATC OIKiAIC TOYTO nPATTGIN, TOY 

KYPIOY ahaon6ti nANTAx6e€N Akoyontoc. 30 

26 f. Exod. 31,18. — Z. 12 ceBACToTc Pitra. — Z. 13 bp£tac, s. Porphyr.. dc iuiag. 6. — 
Z. 15 zu Ynd t&n nAAAidiN vgl. ad Marcell. 18. katA ta ffAtpia sei die Gottheit zu vcrehren. 
Oi nAAAioi ofters in der Scbrift dc abstin. (s. 11,4; III, 1.9. 18). 23 ANepconoeiAH, s. 
Porphyr., de imag. 2.8 usw. — Religionsgcschichtlich ist der Satz (Z. 2 t\) besonders wiehtig: 
(Xrr^AOYc) eeoYc A^roweN AtA rb hahcIon aytoyc gTnai thc eeoTHToc. 

77. 

Makar. IV, 22: 61 a£ ka! tic tcon '"Gaahnwn oytg) koy^oc thn tnoj^hn, toe 
iu toTc ApAamacin £naon oikcTn nomizcin toyc eeoYc, noAAw KAeAP(I)TePON e?xe thn 

gNNOIAN TO? T7ICT6YONTOC OTI CIC THN TACT^PA AWlAC THC nAPO^NOY CIC^AY t6 

ee?ON, £wbpy6n tc irtuero kai Texe^N ^cnAPrANtien, mcct6n aYmatoc xopioy 

KAI XOApC KAI TON tl\ nOAAU) T0YTC0N ATOnO)T^PO)N. 5 

3f. Luk. i, 35; 2, 7; vgl. Nr. ^^ und »Zcugnisse* Nr. XXI: -corpus ex femina acccptum*. 
— Zur Sache s. Porphyr. ad Marcell. 1 7 f . : Acgbhc oyx oytcoc 6 ta Ai-Aamata tCn eecSN mh 
nepi^nwN &c ^6) tAc t&n tioaa&n a6iac tgj eefi cynahtcon. cy ag mhagn Anaii6n noTe ytioaAbhc 
nepi eeo? MH>e Tfic makapi6thtoc a.ytoy mhtg tAc A^bapciac. oytoc tap m^hctoc KAPndc eYce- 

B€IAC A TIMAN T6 ee?0N KATA tA TiAtPIA, OYX &C ^KeiNOY nPOCA£OM€NOY .... BcOWOi A6 660Y 

iepoYProYM€NOi m£n oya£n baAtttoycin, AweAOYweNOi a£ oya£n oxogaoycin . . . . Mh miaing 16 eeToN 
ANepconiNAic reYAOAOiiAic. 

78. 

Makar. IV. 23: ""Gxoimi An coi kai And toy nomoy acTiai id twn eetoN 
noAYcenTON 6noma tu tw boan kai mctA fioaahc aiaoyc noyoctcTn t6n Akoyonta* 

0COYC OY KAKOAOTHCeiC KAI APXONTA TO? AAO? COY OYK ^Pe?C KAKtOC. 

0^ rAp Aaaoyc nAPA toyc hmTn nomizom^noyc Sac eeo?c A^rei, ^1 Sn Tcmcn ^n 

tO" 0^ nopeYCH <5nico) eetoN, kai nAAiN ' j GAn nopeYOHTe kai aatpgychtc s 

eeoTc £t£poic. oti rAp oyk XNepoinoYC, aaaa ocoyc kai toyc y^ hmcon aosea- 

zom^noyc Aerei oy w6non Mo>chc, AaaA kai j Ihcoyc b aiAaoxoc ayto? <t>HCiN tw aaw ' 

KaI n?n ooBHOHTe ayt6n kai aatpcycatc aytw w 6 n a) kai nepi^Aecee TOYC 

eeoYc, oTc ^aAtpcycan ot nAT^pec ymcon, kai FTa?aoc a^ oy nepi ANepcbnwN, 

3f. Exod. 22, 28 (oyk £pe?c kak^c im't A F > oy. kak. ^p.). 5 Jerem. 7,6. 5f. Deut. 
13,2. 8f. .Jos. 24, 14 (ayt6n > kypion die iibrigen — w6nco ohne Zeugen — ym<55n mit 

A > hw&n die ttbrigen). 



94 von Harnack: 

io aaaa nepi tcon acumAtwn 0hcin " GTtigp eiciN 01 Aer6weN0i eeoi noAAOi ka.1 
k^pioi noAAOi, gTtg £ni rfic, efTe g n oypan&, Aaa' h/a?n e?c eedc kai n at ftp 
e£ oy tA nANTA. ai6 ttAny coAAAecee nomizontgc xAAenAiNeiN t6n og6n, ef tic ka! 
aaaoc kahggih gg6c kai thc ayto? npocHropiAC TvrxANoi, 6noTe ka! apxqntgc 

YnHK60IC KA! AOYAOIC A6CT70TAI THC &MCONYMIAC OY <t>OONOYCIN ' OY 66M|t6n fOYN 
15 MIKPOYYX0T6PON ANGPUmUN TON G66n G?NAI NOMIZGiN. KAI TTGPI M&N TO? eTNAI OGOYC 
KAI AgTn TIMAC6AI TOYTOYC AAIC. 

ioff. I. Kor. 8, 5f, (o! mit FGKdef'gm 5 Vulg. Iren. noAAOi kai kypioi noAAOi fst aus 
einem folgendcn Verse vorvveggenommen mit D E d e Ambrosiaster — eni rfic vor gn oypan$ 
ohne Zeugen — kai nATHP nur mit Basilius > 6 nATHP). Z. 2 noAYoriTON Cod., corr. Wit. 
7 Ihcoyc 6 aiAaoxoc: s. Nr. 41 aiaaoxai baciag&n, Nr. 94 aiaaoxh t£n tgnom^non. 

79. 

Augustin, op. 102 (ad Deograt., sex quaestiones contra paganos exposi- 
tas eontincns), 16: », Accusant', inquit [Porphyrins], ,ritus sacrorum, hostias, 
tura et cetera, quae templorum cultus exercuit, cum idem cultus ab ipsis, 
inquit, vel a dco, quern colunt, exorsus est temporibus priscis, cum iji- 
ducitur deus primitiis eguisse.'« 

Vgl. Nr.76 (Schlufi) — primitiis, s. 5. Mos. 18, 4 usw. 

80. 

Euseb., Praep. cv. V, 1 , 9 f . : Ayt6c b kaq 7 hmac tun aaim6ng>n npoAropoc 

6N TH KAG 5 HAAKON CYCK6YH T0?t6n nOY AGTCON MAPTYPG? TON TP<3n0N ' 

» NYNI AG GAY/W0YC1N 61 TOCOYTWN g'tcON KAT6IAH<t>6 THN n6AIN H n6C0C, 
"AcKAHniOY MGN GniAHMlAC KAI TCON AAAG)N G6&N MHKgY O^CHC ' ""IhCOY TAP TIMtO- 
M^NOY OYAGMIAC TIC G6&N AHMOCIAC UXOGAGIAC HCGGTO.« 

Die Bezeirhnung J'iir Porph. -6 thn kao' hmcon cyckgyhn nenoiHM6NOC« tindet sich audi 
V. 5, 4: V, 35, 5. Abgesehrieben aus der Praep. von Theodoret, Grace, atfect. cur. XII, 96 
p. 323, 8 K. Kv fiigt binzu: Tayta 6 nANTO)N hmin Ixoictoc FTop^ypioc eipHKGN. 1st die Stadt 
Romi* Zu J AcKAHniOY eniAHMiAC vgl. Nr. 87 GniAHttiA toy Xpictoy. 

81. 

Augustin., cp. 102 (ad Deograt. sex quaestiones contra paganos expo- 

sitas continens) 8: »Alia proposuerunt, quae dicerent de Porphyrio contra 

Christianos tamquain validiora decerpta: ,Si Christus', inquiunt, 5 salutis 

Siehc Nr. 49. 82 tmd 87. 3I'. s. Job. 14, 6 vermischt mit 1, 17 (oyagIc gpxgtai np6c ton 
nAT^PA e\ mh ai' 6M0Y wird von Porphyrins — platoniseh — als Riickkehr der Seelen gedeutet). 



Porphyrins, » Gey en die Christen*. 95 

se viam dicit, gratiam et veritatem, in seque solo ponit animis sibi 4 
credentibus reditum, quid cgerunt tot saeculorum homines ante Christum? 5 
ut dimittain, inquit, tempora ante Latiuin regnatum, ab ipso Latio quasi 
principium humaui nominis sumamus. in ipso Latio ante Albam dii culti 
sunt, in Alba aeque religiones ritusquc valuere templorum. non paucioribus 
saeculis ipsa Ron™ longo saeculormn tnietu sine Christiana lege fuit. quid, 
inquit, actum de tain innuincris animis. quae omnino in culpa nulla sunt, >« 
si quidem is, cui eredi posset, nondum adventum siium hoininibus romnio- 
darat? orbis quoque cuin ipsa Rom;i in ritibus templorum caluit. quare. 
inquit, salvator, qui dietus est, sesc tot saecnli.s subduxit? scd no dicant, 
inquit, lege Judaeorum vetere liominum curatum genus: longo post tem- 
pore lex Judaeorum appanrit ac viguit angusta Syriae regione, postea vero m 
prorepsit etiam in fines Italos. sed post Cacsnrem Gaium nut certe ipso 
impcrante. quid igitur actum de Romanis animis vel Latinis, quae gratia 
nondum advenientis Christi viduatae sunt usque in Caesarian tempus?'« 

6ff. (»ab ij>so Latio <juasi principium humani nominis- ) und 16 (-in fines Italos*): der 
abendlandische Standpunkt. der in dieser Bestimmtheit fur Porphyrins uherrasrhenrl ist: 
aber stammt das alles nicht aus lateinischer Interpolation (Wil.)!* i6f. -post Caesarcin 

Gaium ant certe ipso impcrante* : hier isl (wenn uiehl et-was ausgefallcn ist. s. Z. 18) 
Jndentum und Ohristentum verwecliselt. Niclit der ^ute Chronologe Porphyrins, sondern nur 
i\ev Exzerpkn- kann das vrrbroehen liaben. Dal3 die christliehe Predict nnlcr Gajus naeh Horn 
gekommen, ist aneb sonst bezeugl. 

82. 

Hieron., ep. 133 (ad Ctesiph.), 9: »Kt — quod solet nobis obicere contu- 

bernalis vester Porj)hyrius - - qua ration e elemens et misericors deus ab 

Adam usque ad Moysen et a Moyse usque ?i<l adventum Christi passus sit 

universas gentcs per ire iguorantia legis et lnainkitormn dei. ncque enim 

Britannia fertilis j)roviucia tynmnoruin et Scotieae gentes onmesque usque 5 

ad Oceauum per circuitum barbarae nationes Moysen prophetasqne eogno- 

vcrant. quid neccssc fuit eum in ultimo venire tempore et non prius f jiuim 

innumerabilis peri ret hominum multitude?* 

Z. r »solet«, .*. Xr.81 u. 87. Hieron. sebeint hier wortlieh zu ziticren; i.sl aber nicht 
• fertilis provineia tyrannorum- ein Zusatz von Hint ? Britannien nalun zwar im 7. Jabrzebnt 
des 3. Jahrhunderts an dem rascben Wechve! der gallisehen Tyrannen teib aber es hat sip 
selbst nicbt hervorgebracht. Dagegen hat sieb zu llieronyinus" Zeil der erfolgreiehe Tyrann 
Magnas Maximus (unter Gratian) in Britannien erhoheii (dazu Schiller, Gesch. der Ruin. 
Kaiserzeit, 2. Bd., S. 404 f.: »Wieder war es Britannien, wo die b'aat des Priiten den tent urns 
reifte."). Z. 8f. innumerabilis multiludo: s. Xr. 81 -innnmerae animae*. 



90 VON H A RNACK : 

83. 

Vielleicht hat Methodius in folgendem Satze (aus der Schrift kata 
FTop0ypioy bei Bonwetsch, Methodius, 1891, S. 347, Z. 20ft'.), den Por- 
phyrius im Auge: OTontai tingc kai ton ee6N, npdc t6 thc oiKeiAC AiAe^cewc 

/A^TPON ICAZONTGC AYTON, tA AYTA ToTc $>AYAOIC H £nAIN6TdA H YGKT^A HreTceAl, 

cocnep kan6ni kai m£tpco xpcomgnon taTc a6saic t&n ANepwncoN, oy cynnohcantgc 

AlA THN OYCAN 6N AYToTc ArNOIAN. OTI TTACA A^nOYGGN H KTICIC eNA6HC ^CTI TO? 

kaaaoyc to? eeo?. 

Siehe die Krwagungen des Porphyrius in Nr. 49. 63. 64. 71. 75. 78, 94 nsw. 

84. 

Aus den Fragmenten der Schrift des Methodius KatA TTop^ypioy (Bon- 
wetsch, S. 345 f.) lassen sicli ferner noch folgende Satze fur das Werk des 
Porphyrius gewinnen (nicht wortlich): 

Tl CO0^AHCeN HMAC b Yl6c TO? 660? CAPKCOeeiC £nl THC KAI reN6M6NOC AN- 

epamoc; kai aiA ti tG to? ctaypo? cxhi/aati hn^cxgto rueem ka! oyk aaah tini 

timgopia; kai ti to xpAcimon to? ctaypo?; 

TTcoc b to? eeo? yioc, 5 Xpict6c. gn bpaxgT tg kai nepicopiCM^NW xp6no> 

aiactoaaTc cci)MATi eKexcoPHTO ; kai n&c, XnAOHC &h, ir^neio Yn6 nAeoYc; 

Ti axoGAHceN, vgl. Nr. 81.82. 87. Toy ctaypo? cxhmati, vgl. Nr. 68: o'acoc Xpict6n 

CTAYPOYceAi tic gIphkcn; unklar ist aiactoaaTc syntaktisch und dem Sinne nach. S. 248, 4 
(Bonwetsch) schreibt Methodius: «Uncndliclies kann nicht mit fortgesetzten Zwischenraumcn 
sicli ausdchncn." Aber lafit sich das vergleichen:' Bemerkcnswert ist der Ausdruck c&/aati 
£kcx6phto. 7a\ AnAOHC s. Nr. 71. 76. 

85. 

Augustin., ep. 102 ad Deograt., sex quaestiones contra paganos expo- 

sitas continens), 2S: »Post lianc quaestionem, qui eas ex Porphyrio propo- 

suit, hoc adiunxit: 'Sane etiam de illo\ inquit, £ me dignaberis instruere, si 

vere dixit Salomon: Filiuin deus non habet\« 

Anch diese I<Yage stamuit vielleicht docli von Porphyrius selbst. 4 Eccles. Salom. 4, 8. 
Vgl. Nr. 86. 90a. 

86. 

Theophylakt., Enarr. in Joh. (Migne, T. 123, Col. 1 141): wctg AiAnenTcoKe 
toy "Gaahnoc FTop^ypioy to C601CMA' eKemoc rAp ANATP^neiN neiPCibMeNOC t6 gy- 
ArreAioN, toiaytaic gxphto aiaip^cgcin* 6i i~Ap Aoroc, ^hcin, 6 yi6c to? eeo?, fiTOi 



Porphyrins, *Geyen die Chrfcten*. 97 

TTPO0OPIK6C £CTIN (H ^NAlAeGTOC * AAAA WHN OYTG TOYTO, OYTG g'kgTnO * OYK A>A OYAC 
A6roc c'CTIN. 

Diese Stelle zu .loh. i, iff. 1st (indirekte Uberlieferung) aus dem AVerk kata Xpictiancon. 

87. 

Makar. IV, 10: ^Aaao ag toytoy npXrMA ttoay AondrrepoN — kat' antiopacin 

A€>U) e^MIC AlACKOnHCAl ' Oy XP6IAN GXOYCIN 01 YMAINONTGC IATPOY, AAA' 

01 KAKtOC GXONTGC. nGPl AG THC OIKG'aC GniAHMIAC 6 XPlddc TAYT* 6PPAY(i)AGI TOTc 

oxaoic. ei ro?N aia toyc kamnontac, wc ayt6c agtgi, taTc amaptiaic dnGCTH. aV 

OYK ^KAMNON 01 rTAT€>6C HMCON OYA* 6N0CH A6Y0NT0 TaTc AMAPtIaIC 01 TTPOrONOI *, gT - 

re xpgIan oyk gxoycin oi ymainontgc iatpoy kai oyk hasg kaagxai ai- 

KAIOYC AAAA A M A P T 0) A Y C GlC MGTAnOIAN. KAI TON FTaYAON AG AGTGIN OYTCOC " 
"IhCOYC XPlddc HA66N 6IC t6n <6CM0N AMAPTCOAOYC CUJCAI, Sn TIPCOTOC 

gimi gVcj — gi toyn tayg' oytu>c g'xgi kai b ncri a an hm£ n oc mgn kaagTtai, 6 ag 

NOCfflN eGPAnGYGTAI, KAI KAA6TTAI M6N 6 AAIKOC, 6 AG AIKAIOC OY KAAGTTAI. 6 MHT6 10 
KAHOGIC MHTG THC TU)N XpiCTIANtON AG6M6NOC SGPAnGiAC gTh AN AFTAANHC TG KAI AI- 
KAIOC" 6 TAP MH XPHZCdN 1ATPGIAC t6n TIAPA TOTc TllCToTc AOTON AnOCTPA<t>GIC TYTXANGI, 
KAI bC(J AN MAAAON XnOCTPA<t>H, TOCOYTO) MAAAON AIKAIOC GCTAI KAI YTIAINCON KAI AITAANHC. 

Sielie Xr. 81 u. 82. 2 I'. 61*. Luc. 5. 31 f. 81". ] Tim. \. 15 (Xp. j \. die Moisten). 

9 nenAANHMGNOC: s. Mattli. t8. 12. Zu NOCHAGYeceAi (Z. 5) ^. Kuseb,, Demonstr. S. 133. 

28 usw. (llei kel), zuin Gedanken Nr. 81. 82. kai t. TIayaon ag agtgin (Z. 7): nieJit zu 

korrigieren. 6 ag noccSn eGPAnGYeTAi (Z. 9I*): Walusclieinlieh (s. aiiaanhc Z. 11 u. 13) ist 

etwas ausgofallen mid es ist zu lescn : 6 nGriAANHMGNOC mgn kaagFtai, 6 ae aiiaanhc oy ka- 

AG?TAI, 6 YriAlNCON W€N A<t>IGTAI, 6 AG) NOC&N eGPAflGYGTAI KTA. Z. I I TOON XPICTIANCON (llicllt 

TOY Xpictoy), weil sich dor Kritiker zur Gegenwart uendet. r 2 f . toic f7icTC?c (s. Nr. 

26. 73. 95) ist sclion darnals Kigenname tur die Christen gewescu (s. in e i n e Mfssionsgeseli. I 3 
S. 386f.), und zwar sind die TTictoi die getauften und volllmrtigen ( 1 hri>tm: dcr Name 
^Christen- kam audi hehon den Kateelnunenen zu (s. ( anon. Klvir. 51 u. a.). 

88. 

Makar. IV, 19: 6YA6ra)c "Owhpoc thn anapgIan tujn l 6aahncon atg nGnAiAGY- 

M^NHN HCYXAZGIN ^nGTATTG, THN A* ANIAPYTON TOY "6KT0P0C TNCJMHN 6 AHMOClGYCGN. 

drtMGTPW A6ro> ahmhtopcDn to?c ^Gaahci. Cxcce', AptgToi, AGrO)N, mh bAaagtg. 

KO?POI J AXAI0)N' CT6?TAI rAP TOI £ 11 C ^PGGIN K0 PY6AI0A0C ^6 ktcjp, KAI 

n?n gV hcyxiac Sag hantgc KA6GA0YM66A' GnArrGAAGTAi tap hmTn KAI AIABGBAIOYTAI 5 

b T&N XPICTIANIKtON AOTMATWN YOHTHTHC TA CKOTGINA TCON rPA^UJN GPMHN6Y6IN K60A- 

3 Ilias III, 83 ('Icxece' . . . . tap ti). 
PhiL-hist. Abh. WW. Nr.l. 13 



98 VON II ARN ACK : 

7 AAIA. A^re A' OYN HM?N, fi TAN, nAPAK0AOY60?CI TOTc Yn6 CO? <$>PAZOtt6NOiC 3 J{ 
4>HCIN 6 Xn6CTOAOC * A AAA TAYTA T1N6C HTG (aHAON A* OTI TA 4>A?Aa), A AAA 

AneAOYCAcee, aaaa HnAceHTG, aaaa gaikaig)6htg gn tQ 6n6mati to? 

io KYPIOY ""IhCOY XpICTO? KAl £n T CO nNGYMATI TO? 660? HMCON. OAYmAzOMGN 

tap kai 6ntcjc eni toTc toioytoic thn yyxhn XnopoYMeeA, ei tocoytcon moaycmcon 

KAl MIACMCON AN6PO)nOC AllAS AnOAOYCAMGNOC 64>6HC6TAl KA6AP0C, 61 TOCAYTHC BAA- 
K6IAC ANAMeMATM^NOC KHaTaAC GN TCO 8103, TTOPNGIAC. MOIXGIAC, M^OHC, KAOnHC, APC6- 
NOKOITIAC, <t>APMAK6IAC KAl MYP.'tON $AYAC0N KAl MYCAPCON nPATMATCON, MONON 8AnTIC6£IC 
«5 KAl eni KAAGCAMGNOC TO ONOMA TO?XpiCTOY ^AGYOGPOYTAI PAON KAl TO T7AN 
ATOC KAOAneP 04>IC TTAAAION XnOAYGTAt 6C0PAKA. TIC OYK AN £nT6?66N PHToTc KAl 
APPHTOIC GTTITOAMHCGI KAKOTc KAl APACGI TA MHTG AOrtp PHTA MHT* £pTOIC <fOPHTA, TNOYC 
0)C T&N TOCOYTCON GNATGCTAtCON GPTCON AHY6TAI THN ATIOAYCIN, MONON niCTGYCAC KAl 
BAnT)CAM£NOC KAl CYrrNCOMHC TYX£?N GAniCAC M£TA TA?TA TTAPA TO? M^AAONTOC 

20 kpTnai toyc zcontAc tg kai toyc ngxpoyc; ta?t' amaptangin nPOTPGnGTAi t6n 

AKOYONTA, TA?t' £<P 6KACTHC T7PATT6IN AlAACKGTAi TA AO^MITA, TAYT* oTaGN 6IOPICA1 
KAI TO? N6MOY THN nAIAGYCIN KAI TO AIKAION AYT6 KATA TCON AAIKCJN MHA^N ICXYGIN 
OACOC, TAYt' GICATGI THN A66CM0N GN k6cM0) nOAITGIAN KAI AOTMATlZGt THN AC^BGIAN 
OACOC MH AGAOIK6NAI, 6nOT6 MYPICON AAIKHmAtCON CCOPdN MONON 8AnTlcAM£NOC ANePCOTTOC 

25 AnoTieGTAi. kai toyto mgn Sag to? aotoy t6 komy6n TIaAcMA. 

8fl". I. Kor. 6, i i (aaaa allein > kai); Makarius selircibt p. 206, 1 1 : kai tayta tincc kta. 
unci toy kypioy hwcon (hm6)n aueh ]>. 208,22 und 210,2, vgl. (.'odd. BC; unser Text geht 
mit n A D d c Iren., Tertull.). 15 Act. 2, 21, L Kor. 1,2 usw. 15 Besser paaion Wil. 

16 Xroc, s. die Tragiker und vgl. Z. 18: ^NArecTATA eprA, Nr.69: ^NArecT^PAN kakian. i8f. vgl. 

Marc. 16,16 usw. 1 9 f . II. Tim. 4,1; Porpln-rius kennt die kirehliehe BuSIehre und Hire 

Tcrminologie. 21 aiaackctai: nicht zu korrigieren. — oTacn : cTacn Cod. — Da6 die Ein- 
leitung zu diesem Stuck nicht dein Porphyrins gehort, ist often bar. Zuin Lasterkatalog 
(Z. i 3 f.) s. Nr. 58. 

89. 

Makar. IV, 6: TTgpioycIac a' gngkgn agagxgio kakgTno to agaghmgnon gn th 

XnOKAAYYGI TOY TT^TPOY' GICATGI t6n OYPANON AMA TH TH KPI6HC6C6AI OYTCOC * 
L H rfi, 4>HCI. nAPACTHCGI nANTAC TOJ 66C0 GN HM^PA K P I C 6 CO C . KAI AYTH 
M^AAOYCA KPIN6C6AI CYN KAI T CO nGPIGXONTI OYPANtp. OYAGIC A^ OYTCOC 
5 AnAIAGYTOC OYa' OYTCJC AnAICOHTOC, be OYK 0TA6N OTI TA MGN nGPI THN THN TGtA- 
PAKTAt KAI THN TAnN OY n^4>YKG C(x)Z6IN, AAA' 6CTIN AN0)MAAA, TA A^ GN TCp OYPANtp 

$L Dieser ^ r ers felilt in dein uns erhaltencn Teil der Apok. Petri, s. »Tcxte und 
Untersuchungeii" IX, 2 S. 8of.; Makarius. den Vers repetierend. schreibt nANTAC tu eew kpi- 

NOW^NOYC ttnd MGAAOYCA KAI AYTH. 






Porphyrin^ *Gi-gen die Christen*. 99 

tAiin 6moian gxgi aiattant6c kai Xei katA tA aytA npoxwpcT kai oya^ttotg yitaa-v 7 

AATT6TAI. AAA* OYA* YFTAAAArHCGTAi 1TOTG ' nOIHMA TAP AKPIBGCTATON KAG^CTHKC TO? 

eeo9* been ta kpgittonoc Aiicoe^NTA moipac ayghnai amhxanon, atg eeiw nenHroTA 
kai Xkhpatw eec^u). tinoc a' gngkgn oypanoc kpighcgtai; hmapthkojc ag* ti oanhcgtai ™ 
ttotg, 6 thn gi apxhc Ynd eeo? taiin aokimacggTcan syaAttcon kai aiam^ncon eni 
thc tayt6thtoc agi; ei mh t! re tic £k aiaboahc ton oypanon ai;on gTnai kpicgcjc 

PHTOPGYCGI TU KTICANTI, 0)C T6N KP1THN ANACXOMCNON KAt' AYTO? TINA TGPATGYGCGAI 
o¥T(i) 6AYMACT0?, OYTCO ttCrAAOY. 

14 oVtw eAYMACT6N, oyto) wen\AA Cod. mid Blonde!. Zur Saelie s. Nr. 34. 

90 a. 

Makar. IV, 7: Kai g'kgTno a' aygic agYgi, kai acgbgiac mgcton yitApxci, to 
phma $ackon' Kai takhcgtai ttaca aynamic oypanoy kai gaixghcgtai 6 

OYPAN6C G)C BIB A ION' KAI nANTA TA ACT PA nGCcTTAI 03C 0YAAA ei AMT7£- 
AOY KAI d)C niTTTGI 0YAAA And CYKHC. And TGPATGOAOYC KAI TOYTO YCYAOAOHAC 
KAI YnePOYOYC AAAZONGIAC KCK6rtrTACTAI l6 ' '0 0YPAn6c KAI H TH n A P C A C Y C G T A I , 5 

o\ At a6toi moy oy mh nAP^Aetoci. noToc tap tic an ctnoi toy j Ihcoy toyc 

A6rOYC CTHCGC6AI, GTrT6P 0YPAN6C KAI l~H MHKgV gTgn; AAAOOC TG CI TOYTO nPAlCICN 
6 XP!CT6C KAI KATAl€ie T6N OYPANON, TOYC AC6BGCTAT0YC TUN ANGPti)TTG)N MIMHC6TAI, 
0? tA £AYT$N AIA06G1P0YCIN " tfTI I"Ap OYPANOY KAI THC TTATHP ^CTIN 6 6e6c, Yn6 
TO? Y^O? d)M0A6rHTAI, FFAtCP, KYPI6 TOY OYPANOY KAI THC THC, AGTONTOC' I( -> 

j Io)Annhc a£ 6 battticthc MereeYNGi t6n oypan6n kai £1 aytoy ag>gi tA ggTa xapic- 
mata n^MneceAi ag^gon" Oyagic aynatai ttoigTn oya£n, iku mh h agao- 

M^NON AYTtp ^K TO? OYPANO?, KAI 01 nPO<J>HTAI AG AHON TOY GGOY OlKHTHPION A^- 

toycin YnApxeiN ton oypanon £n Tto'^GntAC gk katoikhthpioy atioy (coy) kai 

€YA6rHC0N TON AAON COY TON IcPAHA. C\ TG 6 TOCOYTOC KAI THAIKOYTOC GN ^ 
MAPTYPiAIC 0YPAN6C rTAPCACYCGTAI, TIC GCTAI KAG^APA AOinON TOY AGCnOZONTOC: Gl 
AG KAI T6 THC THC CTOIXCl'ON AnOAAYTAI, TI t6 YnonOAION GCTAI TOY KAGHMGNOY, 
ACrONTOC AYTO?' L 0YPAN6C ttOI GPONOC, H AG TH YTT0n6AI0N TWN n A 03 N 

moy; kai hgpi mgn to? hapgaggTn t6n oypanon kai thn thn ojag. 

2ff. Ancli aus der Apoc. Petri:* Jes. 34, 4 (takhcontai nAcAi ai aynamgic t<Sn oypancon kai 
£AirHC€TAi (be bibaion 6 oypanoc) ist daiin dort zitiert gewesen. 51*. Mattli. 24, 35. 10 ^Iatth. 
it, 25. 1 2 f . Joli. 3. 27 (oy aynatai ANGPwnoc aambangin oyagn die ubi'igen, aber Cod. e 

bietet »facere«). 14 f. Dent. 26, 1 5 ( katiag £k toy oikoy Tor ArioY coy ^k toy oypanoy die 

ubrigen, aber in F fclilt ^k t. oyp.). iSf. Jes. 66, 1 (woi s A, moy die fibrigen: h ag rft s A Q, 

ka) h rfi die nbrigen). Nncli gaytcon steht t^kna (/. 9) von spatcrer Hand. Zi> toy yioy 

(Z. 10) s. Nr. 84 bis 86. 

13* 



100 von Harnack: 

90b. 

Nemesius, De natura hom. c. 38: Aia taythn thn XnoKATACTAciN <oaci tincc 

TOYC XpICTIANOYC THN ANACTACIN 0ANTAZ6C8AI, nOAY nAANHe^NTGC* £IC AFTA! rAP TA 
THC ANACTACeWC KA1 OY KATA nePIOAON eceCGA! TA TOY XpICTOY AOSAZ6I AOTIA. 

Es liegt sehr nahe, unter den hier Getadelten Porphyrins, auf den sich Nemes. anch 
sonst bezieht, zu erkennen. Er wird es gewesen >ein, der im Zusammenhang der Polemik 
gegen die christliclie Lehre von der Anferstehung als einer *Phantasie« (s. Nr. 94: MeCTON 
ABeATHPJAC npXrMA t6 thc anactaC6coc) den biblisclien Terminus »Apokatastasis« (s. Apostel- 
gesch. 3, 21) als christliches Plagiat auf den stoischen Begriffzuruckgefuhrt hat, wie er »die 
goldene Regel« (Apostelgesch. 15) als Plagiat hinstellte (s. o. Nr. 8). Welcher andere Heide 
als er hatte die versteckte Stelle in der Apostelgeschichte aufgespurt? Vgl. Bernays, 
Ges. Abhandl. 1 (1885), S. 335 f. 

An der obcn (»Zeugni.sse« Nr. XXVJa) mitgeteilten Stelle (»Maptyc toytoy £ctj TTop- 
<t>YPioc«) ist es unsieher, was hier Porph. bezeugt (die groBe Satzgruppe, die vorangeht, uber 
Seele und Ivorper des Gott - Logos ist in dieser Gestalt schwerlich sein Eigentum), und 
wo er es bezeugt hat. Gleieh darauf wird das 2. Buch seiner Cymamktcon zhthmatcon zitiert. 

91. 

Augustin., ep. 102 (ad Deograt., sex quaestiones contra paganos expo- 
sitas continens), 22: »Videamus, quale sit, quod de mensura peecati atque 
supplicii proposuit sic (in) evangelio calumniatus: ,Miuatur', inquit, .Christus 
sibi non credentibus aeterna supplicia ct alibi ait: In qua mensura mensi 
5 fueritis, in ea remetietur vobis, satis, inquit, ridicule atque contrarie; 
nam si ad mensuram redditurus est poenam et oinnis mensura circum- 
scripta est fine temporis, quid sibi volunt minae infiniti supplicii/* 

$f. Mark. 16, 16 u. sonst. 4). Matth. 7, 2. 5 Christi Worte sind lacherlich und 

widerspruehsvoll, s. Nr. 70 u. sonst. Der philosophisehe Gedanke am SchhiG ist be- 

aehtenswert und gehort zur neuplatonihchen Spekulation (s. August., vv. 11.). 

92. 

Augustin., ej>. 102 (ad Deograt., sex quaestiones contra paganos expo- 

sitas continens), 2: »Requirunt de duabus resurrectionibus quae conveniat 

promissae resurrection i, utrumnam Christi an Lazari. ,Si Christi*. inquiunt, 

,quo modo potest haee convenirc resurrectioni natorum ex semine eius, qui 

5 nulla seminis condicione natus est? si autem Lazari resurrectio convenire 

adseritur, ne haec quidem congruerc videtur, si quidem Lazari resurrectio 

3!!*. Job. 11. 4f. »ex seinine eius« — Die Christen als £k toy cfj^pmatoc Xpictoy, 

das ist ungewohnlieh — »nulla seminis condicione* s. Nr. ^^. 77. 






Porphyrins, » Gey en die Christen*. 101 

facta sit de corpore nondum tabescente et de eo corpore, quo Lazarus di- 7 

cebatur, nostra autem multis saeculis post ex confuso eruetur. deinde si 

post resurrectionem status beatus futurus est nulla corporis iniuria, nulla 

necessitate famis, quid sibi vult cibatum fuisse Cliristum et vulnera mon- >° 

stravisse? sed si propter incredulum fecit, finxit: si autem vcrum ostcndit, 

ergo in resurrectione accepta futura sunt vulnera/ « 

8 «ex confuso* s. Nr. 94. iof. vgl. Luk. 24, 38 — 43; Joh. 20, 26f.: 21, 5. 12 f. 

Z. 1 1 f. Solche Dilemmata liebt Porph. 

93. 

lndirekt gchen walirsclieinlicli auf Porphyrins zimiek Pseudojustini (l)io- 
dori Tars.) Quaestiones XIV et XV Gentilium ad Cliristianos (Otto, Corp. 
Apol. V I 1850J S.320; Harnack,Texte ii.Uiiters. Bd. XXI. 4 f 1901 | S. 162 f.): 

6» 066IPGTAI TO HNOMGNON F1APA TOY 6C0Y. TINOC KAKIA GGGiPGTAI. TOY nOIHCANTOC 

(i to? reroNOToc A* tinoc giojggn ytignantioy hnom£noy toj tioihcanti ; b ti a' an 5 

AYTWN YnOGWMGGA, AH AON OTI TOY nOIHCANTOC H KAKIA. gTtG TAP TO TGrONOC AIA 
TINA £m<J>YTON &AYTOY KAKIAN 606IA6I OGAPHNAI. 6 FIOIHCAC AmOC, OTI TOIOYTON AYT6 
enOIHCGN, &CT6 YnOAIMnANGCeAl G*N AYTOJ KAKON TI. gTtG GIOJGGN GCTl TI YFIGNANTION TW 
TIOIHCANTI, KAI OYTOJC KAKIa TOY TlGnOIHKbTOC. AIA TO MH AYNACGAI KATAKPAT6?N TCON 

g'nantIion " gTtg £k toy nomcANTOC h kakia, opoahaon wc ayt6c 6 kakoc. *° 

61 agT, <j>hci, cwoyc anIctacgai toyc tctgagythk6tac, nwc, 6i cynbaih Xngpoj- 

nON AnOGAN6?N 61C 6AAATTAN, gTta BPIOG^NTA TOYTON Yfld IX6Y0JN, AYGIC Yn6 AAAION 
ANGPCbnWN KATABPCJGHNAI AIA M^CCON TCON IX6Y10N, TIUJC AN ANAAABOI TAC CAPKAC TAC 
6K: AAAOYC ANGPWnOYC AN AAAnANHGGICAC : fi TAP TOYTON ANArKH FIAPA TAC CAPKAC 
XnACTHNAI, AC GOATON 01 AAAOI ANGPOJnOI AIA M^COJN TOON IXGYOJN, KAGOJC T10AAAKIC '5 
GTPHTAI, H 6KGINOYC. M6AH TOON feAYTOJN CAPKOJN AIIAITOYM^NOYC. AnOGGCGAI KAI 6AAI- 

ncTc tgngcgai, Yna AnonAHPwcojci t6 ^AA6?noN toon yti' aytgon aaikojc katabpojgcntcon. 
Siehc Nr. 34. 71. 72. 89. 90. 94. 16 £aytoy Cod. 

94. 

Makar. IV, 24: TIgpi ac thc anactacgioc tojn ngkpgon aygic /Uhtht^on. tinoc 

TAP GN6K6N TOYTO nOIHCGIGN G60C KAI THN M6XPI NYN TWN TGNOMGNOON AlAAOXHN, 
Al' CON ffic?) tOPICG TA r^NH C0JZ6CGAI KAI MH AlAAGinGIN, ANAAYCGIG nPOXGIPOJC OYTOJC 
£* APXHC NOMOGGTHCAC KAI AlATYntOCAC; TA a' AllAS A6lANTA TOJ G60J KAI TOCOYTO) 
OYAAXG^NTA Afc&NI AltONIA AYTA nPOCHKGt G?NAI KAI MHT6 KATAriNOJCKGCGAI YT10 TOY 5 
AHMIOYPTHCANTOC MHTG AIAOGGIPGCGAI OJC Vn6 TINOC ANGP(I)nOY TGNOMGNA KAI QNHTA 

iff. s, Nr. 35. 6 AiAoeeiPAi Cod. 



102 von Harnauk. 

7 tfrib eNHTO? KATGCKGYACM^NA. tfeCN AAOTON. £\ TO? FTANTOC <t>9AP£NT0C AKOAOY- 

ghcgi h anactacic, ei tc-n np6 tpiu>n <^gtg)n>, ei tyxoi, thc AnactAcgwc tgagyth- 

CANTA AnACTHCGI <KAl) CYN A^TW TTPIAMON KAI N^CTOPA, TOYC np6 XIAKON £t&N 

io XnoeAN6NTAC kai aaaoyc np6 £kginu)n And thc ANepomGiAC tgn^cgcoc. gi a£ kakgTn6 

TIC ^e^AOl KATANOGTn, G^PHCGI M6CTON ABGATHPIAC nPAI"MA t6 THC XnACTACGCOC nOAAOl 
TAP 6N 0AAATTH nOAAAKIC Xnti)AONTO KAI Yn6 OCGYION ANHAlbeH tA CWMATA, nOAAOl 

a 3 Ynd 6hp!u)n kai 6pn£u)n ^BP&eHCAN* nwc o?n tA cu>mata ay'tGn £nANGAeG?N o?6n 

TC ; <f£P6 TAP T6 A6X6GN ACnTtOC BACANICWMGN ■ 0?ON, ^NAYArHC^ TIC, e?TA TPirAAI 

'5 TO? COJMATOC CrCYCANTO, G?e' AAI6?CANT6C TINCC KAI <t>ArONTCC CCoArHCAN kai ^nd 

KYNCON £bPU)0HCAN, TOYC KYNAC XnO0AN6NTAC k6pAKCC nAMMGAGI KAI T?nGC GeOINH- 

CANTO* nGC OYN CYNAX6HC6TAI t6 CGMA TO? NAYATHCANTOC AlA TOCOYTWN 6EANA- 

Acoe^N zwcon; kai ah aaao ttAain ^no nYPdc anaau)0cn kai ctgpon eic ckwahkac 

AH3EAN, nWC OTON TC 6IC THN CE APXHC CnANCAecTN Yn6CTACIN : Aaa' ^PGTc MOI OTI 
20 TO?TO TQ 06CO AYNAT6N, bnCP OY'K AAH0^C. OY' I~Ap nANTA A?NATAt ' Am^AGI 0? A?- 
NATAI nOIHCAl MH r6rGNHC6AI nOIHTHN TON^OmHPON OY'AG TO^IaION MH AACONAI * 0* 
MHN 0*A$ TA AYO AinAACIAZOMGN A, T^TTAPA C)NTA TU) API0MW. API0M6?C0At nOIHCGIGN 
e', KAN A^TU AOKH TO?TO. AAA* OYA^ KAKC-C 6 GG6c, CI KAI G^AGI, AYNATAt l"G" 
N^CeAl nOT^, AAA' OY'A^ ATAedc UN THN <t>?CIN AMAPTHCAI AYNAIt' AN' 61 0?N AMAP- 
25 tAnGIN O^K CCTIN 0?6C T6 OYA6 KAKC-C rCN^C0AI, TO?TO OY Al' Xce^NGIAN TCd ecu) 
CYMBAINGI* 01 rAp GXONT6C 6K <t>YCGU)C nAPACKGYHN KAI 6niTHAGl6THTA nP6c Tl, G?TA 

ko)ay6mgnoi to?to noieTN, Ynd AceeNeiAC ahaaah ku)a?ontai* 6 a£ eebc ArAe6c gTnai 

n^<t>YKG KAI 0* KUMY6TAI KAK6C gTnaI ' OMCOC KAI MH K0)Ay6m6NOC rCN^C6AI KAK6C AAY- 

natcT. cK^YAcee ac kakcTno nHAiKON ecTiN aaoton ei b ahmioypt6c t6n mgn 0^- 
30 panon, oy mha^n tic eneN^Hce kAaaoc eGcnccio)TCPON, ncpibrcTAi thk6mcnon kai 

ACTPA ninTONTA KAI THN AFTOAAYMCNHN, tA A^ CCCHn6TA KAI AlC^GAPM^NA TCJN AN- 
ePWnWN ANACTHCCI CWMATA, CnOYAAICON CNIA KAI A AAA FTPO TO? Xn06ANcTN XTCPnfi 
KAI ACYMMCTPA KAI AHACCTAtHN OYIN 6X0NTA. CI AC KAI PAAION ANACTHCAI AYNATAI 
CYN KOCMO) nP^nONTI, AAYNATON XWPHCAI THN THN TOYC Xn6 TCN^CCCJC TO? K6CM0Y 
35 TCACYTHCANTAC, GI ANACTaTgN. 

8 ^T(Sn oder hmgp<£n Wil. it Abgathpia s. Nr. 68 u. Porphyr., de abstin. 1 : Celsus bei 

Orig. Ill, 55 : Abgathpia kai ckai6thc. 23 Cod. €Kat6n rrz p', Wil e' [r'?]. 31 f. s. Nr. 89 u. 

Jes. 34,4. 34 »mit clem geeigneten Schmtick«, s. 1 Kor. 15, 388". Zu dicsem Stuck 

s. Cyrill., Tatecli. i8 ? 2. Siehe Dogmatisches auch in Nr. 29 (Gottes- 11. \"orsehungslehre), 
Nr. 34 (Wesen der Welt »ind des Weltschopfers), Nr. 35 (Auferstehungs-, Gotten- undSchopfungs- 
lehre), Nr. 42 (Sundenfall), Nr. 49 (Damonen- unci Christnslehre). Nr. 53. 68. 77. 84. 85. 86. 92 
(Gottheit Christ], jSlenschwerdimg and Jungfraiiengebnrt). Nr. 69 (Abendniahl), Nr. 71 (Lehre 
vom Teufel), Nr. 72 (Lehre vom Tenfel und vom Raum), Nr. 91 (Ewigkeit der Hollenstrafen). 



Porphyrins, »Gegen die Christen«. 103 

V. Zur kirchlichen Gegenwart. 

(Nr. 95—97) 
95. 

Makar. Ill, 17: BAene a' bwoiON toytco pht6n kai ak6aoyoon* j £an £xhtc 
nidiN coc k6kkon ciNAnecoc, amhn a£tco y*Tn, cpefTe tco 6 p e i toytw* 

XPOHTI KAI 8AH0HTI €IC THN 9AAACCAN. KAI OYA^N AAYNATHCCI YM?N. 
AHAON TOiNYN COC 6 MH AYnAmCNOC £k nPOCTATMATOC OPOC AnOKINHCAl OYK CCTIN 

Xnoc thc tcon iTictcon NOMizeceAi opatpiac. beeN ^rxecee oancpGc 8ti mh bncoc 5 

T6 AOindN M^POC TCON XPICTIAN&N TOTC rTlCToTc £naPI8MC?TAI ? AAAA MHA^ tcon £ni- 

CK6nCON fi nPGCBYT^PCON TIC TOYTOY <JO?) nPOCPHMAT6c ^CTIN XilOC. 

iff. Matth. 17.20 (amhn A^rco ym?n stellen die andcren Zeugen vor can £xhtc kta. — 
Fur apghti his gaaaccan hietet Matth. mgtaba £nggn £<ei ka! mctabhcctai, Luk. 17,6 ^kpizco- 

6HTI KAI <t>YT€Y6HTI ^N TH 6AAACCH [CIC THN GAAACCAN D]). — Zur SacllC s. Nl*. 3. — Zu TTlCToi 

s. Nr. 26. 73. 87 (der Unterschicd von Xpictianoi und TTlCToi ist an unserer Stellc bcsonders 
deutlieh); zu opatpia s. Nr. 64: h j Ioyaa7kh spatpIa. Von den Kateehumenen lieiCt es da- 
gegen, sie bildeten ein agpoicma (Nr. 26). Dies ist korrekt; denn sie sind in der Tat nur 
eine »Masse«, wahrend die Juden und die vollbiirtigen Christen cine religiose Bruder- 
seliaft bilden. 

96. 

Makar. Ill, 16: Ck£yai a£ kakcTno AeriTGc t6 kcoAaaion, £noa ohci* ToTc 

a£ niCTGYCACIN £ U A K A Y 9 H C € I CHMcTa TOlAAC £ni APPCOCTOYC XCTPAC 
^niOHCOYCI KAI KAA&C eiOYCl" KAN 0ANACIMON <t>APMAKON n i CO C I N , OY MH 
AYTOYC BAAY6I. ^XPHN TOYN TOYC ^KKPITOYC THC ICPCOCYNHC KAI MAAICTA TOYC 
ANTmOlOYM^NOYC THC £niCKOrTHC HTOI flPOCAPIAC TOYTCO XPHCAC6AI TCO THC KPICCCOC 5 
TP6nCp KAI nP0KCTC8AI T6 eANACIMON <t>APMAKON, YNA 6 MH BAA8CIC CK THC OAPMAKO- 

nociAC tGn aaacon npoKPieeiH* ei a' oy sappoyci toioyton nAPAA^iACOAi Tp6noN, 
6MOAore?N ay'toyc, coc oy nicTCYOYCi to7c Yn6 j Ihco9. ei tap thc nicTecoc Taion 

NIKHCAl OAPMAKOY KAKIAN KAI NOCOYNTOC AATHa6nA KATABAACTn, niCTCYCON KAI MH 
nOl&N TAYTA fi TNHCICOC OY ncniCTCYKCN H niCTCYCON TNHCICOC OY AYNAT6N AAa' ACOCNeC .u 

£xei t6 nicTCY6MCNON. 

iff. Mark. 1 6, 17!'. (chm€?a a€ t. niCT. tayta hapakoa. die uhrigen. — ^nAK0A0Y6HC€t 

> nAPAKOA. - — OANACIMON <tAPMAKON > GANACIM6n Tl. £ni APPCOCTOYC nacll KAN GANACIMON dlC 

anderen Zeugen — baayh die moisten Zeugen.) — Z. 4 01 ^'kkpitoi thc igpcocynhc ist 
kein christlieher term, techn., ahcr der Vci-fassor wcifi, vvie Alexander Scvenis (Lamprid. 45), 
dafi »in praedicandis sacerdotihus tpii ordinandi sunt* cine I'rufung i)ei den Christen statt- 
findct. — Z. 5 ^niCKontH ft npoeAPJA: korn-kter Ausdruek; aber das Wort nPOGAPiA fchlt in 
der altesten ehristlichen Literatur. — Z. 8 phgcicin zu crgauzen? 



104 yon Haknack: 

97, 

Hieron., Coram, in Jes. e. 3, 2: »Caveamus ergo et nos, ne exaetores 
simus in populo, ne iuxta impium Porphyrium matronae et mulieres sint 
noster senatus, quae dominantur in ecclesiis, et de sacerdotali gradu favor 

iudieet feminarum.« 

• 

In Karthago spielte zur Zeit Cyprians und itn Beginn ties donatistischen Streits eine 
Fran eine hose Kolle; fiber den Kintlufi der Frauen in den Gemeinden s. rnei ne Missions* 
geschichte ll 3 S. 58^. Porphyrins hat in das Lehen der Kirchen tief hineingebliekt. Ilier 
eine Zusammenstellung, die noch vermehrt werden kann: Gegenwartige Verbieitung des 
Cbristentnms Nr. 13. Kirchenbau Nr. 76. »Christiani« und -Fideles* Nr. 95. -Fideles* 
mid -CatechumenW Nr. 26. Bischofe und Presbyter; die hierarehischen Grade Nr. 95. 96. 
Streben nach dem hischof lichen Amt und Vorpriifung der Kleriker Nr. 96. Die Tail fe, ihr 
Ritns und ilire Wirkung Nr. 88. Die Milch der Lehre fiir die Katechumenen und die Tanfe 
als Mysterium der Yollkommenheit Nr. 26. Die kirchliehe Wahrheitsregel Nr. 58 (Satze 
aus derselben ofters, z. B. Nr. 88). Das Abendmahl Nr. 69. Arm und reich in den Ge- 
meinden, freiwillige Verarmung einzeiuer'Frauen Nr. 58. Die christlichen Frauen Nr. 4.33.58. 
Geschlechtliche Enthaltung und Geistbegabung, Enthaltung in der Ehe Nr*. 33. Die christ- 
lichen Martyrer Nr. 36. 64 und sonst. 



Nachwort. 

Hr. von Wilam owi tz-M oellendorff hat freundlichst eine Korrektur der Frag- 
mente gelesen, wofiir ich ihm auch hier ineinen hesten Dank ausspreche. Seine Fursorge 
ist nieht nur solchen Textstellen zugut gekommen, bei denen seiu Name steht. Er hat 
mich aueb anf gewisse Satzklauseln in den Makarius-Fragmenten aufmerksam gemaeht, 
deren niihere Untersuchung ttir die Frage ins Gewicht fallt, wie weit das Eigentum des 
Makarius, bez. des Exzerptors, reicht. Diese Untersuchung, sowie verwandte, muB ich ihm 
und anderen iiberlassen. Mir lag es in dieser Sarniulung nur da ran, das Material zusammen- 
zubringen, welches in irgendeiner Weise hier in Hetnicht. komml. 



Porphyrins, »Gegen die Christen." . 



105 



Genes. 3, $f. 

Exod. 7, 8 

22, 28 

• 3U 18 

Deut. 13, 2 

• 18,4 

• 26, 15 

- 29,29 

Josua 24, 14 

Jesaj.34,4 90. 

• 53, 7 

66, 1 

Jerem. 7, 6 

Daniel 1 — 13 11. 

Hosea 1, 2. 8 

Jona if. 

Sachar. 14 

Ps.8,8f. 

» 78, 2 

Pred. Salom. 4, 8 

IV. Esra 14, 21 — 25 

Matth. 1, n. 12 

2,13 

4>6f. 

5>44 

7.2 

8, i8ff. mit Pa rail. . 

9>9 



L Stellenregister 1 . 

Nr. j Nr. 

42 ; Matth. 9, 20 AT. 50 

4 » 10. 28 62 

78 » 10,34—38 51 

7 6 - 1 1, 19 23 

78 - 11, 25 52. 54-9° 

79 - 11,29 37 

90 - 12,48.49 53 

S 2 - '3,3'-33-45 54 

78 • 13,35 10 

94 » 14, >4ff. 55 

37 - 14,22—33 55 

90 • I5.I7& 56 

78 - 16, 18 26 

43 • 16, iSf. 23 23. 26 

45 • r 7, 15 57 

46 > 17,20(21, 21).. . 3.95 

47 - 18, 12 87 

29 ■ >8, 22 24. 25 

10 ■ 19, 21. 24 58 

85 ■ 21, 26 52 

68 » 22, 29^ 76 

1 1 j - 24, 4 f. 60 

12 : - 24, II 60 

48 ! - 24, 14 13 

37 • 24, 16 44 

9 1 ■ 24,35 9° 

49 » 26. 27 mit Parall. . . 63 
6 ■ 26, 6 — 13 61 



Nr. 

Matth. 26, 39 mit Parall. . . 62 
26, 41 mit Parall. . . 62 

26, 51 24 

26,64 64 

j " 26,69 — 74 23. 25 

j " 27, 3ff. 17 

• 27, 33 f. 15 

27,45.46 14. 15 

28, 9 64 

28, 20 61 

Mark. 5, 8ff. 49 

• 5i4* 48 

• 6, 34ft. 45— 52 .... 55 

• 10, 18 59 

j » 14,3—9 61 

14, 38 62 

14, 62 64 

- i5,34-36 15 

j - 16, 9 64 

16, 16 88. 91 

1 » 1 6, 1 7 t\ 96 

Luk. i, 34 f. 33.77 

• 2 >7 77 

• 2,39 12 

■ 5>3* 87 

- 6,45 59 

- 7-i4 48 

- 7-37 61 



1 Das Neue Testament, welehes Porphyrins bcnutzte, war ein abendlandischcs (romisehes); 
denn 1. war dcr Text abcndlandiseh, 2. fehlen Zitate ans dein llebraerbrief (aueh ans 
dein Jakohushrief), 3. umfaGte e.s den MarkusschluB und die Apokalypse Petri, die nach dein 
Zengni.s des Mnratorischcn Fragments, wcnn aueh nnter dein Widersprneh ciniger, im Anfang 
des 3. Jahrhnnderts ziini romisehen N. T. gchorte. Aueh in orientalischcn Landcskirchen 
gehorte sie damals zuin N. T. ; aber dort fanden sich claim regelmaGig aueh noch andere 
Apokryphen, wabrend sie hier fehlen, z. B. der Hirt des Hennas, dcr im Lanf wahrseheinlieh 
sehon der ersten Iliilftc des 3. Jahrhnnderts aus dem abcndlandischen X. T. entfernt worden 
ist. Die Schrift, dcr Porphyrins die Angahe fiber den kurzen Aufentlialt des Pctrus in 
Rom und seine Krcuzigung entnahm (Nr. 26), war iliiu nicht als kanonische iiberliefert. 
PhiUdst. AbL WIG. Nr.l. 14 



106 



von Harnack: 



Nr. 

Luk. 8, 32 f. 49 

» *7> 6 95 

22, 44. 46 62 

* 23, 15 64 

* 23,46 15 

- 24, 38—43 92 

Job. 1, if. 86 

» 1,17 81 

1, 29 66 

■ 3,27 90 

- 5*3i 6 7 

• 5,46 68 

• 6 >53 6 9 

» 7, 8. 10 70 

• 8,41.43**. 28.71 

- 11 92 

» "j43 48 

» 12, 1 — 8 61 

- 12,31 72 

» 14,6 81 

18, 10 24 

■ i9> 2 9f. 15 

• *9> 33-35 l6 

20, 1 1 64 

» 20, 26 f. (21, 5. 12 f.). . 92 

» 21,15 26. 36 

Act. 1, i6f. 17 

- 2, iff. 65 

- 2,21 88 



Nr. 

Act. 3, 21 90 b 

- 5> r — 1! 25 

12, 3 — it. i8f. 26 

15*20 8 

16, 2 f. 27 

18, 9 f. 36 

22,3 28.30 

22, 25. 27 28 

Rom. 4, 3 74 

- 5* 20 31 

» 7, 12. 14 30 

- 9,' 28 

- 12, 14 37 

I. Kor. i,2 88 

3> 2 26 

• 6,3 36 

- 6, 10 37 

. 6, 11 88 

- 7, 25 33 

• 7,30-31 34 

» 8 >4 32 

• 8, 5 f. 78 

- 8,8 32 

• 9*5 26 

" 9>7'8ff. 29 

• 9> J 9 ff - 27 

10, 20 32 

10, 25. 26 32 

10, 28 32 



Nr. 

I. Kor. 15,56 31 

II. Kor. 11, 13 26 

• *3,3 37 

Gal. 1, 1 19 

• M 27 

1, 16 20 

» i, 18 27 

2, 1 1 ff. 21. 26 

- 2, 18 27 

- 2, 20 37 

- 3, 1 3o 

» 3,™ 27.30 

- 5>2f. 27.30 

• 5> IO 22 

» 5> 12 37 

Ephes. 3, 18 72 

Philip. 3, 2ff. 27 

I. Thess. 4, 15—17 35 

I. Tim. i, 15 87 

• 4, 1 33 

II. Tim. 4, 1 88 

Apoc. Petri 89. (90) 

Acta Petri ? 26 

Julius Afr., ep. ad Orig. . 43 B 
Origcnes, Strom 39 

(vgl. auch 2 1 B) 
Philo Bybl., Sanchuniathon, 

Stictorius u. a. Quellen 

41.43CQ 11. S. 12 
(llias III.83 88) 



j AbIbaaoc (Abgabaa6c) 41 

j Aaam 82 

l aapianoc (6 baciagyc) 75 

j Aghna 76 

Airfrrnoi 76 

Airynioc 4. 12 

Aieionec 69 

^Aaba 81 

j Aw\6nioc 39 

"Ananiac 25 

^Anna 12 

Antioxoc 6 J 6ni*ANHC 47 



II. Eigennamen. 

AnOAAO^ANHC 39 

"AnOAAtONIOC (Tyangyc) 4. 40. 

60. 63 
"AnoYAeToc 4. 46 
J Apre?oi 88 
^ApnAroc 69 
J AcA<t> 10 
j Ackahtii6c 80 
j Accypioi 40. 41 

'ACTYArHC 69 

•AxaToi 88 

BHeAGGM 12 



Bhpytioc 4 1 
Britannia 82 
Bybaioc 41 
Taioc KaTcap 81 
Taaatai 30 
TAAATeiA 37 
Taaiaaia 55 
Tamaai^a 28 

TeNNHCAP^T 55 

ToATAeA 15 

P6MGP 45 

A aba aim 45 



Porphyrins, » Gegen die Christen « . 



107 



AlKAIAPXelA 63 

AOM€TIAN6c, AYTOKPATCOP 63 

"GKTttP 88 

""Gaaac tac&cca 41 

^Gaahngc (-nik6c, -Nizew) i. 28. 

39f. 65. 76f. 88 (01 anco 69) 
XpiNNYec 69 
""GpneTocrrAi 69 

J 6pYePA 9AA. 4 

"Gcapac 68 

l Hp<i>ahc (d. GroBe) 12 
■"HpcJjahc 26. 64 
"HcaTac 9. 10 

0PAS 69 

0PAKGC 76 

0Y^CTeiON A£?nNON 69 

'Iakcoboc (Bruder Jesn] 26 
1ep6MBAAOC 41 

'kPOCdAYMA 12 

J leYto 41 

"lexONlAC 1 1 

Ihcoyc 15. 16. 23 — 26. ^^. 48. 

52.55.62.64. 65. 76. 80.87 f. 

90. 96. 
j Ihcoyc (Josna) 78 
"Iaion 94, j Iaiaka 41 
"Inaxoc 40 
"Ioyaaia 49 
j IoyaaTk6c 64 ( j Ioya. *patpia). 

39 flOYA. rPA^AI . I ( J |OYA. 

MYeoAOrHMATA^. 37 (Judaicus 
ft 1 ro r) 
MoyaaToi 1. 26 — 28, 41. 49. 64. 
65. 7f. 8i 

'lOYAAIcMc 27 

j Icpaha 90 

j Itaaoi 81 

j Icoannhc (Kvang.i 15. 16. O9 

j Icoannhc (Tauler 90 

'IcoAKei* 1 1 

J |WNAC 46 
"IttCIAC I I 



Kaicap€c 81 

KATHiOYMCNOI 26 
KH<t>AC 2 1 
KlAIKlA 28 

Kopnoytoc 39 
KopiNeioi ^^ 
Kp6nioc 39 
Aazapoc 92 
Aorr?NOc 39 

AOYKAC 12. 15. 69 

Ayctpa 27 
AatTnoi 81 
Aation 81 

MArAAAHNH Map!a 64 

/Aakp6bioi 69 
/Aaaaxiac 9 
Mapia) A T€5AMeNH t6n 'Ihcoyn 

^^, h riAPe^Noc 77 
Mapia aaah 64 
/Aapkoc (15) 49. 55. 69 
Mat9a?oc 10. 11. 13. 15. 49. 64. 

69. 76 

MlN^PBA 76 

/Aoa^patoc 39 
/Ayotp<3ktai 69 
/Acocfic 4. 29. 30. 39. 40.41. 66. 

68. 76. 78. 82 
N^ctcop 94 
Nik6maxoc 39 
Noymhnioc 39 
^Omhpoc 88. 94 

T7AYA0C 4. 20 22. 26- 3/. 78. 

87 (6 noAYC £n t. A^reiN 28: 

THC KGtAAHC AnOT€MNGTAI 36, 

FFeTPoc 19. 21 —26. 36. 89. 90 

(6 nPWTOCTATHC TOY XOPOY 
T6>N MAGHTCON, MHA' OAlrOYC 
WHNAC BOCKHCAC TA nPCBATIA 
^CTAYPtbeH 26; 6 KA6IAAPXHC 

23; T. ctaypw nPocHAtoeeic 
XNACKOAonizeTAi 36; 'AnOKA- 



TTlAATOC 63. 64 

TTictoi 26. 73. 87. 95 

TTaatcon 39 

ttotiaaiatai 69 

TToTioAoi 63 

TTPiAttoc 94 

TlYeAropeToi 39 

L Pizo<t>Aroi 69 

l Po>maToi 28. 30. 64 (h boyah k. 

6 aPimoc tSn). 76. 81 
l P6mh 36. 81 
Caaowon 85 
canx0ynia6wn 4. 1 
CAn<peiPA 25 
CewiPAMic 40. 41 

ClCON 65 

Ckotik6c 82 

CKY9IA 69 

Ctco'ik6c 39 

CYMeti)N 12 

Cypia 47. Si 

Cypoi 76 

tapcoc thc kiaikiac 28 

ThPGYC 6 0PA5 09 

Tibgpiac 55 
Tiw6eeoc 27 
Tpwik6c 40. 41 
Tyangyc 46. 60 
<t>eeiPO<t>Aroi 69 

01ACON 6 Bybaioc 4 1 
0OINIKH. <t>oiNIK€C 41 

Xaiphmcon 39 

Xp!CTIanik6c 88 Christiana lex 

XpictianoI 39. 76. S7. 90 1). 95 

Xpictiancoc 39 

Xpict6c 14. 23. 24. 37. 43. 4<). 

55. 58.60. 61. 63. 68. 71.81. 

82. 84. 87. 88. 90—92 
j £1kganoc 4. 82; h j £1kganioc 

Z&NH 69 

J ^pir^NHC 39 
2. Bueh des Porphyrins): 



ayyic 89. 90) 

Aus Nr. 43 A — X (Exzerpt hei llieronyinus aus deni 

Acgyptus, Aegyptii (LQKTUV), Aethiopiac (V), Alexander Magnus (LN). Alexandri snr- 

cessores (L), Alexandria (T), Ainmonitae (U), Androniens Alipius (C), Antiociiia (\V), Antiochus 

Magnus (OP), Antiochus Epiphanes (passim), Apednus (V), A radii (V), Armenia (MV), Ar- 

14* 



108 von Harnack: 

taxias (MV), Asia (L), Astyages (.1), Babylonins (FN), Balthasar (HJ), Bel (B), Callinicus (C), 
Casius mons (Q), Chaldaei (N), Claudius (C), Cleopatra (QT), Cyrus (HN), Daniel (passim), 
Darius (HN), Darius alter (N), Diana (UV), Diodorus (CU), Elhnais (UV), Eulaius (Q), Eu- 
phrates^), Graecus, Graeci(BCHRT), Hebraeus (BW), Hieronymus historiogr. (C), Idumaei (U), 
Jerusalem (UW), Josephus (CHJW), Israel (DW), Judaea, Judaei (ADOPTUYW), Judas Mace. 
(MQUW), Juppiter Olympius (U), Justinus(C), Lenaeus (Q), Libyae (V), Lysias (W), Livius (C), 
Maecabaei (OPTUW), Macedonia, Macedones (LNT), Maozim (UW), Marcus Pompilius Lenas (T), 
Mathathias (UW), Memphis (Q), Mesopotamia (V), Moabitae (U), Modin (UX), Nabuchodo- 
nosor (G), [Origenes J], Pelusium (Q), Persae, Persis (UW), Phoenicia (VW), Polybius (CU), 
Pompeius Trogus (C), Posidonius (C), Ptolemaeus Epiphanes (OQ), Ptol. Euergetes (M), PtoL 
Philometor (MQRSTU). Romani (LRT), Saba (V), Seleucns Philopator (OPQ), Suctorius (CQ), 
Susanna (B), Syria (LOPQ), Tabes (V), [Theodotion V], Theon (C), Tigris (V), Xenophon (H). 



EL Sachregister 1 . 

XrAAMATA 76. 77. ArreAOi (= eeoi) 76. ArcosiiAN (Jesus) 62. Aaga^oi (leibliche Briider 
Jcsu) 53. Xganatoi (die Engel) 76. Aeeoi, aoga 1. XeecMoc noAueiA 88. aopoicma t. kath- 

XOYM£NC0N 26. AI9HPI0N C&MA 35. AINlrMATA (MoSGS) 39. AK0A0Y9IA T. nPArMATWN, AkO- 

A0Y9IAC Aaa6tPION 35. AKPIB6CTATON nOJHMA (Hitlimel) 89. AaaHTOPIK&C 69, S. MCTAAHnriK6c 39, 

M€TA<t>oPiK<£c 43W, figuraliter 45. AAoroc, Aaoha 1. 6. 52.57.69.73. Ama9JA (Paulus) 30. 52. 

AMAPTIA 87. 91 USW. ANArPA<t>AI ^N TO?C ICPoTc 41. ANAIP6?N T. np6dArMA 30, S. 76. ANAIP^THC 
TfiC AMAPTIAC 66. ANAnAATTCIN 49. 64 (MY90YC), S. nAACMA, nAATTGIN. ANACKOAOniZeTAI T& 

CTAYPfi npocHA(oeeic (Petrus) 36, s. 26. AnActacic t. ngkpcon 35. 90b. 92. 93. 94, kpicic k. 
AnActacic 25. AnActacic Xpictoy 14. 64. an. kata nepioAON 90b. Ancsctactoc nicnc 1. an9P(o- 

nOC reNOMGNOC 65.77.84. ANOMOC = bApBAPOC 27.28. An6cIOC 6'PKOC 58. ANTinOIOYMCNOI T. 

eniCKonflc 96. Antixpictoc 43. Arctic 71. 76. 84. An6Aeisic 73. AfiokatActacic 90 b. An6KPY<t>A 
69. AnoAOYec9Ai = BAnTizeceAi 88. Ati6aycic (Taufe) 88. Ancr^MNeTAt T. xe<t>AAfic (Paulus) 
36, s. 26. Apccnokoitia 88. apxcon t. kocmoy 72. AcA^cia (der Evv.) 72. Acgbcia, AceaeTc, 
Accbh 1. 64. 88. 90a. Acymoxonoc (die ev. Gesch.) 15. Ac&matoi (die Gotter) 78, s. auch 72. 
Atcahc (die Welt) 34. aytokpatcop 63 (Domitian). 72. a*gaptoi (die Engel) 76. 

BAnTizec9Ai 88 (BArmceeic k. £niKAACCAM€NOc t. #noma t. Xpictoy). bApbapoi 1. 82. 
bapbapon toamhma (das Christentum) 39. baciacyc 75 (Hadrian), baciaikh ayah 63. boyah 
l Pg)maicon k. ahmoc 64; der Senat der Kirchen sind die Frauen 97. 

rAAA (XnAA6N AIAACKAAIAC) 26. T^NGCIC T. «6CMOY 94. TCNH, TA, CCOZCIN 94. TNCOPIMOI 

(Jesu) 62. rNcocetoc Akt!c 52, tn. t. kaaoy k. fionhpoy 42. roHTeiAC tcxnh 28. tpaoa! 
( J loYAA"iKAi) 39, s. 88 und sonst. rYNAiKec (christliche, reiche) 4. 58. 97, s. ss- tynaion (kw- 
mhtikon) 64. 54 (Konjektur > rYNAiKflw). 

aaimcon 49. 57. Aecn6zcoN 90 (Gott). ahmioypra 34. AHMioYPr6c 34. S5- 68 (Christus). 

94. AlABOAOC 71.72. AIAAOXAJ BACIACCON 41 '4>OINIKHC), AIAAOXH T. reNOM^NCON 94. AlAAOXOC 

(des Closes) 78. aiaipcccic (logisch) 86. aiaaaacin rPA<t>iKdN kccaaaion 48. aiAacktoc 4>oinikcon 41. 
aiaAckaaoi 39 (christliche). aiaackaaoc (Jesus) 7. 69. a6™a 27. 54. 64 (koin6n des Senats). 
76.88 (christliches). AorMATi'zeiN 30.88. apacthpioc A6roc 35. aycccbcic (die Christen) 1. 



1 Fett gedruckt sind in der Kegel die Zahlen der Stiicke, die nicht den Makarius- 
fragmenten angehoren, 



Porphyrins, »Gegen die Christm*. 109 

ekwN eeo? (der Mensch) 76, g]k6n€C 76. cipAnh 51. ckkpito', 01, t. igpcocynhc (christ- 
lich) 96. ^wnAetfc 71. ^miopia t. A6rcoN 39. ^NAiAeeToc aoYoc 86. cnnoia gcoy 76. gncap- 
koc 35. eNYBPizeiN (von ( hristus gesagi) 57.29. ^gtactai t. AAHeeiAC 41. ^tiiahmia 80. 87 
(des Asklepius, Christi). £niKAA€?ceAi t. onowa t. Xpictoy 88. erncKorm (kirchl. Amt) 96. 
^nicKOnoi 95. £panoc 29. €Yepre>Ai 1. cytaiiac n6*oc 35. eseYPCTAi 15 (die Evangelisten). 

zc&con kaaaicton (der Mensch) 76. 

eefoN, t6 77. eeoi 75 — 78. 80 und sonst. eeoAoreTceAi 1. ee6c 35. 94. 75. 82. 83. 89. 
90a. 93. 29. 34 und sonst. Christus ee6c 68. eeoMAxe?N 1. eePAneiA (rhristliohe) 87. e£c- 
niCMA 39. oygin 38- 79. 32 und sonst. gyciai 76. 

iatpgia (christlichc) 87. . I€p69yta 32. icpocyaoc kakia 58. icpcocynh (ehristliche) 96, s. 97. 
iKeciAi 76. icTOPe?N 15. 26.32 und sonsr. ictopIa ftaaaia 41. icTOPiorPA$oc 69. Yctcop 15. 

KAG^APA T. A€Cn6Z0NT0C 90a. KAKIA €>Vi>YTOC 93, nOAYTPOflOC 27, ^NAfeCT^PA 69. KAAAOC 

t. eeoY 83, eecnecidrrePON 94. kanwn t. aah9€iac 58. KATAroHTeYeiN 39. katatomh 27. 

KAT^PXeCSAI &Z OYPANOY 65- KATHXOYMGNOI 26. KAYCC6AI (die CllKstCIl) 36. KCNOAOJlA (des 
Paulus) 29. KGOAAION THC eYCGBeiAC 23. KACIAAPXHC (PetlUS) 23; fclllt hci PaSSOU . KAGIAtA 

T. oypan&n 26. KA^nTeiN t. AAHeeiAN. t. nPOAiPeciN 28. k6aacic (der Olirisien: Martyrer) 
36.64.66.82. kopy$a?oc k. npfiToc t. ma9hto)n 23. k6cmoc 72 und soust, k6cmoi ayo un- 
moglich 72. kpTnai t. zcontac tg kai nckpoyc 88. kpicic (k. anactacic; 25, <\^ Himmcls und 
der Erde 89. 90, der Geistlichcn bei der Wahl 96. kpithc (Ooit) 80. kpitikon, to, t. yyxhc 
39. kticac, 6, 29. 34. 89 (™ 6 noiHCAC) 93. kticic 83 und sonst. kcomhtikon tynaion, kcomy- 
aPion (Herkunft der Magdalena) 64. 

aimnh (aakkoc) 49a. 49b. 55a. 55l>. a6tia t. Xpictoy 90b. A6roc 35 [eeioc k. apacth- 
pioc T. eeioY) 35.66.86. AYnoYMCNOC, AYnHeeic (der Wei rsch6| >fer, Chrisius) 34.61. 

m^con (die Christen, zwischen Hellenen und Barharen) 1. MCTAAHiTTiKdc T?6noc t. mycth- 

P1C0N 39. MCTA*OPIK&C 43 W. MIKP6YYXOC 78. MOIXCIA 58. 88. MOAYCMoi KAI MIACMOl 88. 

MONAPXHC, MONAPXIA 75. M0X9HPIA 1. 39 T. loYAAIKCON TPA^&N . MY9API0N 54. MY6CYMA 55. 
MYGOAOrHMATA (jfullScllC) I. MYeonOMA 15. MY90YC AAAOKOTOYC ANAnAATTCIN 64, M. 66N€?OI 39 

nYewA^crepON KAeAnep £n nykt'i a6tma 54. mypioi (Christen) ^kayghcan A AteoeApHCAN 36. 

MYCTHPIA 1. 52, KPY<MA 39, T6 T. TCACICOCeCOC 20. 

NAOi 76. 79. 8l. NCCOTCPICMOC T. BJOY 1. NCCOTCPON ANOCIOYPrHMA 69. NCWMA, TA, 1. 

NowoeeciA 24. n6moc (Moses) 28 — 31. 82. 88 und sonst. n6moc cytaiIac 35. nochmata oycika 71. 
oTkoi M^ncToi (Kirclicii) 76. oypan6c (Gerieht fiber ihn; noiHMA akpib^ctgpon t. gcoy) 
89. 90a. 94 'kaaaoc eecnecicoTCPON . 

nAOHTOC A AnAGHC 71. nAlACYCIC T. NOMOY 88. nAlAIKAl JCTOPlAl (die Ew.) 55. nAIAO- 

ktonja 66. nA?c eeoY (Christus) 48.62. nAPAN6M0)c (=. rhristlieh) 39. nAPeeNCYeiN, nAPeeNiA 
^^. nAPe^Noc (Jun^frauen^eburt) 77. 92. nAPOYCiA acyt^pa 65. nATHP oypanoy k. rfic 90a. 

nATPIA, TA, 1. 66, £eH 1. nATPOKTONIA 66. nCNTHKOCTH 65. nenAlACYM^NH ANAPCIA T. ^eAAH- 
NCON 88. n^PATA K6CMOY 13. nCPITOMH 27. rtlCTCYeiN 96 und SOIlSt. niCTCYCAC K. BAnTICA- 

mcnoc 88. nicTtc XAoroc 1.73, 96 und sonst. niCTOi, 01 26.73. 87.95. nAANoi (die Evan- 
gelisten) 7. haacma (die Ew.) 49a, s. nAATTeceAi 7. nAeoNeiiA (des Paulus) 29. ttaoycioi 
und n^NHTec (christlichc) 4.58. n6Aic (Rom?) 80, ttaca n6Aic t. noAiTeiA kata n6moyc (der 
Hellenismus) 39, s. 28. nNCYMA XnoN ^ t ^. noiHMA akpib^ctaton (der Himinel) 89. ttoayapxia 
75. noPNeiA 88. npeceYTcpoc (Amt) 95. npocAPiA j=. ^niCKOnA 96. rtP0*0PiKdc a6toc 86. 
np6cTArMA t. n6moy 30, s. 82. opcotoctathc (Petrns) 26. 

paycoasTn (die Evangclisten) 15, Christus 87. pymh (ttaca t. oikoym^nhc) 13. 



110 von Haknack. 

CAPKOYC6M 84. cap* kaI aTma (Abendmahl) 69; 20 (= Menschen). ckhnhi ceco<HC*eNH 

(die Ew.) 55, CKHNfic TTAirNION 32. CKOT6INA T. TPAOiSn 88. CO<HA T. KTI'cANTOC nPONOOYW^NH 

29. cosizeceAi 55. c6<t>icwA 35. 86. cooictai (nANo9proi k. agino!) die Evangelisten 7. ctay- 
poc 84, s. 36.68. CTOixeToN t. rfic 90. cyitn(&mh (Verzeihung durch die Taufe) 88.71. 

CtOMA AI6HPI0N 35. CCOTHPeC 1. 

TAIIC T. <t>AINOMdNC0N 34; TAIIN CtOZeiN, eX€!N, OYAACCCIN 89. TeAeiCOCIC (WCThlPION TAc) 26. 

TeAGTAi 1. T6A0C (Weltende) 13. tgiam^nh, h, t. j Ihcoyn ^^. TePATeYeceAl 89. T6Pato- 

AOriA (Ew.) 72. TePATC&AHC 35.49.90a. T6PM0N6C OAOI 13. T6P6PeiA (EvV.) 32.72. t6<NH 

roHTeUc 28. t6amhma bapbapon (das Christentum) 39. T6noc: 01 t. AArieeiAN t. t6t7<on aoh- 
roYMGNOi 35, CArxoYNiAecoN nepi T6ncoN j Ioya. 41. 

YHAINOYCA YYXH TA A6rMATA 27. Y6A0C (Ew.) 49. Yl6c, 6 (Christlis) 84 — 86.90a. 

ytthkooi (des Paulus) 29. Yno<t>hiTHC t. eeiOY ct6matoc 26. yohaioc, ttaca ft 49. 

0APMAK6IA 58. 88. OAPMAKOnOCIA 96. OlAAYTlA 7. 0IAOCOOIA 39. 60. <t>6NOC 58. OPATpiA 

64 (der Juden). 95 (der Christen). <dp6nhma (ee?ON) 23, op6nhma t. yyxhc noAiop«e?N 28. oycic: 

t. npArMAToc 30, t. k6cmoy 34, hi aohkh 34, AHMiOYPr6c ANcoeeN oycic 35, t. rnreparrfiN 35, 

T. AA6rC0N 69, ANAAAB6IN 35, AOGAPTOI T. <t>YCIN 76, GGIA T. AITeACON 76, ArA90C T. <t>YCIN 6 

eeoc 94, £k oycgcoc £xeiN nApACKeYHN 94. 

XAPIC K. niCTIC 36. XAPICMATA £k TOY OYPANOY 90 a. 

YeYAOAoriA 7, T£Pat<oahc 90a. yia6c ANepconoc 53. 



IV. Wortregister. 

abgathpIa 68. 94. Xroc 88. aaiaoopcTn. aaiao6pcoc 32. aaikhma 25. 88. aaoagcxia 32. 

AHAHiC 94. AHAlA 23. AG^MITOC 88. AICICOC 49. AI&N AAHCTOC 7. AKAIPIA 6r. AkAIPOOCDNIA 6l 

(fehlt bei Passow). Ak^paion fieoc 7. Akhpatoc 58 (monh). 89 (eecw6c). aka6nhton thc opoNHcecoc 

23. AKPO)THPlAZeCGAI 76. AKYPOYN 7 1. AAAZ0N6IA YTTepOYHC 90, K6MT10C T. AAAZ. 35. AAH96IAN 

KAenTeiN 28. Aaahnaaacoc 28. Aaa6kotoc 32. 49. 64. amaaayngin t. baabh 49. Amhxanoc 89. 

AnAACOMA 6l. ANAM£MArM^NOC KHATAAC TOCAYTHC BAAK6IAC 88. AnAPMOCTOI ^IHrHICeiC 39. AN6P(0- 
noeiAHC 76. AN1APYTOC rN&MH 88. ANOAIAN KAINHN K. ^PHMHN CYNT6M6?N 1. ANOCIOYPrHMA 58. 
69. ANTIAOHA 23. ANTIOACtC 58. ANTIOPACIC 87. AriAAGIN 69. AriAIAeYCIA 49. 62. AnAiAGYTOC 

31.89. AnAiTHac AcewNoc 58. Afiakonan 31 (fehlt bei Passow). AnANeprincoc 28.36.69. Afia- 
paIthtoc 69. AneKAexecGAi 23. AneprAzeceAi 49. AneYxeceAi e\c 49. AnieANOC 46. 55. 

AnAHCTIA 29. AnNGYCTI 49. AnOMHPYKACGAI 32 (fehlt bei Pa.SSOW). APIAHAOC 35. APX6KAK0C 49. 
APOTHP 29. ACMeNIZGIN 27. ACYrKACOCTOI eiHrHCeiC 39. ATOfTHMA 20. 69. ATOniA 39. ATOnOC, 

AT6n<oc 23. 69. A$HrHcic aoticmcon 27. a*6phtoc 69. 

BA6AYPIA 69, BAAKelA 27. 88. BAHXACGAI 35. BOtON APOTHPCON K. KAMATHPCCN AOrON 

noe?CGAI 29. BP6TAC 76. 

rercoN6TepoN 23. tnc&mhn AcnAzecGAi 28. rPAOAoriA 34. 

AeTrMA 76. AetNonoie?N 30. AHMHrope?N 88. AiABPexecGAi 30. AiAOGerreceAi 23.61.63 
(fehlt bei Passow). aiaoconoc 15. AiAACKeceAi =^ aiaackein 88. AiTnneYeiN 60.69. aikaio- 
npAre?N 58. aickgyein 48. aycganat£?n 15. 

^KAeiMATOYN 49. ^KTAPACCGIN 30. ^KT6nO)C ZFHN 69. ^MBP6NTHT0C 35. ^NAreCTATA ^prA 

88, ^NArecTePA kakia 69. ^nayaicma 35. £na6Ia nPArwATcoN 58. ^'ni — ^ctin 27.60.76. £ihxia 
35. ^'hhxoc 35. £iArPYnNe?N 62. feiic in t. A6roic 39. ^nANAHNtbcKeiN 58. ^nAnocT^AAeiN 
49. £ntAOciN exeiN gn <t>iAOCo<t>iA 39. ^niGeiAzeiN 39. eniKOJMAzeiN 69. £niCKHNioc (a^iic) (fehlt 



Porphyrins; »Gegen die Christen*. Ill 

bei Passow). £niCYNArrreiN 29. £pANizeceAi 58. £prAzeceAi tina $pikt6n 30, ti zo<t>ep6N 30, 

TINA <2>m6n 24, BAABHN 49, MGCt6n 49, B6ATIOYC 6$. &Tep6<t>0)NOC 1 5. GYXSPGIA 1. 23. 28. GYXGPHC 
28.69.7i. &0AOC 1CTOPJA 15. 

6AYMATonoie?N 27. eecwdc Akhpatoc 89. eecnecicoTepoN kAaaoc 94. eHAY^eceAi 49. 

eHPICOAHC 69. 60INAC6AI 69. 94. 6PYAe?CeA| 6l. 64. 69 (n0AY6PYAHT0C). 6YMGAH 6GATP0Y 23. 

econeTAi 28. 

?Aionoie?ceAi 27. icAzeiN 83. 

KArXAZGlN 23. KAOYneiKGIN 27. KAtNOTOMG?N 69. KAINOTOMIA 66- KAMATHP6C 29. KAT1H- 

agy^in 39. KAnHAtKdc yoaoc 49. kataaambangin 66. 80. KATAAenTYNeiN 69. KATACToxAzeceAi 
(die Evangelisten) j6. KATAYAeiceAi 34. KATAYAAAeceAi 34. KATAYeY^eceAi 7. kat6p6coma 

49.52. KGNOOtONIA 58. K£n$OC (ApOStel .Job.) 16. K€PTO«G?N 23. KHA?AGC 88. KA^nTGIN T. 

AAtneeiAN, t. npOAipeciN 28. kaotih 58. 88. KOwnAzeiN ^^. 39. 90*. komy6c 36. 88. KOPY<t>ft t. 

nPArMATtON 23. KPAAAINGCeAl 23. KPHniC 23. KPC0Z6IN 35. KYPION ^OY KYPION, AAA" £K TOY 
CYMB€BHk6tOC) 71. KIOMIKH FIaAnH 49. KCOMYAPION 64. 

AGitAlON 34.61. AYTTP<5c 64. 

MA6HMA 58. 69. MAKPHrOPeTcOAl 23. MAXAIPA5I. M^6H 30. 88. Me6YCK€C6A( 23. MeT€0)P6Te- 

pon 35. mh bntoc = o-fx bntoc 95. mhpykacoai 23. 52. mhxanhmata reAOioY 27. moipac aaaat- 

TGIN 35, KPGITTCON M01PA 89. WON6iYAOC (Kahn) 55. WOXAGYGIN 55. £n MYAIONI KATAKGKAGIM^NOC 
13. MYCTIK&TePON 69. 
N0CHAeY£C6Al 87. 

6*GNe?oc 1. 28. 39. o/kcTa, ta' 1. 58. cyitpammata oikgia 38. A6roi oikgToi 7. oinco b€baph- 
m^noc 23, oTnco k. Meetn aiabpaxgic 30. bKp'aAc 27. 6m6aojoc 36. <5Neip6nAHi 30. 6NeiPono- 
aoynta tynaia 54. bnep = Ai6nep 16. 48. 6cmh thc A^secoc 69. oypanowhkhc 35. oxhma 35. 

nAirNiow 32.49. TTApArpAoeceAi 27. nApA^eirwA 54. fiapaaoxh k. £ttainocT39. ttapa- 
nAl'rNiON [?] 27. nATAroc 35. nepi^neiN t. n6mon 29. nePinTYeceAi 63. nieAN6c 72. nAei- 
CTHPiAzeiN 66. nAHMMGAHMA 58. nAHCiAzeiN 41. noAYep^AHToc 69. noAYnpArwoNe?N 32. 
noAYcenToc 78. nopetAN £nantian noieTceAi 39. npArwATGYeceAi 28. npen6NTtoc 71. npiNoc, 
npiCAi 43B. nPOAi'pecic t. bjoy 1. 39. KA^nTeiN t. npoAiP. 28, s. 76. npoeYweTceAi 39. fipoca- 
n^xgin 1. nPoci^NTec 73. 76. np6cPH«A 95. nPocconeiON atiathc 28. 

PHMATION 23. 60. 

CA6PA a6£A 64. C^SAC 76. CGAHNlAzeceAl 57. CINOYN - CINeC6AI 69. CKHNAI T. 9GA- 
TPlON 27. CKOTOAINIAN 30. 69. CYrKPINGCeAl 26. CYTXYCIC 30. 49. CYNANAMirNYCGAI 27. CYNA- 

norpA$eceAi 27. cynapiokahpoyn 35. c^napcic 31. CYNewnenpficeAi 68. cyntposoc t. ygyaoyc 
28. cYPizeiN 23. CYCXHMATizeceAi 76. coaaAzgin 55. cxinoc, cxicai 43 H. ccop<5c 88. 

TAYT6THC 89. TenAXJzeiN 31. TGTHYXCO«€NOt 55. TIMHMA 2$. TPATWAHMA 69. €K TPl6- 
AOY 23. 63. TYM8C0PYXIA 58. 

yspic ^cxAth 58. Yneice>xeceAi 28. Yn6eecic 27.2S. 61. YnoKPictc (IJftsi-liftid) 35. Yno- 
AiMnANeceAi 93. Yn6nYPoc 27. YnoToneiN 2d. ^noYAOC 28. 

4>GNAKizeiN 28. O^NAH 29. OPGNHPHC 30. 

XACMAC9AI 49. X0PGY£IN ^N TU 6 1 CO 49. x6plON 77. XYAAlOC 54. 63. 64. XYAHN 23. 
XtOP€?N (CCOMATI ^KGX&PHTO) 84. 
YHAA<t>AN 54. 

ahominatio dcsolationis 44. advtMitus Christi 82.81. caro ot sanguis ^= die ITrapostcI 
20. castratio 37. confictns liber Daniclis, Gracci s<*nnonis commeiitum 43 fttY. consuetiido 
et opinio vulgi 18. conturbatac ecclesiac reus l'etrus 22. eultus (liostinc etc.) a deo 



112 von Harnack: 

Christiano exursus 79. deliquiuui solis 14. discrepantia evangelistarum et apostolorum 
18,21. divitiae, die Apostel strebten danach 4. dogma fictum 21, dominari in ecclesiis 
(die Frauen) 97. erruris macula (Petri) 21, etymologia 43B. fabula Susannae 43B. falsitas 
apostolorum 2, 11. 18. fides, fehlte den Aposteln 3. figuraliter 45. fines Jtali 81. gratia 
Christi 81. historicus = evangelista 6. iactantia Pauli 21. imperitia evangelistarum 5,6. 
9. 10. 14, inconstantia et mutatio Christi 70. lex Judaeorum 81, Christiana 81, lex et man- 
data dei 82. Incri causa apostoli tot 11 m fecerunt 4. magicae artes 4. maledictio Pauli 37. 
inatronae Christianae 97. mendacia evangelistarum 6. mendacium ficti dogmatis 21, mensura 
peccati9T. mortem imprecari 25. mulierculae divites Christ. 4. oceanus4.82. orbis in ritibustem- 
])lorum caluit8i. pauperes, die Apostel 4. physioa disputatio56. praestigiae dacmonum 49 b . pri- 
mitiae79. princeps apostolorum (Petrus) 21. 22 (ecclesiae). principes ecclesiarum2i. principium 
humani nominis 81. procacitas Pauli 21.22. puerile certamen (zwischen Petrus und Paulus) 
2i. reditus animarum 81. revelatio Christi 20. resurrectio domini 14. ritus sacrornm 79, 
tempi orii 111 81. rusticani, die Apostel 4. sacerdotalis gradus 97. salvator qui dictus est 81. 
scripturae divinae 9. semen: ex sem. Christi Christian! 92, seminis nulla conditione natus 92. 
senatus ecclesiarum inatronae 97. signa apostolorum 4. simplicitas et imperitia Christ. 5. 
status beatus 92. supplicia aeterna, infinita 91. templorum cultus 79.81. tempora prisca 79. 
tempus Caesarum 81. tyranni: Britannia provincia fertilis tyrannorum 82, viduatae animae 81. 



V. Verzeichnis der Fragmente. 

1. Die Christen sind Xeeoi, weder Hellenen noch Barbaren, Anarchisten. 

I. Kritik des Charakters und der Glaubwurdigkeit 

der Evangelisten und Apostel 

(siehe auch Nr. 49. 55. 58. 64. 69, 72). 

2. Die Evangelisten waren Falscher (Matth. 1, 22 f. [Jes. 7,14] und die Anfange der Evv.). 

3. Die Apostel hatten keinen Glauben (Matth. 21,21). 

4. Die Apostel missionierten aus Gewinnsucht, waren baurisch und arm, trieben ma- 
gische Kimste, nahmen reichen Frauen das Geld ab. 

5. Die Apostel mifibrauchten die Einfalt und Unwissenheit ihrer Horer. 

6. Die Unwissenheit des liignerischen Matthaus bzw. die Dummheit und unbesonnene 
Willfahrigkeit der ersten Horer (Matth. 9, 9). 

7. Die Evangelisten. listige und abscheuliche Sophisten, baben zahlreiche Geschichten 
erfunden. 

8. Die Evangelisten waren Plagiatoren (Act. 15, 20). 

9. Die Evangelisten waren nicht nur in saecularibus, sundern. auch im A.T. unwissend 
(Marc. 1, 1 f.; Matth. 3, 3). Aus dem 14. Bnch. 

10. n. Dies gilt speziell auch von Matth. (Matth. 13. 35; 1, 11 f.). 

12. Die Kindheitsgeschichte Jesu ist voll von Unmoglichkeiten (Matlh. 2, 13; Luk. 2, 39). 

13. Das Matthauswort (24, 14) von dem Kommen des Endes hat sich als triigerisch 
erwiesen. 

14. Die Auffassung der natuilichen Sonnenfinsternis als Wunder zugunsten Jesu 
(Matth. 27, 45) zeigt die Unwissenheit der Jiinger Jesu. 



PorphyriuSj »Geym die Christen*. 113 

15. 16. Die widerspruehsvollen Bcrichtc der Evangclisten Qber die Kreuzigung zeigen, 
daB sie Falschcr waren (besonders Johannes). 

17. Die Widerspruehe in den Erzahlungen uber Judas (Matth. 27, 3ff.; Act. 1, 16 if.). 

18. Die Evangelisten haben nicht objektiv erzahlt, sondern »cx vtilgi eonsuetudine et 
opinione*, widerspreeben einander und brhigen sonst noeh Falsebes. 

19. Mit dem Wort »Nieht von Menschen« (Gal, 1, 1) wirft Paulus auf die Urapostel 
ein schlechtes Lieht. 

20. Desgleiehen mit dem Wort »lch bespraeh niich nieht mit Fleisch und BluU 
(Gal. 1, 16). 

21. Der kindisehc Streit zvrisehen Petrus und Paulus (Gal. 2, t t ff.) zeigt den lrrtum des 
Petrus, die Frecbheit des Paulus und »fieti dogmatis mendacium* beidcr. Aus dem i.Buch. 

22. In Gal. 5, 10 liegt ein versteckter schwerer Angriff des Paulus auf Petrus. 

23. Petrus soil (Mattli. 16, 18 if.) zugleieb der Fels der Kirche und ein Satan scin: 
Jesus hat das, wenn die Wortc eeht sitid, in der Trunkenheit oder itn Traume gesagt. 

24. Petrus vcrgibt nicht, trotz dem Gebote .Icsu, sondern scblagt zu (Matth. 26, 51 
cum parall.; 18, 22). 

25. Petrus totet den unsehuldigcn Ananias und sein Weib, obgleirb er angewiesen 
war zu vergeben (Act. 5, 1 if. ; Matth, 18, 22). 

26. Petrus ilicht aus dem Gefangnis und ist aueh sonst verachtltch (Act. 12; Gal. 2, 11 if.). 

27. Paulus 1 Widerspruehe (in bczug auf die Besehneidung) und Sklavcnsinn (I. Kor. 9, 19). 

28. Paulus 1 Widerspruehe und Vcrschlagenheit (Act. 22.3). 

29. Paulus 1 Ruhm- und Gewinnsueht (J. Kor. 9, 7 if.). 

30. Paulus 1 Widerspruehe in bczug auf das Gesetz (Gal. 3, 1 ; 5, 3; Rom. 7, 14). 

31. Fortsetzung (Rom. 5, 20; I. Kor. 15*56). 

32. Paulus 1 Widersprfichc in bczug auf das Gotzenopfortleiscb (I. Kor. 10, 20). 

3^ Paulus 1 Widerspruehe in hezug auf die Khe (I. Tim. 4, 1 ; I. Kor. 7, 25). Die Ruhm- 
sucht christlicher Asketinueii. 

34. Paulus 1 unsinnige Lelire vom Wfltuntcrgang (I. Kor. 7, 31). 

35. Paulus 1 liieherliehe Lehre von der Kntriickung in die Luft (I. Tliess. 4, 15). 

36. Paulus' falsche Weissagung iib<*r sich selbst (Act. r 8. 9 f.), 

37. Paulus vcrstoBt gcgen das Flnehvcrbot Jesu (Gal. 5, 12). 

II. Kritik des Altcn Testaments. 

38. Die Propheten und die Opfer. 

39. Die Christen niifihaudcln durch Allegorie das Gesetz, besom I arc ihr groBer Lehrer 
Origenes. Aus dem 3. Buch. 

40. Throiiologie des Moses. Aus dem 4. Buch. 

4~i. Chronologie des Moses (Sanchuniathon. Philo Byb.). Aus dem 4. Bucli. 

42. Wider das Verbot Genes. 3, 3 I". (Erkenntnis von Gut und Bose). 

43. Kommeutar zum Buch Daniel. Aus dem 12. Buch. 

44. Uber den • Grcucl der Verwustung* (Dan. 11, 31 fl".; Matth. 24, 1 fF.). Aus dem 
J 3.. Buch. 

45. Zu Hosea 1, 2. 8 f . gegen die Allegorie. 

46. Zum Buch des Jonas. 

47. Zu Saeharj. 14. 

PhiL-hist. Abh. 1916. Nr. 1. 15 



114 von Harnack: 

HI. Kritik der Tatcn und Spriiche Jesu. 

4§. Zur Versuchungsgeschichte Jesu (Matth. 4 nsw.). 

49. Zur Geschichte von den Damonen und Sauen (Matth. 8; Mark. 5). 

50. Zur Geschichte vom blutflQssigen Weib (Matth. 9, 20 ff.). 

51. Zum Spruch: »Ich bin nicht gekommen. Friede zu hringen« (Matth. 10, 34 ff.). 

52. Zum Spruch, daB die Geheimnisse denUnmiindigen geoffenbart werden (Matth.11,25). 

53. Zum Spruch: »Wer ist meine Mutter?* (Matth. 12, 48 f.). 

54. Zu den Reich-Gottes-Gleichnissen (Matth. 13). 

55. Zur Stillung des Sturms (Mark. 6, 45 ff.: Matth. 14, 22 ff.). 

56. Jesus hatte keine naturwissenschaftlichen Kenntnisse (zu Matth. 15, 17 f.). 

57. Zum Mondsiichtigen (Matth. 17, 15 ff.). 

58. Zum Spruch vom Kamel und Nadelohr (Matth. 19, 24). Christliche Frauen, die 
alles verkaufen. 

59. Zum Widei-spruch in bezug auf das Pradikat »gut« (Mark. 10, 18; Luk. 6, 45). 

60. Zur falschcn Weissagung in bezug auf viele Pscudochristi (Matth. 24, 4 f.). 

61. Zum Widerspruch, daB Jesus bci den Seinen bleiben und sie doch verlassen werde 
(Matth. 26,6 ff.; 28, 20). 

62. Jesus verbot die Furcht und zagte doch selbst (Matth. 26, 39; 10,28; 26,41). 
. 63. Jesus benahni sich unwiirdig vor Pilatus (Matth. 26. 27). 

64. Jesus ist nach dem Tode nicht denen erschienen, denen er erscheinen mufite 
(Matth. 26, 64 usw.). 

65. Jesus hatte, wie Act. 2, 1 ff., als der Mensch vom Himmel schon bei seiner Herab- 
kunft alien erscheinen miissen. 

66. Joli. i, 29 steht in Widerspruch zu all den Morden, die Jesu Erscheinung ver- 
ursacht hat. 

67. Jesu Selbstzeugnis ist wertlos (Job. 5, 31). 

68. Jesu Spruch uber Moses ist nichtig (Joh. 5, 46); nirgendwo wird Christus Gott 
oder Wcltschopfer genannt. 

69. Jesu Spruch vom Essen seines Fleisches ist emporend (Job. 6, 53). 

70. Jesu Unbestandigkeit und Wankelsinn (Job. 7, 8 ff.). 

71. Jesu Spruch vom Teufel als dem Vater ist absurd (Joh. 8, 43 f.). 

72. Jesu Spruch vom Gericht uher den Fursten der AVelt ist sinnlos (Joh. 12,31). 

TV. Dogmatisches. 

73. Die Christen verlangen blinden Glauben. 

74. Uber den Glauben (zu Rom. 4, 3). 

75. Der ehristliche Begriff der Monarchie ist irrig. 

76. Durch ihre Engellehre sind die Christen selbst Polytheisten (Matth. 22, 29 f.). Kritik 
der christlicheu Ablehnung der Teinpel und Bilder. 

77. Fortsetzung. Die Lehre von dei- Menschwerdung ist schlimmer als selbst die irrige 
Vorstelluug iiber die Gotterbilder. 

78. Die Heilige Schrift selbst nimmt viele Gotter an (Exod. 22, 28; Deut. 13, 2; Jos. 
24, 14; I. Kor. 8, 5f.). 

79. Die Christen greifen den Tempel- und Opferdienst an, den doch ihr Gott selbst 
urspriinglich eingefuhrt hat. 



Porphyrins, »Gegm die Christen*. 115 

80. Seit dem Eindringen des Christen turns haben sich die hilfreichen Gotter von Rom 
zuruckgezogen. 

81. 82. Christus hat die friiheren Geschlechter vernachlassigt. 

83. Wider eine falsche Vorstellung von Gott. 

84. Zur Christologie und dem Kreuzestod. 

85. Gott hat keinen Sohn. 

86. Zur christlichen Logoslehre. 

87. Christus hat die friiheren Geschlechter vernachlassigt; die er nicht bcruft, sind die 
Gerechten (Luk. 5, 31 f.; I. Tim. i, 15). 

88. Die Taufe ist einc Ennunterung zum Siindigen (1. Kor. 6, r 1). 

89. Das (Apoc. Petri) jmgekiindigte Gericht fiber den Uimmel ist absurd und emporend. 
90a. Fortsetzung (Apoc. Petri; Matth. 24, 35: n, 25; Job. 3, 27; Deut. 26, 15). 

90b. Die christliche Auferstcbnngslelire hat nichts mit der Apokatastasislehre zu 
tun (Act. 3. 21). 

91. Zcitlichc Sun den nnd cwigc Strafcn widersprechen sich. 

92. Die christliche Vorstellung von der Auferstehung ist haltlos. 

93. Aus der christlichen Lehre folgt, da6 Gott fur di<» Schlechtigkeit und den Tod 
verantwortlich ist. Wider die Auferstehung des Flcisclics. 

94. Die Auferstehung des Fleischcs ist uiunoglich. 

V. Zur kirchlichen (Tegenwart. 

95. Die Christen der Gegenwart vermogcn die evang. Glaubensprobe nicht zu bcstehen 
(Matth. 17, 20). 

96. Dasselbc gilt von den christlichen Priestern der Gegenwart (Mark. 16, 17 f.). 

97. Frauen leiten die Kirchen. 



Berlin, gedruckt in der Reichsdrnckerei, 



2(H) Oesamtsitzung vom 10. Marz 1921. — Mitteihmg vom 24. Februar 

Neue Fragmente des Werks des Porphyrins 
gegen die Christen. 

Die Pseudo-Polycarpiana und die Schrift des Rhetors Pacatus 
gegen Porphyrins. 

Von Adolf von Harnack. 

(Vorgelegt am 24. Februar 1921 [s. oben S. 245].) 



A/weimal ist es mir gelungen, die alteste cbristliche Literaturgeschichte 
von sehlimmen Eindringlingen zu befreien. Iin Jahre 1883 babe icli 
gezeigt. daft der angebliche Fvangelienkomnientar des Theophilus von 
Antiochien(saec.II) einelateinischeKompilationfriihestensausder2.Ha]fte 
des 5. Jahrhundcrts ist (»Texte und Untei\s.« Bd. I), und im Jalire 1900 
konnte ich nachweisen, daB die sogenannten PFAFFSchen Irenausfragmente 
freche Falschungen des beruhmten Tubinger Kanzlers Pfaff sind (a. a. 0. 
Bd. XX). In beiden Fallen sind die Nacliweisungen von der Kritik an- 
erkannt worden 1 . In der folgenden Untersuchung handelt es sich 
wiederum 11m eiu Stuck, das aus der altesten christlichen Literatur zu 
verschwinden hat und dessen Zusammensetzung und wirklicher Ur- 
sprung siclier ermittelt werden konnen. 

1. Die Pseudo-Polycarpiana enthalten fiinf Fragmente des Porphyrius 
aus einer bisher unbekannten lateinischen Streitschrift gegen ihn. 
Zu den bisher noch unauf'geklarten Stucken der altchristlichen 
Literatur gehoren die Fragmente einer angeblichen Schrift des Bischofs 
Polykarp von Smyrna, welche der Minorit Feuardentius, der eifrige 
Agitator der »Liga«, im Jahre 1595/96 in seiner Ausgabc des Irenaus 
(711 111, i,) aus einer Katene (Verdun) zu den 4 Evv. verofientlieht hat". 

1 Vgl. auch den Nachweis, daft der Brief des Bischofs Theonas an den Ober- 
kammerhenn Lucian, angeblich aus der Zeit Dioeletians. eine Falschung eines fran- 
zosischen Hurnanisten am Hot'e Ludvvigs XIV. ist (a. a. 0. Bd. XXIV): hier aber war 
Batiffol mir sclion vorangegangen. 

'" Vor und nach Feuardentius bat niemand die Katene getsehen. Er selbst 
bai den Fund iur so wichtig gehalten, daB er ihn schon auf dem Titelblatt seiner 
Ausgabe des Irenaus ausposaunt hat. Wenn er sagt, die Katene sei »vetustissimis 
characteribtis« gesehrieben. so ist daraus zu schlieBen, daB sie- danials nicht ji'mger 
nls etwa 2 bis 3 Jahrhunderte war; urn wieviel alter, das lafit sich nicht sagen. 



vox Harnack: Porphyrins gegen die Christen 2H7 

Zwar ist die Unechtheit in der Nenzeit last allgemein anerkann.t ' 
allein Hi*. Zaun halt meines Wissens. die Kchtheit fur inoglich v — -. 
aber iiber dieses Urteil ist die Forsehung bishcr nieht hinausgekoinmen: 
sclbst Versnche, die Herkunf't der Fraginente zn bestiimnen, fehlen. 
obgleieh sie seit Usher fort und fort zusammen in it dem echten Brief 
Polykarps abgedruckt werden. Auf die richtige Spur ware man walir- 
sehcinlieh bald gekommen. wenn man die tTberlieferung der Fragments 
rich tig wiedergegeben und wenn man sie, was noch niemand getan 
hat. riclitig als »Einwiirfe« und » Antworten* abgedruckt hatte. 

Die Uberlieferung anlangend, so hat sehon Feuardentius selbst 
iin Naehwort den Tatbestand verfalseht, und die Spiiteren haben die 
Verfalschung fortgesetzt; erst Ur. Zaun hat sie berichtigt. Die allein maio- 
gebenden Worte des Feuardentius in seiner Einleitung znm Ab- 
druck der Fragmente lautcn (p. 240); 

»Haruni (epistularum ; Irenaus spriclit 1. c. von mehreren Hriefen 
Polykarps) porro tjuinque non aspernanda fragment a a me superior-is 
Quadragesimae tempore Virduni in quadam vetustissimis characteribus 
manu descripta super IV evangelistas Catena inventa, ut a Victore 
episcopo Capnano ante MC annos ibidem laudantur, hoc loco inserere 
operae pretium visum fuit. haec itaque ibidem leguntur: 'Victor epis- 
copus Capuae ex responsione capitulorum Saneti Polycarpi, 
Smymensis episcopi, discipuli Joannis e vangelistae\« 

Nach dem Abdruck fahrt Feuardentius fort (p. 241 f.): »Haec Victor 
Capuanus vir Graece et Latine doetus circa a. d. CDLXXX ex Graeeo 
'Responsionum capitulorum beati Polyearpi', quem nactus erat eodice 
a se Latine facta recensuit et in supra nominata Catena manuscripta. 
411am penes me habeo et, quum per typographos licebit (das ist nieht 
gesclielien), studiosis communicabo, eitantur. « 

Dafi Viktor die Polycarpiana fibersetzt hat, ist einfacli fingetragon : 
aber audi das durfte Feuardentius nicht sagen, dafi sich der Titel 
"Responsiones capitulorum" oderahnlich auf ein Bueh Polykarps bezieht. 
er kann ebensogut - es ist das sugar das Naherliegende ein Werk 
Viktors mit diesem Titel bezeichnen, in welch em sicli das Lemma be- 
fand : »S. Polycarpi« ete. 3 ? Dicse Mogliehkeit aber wird zur Gewifiheit. 

1 Siehe meine Allchri.sil. Lii.fiesch.il. 2 S. 197: Liuhifoot in seiner Ausgabe dfr 
Briei'e dcs Ignatius und Polykarp II, 1885. p. 1001 IV. ; Barden hewer. Gesch. der alt- 
kirchliehen Lit. I 2 , 191,5, S. i68f.; Bonwetslh in Haicks REncykl., 15*1. 15 S 537. 

- In seiner Ausgahe <ler Epp. lgnat. et Polyc, 1876, p. XLVlIf., 171!'.. hatte 
Zaun die Fragmente noch alb -adinodum ineerta« bezeichnet: aber spater urteilte er 
hedeutend giinstiger itber sie (was schwer verstandlich ist). s. Gesch. des NTIichen 
Kanons 1 S. 782 f. : vorsichtiger Forseh. VI S. 103. 

' Man hat in diV.sem Fall in der Mitteihmg des Feuardentius vor -Folvcarpi- 
stark vi\ interpungieren. 



26 & Gesamtsitzung vom 10. Marz 1921. — Mitteilung vom 24. Februar 

weil uns zum Gliick an einer Stelle von einem Werk Viktors init diesem 
Titel berichtet wird. In der von einem Johannes Diakonns zusammen- 
gestellten Catena Paris, nr. 838 (Sangerm. 60) in Heptateuchum s'aec. X, 
uber die unten Naheres dargelegt werden wird, findet sich fol. 13b 
folgendes 1 : 

»'Formavit igitur doininus deus hominem de limo terrae' (Ge- 
nes. 2, 7): Victor, episcopus Capnae, in libro suo 'Responsorum 
Capitula' vigesimo primo 2 : Secundum Hebraeam translationem 
refert scriptura divina, quod humanum corpus « etc. a . 

Hiernacli kann kein Zweifel bestehen, daB Viktor eine weitschich- 
tige TCompilation verfaflt bat 4 (21.Bu.ch!) unter dem Titel »Respon- 
sorum Capituku 5 (oder ahnlich), in welchem er Fragmente »Polykarps« 
zitiert hat, ohne den Fundort. d. h. das Werk «Polykarps«, anzugeben, 
dem er sie entnommen hat H . Wir wind also lediglich auf den nackten 
Namen »Polykarp« aiigewiesen, denn es ist nicht sicher, dafi das ur- 
spriingliche Lemma so ausfuhrlich gelautet hat: »S. Polycarpi, Smyr- 
nensis episcopi, discipuli Joannis evangelistae« '. 

Die Fragmente, wie sie uns Feuardentius mitgeteilt hat, lauten 
also (die Sperrungen der Einwiirfe bez. Fragen sind von mir veranlaBt) : 

1 S. Pitra, Spicil. Solesm. I (1852) p. 266. Pitra fiihrt 1. c. noch ein zweites 
Fragment an (fol. 15a; so ist nach p. 280 zu lesen, nicht 18b), aber teilt kein e Uber- 
sehrift bzw. kein Lemma mit. 2 t)ber die MiBbandlungen dieser Aufschrift durch 

Pitra (er streicht u. a. einfach -suo«) und seine Pbantasien gehe ieh hinweg. 
3 Das Folgende ist fur unsere Zwecke ganz irrelevant; es ist wahrscbeinlich auch 
eine «Antwort«; aber welcbe »Frage« ihr vorangegangen, lafit sich nicht ersehen. 
i Da6 er der Verfasser der Katene selbst ist, ist ein unbegreiflicher Irrtum, der 
zuerst bei Usheu auftritt und ziih festgehalten worden ist. 6 Auch ein Werk 

Viktors mit dem Titel: -Capitula de resurrect ione domini« ist nachweisbar; 
s. Pitra, 1. c. 1 p. L III. 6 DaB sich jedes dieser Fragmente, wie sich sofort er- 

geben wird, in eine Frage und Antwort zerlegen la"6t wie das Werk Viktors selbst, 
ist also ein zufalliges Znsammentreffen; doch laSt sich annehmen, daG Viktor in dem 
umfangreichen Werk aucli sonst altere Fragen und Antworten aufgenommen hat; 
dazu auch Fragen, an f die er selbst Antwort gegeben hat. 7 Feua rd en tius selbst 

kann das Lemma erweitert haben. In der obengenannten Pariser Katene nr. 838 
finden sich 37 Seholien Viklors, die Exzerpte aus alteren Schriften enthalten (s. Pitra, 
1. c. I p. 265 ff.) ; sie lauten (stets mit der vorangestellten Angabe: » Victor, episcopus 
Capuae«); »Ex cpistola Origenis ad Gobarum de undecima« (dreimal), »Ex libro III 
Origenis nepi o^cewiM-, >.Ex Origenis libro I de pascha, hoc sensu ex Graeco trans- 
lation" [sic]; »Ex epistola Origenis ad Firmilianum de his qui fugiant quaestiones« ; 
Ex sermone S. Basilii: »Igneni veni mittere in terrain >; »Ex sermone S. Basilii dc 
dogmatibus«; »Ex scholia [sic] Diodori Tarsensis episcopi in Exodo- (22iual; doch 
wird -Tarsensis episcopi « nur noch einmal wiederholt); -Hunc locum Diodorus sic 
exponit dicens« ; »Ex scholia [sic] sermonum Severiani episcopi Gabalon* (fiinfmal); 
•>Ex libro Paradisi sen phmata repoNTON". Nach diesen Parallelen ist das Lemma in 
bezug auf Polykarp teils iibervollstandig, teils unvollstandig; jenes durch clen Satz: 
■discipuli Joannis evangelistae« ; dieses, weil der Titel des Buchs fehlt, aus welchem 
das Scholiou ae.schopft ist. Viktor hat ilin sonst nirgendwo weggelassen. 



von Har.nack: Porphyrius g'egen die Christen '26U 

1. 

Matthaeus dominum 1 dixisse testatur 2 , quod Moyses 
scribit 3 Adam locutum fuisse hoc modo: »Hoc nunc os ex 
ossibus meis et caro ex came mea; propter hoc relinquet 
homo pat rem et matrem« etc. 

Sed concordant 4 dornini verba cum Moysi sermonibus : quia 1 
Adam praebens officium 6 inspiratione divina prophetavit, ipse a Moyse 
hoc dixisse refertur: deus vero, qui per inspirationem divinam in corde 
Adam ista verba forma vit, ipse 7 a domino recte locutus fuisse refertur: 
nam et Adam banc prophetiam protulit, et pater, qui earn inspiravit. 
recte dicitur protulisse. 

LI. 

[Der Apostel Johannes ist gestorben, obgleich Jesus 
ihm wie seinem Bruder den Martyrertod angekiindigt hat: 
also hat sieh Jesus bei seiner Prophezeiung geirrt.] 

Per huiusmodi potnm 8 significat passionem. et Jacobum quidem 
liovimus'' martyrio consummandum 10 , fratrem vero eius Joannem transi- 
turum absque martyrio. quamvis et affliction es plurimas et exilia 11 
tolerant, sed praeparatam martyrio mentem Christus martyrem iuclicavit: 
nam apostolus Paulns »quotidie«, inquit, »morior« 13 , dum impossibile 
.sit quotidie mori hominem ea morte. qua semel vita haec finitur; sed 
quoniam pro evangelio ad mortem iugiter erat praeparatus. se mori 
quotidie sub ea significatione testatus est. legitur et in dolio ferventis 
olci pro nomine Christi beatus Joannes fuisse demersus 13 . 

1 clemiii' 2 Matth. 19,5. 6 Genes. 2, 23. 4 Zahn und Lightfoot 

irrtiimlich »non concordant" ohne Bemerkung. h »qui • Cod. fi S. -officium « 

Fragm. l[l; »olf. praebere« ungewohnlich. : »ipse pater« Cod., was zur Not zn 

halten. aber wahrscheinlich aus dem Folgendcn eingedrungen ist. * jMatth. 20, 23; 

voran hat Feua rden ti 11 s die Oberscbrift gestellt: -Idem ad haec verba Cbristi: 'Calicem 
meum bibc*is'- etc. ■' » no vim us* Zahn, .>novissimus« Cod. l0 Fiir Futur. 

Pass., wie so nil damals, s. Roensch, Itala n. Vulg. S. 433 f.; vgl. Hieron.. Vita 
Hilarion.: -Jam se ad dominum migraturum et de corporis vinculis !iberandum«. 
1 Der Plural fallt auf. n I Ivor. 15,31. 13 Dieser letztc Satz vertragt sich 

schlecht mit den YYorteu »afflictiones plurimai>« etc.. weshalb ilin Zahn als spateren 
Zusatz ausgesebicden hat; aber er vertragt sich doch, wenn man «legitur« stark betont : 
der Vert", bringt diese Cberlieferung nach, der er aber selbst nicht sichcreu Glauben 
scbenkt. Sie ist nicht aus Tert., de praeser. 36 getlossen : Joannes .... in oleum 
igneum demersus nihil passus est« ; denn hier fehlt der Ausdrnck » folium ferventis 
olei« (das iibereinstimmende » demersus* mufi auf Zufall heruben), sondern aus der 
ahendlandischen Legende id einer spater bezeugten Fassung; s. Hieron., Comm. in 
Matth. 1. Ill (T. VN 655) nnter Bcrufung auf die -l^ccle&iasticae historian; "Missus 
in ferventis old dolium-. und adv. Jovin. 26 (T. II 278): -Refert Tertullianus (das 
*timmt nur /.. T.|. quod a \eronn missus in ferventis <>lei dolinin ■ etc.: Augustin. y.u 



270 (lesarntsitzung vom 10. Marz 1921. — Mitteilung vom '24. Februar 

III 

[Die Evangel! ste ii ha ben ihrenBiichern ganz verse hie dene 
Anfange gegeben und widersprechen sich daher.] 

Rationabiliter 14 evangelistae »prineipiis diversis utuntur«, quamvis 
una eademque evangelizandi eorum probatur intentio: Mattliaeus ut 
Hebraeis scribens genealogiae Christi ordinem texuit, ut ostenderet 
ab ea Christum deseendiese ]>rogenie, de qua eum nasciturum universi 
prophetae eecinerant: Joannes autem ad Ephesum constitutus, qui 15 
legem tamquam ex gentibus ignorabant, a causa nostrae redemption^ 
evangclii sumpsit exordium, quae causa ex eo apparet, quod filium 
suum deus pro nostra salute voluit incarnari; Lucas vero a Zachariae 
sacerdotio incipit, ut eius filii miraculo nativitatis et tanti praedicatoris 
officio divinitatem Christi gentibus declararet; unde et Marcus antiqua "' 
prophetici mysterii, competentia adventui Christi. declarat, ut non 
nova sed antiquitus prolata eius praedicatio probaretur et 1 ' per hoc. 
evangelistis curae f'uit eo uti prooemio, quod unnsquisque iudicabat 
auditoribus expedire 1 ^; nihil ergo »contrarium« reperitur, ubi licet 
»diversis scriptis« ad eandem tamen patriau) pervenitur. 



IV. 

Prnecepit 1 " nun amicos, sed int'irmos quosque voeandos 
ad prandium: quodsi elaudus aut quilibet eorum sit amicus, 
sine dubio talis pro amicitia mini me est rogandus, unde 
ipsa iu videntur se impugnare mandata; nam si non amiei. 
sed claudi et eaeci sunt invitandi ipsosque quoque amicos 
esse contingat. nequaqnam rogare debemus. 

Sed amicos. arbitror, intelligi hoc loco debemus illos, quos mundi 
hums terrena eonsideratione diligimus. non pro divinae euutemplationis 

Job. 21.22 (auch miter Beruiung auf die Ecclcsiastica historia): -frrventis olei doliuni«, 
Diespateren gleicldautonden Zeugnisse konnen beiseitebleiben. Ant' das alte griechisehe 
Original, welches hier voraus/usetzen ist, kann das Zitat nicLt direkt zuriickgefiihrt 
werden. da die Konstanz de:> lateinischen Ausdrucks unerklart bliebe. " tTber- 

schi-ift von Feu ardent ius: » Idem de initio evangelii secundum Marcum-. '* Hait. 

aber niehi zu korrigieren; auch die Annahme einer Cbersetznng aus dein Urlechischen 
(eic toyc kat' J €*ecoN) emph'ehlt sich nicht; Irenaus schreibt 111,3,4 von , Johnrines: 
eic thn j Acian KATACTAeeic. '" Wie bei Plaulus und Terenz; vgl. dazu Roenscii. 

1. r. S. lootl". (Substantivicrle AdjektivaJ. i: -et« Zahn, »aut« Cod. IS »expe- 

dire- Zaun. »expetere-< Cod. l!l Diesem Fragment hat Feu ardent ius die 

Pberschriit gegeben : -Idem in illud: 'Noli vocare amicos tuos. sed pauperes et debiles'* 
etc. (Luk. 14, i2i".). a0 -ipsa quasi.. Cod.; aber -quasi" kann nur von einem 

angstlichen Schreiber vorgreit'end hinzngesetzt sein. 



von Harnack: Porphyrins gegen die Christen 2/] 

intuitu, hi sunt igitur amiei relinquendi. denique ideo debilium exempla 
proposuit, quos pro nullius possumus appetere necessitate negotii nisi 
tan turn pro fructu retributionis neternae. 



V. 

Quoinodo 21 opus salutis liumanae adimplesse coinme- 
morat, cum necdum crucis, vexillum 32 conseenderat? 

Sed detinitione voluntatis, de qua cuneta venerandae passionis 
insignia adire decreverat, iure se opus perfecisse signifieat" 3 , etc. 24 

Beim II. und III. Fragment ist nur die Responsio von Viktor 
mitgeteilt. a her die Thesis ergibt sich oline weiteres aus ihr; bei den 
drei anderen Stuck en ist die Abgrenzung klar. und was hier als 
»Einwurf«'bzw. Thesis mitgeteilt ist, kann nattirlich nicht von dem- 
selben Autor, angeblieh Polykarp. herriihren, von dem die Respon- 
siones stammen ; denn diese Thesen sind nicht deliberative, sondern 
so formuliert, dal3 sie nur von einem Gegner der biblischen 
Beri elite herruhren konnen. Positiv heifit es in Fragment I, da(3 
Matthaus und die Genesis sieh widersprechen, und ebenso positiv wird 
Jesus in Fragment IV mit seiner Anweisung, keine Freunde einzuladen, 
ad absurdum gefuhrt. Aber audi in Fragment V wird ihm ein tlagranter 
Widerspruch aufgebiirdet. In Fragment II ist eine Prophezeinng Jesu 
als Irrtum das Problem, welches der Responsor zu losen vers uc lit, 
und dem Fragment III liegt die Behauptung zugrunde, die Evangelisten 
berieliteten ganz Versehiedenes und widersprachen sich daher. 

Sobald das klar erkannt ist. ist audi die Quelle klar: sie kann 
nur das Werk des Porphyrins gegen die Christen sein. Als 
Vermutung bietet sich diese Annahme sof'ort dar; sie wird aber durch 
di^ Untersuchung bestiitigt, am schlagendsten fur das I. und IV. Stuck. 

(Ad I) Wenn der Gegner hier (mit Recht) beinerkt, zwisehen 
Matth. 19,5 und Genes. 2.23 bestehe ein Widerspruch. da nach jener 
Stelle Gott, nach dieser Adam die betreffenden Worte gesprochen 
babe, so bietet Porphyrins dazu (Nr. 9 und 10 meiijer Sammlung) die 
treffendsten Parallelen; denn er macht hier auf den Irrtum des Markus 
aufmerksam, der (1,2) den Jcsajas sagen lafit, was doch Maleachi ge- 
sagt hat. und auf den Irrtum des Matthaus (c. 13,35), der rbenfalls 
von Jesajas gesagt scin la'Bt. was Asaph gesprochen hat. 

21 Feuardeutius gibt die Oberschrifl : »ldeni in illnd: 'Opus consinmnavi, 
quod dedisti mihi, ut faciam'.. (Joh. 17,4). aa Porphyr., Gegen die Christen nr. 84: 

ctaypoy cxhma. n Diese Knviderung zeigt. daB rler Verfassei- rhetorische Sehu- 

lung besafi. 21 So Feuardeutius. 



272 (iesamtsitzuug vom 10. Marz 1 921. — Mitteilnng vom 24. Februai 

(Ad IV) Der Gegner fiihrt hier aus, das Wort Jesu Luk. 14, 1 2 f . 
en thai te einen Widerspruch; denn da er in einem Atem befehle, man 
solle nicht seine Freunde, sondern Kriippel und Lahme einladen, so 
diirfe man also solche Kriippel nicht einladen, mit denen man zu- 
falbg befreundet sei! Wiederum bietet Porphyrius (nr. 58) hier eine 
sehlagende Parallele, wenn er breit ausfuhrt, daB sich Jesus mit der 
Behauptung, daB ein Reicher nicht in das Himmelreich komme, in 
einen Widerspruch verwickle; denn was konnten dann einem Reichen 
Gerechtigkeit und Tugend niitzen? Auch die Form der Ausfuhrung 
ist dort und hier eine ganz ahnliche. 

(Ad II) Wie die.Responsio zeigt, inuB der Gegner hier ausgefuhrt 
haben, Jesu Wort fiber Johannes (Trinken des Kelchs, Matth. 20, 23) 
sei Liigen gestraft worden ; denn Johannes sei nicht Martyrer geworden, 
sondern eines natiirlichen Todes gestorben. Das fugt sich aufs trefl- 
lichste zu Porphyrius nr. 26, wo umgekehrt ausgefuhrt wird, Petrus 
habe einen scliimpf lichen Tod erlitten, obgleich ihin Jesus zugesagt 
habe. dafi ihn die Pforten des Hades nicht fiber wjiltigen werden. 
d. h. daB er nicht sterben werde. Es fiigt sieli auch zu nr. 36. wo 
auf den Widerspruch hingewiesen wird, daB Paulus in Rom gekopft 
worden sei, obgleich ihm vom Herrn in einem Nachtgesicht (Acta 1 8, gt\) 
zugesichert worden sei, daB ilin niemand schadigen werde. 

(Ad III) Der Gegner wcist auf die Widerspriiche in den Evan- 
gelien und vor allem auf die Widerspriiche in ihren Anfangen Inn; 
solche Nachweise haben aber eine Hauptaufgabe des Porphyrius in 
seinem Werk gegen die Christen gebildet, wofiir Zeugnisse unnotig sind. 

(Ad V) Der hier aufgedeckte Widerspruch. Johannes lasse Jesum 
schon beim Abendmahl sagen, er habe sein Werk bereits vollondet 
(Joh. 17,4), bevor er noch das Kreuz bestiegen habe, ist ganz im 
Sinne und in der Art des iibelwollend kleinlichen und gegen Johannes 
besonders gehassigen Porphyrius, der mit Vorliebe solche Widerspriiche 
geltend gemacht hat. 

Schwerlich kann mithin ein Zweifel bestehen, daB sich Viktor von 
Capua in seinem weitschichtigen Werk: »Responsorum capitula« u. a. 
auch mit Porphyrius' Werk gegen die Christen befaBt hat — nicht 
aber direkt, vielmehr, wie das Lemma »Polykarp« beweist 
(s. o.j, durcli Vermittlung eines filter en Best re iters i]es Por- 
phyrius, den er exzerpiert hat. 

Dieser Bestreiter 1 muB aber ein Lateiner und nicht ein 
Grieche gewesen sein 2 ; denn 1. kennt er die lateinische Fassung 

1 An der Eiuheitlichkeit der durcli den Autornamen zusammengehaltenen iiinf 
Fragmente zu zweifeln, liegt scblechterdings kein Grund vor, vielmehr wird sie durcL 
den Stil und die Sprache bestatigt. 

' Ob er z. T. a lit' griechische Vorlagen zuriickgeht, kann dahingestellt bleiben. 



von Harnack: Porphyrius gegen die Christen 27 H 

der Johanneslegende, s. Fragm. II; 2. zahlt er die Evangelien in der 
Reihenfolge Math., Joh., Luk., Mark, auf, s. Fragm. III. Diese Reihcn- 
folge ist bei den Griechen ganz selten; dagegen findet sie sich bei Am- 
brosius und in den vorhieronymianischen Codd. D, a, b, f, e, ff 2 , n, 0, q; 
man darf sie daher einfach als die altlatcinische (italienische, viel- 
leicht auch gallische) Reihenfolge der Evv. bezeichnen, s. Zahn, Kanons- 
gesch. II S. 37 of. 1 Dieser Lateiner hat aher erst nach dem Eindringen 
der griechischen Kontemplation ins Abendland geschrieben (s. Fragm. IV), 
also nicht vor dem 4. Jahrhundert, was auch durch die Sprache, so- 
weit man zu urteilen vermag, bewiesen wird. 

Die »Widerlegungen« halten sich auf der bekannten kirchlichen 
Linie. Die erste lautet so,, wie sie heute noch von zahlrcichen Exegeten 
geboten wird; die zweite ist sophistisch; aber es ist ein Sophismus, wie 
ihn sich die kirchlichen Apologeten zu alien Zeiten erlaubt haben ; die 
dritte arbeitet mit bekanntem Material (vgl. schon Irenaus); die vierte 
ist durch ihre weTABAcic etc aaao t^noc ein schlimmer Sophismus — 
die Widerlegung ware auch ohne ihn nicht schwer gewesen, da der 
Einwurf selbst kummerlieh und sophistisch ist — : die funfte ist korrekt 
und beifallswert 2 . 



Fiinf neue Porphyrius-Fragmente sind gewonnen; aber das Ratsel 
der Pseudo-Polycarpiana ist doch nur zur Halfte gelost. Wer war der 
lateinische Bestreiter des Porphyrius, dessen Werk Viktor benutzt hat, 
und wie ist das Quid pro quo entstanden, dafi sein Name durch den 
Polykarps ersetzt worden ist? Die gelehrte Uberlieferung kennt bis- 
her kein lateinisches Werk gegen Porphyrius (denn Hieronymus hat 
sein Vorhaben nicht ausgefiihrt). Da 6 Viktor selbst schon diesen Be- 
streiter als »Polykarp« eingefuhrt hat, mufi ich fur ganz ausgesehlossen 
halten. Viktor, ein fur sein Zeitalter hochst respektabler Gelehrter, ja 
wahrscheinlich der beste lateinische Gelehrte in der ersten Halfte des 
6. Jahrhunderts, kannte eine grofie Menge lateinischer und griechischer 
Scliriften, und wo wir seine Zitate vergleichen konnen, sind sie rich tig; 
wo wir es nicht vermogen (er zitiert auch aus verlorenen Scliriften), 

1 Fur lateinischen Ursprung spricht auch, wenn kein Zufall anznnehmen ist, 
der Keim am Schlufi des III. Fragments (»reperitur — pervenitur«). Auch der Schlufi 
des IV. Fragments fst mehr abendlandisch als morgenliindisch; vgl. ferner »officium- 
im I. und 111. Fragment. 

2 Der Gewinn aus den liiui' neuen Fragmenten der Schrift des Porphyrius gegen 
die Christen liegt nicht nur in der Bereicherung, die sie in bezug auf die Charak- 
teristik des Werks gewahren. sondern auch darin, daB nach dem zweiten Fragment 
Porphyrius den n at iir lichen Tod des Apostels JohanDes bezeugt. Diese Tradition 
war zu ihm gekommen und keine andere; iibeiraschend ist das freilich nicht. 



274 Gesamtsitzung vimi 10. Mar/. 19'21. - Mitteilung vom 24. Februar 

erhebt sich niemals em Bedenken. Der Fehler mufi also spa tor ent- 
standen sein — in der Zeit zwisehen ihni und dem Kompilator der Katene 
orler erst in deren Abschrift. 

Wer war der lateinische Bestreiter des Porphyrins, der hier ge- 
fbrdert ist? Der Beantwortung dieser Frage ist das folgende Kapitel 
i>ewidmet. 

2. Die Pseud o-Polycarpiana stamuieu aus einer Streitsehrift eines Pacatus 
gegen Porphyrius (saec. V. init.), aus der auch noeh andere Fragmente 

erhalten sind 1 . 

Die obengenannte Katene des Johannes Diakonus (Romanus) in 
Heptateuchum (Paris. Ms. 838, saec. X) gehort zu den besten latei- 
nischen Katenen, die wir besitzen, und Pitka, der auf sie aufmerk- 
sam gemaeht bat", hat ihr mit Recht im Spicil. Solesmense eine su 
groBe Aufmerksainkeit geschenkt (I p. 265 — 301 ; L - LXIV). Sie urn- 
faBt eine Fiille wertvoller, z. T. einzigartiger Sc.holien griechischer (in 
Ubersetzung) und lateinischer Vater 3 , nnter ilmen (zum Levit.) day 
einzige Zitat aus einer lateinischen tlbersetzung des I. Clemensbriefes, 
das wir vor Auffindung der vollstandigen Ubersetzung besaBen (»In 
epistola S. t'lementis ad Corinth ios«). Die Katene gehort noeh in die 
Friihzeit der Katenenliteratur; Viktor von Caj)iia (f 554) ist reichlich 
zitiert 4 , aber Greg-or der Grofie fehlt. Daher ist es sehr wohl moglicli. 

1 Ilru. Schalkhausseu, der sich tlurcli eine ansgp/ceiclinete" Ai'beit fiber Mn- 
karius Magnes (Texte und Unters. Bd. XXX. 4. 1907) hekannt geinacht hat, verdanke 
ich (Du'ef vom 2. Febr. 1919) den Hiriwcis auf die von mir iibersehenen Pacatus- 
Porphyrius-Fragmente in der voq Pitra untersuchten Katene des Johannes Diakonus 
(Spic. Solesm. 1). Sonst sind mir von meinen Kritikern iibersehene Poiphyrius-Frag- 
niente nicht nachgewiesen word en. Jene Fragmente aus dem TVerk eines Pacatus 
gegen Porphyrias sind auch in den Literaturgeschichten von Tettpki, (Krolt. und 
Skutsch) und Scuanz (Kruger 1920) nicht erwahnt. 

3 Nach ihni ist sie m. YV. nicht wiedcr untersucht worden", vor ihm von den 
Maurinern. Mehr als eine Frage babe ich an sie zu ricbten; aber zui* Zeit ist es 
einem Deutschen leidcr noeh nicht moglicli, sie zu studieren. Dafi die Katene, welche 
Feuardentius eingeseheiv mit dieser Pariscr Katene identisch ist. wie Preischen 
(Haucks REnzyklop. Bd. 20 S. 60S) u. a. fur wahrseheinlich halten, ist zwar nicht 
deshalb schon unmoglich, wcil jene in Verdun von F. eingeseben worden ist, wolil 
aber deshalb, weil die Pariser Katene den Heptateuch kommentiert, die andere die 
vier Evangelien. Aber blutsverwandt werden sie sein. weil heide Porpliyrins-Frag- 
mente aus derselben Gegenschrift, wie sich zeigen vvird. enthalten. 

3 Griecbische Viiter: Origenes, Petrus Alex., Diodor, Didymus. Basiliu*, Gregor 
Naz., Cbrysostomus, Severian von Gabala, Cyrillus Alex. 

4 Nach Augustin und Hieronymus (Tertullian fehlt ganz: er gait als Scln.Mna- 
tiker) ist Viktor am starksten benntzt: auch kennt Johannes mehrere Biicher Viktors 
und zitiert sie mit ihren Titeln (Pitra, 1. c. p. Ltf*.). Oben ist bereits mitgeteilt 
worden, aus welchen altereu Werken Johannes durch Vermittelung Viktors Fxzerpte 
dargeboten hat. 



VON 



II.wiNAru: Porphyrins gegen die Christen 



daG der spatere Papst Johannes III. (560 — 573) der Kompilator 1st, 
aber eine Gewahr hat man fiir dicse These nicht, wenn die Katene 
auch sehwerlich spater als inn 600 entstanden ist, vermutlich friilicr. 

In dieser Katene nun finden sieh folgende zwei Zitate (fol. 15a 
und 48b: Pitra p. 281 {'.): 

Zu Genes. 2, 21 (»Et forinavit dominus dens cos lam, quam ac- 
ceperat ab Adam, in mulierein « ) : Paeatus, Contra Purporiu'm 
(lies Porphyrium). liber primus: Kcce nn-x quoque [sic] formats 
est. mulier ap])ellatur. 

Zu Genes. 24, 16 ("Virgo fuit, maseulus autem non eognoverat 
eam«): Pagatus (lies Paeatus). Contra Porphyrium, liber I : Abun- 
dabat dixisse: » Virgo autem fuit*; *ed quia frequentius 
etiam virgines dictac sunt mulieres,, adieeit: "Maseulus autem 
non noverat illam«. Et post aliqua: In Numeris 1 »Omnem mu- 
lier em quae non uovit con cub i turn masculi«. Kcce Rom an a 
eloquentia haee nomina praeposteravit' 2 . ut apud Virgiliuin 
de Pasiphae 3 : » Virgo infelix, quae te dementia cepit?«. Et 
post aliqua: PH Ulpianus Libro ad Edictum sexto: »Qui pro 
aliis ne postulcnt «, titulo sexto sie refert 1 : »Invenimus apud 
veteres mulieres (lies mulieris) appolla tione etiam virginis 
(lies virgines) eontineriV 

Zu diesen beiden Zitaten treten noeli andere,- die von Pitwa 
aus einer anderen alten Katene (ANenirPAow, 1. c. ]). L11I u. LVIIlf.), die 
er aber seiner Gewohnheit gemaB mehr verhullt als bezeichnet hat 
(Sangerm.?). mitgeteilt word en sind. Die Katene stammt, wie die Ex- 
zerpte beweisen'"', ebenfalls von Johannes Diakonus. Hier heiftt es: 

vJosias genuit Jeehpniam etfratres eius«, etreliqua usque »SalathieI« 
(Matth. 1,11): {Victor, episeopus Capuae:)' 



1 Num. 31, 1 8. 

- "Praeposterarc ordineni* Qnintil., ( 'assiodor. Das Wort gehort selbst der 
•■Romana eloquentia* an. 

3 Virgil, Eclog. VI 46. ci'. 52. 

1 Dafi .sich in einer Schrifl gegen Porphyrins cin Fragment des groBcn Werks 
Ulpians (Ad edictum libri LXXXlIlJ iindet und mit Titelbezeichnung, ist paradox. 

' KrCger (Ulpiani liber singnlaris. etc.. 1878. p. 160) ist die Stelle aus Paeatus 
nicbt entgangen; aber er hat es zu bemerken nnterlassen. daft .sie aus eineni Work 
gegen Porphyrins stammt. 

,; 1*. LV11I: ■ Fragmcntum quod ^eijnitur, ANerrirPA<t>ON in eodioe. Joanni Diaeono 
aseribam libcnter, qnum auetoms exhibent cosdcm, eodcm modo memoratos. inter quos 
rursus rarissimuni Paeatum, a nomine vetermn ullibi quod noverim memonitum, ip- 
sumque Vietorem, cuius vestigia hand immerita religionc doetissimus Diaconus con- 
stanter relegit.« 

7 Das Lemma ist nus dem Folgendrn sieher zu ergiinzon. 

Sitznngsberiehte 1921. "2t> 



276 Gcsamtsitzung vom 10. Marz 1921. — Mitteilung voin 24. Februar 

Pagatus (lies Pacatus) auctor dixit: 

Sanctus Matthaeus patrem huius Joachim Jechoniain ap- 
pellavit, propterea quasi [sic] Jechoniam (lies Jechoniae) regno 
ipse successit et loco et semini. legis f\iit, ut etiam eius no- 
mine censeretur, per quern restitutum et resuscitatum de- 
functi noscitur semen, sicut Sed (lies Seth), Adae filius, pro 
Abel. — 

Et post aliquanta: Jechoniam patruum et Jechoniam fratris 
filium nominavit: Victor, episcopus Capuae: 

Quum evangelista XLII asserat esse generationes, inve.- 
niuntur a lnimero, annumerato ipso D. N. Jesu Christo, XLI. 
absit autem ut evangelistam pntemus errasse, sed arbitror 
Jechoniam, filium Josiae, in transmigratione Babylonis fuisse 
nominatum, et post transmigrationem Babylonis alterum 
Jechoniam nominatum, qui fuit filius Joachim sive Jechoniae 
filium, Josiae .patris sui nomen habens. quam genealogiam 
exPeccato (lies Pacato) mutuantes ita designa vimus, probatam 
ab ipso ex Regum et Paralipomenon libro. Es folgt nun eine 
in der Handschrift sehr entstellte Tabelle, die Pitra (p. LX) wieder- 
herzustellen versucht hat. 

Ein weiteres Scholion, uberschrieben "Victor, episcopus Capuae « 
(p. LXII), bringt, eine gelehrte chronologische Auseinandersetzung zu 
Joh. 2, 20 iiber die 46 Jahre des Tempelbaus 1 . Endlich druckt Pitra 
(p. LXIV) noeh ein gelehrtes Scholion mit dem Lemma "Victor, 
episcopus Capuae« zu 3Jark. 15. 25 (»Es war aber die dritte Stunde«) 
ab, das den vorhergehenden blutsverwandt ist 2 . 

, l »IInce opinio Judacorum 11 on a prima tempi i aediii cation e sus- 
ceptn est, in qua Vlll annis tempkini a Salomone perfeetum est. sed pro seeunda 
aedifiratione, qua templum a Zoiobabel legitur restnuratuin: Jmlaei eum [sic] XLVI annis 
asseiunt aeditieatum. Cyrus enim suscipiens principntum (qui regnavit annis XXX). 
nudiens quod Esaias de eius nomine praediearet (lies' praedicarat), sicut in aliquibus 
exemplaribus legitur: »Hacc elicit dominus Cyro«. Hebraeorum eaptivitatem de Babylonia 
rebixare praeeepit ae templum construi iussit, sed solo altare construeto, qiuun a vi- 
einis gentibus fabricatus impediretur, secundo Darii anno per Jesum filium Josedecli 
et Zorobabel restauratio tempi) perfeeta est. regnavit autem Cyrus annis XXX, post 
quern Cambyscs annis Vlll; eui sueeesserunt Magi fratres infra anni spatium impcrantes. 
qnibus sueeedit Darius, cuius anno seeundo iterum aedifieare praeceptum est, teste 
Zacharia propheta. quo in Judaeorum reditu peraeto quattuor annis f'abrieatum est: 
expleta fiunt simul anni XLV. quadragesimo autem sexto anno, completo aedifieio 
tcinpli. coepit redire solemnitas. hae igitur opinione Judncos arbitror obieeisse domino 
nostro aedifieati lempli annum XLV1.« 

- -Quomodo bora tertia asserit erucifixum, dum Joannes, (19, 14) 
sexta testetur?« »Quod Eusebius Caesariensis volens a [(solvere dieit (folgt die Kr- 
klarung dureh Versehieibuug von Gamma als Stigma; s. Euseb. ad Marin.); aber diese 
Erklaninq; wird nbgelehnt. well die Harctiker, di> gewisse Bibelstftllen ablelmen. Aiif- 



von Hakx.vck: Porphyrins gegen die rhristen '1(1 

.loliannes Diakonus hat somit ein sonst ganz unbekanntes Werk 
ciues Pacatus gegen Porphyrins von mindestens zwei Bitchern 1 be- 
nutzt; es mu6 aber eben dieses Werk audi sclion von Viktor von Capua 
benutzt worden sein; denn, dafi das von ihm nicht milier bezeidinete 
Werk eines Pacatus gegen Porpliyrius gerichtet war, ergibt sidi daraus. 
da6 Hieronymus uns berichtet, dieser habe auf Grund von Matth. i, lof. 
den Evangelisten der »falsitas« beschuldigt 2 ; aber audi das bezeugt 
Hieronymus. dafi Porpliyrius den Finger auf den Widersprueh zveischen 
Markus und Johannes in bezug auf die Stimde der Ivreuzigung Jesu 
gclegt hat 3 . Fraglich kann nur sein, ob sowolil Viktor als audi sein 
jiingerer Zeitgenosse Johannes Diakonus das Werk des Pacatus ein- 
gesehen haben. Kine ganz sicliere Entscheidung. auf die iibrigens audi 
niclit viel ankommt, lafit sich nicht geben. Da Johannes den Pacatus 
audi ohne Berufung auf Viktor einfuhrt, so scheint er ilm selbst ein- 
gesehen zu haben; da. aber anderseits Pacatus sonst von niemand 
zitiert wird und Johannes so vieles und auch Pacatus-Zitate von Viktor 
ubernommen hat, so liegt die Annahme sehr nahe, dafi er ihm sjimtliche 
Pacatus-Zitate verdankt. 

Nun wird man aber ferner niclit zweifeln konnen, dafi audi die 5 
antiporphyrianischen Fragmente, die Viktor nach der Katene von Verdun 
als polykarpisch bezeichnet haben soil (s.o.), dem Werk des Pacatus 
gegen Porpliyrius entstammen; denn wer wollte glauben, dafi hier eine 
zweite unbekannte lateinische Gegenschrift gegen Porpliyrius das Mittel- 

wns.scr l)(. j kommen, wenn man einen Irrtum in der h. Schrifl einraumt. Es wird nmi- 
niflir eine hannonistische Erldarung gegebcn: die 6. Stunde bei Jolwnnes soil von 
dem Zeitpnnkt in der Naclit gerechnet sein. da Jesus in das Hans des Hannas ge- 
fiihrt vvuide. Dann heifit es: -Quaerenda est igitur expositio et alioruin locorum si- 
iiiilium, quorum Ensebius ad hoc probandum adhibuisse videtur exempla tamquam non 
veracitcr posita et ideo arhitrans a librarii.s esse falsata, verbi gratia, 11 1 in principiu 
«■ vangelii S. 31 arc i legitur ab Esaia dictum, q uod a Malaehia eogn oscitu r 
prophctatum (vgl. meine Fragmentcnsammlung des Porphyrius nr. 9I. scd. 11 1 dixi. 
non error accipiendus, sed conveniens intellectus est requirendus. 

1 Die wiederhoIteD Worte »liber primus* hat man mit hoher Wahrseheinlich- 
keit nicht auf das Werk des Porphyrins zu beziehen. sondern auf das des Pacatus. 

2 Siehe meine Sammhmg der Porphyrius-Fragmente nr. 11 (Hieron.. Connu. in 
Daniel 1,1): -Et ob banc causam in evang. sec. Malth. una videtur esse gencratio 
(Matth. i.n). quia secuuda TECCAPAAeKAC in Joacim desinit filio .Tosiae, el tertia incipil 
a Joacin filio Joacim. quod ignorans Porphyrius columniam struit ccclesiae, suani 
ostendens imperitiam. dum evangelistac Matthaei arguere nititur falsitatem.- 

3 Ich babe in meiner Sammlung (nr. 10) leider das Zitat a us Hieronymus nicht 
bis zum Ende abgedruckt, weil ich nicht erkannt hatte, dafi hier ein zueiter Einwurf 
des Porphyrins abgewiesen wird. Nachdem Hieronymus den ersten Einwurf (zu 
Matth. 13,35; - s - °ben) durch die drcistc Behauptung widcrlcgt hatte, der eehte Text 
bei Matth. laute »Asaph«, fahrt er fort: »Ergo simpliciter dieamus: quomodo illud in 
evangelio scriptum est, sic et scriptum est in Matthaeo et Joanne, quod dominus noster 
horn sexta cmnfixus est.« Porphyrins hatte ahn nueh dies bean<taudef 

2<>- 



278 Gesamtsitzung vom 10. Marx 1921, — Mitteilung vom 24. Februar 

glied gebildet hat und daB beide in die Hande Viktors von Capua gp- 
kommcn sind 1 ? 

Der Pa riser Katene verdanken wir also drei sehr wichtige Auf- 
klarungen: (i) daB sich neben Hieronymus (s. meine Sanimlung, Testi-" 
monia nr. XVII 8. 35f.) noch ein zweiter Lateiner eingehend mit Por- 
phyrins beschaftigt mid nur cr im Abendland eine formliclie Gegen- 
selirift gegen ihn verfaBt hat, von der wir durch Viktor, bzw. dnrch ilin 
und Johannes Diakonus, wissen — Pacatus; (2) dafi die 5 pseudopoly- 
karpisclten, antiporphyrianischen Fragmcnte, welch e Viktor von Capua 
iiberlicfert hat und die in der Katene von Verdun stehen. ebenfalls von 
Pacatus sind: (3) daB Porphyrius sich in seinem groflen Werk aucli zu 
Jesaj. 7, 14, zu .lob. 2, 20 und zu Mark. 15, 25 (imVergleich mit Job. 19, 14) 
gcauBert hat 2 . 

Von diesen NacJirichten ist die weitaus wichtigste diesonstnirgends 
aufbewahrte Kunde, daB audi ein Abendlander, namen.s Pacatus, eine 
formliclie Gegenschrift gegen Porphyrius (in mindestens zwei Biichern) 
verfaBt hat. DaB dies Werk nicht auf uns gekommen ist, ist nicht ver- 
winiderlich, sind doch audi die grofien morgenlandischen Werke gegen 
Porphyrins von Methodius, Ensebius undApolinarius bald verschwunden 
bzw. unterdriickt worden. 

1 kStiluntcrscliiede konnen m. E. bier nicht in Betraeht kommen. da die Fragmente 
zu sparlich und zu kuiz sind. Man kann nur urteilen, daB Paeaus griindlich und 
mit verschiedenen JMi'teln auf die Einwiirle des Porphyrius eingegangen ist. 

- Ich zable die Fragmente nach den oben aufgefiihrten funf in der Katene von 
Verdun (das Fragment zu JNIatth. 1. ti ziihle ich nicht, weil es zu nr. 1 r meiner Samm- 
lung geboit. aus dem schon bekannt war, daB er die Genealogie Jesu bei Matth. als 
fehlerhaft angegriffen hat). VI: Porphyrius hat sich fiber die Begriffe »Weib« und 
"Jungfraii" geanBert, sicherlich inn die Jungf'rausehaft der Maria (Jes. 7, 14) zu be- 
streiten (genauer lassen sich seine Ausfiihrungen nicht angeben). DaB er sich auch 
sonst polcmisch iiber die rTAPeeiMiA der hi. .lungfrau genufiert hat, daruher s. meine 
Sammlung der Fr.igmente m\ 33. 77.' 92 (die nur abgerissen tiberlieferten Gegen- 
hemerkungen des Pacatus stellen Test, daB in Genes. 24, 16 der Verf. den Begriff «Jung- 
frau« nicht ftir hinreicbend eimleutig gehalten und ihn dnher unzweideutig durch 
winasculus non cognoverat eam« piiizisiert lint, lerner daB in Num 31, 18 von »Fraucn« 
gesproehen wird, die noch keinen IMann erkannt haben, weiter daB auch bei Virgil 
eine Frau mit »virgo« angeredet sei, und daB endlirh auch Ulpian konstatiert, daB 
die Bezeichnung »Fran« auch die Jnngf'rauen einschlieBen konne [oder konstatiert 
Ulpian das Umgekehnel* Es kltme ziemlich auf dasselbe herau.s]). VII: Porphyrins 
hat zu Job. 2, 20 die 46 Jahre des Tempelbaus beanstandet. Was cr, der bekannt- 
lich ein trefflichei Cbronologe war, hier beanstandet hat, ist nicht ganz klar. Er hat 
wahrscheinlich die Bauzeit des Salomonisehen Tempels im Auge gebabt : Pacatus will 
dcmgegen iiber die 46 Jahre vom Bau des Serubiliolschen Tempels verstehen, was auch 
unrichtig ist. Vlll: Er lint auf den Widerspruch in bezug auf die Stnnde der Krenzi- 
gung bei Markus und Johannes aufmerksam gemaeht (Pacatus sucht deiugegeniiber 
zu zeigen, daB auch Johannes die 3. Stunde [9 Hhr fnih] meint. wahiend Hieronymus 
umgekehrt den JMarkus nach Johannes hannonisiert). Das III. pseudopolykarpische 
und das VII Fragment sowie die Ausfiihrung zu Matth. t, r 1 zeigen das gleiehe bi- 
bliscbe Wissen. 



vonHarnack: Porphyrins gegen die Christen 2/9 

Was laBt sicli fiber dieses Werk und seinen Verfasser sagen? 

•Zimaehst IiSJSt sicli die Zeit zieralich genau bestimmen. llierouymus 
hat das VVerk menials erwahnt, also audi nicht gekannt; denn bis ins 
hohe Alter verfolgte er die ehristlich-polemische Literatur in Ost und 
West; man darf also mit Wabrscheinlichkeit sagen, daJ3 es nicht vor 
deni Jahre c. 410 geschrieben sein kann. Aber anderseits ist es auch 
schwerlidi viel spa tor verfafit; denn erstlieh trat seitdem das lnteresse 
an den heidnischen Gegenschriften bei den Christen ganz zuriick, man 
wollte auch in polemiseher Form nichts mehr von ihnen horen, ja es 
war geradezu geiahrlich, ihre Einwiirfe from men Ohren vorzutragen; 
zweitens mufi em ehristlicher Sehriftsteller. der neben Genesisstellen 
unbefangen Virgil und Ulpian fur seine polemisehen Beweise heranzieht, 
wie es Pacatus tut, der Zeit des Ausonius und Hieronymus noeh nahe- 
stehen, nicht aber der nachaugustinischen Epoclie angehorcn. So schmal 
daher die Siitze sind, in denen sich Pacatus selbst in scinem Werke 
charakterisiert hat (zu ihnen gehort auch der Ausdruck : »amicos mundi 
huius terrena consideratione diligere, non pro (Jivinae con tern plat ionis 
intuitu «, s. o.), so sicher lii!3t sich doch behaupten, dafi fur das Werk 
des Pacatus gegen Porphyrins nur sehr wenige Jahrzehnte nach dem 
Jahre c. 410 otf'enstehcn. 

3. Pacatus, der Verfasser einer Streitschrift gegen Porphyrins, zu der die 

Pseudo-Polycarpiaca gehoren, ist hoehst wahrscheinlich rait dem Rhetor 

Drepanius Pacatus sowie mit jenera Pacatus identisch, der erne Biographie 

Paulin's von Nola zu schreiben beabsiehtigte. 

Wer ist Pacatus? Wir kennen nnnmehr drei Manner dieses 
Nainens, die Zeitgenossen waren 1 . Sind sie nicht identisch? 

(1) Pacatus (um 420), der Gegner des Porphyrius, bewandert in 
der Bibel. Virgil und Ulpian und auf die »Romana eloquentia« vcr- 
weisend. 

(2) Kin Pacatus, der nach dem Tode Paulin's von Nola (f 431) 
dessen Leben in Versen schildern wollte". wie wir aus einem Brief 
des Schiilers Paulin's, Uranius, ad Pacatum de obitu Paulini (c. i)> horen 
(s. diesen Brief bei Mignk Bd. LIU p. 859ft:) 3 . 

1 Drei andere »Pacati« — christliche Biscbole — iiat mir Hr. Juliciier freundlirhsl 
nachgewiesen, von deueu der cine zur Synode von Sardika, die bciden anderen zum 
Ketigionsgesprach von Karthago (aim. 484) gehoren. Es ist nicht moglieh, sie hier 
heranzuztchen. — Der Name »Pacatus« wird von der Prosopogr. Imp. Rom. (vor 
Konstantin) nur 6- (7-) inal nachgewiesen, u. a. bei einem Konsul und einem Sklaven. 

* Dafl das Vorhaben ausgefiihrt word en ist, ist nicht bekannt. 

3 Dieser Pacatus war eine sehr vornehme, verehrungswiirdige altere Person lichkeit 
(werin ihn Uranius c. 5 «filius carissimus- anredet, so erklart sich das daratis, da6 
Uranius Priester ist. Pacatus aber Laie); s. i\ i: «Domino illustri et in Christo merito 



280 Gesamtsitzung vom 10. Marz I92J. — Mitteilung vom 24. Februar 

(3) Latinus (Latinius) Drcpanius Pacatus; ■ er war ein aquitani- 
scher Rhetor, hielt im J. 389 (390) im Namen seiner Mitbiirger im Senat 
vor Theodosius nach der Besiegung des Maximus einen Panegyrikus. 
der uns erhalten 1st 1 , wurde im J. 390 Prokonsul von Afrika und im 
J. 393 comes rerum privatarum des Kaisers. Er war ein Schuler 
(» Alius «) und Freund des Ausonius, der ihm mehrere seiner Werke 
nm 390 gewidmet und ihm die nachste Stelle nach Virgil unter den 
Zeitgcnossen angeschmeichelt hat (»Hoc nullus mihi carior meorum, 
quern pluris faciunt nOvem sorores quam cunctos alios Marone denvpto*): 
er war auch unter den Korrespondenten des Symmachus, der mehrere 
Briele an ihn gerichtet hat, und wird auch sonst noch einmal in der 
Literatur jener Zeit genannt; nach dem J. 393 horen wir nichts mehr 
von ihm. 

DaB der dritte und zweite Pacatus identisch sind, ist sclion ofters 
vermutet worden* 2 , aber sicher beweisen liefi es sich bisher nicht. Da- 
gegen unterliegt die Identitat des ersten und zweiten Pacatus keinem 
Bedenken; denn zwei Personen, die urn dieselbe Zeit lebten, denselben 
seltenen Namen fiihrten, beide Christen, beide Schriftsteller waren, 
und von denen der eine in einer theologischen Streitschrift Virgil 
zitiert, tier andere eine poetische Lebensbeschreibung abfassen will, 
der eine dem monchischen Lebensideal in seinem Christentum nahe- 
gestanden haben muS (s. o.), der andere den monchischen Paulin von 
Nola verehrt diirfen mit Sicherheit nls identisch angesehen werden. 

Es fragt sich also, ob der erste und dritte Pacatus identisch sind. 
Die Bejahung dieser Frage aber legt sich dadurch schon nahe, dafi 
der erste Pacatus mit dem zweiten identisch ist, dieser, wie wir eben 
gesehen haben, in den Kreis des Paulin von Nola gehort, aber 
auch Latinius Drepanius Pacatus mit holier Wahrschein- 
liclikeit diesem Kreise zuzuordnen ist. 

Das Mittelglied ist Ausonius. Wir sahen, daft Drepanius Pac. in 
diesem Kreise stand, aber auch Paulinus gehorte bekanntlich zu ihm. 
Von Ausonius ist er ausgegangen, und wenn er auch als reifer Mann 

venerabili Pacato Uranius presbyter. Litteris nobilitalis tuae iteiata vice solliciior. ui 
tibi obitum S. Paulini fkleliter referam .... quia iubere dignaris, fideliter ct sine men- 
dncio faciaru .... venerationem tuarn plurimum quaeso, ut imperitiae meae veniam daiv 
digneris .... tibi qui vitam Paulini versibus illustrare disponis, dicendi materiam- 
(subrninistiabo)'. C.n: »Veneratio tua«. C. 12: «Quaeso nobilitatein tuam, ut sicut 
pronrittcre dignatus est, praeclari operis munus accelerate digneris consecuturns 
praemia Iaudis et gloriae. si vitam sancti viii posteris proiuturam versibus illustraveris.<' 

1 S. MiONE, Patrol. Lat. Bd. XIII Col. 477 ft'.; Baehrens. Panegyriker (1874) 
p. 271 IV. 

2 S. Bakdenhewer, Altkirchi. Lit. Ill S. 571; Schanz, Rom. Lit. IV s S. 261: 
Teuffel, Horn. Lit. Ill 6 S. 355; nur der letztere* sebeint die Gleichung fur ganz sicber 
zu balten. Die Vornehmheit beider Personen kommt besonders in Betraeht. 



vonHarnack: Porphyrins gegen die Christen - 281 

zum Schmerz seines" Lehrers and ere Wege eingeschlagen hat als dieser, 
hat er doch seine Herkunft von ihm nie verleugnet, ja er wollte auch 
als Christusjiinger Ausoniusschuler bleiben 1 . 

Das fuhrt uns auf" die religiose Stellung der drei Manner Ausonius. 
Paulinus und Drepanitis Pacatus. Ausonius, der fast das ganze 4. Jahr- 
hnndert durchlebt hat, war zwar Christ 2 , aber etwa so Christ, wie 
andere Sonnen- oder sublimierte Jupiteranbeter waren, d. h. ohne spezi- 
h'sche eliristliche Frommigkeit, ja mit einer ganz deutlichen Abneigung 
gegen sie, zumal in der monchischen Form. So stand er dem »Heiden« 
Symmachus innerlich doch nicht allzu fern, der. umgekehrt seinerseits 
christliche Bischofe gegebenenfalls zu einpfehlen vermochte. Paulinus, 
der sehr viel jiingere Schiiler des Ausonius, lebte zuniichst ganz in 
dem Geiste der schonen Literatur. und liefi sich erst urn 390 als ge- 
reifter Mann taufen, wurde aber dann ein Christ im Geiste derMartyrer 
und Monche, ohne seine literarische Bildung zu verleugnen und ohne 
die Beziehungen zu seiner Vergangenheit ganz abzubrechen. Die reli- 
giose Stellung des Drepanius Pacatus, wie er sie im Jahre 389 ein- 
nahm, ergibt sich aus seinem Panegyrikus, vgl. die cc. 3 — 6; 19. 21. 
30. 39.47. Sie ist noeh hid einen Grad farbloser als die seines Lehrers 
und Freundes Ausonius; Pacatus scheut sicli nicht, die griechische 
Mythologie, wie wenn sie Wahrheit ware, heranzuziehen und den Kaiser 
»Oott« zu nennen ; er schweigt in bezug auf alles Christliche, er er- 
wahnt die Recbtglaubigkeit und die Heidenverfolgungen Gratians und 
Theodosius' niemals 3 . Dennocli ist mir nach c. 3 und sonst nicht zweif'el- 



1 S. das groBe Gedicht Paulin's an Ausonius, als er sehon iiberzeugter monchischer 
Christ geworden war (Carm. X v. 147 11'.): »Quare gratandum magis est tibi quam 
queritandum, Quod tuus ille, tuis studiis et moribus ortus, Paulinus, cui te non infi- 
tiare parenteral, Nee modo, cum credis perversum, sic mea verti Consilia, ut # sim 
promeritus Christi fore, dum sum Ausouii; feret ille tuae sua praemia laudi. Deque 
tua primum tibi deferet arbore fructum.- Vgl. auch die Worte: »Tibi diseiplinas, 
dignitatem, litteras, linguae, togae. famae deeus, provectus, altus, institutus debeo. 
patronp. praeeeptor, pater. ■< 

J Er konnte bei lielegenheil reden und dichten wie ein t'romnier Christ, so 
dem Kaiser Gratian gegenuber. seinem Selmler Faulin gegeniiber oder an ohrist- 
lichen Festtagen. 

s Religiose Stichworte tines iarbloseri Mouotheisuius und der Kaiserverehrung 
aus der Rede: c. 4 (von GottJ <supreinus rerum fabricator-' ; e. 4 der Kaiser ist »deus, 
quern vi dem us «; 0.5 fvom Vater des Theodosius) »dixisse suffieiat unum ilium 
divinum exstitis.se, in quo virtutes semel omnes vigerent« ; c. 6 »sive divinus ille 
animus venturus in corpus dignum piius metatur hospitinm, sive cum venerit, iingit 
habitaculum pro habitu sao, . . . paream arcanum coeleste riinari« (von Theodosius 
gesagt); c. 19 -conscius coelestis arcani« (Theod.); c. 21 »Numen summum- neben 
••numen imperatoiis-. e. 30 nach der Sehilderung der Tyrannis des Maximus: -tandem 
in nos oculos deus letulit ...an ego sine divino numine fattum putemi*« c. 39 »nisi 
forte maiorem divini favoris operam res Roman a poscebat . . . ego vero, si eoeleste 



282 Oesamtsitzung voni 10. Marz \92l. — Mitteilung vom 24. Februar 

haft, daG er Christ war 1 , und sein Absehen von allejn Christliehen in 
der Rede erklart sieh leicht, wenn man annimmt, dafi er damals ein 
Christ war wie Ausonius, und wenn man erwiigt, dafi er im Sen at 
gesprochen hat, der so viele Nichtchristen zahlte und den damals aneh 
noch Christen taktvoll als religios-neutralen Boden respcktierten. 

Gehorten aber sowohl Paulinus als auch Drepanius Pacatus zuin 
Ausoniuskreise — • in ihm hildeten die sehone Literatur, die Rhetorik 
und die Kultur ein gemeinsames Medium zwischen den Bekenncrn ver- 
schiedener, ja entgegengesetzter religioser Riehtungen, wie spater am 
Hofe Ludwigs des XIV. und Friedriclis des GroBen — , so miissen 
auch Paulinus und Pacatus. beide Aquitanier, Beziehungen untereinander 
gehabt haben. wenn wir auch nichts von ihnen wissen oder vielmelir: 
Avir wissen doch etwas von ihnen;' denn wir horten ja, dafi ein Pacatus 
die Lebensbeschreibung Paulins in Versen sclireiben wollte. Also dtirfen 
wir nicht langer mit der Identifuierung zogern : die drei Pacati. 
der Redner Drepanius Paeatus, der Bestreiter des Porphyrins Pacatus 
und der Pacatus, der Paulins Leben sehildern wollte. -sind ein und 
dieselbe Person. Sie sind das urn so gewisser, als die so spar- 
lichen Fragmente des Werks des Pacatus gegen Porphyrins die »elo- 
quentia. Roma mi « (Virgil und Ulpian) zitieren. als ihren Vert'asser also 
als einen literarisch gebildeten Rhetor (wie Drepanius Pac.) nahelegen. 
Die »romische Beredsainkeit« heranznzieben, ist. doch sonst in christ- 
lichen Streitschriften nicht iiblich! Ex imgueleonem! Die Cbronologie 
bietet kein ernstes Hindernis; denn der Pacatus, der im Jalire 390 
den Pan\ j gyrikus im Senat gehalten hat, braucht damals nicht alter 
als 25 30 Jalire gewesen zu sein (Paulin Avar schon mit 25 Jahren 
Statthalter von Kampanien); er kann also sehr Avoid, gegen 70 Jahre 
alt, im Jahre 431 den EntsehluG gefafit haben (den er nicht atisgefiihrt 
hat), das Leben seines entschlafenen Freundes Paulinus zu beschreiben. 

Der Bestreiter des Porphyrins ist also hochst wahrscheinlich icTen- 
tisch mit dem Rhetor Pacatus — dann muB er eine abnliche innere 
Entwicklung durchgemacht haben Avie der Rhetor Marius Viktorinus 
in Rom und wie Paulinus. Der erstere bietet hier, die schlagendste 
Parallele; denn er wurde nicht nur Christ im allgemeinen Sinn des 
Worts, sondern ernster Christ und zngleich Exeget des Paulus, cbrist- 

studium pro dignitate causarum acstimandmii .sit« : c. 47 »tu (Theod.) crebro civilhjue 
progivssu non publica tnntuin (Romae) opera lustraveris, sed privatas quo<jue aedes 
divinis vestigiis couseci;iris«. 

1 C. 3: »Divini.s rebus operantes in eain coeli plagaiu ora couvcitinms, a qua 
lucis exordium est. « Das kam auch bei Heiden vor, ist aber — schon zu Tertullians 
Zeit — nach dein Urteil des heidnischen Publikums nur fur die Christen charakte- 
ristisch; s. Apolog.. 16: -Alii, plane humanius et yerisimilius soleni credunt deum 
nostrum . . : inde suspicio, quod innotuerit, 110s ad orientis region em precavU. 



von Harxack: Porphyrins gegen dio Christen 28o 

lieher I lyjiiiieiKlichter und li tern rischer Gegner des A rian is in us. 
So liat audi Paeatus spater die diristliche Literatur ernstlidi studiert 
nut] vielleiclit in den Jaliren, <la Augustin sein Werk »Dc civitatc dei« 
awsarbeitete, seine Biiclicr gegen Porphyrins als litcrarischer Gegner 
di's llellenismus geschrieben — vermutlicli in Atpiitanien '. Warum er 
keinen Frfolg gehabt liat mid Viktor von C'apua tier erste und letzte 
Zeuge 1'iii* sein Werk ist (wenn nieht audi nodi Johannes Diakonus). 
ist sdion angedeutet worden; das Interesse iiir solelie Werke war ver- 
scliwunden. ja es war sugar nidit ungefahrlidi. sie zu verbreiten. Ob 
nodi andere Grande hier obgewaltet haben, entzielit sidi unserer Kennt- 
nis*. Pafi das Werk auf der alteren griediisdien Polemik gegen Por- 
phyrins fufite, ist an sich wnhrscheinlich. erscheint aber aufierdem nodi 
dureli den Inbalt der Fragmente gesiehcrt, da sie Abliangigkeit von 
Kusebins zeigen. 

Kin newer »Kirclu'iivater« ist entdeckt, den bisher weder die Pa- 
tristiken nodi die romisdien Literaturgesdiichten kennen. Hoffentlich 
gelit es ilim besser als seinem Zeitgenossen Aponius. deni es noch 
inimer nieht gelingt. Awfnalime in die ehristliehen Literatnrgesdiichten 
zu findcii- 

Ks bleibi noch die Frage. wie es in der Katene von Verdun, 
die Keuardentiws eingesehen liat, zu deni Lemma »Polycarpus« statt 
» Paeatus « gckommen ist. Hat sidi Feuardentius verlesen und dann 
von sicli aus die Titulatur Polykarps liinzugefugt? Fine Falschung 
diirien wir ihm nur im hochsten Notfall aufbiirden - — obschon da- 
uials Flilschungen, die alte christlichc Literatur betreflend, nicbt felilten 
— wcnii keine andere Erklarung sidi findet. Bot die Katene wirklidi 
"Pol} carpus «, so rnufi sidi tier Fehler nacli Viktor in die Absehrifi 
eingosdilichen liaben in der diniklen Zeit der kirchlichen Wissenschaft; 
Polykarps Name war ja den Latcinern, namentlieh durch sein Marty rium, 
niclit unbekaniit. Da die Buchstaben in den beiden Worten »Poly- 
earpws« nnd » Paeatus- z. 'P. identisch sind, so scheint die Annahme 
<lie niidistliegen.de, dafi es sieli mn eine Verlesung eines halbver- 
losditen Lemmas seitens eines ungebildeten Schreibers liandelt, der 



1 Wer die ReligionsgL'Schiehte fin- die .hihrc 380 — 430, d. li. die tlpoehe, in weleher 
der Ilellenisinus und Uoinanismns endgiiltig vor der Kirehe kapitulicrt haben, bi> 
srlin*ib«*n will, iiniG nebeu iler elemeiitareii Uniwiilzung, die sich einfaeh hus ()w 
Ma.clit dci- Kirehe ergab, di^ Manner studieren, die naeh Martin von Tours inner- 
lieh vom deist der Kirehe fiberwunden worden sind. Untcr ihnc-n steht l'aulinu> 
von Nola im Yordergrnnd ; aber aueh der ilim befreundete Rhetor venlient hier nlh* 
Beaclitung. der mil einer Lobrede aut* Theodosius im Sen;it begonnen liat — einer 
Rede, die von Scaligkh hochgepriesen worden ist - und der spiiter ein eitriger 
Chrisr und der literarische (ingner des Porphyrins im Abendlnnd »o\vorden ist. ohne 
die -eloqueiilia Romana ■ prois/uyeben. 



284 . Gesamtsitzung voni 10. Marz 1921. — Mitteilung vom 24. Februar 

sicli durch P. .ca. .us aut* Polycarpus gewiesen sah. Doch bleibt 
bose Absicht nicht ausgeschlossen. Sie ist um so weniger ausge- 
schlossen, als die Verlesung fiinfmal erfolgt sein intiGte; denn die 
funf Fragments folgten ja in der Katene nicht nacheinander,~ sondern 
waren in ilir verstreut; Feuardentius hat freilieh nur einmal das 
Lemma nrkundlich angegeben und sich leider in den vier anderen 
Fallen mit einem kurzen »Idem* und der Angabe, bei welchem Bibel- 
verse das Bruchstuck gestanden hat, begntigt. An alien S tell en mufi 
jedenfalls derselbe Name gestanden haben ; dann ist aber die Hypothese 
der Verlesung schon in alter Zeit sehr erschwert. Das Eindringen des 
Namens »Polykarp« in die Oberlieferung bleibt also bis auf weiteres ein 
ungelostes Ratsel 1 ; aber das kann an dem Ergebnis der Untersuchnng 
nichts andern, dafl Pacatus, der Bestreiter des Porphyrius, sieher der 
Verfasser der pseudopolykarpischen Fragmente ist, und dafi er hochst- 
wahrscheinlich mit dem Rhetor Drepanius Pacatus sowic mit dem 
Pacatus identisch ist> der eine Biographie Panlins von Nola in Versen 
sch rei ben wollte. 

1 Daher ist tier Verdaeht doch nicht zu unterdriieken, daii Feuardentius' 
den ihm unbekannten Namen «Pacatus« durch » Polycarpus « ersetzt hat. Auf diesen 
wurde er gefiihrt, weil drei von den fiinf Fragmenten es mit Johannes (bzw. dem 
Evangelium Joh.) zu tun haben und er seiner Fntdeekung von neuen altehrist lichen 
Fragmenten, die er sehon auf dem Titelblatt seiner Irenaus-Ausgabe so auf^lringlieh 
anspo.saunt hat. eiu besonderes Gevvicht geben wollte. 



N34 Sit/ung der philosophisfh-liisrorisehoMi iilnssf* vmn I. December H*"2I 

Nachtrage zur Abhandlung 

»Neue Fragmente des Werks des Porphyrius 

gegen die Christen « (s. o. S. 266 ffi). 

Von Adolf von Harnack. 



In der obengenannten Abhandlung habc ich es sehr wahrschein- 
lich gemacht, dafi Pacatns 1 , der Verfasser einer Strcitscbrift gegen 
Porphyrius, ferner der Rhetor Dfepanius Pacatus' und endlich jener 
Pacatus s , von dem wir nur wissen, dafi er eine Biographie Paulin's 
von Nola zu sclireiben beabsichtigte, identiseh sind. Der Beweis fur 
die Identitiit lal3t sich noeli verstarken : 

1. 

Paulinus von Nola und Pacatus 3 gehoren zusammen: Pacatus 1 ist 
der literarische Gegner des Porphyrius; Pacatus 2 gehorte wie Paulinus 
znm Kreise des Ausonius -- wenn sie identiseh sind. so steht test, 
dafi aus dem Kreise der ernst ehristlichen Ausoniusschiiler ein apo- 
Logetisches Werlc gegen das Hcidentum (speziell gegen Porpliyrius) 
hervorgegangen ist (saec. V. init.). Es lafit sich nun aber uaclnveisen, 
dafi urn dieselbe Zeit auch Paulinus von Nola ein solehes Werk ent- 
weder hat sclireiben wollen oder wirklich geschricben hat. Also be- 
sehaftigte man sich in diesem Kreise mit der grofien apologetischen 
Aufgabc; dadurch verstrirkt sich der Beweis. dafi die Pacati iden- 
tiseh sind : 

Augustin sehreibt in einein Brief an Paulinus (ep. 31,8 v. J. 396): 
»Adversus paganos te scribere didici ex fratribus. si quid de tuo 
pectore meremur, indifferenter mitte, ut legamus: nam pectus tuuin 
tale domini oraculum est, ut ex eo nobis taututn (?) placita et adversns 
loquacissimas quaestiones explicatissiina datum iri responsa praesumam. 
libros beatissimi papae Ambrosii credo habere sanetitatem tuam ; eos 
autem multum desidero, quos adversns nonnullos imperitissimos et 
superbissimos, qui de Platonis libris Dominum profeeisse contendunt, 
diligentissime et eopiosissime scripsit. « 

Da Paulinus die Bueher nieht schickte, so bittet er ihn noch 
zweimal um sie. Ep. 42 (v. J, 397): »0 qui res vestras cntidie donatis, 



von IIarn.uk: XaHitrage zu Ncir* Fia^inente ties Werks des PorphyriuS" S35 

debitum reddite! an forte, quod adver.sus daemonicolas te scribere 
audieram akjue id opus vehementer desiderare me ostenderam, volens 
pcrficcre ae mittere tanto tempore ad nos epistulas distulisti? utinam 
saltern tarn opima mensa iam annosum al stilo tuo ieiunium meum 
tandem accipias! quae si nondum parata est, non desinemus conqueri, 
si nos, dum illud perficis, non interim reficis.« Und ep. 45, 2: » Scribere 
te audieramus adversum paganos. quod si absolutum est. quaesumus, 
ne differas mittere per perlatorem huius epistulae. « 

Ob Paulinns das Werk wirklich herausgegeben bat, ist unbekannt; 
vielleicht bezog sicb iibrigens das Gerijcht, das zu Augustin gedrungen 
war, anf die 255 Hexameter des Paulinns an einen gewissen Antonius 
(Carmen XXXII, Opp. II p. 329 sq. Hartel), die eine sebr oberilach- 
liche Polemik gegen das Heidentmn entlialten and (v. 32 sq.) die 
Platoniker streifen : 

Sunt et sectantes ineerti dogma Platonis, 
Quos quaesita din animae substantia turbat, 
Traetantes semper nee definire valentes, 
'Unde Platonis amant de anima describere librum, 
Qui praeter titulum nil certi continet intus. 
Wenn Paulinus wirklich auch noeh ein Werk in Prosa gegen das 
Heidentum bzw. die Platoniker herausgegeben bat, so wiirde es doch 
schwerlich auf uns gekommen sein; denn wie das Werk des Pacatus 
gegen Porphyrins, so sind auch die von Augustin genannten Biicher 
des Ambrosius gegen literarische Christenfeinde untergegangen. Die 
Kirche duldete sehr friihe nicht einmal die Gegenschriften mehr, die 
ihre Theologen gegen die Angrifle der Christenfeinde verfafit hatten. 
In bezug auf die Polemik des christlichen Abendlandes gegen den 
Hellenismus in der Zeit um 400 gewinnen wir jetzt ein anderes Bild: 
Ambrosius, Paulinus, Pacatus und Augustinus haben sich mit ihr befafil. 



Das zweite Fragment aus dem Werk des Porphyrins gegen die 
Christen (bei Pacatus) habe.ich S. 269 nicht richtig abgeteilt: die 
am Anlang stehenden eingeklammerten Worte sind als iiberilussig zu 
tilgen. Das Fragment des Porphyrins (zu Matth. 20, 23) lautet: »Per 
huiusmodi potum significat passionem, et Jacobum quidem novimus 
martyrio consummandum, fratrem vero eius Joannem transiturum absque 
martyrio, quamvis et afilictiones plurimas et exilia tolerarit.« Das 
Folgende gehort Pacatus an. — DemgemaB muB es S. 271 Z. 9 : 
»Beim III. Fragment* {statt »Beim II. und III. Fragment") hehoen. 




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Todays Research. Tomorrow's Inspiration. 



Porphyry in Fragments: Jerome, Harnack, and the Problem of 
Reconstruction 



Ariane Magny 

Journal of Early Christian Studies, Volume 18, Number 4, Winter 
2010, pp. 515-555 (Article) 

Published by The Johns Hopkins University Press 




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Porphyry in Fragments: 
Jerome, Harnack, and the 
Problem of Reconstruction 

ARIANE MAGNY 



Everyone working on Porphyry's Against the Christians refers to the fragment 
collection compiled by Adolf von Harnack in 1916. Harnack's scholarship was 
impressive, but his work is difficult to use, and needs revision in the light of 
new approaches to the collection and interpretation of fragments. This paper 
draws mainly on the methodological work of Most et al. (1997) to argue that 
a fragment should not be read apart from its contextual framework. As a 
case study, this paper examines the Porphyrian fragments that attack the New 
Testament as preserved by Jerome and concludes that Jerome has his own 
theological agenda, which influences the way in which he quotes Porphyry. 
Ultimately, this paper proposes a new fragment collection. 



INTRODUCTION 

Augustine says, in City of God 19.23, that Porphyry is the most learned 
philosopher of all, but the worst enemy of the Christians. Many modern 
scholars agree with Augustine's assessment of Porphyry of Tyre, the neo- 
platonist philosopher, who is said to be the most learned ancient critic of 
Christianity, as he skillfully performed the fiercest attacks on Christian 
sacred texts and interpretations of Jewish Scripture. 1 But do the Porphy- 
rian fragments themselves bear witness to this characterization of their 

This paper began as a short paper at NAPS and I wish to thank Gillian Clark for 
going through many drafts, the JECS reviewers, Bella Sandwell, Peregrine Horden, 
Neville Morley, and David J. Miller for their feedback, Elizabeth DePalma Digeser 
for seminar discussion, Elizabeth Clark for her encouragement, and David Brakke for 
his patience. I am also grateful to the Arts Faculty of the University of Bristol and the 
SSHRC for their financial support throughout the writing of this paper. 

1. Robert L. Wilken, The Christians as the Romans Saw Them (New Haven, CT: 
Yale University Press, 1984), 126, labeled Porphyry as the most learned critic of all; 

Journal of Early Christian Studies 18:4, 515-555 © 2010 The Johns Hopkins University Press 



516 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

author as the detailed critic of Scriptures, or are modern (and other late 
ancient) interpreters simply following Augustine? It may be that the 
material selected by the authors who preserved the majority of fragments 
misleadingly suggests that Porphyry was well versed in the knowledge of 
Scripture, or perhaps, as Gillian Clark has pointed out, Porphyry, who also 
wrote a treatise demonstrating that the writings of Zoroaster were a later 
forgery, liked to work by analyzing texts. 2 It is even possible, as W. Kin- 
zig, among others, has argued, that Porphyry, like Julian, had a Christian 
background, 3 which would explain his knowledge of the religion as well as 
his aversion to it. The important fact is that, to judge from the fragments 
and Christian references to him, Porphyry was seen as a well-informed 
critic, and his ideas were very disturbing. This certainly raises problems 
about how to read the fragments extant in Christian literature. 4 

THE PROBLEM OF HARNACK 

Almost all of Porphyry's work survives only in fragments. In particular, his 
fifteen books against the Christians survive only in quotations, paraphrases, 
or references in various Christian authors, chiefly Eusebius, Jerome, and 
Augustine. 5 A few were also found in the works of Diodore of Tarsus, 



see his book for a discussion on pre-Porphyrian philosophical attacks on Christian- 
ity. See also J. G. Cook, The Interpretation of the New Testament in Greco-Roman 
Paganism (Peabody, MA: Hendrickson, 2000), 103: "Porphyry was probably the most 
acute and philologically skilled critic of Christianity." See Porphyry, Vie de Plotin, ed. 
and trans. Luc Brisson et al. (Paris: Vrin, 1982), or Neoplatonic Saints: The Lives of 
Plotinus and Proclus by their Students, trans. Mark Edwards (Liverpool: Liverpool 
University Press, 2000), for the information that Porphyry provides on his own life. 

2. Gillian Clark, "Philosophic Lives and the Philosophic Life," in Greek Biogra- 
phy and Panegyric in Late Antiquity, ed. T. Hagg and P. Rousseau (Berkeley, CA: 
University of California Press, 2000), 43. 

3. Wolfram Kinzig, "War der Neuplatoniker Porphyrios urspriinglich Christ?," in 
Mousopolos Stephanos: Festschrift fur Herwig Gorgemanns, ed. M. Baumbach, H. 
Kohler, and A. M. Ritter (Heidelberg: Universitatsverlag C. Winter, 1998), 320-32. 

4. Adolf von Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen. 15 Biicher: Zeugnisse, 
Fragmente und Referate," AKPAW (1916): 1-115, for his collection of fragments, used 
the Latin edition of texts as found in J. -P. Migne's Patrologia Latina. I have decided 
to use the most recent editions of the texts for this paper; as a result, when a quota- 
tion differs from Harnack, it means that it is from another, more recent edition than 
PL (PL had to be used when no other edition existed for a text). Please also note that 
bold type is used for the portion of the translation that can be found in Harnack's 
fragment in order to make it clearly stand out of the context. 

5. Against the Christians is a treatise presumably written in fifteen books between 
270 and c. 300, and in which Porphyry is attacking the core of Christianity by 



MAGNY/ PORPHYRY IN FRAGMENTS 517 

Epiphanius, Methodius, Nemesius, Pacatus, Severus of Gabala, Theodoret, 
and Theophylactus. 6 How can we collect the fragments and reconstruct 
Porphyry's critique? Everyone refers to Harnack 1916, but everyone who 
has tried to use it knows the problems. This paper will focus specifically 
on the Porphyrian fragments present in the corpus of Jerome, and I will 
first outline the issues linked with Harnack's methodology. 

Although previous scholars had discussed and interpreted individual 
fragments, 7 Harnack produced the first printable collection of the frag- 
ments of Against the Christians, but he had his own point of view on how 
the gathering of the fragments should be conducted. He also states that he 
did not try to reconstruct the content of individual books of Porphyry's 



analyzing Scripture. There is no scholarly agreement on the date of the treatise. See 
T. D. Barnes, "Scholarship or Propaganda? Porphyry Against the Christians and its 
Historical Setting," BIGS 39 (1994): 53-65, who proposes c. 300, which would set 
the treatise right in the midst of the imperial discussions preceding the Great Persecu- 
tion, while the traditional dating, following Joseph Bidez's Vie de Porphyre (Gand: 
E. van Goethem, 1913), is c. 270. It has been argued that Porphyry presented his 
anti-Christian ideas to Diocletian's court, which was based in Nicomedia, during the 
meetings preceding the Great Persecution of 303-311 launched against the Christians 
by the Tetrarchy (see Elizabeth DePalma Digeser, "Porphyry, Julian, or Hierokles? The 
Anonymous Hellene in Macarius Magnes' Apokritikos" JTS 53 [2003]: 466-502, 
and Jeremy M. Schott, "Porphyry on Christians and Others: 'Barbarian Wisdom,' 
Identity Politics, and Anti-Christian Polemics on the Eve of the Great Persecution," 
JECS 13 [2005]: 278). As will be discussed later, scholars have also challenged the 
title "Against the Christians." We are left with fragments, because various imperial 
edicts ordered the destruction of Porphyry's anti-Christian work. The first one was 
issued by Constantine in 325, shortly after the Council of Nicaea; it was primarily 
directed against the priest Arius, but it mentions that Porphyry's works — as well as 
his reputation — were to be destroyed (see Socrates, Church History 1.9.30; Gelasius, 
Church History 2.36.1; Cod. Theod. 16.5.66). In 448, Theodosius II and Valentin- 
ian III jointly issued another edict in which Porphyry is mentioned in the context of 
the prosecution of two Christian bishops charged with heresy, namely Nestorius and 
Irenaeus of Tyre. On that occasion, the philosopher's anti-Christian writings were 
condemned to be burnt, as they may cause God's wrath and be harmful to men's 
souls. See "Edictum Theodosii et Valentiniani," February 17, 448 (Collectanea Vati- 
cana 138), 1.1.4 (ed. Eduard Schwartz, Acta Conciliorum Oecumenicorum [Berlin: 
Walter de Gruyter, 1927], 66.3-4, 8-12), in Smith, Porphyrii philosophi fragmenta 
(Stutgardiae: Teubner, 1993), 32. 

6. There is a debate on whether the fragments from Macarius's Apocriticos, which 
represent the greatest number of fragments collected from Against the Christians, 
actually belong to the treatise. It will be discussed later. 

7. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 14: "In alien diesen Schriften sind 
die Fragmente des Porphyrius nicht gesammelt und abgedruckt, sondern zum Teil 
nur angedeutet. ..." 



518 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

work, 8 but only to create a printable collection, for no scholar by that point 
had ever tried to perform such a task. He ordered the fragments by con- 
tent and classified them under five headings — 1) critique of the characters 
and reliability of the evangelists and apostles as a basis for the critique of 
Christianity; 2) critique of the Old Testament; 3) critique of the deeds and 
words of Jesus; 4) the dogmatic element; 5) the contemporary church — 
rather than attempting a reconstruction as previous scholars did. 9 Accord- 
ing to Harnack, this thematic division is preferable, for nothing is known 
about the content of Books 5 to 1 1 of Against the Christians, only about 
Books 1, 3, 4, and 12; Book 1 discusses the truthfulness of the apostles 
and evangelists, hence Harnack's first heading. 10 Grouping the fragments 
under the five headings, he argues, gives a better impression of the extent 
of Porphyry's attack than would organizing them in the sequence of the 
relevant books of the Bible, but he does not further explain his position. 11 
In all, he published ninety-seven fragments, fifty-two of which come from 
Macarius's Apocriticos and are therefore questionable (see below). 

As far as his method is concerned, Harnack was very careful in select- 
ing what he considered as belonging to Against the Christians, as opposed 
to what belonged to his other works, or to other writers, including those 
who preserved fragments. Following the principles of Quellenforschung, 11 



8. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 10: "Dagegen habe ich mich nicht 
dazu entschliessen konnen . . . den Inhalt der einzelnen Biicher zu rekonstruieren." 

9. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 46-104: "1-Kritik des Charakters 
und der Glaubwiirdigkeit der Evangelisten und Apostel als Grundlegung der Kritik 
des Christentums, 2-Kritik des Alten Testaments, 3 -Kritik der Taten und Spriiche Jesu, 
4-Dogmatisches, 5-Zur kirchlichen gegenwart." See also Pierre de Labriolle, "Porphyre 
et le christianisme," RHPhR 3 (1929): 405, who comments further on Harnack's clas- 
sification. See also the pre-Harnack reconstructions: K. Wagenmann, Jahrbucher fur 
deutsche Theologie 23 (1878): 138ff; A. Georgiades, Ilspi xcbv Xpioxiavcbv Anoonaopaxcov 
zov IJopcpipiov (Leipzig, 1891); Anton I. Kleffner, Porphyrius, der Neuplatoniker und 
Christenfeind (Paderborn, 1896); Thomas W. Crafer, "The Work of Porphyry against 
the Christians, and its Reconstruction," JTS n.s. 15 (1914): 360-95. None of these 
authors offers a collection of fragments. 

10. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 10-11. 

11. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 10-11. "Aber auch das ist nicht 
zweckmassig, mit Lardner die Fragmente und Referate nach der Reihenfolge der bib- 
lischen Biicher zu ordnen. Dadurch wird der Eindruck der Angriffe sehr geschwacht, 
da eine ganze bunte Reihe entsteht. Die Fragmente kommen meines Erachtens am 
besten zu ihrem Rechte, wenn man das Material also ordnet." See N. Lardner, The 
Credibility of the Gospel History, 2.37 ("Testimonies of Ancient Heathens: Por- 
phyry"), in The Works of Nathaniel Lardner with a Life by Dr. Krippis (London, 
1838), 7.2, 347-90. 

12. According to the Oxford English Dictionary, Quellenforschung is "the study 
of the sources of, or influences upon, a literary work" (Etymology: Quelle, "source," 



MAGNY/ PORPHYRY IN FRAGMENTS 519 

Harnack argues that there is no point in trying to distinguish "absolutely 
certain" from "certain" quotations, thus acknowledging that there is a 
scale for fragment quality, i.e. certain fragments, less certain fragments, and 
testimonia. 13 (This method is still typical of fragment collections: Andrew 
Smith uses bold type for the words he thinks can be confidently ascribed 
to Porphyry.) 14 Furthermore, Harnack states that the selection depends on 
the expert judgment of the scholar. 15 

There are practical difficulties in using Harnack. In order to get a copy 
of his collection, one needs to be patient and be prepared to wait for a 
library to be able to supply one, for they are very rare. After getting hold 
of a copy, one must decipher its content. Early twentieth-century, academic 
German is hard to read for non-native readers. And the fragments are, of 
course, in the original, ancient languages with no translation. In addition, 
the Greek font used by Harnack's publishers only provided capital letters, 
which does not help a reader who was trained to read otherwise — the font 
most probably reproduces a particular Greek script found in a papyrus 
or codex. Next, the texts come from the now outdated editions found in 
Jacques-Paul Migne in the Fatrologia. Finally, the selected fragments are 
too often from hard-to-identify authors, such as Pacatus, and Harnack 
provides little information to help locate their works — it is easy to abandon 
the search for some of the texts in which the fragments are preserved. 

As for Harnack's mise-en-page, it consists of a series of numbered frag- 
ments in the original ancient languages, each with the author's name and 
the work's title abbreviated and inconsistent means of reference (sometimes 
book and chapter, other times paragraph or page number). Several notes 
explain his selection when it may be unclear to the reader. The fragments 



and Forschung, "research"). In other words, it means source criticism. In this case, 
one must assess Jerome as a source for Porphyry's treatise. That means assessing 
fragments according to their quality (i.e. quotation or allusion; authentic, likely, 
polemical). See A. Benoit's table on this: "Le Contra christianos de Porphyre: ou en 
est la collecte de fragments?," in Paganisme, Judai'sme, Christianisme: Influences et 
affrontements dans le monde antique. Melanges offerts a Marcel Simon (Paris: Edi- 
tions E. de Boccard, 1978), 261-75. 

13. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 9-10. "Hat man sich aber hier- 
von iiberzeugt, dann ware es eine iiberkritische Pedanterie, jene 52 Stiicke und iiber- 
haupt alles nicht ganz Sichere von dem absolut Sicheren zu scheiden und fur sich zu 
drucken. . . . Man mag sich dabei sagen, dass nicht iiberall Porphyrius rein und sicher 
hervortritt, sondern dass Abgeleitetes untermengt ist." 

14. See Smith, Porpbyrii pbilosopbi fragmenta. His is the authoritative collection 
of Porphyrian fragments, however it does not include Against the Christians because 
Harnack's collection suffices. 

15. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 10. 



520 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

themselves vary in length, from one line to a page (the latter applies only 
to the fragments excerpted from Book 12 against Daniel), and are themati- 
cally grouped, as discussed above. As for their content, Harnack focused 
solely on what he thought was part of Against the Christians. The frag- 
ments are thus obviously extracted from a discussion in an ancient author, 
and they present part of an argument, of which the content is obscure, as 
well as a Porphyrian reference, paraphrase, or quotation. Fragment 2 is 
illustrative (throughout, I will use bold for the fragments and italics for 
Jerome's lemma): 

Hieron. ep. 57.9 (ad Pamm.), 9 — "Haec replico, non ut evangelistas 
arguam falsitatis, hoc quippe impiorum est, Celsi, Porphyrii, Iuliani." 16 

He adds, in much smaller font size, "Besieht sich auf Matth.l, 22f. (Jes. 
7, 14) und die Anfange der Evangelien." If we do not know to what haec 
("these things") refers, then it is difficult to make any conclusion about 
what Porphyry, Celsus, and Julian might have criticized. 

Further issues need to be raised. Fragment 37 is problematic, for Harnack 
assumes that his readers understand the reference. His envisaged readers, 
in 1916, were theologians who knew Paul's letter to the Galatians. The 
fragment, which refers to circumcision, says: 

"I wish those who disturb you were cut off!" It is asked [quaeritur] 
how Paul, the disciple of him who said, "Bless those who curse you," 
and himself said, "Bless, and do not curse," and in another place, "Nor 
shall those who curse possess the kingdom of heaven," has now cursed 
those who disturb the churches of Galatia, and has cursed them with the 
expression of a wish. "I wish those who disturb you were cut off!" For the 
experience of cutting off is so much to be denounced that someone who 
inflicts it on the unwilling is punished by public laws, and someone who has 
castrated himself loses his civil rights. To make "Christ lives in me" true, 
they say: "Do you seek proof of Christ who speaks in me?," the words of a 
curse cannot be understood as being from him who says, "Learn from me, 
for I am humble and mild and gentle of heart." (Paul) is thought to have 
been unable to restrain himself, because of Jewish rage and some kind of 
uncontrolled madness, rather than to have imitated him who like a lamb 
to the shearer did not open his mouth, and did not curse those who cursed 
him. 17 



16. Jerome, Letter 57.9 (Bude 3:67 = Harnack frag. 2): "I'm going over these things, 
not to accuse the evangelists of falsity; this indeed is the argument of the impious 
Celsus, Porphyry, and Julian. " 

17. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.12 (= Harnack frag. 37), (PL 26:432-33). 
Utinam et abscindantur qui vos conturbant. Quaeritur quomodo Paulus discipulus 
ejus qui ait: Benedicite maledicentibus vobis. Et ipse loquens: Benedicite et nolite 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 521 

Jerome says quaeritur, "it is asked," but does not say who asks. Harnack 
assumes Porphyry because of the convictions expressed in the argument 18 
and the literary style. 19 But the parallel he cites, namely fragment 78, is a 
Macarius fragment (Macarius 4.23 ). 20 Someone reading Harnack's col- 
lection may not be aware, initially, that the authenticity of such Macar- 
ian fragments has been called into question. Harnack cites the context of 
fragment 37 in a note: 

If this passage is ever blamed by the gentiles, we show how they may be 
answered. Now let us advance arguments to show how the heretics, that 
is Marcion, Valentinus, and all those who bark against the Old Testament, 
who accuse the creator of being bloodthirsty, a harsh warrior, and so great 
a judge, manage to excuse this in the apostle of the good God. 21 

Harnack observed that this passage of Galatians could be used very suc- 
cessfully as an argument against the separation of the two testaments. His 
comment is unclear unless the reader already knows why Marcion and 
Valentinus rejected the Old Testament, so we can see that there is a par- 
allel to be made between the violent God depicted in the Old Testament 
and the violent behavior of Paul in the New Testament. Harnack thus 
suggests that Porphyry meant Paul was behaving like someone in the Old 
Testament cursing his enemies, not like a follower of Christ who com- 
manded the blessing and not the cursing of our persecutors. But this does 
not entirely solve the problem of quaeritur. Since the Macarius fragments 
are questionable, the content of fragment 37 can no longer be matched 



maledicere (Rom 12.14). Et in alio loco: Neque maledici regnum Dei possidebunt 
(1 Cor 15.50): nunc et maledixerit eis, qui Ecclesias Galatiae conturbant, et cum 
optantis voto maledixerit: Utinam et abscindantur qui vos conturbant. Tarn enim 
detestanda abscisionis est passio, ut et qui invitis earn intulerit, legibus publicis 
puniatur, et qui seipsum castraverit, infamis habeatur. Ut enim illud, aiunt, verum 
sit: Vivit in me Christus (2 Cor 13.3); et hoc: An experimentum quaeritis ejus qui 
in me loquitur Christus? certe maledictionis vox non potest ejus intelligi, qui dicit: 
Discite a me, quia humilis sum, et mitis, et mansuetus corde (Matt 11.29). Et magis 
putatur Judaico furore, et quadam effrenata insania se non potuisse cohibere, quam 
imitatus esse eum, qui tamquam agnus coram tondente se, non aperuit os suum, et 
maledicentibus non remaledixit. 

18. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 63. 

19. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 63. 

20. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 63. 

21. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.12 (PL 26:433): Hie locus si quando ab 
ethnicis reprehenditur, quomodo eis responderi possit, ostendimus. Nunc a nobis contra 
haereticos proferatur, Marcionem videlicet, et Valentinum et omnes qui contra vetus 
latrant Testamentum, qua ratione illi qui Creatorem sanguinarium, severum bellatorem, 
et tantum judicem criminantur, hoc in Apostolo Dei boni valeant excusare. 



522 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

with certainty to the content of any other fragments of the collection. It 
is difficult to determine whether Harnack's intuition was right, but it is at 
least possible to guess that, since the ideas expressed in these fragments 
are found in Jerome, and since the latter devoted a fair amount of atten- 
tion to the philosopher's attacks, the chances are that among "those who 
ask," to whom Jerome refers, is Porphyry. Although it may also be the case 
that many opponents noted the apparent contradictions, fragment 37 may 
reasonably be considered as belonging to Against the Christians. 

The last example also illustrates the risk of misinterpretation due to the 
fragment order and shows how much clearer it would be had Harnack 
kept the sequence of Jerome's commentary instead of grouping fragments 
thematically, which led him to separate fragments taken from the same 
work and change their original place in the text. The result is misleading. 
Fragments 19, 20, and 21a illustrate this point. Fragment 19 reads: 

This can be understood as spoken indirectly against Peter and others, 
because the gospel was not transmitted from the apostles to him [that 
is, Paul says he did not receive the gospel from the apostles — see context 
below]. 22 

The assertion about the gospel in question here is from Gal 1.1 (NRSV): 
"Paul an apostle — sent neither by human commission nor from human 
authorities. ..." The context of fragment 19 (Jerome, Commentary on 
Galatians 1.1.1) reads: 

Paul, apostle not from men, nor through any man, but through Jesus 
Christ and God the Father who raised him from the dead. It is not because 
of pride, as some think, but by necessity that Paul declared that he was 
Apostle not from men, nor through any man, but through Jesus Christ, and 
God the Father, so as to confound with such authority those who published 
everywhere that Paul was not one of the twelve apostles, and that he had 
suddenly come out of nowhere, or who claimed that he was ordained by the 
elders. This can be understood as spoken indirectly against Peter and others, 
because the gospel was not transmitted from the apostles to him. 23 

22. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.1 (= Harnack frag. 19), (PL 26:335): 
Potest autem et oblique in Petrum et in caeteros dictum accipi, quod non ab aposto- 
lus ei sit traditum Evangelium. 

23. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.1 (PL 26:335): Paulus apostolus, non 
ab hominibus, neque per hominem: sed per Jesum Christum et Deum Patrem, qui 
suscitavit eum a mortuis. Non superbe, ut quidam putant, sed necessarie, neque ab 
hominibus, neque per hominem, se Apostolum esse proponit: sed per Jesum Chris- 
tum, et Deum Patrem, ut eos qui Paulum extra duodecim apostolos ventilabant, et 
nescio unde subito prorupisse, vel a majoribus ordinatum astruebant, hac auctoritate 
confunderet. Potest autem et oblique in Petrum et in caeteros dictum accipi, quod 
non ab apostolis ei sit traditum Evangelium. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 523 

Fragment 20 (Jerome, Commentary on Galatians 1.1.16) reads: 

Most people think this (that "I did not at once acquiesce in flesh and 
blood," or, as the better version in the Greek text has it, "I did not 
associate with flesh and blood") was said of the apostles. For Porphyry too 
objects that after the revelation of Christ he did not deign to go to people 
and engage in conversation with them, presumably so that after teaching 
from God, he should not be instructed by flesh and blood. 24 

Fragment 21a (Jerome, Commentary on Galatians, prol.) reads: 

And the wholly unintelligent Bataneot and famous villain Porphyry objects, 
in the first book of his work against us, that Peter is blamed by Paul, 
because he starts off on the wrong foot in evangelizing; he wants to brand 
Peter with the mark of error, and Paul with that of insolence, and to accuse 
both of the falsehood of feigned teaching, while the chiefs of the churches 
disagree with one another. . . . But it is about time that setting out the 
words of the Apostle himself, we should explain each separate question. 25 

Here, Jerome refers to the general aim of his commentary on Galatians, 
which will clarify its content. 

It would have been much clearer if Harnack kept the sequence of the 
quotation within Jerome's commentary instead of grouping fragments by 
themes. Fragment 19 comes before fragment 21a in Harnack because the 
latter was grouped with fragments 21b, c, and d, which pertain to the dis- 
pute between Peter and Paul. However, fragment 21a is part of Jerome's 
prologue, while fragment 19 is part of his first book. When the reader 
encounters fragment 19 before fragment 21a, they can hardly under- 
stand to what it refers, since the content of fragment 19 is made clear 
only through the context of fragment 21a, which states that Jerome will 
explain passages from Galatians. Fragment 19 also pertains to fragment 
21a, in which it is said that Paul withstood Peter to his face. The order of 
the fragments is thus confusing. 

24. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.16 (= Harnack frag. 20), (PL 26:351): 
Plerosque de apostolis hoc (Continuo non acquievi carni et sanguini. Sive ut in Graeco 
melius habet: Non contuli cum came et sanguine.) dictum arbitrari. Nam et Porphy- 
rins objicit, quod post revelationem Christi non fuerit dignatus ire ad homines, et 
cum eis conferre sermonem: ne post doctrinam videlicet Dei, a came et sanguine 
instrueretur. 

25. Jerome, Commentary on Galatians, prol. (= Harnack frag. 21a), (PL 26:334): 
Quod nequaquam intelligens Bataneotes et sceleratus ille Porphyrins, in primo 
operis sui adversum nos libro, Petrum a Paulo objecit esse reprehensum, quod non 
recto pede incederet ad evangelizandum: volens et Mi maculam erroris inurere, et 
huic procacitatis, et in commune ficti dogmatis accusare mendacium, dum inter se 
Ecclesiarum principes discrepent. . . . Sed jam tempus est, ut ipsius Apostoli verba 
ponentes, singula quaeque pandamus. 



524 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

The other problem encountered is that although Harnack rightly 
assumed that fragment 19 was part of Against the Christians, given the 
content of fragment 20 — and this even though Porphyry was not named — 
he omitted an important part of the context that would have provided his 
readers with better evidence that he was right. 26 In fragment 19, Jerome 
clearly mentions some anonymous detractors — ut quidam putant — who 
think that Paul was arrogant to call himself apostle. Fragments 19 and 20, 
when put together, actually mean that some opponents said that Paul was 
arrogant not only because he called himself an apostle, but also because 
he refused to share his revelation with "flesh and blood." 

Harnack's pioneering work on Against the Christians fragments was 
extensive and impressive, as is evidenced by his prominent position in 
Porphyrian studies to this day. However, his fragment collection bears 
methodological problems that need to be addressed. 

AFTER HARNACK 

The post-Harnack historiography on the fragments shows changing per- 
spectives on the task of scholarship and on pagan-Christian interaction. 
The case of Macarius the Great's Apocriticos is the hotly debated topic, 
many scholars being in disagreement with Harnack as to the authorship 
of the Macarius fragments. 27 In the Apocriticos, Macarius — a Christian 



26. See Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 52, on frag. 19: "Sehr wahr- 
scheinlich ist Porphyrius' Interpretation gemeint . . . , s. die folgenden Nummer" (i.e. 
frag. 20). 

27. See the following on the problem of the Macarius fragments: L. Duchesne, De 
Macario Magnete et scriptis ejus (Paris: Fr. Klincksieck, 1877); Wagenmann, jahrbiicher 
fur deutsche Theologie, 138; Karl Johannes Neumann, luliani Imperatoris librorum 
contra Christianos quae supersunt (Leipzig: Teubner, 1880); G. Schaulkhauser, Zu 
den Schriften des Makarios von Magnesia. Texte und Untersuchungen zur Geschichte 
der altchristlichen Literatur 31.4 (Leipzig: J. C. Hinrichs, 1907); Johannes Geffcken, 
Zwei grieschiche Apologeten (Hildesheim and New York: G. Olms, 1970), 301; Bidez, 
Vie de Porphyre, 74-75; Crafer, "The Work of Porphyry," 360 and 481; P. Frassi- 
netti, "'Sull' autore delle questioni pagane conservate nell' Apokritico di Macario 
di Magnesia," Nuovo Didaskaleion 3 (1949): 41-56; S. Pezzella, "II problema del 
kata cbristianon di Porflrio," Eos 52 (1962): 87-104; Barnes, "Porphyry Against the 
Christians," 424-42; Robert Waelkens, L'Economie, theme, apologetique et principe 
hermeneutique dans V Apocriticos de Macarios Magnes. Recueil de travaux d'bistoire 
et de pbilologie, Universite de Louvain 6.4 (Louvain: Publications Universitaires, 
1974), 117-34; Anthony Meredith, "Porphyry and Julian against the Christians," 
ANRW 2.23.2 (1980): 1127-28; R. Joseph Hoffman, Porphyry's Against the Chris- 
tians (Amherst, NY: Prometheus Books, 1994); Elizabeth DePalma Digeser, "Porphyry, 
Julian, or Hierokles? Makarios Magnes' Apocritikos," JTS (2003): 466-502; Richard 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 525 

apologist of the end of the fourth century — presents a Active argument 
occurring between himself and an anonymous Greek philosopher, nick- 
named "the Anonymous Hellene" by the scholarly community, in which 
the Greek is criticizing the New Testament. Harnack found many paral- 
lels between the Porphyrian fragments, where Porphyry is named and 
attacks the New Testament, and the content of the Anonymous Hellene's 
criticisms. He thus decided to include in his collection all the fragments 
from the Apocriticos pertaining to the Anonymous Hellene, arguing that 
Porphyry is the philosopher in question, but also arguing that Macarius 
was not aware he was quoting from Porphyry. 28 

In general, however, it seems as though most scholars are interested 
in revising Harnack only when new fragments are discovered. 29 Indeed, 
as Benoit noted thirty years ago, studies that attempted a new fragment 
collection did not contribute anything new, in the sense that they failed 
to present a significantly different piece of work. 30 Only a brief survey is 
possible here. 

First, three scholars added or removed fragments, but did not make 
any fundamental revision to Harnack 1916: Jacoby in 1923, 31 Pezzella 



Goulet, Macarios de Magnesie: Le Monogenes. Edition critique et traduction francaise, 
2 vols. (Paris: Vrin, 2003); Schott, "Porphyry on Christians and Others," 283. 

28. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen," 7-9: "Die grosse Masse der Stiicke 
verdankt man der indirekten Uberlieferung bei Hieronymus und Makarius. . . . Aber 
eben nach diesem Masstab ist es iiberaus wahrscheinlich, dass in die 52 Stiicken bei 
Makarius Magnes wesentlich porphyrianisches Gut zu erkennen haben. Zwar sind 
sie durch eine doppelte Vermittelung auf uns gekommen, indem sie erst von einem 
Unbekannten exzerpiert, dann von Makarius aufgegriffen und in eine umfangreiche 
fingierte Streitunterredung eingestellt worden sind. . . . Man darf daher mit gutem 
kritischen Gewissen die Aufiihrungen des Heiden bei Makarius als porphyrianisch in 
Anspruch nehmen, wenn man auch keine Garantie fur die Zuverlassigkeit jedes Satzes 
und jeder Wendung — am wenigsten fiir das Beiwerk — zu iibernehmen vermag." See 
Barnes, "Porphyry Against the Christians," 428-30, and Digeser, "Porphyry, Julian, 
or Hierokles?," who both argued against Harnack's thesis. 

29. Benoit, "Contra christianos de Porphyre," 267; Pierre Nautin, "Trois autres 
fragments du livre de Porphyre Contre les Chretiens" Revue Biblique 57 (1950): 
409-16; see also, for examples, J. -M. Demarolle, "Un aspect de la polemique pai'enne 
a la fin du Hie siecle: le vocabulaire chretien de Porphyre," Vigiliae Christianae 26 
(1972): 117-29, who does not discriminate between the Porphyry fragments and the 
Macarius ones when she analyses Porphyrian vocabulary (Benoit, "Contra christianos 
de Porphyre," 263 n. 4). 

30. Benoit, "Contra christianos de Porphyre," 267. 

31. Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker (Berlin: Weidmann, 
1923), no. 260 "Porphyrios von Tyros." Jacoby's collection of fragments from Against 
the Christians will not be used in this study, since he only kept most of the fragments 
on Porphyry's Book 12 — preserved by Jerome in his Commentary on Daniel — one 



526 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

in 1962, 32 and Anastos in 1966. 33 A few years later, Barnes surveyed the 
various fragment collections and, for the first time, removed the Macarius 
fragments. 34 Benoit then reordered Harnack by classifying the fragments 
in a table according to their author 35 and suggested that the sequence of 
argument in the context of fragments may follow Porphyry's arguments. 36 
In 1984, Wilken offered an example of a fragment, which adds to Har- 
nack's collection and deserves greater attention than it has received. 37 He 
observed that Porphyry was mentioned in Augustine's On the Harmony 
of the Gospels, which was written in response to pagans claiming that 
the evangelists had "invented the portrait of Christ presented in the Gos- 
pels." 38 In 1994, Hoffmann, following Waelkens, challenged Barnes's 1973 
argument that the Macarius fragments were from a source other than Por- 
phyry. 39 Hoffmann thus offered a new fragment collection, comprised of 
Macarius fragments only. 40 

Richard Goulet's 2003 thorough study of the Apocriticos also revisits 
Barnes's conclusions as regards the fragments. Goulet questions some 
Porphyrian fragments. He compared all the Anonymous passages and 
Porphyry's works other than Against the Christians, and concluded that, 
although there is no definitive evidence that Porphyry is the Anonymous 
Hellene, it is probable that Macarius drew his Greek opponent's criticism 
from a lost treatise or from a secondary source — it is even probable that 



fragment from Macarius (Apocriticos 3.15 [= Harnack frag. 69]), one from Augustine 
(Letter 102.8 [= Harnack frag. 81]), and one from Jerome (Letter 133.9 [= Harnack 
frag. 82]), whereas there were many other authors who preserved Porphyry's ideas. 
Guido Schepens, "Jacoby's FGrHist: Problems, Methods, Prospects," in Collecting 
Fragments, ed. G. W. Most (Gottingen: Vandenhoeck and Ruprecht, 1997), 144-73, 
discusses Jacoby's methodology (his article will be addressed later). 

32. S. Pezzella, "II problema," 87-104. 

33. Milton V. Anastos, "Porphyry's Attack on the Bible," in The Classical Tradi- 
tion: Literary and Historical Studies in Honor of Harry Caplan, ed. Luitpold Wallach 
(Ithaca, NY: Cornell University Press, 1966), 421-50, esp. 426. 

34. Barnes, "Porphyry Against the Christians," 424, 428-30. He convincingly 
invalidated the points that were traditionally used to pair Porphyry with the anony- 
mous Hellene of the Apocriticos (points which led Harnack to date the comments 
to the third century). 

35. Benoit, "Contra christianos de Porphyre," 270. 

36. Benoit, "Contra christianos de Porphyre," 267. 

37. Wilken, Christians, 144-45. 

38. Wilken, Christians, 144. 

39. Hoffman, Porphyry's Against the Christians, 22-23; Waelkens, Economie, 1 17-34. 

40. Note that he included only a little more than a half of what Harnack had 
selected. See Hoffman, Porphyry's Against the Christians, 18. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 527 

Porphyry's critique has many points in common with other, unknown, 
pagan works. 41 However, Goulet is adamant that the Anonymous Hellene's 
objections cannot be considered as fragments of Against the Christians. 
He also points out that Harnack himself had never meant his collection 
to comprise unquestionable fragments only (implying, therefore, that he 
included uncertain fragments), and that researchers have consistently made 
the mistake of citing the Macarius fragments as being Porphyrian without 
further explanations. 42 

Recently Berchman has published a collection of all of the Against the 
Christians fragments, arranged chronologically by author (i.e. starting 
with the most ancient author who preserved fragments), including a useful 
translation of Harnack's fragments, and using new editions of texts. But 
the method for collecting fragments is unchanged (gathering fragments 
according to one's own judgment and removing them from the context in 
which they were embedded), and Berchman even adds conjectural frag- 
ments without an explanation. 

In 2006, a Spanish team from the University of Cadiz published yet 
another fragment collection of Against the Christians. 43 They re-ordered 
and re-numbered the fragments. The introduction briefly discusses meth- 
odological concerns. The main argument of the team is that Harnack 
concentrated all the anti-Christian fragments into one collection authored 
only by Porphyry. 44 However, the team thinks it is best to invalidate all 
fragments where Porphyry is not named. As a result, they introduce their 
own authenticity scale, based on whether Porphyry is named or not. But 
Harnack, as has been discussed, was well aware of authenticity issues. 45 
Furthermore, the collection contains the fragments deemed "unauthentic" 
by the team (the fragments from Anastasius Sinaita, Arethas of Caesarea, 
and some by Augustine, Diodore of Tarsus, Nemesius, and, more impor- 
tantly, Macarius). 46 As A. Quiroga argues, the book as a whole is a signifi- 
cant contribution to the debate, for it is not limited to a mere collection, 



41. Goulet, Le Monogenes, 1:135. 

42. Goulet, Le Monogenes, 1:135; see also Harnack, "Porphyrius, Gegen die 
Christen," 10. 

43. A. R. Jurado et al., Porfirio de Tiro Contra los Christianos. Reconpilacion de 
fragmentos, traduccion, introduccion y notas (Cadiz: Universidad de Cadiz, Servicio 
de Publicaciones, 2006). 

44. Jurado et al., Porfirio di Tiro, 59. "... como si este hubiera sido practicamente 
el unico polemista antichristiano del mundo antiguo. ..." 

45. Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen" 9-10 n. 14. 

46. Jurado et al., Porfirio di Tiro, 59. 



528 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

but rather to analyzing the wider problem of the transmission of the text 
and the philosophical background of the fragments. 47 

NEW METHODS 

Fragments in Context 

New methodological approaches allow for an expanded and more nuanced 
reading of Against the Christians by establishing certain criteria to study the 
treatise. First, there is the general problem of survival. As is too often the 
case with works from antiquity, fragments are the only means for acquiring 
knowledge about lost writings. 48 Indeed, as far as ancient Greek literature 
is concerned, "the ratio of surviving literature to lost literature is in the 
order of 1:40. " 49 Many factors contribute to preservation or destruction of 
works and they do not always relate to the quality of these works, 50 which 
were therefore not deliberately eliminated. According to Guido Schepens, 
"There are difficulties the distribution of 'books' in antiquity . . . had to 
face before the invention of typography; the preference for easy-to-handle 
compilations over the often too voluminous (and more valuable) originals 
. . . and, above all, the role of chance." 51 Furthermore, adds Schepens, most 
of the works from that period survived only partially in direct transmis- 
sion. Textual distortions are thus very common, he argues, and are due to 
the mode of transmission from antiquity to the Middle Ages. 

In the case of Porphyry, there are specific problems. The complete ver- 
sion of Against the Christians is unknown. The treatise was deliberately 
destroyed after the Great Persecution (303-311), various emperors having 
issued edicts condemning all of Porphyry's infamous works to the flames. 52 



47. A. Quiroga's review of Jurado et al., Porfirio de Tiro, in Vigiliae Christianae 
61 (2007): 232-34. 

48. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 144. 

49. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 144. Furthermore, only copies of the ancient 
material survive, as A. C. Dionisotti points out in "On Fragments in Classical Schol- 
arship," in Collecting Fragments — Fragmente sammeln, ed. Glenn W. Most, Apore- 
mata: Kritische Studien zur Philologiegeschichte 1 (Gottingen: Vandenhoeck and 
Ruprecht, 1997), 1. 

50. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 145. According to A. Laks, "Du temoignage 
comme fragment," in Collecting Fragments, 237, "la fragmentation de l'oeuvre peut 
etre due au support, quand le manuscript (parfois) ou le papyrus (toujours) qui l'ont 
transmise sont incomplets ou endommages." Portions of works may also survive in 
the form of an anthology, i.e. as citations of works without direct tradition. 

51. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 145-46. 

52. See Socrates, Church History 1.9.30; see also Gelasius, Church History 2.36.1; 
Cod. Theod. 16.5.66; "Edictum Theodosii et Valentiniani," February 17, 448 (Col- 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 529 

Some copies must have survived, but the principal sources for Porphyry's 
treatise are Christian apologists who aimed at defending their dogmas 
against any future threat of persecution, in the case of Eusebius, or against 
ridicule in the case of Augustine — who writes, for instance, in his Letter 
102 to Deogratias, that stories such as Jonah in the belly of a whale were 
provoking laughter in pagan circles (102.30). These Christians quoted or 
paraphrased the philosopher when answering his ideas, which, in turn, 
creates a major problem for the fragment collectors. According to Schep- 
ens, "the methodological key-problem the student of (historical) fragments 
has to face is invariably a problem of context." 53 Historians must, indeed, 
contextualize citations in the texts in which they were found in order to 
be able to understand their meaning fully. Consequently, the risk with 
contextualizing is the distortion of the meaning of Against the Christians' 
original version. 54 Here, "contextualization" thus means reading the frag- 
ment as if it belonged to the context in which it was transmitted. 

While establishing the required parts of a good, modern, historical 
fragment collection (taking as example the work of the late Felix Jacoby), 
Schepens argues that the commentary should "consist of two moments." 
These "aim at relocating the fragments in the lively political, intellectual 
and artistic process of intertextual exchange that once took place and to 
which the survival of these very fragments is testimony. " The first moment 
is "an act of Reconstruction of the cover- text by which the fragment is 
set free from the potential biases of the text in which it survives. This 
operation aims at establishing the original meaning (if possible also the 
'wording') of the fragments." 55 Schepens named "cover-texts" the works 



lectanea Vaticana 138), 1.1.4 (Schwartz 66.3-4, 8-12), cited in Smith, Porphyrii 
philosophi fragmenta, 32. 

53. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 166. 

54. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 166. Schepens further points out that ancient 
historians preferred an anonymous reference to one by name. One by name had a 
specific purpose: either to show that they disagreed or to show off their better knowl- 
edge. Schepens proposes to first examine critically the reference by name before using 
it "as evidence for reconstructing the contents of lost works." He then suggests that 
any study of fragments should ideally be supplemented "by an examination of the 
indirect tradition." The starting point of such an investigation should be the named 
fragments; otherwise the work will become speculative. Since Schepens is writing here 
on Jacoby's Fragmente der griechischen Historiker, he is concerned with historians, 
therefore his argument may well be applied to ancient writers such as Christians, 
especially since it is well known that they were imitating the classical writing style. 
It may be argued, however, that Christian writers tend to be more precise in giving 
references, perhaps because they had a tradition of quoting official letters or edicts. 

55. See Schepens, "Jacoby's FgrHist," 168-69, on the quotations. 



530 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

in which the fragments survive, for this wording creates, according to him, 
a distinction from the (con) text "of the later works in which the fragments 
survive." 56 As he put it, "The notion of cover-text conveys — . . . better 
than the phrases commonly used (sources of fragments or expressions 
like the citing or quoting later authors) — the consequential and multiple 
functions these texts perform in the process of transmitting a fragment." 57 
He uses the word "cover" to mean "to conceal, protect or enclose some- 
thing." He argues that the later authors perform just those three tasks 
when transmitting a text: 

They, first of all, preserve (= protect from being lost) texts drawn from 
works that are no longer extant; very often, too, they more or less conceal 
the precursor text (form characteristics such as the original wording and 
style of the precursor text are no longer discernible; often also fragments 
seems to "hide" in the cover- text, so that one can only guess where a 
paraphrase begins or where a quotation ends); and, last but not least, the 
cover-text encloses the precursor text: it is inserted or enveloped in a new 
con-text, which may impose interpretations that differ considerably from 
the original writer's understanding of his text. 58 

The second moment that should be part of the commentary, according 
to Schepens, "is an attempt to reconstruct the lost context of the original 
work and try to re-insert the fragment in it." 59 

Next, there is a distinction to make between a testimonium and a frag- 
ment. According to A. Laks, "le couple fragment/temoignage fait partie 
de l'appareil critique primaire de tous les historiens de l'Antiquite." Laks 
explains that a testimony is what can be found in the ancient literature 
about a lost text or its author, whereas a fragment is a part of that lost 
work. A fragment is thus a literal quotation, and a testimony is "le fait d'un 
lecteur . . . qui . . . nous livre une elaboration secondaire." The difficulty 
lies in the fact that testimonies can be either confused with fragments, or 
one can hesitate between where a testimony and a fragment start and end, 
if present together. But Laks argues that scholars should go beyond the 



56. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 166-67 n. 66. Schepens uses the words "(con)text" 
and "con-text," but it remains unclear how these are different from the usual word 
"context." 

57. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 168. 

58. See Schepens, "Jacoby's FgrHist," 166-67 n. 66, on the quotations. 

59. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 168. Schepens does not provide further explana- 
tions for what he means by "lost context." Instead, he refers his readers to R. Vatt- 
uone, Sapienza d'Occidente. II pensiero storico di Timeo di tauromenio (Bologna: 
Patron, 1991), 7-17. 



MAGNY/ PORPHYRY IN FRAGMENTS 531 

traditional separation of the two categories (commonly made under the 
letters A — fragments — and B — testimonies) in fragment collections, and 
understand that a testimony may also be a fragment, and therefore may 
be included in the A category. The only reason why a testimony should be 
excluded is when the selection is made according to what is literal; only the 
fragment is literal. But if the selection criterion is changed to "content," 
then the testimony should not be excluded from the fragments. Laks says 
that, "Ce dont le temoignage est temoignage — quand il est un temoignage 
sur l'oeuvre — n'est en effet derechef qu'un fragment." 60 Laks applies his 
argument to doxographies (works that are collections of opinions) and 
therefore not to works such as Jerome's, however he introduces the inter- 
esting notion that fragment collections should be more flexible in what 
they understand as being a fragment. As far as methodology is concerned, 
what an author says about a work before quoting or paraphrasing it should 
also be considered as part of the fragment. 

Finally, one of the methodological issues raised by Schepens is the dis- 
tinction between fragments that survive with or without title and/or book 
number. 61 This step is very important because it allows an attempt to 
reconstruct the work and because the fragments' order necessarily affects 
their interpretation. The title and number of books (fifteen) of Against the 
Christians are provided by a reference in the Souda; it may derive from 
Eusebius of Caesarea, who said that Porphyry wrote "a collection against 
us (the Christians) in Sicily." 62 This mention may be associated with the 

60. See Laks, "Du temoignage comme fragment," 237-39, for the quotations. 

61. Schepens, "Jacoby's FgrHist," 165. 

62. Souda, s.v. Porpbyrios 2.2098 (ed. Ada Adler [Leipzig: Teubner, 1928-1938]), 
cited in Smith, Porpbyrii philosophi fragmenta, 6: Ilopqyupioc; 6 raxa Xpioxiavcov ypacpac; 
. . . Korea Xpioxiavcov Xoyovq is'. The Souda mentions fifteen logoi against the Christians, 
not Against the Christians. Eusebius, Church History 6.19.2 (LCL 265:56): Ilopqyupioc; 
oDYYpau^axa Ka0' fjuxbv evoxr|od|ievoc;. Both pieces of evidence are debated — see P. F. 
Beatrice, "Towards a New Edition of Porphyry's Fragments against the Christians," 
in ZcHpirjq juair/zopsg: "Chercheurs de sagesse": Hommage a Jean Pepin, Collection des 
Etudes Augustiniennes, Serie Antiquite 131 (Paris: Institut d'Etudes Augustiniennes, 
1992), 348, and Harnack, Geschichte der altchristlichen Literatur (Leipzig, 1897), 
873, who argue that Against the Christians and the Philosophy from Oracles are 
the same work, and who, therefore, challenge Against the Christians as the title of 
the work; see Robert Wilken, "Pagan Criticism of Christianity: Greek Religion and 
Christian Faith," in Early Christian Literature and the Classical Intellectual Tradi- 
tion, ed. W. R. Schoedel (Paris: Beauchesne, 1979), 129, and his Christians as the 
Romans Saw Them, 136. Also, W. H. C. Frend, "Prelude to the Great Persecution: 
the Propaganda War," JEH 38 (1987): 11, and A. J. Droge, Homer or Moses? Early 
Christian Interpretations of the History of Culture (Tubingen: Collection "Herme- 
neutische Untersuchungen zur Theologie" 26, 1989), 172, who argue that there are 
two separate works. 



532 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

title Against the Christians found in the Souda — should it, of course, be an 
actual title. After having found the title, the volumes must be reconstructed, 
which is difficult since fragments are related to Books 1, 3, 4, 12, 13, and 
14 only. Some fragments, therefore, allow for pairing Porphyry's ideas with 
a book number, and the ones that seem to correspond to the same ideas 
should thus be grouped under the right number. 63 This is how Harnack 
chose his five headings, as has been discussed above. Jerome identifies for 
us some of the content of Book 1: "And the wholly unintelligent Bataneot 
and famous villain Porphyry objects, in the first book of his work against 
us, that Peter is blamed by Paul." 64 The first book may thus have been 
devoted to attacks on the apostles — or it may well have been an introduc- 
tory survey of the incoherence of Christian teaching. Porphyry then gives 
examples of how the evangelists misquoted the prophets. At Ecclesiasti- 
cal History 6.19.9, Eusebius says that Porphyry criticized Origen's use of 
the allegorical method of interpretation to decode Scripture in Book 3 of 
Against the Christians. The book was thus most probably concerned with 
how the Bible should not be read as containing divine revelations aimed 
at the Christians, rather than the Jews. 65 Jerome also identifies some of the 
content of Book 14: "The famous impious Porphyry, who vomited his rage 
against us in numerous volumes, argues against this passage in Book 14 
and says, 'The evangelists were so ill-informed. . . .'" 66 Book 14 was thus 
probably on the evangelists. We should, therefore, logically try to group 
all the fragments pertaining to these topics under either Book 1 or 14. It 
is, however, impossible to take for granted that everything written on these 
topics was originally found only in these books. Furthermore, since the 
contents of Books 2, 5-11, and 15 remain unknown, all the fragments of 
Against the Christians might need re-attribution. 67 



63. Beatrice, "Towards a New Edition," 123. See also J. Dillon, "Gathering Frag- 
ments: The Case of Iamblichus," in Fragmentsammlungen philosophischer Texte der 
Antike, ed. W. von Burkert et al. (Gottingen: Vandenhoeck and Ruprecht, 1998), 
170, on methodology. 

64. Jerome, Commentary on Galatians prol. (= Harnack frag. 21a). See n. 22 above. 

65. See Schott, "Porphyry on Christians and Others," 303. 

66. Jerome, On the Beginning of Mark 1.1-2 (= Harnack frag. 9), (CCL 78:452): 
Locum istum impius ille Porpbyrius, qui adversum nos conscripsit et multis volu- 
minibus rabiem suam evomuit, in XIV volumine disputat et dicit: Evangelistae tarn 
imperiti fuerant homines. . . . 

67. See Benoit, "Contra christianos de Porphyre," 265, on the content of these books. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 533 

Textual Complications 

There are other important issues to take into account when it comes to 
locating an "original" text within its (con) text and cover-text, in particu- 
lar the complexities of the citation process. 68 In the case of Porphyry and 
Jerome, there are special factors in their relationship. The next section will 
look at the textual problems raised by a fragmentary text that does not 
survive independently from its cover-text. I will discuss how texts were 
quoted in antiquity, and how Jerome's reaction to Porphyry, as well as his 
background, might have shaped the fragments into their current form. 

The context in which Jerome might have read and then used Porphyry 
should first be further analyzed. It has long been established that in antiq- 
uity, citations had a very different meaning than in our modern world. 
Ancient historians would very much like to take it for granted that when 
an author claims to be quoting and the work is lost, this is a "proper" 
citation, that is, a passage literally reproduced from a work. Unfortu- 
nately, this is not straightforward. From a modern perspective, a citation 
is a fully referenced and clearly identified passage either in the direct or 
indirect form of speech, with no changes made to the wording and mean- 
ing of the acknowledged author. None of the allusions made by Jerome 
to Porphyry live up to this modern ideal. Sometimes Jerome names Por- 
phyry, but other times he simply refers to him. He quotes, summarizes, or 
makes passing comments about him presumably from memory, and in the 
process, he may even distort the meaning of his excerpts from Porphyry's 
corpus. So how can we make sense of such a mess and get as close as pos- 
sible to the lost treatise? 

To begin untangling Jerome's citations, we must first understand the 
process of citation as practiced in antiquity. First, a quotation or allu- 
sion depends on the reading that the quoting author made of a text, and 
it belongs to a particular politico-social context that invariably interferes 
with the original text. Sabrina Inowlocki took on the task of defining the 
concept of citation in antiquity, since, as she states, "... no comprehensive 
study on the subject has yet been published." 69 Although she focuses on 

68. Drawing on Mikhail Bakhtin (whose writings were rediscovered by western 
writers around 1960; see M. Acouturier's preface to her translation of Bakhtin's 
Esthetique et theorie du roman [Paris: Gallimard, 1978], esp. 9), literary theorists 
started to take into account all the variously located voices, which constitute the 
writing of any univocal text. See Mikhail Bakhtin, "Discourse in the Novel," in The 
Dialogic Imagination, ed. and trans. M. Holquist et al. (Austin, TX: University of 
Texas Press, 1981). 

69. S. Inowlocki, Eusebius and the Jewish Authors: His Citation Technique in an 
Apologetic Context (Boston: Brill, 2006), 33. 



534 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

Greek texts, her findings can be applied to Latin authors, who shared the 
common culture. She first notes that there were no citation techniques in 
antiquity. Rather, the ancients "choose or not to mark the use of citation." 
When they choose to indicate a citation clearly, they (or their scribes — 
another complication!) mark it with a sign in the margin, as can be seen in 
manuscripts, as well as with linguistic markers (e.g., lego, etc.). 70 Accord- 
ing to Delattre and Goulet, when an author and/or title are mentioned, the 
writer is appealing to the authority of the cited author in order to back up 
their own argument, for precision might better convince a reader; it is not 
done for the purpose of locating a passage. 71 This explains why secondhand 
sources are almost never indicated, except in cases where the citing author 
intends to show his learning and research, (as, for example, in Porphyry's 
On Abstinence: "Phylarchos reports that . . ," 72 ). This makes it impossible 
to decide whether or not Jerome may have used others' works in order to 
read Against the Christians. There is also the practical difficulty of locating 
a passage, which Inowlocki does not mention: authors usually signal the 
beginnings and ends of books, but books — scrolls or codices — did not have 
standard subdivisions or pagination. The most difficult problem, however, 
when it comes to recovering fragments from a lost treatise, certainly lies in 
the fact that authors are not always faithful to the text, but make changes 
to it either deliberately or accidentally. Inowlocki, however, explains that 
the ancients would not hesitate to change the wording of a text in order 
to "express its essence more clearly," not for the purpose of falsifying it. 
She goes on to list and explain the kinds of modifications that can be made 
to a cited text, and concludes by saying that the line between literal cita- 
tion and allusions is very unclear because it was useless to the ancients. 
The meaning was more important to them than the phrasing was and, as 
a result, modifications were common as they were an explication of the 
truth. Inowlocki gives, among others, the example of Aristobulus, a Jew- 
ish philosopher, who cited Aratus, but subtracted the word "Zeus" from 
the poems, and replaced it by "God," for he thought the meaning of the 



70. Inowlocki, Eusebius, 33-36. 

71. Inowlocki, Eusebius, 39-40. She cites from Daniel Delattre, "Les titres des 
oeuvres philosophiques de l'epicurien Philodeme de Gadara et des ouvrages qu'il 
cite," in Titres et articulations du texte dans les oeuvres antiques, ed. Jean-Claude 
Fredouille et al., Actes du Colloque International de Chantilly 13-15 decembre 1994 
(Turnhout: Brepols, 1997), 125, and Richard Goulet, "Les references chez Diogene 
Laerce: sources ou autorites?," in Titres et articulations du texte, 149-66. 

72. Porphyry, On abstinence, 2.56.7 (ed. Luc Brisson, M. Patillon, and Alain- 
Philippe Segonds, De V abstinence, vol. 2 [Paris: Les Belles Lettres, 1979], 119): 
OtiXapKoc, . . . ioiopsi. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 535 

words refers to God, not to Zeus. He thus produced "his own reading of 
the text," while not changing its meaning — "in his own view, he has only 
established the truth." 73 

One of Inowlocki's most disturbing findings, as far as this study is con- 
cerned, is the fact that the ancients would make semantic changes for the 
purpose of adapting the meaning of a citation to make it fit with its new 
context- She also notes, "Faithfulness to the text often depend[ed] on the 
feelings of the quoting author towards the quoted author." 74 It is obvious 
that Porphyry, being a famous anti-Christian author, was not very dear 
to Jerome, who on so many occasions presents him as "barking" rather 
than arguing. 75 This suggests another reason why Jerome may not have 
worried very much about reporting accurately what Porphyry said. Fur- 
thermore, it is highly unlikely that an opponent would accuse Jerome of 
misquoting Porphyry. Therefore, as Jerome himself says, for example, he 
will quote Porphyry when the occasion arises while writing his commen- 
tary on Daniel, for the purpose of his work is not to refute him but to 
talk about Daniel. 76 

Added to these complications is the fact that Jerome, when he uses Por- 
phyry, is translating his words from Greek into Latin. He himself says, in 
a letter to Pammachius (Ep. 57.6), that since his youth he has been trans- 
lating ideas rather than words. He explains that a translator must be an 
interpreter and should never translate a text word for word, but focus on 
rendering its meaning in another language. What is left of Porphyry in 
Jerome has therefore been altered by both the translation process and by 
his intentions. 

There are further complications of Porphyry's treatise. First, it is deprived 
of what Gerard Genette would term a complete "paratexte." As Genette 
put it, "[le paratexte est] ce par quoi un texte se fait livre et se propose 
comme tel a ses lecteurs, et plus generalement au public." 77 Texts are 
accompanied by a variety of practices (such as titles, prefaces, etc.) and 
discourses (what the world would say about a text) that participate in 
their presentation to the public ("presenter") as well as their actualization 
("presenter" as in "rendre present"). But, "II est . . . des oeuvres, disparues 



73. Inowlocki, Eusebius, 40-47. 

74. Inowlocki, Eusebius, 43-45. 

75. See, for instance, Jerome, Commentary on Matthew 21.21 (= Harnack frag. 
3), (SC 2:122): Latrant contra nos gentilium canes in suis uoluminibus. 

76. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a). 

77. Gerard Genette, Seuils (Paris: Editions du Seuil, 1987), 7-9. 



536 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

ou avortees, dont nous ne connaissons que le titre." 78 Against the Chris- 
tians is thus a text, the remains of which are only an obscure "paratexte." 
That is, not only is the title uncertain but also the text was preserved by 
Christian adversaries in a partial way. As a result, it is very difficult to 
assess the reception of Against the Christians in late antique circles, both 
pagan and Christian, and this makes it even harder to know the content of 
the lost text. Genette further explains: "Un element de paratexte peut . . . 
apparaitre a tout moment, [et] il peut egalement disparaitre, definitivement 
ou non, par decision de l'auteur ou sur intervention etrangere, ou en vertu 
de l'usure du temps." 79 Against the Christians was meant to disappear for 
good when it was burned on the orders of Christian emperors, although 
it is impossible to confirm whether their edicts were respected. 

How important was Porphyry's treatise to Jerome? The greatest amount 
of existing fragments was excerpted from Book 1 1 of his Commentary on 
Daniel. Passages from Porphyry's Book 12 on Daniel 80 survive extensively 
to the point where the church father and the philosopher disagree on the 
prophecy about the fourth beast's little horn, which Jerome ascribed to 
the antichrist, while Porphyry claims it was meant to represent Antiochus 
IV Epiphanes. Jerome says that he will answer adversaries point by point: 
Sequamur igitur expositionis ordinem et iuxta utramque explanationem, 
quid aduersariis, quid nostris uideatur, breuiter annotemus. "Stabit," 
inquiunt, "in loco Seleuci, f rater eius" {Commentary on Daniel 11.24 [= 
Harnack frag. 43p]). He later states that he has been exposing Porphyry's 
argument (thus providing a concrete identity for those "adversaries"), 
and, more significantly, that he has been summarizing: Haec, Porphyrius 
sequens Sutorium sermone laciniosissimo prosecutus est, quae nos breui 
compendio diximus {Commentary on Daniel 11.24 [= Harnack frag. 43p]). 
It is impossible to tell whether or not Jerome is paraphrasing or quoting 
Porphyry elsewhere in the work. 81 

Jerome's style may merely vary according to the text he is composing 
or to his argument. If Inowlocki's line of argument is to be followed, then 
Jerome may both cite the text and modify it by making semantic, gram- 
matical, or lexical changes; he does not recognize Porphyry as an author- 
ity, for he was a famous anti-Christian, and therefore does not worry 



78. Genette, Seuils, 9. 

79. Genette, Seuils, 12. 

80. See Jerome, Commentary on Daniel, prol. 

81. According to Alan Cameron, "The Date of Porphyry's Kara XpioTiav&v," Clas- 
sical Quarterly 18 (1967): 382, "Callinicus Sutorius [is] a sophist and historian from 
Petra who taught with great success in Athens in the late third century." 



MAGNY/ PORPHYRY IN FRAGMENTS 537 

about respecting his thoughts, and summarizes at his own convenience 
(and discretion). 

Ancient conventions of citation are not the only factors, which may have 
contributed to the Porphyry created by Jerome. There is also the subjec- 
tive way in which Jerome might have processed the text in his mind. In La 
seconde main, Antoine Compagnon takes a philosophical look at citation 
and explains how a reader systematically selects passages of a text as part 
of a complex reading process formed by the characteristics of memory. He 
argues that there are sentences that readers do not read, and others that 
they will remember. It is those sentences that they will cite. As he aptly put 
it, "Lorsque je cite, j'excise, je mutile, je preleve." 82 Compagnon defines 
four distinctive features of reading, namely "ablation" or "taking out," 
underlining, accommodation, and solicitation. 83 

Compagnon argues that when someone engages in reading, " [sa] lec- 
ture procede deja d'un acte de citation qui desagrege le texte et detache du 
contexte." Someone will cite the sentences that caught their attention or 
seem to them to summarize the main idea of a book or a paragraph. Read- 
ing allows one to go back to a passage and reorganize the text in order to 
make sure that they are following the author's argument. Therefore, "la 
lecture . . . dispose au souvenir et a l'imitation, soit a la citation. . . , [et] 
la citation ... est un lieu de reconnaissance, un repere de lecture." 84 

Jerome, when he read either Against the Christians or secondhand 
material, must have experienced the reading process as explained by 



82. Antoine Compagnon, La seconde main, ou, le travail de la citation (Paris: 
Seuil, 1979), 17. 

83. Compagnon, La seconde main, 25. Compagnon's work also contains a chapter 
entitled "Un comble, le discours de la theologie," in which he analyzes the principles 
governing patristic commentary in late antiquity and how it is based on citation. He 
develops the idea that what he names "theological discourse" is a forever-expanding 
repetition in the form of a commentary, which has as its source the Bible. Compagnon 
argues that, "L'argument patristique a ... la valeur d'une preuve ou d'une confir- 
mation de la doctrine ..." (220). While Compagnon's conclusions could be used to 
better explain the relationship between Porphyry's text and Jerome's commentaries, 
in that Porphyry cannot be a source for Jerome, who was more likely to look for 
authority in patristic scholars, it is not applicable here, for Compagnon's argument on 
patristic authority is not valid. Eric Rebillard, "A New Style of Argument in Chris- 
tian Polemic: Augustine and the Use of Patristic Citations," JECS 8 (2000): 559-78, 
reached a different conclusion: "In his use of patristic citations as an argument in 
theological controversy, Augustine makes a clear distinction between the authority 
of a single writer and the authority of the consensus of the largest number of writ- 
ers. As a consequence, he criticizes or rejects the authority of an argument from a 
patristic citation." 

84. Compagnon, La seconde main, 18 and 23. 



538 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

Compagnon. In the event that the text was read to him, Jerome would 
have needed to assimilate its content swiftly and would have memorized 
the passages that made the whole meaningful to him and others which he 
found interesting. What needs to be understood here is what sort of sen- 
tences or passages caught his attention, as well as the reason why he either 
memorized or noted these. What do the Porphyrian fragments represent 
in his work? Do they represent the main ideas of the text from which he 
pulls his citations so that they might represent a summary, or were they 
"thrown" into his work simply because they bore a relation to Jerome's 
own argument? The last section of this paper should help to negotiate 
this question. 

Of interest here is also what Compagnon defines as "sollicitation." 85 
For various reasons, a specific sentence solicits the reader's attention, but 
this does not necessarily happen because it summarizes an idea. In the 
same fashion, Jerome must have been solicited by a few sentences that 
caught his attention either because he especially disliked them or because 
he wanted to correct them. 

What Jerome retained from Porphyry may have been influenced by his 
opinion of the philosopher. To Jerome, an ordained Christian of the late 
fourth century, Porphyry's discourse is not legitimate for various reasons. 
As a pagan, he does not write from the correct social perspective. Although 
paganism was still the official religion in the late third century when Por- 
phyry was writing, Theodosius I made it unlawful in 391, when Jerome 
was writing and therefore Christianity was not under threat. Furthermore, 
as Dominic O'Meara explains, Porphyry's Neoplatonism had a political 
agenda; 86 he was thus part of the group, which persecuted Christians. 
Even though Jerome would not necessarily have known this, Porphyry's 
agenda might have tainted his work. And since Porphyry is no Christian, 
Jerome does not think that he can speak about Christianity and even less 
so on behalf of Christians. Jerome writes as a Christian in full authority, 
while Porphyry "speaks wrong." 

Furthermore, Jerome's status as a Christian — and therefore a follower 
of the official religion in Rome — might have shaped the way he used 
Against the Christians. According to Genette 87 and Compagnon, Plato, 
in Book 3 of Republic, identified two narrative genres in poetry, namely 
pure narrative — when the poet speaks on his own behalf — and mimesis 
(or imitation) — when the poet wants to give the illusion that a character 

85. Compagnon, La seconde main, 18-23. 

86. Dominic J. O'Meara, Platonopolis (Oxford: Oxford University Press, 2003). 

87. Gerard Genette, Figures III (Paris: Editions du Seuil, 1972), 184. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 539 

is speaking. Plato forbade the use of oratio recta (direct speech) to the 
guardians of his ideal city because it was a mimesis that posed a danger to 
their souls in that it consists in imitating the discourse of another, talking 
on their behalf, therefore making one's speech similar to someone else's 
through imitation. In other words, it implied appropriating their discourse. 
Mimesis is a representation through art, and it was used primarily by the 
poet. The philosopher thus forbids poetry for guardians because it lacks a 
direct relationship to truth. For Plato, in turn, indirect speech is acceptable 
since it is deprived of mimesis and therefore closer to truth. 88 Mimesis is 
thus the process by which one appropriates the words — or discourse — 
of someone else. However, when Jerome cites Porphyry, he appropriates 
his discourse, but not for the purpose of imitation. He rephrases it at his 
convenience, remembers what either helped him to make sense of the phi- 
losopher's treatise or solicited his attention while reading it (a la Com- 
pagnon), and finds an appropriate space for himself in the text where he 
will be able to oppose Porphyry and show him under a distasteful light. 
Furthermore, Jerome may well have looked for evidence he could cite 
against Porphyry by selecting the quotations that do most damage, a stan- 
dard rhetorical technique. 89 

According to theories of intertextuality, among the voices that influence 
the writing of any text is the audience. In this case, Porphyry's audience 
becomes Jerome's audience, for his ideas survive in texts that will be read 
by Jerome's readers. Genette explains how the author's original preface 
targets specific readers by clearly establishing the purpose and scope of 
the work. 90 An author cannot put his work forward in its preface, for it 
would be presumptuous; he may at least use it to point out its accuracy 
and thereby catch the audience's attention. 91 In his Commentary on Daniel 
(written in 407), Jerome states that although Porphyry has written a whole 
book on Daniel, he does not intend to answer the philosopher, for Euse- 
bius, Apollinarius, and Methodius have already done so extensively. 92 



88. Compagnon, La seconde main, 101-5. 

89. See Gillian Clark, "Augustine's Porphyry and the Universal Way of Salvation," 
in Studies on Porphyry, ed. George Karamanolis and Anne Sheppard (London: Insti- 
tute of Classical Studies, 2007), 133, who argues that Augustine, in City of God, 
selected from Porphyry what would make him sound like a Christian. 

90. Genette, Seuils, 197. 

91. Genette, Seuils, 191. 

92. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a), (CCL 75A:772): 
cui solertissime responderunt Eusebius Caesariensis episcopus tribus uoluminibus, 
octauo decimo et nono decimo et uicesimo, Apollinaris quoque uno grandi libro, hoc 
est uicesimo sexto, et ante hos ex parte Methodius. 



540 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

Furthermore, by the early fifth century, Against the Christians was not 
supposed to be freely circulating and read. Jerome empowers himself by 
delivering the unavailable work to posterity, a mighty device against the 
enemy of Christendom, for not only is the treatise meant to disappear 
over time, but its author is no longer alive to defend himself and address 
his own audience. Jerome is alone with an inaccessible work, and he does 
with it what he pleases. In the process, he appropriates Porphyry's audi- 
ence. The church father is in a position to promote truth, and this is what 
his discourse is meant to represent. 

How Methodology May Influence Assumptions 

Not taking into account all the methodological and literary considerations 
can lead to mistaken claims about Against the Christians. Examples of such 
mistakes made even by an expert, relying on Harnack, rather than on an 
analysis of Jerome's use of Porphyry, can be found in Robert Wilken's The 
Christians as the Romans Saw Them. Wilken notes that Jerome answered 
Porphyry on Daniel "verse by verse." 93 But Jerome himself says that his 
task was "not to answer the calumnies of [their] adversaries, which would 
require a long discussion, but to plant here and there what was said to 
[the Christians] by the prophet, [he] remind[s] in [his] preface, that none 
of the prophets has spoken so clearly about Christ." 94 Jerome adds, "And 
whenever the occasion arose in the course of the explanation, I attempted 
to respond briefly to these calumnies." 95 Harnack preserved very little of 
the context, and, as a result, fragments 43a and 43b are misleading. Indeed, 
the cover-text tells us about the task Jerome had set for himself and how 
he intended to treat the Porphyrian problem. Jerome planned no formal 
refutation, even less a "verse by verse" one. Wilken evidently read Jerome's 
Commentary on Daniel, for he noted that Porphyry's interpretation of 
Daniel 9 is absent from Jerome's commentary on the same passage (this 



93. Wilken, Christians, 138. 

94. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a), (CCL 75A:772): 
Verum quia nobis propositum est non aduersarii calumniis respondere, quae longo 
sermone indigent, sed ea quae a propheta dicta sunt nostris disserere, id est Chris- 
tians, illud in praefatione commoneo, nullum prophetarum tarn aperte dixisse de 
Christo. 

95. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a), (CCL 75A:772): 
Et tamen sicubi se occasio in explanatione eiusdem uoluminis dederit, calumniae 
illius strictim respondere conahor, et philosophiae artibus, immo malitiae saeculari, 
per quam subuertere nititur ueritatem, et quibusdam praestigiis clarum oculorum 
lumen auferre, explanatione simplici contraire. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 541 

is discussed later in Daniel 12.7-11), but seems to have been misled by 
Harnack when he said that Jerome answered Porphyry verse by verse. 96 

Wilken asks: "Why should Porphyry devote such attention to the Book 
of Daniel . . . ?" 97 It is from Porphyry's Book 12, which he wrote on 
Daniel, that the most extensive set of fragments survives. Wilken rightly 
notes that this topic was a highly sensitive one for the church at the time, 
for the book was said to have been written by Daniel during the reign 
of Nebuchadnezzar and to foretell the coming of Christ and the destruc- 
tion of the Jerusalem Temple. Claiming that the book had been written 
at a later period (during the reign of Antiochus IV Epiphanes) and by dif- 
ferent authors, Porphyry proposed that Daniel's purpose was historical 
rather than prophetical, and a forgery at that. 98 Without undermining the 
importance of this topic, can we say with confidence that Porphyry devoted 
more attention to it than to others? The philosopher clearly succeeded at 
creating unease within the church, for his criticism on Daniel earned him 
extensive replies from Eusebius, Apollinarius, and Methodius (according 
to Jerome). But a closer look at Jerome's Commentary on Daniel reveals 
that he cited lengthy passages from Porphyry on Daniel 1 1 only, not on the 
other books. Jerome interpreted the eyes of the small horn of the fourth 
beast in Daniel lias representing the antichrist, while Porphyry associated 
it with Antiochus, who, according to him, uprooted all the other horns, 
or kings, and therefore their kingdoms. Jerome only intended to answer 
Porphyry on this particular point. Less is extant from the rest of Porphy- 
ry's commentary on Daniel, for the philosopher is mentioned en passant 
in relation to Daniel 2, 3, 5, 7, and 9. Jerome felt the need to answer him 
only when it came to the antichrist, and it is on Daniel 1 1 that he repro- 
duces the lengthiest passages. Did Jerome think that no one had previously 
given a satisfactory response to Porphyry on that point? To contradict 
his adversary, the church father used the same method, i.e. he performed 



96. See Wilken, Christians, 142-43. 

97. Wilken, Christians, 138. 

98. Porphyry followed Theodotion's reading, a Hellenistic Jew who translated 
the Bible into Greek ca. 180-190. See Jerome, Commentary on Daniel 11.44.45 (= 
Harnack frag. 43u), (CCL 75A:931): quia secutus est Theodotionis interpretationem. 
Fergus Millar, "Porphyry: Ethnicity, Language, and Alien Wisdom," in Rome, the 
Greek World, and the East (Chapel Hill, NC: The University of North Carolina 
Press, 2006), 340-41, being interested in Porphyry's use of Semitic languages as part 
of his cultural background, wonders whether Porphyry may have read the Bible in 
the original, Hebrew language, but stresses that there is no evidence. Perhaps this 
excerpt from Jerome can help solve this problem. 



542 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

an historical interpretation of Daniel." In sum, Wilken's statement needs 
nuance. While it is true that devoting an entire book to Daniel is remark- 
able in that it shows a need to downgrade its importance, what survives 
from it is not representative of its original content at all. Contextualizing 
the work would allow us to avoid making such assumptions as "[Jerome] 
cites [Porphyry] at length in the commentary." 100 

Case Study: Porphyry in Jerome 

Schepens's first step — deconstructing the cover-text — requires an investi- 
gation of Jerome and his motives for citing Porphyry. Although Porphyry 
was a philosopher, it is clear, as will be shown, from the remaining frag- 
ments that Against the Christians constituted a historical and philological 
analysis of the Bible. Most et al. grouped their essays on fragments into 
three different categories: the literary, the historical, and the philosophi- 
cal, philological, and medical. Porphyry's lost treatise does not exactly fit 
in any of these categories. Schepens's method, which is concerned with 
reconstructing lost histories, will thus be applied to a different literary 
genre to see whether it can add to the previous fragment collections and 
to our knowledge of Against the Christians. 

It should first be remembered that Jerome cites or paraphrases Porphyry 
for a defensive purpose. Furthermore, if we are to take Jerome at his word 
in the prologue to his Commentary on Daniel, his attack on the neopla- 
tonist philosopher is not the principal aim of his work. He tells us that 
"... because in truth it is not proposed by us to answer the calumnies of 
an adversary, which demand a long discourse, but to discuss what was said 
by the prophet to our people, that is to Christians, I declare in my preface 
that none of the prophets spoke so openly about Christ." 101 We owe to 
Jerome's Commentary on Daniel the most extensive fragments of Against 
the Christians. Jerome is our only remaining source for Book 12, since the 
other works written in response to Porphyry are lost. Fragments from other 



99. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43c), (CCL 75A:775): 
Ad intellegendas autem extremas partes Danielis, multiplex Graecorum historia nec- 
essaria est: Sutorii uidelicet Callinici, Diodori, Hieronymi, Polybii, Posidonii, Claudii 
Theonis et Andronyci cognomento Alipi, quos et Porpbyrius secutum esse se dicit, 
Iosepbi quoque et eorum quos ponit Iosepbus, praecipoeque nostri Liuii, et Pompei 
Trogi, atque Iustini 

100. Wilken, Christians, 138. 

101. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a), (CCL 75A:772): 
Verum quia nobis propositum est non aduersarii calumniis respondere, quae longo 
sermone indigent, sed ea quae a propheta dicta sunt nostris disserere, id est Christianis, 
illud in praefatione commoneo, nullum prophetarum tarn aperte dixisse de Christo. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 543 

works of Jerome are so scattered that Jerome's statement may be applied as 
a general rule in regard to his attitude toward Porphyry. Porphyry's attacks 
on the book of Daniel came in Book 12 of Against the Christians , where 
he denied Christian claims that Daniel was a prophet who had accurately 
predicted the advent of Christ. His critique disturbed the early church 
fathers, which explains why Jerome devoted so much attention to it. In the 
prologue to his Commentary on Daniel, Jerome notes that Apollinarius, 
Eusebius, and Methodius have already responded to Porphyry, so there 
is no need for him to fully perform such a task. 102 Who is Porphyry any- 
way, other than a "blasphemous, ignorant, and impious" philosopher? 103 
Jerome will refer to Porphyry's work when he treats specific topics only. 
Furthermore, in the prologue to his Commentary on Daniel, Jerome states 
very clearly for his readers that "whenever the opportunity offers in the 
cause of this work, [he] shall try to reply briefly to [Porphyry's] allegations 
and to counter with a simple explanation the arts of philosophy, or rather 
the worldly malice with which [Porphyry] tries to undermine truth and to 
remove clear light from the eyes with deceptions." 104 So Jerome was writ- 
ing a commentary on Daniel with only secondary attention to answering 
Porphyry, not an outright "Response to Porphyry." 

As far as the fragments' "cover-text" is concerned, Jerome's assertion 
creates major methodological problems. First, the fragments will repre- 
sent only the threatening aspect of the treatise to which Jerome could not 
help alluding. The fragments are thus merely a metonymy for Against 
the Christians as Jerome saw it. 105 Second, Jerome's own interests were 
mainly textual. 106 Following the steps of Origen, he studied Scripture 



102. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a). 

103. Jerome, Commentary on Galatians, prol. (= Harnack frag. 21a), (PL 26:334): 
Quod nequaquam intelligens Bataneotes et sceleratus ille Porphyrins; Commentary 
on Galatians 1.2.11-13 (= Harnack frag. 21c), (PL 26:366): . . . Porpbyrio blasphe- 
manti; Abridged Commentary on the Psalms 77 (= Harnack frag. 10), (CCL 78:66): 
Inpius ille Porphyrins proponit aduersum nos. Jerome stated, however, in the prologue 
to his Commentary on Galatians, that the critiques of the debate between Peter and 
Paul would deserve a proper answer on his part in another book. 

104. Jerome, Commentary on Daniel, prol. (= Harnack frag. 43a), (CCL 75A:772): 
Et tamen sicubi se occasio in explanatione eiusdem uoluminis dederit, calumniae illius 
strictim respondere conabor, et philosophiae artibus, immo malitiae saeculari, per 
quam subuertere nititur ueritatem, et quibusdam praestigiis clarum oculorum lumen 
auferre, explanatione simplici contraire. 

105. Hans Ulrich Gumbrecht, "Eat your Fragment! About Imagination and the 
Restitution of Texts," in Collecting Fragments, 319. 

106. Eric Plumer, Augustine's Commentary on Galatians (Oxford: Clarendon 
Press, 2003), 38. 



544 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

by comparing all the versions of the sacred texts, and himself translated 
some of the Bible into Latin in his Vulgate, thus being fully aware of the 
problems linked to translation and edition. 107 So he may have focused 
on Porphyry's critique of texts and disregarded other aspects of his argu- 
ment. Third, he may have read Christian refutations of Porphyry rather 
than the full text of Porphyry. The full text may not have been available, 
and according to his own testimony, Jerome once had a dream, ca. 374, in 
which he is told by a divine judge: "You are lying: you are a Ciceronian, 
not a Christian." 108 Afterwards, Jerome swore to himself that he would 
never possess or read any secular literature. 109 Although the importance 
of this dream for understanding Jerome's scholarship can be challenged, 
it is most revealing in terms of the complexity of using Jerome as a source 
for Porphyry. Eric Plumer reminds us that when Jerome wrote his Com- 
mentary on Galatians, he mentioned this dream in the preface to Book 3. 
At that time, fifteen years have passed since he presumably opened a 
secular book. 110 While Jerome's regular allusions to the pagan world give 
reason to doubt this, he might have well used secondary material to read 
Porphyry — for instance, the lost works of Apollinarius, Methodius, and 
Eusebius — instead of Porphyry himself. 111 Jerome himself says that anyone 



107. See J. N. D. Kelly, Jerome: His Life, Writings, and Controversies (London: 
Duckworth, 1975), for a lengthy discussion of Jerome's writings. 

108. Jerome, Letter 22.30 (ed. Jerome Labourt, Saint Jerome. Lettres, Collection 
Bude, vol. 1 [Paris: Les Belles Lettres, 1949], 145): Mentiris, ait, Ciceronianus es, 
non Christianus. See also Kelly, Jerome, 41-44, and Plumer, Augustine's Commen- 
tary on Galatians, 40. 

109. Jerome, Letter 22.30 (Labourt 145): Domine, si umquam habuero codices 
saeculares, si legero, te negavi. 

110. Jerome, Commentary on Galatians 1.2.1-2 (PL 26:358); see Plumer, Augus- 
tine's Commentary on Galatians, 40: "[Jerome] reminds Paula and Eustochium that 
he has not read Cicero, Virgil, or any pagan writer for more than fifteen years." 

111. According to Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen" 7, Jerome relied 
on these responses: "Nachweisbar selbst gesehen hat das Werk des Porphyrius . . . 
sonst niemand, ja es ist sehr warhscheinlich, dass auch Hieronymus es nicht selbst in 
Handen gehabt hat: denn so haufig, wenn er es zitiert, nennt er zugleich die Gegen- 
schriften des Methodius, Eusebius und Apolinarius, dass der Verdacht, sie seien seine 
einzigen Gewahrsmanner fur den Inhalt des Werkes, nicht unterdriickt werden kann." 
But according to Beatrice, "Traite de Porphyre contre les chretiens," 120, the Arian 
Philostorgius answered Porphyry in 420, which means that the treatise was possibly 
still circulating in the early fifth century. Beatrice also says that Libanius, Oration 
18 — cited by Socrates, Church History 3.23 — refers to Porphyry when he writes "the 
old Tyrian," and that John Chrysostom, De S. Babyla 11 (ca. 380) wrote that the 
pagan writings against the Christians, if still extant, are to be found in Christian writ- 
ings; see also Bidez, Vie de Porphyre, 130; see Jerome, Commentary on Daniel, prol. 
(= Harnack frag. 43a), on the responses of Eusebius, Apollinarius, and Methodius. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 545 

who would like to read those refutations (concerning the antichrist) could 
do so (Jerome, Commentary on Daniel 5.13). Furthermore, if we are to 
believe Jerome's statement in his Commentary on Galatians, the references 
to Porphyry were made from memory, which, in turn, explains why most 
of them are so scattered. Jerome also quotes directly from Porphyry, but 
so erratically that we can conclude that he may have had other Christians' 
responses in front of him while writing. The extent to which we can rely 
on Jerome is not obvious. It is thus very important to distinguish between 
the secondary elaboration made by Jerome on Porphyry's ideas and these 
ideas, i.e. to contextualize the fragments. 

The "cover-text" will now be "deconstructed" by exploring why and 
when Jerome refers to Porphyry. The key question is how and why Jerome 
cited or responded to Porphyry. Attention will be given to the fragments of 
Against the Christians which are extant in various letters and commentar- 
ies of Jerome, namely his commentaries on Matthew, Joel, Isaiah, Mark, 
Daniel, Psalms, and finally Galatians as well as his letters to Pammachius, 
Augustine, and Demetrius. Jerome's fragments are a case study of how new 
methods might change our interpretation of Porphyry. Porphyry's ideas 
on the evangelists and the apostles are inscribed in a very large debate, 
which incorporates not only Porphyry the philosopher, but also Jerome's 
understanding of how to read Scripture, as well as his contemporary oppo- 
nents. 112 Porphyry's arguments from Books 1 and 14 will first be presented. 
The fragments as gathered by Harnack may allow us to get a general sense 
of the philosopher's intent. By looking first at the content of those frag- 
ments alone, it appears that three main groups are targeted by Porphyry, 
namely the apostles and disciples of Christ, the evangelists, and Peter 
and Paul. First, Porphyry has special charges against the apostles, namely 
these were poor wretches from the countryside, 113 who stupidly followed 
Christ "as if they had irrationally followed someone or other who called 
them." 114 They boasted about their quite ordinary miracles, when there 
is nothing so extraordinary about performing magical art, for Apuleius 
and Apollonius were also skilled in that discipline: Jerome concedes that 



112. See also Cook, Interpretation of the New Testament, who comments on all 
the New Testament fragments and their context in Porphyry's philosophical works. 
He also includes Jerome's answers, but has less discussion of the cover-text than this 
study proposes to do. 

113. Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 81 (= Harnack frag. 4), (CCL 
78:89): Homines rusticani et pauper es. 

114. Jerome, Commentary on Matthew 9.9 (= Harnack frag. 6), (SC 242:170): Arguit 
in hoc loco Porphyrius et lulianus Augustus uel stultitiam eorum qui statim secuti sunt 
Salutorem, quasi inrationabiliter quemlibet uocantem hominem sint secuti. 



546 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

many people had successfully done magic — in order to attract the money 
of rich women whom they duped. 115 The apostles, according to Porphyry, 
used the antiquity of Scripture as a source of authority and abused by 
their teachings "the simplicity and ignorance of the listeners." 116 Porphyry 
also mocks the apostles' lack of faith, as they were unable to perform the 
miracles ordered by Jesus — like moving mountains, for instance. 117 As for 
the disciples, they irrationally interpret signs, taking for granted that an 
easily predicted solar eclipse is directly linked to the resurrection. 118 

Porphyry does not spare the evangelists. As mentioned above, Jerome 
says that he criticized their mistakes in his Book 14, presumably of Against 
the Christians. 119 They are guilty of "falsity," according to Porphyry, in 
that they are not able to cite properly the Bible on which they rely. 120 In 
one instance, Mark cites Isaiah only and forgets Malachi, 121 and Matthew 
confuses Isaiah and Asaph, 122 and forgets one generation in Daniel. 123 



115. Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 81 (= Harnack frag. 4), (CCL 
78:89): Homines rusticani et pauperes, quoniam nihil habebant, magicis artibus ope- 
rati sunt quaedam signa. Non est autem grande facere signa. Nam fecere signa in 
Aegypto magi contra Moysen (Exod 7). Fecit et Apollonius, fecit et Apuleius. Infiniti 
signa fecerunt. Concedo tibi, Porphyri, magicis artibus signa fecerunt, ut divitias acci- 
perent a divitibus mulierculis, quas induxerant: hoc enim tu dicis. 

116. Jerome, Commentary on Joel 2.28 (= Harnack frag. 5), (PL 25:975): Ut 
quidquid utile audientibus esse cernebant, et non repugnare praesentibus, de alterius 
temporis testimoniis roborarent, non quod abuterentur audientium simplicitate et 
imperitia, ut impius calumniatur Porphyrius. 

117. Jerome, Commentary on Matthew 21.21 (= Harnack frag. 3), (SC 259:122): 
Latrant contra nos gentilium canes in suis uoluminibus quos ad impietatis propriae 
memoriam reliquerunt, adserentes apostolos non habuisse fidem quia montes trans- 
ferre non potuerint. 

118. Jerome, Commentary on Matthew 27.45 (= Harnack frag. 14). 

119. Jerome, On the Beginning of Mark 1.1-2 (= Harnack frag. 9), (CCL 78:452): 
Locum istum impius Me Porphyrius, qui adversum nos conscripsit et multis volu- 
minibus rabiem suam evomuit, in XIV volumine disputat et dicit: "Evangelistae tarn 
imperiti fuerant homines. " 

120. Jerome, Letter 57.9 (= Harnack frag. 2), (Labourt 3:67): Haec replico, non ut 
evangelistas arguam falsitatis — hoc quippe impiorum est, Celsi, Porphyrii, Iuliani. 

121. Jerome, On the Beginning of Mark 1.1-12 (= Harnack frag. 9), (CCL 78:452): 
Evangelistae tarn imperiti fuerunt homines, non solum in saecularibus, sed etiam in 
scriptures divinis, ut testimonium, quod alibi scriptum est, de alio ponerent prop h eta. 
(Here Jerome quotes directly from Porphyry). Jerome, Commentary on Matthew 3.3 
(= Harnack frag. 9), (SC 242:90): Porphyrius istum locum Marci evangelistae prin- 
cipio comparat in quo scriptum est: . . . Cum enim testimonium de Malachia Esaiaque 
contextum putemus adsumptum. 

122. Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 77 (= Harnack frag. 10), (CCL 
78:66): "Aperiam in parabola os meum. ..." Hoc Esaias non loquitur, sed Asaph. 
Denique et inpius Me Porphyrius proponit aduersum nos hoc ipsum, et dicit: "Euan- 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 547 

As for the influential Peter and Paul, on whom Jerome preserved the most 
fragments, Porphyry highlights their dispute in his first book — as Jerome 
says in his Commentary on Galatians 124 — stating that Peter was wrong, 
creating great disturbances within the church, 125 and that Paul, led by 
jealousy, 126 had boldly refuted him, while they both pretended to agree, 127 
thus actually making the same mistake. Furthermore, Paul proclaimed 
himself apostle, 128 refused to share his revelation with the people, 129 and 
his teachings are violent in comparison to Christ's. 130 Peter proved to be 
even more violent when he sentenced to death two people who had not 
gotten rid of all their money. 131 

Harnack's collection provides us only with these hints, which require 
either a very good knowledge of the subjects criticized by Porphyry — e.g., 
the debate between Peter and Paul as found in the epistle to the Galatians 



gelista uester Matthaeus tarn inperitus fuit, ut diceret, quod scriptum est in Esaia 
propheta, Aperiam in parabola os meum. " 

123. Jerome, Commentary on Daniel 1.1.1 (= Harnack frag. 11), (CCL 75A-.777): 
Et ob banc causam in euangelio secundum Matthaeum una uidetur desse generatio 
(Matt. 1.11-12), quia secunda tesseriscedecas in loacbim desinit filium Iosiae et tertia 
incipit a loiacbin filio loacbim; quod ignorans Porpbyrius, calumniam struit ecclesiae, 
suam ostendens imperitiam, dum evangelistae Matthaei arguere nititur falsitatem. 

124. Jerome, Commentary on Galatians, prol. (= Harnack frag. 21a). 

125. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.10 (= Harnack frag. 22), (PL 26:430- 
31): Sed nee Paulus tarn procaci maledicto de Ecclesiae principe loqueretur, nee Petrus 
dignus qui conturbatae Ecclesiae reus fieret. 

126. Jerome, Letter 112.6, 11 (= Harnack frag. 21b), (Labourt 6:23): Immo exar- 
sisse Paulum inuidia uirtutum Petri. 

127. See Jerome, Commentary on Galatians 1.2.11 (= Harnack frag. 21c), (PL 
26:358): Maxime cum Lucas scriptor historiae, nullam hujus dissensionis faciat 
mentionem; nee dicat umquam Petrum Antiochiae fuisse cum Paulo, et locum dari 
Porphyrio blasphemanti; si autem Petrus errasse, aut Paulus procaciter apostolorum 
principem confutasse credatur\ Jerome, Commentary on Isaiah 14.26 (= Harnack frag. 
2 Id), (ed. R. Gryson, C. Gabriel et al., Commentaires de Jerome sur le prophete Isai'e, 
4 vols. [Freiburg: Verlag Herder Freiburg, 1998]): Qui dispensatoriam inter Petrum 
et Paulum contentionem (Gal 2) vere dicunt iurgium fuisse atque certamen, ut blas- 
phemanti Porphyrio satisfaciant . . . ; Jerome, Commentary on Galatians 3.5.10 (= 
Harnack frag. 22), (PL 26:430-31): Occulte, inquiunt, Petrum lacerat, cui supra in 
faciem restitisse se scribit, quod non recto pede incesserit ad Evangelii veritatem. Sed 
nee Paulus tarn procaci maledicto de Ecclesiae principe loqueretur (Gal 2), nee Petrus 
dignus qui conturbatae Ecclesiae reus fieret. 

128. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.1 (= Harnack frag. 19), (PL 26:335): 
Potest autem et oblique in Petrum et in caeteros dictum accipi, quod non ab aposto- 
lis ei sit traditum Evangelium. 

129. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.16 (= Harnack frag. 20). 

130. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.12 (= Harnack frag. 37). 

131. Jerome, Letter 130.14 (= Harnack frag. 25). 



548 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

and the Acts of the Apostles — or a very good knowledge of Jerome's dis- 
cussion of these topics. Going back to the "cover-text" allows us to get a 
very different sense of the fragments and of the way they are inserted in a 
debate with Jerome, who has his own views on the biblical texts. 

When it comes to answering Porphyry's charges against the evangelists, 
Jerome makes the point that the errors are not due to the evangelists but to 
translation issues. In the paragraphs preceding Porphyry's charge, in Letter 
57 to Pammachius, Jerome exposes the textual discrepancies between the 
Hebrew text, the Septuagint, the Vulgate, and the evangelists. He gives pre- 
cise examples and attributes the differences to the problem of translation. 
For instance, Jerome mentions a text from Zachariah cited by the evange- 
list John: "they will look at the one they pierced." 132 The Septuagint says 
rather, "and they will look at me, the subject of their insults." 133 The Latin 
versions gave this translation: "and they will look at me, the subject of their 
games." 134 Jerome discusses many other discrepancies, and these examples 
could well mean that Porphyry discussed exactly these issues. Without the 
context of the discussion, the "falsities" noted by Porphyry remain uniden- 
tified. This highlights a major problem of the Harnack collection, e.g., his 
fragment 2 on the evangelists who falsified the Old Testament writings is 
impossible to understand without the context. 135 As for Matthew, charged 
with having forgotten one generation of Daniel, Jerome explains that the 
error is Porphyry's, who confused Jehoiakim with Jehoiakin, the former 
being the father of the latter. There are thus two men mentioned in Mat- 
thew. 136 Jerome alluded to Porphyry while discussing, at the beginning of 



132. Jerome, Letter 57.7 (Labourt 3:63): Videbunt in quern conpuxerunt. 

133. Jerome, Letter 57.7 (Labourt 3:63): rai 87ti(3^8\|/ovTai npoq jie dv0' cbv evcop%f|oavTO. 

134. Jerome, Letter 57.7 (Labourt 3:63-64): et aspicient ad me pro his quae 
" inluserunt" siue "insultauerunt." 

135. Jerome, Letter 57.9 (= Harnack frag. 2). 

136. See Jerome, Commentary on Daniel 1.1.1 (CCL 75A-.776-77): Anno tertio 
regni loacbim regis ludae, uenit Nabucbodonosor rex Babylonis Hierusalem, et obsedit 
earn, loacbim filius losiae, cuius tertio decimo anno prophetare orsus est Hieremias, 
sub quo etiam Holda mulier prophetauit, ipse est qui alio nomine appellatur Heliacbim 
et regnauit super tribum Iuda et Hierusalem annis undecim, cui successit in regnum 
filius eius Ioiacbin cognomento lechonias, qui tertio mense regni sui, die decima, captus 
a ducibus Nabucbodonosor ductusque est in Babylonem, et in loco eius constitutus 
est Sedecias filius losiae patruus eius, cuius anno undecimo Hierusalem capta atque 
subuersa est. Nemo igitur putet eundem in Danielis principio esse loachim, qui in 
Hiezecbielis exordio Ioiacbin scribitur: iste enim extremam syllabam "cbim" habet, 
ille "chin" — et ob banc causam in euangelio secundum Matthaeum una uidetur 
deesse generatio, quia secunda tesseriscedecas in loachim desinit filium losiae et 
tertia incipit a Ioiachin filio loachim; quod ignorans Porphyrius, calumniam struit 
ecclesiae, suam ostendens imperitiam, dum euangelistae Matthaei arguere nititur 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 549 

his Commentary on Daniel , the two kings. 137 Next, the other mistakes 
that Porphyry noted are not due to the evangelists themselves, but rather 
to the copyists, according to Jerome. Porphyry had mocked the fact that 
Mark had misattributed the following passage only to Isaiah when he 
used it in his gospel: "The prophet Isaiah was talking about him when 
he said, "The voice of the one who was shouting in the desert: Pave the 
way of the Lord, make his paths straight." 138 This passage is in fact also 
from Malachi. Relying on the authority of "the churchmen" (ecclesiastici) 
Jerome claims that Mark did not make any mistake. The error is that of 
the copyists who added the name of Isaiah in order to make one whole out 
of various biblical quotations. 139 The next occurrence provides clues as to 
the presence in Jerome of other possible fragments. In answer to Porphyry's 
critique on the ignorance of Matthew, who wrongly attributed a passage 
to Isaiah — "and I would open my mouth in parables" — Jerome explains 
that the passage is from Asaph, but that a copyist, not recognizing this 
name, changed it to Isaiah, which sounded more familiar to him. 140 Jerome 
goes on in his text with so many examples that it is possible to infer that 
he is actually answering Porphyry's points — e.g., the hour of the death of 



falsitatem (= Harnack frag. 11). Quodque "traditus" scribitur loachim, monstrat non 
aduersariorum fortitudinis fuisse uictoriam sed Domini uoluntatis. 

137. See Crafer, "The Work of Porphyry," 488. He discusses, here and elsewhere, 
some of the context of Porphyry's fragments in Jerome, but not extensively. 

138. Jerome, Commentary on Matthew 3.3 (SC 242:88): Initium evangelii Iesu 
Cbristi filii Dei; sicut scriptum est in Esaia propbeta: Ecce mitto angelum meum 
ante faciem tuam qui praeparabit viam tuam. Vox clamantis in deserto: Parate viam 
Domini, rectas facite semitas eius. 

139. Jerome, Commentary on Matthew 3.3 (SC 242:90): Nos autem aut nomen 
Esaiae putamus additum scriptorum uitio quod et in aliis locis probare possumus, 
aut certe de diuersis testimonies scripturarum unum corpus effectum. Lege tertium 
decimum psalmum et hoc idem reperies. 

140. See Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 77 (= Harnack frag. 10), 
(CCL 78:66): Aperiam in parabola os meum. See also Jerome, Commentary on Mat- 
thew 13.35 (SC 242:284), where he discusses Psalm 77: Quod quia minime inuenie- 
batur in Esaia, arbitror postea a prudentibus uiris esse sublatum. Sed mihi uidetur in 
principio ita editum, quod scriptum est: per Asaph prophetam dicentem . . . et pri- 
mum scriptorem non intellexisse Asaph et putasse scriptoris uitium atque emendasse 
nomen Esaiae, cuius uocabulum manifestius erat. See Jerome, Abridged Commentary 
on the Psalms 77 (CCL 78:67), where he justifies some discrepancies between the 
gospel accounts of Jesus' death: Quomodo illud in Euangelio scriptum est, scriptum 
est in Matthaeo et Iohanne quod Dominus noster hora sexta crucifixus sit, rursum 
scriptum est in Marco quia hora tertia crucifixus sit. Hoc uidetur esse diuersum, sed 
non est diuersum. Error scriptorum fuit: et in Marco hora sexta scriptum fuit, sed 
multi pro smarijucp graeco putauerunt esse gamma. Sicut enim ibi error fuit scriptorum, 
sic et hie error fuit scrptorum, ut pro Asaph Esaiam scriberent. 



550 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

Christ, set to three hours by Matthew and to six hours by Mark. 141 This, 
of course, remains unnoticed without the context. 

As for the charges against the apostles, Jerome uses arguments based 
on his faith. In response to Porphyry's claim that the apostles lured rich 
women by magical art, Jerome asks, why were the apostles crucified if their 
ultimate goal was making money? The apostles, Jerome insists, shed their 
blood so that the Christians' faith would be deemed good. 142 In what con- 
cerns the apostles' lack of faith — as they did not move mountains — Jerome 
again provides a religious explanation when he states that the holy men 
actually performed miracles, but these are not to be found in any account, 
for Christians would have been highly criticized on that point by the non- 
believers. Indeed, when God performed miracles, the world was so skep- 
tical that Jerome thinks accounting for the apostles' miracles would have 
done them no good. 143 As for stupidly following Jesus for salvation, Jerome 
says that Matthew, who obtained the status of apostle, actually achieved 
salvation, and Jesus' call was preceded with signs. 144 With regard to the 
eclipse of the sun that, according to Porphyry, is wrongly associated with 
the resurrection because the ignorant disciples did not know that it could 
have been easily predicted from moon cycles, Jerome argues that, since the 
gospels note the event's three-hour duration, it cannot be taken as a mere 
eclipse of the sun, and thus the prophecy was accomplished. 145 



141. Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 77 (quoted above). 

142. See Jerome, Abridged Commentary on the Psalms 81 (cf. Harnack frag. 4), 
(CCL 81:89-90): Fecerunt et alii signa magicis artibus: sed pro homine mortuo non 
sunt mortui, pro homine crucifixo. Sciunt isti hominem esse mortuum, et moriuntur 
sine causa. Felix ergo nostra uictoria, quae in sanguine apostolorum dedicata est. 
Fides nostra non probatur, nisi per illorum sanguinem. 

143. See Jerome, Commentary on Matthew 21.21 (cf. Harnack frag. 3), (SC 
259:122): Quibus nos respondebimus multa facta esse signa a Domino, iuxta Iohan- 
nis euangelistae testimonium, quae si scripta essent mundus capere non posset, non 
quo mundus uolumina capere non potuerit quae potest quamuis multiplicia sint unum 
armariolum uel unum capere scrinium, sed quo magnitudinem signorum pro miracu- 
lis et incredulitate ferre non possit. Igitur et haec credimus fecisse apostolos, sed ideo 
scripta non esse ne infidelibus contradicendi maior daretur occasio. 

144. See Jerome, Commentary on Matthew 9.9 (cf. Harnack frag. 6), (SC 242:170): 
Nullum debere salutem desperare si ad meliora conuersus sit, cum ipse de publicano 
in apostolum sit repente mutatus . . . cum tantae uirtutes tantaque signa praecesserint 
quae apostolos ante quam crederent uidisse non dubium est. 

145. See Jerome, Commentary on Matthew 27.45 (cf. Harnack frag. 14), (SC 
259:296): Nulli autem dubium est paschae tempore lunam fuisse plenissimam. Et ne 
forsitan uideretur umbra terrae uel orbis lunae soli oppositus breues et ferrugineas 
fecisse tenebras, trium horarum spatium ponitur, ut omnis causantium occasio tol- 
ler etur. See also Cook, Interpretation of the New Testament, 146: "Jerome clarifies 



MAGNY/ PORPHYRY IN FRAGMENTS 551 

As regards the apostles abusing their hearers, Jerome offers an answer 
of his own in his Commentary on Joel. 146 Porphyry seems to have criti- 
cized the fact that a psalm was cited in order to strengthen Peter's argu- 
ment. Jerome is commenting on Joel 2.28-31, namely on the Joel prophecy 
quoted by Peter on the day of Pentecost. 147 Jerome goes on and explains 
that the apostles are not abusing their audience's ignorance and stupidity, 
as Porphyry claimed, but, "whatever the Apostles judged to be useful to 
those listening and not inimical to the present, they strengthened with the 
witness of another time." 148 This they did, as Paul said, in order to preach 
"fittingly and unfittingly." 149 As Crafer judiciously noted, the place of the 
fragment in the text implies that the philosopher was referring to that 
event too, and it "suggests that his attack on the Gospels was followed 
by a series of objections to the Acts of the Apostles." 150 What Porphyry 
means in fragment 5 — as preserved by Harnack — is thus unclear with- 
out the context of Jerome's Commentary on Joel, since neither Peter nor 
Acts are mentioned. Going back to the context allowed Crafer to make 
his inference. These critiques target the faith of Christ's followers, which 
explains why it attracted Jerome's attention. 

Finally, the Christian apologist deemed it very important to give atten- 
tion to Porphyry's attack on the heads of the church. The main subject 
of tension is Galatians. The following arguments will make it clear that 
Jerome's explanations and the context into which he inserted the fragments 



[Porphyry's] somewhat cryptic comment by arguing that an eclipse of the sun only 
happens at a new moon and not at the full moon of the passover feast." 

146. Jerome, Commentary on Joel 2.28 (= Harnack frag. 5). 

147. Jerome, Commentary on Joel 2.28 (PL 25:974): Et erit post haec, effundam 
de spiritu meo super omnem carnem, et prophetabunt filii vestri, et filiae vestrae, et 
senes vestri somnia somniabunt, et juvenes vestri visiones videbunt: et super servos 
meos et super ancillas meas in diebus illis effundam de spiritu meo, et dabo prodi- 
gia in coelo, et super terram sanguinem, ignem, et vaporem fumi. Sol convertetur in 
tenebras, et luna in sanguinem, antequam veniat dies Domini magnus et illustris. Et 
erit, omnis qui invocaverit nomen Domini, salvus erit. Hunc locum beatus apostolus 
Petrus impletum tempore Dominicae passionis exposuit, quando descendit die Pen- 
tecostes Spiritus sanctus super credentes. See also Crafer, "The Work of Porphyry," 
487-88, who briefly discusses both the passage and fragment. 

148. Jerome, Commentary on Joel 2.28 (= Harnack frag. 5). 

149. Jerome, Commentary on Joel 2.28 (PL 25:975): Sedjuxta apostolum Paulum, 
praedicarent opportune, importune. 

150. Crafer, "The Work of Porphyry," 487-88. It is, however, less clear what 
Crafer, in his brief comment, means when asserting that as regards Paul's above- 
quoted words, Jerome does not refer to Peter's speech, but only mentions Acts 19 on 
Peter and Paul's baptism. 



552 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

are required to fully grasp the content of Porphyry's points as represented 
in Harnack's collection. The problems between Peter and Paul really 
bothered Jerome, especially since Porphyry accused Paul of challenging 
Peter. Paul taught the uncircumcised (Gentiles), whereas Peter taught the 
circumcised (Jews) (Gal 2.7). Paul explains in Galatians that he "with- 
stood to Peter's face" 151 because he would eat with Gentiles only when 
members of the circumcision were not present, for fear of their judgment 
(Gal 2.12). 152 This conduct was not, according to Paul, in line with the 
gospel, for Jews who are faithful to Christ should not live according to 
the manners of the Jews, but of the Christians, who include non-sinner 
Gentiles (Gal 2.14-16). Paul clearly meant to define the Christian commu- 
nity here. Paul's disagreement with Peter's behavior makes an easy target 
for Christian opponents such as Porphyry; it allowed Porphyry to show 
both that the foundations of the Christian community are not solid and 
that the teachings of Christ are unclear, for even the heads of the church 
cannot agree on definition and conduct. 

Plumer says that Jerome systematically attacked all those who accepted 
that there was a disagreement between the two chief apostles, even the 
Christian Marius Victorinus. 153 He also answered Augustine extensively 
in his famous Letter 112. Jerome wanted to promote his own explana- 
tion of the problems surrounding Jewish Christian and Gentile Christian 
practices, Peter and Paul having regularly compromised their teachings by 
promoting abstinence from Jewish Law, but then acting in conformity to 
the Law. Jerome's explanation is that Paul is not actually blaming Peter 
(for eating with the Gentiles and then turning away when he realized it 
was shocking the Jewish Christian community), but that the two men 
only pretend to be in conflict in order to please both communities. 154 In 

151. Cited n. 22. 

152. Macarios (3.22.4; Goulet, Le Monogenes 2:151) reproduces very closely the 
passage discussed by Jerome: Kaieyvco Kai II<xuAx)c; IleTpou Xeycov, IIpo xoi) yap sX0siv 
&7td 'IaKca|3ou tiv&c;, jieia tcov eGvcov ouvf|o0iev. ots 6s r\kQov, acpcbpi^ev sauidv cpopoujievoc; 
ioi)c; 8K 7tepu;oufic;. Kai <yovsKpi0r|oav aikcp noXkol 'Iou5aioi. See Goulet, Le Monogenes, 
93-94 and 144. 

153. Plumer, Augustine's Commentary on Galatians, 44. 

154. Jerome, Letter 112.8 (Labourt 6:27): Prius enim quam uenirent quidam a 
lacobo, cum gentibus edebat: cum autem uenissent, subtrabebat se, et segregabat, 
timens eos qui ex circumcisione errant-, Jerome, Commentary on Galatians 1.2.11 
(PL 26:364): Sed ut ante jam diximus, restitit secundum faciem publicam Petro et 
caeteris, ut bypocrisis observandae Legis, quae nocebat eis qui ex gentibus credider- 
ant, correptionis hypocrisi emendaretur, et uterque populus salvus fieret, dum et qui 
circumcisionem laudant, Petrum sequuntur; et qui circumcidi nolunt, Pauli praedicant 
libertatem. See Plumer, Augustine's Commentary on Galatians, 46, on how Jerome 
dealt with the conflict between Peter and Paul, and Anastos, "Porphyry's Attack on 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 553 

his Commentary on Galatians, Jerome says that the Christians' answer to 
Porphyry's attack on Paul is not satisfying. Christians tried to work out 
a solution to the problem by claiming that Paul was answering another 
Cephas no one knows of: 

The first answer to these people is that we do not know the name of some 
other Cephas than the one who in the gospel; in other letters of Paul and in 
this letter, it is sometimes written "Cephas" and sometimes "Petrus." Not 
because "Petrus" means one thing and "Cephas" another: but what we call 
petra in Latin and Greek, Hebrews and Syrians name Cephas because of the 
closeness of their language. 155 

The place of Porphyry's fragments in the debate further shows that the 
philosopher also had a problem with Paul faking obedience to the Law from 
fear of the Jewish Christians, for example, when he circumcised Timothy, 
a Gentile. Both men are thus guilty of the same crime. 156 Porphyry also 
accused the two men of violence: Peter for having cursed two disobedient 
Christians and Paul for ordering the "cutting off" — in both sense of the 
expression, i.e. circumcision and shutting up — of those who troubled the 
Galatians. 157 To answer Porphyry, Jerome says that Peter did not kill the 



the Bible," 429, who also explains that Paul and Peter only pretended to disagree 
"in order to facilitate the conversion and and rehabilitation of the Jews." Jerome is 
answering Augustine who, in his Letter 28.3, said that the leaders of the church actu- 
ally disagreed as towhether Gentile Christians were required to observe Jewish law. 

155. See Jerome, Commentary on Galatians 1.2.11 (cf. Harnack frag. 21c), (PL 
26:366): Quibus primum respondendum, alterius nescio cujus Cepbae nescire nos 
nomen, nisi ejus qui et in Evangelio, et in aliis Pauli Epistolis, et in hac quoque ipsa 
modo Cephas, modo Petrus, scribitur. Non quod aliud significet Petrus, aliud Cephas: 
sed quod quam nos Latine et Graece petram vocemus, banc Hebraei et Syri propter 
linguae inter se viciniam, Cephan nuncupent. Deinde totum argumentum epistolae 
quod oblique de Petro, Jacobo, et Joanne dicitur, huic intelligentiae repugnare. Nee 
mirum esse si Lucas banc rem tacuerit, cum et alia multa quae Paulus sustinuisse se 
replicat, historiographi licentia praetermiserit: et non statim esse contrarium, si quod 
alius ob causam dignum putavit relatu, alius inter caetera dereliquit. Denique primum 
episcopum Antiochenae Ecclesiae Petrum fuisse accepimus, et Romam exinde trans- 
latum, quod Lucas penitus omisit. Ad extremum si propter Porphyrii blasphemiam, 
alius nobis fingendus est Cephas, ne Petrus putetur errasse, infinita de Scripturis 
erunt radenda divinis, quae Me, quia non intelligit, criminatur. 

156. Jerome, Letter 112.9 (cf. Harnack frag. 21b), (Labourt 6:28), and Letter 
112.6.11. Jerome, quoting from Acts 2.17, 20-24, 26, et ecce discipulus quidam erat 
ibi nomine Timotheus, filius mulieris iudaeae fidelis, patre gentili . . . Hunc uoluit 
Paulus secum proficisci. Et adsumens circumcidit eum propter Iudaeos, qui erant in 
illis locis. 

157. Jerome, Letter 130.14 (= Harnack frag. 25), (Labourt 7:185): Apostolus Petrus 
nequaquam inprecatur eis mortem-, cf. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.12 (= 
Harnack frag. 37). 



554 JOURNAL OF EARLY CHRISTIAN STUDIES 

men, as their punishment would come with the judgment of God. Peter was 
thus merely responsible for prophetically announcing their punishment. 158 
As Jerome had stated elsewhere in Commentary On Galatians, after all, 
Peter was the head of the church in Rome. 159 It follows that he might have 
been right, in Jerome's view. As for Paul, Jerome reports that he says he 
is condemned to death, which rather shows that the violent ones are the 
adversaries, whereas love is in the churches of God. 160 On Paul's refusal 
to share his revelation "with flesh and blood," Jerome explains that Paul 
means by this expression that he will only teach their spirit; he does not 
mean that he will not share it with human beings. 161 

As can be understood from this final point, the fragments as they appear 
in Harnack's collection do not allow for full comprehension of Porphyry's 
allusions or the core of his subject matter. It may also be suspected, from 
the special attention that Jerome gives to Porphyry's attack on the heads 
of the church that the philosopher was effective in disturbing the church 
and that he clearly wished to ruin the foundations of Christianity. 

CONCLUSIONS 

Context often clarifies fragments, and thus Harnack's exclusion of context 
justifies the creation of a new collection. Indeed, he was not preoccupied 
with problems of contextualization in relation to Jerome's testimony, as 
highlighted by Schepens and Laks. I intend to revise his work in the light of 
the new methodological approaches presented, i.e. to contextualize it, with 
the ultimate goal of establishing a new collection of fragments embedded 

158. Jerome, Letter 130.14 (= Harnack frag. 25), (Labourt 7:185): Sed Dei iudicium 
prophetico spiritu adnuntiat, ut poena duorum hominum sit doctrina multorum; here, 
however, Jerome contradicts himself, as Harnack, "Porphyrius, Gegen die Christen,'" 
55, notes, since in Letter 109.3, he clearly admits that Peter killed the men. 

159. Jerome, Commentary on Galatians (PL 26:366): Primum episcopum Anti- 
ochenae Ecclesiae Vetrum fuisse accepimus, et Romam exinde translatum. See also 
Plumer, Augustine's Commentary on the Galatians, 45. 

160. Jerome, Commentary on Galatians 3.5.12 (cf. Harnack frag. 37), (PL 26:432- 
33): Tradidit autem se morti condemnatus. 

161. Jerome, Commentary on Galatians 1.1.16 (= Harnack frag. 20), (PL 26:351): 
"came et sanguine" instrueretur. . . . Cum talihus qui caro et sanguis erant, quae 
Petro quoque non revelaverunt Filium Dei, non contulit Apostolus Evangelium quod 
ei fuerat revelatum, sed paulatim eos de came et sanguine vertit in spiritum: et tunc 
demum eis occulta Evangelii sacramenta commisit. Dicat quispiam: Si statim non con- 
tulit cum came et sanguine Evangelium, tamen subintelligitur, quod postmodum cum 
sanguine et came contulerit: et sensus hie, quo apostoli excusantur, ne caro et sanguis 
sint, stare non poterit: dum nihilominus qui in principio cum came et sanguine non 
contulit, postmodum, ut dixi, cum came et sanguine contulerit. 



MAGNY / PORPHYRY IN FRAGMENTS 555 

in their context, a collection which will be easier to consult in the future, 
and which will make a contribution to the interpretation of Porphyry and 
of the wider debate between Christians and non-Christians. 

From what he preserved of Porphyry, we can see what concerned Jerome, 
but that does not tell us what concerned the philosopher. Porphyry prob- 
ably did engage with texts, but we cannot claim that Porphyry did a 
verse-by-verse commentary. Contextualizing the fragments from Against 
the Christians shows to what extent these are embedded in the broader 
work of Jerome, based on his interest in textual analysis, his concern 
for defending Peter, Paul, and Christianity. The length of the fragments 
dedicated to the heads of the church indicates that Jerome considered it 
more important to cite Porphyry on this topic than on the attack on the 
apostles and evangelists. The new collection of fragments should help to 
better understand this aspect, by demonstrating that there are fewer frag- 
ments on other topics, but that does not prove that Porphyry wrote less 
extensively about them. The new collection will also help to make infer- 
ences as to the content of the books that may have consisted of detailed 
comparisons of the gospels. It will certainly make Porphyry more acces- 
sible than he is in the pioneering work of Harnack. 

Ariane Magny is a Doctoral Student in the Department of Classics and 
Ancient History at Bristol University