(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Biodiversity Heritage Library | Children's Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Iranisches Namenbuch"

This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project 
to make the world's books discoverable online. 

It has survived long enough for the copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 
to copyright or whose legal copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the 
publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken steps to 
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying. 

We also ask that you: 

+ Make non-commercial use of the files We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's system: If you are conducting research on machine 
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in copyright varies from country to country, and we can't offer guidance on whether any specific use of 
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liability can be quite severe. 

About Google Book Search 

Google's mission is to organize the world's information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers 
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the full text of this book on the web 

at http : //books . google . com/| 



^<l^5. C . If. 

2 ? X 6, . 




Digitized by 



Google 



i 



Digitized by 



Google 



IRANISCHES NAMENBUCH 



VON 



FERDINAND JUSTI 



6EDRUCKT MIT UNTERSTt)TZUNG DER KONIGLICHEN AKADKMTE DER 

WISSENSCHAFTEN 



MARBURG 
N. G. ELWERT'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG 

1895 



Digitized by 



Google 






Digitized by 



Google 



Binleitung. 



Das Yorliegende Iranische Namenbnch, dessen YerOffentlichnng die EOnigliche Akademie der Wunen- 
schaften in znyorkommender und den Yerfasser za lebhaftem Danke yerpflichtender Weise erm^licht hat, 
ist ans Sammlnngen entstanden, die beim Stndinm der morgen- nnd abendltodischen Qaellen fhr die Ge- 
schichte Iran's znr Feststellong von biographischen nnd genealogischen Yerh&ltnissen angelegt wnrden. 
Da manehe Namen seit den Zeiten des medischen nnd altpersischen Reiehes sieh bis hente im Qebraneh 
erhalten haben, so lieferten die Kachweise eines Namens in den gleichzeitigen Qnellen aneh in lingnistischer 
Hinsiehty fiber grammatisehe Yerftndemngen der Namen Belehmng^ aneh ergab sieh eine nicht nnbetrftcht- 
liehe Bereichening des persischen WOrterbnehes^ indem dnrch das Fortbestehen der Eigennamen manehe 
WOrter erhalten blieben, welehe als Appellatiya ansser Gebraneh gekommen waren. Die Sammlnngen 
wnrden, naehdem die gesehiehtliehen Qnellen den Hanptbestand geliefert hatten, noch dnreh Anszflge ans 
den geographisehen nnd litteratnrgeschichtliehen Sammelwerken morgenllLndiseher Gelehrten zn erg&nzen 
gesneht^). Im Hinbliek anf die KOtzliehkeit der Namensanmilnng sehien es angezeigt, das Sammeln nieht 
fortznsetzen, sondem die YerOffentliehnng zn beschlennigen, weii doeh eine nnbedingte YoUstftndigkeit nieht 
wohl erreiehbar ist; eine solehe namentlieh f&r die nenere Zeit anstreben zn wollen, wtlrde eine mflhselige 
Arbeit erheisehen, deren Ergebniss mit dem Anfwand des erforderliehen Fleisses nieht im Yerhftltniss 
stfinde; ohnehin hat die Bildnng der eigentlichen Namen, welehe nnsem Yomamen (nnd den erst ans 
solehen entstandenen Familiennamen) entspreehen, mit der Einfbhmng des Islam im allgemeinen anfgeh5rt; 
die religi5sen arabisehen Namen verdrftngten die zoroastrisehen, wie bei nns besonders seit 1566 nnd 1614 
die Namen romaniseher Heiligen die dentsehen^), nnd selbst die kriegerisehen altpersisehen Namen wnrden 
mehr nnd mehr dnreh arabisehe ersetzt, da im Islam aneh der Krieg einen religiOsen Anstrieh hat, der 
persisehe „£ber des Reiehes^ ein moslimiseher ^L5we des Glanbens^ geworden ist. Die Nenperser ent- 
nehmen ihre Rnfhamen, soweit sie iraniseh sind, dem Seh&hn&meh nnd der an dieses sieh anschliessenden 
Litteratnr, wie man im 16. Jahrh. in Italien die Enaben naeh den Helden der Tafelmnde nannte, nnd 
wie man aneh bei nns seit elniger Zeit, dnrch R. Wagners Mnsikdramen angeregt, altgermanisehe Namen 
von Helden nnd Walkflren wieder anfleben Iftsst; die Namengebnng ist also znm grossen Theil litterarisch, 
nicht nrsprtlnglich. 



1) Obwohl die iranischen Namen wiederholt besprochen worden Bind, hat man sie doeh nicht vollstttndig 
iBresammelt Br^l, De persids nominibns apnd script, graec Paris 1868. Keiper, die Perser des Aeschylos, Erlangen 
1877. Pott in den Etymologischen Forschnngen nnd im 13. Band der MorgenlKnd. Zeitschrift, beschranken sieh anf 
die yon den Griechen nberlieferten Namen; Keiper, Mns^on lY, 1885, nnd Jiyai^i Jamshedji Modi, a Dictionary of 
Avestic proper names. Bombay 1892 (dem Verf. nnr ans einer Anzeige E. Wilhelms bekannt) behandeln die awestischen 
Namen. Zahlreiche Erkiamngen besonders altpersischer Namen entiiait die Schrift von J. Biarqnart, die Assyriaka 
des Etesias (Philologns. Snpplementband VI, 1898, S. 508); sie ward dem Verf. erst bekannt, als d^ Dmck des 
Namenbnches bis Seite 240 fortgesehritten war; seine Erkiamng yon Bill&d ans BlihrdAt kannte der Verf. ans 
Ndldeke's Persischen Stndien. Viele NamenerklUmngen des Namenbnches fand der Verf. in Marqnarts Schrift wieder 
(z. B. die noch soeben S. 288^ g^rnckte von Onaphemes), einige Erklamngen, die yon denen des Namenbnches 
abweichen, sind in dem Verzeichnisse S. 488 nachgetragen. Hiibschmann's Persisehe Stndien, Strassbnrg 1895, 
konnten erst benntzt werden, als der Dmck bis Bogen 45 fortgesehritten war. — Ueber die Wichtigkeit der Namen- 
forschnng tiberhanpt spricht Jakob Grimm in den Abhandlnngen der Akademie 1858, 88. 

2) H. Weber, Historisch-politische Blatter 99. 1887, S. 905. 



Digitized by 



Google 



IV 

Der Name^) soil das an einem Gegenstand oder einem lebenden Wesen beobachtete Besondere 
dorch eine Benennnng befestigen; Oertlichkeiten erhalten ihre Namen von der natdrlichen Beschaffenheit 
oder von einem sie bekannt machenden Ereignisse, das hierdnrch zagleieh im Oed&ehtniss aaf bewahrt 
wird. So halten die Personennamen irgend eine Eigenthtlmliehkeit, die an einem Mensehen erscheint^ eine 
Begebenheit; die mit seiner Geburt verkntlpft ist, fest^ oder sie heben die besondere Bedentung des Mensehen 
hervor. FerldQn lUsst seine drei S5hne ohne Namen anfwaehsen aus ZlU'tliehkeit and naeh der Sitte 
(Firdusi 1, 118, 53. 122, 97); ebenso macht es Sarw, KOnig von Yemen, mit seinen drei TOchtern, welehe 
die persischen Prinzen freien. Die Zftrtliehkeit besteht darin, dass den Kindem, solange sie noch keine 
Namen haben, gewissermaassen noeh nicht als Indiyidnen ansgesondert sind nnd PersOnliehkeit erlangt 
haben, keine Gefahr aus Nachstellongen entspringt, denn die Beschreinng (awaz) nnd die Afterrede (gnf t 
n gtll) kann sich nur an Namen heften. Erst naehdem FerldQn die Oemathsart seiner S5hne erforscht 
hat, gibt er ihnen daranf bezflgliche Namen, deren Etymologie Firdusi theils unrichtig, theils undeutlieh 
angibt (1, 136, 266), s. Spiegel, Eran. Alterth. 1, 546—547. Wie bei ehrendem Gedenken eines Ab- 
wesenden oder Verstorbenen vor dem Leeren des Bechers, dem Minnetrinken (Grimm, Mythol. 62) selbst- 
verst&ndlieh der Name genannt wird (Fird. 2, 56, 614), so ist der Name aneh dasjenige am Mensehen, 
was den Einwirkungen bOser Geister ausgesetzt ist. Der Name ist das was allein vom Mensehen auf die 
Nachwelt tibergeht (Fird. 1, 270, 717 ff. Hafiz Saqin&meh 80): die Parsen besehliessen die dreitftgige 
Gedftehtnissfeier eines Verstorbenen mit einem Gebet an Sraoseha, worin ihm der Name des Verstorbenen 
angezeigt und dieser seinem Sehutz empfohlen wird; die anwesenden Leidtragenden stiften Geldsummen 
fUr Offentliehe Wohlth&tigkeit im Sinne des Verstorbenen und zum Gedftehtniss seines Namens. Von den 
4 Millionen Rnpien (8 Mill. Mark), die in den Jahren 1884 — 1889 von den indischen Parsen zu wohl- 
thUtigen Zweeken geschenkt worden sind, waren tlber die Hftlfte bei diesen Ged&ehtnissfeiem gezeiehnet 
worden. Henrorragende Wohlth&ter ihrer Mitmensehen werden noch dadureh besonders geehrt, dass ihr 
Name bei einer jeden solchen Todtenfeier ehrend erw&hnt wird nach dem Vorgang des Farwardin-Yascht, 
worin eine grosse Anzahl von frommen und ndtzlichen Mensehen bei Namen genannt wird^). In der Edda 
wird es als Glaube des Alterthums bezeiehnet, dass ein Sterbender Macht aber einen Mensehen habe, wenn 
er dessen Namen wisse, wesshalb Sigurd seinen Namen dem sterbenden F&fhir verschweigt (Fifnismil, 
Prosa nach Str. 1). Die Macht eines b5sen Geistes yemichtet man durch die Nennung seines Namens, 
der aber meist nur durch einen glttcklichen Zufall zu erfahren ist, s. Grimm, Mythol. 515, nnd Goethe's 
'Zigeunerlied*. Vor dem Kampfe ruft der Held seinen Namen, Fird. 1, 536, 604. 556, 845 (man ygl. 
unser Hildebrandslied). Zu dem ursprflnglichen Namen gesellt sich oft der yon einer Handlung oder Eigen- 
schaft gesch^pfte Beiname und verdrftngt ihn nicht selten. Die Fttrsten in Persien wie yor ihnen die 



1) altp. n&man, in Zusammensetzungen im Sinne von „namens" als zweites Glied eines Bahuvrlhi-Compo- 
flitimi mit Verwandlung des Ausgangs an in a, fem. a, nach der Adjectivdeclination flectirt, z. B. Rabu2iya-n&ma 
Eur&uS pu})ra, DftdrSiS-n&ma Parsa (das erste Wort steht im Nominativ), dagegen Tig r&-n&m& did&, Bag&- 
nftma dahy&us, Sikya(h)uwatiS-n&ma dida (ebenfalls mit Nominativ des Namens), wie Sanskrit (im Ramft- 
yana) Satya-namam Ayodhyam (gewohnlich ^nftmnlm); dagegen ist wohl maguS ahaGaumata nama nicht 
Composition, sondem Bection wie skr. Nalonama, gr. ir6Xi<; 6vo|ua Kaivai, mit dem adverbialen Accusativ, vgl. 
Spiegel, die altpers. KeiUnschriften (2) 171. Thumb, Kuhns Zeitschr. 32, 1893, 131; awest. nftman, nom. ace. nam!a, 
plur. namftn, neupers. nam. Die Etymologie dieses Wortes ward frtther unrichtig gegeben, indem man wegen 
lat. cognomen (mit Anlehnung an co-gnosco, co-gnitus gebildet) die Wurzel gno (erkennen) als Grundlage 
ansah, oder gar in dem deutschen niman das Stammwort yermuthete, indem man auf slaw, imaju (ich nehme) 
ime (russ. imja. Name) hinwies, welehe beide zufailig gleichen Anlaut haben, deren m aber dort zur Wurzel, hier 
zum AflSx geh5rt. Beide Erklarungen widerstreben den Lautgesetzen, die auf eine Wurzel fiihren, welehe bald als 
sonantisches n, bald als Consonant n mit begleitendem Vocal auftritt und ^bezeichnen'' (vgl. gr. 6vo|uiat tadeln) be- 
deutet; sie zeigt die Tiefstufe 51 (slaw, img aus in-men, armen. anun, gen. anyan aus n-wen), die betonte Stufe 
en (kymr. en-w), die Hochstufe no (got. namo) oder n6 (skr. pers. naman) und die Svarabhakti ono (6vo^a) oder 
ono (dv-u(ivu|uo^); man sehe: Windisch in Kuhns Zeitschr. 21, 1873, 422. Job. Schmidt, das. 23, 1877, 267. Sayce, In- 
troduction to the science of language I, 1880, 319. Johansson in Kuhns Zeitschr. 31, 1890, 412. 430. Brugmann, 
Morpholog. Untersuchungen 3, 156. Vergleichende Grammatik 1, 189, Anm. 2. Bartholomae, Arisches und Linguistisches 
(aus Bezzenbergers Beitr. z. K. d. indog. Sprachen) Gott. 1891, 148. Prellwitz, Etymol. WSrterb. der griech. Sprache. 
G6tt. 1892, 225. S. Bugge, Indogerm. Forsch. I, 453. 

2) Jivanji Jamsedji Modi, The funeral ceremonies of the Parsees. Bombay 1892, 30. 



Digitized by 



Google 



V 

XOnige von Aegypten, Assyrien and a. s. w. nehmen Thronnamen an, Dareioe II hiess nrsprtluglich Ochos, 
Dareios III Eodomannos, Artaxerxes II Arsakes, Bassos nannte Bich Artaxerxee IV ^); den Kamen Kaw&t 
:8agte ihrem Sohne die Matter ins Ohr, 5ffentlich aber nannte sie ihn Seh^rOi, sagt Firdosi; die Geschicht- 
^hreiber nennen ihn daher mit dem E5nigsnamen Siro^; merkwdrdig ist, dass seine Mdnze Eawat P€rOS6 
als Anfschrift zeigt Das Kind des Helden Sam, welches wegen seines weisscn Haares, das man als 
4thrimanisehes Zeicben ansah, ansgesetzt, yom Vogel Simnrgh anfgeftlttert and Destan (von dest, Hand, 
well Slmorghs Vogelkinder nnr FlUgel haben) genannt wird, erhUlt sp&ter yon seinem Vater, der es wieder 
annimmt, den Kamen Zal (der greise); der Religionsstifter ManI, der orsprtinglich Eabrikos hiess, nahm 
Jenen Namen beim Antritt seiner Mission an; Geistliebe todem ihren Namen bei Antritt ihres Amies, 
Babrftm nannte sich als armenischer Eatholikos Gregor, ao. 1060. So werden Amtsnamen zu Eigennamen, 
wie Marzp&n, PatOspan; dem Eranken wird ein andrer Name gegeben, am ihn damit zu einer anderen 
PersOnlichkeit and gesand zu machen, woraaf die Verse des Sanjar aus Eftg&n aas dem Bahar-i 'ajem bei 
Vnllers, Lex. pers. II, 1285* anspielen: 

tersed ki nftm-i nike be-ziStI bedel knnend — 
Ytlsuf be-danr-i husn-i tu gerdandeh nam^rft (metr. modAri'), 
^er f&rchtet, dass man den guten Namen in einen h&sslichen rerwandele: Joseph im Ereis deiner SchOn- 
hcit hat den Namen ver^ndert (ist gesandet)''; and des Aschraf: 

ta 6eSm-i xoS-i tu uatuwan gerdldeh, 
mu2gan-i tu bergegteh 6u nam-i bimar, 
^sobald als dein sehdnes Auge schwach geworden war, yertoderten sich deine Wimpem wie der Name 
4e8 Eranken^. 

Aach der Zahlwerth der Buchstaben eines Namens dient zu aberglaubischen Berechnungen. Mit 
4er Benennung des Neugeborenen konnte man einen Wunsch oder eine Hoffhung ausdrtlcken und das 
Nomen zum Omen machen, wie mit Eamrftn, Baxtiy&r (glUcklich) u. dgl. ; mit der Beilegnng des Namens 
Artayntes, fem. Artajnte, woUte man (wenn die Erklftrung von ynte aus awest. waflta, Gatte, Gattin, 
riohtig ist) dem Einde fQr seinen spfttem Ehestand Gldck vorherwdnschen; Hutana gibt dem Wunsch 
gater Nachkommen filr den neugeborenen Enaben Ansdruek. Durch die Beilegung eines religiOsen Namens 
wie Atarepata (yom heiligen Feuer behUtet) konnte man die Einflttsse bdser Geister abwehren, wie aus 
«iner Stelle des Awesta hervorgeht (Wend, 18, 112). 

Ueberaus haufig werden Enaben nach dem Grossyater oder Oheim (Vater- und Mutterbruder) oder 
•auch nach einem bertihmten Vorfahren benannt, womit ohne Zweifel die Erwerbung der trefflichen Eigen- 
schaften der Pathen erhofft wird, wie Dareios bei den Achaemeniden, Arsakes bei den Parthem, Sapor 
bei den Sasaniden beliebt war. Auch nannte man die Enaben nach dem regierenden EOnige, z. B. Sapor, 
wie dies schon in der ag}rptischen Pyramidenzeit tlblich war; bei manchen Vdlkern andert man im Gegen- 
theil seinen Namen, wenn der zur Herrscherwttrde gelangende Fttrst gleichen Namen ftthrt*). 

Nicht nur die Menschen, sondem auch Gott fUhrt ausser dieser allgemeinen Benennung Namen, 
die ihm nach einem augenblicklichen oder dauemden Eingreifen in das menschliche Leben oder den Lauf 
der Welt beigelegt wird; so heisst der persische Gott Ahura Mazdah „der zu Befragende" (fraxStya, 
jt. 1, 7), weil er als Offenbarer der Religion von ZarathuStra befragt ward, mit diesem Zwiesprach 
(ahnirii frain5) hielt; Odinn heisst Valfadir, weil er die gefallenen Helden in die Walhalla aufnimmt. 
fiieraus erklart sich die Menge der Namen Gottes, wie sie der Ormazd-Yagt und aus spaterer Zeit die 
Parsischrift Nam-staiSni (Preis der Namen)') ganz ahnlich wie die eddischen Grimnism&l 46 — 50. 54 auf- 
zaUt; Dionysos, Demeter u. aa. heissen *viehiamig', Sophokles Antigone 1115. Hymnos an Demeter 18 
(dazu Voss' Erlauterungen 14. 23); Isis, Osiris, Ninip haben viele Namen; die 100 Namen des Osiris 

1) Ktesias Pers. 48. 49. Curtius 4, 1, 10. 6, 6, 13. Plutarch Artox. 1 (nach Ktesias). Justinus 10, 3. Arrian 
3, 24, 3; Ygh A. Kuenen, Volksreligion u. Weltreligion. Berlin 1803, 68. 69. 

2) Ueber solche Brluche und Aberglauben vgl. Ad. Wuttke, der deutsche Volksaberglaube. Hamburg 1860, 
§ 87. 90. 847 u. sonst; Pott, Zeitschr. der DMG. 24, 119. 122. Etymolog. Forschungen 2, 1, 172. Grierson, Indian 
Antiquary VIII, 321. IX, 141. Narftyan Aiyangftr das. 229. Karl Friedrichs im 'Ausland', LXVI, 1893, 546; Literatur 
4as. 647. Steinschneider Zeitschr.DMG. 18, 178. Kohut, das. 25, 80—81. s. auch Sterne, Tristr. Shandy I, c. 19. 

8) Erwad XurSedJl Min66erji Katell, Duwa Namsetftesne. Bombay 1872. Peshotan D. Behramji, Dinkart IT, 
103, Note. Spiegel, Awesta Hbersetzt 3, 19. 



Digitized by 



Google 



VI 

werden im Totenbuch Cap. 143 erwahnt^ die 99 Namen (Eigenschaften) Allah's an den 99 Engeln des^ 
BoBenkranzes (teBblh) hergebetet^). Der aUgemeine Name 'Gott' bleibt neben dieser Yielnamigkeit immer am 
ehrwtlrdiggten. Gewisse Wesen^ Mithra nnd die andern Yazata (Ized), die Sterne TiStriya nnd Wanant, 
das heilige Feuer, haben das Beiwort aoxt5-nftman ^mit aosgesproohenem Namen^^ ^dessen Name 
angernfen wird^, and die betreffenden Genien legen Gewicht daranf, dass ihre Namen beim Opfer ans- 
gesprochen werden (yt. 8, 11. 10^ 55. 74)^ denn erst beim Anssprechen ihres Namens kann die Gottheit 
erscheinen^); anch das Opfer (yasna) hat dieses Beiwort^ welches dann bedentet^ dass bei dem eigens flEU: 
die betreffende Gottheit dargebrachten Opfer ihr Name aosgesprochen wird, wie bei den indisehen Namen* 
gebeten oder Nftmamantra^); es wird denmach das Gegentheil von dem geboten^ was bei dea Jnden ge* 
schieht^ die den Namen Gottes nicht anssprechen wie er ist (Jehovah statt Jahweh) oder ihn dnrch ha-iem 
(der Name) ersetzen^), wogegen mit dem Anssprechen des geheimen Namen Gottes dnrch babylonische^ 
Zanberer nnd nenplatonische Thenrgen die ErfUUung eines Wnnsches erzwnngen werden kann^). 

Die dnrch besondere Namen bezeichnete dem Menschen zngekehrte Offenbamngsseite des g5tt^ 
lichen Wesens, die Art wie die Gottheit in ihrer Macht den Menschen gegenttber als deren Schntz, Zn- 
flncht nnd Seligkeit sich knndgibt^ heisst der Name Gottes. Der Gl&nbige erf&hrt die Wirknng dieser 
Enndgebnng; er wandelt im Namen Gottes, handdt in YoUmacht Gottes % Diese letztre Begriffi9entwick- 
Inng scheint bei den Persem erst in spfttrer Zeit ans dem semitischen Yorstellnngskreise eingeftlhrt zn. 
sein; die Worte „im Namen Gottes^, das Bismillah, stehn erst in spfttem Schriften als Eingangsformel. 
da, wo das Awestft ^mit ZnAiedenstellnng Gottes^ (xschnaol)ra Ahnrahe Mazd&) hat. 

Der Name drtlekt das Wesentliche nnd Charakteristische des Menschen ans, hebt ihn ak Einzel- 
wesen aus der nnbekannten Menge hervor, ja l&sst nach altorientalischer Yorstellnng von der Gleichheit^ 
des Namens nnd des Dinges oder der Person das Benannte erst ins Dasein treten. Diese Yorstellnng^ 
spricht sich n. a. in der babylonischen Eosmogonieans^); in der indisehen Mlmamsft-Philosophie ist n&man 
das Wesen, gnna das Accidens (B5htlingk n. Roth, WOrterb., nftman); in der YOlnspA 5.6 geben die 
Gutter den Tageszeiten Namen, wodnrch sie als Zeitmesser in das Weltsystem eingereiht werden, anch 
die ersten Menschen Ask nnd Embla werden nach der prosaischen Edda (Snorra E. 10) mit diesen Namen 
yon den GOttem belegt nnd den bereits vorhandenen Weltwesen angeschlossen^. Am Lebensbanm anf 
der hOchsten Stelle des Paradises, dem Sidrah oder Schajarat al-mnntah& (Banm der ftnssersten Grenze) 
befinden sich soviel Bl&tter als Menschen anf Erden leben, nnd ihre Namen stehn anf ihnen geschrieben ; 
wenn ein Blatt abf&Ut, so stirbt der Mensch, dessen Namen es trftgt^). 

So erh&lt das Wort nftman geradezn die Bedentnng von „Person^, wie in dem Yers des Ni^fiml 
(Ynllers, Lexic. H, 1283t>): 

kesi kin sitam xlzed ez nftm-I a 
bedin rQzS bftSed seranj&m-i H 
(metr. mntaqftrib) „an diesem Tage wird das Ende Einem (jenem) kommen, von dessen Person ans diese^ 
Tyrannei sich erhebt^; oder des H&fig (t, 11, 1): t& knnem J&n az ser-I raghbet fidft'l nftm-i dOst (metr. 
ramal) „damit ich mache die Seele vor Liebe znm Opfer des Namens der Frenndin*^. 

Im Dentschen sagte man ehemals ^mansnamen ader wlbesnamen'' (Manns- oder Weibspersonen,. 
Yihnar, Idiotikon 280), im Awestft einmal bei Hnnden gebrancht: nairy5-nftman, strl-nftman. 

Die Znsanunenfassnng von allem was denselben Namen trftgt, wird ebenfalls dnrch *Name' be- 
zeichnet, im Yeda &ryam n&ma, wie nomen Romannm; anch von Dingen, skr. ktlSthasya n&mftny nttam&ni,. 
die besten Arten Eostwnrz (Petersb. WB.); „der von Mazdfth geschaffhe Name des Rindes^ (yt. 8, 2)' 



1) C. P. Tiele, YergeUjk. Geschiedeniss der onde Godsd. 1, 47. 62. 73. 343. 

2) Edda Snorra Stnrlnsonar I, 272, 2. 

3) Albr. Weber, AbhandL d. Berl. Akad. 1867, 249>. 

4) Griinbanm, Zeitschr. d. DMG. 31, 225. 321. 39, 545. 

5) Chwolson, Ueberreste der altbabylon. Lit. 39. 124 (387. 452). Geheime Namen Gottes anch im Ydda^ 
z. B. Rigy. 10, 24, 2. 

6) Oehler tmd v. Orelli in Herzog's Bealencyklopaedie f. protestant Theol. X, 41. 

7) Sayce, Lectures on the Origin and growth of the (Babylonian) Religion. London 1888, 3(^. 384. 385. 

8) ygl. Pott, Zeitschr. d. DMG. 24, 119. Darmeflter, £tndes iran. 11, 123. 124. 

9) Lane, Manners a. customs of the Egypt., fibers, von Zenker 3, 96. 



Digitized by 



Google 



VII 

«eheint die Greflammtheit der Thierwelt za bedeuten, welche die Belebnng der Katar darch den voa 
Tigtriya gebrachten Begen erwartet. 

Mit dem Begriffe der Person verbindet Bich der des persOnlichen Yorzags, des Standes, der Wttrde 
nnd des Bnhmes; obsehon diese Bedeutnngen im Neupersischen hftafig sind, finden sie sich nieht im Awestft; 
vielieicht bedeatet nftm5-x8<^hat)ra^ yt. 1, 13 'rnhmvolie Herrschaft ftthrend^ die Parsen erklftren 'frei 
herrsehend'y also 'Herrschaft der Person^ eigne Herrschaft habend, Selbstherrscher'. 

Die grammatische Bildung der Eigennamen ist im Iranischen genau ebenso beschaffen wie 
im Indischen^ Griechischen, Gtermanischen, Slawischen nnd Keltischen; das Italische allein hat die alt- 
flberlieferte Namenbildang nnr in Spnren erhalten nnd ein nenes System derselben ansgebildet. In seinen 
{[riechisohen Personennamen (Gk)ttingen 1875) hat Ang. Fick das indogermanische Namensystem tlberhanpt 
nnd besonders das Griechische beschrieben^)^ nnd es ergibt sich, dass man erstens die Namen ans zwei 
WOrtern bildete*), wie dentsch Arn-nlf, dass man aber jedes der beiden W5rter von dem andem 
;getrennt nnd mit einem Rose- Affix yersehen statt des voHen Namens gebranchen kann'): A mo oder 
Wolfo; Arno kann natOrlioh anch Abktirznng von Arn-old, Arn-fried, anch Wolf-am; Wolfo von 
Wolfgang, Wolfhart oder Gang-olf, Hard-nlf n. dgl. sein. Selten wird bei der Abtrennnng des 
^rsten Wortes noch der Anlant des zweiten mitgenommen, wie im dentschen Diemo ans Diet mar, 
Frieder neben Frit-z (z ist Eose-Affix); Heiner neben Heinz, Dieter neben Dietz, holl&nd. Dirk, 
Dortohen neben Dorehen, engl. Dolly ans Doro-thea, griech. NlK0^5c ans NiK0-|iifibii^. Daher 
iranisch 1) ohne Eose-Affix: Ana-phes. Arna-pes (?). Arta-mes. Arta-nes (vielieicht gehOrt das n 
hier zn dem pakonymischen Affix ana). Arta-pes. Arti-mas. Baga-m. Data-mes (ans Data- 
inil)ra?) Ita-p (?). Einna-mos (dessen Sinn anf Rache (an den Feinden) steht? kinna mit Consonan- 
lendehnmig, awest kaena). Parson-des. Pet$-sas. Sanro-phos. Seisa-mes. SSra-z. Spita-ma. Tenta- 
mos (dentsch vollstftndig: Diet-mar?). Waraz-d. Waraz-x- Waresma-pa. 2) mit Eose-Affix: Ari-b- 
aios. Ari-d-ai. Arta-x-ares. Atra-m-is. Bn-b-akes. Data-b-6. D&d-b-5$. Diai-x-is (?)• Dln-d-OS. 
Pharan-d-akes. Phar-z-oios. Hi-st-aios. CaiS-p-i(?). Xnr-z-OS. Mann-S-e. Mithra-x-ides (mit griech. 
Patronymendnng). Mithro-b-aios. OrO-p-ios (? s. r5p S. 508). Radamp-s-5n. San-m-akos. Sanro- 
m-akes^). Sia-g-tis. Sisi-makes. S5s-m-ares (Variante von S5sarmos; vgl. Snsamithres? Mar- 
qnart 565. 585). Tiri-d-as. Zari-n-aia. Zina-b-I. Zd-p-akI (?)• Dagegen findet man bisweilen das 
vordere Wort nnvollstftndig erhalten, z. B. Mitharos (fbr Mithr-aros). Tith-aios (von Tithranstes), 
gerade wie im Dentschen oft ganz wiUkttrlich getrennt wird: Fred ans Alf-r6d, Elise (Else, Use) nnd 
Lis'chen, Lisbet ans hebr. Eli-iab&t, Sander ans Alexander. In indischen Namen wird statt des 
Eoseaffixes znweilen an den abgekttrzten Namen ein nenes Wort angeschlossen, sodass ein nnd dieselbe 
Person zwei verschiedene Namen ftlhrt, die nrsprttnglich Yarianten Eines Namens sind: der Lexikograph 
Amara-simha wird anch Amara-deva genannt, sein Work heisst Amara-koscha (Schatz des Amara); 
der E()nig Harscha-vardhana von EanOj (1. HiUfte 7. JahrL's) hdsst anch Harscha (Qrl-Harscha) 
nnd mit Anfflgnng des Wortes ftlr E5nig (Gott): Harscha-deva, Qri-Harscha-deva^); von Mai&^n- 
^rl wird (rl abgetrennt nnd dnrch andre WOrter ersetzt: Maii^n-ghoscha, Mai&^n-deva, Maii^n- 
n&tha, Mai^n-bhadra, MaA^n-svara, s&mmUich Namen eines nnd desselben Bodhisattva*); oft er- 
«eheint dieselbe Person mit dem YoUnamen nnd mit dem Eosenamen nicht nnr in vertranlichem Yerkehr, 
iBondem anoh in Schriftwerken^). Fehh das Eose-Affix, so ist schwer zn entscheiden, ob man einen nr- 



1) vgl. anch Fick, Ueber namenartige Bildimgen im Griechischen, in Cnrtins Stndien IX, 167. 

2) Im Sanskrit sollen derartige componirte Namen eine gerade Anzahl Sylben aiismachen, wenn sie Enaben, 
«me nngerade, wenn sie Mildehen belgelegt werden; nnd es sind diejenigen Namen am meisten beliebt, die wie 
Devadattah mit einem t(5nenden Lant beginnen, in der Mitte einen Halbvokal haben nnd mit Visarga (h) schliessen 
Lefmann, G^ehichte des alten Indiens. BerL 1890, 452. 

3) Diesen Yorgang hat bereits P&nini entdeckt, s. sein Aschfakam 5, 3, 78 ff. 

4) Hier ist m der Anfangslant des Affixes mat, welches wie ein Compositionsglied angesehen wird, etwa 
wie beim dentschen Namen Weig-el ans Weig-and. 

5) Albr. Weber, Indische Streifen 1, 355. 356. 

6) Franke, die indischen Gennsregeln, Eiel 1890, 59—61; G(5ttinger Gel. Anz. 1892, 487. 

7) R. Meister, Bezzenbergers Beitr. z. E d. indog. Spr. 6, 65. 16, 173. 



Digitized by 



Google 



VIII 

sprflnglich einf aches Namen, wie Wolf^ Brann vor sich hat^)^ oder die Hftlfte eines znsammengesetzteni 
NameiiB wie Wolfo, Brnno; 80 boU skr. Qyava (brann, Rigv. 5, 61, 9) fOr (y&y&^va (branne Roaee 
babend) Btebn'). Vorwiegend ist die Weglassnng des zweiten Wortes; Beispiele ftir die des' ersten sind: 
Bazakes. Bazanes. B()Sak€. BnxSa; anch B^sbos, desBen Bedentnng Teiniger' (aweBt dwaeBchA) das 
Gegentheil ist Ton der deB mntbrnaBslichen YoUnamenB Wltare-dbaeBch& (den Hass tlberwindend) oder 
Wldbaescb& (yom HasB nicht getroffen) oder nmgekehrt Dbae8ch0-taarw&. 

DieBe BildnngBTorgfinge sind nicht anf das IndogennaniBche bcBohrHnkt; bekannt iBt, daBB zahl- 
reiche hebrftische theophore Kamen Eoseformen zweitheiliger YoUnamen Bind, z. B. Zabdi-y&h (J&h ist 
ein GcBchenk) oder Z^bad-j&h (J&h ist Schenker) wird abgektlrzt nnd mit Adjektiy-Affix versehen za 
Zab^dai (Zcpcbaio^; im Elaniitischen ist Minanu abgekflrzt ans Umman-minann'); nach Y&qtit 1,172^ 
4 — 6 wird die Niebeh (das Herknnftwort) zusammengesetzter geographiBcher Namen vom ersten Theil 
gebildet; ein Mann aus Adarbaijftn heisse Abarl, aber man sage anch Adarbl mit dem Anlant dcB- 
zweiten Wortes ror dem Adjectiy-AfSx I, &bnlich gebildet ist Baghawl, s. den Namen Marzp&n n"* 15. 

Bei der Answahl des Kamens lassen sich gewisse sprachliche Grewohnheiten bemerken. Zwei 
(ZwillingB?) SQhne des Isfendifir heisBen Abar-n5S and Mihr-nOg; letzteres ist ein Name, worinnur Adar 
dnrch den Namen des andem Ized Mihr ersetzt ist, denn Mihrn5S hat keine bestimmte Bedentnng; vgL 
abd. Alprlch nnd Ascrlch. Die Matter des Raoda-staxma (Rastam) licisst Raod&ba (Rod&bah), 
and wiederam hat der Name des Yaters der Rod&bah, Mihr-&b, das gleiche Wort &b (Glanz) als 
zweiten Theil der Znsammensetzang ; Waiihnd&ta ist der Sohn des Xwa-d&ta, BarS-atfln hat einea 
Bnider BarSak (die Eoeeform, wie Earlmann and Earl), Spitamenes einen Sohn Spitakes; der 
Name des Wiyftta enthftlt dieselbe Warzel yat wie der des Sohnes YaetaS-g&; M&h06 ist der Soha 
des M&h-pan&h; fthnliches im Deatschen: Raganhari and Amalhari (Brttder), Amalhari, Sohn der 
Amalgardis, Waldbert and Wolfbert, Sdhne des Hrambert*). 

Eine zweite Qattang von Namen tlbertrftgt die Benennang eines andem Wesens aaf einea 
Menschen, weil beide gleiche oder fthnliche Eigenschaften haben, wie Fachs, pers. Rfibah, gr. 'AXi(nniE; 
Fraaen werden gem nach Blamen genannt; aach officinelle Pflanzen gcben Menschen ihre Namen (wie 
bei ans Enoblaach); oder sie schildert mit einem Eigenschaftswort, Gross, Elein, die ftassere Beschaffen* 
heit, mit bildlichen and Demathsaasdrttcken (brennend, nemlich in Liebe, Bettler) innere ZnBt&nde, im 
Persischen besonders h&afig bei Dichter- and Schriftstelleraamen (Taxallas, noms de plnme), oder sie be- 
nennt die Tr&ger des Namens nach seinem Than, Amt oder Gewohnheit, wie ZarkeSi, Goldarbeiter^ 
Galxani; Badheizer, Namen, welche zwar Zasammensetzangen sind, aber arsprttngliehe Appellativa, nicht 
zasammengesetzte Eigennamen. Ursprflnglich Amtsnamen sind Marzp&n, P&rs&'Inpet, PatkOsp&n,. 
§ahr&'lnpet, Sarhang, Ustand&r, West, Zenbll, Zlk. Hieher gehOren aach Sabstantiva abstracta,, 
die darch besondere Umstilnde za Namen geworden sind, z. B. heissen zwei Brttder vermOge einer Art 
Personification Nan&r&sti and Zarazd&iti, ein Mann heisst Anb&zl, Gesellschaft, andre JlSti, Leben, 
Nawa'l, Melodic, N&zakl, Z&rtlichkeit, N§kl, Sch5nheit, Gtlte, NawaziS, Liebkosang, Naw€d, frohe 
Botschaft, s&mmtlich Diehter; Nizarl bedeatet yielleicht Hagerkeit', obwohl es aach einen von der Assas- 
sinen-Secte der Niz&rl bezeichnen k5nnte; &hnlich Bkyth. SparethrS (YoUkommenheit?), griech. Aretha 
(awest. Ereth§), ElpiB, Eirene, deatsch Demath, Jammer, Wildermath^). Der arabische Name Sadr 
eS-8erf at bedeatet Ehrenplatz des Gesetzes, eine Art der Benennang, welche bei den Ehrennamen sehr 
h&afig ist. Man kdnnte hier aach der Eigenthttmlichkeit gedenken, dass Amtsnamen, wie hebr. Qopheret 
(der Schreiber), arab. Xallfah (der Chalif, Stellyertreter des Propheten) weiblichen Geschlechts sind. Ein 
Mann ist W&J, das Mnrmelgebet, genannt, and nicht selten bilden religiose S&tze Eigennamen, wie D&d- 



1) JUdisch Wolf steht fiir Benjamin, weil dieser im Segen Jakobs mit dem Wolf verglichen wird, Genes. 49, 27.. 

2) Bohtlingk nnd Roth, WSrterb. a. d. Worte. 

3) Jensen, Wiener Zeitschr. f. K. d. M. 6, 221. 

4) 8. den Stammbaam der Amaler in Mommseu's Jordanes S. 142. Simrock, Handbach der deatschea 
Mythologie. Bonn 1869, 569. Stark, die Eosenamen der Germanen, Wien 1868, 159. Weinhold, die deatsche Fraa 
in dem Mittelalter, Wien 1882, 97. 

5) Vilmar, Deutsches Namenbiichlein (5) Marbarg 1880, 89. 



Digitized by 



Google 



IX 

yazd; Dad-mihr; D&t-5harmazd; 'Gott, Mithra^ Oharmazd hat geschenkt'^ wie syriBch Yahbh-aloh5^); 
noch merkwtlrdiger sind: aschem yahmai ngta-nftma frawaschlm, die Frawaschi des „das reine 
(heilige Wort) jahmfii nita^ genannten Mannes; yahmai uSta ist der Beginn der Gatha Ufitawaiti y. 
42; 1; ebenso: aBchem y^Ahe rao&i-nftma frawaschlm des ^das reine (Wort) ySfihe rao€& 
(d. i. welchem die Sterne gehOren)^ genannten Mannes, nach einer Stelle des Glaubensbekenntnisses y. 13, 
5; nnd: asehem y§fihe wareza-nftma frawaschim; diese Worte y§Ahe wareza scheinen in dem 
nns bekannten Awesta nicht vorznkonuuen, Wisp. 11, 28 beginnt mit y|iihe nnd enth&It weiterhin 
werezftm^). Dieser Gebraneh erinnert an hebr&ische Namen, welche einen Satz enthalten, Texizqi- 
y&hQ, Gott ist mftchtig, MT-kha-6l, wer ist wie El, oder Mah^r-galal, XaS-baz Ranbebald, Eilebente 
(Jes, 8, 1)'); an assyrische wie Asnr-itti-Slru-riai, Assnr, Gemahl der Schim*ai, ist mein Hirte*); an 
die nestorianischen wie Qam-Ig5', Jesus ist erstanden^), femer an arabische wie Ibn Ma-Sa-allah,'Sohn 
des 'was hat Gott da gewoUt', *o Wnnder Gottes'^), aber auch an das was G. Chr. Lichtenberg^) berichtet: 
^miter Karl I yon England verfielen die Independenten, Millennarier nnd andere Sekten daranf, die Be- 
nennnngen wie Heinrich, Wilhelm nnd Ednard als heidnisch zu verwerfen, nnd selbst Apostelnamen wie 
Andreas, Thomas, Johann waren ihnen noeh zn weltlich; ihre liebsten Kamen waren Zembabel, Habaknk, 
Haggai; nach Brome's Reisebesehreibnng erschOpfte Cromwell alle Kamen des Alten Testamentes bei seiner 
Armee, nnd seine Offieiere branehten die genealogischen Kapitel der Bibel zn ihren Mnsterrollen. Einige 
dieser Lente gingen noch weiter nnd gaben ihren Eindem andachtige Sentenzen nnd Sprtlche als Yor- 
namen: Halte fest im Glanben, Gott getren, Sey standhaft, Weine nicht. Ein gewisser Barebone hiess: 
pWftre Christns nicht f&r mich gestorben, so ware ich verdammt Barebone.^ Da dieser Name aber vielen 
zn lang war, so hiess er gewOhnlich „Verdammter Barebone" (Damned B.). Viele von dies^i Schwarmem 
waren die ersten Anbaner von Nen-England, nnd sie fanden eine besondere Andacht darin, am Bach 
Kidron, im Land Gosen, in Salem nnd Ephrata zn wohnen. Diese jtldischen Kamen von Oiten sind so 
zahlreich, dass man nach Palaestina versetzt zn sein glanben mOchte, wenn man nicht anch die Namen 
Fairfield, Maidenhead, Hackinsack nnd die Str()me Brandywine nnd Sassafras ftnde.^ 

Eine dritte Gattnng bilden die ans einfachen dnrch ein Affix erweiterten Namen, die als Ab- 
knnftnamen ans Benenaangen yon Orten oder Menschen abgeleitet sind, wie jami (ans der Stadt Jam), 
RfldagI (ans Rndak)^), Phraatakes, d. i. der kleine Phraates, sowie die Patronymica, wie Do s tan, 
Ssran nnd die adjectiyischen Bildnngen wie Nami, NargisT, Znlfl. 

Bei Offentlichen Geschaften oder ftlr die Bedtlrfnisse geschichtlicher Ueberliefemng reicht der ein- 
fache Rnfname wegen seines hanfigen Yorkommens nicht ans; in dem 12000 Personen enthaltenden Register, 
welches Ferd. Wtlstenfeld znm Yaqtlt angefertigt hat, nimmt Mohammed 70 Seiten ein, im Adressbnch 
von Eopenhagen f&llt der Name Hansen 34V2 Spalten. Es werden daher Beinamen zngefligt, die theils 
Titel oder Ehrennamen, theils yon der Thatigkeit oder einer anffallenden Eigenschaft des Benannten ent- 
nommen sind, sodann aber anch Abstammnng nnd Herknnft bezeichnen. So nennt Herodot gewOhnlich 
den Yater, wie KOpo^ toO Kajupucreu) (ul6c), ebenso die Inschriften: Ganbarnwa-nama Mardnniyahya 
pnl)ra, oft anch mit dem Beinamen der Herknnft: Araxa-nama Arminiya Halditahya pnl)ra; im 
Pehlewi findet man gewOhnlich den Yater angegeben: WSrOd zi WahQnam bareh (Sohn), oder Xns- 
raw-i Eawatan, Xusran der Eawatide (Affix an ist patronymisch)^); diese letztere Art ist in den Parsen- 
bachem die tlbliche, Die Beifbgnng des Namens des Ahnherm einer Familie oder Dynastic findet sich 



1) N51deke, Persische Stndien 18. 

2) Handbuch der Zendsprache 377, § 396. 

3) Wellhausen, Israellt.n.jiid.Ge8chichte. 1894.164. A.Kuenen, Yolksreligion u. Weltreligion. Berlin 1883, 68. 

4) Hngo Winekler, Eeilinschriftl. Bibliothek yon £. Schrader 1, 133. 

5) Sebeos 123, 20. Assemani Bibl. orient. 2, 414. Bndge, the book of the bee, Pref. m. Note. 

6) Ein Astronom bei Yaqtit 4, 545, 6; ahnlich Jasomirgott, Beiname Heinrichs yon Oesterreich (f 1177), 
yon der ihm gelanfigen Bethenemng. 

7) Vermischte Schriften, IV. G6tt. 1802, 418. 

8) Diese Art yon Namen, welche ans Ortsnamen gebildet sind, werden in der Sammlnng nicht anfgeftlhrt, 
sie finden sich aber oft gelegentlich genannt. 

9) Patronymische Affixe sind altpers. iya, awest. ia, np. I (identisch mit dem Adjectiy-Affix), nnd awest. 
ana, np. an, altpers. nnr in einigen yon den Qriechen iiberlieferten Namen. 

Josti, Ferd., Iranischei Nameubocb. |) 



Digitized by 



Google 



bereits im Altpersischen; so nennen sich die Eduige Hax&maniSiya oder AcbaemenideD; der Name 
Mibran ist ganz wie ein Familienname gebrancht and stebt daber oft far den Rufhamen; ftbnlicb wie bei 
den Armeniern Artsrtlni oder Eamsarakan; der Name des partbiscben Abnberm Arsakes ist dagegen 
znm Titel geworden^ indem anf den Manzen bis auf sp&tere Zeit immer nnr Arsakes mit den sonstigen 
Titebi stebt. Bei den P&rsi ist die Namengebnng folgende: bei der Gebnrt wird der Eigenname beige- 
legt; and in Sebriftstacken folgt der Name des Vaters (bei einem angenommenen oder einem Einde^ das 
einem kinderlos Verstorbenen naebtraglicb dureb Adoption gegeben werden muss, der des Adoptiv- Vaters), 
zaweilen aacb der Familiennamei and aucb dieser kann noeb einen Beinamen baben; die Herkanft yon 
einem Orte wird am Ende bisweilen zagefllgt, die Wiirde des Doctors stebt voran, die des Dasttlr's meist 
binter dem Vomamen, des Baronets binter dem Vatemamen, z. B. D Ada b bay (Sobn des) NaorOzI (aos 
der Familie) Dodi; Dftktar (Doctor) DOsabbaj B€zanjl Ealaglrawalft; Jamftspji DastOr MinO- 
Seberji Jam&sp Asfinft; Ser Jamg^dji Jijibbay Baronet (nacb engliscbem Yorbild); Posabbay 
Dbanjibbay Dingaba Surati (aos der Stadt Sarat); die Sylbe ji bezeicbnet in Indien einen bomo 
literatas. Dem Namen eines Madcbens folgt der Vatername, dem einer Fran der Name des Gatten, den 
sie aacb bebalt, wenn sie zam zweiten Male verbeiratbet ist ^). Ebenso folgt bei den Rassen aaf den Ruf- 
namen (imja) die patronymiscbe Benennung (otfiestwo) and der Familienname (prozwiSCe). Die Nea- 
perser kennen keine Familiennamen, sondem nar Yomamen persiscben, arabiscben and tUrkiscben Ursprangs 
(da die Scbabe scbon seit Jabrbanderten Tttrken sind); zar Deatlicbkeit ftlgt man ein vom Gebartsort 
gebildetes Adjectiv bei: *AlI IspabanI, wie Hoffmann von Fallersleben oder Scbulze-Delitzscb; 
oder man setzt den Stammnamen binzu: Mahmfid Qara-qazlu, oder Beinamen wie Eetscb-damagh 
(Scbiefnase), Qatir (Maultbier), Bengi teriaki (Hascbiscb oder Opiumesser)*). In der Literatur, besonders 
der wissenscbaftlicben, wo es aaf genaae Bezeicbnang der Person ankommt, gebraucbt man das arabiscbe 
Namensystem, von welcbem im Namenbacb zablreicbe Beispiele vorkommen; es ist complicirt, aber sebr 
deatlicb. Gewdbnlicb wird eine Person mit alien ibren Namen eingefttbrt, im Verlaaf aber nar mit dem- 
jenigen Namen genannt, der in der Gescbicbte an ibr baftet and der bald ein Vomame, bald ein Rafname, 
oder aacb die Benennung des Berufs (z. B. R5gbangar, Oelmacber) und der Abkunft (z. B. Avicenna, 
Ibn Sma) und Herkunft (z. B. Istaxrl) sein kann. Scbriftsteller fttbren nocb einen Scbriftsteller- oder 
Dicbternamen, Taxallus, meist Pbantasienamen und sUsslicbe Pradikate im Gescbmack der pbrasenbaften 
Poeterei. Dieses System der arabiscben Namengebung ist von Jos. Hammer, die Namen der Araber, 
Wien 1852, und von Garcin de Tassy, M^moire sur les noms propres et les titres muselmans, Paris 1878, 
dargelegt und ist in Eflrze folgendermassen bescbaffen: Die voUstandige Namenreibe bestebt 1) aus dem 
Xitab oder Laqab (Beinamen), Tnwan (Titel) und 'Alamab (Ebrennamen), wie 'Adud ed-daulet (Arm 
des Reicbes); es folgt 2) die Eunyab, der Mitname ftlr die Vaterscbaft: Abti Soja' (Vater des Soja*, des 
starken), sodann 3) das 'Alam oder der eigentlicbe Name, der einfacb oder doppelt sein kann, Fana- 
Xusrau; femer 4) der Abstammungsname, arab. mit bin (Sobn des), persiscb mit i der Yerbindung 
(Genetiv), bin Rokn ed-daulet (Sobn des ^Reicbspfeilers^); sodann 5) ein Beiname von einer Eigenscbaft, 
wie ^der lange, blinde^ (Laqab), oder die Nisbeb, das Herkunftswort: ad-dailemi (der aus Dailem), 
endlicb 6) die Bezeicbnung der Wfirde oder des Berufes, as-sultan. Diese Namen fabrt ein buyidiscber 
Sultan von Iraq und Amir al-umara, der 949 — 982 regierte und in den Gescbicbtswerken und bei den 
ibn verberrlicbenden Dicbtem, wie dem Araber MutanabbI, unter dem ersten seiner Namen (Xitab) auf- 
tritt; in einer Inscbrift zu Persepolis gebt dem Xitab der Ftlrstentitel und die Eunyab voraus: al-Amir 
Abfl-Soja* 'Adud ed-daulet; in einer andem beisst er: *Adad ed-daulet Fana-xusrau'). 

Herodot 1, 139 sagt, die persiscben Eigennamen entspracben in ibrer Bedeutung den Personen 
und der Pracbtliebe, und sie endigten alle auf s. Die letztere Bebauptung trifft nur auf die griecbiscbe 
Ausspracbe der persiscben Namen zu, die nacb griecbiscber Flexionsweise im Nominativ mit s verseben 
werden; batte Herodot wie seine Landsleute Tbemistokles, Alkibiades und Peukestes die persiscbe Spracbe 



1) Dadabhay Naoroji, The manners and customs of the Parsees. London 1862, 18. 

2) Polak, Persien I, 198. 

3) Silvestre de Sacy, M^moire sur diverses antiquit^s de la Perse 137. 138. PI. II. Ill, A. Journal des Savans 
vom 30. Pluvidse an 5, no. 4. 



Digitized by 



Google 



XI 

Teretanden^ so hfittc er sagen miissen; dass nnr eine geringe Anzahl von Eigennainen^ namlich die auf i 
mid n ansgehendeD; im Nominativ auf S endigen^). Mit den vorangehenden Worten hat indessen Herodot 
das riehtige und zngleich etwas ftlr die Perser rllbmliches gesagt, denn er meint, dasB die Namen den 
kOrperlichen VorzQgen (die Herodot selbst 9, 62. 96 nnd sonst^ wie anch Xenophon Anab. 3, 2; 25, and 
noch spat Ammianus Marcellinus 24, 4, 27 hervorbeben) und der Entfaltung edler Pracht im Auftreten 
(^€T€tXoiTp€iT€tii wird stets in rtthmlichem Sinne verwendet) entsprHchen, dass sie gleichsam im Klang diese 
yortheilhaften Eigenschaften wiederg^ben. Dieses ist yOlIig zutreffend, denn an Wohlklang, an mannig- 
faltigen dureh die Zusammensetzung der W(5rter erweckten Vorsteilungen und reicher Entfaltung aus nicht 
sehr zahlreiehen Grundbestandtheilen gleicht die persisehe Namengebung der altgermanisehen, welche Fick 
mit einem Praehtgewand vergleieht; ein Blick auf unsere persischen Stammb&ume S. 390 ff. und anderer- 
seits in Fdrstemanns altdeutsches Namenbuch wird dies bestfttigen. Wie wenig prftehtig aber viele Namen 
sein k5nnen trotz der ^etaXoirpeTTeiii der Vergangenheit, zeigt die Nomenclatur in niedern Stftnden bei uns 
Deutschen ; wfthrend doch im Mittelalter nacb Ausweis von Urkunden auch Landleute, Enechte und Mftgde 
noeh nieht Hannes und Lisbeth, sondern Siegfried, Iring, Brunhild, Hadumod hiessen, so ent* 
hftlt das jetzige deutsche Namenlexicon zahlreiehe Namen, die theilweise ursprUnglieh Schimpfhamen waren, 
theilweise aber einen ordin^ren oder unabsichtlieh komischen Eindruck maehen. 

Nach dem allgemein geltenden Gesetz der Zusammensetzung erscheint das vordere Wort der zu- 
sammengesetzten Namen im Thema, welches bisweilen, ebenso wie das des zweiten Wortes eine Aenderung 
erleidet, wie altpers. XfiayarSd, accus. XgayftrSftm, von dem ursprttnglichen Stamm argan; awest 
SyftwarSan ftlr Sy&w&rian, vielleieht aus syawa-rSan, sodass argan auf der Tiefstufe stttnde; viel- 
leicht aber fttr Sy&w'-arSan, wie in PouruS'-aspa oder wie in griech. *'l7nr*-apxo^; in By-argan ist 
der Stamm unverftndert, im Genetiv By-ar6§anO sogar verlftngert (wie in Wyftreza?), vielleieht in 
Folge der Betonung, die auch im Neupersischen vielfach lange Voeale erzeugt; zweifelhaft ist arSni im 
Namen AreJabarSni, vielleieht patronymisch (s. Hardargn und das Verzeichniss der Aflfixe). Gedehnt 
ist das a in der Fuge in A{)iya-baugna, Arya-rftmna, Baga-bigna, wie in awest. hai{)ya-warSta. 
Der Endvokal a in Ariyaramna ist sogenannter SamSsanta und ftlhrt den neutralen Stamm raman in 
die mannliche Flexion. Andrer Art ist die Verktlrzung des zweiten Stammes in Mitrate aus M it bra- 
data und einigen andem Namen mit data, die freilich nur im Bueh Esther flberliefert werden. Dieselbe 
Erscheinung findet sich im Sanskrit bei dem Participium derselben Wurzel da (geben), welches datta 
heisst und zu tta contrahirt wird, z. B. devatta (von Gott gegeben) im Rigveda, und andere vom 
Scholiasten zu Panini 6, 3, 124. 7, 4, 47. 8, 4, 65 angefllhrte Participia; tta, aus d-td, ist sogar die 
ursprdngliche Form, die sich nur halt en konnte, wo ein Praefix vorangeht; ohne Praefix wflrde man di-td 
(aus d6-t4, 6o-t60 wie hi-t4 (von dha) erwarten, aber diese Form ist durch die Bildung aus der redu- 
plicirten Wurzel dat-t4 (aus dad-ta) verdrangt worden. Durch die Ablegung der Flexion hat das vordere 
Wort seine innige Verbindung mit dem zweiten vollzogen; es gibt nur wenig Namen, in denen das vordere 
Wort eine Casusform hat, sodass sie als Zusammenrtickungen oder ursprtlnglich construirte Namen anzu- 
schen sind; so sieht man einen Nominativ in Haxamanig (skr. sakha, awest. haxa)*), was durch 
*Axai^^vn^ bestatigt zu werden scheint; femer den Locativ in Dtlrae-kaeta, Masi-stres (?), USta- 
zafita, Wahmae-data; altpers. Cit)ram-taxnia (der Nasal m ist nicht geschrieben, ist aber nach dem 
susischen Cissantakma und griech. TpiTavraixMil^ iiiit dem a als Nasalirung zu sprechen) zeigt nach 
W. Schulze (Kuhns Zeitschr. 33, 216) vom ein Adjectiv im nominat. neutr., mit dem Neutrum taxman 
eonstruirt; obwohl der Name mannlich ist, blieb dennoch jener neutrale Casus bestehen; eine andere Er- 
klarung ist im Namenbuch u. d. W. gegeben. Aus der altpers. Genetivbildung xSayal)iyanam xSaya- 
tiya (in den Inschriften umgekehrt gestellt) ist np. Sahan-Sah zu einem Compositum geworden. Aehn- 
liche Genetiwerbindungen bilden die Namen Hftmbaretar waifihwAm und Staotar wahiStahe asch- 
yehe. Im Pehlewi und Neupersischen wird die Genetiv- und Adjectivverbindung mit dem zwischen das 
vorangehende regierende und das abhangige oder attributive Wort eingefUgten Relativstamm bewirkt, 



1) 8. die ausfuhrliche Widerlegnng bei Pott, Z. d. DMG. 13, 359. 

2) Job. Schmidt, Kuhn's Zeitschr. 27, 373. Spiegel, Vergl. Gramm. 224. Bartholomae, Grundriss der iran. 
Philol. 150, D. 



Digitized by 



Google 



XII 

einein i (bente wie trttbes e gesprochen); das auf awest. ya, altp. tya (deutsch der) zurttckgeht; nacb 
gewissen WOrtera wird dieses i unterdrackt; und es entstehen Composita mit umgekehrlen Gliedem oder 
Verbindnngen wie arab. bir be led (Brnnnen eines Dorfes), gOz bindl (indische^ Cocosnuss) ^}. So ge- 
bildete Namen sind folgende: a) Genetiyyerbindnngeii: Dasta-gul, Farnbag (wahrscheinlich ftlr )^arenO 
bagahe)^ J&n-Jihan^ Gal-bebigt, Xftn-perl, X&n-zam&n^ Xftn-x&i^&ii (^in Titel; halb persisch^ 
balb arabisch, mit dem ttirk. Worte x^t^j sprachgem&sser w&re Xan&n-x&n, wie Sabftn-Sfth gewesen); 
Mardffn-daulet, Mas-mogb&n (die Plaralendung zeigt, dass das Compositum nur ans zwei syntaktisch 
yerbnndenen WOrtern entstanden ist; zudem ist es halb arabisch; persisch (pehlewi) wttrde Mas-i mughftn 
sein), Mnzd-mitD; Parast-fttflr^ Sftb-adar, §ah-armen^ §ah-Jihan (wie die Appellativa 
nttr-Jiban^ Xfl'^-Jibftn), Sab-zamftn^ Sara-gosios, Sar-Jibftn, Sar-nafttrftii; Sar-naxora- 
g&Hy §6r-kOhy Windad-Hormizd und ^hnliche, vielleicht anch Nigfts-afzatdftk. Das verbindende i 
ist erhalten in Abar-i humaytln, Ktln-i xar, Mfth-i mulk, Nar-iyazdftn. b) attribntiye Verbin- 
duDgen: Adar-burzlii; Gesfl-dirftz (Bahuvrlhi-Compos.), Oihr-burzln, Panftb-barzln^ Bftd-burzln 
Ram-burzia (Rama x^ftstra der erhabne; vielleicht: Rftma ist erhaben); §fth-barzln; §&h-kabfid 
(Bahuyrlhi); Sarw-ftzad; Mahraspand ist ans zwei ursprttnglich selbstHndigen Wdrtern zusammengertickt; 
und ebenso, doch mit dem Attribut voran: Ispandarm^d, Taxmarath, Behftfrld; die letztern sind 
echte EannadharayaS; doch im Awesta noch getrennt mit beiderseitiger Flexion. Anders zu beurtheilen 
sind einige zusammengerdckte Verbindnngen, deren erstes Wort eine Art Titel bildet, wie Duxt-nOS, was 
weniger „die sllsse Tochter" (ftr dnxt-i nOS), als vielmehr „da8 M&dchen NOsch" bedeuten mag, ahnlich 
wie Eay-andS „der Kai (Prinz) AnQS" (umgekehrt: AntiS— tigin), §ah-flrQz, auch Mah-farwardin 
(der Monat F.); AnftS-wram aber ist AntiS (Toehter) des Wram. Beide Glieder des Compositum kOnnen 
umgestellt werden: A&ar-nOS (das Feuer N.) und NoS-abar (das unsterbliehe Feuer); Azad-sarw (Edel- 
cypresse) und Sarw-azad (edel wie eine Cypresse); diess erinnert an die bei Panini 2, 2, 37. 38 erwahnten 
Earmadharayas wie gO-kuA^ara, Euh die ein Elephant, ein grosses Thier ist, ein Elephant von Euh, 
Eu6^ara-g5 wttrde einen weiblichen Elephanten, Elephantenkuh bezeichnen. Das i der Idafet ist er- 
halten in Windat-i petak ^offenbare Erbaltung, Erlangnng^, als Name eines Enaben wohl in dem Sinne, 
dass Gott durch dessen Geburt ein sichtbares Zeichen seiner Gtite gegeben babe. An diese attributiven 
Verbindnngen kOnnte man eine Reihe von Namen anschliessen, die aus zwei Namen zusammengesetzt sind, 
wie Xosro-perozes, der siegreiche Ghosro; richtiger scheint indessen die Auffassung als Dvandva, in 
der Art wie bei uns mehrere Vomamen dem Familiennamen vorgesetzt werden (Hinzpeter, Marianne), wie 
aus den folgenden aus mehreren theils gOttlichen theils menschlichen Namen gebildeten Zusammensetzungen 
hervorgeht: ArtaxSatr-Nadax^ MiJ)r-Apan, Mihr-ArtaSer und HOrinizd-ArtaSer (viell. der den 
Mithra, Ormazd verehrende A.), Ear-ArdaSer, Mitr-AtaSfarnbag, Mitn-AtflnbOz, Bap-Atfln-mitn- 
bot-bag, Mah-Abar, Oharmazd-Attlr, Warahran-Atflr, Min56ir-Yazd, Mihr-Yazd (viell. der den 
Mithra verehrende Yazd), Atur-Mah, XUr-Mah und andere mit Mah, Mihr-PerOz, Mitn-Waraz (der 
den Mithra verehrende P6r5z, Waraz, gleichsam P., W. des Mithra), Sapttr-Waraz, P$r5z-Wram, 
WSnasp-Wram, Waraz-BakUr, Waraz-Gnel, Waraz-Grigor und andere mit Waraz, vielleicht zu 
deuten als Grigor Sohn des Waraz, wie deutsch Fritzhans. c) andere syntaktische Verbindnngen und 
kleine Satze, die zu componirten Namen geworden sind: Dest-ber-hem d. i. Hande zusammen, die 
Hande faltend (awest. ustana-zasta); imperativische Satzchen (wie deutsch Suchenwirt, franz. porte- 
voix, skr. ^ahi-stamba*): Bar-faryad, Raw-faryad, ahnlich Bi-nkar, Hamurz (?); diese Bil- 
dungen sind nahe verwandt mit den Tatpuruschas awest. Isad-wastra, Urwatad-nara, Skarayad- 
ra{)a, Darayad-ra^a, altpers. Daraya-wahu, skr. Bhar4d-va^a, Tras4-dasyu fttr Tras&d-dasyu, 
die mit ihrer umgekehrten Stellung der Gompositionsglieder auf ursprttnglich syntaktische Verbindung 
hindeuten^), wie arab. el-Mo'tasim bi-'llah, Zuflucht nehmend zu Gott. Ein Praeteritum zeigt BiSkast. 
Satzchen mit Praesensform: Yazd-bOzed, mit Praeteritalform: Beh-amab, Durust-amab, Zttd-amad, 
und mit voranstehender Verbalform: Dat-Oharmazd, Dat-yazd, wahrscheinlich dem syrischen und 



1) Vullers, Gramm. ling. pers. 167. 

2) Gana mayuravyamsaka, aber keine Eigennamen. 

3) Ygl. Brugmann, Vergl. Grammatik IT, 1, 50. 



Digitized by 



Google 



XIII 

^irabischen Yahb-al5h5, 'Atft'allah nachgebildet. Die Namen mit buxt wie Yazdanbuxt Bcheinen 
nicht zu bedeuten: Gott hat (die Izeds haben) erK^st^ sondern: von Oott eriOst; bildet baxt den ersten 
Theil des Namens^ wie Buxt-YeStl*, so ist der Name aof syrische Art gebildet. Ohne Verbalform ist 
jTOsammengertlekt Wah-YeStl' wohl: '^t ist Jesus', wie hebr. Tobi-yah. 

Die etymologisehe Deutung der Namen ist diesen beigefQgt, wenn sie als sicher oder doch h5chst 
wahrscheinlich betraehtet werden konnte; vermnthete Erklamngen sind hie nnd da in dem Verzeiehnisse 
der W5rter angef tthrt, welche den zweiten Theil der znsammengesetzten Namen bilden (S. 483) ; zahl- 
reiehe Vermuthongen lassen sieh bei dem Reichthnm an Wnrzebi ohne grosse Mdhe aufstellen; sie sind 
Jedoeh zortlckgehalten worden, so weit sie sieh nicht anf Anaiogien mit sichem ErklUmngen, sondern 
nor anf lantliche Znsammenstellangen grUnden. 

Aosser den mediscben; alt-, mittel- und nenpersisehen Namen sind auch armenisehe in die 
4Sammlung anfgenommen, soweit sie arsakidischen Ursprungs sind; nicht nur die arsakidische Dynastie, 
sondern anch adliche Familien Armeniens sind iranischer Abkunft, nnd auch die einheimischen Geschlechter 
nehmen dem Herrscherhanse zn gef alien iranische Namen an; von manchen Namen ist schwer zn ent- 
«cheiden, welcher von beiden verwandten Sprachen sie angehOren, ein armenisches Lautverh&ltniss ver- 
btlrgt nicht immer armenisehe Herkunft, deun z. B. der Name Hrahat, wo ein solches vorliegt; muss 
4eunoch als der persische Name F rah at angesehen werden; dagegen ist D^strik (TOchterchen) eiu 
itrmenischer Name, weil die arsakidische (iranische) Form Dxtik (von pers. duxt/armen. dnstr) lantet. 
Wiedemm Tiran dttrfte iranisch seiu, weil die armenisehe Form Tran sein wtirde, obwohl sieh denken 
liesse, dass die Sprache den Gottesnamen Tir kenntlich erhalten wollte ^). Anch die Dynastien der Ge- 
orgier nnd Albanier sind arsakidisch und ftihren iranische Namen, wie die kappadokischen und pon- 
tischen Fttrsten, selbst der Karer (?) Camisares tr&gt denselben Namen wie die armenisch-arsakidische 
Familie Eamsar. Auch die Namenforschung best&tigt somit die Thatsache, dass die Perser sieh nicht 
^amit begnflgt haben, die VOlker zu tlberwtitigen und ihnen Steuem abzupressen, sondern dass sie selbst 
in jenen entlegnen L&ndem eine kraftvoUe Herrschaft und Verwaltung persischer Ftlrsten eingerichtet, 
auch ihre Lichtreligion verbreitet haben. Auch einige massagetische (von Lenten aus Mazk'uth, 
Faustus Byzant. 3,5(10,30)), lazische (unter ihnen z. B. der echt iranische Pacor us) und skythische 
Namen sind aus den Inschriften und Schriftstellem aufgenommen; zu diesen skythischen gehOrt auch der 
Name Astyages, da sein TrUger nicht ein Meder, sondern ein skythischer Usurpator gewesen ist Merk- 
wtirdig ist, dass einige Lauterscheinungen an skythischen (bosporanischen) Namen auf die iranische Sprache 
der Oseten f&hren, wie die Namen mit ir als vorderm Wort, sowie der Name Leimanos, Phurtas 
u. aa.; semitisch (syrisch) scheinen die Namen Ado^s, Sohn des Mathanos^) zu sein; das anlautende p 
ist noch nicht durchg&ngig ph, f geworden, wie im Osetischen, der Lautdbergang scheint sieh eben zu 
vollziehn (2. 3. Jahrh. n. Ghr.); tiber diese Beziehungen der bosporanischen Namen zum Osetischen scheint 
-eine Schrift von Wsewolod Miller im Journal des Minist. fttr Volksaufklftrung 1866 zu handeln, welche 
•dem Yerf. nicht zug&nglich gewesen ist; soUten seine Erklftrungen der skythischen Namen mit denen des 
mssischen Gelehrten tlbereinstimmen, so wUrde ihre Richtigkeit eine erfreuliche Best&tigung finden. Die 
Namen des Buches Esther (im 3. Jahrh. verfasst), die wie NOldeke') bemerkt, zum Theil verd&chtig und 
vielleicht vom Verfasser nach Aehnlichkeiten verfertigt sind, fanden s&mtlich Aufhahme; der Name des 
H&man, den man fttr persisch halten soUte, ist, wie Oppert bemerkt und Jensen des n&hem ausgeftthrt 
hat, der des altsusischen Gottes Umman, dessen Mythe dem Buch Esther (d. i. IStar) zu Grund liegt. 

Viele Namen aus dem weitem Umfang des persischen Reiches sind etymologisch nicht sicher zu 
erklftren, haben aber bisweilen iranischen Habitus, und weil man eher zu viel als zu wenig bieten wollte, 
sind auch sie aufgenommen. Einen Namen wie Abdus (so heisst ein Farther i. J. 36 n. Ghr.) wird man 
auf den ersten Blick fttr syr. 'Abdft (Knecht, nemlich Gottes) halten; dieser ist bereits im 2. Jahrh. in 
Edessa belegt^), und das frdhe Vorkommen im femen Parthien kOnnte man daraus erklftren, dass Abdus 



1) HierUber, sowie Uber die altarmenischen Namen s. Hubschmann in dem Festgruss an B. Both, Stuttgart 1893. 

2) Latyschew I, 89, no. 52. 

d) Alttestamentliche Literatur 85. 

4) Levy, Zeitschr. der DMG. 14, 382. Welihausen, Beste arabischen Heidenthmns 4. 



Digitized by 



Google 



XIV 

der Sohn einer Bjrischen Mntter gewesen w&re. Doch gibt es ein awestisches Wort abda tief, eigent- 
lich fusslos, im Pehlewl and Nenpers. afd wunderbar; und anch die Namen Abdissares und Abda- 
gaeses rietben, Abdus als muthmasslich parthischen Namen aufznnebmen. Andre Namen, die man nor 
mit grOssrer oder geringerer Wahrscheinlichkeit als iraniseb betracbten kOnnte, sind Ababos, Amerdach, 
ApodakoS; Artiboles, Arimmas, Artoyt, ASot, At*ik, Bachas, Gallos, Hethum, EallJ&r, Eortak, 
Crangasins, Maisades, MlleS; Narqia, Nysa (AnOsch), Sanjar, Zenbll; ZOray, Zovith. 

In seltnen Fallen setzen griechische Schriftsteller fthnliche griechische Namen ftlr die orientalisehen 
z. B. Hyperanthes fdr Hubarafit, Pankratios fUr Bagarat (nenere Ausspracbe Pakarad), Giorgi 
(georgische Form) oder Gorgonios (in Byrischer Anssprache GOrgOnis) flir GurgSn, Blasios oder 
Enlogios (ehristlich) far WalgaS oder Bala§, Valerins ftir Walarg (daher Valeroktiste ftlr 
WalarSapat), Aristakes (graecisirende Form bei den armen. Geschiehtscbreibem, auch ArOstakes) 
ftlrRestakes; so findet man anch Melchisedek ftlr armen. Malxaz and arab. Hamzah ftlr 
Hamazasp, J a' far fQr ^ftptlr; bekannt ist, dass die Jaden bereits im Altertham neben ibrem he- 
brUischen einen Namen fElhrten aas der Sprache desLandes, wo sie ihre Gesch&fte machten, Moriz and 
Moses, Jason und Jesas^). 

Was die Umscbrift der morgenltodischen Sebriftzeichen betrifft, so schliesst sieh die des soge- 
nannten Zendalphabets der jetzt tiblieben an; der Spirant, welehen Bamouf dnreb w ausdrttekte, ist in 
Wirkliebkeit der Laat, den die altsHchsischen and angelBftchsiscben Handsehriften mit darchstrichnem b^ 
wiedergeben; er ist daher passender durch das deatsche v (nengriech. p) auszadrtlcken, w&hrend w ftlr 
den Halbvocal bestimmt ist, den man lingaistiscb sehr geeignet dareb a wiedergibt; da von den zwei 
Zeiehen ftlr w das eine nar anlaatend, das andere nnr inlaatend steht, so warden ohne Gefahr des Miss 
verst&ndnisses beide dnreb w omgesehrieben; ebenso verhftlt es sieh mit y; da ein Unterschied von w 
and a, y and i im Anlaat von den einheimischen Alphabeten selbst nieht gemaeht wird, ist aaeh bier 
yon ihm abgesebn. Die Umlaate sind ftlr die alphabetisehe Folge nieht bertleksiehtigt, aarwaf&t findet 
sieh daher an der Stelle von arwaftt, aivi anter abi (api); doch ist airyak, airyawa bei ai 
eingerttckt, weil die neuem Formen I (aus. ai) zeigen; awest. ae (altpers. a i) ist bei a i aafgeftlhrt. Der 
awest. Laat, weleher skr. s y entspricht, ist dnreb x^ wiedergegeben. In Pehlewinamen ist die sogenannte 
scriptio plena dureh LUngezeichen tlber den Voealen angedeatet, aber dabei bemerkt, dass diese Yoeale 
karz sind, z. B. atttn fQr ft bar, dttxt fdr daxt, bttx^ ftlr baxt; das a (w) dieser Sehreibang hat 
bereits (wie syrisch in FremdwOrtem, and wie ttlrkiseh allgemein) den Werth des Vocalzeichens, nieht 
der mater leetionis. Im Anlaut wird a and ft dareh fit, i and I darch \t, a and a dareb ifit aasgedrtlekt, 
d. h. es geht dem Voeal (der, wenn er a ist, nieht angedeatet wird), der Consonant Aleph, das conso- 
nantische Einsatzgerftuseh, yoraas, es mass also pehl. V9mn\t nieht Aarwax^, sondem UrwaxS gelesen 
werden, weil der Name awestiseh mit a anlaatet; dagegen ist nT733n\t Ohanmazd (Oharmazd) zu lesen,. 
weil 5 aas dem a and a von Aharamazdfth zasammengezogen ist, wfthrend h naehklingt; so ist anch 
7fien''fit nar die Sehreibang fttr Irftn, and es ist zweifelhaft, wie lange Erftn im Pehlewi bestanden hat 
(armen. Eran). Das t ist stets t transscribirt, wenn aaeh die Aasspraehe in spfttrer Zeit anter Umstftnden 
d oder % geworden war, z. B. Sfttftn fflr §ft!)ftn; die Transseription soil nieht die genaae Aasspraehe, 
die wir ja nieht immer bestimmen kOnnen, sondem lediglieh die Zeiehen transseribiren; meist ist Uberdies 
die wirUiehe Aasspraehe hinter der Transseription bemerkt; ebenso ist 6 beibehalten, selbst wo J oder z 
gesproehen sein k5nnte, z. B. ftSftt (np. ftzftd), am so mehr als ftlr J wie fllrz Zeiehen yorhanden sind; 
endlieh ist stets n gesehrieben, aaeh wo diess mathmasslieh fQr r steht, wie in dem sehon angefdhrten 
ft t tin. In der Schrift der Mtlnzen and Siegelsteine wird der eonsonantisehe Absehlass der Worter dareb 
einen kleinen naeh anten offnen Halbkreis (yersehieden yon dem naeh links offhen Haken ftlr i), in der 
Baehsehrift dareh einen senkrechten Strieh bezeiehnet; dieses Zeiehen gleicht in gewisser Hinsieht dem 
indisehen Virftma, and ist in der Transseription naeh Vorgang der gelehrten Parsen-DestQrs dareh 6 
wiedergegeben worden. 

Das armenische Alphabet ist folgendermassen amgeschrieben : abgdez^et'^ilxtskhdzlS 
mynSo^pjrswtrtsy pXph) k* 5 f ; das Zeiehen 6 findet sieh in 2 i r h fllr pers. 6 i h r, ungenaa 



1) Wellhausen, Israelit. u. jiid. Geschichte 201. 



Digitized by 



Google 



XV 

«teht es fiir J in Cafar, ar. J a' far; 1, das fttr griech. 1 in Levond (auch Levon Aeujv), Pdlos TTaOXoc 
siehty hat in Wirklichkeit die gattarale Aussprache gh, steht daher fQr g in LalatMa (die Stadt Qa- 
lata), f&r gh in Bdla, tUrk. BOgha (bOta), fiir x i^ Alsarf an, pers. Axsatftn; ftlr q in Lara- 
tolan^ tUrk. Qarfttoghftn^ Ltllixan fUr Qulix^n; so wird anch das x ft^r fremdes 1 verwendet, 
z. B. Tp*xis> Tiflis; das u wird armenisch wie griechisch darch ov bezeiehnet, kann aber wie a und i 
knrz und lang sein; es ist stets durch a nmgescbrieben, doch ist meist bemerkt, ob es knrz oder lang 
ist. Das georgische Alphabet ist nmsehrieben: abgdewz$fiklmnIop2rstutip'k'ghq§6 
tsdzts'fi'xxjhhofe. 

Beim Anfsachen der Namen gelten Doppelconsonanten als einfache, anch inlautende aspirirte 
Laute sind von den nicht-aspirirten nicht getrennt, weil bei den in fremden Sprachen Uberlieferten Namen 
dieser Unterschied oft verwischt ist, jedoch ist ph von p getrennt und bei f zu suchen, weil bereits im 
Altpersischen sich nur f findet; WOrter die mit x, kh, sowie mit (l>, th) beginnen, sind von den mit k^ 
i aniantenden gesondert aufgefQhrt; J steht bei g, y folgt nach i, griech. v ist als u zu betrachten. Selten , 
erscheint derselbe Wortstamm an verschiedenen Stellen, wie Mit)ra und Mihr, oder a&ar, ftbur, 
iltare, atflU; atfir, wobei jedoch die nOthigen Hinweise den Ueberblick nicht yerlieren lassen. 

Da in der moslimischen (arabischen) Schrift keine eigentlichen Vocalbuchstaben vorhanden sind, 
so ist es schwierig, immer die genaue gleichzeitige Aussprache der Namen zu ermitteln; in den Ilteren 
Zeiten des neupersischen sprach man dast (Hand), heute sagt man dest, das ftltere koh (Berg), g^r 
<LQwe) lautet jetzt ktih, Sir; letzteres fallt daher mit gir (Milch) zusammen. Der Zeitpunkt dieser 
Yer&nderungen ist schwer zu bestimmen, um so mehr als vor Dentalen, besonders n, das und € frQher 
-als sonst zu 11 und I geworden ist; in manchen Gegenden, sowie in Indien besteht noch der alte Unter- 
schied. Im Namenbuch ist meist die Ultere Aussprache wiedergegeben, Namen aus neueren Zeiten sind 
in der jetzigen angefUhrt. B^ o^ geben die WOrterbtlcher die doppelte Aussprache J a h a n und J i h a n 
4tn; heute spricht man das i, welches aber einen trtiben Klang hat, ehva Jyhan, in Indien Jahan 
oder J e h a n ; im Namenbuch ist J i h a n durchgefahrt, weil diese Aussprache die Etymologic ftlr sich hat, 
denn Jihan ist eine arabisirende Aussprache von pers. glhan, alter gehan, awest. gael)anam^). 
Aehnlich yerhalt es sich mit J u w a n (J angling), was heute Jawan, Jewan (im Farhang-i Su'tirl J u w a n), 
^wohl in der Schriftsprache wie in den Mundarten') lautet, dessen geschichtlicher Vocal aber u ist, wie 
kurd. Juaifi, J5an, afghan. dzwan, yidghah Joowan, femer parsi Ju(w)an, awest. yuwanem 
(geschrieben ywanem, al. yawanem), yUnd (genet, aus yuwn5)'), sowie auch die Wiedergabe der 
mit Ju wan beginnenden Namen im Armenischen zeigen. Der Name Husrawaifih wird heute Xusrou 
gesprochen, daher ist im Namenbuch Xusrau geschrieben (on ist nur eine verdunkelte Ausspraclie yon 
iiu), wo das awest. w naturgemass zu u geworden ist; die Tttrken sprechen Xosrew, das o fQr pers. 
u ist auch arabisch, und das pers. u hat einen Laut zwischeu o und u (wie das gotische) ; zur Sasaniden- 
zeit schrieben die Griechen Xoapui und Xo(Tp6ii^, die Armenier Xosrow (ow steht fOr 0). 

Das schlimmste was die yocallose Schreibung in der arabischen Schrift bewirkt hat, sind die weit- 
gehenden Verderbnisse der Namen^ besonders in den genealogischen Reihen, in denen eine Menge den 
Schreibem nicht gelaufige Namen aufgeftihrt wird; mit der Abwesenheit der Vocale yerbindet sich meist 
noch das Fehlen der diakritischen Pnnkte der Gonsonanten, so dass hier der Unsicherheit und Vermuthung 
^in weiter Spielraum gelassen ist. Manche Namen kann die Nebeneinanderstellung der moslimischen 
Schreibweise mit der altpersischen aufhellen, in yielen Fallen yersagt dieses Mittel und man yermag nur 
za Wahrscheinlichkeiten zu gelangen. Wie stark solche Verderbnisse sein kOnnen, zeigen z. B. die Namen 
<ler yier Stande bei Firdusi, deren awestische Bezeichnungen bekannt sind ^) : 



1) Darmesteter, ifetudes Iran. I, 6(5, Note. Horn, Grundriss 212. 

2) Medisch, mazenderan. Jewun, Zhukowski, Material, zur Erlernung der Volksmund. 100. Dorn u. Mirsa 
Muh. Schafy, Beitr. z. Kenntniss d. Iran. Sprachen I, 9, 3 ff. 

3) In der Pehl.-Uebers. durch guSan (junger Mann, eigentl. Mannchen, Hengst) wiedergegeben, was im- 
richtig Jud&n oder }dy&n gelesen wird. 

4) Firdusi 1, 48, 18. 21. 24. 29. Spiegel, Eran. Altcrth. 1, 526. 



Digitized by 



Google 



XVI 



Eat8zi&n 


statt 


Athaniaii 


ob^"^ (al. J,j^\) 


statt 


oh^^ 


Nisarian 


statt 


ArteStarftn 


o^;^ 


statt 


^t^U^WSj^t 


Nasfldi 


statt 


Wastries 


t5^.>-*^ 


statt 


Lp^J^h 



Ahunwaje^aSl statt HutuxSto ^^^^^^ (al-^^-si^^^O statt ^lAi=o:p 
Da die NamensammluDg geschichtlicben Studien entsprnngen ist, so ist versucht worden^ nebeir 
ihrem linguistiscben Cbarakter ibr einigen Wertk als bistoriscben Lexicons zu geben. Obwobl sie ja nnr 
iraniscbe Namen verzeicbnet^ so sind docb absiebtlicb, wo es die Gelegenheit gestattete, aucb Personen 
erwUbnt, die keine persiscbe Namen f&bren; nnd da znm VerstHndnisse der genealogiscben Angaben des 
Namenbucbes und zur bequemen Uebersicbt eine Anzahl Stammb&nme von fQrstlicben and adlichen Ge- 
scblecbtern beigefUgt ist, so entblllt das Werk zugleicb yoUst&ndige Namenreiben aucb mit Fremdnameny 
z. B. in den Genealogien der persiscben Dynastien nacb der Unterwerfnng unter den Islfim; aucb ist bei 
der Answabl der Gitate vorzngsweise auf Stellen der Quellen bingewiesen, welcbe genealogiscbe Angaben. 
entbalten *). 

Unter den Namen finden sicb aucb die in Sagen nnd in solcben Stammb&omen entbaltenen^ welcbe* 
von Hofgenealogen zn dynastiscben Zwecken erfnnden sind ; eine Bemerknng ist meist nnr da binzugeftlgt, 
wo die Unecbtbeit solcber FUlscbnngen nicbt sogleicb ins Ange springt. All Grtlnl 38^ 1 ff. (45) spricbt 
tlber diese von Scbmeicblem erdicbteten Gescblecbtsreiben bei Gelegenheit des Stammbanmes des Ibn 
*Abdo Vrazzaq aus Tqs (3. Viertel des 10. Jabrb.), nnd des der Buyiden, welcben er bei Aba Ishaqi 
Ibr&bim bin Hilal as-Sabi in dessen Werk at-Tsj gefunden bat. Linguistiscb baben die Namen dieser 
Stammbaume soviel Werth wie die gescbicbtlicben, da sie von den Falscbem aus wirklicben Namen zu- 
sanmiengestellt sind. Anderer Art sind die Namenverzeicbnisse^ welcbe der Graf de Gobineau aus per- 
siscben Cbroniken mittbeilt nnd die aus der Heldensage stammen^ also auf Ueberliefemng beruben ; diese 
sind in den persiscben Texten sebr verderbt entbalten, das Namenbucb gibt sie sammtlicb in einer nack 
dem Awesta und Scbabnameb verbesserten Gestalt. Gleicbfalls mythiscb, aber ftir persiscbe Anscbauungen 
cbarakteristiscb sind die Stammbaume des Zobak (Dahbak, A2i-dabakaj und des ManuSSil)ra. Der 
erstere gebt in weiblicber Linie auf Abriman zurttck; da die Gebnrt von S5bnen ein Segen des Himmels^ 
ist; so kann sie bei der teufliscben Abkunft des Tyrannen nicbt in Betracbt kommen; die acbt Stamm- 
balter sind sUmmtlicb Vetteln oder Hexen, Druj, deren Namen von abrimaniscben Debeln bergenommea 
sind; wesbalb der Tyrann aucb Dah-ak (die 10 Uebel; Abriman ist der Anfang; er selbst das Ende) beisst. 
Dieses erinnert an die Anscbauung, dass Grendel und der Teufel nur eine Mutter bat*); sowie abermals^ 
an eine Stelle bei Licbtenberg ^) : „in einem Drama von Rud. von Bellinkhaus aus Osnabrttck (f 1645)^ 
Stratagema Diabolicum, wtlnscbt der Teufel sicb zu verbeiratbeu; er beiratbet EbrietaS; welcbe 7 TOcbter 
bekonmit (davon 6 auf der Btibne) : Arrogantia; Avaritia; Homicida; FalsitaS; Invidia; HypocrisiS; Scortatio v 
sie werden verbeiratliet an den Adel, EaufleutC; Webstand (Bauem), Handwerker; Verbrecber; Geistlicbkeit^ 
nur Scortatio soil zu Hause bleiben.^ Das Gegensttlck zum Stammbaum Zobak's bildet der des ManuS- 
fii{)ra. Hier ist die Vorstellung der zoroastriscben Perser von der Legitimit&t und Beinbeit des farstlicbeuc 
Blutes ins Absurde sublimirt; nacb der Ermordung des IreJ (Airyn) und seiner beiden Sohne erweckt 
Ferldfin seinem Sobne eine Enkelin von der binterlassenen Tocbter des IreJ, diese Enkelin wird ebenfalls^ 
von Ferldto die Mutter einer Tocbter, und nacb 7 (8) solcber weiblicber Generationen entstebt ein 6e- 
scbwisterpaar; und aus dessen Gescbwisterebe ein zweites Paar, dessen Sohn endlicb Manufiihr ist; sein 
Zeitgenosse, der feindlicbe Turanier Afrftsiftb, der Spross des Mdrders des IreJ, Ubrigens ein ritterlicber 
Ftlrst, kommt nacb ebensoviel Generationen auf gewObnlicbe menscbliche Art zur Welt. Einigermaassen. 
analog ist dieser Reinigung des Blutes die Entztindung des beiligen Feuers, welcbe so bewirkt wird, dass 
man 12 LOcber nebeneinander in die Erde grftbt (solcbe LOcber, m a g b a , konunen mebrfach bei Reinigungs- 
ceremonien vor), in jedes ein StUck Holz legt und das im ersten Lock befindlicbe Holz durch ein Brenn- 
glas anzandet; wenn es vom ersten Locb tiber das Holz der flbrigen LOcber verbreitet worden ist, so ist 



1) Ueber die Bedeutung solcher genealogischen Zusammenstellungen s. Moriz Wertner, Beitrlige zur Ge- 
schichte der Qenealogie. Berlin 1886. Ottokar Lorenz, die GeschichtswiBsenschaft. Berlin I, 1886, 272. II, 1891, 166 £L 

2) Grimm, Mythol. 959. 

3) Vermisehte Schriften S. 10. 



Digitized by 



Google 



XVII 

das Fener dnrch die zehnmal fortgesetzte ADZttndimg so gereimgt^ dass es beim zwdlften angelangt als 
hdlig Oder voUkommen rein angesehen wird. 

So sind femer anch Quellen benutzt^ die sich zwar ftlr geschichtlich ausgeben, aber wie etwa 
Xenopbon's Eyropaedie romanbaft oder didaktiscb sind^ oder wie einige Schriften Lncian's gar nicbt den 
Ansprneb anf Gescbicbtlicbkeit erbeben (man sebe die Namen Arsakes n^^lO^ Oroites n"" 2 a. a.). 
Die Reiben der Ascbkanier (Partber) sind bei den Orientalen nngescbicbtlicby sie entbalten aber vOllig 
ecbte^ wenn ancb nicbt ftlr die partbiscbe Zeit passende Namen, es sebeint sogar, dass die yiele Mtibe, 
welcbe man sieb mit der Yereinigung dieser Listen mit der gescbicbtlicben Herrscberreibe gegeben bat, 
nicbt ganz nmsonst gewesen ist, indem, abgeseben von der Yerdoppelnng der Liste, cine wirklicb bisto- 
riscbe, aber sebr abgektlrzte Reibe, worin nnter Einem Namen mebrere Begiemngen znsammengefasst 
waren, zu Omnd gelegen bat. Bei Faustns Byzantinus erscbeinen nnglanblicbe Heeresmassen Sapor's, 
die alle nacb einander von dem Armenier Wasak yemicbtet werden; die Heerf&brer Andikan and Gn- 
mand-scbapnb werden getOdtet, erscbeinen aber spftter nocbmals. Diese Bericbte sind nnznverlftssig, nnd 
die Armenier selbst, ausser Lazar von Pbarp, der den Faustns vertbeidigt, baben diesen der Unwabrbeit 
gezieben; far nns entbalten sie wenigstens ecbte persiscbe Namen. Die Listen der armeniscben EOnige 
von Hajk an bat Mose von Cboren angeblicb nacb Abydenos^}, und mit nocb mebr Namen Gregor Ma- 
gistros (bei Tscbamtscbean) anfgestellt; sie entbalten echt armeniscbe, docb ancb iraniscbe Namen, die 
Anknttpfong einiger an alarodiscbe ist yon Lenormant^) versncbt worden. Der von Mose 1, 8 vorge- 
ftlbrte Mar Abas oder Ibas Eatinay (syr. qatlna, der kleine, scbmlU^btige, Ende des 4. Jabrb.) ist in 
den Citaten des Namenbncbes stets genannt, obwohl die Forscbnng tkber seine Person nocb nicbt ins 
Reine gekommen, and er eigentlicb die Vorlage des Seb€os bildet, dessen Gescbicbte des Heraklios ein 
Abriss der Ultem armeniscben vorangestellt ist; denn nacb nenem Untersacbnngen gebdrt das Bncb des 
Mose in seiner jetzigen Gestalt erst dem 8. Jabrb. an^). 

Die Zeit in welcber die Trftger der Namen gelebt baben, ist da wo es mOglicb war angegeben, 
besonders das Todesjabr, bei FOrsten die Regierangsdaner ; entbielten die Qnellen keine Angaben, so ist 
die Zeit im allgemeinen angegeben, z. B. nnter wesson Herrscbaft der betreffende gelebt bat, womit anf 
die der Sammlnng beigegebenen Herrscberlisten verwiesen ist. Die moisten der letztem sind cbronologiscb 
befriedigend festgestellt, einige von den Nebendynastien sind indessen nocb zeitlicb sebr scbwankend, 
z. B. die Reibe der Beberrscber der Persis (S. 415), die zwiscben der seleakidiscben and sasaniscben 
Epocbe dnrcb zeitlicb nicbt bestimmte Mtlnzen bekannt geworden sind. Die Reihenfolge, in welcber diese 
Herrscber nacb den Arbeiten von Mordtmann, Dronin a. aa. in der Beilage anfgef&brt sind, bleibt daher 
nocb sebr ansicber, nor fUr einige Namen ist ancb der Vatemame in den Anfscbriften entbalten, and 
gewisse Grnppen sind dnrcb die Uebereinstimmang des Mtknztypns gesicbert. Ftlr die Dynastien in Gll&n 
imd Mftzanderftn geben ZebTr ed-din and die ihm angef&gten Herrscberverzeicbnisse die Zablen der Re- 
gierangsdaner, oft ancb Jabrzahlen; ibre Berecbnnng ergibt jedocb offenbare Unricbtigkeiten, sodass man 
sicb mit Sicberbeit znnftcbst nnr an Syncbronismen mit bekanntem Tbeilen der iraniscben Gescbicbte 
balten kann. Fttr yiele Namen ist eine Zeitangabe nnmdglicb, z. B. ftlr die zablreicben Namen des Far- 
wardlnyascbt ; man wtlrde znfrieden sein, wenn wenigstens die sagenbaften Herrscber der Heldensage als 
Zeitgenossen jener yielen Frommen, deren nnsterblicbe Geister bier angernfen werden, genannt wftren. 
Die einzebien kleinen Abscbnitte dieser Namensammlnng scbeinen je eine Familie and deren n&cbste 
Anyerwandte zn nmfassen, nnd zwar yon der Zeit ZaratbnStra's and WlStftspa's an; yon § 130 an werden 
ancb frtlbere Personen genannt, yon § 139 die beiligen Franen. Ein Yersncb, die Namen genealogiscb 
zn ordnen, findet sicb in Ebnrsbedji Rastamji's Lebensgescbicbte des ZaratbnStra S. 236 ff. Ancb ftir 
Personen nearer Zeit steben btofig die Jabre nicbt fest, z. B. f&r zahlreicbe Dicbter and Scbriftsteller, 
die in den Antbologien oder in bibliograpbiscben Sammelwerken yorkommen; der cbronologiscben An- 
ordnnng der Namen wird bierdnrcb mancbes Hindemiss bereitet; die Zeit einer Anzabl yon Gelebrten, 



1) 8. hierliber A. y. Gatschmid, Bericht ilber die Verhandl. d. Sftchs. Ges. d. Wiss. XXVm, 1876, 27 = Kleine 
Schriften HI, 312. 

2) Lettres assyriologiqnes, Paris 1871, 160. 

8) A. V. Gntschmid, a. a. 0. 31 = Kleine Schriften III, 317. Baamgartner, Zeitschr. DMG. 40, 467. Carri^re 
Kouyelles sources de MoYse de Khor. Wien 1893. 1894. 

Jnsti, Ferd^ Iranitches Nunenbach. C 



Digitized by 



Google 



xvm 

die Yftqtlt nennt, liofis sich nnr im allgemeinen dadarch feststeUeii; dass man Lehrer and SchtUer des 
betreffenden zeitlich bestimmen kann; bei manchen; die Yftqllt ohne jede Angabe gelassen bat; ward 
vennnthet, dass er Zeitgenossen im Ange babe. Die Namen der Besitzer von Siegelsteinen, welche nie- 
mals Jahrzablen anfweisen^ sind in der Sammlong binter den Namen der Sils&nidenzeit znsammen ange- 
fQbrt; obwobl eine Oemme natttriicb sehr alt sein kann; die Siegel mit dem Namen Sapor sind binter 
den drei Ednigen dieses Namens eingereibt, weil man annebmen darf, dass wenigstens eine grOssere 
Zabl der Inbaber nacb dem zar Zeit ibrer Glebort regierenden ersten oder zweiten Sapor benannt worden 
ist. £s gibt ancb partbische Siegel; wie die von Mordtmann Zeitsebr. d. DMG. 18^ Taf. VI angefttbrten 
mit partbiseber Scbrift. Die Legenden dieser Gemmen sind entsprecbend cbronologiscb eingereibt. 

Ancb die ScbriflsteUer^ ans denen die Namen entlebnt sind^ werden in cbronologiscber Folge 
citirt; es geben ibnen selbstverst&ndlicb Inscbriften nnd sonstige gleicbzeitige Urknnden vorans. Strong 
wissensebafllicb wftre gewesen, z. B. ftbr die Namen ans der Zdt Alexanders nicbt den Arrian^ sondem 
PtolemaioS; Aristobnlos oder Eleitarcbos^ ans denen jener gescbOpft bat^ anznfabren, wie man b&nfig 
Trogns (Foseidonios) statt Jnstinns zn citiren pflegt; oft ist ancb in dem Fall, dass der Scbriftsteller 
selbst seine Quelle nennt, diese letztre angefttbrt. Da indessen nicbt fiberall die letzte Quelle ermittelt 
worden ist oder werden kann, so scbien es ratbsam, yon dieser Gitimngsweise abznsebn. So sind oft 
neben den Qnellen ancb secundftre Scbriftsteller oder Gompilatoren angefttbrt, weil der Benntzer der 
Sammlnng bierdnrcb leicbt anf die Quelle der letztem bingefflbrt wird, aber ancb weil die spfttem Scbrift- 
steller bei den betreffenden Namen nocb andres mittbeilen, was die eine Quelle nicbt bietet. So ist z.B. 
Ibn Atblr citirt, aucb wo er seine persiscben Gtescbicbten dem Tabari entlebnt bat; da er aber natflrlicb 
yiel Nacbricbten bringt, welcbe nacb Tabari's Zeit fallen, so w&re pedantiscb gewesen, ibn grunds&tzlicb 
filr die ftltem Zeiten gar nicbt zu berttcksicbtigen. 



Digitized by 



Google 



Abkllrziingen. 

Viele Werke werden im Namenbuch voUsUlndig oder doch in hinreichend deutlicher Weise citirt; hliufiger 
angezogene Qnellen oder gelehrte Biicher werden mit den nachfolgenden AbktLrzungen angefiibrt. Meist wird Seite 
nnd Zeile, bei mehrblbidigen auch der Band (meist ausser dem ersten) bezeicbnet; andere CitimngsweUien sind bei 
den einzelnen Werken angegeben. 

Abdias bedentet: Abdias, de blstoria certaminis ApoBtolomm libri X. Paris 1566 (eit Folium a nnd b). 

Ab. Far. — Historia compendioea Dynastiamm auth(ore) Gregorio Abnl-Pharajio Malatiensis medici arabice edita, 

et latine versa ab Ednardo Pocockio, Ozoniae 1663 (arab. Text citirt). 
Abnlfeda — Abtdfedae Annates moslemici arabice et latine opera et studiis J. J. Beiskii snmt. atqne anspiciis P. Fr. 

Suhmii ed. J. G. Chr. Adler. Hafniae 1789—1794. 5 voll. 
Abtdfeda (Fleischer) — Abulfedae historia anteislamica arabice ed. H. L. Fleischer. Lips. 1881. 
Acta Sanct. — Acta Sanctortun der Bollandisten (cit. Monat, Band, Seite). 
AeUan — Claudii Aeliani varia historia ex recogn. End. Hercheri. Lips. 1866 (cit. Bnch nnd Abschnitt, in Rlammer 

Band, Seite nnd Zeile). 
Agathang. — Agathangelos (nebst den Akten Gregors Illumin.) herausg. von P. de Lagarde (gri^ch. Text in: 

Abhandl. d. G6tt. Ges. d. Wiss. XXXV) 1889; der armeti. Text ist auszngsweise ftbersetzt in Langlois, 

Collection I, 105. 
Agatiiias — Agathiae Myrinaei Historiarum libri V rec. B. G. Niebuhrins (Corpus script, hist, byzant. Pars III). 

Bonn 1828 (cit Bnch nnd Eapitel). 
Agh. — Kitab al-agh&ni (alle Anftlhrnngen sind von Wellhansen mitgetheilt; die Tables alphab^tiqnes von L Guidi 

konnten nicht mehr benntzt werden). 
AlbCrunl — Chronologie orientalischer Vdlker von Alb^rnnl herausg. von Dr. C. Ed. Sachau. Leipz. 1878, und: 

The Chronology of ancient Nations, an English version of the Arabic text of the Athftr ul-B&kiya of 

Alberunl, transL by Dr. C. Edward Sachatu London 1879 (der arab. Text nach Seite und Zeile, die 

Uebersetzung nach der Seite in Elammer citirt). 
Ammian. Marc. — Ammiani Marcellini rerum gestarum libri qui irapersunt Franc Eyssenhardt recens. Berlin 1871 

(citirt Buch, Eapitel und §). 
Appian. — Appiani Alexandrini hist, romana ab Imm. Bekkero recogn. Lips. 1852. 1858. 
Afaftel — Girk patmutheants Sar. wardap. A^afteloy Dawrdiatsioy (GeschichtsbtLcher verfasst von Araftel aus Tauriz). 

Amsterdam 1669 (eingeklammert die Seiten der Uebersetzung in Brosset, Collection d'histor. arm^n. I). 
Arda Wiraf — The Book of Arda Viraf ed. D. Hoshangji Jamaspji Asa, Bombay 1872. 
Arrian. — Arriani Alexandri anabasis ed. C. Guil. Erueger. Berl. 1835; andere Schriften Arrian*s sowie der Pseudo- 

kallisthenes sind citirt nach Arriani Anabasis et Indica ed. Fr. Dtibner. Reliqua Arriani et scriptorum 

de rebus Alexandri fragmenta coUegit, Pseudo-Callisthenis historiam fabulosam ed. Carol. Miiller. 

Paris 1846. 
Aso]ik — Histoire universelle par Etienne A^ogh'ig de Daron, trad, de TArmto. et annote^ par E. Dulaurier. 

Paris 1883. 
Assemani — Bibliotheca orientalis Clementino-Vaticana rec. Jos. Simonius Assemanus Syrus Maronita. Eom 1719 ff. 



Digitized by 



Google 



XX 

Athenaeus bedeutet: Athenaei Deipnosophistae ed. G. KaibeL Lips. 1890 (dtirt sind die Seiten des Casaubonos, die auch 
bei Schweighftuser und sonst am Band stehen; in Klammer Band und Seite der Kaibelschen Aosg^abe). 

Athir — Ibn el-Athiri Chronicon ed. C. Jo. Tomberg, 14 voIL Lugd. Bat. 1867—1876 (die schwedische Uebersetzung 
umfasst nnr die Jahre 1132—1177). 

Babelon, Bois de Syrie — Les Bois de Syrie, d*Arm^nie et de Commag^ne par M. Ernest Babelon. Paris 1890. 
Babelon 11 — Les Perses Ach^m^nides. Paris 1893 (beide Werke sind Theile des Catalogue des mon- 
naies grecques). 

Baihaqi — The T&rikh-i Baihaki, ed. W. H. Morley (and Nassau Lees). Calcutta 1862 (BibL indica, N. S. 16 flf.). 

Barbier de Meynard — Dictionnaire g^ographique, historique et litt^raire de la Perse. Paris 1861. 

Bartholomili-Dom — Collection de monnaies Sassanides de feii le Iieutenant-g6n6ral J. de Bartholomaei, publico 
par B. Dorn. He 6dit. St. Petersburg 1875. 

Ibn Batutah — Voyages d' Ibn Batoutah, teste arabe, accompagn^ d*une traduction, par C. Defr^mery et le Dr. 
B. B. Sanguinettl. Paris 1874—1879. 

Bel&5ori — Liber ezpugnationis regionum auctore Im&mo Ahmed ibn Jahja ibn Dj&bir el-BeUdsori, ed. M. J. de 
Goeje. Lugd. Bat 1866. 

Brosset, Collect. — Collection d*bistoriens arm^niens. Thomas Ardzrouni, Hist des Ardzrounis; Arakel de Tauris, 
Livre d^histoires; Johann^ de Dzar, Hist de TAghovanie, traduits par M. Brosset 2 volL St. Peters- 
burg 1874. 1876. 

Brosset, 2 Hist. — Deux historiens arm^niens Eiracos de Gantzac, Hist. d'Arm^nie; Oukhtan^s d'Ourha, Hist, en 3 
parties, trad, par M. Brosset St Petersburg 1870. 

Brosset, Hist. — Histoire de la G6orgie depuis Tantiquit^ jusqu*au XIXe si^cle, trad, du G^orgien par M. Brosset 
1) I^ partie. Hist, andenne jusqu* en 1469. St Petersbourg 1849. 2) Additions et ^daircissements 4 
rhist. de la G6orgie. 1851. 3) !!• partie. Hist modeme, I'* livraison. 1856. 4) 11* livraison. 1857. 5) In- 
troduction et table des mati^res. 1858. 5 volL 

Budge — The book of the bee, ed. by Ernest A. Wallis Budge (Anecdota Oxoniensia, Semitic series. Vol. I. part II). 
Oxford 1886. 

Bullet — Bulletin de TAcad^mie Imp6riale de St Petersbourg. 

Candidus Isa^us s. bei Menander. 

CapitoL — Julius Capitolinus in: Scriptores hist. Augustae iterum rec. Herm. Peter. Lips. 1884. 2 voll. (dt. die latein. 
Zahl der Lebensbeschreibungen, Kapitel und §); hier auch Spartianus, Trebell. Pollio und Vopiscus. 

Cedrenus — Georgius Cedrenus Joannis Scylitzae ope ab Imm. Bekkero suppletus et emendatus. 2 voll. Bonn 1838. 

Ibn Chall. — Ibn Challikani vitae illustrium vironim ed. Ferd. WiLstenfeld. 13 Bftnde, G5ttingen 1835—1850. Ibn 
Khallikan*s Biographical Dictionary, transl. by Mac Guckin de Slane. 4 Bde., Paris 1843—1871 (citirt 
ist die No. in Wfistenfelds arab. Text, wenn der angefUhrten Person ein besonderer Abschnitt gewidmet 
ist; sonst Band, Seite und Zeile; in Klammer die Uebersetzung de Slanes nach Band und Seite). 

Chariton — Charitonis Aphrodis. de Chaerea et Callirrhoe narrationes (Erotici scriptores graed recogn. Bud. Hercher. 
voU. n p. 1—157), Lips. 1859. 

Ibn Chordadbeh — Kit&b al-mas&lik wa *l-mam&lik auctore Abu 'l-k&sim Obaid-allah ibn Abdallah Ibn Khordadhbeh 
(Bibliotheca geographorum arab. ed. M. J. de €^je. Pars YI). Lugd. Bat. 1889. 

Chron. Alex. — Chronicon Alexandrinum ed. Matthaeus Baderus. Monachi 1615 ~ Chronicon Paschale ed. Lud. 
Dindorf. Bonn 1882. 

C. I. Gr. — Corpus Inscriptionum Graecarum ed. BQckh (cit Band, Sdte, No., bisweilen auch Zeile). 

Const Porphyr. — Constantinus Porphyrogenitus de thematibus et de administrando imperio, ed. Imm. Bekker 
Bonn 1840. 

Demosthenes ~ Demosthenis Orationes ex rec GuiL Dindorfii ed. Blass. Lips. 1889 (cit. Bede und §). 

Derbend-nameh — Derbend-nameh (Ende 16. Jh.), transl. from a select turkish version and pubL with the texts and 
with notes by Bfirza A. Eazem-Beg (M6moires pr6sent^ k TAcad. Imp^., T. VI, 1851, p. 437 ft.). 

Dinkart — The Dinkard. The original Pehlewi text; the same transliterated in Zend characters; translations of the 
text in the Gujrati and Engl, languages; a commentary and a glossary of select terms. By Peshotun 
Dustoor Behramjee Sunjana. PubL under the patronage of the Sir Jamsedji Jijibhai translation fund. 
7 voll. Bombay 1874^1894 (cit ist Seite und Zeile des Pehlewi-Textes, wenn nicht anders bemerkt ist). 



Digitized by 



Google 



XXI 

DMG. bedeutet: Zeitschrift der Deutschen morgenUndischen GesellBQhaft. 

Dio Cass. — Dionis Cassii Cocceiani hist romana, c. annotat Lud. Dindorfii. 5 voll. Lips. 1868—1865 (cit. Bach» 

Eapitel and §). 
IMo Chrys. — Dionis Chrysostomi Orationes recogn. Lud. Dindorf. 2 volL Lips. 1857 (cit No. der Bede, Band, Seite 

and Zeile). 
IHod. — Diodori Bibliotheca historica ex recens. Lad. Dindorfii. 5 voll. Lips. 1866—1868. 
Dom, Caspia — Oaspia. Ueber die EinfftUe der alien Russen in Tabaristan nebst Zugaben tlber andere von ihnen 

ausgeffihrte Untemehmongen^ von B. Dom (M6m. de l*Acad. Imp^r. YU, 23 n<» 1). St. P^tersboorg 1875. 
Dacas — Dacae Michaeiis Ducae nepotis hist. Byzantina recogn. Imm. Bekker. Bonn 1884. 
Elias — E^as von Nisibin in: Fragmente syrischer and arab. Historiker heraasg. von Baethgen. Leipz. 1884 (AbhandL 

f&r die Kande des Morgenlandes YUI, n« 3). 
EiiSd — Elisaeas, Geschichte Wardans in Langlois, Collection IL Paris 1869. 
Eaagrias s. Tbeodoret 
Eanapios s. bei Menander. 

Sosebios — Ensebi Chronicorum libri dao ed. Alfred Scboene. 2 voll. Berol. 1866. 1875. 
Entropias — Eatrope, Abr6g6 de Thist. romaine, traduct. noavelle par M. N. A. Dabois (Text and Uebers.), Paris 

1843 (cit. Bach and Kapitel). 
llatych. — Contextio gemmarum (nasma *l-^ahar) sive Eatychii Patriarchae Alexandrini Annales. Illastriss. Johanne, 

Seldenio toO ^aKapCrou chorago interprete Edwardo Pocockio. Oxoniae 1658. 
Fabridas — J. A. Fabricias, Bibliotheca graeca. Hambarg 1705—1728. 14 volL 
Faast. Bys. — Phavslosi Btlzandatsvoy patmtthian Hayofs (Geschichte der Armenier). Venedig 1832; ed. K'(erope) 

P(atkanean). St.'Petersb. 1883 (dt. Bach and Kapitel, in Klammer Seite and Zeile der Venediger Aosgabe). 
Ferischtah — Tarikh-i Ferishta, or History of the rise of the Mahomedan power in India, till the year A. D. 1619 

by Mahomed Kasim Ferishta, of Astrabad. Ed. by Major-general John Briggs, assisted by Manshi Mir 

Kheirat Ali Khan Moshtak of Akberabad. 2 voll. Bombay 1831. History of the rise etc. transl. firom 

the original Persian of Mahomed Kasim Ferishta, by John Briggs. 4 voll. London 1829 (die Seiten der 

Uebersetzang in Klammer). 
Fick — A. Fick, die griech. Personennamen. Gdttingen 1875. 
Fihrist — Kitab al-Fihrist, mit Anmerkangen von Gast Fiaegel, heraasg. von J. Boediger. Leipz. 1871 (der Ver- 

fasser des Fihrist [Inhalt, Abriss] ist Aba '1-fara} Mohammed bin Ish&q al-warr&q, bekannt als Ibn Abl 

Ta'qfLb an-Nadim). 
Fird. — Le livre des Bois par Aboa '1-Kasim Firdoasi, pabl., trad, et comments par M. Jales Mohl. 7 voll. Paris 

1838—1878 (nach dieser Aasgabe ist citirt, nach der Ansgabe von Tamer Macan, Calcatta 1829 nar 

einigemale da, wo diese Abschnitte hat, die dort fehlen; die Aasgabe von Vallers, welche die zagttng- 

lichste ist, konnte nicht citirt werden, well sie nar bis zam Tod des D&r& [Dareios III] reicht; doch 

Bind die Citate bei Vallers lelcht za ftnden, da die Seiten der Pariser and der Caicattaer Aasgabe zar 

Vergleichang oben an den Seiten stehen). 
Floras — Julii Fieri epitome de Tito Livio belloram omniam annoram DCC libri n, rec 0. Jahn. Lips. 1852 (cit. 

Bach and Kap., in Klammer Seite and Zeile dieser Aasgabe). 
Fronto — M. Comelii Frontonis et M. Aarelii imperatoris epistalae rec Sam. Adrian. Naber. Lips. 1867. 
<}ai\jeshayagan — Ganjesh&yag&n, Andarze Atrep&t M&raspand&n, M&dig&ne chatrang, and Andarze Khosroe KavA- 

tin, the original P^hlvi text, the same transliterated in Zend characters and transL into the Gojarati 

and Eng^h L, a commentary and a glossary of select words. By Peshatan Dastar Behramji Sanjana. 

Bombay 1885 (Seite and Zeile des Pehlewitextes der einzelnen Tractate). 
Gardn de Tassy — M^moire sar les noms propres et les titres masalmans. 2* ^d. Paris 1878. 
Percy Gardner — The Parthian coinage by Percy Gardner. London 1877. 

Percy Gardner Gr. K. — Percy Gardner, The coins of the Greek and Scythic kings of Bactria and India, London 1886. 
•C^n^aL St Gr^g. ~ Gto6alogie de la famille de Saint Gr^goire et vie de Saint Nersto, trad, par Jean Raphael 

Emine in Langlois, Collection 11, 21 ft. 
<}ea%AoB — (^enesios ex recogn. Car. Lachmanni. Bonn 1834. 
Oeogr. Wardans — Geographic da Vartabied Vartan, bei Saint-Martin, M6moires sar TArm^nie. Paris 1819, 11, 406 ft 



Digitized by 



Google 



XXII 

Oeorg. Pisida bedentet: Georgii Pisidae Heraclias ed. Iznm. Bekker. Bonn 1886. 
Glykas — Michaelis Qlycae Annates reeogn. Imm. Bekker. Bonn 1886. 

Gobinean — Hist. desPerses d'apr^s les autenrs orientanz, grecs et latins par le Comte de Gobineao. 2 voU. Paris 1862*. 
Gntschmid Osro^ne — Untersuchnngen ftber die Geschichte des Konigreichs Osro^ne von Alfred von Gntschmid: 

(Mto. de TAcad. Imp^r. VII, 85, n* 1). Petersburg 1887. 
HftJI Chalfa — Lexicon bibliographicum et encyclopaedicum a Mustafa ben Abdallah Katib ielebi dieto et nomine^ 

Haji Khalfa celebrato compos, ed. Gust. FluegeL 7 voU. Lips. 1885 ff. 
Hamd. M. — Histoire des Seldjonkides, extraite da Tarikhi*Gazideh on Histoire choisie d'Hamd-Allah Mustanfi,. 

trad, par M. DeAr6mery (Journal asiat. lY, 11. 12. 18). 
Hammer — Geschichte der schdnen Redekiinste Persiens von Joseph von Hammer. Wien 1818. 
Hamzafa — Hamsae Ispahanensis Annalium libri X ed. J. M. E. Gottwaldt. Lips. 1844 (Text). 1848 (Uebers.). 
Heliod. ~ Heliodori Aethiopicorum libri V ab Imm. Bekkero recogn. Lips. 1855. 
Herod. — Herodoti Historiarum libri IX (cit. Buch und Eapitel). 

Himerios — Himerii Sophistae dedamationes ed. Frid. DUbner. Paris 1878 (citirt die No. der Eclogen und Beden)^ 
Hoiftnann ~ Georg Hoffknann Auszlige aus syrischen Akten pers. Mttrtyrer (Abhandl. fttr die Kunde des Morgen- 

landes VU, n» 8). Leipzig 1880. 
Hoiftnann, Jul. — Julianos der Abtrtinnige, syr. Erzfthiung, hrsg. von G. Hofibiann, Leiden 1880 (cit. Seite undi 

Zeile, in Klanmier die Uebersetzung Ndldekes in DMG. 28, 267). 
Horn, Grundriss — P. Horn, Grundriss der neupersiscben Etymologic. Strassburg 1898. 
Horn S.S. — P. Horn und G. Steindorff, Sassanidische Siegelsteine. Berlin 1891 (cit. Seite und No.). 
Hyde — Veterum Persarum et Parthorum et Medorum religionis historia, aut Thomas Hyde. Oxonii 1760. 
Y. — Yasna (dt. nach Spiegels Ausgabe des Awesta). 
Ilunblichos — lamblichos a) de vita Porphyrii, b) Porphyrins, vita Pythagorae ed. Eiessling. 2 voll. Lips. 181G 

(dt Abschnitt und Sdte). 
Yaqut — Jacut*s geographisches W5rterbueh herausg. von Ferd. WHstenfdd. 6 voU. Ldpz. 1866—1870. 
J. as. — Journal asiatique. Paris (dt. SMe, Tome, p.). 

Y&tkftr-i Zar. — Geiger, das Yatkftr-i Zarlrftn (Sitzongsberichte der Bayer. Akad.). Miinchen 1890 (dt. S.). 
Job. Ephes. — The third part of the ecdesiastical history of John bishop of Ephesus, ed. by Will. Oureton. Oxford 

1853. J. M. Schoenfelder, die Eirchengeschichte des Johannes von Ephesus aus dem Syrischen iibersetzt,, 

MUnchen 1862 (cit. die Sdten). 
Joh. Kathol. — Histoire d'Arm^nie par le Patriarche Jean YI dit Jean Catholicos, trad, par J. Saint-Martin. Paris 

1841 (dt. Seite). 
Joh. Lydus — Joannes Lydus ex recogn« Imm. Bekkeri. Bonn 1887. 
P. de Jong — Catalogus codicum orient. Biblioth. acad. Lugduno-Batavae auct. Dozy, P. de Jong et M. J. de Goeje. 

6 ToU. Lugd. Bat 1851-1877. 
Istaxri — Viae regnorum. Descriptio ditionis muslemicae auctore Abu Ish&k ai-F&risi al-Istakhri, ed. M. J. de Goeje 

(Biblioth. geograph. arab.). Lugd. Bat 1870. 
Yt — Yascht (dt nach Westergaards Ausgabe des Zendavesta). 
Juddch — Walther Juddch, Eleinasiatische Studien. Biarburg 1892. 
Kalilag und Damnag — Ealilag und Damnag, alte syrische Uebersetzung des indischen FUrstenspiegels, Text und 

Uebersetzung von Gustav Bickell, mit dner Einleitung yon Benfey. Leipz. 1876. (Seite und Zeile des 

Textes, in Klammer Seite der Uebers.). 
Kanheri » West, the Pahlavi inscriptions at Kanheri in: Indian Antiquary, vol. IX, 1880, p. 265 (cit die no. der 

Inschriften und die Zeile). 
K&mftmak — Kftmftmak des Artaxiatr iibers. von N51deke in Bezzenbergers Beitrligen zur Kunde der indogerman.. 

Sprachen IV, 1878. 
Kdl. Bibl. — Keilinschriftliche Bibliothek herausg. von Eberh. Schrader. Berlin 1889 ff. 
Khurshe4ji Rustan^i ZartdSt — Pegamber aSd Zart5Stn& etc. (Leben des Prop heten Zartuscht in GuzarfttI) herausg^ 

von KhurSedji Rustamji Kamaji. Bombay 1870. 
Keiper — Eeiper, die Perser des Aeschylos. Erlangen 1877. 
King — King, The handbook of engraved gems. London 1866. 



Digitized by 



Google 



XXUI 

Xit&bo l-oynn bedentet: Fragmenta historicorum arabicorum, T. I coatineiis partem tertiam operis Eit&bo *l-oyiin wit 

M-had&Yk fi akhb&ri 'l-hak&l'k, quern edid. M. J. de Qoeje et P. de Jong. Lugd. Batav. 1869. T. II cont. 

part. VL operis Ta<y&ribo 1-omami, aact. Ibn Maskowaih, qaem ed. M. J. de Goeje. 1871. 
Ktesiaa Pers. — Ktesias Persica (erhalten in Photios Bibliotheca LXXTI und sonst), Ctesiae Cnidii Opentm reliquiae 

coll. J. Chr. Fel. Baehr. Francof. ad M. 1824 (die Kapitel citirt); die Ausgabe der Persica von John 

Qilmore, Lond. 1888 ist gelegentlich citirt. 
Lajard, Venus — Lajard, Recherches sur ie culte de V6nus. Paris 1837. 
Langlois Collect. — Collection des Historiens anciens et modemes de TArm^nie pubi. par Victor Langlois. 2 voU. 

Paris 1867. 1869. 
Latifl — Latifi oder biographische Nachrichten von tiirkischen Dichtem iibers. von Thomas Chabert. Ziirich 1800. 
Latyschev — Inscriptiones antiquae oris septentr. Ponti Euxini graecae et lat. ed. BasiL Latyschev. Petrop. 1885. 1890. 
Laz. Pharp. — PatmagrtLthiun Hayots. Venedig 1793; iibersetzt von Samuel Wardap. Lesarian in Langlois Colleet. 

II, ^3 (die Citate nach dem armen. Text waren bereits gemacht, ehe Langlois (Collection erschienen 

war, daher die Uebersetzung nicht citirt ist). 
Lebeau — Histoire du Bas-Empire par Lebeau. Nouv. ^dit. par M. de Saint-Martin. Paris 1824 ff. 
Lit. Arab. — Hanmier-Purgstall, Literaturgeschichte der Araber. 7 voll. Wien 1860 if. 
Livius — T. Livii ab Urbe cond. libri ed. Mart. Hertz. Lips. 1863 (cit. Buch, Kap. und §; von den verlomen 

Biichern die Perioche mit P und der Zahl des Buches). 
Lubb et-tew&rix — Lubb-it tavarich seu medulla historiarum auct. Ommia Jahhia, Ad'(sic)ullatifi filio, Eazbiniend, 

interpretibus e persico Gilberto Gaulmino et Ant. Gallando in: BUschings Magazin fiir die neue Historie 

und Geographic XVIL Halle 1783. 
Lucian — Luciani Samosatensis opera ex rec GuiL Dindorfii. Paris 1840 (cit. die Schrift mit dem Kapitel oder {, 

in Klammer die Seite dieser Ausgabe). 
Halala — Joannis Malalae Chronographia ex rec Lud. Dindorfii. Bonnae 1831. 
Malcolm — The history of Persia by Col. Sir John Malcolm. 2 voll. Lond. 181&. 
Markbff — Alexis de Markoif, Monnaies Arsacides, Subarsacides, Sassanides (Collection scientifique V). Petersb. 1889 

(cit. Seite und no.). 
Marquart — J. Marquart, die Assyriaka des Ktesias (Philologus. 6. Supplementband, 1893). Diese Schrift konnte 

erst vom 31. Bogen des Namenbuches an benutzt werden. 
Ibn Maskowaih s. Kit&bo *l-oyun. 
Masudi — Manendi, les Prairies d*or. Texte et traduction par Barbier de Meynard et Pavet de Courteille. 9 volL 

Paris 1861—1877. 
M^m. — M6moires de FAcad^mie Imp^r. de St.-P6tersboarg. 
Menander — Ex historia Menandri Protectoris excerpta de legationibus barbar. ad Bom., in: Corpus scriptorum 

hist Byzantinae. Pars I ed. Niebuhr, Bonn 1829, S. 281—444. In demselben Bande ist enthalten: Petrus 

Patricius p. 121—136. Candidus Isaurus p. 472—477. Theophanes Byzantinus p. 483—486. Priscus 

p. 139—228. Eunapios p. 41—118. 
Mich. — Extrait de la Chronique de Michel le Syrien, trad, de TArm^nien par Ed. Dnlaurier, Journal asiat IV, 12 

(1848), p. 281-334. 13, p. 816-376. 
Migne — Patrologiae cursus completus sive Bibliotheca universalis omnium SS. Patrum, accur. J. B. Migne. 

Paris 1833 ff. 
MinhftJ — Tabak&t-i N&firi (nach Nftgir ed-din Mahm^d von Dehll 1246—1266 benannt), a general hist of the Mu- 

hammedan dynasties of Asia including Hindust&n by the Maul&n4 MinhAj ud-din Abu *nmar-i 'OthmAn, 

transL by Major H. G. Raverty (Bibl. indica). London 1881. The Tabaq&t-i NAsiri of Aboo 'Omar 

MinhAj al-din 'Othm&n ibn Sir&j al«din al-Jaw^ani ed. by Capt W. Nassau Lees and Mawlawis Khadim 

Hosain and *Abd al-Hai (Bibl. indica, New Series no. 4*2. 43. 45. 47. 50). Calcutta 1864 (cit Seite und 

Zeile, in Klammer Baverty*s Seiten). 
Mirchond — Kitftb-i tarix Baudatu 'g-gafft min tallf&t Mohammed X&wend-S&h. 7 voll. in Einem Band. Bombay 1271 

(1856, Uthogr.). 
Mxithar von Ani — Mxithar von Ani, Geschiehte (Anfang und 27 Kapitel nebst Anhlingen) ed. K'erope Patkanean 

Petersb. 1879. 



Digitized by 



Google 



XXIV 

llxithar bedentet: Historie chronologique (patmtlthian iamanakagrakan) par Mkhithar d'AYrivank, trad, par If. Brosset. 

(M6m. de TAcad. Imp^r. VII, 13 no. 5). Petersburg 1869. 
Mojmel <— Extraits da Modjmel al-tewarikh trad, par M. Jules Mohl in: Journal asiatiqne in, XL XIL XIV. 
Monum. ancyr. — Bes gestae Divi Angnsti ex monumentis Ancyrano et Apolloniensi itemm edidit Th. Mommsen. 

Berol. 1883. 
Mose — Mosis Chorenensis Eistoriae armeniacae libri III ed., vert, notisqne illnstranint Gulelmus et Georgins, 

Gal. Whistoni filii. Londini 1736; benatzt ward anch die orspriinglich in Amsterdam 1695, zoletzt ISiB' 

in Venedig erschienene Aasgabe (cit. Bach and Eap.). 
MliUenhoff — Ueber die Eerkanft and Sprache der Scythen and Sarmaten, Monatsbericht der K. Akademie der 

Wiss. za Berlin. Aag. 1866, S. 549 ff. 
MWer, Fragm. ^ Fragmenta historicoram graecoram ed. Carolas et Theod. Miilleri. 5 voll. Paris 1841 ff. 
Nikephoros Constantin. — s. Syncellas. 
Nikephoros Gregoras — Nicephori Gregorae Byzantina historia cara Ladov. Schopeni (Corpas scriptoram hist. 

byzant.) 2 voU. Bonn 1829. 
Nikephoros Kallistos — Nicephori Callisti Ecclesiasticae historiae libri XVIII, a Frontone Dacaeo recogn. Paris* 

1630 (cit. Bach and Eap.). 
Nikeph. Patriarcha — Sancti Nicephori Patriarchae Constantinopol. Breviariam rernm post Maariciam gestaram 

recogn. Imm. Bekkeras. Bonn 1837. 
N51d. Aafslitze — N51deke, Aafsfttze zar persischen Geschichte. Leipz. 1887. 
N61d. Pers. St. — Noldeke, persische Stadien (Sitzangsberichte der Wiener Akademie, Bd. 116 (1888), S. 387. Bd. 

126 (1892), S. 1 ff. 
N51deke oder N51deke8 Tabari — N5Ideke, Geschichte der Perser and Araber zar Zeit der Sasaniden, aas der 

Chronik des Tabari Hbersetzt. Leiden 1879. 
Oppert ~ Oppert, Le peaple et la langae des M^des. Paris 1879. 
Patkanean Opi^t — Patkanean, Op^t istoriji dinastiji Sasanidof. Petersbarg 1863, iibersetzt von l^variste Prad'homme,, 

Joarn. asiat. VI, 7, 1866, S. 101 ff. 
Paasanias — Paasaniae descriptio Graeciae rec. J. H. Chr. Schabart. Lips. 1853. 1854 (Bach, Eap. and §). 
Percy Gardner s. Gardner. 

Pertsch — Verzeichniss der pers. Handschriften der kSnigl. Bibl. za Berlin. 1888 (cit Seite). 
Petrns Patric. — s. bei Menander. 
Philostorgios — s. bei Theodoretos. 

Philostratos — Philostratoram et Callistrati opera recogn. Ant. Westermann. Paris 1878 (cit. Bach, Eap. and §). 
Phrantzes — Georgias Phrantzes ex rec. Imm. Bekkeri. Bonn 1838. 
Pizzi — Italo Pizzi, Storia della poesia persiana. 2 voU. Torino 1894. 
Plinias — C. Plinii Secandi Nataralis historiae libri XXXVII ed. Sillig, Lips. 1831—1836 (cit Bach and Eap., iiy 

Elammer Band, Seite and Zeile dieser Aasgabe). 
Platarch — Platarchi vitae inter se comparatae ed. Imm. Bekker. Lips. 1855.1856 (cit Eap. and §); andere Schriftem 

des Platarch sind mit den Titeln nach der Aasgabe von Reiske citirt). 
Polak — J. £d. Polak, Persien. Das Land and seine Bewohner. 2 Thle. Leipz. 1865. 
Polyaen — Polyaeni Stratagematon libri Vlll ex rec. Ed. Woelfflin iteram rec. Jo. Melber. Lips. 1887 (cit Baclr 

and Eapitel). 
Polyb. — Polybii historiae ed. Frid. Haltsch. 4 voll. BeroL 1867—1872 (cit Bach, Eap. and §). 
Poole — The coins of the Mohammadan dynasties in the Brit Maseam. By Stanley Lane Poole, ed. by Reginald: 

Staart Poole (Catalogae of orient coins vol. II. III). Lond. 1876. 1877. 
Priscas — s. bei Menander. 

Prinsep — Essays on Indian antiquities of the late James Prinsep, ed. by Edw. Thomas. 2 voll. London 1858. 
Prokop. — Procopias ex recens. GaiL Dindorfii, vol. I. Bonn 1838 (Bell, persicam; die andem Schriften mit ihrem 

Titeln citirt). 
Pseadokallisthenes — s. bei Arrian. 

Pachstein — E. Hamann and 0. Pachstein, Beisen in Elleinasien and Nordsyrien. Berlin 1890. 
Ibn Qotaibah — Ibn Coteiba*s Handbach der Geschichte, heraasg. von Ferd. Wtlstenfeld. G5ttingen 1850. 



Digitized by 



Google 



XXV 

Bieu bedeutet Catalogue of the Persian Manuscripts in the Brit. Museum hj Charies Bieu. 3 voll. London 1879 

bis 1883 (Seite und Spalte a, b). 
Bosen ~> Manuscrits persans d^crits par le Baron Victor Bosen (Collections scientif. de Tlnstitut des langues orient. 

III). Petersburg 1886. 
Ibn Bosteh — Bibliotheca geographomm arab. ed. M. J. de Goeje, VII. Leiden 1892. 

y. Sallet — Die Nachfolger Alexanders des Grossen in Baktrien und Indien von Alfr. von Sallet Berlin 1879. 
Samuel — Samuel von Ani, Tables chronologiques bei Brosset, Collection n, p. 341 if. 
Schefer, Cbrest — Chrestomathie persane publ. par Ch. Schefer. Paris 1883. 
Schefer, Hist. — Histoire de TAsie centrale (1740-rl818) par Mir Abdoul Eerim Boukhary, publ. par Charles 

Schefer. Paris 1876. 
Sebeos — Patmuthiun Sebeosi episkoposi i Herakln ed. E'erowbe BestSn-Patkanean. Petersb. 1879. Als Anhang 

findet sich hier Mxitharay Anefsioy patmuthiun und Stucke aus Wardan, Samuel von Ani, Eirakos von 

Gandzak, Moses von Ealankatuk, Thoma Artsruni. 
Sextus Bufus — Oeuvres de Sextus Bufus, traduction par M. N. A. Dubois. Paris 1843 (am Eutrop desselben Herausg. ; 

cit. Buch und Eap.). 
Schahrastani •— Abu *1-Fath Muhammad asch-Schahrastani's Beligionspartheien und Philosophen-Schulen fibers, von 

Dr. Theod. Haarbriicker. 2 voll. Halle 1850. 1851. 
Socin — Eurdische Sammlungen von Prym und Socin. 2. Abth. Petersburg 1890. 
Soyuti — History of the Caliphs by JaUlud'din Assuyuti transl. by major H. S. Jarrett. Calcutta 1881 (Bibl. indica, 

new Series). 
Sozomenos — Historia ecdes. in: maxima Bibliotheca veterum patrum. Lugduni 1677. Bd. VII (cit Buch und Eap.). 
Spartianus — Aelius Spartianus in den Scriptores hist. Augustae, s. bei Capitolinus. 

Spiegel, Avesta iibers. — Avesta die heil. Schriften der Parsen, iibers. von Friedr. Spiegel. 3 Bde. Leipz. 1852 — 1863. 
Spiegel, Trad. Lit — Die traditionelle Literatur der Parsen. II. Wien 1860. 

Spiegel, Vgl. Gr. — Vergleichende Grammatik der alt^rftnischen Sprachen von Fr. Spiegel. Leipz. 1882. 
Sprenger — A. Sprenger, a Catalogue of the Arabic, Persian and Hindi!istAny Manuscripts in Oudh, I. Calcutta 1854. 
Stephan — Stephanos Orbelean, Patmuthiun drbelean(s, bei Saint- Martin, M^moires sur I'Arm^nie. H. Paris 1819, 

S. 56 ff. (dies Werk ist das Bruchstuck einer Geschichte von Siunik). 
Stephanus Thes. — Thesaurus linguae graecae ab Henr. Stephano constructus, edd. Carol. Bened. Hase et Guil. et 

Lud. Dindorfii. 8 voll. Paris 1831—1865. 
Strabo — Strabonis Geographica ed. Aug. Meineke. Lips. 1852. 1853 (cit. die Seiten der Ausgabe von Casaubonus, 

in Elammer Seite und Zeile der Meinekeschen Ausg.). 
SyawaSn&meh — SyawaSn&meh, Gedicht von Mobed Bustam PeSutan Hamjiftr aus Surat (1679), herausg. von Erwad 

(Herbed) Tehmuras Dlnsfth AfikleSwaria, Bombay 1873 (in Guzarati). 
Synkellos — Georgius Syncellus et Nicephorus Constantinopol. ex rec. Guil. Dindorfii. 2 voll. Bonn 1829. 
Tabari — a) Annales auctore Abu Djafar Mohammed ibn Djarir at-Tabari, quos edid. J. Barth, Th. Noldeke, 

O. Loth, E. Prym, H. Thorbecke, S. Frankel, J. Guidi, D. H. Miiller, M. Th. Houtsma, St. Guyard, 

y. Bosen et M. J. de Goeje. Leiden 1879 ff. 
b) Chronique de Abou Djafar-Mo'hamm ed-ben-Djarir-ben-Yezid Tabari, trad, sur la version persane d*Abou- 

*Ali Mo'hammed Berami par M. Herm. Zotenberg. 4 voll. Paris 1867—1874. 
Tacitus — C. Tacitus Annalen (cit Buch und Eap.; die Historien sind mit dem Titel dtirt). 
Tausend und 1 Nacht — The thousand and one Nights commonly called the arabian night's entertainments; a new 

translat by Edward Will. Lane. 3 voll. London 1841; einigemal ist die Ausgabe von Macnaghten und 

andere citirt, da die Texte sehr verschieden sind. 
Theodoret — Theodoriti episcopi Cyri et Evagrii scholastici historia ecclesiast, item excerpta ex historiis Philo- 

storgii et Theodori lectoris, ed. Henr. Valesius. Mainz 1679 (cit Buch und Eap.). 
Theodorus Lector — s. Theodoret 
Theodorus Prodrom. — Theodorus Prodromus de Bodanthe et Dosikle, Erotici scriptores graeci ed. Bud. Hercher. 

Lips. 1869, vol. n p. 289—434 (Seite und Vers.) 

Theophanes — Theophanis Chronographia ex recens. Jo. Classen!. 2 voll. Bonn 1839 (Corpus scriptorum historiae 

Byzant). Theophanes continuatus ed. Imm. Bekker. Bonn 1838. 
jQsti, Ferd., Iranisches Namenbach. ^ 



Digitized by 



Google 



XXVI 

Theophanes Byz. — s. bei Menander. 

Theophylact. bedeutet: Theophylacti Simocattae histor. libri Vm recogn. Imm. Bekker. Bonn 1834. 

Thoma — Thowmayi wardapeti Artsrtlnioy patmtlthiun tann Artsrtineats (Geschichte des Hanses Artsruni) herauBg'. 

Yon E*(erdbe) P(atkanean). Petersburg 1887 (die Zahlen in Klammer bezeichnen die Seite in: Brosset, 

Collection d^histor. arm^n. I, p. 1—263, wo sich die Uebersetznng Thoma*8 und eines Fortsetzers (woriiber 

Brosset, Bulletin de TAcad. VI, 1863, 92) findet. 
Thoma Marg. — The historia monaatica of Thomas bishop of Marg& ed. by E. A. Wallis Budge. 2 voll. Lond. 1893 

(cit. Seite und Zeile, in Klammer die Seite der Uebers.). 
Thomas — Early Sassanian inscriptions, seals and coins by Edward Thomas. London 1868. 
Thukyd. — Thucydidis hist, belli Peloponnes. cum nova translat. F. Haasii. Paris 1884. 
Tischendorf — Acta apostolorum apocrypha ed. Const. Tischendorf. Lips. 1851. 
Trebell. Pollio — in den Script, hist. Augustae, s. Capitolinus. 
Tschamtschean — Patmuthiun Hayots, Geschichte der Armenier von Anfang der Welt bis zum Jahre des 

Herm 1784, von Pater Michael wardapet Tschamtschean aus Constantinopel. 3 voll. Venedig 1784—1786 

(armenisch). 
Tzetzes — Joannis Tzetzae historiarum variarum chiliades ed. Kiessling. Lips. 1826 (cit. die no. der Chiliade und 

der Vers). 
Jul. Valer. — Jul! Valeri Alezandri Polemi res gestae Alezandri Macedonis transl. ex Aesopo graeco ed. Bern 

Kuebler. Lips. 1888 (Buch und Kapitel, eingeklanmiert: frilhere KapitelzlLhlung). 
Val. Max. — Valerii Maximi factorum et dictorum memorab. libri IX rec. Carol. Eempf. Lips. 1888 (cit. Buch, 

Kap. und §). 
Vellejus — C. Vellei Paterculi ex historiae Bom. libris duobus quae supersunt ed. C. Halm. Lips. 1876 (Kap. und §). 
Visconti — E. Q. Visconti, Iconographie grecque. T. II. III. Milan 1825. 1826. 
Vopiscus — in den Scriptores hist. Augustae, s. Capitolinus. 

VuUers, Lex. — I. A. Vullers, Lexicon persico-latinum. Bonn 1855. 1864; in der Regel uur fiir seltene Worter citirt. 
West, P. T. — Pahlavi texts transl. by E. W. West, Part. I. The Bundahish, Bahman Yasht and Shftyast Iftshftyast. 

Oxford 1880. Part. IL The D&dist&n-I dinik and the Epistles of Mftnushclhar. 1882. Part. III. Din&l Mai- 

nog-l khirat, Shikand-gtim&nlk vi^r, Sad-dar. 1885. Part. IV. Contents of the Nasks (Dinkart, Book 

8. 9.) 1892 (Sacred books of the East, vol. V. XVRI. XXIV. XXXVII). 
West, Shik. Gum. — Shikand-gumftnlk Vijftr ed. by Hoshang dastur Jftm&spji J&mftsp-As&na and E. W. West. 

Bombay 1887. 
Wis R&min — Wis o RAmin by Fakhr al-din As'ad al-Astarab&di al Fakhri al Gurgdni, ed. by Capt. W. N. Lees 

and Munshi Ahmad Ali. Calcutta (Biblioth. Indica) 1865. 
Wright — Apocryphical acts of the Apostles, ed. from Syriac Mss. by W. Wright. London 1871 (Band 2 enthlllt 

die Uebersetzung). 
Wroth — Warwik Wroth, Catalogue of Greek coins. Pontus, Paphlagonia, Bithynia, and Bosporus; ed. by Reg. 

Stuart Poole. London 1889. 
Xenophon — Xenophontis Expeditio Cyri ex rec. Ludov. Dindorfli. Ed. secunda. Oxonii 1855 (Buch, Kap. und §); 

die Hellenika sind mit diesem Titel citirt. 
Zart n. — The Zartusht Namah in: John Wilson, the P&rsi religion. Bombay 1843, p. 477 if. 
Zehireddm — Sehir-eddin's Gescliichte von Tabaristan, Rujan und Masanderan. Pers. Text herausg. von B. Dom. 

Petersb. 1850. 
Zonaras — Joannis Zonarae Annales ex rec. Mauricii Pinderi. 2 voll. Bonn 1841. 1844. 
Zosimus — Zosimus ex recogn. Imm. Bekkeri. Bonnae 1837. 



Digitized by 



Google 



Nachtr&ge. 

Seite ^, 21 add.: 3) Name auf der Xenophantos-Vase, 4. Jh., Oerhard, Archaeol. Zeltung XIV. 1856, 169. 214. 
Eretschmer, Griech. Vaseninschr. 1894, 117, not. 1. 

— 27S 22 add.: 2*) 'ApadKn<;, Beiterftihrer des Xerxes, fiel ao. 480, Aesch. Pers. 996. 

— 43^ 41: HUbschmanQ, Pers. Stud. 208 vermathet als Grondform awest. X8chdil>iii (glUnzend), 
-— 49**, 83 add.: At'aSxoday (armen.) bei Mose von Ealankatiik, Hiibschmann, Pers. Stud. 188. 

— 50*, 30 — "ArpaiLii;, auf der Xenophantosvase (s. z. Seite 2\ 21) — aus Atra-mil>ra oder -m&^ha, vgl. Attln- 

mitn, Aturmah; atra for &tare wie in Atradates. 

— 52*», 27 — 2U Austanea n<» 1 vgl. Marquart 529. 530. 

— 80*», 37 add.: DaSandad, Vater eines Abraham, Schriftstellers, c. ao. 720, Assemani III, 1, 179. 194. 196, 

not. 4. Wright, Encyclop. Brit. XII, 844. Budge, the Book of Governors II, 301, not 4. Thomas 
Marg. n, 222. 383. R. Duval, Joum. as. IX, 3, 151. — d. i. als Geschenk, Gnadengabe gegeben. 

— 89*, 17: ErexSa scheint nur die alterthiimliche, im n. pr. erhaltene G^stalt von areSa, Bllr, zu sein, 8. 

Bartholomae, Grundriss d. ir. Phil. 22, § 55. 

— 111% 15 add.: Gftsyandtlxt, angebl. Tochter des Re§ Galuta oder Oberhauptes der Juden des Exils, eineArt 

Esther, Gattin des Tezdegerd I, Pehlewi-Schahn&meh,* Darmesteter, Actes du VIII congr. d. 

orient. 1893, Sect. II, 193 (§asy^, pehL §a hat dasselbe Zeichen wie gft). — d. i. der Segen, das 

GlUck des Thrones (gfts, altp. gft^u). 
~ 133*, 22: zu Hurao5a nf 2 s. den E5nig Urud& in einer babyl. Nativit^tstafel bei Epping, Zeitschr. f. 

Assyr. IV, 1889, 78. Oppert das. 182. 397. 
^ 145*, 31 add.: Taskd&t, Siegel bei Thomas Joum. As. soc. XIII, n« 49. Horn, DMG. 44, 652, n« 55. — d. i. 

gegen die Erankheit (als Arzt?) geschaifen. 

— 161% 7 y. a.: Darmesteter, Bevue des etudes grecques V, 1892, 199 erkennt in Eeresftni Alexander d. Grossen. 

— 166% 12 add.: Euhendil 1) S. des Emir's Timur von Afgh&nist&n, f 1792, Schefer Hist. 92. 2) Bruder des 

Path Xftn (Path 'All Schfth) von Persien, ao. 1816, das. 86. 

— 219*, 12 add.: Nadfriz, Vater des PClrsten Pfirdz, Siegel bei Mordtmann, DMG. 29, 206, n^ 17. — d. i. Voll- 

endung des Nutzens habend, von vollkommnem Nutzen (fiir die Religion, np. nad). 
^ 248*, 18 ist statt der Worte von ri bis Narseh zu lesen: ri Perd6 Xadund bareh zi NarsehS, ich P. Xadtln, Sohn 
des N.; Xaduni ist Name einer armenischen Adelsfamilie, s. Indidean, armen. AlterthUmer 2, 172. 
Dieser Ftlrst kann nicht derselbe wie der Vater des Gllftnschah sein. 

— 248*, 33 add.: 27*) ri P^rozd xid6w-i bareh zi Nadfrlz6, ich P., Fdrst, der Sohn des N., Siegel mit Bildniss, 

Mordtmann DMG. 29, 206, n« 17 (irrig ist das Siegel S. 369% 7 erklart). 

— 251*, 6 v. a.: PeSaksar (pehl.), Gelehrter, im Nirangist&n angefilhrt, s. Darab D. Peschotan Sanjana^ Niran- 

gistan. Bombay 1894, 10. — viell. PdSakgar, np. pSSahgar (Eiinstler, Handworker)? 

— 259*, 25 add.: Eap&n, Vater des Mitru^n (S. 209% 33). ^ d. i. der ErAreuer (vgl. awest. rapaiit). 

— 800^, 34 add.: Sifregaz, Ross, auf dem Ahasueros an seinem Er5nungstag geritten ist, Levy, Chald. WB. n, 

510*, s. Fr. Miiller, Wiener Zeitschr. f. d, E. d, M. 8, 355 (vgl. Xschwlvi-wftza). — d. I. der flie- 
gende Pfeil (np. gaz, Tamariske und Pfeil; mit einem Tamariskenpfeil erschoss Rustam den 
Isfendi&r, Fird. 4, 670, 3695). 

— 338*, 4: Wafriz ist ein besondrer Name, und es ist daher das unter Wahrld u? 4 stehende hieher 

zu versetzen und hinzuzufiigen: d. i. Voilkommenheit im Guten (wah) habend; die Variante 
Gufriz bedeutet: aus(gebreitete8) Verdienst habend (gu fiir wi). 

— 508, 17: zu Oroites scheint Xollt (S. 172* 14) zu gehoren; xo oder x^ wie in Xusrau. 



Digitized by 



Google 



Verbesseriingen. 

Seite IP, 19, n<> 4: Aryu anch: The doctrine of Addai ed. Ge. Phillips 49, 13; der Name scheint das semit. (nabat.> 
Wort fUr 'LSwe', s. Marquart, Philologus, 6. Snppl. 515. 

— 13^ 23 zu streichen: Siaulkos (falsche Lesart statt Siauakos). 

— 14*, 11 1. •AmMrxftne. 

— 18*, 16 (sowie 63*, 1. 259*, 18) 1. dupsar statt diplwar; diese von Horn, DMQ. 44, 670 constmirte angebliche 

Stammform des np. deblr setzt voraus, dass dieses phoenikische Wort ans dem Nenpers. abge- 
leitet sei, denn das Pehlewi hat bereits dapir (in der Inschr. v. Naqg-i Re}eb: dablr, armen. dpir, 
Seminarist, Vorsllnger, dprapet, Oberster der Schreiber; np. dnw^r, Vnllers 1, 938*, scheint ver- 
dttchtig). Die Lesung dipiwer anf den Siegeln S. 18*, 17. 259*, 18 ist mSglich, unmSglich ist si©^ 
S. 63*, 1 ; die richtige Lesnng dupsar, Schreiber, ist allein m5glich auf den Siegeln DMG. 29, 
n^" 7, auch bei King 108, n"" 5. Das Vorkommen dieses oft auf Contracttlifelchen gelesenen baby- 
lonischen Wortes auf Siegeln pers. Beamten kann nicht befremden, wenn man die babylon. 
Legende aus seleukidischer Zeit: Mitra dupsar (Strassmaier, Zeitschr. f. Assyriol. 3, 136) be- 
rticksichtigt 

— 21% 15 1. 'Appdpioi;. 

— 22*, 49: Ariaios n"" 1 ist wahrsch. urspriinglich Fiirst der Eadusier, s. Marquart 513. 

— 48*, 8 u. 51% 5: Atamazas ist aus Versehen zweimal angefiihrt. 

— 62*, 39 1. Enkelin statt Tochter. 

— 63*, 1 L dupsar statt daplwer. 

— 66*, 4 V. u, 1. Wohudftta. 

— 77% 11 1. *daretar, skr. dhartAr. 

— 86*, 30 1. Pa5a(S. 

— 97*, 33 1. Vater statt S(ohn). 

— 114% 23 Gersiun richtiger zu lesen Kersiun. 

— 131*, 32 zu streichen: vgl. Udiastes. 

— 132*, 18: die hier gegebene Etymologic ist unrichtig, s. u. d. W^ yaona, S. 497. 

— 137% 7 1. Avag-Sargis statt Arag-S. 

— 142% 16: Ir&ngadehiahpuhr ist ein Ortsname, s. S. 285*, 17. 

— 150», 9: nach Bartholomae, Grundr. d. ir. Phil. 157, -d? 35 TfMre nicht y^St^a, sondem y&viStha (der jtlngste) zn 

vergleichen. 

— 152*, 4 wohl zu lesen : Klrftt(un) Fambag, das Kirfeuer (wirksame, kairya) Fambag verehrend. 

— 156*, 9 1. Yftwar statt Nftwar. 

— 162», ult 1. Kersiun, und stelle den Artikel Gersiun S. 114% 23 hieher. 

— 169% 38 statt KuStanbo^^t ist zu lesen: Kund&tunbo^et, und hinzuzufiigen : d. i. das Heldenfeuer erloset (das 

Feuer ist der Sohn des Ahuramazdah, welcher unter dem Namen Kund-Aramazd in Ani (Kamax> 
verehrt ward, Mose 1, 31 (ed. Venet. 1843, 126, 6). 

— 199*, 16 1. Schwester statt Tochter. 

— 206*, 22 1. Sftrzftd (d. i. Serzftd). 

— 209*, 33 1. Rap&n statt daplwer samt Parenth. 

— 217*, 28 L Dahdezah. 

— 230*, 24 1. Berawftn. 

— 234*, 23 zu streichen: Oroizes s. Orhozes. 

— 244*, 2 V. u. zu streichen: (armen. bag). 

— 250* 1 : diese Etymologic ist nicht sicher, well pehl. patrdd (wie armen. patroyk Docht) erwartet wird, s. Hiibschmann^ 

Pers. Stud. 45; man k5nnte indessen auf pai-t&k aus paiti-daya und auf denUmstand hinweisen, 
dass P^roz zuerst im 5. Jh. als Name des Sasaniden (n<> 18) auftritt; die vorhergehendenPersonen 
kdnnen sUmmtlich mit der spfttem Form, die vielleicht schon kurz vor Perezes gebildet war, be- 
nannt worden sein. M^glich wftre indess auch die Entstehung aus pairi-rao^ (skr. pari-roka- 
mftna), dessen erstes r Wohllauts halber unterdrUckt ward. 

— 259*, 18 s. zu 18*, 16. 

— 266*, 14 1. 1789. 

— 276*, 2 1. Bundar statt Bandar. 

— 356*, 38: n« 25 ist zu streichen. 

— 369*, 7 ist Gundafare n"" 4 zu streichen, da die Siegelinschrift anders zu lesen ist (s. Nachtrage zu 219*, 12). 

— 504, 9: Phadinamos ist vielleicht synonym mit np. rah-nama, Anfuhrer; phadio, skr. padya, ags. flit. 



Digitized by 



Google 



''Apapo^ (skyth.), 1) Vater des Orontes aus Olbia, 
C.I.Gr. II, 129, n«2060. II, 142, n^2088. La- 
tyschev 1, 135, n* 102. 136, n* 103. 2) fem. Ababa 
(Hababa), Alanin, Oattin des Gothen Micca und 
Mutter des Kaisers Maximmns des ftltem, Capitol. 
XIX, 1, 6. 
vgl. MttllenhoflF 557, Aiimerk. 

Ab&d&n, XodftbaxS Far5d Abftdan, modemer Parsen- 
Name, West, P. T. I, XXXII. 

Ab&dhir s. Bfidruwft. 

Abbftgrahftn, Feldherr Sapors II, ao. 363, HoflF- 
mann 34 (ycnK^I)* 
vgl. Baghrah? 

Abagthft, Kilmmerer des Ahasveros, Esther 1, 10; 
im griech. Text (de Lagarde 507) ZaGoXGa. 

AbftliS (pehl.), al. Abalia, Abarag, Ketzer (Zendlk) 
zur Zeit des Chalifen Mftmtin (813—833). West, 
P. T. 3, XXVII. Gujastak Abalish, publ. par 
A. Barthilemy. Paris 1887, 8. 
vgl. Abaris. 

Aban s. ApSm. 

'Apavbdvn?, Gesandter Xusraus I an Belisar ao. 542, 
Prokop. 243. 244 (al. BapbAvn?, Banadares). 
Theophanes 343. 'ApavbdZnq, Theopbanes 342. 
Cedrenns 1, 653. 

d. i. den Genius Aban (Apam) kennend (?), 
doch vgl. Awendan. 

Abanduxt, Gattin des Dara, Aba Tahir von Tarsus 
bei Gobineau 2, 432. 

Aban-Jab06, ein Bewohner von Rai, bei welchem 
Yezdegerd III auf der Flucht verweilte (bis 
640), Tab. 2681, 9. Athir 3, 25, 24. NOld. 
P. St 401. 

Aban-JuSnas (arab.), S. des Warld, nach seinem 
Uebertritt zum Islam Abd Mansttr al-munaj}im 
(der Astronom), Ibn Chall. X, 51, 20 (IV, 84). 

Abarduxt, T. des Rehabeam, Gattin des Bahman- 
Ardaglr, Mojmel, J. as. Ill, 11, 174, 9. 

"Apdpiq, Hyperboreer, Priester und Heilkttnstler, 
Herod. 4, 36. Pausan. 3, 13, 2. Philostratos 
vita Apoll. 7, 10, 1. lambliehos, vita Pythag. 

Jnstf, Ferd^ Irsnisches Namenbnch. 



I, 90 (194). Porphyr. das. II, 28 (58). Hime- 
rios, or. 25. 
vgl. Boeckh, C.I.Gr. II, p. 112; und AbaliS. 
Abarsam 1) Perser zur Zeit ArdaSlrs I, Tab. 816, 12. 
Athir 274, 18. Aba Hanifah bei Dom, Bullet 
Acad. St Petersb. I, 1844, 281; vgl. Harjand 
und NOldekes Tabari 9. 2) Aprsam, Armenier 
aus dem Hause Spanddni, ao. 420, Mose 3, 56. 

3) Armenier aus dem Haus Artsrtlni, ao. 451, 
Eligfi 21b\ 241 \ Laz. Pharp. 129, 1. 148, 14. 

4) s. Sprham. 

Bemerk.: armen. aprsam (Balsam) scheint nur zu- 
failig iibereinzustimmen. 

Abarwiz s. Aparwfiz. 

Abarzam (Hs. abl Barzam, das bl scheint unrichtig), 

Vater des Patak, Fihrist 327, 30. 
'ApdcJTaKTO^ s. WaStak. 
'ApttToJa, einer der 7 Eunuchen des Ahasveros, 

Esther 1, 10; im hebr. Text Sethar. 
'Apauxaq, Skythe, rettete seinen Freund Gyndanes 

aus dem Feuer, Lucian. Toxaris 61 (444). 
Abdagaeses, Parther 1) Vater des Sinnaces, Wezir 

Tiridates III, Tac. 6, 42. Joseph. A. J. XVIII, 9, 4. 

2) Abdagases, Schwestersohn des Gundopheres, 

Mtinze mit Bildniss, v. Sallet 167. Percy Gardner 

XLIII. 107, pi. XXIII, 1. 2. V. Sallet, Zeitschr. 

f. Numism. 10, 164; in der Legende de obitu 

Mariae AapbAvriq, vgl. v. Gutschmid, Rhein. Mus. 

XIX. 1864, 165 = Kleine Schriften II, 337. 

Spiegel, Er. Alt. 3, 69. 
'ApbdpaKO^, Vater des Alexandros und des Or- 

siomichos, Inschrift von TanaYs, c. ao. 230, La- 

tyschev II, 281, n** 454, 14. 15. — np. abdar 

(saftig, reich). 
'ApbicxadpTiq, wahrscheinlich Sohn des Arsames, 

Vater des Xerxes, armenischer KOnig in Arsa- 

mosata, urn 200; Mttnze mit Bildniss: Visconti II, 

336, pi. XVI, 4. Babelon CXCIV, 211, pi. XXIX, 

3—5. 
Abdus, Parther, Eunuch zur Zeit Artabans III, ao. 

36 n. Chr., Tac. 6, 31 (37). 

1 



Digitized by 



Google 



'Ap^aKoq 



Adalya 



pehl. apd (vorbereitet fttr die andere Welt, 
GanJ-e Sayagftn § 69), pftrsi avad (wunderbar, 
Abftlisb 59), np. afid, vgl. Darmesteter, Et. 
iran. 2, 215. Horn, Grundriss 263. 

Bemerk.: Abd-i yazdSn auf einem sasanischen 

Siegel (Mordtmann, DMG. 18, 24, n*» 55, Taf. Ill) ist 

soviel wie 'Abdailah' und enthftit das semit. Wort 
'Diener'. 

•Ap^ttKoq, KOnig der Siraken am Achardeos, der in 

die Pains maeotis fliesst, znr Zeit des Phamakes 

von Bospoms, Strabo 506 (711, 19). 
Aberzl, Abrizi (AbrizI), erster Herrscher von Bu- 

X&ra, mit dem Sitz in Paikand, Sachan, DMG. 

28, 450; bei Schefer, Chrest. pers. 12, 1 Abrawl 

(Abrdl?), w fUr z i^jji\ ^53;^'. 
AbeSara, Tochter des Asp'akur, des letzten arsaki- 

dischen KOnigs von Georgien, Gattin des ersten 

sasaniscben, Mirian (Mihrftn), Brosset, Hist. 1, 83. 
Abl, S. des Fan&x^ra^; Enkel des Agak, in einem 

partbischen Stammbaum, Zebiredd. 152, 7. 
Abid, S. des Anbld, Vorfahr des SOxra, Tab. 878, 2. 
vgl. Bid; 'Apeiba, 'Aoueibo^, Hoffmann 91. 

Blau, DMG. 27, 353 ist nicht pereisch, sondem 

syrisch. 
A*bhix^arcnanh, seine FrawaSi angemfen yt. 13, 117. 
*ApiXTaKa jivriiLiova (d. i. Artaxerxes Mnemon, wie 

Reland, ling. vet. Pei*s. S. 99 zuerst erkannte) 

TT^paai, Hesych, wahrscheinlich nach Ktesias; 

von Oppert, Mfedes 229 in 'ApidraKa (A statt A) 

verbessert und aus altpers. abi und yata, np. 

yad erklart. 
Abistamenes, Satrap von Kappadokien, Curtius 3, 

4, 1 (bei Arrian Sabiktas). vgl. NOldeke P. St. 

32, Not. 1. 
*ApXu)vaKoq, S. des 'Apcniouaxoq, Strategos in Olbia, 

Latyschev I, 95, n** 58. 
*'ApvaK0^, Vater des AbnOzos und RathagOsos (s. diese). 

vgl. Amnagos. 
^'ApvwZo^, 1) S. des Abnakos, Strategos in Olbia, 

Latyschev I, 95 n** 58. 2) S. des RathagOsos, 

Strategos in Olbia, C. I. Gr. II. 133, n** 2070. 
'APpabdTaq, KOnig von Susiana, Gatte der Pantheia, 

Freund Kyros des Grossen, Xen. Kyi'op. 5, 1, 3. 

7, 1, 32. Lucian Imag. 20 (411). Philostrat. 

Imag. 2, 9, 2. Tzetzes 1, 70. 594. 3, 648. 

Aupabdiaq, ^Appabdiaq, Eusthatios Philos., Erotici 

script, grace, rec. Hercher 2, 233, 21. 

d. i. von Ahura gegeben. Pott, DMG. 13, 423. 
Abragan, Vater Xusraus, Feldherm Xusraus n, 

N5ldeke, Tab. 482. 
Abrawl s. Aberzl. 



Abraz, Titel (Beiname) des Mah5^, Marzban von 
Marw, ao. 656, Tab. 2888, 8. Athir 3, 226, 8. 
Abraz heisst der Fdrst von Nasa in Xorasan, 
Ibn Chordadbeh 39, 12; aus Abraz scbeint Abtl 
Baraz gemacht worden zu sein, woraus weiter 
ein Sohn Baraz des Mah5^ gefolgert wird, s. 
Prym zu Tabari p. 2879 note, 
np. afraz, avraz (hoch, bervorragend). 

'APpdato^ 1) S. des SusulOn, Strategos in Olbia, 
Latyschev I, 107, n** 71. 2) ''Appatoq, S. des 
SambQs, Vater des Xaraxenos und Warzbalos, 
C.I.Gr. II, 132. 133, n** 2067. 2070. 3) S. des 
Xuarsazos, Strategos in Olbia, Latyschev I, 89, 
n** 52. 4) Vater des Strategos Demetrios, Gross- 
vater des Xessagaros (?), C. I. Gr. II, 134, n" 2072. 

Abrodag s. Ferttdeh. 

*AppoK6|LiTi? 1) S. des Dareios I und der Phrata- 
gune, fiel bei Thermopylae, Herod. 7, 224. 2) 
'AppOKOjiaq, Satrap von Syrien, Feldherr des 
Artaxerxes II gegen Kyros ao. 401 und in Aegyp- 
tenao. 389, Xenoph. Anab. 1, 3, 20. Diod. 14, 20. 

Bemerk.: Verschieden von diesem ist der griech. 
Name Habrokomes, Erot. Script, gr. ed. Hercher 1, 
329, 13; und lat. Umidius Abrocoma, C. LLat. H, ed. 
Hilbner, p. 611 « n'»4593. 

'AppoZeXjiTiq, Dolmetsch des K5nigs Seuthes von 

Thrakien, Xen. Anab. 7, 6, 43. 
AbradhSfih s. FerUdsab. 

'AbSOt U^^=^, d- i- des Glanzes froh (?), HoflF- 

mann 90; vgl. Zarbawi§t; vgl. Af§ad. 
Abtftnbad s. Haftwadh. 
Abtin s. Athvya. 
'ApouXiTiiq 1) Perser unter Artaxerxes II, Ktes. 

Pers. 63. 2) Perser, Satrap von Susiana, von 

Alexander get5dtet, Arrian 3, 16, 9. 7, 4, 1. 

'ApouXrJTnq Diod. 17, 65, 5. Plut. Alex. 68, 4. 

Curtius 5, 2, 8. 

Der 2. Theil des Namens erinnert an die alt- 

susischen Namen Attamitu, Tamarritu. 
Abflrkahd, S. des Hurkahd, Vater des WQhan, 

Mojmel, J. as. Ill, 11, 167, 3. s. Ayanhad. 
Abhurzadh ^l^oo), Beamter Sapor's II, ao. 363, 

o\y^\ Oder o^^yl ? HoflFmann 27. 
Abzan, ASkanide, S. des Balag, Vater des Gflderz II, 

Tab. I, 710, 11; sonst Bl2en. s. We2an. 
Adaarmanes s. Adharmaban. 
Adaces, Satrap, fUllt gegen die Rdmer unter Julian, 

Ammian 25, 1, 6; bei Zosimus 163 A&Kqq (a 

geht vorher); vgl. N5ldeke, P. St. 33. 
Adalya fit^H«, S. des Haman, Esther 9, 8; im griech. 

Text Bapea (de Lagarde 535). vgl. Adolios. 



Digitized by 



Google 



AdanttS 



Adhamarseh 



Adftnttiy kam za *AbrA ak Abgesandter and ward 

von ihr der Augen beranbt^ Vullers, Lex. I, 73**. 

1. AdharnflS? 
Adhar, Seix Adhar aus Isfarftin, Dichter, Pertsch 

629, n^ 135. 
AdharafrOz 1) S. des Isfendiftr, Fird. 4, 436, 922. 

2) vgl. AzftdferOz. 
AdbarafrOzgurd jj^ia^jl, Broker Sapor's H, Hoflf- 

mann 24. ^^S^y^J^o\ Forsball, Catal. codd. orient. 

Mns. Brit. 1, 1 10, nM 1. Ein andrer, Adharafzgerd 

geschrieben, Hoffmann 51. 
d. i. Held, der das heil. Feuer anztindet (schQrt). 
Adarak (Adrek), Tochter des Yezdegerd IH, Ma- 

sudi 2, 241. 
np. idrik (wilde Pflaume)? vgl. Adrach, Atrik. 
Adharftn, Beiname des ASak, s. Arsakes, n** 9 ; 

Adharan ist der Name eines bestimmten Feuers, 

8. EliSe 200*. 206*; Spiegel, Eran. Alterth. 3, 575. 

Avesta fibers. H, LXX. 
Adbarbi&n s. Arzanban. 
AdharbOzI jIoo^j], M5bed des Yezdegerd I, Hoff*- 

mann 36; I ist wohl d zu lesen (^ statt *): 

Adharb5zed; s. AtflnbOg^t. 
Adarbuxt s. Atarebuxta. 
Adharburzin 1) S. des Faramnrz, Reichspehlewan 

des Bahman, Mojmel, J. as. HI, 11, 168, 4. 

355, 12. IV, 1, 417, 14 (aus dem Bahman- 

nameh). 2) Perser aus Kirman, Mohl, le livre 

des Rois I, XIX. LXVIII. Ouseley, Notices of 

Persian poets 61. 
naeh dem heil. Feuer dieses Namens benannt. 
Adharfar s. Atarex^arenanh. 
AdharguSnasp 1) t«^mi#Q^], Maupat (Mobed, 

Praefectns) in Chulsar }m\o»> bei Seleukia, ao. 
343, Assemani 1, 189*. 2) Atrwgnasp Yozman- 
dean, Marzpan von Armenien 464—481, Laz. 
Pharp. 205, 15. 3) AtrwSnasp Itapean, Feldherr 
des Peroz, ao. 483, von Nerseh Eamsarakan ge- 
ttJdtet, Laz. Pharp. 223, 10. 226, 23. 4) Abar- 
guSasp, unter Xusrau II, Fird. 7, 162, 1906. 
AbaiJuSnas, Vater des Namdarjfugnas, Tabari 
1062, 15. Atargftgnasp, Siegel, Horn, DMG. 
44, 655. Ein Buch des Nahr (Mihr?) Arda- 
(Adar)-Ju9nas, von RaihanI (f 834) nennt der 
Fihrist 119, 20. 5) AtaxS (mit verstarkter Aus- 
sprache des §) -i GuSnasp, Siegel, Mordtmann 
DMG. 18, 33, n^ 101 (T. V, 4). 

nach dem Genius des hell. Feuers dieses Na- 
mens benannt, womit oft Helden verglichen wer- 
dcn, z.B. Fird. 1, 318, 1281. 



AdharhOrmlzd (I kurz) 1) christlieher Priester in 
Hormizd-ArdaSir, ao. 499, Guidi, DMG. 43, 401^ 
12. 2) Bischof von Susa, ao. 577, Guidi, DMG. 
43, 404, 3. 3) S. des Hormiz SerOSan, Vater 
des Sahin, Fihrist 121, 1. 

Adhar-HoSang, angeblicher persischer Prophet, aueh 
Mahabad genannt, Burhan-i qati' bei Vullers^ 
Lex. I, 24^ 

Adarl, Jelal ed-din Hamzah, S. des 'All Malik aus 
Sabzwar, Dichter, f 82 Jahre alt 1462 in I&- 
farain. Hammer 300. Sprenger 315. 
d. i. der im Monat Abar (November) gebome. 

Adhar-i humayOn, Zauberin aus dem Stamme des 
Sam, zur Zeit Alexanders, Burhan-i qatf bei 
Vullers, Lex. I, 24^ 
d. i. das glackliche (faustus) Feuer. 

Adarkar, Vater des Hamurz (s. diesen). 
d. i. der Feuer macht. 

Adhane^ar 1) Vater des ZarduSt (s. diesen). 2) S. 
des Yazdanjugnas, Geometer, starb 1049, Zeit- 
genosse des Alberttnl, der ihn nennt 44, 6 (54). 
99, 15 (107). vgl. Atttne^arSet. 

Adharxurdad, Mobed, Burhan-i qati' bei Vullers, 
Lex. pers. 1, 23*. Naeh dem heiligen Feuer 
dieses Namens (worttber jedoch zu vgl. Dar- 
mesteter. Etudes ir. 2, 83) benannt. 

Adharmahan, Adharmanan s. Attlrmah. 

Adhamarseh 1) 'Abapvdan?. S. des Narsaios (rich- 
tig: Enkel), Job. Antioch. bei MttUer, Fragm. IV, 
605*. 'AbavdpcjTiq, S. des Narses, Zonaras (ed. 
du Fresne du Cange II, Vened. 1729) 1. 13, c. 5. 
A2)amars€, S. des Hormizd II, ao. 310, Lebeau 
1, 225. Nmdeke's Tabari 51, not. 3. 2) Atr- 
nerseh (armen.), S. des Wasak von Siunik, Laz. 
Pharp. 93, 33 (Handschr. Amimerseh); Brosset, 
BuUet. 4, 1862, 502. 3) Atrnerseh, Feldherr 
des PgrOz, ao. 482, Laz. Pharp. 223, 9 (puSti- 
panatsn salar, Befehlshaber der Leibwache). 
4) Atrnerseh oder Nerseh, S. des BakQr HI, 
Fttrst von Georgien, Nachfolger des Stephanos I, 
620 von Kaiser Heraklios eingesetzt, t 639, 
Brosset, Bullet. 4, 1862, 515. Hist. 1, 227. 
Introd. XLIX. 5) Atrnerseh, Fttrst in Siunik, 
ao. 768, Tschamtschean 2, 411, 23. 6) Atrnerseh, 
S. des Wasak BagratOni, Vater des Kuropalat 
ASot von Tayk (f 826), Tschamtschean 2, 408, 
11; nach Wachtang ist Adamase (georg.) Sohn 
des Nerse, des Sohnes des Waraz-Bakur, des 
Sohnes des Guram, s. Brosset, Bullet. 1, 1844, 
167. 174, Hist. 1, 259. 7) Adamase Adama- 
sian (georg.), FUrst in Karthli, Gatte einer Tochter 



Digitized by 



Google 



Adharnarseh 



'Ab€un« 



des K5nig8 Mihr, Brosset, Hist. 1, 248. 8)Adar- 
nase, S. des ASot Kuropalat (f 826) und einer 
georgischen Prinzessin, Vater des Gurgen, ASot 
und Smbat, Brosset, Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 
1, 261. 9) Atrnerseh, S. des Sahl von Gelar- 
kflni, Gatte der Spram, der Schwester des Ste- 
phanos von Albanien, Tochter des Waraz-Trdat, 
nnd Nachfolger dieses seines SchwUhers, K5nigs- 
liste des Mxitbar von AyriwanK; Thomas 191, 
2 (153). Abaraarsg, Ibn Maskowaih 548, 13 
(ao. 853). Brosset, Bullet. 4, 1862, 521. 523. 
Hist., Addit. 478. 10) Atrnerseh, Ftirst von 
XaCen in ArtsaK, von BUgha gefangen, ao. 854. 
Asojik 135. Tschamtschean 2, 450, 37. 11) 
Atrnerseh, S. des Wasak, Bruder des Babgen 
Philips von Siunik, InfiiSean, Geogr. v. Alt- 
armenien 286, 3. Brosset, Bullet. 4, 1862, 505. 
12) Adamase, S. des Bagrat I, Kuropalat in 
Georgien, Bruder des KOnigs Dawith I (f 881), 
t 874, Tschamtschean 2, 408, 16. Brosset, 
BuUet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 269. 282. 13) Adar- 
nase, S. des loane, Sobnes des Giorgi I von 
Ap'xaz und von Bagrat I getftdtet 887; seine 
Gattin, welche den MOrder heiratbete, war die 
Tochter des Guram, des Sobnes des ASot Ku- 
ropalat, Brosset, Bullet. 1, 1844, 194. Hist. 1, 
273. 2, 641. 14) Adamase, S. des Gurgen von 
ArtanOj, Bruder des ASot Kux, Vater des Da- 
with, Gurgen und der Dinar, deren Gatte Adar- 
nase von Hereth war, Brosset, Bullet. I, 1844, 
167. Hist. 1, 272. 283. 284. 15) Atrnerseh, S. 
des Dawith BagratUni, Kuropalat und K5nig 
von Iberien (Georgien), von Smbat von Armenien 
899 als KOnig gekr5nt, reg. 881—923, Thoma 
237, 4 (191). Samuel v. Ani 433. Job. Kathol. 
172. Tschamtschean 2, 408, 17. 870, 1. 'Abpa- 
vacTrj, von Kaiser Leo VI 898 zum Kuropalat er- 
nannt, Konstant. Porpbyrog. 199, 5. Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 155. 167. 6, 1863, 493. Hist. 
1, 271. 273. 280. 16) Atmereeh, S. desGrigor, 
Neflfe der Sabanduxt I und der Gemahlin des 
ASot Erkath, Obeim der Sabanduxt II, Brosset, 
Bullet. 4, 1862, 529. 17) Adamarseb, S. des 
Hamam, Konig der Scheki im Kaukasus, ao. 944, 
Masudi 2, 68; vgl. Dom, Bullet. Acad. 21. Nov. 
1871 = mi asiat. VI, 658. 18) Adamase, S. 
des Bagrat, des Sobnes Smbat's von ArtanQj, 
Vater des ASot, Dawith und Bagrat, wird MOnch, 
t 945. 'AbpavacJ^p, Konstant. Porphyr. 207, 7. 
Brosset, Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 272. 283. 
19) Atrnerseh, S. des Sevada, genannt ISxan 



(Fttrst), NeflFe von n** 16, Bruder des Senekerim 
von Albanien, der durch Adoption Kdnig von 
Siunik' wird, und der Sabanduxt 11, Brosset, 
Bullet. 4, 1862, 529. Hist., Addit. 479. 20)Adar- 
nase, S. des Bagrat, in Tayk, f 961, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 280. 284. 21) Adar- 
nase, Kuropalat, S. des Smbat, Bruder des Da- 
with Oder Bagrat Regwen (f 994), Vater des 
Dawith des Grossen, f 983, Brosset, Bullet. 1, 
1844, 167. Hist. 1, 280. 284. 22) Andaraas, 
S. des KOnigs Lewan (Leo) von Georgien (f 1709) 
und einer Nebenfrau, geb. 1707, russischer Ge- 
nerallieutenant, f 1784, Brosset, M6m. 6, 4, 1840, 
480. 

AdhamUS s. AdanUS und An5S&dhar. 

AdharpaiOb 1) Gelehrter unter Xusrau I, Peshotun 
D. Bebramji Sunjana, The Dinkart 2, 116. 
2) Zoroastrier, Verfasser eines Wdrterbuches, 
Salemann, Bullet. 32, 1888, 361, 9. 

d. i. der nach dem Feuer geforscht hat (mit 
den Eigenschaften des heil. Feuers bekannt ist) ; 
vgl. dftnis-pa^Oh, Fird. 1, 132, 215. 

AdharSapQr s. AtOrSfthpubr. 

AdarsipaSt (? vi>w-MwuM>*;O0, S. des Adarbuxt, Bruder 
des JuSnasf, M5rder des Dftrft (Dareios III), 
Eutych. 1, 274, 13; bei Alberftnl NauJuSnas, S. 
des Abarbuxt. — d. i. das heil. Feuer bebtttend. 

AbartUs (oder AbftrtUs), Gatte der Mutter *Abra's, 
der Geliebten des Wfimiq, Burhan-i qati' bei 
Vullers I, 22*. 

AdharwalaS, S. des Mihr, persiscber Statthalter in 
Gelan und Tabaristan, von Gil Gawpareb unter 
Zustimmung des Yezdegerd III verdrangt, nach- 
dem er 25 Jabre regiert batte, 620 — 645, Ze- 
hiredd. 40, 3. 42, 3—4. 10. 319, 9. 

'AbcpTOubouvpdbtiq, Verwandter (guTT^vrj?) des Gu- 
sanastades und nach dessen Hinrichtung Chana- 
ranges der Grenzprovinzen, Vater desWarammes 
(Werethraghna n** 19), von Xusrau I hingerichtet, 
Prokop. 33. 118. 

vgl. P. de Lagarde, Gesamm. Abbandl. 185. 
Spiegel, Eran. Alt. 3, 395. HoflFmann 297; durch 
Versctzung des n vor d wtirde der Name Ader- 
gundubades lauten und pehl. gund (Ardawlraf 
99, 10), armen. gund (Bataillon, Laz. Pharp. 
Ill, 7), kurd. gund (Dorf) afgh. gund (Bund 
mehrerer Clane oder Stamme) enthalten. 

Aderk s. Atrik. 

*Ab€UTiq, Perser aus Aegypten 1) ertrank bei Sa- 
lamis, Aeschyl. Perser ;.312; vgl. Keiper 63. 
2) Atiuhi (tistd), S.desArtames und derKenfa 



Digitized by 



Google 



Adhin 



'AcpqMxppfiv 



(f ist ts), Beamier des Dareios I und Xerxes, 
Inschrift you Hamam&t, Lepsins, Denkm&ler III, 
283. Bruggch, Aegypt. Gesch. TOT. Wiedemann, 
Aegypt. Gesch. 683. 686 (bis zum 13. Jahr des 
Xerxes). — awest. adhawiS (unbetrflgbar, Name 
des Ormazd, yt. 1, 14 und Mithras yt. 10, 143). 

Adhin 1) S. des Hormuzftn, Feldherr des Yezde- 
gerd III in der Schlaeht von Siraw&n im Zagros, 
Tabari 2478, 3. Yaqut 3, 215, 3. 4, 393, 4. 
Athir 2, 409, 5. 2) ein Grosser am Hof des 
K5nigs Manbad, Vertranter der Wis, Wis o Ramin 
14, 7. 294, 1 (ungeschichtlich). 3) S. des Bun- 
dadb, Freund des 'Othman, des Vaters des abba- 
sidischen Feldherm Abu Muslim, Ibn Chall. IV, 
71, 4 (2, 101). 4) Feldherr des Babek, von 
Afgin ao. 836 geschlagen, Tabari 3, 1179, 4. 
1196, 10. Athir 6, 325, 17 flf. Ibn Maskowaih 
484, 2. 
d. i. Schmuck, vgl. Horn, Gnindriss 15 n** 61. 

AdblnguSnasp (arab. AdlnJuSnas), Feldherr des 
Hormizd IV gegen Bahrftm TschObIn, Tab. 995, 
11. NOldeke 276. Ai'ln-gugasp, Fird. 6, 690, 
1761. Arinjusnas al-xtlzl (aus Susiana), Masndi 
2, 214. 

Admathft, einer der 7 persischen Ftlrsten, Esther 
1, 14 (fehlt im griech. Text). 

Admgt (pehl.), Priester 1) S. des Aschawahist, 
Vater des Atftnpat, Dinkart I, p. III. West, 
P. T. II, 399. Minocheherji, Pahlavi Dictionary 
S. 314 (nngenaue Orthographic). 2) S. des 
AtQrpat, Enkel des vorigen, Siegel mit Inschrift 
i. (d. i. ginaxt, zu erkennen, n&mlich ist die 
Bichtigkeit der untersiegelten Urkunde) Adm6t-i 
Atnnpatan . afztln Snum, A., S. des AtQrpat; 
Vermehimng der Freude (sei ihm, awest. xSnaoma), 
Thomas , J. As. Soc. XIII, n* 77. Mordtmann 
DMG. 18, 32, n^ 92 (Taf. II, 4). Justi, das. 
46, 284. 3) S. des Ab&nzad, g. Admet-i Mazft- 
tian Apftnzat, Mordtmann, DMG. 29, 210, r 30. 

- Justi, das. 46, 286. 

pehl.adm^t(Hoffnung, Dinkart 1, 32, 15 [cap. 35]), 
auf dem Siegel bei Mordtmann DMG. 31, 585, n*^ 3, 
Jn8ti,das.46,284. 286 admet saryazdati, Hoflfhnng 
auf die Gottheit; vgl. Umld; ad wttrde die Post- 
position altpers. adiy, skr. adhi sein. Horn, 
Grundriss 253 sieht hier tiberall eine fchlerhafte 
Schreibung statt Um^t, nimmt aber als nenere 
Form von adiy das € in €wftn, ewftr und esta- 
dan an, welches dem Gstftdan des Pehlewi (mit 
5, altp. awa) ebenso gegentlbersteht, wie Emet 
(geschrieben s^^sa^jJ, verlesen in Adm6t, da d 



and y dasselbe Zeichen haben) dem OmSt. Es 
Hesse sich denken, dass in einem Eigennamen 
die alterthtlmliche Form ad erhalten wftre, and 
es lUsst sich schwer voraassetzen, dass die Parsi- 
gelehrten einen mehrfach vorkommenden Prie- 
stemamen falsch gesprochen hfttten; vgl. Demet? 

'Ab6Xio^, S. des armen. Proconsuls *Ak4kio^, Reiter- 
ftihrer unter Belisar, fiel nach der Schlaeht von 
Angl5n, ao. 543, Prokop. 160. 243. 267. 'AboOXio? 
Theophanes 342. Cedrenus 1, 653. — vgl. Adalyft. 

'Abibp, Armenier, Befehlshaber von Artagera (un- 
genau: Artaxata), verwnndet den Gains Caesar, 
der bald darauf stirbt, Strabo 529 (743, 21); 
andere Namensformen : Adduns, Velleius 102, 2, 
"AbbiDv, Dio 55, 10* 6, daher auch Zonaras 2, 
422, 14. Addon, Tschamtschean 1, 280, 40. 
Donnes, Floras 4, 12 (120, 16). Domnes, Sextus 
Rufus c. 19. "AbiDv ein phrygischer Fl5ten- 
spieler (semit.?) bei Alkman, Athenaeus 624^ (3, 
376, 23). "AbiDV erinnert an das semit. Wort 
fllr 'Herr\ 

'AbopiiadvTiq s. AtUrmah&n. 

"'AbocrOo^, S. des Arsakes, Inschrift aus Olbia, La- 
tyschev I, 148, n** 117. — altiran. *a-duSta (skr. 
aduSta, schuldlos, gut)? 

Adrax, Obermagier in Arbela, ao. 350, Acta Sanct. 
22. April, in, 2S\ — vgl. Atrik. 

Adharafr5zgerd s. AdharafrOz. 

Adhtlrhormazd ?U^oik>9] Hoffmann 65. 

AdhurkhwarkhSed s. Attbrx^arSet. 

*Abiip|Liaxo^ s. AtQrmfth. 

Adhurparwa 1) unter Yezdegerd I, Hoffmann, 9. 
11. 12. 2) Atto farbai, S. des Akadbft (der 
keine Lttge spricht, aram. kadba), Destur unter 
Xusrau I; man hUlt parwa, farwft fUr eine unrich- 
tige Form von farna und den Namen ftir den- 
selben wie Adhurfarnbag, s. NOldeke, G5tt. gel. 
Anz. 1880, 884. — d. i. Scheu, Ehrfurcht vor 
dem heil. Feuer habend, np. parwft (ftlr parwfts). 

Adtlrzat s. Muzd-Mitn. 

'Aboiicjioq, Pereer, Satrap von Earien, Xen. Kyrop. 
8, 6, 7. — d. i. dem man nicht B5ses zufilgen soil, 
vgl. skr. a-dtiSya? 

Afarln 1) Sams ed-din Afarin, Dichter, Pertsch 
469. 631, n^ 274. 2) §fih Faqlr Allah Afarln, 
Saft und Dichter, geb. in Lahore, f 1741, Spren- 
ger 118. 150. 317. Rieu 710*. 
d. i. Beifall, Lob (Dichtername). 

'Aqxpapp&v, Gesandter des Narses an Galerius (ao. 
297) Petrus Patric. 126, 18. 

d. i. stolz, mUchtig (?); vgl. pehl. aparwand. 



Digitized by 



Google 



'AqKXpvop 



Agttrhi 



'A9apvap; al. <t>apvav, einer der 10 SOhne HamanSy 
Esther 9^ 7; im hebr. Text Aspatha (s. Aspa- 
dates). 

Afgar (die Wunde oder der GeqaSlte), Taxallus 
Oder Dichtemame, Garein de Tassy 102. 

Afkflr 8. Pakoros. 

/AcppadpTii^ 8. Frawarti. 

'A9padTvi^ 8. Frah&ta. 

Afrandad 8. Pharandates. 

Afrftsiab 8. Fratirasyan. 

Afragtaka 8. FraSt, Wldharg-ftfraStaka. 

Afrl, Sehwe8ter und Gattin des Frawftk (Afrawak), 
Matter des HOscbang, Tabari 154; 6; Athir 
36, 3; im Bundehesch Frawakain; wohl ans 
AfrawakI verkttrzt; doch vgl. Ifrlk. 

Afrld 1) parthischer Herrscber, S. des ASkayan 
(lies Agkanan), Mojmel J. as. Ill; 11 , 520; s. 
Huwafrita, Wanubi-afriti. 2) Bisebof von Se- 
gestan (430), Guidi, DMG. 43, 396, 11. 

Afngb, Herrscber von Cbwarizm, 616 Jabre nacb 
Alexander, d. i. 305 n. Cbr., Albertoi 35, 10 
(41), Sacbau, DMG. 28, 450. vgl. 'A9piicn^ 
Inder, ziebt gegen Alexander 326, Diodor 17, 
86, 2; vgl. Droysen, Gescb. Alexanders d. Gr. 
p. 380. vgl. Ferlgbfln. 

AfrOrai, Siegel, DMG. 18, 15 n*^ 24 (T. V); Justi, 
das. 46, 283. 
d.i. Pberoras, syr. PbarorOi, aus pers. Farrux-rdi. 

AfrObag s. Fambag. 

AfrQdbIn s. FerQdbln. 

AMdgab 8. FerudbSab. 

A^ad, Eaufmann aus Yezd, 1531. Arda Viraf 
XIX: vgl. 'AbsOt. 

Afsar (Krone), Beiname des Mobammed Rida Mirza. 
pers. Fttrsten, Pertscb 670, n** 10. Afearl, Dicbter, 
Pertscb631, n°270. 

Afgin 8. Pisina. 

AfsQ, Dicbter, Pertscb 932. — wobl aus Afstis 
gektirzt. 

Afsurdeb, Rex^a-Dicbter (der in fremden Spracben 
dicbtet), Sprenger 198. Pertscb 675. 
d. i. der Frierende, Erstarrte, Melancboliscbe. 

Afstis, Mir Sir 'All aus Lucnow, Dicbter in Cal- 
cutta, t 1809, Sprenger 166. 198. Pertscb 675. 
d. i. Seufzer, Dicbtemame (taxallus). 

Aftab (Sonne), Dicbtemame des Mogbulkaisers Scbab 
•Alam, geblendet 1788, t 1806, Sprenger 198. 
318. Rieu 132\ 720\ Pertscb 675. — AftabI, 
pers. Dicbter, Pertscb 631, n^264; ttlrkiscber 
Dicbter zur Zeit des Sultan Bayazld n (1481 
bis 1512), Latifi 100. 



Aftabgad vermutbet Hoffmann 90 not. 810 fttr syr* 

l^LAO^^s^ CAbbtawgata). 
'AqpOeiiiaKO^, Sr des Dio . . . ., Mitglied einer Bru- 

derscbaft in Tanais, ao. 220, Latyscbev II, 264^ 

n^ 446, 22. — osset. digor. awdeimag (der sie- 

bente, vielleicht geboren am 7. Tage der einen 

von beiden Monatsbalften?). 
Afzab (al. Afra), Jam (Fdrst) von Sind, reg. 3 Jabre 

und t 1339, Ferigtab 2, 615, 10 (4, 423). — 

afza ist 'vermebrend*. 
AfzUd, syr. Abztld, Scbolasticus (Eskulaya) in 

Bagdad, um 870, Assemani III, 261. 
'AtAtito^, K. der Skytben, Stepb. Byz. s. v. TTavn- 

KAiraiov. 
Agab, Dicbter, Vater des Najm, Verfassers einer 

Antbologie (1845), Rieu 918\ Pertscb 631, 

n** 288. — d. i. einsicbtig, Name und Taxallus; 

Molla AgabI, Pertscb 631, n*» 286. 
Agaim-agwak, S. des Naudar, Bundebescb, Hs. 

TD, West, P. T. 1, 136; vgl. Maswak. 
Agar (d. i. acorum, Kalmus), Geliebte des Feen- 

kOnigs Gul (Rose), Rieu 772 \ Pertscb 995. 
"'Atctpoq, KOnig der Skytben, ao. 310, Diod. 20, 

24, 3; auch Yolksname und Flussname. 
'AtaOa^ 8. fapouGaq, Xarbona. 
'ATl>ap(iTaq, Perser, bei Salamis gefallen, Aescb. 

Pers. 959. — d. i. der aus Agbatana (?) H. Raw- 

linson, Joum. Geogr. Soc. 10, 1841, 146. Dar- 

mesteter, Etudes iran. 2, 27 ; fttr dtbapdiai v. 924 

vermutbete G. Hermann ^bopdrai. 

d. i. durcb Verbindung , Genossenscbaft ge- 

scbtitzt, von *bagbdb4 (vgl. skr. sakti), vgL 

Ardagdakos; dasselbe Lautverbaltniss in osset. 

agbd (Lende) awest. baxti. 
'AtXaiTdbaq, Perser, Taxiarcb unter Kyros, Xen. 

Kyrop. 2, 2, 11. 
Agonaces (var. Azonaces) einer der Begrttnder des 

Magismus, Lebrer des Zoroaster, Plinius 30, 2, 4 

(nacb Hermippos). 
AJrab, S. des Siamek, Tabari 154, 5. Atbir 35, 21. 
'ATpabAniq, ursprttnglicber Name des Kyros d. Gr., 

Strabo 729 (1017,5), vgl. Atradates, Pott, DMG. 

13, 423, und Scbubert, Herodots Darstellung der 

Cyrussage. Breslau. 1890, S. 62. 
Agbraeratba, Bruder des Franrasyan, yt. 13, 131. 

pebl. Aghrerad, aucb Gopatgab genannt, West, 

P. T. 1, 117. 135. Agbrlratb viy^l, S. des 

Pescbeng, Feldberr des Afrasiab, Fird. 1, 396, 

168; ein anderer: 4, 32, 334. Agbrlr 1, 388, 

79 (scbeint derselbe); vgl. Narawa. 
AgOrbi 8. Ogttbi. 



Digitized by 



Google 



AghoS 



Ahara-mazdab 



AghuS Weh&dhftn, E. von Gllan zur Zeit des Kai 
Chnsrau, Mojmel, J. as. IH, 11, 142. 349, 5. 
Aghas bin Webdbftn (ft ftr g) Tabari 608, 14; 
vgl. den Namen des xAttischen (hittitiseben) BnS 
Agngi, Verbtlndeten des Sarduris yon Urardbi, 
Yon Tiglatpilesar II 743 besiegt, 6. Smitb, 
Aegypt. Zeitscbr. 1869, 12. Tiele, Babyloniscb- 
assyr. Gescbicbte 219. 

Agftg, ein Ttlrke, Stattbalter des Asp&r in Rai (ao. 

316 = 928)ZebIreddInl73, 17.— np. iJ^jiT, Lh^ 
(Diener). 

Abaduyftd s. Abara-mazd&b n*" 4. 

Abang, Dicbter aus Yezd, Pertscb 632, n" 378. 
d. i. Melodie. 

Abaswerns s. Xgayargft. 

Ahra (? \^\), Vater des Abu Ja'far Zarfitubt, N5l- 
dekes Tabari XXIII, not. 1 ; vgl. Zarat)u§tra n** 10. 

Abran, ein Grieebe, Binder des Mirin, Eidam des 
Kaisers, Scbwager des GuStasp, Fird. 4, 318, 
469. — persiseb? 

Abamstut, Vater des Saena und Fradibaya, yt. 
13, 97. West, P. T. IV, 262. 

AbOn, Freond des A2i dabaka, Mojmel, J. as. IV, 
1, 414, 6. — pebL ftbQ (Laster), aueb abOk; On 
ist zn erklftren aos dem znweilen doppelt ge- 
sebriebenen Verticalstrieb am Ende, s. Jamaspji 
Dastor Minocbeberji, Pablawi Diet. p. 90. 162. 

Abora-mazdab, Name der persiscben Gottbeit, pebl. 
Obrmazd (gesebrieben Aubrmzd) mit einer abn- 
licben Umstellang des b wie in Ogbang (ge- 
sebrieben AuSbng) fttr HauSang, HoSang; Aupo- 
\i&abr](; bei Hermippos, 'QpO[x6lr](; bei Endemos 
von Rbodos, Pseado-Plato im Alkibiades, Pla- 
tarcb in Is. et Osir. nacb Tbeopomp, Porpby- 
rios, vit. Pytbag. II, 41 (72); spater 'Opjilaba?, 
8. de Lagarde, Gesamm. Abb. 150. NOldeke, 
DMG. 46, 138; bei Firdusi Aurmazd, Ormizd 4, 
370, 149. 5, 92, 379. 6, 458, 3590. Hurmazd, 
Hormizd, 3, 362, 827. Hurmnz, Hormiz 3, 344, 
618; als Planet Jupiter Aurmazd 4, 696, 4017; 
syr. HQrmizd oder HOrmizd (i oft plene ge- 
sebrieben), ar. Hormuz ja^^ bisweilen Hormizd 
^jA^. Wie andere Namen gOttlicber Wesen wird 
aueb Aburamazdab als menseblieber Eigenname 
gebraucbt und zwar obne dass ein anderer Be- 
griff (wie *von A. gegeben') binzuzudenken ware, 
wie es bei den elliptiscben tbeopboren Namen 
im Semitiseben der Fall ist (Wellbausen, Reste 
arab. Heidentbumes. Berlin 1887, 4 — 6). 1) Or- 
mizd, S. des GuStasp, fllllt in der Seblacbt gegen 



Aijasp, Fird. 4, 400, 501 : bei Maean und Vullers: 
§$r5. 2) in den (ungesebiebtlieben) Listen der 
Arsakiden erscbeint unter deren Vorfabren ein 
Hormuz, S. des Sabm (Sam), des Sobnes Isfen- 
diars, Tabari 708, 13. 3) in einer dieser Listen 
findet sicb ein KOnig Hormuz el-aSgbanl, S. des 
Narse, Tab. 707, 6. Alberllni 113, 16 (Bei--^ 
name: salar). Fird. 5, 270, 54. Atbir 209, 21; 
ebenso naeb dem von Hamzab benutzten Mobed 
Babram im Mojmel, J. as. Ill, 12, 519; in einer 
anderen beisst derselbe ein Sobn des BalaS, des 
Sobnes ASkans, und ist der Nacbfolger Nars^, 
Tab. 709, 8. Atbir 210, 16; bei Alb€rtlnl (nacb 
Mobed Babram) 115, 11 Hormuz bin Ball£ bin 
Sabttr; 116, 15 Hormuz binNars€; ein anderer: 
Hormuz bin Babram bin Hormuz bin Narsi (nacb 
dem Scbabnameb des Abu Mansur *Abdo 'r-razzaq) 
das. 117, 10; endlicb in einer andem Liste 
Babrams, Joum. as. IH, 11, 177, sowie bei 
Mirxond 1, 219, 13 und im Lubb et-tewanx 
S. 32 ist Hormizd Sobn des BalaS bin Babram 
und Bruder des Nars6; nacb MisaV bin el-Mo- 
balbal bei Yaqut 3, 355, 5 ist dieser Hormuz 
bin Xusrau§€r bin Babram der E5nig, welcber 
einen Gesandten nacb Betlebem sendet (s. den 
folg.) und nacb wunderbarer Anweisung die 
Stadt §Iz erbaut; vgl. Hormuzan. 4) H5rmlzd 
(I kurz), S. des SitrOq (1. SanatrOq), einer der 
12 Magier (EOnige), welcbe das Kind Jesus an- 
beteten, Salomo von Basrab (ao. 1222) bei Asse- 
mani III, 316% 35; bei Budge 93, 5 (Uebers. 84, 
Note) beisst der erste der beil. drei Ednige 
HOrmlzdad 9;u^ooi (dieseForm gebraucbt aueb 
Agatbias fttr Hormizdas) von MakbOzdl, K5nig 
der Kdnige von Persien, welcber wobnte im 
untem AdbOrgIn (Adbarbaigan); Abaduyad 
(2U0201) 1. ;Va^M Aburmlzd) Bar Babltd bei 
Castellus s. v. magttSa. 5) Hormizd I, S. des 
Sapor I, 272—273; pebl. ObramazdC, Inscbrift 
Babrams I in Naq§-i Rejeb (Ouseley, Travels in 
Persia H, pi. XLVIII, n^ 3. Flandin, Voyage en 
Perse IV, pi. 190. Tbomas p. 35. Olsbausen, 
Monatsber. Beri. Akad. 7. Marz 1878, S. 183), 
Zeile 28—30. Inscbrift Babrams I in NaqS-i 
Rustam (Ker Porter, Travels pi. XXI. Flandin 
pi. 185. Tbomas p. 67. Olsbausen 183. West, 
Indian Antiq. X, 29), Zeile 5; Inscbrift Babrams I 
in Pai Etlli bei Suleimanieb (Tbomas p. 43), 
Fragm. 11. 'Opjuiabdrn^, Agatbias 4, 24. Ormizd, 
Fird. 5, 352, 250; Hormuz el-Jerl oder el-batal, 
pers. merdaneb (der Ettbne, der Held), Tab* 



Digitized by 



Google 



Ahura-mazdfth 



Ahura-mazdah 



831, 13. Eutych. 1, 385, 16. Albgrflni 121 flF. 
218, 19. Athir 279, 6. Mojmel, J. as. IV, 1, 
426, 3. Odomastes, Trebell. PoUio XXIV, 2, 2 
(NOldeke p. 43). Bildnisse: Bartholomaei-Dorn, 
T. m. MarkoflF 59, pi. II, n*^ 20. 6) Ormies, 
S. Bahrams (Warahrfins) I, Mamertini Geneth- 
liacus Maximiani Angnsti c. 17 (ao. 291) in: Pa- 
negyrici vet. ed. H. J. Arntzen. Utrecht 1790 
p. 167. NOldeke 49. 7) Honnizd II, S. des 
Narse, 303—310, pehl. Ohramazde, 2 Inscbriften 
Sapors III in Persepolis (Ouseley II, pi. 42 A. B. 
Thomas p. 115. 116. Olshausen a, a. 0. 186—187), 
2 Inscbriften Sapors II nnd III in Tftq-i Bostftn 
(S. de Sacy, M6m. sur div. antiquit^s, Paris 
1793, p. 243. M^m. de llnstitut II, 1809, p. 162. 
Ker Porter, Travels II, 188. Thomas p. 106); 
in Inschrift A von Persepolis wird er nnrichtig 
Sohn des Warabrftn I genannt; 'OpimcTbdTTiq, 
Agathias 4, 25. Ormazd, Fird. 5, 416, 14. Hor- 
muz, Tab. 835, 17. Eutych. 1, 396, 2. Athir 
281, 5. Hormuz Kfth-bed (Bergherr), AlberOni 
221 flf. Mirchond 1, 224, 30. Ormizd, EliSg 
192**. Mose 3, 4 (mit unrichtigen Synchronismen). 
3, 12. Oramazd, Sebeos 16, 12. Bildnisse: 
Bartholomaei-Dorn T. VI. Markoff pi. II, n° 30. 
8) S. Hormizds II, 'OpjuicTbriq, bei Sapors II 
Thronbesteigung verhaftet, entkommt zu Kaiser 
Constantin 323, and befindet sich 363 im Heer 
des E. Julian, Ammian. Marc. 16, 10, 16. 24, 1, 2. 
Eunapios 101, 19. Zosimus 93. 140. Mose 2, 
89 (ao. 325; Einzelheiten unrichtig). Nach ihm 
ist der Palast des Hormisdas in Byzanz (neben 
St. Sergius und Bacchus) benannt, Chron. Alex. 
868, 7 = Pasch. 379 B (694, 9), s. AnsehniBan- 
duri Imperium Orientale sive Antiquitates Con- 
stantinop., II, Venedig 1729, p. 500. 503. 9)S. 
des vorigen, von Kaiser Prokop. 366 zum Pro- 
consul ernannt, Amm. Marc. 26, 8, 12 (Hormizda). 
Zosimus 181. 208 COpjiiobnO- 10) Honnizd 
AtSlr (Artaslr), Obermagier unter Sapor II, Asse- 
mani I, 16. Ohramazd ArtaxSatr, Siegel bei 
Mordtmann DMG. 18, 40 n*» 134 (Taf. I, 1); auch 
ein syrischer Mftrtyrer heisst Hormizd-glr (f&r 
Artaglr), NOldeke, Kfimftmak 35. 11) Bischof 
und Martyrer unter Sapor II, Nikeph. Kail. 8, 
37 (I, 616*). Assemani I, 193*. Acta Sanct. 
April III, 19 flF. 12) Hormizd Gufriz, Satrap 
von Rozich (s. hiertlber Assemani III, 2, 604. 
772. Hoflfmann 78, Not. 715) und Mystopharos 
unter Sapor II (344), Assemani I, 12\ 13) 'Op- 
^IcJbaq, Achaemenide, von Bahram GOr wegen 



seines Uebertritts zum Christenthum verbannt 
ao. 422, Theodoret 5, 39. Nikeph. Kail. 14, 
20 (476). Assemani III, 2, 63. 384. Acta sanct. 
Aug. II, 341. 14) Hormuz, Wezir Bahr&ms V, 
Fird. 5, 582, 355. 15) Hormizd Gurd, Beamter 
unter Yezdegerd II, HoflTmaim 52. 16) Hormizd III, 

5, des Yezdegerd II und Bruder des P^rOz, 
457—459, Fird. 6, 84, 20. 88, 1. Hormuz, 
Tab. 871, 20. Eutych, 2, 101, 14. Albertoi 
127. Athii- 292, 18. Hormuz-i ferzftneh (der 
weise) Mirch. 1, 231, 6. Ormzdat nennt ihn 
Tschamtschean 2, 122, 22 (die von ihm ange- 
fbhrten GewUhrsmanner EliSe und Lazar. Pharp. 
nennen den Namen nicht). 17) Hormizd, christ- 
licher Priestcr, ao. 499, Guidi, DMG. 43, 400, 15. 
18) Mobed aus Ardaglr-xurrah (FlrOzabad) unter 
Kawftdh, Fird. 6, 150, 303. 19) Hormisdas, S. 
des Jnstjis, aus Frosinone in Campanieu, Bischof 
von Rom 514—523, Eutych. 2, 145, 16. Nikeph. 
Kail. 17, 2 (II, 732*). De Mas Latrie, Tr6sor 
de chronol. Paris 1889, 1043. 20) Hormizd, 
BdeSx (Aptaxsft, Toparch) von Arzen (Arzania^ 
ao. 528), Land, Anecdota syr. Ill, 259, 1. N61- 
deke, DMG. 33, 159. 2\) Hormizd-i Xurrad, 
Heerftthrer des Xusrau I, Fird. 6, 204, 534; 
wohl derselbe wie Hurmuzi in der Liste bei 
Gobineau I, 474, Sohn des Slrarlan (?); vgl. 
n^ 24. 22) Hormizd IV, S. des Xusrau I und 
der Kaygn, daher Turk-zad, Sohn der Tttrkin, 
beigenannt, AlberUni 122 flf. Mojmel, J. as. IV, 
1, 427, 2; reg. 578—590. Ormizd, Sebeos 19, 28^ 
Hormizd, Fird. 6, 486, 3936. 544, 13. Hormuz, 
Tab. 988, 13. Eutych. 2, 189, 16. Athir 341, 21. 
'Opjiiabaq, Menandr. Prot. 411, 21. Euagrios 

6, 16. Theophanes 380. 386. H5rmizd, Job. 
Ephes. 393, 20 (250); wahrscheinlich ist er auch 
Vater eines Kawftdh, dessen Sohn Xusrau vor 
(nach andem nach) B5ran regierte, AlberUni 
122, 15 (wo der Zusatz bin Kisra Abarwiz zu 
streichen sein dtirfte). Der Mdrder des Hormizd IV 
wird von Johannes Mamikoni 364* Nixorfies ge- 
nannt. Mtlnzen mit Bildniss und Legende Ohra- 
mazd : Bartholomaei-Dorn Taf. XXVI. 23) Hor- 
mizda DOmetsilOs (Domentiolus), Curator usurae 
unter K. Tiberius (578—582) Job. Ephes. 408, 
1 (259). 24) Ormizd, adlicher Perser, hftlt die 
Partei des Xusrau II gegen Bahram Copin, Fird. 

7, 162, 1909. Hormuz, Tab. 1001, 4; er be- 
wirkte Bahrams Ermordung ao. 591; er heisst 
Hormuz Jur&bzin, julabzin, bei Theophylaktos 
236, 19 ZaXapzdv, bei Photius AoXapZdv (Z und 



Digitized by 



Google 



Ahnra-mazdah 



Abnra-mazdah 



b stehen ftir pers. J, wie in Damaspia); NOldeke 
289, Not.; er fiel als HeerfQhrer in derSchlacht 
von »u-Qftr ao. 624, Tab. 1030, 19. 1035, 7. 
In der pers. Bearbeitung Tabari's von BeramI 
(fibers, von Zotenberg) 2, 319 und 259 heisst 
er Hormnz x^n-ftd und Hormnz xi^rr&d borzln, 
bei Masndi 2, 225 ist er zweiter Wezir des Xusrau 
nnd wird von ihm getOdtet; die Lesart des Na- 
mens ist sehr verderbt; der Zuname Xnrrad 
findet sich anch bei n° 21, doch verbietet die 
Zeitreehnnng, beide filr denselben Mann zu halten. 
Die Lesart Xurrftd bnrzin ist aus Jnrftbzln ver- 
derbt, ^^jiO\^ statt ^^t^. 25) Hormizd, S. 
des Firfiz, Gatte einer Schwester Bftdftns nnd 
Vater des Dabtiyeh, Hamzah 139, 11. 26) Rabban 
H5rmlzd (syr.), Perser aus Gund-i gapfir, chal- 
daischer Patriarch und Mftrtyrer, c. ao. 630, 
Assemani III, 368 ^ Not. 3. 440. Hoflfmann 19. 
179; nach ihm benannt ist das Kloster dieses 
Namens ndrdl. von Xorsftbad, Layard, Nineveh 
a. its remains 1, 234. 235. 27) Hormuz, B&- 
fehlshaber von OboUah, in der Schlaeht *der 
Ketten' von Xftlid getOdtet, ao. 633, Tab. 2021, 
14. 2024, 15. Athir 2, 294, 21. 28) Hormizd 
gahr&n gur&z, Feldherr (Sipahbed) aus Istaxr, 
tOdtet den Ferft'ln (Ferruxan, Sahrwarftz) Fird. 
414, 30; (ohne Hormizd:) 416,52; Tabaril063 
nennt ihn nicht unter denen, welche bei derEr- 
mordung des Sahrwarftz betheiligt waren. 29) 
Hormuz JftdO^ (arab. Jabfiyeh), Feldherr, von 
Mothanna bei Babel gesehlagen, ao. 634, Tab. 
2116, 12. Athir 2, 318, 18. Masudi 4, 200. 

30) Hormizd-i x^irrad, unter Yezdegerd III, Fird. 
7, 474, 573; vielleicht dei-selbe wie n** 24, der 
aber 8 Jahre vor Yezdegerds Antritt starb. 

31) Hormuz, persischer Ffirst (Malik), in der 
Schlaeht von Qftdesiyah gefangen. Tab. 2296, 6. 
Masudi 4, 208. Athir 2, 365, 6. 32) Hormizd V, 
£nkel des Xusrau II, Sohn eines der von Ea- 
wadh §er5^ ermordeten Brttder, Gegenktoig der 
Azarmlduxt und des Yezdegerd III, von den 
Soldaten in Nisibin umgebracht, Thoma 98, 2 
(87, Ormzd). Sebeos 20, 24. 99, 28 (Ormizd). 
Hormizdas, Theophanes 505. Gedrenus 1, 736 
(statt des Yezdegerd genannt); HOrmlzd (I kurz) 
Elias 14, 6. Mfinze mit Bildniss: Bartholomaei- 
Dom Taf. XXXI; vgl. NOldeke 398. 33) Hor- 
mizd, Bischof, Zeitgenosse des *Abd-Ig5* (650 
bis 660), Assemani HI, 118"^. 34) Sasanische 
Siegelsteine: Ohramazde, Mordtmann DMG. 18, 
25, n*'61 (Taf. I, 5); andere: Horn, S.S. 32. 

Jnsti, Ferd^ Iranisohes Namenbnch. 



33 n^ 25. (Ohra)mazd zi magtl, Horn, DMG. 44, 
673, n** 644. Ohramazd ArtaxSatr s. oben n** 10. 
Ohnama(zd, oder Ohanmazd, n im Pehlewi der 
Blicher oft f&r r geschrieben) ZarttlSt (Schrift 
ist die der Parsenbflcher) Mordtmann, DMG. 18, 
42, n^ 147 (T. HI, 4). k (d. i. Sinaxt, 'zu er- 
kennen', namlich: ist die Richtigkeit der unter- 
siegelten Urkunde) Ohnamazd-i magQi Mitn- 
atunbOzan, das. 30, n^ 86 (T. Ill, 2); Justi, DMG. 
46, 284. Ohramazd Wahman-i Kohzat, Horn 
S. S. 32, n" 22. Oharmg (abgektirzt) AtaS-mahest 
Mordtmann, DMG. 31, 594, n° 28. 35) Hormiz 
SerOSan, S. des Bahman, Vater des Adar-Hormiz, 
Fihrist 121, 1. 36) Ibn Hormuz aus Syrien, 
Beamter am Rechnungshof in Medlnah, ao. 722, 
Athir 5, 85, 14. 37) 'Abdo Vrahman bin Hor- 
muz der Lahme, Qor'anleser, f in Alexandrien 
735, Fihrist 39, 25. 38) Hormizd, S. des Ispehbed 
XOrsld (DabO^Dynastie), Zehlredd. 47, 17. 39) 
Vater eines Nasr aus Samarqand, des Hauptes 
der manichaischen Sekte Miqlaslya, Fihrist 334, 
30. 40) Mohammed, S. des Hormuz, aus Slstan, 
Parteiganger der SoflFariden, ao. 912, Athir 8, 
52, 12. Mirch. 4, 8, 3. 41) Masa bin Hormuz, 
ein Asket, Tab. 3, 1277, 1 (ao. 839). 42) Mo- 
hammed, S. des Hormuz, aus Tabaristan, geb. 
829, 1 921, Exeget, schafiitischer Rechtsgelehrter, 
Hammer, Lit. Arab. 4, 164. 43) Ohnamazd, 
Vater des Satan (Sa&an), Gelehrter, Spiegel, 
Tradit. Lit. II, 8 (die alterthtimliche Pehlewiform 
bleibt bei den Priestem in schriftlichem Gebrauch). 
44) Hormizd, Bischof von Easkar und Wasit, 
1064-1111, Assemani III, 551% 19. HI, 2, 653. 
658. 735. 45) Diakon aus R^thttng bei Ama- 
dia, schrieb eine Handschrift des Ealilag und 
Damnag ao. 1526, Benfey in G. Bickells Eal. 
und Damn. S. XXVIII. Budge, Pref. VI. 46) 
Rabban Hormizd, als Mar Elia Bischof von 
Amida, 1553, Assemani I, 530''; vgl. n° 26. 

47) Hormizd, QaSa (nestorianischer Priester) in 
Aschitha, Layard, Nineveh a. its remains 1, 174. 

48) Hormazd, Parsenname, z. B. Hormazdji Bah- 
manji (Ji bedeutet einen homo literatus), erbaut 
ein Feuerhaus in Surat ao. 1823, J. Wilson, the 
P4rsl Religion 557 ; vgl. Jamaspji D. Minoche- 
herji, Pahlavi Diet. I, CLXVI. 

Zusammensetzungen: 1) Hormiz- Afrld a) Schrift- 
steller zur Zeit des Ardaglr I, Mojmel, J. as. 
rV, 1, 419, 16. b) Mobed, welcher die Lehre 
des Mazdak bekampfte, Mojmel, J. as. IV, 1, 
421, 12. 2) Oh(r)amazd-atar6, Siegel bei Horn 



Digitized by 



Google 



Ahwad 



10 



Ay&z 



S. S. 32, n" 24. 3) Ohramazd-dftt (pehl.) a)H5r- 
mizddad (al. Honnizd), einer der 12 Magier, s. 
oben n"* 4. b) Onnzdat, Brnder einer Nonne im 
Kloster Hogvots-wanR, wohin St. Bartbolom&ns 
ein wondertbfttiges Bild der Mutter Oottes brachte, 
nachdem das Idol der Anahit gesttirzt war, 
Tsehamtsehean 1, 297, 41. In&ifiean, Storagrfl- 
thiun bin Hayast. Vened. 1822, p. 198, 38. 
c) Hormizdad (arab.), persiscber Cbrist, Anfang 
deg 5. Jabrb., Assemani III, 368**, 5. d) Obra- 
mazddat, Vater des Martftnfarux**', West, P. T. 
ni, XXV. 4) OrmizdOxt (a kurz), Scbwester 
Sapors II, Gattin des Waban Mamikoni, von 
ibrem Sobne Samuel getOdtet, Faust. Byz. 4, 50 
(160, 23). 58 (179, 13); nacb Mose 3, 36 Gattin 
des MerUian; nacb Tboma 62, 19 (54) ist 
Ormzdtlbi Gattin des MebQ2an. 5) Ormazdyar, 
Ormazyftr, a) Gelebrter, Arda Wiraf246. Wester- 
gaard, Zendavesta, Preface 11, Not. 4. b) Pftr- 
senname, z. B. Rieu 49*. — Patronymiscb pebl. 
Obramazd&n (s. Sapor II), Obramazdian (s. Mitr- 
mab) np. Hormizdan, Homiuzan (die Form Hor- 
muz ist die im Arabiscben gebraucblicbe). 1) Hor- 
muzan, ASkanide (ungescbicbtlicb), in einer Liste 
fttr Hormuz, S. des BalaS, Tab. 710, 14. Albg- 
rftni 114, 14. Atbir 272, 6. 2) Ormzdan 
(armen.) persiscber Fttrst, beimlicber Cbrist, 
ao. 418, Tscbamtscb. 1, 500, 13. 3) Hormuzan, 
bei den Syrem Hormizdan, aus einem der sieben 
ftlrstlicben Hauser in Pars; seine Mutter war 
aus Mibijfan-qabaq, welcbes in CbUzistan liegt, 
Tab. 2538, 6. 2543, 13; nacb Yaqut 4, 698, 20 
bei Saimarra. Er befebligt den recbten Fltlgel 
bei Qadesiyab, vertbeidigt §u§tar (Tostar) gegen 
die Araber, Guidi's syr. Gbronik 42. Belabori 
374, 15. Tab. 2249, 14. 2534, 5 flF. Fibrist 
103, 8. Hamzab 153, 3. AlbgrUni 29, 21 (34). 
Atbir 2, 354, 16. 423, 8. 10. Abulfeda 1, 240, . 
10; von 'Obaid-allab (al. *Abdallab), Sobn des 
Cbalifen 'Omar, im Herbst 644 ermordet, Ibn 
Qotaibab 93, 19. Belabori 380, 12 flf. (daraus 
Yaqut 1, 849, 20. 850, 8). Tabari 2795, 17 flf. 
Yaqut 2, 583, 15. 4, 331, 7. Atbir 3, 58, 16. 
Ab. Far. 177, 19. 4) S. des Kardfll, scbrieb 
fiber Zauberei und GebeimkUnste, Fibrist 309, 
20; vgl. de Goeje, DMG. 20, 487, 13. 

Abwad, persiscber Heerfdbrer, flob bei Qadesiyab, 
Tabari 2346, 1. — awest. abwafit (Norn. ahw&, 
eifrig). 

Aiadaltbes, rOmiscber Tribun ao. 359, Amm. Marc. 
18, 8, 10. 



AyaJibad, S. des Ananbad, Vater des Wlwanbad, 
Wa6arkart-i Dinik bei West, P.T.I, 141; im 
Bund. (Cod. T., s. West, P. T. I, XXXII) YaAbad 
(filr AyaJibad, bier und dort mit Parsi oder 
Zendscbrift gescbrieben), S. des H5Sang, Vater 
des WlwaAbatl(Nominat.); bier feblt also Ananbad; 
Ayangbad (j^^CjuI), des Ana(n)gbad (Jc^l), Tab. 
174, 18; vgl. 175, 3. Anmerk. Z. 9. 12. 19. 
Wljhan bin Ayankabad (Ayangbad) bin OSbank 
(arab. k ist pers. g), Alberftni 103, 9. Anikebed, 
S. des Afikebed, d. i. iXfiCot 1. J^^vJL^t und j^^iOm^ 
1. Jc^^CUt, Cbronik von Fars, Gobineau 1, 79; 
sodann findet sicb ein Q in dem Namen, welcbes 
vielleicbt auf die Peblewivorlage mit dem dop- 
pelten Verticalstricb zurtlckgebt: pebl. (O0»r* 
oder (OOW ftir (O0»n wttrde cine Transscription 
des genet, awest. wIwaAbatO (der y. 9, 20 frei- 
licb mit der unflectirten Form inxjfs d. i. 
^L^^3, fibersetztist)und neupers. (arab.) jc^^j^^ 
oder J^^i^^ sein, was man Wlwangbad und 
Iwangbad, aber aucb AyUngbad sprecben kann; 
Hamzab 31, 8 bat Ayanbad, Abankabd, HOn- 
kabd, und Mojmel (nacb Hamzab) J. as. IH, 11, 
167, 3 weiter verderbt AyUrkabd oder Abarkabd 
s>^jy\ (aus Jk^^^t). Das h in einigen Varian- 
ten Tabaris und in dem aus ibm gescb^pften 
JtJuL> des Ibn Atbir 43, 21 erklart sicb aus 
dem doppelten Wertb des anlautenden Peblewi- 
zeicbens; aucbHwdad des Cod. Sprenger erklart 
sicb aus der Peblewiscbrift (OOfO (unvollstandig 
ftir (OOtfO und (OO^rO ^^^ ^^^^ ^^^^ ricbtig 
Angbd d. i. Anaiibad gescbrieben werden; die 
auffallende Variante Sajabri ^j^^ Vater des 
Wljban, Gobineau 1, 79 ist aus der Form o^^Sim\ 
(Cbronik von Fars) entstanden, das k (g) ist 
arabisirt zu J \X^\, was weiter zu ^j^ ward. 
Masndi 2, 111 gibt den bibliscben ArfaxSad als 
Sobn des H5§ang und Vater des Wlwanbau. Es 
ergibt sicb also, dass 1) Ayanbad und Ananbad 
nicbts sind als Varianten der neupers. Scbrift: 
cX^^t^ 2) dieser Doppelname aus einer febler- 
baften Peblewi-Scbreibung des awest. Gene- 
tivs WlwaAbatO entsprungen ist, welcber frei- 
licb an der einzigen Belegstelle durcb das patro- 
nymiscbe (unflectirte) WlwaAban wiedergegeben 
ward. 

Ayaz 1) S. des Aimaq, Diener des Gbaznawiden 
Mahmtld, f 1057, Atbir 9, 439, 8. Hafiz t, 68, 6. 
*AlI Saft bei Scbefer, Cbrest. pers. I, 110, 21. 
2) S. des SeljUqen Alb Arslan, f 1074, Atbir 
10, 51, 20. 64, 9. Ayaz Arslan 10, 52, 11. 



Digitized by 



Google 



Ayftzem 



11 



Aka 



3) Hen* von Hama&an, verbUndet mit Barkiaroq 
gegen dessen Binder^ Vormund des Melekg&h^ 
des Sohnes Barkiaroqs, Athir 10, 205, 20 flf. 
Mirch. 4, 91, 14. 29. 4) S. des Ilghftzl, des 
Herrn von Mftridin, ao. 1111, Athir 10, 340, 20. 
5) Eablr-xda, genannt Ayaz-i Hazarmardeh, 
Sklave des GhOriden Mo*izz ed-din Mohammed, 
spftter Staithalter in Moltan, f 1241, MinhftJ 
233, 14 (724). 6) Ayftz RaihanI (der Basilicum 
duftende, arab.), Stellvertreter des Sultans, unter 
Nasir ed-dln von DehU (1246—1266), FeriStah 
1, 125, 5 (1, 238). 7) Faxr ed-din Ayftz, Sklave 
des Rokn ed-dIn QiliJ-Arslan von Rtbn (Ikonion), 
ao. 1257, Statthalter von Malatia, Ab. Far. 
510, 16. — vgl. np. yazan (gewachsen, gross, von 
einer Schtoen, Vullers II, 1504**), und Ayftz-kftS. 

Ayazem, S. des Rajan (Rftk), im Priesterstamm- 
baum Bund. 79, 7. West P. T. I, 141. IV, 261; 
im Wa6arkant-i Dinik : Nayazem, Khurshedji 
Rustamji, ZartOSt. 276; bei Tabari 682, 3 b^t 
al. I^^l, 1. yo\^o\ Adazam flir Ayazam (d und y 
haben in Pehlewischrift ein Zeichen); bei Ma- 
sudi 2, 124 Hayazem. 

AyazkflS, Saif ed-din, einer der Heerftthrer Sala- 
dins, ao. 1191, Athir 12, 45, 10. 
d. i. sein Vorhaben eifrig verfolgend (np. yftz ?). 

Aid (Ed Oder Id) s. Aita. 

AItAv, Massagete im Heer des Belisar, Prokop 62. 
71. 72 (al. Mf&<;, Aigax). 

Ayin GuSnasp s. Adhlngugnasp. 

Ainun s. InQn. 

AyOasti, S. des PourudhaxSti, yt. 13, 112. 
d. i. mit eisemen Knochen. 

Airyak s. Ariakes. 

Airyawa 1) Vater des ManuS&ithra, yt. 13, 131. 
Da nach Firdusi und der spfttem Tradition IreJ 
(Airj^ durch seine Toehter Grossvater des Ma- 
nugeithra ist, so scheint airyawa 'Nachkomme 
des Airyu* zu bedeuten, s. Syawagnftmeh 247; 
Ire}, Tabari 226, 14. Fird. 1, 118 flf.; Alberflni 
104, 5 (111). Athir 59, 23. HiraJ, Tab. 699, 
14. Airan, Albgrtoi 102, 20 (110); Iran oder 
IraJ, Ibn Chordadhbeh 15, 13. Masudi 2, 116. 
2) IreJ, S. des ManOgehr, Vater des Farsin, 
Masudi 2, 130; vgl. R^an. 3) IreJ, ein EOnig 
von Kabul zur Zeit des Kai Xusrau, Fird. 4, 
16, 117. 4) S. des HabeS (1. Jugnas), in einem 
ktlnstlichen Stammbaum der Parther, Zehiredd. 
152, 4. 5) erblicher Statthalter in Lar, Nach- 
komme des Gurgin Mllad, ward Moslem unter 
Omar U (717—720), Malcolm 1, 530. 6) S. des 



GayOmarth, 34. Ftlrsten der Dynastie Badusepan 
in Rustemdar, Zehiredd. 130, 17. 147, 7. 500, 
9. 516, 16. 7) Ainfi (IriJ, das zweite I ist 
plene geschrieben fOr i), S. des Eubat (Eawata), 
Grossvater des AirlS, Sohnes Rustams, Gelehrter, 
West, P. T. IV, XXXV. 8) IreJ, S. des Xan 
Xanan, Befehlshabers Akbars in Ahmednagar 
(Dekkhan) ao. 1600, FeriStah 2, 324, 14 (3, 315). 
Zusammensetzung: Era6-gah, Parse, Peshotun 
D. Behramji Suiyana, The Dinkard I, VII. 

Airyu 1) Sohn des Thraetaona (unbelegt, s. Airyawa 
n° 1). 2) 'Apiauo^, ein Earier, Insehrift bei 
Haussoullier, Bullet, de Corresp. hell^n. IV, 
1880, 316. 3) Ariaos, Ds(ari) in Tyana, viel- 
leicht Sohn des Ariarathes II, MtLnze mit Bild- 
niss: Friedlftnder, Zeitschr. f. Numism. VII, 1880, 
T. IV n** 8. Reinach, Revue numism. Ill, 4, 
1886, 332, pi. XVn, 5, ter; vgl. Ariyaramna 
n° 3. 4) Aryu (syr.), der erste EOnig von Edessa, 
132 V. Chr., Lehre des Addai ed. Cureton; der 
Name ward durch den Eponymos der Stadt 
Urhai bar Xewya (Sohn der Schlange, d. i. 
autochthon) verdrfingt, s. Ndldeke und v. Gut- 
schmid in dessen Untersuchungen ttber d. E5nig- 
reich Osrotoe 19. 

Airtagkar (PirtaSkar?), S. desWahftman (Bahman), 
Schreiber des Cod. Hafti. I, Westergaard, Zenda- 
westa, Pref. 3. Spiegel, Tradit. Lit. 2, 8. 

AyrUk (armen.), armenischer Adlicher zur Zeit des 
Aufetandes Wardans, ao. 450, EliSe 215 ^ — ab- 
gekfirzt aus einem mit AthrO- beginnenden Na- 
men (vgl. ayrel, brennen). 

Al(TXM(ivTiq, Massagete, Doryphore Belisars, Prokop. 
2, 81. — vgl. np. a'igah (Schmeichler?). 

AesmOx^anwalit (al. AsmO**), vielleichtS. desArasti 
(Ehursedji Rustamji, Zartogt. 236), Heiliger, der 
Gesundheit spendet, yt. 13, 96. 1, 31 = 22, 37; 
vgl. Dinkart 4, 235. — scheint semit. ESmun 
(Asklepios) zu enthalten. 

Aeta 1) Mayawa (Nachkomme des Mayu), yt. 13, 
123. 2) Aid (Ed oder Id) Wrahmani (d. i. Sohn 
des Wrahm, armen. Wram, np. Bahram), Siegel, 
Mordtmann, DMG. 31, 586, nM. — skr. eta 
(schimmemd), Fick CXIV. 

Aitap (Itap) s. Yazata. 

AeJ)rapaiti s. Hirbed. 

Aithritak s. Thrita. 

Ayftta yt. 13, 118. 

Aew5-sare&5-fyaegta (fett, reich an Einer Art?), 
Vater des Thrid, yt. 13, 125. 

Aka s. Akes. 



Digitized by 



Google 



Akayadha 



12 



*A£ib<ipii^ 



Akayadha^ Mann ans dem Haose Pldha^ yt. 13^ 127. 
d. i. nnschuldig. 

Akandgar s. Akwan. 

AgastbodakS (pehl.) Siegelstein^ Thomas ^ J. As. 

Soc. XIII, n° 39. Horn, DMG. 44, 660 n^ 624. 

d. i. erwttnschtes Bewnsstsein habend (aCast, 

awest. *a-jasta), dessen Sinne nach Wunsch be- 

Bchaffen sind. 

Akawait s. Aturi-akawait, Mitn-akawlt. 

"Akii^ 1) E5nig in Bosporus (?), Mttnze mit Bild- 
niss: Chabouillet, M^m. Soc. des Antiquaires de 
France, III, 9. Barclay Head 430. 2) Aka, 
Tochter der Antiochis, der Schwester des Mi- 
thradates I Kallinikos von Kommagene, Inscbrift 
am QaraquS, Pachstein 225. — awest. aka (oflFenbar)? 

*AKixapo^, wahrscheinlich ein Bosporaner, C. I. 6r. 
II, 157% n°2119; bei Strabo 762 (1063, 24) 
'AxatKapo^, bosporanischer Weissager. 

Aknik (Aeuglein), Beiname des Wardik (s. dies). 

"AKOuqpiq, Befehlshaber in Nysa zwischen Kophen 
und Indus, von Alexander zum Satrapen von 
Nysaia emannt, Airian 5, 1, 3. 2, 2. Pint. Alex. 
58, 5. 

Akwan, knsiaklk Akwan, d. i. der ecclesiastische 
(der christlichen Kirche angehdrende) Akwan, 
irrig erklart als: Priester des KetzerkOnigs Ka- 
risak (Kawadh), Dinkart V, 239, 2. 4. Akwan 
dfirfte auch zu lesen sein statt des Akandgar-i 
Kilisyaklh des Bahman YaSt bei West, P. T. I, 
200. 'AKOuaviTai sind die nacb Akwan, einem 
Anhanger des ManI benannten Manichaer, £pi- 
phanii episc. Constantiensis Panaria ed. Oehler U, 
398. Petnis Sicnlus in A. Mai, Nova Patrum 
Biblioth. IV, 110. Akwan, ein Dlw, vonRastam 
erlegt, Fird. 3, 270 flf. Spiegel, Eran. Alterth. 
1, 637. 

'Axai^i^vTi^ s. HaxamaniS. 

Axar, Radan axirak (?), Siegel, DMG. 31, 592, 
n^ 22. Sahpuhrg axarg das. 587, n** 8. Axara- 
parde (*»pfld6?)das. 589 n° 13. Axar apast(an), 
Mordtmann das. 18, 44 n^ 152. T. V. — ahr, 
ahra (awest. ascha, rein)? 

'AxpaOaTo^, Eunuch der Esther, Esther 4, 5 (griech. 
Text). Joseph. A. J. XI, 6, 7 ; im hebraischen 
Text Hathakh. 

Axrtlra, S. des HaosrawaAh yt. 13, 137; pehl. 
Axrflrag, Freund des Keresasp, West, P. T. 2, 
375. SyawaS-nameh 254. 

AxS s. AxSl. 

Axsartan (?) 1) Alsarthan (armen., 1 ist bier gh 
f&r pers. x\ georg. Aghsarthan, S. des Oagik, 



Sohnes des Dawitb anholin (ohne Land), adoptirt 
von Kuirike III von Kaxeth und Hereth (f 1029), 
reg. 1058—1084, Brosset, Hist. 2, 143. 2) Agh- 
sarthan (georg.), S. des Kuirike IV (f 1102), 
Enkel des vorigen, reg. 1102 — 1105, worauf 
Kaxeth mit Karthli vereinigt wird, Brosset, Hist. 
2, 144. 3) Axsatan (al. AxSfitan), S. des Mi- 
nuSihr, bei Dauletschah Axsatan-i MinUfiihr, 
Schlrwanschah, Bruder seines Nachfolgers Far- 
ruxzftd, geb. 1106, f bald nach 1188; er be- 
siegte ao. 1175 die in Schlrwan eingefallenen 
Russen, Dom, Bullet. 7, 483 (Mttnze); Mim. VI, 
4, 551. Caspia XVI. 13. 304. 309. Khanykov, 
BuUet. XIV, 1857, 357 flf. Joum. as. V, 20, 67. 
123. Schefer, Chrest. pers. I, 109, 14. Rieu 
559*. 567*. 4) Alsarthan (armen.), Aghsartan 
(georg.), S. des Bagratiden (von der Dynastie 
Korike in Albanien) Abas, Sohnes des Korike, 
und der Nana, Schwester des Zakare und Iwang 
Mxargrdzel (Langhand); er war Gatte der Tha- 
mar, Tochter des Bagratiden Dawith in Norberd, 
Tschamtschean 3, 186, 13. 18. Brosset, Bullet. 

1, 1844, 174. Khanykov, das. XIV, 1857, 361. 
5) Alsarthan, S. des Kiurike, des Sohnes des 
vorigen, Tschamtschean 3, 186, 26. Brosset, 
Bullet. I, 1844, 174. 6) Axsatan bin Ferlburz, 
Vater des Farruxzad, Schlrwanschah, Inschrift 
von 1256, Dom, Bullet. IV, 1862, 362. 386; in 
ao. 675 (1276/7) erwahnt ihn QazwInI, Dom, 
das. IX, 1852, 264; er regierte aber bis etwa 
1290, Khanykov, das. 

Axs^ri, KOnig von Manna, von ASSurbanipal 664 
besiegt, Inschrift des Cylinders aus Nineveh, 
Jensen, Keilinschr. Bibl. II, 1890. 177. 240. 
d. i. LOwe (? np. ggr). 

AxS; Ax§I, Mobed aus Pars zur Zeit des Dahak, 
Stifter der Sekte der AxSian, welche die Ele- 
mente als Sch5pferkrafte ansahen, Peshotun D. 
Behramji Sunjana, Dinkart II, 96 (nach dem 
Dabistan). Jamaspji D. Minocheherji, Pahlavi 
Diet. 1, 50. 53. Vullers, Lexic. 1, 20 \ — vgl. awest. 
axSaAh (Lehre, y. 45, 2)? 

'ASibdpn^, S. des Pakoros II und KOnig von Ar- 
menien, von seinem Oheim Chosroes zu Gunsten 
seines Braders Parthamasiris 114 vertrieben, 
Arrian, Parthica (MttUer, Fragm. 3, 589 n^ 16), 
daher auch bei Suidas; 'Eir\bapr]<;, Dio Cassius 
68, 16, 3; beiMose 2, 43 Ardages; vgl. Visconti 

2, 363. 3, 167. v. Gutschmid 141. Percy Gar- 
dner 15. Spiegel, Eran. Alt. 3, 172. Momm- 
sen, ROm. Gesch. 5, 397. — np. Askudar, Iskudar 



Digitized by 



Google 



AxSidaS 



13 



AlQz 



(Courier, auch Dareios III war vor seiner Thron- 
besteignng dOKdvbTi^, syr. izgada). 

AxSidaS s. XgayftrSa. 

AxBlngftw, Athyianide, Athfiyftn AxSlnkaw, S. des 
Siyahkftw (k fttr pers. g), bedentet 'Besitzer 
gelber (bronzefarbener) Ktlhe' jsuais J&^\ ^jas^Uj 
Tab. 1, 227, 14. Albgrfini 104, 2 (111);" fehlt 
sonst. — awest. ax§aena (wend. 22, 12); vgl. x^gln. 

AxSlreS s. XSayarSft. 

AxSanwftr, KOnig der Haital (Hephthaliten, grossen 
Jn^tschi oder KOsch&n) in Baktrien, besiegte den 
Sasaniden PerOz, Tab. 874, 19 (al. XuSnawftr). 
Eutych. 2, 110, 17 ff. Athir 293, 17. Masudi 
2, 195 (AxSunwftz). Abulfeda (Fleischer) 86, 25. 
Zehiredd. 31, 12. 16. 32, 2. Bei Firdusi, der 
ihn unrichtig Xftqan der Ttirken nennt, heisst 
er Xngnawaz, anscheinend 'der sch5n Spielende, 
Mnsikant', 6, 96, 62; danach auch Mirch. 1, 
231, 20. Bei Theophanes Byzant. 484, 23 heisst 
er 'Eq)OdXavo^, bei Job. Eathol. 132 Hephthal 
K5nig der K'flgank'; Prisons 220, 8 nennt ihn 
KouTXct?. Ein Schloss nahe bei Ma'ln in Persis 
heisst Qala'h-i ISkanwar ^t^jXcit, j\ySi^\, Istaxri 
117, 12. 

Axtar, Dichter (taxallns), Sprenger 200. Pertsch 
630, n** 170. Axtarl das. n^ 168. — d. i. Gestim. 

Axtya, pehl. Axt, legt dem YOiSta fryftnanftm Rathsel 
vor, yt. 5, 82. Dinkart 5, 305. West, P. T. 
2, 257. 411. Barth61emy, Revue de linguist. 
21 (1888) 314. 

Ax^andSah, Maulana aus Schlraz, Dichter, Pertsch 
682. 

A)epa8t, Turanier, S. des Pescheng, Fird. 3, 440, 
334 (c^^^t^^f. Edit. Teheran. y.;^]y>\y VuUers 
.L>^l). 564, 1839. 576, 1958 (s^L^^t, Vullers 
^\y>\). Axust, Tabari 611, 2. 

Alan, S. des Wasak ArtsrQni, Lehrer des Lazar 
von Pharp., Laz. Pharp. 14, 28. 75, 12 (ao. 450), 
Thoma Artsr. 69, 32 (61). Samuel von Ani 383. 
Tschamtschean 1, 450, 12. 

Alanayozan (1 heute gh gespr.) Arsakide aus der Fa- 
milie Stlr€n, Feldherr Sapors II, verhaftete den 
Ai^ak III von Armenien, Faustus Byz. 4, 38 
(152, 10). Alanaozan Mose 3, 34. 

'AX^apOo^, S. des Adroneikos, Magistrat in Phana- 
goria, Latyschev II, 191, n^ 363 (ao. 307). 

AlpharO, einer der drei Magier, welche Jesus be- 
sachten. Bar BahltQ bei Hyde, Veterum Pers. 
rehg. historia 383; v. Gutschmid vergleicht 
'AXdTrapo^ (Berossos) Rhein. Mus. XIX, 1864, 
S. 169 = Kleme Schriften II, 344. Da in der 



Liste vier Ktoige (Magier) genannt werden, 
Gfldphorhftm, ArtaxSaSt, LabfldO, AlpharO, so 
wird der letzte Name eine Glosse oder Variante 
des vorletzten sein, in syr. Schrift hnn\ und 
U^^)? diese Annahme ist wahrscheinlicher als 
die eines Doppelnamens ArtaxSaSt-LabtldO, s. auch 
Labdanes. 

'AXcpaadni^, Inschrift des Gotarzes am Behistfin 
(so las Rawlinson, bei Flandin nur aaaTr\(; zu 
erkennen), Rawlinson, Joum. R. Geogr. Soc. 
9, 114. C. I. Gr. m, 278, n^ 4674. Percy Gar- 
dner, Pasthian coinage, Lond. 1877, S. 13. Drouin, 
Revue archiol. 6, 5, 224. 

Aljik, Tochter des Schirwanshah Axsatan I, Khany- 
kov. Bullet. Acad. Petersb. XIV, 1857, 361. 
J. as. V, 20, 361, 20. 

Alindai s. Indates. 

Aliurta, Bruder des Atiuhi, pers. Beamter in Aegyp- 
ten, im 5. Jahr Artaxerxes I, Inschrift in Ha- 
mamat, Brugsch, Aegypt. Gesch. 757. Wiede- 
mann, Aegypt. Gesch. 691. vgl. Ariarathes. 

*AXK€uva^, Anftlhrer der Eadusier, Xen. Kyrop. 5, 
3, 42. — vgl. Seualkes, Siaulkos. 

AlkOs, Turanier, von Rustam erlegt, Fird. 2, 64, 711. 

AUahdad (Ilahdad) 1) Allahdad, Amir, HeerftLhrer 
des Timflr, FeriStah 1, 284, 9 (1, 489). 2) FaidI 
aus Sirhind, Geschichtschreiber und Lexikograph, 
schrieb Anfangs 17. Jahrh., Rieu 253*; soviel 
wie Tazddad, mit arab. Ilah (Allah). 

Allahyar, Sflft und Dichter, erste Halfte des 
12. Jahrh., Rosen 292. Pertsch 414. — hybrides 
Compos. 

'AXoTouvTi aus Babel, Mutter des Sekyndianos, 
Etesias Pers. 44. 

d. i. purpurfarbig, TTopipupi^, Pott, DMG. 13, 
389; np. algflneh (rothe Schminke). 

"AXttictto^, S. des BatanOchos, Heerftihrer und 
'Auge' des K5nigs, Aesch. Pers. 982. Pott, 
DMG. 13, 387. Keiper 64. — vgl. Arpoxals. 

Alsarthan s. Axsatan. 

Aluh, Beiname (vielleicht Familienname) des Rechts- 
gelehrten 'Imad ed-din aus Ispahan, f zu Da- 
maskus 5. Juni 1201, Ibn Chall. VIII, n^ 715 
(III, 300). — d. i. neupers. Adler. 

^AXouOaTO^ (1. 'AXoiiOttTO^), S. des AnterOs, Stra- 
tegos in Olbia, C. I. Gr. II, 133, n^ 2069. 

AlUz, 1) Herr der Gaue Tsalkotn und Eogowit 
(11. Jahrh.) Thoma 309, 34* (251). 2) S. des 
Abdehnseh (Enecht des Messias, arab.) und der 
Mariam, einer Urenkelin des vorigen, welche 
1123 starb, Thoma 314, 24 (254). 



Digitized by 



Google 



Alwft 



14 



"Ali6prfr\<; 



Alwft \ji\, ^\ji\ 1) Held ans Zftbol, Ton Eamtls 

getUdtet, Fird. 3, 134, 1545. 2) Lanzentrftger 

Rnstams, von Nngftdhar erlegt, Fird. 4, 650, 3474. 
Alwand 8. Orontes. 
Amftd, Mobed, Gewftbrsmann des Abu '1-faraJ im 

Fihrist 12, 19. 13, 13. — awest. ftmftta (fthig, 

kandig) Dp. amftdeh. 
Amadatbes s. Hamdatba. 
'Afidini) Gattin des SanromatenkOnigs Medosakkos, 

Polyaen 8, 56 (C. Lud. Rotb vermutbet 'Aii^ptn)- 
'AjiaiaKO^, 'Afiaeiaxo^, Skytbe, IiiBcbrift von Tanais 

(ao. 225 n. Cbr.), Latyscbev II, 267, n*» 447, 19. 

26. — oBset. amayftg (erbauend). 
Amftkallxa 1. Aba kalTjftr. 
Amall, Dicbter, Pertscb 688. 
^AfiapbiaKO^, S. des Menestratos, Mitglied einer 

Braderscbaft in Tanais, ao. 225 n. Cbr., Lati- 

scbev II, 267, n^ 447, 23. 
*A|Li(ipOa(yTo^, Skytbe, Insebrift von Tanais ao. 155 

n. Cbr., Latyscbev 249, n*» 438, 15. 17. 
"A^am^, Marapbier, Heerfttbrer des Aryandes gegen 

Barka, Her. 4, 167. 
Amastris, Am€stris (joniscbe Ausspracbe) 1) "Aiiti- 

(TTpi^, Perser, fiel bei Salamis, Aescb. Pers. 320. 

2) T. des Otanes, Gattin des Xerxes, Her. 7, 61. 
"AfiicTTpK;, Tocbter des Onopbas, Ktesias Pers. 20. 

3) T. des Dareios II Notbos, Verlobte des To- 
ritncbmes, aber diesem von Artaxerxes, ibrem 
Bruder, genommen, Ktes. Pers. 49. 53. 4) T. 
nnd Gattin des Artaxerxes II, Plat. Artax. 
c. 23, 4 (naeb Herakleides v. Kyme). 27, 4. 
5) T. des Oxyartes (Oxatbres), des Bruders des 
Dareios Eodom., Gattin des Erateros, seit 322 
des Dionysios Sobnes des Elearcbos von Hera- 
kleia Pontika (f 302), Arrian 7, 4, 5 'Aiiti^TTpi^vTi, 
'A^acTTpivTi) Memnon, MttUer Fragm. 3, 529. 
Diodor 20, 109, 7. Demostb. Bitbyn. bei Mtlller, 
Fragm. 4, 385. Genesios 59 (Amastris). Sie 
ward naeb einer letzten Verbindung mit Lysi- 
macbos, dem sie einen Alexander geboren batte 
(Polyaen 6, 12), von ibren SObnen Elearcbos 
tmd Oxatbres umgebracbt (285). Von ibr (naeb 
Demostbenes bei Stepban. Byz. von einer Ama- 
zone) ist die Stadt Amastris (frttber ErOmna) in 
Papblagonien benannt, Strabo 544 (765, 4), 
anf deren Mttnzen wabrscbeinlieb ibr Bildniss 
geprftgt ist, V. Eoebne, Mem. der Petersb. 6e- 
seUscbaft fllr Arcbftol. IV, 1850, 350, PI. I, 
n** 10. Percy Gardner, Types of Greek Coins, 
Cambridge 1883, p. 194, pi. XIH, 1. 11. Barclay 
Head, Guide to tbe princ. coins. Lond. 1889, 



59, pi. 29, n« 23. Wrotb PI. XIX, 2. 6) T. 
der vorigen, Memnon 530. — Versucbe einer 
Etymologic: Oppert, J. as. 6, 19, 554. Haigb, 
Transact. Soc. Bibl. Arcbaeol. 2, 110. Eeiper 65. 

Amawante zi Dfttairik^, Siegel mit Bildniss, Tbo- 
mas, J. As. Soc. Xm, n* 10. Justi, DMG. 46, 
282. — awest. amawafit (stark, oft Beiwort ro- 
ligiOser Wesen). 

'A)ia2;d(Tmi^, s. Hamazasp. 

Ambak, Herrscber von Armenien, Nacbfolger des 
Haykak I, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 18; 
ein zweiter, Nacbfolger des Ttlsak, bei Tscbam- 
tscbean 1, 92, 29 (naeb Grigor Magistros). 

'Ambarxftne, kurdiscbe Fran, Socin 232, 6. 
d. i. Ambra-Hans. 

''AiiPoucTTO^, Skytbe, Insebrift von Tanais, ao. 220, 
Latyscbev H, 264, n" 446, 25. 

Amedines, Scbreiber (Eanzler) des Dareios III, 
von Alexander zum Satrapen der Euergeten er- 
nannt, CmUns VII, 3, 4 (al. Amenides). 

vgl. bamakden, Ebrentitel der Magier, Elifie 
230% d. i. bameb-din (die ganze Religion kennend). 

*A)Li€pb(ix, Perser, in der Scblacbt bei Barbalissos 
am Enpbrat, gegen Belisar, Malala 464. 

*A|iq)i(TTp€u^, fiel bei Salamis, Aescb. Pers. 320. 

Amlr)e«and s. Mlrxi^and. 

Amimerseb s. Adbamars^ n"" 2. 

'A^i(TTpri^, Perser, Aescb. Pers. 21. 

vgl. awest. bamaestar, d. i. Genosse, dann 
aucb 'der Verscbworene, Feind', bamisti, a- 
m5iastra (das mittlere a metriscb nicbt zablend) 
' Versanmilong, Bondesgenossenscbaft '. 

"A^iZiuiKii^^ Skytbe, Frennd des Dandamis, Lacian 
Toxaris 38 (435). 

*AmLiivd7ni^, Partber, Satrap von Partbien und Hyr- 
kanien, Arrian 3, 22, 1. (var. 'Aiifiivdomi^); 
Menapis, Cnrtius 6, 4, 25. 

"'A^vaTO^ S. des RatbagOsos, Enkel des Abnagos. 
Olbia, C. I. Gr. H, 139, n" 2084. Latyscbev I, 
124, n^91; vgl.Abnakos. 

'A|LiiIi|Liaio^, S. des AmOtbastos, Arcbon von Olbia, 
C.I. Gr. II, 132, n^2067; m5gUcb wftre die 
Lesung *Af4uip6|iapo^, s. Latyscbev I, 221. 

*Af46pTn^ 1) EOnig der Saken, von Eyros besiegt, 
Etesias Pers. 3. 2) EOnig der Saken im Nord- 
osten von Iran, welcbe Dareios bekriegte, Po- 
lyaen 7, 12 (cod. Florent. 'OiidpTn^, b. Homartes). 
3) Heerftlbrer des Dareios gegen die Earer, 
Herod. 5, 121. 4) S. des Pissfltbnes, Anfttbrer 
in Jasos, von den Peloponnesiem gefangen and 
an Tissapbeme8ausgeliefert(412). Tbukyd. 8, 28. 



Digitized by 



Google 



'Afiuip6|Liapo^ 



15 



Avdxapai^ 



Lyk. Humrqqo, Obel. v. Xanthos, Nord. 14 — 15, 
Imbert, Revue arch6ol. Ill, 15 (1890) p. 129. 

d. i. schOne Wiesen besitzend (hu, altp. "itaarga, 
ar. marj). 

^Afiiup6)iapo^ 1) Vater des Heur^ibios, Inschiift 
von Olbia, Latyschev I, 102, n" 64. 2) Sohn 
des Heuresibios, C. I. Gr. II, 136, n^ 2076. La- 
tyschev 1, 114, n^77. 

'A^ofi^aio^, K. der Derbikker, von Kyros bekriegt, 
Ktesias Pere. 6. 7. 

'A^uMJTTabo^, S. des Achilleus, Strategos in Olbia, 
Latyschev I, 103, n^ 67. 

d. i. ein Kraft-Heer habend (befehligend). 

'AfiuiOacTTO^, Vater des AmOmaios, C. I. Gr. II, 132, 
n^ 2067. MttUenhoff 567. M5glich ware 'A^dp- 
OacTTo^ Latyschev I, 221. 

Amnleb, T. des Ustad aus Dailem, Gattin eines 
KOnigs F&tLz von Balch, nach welcher die Stadt 
Amnl beuannt sein soil; der Name amnl bedeate 
soviel wie ah5g, d. i. der Tod mOge dich nicbt 
erreichen, Zehireddin 28, 6. 10. 

Anipara (lykisch; am hat Ein Zeichen, X), S. des 
Artoampara, Insehrift anf dem Grabe des letz- 
tern in Limyra, Fellows, Lycia 207. Derselbe 
Name anf einem Grab in Pinara, Fellows, pi. 
XXXVI, 11. Moriz Schmidt, Lyk. Inschr. n*» 2. 
Waddington, Revue numism. II, 6, 1861. 14. 
Six, das. in, 4. 1886, 188. 

''AfiuTi^ 1) T. des Eyaxares, Gattin des Nebu- 
kadrezar (nach Niebuhr's Vermuthung); in der 
Quelle dieser Angabe, der armen. Uebers. der 
Ghronik des Eusebios ed. Aucher 1, 45. ed. 
Schoene 1, 30. 35 (nach Abydenos) ist Amfl- 
hea, beim Synkellos (ebenfalls aus Abydenos) 
'AiLiutni Tochter des Astyages, s. NOldeke, Auf- 
s&tze 9. Pr&gek, Medien und das Haus des 
Kyaxares. Berl. 1890, 54. 2) T. des Astyages, 
Gattin des Spitamas, spHter des Kyros, Ktesias 
Pers. 2. 20. Tzetzes 1, 96 (ungeschichtlich). 
3) T. des Xerxes und der Amistris, Gattin des 
Megabyzos, des Sohnes des Zopyros, Ktes. Pers. 
20. 22; Deinon bei Athenaeus 609 (3, 343, 17) 
AvoOti^ Schwester des Xerxes, die schtoste und 
ztlgelloseste Frau Asiens; zu lesen Amytis, 
Schwester des Artaxerxes und Gattin des Mega- 
bazos (Megabyzos, vgl. Mtlller, Fragm. II, 93, 
n' 21). 

d. i. die Untadelige, die man nicht beschUdigen 
kann (moralisch), vgl. awest. amuyamna (pehl. 
amUtak) und griech. AmymOn^. 

'Avapbdni^, Befehlshaber von Maogamalcha am 



Nahr Malka, ttbergab die Stadt an Julian und 
ward von den Persem hingerichtet ao. 363, 
Ammian 24, 4, 26 (NapbdniO; Zosimus 157. 
158 nennt statt der Stadt die Festung B^uchis. 
d. i. rein geschaffen (np. nab, pehl. anap), ur- 
sprtlnglich: ohne Wasser (vom Wein). 

Amsafian, S. des Grigor, Armenier zur Zeit des 
Ktoigs Giorgi-LaSa von Georgien (1184 — 1212), 
Zakaria bei Brosset, Collect. 2, 173. 

d. i. zusammen wirkend, eintrHchtig, np. ham- 
saz (patronym.). 

'Avdcpn? 1) S. des Artamnes, einer der 7 Ver- 
schworenen, welche den Magier tOdteten, spftter 
Ftlrst von Kappadokien, in einem zu dynasti- 
schen Zwecken erfundenen Stammbaum bei Diod. 
31, 19, 1. 2 CAvacpdij, Ktesias 'Ov6q)a<;). 2) S. 
des vorigen, K. von Kappadokien, Bruder der 
Amistris (s. Amftstris n^ 2), Diod. 31, 19, 2 (un- 
geschichtlich). 3) S. des Otanes, Schwager des 
Xerxes, Anftthrer der Kissier im griechischen 
Feldzug des Xerxes, Her. 7, 62; dieser Anaphes 
mflsste mit dem (ungeschichtlichen) Anaphes des 
Ktesias (n* 2) identisch sein. — vgl. Keiper, Le 
Mus6on, T. II, 1883, 619; abgekttrzt aus Ana- 
phemes, vgl. Onaphemes. 

Anahbedh heisst der KOnig von Joijfan, Alb^rttnl 
101, 23 (109); vgl. Nap^bn<; und armen. na- 
hapet (Patriarch). 

Anfthita, awestischer weibUcher Genius der Wasser, 
bereits zur Zeit der Achaemeniden mit der asia- 
tischen Naturg5ttin identifizirt, s. Windischmann, 
Ueber die pers. Anahita. Mttnchen 1846. Spie- 
gel, Eran. Alterth. 2, 54. 1) Setftsp Anahit s. 
§gtftSp. 2) Anahid, Tochter des Ftaq; (Fnaq; 
v.«AAct 1. s^suoA und vgl. Itap?), des Dihqan von 
Ahwaz zur Zeit des Muawiya (661 — 680); sie 
ward von Yezld bin Mufarrigh, der in sie ver- 
liebt war, besungen, Agh. XVII, 64, 16. 69, 5. 
8. 22. 71, 11. 29. 72, 5; im Verse erwahnt: 
69, 8 (Mittheil. von Wellhausen). 

Anahltpanah s. Martadbtlta. 

Anak, Parther aus dem Hause Sllr^n, angeblich 
Vater des heil. Gregor, tOdtete den arsakidi- 
schen KOnig von Armenien Chosrow ao. 238, 
Agathang. 10, 15 flf. Mose 2, c. 74. 

d. i. verderbt, bOse, neupers. nak; wohl nur 
der Uebelname, womit die Armenier denMOrder 
ihres KOnigs brandmarkten. 

Avdxapai^, S. des Gntlros, Skythe, welcher zur 
Zeit Solons nach Athen kam und nach seiner 
Rtlckkehr von seinem Bruder Saulios erschossen 



Digitized by 



Google 



Ana&had 



16 



Andim&n 



ward, Herod. 4, 46. 76 ff. Dio Chrys. XXXII, 
1, 415, 5. Pausan. 1, 22, 8. Lucian Scjrtha 
1 (251). Verae hist. 2, 17 (291). Athenaeus 
159 (I, 359, 25) u. 5fter. Himerios Eel. 32, 8. 
Or. 30; ygl. v. Gutsehmid, Eleine Sehriften 3, 
434. MtlllenhoflF 569. 

AnaAhad s. AyaAhad. 

*Av(ifi^€o^ (Var. Narteus), Heerftthrer gegen Julian, 
Zosimns 160. Bei Ammian 24, 6, 12 Narses. 

Anastox s. Astawana. 

^AvariiiJabo^ vgl. AnOSakS&t. 

Anbat (? Inat, Itab, ^jaj^, S. des RTgman (d. i. 
ZaeSm), Vater des BaSank (PeSeng), Albertliii 
104, 9 (111); Nabat, S. des ZftdSem, Masudi 2, 
131; an einer andem Stelle 2, 117 steht f&r 
Zftdgem and Nabat nnr der Eine Name Rai 
^ vielleicht aus dem ^^ 



Arsen ^^y-^js*?;, so dass 



des letztem Namens entstanden sein k5nnte, 
naebdem j^j in \J^\j d. i. \J^^\ (Za6g[m]) ver- 
bessert worden wUre; vielleicht ist aber ^ya\ 
einfaeh ans ,j*^?;, d. i. ^J^\\ mit Verlust des An- 
lauts verschrieben. 

AnbazT, Dichter ans Tirmidh, Ende des 12. Jahrh., 
Hammer 104. 
d. i. Genossensehaft, Gesellschaft. 

'Avbaiiija^, Meder, Ftlhrer des medischen Fossvolks, 
Xen. Kyrop. 5, 3, 38 (Var. 'Avbpaiiija^). 

'AvbdvaKO^, S. des Xoziakos, Insehrift von Tanais, 
ao. 220 n. Chr., Latyschev n, 264, n** 446, 20. 

Andaria, Ftlrst von Lubdi in Medien, f 664, Me- 
nant 281. Jensen, Keil. Bibl. 2, 180. 

Andarlman oder Andlrman, S. Wafldaremainig. 

Andarzghar 1) S. des Xawakbedh ans Sawad, 
Feldherr des Ardeschir HI in der Schlacht bei 
Walaja, Tabari 2029, 11. 2171, 7. Athir 2, 
296, 12. Belftbori 251, 3 (Ibn al- Andarzaghar) ; 
vgl. Indarazar, and de Lagarde, Abhandl. Gott. 
Ges. d. Wiss. XXXV, 1888, 158. 2) Schrift- 
steller, Steinschneider, DMG. 18, 192—193. 
d. i. Rathgeber, Lehrer. 

"Avbia, Babylonierin, Nebenfraa des Artaxerxes I 
and Matter des Bagapaios and der Parysatis, 
Ktes. Pers. 44. 

Andigan 1) armen. Andikan (Pehlewi-Form), Feld- 
herr Sapors II, von Bagas getodtet, Faastas 
Byz. 4, 22. 137, 30. 2) ein anderer, vielleicht 
derselbe, das. 4, 27 (146, 9). 3) Andekan, per- 
sischer Marzban von Armenien anter P€r5z (484), 
Lazar. Pharp. 308, 19. Asolik p. 113. 4) Andian 
qLjOJI, Perser anter Chasraa II, Fird. 7, 12, 
103. 188, 2225. Bei Tabari 1000, 7 Sabtlr- 



Andian; Firdasi hat 2 Personen: SapOr and A. 

5) *Avb{Tav, Gesandter des Hormisdas IV an Ti- 

berios (ao. 581), Menander 417, 22 flf. 
Andiman, E. von Rai zar Zeit Bahram G<)r's, Fird. 

5, 672, 1468. 
d. i. der EmpfUnger, Einftthrer der Seelen ins 

Paradis (WohamanO), vgl. Spiegel, Tradit. Lit. 

264 (Glosse za Wend. 19, 102). Vergleich. 

Gramm. 209. Geiger, Aogemadaeca. Erl. 1878, 

65. Httbschmann, Armen. Stadien. Leipz. 1883, 27. 
'AvbpdZii^, pers. Chiliarch im Krieg gegen Belisar 

ao. 531, Malala 463. 
'Avbpa^ija^ s. 'Avbafiua^. 
*Avbp6pa2o^, Ftihrer der Paropamisaden, zieht dem 

Eamenes gegen Antigouos za Htllfe, Diod. 19, 

14, 6. 
d. i. erobemden Arm habend (awest. watidra). 
Anjam, Taxallas des Mir Akbar, der sp&ter sich 

Axtar nannte, Sprenger 200. — d. i. Ende. 
'Amr^pn^. Sanger and Wahrsager des Astyages, 

Deinon, MttUer Fragm. II, 91, n** 7. Athenaeas 

14, 633 (3, 398, 5). 
Das Wort Angaros ist von anserm Namen ver- 

schieden; vgl. Keiper 62. A.Weber, Episches 

im ved. Ritaal 46, Not. Horn, Grandriss 28. 254; 

awest. ♦haflgara (Sanger). 
*ATTOupivii, Buhlerin, Schwieger des AzOt, Eonstant. 

Porphyrog. 32, 20. 
AAhaya yt. 13, 118. — vgl. anhaya Herrschaft, 

Bragmann, Vergleich. Gramm. 2, 300. 
'Aviap^bn^, Heerftthrer des Chasraa I im lazischen 

Feldzag, Prokop. 225. Chasraa liess ihn wegen 

einer erlittenen Niederlage pf&hlen (dv€(TKoX6- 

7Ti(T€v) 226 (hier Var. Bcviajilbiiv, 'Apevia^ibnv). 
d. i. np. ♦a'inbed (Ceremonienmeister); vgl. 

Hoffmann 64. 
Anyawa (d. i. S. des Anya), WlwareSwafid Anyawa 

and Vohaperesa Anyawa, yt. 13, 122. 124. 
Anisades, vielleicht ein Sohn des Zariadres, E5nig 

von Sophene; diese Vermathang grfindet sich 

aaf eine Mtinze mit der Aafschrift Acrdpi 'Avi- 

(Tdbui, mit Bildniss, FriedlUnder, Zeitschrift f. 

Namism. IV, 1877, 266. X, 1883, 165; vgl. G. 

Hoffmann, das. IX. 1882, 96. Pietschmann, Ge- 

schichte der Phoenicier. Berlin 1889, S. 266. 

Dagegen: v. Sallet, Zeitschr. f. Namism. X, 

1883, 165; s. Airya 3. 
Nach Blaa, Wiener Namism. Zeitschr. IX, 104 

and Babelon, Rois de Syne CXCVIII ware za 

lesen Dsari (Zariadres), S. des Anisades. 
Anitar s. Wanltar. 



Digitized by 



Google 



Ankaltlih 



17 



AnOg 



Ankdftih? (n ohne Punkte) N5ldeke, P. St. 15. 

Aflkasa^ Bruder des Huwarez, yt. 13, 124. 

Anqiftd s. Athbhya. 

*ATX«pn^, Heerftthrer, fiel bei Salamis, Aesch. 
Pers. 995. — vgl. Angares? 

AfixnaAha, Vater dea WohuuStra yt. 13. 122. 

Anoyg 8. AnOS. 

Anop, Bruder des ArSak III von Armenien, Vater 
des Warazdat, Langlois, Collect. II, 154. 
ygl. Anapbes. 

An5g Oder AnOSah (neupers.), An5§ak (pehl.), 
anaoscba (awest.), anoys (armen.) 1) armen. 
Anoyg, Gattin des Agdahak, die Mntter der 
Dracben, in der alten armeniscben Mytbologie 
eine SeblangengOttin (Ecbidna), in cbristlicber 
Zeit bistorisirt, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 30. 
2) NOgab (wobl Narseb zu lesen), S. des G6w, 
Bruder des B^ian, Mojmel, J. as. Ill, 11, 351, 
6 (nacb Hamzab). 3) Nuaaa (kappadokiscb- 
iraniscb), Sklavin des Antiocbus Hierax (1225). 
4) NucTo, Tftnzerin, Gattin des Nikomedes II von 
Bitbynien (149 — 95), Memnon 30; bei Justin 
38, 5 ist der Name niebt genannt. 5) NiiacTa, 
Tocbter des Mitbradates V von Pontos, Scbwester 
Mitbradates des Grossen, Gattin des Ariaratbes V 
von Kappadokien; eine ibrer jttngem Sebwestem, 
Laodike, war die Gattin seines Sobnes Aria- 
ratbes VI, auf dessen Mtlnze sein und seiner 
Mutter (Nuoii) Bildniss erscbeint, Plut. LucuU. 
18, 2. 6) Nuwa, Tocbter des Mitbradates VI 
von Pontos, verlobt mit dem EOnige von Kypros, 
gibt sicb mit Gift den Tod, Appian, B. Mitbr. 111. 

7) Tocbter des Ariaratbes VI Epipbanes, zweite 
Gattin des Nikomedes III von Bitbynien, Sallust 
4, 20, 9; Mutter einer Nysa, deren sicb Caesar 
annabm, Sueton. Caes. c. 49; und eines Niko- 
medes oder Lykomedes, Vaters der Orodaltis. 

8) andere Tr%erinnen des Namens Uiaaa aus 
Kappadokien finden sicb auf Inscbriften ausKo- 
mana und Knkusos, s. Waddington, Bullet. 
Corresp. belWnique VII, 1883, 135— 136. 9) 
Anogab s. DuxtnOg. 10) Antlg, Tocbter der Jay- 
lamar, Gattin des Sabak (Isaak) ArtsrtUii zur 
Zeit des Arties HI, Tboma 54, 32 (47). 11) 
AnOg, Name der Familie, welcbe aucb Ar-rftm 
(^1^1, 1. qI^! Mibrftn) beisst und aus welcber 
Babr&m gabln stammt, Masudi 2, 213. 12) Antlg, 
Tocbter des Bagratiden von Albanien David 
ohne Land (anbolin), Inscbrift ao. 1063, Brosset, 
Hist., Additions 277; andere Licsung ist Hr-antlg. 

Bemerk. : vOacx; bedeutet nach Pherekrates (s. Pape- 
JuBtl, Ferd^ Iranisches Namenbnch. 



Benseler, WB. der griech. Eigennamen s. v.) •Baum', 
der Erzieher des Dionysos ist der Baum, an dem 
die Rebe sich emporrankt; da der Wein aus Anne- 
nien kommt und anoyS 'suss* bedeutet, so k5nnte 
das Wort asiatischer (iranischer) Abkunft sein; viel- 
leicht ist auch Hvoia (si fiir §?), Gattin des Lyders 
Kandaules bei Photius 150, 19 (s. Pape-Benseler s. v.) 
hieher zu stellen; Nysa, der angebliche Geburtsort 
des Dio-nysos, wird nach Arabien verlegt. 

Patronymiscb: AnOgagftn 1) S. des Wabriz, 
Stattbalter in Yemen, Nacbfolger des Xorza&an 
Sabr, Hamzab 139, 6 (AnOgaJan). Masudi 3, 176 
(N5gajan). 2) Bruder des Qoba&, Heerfttbrer 
unter Hormizd und Ardaglr III, k&mpfte in der 
Scblacbt der Eetten und fiel bei el-Ma&ar ao. 
633, Tab. 2023, 11. 2027^ 17. Atbir 2, 294, 24. 
3) an-NtlgaJan, S. des Jugnasmftb, Neffe des 
Narse, Gatte der TamftblJ, Bela&ori 340, 16; 
daraus Yaqut 4, 844, 8; Tab. 2887, 12. 4) S. 
des Hirbeb, persiscber Feldberr, ao. 635, Tab. 
2245, 10. Ibn al-birbeb. Tab. 2346, 4. 

Zusammensetzungen : 1) AnOga&ar a) NoSa&ar 
(Ntlgafter), S. des Isfendiar, von Zewareb ge- 
tOdtet, Fird. 4, 436, 923. 652, 3480. 5, 4, 9. 
Adamftg, Tab. 680, 5. b) S. des Xusrau I, 
Fird. 6, 220. Nacb dem Feuerbaus Noga&ar in 
Balx (Fird. 4, 454, 1139) benannt. 2) Antlgawan, 
genannt SOs (Pappel), weil er Priester. des 
Pappel-Orakels war, Sobn des Kardos oder Aray, 
K6nig von Armenien, Mar Abas Qatina bei Mose 
1, 19 (18); vgl. Emine, Recb. sur le paganisme 
arm^n. 44. — armen. avan (Wohnung, wortlber 
vgl. InCifiean, Geograpbie von Altarmenien p. 179). 
3) 'Avo(TP(iTTi<; s. 'Pavoapdrng. 4) Anogak-ruban 
(pebl.) a) Beiname des Xusrau I, Dinkart 5, 
244, 9. Madiganecbatrang in Ganjesbayagan 
etc. by Pesbutan D. Bebraraji, im Eingang; und 
Andarzekbusroe das.; im Afnn-e panji: frobar-i 
(d. i. farwabr-i) anogeb rawan-i Xusr5-i Kobadftn, 
die Frawascbi des XusrO Sobnes des Kobad, 
dessen Seele gesegnet (unsterblicb, selig) ist; 
vgl. Pesbutan D. Bebramji zu Dinkart 5, 318 
Not. AnUgSrouan Xosrow, Sebeos 26, 31. arab. 
Anugarwan Eisra, Bela&. 194, 13, Anagarwan 
Tab. 884, 2. Noglrwan, Fird. 6, 174, 166. N5- 
glnrawan (mit dem gleicbbedeutenden nOgIn) 5, 
266, 17. 6, 138 (Ueberscbrift). 178, 220. 624, 
959. Hafiz, Saqinameb 74. Noglnrawan und 
An5garwan, Scbefer, Cbrest. pers. 206, 6. 8. 
b) AnOgarwan, S. des ManHSibr und einer Tocbter 
des MahmQd von Gbazna, AmTr von Joijfan, 
1029—1042, Atbir 9, 262, 14. c) Nagirwan, 

3 



Digitized by 



Google 



AnOS 



18 



Ap&m 



S. des 'All, von der kurdischen Dynastie der 
Beni Scheddad in Armenien (Ani), Urenkel des 
Marzban, Khanikoff, Bullet. Acad. Petereb. VI, 
1849, 195. d) Seref ed-din AnOSirwan, S. des 
Xalid aus Qaian, Schriflsteller nnd Wezir des 
Seljflqen Mas'tld, f in MeShed 1138/9, Yaqut 2, 
569, 1. Athir 9, 47, 2. Ibn ChaU. VHI, 100, 20 
(3, 355). Mirch. 4, 86, 19. Hajl Chalfa 4, 
387, 3. e) NQSirwan, Dichter aus Baghdad, be- 
kannt als der 'Satan von Iraq', der Blinde, 
Yaqut 1, 187, 21. f) einer der Hx^e aus dem 
Stamme des HcQaqtl, welcher noch nach dem 
AufhOren der Dynastie ao. 1335 Mttnzen gepragt 
bat, ao. 1346, Marsden, Numism. orientalia, Lond. 
1823, p. 273, PI. XVI, no 281. g) NoSlrwan, 
Dasttlr in Kirman, 15. Jahrh., Hyde 446. h) An5- 
SakrQban (pehl., ktlnstlich alterthtlmlich), S. des 
Rttstam, Vater des ROstam undMitnapan, West, 
P. T. IV, XXXVIII. Der Name wird auch zo- 
roastrisehen Heiligen beigelegt, z. B. dem Atflnpat 
Manspandan, s. Andarze Atrepat in Oanjeshayagan 
etc. by Peshutan D. Behranyi S. 1 ; bei den 
ParsI in Indien ist Nasarwanji haufiger Vor- 
name, s. Jamaspji D. Minocheherji, Pahlavi Diet. 
I, CLXI. — d. i. dessen Seele selig (unsterblich) 
ist, awest.: urwan, pehl. ruban (d. i. rubhan, 
ruvan), np. ruwan (rewan). 5) AnflStigln a) 
Ttirke, Gef&hrte des TazOn in den Kampfen der 
ttlrkischen Emire und der Buyiden um die Macht 
des Chalifat's, ao. 941, Athir 8, 281, 2 ff. b) S. 
des Abfl 'All, des Sohnes des Abfl '1-Hosain 
Simjflr, zur Zeit des Ntlh II (975—997), Mirch. 
4, 21, 27. c) Abu '1-mozaflFar AnttStigln, Ge- 
f&hrte des Bedr bin Qasnawaih, in der Schlacht 
gegen Sams ed-dauleh, worin Bedr fiel, gefangen 
ao. 1014, Athir 9, 174, 9. d) AnaStigIn, NaStigIn, 
Verrather des Mas'ad, Sohnes des MahmUd, aus 
BalX; hajib xarxir (Kammerdiener) Baihaqi 136, 4. 
Athir 9, 331, 21. 334, 7. Mirch. 4, 41, 10. 
e) Atabeg NaStigln §6rglr, Feldherr des Sultan 
Mohammed, ao. 1117, Mirch. 4, 65, 16. f) NOStigln 
Gharjeh, Statthalter (Vogt, Sihnah) von Xvarizm 
unter MelekSah, und Stamm vater der EOnige von 
Xvarizm (Chiwa), Athir 10, 182, 17 ff. Mirch. 
4,85,1. 106, 10.— d.i. AnflS der Ftlrst (ttlrk.). 
6) AntiSwram, Tochter des Wram Artsrflni, 
Gattin des ASoSa, Laz. Pharp. 192, 3. Tscham- 
tschean 1, 518, 33 (AnoySwram). Wram (von 
pehl. Warahran, np. Bahram), der Name des 
Vaters, steht hier wie ein Zuname, 'die stlsse 
(diese Bedeutung gilt im Armenischen) Wram' 



Oder 'des Wram'. 7) AnOSazab a) S. des Is- 
fendiar, Fird. 5, 4, 9. 8, 39 (NoSzab), vielleicht 
derselbe wie MihrnOS. b) Vater des Mihrak von 
Jihrem, Fird. 5, 316, 602. Mojmel, J. as. IE, 
11, 270, 8 (NflSzaft). c) S. des Xusrau I und 
einer Tochter des Dawar von Rai, ward wegen 
Aufruhrs geblendet, ao. 551, NOSzab, Fird. 6, 
220 ff. An5gza» bei Dinawarl, NOldeke's Tabari 
467. Athir 316, 6. 'AvaTa>2;abo(; (d. i. dOava- 
TiCuiv) Prokop. 2, 504. d) S. des GuSnasbandeh, 
Statthalter von Yemen unter Xusrau I und Or- 
mizd IV, Hamzah 138, 9 (oU o^yt). NOldekes 
Tabari 263, Not. 2. — d. i. von Unsterblichem 
geboren (N5ldeke, Eamamak 52) oder: un- 
sterblich (zur dereinstigen Seligkeit) geboren. 

Antaman (?) daplwar (der Schreiber), Siegel, Mordt- 
mann, DMG. 31, 593, n^ 26; Mordtmann liest 
(vielleicht richtig) Hataxm; mOglich ware auch 
Artaman. 

Antagxod, Feldherr Sapor's II gegen Andok (An- 
tiochos) von Siunik, ca. ao. 350, Mose Ealanka- 
tovatsi bei Brosset, Hist., Addit. 489. 

Antyrus s. Idanthyrsos. 

AnQg fi. AnOg. 

Anfltis 8. Amytis. 

'AvJaXfi^, Armenier, Doryphore des Narses (des 
ostr5mischen Feldherm) ao. 552, Prokop. 2, 619. 
armen. EndzOl, Tschamtschean 2, 272, 3. 

Anzaze, Gattin eines Arsakiden Kamnaskires von 
Elymals (ao. 82/81 vor Chr.); ihr Bildniss auf 
der Mttnze des letztem, Visconti III, 275. 
V. Schlechtau.SubhiBey, DMG. 17, 186. Mordt- 
mann, Z. f. Numism. VII, 1880, 41. Percy Gar- 
dner S. 60, PI. VII, n^ 26. — susisch? Zazaz 
war Befehlshaber in Pillat ao. 655 v. Chr. 

Anzoi (?), R5merin, Gattin des Kawab S^rOi, syr. 
Chronik hrsg. v. Guidi, ttbers. v. NOldeke, Wien 
1893, 31. 

Aoighimad-tira (gen. aoighimatas tirahe), S. des 
ParOdasma, Vater des Erezwafld, yt. 13, 125. 
d. i. Macht tlber den Angreifenden besitzend. 

AoSnara, S. des Pourujira, Heifer des Propheten 
Saoschyant, yt. 13, 131. 23, 2. — pehl. Aofianar, 
d. i. OSanar (Vorbild der Weisheit, demnach von 
aoS [vgl. uSi] abzuleiten). West P. T. 2, 90. 
AoSn5r (OSnOr), S. der Tochter des PaurwaClria, 
das. 171. 

Apakan Wsemakan, Feldherr Sapors II gegen ArSak 
III von Armenien, Faust. Byz. 4, 34 (150, 15). 

Apftm (Genet. Plur. von ap Wasser), Genius des 
Wassers, welcher angerufen wird (z. B. jrt. 15, 1), 



Digitized by 



Google 



'Aird^a 



19 



Aipiwaiihu 



Ardwistlra (welcher der AbanyaSt geweiht ist), 
auch Name des 8. MoDats nnd 10. Monatstages; 
daber aucb Eigenname: Abac, S. des Anqiad 
(I. Atfian oUfij^ statt qLajO> Vater des Sahni; 
Masndi 2^ 117. 

*ATrd|ia 1) Tochter des Bazakes^ Nebenfrau des 
Dareios I^ Joseph. A. J. XI, 3, 5; aus 3. Ezra 
4, 29 CATiniiTi)- 2) T. des Artexerxes II, Gattin 
des Pharnabazos n^ 3, Plut. Artax. 27, 4. 3) T. 
des Artabazos, Sehwester der Barsine nnd Gattin 
Ptolemaios I, Plut. Enmenes I, 3. 4) T. des 
Pitbamenes (Spitamenes), erste Gattin des So- 
lenkos Nikator (306—281), Mutter des Antiochos 
Soter (geb. 323), nach welcher drei Stadte Apa- 
nieia genannt sind, Livius 38, 13, 5 (unrichtig 
soror Seleuei regis). Strabo 578 (811, 24; bier 
Tochter des Artabazos genannt). Plut. Demetr. 
31, 3. Appian c. 57. Eusebios 1, 250. Ma- 
lala 198. 5) T. des Antiochos I Soter, Gattin 
des Magas von Kyrene, auch Arsinog genannt, 
Pausan. 1, 7, 3, Euseb. 1, 250. Justin. 26, 3. 
6) T. des Demetrios II von Makedonien (f 229), 
Gattin des Prusias I von Bithynien (228—180), 
Strabo 563 (791, 26). 7) T. des Alexander aus 
Megalopolis, angeblichen Nachkommens Alexan- 
ders des Grossen, Gattin des Amynandros, Fttr- 
sten der Athamanen, Livius 35, 47, 5. Appian, 
Syr. 13. 8) Gattin des Julius Theophrastos, 
C. I. Gr. m, 988, n^ 6576. 

Apftnbundat, Vater des Mahattln Ohnamazd . . . 
(es folgt noch ein undeutliches Wort, welches 
West mfirt, gestorben liest), Kanheri n** 2, 13. 

Apanmarte, Siegel, Horn, S. S. 33 n** 26. 

Apanzat, Vater des Admet (s. diesen). 

Aparag, gelehrter Priester, 5fter in Glossen der 
Pehlewitibersetzung des Wendldad citirt, z. B. 
Wend. 8, 64 (110, 17). 14, 37 (172, 1). 19, 84 
(216, 7). West P. T. I, 243. 

d. i. der Vorgesetzte, tlber einem andem ste- 
hende; vgl. den Gebrauch von apar (uzwarig 
madam) im Dinkant III, cap. 130; diese Ab- 
leitung von apar (neupers. abar, bar) entscheidet 
die Aussprache des Namens, der weniger richtig 
Afarg gelesen wird; Wend. 6, 9 (69, 17) wird 
er in UzwariS madamag geschrieben. 

AparwSz (pehl.) 1) Parw€z, Fttrst von Gtlbanan, 
von ArdaSlr I getOdtet, Bela'ml (Zotenbergs 
Tabari) 2, 69, 1 ; im arab. Tabari FaSin (s. Pi- 
sina). 2) Beiname des Xusrau n, armen. Aprov€z, 
Sebeos 35, 4. arab. Kisra abarwlz, d. i. al- 
mu^affar (der Sieghafte) Tab. 995, 1. 6; da- 



ber auch Eisra al-man§Ur 1065, 2. neupers. 
Xusrau Parw€z, Fird. 6, 690, 1752. Parwiz, 
Haflz t, 22, 9. 3) Abarwlz, S. des XaSln, 
Vater des JuSnas, Yaqut 4, 839, 18. 4) 
Marzban von ZaraqJ (Drangiana) ao. 650, 
Belaaori 393, 20. 5) Abarwlz (arab.), Bruder 
des Masmoghan, mit dem er sich entzweite; er 
ging an den Hof des Chalifen Mansur (754 — 775), 
und zeichnete sich aus im Eampf gegen die Ra- 
wendi. Tab. 3, 131, 10. 136, 18. 137, 1 (ao. 
758). 6) AbarweS (syr.), MOnch in Beth 'Abhg, 
Assemani III, 218**, 8. 7) zwei Parwez, Sohn 
und Enkel des Sanasb, Minh^ 35, 5 (312); bei 
FeriStah 1, 95, 12 (1, 63) nur einer. 8) Parwiz, 
Neffe des Scharwin von der Bawend-Dynastie, 
ao. 900, Zehiredd. 302, 11. 9) Beiname eines 
reichen Kaufmanns in Dehli , Vorstandes der 
Kaufmannschaft, aus EazerOn in Persis, zurZeit 
des Mohammed §ah (1325—1351), Batutah 3, 
244, 5. 10) Mulla Parwiz el-Rflmi (aus Klein- 
asien), Schriftsteller, f 1579, Haji Xalfa 2, 
412, 3. 11) ParwSz, S. des Moghulkaisers Jihanglr 
(1605— 1628), 1 17. Nov. 1625, Rieu316^ Horn, 
Epigr. indica of the Archaeol. Survey ed. Bur- 
gess, Xni, 1893, 281. 

pehl. aparw€6 tibersetzt awest. aivit)ara (sieg- 
haft, von Mi{)ra und den FrawaSi), wovon apar- 
w€6lh (Sieghaftigkeit) Dmkart III, 116, 8. Bund. 
3, 1 ; vgl. lat. vinco, got. weigan (kampfen), ags. 
ofer-vlgan (siegen). — vgl. Brugmann 2, 927. 928. 
Apirat (armen.) 1) Ftlrst von Ani, ao. 1045, Mxithar 
90. Tschamtsch. 2, 900, 3. 932, 15. 2) Sohn 
der Tochter Grigors Magistros und des Wasak, 
des Sohnes des vorigen, Tschamtsch. 3, 18, 8. 
25, 26. 3) S. des Hasan, ein Fflrst in §irak, 
unter Senekerim-Johannes, ao. 1020, Tschamtsch. 

2, 897, 9. 4) S. des Grigor, des Sohnes Wa- 
saks, Bruder des Bischofs Bars) (Basilius) von 
Ani (ao. 1174), Tschamtsch. 2, 147, 18. 5) Gri- 
gor Apirat, S. des Sahan, des Sohnes Apirats, 
Enkels des Grigor Magistros, Katholikos 1195 
bis 1202, Tschamtsch. 3, 67, 20. Dulaurier, J. 
as. V, 17, 428. 433. 6) Apirat, S. des OSin, 
Bruder des Ners€s von Lambron, Tschamtschean 

3, 89, 18. 

AipiwaAhu, Kawi, S. des Eawi Eawata, Vater des 
Kawa Usa, yt. 13, 132. 19, 71. Bundehesch, 
West P. T. 1, 136. Dinkart 4, 224 (Kai (A)plwgh; 
bei Tabari ist Kai Afineh (zu lesen Apiweh, n 
und w haben in Pehlewischrift dasselbe Zeichen) 
S. des Kai Qobab, 534, 1 ; der Z. 2 genannte 



Digitized by 



Google 



'AirdbttKO^ 



20 



'ApPAkti^ 



Sobn des Qob&d Kaibineh ist nnr Yariante^ 8. 
Barth zu d. St., N5ldeke, DMG. 32, 570; Tab. 
597; 14: Kai QaOs (KaOs) Sobn des Kaibineb; 
so aucb Albertoi 104, 19 (112). Athir 170, 23. 
Abulfeda (Fleischer) 70, 16; Kaiaflweb, Sobn 
des Kaiqobad, Hamzab 36, 10; Kai Afireh v^t 
fttr Mj9\ (Afiweb oder Apiweb) Mojmel J. as. in, 
11, 172, 1. Kenabyeb t^x^jS 1. tJjuS (wie bei 
Tab.), Gobineau 2, 3. Kayftn ^L^ Sobn des 
Kaiqobad, Masudi 2, 238. 

*An6baK0^, KOnig von Cbarakene in Cbaldaea, 
Mttnze vom Jabr 110 vor Cbr. mit Bildniss: 
Numismat. Cbronicle XVIU, 138. XX, 36. 

Aprsam s. Abarsam, Spram. 

*AMia>Ta<;, Pnester in Olbia, C. I. 6r. II, 139, n^ 2080. 

Apusoros, Meder, Religionslebrer vor Zoroaster, 
Plinius 30, 2, 5. 

Ara, Vater des BereziSnu und Kasupatu, yt, 13, 110. 
vgl. Aray, mytbiscber KOnig von Armenien, 
Mar Abas Qatina bei Mose 1, 18. 

ArayiS-x^n, Anftibrer im Heer des Baber von In- 
dien ao. 1526, FeriStab 1, 388, 16 (2, 56). 
d. i. AussebmUckong. 

Aram 1) der Sobn des 'Apdji, Freund des Siroes, 
Tbeopbanes 501. 2) Aram, S. des Hamazasp, 
Inscbrift von 1179 in Halbat, Job. von der 
Krim, M^m. Acad. St. P6tersb. VII, 6, 16. 
3) Aram-§ftb, ein Ttirke, kam nacb dem Tode 
seines Vaters Ibek (Aibak) ao. 1211 auf den 
Tbron von Hind (Labore), ward aber alsbald 
get5dtet, MinbaJ 141,5 (528). FeriStab 1, 112, 
7 (1, 203). 4) Aram, Molla, Dicbter, Pertscb 
630, nn90; mebrere: Sprenger 203. 

d. i. Rube (bei Scbriftstellem als Taxallus oder 
nom de plume gebraucbt). 
Ableitung: Arami x^Y^^h Pertscb 682. 

Aran, K5nig von Albanien zur Zeit des amieni- 
scben WalarSak, Vater des tjrnayi-, Kdnigsliste 
des Mxitbar von Ayriwank, Brosset, Hist., Addit. 
471. — vgl. AranSabik. 

AranJ-i Biratan s. Urwarwija. 

AranSabik (armen.) 1) EranSabik, Herr von Gardman 

im nOrdlicben Armenien, von Mibr, dem Stifter 

der albaniscben Sasanidendynastie , getOdtet, 

Brosset, Hist, Addit. 474. 2) Waraz-P*ero2, von 

der Familie AranSabik, Brosset, Hist., Addit. 486. 

d. i. K5nig von Arran. 

Arandzar, AmatOni, Feldberr der Armenier ao. 451, 

EliS6 '2n\ 247'. Laz. Pbarp. 117, 13. 148, 8. 

Arasang s. Ar2eng. 

'Apdaira^, Meder, wird von Kyros als Httter der 



gefangenen Pantbeia, der scbOnen und tugend- 
baften Gattin des Abradatas, bestellt, von Liebe 
zu ibr ergriflfen, aber nicbt erbOrt, und begibt 
sicb nacb Lydien, von wo er dem Kyros Kunde 
von Kroisos bringt, Xenopb. Kyrop. 5, 1, 1. 
Danacb Pbilostratos Imagines 2, 9, 1. Tzetzes 
3, 608. 656. 
d. i. scbnelle Rosse besitzend (awest. ara, Ara). 
Arasti, S. des Paitirasp und Bruder des PoimSasp, 
Bund. 79, 9; im Wa6arkart-i Dinik Arasp, West, 
P. T. 1, 141 ; awest. Arastya (patronym. von 
♦Arasti?) yt. 13, 95. 
Arastom s. Arostom. 

*Ap<ieii^ 1) statt Ariaratbes 8. 2) Skytbe in Ta- 
nais, um 220, Latyscbev II, 261, n° 445, 31. 
264, n^ 446, 10. 275, n^ 451, 7. 
Aratios s. Frabata n° 19. 

Aravan 1) S. des Wabagn (sagenbaft), Abnberr 
der Ftlrsten von Araveneank, Mar Abas Qatina 
bei Mose 1, 31. 2) Hazarapet unter Cbosrow HI, 
ao. 390, Tscbamtscbean 1, 483, 17; vgl. Arta- 
banos n° 15. 3) Andzavatsi, Fttrst von Wanand 
ao. 455, EliSe 247*. Lazar. Pbarp. 75, 19 (ao. 
450). 148, 11. 4) Arawan aus Albeur, Ge- 
sandter des Waban an Nixor (484), Laz. Pbarp. 
282, 30. 
ArawaoStra, S. des Erezwad-daiibu, yt. 13, 124. 

d. i. unfreundlicbe (wilde) Kameele besitzend. 

'ApaouriPo^, Mitglied einer Bruderscbaft in Tanais, 

ao. 225 n. Cbr., Latyscbev II, 267, n** 447, 24. 

ArawiSanasp (pazend), Bruder des Uzawa, West 

P. T. 1, 136; 1. AraSasp? 
Arbajad s. A(u)rwadaspa. 

*App<iKii<; 1) nacb Ktesias Stattbalter des Sarda- 
napal in Medien, durcb des letztem Besiegung 
Begrtlnder des mediscben Reicbes, Diodor 2, 
24, 1. Nikol. Damask. Mttller, Fragm. Ill, 357, 
n^ 8. Justin. 1, 3. Eusebios das. in, 627. ed. 
Scboene 1, 65. 67. Mose I, c. 20 (21), beide zu- 
nUcbst aus Kephalion's assyr. Gescbicbte (Arbak 
mit der Var. Warbak, ein Arbak dagegen unter 
den mytbiscben KOnigen von Armenien Nacb- 
folger des Par6t) vgl. Baumgartner, DMG. 40, 
483; Agatbias 2, 25. Synkellos 312. Ttzetzes 
(nacb Diodor) 3, 435 (*Ap(TdKn<;). Nacb Albe- 
rflnl 87, 2 (100) emp5rte sicb Arbaq nacb den 
Scbriftstellem des Abendlandes gegen den Tb5n5 
Qolnqorlras (Sardanapal, GiBvo^ Kotk6X€po^, Euse- 
bius, Cbron. und Synkellos) und ist derselbe wie 
Dabak der Perser, Dabbak der Araber (er meint 
Dejokes). In einer assyr. Liste mediscber Haupt- 



Digitized by 



Google 



Arbandes 



21 



Arejadaspa 



linge findet sich Arbaku von Amasie^ 6. Smithy 
Assyrian discoveries 289. 2) Heerflihrer Arta- 
xerxes 11, Xen. Anab. 1, 1, 12 and Satrap von 
Medien, das. 7, 8, 25 (Znsatz). 3) ein Meder, 
welcher zu Kyros tlberlief und von Artaxerxes 
gestraft ward, Pint Artax. 14, 2. 4) ein Eunuch, 
t5dtet den Arsakes, Lucian Icaromenipp. 15 (512). 
5) Arbak, georgischer K5nig, Nachfolger des 
Pbarnajom, Liste des Mxithar von Ayriwank; 
in der georgischen Chronik Argak. 6) georgi- 
scher KOnig, Sohn des Mrvan II, Liste des 
Mxithar; georgisch ArSak. — vgl. Oppert,M&des 25. 
NWdeke, P. St. 416. 

Arbandes s. Aryandes. 

'Appdpio^, Reiterftthrer, ging von Sekyndianos zu 
Ochos fiber (424), Ktes. Pers. 47. vgl. Artabarios. 

Arbates s. Ariarathes II. 

'AppaZdxio^, Armenier, kHmpft gegen die aufrtthre- 
rischen Isaurier ao. 404, ein Wtlstling, Zosimus 
5, 25. Bei Jordanes Arbazus, in Marcellinus 
Chron. Narbozaicus (Bekker zu Zosimus) 282, 15. 
Suidas (nach Eunapios) Fragm. IV, 51*. 
vgl. Erovaz. 

''AppTiXo^, Armenier, Anftthrer unter Arrian gegen 
die Alanen, Arrian, Acies c. Alan. 12 (ed. C. 
MttUer 251, 15). — gl ist Affix. 

*AppidvTiq, K. von Medien, Nachfolger des Artykas, 
Vorgftnger des Artaios, Etesias bei Diodor 2, 
32, 6. vgl. Oppert, MMes 25. — awest. aurwa 
+ yana (treff lichen Segen, Glttck geniessend)? 

Arbttn, sagenhafter Herrscher von Armenien, Nach- 
folger des Perft I, Vorgftnger des Per6 11, Mar 
Abas Qatina bei Mose 1, 18. Tschamtsch. 1, 
92, 17 (nach Mose und Grigor Magistros). 

'ApPoimdXri^, S. des Dareios, Enkel Artaxerxes 11, 
fiel am Granikos, Arrian 1, 16, 3. 

d. i. weisse Ftlllen besitzend (gr. iroiXo^, Foh- 
len); mit *arbu, dXq)6^, albus. 

Ardaban s. Aturmah. 

'Apbapoupio^, di-ei byzantinische Heerflihrer alani- 
scher Abkunft 1) Vater des Aspar und des Ar- 
daburios. 2) der ebengenannte. 3) S. des Aspar, 
Theophanes 131. 149. Malala 371. 

Ardad (Perser?), Manichaer, Fihrist 337, 9. 

'ApbdtbaKO^, S. des Publius, Inschrift von Tanais, 
ao. 225, Latyschev II, 267, n** 447, 14. 

d. i. Eidverbindung habend, zur Eidgenossen- 
schaft geh5rend, osset. ard (Eid), und agda, s. 
bei Agdabates. 

Ardaq & Artaces. 

Ard&m s. Artames. 



Ardamanes s. AtQrmah. 

''Apbapo^ 1) S. des Masttts, Mitglied einer Bruder- 

schaft in Tanais ao. 225, Latyschev n, 269, 

n^ 448, 13. 2) Vater des Midaxos und Panau- 

chos, das. n'*447, 16. 

d. i. Aeltester, Vorsteher, osset. ardAr, ald&r. 

*ApbdpaK0<;, S. desTryphon, Mitglied einer Bruder- 
schafk in Tanais ao. 220, Latyschev U, 264, 
n^446, 15. 

'ApbapicTKO^, S. des PsychariOn, Skythe, Mitglied 
einer Bruderschaft in Tanais, Latyschev II, 257, 
n** 442. — Affix iskos griechisch. 

Ardft Wiraf s. *ApTaio(;. 

*Apba2dvTi^, einer der Unsterblichen (Leibgarde) des 
BXdcTcTTi? (Bahrftm V, ao. 422) vom Goten Areo- 
bindos im Zweikampf besiegt, Malala 364. Ni- 
keph. Kail. 14, 57 (II, 579*). 

Cedrenus 1, 599, 10 nennt ihn einen (TuiKicmip, 
der mit dem Fangseil (Lasso) k&mpft. 

*Apbivbiavo^, S. des Chrysippos, Mitglied einer Bru- 
derschaft in Tanais ao. 225, Latyschev II, 269, 
n° 448, 17. *Apbivriav6(;, das. 273, n^ 450, 12. 

Ardoates 1) K5nig von Armenien zm- Zeit des 
Seleukos I und des Ariarathes II, Diodor 31, 
19, 5. Tschamtschean 1, 29, 31 (Ardovard). 
2) Arduwad Murghan, Grossmobed, verfasst eine 
Geschichte des Yezdegerd (HI), Zotenbergs Ta- 
baii 1, 4. — vgl. Artapatas, Artabates; b aus p ist 
in w erweicht, wie in baghwan aus baghban fttr 
**pan, bereits im Pehlewi (Parsi) baghav&n. 

*ApbovdTotpo^, Vater des Ithiochakos (s. diesen). 

*Apb6va(JT0^, S. des SOphrOn, Mitglied einer Bru- 
derschaft; in Tanais, ao. 225 n. Chr., Latyschev 
II, 267, n^ 447, 25. 

ArdumaniS, S. des Wahuka, einer der sieben, welche 
den falschen Smerdis t5dteten, bei Herod, irrig 
Aspathines genannt, Inschr. v. Behistan 4, 86. 
Spiegel, Vergl. Gramm. 224; vgl. NOldeke, P. St. 
32, N. 1. Liter. Centralblatt 27. Jan. 1894, 151. 
d. i. milden (awest. aredu, vedisch rdu, 
Benfey, Gdtt. Nachrichten 1875, 214) Sinnes. 

Arejadaspa 1) EOnig von Tflran, aus demStamme 
X^^aona (Chionitae) yt. 5, 109. 113. 116. 9, 30 
= 17, 50, von WiStaspa getodtet, yt. 19, 87. 
Arfiasp XyOnan x^tai, Yaikar-i Zar. 2. Im 
Bundehesch 24, 15 wird ArSasp am Berg Ma- 
tofaryat, zwischen Tabaristan und Kumisch (vgl. 
FeriOmed, zwischen 'Abbas&bad und MozTnan, 
Houtum-Schindler, The Academy I.May 1886, 
S. 313 »») besiegt. Bei Fird. 2, 314, 1415 er- 
scheint er neben seinem Vater Andarlman, dem 



Digitized by 



Google 



Arejai^h& 



22 



Apiaio^ 



Binder Afrasiabs, and Vater des Knhram und 
Andarlm&n; er wird von Isfendi&r getOdtet 4^ 
360, 36. 542, 2196; bei Tabari ist erSohndes 
Scharasp oder Scbawasp, des Bruders Afrasiabs: 
Xarzasf bin Kai Sarasf 1, 617, 9. 10. Sawaaf 
676, 7; danach bei Athir 174, 24 and Abalfeda 
(Fleischer) 74, 24 Xarzasf; Brader des Afrasiab, 
Athir 192, 2; die abweichende Schreibang er- 
klart sich aas der Pehlewischrift. Im Mojmel 
(J. as. Ill, 11, 351, 16) ist Arjasp Enkel »^ 
des Afrasiab. 2) Mobariz ed-din Arjasf, S. des 
EerSasp, eines Neffen des Schah GhazI Rastem, 
des 5. Ftlrsten der 2. Bawendlinie von Mazen- 
deran, Sipehsalar des ArdeSTr, ZehlreddTn 63, 
16. 72, 2. 249, 1. 251, 15. 255, 17. 3) Arjasp, 
mit dem Dichtemamen Firlbl, spater Saptlr (von 
der Stadt dieses Namens in Persis), Sprenger 564. 
np. Aijfasp ffir Aijfadasp ist nach Analogic der 
zweisilbigen Namen wie Jamasp amgebildet, s. 
N5ldeke P. St. II, 1. 

AreJaAhi tarahe (Genet.) A., S. des Tara? yt. 13, 
113 (al. arejanhatO). vgl. Arieng. 

Arejaona, seine Frawaschi angemfen, yt. 13, 117. 
d. i. Werth gewinnend (awest. ana v. wan)? 

'Api^jivo^, Vater des Mithropastes, Satrap vonPhry- 
gien, Nearehos bei Strabo 766 (1069, 27), irrige 
Lesart ftbr 'Apcrini^. 

ArenJ s. Eaghar. 

Arenk s. Airyak. 

ArezOgamana, damonisches Wesen, von Keresaspa 

getOdtet, yt. 19, 42 (s. Spiegel, Av. libers. 3, 177). 

d. i. in der Schlacht aashaltend? Fick CXVI. 

Arezw4 srfltd-spadho frawaSi, die Frawaschi des 
Arezwao (al. Erezwft, des Sohnes des) Srtlto- 
spadh yt. 13, 115. Im Dinkart ein Hoherpriester» 
welcher den Eetzer (Eenegat, Aschmogh) Ra- 
schn-e Risch, Mitte des 3. Jahrh. (400 Jahre 
nach der Verkttndigung der Religion) be- 
kampft ; Sratospadh ist nach dieser Schrift neben 
den ebenfalls yt. 13, 115 genannten SpefitOxrata 
and Zrayanh& ein Gef&hrte des Arezw& (Dinkart 
V, S. 311); vgU Arzfl. 

Argam, Haapt des medisch-armen. Geschlechtes 
Mflra$an (in der Gegend von NaxJewan), zar 
Zeit des Erowand and Artaggs, Mose 2, 44; in 
den Sagen Argaaan, Mar Abas Qatina bei Mose 
1, 30. 

Argamozan, armenischer Name des Adramelech, 
des Sohnes Sanherib's, Mar Abas Qatina bei 
Mose I, 22. 

Arjasp B. Arejadaspa. 



Aijawan (pers. Argawan, Arghawan), Sklavin des 
Mohammed Dhaxirat ed-dIn, des Sohnes des 
Chalifen al-Qa'im, and Matter des Chalifen al- 
Maqtadl (1075-1094), t HIS, Soyllti 444. 452. 
Athir 10, 66, 21. 156, 9. — d. i. Syringe. 

*ApTi^cmiq, Perser, fiel bei Salamis, Aesch. Pers. 308. 

'Apt6(Ttii, Gattin des Marden Atradates and Matter 
Eyros des Grossen, Nikol. Damasc. (nach Ete- 
sias) bei Mtlller, Fragm. Ill, 397—406. The 
Fragments of the Persika of Etesias ed. Gilmore 
p. Ill; vielleicht *Apt<S0tti za lesen. 

*ApT0udvaT0^, S. des Earaxtos, Vater des Ea- 
raxtos, Eainazarthos and Naatimos, Princeps von 
Olbia, C. I. Gr. II, 134, n'' 2071. 2072. Laty- 
schev I, 89, n° 52. 94, n" 57. 118, n" 80. 
d. i. die kleine Syringe (s. Arjawan). 

Aijamand, Mirza, S. des 'Abd el-Ghanl Beg, indi- 
scher Dichter, Sprenger 117. — d. i. wttrdevoU. 

Ai^amand-Banft, Gattin des Eaisers Sahjihan von 
Indien. f 1630, Riea 430 \ 

ArghaS 1) dailemitischer Stamm, aas welchem die 
Familie des MerdawlJ, S. des Ziyar entsprang, 
Mirch. 4, 44, 35. 2) Mamlake des seljQqischen 
Wezirs Nizam el-Malk (f 1092), nach MelekSahs 
Tod (1092) aaf Seiten des Barkiaroq, get5dtet 
ao. 1097, Athir 10, 146, 17. 185, 10. 3) Statt- 
halter von Dameghan anter dem SeljQqen Sanjar, 
ao. 1127, Zehiredd. 231, 13. 4) Amir von x«^af 
(anweit ZOzan in Chorasan), Feldherr des Cha- 
lifen gegen den Amir Sonqor von Hamaban (ao. 
1158) and andere Aafstandische, Athir 11, 151, 
9. 182, 22; f 1167, das. 217, 6. 5) Herr von 
Basrah, Athir 11, 216, 19 (ao. 1166/7). 6) S. 
des Sahrakim von Rustemdar (f 1272), Zehu'edd. 
93, 9. 148, 15. 7) S. des Iskander, des 31. Fttr- 
sten der Dynastic Badtlsepan, Zehiredd. 148, 2. 
Zasammensetzang: ArghaS-zadeh, Feldherr des 
Seljflqen BehramSah von Eirman, Hoatsma, 
DMG. 39, 380. 

Arheng, S. des Pttladwend, Dlw, Taranier, Erieger 
des Aijasp, von Zewareh besiegt, Sahriyar-nameh 
bei Riea 543 *". — vgl. Ar2eng. 

*ApiapiTvii^, S. des Dareios I and der Tochter des 
Gobryas, Naaarch der Flotte, fiel bei Salamis, 
Herod. 7, 97. 8, 89. Thakyd. c. 14 and Plat 
Themist. 14, 3 nennen statt seiner Ariamenes, 
vielleicht einen dritten Sohn der Tochter des 
Gobryas. — d. i. Glanz der Arier (habend?). 

*Apiaio^ 1) EOnig der Araber, Verbtindeter des 
Ninos, Diod. 2, 1, 5. 2) Freand Eyros des jttn- 
gem, nimmt den Tissaphemes gefangen, Xenoph. 



Digitized by 



Google 



^ApidKTi^ 



23 



'ApiopdOti^ 



Anab. 1, 8, 5. Hellen. 3, 1, 7. 4, 1, 27. Pint. 
Artax. 11, 1 (nach Ktesias). Polyaen. 7, 16. 
*ApibaTo<; Diod. 14, 22, 5. vgl. NOldeke P, St. 29. 
*ApidKii^ 1) Airyak, Toehter der Aithritak nnd 
Gattin des Fr€ttlii, in der Stammtafel des ManuS- 
githra, Wa6arkant-i Dlnik bei West P. T. I, 141. 
Erak, Toehter der Thritak (in Pazendschrift) 
Bund. 78, 19. 20. Irak (irrig Izak), Toehter 
der Athrak, Tab. 432, 1, naeh einer andem 
QneUe Srftfienk, Sohn des Athrak 430, 6. 431, 
1; Srflgenk dflrfte aus einer Pehlewivariante 
sieh erklftren, worin der Anlaut a nnrichtig 
s gelesen ward, jw^^^ aus j-ij^-** (ak plene ge- 
schrieben, wie in n'*4); bei Tabari sind beide 
Namen wie die 6 ttbrigen zwischen IreJ und 
Manu9)C^amak liegenden die Namen von Frauen 
des FerldOn, in den Pehlewibtlchern ist die Fi- 
liation nur dureh i der Idd^fet ausgedrtiekt, also 
nicht zu erkennen, dass TOchter gemeint sind; 
Airek, Ireg, Ma8udi2, 145; Arenk (^^1 1. w^i^^') 
Chronik von Fftrs bei Gobineau 1, 305. 2) Sia- 
trap, auf einer Mtlnze bei De Luynes pi. XIV, 
49 — 51 Araq melekh, mit Bildniss; die Lesung 
Tsadoq, Wiener Numism. Zeitschr. IV, 1872, 2 
ist irrig. 3) Ftlhrer der Kappadoken bei Gau- 
gamela, Arrian 3, 8, 5 (Palmer vermuthet 'Apia- 
pdOn^, d. i. Ariarathes I von Eappadokien; vgl. 
Krtlger zu d. St.). 4) Airyak6-i Tflrekan, A., 
Sohn des Tflrek, Papyrus aus dem Fayyam, 
Horn, DMG. 43, 611. Ein Aryak erscheint in 
den arabisehen Listen der Pharaonen bei Ma- 
qrlzi, Xondemir u. aa. als Sohn des Magiers 
Gamgam. 
vgl. sanskr. Aryaka, und NOldeke, P. St. 31. 

'^pxa}x&lr\<;, Herr einer Felsburg in Sogdiana, f| 
ToO "Qiox) C'OSou) f\ 'ApiajidZou ir^Tpa, von 
Alexander im Frtlhjahr 328 erobert, Strabo 517 
(727, 8), vielleicht Derbend in der Nfthe des 
Eisemen Thores in Hisar, Rob. Michell, Proceed. 
Geogr. Soc., Sept. 1884, 498; Arimazes Sogdia- 
nus, von Alexander gekreuzigt, Curtius 7, 11, 1. 
'ApioiidJii?, Polyaen 4, 3, 29. 

*Apiafi^vtl^, S. des Dareios I, Thukyd. c. 14; er 
beanspruchte als Mtester Sohn die Naehfolge 
auf dem Thron, aber Xerxes, Sohn einer EQnigs- 
tochter und wfthrend seines Vaters KOnigthum 
geboren, ward auf Artabans Betreiben gekrOnt; 
Herodot 7, 2 nennt diesen Praetendenten Arto- 
bazanes, Justin 2, 10 Ariamenes (al. Artemenes, 
Artamenes), Plut. Regum apophthegm. VI p. 661 
'Ap\\xiyfr\q, aber de frat. amore VII, 904 'Apioji^vii^. 



Vielleicht ist er der dritte (sonst nicht als sol- 
cher bezeichnete) Sohn des Dareios und der 
Toehter des Gobryas, welcher drei SChne zuge- 
schrieben werden. — d. i. arischen Sinnes. 

'ApidfiVTi^ (aus Ariaramnes) 1) S. des Datames, un- 
abhftngiger Satrap von Kappadokien um 350, 
Diod. 31, 19, 2 (in einem ungeschichtlichen 
Stammbaum). 2) S. des Ariarathes III, c. 280 
bis 250, Eidam des Antiochos II, Diod. 31, 19, 
6; bei Justin 27, 3 Artamenes. 3) ein reicher 
Galater, Phylarchos bei Athenaios 150 (1, 341, 11). 
4) Phylarch der Araber, Plut. Crassus 21, 1. s. 
Gutschmid, Osro^ne 21. 22 (Abgar II). 

*ApidvTa^, E5nig der Skythen, Herod. 4, 81. 

d. i. der Pflttgende (? got. arjands), Mtlllenhoflf 
573 von ♦airyawant. 

'ApiaireiOii^, K5nig der Skythen, Gatte einer Toehter 
des T6r6s und der OpoiS, Vater des Skyles, 
Oktamasades und Orikos, Herod. 4, 78. 
vgl. Mtillenhoff 576. 

*Apiapd)iVTi^ s. Ariyaramna. 

*ApiapdOii^ 1) S. des Artaxerxes II, Justin. 10, 1, 
sonst Ariaspes genannt. 2) S. des Ariamnes, 
Bruder des Orophemes (Holophemes), zur Zeit 
des Artaxerxes Ochos, in einem zu dynastischen 
Zwecken verfertigten Stammbaum bei Diod. 31, 
19, 2. 3) Ariarathes I, angeblich S. des Holo- 
phemes und von dessen Bruder Ariarathes adop- 
tirt, Bruder des Aryses, seit c. 353 Satrap, be- 
seitigte den makedonischen Satrapen von Eappa- 
dokien, Sabiktas, und regierte als selbst&ndiger 
Ftirst, seit 331, ward aber 322 von Eumenes 
und Perdikkas besiegt und, 82 Jahre alt, ge- 
kreuzigt, Diod. 31, 19, 3. Plut. Eumen. 3, 2. 
Arrian, Success. Alex. 11. Appian, Bell. Mithr. 
c. 8. Lucian, Makrob. 13 (641) (nach Hiero- 
nymos von Kardia, Mtlller, Fragm. II, 452 n** 1 •). 
Justin. 13, 6; bei Curtius 10, 10, 3 Arbates; 
man s. auch Ariakes 3. Auf den Mtlnzen (ohne 
Bildniss) die aramHische Namensform nm^et 
(Ariawrath, vgl. Sgypt. Aliurta), Waddington, 
Revue numismat. VI, 1861, 1, pi. I, n** 3. 4. 6—8. 
Merzbacher, Wiener num. Zeitschr. HI, 1871,427. 
Th. Reinach, Rev. num. Ill, 4, 1886, 326, pi. 
XVII, n"" 3. 4) Ariarathes II, dessen Sohn, 
301—280, Babelon 11, LXXXH. 58, errichtet 
das KOnigreich Kappadokien nach der Zwischen- 
verwaltung der makedonischen Satrapen Eume- 
nes, Nikanor und Amyntas, und mit Unter- 
sttltzung des Ardoates von Armenien, Diod. 31, 
19, 5. Tschamtschean 1, 129, 34 (Arith«s). 



Digitized by 



Google 



'ApiapdOii^ 



24 



'fiip\&am\q 



Th. Reinach, Revue Numism. HI, 4, 1886, 329, 
pi. XVII, n** 4 gibt ihm die Mtinze mit der Auf- 
schrift (nn)')''neti (Mtinze) 'fllr Ariawrath'. 5) Aria- 
rathes HI, S. des Ariaramnes, Gatte der Stra- 
tonike, Tochter des Antiochos 11 Theos, EOnig 
von Kappadokien 230—220, Diod. 31, 19, 6. 
Ensebios 1, 253 (Aratbes); Mttnze mit Bildniss 
(und sitzender GOttin): Visconti II, 297, PI. 
XIV, 1. Mionnet, Descript. de mMailles. Re- 
cueil des plancbes, pi. LXXVII, n° 5. Imhoof- 
Blumer PI. V, 18. Th. Reinach, Revue numism. 
m, 4, 1886, 334, pi. XVH, n^ 7. 9, 1891, 366, 
pi. XIV, 3. 6) Ariarathes IV EusebSs, S. des 
vorigen, Gatte der Antioehis, der Tochter An- 
tiochos IV und Witwe des Xerxes von Arsa- 
mosata, KOnig von Kappadokien 220 — 163, Polyb. 

4, 2, 8 u. oft, Diod. 31, 19, 6. Livius 37, 31, 
4 ff. Strabo 534 (750, 5). Appian de reb. 
maced. c. 11. de reb. syr. c. 5. 32. 42. Justin. 
29, 1. Eutrop 4, 3. Zonaras 2, 277, 16. 21. 
Mtinze mit Bildniss (und stehender GOttin) : Visconti 

II, 299, pi. XIV, 2. 3. Th. Reinach, Revue numism. 

III, 4. 1886, 335, pi. XVH, 8. 9. Die Mtinze 
Zeitschr. f. Numism. IV, 1877, 271. VH, 1880, 
37. Revue numismat. pi. XVII, 6, deren Kopf 
nach links gewendet ist, geh5rt wahrscheinlich 
dem Ariarathes als Mitregenten an. 7) Aria- 
rathes, von der Antioehis (die langere Zeit kin- 
derlos war) untergeschobener Sohn des vorigen, 
Bruder des gleichfalls untergeschobenen Oro- 
phemes; vielleicht Vater eines Demetrios (Polyb. 
33, 10), Diod. 31, 19, 7. 8) Ariarathes V Eusebes 
Philopator, Sohn (Stiefsohn?) von n** 6, Ktoig 
von Kappadokien 163 — 130, vor seiner Thron- 
besteigung Mithradates (wahrscheinlich n** 17) ge- 
nannt, Gatte der Nysa (bei Justin fUlschlich Lao- 
dike), ein edler Ftlrst und Freund der Wissen- 
schaften, fiel in der Schlacht gegen Aristonikos, 
der den ROmem die attalische Erbschaft streitig 
machte, Polyb. 3, 5, 2. Diod. 31, 19, 7. Li- 
vius P. 46. 47. Appian de reb. syr. 47. Justin 
35, 1. 37, 1. 38, 1. Zonaras 2, 277, 17. 278, 1. 
Ariarathes ist auch nach dem Syrer zu lesen 
1. Makkab. 15, 22 statt Arethas, die Complut. 
liest 'ApdOi] (so bereits bei J. Dav. Michaelis, 
Uebersetzung des 1. Buchs der Mace, GOtt. 1778, 

5. 319); vgl. Babelon, Rois de Syrie CXCVI. 
Mtinze mit Bildniss: Visconti 11, pi. XVI, n" 2. 
Friedlftnder und Blau, Zeitschr. f. Numism. TV, 
1877, 272. VII, 1880, 37. Babelon, Revue 
numismat. Ill, 1, 1883, 141, pi. IV, n^ 7 (er gibt 



die Mtinze dem von Nikomedes aufgestellten 
Prfttendenten). Reinach, Revue numismat. Ill, 
4, 1886, 337, pi. XVHI, 10. 12. 9) Ariara- 
thes VI Epiphanes Philopator, jttngster Sohn des 
vorigen, dessen ftlnf ftltere Brtlder von ihrer 
Mutter Nysa getOdtet wurden, E5nig von Kappa- 
dokien 130 — 112, Gatte der Laodike, derSchwe- 
ster Mithradates VI von Pontos, in dessen Auf- 
trag er von Gordios umgebracht ward, Inschrift 
von Delos, Sal. Reinach, Bulletin de correspond. 
hell6n. VII, 1883, 348. Justin 38, 1. Mttnzen 
mit Bildniss: Imhoof-Blumer PI. V, 22. Th. 
Reinach, Revue numismat. Ill, 4, 1886, 346, 
pi. XVIII, n^ 14 (mit seiner Mutter Nysa). jf 15. 
10) Ariarathes VII Philometor, dessen Sohn, 
KOnig von Kappadokien 112 — 100, von Mithra- 
dates VI von Pontos get(5dtet, Inschrift von 
Delos (s. n** 9). Memnon, Mtlller Fragm. HI, 
541 (Arathes). Justin. 38, 1. Mtinze mit Bild- 
niss: Th. Reinach, Revue numismat. Ill, 4, 1886, 
349, pi. XVm, 16. 11) Ariarathes VIII, Bruder 
des vorigen, der letzte seines Stammes, K5nig 
von Kappadokien 100 — 97, von Mithradates VI 
von Pontos besiegt, Sextus Rufns (Hist. Romanae 
scriptores lat. minores op. Frid. Sylburg. 1588) 
p. 551, 7; daraus Jordanes Romana 225 (ed. 
Mommsen p. 29), wo der Name verderbt Epa- 
fraces, Epafras lautet; Justin. 38, 2. 12) Aria- 
rathes IX, S. des Mithradates VI von Pontos 
und seiner Schwester und Gattin Laodike, ward 
ftlr einen Sohn des Ariarathes V ausgegeben, 
dessen Beinamen Eusebes Philopator er sich an- 
eignete; er ward zu Gunsten des vorigen ver- 
trieben und nach dessen Tod wieder eingesetzt 
und regierte bis 87; Plutarch Sulla 11, 2. Ap- 
pian, Bell. Mithr. c. 10. 15. Justin. 37, 3. Mttnze 
mit Bildniss: FriedlUnder, Zeitschr. f. Numismatik 
IV, 1877, 10. Sallet das. 235. Th. Reinach, 
Revue numismat. Ill, 4, 1886, 351, pi. XVIII, 
n^ 17. 18. 13) Ariarathes X, Eusebes Phila- 
delphos, S. des Ariobarzanes II und Bruder des 
Ariobarzanes III, KOnig von Kappadokien 42 — 36, 
Cicero, Epist. ad Attic. 13, 2 (ed. Wesenberg 
n, 462). Appian Bell. civ. 5, c. 7. Dio 49, 
32, 3. Mtinze mit Bildniss: Th. Reinach, Revue 
numismat. HI, 4, 1886, 461, pi. XX, n" 22. 
14) S. des Teiranios (2. Jahrh. n. Chr.) s. diesen. 
d. i. der Arier Freund. 
^Apidcyini^ 1) Vater der sagenhaften Atossa, Phle- 
gon, in Scriptor. rer. memorab. ed. Westermann, 
215, 19. 2) S. des Artaxerxes II und der Star 



Digitized by 



Google 



'ApioZo^ 



25 



^ApiopapZdve^ 



teira, Plut. Artax. 30, 1. 2. Bei Justin 10, 1 
Ariarathes. 

*Ap{aZo^ (a). "ApiJo^), Perser, Vater des Gergis, 
Herod. 7, 82. 

^Apipaio^, K5nig der Kappadoken, untersttltzt die 
Assyrer gegen den Kyaxares von Medien, Xenoph. 
Kyrop. 2, 1, 5; danach Tzetzes 1, 75; vgl.NOl- 
deke P. St. 29. vgl. den makedonischen Namen ^ 
*AppipaTo^, K5nig der Lynkestae, Thnkyd. 4, 79. 
Polyaen 7, 30. — verktlrzt ans einem der beiden 
folgenden Namen. 

"ApiPapZdvTi^ 8. Ariobarzanes. 

'ApipaZo^ 1) Hyrkanier, Aelian 354, 33. 2) Sar- 
dier, Befehlshaber von Sardes nnter Antioehos III, 
Polyb. 7, 17, 9. 'Api6pa2:o(; 8, 23, 9. 
d. i. ariscben (gtarken) Arm babend. 

Arldai "'T')^ Perser, Sobn Haman's, Estber 9, 9. 
in der griecb. Uebersetznng ein anderer Name: 
'PoiKpaio^. — verkflrzt aus dem folg. 

Aridatba i^'V"!^ (^^ scbliessende a ist aram&iscber 
Artikel), Perser, Sobn Haman's, Estber 9, 8. 
In der griecbiscben Uebersetznng Zotppaxa. 

Arid^s, KOnig der Lepbin, t^dtet den Tiran, Sobn 
des JftanSir, KOnig der Hepbtbaliten, Wardan 
bei Tscbamtscbean 1, 614, 41. Red^s, Zenob 
343\ G6n6al. St. Grdg. 30\ 

*Api(pdpvTi^, E(^nig der Tbaten (Garct^) am Flusse 
Tbates, der in die Pains Maeotis fliesst, Ver- 
bflndeter des Enmelos (f 305), Sobnes des Pai- 
risades I, Diod. 20, 22, 4 (al. *Apio<pdpvii<;). 
BOckb, C. I. Gr. II, p. 84 •. 

ArlhO oou)), S. des KbesrO (Hnsrawai^b), einer der 
Magier, welcbe Jesns besucbten, d. b. ein partbi- 
scher Fftrst, Castellns s. v. MagflSO. Hyde 383 
(nacb Bar Bahltd); InbO oder IryabO (oou9)) 
Salomo von Basrab bei Assemani HI, 316*. 
Budge 93, 7. 

Ariya von BuStu, mediscber Ftlrst zur Zeit des 
Aseurbanipal, Smitb, Assyr. discoveries 289. 
Arios findet sicb unter den von Ktesias ver- 
zeiebneten ebaldftiscben K5nigen, Eusebios Cbron. 
ed. Aucber I, 78. ed. Seboene I, 63 und Appen- 
dix p. 26^; daber Mar Abas Qatina bei Mose 
I, 19. Asolik 21. 

Ariyaramna (altpers.) 1) Aebaemenide, S. des 
OaiSpi (Teispes), Inscbrift von Bebistan 1, 5. 
'ApiapdiiVT]^ Herod. 7, 11. 2) 'Apiapd^vri^, Satrap 
von Eappadokien unter Dareios 1, Ktesias Pers. 
47, focbt unter Xerxes bei Salamis, Herod. 8, 
90; bei Justin Artamenes. 3) S. des Ariaratbes II 
von Kappadokien, regierte wabrsebeinlieb die 

Justl, Ferd^ Iraniicbet Namenbneh. 



50 Jabre, welcbe Diodor dem ungescbicbtlicb^ 
Ari(ar)amnes (31, 19, 2) zuscbreibt, 280—230 
(in diesem Jabr fliebt Antiochus Hierax zu ibm) ; 
durcb die Familienverbindnng mit den Seleukiden 
infolge Verbeiratbung seines Sobnes Ariaratbes III 
mit Stratonike gewann or den EOnigstitel 256, 
und dies Jabr ist der Beginn der kappadokiscben 
Aera; Justin 27, 3 (Artamnes, lies Ariamnes); 
Mflnze mit Bildniss ('Apiapdfivou) : Friedlander, 
Zeitscbr. f. Numismat. IV, 1877, 268. Tb. 
Reinacb, Revue numismat. Ill, 4, 1886, 314. 
330, pi. XVII, n** 5. Diesem Ariaramnes weist 
Babelon, Rois de Syrie CXCIX die einem Ariaos 
(oben unter Ariaios) zugescbriebene Mtinze zu. 
4) Vater des DaYskos (s. diesen). — d. i. die 
Arier erfreuend (deliciae Ariorum). — vgl. Ariamnes. 

'Apiji^vil^ s. Ariamenes. 

Arimibr, Obermobed, Gesandter Sapors II an Jo- 
vian, Hoffmann Julian 103, 4 (270). 
d. i. der ariscbe Mibr. 

*Apl|Li|ia^, Satrap in Syrien, Arrian 3, 6, 8. Aucb 
Name eines Kyrenaers. 

'Apifivaio^, S. des Anapbas II von Eappadokien, 
Bruder desDatames, in einem ungescbicbtlicben 
Stanmibaum bei Diod. 31, 19, 2. 

"ApiopapidvTi^ 1) Perser, wabrsebeinlieb S. des 
Mitbradates, Satrap von Pbrygien am Hellespont 
(Mysien), Nacbfolger und wabrsebeinlieb Ver- 
wandter des Pbarnabazos, f&llt von Artaxerxes II 
ab, wird von seinem Sobn Mitbradates dem Kd- 
nige verratben und gekreuzigt ao. 362; Xenopb. 
Hellen. 1, 4, 7. 5, 1, 28. 7, 1, 27. Kyrop. 8, 8, 4. 
Polyaen 7, 26. Tbeodoros v. Hierapolis bei 
Atbenaeus 413 (2, 399, 17). 2) Perser, Dynast 
eines Districts an der Propontis, Stammvater 
der K5nige von Pontos, c. 362—337, verbttndet 
mit Datames, Demostb. 15, 9. 23, 141. C. Nepos 
Xm, 1, 3. XIV, 2, 5. 5, 6. Diod. 15, 90, 3. 
Plut. Demetr.4, 1. vgl. NOldeke 72. 3) Perser, 
S. des Artabazos, Heerfllbrer der Erytbrfter bei 
Gaugamela, 331, Arrian 3, 8, 5. 23, 7; vertbei- 
digt die susiscben Felsen 331, Diod. 17, 68, 1. 
Curtius 5, 3, 17. Wabrsebeinlieb Vater des 
Mitbradates, Feldberm des Eumenes gegen Anti- 
gonos. Polyaen nennt ibn Pbrasaortes. 4) S. 
des Dareios III, der seinen Vater dem Alexander 
verratben woUte und bingericbtet ward, Aretades 
bei Plutarcb Parall. min. (ed. Reiske VII, 227). 
MttUer, Fragm. IV, 216*; Jul. Valer.II, 20 (34). 
37 (42. 43) nennt ibn MOrder des Dareios; aucb 
im Pseudo-Kallistbenes 2, 20, 1 und bei Tzetzes 

4 



Digitized by 



Google 



'ApidpoZo^ 



26 



Armail 



3, 352 ist er ein Gefilhrte des Bessos^ also Nabar- 
zanes. 5) S. des Mithradates 111, E5nig von 
Pontos, 266 bis c. 256, Memnon, MttUer Fragm. 
Ill, 538, n** 24. 6) Enkel des KOnigs Syphax 
von Numidien, Livius P. 48; der Name kam 
vermuthlich durch eine Heirath mit einer ponti- 
schen Prinzessin nacb Nmnidien, vgl. v. 6ut- 
schmid, Kleine Schriften 3, 539, Not. 7) Ario- 
barzanes I, Philoromaios, KOnig von Eappadokien 
96—63, Gatte der Athenate Philostorgos (in- 
schriftl.); er ward 6mal vertrieben von Mithra- 
dates VI von Pontos und seinen Feldherren, und 
ebenso oft von den R5mem zurttckgeftthrt, In- 
schriften zu Athen, C. I. Gr. I, n" 357. IV, 6855^ 
CI. Attic, m, 1, n^ 542; Livius P. 70. 74. 
Strabo 540 (759, 14). Pint. Sulla 5, 3. Florus 
3, 5 (65, 4). Appian, Bell. Mithrid. c. 10. 11. 
de reb. Syr. c. 48. Mttnze mit Bildniss: Th. 
Reinach, Revue numismat. Ill, 4, 1886, 456, 
pi. XX, n^ 19. 8) Ariobarzanes II Philopator, 
S. des vorigen, K5nig von Eappadokien 63 — 52, 
Gatte der Athenals Philostorgos, Tochter des 
Mithradates VI von Pontos, Inschriften wie unter 
n' 5 und C. I. Gr. I, n^ 358. Cicero Epist. XV, 
2 (ed. Wesenberg, Lips. 1872. I, 501. 502). 
Plut. Cicero 36, 1. Dio 41, 63, 3. Justin. 38, 2. 
Eutrop. 5, c. 3. Mflnze mit Bildniss: Th. Rei- 
nach, Revue numismat. Ill, 4, 1886, 457. pi. 
XX n° 20. 9) Ariobarzanes III Eusebes Philo- 
romaios, S. des vorigen, EOnig von Eappadokien 
52—42, von Cassius getOdtet, Inschrift von Athen, 
C. I. Gr. I, n° 358, von Delos (*Apiapap2;<ivTi<;) 
das. II, n^ 2280. Cicero Epist. XV, 2 (ed. We- 
senberg, Lips. 1872. I, 502), ad. Attic. VI, 1. 3 
(ed. Wesenberg II, 192. 208). Florus 4, 2 (94, 
25). Dio 47, 33, 4. Appian, bell. civ. 4, c. 63. 
Mfinze mit Bildniss: Th. Reinach, Revue numism. 
111,4, 1886, 459. pi. XX, n^ 21. 10) EOnig 
von Atropatene, Grossvater des folgenden, ao. 
30 vor Chr., Monum. ancyranum Col. 6, Z. 12 
(ed. Mommsen S. 143). 11) S. des Artawazd, 
Enkel des vorigen, Bruder der lotape, reg. 20 
vor bis 2 nach Chr., von Gains Caesar ao. 1 
vor Chr. als EOnig von Armenien eingesetzt, 
Monum. ancyranum col. 5, Z. 29 (ed. Mommsen 
S. 109). Tacit. 2, 4. Dio 55, 10', 7. 12) So- 
phist aus Eilikien, Philostratos Sophistae 1, 
19, 1. 

'Api6pa2:o^ s. AribazoB. 

'Apio<pdpvn^ s. Ariphames. 

'Apioiidvbn^, S. des Gobryas, Heerftthrer in der 



Schlacht am Eurymedon (467), Eallisthenes bei 

Plut. Eimon 12, 4. 
'Api6)iapbo^ 1) S. des Dareios I und der Parmys, 

Anf&hrer der Moscher und Tibarener unter Xerxes, 

Herod. 7, 78. Aeschyl. Pers. 38 nennt ihn den 

Herrscher des uralten Theben (in Aegypten). 

2) S. des Artabanos, Bruders des Dareios, An- 

fllhrer der Easpier, Herod. 7, 67. Vielleicht der 

Aesch. Pers. 321. 967 genannte. 
'ApiO|Lid2:Ti^ s. Ariamazes. 
AriS s. Aifan, ErexSa. 
Arisai •»onfif, Perser, S. des Haman, Esther 9, 9; 

im griech. Text 'Apaaio^. 
'Apiapa^, Variante von 'Apdaini^, Xenoph. Eyrop. 

6, 3, 21; auch beiTzetzes, Chil. 3, 750; die be- 

zeichnete Person scheint verschieden von dem 

Araspes des Roman's von Pantheia; doch ist 

Arisbas ein griechischer Name. 
'ApKTTaZdvTi^, Fflhrer eines Heeres des Artaxerxes 

Ochos in Aegypten, Diod. 16, 47, 3 (ao. 346). 
d. i. unversehrte (unverwundete, awest. airiSta) 

Leute habend, vgl. ved. ariStarvIra. 
Arithgs 8. Ariarathes. 
Aryu s. Airyawa. 
"ApiCo^ s. Ariazos. 
ArkarOe s. ArtaxSatrdflxt- 
'ApKaOiai; 1) S. Mithradates VI von Pontos, f 86 

vor Chr., Appian, bell. Mithr. c. 17. 35. 2) 'Apxd- 

Oio^, Vater des Izia ... (s. diesen). 
'ApK€<yaio^, persischer Grosser, Esther (griech. 

Text, de Lagarde 507) 2, 14. hebr. EarSna. 
Ariay, S. des ASot Wahan, Ftlrst in Taron, 1 895, 

Thoma 231, 24. 'ApKd'ixa (Genet.) Eonstant. 

Porphyrog. 183, 13. — d. i. EOnig (nach der 

griech. Form 'der kleine EOnig'). 
*ApHdvTi<;, Satrap von Aegypten (ao. 424), Etesias 

Pers. 47. vgl. Clermont-Ganneau, Revue arch^ol. 

Vni, 1878, 25. vgl. ArSan. 
Arkun (al. tjrkan, ^^f, ^j^\)y S. des Dibi^, S. 

des Fanftxusrau und S. des Jlhtln, in einem 

kttnstlichen Stammbaum, Zehlredd. 152, 5. 6. 8. 
'ApKTCij^, pers. Fttret (paaiXeu^) und Anf&hrer der 

Lyder, Aeschyl. Pers. 44. Eommt aus Aegypten, 

fsLllt bei Salamis, das. 312. Herod, nennt als 

Ftthrer der Lyder Artaphrenes* 
'ApxdOio<; s. Arkathias. 
Armfill 1) edler Perser, welcher mit seinem Bruder 

Garm&Il die aus Baiwarftsp's Schultem gewach- 

senen Schlangen mit Menschenhim ftlttem musste, 

Fird. 1, 68, 16. Azmftll. Albfirtlni 227, 5 (213); 

Ahnherr der Masmoghane von Demftwend (Rai), 



Digitized by 



Google 



Armamithres 



21 



ArSaka 



AlbgrtUiI 227, 13 (214). Kitftb ol-boldftn bei 
Dora, Bulletin de I'Acad. St. Petersb. 21. Nov. 
1871, S. 630. 2) Araiayel (georg.) Azmaltel 
(armen.), S. des Kaos, K5nig in Mtsxetha, nach 
WaxnSt 87—103, Brosset, Hist. 1, 65. Mxithar 
von Ayriwant. 3) Araiayel, S. des Mihr, Kdnig 
von Albanien, LiBte des Mxithar. Brosset, Hist. 
Addit. 476. 

Armamithres s. Harmamithres. 

Armasames s. Arsanes. 

Armin, Kai Armln, S. des Kai Qobadh, Fird. I, 
482, 228. Andere Qnellen nennen ihn Byarschan, 
woraus Armln verdorben ist, s. NOldeke, DMQ. 
32, 570. Spiegel, DMG. 45, 195. 

ArmindQxt^; Frauenname auf einem Siegel, King 
108, n^ 6. Horn, DMG. 44, 664, n'* 621. 

Armini, Feldherr Yezdegerds III, Fird. 7, 434, 74. 

Armog, Kdnig von Armenien, Nachfolger des Zareh, 
Sebeos 6, 9. Mar Abas Qatinft bei Mose 1, 21. 

'ApvdKTi^ 1) Eunuch, bei Salamis gefangen, Plut. 
Themist. 16, 4. <|)apv(iKii^ Plut. Arist. 9; bei 
Polyaen irrig 'Apadicri?. 2) Arnak, sagenhafter 
Herrscher von Armenien, Nachfolger desAmbak, 
Mar Abas Qatina bei Mose I, 18 (19). 3) 'Ap- 
vdicn^, S. des Apaturios, Mitglied einer Bruder- 
schaft in Tanais, 2. Jahrh. n. Chr., Latyschev II, 
259, n** 443, 28. 4) armen. Adlicher aus dem 
Geschlecht AmatOni (ao. 455). Elisaeus 247 *. 
Lazar. Pharp. 194, 30 (unrichtig Sfirnak, das. 
148, 8). — vgl. awest. erena (in Erenawa£) skr. 
rana (Kanaka). 

*Apvdini^, Beamter des Pharaabazos, Xen. Hellen. 
1, 3, 12 (ao. 409). — awest. erena und ein ver- 
kHrztes mit p anlantendes Wort. 

Amaw&z s. Erenawafi. 

'Apodmo?, Vater des Godosauos (s. diesen). 
vgl. Arov€s. 

*ApuHTT<iiai^ s. Rostak^s. 

AroBtom 1) armen. Anachoret, Bruder desBischofs 
Faustus (Anfang 5. Jahr.), griechischer Abkunft, 
Faust. Byz. 6, 6. 2) Arastom, Gnflni, Bruder 
Atom's, ao.481, Lazar. Pharp. 212, 10. 
vgl. Rastom. 

ArovSs, Bruder des G$org, Fttrsten der Sevordik, 
fllllt gegen die Araber unter Af Sin, 899, Tscham- 
tschean 2, 729, 9. — vgl. Aroasios. 

Arpas ^j^^\y Vater des Zab, Sohn des Harasp^ im 
Stammbaum des Zab, Tabari 1, 530, 1. Im 
Stammbaum des GQderz, das. 618, 1. Rapasang 
^A^, S. des Aras(p); hier kann der zweite 
Consonant nur p sein, weil ihm arab. f (pers. p) 



in Arfas (Arpas) entspricht, also: Arpasang oder 
Harpasang? 

Arpates s. Harpates. 

'ApTr6ga'i^, S. des Targitaos, Enkel des Zeus, Ahn- 
herr der skyth. Katiaren und Traspier, Herod* 
4, 5. vgl. Mflllenhoflf 572. — vgl. Arpus (Fttrst 
der Chatten, Tac. Ann. 2, 7), Erp, altn. jarp, 
ags. eorp (dunkelbraun). 

Arraces, Gesandter Sapors 11 an Valens (374), 
Amm. Marc. 30, 2, 2. — vgl. Amakes ? 

^ApadPn^o^, KOnig von Persien, zwischen ArtaxSr 
und Wararanes, also Sapor III, Theophanes 101. 
vgl. ArSavir. 

'ApaaTo^ s. Arisai. 

Ariaka 1) ASak (np.), S. des Bars (s. Fra§t), Vater 
des TahmUs im Stammbaum des Helden Kere- 
sftspa. Tab. 533, 3. Albertai 104, 16 (112); 
bei Masudi 2, 130 ist Aiak S. des Farsin, Vater 
des Tamahasf. 2) ArSaka (altp.), S. desA{)iyft- 
bauSna, altpers. Siegel, Layard, Babylon and 
Nineveh 607. Spiegel, Altpers. Keilinschr. 70, 
129; wohl aus parthischer Zeit. 3) 'Apadnii^, 
ein Eunuch, welchen Themistokles an Xerxes 
schickte, Polyaen. 1, 30, 4; rich tiger heisst er 
Araakes. 4) Hyparch des Tissapheraes in An- 
tandros, Thukyd. 8, 108. 5) ursprQnglicher Name 
des Artaxerxes 11, s. Arsikas. 6) Arsaces, Nach- 
folger des Oxydates in der medischen Satrapie, 
Curt. 8, 3, 17; rich tiger bei Arrian: Atropates. 
7) 'ApadKn^, Bruder des Inders Abisares, Ar- 
rian 5, 29, 4. 8) von seinem Eunuchen Arbakes 
getOdtet, Luc. Icaromen. 15 (512). 9) erster K5nig 
der Farther, Sohn des Phriapites (ungeschicht- 
lich) und Bruder des Tiridates, Strabo 515 
(723, 17). Tac. hist. 5, 8. Arrian Parthica 
(Mttller, Fragm. Ill, 586). Eusebios 2, 120. 
Justin. 41, 4 (Arasaces und Teridates zugleich); 
regiert 249 — 247; die parthische oder Aera des 
Arsakes von 248 in babylonischenKeilinschriften: 
Strassmaier, Zeitschr. f. Assyriol. Ill, 1888, 130. 
Schrader, Sitzungsber. Berl. Akad. Dez. 1890. 
Jan. 1891, nimmt ftlr das Doppeldatum der Keil- 
inschriften zwei von der parthischen und seleu- 
kidischen verschiedene Aeren an. Mtlnze mit 
Bildniss: Percy Gardner, Parthian Coinage pi. 
I, 1. 2 ('Apadxou und pamX^iw^ 'ApadKou). Nach 
ihm fUhren die parthischen KOnige vor ihren 
Eigennamen den k5niglichen Namen Arsakes; 
auf den Mtlnzen erscheinen noch andere Titel, 
die V. Sallet, Nachfolger Alexanders, bei jedem 
Herrscher angibt; eine Uebersicht dieser Mflnz- 



Digitized by 



Google 



Ariaka 



28 



ArSaka 



titel hat Percy Gardner S. 63 zasammengestellt. 
In den ehinesischen Annalen beisst Parthien 
*An-sI (Ngftn-sik, das arsakische), F. Hirth, China 
and the Roman Orient^ Leipz. n. Mtlnehen 1885, 
S. 97, A, col. 3. B, col. 2. S. 98, D, col. 4 etc. 
S. 137 flf. ArSak (der I und VI confondirt) 
Mose 1, 8. 2, 1. 2. vgl. v. Gntschmid, Kleine 
Schriften 3, 297. In den ungeschichtlichen 
Ueberliefemngen der Perser wird das parthisehe 
Kdnigshans an die Achaemeniden nnd Kayaniden 
angekntlpft, daher ist Agk&n, der Vater des ASak, 
der auch AfghQrSah (Pakoros) heisst, ein Sohn 
des Ai des Riesen, eines Nachkommen des 
SiyawaxS, Tab. 710, 7. Alb€rflni 113, 3. Nach 
andem ist Isfendi&r der Ahnherr, und zwar wird 
Agak, Vater des ASak bin ASgan als Sohn 
Dftrfts II (Kodomannus), Tab. 700, 5. Hamzah 
26, 6. 42, 9 und Albertoi 115, 6 nach den An- 
gaben des Mobed Bahrftm aus SchflpQr, oder als 
Sohn Dflrfts I, des Enkels Isfendi&rs bezeichnet, 
Tab. 704, 12; nach anderer Ueberlieferung ist 
ASak Sohn des Xnrrah, welcher durch eine an- 
dere Filiation anf Isfendi&r zurtlckgeleitet wird, 
Tab. 708, 12. 823, 6. Athir 210, 11. Arsakes 
heisst daher Tab. 869, 1 Eai ASak, Sohn ASkan 
des Grossen, Tab. 706, 11, 709, 2. Im Mojmel, 
Joum. as. Ill, 11, 177. 12, 519, wird nach 
Hamzah 42, 9 ASak Adher&n, Sohn des ASak 
bin D&ra genannt; bei Alb^rtlni, der ebenfalls 
Hamzah benutzt, 115, 7 steht ASak bin ASkan; 
in den Siyar el-molQk, Joum. as. HI, 11, 178, 
ist ASeh Sohn des ASghftn, Mirch. 1, 218, 29. 
30 combinirt die Angaben des Tftrlx-i Guzldeh 
des HamduUah Mnstanfl und des T&rix J'afarl 
des Hafiz AbrQ und sagt, Agak sei Sohn des 
ASkan, weniger richtig Sohn des D&rft, nach den 
Mef&tlh, das. 220, 5, babe ASak bin ASak den 
Beinamen ASkftn. Bei Fird. 5, 260, 1911 er- 
scheint ein Ednig ASak ohne n&here Angabe; 
5, 270, 52 jst der Parther ASak genannt; man 
vgl. Mtihlau und v- Gntschmid, DMG. 15, 664. 
Blau das. 18, 680. 10) 'Apa&Kt]<;, Hyparch von 
Medien, kommt, in einer Schlacht gegen die 
Kappadoken am Araxes gefallen, mit dem Phi- 
losophen Krates, dem Armenier Oroites u. aa. 
in den Hades, c. 190, Lucian. Dial. Mort. 27 
(114). Man vermuthet, dass Lucian aus einer 
Kom5die entlehnt babe. 11) S. des Phamakes I, 
suchte eine Herrschaft zu grflnden, ward aber 
in Sagylion in Pontos gefangen und gettkltet, 
Strabo 560 (787, 17); vgl. Ed. Meyer, Gesch. 



d. Kdnigreicfas Pontos. Leipz. 1879, 109. 12) 
ArSak I, S. des WalarSak, K5nig von Armenien, 
127—118, Mose 2, 9. Sebeos 10, 10. Diesem 
m5chte P. Clemens Sibilian, Wiener Numism. 
Zeitschr; H, 1870, 343, Taf. VlII, n" 3 dieBild- 
nissmttnze mit der Legende pa(TiX^(ui^) 'Apadxofu) 
zuschreiben; Blau, das. IX, 1877, 112 dem letzten 
Ednige von Sophene, Ai-sakes n** 13; vielleicht 
ist dies der Arsakes des Philostratos, Vita ApoU. 
II, 2, 2. 13) 'Apcrdxii^, E5nig von Sophene bei 
Stephanos Byz. ed. Meineke p. 597 aus Strabo 
532 (747, 26), wo die Hss. 'Ap0<ivn? nnd 'ApTdvn<; 
haben (s. diesen Namen), Babelon, Rois de Syrie 
GC. 14) ArSak, S. des ArSak I von Armenien, 
Eidam des EOnigs Mirwan I von Georgien und 
Nachfolger seines Schwagers Pharni^om, reg. 
(nach WaxuSt) 93—81, Brosset, Hist 1, 46. 48; 
bei Mxithar von Ayriwank heisst er Arbak. 
15) S. des Mihrtlq, einer der Magier, welche 
das Eind Jesus besuchten, d. h. ein parthischer 
Fttrst, Assemani III, 316% 36. Budge 93, 6 (84). 
Castellus s. v. MagdSO, nach Bar BahltU (ArSak 
bar MahdOs oder Tahdns, ^iDOjoi^, wiS090i2 statt 
^.00)0^0). Vielleicht ist der georgische Nebro- 
thide ArSak II, S. des Mirwan 11 und der Wittwe 
des Arsakiden Bartom I gemeint, reg. in Mtsxetha 
23 — 3 vor Chr. (d. h. bis zum Jahr von Christi 
Geburt), Brosset Hist. 1, 51; die Armenier nennen 
ihn Arbak (wie n** 14); der Name Mihrtlq ist in 
syrischer Schrift dem Namen Mihrwan sehr fthn- 
lich (letzterer ist^oioilD). 16) Arsaces II, S. 
des Artaban in von Parthien, Ednig von Ar- 
menien, Nachfolger des Artaxias (Zeno), f 35 
nach Chr., Tac. 6, 37. Dio Cass. 58, 26, 1- 
Dieser ist ArSak, S. des ArSauir bei Sebeos 
10,11. 17) *Ap(TdKn^» Vater des Strategos Zoilos 
in Olbia, C.LGr. II, 135, n**2074; Vater des 
Adosthos (vielleicht derselbe), Latyschev I, 148, 
n* 117. 18) 'ApadiciK biicaio^, Ednig von Bak- 
trien, bekannt durch seine Mflnzen, deren Revers 
die indische Namensform ASaka (neben ArSaka) 
zeigt, Prinsep II, 217. v- Sallet, Nachfolger 156. 
Zeitschr. f. Numism, VIH, 1881, 111. Percy 
Gardner, Gr. E. XLV. 19) 'Apcrdicn? 066^, EOnig 
von Baktrien, Mttnzen bei v. Sallet, Nachfolger 
48. 140. Taf. V, 2. Percy Gardner, Gr. E- 
XXXII, 12. 20) 'Ap<ydKTi<;, Bruder des letzten 
Parthers Artaban, von diesem als EOnig in Ar- 
menien eingesetzt, ao. 222, Prokop de aedific. 
3, 1 (245, 10); es ist Xosrow gemeint, der aber 
nicht Bruder des Artaban war; Arsakes ist daher 



Digitized by 



Google 



Apcdxio^ 



29 



ArSan 



hier Bezeichnang eines arsakidiscben KOnigs. 
21) ArSak III, S. Tirana II, K5nig von Armenien, 
t 367, von Sapor 11 anf dem Scbloss AndmeS 
oder AniQg (bei Amm. Marcell. 27, 12, 3 Aga- 
bana) in Snsiana gefangen gebalten, wo er sicb 
selbst Wdtete, Faust. Byz. 4, 1 (65, 16). 6, 7 
(205, 16); danach Prokop 1, 29; Mose 3, 18.35. 
Laz. Pbarp. 8, 1. Sebeos 10, 21. 'ApadKio^, 
Sozomenos 6, 1. 22) Arsaces, Mftrtyrer in Ni- 
komedia ao. 358, Acta Sanct. 16. Aug. Ill, 270. 
23) Arsak, Arsakis (d. i. Arsakios, syr.), Stell- 
vertreter des Jovianns in Antiochien, Hoffmann, 
Julianos 108, 8. 121, 2 (271). 24) ArSak IV, 
S. des Pap nnd der Zannanddxt, KOnig von Ar- 
menien mit dem Sitz in Dovin, reg. 378 — 379, 
Fanst. Byz. 5, 37 (244, 24). 38 (245, 30): Mose 
3, 41. Laz. Pbarp. 17, 14. Sebeos 17, 26. 
25) ArSak V, S. des Xosrow III, Bmder des 
Tigran, tritt 416 Westarmenien an Theodosins II 
ab, Prokop I, 163, 19; de aedific. 3, 1 (245, 16; 
muichtig: Sohn des Arsakes); vgl. Saint-Martin 
bei Lebean 5, 438. 26) 'Apadicn^, Armenier, 
Befehlsbaber der rOmischen Besatznng in Sara, 
ao. 540, Prokop. 172. 27) ArSak Warainttni, 
ao. 893, Tboma 241, 7 (Brosset 195 hat ASot). 
Der Name Arsaces findet sicb aof einem galli- 
scben Geftss, Adr. de Longp^rier, Oenvres I, 
121, and sonst. 'Apadio) ist eine persiscbe K^ 
nigstocbter and Gattin des Oroondates (roman- 
haft), Heliodor 179, 11. 240, 10. 
vgl. Ndldeke, P. St. 415 (31). 

'ApadKio^ 1) Arianer, ao. 343, syr. Ui-saqiOs, Novae 
Patram bibl. Rom 1853, T. VI, p. 7, 25. 2) 
Eanach anter K. Honorias (395 — 423), Zosimas 
300. 3) Patriarch von Konstantinopel 404 — 406, 
Sozomenos 8, 22. Sokrates 6, 19. Theodoret 
5, 34. 4) Perser, cbristlicber M&rtyrer, Sozo- 
menos 4, 16. 

'Ap<TaK6Ma^, Skythe, S. des Mariantes, entftlhrte 
Mazaia, die Tochter des Leakanor von Bosporas, 
Lacian, Toxaris 44 flf. (437), c. ao. 170. 

^Ap<Jd^Tl, Tochter des Dareios I, Aelian Fragm. 
n* 359 (ed. Hercher S. 471*). 

'Ap<TafA^vil^ 1) S. des Dareios I and der Phaidyme, 
Anfilhrer der Utier and Mykier, Herod. 7, 68. 
2) Satrap des Dareios m, befehligt in der Scblacht 
am Granikos aaf dem Unken Fitlgel, Diod. 17, 
19, 4. 

^Apadfin^ altpers. Argilma 1) S. des Ariy&ramna, 
Inschr. von Behist&n, 1, 5. Inschr. des Arta- 
xerxes IH, 26. Herod. 1, 209. 7, 11. 224. 



2) *Ap(T<i|iia^, Heerfllhrer des Kyros, Xenoph. 
Kyrop. 7, 1, 3. 3) 'Ap(Td|iiii^, S. des Dareios 

" and der Artystone, Ftlhrer der Araber and 
Aetbiopen, ftlllt bei Salamis, Herod. 7, 69. Aescbyl. 
Pers. 37. 308. 4) von Megabyzos nach Bew&l- 
tigung des Aafstandes des Inaros als Satrap von 
Aegypten eingesetzt, ao. 454, Polyaen 7, 28, I 
(cod. Casanboni ZapadjiiTi^, dessen Aasgabe, Lagd. 
1589, p. 518). 7, 28, 2, wo wabrscheinlich Da- 
tames gemeint ist, s. Wachsmath, Rhein. Mas. 
34, 1879, S. 156 flf. 5) illegitimer Sohn des 
Artaxerxes II, f 358, Plat. Artex. 30, 1. vgl. 
Arsanes n** 3. 6) Aiiam, Vorfahr der ArtsrOnis, 
zar Zeit der letzten Achaemeniden, Tboma 41, 
3 (35). 7) 'Ap(Tdfin^> Satrap von Kilikien nach 
Mazaios (seit 333), Heerftlbrer in der Scblacht 
am Granikos, f&Ut bei Issos, Ptolemaios bei Ar- 
rian 1, 12, 8. 2, 4, 5. 11, 8 (al. 'ApadicnO Car- 
tius 3, 4, 3 (Arsanes). 8) S. des Artabazos, 
von Alexander in sein Gefolge anfgenommen, 
Arrian 3, 23, 7. 9) Perser, Satrap von Areia 
(Herat), Arrian 3, 25, 7. 29, 5. 4, 7, 1 (al. *Ap- 
adio)^). 10) S. des Sames, wabrscheinlich Vater 
des Abdissares, Freand des Antiochos Hierax 
(t 227), Erbaaer von Arsamosata, Inschr. einer 
Stele des Nemrad-Dagh, Pacbstein S. 285. Po- 
lyaen 4, 17 (ao. 235); Mllnze mit Bildniss: 
Eckbel, Doctr. nam. HI, 204. Visoonti H, 325, 
pi. XVI, 1. P. Gl. Sibilian, Wiener namism. 
Zeitschr. II, 1870, 340 (Oisames). Babelon, 
Bois de Syrie CXCIH. 211. 11) ArSam, S. des 
ArtaS^s, Brader des Tigran, heisst in der armen. 
Uebersetzong des Briefes Abgars an Christas der 
Vater dieses Abgar Ukhama (4 vor bis 7 nach 
Chr.), Lababna (d. i. der armen. Text der syr. 
Lehre des Addai) bei Mose 2, 24—26, and dar- 
nach Mxithar (Patkanean) 17, 18. Sebeos 10, 14. 
Langlois I, 200, Not. 4. H, 92^ Not. 1. 2. 
ArSam wttrde als Vater des Abgar dem Ma'ntl 
Sapblnl (23 — 4) vor Chr.) entsprechen, s. v. Gat- 
schmid, Osroene 10. 12; das armen. Abgar Ar- 
Samay ist aber im syrischen Original Abgar 
Ukhama, s. P. J. Dashian, Wiener Ztschr. f. d. 
Kande des Morg. 4, 153, 179. 12) Arsames, 
Ednig von Charakene, Nachfolger des Theonneses, 
Vorgftnger des Adinnigans (21 n. Chr.) Revae 
beige m, 6, 179. — vgl. ArSan. 

Arian 1) Eawi, S. des Eawi Aipiwanha, Enkel 
des Eawi Eaw&ta, yt. 13, 132. 19, 71. Im 
Bandehesch (West, P. T. 1, 136) Arig S- des 
Aplweh; Eai Arii S. des Eaibineh ju^ (1. «l^^f^, 



Digitized by 



Google 



ArSanak 



30 



Ari^ 



w nnd n haben im Pehlewi Ein Zeichen), Unter- 
kOnig von XOzistftD; Tab. 617; 3; ongenaa S. 
des Qobftdh, Tab. 534, 1. Fird. 1, 482, 22T, 
vgl. N5ldekc, DMG. 32, 570. Von ihm stammen 
nach dem Dihqftn yon TschaJ die Farther ab, 
Fird. 5, 270, 45. 52. 302, 423; auch heisst AriS 
einer der Farther, Fird. 5, 270, 54, wo andere 
Listen den BalftS haben; Kenftrez, S. des Eena- 
byeh (d. i. Kawi Aipiwanhn), Vater des Fenftxl 
(d. i. Kai Ojl), Stammtafel bei Gobinean 2, 3; 
man lese Kai AriS, (j&^UT statt y^ (^j^^\jS)y der 
hier far seinen Bruder Kai PiSln, den Grossvater 
des Kai Ojl, eingetreten ist; der Vater des letz- 
tem, MannS, ist daher ansgelassen. 2) Arig, 
Bruder des Kai Kawftdh, Vater des ASkeS, Gross- 
vater eines zweiten AriS, des Vaters des Mino- 
6ihr, Ahnherm der Farther (ungesehiehtlich), in 
einer Liste bei Gobineau 1, 477. 3) 'Apadvii^, 
S. des Ostanes, Vater des Dareios Kodomannos, 
Diod. 17, 5, 5; beim Synkellos 487 ist Dareios 
Sohn des *Ap|iiouad|iiou (al. *Ap(Td|iiou, 'Apjuaadjiiou), 
nach Josephus (das.) Aapeio^ 'Ap0d|iiou; das. 677: 
ToO 'ApcrdKou (al. 'Apadjuou) ; so auch Chron. Alex. 
396,30.398,9. Joh. Antioch., Mflller, Fragm. 
IV, 554**; in der Chronographie des Nikephoros 
743 'Ap(Td|iiou, Alex. Folyhist. (bei Agathias 2, 25) 
ebenso (Mttller, Fragm. Ill, 210, n* 2), sowie auch 
bei Forphjrrios von Tyros (Fragm. Ill, 692), 
Zonaras (nach Theodorets Commentar zum Buch 
Daniel) 1, 242, 6. Asolik 12. Glykas 376, 19. 
Nikeph. Kail. 1, 6; ArSam, Salomo von Basrah, 
Budge 135, 20. 4) Arsanes, Satrap Alexanders 
in Drangiana, sp&ter durch Stasanor ersetzt, 
Curtius 8, 3, 17. 5) AriS, parthischer KOnig, 
Fird. 5, 270, 54; andere Listen haben Balftg; 
Arg^n, Sebeos 9, 33; unhistorisch, s. n* 2. 6) 
Arig, Marzbftn (Markgraf ) zur Zeit Yezdegerds I, 
Fird. 5, 524, 1379. 7) Ars^n, Entseatsi, arme- 
nischer Adlicher, f&Ut in der Schlacht vonAwa- 
rayr (451) Elifie 222^ 21b\ 222\ 8) Arggn, 
armenischer Friester, Eligg 225 **. 242 **. Laz. 
Fharp. 134, 32. 147, 30; von Yezdegerd II hin- 
gerichtet 25. Juli 454, Laz. Fharp. 175, 23. 

awest. argan, argftna (Mann, m&nnliches Thier), 
skr. fgabh& (und vrgabh&). 

Arganak, K5nig der Farther (ungesehiehtlich) Mose 
2, 68. 

ApcrdvTi, Gattin des K5nigs Narses, von Galerius 
297 gefangen, Malala 308 (er schreibt den Sieg 
irrig dem Maximianus zu). 

ArganOig, Arsakidin, Gattin des Spandarat, Mutter 



des Gazavon aus dem Geschlecht der Kamsarier, 
Mose 3, 48, ao. 387. 

Arg steht ftir Argak (Arsakide), Fatkanean, 
Materialien zum armen. W5rterb. 1, 20. 
Argavir (armen.) 1) Vorfahr der ArtsrtUiis, zur 55eit 
der letzten Achaemeniden, Thoma 41, 4 (35). 
Argavrean AsQd, Asud, Sohn des A., das. 41, 11* 
2) Bruder des Xflran (Xosran), ArtsrHni, Thoma 
55, 16 (47). 3) S. des XUran, Thoma 49, 11 
(42). 4) Argavir nennen die Armenier den Farther 
Fhraates IV, Labubna bei Mose 2, 24. 27. 28, 
auch in den unhistorischen Listen der parthi- 
schen und armenischen Arsakiden, Sebeos 9, 33. 

10, 11 (Artavan und Argavir, Vater des Aiilak). 
Tschamtsch. 1, 272, 19. 560, 17. 5) S. des 
Kamsar, Ftlrst von Schirak und von Trdat mit 
dem Gau Erasxatsor belehnt, welcher von ihm 
den Namen ArgarQnik erhielt; oft wfthrend der 

1. H&lfte des 4. Jahrh. genannt, Faust. Byz. 1, 

11. 3, 11. 21. 4, 4. Mose 2, 90. 3, 31. 6) Ar- 
gura (georg.), Vater des Wazg€n, in der georgi- 
schen Legende von Sttganik (Wardanfthi), Brosset, 
Hist., Additions 77. 7) Argavir, Nachkomme 
von n** 5, ArgarOni, Eidam des Wardan Mami- 
koni, Heerflihrer in der Schlacht von Avarayr 
(ao.451), Eim 215^ 221\ 247\ Laz. Fharp. 
75, 20. 98, 21. 108, 25. 148, 6. 8) Artsrfini, 
Schwfther des Kaisers Leo V (813—820), Tscham- 
tschean 2, 431, 38. ^Apaaprjp, Genesios 21, 8. 
9) 'Apcrapt^p, S. des Fankratios (Bagarat) Skiastes, 
aus dem Stamme der MOroxarzani, Bruder des 
Fatriarchen Jannes (833 — 842), Magistros, ' Er- 
zieher des spfttern Kaisers Theophilos (829 — 842); 
Gatte der Maria, der Schwester der Kaiserin 
Theodora, die nach ihres Gatten Theophilos Tod 
bis 856 regierte, Cedrenus 2, 146, 4. 161, 12. 

"Apcreo^, Feldherr Bahrams V, Theophanes 1, 132; 

vgl. Argya. 
"ApOTi? 8. Oarses. 
'Aponouaxo^, ^ApcrVjoxo^, 'Apirndaxo^, Frinceps in 

Olbia, S. des Kasagos, Latyschev I, 89, n* 52; 

Vater des Fyrrhos, C, I. Gr. II, 135, n** 2074. 

Latyschev I, 93, n** 56; des AblOnakos, das. 95, 

n^ 58, und der Zalsis, C. I. Gr. II, 142, n^ 2089. 

Latyschev I, 141, n° 110. 

d. i. mannhafte (feurige) Rosse habend (awest. 

argya, osset. bax). 
Arg€z 1) Kdnig der Farther (ungesehiehtlich), Mose 

2, 68; es ist Orodes gemeint, Tschamtschean 1, 
247,6; an einer andemStelle, 1, 241, 41 mllsste 
es nach den Synchronismen Fhraates III sein. 



Digitized by 



Google 



ArSya 



31 



'Apidpavo^ 



2) von seinem Vater Artai^ (Artaban III) ao. 
16 alg Ednig von Hochannenien eingesetzt (zwi- 
schen Wonones and Zeno-ArtaS€s) Tschamtsch. 
1, 284, 29. 300, 38; bei andern: Orodes. 

ArSya, S. des Wy&xna, yt. 13, 108. — d. i. mann- 
haft. 

Arsidens, S. des Datames, fiel gegen die Pisiden, 
C. Nepos XIV, 6, 1. 

d. i. qn&lend die Betrtlger (die Dlw8?), von 
areS (raS), gebildet wie awest. werezisawanh, 
bQjisrawafih. 

'Apaka^, urspranglicher Name des Artaxerxes II, 
Ktesias bei Plntarch Artax. 1, 2, bei Pbotios 
^Apadxa^ (Ktes. Pers. 49), bei Deinon (Plntarch. 
das.) 'Odpoti^ ('OdpTTiO- 

'Apaifux^, Gesandter des Dareios Kodom. an Alexan- 
der, Arrian 2, 14, 3. 

^Apdrn^ 1) S. des Artaxerxes I nnd der Kosmarti- 
dene, von Parysatis nmgebracbt, Ktes. Pers. 
44. 60. 2) Vater des Mithropastes, Satrap von 
Kleinphrygien, ftlbrt die Papblagonen in der 
Schlacht am Granikos, flieht nnd tddtet sich 
selbst, Diod. 17, 19, 4. Strabo 766 (1069, 27). 
Arrian 1, 12, 8. 10, 16, 3. Pansan. 1, 29, 10. 
vgl. *Apy^ivo^. 

Arslftn-Sah 1) S. des Ghaznawiden MahmQd, dessen 
Fran die Tochter des SeljQqen Meleki&h war, 
Mirchond 4, 43, 24. 2) S. des SeljQqen Kir- 
mftnSah von Kirm&n, reg. Nov. 1101 — 1142, 
Mirch. 4, 104, 35. Houtsma, DM6. 39, 374. 

3) S. des SeljQqen ToghmlSah von Eirman, reg. 
1174—1176, Houtsma das. 384. — arslftn, tttrk. 
L5we. 

ArSt&d s. AStat. 

'Apcniicn^, armen. Arsukfis (nach der griech. Form), 
Bischof nnter Tdrdat dem Grossen, Agathangelos 
cap. 13, § 154. 

ArSnra s. ArSavir. 

ArswalSn, KOnig von Albanien (Alovank), Vater 
des WsL^ii, Tschamtschean 2, 32, 35. EswalSn, 
S. einer Schwester des Sasaniden Sapor III, 
Stephan Orpel. bei Brosset, Bullet. Acad. St. 
Petersb. 4, 1862, 537; beiMose von Kalankatuk 
ist einer der Vorg&nger Eswal^ns ein Schwager 
Sapors, s. Asa, Brosset, Hist., Addit. 471. 

ArSwafid, scheint Name eines mythischen Wesens, 
yt 13, 109. vgl. paitiaiilwafid, wyarSwaiid. 

Arta, Enkelin des Bnb^n I, armenischen EOnigs 
von Eilikien, ward 1100 die Gattin des Bal- 
dwin von Edessa, Dulaurier, J. as. V, 17, 401. 

*ApTdpavo^ 1) S. des Hystaspes, Herod. 4, 83. 7, 



10. 15 flf. 46 flf. 53. Aristoteles Polit. 5, 8, 14 
(Arist. Opera ed. Acad. Reg. borussica, Berl. 1831, 
vol. n, p. 1311^ Z. 38. vol. HI, p. 668^ lat. 
Uebers.) (*ApTaTTdvnO« 2) Hyrkanier, S. des 
Artasyras, Freund des Xerxes, Etes. Pers. 20 
und dessen MOrder, das. 29. 30 CAprdTravo^). 
Com. Nepos XXI, 1, 5. Diod. 11, 69, 1, 6; 
er ward von Artaxerxes hingerichtet, nachdem 
er als Cbiliarch noch den Themistokles 464 ein- 
geftthrt hatte, Thukyd. 1, 137. Pint. Themist. 
27, 2 (nach Charon von Lampsakos); aus den 
Worten des Deinon, welche Justin (Trogus) 3, 1 
widergiebt, schloss man, dass Artabanus nach 
Xerxes Ermordnng wirklich regiert babe, daher 
er in den EOnigsreihen, welche auf Eusebios 
(nach Manetho und Africanus) zurilckgehen, nicht 
in dessen Chronik, als E5nig bezeichnet wird, 
Eusebios Chron. canonum, ed. Scaliger, Leiden 
1606, 31. 131 (daselbst 357 "* auch diemanetho- 
nische Liste) Amsterd. 1658, wo 78 auch die 
Excerpta Barbari; ed. Schoene 15^; Hieronymus 
das. 30\ Chron. Alex. 378, 31. Jordanes Bo- 
mana 63 (8, 14 ed. Mommsen) AsoUk 12. Gly- 
kas 376, 14. 3) Satrap von Baktrien unter 
Artaxerxes I, Etesias Pers. 31. 4) Ardew&n, 
S. des ASghftn, in der Liste der Aschkanier (un- 
geschichtlich) Masudi 2, 136. Alb^rOnl 115, 18. 

5) der 3. parthische Ednig, S. des Tiridates, 
214—196, bei Polyb. 10, 28, 1 flf. und in der 
Epitome des Trogua (bei Justin 41, 5) nur Ar- 
saces genannt; der Name Artabanus ist von 
Vaillant vermuthet worden, s. v. Gutschmid, Ge- 
schichte Irans 36, Note. Mtlnze mit Bildniss: 
Visconti 3, t. IH, 3 = Percy Gardner I, 6 (7. 8). 

6) Artabanos U, der 8. parth. EOnig, S. des 
Phriapites, 127—124. Justin. 42, 2. Mtlnze 
mit Bildniss: Visconti 3, t. IH, 9. Prinsep I, 
pi. I, 2 = Percy Gardner II, 13 (14. 15). 7) 
Artabftn (al. Atbftban), Vater des Zarwftndftd 
(s. diesen). 8) ein 'Aprdpavoc, welcher tlber 
jtidische Geschichte schrieb, wird von Clemens, 
Eusebios, Josephus u. aa. angefElhrt, MtUler Fragm. 
m, 208. vgl. H. Bloch, die Quellen des Jo- 
sephos in seiner Archaeologie, Leipzig 1879, 
S. 60. Gelzer, Sext. Jul. Africanus und die 
byzant. Chronogr. Leipzig 1885, II, 364. 9) 
Artabanos III (10—40), stammt von einem ^^sky- 
thischen'^ Vater und einer arsakidischen Mutter, 
war auch zum EOnig von Atropatene gewfthlt, 
Joseph. Ant. Jud. 18, 2, 4 und Ofter; Tac. 2, 
3. 6, 37 f[. 42. 58. Dio Gasaius 58, 26, 1. 



Digitized by 



Google 



'ApTdpavo^ 



32 



'ApTdpoZo? 



MflnzemitBildniss: Visconti 3, t. VI, 2 = Percy 
Gardner pi. V, 8 (6 — 11). Die pers. Geschicht- 
sehreiber baben in ihren (nnhistorischen) Listen 
einen alteren Ardewftn, so Tabari 707, 8. 709, 
9 Ardawftn al-aSghftnl; Hamzab 26, 16. 17 und 
damach Mojmel, Mirchond n. s. w. zwei; vgl. 
ArSaoir. 10) S. des vorigen, von Gotarzes ge- 
tOdtet, Tacit. 11, 8. 11) Artabanos IV, Zonaras 

II, 18. Mlinze mit Bildniss vom Jahr 80—81 
bei Percy Gardner, pi. VI, n** 15 ('Aprapdvou). 
12) Artabanos, Wohlthftter seiner Mitbttrger, er- 
hmt ein Denkmal in Daphne (Antiochien) ao. 
181, Chron. Pasch. 262, d (490, 9) = Alex. 614, 
22. 13) Artabanos V, 215—224, S. des Vola- 
gases V nnd Bmder des Volagases VI, Dio Cass. 
77, 12. 19. 21. Herodian 6, 2. Ensebios H, 
176. Agathias 2, 26. 'ApTap&vn?, Agathang. 
4, 24. Artabanes, Capitol. XV, 8, 3. Anf seiner 
Mtlnze mit Bildniss liest man in Pehlewischrift 
Hartabe malka, Thomas S. 127 = Percy 
Gardner pi. VII, 19, Drouin, Revue arch6ol. 

III, 4, 233, pi. n'* 21. 22. Das Kftmftmak (N5l- 
deke 36) nennt ihn Ardawan, die Armenier 
Artevan, Fanst. Byz. 4, 54. Lazar. Pharp. 7, 9. 
Artavan, Mose 2, 65 (nach Bardesanes), SebSos 
10, 2. Tabari: Ardewftn el-^ghftnl 707, 10. 
709, 12. 711, 1 nnd Ardewftn el-bahlawl 
(pahlawl, d. i. der Parther) 816, 2; AlberOnl 
113, 21. 114, 17. 115, 23. 116, 19. 117, 13; 
ein frflherer das. 115, 11. 116, 16. el-Ardawftn 
bin BfttI (1. Nabftti, des Nabatfters). Yaqnt 3, 
134, 18; K5nig der Nabatfter, das. 2, 375, 23. 
Ardewftn, Athir 208, 22. 209, 21; ein zweiter: 
209, 23. 210, 20. 272, 9. 273, 18. Firdnsi 5, 
270, 55 nnd die Listen der Geschichtschreiber 
Ardewftn. Bildniss des Artaban auf dem Relief 
des ArtaxSatr I in NaqS-i Rustam, Stolze, Persepolis 
Taf. 115. 14) Artavan, Saharttni, Ftlrst von 
Wanand (ao. 336), Faust. Byz. 3, 14 (38, 21). 
15) Artabannes, Armenier, von Sapor II zum 
Satrapen von Armenien emannt (368), Ammian. 
Marc. 27, 12, 5 ; von Faust. Byz. scheint er (mit 
dem Familiennamen) Kar€n genannt zu werden 
(s. diesen); die Lesarten Arabanis, Arrabanes, 
Arrabones lassen einen andem Namen, Aravan, 
vermuthen, Saint-Martin bei Lebeau 3, 362. 16) 
Artavan Argakflni, Eidam des Hmayeak Mami- 
koni, Tsamtsch. 2, 148> 33; kam mit seinem 
Bruder Gazrik nach Byzanz ao. 471; bei Theo- 
phanes 'Apidpavo^ xal KXei^vn^ (Theoph. contin. 
213, 6); nnter den Nachkommen des Artaban^ 



welche in Adrianopel wohnten, wird MaTktes ge> 
nannt (s. diesen). 17) 'ApTapdvri^, arsakidischer 
Armenier, S. des Johannes, Anfdhrer einer Tmppe 
Justi^ians in Afrika, Prokop 1, 513, 10. 2, 408^ 
10. Jordanes Romana 384 (ed. Mommsen 51, 20)» 
Agathias 1, 11. Theophanes 326. Artavan^ 
Bruder des Wahan, Tschamtschean 2, 241, 40. 
249, 28 (ao. 545). 18) Persarmenier, Prokop 
2, 494. 19) Feldherr des Hormizd IV, Theo- 
phanes 380; es ist der Feldherr des Xusran I^ 
Adarmahftn gemeint, s. Saint-Martin bei Lebeau 
10, 105, Note 4. 20) Artabftn (arab., gelehrte 
Form), Grossvater des 'Abdallah bin *Aun, Tab. 
2387, 8 (ao. 635). 
d. i. dem Reinen Schntz gewfthrend. 

'Aprapdpto^, Halbbruder des Artaxerxes I, Satrap 
von Babel, Ktes. Pers. 38 (Lesart bei Photius^ 
al. 'Apidpio^, 'Appdpio^). 

Artabassis, ein Syrer, welcher dem Kaiser Vale- 
rianus (254 — 260) Truppen stellte, Vopiscua 
XXVIII, 4, L 

'Aprapdra^ 1) Satrap von Eappadokien, Xenoph. 
Kyrop. 8, 3, 18. 6, 7. 2) 'ApTapdrn^;, Vater de» 
Phamazathres, AnfUhrer der Inder im griechi- 
schen Feldzug, Herod. 7, 65. vgl. Artapates. 

*ApTapa2[dvii^ s. Artawazdah n**3 und Artobazanes. 

'AprdpoZo^ 1) Meder, Freund des Kyros, Xenoph. 
Kyrop. 1, 4, 27, 2) Perser, Fahrer der Pel- 
tasten und Schleuderer unter Kyros, Xen. Kyrop. 
5, 3, 38. 3) Perser, S. des Phamakes, fllhrt 
die Parther und Chorasmier im griechischen 
Feldzug, Bferod. 7, 66; fllhrt die Perser von 
Plataeae zurllck, 9, 89. Diod. 11, 31, 3. Pint. 
Arist. 19, 4. Satrap in Daskyleion, Nachfolger 
des Megabates, Thukyd. 1, 129. Feldherr des 
Artaxerxes in Aegypten, Diod. 11, 74, 6. Ad- 
miral gegenKimon 12, 3, 2. Artabazes, Sallust- 
fragm. II, 53 ed. Kritz; Floras 3, 5 (63, 24). 
Polyaen 7, 33, 1. 3. 4) wahrsch. S. des Phar- 
nabazos und der Apama n"" 2, Schwager Da- 
reios III, sowie des Memnon und Mentor, Strabo 
578 (811, 25). Diod. 15, 91, 26. 16, 52, 4. 
Arrian 2, 1, 3; princeps purpuratorum. Satrap 
von Daskylitis unter Artaxerxes III, von Baktrien 
unter Dareios III und Alexander, nach der 
Schlacht bei Issos mit seiner Gattin und ihrem 
Sohn Ilioneus in Damaskos gefangen, Demosth. 
4, 24. 23, 154 flf. Klearchos von Soloi bei Athen. 
256 (2, 71, 23). Curtius 3, 13, 13; Arrian 3, 
21, 4. Polyaen 7, 33, 2; Vater von 11 SOhnen 
und 10 T5chtern, worunter Ariobarzanes, Ar- 



Digitized by 



Google 



'ApTdpn^ 



33 



'ApraKdjiia^ 



sameS; Pharnabazos^ Ilioneus^ Kophen, Artakama^ 
ArtoDiS; Barsine. vgl. Judeich 204. 5) 'Aprd- 
naloi^y KOnig von Charakene^ MUnze mit Bild- 
Di88 (ao. 62 vor Chr.) Visconti IH, pi. IX, 10; 
ygl. n"" 6. 6) Artab&z malka, Mtlnze von 
Charakeney Drouin, Reyne numism. Ill, 7, 1889, 
230. pi. V, 6 bis VI, 34. Dieser mtlsste der 
von Psendo-Lucian, Makrob. 16 (642) als 7. Nach- 
folger des Tiraios genannte 'ApTdiroZo^ sein, da 
die Mtlnze von n"" 5 lUter ist als die des Tiraios. 
7) S. des Parthers Artaban V, Mttnze mit Bild- 
niss und der Aufschrift Artabazu malkd, (§fth) 
vom Jabre 227, Longp6rier pi. XVIII. Percy 
Gardner pi. VII, 20, 

d. i. reinen Arm habend (d. b. der seinen Arm, 
seine Kraft in Reinbeit [Fr5mmigkeit] gebraucht). 

^ApidPn^ s- *ApTd|iiii^. 

'ApTapibn^, Name eines bf\iio^, einer der 7 hoch- 
adlichen Familien der Perser, welche regiert 
and kr5nt, Tbeopbyl. Simoe. 153. 

Artadat, aramftisches Siegel, Layard, Nineveh a. 
Babylon S.606. s. ParSandat. 

'ApTttbouKTa, Arsakidin, Gattin ArdeSlr's I, Aga- 
thangelos 5, 49 (fehlt im armen. Text); im Kftr- 
nftmak feblt der Name (Nttldeke Kamflmak 24), 
bei Firdusi Gulnar; 'Apxa ist aus Artabanus ge- 
ktbrzt, nnd A. war wohl die Tochter, nicht eine 
Dienerin des Artaban; vgl. Patkanean, Mate- 
rialien znm armen. W5rterbuch 1, 21. v. Gut- 
sebmid, DM6. 31, 6. £in Eurdenstamm in Pftrs 
heisst Ardaduxti(yeb) (de Goeje Azftdduxtiyeh) 
Istachri 115, 2. 

'Apiacp^pvii^, 1) S. des Hystaspes, Brader des Da- 
reios I, Satrap von Lydien, Herod. 5, 25. 30. 
C. I. 6r. n, 302 (Marm. Par.) Z. 62. Diod. 10, 
25, 2; Jnstin. 2, 10; bei Ktesias, Pers. 14, ist 
er einer der Sieben (statt des Indapbemes), naeh 
Aeschyl. Pers. 776 tOdtet 'Aptacpp^vn^ den Merdis, 
bei Hellanikos Aa<p^pvii^ (fiOr Ivbacp^pvii^, Scbo- 
lion zu Aescb., MttUer, Fragm. I, 68 n** 167). 
2) S. des vorigen, bei Marathon geschlagen (490), 
ftlhrt die Lyder unter Xerxes, Herod. 6, 94. 7, 
74. Aeschyl. Pers. 21 ('Aptacpp^viiO- MtlUer, 
Fragm. I, 550, 62. Dio Chrys. XI, 1, 211, 10. 
Pausan. 1, 32, 7. C. Nepos I, 4, 1. Philo- 
stratos, Vita ApoUon. 1, 25, 2. 3) Gesandter 
Artaxerxes I an die Spartaner, von Aristides 
gefangen and znrttckgesendet (ao. 425), Thokyd. 
4, 50. 4) Feldherr des Phamabazos, der dem 
in Eannos bedrangten Konon zn Htllfe kam, ao. 
395, Diod. 14, 79, 5. 5) s. Phrataphemes n* 1. 

jQBti, Ferd^ Iranisehes Namenbuoh. 



6) S. des Mitbradates VI von Pontns, befand 
sich im Triumph des Pompejns, Appian bell. 
Mithr. 108. 117. 

^Aptax^piTn^ 1) Chiliarch des Fussvolks unter Kyros, 
Xen, Kyrop. 6, 3, 31. 33 (Var. 'ApraTupcTaO. 
7, 1, 22, 27. 28; Tzetzes 3, 717. 2) Reiter- 
obrist des Artaxerxes II, von Kyros, wie man 
sagte, erlegt bei Ennaxa (3. Sept. 401) Xen. 
Anab. 1, 7, 11. 8, 24. Pint. Artax. 9, 1 (Ftthrer 
der Eadusier; naeh Etesias). 

'ApTttio^ 1) E5nig der Meder, Vorganger des Ar- 
tynes, Etes. Pers. Fragm. 27 (vulg. 'ApcraTo^) 
bei Diod. 2, 32, 6 n. Nikol. Damask., MttUer, 
Fragm. HI, 359. 360. vgl. Oppert, DMG. 30, 4. 
Mfedes 20. NOldeke, Aufsatze 3. 2) Aehaeme- 
nide, Vater des Artaehaies und Azanes, Herod. 
7, 22. 66. 3) Artai-Wlrap, zoroastrischer Hei- 
liger zur Zeit ArdeSlr's I (in Wirklichkeit nicht 
vor Ende des 4. Jahrh.), dessen Vision vom Leben 
im Jenseits das Arda-Wlraf-nameh , naeh der 
Mitte des 9. Jahrh. verfasst, enthalt (herausg. 
von Hang und West, Bombay 1872; ttbersetzt 
von Barthdlemy. Paris 1887). Die Perser wurden 
von ihren Nachbam 'ApraToi genannt, Herod. 7, 
61. pehl. artai stark (Gai\jesbayagan 19, 13, 
vom Wind), Held (Yatkari Zarlr. § 29). 

Artaces 1) E5nig von Iberien, s. Artokes. 2) Artak, 
Fttrst von Harkh in Armenien (ao. 350), Geneal. 
St. Greg. 24**. 3) Artak, Name mehrerer arme- 
nischen Adliehen zur Zeit des Aufstandes War- 
dan's (451), ein R6scht11ni aufSeiten der Perser, 
Elis. 196\ 213\ Palttni, fiel bei Avarayr Elis. 
222 ^ Lazar. Pharp. 124, 5. Fttrst von Mok, 
Lazar. Pharp. 75, 17. 122, 20. 4) Ardaq, Bi- 
schof von Magkna d'Qurd, 430, Guidi, DMG. 43, 
396, 15. 5) Artake, Siegel, Mordtmann, DMG. 
18, 26, n** 66 (T. HI, Reihe 2). Artekfi zi R6w, 
Siegel, Mordtmann DMG. 18, 30, n** 84 (T. IH, 
2) Justi, da«. 46, 284. 6) Pahlavttni, Nach- 
komme Gregors des Erleuchters, Vorfahr des 
Gregor Magistros, Tsehamtschean 2, 939, 22. 
verkttrzt aus Arta-xSal>ra mit Affix ka, s. Guidi, 
DMG. 43, 396, Not 

'ApraKaiid, T. des Artabazos, Gattin des Ptole- 
maios I (324) Arrian 7, 4, 6; in den Auszttgen 
des Photins (ed. Blaneardus S. 599) 'Apraxdvav 
(Accus.). 

'ApToncdiiia^ 1) Satrap von Phrygien unter Eyros, 
Xen. Eyrop. 8, 6, 7. Tzetzes 1, 73. 2) Satrap 
von Phrygien unter Artaxerxes 11, Xen. Anab. 
7, 8, 25 (Zusatz). Arrian 7, 4, 8. 

5 



Digitized by 



Google 



*ApTaxaiTi^ 



34 



ArtaxSaOra 



*ApTaxaiii^, Achaemenide, ein Riese von ttber 8 Fuss 
Gr588e; S. des Artaios, leitete die Arbeiten am 
Athoscanal, starb w&brend derselben und ward 
von den Akanthiern als Heros verehrt, Herod. 

7, 22. 117. Vater des Otaspes und Artayijtes, 
Herod. 7, 63. 8, 130. — vgl. Oppert, J. as. IV, 
17, 268. d. i. von reiner (erbabener) Anlage, 
Sinnesweise (awest. haja, Nom. haem, worans 
pehl. np. xlm). 

'ApToJdvTi?, Satrap und Feldberr des Bryaxes, 

Theodor. Prodrom. 338, 9. 
'ApToEdTT]^, Eunuch des Artaxerxes II, Chariton V, 

2, p. 107, 7 (ungeschichtlich). 

ArtaxSaGra (Or ist Ein Zeichen), altpers., in der 
babyl. Uebersetzung Artakgatsu, in der susischen 
Artax8aar6a; aegypt. (auf der Vase, s. u.) Artfx^eS 
s. Lauth, Abhandl. Mtinch. Akad. XIII, 1875, 

3, 95. 1) Artaxerxes I Langhand (MaKp6x€ip, 
Plut. Artax. 1, 1. np. ArdaSlr-i dirftzdest, Mirch. 

1, 187, 16), S. des Xerxes I und der AmSstris, 
464 — 424, Inschrift von Susa 1, 2. 4. Inschr. 
des Artaxerxes III Z. 20. Inschrift von Hamadftn 

2. 3. Porphyrvase in S. Marco zu Venedig, wo 
Ardaxfiagda steht, Kossowicz, Inscript. palaeo- 
pers. S. 107 ; griech. 'ApTa£^p£n? Herod. 6, 98, 7, 
106. 151. Thukyd. 1, 104. 'AproE^pHn? Ktes. 
Pers. 29. Strabo 49 (64, 9). C. Nepos XXI, 
1, 4. Plut. Alkib. 37, 4. Artax. 1, 1. Reg. 
apophth. (Opera ed. Reiske VI), p. 662; hebr. 
(aram.) ArtaxSastft Ezra 7, 7. ArtaxSaSta Ezra 

4, 7. Neh. 2, 1; daher im Fihrist 246, 21 und 
Eutych. 1, 262, 19 Artax^ast; Ardaglr Bahman 
tawllu 'i-yadain (Langhand) Alb^rUni 37, 10 (44). 
Artax§ast 89, 9 (101). ArdaSir bin AxaSweroS, 
genannt MaqrSSir 111, 14 (115). ArdaSir ibn 
Dara (letzterer Name unrichtig) Schahrastani 2, 
117. 159. Mttnzen mit dem Bildniss des KOnigs 

8. Babelon II, pi. n° 22—27. 2) 'ApToHdpn?, 
Paphlagone, Eunuch unter Artaxerxes I und Da- 
reios 11, Ktes. Pers. 39. 40. 47. 49. 3) Arta- 
xerxes II MnemOn (pers. Abiyataka, s. Oppert, 
Mfedes 229), S. des Dareios II und der Pary- 
satis, geb. 452, reg. 404 — 358, Inschr. von Susa 1. 
Hamadan 1. Inschr. des Artaxerxes III, 17. 
Xenoph. Anab. 1,1, 1. Hellen. 5, 1, 31. Inschr. 
am Nemrod-Dagh, Puchstein 283. 305; lykisch 
Ertaxssiraza, Obelisk von Xanthos Ostseite 58 — 59 
(Six, Revue numism. Ill, 5, 7); 'ApToH^pEn?! 
Phainias bei Athenaios 48 (1, 113, 6). Strabo 
656 (915, 20). Diod. 13, 108, 1. Arrian 1, 
12, 3. Polyaen 7, 14. Himerios Ed. 31, 8. 



'ApToE^p^n^ Ktes. Pers. 1. 49. 'ApxaEtoori?, 
Inschr. von Tralles, Le Bas-Waddington 1651; 
von Mylasa C.I. Or. II, 468, n*» 2691, c. d; 
'ApracT^CTiTn^ das. U, 583, n'* 2919. 'ApxoE^pEn? 
das. n** 2374 (Marmor Parium). Artax^^t, Fihrist 
245, 24. Eutych. 266, 2. ArtaxSast, AlberOni 
89, 11 (101). ArdaSir bin Dara 111, 17 (115). 
Mtlnzen mit Bildniss bei Babelon 11, pi. 2, 
n** 8 — 1 1 . vgl. *Ap(TiKa^. 4) Artaxerxes HI Ochos, 
S. des Artaxerxes II und der Stateira, 358 — 336, 
Inschr. zu Persepolis 7. 11. 27 — 28. 31. Arrian 
2, 14, 2. Diod. 15, 93, 1. C.I.Gr. II, 469, 
n** 2691, e. '^pTaai(ya^<; das. n° 2919; ArtaxSast 
Oxfts, Eutych. 1, 266, 6. OxOs, Albgrtlni 89, 
12 (101). ArdaSir der dritte 111, 18 (115). 
vgl. Ochos. Mtlnzen mit Bildniss: Babelon H, 
pi. 2, n* 12 — 15. 5) Artaxerxes IV nannte sich 
Bassos ao. 330, Arrian 3, 24, 3. 6) ArdeSir, 
S. des Blien, Enkel des Gfiw, zur Zeit Lohrasps, 
Fird. 4, 346, 814; Pehlewan des Bahman, Mojmel, 
Joum. as. IV, 1, 417, 12. 7) ArdeSir, S. des 
GuStasp, f&llt in der Schlacht zwischen GuStasp 
und Arjasp, Fird. 4, 400, 495. Dies ist wohl 
der Ritter (ArdeSlr-i suwar) Fird. 5, 352, 249. 

8) ArdeSir nennt EOnig GuStasp seinen Enkel 
(Sohn Isfendiars) Bahman dirazdast (Langhand 
[vgl. Fird. I, 122, 93] s. n« 1) Fird. 4, 700, 4060. 
Tabari 686, 13. 687, 2. 3. 4. 7, Yaqut 3, 
189, 7. ArtaxSir, Bahman yaSt bei West P. T, 
1, 193. 198; Kai ArdaSir Bahman bin Isfendiar 
mit dem Beinamen tawll al-ba' (langarmig, eigentl. 
lang nach seinen ausgestreckten Armen). AlberQni 
105, 4 (112) unhistorisch mit Artaxerxes I iden- 
tifizirt. Seine Mutter war Asturia, eigentlich 
Astar, die von TalUt (Saul) abstammte (Esther), 
Tab. 688, 1. Astflr, Mojmel, J. as. HI, 11, 173, 8. 

9) ArtaSir, ein parthischer KOnig (unhistorisch), 
S. des ArSak, Seb^os 10, 1. Auch in einem 
parthisch-gilanischen Stammbaum bei Zehlreddin 
152, 3 findet sich ein ArdaSir bin Firflz, Nach- 
komme des ASak. 10) Dynast der Persis, Ar- 
daxfiatr, HartaxSatr, ArdaxSatr, Mtlnzen mit Bild- 
niss: Levy, DMG. 21, Taf. I, nM2. 14. (15«), 
Mordtmann, Zeitschr. f. Numismatik 4. 1877. 
S. 158, n*^ 6. 7. 8. Taf. 1, n° 7. 11) Dynast der 
Persis, Sohn des Dariaw, ArtaxSatr, Gobineau, 
DMG. 11, 702 If 6. Levy das. 21, Taf. 2, 9, 10. 
(hier ..taxSatr) Thomas p. 134. Mordtmann, Zeit- 
Bchrift f. Num. 4, 173 n" 79—95, Taf. 2, 14. 
Drouin, Revue archiol. HI, 4, 165, PI. 5, 6. 
MarkoflF 45. 46, PI. I, n** 688. Dieser ist der 



Digitized by 



Google 



ArtaxSaOrft 



35 



ArtaxSaOra 



*ApTa£^p5n^ in Pseudo-Lucians Makrob. 15 (642). 
vgl. V. Gutschmid, Gesch, Iran's S- 159. 12) 
ArtaxSaSt, S. des Xollt^ einer der 12 Magier, 
welche Jesus besuchten^ d h. ein parthischer 
Ftirst; Castellas s. v. magiigO (nach Bar Bablttl). 
Assemani III, 316, 38. Budge 93, 8 (ArtaxSlfit); 
in einer andem Liste verktirzt TaxSaS. ArtaxSaSt, 
der zweite der 3 Magier, Bar BablQl bei Hyde, 
Vet. Pers. relig. hist. 383. 13) Dynast der 
Persis, S. des Minufiihr II, Thomas pi. 1, n*" 3. 
Mordtmann, Zeitschr. f. Num. 4, 183, n° 148—153. 
Taf. 2, 26. 14) Artaxares, K5nig von Adiabene 
(Mitte der 20er Jahre des 1. Jahrh. vor Chr.) 
Monum. aneyr. 6, 1. 15) Ardaglr, S. desPftpak, 
Enkel des Sasftn, erster sasanischer K(3nig, 226 
bis 241 ; in seinen Insehriften in Naqg-i Rustem : 
ArtaxSatr, in der griech. Uebersetzung 'Apxa- 
lapr\q; die Pehlewi-Form des Namens ist alter- 
thtUnlieh-amtlieh, wie die Form Ai-taxerxes bei 
Dio, Herodian, Lampridius, Zosimus u. s. w.; 
^ApracTipa^, Agathangelos 5, 49. 'ApTocreipa^ 
90, 22. 'ApxaHdpii^, Sohn des Sasan und der 
Frau des Pabek, Agathias 2, 26. 'Apraorip 
Georgii Pisidae Heraelias 2, v. 173 (ed. I. Bekker 
S. 86); Xerxes, Eusebios 11, 179. Syr. ArtaSir, 
ArdaSir, ArdaxSir, Guidi's syr, Chronik fibers, v. 
NOldeke 42; bei Mose 2, 69. Lazar. Pharp. 
7, 9. Sebeos 11, 20 ArtaSir von Stahr (Istaxr), 
Sohn des Sasan: ArdaSlr-i Babegftn Fird. 5, 
276, 118. Baihaqi 105, 18. ArdaSir bin Bftbek 
Tabari 707, 10. 813, 5. Fihrist 239, 21. Eutych. 
1, 366, 13. Albertlnl 121 flF. Athir 209, 24. 
210, 21. 272, 16. 20. Hamzah 14, 19. 19, 19. 
Mirchond 1, 220, 9. ArdaSlr-i Pftrsi, Baihaqi 
104, 8. In der sagenhaften Gesehiehte ein Sohn 
(Nachkomme) Dftrft's H, Tabari 700, 5. Bild- 
nisse auf der Gruppe von NaqS-i Rustam, Flan- 
din et Coste, Voyage en Perse, Atlas (Paris 
1843—1854) pi. 182 und Flrflzabftd, das. pi. 44. 
Ker Porter, Travels I, 548 pi. XXIH. Stolze, 
Persepolis, Taf. 100. 101. 115. Auf Mtlnzen: 
Visconti IH, T. 8, 1. 2. v. Sallet, Zeitschr. f. 
Num. Xm, 1885, S. 65. Taf. HI, 3. Dom- 
Barthol. T. 1 (die Mftnze bei Visconti 2 hielt 
Rodulphus Pius Carpensis Cardinalis ftlr eine 
Bolche des Artaxerxes II Mnemon, und daher 
ist dessen Bildniss in des Paulus Jovius Elogia 
yiror. illustr. III. Basil. 1575 p. 5 nach derselben 
gestochen). 16) ArdeSlr, S. des vorigen, Tabari 
817, 4. Athir 274, 6. 17) ArdeSlr U, S. des 
Hormizd II, Stiefbruder Sapors II, vor seinem 



Regierungsantritt als Statthalter (Malka) von 
Adiabene oft in den syr. Martyrologien genannt; 
regiert 379—383. 'ApxaJ/ip Agathias 4, 26. 
'ApToHnpo^ Theophanes 1, 93. ArtaSir, Assemani 
189' (ao. 343). Mose 3, 51. Sebeos 17, 22. 
ArdeSir nlkokftr (der gtltige, arab. Jamil der 
sch5ne, jtlngster Bruder SchapGrs) Fird. 5, 476, 
625. 482, 15. Tabari 846, 4. Hamzah 15, 9. 
20, 10. Albertlnl 121 flf. Athir 285, 14. Mir- 
chond 1, 226, 25. Bei den Armeniem ist Ar- 
taSir ein Sohn Sapuh's, also Bruder Sapors III; 
so auch bei Eutych. I, 472, 6. Mttnzen mit 
Bildniss: Dom-Barthol. Taf. VIII, n** 10—15 (Ar- 
taxSatr). 18) ArtaSir, S. des armen. Sparapet 
Manuel (ao. 382), Faust. Byz. 5, 44 (256, 21). 
19) Arfiil (Artziflgh), S. des Mirdat IV, K. von 
Iberien 410—434, Mose 3, 60. KOnigsliste des 
M^Xithar von Ayriwank (WarCil). Brosset, Hist. 
1, 145. Deux historiens arm^n., Petersb. 1870, 
Seite 15. 20) ArtaSir, S. des Wram-Saptth, 
frtther ArtaS^s genannt, letzter YasalienkOnig 
von Armenien, f 429, Mose 3, 58. 21) ArtaSahr, 
Bischof von Armenien, ao. 430, Guidi, DMG. 43, 
396, 14. 22) ArdaSer, S. des Arzaxft (?), MEr- 
tyrer unter Yezdegerd II, Hoffmann 52. 23) 
AtSir, S. des Wasak, Fttrst von SiuniK, 505 bis 
513, Brosset, BuUet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 
504. 24) 'Apxacripn?, Doryphore (Satellit) des 
Artaban, eines HeerfOhrers Justinians, Prokop 
523. ^Aptaoripio^, Theophanes 331. ArtaSir 
ArSakflni (Arsakide), Tschamtsch. 2, 249, 30. 
25) ArdeSir, Mobedftn Mobed unter Per5z, Ka- 
wab und Xusrau I, Fird. 6, 116, 136. 118, 144 
etc. 26) ArdeSir, Vater des Sahrlrftn, s. diesen 
(gahrwaraz). 27) ArdaSir III, S. des §er56 (§1- 
rflyeh) 628—629; ArtaSir, Sebeos 20, 12. Mose 
von EalankatQk bei Brosset, Hist., Addit. 493. 
'Abeoiflp, Theophanes 504. Cedrenus 1, 735. 
ArdeSir, Tab. 1061, 12. 2023, 7. Eutych. 2, 
253, 14. Hamzah 16, 5. 21, 13. Fird. 7, 406. 
AlbgrOni 122 flf. Athir 364, 6. Mirch. 1, 241, 8. 
Mtlnzen mit Bildniss und Legende AntaxSatn (n 
fttr r, wie in der Buchschrift): Bartholomaei- 
Dom Taf. 31, n* 1—5. 28) Siegelsteine: a) mit 
Bildniss: ArtaxSatr E(erm)an, Thomas, J. as. 
Soc. Xra, n* 4. Mordtmann, DMG. 18, 3, nM. 
Horn, DMG. 44, 660, n** 604. b) ArdaxSatrfi zi 
Narsehe, Mordtmann, DMG. 18, 24, n* 56 (Taf. I). 
Justi das. 46, 283. c) (A)rtaSlr-i AtaSfi zi Ml- 
n5Sir-yazd Sahpuhri-ftdflri, Mordtmann, DMG. 18, 
26. 27, n- 70 (Taf. I), Justi das. 46, 283. 29) 



Digitized by 



Google 



ArtaxSaOrft 



36 



*ApTa2ia^ 



Arfiil und Mihr, georgische Kdnige der Chos- 
roendynastie ; regierten znsammen; KOnigsliste 
des Mxithar von Ayriwant; Mihr f T^^j ^^^^ 
727, Brosset, Hist. 1, 248. Introduction L. 
30) Ardeglr bin Babek, Vater des Abi l-Mihr- 
wftn, Vorfahr des arabischen Schriftstellers Abu 
l-qasim 'ObaidaUah, Fihrist 131, 7. 31) Nafis 
Aba 'i-fath Mohammed, S. des ArdaSlr, Statt- 
halter des Jelftl ed-dauleh in Basrah ao. 1028, 
Athir 9, 258, 16. 32) Hus&m ed-dauleh ArdeSlr, 
S. des Saif ed-dauleh Baharb, 16. Ftlrst der 
Dynastie BadUsepftn in Rustemdar, reg.25 Jahre(?), 
t 1046, Zehireddin 55, 6. 149, 11. 320, 16. 
33) Abu '1-Hosain Ardeglr, S. des Mansftr, aus 
einem Dorf bei Marw, Prediger in Baghdad ao. 
1093, Athir 10, 153, 13. Sein Sohn Abu MansOr 
al-Mozaflfar ibn Abi 1-Hosain ArdaSlr war ge- 
boren 1098 und f 1152, Yaqut 3, 161, 8. Ibn 
XaU. n^ 733 (HI, 365). 34) Husam ed-dauleh 
§ah ArdeSlr, S. des *Ala ed-dauleh Hasan, 7. Ftlrst 
der 2. Bftwenddynastie in Mazender^n (Berg- 
ftirsten), reg. 34 Jahre 8 Monate, 1173—1207, 
Zehiredd. 71, 17. 72, 10. 79, 14. 245, 15. 16. 
251, 9. 12. 255, 13. 324, 7. 35) ArtaSir, S. 
des Wehuman (Bahman), sehrieb eine Hand- 
schrift des Awesta in Yezd 1184, Westergaard, 
Zendawesta Pref. 3. 36) Ardeglr, S. des Kt- 
nax^'^az II, Nebenlinie der 2. Bawenddynastie in 
Mazenderan, Zehiredd. 270, 14 (fehlt in den Ge- 
nealogien des Anhangs 264, 14 und 271). 37) 
Husam ed-dauleh Ardeglr, S. des Faxr ed-dauleh 
Namawer, Zehiredd. 81, 14. 148, 18. f 603 
(1206/7) 83, 17 (scheint unrichtig). 38) gusam 
ed-dauleh Ardeglr, S. des Klnax!«az HI, erster 
Ftlrst der 3. Bawendlinie in Mazenderan, reg. 
12 J., 1237—1249, Zehiredd. 82, 4. 264, 14. 
270, 13. 271, 6. 324, 11. al-Ghaflf&n bei Rieu 
114\ 39) Artagir, S. des Sahngah und der 
Nazovd, Tsehamtsch. 3, 261, 8. Brosset, Hist. 1, 
568. Addit. 362. 40) Ardeglr, S. des Behramsah 
und Vater des Sahriar, Ferldun, Isfendiar und 
Behramgah, DestOr in Kirman, Sad-der bei Hyde 
445. 41) Art^lr, S. des Ire6, Vater des Satn- 
ayar, West, P. T. IV, XXXV. 42) Artagir, 
Gelehrter in Turkabad bei Yezd, Vater des 
Wahram, des Vaters des Mahwindat, der 1659 
eine Handsehrift des Dinkart sehrieb, und des 
Artagir, des Vaters des Gugtasp (neupers. Namen- 
formen), West, P. T. IV, XXXVI. 43) Arfiil 
(georg.), S. des Bagrat von Mnxran (in Karthli), 
Bruder des Agothan, Waxtang und der Dedis-Imedi, 



Vater des Erekle (Heraklios), f 1582, Brosset, 
M6m. 6, 5, 1843, 192. 227. 242. Hist. 2, 27. 31. 
44) Arfiil, S. des Waxtang V Sahnawaz und der 
Rodam, Ftlrst in Kuthais (in Imereth), dann in 
Eaxeth und Imereth, Gatte der Tochter des 
Nodar und der Kethewan, Schwester Erekles I, 
geb. 1647, 1 1712, Brosset, M6m. 6, 5, 1843, 
206. 301. Hist. 2, 75. 280. 45) ArfiU, S. Giorgis, 
eines Sohnes Alexanders ron Imereth; letzterer 
war ein Sohn des KOnigs Salomo (seit 1752), 
Brosset, Mim. 6, 4, 1840, 520. 46) Ardeglr 
Mirza Mulk-ara (das Reieh schmttckend), Statt- 
halter von Asterabad, 1861 abgesetzt, Melgunof, 
das Stldufer des Kasp. Meres 152. 47) Ardegarji, 
Parsiname (Ji bezeichnet einen Gelehrten oder 
Priester), Jamaspji D. Minoeheherji, Pahlavi Diet. 
CLVn. 

Die Namensform Artaxerxes ist aus Arta- 
xesses nach Xerxes umgeformt; die Form mit 
gahr ist die gesetzmassige neuere Weiterbildung 
Ton ArtaxgaOra, wahrend Artaxares dieKoseform 
(Affix ara) aus dem abgektlrzten Arta-xg- ist; 
hieraus entstand das neuere Ardager mit Anleh- 
nung an gfir (spater gir), L5we; vgl. W. Schulze, 
Zeitschr. f. vergl, Sprachf. 33, 217 ; nach Herod. 6, 
98 bedeutet der Name }xi'xaq dpnio^ (unrichtig). 
Deminutiv: Ardeglrek, ein Hirte in Tabaristan, 
ao. 783, Zehiredd. 157, 12. 

Artaxgatrdflxt Arkar© parwart, Umschrift eines 
Siegels, in der Mitte: GarmlkO. Mordtmann, 
DMG. 31, 583 n^ 1. vgl. Justi das. 46, 283. 
.... dUxt Arkar56 rast, Mordtmann, DMG. 18, 
23, n^ 49 (Taf. 4, 4). 

Artaxgatr-nadax s. Sapur n° 13, g. 

Artaxgatr-gnam-i Mino6itr6, Siegel mit Bildniss, 
8. de Sacy, M6m. sur diverses antiq. de la Perse 
209, pi. Vm, 17. Horn, DMG. 44, 651. 45, 431. 

'ApToHia^ 1) K5nig von Armenien, Vasall der Se- 
leukiden, fiel nach der Schlacht bei Magnesia 
(190) von Antiochos dem Grossen ab, ward von 
Antiochos Epiphanes gefangen, aber wieder frei- 
gegeben und regierte bis nach 161, wahrschein- 
lich bis 159; er war der Freund Hannibals, 
Polyb. 25, 2, 12. Diod. 31, 17' (MtUler, Fragm. 
II, X, IX). Strabo 528 (742, 24). Appian de 
reb. syr. c. 45. 66. Strabo 528, 531 (742, 27. 
747,15). Plut.Lucull.31,3 CAprdEa?). Tscham- 
tschean I, 204, 8. 2) Artages I, S, des Argak, 
118—94, Mar Abas Qatina bei Mose I, 11 (12); 
II, 7. 11. Seb^os 10, 13. 3) Artages, S. des 
Artages, Enkel des Argak, Bruder Tigrans, Mose 



Digitized by 



Google 



Artamenes 



37 



'Apraoupa^ 



2, 24. 4) Artaxias, S. des Artavazd, von Ar- 
menien; 34 — 20. Joseph. A. Jud. XV, 5, 3. 
Tacit. 2, 3. Dio Cassius 49, 39, 6 CAprd^n?). 
Mose 2, 24 (ArtaSes). 5) Artaxias, armen. Name 
des Zeno, S. des Polemo I von Pontns und der 
Pythodoris, von Qermaniens auf Wunsch der 
Armenier zum E5nig eingesetzt, 17 — 35; sein 
Nachfolger ist Arsaces, Sohn Artaban's III, 
Tacit. 2, 56. 6, 31 (37). Dio Cassius 58, 26, 1. 
6) ArtaiSs, S. des Sanatrtlk, Yater des Artavazd, 
78—120. Mar Abas Qatinft bei Mose 1, 30. 
Ariston von Pella das. 2, 60. Bardesanes das. 
2, 61. Sebeos 10, 17. Es soil der Axidares oder 
Exedares der Griechen and Rdmer sein, der ca. 
100 bis 113 regierte, doch widerspricht die 
ihm von den Armeniem gegebene genealogische 
Stellung dieser Ansicht. 7) Artag^s, ein S. Ti- 
rans II, an K. Julian vergeiselt, Mose 3, 13. 
8) ArtaS^s Mamikoni, S. des Sparapet Manuel 
(ao. 382), Faust. Byz. 5, 37 (242, 20). 9) Ar- 
taSes, S. des Wram-SapQh, als E5nig ArtaSir ge- 
nannt, 429 von Bahntm V entthront, Mose 3, 
55. 58. Elisaeus 184*. Lazar. Pharp. 35, 13. 
10) ArtaS^, S. des Hmajak (Bruders Wardan's) 
und der Dzovik, Laz. Pharp. 192, 8. Asolik 113. 
Bei den Anueniem ist ArtaS^s 1) ein Sohn des 
Parthers Arsakes I und Vater Arsakes des Grossen 
(Mithradates I), Mar Abas Qatinft bei Mose II, 2 
(ungeschichtlich). 2) ein Sohn des Parthers Ar- 
Savir (Phraates IV), also Artaban III, I^jabubna 
bei Mose 2, 27. 28. Seb^os 9, 33. Tschamtschean 
1, 283, 31. 299, 24. — awest. ♦aschaxSayfts, altp. 
^artaxSayas. 

Artamenes s. Artamnes. 

'Aprdimi^ 1) Ftlrst (fipx^v) von Phrygien, Verbttn- 
deter des Eroisos und der Assyrer (Babylonier) 
gegen die Meder, ao. 559, Xen. Kyrop. 2, 1, 5 
(al. "ApraKdiLia^); in der georgischen Sage (Elap- 
roth, Reise in den Eaukasus 11, 83) ist Ardam 
Satrap des Ferldtln in Georgien. 2) Vater des 
Atiuhi (s. 'Ab€UTi?) und Aliurta. 3) Baktrier, 
fiel bei Salamis, Aeschyl. Pers. 318 (Var. *ApT<iPn^). 
4) S. des Juwftnfth, Eurdenhftuptling in Pars, 
Ibn Chordftdhbeh 47, 10. — aus Arta-m(enes). 

'Aprdjiivii^ 1) S. des Smerdis, des Sohnes des Gallos, 
und Vater des Anaphas, Diod. 31, 19, 1 (unge- 
schichtliche Genealogie der kappadok. E5nige); 
bei Justin 27, 3 Artamenes, E5nig von Eappa- 
dokien; zu lesen Ariamnes ftlr Ariaranmes, s. 
diesen n** 2. 2) Artamenes (al. Ariamenes), ftlte- 
ster vor der Thronbesteigung dem Dareios I 



und der Tochter des €k)bryas gebomer Sohn, 
Justin. 2, 10 (bei Herodot Artabazanes); s. Aria- 
menes. 

*ApTdvn? 1) S. des Hystaspes, Vater der Phrata- 
gune, Herod. 7, 224. 2) Nachkomme des Za- 
riadres, Fttrst von Sophene in Eleinarmenien, 
von Tigranes I besiegt, Strabo 532 (747, 26). 
vgl. 'Apadicnc n'* 13. 3) Art^n, armen. Ftlrst von 
Gabelean (ao. 451) Elisaeus 213^. Lazar. Pharp. 
Abelean, auf Seiten der Perser 114, 14. 125, 30. 
4) Artanfi zi Tamflta(n), Siegel, Thomas, J. As. 
Soc. XIII, n"" 26 (dieser Stein ist eine Nachbil- 
dung mit schlechter Schrift). Mordtmann, DMG. 
18, 12, n* 13 (T. Ill), vgl. ASanemaAh. 

ArtanObOfiat (?), Dynast in Persis, Mlinze mit 
Bildniss: Zeitschr. f. Num. IV, 1877, Taf. H, 
n^l7. 

'AprdoCo^ 1) Ftthrer des Fussvolks unter Eyros, 
Xen. Eyrop. 6, 3, 31 (Var. 'AprdpoZo^); daraus 
Tzetzes 3, 717. 2) Freund des Eyros des jtln- 
gem, Xen. Anab. 2, 4, 16. 5, 35. Wohl derselbe 
Name wie Artawazdah (I fllr zd). 

'ApTairdvTi^ s. Artabanos. 

'ApTaiTdTTi? 1) Freund des Eyros des jtlng., stirbt 
in der Schlacht bei Eunaxa (401) Xen. Anab. 

1, 6, 11. 8, 28 CAptaTTdxaO. Aelian 103, 13. 
2) E. von Armenien jenseit des Euphrat zur Zeit 
des Pompejus (ao. 65), Appian bell. civ. 2, 71. 
vgl. Ardoates, Artabatas; awest. aschapflta, vom 
Genius der Reinheit beschtltzt. 

*ApTdini?, Satrap des Bryaxes, Theodor. Prodrom. 

368, 479. 394, 285. 
verkflrzt aus dem vorhergehenden Namen. 
'Aprdpto^ s. Artabarios und Ardaros. 
ArtaSahr s. ArtaxSaOrft. 
Artagftx, S. des Hormuz, Vater des Rasnian(?) im 

Stammbaum der Arsakiden, Tabari 708, 13. — 

np. gftx (Spross, wie Fird. 2, 406, 2499). 
ArtaSamay, T. des Artaggs, Schwester Tigran's I, 

Gattin Mithridates V (VI) von Pontes, Mose 

2, 11. 

Artasari, Ftlrst von Surdira (in Atropatene) ao. 827, 
Inschrift des Obelisken Salmanassars II, Winckler, 
Eeil. Bibl. 1. 148. 

ArtaSin 1) Mamikonier, Vater des Riesen Manuel 
und Eoms, Faust. Byz. 5, 37 (239, 16); hiemach 
Tschamtschean 1, 736, 40. 2) 'AptacTivn?, Perser, 
kftmpft unter Belisar in Italien, Prokop. 2, 150. 
Wohl derselbe wie ^AprcuTcCpri?, Doryphore Be- 
lisar's, Prokop 2, 324. 

*ApTa<rtpa^ 1) Hyrkaner, Vater des Artabanos 



Digitized by 



Google 



'Apxaihcni^ 



38 



Artawazdah 



n** 2, GtlDBtliDg des Kambyses, Freund der 7 Ver- 
schworeDen, f 485, Ktes. Pers. 9. 2) Feldherr 
des Dareios II, Ktes. Pers. 50. 3) sog. Auge 
(Polizeibeamter) des Artaxerxes II, weleher die 
Nachricht vom Tode Ejros des jtlng. brachte, 
Pint. Artax. 12, 1 (nach Etesias). 4) Vater des Oron- 
tes in einer Inschrift ans Poirajik bei Pergamon, 
Th. Reinach, Revue histor, XI, 1886, S. 472. In 
der Inschrift einer Stele des Nimrod-dagh er- 
scheint nnter den pers. Ahnen der K5nige von 
Eommagene ein 'Apraaoupa^, Vater des Aroandes, 
des Gemahls der Rhodogone, Tochter Arta- 
xerxes n. Hit ibm identisch scheint Artasyras, 
Satrap von Hyrkanien, weleher von Artaxerxes 
abftllt, Kikolaus, Mtlller, Fragm. Ill, 406. Paeh- 
stein S. 283. 284. 305. 

d. i. der reine (erhabene) Starke (Held). 

'ApTaCKTT]^, S. des Cherasmis, Satrap in S^stos, 
Ftthrer der Makronen und Mosynoeken unter 
Xerxes, Herod. 7, 78. Seine Gattin Sandaoke 
und ihre 3 SOhne wurden gefangen und vor der 
Schlaeht von Salamis von Themistokles geopfert 
Pint. Themist. 13, 2; er selbst 479 gefangen und 
auf einem Bret (aav(?) gekreuzigt, Herod. 7, 33. 
9, 119 AT. Pausan. 3, 6, 4. — awest. ♦aschaox^a 
(ux&a Wort). 

'ApTaCvTTi, T. des Masistes, Gattin des Dareios, des 
Sohnes Xerxes I, Herod. 9, 108. 

*ApTauvTii^ 1) S. des Ithamitres, Ftthrer der Paktyer, 
ao. 480, Herod. 7, 67 (al. 'ApTuvinO. 2) S. des 
Artachaies, Herod. 8, 130. 9, 102. 107. — d. L 
awest. ^aschawanta (reines [frommes] Gemahl 
habend). 

*ArtawahiSta, altpers., AschawahiSta, awest., ASa- 
wahiSt, pehl., S. des Fr6hsr5S, Vater des Adm€t, 
Mobed, Bundehesch bei West P. T. I, 148. — nach 
dem Engel (Amescha-spenta) dieses Namens be- 
nannt, s. Spiegel, Eran. Alterth. 2, 34. Williams 
Jackson, Avesta Grammar XXV. 

Artawardiya, babyl. Artawarziya, Feldherr des 
Dareios I, Inschrift von Behistan 3, 30 ff. — awest. 
♦aschawerezya (reines wirkend). 

Artawazdah (nicht ttberlieferte altpers. Form), im 
Awesta ASawazdanh 1) S. des Thrita, des Sohnes 
des Sftyuidri, yt. 5, 72. 13, 113. 2) S, des 
PourudftxSti, Heifer des zukttnftigen Heilandes, 
yt. 5, 72. 13, 112. pehl. afiawand (1. afiawazd) 
Bund. 69, 8. West, P. T.I, 118. IV, 203; die 
Namen sind wahrscheinlich nach-alexandrisch, 
s. unten die atropatenischen Herrschemamen. 3) 
Artavasdes, Satrap von Armenien(ao. 239); wohl 



der Artabazanes des Polyb. 5, 55, 2, weleher in 
Atropatene und Armenien herrschte und mit An- 
tiochos III 220 Frieden schloss; Artavaz aus 
dem Geschlecht des Hayk, Tschamtschean 1, 
203, 41. 4) Artavasd von Armenien, S. des Ar- 
taxias, 159 — 149, von Mithradates I entsetzt; 
Artavazd, S. des ArtaS^s (Artaxias) Sebeos 10, 17. 
Tschamtschean 1, 207, 17. 5) KOnig von Ar- 
menien, bei Justin 42, 2 Artoadistus (s. diesen). 
6) K. von Armenien, S. des Tigranes und (wahr- 
scheinlich) der Zosime, Schwager des Parthers 
Pakorus, Schwfther eines Sohnes des Deiotarus 
56 — 30, von Antonius nach der Schlaeht von 
Actium ao. 30 gefangen und von Eleopatra ge- 
t^dtet, Cicero, Epist. XV, 2. ad Attic. V, 20 
(ed. Wesenberg 1872, I, 501. 11, 179). Monum. 
ancyr. 5, 26 (Artavasdes, ^Apraoudcrbii?). Livius, 
P. 131. Strabo 524 (736, 8). 532 (748, 15). 
Pint. Crassus 19, 1 CApxapdZnO. 21, 5 ('Apra- 
ov&abr\^). Anton. 37, 3 (ebenso). Demetrii et 
Anton, parall. 5, 2 ('AprdpaZo^). Vellejus 82, 3. 
Joseph. A. Jud. XV, 4, 3. CApxapdrnO Tac. 2, 3. 
Mose I, 22. 23 (Artavazd). Mttnze mit Bildniss: 
Visconti II, pi. XVI n** 7. Bartholomaei, Me- 
moiren der Petersb. Oesellsch. f. Archaeol. Ill, 
1849, 179. Langlois, Numismatique de TArm^nie 
pi. Ill, 1. 2. Babelon, Rois de Syrie CCIV und 
p. 215, pi. XXIX, 16. 7) K. von Atropatene 
(Medien), S. des Ariobarzanes I, f c. 20, Monum. 
ancyr. 5, 29 (Artabazus, 'ApxdpaZo^). 6, 11 (Ar- 
tavazdes, 'ApxdpoZo^). Dio Gassius 49, 25, 1. 
54, 9, 2 (6 Mfibo^). 8) K. von Armenien, S. 
des Artavazd, Bruder des ArtaS€s und Tigran II, 
Oheim des Tigran III und der Erato, regierte 
kurze Zeit im Jahr 1, worauf ihm Ariobarzanes H 
von Atropatene folgte. Tacit. 2, 4. Dio Gassius 
54, 9, 4. vgl. Mommsen, Monum. ancyr. 113. 
Die Armenier nennen ihn Erovaz, Tschamtschean 
1, 279, 16. Mtlnze mit Bildniss: Thomas, Nu- 
mismat. Chronicle XII, 1872, 13, pi. 1, 7. 9) K. 
von Atropatene und eines Theils von Armenien, 
S. des Ariobarzanes II und Enkel Artavazds 
(n* 7), t 10 nach Chr., Monum. ancyr. 5, 30 
(Artavasdes, 'Apxaoudcrbn^); Dio Gassius 55, 10*, 7. 
Mtlnze mit Bildniss: Gardner, Nnmismat. chro- 
nicle 12, 1872, S. 9, pi. 1, n** 7 (pacTiX^ui^ ^€- 
ydXou 'ApxaudZbou). Babelon, Rois de Syrie GG VI. 
10) Artavazd, S. des vorigen, weleher mit seinen 
Geschwistem nach des Vaters Entthronung in 
Bom lebte und im 39. Jahr starb; er hatte als 
Yomamen den Gentilnamen des Kaisers Gtgus 



Digitized by 



Google 



Artawazdab 



39 



Artoadifltns 



Julius, Inschriften C. I. Gr. lU, n° 6342^ C. I, 
Lat. VI n** 1798; vgl. Mommsen, Monum. ancyr. 
Ill und Httlsen, BoUetiuo dell' Inst, di corrisp. 
arch. Nov. 1884, II, n" XI. 11) Artavazd, S. 
des Artag^ (Axidares), des Sohoes des Sanatrf&k, 
regierte einige Tage ' im Jahr 120 n. Chr. Die 
Armenier besangen ihn in epischen Liedem, Mose 

1, 30 (nach Mar Abas Qatiuft) 2, 51. 61 (nach 
Bardesanes). Sebeos 10, 17. 12) Artabazdes, 
K5nig von Armenien, Bundesgenosse Sapors I, 
ao. 260, Trebell. Pollio XXII, 3, 1; wahrschein- 
lich Oheim des T^rdat, der nach des NelSen 
Vertreibung (252) von Sapor eingesetzt worden 
war, vgl. v. Gutschmid, DMG. 31, 50 = Eleine 
Scbriften III, 406. 13) Artavazd MandakQni, 
rettete nach der Sage das Kind T^rdat, Sohn 
des ermordeten Chosroes (Xosrow), den spEtem 
EOnig, Mose 2, 76 (nach Finnilianns). Samuel 
v. Ani 363. 14) Artavazd Mamikoni, S. des 
Mamgnn, Vater des Wa§€, Faust. Byz. 3, 4 
(9, 24). 15) S. des Wa$e, Enkel des vor., Faust. 
Byz. 3, 11 (28, 7). 16) 'Aprapdabn^ aus Klein- 
Galatien, mit Eugenins (392 — 394) verschworen, 
Theophanes 111, 6. 115, 1. 17) Artavazd, Ma- 
mikoni, S. des Wa§6 (ao. 382), Faust. Byz, 5, 
43 (252, 35). 18) Mamikoni, Bruder Wardans (?), 
Heerfahrer in der Schlacht von Avarayr (ao. 
451) EliSe 247 •. Laz. Pharp. 148, 5. 19) Ar- 
tabazes, Armenier, persischer Heerftthrer, von Be- 
lisar in SisauranOn gefangen (ao. 541), Wit im 
Krieg gegenTotila bei Faventia (Faenza) Prokop. 
Bell. goth. 3, 3 (2, 291). Tschamtsch. 2, 268, 
25 (Artavazd). 20) Artavazd, Apahttni, Heer- 
ftihrer zur Zeit des Marzpan Smbat (593 — 601), 
Sebeos 65, 16. 21) Dimaksean, von Habib ibn 
Maslama getOdtet, 654, Sebeos 149, 17. 22) Ma- 
mikoni, Bruder des MoSel, ao. 693, Tschamtsch. 

2, 377, 29. 23) 'Apxdpaabo^, Ftlhrer der arme- 
nischen Krieger unter Theodosius III, ao. 716, 
Thcoph. 592, 16. 24) aus Mara'sch in Komma- 
gene, Eidam Leos III, empOrte sich gegen seinen 
Schwager Constantin V, ward aber 743 besiegt 
und hingerichtet, Theophanes 637, 7. 638, 15 
etc. Eutych. 2, 397, 2 (unrichtig Artabattts). 
Cedren. 1, 787. 2, 4 flF. (^Aprdpacrbo^). Nikeph. 
Constant. 66. Glykas 520, 14. 526, 9, 14 CAp- 
TdpaZ;o<;). Tschamtsch. 2, 403, 41. vgl. Saint- 
Martin bei Lebeau 12, 104. 189. 25) Fttrst 
von ASots, erscheint auf einer Eirchenversamm- 
lung in Partav (Berda*) 768, Tschamtsch. 2, 411, 
25; im Krieg gegen die Araber erscheint Arta- 



basdos als Feldherr Leo's IV, Theophanes 698, 
11. 26) fintrftni, unter Motawakkil (847), Thoma 
109, 24 (98). 27) 'Apbdpaabo^, Befehlshaber 
der fremden Sdldner unter Michael III und Ba- 
silius I, t 867, Symeon Magister ed. Bekker 
(Bonn 1838) 685, 17. Georg. Monachos (das.) 
838, 7. 28) Nikolaos Artavazd, genannt Bhabdas, 
aus Smyrna, verfasste zwei arithmetische Briefe, 
einen ao. 1341, Tannery, Not. et Extr. 1886. 
Baillet, le papyrus math6m. d'Akhmim. Paris 
. 1892, S. 1. — d. i. reine (fromme) Verehrung dar- 
bringend; vgl. Artaozos. 

'ApToZil^OTpii, T. des Dareios I und der Atossa, 
Gattin des Mardonios, Herod. 6, 43. 

Artedix s. Wai^hudaena n"" 1. 

*ApT€|Lipdpii^ 1) Meder zur Zeit des Astyages, Herod. 
1, 114. Eunuch (irrig, s. Herod.), Yorsteher der 
Mundschenken, Etesias bei Nikol. Damask. (Mtlller, 
Fragm. m, 398). 2) Perser, Grossvater des Ar- 
tayktes, zur Zeit des Eyros, Herod. 9, 122. 
3) Heerftthrer, fllllt bei Salamis, Aeschyl. Pers. 
29. 971 (a lang). 302 (a kurz). 4) Artumpara, 
Meder, Harpagide, Vater des Ampara, Dynast 
von Pinara in Lykien, c. 380; Mttnze mit 
Bildniss: Fellows, Lycian coins, Lond. 1855, S. 17. 
pi. XVII, 7. Sharpe bei Spratt and Forbes, 
Travels in Lycia, Lond. 1847, 301. Grab in 
Pinara, Sharpe bei Fellows, An account of 
discoveries in Lycia. Lond. 1840, S. 488, n** 11. 
Mor. Schmidt, Lyk. Inschr. Limyra n** 16. Wad- 
dington. Revue numismat. II, 6, 1861, 14. Six, 
das. Ill, 4, 1886 p. 188. Babelon H, CVI. 

Arten s. Artanes. 

ArthaxuS, chwarizmischer Name im Namen der 
Stadt ArthaxuS-mlthan (Wohnung des A.), YaqQt 
1, 191. ArdaxuS-mlthan, Istaxri 299, 13. vgl. 
N5ldeke, DMG. 33, 154. 

'Ap6d|Li()Liu))v, S. des Ospinmazos, Strategos in 01- 
bia, Latyschev I, 89, n*" 52. — d, i. Fenergeist 
(osset. art' und mon, Wsewolod Miller bei Httbsch- 
mann. Etymologic d. osset. Spr. 50). 

Arthamttx, S. des Bazkflr, E. von Chwarizm zur 
Zeit Mohammeds, ao. 610, Alb^rQnl 34, 18. 20. 
35, 7 (41. 42). 

'ApTipapHdvTi^, Eunuch des Dareios 11, Etes. Pers. 
49. — d. i. der Schfltzling der Arti (Aschi). 

'ApTipdXii^, S. des Mazaios, Arrian 7, 6, 4. 

*ApTi|iia?, Satrap von Lydien, Xen. Anab. 7, 8, 25 
(Zusatz). 

Artoadistus (al. Arthoadistus, Ortoadistus, Orto- 
distus), EOnig von Armenien, welchen der Parther 



Digitized by 



Google 



'ApTOpaZdvii^ 



40 



'ApTOuxa^ 



Mithradates II (123—88) bekriegte, JuBtin. 42, 2. 
Rtthl (Edit. Lips. 1886) bessert Artoasdus, schon 
BoDgars vermuthete Artavasdes; es wtlrde zeit- 
lich der ArtaS€8 (Artaxias) der Armenier ent- 
Bprechen, doch kOnnte Artoadistns einer arsaki- 
dischen Nebenlinie angeh5ren. — d. i. in der 
reinen Lehre onterrichtet (awest. *adigta, vgl. 
adigti). 

'ApTopoZAvn^, altester, vor 521 geborner Sohn des 
Dareios I und der Tocbter des Gobryas, Herod. 
7, 2. 8, 126 flf. 9, 41. 66. 89, s. Ariamenes, Ar- 
tabazanes (Artawazdab n"" 3) Artamenes. 

Artoyt, armen. Anaehoret, Faustus Byz. 6, 16 
(272, 3). 

'ApTuiKTi? (Var. Artaces), K. von Iberien, von Pom- 
pejus besiegt, Floras 3, 5 (66, 27) (Artboces). 
Appian, bell. Mitbr. 103. 117. Dio Cassias 37, 
1, 2. 2, 1. Eatrop. VI, 11 (Artaces): Sext. Rafas 
c. 15 (Artoces). In der K5nigsliste des Mxithar 
von AyriwanK erscheint Arbak, Artak, Barton 
and nocbmals Arbak, Atrik (zor Zeit von Christi 
Geburt), Barton; der erste Atrik dttrfte ArtOkes 
sein, der zweite berrscbte nacb Brosset von 2 
vor bis 55 nacb Cbr. ; in der georgiscben Cbronik 
ist Artag Sobn des ArSak and berrscbt (nacb 
WaxoSt) 81 — 66, Aderk aber Sobn des Kartham 
(t 33 vor Cbr.) and berrscbt 3 vor bis 55 n. Cbr., 
Brosset, Hist. 1, 49. 53. 

'ApT6xMn^» Eidam des Dareios I, fllbrte die Ar- 
menier and Pbrygen anter Xerxes, Herod. 7, 73. 

'ApTo^dpn?, 'ApToH^pHn^ s. ArtaxSaOrft. 

*ApT6|iia? s, 'ApTOiixa^. 

''Apriuvi^, T. des Artabazos, Gattin des Eamenes, 
Arrian 7, 4, 6; in Pbotias Eclogae aas Arr. 
'ApTiuvii; s. Barsine. — d. i. die reine (awest. 
ascbaoni). 

'Apt6vtti^ 1) Vater des Bagaios, Herod. 3, 128. 
2) Sobn des Mardonios, Herod. 9, 84; sein Grab 
erw&bnt Paasan. 9, 2, 2. — awest. ascbawafit. 

*ApT6(TTTi^, S. des Dareios II, Ktes. Pers. 49; viel- 
leicbt der Ostanes Platarcbs. — von nSta (Heil), 
Pott, Et. Forscb. II, 3, 69; vgl. Ascbem-yabmfti- 
aSta. 

'Apnipio^, Feldberr des Dareios I, Herod. 5, 110 flf. 
Tzetzes 3, 988. 4, 630. 

^ApTucpio^ 1) S. des Artabanos, Brader des Ario- 
mardos, Ftlbrer der Gandaren and Dadiken onter 
Xerxes, Herod. 7, 66. 67. 2) S. des Megabyzos 
and der Amytis, anter Artaxerxes I and Da- 
reios n, Ktes. Pers. 37. 50. 

'ApTuxa^ 8. Hardakka. 



'Apxouxo? 1) Fftbrer der Hyrkaner, Xen. Kyrop. 
5, 3, 38 (Var. •ApT6^aO. 2) Heerfllhrer von 
SOldnem des Artaxerxes II, Xen. Anab. 4, 3, 4. 
vielleicbt dasselbe wie Ascbawa^a? 

Artampara s. Artembares. 

'ApruvTi^, E. von Medien, Nacbfolger des Artaios, 
Diod. 2, 34, 1 (aas Etesias), bci Herodot Pbraortes, 
bei Synkellos Apbraates; vgl. Oppert, Mfedes 21. 

*ApTuvTii^ s. Artayntes. 

*ApTu(TTuivTi, T. des Eyros (wabrscbeinlicb die 
jtlngste, da nicbt erw&bnt wird, dass Smerdis 
sie ins Harem aafgenommen), bevorzagte Gattin 
des Dareios I, Matter des Arsames and Gobryas, 
Herod. 3, 88. 7, 69. 72. 

*ApudvbTi^ 1) Hrant (armen.) Nacbfolger des Gorak, 
YorgS-nger des Endzak, armen. Herrscber aas 
Hayks Stamme, ao. 1267 vor Cbr., Mar Abas 
Qatind, bei Mose 1, 19. Tscbamtscbean 1, 84, 
9. 19 (sagenbaft). 2) Satrap von Aegypten 
anter Eambyses, von Dareios I bingericbtet, 
Herod. 4, 166. Polyaen 7, 11, 7 Oryandros, 
Gatscbmid, Pbilologas 6, 146. Maspero, Histoire 
ancienne des peaples de Torient. Paris 1886, 
S. 622. 3) Aryandes, S. des Artasyras, s. diesen. 
4) Hrant oder Horont (armen., letzteres ist nacb 
Orontes amgeformt), S. des Ardovard (Ardoates), 
Ftirst (iSxan) aas Hayks Gescblecbt (284—239) 
Tscbamtscbean 1, 130, 3. 203, 15. 5) Arbandes, 
S. des Abgar VII von Edessa (ao. 114), Dio 
Cass. 68, 21, 2. Assemani 1, 422**; armeni 
Erovand, v. Gatscbmid, Osrotoe 17. 26'; dieser 
armeniscbe Ftirst stebt bei den armen. Cbro- 
nisten zwiscben Sanatrak and ArtaS^ III and 
regierte nacb ibnen 68 — 88. 6) Arnandas, Statt- 
balter von Gallien anter Leo I, wegen scblecbter 
Verwaltung vom Senat in Rom zam Tod ver- 
artbeilt, aber za lebenslUnglicber Verbannang 
begnadigt, Apollinaris Sidonii opera ed. Sir- 
mondi. Paris 1652, p. 15 (Lit. I, 7). — altpers. 
♦barawftta, awest. *baarwafita (scbfltzend, vom 
Particip. darcb a abgeleitet, wie paiilafkta, Hand- 
bacb d. Zendspr. 374*, § 315); armen. Hrant ist 
wegen des b bieher, nicbt za Orontes gestellt. 

'ApOnvi?, Tocbter des Alyattes, Gattin des Astyages, 
Herod. 1, 74. — scbeint ein mediscber, nicbt 
lydischer Name. 

ArUpbon s. Windafam& n''3. 

Arawotiyesi (lykiscb). Dynast von Trebenna and 
Strategos der Lykier,' Obelisk von Xantbos, 
Ostseite 18. 41. Mlinze: Fellows, Lycian coins 
pi. VII, 7. Six, Revae nnmism. Ill, 4, 1885, 



Digitized by 



Google 



Annigaspa 



41 



Anrwadaspa 



192. 42. pi. X, 13. Ill, 5, 14. 'Apuiwiri?, Suidas 
(ohne n&here Angabe). 

AnrnSltopa, ArawiSanasp 8. DdrOSasp. 

ArtlBeak, BagratQni, Gattin des Sevaday, ao. 820, 
Samuel von Ani 421. 
d. i. Morgengtern, vgl. sanskr. Arufil. 

'Apuon?, Bruder des Ariarathes I von Kappadokien, 
Diod. 31, 19, 3. — awest. auruSa (weiss). 

ArQthiun s. HarQthinn. 

ArOz-xathdn (armen.) 1) Gattin des Hasan, Sohnes 
des Fttrsten K*flrd, Sohnes des Wafie, ao. 1283, 
Zakaria beiBrosset, Collect. 2, 171. 2) vonSiu- 
nik, Gattin des Tarsayig tJrpelean in Orotn, Steph. 
IJrp. 146, 17. ArzG scheint riehtiger (s. dies). 

Anrwadaspa, Name des Sonnengottes im Awesta, 
anf den Turngkamtlnzen des Kanigka (Kanerki) 
*Apooa(T7ro, Percy Gardner, Gr. K. pi. XXVI, 7. 
1) Arwandftsb, Vater des Baiwarasb, Tab. 202, 10. 
Hamzah 13, 5. AlberGnl 103, 20 (111). Athir 
53, 2. Nach anderer Ueberliefemng Andarmftsb, 
Tab. 203, 2. Arwadasb, Masudi 2, 113. Ar- 
wandasf, Wezir des Tahmdrath, Hamzah 13, 5; 
verkttrzt in Wandfisp, Fihrist 12, 17. Nadasp, 
Mojmel, J. as. Ill, 11, 169, 1; die echte Form 
des Namens ist XrQtasp (s. dies). Firdusi nennt 
ihn mit arab. Namen Mirdas. 2) Aurwadaspa, 
Vater des WiStaspa, yt. 5, 105. pehl. Rtlrasp 
(LQrasp), Band. 81, 15 (pazend Laohrasp, Lnh- 
rasp, Guzarati-Paraphrase Arvandno beto [Sohn] 
Lohorasp); in der Handschrift TD (West, P. T. 
I, 137) LOhrasp, Sohn des AOzaw (Ozftw); Loh- 
rasb, Sohn des Kai OJI (^^) Tab. 645, 8. 813, 
12. Alb^rftnl 104, 23 (112). Athir 180, 22. 
Sohn des Katlghan (Jii^iS) 2, 835, 13. Lohrasf 

I, 617, 7. Yaqut 1, 713, 12. Bohrasb, Masudi 
2, 118. 120. Bohrasf, statt Arjftsf 2, 213. Farasf 
erobert Aegypten und setzt den Nebukadnezar 
(Boxtnasr) als Statthalter ein, Calcaschandi's 
Geogr. V. Aegypten, Wtlstenfeld, Geogr. v. Aegyp- 
ten, Abhandl. Gmt. Ges. d. W. XXV, 1879, 
123; bei Hamzah 13, 15. 36, 9 Kai-Lohrasb, 
S. des KaiOjan ^L^^Ui^, im Mojmel J. as. Ill, 

II, 173, 1 Lohrasf, S. des Kai Manig (nach 
Tabari ist dies der Grossvater) und der Zarln- 
6uiar; Lohrasp, S. des AwrandSah, Nachkonmie 
des Kai PiSln, Fird. 3, 420 flf. 4, 618, 3080; 
dies Awrand (bei Gobineau 2, 3 Orund) ist oflFen- 
bar aus Aurwad-aspa entnommen und daraus 
ein neuer Name des Vaters gebildet. 3) Aur- 
wadasp, S. des HaeSadasp, im Stanmibaum des 
ZarathuStra (fehlt in einigen Hss.) Bund. 79, 5. 

Jasti, Ferd^ Iranisctaes Namenbach. 



West, P. T. 1, 140. Aurwandasp das. 145; bei 
Tabari 682, 1 O^t (wie Barth vermuthet Jc5^^t 
Arbajad, wo b fttr das w stttnde), bei Masudi 
2, 123 Arlkdasf (Arankdasf, epj^- statt o'^^- 
Oder &^v^»). 4) Loharasp, S. des Farruxzad, 
aus Adiabene, 8. Jahrh., Assemani III, 178^, 5. 
483 ^ 7. 5) Kia Lohrasf, S. des Kia Afrasiab, 
t 1358, Zehiredd. 350, 16. 6) Mir Lohrasp 
Saixl, S. des Hosain Kia, Grossneflfe von n** 5, 
Zehiredd. 441, 15. 7) X5jah Lohrasp, Bruder 
des XCjah Maulana Dmid, S. de Sacy, Not. et 
Extr. 4, 303 \ 8) Luarsab (georg.), S. des Da- 
with von Karthli (1505—1526 [1534]) und der 
Nestan-Jawar, Vater des Suimon, reg. 1526 
(1534) — 1558; seine Gattin war Thamar, Tochter 
des Kdnigs Bagrat III von Imereth, Brosset, 
M6m. VI, 5, 1843, 189. 192. 224. 228. Dom, 
Mem. VI, 6, 1844, 372. 373. Brosset, Hist. 2, 
24. 27. 9) Luarsab, S. des KOnigs Suimon I 
von KarthU (1558—1600), geb. 1595, ging 1578 
als Geisel nach Persien, Brosset, M6m. VI, 5, 

1843, 244. Hist. 2, 459. Dom, Mem. VI, 6, 

1844, 350. 10) Luarsab, S. des KOnigs Giorgi 
(Gurgin) von Karthli (1600—1605) und der Tha- 
mar, der Tochter des Giorgi Liparitian, Bruder 
der )e*'ara§an und der Thinathin, Lela oder 
Phathman Sultan Begum, reg. 1605 — 1616; er 
ward 1622 von Schah 'Abbas erdrosselt, und es 
folgte Suimon 11 1619—1629, Brosset, M6m. VI, 
5, 1843, 199. 200. 272. Hist, 2, 44. armen. 
Lavasaph, Arakel 98, 27 (318. 320). Lavarsaph, 
Brosset, Collect, d'histor. armdn. 2, 20. 11) 
Luarsab, Eristhaw (Satrap, Provinzialstatthalter) 
ao. 1615, Bruder des Eristhaw Balndur, der den 
Prinzen Luarsab n*" 12 auf der Jagd erschossen 
haben soil, Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 275. 
12) Luarsab, S. des Waxtang, Enkel des Sui- 
mon I von Karthli, erster Gatte der Tochter 
des Adam Sultan, eines Schwestersohnes des 
KOnigs Rostom (1659), der ihn, und, nach seinem 
frtthen Tod 1653, seinen Bruder Rostom Mirza, 
der Luarsab's Witwe heirathete, adoptirte; beide 
Adoptivs5hne starben vor ihrem Oheim und 
Adopti water, Brosset, Mem. VI, 5, 1843, 285. 
289. 293. Zakaria bei Brosset, Collect. 2, 119 
(Lavasaph). Brosset, Hist. 2, 72. 13) Luarsab, 
S. des Dawith von Muxran (f 1648), Bruder des 
Erekle I von Kaxeth, und der Kethewan (Katha- 
rina), der Gattin a) des Bagrat, Sohnes Alexan- 
ders von Imereth (1660—1681) und b) des ArCil; 
er starb 1659 Brosset, Uim. VI, 5, 1843, 300. 

6 



Digitized by 



Google 



Aurwaitftsang 



42 



Aschafiairyas 



14) Luarsab, S. des K5nig8 Waxtang V von 
KartWi, f vor 1699, Brosset, ffist. 2, 82. 15) 
Luarsab, Oberfeldherr des KOnigs lese von Karthli, 
ao. 1715, Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 211. 

Die Namensform Ltlrasp, Lohrasp ist ver- 
schieden von nnserm Namen, s. Luhrftsp. 

Anrwaitasang, Beiname des Tflr, s. diesen. — awest. 
♦aurwaij)yasanha (feindselige Worte ftlhrend)? 

Arwanddast, S. des Xnsrau II, von Sch€r5€ getOdtet, 
Hamzahei, 16. Mojmel, J. as. lU, 11, 275, 13. 

Arwandrang, S. des Xusrau II, von Sch6r56 ge- 
tddtet, Hamzah61,16 (al. Arwandzik, kiSiij06^j\) 
Mojmel, J. as. Ill, 11, 275, 13. 

Aurwasara, K5nig am Weissen Wald, d. i. Dascht-i 
Beyad im Eobistan von Qain nnd Birjand, Gegner 
des Eawa Husrawa (Kai Xnsrau), yt. 15, 31. 
SyawaSnameh 252. 

Arzaxa(?), Vater des Martyrers ArdaSSr, HoflF- 
mann 52. 

Ardzan 1) armenischer heidniseber Priester, Zenob 
bei Langlois, Collect. 1, 345 (ao. 276). 365. 2) 
ArtsrOni, christlicher Priester, Sebttler des Mesrop, 
Laz. Pharp. 119, 29. — d. i. Stein. 

Arzanban, Fttrst (Malik) von SapUr in Persis, Feld- 
herr des Sabrak, ergab sieb den Arabem ao. 643 
Tabari 2699, 12 (Prym: Abarbian). Athir 3, 
32, 3. — d. i. Herr der (Ebene) Arzan (d. h. der 
Bergmandel-Ebene, pers. ar2an, welehe zur Land- 
schaft §apar gehOrt), vgl. Istaxri 122, 10, wid 
de Goeje Bibl. geogr. arab. 4, 178. 

ArXeng 1) mazenderanischer Heerftihrer (Salar), 
von Rustam erlegt, als Dlw bezeiehnet, Fird. 1, 
504, 228. 2) Turanier, S. des Zirih, von Tfls 
getOdtet, Fird. 2, 652, 1113. 3, 20, 176. 22, 2*13. 
3) chinesischer Maler, Fird. 6, 310, 1808. 686, 
1718. 7, 262, 3109; Arteng (}. Artheng) 1, 476, 
142. Ar2eng-i Cln wird ManI genannt, Arieng-i 
Mani heisst Manf s Buch, von dem eine kostbare 
Abscbrift in Ghazna anfbewahrt wird, Abu 
'1-maa'lI bei Sebefer, Chrest. pers. I, 145, 12; 
Arasang ist im MinOxirad ein Uebeltbater oder 
Ketzer, vgl. Chwolson, Ueberreste altbabylon. 
Literatnr 146 (474), s. ManI. vgl. Arejanha. 

"ApJn? (al. ''ApEn?)? Schildtrager Belisar's, Prokop. 
2, 151. 

ArzaitQn, T. des E5nigs von Magbrib, Gattin Bab- 
rams V, Nizam! bei Fr. v. Erdmann, die Schtoe 
vom Schlosse, Easan 1832, 13; Borhan-i qati' 
bei Vullers Lex. pers. 1, 79*. — anscheinend 
von arab. zaitQn (Olive), doch vgl. Arzll. 

Arzll 1) Arzfll, Toehter des Sarw von Yemen^ 



Gattin des Salm, Fird. 1, 136, 279. 2) Arzll, 
Gattin des Bahram V, Fird. 5, 626 flf. 3) Arzfl 
Xatlln (al. Arflz), T. des Amir E'ttrd (ao. 1181), 
Gattin des Waxtang von Xa&en, ao. 1214, In- 
schrift bei Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 5, 
1863, 221. 231. Hist., Addit. 341. 4) Arzfli, 
Diehterin aus Samarqand, Sprenger 11. 5) Ta- 
Xallus oder Sehriftstellemame des Gelehrten mid 
Diehters SiraJ ed-din 'All aus Akbarabad (In- 
dien), f 1756, Sprenger 132. 337. Rieu 501*. 
Pertsch 105, 2 v. u. 118, n^ 9 etc. 

vgl. Arezwa und Ai*tLz (was unriehtig scheint). 
d. i. Begehren, Begierde. 

AS der Riese (AS al-Jabbar), S. des SiyawaxS, Ahn- 
herr der ASkaniden, Tabari 710, 7. Albertol 
114, 8. As al-Jabbar Masudi 2, 136. vgl. Ar- 
Saka und ASkaS. 

Asa, Asay 1) Asay, Schwester Sapors II, Gattin 
des Urnayr, Brosset, Hist., Addit. 471. 2) alba- 
nischer E5nig, Nachfolger des Sadayn, Liste des 
Mxithar; Mose von Ealankatak bei Brosset, 
Hist., Addit. 471; vielleicht liegt bier eine Ver- 
weehslung zu Grund. 

Asa, Parsenname, Jamasp Asa, Asa-Ji N5Slrwto-Ji, 
Priestemamen, Arda viraf VIII. 

Asabana 1) Name zweier Turanier, Eara und Wara 
Asabana yt. 5, 73. 2) Asabani, Gattin des Pou- 
rudbaxSti yt. 13, 140. — d. i. mit glanzenden 
Radspeichen, Fick, CXVII. CXXIX; mit der 
Steinwaffe t5dtend, Darmesteter, Sacred books 
of the East, XXm, 71. altnord. bana, ir. benim. 

Asad, S. des MihrguSnasp, Vater Farruxdads, Ibn 
Challik. X, 51, 21 (IV, 85). 

Asadin, S. des Eaka, Priester (Ende 17. Jahrh.) 
West, P. T. Ill, XXXII. 

Asehabura, S. des JlSti, yt. 13, 113. 

ASak s. ArSaka. 

ASakid (ASak€d), Vater des ASawarzan (s. diesen). 
d. i. Begehr nach dem Reinen habend. 

ASam-i yamanSt s. Aschem-yahmai-uSta. 

AschanemaAb, Bruder des Wldadgi, yt. 13, 127. 
vgl. Artanes. 

Asanyaseb s. Spa^nyasp. 

AgaSagJihad-€ x*^afkd6an, Ratu (oberster Bischof, 
Herr) des Eigwar Arzahi, Bund. 68, 4. 5 (Var. 
ASagagbt-6 egh Newafldan); West, P. T. I, 115 
vermuthet awest. Aschawanhu Biwafidanha. 

Asehasaredha 1) S. des Aschasairyfts yt. 13, 114. 
2) S. des Zairyas yt. 13, 114. 

Aschasairyas (Genet.), Vater des Asehasaredha, yt. 13, 
114. — d. i. der in Reinheit waltende Herrseher. 



Digitized by 



Google 



Asasis 



43 



ASna 



AsasiSy Satrap in Pontes, Mttnze von Sinope, Six, 
Nnmismatic Chronicle 1885. Th. Reinach, Re- 
vne Numismat. Ill, 4. 1886, S. 304. 

Aschasawafih yt. 13, 116. 

Ascbagkyaotlma, S. des Gayadhagti yt. 13, 114. 

Aschastn, S. des MaidhyOm&iiha, yt. 13, 106. 

Aschawahigt s. ArtawahiSta. 

Aschftwanhn, S. des Biwafidanha yt. 13, 110. s. 
ASl^agJibad and Artnxas. 
d. i. gut dnrch Reinheit (Ascha)? 

ASawarzan, S. des A5ftk€d, Vetter des AghuS-i 
Wehad&n, Held znr Zeit des Kai Xusran, Mojmel, 
J. as. IV, 1, 416, 7. — d. i. der Schutzverwandte 
des Ascha (Genins der Reinheit). 

A8awazdai!ih s. Artawazdah. 

'Aapdbii^, Doryphore des K. Justinian, von den 
Slawen gefangen nnd yerbrannt, Prokop. 2, 441. 
armen. aspet (Ritter, Reiterftihrer)*? 

Asbfln s. AsHwar, Haftwftd. 

Asch€in-dftnftk s. MaSwftk. 

Ascbem-yahmai-n$ta, Aschem-yeAhe-raoM, Aschem- 
yeiihe-wareza yt. 13, 120 (religiose Eigennamen, 
aus Worten der heil. Schrift gebildet). Der 
erste von diesen heisst im Bondehesch (Hs. TD) 
Agftm-i yamangt nnd herrscht am Flnsse Nautak 
(bei Ghazna), West P. T. 1, 118. Er ist einer 
der unsterblichen Herrscher and stanunt aas der 
Familie Friyftna; pahl. Yahmfti-aSt, West II, 256. 
Die Namen bedeuten 'das reine (heilige Wort) 
yahmai aSta' (y, 42, 1), *ye6he.rao6i' (y. 13, 5) 
und 'yefihe-wareza* (vgl. Visp. 11, 28), s. die 
Vorrede, vgl. Artostes. 

'A0<puipoirro^, S. des Karastos, Inschrift von Olbia, 
Latyschev I, 149 n** 118. — vgl. Asparak, As- 
pargos. 

Aschya s. Staotar. 

*A0iabdTa^ 1) Chiliarch der Reiterei, Xen. Kyrop. 
6, 3, 32; Tzetzes 3, 718. 2) 'A(TibdTTi<;, edler 
Perser, in Mysien ansllssig, Xen. Anab. 7, 8, 9. 
vgl. L. Dindorf za den St. des Xen. — asi fttr 
altpers. aj)ri% vom Feuer gegeben, asia in n** 1 
wflrde Adjectiv sein *fearig geschaflfen', Horn, 
DMG. 44, 660; anders Pott, DMG. 13, 424. 
vgl. AthiyftbanSna. 

Aflith, Amattlni, kHmpft gegen den arabischen Feld- 
herm BOgha (852) Thoma Artsr. 147, 1 (124). 

ASk (Thrftne), TaxaUus oder Dichtemame, Garcin 
de Tassy 103. 

Aska}, Nachfolger des §€r-i KiSwar in Bux&ra, 
Schefer, Chrest. pers. 13, 7. Nach ihm heisst 
eme Stadt Aska}-kath, das. 32, 6. 



Aski^amftk, Ktoige von Chwftrizm (Chiwa) 1) S. 
des Saxassax, Alb^rDnl 35, 19 (41). 2) S. des 
Azka)C<^, von Qotaibah eingesetzt ao. 712. Al- 
bertlni 35, 20. 36, 7 (41. 42). 

Agkall, Vater des Jestftn, Zehiredd. 194, 11. 

ASkan s. nnter A&ak (ArSaka); 'AOKdv Massagete 
im Heer des Belisar, Prokop. 63. 

ASkaS, S. des Qobad, Enkel des Eaweh, erobert 
Chwarizm nnter Kai Chusrau, Fird. 2, 564, 62 
(eingeschobner Vers). 586, 322. Mojmel, J. as. 
IV, 1, 416, 7. Vielleicht derselbe wie ASkaS in 
einer Liste bei Gobineau 1, 477, der als Neffe 
des Kai Qobad, Sohn des Arig (s. ArSan) nnd 
Ahnherr der ASkanier bezeichnet wird. — vgl. 
AS (? ASak-AS). 

Askatades, assyrischer K5nig znr Zeit des Moses, 
Ensebios 1, 64. Appendix 26*. Skatades, Mar 
Abas Qatina bei Mose 1, 19. 

ASkebns, Tnranier ans Eagan, von Rnstem erlegt, 
Fird. 3, 120 S. knrd. I6kftpls, Socin 91, 6. 

Askedne s. Sakd^n. 

ASkl, Mir ASkl, Dichter, Pertsch 630 n^ 230. 

Askia s. §aklah. 

Agxadar 1) Ednig der Alanen, Vater der ASx^n, 
Mose 2, 83. ASxendar, Utttanes von Urha 
(Edessa) bei Brosset, Denx historiens armdn. 266. 
Agxarad, Tschamtschean 1, 379, 20. 2) ans 
dem Hanse Dimaksean nnter ChosrowIII, Mose 
3, 43. A^xadar oder Agxarada, Tschamtschean 
1, 477, 10. — d. i. die Herrschaft ftlhrend (?). 

ASx^; Befehlshaber eines persischen HfUfsheeres 
der Moslem (851), Thoma 148, 9 (125). 

ASxen, T. des ASxadar, Gattin des Ednigs Tfirdat 
des Grossen von Armenien; nach Mose 2, 83 
fand die Vermahlnng gleichzeitig mit derjenigen 
des Constantins und der Theodora (293) statt; 
Samuel von Ani 367. Im griech. Agathangelos 
'AcTixi^vn 63, 39. vgl. de Lagarde, Armen. Stu- 
dien 14, n** 143. osset. ikxim (Herrin), das Femin. 
zu armen. iSxan, s. v. Stackelberg, 5 osset. Er- 
zahlungen. St. Petersb. 1891, S. 81'. 

Asmangan s. Eardar. 

'A<T|Liob6x, Vater der Golinduch (s. diese). 

Asm5)C^anwafit s. Aesmo)C^anwafit. 

ASna, Schriftstellemame 1) des Ghiyath ed-din, 
Dichters, 1 1662/3, Sprenger 149. 2) des 'Inayet- 
xan, Beamten des indischen Eaisers ^ahjihan, 
schrieb dessen Geschichte, f 1670, Sprenger 118. 
339. Rieu 261 ^ Pertsch 479, nM94. 630, 
n« 227. Noch andere : Sprenger 205. 206. — d. i. 
Freund (v. altp. %in^j vgl. den folg. Namen). 



Digitized by 



Google 



ASbos 



44 



Agot 



ASnas 1) S. des Tahmtis, Vater des KerSftsp, nach 
einer Ueberlieferung bei Tabari 533, 3 (unpunk- 
tirt ^jJu^\)', Alberfliil 104, 16 hat daftir Narlman; 

2) Agnag, angeblicher Arsakide (Farther), Sebeos 
9, 32. 3) ASnfis, tttrkischer Sklave, spater 
Feldherr des Chalifen MamOn und MoHasim in 
den Kriegen mit Byzanz, Vater des Utninjah, 
t 845, Belabori 287, 13. Masudi 7, 122. Tab. 
3, 1017, 8 (ao. 817). Yaqut 3, 16, 1. 4, 16, 8. 
256, 15. Athir 6, 241, 22. Kitabo Voyun 354, 
11 u, oft. Abulfeda 2, 170, 19 (ao. 837). — 
Nach Tab. fftr np. aSna (Bekannter); richtiger 
np. sinfts (kennend) mit abgefallenem vorderen 
Wort (?) 

AsnO-x^^anwaflt, wahrecheinlieh Sohn des Arasti, 
yt. 13, 96. vgl. KhurSedji Rustamji ZartOSt. 236. 
d. i. glanzend wie der Himmel (der ein Saphir- 
stein [asan] ist). 

Aschodate, S. des Frawak, Dinkart 7, 324, 11. 

Aschopaoirya yt. 13, 117. 

AschOraoCanh, S. des Franya, yt. 13, 97. 

Asot (o ist lang zu denken, wie in Peroz), Arme- 
nier l)ASot oderAsud, Artsrftni, S. desArSavir, 
zur Zeit Alexanders, ging mit Ptolemaios nach 
Aegypten, Thoma 41, 5 (35). 2) Bagratllni, zur 
Zeit Tigrans I (94—56), Mose 2, 14 (AsQd). 

3) ArtsrQni, S. des Xosran oder Xflran, zur Zeit 
des SanatrUk (angebl. 38—68), Thoma 51, 1 
(44). 4) ArtsrQni, S. des Sahak (Isaak) und der 
AnUg, Enkel des Wage, des Sohnes XUran's, 
Thoma 55, 3 (47). 5) Asod ArtsrQni, Aspet 
(Feldmarschall) unter Walars und Chosrow I, 
Thoma 56, 6 (48). 6) HeerfQhrer aus dem Ge- 
schlecht Kamsarakan, ao. 455, Elige 247*. 7) 
aus Dovin, Abt von Johannu-Wank in der Nahe 
von EJmiatsin, ao. 553, Zakaria bei Brosset, 
Collect. 2, 178. 8) Bagratuni, S. des Smbat 
Bazmahalth (j 601), erobert Karin (ErzerrQm) 
fttr die Perser, Asolik 118 (ao.604), Tscham- 
tschean 2, 300, 13. 9) BagratQni, S. desBiurat, 
Patrik und Marzpan 685 — 688, von den Arabem 
getddtet, Samuel von Ani 409. Asolik 155 (ao. 
701!). 10) BagratQni, ao. 721, Samuel 413. 
Vater des Smbat, ao. 701 (nahere Bestimmung 
der Verwandtschaft fehlt), Asolik 155. 11) Ba- 
gratQni, S. des Wasak, Enkel von n** 9, Patrik 
und Marzpan 743, geblendet 758, f 771, Sa- 
muel von Ani 417. Asolik 133. 161. Tscham- 
tschean 2, 407, 18. 12) Agot Msaker (Fleisch- 
fresser), S. des Smbat, Enkel des vorigen, Fttrst 
von Schirak, Marzpan 780—820, Asolik 134. 



Samuel 421. Mkhithar 83. AgQt, Ibn Masko- 
waih 548, 13. 13) BagratQni, S. Atmerseh's, 
Enkel Wasak's Kuropalat in Iberien (Georgien), 
t 826, Tschamtschean 2, 408, 12. Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 260. 14) Bagra- 
tQni, S. des SchapQh und Nefife des Agot Msa- 
ker, FQrst von Sper, Asolik 166. Tscham- 
tschean 2, 428, 29. 15) Mamikoni, S. des Smbat, 
des Bruders des MQgel (f 761) Tschamtschean 2, 
415, 4. 16) ArtsrQni, S. des Hamazasp, zur 
Zeit des Motawakkel, ao. 847, gefangen 855, 
t 874. AgQt bin Hamzah (Hamazasp) bin Jajiq, 
Belabori 212, 3. Athir 7, 39, 11. Job. Kathol. 
107. Thoma 107, 11 (96). 139, 11 (119). 202, 
6 (162). Asolik 135. 17) S. des Babgen oder 
Philipe, Bruder des Wasak, FQrst von Sisakan, 
Gatte der SQgan, ao. 906. Job. Kathol. 112. 
127. 218. Brosset, Bullet. 4, 1862, 505. 523. 
18) ArtsrQni, Vater eines Wahan, Thoma 199, 
12 (159) (ao. 858). 19) Agot kekela, S. des 
Adamase, in Tayk (ArtanQjf), Enkel des Agot 
n° 13, Bruder des Gurgen und Smbat, f 867, 
Brosset, Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 271. 
20) Agot I, bagratidischer K5nig in Ani 885—890, 
S. des Smbat des Bekenner's, geb. 819, Fttrst 
der Fttrsten (igxan igxanats) 859, Kdnig 885, 
Joh. Kathol. 119. Thoma 191, 8 (153). 203, 14 
(163). Asolik 135. Samuel v. Ani 427. 21) 
Agot, S. des Atnierseh (?), Bruder des Wasak, 
Grigor und Sahak, Brosset, Bullet. 4, 1862, 505. 
22) BagratQni, S. des Bagarat, Kuropalat von 
Taron, f 874, Joh. Kathol. 106. Thoma 220, 2 
(176). 23) BagratQni, S. des Bagrat I, Kuro- 
palat in Tayk, Bruder des K5nigs Dawith I 
(t 881), und des Adamase, f 885, Brosset, 
BuUet. 1, 1844, 167, Hist. 1, 282. 24) S. des 
Guram und einer Tochter des Smbat I von Ar- 
menien, Vetter des vorigen, f 869, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 282. 25) Agot- 
Wahan, BagratQni, S. des Davith, Bruders von 
Agot n° 22, und der Mariam, Schwester des De- 
renik; seine Gattin war eine Tochter SehapQh's, 
des Bruders Smbats desMartyrers; er starb 898, 
Joh. Kathol. 293 (ao. 921). Thoma 221, 4 
(177). 235, 2 (189). 26) Agot Haykazn (vom 
Geschlecht des Hayk), S. des Wasak Gaburn, 
des Sohnes des Grigor SQphan von Siunik und 
der Marem, einer Schwester Smbat des Mar- 
tyrers, Fttrst von GelakQni in Siunik, fiel 897 
in der Schlacht von ThQlx (ThQx), Thoma 237, 
31 (192) und Brosset's Note. Tschamtschean 



Digitized by 



Google 



ASot 



45 



Asp'ay 



2, 721, h 27) Gnthflni, Brader des Wasak, 
Befehlshaber in §amgaldg, ao. 890, Job. Kath. 
296. Tschamtschean 2, 707, 28. 28) Sargis 
(Sergiu8)-Agot, ArtsrGni, S. des Grigor-Derenik, 
geb. 877, reg. 887—904; seine Gattin war Iseta 
Oder Seda, Tochter des Gagik Abumrovan, Job. 
Katbol. 127. 158. 178, Thoma 218, 3 (174). 
229, 3 (183). 231, 29 (186). 241, 10 (195). 
29) ASot Kux, S. des Gurgen von Artanuj, Neflfe 
von n*» 19, f 916, Brosset, BuUet. 1, 1844, 167. 
Hist. 1, 272. 284. 30) ASot II Erkatbi, der 
eiserne, bagratidischer K5nig in Ani, genannt 
Schahansehah, 914—928, Job. Katbol. 168. 296. 
Samnel 435. 'Acriixio^, Tbeopbanes contin. 387, 7. 
Konstant. Porpbyr. 191, 16. 31) S. des Scbapub, 
Neflfe des K5nigs Smbat, Vetter des vorigen, 
Sparapet (Feldmarseball), f 936, Job. Katbol. 
182 flf. 32) 'Aa\i)T\o<; 6 kqi KKTKdcTTi^, S. des 
Bagrat (f 909), Gatte einer Sebwester des 
Giorgi II von Ap'xaz, und Vater einer Tocbter, 
die Gurgen, ibr Obeim, beiratbete, f 939, Kon- 
stant. Porpbyrog. 199, 4. 206, 8. 18. 207, 2. 
Brosset, Bullet. I, 1844, 167. Hist. 1, 272. 284. 
33) Asot Kuropalat, S. des Kdnigs Adamase II 
in Tayk (f 923), Bruder des Smbat (t 958), 
t 954, Brosset, Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 
280. 284. 34) Kuropalat, S. des Adamase, 
t 945, des Sobnes Bagrats und der Tochter 
Dawitb's von ArtanQj, ao. 952, Konstant. Por- 
pbyrog. 207, 4. 17. 212, 23. 213, 20. Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. 35) Biscbof von Siunik, 
t 994, Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 
553. 36) Derenik-ASot, ArtsrQni, S. desKdnigs 
Gagik von WaspQrakan, reg. 972 — 983, Samuel 
435. 37) ASot III olormats, der barmberzige, 
bagratidiseber KOnig in Ani, 951 — 977; seine 
Gattin war XosrowanfiS, Samuel 437. Mkbitbar 88. 
*A(TujTiKio^, Konstant. Porpbyrog. 187, 16. 38) 
ASot-Sabak (Isaak), ArtsrQni, S. des K5nigs 
Hamazasp, reg. 972—983, Samuel 441. 39) 
S. des Gargen-Xa6ik , artsraniscben K5nigs, 
Tscbamtscbean 2, 883, 31. 40) BagratGni, S. 
des Grigor, Fttrsten von Taron, jtlngerer Bruder 
des Bagarat n** 13, Konstant. Porpbyr. 133, 14. 
184, 58. Tsebamtsebean 2, 726, 38. 818, 8. 
41) Bagrattini, S. des Bagarat n** 8, Neflfe des 
Torigen, Tsebamtsebean II, 818, 8. 42) Ftlrst 
von Sisakan (Siunik), Gatte einer Tocbter des 
Smbat II von Siunik, Vater des Smbat und 
Grigor, Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 
1862, 505. 43) ASot IV, K'aJ (der tapfere), 



bagratidiseber K5nig von Ani, f 1039 vor sei- 
nem Bruder Jobannes-Smbat, Samuel 445. 44) 
BagratQni, S. des Jobannes, des Sobnes des 
letzten K5nigs Gagik II, wie sein Vater und 
Obeim Dawitb 1080 getOdtet, Brosset, Bullet. 

1, 1844, 174. 

ASotban (georg.) 1) S. des Bagrat von Muxran 
(in Kartbli), Bruder des Argil, f 1561, Brosset, 
Mim. VI, 5, 1843, 192. 227. Hist. 2, 27. 32. 
2) S. Kai Xosros (t 1627) von Muxran, Brosset, 
Hist. 2, 626. 3) S. des Tbeimuraz (t 1688), Enkel 
des Konstantin von Muxran, Brosset, Hist. 2, 627. 

Ascbourwatba, seine Frawascbi angerufen yt. 13, 116. 

Asp'a s. Asp'ay. 

Aspabar s. Spftdapati. 

ASpabara (assyr. 5 statt s) 1) mediscber Fttrst von 
Kakkam zur Zeit des Sargon, ao. 713, Smitb, 
Assyr. discov. 289. 2) Suwftr, arabiscber Dicbter, 
Qftdl (Bicbter) in Cborftsftn unter 'Abdallab bin 
Tftbir (t 844) Hammer, Lit. Arab. 3, 486. 3) 
Aswftr, ein Deilemit, s. Sallftr. 4) Amir Asw&r, 
Statthalter von IJaleb, kftmpft mit den Franken, 
Dez. 1132, Atbir 10, 482, 5. — aucb bei Ara- 
bem ablicber Name, z. B. Fibrist 139, 2. 155, 8. 
altp. asabari, np. aswar, sewar. vgl. Aspar, 
AspQrak, ISpabftra. 

^AcfTiap^ba^ s. Spadapati. 

'A(TTTdba^ 1) Name des Astyages bei Ktesias, Diod. 

2, 34, 6. vgl. Oppert, Mfedes 23. Krumbbolz, 
Rbein. Mus. XLI, 1886, S. 332; da Nikolaos 
Damask, nacb Ktesias Astyages gibt, so scbeint 
Diodors Aspadas nur Schreibfebler zu sein, 
Unger, Abbandl. Mtincb. Akad. XVI, 1882, 275, 
Note. 2) JallnQs Asftdban, Gallienus S. des 
Aspftdb, pers. Feldberr unter ScbgroS und Yezde- 
gerd III, Tabari 1048, 6. 

vgl. Oppert, DMG. 30, 4. Mfedes 24. 

'AcTTTabdTTi^ 1) Eunucb des Kambyses, Ktes. Pers. 9. 
vgl. Oppert, Mfedes 24. 2) S. des Haman, 
Aspatba (aus Aspadat gekllrzt, ft ist Artikel) 
Estber 9, 7; LXX baben Oacra, Oaotct, in der 
kttrzeren griech. Fassung Oapvav, 'Acpapvop (de 
Lagarde 534. 535). 

Aspftdb-guSnasp (Asftdb JuSnas), Ra'ls al-katlbab, 
Fabrer der Scbaar (Cbiliarcb) und Parteigftnger 
des §6ro^, Tabari 1046, 12; Asbftd JuBnas, 
Atbir 361, 10. vgl. Gundabunas, Gurdanaspa, 
und N5ldeke, Tabari 362. 

Asp'ay, Asp'a 1) Gattin des Liparit OrbSlean, des 
Sobnes ElikUm I, f 1263, Stepban 110, 11. 
146, 11. 2) Tocbter des Tarsayig Orb^lean, und 



Digitized by 



Google 



Agpftyaoda 



46 



Asprang 



der Mina-xathtln^ Enkelin der vorigeii; Gattin 
des Grigor Dap'ean von XaS^n, Inschrift von 
1301, BroBset, Hist., Addit. 349. 364. 

Aspayaoba zairiwairi. Binder des Kawa Wigtaspa, 
yt. 5, 112. 117. Aus dem Beinamen hat die 
spfttere Sage den Hauptnamen Zarlr oder 2jerlr 
gemacht (welchen man sehe). 

Aspa&anah, Freund und Wagenlenker (?) des Da- 
reios I, Inschr. am Grab des letztem, mit Ab- 
bildung; vgl. Spiegel, Eeilinschr. •, S. 122. Bel 
Herod. 3, 70. 78. 7, 97 *A(TTTae(vTi<; einer der 
mit Dareios Verschworenen (irrig, die Inschrift 
Yon BehistQn 4, 86 nennt ArdumaniS), Vater des 
Prexaspes II, also wohl Sohn Prexaspes I. — 
d. i. nach Pferden strebend (Pferdeliebhaber). 

"AcTTraKO^, Vater des GOsakos (s. diesen). — vgl. 
ISpakai, skr. A^vaka. 

Aspaenras 1) Asp'agur (georg.) S. des Mirdat II, 
Vater der Abefiora, der Gattin des ersten sasa- 
nidischen Etoigs von Georgien, reg. 262 — 265 
(oder 249—252), Brosset, Hist. 1, 78. Aspagflr, 
Liste des Mxithar von Ayriwank. 2) (al. Aspaui- 
ras oder ''rus), pers. Satrap, zum Ftlrsten von 
Iberien eingesetzt ao. 368, Ammian Marc. 27, 
12, 4. 

'A(TTTa|LiiTpii^, Ennnch, t5dtet mit Artapanos den 
Xerxes I, von Artaxerxes I hingerichtet, Etes. 
Pers. 30 (das. 29 heisst er ZTrafiCTpri?); Diodor 
nennt dieselbe Person Mitridates. 

'Aairdvbavo^, S. des Leimanos, Enkel des Phidas, 
Mitglied einer Bruderschaft in Tanais, ao. 225, 
Latyschev 11, 267, n** 447, 14.— np. ispand (Berg- 
raute, Peganum harmala, deren Same als Rfin- 
chermittel gegen den bOsen Blick gebraacht 
wird, awest. speflta, vgl. Polak, DMG. 28, 703. 
Persien 2, 236). 

''Aatrap 1) Alane, Sohn des Ardabnrios, rOmischer 
Patricias, betreibt die Erhebnng Leo's znm 
Eaiser (457 — 474), nnd ward 466 von diesem 
hingerichtet, C. I. Gr. IV, 521, n^ 9541. Brief 
des Papstes Leo (440—461) bet Migne I, 1117. 
1123. Malala 371. Candidas Isaurus 472, 4. 
Jordanes c. 45 nennt ihn einen Goten ; Evagrins 
2, 16. Theophanes 131. 182. 2) Asfer, S. des 
SchlrHyeh ans Larijan in Gllan, aus dem daile- 
mitischen Stamm ArghuS, nach Hamzah aus dem 
dailemitischen Stamme Wardftd-awend&n, Feld- 
herr des Samaniden Nasr, empdrt sich in Rai 
und wird von Merdftwlj getddtet 319 = 931. 
Hamzah 241, 5. Alb6rtol 39, 7 (47). Masudi 
9, 8 flf. Athir 8, 128, 13. Zehlreddin 171, 19. 



175, 2. 313, 7. Mirch. 4, 14, 18. 44, 35. Lubb 
et-tewanx 72. 3) Asfer, S. des Windad-Xurgid 
aus Dailem, aufstftndisch in Ahwaz gegen den 
Buyiden Mo*izz ed-danleh, ao. 956, Athir 8, 
385, 13. 4) Asfer, S. des Eerdllyeh, dailemiti- 
scher Heerftthrer, Parteig&nger in den Eriegen 
der Buyiden, empdrt sich gegen Samsam ed- 
dauleh (982—998) und steht im Dienst des 
Ziyari Min56ihr ibn Qftblis (1012—1029), Athir 
8, 349, 10 (ao. 1042). 9, 15, 18. Zehlreddin 
189, 4. 192, 16. — d. i. Ritter (armenisch- 
kurdische [zaza] Form des neupers. suwar, se- 
war, armen. [entlehnt] spar[apet], zaza espftr, 
gilan. sawar); f in Asf^ ist arab. Aussprache 
des p; vgl. Mfillenhoff 570 und Agpabara. 

*A(y7ra(yiav6^, Meder, Heerftthrer medischer, susi- 
scher, gilanischer Soldaten unter Antiochos HI 
(223-187), Polyb. 5, 79, 7. — Pott, Et. F. 
II, 2, 532 vgl. skr. fayana. — d. i. Rosse be- 
sitzend (sian fttr 6an). 

Aspastes, Satrap von Earmanien, von Alexander 
getOdtet, Curtius 9, 10, 21. 29. 

Aspat, S. des Biurat, Enkel des Bagarat, alter 
armen. Etoig, Sebeos 6, 12. Soviel als Aspet 
(Ritter), Beiname der Bagratuni. 

Aspatha s. Aspadates. 

'A(TTTaGivTi^ s. Aspaganah. 

Aspawarman, Sohn des Indrawarman, Strategos 
des Azes (1. Jahrh. nach Chr.) in Indien, MUnze 
bei V. Sallet, Nachfolger Alex. 147. Percy 
Gardner XLIII, 91, pi. XX, 2. Wahrsch. ist 
der indische Name (A^vavarman) nur mit pers. 
Aussprache geschrieben. 

Afipenaz, tdbidm, Eammerer des Nebukadnezar, Da- 
niel 1, 3 (die LXX haben *Api€(Tbp{, d. i. Sohn 
des Abi'ezer, '»nT5-^a5«). 

d. i. vielleicht syr. aSpizft, mand. gaplnza (Post- 
station) aus pehl. aspanj, np. sipanj, was auch 
*Gast' bedeuten kann, ursprtlnglich aber *Er- 
leichterung, Ruhe' ist. 

Aspis (Accus. Aspim), Satrap von Eataonien, von 
Datames besiegt, C. Nepos, XIV, 4, 1 flf. 

'AcTTricra^, Susier, von Antigonos zum Satrapen von 
Susa emannt, Diod. 19, 55, 1 (ao. 315). 

Asp5-pa&5-maxSti, yt. 13, 116. 

d. i. reich (eigentl. GrOsse, FtUle habend) an 
Pferdestandorten (Weiden), awest. pa&a, skr. 
pad&, gr. TT^bov). 

Asprang, Siegelstein, Horn, DMG. 44, 654, n* 474. 
Justi, das. 46, 287. 

d. i. Farbe, Art der Pferde habend. 



Digitized by 



Google 



AspfLrak 



47 



'AcTTudini^ 



AspOrak, annen. Katholikos^ 387 — 390, Bruder des 
KathoUkos Sahak (384—386) und Zaven (386), 
Faust. Byz. 6, 4 (264, 13). Mose 3, 41. Ki- 
rakos bei Brosset, Deox tustoi:. S. 12. Samuel 
von Ani S. 377. — altp. asabftri, pehl. asdbar, 
np. aswar, suwar (Ritter) mit Affix ak, syr. 
aspfLraka, np. Plural suwaragan. ygl. ASpabara, 
Aspar, Aspurgos, Suwftr. 

"AcTTTOupTO^, S. des Asandrochos (Asandros) und 
der Dynamis, Vater des Mithridates und Kotys I 
von Bosporus, reg. zwischen Polemo I und 11 
von 8 vor Chr. bis 38 n. Chr. C. I. Gr. U, 150, 
n'* 2108 ^ Latyschev H, XXXIX. Inschriften 
n'^ 32. 36. 37. 364.* — die bosporanische Form 
von armen. Asptlrak; vgl. AsphOrugos. 

Asrab (?), Abll Ja'far, Satrap (Serdftr) von Lar^&n 
unter Ardeschir (7. Fflrsten der 2. Bftwendlinie 
in Mazenderan) Zehireddin 252, 3. 

AsrQk, armen. Bischof, Nachfolger seines Schw&hers 
Xad (unter Arfiak III), Faust. Byz. 4, 12. — 
d. i. Priester (pehl. asrtlk, der zoroastrische Ma- 
gier, Athrawan). 

'AcTcTOT^Tri^, Satrap am Indus (zwischen Peukelaotis 
und Embolima) Arrian 4, 28, 6. — vielleicht 
indisch (*A9vagata). 

Aita-aurwafit, S. des Wlsp5-J)aurw5-a8ti, Feind des 
Wifitftspa, yt. 9, 30. 17, 50. — d. i. acht schneUe 
(Helden) besitzend, oder deren Kraft habend 
(wie Hazftr-mard). 

Aitad 8. AStat. 

"Aorao^ (al. "AaxaTo^), Eunuch des Ahasueros, 
Esther 1, 11, griech. Text, de Lagarde 504; in der 
ausfahrlichen Fassung: fapdea (Gen.) oder Ba- 
TdOo, de Lagarde 505; hebr. Bigtha. 
np. ist& (Lobredner)? vgl. Astawana. 

AStanb5zan, S. des SiSrawan, einer der Magier, 
welche Jesus besuchten, d. h. ein parthischer 
Ftlrst, Castellus, s. v. magUSO; ASt5n*ab5d&n, Sa- 
lomon von Basrah bei Assemani III, 316*. Budge 
93, 8; ASt'abadOn bar gIrOnas, das. Debersetz. 
84, Not. 

*A0T<i<y7ni^, P^re. Heerflihrer, Aeschyl. Pers. 22. 
d. i. acht Pferde (ein doppeltes Viergespann) 
besitzend. 

AStat 1) Agtad, Dailemit, Vater der Amuleh, angebl. 
Grflnder von AStad-rostaq bei Amul, Zehireddin 
22, 7. 12. 2) A6tat, Vater des Y^zatwfinasp 
ans dem Hause Mihran, Statthalter von Armenien 
unter Pgr5z (459—484) Laz. Pharp. 187, 1. 3) 
AStad PerOz, zur Zeit des Chusrau 11, Fird. 7, 
162, 1908. 4) Agtat Yeztayar, Feldherr des 



Chusrau II, eroberte Satala und andere rdmische 
Stadte in Armenien (607) Sebeos 77, 7. Asolik 
146. 5) AStad, S. des GuSasp, zur Zeit des 
Schlrttyeh (628) Fird. 7, 362, 82. A8ta GuSasp, 
das. 358, 24. 360, 58. — awest. arStad (Genius 
der Aufrichtigkeit). 

Astawad s. Haftwad. 

Astawana (ju^k^t, ju^t lu^Lu^^ bei Tab. 230, 7), 
S. des AiriC und Bruder des Wftnltar; beide mit 
ihrem Vater von Salm und TOr getddtet. Bund. 
78, 7 ; awfistabv und in Parsischrift anastox irrig 
umgeschrieben, aus pehl. n»fo»», sonst astawban, 
awest. astawana, bekennend, beichtend, astawba- 
nlh, das Bekennen, Dinkart II, 63, 5; das w 
vor dem Anlaut rtlhrt von derPartikel 'und' her. 

*'A(mi^, Satrap von Peukelaotis, Arrian 4, 22, 8. 
awest. aSta, pehl. aSt (Freund, Wend. 19, 112). 

^Aaxipdpa^, medischer KOnig, Vater des Aspandas, 
Nachfolger desArtynes (Etesias), Eupolemos bei 
Polyhistor de Judaeis, Fragm. 24. Diodor 2, 
34, 1. 6. Nicol. Damasc. bei MftUer, Fragm. 
Ill, 364; entspricht dem herodot. Eyaxares. — 
wahrscheinlich fiftr arSti-baras, nach Oppert, 
DMG. 30, 4. Mfedes 23; vielleicht awest. ♦yeBti- 
bara, np. *yaSt-bar (Opfer, Gebete darbringend)? 
denkbar ware eine richtigere Lesart ^A<TTT(a)pdpa^ 
(Tl aus TT), was ein medischer Name ist, s. 
ASpabara, ISpabara. 

Astin s. Wastin. 

Astokana s. PeSoSai&ha. — d. i. der, welcher Ejio- 
chen (in die Erde) grabt (vgl. Wend. 3, 27. 40). 

*A(yTpai|iuxou^, ein Magier, Diog. Laert. (angebL 
aus Xanthos von Sardes), Mflller, Fragm. I, 44, 
n** 29. Bei Suidas 'A(TTpct|uii|iuxou^. 

'AaTprjini? B. SanatrUk n** 3. 

Astwad-ereta, S. der Jungfrau Ere&ad-febri Wlspa- 
taurwairi, welche im See Eftsu auf tlbematUr- 
liche Weise befruchtet wird yt. 13, 62; er heisst 
der SaoSyafid (Sosiosch) oder Heiland und wird 
am Ende der Welt die Todten erwecken, yt. 13, 
110. 117, 128. 19, 92. wend. 19, 18. Bund. 
80, 6. Der Name wird yt. 13, 129 durch 'er- 
haben unter den Bek^rperten (lebenden Wesen)' 
erklart. 

^AcTTudTTi?, letzter Ednig von Medien, Herod. 1, 73 
etc., 'Aajvvfa^ Etesias Pers. 2. sonst Astandas 
genannt; in den Annalen des Nabonaid ist IStu- 
w€gu EOnig der Umman Manda und wird von 
EuraS gefangen; die Armenier nennen ihn ASda- 
hak und haben aus Anlass des Gleichklanges 
des Namens mit awest. aSi dahaka, woraus np. 



Digitized by 



Google 



ASab 



48 



Atarex^^^areBanh 



Aidahft (Drache) entstanden ist, yob dem Astyages 
die SchlangendyBastie abgeleitet, was auch dnrch 
den armen. Namen der Meder, Mar, bekrHftigt 
zu werden schien (np. mftr Schlange), ygl. Mose 
I, c. 30. Oppert, M^es 23. Dulaurier, Hist. 
UBivers. par Etienne A^oghig de Daron, Paris 
1883, S. 46. 47. 

AgQb, Schriftstellername (Taxallus) 1) mazeBderan. 
Dichter, Pertsch 630, n^ 228. ASllbl, das. n° 229. 
vgl. §ehr-agflb. 2) indiseher Geschichtschreiber, 
Mohammed BaxS, aus dem tlirkischen Stamme 
Burlas in BadaxSftn, f 1785, SpreBger 342. 
Rieu 944. — d. i. Aufrnhr, Verwirrung (die 
dnrch SchOnheit oder Verdienst hervorgemfen 
wird). 

AsQd s. Agot. 

Assneros s. XSayarSa (Xerxes). 

Agufteh, Beiname des Dichters Kelb Hosain Beg, 
Pertsch, 672 n° 119; andere: Sprenger 206. 
d. i. verwirrt (aus Liebe). 

AsQr, pers. Heerflihrer nnter Waxtank in Armenien 
(Zeit des Ghnsran Parwez) Joh. Mamikoni, 
Langlois 1, 371'. 

Asftnk, S. des Frasp-i 2Qr, Bmder des Sttrftk, West, 
P. T. I, 135. 

AgttSa(y), Fttrst (BdeSx) der Gtigar and Wir (Iberier) 
im Gau TaSir, zur Zeit des K5nigs Artzil (410 
bis 434); seine Gattin AnttSwram, Tochter des 
Wram Artsrdni, war die Schwester der Dzovik, 
deren Gatte Hmayeak ein Bruder des Wardan 
war; er ging nach dem Aufstand des Wardan 
(450 — 451) mit andem Ftlrsten an den Hof 
Yezdegerds, wo er bis 456 blieb, Mose III, 60 
(vgl. Indifiean, Storagr. bin Hayast Vened. 1822, 
S. 354). Laz. Pharp. 80, 12 u. 5fter. Bildniss 
auf einem Onyx, Visconti II, 365 flf. pi. XVI, 
n° 10 mit dem Namen Ou(Ta^, vgl. Longpirier, 
Joum. des Savants Sept. 1877, p. 579. 

Asftwar, K5nig (Fttrst) an der Kflste der Persis, 
von ArtaxSathr I besiegt, Tab. 817, 5 (al. .^jn^I, 
^y*o5, Q^^t, )y*^^j o>^'^' ^^^ Umschrift in 
Pehlewizeichen (wobei n und w dasselbe Zeichen 
haben) ergibt die Lesung asttwar, von astt (Glttek, 
Ruhe, awest. aspen, Dlnkart V, 257, Z. 12); 
der Fttrst wftre dann ein anderer als Haftw&d 
oder Astawad, wie NOldeke, Tabari 10 liest. 
Zotenberg (Tabari II, 70) liest Iswer jj^^t; die 
Lesart ^y^S wttrde in Pehlewischrift ikh* sein, 
was man agdin, awest. aghadaena, der Haere- 
tiker (z. B. Dinkard I, 44, 2), lesen kann. 

Aswar s. ASpabara. 



'AiaKoua^, S. des Pappos Eontts, Skythe, C. I. Gr. 
II, 165, n° 2130, 41. 

AtaxS-i Gfignasp^ s. AdarguSnasp n*" 5. 

Atam 1) "Axofio^, Skythe, Insehrift von Gorgippia, 
Latyschev II, 218, n^405 (m undentlich). 2) 
Fttrst von Gojf n, nnter Tiran II, Fanst. Byz. 
3, 22 (29, 25). vgl. Atom? 

'AxTQiLidZa^ 1) S. des Papos, Inschrift von Gor- 
gippia, C. I. Gr. II, 165, n*' 2130, Z. 39. 2) 
'ArajLidZa^, S. des Earsas, das. Z. 43. 3) In- 
schrift ans Tanais, Latyschev II, 283, n°455. 
vgl. MflUenhoflf 567. 

♦Atarebnxta 1) neupers. (arab.) Adarbuxt, Vater 
des AdarsipaSt nnd des JuSnasf, Eutych. 1, 274, 
12; Abarbnxt, Vater des NanJuSnas, Alb€rttnl 
37, 6 (44). 2) pehl. AtttnbOxt (tt kurz), Siegel- 
stein, Thomas, Joqm. R. As. Soc. XIII, n** 24. 
Horn, DMG. 44, 660, rf 622. 

AtaredaAhu, S. des WiStftspa yt. 13, 102. 

Ataredata 1) S. des WiStaSpa, yt. 13, 102. 2) 
'Aipabdiii^, Marde, angebl. Vater des Eyros, 
Gatte der Argoste, Etesias bei Nikol. Damask., 
Mflller, Fragm. Ill, 398. vgl. zn n° 2 Agradates. 
3) pehl. Atttndat, S. des Mobed ManOgfiihar, 
West, P. T. I, 145. 4) Atttrdat5g€r, Siegel- 
stein, Thomas, Joum. R. As. Soc. XIII, n° 65 
= Mordtmann, DMG. 18, 13, n" 17 (Taf. Ill, 
oben), Horn, DMG. 44, 654. 5) Attlrdate zi 
Saxtan (ftlr Saxtan), Siegel, Thomas, J. As. Soc. 
XIII, n° 43. Horn S. S. 32. — vgl. Asidatas. 

Atare)C^arenanh 1) S. des WiStHspa, yt. 13, 102. 

2) Adharfar '^h^ Maupat (praefectus) in Gapheta 
am Berg Masebdan, ao. 362. Assemani 1, 192'. 

3) Adharfarwa s. Adhurparwa. 4) Atttnfarnbfig, 
Mobed nnter Chusrau I, BahmanyaSt, West, P. T. 
I, 194. 5) oft auf sasanischen Siegelsteinen : 
Atttnfarnbage, Mordtmann, DMG. 18, 21, n° 39 
(Taf. II, 5. Reihe). Atttrfambag das. 23, n° 46 
(T. II, 6. R. mit Bildniss). Atttrfambag magu 
(der Magier) Thomas, Jourii. Asiat. Soc. XIII, 
n° 79. DMG. |18, 24, n^ 51 (T. II, 5. R.) = 
Atflrfrobag magn, das. 37, nM19 (T. II, 6. Reihe, 
hinter der Legende und unter der Bttste ein Swa- 
stika); zOt (awest. zaotar) Atttnfambag, Thomas, 
das. n° 40. Horn, DMG. 44, 655, n** 626. Horn, 
S. S. 23, zu 1**; mit Bildniss: Atflrfrobag 
saSin (zi) Atflrpatbag, Thomas das. nM. = DMG. 
18, 33, n^ 99 (T. II, 4. R.) Horn, DMG. 44, 668, 
n° 569. Justi, das. 46, 281. vgl. Fambag, 
Xusrau (Husrawanh), Yazdanbuxt, Mithra, Sapor, 
Waibflxt, Warto (Were^raghna). 6) S. des 



Digitized by 



Google 



Atare6il)ra 



49 



AJ)bhya 



Farruxzftt, AtGnfarnbagi Farux^^'zfttan, Urenkel 
des Adm€t(an), Pegpay von Pars, Verfasser des 
4. 5. Bnches des Dinkart; disputirte mit dem 
Ketzer AbaliS nnter dem Chalifen Maman (813 
bis 833), Dinkart IV, 168, Z. 5. West, P, T. 
n, XXVII. 252. Ill, XXVII. IV, XXXI. XXXII. 
Barth61emy, Gujastak Abalish, Paris 1887, 1. 
H^rfambag (h€r = adhar) West, P. T. II, 289. 
7) AtGnfambag-nosai, Gelehrter, West, P. T. I, 
243. n, 318. 8) Atlln-farnbag-windat, Gross- 
mobed. West, P. T. 11, 318. 

Der Name ist derselbe wie der des heiligen 
Feuers Fambag, Bund. 41, 7. 10. Spiegel, 
Eran. Alterth. 2, 46. Darmesteter, Revue cri- 
tique 19. April 1880, 308. N()ldeke, G5tt. gel. 
Anz. 1880, 884. Hoflfmann 281. 283. 289. Die 
Lesung frobag ist trotz ihres frtthen Vorkommens 

unriehtig; die awestische Form abar-x^ara {^S\ 
8jj3-) ist z. B. im Patet Irani 21 unriehtig 
Xurdad geschrieben. 

Atare6iJ)ra, S. des WiStaspa, yt. 13, 102. — d. i. Same, 
Spross des Feuers (als eines gOttlichen Wesens). 

Atarepata) 1) S. des WiStaspa, yt. 13, 102. 2) 
'ATpoTidTTi^, Ftlrst von Medien, Ftihrer der Ka- 
dusier und Sakesinae bei Gaugamela, Arrian 3, 
8, 4. Von Alexander bestfttigt, Strabo 523 (734, 
23). Justin. 13, 4. Diod. 18, 3, 3. Nach Abar- 
bab, S. des Iran, ist Abarbaijan (Atropatene) 
benannt, YaqQt (nach Ibn MoqaflFa) 1, 172, 13. 
Andere sagen: nach Abarbab, Sohn des Baiwa- 
rasb, das. 14. vgl. Spiegel, Eran. Alterth. 2, 
517, Not. 3, 565. DM6. 35, 632. dxpo- wie 
awest. bratra-wafld, athrawafld oder nach Ana- 
logic von hathrO-masanh, puthr5-dao u. dergl. 
3) [AtOnpat-i Manspandan (parsi Atar6pat-i Ma- 
respandan), aus Gelan (Dinkart V, 245, 6 = 
298, 12), Grossmobed und Heiliger unter Sapor II, 
Bund., West P. T. 1, 145. Dinkart V, c. 199 
(p. 241) c. 200 (p. 242). Schikand-gllmanik 75, 5. 
Hamzah 53, 5; Verfasser einer didaktischen 
Schrift, Andarz-e Adharbad (herausg. von Peshu- 
tan Dastur Behramji Saiyana. Bombay 1885); 
vgl. Livre d'Arda Viraf trad, par A. Barthdlemy. 
1887, p. 144. 4) Attinpat, S. des ZartuhaSt, 
Enkel von n** 3, Ratu (Bischof) unter Yezde- 
gerd I, Dinkard IV, 162, 7; bei Eutych. 2, 85, 

2 ist Azdnar (1. Adarbad, oLJT ftlr jUojl, m5g- 
lich ware auch Izedyar JjOjjA) Richter unter Bah- 
rain, S. des Yezdejfird, vgl. N5ldekes Tabari 
101, Not. 1. 5) Attopat, Destlir unter Eawadh 

Jasti, Ferd., Iranisches Namenbuch. 



und Xusrau I, West, P. T. I, 194. 6) AtUrpat, 
auf einem sasanidischen Siegel: Lajard, V6nus 
pi. VII, 6. 7) Ibn Adarbad, genannt Mohammed 
bin al-Laith al-xatib (der Prediger), S. des Fai- 
riiz bin §ahln, paraenetischer Schriftsteller und 
Feind der Barmekiden, Fihrist 120, 29. 8) Atttn- 
pat-i yawand. West, P. T. Ill, XXVI. 121. 138. 
9) AtHnpat Maraspand, Sohn des Aschawahigt, 
Bruder des Adm^t, letzter Redactor des Dinkart, 
West P. T. I, 148. 10) Attinpat Maraspand, 
Sohn des Zadsparham, West, P. T. I, 147. 11) 
Atttnpat, S. des Admet (Umed), West, P. T. I, 148. 
Verfasser des 3. Buches des Dinkart, das. II, 
399. IV, XXXII. XXXm. vgl. Spentodata 
n** 5. 12) AtUnpat, Gelehrter, Ende 9. Jahrh., 
West, P. T. n, XXVI. 346. 357. 13) Abarbab, 
Mobed von Baghdad, AlberOnl 216, 10 (200). 
14) Attinpat, S. des Dat-farux, Gelehrter, West, 
P. T. I, 244. 15) Attinpat, S. des ZaratQSt, 
Gelehrter, West, P. T. I, 159 Not.; 304. 

Patronymisch: *Atarepatana, pehl. attlnpatan 
s. Atunohanmazd. — d. i. vom Feuer (als g5tt- 
lichem Wesen) beschtltzt. 

Ataresawanh, S. des WiStaspa, yt. 13, 102. — d. i. 
vom heil. Feuer Nutzen (religiose FOrderung) 
habend. 

Atarewanu, S. des WiStaspa yt. 13, 102. 
d. i. das (heilige) Feuer liebend. 

Atarezafltu, S. des WiStaspa, yt. 13, 102. — d. i. 
zum Stamm (Verband) des heil. Teuers gehttrig. 

AtaS, Dichter (19. Jh.), Pertsch 666, 3. AtaSi, 
Ende 15. Jahrh., Sprenger 69. Pertsch 629, 
n° 151. — d. i. Feuer (poetischer Name). 

Atat 1) GnUni, armen. Ftirst, zur Zeit XosrowsIII, 
Mose 3, 43. 2) XorxorQni, zur Zeit Xusraus II 
Parwez, Sebeos 48, 17. 

AJ)bhya (athviya), Vater des Thraetaona, y. 9, 22. 
np. Abtin oder Atbin, Vater des Ferldtln, Fird. 
I, 78, 125. Zehlreddin 153, 11. Mojmil Joum. 
as. m, 11, 167, 11. Hier ist er Enkel des 
JemSid; Ferldan bin Atfiyal, Hamzah 13, 6. 
Mojmil 169, 9; dies ist die patronym. Ableitung, 
pehl. Asfikan, awest. al)bhyana, aj)bhyana, yt. 
" 13, 131. Afnbtln bin Athfiyan, Tabari 205, 15. 
Alberam 104, 1 (111). Athir 54, 10. 59, 8. 
Bei Firdusi u. aa. ist AbtIn Sohn des Humaytln, 
des Sohnes des JemSid, der Bundehesch 77 u. aa. 
haben statt des AbtIn zwischen Fr^ttln und Yima 
(JemSid) 10 Generationen Asfian: WanfrOk- 
San, RamaktOna (tOna aram. t5ra steht ftir 
pers. gaw Kuh), Gafr-, Sp6t-, Syah-, IxSln- 

7 



Digitized by 



Google 



*AJ)bhy5za 



50 



Atroimizd 



(Tabari), B5r-, Sir-, N6k-, Pur-t5ra (vgl. yt. 23, 
4. 24, 2); die Ktlhe des Atbfian, Alb6rQnI 216, 
12 (212). Ein Anqiad (I. Atfian) ist beiMasudi 
2, 114, SobB des Naudar, Vater des Aban; s. 
Naptya. — skr. aptya; vgl. Bartholomae, Arica I 
in: Indogerm. Forsch. I, S. 180. vgl. 'AGtiiO^. 

*Al)bhyOza, davon patronym. Al)bhyozi, s. Nere- 
myazda. 

"AGbTiTO^, S. des Lyprenos, Inschrift von Olbia, 
C. I. Gr. n^ 2095, II, 143; nach K5hler das 
rOmische Atteins. 

*AT^a^ 1) K5nig der Skythen in Tauris, Strabo 
307 (422, 16). Plutarch, Reg. apophth. (Opera 
ed. Reiske. Lips. 1777, VI) 666; fiel, tlber 
90 Jahre alt, in der Schlacht gegen Philipp von 
Makedonien (ao. 339), Pseado-Lucian Makrob. 
10 (641). Justin 9, 2. (Atheas). 2) 'ATia<5, In- 
schrift von Gorgippia, C. I. Gr. n° 2130, II, 165. 
Mflllenhoflf 560. 

Atgen aus Wanand, armen. Adlicher, fallt in einem 
Treffen gegen die Perser, 483, Laz. Pharp. 267, 7. 

AJ)iyabaugna s. ArSaka n** 2. 

a|)iya ist aus al)riya entstanden, J) steht ftlr 
das s, was im sns. Hasina, babyl. Asina und in 
altp. Wa(h)umisa fQr altp. pv erscheint; der Vo- 
kal in der Fuge ist lang wie in awest. hai{)ya- 
warSta; bauSna awest. baoxSna, baoSna (ErlOsung, 
Befreiung, y. 9, 84 glossirt durch: Besitz, wo- 
von man viel Sch5nes hat), also ignigena liber- 
tate fniens, von dem Genius des Feuers stam- 
mende Wohlhabenheit geniessend. 

At*ik, armen. Priester aus B6ni, zur Zeit des Peroz, 
Laz. Pharp. 208, 26. 

Atiuha s. 'Abeiiri^. 

'AtiWti^, Satrap von Phrygien, Reiterftlhrer in der 
Schlacht am Granikos, Arrian 1, 25, 3 ; fiel bei 
Issos 2, 11, 8. Curtius 3, 11, 10. Diodor 17, 
21, 3 lasst ihn (irrig) am Granikos get5dtet 
werden. 

Atom, Atowm (d. i. AtOm), 1) aus Mok, Mose 3, 
55 (ao. 415). 2) aus dem Geschlechte Gntln, 
Heerftlhrer in der Schlacht von Avarayr (451), 
EliSe 21b\ Lazar. Pharp. 75, 21. 148, 9. 3) 
Gnfini, ao. 481, Laz. Pharp. 212, 9. 4) Atom 
Andzevatsi, Heerftlhrer gegen die Araber, ge- 
fangen und hingerichtet 853, Thoma 171, 11. 
Asolik 136 (139). Samuel von Ani 425. 5) S. des 
Gtirgen Andzevatsi, unter Gagik (904 — 936), 
Job. Kathol. 335. Thoma 235, 17 (190). 6) S. 
des SeneKerim, in Sebastia (Siwfts) 1037—1080, 
Tschamtschean 2, 902, 25. vgl. Atam? 



*A0tDo^, Eunuch des Dareios II Nothos, Ktesias 
Pers. 49. — Pott, DMG. 13, 444 erkennt hier 
awest. AJ)bhya (Athviya). 

''Aroaaa 1) sagenhafte assyrische Ktoigin, Tochter 
des Belochus, mit welchem sie 17 Jahre herrschte, 
im Kanon des Eusebios, armen. Batossay (al. 
Actosa), auch genannt AkQrardist, auch §amiram 
(Semiramis) genannt (also eine zweite Semiramis), 
Eusebii Pamph. Chron. bipartitum opera P. J. 
B. Aucher, Vened. 1818, I, 99. II, 112. 319*. 
Schoene's Euseb. p. 66; vgl. Scaliger, Animad- 
vera. in Chronolog. Eusebii, Leiden 1606, p. 35**. 
Hellanikos, bei Mtlller Fragm. I, 68, n** 163 •\ 
Tochter des Ariaspes, Phlegon, in Scriptores 
rer. memor. ed. A. Westermann p. 215, 18. 
2) Tochter Kyros des Aeltem, Gattin des Phar- 
nakes von Kappadokien (genealogische Sage) 
Diod. 31, 19, 1. 3) Tochter Kyros desGrossen, 
Gattin ihres Bruders Kambyses, des Gaumata 
und des Dareios, Herod. 3, 68. 88. 133. 134. 
7, 3. Aeschylos Pers. 157 etc.; angeblich von 
ihrem Sohn Xerxes im Zom get5dtet, Aspasios 
zu Aristoteles Ethik p. 171; nach Hellanikos er- 
fand A. das Briefschreiben, Mtlller, Fragm. IV, 
491 •. Tatiani Assyri contra Graecos, K5ln 1686, 
p. 142. 4) jttngste Tochter und Gattin Arta- 
xerxes II, Plut. Artax. 23, 2. 26, 1 (nach Hera- 
kleides von Kyme). 5) Atossa (zweifelhaft) s. 
Ocha bei Wahuka. 

'AxpabaTTi^ s. Ataredata. 

Athrek s. Thritaka. 

Atrik (armen.), Aderk (georg.), S. des Kartham, 
Eristhaws von Egris, der als Eidam von K5nig 
Bartom I adoptirt ward, K5nig von Georgien, 
reg. (nach WaxuSt) 3 vor bis 55 n. Chr., Brosset, 
Hist. 1, 53. Liste des Mxithar von AyriwanK. 
— vgl. Adarak, Adrax. 

AJ)rina, Susianer, S. des Umpadarama, emp5rt sich 
gegen Dareios I, Inschrift von Behistan I, 74; 
getOdtet das. 83; abgebildet auf dem Relief da- 
selbst. Der Name (in der susischen Ueber- 
setzung Hasina, in der babyl. Asina) ist trotz 
der susischen (elamitischen) Abkunft seines Tra- 
gers persisch, aus Atare-data gekllrzt und mit 
Koseaffix ina versehen. — Der susische Name 
des Vaters erscheint als Umbadara ofter in den 
assyr. Inschriften. 

Athrit 8. Thrita. 

Atmerseh s. Adhamars€. 

Atropates s. Atarepata. 

Atrormizd s. Atfm-Ohanmazd. 



Digitized by 



Google 



AtrwSnasp 



51 



Atarpat 



AtrwSnasp s. Adbargagnasp. 

''Arra, Vater eines Timotheos, Inschr. von Kertsch^ 
C.LGr. n^2114^ II, 155. 

ArraKda^ s. AraKOua^. 

'ATTafidcra^, Skythe 1) S. des Pappos, C. I. 6r. 
n" 2130, n, 165, Z. 39. 2) S. des Karsas, das. 
Z. 43. 

Atto, Siegel, Mordtmann, DMG. 18, 31, n° 87 
(Taf. Ill, 1); abgekttrzt aus einem der folgenden 
znsammengesetzten Namen. 

AttUi-ohanmazd 1) Atrormizd, Arsakan (Arsakide), 
Marzpan von Armenien (452 — 464) EIiS6 225'. 
Laz. Pharp. 125, 6. 14. 2) AtDn-Ohanmazd-i 
magti-i AtQnpatftn, Siegel mit Bildniss, Horn, 
DMG. 44, 672, n** 605; ein anderes mit Bildniss: 
Atflr-^harmazde, Horn, S. S. 29, jf 1017. 3) 
Atto-Ohanmazd, Gelehrter, West, P. T. I, 243. 
— ftttln ist die Schreibweise der Btlcher fllr 
atur, d. i. adhur. 

AtQnbd5 bnh (bareh, Sobn des) Pakd&t, Siegelstein, 
Thomas, Jouni. R. Asiat. Soc. XIII, n"" 52. Justi, 
DMG. 46, 282. — d. i. ErlOsung durch das (hei- 
lige) Feuer eriangend. 

AtttnbOdgt, Grossmobed, West, P. T. II, 318. s. 
AdharbOzI. 
d. i. das (heilige) Feuer erlOset. 

AtQnbfixt 8. Atarebuxta. 

Atlln-buwandak, S. des Mahdftt, Mobed, West, 
P. T. I, 145. — d. i. vollkommen (stolz) durch 
das (heilige) Feuer, np. buwandah (das Pehlewi- 
wort wird in Pazend bundak geschrieben), armen. 
bowandak (genug, viel), Mose 1, 11. 

Atflrb11r6mitrdaxt€, Siegel einer Frau, Horn, DMG. 
44, 663, n^553. 

Atflndat s. Ataredata. 

Atandflxtfi 8. Atllrdflxtfi. 

AtQnmitn (d. i. mithr), Gelehrter unter Chusrau I, 
West, P. T. 1, 194. Neldeke's Tab. 464; bei 
Fird. Mihr-adarl; At(tln)mitn-i magu-i WiSatan, 
Horn S. S. 25, n^ 6. Justi, DMG. 46, 287. 

AtOnsaS^b, patronymisch : s. Wahtid€n. 

Atflntarsa, S. des Isfendiar, West, P. T. 1, 137. 
d. i. voU Scheu vor dem heiligen Feuer. 

AtQnweh, Vater des Mahdat (s. diesen). 
d. i. durch das (heilige) Feuer gut. 

AturdatoSer s. Ataredata. 

Attlrdoste fam (die Zeichen sind undeutlich) 

Attlrg akawait, Siegelstein, Mordtmann, DMG. 
29, 209, n*' 29. 

Atflrdflxtfi duruxSfi, Siegelstein mit Bildniss 1) Tho- 
mas, Joum. As. Soc. XIII, n** 8 = Mordtmann, 



DMG. 18, 29, n'' 75 (Taf. U, 4. Reihe). 2) Attln- 
dflxtC; Lajard, V6nus pi. XXI, A, 28. 

Attlrfam s. Atare)^arenanh. 

Attir-HOmitr^, Siegel mit Bildniss, Mordtmann DMG. 
18, 44, n^ 151 (T. HI, 1). 

Atttrg-akawait, Vater des AtardOst (s. diesen). 

AtQr-yazdandat zi Atar-gahpllra(n), Siegelstein, Tho- 
mas, Joum. Asiat. Soc. XIII, n^ 68. Mordtmann, 
DMG. 18, 16, n^ 27 (Taf. I). Horn, DMG. 44, 
661, n** 629 (auf dem Stein steht pnra). 

AtttrjeoarSet Attiry(azdan?) (die Legende ist ver- 
letzt), Siegelstein, Horn S. S. 34, n* 31. syr. 
AdhurkhwarkhS^d (^^^090^^^)), Hoffmann 150. 
vgl. Abarx?*ar. 

Aturmah 1) 'Abupjiiaxo^, Kdnig der skythischen 
Machlyes am maeotischen See, Lucian's Toxaris 
44 (438) c. ao. 170; vielleicht mit Anlehnung 
an die Adyrmachidae uud die Machlyes in der 
Marmarika (Afrika) von Lukianos verfertigt. 
2) Yoxannan (Johannes) Adharmah, M5nch in 
Dasen, Assemani III, 255*, 21. Hoffmann, syr. 
Mart. 203. 3) Attir-mah, auf einem Papjnrus 
aus dem Fayytim, Horn, DMG. 43, 611. 

Davon patronymisch : AtQrmahan 1) AbarSapUr 
bin Adarmanan (s. AtllrSahpuhr). 2) Abarmahan, 
Gross-Marzpan, Feldherr Chosrau's I (ao. 573), 
Fird. 6, 558, 177. Mezaldarman marzpan (d. i. 
der grosse Aid.) Land, Anecd. syr. I, 15, 12. 
'AbopiLiadvTi^, Theophyl. 134. 'AbaapjicivTi^ Joh. 
Epiphan., Mttller, Fragm. IV, 275'. Evagrius 
5, 9. 10. 20. Adarmahan, AdarmahOn, Joh. 
Ephes. 358, 19. 378, 10 (228. 240); bei Theo- 
phanes 380 'Apxapdyri^ (irrig unter Hormizd); 
bei Cedrenus 1, 684 (nach Evagrius) ebenso un- 
richtig 'Apba^v, bei Zonaras 1. 14, c. 10 (ed. 
Du Fresne du Cange II, 56) 'ApbajKivTi^s; OOap- 
baa|idvTi<;, Nikephoros Kallistos 17, 38. II, 798'. 
Ouabaap^<4vT^? 17, 38 (II, 199*'*. 800'^). 18, 1 
(II, 809); zwanzig Jahre spater erscheint 'Abaap- 
ILidvn?, Feldherr des Xusrau II, Nikeph. Kail. 
18, 5 (II, 814'*'); vgl Wardan. 3) AtGn- 
mahan, Vater des MitnxtirSgt, Gelehrter (Ende 
9. Jahrh.) West, P. T. II, 3. 4) Atttnmahan, 
Vater des Faruxzad und Zadsparm, Kanheri 
(1009), n** 1, 10. Atttnmahan n** 2, 9. 

Aturm^han, Vater des Warahran-Atttr, Siegel, Mordt- 
mann, DMG. 31, 594, n** 30. — neupers. mlhan, 
awest. mael)ana; des Feuers Wohnung bildend, 
bei welchem der Ized des Feuers Wohnung 
nimmt. 

Atttrpat s. Atarepata. 



Digitized by 



Google 



Attlrpatbafi 



52 



AuTO<ppab(iTTi^ 



Atarpatbag, Vater des Sa6ln, Siegel bei Thomas, 
J. as. Soc. XIII, Tf 1; vgl. DMG. 46, 281. — 
d. i. der dem heiligen Feuer Dartinbrote darbringt. 

Atargahpnhr 1) Abai-gapllr bin Adarmanan, Bau- 
meister des Peroz, Hamzah 55, 19. 2) AtClrSah- 
puhrfi, Siegelstein, Lajard, Vdnus pi. XXI, A, 
n** 27 = MordtmaBii, DMG. 18, 15, n*^ 23 (Taf. I, 
2. R.); ein andrer mit Bildniss: Horn, S. S. 28, 
n** 11. — Patronymisch AtQrgahptiran s. AtGryaz- 
dandat. 

AtQrsam Ettnai bareh (Sohn, das Facsimile hat 
baran), Siegelstein, Mordtmann, DMG. 31, 593, 
n*' 27. Jasti, das. 46, 287. 

Atiirtaxmg, Siegelstein mit Bildniss, Mordtmann, 
DMG. 18, 23, n** 47 (Taf. Ill, 1. Reihe). 
d. i. stark in Atar (Genius des Feuers). 

Maax^, Gatte der Itie, Vater des Simos und Bolas, 
Inschrift von Pantikapaion (Kertsch), Ende 5. 
Jahrh. vor Chr., Latyschev II, 76, n° 97. 

Aupabay . . ., Mitglied einer Bruderschaft in Tanais, 
ao. 225, Latyschev II, 267, n" 447, 28. — vgl. 
Ode, Ir-anadis (P ist als w zu fassen). 

Anban (? y^]), Bischof von Hamadan (ao. 533), 
Guidi, DMG. 43, 403, 9. 

AubaS (der Ltiderliche), Taxallus oder Dichter- 
name, Garcin de Tassy 103. 

Aubid, S. des Tirttyeh (Tlro6), Vater des Abid, 
Vorfahr des SOxra, Tabari 878, 2 (al. ju^^!^ 

Auxast s. Axwast. 

Aulad, Turanier, Gebieter des Landes im Stiden 

von Mazenderan, wird nach dem Tod des Kdnigs 

dessen Nachfolger, Fird. 1, 524 flf. s. Weladan. 

Aulad ist auch eine Burg, Dom, Caspia 85. 

— vgl. awest. weredata (F^rderung)? 

AOvaiLio^, Vorstand einer Bruderschaft in Tanais, 
ao. 228, Latyschev II, 275, n** 451, 5. 

AunHS, Kammerer des Xusrau 11, Mojmel, J. as. 
IV, 422, 9. 

Aurang-Zeb 1) S. des Schah-Jahan, mongolischer 
Kaiser von Indien, 1658 — 1707; inschriftlich : 
Horn, Epigraphia indica, oftheArchaeol. Survey, 
ed. by Burgess, XI, 1892, p. 152. Rieu 935\ 
2) S. des Emir's Tlmflr von Afghanistan (f 1792), 
Schefer, Hist. 92. — d. i. die Zierde des Thrones. 

AiipdZttKO^, S. des RodOn, Inschrift von TanaYs c. 
ao. 230, Latyschev II, 281, n° 454, 12. — awest. 
urwaza (freundlich, munter), vgl. Phadiaroazos. 

Augahr, Ausahr, Bruder des Piran, f&llt in der 
Schlacht der elf Recken, Tabari 610, 7. Barth 
vermuthet Austihen (Austanes) fttr Firdusi's Ne- 



stihen (u, w hat im Pehl. dasselbe Zeichen wie n) ; 
im Bundehesch, West P. T. I, 135 entspricht ihm 
X^astirlxt (s. diesen) ; die Pehlewizeichen wUrden 
sich Hugahr (Hugatn, Oxathres) lesen lassen. 

AuSbam oder HoSbam s. Usinemanh. 

Austanes 1) 'Oaj&vaq, ein Magier, Meder, Aufseher 
der Heiligthtimer in Aegypten, welcher den De- 
mokritos von Abdera unterrichtete, Diogenes von 
Laerte (angeblich aus Xanthos) bei MllUer, Fragm. 
I, 44. Philo Byblios bei Eusebios, das. Ill, 572. 
Synkellos 471. 'Oaxdvai hiess eine Pi-iester- 
schaft, welche sich mit Astronomic beschaftigte 
(also von dem Worte Awesta abzuleiten) Diog. 
Laert. prooem. 2. Plinius 30,8. 11 kennt zwei 
Osthanes, von denen der zweite, ebenfalls Ma- 
gier, bei^ Alexander weilte. J. A. Fabricii 
Biblioth. graeca I, p. 106, c. 14, 1. TertuUian 
bei Migne II p. 747. Cyprian, das. IV, p. 573 
(ed. Hartel 1, 24) u. sonst; Fihrist 353, 12 
(Ostanes), vgl. Fltlgels weitere Nachweise im 
Fihrist S. 189. P. de Jong 3, 191. 2) 0(TTdvn^, 
S. des Dareios Nothos, Vater des Arsanes, Diod. 
17, 5, 5. Plut. Artax. 1, 1. 5, 3. 22, 6 (bei 
Ktesias Artostes). 3) AiKTTdvTi^, aus Paraetakene, 
norddstl. von Baktrien, von Krateros gefangen, 
Arrian 4, 22, 1. Haustanes, Curtius 8, 5, 2. 
armen. Ostan eine alte k5nigliche Familie, 
Mose 1, 30; unter persischer Herrschaft Name 
einer Leibgarde, das. 2, 7. — Ostanes bei Justin 
unrichtig fttr Otanes. vgl. AuSahr. 

AutaYas s. Otay. 

AuTOpdpti^, Perser, Bruder des Mithrobaios, Arrian 
7, 4, 5 (Var. AlTOpdpTi?). — d. i. Sinn, Ver- 
standniss (fttr die Religion) besitzend, von awest. 
*aota (vgl. yt. 9, 26, von wat) osset. od, lit. 
jauta (von jiisti) altn. 5br. 

AOropoKTdKTi^, Perser, S. des Hieramenes, von Kyros 
dem jttngem 406 getOdtet, Xenoph. Hellen. 2, 
1, 8. — d. i. Sinn, Verst&ndniss pflanzend (armen. 
boys, wovon bttsak, bttsanil) wie pXacTTdvci pou- 
XeiiiLiaTa, Aeschyl. Septem 594. 

AiiTo<ppabdTTi^ 1) Satrap von Lydien unter Arta- 
xerxes II, Heerftthrer gegen Euagoras, Xenoph. 
Agesilaos 2, 26. Demosth. 23, 154. Theopomp. 
bei Photius, MttUer Fragm. I, 295, nMll. C. 
Nepos XIV, 2, 1. Polyaen 7, 27. Diod. 15, 
90, 3. Mttnze mit Bildniss und Aufschrift OATA 
(d. i. wata-)? Barclay Head, Gatal. of Greek 
Coins of Ionia 327, PI. 31, 13. 2) Flottenftthrer 
des Dareios Kodom., Arrian 2, 1, 3 etc. 3) Sa- 
trap der Tapyren und Marden, Arrian 3, 23, 7. 



Digitized by 



Google 



Auzawb 



53 



*Ar<ivTi<; 



24, 3. Phradates Curtius 6, 4, 24. VorgSnger 

des PhrataphemeS; das. 8, 3^ 17; sp&ter von 

Alexander hingericbtet, Curt. 10, 1, 39. 

d. i. das Verstandniss (fllr die Religion) ftrdemd. 
Auzawb s. Uzawa. 
Awabya, S. des Spenta, anscbeinend ein frommer 

Turanier, yt. 13, 123. Aweb-i Semkenan, tura- 

niscber Held, zur Zeit des Eai Xusrau, Fird. 

4, 20, 185 (Mohl: Yaweb). 
d. i. Gunst, Hilfe gewftbrend (awest. awanb). 
Awai\jban s. Wlwanbft. 
Awftrab, d. i. Vagabund, Taxallus oder Dicbter- 

name (nom de plume), Garcin de Tassy 103. 
Awaraostri, S. des HwOgwa und Vater des Wobu- 

nemanb, yt. 13, 103. 104. 
Awarb s. Huratb. 
Awaregao, S. des Erezwafld, yt. 13, 125. 

d. i. Etibe des Sebutzes babend, welebem 

Ellbe zum Schutz anvertraut sind. 
Awaret>rabanb, S. des RaStarewagbaild, yt. 13, 106. 

AwareJ)rabi (Nominat., in Pazendscbrift), West, 

P. T. IV, 30. — d. i. dessen Glanz nicbt einge- 

scbrfinkt ist (dureb nicbts verdunkelt werden 

kann). 
Awaripamu (Auripamu) von Eitanu, medischer 

Hftuptling, G. Smitb 289. 
Awamak s. Gawrang. 
Aweb s. Awabya. 

Awendftn s. Scberzll, Wardad; vgl. Abandanes? 
Awlb s. Hauscbyanba. 
Awrandgab s. Aurwadaspa 2). 
AwraS, S. des Siamek, Tabari 154, 6. Atbir 

35, 21. AwragT, dessen Scbwester, Tab. das. 
d. i. booh (? ygl. np. afraz und awraStan). 
Aza, S. des Iranzu von Manna, von Aufrtlbrem ge- 

t5dtet 716, Menant 163. 182. Peiser, Eeil. 

Bibl. 2, 56. vgl. Azes. 
Azad s. Azata. 
AzabafrOz s. Azadferoz. 
Azadanes oder Azes^ Diakon, Martyrer im letzten 

Jabre Sapors II. Nikepb. Eall. 8, 37. Asse- 

mani I, 194\ Acta Sanct. 22. April, III, 19. 
Azadbaxt, S. des Pbarao, in einer Erzablung, Rieu 

764**. — d. i. das Glttck eines Freien, Edlen 

besitzend. 
Azadbbeb, S. des Baniyan (?), Vater des Azadb- 

mard und Seb^rzad, Marzpan von Hira unter 

Xusrau II bis BCran, Tab. 1038, 14. 2019, 3. 

Belabori 242, 21. Atbir 1, 359, 2. 2, 298, 10. 

Zadyeb (1. Azadbeb) bin Mabbian al-Hamadani, 

Hamzab 112, 13. ZadUbeb, das. 149, 17. 



d. i. der edle Gute. 

Azadduxt s. Artaduxt. 

Azadeb, Lautenspielerin des Babram V, Fird. 5, 
504 flf. — d. i. die edle. 

Azadeb-xtd s. MabazadebxQi. 

AzadftrOz, S. des GuSnasp, Stattbalter des Xusrau I 
(ricbtiger Xusrau II) ttber Bahrain und 'Oman in 
MuSaqqar, genannt al-moka'bir (der Verstttmm- 
ler), well er den Arabem vom Stamme Tamlm 
wegen Beraubung einer k5niglicben Earawane 
die Hande abbauen liess. Tab. 985, 7 (die Les- 
arten lassen aucb Azadafr5z zu, N5ldeke ver- 
mutbet AbarafrOz, der das beilige Feuer anztin- 
det) ; AzadrOi im pers. Tabari (BeFaml) bei Zoten- 
berg 2, 250; DadfirOz oder Dadafr5z bin JuSnasfan, 
Hamzab 138, 12. 143, 10. Fairuz bin JuSnas, Be- 
labori 85, 10, bei Qodamab (de Goeje das. Note) 
DaftrUz bin JuSnas (j3^{»>); Azadftrtlz bin JuS- 
nas, Atbir 1, 341, 1. — d. i. der edle Sieger. 

AzadSibr, S. des Gbaznawiden Ibrabim (1058 bis 
1099), MinbaJ 105. — d. i. edlen Antlitzes (pebl. 
appeUat. a6at6ibrak, Andarze Atropat [Ganje- 
sbayagan] § 34). 

Azadmalik, S. des Gbaznawiden Ibrabim, MinbaJ 
105. — d. i. der edle E5nig (arab.). 

Azadbmard 1) Martyrer, ao. 614, Hofl&nann 113. 
2) Afiatmart (Azadbmard), Gelebrter, West, P. T. 

1, 244. 3) Azadbmard bin Azadbbeb, persi- 
scber Feldberr unter Rustam in der Seblaebt 
bei Qadesiya, Tab. 2226, 10. 2233, 2. Atbir 

2, 350, 10. 4) pebl. A&atmart-i magU-i x^atai- 
bQtan (Sobn des XudabUd), Siegel, Mordtmann 
DMG. 18, 28, n^ 73, Taf. II, penult. ; Horn S. S. 26. 
5) Azadmard Eamkar, von HaJJaj bin YUsuf 
ttber die (zerst^rte) Stadt Pasa gesetzt, Hamzab 
37, 7 = Mojmel, J. as. IH, 11, 354, 2. — d. i. 
freier Mann, in religiOsem Sinne: unscbuldig, irei 
von Sttnde (appell. z. B. Fird. 1, 132, 216). 

Azadmibr, S. des Gbaznawiden Ibrabim (1058 bis 
1099) MinbaJ 105. — d. i. der edle Mitbra. 

AzadrUi 1) s. Azadfer5z. 2) Beiname des Xategin, 
der die Truppen des Buyiden Baxtiyar scblug, 
ao. 973, Atbir 8, 467, 2 (AzadrUyeb). 
d. i. edles Gesiebt babend. 

Azadserw, Beamter des Xusrau I, Mircb. 1, 236, 4. 
vgl. Serwazad. — d. i. die freie Cypresse (frei, 
well sie verscbmabt Frttchte zu tragen). 

*A2;dvTi^ 1) Acbaemenide, S. des Artaios, flibrt die 
Sogdier im Heere des Xerxes, Herod. 7, 66.- 
2) Azan, Earapan oder Zaubrer, West, P. T. I, 
196; s. BratarwaxS. 



Digitized by 



Google 



'AZap^en^ 



54 



Babhai 



awest. azana (fUhrend), gr. "Atuivo^ CATii)v). 

'ATap^en? s. *EEapae. 

Azaryad s. SpefitOdata. 

Azarm, Azarmldnxt (armen. mit Q, aber kurz)^ 
Tochter des Xusrau II, KOnigin 631, Sebeos 
99, 27. Tab. 1061, 4. 2119, 9. Eutych. 2, 254, 
3. 15. Albertoi 122 ff. Fird. 7, 422, 1. Athir 
364, 16. Azarmik, Thoma 97—98 (87). Azar- 
mldakht (syr.) Elias 14, 5; armen. Zarmandtixt 
and Zrovandflxt in der aus 2 Listen entstandenen 
Reihe des Michael Syrus, Joorn. as. IV, 13, 320. 
ZarlmandQxty Barhebraeus bei Assemani III, 96, 
Z. 46. Azrmik oder Amrik, Tschamtseh. 2, 
327, 6. Sie hiess ursprlinglich X5rSM (XftrSld, 
die Sonne), vgl. N5ldeke 393, Not. 2. Nach 
ihr ist ein Stadtchen bei Ejrmangahan benannt, 
Yaqut 1, 232, 23. 4, 985, 23. 

d. i. das schamhafte (ehrbare) Madchen. 

Azaimihr s. Zarmihr. 

Azai-mlk (pebL), Vater des Farrnxzad und Ru- 
stam(?); beide beissen Azarmigan, s. die beiden 
Namen. — d. i. ehrenhaft. 

Azata 1) S. des Karasna, genet. Azatah^ Eares- 
nayanabS, yt. 13, 108. 2) Azades, Eunuch, 
Martyrer unter Sapor II, Acta Sanct. 22. April 
III, 19; derselbe wie WahiSt-azadh n° 2. 3) Azad, 
Tochter eines Bruders des Baban, Gattin des 
§ahr bin Baban nnd sodann seines Mdrders, des 
falschen Propheten Aswad (f 632), zu desseik 
Ermordung durch ihren Vetter Flrfiz sie behilf- 
lich ist, Athir 2, 256, 19. Tabari 1858, 4. 
4) Dichter- oder Schriftstellemame (taxallns) 
a) Mir Azad, Pertsch 630, n° 194. b) Mir 
Azad aus Schlraz, das. n"* 195. c) Azad 
aus Yazd, f 1543, Rieu 712'. d) Mirza Arju- 
mand gen. Azad aus EaSmir, Rieu 712. 1092\ 
Pertsch 630, n^ 198. e) Mir Ghulam 'All, gen. 
Azad, aus Balgram, geb. 1704, f i» Aurangabad 
1785, Sprenger 142. Rieu 373'. 719\ Pertsch 
630, n** 199. — d. i. frei, edel. 

AXdaha, vornehmer Gilaner, ao. 1406, Zehiredd. 
451, 11. — d. i. Drache; s. Baewaraspa. 

Azdahar, Vater des Arztes BarzUi, S. de Sacy, 
Not. et Extr. X, 140; 1. Adarbad? 

Azdnar s. Atarepata n° 4. 

"M^T]^, indisch Aya, S. des Maues, E5nig von In- 
dien, um 30 vor Chr., v. Sallet, Nachfolger 140. 
146. Percy Gardner, Gr. E. XLI. pi. XXVII-XX. 
Auf einigen Mttnzen zeigt der Avers Azes, der 
Revers indisch AyiliSa, sodass man Azes und 
Azilises (so die griech. Legende) im Verhaltniss 



der Mitregentschaft stehend betrachtet; inWirk- 

lichkeit ist der Name Azes nur aus Azilises ab- 

gektlrzt, s. Hoffmann 142. vgl. auch Azadanes, 

Azos. 
'AZiaTo^, Vater des Skartanos (s. diesen). 
*A2;{a^, Vater des Papas, Skythe (Sinder), Inschrift 

von Gorgippia, C. I. Gr. II, 165, n'* 2130, 56. 
Aii dahaka (der verderbliche Drache), Name des 

Tyrannen Baewaraspa, np. A2daha (s. dies). 
Azilises s. Azes. 
Azkax^ar 1) S. des Askajamtlk, E5nig von x^arizm, 

Albertoi 35, 18 (41). 2) S. des Sabn, das. 

35, 20. 36, 7 (41. 42). 
Azmalel s. Armail. 
Azonaces s. Agonaces. 
Azork 8. Azttk. 
''ACo^, S. des Ox^diakos, Mitglied einer Bruder- 

schaft in Tanals, Latyschev II, 269, n*^ 448, 13. 
'AZuiTO^, armenischer Riese, Eidam der Angurine, 

Ffthrer der Leibgarde Leos VI, fiel in der Schlacht 

gegen die Bulgaren unter Simeon 890, Eonstant. 

Porphyrog. 33, 1. 
AztaSat s. Yazdkart. 
Azflk, georgischer EOnig, mit Armazel zusammen 

genannt in der Liste desMxithar vonAyriwank; 

Vater des Hamazasp; er regierte nach WaxuSt 

seit 87 n. Chr., Brosset, Hist. 1, 65 (Azork, 

Arzok). 
''ACuXo^ malka (E. Thomas), Legende einer indo- 

parthischen Mtoze mit Bildniss, vgl. Drouin, 

Revue arch6ol., Juli-Aug. 1885, pi. 18, n° 2. 
Azurdeh, Mawlawi in Dehll, war 1853 70 Jahre 

alt, Sprenger 210. — d. i. der Mtlhselige, Be- 

trtibte (taxallus). 

BadvTi^ s. Wahan. 

Bab 1) S. des sagenhaften Tigran, Schwagers des 
Astyages, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 31. 2) 
Bdpo^, Skythe, Vater des Boraspos (s. diesen). 
d. i. Vater (np. bab); vgl. Baw. 

Baba 1) Ednig der Araraaer, ao. 226 n. Chr., 
Athir 275, 6. — 2) ein falscher Prophet in 
Amasia, ao. 1240 getodtet, Ab. Far. 479, 3. 

3) Baba xan x^'ajah, Dichter, Pertsch 609, n''271. 

4) Baba gab aus Ispahan, das. 633, n"* 47. 5) 
Baba x^daidad, f 1457, Rosen 121, 22. 

d. i. Vater; vgl. Bapa. Fighanl. 

Babagan s. Papak. 

Babhai, syr. ^ ino 1) Statthalter in Nisibin, Vater 
des Mihram-gugnasp, Hoffmann 93. 2) Babaios, 
Eatholikos von Seleukia 498—503, Nachfolger 



Digitized by 



Google 



Babek 



55 



Badftfrah 



des AkakioS; des Nachfolgers des Babuaios 
(t 485), Assemani III, 614^ 3) zwei gleich- 
zeitige Mar Babhai, Guidi's syrische Chronik, 
tlbers. von N5ldeke (Wien 1893), 22. 4) Bischof 
von RgwardaSlr, 780, Aasemani III, 176. 5) 
Babai ans Balx, Dichter, Pertecb 609, n° 264. 
vgl. B€bai und NOldeke P. St. 11. 30; auch 
baufiger syrischer Name. 

Babek 8. Papak. 

Baber (genau: Babr), 'All Sab, Dichter in Dehll, 
Ende 18. Jabrh., Sprenger 210. — d. i. Tiger. 

Baber 1) S. des Baisanghar, des Sohnes des §ah 
Rux und Enkels Timflrs 1446—1456, Joum. 
asiat. V, 17, 252. 20, 289. Rosen 121, 21. 

2) S. des 'Omar Saix und der Qutlugb-nigar 
Xanum, Nachkomme Timurs, geb. 14. Febr. 1483, 
Ftlrst von Fergbana 1494, erster Grossmoghul 
von Indien 1526, f 22. Dez. 1530, Verfasser des 
Babemameb, seiner Selbstbiograpbie in tatari- 
scber Spracbe, die der Kaiser Akbar ins Per- 
sische tlbersetzen liess, Ferigtab 1, 354, 2 (2, 2). 
Rieu 244'. Rosen 122, Ip. — d. i. L5we (ttlrk.?) 

Babi (armen.), S. des Hrahat, aus dem Hause der 
Fllrsten von Atrpatakan, ao. 704, Brosset, Hist., 
Addit. 485. 

Babik 1) Ftlrst von Siuuik, Scbwaber des ArSak IV 
von Armenien, ao. 382, Faust. Byz. 5, 42 (250, 
11). Mose 3, 41. 43. 2) armen. Adlicher aus 
dem rop*senisehen Gescblecbt, ao. 455, EliSe 
247'. Laz. Pbarp. 148, 16. 3) S. des Wasak 
von Siunik, ging mit seinem Bruder Bakfir 452 
in persische Gefangenscbaft, aus welcher er 457 
von Ormizd III entlassen ward, Laz. Pbarp. 
194, 29 (ao. 465). — d. i. Vatercben. 

Babk^n (armen.) 1) Babgean, Artsrtlni, unter Wa- 
larS und Xosrow I, Tboma 56, 6 (48). 2) Bab- 
g^n, ArtsrQni, S. des Nerseh, Tboma 57, 15. 

3) Babk^n, Ftlrst von Siunik, Bruder Bakars, 
ao. 455, EliSe 247'. Laz. Pbarp. 148, 1. 212, 2 
(hier Babg€n). 4) Babg^n, Katbolikos 487—492, 
Samuel v. Ani 387. 5) S. des AtSir, Ftlrst von 
Siunik 515—524, Brosset, Bullet Acad. St. 
P6tersb. 4, 1862, 504, 6) Babk^n, Fttrst von 
Siunik, Bruder des E*tlrd, ao. 728, Tscbamtseb. 
2, 400, 28. 7) Babken oder Pbilipg, Ftlrst von 
Sisakan, Sohn des Wasak, Vater des BabkSn, 
Wasak und ASot, f 848, Tscbamtseb. 2, 445, 4. 
Brosset, Bullet. Acad, de St. Pitersb. 4, 1862, 
505. 8) S. des vorigen, Vater des Wahan, 
Brosset, das. — Adjectivbildung von Babik. 

Bap^av2:abaT^i s. WohumanaAh. 



Baboe, syr. .>q£^ 1) Babuaios aus Tela am Sar- 
sar-Canal, Biscbof von Seleukia und Martyrer 
unter Per5z, t 485, Assemani I, 18''. 358 ^ III, 
614^ n*»22. ar. Babtiyeb, Ab. Far. 138, 11. 
Babae, Tscbamtseb. 2, 153, 26. Pavi, Mxitbar 
69. Mich. J. as. IV, 13, 328. NOldeke, P. St. 
10. 11. 27. 2) Babtlyeb, Schreiber des Badhan, 
Statthalters von Yemen, Tab. 1572, 17 (ao. 627). 
3) 'All bin al-Husain bin Mtlsa, genannt Ibn Ba- 
bflyeb(Babwaibi) schiitischer (zeiditiscber) Rechts- 
lebrer aus Qum, t 991, Fibrist 196, 5. 4) Abtl 
Ja'far Ibn BabUyeb, S. des vorigen, Ftlrst von 
Sejestan, Scbrifksteller, Hajl Xalfa 4, 110, 7. 
270, 11. 5) 'Abdallab, S. des Ytlsuf bin Ahmed 
bin Babtlyeb, Gelebrter aus Ardistan (zwischen 
Ispahan und QaSan), t 1018, Yaqut 1, 199, 5. 
6) 'All, S. des Mohammed bin Babtlyeb, Ge- 
lebrter aus Aswariya bei Ispahan, Yaqut I, 268, 
13. 7) Saix Babtti Babek in Debli, von Sultan 
Mohammed ao. 1346 zum boben Wtlrdentrager 
gemacht, FeriStab 1, 251, 14 (1, 434). 

Der Name ist iranisch und semitisch, wie das 
Stammwort Bab selbst, s. N5ldeke P. St. 11.27. 
Frankel, Wiener Zeit»chr. f. d. K. d. Morg. 4, 
1890, 339. 

Babots, Vater des Pap, Heerftlhrers des Wahan, 
Laz. Pbarp. 225, 12. 

Babr5€, NMdeke, P. St. 16. — von BabCr (Tiger). 

Babgadh 1) Ahmed bin BabSadh Abu 1-fath, Yaqut 
3, 278, 13. 2) Abtl Mohammed, S. des Babgadh, 
Wezir des Buyiden Abtl Kalfjar ao. 1027, Athir 
9, 253, 5. 3) Abu 'l-flasan Tahir ibn Ahmed 
Ibn BabSadh aus Dailem, arab. Grammatiker in 
Kairo, f Jan. 1077, Yaqut 3, 551, 9. IbnChall. 
n** 307 (I, 647). Haji Chalfa 1, 334, 8, 2, 626, 
10 (hier: f 1062). 5, 332, 9. — d. i. frob tlber 
seinen (noch lebenden?) Vater. 

Babtldnxt s. N^wanduxt. 

Babtlnab (ar. BabflnaJ), Tochter des Muxdi^, eines 
(krtlppelbaften) Sohnes des Yezdegerd III und 
einer Frau aus Marw, Schwester der TahmQ, 
gebar dem Walld, Sohn des Chalifen *Abdo 
1-malik (685—705), den Yezld HI, Tab. 2887, 
7. 13 (2873, 5). 
d. i. die Eamille (Chamaemelon). 

Bad s. SrQtatfebri. 

Bad, ein Eurde, bemachtigte sich ao. 983 MOsuls, 
ward aber im folgenden Jahre von den Buyiden 
vertrieben, f 991, Athir 9, 25, 9 flf. Ab. Far. 
321, 10. vgl. DOstek. 

Badafrah s. Padafrah. 



Digitized by 



Google 



56 



BagabaxSa 



Badagos s. Badakes. 

BftbabU^ Anftlfarer des chorasmischen Heeres des 
SeljSqen San}ar im Eampf gegen seinen Neffen 
MahmQd, ao. 1119, Athir 10, 387, 10. 

BabdKTi^ 1) S. des RhadanpsOs, Strategos in Olbia, 
C. I. Gr. II, 135, n'* 2074. 2) BdbaTO?, S. des 
lezdrad, Strategos in Olbia, Latyschev I, 117, 
n** 79. 2) Bftbaq s. Gh^sliStan. 

patronymiscb : Babakftn, S. des Sapor II, Vater 
des Sapor, des Vaters Bahrftms jQr, in der an- 
geblichen Ahnenreihe der Benu Rustam von 
Tfthert (Algerien), Yaqut 1, 815, 4. 

Baban 1) S. des Sasan (Hamzah 136, 6) oder des 
Mihran (das. 148, 19;letztres wohl der Geschlechts- 
name), Vater des Sahr, des Gatten seiner Nicbte 
Azad, letzter Statthalter von Yemen, zur Zeit 
des Xasran II und SerOe, trat znm Islam tiber. 
Tab. 958, 9. 1572, 14. 1763, 17. 1851, 14 (bier 
Babam, wie bei) Belabori 105, 18. 406, 11. 
Yaqut 3, 401, 8. Badan bin Sasan, Masudi 3, 
177. Ibn XaU. II, 136, 21 (1, 450); Baban, 
Athir 327, 21. 359, 20. Abulfeda (Fleischer) 
120, 5. Abulfeda 1, 136, 5. 2) Marzban von 
Marw er-rtld, schliesst Frieden mit Ahnaf ao. 
652, Tab. 2898, 14. 3) Fttrst (Malik) von Marw 
er-rUb, verbttndet mit Naizak (Nizek) von Babg€s, 
Tab. 2, 1206, 4 (ao. 709). 1227, 4 (wo der 
Name im Reim Babam lautet Athir 4, 430, 22. 
4) Freigelassner des Mohammed bin al-Ag'ath, 
ao. 696, Athir 4, 358, 7. 5) Vater des Yazdan 
(s. diesen). 6) Badan, S. des Farah (Farrux?); 
sein Enkel Yazld war Geometer zur Zeit des 
Chalifen Motawakkil (847—861), Eutych. 2,446, 
19. 7) MansQr, S. des Baban aus Ispahan, von 
Yaqut citirt 1, 295, 19. Patronymische Form 
einer AbktirzuDg eines mit Bad, awest. Wata 
(Genius desV\^indes) zusammengesetzten Nameus, 
N5ldeke, P. St. 15. 

Badinjan Sultan, Statthalter in Ardebll ao. 1526, 
Horn, DM6. 44, 581, 14. 
d. i. Eierpflanze, Melanganapfel. 

Badhoe, Babttyeh, N5ldeke, P. St. 15. vgl. Ba»an. 

B&bpr\(;, S. des Hystanes, Pasargade, von Aryandes 
512 nach Barka gesendet, Herod. 4, 167 (al. 
MdbpTi<;, Mdvbpn^). 203 (al. Bdpii<;); Ftthrer der 
Eabalier und Milyer unter Xerxes, Herod. 7, 77 
(ao. 480); vielleicht versehiedene Personen. — 
awest. *ba&ra (glttcklieh, Gltlck); np. bahr, skr. 
bhadrd. 

Badrawa (al. Ababir), einer der Begleiter des 
Xusrau II im Kriege gegen Bahram Ccpin, 



Tab. 1000, 7; Fird. hat an seiner Stelle Rad- 
man; N5ldeke, Tab. 286. 

Badrtlz, Schriftsteller unter ArdaSlr I, Mojmel, J. 
as. IV, 1, 419, 16. — d. i. der alltftgliehe, der 
alle Tage (immerfort) ntltzlich ist, up. badrtlz 
C*r5z), altp. "^patirauSah. 

Badtlsepan s. PatkOspan. 

Baga"* (Gott, Ized), von den Griechen mit Maga** oder 
Mega° mit Anlehnung an ihr Wort fllr * gross' 
wiedergegeben, wie auch Mylitta fftr Belit steht. 

♦Bagabara, M€Tap(ipii<;, Thukyd. I, 109. vgl. Ba- 
gabuxSa n** 2. 

Bagabartu (BagamaStu), Name eines Gottes in der 
armen. Stadt Musasir, Insehrift Sargon's, An- 
nalen Col. 2. Inschr. der Fasten 148 (ao. 714); 
scheint ein iranischer (medischer) Eigenname. 
M^nant, Rech. sur la Glyptique orient. II, Paris 
1886, S. 93. Tiele, Babylonisch-assyrisehe Ge- 
schichte I, 266. 

♦Bagabazu 1) tAef&^aloq, S. des Megabates (Baga- 
pata), Feldherr des Dareios, Eroberer von Thra- 
kien, Herod. 4, 143. 144. 5, 1. 2. 23. 24. Justin. 
7, 3. Befehlshaber der pers. Flotte unter Xerxes, 
Herod. 7, 97. Diod. 11, 12, 2 nennt ihn in 
dieser Eigenschaft Megabates. tAefa^dZr]^, Aesch. 
Pers. 22. 2) BdTaZ;o<;, s. Bagabux^a 2. 3) Ge- 
sandter des Artaxerxes I an Sparta, Thukyd. 
1, 109. 4) S. des Spithridates, Liebling des 
Agesilaos, Xenoph. Hellen. 4, 1, 28; bei Plutarch 
Megabates. — d. i. dessen Arm die G5tter sind, 
die Gewalt von den Baga habend. 

Bagatigna, Vater des Widama, Inschr. von Be- 
histan 4, 84. — d. i. Glanz von den GOttem 
(von den Ized) habend. 

BagabuxSa 1) S. des Daduhya, Gefilhrte des Da- 
reios, Inschr. von Behistan 4, 85 (sus. Paga- 
wuxSa); MeTdpuCo^;, Herod. 3, 70. 81 ff. Vater 
des ZOpyros, 3, 153. Dieser ist wohl der an- 
gebliche Satrap von Arabien, Xenoph. Kyrop. 
8, 6, 7. Tzetzes 3, 505. 2) Megabyzos, Enkel 
des vorigen, Sohn des ZOpyros, Feldherr des 
Xerxes, Herod. 7, 82. Ktes. Pers. 32. 33; 
dessen Eidam, Gatte der Amytis, welcher nach 
Ktes. 22 Babel ftlr Xerxes eroberte, was Herodot 
dem Zopyros zuschreibe; bei Diodor nunmt er 
die Stadt fttr Dareios I (ao. 509); unter Arta- 
xerxes I unterwarf er Aegypten, Diod. 11, 74, 
6 (ao. 461); bei Thukydides Megabares genannt. 
Nach Justin 3, 1, der ihn Bacabasus nennt, 
rettete er Artaxerxes vor dem Mordanschlag des 
Artapanos; Deinon bei Athenilus609 (3, 343, 16) 



Digitized by 



Google 



*Bagadata 



57 



Bagarat 



nennt ihn Bafolof;, was bereits Schweigh&user 
in MeTciPoZo^; Rtthl in Baf&^oZoq verbesserte^ 
richtiger ist Mef&^vloq, s. Amytis und Mtiller^ 
Fragm. II, 93, n° 21. N(ildeke P. St. 35. 3) 
Gatte der Rhodognne, der Tochter des Zopyros, 
Chariton 89, 18 (ungeschichtlich). 4) Perser zur 
Zeit Alexanders, Pint. Alex. 42, 1. 5) ein 
sehlechter Ennstkenner, Aelian 308, 15. 

Megabyzos ist der Titel der Tempelwftrter 
(v€iA)K6po^) der Artemis in Ephesos, Xenoph. 
Anab. 5, 3, 6. of. L. Dindorf zu d. St. S. 230. 
Strabo 641 (895, 5). Appian, bell, civile 5, c. 9. 
Stephanns Thes. 5, 630. BuxSa ist vielleicht in 
dem Namen des Artemispriesters MiiEo^ erbalten, 
Diogenianus 3, 65 (Paroemiogr. ed. v. Leutsch). 
d. i. Befreiung, ErlOsnng darch Gott habend. 

Bagadata 1) Bagadatta oder Bagdatti, Fflrst von 
Umildis (armen. Melti in Tar5n? InSiSean, Descr. 
veteris Armeniae, Vened. 1822, S. 105. Meltes 
der Heros eponym.), von Sargon 716 besiegt 
und geschnnden, Inschr. der Annalen col. II. der 
Fasten 146. Peiser, Keil. Bibl. 2, 58. vgl. 
Tiele, Babylonisch-assyr. Geschichte, I, 266. 
2) MaTabdTT]? (al. Ba-xab&T^q), Feldherr des Ti- 
granes, Appian de reb. syr. c. 49. 3) Baghdadh, 
Wezir des MausekOnigs in der Fabel, syr. Bak- 
dadh, Kalilag und Damnak herausg. v. Bickell 
118, 14 (Uebers. 114, 19). NWdeke, Abhandl. 
Gott. Ges. d. Wiss. XXV. 1877, 8. 19. 53, 2. 
vgl. Bigtha. — awest. baghodata (von Gott 
gegeben). 

^Bagadugta, MeTabdaxri^, Vater des Maskames^ 
Herod. 7, 105. — d. i. GedqpiXo^. 

^Bagafama, McTaqp^pyri^, Perser, Phoinikistes (Statt- 
balter oder Bannertrager), Xen. Anab. 1, 2, 20. 
d. i. Gottes Licht habend, vom Licht Gottes 
bestrahlt. 

BotaTo^ 1) S. des Artontes, Vater des Mardontes, 
bewirkte die Hinrichtung des Orontes, Herod. 3, 
128. 7, 80. 2) Perser, Com. Nepos, Alcib. 10. 
Mataio^, Plut., Alkib. 39, 1. 2. 3) natflrlicher 
Bruder und Feldherr des Phamabazos, besiegte 
den Agesilaos ao. 396. Xen. Hellen. 3, 4, 13. 
4) ein Soldat in Aegypten zur Zeit des Tiberius, 
Letronne, Inscr. grecques et latde I'fegypte II, 
426. — Aus Baga(pata), vgl. Bagapaios, N5l- 
deke, P. St. 29. Bagaios hiess nach Hesychios 
der Zeus der Phrygier. 

Bagakart 1) EOnig der Persis, MQnze mit Bilduiss, 
Mordtmann, Berliner Numism. Zeitschrift 4, 1877, 
S. 155 n^ 1, Taf. I, nM. 2) wahrscheinlich 

Jnsti, Ferd^ Iranisches Namenbuch. 



Enkel des vorigen, Mflnze mit Bildniss, das. 157, 
n° 5, Taf. I, if 3. DMG. 21, Taf. I, 1. 
d. i. von Gott gemacht. 

*Baga2iJ)ra (?) McTaaibpa^, Vater des Dotos, Herod. 
7, 72. — d. i. von gOttlichem Geschlecht (Sa- 
raen), wie pehl. mlnOfiitrS. 

Bagam, sagenhafter Ednig von Armenien wahrend 
der medischen Oberherrschaft, S. des Phamavaz 
(Bruder des Bagarat), Sebeos 6, 11; bei Mar 
Abas Qatina (Mose 1, 31) Sohn des Armag, Ahn- 
herr der Satrapen (naxarar) von BagtiniK. — m 
scheint der Anfangslaut des 2. Compositions- 
gliedes des abgekQrzten Namens zu sein. 

Bagamagtu s. Bagabartu. 

BaTairaio^, S. des Artaxei*xes I und der Audia, 
Etes. Pers. 44. — von Bagap(ata), N5ldeke, 
P. St. 29. 

♦Bagapflna, MeTiiTavo^, Heerfitthrer der Hyrkanier 
unter Xerxes, spater Satrap von Babylonien, 
Herod. 7, 62. 
d. i. den Schutz der Gutter geniessend. 

BaTaTrdxTi^, Perser 1) Eunuch des Eyros, Earn- 
byses und Dareios, den er 7 Jahre flberlebte, 
Etes. Pers. 9, 19. 2) tAexa^Tr\q, Achaemenide, 
Vetter (Aveipid^) des Dareios I, also Neflfe des . 
Hystaspes, Herod. 5, 32. Strabo 403 (570, 18). 
Satrap von Daskylitis, Vorganger des Artabazos, 
Thukyd. 1, 129. Vater des Seisamas und Me- 
gabazos, Aesch. Pers. 983. s. Megabazos (Ba- 
gabazos). 3) BaTairdTTi^, schnitt auf Artaxerxes II 
Befehl dem gefallenen Eyros den Eopf ab und 
ward dafttr von Parysatis geschnnden und ge- 
kreuzigt, Etes. Pers. 59. Bei Plutarch Artax. 
17, 1 (nach Etesias) heisst er Maaapdrr]?. 4) 
MetapdiTi?, S. des Spithridates, Liebling des 
Agesilaos, Plut. Ages. 11, 2 flf. vgl. Megabazos 4 
(Bagabazos). 5) MeTapdxT]^, Halikarnassier, In- 
schrift vom Anfang des 4. oder Ende des 5. Jahrh., 
Haussoulier, Bulletin de correspond, hellen. IV, 
1880, S. 303, A, Z. 36. 6) Hyparch des E5nigs 
Artapates von Armenien *jenseits des Euphrat* 
(Eleinarmenien), erschien itn Lager des Pompejus, 
Appian, bell, civile II, c. 71. 7) Bruder des 
E5nigs Wardanes I, Philostratos, Vita ApoU. 1, 
31, 1 (ungeschichtlich). 

d. i. von den GOttem beschfltzt. 

Bagarat (armen.) Bagrat (georg.) TTayKpaTeio^ oder 
TTaTKpdTio^ griech. (der fremde Name durch 
einen ahnlich klingenden griechischen ersetzt). 
1) Sambay Bagarat, angeblich ein Jude (Hr€ay), 
unter dem ersten arsakidischen EOnige Walarsak 

8 



Digitized by 



Google 






Bagarat 

(nach den Armeniern ao. 149 vor Chr.) Kronauf- 
setzer (f agadir), Ahnherr der Bagratiden in Ar- 
menien und Georgien, Mar Abas Qatina bei 
Mose 1, 22. 30. 2, 3; in der georgischen Ueber- 
lieferung erst gegen 500 n. Chr. angesetzt, Brosset, 
Hist. 1, 216 flf. Dass diese jtidische Herkunft 
des Bagarat erst von einem christlichen Schrift- 
steller erfunden worden ist, zeigt die Bezeich- 
nang Bagarat's als Sohn des Pbamavaz and als 
Bagarat p'arazean bei dem sogenannten Pseudo- 
Agathangelos, der dem Sebeos als erstes Buch 
beigegeben ist, Sebeos 6, 11. 9, 12 (Langlois, 
Collect. 1, 198). vgl. V. Gutschmid, Kleine 
Schriften III, 322. Baumgartner, DMG. 40, 500. 
2) BttTpdro^, S. des Gautos, griech. Inschrift ao. 
130. 159 (Philippopolis), C. I. Gr. Ill, 239, 
n"^ 4518. 4519. 3) Bagarat, S. des Smbat, Aspet 
(Feldmarschall) imter T6rdat dem Grossen und 
Xosrow n, Faust. Byz. 3, 7 (17, 8). 4, 4 (71, 32). 
Mose 2, 83. 85. Asolik 98. 4) Vater des Smbat 
n° 8, Tsehamtschean 1, 464, 35. 5) S. des Gua- 
ram (Guram) und einer Tochter des Waxtang I, 
Vater des Guaram (f 600), f (nach WaxuSt) 
568, Brosset, Hist. 1, 217 (scheint von WaxuSt 
erfunden). 6) S. des Guram (f 600) von Geor- 
gien, Bruder des KOnigs Stephan I, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. 7) Vater des Sahak (Isaak), 
Patricius und seit 769 Marzpan von Armenien, 
Tsehamtsch. 2, 409, 18. 8) Naher Verwandter 
des Smbat des Bekenners, Bruder des Dawith, 
Sahak (Isaak) und MUSel, Gatte einer ArtsrQni, 
FGrst von SasQn (an der Grenze von Tar5n und 
TftiUberan), Marzpan 835, Patricius 840, von 
den Arabem gefangen gesetzt 848, Kirakos bei 
Brosset, Deux histor. 41. Thoma 107, 32 (97) flf. 
9) S. des Asot, Kuropalat von Iberien, Eidam 
des Smbat des Bekenners, f 876, Tsehamtsch. 
2, 408, 16. 429, 1. Brosset, Bullet. 1, 1844, 
167. Hist. 1, 265. arab. Baqrat bin Agflt 
batrlq, Belftbori 185, 9. Yaqut 2, 59, 2. Athir 
7, 38, 19. Ab. Far. 260, 4. 10) Bagrat I von 
Ap'xaz, S. des Dimitri, Enkel des Leo II (f 806), 
Gatte der Witwe seines NeflFen und Vorgangers 
Adamase, welche die Tochter des Guram, des 
Sohnes ASot's Kuropalat war, f 906, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 193. Hist. 1, 273. 11) Bagrat 
Magistros, S. des Smbat (f 889), Bruder des 
Dawith, Vater des Dawith, Adamase, Gurgen 
und ASot Kiskases, f 909, griech. TlaTKpdTeio^, 
Konstant. Porphyrog. 206, 3. 207, 20. Brosset, 
Bullet. 1, 1844, n*' 167. Hist. 1, 283. 12) Ba- 



58 Bagarat 



grat, S. des Konstantin, des Sohnes Bagrat's I 
von Ap'xaz, wahrscheinlich Schvvaher desMuSel, 
Sohnes Smbat des Mllrtyrers, f 922, Gatte einer 
Tochter des Eristhaw (Satrapen) Guram, oder 
(nach Wachtang) Gurgen von Artantij, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 180, Not. 193. 13) Bagarat, 
S. des Grigor, Enkel des ASot-Wahan, Patricius, 
Eidam des Theophylaktos Magistros, ao. 926, 
Tsehamtschean 2, 817, 27. TlaTKpdTeio?, Kon- 
stant. Porphyrog. 189, 12. 14) Bagrat, S. des 
KOnigs Adamase von Tayk, Magistros und Ku- 
ropalat, Vater des Adamase, f 945, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. 6, 1863, 493.. Hist. 1, 280. 
284. 15) S. des Adamase, Enkel des Bagrat 
Magistros n" 13, f 969, Brosset, Bullet. 1, 1844, 
167. Hist. 1, 280. 284. 16) Bagrat Regwen 
(der Dumme) oder Dawith von Tayk, S. des 
KOnigs Smbat (f 958), Brader des Adamase, 
Vetter des Gurgen und Smbat, KOnig von Geor- 
gien, t 994, Tsehamtschean 2, 869, 42. Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 280. 281. 284. 

17) Bagarat, S. des A§ot, Enkel von n* 12, ao. 
976. 989, Tsehamtsch. 2, 818, 13. 847, 39. 850, 2. 

18) Bagrat von Artanuj, S. des Smbat (f 988), 
Bruder des Dawith, Vater des Smbat, f 988, 
Brosset, Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 272.285. 

19) S. des Adamase (f 945), Magistros, Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. TlaTKpdTeio^, Konstant. 
Porphyrog. 207, 6. 209, 18. 20) Bagrat II von 
Ap'xaz, als KOnig von Karthli Bagrat III, S. des 
Gurgen, des Sohnes des Bagrat Regwen (n"" 16), 
von Dawith von Artantij adoptirt, regiert in 
Karthli seit 985, f 1014, Mxithar 92. Tseham- 
tschean 2, 870, 5. Brosset, Bullet. 1, 1844, 
193. 6, 1863, 491. Hist. 1, 285. 294. 21) 
Bagrat, S. des Smbat in Artanuj (f 1011), Brosset, 
Bullet. 1, 1844, 167. Hist. 1, 272. 22) Ba- 
garat, S. des Gurgen oder Giorgi von Ap'xaz 
und der Mariam, Tochter des KOnigs Senekerim 
Artsrtoi (1003—1026), Vater des Giorgi IV 
(t 1089), erobert Tiflis und wird K^nig von 
Karthli, 1027—1072, Gatte der Helena, der 
Nichte des Kaisers Romanos Argyros, Mxithar 92. 
Tsehamtschean 2, 870, 42. Brosset, M6m. VI, 
4, 1840, 343. Bullet. 1, 1844, 198. 6, 1863, 
491. Hist. 1, 311. Baqrat bin Krikor, Hamd. 
M. Joum. as. IV, 11, 435. 23) Mtsire Bagrat 
(B. der Kleine), S. des Mixel von Imereth, eines 
Enkels der KOnigin Rtlstldan, Gatte einer Tochter 
des Atabeg Quarquare von Axaltsixe, 1329 — 1372, 
Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 179. 180. Hist. 2, 



Digitized by 



Google 



Bagarat 



59 



BaTiI»a^ 



246. 24) Didi Bagrat (B. der Grosse), S. des 
Dawith von Karthli nnd der Sinduxtar, Gatte 
der Helena (t 1366), dann der Anna, Tochter 
Manuels III von Trapezunt, reg. 1360 — 1395, 
Tschamtschean III, 422, 26. Brosset, M6m. VI, 
5, 1843, 180. 181. Hist. 1, 650. 25) Bagrat, 
S. des Dimitri, Eristhaws von Imereth (f 1455), 
Sohnes des KOnigs Alexander von Karthli, reg. 
als KOnig Bagrat II in Imereth, 1455 — 1478; 
Gatte der Helena (f 1507) und Vater des Alexan- 
der von Imereth (1478—1507), Brosset, M6m. 
VI, 4, 1840, 397. 5, 1843, 183. 184. 222. Hist. 
1, 682. 2, 249. 625. 26) S. des Konstantin II 
von Karthli (1469—1505), Fttrst in Muxran, 
Vater des Arfiil, ASothan, Waxtang and der 
Dedis-Imedi, Brosset, M^m. VI, 5, 1863, 187, 
Not. 10. Hist. 2, 19. 27. 73. 27) S. des Alexan- 
der n von Imereth nnd der Thamar, welehe 
beide 1510 staiben, geb. 1495, reg. 1507—1548, 
Gatte der Helena, Vater des Giorgi, Brosset, 
M6m. VI, 5, 1843, 186. 189. 190. 223. 225. 
Hist. 2, 253. 28) S. des Giorgi von Imereth 
(1548 — 1585) nnd der Rflsftdan, Bmder des Le- 
wan (Leo, 1585—1590), geb. 1565, f 1578, 
Gatte der Tochter des Dadian Lewan von Min- 
grelien, Brosset, M6m. VI, 5, 1845, 193. 194. 
195. 234. Hist. 2, 258. 29) ursprtlnglieh Thei- 
muraz genannt, S. des Waxtang von Muxran, 
des Sohnes Bagrat's, Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 
194. Hist. 2, 73. 30) S. des Theimuraz, des 
Sohnes Waxtangs, Prinzen in Imereth, Bmder 
des Xosro, ao. 1590, Brosset, M6m. VI, 5, 1845, 
198. 244 (hier: Sohn des Bruders [1. Vetters] 
des Giorgi). 31) S. des Dawith oder (moslimisch) 
Daftd Xftn, von Schah 'Abbas w^hrend der Re- 
gierung des Luarsab II 1616 in Tiflis als KOnig 
eingesetzt, Vater des Suimon II (1619 — 1629), 
Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 200. 271. 277. Dom, 
Mm. VI, 6, 1844, 401. Brosset, Hist. 2, 52. 
32) S. des Waxtang V Schahnawaz, Fttrst m 
Kuthais (Imereth), Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 
204. 313. 33) S. des Theimuraz von Kaxeth, 
Bruder des Waxtang Schahnawaz (f 1675), 
Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 198. 34) S. des 
Alexander von Imereth (1639 — 1660), von seiner 
Stiefmutter Nestan-Darejan, der Tochter des Thei- 
muraz von Kaxeth, deren Liebe er verschmEhte, 
geblendet, reg. mit TJnterbrechungen 1661 — 1680, 
Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 203. Hist. 2, 276. 
Arakel 619, 1, bei Brosset, CoU. 1, 591. 35) S. des 
EOnigs Giorgi XI (Gurgin-xan) von Karthli, ver- 



lobt mit Rusudan, Tochter des QilCiq Tscherkez, 
t c. 1692, Brosset, Hist. 2, 627. 36) S. des 
letzten K5nigs von Kaxeth Giorgi (seit 1798), 
Brosset, M6m. VI, 4, 1840, 520. 

Ableitung: Bagratuk, gr. TTaincpaTouKa^, S. des 
Frotospathar's Manuel aus Kleinarmenien, unter 
K.Leo VI (886—911) Strategos der Buccellarier 
(Trabantengarde), Konstant. Porphyrog. 31, 2. 
226, 14. — d. i. Freund Gottes (? gebildet wie 
Ariarathes). 

Bagas 1) Armenier, Mamikoni, Bmder des Wasak, 
Feldherr des ArSaklll imKrieg gegen Sapor II, 
Faust. Byz. 4, 22 (138, 11). 2)Bagag, Bischof 
von Rema (ao. 485), Guidi, DMG. 43, 397, 8. 
Nach Strabo 553 (776, 18) ist Bdra-^ ein paphla- 
gonischer Name. 3) skyth. 86^11? (genet. BdYiiTO^, 
griechisch nach MdyvTi^, MdyvnTO^), Vater des 
Kossiis und AthenodOros, C. I. Gr. n*^ 2130, II, 
165, 40. — vgl. Bacasis. 

BaTacrdKTi^, Perser (al. Ba(T[a]<iKii^), ftthrt die asia- 
tischen Thraken (Bithynier) im Heere des Xerxes, 
ao. 480, Herod. 7, 75. 

BataOujo^ s. Bigtha. 

♦Bagawama, griech. McTap^pyri^, S. des Spitamas 
und der Amytis, der Tochter des Astyages, 
Ktes. Pers. 2. — d. i. Schutz der Gutter ge- 
niessend. 

BdToZo^ s. BagabuxSa. 

Baghdftd-xfttttn, Tochter des Amir Cttpan, Wezirs 
des Mongolensultans Abtt Sa*ld (1316—1334), 
dessen Gattin sie nach Entfemung ihres ersten 
Mannes, §aix Hasan ward (ao. 1327), und den 
sie tOdtete, als er Dilgad-Xatttn als zweite Fran 
geheirathet hatte, Batutah 2, 122, 1. 123, 3. 
Mirch. 5, 151, 25; vgl. C. d'Ohsson, Hist, des 
Mongols 4, 667. 672. 

Bdtboxo^, S. des Symphoros, Mitglied einer Bm- 
derschaft in TanaYs, ao. 225 n. Chr., Latyschev 
II, 267, n^ 447, 26. 

Bayb6aa\)oq, S. des SauaiOsos, in TanaYs, ao. 228, 
Latyschev II, 275, n** 451, 18. 

Bajglr, Hasan Hajl, in N&til, von den Grossen von 
Rttyan getOdtet ao. 1190, Zehir. 79, 5. 
d. i. der Steuereinnehmer. 

BaTicTTdvti^, Babylonier, Arrian 3, 21, 1. 3. Bagys- 
thenas, Curtius 5, 13, 3. — d. i. aus Bagistana 
(Behistftn) in Medien? oder *den G5ttem er- 
wttnscht'? 

Batwa^ 1) Haupt eines jttdischen aus der babylo- 
nischen Gefangenschaft zurttckkehrenden Ge- 
schlechtes, hebr. ■•'j:»3, vocalis. Bigwai, Ezra 2, 2. 



Digitized by 



Google 






BaTiwbdpav 

14. 8, 14. Nehem. 7, 7. 19. 10, 17; die LXX 
haben BaTOuai, das apokryphe Ezrabuch Batoi 
Oder BaTU)i (Mittbeilung von Wellhausen). 2) 
Eunuche aus Aegypten, Vertrauter des Artaxerxes 
III Ochos, dampft den jtldischen Aufstand ao. 
348; er betrat nach dem vom Hohenpriester 
Jochanan an seinem Bruder Jesns im Tempel 
vertibten Mord das Heiligthum, das hierdurch 
nach jtldischen Begriflfen entweiht ward; er ver- 
giftet den Ochos 338 und den Arses 336, wird 
von Dareios III 336 hingerichtet, Diod. 16, 47, 
3. 17, 5, 6. BaTo^o^, Strabo 736 (1026, 10, al. 
MaTu»a^). Cnrtius 6, 4, 10. Joseph. A. Jud. 
11, 7, 1 (BttTwcrn?)- Aelian 6, 8. Job. Antioch. 
bei Mliller, Fragm. IV, 554^. Sein Hans in 
Susa schenkte Alexander dem Parmenio, Pint. 
Alex. 39, 6. vgl. Judeich 176. 3) Eunuche, 
Liebling Alexanders, Dikaiarchos bei Athenaios 
603 (3, 330, 6). Plut. Alex. 67, 4. Curt. 6, 
5, 23. 10, 1, 25. 4) S. des PhamUches, Perser, 
befehligt ein SchifF der Flotte Nearchs, Arrian. 
Ind. 18, 8 (al. Magoas). 5) BagOas und Mithraas 
setzen Ariarathes, Sohn des Mithradates VI von 
Pontos zum KOnig von Eappadokien ein, ao. 90, 
Appian, Bell. Mithr. 10, 15. 6) von Herodes 
get5dtet, Joseph. A. Jud. 17, 2, 4. 

Dass Bagoas Eunuchen-Name sei, bemerkt 
Plinius 13, 41, vgl. Ovid, Amores 2, 2, 1; da- 
her findet sich ein Bagoas (wohl nach n° 2) als 
Kammerer des Olophemes im Buch Judith (ver- 
fasst zwischen 132 und 135 n. Chr.) 12, 11 (in 
einer griech. Handschrift (58 Holmes) Baxuiuia^, 
Mittbeilung Wellhausens) und des Oroondates bei 
Heliodor 219, 27. — Der Name ist die Abkttr- 
zung eines VoUnamens mit Baga oder Bago als 
erstem Theil, NOldeke, P. St. 28. 

Batuibapav (Accus., al, BaTuibaprivav, ace), ver- 
rieth dem Alexander die Absicht des Bessos, 
Dareios zu tCdten, Diod. 17, 83; Curtius nennt 
ihn Cobares. 

Bagophanes, Schatzmeister in Babel, Hberliefert 
Alexander die Burg dieser Stadt (das E-sagil), 
Curt. 5, 1, 22. 44. 

Ba^6palo<; 1) Eunuche des Artaxerxes I, flihrte die 
Leiche dieses KOnigs und seiner Gattin Da- 
maspia aus Susa nach Persepolis tiber; er ward 
von Sogdianos umgebracht, 425, Ktes. Pers. 
44, 46. 2) Bagoraz, S. des Bagakart I und 
wahrscheinlich Vater des Bagakart II, Ednig 
der Persis, Mttnze mit Bildniss (Aufschrift Bgrz) 
Levy, DMG. 21, 425 (unrichtig Byrz) Taf. I, 



60 *Baewaraspa 



n° 2 = Mordtmann, Zeitschr. f. Numism. 4, 1877, 
157, n" 3, Taf, 1, n° 2. 3) Bagoraz (Bgrz), In- 
schrift von Palmyra, Sachau, DMG. 35, 738. 

Bayvjar\<; s. Bagoas n"* 2. 

Baghrah (al. Baghzah), S. des Afrigh, Kdnig von 
)e^ftrizm, Alb^rftni 35, 19 (41). 

BaghtlS, Gilaner aus Larijan, zurZeit desBawend- 
fttrsten ArdeSir (1171—1205), Zehiredd. 262, 5. 

Bahak s. Baonha. 

Bahan s. Wahan. 

Bahar s. Behar. 

Bahlabad s. Pahlapet. 

Bahman s. Wohumananh; daselbst auch die Com- 
posita mit Bahman. 

Bahmasf s. Tahmaspa. 

Bahrahmand Xan Purdil, Vater des Rahm *AlI, 
eines Grammatikers, Anfang 19. Jahrh., Rieu 
1043^. — d. i. der sein Theil hat, dessen Wunsch 
erflillt ist. 

Bahrahwar-BanQ, Geliebte des Jihandar Sultan, in 
einer Erzahlung, Rieu 765^. — d. i. eines (gltick- 
lichen) Loses theilhaftig, glticklich. 

Bahram s. Werethraghna. • 

Bahriz s. WahrlC. 

Bahtarlah Buxtarlah. 

Bayak, Tochter der Tambayak, in der Genealogie 
des Baewaraspa, Bund. 77, 14. — awest. woya, 
aufspringend, verscheucht, ein Zustand der Seele 
der Verdammten (wend. 13, 24), durch pehl. 
X^^'istak ttbersetzt, welches zu awest. )C^sat y. 9, 
36 (er sprang aufvorSchreck, glossirt: er machte 
sich auf die Fflsse) und yf^isen (wend. 3, 105) 
geh5rt. 

Baidan s. Bandfin. 

Bat6p)yiato^, S. des Papias, Strategos in Olbia, La- 
tyschev I, 97, n^ 60. — d. i. 10000 Ktinste (Fer- 
tigkeiten) besitzend. 

Baeschat-tira (al. tftra), Bruder des Fratira und 
Aoighimat-tira, yt. 13, 125. 
d. i. Macht Qber den Hassenden besitzend. 

♦Baewaraspa 1) pehl. Bewarasp, Name des A2i 
dahaka, der von Thraetaona besiegt und an den 
Berg Demawend gefesselt wird, Bund. 69, 19; 
die Sage gibt ihm Xrtltasp zum Vater, Udaye 
(Watak) zur Mutter; Firdusi, der ihn nach spa- 
terer TJeberlieferung als Araber bezeichnet, nennt 
seinen Vater Mirdas (arab.) 1, 56, 87, ihn selbst 
Dahhak (d. i. der Sp5tter, Isaak) 1, 56, 94, 
was eine Arabisirung von awest. dahaka ist; in 
der Pehlewisprache heisse er Bewarasp 1, 56, 95. 
Bewar, Fird. 4, 716, 4253. Baiwarasb, Tab. 



Digitized by 



Google 



Bak 



61 



Baxtiar 



174, 12. Hamzah 13, 5. Masudi 2, 113. Athir 
43, 15. 52, 23. 271, 10. Baiwarasb, welcher 
Dahbak genannt wird. Tab. 181, 7. 8. Baiwa- 
rdsb, d. i. Azdahaq, auf arab. ad-dahhak, Tab. 
201, 11; das z in Azdahaq sei persisches i zwi- 
schen z und s im Alphabet; AJdahaq 204, 2. 
210, 6. Azdahaq 226, 4; ad-Dahhak sahib al- 
ajdahak, Dahhak, Herr der Drachen, Fihrist 12, 
18, vgl. Fird. 1, 64, 194. 197. AMahaq, Yaqut 
1, 293, 10. Baiwarasf al-Azdahaq 2, 741, 14. 
syr. B(ew)ara8pag, Hoffmann 63 ; ad-Dahhak bin 
*Ulwan von den 'Amaleqitern, auch Baiwarasb 
bin Arwandasb mit dem Beinamen Aidahak, 
Albertoi 103, 20 (111); Dahhak Baiwarasb, 
Istaxri 56, 14. Baiwarasf, Alb€rtmi 218, 1 (202). 
Baiwarasb dehak, d. i. der 10 Uebel besitzt 
(falsche Etymologic) Hamzah 32, 18. Mirch. 1, 
158, 29. Dahhak Paiwarasp, Mojmel, Joum. 
as. in, 11, 168, 7, das zweite Wort bedeute, 
dass er stets 10000 (baeware) arabische Rosse 
(aspa) mit Gold und Silber beladen vor sich her- 
fQhren liess, 168, 8, das erstere aber bedeute 
den Laeher, Sp5tter, x^i^denak, 168, 14; er 
heisse auch Qais lehab oder ^imyarI, 168, 9. 
10; das Buch von Baiwarasb, Fihrist 12, 17 = 
Tab. 2, 835, 11. Dahak (Dahhak) gilt als 
Stammvater der (urspHinglich nicht zarathustri- 
schen) Ftirsten von Kabul und 6h5r. 2) skyth. 
BaidpacTTTO^, Vater des Babos, Archonten von 
Tanais (ao. 220 n. Chr.) Latyschev II, 237, 
n° 430. MttUenhoff 270. 

d. i. 10000 Rosse besitzend (awest. baeware, 
osset. b6ura (digor.) bira (tagaur., viel). 

Bak, armenischer Heerftihrer (ao. 451) EliSe 223'. 

Baeabasus s. BagabuxSa 2). 

Bacasis, von Mithradates I von Parthien zum Statt- 
halter des eroberten Mediens eingesetzt, Justin. 
41, 6; wahrscheinlich der Feldherr, welcher den 
Den^etrios II Nikator 139 gefangen nahm, Gut- 
schmid, Geschichte Irans, Tttb. 1888, S. 53. 
Langlois (Collect. 1, 43, Not.) mOchte ihn fftr 
Mithradates' Bruder WalarSak, welcher der erste 
arsakidische E5nig von Armenien war, halten, 
wozu man cine Verwechslung von griech. f 
(lat. c) und A annehmen mtlsste. vgl. Bagas, 
Biurat n^ 2. 

B&kalljar 1) S. des Minaeehr von Joijan, Enkel 
des Qabfts, Zehlreddin 199, 10. 2) Amir Baka- 
igar, S. des Ja*far Kfllawfl, Feldherr des §ems 
el-molttk Rustem (Bawend-dynastie , 2. Linie), 
Zehlreddin 217, 15. 222, 17. vgl. Kal^ar. 



BaSamlr (? arab. Basmir), Tochter des Masmughan 
und der Yakand, Gemahlin des 'All, Sohns der 
Raitah (und des Mahdl) Tab. 3, 137, 11. 

Bakend s. Yakand. 

Bakmehir s. Pakmehter. 

Bak06, Mohammed bin 'Abdallah bin Baktlyeh aus 
Schlraz, schrieb cine Geschichte der Mystiker, 
Yaqut 1, 195, 9. 409, 16. HaJlChalfal, 187,9. 
pers. ♦PakOe, N5ldeke, P. St. 15. 

Bakur s. Pakoros. 

Baqwar (? ^fyb lyu, j\yu ^l^b, J^^) S. des 
Baewaraspa, Tabari 203, 7 ; unrichtig fttr Nafuar. 

Baxt s. Buxt, Sultanbaxt. 

Baxtafnt, Destar, Dinkard 3, 130, 11; zur Zeit 
Chusrau's I, West, P. T, I, LXV. 194. 244. 
Waxtafrlt, das. 244. Jamaspji D. Minocheherji, 
Pahl. Diet. 1, 130. Baxtafrlte, Spiegel, Tradit. 
Lit. II, 129, 4. — d. i. den Segen des Glttckes 
habend, von Glflck gesegnet. 

Baxtawer Xan, in Diensten des Moghulkaisers 
AurangzSb, f 1685, Rieu 12b\ 210\ 975\ 1080\ 
Pertsch 412. — d. i. glttcklich. 

Baxtiar (Baxtiyar) 1) Abtl MansOr Baxtiar, S. des 
Mo'izz ed-dauleh und Enkel des Btlyeh, Amir 
el-omara des Chalifen Al-mutf billahi (946—974), 
von seinem Vetter Adud ed-dauleh 977 hinge- 
richtet, Alberflni 133, 12. Athir 8, 382, 12 ff. 
Albulfeda 2, 486, 21. Soyfiti 422. Ibn Xall. 

I, 22, 5 (1, 31) n^ 108 (1, 250). Mirch. 4, 46, 6. 
vgl. Inargos. 2) Baxtiar, S. des kurdischen 
Amirs Hasnftyeh von Hamadan, ao. 979, Athir 
8, 519, 7. 3) Abtl Mansiir Baxtiar, Statthalter 
des Buyiden Abtl Kal^ar in Basrah ao. 1028, 
Athir 9, 258, 21. 287, 10. 4) Baxtiar, Amir der 
Ghuzzen im Eriege gegen den Se^tlqen Sanjar 
ao. 1153, Athir 11, 116, 7. 5) Ahmed bin Bax- 
tiar aus Wasit, schrieb eine Geschichte der 
Statthalter, Haji Chalfa II, 125, 5. 141, 6. 6) 
Mohammed bin Baxtiar, Dichter, f 1183, Athir 

II, 331, 18. 7) Mokarram ibn Baxtiar, Mtoch 
in Baghdad, f 1184, Athir 11,331, 17. 8) Mo- 
hammed, Sohn des Baxtiar, vom Stamme der 
XalJ (im Sttdwesten von Gh5r), Feldherr des 
Ghiyath ed-din Mohammed von GhOr, inlndien, 
Athir 11, 115, 9. Minhaj 146, 11 (548). Fe- 
riStah 1, 109, 13 (198). 9) Qutbu 'd-din Baxtiar 
aus US in Ferghana, Schaixu '1-islam, 1 1235/6, 
FeriStah 2, 717, 5. Rieu 41 \ Pertsch 552, 32. 
10) Baxtiar, S. des Radja von Eambllah, trat 
1338 zum Islam Hber, Batutah 3, 320, 9. 11) 
Prinz Baxtiar, Sohn des E5nig8 von Nlmrtlz, in 



Digitized by 



Google 



Baxtlgah 



62 



BanHgaSasp 



einem 1610 verfassten Gedicht, Sprenger 594. — 
d. i. Glflck besitzend, begltickt. 

BaxtlSah, Beiname des 'Ala ed-danleh ans Samar- 
qand, Vater des Dichterbiographen DaaletSah 
(dieser schrieb 1487), Hftjl Chalfa II, 262, 9. 
Rieu 364'. — d. i. der gltlckliche Sfth. 

Baxtoe, Ibn Baxttlyeh, S. des Isa, Arzt ans Wftsit, 
um 1029, Hammer, Lit. Arab. 5, 365. Baxtflyeh, 
Yaqut 1, 442, 13. NOldeke, P. St. 16. — aus 
Baxtiftr verkflrzt. 

Bax'idft Beg, Fttrst von Muxrftn in Karthli, ao. 1658, 
als Ednig von Earthli Schahnawftz genannt, s. 
Waxtang. Dom, Mem. VI, 6, 1844, 433. 
d. i. mit Gott (sein Thun beginnend). 

Balandnxt, Tochter des Hormizd III, Gattin des 
Waxtang von Georgien, Dom, Bullet. Acad. St. 
Petersb. April 1842, 37. Brosset, Hist. 1, 160. 
176. vgl. Golandux. Wardandaxt. 

BalaS, BalagOe s. Walagag. 

EdXPn^, Bruder Eawads I, wohl Jamasp, Cedrenns 
1, 625. BalaS, Oheim Eawads, ist bei Hamzah 
n. aa. Bruder desselben. 

Balerus s. Velenus. 

Balka, S. des Windad-xurgid aus Dailem, aufstan- 
disch gegen den Buyiden Mo'izz ed-dauleh in 
Schlraz, ao. 956, Athir 8, 385, 12. 

BaXaibi^ (genet. **biou, ace. **biv), S. des Demetrios, 
Vater des Loiagas, Gymnasiarch einer Bruder- 
scbaft in Tanais, ao. 225 n. Chr., Latyschev II, 
267, n^ 447, 7. 272, n^ 449, 9. 

Bal5g (Balfti), Perser 1) zur Zeit Chosrau's II, 
Fird. 7, 102, 1177. 2) Ibn Balflyeh aus NiSapflr, 
Gelebrter, Yaqut 2, 138, 12. 3) Xojah Balawl 
aus Scblraz, Vater des Dichters *Urfl, Pertsch 
902, ult. — np. balfl ist 'leiblicher Bruder', vgl. 
NOldeke, P. St. 27. 

BambiS 1) Tochter Tiran's II vonArmenien, Gattin 
des Afanagenes (*A8tivot^vti^), des Sobnes des 
Patriarchen Yflsik (f 336), Faust. Byz. 3, 15 
(43, 22). Geneal. St. Greg. 22'. 2) Bbor BambiS 
s. Boran. — d. i. Frau, Fraulein (adlicher Ab- 
kunft), das Pehlewiwort (bambuSn, banbuSn) fllr 
armen. tikin und thagtihi. 

Bamdat, Vater des Eetzera Mazdak, BahmanyaSt 
bei West, P. T. I, 194. 201. Mazdak-i Bam- 
datan, Glosse zu Wend. 4, 151. Bamdab, Tabari 
893, 11. Mazdak bin Hamdadan (al. Hamdan) 
Albertol 209, 11 (192). — d.i. mit (voU) Glanz 
geschaffen (awest. bana). 

Bamparde (pUdfi?) Siegel, Horn S.S. 41, n^ 49. 

BamSad, bertlhmter Musiker, Vullere, Lexicon s. v. 



d. i. Glanzfroh (Freude am Glanz findend). 

BavdbacTTTO^ s. Wanadaspa. 

Banah, Wezir des Dahak (A2i dahaka), Mojmel, 
Journ. as. IV, 1, 414, 4; wohl Tabah (das Ver- 
derben) zu lesen (sLj statt vLb). 

Banak s. Baonha. 

Bandak (pehl.)., Bandah, Bendeh (neupers.) Dichter, 
Pertsch 666, 3. — altp. badaka, Diener. Davon 
patronymisch Bandakan s. Sahrapan. 

BandU(?) E5nig von Maisan (Charakene), von Ar- 
daSlr I besiegt. Tab. 818, 14, al. l^jui, ^sX^, 
cXj^L), Zotenberg 2, 72 BSwda? l:>^; eine Um- 
schrift in Pehlewizeichen -w) ergibt die Lesung 
Binega, denNamen eines EOnigs von Charakene 
(babylonischer Name), s. Drouin, Revue numism. 
Ill, 7, 1889, 225. 369 (hier ein alterer E5nig 
des Namens). 

BandUn (Baidto), Vater des Thaghschadeh, Fflrst 
von Buxara (Buxarxubat) Schefer Chr. pers. 47, 
14. 48, 3. notes p. 17. vgl. NaidUn. 

BanferOsan s. WanfrOkSan. 

Banji, Amir, S. des Nihadan, Vater des Mohammed, 
Vorfahr der Ftlrsten von GhOr, zur Zeit des 
Chalifen Harun ar- RaSid (786—809), MinhaJ 
35, 4 (311). FeriStah 1, 95, 12 (1, 163). 

Banjin aus Dailem, Heerfahrer unter Makan in den 
Wirren nach der Ermordung des Mardawlj, ao. 
935, Athir 8, 145, 10. 227, 14 ff. 244, 14. 

Barn 1) (al. ManI), S. des Afzah, Jam (Ftirst) von 
Sind, Nachfolger seines Oheims Jtina, 1353 — 1367, 
FeriStah 2, 615, 14 (4, 425). 2) Bam Bibl, 
Tochter des Ibrahim 'AdilSah, Gattin des 'All 
Bend von EalyanI bei Bombay, ao. 1549, Fe- 
riStah 2, 58, 7. 3) Schreiber aus Qum (1567), 
Pertsch 923. 

Baniya,n s. Manpan. 

Banik, aus Ani, bestattete den letzten Bagratiden 
Gagik (t 1080), Tschamtschean 2, 1005, 9. 

Banfl 1) Tochter des 'Amr bin Laith (f 289 = 
902), Athir 9, 57, 20. Mirch. 4, 8, 13. 2) Banfl 
Begam, Gattin desEaisers Humayfln, gebar 14. Oct. 
1542 auf der Flucht in AmarakOta (in Sindb) 
den nachherigen Eaiser Akbar (f 13. Oct. 1605), 
FeriStah 1, 411, 3 (2, 95). — d. i. Herrin, vgl. 
de Goeje zu Moqaddasi 337. NOldeke, P. St. 28. 

Bantlduxt s. Newanduxt. 

Banfl-irem s. Schahr-Banfl. 

BanflgaSasp, Tochter des Rustam, Gattin des Gew, 
Fird. 2, 478, 544. 508, 907 (Beiname: suwar, 
die Ritterliche). 528, 1132; Mojmel, Journ. as. 
Ill, 11, 168, 3. GaSasp-bantl, Mojmel (nach 



Digitized by 



Google 



Baufii 



63 



Bardiya 



dem Bahman-nameh) das. 355, 15. — d. i. Glanz, 
Licht der Frauen. 

Bftnfll (Bftnflyeh), Schwester des Ya'qQb, S. des 
Laith (richtiger: Schwester des Ya'qab, Enkels 
des 'Amr) Yaqut 3, 458, 5. NMdeke, P. St. 16, 
28; s. Bftna n*' 1. 

BftnQk^ (pehl.), Siegelsteine a) mit der Abbildong 
einer LOwin, welche zwei Knaben sHugt, Tho- 
mas, J. as. Soc. XIII, n° 29. Horn, DMG. 44, 
664, n^ 809. b) mit dem Bild einer Tanzerin 
in indisehem Stil, Horn S. S. 35, n*' 34. — vgl. 
B&nQ. 

Bftnw&r 8. Sahbanwar. 

Baonha, S. des Saonha yt. 13, 124. pehl. Bahak, 
Bahak (ak ist pehl. Affix) 1) S. des FrStto, in 
den Priesterlisten Bund., West P. T. 1, 145. 
2) S. des Habaxt (Waebuxt), znr Zeit Sapors II, 
daselbst 145. 146. Eine Variante hat Bohak, 
im Kamamak ed. N5ldeke 46 daher Banak (n 
and 6 haben dasselbe Zeichen), ein Mann aus 
Ispahan; bei Fird. 5, 296, 359 Tabak (^Ll») 
KOnig von Djehrem, zur Zeit ArdeSirs I. 
skr. Bhasa (Licht, Glanz, auch Geier, Falke). 

Bapa Siegelstein, Mordtmann, DMG. 18, 15, n** 22, 
Taf. Ill, 3. Bapak^ zi mag&, mit Bildniss, Horn 
S. S. 24, n° 3. vgl. Baba, Papak. 

Bap-at(in-mitn-b5t-bag(an), Vater des Sam, Siegel, 
Horn, DMG. 45, 430. 

Bapln-i magn-i Meh-atan-gtiSnasp, Siegel mit Bild- 
niss, Mordtmann, DMG. 18, 36, 110 (Taf. 11, 
2. Reihe v. u.); Horn, S. S. 26. Justi, DMG. 
46, 284. 

Bapabdxa^, M()nch zur Zeit des Kaisers Leo I 
(457—474) Nikeph. Kail. 15, 22 (H, 622*). — 
vgl. Wardat. 

Baram s. Bdran. 

Baraman s. Nairimana 1. 

BapajLiadvTi^, d. i. Sohn des Bahram (Bahraman), 
Perser aus dem Hause Mihran s. Were^raghna 
n^21. 

Barandaq, Dichter aus Chodjand, Pertsch 632, n*" 2. 

Bararanes s. Werethraghna. 

Barasb, S. des Siyamek, Tabari 154, 5. Athir 
35, 21 (Bawasb). Bei Masudi 2, 110 ist Yemlq 
(ouy), 113 Bars (y^y) 241 Nersi (^^yi) Vater 
des Syamek, S. des GayQmarth; die Lesarten 
aus ou<y, d. i. Barasf, Barasp, entstanden. 

d. i. auserwahlte Rosse habend (awest. skr. 
wara). 

BaraturllS s. BratarwaxS. 
Baraz s. Waraza. 



Barazak, pehl. BaraSake rad daplwer, B. der Rad 
(Redner, ein Magiertitel), Schreiber, Siegel, Mordt- 
mann, DMG. 18, 37, n" 118 (Taf. II, 1). Justi, 
das. 46, 285. — awest. baraza, strahlend. 

BctpoZa^ s. Sehahrbaraz. 

Barazd s. Berezyargti. 

Barazduxtlya s. Warazdtlxt. 

Barazeh s. Warazaka. 

Barbud, Musiker aus NlSapOr unter Chnsrau II, 
Fird. 7, 314, 3724 flf. 315, 3755 «. (wo ver- 
schiedene Lieder von ihm namhaft gemacht 
werden); Istaxrl 262, 11. Er componirte fttr 
den KOnig 30 Melodien, verzeichnet bei Vullers, 
Lexicon II, 369'. Wahrscheinlich lehrte er den 
Gebrauch der griechischen Barbitos, von welcher 
er seinen Namen erhielt, v. Hammer, Geschichte 
der BchOnen Redekflnste 5. 110. 

Bardak, S. des Ya'qab, Enkel des Kesra (Xusrau II?), 
Vater des Sarwan, Ibn Xall. IX, 5, 1 (III, 437). 
d. i. der Erwahlte, Erwflnschte (awest. wareta) ? 
vgl. Bard&q und Bartukes bei Wartak. 

Bardane s. Mandane. 

Bardanes s. Wardan. 

Bardas s. Ward nMl. 

Bardatha s. POratha. 

Bardiya (Bfdiya?) 1) S. des Kyros, von seinem 
Bruder Kambyses getOdtet, Inschrift von Behistan 
1, 31 und Ofter. M^pbt^ (Hss. Mdpbo^, Scholie 
M^pbm^) Aeschyl. Pers. 774. Chron. Alex. 339, 
16. Mdpqpio^ Hellanikos (SchoL zu Aeschyl.) 
ZliA^pbK Herod. 3, 30. 65 (daher Zonaras 1, 305, 
10 Zji^pbTi^). Diod. 19, 40, 2. Smerdifls (Sa- 
mardius) Eutych. 1, 262, 15. Mergis, Justin. 
1, 9. Nach Herod. 3, 61 und daher auch bei 
einigen spateren hiess der Bruder des Magiers 
ebenfalls Smerdis; der Vollbringer des Mordes 
ist nach Herod. 3, 30 Prexaspes, doch ist hier 
die That ii-rig in die Zeit der Abwesenheit des 
Kambyses inAegypten verlegt; vgl. Tanaoxares. 
2) S. des Gallos, Enkel des Phamakes, Diod. 
31, 19, 1 (ungeschichtlich). 

Die babylon. Form Barziya zeigt, dass das 
d fbr med. z steht, der Name daher ein Particip. 
futuri von awest. berez ist mit der Bedeutung 
'der zu ErhOhende oder zu Preisende", vgl. Burzl; 
das 8 vor dem m ist nach dem griech. Namen 
IfuiepbiTi^ oder Zfi^pbi^ i^^^ Mitylenaer, Aristo- 
teles Politik, Opera ed. Acad. reg. boruss. vol. n 
p. 1311*, Z. 29) vorgesetzt, wie ganz ahnlich in 
IfidpbK, MaridTn, Prokop, de aedificiis Justin. 
1. 2. 



Digitized by 



Google 



BardOe 



64 



BapcJtvri 



vgl. awest. bereza^ berezi*' hoch, und den Na- 

men Smerdomenes. 
BardOe (Bardtlyeh) 1) arab. Grammatiker; Fihrist 

87, 14. 2) Sulaimftn bin el-Hosain bin Bardtlyeh 

ans MOs&l; Mathematiker, HajT Chalfa 5, 439, 

6. — vielleicht BarzOe zu lesen, NOldeke, P. St. 

16. vgl. RurzOe no^5. 
Bardtlq (syrische Form). — NOldeke, P. St. 16, 

vermuthet Abkiirzang von Baidanes (Wardanes); 

vgl. Bardak. 
Bardzabeh s. BurzOe n° 5. 
Bapea, einer der 10 S5hne Haman's, Esther 9, 8, 

grieeh. Text ; dafllr steht im hebr. Text Adalyah. 
Baremna, yt. 13, 121. — d. i. Reiter. 
Bares s. Pars. 
BdpT]^ s. Bdbpr]^. 
Bap€(T|uiava^ 1) ^T€p6(p8aX|uio^ (der Schielende), Feld- 

herr des Kawftdh I, Prokop. 62. 2) Befehla- 

haber von Kanzak unter Siroes (Kawftdh II), 

Chron. Alex. 914, 27 flF. (Bapicxiuiava^). 
Barfaryftd, Tochter eines Engels und der *Welt- 

weisen' (haklmat ad-dahr), der Fran des H&bll 

(Abel) bei Manl, Fihrist 331, 9. 332, 5. vgl. 

Flttgel, Mani 262. — d. i. bring Wehklage (weil 

ihre Gebnrt den Bmdermord verursachte). vgl. 

Rawfaryftd. 
Bftrglll, Emir, erhielt von TekeS von Chwftrizm 

(1193—1199) Damghftn und Bestftm, Zehireddin 

260, 12. — d. i. der in der Kameels&nfte rei- 

sende (?bftrglr, auch 'Ross'). 
BapTOuavfi^ s. Bahrftm GnSnasp bei Werethraghna. 
Ban, Schwester des Barflsp, Tabari 154, 6. 

wohl das abgektirzte Femininum von Barftsp. 
Bans s. Pars. 
BarlSmah s. Tarigmah. 
BapicTcTTi^, einer der sieben gegen Pseudo-Smerdis 

Verschworenen (ungeschiehtlieh) Ktes. Pers. 14. 
BarSan (Baiean), EOnig von Kerman, Eamamak 

ed. NOldeke 57; sonst BalaS genannt, Bruder 

des letzten Parthers. 
BapK^Ti^, Tochter des KOnigs Leukan5r von Bos- 

poros (c. 170), Lneian Toxaris 50 (440). 
Barxurdftr 1) EinfQhrer der Gesandten am Hof des 

Mahmad Xiljl von Malwah, ao. 1435, FeriStah 

2, 479, 18 (4, 196). 2) ArtiUerieftihrer des Schah 

'Abbas, ao. 1603, Dom, M6m. VI, 6, 1844, 359. 

3) Schriftsteller aos Farah in Segestan nm 1700, 

Rieu 767 \ Pertsch 634, n** 129. 
d. i. der Gltickliche. 
Barm, Yfisuf al-Barm, Anftlhrer in Chorasan, ao. 

776/7, Tab. 3, 470, 11. 



d. i. Brnnnenkresse (nasturtium officinale). 

Barmayun s. Purmayeh. 

Barman 1) Bruder des Piran, Feldherr des Pescheng 
von Tflran, von Rahham getOdtet, Fird. 1, 388, 
79. 3, 564, 1835; bei Tabari 610, 8 heisst er 
Bahram. 2) Amir Barman liest Frahn (Opusc. 
postum. II ed. Dom p. 211) auf einer Mttnze 
von Sag (TaSkend) ao. 386 (996). Dom, Mon- 
naies de diflKr. dynasties musulm. Petersb. 1881, 
p. 150. — d. i. mit Wflrde (Hoheit) versehen. 

Barmek 1) S. des Jamasp, Vater des Chalid (arab.), 
Vorsteher des Naubehar (angeblichen Feuer- 
tempels, eigentlich budhistischen Klosters, skr. 
nava-vihara) in Balx, Stammvater der Barme- 
kiden, welche unter den abbasidischen Chalifen 
die hOchsten Beamtenstellen bekleideten, Tabari 
1181, 7 (ao. 705). 2, 1490, 6. Masudi 4, 48. 
Yaqut 4, 818, 12. Athir 4, 416, 23. Ibn. XaU. 
II, 36, 11 (I, 301). VI, 17, 19 (11,460). X, 65, 
5 (IV, 104); vgl. Quatremfere, J. as. V, 17, 105. 
2) S. des 'Abdallah aus Dailem, von Belabori 
193, 15 citirt. — d. i. Brnnnenkresse (s. Barm). 

BapvdpoZo^, ein Jude, Diener des Eunuchen Theo- 
destes, verrieth dessen Vorhaben, den Artaxerxes 
(Ahasueros) zu tOdten, Joseph. A. Jud. XI, 6, 4 
(im Buch Esther nicht genannt) ; daher auch bei 
Zonaras 1, 321, 13; fttr Pharnabazos, mit An- 
klang an aram. bar (Sohn). 

BarOmand, Mutter des Babek al-xorraml? Tab. 3, 
1232, 11. — d. i. die glttckliche (urspr. frucht- 
bringende). 

BaroSan-i Ohanmazd, Gelehrter, West, P. T, 1, 244. 

Bapaa s. POratha. 

Bapaapi&po^, Arkapet (dpxaTr^TT]^) unter Narses, ao. 
297, Petras Patric. 135, 5 (das Kai hinter dpxa- 
TT^TOu zu streichen). syr. Bor§abh5r (scheint fllr 
Borz [Burz]-Sabh5r zu stehen), Hoffmann, syr. 
Mart. 36; bei Tschamtschean 2, 397, 16 (ao. 
725) BarSapfth, ein Syrer. 

BapcTa^vTTi^ s. Barza^ntes. 

Barsam, Faghfttr von Cin zur Zeit Jezdegerds in, 
Fird. 7, 468, 486. vgl. Abarsam. 

BapaaimoicTTi^ (al. Vo^ari^), Fflrst der Iberer, kampfte 
unter Rhazates gegen Heraklios bei Ninive, 627, 
Theophanes 491. 

Barsan s. Nailman. 

Barsanses s. Farsanzes. 

BapcTivrj 1) Tochter des Dareios III und Gattin 
Alexanders, Arrian 7, 4, 4. Diese Angabe ist 
irrig; die Fran hiess vielmehr Stateira (s. diese); 
vgl. Spiegel, Er. Alterth. 2, 577. 2) Tochter 



Digitized by 



Google 



Bartakes 



65 



BotTt^ 



des Artabazos und einer Schwester des Da- 
reios III, Gattin znerst des Mentor, dem sie den 
Thymondas gebar, dann desMemnon; mit ihrem 
Sohn in Damaskos gefangen, hierauf Gattin 
Alexanders und Mutter des Herakles, von Eassan- 
dros sammt ihrem Sohn nmgebracht, Diod. 20, 
20, 1. Pint. Alex. 21, 4 (nach Aristobulos). 
Pausan. 9, 7, 2. Justin. 11, 10. 13, 2. 15, 2. 
Curtius 3, 13, 14 (wo aber der Name nicht ge- 
nannt ist). 10, 6, 11; eine Tochter von ihr war 
Gattin des Nearchos, Arrian 7, 4, 6. Oapaivn, 
Tochter des Phamabazos (irrig), Eusebios 1, 231. 
Porphyrins Tyrius bei Synkellos 504, Mtlller, 
Fragm. in, 694, § 2. Mtinze mit Bildniss und 
aramHischen Legenden nnaoD^ie (Alexander) und 
. . . *<a:na, Blau, Wiener numismat. Zeitsehrift VIII, 
1876, S- 234. 3) Tochter des Artabazos, Gattin 
des Eumenes (irrig). Pint. Eum. 1, 3; bei Arrian 
richtig: Artonis. 
d. i. die Gelockte (awest. ♦waresaena). 

Bartakes s. Bardak und Wartak. 

Barteh s. Parteh. 

Barthon 1) georgischer KOnig in der Liste des 
Mxithar von Ayriwank, Sohn des Artak (ArtOkes); 
vgl. Phamabazos. 2) georgischer K5nig, Nach- 
folger des Atrik, nach WaxuSt von 55 — 72; Liste 
des Mxithar. Brosset, Hist. 1, 64. Introduct. XXX. 

BapudHt]^, Meder, welcher sich fttr den K()nig der 
Perser ausgab und vom Satrapen von Armenien 
an Alexander ausgeliefert ward, Arrian 6, 29, 3; 
wohl der Zariaspes bei Curtius 9, 10, 19; vgl. 
Bryaxes. 

Bftrtli (Bftrtlyeh), Vater des Rustam, Tab. 3, 1273, 
11. — NOldeke, P. St. 15. 

Barrfli? NOldeke, P. St. 16. 

Bapo\)l&q 8. Martt^an. 

Barzabud C*bod), Ftlrst von Ran und Mowakan, 
Vater des Waraz-Bakur und der Sagduxt, Brosset, 
Mm. Acad. Petersb. VI, 4. 1840, 328. Brosset, 
Hist. 1, 146. — d. i. hohes Bewusstsein (Sinn, 
pehl. b5d) habend. 

BopCa^vm^, Satrap der Arachoten, bei Gaugamela, 
Arrian 3, 8, 4 ; einer der MOrder des Dareios III, 
3, 25, 8 (Bapcra^vrn^; 3, 21, 1 unrichtig BpdZa^); 
Diod. 17, 74, 1. Curtius 6, 6, 36. 8, 13, 3. 
vgl. Berezwafit. 

BopZaqxipvTi^, parthischer Statthalter in Jerusalem 
(ao. 40 vor Chr.) Josephus Ant. jud. 14, 23, 24. 
25. Bell. jud. 1, 11; nach Mose 2, 19 ist 
Barzap^ran ungeschichtlich zu einem Armenier, 
Satrap (nahapet) von B^StOni in Wasptlrakan 

Jnstl, Ferd^ Iranisches Namenbueh. 



gemacht; er deportirte Juden nach Wan, Mose 
3, 35. Thoma Artsr. 293, 18 (236, Bazap'ran). 
In der syiischen Epitome des Eusebios (Schoene 
n. 208) Bar Zaphron, in der Ausgabe des Jo- 
sephus von Niese: BaZa<pap|idvti^. 

d. i. hohen Glanz habend (awest. bereza, hoch, 
bareza, H5he). 

BapCdvti^, 1) fabelhafter KOnig von Armenien zur 
Zeit des Ninos, Diod. 2, 1, 8 (nach Etesias). 2) 
Perser, von Bassos zum Satrapen von Parthien 
emannt, gefangen, Arrian 4, 7, 1. — awest. 
varez&na (Schutzverwandter, Nachbar). 

Barzin s. Burzln. 

Barzfi 1) S. des Suhr&b, Held eines grossen epi- 
schen Gedichtes, Kosegarten, Fundgruben des 
Orients 5, 309. Mohl, Livre des Rois 1, p. LXVII. 
2) )C^aJah Barzfl, Dichter aus NlSftptlr, f um 1473, 
Hammer 298. — Aus Barzt&l (BurzOS) gekllrzt. 

Barztii s. BurzOS. 

BarzOk s. Burz&k. 

Basakes s. Wasaka. 

Baakio^ s. Wasaka. 

Bftsir s. PeSeng. 

Basmir s. Bafiamlr. 

Baaa&Kr\<; s. Bagasakes. 

Bastakos, Skythe, 2. Jahrh. n. Chr., Inschrift von 
TanaYs, Latyschev II, 259, n" 443, 11. vgl. 
BostagOn. 

Bastawairi 1) S. des Zairiwairi, yt. 13, 103. pehl. 
Bastwar, Yfttkftr-i Zarlran 59. Nesttlr (1. Besttlr), 
S. des Zerlr, Fird. 4, 390 flf. 418, 718. Nesttlr 
ibn Zenn, Tab. 677, 3. 2) S. des Chusrau II 
und der Schirln, NestUr, Fird. 7, 400, 541. 
d. i. mit angeschnalltem (gebundenem) Hamisch. 

Bdaen^, Skythe, Freund des Belittas, Lucian Tox. 
43 (437). — vgl. Bizthft. 

BaSstan s. B^hstan. 

Bastuhmag, pers. Christ, Vater des YeStf yahbh. Pa- 
triarchen von Adiabene (580 — 596), Assemani 
m, 472 \ Hoflfmann 226. — d. i. aus freiem 
Geschlecht stammend (awest. was6). 

Bat s. Batis. 

BaTdviwxo^, Vater des Alpistos, Aesch. Pers. 982. 

Bathron, Aschkanier, Belami (Zotenbergs Tabari) 
1, 527; durch irrige Punktation aus Bizan ent- 
standen. 

Bfin^ 1) Befehlshaber in Gaza, Arrian 2, 25. Betis, 
Curtius 4, 6, 7; bei Jos., Ant. Jud. 11, 8, 3 BaPn- 
firjcni^ (semit.). 2) Bat, aus dem Hause Saharfini, 
Sparapet des Warazdat (seit 377) nach der Er- 
mordung Muschels, von dessen Sohn Manuel ge- 

9 



Digitized by 



Google 



Bftw 



66 



BehlSO' 



tOdtet, Faust. Byz. 5, 35 flf. (235, 27). — awest. 
wftta (Ized des Windes)? 

Baw 1) S. des Saptlr, des Sohnes KeyOs, von 
Xusrau II zum Statthalter von Istaxr, Abar- 
baijan, Iraq, Tabaristan emannt, zieht sich unter 
Azarmlduxt in einen Feuertempel zurttek und 
wird 665 als Ispehbed von Mazenderan einge- 
setzt; ermordet 679 von WalaS auf der Rhede 
von Tsehaharman, Albgrtoi 39, 11 (47). Ibn 
Mask. 513, 12 (Nab). Zehiredd. 42, 12. 323, 5. 
Er ist der Ahnberr des in 3 Linien herrschenden 
Hanses der Bawend ; der Name Baw sebeint aus 
Bawend verktirzt, doch bat Tabari 3, 1295, 5 
Bab. 2) ein Eurdenhanptling wahrend der 
Eampfe des Atabeg Zenki gegen die Korden, 
ao. 1134, Athir 11, 7, 25. 8, 5. 

Bawad s. BOzedh. 

Bawalik s. Paiwalik. 

Bawrina, BOrina, Tochter des Kiurike von Lori, 
BagratOni, und der Thamar, Schwester des Abas 
(t 1234) und der Rasadan, Inschrift in Sanabin, 
Job. V. d. Krim, M6m. VII, 6, 51. Tsebamtseh. 

3, 186, 9. 

Baz, S. des Manavaz, sagenhafter Ahnberr der 
Beznuniscben Ftirsten, Mar Abas Qatina bei 
Mose 1, 12. 

Baza s. Biztba. 

BoZiaio^, Beiname des Monobazos; s. diesen unter 
Manavaz. 

Bal&KX]^ 6 8au)iaaT6^, Vater der Apama, 4 Ezra 

4, 29, biernacb bei Josepb. Ant. Jud. 11, 3, 5 
Va^el&Kr\(; (pa aus dem vorbergebenden BuTarepa). 

BoZdvTi^ l)Ennucb desDareiosIII, Pseudo-Kallisth. 
(latein.) 2, 19 (Bazanus). Jul. Valer. 2, 19 (34). 
2) ebristlicber Biscbof und Arzt des Eabades, 
bei der Niedermetzelung der Mazdakiten an- 
wesend ao. 516, Theopbanes 262. — aus Arta- 
bazanes? 

Bazdar Oder Baziar 1) Baziar, Magier, in der Ge- 
sebichte des ArdaSlr Babegan, Salemann, Bullet. 
Acad. Petersb. 32, 1888, 313, 5. 2) Mohammed 
bin 'Abdallah bin 'Omar bin al-Baziar, Astronom, 
Schiller des Matbematikers ^abf^ bin 'Abdallah 
aus Marw, unter MamUn und Mo'tasim (813 — 842), 
Fibrist 276, 1. Alb€rtlni 21, 21 (25). 3) Ba- 
ziar (al. Sazmar, Maziar), empOrte sich 883 in 
Tarsus gegen den Ahmed ibn Tulfln von Aegyp- 
ten, erkannte aber die Oberherrschaft von dessen 
Nachfolger Xumartiyeh an, ao. 890, Athir 7, 278, 
11 ff. 4) Aba 'All Ahmed Ibno l-Baziar, dessen 
Vorfahren aus Chorasan unter dem Chalifen Mo'- 



ta^id (892 — 902) nach Sarmenrai und Baghdad 
kamen, Schriftsteller und Freund des Hamda- 
niden Saif ed-dauleh (Mitte 10. Jahrh.), f 963, 
Fibrist 131, 22. Yaqut 3, 760, 11. 5) Bazdar, 
Anftlhrer einer Ttlrkenschaar, welche die Ab- 
setzung des IranSah von Kirman bewirkte, ao. 
1101, Houtsma, DMG. 39, 373. 6) Bazdar Bu- 
ranqug, Ttirke, Sklave des Chalifen Moqtafi 
(1138 — 1160), von ihm zum Herm von Qazwin 
gemacht ao. 1132, f 1140/1, Athir 10, 477, 1 flf. 
11, 52, 18. Barbier de Meynard, J. as. V, 10, 
281. 285. 304; sein Sohn, Ibno l-Bazdar, ao. 
1161, Athir 11, 178, 15. 

d. i. Falconier ; baziar ist lautgesetzliche, bazdar 
aufgefrischte oder gelehrte Form. 

Bazian s. Buxtar. 

Bazmi, Dichter, Pertsch 633, n° 78. — von np. 
bazm (Gelage). 

BazOr, turanischer Zauberer, von Rahham, S. des 
G5darz erlegt, Fird. 3, 34, 355. 36, 377. — d. i. 
mit Kraft begabt (np. zOr, zUr). 

BazrangI, Name eines Geschlecbts, aus welchem 
die Gattin des ArdaSlr stammte, zugleich Name 
eines Gau's, Tab. 814, 10. Istaxri 112, 2. 119, 
10. 11. 

BazrO€, Bezrtlyeh, NOldeke, P. St. 16; wohl Bar- 
zayeh zu lesen (s. BurzOe n** 6). 

Bazak, sagenhafter Herrscher von Armenien, Nach- 
folger Per6 II, Mose 1, 18. Tschamtschean 1, 
92, 21. 

Bebai, ein Jude, Ezra 2, 11. 8, 11. 10, 28. Nehem. 
7, 16. — vgl. Babhai. 

Behadur s. Wah-atan und MehabarguSnasp. 

Behafnd s. Wanubi-afriti. 

Behamab s. Wabamab. 

Behar (Frtthling), Taxallus oder poetischer Beiname 

1) des Dichters 'Allxan, Pertsch 633, n^ 50. 

2) des TekCand aus Dehll, Verfasser des WOrter- 
buches Behar-i 'Ajem (1749) f 1766, Sprenger 
211. Vullers, Lexic. I, VII. Rieu 502\ 

Beharl 1) persischer Dichter, Pertsch 633, n° 48. 
s. NaurOzSah n** 8. 2) ttlrkischer Dichter aus 
Terhale in Rumelien, starb 1549 als Richter in 
Adrianopel, Latifi 113. 

Behasf s. Tahmasp. 

Behawend s. WaAuhi-afriti n^ 3. 

BehbOd s. WahbOt. 

Behdadmah s. WaiUiudbata. 

Behdin s. Wai^budaena. 

Behil s. Nahil. 

BehlSO' 8. WahlgO\ 



Digitized by 



Google 



Behigtl 



67 



Bibl 



BebJStl 1) tfirkischer Dichter aus Rtlm (Elein- 

asien) f 1571, Hajl Chalfa I, 209, 2. H, 609, 1. 

2) Schriftsteller aus Isfarain, Hfiji Chalfa I, 

209, 7. 3) Dichter aus Herat, Pertech 634, 

n** 118. — von behiSt (Paradis) altp. wahiSta. 
Behkabldh(?) (al. Behkabehend), Name des einen 

der 4 grossen adlichen Hauser, mit dem Sitz in 

Dihistan, Tab. 683, 5. 
Behkeran s. Yezdat. 
Behnam s. WahOnam. 
Behnnd b. Wahbut. 
Behradh, S. der Ispendarm^dh, aaf einer Amnlett- 

schale, DMG. 9, 470. Hoflfmann, Syr. Mart. 128. 
Behram s. Werethraghna. 
Behrftz s. Wohurao&iAh. 
B6hstan, T. des Arejadaspa, Yatkar-i Zarlr. 71 

(Geiger: BaS-stan). 
d. i. Brflste wie Quitten habend. 
Behsntfin s. Wehsutttn. 
Behwar s. WahbOt. 
Behwat, Sohn des Jamasp, Sohnes des Perez; sein 

Sohn Surxab ward Ahnherr der Schirwanstihahe, 

Zehlreddin 37, 15. 150, 13 (beidemal Var. 

Yehwat). — d. i. gute Rede fHhrend (np. gebri, 

kurd. wat). 
Behzad 8. Wehzat. 
Bellman s. Eaka. 
BeXixra^, Skythe, Vetter des AmizOkes, Fremid des 

Basthes, Lucian Tox. 43 (437). 
BrjXoupo^, Schreiber, Pint. Artax. 22, 5. — d. i. 

Beryll, np. ar. belflr. Pott, DMG. 13, 384. 
Benadehsereh s. Witarafgang. 
Bendah, EOnig von Sind, von Iskander (Alexander 

d. Gr.) gefangen, Fird. 5, 240, 1682. 
Bendeh s. Bandak. 
BenefSeh, Sklavin des (spatem) Chalifen Mostansir 

(1226—1242), durch Sch5nheit and Milde aus- 

gezeichnet, f 1201/2, Athir 12, 116, 26. 
d. i. Veilchen. 
BinafSxattlne, kurd. Frauenname, Socin 266, 2. 
B€6bri^7 unrichtige Lesart f&r Mebodes, s. MahbOd. 
B^rawan (? Qf-f^a) 1) Vater des Schreibers Babek 

(s. Papak) unter Xusrau I, Babak al-bSrawan, 

Tab. 963, 14 (die Punktirung verschieden). 2) 

Dihqan von Ahwaz, ao. 637, YaqUt 1, 412, 8. 
Berdaxt s. Perdaxt. 
BerezyarSti, Bruder des WlStaspa, yt. 13, 101. 

d. 1. mit hoher Lanze bewehrt. 
BereziSnu, S. des Ara, yt. 13, 110. — d. i. hohe 

Befiriedigung (den gOttlichen Wesen) bereitend 

(vgl. y. 52, 2; gnu fllr xSnu). 



Berezwafit, Vater 1) des DtlraesrUta yt. 13, 119. 
2) des Fra6il)ra, yt. 13, 124. — vgl. Barzaentes. 

Bripicrdbri^ s. Pairisades. 

B^rOg 1) Arzt des Ednigs Eawadh, Assemani III, 
167% Not. Z. 8. 615% 2. 2) armen. Bgroy, 
Vater des Papoyn, Inschrift in Halbat, Johann 
von der Erim, M6m. VII, 6, 1863, 27. vgl. 
NOldeke, P. St. 17. 

BepaaOoO^, Perser, von Valerianus in Armenien be- 
siegt und gefangen, aber von Justinian dem 
Chosroes zmliekgesendet, Prokop 2, 537 (ao. 552). 

Berzin s. Burzln. 

Bessad, Stallmeister des Eaisers von Rfim, Fird. 
4, 292, 165. 
. BeSaxrah (?) 1) S. des Feraxin, Vater des GeSwad, 
Tab. 617, 12 (al. «^^wj, «y^w, ^y^JSiS). 2) Be- 
Sahrlgh, pers. Christ, Hoffmann, Syr. Mart. 72. 
Behngh 74. 

BeSenk s. PeSeng. 

Bۤ5e (BiSUI), der Ferge, weleher Eai GuStasp 
nach Eonstantinopel brachte, Fird. 4, 290, 140 
(unrichtig HeiSUI), s. Spiegel, Eran. Alterth. 1, 666. 

Bi^aao^, Bf\ao^ 1) Satrap von Baktrien, MOrder 
des Dareios III, Diod. 17, 73, 2. Arrian 3, 8, 3. 
Tzetzes 3, 352. Besas, Jul. Valer. 2, 20. 37 
(34. 42). Bei Firdusi 7, 466, 473 heisst Bl2en 
der KHmg der Tflrken, der ein Heer gegen 
Yezdegerd in sendet, was vielleicht eine Er- 
innerung an jenen Namen ist. 2) Satrap von 
Syrien, Arrian 4, 7, 2; vielleicht M^vri^ zu lesen 
(s. Ertiger's Note S. 174). 3) BficTcro? *Ax€|ia^- 
vou^ in einem E5nigsgrab in Biban el-molOk an- 
geschrieben (rOm. Eaiserzeit), Letronne, Recueil 
des Inscript. grecques et lat. de Tfegypte II, 
Paris 1848, 267. 268. 

BeSfl, Vater des Merdawlj n° 2 (s. diesen). 

BeSfiten s. PeSOtanu. 

Bestam s. Wistaxma. 

Betis s. Batis. 

Betwal 8. Fanek, Paiwalik. 

Bewda s. Bandu. 

Br, alter BS**, pehl. Ap6% vemeinendes Praefix. 

ByarSan (Biyargan, ace. byarganem, gen. byaregand 
far byaregnO), S. des Apiwahu, yt. 13, 132. 19, 
71. pehl. Eai Wyarg, West, P. T. I, 136. 
Eai Beh-arig, UnterkOnig in Eerman, Tab. 534, 
1. 617, 4; bei Fird. und Hamzah irrig Bah- 
man. — d.i. zweier Manner Eraft habend. 

Bibak, d. i. furchtlos, taxallug oder Diehtemame, 
Garein de Tassy 103. Sprenger 212. 

Bibl AtUn, Dichterin, Pertsch 629, n" 152. 



Digitized by 



Google 



1 



Bid 



68 Blrang 



Bid, Dlw in Mftzenderftn, Fird. 1, 508, 283. vgl. 
Abld. 

BibdKT]^, S. des Menestratos, Inschrift yon Kertsch, 
Latyschev II, 26, n^ 29, Z. 26. 

Bidam, Bedam (indische Anssprache), Dichtername 
(taxallus) des Hafiz Qalender-baxS, Garcin de 
Tassy, Noms propres 101. — d. i. ohne Stolz. 

Bidar, Dichter, Sprenger 212. Pertech 634, n** 101. 
d. i. wacker (wachsam), Dichtername (taxallus). 

Bidarbaxt, S. des "Adam-Sab, des Sohnes des 
Aurangzeb, Rieu 402'. — d. i. dessen Glflck 
wach ist (vgl. Hafiz a, 2, 7). 

Bidil, 'Abdu 1-qadir, Dichter aus 'Adimabad (Patna), 
t in Dehli 1721, Sprenger 110. 213. 378. Rieu 
106\ Rosen 167, 11. Pertsch 147 u. 5fter. 
Bidill, Dichter, Pertsch 634, n^ 182. Dichterin, 
Gattin des Schaix *Abdallah Dlwaneh aus Herat, 
Sprenger 11. — d. i. kleinlaut oder dem (die 
Geliebte) das Herz geraubt, Taxallus oder Dich- 
tername (vgl. Hafiz? Saqinameh 2). 

BidirefS s. WidrafS. 

Bidirisa s. Witirisa. 

Bidnak, Wezir des indischen EOnigs DebSalm 
(Devagarman), meist Bidpa gelesen, s. Benfey 
in BickelFs Kalilag und Damnag XLIII. XLIV. 
NOldeke, Abhandl. GOtt. Ges. d. Wiss. XXV, 
1877, S. 6, Not. 8. Persische Bildung von bid, 
skr. veda, mit Aff. nak. 

Blyam, Hindu, tlbersetzte Sanskritwerke ins Per- 
sische, Sprenger 119. Blraml, Dichter, Pertsch 
633, n** 90. — d. i. Ohnesorge. 

Bijan 1) ttlrkischer Schriftsteller, Haji Chalfa 3, 
191, 3. 2) Dichter, Sprenger 213. Pertsch 675. 
d. i. tapfer (Taxallus oder nom de plume). 

Biganeh, Dichter, Pertsch 682. — d. i. Fremder, 
in der Erotik: hoflfnungslos Liebender. 

Bigtha, einer der 7 Obereunuchen des AhasuSros, 
Esther 1, 10, vgl. Abagtha; im griech. Text 
(de Lagarde 507) BuipaZn und ZnPaeaOa; wohl 
derselbe, welcher 2, 21 Bigthan (patronymisch) 
und 6, 2 in aram. Foi-m Bigthana heisst; vgl. 
Bagadata (tha ist nach Analogic anderer Namen 
aus dat[a] gekflrzt), fUr Bigthan hat Josephus 
BagathOos Ant. Jud. XI, 6, 4, d. i. Bigtha, 
BigthO mit der griechischen Endung; der grie- 
chische Text der kQrzeren Fassung hat einen 
anderen Namen: *A(TTdou (genet), in der aus- 
ftihrlichen Fassung : FapaBa, de Lagarde 504. 505. 

Bigwai s. BagOas. 

Bihog, Dichter in Indien, Ende 18. Jahrh., Sprenger 
213. — d. i. einsichtslos (Demuthsname). 



Bikal, Dichter aus Daulatabad, Ende 18. Jahrh., 

Sprenger 213. — d. i. ohne Ermtldung (ar. kail). 
BlSareh, d. i. hlilflos, ungltlcklich, Taxallus oder 

Dichtername, Garcin de Tassy 102. Sprenger 

212. vgl. Hafiz t, 68, 3. 
Bikas, Bikasi, Dichter, Sprenger 213. Pertsch 

633, n^ 85—89. — d. i. einsam. 
Bix»ad, Bix^'adl 1) Amir, aus Hamadan, Dichter, 

S. de Sacy, Not. et Extr. IV, 298*. Pertsch 

633, n^91. 93. 2) Molla JamI aus Lahore, 

t 1675, Sprenger 110. — d. i. sinnlos, ausser 

sich , der sich selbst verloren (taxallus , vgl. 

Hafiz t, 53, 9). 
Bin (? ^)y S. des MeSl (?), in dem ktlnstlichen 

Stammbaum der FQrsten von GhOr, MinhaJ 35, 

6 (312); Nahlq, ou^j, Ferigtah 1, 95, 8 (1, 163). 
Bimar, modemer Dichter, Sprenger 216. Pertsch 

666, 4. — d. i. krank, Taxallus oder Dichter- 
name. 
Blnega (babylonischer Name) ist zu lesen ftir Bandtt 

(s. dies). 
Binagan, S. des Marwazan oder Marzuban, Statt- 

halter Ghusrau's I in Yemen, al-BlnaJan, Tabari 

958, 4. at-TlnaJan bin al-Marzuban, Athir 327, 

17. vgl. Biiprdvti^. 
Binawa, Dichter, Sprenger 213. Pertsch 633, 

n** 102. — d. i. arm, bedttrftig (taxallus oder 

Dichtername). 
Bivb6Ti? s. WindO€. 
Binduwan s. WindOe. 
Bineses, adlicher Perser, Geisel fttr den Frieden 

mit Jovianus, ao. 363, Amm. Marcell. 25, 7, 13. 
d. i. ausgebreitete Lanze fiihrend, dessen Lanze 

weit reicht (vgl. Inschrift zu NaqS-i Rustam 

Z. 44); altpers. wi wie in WidrafS. 
BlniS, Dichter aus Kaschmir, f 1674, Rieu 695. 

Pertsch 634, n^ 127. — d. i. das Auge (z. B. 

Hafiz t, 67, 3). 
BiTT<ivii^, Befehlshaber der Festung ChlomarOn in 

Arzanene, schlagt die ROmer unter Mauricius 

ao. 578, Menander Prot. 329, 17. — vgl. Binagan. 
Binkar, Oberpriester, verbreitete die zoroastrische 

Religion in Georgien unter Waxtang Gurgaslan 

(466—499), vgl. Dom, Bullet. Acad. Petersb. 

1, 37. Brosset, Hist. 1, 149. 176. 
d. i. gib Acht (Imperat. von nigarldan)? 
Birah, Dichter, Pertsch 633, n*^ 100; ftlr bl-rah, 

der Verirrte; Birah-kerd, Vater eines Mahmtld, 

das. 866. 
Blrang, Dichter, Sprenger 214. Pertsch 633, n" 101 . 
d. i. gleichmttthig, leidenschaftlos. 



Digitized by VjQOQIC 



Biraz 



69 



Bh\ax&yr\<i 



Biraz unrichtig ftlr Bagoraz. 

Bin auf einem Siegel bei Horn S. S. 34, n^28; 
ein anderes Bm ist arab. Form fttr Pirl. 

Birift, Dichter, Pertsch 633, n° 104. — d. i. oflFen, 
aafrichtig (hybride Zusammens. mit ar. s^^ Hea- 
chelei). 

BiriSteh, Miy&n Seref ed-dln, Dichter (Ende 18. 
Jahrh.), Sprenger 215. — d. i. der Gebratene 
(taxallus aos der Erotik, vgl. z. B. Hafiz b, 2, 7). 

Birizxadri, Ftlrst von Mat-Aa (Ai, Aia) in Kurdi- 
stan, yielleicht Madai, Medien, gegen Assnrba- 
nipal aufst&ndisch, ao. 664, Inschrift des Assor- 
banipal, Cyl. B, Col. Ill, Z. 102. Menant 281. 
Jensen, Eeil. Bibi. 2, 179. 

BirM, Dichter, Pertsch 478, n** 91. — d. i. ohne 
Heuchelei, aafrichtig (Hafiz d, 2, 3). 

Bimis, S. des TftrlSmah, Vater des Serzftdh, Tab. 
1781, 3. — vgl. awest. wlurwisyat, wlurwisti 
(Trennung der Seele vom KOrper, nach den 
klassischen Stellen Wend. 8, 252. 19, 26). 

BlSar s. Tannasar. 

Bigkast, Grammatiker in Medmah, f 128 (745/6), 
Kitftb al-aghftni 1, 114, 23. 20, 108, 5. 110, 

18. 20. Athir 5, 300, 1 (Mittheil. von Well- 
hansen). — d. i. *er zerbrach' (bi-gikast). 

Bistftm 8. Wistaxma. 

Bfitar, Mlrzft BiStar-Anqat, Dichter, Pertsch 609, 

n''233. 
Biitasb s. WiStaspa. 
BiaddvTi^, S. des Artaxerxes III Ochos, Arrian 3, 

19, 4; vgl. Histanes (b und h ftlr altpers. w), 
Hystanes. 

BTsQtnn 1) Abu MansOr, mit dem Titel Zehir ed- 
dauleh, S. des WaSmeglr (Dynastic der Ziyari), 
967—976, AlbSrOnl 133, 15. Athir 8, 393, 13. 
Abulfeda 2, 488, 21. 534, 19 (Var. Behistto). 
Mirch. 4, 17, 15. 2) S. des Tijasp, aus Dailem, 
Heerftthrer des Mintlgihr (1012—1029) in Joijan, 
Zehireddin 192, 18. 3) S. des Namawer, vor 
Zerlnkamar 11 (Dynastic der BadOsepan) von 
denAdlichen eingesetzt, aber alsbald vertrieben, 
Zehireddin 79, 3 (ao. 1190). 4) §eref ed-dauleh, 
S. des Zerlnkamar II (Dynastic der Badflsepan) 
1213—1223, Zehireddin 79, 13. 80, 11. 146, 8. 
148, 18. 321, 2. 5) Bisutfln, Philologe, Heraus- 
geber von Sa^dl's Ghazelen, ao. 1326, Rieu 
596\ Rosen 175. 6) S. des Gustehem, f i^ 
Taleqan (Gllan), Zehireddin 122, 6. 146, 7. 
147, 6. 321, 9. 7) S. des Iskander, Enkel des 
vorigen, Zehireddin 147, 9. 13. 8) S. des 
Owais, Enkel des letzten BadOsepan Gaytlmarth, 



Zehireddin 139, 11 (ao. 1464). 9) S. des Jehanglr, 
Neffe des vorigen, Schehrizadeh bei Dom, M6m. 
de I'Acad. Imp6r. VI, 8, 1855, S. 134. — d. i. 
ohne Sanlen, keiner Sttltzen bedtlrfend. 

BlSutur, Statthalter (Hakim) von Derbend, ao. 885/6, 
Derbendnameh 390 (kOnnte anch biStar gelesen 

* werden.) 

Bitab, mehrere Dichter ans dem Pendjab, Sprenger 
214. Pertsch 633, n^ 103. — d. i. kraftlos, ohne 
Feuer (taxallus oder Dichtemame). 

Bitak, Tochter der FraznSak, Mutter der Thritak, 
Bund. 78, 20 (bitag); Ibitak, V^arkart bei 
Ehurshedji Rustamji, Lebensgeschichte d. Proph. 
Zarathustra, Bombay 1870, p. 276. West, P. T. 
I, 141. Bitak, Sohn (bin) des FrazuSak, Vater 
des Athrak, Tab. 431, 1. Bitak (Hss. verschie- 
den punktirt, u.a. Nebll), Tochter (Jariyet) der 
FrazuSak, Mutter der Athrak, Tab. 431, 8 (nach 
der Ueberlieferung der Magier); Bitak (unpunk- 
tirt) Mojmel, Joum. as. IH, 11, 170, 6. Pll 
(J^ ftlr u5wCj aus einer unpunktirten Handschrift) 
Gobineau 1, 305. — d. i. die zweite (awest. 
bitya, altp. duwitiya). 

Biurat 1) S. des Bagarat, sagenhafter EOnig von 
Armenien, Seb€os 6, 12; fehlt bei Mose (Mar 
Abas Qatina). 2) Bruder des Bagarat, unter 
Walargak, nahm angeblich 139 den Demetrios 
Nikator gefangen, Tschamtschean 1, 217, 16. 
vgl. Bacasis. 3) Bagratuni, zur Zeit des Sana- 
trak, Mose 2, 36. Tschamtschean 1, 277, 16. 
329, 12. 4) Vater des ASot, Patrik's von 685 
bis 688, Samuel von Ani 409. 

Biurel, Fflrstin von Siunik, erhielt von Heraklios 
ein StQck des Ereuzes Ghristi und erbaute ftlr 
dasselbe ein Eloster auf der Ebene von Hatsiun 
bei Nax$ovan, Tschamtschean 2, 532, 40. Biural, 
InSiSean, armen. Alterth. 2, 127, 33. 

BiwafidaAha, Vater des Aschawanhu, yt. 13, 110. 

Biwerd (Beward) 1) Turanier aus Eat, kommt 
Afi-asiab zu Httlfe, Fird. 3, 76, 850. 90, 1029. 
2) Iranier, unter Yezdegerd I, Fird. 5, 524, 393. 
d. i. ohne Starke (?) 

Bl2en s. WSian. 

Biztha, Eammerer des Ahasueros, Esther 1, 10; 
im griech. Text MaZa, BoZeo, Bollav, de La- 
garde 507. 

Biases, Blassos s. Walagafi. 

BXTi<ix<ivn^, Fflhrer der Beiterei in Sisauranon (Si- 
sarban), von Belisar gefangen ao. 541, Prokop. 
232. BXi<ix<ivn^ Bell. Goth. 3, 3 (H, 291) 
BXii(Tx<i)iii^, Anecd. c. 2. 



Digitized by 



Google 



BOdaxftn 



70 



B5rgaw 



d. i. BalfiSagftn (?) s. bei WalagaS. 

BOdax&n (al. B(^daxSft]i qI>4h o^'''*'^'^^' Vater 
des Mai Oder Salman (b. diesen). 

B6ii^ 1) Feidherr des Eabades^ mit dem Titel 
OdapiZTi^ (d. i. Wahriz, Blau, DMG. 27, 313), 
Prokop 58. syr. «-io)b, ''iM^ (a mifiicher), Astabid 
(d. i. Aspahpet) unter Kawadh, Assemani 277'. 
Chronicle of Joshua the- Stylite, ed. W. Wright. 
Cambr. 1882, 58, Z. 15. 2) Abtl §oJa^ Bayeh, 
S. des Fana-xusrau, Feidherr der Samaniden, 
Stifter der Dynastie der Buyiden vom dailemi- 
tisehen Stamm §€rzll-awendan, angeblich ein 
Nachkomme des Bahram 60r, f 932, Alb^rOnl 
38, 3 (45). Ibn Chall. V, 80, 16 (II, 332). 
Abulfeda 2, 372, 17. Ab. Far. 297, 5. Mirch. 
4, 44, 20. Zehlreddin 175, 11. vgl. Hamzah 
216, 19. 242, 4. Auch andere Herrscher der 
Dynastie haben Bfiyeh als Zunamen, z. B. Abu 
Mansflr Bflyeh (Maayyid ed-daulet) Mirch. 4, 
16, 26. vgl. NOldeke, Tab. 224. Pers. St. 28. 
— skr. bhdvya (ausgezeichnet, gltleklich, n. pr.)? 
awest. *baoya; vgl. Boyekan. 

Bo^thazar, Eunuch, Martyrer, f 343, Assemani 
1, 190\ 

B6tti?» Perser, Befehlshaber in EYon, verbrannte 
sich, als er die Stadt nicht mehr halten konnte, 
Herod. 7, 107. Polyaen 7, 24. Pausan. 8, 8, 
9 (Meder). — awest. ♦buga? vgl. aipi-dbaoghe? 

Bohak s. Baoi&ha. 

Bohrasf, Vater des Bistasf, Masudi 2, 118. s. 
Lohrasp unter Aurwadaspa. 

Boyekan, persischer Satrap (mets naxarar) unter 
Sapor II, zieht gegen Wasak, Feldherm des 
ArSak III, Faust. Byz. 4, 39 (152, 24). — patro- 
nym. von pehl. *BOyak = B6r\<;. 

BoSakg, Siegel mit Bildniss, Mordtmann, DMG. 29, 
208, n^ 23. — aus Atto-b(56 mit Affix ka. 

BO&ed s. BOz^dh. 

B6xpi1^, persischer Bischof und Martyrer, ao. 350, 
Sozomenos 11, c. 12. Acta Sanct. 22. April, 
ni, 19*. Assemani I, 193*. BdKXOpK (unrichtig) 
Nikeph. Kail. 8, 37; auch Bichor. 

B6loq s. BuxSa. 

B6Xa^, S. des Auasis (s. diesen). 

BoX6T€ao^ s. WalagaS. 

Boviwvti^ s. Wonones. 

B({)paKO^, Vater des Mgnodoros, Inschrift von Anape 
(Gorgippia), C. I. Gr. U, 165, n"2130, 41. — 
abgektirzt ausBoraspos (mit kurz o, wie armen. 
Peroz). 

BOran 1) Tochter Chusrau's II, regierte vom Juni 



bis zum Herbst 631, Mtlnze mit Bildniss, Mordt- 
mann, DMG. 18, Taf. 6, unteu. 19, 458. 34, 
144. 162. Ntltzel, v. SaUets Ztschr. f. Num. 
18, 1892, p. 199. Taf. 1, 9 (ein Exemplar mit 
der Jahrzahl 2). Bbor BambiSn (letzteres be- 
deutet eine vomehme verheirathete Frau, auch 
EOnigm) Sebeos 20, 14. Bopdvn Theophanes 505. 
Bflran Bela&ori 253, 16. Tabari 1061, 4. 2163, 
2 (N5ldeke S. 390). Eutych. 2, 254, 9 (un- 
richtig MOrll). Albgrlinl 122 flf. Athir 365, 9. 
2, 333, 24. Schahrastani 1, 299 (Turan). Sie 
war die Gattin ihres Vorgangera, des Usurpators 
Xorem Sahrbaraz, Sebeos 99, 19. Thoma 97, 
29 (87) (Bor). Asolik 149 (Bom). Nach Masudi 
4, 207 soil sie Sirzad, nach Mojmel, J. as. IV, 
1, 427, 6 Hujir geheissen haben; Btlran-duxt 
Hamzah 16, 6. 62, 2. Alb€rtlnl 123. Istaxri 
115, 2. Fird. 7, 418. Btlran 418, 1. 8. Duxt- 
BQran 418, 3. Bopdim Cedrenus 1, 735. Baram 
und Bttran (zu entnehmen aus Dabtlran xo^i'ow) 
in der aus 2 Listen zusammengestellten Reihe 
des Mirch., J. as. IV, 13, 320. Pftran-duxt Mirch. 
1, 241, 16. Bbor oder Borang, Tschamtschean 
2, 327, 4. 2) BOran, BOran, Beiname der Xadiya, 
der Tochter des Persers Hasan bin Sahl, geb. 
Dez. 807, t 271 (Sept. 884), heirathet Jan. 826 
den ChaUfen Mamfln, 813—833. Ibn Qotaibah 
199, 2. Tab. 3, 1081, 3. 9. Masudi 7, 65. 
Athir 6, 248, 5. Ibn Maskowaih 444, 10. Kitabo 
Voytln 357, 9. Yaqtlt I, 807, 22. Ibn Xall. 
n^ 119 (1, 268). Abulfeda 2, 146, 7. Soyfiti 321. 
BOranduxtlya, al. Barazduxtlya, Name eines 
Kurdenstammes in Pars, Istaxri 115, 2. 

BOran s. Razmiozan. 

B6pa<nT0^, S. des (B)abos, Archonten zu Tanais, ao. 
193 n. Chr., C. I. Gr. II, 1009, n*» 2132*. Laty- 
schev II, 230, n*' 423. — vgl. Mflllenhoflf 570. d.i. 
braune Rosse habend; bOr, Boss, Fird. 1, 460, 242. 

BuipoZri; al. ZriPaOaOa, einer der 7 Eunuchen des 
Ahasueros, Esther 1, 10, griech. Text, de La- 
garde 507; hebr. aber Bigtha. 

Bordanes s. Wardan. 

Borgaw s. Pourugi. 

BOrgaw, S. des AxSlngaw, Vorfahr des Thraetaona, 
Bund. 77, 18 (huzwar. b5r-t5na), wo der Name 
des Vaters fehlt; im Wafiarkart-i dinik fehlen 
bdde Namen; Tabari 227, 13 erklart durch: 
Herr der Ktlhe mit der Farbe der Wildesel 
(rothbraun) ^Jk^ji\ jk*^ q^ yUt i^U^; in 
der Chronik von Fars fehlt ebenfalls der Name 
des Vaters, Gobineau 1, 172. 334. 



Digitized by 



Google 



BOrmftdeh 



71 



Buxftra-x«J>ft 



BOnuftdeh (?»oLo^jj, »ol*;>) zweifelhafte Lesart bei 
Athir 6, 335, 20 fttr BOzbareh (s. dies); wftre der 
Name echt, so wtlrde er bedeuten: rothbraune 
weibliche Thiere (Stuten, sonst m&diy&n) habend. 

Bi{)pvu)v, S. des RadampsOn, Strategos in Olbia, 
Latyschev I, 103, n** 67. 

BwpopdpaKO^ (anlaatend. b zerst5rt), Yater des Si- 
mikos (Seimeikos), s. diesen. — d. i. rothbraane 
Pferde habend (np. bftreh). 

BiupdipaZo^, Vater des Karzeis (s. diesen). — d. i. 
branne Stuten (osset. afse) habend (zo-s np. zft, 
natns?). 

BdpZo^ 8. Borz nnd Oborzos. 

BoordTiuv, anf einem Grabstein aus Eertsch, La- 
tyschev II, 65, n° 71. — vgl. Bastakos (patronym.). 

BOzbareh, ward von AiSin an Sahl, Sohn des 
Snmbftt gesandt, um den Verrath Babek's zu ver- 
abreden, ao. 837, Tab. 3, 1225, 6. vgl. BOnnftdeh. 
d. i. anf dem Grauschimmel reitend. 

B5z6dh 1) Bischof von Charbagla (ao. 485) Guidi, 
DMG. 43, 397, 11. — d. i. er (Gott, Jesns) 
erlOst. 2) B56ed6 zi Papakftn, BOzed Sohn des 
P&pak (er [Mithra] erl5st), Siegel mit Bildniss, 
Horn, DMG. 44, 655. Jnsti das. 46, 287. 

Naeh Horn (briefl.) wftre nicht S, sondem & 
zn lesen (also Bawade). 

BpdbaKO^, anf einem Grabstein aus Eertsch, Laty- 
schev n, 139, n*' 266. — vgl. Wardakg. 

Bpaboinc{u)v, persischer Dohnetsch des Izdigosnaph, 
Prokop. 286. 2, 506—7. — Nach Hoflfmann, 
Syr. Mart. 89 von Abhr5dhaq (s. Ferfideh); eher 
verwandt mit dem vorigen, von brad fttr wrad, 
der Zwischenform zwischen armen. ward and 
griech. Fp6bov (Rose). 

Bpaiabo^, Vater des Xan5sos (s. diesen). 

BratarwaxS, Ttlr-i BratarwaxS, Zauberer ans der 
Familie Earapan, MOrder des Zarathnstra, West, 
P. T. m, 267. IV, 185. Ttlr-i BratarwaS, im 
Bahman-Yf^t nnd Dadistan-i dinik bei West 
P. T. I, 195. II, 218. Ttlr-i Baraturflt (Bra- 
tarwaS), General des Aijasp, Dinkart I, 23, 16; 
Sad-der IX bei Hyde 454. Baratrftk, Dink. 
7, 360, 6. 10. vgl. Spiegel, Er. Alt. 1, 706. 
Seine Brttder sind: BratrOiSn (ofifenbar ans einer 
ongenanen Schreibnng des ersten Namens in 
Pehlewi entstanden), femer Ttlr-i Bragreg, im 
Dinkart BratrOkr^S (awest. wtlrde *braj)r5-raeSa 
*Verwunder des Bruders* sein), ein Name, der 
gleichfalls eine Variante der beiden andem sein 
wird; er soil den jngendlichen Zarathnstra an- 
gefeindet haben, Zart. N. 487, 27 (BartorftS), 



489, 18 (BfirantnrtlS). West, P.T.I, 196; IV, 
111; der vierte Bmder ist Azan, der fbnfte 
Nasm; sie sind Nachkommen einer Schwester 
MannS6il)ra's, West, P. T. I, 196. H, 218. 

BQ6laq s. Barza^ntes. 

Bp6io^, Gesandter des Eawadh anJnstinas, Chron. 
Pasch. 334^ (616, 8) = Alex. 770, 16; so schrieb 
Scaliger, die Hss. bid Bpiou, worans Malala 415 
AaPpotou machte. — vgl. WarO€. 

BpudSii^, Ednig von Pissa, Theodor. Prodrom. 338, 
9. 30 (romanhaft); vgl. Baryaxes; Bpvaixq ein 
athen. Bildhaner. 

BpuZdKio^, Heerfdhrer des Bahram Ctlbin, Theo- 
phylaktos 214. 

Boupdiq^ 1) pers. Adlicher, fiel bei Issos, Arrian 
2, 11, 8. 2) Bnbaces, Ennnch des Dareios III, 
Cnrtius 5, 11, 4. — NOldeke, P. St. 32, ver- 
mnthet Verktirznng ans dem folg. Namen. 

BoupdpT]^ 1) S. des Megabazos, Gatte der Gygaia, 
Tochter Amyntas I von Makedonien (f 498), 
leitete die Anlegnng des Athos-Canals (480), 
Herod. 5, 21. 7, 22. 2) BouTrdpn^, Perser, 
Ftlhrer der Babylonier bei Gangamela (1. Oct. 
331), Arrian 3, 8, 5. Das p scheint ans b 
dissimilirt zn sein. — d«i. Landbesitzer, FtLrst, 
vgl. skr. bhfibhyt. 

Bndh 1) 8. Nawadgaw. 2) Name des Uebersetzers 
des Bnches Ealilag nnd Damnag ans dem Peh- 
lewi ins Syrische, nm 570, Benfey bei Bickell, 
Ealilag nnd Damnag XII. — d. i. der Weise 
(skr. bndh&, vgl. dentsch Bote, fitT^Xo^). 

Bndasp, der Stifter des Sabaismns, znr Zeit des 
TahmOrath, Tabari 176, 7 (die Hss. nennen ihn 
irrthtlmlich BiOrasp, Baewaraspa, s. Barth zn der 
Stelle nnd zn 184, 12); Bfldasf, Albertlni 103, 
9 (111). 204, 18 (186). Masndi 2, 111. 4, 45. 
Yfldasf, Hamzah 30, 14; Fird. nennt ihn Schl- 
dasp; Beinand, M6m. de llnstitnt XVIII, 1849. 
2, 91. Spiegel, Er. Alterth. 1, 521. 

BndnayT s. Nawadgaw. 

Bfldra s. BQjra. 

Bndrajah s. Nawadgaw. 

BouTaio^ s. MemQxftn. 

BouTciOav s. XarbOna. 

BtlJisrawaAh, Bmder des WiStaspa yt. 13, 101. 

Btljra (BWra, Spiegel), S. des Dazgaraspa, Bmder 
des Zbanrwafid, yt. 13, 106. 

BnheiS s. Zad. 

Btlyeh s. B6ii^. 

Bnxara-xn&a, Feldherr nnter AfSin im Erieg gegen 
Babek, Tabari (trad. Zotenberg) 4, 535. Athir 



Digitized by 



Google 



~1 



Bouxa^ 

6, 326, 13. Ibn Maskowaih 484, 11 (Buxftraxu- 
bah). Dieser Name ist sonst der Titel derFtlr- 
sten von Buxara, Tabari 2, 1230, 16. 1515, 13. 
1694, 2. Chordadhbeh 40, 3 und daher Albertol 
102, 10 (Buxftraxudah). Athir 4, 438, 2 (ao. 
710). 5, 177, 16 (ao. 739). 

BoOxag, Massagete, Doryphore des Belisar, Prokop 
2, 150. 

Bnx^a 1) B6Eog, Perser, Gewahrsmann des Aga- 
tharchides (um 140 v. Chr.) tlber das erythrftische 
Meer, Strabo 779 (1087, 6). 2) BtlxS (tl kurz), 
S. des Iradfarux!«, ao. 1021, Kanheri n'* 3, 10 
(West: BandeS oder BOslh). — verktlrzt ausBa- 
gabuxSa. 

Buxt 1) ein K5nig von Chwarizm, Farhang-i Su'tlrl 
bei Vullers I, 194 •. 2) Amir Buxt (Baxt?), S. 
des Saiyid Taj ed-din nnd einer Tochter des 
Xubawendzdideb *Ala el-mnlk von Tirmid, Amir 
des Sultans Mohammed von Dehll (1325—1351) 
Batutah 2, 72, 7. 3, 358, 6. 394, 3. — arab.ist 
boxt eine Eameelart in Chorasan, auch Eigen- 
name, z. B. bei Tabari 2, 1560, 5. 1559, 16; 
buxtl (pers.) ist ein Kameel von einer arabisehen 
Stute und einem chorasanisehen Mftnneben, Ma- 
sudi 3, 5. vgl. Fird. 7, 462, 425. 

Btlxtak 1) Vater des Wagfirkmihr (Buzurgmihr), 
daher der Sohn Buxtakan heisst, Ganjesh&yag&n, 
by Peshutan Dastur Behramji Sanjana, Bombay 
1885, S. 1, § 1. Glossar S. 16^ 2) Sa'ld bin 
Homaid Ibno '1-Boxtekan (arab.) persischer ara- 
bisch schreibender Schriftsteller, 10. Jahrh., Fih- 
rist 123, 19. — Partic. von buj, befreien, erlOsen, 
altp. *buxta; u ist kurz, aber plene gesehrieben 
wie aueh im Syrischen; das pehl. k, sonst np. 
h, erhftit sich im n. pr., s. Vullers Lexic. s. v. 

Buxtar-i Bafiian, B. Sohn des Ba6i (Bazi), Siegel, 
Mordtmann, DMG. 29, 205, n^ 8. Justi, das. 46, 
286. — d. i. der Retter, Erl5ser (sonst btlxtar 
gesehrieben, z. B. Dinkart V, 218, Zeile 14. 
Shikand gumanik c. 4, v. 73); Benennung Gottes: 
Hyde 177^ 11. — Femin.: Buxtarlah (? jy^.), T. 
des Masmughan und der Yakand, ward naeh 
Besiegung ihres Vaters die Gattin des Chalifen 
Mahdl und Mutter des Manstlr, Statthalters von 
Basrah, Tab. 3, 137, 10. 140, 9. Athir 3, 387, 
13 (Bubairah s^^^). 

Buxtyazd, Bischof von Taxi (ao. 588) Guidi, DMG. 
43, 405, 1. Assemanini. 142.— Pers. Compo- 
situm, nach BuxtyeStf gebildet; yazd awest. yazata 
(gewOhnlieh Mithra). 

BtlxtyeStf (tl kurz) 1) Bischof von Karkhft d* Beth- 



72 Bundar 



Seltlk (ao. 499), Guidi, DMG. 43, 399, 5 (^^QA*toa£)). 
2) Gelehrter, e. ao. 540, Assemani III, 198 ^ 
Not. 2. 3) Leiter der Schule zu B&dar&ya 
(Sprengel von Koche), ao. 606, Assemani III, 
447* (444^ 16). 4) S. des Georg, aus SOs 
(d. i. Gund-i Saptlr, wo eine medicinische Schule 
war), Arzt des Isa, eines Vetters des Chalifen 
MansQr (754—775); sein Sohn Gabriel Tab. 3, 
731, 18 (Ibn BoxtyeStf, Ibn Xall. II, 42, 17) Athir 

6, 120, 13, war Arzt des HarUn ar-raSld (786 
bis 809), Tabari 3, 667, 16. 678, 7. Masudi6, 
305. Fihrist 296, 23. Ab. Far. 221, 14. 235, 

7. 250, 20. 5) Enkel des vorigen, Arzt des 
Mamdn (813—833) und des Mutawakkil (847 
bis 861), der ibn sehr begtinstigte und dann 
nach Bahram verbannte (858), f 870? Eutych. 
2, 449, 4. Ab. Far. 237, 18. 262, 5. de Goeje, 
Bibl. geogr. arab. 6, XX. Mirch. 3, 144, 35. 
Weil, Gesch. der Chalifen 2, 58. 370. Hammer, 
Lit. Arab. 3, 277. 278. 6) Bischof von Tirhan, 
ao. 900, Assemani II, 311. Ill, 195 •. 7) S. des 
Yahya, Arzt, f 941, Athir 8, 283, 9. Abulfeda 
2, 416, 8; Ab. Far. 293, 2. s. tlber dieFamiUe 
von n** 3. 4. 6 Wtlstenfeld, Geschichte der arab. 
Aerzte 14. — Der Name ist ein hybrides syri- 
sches Gompositum 'Jesus hat erlOst'; persisch 
gebildet ist YeStl'-buxt (s. dies). 

Buxtrageh, der angebliche persische Name des 
Buxtnasr (Nebukadrezar), der von Gtlderz von 
Ispahan abstammen soil, Tab. 649, 6. 651, 12. 
d. i. Rag(nu?) hat erl5st(?) 

BflxtSahpflhr (tl kurz), Siegel, Horn, DMG. 44, 
653, n^ 255. 

Btlxtw . . . dl, Siegel (beschadigt), Horn, DMG. 44, 
661, n« 700. 

Buland-axtar, Enkel des Kaisers Aurangz^b, f im 
Kerker 1706, Rieu 269». 1083\ 
d. i. dessen Geburtgestim hoch steht. 

Bulbulbaz, Beiname des Mir Xanzadeh (s. diesen). 
d. i. der Nachtigalfalke (er war Dichter und 
Falkner). 

Bund&d s. Windat. 

Bundar 1) hatte vor der Schlacht von Nihawend 
ein Gesprach mit dem arabisehen Feldherm, ao. 
642, Tab. 2601, 2. 2) Mohammed, S. des Bafigftr, 
Bundftr, Gelehrter aus Basrah, geb. 783, f 866, 
Athir 7,119, 17. 3) aus Tabaristftn, Heerftlhrer 
zur Zeit des Chalifen al-Mo'tazz (866—869), in 
einem Treflfen gegen den Charijiten Musawir 868 
getOdtet, Athir 7, 95, 22. 121, 7. 4) Zaid bin 
Bundftr aus Nux&n (Jai bei Ispahan), Rechts- 



Digitized by 



Google 



BoCvbo^ 



73 



Bnrz-Jninas 



gelehrter, f 886/7, Yaqut 4, 766, 19. 5) Mo- 
hammed bin BimdAr aiiB L&r^ftn, Rechtsgelehrter 
auB Ispahan, Yaqnt 4, 340, 23. 6) S. des 
Ltireh (?), PhUologe, Mitte des 10. Jahrh., Ham- 
mer, lit. Arab. 5, 546. 7) Bnndar bin al-Hosain, 
Gelehrter, f 964, Yaqut 3, 256, 12. 8) Vater 
des Mahek (s. diesen). 9) AbH Bekr bin Bnndar, 
Gelehrter ans Asterabild, Yaqnt 4, 825, 16. 
10) S. des *Abd al-wahid ans Axnr in Dihistan, 
Gelehrter, Yaqnt 1, 59, 10. 11) Hosain ibn 
*Ali al-Bnndar, Traditionist, geb. 1013, f Jan. 
1105, Athir 10, 260, 16. 12) Thabit bin Bnn- 
dar, Gelehrter, Schfller des Abft *All bin Saban, 
t 1104/5, Yaqnt 3, 876, 13. Athir 10, 273, 

12. 13. 13) S. des Mohammed, schiitischer 
(imamiseher) Rechtsgelehrter, f 1122, Fihrist 
224, 11. 14) Bnndar Saljan nnd B. Hormnz, 
Briider ans Mnzn in Dailem, Yaqnt 4, 521, 14. 
15) S. des 'Amr ('Omar) bin Mohammed ans 
Btlyan in Tabaristan, Gelehrter in Damaskns, 
Yaqnt 2, 874, 16. 16) B. bin Fars, Gelehrter, 
Yaqnt 2, 151, 18. 17) 'AbdaUah, S. des Bnndar, 
des Sohnes des 'Abdallah bin Mohammed bin 
Eaka, ans Marand in Aberba^an, Lehrer der 
Tradition in Damaskns, ao. 1041, Yaqnt 4, 503, 

13. 18) 'Omar bin Bnndar, Schriftsteller ans 
Tiflis, t 1273, Hajl Xalfa 4, 143, 10. 19) 
Dichter ans Rai, Pertsch, 632, n^ 1. 20) 65- 
patiah ROst&m Btlndar Malkmartan (Sahmardan), 
Gelehrter, West, P. T. I, XXXH. XXXIH. H, 
XVn. — d. i. reicher Mann, Z5llner,- Istaxri 
148, 1. de Goeje, Bibl. geogr. arab. 4, 194. 
Ibn Chordadbeh 153, 7. 

BoCvbo^, Manich&er, der imter Diocletian zn Rom 
anftrat nnd dessen Lehre in Persien Td (b6TMa) 
Tdiv Aapi(T8€Vuiv d. i. 'des gnten Gottes' genannt 
ward, Jo. Malala 309. Kawat, Vater des Xnsran I, 
hiess Kuidbti^ 6 AapdoOcvo^, Malala 429. — pers. 
""darazd-d^n (awest. vgl. zarazda) 6p66boEo^, NOl- 
deke, Tabari 457, Not. 1. 

Bnnyad s. Windat. 

BoimdpfK 8. Bnbares. 

Bflrab, Schmied des Kaisers von RtUn, Fird. 4, 294, 
187. — scheint gr. irupuiTid^, pyropns (Plinins) 
zn, sein. 

Bnr&OmOg, ein Narte, Schiefiier, Osset. Texte, 
Petersb. 1868, 43. 51. — d. i. viel Gltlck habend. 

Btlran s. BOran. 

BOrdar, Perser, welcher mit Anak nach Armenien 
kam nnd von da naeh Caesarea in Kappadokien 
zog, wo er Sophia, die Schwester des Enthalios 

Jasti, Ferd^ IranUohes Namenbaeh. 



heirathete, welche den heil. Gregor den Erlenehter 
anfzog, Zenob von Glak (Lang^ois I) 343 ^ Mose 
2, 80. — d. i. np. bnrdar (Trftger, gednldig), 
awest. beretar. 

BOrek, nnrichtig pnnktirt fOr Tnrek nnd Thritak 
(s. Thrita), in der Genealogie des Manng6iJ)ra, 
Masndi 2, 145. 

Bnijfftsp, Tnranier im Erieg des P§ran xmd GQderz, 
Fird. ed. Vullers p. 1158, Z. 333 (bei Mohl an- 
dere Lesart, kein Eigenname). — d. i. hohe Rosse 
besitzend (bnrj ist Pazendschreibnng des np. 
bnrz). 

BOrCak nnd BOrfiatlin (Bnrz-adhar), zwei Brader, 
bei denen ArtaxSatr (ArdaSlr I) anf der Flucht 
vor dem Wnrm vorspricht, NOld. Kamamak 53. — 
der erstere Name ist Eoseform des zweiten, 
dieser bedentet: das erhabene Fener (vgl. Adar- 
bnrzln). 

Bnr&an s. Bnrzan. 

Bflrfi-atUn 1) s. BOrfiak. 2) Bnr&-at11n-gtlS(nasp zi) 
maga-i Mitnstlri, Siegel mit Bildniss, Horn, DMG. 
44, 672, n^ 615. — np. Burza&ar, NOldeke, Kar- 
namak 53. 

BnrSasf s. Ponmschaspa. 

Bnrz 1) B6p2:o^, Perser, Polyaen 7, 40 (richtig im 
Cod. Florent. "OpopCo^). 2) Bnrz, Parther, rettete 
das Kind Perozamat vor den Nachstellnngen Ar- 
daSlr's I, Mose 2, 73. 3) Metropolit von B6th- 
Huziya (Ahwaz), ao. 588, Gnidi, DMG. 43, 404, 
17. — awest. bereza (hoch, gross); der Name 
ist vielleicht abgekflrzt ans einem Compositnm 
mit bereza als vorderm Wort. 

Bnrzafrah, S. des Eai EaOs, Tabari 605, 9; bei 
Firdnsi ans metrischen Rtleksichten nmgeHndert 
in Ferlbnrz, Mojmel, J. as. Ill, 11, 172, 6. 

d. i. erhabner (hoher) Lohn (awest. afrasaiih, 
Spiegel, Commentar 2, 416. Geldner, Zeitschr. 
vgl. Sprachf. X, 521). 

Bnrzafrld, erste Gattin des Siyawax§, Mntter des 
Firfld, Tabari 605, 13; bei Fird. Jarlreh. 

d. i. der erhabene Segenspmeh (personifieirt, 
awest. bereza afriti). 

BUrzan, persischer Marzpan von Armenien (515 bis 
518), Nachfolger des Ward, Tsehamtschean 2, 
236, 27. 237, 11 (Bflrlan, 1 statt z). vgl. Cihr- 
btlrzen. 

Bnrzanik Rogan-i Famxi^btltan, anf einem Perga- 
ment ans dem Fayyflm, Horn, DMG. 43, 611. 

Bnrz-JnSnas, Bmder des Dnrri (Dnml), f 839, Tab. 
3, 1298, 15. 1300, 9. Ibn Maskowaih 515, 11. 
(Handschr. ^^-Jio^^). 

10 



Digitized by 



Google 



Bnrzl 



74 



Bnznrg 



Bnrzl, Taraoier^ ygl. BurzHIlft; VollerS; Lex. I, 
219*. — vgl. Bardiya. 

Bnrzin 1) S. des Ker&eusp; znr Zeit des Nandar, 
Fird. 1, 428, 548; unter Kai Qobftd, 464, 3; 
unter Kai KaOs 558, 877; 2, 50, 551. Burzln-i 
KerSftsp ez tuxm-i Jem 3, 272, 21. 2) Blrzln 
(I kurz, plene geschrieben), Hoffmann, Syr. Mftrt. 
65. 3) Barzin, Dihk&n unter Bahram GOr, Fird. 
5, 616 ff. 4) Feldherr Xusrau's I, Fird. 6, 476, 
3805. 5) Astronom Xusraus II, Mojmel, J. as. 
IV, 1, 422, 9. — nach dem heil. Feuer Borzln 
benannt (Bundehesch 23, 11. 25, 1. 41, 19. 
Fird. 4, 280, 21). 

Borzlngagnasp s. ZlngnSnas. 

Bnrzlnknrtls, Mobed, yerehrte den Knaben ZartnSt, 
Zart. N. 488, 15. 

BflrzyeStf (tl kurz), Bischof von Beth Seltlkh (Ker- 
kuk), Assemani IE, 488**, 7. — YeSQ' scheint an 
die Stelle von Mihr getreten zu sein. 

Burzmah, davon Burzmfthan s. Ma&t)ra8pefita. — 
der erhabne Mond (Genius). 

Burzmakai, pebl. BUrfimakai, Siegel, Horn, DMG. 
44, 659, n** 585. 45, 431 (Makfti ist syrisch). 

Burzmibr 1) Scbriftsteller zur Zeit ArdaSlrs I, 
Mojmel J. as. IV, 1, 419, 17. 2) Mobed unter 
Bahrftm GOr, Fird. 5, 684, 1615. 3) Schreiber 
(Kanzler) des Xusrau I, Fird. 6, 550, 68; es ist 
Buzuijmihr (s. Wa6urgmiJ)r). 4) Dasttlr unter 
Xusrau II, Fird. 7, 188, 1221. 5) BOrzmlhr 
(plene geschr.), Bischof von Dasen, ao. 605, 
Guidi, DMG. 43, 406, 10. 6) BftrCmitr, Vater 
des Rarld (s. diesen). 7) Burzmibr, Manichfter 
der Secte al-Miqlaslya, zur Zeit Mansflrs (754 
bis 775) Fihrist 334, 23. — d. i. der erhabne 
Mithra. 

Burz5€, mit neuerer Aussprache BarzQi 1) ange- 
nommener Name des Bahram G5r bei dem Raja 
Schengil von Indien, Fird. 6, 36, 384. 2) Borzo 
(georg.), K5nig von Mowakan (nordOstl. vom 
unteren Kur) zur Zeit des Waxtang Gurgaslan, 
Brosset, Hist. 1, 172. 3) S. des Azdahar (?), 
Arzt aus NiSapQr, der in Xusraus I Auftrag das 
Buch Kalllah wa Dimnah (PanSatantra) aus 
Indien nach Persien brachte, Fird. 6, 444 ff. 
Istaxri 262, 11. Hajl Xalfa 5, 238, 2. 4) BQr- 
zS€ (tl kurz), christlicher Geistlicher ao. 600, 
Hoffmann 93. 5) Burztlyeh der Magier, Vorfahr 
des Traditionisten AbH *Abdallah Mohammed 
aus Buxara (f 870), legte in Buxara das Be- 
kenntniss des Islam ab in die Hand des Taman 
al-Buxan, Yaqut 1, 521, 5 (w^jy 1. ^i?)^)- ^^ 



XaU. VI, 100, 8. 101, 15 (H, 594. 596). Wflsten- 
feld, Abhandl. GOtt. Ges. d. Wiss. XXVIH, 1881, 
20, n** 62 (Yazdbeh aj^^). 6) Ahmed Barztlyeh 
(Bazrtlyeh) aus Ispahan, Grammatiker, Schdler 
des Nafttlyeh, t 965, Ibn Chall. n« 272 (I, 591). 
Hammer, Lit Ar. 4, 415. 7) BarzU, DastOr in 
Nausari, Verfasser einer Riwayet, erste Halfte 
des 17. Jahrh., West, P. T. IV, 433; auch das 
Zartuscht-nameh (Wilson, Parsi Relig. 522) ist 
geschrieben ao. 1635 von BarzQ, S. des Qawamo 
'd-din bin Kai Qobad bin Hormazdiar Sanjanan. 
8) Barz5jl, Parsi, s. Jamaspji D. Minocheherji, 
Pahl. Diet. I, CLXII. — vgl. Barzfl; die zwie- 
fache Aussprache des Vokals in starker und 
schwaeher Form (ar imd ur) beruht auf zwei 
alteren Schwesterformen bareza und bereza; der 
Name ist wohl aus Burzmibr gektirzt. 

Burzgabh5r (?) s. Barsab5ros. 

BurzUlla, Enkel des Afrasiab, zur Zeit des Kai 
Xusrau, Fird. 4, 74, 831. 832. Burzlla, Mojmel, 
J. as. IV, 1, 415, 6. — d. i. der hohe (erhabne) Ha. 

BOsipas, falscher Name, den Httman fflr den seines 
Vaters Wiseh (W6sah) ausgibt, Fird. 3, 150, 131; 
zu lesen YOsipas (Joasaph)? ein Kitab Ydsipas 
ward in parthischer Zeit verfasst, Fihrist 305, 5. 
s. Zotenberg, Joum. as. VIII, 7, 102. 

Bustan 1) S. des Mohammed, Mathematiker, f 1288, 
Hajl Chalfa 3, 385, 2. 2) Beiname desMustaf| 
bin Mohammed, Scbriftsteller, Hajl Chalfa 2, 
365, 7. 3) Bustan-Sah s. Sisaniah. 
d. i. Blumengarten. 

BouTTi^, Befehlshaber in Elon CHiuiv) an der Mtlndnng 
des Strymon, Plut. Kimon c. 7, § 2. — awest. 
btlta (geworden, im Sinne von voUkommen ge- 
worden, kr&ftig, normal; vgl. ahnliche Beden- 
tungen bei skr. sant, fem. sati). 

Btltin, Siegel 1) Mordtmann, DMG. 18, 44, n'' 154 
(T. in, 3). Horn S. S. 40 Not. (BQtJan); Grand- 
riss 42, n^ 182. 2) Butln-i Inline bareh, B. Sohn 
des I.?, Siegelstein bei Thomas, Joura. R. Asiat. 
Soc. XIII, n^ 51. Horn, DMG. 44, 658, n«546. 

Btltmah, Marzpan (Sahmanakal) des Xusrau 11 in 
Armenien, Sebeos 34, 31. 70, 20. — d. i. der 
gewordene (voile?) Mond (bei Vollmond ge- 
boren ?). 

Bllzabeh s. POzabeh. 

BouZaOav s. Xarb5na. 

Btlzkar, S. des XamgrI, EOnig von Xwarizm, 
Albertol 36, 18 (41). — d. i. Bierbrauer (np. 
btoeh. Bier, Polak, Persien 2, 272). 

Buzurg s. Wazraka. 



Digitized by 



Google 



Baznijmihr 



75 



Aabdr)^ 



Baziujmihr s. WaSOrgmitr nnter Wazraka. 
Bazargiimld s. bei Wazraka. 

C sehe man unter K; Ch (X) nach K. 

D&btljeh 8. Dadbtlyeh. 

Dad 8. Datis. 

Dad& 1) Herr von Tabamtan^ Verbflndeter des 
Barkyaroq (Seljtiq), von Sanjar 1100 geschlagen, 
Weil 3, 145. 2) Dftdabhfti, Parsiname, z. B. 
Dadabhai Nas8arwanji, erbant 1781 ein Feuer- 
han8 in Bombay, Wilson, the Parsi Relig. 557; 
vgl. Jamaspji D. Minocheherji, Pahl. Diet. I, 
CUX; die Endsilbe i8t indisch. vgl. Dado8. 

Dadafr(^z 8. Azadf^rOz. 

Adbaio^, Vater des DrobolOs (s, diesen). 

Aabdioi^ 1) Cbiliareh, fiel bei Salamis, Aesch. Pers. 
304. 2) Skythe, auf einer Mtlnze von Olbia, 
BOekh, C. I. Gr. II, 113. 3) Adbaro^, Vater des 
Neikeratos, Arehonten von Olbia, C. I. Gr. 11, 
139, n^ 2080. 4) Adbcrfog, S. des Knzaios, 
Strategos in Olbia, Latyschev I, 117, 79; abge- 
kttrzt aa8 DadarSi, Dadnhya od. dgl. vgl. NOl- 
deke, P. St. 32. 

Dadar, S. des Dadtlxt; GrossmObed znr Zeit Sa- 
por's I, Sehrifteteller, Rieu 53\ West, P. T. HI, 
17. Arda Wiraf XXI. — d. i. Sch(Jpfer, soviel 
wie Ormizd (Ahnramazdah). 

Dadargi (Dadj-Si?) 1) Armenier, Feldherr des Dareios, 
Inscbr. von Behistan II, 31 (vgl. 29, wo der 
Name zerstOrt ist). 2) Perser, Feldherr des 
Dareios, Insehr. von Behistan 3, 13. — skr. 
d&d>gi (herzhaft, ktlhn). 

Dadhbin, Name eines E5nigs im Baxtiyamameh, 
N(Jldeke, DMG. 45, 114, 2. — d. i. nach dem 
Gesetz schanend (das Gesetz znr Richtschnar 
nehmend). 

Dadbflyeh 1) S. des Hofi-ayin, Gelehrter zur Zeit 
Hormizds lY, Salemann, Bullet. Acad. Imp^r. 
32. 1888. 361, 3. 2) S. des Gil Gaubareh, 
Vater des Ferx&n, Ispehbed von Gllan nnd Ma- 
zenderan, Hamzah 239, 8. Dabtlyeh bei Zehl- 
reddln 43, 7. 150, 8. 319, 15. Nicht arabisirt 
erseheint der Name in geographischen Bezeich- 
nongen: wilayet-i DabfU (Dab56), Zehlreddin 
64, 17, Oder Dabtl 274, 14; qasaba-i Dabtll 
217, 11. 3) Amir Dabtl, Beamter des Marzban 
Min5£ihr von Lanjan, !ZehIreddIn 67, 1. 4) 
DabQ, Parteig&nger des 'Ala ed-daoleh gegen 
Schems el-molflk Rnstem (2. Linie der Bawendi, 
1115—1120) Zehlreddin 217, 17.— ans Dadbm^ln 
Oder Daabnrzmihr. vgl. NWdeke P. St. 18. 



Dabbnndab, Schreiber des Parther's Artaban V, 
Tabari 819, 3 (al. Dabnndad, Dadbnndar). 
d. i. das Gesetz zum Fundament habend. 

Dadbnrzln, Satrap von Zabol (Ghazna) nnter Bah- 
ram GOr, Fird. 5, 672, 1470. — d. i. das er- 
habne (Feuer) hat gegebcn (den Sohn). 

Dabbnrzmihr 1) Dabmihr, S. des Zarmihr, persischer 
Statthalter von Tapnristan, 558 — 575, also nnter 
Chnsrau I, Zehlreddin 42, 11. 319, 8. 2) S- 
Ferxan's des Grossen, Ispehbed von Gllan nnd 
Mazenderan; sein Tod wird von Zehlreddin 46, 
15 unrichtig in das Jahr der Eroberung Merw's 
dnrch Aba Muslim gesetzt; auf den Mflnzen von 
ao. 86. 87 (731. 732) in Pehlewischrift Dat- 
btlr6mitn (zu lesen DabburzmiJ)r), Mordtmann, 
DMG. 12, 54, n^ 308. 19, 474, n° 173. Dom, 
Bulletin de TAcad. St. Pitersb. XV, 219; Dad- 
burzmihr, Hamzah 239, 8; bei Zehlreddin ver- 
ktirzt Dabmihr 46, 13. 319, 15; Tab. 3, 140, 
10 nennt ihn den 'tauben Ispehbeb". — d. i. 
das (Feuer) Burz(in)-Mihr hat gegeben (den Sohn). 

Dadfiraz s. AzabfgrOz. 

Dabi, Tochter des Siamek, Gattin ihres Bruders 
Dis, Tabari 154, 6; s. Dis. 

Dadil, Mohammed, Dichter, Pertsch 639, n^ 25. 

Dadhyazd 1) auf Siegebi bei Mordtmann, DMG. 
18, 39, n^ 132 (Taf. Ill, 5.Reihe): Datzd (lies 
Dabizad oder Dabyazd), und n^ 150 (Taf. HI, 
2. Reihe von u.) mit Bildniss, Dat(y)azdanS, 
Justi, DMG. 46, 285. 2) Jakobite, zur Zeit des 
adiabenischenPatriarchen YeStfyahbh (650 — 660). 
Assemani HI, 142% 14. — d. i. Gott, die Izeds 
haben gegeben (hybride syrische Compos, oder 
tlbersetzt aus syr. Joi^J •.sou), NOldeke, P. St. 18. 

Dadhyegft', Bischof von Seleukia und Patriarch, 
430—465, Assemani HI, 214. Budge 132, 13 
(117). Hoffmann, Syr. Mftrt. 55. Guidi, DMG. 
43, 395 (ao. 430). — d. i. Jesus hat gegeben 
(hybride syrische Compos, oder Uebersetzung des 
syr. ^^QJL* •.oou), NOldeke, P. St. 18. 

Dadmihr s. D&bburzmihr. 

AaNSr)^ 1) einer der Stifter der messalianischen 
Haeresie, Theophanes 1, 99. Cedrenus 1, 514. 
2) DadhO, persischer Christ (unter Sapor II), 
Hoffmann, Syr. Mftrt. 33. 283. 3) Dadh56, neuere 
Aussprache Dadbtlyeh, Sohn des Hormizd bin 
FlrQz und der Schwester Bad&n's, zur Zeit des 
Abtl Bekr, von Qais ermordet, Belftbori 106, 6 ff. 
Tabari 1853, 15. 1991, 1. 1992, 16 (im Reim, 
Dft&awai) Hamzah 137, 6. 139, 12. Athir 2, 
255, 8. Ibn Chall. IX, 151, 3 (HI, 672). 4) 



Digitized by 



Google 



1 



Adbo^ 

Yater des ROzbeh (s. diesen). 5) ""Othmftn bin 
Ahmed bin Dabflyeh, Stlfl ans Etlbanjan bei 
Schlraz, Gelehrter, Yaqnt 4, 316, 9. — vgl. 
N5ldeke, Pers. St. 8. 9. !!• 18 und Datoyean, 

Adbo^ 1) S. des Tnmbagos, Inschrift von Olbia, 
C. I. Gr. n^ 2061, II, 131, 53. 2) Adbo^, S. des 
Dados, Strategos in Oibia, C. I. Gr. II, 133, 
n" 2070. 3) Vater des Katokas, C. I. Gr. H, 165, 
n** 2130, 53. 4) S. des SOsibios, Gatte der Zalsis, 
C. I. Gr. n, 142, n** 2089. — Dadi heisst ein Ftlrst 
von Chubngkia (sttdwestliches Armenien) ao. 826, 
Inschrift des Sahnanassar 11, L. 174; doch s. 
Sayce, Lectures on the origin a. growth of Belig., 
1888, S. 204. Wohl das np. dadah (Grossvater), 
in Dialecten *Bmder' (Kinderwort), nicht semit. 
Dad (Freund); vgl. Dada. 

Daduhya, Vater des BagabuxSa, Inschrift von Be- 
histan 4, 85; snsisch Daduwanya, babyl. Zatu; 
wegen des Nasals in der sns. Form vermuthet 
Sayce (Actes du 6'"* congrfes intemat. des Orient. 
1885, II, 1, 669) die Anssprache Dadufthya. — 
vgl. Fick CXXV, und den folg. Namen. 

AaboOxo^, Perser, Aufseher der Feldschmiede, 
Xenoph. Kyrop. 6, 3, 29 (Ausgaben AaoGxo<;). 

Dadhttq, Christ, ao. 420, Hoffmann, Syr. Mart. 34. 

Dadfixt, Vater des Dadar, al. Dad-daxt (West); 
8. Dadar. 

Daphemes s. Artaphenies. 

Dagh (Brandmal, Wunde), Taxallus oder Dichter- 
name, Garcin de Tassy 102. 

Dahaka s. Baewaraspa. 

Dahdezah, Vater des BObaxan, Tab. 1779, Not., 
al. mOrsalan. — d. i. zehn (viele) braime Rosse 
habend. 

Dahhazar (Dehhezar), Beiname des Ttlrken Inal, 
Dieners des Abft Talhah, Feldherm des Ya'qttb 
Saffan, ao. 875, Athir 7, 210, 12. — deh-hezar 
ist eine Art Trictrac-Spiel, Vullers Lex. II, 
1304', 1. 

DahiSnaylbar s. JahiSyar. 

Dahmard, Kitab al-aghani XII, 146, 18 (Mittheil. 
von Wellhausen). — d. i. zehn Manner (Starke) 
habend. 

Dayaukku, in den Inschriften des Sargon ein Statt- 
halter (§alat) von Man (Minni) und zugleich ver- 
bflndet mit Ullugnn von Man; er wird 715 nach 
Hamath verbannt (Inschrift in Chorsabad, An- 
nalen V, 17, bei Menant, Ann. des Rois d'Assyrie 
164. Oppert, Records of the Past VII, 33) und 
scheint bald zurfickgekehrt zu sein, um in Me- 
dien eine Herrschaft zu begrtlnden, welche die 



76 AaX6<TaKog 



Inschriften Bit Dayaukku nennen; dieser Dayaukku 
ist der ATii6KTig des Herod. 1, 16 ff. (die ionische 
Anssprache far Dayokes), welcher nach dessen 
chronologischem Schema 709 — 656 (oder 700 
bis 647) geherrscht hat; Polyaen 7, 1; auch in 
einem Fragment des Diodor (8, 16), der ihn 
sonst Eyaxares nennt; Dio Chrys. Ill, 1, 38,4. 
Alb^rdnl scheint ihn mit Dahak zu bezeichnen 
und ftlr Arbakes (s. diesen) zu halten. Der 
Name ist wahrscheinlich zugleich ein Titel, aus 
altp. ""dahyaupati, awest. daAhupaiti gekflrzt mit 
Affix ka; man vgl. Spiegel, Eran. Alterth. 2, 
248 flf. Tiele, Babyl.-assyr. Geschichte 263. 407- 
N5ldeke, Aufsatze 5. 6. vgl. Dehkan. 

Aai(pdpvn<;, Perser, Xenoph. Kyrop. 8, 3, 21 (Aa(- 
cp^pvn^ Diudorf). 

Daenawarezanh (Var. Daenawazaiih) yt. 13, 117. 
vgl. Warzld-d6n. — d. i. nach dem Gesetz wir- 
kend, ftlr die Religion thatig. 

AotaKog, S. des Ariaramnes, Grabstein (mit Reiter- 
bild) aus Kertsch, Latyschev (nach Newton) II, 
92, n° 141. 

DayQn s. Saena. 

DaewOdbiS 1) S. des Taxma, aus der Familie des 
Zarathustra, yt. 13, 98. Genetiv **dbdiS nach 
dem Muster der i-Stamme, statt MbiSO. 2) Dfiw- 
wlSe (in UzwariS geschrieben ggda-wlSS) Siegel, 
Horn S. S. 30, n^ 16. — d. i. die D^ws hassend. 

AdKTi^ s. Adaces. 

Dafii s. Darfiil. 

Daqs s. Dis. 

Daxwar, Beiname des 'Abd er-rahim ibn *AlI aus 
Damaskus, medicinischen Schriftstellers, f 1231, 
Hajl Chalfa 5, 515, 10. 6, 472, 7. — d. i. des 
besten wttrdig (gebildet wie np. buzurgwar), np. 
dax. 

Dal, armen. Ftlrst aus dem Hause Aravelean (ao. 
455), Elige 247 •. Laz. Pharp. 148* 13. — np. 
dal (Adler). 

Dalag, Geftlhrte des WiStaspa, Einleitung (Pazend- 
Sanskrit) zum Arda-Wiraf-Nameh p. LXXVm. 
np. dalah (arab. dalaq, Marder). 

AdXa^ (Gen. AdXato^), Vater des D5r5n, Inschrift 
aus Pantikapaion, 4. Jahrh. vor Chr., Latyschev 
II, 93, n° 146. 

Daljftyeh, Vater des Mttea, ao. 876/7, Tab. 3, 1912, 
7 (al. bin hi 1-Jftyeh «^U ^, bin Dawud u. a. w.). 
Ndldeke, Pers. St. 15, Not. 

AaX6<TaKo^, S. des Symphoros, Bruder des Bagdoxos 
und GOdigasos, Mitglieder einer Bruderschaft in Ta- 
nais, ao. 225 n. Chr., Latyschev II, 267, n'^447, 25. 



Digitized by 



Google 



DalphOn 



77 



Dftr&baxt 



Dalph5n, S. des Hamaii; Esther 9, 7; griech. A^X- 
ipiov, de Lagarde 635. — np. dar-ban (Thtlr- 
hflter)? Pott, DMG. 13, 389. 

Dalta, Flirst von Ellip in Medien, f in hohem Alter 
707; Inschriften des Sargon, Annalen § 26, 
9. Feldzug (712), §37, 15. Feldzug (707); Me- 
nant, Annates des Rois d'Assyrie 167. 177. 
Oppert, Records of the Past VII, 32. IX, 9. 
Inschr. der Fasten, bei Botta 147, 10; Peiser, 
Keil. Bibl. 2, 62. — d. i. der Trftger, Eihalter 
(des Reiches), awest deretar. 

Dam&d 1) Mohammed Efendi bin Xalll, genannt 
Bey&dlzAdeh Dftmftdl oder Dftmad Beyadlzadeh, 
ttlrkischer Dichter, f 1658/9 oder 1688, Hajl 
Chalfa (Fortsetzung) 6, 532, 4. 567, 10. 2) Da- 
mad, Beiname des Mobammedpaga, ttlrkischer 
Geschichtschreiber, schrieb zwischen 1671 and 
1713, Hajl Chalfa 6, 534, 8. 3) Damad Ibra- 
hlmpaSa, Grosswezir, liess 1725 den Habib es- 
siyar des Mlr)0^and n. aa. ins Tttrkische tiber- 
setzen, HaJI Chalfa 6, 546, 10. 551, 11. 554, 5. 

Ao^aairia s. Jamaspa. 

AttjuidTag zn lesen Aardjuia^. 

Dami, Dichter, Pertsch 640, n° 59. 
d. i. Jager (von dam, Netz). 

Damln^, Name aaf einem Siegelstein, Mordtmann, 
DMG. 18. 25, n^ 63 (Taf. IV, 6. Reihe). 

Damnak, Name eines Zwillingspaares des Sama, 
West, P.T.I, 139; erhftlt Astlristan als Besitz, 
das. 140. 

*Dana (nor in der Patronymbildung Danayana), 
Vater des Waregawa (s. diesen). 

Dana, Dichter, Sprenger 218. Pertsch 639, n** 41. 
d. i. weise (taxallns oder nom de plume). 

Danaq (al. Anna), Jangfrau ans Seleukia, Martyrin, 
ao. 343, Assemani 1, 190 («^J>, I. uxi2 Dinaq?). 

Aavapd(T|biaK0^, Sky the 1) (Dan)ara(sm)akos, S. des 
Odiardos, Inschrift von Tanais, ao. 220, Laty- 
schev U, 264, n*" 446, 18. 2) Danarazmakos, 
8. des M^nios, Inschr. von Tanais ao. 225, das. 
269, n^ 448, 31. Danarasmakos, ao. 230, das. 
279, n** 453, 19. 

Advba|ii<;, ein Skythe, Freand des Amizokes, La- 
cian Toxaris 38 (435). 

Da&hafrabafih, seine Frawaschi angemfen yt. 13, 
116. — d. i. des Landes F5rderung bewirkend. 

DaAhnsrnta, seine Frawaschi angerufen yt 13, 116. 
d. i. im Lande berdhmt. 

D&nig, Dichtemame des Mir Radil> 1 1665, Sprenger 
150. Pertsch 639, n*' 36. DaniSl Bnxari, das. 
608. Rosen 164, 14. — d. i. das Wissen. 



DaniSmend 1) Beiname des Tailtl (j^Lb); eines 
Turkomanen ans x^arizm, der mit Alb Arslan 
nach Eieinasien kam, Athir 10, 203, 23. 24. 
2) Ahmed GtimttStegIn ^^yAkj^, S. des vorigen, 
bald Ibn al-Danifimend, bald al-DaniSmend ge- 
nannt, stiftete 1086 die DaniSmend-Dynastie, in- 
dem er von Malatlya (Melitene) nnd Slwas ans 
Kappadokien eroberte; sein Bruder Isma'll er- 
hielt Ankyra; als seine Hanptheldenthat wird 
die Besiegung and Gefangennahme des Bo^mnnd 
von Antiochien, ao. 1100, erz&hlt; er f 1104, 
Athir 10, 203, 23. 204, 7. 237, 13. 19; vgl. 
Rehm, Handbnch d. Gesch. d. Mittelalt. m, 
2, 85. 3) Mohammed Malik ghazi (der EOnig 
Glanbenskampfer), Ibn al-DaniSmend oder Mo- 
hammed bin DaniSmend, S. des vorigen, Vater 
des Du '1-Ntln, gr. Aavouvric, und des Ibrahim, 
t 1142/3, Athir 11, 9, 13. 52, 19. 61, 13. 209, 
8. 12. Ab. Far. 387, 10. 4) Abu l-mojaflfar 
Yaghl Basan (tttrk., Rebellenzwinger), gr. 'latou- 
Tiaa&v, Bruder des vorigen, Eidam des SeQUqen 
Mas'Ud von Ikonion, auch Ibn DaniSmend ge- 
nannt, Athir 11, 207, 14. 209, 4. 11. vgl. 
Mordtmann, DMG. 30, 467 flf. 5) DaniSmend, 
Kammerer des Jingizxan (f 1226), C. d'Ohsson, 
Hist, des Mongols 1, 258. 6) DaniSmend Be- 
hadur, Feldherr des Sultan Mohammed Xuda- 
bendeh (1303—1316), bei Herat geschlagen, 
t 1306, Mirch. 5, 132, 9. Barbier deMeynard, 
J. as. V, 17, 476. 481. 7) Abu 1-Hasan bin 
Ahmed, genannt DaniSmend, aus Abiwerd, Schrift- 
steller, Hajl Chalfa II, 481, 1. 8) DaniSmend, 
Schriftsteller des 17. Jahrh., Pertsch 681, 1. — 
d. i. der Gelehrte, in Persien auch Titel eines 
Schtllers der 'Ulema oder Doctoren des moslimi- 
schen Rechts. 

Dani§wer, Dihqan (Landedelmann) unter Yezde- 
gerd III, welcher das Chudai-namak (Schahnameh) 
in des letztem Auftrag ordnete, in der Vorrede 
des Baisonqor-Xan, Mohl, Livre des rois I, VH fif. 
vielleicht ist das Wort nicht Name, sondem 
appellativ (der Kenntnissreiche). 

Dantlyeh (Dano^), abgektlrzt aus einem mit daniS 
beginnenden Namen, NOldeke, Pers. St. 18. 

DanUn, Armenier, Hauptmann unter dem Sparapet 
Manuel (ao. 382), tddtet den Garegin, Faust. 
Byz. 5, 37 (243, 19). 

Daoiiha, S. des Zairita, yt. 13, 98. — d. i. weise. 

Dara, Darab s. Darayawa(h)u. 

Darabaxt, indischer Prinz, ao. 1854, Sprenger 218. 
Rieu 787 \ — d. i. Dara's Glttck habend. 



Digitized by 



Google 



Darayadrat)a 



78 



Dftrayawa(h)u 



D&rayadra^; der Familie Earasna gehOrig^ Sohn 
desArschya? Bruder des Frayadrat)a undSka- 
rayadrat)a, yt. 13, 108. — d. i. haltend (lenkend) 
den Eriegswagen. 

Dftrayawa(h)u, altpers., *dftrayadwaAhu awest., da- 
riaw pehL, darab, dara np. 1) Dai-ldg, Nach- 
komme des Nimrndh bin Kt& bin Ham, Vater 
des Sinaharib, Tabari 650, 12 (nngeschichtlich). 
2) DaryaweS, S. des AxaSw6roS, der Meder, 
Vorgftnger des Kyros, zerstdrt das babylonische 
Reich, Bach Daniel 9, 1 ; bei Joseph A. Jad. 10, 
11, 2. 4. 7 Sohn des Astyages, erobert mit 
Kyros Babel; daher bei Eutych. 1, 262, 14 
EOreS-DarinS; DarltiS der Meder, S. des Mihrai, 
Neflfe und Wezir des BuxtraSeh (Nebukadrezar), 
tf^dtet im Auftrag des E5nigs Bahman, seines 
Lehnsherm, den BaltSasar, Tabari 649, 19. 652, 
2. 3. Alberftnl 89, 4 (101) 111, 8 (115) (nnge- 
schichtlich). 3) S. des WiStaspa (Hystaspes), 
wird 29 Jahre alt, April 521, E5nig, stirbt 485, 
Inschrift von Behistan 1, 1 und oft; Daraya- 
wa§a, Inschr. des Artaxerxes III von Hamaban, 
4. agypt. Inschriften s. Laath, Mtinch. Akad. 
Abhandl. XIII, 1875, 3, 93. Aap€To<; Aeschyl. 
Pers. 156 etc. Vocativ Aapeidv 662 (Eoseform). 
Herod. 1, 183. 209 etc. C. I. Gr. II, 301 (Mar- 
mor Parium) Z. 59. Inschrift anf dem Nimrod- 
Dagh, Puchstein 303. Diod. 1, 33, 9. Polyaen 
7, 10. 11. Vase von Canosa, C.I.Gr.IV, 239, 
n^ 8447 c. DaryaweS Ezra 6, 14. Chaggai 1, 
1. 2, 1. 11. Zachar. 1, 1. 7. 7, 1. Darius, 
C. Nepos XXI, 1, 2. Dara, Eutych. 1, 262, 
18: Darltls, Alberflni 89, 7 (101). Dara HI, 
12 (115) Danfts bin BiStasb, Ab. Far. 84, 2. 
Bildnisse: Grab in NaqS-i Rustam, Stolze, Per- 
sepolis Taf. 109; die Bildnisse am Dareiospalast 
zu Persepolis sind von den bilderfeindlichen 
Moslem zerst5rt; Stele am Suezcanal, Description 
de TEgypte V, PL 29. Sein Siegel im Brit. 
Museum zeigt den Namen ausser der persischen 
in susischer (DariyavauS) und babylonischer Form 
(DariyavuS), nach einer Photographic abgebildet 
in Justi, Geschichte der oriental. VOlker, Berlin 
1884, S. 415. Auf den Mtlnzen, welche Babelon 
U, pi. I zusammengestellt hat, ist besonders auf 
n"" 15 die Aehnlichkeit mit dem Bildniss vom 
Nilkanal nicht zu verkennen. 4) S. des Xerxes 
und der Amastris, Aapeio^ Herod. 9, 108. Aa- 
peiaTo^ (Eoseform) Etesias Pers. 20; wird auf die 
Denunciation des Artapanos, er habe seinen 
Vater Xerxes ermordet, von seinem Bruder Ar- 



taxerxes 465 hingerichtet, Etes. 29. Diod. 11, 
69, 2. Justin. 3, 1. Dieser scheint in der 
dunklen Stelle Xenoph. Hellen. 2, 1, 8 (Aa- 
pciaio^) der Bruder einer ungenannten Schwester 
zu sein, welche den Hieramenes zum Gatten 
hatte; Zeune bessert (nach dem Vorgang alterer 
Erklarer) Aapciaia^ (Name der Schwester); der 
im § 9 genannte AapciaTo^ ist Dareios II Ochos 
(n** 5). 5) S. des Artaxerxes I und seiner Neben- 
frau Eosmartydene, hiess Ochos, als E5nig Da- 
rayawa(h)u; von den Griechen ward er Nothos 
(Bastard) benannt; er folgte dem Xerxes II und 
Sekyndianos 424 — 404, Inschrift des Artaxerxes 11 
in Susa, 1 (genet. Darayawa[h]u§ahya, Endung 
des Genet, an der Nominativform). Inschrift 
des Artaxerxes III in Persepolis 18. 19. Da- 
rayawaSahya, Inschrift desselben in Hama^an 2. 
AapeTo^, Thukyd. 8, 5. Diod. 12, 71, 1. Plut, 
Artax. 1, 1. Philostratos, vit. ApoU. 1, 28, 2. 
Justin. 5, 1. Daryaweg der Perser, Ezra 4, 5. 
24. 5, 1 (es soUte Dareios I sein, in diesen durch 
aramaische Zusatze vei*falschten Aufzeichnungen 
sind die Personen verwechselt) ; lyk. Intariyeos, 
Obelisk von .Xanthos, Ostseite 58; bei Eutych. 

1, 266, 1 Dara genannt al-naket; Darlfts, Alb6- 
rttnl 89, 10 (101); in der Ueberlieferung des 
EOnigsbuches ist Darab (Dareios I und n zu- 
gleich) der Sohn des Bahman mit dem EOnigs- 
namen ArdaSlr, der zur Auknttpfung dor Sasa- 
niden an die Achaemeniden (Eaya'nier) dient: 
Darab S. Isfendiar's, Fird, 5, 21; genauer:Dara 
S. des ArdaSlr-Bahman, des Sohnes des Isfen- 
diar, Tabari 687, 7. 814, 1. Hamzah 13, 19. 
Albertlnl 105, 6 (112). Athir 196, 3. 197, 19 
(mit dem Beinamen Jihrazad). Dara bin Bah- 
man heisse auch Darltls, Masudi 2, 129. Dara-i 
bin Bahman, Mirch. 1, 190, 14. — Mtlnzen mit 
seinem Bildniss: Babelon II, PI. 2, 1—6. 6) 
S. des Artaxerxes II und der Stateira, Vater des 
Arbupales, Pint. Artax. 26. 29. Arrian 1, 16, 3. 
7) Btlrger von Athen, Demosth. orat. LVI, Hy- 
pothesis. 8) Dareios III, S. des Arsanes und 
dessen Schwester Sisygambis, DaryaweS, Ne- 
hemia 12, 22 (der hier genannte Yaddua lebte 
zur Zeit Dareios III). Philostratos Heroicus 20^ 
29. Strabo 736 (1026, 11). Diod. 17, 5, 5. 
Tzetzes 3, 350. 4, 250 u. s. w. Dareh, MoBe 

2, 11. DarlOs, S. des Arses, Eutych. 1, 266, 19. 
Darltls bin Arsix, Alb€rttnl 89, 14 (101). Dftrft, 
Nachfolger des Ars^s bin Oxtls 111, 20 (115). 
Dara, Sohn des Darab, Fird. 5, 60 flf. Mojmel^ 



Digitized by 



Google 



Dftrayawa(h)u 



79 



Dftrayawa(h)u 



Journ. as. HI, 11, 175, 11. 176, 3. Dara, Sohn 
des D&ra, des Sohnes Bahman, des Sohnes Is- 
fendiar's, Tab. 814, 1. Dftrft der kleine (jtlngere) 
Tab. 692, 9. Dara-i bin Dara, Hamzah 13, 20. 
Albertmi 37, 4 (44). Athir 197, 15. Mirch. 
1, 190, 28. DarlQs bin ArSak, Ab. Far. 91, 13. 
Dara bin Dara bin Qobab (Nachkomme desKai 
Kawftb) Yaqut 2, 517, 1. nntfah-i Dara, vom 
Oeschlecht des Dara, Hafiz, Moqat. 34, 3. Bild- 
niss: Mosaik in der Casa del Fanno zn Ponjpeji, 
Moseo Borbonico VHI, Napoli 1832. Ta. XXXVI. 
XL (weitere Nachweise: H. C. v. Minutoli, Notiz 
tlber den zn Pompeji anfgefundenen Mosaikfnss- 
boden. Berlin 1835. Heydemann, Alexander 
der Gr. nnd Dareios. Halle 1883, S. 12). Sttd- 
lich von der Terrasse von Persepolis befindet 
sich ein Felsgrab (das dritte) mit der AbbilduDg 
des in ihm beigesetzten KOnigs, m5glicherwei8e 
des Dareios III; das Relief ist vollkommen er- 
halten, s. Stolze's Persepolis, Tafel73; anch auf 
den Mdnzen ist ein Bildniss dentlich zn erkennen, 
8. Babelon II, PI. 2, n° 16—27; dentlicher: PI. 
30, n^ 16. 9) Dariav (^^b), S. des Zattlrdat, 
Vater des ArtaxSatr, Ftlrst der Persis; Mtlnze 
mit dem Kopf Mithradates I von Parthien, Le- 
gende: Dariav malk bareh zattlrdat malka. Levy, 
DMG. 21, Taf. H, n° 2. 3. 5. Dan n^4 (Levy 
nnriehtig), Mordtmann, Zeitsehr. f. Nnmismatik 
IV, 1877, S. 168 n^ 50—78, Taf. 1, 11. Dronin, 
Revne arch^ol. Ill, 1884, 4, S. 165, pi. V, n« 5. 
Markoflf p. 45, pi. I, n** 685; ftltere Abbildnngen: 
Comte de Gobineau, DMG. 11, 702, n^ 5. 7. 
Wilson, Ariana antiqna pi. XV, n*" 2. Ouseley, 
Travels HI, pi. XXI, n** 35. 10) Dariav, S. des 
ArtaSlr II, Enkel von n^ 9 (nach Mordtmann, 
Zeitsehr. f. Numismatik IV, 1877, S. 177, n'^ 109 
bis 113, Taf. 2, nM8); sehr zweifelhaft; der 
MOnztypas (mit unvoUkommenem Bildniss) seheint 
in weit sp&tere Zeit zu gehdren; vgl. Pakoms. 
11) Aapeio^, S. Mithradates des Grossen von 
Pontos, befand sich bei Pompejns' Trinrnphzng, 
Appian, Bell, mithrid. 108. 117. 12) Aapeiog, 
K6mg von Medien (Atropatene), unterwarf sich 
dem Pompejos, um von Armenien loszakommen 
(ao. 65), spiiter erhielt er einen Theil Armeniens 
nnter parthischem Einfluss, Pint. Pomp. 36. Ap- 
pian, Bell, mithrid. 106. 117. 13) Actpeio^, S. 
des Phamakes II, Enkel Mithradates, erhielt von 
Antonins ao. 39 das KOnigreich Pontos, Appian, 
Bell. civ. 5, 75. Mtinze mit Bildniss: v. Sallet, 
Zeitsehr. f. Numism. II, 1875, 358. 14) Aa- 



p€io^, S. Artaban's III (10 — 40), von seinem 
Vater als Geisel an Tiberins geschickt, ao. 37, 
Joseph. A. Jod. 18, 4, 5. Dio Cassius 59, 17, 
5 (ao. 39) ; wahrscheinlich derselbe wie Volagases I 
(dies wftre sein Herrschemame), wie denn die 
Armenier den letzt-em Dareh nennen: zn ihm 
brachte Smbat den ArtaS^, Sohn des Sanatrflk, 
bis er K5nig ward, Mose 2, 37. 47 ; der Vater • 
des Dareh heisst armen. ArtaS€s, weleher der 
Artaban III (10—40) ist, vgl. Mose 2, 69. Se- 
beos 9, 34. 10, 18; bei Tschamtschean 1, 303, 
38. 39 Dareh Wolog^ vgl. v. Gntschmid, 
Ersch u. Gmber's Encyklop. I, 75. 1862, 38 •. 

15) Aap€To^, Arsakide, Hipparchos des Agrippa II, 
ftlhrt 1000 arabische Reiter beim Anfstand der 
JadcD, ao. 66. Joseph. Bell. Jud. 2, 17, 4. 

16) Dharab y^, Inschrift in Palmyra (ao. 70), 
Blan, DMG. 25, 536. 27, 354. 17) Dar6h, Ver- 
tranter des Ners€h, KOnigs (Satrapen des Parthers 
ArtaSes) von Assyrien, Thoma49, 22 (42). 18) 
Aapeiog, anf einer Mtinze ans Sardes znr Zeit 
des Marc Aurel (161 — 180), Mionnet, Descript. 
d. m6d. 4, 127. 19) Darins, rOmischer Mfirtyrer, 
Acta sanct., April II, p. 80 (12. April). 20) 
Dara, Ftlrst in Lnrwir (?y3^), von ArtaSir I ge- 
tOdtet, Tabari 815, 15. Athir 273, 16. 21) 
Dara, S. des Babik, Ftlrsten von Sinnik, nnter 
Chosrow III, Mose 3, 43. 22) Darins, Comes, 
Frennd des Angnstinns, Acta sanct., Aug. VI, 
277* ff. 23) Xalid ad-Darlflg, ao. 816, stenert 
den R&uberbanden in Baghdad, Ibn Maskowaih 
433, 4. 434, 4. Kitabo VoyOn 352, 17. Abnl- 
feda 2, 112, 5 (Xalid bin ad-DarlQs). 24) Dara, 
S. des Rnstam, Neffe seines Vorgtogers Schah- 
ryar nnd des WaSmglr, 11. (13.) Fttrst der 

I. Bawend-Dynastie, reg. knrz, Zehlreddin 209, 

II. 270, 15. 271, 16; regiert 8 Jahre: 323, 14; 
ans den Angaben tlber seinen VorgHnger nnd 
Nachfolger, welche beide Sahryar hiessen, er- 
geben sich nnr 2 Jahre: 967—969. 25) Dara, 
anch Iskander genannt, S. des QabOs von Gnrgan, 
Enkel des WaSmglr, Athir 9, 72, 13. MinhfiJ 
1, 47. Mirch. 4, 20, 33. Darai, FeriStah 1, 
35, 9. 26) Dara, S. des Schehryar, des 1. Ftlr- 
sten der 2. Bawend-Dynastie, Zehlreddin 82, 5. 
225, 15. 264, 15. 270, 14. 27) Mejd ed-din 
Dara, ein Ispehbed, verbUndet mit Hasan (1165 
bis 1173), dem Sohne des Schah-ghazi Rnstam 
von Mazenderan bei dessen Rtlckkehr ans dem 
Exil in Gllan, Zehlreddin 64, 13. 28) Dara, 
Vater eines Mihr (s. diesen). 29) Darab Xftn, 



Digitized by 



Google 



Darapan&h 



80 



^DaStayana 



Statthalter von Bengal, t 1626, Rieu 780% 39. 
30) Mirza Dara-i Jtiya, Pertsch 683. 31) Darab, 
S. des Emirs Ahmed von Afghanistan (f 1771), 
Schefer, Hist. 18. 59. 32) S. des Timflr (f 1792), 
Neffe des vorigen, Schefer, Hist. 92. 33) Darab, 
Parsi-Name, auch Dart! (aus Daraw), z. B. Darab, 
S. des Herpat Rustam in Nansari, schrieb 1714 
• die Pariser Handschrift des Wendidad sadeh. 
DastOr Darab, Lehrer des Anqaetil du Perron; 
Edal (arab. 'Aidal), S. des Dam, Verfasser eines 
Lebens des Zarathogtra und anderer Werke, ao. 
1840; s. Rieu 50**; auch DOrabJi, s. Jamaspji 
D. Minocheherji, Pahlavi Diction. I, CLX. Der 
Name kommt auch im Abendlande vor: Darius 
vastus, Inschrift aus Genf und Rom, Longp^rier, 
Oeuvres I, 122. 124. — Versuche einer Etymologic 
des Namens bei Herodot 6, 98 (dazu Stein's 
Bemerkung). Firdusi 5, 25. Nach Strabo 785 
(1095, 12) sagte man fflr Aapcio^ auch AapirJKii^ 
(Koseform); der Name bedeutet: haltend (auf- 
recht haltend, befestigend) das Gute, awest. Ma- 
rayad-wanhu, s. Lindner, Lit. Centralbl. 1880, 
S. 358. Spiegel, Vergleich. Grammatik 33. 224. 

Darapanah, unter Bahram VI, Fird. 7, 144, 1689. 
d. i. unter Dara's Schutz. 

DaraSah, S. des Mihrbanji, Gelehrter, ao. 1809, 
West, P. T. m, XXin. Arda viraf XXI. 

DaraSukOh, S. des Kaisers ^ahjihan und alterer 
Bruder des AurangzSb, von diesem 1658 get^dtet, 
Verfasser der von Anquetil tibersetzten Onpnekhat 
(Upanigad), der Saftnato 1-auliya, Lebensbe- 
schreibung von Heiligen und Schaichs, ao. 1640, 
und ahnlicher Werke, Rieu 54\ 356^. 358'. 
Pertsch 115, 2. 683. — d. i. Daras Herrlichkeit 
besitzend. 

Darast 1) Abu 1-fatb MansUr bin Ahmed bin Da- 
rast, Wezir des Chalifen al-Qaim, ao. 1061, f in 
Ahwaa 1075, Athir 10, 9, 1. 70, 4. 2) Tajo 
1-mulk Abu 'IGhanaim ibn Darast, aus Qum, 
Wezir nach der Ermordung des Ni^amo 1-mulk 
(ao. 1092), auf Seiten der Turkan Xatlln, die 
ihrem Sohne Mahmftd mit Uebergehung des Bar- 
kiaroq die Nachfolge ihres Gatten MelekSah zu- 
zuwenden suchte, Ibn Xall. (Slane) 3, 151 
(Athir 10, 304, 6 gibt den Vater nicht an), 
d. i der Beschtltzer, Abwehrer (awest. dar^ta). 

Dard s. Derd. 

Aap€iaia s. Darayawahu n*" 4. 

Daria (i kurz), Gattin des Chrysanthos, christliche 
Martyrin unter Numerianus (283 — 284), Martyro- 
logium Romanum ed. Herib. Rosweydus, Antwerp. 



1613, p. 453. Assemani III, 648'. 653\ Acta 
Sanct. Oct. XI, 437. 2) Tochter des Arfiil von 
Imereth und Kaxeth, Sohnes des Waxtang V von 
Karthli, Brosset, Mim. VI, 5, 1843, 217. Bullet. 
3, 1847, 335. 3) Tochter des Sohnes Alexan- 
ders von Imereth (f 1752), Gattin des Xosro 
AbaSidze, Brosset, M6m. VI, 4, 1840, 520. — 
Der georg. Name scheint aus Darejan abgektirzt. 

Daria, S. des 'Ala ed-din 'ImadSah von Berar, um 
1530, FeriStah 2, 344, 9 (3, 490). — aus dem 
folg. Namen gekfirzt. 

Dariadil, S. des Timflr, Emirs von Afghanistan 
(t 1792), Schefer, Hist. 92. — d.i. dessenHerz 
ein Meer (Strom, der Freigebigkeit) ist. 

Dariaxan 1) Lodhl, afghanischer Adlicher ao. 1450, 
FeriStah 1, 320, 2. 2) §irwani, Vater des Miyan 
X!*ajah Xidr (t 1522), Inschrift bei S5npat, Horn, 
Epigraphia indica of the ArchaeoL Survey ed. 
by Burgess XI, 1892, 140. 141. 

DarSil, georg. Da6i, S. des Ktoigs Waxtang von 
Georgien und der Balanduxt, reg. (nach WaxuSt) 
499—514, Brosset, Hist. 1, 200; in der Lists 
des Mxithar von Ayriwank Wa§6. — ahnlich 
gebildet wie Ardil (Artaxerxes). 

Darmanig s. WarmaniS. 

Darmekhan, persischer Hofbeamter, Ho£fmann 108. 

Darmttyeh, einer der Zeng, ao. 871, Tab. 3, 2095, 
7. — NOldeke, P. St. 15. 

Dargad, Vater des Xurrazad (s. diesen). — d. !• 
Speerfroh? (awest. dauru, b6pu, yt. 19, 42). 

DarSinika, ein Gegner des Wigtaspa, yt. 9, 30. 
17, 50. — skr. dhrgnuka, kflhn, Fick CXXV. 

Darfti, Qadl, Dichter, Pertsch 639 n^ 19. 
d.i. Heilmittel, Arznei. 

Darwand 1) ein Held, Vullers Lex. I, 838*. 2) 
Dichter aus Asterabad, f 1436, Hammer 284. 
d. i. der Gottlose (awest. dregwaflt). 

Adae'i^ (genet. Adaeio^) Bosporaner, Inschr. von 
Phanagoria (Taman) C. I. Gr. n« 2127. 2128, II, 
164 (hier Mae). 

Dafirr* s. Dest^ 

*Dagtaghna, Vater des Par5dasma; davon parOdasma 
dagtaghni (patronym.) yt. 13, 125. 

Dastagfil (tl kurz), Gattin des Avag aus Eriwan, 
Inschrift von 1638, Brosset, Collect. 2, 172. 
d. i. Blumenstrauss, von np. dastah-i gnl. 

Dastah unrichtig statt Rustah (s. dies). 

""Dagtayana, Stammvater der Hunu von Waesaka; 
davon hunav5 dagtayan5is (patronym.), die SOhne 
(Hunu) des Dagtayani (patronym.) yt. 19, 41; 
pehl. daStanlk, West, P. T. VI, 198. 



Digitized by 



Google 



Dast-atftrS 



81 



Dat 



Dast-atOrS zi maga, Siegel^ Thomas, As. Soc. XUI, 
n*' 56, Horn, DMG. 44, 672, n^ 593. Hofn S. 
S. 26. — d. i. Kraft, Herrschaft des (heiligen) 
Feuers (fttr dast-i a^). 

Dat s. Datis. 

Datab€, Oberhanpt (nahapat) des Hanses Bzntlni 
(am Wan-See), Feldherr Chosrow's II von Ar- 
menien, verrath seine Landslente and wird ge- 
steinigt, Faust. Byz. 1, 8 (19, 2, nom. datab^-n, 
gen. databay, Tschamtsehean 1, 679, 40 bat Da- 
taben, gen. Databenay). ygl. Dataie. 

AaTaq)^pvTi^, Perser, erbietet sieh, den Bassos ans- 
znliefern, Ptolemaens bei Arrian 3, 29, 6. Aristo- 
bnlus das. 3, 30, 5. Curtius 7, 5, 21. 8, 3, 16. — 
d. i. gegebenes Gltlck habend, dem GlUck ge- 
geben ist 

Datairik, Vater des Amawand, s. diesen. — d. i. 
das Gesetz beobachtend, peU. air (gr, gehorsam 
den Gesetzen der Religion, orsprtLnglich Arier, 
Held). 

Datake, Ftlrst (iSx^n) der Bznflni, imter Tiran I, 
Mose 2, 62 (nach Bardesanes). 

AardjiiiK 1) FOrst der Eadosier (Ansgaben AafbidTO^, 
die Jnntina [1516] Aaxdjiia^), Xen. Eyrop. 5, 3, 
38. 2) Myriarch (Ftlhrer von 10000 Reitem), 
Xen. Kyrop. 8, 3, 17. 3) Aoxdjiag, fiel bei Sa- 
lamis, Aesch. Pers. 959. 4) S. des Earer's Ea- 
misares and einer Skythin, Satrap in dem Theil 
Eappadokiens, welchen die Leakosyrer bewohnen, 
fiel von Artaxerxes U ab and ward ermordet 
362, Diod. 15, 91, 2flf. Com. Nepos, Datames; 
bei Trogas in der Ueberschrift des 10. Baehes 
Dopanes; Mflnzen mit Bildniss Babelon 11, 
XXXVm, 25, PI. VI, n'' 17. Der Name Tad- 
nama (Tdnma) aaf den kilikiscben dem Datames 
zageschriebenen Mttnzen lasst sieh schwer mit 
der Aa&ehrift AATAM der Mflnzen von Sinope 
vereinigen. 5) S. des Anaphas, Vater des Ariam- 
nes I von Eappadokien (c. 350), in dem ange- 
schichtlichen Stammbaam der kappadokiscben 
EOnige bei Diodor 31, 19, 2. 6) Perser, Flotten- 
fthrer Dareios in, Arrian II, 2, 2. 5. — gektirzt 
aos data and einem mit m anlaat. Worte, viell. 
myas oder Mithra. 

Datana, Ftlrst der ChabaSkai jenseits des Zab, In- 
schrift Salmanassars II aaf dem Obelisken, ao. 
827, Winckler, Eeil. Bibl. 1, 147. Data, das. 
148. DadI, ao. 822, Abel, das. 178. 

Datarta (das erste t als d aafzofassen), S. des Da- 
tlrat, Scbriftsteller, West, P. T. I, 145. 
d. i. stark (ein Held) dareb das Gesetz. 

jQSti, Ferd^ Iranisches Namenbuch. 



Dat-5hanmazd (n ftlr r), Gelehrter aas NlSaptlr, 
Hoberpriester von AtHnpatakan (Atropatene), zar 
Zeit Xasraa's I, Peblewiflbersetzang von y. 10, 
57. 11, 22. Bahman-yt. bei West, P. T. I, 194. 
221. 244. Vielleieht aaf dem Siegel bei Mordt- 
mann, DMG. 18, 41, n*» 145 (Taf. 1, Reihe 6) za 
lesen (Da)tOharmazdg, Jasti, das. 46, 286; Dat- 
5hanmazd-i maga, Horn S. S. 26, n"" 8. DatOhar- 
mazd, mit Bildniss, Horn S. S. 29, n"* 14 (das t 
ist andeatlieh, Horn liest Dam-). Patronymieam: 
Datobarmazdan, aaf einem Pergament aas dem 
Fayyttm, Horn, DMG. 43, 611. Horn S. S. 25, 
za n"" 4. 
d. i. es gab Ormazd (das Elind). 

DatfaraXy Gelehrter, Vater des Atttrpat, Sayast la 
fiayast bei West, P. T. I, 244. vgl. Horn, DMG. 
43, 46, 15. Siegelsteine: Thomas, J. As. Soc. 
XIII, n" 91. Horn, DMG. 44, 652. Datf. (abge- 
ktirzt) das. 655. — d. i. glflcklich im (darchs) 
Gesetz. 

Datfarwartlnmah, Vater des Tazdanbaxt, s. diesen. 
d. i. es gab der Monat Farwardin (das Eind). 

Datgan, Vater des Martbflt, West, P. T. I, 244. — 
d. i. gesetzlich (eigentlich die Farbe, Art des 
Gesetzes habend). 

Dathian, Mohammed, Sohn des Bahram des Sohnes 
Dathian's, Mohl, Joam. as. Ill, 11, 142. Le 
livre des rois I, LI. 

Datlrat, S. des Htldin, Vater des Datarta, West, 
P. T. I, 145. — d. i. Freade am Gesetz habend. 
vielleieht Datlrixt za lesen, d. i. dem Gesetz 
hingegeben. 

Adn^ 1) Meder, Feldherr des Dareios I gegen die 
Hellenen, Herod. 6, 94. 97. 118. (danaeh Paa- 
san. 10, 29, 6), Etes. Pers. 18 (filllt bei Marathon, 
was den Berichten Herodots widerspricht). De- 
mosth. 59, 94. C. Nepos I, 4, 1. Diod. 10, 26, 1. 
11, 2, 2. Plat. Aristides 5, 1. Dio Chrys. XI, 
1, 211, 10. Philostratos, vit. ApolL 1, 25, 2. 36, 
1. Himerios Or. 2, 19.. 2) Dat, Armenier aas 
dem Haase Garnik, Jagermeister anter Walai^ak, 
Mar Abas Qatina bei Mose 1, 32. 2, 7. 11. 3) Dat, 
Aaxdg, Herold (Trpojufivimi^) TSrdats des Grossen, 
Agathangelos 81, 2. 4) Dat, Ftlrst von Hafiteank, 
Feldherr Chosrow's H, Faast. Byz. 1, 9 (21, 17); 
bei Mose 3, 4 Gag. 5) Dadh, Eit. al-aghani, 
VI, 33, 15 (Mittheil. von Wellhaasen). 6) RaSid 
S. des Dad, sehrieb einen Commentar zam Qoran, 
Fihrist 33, 29. — Dad, Vater des Eai Qobad, 
verlesen fttr Zaw (s. Uzawa). — Dat, np. Da5, 
ist gektirzt aas Datw^h, wie Yaqflt I, 677, 20 

11 



Digitized by 



Google 



Datoyean 



82 



Dher 



bemerkt. vgl. Dado€S; Datoyean. Patronymisch: 

DataB; s. Hrarti. 
Datoyean, Feldherr Xusrau's II, welcher die 

R5mer 604 in Armenien besiegte, Sebeos 66, 18. 

73, 22. 
Datweh 1) Dft&w6h (in arab. Schrift kann auch 

DaDftyeh, DaJ)5^ gelesen werden), Vater des ROz- 

beh (s. diesen). 2) Gelehrter, West, P. T. I, 244. — 

Anf einem Siegel bei Thomas, Journ. R. as. Soc. 

XIII, n*" 75 findet sicb das Nomen abstractnm 

Datwehih; Justi, DMG. 46, 283. 
d. i. gut nach dem Gesetz. 
AaoCxo^ s. AaboCxo^. 
Aaupion?, Eidam des Dareios I, Herod. 5, 116. — 

d. i. die Heuchler verwundend? (awest. dawi, 

Betrug, Heuchelei, nnd iriSa). 
Dawans, Tyrann, awest. dawfts (Heuchler), y, 31, 

10^ West, P. T. I, 350. IV, 469. Ardftwlraf 

cap. 32. 
Dawar, Vater der Matter des An5Szad, ans Rai, 

Athir 316, 14; scheint nnr der Titel: Richter 

(biKaairi^, Herod. 1, 96) von Rai. 
Dawardan, Dihqan (Grebe) des Ortes, wo Wasit 

erbaut ward, ao. 704, Yaqut 4, 883, 19. 
d. i. den Richter (Gott) kennend. 
Dayramaegi yt. 13, 122. — patronymisch von Da- 

vramaeSa (fette Schafe habend, awest. davra, 

pehl. dafr, paz. davar, Band. 35, 11). 
Dazgaraspi yt. 13, 106. — Patronym. von ""aspa, 

Vater des Bdjra. — awest. dazgara zahm (aos 

dagzara, daxSara, gr. bibdcTicu)). 
DazgarOgao, Bruder des Pargadgao, yt. 13, 127. 
DaztlnOe (syr.), MOnch auf dem Berg Izala (TOr 

*Abdln) zor Zeit des Patriarchen YeStl'yahbh (650 

bis 660) Assemani IH, 141% 22. . NOldeke, 

P. St. 19. 
Atevpo^, Vater des AdoSs (dieser Name ist syrisch), 

Inschrift von Olbia, Latyschev I, 146, n"* 115. 
Dedis-imedi, Tochter des Bagrat, Ftlrsten vonMa- 

Xran in Karthli (Georgien), Schwester des Wax- 
tang, Gattin des Atabeg Eai Xosro II von 

Axaltsixe and Matter des Atabeg Manafiar, ao. 

1550, Brosset, M6m. Acad. Petersb. VI, 5, 1843, 

191. 231. Hist. 2, 217. Hybride Composition 

aas georg. dedis and pers. amid (Hoffhang der 

Matter). 
Deditamenes s. Stamenes. 
Defterx^an, Ibn, Philologe, geb. za Hamath 1193, 

Hammer, Lit. Arab. 7, 830. — d. i. der Baeh- 

leser. 
Dehafrld s. WaAahi-afriti n^ 3. 



Dehkan 1) armenischer Adlicher, verwandt mit den 
Mamikoniem, Feldherr Sapors II gegen Ai^ak, 
Faast. Byz. 4, 32 (149, 8). 2) Ibn ad-Dihqan 
(arab.), Beiname des Mohammed bin 'Omar, 
Nachkomme des Ibrahim, Brader des ersten 
abbasidischen Chalifen, Dichter, Yaqat 2, 650, 

10. 3) Dihqan, aas Samarqand, Postmeister 
(Malik al-band) in Sind, ao. 1333, Batatah 3, 
118, 5. — np. dihgan (arab. mit q, was in Iran 
wie g gesprochen wird, i ist arab. Aassprache), 
Landedelmann , von deh (Dorf), altp. dahya 
(Provinz, Land), abgeleitet wie rahgan oder 
raigan, Sahgan a. ahnl.; vgl. Dayaakka. 

Atii6icii^ s. Dayaakka. 

A^Xqpuiv s. DalphOn. 

Demet, Familienhaupt (nahapet) der Gnt'Onik, anter 

ArSak IH, Faast. Byz. 4, 11 (104, 8); in der 

Geneal. St. Greg. 30' steht GnSl, Nahapet der 

Gnlinik. — vgl. Adm6t (Admit)? 
Demtlr, Taranier, S. des Xirinjas, Fird. 2, 364, 

2002. 4, 32, 330. — scheint tttrk. demir, mongol. 

temtir (Eisen) za sein. 
B^rf s. aach Din*'. 
D6n-0hanmazd, Siegel mit Bildniss, Mordtmann, 

DMG. 31, 590, n« 16. Horn, S. S. 33. — d. i. 

der die Religion (bekennende) Ormazd, vgl. 

D€nSapah. 
Dendai, Brader des NaarOz, Emir des Ghazan-xan, 

ao. 1296, Barbier de Meynard J. as. V, 17, 474. 
D€ndo(w)ai s. Dindowai. 
Ddenewele, Dynast von Antiphellos in Lykien, c. 

390, Mttnze mit Bildniss (anscheinend ein persi- 

scher Satrap), Fellows, Lycian coins. Lond. 

1855, XVn, 3. XVIII, 1. Six, Revne namismat. 

ni, 4, 185, pi. X, 11. Ill, 5, 12. 13. Babelon 

11, CV. PL 14, 18—20. 

Denmart, Siegel bei Thomas, J. as. Soc. XIH, 
n^ 41. Horn, DMG. 44, 661, n« 630. — d. i. 
Mann der Religion. 

DgnSaptlh, Perser 1) Beamter des Yezdegerd II 
in Armenien anter Mihr-Nerseh (ao, 450), EliSfi 
190*. 230*; bei Lazar. Pharp. Wehd€nSaptth 
(der die gate Religion bekennende Sapor). 2) 
Marzpan von Armenien, 548 — 552, Tschamtsch. 
2, 255, 21 flf. 

Dher, genannt Nardaman ^LoOy ^^fiUt ^o, S. des 
Jawrang 11150,^^, Vater des Destan Zal, Tab. 
598, 3 (Cod. Sprenger); im Text: Destan bin 
Naraman (das erste a steht f)ir pers. S, in Peh- 
lewischrift aber ist ^ wad d gleich); in den an- 
dem Stanmibaamen: Sam Naraman; Dher ist arab. 



Digitized by 



Google 



Derd 



83 



Aibu|bi6gapOo^ 



Derd, X5jah mir Derd, Schriftsteller, f 1781, 
Sprenger 218. 388. Pertsch 640, n^ 61. — d. i. 
Schmera (TaxaUns oder nom de plume), Garcin 
de Tassy 102. 

DerdI aus Chorasan, Pertsch 640, n° 60. 

Derdmend, Dichtemame des Mohammed FaqTh 
aus Dehli, Sprenger 150. 219. Pertsch 676, Z. 1. 
d. i. der SchmerzvoUe. 

Derdzad (Dardzad), Dichter aus Asterabad, f 1450, 
Sprenger 81. — d. i. der Schmerzgetro£fene. 

Deren, persischer Feldherr des Xusrau I, von 
Wardan U auf der Ebene Xalamax in WaspQ- 
rakan geschlagen (571), Tschamtschean 2, 286, 
24; bei Joh. Kathol. 54 (citii-t von In6i6ean 520) 
heisst er Hrovsak. — vgl. Idemes = Widama. 

Derenik 1) oder Grigor, S. des A5ot, Ftlrst der 
Artsrflni, Gatte der Sophi, Schwester Smbat's 
des Martyrers, von den Arabem gefangen 852, 
entlassen 857, t 887, Joh. Kathol. 126. Thoma 
139, 12 (119, Grigor). 204, 30 (164, Derenik). 
Asolik 135. 2) Derenik-ASot, artsrunischer EOnig 
von Waspurakan, 937—953, S. des Gagik, Sa- 
muel von Ani 435. 3) Artsrtlni, S. des Hama- 
zasp, Neffe von n^ 2, Thoma 306, 19 (246). 
4) Derenik, Artsrtbu, S. des Gtlrgen-XaSik, Neffe 
von n^ 3, Tschamtschean 2, 883, 30. 

Dergah, Schriftsteller, Pertsch 639, n° 47. Der- 
gahl 568, n"" 61 ; vom Namen seiner Geburtsstatte? 

Derhem, S. des Qasan, Parteiganger der Saffa- 
riden in Sistan, Hamzah 232, 8. S. des Nasr, 
Mirch. 4, 5, 6 (ao. 851), unter 'Amr in der 
Schlacht gegen den Chalifen Mu^tamid verwundet, 
das. 6, 18 (ao. 884). — d. i. der Verschlimgene, 
Verworrene. 

D6n, Dichter, Pertsch 639, n^ 30. — d. i. aus Dgr 
(ar. Deir) stanuuende; mehrere solche 'ElOster' 
nennt Yaqtlt in Susiana. 

A^pw]^ s. Deren, Idemes. 

DerQk, georgischer KOnig, mit Hamazasp zusammen 
genannt in der Liste des Mxithar von Ayriwank; 
Derok, angeblich 103—113, Brosset, Hist. 1, 71, 

DerwiS 1) DerwiS Beg, t 1527, Horn, DMG. 44, 
582, 1. 2) §ah 'All, Derwisch und Dichter, 
Ende 18. Jahrh., Sprenger 219- Pertsch 639, 
n"* 24. — d. i. der asketische Bettler, M5nch, 
in der Erotik der um Gunst flehende Verliebte. 

Derwizeh, Axund DerwTzeh aus Nankarhar, theo- 

logischer Schriftsteller, sehrieb 1612, Rieu 28*. 

d. i. Bettler (richtiger ist die Form derytlzeh, an 

den Thiiren [Gaben] suchend, s. de Lagarde, 

Beitr. z. baktr. Lex. 76). 



DeSkal, Vater des EarardeSlr, Tab. 653, 1. 

DeSmeh von Dehistan, Ahnherr des Nax«'ar, zur 
Zeit des Eai Xusrau, Fird. 4, 16, 171. 

Destan, S. des Sam, Vater des Rustam, West, 
P. T. 1, 139; S. des Nar€man (Beiname Sam's) 
Tabari 598, 3. Vater des Rustam, Masudi 2, 
118; Dastan, Athir 170, 26; Dastan 196, 3. 
Dastan S. des E5nigs Eeifasb, Alb^rtlnl 104, 20; 
bei Firdusi ist Destan-i Zend (der Grosse) der 
Name, den Zal von dem Vogel Simurgh erhalten 
hatte, weil der Vater ihn wegen seiner weissen 
Haare ausgesetzt und damit eine Falschheit oder 
Betrug (destan) begangen hatte; eher *der (mit 
der Hand) Geschickte, der Starkhandige', vgl. 
gr. Xeipiwv. Fird. 1, 224, 165. Dastan-i Sam 
242, 368. 

Dest-ber-hem, aus dem Hause Stir^n, unter Yezde- 
gerd Landpfleger von Adiabene, Moesinger Mon. 
syr. 2, 68, 16 bei NOldeke, Tab. 438, n" 4. 
Dastbarhamdad, eine Magierwtirde, Hoffinann 51. 
294. — d. i. Hande faltend. 

Destglr, Pir, indischer Heiliger, Rieu 785**. 
d. i. Heifer. 

Destftr, Dichter, Pertsch 639, n^ 24. — d. i. Wezir. 

AiaiEig, Perser, fiel bei Salamis, Aesch. Pers. 996. 

Dibaj 1) Beiname des Mohammed bin 'Abdallah, 
Urenkel des Chalifen 'Othman, Alide, vom Cha- 
lifen Mansur ao. 761 hingerichtet, Athir 5, 397, 
26. 2) Titel der Ftlrsten von Bayah pas oder 
West-Gllan mit der Hauptstadt FUmen, der 
Ishaqawend, bei Zehlreddin 152 in ihrem auf 
Arsakes zurtlckgeftlhrten Stammbaum: DibaJ S. 
des HabeS (1. JuSnas) 152, 5, des Arkun 152, 8, 
des Xlltl 152, 9, des FllanSah 152, 9, des 'Aladln 
152, 10; einige andere werden von Rieu 434 
(ao. 1300) und B. Dom, Sehir-eddin's Gesch. v. 
Tabaristan S. 8 angefltthrt, Amire Dibl^ in FtUnen 
1409; DibaJ 1433; auch DibaJ und DubaJ; Abtl 
'Abdallah ibn DibfiJ, Gelehrter, Yaqut 4, 890, 22. 

AiptKTO^, Bruder des Artabazos, Sohn des Phama- 
bazos, Polyaen 7, 33, 2 (ao. 353). 

AibdXXtig, ein Perser, welcher seinen Soldaten die 
Errichtung einer Mfinze in Amisos verspricht, 
Aristoteles Oeconom., ed. Bekker, II. Berlin 1831, 
p. 1350^ 16; wahrscheinlich Datames, von wel- 
chem Polyaen dasselbe erzahlt 7, 21, 1. Rei- 
nach. Revue numism. HI, 4, 1886, 308, Note 1. 
Judeich 194, Not. 2. 

Didar 'Allxan, indischer Dichter, Sprenger 221. 
d. i. sichtbar, o£fen. 

Aibu|yi6gap8o^, S. des Xodainos, Archont in TanaTs 



Digitized by 



Google 



Dihdar 



84 



Dinak 



ao. 188 n. Chr., Latyschev II, 233, n^ 427. — 
vgl. MttUenhoflf 572. 

Dihdar, X!^ftjfah Mohammed, Sftfl und Dichter, 
1 1607, Sprenger 393. — d. i. Dorfhalter, Schulze. 

Dihqan s. Dehkan. 

Dil (Herz), Taxallos oder Dichtemame, Garcin de 
Tassy 103. Sprenger 168. 220 (mehrere Dichter). 

DilafrGz 1) Nachkomme des Kai Qobftd, zur Zeit 
des Kai Xusrau, Fird. 4, 16, 143. 2) ein Holz- 
hacker, zur Zeit Bahrftm GOr's, Fird. 5, 652, 
1214. 3) Dilafrtlz-i Farmxpai, eine iranische 
Sklavin, welche Sapor n aus rOmischer Ge- 
fangenschaft befreite, Fird. 5, 470, 566. — oft 
appellatiy, herzerfreuend, froh (z. B. Fird. 2, 
52, 554). 

Dilarai, Gattin des Dara, Mutter der BoSanek 
(Roxane), Fird. 5, 104 ff. — d. i. Herz schmtlckend, 
geliebt. 

Dilaram 1) Geliebte Bahrams G5r, erfand denReim 
in der Dichtkunst, Hammer 35. 2) eine indische 
Tanzerin, ao. 1558, FeriStah 1, 467, 11 (2, 193 
Aram-i dil). 3) Brahmane, schrieb persische 
Commentare zu Jainawerken, ao. 1796, Rieu67\ 
d. i. die dem Herzen Ruhe gibt (auch von 
Knaben: Fird. 2, 486, 645). 

Dilawer Xan 1) Statthalter der Moghule von Dehll 
und Begrttnder der GhSrT-Dynastie in Malwah 
(Indien) 1387—1405, FeriStah 1, 289, 4. 2, 460, 
15 (1, 498. 4, 168). Rieu 492 \ 2) afghani- 
scher Grosser zur Zeit des AhmedSah BahmanI 
in Kolbargah (Dekkhan) und Wezir seines Nach- 
folgers 'Ala ed-din (1435—1457), FeriStah 1, 
617, 4. 639, 9 (2, 401. 421). 3) Dichter in 
Kaschmir, ao. 1618, Rieu 298 \ Pertsch 639, 
n*" 49. — d. i. Herz mitbringend, tapfer. 

Dilglr, Dichter, Ende 18. Jahrh., Sprenger 220. 
d. i. herzergreifend. 

Diljti, Steuereintreiber (MirbaxSl) von Qandahar, 
ao. 1326, FeriStah 2, 648, 16. 17 (4, 453). — 
d. i. herzsuchend, angenehm (z. B. Hafiz t, 53, 5). 

Dillr, Dilin, persischer Dichter aus Hind, Pertsch 
640, n° 50; ein anderer aus TirmiJ), Hanmier 
383; noch andere: Sprenger 220; auch ein ttlrki- 
scher unter Sultan Sollman 11 (1520—1566), 
Latifi 161. — d. i. herzhaft (parsi dil^r), ein 
Taxallus oder Dichtemame. 

DilxuS, indischer Dichter, S. des XuShal, Sprenger 
220. — d. i. wohl im Herzen. 

Dilruba, Schah Mohammed, Briefsteller, Pertsch 
40, n° 18. — d. i. herzraubend. 

DilSad 1) moslimischer Anachoret bei Taj BOrah, 



zwischen Jelali und QanOj, Batutah 1, 53, 1. 
4, 21, 8 (ao. 1342). 2) Tochter des Amir DimeSq, 
des Sohnes des Amir Cuban, Schwester der Baxt 
(Sultanbaxt), DendiSah und 'AlemSah, Gattin des 
Abu Sa'ld, des Sohnes des Mongolensultans Mo- 
hammed Xudabendeh, und seit dessen Vergiftung 
durch die eiferstlchtige altere Gattin Baghdad- 
XatUn (ao. 1342) des Ilkan §aix Hasan Buzurg, 
Mutter imd Regentin des §aix Owais in Baghdad 
(reg. 1356—1374), BatUtah 2, 122, 10. 123, 7. 
4, 314, 4. 'All SafI, Schefer, Chrest. pers. I, 
116, 8. 117, 3; sie hatte das Weinverbot einge- 
scharft, dessen Aufhebung unter den nachfol- 
genden Ftlrsten erfolgte; hierauf soil sich das 
Gedicht des Hafiz d, 10 beziehen, s. Hammer's 
Hafiz I, 221. V. Rosenzweig-Schwanau's Hafiz 
IX. V. Erdmann, DMG. 15, 765. Rieu 624 \ 
626'; vgl. C. d'Ohsson, Hist, des Mongols 4, 
672. 3) DilSad Agha, Milchschwester des YUsuf 
^AdilSah ; dieser entkam dem Blutbad, worin sein 
Bruder, der ttirkische Sultan Mohammed 11, der 
Eroberer von Konstantinopel , seine tlbrigen 
Briider umbrachte, und gelangte nach vielen 
Abenteuem auf den Thron von BlJapUr (1501 
bis 1511); DilSad Agha im Verein mit Ytlsuf's 
Witwe, Panji Xatttn, rettete dem ftlnflahrigen 
Sohn Yflsuf s, Isma'il, durch ihre Entschlossen- 
heit Thron und Leben, ao. 1511, FeriStah 2, 2, 
18. 29, 2 (3, 6. 41). 4) Mahmfld bin Mohammed 
Ibn DilSad, ttlrkischer Schriftsteller, Hajl Chalfa 
n, 25, 7. — d. i. im Herzen froh. 

Dilsaun Qia, Festungsbefehlshaber inAdUn beiRai 
(ao. 1356), Zehlreddln 114, 19. — d. i. Lob des 
Herzens habend (dessen Herz gepriesen vrird). 

Dilsuz, Dichter, Sprenger 221. Pertsch 675, ult. 
d. i. herzbrennend, verliebt (taxallus oder 
Dichtemame). 

Diltiyeh 1) Aytlb, aus Birt im Sewad von Baghdad, 
Yaqtlt 1, 546, 22. 2) Vorfahr des Abu Nasr 
Mohammed bin Xlw aus Tirmeb, s. Xlw. vgl. 
N5ldeke, P. St. 19. 

Dinayar, Beiname, West, P. T. I, XXXHI; vgl. 
Marzpan. — d. i. Freund der Religion. 

Dinak, Gemahlin Yezdegerds 11, Tabari 872, 19. 
Ihr Bildniss auf ihrem Amethystsiegel mit der 
Inschrift:/Dlnaki, KOnigin der E5niginnen, die 
mazdayasnische, auf ihren KOrper (auf ihre Person, 
als Regentin) sei Vertrauen ', Dom, Versuch einer 
Erklarung der auf einer Gemme im Besitze des 
Grafen S. Stroganov befindl. Pehlewi-Inschrift. 
Petersb. 1881 (wo sonstige Nachweise); Jnsti, 



Digitized by 



Google 



♦Dlnftwar 



85 



AoXapZdv 



Gesch. der oriental. VOlker. Berl. 1884, S. 471. 
— aus Dlnazftd gektirzt. ygl. Danaq. 

•Dlnftwar, Stifter der Dlnftwarlya, einer Partei der 
Manich&er in Transoxanien (Mftwarannahr), Fih- 
rist 334, 6 (nnr der Name der Sekte ist an- 
geftthrt). — d. i. Religion bringend, 

Dlnftzftd 1) Gattin des Baxtnasr (Nebnkadnezar), 
eine Jtldin, Masudi 2, 122 (soil Esther sein). 
2) Dln&zftd, die Zofe der Schehrftzftd in 1001 
Nacht, Masudi 4, 90; Dlnftrzftd in der Habieht- 
schen Ausgabe der 1001 Nacht, und im Fihrist 
304, 15. Dunyftzftd bei Lane, The 1001 nights. 
Lond. 1841, I, 10, so auch in der tttrk. Ueber- 
setznng, Zotenberg, Hist. d"Alft al-Dln, Paris 
1888, S. 25, 13. Der Name scheint zoroastrisch 
nnd naeh yt. 22, 9 (daena kainInO kehrpa . . . 
ftzfttay&) gebildet zn sein. 

Dmbfthrftm, S. des MfthbftSfti, ao. 1009, Eanheri 
nM, 11. n*' 2, 10. — d. i. Bahrftm der Religion, 
der die Religion bekennt. 

♦Dindftft (D€ndftb), muthmassliches Stammwort von 
Dindowai, Hoffmann, Syr. Mftrt. 56. NOldeke, 
P. St. 19. — d. i. von Daena (Religion) gegeben. 

Dindowai, Bischof von Ma'allthft nnd Chnftithft 
(Kurdistftn), f 720, Assemani III, 478 \ IE, 2, 
p. 767. — ans ♦Dln-dft&, Hoffmann 56. 216. 
N5ldeke, P. St. 11. 19. vgl. Dintll. 

DinSfth, DlnSahaJI, neuerer Parsenname, Jamaspji 
D. Minoeheherji, Pahlavi Diction I, CLIX. 

DinQf, Dinflyeh, Grossvater des Mo*ftwiyah bin 
Mohammed, Gelehrten ans A&arbaijftn (al-A&arl), 
t 938/9, Yaqut 4, 219, 18. NOldeke, P. St. 19. 
vgl. Dindowai, Dfndad. 

DiraxSftn d. i. der Glftnzende, Taxallus oder Dichter- 
name, Garcin de Tassy 103. Sprenger 221. 

Dirggh, Dichter ans Dehll, Ende 18. Jahrh., Sprenger 
221. — d.i. Betrflbniss (taxallus). 

Dis, S. des Siftmek, Bruder nnd Gatte der Da&i, 
Tabaril54,5. Athlr35,20 (Daqs, ^j.ck>, ^j^y, 
die Namen dieses Paares scheinen aus daitika- 
nimga aidytmamga y. 39, 4, in der Pehlewi- 
flbersetzung datik (dat)l, Wild) und ayftbar (hel- 
fend, naml. dem Menschen, als Hausthiere) ent- 
nommen zu sein (dad u dam, Fird. 1, 28, 14); 
der Name Dis erinnert an disu (Raubthier, Wend. 
13, 125), und k5nnte in Tabaris Quelle statt 
aidyu eingetreten sein, ja es wftre nicht un- 
denkbar, dass tlberhaupt aidyu eine unrichtige 
Lesung von disu in der ursprtlnglichen Schrift 
sei, m^ (disan) Wend. 13, 125 konnte leicht zu 
r^ (aidytl) werden. 



Dlw 1) Sultan, Feldherr des Schah Isma'il (1499 
bis 1524, Dorn, M6m. VI, 6, 1844, 330. Horn, 
DMG. 44, 576, 14. 2) Maulana Dlw aus Tabbas, 
S. de Sacy, Not. et Extr. 4, 308\ — d. L Damon. 

Dlwamasp? ein Ort Bih Dhiwamasf&n (?) bei Ibn 
Chordadhbeh 8, 1. Bei Qodama (das. 236, 3) 
ist der Bezirk (Astan) jAmL ^j^ das Gebiet der 
Zabfltlsse, Adiabene. 

Dlwftneh, Dichter 1) Dlwaneh-i 'iSq, Dichter, Pertsch 
639, n^43. 2) Taxallus des MuUa Qasim aus 
MeShed, ao. 1723, Rieu 707 \ Pertsch 639, 
n** 44. 683. 3) Dlwaneh aus NlSaptlr, Pertsch 
639, n^ 46. 4) §aix Sa'd ed-din Ahmed, be- 
nannt Dlwaneh aus Balch, Mitte 18. Jahrh., Rieu 
713'. — d. i. besessen, wahnsinnig (vor Liebe). 

DlwaSang, arab. DlwaSnl, Dihqan in Samarqand 
(ao. 104 = 722/3), Tabari2, 1446, 11. 13. 1447, 

8. 1448, 4. Athir 5, 82, 1. 

Dlwbend 1) S. des Schlrzad, Bruders des Badfl- 
sepan IH, Zehlreddin 146, 10. 149, 15. 320, 12. 
2) S. des Schehrakim Gaubareh, 25. Ftlrsten der 
Dynastic Badtlsepan, Zehlreddin 148, 16. — d. i. 
Teufelsbandiger (so hiess TahmQrath, der auf 
dem Ahriman zu reiten pflegte). 

Dlwdab 1) Abtl Saj, S. des Ytlsuf, aus Ofirusana, 
ttlrkischer Feldherr des Chalifen Motawakkil, 
t in GundiSaptir 880, Tabari 3, 1228, 18. Mo- 
hammed S. des Dlwdad, d. i. Abu *1-Saj, Eutych. 
2, 477, 11. 2) S. des Mohammed AfSin, Enkel 
von n° 1. Devdat, Joh. Kathol. 174. Athir 7, 
296, 3. 351, 22 (ao. 901). vgl. Defr^mery, J. as. 4, 

9, 409 flf. Weil, Gesch. der Chalifen 2, 491. 
Dizah-Kaw s. Gabargaw. 

Dizber, Sohn des Ruwitam (Ruwinam), aus Dailem; 
nach ihm hatte AnflStegln, der Tttrke (f 1041), 
Feldherr des Fatimiden Zahir von Aegypten, 
seinen Beinamen ad-Dizben, Athir 8, 415, 20. 
9, 162, 2. Ibn Chall. HI, 123, 10. 14 (I, 631). 

Diztll, Grossvater des Sahl bin Dawtld, eines Ge- 
lehrten aus Rai, Yaqut 4, 718, 20. 

Dxtik (Duxtik) s. Dstrik. 

DIak, Eunuch, Heerf&hrer des Pap, E5nigs von 
Armenien, wegen verrfttherischer Absichten hin- 
gerichtet, Faust. Byz. 5, 3 (191, 32, wo ver- 
druckt Dgglak). 5, 6 (203, 5). 

Dmavtlnd Wsemakan, Perser aus dem Geschlecht 
Kavtlsakan, Feldherr Sapor's II gegen ArSak HI, 
angeblich von Wasak erlegt, Faust. Byz. 4, 29 
(147, 6); vgl. Dumawend. 

Dodo, kurdischer Hftuptling, Socin 46, 2. 

AoXapZdv s. Ahuramazda n"* 24, und DolSw6. 



Digitized by 



Google 



DolgwC 



86 



DaxtnOS 



Dol6w6, persischer Feldherr Yezdegerd^s II, Laz, 
Pharp, 117, 32 (ao. 451); vgl. Dolabzan? 

Domnes, Dones 8. 'Abilip. 

Dosabhai, Parsiname. 

DOSiSndar, West: GQSiSiiayar, S. des Mitnapftn, 
Vater des Wahrftm, West, P. T, IV, XXXVm. 
d. i. liebevoll (pehl. dOSiSn, awest. zaoSa, im 
Zend-pehl. Farhang). 

DOst 1) *Abdo Vrahman bin DOst aus NisehftpQr, 
apbiscber Dichter des 10. Jahrb., Hammer, Lit. 
Arab. 5, 1021. 2) Abtl Sa'ld ibn DOst ans Nl- 
schaptlr, Sebaix der Stlfts in Baghdad, f 1086, 
Matanabbi ed. Dieterici 85, 17. 120, 19. Ham- 
mer, Lit. Arab. 6, 373. 3) 'Isa bin D6st, von 
Yftqtlt 4, 928, 23 angeftlhrt. 4) DOst Beg, Heer- 
fiihrer Babers in Indien ao. 1519, Ferischtah 1, 
374, 7 (2, 36). 5) Amir D5st, persischer Dichter 
aus Tarem bei Qazwin zur Zeit der Sefewi-Dy- 
nastie, Mostanft bei Barbier de Meynard, Dio- 
tionn. 392, Not. Pertsch 639, if 39. 6) 'All 
Dost Bar-begl (Ceremonienmeister), S. des Hasan 
'All, Feldherr und Staatsmann des Akbar, In- 
schrift yon SOnpat, Horn, Epigraphia Indica of 
the Archaeol. Survey XI, 1892, 142. 7) Mir 
Hosain DOst(Dtlst), verfasste Dichterbiographien, 
Lucknow 1875. Schefer, Chrest. pers. I, Not. 101. 
8) Dost-Mohammed, haufiger Name, z. B. eines 
Dichters aus Sabzwar, t 1532, Hammer 373. 
d. i. Freund. 

DOstan, Dichter, Pertsch 639, n** 38. — d. i. Freund 
(Affix an wie in Janan, Geliebter u. a., s. Vul- 
lers, Instit. I. pers. p. 221). 

Ddstek 1) Abtl 'AbdaUah al-Hosain bin DOstek, 
genannt Bad al-kurdi, s. Bad. 2) Nasr ed- 
dauleh bin Merwan Ibn D5stek (Ddstek), der 
Eurde, Herr von Maiyafilrikln, Schriftsteller, 
t 1061, Ibn ChaU. n^ 72 (I, 157). 
d. i. Freundchen. 

D5stglr, §ah- Allah, Faqlr und Dichter in Indien, 
ao. 1760, Sprenger 157. — d. i. den Frexmd er- 
greifend (festhaltend). 

D5stai, NOldeke, Pers. Stud. 19. 

Ao<yu|i6Eapeo^, Vater des Niblob5ros (s. diesen). 
vgl. Mtlllenhoflf 572. 

Dotamas s. Datames. 

AwTog 1) S. des Megasidras, ftthrt die Paphlagonen 
und Matiener unter Xerxes, Herod. 7, 72. 2) 
AuiToC^, S. des Golas, Strategos in Olbia, La- 
tyschev I, 100, n** 62. Vater des Nabazos, das. 
118, n'' 80 (genet. AwtoO). 

Dranik-salar s. Granik-salar. 



Drastamat s. Durustamad. 

Dral)a und Paitidral)a yt. 13, 109. 

ApcipaXi^, richtiger Idreibalis. 

Dribhi (Drivi), Tochter der Yaska, Enkelin des 
Ahriman, in der Genealogie des Dahak, Bund. 
77, 16 (pazend); Personification der Verwesungs- 
flecke, welche die DruJ Nasu verursacht (Wend, 
7, 4); aus Wend. 1, 32. 

Apop6Xoug, S. des Dadaios, Inschrift aus Eertsch 
(4. Jahrh. vor Chr.), Latyschev II, 93, n° 144. 

Drflasp (Drouasp), Perser, Gttnstling Tiran's I von 
Armenien, Bardesanes bei Mose 2, 62. — awest. 
dr(u)waspa (weibl. Genius, Beschtltzerin der Her- 
den, Spiegel, Eran. Alterth, 2, 76); vgl. sanskr. 
dhruva^va. 

ApuTTCTi^, T. des Dareios III, Gattin des Hephae- 
stion, Arrian 7, 4, 5. ApimflTi^ Diod. 17, 107, 
6. — davon: Drypetine, Tochter des Mithradates 
Eupator, liess sich von ihrem Hiiter Menophilos 
tOdten, um den ROmem nicht in die Hande zu 
fallen, worauf sich jener selbst das Lebei) nahm, 
Amm. Marcell. 16, 7, 10. — vgl. Tomaschek, 
Centralasiat. Stud. II. Wien 1880 (Sitzungsber. 
der Akad. XCVI), S. 141 (873). 

Dstrik, Mamikoni, Frau des Wardan, Enkels des 
Katholikos Sahak, Mose 3, 67; auch Dxtik ge- 
nannt, Tschamtschean 1, 533, 25. — d. i. TOch- 
terlein, von armen. dQstr, arsakidisch duxt. 

Dubaj s. DibaJ. 

Dtlday, aus, dem Hause Mamikoni, Gattin des Pats- 
ats, Sohnes des Orbelean-Ftlrsten Liparit, In- 
schrift von 1280 in Halbat, Job. v. d. Erim, 
M6m. Vn, 6, 17. Saint-Martin 2, 300. 

Dughda, Tochter Frahimrawa's, Mutter des Zara- 
thustra. Bund. 80, 14 (pazend dughdhaw, dugh- 
daw). Doghdtl, Schahrastani 1, 280. Zart. N. 
480, 11. Hyde 316. 565. dtlkdaw (d. i. dugh- 
*daw), dOktawb (Saugerin) in andem Werken 
deuten auf awest. DughdhOwa bin, welches in 
einem Citat im Sad-der sich findet. West, P. T. 
I, 144. 317. Ill, 302. IV, 444. 483; eine ety- 
mologische Legende vonDughdQ s. bei Malcolm, 
Hist of Persia 1, 133. 

Duxtanfiah, Tochter des Malik von Ahwaz, M&r- 
tyrin unter Sapor II, Assemani UI, 553 *", alt. 
d. i. E5nig(in) der Madchen. 

DuxtnOS 1) Tochter NarsS's, Nichte Sapor's I, 
Gattin des Daizan von Hathra, bei Fird. 5, 428, 
45. 430, 71; abgekflrzt NOgah (vgl. An5gah), 
Gattin des Tair des Ghasaniden (unrichtig); bei 
YaqtltMah(s.dies); N5ldeke Tab. 36. 2) Tochter 



Digitized by 



Google 



DuxtzanAn 



87 



Dornst-amab 



des LaqTt bin Zurarah, arabische Dichteriii; N5S 
(AnOg); Verse von ihr angeftthrt Agh. 10, 40, 20 
(DnxtnOs, mit s, Mittheil. von Wellhansen) Yaqut 
2, 24, 19. Athir 435, 15. Hammer, Lit. Ar. 
1, 543. Wttstenfeld, genealog. Register 157. 
d. i. das M&dchen NOS. 

Dnxtzan&n, T. des Xnsran II, knrze Zeit E5nigin 
zwischen Sabrbarftz und dessen Sohn Sabflr, Ta- 
bari 2119, 6. Athir 2, 319, 6; spater Schah- 
zanftn genannt; es ist die BOrftn, vgl. N5ldeke, 
Tab. 399. — d. i. Madchen unter Weibem (?) 

Dmnftwend (arab. Donbftwand) bin Qaren heisst 
der K5nig von Schalanbah in Dnmawend (De- 
mftwend), Znsatz der Handschr. B. (Oxon.) zu 
Ibn Chorda^beh 118, 15. vgl. DmavtUid. 

Dmiyax^tto; Tochter des Manstlr von Mftridln, 
Gattin des Mohammed Xudabendeh, Matter des 
Abu Sa'ld Bahadur, Sultans von Iraq (1316 bis 
1335), Batutah 2, 117, 8. 144, 4. 
d. i. Ftlrstin der Welt (arab.). 

Duny&zad s. Dinazad. 

DtUraekaeta, turanischer Feind des Aschawazdanh 
(Artawazdah n** 1. 2) und Thrita yt. 5, 73. — 
d. i. dessen Begehr sich in die Feme richtet, 
vgl. Bartholomft, Arisehes und Linguistisches. 
GOtt. 1881, S. 48. vgl. Joh. Schmidt, Zeitschr. 
vgl. Spr. 25, 78. 

Dnraesrata, Vater des WldisrawaAh, yt. 13, 119. 

Dftran, armenischer Bischof und Heiliger, Alb6rfknl 
311, 6 (309); sein Tag ist der 2. October, Asse- 
mani 3, 648'. 653'. 

Dfbrfisartln, K5nig zur Zeit der Oeburt Zarathustra's, 
trachtet dem Kind nach dem Leben; Dtlran- 
sarQn oder DUr-asarftn, in der Legende von Za- 
rathustra Zart N. 484, 9 ff. s. Spiegel, Sitzungs- 
berichte der Bayer. Akad. 5. Jan. 1867, S. 44. 
DtlrOsrUr (al. DttrSirln), unter den Ahnen Afra- 
siftb's, Masudi n, 117, Sartln, Gobineau I, 324. 

DOr&srawb (b nur graphisch), S. des MantlgSihar, 
Stiunmvater der Priestergeschlechter, Bund. 78, 
17. DUrsrau, Tabari 533, 4. Dtlrasr(5) (y^^jc^ 
aus 3y^^) S. des ManUi^ihr, Vater des Waidink 
und N5S, Albgrtol 104, 15. 17 (112). Jflrasraf 
(cod. Sprenger.), Variante zu Xtlrasrau, Tabari 
681, 14. 682, 3 (d und g [J] haben im Pehlewi 
nur Ein Zeichen, arab. x &ber ist mit J identisch 
bis auf den diakritischen Punkt) Adarsab wu«*^l 
Minhaj 1, 9. — awest. *dtlraesrawaAh (weithin 
Ruhm habend). 

Dnrdanah, Tochter des Ismail 'Abd el-Ghafer, 
Gattin des Gelehrten und Imam's 'Omar aus 



Nischapur (f 1139), Yaqut 2, 950, 3. — d. i. 
Perle (vgl. Hafiz t, 62, 4). 

AoupixTi^, Perser, Beamter des Dareios III, Pseudo- 
kallisth. (An-ian ed. Dtlbner u. Mtlller), 2, 14, 
Not. 22. 

Dtlmftmlk, S. des Zagh, Priester, West, P. T. I, 
146. — d. i. weithin Namen (Ruhm) habend. 

DumI (ad-Dumi), Statthalter des Mazyar im Ge- 
birge, von Mohammed bin Ibrahim, dem Feld- 
herrn des Chalifen Mota'sim sammt seinem Bruder 
BurzguSnasp umgebracht, Ibn Maskowai 513, 16. 
514, 2. 15. 515, 6. 11. Durrl: Tab. 3, 1274, 
15. 1295, 7. Athir 6, 358, 15. 

DQrOgasp (pftzend Durwfiasp), S. des Tf)S, Enkel 
des Frettin, Vater des Spaenyasp, Bund. 79, 2. 
West, P. T. I, 137. ArftSasb, S. des TftJ, Vater 
des Sirasp, Tabari 533, 1. Arufiasb, 8. des 
TftJ, Vater des Zebinasb, Tab. 435, 2 (cod. 
Sprenger. Adttbarftsf). Albfirftnl 104, 10 (111). 
WerSib, Gobineau 1, 324 (hier fehlt entweder 
anlaut. a oder d, so dass die vollst&ndige Form 
entweder Aur[u]gasb [s statt des T zu lesen] oder 
Dur[u]gasb sein wtirde); Rusasb, Masudi II, 117. 
TurSasp, Enkel des TUr, Gobineau das., mit t 
ftlr d; da dfirOfiasp keinen vemtlnftigen Sinn hat 
(Pferde besitzend, welche den Tod entfemen, 
dUraoga ist Beiwort der heiligen Haomapflanze, 
welche bei der Auferstehung den Trank des 
ewigen Lebens liefert), so ist Tabari's Lesart, 
welche auf awest. auruSaspa (Beiwort des Mithra, 
mit hellrothen, feuergelben Rossen fahrend) zu- 
rtlckgeht, vorzuziehen; in Pehlewischrift bedarf 
es der Hinzufttgung nur Eines Hftkchens, um 
aus der falschen Lesart des Bundehesch die rich- 
tige des Tabari herzustellen. 

Dursati (DursitI, DurgatI, DurgitI), Tochter des 
EisrfL (des E5nig8 von Persien) aus dem Stamm 
des Kai Katls, Gattin des Bahrilm GOr, Ni^aml 
bei Fr. v. Erdmann, die Schoene vom Schlosse 13. 
VuUers, Lexicon I, 830*. Hammer 114 (Durug); 
des Metrum ist .v^.. 

Dtlrsaun, S. des Ahmed Padar, Schaix, Inschrift an sei- 
nem Grab in Aqstl bei Schemaxa, ao. 1282, Dom, 
Bullet. 4, 1862, 389. — d. i. weites Lob habend. 

Dftrtan, Christ zur Zeit des Yezdegerd I, Hoffmann 34. 

Durust, S. des Hamzah, arabischer Schriftsteller, 
Ibn. ChaU. HI, 16, 2 (1, 492). 
d. i. der Rechte, Wahre. 

Durust-ama5 1) einer der drei Magier (E5nige), 
welche Jesum anbeteten, Hyde, Veter. Pers. rel. 
hist. 383. 2) armen. Drastamat, S. des Mehen- 



Digitized by 



Google 



Dorusttlyeh 



88 



ErexSa 



dak BegtOni; Eunuch^ Schatzmeister Tiran's 11 
und ArSak's III ; er folgte Beinem in AndmeS ge- 
fangnen Hemi; nachdem dieser sich Belbst ge- 
todtet, im Tode nach, Faust. Byz. 5, 7 (205, 32). 
— d. i. richtig ist er gekommen (Name eines Die- 
nere oder Wezire), vgl. NOldeke, DMG. 30, 758. 

Durnsttlyeh 1) Aba Mohammed 'Abdallah bin jfa'far, 
bekannt als Ibn Dornstfiyeh, S. des al-Marzuban, 
Grammatiker aos Fasft (Pasft), geb. 871, f 958, 
Fihrist 63, 3. Yaqnt 3, 892, 9. Athir 8, 393, 4. 
Ibn ChaU. n« 328 (H, 24). Haji Chalfa 4, 444, 2; 
vgl. Flflgel, die grammatischen Scholen d. Arab. 
105. 2) jfa'far bin Durustifyeh, arabischer Dich- 
ter au8 *Iraq, Yaqut 2, 148, 1. Hanmier, Lit. 
Arab. 6, 1030. — gekflrzt aus pehl. donnstpat 
(domstpat), der oberste Arzt von Irftn, s. Dln- 
kart IV, 188, 15. 

Dtls 8. Ttls. 

DnSar, Gattin des Mnsikers Ibrahim aus Mosul, 
Aghani V, 3, 28. 31. 53, 31. — d. i. zwei L5wen 
(habend), gftr ist arab. Schreibung fdr pers. S^r 
(Mittheil. von Wellhausen). 

Dugmenz&r (so auf den Mflnzen, DMG. 18, 298, in 
Btlchem DuSmenzi&r) 1) Bnstam, S. d. Marzuban 
aus Dailem, Schwager des Ispehbed Bustam, 
Athir 10, 146, 10; vgl. Bustam; sein Sohn ist 
'Ala ed-dauleh AbU Ja'far Mohammed bin Du9- 
menz&r ibn EakUyeh, s. EdkUI. 2) S. des Ka- 
kUyeh, Yater des Amir Mohammed, Herrschers 
in Yezd, Athir 10, 221, 1 (ao. 1101). — d. i. 
Klage der Feinde verursachend (durch Helden- 
thaten). 

Duwareh Gil, ein Gll&ner, k&mpft in der Schlacht 
zwisehen Kai Katls von Bustemdar und ^asan, 
Sohn des §ah-gh&zl Bustam von Mazenderan, 
Zehir. 64, 5. 

Exorean s. Farruxan. 

*EEa6pTTi^ s. Oxyartes n^ 1 und Zarathustra n** 1. 

'EEdOpn^ 1) Bruder des Dareios III, Plut. Alex. 
43, 3; vgl. Oxathres. 2) Farther, welcher den 
Crassus tOdtete, 53 vor Chr., Polyaen 7, 41 
(349, 21. 350, 10, cod. Florent. iiapQeii)^ bei 
Plutarch TTojiaEdGpii^, bei Appian 6 MoEdpOii^ 
genannt; ersteres ist die vollstandige Namens- 
form, das andre vielleicht unrichtige Lesart, 
Exathres (mit prosthetischem e zur Milderung 
des Anlautes, wie in ^aarpaiTeuovTO^, ^aiOpa- 
TT€uovTO^, C. I. Gr. n, 469, n^ 2691% 583, n« 2919) 
ist der auf das 2. Wort vereinfachte Name; eben- 
so ist n"" 1 zu beurtheilen (aus hu - X8chal)ra, 



'OEdepn^, mit Abstossung von hu), vielleicht auch 
nur eine unrichtige Lesart far 'OgdOp?!^. 

'EEapde, Feldherr des Eawadh ao. 529, Job. Malala 
461; beiProkop81.89'A2:ap^eT]?, bei Nikephoros 
Kallistos 16, 35 (II, 711) Zap^ea(;, syr. Zttraq, 
Land, Anecdota syr. I, 19, 4; aber Hazaraft 
(arab. und syr.) bei NOldeke Tab. 76, n. 2; vgl. 
HazaravUxt, aus welchem Hazaraft entstellt ist. 

'EJEr\h&Qr\<i s. 'AHibdpn^. 

''EfiPa^, AnfOhrer des armenischen Fussvolks, Xenoph. 

^ Kyrop. 5, 3, 38. 

EnfiUl, Ftirst von Ak6, auf persischer Seite beim 

^ Aufstand des Wardan (450), EliSfi 213\ 

Endzak, Nachfolger des Hrant, sagenhafter Herr- 
scher von Armenien, Mar Abas Qatina bei Mose 

^ 1, 19. 

EndzUl s. Anzalas. 

Epafraces liesst Jordanes Bomana 225 (ed. Mommsen 
29) irrig ftlr Ariarathes. 

'EmEuii^, Satrap von Oberphrygien, Plut. Themist 
30, 1. 

'EiTuoSa, Gattin des Syennesis von Eilikien, Xenoph. 
Anab. 1, 2, 12 (eine Perserin?). 

Erak s. Ariakes. 

EraSSah s. Airyawa. 

EraxnavU, Antsevatsi, Gttnstling des Tiran I von 
Armenien, heirathet die Witwe des Artavazd IV 
und erbt dessen Besitz, Mose 2, 62 (nach Bar- 
desanes). Samuel v. Ani 353. 

Eraneak, Tochter des K5nigs Tiran I, Gattin des 
Trdat BagratUni, Mose 2, 63. — d. i. Beatrix. 

EranSahik s. AranSahik. 

Erazmak, der Henker, welcher im Auftrag ArSak's III 
dessen Neflfen Gn€l t^dtete, Faust. Byz. 4, 15 
(119, 27). — eraz ist Traum. 

Eredadfeftri, die Jungfrau, welche auf tlbemattlr- 
liche Weise den Heiland SosidS (SaoxSyand) ge- 
baren wird, yt. 13, 142; ihr Beiname ist Vls- 
pataurwairi die Alltlberwinderin, das.; imSad-der 
Bundehesch heisst sie Ardbad (Erdbed), s. Spie- 
gel, Eran. Alterth. 2, 156. — d. i. von einem 
glflcklichen (eigentl. wachsenden, gedeihenden) 
Yater stammend. 

EreDva yt. 13, 119; d. i. der hohe. 

ErexSa, bertlhmter Schtltze zur Zeit des ManuS6it>ra, 
welcher vom Berge XSaol)a (bei BUyan in Ta- 
baristan) bis zum Berge )ccanwand (an der Grenze 
von Chorasan) schoss, yt. 8, 6; Arig schoss eine 
Farsange weit, Fird. 6, 178, 236. 7, 36, 378. 382, 
324; 1000 Farsangen, Alberllnl 220, 10 (205); 
daher tir-i AriSi ein Pfeil wie der des AriS, Fird. 



Digitized by 



Google 



ErenawaC. 



89 



Oabiou^. 



(Daqiql) 4, 408, 586. MinhaJ 721. Er ist ein 
Vorfahre des Bahr&m TschObln, und heist AriS 
5lwft-tlr, Mojmel; Joum. as. IV, 1, 414, 19, arab. 
Ari§-gT&tIr (al. AiiSTgatln, Arissfttin) d. i. awest. 
xSwivi-iSu, mit ilr (np. tir Pfeil) fttr awest. iSu 
(Pfeil), Tabari 4*35, 6. 7 (hier AiraS, IreS). 992, 
13. 997, 18 (IreS). Athir 116, 16 (IreSl); bei Ni- 
zftml 'Artldl irrig als Neffe des TahmGrath be- 
zeiehnet. Hammer 104; das Wort ward als Eigen- 
name znerst erkamit von Geldner, Kuhn's Zeitschr. 
25, 1881, S. 466, 472. Nfildeke DMG, 35, 445. 
Darmesteter, Etudes Iran. 2, 220. Sacred books 
XXIII, S. 95. V. Stackelberg, DMG. 45, 621. 
Die Foim AriS hat auch der Name ArSan an- 
genommen. — d. i. glftnzend (im Veda ist ykSi 
kahl, das im Accent verschiedene fkSa, Bar, ist 
awest. areSa; vgl. A. Weber, Sitzungsber. Berl. 
Akad. 12. Jan, 1888, S. 12. 13). 

ErenawftC, Schwester des Yima (JamSedh) und der 
Sawai&hawafi, Gattin des Thraetaona (Ferldlin) 
yt. 5, 34. 9, 14. Amawaz, Fird. 1, 68, 8. MoJ- 
mel, J. as. Ill, 11, 169, 15. SyawaS-nameh 
247. Arwanaz, Tabari 205, 17. vgl. Darmesteter, 
Et. iran. 11, 213. — d. i. gew^hrende Worte 
sprechend, deren Gebet (np. bftj, wfti) Gewah- 
ruug findet (vgl. awest. arena, erenftwi). 

Erezrfispa, S. des Uspftsnu, yt. 13, 121; nach dem 
Bundehesch (West, P. T. 1, 115) ist Erezrasp 
UspOsnian der geistliche Herr (Ratu) des KarS- 
ware WldaftalSu; nach dem Dinkart (West, P. T. 
IV, 218, 413) kam Erezrfispa und sein Bruder 
Spiti aus Mazenderan nach )C^anirat)a zur Zeit 
des FraschaoStra. — skr. f ^rft^va (braunrothe Rosse 
habend). 

Erezwad-daAhu, Vater des ArawaoStra (genet. 
erezwatO-daAh^us) yt. 13, 124. — d. i. erstrebend 
das Land (?). 

Erezwafid, S. des Aoighimad-tira, Vater des Awa- 
regft, yt. 13, 125. — d. i. erstrebend, verlangend. 

Erezw&, Variante von Arezw&. 

Erovand 1) sagenhafler E5nig von Armenien, Mose 
I, 22. 24. 2) K5nig von Armenien, dem kOnig- 
lichen Hause nur von Mutters Seite angehdrig, 
Nachfolger des Sanatrtlk, regierte nach Mose's 
(2, 37) Synchronismen seit 59 nach Chr. (8. Jahr 
des Dareh = Volagases I), also kurz vor der Ver- 
treibung des Tiridates, welchen sein Vater in 
Armenien eingesetzt hatte; ein ahnliches Ergeb- 
niss liefem die Angaben des Seb€o8 (S. 12), wo- 
nach Erovand, alterer Bruder des Arti^^ (III, 
also nicht Usurpator), ein Sohn Argak's, des 

JaBti, Ferd^ Iranlsches Namenbaoh. 



Sohnes ArSavir's (d. i. Phraates IV) ist. Tscham- 
tschean lasst ihn 68 — 88 regieren. Da indessen 
Erovand der Vorganger des ArtaS^ III (Exedares) 
und Parthamasiris sein soil, so k5nnte er erst 
etwa 114 Kdnig gewesen sein, und ware dann 
etwa derselbe wie 'Appdvbii^j Sohn Abgar's VII. 
von Edessa-, man vgl. v. Gutschmid, OsroSne 17. 
Armenische Form des persischen 'ApudvbTi^. 

Erovaz 1) KOnig von Armenien, derselbe wie Ar- 
tavazd n** 8. 2) Bruder des Erovand, Mose 1, 
37. 40. — vgl. Arbazakios; awest. *aurwa6 (ge- 
bildet wie frag, nom. fra§, np. feraz, vgl. Dar- 
mesteter, Et. ir. II, 108), von aurwa (schnell, 
behende). 

'Eahi\i s. Yazdin. 

Eswalen s. Arswalen. 

Euauvavao^, S. des Euaristos, Inschrift von Tanais 
ao. 228, Latyschev II, 275, n° 451, 25. 

EupapvdKii^, Vater des OxardOzis (s. diesen). — 
awest. *hu-warena-ka (guten Glauben habend); vgl. 
awest. duiwarena. 

Gftcppdra^ 1) Aufseher der Rollthtirme fftr Belage- 
rungen, Xenoph. Kyrop. 6, 3, 28. 2) Gucppdrri^, 
Vorsteher der Eunuchen in Memphis, Heliodor 
220, 7 (romanhaft). 3) GiicppclTa?, Bischof der 
von Kaiser Constanz von Rom nach Antiochia 
zu Constantius ging, ao. 347, Theodoret. Hist, 
eccles. 2, 9 (11, p. 76). Eucppdrri^, Montfaucon, 
CoUectio nova patrum 2, 21. 4) eicppara^, Vater 
des Geschichtschreibers Menandros Protector 
(2. Halfte 6. Jahrh.), Suidas s. v. Menandros. — 
d. i. sehr verstandig (frahata mit hu). Pott DMG. 
13, 365. — n"* 3. 4 scheinen griechisch und nur 
zuf&Uig mit n° 1. 2 tlbereinzustimmen, in welchen 
gr. €u statt des gewOhnlichen 6 (altp. hu) ein- 
getreten ist. 

Eunones 1) EOnig der Aorsen, Tacitus 12, 15. 18. 
19 (zur Zeit K. Claudius'). 2) Efivwv, S. des 
Xophrasmos, Inschrift von Tanais, Latyschev II, 
279 n^ 453, 18 (ao. 230). 3) EOviliva^, S. des Me- 
nestratos, das. 257, n° 442. — vgl. Mtillenhoff 568. 

"Euio^, Vater des Phoreran (s. diesen). 

*HJoG^, S. des ApoUonides, Inschrift von Phanagoria 
(an der Bucht von Taman, am Bosporus) C. I. Gr. 
n, 164. jf 2129. 

OdppiZo^ s. Wahrlg. 

<l>a6iap6aZo^, S. desPublius, Mitglied einerBruder- 

schaft in TanaYs, ao. 228, Latyschev II, 275, 

n^451, 11. 
Oabiou^ 1) S. des Pamphilos, Inschrift von Kertsch, 

12 



Digitized by 



Google 



Fadlk 



90 



OapavbdKH? 



Latyschev II, 26, n** 29, z. 31. 2) OoCiou^, S. 
des Pappos, das. 281, n° 454, Z. 25. 

Fadlk 8. Patak. 

<t>abiva|ao^, Inschrift von Pantikapaion (Eertsch), 
Latyschev II, 26, n° 29, Z. 26 u. 5fter; alsNeben- 
form erscheint OaZivafAO^ , S. des OaZivafAO^, 
Inschr. von Tanais, das. 275, n^ 451, Z. 8. Rho- 
don, S. des Phazinamos, das. 233, n"" 427 (ao. 
188 n. Chr.). 

Fahr 8. Pahr. 

OaiciK, Geheimschreiber (Razban, ^aavfiv) des Ka- 
wadh II, welcher dessen Thronbesteigung dem 
Heraklios anzeigte, Chron. Paseh. 401, c. (733, 16). 
ed. Raderus 916, 16. 25. Assemani III 415\ — 
np. payak (Diener). 

OaibufAHj Pereerin, T. des Otanes, Niehte der Kas- 
sandane, Frau des Kambyses, des falschen Smerdis 
und des Dareios, Herod. 3,68. 69; daher 0ai- 
buiaiTi Zonaras 1, 307, 8. — np. faidam ist 
weisses Manna (Vullers, Lex. II, 699**) ? 

FairQz, genauere arab. Aussprache von B^rftz, pers. 
Peroz. 

Faxadh s. Paxadh. 

0aXbdpavo^, S. des ApoUonios, Aufseher der Banten, 
ao. 220, Inschrift von Tanais, Latyschev II, 237, 
n^ 430. 261, n° 445, 17. — d. i. Wache (Schutz) 
haltend (np. pahreh, awest. paj)ra, arm. parh, pah). 

Fallzuban s. Pallzban. 

Fana-Xosraw s. Panah-xusraa. 

<t)avb(ipa2:o<;, Skythe, Vater des Serelfs, C. I. Gr. II, 
165, n^ 2130, Z. 29. Latyschev II, 212, n° 402. 
vgl. Mtlllenhoff 566. 573. — d. i. Rath anord- 
nend (ausdenkend, osset. f^nd, np. pand). . 

Fanek, S. JamS^dh's, im EerSasp-nameh Betwal, 
Mojmel, Joum. as. Ill, 11, 167, 11; vgl. Pai- 
walTk. 

FanJ, Feldherr des Chaqan von Cin, Fird. 6, 312, 
1824. — d. i. der Schandliche. 

Farrabundadh, Variante von Xndaidad (oIvXajI^ statt 
o^JuUr>) Istaxri 148, 4. Ibn Hauqal 4, 398. 
Hoflfmann, Syr. Mart. 297. s. Farawindad. 

Farabukht Ai>oo^ aus Ard^^Ir Xnrrah, ao. 430, 
Guidi, DMG. 43, 397, 1. — d. i. vom (g5ttlichen) 
Licht erl5st. 

0apaba0a s. POratha. 

FarahanoS •-•Qjoija, Perser, Hoffmann, Syr. Mart. 
72 (ao. 487). — d. i. Licht (Glttcks)- An5sch ? 

Farraxusrau, Vater eines HiSam, der in Eanflgird 
(zwischen Saraxs und Marw) Besitzungen hatte. 
Tab. 3, 714. 1. Ibn Rosteh 279, 12. Athir 6, 
139, 7 (ao. 807). — d. i. Glflcks-Chusrau? 



Faramasb, indischer Philosoph, Fihrist 239, 27. — 
aus skr. *parama9va persisch (arab.) umgebildet? 

Faramurz 1) S. des Rustam und der Sahr-BanU 
Irem, Fird. 2, 440, 90; Feramurz, Tabari 687, 
5. Athir 196, 3; kurd. Feramas, Socin 90, 
Not. 8. Razan-MUrit, S. des Rustam afi-Sadid, 
im kflnstlichen Stammbaum der Tahiriden, MinhaJ 
1, 9. Nach diesem Helden viele Personen be- 
nannt, u. a. 2) S. des Salar, Vater des Afrldtm, 
in dem ktlnstlichen Stammbaum der Schirwan- 
schahe, Dom, M6m. VI, 4, 1840, 550. 3) S. 
des Schahryar III (11. Fttrsten der Badusepan- 
Dynastie in Rustemdar), Vater des Zarlnkamar I, 
Zehlreddln 146, 9. 149, 12. 320, 14. 4) Zahir 
ed-din Faramurz, S. Ibn EakOyehs, reg. in Ispahan 
seit 1041, spater in Yezd, Athir 9, 339, 1 ff. 
348, 21. 355, 13. 10, 13, 4. 15, 20. Stickel, 
DMG. 18, 297. Poole 3, 19. Houtsma, DMG. 
39, 357. Sein Sohn ist Amir 'All, Herrscher in 
Yezd als Vasall der SelJUqen, Gatte der Arslan 
XatUn, Schwester des Alp-Arslan, und Witwe 
des Chalifen al-Qaim biamri 'Uahi (1031—1075), 
Athir 10, 72, 1.2. 5) S. des Schlrzad, Feld: 
herr des HUsam ed-dauleh Schahryar (1073 bis 
1109), Zehlreddln 211, 18. 6) *Adud ed-din 
Faramurz, erbaut eine Mauer in MeShed, 1121, 
Athir 10, 366, 18. 7) S. des MardanSah aus 
LengerUd, unter *AlT, dem 4. Fttrsten der 2. Linie 
der Bawendis, Zehlreddln 221, 1. 8) 8. des 
Faxr ed-dauleh Rustam, von derselben Dynastic, 
Zehireddin 219, 10. 223, 11. vgl. Rieu 558\ 
9) S. des MuStflrftz, Perser, Prediger in Baghdad, 
t 1145, Hammer, Lit. Ar. 7, 638. 10) S. des 
Eergasp, Vater des Axsatan 11, vgl. Ferlburz. 
11) S. des Eai EaOs, Seljflqen von Ram (Iko- 
nium), Vater des letzten SelJUqen Eai Qobftd, 
Mirch. 4, 106, 6. 12) Hajl Faramurz, Befehls- 
haber (hakim) von Derbend unter Melik KaOs 
von Schlrwan, Mirch. 5, 171, 20 (um 1350). 
13) Molla Mohammed bin Faramurz, genannt 
Molla XosrU (Xusrau), Traditionist, hanefitischer 
Rechtslehrer, f 1480, HajT Chalfa I, 295, 7. 
338, 5. 476, 5. P. de Jong 4, 158. 14) Fara- 
murz, georg. Adlicher, Dorn, M6m. VI, 6, 1844, 
419. 15) Paremuz (georg.), Anfllhrer der Pa- 
lastwachen des Alexander von Imereth, ao. 1651, 
Brosset, Bull. Acad. Petersb. 3, 1847, 190. 16) 
Faramurz, neuerer Parsiname, z. B. Rieu 49 •. 
d. i. der (den Feinden) Verzeihende (?) 

0apavb<iKr|<;, persischer Heerffthrer bei Salamis, 
Aeschyl. Pers. 31. — aus dem folgenden verktlrzt. 



Digitized by 



Google 



OapavbdTTi^ 



91 



Fargin 



^apavbdni^ 1) S. des Teaspis, Anftthrer der Maren 
und Kolcher, fiel bei Plataeae, Herod. 7, 79. 9, 76. 
Pansan. 3, 4, 9. 2) Oepevbdrri^, S. des Mega- 
bazoS; Anfbhrer der SarangeU; Herod. 7, 67. 
3) S. eines Bmders des Xerxes^ Anftthrer des 
Landheeres in der Schlacht am Enrymedon, 
daselbst geWdtet (467) Diod. 11, 61, 3. Pint. 
Kimon 12, 4 (nach Ephoros). 4) Satrap von 
Aegypten unter Ochos, seit 343, Diod. 16, 61, 3. 
d. i. Yom Gltick gegeben (isi der Sohn). ygl. 
Farwandftb und Ferdad. 

Pharandzem, Tochter des Antiox (Andowk) von 
Sionik nnd einer mamikonischen Ftirstin, Gattin 
des Gnel, dann seines Obeims ArSak HI, der 
den Gnel nmbringen liess; in Artagers gefangen 
and von Sapor urns Leben gebracht, Fanst Byz. 
4, 15 (116, 10). 55 (173, 37). Mose 3, 22. 
Asolik 104. — vgl. )e*arandze und Patkanean, Ma- 
terialien zum armen. WOrterb. II, 1884, S. 43. 
44. IngiCean, Geogr. Altarmen. 396, 24. 397, 39. 

Farftsf s. Aurwadaspa n"" 2. 

0apaajuidvii? 1) S. des Phrataphemes, Satrap von 
Chorasmien, Arrian 4, 15, 4 (Curtius 8, 1, 8 
nennt seinen Vater). 6, 27, 3 (OapicTjidvii^). 7, 6, 4 
(Opabaaia^vii^). 2) Kdnig von Iberien, vertreibt den 
Parther Orodes aus Armenien (ao. 35) und setzt 
seinen Bruder Mithridates, spHter (ao. 51) seinen 
Sohn Rhadamistus als KOnig ein. Tacit. 6, 32 
(38). Dio Cassius 58,26,4. Nach der georgi- 
schen Chronik ist er ein Zeitgenosse des arme- 
nischen EOnigs Yarwand (Erovand), seine Re- 
giemng wird aber zu spftt, 72—87 angesetzt; 
Brosset, Hist, de la G6orgie 1, 64 vermuthet, dass 
die bei Tacitus genannten Personen verschieden 
seien von den in der Chronik genannten, welche 
vielleicht Ftlrsten einer georgischen Provinz ge- 
wesen seien; es scheint indessen, dass den von 
Tacitus genannten Personen der Pharsman II 
Eweli (der gute), sein Bruder Mirdat (auf Seiten 
der Perser) und sein Sohn Admi (Rhadamistus) 
der georgischen Chronik entsprechen, welche 
diese in noch spfttere Zeit setzt. Brosset, Hist. 
1, 71, Introduction XXXI halt Pharsman Kweli 
f&r den unter 3) angeflihrten. 3) EOnig von 
Iberien, f&Ut in Medien, Armenien und Eappa- 
dokien ein, ao. 133, Dio Cassius 69, 15, 1. 
Spartianus I, 13, 9, herrscht auch tlber die Z\h 
bpeirat am schwarzen Meer (ao. 137), Arrian 
Peripl. 11, 2. Pharsman HI in der georg. 
Chronik, s. Brosset, Hist. 1, 75. 4) Pharsman, 
S. des Waraz-Bakar, E5nig von Iberien, Anfang 



5. Jahrh., EOnigsliste des Mxithar von Ayriwank. 
Brosset, Hist. 1, 143. 5) Pharsman, armenischer 
Adlicher vom Hause Mandaktlni (ao. 451), Elige 
215. 247 ' = Lazar. Pharp. 148, 15. 6) Pharsman 
Pharux, Erieger aus Ran (Arran) im Heer des 
Waxtang von Georgien, ao. 456, vom Tarxan 
der Xazaren erlegt, Brosset, M^m. Acad. Petersb. 
IV, 4, 1840, 326^ 25. 7) Laze, Feldherr des 
Anastasios I (491 — 518) gegen Eabades, Prokop 
39 (OapeafAdvii? K6Xxo^); Vater des Zouvfi^, 
Theophanes 1, 224 {<t>apaaix6Lyr\q). 8) Pharsman, 
zwei aufeinander folgende Ednige von Iberien, 
Vorg^nger des BakUr, Mitte 6. Jahrh., Mxithar 
von Ayriwank; Prokop nennt den ersten Gur- 
genes, den zweiten Peranios; Brosset, Hist. 1, 
201. 202. 9) Pharsman, Priester, zur Zeit des 
Eatholikos Davith (806—833), bekehrt die Be- 
wohner von Tsad zur griechischen Eirche, 
Mxithar 83. 

Farftwindad und Farfix &^ Bartlsma bei EaSkar, 
erwirken sich Frieden von Abu 'Obaid, ao. 634, 
Athir 2, 335, 23; vgl. Farrftbundftdh, Farwandftdh. 

Farazdaq 1) Beiname des in Basrah geborenen und 
729 verstorbenen arabischen Dichters Aba Firfts 
Hamm&m, Mutunabbi ed. Dieterici 111, 22. Fih- 
rist 41, 17. 104, 6 etc. Ibn Chall. n'' 788 (III, 
612) Caussin de Perceval, J. as. I, 13, 507 
(nach dem Eit&b el-AghanI und Ibn Xallikftn). 
2) S. des Jawwfts, Gelehrter, Yaqut 2, 570, 20. 
— farazdaq aus dem pers. parftzdeh, ein Fladen, 
der in den Ofen gefallen und angebrannt ist 
(der Dichter ward so genannt wegen seines durch 
die Blattem entstellten Gesichts). 

FardOnJI, Parsiname (fllr Farldtojl, Ferldtlnji). 

Phar€n s. Pharnerseh. 

Farghar, Turanier, Spion des Airftsiab, Fird. 3, 
234 flf. — d. i. durchfeuchtend (mit Blut die 
Leiber der Feinde). 

Farhftd s. Frahftta. 

Farhang s. FrSni. 

Faryftd, L&lah sfthib Rfty von Lucnow, Dichter 
(1782), Sprenger 224. — d. i. Httlferuf (taxallus). 

Fariftn, sagenhafter E5nig, dessenStadt Alexander 
erobert, Fird. 5, 162, 750. 260, 1911; bei ihm 
lebt QldrOfi (im Pseudokallisthenes KavbauXn^; 
im Fihrist 239, 26 QldrOs, Eodros von Athen), 
der Sohn der Qldftfah (zu punktiren Qandftqah, 
Eandakg), in Gefangenschaft, Fird. 6, 164, 758. 
s. Spiegel, Eran. Alterth. 2, 591; vgl. ftyftna. 

<t>aptajuidvii^ s. Oopaafidyri^. 

Farfiln s. WahfttOn; pehl. farfiln ist die Ednigin 



Digitized by 



Google 



Farxundah-axtar 



92 



OapvdtKTi^ 



(der Wezir) im Schachspiel, s. Peshntan D. Beh- 
ramji Sanjana, Ganjeshayagaii; Bombay 1885; 
S. 2, Z. 13; neapers. farzin ist der LHufer^ Polak 

1, 344. 

Farxondah-axtar, S. des Moghulkaisers Bahadnrg&h; 
des Sohnes des Aurangz6b, Rieu 783'. 
d. i. ODter glflcklichem Stern geboren. 

*0apvdpaZo^ 1) sagenhafter Herrscher von Armenien, 
Pharnavaz, Nachfolger des §ava(r)g, SebSos 6, 
10; nach Mose (Mar Abas Qatina) 1,22 regierte 
ein Pharnovas, S. des Hra$eay, zur Zeit der 
Meder, ein Pharnas (doch s. Odpvo^) noch weit 
frtiher, Mose 1, 19. Bei Tschamtschean (nach 
Gregor Magistros) ist Pharnavaz, Nachfolger 
des Eaypak, Satrap (assyrischer VasallenkOnig) 
von Armenien, 1, 92, 32; ein anderer, Sohn des 
Hra$eay, armenischer KOnig, angeblich 678 vor 
Chr., 1, 101, 12. Mxithar (Patk.) 8, 15. 2) 
OapvdpoZo^, S. des Phamakes, Vater des Phar- 
nakes und Brader des Artabazos n*" 3, Thukyd. 

2, 67. 8, 6. 3) S. des Phamakes, Enkel von 
n^ 2, seit 389 Gatte der Apama if 2, seit 413 
Satrap in Daskyleion, focht bei Knidos 394, in 
Aegypten, neben Abrokomas nnd Tithraustes 
390, spater nochmals mit Datames und Tithrau- 
stes, Xenoph. Hellen. 1, 1, 6 (ao. 411) u. oft. 
Anab.. 6, 4, 24. 7, 8, 25 (als Satrap von Bithy- 
nien genannt; dieses Land ward zur Satrapie 
von Daskyleion, dem hellespontischen Phrygien, 
gerechnet; die Stelle ist nicht von Xenophon); 
C. Nepos, VII, 9, 3 etc. Diod. 13, 36, 5 u. oft 
(412—374), Plut. Alkib. 24, 1. Artax. 27. Ly- 
sander 19, 4. Polyaen 1, 40, 9 (ao, 410). 3, 7, 
19 (403). 3, 8, 54 (399). 1, 48, 3 (395). 3, 9, 
38 (375). Ju»tin 5, 4 (als Admiral der Spar- 
taner bezeichnet, da er auf Seiten der letztem 
gegen Tisaphemes stand). Mtinzen mit dem 
Kopf des Ares und aram. Legende itaa'^D s. 
Waddington, Revue numismat. V, 1860, pi. XVIII, 
n"" 3. 4; mit Bildniss und griech. Aufschrift 
Phar(n)aba . . : Barclay Head, Catal. of the Greek 
coins of Ionia. Lond. 1892, 325, PL 31, 5. 
Babelon II, XXXV, 23, PI. 4, n^ 5. 4) S. des 
Artabazos, Enkel des vorigen, unter Dareios III 
Befehlshaber der Seektlsten und Flottenftthrer, 
Arrian 2, 1, 3 u. (Jfter, Curtius3, 13, 14. Feld- 
herr des Eumenes, Plut. Eum. 7, 1. 5) Phar- 
navaz, ward nach Vertreibung des seleukidischen 
Satrapen Azon erster K5nig von K'arthli (Geor- 
gien) angeblich 302 — 237 ; seine Mutter soil eine 
Partherin aus dem Hause Aspaneli (Aspahapet) 



gewesensein; Brosset, Mxithar, p. 14. Klaproth, 
Beise in den Kaukasus II, 90. Der erste K5nig, 
Sohn des K'arthlos, Bruders des Hayk, heisst 
Pharnovas, Tschamtschean 1 , 68, 5. Bei Faustus 
Byz. 5, 15 heisst das georgische J^Onigshaus 
Pharavazean. vgl. Brosset, Hist. 1, 36. Mtlnze 
mit Bildniss: BartholomHi, Lettres numism. p. 70. 

6) OapvdpoZo^, KOnig der Iberer, von P. Cani- 
dius Crassus (fflr Antonius) besiegt (ao. 36), Dio 
49, 24, 1 ; nach Waxtangs Chronik herrschte zu 
jener Zeit Bartom I, Sohn des Artag (Artokes), 
Brosset, Hist. 1, 49. Introduction p. XXIX. 

7) Nano Famawaz, mahrattischer Minister, s. 
Prinsep, Indian Antiquities, ed. Thomas, I, 130. 

8) Phamawaz, S. des georgischen KOnigs von 
Kaxeth Irakli II (Heraklius, 1744—1798), Bru- 
der des letzten KOnigs Giorgi XII (XIII) (f 1800); 
er starb 30. Mftrz 1852, Brosset, M6m. Acad. 
Petersb. VI, 4, 1840, 508. 520. Hist. 2, 636. 

altpers. fama(h), awest. xf^arenanh, ersteres np. 
farrah, farr, letzteres x^rrah; das persische f 
erscheint in einer Anzahl von Namen neben dem 
medischen yi» (xu, xo); das Wort bedeutet Licbt, 
Glttck, und in politisch-religiOsem Sinne die 
(k5nigliche) Majestat; Bela&ori 386, 13 erklftrt 
Xurrah durch'arab. buha* (Glanz), Yaqut 4, 26, 

I, 2 durch arab. farah (Freude); daher: dessen 
Arm (Gewalt) vom Glttck begttnstigt ist. vgl. 
Bamabazos. 

Phamajom, EOnig von Georgien, Nachfolger des 
Mrvan I, Vorg&nger des Arbak (Ai^ak), Liste 
des Mxithar von Ayriwank. Brosset, Hist. 1, 
47. Introduct. p. XXIX. 

Odpvato^ 1) Vater des Herosodos, Haupt von 
Odessus und der verbttndeten Stadte, C. I. Gr. 

II, 79, n^ 2056^ 2) Vater des Kasinas (s, diesen). 
MflUenhoff 557. 

OapvdKTi, Tochter des Megessares (chetitischer Name), 
Gattin des Syrers Sandakos, Sohnes des Astynoos 
und Enkels Phaeton's, des Grttnders von Kalen- 
deris, und Mutter des Kinyras, Apollod. 3, 14, 3; 
vgl. Raoul-Rochette, Mdmoires de Tlnstitut 1848, 
II, 216 flf. Sayce, Journ. Soc. Bibl. ArchaeoL 
VII, 1882, 285; in dieser Grflndungssage be- 
zeichnet Phamake die Betheiligung pontisch- 
kappadokischer Ansiedler. 

0apvaKTi^ 1) Pharnak, Nachfolger des Zavan, sagen- 
hafter K5nig von Armenien zur Zeit des Sesostris, 
Tschamtschean 1, 81, 41 (nach Gregor Magistros), 
bei Mose 1, 18 Pharnas. 2) Pharnak, Nach- 
folger des Pharnavaz, sagenhafter KOnig von 



Digitized by 



Google 



OapvdKY)^ 



93 



Pharnerseh 



Annenien, Tschamtschean 1, 92^ 33. 3) Schwager 
des KambjBes des ftltem, Gatte der Atossa, an- 
geblicher Stammvater der kappadokischen Sa- 
trapen and EOnige^ Diod. 31, 19, 1 (in einem 
zu dynastiBcben Zwecken erAindenen Stamm- 
baum). Plinins 33, 151. 4) Nachkomme (Sohn?) 
des Otanes (Hatana)^ des Gef&hrten des Dareios, 
Vater des Artabazos nnd Pharnabazos, vom Sa- 
trapenhanse des bellespontischen Phrygiens (Das- 
kyleion), Herod. 7, 66. 9, 41. Tbukyd. 1, 129. 
8, 6. Polyaen 7, 33, 3. vgl. NOldeke, G5tt. 
Gel. Anz. 1884, S. 296. 5) S. des Pharnabazos, 
Enkel des vorigen, Tbukyd. 2, 67. 8, 6. 6) S. 
des Zopyros, Bruder der Rbodogune, Satrap von 
Lydien und lonien, Chariton 70, 19. 80, 32. 
92, 15. 96, 21 (nngeschichtlieh). 7) Phamftk, 
Vater des EIltsAph&n, 4 Buch Mose 34, 25. vgl. 
Wellhausen, Prolegomena*, 408, 2. 8) Oapvdioi?, 
Schwager des Dareios III, fiel am Granikos, 
Diod. 17, 21, 3. Arrian 1, 16, 3. 9) Phar- 
nakes I, S. des Mithradates IV, E5nig von 
Pontos, 190—169, Diod. 19, 24 (Fragm.). Li- 
vius 40, 2, 6. Strabo 495 (696, 3). Justin 38, 6. 
Mtlnze mitBildniss: Waddington, Revue numism. 
Vm, 1863, 217, pi. IX, 2. 3. 4. Barclay V. 
Head, Historia numonun. Oxf. 1887, p. 428. 
Th. Reinach, Revue numism. Ill, 6, 1888, 247, 
pi. XVI, 4. 10) Phamakes II von Pontos, S. 
des Mithradates VI des Grossen, geb. 97, reg. 
in Bosporos (Krim) 63 — 47, von Caesar besiegt; 
es folgte ihm Asandros (47 — 14), der Gatte seiner 
Tochter Dynamis; sein Sohn hiess Dareios (n** 13); 
Livius P. 102. Vellejus 40, 1. Joseph. Ant. 
jud. 14, 3, 4. Plut. Pompejus 41, 5. Florus 
3, 5 (66, 18). 4, 2 (101, 7). Appian, beU. 
Mithrid. c. 121. bell. civ. 5, c. 75. Dio Cassius 
37, 12, 1. Eutrop. 6, c. 10. Mtoze mit Bild- 
niss: Visconti II, 186, pi. VIII, 7. 11) S. des 
Phamakes, ProteuOn von Chersonesos (Erim), 
Mitte des 4. Jahrh., Eonstantinos Porphyrog. 
253, 16 ff. (0dpvaKO^). 12) Oapvdioi^, mehrere 
Personen aus r^mischer Zeit, Inschriften in Tel- 
missos und Sidyma in Lykien, Fellows, Account 
of discov. 155. 407 n** 152; in Eomane am Saros, 
Waddington, Bullet, de Corresp. hell6n. VII, 
1883, 135. ital. Inschriften: Longp^rier, Oeuvres 
1, 124. 13) mehrere genannt in^ der Inschrift 
von Anapa (Gorgippia) aus der Zeit Sauromates 11 
C. I. Gr. U, 165, jf 2130, 23. 24. II, 167, n^ 
2131, 4; andere bei Latyschev n, 60, n** 62 etc. 
Phamakes ist der Mondgott in Eappadokien und 



Mysien, Phamake die MondgOttin, Strabo 557 
(782, 12 Updv Mnvd^ OapvdKou). Ausonius Epigr. 
30, 3. vgl.Blau, DMG. 23, 274. Th. Reinach, 
Rev. numism. Ill, 6, 1888, p. 249. Aus Pham- 
aspes, N5ldeke, GOtt. Gel. Anz. 1884, 296, Note. 
Pers. Stud. 31. 

0apvaK(u)v 1) Vater ^des Neokles, beigenannt Xdp- 
b€i^, Inschrift von Anape (Gorgippia) C. I. Gr. 
II, 165, n^ 2130, 25. 2) Vater des Phamakes, 
Inschrift das., C. I. Gr. II, 167, n° 2131, 14. 3) 
andere: Latyschev II, 56 etc. — luiv ist grie- 
chische Bildungssilbe. 

0apvaKua^, Eunuch, M5rder des Xerxes II, Etes. 
Pers. 45. 

0apvav s. *Aq)apvap. 

OapvairdTTi^ s. Phranipates. 

Pharnas, sagenhafter E5nig von Armenien, Mar 
Abas Qatina bei Mose 1, 18. Pharnak, Tscham- 
tschean 1, 81, 41. cf. Odpvo^. 

0apvd(JTrTi^, Vater des Otanes und der Eassan- 
dane, SchwEher des Eyros, Herod. 2, 1. 3, 2. 
68. — d. i. vom Glfick (bescherte?) Rosse habend. 

Phamataspat s. Parthamaspates. 

OapvaZdOpn?, S. des Artabates, Anftihrer derlnder 
unter Xerxes, Herod. 7, 65. — d. i. zum Glttck 
geboren (awest. z&})ra, Geburt). 

Fambag, unrichtig Frobag gelesen (in Pahlawi wird 
n und 5 [w] mit demselben Zeichen geschrieben), 
welches seinerseits AfrObag (mit vorgesetztem a 
zur Milderung der Gruppe ft* im Anlaut) gesprochen 
wird, ein Irrthum, welcher bereits sehr alt ist, 
s. Hofimann, Syr. MUrt. 283; in den Parsen- 
bttchem frObag Name eines der drei heiligsten 
Feuer, Bund. 41, 7; daher mehrere Eigennamen 
s. Atarexf^arenaAh ; AfrObag-windat, S. des Win- 
dat-i p^k, in den Priesterstanmibllumen des 
Bundehesch (TD) bei West, P. T. 1, 146. vgl. 
Atfirfambag (unter Atare-)e*arena6h) ; Fambag 
als Name auf einem Siegel bei Horn S. S. 27, 
n** 9, mit Umstellung der Worte, um ein Muta- 
qarib zu bilden: Faranbag-i rftsti zi rati gapTr, 
F. der Rftt (Gelehrter, Magiertitel) ; richtig (be- 
siegelt); gut (sei es); Siegel mit Bildniss, z5t 
(Opferpriester, zaotar) Fambag Pusdizfii (?) Horn, 
DMG. 44, 655, n*» 491. — d. i. Licht (Majestftt) 
von Gott, awest. *x*^aren5 baghahe, man vgl. 
Darmesteter, Revue crit. 19. Avril 1880, S. 308. 
Etudes ir. 2, 83. NOldeke, GOtt. Anz. 1880, 
S. 884. E&mamak 37. 

Pharnerseh, armenischer Patriarch (Eatholikos) im 
2. Jahre des Tiran II, aus YaStiSat in Taron, 



Digitized by 



Google 



0apv6£apOoc 



94 



Farruxto 



Gen6al. St. Gr6g. 22'. Mose 2, 16. Asolik 103. 
Samuel von Ani 373. Phar6n bei Faust. Byz. 

3, 16 (44, 2). 6, 8 (266, 7). Pharfin (vgl. Fa- 
riftn?) heisst auch ein iberischer Bischof (ao. 
350), Q&n&sA. St. Gr6g. 24^ — d. i. Glttcks- 
Narses. 

<|)apv65apeo^ 1) S. des Taureas, Aufseher der Bauten 
in Tanais, ao. 220 n. Chr., Latyschev II, 237, 
n"" 430. 2) S. des Herakleides, Mitglied einer 
Brnderschaft in Tanais, ao. 220, Latyschev 11, 
264, n° 446, Z. 19. — d. i. mit Glttck das Reich 
regierend, vgl. Mtlllenhoff 572. 573. 

<|)dpvo^ 1) KOnig von Medien, von Ninos besiegt 
und getOdtet, Ktesias bei Diod. 2, 1, 10. Pharnas, 
sagenhafter annenischer Ednig, Mose 1, 19 (s. 
besonders). 2) TTdpvo^, Vater des Easals (s. 
diesen). 

OapvoOxo^ 1) Chiliarch (Reitergeneral) des Kyros, 
Xenoph. Kyrop. 6, 3, 32 (daraus Tzetzes 3, 718). 
Satrap von Phrygien am Hellespont mid Aeolis, 
das. 8, 6, 7 (Zusatz). 2) Oapvouxn^, Reiter- 
ftlhrer des Xerxes, stirbt auf dem Feldzug gegen 
Griechenland zn Sardes, Frtthjahr 480, Herod. 
7, 88. 3) 0apvoOxo^ fiUlt bei Salamis, Aesch. 
Pers. 313. 966. 4) Oapvouxn?. Lykier, Dol- 
metsch und SOldnerfllhrer Alexander's, Arrian 

4, 3, 7. 5) Vater des Bag5as n° 4 (s. diesen). 
6) aus Nisibin, verfasste eine persische Geschichte, 
Steph. Byz. v. Antiocheia; Mtlller, Fragm. IV, 
474'. 7) Farrux, S. des Zftl, Nachkomme des 
Rustam, Gobineau I, 474. 8) S. des Rafgda, 
Bruder der Gul, Marzban von Adharbaigftn, Wis 
RAmfn 241, 15. 9) Farrux, Statthalter von 
NimrOz unter Xusrau 11, Gegner des Bahrftm 
gttbin, Fird. 7, 74, 842. 859. 282, 3336; bei 
Tabari Farmx-hormiz. 10) S. des Xusrau 11, 
Marzbdn und Sal&r von Nlmr5z (Segestftn), von 
Kawftdh §er56 umgebracht, Fird. 7, 283, 3336. 
N5ld. Tabari 395, Not. 2; bei Hamzah 61, 16 
Xurrah, Xoreh (mit der nordiranischen [medischen] 
Aussprache des Anlauts). 11) FarrUx, Perser 
aus BftrOsma, s. Farftwindftdh, Tabari 2170, 11. 
12) S. des Xusrau II, KOnig nach Azarmlduxt, 
Hamzah 22, 2; voUsttodig lautet der Name 
Farruxzftdh. 13) Farux**' (pehlewi), Siegel, Mordt- 
mann, DMG. 18, 38, n« 127 (T. II, 4). 19, 496. 
14) Fsmyp y>j^ (pehlewi), Gelehrter, West, P. T. 
1, 244; citirt in der Pehlewiglosse zu Wend. 5, 
111, (59, 4). 15) Farrux, Grossvater des *Abdo 
'r-razzftq bin Abdallah, Bmder des Mohammed, 
Herrschers in TOs (945—960) und Veranstalters 



der neupers. Bearbeitung des Xudfiinamak, Rosen 
169, 14. 16) Farrux, Vorfahr des Tfthir, des 
Stifters der Dynastie dieses Namens, MinhaJ 
1, 11. 17) armen. Phrox> Xalbakean, S. des 
Wasak, Bruder des Papak, Fftrst in XaSen, 
t 1282, Mxithar 109; persische Namensform, 
die armenische wtlrde Xorox ^^^ 18) Sultan 
Farrux, S. des §aix-Sah SirwanSah (1502—1524), 
Bruder des Schlrwanfiah Xalll und Vater des 
Sahrux, al Ghaflf&ri bei Rieu 114\ 19) Farrux, 
Molla t 1550, Rosen 129, 4. 20) Farrux Xan, 
Statthalter von Derbend, seit 1634 von Schir- 
wan, t b^i der Belagerung von Eriwan 1635, 
Dom, M6m. VI, 5, 1843, 389. 21) Farrux, 
Dichter aus Herat, f 1658, Rosen 162, 5. 22) 
Farrux, S. des Emirs Tlmtlr von Afghanistan 
(t 1792), Schefer, Hist. 92. 23) Mir Farrux 
'All, Dichter aus Etawah, Anfang 19. Jahrh., 
Sprenger 224. 24) Mohammed Hosain Xan, 
Dichter, Pertsch 671, n** 37. — Syr. Phamug ist 
der Kewan- Saturn; OopvoOxo^, lamblichos bei 
Photius ed. I. Bekker 75 ^ 12 (vgl. Phamakes); 
armen. (arsakidisch) Pharox ist ein Sohn des 
Gelam (Name des Sevan-See's), des Sohnes Ama- 
sia's. Mar Abas Qatina bei Mose 1, 12 (local- 
etymol. Sagen); von altp. fama (s. bei Farnabazu) 
mit Ableitungssilbe uka, uxa (*famuka, *farnuxa); 
s. auch Xurrah. np. farrux glUcklich, gesegnet, 
arab. mubarek; az dast-i mnbarek bedeutet 'aus 
der Hand Ew. Majestat' ahnlich wie farrnx 
kulah von der Kidaris des Eai KaOs, Fird. 2, 
70, 778. vgl. HoflFmann, Syr. Mart. 95. 283. 
Horn, DMG. 43, 46 Not. 39. 

FarrQyeh, Grossvater des Mohammed bin Ishaq, 
Gelehrten, Yaqut 4, 773, 19. abgektlrat aus 
Farruxzadh, Nfildeke, P.St. 21. 

Farruxan 1) XopiifjvTi^, Paraetakener, Besitzer der 
Xopi/jvou TT^rpa, Arrian 4, 21, 1. vgl. die Form 
Xurahan. 2) Ferruxan, S. des Parthera Arta- 
ban V, Vater der Mutter Sapors I, Dinawari bei 
N5ldeke 15. 26, Not. 3. 3) Xurrakan, Vater 
des ZaraduSt, eines Vorlaufers des Mazdak (c. 
350), Tabari 893, 9 (das anlautende X, x» ist 
die awest. Aussprache), auch Xurrahan, s. N5l- 
deke, Tabari 292, Note; vielleicht zu Naxwaragan. 
4) Xor6n, armen. Fflrst aus dem Hause Xorxo- 
rtoi, fiel 451, EliSe 215\ 222\ Laz. Pharp. 108, 
25. 124, 4. 5) Xor^n, Priester aus Mr6n (onbe- 
kannter Ort, In&iSean 528), ao. 450, Laz. Pharp. 
75, 9. 98, 19. 6) Xor^n, Priester aus Orkowi in 
Ayrarat, ao. 454, Laz. Pharp. 162, 21. 7) Xo- 



Digitized by 



Google 



Farruxftn 



95 



Farruxto 



pidvnC; Feldherr des Xasraa I, der in der kol- 
chischen Gegend MacheirSsis (wo der Flnss 
HippiS; georg. Tsxenis-ts'qal fliesst) einrtlckte und 
in der Schlaeht fiel, Prokop 2, 461. 490. 496 
(ao. 550). 8) 0€pOTdvii?, Koch (jutdteipo^, Kflchen- 
meister) des Ormizd IV, gegen Bahrftm Cobin 
gesendet, aber von seinen Soldaten get5dtet, die 
zu letzterm ttbertaraten, Theophanes 406. 407. 
OepoxdvTi^ Theophyl. 169. 9) Ferruhan mit dem 
Titel Sahrbaraz, Feldherr des Xusrau II, Er- 
oberer von Edessa (ao. 605), Damaskus (614) 
Jerusalem (615), von Heraklios geschlagen (622, 
624), spEter eine knrze Zeit Usnrpator des Thrones 
vom 27. April bis 9. Jnni 630 (NOldeke's Tabari 
433), getOdtet von Pusfarrux, syr. Chronik hrsg. 
V. Guidi, ttbersetzt von NOldeke (Wien 1893) 
31. 32. Tabari 1002, 13. Athir 346, 23. Fer- 
raxftn 1062, 19. HoflFmann 105 (Farukhan). Xor- 
rahan (Xorrajan), Qotaiba, Eatychios 2, 253, 17. 
Xnrrahan, Albertlnl 128, 5-, den Eroberer von 
Jerusalem nennt Eutych. 2, 213, 1. 218, 12 
Xorwazlh (Xorzawaih, Xorztlyah ? i^\^jS>). Ferain 
Guraz, Fird. 7, 412, Gurftz (allein, d. i. §ahr- 
barfia) 7, 330, 3934. 408, 19. gahryar (lies Sahr- 
baraz), auch Ferain oder Sahrlraz, regiert zwi- 
schen ArdaSir und Juwanglr und Boran, Mirchond 
1, 241, 8. 12 (zwei Personen). Ferain ist aus 
einer unrichtigen Lesung der Pahlawizeiehen 
entstanden. Xorem, Gatte der Boran, Sebeos20, 
24. 99, 15. Asolik 149. Xoream, welcher den 
Beinamen Erazman oder Bazmiozan hatte, das. 
76, 16. 81, 23. Xorem Razmayazan oder Eraz- 
maytlzan, Thoma 79. 80 (89,4. 10). Exorean 
todtet den Sahrbaz (!) Michael Syr., J. as. IV, 
13, 320. §ahwaraz oder Xorean, Mose Kalan- 
katovatsi bei Brosset, Hist., Additions 493. 
bei Patkanean, Sebeos 200. Kirakos von 
Gandzak bei Brosset, Deux historiens 27. vgl. 
Razmiozan, Sahrwaraz. 10) Ferruxto aus 
Ahwaz, fellt in der Schlaeht bei Qadeslyah, 
Tabari 2346, 4 (al. Farruxzad) (Kosegarten, 
Tabari III, S. 138 vermuthet Farruxzadh, Sohn 
des Bendhuwan). Athir 2, 375, 20. 11) Ferruxan, 
S. des Zlnabl, Marzban von Rai, Tabari 2650, 
13. 2655, 2 (ao. 643). Ferruxftn ibn al-Zlnabedl 
arab. al-Zlnabl, Bela&ori 317, 19. 318, 1. 1683/4, 
Athir 4, 119, 14. 12) Ferruxan, Isbehbe?) von 
Xorasan, Gll-i Gllan, schloss 643 Frieden mit 
den Arabem, Tab. 2659, 9. Ibn Rosteh 277, 1. 
Dom, Bullet. Acad. VII, 1872, 35. Jllan-Sah 
bei Zehireddin 38, 14. 13) Ferruxan, gew5hn- 



lich Ferxan gelesen, S. des OadbQl, Vater des 
Dadburzmihr, Ispehbed von Gurgan, Rayan, Ru- 
stemdar und FtUnen (Gllan), Tabari 2, 1321. 
Hamzah 239, 8. Ferxan buzurg (der Grosse), 
S. des Dabayeh, Zehireddin 45, 5 ff. 150, 9 re- 
giert 17 (richtig: 13, 709—722) Jahre, 319, 15; 
von Zehireddin werden zwei Ereignisse berichtet, 
welche in die Zeit XtlrSlds (676—709) fallen: er 
besiegt den Masqalah bin Hobairah, Feldherm 
desMoawiya (661— 679), 45, 18. 273, 10; er tOdtet 
den Qatariy, Feldherm des 'Abd al-malik (698) 
273, 12; Ferxan aber besiegt den Yezld, Statt- 
halter von Chorasan (717) 45, 10. 273, 14. Ta- 
bari 2, 1321. Kitabo l-'oyfln 22, 8. Yaqut 2, 
153, 2. 3, 928, 22 (Malik ar-Rai). Die Berichti- 
gung der Zahlen seiner Regierung wird beson- 
ders aus den Mtlnzen gewonnen, welche die 
Jahre 70 — 77 der tabaristanischen Aera (ao. 645), 
d. i. 715—722 zeigen, vgl. Albr. KraflFt, Wiener 
Jahrb. Bd. 106, 1844, S. 16. Manzen mit sasani- 
schem Typus, in Amul gepi*agt: Mordtmann, DMG. 
8, 173. 12,54. 19,474. 33, 110. Krafft, a. a. 0., 
Taf., n** 2 (die letzte Mtlnze ist von 77 der tabarist. 
Aera, d. i. 722). 14) Ferxan Ktlfiak (der kleine), 
S. des Jusnas (GuSnasp), Enkels von n"" 13, Ze- 
hireddin 47, 6. 50, 13. 15) Ibn Farruxan, 
Gelehrter unter dem Chalifen Mamlin, ao. 833, 
Athir 6, 298, 19. 301, 19. 16) Sahl bin 'Abdal- 
lah el-Ferxan, Sflfl und Traditionist aus Asbar 
bei Ispahan, f 908; Yaqut I, 237, 5. Hammer 
Lit. Arab. 4, 109. 17) Mohammed, S. des 
Farruxan bin ROzbeh ausDaur zwischen Samirra 
und Tekrit, Yaqut 2, 616, 8. 18) Mohammed, 
S. des Ibrahim bin Mohammed bin Farruxan al- 
Farruxanl, Gelehrter und Schaix aus Sumtl bei 
Asterabad, f zu Samarqand 980/1, Yaqut 3, 84, 
11. 19) 'Omar bin Farruxan, Mathematiker aus 
Tabaristan, Fihrist 245, 5. 268, 25. 273, 19 und 
Noten p. 110. Wenrich, De auctorum grace, versio- 
nibus syriacis, arab. etc. Lips. 1842, 235, 18. 
293, 5. Steinschneider DMG. 18, 179. 25, 413. 
20) Abfl 1-Tayyeb Ferxan (Wttstenfeld: Furhan) 
S. des Schlran aus Kuran bei Darabgerd, Wezir 
des Buyiden Samsam ed-dauleh (982—998) Ya- 
qut 4, 248, 4. — Farruxan (spatere Aussprache 
Ferruxan) ist patronymisch gebildet von Phamu- 
chos; die armenische Form Xorian (nebst der 
Contraction Xor€n) ist mit Abstossung des Affixes 
OX (ox) durch die patronymische Endung can, 
ian gebildet, und ist mit der Form Xopidvii^ 
identisch. 



Digitized by 



Google 



FarrnxftnSah 



96 



Farruxzftdh 



FarrnxftnSfth (FarxanSah), Vater eines Isa, Dichters 
nnd Feldherrn des Ghalifen al-Mn'tazz biUah, ao. 
866, Fihrist 167, 18. Ibn Maskowaih 666, 16 
Athir 7, 81, 10. 

FarakhbQkht (beide n knrz), mit sjrischem Namen 
MarabUkht (der Herr hat erl5st), illegitimer nesto- 
rianischer Patriarch, 421 abgesetzt, Assemani III, 
214% Note, Z. 10. 614, n^ 20. Mftribtlkht, Budge 
135,11 (meinHerr hat eriOst); vgl. Ndldeke, 
Kamamak 49. — d. i. der glUckliche ErlOste. 

Farraxbundad, Hoffmann, Syr. Mart. 297 ftJlt bei 
der Vertheidigang von BaniqTya bei Eafah, ao. 
12 (633, 80 Tabari) oder 13, Yaqut 1, 483, 22. 
— d. i. glUckliches Fundament habend (dessen 
Glttck wohl begrttndet ist). 

Faru)p'btlt, davon patronym. Faru)C<'bQtan. 8. Bur- 
zamk, XorohbQt. 

d. i. glUcklich geworden (geschaffen). 

Farux!*dadh 1) 0€pOTbdbTi<;> Ge8andter de8 Cho8roe8 
an K. Tiberius, ao. 579. 2) Pharflkhandad, Perser 
in Seldkh (KerkOk), Assemani III, 479\ 3) Fa- 
ru)e«'dat auf einem Pergament aus dem Fayytlm, 
Horn, DMG. 43,611. 4) Siegel, Mordtmann, 
DMG. 18, 21, n^ 36 (T. Ill, ult.). 5) Farrtlxdad, 
S. d. Asad, Vater des Mihanldad GuSnasp, Ibn 
Chall. X, 51, 21 (IV, 85). 

Famixhormiz, Heerftlhrer des Xusrau 11 gegen 
Bahram Cobin, Tab. 1000, 8. von Azarmlduxt 
getOdtet, Tab. 1065, 3; Athir 365, 18. Abulfeda 
(Fleischer) 96, 20 (Isbehbeft von Chorasan); bei 
den Armeniern: Xorox-Ormizd, Fttrst in Atrpa- 
takan, Wezir der B5ran, Sebeos 20, 24. 99, 20. 
Xorhormiz, Hamzah 152,8. Mirch. 1,241, 25 ff. 
nennt ihn irrig Ferruxzad, Vater Rustam's; Nikbl 
(de Sacy, Not. et. Extr. II, 1789, 369) ver- 
wechselt ihn mit seinem Sohn Rustam und nennt 
ihn ausserdem ebenfalls irrig Farruxzad; vgl. 
Farrux (Phamuchos) n** 9, vgl. Spiegel, Eran. 
Alt. ni, 530. 531. — d. i. der glflckliche HOrmazd. 

Farruxl, Dichter von ftlrstlichem Geschlecht aus 
Sejestan, Schtller des Tnsurl am Hof MahmQd's 
von Ghazna, f 1077, FeriStah 1, 68, 1 (1, 91). 
Haji Chalfa 2, 277, 2. 3, 300, 4. VI, 387, 3. 
Hammer 47. Sprenger 15. 

Farruxyesar, Sohn des Xalll-allah, Schirwan-Schah, 
1462—1498, fiel in der Schlacht gegen §ah 
Isma'll Sefewl, Lubb et-tewanx 137. 167. Dom, 
M6m. VI, 4, 1840, 582. Bull. 1, 1844, 52, 32. 4, 
1862, 364. N. de Khanykoff, J. as. V, 20, 68. 
Rieu 110*. — d. i. glttcklichen Reichthum (Macht) 
besitzend. 



Farruxin (?), S. des jfabar, im Stammbaum des Gtl- 
derz (Gotarz) Tabari 617, 12 (ohne Punkte). 

Farruxlad, turaniseher Held, Tabari 610, 8; bei 
Fird. Lehhak genannt. s. Lawahak. 

Farruxmah, davon patronym. Farruxmahan, Perser 
unter Xusrau II, NOldeke, Tab. 313, Not. 
d. i. der gltickliohe Mah. 

Farruxmard, Sohn des Xusrau 11, von seinem Bru- 
der Kawadh umgebraoht, Tabari cod. Sprenger 
(NOldeke 395, Not. 2), bei Hamzah 61, 17 
Mardxurreh; im Mojmel, J. as. Ill, 11, 275, 
13 — 14 Xurreh-mard (Glttcksmann). 

♦Farruxrfll, syr. ^o^ojs, N5ld. P. St. 15 Note 1. 
8. AfrOrai. — d. i. mit glflckliehem Antlitz. 

FarruxrOz, Halbbruder des Xurdldgah von Halab, 
Eth6, die h5fische u. romant. Poesie der Perser, 
Hamb. 1887, S. 34. — d. i. glflckliche Tage habend. 

FarruxSah, 1) Perser, Astronom in Baghdad, 1 977, 
Hammer, Lit. Arab. 5, 311. 2) S. des Ghazna- 
widen Ibrahim (1658—1099) Minhaj 106. 3) S. 
des Seljflqen Mahmfld, ao. 1133, Ibn Xall. II, 
60, 11 (I, 330). 4) S. des Ghaznawideu Bah- 
ramSah (1118—1152), Minhaj 111. 5) Amir, 
S. des Mohammed aus Eagan, schlagt die Ismai- 
liten in Chorasan ao. 1154, Athir 11, 131, 21. 

6) Amir von Xotlan, stammte angeblich von 
Bahram GOr ab, ao. 1158, Athir 11, 155, 21. 

7) S. des Malik Dinar von Kerman (1182— 1195), 
1 1196, Houtsma, DMG. 39,395. 396. 8) S. des 
Zenki bin Maudfld bin Zenki vonSinJar, Bruder 
des Qutb ed-din, des Vaters des Sahangah, Athir 
12, 224, 13 (ao. 1218). 9) Mahmfld FaiTUxSah, 
S. des Imad ed-din Zengi II (f 1197/8) Atabeg 
in Mesopotamien, abgesetzt 1219. 10) S. des 
Schahangah, Neffe des galah ed-din (Saladin) 
und dessen Statthalter in Damaskus, besiegt die 
Kreuzfahrer 1178/9 und 1182, in welchem Jahre 
er starb, Athir 11, 299, 25. Ibn Xall. Ill, 108, 
19 (I, 615). XII, 55, 1 (FarrflxSah) Abulfeda 4, 
54, 4. — d. i. der glflckliche K5nig. 

Farruxf^'Sahpuhr, S. des IrangadehSahpuhr, Siegel, 
Horn DMG. 45, 430. — d. i. der glflckliche Sapor. 

Farruxsiyar, Moghulkaiser von Indien, Nachfolger 
des Jihandar-gah, reg. 1713—1719, Rieu 273. 
Horn, Epigraphia Indica of the Archaeol. Survey, 
XI, 1892, 138. — Hybride Zusammensetzung mit 
arab. siyar (Betragen, Sitte). 

Farruxzadh 1) Nachkomme des Rustam, Farruxzftd, 
S. des Firflz, Vater des Xudaygah, Gobinean 

1, 474. 2) Xurrazadh 6\^y>y Mutter des ArdaSlr I, 



Digitized by 



Google 



Farruxzadh 



97 



Farruxzadh 



soil die Brilcke von IdhaJ in Snsiana erbaut 
haben^ welche nach ihrer Zerstdnmg dnrch die 
Araber von dem Buyiden Hasan (932 — 976) neu 
errichtet ward, Yaqut 4, 189, 3. vgl. de Bode, 
Travels in Lnristan 1, 403. Rawlinson, Jonm. 
Geogr. 8oc. IX, 82. 3) Farruxzadh, Vater des 
Baraza, Grossvater des Mihr-Nars6, Tabari 868, 
19. 4) Xurrazadh, Name des Wahriz, Hamzah 
138, 20. 5) Feldherr des Xusrau II gegen 
Bahram Cftbin, Fird. 7, 74, 842. Tab. 1000, 8. 
6) S. des Sumai, Steuerbeamter des Xusrau II, 
Tab. 1041, 5. Farruxanzadh, 1043, 7. 7) Far- 
ruxzad bin al-BindOan, zuerst ftir Bahram Cdbln, 
Fird. 7, 74, 842. 76, 865, tritt er wieder auf 
die Seite Xusrau's n, 162, 1908, erhebt aber 
im Einverstandniss mit Schahrbaraz den Eawadh 
auf den Thron, 330, 3934; nach dem Tode 
ArtaSlr's III (27. April 630) und unter Sabttr, 
Sohn des §ahrlran (§ahrbaraz) genannt, mit dem 
Beinamen al-Armenl, von SiawaxS von Rai ge- 
t5dtet, Tabari 2056, 15. 2119, 8. 2235, 6. Athir 
2, 301, 8. 319, 8. 333, 24. 8) Farruxzad-i Azar- 
migan, Nachfolger der Azarmlduxt; er nennt sich 
'Spross der KOnige der KOnige', Fird 7, 330, 
3928. 424, 1. Xorrezad Xusrau (d. i. Xurrazadh 
Sohn des Xusrau U, der arab. Ausdruck 'min 
wuld Abarwiz' ist unbestimmt), Nachfolger seiner 
Schwester(?) Azarmiduxt, Juni 632, Tab. 1065, 
21. Nach einer andemListe heisst erFarruxzad 
Xusrau, und ist von AzarmI durch die Regie- 
rungen des Xusrau, Sohnes des Mihr-guSnasp, 
und des P€r5z Gugnaspbandeh, getrennt. Tab. 
1066, 17. Albertol 122. 128. Abulfeda (Flei- 
scher) 98, 5. Xorezad Xosrau, S. Xusrau's II, 
Hamzah 16, 9, unrichtig Xttrzad (oder XOrzad) 
Xosrau 28, 18; Xurezad Xosreh, AlberUnl 124, 12. 
Xuredad Xosreh 126, 9. Xurdad, Mojmel, J. as. 
m, 14, 150, 11; bei Albgrtol 131, 12 : Ferrux- 
zad, S. des Xusrau, des Sohnes des Abarwiz und 
der Gurdieh ; in der berichtigten Liste Hamzah's 
21, 1 Farrux, im Mojmel, Joum. as. IV. 1, 
412, 9 Farrux Xusrau, Sohn des Parwiz; bei 
Nikbl (de Sacy, Not. et Extr. II, 1789, 359) 
Farruxzad bin Parwiz; Ferruxzad, Mirch. 1,241, 
33. Lan (Hammer, Wiener Jahrb. 1835. Bd.70, 
Anzeigebl.) S. 64. Bei Fenayl (das. 65) Xoriad, 
bei Masudi 2, 234. 239 Ferhad XosrU; nach 
Athir 366, 2 ist Xurezad Xusrau ein Sohn des 
Abarwiz und der Kurdiyah (Gurdia), Schwe- 
ster Bistams (1. Bahrams). Mttnze mit Bildniss: 
NMdeke's Tabari XXVUI. 9) Xurrazad, S. des 

jQStl, Ferd^ Iranisches Namenbach. 



Mahbundadh, Befehlshaber in Qasr Sab5r (oder 
Qasr Isa), von den Arabem ao. 634 geschlagen; 
erscheint bald darauf in der Schlacht bei Quss 
en-natif gegenttber Babel oder der Brttcken- 
schlacht, wo Bahman JadhOS den Oberbefehl 
ftthrte, und die Araber geschlagen wurden, Bela- 
bori 249, 8. 250, 5. Ibn Qotaibah 204, 15. 
10) S. des Farrux-Ormizd, Feldherr Yezdegerd's 
in, nach seines Bruders Rustam Tod; er be- 
gleitete denYezdegerd auf seiner Flucht; armen. 
Xoroxazat, Sebeos 107, 33. Patkanean, Opit 86 
= Joum. as. VI, 7, 231, und zum Sebeos 201; 
arab. Xurrazad bin Xurrahormuz (Xorhormuz) axu 
Rustam, Tab. 2461, 12. Hamzah 63, 8. 152, 18. 
Belabori 264, 16. Athir 3, 93, 5. Xorad al- 
Uzdi (1. al-Adarl, aus Adarbaigan oder Rai) 
Eutych. 2, 297, 6. Ferruxzaft, Fird. 7, 340, 
4038. 450 ff. Tab. 2876, 10. Athir 3, 94, 17. 
Xurraza&mihr Tab. 2873, 7 (Prym vermuthet 
Verderbniss aus Xurrazaft bin Xurrahormuz = 
Farruxhormuz). 11) Xurrazad, S. des Bas, er- 
regt einen Aufstand in 'Askar Mokrem und wird 
im Auftrag des HajJaJ bin Yflsuf bei einem Aus- 
fall aus IdhaJ geschlagen, Belabori 383, 9. Yaqut 
3, 676, 15. Ibn Xall. I, 86, 9 (1, 137). 12) Xur- 
razaft, Bruder des K5nigs von Xwarizm (Chiwa), 
dessen Unfng den Einmarsch der Araber unter 
Qotaibah veranlasste, ao. 712, Belabori 420, 17. 
Tab. 2, 1237, 3. Athir 4, 451, 13. Sein Bruder 
hiess nach Belami (Zotenbergs Tabari 4, 175) 
Cighan. 13) Farrlikhzad, S. des Zadanfarrfikh, 
Assemani HI, 178^ 4. 14) Farruxzat (pehlewi), 
S. des Attmfambag, West, P. T. HI, 139. 15) 
Xurrazadh, S. des Dargadh, Mathematiker, in 
Diensten des Juden Sahl bin BaSr, Fihrist 276, 5. 
16) Mohammed, S. des Xurrazad aus SchahrizUr, 
AnfUhrer der Xarejiten nach dem Tode Musawir's 
(876), t 880, Athir 7, 214, 21 flf. 17) 'Othman 
bin ^Abdallah bin Mohammed bin XmTazad (al. 
Xordad ^\)js^j ^^^j^)y Traditionist aus Baghras 
bei Antiochia, f 895, Yaqut 1, 387, 20. 694, 6. 
4, 187, 3. 18) Xurrazadh, Vorfahr des Behzadh, 
s. diesen. 19) Faru)C<^t, S. des Attlnmahan, 
Bruder des Zatspram, Kanheri n^ 1, 10. n° 2, 9 
(ao. 1009). 20) Aba Ya^qtlb Xurrazadh, Philo- 
loge aus Najiram in Pars, f 1031, Ibn Chall. 
n^ 849 (4, 409). 21) Sa'd, Sohn des FarrUxzad 
aus Ttls, Gelehrter, Yaqut 3, 486, 5. 22) AbU 
goja' Ferruxzad, S. des Mas'Ud I, Enkel des 
Mahmtld von Ghazna, reg. 1052 — 1058, Baihaqi 
107, 14. 122, 11. Athir 9, 401, 3. 10, 3, 3. 

13 



Digitized by 



Google 



0ap6ba(JTO^ 



98 



Fatak 



MinhaJ 1, 95. 100. Mirch. 4, 42, 32. FeriStah 

1, 81, 17 (1, 133). 23) Ferruxzad, S. desGhaz- 
nawiden Mas^tld II (1099—1114), MinhftJ 1, 107. 
24) Mohammed, S. des Sa'ld bin Mohammed al- 
Farruxzadl (vgl. n** 21), Gelehrter in TOa, geb. 
1068, t Nov. 1154, Yaqut 3, 486, 12. 25) S. 
des MinftCihr von Schlrwftn, Nachfolger seines 
Bruders Axsatftn als Schirwanschfth, Anfang des 
13. Jahrh., Dom, M6m. VI, 4, 1840, 555. Bullet. 
4, 1862, 361, Inschrift von 1203/4, N. de Kha- 
nykoff, Bullet. Acad. Petersb. XIV, 1857, 358. 
J. as. V, 20, 67. 122. 26) S. des Axsatan II 
Sii-wanSah, ao. 1266, inschriftl. ao. 1281. Dorn, 
M6m. VI, 4, 1840, 558. Bullet. 4, 1862, 386. 
388. 389. N. de Khanykoflf, J. as. V, 20, 68. 
27) Parteiganger des Tttrken Yasaur, Befehls- 
haber von Tulek, Gegner der Kurt-fttrsten von 
Herat, ao. 1319, Barbier de Meynard, J. as. V, 
17, 501. 28) S. des DibaJ, Feldherr des Sultan 
Mohammed von Gllan, ao. 1463, Zehiredd. 137, 
14- 29) Ceremonienmeister des Schah Tahmasp, 
ao. 1553, Horn, DMG.44, 642, 15. — d.i. gltlck- 
lich geboren. 

Patrouymisch : 1) Xurrahzadan (Xorzadan) §ahr, 
Nachfolger des Walagajan als Statthalter von 
Yemen, Hamzah 139, 6; bei Masudi 3, 176 Xor- 
zad. 2) Farruxzadan aus Marw, Vater des Saila, 
nach welchem der Euphratcanal Nahr Saila be- 
nannt ist, Belabori 274, 19. 

0ap6baaTo^ (Oap ist zerstCrt), Vater des Phorbas 
(griech.), Inschrift von Tanais, ao. 220 n. Chr., 
Latyschev II, 264, n** 446, 20. altiran. *parodasta 
( vorgestrcckte Hand habend, machtig, besehtltzend), 
vgl. ahnlich np. peSdast. 

Phareadan oder Xorsadan (georg.) Parsidan (pers.) 
1) Parsidan Beg, georgiseher Befehlshaber in 
Martqophi ao. 1555, Dom, M6m. VI, 6, 1844, 
339. 2) Adlicher in Kaxeth, ffthrt ao. 1603 die 
russischen Gtesandten ein, Brosset, Bullet. 2, 1845, 
304. 3) Pharsadan Amilaxor (Oberstallmeister, 
spater Familienname), Adlicher in Imereth, ao. 
1651, Brosset, Bullet. 3, 1847, 190. 4) Pharsa- 
dan TsitsiSwili, Feldherr des Waxtang VI, in 
dessen Gefolge er nach Russland kam, ao. 1724, 
Brosset, Bullet. 3, 1847, 336. Brosset, Collect. 

2, 232. Tschamtsch. 3, 786, 11. 5) Pharsadan 
Georgijanidze, Geschichtschreiber , geb. 1626, 
t nach 1703. Brosset, Bullet. 3, 1847, 85, Not. 
92. 90, Not. 100. Hist. 2, 501. 509. 541. 

0apcrav, Oapaav^cTTrav s. ParSandatha. 

0apcrdvZii^ 1) KOnig der Sky then (Bosporos) ao. 



253 — 254; Mllnze mit Bildniss: Koehler, Memoiren 
der Gesellsch. f.Archaeol. Petersb. 1847, 1, 282, 
Taf. XIV, a. v. Sallet, Zeitschr. f. Numism.IX, 
1882, 154. Latyschev II, LI. 2) Oapadvon^, 
vomehmer Laze, Prokop 287 (al. Bapadvoii^); 
OapadvTii^, Laze, rOmischer Heerflihrer in La- 
zistan (Kolchis), ao. 556. Agathias 4, 13. — vgl. 
Pargailta. 

Fargin s. FraSt. 

Farsine s. Barsine. 

OaprdZn?, Laze (Kolchier), ao. 554, Agathias 3, 11. 

Fart5s, turanischer Held, Herrscher von Trans- 
oxanien, aus Tschaghan, Fird. 3, 76, 852. 112, 
1297 etc. vgl. Taosa? 

Farwandadh 1) Perser aus Nahr-Jttbar, der seine 
Mitbtirger nach der Schlacht bei KaSkar (634) 
von der Plflnderung loskaufte. Tab. 2170, 11. 
2) Afrandad, angeblicher Nachkomme des Dara 
bin Dara, Vater des Bahman, Fihrist 121, 1; 
mdglicherweise derselbe wie n** 1. — d. i. vom 
GlUck erlangt (wanda?) neben windaft, wie awest.). 
vielleicht gehOrt Pharandates hieher; vgl. auch 
Farawindad. 

Farzand, *AlI, aus MOnglr, indischer Geschicht- 
schreiber, schrieb c. ao. 1824, Rieu 943*. 
d. i. Sohn. 

Farzeh, Variante von Faftreh oder Taqlld ftir das 
richtige Gal'ad u §Tmas, Titel eines indischen 
Buches, Masudi 4, 90, 5; s. Zotenberg, J. as. 
VIII, 7, 101. 102. — np. farzeh, lens palustris. 

OdpCipK, Odpaipi^, nach Strabo 785 (1095, 13) 
cine Nebenform des Namens Parysatis; bei lam- 
blichos (Photius ed. I. Bekker 75**, 12) eine 
babylonische Gottheit. — d. i. Licht- oder Gliicks- 
Gesicht, mit einem Antlitz, auf welchem das 
Glttck strahlt, s. P. de Lagarde, Gesammelte 
Abhandl. 183. G5tt. Nachrichten 1886, 147. 
Keiper 110. 

0dpZoio^, K5nig der Skythae Mologeni, Schirm- 
herr von Olbia, Vorganger des Skiluros, nach 
V. Eoehne c. 160 vor Chr.; Mtinze mit Bildniss 
bei V. Prokesch-Osten, Wiener numism. Zeitschr. 
1, 1869, 392. Blau, das. 8, 1876, 238. Fried- 
lander, Zeitschr. f. Numism. 4, 1877, 5; wohl 
derselbe Name wie <t>&plr\o^, Vater des Ch5- 
darzos, Inschrift von Olbia, C. I. Gr. II, 134, 
n° 2071. vgl. MttUenhoflF 569. 573. — aus Phar- 
z(athres)? 

FaS s. PaSang. 

<t>a(Ta s. Aspadates. 

Fatak s. Pfttak. 



Digitized by 



Google 



0a6a(Touap(Tdv 



99 



Ferfldhin 



cDaOoaouopadv, S. des Eabades (488 — 531) und 
seiner Tochter Sambyke, Theophanes 261. — 
d. i. Patag)e^r-gfth, N^ldekes Tabari 462; arab, 
Badagwargar-gfth (gar Gebirge) heisst der Ftlrst 
Yon TabariBt&n, Ibn Chordadbeh 17, 6. 

Phavos, S. des Eornak, Vater des Haykak II, 
sagenhafter K5nig von Armenien, Mose 1, 20. 

<t>aZiva|iO^ 8. 0abi**. 

Odlo^, Ibere, Schwestersohn des Peran, Prokop 2, 
302. vgl. Phadifls, Pbazifls. 

<t)nb<SvaKO^ 8. bei Phidas (Pidha). 

Fedftrs (kurd.), Eidam des Rustam, Socin 91, 2. 

Feleknaz, Held eines Gedichts des Taskin, ao. 
1775, Rieu 718'*. — d. i. Liebling des Schick- 
sals (ai*ab. faiek, felek, Himmel). 

Fentlx^, im Stammbaam des Kiscbtasep (WiStftspa), 
Gobinean 2, 3; za lesen Qai (Kai) OJI^>_^. 

Ferfthin, Perser zur Zeit des Qobftd (488—531), 
Fird. 6, 150, 316. vgl. Farrnxto (vielleicht aus 
einer nngenanen Pehlewi-Sebreibong entstanden). 

Ferft*In s. Farruxto n** 9. 

Feramurz s. Faramurz. 

Ferftnek s. Frgni. 

Ferftreng, Ferlreng s. Frfni. 

FerarQgenk s. FrazaSak. 

<t>€pauXoq, Perser von niederer Herkunft, Frennd 
des Kyros, Xenoph. Kyrop. 2, 3, 7. 

Pherbuta, Schwester des Bisehofs Simeon von Se- 
leakia, nnd MUrtyrin ao. 341, angeblich zers&gt, 
Assemani 1, 188'. OeppouOrj, Acta Sanct. 22. April, 
III, 19 ff. nepPouXia, Theophanes 1, 37. Top- 
PouXa, Sozomenos 2, 12. TapPouXXa, Nikephoros 
Kail. 8, 36. — np. ferbfld (richtig, wahr). 

Ferdad, Name des Rosses des Wind&d Hormizd 
(ao. 783) Zehlreddin 157, 5. — aus Ferendftd(?) 
Oder awest. fraftata(?). 

<l>€p€vb6TTi^ s. Oapavbdni^. 

Ferengls s. Wispanfriya. 

<l>€p€a(y€uii€, Perser, Aesch. Pers. 312; verderbte 
Lesart, der Name ist wahrscheinlich nor Attribnt 
zu 0apvoOxo^. 

Ferhad s. Frahftta. 

Feriad (Elage), Taxallas oder Diehtemame, Garcin 
de Tassy 103. 

Fenbl, Dichter ans Bnch&ra nnd Ispahan, anch 
Taxallns des Molla Sehap&r, Pertsch 653, n° 166. 
170. — d. i. Taaschnng, Verfthrung (durch die 
irdischen Dinge). 

Fenbnrz 1) S. des Kai Katls, Fird. 1, 542, 664. 
2, 136, 780. 3, 564, 1834. Zehlreddin 29, 4. 
Tabari nennt ihn Borz-afrah fs. dies); Fertburz 



gilt als Ahnherr der Aschghanier, Mirch. 1, 219, 
31 (nach dem Tarlx-i guzldeh), und entspricht als 
solcher dem Phriapites oder Priapatins des Arrian 
und Justin, vgl. Blau, DMG. 18, 687. 2) Freund 
des Xusrau II, Mojmel, Joum. as. IV, 1, 422, 
10 (ungeschichtlich). 3) S. des Ferldttn, Vater 
der Saffet ed-din, der Gattin des Schirwanschah 
Axsatan I, N. de Khanykoff, Bullet. Acad. Petersb. 
XIV, 1857, 361. J. as. V, 20, 361, 1. 4) S. 
des Axsatan I, Enkel des vorigen, Bruder der 
Aljik, starb vor dem Vater, N. de Khanykoff, 
J. as. V, 20, 361, 20. 5) Schirwanschah, S. 
des KerSasp, Inschrift von 1243 in Xaneqah, 
Dom, M6m. VI, 4, 1840, 558. BuUet. 4, 1862, 
362. 386; auch (wohl unrichtig gelesen) Fara- 
murz, z. B. inschrifklich Axsatan bin Faramurz 
und Axsatan bin Fenburz. 6) S. des Iskander, 
des 31. Fflrsten der BadOseban-Dynastie, Zehl- 
reddin 148, 2. 

FerldOn s. Thraetaona. 

FenghOn, eine ftlrstliche Familie in Gllzagan (Jft- 
zajan in Chorasan), Aba l-Harith ibn Ferlghttn 
(zur Zeit der Saflflariden) Istaxri 148, 3. 272, 11. 
Ibn Hauqal 208, 10 (Afrlqtln); das Gescblecht 
des FenghOn, MoqaddasI 295, 13. 337, 5. Vater 
des Hasan, Baihaqi 125, 4. Athir 9, 103, 24. 
vgl. Afrlgh. 

Ferlnam, S. des Jamahir aus BarfaSx bei Buxara, 
Gelehrter, Yaqut 1, 569, 1. — d. i. lieblichen 
Namen habend. 

Ferkflr s. Fragflzak. 

Ferxan s. Farruxan. 

Fermayad s. MahbOd. 

Ferman, Dichter, Pertsch 691 (Taxallus). 
d. i. Befehl. 

Ferrux, Ferruxan, neuere Aussprache von Farrux, 
Farruxan. 

FerSldwerd s. FraShftmwareta. 

Fertld, FirUd, altere Aussprache FarOd (so noch 
bei den Parsi in Indien) 1) Sohn des SiyawaxS 
und der Jarlreh, T. des Piran, von Bl2en ge- 
tddtet, Fird. 2, 358, 1922. FerUdh, Tabari 605, 
12. Athir 173, 14 (^^,y). 2) Sohn Xusrau's II 
und der Schlrln, Fird. 7, 400, 541. 

Feradeh 1) S. des ^.^to^b (d. i. Q&nd^n, f&r Kam- 
dln?), Tabari 614, 5. Barth vermuthet Furahil. 
2) syr. ^Abhr5dhaq, christlicher Perser aus Bih- 
ArdaSTr (Seleukia), unter Xusrau I, Hoffmann, 
Syr. Mart. 89. 

Ferttdhln, ar. AMdhIn, einer der 'Ritter', Tab. 
2563, 15 (ao. 638). 



Digitized by 



Google 



FeradSfth 



100 



Oopiauo^ 



FeiUdgfth 1) Afmdgah, S. Xusrau's 11, von Beinem 
Bruder Kawadh Sfiroe getddtet (628), Hamzah 
61, 15. AbrQdgfth, Mojmel, Joum. as. Ill, 11, 
275, 12; vgl. Zar-abrtldSfth. 2) FrftdSah, auf 
einem Siegel, s. Zftdbnxt. 

Ferzana Baharam, S. des Ferbad YezdanI, Ver- 
fasser eines Peblewibuches Schahristan, citirt im 
Dabistan, Malcolm Hist, of Persia 1, 192, Not. 
d. i. der weise. 

Fid s. Pidha. 

Fighan (Klage), Taxallus oder nom de plume, 
Garcin de Tassy 103. 

FighaDi, Baba, Dichter ans Schlraz, f in MeShed 
1523, Rieu 651'. Pertsch 653, n^ 176. 
d. i. der klagende. 

<t>iba^ s. Pidha. 

Fihran, S. des jfngnas (GuSuasp), Enkel des Ispehbed 
Namawer von der Dabftyeh-Dynastie, Marzban 
von Kohistan, Zehlreddin 47, 7. 50, 14. 

Fllangah heisst der K5nig von Serlr (Daghestan), 
Masftdi 2, 41. Yaqat 1, 351, 5; zur Zeit Xusraus I, 
Athir 1, 320, 14. — d. i. KOnig der Fll. Ein 
spaterer Fllangah bemachtigte sich Sirwan's, ao. 
842, Dom, M6m. VI, 4, 1840, 544; ein F., Sohn 
Rnstam's, in einem gilanischen Stammbanm bei 
Zebiredd. 152, 9. 

Fllagng, Dailemit, dessen Nachkommen in Qazwin 
wohnten, Barbier de Meynard, J. as. V, 10, 290. 
— np. pllgoS (Elephantenohr, Name einer Li- 
lienart). 

Firankdik, Grossvater des 'Abdallah bin Mohammed, 
Gelehrter aus Wassaf, Yaqut 4, 931, 19.— d.i. 
frankischer Hahn (arab. dik). 

FirdOsI (genaue arab. Aussprache Firdausi, modem 
Firdewsl) 1) Dichtemame (taxallus) des *Abfl 
'1-qasim MansUr, des Dichters des Schahnameh, 
geb. 939 zu Tabaran bei TUs, f in Tfls 1020, 
wahrscheinlieh erst 1030, s. Dauletschah bei S. 
de Sacy, Not. et Extr. 4,^230. Hfiji Chalfa 4, 
12, 5. Hammer 54. Sprenger 405. Rieu 533. 
Rosen 61% 18. 62\ 17. Pertsch 730. Eth6, 
DMG. 48, 89 flf. Der Beiname soil von einer 
Besitzung FirdOs daselbst herrtlhren, nach Jaml's 
Erzahlung bedeutet er 'der paradisische', weil 
FirdQsI den Hof seines GOnners MahmUd durch 
seine Kunst zumParadis gemacht habe. 2) Bei- 
name des 'Abd es-salam el-HijQfl aus Andarasf^, 
1 1432, Uebersetzer einer Geschichte Mohammeds 
aus dem Arabischen, Rieu 144'*. 3) Firdtlsl der 
lange (at-tawd), ttlrkischer Dichter zur Zeit 
Bayazld's n (1481—1512) Eijl Chalfa 4, 12, 11. 



Latifi 251. — arab. firdaus ist der zum Plural 
faradls (u. a. Name eines Ortes bei Damaskus, 
Yaqut 3, 862, 12 flf.; aus griech. TTapdbcicyo^, 
Ort am Libanon, Strabo 756 (1054, 11), altpers. 
''^aradaida, med. *paradaeza) nach dem Muster 
von *ajajll (Sing. *ijjaul Kalb) erfimdene Singu- 
laris, vgl. Hoffmann, DMG. 32, 761, Not.; die 
np. Form ist pallz. 

FiriStah 1) *Izz ed-din FiriStah, QadI (Richter) in 
Birkeh (ostwarts von Smyrna), so genannt wegen 
seines frommen Lebens, Batutah 2, 296, 9 (ao. 
1332). 2) x«'ajah Abu l-wefe FiriStah (Taxallus 
oder Dichtemame), Dichter unter Kaiser Hu- 
mayUn (1530—1556), Rieu 797% VI, 1094^ 
3) Mohammed Qasim HinduSah, S. des Ghulam 
'All HindUSah aus Asterabad, Geschichtschreiber 
vonlndien, geb. um 1553, schrieb 1606 ff.; sein 
Todesjahr ist ungewiss; vgl. Briggs, History ot 
the rise of mahomedan power in India. Lond. 
1829, S. XXXIX flf. EUiot, Bibliograph. Index 
to the histor. of India 310. Rieu 225'. Pertsch 
580. — d. i. der Gesandte, Bote ((Jottes). 

Fimah, Gattin des Toghril, letzten Seljuqen von 
Iraq (f 1194), VuUers, Gesch. d. Seldschuken 
225, Not. — d. i. Kranich. 

Flrtlz neuere, Fairftz altere arab. Aussprache des 
pers. P6r5z, s. dies. 

Phisak, Verrather des KOnigs Tiran II von Ar- 
menien, Faust. Byz. 3, 20 (49, 14). — d. i. der 
Aussatzige (altpers. ma&faq, Etesias 41). 

FlSehert s. Suhrab n° 7. 

<|)X€i|LivaT0^, skyth. 1) Vater des ArchOn Thrasy- 
bulos von Olbia (zur Zeit des Sept. Severus), 
Latyschev I, 62, n^ 24. 2) dessen Enkel, das. 
97, n** 59. — vgl. Limnakos. 

OXiavo^ s. Fryana. 

06baKO^ 1) Skythe aus Phanagoria (Taman) ao. 16 
n. Chr., Latyschev U, 192, n^ 364, 5. 2) aus 
Tanais, c. 225, das. 272, n° 450, 13. 

Phoyphahlovan s. unter P. 

<t)opT6paKO^, Vater des Xophrazmos (s. diesen). — 
Mtillenhoff 573. — vgl. Pourug&. 

<t)opiipavo?, S. des Evios, Mitglied einer Bruder- 
schaft in Tanais ao. 225, Latyschev 11, 269, 
n° 448, 11. — patronym. von ♦PhorSr, Phorlr, 
d. i. viele Ir (Arier, Osseten) habend (beherr- 
schend), wie TToXudvuip^ TToXuXao^. 

0op(auo^, S. des Antisthenes, Mitglied einer Bru- 
derschaft in Tanais, ao. 225 n. Chr., Latyschev 
II, 267, n° 447, 16. — d. i. viel Getreide be- 
sitzend. 



Digitized by 



Google 



06(yaKo^ 



101 



*Frahata 



<t>6<TaK0^, Skythe in Tanais^ am 225, Latyschey 
n, 272, nM50, 20. — osset. fos (Herde)? 

Phraates s. Frabata. 

Fr&da, emp5rt sich in Margiana gegen Dareios I, 
Behist. 3, 12. 4, 23; abgebildet daselbst (8. Figor). 
d. i. der, welcher fttrdert (das Gate), vgl. 
DaAhofrftdai^b ; man kann aach Far&da lesen, 8. 
Darmesteter, Et. ir. 95; vielleicht frahftda zn 
lesen (h ansgefallen oder nicbt g^chrieben), 
iTp6€bpo^, vgl. Franhftd. 

Fradad-xi^arenai^h, einer der 6 Heifer des Soschians 
(zoktinftigen Heilandes), Herr des Keschwar 
Fradad-fSu, yt. 13, 128. West, P. T. 2, 78. 
Dinkart ed. Peshoton Dostoor Behramjee Sonjana, 
I, Bomb. 1874, p. 31, Not. — d. i. ftJrdemd 
das Glflck (Glanz). 

Fradad-nara, S. des Grawaratn, yt. 13, 122. 
d. i. f&rdemd die Manner. 

Fradad-waAhu, S. des Stiwafid, yt. 13, 121. 
d. i. fdrdemd das Gnte. 

FraDaxSti 1) xuflbya yt. 13, 138. FradhaxSt, Sohn 
der Xumblks, Dadistan-i Dinik, West, P. T. 11, 
256. 258. IV, 203. ParSadga (irrthtimlich) x*^em- 
byan Bond. 69, 1, ein nnsterblicher Herrscher 
in Pesehyansai, derHochebene vonGbazna, nach 
dem Dinkart am Wasser Naivtak (welches da- 
selbst sich befindet); er heisst xuiibya, weil er 
aus Forcht vor dem Daewa Aegma (Asmodaeos) 
in einer Gmbe (xnfiba) erzogen ward, Bund a. a. 0. 
2)Phradi^t (syr.) Assemani 1, 418'. K5nig von 
Edessa, s. Gntsehmid, OsroSne 4. 19. — d. i. 
heryor(ragende) Geschicklichkeit habend. 

<l>paba(Tfi^viic s. <Papaaix&yr\q. 

Phradates s. Autophradates. 

Pradhidayayt. 13, 97 ; vielleicht Sohn des AhtUnstud, 
Bmder des Saena, KhurSedji Rnstamji Zartogt. 
236. — d. i. der vorsichtige. 

FragQzak, Tochter der GOzak, Mutter der Zagak, 
Bund. 79, 1. FraSizak, Wajarkart bei West, 
P. T. I, 141. Farktlzak, Sohn des Ktlzak, Ta- 
bari 431, 1. Farkagak, Tochter der Eogak und 
des AfrlbOn, 431, 5 (nach der Ueberlieferung 
der Magier); die Lesart ist Coigectur Barths, 
Ess. Xarktlsak, XarQkSak, cod. Sprenger FarxuSak 
(zu punktiren FarJUSak); Farktlzak Sohn des 
IreJ, Mojmel, J. as. IE, 11, 170, 6. Ferktlr, 
Gobineau 1, 305 (r ist als z zu punktiren). 

^Frabata (altp.), pahl. frahat (verstandig), np. ferhad; 
in dieser Form als Name von Sagenhelden, welche 
vielleicht in der parthischen Zeit entstanden: 
1) Ferhad, ftlhrt 70 Helden aus dem Hause des 



Burzin, Fird. 2, 572, 168; mit Burzin zusanmien 
genannt, Fird. 2, 58, 636. 3, 32, 338. 2) Ferhad, 

5. des Zewareh, des Bruders Rustams, geht als 
Bote nach Mazenderan, Fird. 1, 544, 693. Mojmel, 
J. as. m, 11, 168, 4. 3) Ferhad, S. des Gtl- 
derz, unter Kai Eafls, Fird. 2, 8, 56, in Ardebll, 
Gobineau 1, 470; mit Boxtnasr (Nebukadnezar) 
identificirt. 4) Phrahates I, S. des Phriapites, 
KOnig der Parther, reg. 181 — 174, Justin. 41, 5. 
Mtlnzen mit Bildniss: Visconti III, pi. IV, n"* 5 
= Gardner, pi. I, n** 13. v. Sallet, Numismat. 
Zeitechr. 8, 1881, 208. 5) Phrahates II, S. des 
Mithradates, reg. 136 — 127, Livius, P. 59. Justin. 
38, 9. 10. 42, 1. OpadTTi^, Appian, de reb. Syr. 
c. 67. ArSak im armenischen Eusebios I, 255, 
Z. 40. II, 130. Job. Antioch., Mttller, Fragm. 
IV, 561*". Poseidonios bei Athenaios 153 (1, 
346, 6). 439 (2, 455, 20). Mtlnzen mit Bildniss: 
Visconti III, pi. IV, n° 4. Gardner, pi. II, n^ 8. 
6) Phrahates HI, S. des Sanatrak, reg. 67—60; 
0pabdTTi^, OpadTTi^, Livius, P. 100. Isidor. Charac. 
ed. B. Fabricius S. 5, 5. Memnon in Mttller, 
Fragm. 3, 556. OpadtTi^ Plut. Pomp. 33, 6. 
Phlegon in: Script, rerum memorab. ed. A. Wester- 
mann, p. 210, 7 (mit dem Beinamen 6e6c). Ap- 
pian, bell. Mithr. c. 104 (ao. 66). Dio Cassius 
36, 45, 3. 'ApcTdicn^, Sallust, Fragm. 19, § 3, 
p. 312. Fronto 126, 4. Dio Cassius 36, 3, 1. 
Mttnzen mit Bildniss: Visconti m, pi. 4, n"" 2. 
Gardner, pi. HI, 4. 7. 7) Phrahates IV, S. des 
Orodes, reg. 37— 2, Horaz Carm. 2,2, 17. Epist. 
11, 2, 27. VeUejus 91, 1. Tacit. 2, 1. Justin. 
42, 4. 5. Joseph. Ant. jud. 18, 2, 4. Plut. 
Crass. 33, 5. Anton. 37, 1. Dio Cassius 49, 
23, 3. 58, 26, 2. Petrus Patric. 122, 1 (Zeile 5 
irrig 'Aprdpavo^ genannt). Zonaras 2, 386, 7 
(nach Dio). Mttnzen mit Bildniss: Visconti III, 
pi. m, n^ 11. V, 1. 2. Gardner, pi. IV, 3 flf. 
8) Phraates, S. des Phraates IV, von Tiberius 
auf Wunsch der Parther zum Gegenk5nige des 
Artaban m aufgestellt, aber auf der Beise von 
Rom nach Asien verstorben, 35 nach Chr., Tacit. 

6, 31 (37). 32 (38). Dio Cassius 58, 26, 2. 
Petrus Patric. 122, 1. 9) Phraates, parthischer 
Satrap von Medien, ao. 36, Tacit. 6, 42 (48). 
43 (49). 10) Phraates V oder Phraatakes (Kose- 
form), S. des Phrahates IV, reg. von 2 vor bis 
4 nach Chr., Phrates regis Phrati(s filius), Opod- 
Tf\q ^aaikiijjq Opdrou (ul6^) Monum. ancyr. 5, 54. 
syr. Afrahat, S. des Afrahat, Assemani 3, 2, 
p. XI. Joseph. Ant. lud. 18, 2, 4 (die Mutter 



Digitized by 



Google 



♦Frahata 



102 



Frahimrawft 



ist irrig 6€p)ioO(7a statt MoCaa, wahrsch. ans 
Oed MoOaa, genannt, Longp6rier, Oeuvres I, 230) 
OpardKii^ Dio Cassias 55, 10% 4. Mflnzen mit 
seinem und seiner Mutter Bildniss: Visconti HI, 
pi. IV, 12. V, 5. IX, 7. Gardner pi. 4, n^ 22. 27. 
11) EOnig der Persis, parthischer Vasall, knrz 
vor Ghristi Geburt, Gutschmid 158; den Namen 
OpadTTi^, TTpadTTi^ auf seinen Mttnzen hat er sich 
wohl nach seinem OberkOnig Phraates V beige- 
legt; Mordtmann, Zeitschr. fur Nnmism. VII, 
1880, 46. V. Sallet, das. VIII, 205. Markoflf 
47, n° 701 (der Name soil nicht der des Dynasten, 
sondern des K(5nigs der K5nige, Phraates IV, 
sein). 12) VasallenkOnig der Persis, MUnzen mit 
der Legende malka (Sah) Farhad bei Mordt- 
mann, Zeitschr. f. Num. VII, 50, n'* 54. Markoflf 
47, n° 708 — 710 (wftre mit dem vorigen iden- 
tisch). 13) 0pai(iTTi^, Enkel des PhraOtes, KOnig 
von Indien, bei welchem Apollonios von Tyana 
ao. 42 n. Chr. Mch aufgehalten haben soil, Phi- 
lostratos 2, 26, 2 flf . 31, 1. 14) Abgar Phraates, 
von Gordianus 242 zum E5nig von Edessa er- 
nannt, kam nach des Kaisers Tod nach Rom; 
eine Inschrift, in welcher auch seine Gattin Hodda 
(arab.) genannt wird, s. C. I. Lat. VI, 1, n** 1797. 
Mflnzen mit Bildniss: Mionnet V, 623. Suppl. 
VIII, 413. vgl. V. Gutschmid, Osro«ne44. 15) 
Afrahat, «^oijal und j^oii^, persischer Bischof, 
zur Zeit des Bischofs Papa von Seleukia (f 326) 
und spftter, Verfasser von Homilien, herausg. von 
W. Wright. Lond. 1869. Theodoret 4, 25. 26 
CAcppadTTiO. Nikeph. Kail. 11, 25 (II, 148). 
16) Aphrat, christlicher Missionar in Indien, in 
einer syrischen Legende (Zeit ungewiss), s. Bur- 
nell, On some Pahlavi Inscriptions in South India. 
Mangalore 1873, S. 4. 17) Hrahat (armen. Aus- 
sprache), S. des Gazavon, gefangen inSegestan, 
ao. 415, Mose 3, 35. 18) Afrahftt, Bischof von 
Ispahan, ao. 430, Guidi, DMG. 43, 396, 15. 
19) Hrahat, FUrst von Aschots, ao. 450, Laz. 
Pharp. 75, 22. 20) Hrahat, S. des Arschavir 
Kamsarakan, Bruder des Nerseh von Schirak, 
ao. 481, Laz. Pharp. 212, 7 flf. 21) Afrahftt, 
Bischof von B6th BaghaS (DiOcese Arbela), ao. 
499, Guidi, DMG. 43, 398, 18. 22) Hrahat, 
aus dem HauseKamsar, Bruder des Nerseh von 
Bolberd, ao. 533, *ApdTio^, Prokop 1, 59, 14. 
Tschamtschean 2, 241, 5. 23) Ferhad, Heer- 
ftthrer unter Xusrau I, Fird. 6, 204, 530. 24) 
'Acppadrn?, Neflfe (Schwestersohn) des Kardarigan, 
Fflhrer der armenischen Truppen in der Schlacht 



gegen Philippikos, Feldherm des Mauricius, zur 
Zeit Ormizds IV, Theophyl. 70. 122; filUt ao. 
590 bei SisarbanOn, 123. Hrahat, Sebeos 34, 

18. 25) Ferhad, Sipehbed des Xusrau II, Ge- 
liebter der Schlrln, der Gattin desselben; 
Hafiz t, 53, 4. d, 54, 3. Gedichte Ferhad u 
Schlrln von NizamI, WaxSi (t 1583) und andern 
verfasst. Hammer 109. 110. Pertsch 65, 10^ 
98, n^ 44, 2. 681, Not. 711, n° 683. 898. 26) 
Afrahat, Bischof der Zabh-DiOcese , NOldeke, 
Guidi's syr. Chronik (Wien 1893) 20. 27) 
Hrahat, S. des Grigor Novirak (nuntius), Fflrst 
von Siunik, Brosset, Bullet. Acad. St. Petereb. 
4, 1862, 504. 28) Farhad Xusrau, S. des Xusrau II, 
regiert kurz zwischen Azarmlduxt und Yezdegerd 
III, Masudi 11, 234. 239; irrige Lesart fflr Xur- 
razad. 29) Afrahat, Siegel bei Stickel, DMG. 
37, 439. 30) Hrahat, Gatte der K'Uplidflxt von 
Siunik, t 867, In6i6ean, Geogr. v. Armen. 285, 
32. Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 
505. 31) Hrahat, S. des Sahak, Bruder des 
Grigor Sllphan, ao. 844, Brosset, Bullet. Acad. 
St. Petersb. 4, 1862, 506. vgl. n'* 33. 32) 
Hrahat, S. des Grigor Sflphan I, ao. 881, Brosset, 
Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 506. 33) S. 
des Grigor, Enkel des Wasak, siunischer Fflrst 
in Xot, Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 
1862, 507, ao. 881; viell. Sahak statt Wasak 
zu lesen; dann ware dieser derselbe wie n** 31. 
34) Ferhad, S. des MerdawlJ, Vasall des Ibn 
Kakflyeh, f 425 = 1033, Athir 9, 232, 9. 247, 

19. Mflnze bei Poole III, 20. 35) Hrahat, 
Diener des Grigor Magistros, ao. 1044, Tscham- 
tschean 2, 927, 2. 36) Ferhad, S. des Slimerd, 
Xf^ajah, Schreiber, ao. 1531/2, Rosen 114, 3. 
37) Ferhad Beg al-Jundl, Verfasser des SilahSflr- 
nameh, f 1558, Hajl Chalfa 3, 606, 9. 38) 
Ferhad PaSa, tflrkischer Feldherr in Georgien, 
ao. 1583, Dom, Mdm. VI, 6, 1844, 351. 39) 
Ferhad-xan, Feldherr des Borhan NizamSah, von 
den Portugisen ao. 1592 besiegt und gefangen, 
FeriStah 2, 303, 1 (3, 285). 40) Ferhad-xfin, 
Feldherr ^ Abbas I, t ISQ*?, Malcolm 1, 528. Dom, 
Caspia 85. 41) Ferhad Mirza, Bruder des Schah 
Nasr ed-din, Statthalter von Pars, liess 1877 
den 100-Saulensaal in Persepolis frei Iegen» 
Stolze, Persepolis, Vorrede; f 1888. 42) Ferhad 
s. Ferzana. 

Frahimrawa (pazend), Vater der Dughda, Bund. 
80, 15 (al. paz. frahSmaraw, Hs. TD fereahi- 
mruwana, Guzaratiparaphrase faramrava); nach 



Digitized by 



Google 



Frahwaxfiwindat 



103 



Fraschaogtra 



awest. framrawa, yt. 13, 1 (frahl tlbersetzt das 
emphatische fra, wie in frarfschn, das andere fra 
wird dnrch fnaC wiedergegeben). 

FrahwaxSwindat s. Fraschawaxfia. 

Frayadrat)a, yt. 13, 108. — d. i. schnell gehende 
Wagen habend. 

Frayazafita, S. des Aschahura (?), Vater des Fr^nanh 
and JarOwanhu, yt. 13, 113. — d. i. opfer(ver- 
ehrung8)-wtlrdig. 

FrayOba, S. des Earasna, gen. FrayCbahS Kares- 
nayanahg, yt. 13, 108. — d. i. reichlich gebend. 

Fragya, S. des Taurwata, yt. 13, 115. vgl. Hra§eay. 
d. i. der vorwarts (vorne) gehende. 

Fra6it)ra, S. des Berezwafld, yt. 13, 124. 
d. i. der sehr helle. 

Framji, moderner Parsenname, z. B. Jamaspji D. 
Minocheherji, Pahlavi Dietion. I, CLXII. 

Franya, Vater des Wohurao&uih, Waresm5rao6a6h 
and A8ch5rao6anh,yt. 13,97. — d. i. FtUle habend, 
vgl. Frfinanh, Frini. 

Frafihad (gen. fraAha&5), eine Jungfrau, yt. 13, 
141. — vgl. Frada. 

Franik s. FrSni. 

Phranipates, parthischer Feldherr, fiel in der Schlacht 
am Trapezon in derEbene vonPagrae inSyrien 
gegen Ventidius Bassos, 39 vor Chr., Strabo 751 
(1048, 2 OpaviKdrn?). Plut. Anton. 33, 4 (Oapva- 
TrdrnO' Dio Cassias 48, 41, 3 (ebenso). — d. i. 
hervor(ragenden) Schatz gewahrend (awest. ni- 
paiti)? 

Franrasyan, S. des Pescheng and einer Tochter 
des IreJ (Airyawa), K5nig von Tftran, ward 
von Haoma (HOm) gefangen and von Hasrawa 
(Eai Xasraa) aas Rache ftir die Ermordang seines 
Vaters SyawarSana (SiyawaxS) getOdtet; mairyO 
ttiiryO franras^ der verderbliche taranische F^., 
yt. 5, 41 a. 5fter; in der Pahlawittbersetzang 
(Zend) von y. 11, 21 PQrsrasiak (verderbte Les- 
art); frdsiyak, Eamamak, NOldeke in Bezzen- 
bergers Beitragen z. E. d. indogerm. Spr. 4, 54; 
MinOi Xired, West, P. T. 3, 35. Frflsiaf (f am 
Schlass fttr awest. v [bh]) Dinkart II, 102, 4. 
Band. 52, 4, im Pazend frasyaw (w der Halb- 
vokal) frasyav (v der Spirant bh) frasiao; frasi- 
ftp-i tari Dinkart 2, 102, 4 (paz. frasyavan-i ttlrl). 
frasiafk Dinkart 3, 122, 17 (paz. frasyavak); 
Afrasiab Fird., Hamzah 13, 8. 34, 7. Mirch. 1, 
169, 10. Frasiab Masudi 1, 289. Frasiab bin 
TftJ, Abalfeda (Fleischer) 70, 7. Nach AIb6rtlnI 
104, 13 (112) wareTtti der Name, Firasiab der 
Beiname; Frasiat (al. afrasiab), S. des FaSanJ 



(Paschang, Pescheng) Tab. 434, 12. 992, 13; 
Firasiab, Albgrtol 104, 9 (111). Afrasiab, Athir 
116, 12. Bei den bessem arabischen Schrift- 
stellem mit t, was sich indessen aas Tabari her- 
schreiben mag, der seinerseits im Pehlewi-EOnigs- 
bach t fllr p (v) verlesen hat, da die betreflfenden 
Ligataren sich nar darch einen angef&gten Strich 
anterscheiden; kard. Afras&i, Socin 91, 4. — 
Afrasiab heisst der vierte Sohn des Afrasiab, 
Fird. 4, 30, 320. Nach dem Afrasiab des Schah- 
nameh sind a. a. genannt: 1) S. des Isma'll, 
Sohnes des Arslanjiq, der sich in den Eampfen 
der Seljnqen Barkiaroq and seiner Brttder Basrah's 
bemachtigt hatte, Athir 10, 279, 1 (ao. 1105). 
2) Atabeg der Gross-Laren, S. des YtlSaiSah bin 
§ams ed-din Alb Arghttn, f 1296, Mirch. 4, 179, 
6; vgl. C. d'Ohsson, Hist, des Mongols 4, 62. 
94. 170. 3) Mozaflfar ed-din Afrasiab, S. des 
Nosret ed-din Ahmed and Nachfolger seines 
Braders Rokn ed-din Ytlsaf Sah, Atabeg von La- 
ristan, reg. seit 1339, f naeh 1350, Batntah 2, 
31, 1. 453. 4, 314, 7. Mirch. 4, 179, 30. 4) 
Eia Afrasiab, ein Dailemit von dem Celawizweig 
der 3. Bawenddynastie, S. des Eia Hasan, Si- 
pahsalar des Faxr ed-daaleh Qasan, seines 
Schwagers, den er darch Eia Mohammed, seinen 
6. Sohn, ermorden lasst (17. April 1349); er 
ward von dem Seyid Qawam ed-din bei Amol 
besiegt and nebst 3 S()hnen get^dtet, 1358; Ze- 
hlreddln 118, 16. 217, 13. 349, 8. 5) Afrasiab 
Xan, Dichter, Mitte des 18. Jahrh., Sprenger 
138. — d. i. der sehr in Schrecken setzende, 
s. Spiegel, Commentar 2, 133 — 134; sowohl der 
Labial wie das k am Ende sind bedeatangslose 
Aflfixe. 

Fraoraostra, S. des Eaoscha, yt. 13, 122. — d. i. 
fort (gehendes) Wachstham (araostra, von ara})) 
habend, an geistlichen and irdischen Gtttem za- 
n^hmend. 

<i>Qa6pvf]<; s. Frawarti. 

Frarazi, S. des Tara, yt. 13, 123. — d. i. Anord- 
ner; der Name scheint patronym. von *Fraraza. 

FraSaitar (vielleicht aas FraSOStar verderbt), Prie- 
ster, S. des PoraSasp, West, P. T. 1, 145—146. 

Phrasaortes s. FraShftmwareta. 

FraschaoStra, aas der Familie HwOgwa, Brader des 
Jamaspa, Schwaher des ZarathaStra; FraschaoStra 
HwOgwa y. 45, 16. 50, 17. yt. 13, 103. pehl. 
FraSaofitar, im Dinkart; patronymisch: frascha- 
oStrayana, s. Haskyaothna, )C<^ada€na. — d. i. vor- 
warts gehende (gedeihende) Eameele besitzend. 



Digitized by 



Google 



Frasasp 



104 



Opatacp^pvTi^ 



Frasftsp; davon irasaspan, die schlimmste Zanberei 
nannten manche die frasaspische, Glosse der Peh- 
lewiflbersetzung von Wend. 1, 52; die Parsen 
sehen bier den Namen Afrasiab. 

FraschawaxSa yt. 13, 109. vgl. pehl. FrahwaxS- 
windat, Priester, S. des M^diomah, in den Prie- 
sterstammbaumen des Bundehescb, West, P. T. 
1, 145. — d. i. gedeihliches Wachsthiim (in 
Saehen der Religion) habend. 

FraShamwareta 1) S. des WiStaspa, yt. 13, 102. 
FerSldward, von Kuhram getOdtet, Fird. 4,430, 
860. 458, 1176. 2) S. des Wiseh (Wesah), Bru- 
der des Piran, von Gustehem nach dem Kampfe 
der elf Recken erlegt, Fird. 2, 410, 2546. 3, 34, 
345. Fragjard (al. fraSxftdh, fraSjadh) Tab. 610, 8. 
3)0pa<ja6pTii^,S. des Rheomitres, Satrap vonPersis, 
Vorganger des Orxines, Arrian 3, 18, 11. 6, 29, 2. 
Bei Diodor und Cnrtins wird statt seiner Ario- 
barzanes genannt; er ist *Verwandter* des Da- 
reios nnd htltet die sasischen Passe, Poljaen 4, 3, 27. 
4) nnter Bahram V, Fird. 5, 646 S. 5) auf aram. 
Siegel FraSwart, Levy, DMG. 18, 300. — Die 
richtige Pehlewiform ist fraSawart (West, bei 
Darmesteter, Sacred Books 23, 206), ans wel- 
cher sich einerseit die arabisehe erklart, andrer- 
seits die Silbe Id in Firdnsi's Form sieb als 
irrige Lesung des Pehlewizeiebens fUr a (mit S 
combinirt) ergibt. Der Bnndebescb nennt einen 
Frebxtb-t als Enkel des Frasp-i Siir; aneh diese 
Schreibnng ist ans einer falschen Lesang der 
Pehlewizeicben entstanden. s. FrehxQrt. Der 
Name ist aus bamwareti, die (mannliche) Wehr- 
kraft, gebildet, ein BegriflF, welcher als reli- 
gittses Wesen personifieirt angemfen wird y. 2, 
25. visp. 8, 14. 

Frasiyak s. FraArasyan. 

FraSn s. Fragt. 

FragOkareta, S. des WiStaspa, yt. 13, 102. Frag5- 
kart, von Namxf*ast getOdtet, Yatkar-i Zadran 
§ 30. — von fraSOkereti (die Auferstehung) gebildet 
(religiOser, theophorer Name). 

Frasp-i Car, S. des Afrasiab, Vater des Sank 
(Sughd?) und Asftrlk, West, P. T. I, 135. Da 
dieser Name leicbt in Fras(ia)p-i ttlr zn andem 
ist, so wird bier Afrasiab's gleichnamiger Sohn 
gemeint sein; mOglicb ware die Lesung FraspStar, 
da das Peblewizeichen SSar dureh nur einen 
kleinen Bindestrieh in Star verandert werden kann. 

Frasratara, Bruder (?) des Wisratara, yt. 13, 121.— 
d. i. bertlhmt (Abkttrzung eines Doppehiamens 
mit Aff. ara). 



FraSt, S. des Gak, in den Priestergenealogien bei 
West, P. T. 1, 146; in einer anderen Ueber- 
lieferung steht an seiner Stelle AfraStaka (dies 
seheint ein eehter Name, von awest. afraSta der 
Vergelter, y. 50, 11), Sohn des Urwadga (ga ist 
obiges Gak); des letztem Grossvater heisst FraSt, 
der dazwischenliegende Vater ist nicht genannt, 
heisst aber in der erstem Ueberlieferung WaxS, 
S. des FraSn; in der Gestalt von ParStwa er- 
scheint der Name als der des Sohnes Urwadga's 
des Enkels des Zarlr, West, P. T. 1, 146; bei 
Tabari 681, 14 Fars, S. des RaJ(an), Vater des 
Nabgaw; der Grossvater des altem Frafit (al. 
Frafin) ist DOrasrawb, und dessen Bruder, von 
welchem keine Nachkommen genannt sind, heisst 
im Bundehescb 78, 17 FriS (pazend); bei Tabari 
533, 3 und Albgrttnl 104, 17 (NoS) findet sich 
fars (al. (j^, j^jj^ (j*y NOs, Tars), Vater des 
ASak, d. i. pars (parS) oder fras (frag); bei Ma- 
sudi 2, 130 Farsin, S. des IreJ (sonst Rajan), 
des Sohnes (richtig: Enkels) Minflgehrs, Vater 
des Agak; der Name pars, fras ist von dem 
religidsen Ausdruck peresa y. 43, 1 flF. entnommen, 
mit welchem die Strophen der Gatha Ustawaiti, 

2. Lied, beginnen; Fragt ist fragta y. 46, 3; ist 
die Lesung Pargt die richtige, worauf Pargtwa 
ftthrt, so wtlrde pargta, neben peresa y. 42, 10 
(die Hauptstelle flir diese Namen), der Ausgang 
des Namens sein; endlich Fragn ware awest. 
fragna (ahuiri), als persOnlich angemfen y. 56, 
10,4. Fragn, S. des Bahak, in derselben Priester- 
genealogie. West, P. T. 1, 145 (unrichtig Fry an). 

Frata, Vater des Pargadgao, yt. 13, 96. Da Bar- 
sadgaw als Lesart ftir Nadgaw (s. dies) erscheint, 
so kOnnte Frata fllr Fragt stehen (in Pehlewi- 
schrift ^^0 fllr (OO^o)* — vielleicht verkftrzt aus 
d. folg. 

0paTa<p^pvTi^ 1) Vater des Sisines und Phradas- 
menes, wahrscheinlieh ein Nachkomme des Hy- 
dames. Satrap von Parthien und Hyrkanien, 
kampfte bei Gaugamela, Arrian 3, 8, 4, blieb in 
seiner Stellung unter Alexander (Arr. 7, 6, 4. 
Diod. 18, 3, 3. Curtius 6, 4, 23. 8, 1, 8. 3, 17. 
Dexippos bei Photius, MflUer Fragm. Ill, 668, 
n° 1), nach dessen Tod er zum Satrapen von 
Armenien emannt ward; er fiel gegen den Eu- 
menes, Justin. 13, 4; bei Jul. Valerius: Maria- 
phemes, von Euebler verbessert in Artaphemes 

3, 59 (97). Goldmttnze mit Bildniss und Auf- 
schrift (n)DU)nD ntnnc bei Barclay Head, a Guide 
to the coins of the Ancients, Loud. 1889, 57. 



Digitized by 



Google 



OpaTafOuvTi 



105 



Fr^ni 



PI. 28, n^ 16 (der Titel 'Herr eines PaxS*, scheint 
skr. pakSa zn enthalten; bei Hesych. pers. TrdS 
Griff an der Geissel). 2) Obadas PrataphemeS; 
letzter der &Itern EOnige von Charakene, dessen 
sp&teste Mttnze vom J. 166 n. Chr. ist; die 
Mflnze zeigt sein Bildniss, s. Longp6rier, Revne 
numismat. 1874—77, p. 136—143. Oeuvres I, 
309—315. PL V, n^ 2—5. Der Voraame ist 
arabisch Cobadah). — d, i. feuriges Licht (Glanz) 
habend, von ♦frata, armen. hrat (Herd, Feuer, 
fenrig, z. B. vom Planeten Mars), vgl. Tri|i-7TpTi-|ii. 

OporaTOuvTi, T. des Artanes, Gattin des Dareios I, 
Herod. 7, 224. vgl. Oppert, Jonm. asiat. VI. 
19, 554. NOldeke Pers. Stud. 35, Not. 3. 
d. i. fenerfarbig. 

Fratira, Bmder des Baegatastira (Spiegel: FratOra) 
yt. 13, 125. — d. i. hervorragende Macht be- 
sitzend. 

Frawa, yt. 13, 117. — d. i. der frOhliche (skr. pru 
springen, ahd. frO). 

Fraw&k und seine Schwester und Gattin Frawakain, 
Kinder des Siamak and der SiamI, Bnndeh. 37, 
12. West, P. T. 1, 141. Dinkart V, 256, 15 
(Cap. 209, § 7); Farwak, S. des Siamak, Tab. 
202, 11. Faryak (}. Farbak, b ftir w) 203, 3. 
Afrawak 154, 5. Albgrtol 103, 8. 22 (111); 
oft wird k als 1 verlesen, Farwal, Hamzah 24, 17. 
Afrawal, Athir, 35, 20. Farwal 36, 12. Gobineau 
1, 79. Farawal, Schahrastani 1, 280. MinhfiJ 
304. Fardal Masudi 2, 240. Nawarek (fttr Fa- 
rawek) Gobineau 1, 124. Die Schwester nennt 
Tabari Afrl 154, 6 (s. Afrl); bei Albertoi 100, 10 
unrichtig Schwester und Gattin des Sy&mak. — 
awest. frawaka (das feierliche Hersagen des 
Awesta, personificirt). vgl. Hufirawafi. 

Frawarti (altpers.), gr. 0pa6pTn? 1) Vater des 
Deiokes, Herod. 1, 96. 2) 0pa6pTn?, S. des 
D€Iokes, KOnig von Medien, Herod. 1, 102. Pan- 
san. 4, 24, 2; ebenso bei Eusebios und den von 
ihm abhftngigen Chronisten (Phravortis, Mar Abas 
Qatinft bei Mose 1, 22, 'Acppadprn? Synkellos 401); 
dagegen nennt ihn Etesias 'Apruvri^, Diod. 2, 
34, 1; er fiel in einer Schlacht mit den Assy rem 
(625). 3) ein Meder, welcher sich Xgal)rita ans 
dem Geschlecht des Huwaxfiatara nannte und me- 
discher Geg^ikdnig des Dareios I war, Inschrift 
von Behistan 2, 14; er ward besiegt und gekreu- 
zigt, das. 76 (Juli 520); abgebildet auf dem Relief 
am Berg Behistftn (durch eine Inschrift auf seinem 
Kleid als solcher bezeichnet). 4) 0pa6pTTi^ heisst 
bei Plut. Anton. 37, 1. 52, 1 der Farther Phraa- 

jQBti, Ferd^ Irmnisohes Namenbnch. 



tes IV. 5) Hrarti-n Datan (S. des Dat), persi- 
scher Marzpan des Ormizd IV, Sebeos 34, 22; 
die Armenier sprechen pers. f als h ans; n ist ein 
Artikel. — awest. fraoreiti und frawaschi (ttber 
diese durch den Accent bedingte Doppelgestalt 
s. Bartholomae, Arische Forschungen 11, Halle 
1886, S. 43); in der babyl. Uebersetzung wird 
n** 3 mit ParuwartiS (mit dem pers. Nominativ- 
zeichen), in der susischen mit PirruwartiS wieder- 
gegeben; d. i. der Bekenner (des Glaubens, von 
war+fra; die Frawaschi sind die Personificationen 
der ZugehOrigkeit zu den Glftubigen); nahe ver- 
wandt ist awest. frawareta (Bekenner). 
FrazuSak, Tochter der ZttSak, Mutter der Bitak, 
Bund. 78, 20 (Tochter und Mutter nicht aus- 
gedrtlckt). FrazlSak, Wajarkart bei West P. T. 

I, 141. FarzuSak, Sohn des ZuSak, Vater des 
Bitak, Tabari 1, 431, 1; aber FarztlSak (Hss. 
FarfuSak), Tochter der ZoSak und des Afrl5fln, 
431, 7 (nach der Ueberlieferung der Magier); 
FerartlSenk, Gobineau 1, 305 (das 2. r als z zu 
punktiren). — Der Name stammt wohl aus yt. 
5, 126 (5, 7), wo frazuSa ein 'sehr gef&lliges' 
(Kleid) zu bedeuten scheint; vgl. zflSak. 

Frehxtlrt, Nachkomme (Enkel) des Frasp-i 6tlr, 
West, P. T. 1, 135; diese Angabe ist irrig, denn 
der Name ist derselbe wie Fergldward, Sohn des 
Wlseh, 8. Fraghftmwareta n** 2. 

FrShmfth, Tochter des Caharbuxt, Gattin des PttiSn- 
Sat, West, P. T. I, 146. — d. i. den Mond (Ge- 
nius) als das vorzOglichere (eigentl. das mehr, 
awest. frayO, np. firih) habend, als seinen Herm 
erkennend. 

Fr€hsrdS, wahrscheinlich Bruder der Fr^hmfth, 
Mobed, 9. Jahrh., West, P. T. 1, 148. 
d. i. den Sraoscha als seinen Herm erkennend. 

Frenaih, S. des Frftyazaflta, yt. 13, 113. 
d. i. Fttlle. 

Fr6ni (awest.) 1) Ferftnek, Tochter des Tahftr, 
Ednigs der Insel Besla im Meer von MaSin 
(China), Gattin des Abtin und Mutter des Fendtln, 
Fird. 1, 78, 130. Ferlreng, Mojmel, J. as. IH, 

II, 169, 12. Ferareng, Gobineau 1, 229. 2) 
Fr6ni, Gattin des Usinemailih, yt. 13, 140; Far- 
hang (falsche Lesung der Pehlewizeichen, statt 
Franik [ik ist AflBx]), Tochter des Wldharg- 
afraStaka, Bund., West, P. T. I, 139. H, 171. 
Die kOnigliche Majestftt, welche nach Erl5schen 
der Dynastie in den Ocean Wourukascha ent- 
wichen war, liess sich auf Farhang (Fr§ni) nieder, 
welche den Usinemanh (Bund. AuSbftm) heirathete 

U 



Digitized by 



Google 



Frgtan 



106 



Gabargaw 



(die Liegitimit&t auf die nene Dynaatie ttbertrng) 
nnd Yon ihm einen Sohn Eai AplwSh hatte; da 
dieser zngleich als Sohn des Kawata erscheiDt, 
80 wird letztrer zweiter Gatte der FrCni und 
Stiefvater des Kai AplwSh (Aipiwaj^hn) ge- 
wesen sein; Farank (Farnak), die Gattin des Kai 
Qobad, ist Tocbter des Bidirisa' at-Turkl, Tab. 
533, 10. 3) Mutter des Fr^nai^h, des Sobnes 
des Frayazafita; yt. 13, 140. 4) Mutter des 
Xseha{)rOSiDai^b, des Sobnes des XscbOivraspa; 
yt. 13, 140. 5) Fran des Gayabftsti, des Sobnes 
Ponm&ftxSti's, yt. 13, 140. 6) Tocbter des Zara- 
tbnStra yt. 13, 139. Bund. 79, 20 (Frln oder 
Fr6n), West, P. T. 1, 142. 7) Ferftnek, KOnigin 
von Serandip (Ceylan), im Scbabriyar-nameb, 
Rien 543**. 8) Tocbter des ArdaSir Babman, 
Scbwester des D&ra, Tabari 688, 9 (Franek 
ii5u^). 9) Feranek, Tocbter des Burzin n^ 3, 
Gattin Babrftm GOr's, Fird. 5, 620 flF. — d. i. 
pl€na, eine vollkommene (vgl. Ovid, Art. amat. 
2, 661. Remed. am. 327). 

Fr€ttUi s. Tbraetaona. 

Frya (Friya) 1) yt. 13, 110. 2) yt. 13, 119. vgl. 
Ifrlk. 

Fryana (Friyana) 1) Name einer mazdayasniscben 
Familie in Tflr&n, tQra friyana y. 45, 12; die 
Peblewittbersetznng (Zend) fri&n&n; dies ward 
nnricbtig fraSnftn gelesen (die Gmppe ian ist 
mit Sn gleicb) nnd yon Neriosengb mit skr. 
pra^na flbersetzt; ebeuso entstand ans diesem 
Febler der Name Fra9n-wicar&n der Legende 
von YoSt-i firiyan 1, 1, Bartb^lemy, Revne de 
Linguist. XXI, 1888, 315; YOiStO j6 fryananam 
opfert an der RaAba, urn den Sieg fiber Axtya 
zu erlangen, yt. 5, 81, pebl. frianak, West, P. T. 
IV, 280. vgl. Ascbem-yabmfti-uSta und Farian. 
Firyanan beisst ein Ort im Gebiet von Marw, 
Yaqfit m, 889, 1. vgl. Wilhelm, DMG. 44, 151. 
2) skytb. <t>X(avo^, Vater des Strategos Teimokl^ 
von Olbia, Latyschev I, 102, n' 64. 

0piaTr(TTi^ 1) S. des Arsakes und Vater der beiden 
ersten partbiscben EOnige, Arrian Partbica 2, 
bei Mttller, Fragm. HI, 587, n* 1. 2) Priapatius, 
vierter partbiscber E5nig, S. des Artaban I, re- 
giert 15 Jabre, etwa 196 — 181, Justin. 41, 5 
(Auszug aus Trogus). — d. i. awest. ♦friyapita, 
eine Uebersetznng von OiXoirdTujp, wie sicb 
Arsakes FV wabrscbeinlicb nacb seinem Zeit- 
genossen Seleukos IV Philopator genannt bat, 
Olsbausen, Monatsber. der Berl. Akad. April 
1880, S. 346. Demnach dfirfte n** 1 ein erst 



spftter in die Genealogie eingeffigter Name sein. 

Auf den Mflnzen, welcbe das Bildniss zeigen 

(Gardner PI. I, 9) erscbeint jener Titel nicbt. 
Frinfispa, S. des Kaewa, yt. 13. 122. — d. i. reich- 

licbe (I. frenaspa?) Rosse babend. 
FriS (pazend), S. des ManUS-Sibar, Bund. 78, 17. 

vgl. FraSt. 
FrObakafra, S. des MereziSmya yt. 13, 126. 
FugbaniS, Herr von Tcbagban, wird an Stelle des 

vom Cbaqan von Tscbin gescblagenen Gbfttfar 

EOnig der Haitbal (Hepbtbaliten), ein Nacbkomme 

Babrams V, Fird. 6, 88, 4. 5. 314, 1871. 316, 

1889. 
Fulad s. Pulad. 
Ffirak s. Pfirak. 
FurOgb (Taxallus), Dicbter, Sprenger 227. Pertsch 

652, n' 94. 671, n^ 77. FurOghl 652, n*91— 93. 

d. i. Glanz, Licbt. 
0oupTa^, S. des Agatbos, Inscbrift von TanaTs ao. 

228, Latyscbev II, 275, n*^ 451, 26. — d. i. osset. 

furt* (Sobn, awest. pnl)ra). 
0oupTUJV s. Tbraetaona. 
Furfibil, Bogenscbfitze, unter Eai Xusrau, Fird. 

3, 436, 306. 564, 1840. vgl. Ferfibeh. — d. i. 

abscbiessend (den Pfeil, von furfi-biSten). 
Fusfarrux s. Pusfarrux. 
Fusflni, Dicbter, Pertscb 653, n* 138. — d. i. der 

zauberiscbe. 
Fuzflnl (Mirza Semnani), Dicbter, Pertsch 652, 

n"" 37. Mir Mohammed FuzfinI Astarabadi, schrieb 

ao. 1640 eine Gescbicbte der 'AdilSftbis yon 

Bljapur, Rien 317*. Pertsch 652, n^ 36. Mir 

Mahmfid Sabzwarl mit dem Taxalhis FuzfinI, das. 

n'39. 
d. i. Vermebrung, Zuwachs (aus afzfini). 

fapaio^, Herrscher von Pfarygien am Hellespont, 
Xenoph. Eyrop. 2, 1, 5 (cod. Altorp.), Td^oubo^ 
(Dindorf), Tzetzes 1, 74 (fapato^). 

Jabftn s. Gftwan. 

Jabar, S. des Rasfid, im Stammbaum des Gfiderz, 
Tabari 617, 12. 

Gabargaw, S. desRamlngftw, Athvyanide, Vorfahr 
des Tbraetaona, Bund. 77, 19 (geschrieben gefr 
[pazend, f stebt fbr awest. bb, v] und tOna [aram. 
tOra], UzwftreS ftir pers. gftw); Eabarkaw (k 
ist das pers. g), d. i. 'ascbgraue Efibe be- 

sitzend' SboUyt /Jt wo^U> Tabari 228, 1 ; Ton 
dem im np. verlorenen Worte ♦gavra (gabhra), 
kurd. ghaver (Justi, Diet, kurde 368*); bei 



Digitized by 



Google 



Gabatha 



107 



Gagik 



Gobinean 1^ 172 Abtiftn seber-gftw (wachsame 
Etihe habend), was anf MissverstHndniss zn be- 
ruhen scheint; bei Alb€rtol 104, 3 (111) Dlzah- 
k&w («yj fUr ^aS gabra, oder mit nnrichtiger 
Lesang des anlantenden PeblewizeichenS; welcbes 
g oder d sein kann; pehl. dafr bedentet 'fett', 
8. dayramaescha). 

Gabatha s. Bigtha. 

JabghGyah'X&q&n 1) armen. Jebfl-x^a^? EOnig der 
Chazaren, Verbtlndeter des Eaisers Heraklios bei 
der Belagenmg von TifliS; Mose von Ealankattlk 
bei Patkanean, Opit 69 = Joum. as. VI, 7, 206; 
vgl. Ziebel. 2) E5nig der Ttlrken, Ibn-Chor- 
dftdhbeh 40, 10. EOnig von Tox&restftn, Lebns- 
herr des N6zak (ao. 709) Tabari II, 1206, 9. 
1221, 15. 16. 1547, 2. 1604, 3. 14. 1609, 14. 
1612, 9. 16 (al. Jightlya, Jftbnya u. dgl.). Athir 
4, ^1, 1. 5, 147, 7. vgl. NOldeke, P. St. 15. 
3) Jabghflyah (Jigbnyah), ein sp&terer, in dem 
Bruderkriege des Chalifen Amin nnd M&mfln, 
ao. 810, Athir 6, 160, 2 flf. Tab. 3, 815, 5. — 
ygl. den Ort JabghOkath, Istaxri 330. 

GabUr s. Wasak. 

ra^ouOo^ 8. XarbdDA. 

Gadaphara s. Windafamft. 

Gadai, Maulana, Dichter, Pertsch 656, n^ 106. 
d. i. der Bettler. 

Ghadana,anneni8cheE5iug8tochter, Gattin desPhars- 
man Eweli von Georgien, Begentin naeh dessen 
Tod, ao. 146 (naeh Waxofit), Brosset, Hist. 1, 74. 

Gadar, Feldherr des Xnsran I gegen Justinian, 
Land, Anecdota syr. lU, 258, 27. 259, 12. 

GadharOs, Nachkomme des BarfttrOk (s. BratarwaxS) 
zar Zeit der letzten Dinge, Dinkart 7, 370, 11. 

TabdTa^ 1) Oberennnch des Eyros aos Babd, Xenoph. 
Eyrop. 5, 4, 34. 8,4,2; damach Tzetzes3, 620. 
2) Beamter (Satrap) des Dareios I in Magnesia, 
Inschrift, Cousin et Deschamps, Bullet, de corresp. 
hellin. Xm, 1889, 530, 3. 

*Vom Urstier (gi) gegeben*. Pott, DMG. 13, 
424; eher palmyr. Gad-'Ata (Wellhausen, Beste 
arab. Heidenthums 3). 

FabiKio^, maeotiseher Sky the, C. I. Gr. II, 12. 21. 
167, n*» 2131. 

V 

Jftdhoe, in AbAn-Jadhoe u. aa. — gekttrzt ausjab- 
angOi (Fflrbitter); fiber diesen religiOsen BegriflF 
s. Darmesteter, Et. ir. 2, 155. 

0ad-p$r5fi, Vater des Tirdat, s. diesen, und Xurrah 
p€r06. — gad (hAufig in Pehlewischriften gadeh) 
Lieht, Glflek, der aramaische Ausdruek ftlr pers. 
xurrah und rOian. 



Gadhvithy (pazend), Tochter der Drivi (im Stamm* 
baum des Dahaka), Bund. 77, 16 ; die Transscription 
aus dem Pehlewi in Pazend ist ungenau, es ist 
zu lesen GadOtQ, awest. gadOtUs, Bauberei, yt. 
11, 6. 

Gag 1) FOrst der Saxi, in Medien, Cylinder B des 
Assurbanipal, Col. IV, 1 (Gagu), Menant 281. 
Jensen, Eeil. Bibl. 2, 180. 2) FUrst von Hagteank, 
zur Zeit Xosrows 11 von Armenien, Mose 3, 4; 
bei Faustus Byz. Dat. — hebr. GOg; vgl. GOgaios. 

raxacpapbaOa s. POratha. 

Gagik 1) Mamikoni, S. des Manuel, ao. 596, Sebeos 
56, 11. 2) Eamsarakan, S. des Wahan, jflngerer 
Bruder des Europalaten Ners^h, Tsehamtsehean 
2, 373, 27. 3) S. des Waraz-Trdat, Ednigs von 
Albanien, Brosset, Hist., Addit. 477. 4) S. des 
Nerseh, Grossneflfe des vorigen, Brosset, Hist., 
Addit. 478. 5) Artsrtlni, S. des Wahan, Bruder 
des Sahak (Isaak) und Hamazasp, ao. 761, 
Tsehamtsehean 2, 409, 33. arab. Jajiq, Beladori 
212, 3. 6) Gagik, S. des Nerseh, EOnig von 
Albanien, EOnigsliste des Mxithar. 7) Gagik, 
S. des Sahak, Bruder des Grigor SGphan und 
Hrahat in GelarkOni, Brosset, Bullet. Acad. St. 
Petersb. 4, 1862, 506. 8) Gagik, Kxan (Ftirst) 
von WasptUrakan, conspirirt mit dem arabischen 
Statthalter Ahmed, ao. 895, Job. Eathol. 162. 
9) Gagik Aptlmrovan (AbQ Merwan), Artsrtlni, 
S. des Wahan und einer Tochter ASot's I, von 
den Arabem gefangen 852, bald aber wieder be- 
freit, spater Ostikan des Afiot 11 (ao. 887), von 
Gagik (n"" 8) get5dtet 893; seine Gattin war die 
Tochter des Wasak von Siunik, Schwagers des 
Grigor-Derenik, Thoma 139, 12 (119). 215, 18 
(172). 228, 23 (182). Job. Eathol. 160. 10) 
Xa&ik oder Gagik, Brnavor (der Tyrann), Ftirst 
der Artsrtlni 904— 93is, geb. 879, als EOnig ge- 
krdnt 908, Sohn des Grigor Derenik und der 
Sophi, der Tochter ASot's I Bagrattlni; seine 
Gattin war die Tochter des Grigor Aba-Hamzah, 
Sohnes Wasak's, Thoma 218, 3. 4 (174), 229, 
10 (183). 231, 29 (186). Eirakos bei Brosset, 2 
histor. 44. KaidKio^, Eonstant. Porphyrog. 187, 
15. 11) Gagik Sahiniah, Bagrattlni, S. des 
ASot III olormats, reg. 989—1020; seine Gattin 
war Eatramite, T. des Wasak von Siunik, In- 
schrift bei Johann v. d. Erim, M^m. YII, 6, 11. 
Samuel von Ani 441. 443. Mxithar 89. 12) 
Gagik, S. des Abas, von der in Wanand oder 
Ears herrschenden bagratidischen Seitenlime; er 
cedirte seine Herrschaft 1064 an Eaiser Con- 



Digitized by 



Google 



Jaghmd 



108 



Gaya-maretan 



stantin XI Dnkas, der ibm die Stadt TZafuiavbd^ 
bei Melitene yerlieh, nnd ward 1080 yon den 
Byzantinem getddtet^ TBcbamtscbean 2, 912, 1. 
13) Artsrttni, S. des Gurg6n-Xa6ik, Enkel des 
Hamazasp, TBcbamtscbean 2, 883^ 31. 14) S. 
des JobanneS; E5nig von Eaxeth, in Lori^ 1039 
bis 1058, Mxitbar 92; in Wirklicbkeit ist der 
Vater: Dayid obne Land (anbolin), und er ward 
von Euirike III von Kaxetb (f 1029) adoptirt, 
Brosset, Hist. 2, 143. 15) Gagik II, S. des 
ASot IV K'aj, der letzte bagratidiscbe K5nig, 
von den Byzantinem 1046 vertrieben, worauf die 
Uebergabe von Ani an Raiser Monomacbos er- 
folgte; Gagik ward 1079 von den Byzantinem 
in Eybistra getddtet, Samuel von Ani 445. 
Mxitbar 93. Tscbamtscbean II, 919, 13. 23. 
Tboma 308, 4 (248) nennt ibn irrig Sobn des 
Jobannes, welcber vielmehr seines Vaters Vor- 
g&nger nnd Brader war; ancb bei Cedrenns 2, 
557 ist KaKiKio^ irrig Sobn des IwpavecriKn?. 
16) Gagik gabinSab, Ffirst in Wanand, f 1080, 
Samuel von Ani 449. 17) Siunetsi, S. des Wasak 
n"" 33, Bmder des Smbat n"" 52, Brosset, Bullet. 

^ Acad. St. Petersb. 4, 1862, 507. 

Jagbrfld (Jagbrtiao, gen.), Jungfrau, yt. 13, 141. 

Gagu s. Gag. 

JajOr, S. des JaJ, unter ArSam, Tboma 46, 13 (38). 

Gabar, von Gab&n, ziebt Afrftsi&b zu Hfllfe, Fird. 
3, 76, 852. 116, 1349. 178, 456. 192, 620. 
236, 1147. 

Gfthi, Dicbter aus Yezd, Pertseb 655, n^ 63. vgl. 

^ Kftbl. 

Jahy&d, S. des Mibraban, Parsi, Schriftsteller, 
Rieu 63*. 

Jabigyar 1) Sobn des Cbalifen Motawakkil (847 
bis 861), Gefebrte des MowaflFaq, und wie dieser 
ein Brader des Cbalifen Mo'tamid (870—892), 
kam in Besitz des Taq Asma im dstl. Bagbdad, 
Yaqut 3, 489, 17. 2) JabiSnaylbar (kflnstlicbe 
Peblewiform), S. des Ro6w6b, Vater des MarSpan, 
DastUr, ao. 1249, West, P. T. I, XLHI. IV, 
XXXV (Dabignayar, d und J sind in Peblewi- 
scbrift gleicb). Arda viraf 266 (DabiSyar). Ab- 
leitung: Abu 'Abdallab Mohammed al-JabiSyarl, 
Epistolograpb und Geschicbtserzabler aus Knfah, 
t 942/3, Fihrist 12, 23. 304, 21 (s. Fltlgels 
Note p. 54) Ibn CbaU. n* 394, 816 (2, 137. 460). 
d. i. dem Streben, Vorbaben Htllfe bringend, 
Freund bei einem Vorbaben, np. JabiSnl, s. La- 
garde, Synwnikta 2, 14. Hom, Grandriss 94. 

Jahn 1) S. des Burzlii, Jahn-i Burzin aus Demawend, 



verfertigt den Tbron Fendfln's, Fird. 7, 306, 
3639. 2) vierter Sobn des Afrasiab, jflnger ab 
Scbldeb, Fird. 2, 314, 1412. 4, 30, 313. Jablii, 
Mojmel, Joum. as. IV, 1, 415, 6. Der Bunde- 
bescb bezeicbnet Jaban (Jabn) als Sobn des 
Wesab, SyawaSnameb 258, § 59; die Peblewi- 
zeicben kdnnen aber bier nicht so, sondem mfissen 
Yazdan gelesen werden, s. Tazdaniiixt* 

Gai s. H^gai. 

Gayadbasti, S. des PouradbaxSti, Gatte der Freni, 
Vater des AscbaSkyaotbna yt. 13, 114. — d. i. 
Lebensgewabrang (vgl. skr. da^), namlicb: gab 
Gott durcb die Geburt des Kindes. 

Jaylamar, Ftlrstin von Klein- Albak (Gauin KorCayk), 
vom Stamme des Agdabak, nacb welcber das 
Schloss Jbnar benannt ist; sie ist die Mutter der 
AnUg, der Gattin des Sahak ArtsrUni (unter Ar- 
taSes ni), Tboma 54, 31 (47), cit. bei InfiiCean 148. 

Gaya-maretan (nom. gayO mareta, genet, gayebe 
mara{)nO) 'sterblicbes Leben*, nacb Tabari und 
Alb^rflnl 'lebend, sprecbend, sterblicb*, der erste 
Menscb y. 26^ 33. yt. 13, 145. Das Zend zu 
y. 30, 4* beziebt die Worte *als diese beiden 
Geister zuerst zusammenkamen um zu scbaffen 
Leben und Verganglicbkeit ' auf den GayOmart 
(a ist scriptio plena ftlr a, aucb sonst, z. B. 
Bund. 10, 17 etc.). In den spatem BUchem 
ist G. ein kosmiscbes Wesen neben dem Ur-Bind, 
und aus den Lebenssaften, welcbe nacb ihrem 
durcb Abriman bewirkten Ende aus ibren E5r- 
pem in die Erde tlberstrdmen, entsteht die 
Pflanzen- und Tbierwelt einerseits, das erste Hen- 
scbenpaar andrerseits, Megl und MeSiane, Mann 
und Mannin, Adam und Eva, so dass G. zu den 
letztem in abnlicbem Verbaltnisse stebt wie der 
Tmir der Edda zu Ask und Embla (s. Grimm, 
Mytbol. 525 ff.). So ist GayOmart, der EOnig 
des Lebm's, pers. Gil-gab (uzwarescb Tina-malka, 
Dinkart I, 32, 2), arab. Malik ut-tin, oder nach 
anderer Auffassung Ger-Sab, BergkOnig, der 
Stifter der ersten Kdnigsdynastie, der (Tab. 1053, 
12) in Rai 30 (Tab. 171, 9: 40) Jabre regiert 
— er lebt nacb dem Eindringen Abrimans 30 
Jabre (Bund. 81, 3); ar. JayUmart, der erste 
Menscb oder Adam, Tab. 17, 5. 154, 2. 3. 199, 
10; Oder Gomer, Tab. 147, 14; Vater des Mi£l, 
203, 1; lebte 3139 Jabre vor der Flucbt, 147, 3. 
Hamzah 12, 17. Fibrist 12, 16. AlbSrttni 14, 
10 (17); in pers. Form Eaytbnarth (k als g auf- 
zufassen), Albertol 99, 1 (107) flF. Fird. 1, 28 flf. 
ricbtiger: GayOmart, Fird. ed. Vullers 1, 14, 6. 



Digitized by 



Google 



JairGyeh 



109 



Jftn 



Kayftmarth Masudi 2, 105. Athir 12, 3. 33, 22. 
Mojmel, J. as. Ill, 11, 150, 4. 8. Schabrastani 
1, 276. Kahtlmarth 151 , 10. Kayflmarth, Mirch. 
1, 149, 7. Sohn des Adam: Zehlreddin 126, 
14; dln-i gayHmarthl, die Religion des G., Fird. 
6, 236, 919. — Nach diesem mythischen Ahn- 
herrn nannten sich 5fter Herrscher, u. aa. : 1) 
6ay5marth, S. des Sultan Eai Qobad von Dehll 
(1287—1290) geb. 1285, FeriStah 1, 152, 15 
(1, 281, ao. 1288). 2) S. des Amir gaix Ibrfihim 
von Schlrwan, ao. 1411, Mirch. 6, 188, 25. 3) 
S. des Bistfln, der 34. und letzte Ftlrst der Bft- 
dtseb&ne iif Rostemd&r, regierte seit dem Todes- 
jahr Timur's, 1405—1453 (das Ende mehrfach 
schwankend), Zehlreddin 130, 11. 146, 6. 147, 
4. 5. 320, 9. Unter seinen Nachkommen ent- 
stand eine Dynastie in Ntir, zu welcher G., Sohn 
des Jih&nglr nnd sein Grossneffe gleiches Namens 
gehdren, Schehrizftdeh bei Dom, M^m. de TAcad. 
Imp. VI, t. 8. 1855, S. 134; aach in einer ver- 
wandten Dynastie in KnjQr erseheint ein Gaytl- 
marth, das. 135. 

Jairflyeh, NOldeke, P. St. 17. 

Oaewani, S. des Wohunemanh, des Sohnes Katu's, 
j^. 13, 115. — vgl. Fick CXXXIV. 

6sk, S. des Wax§; Enkel des Frafit, in dem Prie- 
sterstammbaum Bnnd., West, P. T. 1, 146. Der 
Name steht fbr IJrwad-ga (das.); verbindet man 
Gak nnd WaxS zn Einem Namen, so lassen sich 
die Pehlewibnchstaben aach SkinaS, SkiwaS lesen 
(so West). 

Jax9, S. des Ibrahim, in dem kfinstlichen Stanun- 
baum der Fflrsten von Ghtlr, MinhaJ 35, 6 (312); 
bei FeriStah 1, 95, 9 (1, 163), S. des Hasn 
(^^y*^)y Enkel Ibr&hlms. — d. i. der Kropf (wie 
lat. Struma). 

Jalay, armenisch-griechischer Dolmetsch, bei der 
EinfUhmng der Schrift in Iberien thfttig, Mose 
3, 54. 

rdXXo^, S. des Phamakes von Eappadokien nnd der 
Atossa, in einem kfinstlichen Stammbaum Diod. 
31, 19. 1. — wohl aus einem persischen Namen 
(G15S? V. Gutschmid, Kleine Schr. 3, 509) mit 
Hinblick anf die phrygischen Eybelepriester, Galloi, 
umgebildet. 

Jam s. Yama. 

Jiam&spa 1) S. des Eai Xosran, Tab. 619, 1 
(lamas); vielleicht derselbe wie n' 2. 2) S. des 
Hw5gwa, Wezir des WlStftspa, (Jfter D^jamaspa 
(der weise J., pehl. dastflbar (DastOr), arab. 
hakim), y. 45, 17 u. Ofter. Jftmftsp, Fird. 4, 



374 ff. Jftmasb al-'alim (der weise), Vater des 
EiroS, Tab. 650, 3. Athir 193, 5. 194, 5. 
J&mftsb> Vaterbrnder des GnStftsp, Mojmel, J. as. 
IV, 1, 417, 5. Jamaa, Nachfolger des Zar&dngt, 
Masndi 2, 127 (Missverstftndniss) ; ZaradnSt nnd 
Jamasb Propheten der Perser, Fihrist 239, 15. 
Albenmi 213, 8 (196). 3) Nachkomme des 
vorigen? Jamaspa aparaz&ta(dernachgebome?) 
yt. 13, 127. 4) Philosoph neben Hermes nnd 
Plato, Fihrist 353, 25. 354, 28; verfasst ein 
Sendschreiben an ArdaSlr I, Hajl Chalfa 3, 384, 
3. 5, 35, 3. 67, 6. 5) Bmder Sapors II, HoflF- 
mann 23. 24. 6) S. des P6r5z und 496--498 
Gegenkdnig seines abgesetzten Bmders Eaw&d; 
Jamasp Fird. 6, 134, 119. Tab. 886, 11. Al- 
bgrtlni 122. 127. Athir 298, 2 (Jamasb). Zehlr. 
37, 15. 150, 13. Mirch. 1, 232, 29; armen. 
Zamasp, Sebeos 19, 14. arab. Zamasf (Marasf) 
Eutych. 2, 177, 17. 178, 3 (Ramasf), nach dem 
griech. Za^aa(pr\<;, Agath. 4, 28. Theophanes 
211. syr. Zamasp malk malka, Assemani 1, 
266*. Gnidi, DMG. 43, 399, 8. Mtlnze mit 
Bildniss: Bartholom&i-Dom T. 18. Markoff 89, 
T. n, 199. 7) S. des BiStaap, Vater des Barmek, 
Jftmfts, Ibn ChaU. 2, 36, 11 (1, 301). 8) Jftmftsp 
Asa, Destflr in Nansarl, 18. Jh., Mills, The 
ancient Msc. J" of the Yasna. Oxf. 1893, V. 
9) Desttlr in Eermftn, kam 1721 nach Snrat nnd 
ward der Lehrer des Jamfisp n"" 8 nnd des Dftrftb, 
welcher Anqnetil dn Perron nnterrichtete, Wester- 
gaard, Zendavesta Pref. 5. 10) Jamftsp-ji dastnr 
Minocheherji Jamasp Asana, Verfasser eines Pah- 
lavi Dictionary. Bombay 1877 (mit Bildniss des 
Verf.). Femin. Aafiaama, Gattin des Artaxerxes I, 
Mutter des Xerxes, f 425, Etes. Pers. 44 (griech. 
dflirpers.J, wietfllrC). Patronym. Jftmftspana, 
s. Hai^hanrwft. vgl. Zames. — d. i. Geschlechts- 
(Rasse-)Pferde besitzend (}aman, skr. ^Anman). 

Jftmb&k, Jftms&r, JftmSiS, Helden des Afrftsiab in 
einer knrdischen Erzfthlnng, Socin 91, 8. Die 
Namen sind nach JftmSid (Yama) gemacht. 

Jamb-Xnsran, Name Xnsran'B 11 bei Job. Mami- 
koni, Langlois Collect. 1, 363; s. Tahmxnsran. 

Jftmehbftf (Eleidweber), Zuname des Dichters Sa'ld 
Mohammed ans Herftt, Ende 16. Jh., Biurbier de 
Meynard, Dictionnaire 593, Not. 

Jamfi^h, JemSid s. Yama. 

Jftn 1) Jftn-beg, S. des Chftns von QipSaq (an der 
untem Wolga) Mohammed Uzbek (1333), Batntah 
2, 397, 9. 2) Jftn-mlrzft, S. des Xnsran-ifth von 
Qondnz nnd der §ah-B^gnm, ao. 1509, FeriStah 



Digitized by 



Google 



J&nan 

1, 370, 17 (2, 30). 3) Jto-bftnum Bfigum, Tochter 
des *Isa-xfin and der Zub^da-Begum, Toehter 
defi Sah *Abbas; sie ward 1626 Gattin des 
Snimon II von Georgien, Brosset, Hist. 2, 53. 
4) Mullft Jftn, Dichter, Pertech 637, n** 91. 5) 
Jan-bftnom B^gnm, cfaristlich : Elene oder Elisabed, 
Tochter des Erekle I yon Eaxeth, Gattin des 
Yese von Karthli (t 1727), ging 1738 mit ihrem 
Sohn Theimoraz nach Russland, Brosset, Hist. 
2, 112. 635. — d. i. Seele, Freund. 

Janftn 1) einer der Grossen in der letzten Zeit der 
Sasaniden, Mojmel, J. as. IV, 1, 423, 2. 2) 
Janftn Begnm, Tochter des *Abdo 'r-rahim Xftn- 
xanan, Feldherm des Raisers Akbar, Gattin des 
Danial, des Sohnes des letztem, ao. 1599, 
FeriStah 1, 515, 9 (2, 277). — d. i. Seele, 
Frennd (an ist bedeutungsloses Affix, Vullers, 

^ Institut. 221). 

Janara, Vater des Waresmapa, yt. 13, 115. 

Jandal, Gesandter des Ferldtln an den EOnig von 
Yemen, Fird. 1, 118, 56; scheint arabisch, wie 
Jandal bin Sohail, Tab. 1552, 16. 

Gafidareya 1) mythisches Wasserwesen, S. des Yima 
nnd einer Hexe, von Eeresaspa erlegt, yt. 5, 38. 
15, 28. 19, 41. 2) iranischer Held, Vater des 
ParSalLta, yt. 13, 123. — skr. gandharvd, gan- 
dharba (pers. y ist ans bh entstanden), vgl. Spiegel, 
Commentar 2, 618. Arische Periode 210 ff. 

Ghandl s. PQlad. 

Janfnrllz, Gefahrte des Bahram Tschabin, Fird. 7, 
164, 1930. — d. i. die Seele erlenchtend. 

foTTO^o^ Vater des SambiOn (s. diesen). 

Ghanjar 1) 'Isa bin Mnsa, von Yaqut citirt 4, 920, 
18. 2) Aba 'Abdallah Mohammed, Verfasser 
einer Geschichte seiner Vaterstadt Bnx&i^&y 1 1021, 
Hi^I Chalfa II, 117, 1. — d. i. Schminke. 

Ganji 1) Sektenstifter aus Saxa im Sewad von 
Baghdad, Fihrist 339, 25. 2) Dichter aus Jar- 
badaqan (Gerbadan bei Hamadan), Pertsch 655, 
n''94. 3) Gantsi, armen. Adlicher, Vater des 
TaSat, sucht die Feste Berkri an die Griechen 
zn bringen, wird aber yon den Persem get^dtet 
ao. 1038, Tschamtschean 2, 917, 30. — wohl 
ans Ganj-dar (Schatzmeister) gekttrzt. 

jfanjihan, indischer Prinz, Pertsch 994. — d. i. 
Seele (Freund, Geliebter) der Welt (Menschheit), 
aus Jan-i jihan. 

Jam 1) Dichter, Pertsch 637, n*' 89. 2) Maler in 
Ispahan ao. 1685, Rieu 786*. — d. i. Freund, 
Geliebter. 

Janoe (syr.), Noldeke, P. St. 17. 



110 Garegin 

JanOsipar 1) Mobed und Wezir Dara's (Dareios III), 
aus Hamadan, der ihn im Bund mit Mahyar 
ermordete, Fird. 5, 86, 317 = Fird. ed. Vullers 
1800, 316 (wo JanOsiyar); Mojmel J. as. Ill, 
11, 358, 6. IV, 1, 418, 10. Athir 3, 296, 2. 
2) Mobed des Xusrau II, Fird. 7, 388, 398. — 
d. i. das Leben drangebend, nrsprlinglich Bezeich- 
nung einer Gardetruppe, arab. mustamit (NOldeke 
365), wie noch in neuerer Zeit die persischeln- 
fanterie in Serbaz (die Entschlossenen) und Janbaz 
(die Lebensyerachter) zerfllllt, Malcolm 2, 499; 
06(i)par Oder awspar enthalt das Praefix apa, 
np. ist sipar Qblicher; ahnlich sagt man heute 
Jan-nithar (das Leben opfemd, arab.) Schefer, 
Hist. 88. 

Gaogil)ra, Beiwort des Mondes, d. i. Stiersamen 
enthaltend; der Mond befiOrdert durch sein Licht 
hauptsachlich das Wachsthum der Pilanzen; die 
befruchtende FlOssigkeit (der Nachtthau) stammt 
aber yon dem Urstier, Bund. 20, 1 AT. yt 7, 4. 5. 
Daher auch menschlicher Name. 1) ruxriOpii^^ 
E5nig der Perser, Nachfolger seines Bruders 
Artaxerxes, den er umbringen Hess, Pseudo-Lueian, 
Makrob. 15 (642). 2) GOzihr, Bazrangi-EOnig 
in Istaxr, bei welchem Ardaschir I als Enabe 
Dienste nahm, arab. jQzihr, Juzihr, Tabari 814, 
16. Athir 273, 6; im pers. Tabari (Zotenberg U, 
67) heisst er ausserdem TirQzeh, welchen Namen 
auch der Ort TlrOzeh im Gau yon Xir trage; 
im tOrk. Tabari (s. Blan, Wiener Zeitschr. f. 
Numism. 9, 1877, 76) werden zwei Padischahs 
you Istaxr genannt: TlrUz ()5^^y )^*) und Xar* 
Xir (d. i. y^j^' st&ttjfi^y^); ygl. neupers. gawfiihr 
(auch gawpaiker. Name der Eeule FerldQns^ 
deren Eolbe ein eisemer Stierkopf war) Firdusi 
1, 100, 382. A. Weber, Vedische Beitrage 
(Sitzungsber. Akad. Berlin 12. Juli 1894) 16, n. 

Gaomafi^) S. des Zawan5rao2dya yt. 13, 125. 
d. i. Etthe besitzend. 

GaopiwaiUiu, yt. 13. 111. 

d. i. Fett (Wohlhabenheit) durch Etthe habend. 

rdui^ s, rXiwTi^. 

Gaotema, yielleicht Name eines Gegners der 2Wa* 
thustrischen Religion yt. 13, 16; das Wort kOnnte 
auch appellatiy sein; Sanskrit g6tama. 

Jarabzin, Jurabzin, s. Ormizd (Ahuramazdah n"" 24). 

Garegin 1) £regtttni, HeerfUhrer Xosrows II yon 
Armenien, Faust. Byz. 3, 7 (17, 9). 2) RftStttni, 
unter ArSak UI, Gatte der Hamazasptthi Mami- 
koni, Faust. 4, 59 (178, 13). Thoma Artsr. 63, 
8 (55). 3) Sroyantstean, fiel in der Schlacht 



Digitized by 



Google 



rdpTCipi? 



Ill 



Ganbarnwa 



von Avarayr (451), EliS6 222*. Laz. Pharp, 
124, 11. 

rdpyapt^, ein Bareamanata {OTQcmyfdi) des Sanar 
trflk n von PartWen (ao. 114), Malala 271. 

Gaijoyl Majxaz (letztres nrsprftnglich Boviel wie 
Pascha oder Beg, dann Name der Familie) 1) 
Ftlrst des Hanses Xorxorflni, Feldherr der n5rd- 
liehen Heere unter ArSak III, Faust. Byz. 3, 11 
(104, 7; in der Parallelstelle, G6n6al. St. Gr6g. 
30» Gaijol Maxaz) 6, 38 (245, 8, ao. 386). 2) 
Heerfllhrer auf Seiten der Perser beim Anfstande 
des Wahan Mamikoni, ao. 481, Laz. Pharp. 212, 5. 

Garikpet, Bruder des Rostom von Atrpatakan, von 
diesem zur Gefangennehmnng des Waraztirots 
nach Dftvin gesehickt, worauf letztrer zu Herak- 
lios entfloh, Sebeos 102, 2. 

Jarlrah (Jerlreh), Tochter des Plrftn, erste Fran 
des SiyftwuB, Mutter des Ferftd, Fird. 2, 324, 
1516; bei Tabari 605, 13 beisst sie Bnrzafrld. 

Ghargeb, Ftlhrer der Sagsftren, kommt Afirasiab zn 
Hfllfe, Fird. 3, 76, 851. s. auch AntlStigin, f. 

Garm, Mlrza Haider *AlI, S. des Niyftz 'AH Beg, 
Diehter ans Debll, Ende 18. Jabrh., Sprenger 
228. — d. i. der warme, heftige (taxallus). 

Garmft*!! (al. Karmftll), ein edier Perser, der mit 
seinem Bruder Armall der Kttebe des Baiwarftsp 
vorstand, Fird. 1, 68, 16. 

Gbftrmftnd aus Yezd, Dicbter, Pertseh 651, n"" 71. 
— d. i. in der HOble bleibend (von der Welt 
zurtlekgezogen, taxallus). 

Garnik 1) Enkel des G^Iam, sagenbafter Erbauer 
von Garni, Mose 1, 12. 2) armeniseber Ana- 
eboret, welcber die Gebeine des beil. Gregor 
fand, zur Zeit des Katbolikos BabgSn (487—492), 
Samuel v. Ani 387; vgl. Brosset, Deux bistor. 
7, Z. 18. 

JarOda&bu, S. des Pairigtira, yt. 13, 110. Bun- 
debe8eb68, 6 (West, P. T. I, 115) beisst (inPa- 
zendscbrift) Hoazardda^) - hri)0<'& - pareS^ar5 (das 
2. Wort kdnnte aucb afri&nai gelesen werden), 
oder naeb andrer Lesart HOazarOkaxbr-banft- 
parestryO (ban& ist soviel wie $, I, das I der 
Yerbindung, I^&fet) der Ratu oder geistlicbe 
Herrscber desKesebwar SawabS, und West bftlt 
die Lesart des Bund, fttr verderbte Wiedergaben 
des awest. Namens. vgl. Fick CXXIII. 

JarOwaAbn, S. des Frftyazaiita, yt. 13, 113. — vgl. 
Fick CXXIII. 

OarS&b, Titel des Gaydmart, AogeraadaeSa, berausg. 
von W. Geiger § 85; tabaristaniscb JferSftb (ara- 
bisirt) d. i. BergkOnig, Zeblredd. 19, 13; gar ist 



das im Namen des tabaristaniscben Gebirges 
Padag)p»ftr-gar, arab. Jebel Fadaswar, erbaltne 
awest. gairi, nenpers. (obsolet) gbar, in den 
Pamirmundarten gbar, gor, Jir (Tomasebek, 
Sitzungsber. Wiener Akad. XCVI. 1880, 759); 
in den persiscben Bftebem GilSah, Fibrist 12, 16. 
Fird. 6, 526, 4416; anscbeinend von gil (Lebm, 
Erde), LebmkOnig, angeblicb well er wie Adam 
aus Lebm gebildet war; s. Vullers, Lexic. II, 
1022\ 

GarSta, S. des Kawi, yt. 13, 123. — vgl. gers in 
Artagerses ? 

Jarllbl, Dicbter aus Herat, S. de Sacy, Not. et 
Extr. 4, 307*. — d. i. der mit der Rembaltung 
eines Heiligtbums betraute (von Ja-rflb der Besen). 

Jaslman s. Jatbman. 

Gaspar s. Windafama n"* 3. 

rd<TT€i 1) S. des Agatbfls (Sohnes des ?) Eepbtbos, 
Skytbe, C. I. Gr. II, 165, n^ 2130, 30. 2) Grab- 
scbrift aus Eertscb, Latyscbev n, 138, n* 267. 

rdcru^, papblagoniscber, wobl iraniscber Name, s. 
am Scblusse von WalagaS. 

rdraXo^, Fftrst der Sarmaten, wabrscheinlicb Yor- 
fabr des Skiluros, ao. 179 vor Cbr., Polyb. 26, 
6, 13. 

Gatbaspar s. Windafama n"" 3. 

Ghatfar, K6mg der Haital (Hepbtbaliten) zur Zeit 
Xusrau's I, Fird. 6, 310, 1811; auch Name einer 
Stadt in Turkistan und eines Theiles von Sa- 
marqand; imBorban-i qatTGbatqar, vgl. Winda- 
fama n** 3. 

Jatbman, S. des Tugbatb oder Tagbmat, Tamgbath, 
unter den Abnen der Samaniden, JasTman, Al- 
berflnl 39, 14 (48), Jatbman, Abulfeda 2, 244, 
20; bei Taqut (unricbtig) Juba; JaSman, MinbaJ 
1, 29. 

Gatmareb, S. des Qaren, im Heere des Gdderz 
(GOtarz), Fird. 3, 438, 320 (nacb VuUers 1158, 
Not. 2 unecbter Vers). 554, 1711 (Mohl: Kat- 
mareb); Jadmir bin Jdfterz, Tab. 614, 4 (Hss. 

rdui^ s. rxiiiTi^. 

Gau (Gaw), S. des JambUr von Kascbmir, Fird. 6, 
400, 2900. — d. i^ Held (Fird. 6, 314, 1870). 

Gaubarawa, altpers., fujppihi^, Herod. 1) S. des 
Marduniya, Yater des Marduniya 11 (f 479) und 
des Ariomandes, einer der G^fUirten seines 
Scbwagers Dareios, Inscbrift von Bebistan 4, 84; 
er batte den falscben Smerdis gefasst und Da- 
reios stiess ibn nieder, Herod. 3, 78; er dftmpfte 
509 einen Aufstand in Snsiana, Inscbr. von Be- 



Digitized by 



Google 



Gaiihar 



112 



Ganhormizd 



hist&n 5y 9. An der Seitenwand des Dareios- 
grabes in Naqsoh-i Rustam ist G. abgebildet and 
wird als PatiS(h)awariS, d. i. als Mann des Stam- 
mes der TTaTeioxopet^ in Persia, Strabo 727 
(1014, 1) bezeichnet (vgl. Spiegel, DMG. 32, 717) 
nnd ftlhrt den Titel iarastibara, nach der Abbil- 
dung bei Perrot, Hist, de Tart V, 823: bastira, 
was nach dem babylonischen nnd susischen 
Text Lanzentrilger bedenten muss. 2) S. des 
Dareios nnd der Artystone, Ftlbrer der Marian- 
dyner, Ligyer nnd Syrer (Kappadoken) unter 
Xerxes, Herod. 7, 72; Plato's Axiochos c. 12. 
Vater des Ariomandes, Pint. Kimon 12, 4. 3) 
fiuppia^, ein Magier, des vorigen Enkel, Diog. 
Laert. (angeblich nach Xanthos von Sardes), 
Mtiller, Fragm. 1, 44, nT 29. 4) HeerfUhrer des 
Artaxerxes bei Ennaxa, ao. 401. Xenoph. Anab. 
1, 7, 12. 5) Satrap und Flottenfinhrer des K5- 
nigs Mistylos, des Feindes des Bryaxes (roman- 
haft) Theodor. Prodrom. 291, 62. 6) in der 
Anthol. graeca ed. Fr. Jacobs 10, 18 (II, p. 286) 
beginnt ein Epigramm mit foippu (vocat.), un- 
sicher. — Der Name wtlrde awest. *Gaobaourwa 
(den Etlhen Speise [Weide] gebend, Hirte) lauten, 
pou<popp<S^, Fick, Indogerm. WB*, 1064; auch 
Name eines Genius, Hyde 178\ 
Gauhar, spftter gOhar, jetzt gtlher, arab. Jauhar, 
d. i. Juwel, als Name meist Sklaven beigelegt. 
1) Gauhar, Mutter der Gul, Wis o R&mfn 241, 
14. 2) ar. Jauhar, Sklave, dann Feldherr des 
Fatimiden Mo'izz, der die IxSlden bei Gizeh be- 
siegte und die Herrschaft der Fatimiden fiber 
Aegypten begrttndete, ao. 969, Athir 8, 391, 19 ff. 
Ibn Chall. n* 144 (I, 340). Abulfeda 3, 466, 8. 
3) Amir des Sultan Sanjar ao. 1135, Athir 11, 
18, 3. 4) S. des 'Abdallah, Palastvorsteher 
(sim&mo 1-qagr) des letzten fatimidisohen Chalifen, 
erregte einen Sklavenaufstand gegen Saladin 
und ward getOdtet 1168, Hammer, Lit. Arab. 7, 
150. 5) Jauhar, abessynischer Sklave, der den 
yerdienten Wezir MahmQd Kawftn auf Befehl 
des Schah Mohammed yon Bidar (Dekkhan) ao. 
1481 ermordete, Ferifitah 1, 692, 18 (2, 508). 
6) Goher (Gtlher), S. des Emir Ahmed von Af- 
ghanistan (t 1771), Schefer, Hist. 18. 7) S. des 
Emir Tlmftr, Neflfe des yorigen, Schefer, Hist. 91. 
Zusammensetzungen: 1) Gauhar (GtlherVA'ln 
(d. i. die Art des Juwels habend, kostbar wie 
ein Juwel), a) Feldherr des Alp Arslftn (1063 — 
1072); er hatte den Titel Rokn rakin (starke 
Sftule), Mirch. 4, 81, 11. b) Sa^d ed-dauleh 



EOher-a'ln (arab. k f&r pers. g). Amir des Sel- 
jGqen MelekSah, Herr yon Tekrit, spftter Statt- 
halter in Baghdad, stand in dem Bruderkriege 
des Barkiaroq und Mohammed erst auf Seiten 
des letztem, dann des erstem, und fiel in der 
Schlacht am IspIdrGb bei Hama^an, Juni 1100, 
Athir 10, 45, 9. 47, 22. 200, 13. 2) Gauhar- 
bfinn, Tochter des Ednigs yon Yemen, Pertsch 
988, n* 5. 3) Gauhar-Xatftn, Tochter des Seljttqen 
Mas'Gd (1132—1152) und Fran des Daad, seines 
Neflfen, Hamd. Must. J. as. IV, 12, 347. Mirch. 
4, 97, 7. i98, 7. 4) Gauhar-i mulk (Juwel des 
Ednigreichs), Tochter des 'Ala ed-din Jihanstiz 
yon GhOr, Gattin des Ghiyath ed-dIn Sam 
(t 1203), Mutter des Mahmtld (t 1211) und der 
Mah-i Mulk, MinhaJ 376. 5) Gauhar-i Nasab 
(Juwel der Familie), Schwester des Melekiah 
(t 1153), Mirch. 4, 99, 6. 6) Gauhar-Sad Begum, 
Gattin des Schahrux (f 1447), Quatremfere, Hist, 
des Mongols XXXIX*". Barbier de Meynard, 
J. as. V, 20, 278. d. i. Juwel-Freude (welche 
als, Oder wie ein Juwel Freude gibt). 7) Gauhar- 
Sultan x&i^iun, Tochter des Farruxyesftr yon 
Schlrwan (ao. 1464), Gattin des Ya'qfib Beg 
yom Weissen Hammel, Lubb et-tewarix 138. 
Dom, M6m. VI, 4, 1840, 582. Bullet. 1, 1844, 
52, 32. — d. i. Juwel-Herrscherin. 

Ableitung: Jauharl (arab. fbr pers. GrOharl, 
Juwelier, auch adjectiyisch 'glftnzend wie ein 
Juwel'). a) Aba Nasr Isma'll aus Farab (Utrar), 
bertihmter Lexikograph, f 1007 in NischapOr, 
Abulfeda 2, 618, 4. b) Goldschmid und Dichter 
in Bux&ra, Mitte 12. Jahrh., Hammer 121. Eth6, 
die hdfische und romant. Poesie der Perser, 
Hamb. 1887, 45. ygl. Goharin€, Eaigauhar. 

Ganhormizd (arab. Jauhormuz), Bruder des Xarzasf 
(Arejadaspa), Tab. 677, 5; bei Firdusi Euhram. 
d. i. der Held Hormizd (Ormazd). 

Gaumata, Meder, gab sich far Bardiya (Smerdis), 
Bruder des Eambyses, aus und herrschte yom 
August 522 (Tod des Eambyses) bis zum April 
521, Inschrift yon Behistan 1, 36ff.; bei Justin. 
1, 9 (aus Trogus, welcher augenscheinlich sehr 
alten Quellen mittelbar gefolgt ist) Gometes 
(graecisirt, KojuyiTTi^ hiess der letzte EOnig yon 
Mykenae, Euseb. 1; 179; ein Achfter, Pausan. 
7, 6, 2); dieser ist aber der Bruder des Usur- 
pator's, der den (wirklichen) Bardiya (Mergis) 
ermordete, also Herodot's Patizeithes, w&hrend 
der falsche Ednig Oropastes heisst; man ygl. 
NOldeke, Aufs&tze 29. Hute<^er, der falsche 



Digitized by 



Google 



Ganmist 



113 



GefrtOna 



Smerdis S. 26. Die TOdtang des Ganmata 
dnrch Dareios ist abgebildet anf einem grayirten 
Cbalcedoncylinder bei Menant, Rechercbes but 
la glyptique orient. 11, 168, PL IX, n'* 1- Auf 
dem Belief Ton Behistftn liegt Ganmata zu 
Fttssen des Dareios. ygl. Spefit5data n"" 2. 

Ganmist, ein Prophet der Magier, der das naeh 
ibm benannte Buch verfasste; er ward von den 
Magiem getCdtet und sein Buch verbrannt, 
Bnrhan-i qati' bei Vullers, Lex. II, 1056*. 

Ganrwi yt. 13, 118 (genet. gaurOiS aas gaurw5iS); 
davon patronymisch yttSta gfturwayana, da- 
selbst. 

Gawayan, yt. 13, 96; vielleicht S. des Arasti, 
KhurSedJi Eustamji, ZartoSt. 236. np. Gabhan, 
Gawan: 1) arab. Jaban, Dihqan und persischer 
Feldherr in der Schlacht von Vologesia am Eu- 
phrat, daher sahibo 1-Lais (sahib Giles) genannt, 
sowie in der Schlacht von Namariq (634), wo 
er verwundet und gefangen ward, Tab. 2018, 19. 
2032, 12; sp&ter ist er Heerftlhrer unter Rustam 
und wird in einer zweiten Schlacht bei 0116s ge- 
t5dtet. Tab. 2165, 17. Belabori 242, 18. 246, 1. 
250, 19. Athir 2, 297, 6. 334, 12. 339, 2. 2) 
Jaban, kOniglicher Astrolog ans Badaqla (Hans 
der Thekla) oder Emghlschiya bei Giles, Tab. 
2252, 2. Athir 2, 355, 3. 3) Ibn Jaban, citirt 
von Belabori 464, 1. 4) Gawan, Xf^ajah Mahmnd, 
aus gilanischem Fflrstengeschlecht, hochverdienter 
Minister und Feldherr des 'Ala ed-dlii Sah Bah- 
manl von Eolbargah im Dekkhan und semer 
Nachfolger, auf Befehl des Sah Mohammed 78 
Jahre alt ermordet, 5. April 1481, Ferigtah 1, 
653, 1 flf. 693, 1 flF. (2, 448. 509). — FeriStah gibt 
eine Anekdote, worin der Name von gaw (Kuh) 
abgeleitet wird; vgl. gr. Boiiuv, B6iuv. 

Jawdaneh, persische Sklavin, Eitab al-aghani Xn, 
107, 14. 22 (Mittheilung von Wellhausen). — 
d. i. Granatapfel oder eine Art wohlriechenden 
Eampher (Kaftr ist Name von Sklaven), eigent- 
lich 'Gerstenkom' (Vullers Lex. I, 537 '^). 

Jawld, Darw^g (DerwiS), Dichter, Pertsch 637, n^ 84. 
awest. yawaetad (Ewigkeit; ein Casus obi. 
ward adverbial *ewiglich' gebraucht und hieraus 
ein Adjectiv abstrahirt, etwa ♦yawaeta aus ya- 
waetate), armeu. yav6t; hiervon abgeleitet: Ja- 
wlban ibn Sahl, der Lehrer desBabek Xurrami, 
Fihrist 343, 18 «. Tab. 3, 1015, 10. Athu- 6, 
231, 7. Kitabo VoyOn 354, 4; — vgl. Weil II, 
235. Flftgel, DMG. 23, 539. 

Jawltan-bnte (pehl.), S. des BahramgOSnasp^, ao. 

jQBti, Ferd^ IranlBobes Namenbnoh. 



1021, Kanheri n** 3, 8. — d. i. flir das Ewige 
geschaffen (geworden). 

Jawitean-xosrow (Ewig-Chosr5), nannte Xusrau 11 
den Armenier Waraztirots aus Erkenntlichkeit 
fUr die von seinem Vater Smbat geleisteten 
Dienste, Sebeos 68, 2. vgl. Patkanean zu 
Sebeos p. 200. NOldeke, G5tt. Gel. Anz. 1880, 
S. 878. — Das armen. J zeigt, dass wir ein 
persisches (pehlewi) Wort vor uns haben, da 
die echt armenische Form das alte y bewahrt. 

Gawrang (verktlrzt aus Gawrang) 1) Gawrang-Sah 
(irrig Kawrang oder kflreng gesprochen), E5nig 
von Zabul (Ghazna), Vater der Perl6ihreh oder 
Lnlft (Perle), mit welcher Jemgid den Tttr er- 
zeugte, Fird. ed. Macan (Zus&tze 2112, 15; im 
Heya el-molok bei Gobineau 1, 284 EQSenk, d. i. 
Gawrang, «5o^ji', mit 5 fllr j). 2) Gawrang, 
Beiname des UrwaxSaya, SyawaS-nameh 256. 
257; Eftrengx (m5o,y d. i. ^^j^ Gawrang), S. 
des Athrit und Bruder des EerSasp, Gobineau 1, 
284; bei Tabari 598^ 3 und Athir 170, 26 
u5oJ^ statt w5o^^^) Jawrank, S. des Eergasb 
und Vater des Naraman ; Jawrak, S. des GuStasp 
(1. Eergasp), MinhaJ 1, 9; bei West, P. T. I, 
139 ist Awamak (d. i. Gawrank, y^r statt )^fo), 
S. des Sam (Eeresaspa), Herr von AparSatn 
(AbarSahr, Nischapnr); da Gaw-rang oder das 
synonyme Gaw-paikar im Neupers. die Eeule 
mit dem Stierkopf aus Eisen bezeichnet, wie sie 
Fendnn finhrt (Fird. 1, 72, 48), so scheint der 
Name eher auf Eeresaspa, den Bruder des Ur- 
waxSaya zu passen, welcher y. 9, 33 gabawara 
der Eeulentrilger heisst. 3) s. Sparnak, — d. i. 
stier&hnlich, das Bild eines Stieres bietend 
(eigentl. stierfarben). 

Gazavon, Eamsarakan 1) S. des Spandarat und 
der ArSanUig, Beichsverweser der Byzantiner 
nach dem Tod Arfiak's FV; bald nachher ging 
er nach Persarmenien zu Xosrow III, Mose 3, 31. 
2) S. des Hrahat, Enkel des vorigen, Mose 3, 65. 

Gazrik 1) Ftlrst von Tayk, wohnt der Consecration des 
heil. Nerseh als Eatholikos in Caesarea bei 
(364), G^n^al. St. Gr^g. 24\ 2) Dimaksean, 
Herr der Abelean, in der Schlacht von Avarayr 
(451) verwundet, EUgg 208*. 21b\ Laz. Pharp. 
75, 23. 98, 22. 3) ArSakOni (aus dem kOnig- 
lichen Hause), Bruder des Artaban (n** 16), ging 
zu Leo I tlber, ao. 471, Tschamtschean 2, 148, 
34; vgl. EleienSs. 4) Heerf&hrer in der Schlacht 
von Altsnik, 847, Thoma 109, 27 (98). 

GefrtOna s. Gabargaw. 

15 



Digitized by 



Google 



O^faanxaS 



114 



Jibftnd&r 



C^hanxaS s. Jihftnxaya. 

Gelab&Q, alter K5nig von Tabarietftn, von Moham- 
med ben el-Hasan ben Isfendiar (schrieb 1216) 
erw&hnt, s. Dora, Sehir-eddin's Geschichte von 

^ Tabaristan S. 3, Z. 18. 

Jenfegah s. Gngnaspgah. 

Jengldflst (JangldOst), Vater des baghdadischen 
Arztes 'Abdo 's-salam, zor Zeit des Chalifen 
Nasir (1180—1225), Ab. Far. 451, 10. — d. i. 
Freund der Krieger. 

Jengzen s. Manjeng. 

J^nikan, Jnikan, Eelleraieister (maypet) des Yez- 
degerd II (455), EliS€ 236\ Laz. Pharp. 151, 20. 

rTiirahrupi^ 1) Gattin des K^nigs von Bosporos 
Sanromates I, s. EObler 1, 224. 2) Gattin des 
Mithradates von Bosporos (42 — 49), Mttnze mit 
Bildniss: Wroth p. 51, pi. XI, n^8. 

RpTi?, S. des Ariazos, Feldherr des Xerxes, Herod. 

^ 7, 82. 

Jerglr s. Xarxiz. 

Jermahan s. Gurd. 

GrerSasp nnrichtig fbr Kergasp, s. Eeresaspa. 

Gersitln, Erieger des Mah5e, nach Jezdegerd's III 
Tod, Fird. 7, 492, 798. 

Gerslwez s. Eeresawazda. 

Gerui s. Gtlrdg. 

Ges(?) einZauberer, Dinkart, West, P. T. IV, 225. 

Gh^saligtan (Lesart sehr onsieher, einige Varianten 
kdnnten Ghalsaligman vermnthen lassen, s. die 
Bemerknngen Gnidi's), EOnig von SchOman in 
Toxfirestan, filllt bei der Vertheidigung seiner 
Hauptstadt gegen die Araber nnter Qotaiba, 710, 

^ Tabari 2, 1180, 8. 1227, 15. 

Jestan (Jastan) 1) Vater des Marzban n° 5 (s. diesen). 

2) S. des Marzban n** 5, Herr von Dailem, Jestan 
ed-Dailemi, ao. 866, von Isma'll Samani 902 in 
Tabaristan geschlagen, Athir 7, 119, 8. 361, 2. 
365, 4. Zehiredd. 292, 2. 296, 4 (ao. 893). 

3) S. des Wahstldan n* 2 von Dailem, Bruder 
des *All und Xusran Firftz, Vater einer Tochter, 
welche die Gattin des Sdlar al-Marzuban von 
Abarbaijan war, ao. 952, Athir 8, 377, 9. 4) 
S. des Sallar al-Marznban von Adarbaijan nnd 
einer Tochter von- n** 3; er ward nebst seinen 
BrUdem Ibrahim nnd Nasir von seinem Oheim 
Wehstiaan n^ 4 get5dtet ao. 960, Athir 8, 388, 
21. 394, 8. 23. 395, 7. 9. 16. 20. 5) S. des 
Sermazau, Heerfbhrer des Sallar al-Marznban 
(t 957), weigerte sich unter jfestan n* 4 weiter 
zn dienen nnd snehte eine Herrschaft in Armenien 
zn begrtlnden, Athir 8, 389, 5. 394, 9. 395, 20. 



420, 16 (ao. 966). 6) S. des ASkali, von Qabfls 
von Jorjan (976—1012) gefangen, Zehir. 194, 11. 
7) Jestan Ibrahim (Jestan ist hier eine Art Titel 
oder Dynastie-Name), ao. 1045 genannt von Abft 
Mtfin Nasir bin Xnsran, Dora, M61. asiat. VI, 
1871, 574; wahrseheinlich Jestan, Sohn Ibrahlms, 
S. des Marzuban n^ 27 bei Ibn-Athir 9, 262, 
22. 23 (ao. 1029). 8) Jestan, S. des MerdawlJ 
bin BeSti, Athir 9, 349, 9. 9) S. des Ibrahim, 
des Sohnes des Wehsfiban n"* 6, Brnder des 
Ahmedll (Ahmedbeg), Athir 10, 361, 11. 10) 
S. des Eai Eatls, 20. Fttrsten der Badtsepan, 
Zehiredd. 72, 14. 149, 2. 321, 2. 

Gesft-diraz, Beiname des Sayyid Mohammed, eines 
moslimischen Heiligen, geb. in Dehli 1321, f in 
Eulbajrgah in Bidar (Dekkhan) 1422, FeriStah 1, 
607, 14 (2, 388). Rieu 317\ 347 ^ — d. i. mit 
langen Locken (wOrtl. lang von Locken). 

GeSwad (nnrichtig EeSwad), S. des BeSaxra, Nach- 
komme des MannS6it)ra, Fird. 1, 168, 640. 408, 
328. ^ Godarz-i GeSwadagan 2, 50, 549. Jaubarz 
bin JeSwadaghan (patronym.), Tab. 608, 13. 
617, 11. GeSwadagan, die SOhne GeSwads, 
Fird. 1, 554, 815. Nach einer andera Ueberlie- 
ferong ist er Sohn des Qaren, des Sohnes Ea- 
weh's, Schahnameh ed. Maean 2134, 24. Gobinean 
1, 470. — d. i. schOne Reden fbhrend (np. wat, 
wadeh). 

Q^w s. W6w. 

GteSdehem (Gaidaham), aus der Familie Glwagan, 
Mojmel J. as. IV, 1, 416, 8; Bnrgvogt (Diidar) 
anf Dii-i Sefid, Fird. 1, 408, 332. 2, 92, 247. 
572, 161. 3, 306, 164; Vater des Firftz, der 
Gnrdafnd nnd des Gnstehem, daher bei Tab. 
614, 6 Bistam (np. Gnstehem) bin Eazdahaman 
(k fllr pers. g). 

Bemerk. DerGeMehem, welcher nach dem Schams 
el-loghSt (Vnllers, Lexlc. 11, 997^) den Isfendifir ver- 
lenmdete^ heisst bei Firdnsi Gnrazm (KawSrazm). 

Jigaw s. Cigaw. 

Gigis s. Gingg. 

Jighflya s. Jabghtiya. 

jfihanara, Tochter des Moghnlkaisers §ah-Jihan, 

geb. 1613, t 1681, SchriftsteUerin, Rien 357 \ 

691*. — d. i. die Welt schmttckend. 
Jihanbaxt, von seinem Brnder Eawab SchSr56 ge- 

tMtet, Hamzah 61 , 17. Man lese mit dem 

Mojmel Jaharbnxt, d.i. Caharbnxt. 
Jihandad, Hauptling der Hazarahs (1878). — d. i. 

der Welt (als Herrscher) gegeben. 
Jihandar §ah 1) Enkel des AnrangzSb, Moghnl- 



Digitized by 



Google 



Jihftnglr 



115 



GUg&h 



kaiser, reg. 1707—1713. 2) S. des Kaisers 
Sahjihan, nrsprHnglich Jnwftnbaxt genannt, 1786, 

^ Sprenger 242. Rieu946\ — d. i. Weltbesitzer. 

Jihftnglr 1) S. des Bustam, im JihftDgli^n&meh be- 
songen, s. Mohl, Livre des Bois I, LV. Nach 
einer Genealogie bei Gobinean 1, 474 Sohn des 
Sohrftb, Bruder des BarzQ. 2) S. des Iskander^ 
Bmders des GayOmarth, letzten Ftlrsten derBft- 
dtlsepftndynastie, Zeblreddin 147, 8. 13. 3) S. 
des Eftns, Enkel des GayOmarth, Zeblreddin 142, 
17. 144, 6. 535, 14. 4) S. des Kftfls, von der 
Dynastie in Ei^ilr, Sehahrazftdeh, bei Dom, 
M6m. de TAead. Imp6r. VI, t. 8. 1855, S. 134. 
5) Ghiyftth ed-din Jihftnglr, S. des Timtlr, Bru- 
der des Sehfihnix, t 1378, Eo8enll9, 4. 6)S. 
des Mohammed Snlt&n^ Enkel des vorigen, Eidam 
des Sehfthmx^ s. Barbier de Meynard J. as. V, 
20, 277. 7) S. des Hamzah, Bmder des Uznn 
Hasan, Tnrkomane vom Weissen Hammel, reg. 
1444—1466. 8) S. des 'Omar §aix, Brnder des 
Bftber, f 1506, Ferifitah 1, 355, 6. 369, 4 (2, 
5. 27). 9) Jihftnglr x^n, in Diensten des Yflsuf 
nnd Isma'll ^^dilgfth, FeriStah 2, 20 (3, 33), ao. 
1511. 10) Jihftnglr Sultftn, Herrscher der Lur-i 
KftCak (kleinen Luren), t 1542, Rieu 114\ 11) 
Moghnlkaiser, Sohn nnd Naehfolger Akbar's, geb. 
29. August 1569, reg. 1605—1628, Rieu 930\ 

12) ein Rftjah von JamOn in Indieu, Rieu 955\ 

13) Jihftnglr x&siy aus der armenisehen Familie 
Mamikoni, persiseher Minister (ao. 1891), Bruder 
desNerimftn Xftn, Gothaiseher Hofkal. 1891, 913. 

14) JehftnglijI, Parsiname, z. B. Jehftnglijfl Dft- 
rftSfthftJI Rftudellft, s. Jamaspji D. Minocheherji, 
Pahlavi Diction. I, CLIX. — Der Name (die Welt 
ergreifend, erobemd) kommt aueh mit dem arab. 
Ausdruck f&r Jihftn, nftmlieh 'ftlam vor: *AlamgIr. 

Jihftnl (der weltliche), indischer Dichter, Pertseh 

^ 636, n^ 69. 

Jlhftnxayft (pehl.), Yater des Mfthwindftt, Eanheri 
3,12 (West. gghftn-xaS).— d. i. der Welt Leben 
gebend? (xayft uzwftreS fbr J&n, awest. ufitftna). 

Jihftn-pahlawftn Mohammed, S. des tldegiz und der 
Witwe des Seljnqen Toghril, Atftbeg von *Irftq 
1172—1185, Zehlredd. 246, 9. Mirch. 4, 172, 
22. Poole III, 240. • Rieu 566*; meist Pahlawftn 
genannt 

Jihftn-Sfth 1) S. des Ghaznawiden Ibrfthim (1058 
bis 1099), MinhfiJ 106. 2) S. des letzten Ghaz- 
nawiden yon Lahore Xusrau Malik, MinhfiJ 115. 
3) Jahanfie, Hftuptling der Turkomanen vom 
Schwarzen Hammel, ao. 1437, f 1465, AraK€l 



598, 7 (Brosset, Collect. 1, 571). Barbier de 
Meynard, J. as. V, 20, 310. 

Jihanfiiray, Schwfther des Grigor Magistros (f 1058), 
Geogr. Wardan's 420, 10. 

JihftnsQz, 'Alft ed-dIn, S. des Hosain, Ftirst yon 
GhOr, 1 1156, so benannt, well er die Besitzungen 
der Ghaznawiden niederbrennen liess, MinhftJ 
111. 238. 343. Mirch. 4, 94, 11 (ao. 1149). 
180, 18. 181, 6. FeriStah 1, 89, 16 (1, 155). 
JihftnsfLz yon einem Drachen, Fird. 1, 38, 22. 

Jihftnwftlft, S. des Emir TlmOr yon Afghfinistftn 
(t 1792), Schefer, Hist. 91. — d. i. das Seiden- 
banner der Welt (yon wftlft, aram. Fremdwort, 
N5ldeke, Pers. Stud. II, 39). 

Jihftnzeb BftnQ, Tochter des Dftrft gukOh, des yon 
seinem Bruder Anrangz€b ermordeten Sohnes des 
Sfth Jihftn, t n05, Rieu 128\ — d. i. Welt- 
zierde. 

Jihrtlyeh s. Cihr.* 

Gil Gftup&reh s. Gobares. 1) SultdJiSfth Gil, zu 
welchem der yon Kai EftGs (Dynastie Bfi4tb9epftn, 
1137—1164) geschlagene Hasan (6. Fflrst der 
2. Bftwend-Linie) floh, Zeblreddin 64, 9. 2) Hasan 
Qftdl Gil, ein Mann aus Mfi^enderftn, zur Zeit 
des TftJ ed-dauleh Yezdegerd (3. Bftwend-Linie), 
Zeblreddin 92, 2. — d. i. der G6le, Mann aus 
G^lfin (Gllftn). 

TiXdKio^, armenischer Heerf)lhrer, Prokop 2, 390. 
d. i. der gilanische. 

Gllftn (ar. Ellftn) heisst der Malik yon Marw ar- 
rlM), Ibn Chordftdhbeh 39, 13. — d. i. Nach- 
komme des Gil. 

GllftnSfth, S. des KftOs (arab. Qftbts) yon der Dy- 
nastie Ziyftri in Gurgftn, reg. 462—470 (1069 
bis 1076), gesttlrzt yom SeljQqen Melekschfth, 
Zehlreddm 200, 13. 18. 322, 10. Munajjim 
BftSl bei Sachau, AlbSrflnl XXI. — d. i. K6mg 
yon Gllftn (die Dynastie stammt yon da). 

TiXt . v^ (?); S. des Mandasos, Inschrift yon Tanais, 
e. ao. 230, Latyschey H, 281, n^454, 12. 

Gll5€, arab. Jll&yeh 1) al-Hasan ibn Jllnyeh, Hftupt- 
ling der Eurden in Pftrs, Ibn Ghordfi^beh 47, 9. 
Nach ihm heisst der Zom Jll&yeh, Istaxri 98, 3. 
Der Efih GilQyeh ist der Gebirgstock zu beiden 
Seiten des Schneidepunktes yon 31''Br. und 51"* 
Lftnge (Greenwich). 2) EilQyeh (wahrscheinlich 
mit pers. k, d. h. g Gil&yeh) Balu&i-Hftupiling, 
yom Bnyiden Mo'izz ed-dauleh 934 bedegt, Ibn 
al-Athir 8, 244, 1. Mirch. 4, 46, 16. — ygL 
NOldeke, P. St. 17. 22. 

GilSfth 8. GarBfth. 



Digitized by 



Google 



Gin 



116 



ruipdpiK 



Gill; Familienbanpt der Gnllni; Eellenneister (taka- 
rapet) des WalarSak, Mose 2, 7. Tschamtsch. 
1, 213; 20. Nach Mose bedentet der Name 
'Wein' (gini). 

Ginge, riTfl; Vertraute der Parysatis, von Arta- 
xerxes II hingerichtet; well sie das Gift znr Er- 
mordimg der Stateira gemischt (Deinon), oder 
nur ate Mitwisserin dieser Vergiftung (Ktesias); 
in dem Auszug des Photias (Ktes. Pers. 61) 
rirm, bei Plutarch Artox. 19, 2. 5. 6. Mflller, 
Fragm. II, 94, n*^ 26 ritw; Gilmore's Ktesias, 
Lond. 1888, p. 186. 187. vgl. osset. Giyga 
(Sjogren 377. 379); skr. ist Jingi, JinginI eine 
Pflanze (Farberdthe), gr. t^TT'^iov. 

Gir&ml 1) S. des J&md8p, fUllt in der Schlacht 
zwfechen GuStftsp und Aijfftsp, Fird. 4, 402, 520. 
Giramlk-kant (kard) im Yatkar-i Zareran § 79; 
im Awesta wird ate Sohn Jamaspa's nnr Han- 
haurwa erwftbnt. 2) Mirza, persischer Dichter 
in Indien, Sprenger 158. 230. — d. i. edel, 
kOstlich (appeUativ z. B. Fird. 1, 118, 49). 

Giran, S. des Timajl, Jam (Ftlrst) von Sind, ao. 
1409 (nur einen Tag) FeriStah 2, 617, 2 (4, 
425). — d. i. schwer, wtlrdig. 

Jiranjas s. Xaranjas. 

Gisak, Ahnherr der Dimaksean in Wanand, rettet 
ArtaSes HI (dessen Amme seine Mutter gewesen) 
das Leben in der Schlacht gegen Erovand, ao. 
88 n. Chr. (nach Tschamtschean), Mose 2, 46. 
d. i. Cincinnatus (armen. g^, np. g6s, g6sfl; 
armen. gisak bedeutet auch 'Haar')* 

Girdbaztl 1) Seref ed-dlii mowaffiq, Vertreter des 
Seljflqen Mohammed, lasst den Soleiman hin- 
richten, 1161, Athir 11, 157, 1. 175, 19 ff. 
Mirch. 4, 100, 1. 2) S. des Schahghazi Rustam, 
fbnften Fflrsten der 2. Linie Bawendi inMazen- 
deran, von den Mulhiden (Assassinen) getOdtet, 
Zehiredd. 241, 10. 271, 12 (bier ate Bruder 
Rustams bezeichnet). 3) Tezdegerd, genannt 
Girdbazn, S. Hasans, Neflfe von n"* 2, Schwager 
des Baharb von Larijin, Zehir. 245, 13. 248, 6. 
d. i. mit runden (fleischigen) Armen. 

'^JlSti, Vater desAschahura Jifitayana, yt. 13, 113. 
d. i. Leben. 

Gitl-ara, Heldin einer Erzahlung, Rieu 773 \ — 
dasselbe wie Jihan-ara. 

Giw, altere Aussprache Gew, s. WSw. 

Glweg&n 8. Gurazeh nnter Warazaka. 

Glweh, Padtechah in Xftwer, im Heere des Eai 
Xusrau, Fird. 4, 16, 137; Vullers: Qaren(-i 
razm-zan) S. 1279, Z. 137. 



Globaris, (Iberliefert dem Alexander Pasargada, 
Curtius 5, 6, 10 (Fr. Junius vermuthete Gobares, 
was die neueren Herausgeber angenommen haben). 

rXiuvdZii^, Obermagier unter Kabades, war bei der 
Niedermetzelung der Mazdakiten anwesend, Theo- 
phanes 262. 

rXiOvTi^, rXi&Ti^ 1) Perser, Heerftlhrer wahrend des 
Erieges inKypros, 385, Schwiegersohn desTiri- 
bazos; ging zu Hakori von Aegypten tlber (da- 
her bei Hesych Aegypter genannt), Xen. Anab. 
2, 1, 3. 4, 24 (rXoO^). Klearchos bei Athenaios 
256 (2, 71, 20, rXoO toO Kap60, Polyaen 7, 20 
(rXw^). Diod. 15, 9 u. 18 (fau)^, A aus A). 
2) Heerf&hrer des Kabades, ate Befehtehaber in 
dem eroberten Amida eingesetzt, ao. 504, Theo- 
phanes 1, 224 (rXuin?, rX6nO- Prokop 38. 46 
(fXidvii^), Zacharia von Melite bei Assemani 1, 
274, n. 3 (Eglon). 3) KOnig der Hunnen (Heph- 
thaliten), von der hunnischen KOnigin Boarex in 
der Schlacht getOdtet (528), Theophanes 269 
(rXu)VTi^), Cedrenus 1, 644 (rXuiii^, die KOnigin 
BapViZ). 

Gnel (genet, gneloy) 1) Gnflnl, Kellermeteter (taka- 
rapet) des Tigran I (96—55), Mose 2, 19. 2) 
Bischof von Melitene (350), Gonial. St. Gr6g. 
24^. 3) ArSakttni, S. des Trdat, des Bruders 
ArSak's III, Gatte der Pharandzem, von seinem 
Oheim ermordet, Faust. Byz. 4, 5 (90, 14). 4, 
15 (116, 12), Lazar. Pharp. 46, 15 (vgl. Lang- 
lois. Collection H, 272% N. 2). Mose 3, 21. 
Kirakos von Gantsak bei Brosset, 2 htetor. 10. 
Er war nach Gn€l n** 1 benannt, von welchem 
seine Mutter abstammte, Mose 3, 23. 4) Antse- 
vatsi, Heerftlhrer (zOravor) des Pap, Faust. Byz. 
5, 6 (203, 24). Mose 3, 39. s. auch Waraz 
Gnel. — d. i. Mundschenk (von armen. gini, 
Wein). 

TvoOpo^, Sohn des Lykos, Vater des Anacharsis, 
Herod. 4, 76. — armen. gini (gen. ginvoy, Wein) 
u. bar (bringend, armen. vor), olvo<p6po^? 

ruxip, Alane, ao. 412, Olympiodor 454, 17 (Bonner 
Byzantiner I. 1829). 

TujpdpTi^ 1) assyr. Gubaru (u tet assyr. Endung des 
Nomin.), Statthalter (pixat) von Gutium, Feld- 
herr des Kyros, der nach Nabflnahids Flucht in 
Babel einzieht, worauf ihm Eyros October 538 
folgte, Annalen des NabOnahid, Pinches, Transact. 
Soc. Bibl. Arohaeol. VII, 1882, 165. 166; bei 
Xenophon, Eyrop. 4, 6, 1 (danach Tzetzes 3, 
612) ist Tuippua^ ein Assyrer, der zu Eyros 
tlbergeht, was ungeschichtlich tet, vgl. v. Gut- 



Digitized by 



Google 



Gobazes 



117 



65pat-SAh 



schmid, Ersch nnd Gruber's Encyklop. I, 71, 
1860, p. 355\ GobariB (genet.) leitete den Enphrat 
in den Narmalcha ab^ Plin. 6; 120 (ed. SiUig 
1, 409, 10); vgl. Ed. Meyer, Geseh. d. Alterth. 
606; bei Suidas ein ri6papi<;. 2) tlberliefert Pa- 
sargada dem Alexander, Curtius 5, 6, 10 (s. Glo- 
baris). 3) S. des Oxyartes, jSel in einer Schlacht 
in Mysien, Lncian Eataplus 6 (173) nm 170 
n. Chr. 4) Jll (Gil) Gaubftreh, S. des Gllan 
Schah Femixftn, Beherrscher des vereinigten 
Gll&n und Mazenderan, Vater desDabayeh, reg. 
645—660, Zehiredd. 39, 4. 18 (wo die durch 
eine Legende begrtlndete Etymologie ^Ochsen- 
lader' gegeben wifd). 43, 3. 4. 150, 7. 319, 9; 
bei Hamzah 239, 9 Ellldah »JuJL^. — d. i. der 
Stierreiter (vgl. altp. asabari, daSabari, np. bftreh, 
Pferd); in Gllan ritt und reitet man noeh heute 
anf Stieren, anch hiess ein gilanischer Stamm 
znr Zeit der Abbasiden Gaw-snwar, s. Gobineau, 
I, 34. 229. vgl. Radde und Sievers in Peter- 
manns Mittheil. XVIH. 1872, 369\ 
Gobazes s. Gnbazes. 
TuiPpua^ s. Ganbaruwa. 
Jodandam s. GuSnyam bei WareSna. 
Godaphar s. Windafama. 

ruiMTacTo^, S. des Symphoros, Mitglied einer Bru- 
derschaft in Tanais, ao. 225 n. Chr., Latysehev 
n, 267, If 447, 27. 
rob6(yauo^, S. des Aroasios, Inschrift von TanaTs, 

c. ao. 230, Latysehev H, 281, n^ 454, 29. 
rurraio^ s. H€gai. 

jfojik 1) Bmder des Wazg6n von Iberien, des Gatten 
der SoSan-Wardahi Mamikoni, Martyrologium 
Armen. bei Brosset, Hist., Additions 76. Tseham- 
tschean 2, 87, 8. 2) S. des WaStg, Ftlrsten von 
Georgien, Johann Mamikoni bei Langlois Collect. 
1, 381 •. danach: Tschamtschean 2, 339, 20. 
3) Ftlrst in Tayk, ao. 980, Tschamtschean 2, 
849, 1. 4) griech. JIitUkxo^, Patricius, in einer 
georg. Inschrift ao. 1036 genannt, Brosset, Bullet. 
Acad. St. Petersb. VI, 1863, 493. 
GOgflSnasp (a kurz), ungenau G^gQgasp, Gogasp, 
Gelehrter, welcher 5fter in der Pehlewitlbersetzung 
(Zend) als Autorit&t angefUhrt wird, Wend. 3, 
48 (23, 13). 138 (32, 20). 151 (35, 8). 4, 35 
(39, 11). 5, 122 (60, 1). 7, 136 (95, 12). 8, 64 
(109, 21). 18, 98 (204, 22). vielleicht DflguSnasp 
zu lesen, s. Horn, DMG. 43, 43, Not. 15. 
GOhar, &ltere Aussprache von Gaher, s. Gauhar. 
Goharin€, S. des Renegaten Davith in Sebastia, 
Vater des M&rtyrers Theodoros und selbst Mftr- 



tyrer (1136), Tschamtschean 3, 49, 12. 178, 31. 
Lebensbeschreibungen der Heiligen von J. Bapt. 
Avgerean, Bd. 12 (Alphabet. Verzeichniss), Ve- 
nedig 1815, S. 114. 
Gohithasd s. WahiStazadh. 

Golab Xanum, Gattin eines Kurdenscheich's, Jane 
Dieulafoy, k Suse. Paris 1888, S. 56. 
d. i. Rosenwasser. 
foXavboux, Tochter des Asmodoch und der Myzuch, 
persische MSrtyrin aus Babel, in der erstenZeit 
Xusrau's 11, Verwandte der heil. Sira; sie starb 
zu Hierapolis und ist bekannt durch ihre Vi- 
sionen, Euagrios 6, 20. ToXivboux Theophylaktos 
Simoc. 227. Nicephori Eallisti Xanthopuli Eccles. 
hist. 18, c. 25 (ed. Paris. 1630, II, 840. ed. Jo. 
Lang, Frankf. 1588, 1134); auch Golanduk und 
Cholinduch, Acta Sanct., 3. Jul. 3, 1, 634. s. 
Spiegel, Eran. Alt. 3, 796. Barth61emy, Livre 
d'Arda Viraf. Paris 1887, p. XXXVIH. — vgl. 
Balanduxt, Wardandaxt. 
r6Xa^, Vater des D5ttls (s. diesen). 
Golon s. Wlon. 
Gomar s. Guram n*" 3. 
fojiapfa, Schwieger eines Phannas, Inschrift aus 

Kertsch, Latysehev 11, 81, n*^ 110. 
GOm^gdekan, GOmeStikin, Perser, Feldher des Alp 
Arslan, rQckt in Thlxflm (im 4. Armenien) ein, 
ao. 1066, Tschamtschean 2, 990, 13. G5m€tik, 
Intschitschean 520, 3. 
Jon 1) Ftlrst von KordUk (Korduene), einem Gau 
von EorSaik, Heerftthrer des ChosrowII, Faust. 
Byz. 3, 9 (21, 15). vgl. Con. 2) Jfln, S. des 
Marzuban, Vater des Zeid, in dem ktlnstlichen 
Stammbaum der Schirwanschahe, Dom, M^m. 
VI, 4, 1840, 550. Can, Khanykoflf, J. as. V, 
20, 144. 
Gondopharos s. Windafama. 
Gontsa s. GhunSah. 

GOpat-gah, Beiname des Aghraeratha, Bruders des 
Afrasiab, welcher in Saokawasta(n, zwischen Tur- 
kistan und Cinistan) herrscht, Bund. 69, 1 ; nach 
der von West (P. T. 1, 135) tlbersetzten Recension 
des Bundehesch ist GOpat-malka (man spricht 
das geschriebene aram. malka beim Lesen iah 
aus) Sohn des Aghraeratha und Herrscher von 
GOpat, einer Gegend neben Airanw€j an der 
Daitik (Daitya); im MinOxired ist er ein Stier- 
mensch, welcher durch Ausgiessen von geweihtem 
Wasser in die Salzfluth des Meeres ahrimanisches 
Gethier t5dtet, s. Spiegel, Eran. Alterth. 2, 119. 
Syftwag-nftmeh 259. West, P. T. IV, 202. — 



Digitized by 



Google 



Gor 



118 



Gotarzes 



Nachihmbenaimt: Rttet&m BOnd&r Schfthmardftn^ 
B. BfindAr. 

Gor s. Gflras. 

Gbrak, sagenhafter Herrecher von Annenien, Nach- 
folger des Ear, Yorgtoger des Hrant I (Orontes) 
Mose 1, 19. 

Goram s. Goaram. 

Goraranes s. Werethraghna. 

Gorg 1) Ftlrst von Arjft (im 4. Armenien); genannt 
der Schw&tzer (Satax^s), znr Zeit des Anfstands 
des Wahan Gajl gegen Xnsrau n, 630, Job. 
Mamikon. bei Langlois, Collect. 1, 380 \ In- 
tschitschi 610. 623. 2) Gorg Harmatsiy znr Zeit 

^ des Chalifen MotawakkU, 847, Thoma io9, 30 (98). 

Jorjin 8. Warkaina. 

Gorgosas (genet, fopricya), Vater des Xaxas (s. 
diesen). 

GomagiS, Vater des Ispahsftl&r, Zebiredd. 194, 10 
(al. kOrrabkenJ g^I; i^)- 

Gorntb, Fttrst von JDzork (in Tftrttberan), znr Zeit 
des Tigran II (III), Fanst. Byz. 3, 12 (29, 27), 

TilKXaKO^, S. des Aspakos, Inscbriflk von Tanais, 
ao. 220, Latyscbev II, 264, n" 446, 17. 

G0Saqan5S, Gattin des Zftmisp, Bmders Sapor's 11, 
Mutter des PlrguSnasp oderM&rSabft, Hoffmann 
26. — d. i. mit lieblicben Obrmnscbehi (Obr- 
Ulppcben, genau: lieblicb von Oebrcben). 

GOSnagan s. WareSna. 

GoSasp s. GOgOSasp. 

GoSfradait, Geftbrte des GnStd^p, Pftzend-Einlei- 
tnng znm Ardai Wiraf-Namak p. LXXVIII. 
d. i. dnreb (den Genins) G5S belebrt. 

JOSiS, Mohammed 'Abid, indiscber Dicbter, Sprenger 
246. — d. i. Anfwallung (Taxallni). 

G58t-i fiyftn s. YOiSta. 

Gotarzes 1) S. des GeSwad, Vater des G6w (Glw), 
nnter Kai KaQs, bat seinen Sitz in Isp&bftn, 
Godarz (Gttderz), Fird. 1, 490 ff. 3, 34, 348. 
664, 1842; arab. Jau^arz (jfftderz), Tabari 
601, 8. Jaudarz bin JeSw&dagban 608, 13. 
Jaudarz, Hamzab36, 13. Atbir 172,3. 173,23 
(al. Eandarz, d. i. GOdarz). Gtlderz, Zeblreddin 
30, 9. kurd. Gobdarz, Socin 90, n. 8. 2) Gtt- 
derz-Aferln, S. des Pablawan, Nacbkomme des 
Rnstam, in einer Liste bei Gobinean 1, 474. 
3) furrdp^nC; Farther, Sohn des Arsakes, des 
Sobnes Artaban's III, von diesem aber adoptirt; 
MQnzlegende: rwr^pZn^ pamXevi^ pamX^uiv *Ap- 
adKOv \)6^ KaXu^€V0^ (nnrichtig ftlr KaXoujicvo^ 
Oder K€KXim^vo^, nenp. pnsar-i )pcAndeh, Adoptiv- 
sohn, z. B. Feriitab 1, 231, 16) 'Apxapdvou; eine 



Insehrift bei Eirmftnsch&hftn in Medien C. I. Gr. 
m, n"* 4674 nennt den fuirdpZn^ r€6iTo8po^, d. i. 
Sohn des Geo (GSw oder Glw); Geo wird daher 
der persOnliche, Arsakes der offieielle Name des 
Vaters sein; seine Mflnzen zeigen die Jabre 40 
und46— 61; Tac. Ann. 11,9. 10. 12, 10.13.14. 
Kordpbn^, Adoptivsohn Artaban's, Joseph. Ant. 
Jnd. 20, 3, 4; man vgl. Olsbansen, Monatsber. 
Berl Akad. Marz 1878, S. 172 ff. Gutschmid, 
Ersch n. Gruber's Encyklop. I, 76. 1862, S.36ff. 
Geschichte Irans 123. Bei Firdnsi G5darz 6, 
270, 63. Jaa^arz bekriegt die Juden wegen der 
Hinrichtnng Yahja's (des Tftnfers), Tab. 706, 2. 
die Listen der Aschkaniden (Arsakiden, Farther) 
flihren nngeschichtlicher Weise zweiGotarz anf: 
Jandarz S. des Sabttr nnd dessen Enkel Jan^arz 
S. des Bizan, Tabari 707, 4. 6. 709, 6. 7. 710, 
9. 12. HamzahU. Albertlnl 116, 11. 13.301, 
10(297) und ohne den ersten Jaudarz das. 114, 
9 (in einer andem Liste, Hamzah 26 nnd daher 
auch Mojmel, nach derjenigen des Mobed Bab- 
ram, fehlt der Name ganz). Atbir 209, 18. 19. 
210, 14. 16. 272, 3. 6; andere Listen haben 
nor Einen Gaderz^ S. des Balag, Sobnes des 
Babram, Zeblreddin 162, 2. Lnbb et-tewarix 32 
(racht den Tod Johannis des Taufers, t 34) Jau* 
dar(z), Bmder nnd Vorganger des Narsi bin 
Wejan, Alb€rtol 114, 12; Nachfolger des Be- 
hafrld, das. 116, 20: die Compilatoren haben 
als Sohn Schapttr's einen Babram, genannt Gfl- 
derz (womit die Listen in Einklang kommen 
soUen), Mirch. 1, 219, 9. 11. 220, 6 (Mefttih); 
MasQdi 2, 136 nennt Jandarz einen Bmder des 
ASak, Sobnes des ASak; er lasst ibn aber anf 
Sabtlr, seinen Neffen, folgen; bei FeriStab 1, 23, 
1 (1, LXXIV) ist Gaderz der einzige Vertreter 
der parthisehen Herrscbaft. vgl. NOldeke, F. St. 
II, 3L Bildnisse des Gotarzes: Visconti III, 
pi. VI, n* 4. 6. 6. Gardner pi. V, 18 (bis 26). 
Longp6rier, Oenvres 1, 1883. p. 17, n*^ 2. 3. 4) 
GO^arz (Jandarz), Armeekanzler, einer der Grossen, 
welche Babram V vom Thron anssebliessen woU- 
ten, Dinawan bei Noldeke, Tabari 96, N. 3. 6) 
Gotorz, Bmder des Wasak Artsmni, des Vaters 
Alan's, begibt sich mit diesem zn Eaiser Mar- 
cianns (t 467), Lazar. Fbarp. 14, 30. Goter, 
Thoma 82, 7 (73). Tschamtechean 1, 460, 13. 
6) GQderz, S. des Hezarasp, des 18. Ftlrsten 
der Dynastie Badflsepan (f 1124), Zehlreddm 
149, 6. 7) Koriplt]^, ein Mann in Bjzanz, von 
Tzetzes 4, 879 erwahnt. — vgL Spiegel, Eubn 



Digitized by 



Google 



GOzihr 



119 



Gnlgfln 



and Schleicher^ Beitr&ge 4^ 447. Eran. Alterth. 
1; 613. Ein SchloBS des Jadarz im Gebiet von 
Eftm Flrtlz nennt Istaxri 118, 1. 

GOzihr, GOsithres 8. Gao5il>ra. 

Jovan** 8. Juwan**. 

roHyn\q, Skythe, Vater eme8 Pappo8, C, I. Gr. 11, 
166, n« 2130, 57. 

Granik-salar, Feldherr Xnsran's 11 gegen Heraklio8, 
Patkanean, Opit 68 (Journ. asiat. VI, 7, 205), 
nach Mo8e Kalankatoyatsi; Patkanean (Materialien 
zum armen. WOrterbuch, Petersb. 1884, 2, 25), 
yermnthet Dranik-salar, "Befehlshaber der Palast- 
wache"; ein Titel, der fttr den Eigennamen gilt. 

rpaTTrii, eine Verwandte de8 Izates von Adiabene, 
bante einen Pala8t in Jemsalem, Joseph, bell. 
Jnd. 4, 9, 11. 

Graw&ratn, Vater des Fradadnara, yt. 13, 122. 

Gmmbates, KOnig der Chioniten (awest. x*T^aona) 
in Daghestfln, ao. 359, Ammian. Marc. 18, 6, 22. 
19, 1, 7. 

Jnan s. Juwan. 

Gnaram s. Gnram. 

Jnba, S. des Tmnghath, Vater des S&manxndah, 
Yaqut 3, 13, 17. bei Abulfeda Jathman. 

rou^dZfi^ 1) FOrst der Lazen zor Zeit Leo's I, ao. 
456, Priscns, 155, 1 (ruipdZnO. 2) Ftlrst der 
Lazen, yon den Rdmem ans Verdacht eines Ein- 
yemehmens mit den Persem ermordet ao. 554, 
Prokop 225. Agathias 2, 18. 3, 4. 

Gndanfar s. Windafamft. 

jQdank, Athir 170, 26 unrichtig statt Jawrang. 

Gufrlz s. Wahrlg. 

GuftI, Dichter, Pertsch 637, n" 82. 
d. i. Rede, Sprechen (taxallns.) 

GnhiSt&z&dh s. Wahigtazadh. 

Gtlya s. Eamrftn. 

Jflyft 1) Held in Mazenderftn, Fird. 1, 554, 824. 
2) Mlrza Dftrab Jttyft, S. des Mulla Samin, eines 
Persers in Easchmir, Bruder des GQya, Dichter 
c. ao. 1690, Sprenger 128. 453. Rieu 719^ 
1092\ Pertsch 637, n* 75. — d. i. der Forschende. 

Gal (Rose) 1) Gul-i xnSbOl (duftende Rose), Tochter 
des Rafgda nnd der Gnher, Wis o Rimin 241, 
16. 2) Heldin in Gedichten des Ferld ed-din 
^Attar (t 1230), des Ch5ja Kermani (t 1352), 
Sprenger 352. 473. 3) Gnl PadiSah, Feenk5nig, 
Rieu 772\ 4) Tochter des Dadian Lewan II 
yon Mingrelien (f 1657), Brosset, Hist. 2, 647. 
5) Taxallns oder nom de plame, s. Garcin de 
Tassy 103. — ygl. Wardaki (pehl. Ward ist die 
41tere Form yon gal). 



Golandam 1) Mohammed, Freond des Hafi^, sam- 
melte nach dessen Tod seine Gedichte, Riea 
627. 628. Pertsch 61, n* 3. 2) weibUcher Name, 
z. B. in einem Roman, Riea 727 \ 734*. 877^. 
— d. i. rosengliedrig, Rosenk5rper, ygL Gnl- 
badan. 

Galas (in Galagkerd) s. anter WalagaS. 

Galaz&d, Vater des Eristhaw Giorgi (ao. 981), georg. 
Inschrift bei Brosset, Ballet. Acad. Petersb. XIV, 
1857, 167. — d. i. edel wie die Rose, ygl. Ward- 
az&d. 

Galbad (unrichtig Kelbad) 1) Taranier, Sohn des 
Wesah (Wiseh), Brader des Piran, yon Ferlbarz 
erlegt, Fird. 1, 388, 79. 2, 502, 820 (bei Vullers, 
Lexic. 2, 865' angefllhrt). 3, 34, 346. 564, 1834. 
Jolbaft, Tabari 610, 8. 613, 12. 2) Georgier, 
Befehlshaber des Laarsab in Tiflis, ao. 1540, 
Dom, M6m. VI, 6, 1844, 333. 
d. i. Wind, der Rosen(daft) bringt. 

Galbadan Begom (Fttrstin), Tochter des Kaisers 
Baber yon Indien, Gattin des Xidr-X!^ajah, Statt- 
halters yon LahQr, geb. 1523, f in Agra 1603, 
schrieb das Leben ihres Vaters and ihres Braders 
HmnayOn, Ferifitah 1, 463, 16 (2, 186). Riea 
247'. 1083'. — d. i. Rosenk5rper (arab. badan), 
ygl. Galandam. 

Galbax; Befehlshaber in Ihran, wo Isfendiar seinen 

Sitz hatte, bei Gelegenheit des Zages Jerrah's 

in den Eankasas erw&hnt, ao. 103 der Fl. = 

721/2, Derbend-nameh 460, 10. 482. 486. 519, 7. 

d. i. die Sch5nheit der Rose habend. 

GalbehiSt, eine Sklayin, belagerte mit ihrem Sohn 
Malik §ahln im Aaftrage des 'Ala ed-din. Saltan 
in Dehll, eine indische Festang ao. 1298; sie 
starb aber and ihr Sohn ward bei einem Aasfall 
der Belagerten getddtet, Tarlx-i Alfl bei Elliot, 
Bibliograph. Index to the histor. of India p. 161 ; 
nach FeriStah 1, 207, 12 (1, 370) geschah es 
10 Jahre sp&ter. — d. i. Rose des Paradises 
(gnl-i b*) Oder Rosenparadis. 

GalbOi sflrl, Feldherr des Yezdegerd HI, Fird. 7, 
434, 75. — d. i. Rosendaft (habend). 

Galdaxtar nannte K5nig Rostom yon Georgien 
(t 1658) seine erste Gattin Kethewan, Tochter 
des Gorjasp AbaSidze, Brosset, Hist 2, 66. 
d. i. das Rosenm&dchen. 

Galfar, Eriegsoberster in Capritana (im Gebiet yon 
Foram Jalii), an welchen Papst Gregor (f 604) 
ein Schreiben richtete, Migne LXXV, p. 416. 
d. i. Rosenglanz. 

GalgOn, Name des Rosses des Lohrasp, Fird. 4, 



Digitized by 



Google 



Gnlfiihreh 



120 



GhnnSah 



410, 626. — d, i. rosenfarbig (neuere Form fttr 
altp. Rodogone). 

GnlSihreh, Georgierin, yermittelte Friedensyerhand- 
langen zwischen der Pforte nnd Persien, ao. 1606, 
Dorn^ mm. VI, 6, 1844, 379. 
d. i. Rosenantlitz. 

Galxan-xathnn (georg.) 1) Tochter des K5mg8 Da- 
vid VII von Georgien (f 1360) und derSinduxtar, 
Gattin des Manuel, Sobnes des Kaisers Andro- 
nikos von Trapezunt ao. 1379, f 2. Mftrz 1395, 
Lebean 20, 503 (xulxan-xat). Brosset, Hist. 2, 
625. 2) Golkan od. Guka, Tochter des Bardzim, 
Eristhaw von Aragwi, Gattin des Simon, Sobnes 
Lewans, Prinzen von Kartbli (f 1709), t I'^l'^; 
Brosset, Histoire 2, 627. 3) Gulkan, T. des 
Eristbaw SoSita III von Ra5*a in Imereth, Gattin 
des Otia Dadian, das. 2, 311. 4) Gulkan 
Ts'ulukidze, zweite Frau des Ednigs Salomo I 
von Imeretb, Brosset, Hist. 2, 644. — d. i. Rosen- 
ftirstin (x&n). 

Guhiar 1) Geliebte des Ardafilr I, Fird. 5, 282 ff.; 
im E&mamak ohne Namen. 2) Meerm&dcben, 
Alif Laila ed. Macnaghten III, Calc. 1840, p. 540, 
6. 544, 8. Lane 3, 259. — d. i. Granatbltltbe 
(gul-n&r aus gul-an&r, z. B. Hafiz t, 20, 6). 

Gtllpan&h (syr., U kurz), Nebenfrau des indiseben 
Ednigs Setperam, Ealilag u. Damnag ed. Biekell 
LVII. 102, 21 (100, 6). NOldeke, DMG. 30, 
757. — d. i. die Zuflucbt der Rosen, bei der 
am meisten rosige Scb5nheit zu finden ist. 

Gulrux bggum, Tochter des E&mrftn, Sobnes des 
Baber, Gattin des Timuriden Ibrahim Hosain, 
Mutter des Mo^affar Hosain, Dichterin, FeriStab 
1, 493, 4 (2, 238, ao. 1572). Pertscb 655, n' 57. 
— d. i. Rosenwange (babend); b€gum, jetzt eine 
Frau von geringem Stand (Polak 1, 124), ist 
ursprfinglicb die Frau eines BHlrsten oder Amirs 
(Beg), Garcin de Tassy 81. 

GulSad, Erz&hlerin in einem Roman, Rieu 773\ 
d. i. rosenfroh. 

Gulgfth, Geliebte des Waraqab, Vullers, Lexikon II, 
1022^; ein Waraqat al-AsadI erscheint als Dichter, 
Fihrist 164, 17. — d. i. Rosenk5nig(in). 

GuBabr 1) Gattin des Piran, Fird. 2, 324, 1522. 
2) Gulfiar (georg.), Tochter des EOnigs David Vn. 
(t 1360), Sobnes des Giorgi V von Georgien, 
Gattin des Eristbaw (Statthalters) von Esan, loane, 
Brosset, Hist., Additions 380. 3) Gulgar (al. 
Gulxan), Gattin Dimitri's, Sobnes des Ednigs 
Alexander von Earthli, 1 1471, Brosset, Hist. 1, 
684. 2, 626. — d. i. Rosenstadt. 



Gulian, Schriftstellemame eines Dichters 1) in 
Gujarftt, ao. 1682, Sprenger 113. 2) aus Jaun* 
pQr, der sein Leben in Reimpaaren erzfthlt, ao. 
1762, Rieu 715. — d. i. Rosengarten (aus Gu- 
list&n), wie bei H&fi? d, 2, 2. 

GulSanl 1) Maulanft, aus Schlraz, Dichter, f 1533, 
Hajl Chalfa 3, 304, 3. Pertscb 655, nT 65. 2) 
Dichter aus EfiJto, f 1566/7, Sprenger 26. 
d. i. Roseng&rtner. 

GultfiJ, Vater eines Schreibers Danlat, Pertscb 526. 
d. i. Rosendiadem. 

GbumAdian, S. des Hormuzftn, Tabari 2801, 3 
(Qnmadb&n, Prym zweifelnd). Athir 3, 59, 17; al. 
^boUJt, ^^UMjJ«, ^UoUjJ!, qLoUiJ!. 

GOmand SapQb, Perser, Feldberr Sapor's 11 gegen 
Argak III von Armenien, in einer Schlacht von 
Wasak erlegt, Faust. Byz. 4, 31 (148, 6); ein 
andrer (wahrscheinlich derselbe), von Manuel ge- 
t(Jdtet, das. 5, 39 (248, 23). 

Jon s. Jon. 

Junaf d. i. GuSnasp s. Wargnaspa. 

JunafSah, s. unter WarSnaspa. 

GunfthI, Dichter, Pertscb 655, n* 98. — d. i. der 
stlndige (taxaUus oder Phantasiename). 

Touvbapouva^ , Ghiliarch im Heer des Sarbaraz^ 
Theophanes 499, weiterhin fovbapoucydv, Ana- 
stasius Gundabundam und Gundabusam, das. 2, 
490. rouvbouqpoGvbo^ Cedren. 1, 734. Chron. 
pasch. 398, d (728, 19). 400, b (731, 12) Toup- 
bavdaira und rou(Tbavd(TiTa; der Name scheint 
Variante von Aspa^-guSnasp (mit UmsteDung der 
Compositionsglieder), 8. dies; NOldeke, Tab. 362; 
die Lesarten des Theopb. erinnem eher an Eundft- 
guSasp, Heerfahrer des Bahram TschUbin, Fird. 
6, 584, 477 (Mobl: Nardag"); Spiegel, Er. Alt. 
3, 520, h&lt Gusanaspas (Gugnasp) fUr die rich- 
tige Form. 

Gundaferus s. V^indafama. 

ruvbdvfi^, ein Skythe, von seinem Freund Abau- 
chas aus den Flammen gerettet, Lucian Toxaris 
61 (444). 

Gbunfiah 1) armen. Gontsa, georg. Gontsa, Guantsa, 
Tochter des Eristhaw Eaxaber von RaS'a, zu- 
erst Gattin des Avag, georgischen Statthalters 
in Ani (f 1249), dann des Ednigs David, Sobnes 
des Georg LaSa von Georgien, Stephan OrbeL 
112, 25. 154, 23. Brosset, Hist. 1, 554. 568. 
WardoyS Gontsa, Tschamtschean 3, 225, 35. 2) 
Gwantsa, Gattin des Eristhaw von Esan Wii^el, 
Brosset, Hist, Addit. 378. 3) Gunjah XatUn, 
Gattin des ArghUn Xan von der mongolischen 



Digitized by 



Google 



Guram 



121 



Jurdlk 



Dynastie Ux&D; Barbier de Meynard, J. as. V, 
10, 282. — np. ghnnfiah, Enospe. 

Gnram 1) arm. Goram, georg. Guaram, OberbefeUs- 
haber, dann Nachfolger des von Jastinian 574 
eingesetzten Stephanos I, EOnigsliste des Mxithar 
von Ayriwank'; nach der georg. Chronik des 
WaxnSt ist Guaram Vater des Stephanos and 
Bruder eines Bagrat, der von dem Juden Salomo 
abstammen soil; am die Bezeichnang Bagratiden 
za rechtfertigen (obwohl ja Gaaram der Stamm- 
vater ist, nicht Bagrat) ist dieser Bagrat (f 568) 
eingeschoben, yon dem dann ein zweiter Gaaram 
abstammen soil, der nar eine Verdopplang des 
ersten ist, s. Waxtang bei Brosset, Ballet. I, 
1844, 167. 2) Gaaram, S. des Stephan I, Ka- 
ropalat in Samtsxe, Vater des Waraz-Bakttr, reg. 
619—678, Waxtang bei Brosset das.. Hist. 229. 
248. Addit. 138. Introd. XLVn. 3) Garam- 
Mamphal, S. des Agot, Earopalaten von Georgien 
(t 826), Schwager des Smbat I von Armenien, 
Vater des Narse, ASot and einer Toehter, der 
Gattin des Adamase and Bagrat I von Ap'xaz, 
t als MOnch 883, Brosset, Ball. 1, 1844, 167. 
174. 193; Hist. 1, 270. 272. Goram oderGomar, 
Tschamtsch. 2, 408, 16. 4) Garam, bei Waxtang 
Gargen, von ArtanQj, f 941, Brosset, Ballet. 1, 
1844, 167. Dieser Name ist die georgische 
Form des armen. Wram, pers. Bahram. 

Garandaxt 1) Toehter des ECnigs Mir (Mihr) von 
Georgien, Gattin des Leo, Eristhaw (Satrapen) 
von Ap'xaz, am 735, Brosset, Balletin 1, 1844, 
193. 194. Hist. 1, 248. 2) T. des Argil II, 
Base der vorigen, Brosset, Hist. 1, 251. 3) T. 
des Giorgi n oder Gargen von Ap'xaz (f 955), 
Gattin des Gargen, des Sohnes des Bagrat II 
Regwen von Georgien, Matter des Bagrat in 
von Ap'xaz and Earthli, Inschrift bei Brosset, 
Mim. Acad. St. Petersb. VI, 4, 1840, 345, 7. 
350. 351. BaUet. 1, 1844, 194. Hist. 1, 311 
(Gaarandaxt). 4) T. des Gargen oder Giorgi I 
von Apxaz and Earthli (1014—1027) and der 
Mariam, Toehter des Senekerim Artsrtlni, Gattin 
des Smbat von TaSir in Gtlgark, Brosset, Ballet. 
1, 1844, 174. Hist. 1, 328, Not. 5) T. des 
Atraxa von Qipfiaq, Gattin des Ednigs David n 
von Georgien (1088—1125), Brosset, Hist. 1,362. 
pers. Bahr&mdaxt. 

Gtlr&ngah (EOranSah), S. des Xasraa II, von seinem 
Brnder §€r5^ getOdtet, Hamzah 61, 14. Mojmel 
J. as. m, 11, 275, 11. 

foOpa^ 1) Bnider des Tigranes I, Befehlshaber von 

Justi, Ferd^ Iranisches Namenbuch. 



Artaxata, Plat. Laeall. 32, 4; armen. Gor, Be- 
fehlshaber von Nisibin gegen Lneollas ao. 68 
vor Chr., Tschamtschean 1, 235, 27. 2) Gttrft, 
Bischof von SoSter ao. 420, Gaidi, DMG. 43, 
395, 15. 3) Gor, armeniseher Feldherr, ver- 
hilft dem Agot zar Statthalterschaft (961—977), 
Samuel 437. — vgl. Gorak and arm. gor(oz, stolz). 

Gar&z s. Warftza. 

Gorftzeh s. Warftzaka. 

Gord 1) S: des Ednigs Tallman zar Zeit des Fen- 
dtm and Naa^ar; Gard-i Tallmftn, Fird. 1, 182, 
825. 406, 288. Gardftr (Eardftr), Mojmel J^ as. 
IV, 1, 415, 19. 2) S. des Germahftn, arab. Jard 
bin Jarmahan (Lesart ansicher), Feldherr zar 
Zeit des Eai Xasraa, Tab. 615, 13; er todtete 
den Schedah (Schldeh), der bei Firdasi 4, 62, 
696 darch Eai Xasraa selbst fellt; Zotenberg 
(Tabari 1, 472) las Xired bin Xarxan. vgl. 
Ward; patronymisch: Gardftn (s. besonders). 

Gardftb, Taranier, ktaipfk mit Sahrftb, in einem 
Vers des AsadI bei Vallers Lex. 11, 966*. 
d. i. Heldenglanz habend. 

Gardafrld, Toehter des Geidehem, kampft mit 
Sahrftb, Fird. 2, 94, 274. 
d. i. die Helden-Afirld. 

Gardftn (P^t^^), Grossvater des Mohammed bin 
Ahmed, Gelehrten aas Naxjewftn in Ai&arbaijftn 
(an der Aras-Farth) Yaqat 4, 785, 13. 

Beroerk. Man kann aachKardSn, Gird&n, Gard&n 
lesen. 

Gardanaspa s. Gandabonas. 

Gardftngfth (Gordonxa) Vater des Tahmtan, von 
Hormaz, Texeira bei Defr^mery zu Ibn BatQtah 
2, 456. — d. i. Heldenk5nig. 

Gardglr 1) ftlnfter Sohn des Afrftsiab, Fird. 4, 32, 
329. 2) AnfUhrer im Heer des Wagmglr (ao. 
942), Zehlreddin 179, 10. — d.i. Helden ge- 
fangen nehmend. 

Gardieh, Schwester des Bahrftm Tsehftbln, Ge- 
mahlin des Xasraa II, Matter des Farraxzft^-i 
Xasraa, der naeh Azarmldaxt EOnig war, Albe- 
rtlnl 113, 12; femer des JawftnSir, Fird. 6, 676, 
1577 flf. Tab. 998, 1. Masfldi 2, 222. Mirch. 

I, 241, 15 (anriehtig Enzdimeh); Eardiyyah, 
Sehwester des Bistftm (1. Bahrftm), Athir 366, 2. 

Jardlk (arab. «5sPy>> and (rf5^^j^), Izz ed-din. 
Emir des NUreddln von Damaskos and seines 
Sohnes Melik as-Sftlih, Befehlshaber der Barg 
von Hamath, die sein Brnder im Einverstftndniss 
mit ihm demSaladin tlberliefert, ao. 1174, Athir 

II, 223, 3. 224, 5. 12, 45, 10. 

16 



Digitized by 



Google 



Gurdm 



122 



Jnwanxtli 



Gordlu (? pehl. Gartin), Martbat zi maga zi GOrtln 
(viell. Gtlrt&n^ patronym.), Siegel, Mordtmann, 
DMG. 18, 29, n« 74 (Taf. II, 4). Justi. das. 
46, 283. 

Gurd6€ 1) Perser, zur Zeit des GuStasp, Fird. 4, 
478, 1431. 2) Bnider des Bahrain Tschttbin, 
steht anf Seiten des Xosrau gegen seinen Bin- 
der, Fird. 7, 12, 103 ff. Tab. 994, 12. Athir 
345, 9 (i^^/). 3) Vater des Asfir (s. diesen), 
Zehlreddin ^89, 4. 4) Kurdttyeh, S. des 'Amrtl 
al-azadi, ein Vers von ihm bei Yaqnt 3, 572, 15. 
5) Knrdayeh, Abtt 1-Hasan, Scheich der Sflfts in 
Schlrftz, t 1209, Hammer, Lit. Arab. 7, 396. — 
Neuere Anssprache Gurdtlyeh, Gurdtll, oder Ker- 
dm (das k f&lschlieh doreb die arabisehe Schrift 
eingefllhrt) s. N5ldeke, P.St. 9. 10. 21. 

Gnrdzftd 1) Gattin Sapors I, Mutter desHormizdl, 
Hamzah 49, 18. 2} Vater des Badtlsepan yon 
Laptlr, ein tabaristanischer Ispehbed, ao. 864, 
Zehlreddin 284, 17 (Lesart unsicher, vielleicht 
XOrzad). — d. i. Heldenkind. 

Gnrezm s. Kawftrazem. 

Gnrg, Kam&l ed-din, Vater des HOgang (s. diesen). 
d.i. Wolf. 

Gnrgahan, Kaiser von China, in einem Roman, 
Rien 773'. 

Gnrgak, S. des Othar SaliqaSwili, Bnider des Wa- 
raza, Schwager des Sah Tahmftsp, Brosset, Hist. 

2, 357. — d. i. W5lfchen. 

Guijfasp 1) Beamter des Alexander von Kacheth 
(1574—1603), Brosset, Bullet. Acad. Petersb. 2, 
1845, 225. 2) s. Kaxaber. 

Gurggn, Gurgin s. Warkaina. 

Gurg56 1) Enkel des Salm, von Sam get5dtet, 
Fird. 1, 298, 1057 ; die jetzige Lesart ist Karkai 
(Vullers 187, v. 1057); unrichtig Kakfli imBor- 
hftn-i qati' bei Vullers II, 779'. 2) K5nig von 
Wahr, mit Afrftsiftb verbflndet gegen Tfis und 
Rustam, Gurgtl, Fird. 3, 76, 853. Gurgfll 110, 
1261. — gektlrzt aus Gurgen (Warkaina). 

Gurgs&r, Toranier, welchen Isfendiftr jSng und als 
Ftthrer zur ehemen Burg (rfl'ln di2) gebrauchte, 
Fird. 4, 382, 289. 398, 474. — d. i. wolfs&hnUch. 

Gflr-i kuh (wilder [Berg-]Esel), angenommener Name 
des HOm&n, Sohnes des Wiseh (Wfisah), Fird. 

3, 150, 131 (VuUers 968, v. 128: Ktlh, Berg). 
Gtlrklh (tL kurz, scripto plena), ein Mazdakite, 

Dinkart V, 320 (Pehl. Text 245, § 1. 2); Gtlrklk 
246, § 3. — d. i. w5lfisch; die erstere Form ist 
das Abstractum, die andere das Adjeetiv, np. 
beides Gurgl. 



Gnr56, GurQI, auch unrichtig G^rQI ausgesproehen, 
s. War56. 

Gurdx&n, Familie aus dem Stamme des Eai Qobad; 
aus ihr stammte Sch&h F^rOz, Fird. 4, 20, 180 
(Mohl: Kurttxan). — d. i. Fttrst derSchaar (pehl. 
np. g[u]r5h). 

GusaiS s. WarSnaspa. 

Gusanastades s. unter WareSnaspa (WareSna). 

GuSanyam s. unter WareSna. 

GuSanyazdadh s. unter WareSna. 

Gugasp s. Waregnaspa. 

GtlSyar, arab. KaSyar 1) Vorfahr des arabischen 
Traditionisten Muslim ibn al-HajJaJ aus NaigapQr, 
letzterer f 875, Ibn XaU. VHI, 16 (III, 348) 
(Kflgyar, al. KttSad). 2) Ibrahim, Feldherr, zu 
welchem die Soldaten des aus Rai vertriebenen 
Makan tlbergingen und welcher dem Wafimglr 
huldigte (ao. 937), Zehlreddin 175, 18. 176, 1. 
3) Aba 'Ali, S. des LiballrOz, Gelehrter aus 
Gllan, .Yaqtlt 2, 179, 11. Barbier de Meynard 
Diet. 187. 4) *Abu '1-Hasan, S. des Labban 
bin BaSahrl aus Gllan, Lehrer des Avicenna 
(Ibn Sina), verfasste eine Planetentafel (zlj) c. 
ao. 968, Ibn ChaU. IX, 95, 1 (IH, 581) Hajl 
Chalfa 1, 199, 1. 3, 570, 6 (wo unrichtig ao. 
1066), Wttstenfeld zu Yaqut 5, S. 140. Wen- 
rich, de auct. grace, versionibus syr. arab. etc. 
Lips. 1842, 235, 1. P. de Jong 3, 84. Stein- 
schneider, DMG. 24, 375. vgl. Ideler, Hand- 
buch der Chronol. II, 480. 625. — d. i. das Ohr 
hinhaltend, begierig zu hOren (Nebenform von 
np. gQgdar). 

GtlSiSnayar s. DoSiSnayar. 

GuSnasp, arab. JuSnas s. unter WareSna. 

GuSnowai s. WareSnaspa. 

Gustax, Dichter, Sprenger 230. Pertsch 655, n'* 100. 
d. i. kUhn, zudringlich, armen. wstah (taxallns). 

GuStasp s. Wigtaspa. 

Gugtaza^ s. Wahigtazadh. 

Gustehem s. Wistaxma. 

Juwan 1) Ya'qQb bin Sofian bin Juwan, aus Fasa 
(Pasa) in Persis, Imam, Schriftsteller und Rei- 
sender, f 890, Yaqut 3, 892, 7. 2) Dichter, 
Sprenger 167. Pertsch 637, nM18. — d. i. 
Jtlngling. 

Juwanbaxt, Sohn des Moghulkaisers §ah 'Alam, 
1 1788, Rieu 279\ 282\ 1084 \ vgl. Jihandar- 
gab. — d. i. dessen Gltlck jung (frisch) ist; 
appellativ z. B. Schefer, Chrest. pers. I, 119, 22. 

JuwanxtU, armen. Jovankoy, Sparapet (Feldmar- 
schall) von Albanien, ao. 704, Brosset, Hist, 



Digitized by 



Google 



Jnw&nmard 



123 



GtlzagaD-xndhAh 



Addit. 486. — d. i. Anlage (Temperament) eines 
Jflnglings habend. 

Inw&mnard 1) Dichter, Pertsch 605, n^ 7. 2) Juwftn- 
mard 'All Bahadur x&n, Herrscher in Samarqand 
seit 1572, Rosen 131, 17. — d. i. edel, vgL 
Zoambres. 

Inwftnog 1) Staatsbeamter des Yezdegerd I and 
Bahram V, Fird. 5, 528 ff. Sumar-i diram 
(Kassenwart) 658, 82 (neuere Aussprache Ju- 
wanflt), arab. JuwanI, Tab. 859, 4. Athir 289, 4. 
2) Feldherr des Xnsrau 11, besiegte die R^mer 
in Armenien, ao. 604, armen. Jtlwanweh (nach 
der gelehrten, arabisirten Aussprache, also ans 
einer arabischen Quelle) Sebeos 72, 12. 3) 
Zoavdp (p fttr w), Fttrst der Dailemiten (xoO Ai- 
XijiviTiKoO ?0vou^ f|Tou)ievo^), geht zu Bahram 
Cabin fiber, Theophylaktos 161. vgl. NOldeke, 
P. St. 17. 

luwanSgr 1) JevanSir, Vater des Tiran, KOnig der 
Hephthaliten, Zenob, bei Langlois 1, 343^. JuanSer, 
Uxtanes von Edessa, bei Brosset, deux hist. 256. 

2) JuanSer, Spaspet des georgischen KOnigs 
Waxtang, ao. 466, Brosset, M^m. Acad. St. 
Petersb. VI, 4, 1840, 326% 21. Hist. 1, 161. 

3) Sohn des Xusrau 11 und der Maria, Tochter 
des Kaisers Mauricius, von seinem Bruder Eaw&d 
§6r0€ get^dtet, Hamzah 61, 17. Mojmel, Joum. 
asiat. Ill, 11, 276, 14. Diese Angabe scheint 
irrig zu sein, da von einem Gewahrsmann Ju- 
wanS^r als Eintagskdnig vor BOran genannt und 
als Sohn des Xusrau II und der Gurdiah be- 
zeichnet wird, s. NOldeke, Tabari 390, Not. 2. 
Diese Nachricht hat auch Mirchond I, 241, 16. 
Ein Eitab adab Juwanilr erwahnt der Fihrist 
119, 22 unter den Werken des Raihani. 4) 
Javanger, FOrst von Albanien, aus dem Hause 
Mihran, eilt dem Yezdegerd ni zu HtUfe, f g^g^n 
Ende des 7. Jahrh., Mose Ealankatovatsi bei 
Patkanean, Opit 86. 89. 90 (Joum. as. VI, 7, 
229. 233); vgl.Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 
4, 1862, 515. Hist. Addit. 475; ein Neffe von 
ihm heisst JevanSerik, Brosset, das. 478. 5) 
Juanger Juangerian, Nachkomme des Rew, Sohnes 
des EOnigs Mirian von Georgien, Gatte einer 
Tochter des Ednigs Mihr, Brosset, Hist. 1, 248. 
6) JuanSir (oder JovanSir), S. des Argil n von 
Georgien, Bruder des letzten Chosroiden loane, 
nach dessen Tod 787 die Bagratiden auf den 
Thron kamen, Gatte der Latawr, Schwester Agots 
(t 826), Brosset, BuUet. Acad. Petersb. I, 1844, 
167. Hist. 1, 261. 7) JaanSfir, verwundet den 



6tlrg€n Artsrtoi, ao. 868, Thoma 199, 28 (160). 
Sohn des Sahak (Isaak) Siuni, Bruder des Ara- 
man, Vater des Tigran (ao. 871)? IngiCean, 
Geogr. V. Armen. 297, 23. Brosset, Bullet. 
Acad. St. Petersb. 4, 1862, 605. 8) JuanSir 
(JovanSir), S. des D^alik, Ftlrst des Gaues BalK 
in SiuniK, Bruder des Mdnches Wahan, Vater 
des Eatholikos Wahan, Tschamtschean 2, 828, 
23. Ingifiean, Geogr. v. Armen. 284, 13. 
Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 529. 
9) JuanSgr, S. des Wardan Dadian von Mingre- 
lien, Gatte der Nathela, Vater des Wardan und 
Bedian, Brosset, Bullet. Petersb. VII, 1860, 152. 

Juwasb (xarasp ? wv^I^ statt wv^f^), an ihn rich- 
tete Xnsrau I ein Sendschreiben, welches er be- 
antwortete, Fihrist 316, 13. 

Gtlzak (GttCak, pehl.) 1) Tochter des Frawak, 
Schwester und Gattin des Hoschang (Haogja^a) 
Bund. 38, 1 (in der Guzaratiparaphrase des Bund, 
unrichtig Ganzehe, gu hat im Pehlewi dasselbe 
Zeichen wie gan), West, P. T. 1, 133. 2) Tochter 
des Airl6 (IreJ, s. Airyawa), Mutter der Fra- 
gtlzak von Thraetaona, Bund. 78, 8 (pazend un- 
richtig ganja). 79, 1 (paz. richtig guzaki); Izak, 
im VaSarkart bei Ehurgedji Rustamji Eam^ji, 
Lebensgesch. d. Proph. Zarathustra, Bombay 1870 
(guzarati) 276. West, P. T. I, 141. EOzak 
Sohn (bin) des IraJ, Tab. 431, 2. Eogak (Var. 
Jttgak), Tochter des IraJ und Gattin des Ferldto, 
nach der Ueberlieferung derMagier, Tab. 431,4. 
Xtlzak (1. Jttzak) Tab. 230, 8. Eazan (1. Ettzak, 
k ist pers. g), Tochter des IreJ, Alb^rfUil 104, 
6 (111). Eodek, Tochter des Ir^, Masttdi 2, 
141. EUrek (r ist identisch mit z, wenn diesem 
der Punkt oben fehlt), Gobineau 1, 305. — vgl. 
Guzes; np. ist gOzak 'Ferse' (talus). 

Ghflzak, 1) E5nig von Sughd, ao. 643, Tab. 2686, 
9. 2) S. des Ixgid, E5nig von Sughd, Nach- 
folger des Tarxtln, den er gesttlrzt, weil er mit 
Qotaibah Frieden gemacht, ao. 710, Beladori 
421, 12. Tabari 2, 1229, 16; ao. 728, Tab. 2, 
1608, 3. 1616, 16. 1523, 9. Athir 4, 438, 6ff. 
Ghflzak heisst ein Ednig der Ttlrken, Ibn Chor- 
dadbeh 41, 2. 

Gttzagan-xadhah, eigentlich ein Titel, 'EOnig der 
Gtlzak oder von Gnzagan' in Toxaristan, Istaxrl 
270, 11 (Jozajan); arab. EQzakan xodhah, Al- 
bSrtmi 102, 11 aus Ibn Chordadhbeh 40, 2; die 
Stadt nennt Tab. 2, 1606, 1 ff., den Ftlrsten al- 
Jaz^an S. des al-JtlzaJan 1609, 3 (ao. 737). 
NMdeke, P. St. 18, Not. 2. 



Digitized by 



Google 



rovlr\^ 



124 



Hamazasp 



rovlt\q, Beiname des Johannes, des Sohnes des 
Thomas, ein Armenier, welcher ftir Kaiser Ju- 
stinian die Stadt Petra in Kolchis (Lazistan) be- 
festigte, Prokop. 293, 8. 2, 493, 5. 517, 15, 

Hftbfts, S. des TftJ, Enkel des Farwal, Masudi 2, 
113; die andem Quellen haben Witaraf Sang und 
Varianten dieses Namens; ^UL^ scheint aus der 
Lesart des Mojmel v^mOLj entstanden zn sein. 

Habaspa, S. des WiStaspa, Brnder des Naptya und 
Waiaspa, yt. 13, 102. 

Habeg ^Jij^ 1. JnSnas u'-wu^; Zehlredd. 152, 4. 5. 

HabQb s. HwOgwa. 

Hadaxya s. Nadaxya. 

Hadondadh s. Zarwandad. 

Haefiadaspa, S. des Cax§ni, Vater des Aurwadaspa, 
y. 45, 15. Haegadasp (in Pazend) Bund. 79, 5. 
arab. Haijadasf, Tab. 682, 1. Hejedasf Masudi 
2, 123. — d. i. Springhengste besitzend. 

Haftwad, d. i. 7 SOhne habend, ein Mann in Kir- 
man, welcher einen grossen von seiner Tochter 
gefandenen Wurm besitzt, durch den er sehr 
machtig wird (Anspielung auf den Seidenhandel); 
der Wurm wird von ArdaSir I eriegt (Nachklang 
mythischer Drachenkampfe), Fird. 5, 308 ff.; 
richtiger erscheint der Name im Kamamak 49. 
51: Haftan-buxt, d. i. *sieben haben eriOst* (die 
sieben sind die Amsehaspands, nach dem Buch 
von YoSt-i friyan 2, 14); im Tarlx-i guzldeh ist 
aus dem buxt des Namens und dem Worte Kerm 
(Wurm) ein Befehlshaber Buxt-i Kerm geworden, 
welchen ArdeSir I besiegt, s. Barbier de Mey- 
nard 483, Not. 3. Astawad(?) Tab. 817, 5. 
Asitin, Asbtin Athir 274, 7; vielleicht richtig 
Abtanbuwad, was aus einer nicht ganz richtigen 
AuflOsung der Pehlewizeichen entstanden ware, 
vgl. N5ldeke, Tabaii 10. Darmesteter, 
l^tudes iraniennes 2, 81. Liebrecht, Zur Volks- 
kunde. Heilbronn 1879, S. 67, vgl. den Namen 
AsUwar Tmd Ragnwad. 

HahQI, S. des Xurrad, Arzt des Xusrau II, Mojmel, 
J. as. IV, 1, 422, 11; wohl Mahul zu lesen. 

Haxamanig 1) Stamm vater der HaxamaniSiya oder 
Achaemeniden, Inschrift von Behistan I, 6 = 
Inschr. A, 8. 'Axaiji^viic (ai deutet darauf hin, 
dass haxa filr haxai, sanskr. sdkay- steht, s. 
Job. Schmidt, Kuhn's Zeitschr. 27, 373) Herod. 
7, 11. Tacit. Ann. 12, 18. 2) S. des Dareios I 
und der Atossa, fiel als Satrap von Aegypten 
gegen Inaros bei Papremis, Herod. 3, 12. 7, 7. 
97. 236. Diod. 11, 74, 1; Ktesias Pers. 32. 36 



(Gihnore's Ktes. p. 161. 162) nennt ihn *Axai- 
jievibTi^ und Sohn des Xerxes und derAmestris. 
3) KaXXidTpaxeia^ GuTatpd^ 'Axaiji^v. (so) in einer 
inschrift von Pantikapaion (Kertsch) C. 1. 6r. 
II, 155, n**2114\ 4) S. des Achaimengs, An- 
fang des 2. Jahrh., Latyschev I, 146, n"* 116. 
5) S. des Th(eange)los aus Tanals, ao. 156, In- 
schrift bei Latyschev II, 250, n^ 438. 6) S. 
des Agathokles, Inschrift seines Grabsteins aus 
Kertsch, Latyschev II, 58, n** 60. 7) Vater des 
Xggodis (s. diesen). 8) Vater desMakarios, In- 
schrift aus Tanais, Latyschev II, 275, n**451, 
31 (ao. 228). 9) S. der Kybele, eines Weibes in 
Memphis (romanhaft) Heliodor 197, 17. 
Hamam 1) ArtsrUni, S. des ArSavir, Sohnes des 
JaJUrh, zur Zeit ArtaSesIII, Thoma 56, 6 (47). 

2) Fttrst von MelitinS, zur Zeit des Pap, G^ndal. 
St. 6r6g. 37'. 3) Ftlrst in Iberien (Wirk), 
Schwestersohn des WaSt§, Fttrsten von Iberien, 
Tschamtschean 2, 239, 23 (ao. 632). Saint- 
Martin, M6m. 1, 78. 4) Wardapet, Schriftsteller, 
Tschamtschean II, 689, 7. 5) AmatQni, S. des 
SapUh, Asolik 162 (ao. 751). Tschamtschean 2, 
419, 26 (ao. 787). 6) Ftlrst von Albanien (Alovank), 
ao. 895, Tschamtschean (nach Asolik) 2, 717, 7. 

Hamazasp 1) 'AjidCadTro^, Bruder des K5nigs Mi- 
thradates von Iberien (Georgien), f 114 im Ge- 
folge des K. Trajanus in Antiochia Mygdonia 
(Nisibin), C. I. Gr. ed. Curtius et KirchhoflF, IV, 
20, n** 6856; in der Liste des Mxithar Sohn des 
AzUk, in der sogen. Chronik Waxtangs (Brosset, 
Hist. 1, 71) Amzasp, S, des Azork, regiert gleich- 
zeitig mit Derok; er ist Vater des Pharsman 
Kweli (des guten). 2) ArtsrUni, wahrscheinlich 
S. ASots, Vater des SavarS, beherrscht das stld- 
liche Georgien Mitte 2. Jahrh., Thoma 56, 6 (48). 

3) Amzasp, S. des Pharsman III, reg. 182 — 186; 
er ist der Bruder der Gattin des Arta§^ von 
Armenien, dessen Sohn Rew oder WroXn ihm in 
der Regierung folgt, Brosset, Hist. 1, 75. Mxithar 
von Ayriwank. 4) Mamikoni, S. des Artavazd, 
Bruder der Hamazasptlhi, ao. 382, Faust. Byz. 
5, 31 (242, 31). 36 (243, 8j. 5) Mamikoni, S. 
des Wasak, des Bruders von n*4, G^n^al. St. 
Gr6g. 33*, von Sapor II an den persischen Hof 
gezogen, nachdem er den Vater, den Gefilhrten 
des KOnigs ArSak III in der Gefangenschaft ge- 
tOdtet hatte, G^ndal. St. Gr6g. 33*; vonFaustus 
Byz. 5, 37 nicht genannt. 6) Mamikoni, S. des 
Mugel, Gatte der SahakanQg, der Tochter des 
Katholikos Sahak Parthev (f 442), Sparapet, f c. 



Digitized by 



Google 



Hamazasp 



125 



Hamza 



416. Laz. Pharp. 63, 16. 98, 31. Mose 3, 61. 
Thoma 71, 34 (63). 7) Mamikoni, Sohn von n^ 6, 
Bruder Wardans, EliSe 221 \ 247', ao. 461. 8) 
'AfioZdcTTni^, Hamazasp, Schwestersohn des Sa- 
trapen SymeOnos, Smavon, von Justinian zom 
Statthalter (fipxiwv) von Bartsr HayK ernannt, 
ao. 534, Prokop 169. Tschamtschean 2, 241, 
25. 9) Mamikoni, S. des Davith (Sebeos 160, 
18), Bruder desGrigor, Kuropalat und Patricius, 
Eidam des Theodoros Rgtfini, der auf Seiten der 
Araber gegen Byzanz stand und von Mo^ftwiya 
zum ISxan von Armenien ernannt ward, in wel- 
cher Wtlrde ihm Hamazasp 654 — 658, dann Grigor 
folgte; Samuel 407. Sebeos 143, 12. 150, 17. 
Asolik 127. Tschamtechean2,356, 12. Brosset, 
Deux histor. 32. 10) Artsrflni, S. des Wahan, 
Bruder des Sahak und Gagik, urn 766, fUUt 
gegen die Araber, Samuel v. Ani 415. Tscham- 
tschean 2, 409, 26. 11) Neffe des yorigen, 
Sohn Gagik's, Bruder Sahak's und MerQ^an's, 
ao. 785, Tschamtschean 2, 409, 42. 416, 8. 
416, 29. 12) ArtsrHni, von den Arabem gefangen 
847, Thoma 109, 17 (98, ohne genealogische An- 
gaben). 13) AbOsahl-Hamazasp, Artsrnni, S. des 
E5nigs Gagik (904 — 936), regiert nach seinem 
Bruder Derenik-ASot von 953 — 972, Samuel von 
Ani 441. 14) Hamazasp, Marzpan, Vater des 
Smbat, Inschrift von Sanahin, Joh. v. d. Erim, 
Mem. VII, 6, 52. 15) Enkel des vorigen, Bruder 
des E'Urd, Hasan und Sargis, Joh. v. d. Erim, das. 

16) Hamazasp, aus Ani, Bischof von Halbat (Gou- 
vemement Tiflis), Inschrift en in Halbat von 1243 — 
1257, Johann v. d. Erim, M6m. VU, 6, 2. 19. 23 etc. 

17) Mamikonier, Abt in Yohannu-wank in der N&he 
von I2f™atsin, ao. 1279 flf. Zakaria bei Brosset, 
Collect. 2, 170. 175. 176. 178. 18) Bischof von 
Erevan, 1443, Tschamtschean 3, 489, 32. 19) 
Bischof von Havttte thar, 1619, Arakel 293, 3 
(Brosset, Collect. 1, 413). Tschamtschean 3, 595, 
39. — d. i. Schlachtrosse besitzend, awest. 
'''hamaza, skr. samara (das Zusammentreffen), 
bei Hesych : diiiaZa-Kdpav * iroXeiiieiv TT^pdai. 

Ableitungen des Namens: Hamazaspean, S. 
des Hamazasp Mamikoni (n° 3), Bruder des War- 
dan und des Hamazasp (n"" 7), Laz. Pharp. 63, 
18. 122, 32. 148, 4. 5. Mose 3, 58. Thoma 72, 7 
(63). Bei Faustus auch neben Hamazasp (n** 4). — 
HamazaspHhi 1) Tochter des Artavazd Mamikoni, 
Schwester des Hamazasp (n"* 4), Gattin des Ga- 
regin Bgttlni, von den Persem unter Anleitung 
ihres Bruders Wahan und ihres Neffen MertlSan 



am Thurm der Burg in Wan aufgehtogt, Faust. 
Byz. 4, 68 (178, 12). 5, 37 (242, 37); in der 
2. Stelle des Faustus wird Hamazaspahi Schwe- 
ster des Hamazasp genannt, wie bei Thoma 55; 
Hamazasp heisst aner (Schw&her, 243, 8) des 
Garegin, und letzterer phesay (Eidam, 242, 36) 
des Hamazasp; diese Ausdrficke kOnnen hier 
nur * Bruder der Fran' und * Mann der Schwester* 
bedeuten. Dieselbe Frau wird 178, 12 als k*oy- 
rathiu (an Schwesterstelle, d. i. Schwilgerin) des 
Wahan, Schwester des Wardan bezeichnet, Wahan 
aber ist der Bruder des Wasak (160, 11), und 
dieser ein Bruder des Wardan, 66, 21. 22. 
2) Gattin eines siunischen Ftlrsten, Mutter eines 
Georg, Ende 8. Jahrh., Brosset, Bullet. Acad. 
St. Petersb. 4, 1862, 505. 

Hftmbaretar-wanhw&m, S. des Taxma, *yt. 13, 111. 
d. i. Sammler von (geistlichen) Gtltem. 

Hamdam 1) Soheill bin Hamdam Eatxuda (Dorf-. 
schulze), arab. Dichter, Hajl Chalfa 3, 286, 1. 
2) mehrere indische Dichter, Sprenger 232. 
Pertsch 664, n** 3. — d. i. zusammen athmend, soviel 
als Treund'; Hamdami Sirftzl, Pertsch 664, n''^ 

Hamd&n GuSasp, auf Seiten des Bahrftm Ctlbin, 
Fird. 6, 612, 826. 674, 1666. 7, 16, 146. 

Hamdatha ^<n'1^n, Vater des H&man (susischer 
Name), Esther 3, 1; al. M^datha, 'AfiabdOnc 
LXX und Joseph. A. Jud. 11, 6, 5. — wahr- 
scheinlich 'gegeben vonHumman, Umman* (dem 
elamitischen Gott), nach P. Jensen. 

Hamger, ChOjah Mejd ed-din aus Schlraz, vorgeb- 
lichvonsasanischerAbkunft, Dichter, Zeitgenosse 
des Sa dl (t 1291), Hammer 202. Schefer, Chrest. 
pers. I, 120, 13. Not. pag. 19. Pertsch 495, 
n" 23. 669, n" 266. — d. i. der Flicker. 

Hamit s. Admit. 

Hamrang, Dil&war ^All xAn? Bruder des Yakrang, 
Dichter, Sprenger 232. — d. i. von gleicher An- 
lage (Farbe). 

Hamurz aus §(lStar (al. aus Nisft), Feldherr des 
Xnsrau 11, fiel in der Schlacht von Dhu Qar 
623, Tab. 1030, 18. Yaqut 1, 169, 17. 4, 11, 
6. 14. 49, 11. Athir 357, 13. Abulfeda 1, 
88, 10. Hamui*z, S. des Adarkar, Feldherr des 
Qawftd, Hamzah 137, 18. — d. i. steh aufl 
(imperat.). vgl. NOldeke, Tab. 336; wahrschein- 
licher ist *verzeihend', vgl. np. ftmurz, pehl. 
hamurzignS, Jamaspji D. Minocheherji Diet. 2,320. 

Hamza, Derwisch aus Dehll, Ende 18. Jahrh., 
Sprenger 232. — d. i. der gleichaltrige (za ftlr 
zad wie in Mirza). 



Digitized by 



Google 



HaAhaurwAo 



126 



HardarSn 



HaAbaurwao, S. des Jamftspa aus dem Hanse 
Hwogwa, yt. 13, 104 (hanhauruSo Jftmftspanah?, 
genet.); patronym. HanhanrnSi (s. WareSna); 
vgl. Ger&ml. — d. i. der sehr schfltzende (In- 
tenBivstamm von bar). 

HanOz, Feldberr des Pftdig&b von Tanjeb, von 
EerSasp get($dtet, Babar-i 'ajem bei VuUers Lex. 
II, 1481*(Kergft8pnameb). 

Haoma (awest.), baoma (altpers.), Name einer bei- 
ligen Pflanze nnd ibres Genius, sanskr. s6ma; 
er bescbtltzt besonders die Heiligen, wie ans dem 
ibm geweibten Yasebt (yasna 9) bervorgebt; 
yt. 9, 17 opfert Haoma selbst, wie andere He- 
roen, nm die Ergreiftmg des Franrasyan (Afrft- 
siab) bewirken zn k^nnen; im Sebabnameb ist 
der beidniscbe Oenius zum frommen Einsiedler 
H5m geworden, weleber dem Kai Xnsran zur 
Ergreifnng des Tnraniers bebtllflicb ist, Fird. 4, 
196 ff. Name eines Mannes anf einem Siegel- 
stein mit Bildniss: H5m, Horn, DMG. 44, 651. 
Davon: HOn^i, gelebrter Parsi, s. H6r}I. vgl. 
H5mak. 

Haomo-xi^arenaAb, yt. 13, 116. — d.i. Glttck dnrcb 
Haoma besitzend. 

HaoscbyaAba, np. HOSang, HtlSeng (nenere Ans- 
spraebe) 1) S. desFrawak nnd seiner Sebwester 
Afrl, erster E^nig der Iranier, daber parad&ta, 
np. pSSdad, genannt, d.i. der znerst das Gesetz 
gebende, der erste, weleber staatliebes Wesen 
begrtindet dnrcb Erfindnng des Feners nnd der 
Metalle, bei Hamzab 29 daber awal hakim, vgl. 
die Glosse der Peblewi-Uebers. von Wend. 20, 
7 nnd yt. 19, 5. Spiegel, Awesta libers. 3, 
LVI. Eran. Altertb. 1, 474. Er opfert am 
eisernen Berge Taera, welcben die Gestime nm- 
kreisen, yt. 16, 7. vgl. yt 5, 21 = 9, 3. 17, 24. 
13, 137. In den Peblewi- nnd Parsibticbem 
Hogfig, HaoSiafig, Haogafig, Bund. 77, 4. Mln5I 
Xired; HOiSang, Dinkart 5, S. 256 (mit nnricb- 
tiger Etymologie); H5Sbang Tab. 155, 1. Ibn 
Cborda^beb 161, 9. 11. HoSang blSda* Tab. 
154, 13. OSbanJ Tab. 170, 18. Albgrttnl 100, 
10 (108). Masadi 2, 110. Scbabrastani 1, 280. 
OSbanJ biSda* Tab. 155, 5. Atbir 36, 3. flSdab 
Hamzab 13, 1. piSdad, Mojmel, J. as. Ill, 11, 
150, 12. 13. OSbanq (q ist pers. g) Tab. 154, 
18. 207, 18. OSbank (k far pers. g) Albgrftni 
103, 8. H5Sang Fird. 1, 32, if. H5gang Tab- 
maratbl, Fird. 7, 284, 3367. HOSang (HttSeng) 
Eitab bayftni '1-adian, Sebefer, Cbrest. pers. I, 
146, 22. Mireb. 1, 150, 30. HftgenJ 1, 151, 4. 



In einer Liste bei Gobinean 1, 79 Awlb oder 
Adib; erstere Lesart ist einer falseben Lesnng 
der Peblewizeicben b5S(ang) entspmngen, die 
andere ist nnr arabiscbe Variante mit Verwecb- 
selnng des ar. d nnd w. 2) Hogang, Sasanide, 
wird unter Xnsran I ao. 560 Stattbalter von 
Cbwftrizm (Cbiwa), Zeblreddln 203, 10. 3) 
HfisanJ (arab.), S. des Malik (Amir) Eamal ed- 
dln Gnrg von HansI nnd Mas'ftdabad, Vasall 
des Sultan Mohammed von Debll, ao. 1342, 
Batutab 3, 143, 11. 12. 335, 5. 6. 4) EOnig 
von Scbirwan, Nacbfolger des Eai EaOs, ao. 
774 (1371/2) Mireb. 5, 172, 10. t 1382, Dom, 
M*m. VI, 4, 1840, 561. 5) ein Grosser in 
Scbirwan, Amir HflSang, Mireb. 6, 189, 11. 

6) S. des Dilawer xto von Malwab (Indien), 
reg. 1405—1434, Ferigtab 1, 622, 5 flf. (2, 407). 
2, 357, 12. 462, 3 ff. (4, 9. 171). Rieu 492\ 

7) S. des Iskander (letzterer t 876 = 1471/2), 
aus der Ftlrstenfamilie Badflsepftn, Zeblreddln 
147, 15. 8) HOsangJI, modemer Parsi-Name, 
z. B. Jamaspji D. Minocbeberji, Pablavi Diction. 
I,CLIX,23. H5Sang SiyftwaxS, Mills, Transact. 
9. Orient. Congr. 519. — Versuebe einer Etymo- 
logie: Spiegel, Eran. Altertb. 1, 515. De La- 
garde, Ges. Abb. 194, 10. Die Bildung ist wie 
bao-srawanb-a; SyaAb (aus Si-aAb) von Si (wob- 
nen), also: der gutes Wobnen bewirkt (dnrcb 
seine Tbiltigkeit als Befbrderer der Bildung und 
der Sessbaftigkeit). 

Har, Mansttr, S. des Hasan Har, Herr von Dema- 
wend, ao. 838, Ibn Maskowaib 505, 13 (an der 
Parallelstelle Eitabo 'l-'oyUn 508, 7 feblt Har). 
d. i. Bescbtttzer, Fttrst, awest. bara. 

Hara8(l) s. Eia. 

Harasp, arab. Harasf, S. des WendlJ, Vater des 
Arpas, Nacbkomme des Naotara, Vorfabr des 
GeSwad und Gfiderz, Tab. 530, 1. Aras (al. AriS) 
618, 1. HaSab (ua.-^ flir v^*«y>) AlberOni 104, 
14 (112). Harftsf, Mastldi' 2, 118. Hlwasp, 
Gobinean 1, 326. 

Hardar (pazend), S. des Spitaman, Vater des Har- 
darSn, Bund. 79, 6; im Cod. DT (West, P. T. 
1, 141) Haraitar (t als ^ zu lesen); Hardftn Tab. 
682, 2 (cod. Sprenger Harda^); Hardar Masadi 
2, 124. — awest. baretar (Herr). 

HardarSn (pazend), S. des Hardar, im Priester- 
stammbaum Bund. 79, 6, West, P. T. 1, 141; 
in der Eopenbagener Hs. HarSn, in cod. TD 
(peblewi) HarakltarSn, in der Guzaratipaiapbrase 
395, 11 Hardera^ne; bei Tabari 682, 2 Alxadi 



Digitized by 



Google 



Hardokka 



127 



Hazftr 



(A<Jadl), al Anjadasi (,^J^», ^^-^-J^l, 1 (r) und 
D kdnnen dnrch Ein Zeichen im Pehlewi ausge- 
drtlckt sein); bei Mastldi Arxadas (Arjadas) 2, 
124; im ZartflSt-n&mah (Khar8he(^i Rnstamji, 
Lebensgeschichte des Propheten ZarathuStra (gu- 
zarati) Bombay 1870) S. 276 AreJa^arSni. 

Hardokka 1) Fttrst von Usarzianu in Medien, ao. 
713, Smith, Discoveries 289. 2) 'ApruKa^, KOnig 
von Medien, Nachfolger des SOsarmos, Etesias 
bei Diod. 2, 32, 6. Synkellos 372. Artikis, 
Mose 1, 21. Euseb. (Hieronymus) und die Ex- 
cerpta Barb. (Schoene I, Append. 28.221) haben 
Eardikeas, Cardycens, Nachfolger des Medidos, 
Mamythus, und Vorgftnger des Deiokes; auch 
bei Mose ist diese Nebenform Eardikeas einge- 
schoben, s. Banmgartner, DM6. 40, 483. 484. 
Die Zusammenstellnng des keilschriftlichen und 
ktesianischen Namens verdankt man Btldinger, 
der Ausgang des med. Reiches 25 (SitzTmgsber. 
Wiener Akad. 1880, 499). — awest. *ratuka(?) 
Pott, DMG. 13, 441; viehnehr abgekttrzt aus 
hare^aspa mit Eoseaffix uka? 

HardtLz, Vater des Rustam, Grossvater des arabi- 
schen Dichters Ibn as-Sa'ati (f 1028), Ibn Xall. 
V, 78, 8 (II, 328). — d. i. alles zu stand brin- 
gend, leistend. 

Hare^aspa, yt. 13, 117. — vgl. Fick CXXXVHI und 
Hartftsp bei Vullers, Lex. II, 1447 '. 

Haijand, S. des Sam, zur Zeit Sapor's I, Tab. 
823, 16; vielleicht ein Titel; Zotenberg ver- 
muthet: 'surintendant'; dann w&re statt ibn Sftm 
(Sohn des Sam) vielmehr Abarsam (s. diesen) zu 
lesen, N5ldeke, Tabari 27. Harjad bin Asam, 
Athir 276, 19. — vgl. lit. sergas, got. saurgands. 

^Apjia^iGpTi^ 1) S. des Datis, Reiterfahrer des 
Xerxes, Herod. 7, 88. 2) assyrischer E5nig 
(ungeschichtlich) bei Eusebios I, 63 (Amramithes). 
Appendix (Hieronymus) p. 26* (Armamitres), da- 
her Armamithreos bei Mose 1, 19. Asolik21. 
d. i. Freund der Eriegswagen (awest. ♦harema, 
gr. fipjiaT-, vgl. dpiLAdjiaSa)? 

^'ApiTOTO^ 1) Meder, aus dem k5niglichen Stamme, 
fHhrte das Heer des Astyages zu Eyros tlber 
und eroberte f)ir diesen die hellenischen Stadte 
an der asiatischen Ellste und Lykien, Herod. 1, 
108. Diodor 9, 35, 1. Polyaen 7, 7. Justin. 
1, 4. Harpalus, Amm. Marcell. 15, 9, 7 (wahr- 
scheinlich aus G^Uius). 2) Perser, zur Zeit des 
Dareios I, nahm den Histiaios gefangen, Herod. 
6, 28. Tzetzes 3, 534. 3) Vater des Earolis, 
Dynasten (Satrapen) von Lykien, Nachkomme 



von n"" 1, Inschrift des Obelisken von Xanthos^ 
griechischer Theil Zeile 5, lykisch Stldwestsdte 
Z. 25 arppagoh tideimi ("ApirdTOu v\6^, d. i. 
EaroY). Nordostseite 2. 4) Harpakos, Priester 
in Rhodes, wahrscheinlich aus der Familie der 
Satrapen in Lykien stammend, Stoddart, Trans- 
actions of the Soc. of Literature 2.Ser. Ill, 27'. 
vgl. Mtlllenhoff 561 (awest rapaka?). 

'Apirdin^ ('Apirdin^ Bekker), S. des Teribazos (oder 
Terituchmes) zur Zeit des Artaxerxes Mnemon, 
Pint. Artax. 30, 4. 

*Ap7r6£aK s. ArpoxaYs. 

HarrOzSah, S. des xi^arizmSah 'Ala ed-din Moham- 
med (1199— 1220), Minha} 254; al. Plrgah,'P6- 
rOzSah, SirSah, vgl. §6rgah. — d. i. alle Tage (ftlr 
alle Zeiten) E5nig. 

HartabS s. Artabanos n"" 13. 

HartadbUt bart . . . (unsichere Lesung), Siegel, Eirste, 
Wiener Zeitschr. f. E. d. M. II, 1880, 121. 

HarOsindan, S. des Tidai, Farst aus der Dynastie 
der Badusepan (Patkospan) in Rustemdar, Rtlyan, 
Ntlr, Eujttr, regiert 12 Jahre, Athir 8, 139, 1 (ao. 
928, al. Hazarsindan), Zehlreddin 54, 5. 149, 17. 
306, 15. 320, 11. 

HarUthiun 1) Gattin des EOnigs Waraz-Trdat II von 
Albanien, Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 
1862, 521. Hist., Addit. 478 (Arttthiun). 2) Bi- 
schof von Sanahin, 1823, Brosset, M^m. YII, 6, 
77. 93. 

Harwak, Name des Xusrau 11, Vullers, Lex. H, 1450'. 

Hasn, S. des Ibrahim, s. JaxS. 

Hathakh, Eunuch, Esther 4, 5; im griech. Text 
'AxpaOaio^. 

Haustanes s. Austanes n"" 3. 

Havanak, Nachfolger des SOr, sagenhafter Kdmg 
von Armenien unter assyrischer Hoheit, auch 
Honak, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 18. Tscham- 
tschean 1, 83, 37. 

HawiSt, Gelehrter, Pehlewi-Uebersetzung von y, 11, 
22. Jamaspji D. Minocheherji, Pahl. Diet 1, 129. 
— d. i. der Qelehrte, Weise. 

patronymisch: Hawigtan, S. des Baxt- afrit, 
Destur, Jamaspji D. Minocheherji 1, 130. 

Havftk 1) Adlicher aus Eokayarifi, Gesandter des 
rOm. Feldherm Anatolios, ao. 430, Mose 3, 65. 
Thoma 74, 5 (65). 2) Bischof von ArgarOnik, 
InSifi. 390, 4. — d. i. Hahnchen. 

Hazar 1) S. des Murrah, Araber vom Stamme 
*Amir, fiel in einer Fehde, Athir 1, 485, 18. 2) 
Hazar Dman, Mameluke des Beg Timur von 
Chelat in Armenien, ao. 1193, Athir 12, 67, 10. 



Digitized by 



Google 



Hazaraft 



128 



H6ge 



— d. i. Nachtigal (abgektlrzt ans Hazftr-aw&z 
Oder Hazftr-ftwa, vgl. HaiSz d, 23, 4. 41, 4). 

Hazaraft s. Exarath. 

Hazarah, Vater des Eat (s. diesen). 

Hazftran, Vater des Nftmje^ftst, Fird. 4, 398, 476. 
Yatkar-i Zar. § 2. 

Hazarasp (oder Hazar-asp) 1) S. des Tenklr (Ben- 
klr), buyidischer Herr von IdaJ in Chtlzistan, 
ein Enrde, unterwirft sich 443 (1051) dem Sel- 
Jaqen Toghril Beg nnd bleibt Statthalter nnter 
Alp Arslan (1063—1072), Athir 9, 392, 18. 407, 
16. 10, 15, 20. Mirch. 4, 82, 30. 2) Izz ed- 
danleh Hezarasf I., 18. Ftirst der Badflsepan- 
Dynastie in Rustemdar, reg. 40 Jahre 477 — 517 
(1084 — 1124); seine Gattin ist die Schwester 
des Dailemiten Eiai Bnzurgnmld, Zehlreddln 44, 
12. 55, 7. 146, 8. 149, 4. 310, 17. 3) Hezarasf II, 
S. des ^hmfts, 21. Ftirst der Badftsepan, 1164 
—1190, von Toghril besiegt, Zehiredd. 20, 9. 
12, 12. 74, 18. 149, 6. 321, 1. 4) Nosret ed-din 
Hezarasf, aus dem Ftlrstengeschlechte von Ntir, 
ao. 1220, Dom, Caspia 258. 5) S. des Abtt 
Tahir, Atabeg von Luristan, Vater des Tekleh 
nnd Alp Arghtin, f 1229, Mirch. 4, 178, 9. vgl. 
C. d'Ohsson, Hist, des Mongols 4, 172. 6) S. 
des 25. Fflrsten der Badllsepan-Dynastie Sahra- 
klm Gaubareh, Zehireddin 148, 16. 7) *Abd ed- 
danleh Hezarasf, S. des 28. Ftlrsten der Badtt- 
sepan-Dynastie, §ems el-molnk Mohammed, Ze- 
hlreddln 148, 12. 8) S. des Iskander, des Oheims 
des letzten Badftsepan Gayflmarth, Zehlreddln 
147, 15. — awest. hazaito5-aspa (1000 Rosse be- 
sitzend). 

Hazaravftxt (ft kurz) 1) Feldherr Sapors 11 gegen 
ArSak IH von Armenien, Faust. Byz. 4, 22 (137, 
30). 4, 28 (146, 21); Lebeau 8, 159 halt ihn fttr 
denselben wie Exarath oder Azarethes. 2) Zar- 
mihr Hazaravftxt, s. Zarmihr. — d. i. 1000 (nam- 
lich Yazatas, Izeds) haben erl5st, von 1000 
erl5st (buxt). 

Hazarbandah (Hezarbendeh) , Beiname des Mihr 
Nerseh, Tabari 849, 3. — d. i. 1000 Diener be- 
sitzend (N5ldeke Tabari 76); vieleicht: Diener 
der 1000 (Yazatas). 

Hazarfend s. Hazarpend. 

Hazarglsft, Geliebte des Azadbaxt, in einer Erzah- 
Inng, Rieu 764 **. — d. i. tausendlockig. 

Hazanuard 1) S. des Behdadmah, Schwaher des 
Dara des altem, Tabari 693, 6. 2) ein Held 
im rOmischen Heere des Manricins, f&llt in der 
Sehlacht gegen Bahram Cftbin, Tabari 999, 17 



(der Name ist nicht genannt, sondem nnr arabisch 
paraphrasirt). Mirch. 1, 239, 19. 3) Beiname 
des 'Asim, S. des *Omair, der in der Sehlacht 
zwischen Qahtabah und dem Heere des Nasr, S. 
desSaH ^^^y ao. 749, Tabari 2, 1691, 9. Athir 
5, 178, 9. 4) Beiname des 'Omar, Statthalters 
von Sind nnter dem Chalifen MansQr bis 768, 
spater in Qairowan, f 771. Belabori 445, 6. Tab. 
3, 360, 3. Athir 5, 414, 24. 5) Mohammed, S. 
des 'Obaidallah bin Hazarmard, Enrde, Feldherr 
des Saffariden Yaqftb in Ahwaz, ao. 876, Athir 
7, 203, 17 ff. 6) Befehlshaber von Amida ao. 972, 
Ab. Far. 315, 6. 7) 'Abdallah, S. des Mohammed 
bin 'Abdallah Ibn Hazarmard ans Sarlfln, Ge- 
lehrter, f 1076/7, Yaqnt 1, 458, 8. Athir 10, 73, 5. 
8) Ayaz-i Hazarmardeh, s. Ayaz. — d. i. 1000 
Manner (nnter sich) habend, oder: stark wie 1000 
Manner. 

Hazarowai ^o«oi, Tochter des Babhai, Schwester 
des heiligen Georg (Giwargis, f 614), Hoffmann 
94. 100. Eoseform von Hazarbnxt (Hazaravnxt), 
Hoffmann a. a. 0. 

Hazarpend, arab. Hazarfend, Beiname des tttrki- 
schen Geschichtschreibers Hosain Efendi, ver- 
fasste n. a. den Tarix Hazarfendl 1670—1672, 
HajT Chalfa (Fortsetzung) 6, 540, 7. Hazarfenn 
(anscheinend mit arab. fenn, Ennst nnd Wissen- 
schaft) das. 564, 5. Hammer, Wiener Jahrb. 1835, 
Bd. 69, S. 12. — d. i. 1000 Rathschlfige gebend. 

Hazar-tarx6n, Feldherr des Chaqan der Tttrken, 
Verbflndeten der Chazaren, ftllt in einer Sehlacht 
gegen Merwan, Statthalter in Daghestan, spatem 
letzten omayadisehen Chalifen, 114 = 732, im 
pers. Tabari, Zotenberg 4, 289, 13 (im arab. 
Tabari nicht genannt); Tarx5n oder Tarxan ist 
ttlrk. Eigenname, Fird. 4, 538, 2137 etc., nr- 
sprttnglich aber Titel des Fftrsten von Samar- 
qand oder Soghd, Ibn Chordadhbeh 40, 4. Tab. 
2, 1204, 6; anch des Etoigs der Chazaren, Ibn 
Chordadhbeh 163, 11. — d. i. der ttber 1000 
(andre Fflrsten) gebietende Fftrst. 

Hazarwasak, Beiname eines Hasan, Inschrift von 
Ende 1243 in Xaneqah in Schirwan, Dom, 
Bnllet. 4, 1862, 386. — d. i. 1000 Pagen be- 
sitzend (np. waSaq ans tftrk. 5Saqi, s. Fleischer, 
Berichte der sachs. Ges. d. Wiss. 1881, S. 10). 

H§g6 oder H^gai, Eunuch, Aufeeher des kCnig- 
lichen Harems, Esther 2, 3; im griech. Text (de 
Lagarde 508) fiuToito^, in dem ausflihrlichem (de 
Lagarde 511) fai; letztre Namensform findet sich 
anch 2, 14, wo der hebraische Text §a*aSgaz hat. 



Digitized by 



Google 



Hejedasf 



129 



ImrapcTvo^ 



Hejedasf s. HaeSadaspa. 

Hejlr B. HaSit)ra. 

HeigOi 8. Beioe. 

*'HXiKO^, S. des IderaeS; von Parysatis geWdtet, 
Ktes. Pers. 56. 

Hem€t&t, ein Held des Afrasiab^ in einer kordi- 
schen Erz&hlung, Soein 91 , 7. 

H^mlt 8. Adm€t. 

Henafiibr s. HnaSihr. 

Her, H6rjT, S. des H5mjl, Vater des PeSOtan Jiv 
(s. diesen); Hir-jl-bhai, Parsiname, Jamaspji D. 
Minocbeherji, Pahl. Diet. I, CLXVI. — aus H^rpat 
gekttrzt. 

*Hpa)ii8pii^, ein Serer, Lucian, Eataplns 21 (179); 
wobl ein yon Lncian erfnndener Name. 

Herattlk (armen.), Bublerin in Mozan (Wayodzor), 
welcbe den Biscbof Stepban yon SiuniK ombringen 
liess ao. 735, Infiifiean 256, 36 (nacb dem 6e- 
sebicbtscbreiber Stepban Orpelean). Brosset, 
Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1882, 548. — d. i. 
mit abgescbnittnem Haare (fiir ber-batok, wie 
es Hexen [JatOk] und freebe Weiber baben). 

H6r-fr5vag (Hdscbr. bgf&rvag, zu lesen farnbag) 
S. des Farux!*^^, derselbe wie AtOr-farabag n** 6 
(ber synonym mit atOr), West, P. T. II, 289. 

Herodes, Lesart fttr Orodes und Oroites. 

Herpat s. Hirbed. 

HeSay s. Xega. 

HestQdftn, irrig statt WebsQdan, Vullers Lexic. 1454\ 

HetbtUn 1) FUrst yon Lambron bei Tarsus in Ki- 
likien, Sobn des OSin, ao. 1110, Tsebamtscbean 

3, 88, 38. 2) S. des OSin, Enkel des yorigen, 
Bruder des Biscbofs von Tarsus Ners^s Lambro- 
natsi; er ward in einem Aufstand gegen EOnig 
Levon H (1185 — 1219) gefangen, seiner Herr- 
sebaft beraubt und nacb Sis verbannt (1202), 
Tsebamtscbean 3, 89, 18. 3) S. des Kostandin 
von Bardzrberd, armeniscber EOnig von Eilikien, 
1226—1270; er verband durcb seine Heiratb 
mit Zabel (Zap€l), Tocbter Levon^s II, des letzten 
rubSniscben Ednigs, die erste und zweite Dynastic 
Eilikiens; Samuel von Ani 471. Ab. Far. 489, 
12. 502, 1. 522, 7 (Hatem). Abulfeda 5, 18, 6 
(HaitbOm); vgl. Langlois, Bullet. Acad. St. Petersb. 

4, 1862, 296 ff. Dulaurier, J. as. V, 17, 385. 

4) S. 'der Scbwester OSin's Marajaxt von Lam- 
bron, Graf von Eorikos, Qescbicbtscbreiber, 
Tsebamtscbean 4, 279, 11. Patkanean, Bibl. 46. 

5) S. des Levon III, Enkel von n** 3, E5nig von 
Eilikien 1290, dankt ab 1305, f 1307, aucb Ge- 
scbicbtscbreiber, Samuel 475. Patkanean, Bibl. 

Jnsti, Ferd^ Iranisches Namenboeh. 



47. Abulfeda 5, 204, 18; syr. Xfttem, Dulaurier, 
J. as. V, 17, 385. 6) Feldmarscball (Sparapet) 
des E5nigs OSin (1308—1320), besiegt denNasr 
von Aegypten, Tsebamtscbean 3, 314, 23. vgl. 
Langlois, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 1862, 293. 
Dulaurier, J. as. V, 17, 407. — Wenn dieser 
Name arabiscb sein sollte (aber die armeniscben 
E5nige waren Verbtlndete der Ereuzfabrer!), so 
k5nnte man an Hatim oder Haitbam denken. 

Hezar** s. Hazftf*. 

Heztlt-Xosrow (armen.), S. des E5nigs Waraz-Grigor 
von Albanien, Brosset, Hist., Addit. 475. 
d. i. der sanfte X. 

lepafLi^vnC; Perser 1) scbliesst mit Tissapbemes im 
13. Jabr des Dareios Vertr^e mit den Lake- 
daemoniem in der Maeander • Ebene, Tbukyd. 
8, 58. 2) Gatte einer Scbwester des Dareiaios, 
des Sobnes Xerxes I und Vater des Autoboisakes 
und Mitraios, Xenopb. Hellen. 2, 1, 9 (ao. 406). 

lepaojipdTa^, AnfUbrer der mediscben Reiter, Xen. 
Eyrop. 5, 3, 42; die Ausgaben baben *Pa|LipdKa^. 

Hin (? ^jjj>^ ^y^)} S. des Babrftm, in dem kttnst- 
licben Stammbaum der Ftlrsten von Gb5r, Min- 
bi^ 35, 6 (312). Hosain, FeriStab 95, 8 (163). 

Hindal 1) S. des §ab Mlrzft (§ams ed-din) und 
Nacbfolger seines Bruders §Ir&gamuk, reg. als 
Qutb ed-din 1386—1396, FeriStab 2, 648, 5. 
651, 3. (4,452. 460). 2) Mirzft, 3. Sobn des 
grossen Mogbul Bftber von Indien, Dicbter, 
Rosen 129, 5. Pertscb 665, n**46; er erbielt 
seinen Namen angeblicb, weil zur Zeit seiner 
Geburt B&ber die Provinz Hind zuerst als Er- 
obrer betrat, FeriStab 1, 374, 5 (2, 36); er fiel 
in einem Gefecbt am Xaiberpass 19. Nov. 1551, 
das. 454, 5 (2, 169). 

Hinduka, Amir, Gebieter (Verweser) in Aster&bad 
(um 840 = 1436) Zeblreddin 510, 15 if. 

Hindtlx&n> S. des MelekS&b bin TekeS von )C^&rizm, 
erbob Ansprtlcbe auf die Herrscbaft gegen seinen 
Obeim Mohanmied, Atbir 12,85, 2 (ao. 1197). 
156, 16 (ao. 1206). — d. i. Hindufttrst (Hindtt 
bedeutet meist emen Sklaven). 

HindnSab 1) aus NaxJiwftn, Scbriftsteller, Rijl 
Cbalfa 4, 91, 3. 2) S. des SanJar, Scbriftsteller, 
ao. 1330, Hajl Cbalfa 2, 191, 4. 3) Mobammed 
Qftsim HindQSftb, mit dem Beinamen FeriStab, 
s, dies. — d. i. HindukOnig (taxallus, Scbrift- 
stellemame). 

ImrapeTvo^, S. des XardeY(sereYs), Skytbe (Sinder), 
Inscbrift von Gorgippia, C. I. Gr. 11, 165, 
n^ 2130, 52. 

17 



Digitized by 



Google 



Hir-Jl-bhfti 



130 



H5roy 



Hir-JI-bhai 8. H6r. 

Hirbed 1) Wftchter des Harems des Kai KaQb, 
Fird. 2, 210, 200. 2) Vater des AnOSagftn (s. 
diesen). 3) al-Hirbat^, Ftirst in Istaxr, kHmpft 
gegen die von Bahrain gekommnen Moslem ao. 
638. Tab. 2546, 11. 2696, 10. Athir 2, 420, 5. 
4) H6rbat, Siegel, Mordtmann, DMG. 29, 211, 
n* 35 (bat ist incorrect). 5) vielleicht auf einer 
himjarischen Inschrift, Osiander, DMG. 19, 200. 
Blau, DMG. 27, 313. 6) al-Hirbaft, vertheidigt 
ao. 644 Darabgird gegen die Araber, Belai&ori 
388, 11. 389, 14. — pehl. h^rpat, awest. aet)rapaiti, 
Priester, welcher nach VoUendung der Lehre die 
erste Weihe erhalten hat (aet)ra Feuer, Herd). Der 
Name scheint tlberall der Titel oder der Bei- 
name zu sein. 

*l(TTaio^, S. des Sadaios, Strategos in Olbia, C. I. Gr. 
II, 134, n** 2071. — abgekflrzt aus dem folg. 

^laxavfi^, S. des Oxyartes, Bruder der ROxane, 
Arrian 7, 6, 4 (al. 'Ixavnc), vgl. Bisthanes, Hy- 
stanes; sowohl h als b steht fUr altpers. w. 

Hitaspa, MOrder des UrwaxSaya, von dessen Bruder 
Keresaspa getOdtet, yt. 15, 28. 19, 41. — d. i. 
anfgezamnte, (an den Wagen) gespannte Rosse 
habend. 

Hlwasep s. Harasp. 

Hmayak, Hmayeak 1) XorxorOni, im Gefolge des 
heil. NersSs bei dessen Consecration in Gaesarea, 
G^ndal. St. Gr6g. 24^ 2) Mamikoni, S. des 
Sparapet ManQSl nnd der WardanoyS, kampfte 
unter seinem Vater in der Schlacht bei Earin 
gegen Warazdat, Faust. Byz. 5, 37 (242, 20). 
3) Herr von ASots (Ayrarat, am Sewanga-See), 
Tschamtschean 1, 517, 9 (ao. 431). 4) Mamikoni, 
S. des Hamazasp und der SahakanttS, Bruder 
Wardans, fiel nach der Schlacht von Avarayr 
451 im Gefecht bei Oijnhal am Berg Parxar 
(Grenze von Tayk und Hocharmenien) EliSg 224\ 
Laz, Pharp. 63, 17. 127, 24. Mose 3, 58. 5) 
Dimaksean, &llt bei Avarayr 451, EliS€ 215 \ 
Laz. Pharp. 75, 23. 124, 7. 6) Apahttni, Heer- 
ftthrer unter Smbat (593—601), Sebeos 65, 16. 
— d. i. Vogeldeuter (von hmayk, Faust. Byz. 
252, 10), vgl. Humayaka. 

Hna&ihr, persischer Marzban in Armenien, Nach- 
folger des Cihr-wSnasp, Samuel von Ani 399. — 
von greisem Antlitz (armen. hin, awest. hana). 

HoazarGdath s. JarOdaAhu. 

Hodatis s. Odatis. 

Hoy, sagenhafter Herrscher von Armenien, Mar 
Abas Qatina bei Mose 1, 19. 



Hoibares s. Oibares. 

Hoyiman, Marzpan oder Sahmanakal des Xusrau 11 
in Armenien, Sebeos 34, 32; Yeman, das. 70, 19. 

Holophemes s. Orophemes. 

H5m s. Haoma. 

Homai s. Humai. 

H5mak, Siegelstein: H5mak-i Narl-yazdan, Mordt- 
mann, DMG. 29, 208, n*^ 20. Horn S. S. 31. 
Justi, DMG. 46, 286. 

HOman s. Haman. 

•0|i<ipTn<; s. '0|idpTn<;. 

^O^dpTTi^, K5nig der Marathen, Vater der Odatis, 
Chares von Mitylene bei Athenaios 575 (3, 267, 
25). Gelzer, Zeitschr. f. agypt. Sprache 1875, 
17 vermuthet *0\x&pyr\^. — d. i. gute Erwahnung 
habend, von dem man Rflhmens macht (awest. 
humereiti, in religittsem Sinne y. 31, 10). 

H5mast, S. des Wahigt Bahar, HSrpat, Besitzer 
der Awestahandschrift, welche dem Cod. Havn. 1 
als Vorlage diente, Westergaard, Zendawesta, 
Preface 3. Spiegel, Traditionelle Idtteratur 2, 8. 
H5mast ist der Name einer Gebetsverrichtung 
zur Stthne fttr Vergehen der Weiber wahrend 
ihrer Zeiten, s. DestfU* jfamaspjl MinOfiihaiJI 
Jamasp Asana bei West, P. T. I, 212. 

HOmin zi saria (letzteres sehr unsicher), Siegel mit 
einer weiblichen Gestalt, Lajard, Venus XXI, 
A, 31. 

Hon, S. des Tigran und dessen Nachfolger als 
Feldherr des Xusrau H gegen die Armenier, 
Johannes Mamikoni, ttbers. von Emin bei Langlois 
I, 376**. — awest. hunu. 

Honahn, Befehlshaber der ttlrkischen Reiter unter 
§ahrwaraz ao. 630, von den Chazaren am Gelam- 
See in Siunik geschlagen, Mose Ealankatovatsi 
bei Patkanean, Opit 79. Brosset, Hist., Addit. 493. 

Honavar, Armenier 1) Herr von Trflnik, Vater des 
Yis6, Thoma 235, 19 (190), ao. 896. 2) S. des 
Mukan, Inschrift von 1023 bei Johann v. d. 
Krim, M*m. VII, 6, 14. 

H5r, Vater des Behrtlz (WahrOz) zur Zeit Bahram 
G5r's, Fird. 5, 652, 1224. — d. i. Gltlck (synonym 
mit Behrftz), z. B. Fird. 3, 480, 811. 

Hormi^d s. Ahuramazdah. 

H5rmon, einer der drei Magier, Hyde, Veter. Pers. 
relig. historia S. 383 (aus Bar-Bahlal), in einer 
andem Liste AlpharO, s. v. Gutschmid, Rhem. 
Mus. XIX, 1864, 169. Man vermuthet HOrmiz (n* 4). 

Hormuzan s. unter Ahuramazdah. 

HOroy, sagenhafter Herrscher von Armenien, Nach- 
folger des Glak, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 19. 



Digitized by 



Google 



Horoles 



131 



Hnma 



Horoles s. Huranda n"" 1. 

HoS-ayln (ft*In), Vater des Dadbttyeh (s. diesen). 

HOschang s. HaoSyafiha. 

HoSdew (Hllgdiw), Feldherr des Arjftsp, Fird. 4, 
382, 294. — d. i. Todesd&mon, awest. daew5 
aoschO, Wend. 17, 2. 

Hra$eay 1) Beiname des Pharnayaz, EOnig yon 
Annenien, angeblieb zur Zeit des Nebakadnezar, 
700—678, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 22; 
yielleicbt der Rosft (alarodisch) oder Ursa (von 
Urartu (Ayrarat) der Inschriften von Wan und 
Sargon's (ao. 716), Patkanean, Altarmen. Monate. 
Petersburg 1871, S. 19. Lehmann, Zeitschr. f. 
Assyriol. VII, 266. 2) Hra§6 oder Hra§6, S. 
der SakdSn, der Tochter der XosrowQhi, der 
Sebwester Anak*s, ward durch glttcklicbe Um- 
st&nde EOnig der 6eth (r6T8u)v) und ward von 
Trdat, damals in Diensten Diocletians, getddtet, 
Agathangelos bei Langlois 1, 123*. tJxtan^s bei 
Brosset, 2 Histor. arm^n. 256. Tscbamtschean 
1, 614, 23. — Die Armenier erklaren den Namen 
als *Feuer-Auge* (hr ist Stamm von hUr, Feuer, 
a^k, plur. von akn, Auge); sowohl diese volks- 
thtlmliche Etymologie wie die Zusammenstellung 
mit awest. fr&Sya wtlrden hinf&Uig sein, wenn 
der Name wirklich alarodisch ist. 

Hrahat s. Frah&ta. 

Hrant s. Aryandes. 

HranQg 1) Frau aus dem Hanse Artsrtini, von BOghft 
gefangen 852, Thoma 139, 14 (119). 2) Tochter 
des bagratidischen EOnigs von Lori Davith ohne 
Land (anholin), Inschrift von 1083, Job. v. d. 
Erim, M6m. VII, 6, 49, eine andre Lesung ist 
Antlg, Brosset, Hist., Addit. 277. — hra scheint 
nicht die armen. Compositionsform von hOr 
(Feuer), sondem aus Hrahat gekarzt zu sein, Pat- 
kanean, Materialien zum armen. WOrterbuch 1, 21. 

Hrarti s. Frawarti. 

Hrev-Solflm 1) Arsakide, Feldherr Sapor's n gegen 
Argak III von Armenien und mit diesem ver- 
wandt, Faust. Byz. 4, 37 (151, 25). 2) Hrev- 
Slom-gapUh, Fflrst (Satrap) von Haraiwa (Herftt), 
ao. 455, iUiSe 248'. iSxan-n Hrevay HrevSnom- 
Sapfth, ao. 459, Laz. Pharp. 188, 1. — d. i. Ha- 
raiwas Freude: Solflm (o ist Svarabhaktivocal), 
filom, Snom ist awest. x^i^^ii^} P^hl. Sn5m (Be- 
fnedigtlng, Freude). 

Hrnden s. Thraetaona. 

ToTTdni^ S. des Onnes und der Semiramis, Ete- 
sias bei Diod. 2, 6, 1. — d. i. Selbstherrscher 
(awest. 'Vftpaiti). 



HQbaxt, S. des AtUnbundak, Mobed, West, P. T. 

1, 145. — d. i. gutes OlUck habend. 
Hubares s. Oibares. 

Huddanft s. Widama. 

Hydanthyrsos s. Idanthyrsos. 

Hydames s. Widama. 

TbdcTTni^ 1) S. des Onnes und der Semiramis, 
Bruder des Hyapates, Etesias bei Diod. 2, 6, 1. 
2) Ednig von Aethiopien (romanhaft), Heliodor 
106, 17. 3) Satrap in Baktrien, Pseudokallisth. 

2, 10, 2, in der latein. Fassnng Hystaspes (un- 
geschichtlich). 4) ein indischer Sklave, Horaz 
Sat. 2, 8, 14. — d. i. wohlgeschaflfne (awest. 
hutk) Rosse besitzend; n''4 wohl nach dem in- 
dischen Fluss Hydaspes (Vitasta) benannt. 

Htldin, S. des AtUnd&t, Mobed, West, P. T. I, 145. 
d. i. die gute Religion bekennend. 

'YbpdKii^, ein Gadrosier, fUhrt die Flotte des Near- 
chos von Mosama nach der karmanischen Etlste, 
Arrian Ind. 27, 1. — d. i. Otter (pehl. udrak). 

Hufriyft, Sebwester des Ydigta und Frau des Axtya, 

6oSt-i FryanO 3, 36 (ttbersetzt von Barth61emy, 

Revue de linguistique 21, 331); die Parsi-traos- 

scription gibt irrig HuwarS, vgl. Ardawiraf 2, 45. 

d. i. die sehr Hebe. 

Hufrawafi (gen. V&xS); ^^ dem Hause Eahrkana, 
yt. 13, 127. — d. i. der wohl aussprechende, 
verkttndende (vgl. at frawaxSyft, y. 44, 1). 

Hug&o, yt. 13, 118. — d. i. schtoe Etlhe besitzend. 

Hugftsp s. Hwaspa. 

Huham s. Huwahm. 

Huyazata, yt. 13, 117; vgl. Udiastes. 
d. i. wohl zu verehren. 

HtLkad, Beiname des Sasaniden BalftS, s. WalagaS 
n*^ 10. — d. i. der gute Ftlrst. 

Hufi]t)ra 1) eine Jungfrau, yt. 13, 141. 2) Hujir 
(unrichtigHeJIr, s. N5ldeke, DMG. 46, 137, Not. 6), 
S. des Gtlderz, Wftchter des weissen Schlosses 
(di2-i sepid), von Suhr&b gefesselt und an HOman 
gesendet, Fird. 2, 92, 246. 142, 835. 3, 564, 1841; 
nach dem Borhan-i qati* (Vullers II, 1442*^), S. 
des Q&ren razm-zan, des Sohnes Eaweh's; bei 
Fird. ist Qftren Grossvater des Gaderz. 3) Ttlrke, 
Diener des Jaghatai, des Sohnes Jingizxdn's, 
Joum. as. IV, 20, 383, 5. — vgl. BOran n* 1.— 
d. i. von schOnem Antlitz (Gestalt), pehl. hQgihr 
(z. B. Dinkart 11, 88, 15). 

Huma 1) Tochter des Eawi Wigtaspa, Sebwester 
Isfendiars, yt 13, 139 (genet, humayfto); pehl. 
Humak, Yatkar-i Zarlr. 57. Dinkart, West, P. T. 
IV, 220. Humai, Fird. 4, 412, 634. 426, 809 ff. 



Digitized by 



Google 



Hamaya 



132 



HnnnStar 



2) Tochter und Gattin des Bahman-Ardeschlr, 
Schwester nnd Mutter des Dftrft I, HOmai-i Wa- 
hnmaii; Bund. 81, 17; Humfti . . Sihrazad, Fird. 
5, 16, 146. Humfti, 5, 18, 167; Humft Jihrftzftd 
(J arab. fllr 6), Hamza 13, 18. Humfti, Mirch. 
1, 190, 1. Humfti 5ihrazftd, Mojmel J. as. Ill, 
11, 174, 12. Humayftt (mit dem arab. Feminin- 
affix), Tochter Bahman's, nach ibrer Mutter §ebr- 
ftzftd genamit, Masudi2, 121. 129; ihr ursprttng- 
licher Name war Samlrftn-duxt, MoJmel, J. as. 
IV, 1, 425, 14. Xumftnl, Tabari 678, 12. 687, 8. 
Albertol 105, 5 (112). Athir 196. 5. Abulfeda 
(Fleischer) 66, 9. 76, 12. Humftni (flir sie ward 
das Buch Hazftr afsftn, 1000 Mftrchen) verfasst, 
Fihrist 304, 16. 3) Tochter des Pharao, zur 
Zeit des Bahman-i Isfeudiftr, Bahman-nftmeh 
bei Mohl, Fird. I, LXVIH. 4) Humfti, Mobed 
unter Bahrftm G5r, Fird. 5, 674, 1499. 5) Tochter 
des Kaisers von RQm, Gattin des Bahrftm G5r, 
Nizftmi beiFr. v.Erdmann, dieSchOne vomSchlosse 
13. Hammer 114. VuUers H. 1472*. 6) Tochter 
des PQyiSnSftd und der FrShmfth, Gattin des 
Guganyam, Mutter des Manugeil)ra, Verfassers 
des Bundehesch, in dem Priesterstammbaum des 
Bundehesch, West, P. T. I, 146. 7) Humft, 
Taxallus (nom de plume) mehrerer Dichter, 
Sprenger 432. Pertsch 670, nMl. 8) Humai, 
Dichter aus Marw, Pertsch 666, 25. 9) Humft% 
Dichter aus Asterftbftd, Pertsch 664, n* 10. 10) 
Humfti, S. des Emir's Ahmed von Afghftnistftn 
(t 1771), Schefer, Hist. 19. 
d. i. Adler (Hafiz d, 75, 4). 

Humaya, griech. "Yfi^n^; Eidam des Dareios I, 
Feldherr, Herod. 5, 116. 122 (al. Tfialrii;). — 
d. i. mit guter Wissenschaft, heilkundig; vgl. Pott, 
Et. Forsch. U, 3, 60. Keiper 83. N5ldeke, 
P. St. 30. 

Humftyaka, Beiname des PeschOSa^ha, vielleicht 
appellativ, yt. 5, 113 (al. humayftka). — vgl. 
Hmayak. 

Tfialii^ s. Humaya. 

HumftyQn 1) S. des Yima (JemSld), Vater des Al)vya 
(Abtin), Mojmel, J. as. IH, 11, 167, 11 (bei 
andem heisst er Ntoek). Zehlreddin 153, 10. 
2) S. des Sultftn Mohammed von Dehll (1389— 
1394) und wfthrend 45 Tagen dessen Nachfolger, 
t 5. April 1394, Ferigtah 1, 275, 3. 278, 4 (1, 
471). 3) Humftynn-gfth BahmanI der Grausame, 
S. des 'Alft ed-din II von Kolbargah (Dekkhftn), 
reg. 1457—1461, Ferigtah 1, 638, 4. 654, 14 
(2,425,452). 4) Sohn des Bftber n« 2, geb. 



6. Mftrz 1508 in Eftbul, Kaiser von Indien 1530 
— 1556, Abu '1-Mozaffer Mohammed Humftytln 
Pftdigfth Behftdur, Ghftzl-xftn> anch Dichter, Fe- 
rigtah 1, 370, 7. 396, 16 ff. (2, 29, 70). Rieu 927. 
Rosen 124, 16. 129, 16. Pertsch 664, n* 8. 
Httmay Fathgah, Araftel 600, 13 (Brosset, 
Collect. 1, 574). 5) Amir Humftytln, Dichter 
aus Isfarftin, lebte in Tebrlz, t hei Qum 1502, 
Rieu 735\ Sprenger 87. 432. Pertsch 664, n* 7. 
6) Humftytln Mohammed, Pertsch 664, n'* 9. 7) 
S. des Emir's Tlmflr von Afghftnistftn (f 1792) 
und einer Tochter des Sfthrux, Enkels des Nft- 
dirgfth, Schefer, Hist. 21. 91. — d. i. kCniglich, au- 
gustissimus; A'zim HumftyUn ist em hftufiger 
Titel von Grossen (arab. ^yjac,\ maximus) wfthrend 
der afghanischen Herrschaft in Indien, z. B. Fe- 
rigtah 1, 327, 8. 329, 18. 332, 9 (1, 560, 564. 
570). 432, 18 (2, 132). Die Endsilbe yfln steht 
fftr gfln (Art und Weise, awest. gaona), s. Horn, 
Grundriss 211, n* 946. 

HOmftn (alter: HOmftn) 1) S. des Wiseh (Wesah), 
Fird. 2, 90, 216; kftmpft mit TUs, Fird. 3, 34, 
348; von Be2an eriegt 3, 480, 828. Xumftn bin 
WisaTftn, Tab. 610, 1. 7. 2) gelehrter DastOr, 
Ende 9. Jahrh., West, P. T. H, 130. 
d. i. von HOm (Haoma) stammend. 

Humftsp 1) S. des Pescheng, Humftsf bin Faganjftn, 
Tab. 606, 12. 2) S. des Wfthadask (1. Waida- 
sang?), Vater des Warzak, Masudi 2, 130. 
d. i. Rosse (schnell) wie Adler besitzend. 

TjLi^Ti^ »• Humaya. 

HOmitr 1) Hflmitr-i rftti yehwUnag, H. der Gelehrte 
(ein Magiertitel); sei (zufrieden? wie neupers. (jirL), 
auf einem Siegel mit Bildniss, Thomas, Joum. 
Asiat. Soc. Xm, n** 9. King, S. 371, n^ 59. 
Mordtmann DMG. 18, 21—22, n* 41. vgl. n" 53 
(Taf. V, 6), wo rftsti yehwflnag (sei richtig), ein 
Ausdruck der Bekrftftigung durch Beiftlgung des 
Siegels. 2) HQmitri ap(astfiii) Mordtmann, DMG. 
18, 23, n" 48 (Taf. IE, 5). Justi das. 46, 283. 
3) Fttrst in Pftrs, S. des Worod (Hyrodes), 
malkft HUmitr zak Worod, Mtlnze bei Mordt- 
mann, Zeitschr. f. Numism. VII, 1880, S. 49. 
vgl. Wahumisa. 

Hyndopheres s. Windafamft. 

Hunugtar (nominat. hunugtft) y. 50 (51), 10 'der 
ist der ttbelsinnende H. unter denen welche von 
der SchOpfung der DruJ sind* (?), pehl. hOnQgak, 
die Parsen tlbersetzen 'Schadenbringer* und sehen 
darin den Namen eines AnfUhrers der Eetzer, 
HunOQa (guzarati 9 steht oft ftlr awest. g) oder 



Digitized by 



Google 



HQpand^ 



133 



HQSiar 



Huwaidlk (s. diesen); beide Namen scheinen nar 
verschiedene Lesnngen der Pehlewizeichen zu 
sein (ij-vr). b. Tflr-i hOnllSak; die wirkliche 
Bedeutung acheint *Brut (hunu ist das Wort ftlr 
SOhne der Gtottlosen) hervorbringend* pehl. htlnS- 
dahak, s. West, P. T. IV, 185. 

flfipandg, Frauenname aaf einem Siegel bei Lajard, 
V6nu8 PI. XXI, A, 24. Thomas, J. Asiat. Soc. 
XIII, n*^ 84; Horn, DMG. 44, 664, d** 607. Justi 
das. 46, 283. — d. i. guten Rath wissend. 

^Ttravi^ (gen. *YTr<iv€o^) 1) Vater des Peldios, 

C.LGr. II, 137, n« 2077. 2) "YTravo^;, aus Hy- 

laia, C. I. Gr. II, 144, n^ 2096\ — Hyponis oder 

Wardanes sind alte Namen des Flusses Kuban. 

d. i. guten Schutz (der GOtter) habend (?). 

*YTT€pdv0ii5, S. des Dareios I und der Phrataguna, 
fiel bei Thermopylae, Herod. 7, 224. 

*Hurauda (altpers.), Huraoba (awest.) *Ypd)bii^, 
*0pu)bTi5 1) Orodes, Ktoig der Albaner, von Pom- 
pejus besiegt, Floras 3, 5 (66, 28, 0. Jahn : Horoles) 
Eutrop. 6, c. 11; bei Sextus Rufus c. 15 Oroesi 
(dativ). 2) Orodes I, Sohn des Phraates HI, 
Gatte der Tochter des Antiochos I Theos von 
Kommagene (69—34), KOnig der Parther 56—37; 
auf einem Obol: *Ap(y<iK0u Tpuibou, Gardner S. 40, 
pi. Ill, n*28. Friedlftnder, Zeitschr. f. Num. 6, 
1879, 8. Orodes, Cicero ad Att. VI, 1 (ed. Wesen- 
berg II, 197). Vellejus 46, 4 (besiegt den Crassus 
bei Earrhae; in Wirklichkeit war Orodes inAr- 
menien, und Crassus ward von Surena geschlagen); 
*Ypu)bTi^ Plutarch Crassus 18, 2 ff. Hcrodes, 
Floras 3, 11 (74, 13). Orodes, Appian, de reb. 
syr. c. 51. Polyaen 1, 41 (cod. Florent. 'HpidbnOi 
Dio Cass. 39, 56, 2 flf. (danach Zonaras 2, 386, 5); 
Justin. 42, 4. Bei den Armeniern heisst er ArS^z. 
Mftnze mitBildniss: Visconti III, pi. IV, n** 7. 11. 
Gardner pi. HI, 15 (bis 29). 3) 'YpOibn^S, par- 
thischer Vasall in ElymaYs, wahrscheinlich der 
vierte Nachfolger des Eamnaskiras, Mordtmann, 
Zeitschr. f. Numism. VII, 1880, 45. Markoff 46, 
n^ 689 ff. vgl. V. Gutsehmid, Gesch. Irans 157. 
158. Nach Markoff wftre Hyrodes nicht der 
Name des Vasallen, sondera des Grossk^nigs 
Orodes I. 4) Orodes II, K5nig der Parther, 
4 — 8, Nachfolger des Phraatakes, Vorgftnger des 
Wonones I. Joseph. 18, 2, 4. Mttnze mit Bild- 
niss: Gardner pi. V, 1. 5) Worod malkft (Sfth), 
einer der Nachfolger von n* 3, Mordtmann, 
Zeitschr. f. Numism. VII, 1880, 50. 51. 6) 
Orodes, S. des Artaban HI, der ihn nach der 
Ermordung des ftltera Braders Arsakes zum 



K5nige vonArmenien machte; er ward abervon 
Pharasmanes besiegt, 35 n. Chr., Tacitus Ann. 
6, 33 (39). Voseph. Ant. Jud. 18, 2, 4. 7) 
Aurelius Ouopuibiic, Ritter und Senator in Pal- 
myra, ao. 258/9, C* de Vogtl6, Syrie centrale 
p. 22, n" 20. 8) Septimios Odopi&bri^, griech. 
Beischrift einer Inschrift zu Pahnyra, pahnyr. 
WorOd, kaiserlicher Prokurator und Argapet, 
ao. 265. 266, C. I. Gr. IH, 232. 233, n« 4496 — 
4499. Levy, DMG. 18, 89 ff. ao. 262—264. 267. 
C** de Vogft6, Syrie centrale p. 26. 26, n* 24—27. 
Sachau, DMG. 35, 738. 739. Taf. H, n'* 19 
(Mttnze mit Bildniss), vermuthlich Herodes, Sohn 
des Odenath, vgl. v. Gutsehmid, Eleine Schriften 
n, 222 Not. 9) Woroth, Fflrst von Wanand, 
im 1. Jahr des EOnigs Tiran H von Armenien, 
Faust. Byz. 1, 12 (29, 24). 10) Orot-Sah, S. 
des Miran-nov6r, Vasall des Orbelier's TarsayiC, 
ao. 1274, Steph. Orbel. 150, 5. — d. i. schOnen 
Wuchses, Beiwort des SraoSa und Nairy5sa6ha. 

Harath(?), S. des Taj, eines Nachkommen des 
Naotara, und Vater des Wasttd, Tab. 617, 12; 
die Hss. haben Awarb, Arwab, Awab, tJrath, 
Uth. — awest. hurail)ya (auf sch5nem (Kriegs-) 
Wagen fahrend). 

Httrkehed, S. des HOschang, Vater des AbOrkehed, 
Mojmel, J. as. Ill, 11, 167, 3; s. AyaAhad. 

TpKu)bTi^> indisch-arsakidischer E5nig, Mttnzen mit 
Bildniss: Prinsep I, 188, pi. XIII, 12. 400, pi. 
XXXII, 16—18. Percy Gardner Gr. E. XLVHI, 
pi. XXIV, 8—13; vgl. Thomas 10, Not. 8. 
V. Sallet, Nachf. 177; die parthische Aufschrift 
ist ... kwt (k5t). 
d. i. wolfherzig. 

Tpi&bn? 8. Hurauda. 

Tpoidbii^, ein Marde, erstieg zuerst die Burg von 
Sardes (Herbst 546), Herod. 1, 84; beiDioChrys. 
LXIV, 2, 213, 15 ist Mdpbo^ zum Eigennamen 
geworden. — d. i. sch5nen Glanz habend. 

Hyrtacus, tOdtete nach der Matthftuslegende den 
Apostel Matthftus, vgl. v. Gutsehmid, Rhein. 
Mus. XIX, 1864, S. 389 = Eleine Schriften II, 
377. vgl. BapTdioi?, s. Wartak. 

HttSab 8. Har&sp^ 

Hugahr s. AuSahr, Oxathres. 

Hngdlw 8. H0Sd€w. 

HOscheng s. Haoschya^ha. 

HftSiar 1) ein Astrolog znr Zeit Yezdegerd's I, 
Fird. 5, 494, 36. 2) Mobed der Sipftsi oder 
Ab&di, einer Parsisekte, f zu Akbarftb&d 1640, 
Rieu 141 \ — d. i. der verst&ndige. 



Digitized by 



Google 



HaSkyaoI)na 



134 



HnsrawaAh 



Hiigkyaot)na 1) S. des WiStftspa yt. 13, 103. 2) 
S. dee Fraschaofitra, genet. HnSkyaoI)nahe Fra- 
schaoStrayanahf ; yt. 13, 104. — d. i. gate Hand- 
Inngen voUbringend. 

TaTraoaivnc 1) S. des Sagdodonakos, E5iiig der Sa- 
siana benachbarten Araber (Plinins, der ibn Pa- 
Bines nennt), nach Jnba (den Plinius berichtigt) 
ein Yasall des Antiochos (VIII), der sich 129 
Yor Chr. von diesem lossagte and das kleine 
K5nigreich Charakene (von der Hauptstadt Charax, 
d. i. Deich, in palmyr. Inschriften fi«30DDfi« T^s) 
grflndete; Ztraolvn? Diod. 68, 28, 4. Tatroaivn^, 
Psendo-Lncian Makrob. 16 (642); Mflnze yon 
ao. 124 mit Bildniss: FriedlUnder^ Zeitschr. f. 
Numism. IV, 1877, S. 6. VHI, 1881, 213. 2) S. 
desMithroaxos, s.diesen. — Ueber das Vorkommen 
des Namens (Aspasin^) auf einer Tafel mit babyl. 
Eeilschrift vom 24. lyyar 185 (nach seleukidischer 
Aera 127 vor Chr.) s. Pinches, The Academy 
27. Mai 1890, S. 340. Etymologic bei Kessler, 
Mani I. Berlin 1889, S. 90. 

Huspasnyftn s. Spiti. 

Huspitr, Name auf einem Siegel, Horn, S. S. 40, 
n^ 47 (misicher), vgl. Justi, DMG. 46, 289. Horn, 
Gnindriss 156, n^ 707. — d. i. sehr glftnzend. 

Husrawafth oder Haosrawa^ha (Adjectivbildang mjt 
Affix a and Ablaut, guna), awest., pahl. xusrawb 
(d. i. xusraw), neup. xusrau, x^srou (adjectivisch 
Xusrawl [reimt mit pahlawl]), armen. xosrow, 
8yr.kh(w)srw, d. i. khosrau, oder khesrdn, mit aspi- 
rirtem k (nicht x)> griech. Xo(Tp6ii^, ar. Kisra, 
Eesra 1) S. des Syftwarschan, Enkel des Eawa 
Usa, yt. 9, 18. 21. 22 = 17, 38. 41. 42. 19, 77. 
Bund. 41, 13. 81, 25. West, P. T. IV, 204. 
Nach dem Schahnftmeh ist Eai Xusrau (awest. 
Eawa husrawa) S. des SiyftwaxS und der Fe- 
rengis, Tochter Afr&si&bs, Stiefbruder des Ferftd, 
Fird. 3, 4 «. Eai-xosrau Tab. 604, 16. Eai- 
Xosrawanh (d. i. haosrawanha) Tab. 600, 4. Eai- 
Xosrau, Hamza 13, 15. Masudi 2, 120. Albe- 
rflnll04,22(112). Athir 171, 18. Mirch. 1, 175, 
34; in einer kurdischen Erzfthlung Eei xi^i*^'; 
Socin 90, 12. 2) pehl. Xusraw, S. des Destftn, 
erhftlt das Gebiet von Rfti, Bundehesch (TD) 
West, P.T.I, 140. 3) Xusrau, S. des E5nigs 
Firflz von Balx und der Amuleh (in der Grtln- 
dungssage der Stadt Amul), Zehireddin 221, 14. 
4) 'Oapdri? lehnte sich 137 vor Chr. gegen die 
Syrer (Seleukiden) auf, w&hrend Demetrios Ni- 
kator in parthischer Gefangenschaft sass, und 
grttndete das EOnigreich OsrhoSne, Prokop 85; 



nach Lucian, quom. historia conscrib. sit 18 (261) 
nannten ihn die Griechen '0£up6iic; bei Die- 
nysios von Tel maxr€ (776 nach Chr.) Orhai bar 
Xewyft, vgl. Assemani 1, 388*; dieser ist aber 
der Eponymos der Stadt Orhai (Urhai, Edessa) 
und scheint an die Stelle des ersten Herrschers 
Aryu (s. Airyawa) getreten zu sein; v. Gut- 
schmid, Osro^ne S. 19. 5) Ehesr5 (Ehosrau), 
Vater des Arlh5 (s. diesen). 6) XoapiSn?, Bruder 
des Pakoros n, EOnig der Parther, 107—130; 
'Oap6n<;, Pausan. 5, 12, 6. Dio 68, 17, 2 (auch 
'0^^6ii^, ao. 114; Osdroes, Spartianus I, 13, 8; 
diesen scheint Malala 270 C0ahQ6r\<i) als Ednig 
von Armenien zu bezeichnen, wUhrend er al» 
parthischen EOnig den Mehrdotes (Mithradates IV)^ 
seineu Bruder, nennt; Tschamtschean I, 600, 40 
hmt diesen Osdroes ftir den armenischen Ar- 
tages III; Eesra al-Agghftnl, S. des Ardawftn^ 
Vater des Balafi, Tab. 707, 8. Masudi 2, 137. 
AlberUnl 116, 17. Athir 209, 22. Abulfeda 
(Fleischer) 66, 12. 80, 19; in einer andemListe 
Eesra bin ASkftn, Tab. 709, 10. AlberOnl 115, 
18. Athir 210, 17. Eesra bm Fairflzftn Tab» 
716, 16. AlberUnl 113, 19. 114, 16. Xosrau 
bin Fairtlz Athir 272, 8, ebenso Hamzah (Xosrau) 
14; andere Liste nach dem Mobed Bahr&m: 
Xusrau Sohn des Melftdan, altem Bruders des 
Ardawftn, Hamzah 26, 14. AlbSrUnl 115, 9. 
Xosreh binWeladan, Mojmel, J. as. lU, 11, 177. 
12, 520. Xusrau (XosrU) Sohn des Balag und 
Bruder des BalaSan, Lubb et-tewarlx. Mirch. 1, 
219, 24 (letzterer heisst ebenfalls BalftS); dieser 
Arsakide Xusrau wird nicht genannt bei den 
Armeniem, bei Firdusi, Zehireddin etc. Auf 
einer Mtlnze findet sich die Form XusrQdl, s. 
Levy, DMG. 21, 454, Note, wie auch auf Mttnzen 
des Sasaniden Xusrau I. Mtlnze mit Bildniss: 
Percy Gardner pi. VI, n'*17; anderer Typus: 
Visconti IH, 174, pi. VI, 10 (Jahr 112). 7) 
'Oap<Sn^, Feldherr des VologesesIH, schlug 162 
die R5mer unter Aelius Severianus bei Elegeia 
in Armenien, Lucian, de hist, recte scrib. 21 
(262); bei Lucian, Pseudomantis 27 (335) wird 
Othryades als der Sieger bezeichnet; Mtlller, 
Fragm. Ill, 646. Tschamtschean 1, 355, 38. 
8) Xosrow I der Grosse, S. des WalarS, K5nig 
von Armenien, reg. 196 — 244 (Patkanean), nach 
Mose 2, 65 seit dem 3. Jahr des Farthers Ar- 
taban V, daher nach Tschamtschean's Chrono- 
logie 214—259 ; richtig wahrscheinlich 222—238 ; 
er versuchte die Herrschaft der Parther gegen 



Digitized by 



Google 



Hosrawa^h 



135 



Husrawa^h 



ArtaSir I zn yertheidigen, ward aber^ anfangs 
sieghaft; yon Anak auf Anstiften des Sasaniden 
ermordet, woranf ArtaSir ttber Armenien herrechte, 
Mose 2, 65 ff. Sebeos 10; 19; im griech. Aga- 
thangelos 8, 53 ff. heisst er Koucrdpiuv (daher 
die syrische Namensfonn EhesrOn); bei Prokop, 
de aedif. 3, 1 (245, 10) wird er Areakes ge- 
nannt nnd irrig als Brader des Artaban Y 
bezeichnet (wortlber 6. Kawlinson, The 6*** great 
orient, mon. 367. Gutschmid, DMG. 31, 2). Den 
in einem ftgyptischen Grab angeschriebenen 
Xo(Tp6ii^ 'Apfi^vio^ bezieht Letronne, Recueil des 
Inscriptions greeqnes et lat. de TEgypte n. 
Paris 1848, 311 auf Xosrow als Prinz; vgl. 
C. I. Gr. Ill, 394, n** 4821. 9) Xosrow H, S. 
TSrdat's des Grossen und der ASx^n; ^i* folgte 
seinem Vater nach der Zwischenherrschaft des 
SanatrOk nnd BakQr, und starb yor dem Eatho- 
likos Wrthanes (339—355); nach Mose 3, 8 be- 
stieg er den Thron im 8. Jahr des Constans, 
weshalb Tschamtschean ihn 344—353 regieren 
Iftsst; nach Langlois regiert er schon 316 — 325; 
Xosrow Eotak (der kleine, neupers. kodak) 
Faust. Byz. 3, 3 (6, 21). Mose 2, 83. Sebeos 
10, 20. 10) Xosrow HI, S. des Warazdat, Nach- 
folger seines Vetters ArSak IV, Gatte der Zero- 
yandUxt; herrschte im persischen Armenien 387 
bis 392 und nach der Zwischenregierung seines 
Bruders WramSaptlh nochmals 414—416; Faust. 
Byz. 6, 1 (261, 22). Laz. Pharp. 17, 12. Mose 
3, 42. Sebeos 17, 32. 11) Xusrau al-Arztl- 
maqftn (Hs. al-ararUmaqan) Stifter einer Sekte 
mit eigenthtlmlicher Seelenlehre, Fihrist 340, 1. 
12) Ehosrau, Mftrtyrer, Wright, Martyr. 11 bei 
NMdeke, Tabari 151, Not. 1. 13) Xosrow, 
Fttrst von Gardman, unter §apQh von Armenien 
(415—419), Mose 3, 55. Brosset, Hist. Addit. 
489. 14) Xusrau, aus dem Stamme des PiSin 
<Pisina), macht dem Bahrftm GOr 420 den Thron 
streitig, wird aber mit HUfe der Araber unter 
al-MondhIr verdrtogt, Fird. 5, 524. Eesra, ein 
Sasanide, Tab. 858, 10. Athir 288, 23. 15) 
Xosrow, ein Schiller des Mesrop, Tschamtschean 
1, 536, 27 (ao. 441). 16) Xosrow, Fttrst von 
Gabelean, unter Wardan, ao. 451, EliSe 215**. 
vgl. n"* 36. 17) Xusrau, S. des M&hdat, Hohe- 
priester von Atttnpfttakan (Atropatene) unter 
Eawadh und Xusrau I, BahmanyaSt, West, P. T. 
I, 194. NMdeke, Tabari 464. 18) Xusrau I, 
genannt AnttSlrw&n (pehl. XusrCi AnCSak-rttbftn, 
mit unsterblicher Seele, Ganjeshayagan, Madi- 



ganachatrang 1, 2), mit dem Beinamen Dftdger, 
der gerechte, ar. al-'adil, Mojmel, Joum. as. IV, 

1, 427, 1; S. des Eaw&dh und der Schwester 
des Aspebedes, Gatte der Eay^n, EOnig von 
Persien 531—578, Xoap6n^ Prokop 50—51. 
Euagrios 6, 17. syr. EhesrOn, Job. Ephes. 96, 
3 (61). Assemani 1, 416. Sebeos 19, 22 
(Xosrow); Tabari 892, 15. Eutych. 2, 178, 4. 
Alberttnl 122. Athir 314, 1 (Eisra AnOgarwftn). 
Masudi 2, 195. 238 (nach Abu 'Obaidah, Anttilr- 
wftn); Hamzah 15, 20. 21, 7 (Eisra AnttSlrwftn); 
Fird. 6, 160 (Eisra); Zehlreddin 150, 16 (AnOfilr- 
wftn); Mirch. 1,233, 14 (EesrfL AnttSlrwftn 'ftdil, 
der gerechte); 1001 Nacht 2, 584. DieMflnzen 
haben Xusr5l oder Xusroe (Xo(Tp6iiO; einigemal 
XusrOdi (di ist dunkel), s. Bartholomaei, Bulletin 
de r Acad. St. P^tersb. XIV, 374 (s. oben n^ 6) 
Mordtmann, DMG. 19, 448. 34, 120. Bartho- 
lomaei-Dom, Taf. 22, n« 1—5. Markoff 103, 
n"" 309. Mttnze mit Bildniss: Dom-Bartholomaei 
Taf. XXII— XXV. 19) Ehusrau, Bischof von 
§08 (Susa), Guidi, DMG. 43, 402, 1 (ao. 544). 
403, 7 (ao. 553). 20) Xosrow, Wahewflni-Fflrst, 
Sebeos 17, 32 (ao. 596). 21) Xusrau 11, genannt 
Aparw^z (s. dies), S. des Hormizd IV und der 
Tochter des Xurrftd, Schwester Bist&ms und Bin- 
do^'s, reg. 590 — 628; akGattinnen werden nam- 
haft gemacht: Schlrin, Mariam (T. des Eaisers 
Mauricius) und Gurdieh; Xo<Tp6ii^, Euagrios 6, 
17. Theophyl. 163. Tzetzes 3, 39. XoahQ6r\<; 
Chronographion nach Eusebios, bei Schoene I, 
Append. 67. \oap6r\^ 6 fi^Tot^, Chronogr. syn- 
tomon daselbst App. 96. Sebeos 20, 1 (Xosrow). 
Belftt^ori 367, 9 (Eisr?l bin Hormiz). Eutych. 

2, 178, 4. Albertol 31, 7 (35). 122. Masudi 2, 
214. Hamzah 16, 3. 21, 10. Athir 344, 17 
(Blisra Abarwiz). Fird. 6, 4 ff. (Xusrau parw€z). 
Hafiz t, 38, 5 (EisrfL parwiz); Abulfeda (Flei- 
scher) 92, 9. 19. 94, 3. Zehlreddin 319, 3 
(Xosreh perwiz); Mirch 1, 239, 26. 1001 Nacht 
2, 585. Mtlnzen mit Bildniss: Bartholomaei- 
Dorn, XXVIII— XXX (stets XusrOfi). 22) Xusrau, 
S. des Abragftn. Feldherr Xusrau's II, Dinftwarl 
bei NOldeke, Tabari 482. 23) Xusrau Xazar- 
wftn, d. i. Chazarenwftchter, Satrap der Cha- 
zaren, rftth dem Bahram TschQbIn ab, den Thron 
zu besteigen, Fird. 7, 74, 849. Xusrau das. 859. 
Xazarwan das. 76, 866. 24) Xosrau, S. des 
Eawftdh, eines Sohnes des Ormizd IV, Nikbl 
bei de Sacy, Not. et Extr. H, 1789, S. 358 
(Eisra); S. des Eawadh, des Sohnes Xusraus II 



Digitized by 



Google 



Hnsrawafih 



136 



Hasrawai&h 



(genealogisch nnwahrscheinlich); ward als Nach- 
folger ArdaSlr's III in Choras&n ansgenifen, je- 
doch nach wenigen Monaten getOdtet; noch ehe 
BCran den Thron bestieg^ Masudi 2, 233 (Eisra 
bin Qobad bin Abarwiz); bei Eutycb. 2, 254, 6 
ist Kisra Sohn des Qobad bin Honnnz nndVor- 
gUnger der BOr&n; andere Qnellen setzen ibn 
nach BOrftn, wie die Armenier, Sebeos 20, 24. 
99, 27 (Xosrow), Mich. Syr., J. as. IV, 13, 320, 
wo es heisst: §ar5ri DabQran Xosrow, d. i. 
Sabrwarftz, BCrftn, Xosrow; Hamzah 21, 18; 
Alberfinl 128, 130, wo Xusran, Sohn des *Ad 
(lies Qobad), des Bmders des ELisra Abarwiz 
(andere Genealogie wie bei Masudi), aufJuSnasp- 
bendeh (XuSnuSbendeh), den Nachfolger der BO- 
rftn, folgt; hiemach auch Hafiz Abru bei Mir- 
chond 1, 241, 23, wo Xusrau, S. des Qobad, 
des Sohnes Xusran's AnaSlrwan's, auf seinen 
Bnider (?) TschftSlndeh (d. i. JuSnasbendeh, als 
Vetter des Parw6z bezeichnet) folgt; bei Albe- 
rflnl 122 folgt Eisra, S. des Qobad bin Hormuz 
bin Eisra Abarwiz auf B5ran; Lftrl (Wiener 
Jahrbttcher 1835, Bd. 70, Anzeigeblatt 64) hat 
vor Ptlranduxt einen Eisra Arslan, nach ihr 
einen Qobftd, auf welchen Flrtlz und Xusrau S. 
des Qobad folgt. 25) Xusrau, S. des Mihr- 
GuSnasp (falsch punktirt Mihr-Hasis), welchen 
Tabari auf Azarmlduxt folgen lasst, Tab. 1065,4. 
Athir 365, 25. 366, 4. Abulfeda (Fleischer) 
98, 2 (Eisra), Mirch. 1, 241, 31 (Eisra, ein 
Nachkomnie des ArdaSir I); Mihranjufinas ist in 
andem Quellen der Vater eines Firuz (s. P6r5z). 
26) Xusrau, Feldherr Yezdegerd's III, Fird. 7, 
468, 493; bei Tabari 2563, 15 ist Xusran mit 
dem Beinamen Miqlas (d. i. Eameel, das im Som- 
mer fett ist), einer der *Ritter\ 27) Xusrau, 
der MttUer, welcher Yezdegerdlll tOdtete, Fird. 
7, 470, 521. 28) auf Siegelsteinen: XusrOe zi 
magu zi Attlrfarn (Chusrau der Magier, [Sohn] 
des Aturfam) Siegelstein mit Bildniss, de Sacy, 
M^m. de llnstitut II, 220. Mordtmann, DMG. 
18, 10, n° 11, Taf. II, 2. Reihe. Thomas, Joum. 
R. Asiat. Soc. XIII, S. 415. — Xusrau, Horn, 
S. S. 24, Not. 29) Eesra, maronitischer Ober- 
priester, zu Anfang der arabischen Herrschaft, 
nach welchem der District Eesrawan benannt 
ist, Assemani 1, 501*. 30) Xosrow, Ftlrst von 
Golthn, Vater des Wahan, Ende 7. Jahrh., Asolik 
156. Saint-Martin 1, 237. 31) Xusrau, S. des 
Yezdegerd III, rief die Ttlrken zum Widerstand 
gegen die Araber auf, ao. 728, Tabari 2, 1518, 2. 



Athir 5, 112, 15. 32) Xusrau, S. des Bahrfim, 
Vorfahr des Abu Nasr bin 'Abdi Vrazzaq von 
TQs (ao. 971), Rosen 169, 15. 33) Xusrau Flrflz, 
S. des Abu 1-Mihrwftn, Vorfahr des arab. Schrift- 
stellers Abu Iqasim 'Obaidallah, Fihrist 131, 
6 — 7. 34) Xosrow Wahevftni, armenischer Fttrst, 
ao. 847, Thoma 109, 28 (98). 35) Xosrow 
Akeatsi, armenischer Fttrst, ao. 847, Thoma 109, 
28 (98). 36) Xosrow Gabelean, armenischer 
Fttrst, ao. 851, Thoma 140, 31 (120). Tscham- 
tschean 2, 449, 11. vgl. n^ 16. 37) Xusrau 
Afftq, Herr (sahib) von Jll (Gllan) und Dailem 
(Mitte 10. Jahrh.), Zehireddin 315, 16. 38) 
Xusrau, S. des Firttz, des Sohnes Jestan's, zur 
Zeit des Ispehbed Harttsindan, Zehireddin 306, 
15 ; scheint der Xusrau Firttz n"* 43, S. des Wah- 
sttban und Bruder des Jestan, s. Dom, Caspia 42. 
39) Xosrow, Bischof von Andzevatsik, f 9'^ 2, 
Mxithar 88 (ao. 961). Tschamtschean 2, 839, 
13. 40) Xo(Tp6ii5 6 Tfl? BaPuXO&vo^ dfiepjuioujuivf^v 
(ar. amir al-mu'minin, Fttrst der Glaubigen), zur 
Zeit des Eaisers Basilius II (976—1025), Ce- 
drenus 2, 433, d. i. 'Adud ed-dauleh Abtt Soja' 
(Fana-)Xusrau, Buyide 949—982, ward 977/8 
Amir al-umara, Rehm, Handb. d. Gesch. des 
M.-A. II, 1833, 459. Wilken, Abhandl. d. Berl. 
Akad. 1835, S. 114. vgl. WeU 3, 25. Der 
Name dieses Fttrsten findet sich in einer Inschrift 
zu Persepolis, de Sacy, Mem. sur div. antiq. de 
la Perse 147. Joum. des Savans vom 30. Plu- 
vi6se, an 5, n** 4. 41) Xusrau Firttz, Buyide, 
S. des Rukn ed-dauleh, Dichter, Athir 9, 19, 3 
Mirch. 4, 49, 10. 42) Abu Mtfin Nasir bin 
Xusrau, genannt Hakim Nasir, Dichter des 
RauSanai-, Se'adet- und Safar-nameh, geb. 1003/4 
in Qobadian, lebte in Balx, t ii^ Yumgan 1088; 
Haji Chalfa 3, 600, 3. Sprenger 428. Rieu 
319\ 380\ 979*. 1086\ Eth6, DMG. 33, 645 ff. 
G5tt. Nachr. 1882, 124. Verhandl. 7. Orient. 
Congr. Leiden 1885, 11, 1, 171. Pertsch 741. 
43) Xusrau Firttz, S. des Wehsttban von Dailem 
(s. diesen und oben n° 38). 44) Er-rahim Abtt 
Nasr Xusrau Firttz (richtiger: Xurrah Firttz)^ 
Buyide, S. des Imad ed-din Abtt Kalljar el- 
Marzuban, reg. 1048 — 1055, Amiral-umara 1048, 
von dem Se^ttqen Toghrilbeg abgesetzt und als 
Gefangener in Rai verstorben, Athir 9, 374, 5. 
Mirch. 4, 54, 32. 45) Abtt ^AU Kai Xusrau, 
Bruder des vorigen, reg. 1048 — 1094 in Nau- 
bandagan und starb als letzter seines Stammes, 
Athir 9, 374, 13. Mirch. 4, 55, 30. 46) Abtt 



Digitized by 



Google 



Husrawanh 



137 



Hnsrawafih 



Nasr bin Xosrau^ Befehlshaber des Bflyiden Melik 
er-rahlm in Istaxr, ao. 1051. 1053, Athir 9, 392, 
18. 408, 21. 47) MansOr Xusrau bin Firtiz bin 
Jelal ed-danlet, arabischer Dichter, Hammer, Lit. 
Arab. 6, 1011. 48) Xosrow (armen.), Ahnherr 
der Familie Mxargrdzel (Langhand, Dolgoruki), 
Vater des Arag-Sargis und Earim (vielleicht 
Wahram), Inschrift von Halbat, Brosset, 2 histor. 
81, Not. 1. Collect. 2, 165. 49) Xusrau, S. des 
Hamzah bin Windarin Abu '1-fath ausUramx&st, 
Gelehrter in Qazwin, von Yaqut angeftihrt 1, 
212, 4. 216, 12. 50) Xusrau, Anftthrer der 
Scbuwftnkareh-Kurden in Pars, Athir 10, 362, 
12 (ao. 1116). 51) Kai Xusrau, Ispehbed in Amul, 
ao. 1118, Zehlreddin 221, 14. 52) Xusrau Malik 
(reg. 1160—1186, f 1201) und Kai Xusrau, 
Sobne des Ghaznawiden Xusrausah (f 1160), 
Minhftj 25, 19 (113); vgl. MelekSah. 53) 
Qotb ed-din Xosraw Bulbul, Amir des Salah 
ed-din (Saladin), Hammer, Lit. Arab. 7, 30. 
54) Ghiyath ed- din Kai Xusrau I, S. des QiliJ 
Arslftn, Seljtlqe von Ikonium (Rftm), 1192 — 
1199 und 1203—1210, Athir 12,57,22. 167,9. 
Ab. Far. 420, 18. Ibn Chall. IX, 35, 1 (3,487). 
Mireh. 4, 105, 19. Stickel, DMG. 18, 613. 55) 
Ghiyath ed-din Kai Xusrau n, S. des Kai Qobad, 
Seljaqe von Ikonium (ROm) 1236—1245, MinhaJ 
162. Ab. Far. 477, 6. Mirch. 4, 105, 32. 56) 
Ghiyath ed-din Kai Xusrau III. S. des Qil^ 
Arslan, Seljaqe von Ikonium (Rtoi), 1267—1283, 
Mirch. 4, 106, 3. 57) §ah Kai Xusrau, S. des 
Schahrakim Gaubareh, 27. Fttrst der Badflsepan- - 
Dynastie, 1301—1311, Zehiredd. 93, 8. 94, 1. 
146, 7. 321, 4. 58) Kai Xusrau, S. des Mihr- 
aban (Mitn-apan, pehl.), Bruder des Marzuban, 
c. 1300, Arda Viraf p. 245. 59) Amir Xusrau 
aus Dehll, tttrkischer Abkunft, Sohn des Lajin, 
Amir Saif ed-din, geboren zu Patiyall 1253, per-* 
sischer Dichter f &• Nov. 1325, FeriStah 1, 137, 
16 (1, 259). 156, 15 (1, 292). 235, 18 (1, 408). 
2, 754, 2 «. Hajl Chalfa 1, 519, 5. Hammer 
229. Sprenger 465. Pertsch, Goth. Hss. 43, 6. 
Rieu 240\ 241. 527\ 609. Pertsch 97. 60) 
Kai Xusrau, S. des Mohammed Xan oder Xan 
aS-Sahld (Martyrers), Enkel des Sultan Ghiyath 
ed-din Balban von Dehll (1266—1286), Statt- 
halter in Lahore, ermordet 1287, Batutah 3, 174, 8. 
FeriStah 1, 144, 3 (1, 270) ff. 61) Xusrau Xan, 
Geliebter und Murder des Sultan Qutb ed-dIn 
MobarekSah von Dehll, von Toghluq, dem Stifter 
der 3. tatarischen Dynastie (1321 — 1325) ge- 

Justi, Ferd^ Iranlsches Namenbach. 



tOdtet, Batutah 3, 195, 7. Ferifitah 1, 221, 3 
(1, 389). 62) Mehrere Schriftsteller aus dem 
Ende des 13. Jahrh., Kai Xusrau, Pertsch 549. 
Kai Xusrau ibn 'Ala al-majQsl (der Magier) 
schrieb ttber Astrolabien, das. 354, 14. Kai 
Xusrau Xan, das. 655, n^ 68. 63) Rukn ed- 
dauleh §ah Kai Xusrau, S. des Yezdegerd, 6. 
Fttrst der 3. Linie der Bawendl von Mazenderan, 
1314—1327/8, seine Gattin war die Tochter des 
§ah Kai Xusrau von Rustemdar (n** 57), Zehi- 
reddin 95, 1. 96, 4. 266, 10. 13. 270, 13. 271, 

4. 325, 4. 64) Kai Xusrawb6-i Mitn6-Apan-i 
Spandiat-i Mitn6-Apan-i Mar(6)pan herpat, liess 
die Handschrift J* des Jasna (in Oxford) und 
die Kopenhagner K^ ao. 1323 schreiben, nach- 
dem er 1321 aus Iran nach Indien gekommen 
war, Westergaard, Zendavesta p. 11. Mills, The 
ancient Msc. of the Yasna J*, Oxford 1893, 

5. 385. 65) Asad ed-din Kaixusrau aus Fars, 
HeerfUhrer des Sultan Ghiyath ed-din von Ma'bar 
(Madras) Batutah 4, 197, 9 (ao. 1345). 66) 
Ghiyath ed-din Kai Xusrau, S. des Mahmttd §ah 
Injfi, herrschte in Schlraz 1334—1337, von 
seinem Bruder Mas'ttd §ah besiegt und gefangen, 
Rieu 867**. 67) Xusrau Malik, S. einer Schwester 
und Feldherr des Mohammed §ah von Dehll, 
von den Chinesen besiegt ao. 1337, FeriStah 1, 
240, 8 (1, 416). 68) §ah Kai Xusrau, S. des 
Tlis, Badusepan-Dynastie, Ende 14. Jahrh., Ze- 
hiredd. 148, 88. 69) Kai Xusrau, S. des Gaytt- 
marth, 34. Fttrsten der Badtisepan - Dynastie, 
starb vor seinem Vater, Zehiredd. 130, 16. 147, 7. 
70) Xosrow von Gandzak, von den Mongolen er- 
mordet 1399, Tschamtsch. 3,436, 1. 71) Xusrau 
aus Abarqtih, Geschichtschreiber, Hajl Chalfa 4, 
413, 6. 72) Xosrew (tttrk.), Heeresrichter des 
Sultan Murad III, ein Grieche, ao. 1444, Hammer, 
Gesch. d. Osman. Reiches 1, 458. 2, 245. 589. 
73) Mulla Xosrew, tttrkischer Dichter, 1 1480, 
Hajl Chalfa 3, 375, 7, Hammer, Gesch. des 
osman. Reiches 1, 117. 74) Kai Xusrau (Xosro, 
georg.), S. des Qarqarah (f 1500), Bruder des 
MzeC'abuk, Atabeg von Axaltsixe, 1 1502, Brosset, 
M^m. VI, 4, 1840, 377. 5, 1843, 186. Bullet. VII, 
1850, 155. Hist. 2, 213. 75) Xusrau, ein Tttrke 
im Dienste der 'AdilSahe von Bljapflr, ao. 1511, 
Ferigtah 2, 31,2 (3, 43). 76) Xusrau GOfiultaS, 
Anftthrer im Heere Babers, ao. 1526, FeriStah 
1, 388, 17 (2, 57). 77) Xosrew (tttrk.), Statt- 
halter von Bosnien und Rumelien, spater Wezir, 
Hammer, Gesch. d. osman. Reiches 3, 189. 200 

18 



Digitized by 



Google 



Hosrawanh 



138 



Hosrawanh 



(1538). 78) Xosrew (tttrk.), Gesandter Sollmftn'a 11 
an Schah Tahmftsp, ao. 1561^ Hammer^ Gesch. 
d. oaman. Reiches 3, 380). 79) Kai Xosro, S. 
des Qarqarah (f 1535), Urenkel von n^ 74, Atabeg 
von Axaltsixe nach lOjUhriger Erledignng des 
Sitzes 1545 — 1575, Gatte der Dedis Imedi, Vater 
des Manufiar, Qarqarah, Beka nnd Mze-fi^abnk, 
Brosset, Mim. VI, 4, 1840, 377. 5, 1843, 189. 
194. 228. Dom, M^m. VI, 6, 1844, 335. Hist. 
2, 216. 256. 80) Xosro (georg.), S. des Thei- 
moraz, oder eines andem Sobnes Waxtang's 
(ao. 1545) in Imereth, Bmder des Bagrat, ao. 
1590, Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 193. Hist. 2, 
259. 81) Xosrew, Eunuch, Statthalter von Diyar- 
bekr, ao. 1602, Hammer, Gesch. d. osman. 
Reiches 4, 320. 82) Kai Xosro, S. des Waxtang 
von Muxran und der )^aramdze. Administrator 
von Karthli 1624, f 1627, Brosset, Hist. 2, 55. 
83) Kai Xosro BarathaSwili, georgischer Adlicher, 
1636 hingerichtet, Brosset, Hist. 2, 58. 68. 84) 
Xosrew (ttlrk.), aus Bosnien, tOrkiscber Gross- 
wezier, ao. 1628, hingerichtet 1632. Araftel 
543, 6 (Brosset, Collect. 1, 535). Zakaria, das. 
2, 43. Hammer, Gesch. d. osman. Reiches 5, 
60. 137. 85) Sultan Xusrau, S. des Moghul- 
kaisers Sellm Jihanglr (1605—1636) und der 
Tochter des Rajah Bhagwandas, geb. 1588, 
FeriStah 1, 507, 2 (2, 261). 86) Xosrow Xan, 
Befehlshaber vonEriwan unterSchah Sefl (1629 
—1642), Zakaria bei Brosset, Collect. 2, 83. 
87) Xosro, S. des Datld Xan (Dawith), Bruder 
des Bagrat, Verweser (Dar5gha) von Ispahan, 
ward als Rustam Xan K5nig von Karthli 
1634—1658. Brosset, Mim. VI, 5, 1843, 236. 
pers. Xusrau, Dom, M6m. VI, 6, 1844, 425 ff. 
s. auch Rustam. 88) Xusrau Sultan, Statthalter 
(Begler Beg) von Schirwan, ao. 1642, Dom, 
M6m. VI, 5, 1843, 395. Caspia 309. 89) Kai 
Xosro heissen sechs imerethische Edelleute, ao. 
1651, Brosset, Bullet. 3, 1847, 190. 90) Kai 
Xosro, Guriel (Fflrst von Guria, dem Ktlstenland 
von Imereth, Kolchis) 1625 — 1658, Brosset, M6m. 
VI, 4, 1840, 419. 5, 1843, 203. Hist. 2, 268. 
91) Kai Xosro, S. des Kdnigs Waxtang Schah- 
nawaz, Vater des georgischen Katholikos Doment 
(1660—1675), Brosset, M6m. VI, 5, 1843, 204. 
300. 92) Kai Xosro, TsitsiSwili, Broder des 
Nodar, Adlicher in Karthli, ao. 1664, Brosset, 
M6m. VI, 5, 1843, 304. 93) Kai Xosro, Guriel, 
Enkel von n** 90, Sohn des Giorgi und der Da- 
re2an, einer Tochter des blinden Bagrat von 



Imereth (f 1681), 1684—1689, Brosset, M6m. 
VI, 5, 1843, 207. 296. Hist. 2, 292. 94) Xosro 
Xan (pers. Xusrau, XosrG Xan), S. des Prinzen 
Lewan (Leo) von Karthli (t 1709), Bmder des 
Waxtang VI, und Thutha's, einer Tochter des 
Kai Xosro Guriel, Neffe des Gurgin Xan (Giorgi 
XI, t 1709), Gatte der Kethewan von Muxran 
(zwischen dem Kur und dem Aragwi, welcher 
bei Mtsxetha mtlndet), geb. 1. Jan. 1675, seit 
1709 SchattenkOnig, mit seinem Brader Alexander 
im Krieg der Perser gegen die Afghanen ge- 
t(kitet, 1711, Brosset, Mem. VI, 4, 1840, 464. 
5, 1843, 204. 210. Bullet 3, 1847, 362. Hist. 

2, 85. Malcobn 1, 611. 95) Kai Xosro, MOnch 
ao. 1716 zum Guriel gemacht, kam mit Wax 
tang VI nach Russland ao. 1724, Brosset, Bullet 

3, 1847, 363. Hist. 2, 311. 651. 96) Kai Xosro. 
TsitsiSwili, seine Witwe Ana, Tochter des WeXan 
BarathaSwili, heirathet K5nig Theimuraz 11 von 
Kaxeth ao. 1746, Brosset, Hfet. 2, 635. 97) 
Nasr ed-din Sah Xusrau gahib-qiran ghazi, auf 
Jubilaumsgoldmttnzen des regierenden Schahin- 
schah von Iran vom Jahr 1293 = 1877, Kara- 
bafiek, Wiener Numismat. Zeitschr. IX, 1877, 
261. 98) K6 XuQr5, Parslname, Jamaspji D. 
Minocheherji, Pahlavi Diet. I, CLVIII. 

Der Name Xusrau bei den Persem ist von den 
Sasaniden, Kai Xusrau aus dem Schahnameh, 
der armenische Xosrow (ow wird gesprochen, 
daher georg. Xosro) von dem Arsakiden Chos- 
roes hergenommen. Chosroes als Name der be- 
rtihmtesten sasanischen Herrscher ist eine Bezeich- 
nung der Kftnige ttberhaapt geworden, Fird. 1, 
46, 44, 2, 44, 463. 7, 72, 831. 328, 3902; ein 
Prinz, Praetendent 1, 64, 191 ; im Plural Xus- 
rawan^ Hafiz t, 17, 8, x^raw-i Slrln-i man (mein 
sttsser Chusrau) ist die Geliebte, mit Anspielung 
auf die KOnigin Schlrln, Hafiz t, 22, 9. Xosrau 
Xowarizm (arab.) ist die Benennung (der Titel) 
des Malik von Xowarizm (Chiwa), Ibn Chordad- 
beh 40, 2; hierher gehOrt auch der Name (Titel) 
Jihan Xusrau (K5nig der Welt) im Titel des 
Atabeg von Mosul Ntlreddin Arslan, s. VoUers, 
DMG. 44, 374. Ueber das Vorkommen des 
Namens im Abendland (Cursube, Cosdroe, Cos- 
rab) vgl. Longp6rier, Oeuvres 1, 125. Im Sans- 
krit lautet der Name SuQr4vas, im Griech. EtixXf)^. 

Ableitungen und Zusammensetzungen: 1) Xus- 
raw&n a) in syrischer Aussprache KhesrOn, wel- 
ches aber f&r das einfache KhesrO steht, NOldeke's 
Tabari 151; vgl. Kesran und Xosran; b) Vater 



Digitized by 



Google 



Hnsrawanh 



139 



Huwafrita 



des XaSin (s. diesen), Yaqut 4, 839, 19. 2) 
Xosrawl (kdniglich), Beiname des Mohammed 
Qull mirzft, Pertseh 670, n" 3. 3) Xosrowik, 
Ftirst von Sinnik, In6i6ean 286, 12. 4) Xosro- 
wanQg Oder ""anoyS, Gattin des E^nigs Agot III 
von Armenien, 951 — 977, Inschrift in Albat, Joh. 
V. d. Krim, Mem. VII, 6, 11, in Sanahin, das. 
48. Samuel von Ani 437. 5) Xosrowidtlxt (ft 
korz), Tochter Xosrow's I von Armenien, Schwester 
des T^rdat, Mose 2, 77. Uxtanes bei Brosset, 
2 histor. 256. Samuel v. Ani 367. Koucrapuj- 
bouKTtt, griecb. Agathangelos 46, 15. 6) Xosrau- 
Jurd (arab.), S. des Sahan, erbaut eine Halle in 
Tazar bei MarJ el-qalab, Yaqut 3, 537, 9. d. i. 
stark durch Xusrau, oder Held des Xusrau. 7) 
Xusrau-malik, S. des Xusrau-Sah, letzter Ghaz- 
nawide in Indien, 1160—1187 (1183), von Gbi- 
yath ed-din Mohammed von GhOr gefangen, 
Minhaj 113. Mirch. 4,44, 16. FeriStah 1,90,8 
(1, 157); malik arab. fUr Sah; Athir 11, 112, 9 
nennt ihn MalikSah. 8) Xo(TpoTr€p62:iic, kriegs- 
gefangner Perser, von Kaiser Maurieius zurttck- 
gesandt, Theophylaktos 190. 9) Xusrau- gab 
a) Xusr5e-Sah (pehl.), zoroastrischer Schriftsteller, 
West, P. T. Ill, XIX. b) XusrauSah, Fftrst in 
Rftdbar, ao. 973/4, MOnze bei Dorn, Caspia 43. 
263. c) Abft Sa*d XusrauSah, S. des Buyiden 
Abft Kalljar, Athir 9, 374, 13. d) Xusrau-Sah, 
S. des Ghaznawiden Ibrahim (1058—1099) Min- 
haj 19, 20 (106). e) Ghaznawide, S. des Bahram- 
Sah, begrftndete naeh dem Sturz der Ghaznawiden 
in Chorasan durch 'Ala ed-din Jihans5z von 
GhOr eine Dynastie in Lahore, die aber bereits 
mit seinem Sohne Xusrau-malik erlosch, 1152 
(1154>— 1160, Athir 11, 108, 24. 173, 7. Minhaj 
25, 1 (111). Mirch. 4, 44, 12. Nikbl bei S. de 
Sacy, Not. et Extr. II, 382. FeriStah 1, 88, 5. 
89, 11 (1, 155). f) S. des Xusrau-maUk, Minhaj 
115. g) *Abdo 1-hamld, S. des Isa el-xosraw- 
Sahl, Metaphysiker aus Tebriz, f 1254, Haji 
Chalfa 6, 275, 8. h) Samso 'd-din XosrauSah, 
Arzt, Freund des Ayyftbiden an-Nasir Dafld 
(t 1258), Ab. Far. 485, 16. i) Xusrau-Sah, Herr- 
scher in Qunduz, ao. 1497, FeriStah 1, 357, 7 
(2, 7); ao. 1504, das. 366, 20 (2, 23) 473, 1 
(2, 205). k) Xojah Qotbo 'd-din XusrauSah aus 
Yezd, S. de Sacy, Not. et Extr. 4, 303 \ 10) 
Xusrau-Sgr, S. des Bahram, Vater des Hormuz 
(ASghanier oder sagenhafter Parther), Yaqut 3, 
355, 6 (nach dem Dichter Mis'ar bin Mohalhal); 
da in den Arsakidenlisten der Vater des Hormuz 



den Namen Nars6 hat, so ist unser Name viel- 
leicht aus dem Beinamen des letztem, GSswar 
(Alberftni 113, 15) entstanden: ^j^.^ aus ^>-^, 
wobei nur ^^ (L5we) unerklart bleibt. 11) 
Xusrau-Snftm, Ehrenname, vomEOnige beigelegt: 
a) des Smbat n"" 12. b) eines Feldherm des 
Yezdegerd III, der bei Qasr-i Sirin geschlagen, 
spater bei Hamadan besiegt und get^Jdtet ward. 
Tab. 2473, 10. 2626, 12. Athir 2, 406, 6. 3, 
10, 5 (yojS^jM^^). — d. i. Befriedigung Xusrau's 
(des EOnigs). 12) Xosro thang. Name Sapor's II 
in der georg. Chronik, Brosset, Hist. 1, 163. 
14) Xosrow-fthi, Schwester Anak's, Gattin des 
Hephthaliten JewanSir, Zenob 343% oder seines 
Sohnes Tigran, Uxtanes bei Brosset, 2 hist. 256. 
Tschamtsch. 1,614,7. 14) Xusrauzadah (Xos- 
rewzadeh), Beiname des Molla Mustal^L, Schrift- 
steller, 1 1590, HaJi Chalfa 4, 334, f. 

*Y(TTaix|Lin? s. Wistaxma. 

T(yTdvii<;, Vater des Badres, Herod. 7, 77. — vgl. 
Bisthanes, Histanes, Ustanos. 

TaTdcTTTTi? s. WiStaspa. 

HQtabar, E^nig von Aegypten, Ealilag und Damnag 
hrsg. V. G. Bickell 118, 24 (116, 27) ff. NMdeke, 
Abhandl. GOtt. Ges. d. W. XXV, 1877, S. 8. 25. 

HQtaxm s. Antaman. — d. i. sehr stark. 

Hutana (altpers. geschrieben Utana) 1) S. des 
Thuxra (Quxra), einer der Geftlhrten des Dareios 
beim Sturz des Magiers, Inschr. v. Behistan 4, 
83. 'OtAvti?, S. des Phamaspes, Vater der 
Phaidyme, Herod. 3, 68 ff. 144; er ware auch 
Bruder der Eassandane, die 3, 2 Tochter des 
Phamaspes genannt wird; s. G. Rawlinsons 
Herodotus 2, 384. Ostanes, Justin. 1, 9. Etesias 
nennt ihn Onophas, daher bei Diodor Anaphes. 
2) Otanes, S. des Hystaspes, Bruder des Dareios, 
Vater des Smerdomenes, Anaphes und der Amgstris, 
der Gattin des Xerxes, Herod. 7, 61. 82 (s. Stein 
IV, 83 zu letztrer Stelle). 3) S. des Sisamenes, 
Eidam des Dareios, Nachfolger des Megabazos 
in Thrakien, wo er mehrere Stadte eroberte, 
Herod. 5, 26. 116. 123. 4) Vater des Pati- 
ramphes, Herod. 7, 40. 5) Heerftthrer des Da- 
reios ni, befehligt die Erieger von der erythrfti- 
schen Ettste bei Gaugamela, Arrian. 3, 8, 5. 

Hutaosa, aus der Familie Naotara, Gattin des EOnigs 
WiStaspa, yt. 15, 35; nach dem Yatkar-i Zarlran 
§ 48 Schwester ihres Gatten; Xutaus, Tab. 678, 2. 

Huwafrita (geschrieben hwa"*), ein Herrscher, der 
die Anahita um Erfolg anfleht, yt. 5, 130; nach 
dem Dinkart VI, 283, 20, wo sich die patrony- 



Digitized by 



Google 



Huwahm 



140 



Ib^pvn? 



mische Bildang Htiafntan findet, moss er als 
Ahnherr der Farther angesehen werden, s. Pe- 
shotan D. Behramji, Dinkart VI, p. 376; vgl. 
WaAuhi-ftfriti. — d. i. wohl gesegnet (awest. 
hu+ft-frita). 

Huwahm (syr. >ooiooi, ar, j»^, al. >coiaM^ un- 
richtig hQham gesprochen); MirhirSaq (1. Mihrliq) 
bar Huwahm (arab. Schrift), einer der Magier, 
welche Jesam anbeteten; Castellus s. v. magOsO, 
und Hyde, Veter. Pers. relig. hist. 383 aus Bar- 
BahlQl; bei Salomo von Basrah (Assemani HI, 
316% Budge 93, 9) Mihrtlq bar Xfiham (al. 
Xtthlm, Budge, Uebersetz. 84, Note). — d. i. 
sehr fromm (awest. ♦hu-wahma) oder nach der 
Lesart htl-him: von gutem Gemtlth (np. x^ni)- 

Huwaida, Mir Mohammed A'zam, Diehter aus Dehll, 
Ende 18. Jahrh., Sprenger 236. 
d. i. der deutliche (taxallus). 

Huwaidlk, ein Vorsteher der Ketzer (Mulhid), 
Xaqftni bei VuUers, Lex. H, 1470 •; vgl. Spiegel, 
Commentar H, 410, Z. 8. 

Huwaxscha s. Oxos. 

HuwaxSatara (altpers., h nicht gesehr.), mediseher 
EOuig, von welehem die gegen Dareios aufst&n- 
disehen Fflrsten derMeder, FrawartiS (XSal)rita), 
und der Sagarten, Citr&taxma, abzustammen sich 
rtlhmten, Insehrift v. Behist. 2, 15. 81. 4, 19. 22. 
Bei den Griechen ist KuoEdpii^ Sohn des Phraortes, 
Enkel des D^iokes, Herod. 1, 73, daher u. a. 
aueh bei Mose 1, 21 Evaks (nach Eusebios und 
Eephalion, angebl. nach Mar Abas Qatina); nach 
Diod. 2, 32, 2 soli Eyaxares von Herodot als 
erster von den Medem gewahlter EOnig be- 
zeichnet werden (ao. 711). Ein andrer Eyaxares, 
Sohn des Astyages (Xen. Eyrop. 1, 5, 2, danach 
Tzetzes 1, 64. 3, 580), dnrfte dem Xgat>rita der 
Insehrift von Behist. 2, 15. 4, 19 entsprechen, 
far den sich der Meder FrawartiS ausgab. Die 
susische Form ist WakiStarra, die babylonische 
UwakuiStar; die griechische zeigt die Eoseform 
mit Abstossung des tara und Affix ara, s. W. 
Schulze, Euhn Ztschr. 33, 222. — d. i. der sehr 
gutes Wachsthum besitzende (in dessen Reich tlber- 
all Gedeihen herrscht), vgl. awest. huwaxscha. 

Huwaret^i (geschrieben Hwar**, Huar*), Name einer 
Frau yt. 13, 141. — d. i. wohl gewachsen (wa- 
reba, mit femin. Aff. i). vgl. skr. suvfdh(a). 

HuwarS, irrige Lesung f&r Hufriya. 

Huwarez (geschrieben Hwarez), Bruder des Afikasa, 
yt. 13, 124. — d. i. gutes wirkend. 

Hware, awest. Form des spfttem ypsLT oder XOr. 



HwarefiaeSman, einer der 6 Heifer des SoSiftns 
oder Heilandes, geistlicher Herr des Earschware 
Sawahi, yt. 13, 128 (yt. 13, 121 anscheinend 
eingeschoben), pehl. X0r-6agm, West, P. T. H, 
14.78. vgl. Dinkart 1, 31 Note; s. Darmesteter, 
foudes iran. 2, 206. 207. — d. i. der das Licht 
der Sonne empfUngt. 

Hware6il)ra, S. des Zarathustra, Bruder des Ur- 

watadnara, das Haupt des Wehrstandes, yt. 13, 

98; pehl. x^arSet-gihr, Bund. 79, 15. 18. 80, 1. 

d. i. mit Sonnenantlitz, np. appellativ x^arSed- 

6ihr (von Eriegem) Fird. 1, 128, 181. 

Hware-XSaeta s. XUrSSd. 

Hwaspa (Huwaspa), yt. 13, 122; im Bundehesch 
68, 7 Hugasp (pftzend), bei West, P.T. 1, 115 
Huw&sp, Hohepriester des Earschware Wouru- 
bareSti, vgl. Darmesteter, Sacred books of the 
East XXIII, 217. — d. i. schOne Rosse besitzend, 
vgl. XodtTTTTi^ (der Fluss Eerxft, an welehem 
sch5ne Rosse weiden). 

Hwogwa, Ahnherr eines angesehenen Geschlechtes 
zur Zeit des Eawa WiStftspa, HwOwa (die Form 
mit g findet sich in den Gathfts) yt. 5, 98; als 
Familienname gebraucht: FraschaoStra Hw5gwa 
y. 50, 17. D6Jftmaspa HwOgwa y. 45, 17. Hw5- 
winhO, die Hwowas yt. 5, 98. HabOb (unrichtig 
ausgesprochen) Dinkard I, 1, Not., H5 (Haw) 
Sohn des Cegftw, Vater des Fahad (Paxad?), 
Tabari 681, 13. HwOvi (mit v, p, yt. 16, 15; 
genet. hw5wy& yt. 13, 139), Tochter des Fra- 
schaoStra (vgl. y. 50, 17), Gattin des Zaral)ugtra, 
im Bundehesch 80, 7. 8 in Pftzendschrift hw5w 
(das erste w ist das Doppel-u, g, das schliess- 
ende das Zeichen fUr anlautendes w). 

Ibairaz s. Wfiw. 

Ibitak s. Bitak. 

IbdvOupao^ 1) EOnig der Skythen und grosser Er- 
oberer wie Sesostris und Semiramis, Strabo687 
(957, 11), nach Megasthenes, IvbdOupm^ Ar- 
rian, Indica, aber Idvbuao^ in den Parthica. 
2) S. des Saulios, Ednig der Skythen zur Zeit 
des Dareios I, c. ao. 515, Herod. 4, 76. 127. 
TbdvOupcTo?, Plutarch, de Stoic, repugn. (Opera 
ed. Reiske. Lips. 1778, X) p. 314. 315; aber 
IvlxiOupcyo^ (1bd8up<To?), Regum apophth. (das. 
VI) p. 666. lanthyrus (al. lancyrus, Indatyrus) 
Dio Chrys. IH, 1, 38, 6. Justin 2, 5. Antyrus, 
E5nig der Geten (Ctoten) Orosius 2, 8. Jordanes 
Get. 9 (ed. Mommsen 72, 1). 

Ib^pvil^ s. Widama. 



Digitized by 



Google 



IbpeipaXi^ 



141 



Irftd 



IbpeipaXi^ (aniaut. i ist zerst5rt nnd ansicher); S. 
des Rapake€s, Strategos in Olbia^ C. 1. 6r. 11, 
132, n** 2067, 13- Latyschev I, 87, n'^SO, 13, 

lfra-H5rmlz (talmud.), Mutter Sapors II, N5ldeke 
52, Auf8atze97. HoflFmaDn 289, Not. 2249*. 
— zu ifrft vgl. die Namen mit freh. 

Ifrlk, Sklavin des Asad, Sohnes des Marznban, 
Tab. 3, 368, 4 (ao. 768). — d. i. die liebliche, 
liebe (vgl. Frya und np. ferl); vgl. Afrl. 

ISkapTs 8. AgkebQs. 

Ixrid, Fttrst (malik) von Ki§S (§ahr-i sabz in Hisftr), 
von den Arabem getOdtet ao. 751/2, Tab. 3, 
79, 15. 

'IHapdxTi^; (al. ICapdxri^;, lHaXp<iTTi(;), Eunuch des 
Kambyses, der den Tanyoxarkes (Bardiya) ge- 
t5dtet und sp&ter die Leiche seines Henn in die 
Persis fttbrte, Ktesias Pers. 9. 13; die erstere 
That sehreibt Herodot dem Prexaspes zu. — 
d. i. Herr der Kraft (vgl. awest. I8chaxsehat)ra)? 

IxSedh, neuere Aussprache Ix^Id, heisst der Malik 
von Ferghana, Ibn Chordadbeh 40, 1, danach 
Alberttni 101, 15; sein Sitz ist in Rlwdad, 
Istaehri 321, 6. IxSadh (zu sprechen IxS6dh, 
mit Imalah) Farghanah, Sohn des Afgln, Tabari 
II, 1242, 15. 1247, 6 (ao. 711—712); Athir 4, 
452, 24; 855 ftihrt Mohammed, Sohn des Ix§Id, 
ein arabisches Heer gegen Mohammed, Sohn des 
Rustam, Bruder des Ispehbed 'Abdallah, und 
wird vom Sohn des Rustam getCdtet, Athir 7, 
335, 23. 340, 7. Zehlreddin 284, 10; ein an- 
derer, AbQ Bekr Mohammed, aMx^ld, Sohn des 
TogheJ (Masudi 8, 348), geb. 882, ist von 935 
bis 946 unabhangiger Herr von Aegypten und 
Syrien und Stifter der IxSldl-Dynastie, welche 
969 von den Fatimiden gestflrzt ward (vgl. 
Gauhar), Ibn Xall/ll, 47, 1 (I, 319). II, 68, 5 
(wo ibn al-IxSid zu lesen), Athir 8, 213, 3 ff. 
Ibn Chall. n** 700 (IH, 217). Abulfeda 2, 392, 
10. 440, 14. Soyflti 415. 418. vgl. Weil II, 
653. ni, 9. Hanmier, Lit. Arab. V, 38. Poole, 
The coins of the Mohammedan dynasties in the 
Brit. Mus. Lond. 1876, S. 68. Ein Ibno 'HxSad 
(d. i. IxSed) war Granunatiker, mo'tazilitischer 
Rechtsgelehrter und Ascet, starb 938, Fih- 
rist 173, 1 flf. 27. — awest. XSaeta; vgl. §6dah. 

Ila, 3* des Afrasiab, von Eai Xusrau erlegt, Fird. 
4, 74, 831; Enkel (nablrah) 4, 30, 323. Mojmel, 
Joum. as. IV, 1, 415, 6. 

llitln 1) S. des JemSid und Nachfolger seiner Brtlder 
Bawallk und HumayQn, Jennat al-xol^d bei Go- 
bineau I, 80. 2) Ilioneus, S. des Artabazos 



n** 4, Curtius 3, 13, 13 (kaum der homerische 
Name). — vgl. Ylinus, Justin. 2, 4, wo indessen 
jetzt Plinus gelesen wird (s. die Ausgabe von 
Fr. Ruehl. Leipz. 1886, p. XXI). 

IfiaTo^, persischer Heerftlhrer bei Salamis, Aesch. 
Pers. 31. vgl. NOldeke, P.St. 30.— vgl. Yima 
(Yama). 

Imar s. Nairiman&. 

"IvapTO?, adlicher Perser, aufstandisch gegen Chos- 
roes von Babel (d. i. der Btlyide Adud ed-dauleh 
Chusrau) zur Zeit des Kaisers Basilius 11 (976 
bis 1025) Cedrenus II, 439; es ist sein Vetter 
Amir Baxtiyar gemeint, wie Wilken, Abhandl. 
Berl. Akad. 1835, 114, erkannte. 

Indaphemes s. Windafama. 

*lvbapal&pt manichaischer (mazdakitischer) Bischof 
zur Zeit des Kabades, Malala 444. "IvbdZapo^, 
Theophanes261. vgl. Andarzghar und NOldeke, 
Tabari 462. 

IvbdxTi^ 1) parthischer Feldherr, von Antiochos 
Soter am Lykos besiegt, ao. 130 vor Chr., Nikol. 
Damask. Fragm. 74, danach Joseph. Ant. jud. 
13, 8, 4. 2) aMndat), S. des Qaren, des Sohnes 
SOxra's, zweiter Fttrst der Qarendynastie in Ta- 
baristan. Tab. 3, 1295, 5. Ibn Maskowaih 513, 
12. Alindai (al. Ahaddar, Alnadda, Ahiadai), 
reg. 52 Jahre, Zehlreddin 154, 15. 167, 18. 321, 
19. vgl. Windat. 

IvbdOupao^ s. Idanthyrsos. 

IvbdZapo^ s. Indarazar. 

IvboTTiiTpii^, ein Serer, Lucian Eataplus 21 (179); 
wohl ein von Lucian erfundener Name. 

IvadCato^, Vater des Sthazeis (s. diesen). 

Ivracp^pvii^ s. Windafama. 

Inttn s. Btltln. 

Ipama, Epama, medischer Fttrst in Patuscharra 
am Gebirge Bikni (Elburs mit dem Demawend, 
altpers. PatiShuwariS), Inschrift eines Prisma des 
Esarhaddon vom Jahr 678, Menant 244. Abel, 
Eeil. Bibl. 2, 132; einen ...pamua vonSikrina 
nennt Sargon 713, Smith, Assyr. discov. 288. 
s. Tiele, Babyl. assyr. Geschichte. 1888, S. 336. 
Hommel, Gesch. Babyloniens und Assyr. Berl. 
1885, 722. 724. vgl. Oppert, MMes 26. — altpers. 
♦Wifarna, d. i. dessen Glttck ausgebreitet ist. 

Irad, in einer arab. Fassung Irixt (beide Namen 
beruhen auf derselben Pehlewischreibung), Gattin 
des E5nigs §etpgram im Fabelbuch Ealilag u 
Damnag ed. G. Bickell 95, 20 (93, 31). 102, 20 (100, 
5); vgl. Benfey das. XXIV. LV. — pehl. Irat 
ttbersetzt im Zend.-pehl. Farhang das awest. uru- 



Digitized by 



Google 



Ir&d-bfthrftm 



142 



zizieiti (al. nrndidieiti); np. hirftd (frOhlich er- 

Bcheinen)* 
Irad-bahrftm 1) Yater des MartftnSat, Kanheri 1, 

7. 2, 5. 3, 7. 2) S. des Mart&niat, Kanheri 

n" 1, 8. B' 2, 6. 
Irad-farux*'^ Yater des M&hyar nnd BuxS^ Elanheri 

n« 3, 11. 
Irad-mart, S. des Mahbazai, Kanheri n"" 2, 11. 

Bemerk. irftd in alien diesen Namen scheint richtig 

irixt gelesen warden zu miissen. 

Ipdfipouaxo^, Yater des Siawakes nnd Irbis, In- 
schrift Yon Tanais ao. 188 n. Chr., Latysehey 
II, 233, n« 427. 

Iranduxt, Tochter des Schahmard, Mutter deslrej, 
Mirch. I, 160, 31. SyawaS-nameh 247. 

Irangadeh-gahpnhr (gadeh das aramaische Wort fbr 
pers. farrah M^jestat), Yater des Farmx^ahpnhr, 
Siegel, Horn, DMG. 45, 430. 

Iranmalik 1) S. des Ghaznawiden Ibrahim (1058 
bis 1099), Minhaj 105. 2) S. des Ghaznawiden 
Farraxzad, des Sohnes des Mas'fld (1099— 1114) 
MinhaJ 107. — synonym mit IranSah. 

Irangah 1) Bmder des letzten IsmaYliers Rokn ed- 
dm X5r5ah, Mirch. 4, 70, 26. 2) S. des Tn- 
ranSah, se^Jtlqischer Ftlrst vonKerman, reg. Nov. 
1097—1101, Mirch. 4, 104, 34; Sohn (I. Enkel) 
des Qawnrt, Athir 10, 192, 5 (ao. 1099), TiranSah 
S. des TflranSah, Athir 10, 219, 2. Houtsma, 
DMG. 39, 373. 3) Rokn ed-din Mohammed 
IranSah, S. des Diya ed-din von GhOr nnd der 
Mah-i Mulk, 1 1210, Minhi^ 395. 408. 4) Yater 
des Kubat (Kawata), Gelehrter, West, P. T. lY, 
XXXY. 5) S. des Yazdyar, Priester, Yerfasser 
des Sad-dar, West, P.T. Ill, XLI. 257. 6) S. 
des MelekSah, Priester in Kerman, ao. 1495, 
bearbeitete den Sad-dar metrisch, Rien48\ West, 
P.T. m, XXXYII; in einer Unterschrift nennt 
er sich selbst MardSah, West, P.T. Ill, 257; 
vielleicht sind beide Personen identisch. 

Iranian, S. des Abu '1-xair, Yerfasser des Bahman- 
nameh, Mojmel, Jonm. as. lY, 1, 418, 5; Lesart 
nnsicher. 

d. i. Iran besitzend. 

Iranzn, K5nig von Manna, Yasall des Sargon von 
Assyrien ao. 719, t '^16, Annalen-Inschrift des 
Sargon II, 7. Menant 161. 

'Ipauabi?, S. des Demetrios, Mitglied einer Bruder- 
schaft in Tanais, ao. 225, Latyschev II, 267, 
n* 447, 13. — d. i. der irische fossetische, ala- 
nische) Anadis. 

''IpPibo^, S. des Irambnstos, Mitglied einer Bmder- 



schaft in Tanais, Latyschev II, 233, n"" 427. vgL 
Bidakes. 

IreJ (EraJ pehl.) s. Airyawa. 

Ircm, der Erfinder der Waffen, Ynllers, Lex. I, 82**. 

''Iptavo^. Mitglied einer Bmderschaft in Tanais , 
ao. 225, Latyschev II, 281, n* 454, 25. 

IryahO s. AnhO. 

Irixt s. Irad. 

Irisinni, S. des Ualll von Manna, geht 664 als 
Geisel nach Niniveh, Menant 260. Jensen, KeiL 
Bibl. 2, 178. 

ISak s. ZQSak. 

Isaozites s. Yazdb5zedh. 

Isadwastra, S. des ZarathaStra, das Hanpt des 
priesterlichen Standes, y. 23, 4. 26, 17. yt. 13, 
98. — d. i. die Bebannng des Feldes (eine 
fromme Handlnng) erstrebend. 

labiT^pbn? s. Yazdkart. 

labiTouva^ s. Yazdwgnasp. 

Iseday oder Seday, Tochter des Gagik AbQmrovan 
(t 893) aus dem Hanse Artsrtlni, Thoma 241^ 
10 (195). 

Ifiek s. ZQSak. 

Isfaxram s. Spahram. 

Isfan s. Ispan. 

Isfendiar s. Speiltddata. 

Ifikand 1) Herr von Kasaf (pers. NaxSap, Stadt 
jenseits des Oxus, zwischen Schehr-i sebz nnd 
Zamm), ao. 730, Tabari 2, 1542, 8. Athir 5^ 
124, 17. 2) Ispehbed von Nesa in Chorasan^ 
Yasall des Chaqan's, ao. 737, Tab. 2, 1597, 17* 
1598, 17. Fird. 2, 526, 1107. — d. i. zer- 
brechend (den Feind), vgl. np. laSker-Sikan; 
pehl. Skand, s. Sikan. 

Iskuinka s. Skuka (Sknnka). 

IskOraJ, Dailemite, Polizeimeister von Baghdad^ 
ao. 944, Soyati 416. 

ISxanik, S. des Adamase von Hereth und der 
Dinar, Tochter des Adamase (f 898), Brosset^ 
Hist. 1, 279. — d. i. der Prinz (armen. iSxan^ 
altpers. ^x^ana, v. Stackelberg, 5 osset. Erzahl., 
Petersb. 1891, S. 80*»). 

Isnafdad s. Spefttodata. 

IsnapOl s. Ispan5I. 

'ladtaio^ s. Sogdianos. 

ISpabara, S. des Dalta von niip, stritt mit seine m 
Bmder Nibi um die Herrschaft und ward von 
Sargon untersttttzt, von Sanherib aber bekriegt,. 
Inschriften des Sargon (Annaleninschrift zn ao» 
707—706, Fasteninschrift X, 151, 9, s. Oppert,. 
Records of the Past 7, 25. 9, 13) und des San- 



Digitized by 



Google 



IspahidOst 



143 



Yftdkar 



herib (Inschrift des Taylorcylinders col. 2, 8 u. 
des Bellinocyl- 28, ao- 702), Records of the Past 
1, 28. 7, 60- Menant 187. 216. Peiser, Keil. 
Bibl. 2, 68. 88. vgl. Tiele, Babyl. assyr. Ge- 
schichte 248 und den Namen Astibaras und 
ASpabara. 

IspfthldOst 1) Aba DaQd, Feldherr des Waschmeglr, 
Athir 10, 72, 18. Zehlreddin 176, 5. 179, 8. 
IsfahdOst, Ibn Athir 8, 257, 4. 2) IsbehdOst, 
Isfahdost, S. des Mohammed bin al-Hasan Abtl 
Mansttr aos Dailem, arabischer Dichter, t 1076, 
Hammer, Lit. Arab. 6, 816. vgl. el-Qift. — d. i. 
Soldatenfreund; anch Beiname Yezdegerds II. 

Ispahr oder Aspahr s. Spihr. 

Ispahsftlftr, Sohn des GCmagie, yon den Lenten 
des Qablls von jforjan gefangen, Zehiredd. 194, 
10 (Isfahsftlftr, arab. Anssprache). — eigentlich 
Titel: Feldherr. 

ISpakai, Fttrst von ASgllza, Verbftndeter des Man- 
nfters TinSpa, von Esarhaddon ao. 678 besiegt, 
Inschriftfragmente ans der Zeit des letztem, s. 
Hommel, Geschichte Babyl. a. Assyr. Berlin 
1885. 722. 723. Menant 242. Jensen, Keil. 
Bibl. 2, 129. — vgl. Aspakos. 

IspaknOT s. IspanO^. 

Ispandarmedh s. Spefita ftrmaiti. 

IspanOe (al. IsnApOI, IspaknOl, reimt mit mdl Haar), 
Sklavin des Ta2&w, des Eidams Afrasiab's, ward 
von Beian (Blien) erbeutet, Fird. 2, 576, 211. 
664, 1125. 656, 1139. 

Ispehbed s. Spadhapati. 

Isp^dan s. Ustandar. 

Ispihr 8. Spihr. 

Isplddar (Weidenbaom) unrichtig fQr Ispendiar 
(Speilt5data). 

Ispldtlyeh s. Sp6t56. 

Istandar s. Ustandar. 

Btelikn von Kattanu (ka nnsicher), medischer Fflrst, 
Smith, Assyr. discoveries 289. 

IStesnku von ISteuppu, medischer Fttrst, Smith, 
Assyr. discoveries 289. 

Iswad, S. des Waraza, yt. 13, 96. Iswand, S. des 
Waraz, der erste AtarewaxSa oder Priester, wel- 
cher das heilige Feuer schflrt, West, P. T. IV, 
262. — d. i. verm5gend, machtig. 

Iswer 8. Asttwar. 

^lTaX6pa<TTTo^ (anlant. i zerstOrt), S. des Herakleides, 
Mitglied einer Bmderschaft in Tanais, ao. 220 
n. Chr., Latyschev II, 264, n' 446, 10. 

d. i. angespannte (awest. hita) rothe Rosse 
habend. 



Irafidvii^, 'iTaii^vTi^, eroberte Notion (eine kolopho- 

nische Stadt) zur Zeit als die Peloponnesier znm 

zweiten Mai in Attika einfielen, Thukyd. 3, 34. 

Anfahrer der Soldaten des Asidates, Xen. Anab. 

7, 8, 15. Varianten: IrafidTn?? iTopdvii^; vgl. 

Stamenes. — d. i. liebenden Sinn habend (awest. 

skr. wita). 
lOajiiTpii^ 1) Vater des Artayntes, Herod. 7, 67 

(al. lOajidTpTi^). 2) Neffe des Artayntes (Sohn 

des Otaspes?) Herod. 8, 130. 9, 102. — altp. 

*wil)amil)ra? 
Itap, persische Familie, AtrwSnasp Itapean, persi- 

scher Feldherr gegen die aufstandischen Arme- 

nier unter Wahan, ao. 482, Laz. Pharp. 223, 11. 

Tapean 226, 23. Yazt-i Aitap (d. i. Itap) s. 

Yazd. vgl. rtaq bei Anahita. — von Ita und 

einem bis auf das anlant. p gekttrzten Worte. 
Ite, gen. Itehe, lykischer (persischer?) Dynast oder 

Satrap, c. 410, Obelisk von Xanthos, Ostseite 

Z. 25. Mttnze bei Six, Revne nnmism. IQ, 4, 

161. Babelon II, CVH. — d.i. geliebt (wita)? 
Irln, Gattin des Auasis (s. diesen). 
l8i6xaK0^ (anlant. i zerst()rt), S. des Ardonagaros, 

Inschrift von TanaXs c ao. 230, Latyschev 11, 

281, n« 454, 24. 
Izabates s. 'I^apdrriq. 
IzadbaxS s. YazdbaxS. 
Izadi, Dichter ans Schlraz, Pertsch 632, n' 382; 

aus Yezd, das. 383. — d. i. der g5ttliche (von 

yazata). 
Izak s. Gtlzak. 
l2:ao2:iTii^ s. YazdbOzedh. 
iZdxTi^ s. Yazata. 
'ICaeouO s. Wayfizatha. 
IzdibQzit s. YazdbOzedh. 
Ized 6. Yazata. 
IzedgnSasp s. YazdwSnasp. 
Izedyar s. Yazdyar. 
ICio . . ., S. des Archathios, Inschrift von Tanais, 

c. ao. 230, Latyschev II, 281, n^ 454, 22. 
IzmQX; armenischer Martyrer, ao. 554, Samnel von 

Ani 393. 

YabnOyeh s. Yantflyeh. 

Yadkar 1) S. des K5nigs Dimitri II von Georgien 
(t 1289) nnd der Tatarin Sorghala, Brosset, 
Hist. 1, 607. 2) 'AH b€g, Dichter, zur Zeit des 
Schah Rux, Hammer 298. Pertsch 665, n" 54. 
3) Mirza Yadgar Mohammed, Timnride, Urenkel 
des§ahrux, 1 1470/lj FeriStah 1, 363, 3 (2, 17). 
Barbier de Meynard, J. as. V, 20, 318. Rien 



Digitized by 



Google 



Yaetuggao 



144 



*Yama 



115\ Rosen 122, 3. 4) Yftdg&r Beg Qlizlilb&g, 
Gesandter des Ism&'ll Saf[ an den Schah Mah- 
mttd von Guzerftt, Nov. 1511, FeriStah 2, 404, 
12 (4, 77). 5) S. des Nftsir Mirzft, Bruders des 
Baber, f 1546, FeriStah 1, 448, 3. 17 (2, 159. 160). 

YaetuSgao, S. des Wyata, yt. 13, 123. — d. i. 
htilfreiche oder folgsame Kinder besitzend. 

'IdqpaTO^ S. des Pidels, Strategos in Olbia, C. I. Gr. 
n, 134, n^ 2072. — d. i. der etwas erlangt hat 
(abgekttrzt aus einem Namen mit yab, von np. 
yaften, osset. yafnn). vgl. lanakos. 

Yaghmanaz, Tochter des Chaqan von Tschin, Gattin 
des Bahram G5r, Bnrhan-i qati' bei VuUers, Lex. 
II, 1517 \ — d. i. die Geliebte der Pltlndening 
(welche die Herzen raubt) ; das tftrkische Yaghma 
ist u. a. auch Diehtername des Mirza Abu 1-Hasan, 
Pertsch 670, n^ 12; vgl. Hafiz a, 8, 3. 

Yakanah, MoUa, aus Balch, Dicbter, Pertsch 665, 
n** 57. — d. i. der Einzige, der Freund. 

Yakand (al. Bakand), Tochter des Ispehbedh al- 
asamm (des tauben), d. i. Dadhburzmihr, Schwe- 
ster des Xurgld, Gattin des Mas-i mnghan Malik, 
Mutter der Bahtariyeh (Buxtarlyah) Tab. Ill, 
104, 9. — d. i. der Hyacinth (Edelstein, Sapphir, 
arab. yfiqtlt). 

Yakdil, Dilawar-x&n, Bruder des Yakrang, per- 
sisch-indischer Dichter, auch Ham- und Birang 
(taxallus), Sprenger 304. — d. i. Eines Herzens. 

Yakert s. Wahkert. 

Yakrang, persisch-indischer Dichter, Sprenger 304. 
Pertsch 676. — d. i. der Redliche (ein-farbige). 

YakrQ, Diehtername des 'Abd al-Wahhab, Ende 
18. Jahrh., Sprenger 304. — d. i. mit Einem 
(gleichbleibendem) Gesicht, aufrichtig. 

Yaksan aus Dehll, Dichter, Pertsch 665, n'* 53. 
d. i. der Gleiche, Uebereinstimmende. 

YaksQ, Diehtername des Lalah Fath Cand, Sprenger 
304. — d. i. nach Einer Seite, abgesondert. 

Yakta 1) Mohammed Qail Yakta (Yekta) aus Lah5r, 
Dichter, Pertsch 665, n** 50. 2) Ahmed Yar 
Xan Yakta, das. n° 51. 3) Mohammed ASraf 
Yakta, das. n*» 52. 4) Xojah Mo'ln eddin, Spren- 
ger 304. — d. i. der Einzelne, Einzige. 

'laxvouKa^, Bruder des Pankratukas (Bagratuk), 
Praetor in Nikopolis unter Leo VI (886—911), 
Konstant. Porphyrog. 226, 15. 

*Yama, altpers., Yima, awest.. Jam, neupers. 1) 
Yima, Yima x^^^ta (der glUnzende), S. des Wl- 
wa6hao, y. 9, 13. 32, 8. wend. 2, 8. yt. 13, 
130. 19, 35. Nach dem Bundehesch 77, 20 ist 
Jam Sohn des Wlwa6h, daher Jam Wlwaghan 



(WlwaAhan, awest. yima wiwftfihana), und Bruder 
des TaxmQraf, Enkel des HaoSyang, dagegen 
nennt Tabari den Jam aS-S€dh (mit y) eincn 
Sohn des Wlwanjhftn (J steht fttr g), wie auch 
AlberQnl 223, 15 Jam bin WQhan hat, und diesen 
einen Bruder des Tahmtlrath, 179, 9. 11. Athir 
46, 4. 5. Jamgid Bruder des Tahmtlrath, Athir 
271, 9. Der Name findet sich ebenso geschrieben 
im Fihrist 12, 21. 26; dagegen Jam Sadh Tab. 
226, 3, was mit der Imaleh Sedh zu lesen ist. 
Diese Genealogie des Tabari scheint die richtige 
zu sein, wie nach yt. 15, 6 — 15 wahrscheinlich 
ist; WlwaAhao, der nirgends als Herrscher ge- 
nannt wird, ward als jflngerer Bruder des Tax- 
muraf gedacht; Masudi 2, 112 stimmt mit dem 
Bundehesch ttberein, indem er Jam bin Ntibajhan 
(lies ^l-f^r^ statt ^1^.^^, d. i. Biwanjhan) als 
Bruder des TahmQrath bezeichnet; die sonstigen 
Schriftsteller nennen Yima einen Sohn des Tah- 
mfirath, des Sohnes des Wlwanjhan, des Nach- 
kommen des Haoschyaiiha, Jam, Hamzah 13, 3. 
Mojmel, Joum. as. IH, 11, 167. 4, 169, 11. 
Zehlreddin 146, 18. Mirch. 1, 155, 15 (JemSld); 
FirdGsi hat Jamg^d (Jemgld) als Sohn des Tah- 
mtlrath, des Sohnes des Hoschang 1, 48 flf; in 
einer kurdischen Erz&hlung, Socin 91, 7, sind 
JamsiS und JUmg&r Helden des Afrasiab. Als 
Frauen des JamSed werden genannt Perlcihre, 
Maheng, LfilQ. Eine im Bundehesch 56, 14 er- 
zahlte Sage gibt ihm eine Schwester Yimak 
(Jimah oder Jamah), und es werden von beiden 
durch YermUhlung mit ahrimanischen Wesen 
(Daewa, Dlw) die schwarzen Menschen Irans^ 
Z^ngak, neupers. ZengI, erzeugt; Bund. 77, 5 flf • 
entspringt der VermUhlung beider Geschwister 
ein Zwillingspaar Mirak Asfian (Athvya) und 
Ziyanak Zai-Sam. Die islamischen Perser haben 
den JamSed mit Salomo (Sulaiman) verglichen, 
der Ring (awest. sufra) des Yima ist der Siegel- 
ring (xatem) Salomons, vgl. Hafiz t, 1, 8. 5, 2. 
d, 62, 7; der Zauberbecher gabia* Josephs, 
1 Mose 44, 2. 5, wird auch dem Salomo, JemSld, 
Kai Xusrau, Alexander gegeben, s. Hammer, 
Sch(3ne Redektlnste 23. Schier, die arab. In- 
schriften zu Dresden, Leipz. 1869, S. 34 S. Go- 
bineau 1, 101. Trait6 des Ventures cun6iformes 
2, 250. Hafiz t, 32, 5; beiden Herrschem wird 
die Anlage herrlicher Palaste zugeschrieben, wo- 
bei das Cedemhaus Salomons, der Wara des 
Yima, das Ekbatana des Dejokes (Jam erbaut 
Sam Oder Hamadan, Yaqflt3, 9, 20. 4, 983, 14) 



Digitized by 



Google 



♦Yama 



145 



Yazata 



nnd andere bertthmte Banten zn Grand liegen^ 
daher die Namen Taxt-i JemSld oder Taxt-i 
Snlaiman. 2) JamSed; S. des Rftmln und der 
Wisah, Bnider des XtlrSCd, Wis o RAmin 396, 10. 
3) JemSid, B&dQsepan, S. des Dlwbend, Vetter 
des HarOsindan, Zehlreddm 54, 9. 146, 10. 149, 
14. 320, 12. 4) ^Abdallah, S. des JamSad (ft 
mit Imftlah 6 zu sprechen) ans NlSapQr, f 938, 
Yaqut 4, 826, 8. 5) *All bin JamSftd, f 949/50, 
citirt von YftqQt 1, 799, 4. 3, 142, 8. 561, 19. 

4, 267, 1. 6) Mohammed, Sohn des Jemgid, 
schafii^tischer Rechtsgelehrter, f 996, Hammer, 
Lit. Arab. V, 224. 7) S. des Ghaznawiden 
Mas'tld (1099—1114), MinhftJ 107. 8) Jemgid, 

5. des 'Ala ed-din Atsiz, des Sohnes des 'Ala 
ed-din Hosain JihansQz, MinhaJ417. 9)Jemgld, 
S. des Sfth Mirza, KOnig von KaSmlr 1349, nach 
14 Monaten von seinem Bruder 'Ali Sir ('Ala 
ed-din) verdrftngt, FeriStali 2, 648, 4. 649, 7. 
(4, 452. 455). 10) JemSld, BadOsepftn, S. des 
Qobftd (1384—1405), Zehlreddin 148, 6. 11) 
JemSld-i Qaren Gh5rl (von GhOr) erhielt 1392 
von Timur die Statthalterschaft (DarOghagI) von 
Sari und starb 1402, Zehlreddin 437, 9. 446, 
10. 12) Ghiyath ed-dIn JemSid, astronomiseher 
Sehriftsteller ans KaSan, f in Samarqand 1513, 
HajlChalfal, 397, 2. 3, 559, 10. 610, 4 u.oft. 
Rieu 869^. 13) Jam, Taxallus (nom de plume) 
zweier Dichter, Pertsch 637, n" 100—102. 14) 
Jam, S. des tflrkischen Sult&ns Mohammed II, 
Bruder des Sultan Bayazld, auf Betrieb des letz- 
tern vergiftet, ao. 1495, Latifi 62. 15) JamSed, 
Qutbgah von Golkonda, regiert nach Ermordung 
seines Vaters Sultan QuU Qutbgah 1543—1550, 
FeriStah 2, 54, 12. 330, 17. 331,4 (3, 93. 324). 
Rieu 321 \ 16) Jemgid, nahm den KOnig Simon 
(Suimon) von Karthli 1568 in der Schlaeht ge- 
fangen, Dom, M6m. VI, 6, 1844, 343. 17) Jemgid, 
Gesandter des Schah 'Abbas an Alexander von 
Eaxeth, ao. 1588, Brosset, Bullet. Acad. Petersb. 
2, 1845, 227. 18) Jemgid x^n aus Sirftz, am 
Hofe des Morteda Ni^amgah, ao. 1576, Ferigtah 
2, 278, 4. 8. 19) Jamg^d Jamasp Hakim, Parsi- 
priester ao. 1743, West, P. T. I, XXXIII. 20) 
Jamggd, Enkel des DestOr Wahram, Schwfther. 
des DestOr Minocheherji, Westergaard, Zenda- 
vesta 11. Mills, The ancient Msc. of the Yasna 
J\ Oxford 1893, p. V. 21) JfamQedji (9 hat im 
Guzarati den Laut des engl. sh), Parslname, 
z.B. Sir Jam^^djl jf^ibhai. Baronet, ein Wohl- 
thftter seiner Mitmenschen, J. Wilson, The P4rsf 

Jnsti, Ferd^ Iranlsches Nunenbueh. 



Religion, Pref. 9. Jamaspji D. Minocheherji, 

Pahlavi Diet. CLVIII. 
Yamangt s. Aschem. 
IdvbiKTo^, EOnig der Skythen zur Zeit des Sesostris, 

Arrian. Parthica, Mttller, Fragm. HI, 587, n'* 1; 

in den Indica 5, 6 heisst er Indathyrsis. 
IdvreXo^, Strategos in Olbia, Latyschev I, 104, 

n^68. 
Yanhad (pazend) s. Ayai^had. 
Jancyrus s. Idanthyrsos. 
Yantnyeh, ein Rauber, ao. 865, Ibn Mask. 581, 8. 

Yabnflyeh, Ibn Athir 7, 94, 7 (iu^^aaj). 
Yftr, Mohammed, Erzieher des Farxundah-Axtar, 

Rieu 783*; andere: Sprenger 305. — d. i. Freund. 
Yar-'AlI, persischer Dichter aus Indian, Pertsch 229. 
d. i. Freund Ali's, nach arab. Art componirt 
Yar-Mohammed, Dichter, Pertsch 665, n** 47. 

d. i. Freund Mohammeds, wie DOst-Mohammed 

nach arab. Art componirt; persisch wttrde sein 

Yar-i Mohammed oder Mohammed-yar. 
Yarl, MoUaYarl ausSchlraz, Dichter, Pertsch 666, 

n^ 44; aus Yezd, n** 45; aus Asterabad, n"* 46. 

d.i. Httlfe. 

1aaa(v)bdvaK0^ ^ S. des lauakos, Inschrift von 
Tanals, c. ao. 230, Latyschev II, 281, n* 454, 30. 

Yasb s. Spaenasp. 

Yaska, Tochter des Ahriman, im Stammbaum des 
Dahaka, Bund. 77, 16; Personification der Erank- 
heit; die b(Jsen Wesen haben keine SOhne, ihr 
Stamm erlischt, und die weiblichen Nachkommen 
geb&ren von unbestimmten Vfttem TOchter. 

Yagkflr, Artsrnni, Gesandter Wahan's an den Perser 
Nixor, ao. 484, Laz. Pharp. 282, 28. Thoma 
84, 21 (75). 

Yftsmlneh, Tochter des Sa'd aus Sirawend bei 
Hamadan, Gelehrte und Schriftstellerin , starb 
1108/9, Yaqut 3, 213, 3. — d.i. Jasmin. 

lauaxo^, Vater des lasandanakos (s. diesen); vgl. 
Phoriauos. 

Yawand s. Atarepata. — np. yawend, yabend 
einer welcher (seinen Wunsch) erlangt, auch 

Yaweh, S. des Samkenftn, zur Zeit des Kai Xusrau, 
Fird. 4, 20, 185. Aweh-i Samkenftn, Vullers 
1281. vgl. Awahya. 

Yawar (,5b, ^^jL), S. des Tfls, Vorfahr des SSxrftij 
Tab. 878, 2. — d. i. Heifer, Freund. 

Yazata, awest., Ijat, in Zusammensetzungen yajd% 
yazd** (vielleicht stets Izad [armen. y6zat] zu 
sprechen), plur. yi^Jdan, inschriftl. yaztftn (viel- 
leicht zu sprechen yazaian), pehlewi ; 6zad, Izad, 

19 



Digitized by 



Google 



Yazd&idadh 



146 



YazdanSarAt 



plur. yazd&n, p&zend; Ized, plur. yezdan, neap.; 
GeniuS; gOttliches Wesen, besonders Mithra^ im 
Plural die Yazatas (Izeds), spftter *Gott* (wie 
hebr. elohlm). 1) Itdxri^, S. des Monobazos 
und seiner Schwester Helena, Gatte derSymachO, 
der Tochter des Abennerigos von Charakene, 
K5nig von Adiabene (Assyrien), seit ao. 32 nach 
Chr., zur Zeit der Farther Artaban III und Vo- 
lagases I, Joseph. Ant. Jud. 20, 2, 1. 3. Tacit. 
12, 14. 2) Yazd, Fttrst von Siunik, von den 
Persem gefangen und getOdtet 482, Laz. Pharp. 
236, 17. 243, 25. 245, 26. 3) Siegelsteine : a) 
Yazt-i Aitap (d. i. Itap), Siegel mit Bildniss, Tho- 
mas, Joum. as. Soc. XIII, n"* 3. Horn, DMG. 
44, 669, n" 628. Justi, das. 46, 281. b) Yazd 
(apastan val Yazdan Yazd) das. n° 23. Horn, 
DMG. 44, 665, u^ 636. c) Yazd, Horn, S. S. 36, 
jf 37*. — Der Plural yazdan (die Yazatas, Gott) 
erseheint in den sogleich folgenden Composita; 
Ableitungen sind Yazdak, Yazdin, Yazdoe, Izadl. 

Yazdaidadh, Bischof, Guidi, DMG. 43, 395, 2 (ao. 
410); lies Yazdandadh? 

Yazdak 1) 'UCbato^, Strategos inOlbia, Latyschev 
I, 105, n" 69. 2) Nachkomme der Sasaniden, 
in Baileqan (Armenien), errettet ao. 730 die 
Stadt Warthan (am untem Araxes) von den Cha- 
zaren und wird von diesen getOdtet, Tabari trad, 
p. Zotenberg IV, 278. 

Yazdan 1) Name auf einem sasanischen Siegel- 
stein, Horn, DMG. 44, 665, n" 223 (Yaztftn, t 
fttr d). 2) Bruder des AStad, grttndet Yazdan- 
abftd bei Amul, Zehlreddin 22, 8. 10. 3) S. 
des Baban, persischer Schriftsteller , Freigeist 
(Zandiq), Tab. 3, 549, 1. 4) 'All, S. des Yazdan, 
al-*attar (Droguenhftndler), fiel von Maziar von 
Tabaristan ab, Tab. 3, 1272, 12. 5) Yazdan 
qull aus Buchara, Dichter, Pertsch 665, n° 56. 
d. i. Sohn des Yazd (nicht neup. yezdan Gott) ; 
eine Abkttrzung von yazdan (Gott) mit wegge- 
fallenem zweiten Compositionsglied s. bei Yazdan- 
Irlxt; vgl. Yazdin. 

Yaztan-atflri, Siegel, Thomas, J. as. Soc. XIII, 
n" 21. Mordtmann, DMG. 18, 26, n" 65. Horn, 
DMG. 44, 661, n° 627. — d. i. Feuer fllr die 
Izeds brennend. 

Yazdanbax§, Gegner des Bahram Tschabin, gegen 
den er den K(5nig Ormazd IV authetzt, Bel'ami 
in Zotenbergs Tabari 2, 266 (nach dem Roman 
von Bahram); Mirch. 1, 238, 21; Masudi schreibt 
dieselbe Handlungsweise dem AdhlnguSnasp zu. 
d. i. Gedbujpo^, ar. iJJI Uoc; vgl. YazdbaxS. 



Yazdanb5&gt (zu sprechen b5zed), sasanisches Siegel 
mit Bildniss, Mordtmann, DMG. 29, 207, n^ 19. 
Horn, DMG. 44, 676, n« 144. Horn, S. S. 24, 
zu 2. — d. i. Gott erlOset. 

Yazdanbuxt 1) Stifter einer manichaischen Sekte 
aus Rai, zur Zeit des MamUn (813—833), Fih- 
rist 337, 7. 338, 20. AlberUnl 208, 19 (191). 
2) Yazdanbftx* Datfarwartlnmahan-i Attlnfambag 
magu, Siegel, Horn S. S. 24, n" 2. 

Yazdandadh, 1) S. des Xusrau I, Tabari 1066, 9; 
im pers. Bela'mi Yazdad (aus Yazd-dad), Zoten- 
berg's Tabari 2, 352; ebenso im Mojmel, J. as. 
m, 14, 150, 17. Yazdanzan, Athir 366, 8. 
2) Yazdandat, sasanisches Siegel, Mordtmann, 
DMG. 18, 14, n« 20 (Tafel III). 3) Yazdandad, 
S. des Schapttr, einer der Uebersetzer des Peh- 
lewi-Schahnameh ins Neupersische, J. Mohl, Le 
livre des Rois I, XVII. — d. i. Qedborcx;; vgl. 
Yazdat, Yazdaidadh. 

YazdandaSa s. TarwiSn-pand6. — d. i. von den 
Ized (von Gott) unterrichtet (? ♦daSa, Unterricht, 
von awest. daxS). 

YazdandUkht (a kurz), adliche Frau aus Adiabene, 
Freundin der Christen (ao. 344), Assemani I, 
190**; auch Yazdin- oder Yazdondokht, s. Hoff- 
mann 9, Not. 25. — d. i. (vo^ den) Ized (ge- 
Bchenktes) Madchen. 

YazdanJuSnas, Vater des AbarxOr, AlberQnl 44, 6 
(54). — d. i. der (den) Izeds (ergebene) Guschnasp. 

Yazdan-inxt (pehl., geschrieben c>^.->t o'^^i^-^^ Enkel 
des Frasp-i 6tir, Bundehesch, West, P. T. I, 135; 
er ist vielmehr Sohn des Wiseh (W€sah) und 
wird als solcher auch bezeichnet unter der ab- 
gekttrzten Namensform Yazdan (unrichtig San 
und Jahan [Jahn] gelesen), West, das. Syawag- 
nameh 258. — vgl. Yazdan-Sarat; d. i. der zu 
Gott seine Zuflucht genommen hat. 

Yazdankart, NOldeke, Kamamak50; neupers. Yez- 
dangerd 1) Oheim des Ispehbed XttrSld (Gatte 
seiner Muhme), Vater des Sahrx»«astan, Zehlreddin 
47, 9. 2) Gattin des Windad-Umid und Mutter 
Rustams, BadOsepan-Dynastie, Zehlreddin 53, 10. 
vgl. Yazdkart. 

Yazdanpanak 1) Priester, Ende 9. Jahrh., West, 
P. T. II, XXV. 2) Yazdanpanak, S. des Mitn- 
ayibar (Mihryar), Kanheri n^ 2, 4 (ao. 1009). 
West, P. T. n, 322. vgl. Yazdpanah. 

Yazdanparwar SahpQhri, Siegel, Mordtmann, DMG. 
31, 591, n** 18. — d. i. Izeds verehrend (eigentl. 
pflegend). 

YazdanSarat, Bruder des Yazdanlrixt, West, P. T, 



Digitized by 



Google 



TazdanSat 



147 



Yazdin 



1, 135; garat ist nichts als eine falsche Lesong 
yon ainxt (awest. irixta); die beiden Brtider sind 
nnr Eine Person^ s. Yazdftnlrlxt. 

TazdftnSat (fdr Ut), Siegel, Horn S. S. 24 zn n"" 2. 
d. i. gottfroh. 

Yaztftnwifiln, Siegel, Horn, DMG. 44, 654. 
d. i. von Gott erw&hlt. 

Yazdftt 8. Yazddat and Yazdftndadh. 

Yazdbaxs, vgl. YazdanbaxS ; IzadbaxS; Sehriftsteller, 
t 1707, Rieu 985\ Rosen 144. 

Yazdban, 1. Yazdad, s. dies n** 5. 

Yazdbeh, wird fQr Bardzabeh (s. BurzOe n** 5) ge- 
lesen. 

YazdbOzedh 1) Geistlieher ans Darabgird, ao. 430, 
Guidi, DMG. 43, 397, 1 (r*1aoy*w Iz€d (e kurz)- 
bOz^d). 2) christlieher Name des MaxoS (Ma- 
loveC bei Job. Eath. 114), desSobnes desMogpet 
von Dovin, der zum Cbristenthum flbertrat nnd 
daber als Renegat (Asebemaogha) unter dem 
Marzban des Cbnsran I, WSnasp Wram, binge- 
riebtet (gekreuzigt) ward, ao. 552, Menander 
Prot. 432, 9. 433, 1 ('liJaoriTTi^, mit 'Jesus* com- 
ponirt), Antbol. graec. I, p. 27 Oa^oVfcri^, wobl 
ftlr Jz[e]dboz6d); IzdbOzit, Job. Eatb. 54. Izdi- 
btlzit, Samuel v. Ani 393. Izdibllzd, Mxitbar 74. 
Yiztibazit (gelebrte Sebreibweise) Tscbamtscbean 

2, 257, 13. 14. 36 (dureb astOatsatllr [e€6bujpo<;] 
erklart). 3) nestorianiscber Missionar, Bisebof von 
Cbumdan, Insebrift von Si-ngan-fn, vom Jabr 
781, Assemani HI, 2, p. 550. — d. i. der Yazd 
(Jzed) erl5set. 

YazdbllxtS (H kurz), Siegel, Tbomas, J. as. Soe. 
XIII, n** 11, Horn, S. S. 24, zu n** 2. 

Yazdat (pebl.) 1) Izeddad, Scbriftsteller unter Ar- 
daSlr I, Mojmel, Joum, aa. IV, 1, 419, 17. 2) 
Yazdad, Bisebof von Rew ArdaS^r (RiSebr), ao. 
430, Guidi, DMG. 43, 396, 6. 3) Yazdad, Bi- 
scbof von Harfiw (Herat), ao. 499, Guidi, DMG. 
43, 400, 6. 4) Name auf sasaniscben Siegel- 
steinen: Yazdatg, Mordtmann, DMG. 29, 207, 
n"" 18. Auf andem Steinen bedeutet YazdatS 
Oder Yazdati Gottbeit (Abstraetaffix tl, dessen t 
von dem Endlaut von yazata entnonmien ward, 
s. Eirste, Wiener Zeitscbriffc f&r d. Eunde des 
Morg. II, 1888, 120: apastan war yazdati, Ver- 
trauen auf Gott, Mordtmann, DMG. 18, 29, n^ 77 
(Taf. V, 4); apastan war yazdtad das. 31, n*91 
(Taf. V, 5); apastan war yazdati ytto Saplr, Ver- 
trauen auf Gott (ist) ein Glliek (guter Tag, 
neupers. rOz-i beb) Tbomas, Joum. R. asiat. Soe. 
Xm, 422, n'37. yazdate b6Sinat ran baSa- 



karan, die Gottbeit erlGse uns Stinder, Tbomas 
das. 419, n" 19. 5) Yazdad, S. des Rustam aus 
Tabaristan, Grossvater des Abu JaYar Abmed 
bin Mobammed, Grammatikers, SebQlers des al- 
Eisai (Anfang des 9. Jabrb.), Fibrist 60, 10 
(Yazdban). FlQgel, die grammatiseben Scbulen 
150. 6) Yezdad, S. des Suwaid, aus Marw, 
Vater eines Mobammed, der zum Islam ttbertrat 
und Wezlr des Mamfin ward, f 844, Fibrist 124, 
3. Atbir 7, 12, 13. Eitabo Voytln 379, 16. 
Hammer, Literaturgescb. d. Arab. 3, 60. 7) 
'All, S. des Yezdad, ein Droguenbandler in Sari 
(Mazenderan), ao. 839, Tab. 3, 1272, 12. 8) 
Yezdad, Vater des Abft Salih 'Abd-allab Moham- 
med, Wezlrs des Cbalifen al-Mosta*ain, ao. 863, 
Fibrist 124, 4. 167, 3. Ibn Maskowaib 566, 15. 
Atbir 7, 81, 9. 9) Abu 1-Hasan *All bin Mflsa 
Ibn Yazdad, banefitiseber Recbtsgelebrter, fQlly 
HajT Cbalfa I, 173, 7. 10) Vater des Mohammed 
ibn Yezdad, aus SchabrizUr, Prafekten desRaiq 
in Damaskus, vom Ix§ld vertrieben ao. 942, 
Atbir 8, 248, 20 ff. 11) 'Abdo Vaziz bin JaYar 
bin Ahmed bin Yezdad, hanbalitiseber Rechts- 
lehrer, f 78 Jabre alt ao. 974, Atbir 8, 476, 7. 
12) Abu l-Hasan bin Mohammed el-Yazdadi, 
tabaristaniseher Gelehrter am Hof des Qabfts 
(976—1012), Rieu 202 ^ 13) Ibn Yezdad aus 
Ahwaz, Qoranleser, f 1054, Hajl Cbalfa I, 510, 
9. — d. i. vom Ized geschenkt. 

YazdguSnasp s. YazdwSnasp. 

Yazdyar 1) Izldyar, S. des Ghaznawiden Mas'Qd 
(1030—1040), Minhaj 1, 95. Izedyar, FeriStab 
1, 74, 20 (1, 111); IzedSab (sein Bruder Mar- 
danSab ist vorber genannt) 1, 80, 16 (1, 130). 
2) Yazdyar, S. des TiStaryar, Gelehrter, West, 
P. T. Ill, XLIV. 3) S. des Wikaji, Gelehrter, 
1663, West, P. T. Ill, XXH. 4) s. AStat n'^ 4. 

Yazdin 1) persiseher Christ und Steuerbeamter, 
Obeim des heil. PetbiSn (f 430), Assemani III, 
397% 29. Ill, 2, p. 179, Z.21. NOldeke, Tabari 
384. 2) Nachkomme des vorigen, Steuerdirektor 
unter Xusrau II und Parteiganger des Eawadh, 
Assemani III, 91^ 5. Tabari 1060, 17. Hera- 
klios kommt nach Uebersebreitung des Zaba 
d^ ToO^ oTkou^ toO l€<TW|i, Chron. Paseh. 399, 
C (730, 7) = Chron. Alex. 912, 11. Theophanes 
492 (bei Cedrenus 1, 731 toO l€<yb€jLi6v) ; 'E<yb(^ 
Theophanes 501. vgl. NOldeke, Tabari 357. 
358. 383. Hofimann 264. 3) Yazdin (armen.) 
Statthalter des Xusrau U in Armenien, Sebeos 
34, 31. 70, 20. 4) M5neh im Eloster auf dem 



Digitized by 



Google 



Yazdindflxt 



148 



Yazdkart 



Gebirg Izalft (TQr 'Abdin), Mitte 7. Jahrh., Asse- 
mani III, 141 ', 22. 5) sasanisches Siegel, Mordt- 
mann, DMG. 18, 36, n" 112 (T. 4, 3). Justi, 
das. 46, 285. 

YazdindGxt (11 kurz), M^rtyrin unter Sapor II, 
Hoffmann 9, Note 25. 

Yazdkart 1) Izdgerd (syr.) K5nig von Saba, einer 
der heiligen 3 Kdnige, Budge 93 (84). 2) Yazde- 
Jird (arab.), Ftlrst von Scharwin ad-dasti, reg. 
82 Jabre, Sohn des Sasaniden Bahram IV und 
Vater des Yazdegerd I, Hamzah 20, 15. Albe- 
rto! 130, 16. Mojmel, Journ as. IV, 1, 410, 4. 
3) Yazdegerd I, wahrscheinlieh S. des Sapor III, 
reg. 399—420; Yazdkartg, Mtozen; Yazkert, EliSe 
197'. 'IcTbiT^pbTi^ Prokop 14. Eustathios Epi- 
phan. bei Euagrios I, 19. Theodoret 5, 39. 
Nikeph. Kail. 14, 1. Agathias 4, 26 (Sohn Sa- 
pors III, nach Angaben persischer Archivbeamten, 
dureh Vermittlung des Dolmetsch Sergius, 4, 30); 
IcTbriT^pbTiq Chronogr. synt. in Schoene's Euse- 
bius I, Append. 96. Yazkert, S. des Wram, 
Enkel des ArtaSir II, Sebeos 18, 16; andere 
Armenier bezeichnen ihn als Sohn SapQbs (Sa- 
pors 11) und Bruder des Wram, andere als Sohn 
des letztem, s. die Liste in Patkanean's Opit, 
und Tsehamtseheans Liste vor den Indices. 
'l<Tb€T^pbTi^ Theophanes 116. Yazdejird al-athim 
(der Stinder, pers. bezeh-ker, Mojmel, Journ. as. 
IV, 1, 410, 3) Tab. 847, 10. AlberGnl 35, 10 
(41). 121 ff. Abulfeda 86, 3; oder al-xaSin (der 
Harte) Tab. 854, 12 (Abulfeda 86, 3), wogegen 
zu vergleichen Prokop 14. Albertol 33, 12 (38) 
(Yazdajird bin Sabar); derselbe gibt 130, 16 
nach al-KisrawI als Vater des Yazdajird al-xaSin 
den Yazdajird von Sarwin an; Masudi 2, 190: 
S. Sapors m, Bruder Bahrams IV, aber 2, 238: 
Sohn Bahrams IV (nach Aba 'Obaidah und 
Eutych. 1, 549, 10. 2, 78, 14. 81, 7. Athir 
286,6); Hamzah 15, 12 (Sohn Bahrams). 20, 17 
(Sohn des Yazdejird n** 2); Yazdegerd, Fird. 5, 
490 ff.; Yezdejird athim, S. Sapors II, Zehl- 
reddln 146, 13. 151, 7. Yezdejird athim, Sohn 
oder Binder Bahrams IV, mit dem Beinamen 
Ferabendeh-ker, d. i. endtizendeh-gunah, Mirch. 
1, 227, 9; der Beiname lautet ferQbezehger oder 
fer und bezehger (Stinder), Mojmel, Journ. as. 
IV, 1, 426, 13. In Pehlewischriften findet man 
YaStkant und Yajdkant (Yazdkai*t, letzteres mit 
derselben Ligatur, welche in den ParsenbUchem 
fttr Jzed steht), Dinkart IV, 162, 8 (Sohn des 
Schahpuhr). Mttnzen mit Bildniss und dem Bei- 



namen RamSatr^: Bartholomaei-Dorn Taf. XI. 
Markoff 73, Taf. II, n"* 72. 4) Yazdejird, Ge- 
lehiiier aus Hazar bei Istachr, berichtigte zur 
Zeit des vorigen den persischen Kalender, Al- 
berGnl 45, 19 (56). Yaqut 4, 970, 20. 5) Yaz- 
degerd II, S. des Bahram V, reg. 438—457; 
Laz. Pharp. 65, 4. Eligg 184'. Mose 3, 67. 
Agathias 4, 27. Sebeos 18, 20. Theophanes 
143. Tabari 871, 11. Eutych. 2, 93, 2. 101, 
12. Masudi 2, 193. Hamzah 15, 15. 20, 20. 
Alberftnl 121 ff. Fird. 6, 60, 659. 84 ff. Athir 
292, 14. Abulfeda 86, 16. Zehlreddln 146, 12. 
151, 1; mit dem Beinamen nerm (der Milde), 
Mojmel, Journ. as. IV, 1, 426, 15, und sipah 
dost (Soldatenfreund), Mirch. 1, 230, 27. 35. 
Yazkert halatsol, der Verfolger (der Christen), 
Tschamtschean III, Indices 121. Mtozen mit 
Bildniss: Bartholomaei-Dorn, Taf. XIII. 6) Azkert 
(armen., fttr Yazkert), S. des Arewaj^n und einer 
Schwester Yazdegerds II, Bruder des Wa$6 und 
Vater des letzt^n arsakidischen E5nigs von Al- 
banien Wa$akan, Mose von Ealankatuk bei 
Brosset, Hist., Addit. 471. 7) Bischof von B6th 
Darayg (heute BedrS in Kurdistan), ao. 485, 
Guidi, DMG. 43, 397, 7. von Sehuschtar, ao. 
499, das. 398, 20. 8) Neffe des Bde§x (Toparch) 
Hormizd, N5ldeke, DMG. 33, 159, Note 2. 9) 
Schreiber (deblr, Eanzler) des Chusrau I, Fird. 

6, 278, 1417. 10) Yazdegerd III, S. desSchah- 
riyar, des Sohnes Xusraus II, und einer Frau 
aus Badftraya (westl. von Baghdad); genannt 
Wadbaxt der ungltlckliche, letzter sasanischer 
K5nig, seit 16. Juni 632, ermordet November 
651; armen. Yazkart: Sebeos 20, 16. 29. Sohn 
des Kavat, Enkel Xosrow's : das. 99, 30. Asolik 
149 (unrichtig). AztaCat, Mich., J. as. IV, 13, 321 ; 
arab. Yazdajird, Belabori253, 17 u. oft. Tabari 
1044, 14, 1068, 8 (NOldeke's Note). 2210, 2; 
Albertol 14, 13 (17). Eutych. 2, 256, 7. 296, 2. 
390, 8. Masudi 2, 234. 239. Hamzah 12, 10. 
22, 3. Albertol 122 ff. Athir 366, 11. Fird. 

7, 428 ff. Yaqut 2, 777, 17. 925, 9. Merasid al- 
ittila' 4, 470, 1. Ibn Chall. X, 51, 21. Abulfeda 
(Fleischer) 98, 6. Abulf. 1, 266, 5. MinhaJ 1, 70. 
Ab. Far. 183, 13. Mirch. 1, 142, 1. Mtlnzen mit 
Bildniss: Bartholomaei-Dorn, Taf. XXXI. 11) 
MOnch, Mitte des 7. Jahrh., Assemani III, 141*, 4. 
12) Yezdejerd, S. des Mahbundad aus dem Ge- 
schlecht der Chosroen, Schriftsteller unter dem 
Chalifen al-Mo*tadid (892—902) Fihrist 128, 12 
(Flagel: Mahanbedan) Yaqut 1, 448, 3. 4, 445, 



Digitized by 



Google 



Yazdxftn 



149 



YoiSta 



23 (hier Mahlndftd oIjua^^); bei Hftjl Chalfa U, 
120, 11 heisst er Aba sahl Yezde}erd bin Mih- 
mandar al-Kisrawl (^UiUf* statt otjuu^^). 13) 
Yezdegerd, S. des Schahriyftr, des ersten Fttrsten 
der 2. Bawenddynastie, Zehlreddin 217, 13. 220, 
7. 271, 11. 14) S. des Hasan, genannt Girdbazft, 
Gatte der Schwester des Baharb von Larijan, 
Zehlreddin 245, 13. 248, 6. 15) Taj ed-dauleh 
Yezdegerd, S. des Schahriyar, 4. Ftirst der 3. 
Bawend-Linie, reg, 1276—1298, Zehlreddin 91, 
3, 265, 19. 266, 5. 6. 270, 13. 271, 4. 325, 3. 
16) S. des Iskander, Vetter des letzten Badn- 
sepan Gayumarth, Zehlreddin 147, 15. — Ueber 
die verschiedenen Fonnen des Namens, beson- 
ders im Syrischen, vgl. NOldeke's Tabari 72. 
awest. *yazat5kereta, d. i. Gcoktictto^ ; vgl. Yaz- 
dankert. 

Yazdxan (syr.), ein Ftirst, Mitte 7. Jahrh., Asse- 
mani III, 141 ^ 49. — d. i. Yazd (der) Ftirst 
(Chan). 

Yazdoe ->02V», Bischof von Har^w (Herat), Guidi, 
DMG.43, 396, 11. 

Yazdpanah 1) persischer Christ nnd Martyr unter 
Xnsrau I, f 542, auch Izfidpanah, Hoffmann 87. 
Kloster des Yazdfanah in Hirah, Assemani III, 
508 ^ Note Z. 8. vgl. Waraza n"* 8. 2) Bischof 
von Ma'alltha (westl. von Dohuk, mit assyr, 
Skulpturen), ao, 553, Guidi, DMG. 43, 403, 3. 
Bischof von Ninive, ao. 577, das. 404, 9. 3) Bi- 
schof von KaSkar (Wasit), N5ldeke, Guidi's syr. 
Chronik38. — d. i. GottesSchutz habend (wohl 
Uebersetzung eines christlichen syrischen Na- 
mens, s. Hoffmann 87, Not. 787); vgl. Yazdan- 
panak. 

Yazdradh) leCbpabo^, Vater des Badagos (s. diesen). 
d. i. Yazd der Radh (Magier, Weiser). 

YazdSabhdr (doppelter Name), Geistlicher, Mitte 
des 7. Jahrh., Assemani III, 14P, 1. 

Yazdtak sati? Siegel mit jmiger Pehlewischrift, 
Thomas, J. asiat. Soc. XIII, 428, n"* 92. Horn, 
DMG. 44, 657, n^ 525; die Inschrift scheint 
nicht einen Namen zu enthalten, sondem 'den 
Ized ahnliches Wesen (sei!)' zu bedeuten. — np. 
tak (ahnlich), satI awest. sti. 

Yazdwgnasp 1) YCztawSnasp (verdrnckt fttr YSzat**). 
Befehlshaber von Bolberd in Bas^n, ao. 383, 
Lazar. Pharp. 255, 25. 2) YazdJuSnas, einer 
der Adlichen, welche die Nachkommen Yezde- 
gerds I von der Thronfolge ausschliessen wollten, 
ao. 420, Dinawen bei Nftldeke, Tab. 96, N. 3. 
3) Y6zatwSnasp, S. des AStat aus dem Hause 



Mihran, Milchbruder des P^rOz, des Sohnes Yezde- 
gerds II, ao. 459, Laz. Pharp. 186, 29. 197, 2. 
4) Wezir Xusrau's I, vielleicht aus dem Hause 
Mihran, ging im Mai 556 als Friedensgesandter 
zu Justinian, Prokop 284. 285 ('lobiTOuvaq, al. 
IcrbiTOucTvav, 'lcrbi(Jtouvav) und verhandelte noch- 
mals ao. 562 in Dara mit dem kaiserlichen Ge- 
sandten Petros, Menander Protektor 346, 18, 
der ihn leabeTOiuavdq), Kammerer (TTap€uva(TTfip) 
und Zix nennt; er ward von Hormizd IV um- 
gebracht, Fird. 6, 550, 68 (Ized-GuSasp). 5) 
Heerftthrer des Bahram TschftbIn, IzedhJuSnas, 
Tab. 997, 1. IzedguSasp Fird. 6, 582, 475. — 
soviel als AdharguSnasp (Atare ist ein Yazata 
Oder Ized). 

Yazldad, Abt, verbreitet die nestorianische Lehre 
im persischen Reich zur Zeit des P6r5z, Asse- 
mani in, 226. — scheint (ungenau) far Yazdad 
zu stehen (?^1j statt wjw). 

Yazkert s, Yazdkart. 

YelanSan, Turanier, von B62an erlegt, Vullers, Lex. 
II, 1526 ''; auch abgektirzt Yelan. 
d. i. Helden besitzend. 

Yelan-slnah, auch Mardan-slnah, Bruder des Bah- 
ram Tschnbln und Heerftthrer unter ihm, Fird. 
6, 582, 472. s. MartanSah n^ 1. 

Yemlq s. Barasp. 

YeStfbtlxt (das 2. 11 kurz) 1) persischer Christ, N5l- 
deke, Kamamak 49. IStfboxt (arab.) Fihrist 
24, 5. 2) YeStfbaxt oder Buxtyesti^ Metropolit 
der Persis, 9. Jahrh., Assemani III, 195' Not. 
d, i. von Jesus erlSst, vgl. BuxtyeSti*. 

YeStfdad }^(im^ 1) Bischof von Hirah (ao, 637), 
Guidi's syr. Chronik tibers. v. NOldeke 45. 2) 
chaldaischer Patriarch, Assemani I, 14'. IH, 210, 
ao. 852. — d, i. von Jesus gegeben: der ent- 
sprechende syrischcName YeSft'-yahbh bedeutet: 
Jesus hat gegeben. 

YeSn'panah, pers. Yazdpanah, aus Qatara in Me- 
sopotamien, Bischof von KaSkar ao, 660, Asse- 
mani III, 188. — d. i. den Schutz Jesu ge- 
niessend, nach dem syr. Gaus-yeSti', Hoffmann 105. 

'kaoTO? s. Yazdak. 

'I^Cbpabo^ s. Yazdradh, 

Yoba (Jobia), Tochter Sapors 11, vom heil. Cyriacus 
von Damonen befreit (sehr zweifelhaft). Acta 
sanct, August H, 330 B. 331 A. — np, yObah 
(Sehnsucht, Wunsch). 

YOiSta, Held aus der Familie Friyana, einer der 
unsterblichen Herrscher von x*^aniratha, welcher 
die 99 Rathsel des Zauberers Axtya lOst und 



Digitized by 



Google 



Yo^kan 



150 



Kadi 



das Land von diesem D&mon befreit^ yt. 5^ 81. 
13, 120; pehl. YoSt-i friyan, West, P. T. I, 195. 
II, 256. IV, 29. Der Pehlewiname wird ge- 
wOhnlich nnrichtig GoSt ausgesprochen; dasMft- 
digan-e Y5gt-i Friyftn ist in Pehlewi heraosge- 
geben und ttbersetzt von West, The book of 
Arda Viraf, 1872, S. 205; ttbereetzt von A. 
Barth^lemy, Revue de Linguist. XXI, 1888. vgl. 
Reinhold K5hler, DMG. 29, 633. skr. y6gf a. 

Yo$akan, Ednig von Albanien, Naehfolger des 

Urnayr, Mose von EalankatQk bei Brosset, Hist,, 

Addit. 471. 0$akan in der Liste des Mxithar. 

seheint eine Variante des Namens Wa^akan 

zn sein. 

Y56mand (Y5zmand)-i magll-i Mitn-atQn-gQgnasp, 
Siegel mit Bildniss, Thomas, J. as. Soe. XIU, 
n** 6. Horn, DMG. 44, 673, n^ 716. Justi, das. 
46, 281; patronymiseh: Yozmandean (armen.) s. 
AtrwSnasp. — d. i. mit (geistigem) Streben begabt. 

Yadasf 8. BQdasp. 

Ytihna s. Nawadgaw. 

Yuxtaspa, Bruder des AschaSkyaothna (?), yt. 13, 
114. — d. i. gesehirrte Rosse habend, skr. ynk- 

ti^Va, vgl. ZcuHlTTTTO^. 

Yuxtawairi, Bruder des WiStaspa, yt. 13, 101. 
d.i. geftigten (anscbliessenden)Hamiseh tragend. 

Yflrek s. TUrek. 

Yflsak, S. des Hoy, sagenhafter Herrscher vonAr- 
menien aus Hayk's Gesehlecht, Mar Abas Qatina 
bei Mose 1, 19. Tsehamtschean 1, 92, 28. — 
von yoys (Hoffnung). 

YQsik 1) S. des Wrthanes, Enkel Gregorys des Er- 
leuchters, Gatte einer Schwester des Tiran, 
Sohnes Xosrow's II, Eatholikos 330—336, von 
Tiran II get5dtet, Faust. Byz. 3, 5 (10, 5). 3, 
12 (25, 33flf.). Mose 3, 11. 14, 16. Gin6al. 
St. Gr6g. 21 ^ losec, Demetrii Metropol. Cizy- 
ceni, Narratio de rebus Armeniae (Maxima Bibl. 
vet. patrum etc. ed. Margarinus de la Bigne. 
Lugd. 1677) p. 814\ luxraKiq, Saint-Martin bei 
Lebeau III, 444. 2) aus der Familie des Bi- 
schofs Albianos von Manazkert, von EOnig Pap 
zum Naehfolger des Eatholikos Ners^s bestimmt, 
aber vom Bischof von Caesarea nicht bestatigt, 
ao. 374, Faust. Byz. 5, 29 (190, 22). 3) Geist- 
licher aus Eriwan, Anfang 13. Jahrh., Zakaria 
bei Brosset 2, 175. 4) Bischof von Eonstanti- 
nopel, auf einer Eirchenversammlung ao. 1307, 
Tsehamtschean 3, 309, 41. Dieser heisst griech. 
Hesychios, der Name Ytlsik (HOsik) ist aber 
armenisch, von yoys (Hoffnung). 



YdSta,, S. des Gaurwi, genet. ytiStahe gaurway- 
anahe yt. 13, 118; pehl. Ytlgt (ungenau HoiSt 
geschrieben) -i Geurwa, West, P. T. IV, 224. 
d. i. rein (gerecht, lat. Justus). 

'\o\)l&vr\<; s. Weian n^ 3. 

Ko^dibTi^ s. Eawata. 

Eabak, Vater des Fairftz (s. diesen). — d. i. Schnee- 
fasan (Felsenhuhn), Hafiz d, 8, 8. Fird. 2, 342, 
1730, 

Eabard, ein Held, Vullers Lex. II, 791'. 

Kap6Ti^, Naehfolger des Siro^ (Eawab II), Nike- 
phoros Constant, Fatriarcha 23; wohl eine Eose- 
form von Eawata; aus dem doppelten Namen 
schloss man auf zwei Pei-sonen; vgl. die Note 
des Petayius zu d. St. S. 115. 

EabrUi, ein Landmann unter Bahram G5r, dessen 
Trunkenheit das Verbot des Weines veranlasste, 
welches aber bald wieder aufgehoben ward, Fird. 
5, 576, 294. 

Eabtldeh, Hirte des Afrasiab, Fird. 2, 648, 1057. 
d. i, der Weidenbaum. 

Eabadjameh 1) Dichter, um 1200, Pertsch 479, 
n** 157. 708, n** 26. 2) Faxr ed-dauleh EerSasp 
Eabtldjameh, S. des Merdawfl und der Schwester 
des Seljnqen Sanjar, 2. Linie der BawendfQrsten, 
Schah von GsSwareh, Zehireddin 62, 3. 6. 63, 3. 
70, 3. 72, 2. 239, 3. 243, 1. 3) Rustam Eabtld- 
jameh, wohl Bruder des vorigen, Zehireddin 
236, 7, wahrscheinlich Schwaher des Ispehbed 
§ah Ardeschir (1173—1207) das. 245, 16. 4) 
Nasret ed-din Eabtldjameh, vielleicht Sohn von 
n^ 2, Zehireddin 253, 4, .257, 15. — d. i. der 
blau gekleidete (erinnert an die aus Hafiz be- 
kannten Scifis mit blauen Eutten), auch Name 
eines Ortes in Gurgan (Yaqftt), oder eines Ge- 
birges daselbst, de Sacy, Not. et Extr. IV, 
253. 

QabQs s. Us. 

Eadan s. Eaitan. 

KabdvaKO^, S. des Nawagos, bei einer Bruderschaft 
in Tanais, Latyschev II, 264, n" 446. 

Eadbanuyeh, vomehme Fau in Hamaban, in deren 
Dienst Ibn Sina (Avicenna) einige Zeit lebte, 
Ab. Far. 352, 4. Wttstenfeld, Gesch. d. arab. 
Aerzte 68. — Femin. zu kadxuda, daher kaum 
Eigenname. 

Qadin s. Eayen. 

Eadi, Beiname des Ednigs Yezdegerd II und 
PerOz, auf Manzen; Mordtmann DMG. 8, 70. 73. 
Dom, Bullet. Acad. Petersb. XII, 1854, p. 87. 



Digitized by 



Google 



Kabouia^ 



151 



Kaypak 



^^ 



Bartholomaei, das. XV, 1857, 298. Doni, das. 
XXIII, 1876, 200. Markoff 75. 

Kabouia^ 1) S. des Gnuros, Brader des Anacharsis, 
E^Dig der Skytben, Soidas s. v. Kaboulba^, Diog. 
Laert. VIII; I, bei Herod. 4, 76 heisst er Saulios. 
2) QftdQyeh s. Mftbnyeh n. SahpQhn KadQI nnter 
Sapor n"* 13, k. 

Kacpdvaxo^, Vater des Murdagos (s. diesen). 

Eftfftr 1) E5nig von Bidad in Tnrkistan, Menschen- 
fresser, Fird. 3, 224, 1007. 2) Malik Kafftr Hazftr- 
dliiarl (1000 Dlnare waren ftr ihn bezahlt wor- 
den), Sklave, dann Feldherr der Xiljlsoltane von 
Dehll, berttchtigt durch seine Raubgier (ao. 1324) 
FeriStah 1, 179, 15 (1, 327). 3) Eunuch ()e^Jah-i 
sarai), zur Zeit des Seyiden Eemal ed-din, urn 
1380, Zehireddin 415, 2. — d. i, Eampher 
(Name von Sklaven, wegen der weissen Haut- 
farbe und des Dufts, bei Negem per antiphrasin). 
np. kaf&r aus dem indischen karpAra (auch 
Eigenname). 

EaJ, Vorfahr des schafi'itischen Imam's Aba'l-qftsim 
al-Eaj}l (arab.), aus Dinawer (letztrer f 1015) 
Ibn ChaU. n"* 846 (IV, 397). kaj ist neup. 
^kmmm'. 

Oahftrbuxt 1) Tochter des Yazdandadh n*l, Ge- 
mahlin des MihrftnguSnasp, Tabari 1066, 8 (Sa- 
harboxt); Mojmel, Joum. as. Ill, 14, 150, 16 
(fehlerhaft Mahanduxt). Athir 366, 7. 2) Sohn des 
Xnsran II, von seinem Bruder Sch^rO^ get5dtet, 
Hamzah 61, 17 (fehlerhaft Jihanbaxt); Mojmel, 
Joum. as. in, 11, 275, 14 (Jaharboxt, arab. 
Schreibung). 3) S. des Firtizan, des Ahnherm 
der Familie Mandah, Jaharbuxt, Ibn Chall. X, 
35, 3 (IV, 55). 4) Isa bin Saharboxt (arab. 
Orthographic), Arzt aus GundischapQr, Sehaler 
des Jftrjls (Georg) bin BoxtlStf, ao. 767, Fihrist 
298, 7. Hammer, Lit. Arab. 3, 270. 5) S. des 
Mahayftr, Gelehrter, West, P. T. I, 146 (Cahftr- 
bflxt, Q kurz, scriptio plena). 6) christlicher 
Parsi, Pehlewi-Inschrift bei Madras, Bnmell, on 
some Pahlavl inscriptions in South India. Man- 
galore 1873, PI. I. — d. i. Vier haben erlOst, 
vgl. NOldeke, Tabari 396; die 'Vier' sind die 
Genien von Wasser, Erde, Pflanzen und Thieren, 
YoSt-i friyan 2, 14; oder die 4 Elemente, Midi- 
g&ne Chatrang ed. Peshutan D. Behramji San- 
jana p. 3 — 4. 

Oah&rdanegl (arab. Jahardanekl) , Beiname des 
Amir Isma'll, Feldherm des SeljQqen Mas'Qd 
gegen Bazabeh von XOzistan, ao. 1140, Athir 11, 
51, 21. — d. i. das Besitzen eines nicht grossen 



und nicht kleinen Theiles (w5rtlich: von vier 
E^mchen). 

Caharkas, arab. Abu *l-MansQr Jiharkas, ibn 'Ab- 
dallah, Fttrst (Emir) unter Saladin (Salah ed-din), 
erbaute die grosse Quaisftriya in Qahira (Cairo), 
t in Damaskus 1211; der Name bedeutet '4 Per- 
sonen', Ibn ChaU. n* 145 (I, 347). 

Eahl, Qasim, Dichter aus Eftbul, f in Agra 1565/6, 
Rieu 736'. Pertsch 609, n"* 240. 686, Z. 3. 
vgl. Gfthl. 

Eahlla, Turanier, Enkel Afrasiab's (?), Fird. 4, 30, 
323. 72, 806. 

Qahramftn 1) S. des Tahmttrath, Mohl, Fird. I, 
LXXV. Pertsch 993. Garcin de Tassy, M6m. 
sur les noms propres 31. 2) fem.: Qahramanah, 
gelehrte Fran am Hof des Chalifen, um 1119, 
Hammer, Arab. Lit. 6, 552. — d. i. mit Gewalt 
versehen, Besitzer der Gewalt (arab. qahr), Re- 
gent, BevoUm&chtigter, n"" 1 vielleicht aus einem 
pers. Namen (Euhram?) arabisirt; Qahramanat 
heisst die Dinarzad im Fihrist 304, 15. 

Eahrkana, Name einer Familie (wis), aus welcher 
Hufrawafi stammt, yt. 13. 127. 

vgl. skr. krkana (Rebhuhn und n. pr.). 

Eai, Eay s. Eawi. 

Eayan s. Aipiwanhu. 

Eay-anttS, Bruder des Fargdfln, Fird. 1, 92, 280. 
EiyanweS, Gobineau 1, 305. vgl. EatayOn. 
d. i. Eai Aniig. 

Eaibneh s. Aipiwanhu. 

Eaidan, Eaidar s. Eaitan. 

Eay en, Tochter des 'grossen (&ltem) Chftqan, EOnigs 
der Thetar (Hephthaliten), Gattin des Chusrau I 
und Mutter Ormizds IV, Sebeos 36, 11. Qaqin, 
Masudi 2, 211 (al. Faqum, Faqur, Fftlugh), viel- 
leicht das ttirk. Qadin (pers. XatQn). 

EaifersI s. Wispanfriya. 

Eaigauhar, kayanischer Prinz, der angebliche Ahn- 
herr des Ghakhar-Stammes im Penjab, Rieu 954 *". 
1012\ 

EaikaOs s. Us. 

Eaiqobad s. Eawata. 

Eaixusrau s. Husrawaiih. 

Eaimas s. ManflS. 

KaivdSopOo^, S. des Arguanagos, Princeps von Olbia, 
C. I. Gr. II, 134, n^ 2072. — d. i. dessen Herr- 
schaft Rache (an den Feinden) nimmt, Mallenhoff 
572 (awest. kaena, np. kinah). 

Eai-OJI s. Ogi. 

Eaypak, Herrscher von Armenien aus dem Stamme 
des Hayk, Vorgtoger des Skayordi, Mar Abas 



Digitized by 



Google 



Eai-rat 



152 



Caxsch 



ni 



Qatina beiMose 1; 19; TschamtBchean 1; 92, 29 
hat zwischen beiden noch Pharnavaz I und Phar- 
nak II (nach Gregor Magistros). 

Eai-r&t(-i) Far(n)bag, Siegel mit BildDiss, Horn, 
DMG. 44, 676, n^ 139. — d. i. der edle Rad 
(Redner, Priestertitel) des Farnbag (-feuers, der 
im Tenipel dieses Feuers aDgestellt ist). 

Kai-§awfisp s. Syawflspa. 

CaiSpi (altpers.) 1) TiuSpa (assyr. Aussprache), 
Mannilerfttrst, Anftthrer eines Heeres der Gimirrai 
(Kimmerier) gegen Esarhaddon, ao.678, Cylinder- 
inschrift A des Esarhaddon, Col. 11. Latrille, 
Zeitschr. fllr Eeilschriftf. 2, 337. Hommel, G^ 
schichte Babyl. n. Assyr. Berlin 1885, 720 ff. 
2) Caigpi, S. des HaxamaniS, Inschrift von Be- 
histan 1, 5. A, 8. TctcTTni^, Sohn des 'Axain^vnq, 
Herod. 7, 11; Zeitgenosse von n*" 1, aber nicht 
dieselbe Person. 3) T^acTTri^, Achaemenide, Eidam 
des Hystaspes, Vater des Sataspes, Herod. 4, 43, 
und des Pharandates, 7, 79. 9, 76. 

vgi. Fick cxxni. cxxvni. 

Eaistt, Mir, Dichter, Pertsch 606, n** 56. — np. 

kaisQ ist ein Medicament, arab. foliUn (gr. it6Xiov), 

also ein Taxallus. 
Eaitan (d. i. Eai^an), Beiname des Gerslwez (Ee- 

resawazdanh). Bund. 79, 3 (al. Eadan) ; Eaidan, 

Bruder des Afrasiab, von TUs getOdtet, Tab. 

600, 7. 602,3. SyawaSnameh 258. Eaidar, 

Athir, 171, 19. 
Qaiter&n, S. des Qamerin, Vater des Nerlman 

(nalim&), in einer kurdischen Erzahlung, Socin 

90, 16. 
EajrUmarth, unrichtig fttr GayUmarth, s. GayOmareta. 
Eaewa (Eaiwa) 1) Vater des Frinaspa, yt. 13, 122. 

2) Eew6 (Eaiw6) magU zi Iran asankarakpatg, 

(Herr der die Bequemlichkeit [des Ednigs] be- 

• reitenden?) Siegel, Horn, DMG. 44, 676, n** 142. 

np. kaiweh (Pflanze mit markigen Blattem und 

duftigen Blttthen, VuUers Lex. II. 940, a. b). 
Eak-i E5hzad, ein Riese auf einer Burg zwischen 

Zabul und Hind, Feind des Zal, von Rustam 

erlegt, Macau's Shahnameh 2134, 6 ff. 
Eaka 1) Vorfahr des Bundar (s. diesen n^ 17). 

2) Eaka Bellman (Nellman f&r Nerlman?), Is- 

mallier (Assassine), der den IranSah von Eirman 

(1097—1101) zu seiner Sekte bekehrte; er ward 

1101 getOdtet, Houtsma, DMG. 39, 373. 3) S. 

des Dharpal, 16. Jahrh., West, P. T. Ill, XXXII. 

4) DerwiS Eaka aus Qazwln, f 1572/3, Sprenger 

32. Pertsch 656, n^ 105. 
d. i. altrer Bruder, Oheim. 



Cakar, Dichter, Pertsch 637, n** 93. Cakarl au& 
Schlraz, das. n** 94. — d. i. Diener. 

EakT 1) Farst in Silaya (XubuSkia jenseits des 
obem Zab) ao. 859, Menant 111. Peiser, EeiL 
Bibl. 1, 169. 2) Emir von Gllan, Vater des Makan, 
1900, Athir8, 96, 2. Zehlreddin 302, 7. 312,12. 
vgl. Eakfll. 

KttKiKio? 8. Gagik, n** 10. 15. 

EakUl 1) Enkel (Sobn einer Tocbter) des Dahaka 
(Dohhak), von MinOgihr getOdtet, Fird. 1, 196ff. 
(Eakol), ein andrer richtiger: GurgCe. 2) *Ala 
ed-dauleh Abu Ja'far Mohammed bin Dugmenzar 
ibn EakUyeh (EakUi) d. h. Sohn des Ohcims (in 
der Sprache von Dailem ist kakui Oheim); er 
ward so genannt, weil sein Vater, DuSmenzar 
Rustam bin el-Marzuban, der mfltterliche Oheim 
der Sayidah, der Regentin wahrend der Minder- 
jahrigkeit ihres Sohnes, des Buyideu Mejd ed- 
dauleh (seit ao. 997) war. *Ala ed-dauleh, wel- 
cher gewOhnlich Ibn Eakni genannt wird, stiftete 
398 (1007/8) als Statthalter der Bfiyiden in 
Ispahan die Dynastie der EakUiden (arab. Eak- 
waihiden) und starb 433 (1041/2), Baihaqi 14, 
18. 16, 10. Athir 9, 146, 10; unrichtig ist 338, 
21. 23 Sayyidah als Sch wester des DuSmenzar 
bezeichnet; Abulfeda 2, 616, 14. Mirch, 4, 40, 13. 
52,7; vgl. Stickel, DMG. 18,297. Rieu 433. 
Poole III, 19. Houtsma, DMG. 39, 375. 3) Fadl, 
S. des Ahmed bin MatGyeh bin EakUyeh, Sfifl 
aus Aighan (einem der PanJ-dih genannten Orte 
am Murghab, fiber der Einmttndung des Eugk- 
rUd), t in §abiax 1166, Yaqut 1, 420, 23. 
np. kakU (Muttersbruder). 

Eakul, §ah E. aus Dehll, Faqlr und indischer 
Dichter, Sprenger 246. — d. i. Ednig Locke 
(taxallus Oder poet. Name). 

Eakuleh, Nachkomme des Ttir, Fird. 4, 82, 932. 
d. i. lockig (? np. kakul, gil. kokul, Locke). 

Eaxaber Gorjasp (georg.), Bagratide, VicekOnig 
von Eaxeth f&r den zum EOnig bestimmten 
Erekle, S. des Dawith, ao. 1671, Brosset, M6m. 
Acad. Petersb. VI, 5, 1843, 309. 

Caxbon s. Saxbon. 

Caxrawak, Hohepriester (Ratu) des Earschware 
WouruJareSti, Bund. 68, 8. — skr. k'akravaka 
(Anas casarca, auch Volks- und Mannsname). 

Caxschni, S. des Pirtarasp, Vater des HaeSadaspa, 
yt. 13, 114. pehl. gaSnug (aus dem awest. genet, 
fiax^chnoig). Bund. 79, 5. SixSnug im Wi^arkart-i 
Dinik bei West, P. T. I, 141. Ehurshedji 
Rustamjl, Lebensgeschichte des Propheten Zara- 



Digitized by 



Google 



KalldiQr 



153 



EambaSiya 



tustra (guzarati) Bombay 1870, S. 276. JaxSnuS 
Tabari 682, 2. HaxiS, Masudi 2, 124. — d. i. 
der lehrende (Intensivstamm von kas, xba (y- 
28, 4) : 6axS + Affix ni , g ans s wie in 
fraSna). 

Eal&hQr, mazenderaniscber Erieger, Fird. 1, 550, 
764, im Borhftn-i qati* (Vullere Lexicon II, 864 *») 
EalahQn. 

Ealftn, x»^Jah (Chojah), Pertsch 638, n** 22. Ealftn 
aus Eirman, Dichter, das. 655, n** 73. 
d. i. gross, stark. 

Qalenderbaxfi , Begrtinder des Derwisch - Ordens 
der Qalender, Garcin de Tassy 57. 
d. i. Geschenk des Qalender. 

Eall 1) Jemftl ed-din, Thorwftchter der Burg TQjI 
des Eiyft WiStasp, Zehlreddin 374, 9. 2) Malik 
Eall, S. des Malik Bahram, Statthalters yon 
MGltan, und Vater des BhalOl (J^^), des Be- 
grtinders der Lsdhl-Dynastie in Indien (1450 — 
1526), Ferigtah 1, 316, 19 (1, 545). 
d. i. Wfichter. 

EallJ, Jemal ed-din, Anftthrer des Heeres von Eu- 
stemdar, znr Zeit des letzten Fttrsten der BadQ- 
sepan-dynastie GayOmarth, ao. 1419, Zehlreddin 
486, 14. 

Ealljar 1) Abft Ealijar, betitelt Faxr ed-dauleh, 
Buyide, S. des Rnkn ed-dauleh, reg, 976—997, 
Alb^rnm 133, 21 (irrig als Sohn des Adud ed- 
daoleh Fanaxosreh bezeiehnet), andere nennen 
ihn Aba '1-Hasan 'All. 2) Samsam ed-dauleh 
Abll Ealflar el-Marzuban, S. des *Adud ed-dauleh 
Abu Schoja' Xosrau, 9. buyidischer Ftlrst und 
AmIr el-omara, reg. 982—998, AlberUnl 133, 22. 
Athir 9, 13, 20. 16, 16. 17. Abulfeda 2, 554, 2. 
600, 3. Mirch. 4, 50, 19. 3) Aba Ealljar al- 
Marzuban, S. des SahflrOz, Feldherr des Buyiden 
Samsam ed-dauleh, ao. 995, Athir 9, 79, 1. 4) 
Imad ed-din Aba Ealljar el-marzuban, S. des 
Sultan ed-dauleh Abu Schoja*, 18. buyidischer 
Ftlrst und Amir el-omara, reg. 1024 — 1048, auch 
FlrUz und Izz el-moltlk (mit letzterm Namen be- 
zeiehnet Athir 9, 318, 19 einen seiner S5hne) ge- 
nannt, Yaqut 3, 349, 15. Athir 9, 236, 19 ff, 
Mirch. 4, 53, 16. 54, 32. 55, 30. 5) Aba Ealljar, 
S. des *Ala ed-dauleh bin Eakayeh, Athir 9, 
270, 5 (ao. 1029). 6) Aba Ealljar al-Qahl, Heer- 
ftlhrer des Dara von Jorjan, Schwaher des Ghaz- 
nawiden Mas'ad, Athir 9, 301, 9 (ao. 1035). 
Bruder des Surxab, Vater Bahman's, Ferigtah 
1, 71, 18 (1, 103). 7) Amakallxa, Ispehbed von 
Tabaristan, von Mas'ad von Ghazna ao. 1034 

jQBti, FercU Iranisches Nftmenbnoh. 



besiegt, Tabaqat-i Akbarl bei Elliot, Bibliogr. 
Index to the histor. of India 187; dieser Fttrst 
lebte in dem Interregnum zwischen der 1. und 

2. Bawenddynastie. — vgl. Bakalljar; kalijar 
bedeutet im Gilanischen Erieg, Schlacht, neupers. 
karzar (pehl. karl5ar); auch eine Festuug in 
der Proyinz von Multau heisst Ealinjar, spater 
Talwarah genannt, s. Defr^meiy, J. as. IV, 11, 
422. Raverty, MinhaJ 1, 75, Not. 1074; eine 
Stadt Ostlich von Benares, Sanskrit Ealin^ara, 
MinhaJ 733. 

Eamaksat (pehl.), Uebersetzung des awest. Namens 
Wournsawanh. 

Eamaknyayign (pehl.), Uebersetzung des awest. 
Namens Wourunemanh. 

Eamasarye s. Eomosarye. 

Eambaxg, Mohammed, S. des Eaisers Aurangz€b, 
Rieu 402', 780'; arabisirt Muradbaxg (dessen 
Oheim). — d. i. den Wunsch schenkend, er- 
fUllend. 

EambuSiya (altpers., m wird nicht geschrieben), 
Eambuziya (babyl.); Eanbut' (agypt., t' ist der- 
selbe Laut wie in T'ar, phoen. Tsor, Tyros) oder 
Eambatt (mit zwei verschiedenen Zeichen fttr t, 
s. Lauth, Abh. Mttnch. Akad. XIII, 1875, 3, 89), 
Ka|iPu(Tn^ (grieeh.) 1) S. Eyros des altem und 
Vater Eyros des Grossen, Inschrift auf einem 
Cylinder des Eyros, von Rassam gefunden, von 
H. Rawlinson zuerst ttbersetzt, Joum. Asiat. Soc. 
XII, 1880, 70—97. vgl. Transactt. Soc. Bibl. 
Archaeol. 3, 151. Herod. 1, 46. 107. 111. 207. 
7, 11. Arrian 3, 27, 4. 6, 29, 8. Diod, 9, 24, 1. 
Justin. 1, 4. Agathias 2, 25. 2) S. Eyros des 
Grossen und der Eassandane (Herod. 2, 1. 3, 2), 
unrichtig: der Amytis (Etes. Pers. 10); als seine 
Gattin wird die agyptische Nit^tis genannt, 
Herod. 3, 1, die indessen auch als seine Mutter 
bezeiehnet wird (Polyaen 8, 29, aus Deinon, 
vgl. Athenaeus 13, 10 p. 560), wohl agyptische 
Erfindungen; andere Gattinnen waren Phaidyme 
und seine Schwestem Atossa und Mero6, reg. 
529 — 522; Inschrift des Dareios am Berge Be- 
histan 1, 28 ff., auf Backsteinen aus Warka, 
Senkereh und Babel (z. P. bei Strassmaier, Actes 
du 6™® congrfes des Orient. II, 1, Tafel n^ 167, 
Zeile 23), Inschrift des Ut a-Hor-suten-net (mit 
dem Thronnamen Ra-mesut, sol regeneratus), 
Brugsch, Hist, de T^gypte 267. De Roug6, 
Revue archil. VIII, 1851, 37; Herod. 1,208. 

3, 1 ff. 4, 165. Diod. 1, 34, 7. 44, 3. arab. 
Qamlsas, Eutych. 1, 262, 14. QOmbisOs, AlbgrOnl 



Digitized by 



Google 



E&mdgn 



154 



Kamsar 



89, 6. Qambazis 111, 11 (115). QambasOs, Ab. 
Far. 83, 8. vgl. KftmOs. 

Kamd^n 1) PeSotan Ram Eamd^n, Gelehrter, ao. 
1397, West, P. T. I, XLIII. Arda Viraf p. 246. 
(Ram ist indisck Rama). 2) Mobed Kamden, 
West, P. T, III, XXXII. vgl. FerQdheh. 

d. i. die Religion als Wmisch (erwtlnschtes 
Gut) betrachtend. 

Kameh 1) Kai Kameh, nach einigen Quellen Sobn 
des Zaw und Vater des Kai Qobad, Mojmel 
Journ. as. Ill, 11, 171, 16. 2) 'All, S. des 
Dailemiten Kameh nnd einer Schwester des Bn- 
yidcn Rokn ed-dauleh, dessen Statthalter in 
Rai er war, f 983/4; Athir 8, 364, 6—7. 9, 28, 
15. Zehireddin 180, 9. 314, 15. — d. i. Wunsch. 

Kameh-bahreh, Verfasser einer Riwayet, West, P. T. 
I, 177, Not. IV, 419. — d. i. der sein Loos 
nach Wunsch gefunden hat. 

Qameran, in einer kurdischen Erzahlnng, yielleicht 
fttr Kerlman, Socin 91, 1. 

Kamgft, Ahmed, Geschichtschreiber, ao. 1614, ge- 
wOhnlich KanbU genannt, Rieu 888'. 
d. i. der wenig redende. 

Kamyar 1) vertheidigt die Stadt Dehistan gegen 
den Seljaqen Toghrilbeg, ao. 1042, Athir 9, 349, 
12. 2) Amir des SeljGqen-Sultan's Mohammed 
in Ispahan, ao. 1112/3, Athir 10, 345, 12. 
vgl. Kamkar. 

Kamindar s. Kamwarzad. 

Camisares s. Kamsar. 

Kamkar 1) Vater des Wahriz, Dinawerl bei N5l- 
deke Tab. 223 Not. 2) Beiname des Azadhmard 
(s. diesen). 3) Kamgar, Wezir des KOnigs Dadh- 
bln, N5ldeke, DMG. 45, 114, 7. 4) S. des Yez- 
degerd III, Vorfahr des Ahmed bin Sahl, eines 
Dihqan von Marw und Fqldherrn der Samaniden, 
ao. 919, Albertol 29, 4 (33). Athir 8, 86, 23. 
5) S. des'Abdo'r-razzaq, Moralist, Ende 11. Jahrh., 
Yaqut 2, 142, 5. — d. i. seinen Wunsch erfttllt 
sehend, glttcklich (z. B. Fird. 1, 114, 1). 

Kamnaskires 1) Nachfolger eines Arsakes, parthi- 
scher K5nig von Elymals, nach dem Typus 
seiner Mtinze zur Zeit des Antiochos IV und V 
(176—162); bei Pseudo-Lucian Makrob. 16 (642) 
Ka)Liva(TKipTi^ bk pacTiXeuq TTapOuaiujv (so zu lesen 
fUr Kai Mv% Vaux, Numismat. Chron. XVIII, 
140). Mtinze mit Bildniss: Percy Gardner S. 8. 
60. PI. VU, n^ 25 (Ka^vl(TKlpou). 2) K6mg von 
Elymals (seine Mflnzen stammen aus Susiana), 
Gatte der Anzaze, Anfang des 1. Jahrhunderts 
vor Chr., Mtinze mit beider Bildniss vom Jahr 



231 seleuk. Aera = 82/81: Subhi Bey, DMG. 
17, 785, Taf. n« 1. Percy Gardner PI. VII, n«26 
(Ka)Liva(TKipou), Mordtmann, Zeitschr. f. Num. VII, 
1880, 41. — d. i. die Jagd als Wunsch (er- 
wtlnscht) betrachtend, Jagdiiebhaber, Hoffmann 
S. 283. 

EamOpat ? ... at malka bareh Eam5pat, (Eaw)at 
der EOnig, Sohn des Eam5p(a)t (?), auf einer 
Mtinze mit Bildniss aus parthischer Zeit, von 
einem VasallenkOnig geprftgt. Levy, DMG. 21, 
452. Taf. 2, n"* 8. Mordtmann, Zeitschr. f. Numism. 
IV, 1877, 180, nM19. — d. i. nach Wunsch 
(erwlinschten) Schutz gewahrend, awest. ♦kam5- 
paiti, vgl. Orobates. 

EamOs von Easchan, HeiTscher von Sipljab (Is- 
bflab, Istaxri 333, 2. 337, 1) bis nach Rttm, mit 
Afrasiab verbtlndet, von Rustam getOdtet, Fird. 
3, 74, 838. 90, 1029. — vgl. Eambyses? 

Eamran 1) Eamran-B6g (Bey), mit dem Dichter- 
namen Eamran, Pertsch 655, n"" 27. 2) Eamran- 
Sah, Nachkomme der Badusepan - Dynastic, in 
Edh-dem (Gllan), Schehrizadeh bei Dom, M6m. 
de TAcad. VI, t. 8. 1855, S. 134. 3) Eamran 
Mirza, zweiter Sohn des Eaisers Baber von 
Indien, f 1556, FeriStah 1, 375, 7 (2, 37). In- 
schrift von Qandahar, Darmesteter, Journ. as. 
VIII, 15, 204, 2. Rosen 128, 2. 19. 4) Mirza 
Eamran, mit dem Dichtemamen Gnya (der 
redende), Bruder des Jtiya, c. ao. 1690, Rieu 
1092 \ Pertsch 655, n° 28. 5) Eamran, S. des 
§ah MahmUd, Emir's von Afghanistan, ward 
1816 von Feth Xan zum Statthalter von Herat 
emannt, Schefer, Hist. 35. 83. 86. 259. 6) 
Eamran Xan, Minister des Regenten von Herat, 
Polak, Persien 2, 21. 7) Eamran Mirza, S. des 
Nasr ed-din Schah von Persien, Eriegsminister 
und Befehlshaber von Teheran, geb. 22. Juli 
1856, Gothaischer Hofkalender 1893, S. 983. 

d. i. seinen Wunsch erreichend, gltlcklich (z. B. 
Hafiz Saqinameh 112). 

Eamraw 1) aus Dailem, Herr von Sawah, ao. 1029, 
Athir 9, 270, 10. 2) Abtt Talib Eamraw, S. des 
Buyiden Abti Ealljar, Athir 9, 374, 12. 
d. i. zum Wunsch gehend (ihn erreichend). 

Eamsar 1) Camisares, Vater des Datames, ein 
Earer, Statthalter der Leukosyrer in Eappadokien, 
Nepos Dat. 1. 2) Eamsar, S. des Perozamat 
aus dem parthischen Adelsgeschlecht Earen 
Pahlav, Mose 2, 73, hiemach Tschamtschean 
1, 415, 42; unrichtig aus dem Hause Sftrfin, 
Mxithar von Ani 19, 22; er ist unter der Re- 



Digitized by 



Google 



Eamter 



155 



Cap-nuwls 



giernng des Trdat des GrosBen der Stifter der 
armenischen Familie Eamsarakan, welche anch 
ArSartlni heisst, Mose 2, 87. — Der Name soil 
'Kleinkopf bedenten, weil ihm in der Sehlaeht 
ein Sttlek Schadel weggebaaen war; Kam scbeint 
eber Kama (Wunscb) zu sein, awest, ♦kftma-sara 
(vgl. anrwasara), Herrscber nacb Wunscb (syno- 
nym: was5xscbat)ra). vgl, KoraosaryS. 

Kamter^ Diebter, Sprenger 247. Pertscb 655, n** 101. 
d. i. der sebr geringe (Bescbeidenbeitsausdmck). 

E&mtls, neuere Ansspraebe fQr EamOs. 

E&mwar, Mohammed Hadi (mit dem Titel) E. xS^n, 
indiseber Gescbichtscbreiber, Anfang 18, Jabrb., 
Rieu 274^ 908 •. Pertscb 475. 

d. i. mit Wunscb versebn, glttcklicb. 

Eamwarzad, Tocbter des NarsI, Besitzerin eines 
Scblosses bei Basrab, welcbes auf AnoSagftn 
flberging, Belftft. 340, 17 (Eflmendar); daraus 
Yaqut 4, 844, 8. 

Eana, Ftirst von Buxftra (Buxftr-xudat) znr Zeit des 
Cbalifen Abu Bekr (632—634), NarSaxi bei 
Lercb, sur les monnaies des Boukbar-kboudabs 
(Verbandl. des 3. oriental. Congresses II, 10, 13). 

Eanak-i Barzigt, S. des Agai-MaSwak, Bruder des 
Uzawa, West, P. T. I, 136. vgl. EanjQ, Eanuka. 

Eanar s. Eanarang n"" 4. 7. 

Eanarang, Titel eines boben Befeblsbabers der 
Grenztruppen, Fird. 2, 600, 500; Xavapdrrn^ 
war der Titel des Gusanastades unter BalaS, 
und des Adergudunbades und seines Sobnes War- 
rames unter Eabades, und bedeutete soviel wie 
(TTpaTTiT^^, Prokop. 25. 33. 107. 115. 118; vgl. 
NOldeke, Tab. 442, Not. 5. Der Titel wird, wie 
5fter, zum Eigennamen: 1) Eanarang, ein D6w 
(Dlw), d. i. mazenderaniscber Held, an der Furtb 
von Mazenderan, Fird. 1, 530, 520. 2) Xava- 
pdTpi?, Persarmenier, der mit dem verbannten 
Arsakes gegen Justinian conspirirt, Prokop 2, 
410. Xapdm^, Agatbias 2, 6 (ao. 553). 3) 
Eanara, Vater des Scbabriyar (s. diesen). 4) 
Eanarang, Marzban von Tfls, ao. 651, Belabori 
405, 7. Eanara, Tab. 2886, 8. Eanar beisst 
der Malik von NaisabQr, Ibn Gbordadbbeb 39, 11. 
.L^ AlberOnl 101, 19. 5) S. des Xusrau bin 
Babram, Vorfabr des Abu Nasr bin *Abdi 'r- 
razzaq von Ttls, welcber die neupersiscbe Be- 
arbeitung des Xudainamak veranlasste, Rosen 
169, 15 (vieUeicbt der vorige, obwobl die Ge- 
nerationen des Stammbaums zu lang sein war- 
den). 6) Qanarag (syr.), Perser aus Edr6 in 
Assyrien, Bruder des SabbOr und Gheim des 



Patriarcben Abrabam (f 849), Assemani III, 
485% 11. 7) Eanar, S. des Firttzan, Dailemit, 
der mit MinCSibr, Sobn des Qablls, in Gurgan 
(Hyrkanien) einrttckte, ao. 998, Zebir. 192, 18. 

CangaSab, gelebrter ParsT, ao. 1478, Vater des 
ManekSab CangaSab, Oberbaupt der Parsen in 
Nausarl, ao. 1531, Grossvater des AmalSab Can- 
gaSab, ao. 1568, West, P. T. lit, XXXII. vgl. 
Vullers, Lex. I, 596\ 

Eanja, S. des Zab, Vater des Tabmasb, Tabari 
529, 14 (al. EaQtt), EamJebUr, Masudi 2, 118, 
Eanjbur, S. des Warzaq, Vater des Babmasf 
(1. Tabmasf) das. 130. EamJebGber, AlberOnl 
104, 14, Eeiijebuberz, S. des Hlwaab, Vater des 
Tabmasp, Grossvater des Zow, Gobiueau 1, 326. 

KttvlTTi^ Oder Kdviro^, skytbiscber EOnig etwa im 
2. Jabrb. vor Cbr., C. I. Gr. II, 78, n^2056 (Ka- 
viTCjt, dat.). Mflnze (pamX^iuq Kavlrou) Eoebne, 
Berliner Blatter f. Mttnzk. II, 132. Zeitscbr. f. 
Num. 9, 155. 10, 155. 

EanSeb, Mirza Ahmed Eanfieb EaSi (aus Eascban), 
Diebter, Pertscb 628, n** 10. 

Eankar, ein Fttrstengescbleebt in Dailem, welcbes 
seine Macbt auf Eosten des WabsQ^an aus dem 
Gescblecbt Jestan erweiterte, Ende 10. Jabrb., 
Yaqut 3, 149, 17. 

KavTipapi^, Perser, grosser Fresser, welcbem das 
Essen von Dienern in den Mund gescboben ward, 
wenn die Einnbacken mtide waren, Elearcbos 
von Soloi (Eypros) bei Atbenaus 416^ (2, 405, 
11). Mttller, Fragm. H, 307, n" 12. Aelian var. 
bist. 1, 27 (2, 12, 9). 

Eantir (Lesart unsicber, ^^^j^, yuJ), E5nig von Ar- 
roxaj (Aracbotus), von Ya'qfib bin Laitb besiegt 
(ao. 265 = 878/9), Atbir 7, 226, 13; bei Mircb. 
4, 5, 16 (ao. 257 = 871) wii-d der Name nicbt 
genannt. — pebl. Eantir (E5cber, Spiegel, 
Comment. 1, 336. Geiger, Yatkar-i Zar. 52); 
es liesse sicb aucb kinbar, np. kinwar, racb- 
stlcbtig, lesen. 

Eanuka, Jungfrau, deren Frawascbi angerufen wird, 
yt. 13, 141. — d. i. Madcben (vgl. Eainika und 
Eanya, awest.). 

Eaoscba, Vater des FraoraoStra yt. 13, 122. 
skr. EoS4 (ein Priestergescblecbt). 

Kadon^ d.i. Eawa Us, EawOs, s. Usan. 

Capal, Amir, Diebter, Pertscb 637, n"* 72. — d. i. 
Streifzug in Feindesland (s. Vullers Lex. 1, 559**). 

Capnuwis MeJnOn, Diebter und Scbreibktlnstler aus 
Herat, S. de Sacy, Not. et Extr. 4, 248. 304»»). 
Pertscb 637, n** 74. 



Digitized by 



Google 



C&puk 



156 



Karen 



d. i. der mit der Linken schreibende. 

Cftpuk 1) ein Pei-ser, Ahnherr der Atabegen von 
Axaltsixe (armen. Tayk, griech. Taochoi), Ham- 
mer, Gesch. der Osmanen 4, 66. 2) Mze-S'abnk 
(georg. mze bedeutet 'Sonne'), Atabeg von Axal- 
tsixe, S. des Kai Xosro I, 1502 — 1516, Brosset, 
M6m. Acad. Petersb. VI, 4, 1840, 377. 5, 1843, 
187. 223. 3) Mze-6abuk, S. des Atabeg Kai 
Xosro II und der Dedis-Imedi, Gatte der Rodam, 
eiuer Tochter des Giorgi von Guri, f 1572, 
Brosset, M6m. Acad. Petersb. VI, 4, 1840, 377. 
5, 1843, 193. 194. — np. fiabuk, 6apuk, schnell, 
gewandt. 

Qftr, S. des Sam, in einer knrdiscben Erzahlung, 
Socin 90, 15. Qar-I gaiigS 92, 27. 

Kara 1) Kara Asabana, nebst Wara Asabana ein 
Feind des Aschawazdanh yt. 5, 73. 2) Kar, 
sagenhafter KOnig von Armenien aus dem Stamm 
des Hayk, Nachfolger des Wstam, Job. Kathol. 
14. Tschamtschean I, 84, 7; Mose 1, 19 (Mar 
Abas Katina) hat die Namen beider zu Einem 
verbunden: Wstas-kar (armen. sk ist mk ahnlich). 
3) KarardaSir, S. des DaSkal, Statthalter von Indien 
znr Zeit Bahman's, Sohnes des Isfendiar, Tab. 
653, 1 (al. KarazdaSir, KarzadaSir) ; d. i. Kraft- 
(Macht-) Ardeschir (nenpers. Kar, ahnlich Tam- 
Xusrau). 

Karakbed s. Kawakbed. 

Karapan, ein Feind der zarathustrischen Lehre, 
y. 32, 12 (nom. sing. Karapa); im Plural dessen 
Familie oder S5hne, welche die Ueberlieferung 
anf Manusfiithra's Schwester zurttckftthrt y. 45, 
11 etc.; die Sohne heissen Bratarwaxsch, Bra- 
troyischn, TQr Bragresch, Azan und Nasm; der 
Name, im Pehlewi Karap, wird von der Tradi- 
tion appellativ aufgefasst, Neriosenghs Sanskrit- 
ttbersetzung hat kadarthaka (Uebelthater) oder 
agrotar (nicht hOrend, taub, in Sachen der Re- 
ligion); vgl. Spiegel, Commentar ttber d. Awesta 
2, 556. DMG. 41, 284. West, P. T. IV, 111. 112. 

KarardaSir s. unter Kara. 

Karasna, S. des Zbaurwafld, Vater des Wiraspa, 
yt. 13, 106. 108. vgl. Spiegel, Commentar liber 
d. Awesta 2, 615 — 16. Darmesteter, Sacred 
Books XXIII, 209. — patronymiseh: Karesnayana, 
8. Azata, Frayoba, Wiraspa; vgl. KarSna. 

KdpacTTO^ 1) S. des Saratos, Princeps von Olbia, 
Latyschev 1, 92, n° 55. Kdpagro^, das. 89, n"* 52. 
2) Kdpa£T0?, S. des Arguanagos, Enkel des vo- 
rigen, Vater des Asphoragos, das. 118, n** 80. 

Qardagh 1) Statthalter von Assyrien unter Sapor II 



und christlicher Martyrer, ao. 358; Assemanilll, 
207 ^ 21; seine Legende ist herausgegeben von 
J. B. Abbeloos und von H. Feige, s. DMG. 44, 
529. 2) Bischof von Ardaschir Xurrah (vor 
544), Guidi, DMG. 45, 402, 2. 3) Metropolit 
von Gllan und Dailem, Assemani III, 489', 14. 
Bei Polybios 5, 79, 11. Sti-abo 734 (10, 23, 
Not.) u. aa. Kapbaxe^, S5ldner. 

Kardank, S. desNawar, imStammbaum desSuxra, 
Tabari 878, 2 (al. Kardid). — wohl nicht np. 
Kardank (Hahnrei), sondem scriptio defect, ftlr 
Kar-dan-ek und Kar-dld(eh) (die Geschafte ken- 
nend, Wezir). 

Kardar 1) S. des Mihrnerseh, Oberbefehlshaber mit 
dem Titel RathaStaran salar, Tabari 869, 11 
(Handschr. Karda, Karad, von NOldeke verbessert); 
aus ^>^ &4uw*t (sein Name ist Kar[a]d) entstand 
der unrichtige Name ^L^jl4^I Asmankar, Zoten- 
berg's Tabari II, 125. 2) ein WezIr des KOnigs 
Dadhbin, N5ldeke, DMG. 45, 114, 8, vgl. Gurd. 
d, i, Wezir. 

Kardarigan, Feldherr des Hormizd IV und Xusrau II, 
ward von Sahrwaraz getddtet, da er diesen nicht 
alsK5nig anerkennen wollte; Xapbapiydv, Theo- 
phyl. 50 (nicht Name, sondem Titel); Kapbaplya^, 
Theophan. 390, 8 (Titel des [hOchsten] Feld- 
herm); Kapbapixa^ Cedren. 1, 693. 712 (ao. 856 
und 610); beiAbulfaraj syr. Qardlgan, Assemani 
III, 196^ Z. 43. 414^ 2. — Wie andere hohe 
Titel wird auch dieser alsEigenname verwendet; 
der wirkliche Name des Mannes ist bei Michael 
Syr. (J. as. IV, 13,316. 320) erhalten: Laratolan, 
d. i. tttrk. Qara-toyan (der schwarze Falke). 

Kardikeas s. Hardukka. 

Kardoi richtig zu lesen Gurd5€. 

Kapbouxot^? Anftlhrer der Wagen der Weiber (dp- 
|Lia|ia£ujv), Xenoph. Kyrop. 6, 3, 30. 
d. i. der Karduche oder Kurde. 

KardQl s. Hurmuzan n*" 4 (unter Ahuramazdah). 

Karen, Name eines parthischen (arsakidischen) Ge- 
schlechts, dessen Mitglieder meist unter diesem, 
nicht unter ihrem persdnlichen Namen auftreten; 
in der Sage erscheint der Name schon frtther. 
1) S. des Schmides Kaweh, daher Qaren-i 
Kaweh oder Kawegan, Kawiyan, Heerftthrer des 
Min56ihr, Fird. 1, 168, 638. Zehlreddln 14, 
13; auch Qaren-i razm-zan (der Kampe) genannt, 
Fird. 1, 408, 334. 464, 2; Zehlreddln 168, 3 
(Ahnherr des Geschlechts Qaren); oder Qaren-i 
gurd (der Held) Fird. 1, 480, 202; vgl.N5ldeke, 
P. St. II, 30. 2) Qaren al-falhawl (pahlawX, der 



Digitized by 



Google 



Eftren 



157 



Kftren 



parthische); einer der sieben von BiStft8b(WlSt&8pa) 
eingesetzten Fttrsten, welcher in Mah Nehftwend 
wohnte, Tabari 683, 6. Die Bezeichnimg *der 
parthische' beweist, dass das Geschlecht erst in 
parthischer Zeit anfgetreten ist; im Stammbaom 
des SaxrA (nach dem Tode des Per5z, 484) er- 
scheint Qaren, S. des Karw&n, Tab. 878, 1; 
vielleicht ist hiermit derselbe Qftren-i pahlawl 
gomeint, obwohl der Stammbaum in die sagen- 
hafte Zeit, bis MinOfiihr znrQckgeftihrt wird, 
freilich mit viel zu wenig Generationen ; bei 
Mose (nach Labubna) wird das Geschlecht anf 
Karen Pahlav, einen Sohn des Arschavir (Phraates 
IV) zurackgeftthrt, was durch andere geschicht- 
liche Qnellen nicht best^tigt wird, aber insoweit 
richtig scheint, als die Familie als arsakidisch 
bezeichnet ist; nach demselben Schriftsteller ward 
die Familie von ArdaSir I ausgerottet bis auf 
das Kind Perozamat, welches als Stammvater 
der Kamsarakan gilt; diese Angabe, wenn tlber- 
hanpt geschichtlich, kann sich nur auf einen 
Zweig der Familie beziehen, da der Name 
Karen nnter den Nachfolgem jenes Sasaniden 
hftufig vorkommt; s. Mose 2, 28. 68. 71—73.87. 

3) Carenes, Feldherr des Meherdates, von Go- 
tarzes besiegt, ao. 50 nach Chr., Tac. 12, 12 — 14. 

4) Kapiva^, Stammhaupt (xcvedpxn^? armen. na- 
hapet) und Strategos, Gesandter des 'ApracTipa^ 
(ArdaSir I) an 'Aprapdvii^, Agathang. 6, 101. 

5) Qaren, K5nig von Mah (Mahabad in Medien), 
Wis Ramin 20, 3; sagenhaft. 6) Kar^n Amar 
tani, zur Zeit des Tiran II, Faust. Byz. 3, 14 
(38, 22). 7) Karen, Feldherr Sapors II, erobert 
mit Zik das Schloss Artagers und nimmt die 
KOnigin Pharandzem gefangen, Faust. Byz. 4, 
55 (169, 26); bei Ammian. Marcell. 27, 12, 5 
heissen beide Gylaces und Artabannus; letzteres 
ist vielleicht der perstoliche Name des Karen 
(Langlois 1, 273). 8) Qaren, S. des GuStasp, 
nnter Yezdegerd I, Fird. 5, 524, 368. 9) Qaren, 
S. des Burzmihr, unter Bahram GOr, Fird. 5, 
672, 1471. 10) Qaren Parsi, unter Bahram G5r, 
Fird. 5, 680, 1550. 11) Karfin Saharflni, EliSe 
215^ 12) Qaren, S. des SVlxtSl, von Xusrau I 
565 nach demSieg liber dieTttrken zumflakim 
(Ispehbed) von Mazenderan emannt, wo noch 
jetzt der Koh-i Qaren liegt, Zehlreddin 37, 10. 
154, 11. 13. 167, 18. 321, 14. 18. Sflxra selbst 
bekleidete die Wtlrde eines Qaren (gehOrte zu 
dem karenischen Adelshaus) Tabari 878, 7. Die 
Dynastic des Qaren hatte ihren Sitz in Firlm, 



Istaxri 205, 12. Yaqut 3, 890, 10. 13) Qaren, 
S. des Qaryanus, Feldherr des ArdaSir III, in 
der Schlacht bei Ma^ar von Ma'qil getOdtet, 
Tabari 2027, 3. 17. Athir 2, 295, 22 (Qaren 
bin Qarlnas, al. Qamas (j^by). 14) Qaren, per- 
sischer Heerftthrer, flieht bei Qadesiyah, Tabari 
2346, 2. Athir 2, 375, 18; bei Hamadan von 
Ibn *Amir besiegt, Athir 3, 12, 20. 106, 2. 15) 
Qaren, Marzban des Koh-i Qaren, bringt von 
Tabbas aus die Bewohner von Ba^ag^s, Herat 
und K5histan zum Aufstand gegen die Araber, 
wird aber besiegt und getOdtet (ao. 652), Ta- 
bari 2905, 2 flf. 16) Qaren, S. des Scharwin, 

1. Linie der BawendfUrsten, starb vor seinem 
Vater, Tab. 3, 705, 4. Athir 6, 131, 9. Ze- 
hlreddin 162, 1. 207, 16. 270, 16. 323, 11; bei 
Abulfeda wird er nicht genannt, und ist daher 
sein Sohn Schahriyar der Sohn des Scharwin. 
17) Qaren, S. des Windad Hormizd, regierte als 
Ispehbed von Tabaristan c. 805—809, Belabori 
134, 14. Tab. 3, 1268, 11. Athir 6, 351, 13. 
Abulfeda 2, 212, 1. Zehlreddin 154, 17. 161, 
18. 162, 2. 3. 167, 18. 322, 1. 18) S. des 
Sahriyar, Bruders des Maziar, des letztem Statt- 
halter aQ. 839, Tab. 3, 1283, 1. Kitabo Voytln 
400, 10. 20. Ibn Mask, 508, 2. 4. Athir 6, 
354,4; vielleicht ist er mit dem folgenden iden- 
tisch, d. h. die Genealogie irrig, s. Weil 2, 324. 
vgl. §ahriyar. 19) Qaren, S. des Aba 1-moltlk 
Schahriyar, Enkel von n** 16, nimmt 854 den 
Islam an und regiert als Ispehbed von Tabaristan 
c. 837—867, Albemm 39, 10 (47). Athir 7, 
109, 10. Zehlreddin 208, 3. 270, 16. 323, 12 
(falsch Qabtls). 20) Qaren, S. des Suhrab, Gross- 
neflfe des Schahriyar I von der Badusepan-Dy- 
nastie, Zehlreddin 149, 18. 150, 1. 320, 9. 
21) Qaren, S. des Surxftb, Enkel des letzten 
Ispehbed der 1. Bawendlinie und Vater des 
Schahriyar, des ersten Ftirsten der 2. Linie, 
Athir 11, 207, 24. Abulfeda 3, 596, 9. Zehl- 
reddin 210, 9. 270, 15. 271, 15. 22) Najm ed- 
dauleh Qaren, S. des Schahriyar, 2. Fttrst der 

2. Bawendlinie, vermahlt 1099 mit einer Tochter 
des SelJOqen Mohammed, reg. 1109—1115, Zehl- 
reddin 211, 17. 214, 1. 216, 17. 217, 3. 271, 
13. 324, 4. 23) Qaren, S. des Abfl 1-qa«im von 
Mamatir (BarferflS), Bruder des XurSld, Zehl- 
reddin 64, 10. 222, 2. 24) Qaren, S. 'Ali's, des 
4. Fttrsten der 2. Bawendlinie, Zehlreddin 238, 5. 
25) Rokn ed-dauleh Qaren, S. des Schah Ar- 
daSir, des 7. Fttrsten der 2. Bawendlinie, von 



Digitized by 



Google 



Eanm&n 



158 



Kata 



den Molhiden (Assassinen) ennordet, ZehlreddUi 

260, 9. 263, 18. 264, 4. 
Kanmftn s. Eerlm&n. 

Kftrgftl, Vullere II, 763\ — d. i. Vogelsterz. 
Karkas, einer der E&mmerer des Ahasneros, Esther 

1, 10; im griech. Text (de Lagarde 507) Sa- 
papa, 6apaZ. — d. i. Geier. 

Earkll s. Eawakbed. 

EarkGI s. Gurgtli. 

EarkundaJ, Name des E^nigs der Alan, Masndi 

2, 42. Yaqat 1, 351, 5 (al. EaulandaJ). — d. i. 
weise im Handeln (in Geschaften der Regierung). 

Earxai, Siegelstein, Horn, DMG. 44, 661, n° 640. 

Carxurrah (? ^^^^j »^^^jLs>, b^s^LL^, arab. o> steht 
ftir g), S. des Xaraboghra'h, Vater des Eatis, 
Ftirsten von OSrflsanah, Athir 5, 152, 21. 6, 271, 
6. — d. i. Licht (Glttck) der (durch die) vier 
geniessend (s. Caharbuxt). 

Earma'il s. Garma'il. 

Earmax, Feldherr des Mo'izz ed-din Mohammed, 
Sobn des Sam, Statthalters von Ghazna, ao. 
1186, MinhflJ 456. — d. i. niedrig in seinen Ab- 
sichten (?) 

K<ipo(T(Ta, Mutter des ManI, in der Verflnchungs- 
formel gegen die Maniehaer, s. Eessler's Mani 
405; im Fihrist Mais genannt. 

Earpase, Siegel bei Mordtmann, DMG. 29, 209, 
n^ 28. — d. i. Eidechse. 

Kdp(Taq, Skythe, Vater des Atamazas, C. I. Gr. II, 
165, n"* 2130, 43. 

EarSna 2tra;nr, einer der 7 FUrsten am Hof des 
AxaSwgroS, Esther 1, 14; griech. 'ApKecraio^, de 
Lagarde 507; vgl. Earasna. 

Earthan s. Eartomes. 

Cartasis, Bruder des SkythenkOnigs jenseits des 
Jaxartes, Curtins 7, 7, 1. N5ldeke (bei Gut- 
schmid, Encyclop. britann. XVIII, 582 und Ge- 
schichte Iran's S. 2) wollte hier das tttrkische 
qardag-I (sein Bruder) erkennen, beanstandet je- 
doch selbst diese Yermuthung (bei Gutsehmid, 
Vorrede VI). 

Eartir SahpUhrS, Siegel mit Bttste, Mordtmann, 
DMG. 18, 37, n^ 114 (Taf. I, 2), Eing, 359, n" 24. 
d. i. wirksame Eraft besitzend. 

KapTuifiiiq 1) S. des Rhakokes, zur Zeit des Ar- 
taxerxes, Aelian 1, 34 (2, 15, 17). 2) Eartham, 
Enkel des georgischen Fttrsten EuJ von Egris, 
Schwager Mirwan's I, Vater des Etoigs Aderk, 
Brosset, Hist. 1, 50. 3) Eartham, georgiseher 
E5nig, der mit Barton II znsammen genannt ist 
in der Liste des Mxithar von Ayriwank und in 



der georgischen Chronik, Brosset, Hist. 1, 53; 

naeh Pott DMG. 13, 443 'einer aus dem Herren* 

stande' (altpers. kara und tau(h)ma)? 
Eamti von Earzinu, medischer Ftlrst, Smith 289. 
Earwan, S. des Abid, Vater des Qaren (n° 2), im 

Stammbaum des Stixra, Tabaii 878, 1. 
EarzanJ (arab.), ein Mann aus Xojanda, ao. 722, 

Athir 5, 81, 7, 23. 
YApU\%y S. des BOropsazos, Vater des Easakos, 

Strategos in Olbia, Latyschcv I, 100, tt° 62. 

102, n^ 64. 
Kap2:6a2:o^, S. des Attalos, Inschrift von Olbia 

(Mitte2. Jahrh.) Latyschev I, 53, n'*21, 3 (kaum 

= Eeresawazdai^h?). 
KdcTOKO^ 1) S. des Earzeis, Strategos in Olbia, 

Latyschev I, 100, n** 62. 2) KdaaToq, Vater des 

Arsewaxos und Eask€nos (s. diese). — np. kaSak 

(Elster). 
Kd(Tai^, S. des Parnos, Strategos in Olbia, Laty- 
schev I, 92, n^ 55. 
Casang, Wezir zur Zeit des Ghaznawiden Mas'Qd, 

Baihaqi 54, 5. 66, 15. — d. i. der Eahlkopf. 
Qasbeh s. Pusbeh. 
Qasdil s. Pusdil. 
EaSib aus Cm (aus Ferghana oder China), am Hofe 

des E5nigs Maubad, Wis o R&min 14, 6. 
KacTiva^, S. des Phamagos, Strategos in Olbia^ 

Latyschev I, 97, n** 59. 
Kd(TKiivo^, S. des Easagos, Strategos in Olbia, 

Latyschev I, 107, n** 71. 
EaSmagan, S. des Farruxzad, des Sipahbed Yezde- 

gerd's III, Fird. 7, 462, 409. 
Ka<J(yavb<ivTi, T. des Pharnaspes, Schwester des 

Otanes, Gattin des Eyros und Mutter des Eam- 

byses und Smerdis, Herod. 2, 1. 3, 3. 

Etymologien: Ahrens, in Benfey's Orient, u. 

Occid. II, 17. Oppert, Joum. as. VI, 19, 553. 

Mfedes 111. Records of the Past VII, 90. 
Eaitaritu s. Xgal)rita. 
Easfln, ein Magier, Philosoph, welcher drei Ele- 

mente als Grund des Sichtbaren annahm, den 

Tod nur als ein vorttbergehendes Phantom be- 

trachtete und die Wanderung der Seelen lehrte, 

Borhan-i qati' bei VuIIers II, 835 \ 
Easupatu, S. des Ara, yt. 13, 110. 
Eata, 1) Vater des Wohudata yt. 13, 124. pehL 

Eat, S. des MetyOkmah (MediOmah) und Ober- 

mobed (framatar) unter Darai, Bundehesch, 

West, P. T. 1, 145 (Priesterstammbaum). 2) Ead, 

S. des Mahwindad-Gufinasp, Vater des Warld, 

Ibn Chall. X, 51, 20 (VI, 85). 



Digitized by 



Google 



Eat&yOn 



159 



Kaw&ta 



d. i. ersehnty geliebt. 

Katayfln 1) Bruder des Fr6t5n (Ferldto), Bund. 
78, 5. Bei Firdosi KayanflS; u^>U^ ftr q^UI^. 
2) Tocbter des Kaisers von RQm, Gattin des 
WiStftspa, Matter des Isfendiftr; sie hiess ur- 
sprttnglich Nahld, Fird. 4, 360, 30 (Kitftbfln, 
Mobl), Mojmel, Joum. as. in, 11, 173, 5. 3) 
Tocbter des E5nigs von Eascbmir, Gattin des 
Babman-ArdaSlr, Babman-nftmeb bei Mobl, Livre 
des rois I, LXVIII. Mqjmel, Joum. as. Ill, 11, 
354, 9 (Kasaytln). 

KarAvTi^, KOnig der Paraetakener, nordOstlich von 
Baktrien, fiel gegen Krateros, Anian 4, 22, 1. 2. 
Curtius 8, 5, 2; er batte mit Datapbemes den 
Bessos gefangen, Curt. 7, 5, 21. 

Cal)varaspa yt. 13, 122, 

d. i. mit 4 Pferden fabrend. 

Eatmareb s. Gadmareb. 

KarrdKaq, Skytbe aus Anape (Gorgippia) C. I. Gr. 
II, 167, n** 2131, 5. KardKa^, S. des Dados, 
daselbst II, 165, n** 2130, 53. 

Eatu, Vater des WobunemaAb und des Wobuwaz- 
daAb, yt. 13, 114. 

EatLs und Eai EaGs s. Usan. 

Eawakbedb, Heerftibrer des Ormazd JadbO^ gegen 
Motbanna, Tab. 2117, 2 (al. al-Earkand, Eoseg. 
II, 124, 5 al-Earkll). — vielleicbt Earakbedb, 
d. i. Herr der Arbeiter (als Titel eines Staats- 
beamten); vgl. annen. krogpet, Patkanean, Opit 
XXI, n" 24. s. Xawakbedb. 

Eawftrazem (awest. gen. EawftrasmO) 1) np. Eu- 
razm, Turanier, von G6w eriegt, Fird. ed. Ma- 
can 308, 5 (spHtrer Zusatz) ; Vullers 423, Anmerk. 
V. 2 (Gurazm). 2) S. des WiStaspa, yt. 13, 
103. np. Eurazm (weniger gut: Gurazm, wie 
aucb bei Vullers 1520, 414), verleumdet seinen 
Bruder Isfendiar bei GuStasp, der ibn in Fesseln 
legt, Fird. 4, 394 fiF. Qurazm, Tab. 677, 10. 
Im Scbams el-logbat (Vullers Lex. II, 997*) 
irrig Geidebem (s. diesen). — vgl. Darmesteter, 
Etudes 2, 230. Yatkar-i ZarTran S. 76, Not, 

Eawata 1) Qobad (arab. Form), S. des Eaweb, 
Fird. 1, 168, 640, von Barman getOdtet 396, 
177 ff. Qobad nebst AriS Razi (von Rai) und 
Qaren, Heerftibrer des Mindfiibr gegen Afrasiab, 
Zebirreddin 14, 14; vgl. NOldeke, P. St. II, 30, 
11. 2) Eawi Eawata, der erste E5mg des ka- 
yaniscben Hauses, S. des Uzawa, yt. 13, 132. 
19, 17. vgl. NMdeke, DMG. 32,570; Gatte der 
Farbang (Freni), durcb dercn Heiratb er die 
Legitimitat des vorangebenden EOnigsbauses er- 



warb; Eai Qobadb, regiert nacb Zaw und ist 
Sobn des Zagb (der aber mit Zaw identisch er- 
scbeint, s. Bartb z. d. St.) Tab. 533, 9. Masudi 
2, 121. Hamzab 13, 13. AlberUnl 27, 22 (32). 
104, 18 (112). Atbir 146, 10. Sobn des Zaw, 
Abulfeda (Fleiscber) 70, 15. Sobn des Eai-Eameb, 
des Sobnes Zaw's, Mojmel J. as. Ill, 11, 171, 16. 
Die Mutter des Eai-Qobad ist eine Scbwester 
der Scbabr-i banU irem, der Mutter des Fara- 
murz, also dieser ein Vetter, Rustam der Obeim 
(Mann der Mubme) des Qobad, Mojmel 168, 2. 
Fird. 1, 452, 156. Eai Eabat, Bund. 81, 13 (wobi 
aus der arab. Form ins Peblewi umgesetzt). 3) 
Qobadb bin SabOr bin Aggban, PartberkOnig, 
zu dessen Zeit Jallnfts (Galenus) lebte, Fihrist 
289, 7 ; in den Listen der Arsakiden nicbt ge- 
nannt. 4) Dynast der Persis, Eawat malka 
bareb Eam5pat (?) malka , S. des Eam5pat, 
Tbomas, Numism. Cbron. XII, Fig. 4. Early 
Sas. Gems 128 (Eamyflt). Levy, DMG. 21, 452, 
Taf. II, n** 8. Mordtmann, Zeitscbr. f. Num. IV, 
1877, n^ 119. 5) Eawat (pebl.), S. des Per5z 
und Naebfolger seines Obeims BalaS, Gatte der 
Newanduxt (und ?) der Scbwester des Aspe- 
bedes, regiert 488 — 531, stirbt 82 Jabre alt; 
einen Beinamen desselben und tlber Qobad bin 
Dara s. uuter Paradbarandes. Eawat, auf einem 
Papyrus des FayyUm, Horn, DMG. 43, 611; 
Eavat, Sebeos 19, 17. Kap<ibTi^, S. des Perozes, 
Prokop 19. Agatbias 4, 27. Evagrius 3, 37. 4, 
12 (nacb Eustatbios). Tbeopbanes 190. Cedren. 
1, 623. Kaudbn^ Cbron. Alex. 766, 21 = Cbron, 
Pascb. 332, B (613, 11, bier Kui<ibTi<;); Kujdbnq 
Eustatbios von Epipbania bei Malala 398. Job. 
Lydus 211. Tbeodorus Lector 2, p. 566. Qo- 
badb, Belabori 194, 8. Tab. 882, 18. 883, 10. 
Eutycb. 2, 13, 11. 126, 10. AlberUnl 39, 11 (47) 
122 ff. Atbir 296, 18. Qobad Fird. 6, 96, 44. 
124, 1 ff. Bildniss mit Inscbrift. auf einem Edel- 
stein der Bicblerscben Sammlung, erwabnt RoUet 
in Bucber's Gesch. der tecbniscben Ettnste 291; 
der Stein ist seitdem in eine andere Sammlung 
gelangt, Wieseler, G5tt. Nacbricbten 1882, S. 283. 
Mtinzen: Bartbolomai-Dom, T. XIX, n^ 19. 6) 
KapdbTi^, S. des Zames, des Sobnes Eawad's 
(n** 5), Prokop 114, 7) Obermagier, Eawat ma- 
guan magna (dem malkan malka nacbgebildet), 
faru)C*lb (Heil!), Siegel mit Bildniss, Tbomas J. 
As. Soc. XIII, n"* 82. Mordtmann, DMG. 18, 8. 
n'^ 8 (Taf. II, 1), Horn S. S. 27. 8) Qobad, 
irrig 'Ad, S. des Hormizd IV, Vater des Xusrau, 



Digitized by 



Google 



Kawftta 



160 



KTibabdra^ 



Hamzah 21 ^ 18. Kesral; Sohn des Qobad bin 
Honnuz bin Eesra abarwlz, Eutych. 2, 254, 6. 
Alb€rQnI 122, 15; Sohn des Xusrau I, Vater des 
Xusrau, des Nachfolgers der BOran, Hafiz AbiH 
bei Mirch. 1, 241, 23 (unrichtig). 9) Kawat 
§€rOe (s. letztern Namen); Kavat, Sebeos 20, 10. 
KapdiTou Iaba<Taba(Tax (SfthftnSah), Ueberechrift 
des Schreibens an Heraklios, Chron. Alex. 918, 
11 = Chr. Pasch. p. 735. Qobftd sagte ihm 
die Mutter (Maria, Tochter des Kaisers Mauricius) 
als Namen in*s Ohr, nannte ihn aber (5flFentlich) 
§er5€ (SerOI), Fird. 7, 278, 3287. Qobad Sirttyah, 
Eutych. 2, 233, 16. Albertol 122 fiF. Sirnyeh, 
Athir 361, 4. Bildniss auf Mttnzen (Legende : 
Kawat peroCi): Bartholomaei-Doru, Taf. XXX, 
letzte MOnze; auf einem Onyx mit Inschrift, 
RoUet a. a, 0. (n** 5). vgl. KarabaCek, die pers. 
Nadelmalerei Susandschird Leipz. 1891, S. 76. 
Defr6mery, Joura. as. IV, 9, 146, 10) Qobadh, 
Bruder des AnoSagan n** 2, Heerfahrer in der 
Schlacht der Ketten bei Obollah, Tab. 2023,11 
ftllt bei Maftar (heute Qornah), 2027, 18. Athir 

2, 294, 24. 11) Qobaft aus Chorasan, Statthalter 
in Holwan, ao. 637, Tab. 2463, 16. 2474, 1. 
Athir 2, 406, 10. 12) Kai-Qobadh, S. des Ha- 
zarasp, Dailemit, Statthalter in Tekrit, f ao. 1106, 
Ibn Athir 10, 221, 6. 290, 7. Ibn Xall. I, 141, 
4 (I, 227). 13) *Ala ed-din Kai-Qobab, S. des 
Kai-Xusran, seljUqischer Sultan von Ikoninm, 
1219—1236, Athir 12, 231, 23. Ab. Far. 442, 4. 
Ibn Xall. VIII, 26, 19 (III, 243). Mirch. 4, 105, 
31. MinhaJ 161 (unrichtig als .Sohn des Kai 
KaOs bezeichnet); Kai Qobad ist wohl zu lesen 
statt QaiqaOs bei Yaqut 2, 605, 1. 14) Kai- 
Qobad, regierte mit Kai-Kaos II und Qilij Arslan 
in Ikonium, Mirch. 105, 35. 15) Mo*izz ed-din 
Kai-Qobad, S. des Nasir ed-din Boghraxan, 
Sultan von Dehli, Nachfolger seines Grossvaters 
Ghiyath ed-din Balban, reg. 1287—1290, inschriftl. 
Horn, Epigraphia ind. (Archaeol. Survey) XI, 
1892, 158. Ferigtah 1, 145, 12 (1, 273). Batutah 

3, 174, 8 gibt den Namen Kai Qobad einem 
Vetter des Mo'izz ed-din, Bruder des Kai Xusrau 
n** 60. 16) Kai-Qobad, S. des Farruxzad II, Schir- 
wanSah, ao. 1345. 1348. Dom, Mem. VI, 4, 1840, 
558. Kai Qobad, Sohn desMelik KaOs, Mirch. 5, 167, 
2. 17) Kubat (aus dem arab. Qubad gemachte 
Pehlewiform, statt Kawat), S. des Irangah, Gelehr- 
ter, West, P. T. IV, XXXV. 18) 'Izz eddauleh 
Qobad^ Sohn des Schah ghazi, 33. Fttrst der Badfl- 
sepandynastie, regiert 1384—1405 und fiel bei Lek- 



ttlr gegen denSeyid Qawam ed-din, Zehlreddin 121, 
15. 148, 4. 321, 8. 399, 3. 16. 19) Kai Qobad, 
S. des Schirwanschah Saix Ibrahim (1382—1417), 
Dom, mm. VI, 4, 1840, 581. 20) §ah Qobad, 
S. und Nachfolger des jQheh-Sultan, eines hohen 
Wttrdentragers unter Schah Tahmasp, ao. 1530, 
Horn, DMG. 44, 586, 12. 2i) Qobad Beg aus 
Qandahar, Vater Rustam's, Beamter des Moghul- 
kaisers Anrangzeb, f in Dehll 1672. Rieu 895'. 
22) Keqobad, wahrscheinlich S. des Guriel Giorgi 
IV (t 1726), Brosset, Hist. 2, 651. 23) Keko- 
badji, moderner Parsiname, z. B. Diukart I, p. IIL 
Etymologic: Kawi Kawata war auf dem Fluss 
ausgesetzt und ward auf einer ThOrschwelle 
(Kiwadeh) angeschwemmt gefunden, daher sein 
Name, s. bei West, P. T. I, 136. Die Perser 
nennen ihn wegen seines Bartes Kawad, Mojmel, 
J. 8UR. Ill, XI, 274, 1. 

Oawbalak (kurd.), Tochter des Ibrahim Agha, 
Socin 46, 10. — d. i. Buntauge. 

Kaweh, der Schmid (ahenger) aus Ispahan, welcher 
gegen den Tyrannen Dahak die Emp5rung zu 
Gunsten des Ferldtin anstiftete; als Fahne steckte 
er sein Schurzfell an eine Stange, und das Reichs- 
banner ward daher dirafg-i kawiyanl oder Ka- 
wam dirafg genannt; es hatte die Form einer 
Standarte, wie auf den Mtlnzen der K5nige der 
Persis unter arsakidischer Hoheit zu sehn ist, 
war zuletzt, als es die Araber erbeuteten, von 
Pantherfellen gemacht und mit Edelsteinen be- 
setzt, vgl. Tabari 207, 10, 997, 4. 2174, 16. 
Tab. (Kosegarten) III, 26, 11. Masudi 4,200. 
224. Firdusi I, 90, 263 ff. I, 464; KabI, Tab. 
207,3. Alberftnl 222, 11 (208). Athir 53,21. 
Abulfeda (Fleischer) 68, 13. Yaqfit 1, 293, 3. 
Kaweh, Fird. 1, 84ff., Zehlreddin 12,11; Vor- 
fahr des Stixra 168, 2. Mirch. 1, 159, 27. 
awest. kawaya (k5niglich, vom Kawi Stamme). 

Kawi 1) Vater des GarSta und PouruSti yt. 13, 
114. 119. 123. 2) Hafiz d, 85, 5 nennt unter 
den KOnigen der Vorzeit einen Kai neben (Kai) 
Qobad, Kafis, Mehrere Namen haben als Vorsatz 
oder Titel Kai, awest. Kawi (K5nig) ; dihlm-i kai 
(das Diadem des Kai), Hafiz Saqinameh 12. — d. i. 
K5nig (der mit Kawata beginnenden Dynastic). 

Qawiya (kurd.), S. des Qaiteran, Vater des Nalima, 
in einer kurdischen Erzahlung von Rustam, Socin 
90, Note 11. 

Kawullxan s. Mandekar. — d. i. Zigeuner-Ftlrstin, 
np. kawuli, kawull (meretrix), Pott, Zigeuner 
1, 30. Polak, Persien 2, 93. 



Digitized by 



Google 



Kazdahm&n 



161 



Eeresaspa 



Eazdahman s. Ge2dehem. 

KTibabdra^, fiel bei SalamiS; Aeschyl. Pers. 998 

(al. KriTbabdra^, KiTbaxATaq, Katbabdra?); Ety- 

mologien schlfigt Eeiper S. 84 vor. 
K^cpOo^, rd(JT€i ^AraOoO K^cpOou, Skythe, C. I. 6r. 

11, 165, n° 2130, 30. 
Eeyfls 8. Usan. 
Eelbftd 8. Gulbad. 
Eenabyeh 8. Aipiwanhu. 

Eenan Amattini, armenischer Ftlr8t, unter Xosrow III, 
Mose 3, 43. 

Eenarez s. ArSan n** 1. 

Eenftrxan, Tabari (Zotenberg) 1, 491 zu lesen Eai 
Ojl, wie im arab. Tabari 645, 8 8teht. ^jS>^\aS 
(^^^) 8tatt ^^\JS. 

Eenjehuberz s. Eftnjft. 

Eent'a, Qattin de8 Artames, Mutter desAtiuhi, In- 
8chrift in Hamamat, Wiedemann^ aegypt. 6e- 
8chichte 1884, S. 683. — vgl. Ghungah? 

Eerftl, Amir aus BabaxSan, angeblich vod Bahram 
GOr abstammend, c. ao. 1330, Batutah 3, 394, 7. 

EerdtlT 8. Gurdoe, 

Eeresani (awest.), ein Feind de8 Haoma, als Damon 
desHunger8, y. 9, 75; er wird apaxSat)ra (After- 
kOnig, Tyrann) genannt, nnd die Ueberlieferung 
der 8asani8ehen Zeit 8ieht in ihm eine Verk5r- 
perong der Chri8ten, der Feinde de8 per8i8cben 
Glaubens; die Pehlewitlbersetzung giebt den Na- 
men wieder dnrch Eere8aik, wa8 Neriosengh mit 
Eala^iyaka: nmschreibt nnd bemerkt, es 8eien 
die Christen; auch yt. 11, 6 8ieht die Tradition 
in Eeresas-Sa (Hnngerdamon) denselben Eeresaik, 
nnd der Dinkart, Cap. 198 (ed. Peshotan D. 
Behran\jee Sanjana, Bombay 1888, vol. V) p. 
239, 4, Uebersetzung 311, nennt den E5nig, nnter 
welehem der Eetzer Akwan auftrat, Eraigaklk, 
d. i. der ehristliehe, eigentl. ekklesische; Cap. 
176, 214, 13, Uebersetzung 274, die christlicben 
ROmer, Eerasyahik Arumai; vgl. g^^asplh. Man 
vgl. Spiegel, Commentar, 2, 103. Die arisehe 
Periode (1887) 224. DMG. 41, 285, Ueber den 
indisehen Somafeind Ef^inu s. A. Weber, liber 
altiran. Stemnamen (Sitzungsber. Berl. Akad. 

12. Jan. 1888) S. 13. 

EeresaoxSan, Bruder des WlStfispa, yt 13, 101. 
d. i. sehlanke Ochsen besitzend. 

Eeresagpa (awest.) 1) EerSasp (GerSasp) 1) S. des 
Jam (Tima x^ta), und dessen Schatzmeister, 
Fird. 1, 168, 638 fiF. 174, 121. 178, 771. Enkel 
des JamS^d: Mojmel, Joum. as. IV, 1, 414, 2. 
2) Eeresaspa, S. des Thrita aus dem Hanse 

jQSti, Ferd., Iimnlsohes Nunenbuch. 



Sama, Bruder des UrwaxSaya, y. 9, 31 ; Gatte 
der Pairika (Perl) Xnathaiti, welche eine G5tzen- 
dienerin war (die Fran des Sam, d. i, Eeresaspa, 
heisst im Samnameh Parlduxt, das Pari-Mad- 
cben) und aus Eabul stammte, Wend. 1,36. Er 
tOdtete den Draeben Sruwara am Fluss EaSaf, 
den Gafidareva, die neun SOhne des Patbana, den 
Hitaspa, den ArezOSamana (Vogel Eamek des 
Mindixirad) und den Snawidhaka yt. 15, 28. 19, 
40 ff.; er ergriff die Majestat yt. 19, 38, d. h. 
herrschte als ZwischenkOnig (bei Firdusi herrscht 
EerSasp 9 Jabre nacb Zaw), und ist einer der 
Unsterblicben , welcher bis zur Auferstehung 
schlaft, von Genien bewacht, um nacb seinem 
Erwachen den Dabaka zu tOdten, yt. 13, 61. 
Bund. 69, 10 (Sam genannt); er opfert im Tbal 
Pischin (Piscbinanha) yt. 5, 37. Aus dem Sama 
Eeresaspa yt. 13, 61 und dem Eeresaspa nairi- 
mana (mannhaften E.) gestaltete die spatere 
Heldensage drei Personen, namlich Eerfasp, Na- 
rlman. dessen Sobn, und Sam, dessen Enkel; 
vgl. SyawaS-nameh 256. In der Handsebrift TD 
des Bundehesch (West, P. T. 1, 137) ist er der 
Sobn des Athrit (Thrita), Nachkomme des Ttl6 
und Frettin, bei Tabari ist EerSasb S. des Athrit 
und Nachkomme desToJ und AfrldhOn 532, 15. 
598, 3. EerSasp bin Atrfld, FeriStah 1, 79, 9 
(I, LXV); nacb anderer Quelle aber ist erSohn 
des ASnas und Nachkomme des Dfb*asraw und 
ManuSihr 533, 2; er ist der WezTr des Zaw, 
Tab. 533, 4. Abulfeda (Fleischer) 70, 13. 
Eergasf S. des Athrit, Hamzah (nacb dem Eergasp- 
nameh) 13, 9. Mojmel, J. as. Ill, 11, 167, 14. 
EerSasp, S. des Zaw, Stiefbruder des Qobad, 
Nachfolger des Zaw als E5nig, Fird. 1, 440, 1. 
vgl. Sam. EerSasb, das ist Sam, Sohn des Na- 
rlman, herrscht mit Zaw zugleich 5 Jahre, Al- 
b€rflnl 104, 16 (112); Grossvater des Rustam, 
das. 104, 20. EerSasf, S. des Yemar (1. ,jUy, 
Narlman, statt ^U) Masudi 2, 130. EerSasb, S. 
des Anat (i>^l, 1. Ja^^l Athrit), Athir 1, 146, 6. 
271, 13. GuStasp (1. EerSasp) S. des ASrit, 
MinhaJ 1, 9. 3) Erieger unter Sapor I, Fird. 
5, 390, 4. 4) EerSasp, S. des Afrldttn, Vater 
des ^bryar, in dem kdnstlichen Stammbaum der 
Schirwanschahe, Dom, M6m. IV, 4, 1840, 550. 
5) AbQ EalQar EerSasf, S. des 'Ala ed-dauleh 
Ihn EakQyeh, des Stifters der Eakniden-Dynastie, 
in Nehawend und Hamadan, Bruder des FarA- 
murz und Abu Harb und der Gattin des GhaiZ- 
nawiden Mas'lld, AthIr 9, 270, 5. 339, 2. 347, 

21 



Digitized by 



Google 



Keresawazdai^h 



162 



Cigftw 



8. 348, 23. 359, 9 ff., f in Ahwftz 1051, Athir 

9, 398, 8. vgl. Stickel, DMG. 18, 297. 6) Ker- 
S&sf, S. des All bin Farftmnrz, Grossneffe dee 
Yorigen, Herrscher in Yezd, AthIr 10, 312, 5 
(ao. 1107). 387, 12 (ao. 1119). 7) Izz ed-din 
EerSftsf, S. des B&harb, des 15. Ftbrsten der 
B&dQsepandynastie , Sipehsftl&r von Goiw&reh, 
Zehlreddin 149, 10. 254, 13. 8) Faxr ed-danleh 
EerSasp EabG4}ameh, S. des T&J el-molok Mar- 
d&w0 und einer Schwester des Seljflqen Saqjar, 
Schah yon G5gwareh, Zehlreddin 62, 3. 6. 63, 

3. 70, 3. 72, 2. 239, 3. 243, 1. 9) EerSasp, 
S. des Fftrruxz&d I, Schlrwan-Schah, Dorn, M6m. 
VI, 4, 1840, 555. Bullet. 4, 1862, 362; er heisst 
auch GuStasp and man schreibt ihm die Grfin- 
dnng der Stadt gleichen Namens zn, doch ist 
EerSasp dnrch Mttnzen and Inschriften gesichert, 
and die Stadt Eegtasifi (arab.) soil viebnehr yon 
dem Eayaniden Gagtasp (WiStaspa) erbaut sein, 
s. Dorn, Ballet. 4, 1862, 364. N. de Ehanikoff, 
J. as. V, 20, 121. 122 (ao. 1204) 124. 10) Izz 
ed-din EerSasp, S. des Nftr ed-din Mohammed, 
Herrscher der kleinen Laren, Nachfolger seines 
Braders AbG Bekr, dessen Witwe Malikah Xatfln 
er heirathet; er ward yon seinem Vetter Xalll 
entthront and ermordet; dieser fiel in der Schlacht 
gegen Salaiman Sah AbUh, den Brader der Ma- 
likah XatOn, ao. 1242/3, Defr^mery, Joam. as. 

4, 9, 179. 180. 11) Beha ed-dIn EerSasp, S. 
einer Schwester des Saltans Toghlnq yon Dehll 
(1321—1325), aofstandisch gegen dessen Nach- 
folger, seinen Vetter Mohammed, aber besiegt 
and geschanden ao. 1338, FeriStah 1, 231, 15 
(Schwestersohn Toghlaqs). 241, 6 (Sohn des yater- 
lichen Oheims des Mohammed, was anrichtig er- 
scheint). 20 (1, 402. 418). Ibn Batatah 3, 318, 
2 nennt ihn EaStasb (GaStasp). — skr. kr^a^ya 
(schlanke Rosse besitzend) ; das S in np. EerSasp 
kann weder dnrch r (ygl. tarsldan), noch darch 
Dissimilation (ygl. gasistan) henrorgerafen sein. 

Eeresawazdanh (awest.), S. des Pescheng, Brader 
desAfrasiab, yt. 19, 77, ygl. SyawaS-nameh 261. 
Darmesteter, Etades iran. 98. II, 225. 228. pehl. 
Earsewaz, Band. 79, 3. Gars^waz (Gerslwez), yon 
Eai Xasraa getddtet, Fird. 1, 388, 79. — d. i. yon 
schlanken (Bossen) gezogen (anf dem Eriegswagen). 

Eenman, Vorfahr Rostam's, S. des Hoschang, Vater 
des Narlman (d. i. Eeresaspa), Fird. 2, 82, 125. 
4, 614, 3038; der Name ist nar ktlnstlich ans 
Narlman yerandert. 

Eersilln, ein Taranier, Fird. 3, 414, 23. 



EeSk€n s. EiSkSn. 

Eesra (Eisra) s. Hasrawafih. 

Eesran, Vater des SchirwanSah MinflSihr Axsatan I, 

Dorn, M6m. VI, 4, 1840, 550. — aas dem arab. 

Eesra (Xasraa) mit der patronymischen Endang 

an, s. Xosrawan (anter Hasrawai^ih) and Xosran. 
EeSwad s. GeSwad. 
E^triS (ktriC), Fflrst yon Gardman in Sisakan, Ver- 

rather des Wasak yon Sisakan, den er dem 

BGgha aasliefert, ao. 854, Job. Eathol. 113. 

Asolik 135. Tschamtschean 2, 451, 6. InSiSean, 

Altarmenien 338, 22. 

Bem.: Kt^i^ istOrtsname, Kitharizon inAstianene 

(Hadteank* im 4. Armenien), Indi^ean 45, 6. 

Eia, Titel der IsmaYlier (Assassinen) and der Ce- 
lawi-Ftlrsten, eines Nebenzweiges der 3. Bawend- 
linie, 1349—1503; s. Afrasiab, Bl2en, Lohrasf; 
ygl. anch Dilsaan. 1) el-Eiya 'All bin Moham- 
med bin 'All bekannt als el-Haras, anch el-Harasi, 
schafi'itischer Bechtsgelehrter aas Tabaristan, 
Lehrer (modarris) an der Nijamiya in Baghdad, 
t 1110, Yaqnt 1, 375, 5. 3, 282, 15. Athir 10, 
197, 17 ff. 340, 5. 11, 100, 19. Ibn XaU. IH, 
12, 8 (I, 488) n^ 441 (U, 229). Abalfeda ffl, 
372, 6. HfiJI Chalfa 5, 343, 6. 2) Eia as-sabahl, 
Herr yon Alamat, Hanpt der Ismailiten (Assas- 
sinen) t 1162, Athir 11, 190, 15. 3) el-Qia 
el-ejel, arabischer Dichter, Hammer, Lit. Arab. 
6, 1025. 4) el-Qia el-Isfahani ed-DailemI (al. 
Isfehdost), arab. Dichter, Hammer, Lit. Arab. 6, 
1026. — Eia (die gilan. Form yon np. kedxada) 
bedeatet einen machtigen and henrorragenden 
Mann, Abalfeda 3, 372, 6. EOrkia, der blinde 
Herr, war Beiname des Ismatiiiers Hasan (1162 
bis 1166), Hamd. M., J. as. IV, 13* 42. 

EianSah, ans Gllan, kampft anter Hasan (Bawend- 
ftlrst) gegen Eai Eatls (BadOsepan) ao. 1163, 
Zehlredcbn 64, 3. 

Eibaba, Stadtoberster yon Xarxar im westlichen 
Medien, yon dem Assyrer Sargon besiegt, ao. 
716, Inschrift der Annalen Sargons, 6. Feldzag, 
tlbers. yon Oppert in Place's Niniye p. 311. 
Prankinschrift Z. 61, Peiser, Eeil. Bibl. 2, 60. 

Clghan, EOnig yon Xwarizm (Chiwa), im pers. 
Tabari (BeFami), Zotenberg 4, 175; im arab. 
Tabari (2, 1237, 3) nicht genannt; Zotenberg 
558 sieht in ihm den chines. Sokoxan oder ELin- 
haoxan; Alb§rtlnl nennt in dem betreffenden 
Jahre (712) Askajamftk. 

Cigaw, S. des Nadhgaw, Vater des Ho(Hw5gwa), 
Tab. 681, 13 (al. ^UC^^, ju^L^^). 



Digitized by 



Google 



KiTbabdro^ 



163 



Klr&ttln-bo(^$t 



KiTbabdra^ 8. Kiibabdra^. 

Cihr&z&d 1) Beiname der Hnma (s. diese), Cihrazftd 
(metrisch vertodert) Fird. 5, 16, 147. 18, 153. 
Jihrftz&d (J arab. fOr pers. &) Hamzah 13, 18. 
Alb^rOnl 105, 5. Athir 271, 19. Sahrftzad 
(§ehr&zad}, S arab. ftir pers. S, zngleich mitAn- 
lehnimg an pers. Sahr (Stadt), altpers. x^t>^ft 
(Reich) Tab. 689, 1. Seherzad, Athir 196, 12; 
im Bundehesch 81, 18 SlharaSfttan (I knrz, 6 ist 
up. z) der Sohn der Cihrftz&d, d. i. Darftb. Bei 
Ibn Athir 197, 19 heisst Dara selbst Jihrftzad, 
arab. Kerim at-tab' (edel von Charakter). 2) 
§ahrftzad, die Erz&hlerin in 1001 Nacht (Ein- 
leitong) nnd bereits in deren Yorbild und Gnmd- 
werk, den Hazar afsan (1000 M&rchen oderNo- 
vellen), welche nach dem Fihrist 304, 12 znr 
Zeit der Huma (Xumani) entstanden sind nnd 
wahrscheinlich ihr zugeschrieben warden, jeden- 
falls schon im Anfang des abbasidischen Chalifats 
in die arabische Litteratnr flbergingen; einBuch 
Yon Schahrlzftd and Abarwlz (Xnsran II) erwUhnt 
der Fihrist 305, 10; die Erzfthlerin ist nach n"" 1 
benannt oder vieimehr nach [den (nngeschicht- 
lichen) literarischen Anschannngen identisch mit 
ihr and, da Bahman ArdaSlr, Yater and Gatte 
der Hama, yon den Persem fttr den Ahasneros 
gehaiten wird, mit der Esther; Sehrazad, 1001 
Nacht, Emleitang, §Irazad, Masadi 4, 90 (aas 
fiihar oder fiihr mit Anklang an Sir Li()we); 
§ehrazad Fihrist 304, 12; ttlrk. gfthzad, s. Zoten- 
berg, Histoire d'*Ala al-din, Paris 1888, S. 25, 
12. Lane, The 1001 nights, vol. HI. Lond. 1841, 
p. 738. de Goeje in „de Gids" L, Sept. 1886, 
388. 3) Schehnzftd and Abarwlz (Xasraa 11), 
Titel eines persischen Baches, Fihrist 305, 10; 
s. weiter oben Zeile 21. 4) Cihrazad, S. des 
TerSeh, Yater des PQl&d, im Stammbaam der 
Reichspehlewftne, Gobinean 1, 474. — vgl. raewad 
5it)rem ftzata, edel an ihrem glftnzenden Antlitz 
oder Ansehen, Beiwort der Anfthita yt 5, 64. 

CihrbOrz^n (a karz), persischer Marzpftn in Arme- 
nien, Nachfolger des M2€2, Samnel von Ani 399 
and danach Eirakos von Gantzak bei Brosset, 
deax histor. 27. Dies scheint der Btlrlan (1. 
BQrzan) Tschamtscheans za sein, der indessen 
zwischen Ward and MiH Marzp&n war. 

d. i. erhabenes Antlitz habend (f&r dihr-i b% 
Bahnvrlhi-Compos.) oder: erhaben yon Ansehen. 

CihrQyeh (Cihroe), Yater eines Ibrfthttn (al. Hamdayeh), 
ao. 835, Tab. 3, 1182, 12. N5ldeke, P. St. 17. 

Cihrwlon s. Wlon. 



CihrwSnasp s. SHrSn. — d.i. Hengst von Ansehen 
(einem fearigen Ross fthnlich). 

Clieixrii (genet. 6i6ixrai-8), Yater des Martiya, In- 
schrift yon Behist&n 2, 9; in der sasischen 
Uebersetzang Issainsakris, d.i. Sohn der Kraft 
(issan findet sich in einer Inschrift des Schatrak- 
naxnnte), babyl. Sinsaxris; die sasische Namens- 
form scheint die nrsprtingliche za sein, die per- 
siche cine yerftchtliche Yerkehrang, yielleicht 
*der E&afer (xrl, skr. kri) von etwas, d. h. von 
Trader, s. Oppert, Mfedes 27. 171. Records of 
the Past 7, 95. 

Elkwan 8. Kara n*" 2. 

Kllan s. Gllan. 

Kllldah, Gilaner, Yater des DadbQh, Hamzah 239, 
9. s. DabQyeh; vielleicht za lesen GllSah (vUJUl' 
statt tkXJLj), d.i. GllftnSah, Yater des Gil Gaa- 
bareh, des Yaters des DftbOfi (Dftbflyeh). 

KilQyeh s. Gll5g. 

KimdQr, Saltan Klmdfir nannte man den 'Aliden 
Seyid (sXj^) Mohanmied Kiya deblr von Salihftn, 
ao. 864, Zehlreddin 53, 7. 282, 8. 

Klna)p('az (Kinax&z, al. Klnax^^ar) 1) S. des Baharb 
andEnkel desMin56ihr vonLariJan; seine Matter 
war eine Tochter des Schah-ghazi Rastam von 
Mazenderan, Zehireddin 247, 3. 2) S. des Ra- 
stam, Enkel des Dara, von der 2. Bawendlinie, 
Zehlreddin 83, 7. 264, 14. 270, 14. 271, 8. 

3) S. des Schahriyar, Enkel von n** 2, Zehlreddin 
82, 4. 91, 18. 270, 14 (fehlt 264, 14 and 271). 

4) S. des Schahriyar, des Enkels von n"" 3, Ze- 
hlreddin 82, 4. 91, 18. 264, 14. 270, 13. 271, 7. 
Sein Sohn ArdaSir stiftete die 3. Bawendlinie. 

d. i. Rache heischend (der die Pflicht der 
Blatrache erfttllt, dialektische Form des np. kma- 
X!^ah; X!^az, mit z wie np. x^ftzah, kard. )^ftzim, 
X&zim, ich will, x^&zok, Bettler). 

ClingiS, Yerbflndeter des Airasiab, von Rastam ge- 
ttJdtet, Yallers, Lex. I, 595 \ 

Ktvvafio^, Farther, Pflegsohn des Parthers Artaban 
ni, der wahrend dessen Flacht za Izates von 
Adiabene eine zeitlang K5nig war, aber anf Izates 
Betreiben wieder zarflcktrat, 40 n. Chr., Joseph. 
Ant. Jad. 20, 3, 2. 

OinOi, Edler in Cin, Fird. ed. T. Macan 1962, 12; 
Hasn5i (von Hasan) Fird. 7, 216, 2548. Xastdl, 
Yallers Lex. I, 691 '• (nach dem Farhang-i Ba'ttri). 

Eirattkn-bdSet, Gelehrter aas Kirman, angeftihrt in 
den Pehlewiglossen zaWend. 4, 35 (bei Spiegel 
39, 10) 6, 15 (71, 7) 13, 20 (158, 11); West, 
P. T. 1, 244. 



Digitized by 



Google 



Kirman-xattiu 



164 



CitrOmlnOi 



d. i. 'das Fener Kir erl5set'; dies Fenerhaos 
lag in EazerGn^ Istaxri 119, 1. 

Eirman-x&tfln, Tochter des GhaUfen Mnktaft, dem 
Seljjflqeii Mohammed zur Gattin bestimmt, der 
jedoch vor der Vermfihlung starb (Jan. 1159), 
sp&ter Gattin des Saltan Arslan, Sohns des Toghril, 
der 1160 — 1175 herrschte, Hamd. M., Jonrn. as. 
IV, 12, 363. 364. 

Eirmangah 1) Beiname des Sasaniden Bahrftm IV 
(s. diesen). 2) Moptffar EirmanSah, Mystiker 
(Saft) und Dichter, um 900, Hammer, Lit. Arab. 
4, 233. 3) S. des Seljttqen Qawurt von Eirman 
(t 1074), Vater des ArslanSah, Athir 10, 219, 
17. 363, 13 (wo noch ein Arslan zwisehen Qa- 
wurt mid EirmanSah steht). Mirch. 4, 104, 35. 
4) S. des Seljuqen Arslangah and der ZeitOn- 
xatfln, t 1142, Hoatsma, DMG. 39, 375. 

EiSken, Haapt der adlichen Familie Bageank, zar 
Zeit ArSak's III, Faast. Byz. 4, 11 (104, 9); 
EeSken, G6nial. St. Greg. 30'. 

Qigfli, QeSQi .-.oad, NOldeke, P. St. 21. 

EiSwarglr, Name eines EOnigs in einer Erzfthlang, 
Rieu 752**. — d. i. Lander erobernd. 

EiSwarsitan s. La^kersitan. — d. i. Lander weg- 
nehmend. 

EitabQn s. EatayGn n** 2. 

♦Cierafama (altpers., Or ist Ein Zeichen) 1) Satar- 
pa(r)na von Upparia, medischer Fttrst ao. 713, 
Smith 289. 2) Sitirpama and Ipama (assyr.), 
Ftlrsten in Patusch'arra, d. i. Patasch)f»ar am 
Demawend (s. Hommel, Geschichte Babyl. u. 
Assyr. 722. 724) zar Zeit des Esarhaddon (681 
bis 668), Inschrift eines Prismas dieses Ednigs, 
Col. 4, 13. Abel, Eeilschr. Bibl. II, 132. 
Winckler, das. 146. 3) Tiacracpdpvn^, S. des 
Hydames, Satrap von Sardes and Jonien anter 
Dareios II, and des letztem Eidam, Nachfolger 
des Pissftthnes, ao. 395 ermordet, Thakyd. 8, 5. 
Xenoph. Anab. 1, 1, 2 etc. Hellen. 1, 1, 9 etc. 
Etesias Pers. 52. Nepos VII, 5, 2. IX, 2, 2. 
3, 1. XVII, 2, 2 (ao. 396); Diod. 14, 26, 4. 
Pint. Alkib. 23. 24 etc. Polyaen (Ti<yaq)^pvnq) 
1, 49, 1 (ao. 401). 1, 49, 1. 2, 2, 2. 7, 18, 1 
(ao.401); 7, 18, 2 (399). 2, 1, 8(396). 2, 1, 9. 
7, 16, 1 (395). Jastin 5, 1. lyk. Eizzaprina 
Xanthos-Obelisk,NordseiteZ. 11 (Deecke, Philol. 
Wochenschrift 30. Jani 1888, 827). Mtlnze 
mit Bildniss: Waddington, Revae numismat. VI, 
1861, pi. II, n'*4. 5. Percy Gardner, Types of 
Greek coins. Cambridge 1883, p. 144, pi. X, 
n** 14. Barclay V. Head, Hist, namoram. Oxf. 



1886, 493. Catal. of the Greek coins of Ionia. 
Lond. 1892, 325, PI. 31, n° 6. 7. Gaide to the 
princip. coins. Lond. 1889, 38, PL 19, n« 27. 
Babelon, II, p. XXXII, pi. IV, n« 4. — d. i. 
mannigfaches (glftnzendes) Gltlck habend. 

(3i6ramtaxma (altpers. Or ist Ein Zeichen, m ist 
nicht geschrieben [Anasvara], aber aas der sas. 
and babyl. Form za entnehmen) 1) Sagaiiier 
(Asagartiya), aofstandisch gegen Dareios I, In- 
schrift von Behistan 2, 79; abgebildet aaf dem 
Relief daselbst, Inschrift G. In der sasischen 
Inschrift Cissantakma, babyl. Sitrantaxma. 2) 
TpiTavTa(xiiin^» S. des Artabanos, Heerftthrer des 
Xerxes, Herod. 7, 82. 121. 8, 26. 3) S. des 
Artabazos, Satrap von Babel am 450, Herod. 1, 
192. Tpixaixinn?? Tzetzes histor. var. chiliad. I, 
n** 1. — d. i. kraftig von Ansehen (CiOram Acca- 
sativ, wie im Skr., Panini VI, 3, 66 — 72; an- 
ders W. Schalze, Zeitschr. f. vgl. Spr. 33, 216). 

^CiOrawahigta (altpers., Or ist Ein Zeichen), griech. 
TiGpauaTTi^ 1) nattlrlicher Sohn des Xerxes, Ober- 
feldherr gegen Eimon, Diod. 11, 60, 5. Plat. 
Eimon 12, 4 (nach Ephoros). 2) Satrap von 
Lydien, Nachfolger des Tissaphemes, den er 
(aaf Anstiften der Parysatis) hinrichten mnsste, 
ao. 395, Chiliarch oder Einf&hrer der Gesandten, 
Xenoph. Hellen. 3, 4, 25. 5, 1. Diod. 14, 80, 7. 
Nepos 9, 3, 2. 14, 3, 4 (ao. 379). Plat. Agesil. 
10, 4. Paasan. 3, 9, 7. Aelian. 1, 21. Polyaen 
7, 16, 1. Eine Eom5die des Diphilos hiess Ti- 
thraostes, Athenaeas XI, 68 (3, 67) (Hss. Hi- 
OpauOTTi^). — d. i. der beste von Ansehen (oder 
Abkunft). 

CitrOmlnOi, Beiname des Pesch5tana, des Herr- 
schers von Eangdiz, Band. 68, 19. Die Parsi 
sehen in diesem Wort einen Namen von Eangdiz: 
Dinkart ed. Saiyana V, Cap. 176 (Text S. 215, 
2. Uebers. 275) heisst es: „za CisrOk (s steht 
ftlr awest. {), im Band, darch t wiedergegeben) 
mln5k (Lesart scheint verdorben: mii5k, was 
man aach madlnak lesen kann) dem reinen, wel- 
cher mit anderm Namen P^Siaotana aach ge- 
nannt wird"; dies flbersetzt der Heraasgeber: 
„der heilige Herr von Casra-madina (d. i. der 
onter [gOttlichem] Schatz stehenden Stadt), wel- 
cher anders aach Peschotan genannt wird'^; in 
andem Werken wird angenonmien, dass Peschotan 
seinen Beinamen von dem Flasse CatrOmiyan, 
welcher Eangdiz amfliesse, erhalten habe, s. West, 
P.T. I, 117. 195. 224. IV, 286. — d.i. himm- 
lisch von Abkanft. 



Digitized by 



Google 



KXeidvT]^ 



165 



Koterzes 



KXeUvn^; armenischer Arsakide (ArSakflni), welcher 
mit seinem Brnder Artabanos za Leo I nach 
Byzanz kam, Theoph. contin. 213, 6, ao. 471; 
bei Tschamtschean 2, 148, 34 beisst er Gazrik. 

€obare8 (al. Chobares), medischer Magier, ao. 330, 
Curtius 7, 4, 8. 
d. i. Laucb (np. kawftr, kuwar)? 

Godomamms, Beiname des Dareios III, Justin. 10, 3. 

Kujcpaio^ 1) indischer Satrap, neben Assagetes ge- 
nannt, Arrian 4, 28, 6. 2) Kwcpt^v (dat. Ktucpf^vi), 
S. des Artabazos, Arrian 7, 6, 4. Cophas, Cur- 
tins 7, 11, 5. 22. 23. 3) Kabai, ein Magier, 
Aram^er (vielleicht: Heide U^l), ao. 353, Hoff- 
mann 24. 

K6<papvo^, ein Sinder (Skythe), Inschrift von Gor- 
gippia, C. I. Gr. II, 167, n° 2131; wohl ftir 
Xophamos. 

Cohortandns, Vater der Roxane, Curtins 8, 4, 21. 
23; diesen Mann nennt Curtins 8, 2, 25 richtig 
Oxartes (Oxyartes, Arrian 4, 21, 6), spHter 10, 
3, 11 ebenso Oxai-tes; Cohortandus (Cohortanus 
ist eine Aenderung der ersten Herausgeber) hat 
man nnwahrscheinlich genug fftr ein Missver- 
st&ndniss der Worte fv xivi x<5pw (Hss. xp6vi(j) 
des Plutarch, Alex. 47, gehalten (etwa aus dv 
Xopxdvou); vielleicht entstand der Irrthum durch 
die Vei-wechslung des Chorienes (verderbt: Co- 
hortandes) mit Oxartes, da beide Herren einer 
Felsburg waren, vgl. Mtttzells Bemerkungen in 
seiner Ausgabe II, 746. 

Eohzad 1) s. Kak. 2) Vater des Oharmazd-wah- 
man, s. Ahnramazdah n** 34. — d. i. Berggeboren. 

K6Eoupo^, Vater des Strategos Epikrates in Olbia, 
C. I. Gr. n, 135, n^ 2074. — vgl. Mttllenhoff 565. 
572; d. i. Anrufung bringend, Aufruf (zum Kampf) 
bringend, armen. ko$avor(athiun, Aufnif). 

QOlah, Vater des ZinabI, Tab. 2655, 10. 

Kolax, Turanier, der Isfendiftr zur ehemen Burg 
fHhrte (s. Gurgsftr), Vullers, Lex. II, 920\ 

KoXdgaig, Skythe, nach welchem die Skoloten an- 
geblich benannt sind, Bruder des LipoxaYs und 
ArpoxaYs, Herod. 4, 5. 7. 
Etymologic: Mttllenhoff 562. 572. 

Kolthek, Vater des Waraz-Nerseh (s. diesen). 

K6|Lipa(pig (genet. Ko|iipdq)€U)g) 1) persischer Eunuch 
des Amyrtaios (wahrscheinlich Psammenitos) von 
Aegypten, Vetter (dvcMiid^) des Ixabates (unter 
Eambyses), Ktes. Pers. c. 9. 2) K6|iipapo^, 
Eunuch, Freund des Seleukos Nikator (312 bis 
280), Lucian de Dea Syr. 19 ff. 

Cometes s. Gaumata. 



Ko|iiocrapuTi 1) Tochter des Gorgippos, EOnigs der 
Sinder (nach Hekataios), Gattin ihres Vetters 
Pairisades I (348 — 311), Sohnes des Leukon I, 
des Bruders des Gorgippos, C. I. Gr. II, 157, 
n** 2119. Koehler, Gesammelte Schriften, Petersb. 
1853, VI, 61. V. Koehne, Memoiren der Petersb. 
Gesellschaft ftir Archaeol. V, 1851, S. 296. 2) 
Kajiiaaapuri, Gattin des Prusias n von Bithynien 
(180—149), C. I. Gr. H, 554, n^ 2855, Z. 30 
(ungenau Kainaadpri); diese ist wahrscheinlich 
nicht als Gattin des Prusias aufzufassen, sondem 
ist die Tochter des Bosporaners Spartokos, Gattin 
des Pairisades III, dann des Argotes, Mutter 
Pairisades IV, s. Latyschev XXVIII, Inschrift 
p. 17, n° 19. — vgl. Kamsar. 

K6voq s. KoOvog. 

Copin s. Cllblneh. 

K5r Kiyai Mohammed, ein Mulhid (Ketzer) zur 
Zeit des Kai KaUs von Rustemdar, Zehlreddin 
58, 16. — d. i. der blinde (einSugige) Herr. 

KOrkir, einer der Grossen des Buyiden Mo*izz ed- 
dauleh, ao. 947, Athir 8, 353, 4. 

Eornak 1) Ktoig von Armenien, S. des Pa6oy6, 
Mar Abas Qatina bei Mose 1, 20. 2) angeb- 
licher M5rder des Kaisers Cams und Carinus, 
Mose 2, 79; Langlois, Coll. 2, 120^ zeigt, dass 
der Name hier aus dem griech. K€pauv6^ aus 
Missverst&ndniss entstanden ist. 

Kortak (syr. Qorta), S. des Yazdin, Bruder des 
Samtft, NOldeke, Tabari 383, Not. 3. 

Cortovangl 1) Iberer, S. des Thomik, Enkel des 
Apflharp (ar. VjS^^O? Fttrsten von Tayk, von 
Kaiser Basilius II besiegt, ao. 989, Tschamtech. 
2, 850, 5. 882, 18; vgl. Brosset, Bullet. Acad. 
St. Petersb. I, 1844, 196. 202. 207. 2) S. einer 
Schwester des Liparit Orpelean, Sparapets der 
Iberer (Wirk), ao. 1049, Tschamtschean 2, 949, 
35. 3) Cortovangl, S. des Mamikoniers Thornik 
von Taron, Vater des Wig€n, Tschamtschean 3, 
47, 26. 

KoSm, Tochter des PartherkSnigs ArSavir (Phraates 
IV), Schwester des Artafies (Artaban HI), des 
Kar€n und Stlr€n, und Gattin des Aspahapet, 
Mose 2, 28. 

KoiJiiiapTibTivri, aus Babel, Nebenfrau des Artoxerxes I, 
Mutter des Ochos und Arsites, Ktes. Pers. 44 
(Hoeschel: T^vaiKO^ MapTibrjvTi^). 

KocJiJoOq (genet. KoaaoO), mehrere Skythen, C. I. Gr. 
II, 165, n° 2130, Z. 17. 18. 39. 40. 51. Koaa&q, 
Inschr. v. Kertsch II, 154, n*» 2114. 

Koterzes s. Gotarzes. 



Digitized by 



Google 



KoOiva^ 



166 



Ennwar 



KoOiva^; Skythe, Vater des MastQs^ maeotische In- 
schrift, C. I. Gr. II, 165, n** 2130, 55. — vgl. Mttl- 
lenhoff 565. 

K6eiq, S.desAristOn, C.I.Gr. II, 165,59, n*2130. 

Kotit, armenischer Adiicher, Amatani, ao. 596, 
Sebeos 56, 15. 

Kpavdomi^, Pereer, Sohn des Mitrobates, Herod. 3, 
126. — d. i. gelbbranne Rosse besitzend, np. 
kurftn (angeblich tttrk. Wort?); vgl. v. Stackel- 
berg, 5 osset. Erzfthl. Petersb. 1891, 83*. 

Craugasins, ein Bttrger von Nisibin, ao. 359, Amm. 
Marcell. 18, 10, 1. 3. 

Crofiwehan s. ROzweh. 

KtriC 8. K6tri6. 

KuoEdpri^ 8. HuwaxSatara. 

KQbai 8. KuicpaTo^. 

Cllblneh, Copin (&ltere Anssprache), d. i. der hOl- 
zeme, Beiname des Bahrain VI, Fird 7, 34, 367; 
bei den arab. Chronisten jQbln oder §QbIn (pers. 
g wird bald mit J, bald mit g wiedergegeben), 
Tabari 992, 6, auch gelegentlich verderbt zu 
gfls ((j^ far ^jAj^); fllr np. Cabin, fiflblneh 
werden auch die Bedentungen Eranich and Specht 
angegeben. 

KoiippiKog, Corbicius, Urbicus, bei Albgrftnl 208, 
13 (191) QOrblqtls, Name des Mftnl bei den 
Christen, Oehler, Epiphanii episc. Gonstantiensis 
Panaria II, 398. Sokrates 1, 22. Petrus Si- 
culns § 12 (Patrum nova bibl. ed. A. Mai, IV, 
Rom 1847, S. 16). Flttgel's Mani 15. 113. 

QQd s. PQdh. 

KubpaTo^, E5nig der Skythen, Gatte der Zarinaia, 
Scriptores rer. memorab. Graeci ed. A. Wester- 
mann, p. 213, 13. vgl. Gihnore's Etesias 107—109. 

EQhl, S. des Schlrzll, Vater des Temam, in der 
kttnsilichen Genealogie der Bnyiden bei Albe- 
rtlnl 38, 3 (45). Athir 8, 197, 7. Ibn XaU. I, 
98, 8 (I, 155). Abulfeda2,374,l. Zehlreddin 
175, 11. — d. i. der Bergbewohner. 

EQhy&r 1) einer der Grossen zur Zeit des Ferldan, 
Mojmel, Joum. as. IV, 1, 414, 12. 2) Qohyftr 
(al. Qamy&r, Qahery&r), Gheim (Muttersbruder) 
des Windad-Ized, des Bmders des Qaren, Ispeh- 

Vater- 
3) S. des 
ftr, von 
ori 339, 
fikowaih 
Eit&bo 
354, 16 
, 8. Dln- 



kart I, p. VII (5 ist indische Anssprache des 
pers. 11, welches frtther ebenfalls 5 war, altpers. 
an). Aach ein Ort in Tabarist&n heisst Eflhyar^ 
Yaqat 4, 330, 22. Qahyar 4, 206, 16. 
d. i. der Besitzer des Gebirges. 

Euhram 1) Bmder nnd Feldherr des Afrasi&b, von 
Parteh gettJdtet, Fird. 2, 452, 231. 3, 564, 1839. 
578, 1990. 580, 1994. 2) Bmder des Aijftsp: 
4,382,283. irrig: Sohn: 398,480.448,1071. 
540, 2155; tMtet den FerSldwerd 4, 458, 1176; 
von Isfendiar gehenkt 4, 550, 2283; s. Gan- 
hormizd. 

Eahzad 8. Edhzad. 

KouKai^, S. des Arsali5n, Strategos in Olbia, La- 
tyschev I, 122, n* 85. 

KouKouvQTO^, S. des BSxnnagos, Marktmeister in 
Olbia, C. I. Gr. II, 138, jf 2078. Latyschev I^ 
110, n"" 76. vgl. Mnkunagos. 

Cylaces, armeBischer Eonnch, belagert f&r Sapor II 
die Feste Artagers, ao. 368, Amm. Marc. 27, 
12, 5; bei Faust. Byz. 4, 55 (169, 26), steht an 
seiner Stelle Zik, s. Langlois, Collection II, p. 
273'. 

EalawlJ, Vater der Amir BakalinJ&r, s. diesen. 
d. i. an der Schulter (kal) h&ngend. 

Eanai (a kurz), Vater des Atars&m, s. diesen. 
d. i. der Macher, Verfertiger, &lter Eanak, 
Dinkart III, 134, 14 (von Ormazd). 

EnndaJ, Enndajlq 1) Isfaaq ibn EnndaJ, Statthalter 
von Mesopotamien in Bfidftwerd, fiel vom Chalifen 
ab nnd unterwarf sich dem XnmarQyeh (Xnma- 
rawaih) von Aegypten, ao. 890, Ibn al-AthIr 7^ 
178, 23 ff. Ibn ChaU. VUI, 10, 3. 2) ein Maler, 
Vullers Lex. II, 895'. — pehl. "^knndak, neup. 
knnda (Weiser, Held). 

Enndagngasp s. fouvbapouva^ and Nardftgngnasp. 
d. i. der Held-Hengst. 

Enndraw, Verweser oder Statthalter des Dah&k^ 
Fird. 1, 102 ff. (wo anch eine Etymologic); Enn- 
daraf, Mojmel, J. as. IV, 1, 414, 5. 
d. i. tr&g einhergehend. 

Eanixar, Zuname des Albaqg, Feldherm des Sel- 
Jaqen Masad gegen BazAbeh, den anfrahrerischen 
Statthalter von Xazist&n, ao. 1140, Athir 11; 51^ 
21, and gegen den Chalifen Moqtafi li-amriUah, 
ao. 1154, Yaqat 1, 497, 12. 
d. i. podex asini, ein roher Mensch. 

KouvoCq, S. des Athenaios, Marktmeister von Olbia^ 
C. I. Gr. II, 138, n« 2078. K6vo^, das. II, 165, 
n'' 2130, 41. 

Ennwar 1) Dichtemame des Bl^ah Apnrv Eifien 



Digitized by 



Google 



Copftn 



167 



Kara 



Dev, ao. 1853, Sprenger 474. 2) Kunwaijl, 
Parsiname, s. Behdm. — soviel wie knnandeh 
(machend, bewirkend, s. Ynllers Lexic. H, 
902'). 

(^Qpftn, Amir Tftlig Cupftn, ans dem Stamme Nttyftn, 
Mongole, Reichsverweser nach dem Tode des 
Mohammed Xudabendeh (f 1316) ftir dessen 
Sohn Aba Sa'ld, Yater der Baghd&d-X&tfln, die 
letztem ao. 1335 vergiftet haben soil, t Nov. 
1327; Ibn Batfltah IV, 314, 4. Zehlreddln 97, 5. 
Mirx. 5, 142, 35; vgl. C. d'Ohsson, Hist, des 
Mongols 4, 672 ff. 

Cflr s. Snr. 

Qar'an-x^an, Amir, Gesandter des SeljQqen Sanjar 
an den Cbalifen MastarSid, ao. 1134, Athir 11, 
16, 22. — d. i. der Qoranleser. 

EflrftnSah s. GflrftnSah. 

Karazm s. Kawarazem. 

KardQyeh s. Gard5g. 

EHrek s. Gnzak. 

Etireng s. Gawrang. 

Koupibaxoq, Farst der 'AKdxCipc^ (Skythen), ruft 
den Attila za Hfllfe, ao. 448, Priscos 181, 20. 

Koupibdrn^ (k zerstOrt), Inschrift aas Nikita (sftdOstl. 
Eflste der Erim), 3. Jahrh. n. Chr., C. I. Gr. 11, 
147, n** 2102. Latyschev I, 219, n« 245. 

KoupK^vio^ 8. GargSn (Warkaina). 

KOpo^ s. EtLni. 

Ellra (altpers.), nom. EttraS, gen. EDraag (das r 
des Genetivs ist dasjenige, welchem a inharirt, 
das a selbst ist nicht geschrieben; das r des 
Nominativ erscheint nar vor a; die Ltoge des 
ersten 11 ist in der Schrift nicht angedeatet, so 
wenig wie in bt&mi, dfira, sie wird darch die 
griechisehe Umschrift erwiesen). 1) Eirog, S. 
des Jamasp, Yater des AxaSw^roS and Gross- 
vater des EiroS (des Grossen), Tabari 650, 2. 
2) EiroS Elkwan (eine Handschr. bin Elkwan, 
Oder Eai Eawan), Tab. 650, 1; al GhelamI, der 
Eiamiter, das. 652, 5, weil er ein Nachkonmie 
des Ghelam bin Sftm (Sem) ist; er regiert onter 
Bahman in Babel, wo ihm Danas, der Meder, 
vorherging, das. 652, 5. 10. Liest man Eai 
Eawad statt Eai Eawan (ot^iC/ statt Q^pLJ), so 
wttrde man Eai AriS statt Eirog (o^jL/ statt 
0&^) lesen mtlssen, dessen Yater daher hier 
Eai Eawad w&re, wie bei den meisten Schrift- 
stellem, wUhrend Tabari ihn sonst richtig Sohn 
des Eai Apiweh nennt, vgl. N5ldeke, Tabari 
271, n. 2. 3) ElroS, S. des AxaSwCroS and der 
AStar (Esther, IStar), UnterkOnig von Babel anter 



Bahman and Hamai (Xamani), Tab. 653, 10. 
Athir 188, 17. 197, 7; gemeint ist Eyros der 
Grosse, der die Jaden aas der Gefangenschaft 
entlfisst, aas Liebe za seiner jfldischen Matter, 
das. 653, 17. Eatych. 1,260, 10. EttraS, Befehls- 
haber des Bahman in Babel, Albsmnl 20, 18 (24). 

4) EiroS, S. des BiStasb, Yater des Bahram, 
Wezir des BaxtreSeh, Tab. 650, 3. n* 1—4 be- 
rahen nicht aaf Ueberliefenmg, sondern einer 
kflnstlichen Zurechtlegang der angeschichtlichen 
Angaben des Baches Daniel (verfasst 167 v. Chr.) 
and des Baches Esther (verfasst im 3. Jahrh.). 

5) EaraS (sasisch - babylonisch), S. des §iSpi9 
(pers. SaiSpig), EOnig von Ansan, Inschrift Eyros 
des Grossen in babylonischer Sprache, H. Raw- 
linson, Joam. R. As. Soc. XII, 70 — 97. KOpo^, 
Herod. 1, 111. 6) EDrag (nomin., kHraag genit.), 
S. des EambaSiya des &ltem and der Mandane 
(griech. Qaellen), geb. 599, Eroberer von Ekba- 
tana (549), Sardes (546) and Babel (539), Stifter 
des persischen Weltreiches, f 529; Inschrift 
seines Palastes in Pasargada (Marghab); Earag 
(babyl.) E5nig von Parsnip and Anzan, Nabonid- 
Inschrift, Pinches, Transact. Soc. Bibl. Archaeol. 
Yn, 1880, S. 139; E5nig von Anzan, Eyros- 
inschrift, H. Rawlinson a. a. 0. Inschrift von 
Warka, Transact. Soc. Bibl. Archaeol. n, 148. 
Contracttafeln aas Babel, s. Strassmaier, Actes 
da 6"°® Congrfes des Orient. II, 1, Taf. n^ 164, 
Zeile 14, n' 165, Z. 49. 50 (Eu-ra-ag), n« 166, 
Z. 19 (Ea-rag); hebr. Eoreg, DeateroJesaia 44, 28 
a. oft. KOpo^, Cyras, Aesch. Pers. 768. Herod. 
1, 111 a. oft. C. I. Gr. II, 301 (Mann. Par.) 
Z. 57. Cicero de divin. 1, 23. Nepos 21, 1, 2. 
Diod. 2, 34, 6. Arrian 6, 29, 5. Tzetzes 1, 46. 
3, 561. Tabari 653, 10 (s. n* 3). AlbCrOnl 16, 
11 (19). Masadi 2, 128 (Earag, Eoreg). Die 
Ansicht, dass der gefltlgelte Genias in Pasar- 
gada, fiber welchem die Inschrift Mch Efirag, 
E5nig, Achaemenide (erbaate es)*, sein Bild zeige, 
ist irrig. 7) S. des Dareios II and der Parysatis, 
fiel in der Schlacht bei Eanaxa gegen seinen 
Brader Artaxerxes II, 3. Sept. 401, Etes. Pers. 
49. Xenoph. Anabasis 1, 1, 1 etc. C. I. Gr. II, 
302 (Marm. Pariam) Z. 78. Cicero de divin. 1, 
25. de senectate 17 (rex Persaram, aach griech. 
paaiXeu^ genannt); Nepos Alcib. 9. Diodor 13, 
17, 3 etc. Plutarch, Artax. 2. Lysander c. 4, 
§ 1. Jastin. 5, 11. Himerios, Or. 8, 6. Bildniss 
aaf einer Dareike: Barclay Head, Guide to the 
princ. coins. Lond. 1889, PI. 18, n** 2. Babelon 



Digitized by 



Google 



Kflru 



168 



Enraxftn 



II, XV, PL n, ii« 7. 8) KOpo^, ein Sophist, 
Philostratos, Soph. 2, 23, 1. Fabricius 6, 103. 
128. 9) Kiuros, S. des Schahak, von WalarSak, 
erstem arsakidischen K6mg von Armenien znm 
ArtsrOni (nach Ansicht der Armenier = aquilifer) 
ernannt, Thoma 37 (43, 16. 17); vgl. Mose 2, 7. 
10) S. des Mithradates von Pontos, ward in 
Pompejus Triumphzng mitgeftthrt, Appian, bell. 
Mithr. c. 117. 11) Baumeister in Rom, Cicero, 
Epist. ad. divers. 7, 14 (Wesenberg 1, 208), ad 
Quintum fratr. 2, 2, 2 (Wesenberg 1, 593); ad 
Attieum 2, 3 (Wesenberg 2, 52, mit witziger An- 
spielnng auf die Kyropaedie). 4, 10, 2 (Wesenberg 
2, 136 Cyrea opera). 12) Cyrus, ein junger 
Mensch in Rom, Horaz 1, 17, 25. 33, 6. 13) 
Aedil (dcTTuvoiiioq) in Eumenion in Phrygien, C. 
I. Gr. II, 140, n^ 2085 ^ 14) Martyrer, Assemani 

III, 19' Not. Z. 29, dessen Kloster in der DiOeese 
von Mosul, das. 180 ^ 7. 15) KOpo^, Bischof 
von Beroea (Aleppo), von den Arianem abgesetzt, 
Theodoret 2, 15. 16) Qflra (syr.), Bischof von 
Edessa, Nachfolger des Eulogios, ao. 387, f 395; 
Assemani I, 399, 18. 400, 8. 17) Qlils (nach 
dem griechischen KOpog), Bischof von Dasen, 
ao. 430, Guidi, DMG. 43, 396, 14. 18) KOpo<;. 
Hyparch des kaiserlichen Hofes, Patricius und 
Befehlshaber der Heere im Westen zur Zeit 
der Eroberung Karthago's durch Geiserich, 
Schtltzling der Endokia, Gemahlin des Theo- 
dosius II (408 — 450); ward nach Kotyaion 
in Phrygien verbannt, wo er bis auf Leo (457) 
Bischof war, Euagrius 1, 19. Theophanes 148, 
17. Chron. Alex. 736, 10 = Chron. Pasch. 318" 
(588, 6). Nikeph. Kail. 14, 57 (U, 580'). vgl. 
Suidas ed. Gaisford 2247', Note. 19) Bischof 
in Marcopolis, Osrotoe, ao. 431, Gams, Series 
episcop. 437**. 20) Presbyter in Edessa, ao. 448. 
Assemani I, 200, 6. 21) Bischof von Anasartha 
in Syria prima, ao. 458, Gams, Series episcop. 
433 ^ 22) Arzt aus Alexandrien, sp&ter M5nch, 
nm 460, Gennadios Nachtrag za Hieronymns de 
viris ilostr. ed Herding. Lips. 1879 p. 104. Asse- 
mani (nach Gennadios) III, 38^ Not. 4. 23) 
Bischof von Edessa, ao. 471, Nachfolger des 
NonnoS; von Pabst Hormizdas verdammt, f 498, 
Assemani I, 23, 26. 204, 26. 24) Qftrls (d. i, 
KOpoq), Archidiakon des Elosters St. Simeon, 
ao. 474, Assemani I, 235, 4. 25) KOpo^, Bischof 
von Edessa, 472 — 497, Gams, Series episcop. 
437', 26) KOpo^, ein Grieche, Bischof von Hie- 
rapolis in der Nfthe des Enphrat, c. 487 — 490, 



Assemani III, 38. Gams, Series episcop. 436 \ 
27) Bischof von Mariamme in Syria secnnda, ao. 

518, Gams, Series episcop. 436*. 28) KOpoq, S. 
des BdKXog, ans Panopolis in Aegypten, Statthalter 
der Pentapolis w&hrend des vandalischen Krieges 
(533 — 534) unter Justinian, Prokop. bell, vandal. 2, 
c. 21. Theophanes 322, 16. 323, 17, besiegt ein 
persisches Heer, Joh. Ephes. 407, 16 (258 Qflrls). 
29) KOpo^, Bischof von Dandybra in Paphlago- 
nien, schrieb einen Commentar zu Gregor Nar 
zianz., Fabricius 8. 398; bei P. Gams, Series 
episcop. Cyi-ion, ao. 553. 30) Kyros oder Qyllrft, 
syrischer Schriftsteller, Schtller des Mar Abas 
(t 552), den er in Hirta (Hirah) bestattete. Mich. 
Joum. as. IV, 12, 288, 4. 315. Assemani UI, 
76'. 170. 31) Bischof von Alexandrien, Haupt 
der Monotholeten, 631 — 641, Theophanes 507, 5. 

519, 12. Eutych. 2, 266, 14. AlberQnl 296, 6 
(291) (KQros). Mich., J. as. IV, 13, 324 (KOra). 
vgl. V. Gutschmid, Kleine Schriften II, 476. 
32) EdreS (nach dem Hebr.), Bruderssohn des 
Maron (Mar Hanna), Patriarch der Maroniten, 
Assemani I, 497, 7. 33) Mtoch auf der Insel 
Amastris, Bischof von Konstantinopel, 704 — 711, 
Nachfolger des geblendeten Eallinikos, von Bar- 
danes vertrieben, stirbt im Kloster Ch5ra, Theo- 
phanes 574, 13. 585, 11. 586, 6. Andere Kyros 
im Abendland, s. bei Fabricius, der 4, 470 be- 
merkt, dass KOpo^ in sp&trer Zeit fllr Kupio^ 
steht; Longp6rier, Oeuvres 1, 123. Pape, WOrter- 
buch der griechischen Eigennamen, neu bearbeitet 
V. Benseler I, 747. 

Ueber die Etymologic des Namens vgl. Oppert, 
Mides III. Sayce, le Mus6on 1882, 554. 558- 
Wilhehn, le Mus6on 1889, 6. Es ist kein Zweifel, 
dass die Perser selbst in Kttru die Bedeutung 
'Sonne* fanden, wie Plutarch, Artax. c. 1 (wohl 
nach Ktesias), nach andrer Quelle auch das Etymo- 
logicum magnum s. v. K6po^ (KoGpov nennen 
die Perser die Sonne) und Hesych (mit einigen 
Ungereimtheiten) bezeugen, vgl. Brissonius, de 
regio Pers. princip. 615, 248. Larcher, Hist. 
d'H6rodote VI, 302. Bfthr's Ktesias 149. 195. 
Rubino, de Achaemenidarum geneal. Marburg 
1849, p. XIX. Auch die Qeschichte der persi- 
schen Keilschrift scheint diese Erkl&rung zu be- 
st&tigen, indem das Zeichen ktl in Kllru von 
dem babylonischen Zeichen ftlr Sonne abstammt, 
8. Oppert, Joum. asiat. Vn, 3, 241. 242 n** 5. 
KurOX&n, S. des WSsah, Bruder des Plrftn, Feld- 
herr (Sipahbed) des Afrasi&b gegen Naudar, 



Digitized by 



Google 



Eunirasa 



169 



X&ne-b&ne 



Fird. 1,406,302; (in Macan's Index zum Schfth- 
nftmeh Bcheint irrig ^JU statt jO|^ zu Btehen). 

Enrnrasu von Luxbarbari, medischer Fttret, Smith 
Assyr. Discov. 289; die Stelle liest Jensen: AS- 
panra von Kakkam, SatareSu von Rnrasu (ein 
fehlendes Zeieben vor R scheint daa Ideogr. fUr 
Land), die Stadtherren des Landes Tabari, des 
Landes Luxbarbari, gewaltiger Bezirke. 

Kfisah, davon patronymisch : Snlainiftn bin Ma'bad 
bin Ktlsf^Jan, Chronist und Diehter aus Sinj bei 
Marw, t 871, Yaqut 3, 161, 12. — np. kttsah, ein 
Mann mit dtinnem Kinnbart; liber ein pers. Fest, 
wobei ein soleher auf einem Maulthier auftritt, 
8. Hyde p. 248 f. Spiegel, Avesta, ttbers. II, 
CIV. 

EQ§fid, S. des Schahmerdan in Ispahan, unterstfltzt 
den Hosain, Sohn des Tahir, ao. 876, Hamzah 
234, 17. — Wohl GoSad zu sprechen, s. Wigat. 

KOsan 1) Sanger des KOnigs Maubad, Wis o R&min 
218, 15. 2) Armenier, entriss den Arabem die 
unter Mu'awlah (661—680) eroberte Stadt Qall- 
qala (Earin oder ErzertUn) ao. 750, Beladori 
199, 8. 

Koucrdpujv s. Husrawafih n** 8. 

Eflgyar s. GoSyar. 

Efigx^i'^h (al. EnSxareh), MamlQke des Uzbeg bin 
Pehlewan von Azerbaijan, Amir von Gaqjah ao. 
1222/3, Athir 12, 266, 9. — d. i. GflSxareh 
(Okrenkratzer, Beiniger der Ohren) ? 

Eu9 Plldendan (der £lefantenzahn[ige]), iranischer 
Held, seine Geschichte s. Mohl, Livre des rois 
I, LI. Plldendan (ohne EflS), Fird. II, 502, 827. 
Ill, 146, 77. Neffe des JamSed, Mojmel, Joum. 
as. IV, 1, 414, 3. 

EuStah, Mirza Ahmed, persiseher Diehter, Pertseh 
672, If 124. — d. i. der geWdtete (von Aflfect 
hingenommne). 

Etlfitan-b05gt (fl kurz zu sprechen), Gelehrter, an- 
geftihrt in der Glosse der Pehlewittbersetzung 
zu Wend. 3, 64 (26, 13). West, P. T. I, 244. 

Eugtasb s. WlStaspa. 

EQt, S. des Hez&reh, Gesandter der R5mer an 
Xusrau H, Fird. 7, 138, 1622. 152, 1782, 1788. 
1799. 154, 1807. 

Qutiuq-nigar x&n^m, Tochter des Mongolenehan's 
TOnis (Jonas), Gattin des 'Omar §aix; Mutter 
Saber's, f 3. Juni 1505, FeriStah 1, 354, 2. 367, 
13 (2, 2. 25). — Hybrides Compositum mit tttrk. 
qutluq (glflcklich): glttckliches Bild (Idol), Ge- 
liebte, welcher das Gltlck hold ist. 

Kou2:aTo^, Vater des Dadagos (s. diesen). 

Jasti, Ferd^ Inmisehes Namenbaoh. 



vgl. Mttllenhoff 565. 
Enzan s. GUzak. 
EaSeng 8. Gawrang. 

Xad 1) Diakon des heiligen Nerseh, aus Marag 
bei Erzemm (Earin), dann Bischof von Bagrevand, 
von ArSak HI getOdtet, Faust. Byz. 4, 12 (105, 
20). Mose 3, 20. 32. Samuel 375. 2) Xdbo«, 
ein Misimiane (unter laziseher Herrsehaft), ao. 
555, Agathias 3, 16. 

XakI, Beiname mehrer persiseher Diehter, Pertseh 
638, n° 4 — 7 ; aueh eines ttirkisehen, Latifi 144. 
d. i. im Staub befindlieh, niedrig (Demuths- 
bezeichnung). 

Xakpai, Beiname (Demuthsname) des Sehreibers 
DarwiS Mohammed Sa'ld, Rosen 262, 25. 
d. i. mit bestaubten Fttssen. 

Xaksar, Rextah-Dichter, Perser, der in fremder 
(indischer) Sprache dichtet 1) Pertseh 675, ult. 
vgl. Bahram n* 92. 2) Mir Mohammed -yar, 
Sprenger 248. — d. i. der niedrige, demflthige 
(eigentl. im Staub liegende). 

Xdxa^; S. des Gorgosas, Insehrift von Gorgippia, 
C. L Gr. II, 165, n^ 2130, Z. 44. 

XdkdCapy Massagete, Doryphore des Johannes, Feid- 
herrn Justinians, Prokop 2, 402. 

Xam, Hakim 'Omar Xam, Diehter aus NlSapUr, 
Pertseh 638, n* 2. — d. i. der rohe, unerfahme 
(Beseheidenheitsbezeiehnung). 

Xan^ird (arab.), aus Xwarizm (Ghiwa), ao. 712, Ibn 
Athir 4, 451, vgl. Sachau, Sitzungsber. Wiener 
Akad. 73 (1873), 498. 
d. i. roh gemaeht (besehaffen). 

Xamgi'l, Xangri (?), S. des §awuS, EOnig von Xwa- 
rizm, Albertlnl 35, 18 (41). 

XamQg 1) S. des Mozaffar ed-din Uzbek, des Sohnes 
des Jihanpehlewan Mohammed, suehte naeh dem 
Tode seines Vaters ao. 1225 vergeblich die Herr- 
sehaft von Aberba^an gegen den Xwarizm^h 
zu behaupten, Hamd-allah Mustaufi, Joum. as. 
IV, 13, 25. 2) Hindu, persiseher Diehter aus 
Dehli, 1 1810, Sprenger 167. 461. Rieu 283*. 
724^ Pertseh 639, n** 88. 
d. i. der schweigsame. 

Xanaburzin s. Panahburzln. 

Xavapdipn^ &• Eanarang. 

Xanas (? ,j-wfc>) Tarxftn, Ftlrst von Sehartah, Ver- 
btlndeter des Nizek, von dem Araber Qotaibah 
ao. 91 (710) get5dtet, Tabari 2, 1221, 16; m5g- 
lieh ware die Lesung Gugna«(p) ^jnwm«». 

X&ne-b&ne (kurd.), ein Held; Soein 15, 8. 



Digitized by 



Google 



Xftnegl 



170 



Xarmll 



Xtoegl, Gesandter des Kaisers Mauricias, Fird. 7, 
282, 3333; vielleicht Uebersetzung des byzant. 
Domesticas, von up. x^neh Hans. 

Xan-x&nftn; Feldherr nnd Schriftsteller unter Kaiser 
Akbar (1556—1605), geb. 17. Dez. 1556, f m 
Dehll 1623, tlbertrug die tttrkische Antobiogra- 
phie Bftber's in's Persische, FenStah 1, 394, 2 
(2, 65). — d. i. Fttrst der Fflrsten (uneigentliche 
Composition mit ttirk. x&i^)* 

Xdvuicro^, S. des Braiados, Strategos von Olbia, 
Latyschev I, 101, jf 63. 

Xanp*an (armen.), Gattin des Popoyn, Inschrift in 
Halbat, 1655, Job. v. d. Krim, M6m. VII, 6, 
1863, 27. 

Xftn-perl, moderner weiblieher Name. — d. i. Fflr8t(in) 
der Feen (oneigentliehe Composition mit fehlen- 
dem Genetivzeichen). 

XavaapdtoZo^, S. des XOdonakos, Skythe, Mitglied 
einer Bmderschaft in Tanais ao. 225, Latyscbey 
II, 269, n^ 448, 15. 

Xftnz&deb 1) B€gum, Tocbter des *Omar Saix, 
Scbwester des Baber, Gattin des Saibani Xftn, 
nnd nacb dessen Besiegnng dnreb §ab Isma'll 
Safewl Yon diesem an Baber geschickt, FeriStah 
1, 372, 8 (2, 32). 2) Mir Xanzadeb, genannt 
Mir Bnlbnlbaz Dilin, Falkner des Mogbulkaisers 
HnmftyQn (1530—1556), Diehter, Sprenger 76. 
d. i. Fflrstenkind. 

Xan-Zamftn, Dicbter, Pertsch 683. — d. i. Fttrst 
der Zeit (der beste Xftn dieses Zeitalters, nn- 
eigentlicbe Composition mit unterdrttcktem Gene- 
tiyzeichen). 

Xftrab5gbrft, Vater des Xaraxnmh (s. diesen). 

Xarrad s. Xurr&d. 

XdpaKiJTog 1) S. des Omrasmakos, Vorstand einer 
Bmderscbaft in Tanais, ao. 225 n. Cbr., Laty- 
scbev II, 269, n" 448, 8. 2) XdpctE((TT)o<s, S. des 
Pbamakes, Mitglied einer Bmderscbaft in Tanais 
ao. 220, Latyscbev II, 364, n« 446, 13. 

Xapa^Tiv6q, S. des Abragos, Strategos in Olbia, 
C. I. Gr. II, 133, n^ 2070. 

Xarftxurub, S. des XarabOgbrft, Vater des KaOs, 
Fttrst (Malik) von Qgrttsanab, von den Arabem 
ao. 794 bekriegt. Tab. 3, 631, 7. 1066, 2. (Prym 
vergleicht den Xaraxnrftw (?) von Yekankatb, 
Mokaddesi 274, 9). — d. i. Felsen-babn (Tetrao- 
gallus). 

Xaramll, Grossvater des Marzuban ans Dailem, 
Atbir 9, 263, 3. vgl. Xarmll. 

Xar-anjaS, turaniscber Held, Vater des Demflr, 
Fird. 4, 32, 330, von Ferlbnrz erlegt 4, 72, 805. 



Scherefhftmeb, VuUers, Lexie. 1,668'. Xiranjas 
Oder Xiranjak, iranischer Held, Vullers Lexie. I, 
682*^ (ans dem Borbftn-i qati*), Xar-anJaS, Tu- 
ranier, Vullers, Lex. I, 668* (nacb dem Farbang-i 
Stfttrl); Vullers liest im Firdusi (1288, Vers 321) 
Jiranjas, an der zweiten Stelle (1312, 790) einen 
andem Namen (FartOs). 

Xapdym? s. Kanarang n** 2. 

Xapdaini^, ein partbiscber Fttrst, dessen Mttnze der- 
jenigen des Seleukos I gleicbt; der Prftgort ME 
(Meisftn?) ist niebt sicber festgestellt, s. Babelon, 
Revue numismat. Ill, 1, 1883, p. 146. Rois 
de Syne CXCIL 111. 

XarbOna, Kammerer des Kttuigs Acbascbw^roscb,, 
Estber 1, 10. 1, 9. Bei Josepbus beisst er Sa- 
bucbadas. — d. i. Eseltreiber, np. xarbftn; im 
griecb. Text (de Lagarde 507) Oappa und 'Oapcpwct, 
an der zweiten Stelle (de Lagarde 528) 'AtaOa^ 
(al. faPouOa^) und BouxaOav (BouCa6av). 

patronymisch : Xarbftnan (^^ti^, vielleicbt 
Xarbadftn), Sebatzmeister oder Verwalter ^,£*j^ 
des Masmogbftn, Vater der Sebaklah, Gattin des 
Mabdl, Tab. 3, 140, 10. 

Xdpbci^, Beiname des Phamakidn, s. diesen. 

K'ardzam, KOnig von Georgien, ao. 113 nacb Cbr., 
Mose 2, 53. Tscbamtschean 1, 347, 20. vgl. 
Langlois, Collect. II, 108, Not. 

XarfaS, Feldberr des MabmOd von Gh5r (f 1211), 
Minbftj 410. — d. i. Eselgleicb. 

Xarfll, Name zweier Krieger im Heer des *Ala ed-din 
JibansOz von Gb5r, Mirx- IV, 180, 29. s. Xarmll. 

XarCam, Feldberr des GbOriden Mo'izz ed-din Mo- 
bammed von Ghazna, MinbaJ 926. 980. 
d. i. Eselsauge (6am cborasan. fttr (aim). 

Xark&g (Handscbr. JarkaS), Heerflibrer des Qftbtls 
von Joijan, ao. 998, Zeblreddin 192, 8. 

Xarkld s. Xawakbedb. 

XarxIr s. Gao6it)ra n^ 2. 

Xarxlz, Amir des 'Abdo 'r-raSid von Ghaznab, ao. 
1052, Atbir 9, 400, 14. Jerglr, auch NttStegIn 
genannt, Mircb. 4, 42, 27. 32. 

Xarmll 1) Name zweier Helden im Heere des 
GbOriden JibansOz, ao. 1149: Xarmll Sam, Vater 
des Hosain Xarmll, und Xarmll Sftm BanJI, Min- 
bftj 351; FeriStah 1, 88, 11 (1, 154); im Tftrlx-i 
Alfi Sarfil. 2) Hosain bin Xarmll, Stattbalter 
der Gb5riden in Herat, ao. 1210, verbtlndet mit 
den Chwarizmiem gegen MahmDd von GbOr, den 
er besiegte; er ward von den Cbwarizmiem 
binterlistig getddtet, Atbir 11, 114, 25. 12, 89, 19. 
Minbaj 258. vgl. Xarftl. 



Digitized by 



Google 



Xarnak 



171 



Xetrik 



d. i. Eselskenle (arab. mil), vgl. Xarftmll. 

Xarnak 1) Vater des Sanasb, des Ahnherrn der 
Fttrsten von GhOr, MinhaJ 302. 312. Xarnaq, 
FeriStah 1, 95, 8 (1, 163). 2) gihftb ed-din Mo- 
hammed Xarnak, Fflrst in Madin, MinhaJ 339. 
343. — d. i. Eselkiefer (nak). 

XaroY (al. xarSi, x^^^h garoi, terSi), lykisch 1) S. 
des Harpagos, Dynast von Arina (Xanthos) nm 
400; auf dem Pfeiler von Xanthos im griech. 
Text Z. 5 Kp(w)Tq oder Kp(Ti)iq, Imbert, Revue 
arch^ol. Ill, 15 (1890) 129; Mttnze mitBildniss: 
Six, Revue numism. lU, 4, 1885, 176, .PI. X, 9. 
Ill, 5, 1887, 5. Barclay Head 573. 574. Babelon 
II, p. CI. pi. 13, n* 19. 14, n" 1—6. 2) patro- 
nymisch: K'aroean, Name einer Familie in Al- 
banien (Alovank*), welche mit der dortigen arsa- 
kidischen KOnigsdynastie verwandt war, Brosset, 
Hist., Addit. 485. 

XarpOst, Fttrst in Gh5r, Anfang des 13. Jahrh., 
Minhi^ 1002. 1013. 
d. i. Eselshaut. 

Xarfiadh, Beiname des Bayiden Beha ed-dauleh 
(t 1012), Abulfeda 3, 18, 11. 

Xarfiah (?), ein Dihkan in der Gegend von Basrah, 
von *Otba, Sohn des Ghazwan, besiegt ao. 636, 
Tabari (Zotenberg) lU, 728, Note zu p. 402. 

XarwaStI, Feldherr der Fttrsten von 6h5r, Anfang 
13. Jahrh., MinhaJ 433. 493 (XarOSi). 

Xaplaf^-XoZoq J S. des Dem€trio8, Inschrift von 
TanaXs e. ao. 230, Latyschev II, 281 n*'454, 18; 
Latyschev halt diesen Namen fttr nur orthogra- 
phisch versehieden von Xansabogazos. 

Xarzasp s. Arejadaspa. 

XaS, Bruder des AfSln, Tab. 3, 1311, 13. 

XaSaS, Turanier unter Arjasp, Fird. 4, 382, 292. 

Xasbon, Vater des AxSayarS, s. unter XSayarga und 
Saxbon. 

XaSln, S. des Xusrawan, Vater des Abarwiz (vgl. 
Mahabar), Yaqut 4, 839, 18. — d. i. Falke mit 
dunkelblauem Rttcken, eigentl. blau, np. ixSin, 
XaSlu, awest. axSaena, dunkelfarbig, bronzegelb 
(vgl. AxSlngaw), himmelblan (Jam. D. Minoeh. 
Jamasp, Pehl. Diet. 2, 422), osset. axsinag (blaue) 
Taube, ax§In, ein Fluss, dessen Wasser grttn 
ftrbt, Istaxri 152, 11 (vgl. Httbsehmann, DMG- 
38, 427). 

Xafiram 1) Vater des arabischen Dichters Hud- 
bat al-TJbn, ao. 680, Yaqut 2, 937, 2. Ibn 
ChaU. n^ 141 (1, 336). 2) Vater eines *AlI, Ge- 
lehrten aus Dizaq bei Marw, Taqut 1, 569, 2. 
2, 572, 18, 



d. i. Pflock oder Nagel mit Rosette, wie man 
in die Thtiren eintreibt (Vullers I, 696'). 

Xagrfln s. SigrOn. 

Xastah, Mohanuned 'Abdallah xan, Easchmirier, 
geb. in Dehll, Dichter, f 1840, Sprenger 249. 
d. i. der mttde (Taxallus). 

XastOI s. CinOI. 

XauxotKO^, Inschrift von Tanats c. ao. 230. Laty- 
schev II, 281, n** 454, 19. 

Xawakbedh, Heerfdhrer des Hormazd Jadh5€ gegen 
Mothanna, Tab. 2117, 2 (Kosegarten 2, 124, 5 
Oharkid), vgl. Eawakbedh (Earakbedh); er ist 
Vater des Andarzghar, Tab. 2171, 7 (Eosegarten 
al-Xarkabudh). — np. xawag (Diener), daher 
eigentlich ein Titel: Herr der Dienerschaft, wie 
arab. ras al-xawal (Tab. 1066, 14). 

Xawar, Beiname 1) des Haidar quli Mirza, Pertsch 
670, n^ 11. 2) des Mohammed Xan, das. 671, 
n^ 50. — d. i. der Dom (Firdusi 1, 312, 1211. 
Vullers Fird. 196, Not.) 

Xawarl, Schriftstellemame (Taxallus) von Dichtem 
und Schriftstellem 1) des Anwarl, f 1191 (oder 
1195), Rieu 554* (von seiner Heimat Daitri 
Xawaran). 2) aus Sinman, Pertsch 638, n** 12. 
3) aus Tebriz das. n« 13. 4) des Fadl Allah 
aus Schlraz, c. 1840, Rieu 201. Pertsch 672, 
n** 131. 5) des Mirza Ma'sOm, Pertsch 672, 
n* 132. 

Xawarxudai, Beiname des Salm, Fird. 1, 138, 294. 
d. i. Herr des Westens (Abendlandes). 

XawarSah, *All, S. des XawarSah, des Sohnes des 
MubarekSah, des Sohnes Eai-Xusrau's aus Aber- 
kllh, Schreiber ao. 1418. Rosen 194, 20. — 
*§ah von Xawar (Westen)' ist Titel des Sahn 
bin Ferldtln. 

XawendSah s. XudawendSah. 

Xazarwan 1) Turanier, von Zal get5dtet, Fird. 1, 
394, 141. 2) Iranier, zur Zeit Bahram's V, Fird. 
5, 672, 1468. 3) Xazarwan Xusrau, Chusrau, 
der Httter (des Landes) der Ghazaren 7, 74, 849. 
ohne Xusrau: 7, 74, 859. Xazarwan allein 7, 
76, 866. 

Xedenik 1) Armenier aus dem Haus ArtsrtLni, Vater 
des Thornik, Thoma 251 (310, 29). 2) Nach- 
konmie vonn^'l, Sohn des Stephan Alttz, Thoma 
265 (317, 2). Mxithar 102. 

X^paafii^, Perser, S. des Artembares, Vater des 
Artayktes, Herod. 7, 78. 

Xer^i s. XaroY. 

Xetrik (Xtrik), persischer Befehlshaber von Berkri, 
Waspurakan, von dem griechischen Statthalter 



Digitized by 



Google 



Xiftn 



172 



Xorohbtlt 



bei Erobenmg der Veste gefangen, von den 
Persern nach Zurtickeroberung der Stadt befreit, 
richtet ein Gemetzel unter den Griechen und Ar- 
meniem an, ao. 1038, Tsebamtschean 2, 917, 18. 

Xian, S. des Rustam, Neffe des 6. Fttrsten der 
BadQsepan-Dynastie, ao. 864, Zehlreddin 284, 16. 
wahrscheinlich arab. Hayyftn. 

Xiradmand, Mir MOsa Rida X^n? Dichter in Nepal, 
Anfang 19. Jahrh., Sprenger 167. 
d. i. verstandig (taxallus). 

Xiranjas 8. XaranJaS. 

Xiw, S. des Qamid bin Dilltlyeh aus Tirmeb, Vater 
des Traditionisten Abu Nasr Mohammed, P. de 
Jong 4, 60. 

Xo, zu Anfang zahlreicher persischer W5rter wird 
heute xu gesprochen, z. B. xtirden (essen), x^nS 
(Essen (jfc^>>), X^r^h (Licht); ^y> (gut) spricht 
z. B. Polak x^S? Chodzko aber xo3, sodass die 
Aussprache offenbar zwischen beiden Vocalen 
schwankt; die Griechen geben stets xo wieder, 
ebenso die Armenier in den arsakidischen Eigen- 
namen. Bekanntlieh ist die alte Aussprache x^a, 
und so reimt Firdusi )e»ar (Speise) mit dar (Thflr). 
Es werden daher die folgenden Namen bald mit 
xo, bald mit x^ aufgeftlhrt. 

XodpTapo^, Skythe in Tanais, ao. 220, Latyschev 
II, 264, n« 446, 23. — d. i. Koch, np. x^^algar. 

Xoapoqxibio^, Skythe, Inschrift von Tanais, ao. 220, 
Latyschev H, 264, n*» 446, 18. 

X6baivoq, Skythe, Vater des Didymoxarthos (s. 
diesen). — vgl. )f»adaena. 

Xu)bap21o^, S. des Pharz€os, Strategos in Olbia, 
C. I. Gr. II, 134, n^ 2071. — d. i. durch sich 
selber fest? vgl. Mttllenhoff 565. 

Xob^Kioq, maeotischer Skythe, Vater des Sarmatas, 
C. I. Gr. II, 167, n* 2131, 7 (wohl ein slawischer 
Name). 

XobidKio^ s. Xo2:(aKoq. 

Xujb6vaKoq, Vater des Xansabogazos (s. diesen). 

X69apvo^, Skythen 1) Julius Ghophamos, S. des 
Aphrodeisios, zur Zeit des Teiranes (275 — 278), 
Inschrift bei Latyschev H, 25, n** 29, Z. 11. 2) 
Vater des Papias, das. 26, Z. 30. 3) Inschrift 
von 209 n. Chr., das. 260, n* 444. 4) S. des 
Sandarzios, Arehont in Tanais, Inschr. von 220 
n. Chr., das. 237, n* 430. 5) S. des Stratoneikos, 
Mitglied einer Bruderschaft in Tanais, ao. 225, 
das. 269, n** 448, Z. 26. — d. i. eignes Glflck 
habend, der das GlQck zu eigen hat. 

X6<ppa2;fio^, Skythe, S. des Phorgabakos, Beamter 
in Tanais, spater Legat (BevoUmachtigter) des 



KOnigs Ininthimaios (234—239), Latyschev II, 
237, n** 430. X6(ppa(TM0<s das. 243, n*» 434. 264, 
n** 446, 3. Vater des Sauandn, das. 267, n* 447, 8. 

Xoyand, aus Naxijevan, erste Gattin des David, 
des Sohnes LaSa's von Georgien, Steph. Orpel. 
154, 21. 

Xoibdbn^, S. des Apoll5s, Bruder des Manis und 
Armunanis, Inschrift von Eriza (Karien), C. I. Gr. 
Ill, 46, n** 3953". Cousin u. Diehl, Bullet. 
Corresp. hell^n. XIII, 1889, 340. — iranisch? 
vgl. x^^abata. 

Xoibpa, Tochter des Sisos, Skythin, Inschrift von 
Kertsch, Latyschev II, 137, n^ 263. 

Xollt, Xolltl, Vater des Magiers ArtaxSaSt (s. die- 
sen); al. XaSlit (Aa^^am statt Aa^om), Xadlaxdl 

X6fi€vo^, S. des Athenod5ros, Inschrift von Tanais 
ao. 228, Latyschev II, 275, n« 451, 26. 

Xondah s. )p('and. 

X5ndemlr, ^t Ocil^ oder ^ \X^\y> und JJ^ 
^ (altere Aussprache )f»and-amlr), Sohn des 
X^ajah Hamam ed-din Mohammed und einer 
Tochter des MirxOnd (Amlr-)e»and), Geschicht- 
schreiber, f 941 (1534/5), FeriStah 1, 392, 4 
(2, 62). HaJI Chalfa 3, 14, 2. 163, 10. s. Qua- 
tremire, Joum. des Savants 1843, 386 ff. P. de 
Jong 3, 4. Elliot, Bibliogr. Index of the Histor. 
of India 106. 121. Rieu 81\ 1079\ 

Xor, Bruder des Armenak, mythischer Ahnherr des 
Hauses XorxorUni in TflrUberan, Mar Abas Qatina 
bei Mose 1, 12. 

Xoragan, Xorrahan, Xorakan s. Farruxan und Nax- 
waragan. 

XOran, Held unter Kai Xusrau, VuUers, Lex. I, 
746 ^ — vgl. Xflran. 

Xorasan s. Xurasan. 

XoraSan s. xi^ri^an. 

Xord, S. des Hasan von Hatherk, Bruder des Wax- 
tank, ao. 1191, Inschrift beiBrosset, Hist., Addit. 
p. 341. vgl. Xurdek. 

Xordad s. Xurdad. 

Xor§n s. Farruxan. 

Xopi^vTi^ s. Farruxan. 

XoriSah s. XQrSah. 

Xop6a6o^, S. des Sandarzios, Arehont von Tanais, 
ao. 220 n, Chr., Latyschev II, 237, n* 430. 
XopouaOoq das. 262, n** 445, 5. — d. i. seine, 
zugethane, Freunde habend. 

XorohbQt, Eanzler Sapor's II, von Kaiser Julian 
gefangen, ging mit Jovian in's rdmische Reich, 
wo er sich alsEleazar taufen liess; er ttbersetzte 



Digitized by 



Google 



Xoroxazat 



173 



XgayaiSa 



ein Geschichtswerk seines Mitgefangnen Rast- 
sohlln Ids Griechische^ Mose 2^ 70. 
vgl. Farux^bat. 

Xoroxazat s. Farruxzadh. 

Xoroxonnizd s. Farraxhormiz. 

Xorsadaii s. Pharsadan. 

Xop(Td|iiavTi^, Massagete, Doiyphore Belisar's, Pro- 
kop. 2, 148. 

Xop<y6fiavog, Massagete, Doryphore Belisar's, Pro- 
kop. 2, 81. 

Xorwazlh ^y^j^, persischer Feldherr, erobert Je- 
rusalem, Eutych. 2, 213, 1. 218, 12; es ist Fer- 
ruhan Sahrbaraz, den er 2, 253, 17 richtig 
a^j^y d- i- Xnrrajftn nennt; vielleicht y^^J^ 
Sarwaraz (Sarbaros) za bessem. 

XoSak', Tochter des Avag-Sargis Mxargrdzel und 
der WardoyS Gontsa, Gattin des Sams ed-din 
Mohammed Jainl, des Sathftn und des Wezir des 
Abaqa-xan, (1264—1281), Stephan 140, 11. Za- 
karia bei Brosset, Collect. 2, 170. Brosset, Hist. 
1, 569 (georg. x*^aSak). Additions p. 362. 
d. i. Aehre (np. x^^ah). 

Xoabdn^, Minister (^aavav 1. ^aapav (?), d. i. 
Razban, der Beamte, welcher die Gesuche der 
Unterthanen an den K5nig reicht) des Kawab 
Scherog, Chronic. Alex. 912, 18 = Pasch. 401, D 
(734, 6). vgl. Spiegel, Eran. Alterth. 3, 526 und 
RaSnu n° 2. — d. i. gutes Wissen besitzend 
(xuS+da, aus di). 

Xosran, S. des JajDrh aus dem Haus ArtsrtLni, 
Feldherr des Abgar ((Jkhama), ao. 34 n. Chr., 
Mose 2, 29. Xflran, Thoma 40 (47, 2), — vgl 
syr. Khesr5n (*Xosrowan unter Husrawai5ih) und 
Kesran. 

Xosrow s. Husrawaiih. 

Xo21iaKog, Skythe, Vater des Andanakos (s. diesen). 
abgeleitet: XobiotKioq, Latyschev II, 275, n'*451, 
22. — d. i. gute Bogen(sehnen) habend (np. zih, 
altiran. '•Jyaka). 

Xrtlra, S. des Ahriman, von Gayomarth getOdtet, 
Albemm lOO, l (108. 398), von Sachau aus 
XzQrah verbessert. — awest. *schrecklich*. 

Xpuadvraq, Perser, Chiliarch des Kyros, Xenoph. 
Kyrop. 2, 3, 5. 4, 1, 4 (daraus Tzetzes3, 749). 
Satrap von Lydien und lonien, das. 8, 6, 7 
(spHterer Zusatz). 

d. i. verwundend (qualend, den Feind), awest. 
XrwiSyafita. 

XrQtasp, S. des Zainigaw, Vater des Baewarftspa 
Oder Dahaka, Bund. 77, 12. Dad-i Dinik bei 
West, P.T. II, 228; indem die Pehlewizeichen 



dieses Namens o«^»V falsch Aurwatasp gelesen 
wurden, befestigte sich der falsche Name Ar- 
wandasp u. dgl., s. Aurwadaspa. 
XSayarSa (altpers.) 1) =^ipir\q, chaldftischer (assyri- 
scher) E5nig, auch Balaios genannt, Eusebios 1, 
63. E's^rkser, Mar Abas Qatina bei Mose 1, 19; 
Gal^os ist hier sein Nachfolger. Asolik 21 (my- 
thisch). 2) XSayarSa, S. des Darayawa(h)u (Da- 
reios I) und der Atossa, reg. 486—465, von Ar- 
tabanos (Artapanes) und Mithradates ermordet; 
Inschriften an den Propylften und andem Ge- 
b&uden zu Persepolis, Hamadan, Wan; auf sei- 
nem Siegel (Menant, Recherches sur la glyptique 
orient. U, Paris 1886, vgl. Oppert, Zeitschr. f. 
Keilschriftforsch. 1, 64) steht: m(araka) XiSyarSa; 
die Zeilen sind falsch gestellt: m. xk^fi'liSyA; 
dies ist die babylonische Aussprache des Na- 
mens, weil der Cylinder in Babel verfertigt 
ward; die babyl. Uebersetzung der Inschriften 
hat XiSi'arSi, die susiscbe XSarSa, ftgypt. XSiaiia; 
hebr. AxaSweroS, Ezra 4, 6. Esther 1, 1 (roman- 
haft). Daniel 9, 1 (ungeschichtlich, die LXX 
haben Z^pHn?); den *A(TouTipo^ des BuchesTobit 
14, 15 hat man unn5thiger Weise mit dem me- 
dischen Astibaras verglichen; gr. H^pEn^, Herod. 

I, 183. 6, 98 u. oft; Ktes. Pers. 20. C. I. Gr. 

II, 302 (Marmor Parium) Z. 64. Inschrift des 

Nimrod-Dag ( nv), Puchstein, Reisen in Elein- 

asien und Nordsyrien. Berlin 1890, 302, Relief- 
bild Tafel XXXVI, 1. Diod. 11, 1, 2. Polyaen. 
7, 15. Himerios Eel. 5, 42. Or. 5, 5. Tzetzes 
4, 184. armen. (nach dem griechischen) K'serKs6s, 
Mose 2, 13. arab. AxaSweroS (nach dem Hebr.), 
S. des EiroS, des Sohnes Jsmasp, Tab. 650, 2. 
652, 15 (vgl. unter Kttru); AxSlreS, Alb6ranl89, 
8 (101). AxaSwgrofi bin Dara 111, ;13 (115). 
AxaSwerOS 280, 7 (273); bei Eutych. 1, 264, 18 
regiert ArtaxSftst der grosse (d. i. Xerxes) nach 
ArtaxSflst tawll al-yad (Langhand); AxaS^roS bin 
Darlfls, Ab. Far. 87, 7. Bildniss an den Pfei- 
lem des Sfidostgebftudes zu Persepolis (mehr 
Oder weniger verletzt) Stolze, Persepolis Taf. 2. 
4. 7; auch auf den Mtlnzen ist der Eopf des 
EOnigs Bildniss, wie man in der Zusammenstel- 
lung bei Babelon n, pi. 1, n"" 16 — 21 erkennt. 
3) E.ipir\q II, S. des Artaxerxes und der Da- 
maspia, reg. 45 Tage vom .7. Dezember 424 
(linger) an, von seinem Halbbruder Sogdianos 
ermordet, Etes. Pers. 44. Diod. 12, 64, 1. 
AxaS^roS oder ArdaSir, Ab. Far. 88, 7. 4) 
EiQlr]q, wahrscheinlich Sohn des Abdissares, 



Digitized by 



Google 



XSayarSa 



174 



*XSaJ)radara 



Kdnig in Arsamosata (Klein-Sophene); Gatte der 
AntiochiS; der Schwester des EOnigs Antiochos 
IV Epiphanes, von der er nmgebracht ward, 
Polyb. 8, 25, 1. Johannes Antioch. bei MttUer, 
Fragm. IV, 657^. vgl. Blau, Zeitschr. f. Num. 
VIL 1880, 33, 39. Mflnze mit Bildniss : Visconti 
II, 332. Langlois, Nnmism. pi. I, 6. 7. Babelon 
CXCIV. 212, pi. XXIX, 6. 7. 5) Z^pEn^, S. 
des Mithradates VI von Pontos, von Pompejns 
im Triumph zu Bom anfgeftlhrt, Appian, Mithrid. 
c. 108. 117. 6) AxSayarS w^^aa^*!, S. des Sax- 
bon, al. AxSidaS .^p^jlm), S. des Sibtin, einer 
der Magier (parthischen Ftlrsten), welche das 
Kind Jesus anbeteten, Bar-BahlUl bei Castelius 
8. V. Magus; Hyde, Veter. Pers. relig. hist. 383, 
15. AxSayarS, S. des Xasbftn, Salomo von Basrah 
bei Assemani III, 316% 40. Budge 93, 10. 
Xerses, Xerxes, in der Legende von Simon und 
Judas KOnig von Babel, Abdias 75**; nach 
V. Gutschmid (Rhein. Mus. XIX, 1864, 383 = 
Kleine Schriften II, 367) NersI, in den Arsaki- 
denlisten Bruder oder Sobn des Guderz (Gotarzes), 
der nach der Legende den Tod Johannis des 
Taufers rftchte. 7) H^pEn? steht fiir Artaxerxes, 
ArdaSir I, bei Eusebios (Hieronymus) 2, 179. 
Eutrop. 8, 14. Sextus Rufus c. 21. 8) HepHriq, 
zweiter Sohn des KOnigs Kawadh, Malala 441. 
d. i. machtiger (herrschender) Mann, Held 
(awest. xSaya und arSan); die Erklarung des 
Namens durch Ooupio^, Aesch. Pers. 73, und 
durch dprjiog, Herod. 6, 98 ist nicht genau. 

HdvOti^, Anftthrer der Marden, Aesch. Pers. 995. 

Edpeavo^, S. des Askl^piades, Iiischrift von TanaYs 
c. ao. 230, Latyschev II, 281, n^ 454, 11. 

♦Xgal)radara (altpei-s.), ♦x8chaj)r5dara (awest.), xSa- 
trdaran (plur., pehl., Inschr. von Hajiabad), 6atn- 
dar (oder yar, spateres Pehlewi), Sahryar, Sah- 
riyar (neupers.) ; die folgenden Namen sind sammt- 
lich in neupersischer Gestalt flberliefert, vgl. 
Sahrdar. 1) Sahriyar, S. des Barztl, des Sohnes 
Suhrabs, Urenkel des Rustam, Held des Sahriyar- 
nameh, Rieu 542'. 2) S. des FirOz in einem 
parthisch-gilanischen (ktlnstlichen) Stammbaum, 
Zehir. 152, 4. 3) jflngerer Sohn des Ormazd IV, 
in dessen Namen Bahram Ctlbin zu regieren vor- 
gab, Bela'ml (nach der romantischen Erzahlung 
von Bahram) in Zotenberg's Tabari 2, 270. 282. 
Ndldeke, Tab. 282, Not. 2, 4) altester Sohn 
des Xusrau U und der Schlrin, von seinem Bruder 
Kawad ermordet, Vater des Yezdegerd III, Tab. 
1044, 3. 2883, 6. Eutych. 2, 390, 8. Masudi 



2, 234. Hamzah 61, 14 = Mojmel, J. as. IH, 

II, 275, 11. Alberflnl 122 flf Fird. 7, 400, 
540. Athir 360, 18. 3, 96, 9. Mirchond 1, 
242, 1; bei Theophanes 1, 50 IaXiap6q, S. dea 
Chosroes und der Icip^iii, Bruder des Merdasa. 
Nach diesem scheint der (ungeschichtliche) 
Sahriyar im Eingang von 1001 Nacht benannt 
zu sein, da Yezdegerd bin Sahriyar (Sehryar) 
ein gelaufiger Name war. 5) SchirwanSah, ao. 
642, Dom, Mim. VI, 4, 1840, 535. VI, 6, 1844, 
452; ein Sohn des vorigen, Athir 3, 21, 21; 
vgl. Sahrwaraz n** 4. 6) unrichtig fttr Sahrbaraz 
jl^ fttr jiji^f 8. Farruxan und §ahrwaraz. 

7) S. des Kanara oder Eanara (Eanarang), An- 
fQhrer derPlankler, fiel bei Qadesiah, Tab. 2258, 
5 (hier nur Kanara). 2346, 3. Athir 2, 375, 19. 

8) §ahriyar-i Sajastan (Sijistan), Fflrst von Sistan, 
milt bei Qadesiah im Zweikampf, Tab. 2311, 13 
(Prym verbessert Sahrbaraz). Masudi 4, 213. 
Athir 2, 368, 14. 9) S. des JabOi, s. Sahrwaraz. 
10) Bruder des Hormuzan, Tab. 2421, 18. 2563, 
15. 2564, 14. Athir 2, 394, 22. 430, 11 (ao. 
636 ff.). 11) S. des ZinabI, Tab. (Zotenberg) 

III, 491, 4; im arab. Tabari: Sahram. 12) 
Ustundar Sahriyar, S. des Ispehbedh BadOsepan I, 
Herr der Festungen Kelar und ROyan, Zehlredd. 
155, 8. 13) S. des Ispehbedh Badusepan II, 
vierter Ftirst der BadOsepan-Dynastie, Verbttn- 
deter des Windad Hormizd von der Qarendynastie, 
reg. 765—795, Zehiredd. 52, 12. 53, 4. 150, 2. 
155, 8. 320, 7. 14) Abu l-molflk Sahryar, S. 
des Sarwin, KOnig von Tabaristan, ward als 
Enabe an den Chalifen Harlln vergeiselt, besiegt 
den Maziar, unterliegt dem 'Abdallah ibn Chor- 
dadbeh, ao. 816/7 und wird von Maziar gefangen 
und getOdtet 210 (825), Tab. 3, 1015, 2. 1093, 
7. Alberflnl 39, 10 (47). Athir 6, 231, 4. 
283, 10. Abulfeda 2, 116, 2. Zehiredd. 160, 

10. 162, 5. 207, 16. 18. 217, 17. 270, 16. 323, 

11. Dieser Sahryar ist vielleicht der Vater des 
Qaren, welcher nach Tabari 3, 1283, 1. Ibn Mas- 
kowaih 508, 2. 4. Kitabo Voyftn 404, 10. 11 
den Mazyar ao. 839 besiegen half und ein Bru- 
derssohn desselben gewesen ware, s. Weil 2, 
324. 15) Bruder des Sarxastan, sammt diesem 
von den Arabera getOdtet, ao. 839, Tab. 3, 1280, 8. 
Ibn Maskow. 507, 8. Athir 6, 353, 8. 16) S. 
des Masmoghan, Vetter des Maziar, Tab. 3, 
1294, 12. Athir 6, 358, 7. 17) Mohammed bin 
Sahryar aus Ruyan, Parteiganger des Hasan bin 
Zaid, ao. 864, Yaqut 4, 296, 19. 18) S. des 



Digitized by 



Google 



'^XSat)radara 

Badosepftn III, Zeitgenosse des Sarwin bin Ru- 
stam, 9. Fttrst der Badasepandynastiey Zehiredd. 
54, 3. 149, 18. 302, 10. 310, 10. 320, 10. 19) 
S. des JamSed, eines Vetters seines VorgEngers 
HarOsindan, 11. Fflrst der B&dtlsepftndynastie, 
reg. 12 Jahre, Zehiredd. 54, 9. 146, 9. 149, 13. 
320, 12. 20) Mohammed, S. des 'Obaidallah bin 
Sahriyar, Gelehrter, Yaqut 3, 512, 1. 21) S. 
des Sarwin, elfter Ftlrst der Bawenddynastie 
(BergkOnige), reg. 930—966, Zeitgenosse des 
Bujiden Rokn ed-danleh, Schwager des WaSmglr, 
Besehtttzer des Firdusi; diese letztere Angabe 
des 'All an-Nizami aus Samarqand bei Mohammed 
bin el-Hasan bei Dorn, Caspia 148 ^ Ethi, DMG. 
48, 92, 1 ist unrichtig, da Firdusi erst nach 
Sahriyar's Tod Ghaznah verlassen hat; Athir 9, 
99, 2. Zehiredd. 180, 8. 191, 8. 209, 9. 270, 
15. 271, 16. 17. 323, 13. 22) S. (richtiger ware 
Enkei) des Rustam DailemI, Freund des Bllyeh, 
Athir 8, 197, 19. Mirch. 4, 44, 24. 23) S. des 
Dara, letzter Ftlrst der 1. Linie der Bawend- 
dynastie, reg. 969—1006; er vertrieb 387 (988, 
seinem 18. Regiernngsjahre) den Firllzan bin 
Hasan ans Rai, und ward 397 (1006) von Qabtls 
bin Wagmglr getOdtet, Athir 9, 99, 2 (die An- 
gabe, er sei Sohn des Scharwin, fehit in einer 
Handsehrift, und ist irrig). Zehiredd. 54, 12. 
191, 8. 209, 12. 270, 15. 271, 16. 323, 2. 14. 
24) Nasr ed-danleh Sahriyar, S. des Baharb 
(15. BadOsepanftlrsten), Zehiredd. 146, 9. 149, 8. 
320, 17 (irrig Namawer 149, 10). 25)§ahriyar, 
S. des KerSasp, Vater des KaDs, in dem kfinst- 
lichen Stammbaum der Schirwanschahe, Dorn, 
M6m. VI, 4, 1840, 550. 26) gahriyar bin Tafll (?), 
Statthalter von *Oman, von dem SeljDqen Qawnrd 
(1041—1074) besiegt, Houtsma, DMG. 39, 370. 

27) aus Kazeran, Vater des Abu Ishaq Ibrahim, 
des Schutzheiligen von KazerUn, f 1035 in 
Schlraz, Rieu 205'. 621'. Pertsch 514, 19. 

28) Abu Bekr Sahryar, S. des Mohammed, Enkel 
des Ahmed Sahryar, Gelehrter aus Aswarlya bei 
Ispahan, Yaqut 1, 267, 21. 29) §ahriyar, S. 
des Xusrau; an ihn richtete Zad bin XQdkam 
einen Brief, Yaqut 2, 372, 3. 30) Fans, S. des 
Hosain bin Sahriyar, Gelehrter aus Main bei 
Siraz, t nach 1082, Yaqut 4, 408, 18. 31)Fadl, 
S. des 'Abdallah bin Sahriyar, Gelehrter, Yaqut 
3, 184, 14. 32) Husam ed-dauleh Sahryar, S. 
des Qaren, eines Enkels des Sahryar, des letzten 
Bawendl (n** 23), erster Isphehbed der 2. Linie 
der Bawenddynastie, reg. 1073—1109, Athir 11, 



175 *Xgat)radara 



207, 24. Abulfeda 3, 596, 9. Zehir. 82, 6. 
210, 9. 264, 15. 270, 14. 271, 10. 324, 3. 33) 
S. eines Bruders von n^ 32, Zehiredd. 221, 15. 
34) Husam ed-dauleh Sahryar *Ali, S. des *Ala 
ed-dauleh 'Ala, des 4. Fflrsten der 2. Bawend- 
linie, Bruder des SahghazI Rustam, Zehir. 244, 
18. 245, 1. 271, 12. 35) S. des vorigen, Ze- 
hiredd. 145, 8. 36) Taj ed-din Sahryar Mama- 
tin (aus BarferUS), in Amul, S. des XftrSld, Enkel 
des Abu 1-qasim, zur Zeit des ArdaSir, des 
7. Fttrsten der 2. Bawendlinie, Zehiredd. 252, 4. 
Ispehbedh Sahryar Mamatlrl, 255, 3. 37) S. 
des Elnax^az, Vater des Klnax»*^az, Gatte einer 
Tochter des ArdaSir, des 7. Fflrsten der 2. Ba- 
wendlinie, Zehiredd. 83, 7. 270, 14 (fehlt 264, 
14 und 271). 38) S. des ArdaSlr von der Neben- 
linie der 2. Bawenddynastie, Vater des Klnax^az, 
Zehiredd. 91, 18. 264, 14. 270, 13. 271, 8. 

39) S. des ArdaSlr, des 1. Fttrsten der 3. Ba- 
wenddynastie, Vater des Yezdegerd, des 4. Fttr- 
sten derselben, Zehiredd. 266, 1. 270, 13. 271, 15. 

40) Nasr ed-dauleh Sahriyar, S. des Yezdegerd, 
Enkel von n** 39, 5. Fttrst der 3. Bawenddynastie, 
reg. 1298—1314, Zehir. 95, 2. 266, 7. 8. 271, 

4. 5. 325, 4. 41) Nasir ed-dauleh Sahriyar, S. 
des Schah Kai Xusrau, 29. Badusepan-Ispehbed, 
reg. 1317—1324, Zehired. 95, 8. 148, 12 (hier 
irrig Sohn des §ams el-molttk Mohammed ge- 
nannt, der vielmehr sein Vorganger und Bruder 
war). 321, 5. 42) Nasir ed-dauleh Sahriyar, S. 
des Izz Oder 'Adud eddauleh Qobad (1384 bis 
1405), Zehiredd. 148, 5. 43) Satnayfibar (kflnst- 
liches pehl.), S. des Bahram, Gelehrter, Arda 
Viraf 246. 44) Faxr ed-din Ibrahim bin Sahriyar, 
theologischer Schriftsteller aus Iraq, f 1309, 
Hajl Chalfa 5, 333, 11. Hammer 226. Pertsch 
273 Anm. 2. 478, n^ 33. 45) Dastttr Sahriyar, 

5. des Dastttr ArdaSlr bin Bahramgah, Priester 
in Eirman (Sirkan oder Sirjan), genannt in der 
1495 verfertigten Versificirung des Sad-dar, Hyde 
435. Rieu 49'. 46) §atn-yar (pehl., d. i. Sa- 
I)rayar), S. des ArtaSir, des Sohnes Ir^J's, schrieb 
eine Handsehrift des Dinkart, Westergaard, 
Zendavesta, Pref. 8, Not. West, P. T. IV, XXXV. 
47) §atn-yar, S. des Mahwindat, Vater des Ru- 
stam, Gelehrter in Turkabad, West, P. T. IV, 
XXXVIII. 48) Sahryar ibn §ahryar aus Pars, 
Verfasser eines Lehrbuehs der Chemie, Pertsch 
329, 14. 49) §atn-yar, Gelehrter, ao. 1569, 
West, P. T. m, XVm. XIX. 50) Sehenaijl, 
Parsiname, Jamaspji D. Minocheherji, Pahlavi 



Digitized by 



Google 



XgaOrita 



176 



Xndadftr 



Diction. I, CLXV. — Patronymisch : §ahrdarftn, 
Vater des Zftban-farrux, Tab. 1063, 15. 
d. i. Reichshalter; Trftger der Herrschaffc. 

XSaOrita, medischer Fttrst aus dem Hanse des 
HnwaxSatara, ftlr welchen der Meder FrawartiS 
sich aasgibt, ao. 520, Inschrift an der Abbildnng 
des FrawartiS am Behist&n; in der grossen In- 
schrift 2, 15 ist der Name zerstOrt, 4, 19 ist 
nnr noch ita zu lesen; die babyl. Uebersetzung 
bat an alien drei Stellen X(a)Satritti, die susische 
Sattarritta; in Inschriften des Esarhaddon er- 
scheint ein ftlterer KaStariti, Stammeshanpt in 
KarkaSSi, als Verbttndeter des MamitiarSu, Stam- 
mesfUrsten der Meder, ao. 678, Sayce, Records 
of the Past XI, 80. vgl. Floigl, Cyaxares u. 
Herodot 106. Schrader, Deutsche Lit.-Zeitung 
1882, S. 58. Keilinschriften nnd Geschichtsf. 
518 flf. Hommel, Gesch. v. Babyl. n. Assyr. 
721 ff. Der Fttrst, fttr welchen FrawartiS sich 
ansgab, muss der Sohn des letzten K5nigs von 
Medien gewesen sein, da auch die andem Em- 
pOrer sich dieNamen kurz vorhergehender Herr- 
scher oder ihrer SOhne beilegten (Gaumata und 
Wahyazdata nannten sich Bardiya, Nanditabaira 
und Araxa S^hne des Nabunlta); den altem 
KaStariti kann FrawartiS nicht meinen, schon 
weil jener vor HuwaxSatara gelebt hat und er 
offenbar seine eigene Identitat mit XSaOrita be- 
hauptet; dieser dttrfte daher der Sohn des Astyages 
gewesen sein, den Xenophon Kyaxares nennt. 
Der Name XSaOrita (mit J)r statt t)r ^i^ mij)ra) 
ist gebildet wie awest. zairita, masita, raoibita 
(skr. r6hita) aus XSat>radara. 

XschaJ)r56inaiih, S. des XschwOivraspa, yt. 13, 112. 
d. i. nach Herrschaft strebend. 

EriTobi^, S. des Achaimenes, Inschrift von Tanais 
ao. 220, Latyschev II, 264, n^ 446. 283, n^ 455. 

E^pEn? s. XSayarSa. 

ZriaadTapo^, Vater des Strategos Demetrios in Olbia, 
C. I. Gr. II, 135, n^ 2074. — d. i. Glasmacher 
(np. SiSehgar). 

Zia|iiq)u)Kavoq, S. des Antimachos, Mitglied einer 
Bruderschaft in Tanais, ao. 225 n. Chr., Laty- 
schev II, 267, n^ 447, 28. 

EiqxipTiq, S. des Mithradates VI von Pontos, von 
diesem hingerichtet, Appian Mithr. c. 107. 

Hiq)6bpri^; persischer Ftlhrer im Skythenkrieg, Phere- 
kydes bei Clemens Alex., MQller, Fragm. I, 98, 
n* 113. 

♦XStawana, Vater des PourubakSti und XschwOi- 
vraspa; davon der Zuname der SOhne XStawaenya 



yt. 13, 111. — d. i. der rasche (eigentl. eilende, 
np. Sitaban). 

Xschw5ivraspa, S. des XBtawana, Vater des XSa- 
{)r56inanh, yt. 13, 111, Spiegel: Xschwivraspa. 
d. i. schnelle Rosse besitzend. 

XoudpaoZo^, Vater des Abragos und Tanasisos, 
Inschrift in Olbia, Latyschev I, 89, n' 52. 92, 
n** 55. — d. i. Speisebereiter (np. *)e»ar-[xur-]saz). 

Xllb s. Xllp. 

Xnbend s. Xudabendeh. 

Xflbfiihr, S. des Ghaznawiden Ibrahim (1058—1099), 
Minhaj 105. — d. i. schttnes Antlitz habend. 

Xflbnigar-xanum, Tochter des Mongolenchans Yllnus, 
Sch wester der Qutlughnigar-xAuum, der Mutter 
Saber's, Rieu 165'. — d. i. schttn von Anblick. 

XouppiabdvTi^, persischer Beamter, von den Leuten 
des Bahram Tschflbin 590 vor Nisibin getMtet, 
Theophyl. 158. — d. i. schOnen Glanz habend 
(patronym.), vgl. Hyroiades. 

XudabaxS 1) einer der Begleiter des Lutf *AlI xto, 

des letzten der Zend-Dynastie, ao. 1795, Malcohn 

2, 199. 2) ein Parsi, West, P. T. I, XXXII. 

3) Name von Schreibern, Pertsch 71. 739, ult. 

synonym mit Allah-baxS, Geschenk Gottes. 

Xudabendeh 1) Oljaitn Xudabendeh Mohammed, 
Mongole, S. des Arghtln, Bruder und Nachfolger 
des Ghazan-xan von der Ilxan-Dynastie, reg. 
1303 — 1316; der Name ist euphemistisch aus 
Xarbendeh (Eselknecht, Eseltreiber) verandert, 
BatOtah 1, 170, 9. 2, 115, 2. Mirch.5, 119, 1. 
127, 15. arab. x^bend (jOj^ statt 00^3-), 
SoyUti 512; armen. I^arbanta-xan (1 als gh zu 
zu sprechen), Arakel 595, 10. 596, 4 (1, 568. 
569). 2) Ghiyath ed-din Xudabendeh, Wezir, 
Haji Xalfa 6, 236, 2. 3) Mohammed Xudabendeh, 
S. des Borhan I Ni^amSah von Ahmednagar 
(Dekkhan), reg. 1508 — 1553, starb in Bengalen, 
FeriStah 2, 235, 8 (3, 236). 236, 3. 310, 13 (3, 
294). 4) Xudabendeh, S. des Ibrahim QutbSah 
von Golkondah, 1550—1580, f 1611, FeriStah 
2, 338, 2. 5) S. des Tahmasp I, Schah der 
Sefewl-Dynastie, Nachfolger seines Bruders Is- 
mail, reg. 1577 — 1586, Job. von Tsar bei Brosset, 
Collect. 1, 552. Hist. 2, 362. Malcohn 1, 515. 
6) S. des 'Abbas I, von seinem Vater geblendet, 
Malcolm 1, 563. 

d. i. Gottes Diener (ar. *abd-allah). 

Xudadad s. Xudaidadh. 

Xudadar, in armen. (neuerer) Umschrift Xt&tatar, 
Beiname des West Xa^tUr (d. i. Geschenk des 
heil. Ereuzes), armenischer Fflrst und r5mischer 



Digitized by 



Google 



XQdftboe 



177 



XQnl 



Dux in Ani, ao. 1077 in den religiOsen Wirren 
dnrcb einen griecb. MOncb erdrosselt^ Tscbam- 
tecbean 2, 972, 27. 1001, 35 ff. 

XQdfthoe 1) Grander des Elosters in Beth Xftl€, 
C.660, Assemani IH, 151% 7. Ill, 2, 880. 2) 
arab. Xodfthi, Brader des nestorianiscben Pa- 
triarcben Johaun, c. 900, Assemani HI, 232*, 
Not. 3, 9. 3) Xudflyeh, s. NOldeke, P. St. 18. 

Xndftl, MirzA Mohammed Hosain XndaT, Dichter, 
Pertsch 686, 23. 

XudftibOb, Vater des Azadmard (s. diesen). — d. i. 
Gott im Bewasstsein habend, die Seele auf Gott 
richtend. 

Xndayftr, Uzbeke, Vater des Daniftl Bei von Bnxar& 
(1759), Schefer, Hist. 120. — d. i. Gottes Freund 
(ar. XAlll-ull^h)- 

Xndaidftdh 1) v?<^>'7 Biscbof von Xarbagla, Gnidi, 
DMG. 43, 398, 18. Khadaidadh ?^?qi>, das. 
400, 4, ao. 499. 2) Xudaidftd (al. Farftbundadh), 
Vater des Marzban ans Pasa (Fasa) in Pars, 
Istaxri 148, 4. 3) S. des Mardgad, Urenkel des 
vorigen. 4) S. der Pirftzeh, 1001 Nacht, Habicht 8, 
Wien 1826, 40. 41. WeU, 1001 N. 3, 123 (die 
Geschichte findet sich nicht bei Galland, Macnagh- 
ten and Lane). 5) Xubadad, Grossvater des Qadi 
von Siraz Majd ed-din Ismail, ao. 1327, Batntah 2, 
54, 10. 6) Xudadad aus Dehll, hanefitiscber 
Rechtsgelehrter, Haji Xalfa 6, 487, 7. 7) S. des 
Wezir Malla Iqbal Xan, von den Lenten Tlmdrs 
bei Dehll gefangen ao. 1398, Ferigtah 1, 286, 
11 (1, 492). 8) S. des NaurtlzSah, in einer 
Sammlnng von Erzahlnngen, Pertsch 988, n** 6. 
9) Xndadad-xan, Afghane, Statthalter von Lar, 
1730, Malcolm 2, 42. 10) Xudadad, Ferasch und 
Mdrder des Agha Mohammed x^n 1797, Malcolm 
2, 299. 300. 

d. i. von Gott gegeben (Batutah 2, 54. 10. 
Hafiz d, 100, 5). vgl. Baba. 

Xudaigab (1. ""gan), S. des Farruxzad, Vater des 
§Irarian, in einem ktinstlichen Stammbaum der 
Reichspehlewane bei Gobineau 1, 474. — d. i. 
des Herm (EOnigs) wtirdig, s. Vullers, Granmiat. 
1. pers. 237. Darmesteter, Et. ir. 271. 

Xudfi^ar, Vater des Ja'far, eines Qoranlesers und 
Traditionisten aus Ganaba in Persis, Yaqut 2, 
123, 8. — d. i. zu Gott Zuflucht nehmend (x^da 
kardan). 

Xudawend-xan, Erzieher (Atabeg) des Mo^ffar (geb. 
10. April 1470), Sobnes des Sab MahmUd von 
Gujarat, Statthalter von Ahmedabad, spftter 
Wezir und Feldherr des Bahadur-Sab von Gu- 

Jasti, Ferd., Iranisches Namenbnch. 



Jarat, ao. 1529, Ferigtah 2, 204, 4. 394, 7 (3, 
219. 4, 62). Rieu 39b\ 

Xudawend-xatUn, Tochter des Ispehbed Hosain^ 
1 1418, Dom, Bullet. Acad. Petersb. 4, 1862, 387. 

Xudawend-gab oder Xawend-Sah, S. des MahmUd, 
Vater des Geschicbtschreibers MirxOnd aus Buxara, 
verstorben zu Balx, vgl. Rieu 87*. 

Xudawend-zadeb, Zuname des 'Ala el-Mulk, Ftir- 
sten (Qadi) von Tinned am Oxus, und seiner 
SOhne und Neffen; der erstere f 1347, Batutah 
3, 48, 8. 57, 9. — Xudawend bedeutet *Herr' 
(z. B. x^dawend-i Rax§, von Rustam, Fird. 4, 
248, 2876); vgl. Patkanean, Geschichte der Mon- 
golen nach armen. Quellen 87. 

XudawlrdT, tfirkische Form des Namens Xudaidad, 
Pertsch 809. 

Xndkam, Vater des Zad (s. diesen). — d. i. der 
seiner Wflnsche theilhaftig geworden ist. 

Xudflyeh s. Xudah06. 

Xujastab-beg, georgischer Adlicber, von den Per- 
sem gefangen ao. 1561, Dom, M6m. VI, 6, 1844, 
341. — d. i. gesegnet, glflcklicb, awest. ^bi^asta, 
s. Darmesteter, Et. iran. 58. 303. 

Xflhim s. Huwahm. 

Xflidan (armen.), S. des Wasak, Bruder desXo^, 
Enkel des Hasan von Hatherk, Inscbrift von 
1201 bei Brosset, Hist., Addit. 342. 

XuKio^ (u ist zerstOrt, daher unsicher), S. des AthS- 
nodOros, Mitglied einer Bruderschaft in Tanais, 
ao. 225 n. Chr., Latyschev II, 267, n^ 447, 27. 
adjectivisch von np. x^t Schwein, auch Wild- 
schwein, Zehlreddln 378, 12; awest. erscheint 
Weret)raghna in der Gestalt eines hfl . . waraza 
(Eberschweines). 

Xuman s. Hflman. 

Xouvapo^, S. des Herakleid^s, Strategos in Olbia, 
C. I. Gr. n, 133, n" 2070. Latyschev 1, 91, n^ 54. 
np. hunarl (Held), Mttllenhoff 564. 

Xufibya, Vater des FrabaxSti, yt 13, 138; er lebt 
in Peschyansi und wird bei der Auferstehung ein 
Heifer des Sogians (Heilandes) sein; seinen Na- 
men hat er daher, dass er aus Angst vor dem 
Damon XaSm (Aeschma) in einem Erug (xumba) 
aufgezogen ward. Bund. 69, 1 ; diese Mythe ver- 
dankt wohl ibre Entstehung einer Oertlichkeit 
Eileh x^nib am Eingang in das Bergland Darwaz 
im obem Oxusgebiet, oder Xumb-aw zwischen 
Saraxs und Herat, s. Michell, Proceed. R. Geogr. 
Soc. Sept. 1884, 503. 

Xundah s. }(»and. 

Xflnl, Dichter aus Hamaftan, Pertsch 638, n^ 33. 

23 



Digitized by 



Google 



Xannk-xndat 



178 



rord 



d. i. der blntige (xtln, Blut, wird von der 
Thrtoe des Liebeskummers gesagt). 
Xanuk-xndat^ bucbarischer Fflrst vor den Zeiten 
des TaghSadeb, Nei-Saxi bei Schefer, Chrest. pers. 

1, 38, 19. — d. i. der glttckliche Herr. 
E'nplidQxt; Tochter des Wasak, Schwester des Phi- 
lips von Siunik (f 848), Gattin des Hrahat, In- 
6i6ean, alte Geogr. von Armenien 285, 31. 
Brosset, Bullet. Acad. Petersb. 4, 1862, 505. 

Xurrabeb, Ma'rnf ibn Xurrabub (arab.), sebiitischer 
Scbriftsteller, Ibn Qotaibah bei HaarbrQcker zu 
Scbabrastani 2, 414. — d. i. Herr (Besitzer) des 
Glficks. 

Xnrrad 1) Held zur Zeit des Naubar, Kai Kawadh 
nnd Kfttls, Fird. 1, 428, 548. 464, 3. 558, 877. 

2, 50, 550 and noch zur Zeit des Kai Xusrau, 
Fird. 3, 272, 22. 2) Name, den sich Isfendiar 
als Kaufmann beilegte, Fird. 4, 530, 2057. 3) 
Krieger, welcher unter ArdaSir I den Ardewan 
gefangen nahm, Fird. 3, 300, 415. 4) Spabpet 
unter Xusrau und Hormizd IV, Vater des Bi- 
stam und BindOi, Fird. 6, 150, 316. 572, 345; 
Dinawari (N(5ldeke'8 Tabari 480) nennt den 
Vater Bistams Sabtlr. 5) Xurrad Burzin, veran- 
lasst die Ermordung desBahram Cabin, Fird. 6, 
594, 602 flf. 

In den WOrterbttchem wird der Name Xarrad 
gelesen; da er jedoch von dem beiligen Feuer 
Adhar Xurrad (Fird. 5, 518, 328) oder Adhar 
Ram Xurrad (Fird. 5, 298, 375) hergenommen 
ist, und letztere Benennung ebenso wie Adbar 
Xurdad nur eine (fehlerhafte) Variante von Adhar 
Xurrah ist, so erscheint die Aussprache Xarrad 
weniger richtig als Xurrad. 

Xurrah 1) S. des Rasnian (?), Vater des Agak (Ar- 
sakesl), Tabari 708, 13. 823, 6. Athir210, 11. 
276, 13. 2) Xurrah Xusrab, S. des Binajan und 
Enkel des Wahriz, Statthalter in Yemen, Tab. 
958, 5. 1040, 2. S. des Marwazan: Masudi 3, 
167. Hamzah 139, 7 (bei beiden ist die Reihe 
der Statthalter verschieden von der Tabari's). 
Athir 327, 18. 359, 18. Abulfeda 1, 136, 7. 
3) Xurrah, Xoreh, Bruder des SchlrOi, s. Farrux 
(Pharnuchos). 4) Xnrrah-i Jelall (Glanz des 
Ruhmes), Tochter des Beha ed-din Sam von 
GhOr, Schwester des Ghiyath ed-din Abu '1-fath 
Mohammed Sam (f 1203), Gattin des Sams eddin 
Mohammed von Bamiyan und Mutter des Beha 
ed-din Sam, Minhl^ 342. 426. — aus einem der 
folgenden Naraen gekflrzt. 

Xurrahmard s. Mardxurrah. 



d. i. Mann des Lichtes (Glflcks). 

Xurrahpadh, Vater des Farruxzftdh, Vorfahr des 
Mihmarse, Tab. 869, 1. Die Varianten ftlhren 
auf die Schreibung JUP^^> x*^arahbadh oder 
Xowan-ahbadh, d. i. pehl. x*^ar(r)akpat. 

d. i. vom Glack geschtftzt; vgl. Xoarophadios. 

Xurrahp6r5g, neuere Aussprache: XurrehftrQz 1) 
Scbriftsteller, West, P. T. Ill, XIX. Das Wort 
xurrah ist im Pehlewl mit dem DzwareSzeichen 
gadeh geschrieben; vgl. Gadp6r56. 2) Xurrah- 
Flrflz s. Xusrau-Flraz und PerOz n** 55. 
d.i. Glttcks-PerOz. 

Xurakan s. Farruxftn. 

Xurram 1) Xurram x^ (^;y>), Beamter der Gu- 
Jarat-KOnige, ao. 1526, FeriStah 2, 422, 1 (4, 
103). 2) Roxolanin (Russin), Gattin des Sultan 
Sollman II, Mutter des Sultan Sellm II, f 1666, 
Hammer, Gesch. d. osman. Reiches 3, 283. 3) 
Dolmetsch der Hohen Pforte unter Murad III 
(1574 — 1595), Hammer, Gesch. d. osman. Reiches 
4, 40. 4) Xurram-Kia, seyidischer Fflrst in Gllan 
(Lahijan), Dom, Bullet. Acad. St. Petersb. 4, 
1862,383. 5) Dichter, Anfang 19. Jahrh., Pertsch 
666. — d. i. der (die) Heitre; vgl. )^arandze. 

Xurrambaxt, Mirza (Ende 18. Jahrh.), Sprenger 200. 
d.i. frOhliches Glflck geniessend. 

Xurrami, Dichter, Pertsch 638, n^ 9. 10. 
d. i. Anhanger des Babek Xurrami. 

Xurram-Sah 1) *Ala ed-dln, S. des 'Izz ed-din Mas'fld 
von Mosul, zieht demSaladin zuHfllfe, wahrend 
dieser 'Akka belagerte, ao. 1190, Athir 12, 33, 
6. 50, 14. 2) Dichter, Pertsch 638, n^ 8. 

Xflran s. Xosran. 

Xflransah, Vetter (Oheimsohn) des Henoch, Schfllers 
des Patriarchen Abraham von Mosul (f 849), 
Vorstand der Schule in GundischapQr, Assemani 
III, 508*, 5 (der Herausgeber liest Horabsaa, 
also sU^^^). 

Xurasan 1) Feldmarschall (Sipebbed) des Xusrau 11, 
rath dem Bahram Cflbin die Usurpation des 
Thrones ab, Fird. 7, 72, 832. 74, 841. 76, 864. 

2) Dihqan von Herat, ao. 739, Athir 5, 121, 6. 

3) Xurasan-xftn, Dichter, Pertsch 639, n* 84. 
Xurasani, Vater des Taj, s. diesen. 
Xurrazadh s. Farruxzadh. 

Xurbindadh, Grossvater des Bistam, Vater des 
Sapflr, Dinawart bei N5ldeke, Tabari 480. 
d.i. von der Sonne erlangt. 

Ktt*rd 1) Fflrst von Siunik, ao. 728, Tschamtschean 
2, 400, 29. Brosset, Bullet. Acad. St. Petersb. 
4, 1862, 504. 548. 2) S. des Sadfln (arab.), 



Digitized by 



Google 



Xurdadh 



179 



Xnrgfth 



Amir von Ani, ao. 1181, Vater des SadtXn und 
der Arzfl-xatfln, Schwager des Sargis, Feldmar- 
schall des Giorgi III und der Tbamar von Geor- 
gien, Brosset, Ballet. Acad. St. Petersb. 5, 1863, 
231. Hist. 1, 554. Addit. 362. 422. 3) S. des 
Smbat, Vater des Smbat und IJkan, Bnider des 
Bischofs Barsl (Basilius) von Halbat, Inschrift 
von 1220 in Halbat, Job. v. d. Krim, M6m. VII, 
6, 2. 4) S. des Ftlrsten Wa$e, des Sohnes 
Sargis Wa<?titants, Gatte der XoriSah, Zakaria 
in Brosset, Collect. 2, 167. 169 (ao. 1250). 5) 
ein Armenier in Wardeni, ao. 1254, Tschamtsch. 
3, 249, 3. 6) ArtsrUni, Amir von SasOn (in 
Aldznik), ao. 1260, Tschamtsehean 3, 257, 41. 

7) Amatftni, Enkel von n° 4, Gatte der Xovand- 
Xatbuu, Zakaria in Brosset, Collect. 2, 174. 

8) Mir Xurd, Dichter, Pertscb 638, n" 51. 552. 

9) Xajah (x^'ajah) Xurd, Pertscb 689. — osset. 
kurd (Scbmid); n** 8. 9 np. xnrd (klein)? 

Xurdadb 1) Xtlrdat (d kurz), auf einem Siegelstein 
mit Bildniss, Mordtmann, DMG. 18, 9, n"" 9 
(Tafel III unten). 2) Xurdad Xusrau, veranlasste 
die Erhebung des Surxab, Sobnes des Baw, 
gegen den Usurpator WalaS, Zehlreddin 206, 18. 
3) unrichtige Lesart fUr Xurrazadb (s. Farruxzadb). 
Benennung nacb dem Genius Xurdad, awest. 
Haui-watad (Spiegel, Eran. Altertb. 2, 39. Wil- 
liams Jackson, Avesta Granmiar XXVI). 

Xurdadbbeh 1) 'Abdallah bin Xordabbib (arab.), 
arabischer Feldherr, unterwirft 816/7 Tabaristan 
und besiegt den Schabriyar, Sobn des Scbarwin, 
und f&ngt den Malik von Dailem AbQ Laila 
Tab. 3, 1014, 19. Athir 6, 231, 2. Abulfeda 
2, 116, 1, ao. 816. 2)Ibn Xordabbih, Aba 1-qasim 
'Obaidallah bin Ahmed bin Xordabbih, Polizei- 
und Postdirektor unter den Barmekiden, Ver- 
fasser (ao. 846) des Kitabo '1-masalik wa '1-ma- 
malik (Buch der Strassen und der Reicbe), 
herausg. von de Goeje. Leiden 1889; er starb 
912, Fihrist 149, 1. Alb€rttnl 41, 13 (50, 'Abd- 
allah bin 'Abd-allah bin Xordadbib). 245, 17 (Abtl 
l-q&sim 'Obaidallah bin 'Abdallah bin Xordadbib). 
Hajl Chalfa 2, 101, 10. 5, 509, 8 (Ibn Xurdad 
al-Xurfisani). 510, 11. 511, 1 (Ibn Xurdadbeh). 

Xurdld-gah (xur ftlter: Xl^ar), S. des Marzubangah, 
Ftlrsten von Haleb, Held eines Romans des Sa- 
daqah von Scblraz (1189), Etb^, die hOfische 
und romant. Poesie der Perser. Hamburg 1887, 
S. 34. — vgl. awest. hwaredaresa (die Sonne 
anblickend, als Anbeter, s. Fird. 4, 360, 22. 
364, 71). 



Xurdek, 1) Scbmid in Marw, Freund des Seld, des 
Vaters des Abu Muslim (ao. 747), N. de Kbanikoff, 
J. as. V, 20, 83, 14. 96. 2) K'tlrdik (ft kurz), 
Mamikonier, Fftrst von p'okftn Hayots, Vater 
des Sembat und Grigor, ao. 853, Thoma 153 
(191, 2). - vgl. xord, kftrd. 

XurftiHz 1) Nacbkomme des Xusrau I, zur Zeit 
Mobammeds, Mobl, le Livre des Rois I, XIX. 
2) ein Geber (Magier) aus Persis, Ouseley, No- 
tices on Persian poets 59. — d. i. der Sonnen- 
PerOz (der Verehrung der Sonne ergeben, oder: 
der [den Eltemjiieine Sonne ist?). 

Khurmah oiioias, Biscbof von Sagastan, ao. 577, 
Guidi, DMG. 43, 404, 7. — d. i. der im Monat 
xur (x^slt) gebome. 

XurOg 1) Feldherr des 'Ala ed-din von Gh5r gegen 
seine Neflfen, ao. 1152, Atbir 11, 109, 20. 2) 
Dichter, Pertscb 638, n° 31. — d. i. Schlacht- 
l&rm (z. B. Fird. 2, 60, 657); xnrOs wflrde'Hahn' 
sein. 

Xurosl, Dichter, Pertscb 683. — d. i. der klagende 
(aus Liebeskummer). 

XurOzan, turanischer Held, Burhan-i qati' bei Vul- 
lers, Lexic. I, 683*; zu lesen Xazarwan (Ql-hp- 

statt qU^;>)? 

Xftrs 1) Fttrst von Gardman, ao. 420, Mose 3, 60. 

2) armenischer Heerftthrer aus dem Hause von 
Srovantsteank unter Wardan, ao. 451, EliSe 215*. 

3) Argamani, Milchbruder des Nerseh Kamsa- 
rakan von Schirak, HeerfQhrer unter Wahan, 
ao. 483, Laz. Pharp. 259, 27. 

Xurgab 1) Rokn ed-din XurSah, S. des 'Ala ed-dIn 
Mohammed, letzter Ftlrst der Ismallier oder 
Assassinen, ward im ersten Jahre seiner Herr- 
schaft (1256) von HftlagU abgesetzt und gefangen, 
Rabid ed-dIn bei Quatremfere, Hist, des Mongols 
174, 5 ff. Zehir. 85, 5. 265, 9. Mirch. 4, 70, 1. 
Hamd. M., J. as. IV, 13, 48. 2) Xorisah (armen.), 
Tochter des Sargis Mxargrdzel (Langhand), Statt- 
halters von Ani unter Georg III, Gattin des 
Waxtank, Fttrsten von Hatherk in Xa^enk (Artsax) 
ao. 1212, Inschrift bei Brosset, Hist., Addit. 343. 
Tschamtsch. 3, 185, 31. 202, 18. 3) Tochter 
des Wasak, Gattin des Zakaria, des Sohnes des 
Waxtang von Hatherk, Zakaria bei Brosset, 
Collect. 2, 175. 4) Tochter des Marzpan Ma- 
mikoni und der Mamkan, Gattin des E'Qrd, 
Sohnes des Wa$6, ao. 1250, Zakaria das. 169. 
171. 5) Xurgah, S. des Qobad, Staatsmann und 
Geschichtschreiber, f 1565, Ferifitah 2, 328, 2 
(3, 321). Rieu 107 ^ — d.i. Sonnenk5nig(in). 



Digitized by 



Google 



Xurgid 



180 



Xufiyftb 



XurSid (ftltere Ausspr. x^arSgd) 1) S. des Ramin 
und der Wisah, Broder des JamSed, Wis o R4inin 
396, 10. vgl. V. Erdmann, DM6. 15, 774, Not. 4. 
Pertsch 843, n^ 2. 2) S. des Xurrftd (Xarrad), 
Heerftthrer und Gesandter des Xusrau II, Fird. 
7, 122, 1424. 162, 1909. 3) angebl. ursprtlng- 
licher Name der Azannlduxt, Mojmel, J. as. Ill, 
11, 276, 11. IV, 1, 427, 7. 4) S. des Dftdburz- 
mihr, Enkel des Ferruxan (Ferxftn) desGrossen, 
letzter Ispehbed der DiibOidynastie, reg. 13 Jahre, 
Zehir. 40, 8. 11. 46, 16 (unrichtig: 51 Jahre, 
das. 319, 16, in einem nicht von Zehireddin her- 
rflhrenden Theil); er starb an Gift, das er in 
seinem Ring verwahrt hatte 761, Zehir. 273, 18, 
nach Tabari 759; Hamzah 239, 8; seine Toch- 
ter §aklah war Gattin des *Abbas, Bmders des 
Chalifen Mansnr und Mutter des Ibrahim, in 
2. Ehe des Abtt Samed bin 'All, Tab. 3, 137, 
10. 140, 10. Kitftbo Voyttn 229, 16; seine 
Schwester war Yakand. MtLnze mit Bildniss 
(aber nicht des XuriSid, sondem des Xusrau II, 
da die tabarist. Mttnzen den sasanischen nach- 
gepragt sind): Olshausen, die Pehlewimdnzen. 
Kopenh. 1843, 40. 41. Mordtmann, DMG. 8, 
173. 19, 86; die Mtlnze ward nach XurSldsTod 
weiter gepragt und mit Jahrzahlen der tabari- 
stanischen Aera (645) versehen; eine solche spa- 
tere Mtlnze von 117 (762) hat Ascoli (Atti del 
Congresso dei Orient. II, 73, mit Tafel) bekannt 
gemacht. 5) S. des Windarend, Marzbans von 
Amul, von einer Seitenlinie der DabOidynastie, 
Zehir. 50, 40. 6) S. des Junaf (GuSnasp), des 
Bruders von n** 5, ao. 864, Zehir. 284, 16. 7) 
Ibrahim, S. des 'Abdallah bin Mohammed bin 
XurSid, Gelehrter, Yaqut 3, 222, 22. 223, 3. 
8) Aba 'Abdallah Mohammed bin 'Abddallah 
Xurgid aus Deblr bei NlschapOr, Gelehrter, f 919, 
Yaqut 2, 547, 21. 9) *AlI, S. des XurSid, Feld- 
herr des Da^I (Missionar, *Alide) Abu l-Hasan, 
Sohnes des UtruS, ao.927, Zehir. 172, 1. 10) 
XurSid, M5bed, von AlbSrOnl angefUhrt 222, 1 
(207). ll)Hosain, S. des Ibrahim ibno l-Hosain 
ibn XurSid aus Natal in Tabaristan, gab den 
Dioscorides fttr Abtt *AlI Simjttr heraus, ao. 990, 
P. de Jong 3, 227. 12) XurSid, S. des Ghazna- 
widen Ibrahim (1058—1099), MinhaJ 105. 13) 
S. des Ghaznawiden jfemSid, MinhaJ 107. 14) 
S. des Abu "l-qasim, Ispehbed von Mamatir (Bar- 
furttS), von dem Badttsepanftlrsten Eai Eatts von 
Rustemdar gefangen, ao. 1118, Zehir. 222, 2. 
252, 4. 15) S. des Eeytts, von d^ 2. Linie 



der Bawenddynastie, Zehir. 256, 1. 16) Hizber 
ed-din XurSid, tOdtet den Ustandar Hazarasp von 
Rustemdar (reg. 26 Jahre seit 560 = 1164), 
Zehir. 77, 4. 78, 11. 17) §oJa* ed-din XurSid, 
S. des AbQ Bekr, Neffe des EerSasp, Beherr- 
scher der Lur-i Ett5ak (kleinen Luren) ao. 1184, 
Mirch. 4, 178, 19. Rieu 114\ 18) H€rbadh 
XurSid, S. des Isfendiar des Sohnes Rustams, 
Yerfasser des Sahnameh-i nathr (Auszug des §ah- 
nameh in Prosa), Rieu 48\ 541. 19) XurSld- 
xan, Befehlshaber der Palastwache des Moham- 
med Sah, baut eine Moschee in Bhagalpttr ao. 
1446, Horn, Epigr. indica of the Archaeol. Survey 
ed. Burgess, XIII, 1893, 280. 20) XurSld-xan, 
tttrkischer Sklave, spater Feldherr des Burhan 
NigamSah von Ahmednagar im Dekkhan, f 1531, 
FeriStah 2, 46, 1. 202, 6 (3, 70). 21) XurSit, 
Gesandter des Alexander von Eaxeth (1574 bis 
1603) an den Tsar, ao. 1587, Brosset, Bullet. 
Acad. Petersb. U, 1845, 218. 22) Mir XurSid 
^All aus Belgram, persischer Dichter in Indien, 
Ende 18. Jahrh., Sprenger 162. 23) XurSedJi, 
haufiger Parsenname, auch Eharsh^dji geschrie- 
ben; Jl ist eine indische Bezeichnung eines Ge- 
lehrten, s. Jamaspji D. Minocheherji, Pahl. Diet. 
I, CLVIII. Patronymisch : XurSlban, ftlhrte den 
fldchtigen Xusrau TI durch die Wtlste am Euphrat, 
ao. 590, Tab. 998, 15. 
d. i. Sonne, awest. hware-x^aeta. 

XurS^tfiihr, )p<^arSgt§ihr s. Hware6iJ)ra. 

Xurzad, S. des Badusepan, Ispehbed von Rustemdar, 
reg. 695—725, Zehiredd. 51, 16. 150, 5. 320, 6. 
d. i. Sonnensohn. 

XurzOi, pehl. )P'ar656, Siegel bei Mordtmann, DMG. 
18, 40, n^ 136 (Taf. 2, 2). Horn S. S. 26. Justi, 
DMG. 46, 285. 

XuSansatdeh, XuSenzadeh s. GuSnaspbandah (bei 
WareSna). 

XuSdil, 'Abd ar-rasttl, aus Easchmir, pers. Schrift- 
steller, Sprenger 107. — d. i. gntherzig. 

XuSgO, Schriftstellemame 1) des Bindraban aus 
Benares, schrieb 1734/5 eine Geschichte der 
pers. Dichter, Sprenger 130. Pertsch 619. 2) 
des MunSi Ammar Singh aus Benares, Sprenger 
167. — d. i. der Wohbedende (alter: x^aSgO, 
Schriftstellemame). 

XuSi (X!^aSl), Dichter, Pertsch 638, n^ 46. 
d. i. Schdnheit (taxallu§). 

XuSyab, Lalah xQ^yabl (^p^^aSyabl) Mai, Hindu, 
Vater eines Schriftstellers Amir Cand (f 1795), 
Rieu 988 \ — d. i. schOnes erreicht habend. 



Digitized by 



Google 



Xi^qadam 



181 



Xwarandze 



XoSqadam, AnflElhrer nnter MahmQd E&w&n^ Feld- 
herm der BahmanlkOnige in Bidar (Widarbha) 
ao. 1469, FeriStah 1, 676, 15 (2, 484). 
d. i. BchOnf&ssig (arab. qadam). 

XaSkn&kab, Scbreiber (E&tib) and Dichter aus 
Baghdad, Frennd des Mohammed bin Ishftq, des 
Verfassers des Fihrist, lebte in Raqqah and 
MOsal, wo er ea. 961 starb, Fihrist 139, 24. 
Xagknftyeh, Hammer, Lit Arab. 5, 475. 

XoSxftl-Sand, indischer Geschichtschreiber, 1. HUlfte 
des 18. Jahrh., Pertsch 476. 

d. i. der sich wohlbefindende; 5and ist in- 
disch. 

XuSnftm (^LUij>) 1) Qorftnschreiber aos Basrah zar 
Zeit des ChaUfen ar-RaSld (786—809) Fihrist 
7, 2. 2) an Ibn Xagn&m ist das Bach der Zeag- 
nisse (Kitftb a§-gawahid) gerichtet, Fihrist 171, 8. 

3) Mohammed, S. des Ahmed bin 'Abdallah bin 
Xugn&m, Gelehrter in Kairo, Taqut 1, 615, 20. 

4) §abTb, S. des Ahmed bin Mohanmied bin 
XaSn&m, Gelehrter aus Bastlgh bei NiSapQr, geb. 
1003, t 1070, Yaqut 1, 620, 20. 5) ein Mann 
aas Arrajan (Grenzstadt von Pars and Ahwaz), 
aafst&ndisch gegen den Buyiden Malik rahim, 
ao. 1053, Athir 9, 407, 15. 6) Mihrbat Aba 
JaTar Mohammed, S. des Ahmed bin XuSnam, 
Statthalter des Torrilbeg in Teknt, ao. 1056, 
Athir 10, 290, 2. 7) Ibrahim Ibn XuSnam, 
Schaix and Imam aas Baktlh, schrieb 1286, 
Hajl Chalfa 3, 637, 4. 

d. i. gaten Namen habend, glflekUch. 
XaSnawaz s. AxSanwar. 
XasrOiSah s. Hasrawaiih. 
Xafiter, Mirza Fadl Allah, S. des Sarxitf, Dichter, 

Sprenger 121. Pertsch 638, n^ 45. 
d. i. der bessere, schOnere (schOnste). 
XQthay oder Xothas, FOrst von SasOn, ao. 591, 

Tschamtschean 2, 297, 21. 
Xozak 8. GOzak. 
Xozan, K5nig der Xttzier (von Susiana) zar Zeit 

des Kai Xasraa, Fird. 4, 16, 132. 188, 2175. 

Nach ihm soli der Ort Xttzan bei Ispahan be- 

nannt sein, Borhan-i qati* bei Vallers I, 751*. 

Yaqat 2, 494, 12. 
Xa2€n, Satrap von Sophene (Tsoph) zar Zeit ArSak 

in, G6n6al. de St. Gr6g. 30\ 
Xoiik, ein Eaafinann aos Sasiana, ao. 455^ EliSS 

236*. Laz. Pharp. 153. — d. i. der Sosianer, 

np. Xtizl. 
Xwadaena, S. des Fraschaoitra. genet. Xwadaenah^ 

FraschaoStrayanah^. yt. 13, 104. — vgl. Xo- 



dainos; d. i. die eigene (von den Vatem ererbte) 
Religion bekennend. 

Xwadhata, Vater des WaAhadhata, yt. 13, 119. 
d. i. nach eigenem Gesetz wandelnd (Beiwort 
der Sterne). 

Xwafiiam, Tochter der Paarwaesm, imStammbaam 
des A2i-dahaka, Band. 77, 15; hier ist inPazend- 
schrift nnrichtig Ovoxm geschrieben (die anlaa- 
tende Grappe xi^a hat dasselbe Zeichen wie o, 
V steht for f, oxm wird ebenso wie nam ge- 
schrieben); Personification des schlechten Schlafes, 
^pi'afhanam aghanam, yt. 13, 104. 

Xwaherzadeh (xaherzadeh), Beiname des Rechtsge- 
lehrten Aba Bekr Mohammed aas Baxara, f 1090, 
Hajl Chalfa 4, 356, 11. — d. i. Sohn der Schwe- 
ster (vgl. Ibn EakQi). 

Xwajagi, Dichter, Pertsch 638, n^ 19. 
d. i. reicher Eaafmann. 

Xwajazadeh, Dichter, Pertsch 638, n" 21. — d. i. 
Sohn des GhOdja (Meisters, Respektperson). 

Xwajai oder Xojai, XwajQ, Dichter aas Eirman, 
t 1342, Hajl Chalfa 3, 279, 5. Hammer 248. 
Sprenger 471. Pertsch 65*. 694. 713. 724. 
Xwajah 478, 36. 638, 23. Riea 544* (Xajfl, 
Dichter des Samnameh) 544** (Xwajfli mObed), 
Rosen 118, 6. 217, 8. Eoseform von X!^«^Jah 
(heate x^J^l^ gesprochen), Herr, Weiser, Patron. 

Xwaxschat)ra, yt. 13, 117. — d. i. eigne (angebome) 
Herrschaft habend. 

Xwand, ^p^^and, x^nd, arabisirt xawand, der Herr, 
arab. femin. xawandah, neaere Aassprache xondah 
1) al-Xondah, Tochter des Xan Mohammed tjzbek 
von Qip&aq in Sarai an der antem Wolga (Ax- 
taba), Gattin des Saltan Malik an-Nasir von 
Eairo, pilgert 1326 nach Mekka, Batatah 1, 
399, 10 (Bjo>i!). 2) FlrOz xondah s. bei P€r5z. 
3) Bibl Xondah (nnrichtig Xonzah 8iiy> statt 
»vXi^), Tochter des 'Ala ed-dln, des letzten 
Sultan der Sa'id-Dynastie in Dehll, Gattin des 
Hosain §arqT Saltans von Jannpttr, der von BahlQl, 
dem Grander der Lodhl-Dynastie, ao. 1478 be- 
siegt ward, FeriStah 1, 326, 19 (1, 559). 4) 
Xondah HamayOn, Gattin des Hosain Ni^amiah, 
Matter des Morted* Nijan^h (1564—1568), Fe- 
riStah 2, 78, 4. 253, 20 (3, 131. 250). 

Xwandamir s. Xondemlr. 

Xwandfian s. A$l^ag|ihad. 

Xwanwand, yt. 13, 117. — d. i. gl&nzend. 

Xwarrad s. Xnrrad. 

Xwarandze (georg.) 1) Tochter des Mirdat, Schwester 
der Mihrandaxt and des E5nig8 Waxtang Gorg- 



Digitized by 



Google 



XwaraSan 



182 



Lanbak 



asal (GurgaslftD), Gattin dee Bakur von Somxeth, 
WaxuSt bei Brosset, M6m. VI, 4, 1840, 326^ 
10. 329. Brosset, Hist. 1, 148. 196. 2) Xwaramze, 
Tocbter eines Dadian von Mingrelien, Brosset, 
Hist. 2, 646. 3) Xwaramze, Tocbter Aw-Giorgi 
(Georg des b5sen) von Kaxetb (f 1528), Gattin 
des Waxtang von Muxran, des Vaters des Tbei- 
mnraz-Bagrat, Brosset, M6m. Acad. Petersb. VI, 
5, 1843, 225. 4) Tocbter des Prinzen Lewan 
von Kartbli, Scbwester des KOnigs Waxtang VI, 
Brosset, Hist. 2, 85. vgl. Pbarandzem. 

XwaraSan 1) Tocbter des Konigs Giorgi von Kartbli 
(1600—1605), Scbwester des KOnigs Luarsab II, 
Gattin des Theimuraz I von Kaxetb, ao. 1612, 
WaxuSt bei Brosset, M6m. VI, 5, 200; XoraSan: 
das. 251. Hist. 2, 49, 72. 2) XoraSan Mike- 
ladze, zweite Gattin des KOnigs Giorgi XI Gnrgin- 
Xan von Georgien, f 1695, Brosset, Hist. 2, 85. 
3) XoraSan, Tocbter des K5nigs Lewan (Leo, 
t 1709), Gattin des Konstantin, des Sobnes Le- 
wans von einer Nebenfrau, Brosset, Bullet. 3, 
1847, 362. 4) XoraSan, Tocbter des Kai Xosro 
(t 1711), Bruder des Waxtang VI, und derKe- 
tbewan (Katbarina), mit cbristlicbem Namen 
Anna, aucb Begum (Ftlrstin) genannt, Brosset, 
Bullet. 3, 1847, 362. 366. 5) Tocbter des 
KOnigs Tbeimuraz 11 von Kaxetb (1744—1762), 
Brosset, Hist. 2, 635. — d.i. Gltlck besitzend. 

Xwar656 s. XUrzoi. 

Xwamak s. Gawrang. 

XwftS&beb (al. XwadSftb, AxtlSftbeb), Schatzmeister 
des Buyiden 'Adud ed-dauleb, Stattbalter von 
Mosul, t 995, Yaqut 2, 255, 15. Atbir 8, 520, 
3. 1. 9, 15, 6 fif. 

XwaSlzag (syr. kbwaSlzag, al. kbwaSlrag), Gattin 
des Zurwan (der Zeit) und Mutter des Abura- 
mazdab (Sektirer-Ansicbt), NOldeke, Syr. Polemik 
gegen d. pers. Relig. Stuttg. 1893 (Festgruss an 
R. Rotb) S. 37. 

Xwftst-jTlan, Vater des Umldwftr (s. diesen). — d. i. 
das Verlangen Gllftns (nacb dessen Geburt das 
Land verlangte). 

Xwast-irlxt, Nacbkomme (Enkel) des Frasp-i gOr, 
Bundebescb bei West I, 135. vgl. AuSabr. 

d. i. (wenn die Lesart ricbtig ist) zu seinem 
Verlangen getrieben, befSrdert. 

Xw^S&wand (neuere Ausspracbe: XlSftwend), Bei- 
name 1) eines * All, der von Mahmdd von Gbaznab, 
weil er dessen Bruder Mohammed zur Regierung 
verbolfen batte, getOdtet ward, Mirch. 4, 40, 9, 
2) des Abu Sa'ld Abmed aus TUs, Scbriflstel- 



lers, Hajl Cbalfa I, 234, 6. — d. i. Blutsver- 
wandter. 

Aapbdvii^, Neffe des KOnigs Gundapboros, im 
Evangel. Jobannis de obitu Mariae, Gutscbmid, 
Rbein. Mus. XIX, 1864, 165 = Kleine Scbriften 
II, 337; es ist 'Apbdvri^ = Abdagases zu lesen; 
in einer Liste der 3 Magier, Hyde Veter. Pers. 
relig. bist. 383 ist Labado 1?a£^ durcb AlpbarO 
]^s^] glossirt; die ricbtige Lesart scbeint ]^] 
d.i. Apda(gases) zu sein, s. AlpbarO. 

Labrases, Aurelius, r(3miscber Centurio, Inscbrift in 
Ejmiatsin, Journ. as. VI, 13, 103. 

Aapp6'io^ s. BroYos. 

AapouapcxdKio^, KCnig der Perser ao. 363, der Su- 
renas an Jovianus sendet (Sapor II), Cbron. 
Pascb. 299^ (553, 4) = Alex. 694, 20. 

Labado s. Labdanes. 

AdpuZo^ (al. AdpuSo^), Eunucb des Tanyoxarkes, 
Ktes. Pers. 11. 

LUbzerln, kurdiscber Fttrst, Socin 180, 3. 
d. i. Goldband, vgl. das. 202. 

L&d, Mobammed, S. des Lad aus Debll, verfasste 
ein persiscbes WOrterbueb, ao. 1519, Rieu494*. 
np. lad ist u. a. 'Blume'; viell. der ind. Name Lada. 

Lagbar, Qadl aus Sistan, Pertscb 606, n^ 48. 
d. i. der magere. 

Labak s. Lawahak. 

LaSln, arab. Lajln 1) erster Gatte der Sitt aS- 
§am, Scbwester Salah ed-dln's, Atbir 11, 349, 
19. Ibn CbaU. II, 25, 17 (I, 285). 2) ein 
Xitai-Tttrke, Vater des persiscben DicbtersAmIr 
Xusrau, Rieu 240^. — 3) La6in-Beg, persiscber 
Gesandter beim Tsaren, ao. 1603, Brosset, Bullet. 
Acad. Petersb. 2, 1845, 308. — ist kaum das 
neup. laCln (Diener), sondem das aucb im Kur- 
discben und Ossetiscben gebr&ucblicbe tatariscbe 
laCln (Falke). 

Laxd^m s. Rab&m. 

Laxtebzen von Tenb^an, am Hofe des Ispebbed 
Kai Kaas von Rustemdar, Zeblreddin 72, 9. 
d. i. der in Stticke scblftgt. 

Laleb, Dicbtemame (taxallus), Garcin de Tassy 103. 
Laleb x^tOn aus Kirman, Dicbterin, Pertscb 656, 
n^ 28. — d. i. Tulpe. 

Lalwarl, Dicbter, Pertscb 686. 

Lan, S. des Narlman, Vater des §ftb (s. Nairimanft), 
Yaqut 4, 9, 10. 

Lanbak, WassertrHger, bewirtbete den Babrftm GOr, 
Fird. 5, 560 ff. Nacb dem Farbang-i Stftlrl 
wftre Linbuk zu sprecben. 



Digitized by 



Google 



Lar 



188 



Maderek 



L&r 1) S. des Ourgin Mllftd; nach ihm 80II die 
Provinz Lar in Persis benanut sein, Tarix Mab- 
suteh bei Malcohn 1, 529. 2) Sa'ld ed-din Lar, 
Dicbter, Pertsch 645, n^ 144. 

LaSek; Vater des Murdad (s. diesen). vgl. np. 
laSeb (mager, schwach). 

LaSkarl 1) Dailemit in der Umgebnng des Asfor, 
Athir 8, 168, 1 (ao. 931). 2) S. des MardI, 
Statthalter von Gllan, vertreibt den Daisam aos 
Adharbaijan, Athir 8, 261, 23. 3) Amir, Stattr 
halter der Ktlste yon Eirman, e. 1170, Hontsma, 
DMG. 39, 394. 4) Theodoras, rOmischer Pa- 
trieins, spftter Kaiser in Nicaea, f 1222, ao. 
1203, Athir 12, 126, 5. Ab. Far. 431, 3. 
5) al-ASkarl wcrden mehrere byzantinische Kaiser 
von arabisehen Chronisten genannt, s. Karabaeek, 
Wiener Zeitschr. f. d. Konde des Morg. I, 1887, 
34 ff. 6) LaSkan x&n, Feldherr des afghani- 
schen Emir's Timflr, ao. 1791, Schefer, Hist. 139. 
d. i. Soldat. 

LaSkar-xan, afghanischer Adlicher, FeriStah 1, 320, 5. 
d. i. Heeresfttrst. 

LaSkarsitan 1) Fttrst yon Barbaristan, zur Zeit des 
Kai Xusran, Fird. 4, 18, 176 (Vullers 1281, 173 
liest KiSwarsitan, die Zonen der Erde nehmend, 
unter seine Gewalt bringend). 2) S. des Lagkarl 
n^ 2, Athir 8, 263, 9 (ao. 938). 3) S. des Abu- 
JaYar ans Dailem, Vater des Bahram, in Diensten 
des Bnyiden Samsam nnd Beha ed-dauleh, Athir 
9, 87, 9. Zelireddin 284, 13. Mirch. 4, 21, 27. 

Lauzajan, Parteiganger des Qaren, Sohnes des 
Sahriyar, ao. 839, Tab. 3, 1274, 2. 1285, 10. 

Lawahak, Nachkomme (Enkel) des Frasp-i fillr, 
Bundehesch, West, P. T. I, 135. Lahak oder 
Lahhak, S. des Wiseh (W^sah), Brader des 
Piran, Fird. 2, 410 ff. 3, 34, 345. Bei Tabari 
610, 8 heisst er Farraxlad, s. die Note Barths 
z. d. St.; in Pehlewischrift wtlrden beide Namens- 
formen nicht sehr yerschieden sein: >^r^c nnd 
)<HTi^ (Fara)C<i'ad und Rawahak); la (nicht) ist 
aramaisch nnd in einem iranischen Namen ebenso 
nndenkbar wie der Sinn *keinen Preis (Werth 
np. beha) habend'; fara)^-lad wUrde bedeuten: 
*gitteklichen Ursprang habend', fara)C^-rad: 'der 
glflckliche Magier'. 

Lawand, Mir, Dicbter, Pertsch 656, n^ 33. 
d. i. der Trage, Wolltlstige. 

Accpadcxac, Skythe, Oopvaiduiv 'ApiOTobilipou A€q>a6aa 
(genet.) C. I. Gr. 11, 165, n* 2130, Z. 26. 

AetMovo^ 1) S. des Phidas, Vater des Aspandanos 
nnd Xobra^os, Inschriften yon Tanais ana der 



Zeit des Sauromates IV (171—212) nnd yon 
220. 225, Latyschey II, 261. 264. 267, n^ 445, 
11. 447, 14. 2) S. des Phidas, Enkel des yorigen, 
Schnltheiss yon Pantikapaion (Kertsch) zur Zeit 
des Teiranes (276— 279), Latyschey 11, 28, n'*29, 
20. — d. i. Frennd (osset. liman, skr. prem&n). 
ygl. Phleimnagos. 

Lenkek, Ibn Lenkek (Sohn des Lahmen) ans Bas- 
rah, arabischer Dicbter, Anfang 10. Jahrh., Ibn 
Xall. IX, 61, 20 an, 530). 

AiXaio^, fiel bei Salamis, Aesch. Pers. 308, 969. 
ygl. N(5ldeke, P. St. 32. — awest. srlra (sch5n). 

Ai^vaKO^ (8kyth.),x Inschr. yon Anape (Gorgippia), 
Anfang des 1. Jh's. n. Chr., C. I. Gr. II, 165, 
n"" 2130, 55. ygl. Leimauos, Phleimnagos. 

Ai7r6Hai^, S. des SkythenkOnigs Targitaos, Ahnherr 
der Auchatae, Herod. 4, 56. 
d. i. der schOne Herrscher (mss. lepft). 

Ligam 1) aus Dailem, empOrt sich gegen die ara- 
bische Herrschaft, ao. 884, Zehlreddin 296, 17. 
2) S. des Wardazad, ao. 913/4, Zehlreddin 306, 15. 

Aoidya^, S. des BalOdis, Mitglied einer Bruderschaft 
in Tanais, ao. 225, Latyschey 11, 267, n* 447, 11. 

AuaOKi^, S. des Amaiakos, Inschrift yon TanaXs, 
c. ao. 230, Latyschey II, 281, n^ 454, 28. 

Lnhrasp, Lflrasp, Vater des WlStaspa; fttr diesen 
Namen tritt im Awesta Anrwadaspa ein, yielleicht 
mit einer mythologischen Anspielnng anf den 
Sonnengott, dessen Beiname es ist. — d. i. rothe 
Rosse habend (*mdhra, skr. mdhirA, gr. dpu8p6c» 
dh ward h wie in bahr, mnhr; die Form lAr 
wie inr ans xSndra, s. Darmesteter, l^t. in 93); 
ygl. Oppert, J. as. 4, 17, 260. s. Anrwadaspa 
nnd ygl. ROdaspes. 

AuTrp€v6^, Vater des Athdggos, C. I. Gr. II, 143, 
n^ 2t)95. 

AuSi^va^, fiel bei Salamis, Aesch.'Pers. 998. — ygl. 
Keiper 86; awest. nm}) (wachsen, particip., ygl. 
nmt)man). 

Lnzanis s. We2an n"" 3. 

MdbaKO^, S. des Menestratos, Mitglied einer Bmder- 
schaft in Tanais ao. 228, Latyschey U> 275, 
n"" 451, 14. — Koseform eines mit mata (weisei 
ygl. altp. amata, pehl. mat) znsammengesetzten 
Namens. 

Mabdra^ s. Mahdat. 

Maderek, Tochter des Waman, Gattin des Tahmasp 
nnd Mntter des Zaw, Tab. 530, 2. 531, 6 (Madal, 
J30U fllr n^^oU); Mojmel, J. as. Ill, 11, 171, 5; 
ISaderek bei BeFami, Zotenbergs Tab. 1, 405. 



Digitized by 



Google 



Madeh-sereh 



184 



M&h&frld 



Madeb-sereb b. WitaratSaDg. 

MadTg, EurdenfilrBt, NOldeke Earnftmak 48. 
d. i. der medische, Meder. 

Maiby5mMha 1) S. des Arftsti, des Brnders des 
Pournschaspa^ Vater des Aschastu und Eata^ y. 
5a, 19. yt. 13, 95. Bundehesch, West, P. T. 1, 
141. 2) aparazata (der nachgeborne), S. des 
Eata, yt. 13, 127. Bnnd., West, P. T. 1, 145. 
3) pebl. MaitOkmab (k ist stnmm), S. des Frab- 
waxSwindat, Enkel von n'* 2. Bund., West 1, 
145; angefiibrt in Glossen der Peblewitlbersetzung 
Wend. 6, 6 (46, 13). Davon: MaibyOmanbi, s. 
Ascbastn. 

Mdbuji^, S. des SambatiOn, Mitglied einer Bruder- 
sebaft in Tanais, ao. 225 n. Cbr., Latyscbev II, 
267, n^ 447, 15. vgl. Mabtlyeh. 

MabuTi^» S. des PrOtotbyes, EOnig der Skytben, 
der unter Eyaxares in Medien einbracb, Herod. 
1, 103. 

Mabtiyeb, AbQ '1-fadl Mohammed bin Ahmed bin 
'Abdallab bin Madflyeh, Gelehrter ans Sallq, 
zwischen Wasit und Baghdad, fllllj Yaqut 1, 
550, 23; derselbe beisst Qabttyeb 1, 268, 2. 3, 
415, 16 (vgl. Eadmas); vgl. Madakos, und N5l- 
deke, P. St. 15, Note 21. 

Madtll s. Maderek. 

Mafanah s. Mabpanab. 

Mafusjar s. Mand^xi^amak. 

MaTOtbdni^ s. Bagadata. 

MaxaTo^ s. Bagaios. 

Mayuia^ s. BagOas n"" 4. 

MagHg, Satrap von Atrpatakan, zur Zeit des anne- 
niscben ArSak III, G^neal. St. Grig. 24*. 30*. 

*Magupati (altpers.), *moTupaiti (awest.), mogpet 
(armen.), maupat (pebl.), Herr der Magier, Mobed, 
Priester, der in der Hierarcbie zwischen dem 
Mobedan Mobed (Hohepriester) und dem H^rpat 

. stebt; in den syrischen Martyrerakten bisweilen 
in der Stellang eines Satrapen; der Befeblsbaber 
von Istaxr zur Zeit der arabischen Eroberung 
biess 'der Maubab', Tabari 2561, 15; als Eigen- 
name: 1) Maubad (Mdbed), EOnig vonMarw, im 
Gedicht W(s o R&min 13, 17; nach demMoJmel, 
J. as. IV, 1, 420, 1, angeblich Stattbalter Sa- 
pors I. 2) al-MaubaD (arab.), am Hofe des Cha- 
Ufen Mamtln (813—833), Yaqut 2, 519, 6; an- 
wesend beim Gericht fiber Afschin ao. 840, Tab. 3, 
1308, 18. 3) Maubed Sab, Beiname des Verfassers 
des Dabistan, c. 1653, Rieu 142•^ 4) Zindah 
Ram Mobed (Maubad), Dichter aus Eascbmlr, 
1 1759. Sprenger 504. Rieu 714*. 



Mayoucni^, an Stelle des Sapor I in einer Sasaniden- 
liste, Schoene's Eusebios I, Append. 96; wohl 
verderbt ausratroupii^; die andem Ednige dieses 
Namens beissen ricbtig lapuip. 

Mah 1) Mahes, Mabei filius, Gesandter des Mitbra- 
dates Philopator Pbiladelpbos nach Rom, Inschrift, 
Tb. Reinach, Revue numism. Ill, 5, 99. Mommsen, 
Zeitscbr. f. Numism. XV. 1887, 209. 2) Mdn^, 
Inschrift in Eertsch, Latyscbev 11, 103, n° 172. 
3) S. des Eud^mOn, Inschr. von Tanais ao. 188, 
Latyscbev II, 233, n^ 427, 13. 4) S. des Salas, 
Inschr. von Tanais ao. 228, das. 278, n'' 452, 12. 
5) Mah, Tochter ArdaSirs I, Gattin des Daizan 
von al-Badr, Yaqut 2, 282, 18; bei Firdflsi NoSah 
genannt. 6) Mah, Gelehrter, citirt in der Pehl.- 
Uebers. Wend. 3, 151 (35, 3). 7) Vater des 
Zttta, des Grossvaters des Aba Hanlfab (f 767), 
Ibn Cball. IX, 79, 2 (IH, 555). 8) Mab-xanum, 
s. Mahistl. — d. i. Mond, theils nach dem 
Genius Minha benannt, theils (bei Frauen) 
'Mond', wegen des glanzend-scb5nen Gesicbts. 

Ableitung: Mahl 1) Siegel, Mordtmann, DMG. 
18, 21, n^ 40 (Taf. lU, 2). 2) Dichter, Pertsch 
658, n** 142. — awest. mabya (dem Mond ge- 
b5rig). vgl. Mabeng. Mahan (s. besond.). 

MahabQd s. Mabadar. 

Mahabar 1) Schreiber (Eanzler) des Xusraul, Fird. 
6, 550, 69. Mahabad, 1. Mababttr (:yl^ fllr 
^,j^/») Mojmel, J. as. IV, 1, 421, 18. 2) Me- 
habar-i GuSnasp (arab. Mihadar JuSnas, i soil die 
Aussprache e bezeichnen), Truchsess und Regent 
ftlr ArdaSlr III, Tab. 1061, 15 (al. MibrhaglS). 
Abulfeda (Fleischer) 96, 5. Athir 364, 8 (Behadur 
JuSnas); bei Yaqut 4, 839, 18 Mehadar bin JuSnas 
(XaSiS) bin AbarwTz bin XaSin bin Xusrawan; 
nach ihm biess ebemals der Canal Rufail in 
Baghdad, der aus dem Nabr Isa gespeist war, 
Mehadar; vgl. Bapln. 3) MabatQn (pehl.) Siegel, 
Thomas, J. As. Soc. Xm, n** 47. 4) Mabattln 
Ohanmazd, S. des Apanbundat, Inschrift von 
Eanheri n"" 2, 13. — d. i. (die Izeds) Mah und 
Adar (als Beschtltzer babend). 

Mahafnd 1) Tochter des Ttlr, Gattin des IreJ 
(EraJ), Fird. 1, 164, 595. 4, 262, 3031; vgl. 
Borhan-i qati' bei VuUers, Lex. II, 1127^—1128% 
wo irrig Mabafrld als Tochter des IreJ, Mutter 
des Tttr, welche MTnOSibr gebar, bezeichnet 
wird; ebenso unrichtig ist die Angabe bei 
Vullers I, 479*, wonach Tflr eine Tochter des 
IreJ und Gattin desMln6£ihr ist. 2) Gattin des 
Bahram G«r, Fird. 5, 620 fif. 



Digitized by 



Google 



Mabayftr 



185 



Mahdat 



d. i. Segen des (Ized) Mah. 

Mabayar s. Mabyar. 

Maban 1) S. des Badban, Vater des Marzuban, 
Ibn Cball. II, 136, 21; wobl derselbe, den die 
Araber Sabr (Monat) nennen, und der vom fal- 
scben Propbeten Aswad getOdtet ward, Tab. 
1852, 5. 2) Abu Ishaq ibn Maban (gewObnlicb 
Maimtin) ibn Babman ibn Nnsk, ans adlicbem 
Gescblecbt in Arrajan, Sanger des Harfln ar- 
Ragld, geb. in Ktlfa 742, f in Bagbdad 804, 
Fibrist 140, 11. Ibn Cball. I, 16, 3 (I, 20). 3) 
'All, Sobn des 'Isa des Sobnes Maban, Statt- 
balter von Chorasan nnter Hartln ar-Ragid (786 
—809), starb unter Amin (809—813), Tab. 3, 
675, 12 u. Ofter, Atbir 6, 22, 18 ff. 4) Deber- 
setzer unter MamOn C813 — 833), Assemani HI, 
502 ^ 29. 5) Ya'qab ibn Maban, Arzt aus Siraf, 
Fibrist 298, 10. 6) Ahmed, Sobn des Sabl-i 
Maban in Marw, s. Sarwazad. 

Mahanbag zi magU-i ZartuxStan, Siegel bei Horn, 
DMG. 44, 671, n^ 561. Justi, das. 46, 287. 

Mabanduxt s. Cabarbuxt. 

Mabar, Hohepriester unter ArdaSlr I, Mojmil, J. as. 
IV, 1, 419, 15; wobl aus Mabarspand (s. Mafit)ra- 
spefita) verkflrzt (durcb Abscbreiber). 

MahatOn s. Mababar. 

Mabazad, pebl. MabaSat Gtlgn(aspan ?), Siegel bei 
Comte de Gobineau, Revue arcb^ol. XV, Mars 
1874, pi. V, n° 443. — d. i. der edle Mond 
(nach dem Ized benannt). 

Mabazadeb-xtll > Tocbter des Sarw von Yemen, 
Gattin des Ttlr, Fird. 1, 136, 279 (Mab-i a^). 
d. i. Mond (der ScbOubeit) von edler Anlage. 

MabbaSai, Vater des Nawakmaban, Dinbabram, 
BufiargatOn, Iradmart und B^bzat, Kanberi n"* 2, 
11. n** 3, 10. — d. i. Arm des Mondes babend, 
dem der Genius des Mondes Starke verleibt. 

Mahbandak s. Mabbandak. 

Mabbian s. Manpan. 

MabbOdb 1) Mepdbn^, dpxiM(iT€ipo^, Obermundkocb 
und Staatsmann unter Kawadb, der dem Xusrau I 
nacb seines Vaters letztem Willen zum Tbron 
verbalf ; er ward von einem HOfling Zaberganes 
verlenmdet und von Xusrau umgebraebt, 531, 
Prokop. 54. 109. 119 (daraus Pbotius ed. Bekker 
23% 23, B€6bnO. Fird. 6, 294, 1606 (MabbOd, 
nenere Ausspraebe Mebbad); vgl. Lebeau 8, 169. 
181. 2) S. des Sar6n (f 572), Enkel des vorigen, 
Staatsmann und Feldberr Xusraus I, zweimal Ge- 
sandter an den Kaiser Justinus II, ao. 566 und 
576, flUlt in einer Seblacbt von Martyropolis ao. 

Jasti, Ferdn Iranisehes Namenbach. 



590, Menander 291, 11 flF. 319, 18 (bier beisst 
er Mepiibfi? 6 cxavvaxoepuiraO; 407, 9. 414, 18. 
MebOdes (syr. nacb dem griecb.) Job. Epbes. 
375, 12 (239). Tbeopbyl. 63, 3. 65, 6. 122, 19. 
Tab. 985, 18; im Mojmil, J. as. IV, 1, 421, 17. 
18 werden als bertlbmte Leute unter Xusrau I 
genannt MabbQd Fermayad (?) und Mababad, 
vielleiebt soil der erstere n** 1 sein; vgl. Lebeau 
10, 130. 143. 3) Verwandter der vorigen, Feld- 
berr des Xusrau II, 591. 593, Tbeopbyl. 210, 
21. 215, 17 flf. vgl. Lebeau 10, 320. 4) MabbOt, 
Siegel, Horn, DMG. 44, 656, n** 519. Justi, das. 
46, 287. 5) MahbOt, Vater des Martbflt (s. diesen). 
d. i. den Mond (den Ized) im Bewusstsein 
babend, dessen Seele (andacbtig) auf den Mond- 
genius gericbtet ist. 

MabbOban, Heerftibrer unter Zarmibr, entflob vor den 
Arabem ao. 633, Tab. 2069, 3. Atbir 2, 304, 15. 

Mabbfixt (fi kurz), Priester, West, P. T. 1, 147. 
d. i. von Mab erlOst. 

MabbOndat (u kurz) 1) pebl., S. des Mabbflxt, 
Priester (Mobed), West, P. T. 1, 147. 2) Vater 
des Xurrazad, Belabori 249, 8. 3) Vater des 
Yezdegerd, s. diesen. — d. i. den (Ized) Mab 
als Grund babend, dessen Vertrauen auf Mab 
gegrttndet ist. 

Mabbandak, Vater des Mabayar, West, P. T. 1, 
147 ; wobl Mabbandak (Diener des Mab) zu lesen. 

Mahbtlrzln (syr. ^I^oooi:^), persiscber Beamter, 
welcher die Hinricbtung des Martyrers PethiOn 
leitet, ao. 447, Hoffmann 65 (er emendirt Mibr- 
burzTn, welcbes man vergleicbe). 
d. i. der erbabne Mah (Ized). 

Mabdat 1) MabdTa<; (al. Maibdra?), Anftlbrer der 
persiscben Reiterei, Xenopb. Kyrop. 5, 3, 41. 
2) Madates, Gatte einer Sebwestertocbter der 
Sisygambis, Satrap der Uxier, Curtius 5, 3, 4. 
15. Mab^TT]^, Diod. 17, 67, 4. 3) Mabdat (pebl.), 
S. des Mediomah III, Priester, in dem Priester- 
stammbaum des Bundebescb, West, P. T. 1, 145. 

4) MaibdTou (gen.), Magistrat in Anisa (5stl. 
Kleinasien), Insebr. 1. Jabrb. vor Cbr., E. Curtius 
Monatsbericbte d. Berliner Akad. 1880, 646. 

5) Maibdra (gen.), Vater des Panamyas, Insebr. 
von E58, Hauvette-Besault u. M. Dubois, Bullet. 
Corresp. hell6n. V, 1881, 226. Paton u. Hicks, 
tbe Inscr. of Cos. Oxf. 1891, 16, 73 (Mittbeil. 
V. W. Scbulze). 6) Maedates, Vater des Q. 
Pontius, Insebr. eines Columbarium bei Rom, 
C. I. Lat. VI, 2, 1038, n** 7220. 7) Medates 
Aretbusae, Grabinscbr. aus Florenz, das. VI, 3, 

24 



Digitized by 



Google 



MahdOs 



186 



Mahker 



2308, n° 22341 (Mittheil. v. W. Schulze). 8) 
Mahdadh (?joiio), Christ in Tel-Dftra, der znm 
Zoroastrismus tibertrat, ao. 345, Assemani 1, 191. 
9) Mahdat, in einem Papyrus aus dem FayyUm, 
Horn, DMG. 43, 611. 10) Mahdatfi zi magft zi 
Ztirwand(at)an, M. der Magier, S. des Zurwandat, 
Siegelstein bei Thomas, J. K. As. Soc. XIII, n° 
33. Mordtmann, DMG. 18, 29, n^ 76 (Taf. 2, 4). 
Horn, DMG. 44, 671, n^ 572. Mahdat magi (magu), 
Horn, DMG: 44, 671, n^ 496. Justi, das. 46, 287. 

11) Mahdad GaSnasp, Presbyter, Monument von 
Singanfu (ao. 781), Assemani III, 2, p. 543. 

12) Mahdat Atfinweh, Gelehrter, Spiegel, Tradit. 
Literatur 2, 8, Z. 5. 6. — d. i. vom Ized Mah 
gegeben. Davon Mahdatan, S. des Mahdat, s. 
Xusrau (Husrawanh n** 17). 

Mahdos (al. Tahd5s) s. Mihrtiq. 

Mahdakhti {s^tSDoyai^, Ukurzj 1) Martyrin, Schwester 
der Martyrer Adhtlrparwa und Mlhmarse, ao. 
318, Hoffmann 9. 129. 2) Mahduxt (beschadigt), 
Siegel mit weibliehem Bildniss, Horn, S. S. 35> 
Z. 6. — d. i. vom (Ized) Mah (geschenkte) 
Tochter. 

Mahek 1) Befehlshaber von Istaxr (Persepolis), Be- 
labori 389, 7 (ao. 649). 2) Bruderssohn des 
Baban n" 2, Tab. 2898, 12 (ao. 652). 3) S. des 
Bundar aus Dailem, Ibn Chall. IX, 123, 14 (IH, 
629). 4) Tischgenosse des Sultan MahmUd und 
Freund FirdQsi's, Mohl, le Livre des Rois I, 
XXVII. — d. i. Mondchen (der Hebe Mah). 

Maheng, Tochter des KOnigs von Magln, zweite 
Gattin des Jammed, Mojmel, J. as. Ill, 11, 167, 
10; 1. Mahik (^x^U statt SUpIa) pehl. = mah!? 

Ma(h)farraju§nas (unrichtig ^j-w^^wo- ULo), Titel eines 
Buches, welches Ibn Moqaffa' (Rozbeh, f 762) 
ins Arabische ttbersetzte, Fihrist 118, 28. vgl. 
Hoffmann 289. 

d. i. GuSnasp, der von Mah (geschenktes) Licht, 
Gltick hat. 

Mahfambag, S. des Mihryar, ao. 1009, Kanheri 
3, 4. 5, 4. — d. i. Mah und das Feuer Fambag 
(als Beschtitzer) habend. 

Mahfarwabln, Vater des Behafrld, Alberto! 210, 
10 (193). — Mah-i Farwadln, der Monat Far- 
wardln, Fird. 1, 252, 500. 

MahgOSnasp 1) Gelehrter, in Glossen der Pehlewi- 
tibersetzung des Awesta citii-t, MahwiSnasp oder 
MahgQSnasp, y. 9, 33. Magnasp, Wend. 3, 138 
(32, 11). vgl. West, P. T. 1, 244. 2) Sohn des 
Mihr-Narse, Direktor der Grundsteaer (xarfij), 
mit dem Titel WastriOSan-Salar (Herr der Acker- 



bauer) unter Bahram G5r, arab. MaJuSnas, Tabari 
869, 9. vgl. NOldeke, Tabari 110. 
d. i. dem Mah (ergebencr) GuSnasp. 

Mah!, s. bei Mah, Maheng. 

Mahiahind s. Mahnah!d. 

Mahyar 1) aus Eai, DastUr Dara's des Sohnes 
Darab's (Dareios III) und einer seiner MOrder, 
von Alexander gekreuzigt, Fird. 5, 86, 316. 88, 
328. 94, 481. 106, 86. 7, 32, 347. 2) unter 
Bahram Gor, Fird. 5, 600, 595. 3) Edelstein- 
handler und Schwaher Bahram Gor's, Fird. 5, 
634, 1010. 4) Lehrer der Ritter, moaddibo 
'1-asawirat, bei der Ermordung des Schahrbaraz 
betheiligt, Tabari 1063, 15 (so nur Eine Hs., 
die andern Mahyai, Mahyan!). 5) Mahyar Mah- 
mitnfi, H6rbad in Indien, Spiegel, Tradit. Lit. 
2, 8. 6) Mahayar, S. des Mahbundak (Mah- 
bandak), Mobed, West, P. T. 1, 147. 7) Mihyar, 
S. des Marztiyeh, aus Dailem, der 1003/4 zum 
Islam tlbertrat, arabischer Dichter, t 1037, Yaqut 

2, 928, 18. Athir 9, 152, 6. Ibn Chall. n" 765 
(III, 517), Abulfeda 3, 99, 4. Mihyar (wie Ibn 
Challikan vorschreibt) ist Mehyar (aus Mahyar 
gektirzt) zu sprechen. 8) Mahay!bar (kttnstliche 
Pehlewiform), S. des Mihryar, Kanheri 2, 4. 5. 

3, 4. 6 (ao. 1009). 9) S. des Iradfarux"', das. 
3, 10. — d. i. Fi-eund des Mah (Ized). s. auch 
Sahmart, Spahpat. 

Mah-i haqq, Tochter des Sultan Mo'izz ed-d!n von 
Dehli (1286—1289), Gattin des 'Ala ed-din 
Mohammed §ah (1296—1316) und Mutter der 
von ihrem Halbbruder Qotb ed-d!n get(5dteten 
Xidr, Sad! und Abfl Bekrxan; sie starb nach 
1327, BatUtah 3, 187, 3. 
d. i. Mond der Wahrheit (des Islam). 

Mahin Bantt 1) Mutter der Sch!r!n n** 2, Nizam!, 
s. Hammer 109. 2) Schwester des Schah Tah- 
masp I. — d. i. (schOn wie) der Mond (w5rtl. 
mondig). 

Mah!ndad unrichtig fftr Mahbundad n** 3. 

Mahisfand s. Ma!il)ra-spefita. 

Mahist!, aus NiSapfLr, Gattin des Ibn Xatib aus 
Ganjah, spater Geliebte des Sultan Sai^ar, 
Dichterin. Schefer, Chrest. pers. I, 114, 20. 
Notes 111; Pertsch 659, rf 280. Vambery, DMG. 
45, 425; da sie auch Mah Xannm genannt wird, 
so ist ^^^^^ vielleicht Mah-sitt! (von mah oder 
mah, Mond, und arab. sitt! *meine Frau*) zu 
sprechen. 

Mahker tto, das Haus Mahker in Aldznik', dessen 
BdeaSx zu den Persem tlberging, ao. 362, Faust. 



Digitized by 



Google 



♦MahxurSed 



187 



M&i 



Byz. 4, 50 (135^ 11); im griech. Agathangelos 
77, 73 ToO oIkou Maxoupxujv 6 Spxujv. 

♦MahxurSed, Vater des POsfarrux; hiervon patro- 
nymisch MftxorS€b&n (arab.), Sohn des MahxurgSd, 
Tab. 1063, 4. — d. i. die Genien des Mondes 
ODd der Sonne (als BeschUtzer) habend. 

Mabmflt (pehl.), patronym. Mitn-aylb&r-i Mahm&tftn, 
Mibr-y&r, S. des Mahmad, Scbikand-gtimamk 
188, 6. paz. Mihir-ayar-i Mahmadft, das. 10, 16. 
d. i. weise darch den (Ized) Mah. 

Mah-i mulk 1) Toehter des Sultan Sanjar (1117— 
1157), Hammer 87. 2) Toehter des Ghiyath 
ed-dln Mohammed von Ghor (1161—1203), Gattin 
des Diya ed-din ('Ala ed-din), Mutter des Rokn 
ed-din IranSah, MinhaJ 28, 15 (301). 85, 9 (391). 
Rieu 72**. — d. i. Mond des KOnigreiches. 

Mah-nahid (unrichtig gelesen Mahiahind), Toehter 
des Hazarmard, Gattin des Dara I und Mutter 
Daras II, Tab. 693, 5; Nahid ist bei Fird. 5, 
54, 89 die Mutter Alexanders. — d. i. Mond- 
madehen, Jungfrau mit Mondesantlitz. 

MabOe (neuere Aussprache: MahQl) 1) S. des Mah- 
panah, mit dem Beinamen (Titel) Abraz (s. dies), 
Mai-zban von Marw, Verrather des Yezdegerd III, 
Fird. 7, 452, 353 (MahOe surl, vom afghanisehen 
Stamme Sttrl, s. diesen Namen und Sammax; vgl. 
Spiegel, Eran. Alt. 1, 220). Tabari2873, 8. 2876, 
12. Belabori 315, 18. Hamzah 63, 10. Athir 3, 94, 7. 
Ab. Far. 183, 10. Zehir. 205, 19. Daher heisst 
MahUyeh der Malik von Marw, Ibn Chordadhbeh 
39, 11. Alberttnl 101, 18. 2) Siegelstein mit 
Bildniss, Horn, DMG. 44, 665, n** 598. 3) Mahoe, 
S. des xi^^arSed (XUrSld) aus Nischapttr, bei der 
Uebertragung des Xudaiuamak des DaniSwar 
ins Neupersische thatig, Mohl, Livre des Rois I, 
XVII. 4) Hassan, S. des MahUyeb (ar. Maha- 
waih) aus Antioehien, Festungsbaumeister des 
Chalifen HiSam (724—743), Belabori 166, 21. 
Yaqtlt 4, 414, 22. 5) Mahttyeh, persischer Sehrift- 
steller, Masudi 1, 18. 6) Mohammed, S. des 
MabQyeh des Seidenhandlers, Gelehrter, Yaqut 
2, 515, 16. 7) MahOi aus Herat, Dichter f 1522, 
Sprenger 21. — vgl. HahOi. 

Mah-Ohanmazd, Gelehrter, angefUhrt in der Pehlewi- 
Glosse zu Wend. 7, 82 (88, 23). 

Mahpanah (arab. Mafanah), S. des Pid, Vater des 
Mah5«, Tab. 2876, 12. — d. i. der unter dem 
Sehutz des Ized Mah (Mond) steht. 

Mahparwar, eine Fee, Rieu 772 ^ Pertsch 996. 
d. i. Mah verehrend. 

Mahrl s. MaSya. 



MahrQI 1) Mobed (Priester) und Regent wahrend 
der Minderjahrigkeit Sapor's II, Fird. 5, 424, 16 
(Mahrtti, vielleieht Mihrtll zu spreehen). 2) 
MahrQi, Araber vom Stamm Bahijf, Murder des 
letzten Samaniden Montasir, ao. 1004, Mireh. 4, 
25, 26. 3) Aitegin MahrQI, Amir des SeQaqen 
Mohammed, Sohnes Melek&ah's, von ihm ge- 
blendet, ao. 1101, Hamd. M. Joum. as. IV, 12, 
269. — MahrUl (Mondgesicht) ist meist Beiwort 
schOner Sklavinnen, vgl. z. B. Schefer, Chrest. 
pers. I, 96, 15. Fird. 1, 254, 516 (von einem 
Diener). vgl. MarQL 

Mahgad (a verktirzt) 1) S. des NarTman, Vater des 
Bistam, in einem ktinstliehen Stammbaum, MinhaJ 
3l/l4 (306). FeriStah 1,95,9(1,163). 2) 
MaSabeh, Vater des 'All, eines Gelehrten, Yaqut 
3, 184, 13. 3) Urgrossvater des Mahmfld, Ge- 
lehrter aus jQbar, einem Theil von Ispahan, 
letztrer f 1141, Yaqut 2, 138, 15. 
d. i. froh in Mah (Ized). 

Mahwehdat, Gelehrter, citirt in der Pehlewi-Ueber- 
setzung y. 19, 27 (101, 7). 

d. i. der Mah verehrende Wehdat. 

MahweS, S. des Pakmehter, Vater des TarlSmah, 
Tab. 1781, 3. — d. i. Mondahnlich. 

Mahwindat 1) auf einem Papjrrus aus dem Fayyflm, 
Horn, DMG. 43, 611. 2) Gelehrter, Ende 10. 
Jahrh., angeftthrt in der Pehlewittbersetzung von 
y. 9, 33. 10, 57. 11, 22, im Bahman YaSt (West 
1, 215—216) und im Dinkart I, III (JIahawandad 
Ramian6 BehrAm); West IV, XXXIV: Mahwindat 
Naremahan Wahram; Mills, Trans. 9. Orient. 
Congi*. 519. Die Orthographie ist zuweilen un- 
genau, so dass der Name Miyan- oder Miyanlh- 
dat gelesen ist. 3) Mihanldad-JuSnas (arab.), S. 
des Farruxdad, Vater des Kad, Ibn Chall. X, 
51, 21 (IV, 85); auch diese Lesung beruht auf 
unrichtiger Deutung der Pehlewizeichen des 
Namens Mahwindat. 4) Mahwindat, S. des 
G6han-(Jihan-)xaya, Kanheri (ao. 1021), pT 3, 11. 
5) Mawindad, S. des Xusrau, Sehreiber, ao. 
1483, Rieu 47 \ 6) Mahwindat, S. des Wahram, 
Vater des Satnayar (Schahriyar) , Gelehrter, 
West, P. T. IV, XXXVin. 7) S. des Wahram, 
Enkel des ArtaSir, Vater des Mahwindat (ao. 1639. 
1659), Westergaard, Zendavesta 8. West, P. T. 
IV, XXXVI. 8) S. des Rustam, Vater des 
Wahram (ao. 1669), West, P. T. IV, XXXVI. 

d. i. von Mah(Ized) erlangt, dureh Mah ge- 
funden. 

Mai 1) Bruder des KOnigs jfamhttr von KaimIr, 



Digitized by 



Google 



Mayawa 



188 



Majxaz 



Fird. 6, 402, 2910. 2) Mfti-i Mita-wargen baneh 
(bareh, Sohn) Siegel : Thomas, J. As. Soc. XIII, 
n** 63. Mordtmann, DMG. 18, 34. Justi, das. 
46, 282. 3) Mai, al. Mayeh (Mabeh), S. des 
BOdaxIlD, pers. Name des Salman aus Ispahan 
Oder Ramhormuz, dessen Familie ans Sapdr 
stammte; er war Freigelassner des Propheten 
Mohammed, Tab. 1779, 14. vgl. Mayu, Me- 
chosro^. 

Mayawa s. Mayu. 

MaiPouZdvTi^, Prytane von Komana am Saros, ao. 

120 n. Chr., Inschrift von Sebar, Waddington, 

Bulletin de Corresp. hell6n. VII, 1883, 130. 

d. i. die Erl5sung dureh den Mond (Ized) 

habend. 

MaicpdTT]^ 1) Vater des Philochares, Grabinschr. 
aus Tokat, C. I. Gr. Ill, 124, n^ 4184. 2) ein 
Galater, Insehr. aus Delphi, Wescher et Foucart, 
Inscript. recueillies k Delphes. Paris 1863, 112, 
n° 189, 5. 

d. i. vom Mond (Genius) geschdtzt. 

Matq)apvo^, S. des Theoteimos, Archon von Olbia, 
Latyschev I, 122, n** 85. — vgl. Mahfam-bag; 
d. i. Glfick durch den Ized Mah habend. 

MdtKTTi^, armenischer Arsakide, Nachkomme des 
Artabanos; er heirathete in Byzanz eine Tocbter 
des Arsakiden Leo, und beider Sohn ward der 
Vater des Kaiser Basilius des Makedoniers (867 
— 886), Theophanes contin. 215,4, nach Con- 
stantinus Porphyrog., vgl. Lebeau 13, 180, Note, 
d. i. wie der Mond glanzend (wixta)? 

Mayinjur (? ^j^^, ^^^^\jU), Grossvater des Dawud 
ibn al-'Abbas, welcher Naugad bei Balch erbaute, 
Athir 7, 1711, 8. 

Maiuicxdpa (mit ui oder o), Skythin, Grabinschrift 
aus Kertsch, Latychev II, 131, n° 245. 

Maiparah (oi^^^U^, oii^iV>), Frauenname auf 
einem nestorianischen Grabstein in Sibirien, N5l- 
deke, DMG. 44, 527. — np. Mah-pareh, Stttek 
vom Mond, d. i. sch5n. 

Maipavo^ s. MiJ)rana. 

Maicrdbfi?, Vater des KOnigs Seuthes von Thrakien, 
Xenoph. Anab. 7, 2, 32. 
vgl. MaSabeh? 

"^Mayu, Vater des Aeta, davon patronymiseh Aeta 
Mayawa yt. 13, 123. 
vgl. Mai ; d. i. weise. 

MdKayo^, Vater des Theodulos, eines Dieners der 
Strategen von Olbia, C. I. Gr. II, 134, n^ 2071. 

Makan 1) S. des Emirs Kaki von Gllan, vom 
Stamme Ziyar, Statthalter des Aliden Aba l-qasim 



in Gurgau, ao. 925, fiel nach mannigfachen Ge- 
schicken bei Ishaqabad im Dez. 940, Masudi 
9, 6. Elia 90, 12. Ibn Athlr 8, 59, 12 ff. Abul- 
feda 2, 374, 9. 414, 11. MinhaJ 1, 55. Zehl- 
reddln 171, 10. 178, 4. 312, 12. 16. Mirch. 4, 
14, 16. Lubb et-tewanx 72. vgl. Weil 2, 616. 
2) S. des Makan, Zehlredd. 176, 14. 

MaK^vni^, Skythe, Freund des Arsakomas, Lucian 
Tox. 44 (437). 

Makerd, Dailemit, von Ibn Moglah, dem Wezir des 
Chalifen, zum Statthalter von Jeziret Ibn *Omar 
emannt, ao. 935, Athir 8, 231, 23. 

Max 1) ^^^ KOnig, nach welchem ein Bazar und 
ein Feuerhaus, spater Moschee in Buxftra be- 
nannt war; die letztre verbrannte ao. 937, Schefer, 
Chrest. pers. I, 43, 8. 44, 1. Notes 31. 2) Marz- 
ban von Rai, als Gewflhrsmann angefUhrt, Fird. 
6, 544, 16. 

MaxdpTi^, S. Mithradates des Grossen von Pontos, 
EOnig des an seinen Vater abgetretenen Reiches 
Bosporos, ao. 80, huldigt den R^mem, wird von 
seinem Vater verfolgt und t5dtet sich selbst, ao. 
65. Livius P. 98. Pint. LucuU. c. 24. 1. Memnon^ 
Mttller Fragm. 3, 555. Appian, B. Mithr. c. 67. 
83. Dio Cass. 36, 50, 2. 

Maxaz s. Malxaz. 

Maxo2 s. YazdbOzedh. 

Mai&pQx]^ s. Exathres n*" 2. 

Maladan s. Weladan. 

Malang (arab. v5UL«), Gebieter von Hormuz an der 
Ktiste von Mekran, ao. 1214, Athir 12, 198, 24. 
Houtsma, DMG. 39, 401. 402. 
d. i. nackt, wahnsinnig. 

Maldat, UnterkOnig des Tigran in Seleukia, ao. 
79 vor Chr., Tschamtschean 1, 226, 10. 236, 6. 
d. i. Mithradates (np. Mllad)? 

MaXTi(T€ap, . pers. Grosser, Esther 2, 14 (griech. 
Text, de Lagarde 507), hebr. MarsSna. 

Malhi s. Maschya. 

Malikger, S. des Ghaznawiden Ibrahim (1058—1099) 
MinhaJ 105. — d. i. KOnig-LOwe. 

Malikzad 1) S. des Ghaznawiden Ibrahim (1058 — 
1099), MinhaJ 105. 2) S. des Ghaznawiden 
Mas'ttd (1099—1114), MinhaJ 107. 
d. i. KcJniggeborner (arab. malik). 

Majxaz 1) Haupt des Ftlrstengeschlechts Xorxorfl- 
nik', zur Zeit des ersten arsakischen EOnigs 
WalarSak, Befehlshaber der Leibwache (thik- 
napah), Mar Aba Qatina bei Mose 2, 7. 2) Maxaz, 
Fttrst von Andzevatsik, ao. 350, G6n^. St. Gr6g. 
24*. — vgl. Garjoyl; Malxaz ist ein Gau in Tftrfl- 



Digitized by 



Google 



HaloveC 



189 



Mavbdvrj 



beran, odrdlich vom Wan-See, In^ieean 527, 2. 
3) Melchisedek oder Malxaz AndroDika^wili war 
derGatte derMariam, einer Schwester des David 
oder Salomo II yon Imereth, welche 86 Jahre 
alt 1854 in Tiflis Btarb, Brosset, Hist. 2, 644. 
Die Familie fttbrt in polnisch Litanen den Najnen 
Malkazowski (Dolanrier zn Asolik 71 n. 17). 

Malovefi s. YazdbOzedh. 

MalOnd, ein Razik ans Razban, d. i. ans Rai, als 
Christ Anastasius genannt, zar Zeit des Chnsrau II 
und Herakiios, Brosset, deax histor. arm^n. 21, 
Not. 10. 

Mamay 1) Tochter des Eiurike III von Albanien 
(Bagratide) und der Thamar, Gattin des Hasan 
von XaSen, ging 1182 mit Hasan ins Eloster 
Xnthawank; wo ihr Schwager Grigoris Abt war, 
loschrift bei Brosset, Hist., Additions 341. 2) 
Mamayxathtln, Toehter des Jalal Dola (Jalal 
ed-danlah) Hasan, Gattin des IJmek, Sohnes des 
Jar, Brosset, Hist., Addit. 367. — np. mama 
(Frau). 

Mamak) Mamikonier, wahrscheinlich Bmder des 
Gagik and Sohn Mand^ls, ao. 596, Sebeos 56, 14. 

Mamersides, persischer Befehlshaber in Pirisabora, 
ao. 363, Amm. Marc. 24, 2, 21. Mo^6(T(€)ipo? 
Zosimns 3, 18. 

Mamitiargn, medischer Stammftirst, welcber im Band 
mit Kagtaritu und Tiagpa gegen den Assyrer 
Esarhaddon Krieg ftthrte, Sayce, Babyl. Litera- 
ture 79. Records of the Past 11, 81; vgl.Tiele, 
Babyl. assyr. Geschichte 335. Hommel, Gesch. 
Bab. u. Assyr. 724. Pr&gek, Medien und das 
Haus des Kyaxares 35. 37 (wo Mamitiargu mit 
Herodots DeYokes identifizirt wird); Mamiti ist 
eine babylonische G5ttin; vgl. den Kdnig der 
Meder Mamythus, Nachfolger des Sosarmos in 
den Excerpta Barbari, Eusebios ed. Schoene 1, 
221; und Medidos. 

Mamkan 1) Tochter des Ftlrsten von Balk (Xa&€n), 
Gattin des Jalal Dola Hasan (f 1261), Mutter 
des Athabak, der Mamai, ROzUdan (RUzan) und 
Mina, Brosset, Hist., Addit. 344. 2) T. des 
K'Ord, Gattin des Hasan von Akan, Sohnes des 
Qara-Grigor und der Dop' oder SuSan Mxargr- 
dzelidze, Brosset, Hist., Addit. 364 (inschriftl.). 

MammUyeh, Schah bin MahmUd, Dichter, Ibn Chal- 
likan m, 260. — vgl. N5ldeke, P. St. 22. 

MamUyeh, Frau (pellex) des BarsUma, Metropoliten 
von Nisibin, zur Zeit des P^rOz, Assemani 3, 
64% 42. 67% 24. — d.i. Mtttterchen (vomLall- 
wort mam); vgl. NOldeke, P. St. 27. 



MamsOzak (pehl.), Beiname des ManOSx^^amak, 
Bund. 78, 19 (ka mamsOzak [die Mutter bren- 
nend?] but, welches M. war); Hs. TD. liest mUn 
um GuCak, dessen Mutter G. (die Tochter des 
EraJ) war. West, P. T. 1, 134. 

Manak, Ftirst von Basen, Heerftthrer des Chosrow II 
von Armenien, Faust. Byz. 3, 9 (21, 17); Mose 
3, 7 nennt statt dessen den Mana£ihr RggtQni. 

Manadirh s. ManuSdit)ra. 

Manas (?) Siegelstein, Mordtmann, DMG. 29, 209, 
n'*27. 

ManaSar, Gattin des Wizan, des Sohnes des KOnigs 

Mazdai von Indien, Thomaslegende bei Wright, 

1, 317, 19 = II, 283. Manasara, Abdias fol. 115*. 

scheint das Femin. zu ManuSihr zu sein (ver- 

derbte Ueberlieferung). 

Manasp XorxorUni, FUrst des Hauses Majxaz zur 
Zeit des Tiran II, Faust. Byz. 3, 12 (29, 28). 

Manavaz 1) (armen.) S. des Hayk, Bruder des Ar- 
menak, mythischer Ahnherr der Manavazeank, 
Fttrsten von Hark, Mar Abas Qatina bei Mose 

1, 12. 2) K6mg in Persis uuter parthischer 
Hoheit, MUnzen mit Bildniss und der Aufschrift 
m*n'w*z m*lka (sehr zweifelhaft) , Mordtmann, 
Zeitschrift fttr Numism. IV. 1877, 165, n^ 32. 
Taf. I, n^ 8; Levy, DMG. 21, Taf. I, n^ 17. 3) 
Mov6paZo?, genannt BoZiaTo^, Bruder und Gatte 
der Helena, Vater des Izates, KOnig von Adiabene^ 
Joseph. Ant. Jud. 20, 2, 1. 4) Mov6paZo^, Sohn 
des vorigen und alterer Stiefbruder des Izates, 
ftir welchen er nach dem Tod des Vatere die 
Regierung ftlhrte, bis jener aus Karrhae zurUck- 
kam: nach Izates' Tod folgte er ihm als K5nig, 
Joseph. Ant. Jud. 20, 2, 2. 4, 3. Tac. 15, 1. 
14 (ao. 61 n. Chr.). Dio 62, 20, 2. 5) Ver- 
wandter (cJuTTCvri^) des vorigen, focht mit Keve- 
baio^ auf Seiten der Juden gegen die Rdmer 
unter Cestius, ao. 69 n. Chr., Joseph, bell. Jud. 

2, 19, 2. 6) Manavaz (armen.), Ftirst vonKolb 
in Tayk, zur Zeit des Tiran II, Faust. Byz. 3, 
12 (29, 26). Flirst des Landes Tsor, G6n6al. 
St. Gr6g. 24\ 

Mandad, S. des 'Abdo '1-hamld ans Karx, Geiehrter, 
Fihrist 83, 4. 

MavbdvTi 1) Tochter des Astyages, Gattin des Kam- 
byses des altem und Mutter Eyros des Grossen, 
Herod. 1, 107. 108. Xenoph. Kyrop. I, 2, 1. 
Tzetzes 1, 46. Dass dieses genealogische Ver- 
haltniss nur sagenhaft ist, zeigt die gewiss ge- 
schichtliche Nachricht des Ktesias, dass Kyros 
nach Besiegung des Astyages, um seiner Herr- 



Digitized by 



Google 



Mftnd&r 



190 



M&DI 



schaft tiber Medien Legitimit^t zu geben, die 
Amytis, Tochter desselben, gebeirathet hat; 
Amytis mtisste seine Mutterechwester gewesen 
sein, aber als Enkel des Astyages hUtte er dieses 
Schrittes nicbt bedurft, s. NOldeke, Aufsfttze 17. 
Schubert, Herodots Darstellung der Cymssage 
59 — 60. PraSek, Medien nnd das Haus des 
Kyaxares 106. Bel Job. Malala 153 ist Bapbdvri 
das Weib des Darius (desMeders, aus demBuch 
Daniel) und Gattin seines Nachfolgers Kyros 
(ungeschichtlich). 2) Tochter des Dareios I, 
Sch wester des Xerxes, Diod. 11, 57, 1. 

Etymologic: schwarz wie Gagath (np. mand, 
schwarzer Ambra), Oppert, Joum. as. VI, 19, 
554. G5tt. Gel. Anz. 1881, 1256. vgl. Man- 
Janeh, und Ario-mandos. 

Mandar aus Dailem, Feldherr des Buyiden Samsam 
ed-dauleh (982—998), Mirch. 4, 50, 23. " 

MdvbacTo?, Skythe, Vater des Gilgays (s. diesen). 

MavbauKTi^ s. Maudakes. 

Mandekar, Hetare in Ispahan, Schwester der Ka- 
wullxan, von Tahir Nasrabadi erwahnt, Bahar-i 
'ajem bei Vullers Lexic. II, 1125*. 

MandOg 1) Mandd oder Mandoy, Nebenfrau des 
Argam, diesem von ArtaSes III, K^nig von Ar- 
nienien, genommen, Mose 2, 51. 2) Ibn Man- 
dflyeh aus Ispahan, von edlem Geschlecht, Arzt 
und Schriftsteller zur Zeit des Buyiden Rokn 
ed-dauleh, Hammer, Lit. Arab. 5, 360. 

Man6, GefUhrtin der heiligen HriphsimS, Anacho- 
retin, Mose 2, 91. 

Man€6 1) Movaiori^, parthischer Adlicher, welcher 
nach der Ermordung des Orodes (ao. 37 vor Chr.) 
wegen eines Zwistes mit Phraates IV zu An- 
tonius floh und sich erbot, dessen Fflhrer gegen 
die Farther zu sein; von Phraates aber zurttck- 
gerufen, besiegte er den Legaten des Antonius, 
Oppius Statianus, und Antonius selbst ward nur 
durch ihn am Leben erhalten, Horaz 3, 6, 9. 
Pint. Anton. 37, 1. 46, 2. Dio 49, 23, 5. vgl. 
Mommsen, Res gestae D. Angusti 125. 2) Parther 
zur Zeit des Wolagases, Sieger fiber Corbulo, 
ao. 61 nach Chr., Tac. 15, 2. 4 (Moneses). Dio 
62, 20, 2. 22y 2. armen. Man62 oder Monez, 
Tschamtschean 1, 314, 30. 3) Movvi^ctti^, KOnig 
von Gharakene, Mtlnze mit Bildniss vom Jahr 
110, bei VaiUant 1, 339. Visconti III, 268. 
Taf. 9, 4. Dieser scheint der Monasos in einem 
Roman des lamblichos zu sein, s. Blau, DMG. 
27, 334. 335. Eine Mttnze bei Longp^rier, 



Oeuvres 1, 206 hat 0€ovvr| , 



vgl. NuiT?ismat. 



I Chronicle 20, 36. Revue beige III, 6, 179. 
4) Mau66 (armen.) aus dem Hause Gn&ni, ao. 
350, Genial. St. Grig. 24*. 5) Armenier aus 
dem Geschlecht ApahQni, auf Seiten der Perser 
und des Wasak von Siunik, EhS^ 166^ 213»* 
(ao. 450). Laz. Pharp. 75, 18. Mose 3, 65 
(ao. 430). — vgl. Man€iah. 

Manekgah CangaSah, Parsi in Nausarl, ao. 1531, 
West, P. T. 3, 32. Arda Wiraf XX (manek 
indiseh). 

Manen, Armenier aus dem Haus Amatani, auf 
Seiten der Perser und des Wasak von SiuniK, 
ao. 450, EliS6 213\ 

Mane^ah (Menl2eh), Tochter des Afra«ab, Gattin 
des Iraniers B^ian (WeXan), Fird. 3, 292 ff. 
weibliche Form des Namens ManfiC. 

Manjanah, Tochter oder Enkelin des Xusrau II, 
nach der Schlacht bei JalQla, ao. 637, gefangen 
genommen, Tabari 2359, 14 (al. Malhanah, Ha- 
Jauah); wahrscheinlich ist es die von Soyflti 257 
nicht benannte Tochter des §Ir56 und Gattin des 
Yezdegerd HI. — vgl. Mandane. 

Manje, kurdischer Frauenname, Socin, Namen- 
register 280 ^ 

Manjeng Jengzen, Dichter am Hofe MahmQds, Mohl, 
Livre des Rois I, XX. 

Mam, gr. MdvTiq (gen. MdvnTO^, auch Mav^vro^, 
z. B. J. B. Cotelerius, SS. Patrum opera I, 
545, b) 1) S. des Patak und der Mais (auch 
UtaxTm und Kdpoacxa genannt), einer Frau aus 
arsakidischem Geschlecht, geboren um 214 zu 
Khokhe (im Fihrist Haha, d. i. Seleukia und 
Etesiphon), Stifter der manichaischen Religion, 
predigt zuerst 242, ward unter Bahram (Wa- 
rahran) I als staatsgef%hrlicher Ketzer gefangen 
und nach seinem Tod geschnnden zu Gunde- 
schapUr; die persischen Schriftsteller und Dichter, 
welche keine Vorstellung von der Bedeutung 
Mams haben, nennen ihn oft lappischer Weise 
den 'Maler*, weil sein Buch, das Arthang-i Mam, 
mit Bildem geziert gewesen sein soil, s. z. B. 
Pertsch 988, n** 3. Sein ursprttnglicher Name 
soil KouppiKO^ (Sokrates 1, 22), Corbicius, Dr- 
bicus, bei Alb^rOnl 208, 13 Qarblqtts (Vokale 
kurz zu sprechen) gewesen sein; Fihrist 327, 30 
nebst Fltigels Noten; Mam az-Zwdlq (der Ketzer) 
Tabari 830, 14. Albgrflnl 118, 13 (121) 207, 
13 (189). Eutych. 1, 386, 10. Fird. 4, 488/ 
1545 ff. 5, 472, 588. Athir 279, 3. Ab. Far. 
130, 4. Schahrastani 1, 285. Man$, Dinkart 
5, 242, Z. 13 = p. 315 ult. der Debers. (pazend 



Digitized by 



Google 



Mavlaxo? 



191 



Mann§6iJ)ra 



Mftnl), adjectivum: pehl. manftik, Dlnkart4, 175, 
10 = 211 der Uebers. Man vgl. FlQgel, Mani, 
seine Lehre and seine Schriften. Leipz. 1862. 
Kessler, Mani. Berl. 1889. Spiegel, Eran. Alterth. 
2, 197. 3,264. 711. NOldeke, Tabari 47. 413. 
DMG. 43, 545 Note. 2) Mftnl, richtiger Bftnl 
(s. dies). 3) Mftnl, Dicbter ans Mftzenderftn, 
t 1507, Sprenger 483. 4) Maulftnft Mftnl aus 
Schlrftz, Dicbter zur Zeit des Sebftb IsmaYl (1499 
bis 1524), S. de Sacy, Not. et Extr. 4, 305 \ 
Hammer 362. Pertscb 659, n^ 273. 5) Maulftnft 
Manx aus Tfts, Dicbter, f 1517, Hammer 363. 
Pertscb 659, n** 272. — Mftnl soil im Persiscben 
f| 6|LiiXia bedeuten, Petrus Siculus § 12 (Patrum 
nova bibl. ed. A. Mai, IV, Rom 1847, S. 17); 
nacb Epipbanios (Panaria ed. Oebler II, 398) 
aber das babyloniscbe Wort ftlr (TK€Oo<; (vas) 
sein, jedenfalls ein religiOser Name. 

Maviayo^, S. des Poseidgos, Strategos in Olbia, 
C.I.Gr. II, 999, n^ 2077^ Latyscbev I, 97, 
n° 59. — vgl. Mavidx. 

Mavidx 1) Gesandter der SogdaYten (damals unter 
bepbtbalitischer Herrscbaft) an Xusrau I wegen 
des Seidenbandels, ao. 568, Menander Prot. 296, 3. 
2) S. des vorigen, Menander Prot. 384, 22. 

Mftniftn, Variante zu Bftniyftn. 

Mftnldftd, ricbtiger als Nftmldftd, Tiscbgenosse des 
Cbalifen Motawakkil (847—861) Fibrist 153, 13. 
d. i. einzig (obnc gleicben) gescbaffen. 

MavicTapo^, KOnig der Karduener, von Trajan be- 
siegt, ao. 115, Dio 68, 22, 1. 

Mankajflr (arab.), Verwandter des Af^In aus Oscb- 
rtlsana, der in Abarbaigftn aufstandiscb ward, 
ao. 839, Tab. 3, 1301, 4. 

McrpcaTo^, Befeblsbaber von Tigranokerta, ao. 69, 
Appian, bell. Mitbr. c. 84. 

Mftnpftn (? qLuU, qUU, ^UU), S. des Mibrbundftd 
(8. Azftdbbeb), Tab. 1038, 15. Atbir 359, 2; 
NOldeke vermutbet Bftniyftn, bei Hamzab 112, 
13 Mftbbiftn. 

d. 1. Htiter des Hauses (im Bundebescb Name 
des Hausbundes Wis-baurwa). 

Manstl s. MaSwftk. 

ManSOr, Turanier, Fird. 3, 74, 837. 112, 1297. 
126, 1446. 

d. i. den Sinn be&ngstigend, im Sinn zomig (?), 
np. SOr. 

Ma!il)ra-spefita (awest.) das beilige Wort, als bei- 
lender Genios anfgefasst, s. Spiegel, Eran. Altertb. 
2, 112; daber anch als Name Priestern beige- 
legt. 1) Mahraspand, S. des Dfttartft, Vater des 



Atanpftt, West, P. T. I, 145. 2) Mftrasfand 
(f arab.), in dcssen Haus Xusrau II gefangen 
gebalten ward, Tab. 1046, 3 (bei Zotenberg 2, 
334, 3 Mftbisfand). Abulfeda 94, 13. 3) Mft- 
raspand maga-i BQr£mftbftn Dinft-pftn (Gerichts- 
berr), Siegelstein, Tbomas, Journ. R. as. Soc. 
XIII, n^38. Horn, DMG. 44, 671, n^ 587. 45, 
431. Horn, S. S. 26. 4) AtQnpftt Mftraspand, 
S. des AscbowabiSt, Herausgeber des Dlnkart, 
ao. 931, Priesterstammbaum des Bundebescb, 
West, P. T. I, 148. 5) Atanpftt Mftraspand, S. 
des Zftdsparbam, Priesterstammbaum des Bund., 
West, P. T. I, 148. — Die ftltere Peblewiform ist 
Mabraspand oder Mabnaspand (n fUr r), in den 
sogenannten Parsitranscriptionen MabrespaM (br 
aus \>r). 

Maflt)rawaka, S. des Simaeia, Vater des Wabmae- 
dftta, Herpat und Feind der Ketzer, yt. 13, 105. 
115. 

d. i. das Mantbra (die beiligen Worte ricbtig) 
aussprecbend. 

Mannayeb, NOldeke, P. St. 22. 

ManfiSibr s. Manu§£it)ra. 

ManQ$e 1) Mantl$€ Tirikftn, sasaniscber Siegelstein, 
Lajard, V6nus, pi. 7, n^ 4. Horn, DMG. 44, 662, 
n" 727\ Justi, das. 46, 287. 2) Amir, Araber, 
tritt zum Cbristentbum ttber, ao. 1044, Tscbam- 
tscbean 2, 927, 7. 3) Amir von Ani, Bruder 
des Pbatldn (ar. Fadlttn), Amir's von Dovin, 
aus dem Kurdenstamme Rewftdl, ao. 1082, t IHO, 
Samuel von Ani 457. Tscbamtscbean 2, 995, 
40. 3, 7, 16. ManQjibr, Atbir 10, 247% 23. 

MftntlS, S. des Kai PiSin, Vater des Kai OJI, Gatte 
der Zarln-6inftr; Eai-ManUS, S. des Kai-FftSin 
Tab. 617, 5. 645, 9. Kai-ManuS 813, 12. Kai 
Mas, S. des Kai Nftsin (1. Bftsln) Masndi 2, 121 
Kai-Manus, Hamzab 36, 9. Kai-Mani^ bin Kai 
qobftd (ungenau), Alb^ranl 104, 22 (112). KayfinOs, 
Zeblreddin 146, 16. Kai-Mas, S. des PiSia 
Gobineau 2, 3. 
aus Manu&eil)ra gektirzt. 

Mandgftn 1) KOnig von Kirmftn, Vasall des Kai 
Xusrau, Fird. 4, 16, 132. 70, 789. 88, 992. s. 
Vullers Scbahnameb 1279, 129 ff. 2) Mavouaav, 
Wftcbter des Scblosses der Vergessenheit zur Zeit 
Ormizd IV, Tbeopbanes 403. 

ManOSba&ibar s. ManaS)e»amftk. — d. i. vom gnten 
Samen (Gescblecbt) des MannS. 

Manu§6iJ)ra (awest.) 1) airyawa, Sohn des *Airyu, 
yt. 13, 131. In den spfttern Schriften ist Ma- 
nuS6it)ra theils der Sobn des IreJ (Airyu), Ma- 



Digitized by 



Google 



Manug6iJ)ra 



192 



Manuggit)ra 



sudi 2, 117. 124. 130 (MlnflSihar), Hamzah 13, 
7 (ManQjihr). 25, 5. 33, 15 (Manogihr). Mojmel, 
Journ. as. Ill, 11, 170, 2. Zehlreddin 14, 5. 
146, 17. 153, 4 (ManQCihr oder MinQgihr), theils 
der Enkel des IreJ, Tab. 433, 17. Athir 115, 4, 
welchem nach seiner Erniordung von seiner Gattin 
Mabftfrld eine Toehter (GQzak) geboren ward, 
die der Grossvater FerldQn seinem Neflfen PeSeng 
zur Fran gab, Firdusi 1, 164, 604; Mirch. 1, 
163, 8; ManQgJihr Sohn der Kazan (1. KOzak, 
k fHr pers. g), der Toehter des Irej, Alberanl 
104, 6 (111); in einer Genealogie bei Gobineau 
1, 304 ist Mina^ihr Sohn desPescheng, genannt 
IreJ, des Sohnes FerldOns. Die Deberliefernng 
der Parsen gibt einen langem Stammbanm von 
12 Generationen, der insofem mit der Sage in 
Widerspruch steht, als Manu§6iJ)ra zu spfit ge- 
boren sein wtirde, um seine Oheirae, die Murder 
seines Vaters Airyn, der Blutrache opfern zu 
kOnnen. Der Stammbanm ist vollstHndig im Va- 
jarkart und bei Tabari, nicht ganz vollstHndig 
im Bundehesch erhalten. Ferldan n&mlieh ver- 
m^hlt sich, nm das fUrstliehe Bint rein zu er- 
halten, mit der vor den MOrdem des IreJ ge- 
fltlchteten Toehter des Irej, GQzak, und erzeugt 
mit ihr die FragQzak, mit dieser die ZuSak und 
sofort, bis nach 10 Generationen ein Zwiilings- 
paar zur Welt kommt, durch dessen Geschwister- 
ehe ein zweites Paar entsteht, und von diesem, 
ManuSx^amar und seiner Schwester, stanmit Ma- 
nOsCihar, Bundehesch 78, 6 flF. West, P. T. 1, 
133. Tabari 430, 5. 432, 5 (ManttSihar) ; auch 
Masudi 2, 145 hat Namen dieses Stanmibaumes, 
und die Chronik von Fftrs bei Gobineau 1, 305 
(MinaCihr). Von Manug6iJ)ra'8 SOhnen Naotara 
und Darasraw stammen nach dem Bundehesch 
die KOnige und die Priester. Der Burhan-i qati' 
bei Vullers, Lexic. II, 1222^ bemerkt, dass Ma- 
nflgihr theils als Sohn, theils als Enkel des IreJ 
bezeichnet werde, und dass er seinen Namen von 
dem Gebirge ManQg (vgl. Bundehesch 21, 19. 
23, 1) erhalten habe (Spross des ManttS), weii 
ihn hier seine Mutter gebar; nach andem war 
er in Dunbawend oder in Rai geboren, Athir 
115, 5; nach andem habe ihn die Mutter wegen 
seiner schOnen Gestalt Mln5£ihr (Himmels- oder 
Paradis-Gesicht, ManQjihr £ihr ein Antlitz wie 
M. habend, schOn wie M., Hafiz, Saqinameh 73) 
genannt; vgl. Darmesteter, Etudesiran. II, 217 ff. 
2) Mantldihr, S. des Arig, Feldherr (Sipahdar) 
des Kai Xusrau, Fird. 4, 18, 179. 3) KOnig 



der Persis, Mttnzen mit Bildniss und der Legende 
Mn6 . . mlka oder mnt6i, Mordtmann, Zeitschr. 
f. Numism. 4, 1877, S. 180, n" 124. 132. 4) 
Enkel des vorigen, KOnig der Persis, Mttnzen 
mit Bildniss und der Legende ManuSitrQ malka 
(^ah), napl manuSitr malk malka (gah-i sahan), 
Mordtmann, Zeitschr. f. Numism. 4. 1877, 182, 
n° 141. mndtri mlka, n** 142. CtrU m., n" 143, 
Taf. II, 24. 25. Thomas, Early Sas. coins pi. I, 
n° 4 (scheint eine unechte Mttnze). Der Typus 
des Kopfes auf dem Avers dieser und der Mtlnzen 
von n° 3 gleieht dem Kopf des Papak auf den 
Mttnzen ArdaSlr's I. 5) Dynast von K5nus, 
KOsan (?) in der Pereis, von Ardaglr I getOdtet, 
Tab. 815, 14 (ManQgihr). Athir 273, 15 
(ManQjihr). 6) MTn56i(h)ryazd §ahpuhri-adari 

8. Artaxgathra n° 28". 7) Minofiitrfi s. Ar- 
taxgatrgnQm. 8) Mana^irh (armen.), aus RgtQnik, 
Heerftihrer Trdat's des Grossen, auch Ab- 
gesandter zum Concii von Nicaea (ao. 325), 
Faust. Byz. 3, 10 (24, 3) u. (Jfter; Mose 2, 85. 
Asolik 98; diesen nennt Mose 3, 7 auch als 
Heerftihrer unter Xosrow II, wahrend Faustus 
(richtiger) Manak hat. 9) Manafiirh, Ftlrst von 
RgtQnik, ward mit Atom GnQni von Mihr Nerseh 
verhaftet und nach Persien gebracht, wo er um- 
kam, ao. 442 und 449, Tschamtschean 2, 15, 
13. 21, 23. 10) ManaCirh AmatQni, stand auf 
Seiten der Perser und des Wasak von Siunik, 
ao. 450, Tschamtschean 2, 56, 34; in den Listen 
des Elige und Lazar. Pharp. nicht genannt. 
11) ManaSirh, als Christ Grigor genannt, aus 
Susiana (Eajikay), griindet in Dovin das Kloster 
St. Gregor, f als Martyrer, 22. Jan. 551, Ki- 
rakos von Gantsak bei Brosset, Bullet. Acad. 
Petersb. 6, 77. Deux histor. armin. 21. 12) 
ManQg£lhar (Vokale kurz zu sprechen), S. des 
Guganyam und der Humai, Hohepriester von 
Pars und Kirman, verfasst das Dadistan-i Dinik 
und den Bundehesch (Handschrift TD), ao. 881, 
West, P. T. I, XLII. 147, Not. II, XIII. 13) 
MinoCihr, S. des Qabfis und einer Toehter des 
Buyiden Rokn ed-dauleh, kampfte auf Seiten 
seines Vetters Mejd ed-dauleh gegen seinen Vater, 
ao. 998, dem er 1012 in der Herrschaft tiber 
Jorjan folgte; nach MunajJim-ba&I (s. Sachau, 
Alberttnl p. XXI) regierte er 1012—1029, nach 
Zehlreddin 1018—1033; Yaqut 4, 120, 12. Athir 

9, 99, 24. Ab. Far. 334, 8. Ibn XaU. VI, 47, 
1 (II, 509). Zehiredd. 192, 16. 198, 12. 18. 
199, 6. 322, 9. Mirch. 4, 24, 13. 26, 14. 



Digitized by 



Google 



Mann86it)ra 



193 



Mantlg)C^arnak 



14) Najm ed-din Ahmed MlnflCihr, Dichter 
aus Balx, FeriStah 1, 67, 7 (1, 90). 15) Mi- 
nQjibrl Sast geleh (60 Herden besitzend), Dich- 
ter aus Damaghan am Hofe MahmQd's von 
Ghaznah, Schfller des 'Unsurl, f 1090, Eijl 
Xalfa 3, 316, 1. S. de Sacy, Not. et Ex- 
traits IV, 270. Hammer 45. Ustad Minfl- 
6ihrl, Sprenger 15. 483. Pertsch 660, n"338; 
seine Gediehte sind herausgegeben von A. de 
Biberstein-Kazimirski, Paris 1887. 16) MinftCihr, 
Marzban von LariJ&n, Oheimssohn des SchahghazI 
Rustem, also vieileicht Sohn des Yezdegerd, ver- 
btlndet mit SchahmftS von Rnstemdar, von seinem 
Sohne Baharb ermordet, Zehiredd. 56, 5. 66, 1. 
234, 11. 12. 15. 17)Xaqftn keblr Minttgihr, S. 
des Kesran, Ftirst in Sehlrwan, Vater des ersten 
Schlrwangah zweiter Linie Axsatan, f zwischen 
1130 und 1135; von ihm hatte der Panegyriker 
Afdal ed-dIn aus Schlrwftn (t 1199) den Bei- 
namen XaqanI; Dom, M^m. Acad. Petersb. VI, 
4,551. A.Kazem-Beg, M6m. pr6sent6s, Petersb. 
1851, 595. Khanikoflf, J. as. V, 20, 67 flf. Rieu 
558^. 18) Minngihr, S. des Mohammed bin 
TurkanSah, Grammatiker, f in Baghdad 1279, 
Hammer, Lit. Arab. 7, 766. 19) Minttfiihr, S. 
desMogaflfariden §ah §oJft' (1358—1384), Schefer, 
Chrest. pers. I, 117, 12. 20) S. des Schlr- 
wansah Saix Ibrahim von Derbend (1382—1417), 
Dom, mm. VI, 4, 1840, 576. Mirch. 6, 189, 11. 
21) MinQ^ihr Mirza, S. des Sultan Mohammed 
Mirza, eines Enkels des Tlmtlr, *AlI Saft bei 
Schefer, Chrest. pers. I, 127, 14. 22) Manufiar 
(georg.), S. des Qarqarah, Atabeg von Axaltsixe, 
Nachfolger seines Bruders Bahftdur, 1475—1487, 
Brosset, Mim. Acad. Petersb. VI, 4, 1840, 377. 
5, 1843, 184. 185. 222. Hist. 2, 209. 23) Mi- 
ntl£ihr Begler Beg, sefidischer Statthalter von 
Sehlrwan nach Besiegung des Farmx-yesar §Ir- 
wanSfth (1498), N- de Khanikoflf, J. as. V, 20, 
68. 24) MinttCihr, georgischer Fflrst ao. 1618, 
Dom, M6m. Acad. VI, 6, 1844, 330. 26) Ma- 
nnSar (georg.) Dadian, S. des Lewan I (f 1672), 
Nachfolger des Mamia IV, 1590—1611, Brosset, 
M6m. Acad. Petersb. VI, 6, 197. 198. Hist. 2, 
263. 26) MannSar (georg.), S. des Atabeg von 
Axaltsixe (pers. Axisqah) Eai Xosro (f 1576) 
und der Dedis-Imedi, Gatte der Elene, Tochter 
des E()fdgs Suimon von Earthli, trat znm Islam 
liber, t 1614, Brosset, M^m. Acad. Petersb. VI, 
4, 1840, 377. 6, 1843, 191. 195. 200. Hist. 2, 
226. 416 (Minoier, ttlrk.). MinQfiihr, Dom, M^m. 

Josti, Ferd^ Iranisohes NAm«nbach. 



VI, 6, 1844, 345. 381. Saint-Martin 1, 76. 
27) Manufiar (georg.), S. des vorigen, Atabeg 
von Axalteixe 1614—1625, Brosset, Mm. Acad. 
Petersb. VI, 4, 1840, 377. 5, 1843, 200. Hist. 
2, 227. 28) Manugar (georg.), S. des Dadian 
Lewan II (1611—1657) von Mingrelien, Brosset, 
Bulletin Acad. Petersb. Ill, 1847, 100. Hist. 
2, 647. 29) Mana$ar, S. des Thflman, ao. 1656, 
Inschrift m Sanahin, Joh. von der Krim, M^m. 
Acad. Petersb. VII, 6, 66. 30) Minflfiihr Xto, 
S. und Nachfolger des QarSaghai Xan als Statt- 
halter von MeShed, 1625, von 'Abbas II 1663 
abgesetzt, Rieu 1093 ^ 31) Mintlfiihr Xan, Statt- 
halter von Sehlrwan, c. 1657—1660, Nachfolger 
des Mihr-'AlI Xan, Dom, M6m. Acad. VI, 5, 1843, 
397. 32) ManuCar (georg.), S. des Dadian Giorgi 
Lipartian von Mingrelien, Bruder des BeSan, ao. 
1717, Brosset, Hist. 2, 312. 33) Manu6ar (georg.), 
S. des Eatsia U von Mingrelien, emp()rt sich 
1791 gegen seinen Bruder Grigol Dadian, wird 
aber 1796 vertrieben, Brosset, Hist. 2, 648. 
34) hftufiger Name der Parsen in Indien, Mln5- 
Ceher, auch Manafi^r, Manger geschrieben; Ja- 
maspjl DastUr Mln56eheij[l, Verfasser eines Pah- 
lawi-GuJarati-Englischen WOrterbuches, Bombay 
1877 flf. 

Mantli-x^4^n heisst ein KOnig (x&q&u) der Tttrken, 

. Ibn Chordadbeh 40, 10. 

ManuSxorak s. Manag)C<'amak. 

Manag)C^amak (awest. '"ManuShwaren&nha) oder in 
Pehlewiiibersetzung ManuS)C<'arged-wInTk, Sohn 
der Wirak (Wizak), welcher seinen Namen er- 
hielt, weil bei der (Jeburt ihm ein Strahl der 
Sonne (hware) auf die Nase (n&nha, pehl. winik) 
fiel; auch ward er Mam-sOzak (die Mutter ver- 
brennend) genannt, vieileicht nach derselben 
Sonnenmythe, die uns nfther nicht bekannt ist; 
seine Zwillingsschwester und Gattin heisst im 
Bundehesch Mantl9hnfiihar, bei Tabari aber Ma- 
nuSxorak 432, 3. 4; der Bruder wird bei Tab. 
430, 6. 432, 2. 3. 629, 1 ManuSx>camftgh (so 
wird richtig zu lesen sein) genannt und wird als 
Sohn der Wirek und des AfrTdOn bezeichnet; 
von diesem Zwillingspaar stammte ein weiteres 
ab, welches ebenfaUs in Geschwisterehe ver- 
bunden war, ManOSxi^Aniar (ManuS, der Sonnen- 
Mann), Bund. 78, 14. 16. Manuixcumar, Tab. 
430, 6. 432, 4. 6. 629, 1, Mafuejar (1. Manuixar) 
Mojmel, Joum. as. HI, XI, 170, 6. MeSl}pcaryar, 
Chronik von Fars bei Gobineau 1, 306. Manusxar, 
Athir 116, 9; und ManuirarQk(l.Manugfarux*^nik?), 

25 



Digitized by 



Google 



ManQ§x*^'aruar 



194 



MardO^ 



Tab. 432, 5 (im Bund, nicht genannt); deren 
Sohn ist Mana§5it)ra; man vgl. Uber die sehr 
schwierige Stelle des Bundehesch, die durch Ta- 
bari verst&ndlieher wird, Darmesteter^ Etudes 
iran. II, 218, und besonders West, P. T. 1, 134. 

ManfLS)C^aniar (die Parsi lesen ManOSxOrwar, w und 
n haben im Pehlewi Ein Zeichen) s. Mantlg)e«aniak. 

Manflg)C^arSedwlDlk s. ManQSx^arnak. 

MannSr&rflk s. Mana§x^aniftk. 

Haiizdr&waAha (afl oder a), Bruder des SrIrawaAhu? 
yt. 13, 118. — d. i. der verstfindige gute. 

Maplaraj, ein Hirte Namens ArdeSlrek (Sohn des?) 
Mftplaraj, Zehlreddin 157, 12. 

Mar, Fflrst von Gross-Sophene (Mets Tsoph), Heer- 
ftthrer des Xosrow II, Faustus Byz. 3, 9 (21, 
15). Mose 3, 4; Mftr ist auch georgischer Ftlr- 
stentitel, s. VuUers Lex. II, 1114\ — d. i. der 
Meder (?) 

Marabttkht (u kurz) s. Farflkhbakht. 

Mdpacpi^, angeblich Brnder des Kambyses und 
sechster K5nig der Perser, Aesch. Pers. 778 und 
Hellanikos Glosse, C. Miiller, Fragm. I, 68, 
n** 164 (MdpcpioO; nach dem Zusammenhang mit 
den vorhergehenden Versen sind er und Arta- 
phrenes nicht KOnige, sondem GelUhrten des 
Dareios beim Sturz des (falschen) Merdis, die 
Namen der fttnf andeiii sind verloren und folgten 
ursprUnglich auf die bezeichnenden Worte ot^ 
T6b' f\v xpio<; (so G. Hermann); vgl. tiber den 
Namen (wahrscheinlich der Maraphier, Herod. 1, 
125. 4, 167) Keiper 89. 

Marajil (arab.), persische Sklavin aus Badghls, 
welche deni HarQn ar-rasid in der Nacht, wo 
er nach al-Hadi's Tod Chalife ward, den MamGn 
gebar und bei der Geburt starb, 15. Sept. 786, 
Tabari 3, 758, 8. Athir 5, 454, 4. 6, 148, 18. 
Kitabo Voyftn 344, 5. Soyflti 318. 

Marak-sadeh, Vater des ZaSak, s. diesen. -— d, i. 
rein in seiner Rechnung, der keine falschen 
Rechnungen macht (z. B. bei den Steuem); Wend. 
1, 20 sind falsche Rechnungen eine Patyareh 
Ahrimans, s. Justi, DMG. 46, 283; vgl. fthOk- 
amarl, stlndhafte Rechnungen (Ueberlegungen) 
machend, Dinkart VI, 279, 1. 

Maraspand s. Mafit)ra'Speiita. 

Mard s. Martiya. 

Mardan s. Marian. 

Mdpbauo?, S. des Zarandos, Mitglied einer Bruder- 
schaft in Tanals ao. 228, Latyschev II, 275, 
n° 451, 15. vgl. Mardoe. 

Mardawend, Tochter Yezdegerd's III, MasQdi 2, 



241. — vgh Mardontes; d. i. mannesgleich, 
mannhaft. 

Mardawlj 1) aus dem gilanischen (dailemitischen) 
Stamm ArghnS, Sohn des Ziyar, des Sohnes des 
Wardangah und einer Tochter des Harflsindan, 
VerbUndeter des Asftr, den er spater im Verein 
mit Makan stUrzt; auch diesen vertreibt er aus 
Tabaristan und jforjan und erobert Medien (Jebal), 
mit der Absicht den Thron der Chosroen wieder 
aufzurichten. Von den unzufriedenen Tflrken 
seines Heeres unter Bajkam wird er 935 bei 
Ispahan ermordet, Albertlnl 39, 6 (47). Masadi 
9, 15. 85. Hamzah 241, 8. 18. 242, 11. Ibn 
AthIr 8, 59, 15 flf. Ibn Xall. VI, 46, 13 (II, 
508). Abulfeda 2, 352, 7. Soytlti 405. 409. 
Yaqut 4, 992, 3. Ab. Far. 298, 7. Zehlreddin 
171, 8. 201, 3. 313, 12. 322, 7. Mirch. 4, 44, 
35. syr. (nach dem arab.) Mardawig Elias 87, 
22. 2) S. des BefiQ, Vater des Jestan, aufstan- 
disch in Herat und NiSapftr, ao. 1041, Ibn Athir 
9, 327, 10. 3) Taj el-molnk Mardawlj, S. des 
Ispehbed *Ali der 2. Bawend-Linie, Gatte einer 
Schwester des Seljtlqen Sanjar, Zehlreddin 232, 
1. 237, 8. 248, 19. 

Den Namen von n*" 1 erklaren die Perser als 
*Menschen aufhangend*, wahrscheinlich *Men- 
schen angreifend, bestreitend*, np. awlz AngriflF, 
Streit, Fird. 2, 58, 643; n'' 2. 3 sind nach 1 be- 
nannt. 

Mardin 1) Abu *Ali Ahmed bin Mohammed bin 'Ali 
bin Mardin al-Qfimesani (in der Provinz Ha- 
madan) aus Nehawend, Scheich der Softs f 99'^> 
Yaqat 4, 202, 7. 18. 2) Mohammed bin Ahmed 
bin Mohammed bin Mardin, AbQ MansUr, dessen 
Sohn, Yaqat 4, 202, 14. — d. i. mannlich. 

Mardxurrah (Mard-i x^rrah), S. des Xusrau II, von 
seinem Bruder Sch§ro€ umgebracht, Hamzah 61, 
17. Xurrah-mard, Mojmel, Joum. as. Ill, 11, 
275, 13; bei Tabari Farruxmard (s. diesen). 
d. i. Mann des Gltickes (Glanzes). 

MardOe, Mardtll s. Mardtlyeh. 

Mdpbwv, wahrscheinlich Perser, Anftthrer der Lyder, 
Aesch. Pers. 51. 

Mapb6vio^ 8. Marduniya. 

Mapb6vTTi5, S. des Bagaios, AnfUhrer der Krieger 
von den erythraischen Inseln im Heere des 
Xerxes, Herod. 7, 80; auch Flottenfthrer 8, 130; 
fiel bei Mykale 9, 102. vgl. Mardawend. 

Mdpbo^ 8. Bardiya, Hyroiades. 

Mardog, MardGyeh 1) ein Turanier, Fird, 2, 654, 
1112. 2) Perser zur Zeit des Xusrau I, Fird. 6, 



Digitized by 



Google 



Mardg&d 



195 



Mardan 



480, 3874. 3) Gfirtner des Xusrau II, Fird. 7, 
314, 3737. 4) Mohammed, S. des Ibrfthim bin 
Mardtlyeh, Gelehrter aus Timak bei Samarqand, 
t 933, Yaqut 1, 909, 3. 5) Ahmed bin Mfisa 
Ibn Mardawaih (arabische Aussprache) aus Is- 
pahan, arabiseher Exeget und Chronist, t 1020, 
Yaqut 1, 57, 12 u. oft. Athir 9, 221, 8. Hajl 
Chalfa II, 105, 2. 350, 2 etc. — vgl. Mardauos. 

Mardg&d, S. des al-Marznban, Vater des Xudaidad, 
Istaxri 148, 7. vgl. Martangat. — d. i. Freude 
der Menschen (bildend). 

Marduniya 1) Vater des Gobryas (Gaubaruwa), 
eines Gefilhi-ten des Dareios beim Sturz desMa- 
giers, Inschrift von Behistan 4, 84. 2) Map- 
b6vio^, Sohn des Gobryas und einer Tochter des 
Hystaspes (WiStaspa), Enkel des vorigen, Gatte 
der ArtazOstra, der Tochter des Dareios, und 
Vater des Artontes, also Vetter und Schwager 
des Xerxes; fiel bei Plataeae 479 durch die 
Hand des Spartaners Aeimn^stos (bei Herod. 9, 
64 wird nach Dindorf 'ApijivriaTO? gelesen; vgl. 
C. MUller, Note zu Aristodemos, Fragm. V, 1, 
p. 5). Charon von Lampsakos bei Athenaios 394 
(2, 360, 21). Herod. 6, 43. 9, 16 (danach Athe- 
naios 148 [1, 337, 18]). 63, 82 (danach Athenaios 
138 [1, 313, 16]). Demosth. 24, 129 (sein Sessel 
und Sabel) 59, 96). C. 1. Gr. (Marmor Parium) 
II, 302, Z. 68. Nepos III, 2, 1. IV, 1, 2. Pint. 
Arist. 19, 1. Themist. 4, 4. Polyaen. 7, 33, 3. 
Er war auf einer Saule der Agora-Halle in Sparta 
abgebildet, Pausan. 3, 11, 6. 3) Mapbovio?, 
Leibwache (auifiaTOcpOXa^) des Xerxes, von Age- 
silaos, Bruder des Themistokles, bei Artemision 
getodtet, Agatharchides von Samos bei Plut. 
Par. Min. c.2. C.Mtiller, Fragm. Ill, 197, n'' 1. 
4) einige Rdmer s. bei Forcellini, Lexicon, Ono- 
mast. ed. Vine, de Vit, p. 343*; in Lncania lag 
die Stadt Mardonia. — d. i. der verzeihende (von 
♦mardwan, Erbarmen, awest. *merezwan (wie 
derezwan) mit Adjectiv-Affix ya an der schwa- 
chen Form mardun-), vgl. Faramurz. 

Mapcpabdni?, Eappadoke, Freund des Porcius Cato, 
Plut. Cato 73, 1. 

Mdp<pio^ s. Mdpacpi^. 

Margandak, Name eines Zwillingspaares des Sam, 
welches als Erbtheil Padasch)0^argar (Tabaristan) 
erhalt, West, P. T. I, 139. 140. 

Marl 8. MaSya. 

Mariaphemes 1. Artaphemes (richtig Phrataphemes). 

MopidvTTi^, Vater des Arsakomas, Lncian Tox. 
50 (439). 



d. i. Herold (goth. m^rjands), awest. ♦marayaflt. 

Markelseh (?) s. MihramguSnasp n"* 2. 

Mapjidpri^ 1) Flirst der Parther, zweiter Gatte der 
Zarinaia nach dem Tod ihres ersten, des Ey- 
draios; da er den gefangenen Stryangaios, der 
sie in der Schlacht entsattelt, ihr Leben aber 
geschont hat, umbringen will, wird er von ihr 
getodtet, Ktesias bei Nikol. Damasc., Mtiller, 
Fragm. Ill, 364, n** 12. M^pjicpo?, de mnlier. 
quae bello clar. c. 2. vgl. Gilmore's Ktesias 
p. 207. 209. 2) Marmarus (al. Marmaridus), 
Babylonier, einer der Begrttnder der Magie, Pli- 
nius 30, 2, 5. — C. J. Ball, Proceed. Soc.Bibl. 
Archaeol. X, 1888, 429 erinnert an jidpyajiai 
und lat. Mannar; vgl. aber griech. jiapfiaipui. 

Mapjiaaijid, Sohn des Haman, Esther 9, 9 im Text 
der LXX; der hebr. Text hat Parmastha. 

Marod, Vorfahr der Artsrfinis zur Zeit der Achae- 
meniden, Thoma 35 (41, 2). 

Mars, ein Magier, VuUers, Lex. II, 1162*. 

Mapaat^TTi^ s. fAaaafijx]^. 

Marsas (? al. Marnias, ^li^y; ^L^^), S. des Dohhak 
(Dahaka), im ktlnstlichen Stammbaum des Bistam 
von Gh5r, MinhaJ 31, 61 (306). FeriStah 1,'95, 
10 (1, 163). 

MarsSna, persischer Ftirst, Esther 1, 14; im griech. 
Text MaXriaeap. vgl. Meres. 

Mart (pehlewi) mard, merd (neupersisch) s. bei 
Martiya. 

MartadbOta magQl Anahlt-panahan, M. die Magierin 
(Tochter eines Magiers Namens) Anahlt-panah, 
Siegelstein mit Bildniss bei Mordtmann, DMG. 
31, 594, n^ 29. Horn, DMG. 44, 674, n^ 718. 
Justi, das. 46, 287. vgl. Murdad. — d. i. auf 
Murdad (awest. Ameretat) den Sinn gerichtet 
habend. 

Martan (pehl., t ist h zu sprechen), mardan, merdan 
(neupers.) 1) Ibn Mardan, Grammatiker inKUfa, 
Fihrist 70, 17. 2) Mardan, Vater des Abu §oja* 
Fars, der von Mohadhdhib ed-dauleh aus Ba- 
Sami vertrieben ward, ao. 1003, Athir 9, 128, 
13. 3) 'Ala ed-din 'All-i Mardan (Sohn des 
Mardan), Heerfllhrer und M5rder des Mohammed 
Baxtiyar, MinhaJ 576. 

Bemerk.: Mard&n ist theils Plural, theils nur mit 
bedeutungslosem Affix &n vermehrt, wie dSsUln (s. 
Vullers, Institut. 1. pers. p. 221). 

Mardandaulet, Wdrdentrager am Hof des FerozSah 
von Dehll (1351—1388), FeriStah 1, 267, 13 
(1, 456). — d. i. der die Regienmg fiber Manner 
(Menschen) hat. 



Digitized by 



Google 



Martftn 



196 



Marabii 



Martan-farrux, S. des Oharmazdd&t (Marian ist 
gabnaftn, ararn. gabrft, gescbrieben), Verfasser 
des Schikand-gQmanik WiCar (herausg. von Ho- 
schang DastOr Jamaspji Jamasp-Asana and E. 
W. West. Bombay 1887), Ende des 9. Jahrh., 
West, P. T. Ill, XXV. Schikand-gamanlk p. 185, 
Z. 3. paz. marda-frOxa-i hOrmezd-dad, das. p. 7, 
Z. 8. — d. i. gltleklich unter den Menschen 
(viell. der gltlckliche Mardan). 

Martan-x^aS magfti, Siegelstein, Thomas, Journ. R. 
as. Soc. XIII, n°31. Mordtmann, DMG. 18,30, 
n^ 81, Taf. 4, 1. Horn, DMG. 44, 671, n^ 550. 
d. i. sehOn unter den Menschen. 

MartanSah (pehl.) Mardangah (nenp.) 1) Mardangah, 
Bmder des Bahram Cflbin, tlberbringt Bahram's 
Beute aus dem Ttlrkenkriege dem Ormizd IV, 
Bel'aml in Zotenbergs Tabari 2, 265 (nach dem 
Gescbichtsbuch von Bahram Oflbin); wird von 
Xusran II zom Padhospan von Nimroz emannt, 
spater von ihm mit Abhanen der rechten Hand 
ungerecht bestraft; sein Sohn Mihr-Hormizd 
tddtete den Xusrau II, Tab. 1058, 13. Athir 
363, 17. Mirch. 1, 241, 1. Bei Dinawari heisst 
er Mardanslnah, bei Fird, Yelanslneh, s. N(5l- 
deke's Tabari 478. 2)MardanSah, altesterSohn 
des Xosrau II und der Schlrlu, von seinem 
Bruder Scherofe heim Regierungsantritt (627) ge- 
tOdtet; Mepbaaa^, Sohn der Zeip^ji, Theophan. 
499. Cedrenus 1, 734. Legenda aurea ed. Th. 
Graesse p. 607. MardanSah, Hamzah 61, 14. 
Fird. 7, 400, 541. Mojmel (nach Hamzah) Journ. 
as. Ill, 11, 275, 11. Schah Merdan, wohnt in 
Asadabad, Yaqat 4, 563, 14—15. NOldeke, 
Guidi's syr. Chronik (Wien 1893)^ 13. 3) Be- 
fehlshaber unter dem Feldherm Jaban in der 
Schlacht von Namariq, ao. 634, worin er ge- 
fangen und enthauptet ward, Tab. 2166, 9. Athir 
2, 334, 19. 4) Eunuch undAnflihrer unter Bah- 
man Ja&56, Tab. 2177, 9. Feldherr bei Neha- 
wend, ao. 641, MerdanSah btl *l-hajib (d. i. Be- 
sitzer dichter Augenbrauen) Beladori 251, 9. 
302, 9. 303, Note e. Dieses Beiwort ftihrt bei 
Tabari Bahman. 5) Masmoghan von Dunba- 
wend. Tab. 2656, 4 (s. Masmoghan). 6) S. des 
Zaban-farrflx, Bela^ori 301, 2 = Fihrist 242, 21. 
7) Arzt des ChaUfen *Abdo '1-malik (685—705), 
Assemani III, 616% 6, ao. 692. 8) Dihqan in 
Adherbaijfan, wamt den arabischen Feldherm 
Jarrah vor dem Zug gegen die Chazaren, Bel'ami 
in Zotenbergs Tabari 4, 274, 29. 9) S. des 
Qhaznawiden Mas'Gd (1030— 1040), MinhaJ 1, 95. 



FeriStah 1, 80, 16 (1, 130) (ao. 1051). 10) S. 
des Qawurd von Kirman, Houtsma, DMG. 39, 
371. 11) Vater des Faramurz, Zehlreddin 221 , 1 . 

12) Saif ed-din MerdanSah (al. MerdanSlr, §Ir- 
merdan), Tafelmeister (x>^an-saiar) des )C^arizmgah 
TakaS, ao. 1186, Defrimery, J. as. IV, 8, 479. 

13) Taj ed-din MerdanSah, Befehlshaber von 
Girdkah unter dem letzten Ismal'Iier Rokn ed- 
dln XtlrSah, ao, 1256, Mirch. 4, 70, 22. 

d. i. K5nig der Manner. 

MartanSat (pehl.), S. des Iradbahram, Vater des 
Iradbahram, ao. 1009, Kanheri 1, 7. 2, 5. 6. 3,6. 
vgl. MardSad. 

*MartansInak (pehl.), 'Mardanslnah, Bruder des Bah- 
ram Cflbln, s. MartanSah. — d. i. Mannerbi-nst 
habend. 

Martanweh (pehl.), Merdanbeh (neup.) Geschafts- 
ftlhrer des Bind5€, Dinawari bei N5ld. Tabari 
480. vgl. Martweh. 

d. i. gut unter den Menschen (vielleicht fttr 
merdan-i beh, der gute M.). 

MartbOt 1) auf Siegeln a) MartbOt-i magu, Mordt- 
mann, DMG. 18, 35, n^ 108, Taf. II, ult. Horn, 
S. S. 25, zu n'* 4. b) MartbOt, Horn, DMG. 44, 
659, n'' 574. c) MartbOti-i MahbOtan, Horn, S. S. 
25, n° 4. d) MartbOt . rasti, Horn, S. S. 34, 
n° 29. e) MartbOt zi magft zi Gtlrtin, Mordt- 
mann, DMG. 18, 29, u° 74 (Taf. H, 4). Justi 
das. 46, 283. 2) S. des Datgun, Gelehrter, 
West, P. T. I, LXIII. 244. — d. i. das Bewusst- 
sein eines Mannes (Helden) habend. patrony- 
misch: MartbOtan, auf einem Pergament aus dem 
FayyOm, Horn, DMG. 43, 611. vgl. Muzdbuwadh. 

Martiya (altpers.) Maschya (awest. s. diesen Namen) 
Mart (pehl.) Mard (neup.) d. i. Mann. 1) Martiya, 
Perser aus Euganaka in Persis, Sohn des CifiixriS, 
gab sich fOr ImaniS K5nig von Susiaua aus und 
emp5rte sich gegen Dareios I, ward aber von 
seinen eigenen Leuten umgebracht, Inschrift von 
Behistan II, 8. Sein Bildniss daselbst am Felsen, 
die vierte der stehenden Figuren. 2) Mard al- 
aSkerl, dailemitischer Heerfahrer unter Makan, 
Masudi 9, 7. 

Mar Todi (vgl. Thodik), Siegel, Horn S. S. 35, 
n** 35; Mar ist syrisch (Herr, von Geistlichen, 
wie armen. T€r); Justi, DMG. 46, 288. 

MartwSh (pehl.), S. des AfrObagwindat, West, P. T, 
I, 146, Martanweh, das. 147. vgl. Martanwfih. 

MarQbll, S. des Seljuqen Caqarbeg, wahrscheinlich 
derselbe vrie Qawurd (unrichtig Qaderd), s. Vui- 
lers, Gesch. der Seldschuken 93. 



Digitized by 



Google 



MarQI 



197 



Mfirzpan 



MarQI (syr.) 1) Presbyter and Ar/A in XQz bei Ni- 
nive, zur Zeit des Patriarchen Ye§tf yahb (f 660), 
Assemani III, 143', n** 9. 2) Arehidiakoii, ao. 
774, Assemani III, 155^ Note Z.6 (arab.). 3) 
Marwaih (arab. Anssprache), M5nch, Assemani 
III, 500 % 38. patronymisch Marftlftn s. PgrOz 
n^ 28. — d. i. Mondgesicht (?) vgl. Mahrfll und 
Mero^s. 

HarflSan 1) (armen.) persischer Feldhen-, welcher 
nnter der Ftthrong des Mercian Artsrtlni gegen 
ArSak III von Armenien zog und von Wasak 
getOdtet ward, Faust. Byz. 4, 42 (154, 4). 2) 
Marwazfin (arab.), Statthalter von Yemen unter 
Hormizd IV, Nachfolger des AnOSagan (al. al- 
Marzub&n, al-Hormuzan), Tabari 988, 8. Hamzah 
139, 7. Athir 359, 12; al-Marzuban (1. Mar- 
Avazftn), Sohn des Subhan (I. NoSaJan, qL^^ statt 
^.yL^\j^^\ Masudi 3, 177. Sohn des Mahan, Ibn 
Chall. II* 136, 21 (I, 450); vielleieht derselbe, 
welehen Ibn Xall. IX, 79, 5 (III, 555) als Ur- 
grossvater des AbQ Hanifah bezeiehnet. 3) Ma- 
pouCfi?, Heerfahrer unter Ormizd IV und Xusrau II, 
Theophyl. Simoc. 118; fiel in der Schlacht mit 
Philippikos bei Martyropolis ao. 588, das. 121. 
BapouM^ Theophanes 402. Cedrenus 1, 694. 

Marwek, Grossvater des Mohammed bin Ahmed, 
Gelehrter, Yaqut3, 277, 1. — d. i. Katzenkrftut- 
iein (deminut. von marw, manmi). 

Marzpan (pehl. MarSpan, 6 wird oft fttr z ge- 
sehrieben, armen. Marzpan, Marzavan, neup. 
Marzban, Marzawan, arab. Marzuban), Titel, 
soviel wie das altpers. Satrap, wOrtlich Grenz- 
httter, Markwart, dann oft Eigenname; vgl. NOl- 
deke, Geseh. der Perser u. Araber 446. 450. 
1) Marzuban, H(^fling Sapors III, Masudi 5, 283 
(Anekdote). 2) S. des Wahriz, Statthalter von 
Yemen unter Xusrau I, Tab. 958, 3. Athir 1, 
327, 17, 3) S, des Hormizd IV, Vater des Jan, 
in dem ktlnstlichen Stammbaum der Schirwan- 
schahe, Dom, M6m. VI, 4, 1840, 550. 4) Asad, 
S. des al-Marzuban, Feldherr des Ghalifen MansOr, 
der ihn umbringen Iftsst, ao. 768, Tab, 3, 368, 5. 
5) Marzuban, S. des Jestan n*" 1 von Dailem, 
unterwirft sich dem Hartln ar-raschid ao. 805, 
Tab. 3, 705, 5. Athir 6, 131, 10, 6) S. des 
TarkaS, ein Ftirst aus Sughd, weleher beim pein- 
liehen Verh5r des Aflln gegen diesen auftrat ao. 
840, Tab. 3, 1308, 18. Athir 6, 365, 17. 366, 12. 
7) Wezir des ChaUfen Motawakkil (847—861), 
Ibn ChaU. V, 60, 13 (II, 302), 8) al-Hasan bin 
al-Marzuban aus dem Geschlecht des Marzuban 



bin Zadiyah aus Schiraz, Steuerbeamter des 
Mohammed bin Wasil und des Ya'qttb bin al- 
Laith, Istaxri 148, 1. 9) Ja7ar, S. des Sahl bin 
al-Marzubau, Schreiber des Abu l-Harith Ibn 
FarlghQn, Istaxri 148, 2. Ibn Hauqal 208, 10. 
10) *All bin al-Marzuban, Beamter des 'Amrfl 
bin al-Laith, Istaxri 148, 3. 11) Marzuban, S. 
des Farabundad (al. Xudaidad) aus Pasft, Vater 
des MardSad, Istaxri 148, 4. 12) Sa'ld, S. 
des Marzuban, von Tabari 2265, 9 als Ge- 
wahrsmann (isnad) citirt. ' 13) Mohammed bin 
Xalaf bin al-Marzuban bin Bassam, genannt al- 
'Abbas, t 921, Fihrist 86, 26. 149, 24. Yaqut 

4, 432, 22. Haji Chalfa 5, 97, 1. 14) Mohammed 
bin Sahl bin al-Marzuban aus Karx, arab. Schrift- 
steller, Fihrist 137, 21. 15) 'AbdaJlah, S. des 
Mohammed bin *Abd al-*azlz bin al-Marzuban bin 
Sabflr bin §ahingah, naeh dem Vater seiner Mutter, 
Ahmed aus Baghgftr (zwischen Herat und Marw 
ar-rab), el-BaghawI benannt, Traditionist, ge- 
boren in Baghdad 828, t 929, Yaqut 1,694, 17. 
16) Marzban, S. des Mohammed bin Seddad, 
von der kurdisehen Dynastie der Beni §eddad 
in Ani, ao. 951/2, N. v. Khanikoff, Bullet. Acad. 
Petei-sb. VI, 1849, 195. 17) *Abdo 'r-rahman, 

5. des Hamdan bin al-Marzuban, genannt der 
Lastviehvermiether (Jallab) , der Seidenhandler 
(xazfiz) Oder der Dorfgrebe (dihqan), Traditionist 
aus Welld&bad bei BuznIrtLdh (Provinz Hamaban) 
t 953/4, Yaqut 4, 940, 17. 18) Ma