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Full text of "Untersuchungen über die Bedeutung der Nektarien in den Blumen"

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Bedeutung der Nektarien 



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in den Blumen 



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eigene Beobachtungen und Versuche gegründet. 



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Doctor der Medizin und Chirurgie , der Senkenbergischen natur- 
forschenden Gesellschaft zu Frankfurt am Main korrespondir endein 

Mitgliede. 



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STUTTGART. 

Friedrich Henne'sche Buchhandlung 

18 33. 


















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In scientia naturali principia veritatis observationibus confirmari 



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Linn. phil. bot. 

















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Die Veranlassung zu gegenwärtiger Schrift gab 
folgende, im Herbst 1851 von der medizinischen 
Fakultät zu Tübingen aufgestellte, Preisfrag 

* 4 

Naturforscher nehmen an, die 



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an, die Honigabsonderung sey 
zur Befruchtung der Blüthen nothwendig$ andere 



glauben bemerkt zu hab 



dafs die stärkste Ab 



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sonderung des Honigs erst nach der Befruchtung 
des Ovariums erfolge. Die Fakultät wünscht nähere 
Beobachtungen bei verschiedenen Pflanzen, in wel- 



chem Verhältnifs die 

* 

Antheren und Ovarien 



cklung 



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zu 



ader stell 



der Nektarien, 
oder nach der Befruch- 
welche Folgen für die 



Befruchtung der Ovarien und Saamenbildung üb 
haupt die Zerstörung der Nektarien bei veri 



chie 



denen Gewächsen b 



; 



ob nicht etwa the 



der völlige Zerstörung der Blumenkrone denselb 



folg hab 



Verfasser erblickte in dieser 



Frage 



eine Aufforderung zu Erforschung der 
denen Beziehungen , in 



welche 



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Nektar 



icht allein 



zur Fruchtbildung, sondern auch zur 
Entwicklung der Blume und ihrer Theile stehen, 



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er die Ansicht hat, dafs man überhaupt 
bei physiologischen Versuchen und den daraus her- 



gele 



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chtig zu Werke 



gehen könne, und dafs solche Versuche ohne ander 








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eines Organs und seiner 



weitige Untersuchungen 
Beziehungen immer unsicher und 
so hielt er für nöthig, vor allen Dingen zu unter- 
suchen ^ wie weit 



einseitig seyen 



die Nektarab sonderiing 



m 



den 



verschiedenen Familien des Gewächsreichs verbreitet 



9 



zu Anfang Augusts 



aber die Beantwortung der Frage schon 



des fol 



Jahres der 



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werden sollte, so mufsten auch 



sämmtliehe Beobachtungen und Versuche im Verlauf 
eines Sommers geschehen 5 daher konnten dieUnter- 



chun g 



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die Verbreitung 



der Honigab 



derung bei den verschiedenen Pflanzenfam 

so vollständig ausgeführt werden, als bei ein 

beschränkten Zeit möglich gewesen seyn vi 

In dem ersten Abschnitt glaubte der 

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das Wich 
Nektarien 



§ 



aus dem Gesch 



Verfass« 
über d 



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vorausschicken zu müssen, weil oh 



Kenntnifs des bereits Vorhandenen keine gründliche 
Untersuchung eines Gegenstandes, noch weniger die 



Aufstellung neuer Erfunde möglich ist 5 



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er es für seine Pflicht, die Verd 



derseits 
1 seiner 



Vornan £er öffentlich anzuerkennen, und die Quell 



gctlig 



zu nennen , aus welche 



er 



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de man 



geschöpft 



üb 



monographischen Arbeit d 



Art mit Recht den Vorwurf der Unvollständigkeit 

machen können, wenn sie das Geschichtliche unbe- 
rücksichtigt gelassen hätte. Ob und wie weit diese 
beiden Abschnitte vielleicht überflüssig und nicht 



zur S 




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ständige 



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Weise angestellt worden, und es wurden über j<3den 

m einem eigenen 
tläufig zu wer- 



Versuch 



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Anzeichnung 



gebuch geführt 



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den, mufste sich aber der Verfasser begnügen 



von 



de 



Versuch nur das Resultat in Kürze 



füh 



ren 



wegen 



wie 
rgen 



an zu- 



denn auch alle d 



lej eiligen, welche 
d einem Unfall nicht zu Ende geführt 

tt. Hiehei kann er 






werden konnten, hinweggelassen hat. 
nicht unterlassen, der vielfachen Gefälligkeiten dank- 
bar zu erwähnen, womit Herr Uniyersitätsgärtner 
Orthmann ihn bei seinen Versuchen durch Mitthei- 
lung von Pflanzen u. s. w. unterstützt hat, so wie er sei- 
nen hochverehrten Lehrern und Freunden, welche ihm 
mit so grofser Bereitwilligkeit ihre Bibliotheken geöff- 
net haben, hiemit den verbindlichsten Dank zollt. 

Mit Bedauern mufs der Verfasser anführen, dafs 
ihm die beiden neuesten Abhandlungen über Nek- 
tarien von Desvaux und Soyer- Willemet, wovon 
Erstere von der Linneeischen Gesellschaft zu Paris 
gekrönt, Letztere öffentlich belobt wurde, erst zu- 
gekommen, als die Versuche alle beendigt und der 



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Schrift schon ziemlich 



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keine Mühe gespart hatt 



sich 



schaffen; and 



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aber a 

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könne 



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d selbstständiger i 



um so 



gewann 
unbe« 



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täte durch die 
zu sehen. 



gefund 



von Desvaux aufgestellten bestätigt 
Äufser dem wenigen aus diesen Schriften, 
gröfstentheils in Noten und mimer unter den Namen 
der Verfasser Angeführten, hat das Ganze, einige Meine 






halte 



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cnommen 



11 , wie sie 



Aug 



genau dieselbe Gi 
ust 1852 der med 



be- 



bergeben worde 









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Freuen würde es den Verfasser, wenn gegen- 
wärtige Untersuchungen Veranlassung geben sollten, 
dafs die Naturforscher in Zukunft bei ihren bota- 



chen Forschungen 



glich bei Beschreibt 



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hielten 



Gattungen und Arten, es für de 



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der Honigabsonderung einige 



Auf 



merksamkeit zu schenken- Mag immerhin, nach dem 



spiel 



Neueren, der Ausdruck Nectarium 






als ein vager, bei der Charakteristik der Gattung 
und Arten hinwegbleiben, so 
das Wort honisrabsondernd , nc 



möchte er dageg 



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gen, welches jedesmal sehr passend zu dem Namen 



des drüsig 
werden köi 



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Discus nectariferus, Stamina basi nectarifera 



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der 



Gattungen die Nektarien aufzuzählen, 
zu verbessern und weiter auszubilden 

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hinneig 



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Formen seines Herbariums zu beschäftig 



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die Natu 



die ewig Lebendig 



Leben und 



Wirken zu beobachten ; als ob Zahl und Form der 
Zweck aller Forschung wäre ? Wozu i 



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Physiolog 



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der Syst 



matik, als ob beide sich feindlich gegenüberstand 
Solche Sonderungen kennt die Natur nicht; 
ist im Gegentheil alles aufs Schönste zu € 



in ihr 



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rofsen Ganzen vereint. 



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Der Verfasser* 



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Erster Abschnitt. Geschichte und Litterat ur 
Zweiter Abschnitt. Begriff des Nektariums 
Dritter Abschnitt. Verbreitung der Nektarien in den 
verschiedenen Familien des Gewächsreichs; nebst Beob- 
achtungen über die Honigabsoriderung bei einzelnen 
Pflanzen. 

A) Acotyledonen . j . ; . 

B) Monocotyledonen . „ 

C) Dicotyledonen . • . , . 
Resultate • . 1 ■ " 



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13 



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Verschiedene Stellungen der Nektarien 



16 
17 
17 
96 
100 



Vierter Abschnitt. Form, Bau und Farbe der Nektarien 104 



Fünfter Abschnitt; Bestandteile des Nektars 

Bestandteile änderer hieher bezüglicher Pflanzen- 
stoffe . . 9 . . 

Sechster Abschnitt. Anderweitige zuckerige Ausschei- 
dungen der Pflanzen . 

Siebenter Abschnitt. Von der Verrichtung und dem 
Nutzen der Honigwerkzeuge : 

Verschiedene Ansichten der Naturforscher darüber 
Versuche an Pflanzen verschiedener Familien. 
Erste Reihe. Zerstörung der Nektarien: 
I. Orchideae Juss. • . • 

r 

IL Asclepiadeae R.Br. . . ^ 

III. Caprifoliaceae De Cand. 

IV. Geraniaceae De Cand. 

V. Tropaeoleae Juss. 

VI. Balsamineae Rieh. . 

VII. Violarieae De Cand. • * 
VW. Cruciferae . . ... • . 
IX. Fumariaceae * • • . 



107 



112 



115 



119 



123 

124 

124 
125 
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X. Berberideae Vent. • . 

XL Ranunculaceae De Cand. 
Resultate . * ♦ . • ' • 

Zweite Reihe. Zerstörung der übrigen Blütlien- 

theile aufs er den Ncktarien : 
I. Aspbodeleae R. Br. 
IL Narcisseae Rieh. 

III. Orchideae Juss. 

IV. Scrophularinae R. Br. 

V. Labiatae Juss. 

VI. Polemoniaceae Juss. . 

m 

VII. Gentianeae Juss. 

VIII. Asclepiadeae R. Br. 

IX. Saxifrageae Juss. 

X. Nopaleae Juss. 

XL Leguminosae Juss. 

XII. Geraniaceae De Cand. 

XIII. Tropaeoleae Juss. 

XIV. Balsamineae Rieh. . 

XV. Violarieae De Cand. 

■ 

XVL Cruciferae Juss. • 
XVII. Ranunculaceae De Cand. 



Resultate 
Endresultate 

* 

Register der Familien und Gattungen, welche in Beziehung 
auf Nektarien und Honigabsonderung vmtersucht wor- 
den sind . • • . . 



127 
127 
129 



130 
130 

130 
131 
130 

131 
132 
132 
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132 
132 
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Verbesserung. 

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Seite 93. Zeile 16* von oben lies arvensü statt damascena 




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Erster Abschnitt 



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Geschichte und Litteratur. 






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o sparsam auch die Nachrichten sind, welche uns die ältesten 

Urkunden des Menschengeschlechts über die Pflanzenkenntnifs 
der Alten überliefert haben, so beweisen sie dennoch, dafs 
der Mensch frühe anfing, die ihn umgebende Natur zu be- 
obachten, und dafs es nicht zuviel gesagt ist, wenn wir 
behaupten, die Naturgeschichte sey so alt, wie das Menschen- 
geschlecht selbst. Von der Natur vorzugsweise auf vegeta- 
bilische Kost angewiesen, konnte es dem Menschen nicht 
gleichgültig seyn, ob er Angenehmes oder Unangenehmes, 
Nützliches oder Schädliches genofs; er mufste sich Merk- 
male von Beiden aneignen, und so entstand bald , ihm viel- 
leicht unbewufst, die erste Grundlage der empirischen Botanik. 
Aber auch hievon abgesehen, liefse sich nicht denken, dafs 

der Mensch, mit so vielen geistigen Vorzügen ausgestattet, 
voll Durst nach Erweiterung seiner Begriffe und unbekannt 
mit mühsam zu befriedigenden Bedürfnissen, lange ein müs- 
siger Zeuge dieser jungen Schöpfung, dieser Welt voll 
Wunder bleiben konnte. Schon die einfach erhabene Erzäh- 
lung der Schöpfungsgeschichte von Moses kann hiefür als 

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Beleg gelten. — Allein pflanzenphysiologische Beiträge kön- 
nen wir freilich noch nicht suchen, wenn wir ins graue Alter- 
thum hinaufsteigen; es sind nur Bilder und Mythen, auf die ^ 
wirstofsen. Dafs indessen schon zu Homers Zeiten bekannt 
War, dafs die Bienen Honig aus den Blumen holen, dafür 
scheint eine Stelle im zweiten Buch der Iliade zu sprechen, 
wo es heifst : 



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„Wie wenn Schaaren der Bienen daher ziehn, dichtes Ge- 



wimmels, 



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Aus dem gehöhleten Fels in heständigem Schwärm sich er- 



neuend, 



Jetzt in Trauben gedrängt umfliegen sie Blumen des Lenzes." 



Uebers. von Voss. 






(geb. 384, f 322 y. Chr.) 



gründliche Untersuchungen über, verschiedene Gegenstände 
der Naturgeschichte. Er zählt in seinem Kapitel von den 
Bienen verschiedene Pflanzen auf, von denen dieselben Honig 



Wachs nehmen a ) 

— ^rv^*m%^x U.XJ 1. i, rr 

die Gewächse an, welche man in der Nähe des Bienenstandes 
pflanzen soll **) ; ferner das chalkidische Kraut und die Man- 
delbäume seyen nützlich zur Honigbereitung c). Aristoteles 

Werke über das Pflanrenrpinh dnA loU». f;:_ t _- 



Dagegen hat sein Schüler 



(geb. 371, f 286 v.Chr.) 



* • — — ..~«»«« \&»-"'<j/i, j ■iouv.Kjar.) uns 

in seiner Naturgeschichte der Pflanzen das älteste Monument 
wissenschaftlicher Pflanzenkunde hinterlassen. Indessen dürfen 
wir bei einem Manne, der einen so wenig bebauten Boden 
betrat und sich noch ganz besonders auf die Philosophie 
und Beredtsamkeit legte, noch keine Auskunft über die ein- 
zelnen Organe der Blumen suchen. Doch gedenkt er schon 



1605. 



munis 



s com- 



a) Historia Animal. Lib. IX. Cap. XL. Ed. a Casaubono 
*ol. p. 722: „pastus gratissimus apibus Thymus est (Satu- 
reja capitata L.)." ' '' " "'* v 

Ebendas.: „Haec sunt , unde aeeipiunt : Thymus, Atractyllis 

(Larthamus lanatus L.), Meliloton (Melilotus cretica L ) 
Asphodelos (Asphodelus ramosus L.), Myrsine (Myrtu 

L.), Phleos (Poterium spinosum L.), Agnos (Vitex 
agnus L.) f Sparton (Spartium junceumL.).« Die systematischen 
Namen nach C. Sprengel Geschichte der Botanik I. 1817. 

b) Ebendas.: „Expedit consevisse apud alvearia Pyros (Pyrus do- 

mesüca), tabas (\icia lana L.), medicam herham (Medicago 
sativa et cretica L.), Ochrus (Pisum Ochrus L.), Myrtum 
Papaver, Serpyllum (Thymus Serpyllum L.), Amygdalam 
(Amygdalus communis L.). u 

c) De mirab. auscultat. „Chalcidica herba (Chrysanthemum co- 
ronarium?) et Amygdala ad mella conficiendaimu» praebent 



maximum» 



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des Säulchens (Pistills) 



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'). Als 



Pedanius Dioscorides aus Anazarbas in CiJicien der 
Zu Anfang des ersten Jahrhunderts unserer ^Zeitrechnung gelebt 
haben soll, beschäftigte sich vorzugsweise mit dem medizi- 
nischen Theil der Pflanzenkunde, und gab zum Theil sehr 
unvollständige Beschreibungen von seinen Pflanzen, so dafs 
Haller sagt, ein Dritttheil seiner Pflanzen sey uns unbekannt f ) ; 
demungeachtet wurde er fast 16 Jahrhunderte hindurch als 



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und seine Werke 



dienten Plinius, Galen, Oribasius mit ihren Nachfolgern zur 
Grundlage. Er erzählt, ' dafs die Bienen zu Herahlea im 



wie das Aconiton hervorbringe s) 
Azalea pontica L. halten h ). 



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Unter den romischen Schriftstellern hat uns M. Terent. 
Varro in seinem Buch über die Landwirtschaft ein Verzeich- 
nis von Gewächsen, die man für die Bienen anpflanzen toll, 



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dieses , 



sondern bald 



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d) Historia plant. I. 17. 

e) Naturgeschichte der Gewächse , übersetzt von C. Sprengel, 

1822. p. 218. „Aus ihm saugt die Biene Honig. Daran 
sollen die Bienenwirthe erkennen, ob es ein gutes Honigjahr 
gibt oder nicht; wenn das Thymon recht schön abblüht, so 
soll es guten und reichlichen Honig geben. 44 



f) A.Halleri Bibliotheca botanica. 1771. p. 85- 

g) Dioscoridis Anazarbaei simpl. medicaminum reique med. L. VI. ; 

im 6ten Buch, Kap. 8. 



h) IT. A. Dierbach in Geigers Mag. f. d. Pharmac. XIX. 227. 

i) De re rustica Libri III. Im 3ten Buch, Kap. j6. : „ea, quae 
maxime sequuntur apes, sunt: Rosa, Serpyllum, Apiastrum 
(Melissophyllum), Papaver, Faba, Lens , Pisum, Ocimum, 
Cyperum,Medica, et maxime Cytisum. — Propter hoc siculum 
mel fert palmam, quod ibi Thymum bonum et frequens est/ 4 

k) Ebendas. : „Neque quae afferuntur ad quatuor res faciendas, 

propolim , erithacen, favum, mel ex iisdem omnibus rebus 

carpei^e dieuntur: simplex, quod e malo punico et asparago 

eibum carpunt solum, ex olea arbore ceram, e fico mel, sed 

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p. Virgiüus Maro (geb. 70, f 18 v. Chr.) hat in seinem 
4ten Buch der Georgica die Bienen besungen. Indem erden 
für Bienen vornehmlich passenden Aufenthaltsort beschreibt, 
gibt er auch die Pflanzen an, welche in der Nähe stehen 
sollen : 

„Hie circum cassiae virides et olentia late 
Serpylla, et graviter spirantis copia thymbrae 
Floreat, irriguumque bibant violaria fontem. a 

Lib. IV 30. 

Und durch eine andere Stelle, wo er den Honig poetisch 
Nektar nennt, gab er später Linnee die Veranlassung, diesen 
Ausdruck in die Pflanzenkunde einzuführen. * 



•>) 



Aliae purissima meila 






stipant et liquido distendunt Nectare cellas." 



\ 



Lib. IV. /G3. 



Weiter unten zählt er noch verschiedene Pflanzen auf, von 

denen die Bienen ihr Futter holen: 

,,At fessae multa referunt se nocte minores, 

7 

Crura thymo plenae : paseuntur et arbuta passim, 
Et glaucas salices, cassiamque, crocumque rubentem. 
Et pinguem tiliam, et ferrugineos hyacinthos." 
' Ibid. /SO. 

L. Juniu» Moderatu« Columella, der im ersten 
Jahrhundert lebte , zählt in «einen Büchern über die Land- 
wirthschaft ebenfalls die Pflanzen auf, welche den Bienen 



Honig 



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die Linden 



seyen ihnen schädlich. 

C. Pliniu« seeundus (geb 



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non bonum; duplex ministerium praeberi, ut e faba, apia- 
strö , Cucurbita, hrassica, ceram et eibum. Nee non aliter 
duplex, quod fit c malis et pinis sylvestribus, eibum et mel. 
Item aliter duplex, quod e papavere, ceram et mel. Triplex 
ministerium quoque fieri, uti ex nuce graeca et e lapsana, 
eibum, mel, ceram. Item ex allis florilms ita carpere, ut 
alia ad singulas res sumant, alia ad plures. Nee non etiam 
aliud discrimen sequuntur in carptura, aut eas sequatur, ut 
in melle , quod ex alia re faciunt liquidum mel ut ex sisari 
flore, ex alia contra spissum, ut e rore marino. Sic ex alia re, 
ut e fico, mel insuave, e cytiso bonum, e thymö Optimum. 44 

1) De re rustica L, IX. Cap. 4. 










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von den Bienen an, die er meist aus den Schriften seiner 



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haben scheint™). }? r sagt, der 



rganger genommen zu 
Honig, der von dem Heidekraut (Eriea herbacea L. nach 
Billerbechs Flora classica p. 101.) gesammelt werde, sey ge- 
ring«). An einer andern Stelle °) sagt er, dafs die Blumen- 



ähre 



yon Cerinthe (C. major L. nach Billerbech p. 4(J.) 



Honigsaft enthalte, wornach die Bienen sehr begierig seyen, 
ebenso lieben sie den Senf. — Etwas später homrat er auf 

den giftigen Honig zu sprechen und erzählt, er habe erfahreri, 
dafs der giftige Honig von Herahlea von dem Kraut Aego- 
lethron p) herrühre, welches auch die Ziegen tödte: eine 
andere Art giftigen Honigs soll von den Blumen des Rhodo- 
dendron (Nerium Oleander L.?) hemmen und Wahnsinn 

erregen q). 

JMerkwürdigheit halber führen wir auch Quinctilian, 
einen Zeitgenossen von Plinius, hier an, der in seiner Rede 
gegen den Reichen, welcher die Bienen eines Armen durch 
Vergiftung der Blumen in seinem Garten getödtet hatte, den 
Bienen eine Lobrede hält und damit schliefst, dafs er sagt: 
v^enn man die Bienen tödte, so mache man die Blumen unnütz r ). 

Palladius Rutilius Taurus Aemilius, der zu 
Ende des 2ten Jahrhunderts lebte und 14 Bücher über die 
Landwirtschaft schrieb, hat über die Bienen und ihre Füt- 
terung ungefähr dasselbe, was seine Vorgänger, gesagt. Doch 
führt er auch im Allgemeinen an, dafs wohlriechende Kräuter 
und Blumen, die keine Bitterkeit haben, vornehmlich honig* 
gebend seyen s )# 

Dafs auch schon den alten Indiern bekannt war, wo die 
Bienen den Honig holen, dafür scheint unter Anderem eine 



m) Hist. natur. Lib. XI. Cap. 8. 14. 15. 16 etc. 
n) Ebendas. Cap. 16. 

o) Lib. XXI. Cap. 12. „Est autem Cerinthe folio candido ? in- 
curvo , cubitalis , capifce coneavo , mellis suecum habentej 
horum floris avidissimae sunt (apes) ? atque etiam sinapis." 

p) Billerbeck hält dies für Raiiunculus flammula L. (fl classica 

144.) , Sprengel für Azalea pontica L. (Geschichte der 



\ 



Bot. 166.). 



; 



q) Lib. XXL Cap. 13 

r) Declamat. XIII. Apcs pauperis. 

I 

s) De re rustica Lib. I. Cap. 37. 



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Stelle in der Sacontala, die um die Zeit von Christi Geburt 
gedichtet wurde, zu sprechen, wo es heifst: 

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„Blicke an die zarten Kesarazweige *)> die Ton den Bienen 



geküfst werden," 



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Und im ersten Akt» 



Sak. prologns. 



„Ach die zarte Malicabiithe «) verlassend umschwärmt eine 



Biene mein Gesicht/ 4 






In einem andern Sanskritgedicht heifst es: 

„Beim süfsen Sumsen der Biene, die glänzend vom Thau 
aus dem alabasternen Belch der neuaufgegangenen Malica 
sich erhebt, glaubt man da nicht das ferne Geräusch der 
Perlmuschel zu hören, wollüstiger Ruf zum Feste der 

Liebe?" v) 

Mit dem Verfall der römischen Herrschaft versanken auch 
die Naturwissenschaften fast 12 Jahrhunderte hindurch 
eine Art von Todesschlaf; an die Stejle wissenschaftlicher 
Forschungen war tiefe Barbarei oder finsterer Aberglaube 
getreten, kein Wunder daher, wenn die Männer, welche vom 
I4ten bis J6ten Jahrhundert die Bahn der WissenschaffPn 



in 



wieder betraten, ihre höchste Ehre darin suchten, die Alten 
zu erforschen und auszulegen. In Deutschland begann man 
mit Anfang des löten Jahrhunderts die vaterländischen Pflanzen 
zu untersuchen. Hier stehen die Namen eines Otto Brunfels 
(f 1534) und Leonhard Fuchs (geb. 1501, f 1565), eines 
Schwaben, oben an. Letzterer gab zuerst ein Verzeichnifs 
von Kunstau«drüchen über die einzelnen Theile der Pflanzen, 
worin er unter Anderm die Staubfäden Apice» , die Blüthe 
der Gräser Giuma nannte. 

J oh. R u e 1 1 i u • , ein Franzose (geb. 1474, f 1537), erzählt 
in «einen Schriften von dem Honig, dafs er aus den Blüthen 







































- t) 



Kesara und Nagakesar ist Mesua ferrea L. Vid.Botanifcal Ob- 
servation on select indian plants by W. Jones in Asiatic 
researches Vol. IV. p. 287. 

u) Malica oder Mallica ist Jasminum Sambac L. 

v) Nach den indischen Mythen bereitet auch Kamadera, der 
Gott des Verlangens (der indische Amor), aus 5 Blüthen, der 
Kesara, Malica, A.mra (Mangifera indica) und zwei andern, 
den Saft, in den er die Pfeile taucht, womit er unheilbare 
Wunden zufügt. 









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verschiedener Pflanzen gesammelt werde, und nennt ihn, 



seinei' herrlichen Eigenschaften wegen 



N 



) 



einen göttlichen 



Rembert Dodonaeus, ein Friesländer (geb. J 517, 
t 1586), lieferte vortreffliche Beschreibungen und Abbil- 
dungen von vielen Pflanzen. Er ist der Erste, der ein Nek- 
tarium als wirklich Honig absondernd beschrieben hat y). 
An 



einer andern Stelle beschreibt er die Honigwerkzeuge 
Von Aconitum Napellus z ). • 

Aqdr. Caesalpin (geb. 1519, f 1603) , der zuerst den 
Versuch einer systematischen Anordnung der Pflanzen wagte, 

auch die einzelnen Theile der Blume unterschied und phy- 
siologisch betrachtete, gibt an, dafs die meisten Blumen 
Honig absondern, und versucht eine Theorie darüber zu 



I geben *). 

C a r 1 C 1 u s i u s , ein Niederländer (geb. 1525, f 1609), be- 
schreibt zuerst die Nektarien der Kaiserkrone und ihre Ho- 
nigabsonderung vortrefflich, und vergleicht sie mit Perlen 



oder Thranen b ). 



\ 



*< 










x) Jo. Ruellii de Natura stirpium L. III. Basil. 1543. Lib. III, 
Cap. 21. ,,haec mella oculis, ulceribus , internisque \isceri- 
bus dona coelestia, nee alia — quam divini neetaris." 

y) R. Dodonaei florum et coronariarum , odoratarumque non- 
nullarumHistoria. Ed. Ilda. 1569. pag. 218. sagt er von Orchis 
bifolia : ,,flores profert raros , candidos , papilionibus expan- 
sis alis quodam modo similes, foliolis scilicet tribus , uno 
superiore , duobus lateralibus alas referentibus; et longiori 
tenui, velut papilionis corpore, cauda propendente, melleum 
et dulcem liquorem continente, commissi, qui contorto ali- 
quantulum pediculo cauli adhaerent. u 

z) Purgantium aliarumque herbarum historia. L. IV. pag. 317. 
de Napello. 

a) Andr. Caesalpinus de plantis. Florent. 1583. p. 13. „In pleris- 

que floribus reperitur niellea dulcedo, quam apes seligentes 
in suos alveolos recondunt. Ex plantae enim halitu per- 
cocto , qua parte egressum habet, veluti sublimatum floris 
concamerationi et staminibus haeret mellis genus, quod apes 
. colligunt." 

b) C. Ciusii rariorum plantarum historia. Antwerp. 1601. fol. 

pag. 128. de Tusai s. Lilio persico (Fritillaria imperialis L.) : 
„Singula floris folia interna parte in ipsis unguibus singula- 
ribus tuberculis praedita sunt, quae meridiano etiam sole 
limpidissimam dulcemque aquain cxstillant lachrymarum in 



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Conrad Gefsner (geb. 1516, f 1565) führt an, daf« die 

Blumen von Aconitum eine Süfsigkeit enthalten, woraus die 
Bienen in Heraldea Honig sammeln c ), und später, nach Aetius, 
dafs dieser Honig giftig sey, und dafs auch der Oleander 
giftigen Honig liefere d ). 

Job. Costaeus aas Lodi (f 1603) bemerkt, dafs die 
Blumen da, wo sie dem Kelch eingefügt eeyen, einen süfsen 
Geschmack zeigen, und dafs die Bienen hier den Stoff zum 
Honig bolen e ). 

Job. Bauhin aus Basel (geb. 1541, f 1613) beschreibt 
das Nectarium der Fritillaria nach Clusius, fügt eine Abbil- 
düng hinzu, und bemerkt dabei, dafs der Honig noch vor- 
handen sey, wenn man auch die abgeschnittene Pilanze meh- 
rere Tage ins Wasser stelle f )« 

MarcellusMalpighi aus Bologna (geb. 1628, f 1694), 
der unsterbliche Begründer der Pflanzenanatomie, beschrieb 
gleichfalls die Honiggefäfse der Kaiserkrone und des Ra- 
nunkel* , fügte eine Abbildung hinzu (Tab. XXIX. fig. 167.) 
und schlofs aus seinen Beobachtungen, dafs der Honig 



im 



Innern dei 



) 



Digitalis in der Nähe des Fruchtknotens Honig in Tropfen 
abgesondert werde. 

Neb, Grew, ein Zeitgenosse Malpighis (f 1711), legte 
sich gleichfalls auf die Pflanzenanatomie. Er war der Erste, 
der sich deutlich über das Geschlecht der Pflanzen aussprach, 



wozu ihm der Professor Thom 



Millington 



zu Oxford die 



Idee gegeben hatte; indefs ist er über die Organe, die den 
Honig absondern , zweifelhaft M. 



^ 



morem, ut uniones propendentes videantur, sed abundantius 
pluvio tempore : ea deinde tubercula marcescentibus flori- 
bus in albas lacunas abeunt. 

g) De Aconito. Tigur. 1577. pag. 7. 

d) Ebendas, pag. 18. 

e) De universali stirpium natura. L. IL 1578. p. 151. 

f ) Joh. Bauhini, Joh. Cherlerii et Dom. Chabraei Histor. plant. 



univers. Tom. IL p. 679. (1650 



51.) 



g) Marc. Malpighi Anatomc plantar, fol. 1675. p. 47. 

h) Neb. Grew Änatomy of plants. 1682. p. 39. 









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9 



Joseph Pitton Tournefort aus Aix in der Pro- 
vence (geb. 1656, f 1708), durch seine grofsen Verdienste um 
die Botanik unsterblich, gab 1700 seine Institutiones rei her- 
bariae heraus, worin er sein System, das auf den Bau der 
Corolle begründet war, bekannt machte. Er beschreibt zwar 
an vielen Stellen die Nektarien, jedoch ohne sich um ihre 
Funktion viel zu kümmern. Er betrachtete die Stamina als 
Exkretionsorgane , die Antheren als Kloake , die Petala als 

Eingeweide , welche die Nahrungsmittel für die Frucht zu- 
bereiteten * ). 

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- 

Sebastian Vaillant (geb. 1669, f 1721) erwarb sich 



durch 



seine Untersuchungen über den Bau der Blumen, 



"Worin er auch die Honigabsonderung als der Corolle zustehend 
abhandelte, grofse Verdienste *}• 

\ 

Jol. Pontedera (geb. zu Pisa 1687, f 1758) erkannte 
die Wichtigkeit der einzelnen Organe in der Blume in 
hohem Grade, und würdigte auch die Nektarien seiner vor- 
züglichen Aufmerksamkeit. Er beschrieb das Nektarium der 
Umbellaten als Receptaculum V) , die Honigabsonderung von 
Bignonia americana" 1 ), Campanula latifolia, Alcea rosea n ), 



lebo 



■) 



), und von Aconitum <i) 



Auch Herrn. Boerhave erwähnt der Nektarabsonderung, 

* * 

Und stellt zugleich die Theorie auf, dafs die einzelnen Theile 
der Blume dazu bestimmt seyen, die durch die Blätter be- 

reiteten Säfte weiter zu verfeinern und für den Embryo 



i.) Sehr mit Unrecht wirft daher Adanson dem Linnee vor, dafs 
er sich bei seiner Abhandlung über die Nektarien mit frem- 
den Beobachtungen, namentlich von Tournefort, geschmückt 
habe. (Adanson familles des Plantes. 1763. Prefaee p. 136.) 

h) Vaillant Discours sur la structui^e des fleurs. Leid. 1718. 4ta. 

1) Anthologia. Patav. 1720. 4fco. p. 37. 

m) Ebendas. p. 40. 

n) Ebendas. p. 41. 

o) Ebendas, p. 50. 

p) Ebendas. p. 53. 

q) Ebendas. p. 54. 






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tanglich zu machen, Ueberdief« sagt er, der in der Blume 
bereitete Saft sey wahrer Honig r ). 



(geb 



f den 8. Januar 1778) 



Wissenschaft. Wie er die Generationsorgane der Pflanzen 
zur Grundlage seines Systems machte, wovon schon im Jahr 
1731 die ersten Ideen in seinem Hortus uplandicus ange- 
deutet sind, so waren ihm auch die Saftwerkzeuge nicht 
entgangen; er benannte sie im Jahr 1735 in seinem Systema 
Naturae (Fol. pag. 8.) mit dem Namen Nektarien , erklärte 
sie für einen Theil der Corolle, und zählte bei den späteren 
Ausgaben seiner Genera plantarum dieselben bei der Karak- 
teristik der Gattungen auf. Im Jahr 1762 schrieb er die Disser- 
tation „Nectaria florum", welche in den Amoen. acad. Vol. VI. 
Ed. Ilda pag. 263. abgedruckt ist, worin er zuerst bei ein- 
zelnen Pflanzenfamilien die Drüsen aufzählt, dann im 2ten 
Kapitel 18 verschiedene Arten von Nektarien beschreibt, und 



im 3ten die Theorie ihrer Funktion behandelt. 



Die Schwie- 



rigkeit einer Trennung der wirklich Honig abson- 
dernden Organe von den ihnen 



analogen 



Neben- 



theil en der Blume einsehend, und die Verwandtschaft 
ihrer Bedeutung in der Reihe und Stellung der Blüthen- 
theile ahnend, vereinigte er hier, ohne auf dem Begriff der 
Honigabsonderung zu bleiben, beide Theile unter 



einem 



Name». Diefs hatte für Linnee eine Reihe von Schmähungen 

Wir könnten eine Menge von Schriftstellern 



zur 



Folge. 



anführen, welche die Abhandlungen über Nektarien in ihren 
Lehrbüchern mit solchen Deklamationen gegen ihn beginnen; 
besonders heftig zog Casimir Medicus gegen ihn zu Felde s ). 



w 



Georg RudolphBoehmer (geb. 1723, f 1803) trat 
iirdig in die Fufsstapfen Linnees; er prüfte die Entdeckungen 



seiner Vorgänger *) und bereicherte sie mit vielen neuen 



r) 



s) 



t) 



Elementa Chemiae. Basil. 1745, p. 59. (die Zueignung ist schon 
von 1731.) 

S. F. C. Medicus bot. Beobachtungen. Mannh. 1783. p. 151. 
u. 271. und besonders im Register den Art. Linnee. 

Dissert. de Nectariis florum, respond. J. F. Meilsner. Wit- 
temb. 1758. 4to- 



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11 

: 

Untersuchungen, indem er die Nektarien der Scitamineen 
einer näheren Betrachtung unterwarf, und die Honigdrüsen 
der Cruciferen nach Scopoli (flora carniolica) aufzählte! 11 ). 






Joh. Frid. Eschenbach schrieb 1776 gleichfalls 
eine Abhandlung über die Nektarien und ihren Nutzen v ); 
ebenso IUipstein im Jahr 1784 x ). 

Albert WHh. Roth lieferte in seinen Beiträgen zur 
Botanik >) eine Abhandlung über die Nektarien der Geranien. 

Ferner „einige Bemerkungen über den honigartigen Saft in 
den Blumen" 2 ), worin er auf Beobachtungen gestützt meh- 
rere Sätze aufstellt, auf die wir später zurückkommen werden. 

Franz de Paula Schrank schrieb gleichfalls mehrere 
Aufsätze über die Nektarien a ). 

Christ. Conr. Sprengel hat uns die vollständigste 
Und schönste Sammlung von Beobachtungen über die Nek- 
tarien, mit guten Abbildungen versehen, hinterlassen b ). Mit 
Unermüdetem Fleifse belauschte er die Insekten bei ihren 
Besuchen der Blumen, zeichnete das Verhalten von mehr 
ö ls 400 Pflanzen in Rücksicht ihrer Honigabsonderung auf, 
Und trug dadurch nicht wenig zur Aufhlärnng der Lehre 
Von den Nektarien bei, obgleich er durch 6eine Ansicht, als 

ob die Honigabsonderung nur dazu vorhanden wäre, um die 
Insekten anzulocken und durch sie die Befruchtung zu ver- 
anlassen, sich manchen bittern Tadel zuzog c ). 



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f 



u) Programma de ornamentis florum. 1758. 4to. und 

Additamenta Dissertationis de Nectariis florum. 1762. 4to> 

v) Diatribe epistolaris Nectariorum usum exhibens. Lips. 1776. 4to. 
x) Joh. Chr. Klipstein Dissert. inauguralis de Nectariis florum. 

Jenae 1784. 4io. 
y) 2fcer Theil p. 70. 
z) In Römer u.Usteri Magazin für die Bot. 2tes Stück, p. 31. (1787). 

a) Moll oberdeutsche Beiträge p. 73. und De Nectariorum mu- 

nere in Römer u. Usteri Mag. f. d. B. 12tcs Stück p. 27. 

b) Chr. Conr. Sprengel das entdeckte Geheimnifs im Bau und 

in der Befruchtung der Blumen. Berlin 1793. 4to. mit 25 
Kupfertafeln. 

c) Man sehe hierüber u. A. : A. Henschel von der Sexualität 

der Pflanzen. 1820. 8vo. p. 155. ff. 



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ischel f ), Curt 8p r 
), unter den Franzosen 

Candolle *), Desyai 



Weihet) 



) 



), Nees 
ebier 1 ). 



Willem et 11 ) sehr schätzbare Beiträge zur Lehre yon der 
Honigabsonderung geliefert, worauf wir im' Verlauf unserer 

Untersuchungen öfter zurückzukommen Gelegenheit haben 
werden. 














































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haben sich vorzüglich 
verdient gemacht. 



Wach« 



') und 



) 



geliefert 



ktarien haben Linnee <*), Cyrillo r ) 

), Mirbel <) und CurtSprengti ») 



d) Dissertatio de Nectäriis. Halae 1802. 

e) Ueber die Bedeutung der Nektarien. Neue Schriften der n#tur- 

forschenden Gesellschaft zu Halle. 2tes Heft. 1809. 

f) A. a. O. p. 160. 

g) Vorn Bau und der Natur der Gewächse. Halle 1812. p. 639. und 

Anleitung zur Kenntnifs der Gewächse. 2te Ausg. Halle 1817 
I. p. 162. 

h) Handbuch der Botanik. 1820. II. p. 188. ff. 

i) Physiologie vegetale. T. II. an 8. p. 39. u. 

k) Elemens de physiologie veget. 1815. p. 270. 

1) Orgahographie. L p. 470. (Uebersetzung vor 



388 



1828 



xn) Recherehes sur les appareils secret. du Nectar. (Annales de 
la Societe Linneenne de Paris. Mars 1826. p. 63.) 

n) Memoire sur les Nectaires. Ebendas. p. 1. 

o) Vermischte Abhandlungen 2ter Theil. 



1783 



q) Philos. botanica. Ed. Hda. 
r) Tabulae botanicae el. 1790. fol. 
s) A. a. O. Tab. 1 — 26. 
t) A. a. O. 

u) De Candolle u. Sprengel Grundziige der wissenschaftliehen 
Pflanzenkunde. 1820. und Philos. botanic. Ed. IVta. 1809. 







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13 






Zweiter Abschnitt- 

4 

Begriff des Nektariunis. 



Ehe wir unsere Untersuchungen über die Function der 
Nektarien beginnen, glauben wir erst Einiges über den Be- 
griff dieses Ausdrucks vorausschicken zu müssen. — Linn£e 
sah dieselben als einen Theil der Corolle an, denn er sagt: 
»Corollae species duae sunt: 1) Petalum, 2) Nektarium." v ) 



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er dieser letzteren Bestimmung nicht ganz getreu blieb, haben 



(pag.10.) 



Joh. Gefsner wollte 



ihn verbessern und schränkte den Begriff eih, indem er sagte: 
^Nectarium est fovea succum melleum recludens, quem ape$ 
hausturn favis suis instillant. Aliquando in petalis ut plurimum 
circa unguem haeret, aliquando in distinctis partibus." ?) Man 
sieht leicht ein, dafs diefs eigentlich der Begriff von Honig. 

behälter ist. — Chr. Gottl. Ludwig hat die wahren 
Nektarien schon vollkommen richtig erkannt, wenn er sagt: 
»Locus, ubi talis humor exsudat et conspicitur, Nectarium 
appellatur." z ) Er unterscheidet petala nectarifera, squamas 
et glandulär nectarif eras , sulcos et porös nectariferos, und 
Verwahrt sich gegen die falsche Anwendung des Namens auf 




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(§119.) 



Boehmer 



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ufserdem noch ein eigenes Organ zur Aufnahme des Ho- 
nigs : „illa pars floris accidentalis , ubi humor transsudat et 
colligitur unctuosus, mira dulcedine praeditus, Nectarium 
appellatur; — Nectarium sine Nectare existere non potest. 
Nectareus succua solus quoque non sufficit ad determinandum 
Nectarium, — itaque nunc tandem Nectarium assumimu«, ubi 



* 

v) Fund, hotan. Halae 1747. p. 13. und Systema Naturae. fol. p. 8. 

x) Phil. hot. Ed. Ilda. §. 86. 

y) Dissertat. pliysicae de Vcgetab. II. de fructificatione Thes. XL" 

Tiguri 1741. 4to. 
z) Institut, historico-physiologicae regni vegetab. Ed. Ilda. Lipsv 

1757. p. 44. 

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14 



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vel peculiaris adest petalorum ad recipiendum suceum apta 
figura, vel singulare et a relicpis florum partibus diversum 
existit corpus unum yel plura certo tempore melleo succo 
repleta." a) Die nicht absondernden Nebentheile der Blume 
nennt er Ornamental). — Scopoli will nur die von der 
Krone, dem Kelch und den Generationsorganen abgesonderten 
Saftwerkzeuge mit dem Namen Nectarium belegt wissen: 
„Nectarium: pars florum quorundam a calyce et corolla 
distincta, non antherifera, lilamentosa, squamosa, foliacea. 
Hinc tubulosa illa pars floris in Orchidibus, Delphiniis etc., 
quae olim calcar erat, non est Nectarium, sed productio 

Roth unterscheidet zwechmäfsig das 



) 



Absonderungsorgan, Nectarium, von dem Honigbehältnifs, 
Receptaculum nectaris, und hält Böhmer entgegen : „ubi est 



) 



w 



denow nahm zwar den alten Linnäischen Begriff auf, 
unterschied aber die einzelnen Arten der Nehtarien und dip 
Nebentheile der Corolle genau, und führte fii 



ur sie eine 



) 



Curt 



Sprengel und Nees von Esenbeck haben um die 
genauere Bestimmung des Nehtariums vorzügliches Verdienst. 
Ersterer unterscheidet in sehr bestimmten Ausdrücken die 
eigentlichen Nehtarien, Nectaria stricto sensu s. Organa hu- 
morem nectarinum secernentia f ), von dem Safthalter, Nectdro- 
theca, der Saftdecke, Neetarilyma, und dem Saftmahl, Nectaro 
stigma g) ; wir werden diese Ausdrücke, als die passendsten, 
im Verlauf dieser Schrift beibehalten. — Nees v. Esen- 
beck sagt : Nektarien heifsen die mehr oder weniger deutlich 
hervorgebildeten Theile, die den relativ aufsera Kreis der 



a) Diss. de Nectariis p. 8. ö. 

b) Oratio de Ornamentis, quae praeter nectaria in Acribus repe- 

riuntur. Wittenb. 1758. 

c) Fundaftienta botanica, Par. 1783. 8vo* 



L W. Roth i 
Stück p. 31. 



5te AuA. 



e) Grundrifs der Kräuterkunde. 8. Berlin 1792. 

1810. p. 129. 

w 

f ) Linnaei Philosoph, bot. Ed. G. Sprengel. Halae 1809. p. 131 

g) Ebendas. p. 98. " 


















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15 

centralen Blüthentheile bilden; negativ: was in der centralen 
Blilthe nicht Staubfaden und Pistill, oder Stütze dieser Theile 
*$t, igt Honiggefafs. — Positiv ist das Honiggefafs zu defi- 
airen nach seiner Funktion als ein drüsiger solider Körper 
**** innern Blüthenraume. h ). 



i) 



Nectarium, nur 



dasjenige drüsige, innerhalb des Kelchs befindliche Organ, 
Welche« einen zuckerartigen Saft, Nektar, wirklich absondert, 
ohne auf dessen Stellung in der Blume Rücksicht zu nehmen, 
und verbinden damit also blos den physiologischen Begriff. 

2) Wir unterscheiden daher die Honig Werkzeuge yon 
den denselben rücksichtlich der relativen Stellung zu den 
Übrigen Blüthentheilen bisweilen analogen, in der Funktion 
aber häufig verschiedenen Nebentheilen der Blume. 

3) Unter Nebentheilen der Blume (parte« acci- 



ollae) 



eingeschlossene Organ , das 



o 



Weder zu der Krone noch zu 

gehört (von Linnee im Allge- 



<ta Nebentheile können und werden daher sehr oft, aber 
nicht nothwendig, mit den Nektarien zusammenfallen. — Der 
Ausdruck Nectarium bezeichnet also die Function, der des 
Nebentheils die relative Stellung des Organs gegen die 



Übrigen Blüthentheile. 




■ 

m Die Nebentheile nähern sich in der Gestalt entweder 
der Blumenkrone, alsdann heifsen sie Nebenkrone Co- 
*\ona, Paracorolla, ihre einzelnen Theile Parapetala* 
oder den Staubfäden, alsdann nennt man sie unentwickelte 
Staubfäden, Paraatemones Link (Phycosteme, ver- 
te Staubfäden, nach ,Turpin). Zu Ersteren gehören die 
arien von Asclepias, zu Letzeren die gestielten Drüsen 
Von Parnassia, Commelina u. s. w. 

Um uns im Verlauf unserer Beschreibungen kürzer fassen 
3ü können, stellen wir noch folgende Ausdrücke hier zusammen, 
deren wir uns öfter bedienen werden: 



1». 




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■ 

h) C. G. Nees v. Esenbeck Handbuch der Botanik. Nürnheri? 
1821. II. p. 188. S 












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16 



1 

Gynophorum nennen wir mit Mirbel und Link den je* 
nigen drüsig-fleischigen Theil der Blume, welcher den Frucht- 
knoten, bisweilen auch die Staubfäden und Krone trägt; 
z. B. bei Silene. (Diese letzte Form nennt De Gandolle 
Anthophorum, die andere Gynobasium; Adanson und Richard 
nennen sie Discus.) 

Discus, Scheibe, nennen wir die drüsig-fleischige 
Basis des Griffels, die über dem Fruchtknoten steht; z. B. 
bei den Umbellaten, Stellaten, vielen Rosaceen. 

Carpelle heifsen die einzelnen Abtheilungen des Frucht- 
knotens und der Frucht, Carpella De Cand.; es sind die 
Lappen eines zusammengesetzten Fruchtknotens (Partes fructus 
s. ovarii multiplicis); 



Dritter Abschnitt 



Verbreitung der Nektarien in den verschie 



denen Familien des Grewäclisreichs 



j 



i 



nebst 



Beobachtungen über die Honigabsonderung bei ein- 

zelnen Pflanzen. ') 



A) Acotyledonen. 

Bei dieser ganzen Abtheilung sind noch heine wahren 
Nektarien nachgewiesen. Als Analoga derselben lassen sich 
allerdings die sogienannten Saftfiden, Paraphyses, der Laub- 
moose erklären. k ) 



i) 






10 



Dieser Aufzählung ist folgende Schrift zu Grunde gelegt: 
Uebersicht der Pflanzenfamilien nach verschiedenen Autoren 
mit Angabe der bekannten Gattungen. Berlin 1829. 4to. 

Siehe Hornschuch über die niederen vegetabilischen Orga- 
nismen in Nov. Act. phy6ico-med. Acad. Leopold. Carol. 

T. X. 1821. p. 668. 












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17 



B) Monocotyledonen. 



Farn. I. Jlroideae R. Br. 



1. Arum maculatum. ! ) 3. Acorus Calamus. 

2. Ca/Za aeihiopica. 4. Sparganium ramosum Smith. 

Weder Nektarien noch Honigabsonderung. K. m ) 
Linnee selbst sieht bei Arum die Fäden oberhalb der Staub- 
faden als zweifelhafte Nektarien an. n ) 

5. Ambrosinia. 

& 

Soll nach Linn£e 2 rundliche hohle Nektarien an der Basis 
der Antheren haben. °) ' 

■ 

Farn. IL Cxperaceae De Cand. 

1. Carecc. 

2. Cyperus. 

3. Scirpus. 

Bei keiner dieser Gattungen konnten wir Nektarien oder 
Saftabsonderung finden. Was Linnee so nennt, sind die 
hautigen, lederartigen, trockenen Bälge, die den Frucht- 
knoten umschliefsen. j£. 









Fam. III. Gramineae Juss. 

1. Secale cereale. 

2. Avena sativa. 

3. Festuca clatior« 


















■ 

Conrad Sprengel will an der Basis des Fruchtknotens eine 
Saftdriise und Honigabsonderung beobachtet haben p); uns 
gelang diese Beobachtung an keinem Gras. — Was Linnee 



1) Ueberall, wo kein Autor angegeben ist, sind die Namen nach 
Linnee bestimmt. 

m) Die von uns selbst gemachten Beobachtungen sind durch- 
gängig mit dem Buchstaben K bezeichnet. 

n) Genera plantarum ed. Reichard 1778. Nro. 1119. (Diese Aus- 
gabe ist immer gemeint, wenn blos die Nummer der Gattung 
angegeben ist.) 

o) Gen. plantÄl!8. 



p) Siehe Sprengel entd. Geheimnifs p. 79. 



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18 



Nektarien nannte, sind hautige, trockene Schuppen, Lodi- 
culae, die nichts absondern, q) — Nees y. Esenbeck zählt 
sie dagegen zu den Nektarien. ') — Auch Böhmer läugnet 
die Nektarien bei den Gräsern. s ) 



Fam. IV. Palmae Jtiss 



1. A 



reca. 



Weibliche Blume mit seehszähnigem Nektarium. *) 

2. Chamaedorea Willd. 

Weibliche Blüthen mit 3 Nektarien zwischen? dem Frucht- 
knoten und der Corolle. u ) 

3. Licuala Thunb. 

Kranzförmiges Nektarium, abgestutzt, halb so lang als die 
Krone, die 6 Staubfaden tragend, v) 

Eigene Untersuchungen an Palmen waren uns nicht vergönnt ; 

in v. Martius vortrefflichem Werk über die Palmen landen 
wir keine Bemerkungen über Nektarien derselben, vermulhen 

aber, dafs noch mehrere Gattungen derselben damit versehen 
sind, als wir hier anführen konnten. 



Fam. V- Commelineae R. Br. 

1. Commelina. 
Linnees Nektarien sind abortirte Staubfäden, wie schon 
Shmer beobachtete x ) und wie wir uns selbst überzeugten. K 



Wed 



2. Tradescantia virginica* 

discolor Smith. 



3 



mit vielen saftigen Fäden versehen. K 



noch Saftabsonderung, die Staubfäden 



q) Curt Sprengel Anleitung. IL p. 141. 

r) Handbuch der Botanik. II. p. 195. 

s) Diss. de Nectar. p. 12. 

t) Sprengel Anleitung. IL p. 199. 

u) Ebendas. p. 202. 

v) C. Linnaei praelect. in Ord. nat. plant. 
1792. p. 44. und Nov. Act. Holm. Vol. 
x) Dits. de Nect. p. i% 



Ed. Gisecke. Äamb 
HL p. 225. 









^ >* 



19 



Fam. VI. Alismaceae R. Br 

1. Alisma Plantago. 

Weder Drüsen noch Honigabsonderung. K. 



- 

Fam. VII. Junceae De Gand. 






1. Juncus conglomeratus. 

2. — articulatus. 



3. Luzula alhida De Cand. 



4. 



vcrnalis De Gand. 



Weder Nektarien noch Honigabsonderung. K. 



Fam. VIII. Colchiaceae De Cand. 

1. Colchicum autumnale. 

Der unterste Theil der Staubfäden ist die Saftdrüse und 
gelb gefärbt. Gonr. Sprengel (a. a. O. p. 206. Tab. XII. 33.). 

2. Veratrum nigrum* 

Keine besondere Drüse, aber die dunhelpurpurrothe Blume 
glänzt in der Hohe der Blüthe yon einem ausgeschwitzten 
Saft. K- 



Fam* IX. Smilaceae XI. Br. 

1. Convallaria Polygonatum. 



2. 
3. 

Nach Gonr. Sprengel (p 



multifloi 
majalis* 



sondert der Fruchtknoten 



W 



noch bei C. majalis Honig entdecken, unerachtet wir eine 
grofse Menge yon Blumen untersuchten. K. 

4. Paris quadrifolia. 
Keine Spur von Nektarium oder Honig. K. 

5. Ruscus androgynus. 

Linnee führt bei Blumen beiderlei Geschlechts dieser Gat- 
tung ein eiförmiges, aufgeblasenes, oben offenes Nehtarium 



an y) ; Ludwig nennt es Korolle. z ) 



Wir" fanden bei den 



männlichen Blumen von B. androgynus keine Spur von Honig- 

* 



j) Amoen. Acad. VI. p. 272. 

z) Gen. Plant. Ed. Boehmer. 1760. p. 




2 



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20 



absonderung; im Gegentheil ist da» sogenannte Nektarium 



lederartig, trocken. K. 



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6. Uvularia. 



An der Basis jedes Blumenblatts eine Honiggrube. Linnee, 
Curt Sprengel. 



Farn. X, Asphodeleae R. Br. 

1. Anthericum Liliago. 

In der Akme der Staubbeutel schwitzt aus den Furchen 
des Fruchtknotens, bald näher gegen die Spitze, bald an der 
Basis, Honig in Tröpfchen aus; vor dem Oeffhen der Staub- 
beutel fehlt diefs immer; die Honigabsonderung dauert noch 
fort, wenn auch die Blumen sich schon geschlossen haben. 
Die Honigdrüsen, deren Curt Sprengel (Anleit. IL 226.) er- 
wähnt, sind nicht vorhanden: vielmehr scheint die 



JE 



ganze 



2. Anth 



ramosum. 



Saftabsonderung nach Conr. Sprengel (pag. 196.) wie bei 



der Vorigen. 



/ 



Am obern Theil de« dreikantigen Fruchtknoten» ist anf der 
Spitze jeder Kante ein Honigloch (porus nectariferus) , das 
sobald die Antheren «ich öffnen, ein Tröpfchen Honig aus- 
schwitzt. Die erweiterten Staubfäden neigen darüber m- 
aammen und bilden die Honigdecke. Vor dem Oeffnen der 
Staubbeutel und nach dem Verblühen fehlt die Honigabson- 

engel stimmt hiemit überein. (p. 196.) 



K 



4 



Drei Honigporen in der Mitte der drei Furchen des Frucht- 
knoten», welche Honig absondern, sobald die Antheren sich 
öffnen, vorher aber trocken sind. Staubfäden wie bei A. 
fistulosus. K. 



5. Bulbine frutescens Willd. 

Weder Nektarien, noch Honigabsonderung. Staubfaden 
grofsen Haarbüscheln versehen. K. 



mit 



; 



6. Curculigo latifolia Ait. 

Weder Nektarien , noch Houigabsonderung. K. 







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21 



7. Hypoxis villosa. 
Keine Spur Ton Honigabsonderung. K. 



9 

Farn. XL JLiliaceae Rieh. 

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1. Agave americana. 

* 

Nach Trew a ) «ondert der Grund der Blume so viel Saft 
ab, dafs ihre Höhle ganz davon erfüllt ist, sobald sie sich 
öffnet; nach und nach verdickt sich derselbe und wird gelb- 
lich, sehr aüfs; aus der Blume genommen, wurde er trüb 
und säuerlich; was in der Blume zurüchblieb, vertrocknete 



mit der Blume zu dickem , lauterem Honig. 

2. JErythronium Dens canis. 



\, 



Die Basis des Fruchtknotens ist die Saftdrüse. (Conrad 
Sprengel p. 191.) 

3. Eucomis punctata Herit. 

Die 3 Furchen des Fruchtknotens sondern der ganzen 
Länge nach, doch am meisten in der Mitte, Honig ab, sobald 
die Staubbeutel sich öffnen; die Absonderung dauert solange 
die Antheren frisch bleiben, 8 — 12 Tage lang; der Saft ist 
sehr Buh und ähnelt im Geschmack den schwarzen Johannis- 
beeren. Eine Saftdecke fehlt. K. 

4. Fritillaria imperialis. 

Eine fleischige, glatte, weifse Saftgrube mit schwieligem 
Hände an der Basis der Blumenblätter sondert Honig ab so 

(p. mx 



lange als die Blume 



) Conr. Sprengel 



Clusius (rarior. plant. Historia. Fol. 1601. p. 128.). 

Aehnliche Saftgruben haben auch die übrigen Arten dieser 
Gattung. (Gurt Sprengel Anleitung II. p. 232.) 



i 



5. Aletris capensis 

sondert in. 6 Furc 



Conr. 



(p. 201.) 



6. Gloriosa. 



Ohne Nehtarien. (Curt Sprengel Anleitung II. p. 233.) 



a) 
b) S 



Beschreibung der Nürnberger Aloe. 4to. 1727. p. 29. 
S. Kölreutters vorl. Nachrichten §. 18. 






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22 



7. Hemerocallis flava. 

fulva. 



8. 
9: 



coerulea Andr. 



Der obere Theil des Fruchtknotens sondert in 3 Furchen 
Saft ab, sobald die Antheren sich zu öffnen beginnen; vor- 

* 

her ist er trocken, mit dem Verblühen der Blume hört die 
Honigabsonderung auf. K. 

■10. Hyacinthus orientalis. 



12. Hyacinthus Muscari. 



11 



racemosus, 



13. 



botryoides. 



Die Furchen des Fruchtknotens sondern in Grübchen Saft- 
tropfen ab. Linnee, Conr. Sprengel. Uns gelang es nicht, 
sie zu, entdecken. Nur bei Hyacinthus lividus, die im Som- 
mer noch blühte, fanden wir es so. K. 

14. Alstroemeria. 
Die beiden untern Kronblätter sind mit einer Nektarrinne 



•-■'"'- ,-V.V; 



zusammen- 



versehen. (Curt Sprengel Anleit. II. 239.) 

15. Lilium bulbijerum. 

16. — Martagon. 

JBlumenblätter mit einer Rinne, deren Ränder 
neigen, und welche an der Basis Honig in feinen Tröpfchen 
ausschwitzt, sobald die Antheren sich öffnen. K. 

17. Lilium candidum. 

Die Rinne der Blumenblätter ist flach und schwitzt mit 
dem Oeffnen der Staubbeutel an der Basis ein Honigtröpf- 
chen aus; die ausschwitzende Stelle bildet einen grünlichen 
Fleck. K. 

18. Lomatophyllum Willd. 
Ohne Nehtarium. (Curt Sprengel Anleit. II. 235.) 

19. Scilla amoena. 

Drei Saftdrüsen in der Basis der 3 Furchen des Frucht- 



(C 



20. Tulipa Gesncriana. 



Wed 



Sprengel noch wir konnten Honigabsonderung in 
s entdecken. K. (Conr. Sprengel p. 192.) 



Farn. XII. Bromeliaceae Juss. 

1. Bromelia Ananas. 

Die Scheibe über dem Fruchtknoten mit 
yersehen, welche reichlich Honig absondern, sobald die 



3 



Grübchen 









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23 



Staubbeutel geöffnet sind. Staubfaden und Krone derScheib 
einverleibt; letztere unten röhrig, gefranzt. K. 



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2. Pitcarnia Herit. 



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(C 



Farn. XIII. Dioscoreae R. Br. 



1. Tamus. 



Weibliche Blume mit einer 



länglichen 



Nektardriise auf 



jedem Abschnitte des Kelchs. (Linnee Gen, plant. Nro. 1224.; 
Curt Sprengel Anleit. II. p. 221.) 




Fam. XIV. Narcisseae Rieh. 

P 

1. Agapanthus umbeüatus Herit. 

- 

Fruchtknoten über der Basis in 3 Furchen Honigtröpfchen 
absondernd, sobald die Staubbeutel sich öffnen. K. 

2. Albuca altissima Jaccj. 

Die 3 Furchen des Fruchtknotens sondern an der Basis 
Honig ab, sobald die Staubbeutel sich öffnen; 3 fruchtbare 
Staubfaden unten flügelformig erweitert und die Saftdecken 

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Conr. Sprengel 



3. Allium odorum. 



5. Allium carinatum. 



4. 



nutans. 



7. 



Schoenoprasum 



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so- 



bald die Staubbeutel sich zu öffnen beginnen; nur bei Allium 



■■■* 



p. 183.) 



K. (S, Conr. Sprengel 



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6 



den Staubfäden und den Blumenblättern. K. 

7. Amaryllis. 

r 

Sechs kurze Honigschuppen aufserhalb der Basis der Staub- 
fäden. (Linn. Gen. Nro. 439.) Bei A. speciosa fanden wir 
ziemlich starke Honigabsonderung in der Blumenröhre, so^ 
bald die Staubbeutel sich geöffnet hatten. K. 



8. C 



nnum americanum. 



Die innere Oberfläche der Blumenröhre sondert an der 
Basis Honig ab, sobald die Staubbeutel «ich öffnen, so dafi 




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24 

sich nach und nach die ganze Blumenröhre Ton einer wasser- 
hellen süfsen Flüssigkeit füllt. K. 

9. Pancratium caribaeum 

Honigabsonderung wie bei der vorigen, sehr reichlich. K. 
(S. Conr. Sprengel p. 183.) 

10. Crocus sativus Smith. 
Der Fruchtknoten sondert Honig ab. (Conr. Spreng, p. 68.) 

11, Galanthus nivalis. 

i 

Die inneren Blumenblätter sondern in der Mitte, auf einem 
granlichen Fleck, Honig ab. (Conr. Sprengel p t 177.) 

12. Leucojum vernum. 

Der mittlere Theil des Griffels sondert Honig ah, so lange 
die Blume dauert. (Conr. Sprengel p. 181.) 

13. Gladiolus communis. 

Die Saftdrüse auf dem Fruchtknoten, den Griffel umgebend. 
(Conr. Sprengel p. 69.) Die Honigabsonderung beginnt mit 
dem Oeffnen der Staubbeutel, und dauert so lange die 



Blume blüht. K. 



14. Haema 



Auf der Spitze des Fruchtknotens um die Basis des Grif- 
fels 3 Saftgruben, welche, sobald die Staubbeutel sich öffnen 
reichlich Honig ergiefsen, so dafs sich die ganze Blumen- 
röhre davon füllt K. 

15. Narcissus poeticus. 

Der ohere in die Blumenröhre liereinragende Theil des 
Fruchtknotens (die Scheibe) ist die Honigdruse ; der Honig 
wird ergossen, sobald sich ein Staubbeutel öffnet, und sam- 
melt sieh in der Blumenröhre. (Conr. Sprengel p. 182.) K. 

16. Narcissus Jonquilla. 

Nettarabsonderung wie bei der vorigen. K. — Böhmer 
läugnet die Honigabsonderung (bei Narcissus) (Dissert. p. 18.), 
aber mit Unrecht! 

17. Ornithogalum juncifolium Jacq. 

Die Basis des Fruchtknotens sondert in 3 Furchen Honig 
ab, sobald die Antheren «ich öffnen. K. 

18. Ornithogalum nutans. 

Honigapparat wie bei der Vorigen. (Conr. Spreng, p. 193.) 















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25 



19. Ornithogalum minimum, 



20. 



luteum. 



Haben in den Winkeln zwischen den Staubfaden und 
Kronenblättern 6 Safttropfen. (Conr. Sprengel p. 193.) 

i 

21. Yucca gloriosa. 

Drei Furchen des Fruchtknotens sondern Honig ab. (Conr. 
Sprengel p. 212.) 



Farn. XV. Irideae Juss. 



1. Iris sambucina. 



2. 



variegata* 



Bei beiden konnten wir keine Saftabsonderung bemerken; 
beide sind bärtig. K. 

3- Iris Sibirien* 






4. 

5. 



graminea. 
halophila Pall. 



Die innere Blumenröhre schwitzt, sobald die Staubbeutel 
sich öffnen, in grofser Menge Saft aus; bei mehreren Blumen 
fanden wir die innere Oberhaut der Blumenröhre kleine 
Säckchen bildend, die, wenn man sie verletzte, den Honig- 
saft in grofserÄIenge 



ergossen; 



der Saft von Iris halo- 
phila schmeckte zwar süfs, aber hintennach kratzend und 
scharf. -— Bei Iris halophila und graminea schwitzte auch 
der äufsere, prismatische, grüne Theil der Blume (Kelch) 

nach Aufsen Honig in feinen Tröpfchen aus. K. 

6. Iris Pseudacorus. 

7. — Xiphium. 

Honigabsonderung in der Blumenröhre. (Conrad Sprengel 



I 




p. 70 



72.) 



8. Ferraria pavoniä. 



Wir konnten weder ein Nektarium noch Honigabsonderung 



entdecken. K. 



9* Sisy rinchium Bermudiana. 



10. 



stridtum Smith. 



Wir konnten in keinem Stadium der Blume Honigabson- 



derung entdecken. K. 



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26 



Fam. XVI. Masaceae Juss. 

1. Musa coccinea Andr. 
Zwitterblumen: das innerste der Blumenblätter, welches 
das Pistill und die Staubfäden umschliefst, sondert reichlich 
Honig ab, sobald die Staubbeutel sich öffnen. K. 

2. Musa Troglodytarum. 

Eine Honigdrüse an der Seite des Pistill», die in der Mitte 
gespalten und von einem warzigen Rande umgeben ist, woraus 
während der Bliithe ein sttfser Saft fliefst. (Linn. praelect. in ord. 
natur. plant, ed. Giseche p. 233.) — Curt Sprengel sa«t bei 
dem Karakter von Musa : „das hohle Ideine Blumenblatt sondert 
an der Basis Nektar ab. 44 (Anleit. II. p. 278.) 

3. Musa paradisiaca. 

Einblättriges, herzförmiges, kahnartiges, zusammengedrück- 
tes Nektarium, mit einwärtsgekrümmter Spitze, innerhalb des 
Blumenblatts dem Fruchtboden eingefügt, stiellos, bei den 
weiblichen Blumen einen reichlichen, sehr süfsen Honigsaft 
ergiefsend, der nach Linnees Beobachtung bei den Blumen 



Q 



tung 
beim dritten, vierten 



fünften aber sich zu einer dem Glaskörper des menschlichen 

ähnlichen Masse verdichtete. Bei den männlichen 



Auges 



i 



Blumen fehlte alle Honigabsonderung. (Linnee Musa Clifl 



1736. p. 18 



01- 



4. Heliconia. 



■) 



Ein zweiblätteriges Nehtarium hüllt die Geschlechtstheile 
n. (Curt Sprengel Anleit. II. p. 279.) 

5. Streützia Ait. 

Ein dreiblätteriges Nektarium. (Ebendas.) Mit starker Ho- 



K, 



I 



Farn. XVII. Scitam 



1. 
2. 



indica. 



L. (Cannae Juss.) 

3. Canna coccinea Per$. 

4. — patens Rose. 



Die Röhre, welche die 3 inneren Blumenabschnitte mit 



(N 



») 



sobald die Blume sich öffnet, reichlich Honig ab ; nach dem 



Kaempfi 



K. 



Zwei zylindrische, fadenförmige Nehtarien auf dem Frucht- 



linoten sitzend. 



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27 



6. Hedychium Koen. 



Zwei zylindrische, fadenförmige Nektarien, auf dem Frucht- 
knoten sitzendr 

7. Buckia. 

Zwei fleischige, hohle Nektarien mit dem Fruchtknoten 
Erwachsen. 

8. Greenwaga. 

Das Nektarium umgibt die Basis des Griffels. 

9. Wurjbainia. 

Zwei zungenförmige Nektarien mit dem Fruchtknoten 
^erwachsen. 









10. Albina. 

Zwei fleischige, den Griffel umgebende Nektarien. 

11. Martemia. 

Röhriges, am Rande gefingertes Nektarium. 

12. Stissera. (Curcuma longa König.) 

Zwei zylindrische, auf dem Fruchtknoten sitzende Nektarien. 

13. Renealmia. 

Längliches, unten mit einem Zahn, oben mit 



^ersehenes Nektarium. 

14. Erndlia. 



3 Lappen 



(Amomum Zerumbet König,) 



l 



Zwei Nektarien an der Basis des Griffels. 

15. Amomum. (Amomum Cardamomum König.) 

Zwei keulförmige, fleischige Nektarien oberhalb des Frucht- 
notens. 

(Von 5. bis 15. ijach C. Linn. praelect. in ord. nat. Ed. Gedike. 
p. 203. ff.) 

W. Roxburgh sagt (Asiatic Researches T. IX. p. 518. über- 
setzt in den Jahrbüchern der Gewächskunde von Sprengel u. 
Link. I. p. 66.) : „In allen Gattungen (der Scitamineen) , wo eine 
doppelte Anthere vorhanden ist, und der Staubweg bis zu 
«einer Verbindung mit dem Fruchtknoten frei bleibt, befin- 
den sich am Fruchtknoten zwei drüsenförmige Körper (Nectaria 
ftach König und Retzius), auf jeder Seite der Basis des 
Staubwegs einer, innerhalb der Blumenrohre." c ) (Wahr- 




































c) Die nach Curt Sprengel (Anleit II. p. 273.) Honig absondern, und 
auch von ihm für fehlgeschlagene Staubfäden gehalten werden. 





















\ 


































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28 









scheinlieh sind es unvollkommene Staubfäden. K.). (Heb« 
die Familie der Scitamineen und ihre Verwandtschaft siel"! 
Nees v. Eseobechs Abhandlung in Linnaea VI. p. 203.) 

Fam. XVIII. Orchideae Juss. d ). 



I. Orchis Morio. 



3. Orchis militaris* 



2. 



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We 



4. 

lauft 



maculata. 






[er der Sporn noch die Lippe sondert Honig ab. & 
Auch Conr. Sprengel fand bei Nro. 1. 3. und 5. keine! 
ug, daher er sie Scheinsaftblumen nennt. (A. a. O. p. 411.) 



6. Gymnadenia odoratissima Rieh. 






7 



conopsea R. Br. 



{Orchis L.) 



Der Sporn sondert den Honig ab; die Absonderung beginn 
an der Spitze, sobald die Blume sich zu öffnen anfangt, um 
nimmt zu, bis dieselbe anfängt, welk zu werden. — An ein 
zelnen Pflanzen von G. conopsea war in keinem Stadiuf" 
der ßlüthe Honig zu bemerken. K. 



biß 



(Orchis bifolia L.) 



Der Sporn ist das wahre Nektarium; die Absonderun v 
beginnt mit dem Oeffnen der Blume, und zwar zuerst ii> 
der Spitze des Sporns, wo er auch bei Blumen, deren Spor" 
aufwtärts gerichtet war, zuerst sichtbar wurde; bei solchen 
Blumen war der obere weitere Theil des Sporns im Innern ganss 
trocken. Die Absonderung währt fort, so lange die Blum« 
frisch bleibt, und nimmt im Sporn bisweilen eine Höhe von 
8 par. Linien ein. Die Spitze des Sporns zeigt dieselb« 
grünlichgelbe Substanz, wie andere Honigdrüsen. K. 









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d) Dafs unter den tropischen Gewächsen dieser Familie gewiß 
viele starke Saftabsonderung zeigen, ist aufser Zweifel; 
mehrere Arten von Cymbidium ergiefsen selbst in unserfl 
Gewächshäusern dessen so viel, dafs der Saft herabträufelt. 
Treviranus bemerkte bei einer sogar Honigabsonderung an 
den Bracteen (Vermischte Schriften IV. p. 81.) ; auch Cur* 
Sprengel beobachtete es (Neue Entdeckungen in der Pflan- 
zenkunde. III. p. 335.); ersterer bei Limodorum Tanker- 
villiae. Da uns aber gute Hilfsmittel über diesen Gegen- 
stand fehlen, so ziehen wir vor, lieber nichts, als etwas 
Unsicheres darüber zu sagen. 






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29 










9. Neottia fiidus avis Rieh. (Ophrys L.) 

Ehe die Blume sich ganz geöffnet hat, zeigen sich auf 
"Jta obern und mittlem Theil der Unterlippe Tröpfchen von 
^»em Saft ausgeschwitzt, die sich bei dem Entfalten der- 
ben noch vermehren. K. 

10. Lister a ovata R. Br. (Ophrys L.) 

Zeigte ähnliche Ausschwitzung wie die Vorige. K. 
^ch Conrad Sprengel bemerkte hier die Saitabsonderung. 

tag. 406.) 

11. Cephalanthera pallens Rieh. (Serapias grandißorah.) 






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Wir fanden keine Honiirabsonderunff. K* 



folia Rieh. {Serapias longifolia Scop.) 



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ie kahnförmige Vertiefung der Blumenlippe sondert 



°nig ab. (Conr. Sprengel p. 411.) 



Ke 



s laüfolia Sw. (Serapias latifolia Sin.) 

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wie die Vorige, (p. 41 4.) 

14. Cypripedium Calceolus. 
a Honicabsonderunff. K. 






Farn. XIX. Hjrdrockarideae R. Biv 



j. Butomus umbdlatus. 






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Die Basis des Fruchtknotens schwitzt in den 6 Furchen 

e *selben Honigtröpfchen aus, sobald nur ein Staubbeutel sich 

°Önet. K. — Conr. Sprengel bemerkte dasselbe, (p. 234.) 



2. Hydro charis. 



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Mannliche Blume: ein eingeschnittenes Nektarium umgibt 



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le 3 fehlschlegenden Pistille. 



Weibliche Blume: im Um- 



ß 



^is der 6 gespaltenen Narben stehen 3 fehlschlagende Staub- 
a <len und 3 runde Nektardrüsen. (Curt Sprengel Anleit. 
U - p. 264.) 



* 



3. Sagittaria sagittifolia. 
Der drüsige Blumenboden sondert zwischen der Insertion 
e * Staubfaden Honig ab, sobald sich die Antheren öffnen. K. 

4. Stratiotes aloides. 
Männliche Blume: aufserhalb der Antheren stehen 24 läng- 
ll che gelbe Nehtarien, die an der Basis weifs sind und Saft- 
r Öpfchen absondern. — Weibliche Blume: im Umkreis der 


















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30 



In 



12 Narben gleichfalls 24 Nehtärien, den vorigen ahnlich ufl* 
wie sie Honig absondernd. (Conr. Sprengel p. 44l.) 

Farn. XX. Nymphaeaceae Salisb. 

* 

1. Nymphaea alba. 

der Grube der Narbe sitzt ein eiförmiger gelber Kör- 
per, den man für ein Nelitarium halten könnte; wir konnte" 
aber in keinem Stadium der Blume Aussonderung daran 
wahrnehmen. K. 

2. Nupkar luteum Smith. (Nympkaca lutea L.) 
Zehn bis 15 fleischige, oben rauhe, unten glatte Blumen' 
blätter sondern auf der untern Fläche Honig in feinen Tröpf- 
chen aus, sobald die Staubbeutel sich zu öffnen beginnen. K. 

3. Nelumbium Willd. 

Viele Pistille, die zur Seite die Nektardrüse haben. (Cur* 
Sprengel Anleit. II. p. 269.) 



C) Dicotyledonen. 



Fam. XXI. Arislolochiaceae Juss. 

■ 

1. Aristolochia Sipho Herit. 



2. 



glauca Desf. 



. * 

Bei völlig geöffneten Blumen schwitzt der Grund der Blü' 
menröhre Meine Tröpfchen Saft aus; vor dem Oeffnen ist 

er trocken. K. 

3. Aristolochia Clematitis* 

wir nie Ausschwitzung entdecken. & 



Bei ihr konnten 



Auch Conr. Sprengel fand keinen Saft darin* (p. 423.) 

4. Asarum europaeum. 

Weder Nektarien noch Saftabsonderung. K. 

Fam. XXII. Santalaceae R. Br. 

i 

1. Osyris. 

Ein dreifacher, honigabsondernder Rand auf dem Kelch. 
(Linn. Gen. 1203.) 



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2. Santalum. 



Vier Drüsen stehen mit vier Staubfäden abwechselnd auf 
* corollinischen Hülle. (Curt Sprengel Anleit. II. p. 321.) 



3. Hamiltonia W. 

Fünflappiges fleischiges Nektarium auf dem glockenförmigen 
corollinischen Kelch. (Curt Sprengel ebendas. p. 323) 

4. Thesium linophyllum. 
Der Grund des Kelchs ist die Saftdrüse und zugleich der 
Safthalter. (Conr. Sprengel p. 134.) 

Farn. XXIII. Thymeleae Juss. 

1. Struthiola. 
Acht eiförmige Drüsen stehen in dem Schlund der Krone 
Und sind mit büschelförmigen Haaren umgeben. (Linnee 



) 



2. Lagetta Juss. 



Vi 

Gen. 



Drüsen am Schlund des röhrigen Kelchs. (J 



77.) 



3. Nectandra Berg. 



(j 



Acht hieine Schuppen stehen oben auf dem Kelchrande, 
uss. Gen. p. 77.) 



Farn. XXIV. Proteaceae J 

1. Protea. 



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Vier Nehtardrüsen neben dem Fruchtknoten, (Curt Spreng. 



Anleit. p. 330.) 



2. JSivenia R. Br. 

3. Sorocephalus R. Br. 



Die Nektardrüsen frei. (Ebendas* p. 331.) 

4. Adenanthus Labill. 

Vier Nektardrüsen mit dem Boden der Blume verwachsen. 
(Ebendas. p. 331.) 

5. Guevina Mplin. 
Zwei Nektardrüsen. (Ebendas.) 

6. Brabeium. 

Um den Fruchtknoten eine Scheide, die drüsig ist und 
Nektar abscheidet. (Ebendas. p. 332.) 

i 

7. Persoonia Smith. 

Vier Nehtardrüsen um den Fruchtknoten. (Ebendas.) 



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32 
























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8. Cenarrhenes Labill. 

Vier Nektardriisen, die den Staubfaden ähnlich lind. (Curt 
Sprengel Anleit. II. p. 333.) 

9. Franklandia R. Br. 

Vier Nektardrüsen in eine Scheide verwachsen. (Ebendas.) 

10. Grevillea R. Br. 

11. Hakea Schrad. 
Eine halbe Nektardrüse am Fruchtknoten. (Ebend. p.335.) 







12. Lambertia Smith. 

13. Xylomelum Smith. 



14. Orites R. Br. 

15. Ropala Schreb. 






























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■ 



*• 





















16. Knightia R. Br. 

Vier Nektardrüsen im Boden der Blume. (Ebendas. p. 336.) 

17. Embothrium Forst. 
Eine halbringformige Nektardrüse. (Ebendas. p. 337.) 

18. Thelopea R. Br. 
Eine fast ringförmige Nektardrüse. (Ebendas. p. 338.) 

19. Lömatia R. Br. 

Drei auf einer Seite stehende Nektardrüsen. (Ebendas.) 

20. Stenocarpus R. Br. 
Halbringförmige Nektardrüse. (Ebendas.) 

■ 

21. Banksia. 

22. Dryandra R. Br. 
Vier Nektardrüsen. (Ebendas.) 

Nach Thunberg soll der von Protea mellifera und speciosa aus 

den Blumen gesammelte und durch gelindes Abdampfen kon- 
zentrirte Saft die Stelle des Honigs vertreten, und beiBrust- 
krankheiten, Heiserkeit, Husten u. dgl. angewendet werden. 
(S. Thunberg et Berg Diss. de medicina Africanorum. Upsal. 
1785. und Römer u. Usteri bot. Mag. 6tes Stück p. 64.) 






Fam. XXV. Laurineae Venten. 



/ 



1. Laurus indica. 









Drei Schuppen stehen um den Fruchtknoten, welcher selbst 
Honig absondert. (?) (Conr. Sprengel p. 232.) 

2. Laurus nobilis. 

Männliche Blume : die 2 Drüsen, welche an den Staubfäden 

stehen, sondern, sobald die Antheren sich öffnen, eine kleb- 
rige Feuchtigkeit ab , die aber mehr balsamisch als süfs 
schmeckte. Weibliche Blumen standen uns nicht zu Gebot. K. 






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33 



Linnee führt 3 in Borsten ausgehende Höcker um den 
Fruchtknoten stehend als Nektarien an. (Gen. 545.) Es 
sind drei fehlgeschlagene Staubfäden nach Curt Sprengel. 
(Anleit. II. 340.) 

3. Cryptocarya R. Br. 
Sechs Drüsen, die mit den innern Staubfäden abwech- 



(C 



) 



4. Endyandra R. Br. 



Sechs äufsere Staubfäden gehen in Drüsen über, welche 



> 



5. Tetrantherct Jacq. 



Eine Drüse an der Basis der innern Staubfäden. 



(Ebendas.) 



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Drei der innern Staubfäden an der Basis mit 2 Drüsen 
setzt. (Ebendas. p. 342.) Drei abgestutzte Drusen um- 



Fruchtknoten. (Linn. G 



) 












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Fam. XXVI. Myristiceae R. Br. 

t, Hernandia. 

Männliche Blume : 6 gestielte Drüsen umgeben die Staub* 
faden. Weibliche Blume : 4 gestielte Drüsen stehen um 
das kurze Pistill. (Curt Sprengel Anleit. IL p. 343«) 



■ 

■ 

Fam. XXVII. Polygoneae Juss. 

1. Polygonum Bist ort a. 

Staubfäden abwechslungsweise an der Basis zu einer 
Drüse erweitert, die beim Oeffnen der Staubbeutel feucht 
erscheint. Jri. 

2. Polygonum emar ginalam Roth. 

Jede Kante des Fruchtknotens ist von 3 gelben rund- 
liehen Drüsen umgeben ; zwischen 2 derselben steht je 
ein Staubfaden, die dritte Drüse steht hinter demselben. 

■ 

Die Drusen sondern in der Höhe der Blüthe IJonig ab, 

der sich im Boden der Blume als ein grofser Tropfen 

sammelt, h. 

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34 



Hat <nach' Conrad 



3. Polygonum Fagopyrnm. 



Sprengel 



Cp. 231.) 8 



die um den Fruchtknoten stehen. 



gelbe 



Drü 



sen 



*- 



4. Polygonum Orientale. 



Hat nach Ebendemselben (p. 231.) 7 gelbe, um den Frucht- 
knoten stehende Drüsen. 

5. Polygonum divaricalum. 
Die Staubfäden entspringen aus einem grünlichgelben 
drüsigen Ring, im Grunde der Blume fest^ewachsen der 
wenn die Staubfäden geöffnet sind, König ausschwitzt. 11. 

6. Rheum undulatum. 



7. 



rhaponticum. 



ine 




9. R 

Bei keiner Art konnten 
merken. jK, 



um ex. 
wir eine Absonderuno be- 

£3 




Farn. XXVIII. Chenopodeae De Cand. 



1 . Chenopodlum. 

2. Phytolacca. 



3. Axyris. 

4. Beta. 



5. Alriplex. 



Nirgends eine Spur von Nektarien oder Saftabson- 
derung. H. 



Farn. XXIX. Amaranlhaceae Juss. 

4 

1. Amarantlins. 
Kein Nektar in m. K. 

2. Achyranthes. 

Fünf hohle, an der Spitze bärtige, hinfällige Schuppen 
umgeben den Fruchtknoten. (Linn. Gen. 311.) 



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1 






An der Basis der Staubfäden schwitzt aus dem flei- i 
sehigen Fruchtboden Flüssigkeit aus, wenn die Antheren 
geöffnet sind. Ft. 

8. Rheum austräte Wallich. 
Staubfäden unten durch eine Wulst verbunden* kei 
merkbare Ausschwitzung. jK. 



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35 



3. Celosia. 



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Ein kleiner özähniger Rand umgibt den Fruchtknoten, 
inn. Gen. 312.) Sowohl bei dieser als der vorher- 

(Diss. de Nect.p. 14.) 



ii 



gehenden Gattung hat scho 

Mtannt, dafs Mos die unten zusammengewachsenen Staub- 
ten das sogenannte Nektarium ausmachen. 

4. Gornphrena. 
Eine korollinische, zylindrische Röhre trägt 5 Antheren, 
°ft mit abwechselnden Zähnchen (Curt Sprengel Anleit. I. 



318.); Linnee nannte sie Nektai 
Ebenso verhält sich Pjaffia M 



/ 

J3rand 



esia 



^Iternanthera Forsk. 5 Piosea Mart. 5 Mogiplumes 
verturnera Mart. , Jromsdorffia _ Mart. , Hebaiithe 



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zia Mart. 



Mart., 
Mart., 

Mart., 



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Farn. XXX. Plambagineae Juss. 



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1. Phnnhago. 



Fünf kleine spitzige Schuppen umgeben den Fruchtknoten 
v^inn. Gen. 227.), auf ihnen stehen die Staubfäden. 

2. Armevia Willd. 

■ 

Die Staubfäden stehen auf einem drüsigen Ring, der den 
Vuchtknoten von unten umgibt und gelblich gefärbt ist 5 aber 
nigabsonderung konnten wir nicht daran entdecken. Ii. 

* 

3. Statice mncronata. 




4. 



incana. 



o 



Ein häutiger weifslichcr Ring umgibt den Fruchtknoten, 
°hne Honig abzusondern. K. 



Farn. XXXI. Nyciagineae Juss. 












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1. IMirahilis longißora. 



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le Staubfäden an der Basis zu einem kugelförmigen 
e Wölbe verwachsen, das den Fruchtknoten umgibt und 

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36 



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seiner innern Fläche reichlich Honig ausschwitzt; 



vor dem Oeffnen der Blume ist keine Spur von Saft vor- 



handen. Ii. 



3. Allionla violacea* 



Wie die Vorigen 5 Honigabsonderung sehr gering. J{. 



4. Oxybaphus Herit. 

5. Tricratas Herit. 



6. Boerhavia. 

7. JBumnvillea Commers. 

CD 



8. Salpianthus Ilumb. 

Nektarium wie bei den Vorigen. (Gurt Sprengel Anl. Il* 

p. 381. 382.) 

Die Nektarien dieser Familie verdicken sich nach der 

Blüthe mit dem untern Theil der Korolie und bilden die 
äufsere Samendecke. (Curt Sprengel ebendas. p. 377.) 



Farn. XXXII. Plantag ineae Juss 



■ 







1. Planta go. 






%, 



Zeigt weder Nektarien noch Honigabsonderung, /i 



Farn. 



XXXIII. Primiilaceae Vent. 



1 



1. Primula officinalis Jaecj 



o. 



acaulis J; 






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O. 



siuricnla. 



acq 









Zur Zeit, wo die Staubbeutel geöffnet sind, findet sich 
in den meisten Blumen etwas über dem Fruchtknoten 



Honig in 



klei 



einen 



Tropfen 



ergossen ; bisweilen fehlt et 

auch gänzlich. Eine eigene Drüse fehlt 5 ob der Frucht" 
.knoten oder die Blumenrohre den Honig erliefst, konnte) 1 
wir nicht ermitteln. IL 

4. JLysimachia punctata. 
Von Honigapparat oder Ergufs konnten wir nichts ent- 



deck 



en. 



A 



Conrad Sprengel fand 



Ly 



quadrifolia und vulgaris keine Absonderung (pag. 104.). 

5. Dodecatheon Meadia. 
In keinem Stadium der Blume eine Spur von Honig' 
ergufs; der Schlund der Krone und die äufsere Seite det 
Staubfäden sind dunkelroth gefärbt. K. 



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37 



6. Hottonia palustris. 



Nach Conrad Sprengel sondert der Fruchtknoten Saft 
ab (pag. 103.). 



* 

Farn. XXXIV. Lentibulariae Rieh. 

1. Pinguicula vulgaris. 
Der Sporn der Blume sondert Saft ab, sobald die Staub- 
beutel sich entleeren. R. 

2. Utricularia. 
Blume mit einem Sporn versehen, den Linnee (Gen. 34.) 
er! ^ektarium nennt; ob er Honig absondert , konnten wir 
ie Mcht ermitteln 5 da selbst in einer kürzlich erschienenen 
Dissertation , welche die Utricularia vulgaris allein zum 
Gegenstand hat, nichts davon erwähnt ist. (Utriculariae 
v ulgaris adumbratio auetore G. Hartmann. Tub. 1832.) 

O * 



Farn. XXXV. Orobancheae Vent. 



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1. Orobanche. 

Eine Honigdrüse an der Basis des Fruchtknotens. e ) 

(tinn. Gen. S41.) 

2. Ljathraea. 

Eine ausgerandete , auf beiden Seiten niedergedrückte 
kurze Honigdrüse, dem Blumenboden an der einen Ecke 

des Fruchtknotens eingefügt. (Linn. Gen. 801.) Sie ist 
fischig und gelb. (Conrad Sprengel p. 316.) 



i 

Fam. XXXVI. Scrophularineae R. Br. 

1. Antirrhinum majus. 
Das Gynophorum (die Basis des Fruchtknotens) bildet 
die Honigdrüse, und sondert schon feine Tröpfchen aus, 
*he die Staubbeutel sich öffnen; die Absonderung nimmt 
*u in der Akme der Blume, so dafs der Höcker derselben 
^ch ganz mit Honig anfüllt. K. 



e) Nees von Esenbeck nennt diese Art des Nektariuma : Necti- 
rium gynobasicum. (Handbuch der Bot. H. pag. 191.) 




















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2. Cymbalaria muralis. Fl. Wett. 



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4. 



inaria vulgaris Mill. 

alpina Mill. 



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Honigabsonderung wie 
nimmt den Honig auf, #£. 

5. Brouoallia elalct. 



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Vorigen • 



der Sporn 



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6. Scrophularia vcntalis 



9. Digitalis ambigua 



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uoaosa. 



8. Digitalis purparea. 



10. 
11. 

12. 



hu lata Ehrh. 
lutea. 

ferrztgihea. 

Das Gynophorum sondert Honig ab, sobald die Antheren 
sieh zu offnen beginnen. Die Basis der Krone ist der HoaijJ- 
behälterj die Saftabsonderung ist sehr bedeutend. H. 

13. Hemimeris coccinea Willd. 

Mit prächtigem Snftmal auf der Blume, aber die Honig- 
absonderung fehlt. , IL 

14. Schizanthus pinnatus R. et P. 

Die Krone zeigt ebenfalls ein schön gefärbtes Saftmal, 
aber das Gynophorum fanden wir stets trocken. K 



15. Gratiola ofßcinalis. 



Die Saftdrüse 



umgibt die 



Basis des Fruchtknotens. 



(Conrad Sprengel p. 54.) 



Fam. XXXVII. Rhinaniheae Vent. 















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1 



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1. Euphrasia officinalis. 

2. Mßlampyrum sylvaticum 
3. 



nemorosum. 



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e Saftdrüse. (Conr. Sprengel p. 315.) 

4. Pedicularis sylvatica. 
Die Saftdrüse sitzt vorne an der B; 



(Gynophorum) 



asis des Frucht- 



knotens. (Cour. Sprengel ebendas. p. 316. 

5. Mimulus glutinosus Wendl. 

6. — guttatus De Cand. 

* 

Das Gynophorum tritt nach vorne als eine längliche 
grüne Drüse hervor und schwitzt Honig in kleinen Tropf- 



*. 



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chon aus noch ehe die Staubbeutel geplatzt sind k 
Vor dem Oeffnen der Blume. Die Absonderung w 
ange als die Blume frisch bleibt. K. 



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. Rhinanthus crista galli. 



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ine fleischige Saftdrüse ist vorne an 



der B 



asis des 

Fruchtknotens befindlich und sondert Honig ab. (Conrad 
Sprengel p. 313.) 



8. Vt 
9. 

Das GfyiiophoriVm ist 



iß 



incana. 







einer gröfsen wulstigen Drüse 

erweitert, die nach einer Seit« etwas vergröfsert ist um! 

schon kurz vor dem Oeffnen der Staubbeutel Honte ab- 
sondert, was aber später noch zunimmt. Ein Haarkranz 
im Grunde der Blumenröhre bildet die Saftdecke. K. 



■ 

10. Veronica spicata 

11. 
12. 

13. 



1 4 . Veron ica triphyllos. 



maritima, 
officinalis. 



15. 
16. 



hed 



erae 



folia 



Chamaedrys. 1 7. 



Verhalten sich 



wie 



die 



p. 48 



Obigen. 



venia, 
prostrata. 

( Conrad Sprengel 



53.) 



Farn. XXXVIII. Solaneae Juss. 

1. Datura Slramoniiun. 
Gynophorum weifslich , wulstig, mit dem Oeffnen der 
Staubbeutel Honig absondernd, der sich in den Falten 



der Blumenrohre sammelt, li. Auch C 
fand es so (p. 122.). 



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3. 



aureus. 



schon 



Wie die Vorige. Die Honigabsonderung zeigt sich 
sobald nur eine Anthere geplatzt ist. R. 

4. JSicoliana rustica. 
Das orangegelbe Gynophorum sondert Honig ab, sobald 
die Staubbeutel sich Öihien^ wir fanden bei einigen Blu- 
men , die im Verblühen begriffen waren, denselben zu 



einer feinkörnigen zueV^ai 



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5. Nicotiana Langsdorffii Weinm. 



6. 



chinensis Fisch. 



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Gynophorum ebenfalls orangegelb, Honig absondernd 
wie bei der Vorigen. R. 

7. Verbascnm nigrurn. 



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8. 

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9. 

10. 



pyramidatum Bbrst. 
Lychnitis. 

thapsiforme Schrad. 



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Keine Spur von Honigabsonderung oder Nektarien. J{. 
Auch Conrad Sprengel fand es so (p. 121.). 

11. Atropa Belladonna. 

Die Honigabsonderung aus dem etwas hervorragenden 
Gynophorum beginnt schon ehe sich die Staubbeutel öff- 
nen, sobald die Krone halb geöffnet ist. R. 

12. Nicandra physaloides Adans. 

Ringförmiges gelblichweifses Gynophorum 3 das Honig 
absondert sobald die Staubbeutel sich zu öffnen be "innen. 
Die an der Basis sehr erweiterten Staubfäden bilden die 
Saftdecke. R. 

■ 

13. Physalis Alkeken gi. 
Gynophorum gelb , honigabsondernd wie bei der Vo- 



rigen 



R. 



14. Physalis pubescens. 



Wie die Vorige. (Conrad Sprengel p. 127.) 






15. Solanum tuberosum. 






16. 



Dula 



17. Solanum nigrum. 

18. 






n 



■ 



Lycopersicum . 

Bei keiner war es möglich. Saftabsonderung zn bemer- 
ken ; das Ovarium sitzt unmittelbar auf dem Kelchboden 
auf. R. Auch Conrad Sprengel fand es so (p e 12S.). 



19. Capsicum gros sunt. 



D 



er 



glatte Frucht! 
d p. 129.) 



ist die Saftdrüse. (Conrad 



Juycium aß 



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Die Saftdrüse ist der gelbe Ring, welcher die Basis 



dies Fruchtknotens umgibt. (Ebend 



) 




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41 



21. Nolana prost rata. x 

Dunkelgelbes Gynophorum, mit dem Oeffnen der Staub- 
beutel Honig ausschwitzend. R. 



Fam. 




Acanthaceae Juss 



lr Acanthus mollis. 



Das dunkelgelbe Gynophorum schwitzt Honig aus noch 
ehe die Staubbeutel sich Öffnen. Die unten durch einen 
fleischigen Ring verbundenen Staubfäden bilden die Saft- 



decke. R. 



2. Jasticia furcata Jacq. 



3. 



bicolor Sims. 



Das gelblichweifse Gynophorum sondert Saft ab sobald 
die Staubfäden sich öffnen. R. 

4. Ruellia formosa H. et B. 



II 



*.' 



bald 



die Staubbeutel geöffnet sind; ob der Fru 
die Krone ihn ergiefst, konnten wir nicht mit Gewifsheit 
erforschen. Die Blume fällt bald sammt dem Honig ab, 
Während sie noch ganz frisch ist. K. 

I 

5. Thunbergia volubilis Juss. 

Die auf dem Fruchtknoten befindliche Scheibe ist stark 
angeschwollen und sondert reichlich Honig ab, sobald die 
Antheren sich öffnen, R. 
















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\ II 


























Fam. XL. Verbenaceae Juss. 

1. Lantana africana* 

Die Saftdrüse ist entweder der blafsgrüne Fruchtknoten 
selbst, oder die Basis desselben. (Conr. Sprengel p. 328.) 

2. Verbena officinalis. 



3. 



udubletia. 



Die Blumenröhre enthält, sobald die Krone geöffnet ist, 
Wonig; weiches Organ ihn absondert ? können wir nicht 



prengel hält das Gynophorum da- 



b 



estimmen. Conrad 




fix 



r (pag. 56.). 



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42 



Fam. XLI. Jasmineae Ii. Br. 

1. Jasminum officinale. 



2. 



revolutam Sims. 



Die auf dem Fruchtknoten befindliche zweihöckerige 

fleischige Scheibe sondert Honi*r ab . sobald 



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die Blume 

sich öffnet; vorher fehlt aller Saft in der Blume. Nach- 
her fällt die Blume sammt dem Honig- ab. H. 

3. Jasminum fralican.s* 

* 

Verhält sieh ebenso. (Conrad Sprengel n. 47/) 

Fam. YLII. Ofemeae Hoffinianjis'ccs et Link. 



ÖÖ 



1. JLignstram vulgare. 



Die Blume enthält schon kurz vor dem Oeffnen der 
Staubbeutel Honig, der von der Scheibe auf dem Frucht- 
knoten abgesondert wird. Ii. 



2. Syringa vulgaris. 






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Es 



gelang 



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uns nicht, Honig darin zu entdecken. #. 
Gleditsch fand solchen. (Vermischte Abhandlungen 2ter 

Theil n. 217.) 












Fam. XLIII. Myoporineae 1\. Br. 

1. JSlyoporum parvifolium R. Br. 
Das ringförmige röthliche Gynophorum sondert Honig 
ab, sobald die Antheren sich öffnen. K. 












Fam. XLIV. Labial ae Juss. 

1. Teuer ium. 

2. Ltavandula. 



Das Gynophorum ist klein. 



3. Prunella. 
Gynophorum vierzähnig. 

4. Dracocephalum. 
Gynophorum vierzähnig, auf der vordem Seite erweitert. 



5. L 



amuim. 



Das Gynophorum ist sehr klein. 




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43 



6, Nepeta . 
Gynophoi'uni vorn sehr vergröfsert. 



I 

Gynophorum 



7. StacliYs. 
S. Hyssopus* 
vierzähnig, vorderer 

9. Sideritis. 



Zahn 



am gröfsten 



Gynophorum ringförmig «, vorn etwas höher. 



an den Kanten abge- 



L 

■ 

10. Jletonica. 

11. Origanum* 
Gyiiouhonim vierzähnigf . klein. 

■ 

12. Sculellaria. 

Gynophorum ungleich vierkantig, 
rundet, nach oben zugespitzt, an der hintern Seite die 

Carpelle tragend. 

13. Salvia. 

14. Horminmn. 

Gynophorum nach vorne verdickt. Bei Salvia officinalis 

ist es bläulich gefärbt. 



15. Melittis. 

16. Rosmarinus. 

Bei allen diesen Gattungen sondert das Gynophorum 
Saft ab mit dem Oeffnen der Staubbeutel, bisweilen aucli 
kurz vorher; bei den meisten ist die Honigabsonderung 
sehr reichlich, besonders bei Salvia und IMeüttis Melisso- 

t 

phyllum. Bei den meisten bildet ein Haarkranz oder eine 



Fall 



e 



im Grund der Blumenröhre die Saftdecke. Das 



* 

Gynophorum vergröfsert sich nach dem [Verblühen und 



trägt 



die Frucht. Der 
Blumenkrone ab, K. 

17. Baihta. 

18. JMarrubium. 

19. Thymus. 



Konig 



fällt 



häufig 



summt der 



20. Ocymum 



21. Prasium. 

\ 

22. Galeopsis 

23. Ajuga. 

24. Satureja. 






25. Glechoma. 



Bei allen diesen sondert, nach Conrad Sprengeis Unter- 



suchung* 
Honig ab. 



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2 9 



313), ebenfalls das Gynophorum den 




















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44 



Farn. XLV. 



Boragineae Juss. 



1. Cerinthe major. 



2. 



alpina Kit. 



Das Gynophorum sondert Honig ab, lange ehe die Blume 
sich öifnet, aber die Honigabsonderung dauert fort, bis 
sie abfällt, ü 

■ 

3. Hydrophyllwn virginicum. 
Das Gynophorum sondert Honig ab, der in die 5 durch 



Falten geschlossenen Saftfurchen der 



BI 



umen (Linnees 



Nektarium, Amoen. acad. VI. 274.) abfliefst. K. 

4. Borago officinalis. 

Gynophorum vierlappig, mit dem Oeffnen der Staub- 
beutel Honig ergiefsend, der sich in den Erweiterungen 

der Staubfädenbasis , welche hier 5 Höhlen um den Griffel 
bilden, sammelt. li. 

. 5. Anchusa italica Retz. 
Vierlappiges, niedriges Gynophorum, Honig ergiefsend 

wie die Vorige, ü 



i 



6. Cynoglossum officinale. 



Die Blume enthält Honigtröpfchen, ob das Gynophorum 
dieselben ergiefst, können wir nicht entscheiden; seine 



Kleinheit erschwert die Beobachtung. 



K 



7. Symphytam officinale. 



8. 



asperrimum Bieberst. 



9. Palmonaria ojficinalis. 






10. 
11. 



virginica. 
angustifolia. 



Gynophorum vierlappig, wulstig, Honig absondernd 
sobald die Staubbeutel sich öffnen. K. 

12. Heliotropium peruvianum. 

13. Myosotis palustris Lehm. 

14. Lycopsis arvensis. 

Das Gynophorum sondert den Saft ab. (Conr. Sprengel 



■ 






p 



87 



9$.) 




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45 






15. Echiurn vulgare. 



Gynophoruni gekerbt, 



wulstig 



hervorragend, mit dem 



öeffnen der Staubbeutel Honig absondernd , nach d 



em 



Verblühen nicht vergröfsert; auch nachdem die Krone 
schon abgefallen war, fanden wir einigemal den Frucht- 
knoten noch feucht. K. 



Farn. XLVI. Convolvulaceae Juss. 



1. Convolvulus tricolor* 



3 



arvensis. 
sepium. 



Ein dunkelgelber fleischiger Nektarring umgibt die Basis 
des Fruchtknotens, ohne mit ihm verwachsen zu seyn, 
und sondert Honig ab sobald die Antheren sich öffnen. Ü. 

4. Ipomaea purpurea Lam. 

Ein weifslicher gekerbter Ring umfaßt das Germen 
und sondert Honig ab wie bei Convolvulus. K. 

■ 

5. Ipomaea coccinea. 
Die Saftdrüse ist der weifse napf förmige Körper, auf 



lern aer 



1 



welcl 



Sprengel p. 108.) 



Maisgelbe Fruchtknoten sitzt. 



( Conrad 



6. Cuscuta. 






Vier linienförmige , zweispaltige , spitze Schuppen , an 
der Basis der Staubfäden der Krone aufgewachsen , bilden 
das Nektariuin. (Linn. Gen. 182.) Böhmer bezweifelt 






die Aechtheit dieses Wektariums. (Dissert. de Nect. p. 12.) 
Bei Cuscuta Epithymum stehen 5 solcher Schuppen, aber 
auch an diesen konnten wir keine Honigahsonderuiiff 
finden, zi. 




a Kt 














i 




Farn. XL VII. Polemoniaceae Juss. 



1. Phlox paniculata. 



o 



Ein niedriger 



sufjruticosa Willd. 



grüner Nektarring 



umgibt 



den Frucht- 



knoten; er ist faltig, gekerbt, und sondert Honig ab sobald 
die Blume sich öffnet. K m 










^^^p^^^h 





































46 



3. Polemonium coerulenm. 



Ein grünlicher Faltenkranz umgibt (Ion Fruchtknoten 

li 



nie 



und sondert Honig ab so lange als die Blume steht ; 
Basis der Staubfäden neigt darüber zusammen und bildet 



die Saftdecke. II. 



- 






Br. 



Farn. XL VIII. Bignoniaceae I\. 

1. ßignonia panicnlata Jaeq. 
Die Saftdrüse ist der flache tellerförmige Köi 



»per , 



auf 



welchem der Fruchtknoten sitzt. (Conr. Sprengel p. 327.) 



• 



2. Chelone campanulata Cavan. 

An jedem der 2 obern fruchtbaren Staubfäden sitzt an 
der Basis der Aufsenseite eine grünlichgelbe Drüse, welche 
Honig absondert sobald die Staubbeutel sich öffnen. K. 

3. Cobaea scandens Cavan. 

Fünfwinkliches und fünflappig gefaltetes Nektarium um 
die Basis des Fruchtknotens; Honigabsonderung sehr be- 



trächtlich. K. 



/ 



4. Zeyheria Mart. 



Ein drüsiger Ring 



umgibt die Basis des Ovariums. 



(v. Martins Nova Genera et Spec. plantarum II. p. 65.) 














. / 



D, 



as 



Farn. XLIX. Pedalineae R. Br. 

1. IMartlnia proboscidea Ait. 
Gynophorum sondert Honig ab sobald die Staub- 



beutel sich offnen : Krone mit gelbem Saftmal 



K. 



Fam. L. Gentianeae J uss. 



1. Chironia frulescens. 
Conrad Sprengel fand auf dem Fruchtknoten einen Saft- 
tropfen, und vermuthet, dafs der Fruchtknoten denselben 
ausschwitze (p. 130.). 

2. Chironia haccifera. 
Wir konnten o»eder Honig noch ein Nectarium ent- 
decken, ü. 




^. *%. * 






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( 



47 



3. Erythraea Centaurium Richand. 



Bl 



Conrad Sprengel fand keine Honigabsonderung in d 



er 



ume (p. 152.). 



4. Gentiana lutea. 



- 

Fünf Drüsen umgeben die Basis des Fruchtknotens mit 
den Staubfäden abwechselnd, und sondern Honig ab kurz 
vor dem Oeffnen der Blume; die Absonderung nimmt zu 



bis alle Staubbeutel entleert sind. 



flu* 



D 



ssig, sehr süfs. R. 



Honig ist dick- 



5. Gentiana Pneumonanthe. 



kno 



Eine fünflappige Drüse umgibt die Basis des Frucht- 
tens. (Cour. Sprengel p. 150.) 



6. Sicerlia. 



Fünf Nektarporen an der Basis d 
Sprengel Anleit. IL p. 473.) 



er Korolle. (Curt 



7. Frasera Mich. 



t ünf Nektardrüsen in der Mitte der Korolleniäppchen 
(Ebendas. n. 474.) 



1 



8. Myrmecia Schreb. 



Fünf Nektardrüsen 



^aselbs 



t p. 475.) 



um den Fruchtknoten. (Eben- 



9. ffflarsia Vent. 



Fünf Nektardrüsen mit den Staubfäden abwechselnd. 
CEbendas. p. 477.) 

10. Xanthosia Rudge. 
Zwei keulenförmige Nektarien. (Ebendas. p. 478.) 

P 

T S 

Farn. LI. Aschpiadeae R. Br. 

1. jisc 



zsciepias synaca 



o 



*? 
*> 



curassavica 



B 



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ob 



en geöffneten Kappen bestehend, aus deren Boden ein 
*Wn hervortritt. Die Basis der Kappen ist mit der Be- 



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48 



i 

fruchtungssäule verwachsen. Der innere Grund der Kappen 



dert 



somien einige läge naen 



Tag 



h dem Oeönen der Blumen so 






reichlich Honig* ab, dafs die Kappen sich ganz anfüllen. I£ 



4. Cynanchum Vincetoxicum Pers. 



Die 



5. 



innere 



mgnim 



Per 



Krone bildet fünf ol 



jen gleichfalls offene 



Safthöhlen, deren Lappen aber die Mündung fest vei- 
schliefsen; Saftabsondernng wie bei den Vorigen. H. 



H< 



(A, 



* 

Die innere Krone besteht aus 5 fleischigen Lappen, die 
über die Befruchtungssäule hereinragen und sie bedecken? 
mit der Unterfläche aber an sie befestigt sind. Jeder 
Lappen ist auf der Unterfläche mit einer tiefen Rinne 
versehen, die von den zwei wulstigen, umgeschlagenen 



Rändern gebildet wird. In dieser 




inne wird einige 



Tage nach dem Öeffnen der Blume der Honig ausge- 
schieden , der in krystallhellen Tropfen hervortritt und 



abfliefst 



K. 



7. Stapelia irrorata 



9. Ceropegia dichotoma HaW- 



9-. 



Hi 



ier 



variegata. 10. Periploca graeca. 

ist ebenfalls eine innere Krone vorhanden, wir 

ahr* 



konnten aber durchaus keine Honigabsonderung w r 



el 



nenmen. 



11. 



Aehnliche Nektarapparate haben die übrigen Gattungen diese' 

Familie; da uns aber über ihre Honigabsonderung nicht* 
bekannt ist , manche derselben vielleicht keinen Honig ab' 
sondern, auch die Gestaltung der innern Krone in alle* 1 
systematischen Handbüchern beschrieben ist (siehe Gen. plant» 
Ed. IX. auct. Sprengel, II. p. 208 — 213. und Curt Spreng* 1 
Anleit. 11. p. 482 — 489.), so unterlassen wir, sie hier aufz**' 
zählen. 






Farn. LII. ufpocjrneae R. Br 






■ 



1 



1. Vinca rosea. 



rüsen steigen auf beide** 



Zwei lange grünlichweifse D 
Seiten des Fruchtknotens neben diesem in die Blumefl' 
röhre herauf und sondern an ihrer Spitze Honig ab. 



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49 



dafs die Kronenröhre nach einigen Tagen halb voll Honig 

erseheint. Die 
der Blume. K. 



Absonderung beginnt mit 



dem Oeffnen 



2. Vinca major* 



Zu beiden Seiten des Fruchtknotens eine längliche 
grttnlichorelbe Saftdrüse, die, sobald die Staubbeutel sich 
öffnen, reichlich Honig absondert. K.- 



3. Vinca minor. 



) 






Ner 



Blume am Schlünde mit einer Nebenkrone, Paracorolla, 



(ß 



besetzt. Von Drüsen oder Saft- 



absonderung keine Spur. E. Auch Conrad Sprengel fand 
keinen Honig darin, demonstrirt aber aus der sogenannten 
Saftdecke, dafs die Blume eine Saftblume seyn müsse 



(p a g 



) 



5. Äpocym 

6. Ech.it es. 



■ 



(C 



Anl. IL p. 490.) 



7. Prestonia R. Br. 



Das Nektarium ist ein Krüglein auf dem Fruchtboden 



(Ebendas.) 



8. Alstonia R. Br. 



Keine Nektardrüsen. (Ebendas. p. 492.) 

9. Urceola Roxb. 
Walzenförmiges Nektarium um den Fruchtknoten. (Eben- 
das. p. 492.) 

Fam. LIII. Epacrideae R. Br. 



v 



1. Bpacris. 

2. hysinema R. Br. 



3. Cosmelia R. Br. 

4. Styphelia Smith 



(Curt 



Fünf Nektarschuppen um den Fruchtknoten. 
Sprengel Anleit. IL p. 518.) 

5. Cyathodes Labill. 

Krugförmiges, fünfzähniges Nektarium. (Ebend. p. 520.) 































































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50 



6. Monotoca R. Br, 



Becherförmiges 5 gelapptes Nektarium. (Curt Sprengel 
Anleit. IL p. 520.) 



7. Sprengelia Smith. 

8. Cystanthe R. Br. 

Keine Nektarschuppen, (Ebendas. p. 519.) 









Fam. LIV. Ericineae Dcsraux. 



■ 










































1. Azalea viscosa. 

Die rö'thlichen, gestielten Drüsen, welche die Blume 
von innen und aufsen bedecken, sondern einen klebrigen 
Saft ab, wovon wir in der Blumenröhre mehreremal 
Tröpfchen sammeln konnten; er hatte aber eher eine 
harzige als zuckerige Beschaffenheit, und schmeckte nicht 
süfs. jfö. Auch Conr. Sprengel fand keinen Honig (p. 104). 

2. uizalea pontica. 
Soll nach Tournefort giftigen Honig liefern. 

3. Rhododendron ponticiun. 



Fruchtknoten an der Basis von 



einer Saftd 



riise um- 



welche an der vordem Seite der Bl 



ume 



" 



de 



geben , 

Saftmal entsprechend, etwas vergröfsert ist. Sobald die 
Staubbeutel sich öffnen beginnt die Honigabsonderung, 
I welche sehr beträchtlich ist. R. 



4. Rhododendron hirsntum. 



Honigdrüse und Honigabsonderung wie bei der Vorigen, 



nur in kleinerem Mafsstabe. K. 



5. , 
Nach Conrad 



polifolia 



) 



ngel eine Drüse an der Basis des 



(P 



ustifolia 



Wir bemerkten keine Nektarabsonderung. K. 

Linnee nannte die Höhlen der Krone, worin die Antheren nisten, 
Nektarien; ein Irrthum, den ihm Viele nachgeschrieben 
haben, und der bei ihm von den Untersuchungen an trockenen 
Blumen herrührte, den aber schon Böhmer (Dissert. p. 20.) 
abnete und Conr. Sprengel gründlich widerlegte (p,239.). 






LV 




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5! 



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51 



7. Andromeda polifolia. 



d 



die Blume geöffnet ist, und sie scheinen auch den Saft 
ab 



zuson 



dem 5 da die Krone von Anfang an überhängt, 
die Gruben derselben aber höher liegen als das Gyno- 
phorum: auch fanden wir letzteres meist trocken. R. 



Arbutus Uva 



Ringförmiges gekerbtes Nektarium um 



knoten, ü* 



den F 



9. Arbutus TJnedo. 



Ringförmige Honigdrüse um die Basis des Frucht- 
knotens. (Conrad Sprengel p. 240.) 

I 

10. Vaccinium IVLyrtillus. 

Die weifslichgrüne , fleischige, mit 8 Einschnitten ver« 
sehene Scheibe auf dem Fruchtknoten, die beim Oeffnen 
der Blume und der Antheren mit feinen Honigtröpfchen 
sich bedeckt, bildet das Nektarium. K. 

11. Vaccinium Oxycoccos. 

■ 

Die Scheibe auf dem Fruchtknoten ist ebenfalls die 
Saftdrüse. (Conr. Sprengel p. 228.) 

12. Erica vulgaris. 

Conrad Sprengel hält den Fruchtknoten für die Saft- 



drüse (p. 230.). 



13. Pyrola uniflora. 



Weder Drüse noch Saftabsonderung zu bemerktn. K 



14. Gaultheria. 



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Ki 



Das Gynophorum sondert Honig ab. (Desvaux Rech. p. 46.) 



Farn. LV. Campanulaceae Juss. 

1. Campanula rotundifolia. 






2. 
3. 



patula. 
glomerata 



Die grünlichgelbe, den Fruchtknoten bedeckende Scheibe 
Sondert Honig ab, aber erst wenn die Blume sich öffnet, 

4 






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52 







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nachdem die Staubbeutel längst sich entleert haben. Vor- 
her ist dieselbe ganz trocken, jfö. 

4. Phyteuma spicatum. 

Die Scheibe über dem Fruchtknoten sondert den Honig 
ab , sobald die Staubbeutel sich öffnen , lange vor dem 
Aufblühen der Blume; bei einer Blume sahen wir den 
Saft in 10 Tröpfchen ? die im Kreis umherstanden, her- 
vortreten. Bei dieser und der Gattung Campanula bilden 
die an der Basis sehr erweiterten Staubfäden die Saft- 
, decke* Ii. 

5. Jasione montana. 

Die Scheibe über dem Fruchtknoten bildet ebenfalls 
die Honigdrüse. (Conr. Sprengel p. 115.) 






Farn. LVI. Lobeliaceae Rieh. 



* 



1. Lobelia triqaetra. 



2. 



bicolor Sims. 



Die auf dem Fruchtknoten befindliche grüne Scheibe, 
über welcher die Staubfäden zusammenneigen, sondert 

Honig ab 5 sobald die Blume geöffnet ist. K. 



Fam. LVII. Stylidieae R. Br. 

1. Stylidium adnatum R. Br. 

Eine kleine, eiförmige, spitze, abwärtsgebogene Schuppe 
deutet die Unterlippe an, über ihr beugt sich der Griffel 
herab ; sie ist von einer glänzenden Haut bedeckt, welche 

ume trocken erscheint; es 
Curt Sprengel sagt bei 



ist also eine Scheindrttse. 
seiner Beschreibung der F 



Bl 



(A 



II. 



p. 299.): 

„Auf dem Fruchtknoten stehen zu beiden Seiten des Säul- 
chens Nektardrüsen" ; wir konnten diese Drüsen bei keiner 
Blume finden; zwar ist an der Hinterseite jedes Staub- 



beutels ein Büschel durch 



allein 



ichts ab 



K 



keulförmiger Haare, 







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S^o*S5* 







53 



Farn. LVIII. Composüae Auct. 

* 

* 

1. Tragopogbn pratense. 

Die Basis des Griffels über dem Fruchtknoten ist von 
einem drüsigen , fünfzähnigen Ring umgeben. Honig- 
absonderung konnten wir nicht entdecken; indessen wird 
die Blume sehr häufig von Insekten besucht. H. 

* 

2. Onopordon tauricum Willd. 

Auch hier umgibt ein drüsiger Ring die Basis des 
Pistills innerhalb der Blumenröhre. K. 

4. Helianthus indicus. 

Die Blumenrohre ist über der Basis kugelförmig erwei- 
tert und in ihrer Substanz verdickt; diese Erweiterung 
enthält Honig , sobald die «Blümchen geöffnet sind. Ob 
der Saft hier ausgeschwitzt werde, oder von dem an der 
Basis des Griffels befindlichen drüsigen Ring, können wir 
nicht entscheiden. Blümchen, die nicht geöffnet sind, 



so wie die Randblumen zeigen keinen Saft. K. 
Conr. Sprengel fand bei Helianthus 



annuus un 



gefäh 



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cp 


























Fam. LIX. Dipsaceae De Cand. 

1. Scabiosa lucida Ait. 



2. 



alpina 



Die kleine grünliche Scheibe, welche den Fruchtknoten 
bedeckt, sondert Honig in ziemlicher Menge ab, der sich 



a 



Blumenrohre sammelt; sowohl die Blumen am 
Rande, als in der Mitte sondern ab. Die Absonderung 
beginnt, sobald die Staubfäden sich verlängert haben und 
im Begriff sind zu platzen. K\ 



o. 



4. 
5. 



Scabiosa arvensis. 

columbaria 



succisa. 



Bei diesen fand Conrad Sprengel dieselbe Einrichtung 
und ebenfalls Honigergufs (pag. 81.)- 






























































/ 


























/ 









54 



J 



Fam. LX. Falerianeae De Cand. 

1. Valeriana officinalis. 

Kronenröhre an der Basis höckerig erweitert; Conrad 
Sprengel fand Honig darin (p. 63.). 

2. Valeriana dioica. 

■ 

Conrad Sprengel erklärt die männlichen und weibliehen 
Blumen für Saftblumen (p. 65.)- 



o 



4. 



Centranthus ruber Neck. 

angustifolim 



Die Sporne der Blume enthalten , sobald die Staub- 
beutel geplatzt sind, Honig. Ob er aber von der Blume 
selbst oder dem Fruchtknoten abgesondert werde, können 
wir nicht bestimmen. R. i 



Fam. LXI. Rublaceae Juss. 



1. Rahia cordifolia. 

2. Galiam uliginosum. 



3. Galiam verum. 

4. Asperula cynanchica. 

Eine ringförmige Scheibe umfafst die Basis des Griffels 

auf dem Fruchtknoten und sondert Honig ab, sobald die 
Antheren sich öffnen. IL 

5. Cqffea arabica. 

Eine grünliche Scheibe, die das Pistill umfafst, sondert 
Honig ab, sobald die Antheren sich öffnen. K. 

6. Bouvardia coccinea Salisb. (Houstonia coccinea L.) 
Die Scheibe auf dem Fruchtknoten sondert, sobald die 



Antheren sich öffnen, reichlich Honig ab. 



IT 
11. 



Fam. LXII. Caprifoliaceae De Cand. 

1. Caprifolium perfoliatum Höhl. 

Fericlymenum R. et Seh. 
(Liönicera L.) 



fsig 



eilippig; Blumenröhre 



sehr lang, am Grunde nach vorne etwas erweitert ? b 
big, inwendig an dieser Stelle mit zwei Reihen kl 



au- 



einer. 




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55 






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wo sich 



die Blume zu öffnen beginnt , feine Tröpfchen Honig er- 
«iefsen. Der Honigergufs nimmt zu, bis alle Staubbeutel 
geplatzt sind. Ji. 

3. Caprifoliam sempervirens Mich 
Honioapparat und Saftabsonderung wie 



b 



der Vo- 



rigen. 

o 



jR. 



io. 



- 

Krone an der Basis zu einem kleinen Höcker erweitert, 
der eine grünlich-drüsige, verdickte Substanz einschliefst. 
Saftabsonderung wie bei den Vorigen. K. 



Der Höcker der 



pfen 
Nro. 



Lonicera Xylosteum. 

Blumenröhre zu einem kurzen stum- 
isiger Substanz verlängert; sonst wie 



K. 



Mich. (Lonicera L.) 



Krone 



einseitig bauchig, inwendig an dieser Stelle 
mit drüsiger Substanz ausgekleidet. Saftabsonderung wie 



Nro. 1. E. 



Diervilla canadensis W 



CL 



Krone unregelmäfsig , Schlund auf der vordem Seite 
mit einem gelben Saftmal. Im Grunde der Blume, nicht 
ganz in der Mitte des Blumenbodens, steht eine rund- 
liche grüne, freie Drüse über dem Fruchtknoten, welche 
Honig absondert sobald die Staubbeutel sich öffnen; wenn 
alle Staubbeutel entleert sind, ist die Blumenröhre zu 
einem Viertheil angefüllt. K. 

8. Cornus sanguinea. 
Ein fleischiger gefalteter Ring steht aiif dem Frucht- 
knoten und umfafst den Griffel; er sondert Honig ab, 
sobald die Staubbeutel sich öffnen. R. 

■ 

9. Cornus mascula. 
Hat denselben Honigapparat wie die Vorige. (Conrad 
Sprengel p. 85.) 












** 





































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* 




































56 



10. Sambucus nigra. 



11. 



racemosa 



Wir konnten 



wahrnehmen, K 



weder eine Drüse noch Saftabsonderung 



12. Vibwrnum hantana. 



13, 



Opiilus. 



Die Scheibe auf dem Fruchtknoten ist die Saftdriise. K. 



Farn. LXIII. Umbelliferae Juss. 

1. Astrantia major. 

2. Bupleurum rotundifolium. 

3. Heracleum Spkondylium. 

4. Angelica Archangelica. 

5. Anethum gravealens. 

6. Chaerophyllum sylvestre. 



7. 
8. 



aureum. 
bulbosum. 



Eine drüsige Scheibe umgibt die Basis des Griffels 
und «bedeckt den Fruchtknoten; zwischen ihr und dem 
letztern sind die Blumenblätter und Staubfäden eingefügt. 



Si 

Honig in kleinen T 



Staubb 



Bei den 



mann. 



Blumen von Chaerophyllum sylvestre und bulbosum konnten 

i -rm * -■ -. « 



wir 



Wetter, in der Mittagszeit, wa; 
deutlich, bei trübem kaltem W 



Bei schönem 



fast unmerklich. K. 



Aufser den angeführten Gattungen enthalten wohl alle Dolden- 
blumen diese fleischige honigabsondernde Scheibe; da wir 
aber nicht Gelegenheit hatten, noch weitere genau zu be- 
obachten, so begnügen wir uns, diese wenigen aufzuzählen. 



Fam. LXIV. Saxifrageae Juss. 

i 

1. Heuchera qmericaxta. 

2. Mitella. 

Der Grund der Blume enthält die Saftdrüse. K 









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- - - - = - -r. 2« __ _ _ _ _ _ 




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57 



3. Saxifraga punctata 



4. 
5. 



umbrosa. 
cuneifolia 



Die Honigdrüse überzieht die untere Hälfte des Frucht- 



knotens. K. 



6. Saxifraga decipiens Ehrh. 



7. 
8. 



Di 



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H 



d 



onigdrüse m 



trifarcata Schrad. 
mutata. 

acht die Scheibe aus • welche den 



Fruchtknoten bedeckt ? deren Rande die Staubfäden ein- 
verleibt sind. K. 

■ 

9. Saxifraga crassifolia. 

Die Honigdrüse kleidet den Boden der innern Kelch- 
fläche aus; der Fruchtknoten steht ganz frei. Ji. 

10. Saxifraga granulata. 

* 

Die Honigdrüse ist ein fleischiger dunkelgrüner Ring, 
der den Fruchtknoten umgibt. JL 






11. Saxifraga sarmentosa. 

Die Honigdrüse ist eine einseitige, orangegelbe Scheibe, 
Welche über dem Fruchtknoten steht und ihn halb um- 
fafst. Die Krone ist unregelmäfsig. K. 

\ 

Der Honigergufs erfolgt bei allen Arten dieser Gattung 
sobald die Antheren sich zu entleeren anfangen, und dauert 
niehrere Tage, bis die Blume zu verblühen beginnt. Man 
kann aus der Verschiedenheit der Honigdrüse sehen, dafs 
sie sich vielleicht als Abtheilungsgrund dieser zahlreichen 
Gattung anwenden liefse. jfö. 



. 



« 



Fam. LXV. Hamamelideae R. Br. 



1. Hamamelis. 
Vier abgestutzte, der Blumenkrone aufgewachsene Blätt- 
chen bilden das Ntktarium. (Linn. Gen. 781.) 














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58 



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Farn. LXVI. Ribesieae Rieh. 



1. Piibes rubrum 



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3. 



Grossiilaria 

,alpimun. 



Die Scheibe bildet eine fleischige Wulst auf dem Frucht- 



knoten 



in 



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umgibt 



rlf 



aas 



Pistill 



? 



sobald die Staubbeutel sich entleeren. R, 



sie sondert Honig 



ab. 



Farn. LXVII. Nopaleae Juss. 

1, Cactus speciosus Willd. 

Die innere Blumenrohre sondert auf ihrer ganzen 
Fläche Saft ab, der die Basis des Griffels umspült, sobald 
die Antheren sich offnen. Die Absonderung dauerte bei 



einer abgeschnittenen, der Länge nach gespaltenen Blume, 
deren Wundlappen wieder auf einander gelegt waren, 
noch 24 Stunden lang fort, so dafs die vorher entleerte 
umenröhre sich wieder ganz mit siifsem Saft angefüllt 




hatte. K. 



2. Cactus flagellijormis. 



- 

Honigabsonderung genau wie bei der Vorigen 



H. 



Farn. LXYIII. Crassulaceae De Cand. 



1. Rochea coccinea De Cand. 

Fünf längliche, weifsliehe Drüsen, vor den Kanten der 
Carpelle stehend, daher mit den Staubfaden abwechselnd, 

?r Spitze 



an 



d 



und mit dem Oeffnen der Staubbeutel 
Honig absondernd. Ü. 

2. Rhodiola rosea. 

Vier bis fünf gelbliche, eingekerbte Nektarblättchen 
stehen zwischen den Staubfäden und dem Fruchtknoten, 
so dafs je um den andern Staubfaden eine Drüse inner- 
halb desselben steht; sie sondern Honig in grofsen Tropfen 

), sobald die Staubbeutel sich entleeren. Wir hatten 



i 



Untersuchung. K. 




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S , 



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. 








59 



biß 



Zehn kleine, rundliche, weifse Schuppen stehen hinter 
den Carpellen. K. 

4. Sempervivum arachnoideum. 

Zehn längliche, eiförmige, grünlichweifse Schuppen an 
der Basis der Carpelle. Honigabsonderung konnten wir 
nicht daran bemerken* H. 

5. Sedum acre. 
Fünf kurze, weifsliche Drusen innerhalb jedes Staub- 
fadens, der vor einem Blumenblatt steht. II. 



ß. Sedum albuni. 



Fünf gelbe, bi^eite, 
Basis der Carpelle. K. 



aber niedrige Schuppen an 



d 



er 



7. Sedum glaucum W. et K. 



Wie die Vorigen. Nur bei dieser Species konnten wir 
in der Höhe der Blüthe Honigergufs bemerken. K. 



Farn. LXIX. Loaseae Juss. 



1. Blumenbachia insignis Schrad. 
Weder Nektarium noch Honigabsonderung 



K 



Fam. LXX. Passijloreae Juss. 

' 1. Passiflora coerulea. 

Die Saftdrüse ist der mit dem Grunde des Kelchs ver- 
Wachsene fleischige, glatte, weifse Körper, welcher ring- 
förmig und einwärts gekrümmt ist; der Honig sammelt 
sich in der Rinne zwischen der Drüse und der kranz- 
förmigen Saftdecke. (Conrad Sprengel p. 160.) Linnee 
kannte den Strahlenkranz Nektarium. 



acsonia 



Statt der Korolle 



sin 



d die Nektardrüsen mit kreis- 



förmigen Runzeln besetzt. (Curt Sprengel Aul. IL p. 595.) 

3. Malesherbia Ruiz et Pavon. 
Zehn Nektarschuppen an der Basis der Korollenblätt- 



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en. 



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60 



M 



Fam. LXXI. Cucurbitaceae De Cand 

1. Fevillea. 
Blume : Fünf gekrümmte , mit den 



faden abwechselnde Fäden bilden das Nektarium. (Linnee 



) 



M. 



2. Bryonia dioica Jacq. 



M 



absondernden Grube. We 



Bl 



ume eine glatte drü- 
sige Grube um das Pistill, in der wir aber keinen Saft 
bemerkten. K. 

3. Cucumis TMelo. 

Weibliche Blume : ein drüsiger weifslicher Ring um- 
gibt den Griffel und sondert in der Höhe der Blume 



gs 



Ring 
3-4 



Honig ab ? der sich in der Grube zwischen i 
und dem Griffel sammelt; aufserhalb des Rin 
Rudimente von Staubfäden. Zwitterblumen, d 
mehrere fanden und die sich alle fruchtbar zeigten, hatten 
ebendieselbe Bildung des Nektarapparats und sonderten 



eren wir 



viel Honig ab. 



Männliche Blume: an d 



er Stelle des 



Pistills eine rundliche warzige Drüse, deren Oberfläche 
in der Höhe der Blume Honig ausschwitzt, der sich ziem- 



lieh siifs zeigte. 



K. 



4. Cucurbita Pepo. 



Männliche Blume : die Staubfadensäule steht auf 2 



3 



drüsigen Körpern, welche in der Mitte eine Höhle ein- 
sehliefsen, wozu 2 — 3 kleine Löcher führen. Mit dem 
Ergufs des Pollen sondert diese Grube süfsen Saft ab, 



der von kleinen Insekten, besonders Ameisen 



geholt 



wir 



d. 



häufig 



Weibliche Blume: die Krone an ihrer 



Basis \on einem grofsen, gelblichweifsen, fleischigen Ring 
überzogen, auf dem bisweilen Rudimente von Staubfäden 
stehen. Der Ring sondert auf der dem Fruchtknoten zu- 
gewandten Fläche Honig ab, sobald die Blume sich öffnet ; 
nach Aufsen ist er mit der Substanz des Kelchs ver- 
wachsen. jK. 







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61 



5. Carlen Papaya. 



Weibliche Blumen zeigen keine Spur einer Drüse oder 
Honigabsonderung. K. 

6. Sechium R. Br. 

Zehn Nektargruben im Boden der Korolle. 
Sprengel Änleit. IL p. 592.) 



(Curt 



Farn. LXXII. Afjrrteae R. Br. 

1. JVlyrtus communis. 

Die Scheibe auf dem Fruchtknoten sondert Honig ab. 
(Conrad Sprengel p. 468.) 

2. Philadelphus coronarius. 

Die Scheibe schwitzt mit dem Oeffnen der Antheren 
in einem Kreise stehende Tropfen von Honig aus 3 aus 
Poren, welche den Staubfäden an Zahl und Stellung ent- 

i 

sprechen, ü. 

3. Lteptospermum scoparium Smith. 

Die Scheibe bedeckt den Fruchtknoten und setzt sich 
in den Ueberzug der Innern Kelchlläche fort; sie sondert 
Honig ab sobald die Antheren platzen , die Absonderung 
hört auf mit Beendigung der Bestäubung. K. 

4. IHelaleuca decussata R. Br. 
Die Scheibe sondert den Honig ab, wie bei der Vo- 



rigen 



#. 



5. Calothamnus cjuadrifida R. Br. 



Die vier Staubfädenbündel sind mit dem Kelch ver- 
wachsen und bilden unten eine gemeinschaftliche Röhre, 
die inwendig grün gefärbt ist, den Fruchtknoten um- 
schliefst, und süfse Tröpfchen ausschwitzt sobald die 
Antheren sich öffnen. K. 

\ 

Aus dem Vorhandenseyn der Scheibe bei der ganzen Familie 
und der Uebereinstimmung ihres Blumenbaues überhaupt 
läfst sich schliefsen, dafs die meisten Pflanzen derselben 

Saftabsonderung zeigen. 



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62 





































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Farn. LXXIII. Melaslomeae Juss. 



1. IMelastoma. 



Fünf Schuppen unter den Staubfäden stehend 



(Linn* 



Gen* 589.) 



Farn. 




Tamariscineae Desvaux. 



I. Tamarix germanica. 

Staubfadenzylinder , der den Fruchtknoten unischliefst 
und 10 Staubbeutel trägt , an der Basis mit 10 Drüsen 
besetzt, die sich ins Innere desselben öffnen nnd beim 
Oeffnen der Staubbeutel Honig ergiefsen, sich nachher 
auch noch etwas vergröfsern. Ft. 



2 

3. 

4. 

5. 

6. 

7. 

8. 

9. 

10. 

11. 
12. 
13. 
14. 
15. 



Tamarix gallica. 



tetrandra Pall. 
laxa Willd. 

hispida Willd. 

canariensis Willd 
Pallasii Desv. 



indica Willd. 

orientalis Forsk. 
chinensis Lour. 

ajricana Desfont. 
gracüis Willd. 

ericoides Rottler. 
amplexicaulis Ehrenb. 
passerinoides Delile. 






Eine schildförmige Drüse stützt den Fruchtknoten und 
nimmt die Staubfäden an ihrem Rande auf, so dafs jeder 
Staubfaden von zwei Zähnen der Drüse nmfafst wird. 
Hievon hat die Drüse von Nr. 3. und 4. vier Zahnpaare, 
die der übrigen aber fünf Paar Zähne. (Ehrenberg in 
Linnaea IL 1827. p. 241.) 

16. Hololachna songarica Ehrenb* 

(Tamarix songarica Pall.) 

Hat ebenfalls eine Drüsenscheibe unter dem Frucht- 
knoten. (Ehrenberg ebenda^.) 



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Man sieht aus obiger Abhandlung (Linnaea p. 241. ff.), dais 
Ehrenberg und Desvaux die Drüsen von Tmnarijv germanica 

entgangen waren ; sie gründeten hierauf das neue Genus 
Myricaria. Wie sich die übrigen , von ihnen zu dieser Gat- 
tung gezählten Arten: Mijricaria davurica , sjuamom , herbacea, 
longifolia, vaginata , hierin verhalten, können wir nicht ent- 
scheiden, da uns dieselben fehlen. K. 






Farn. LXXV. Salicariae Juss. 



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1. Ljythrum Salicaria. 



o. 



kyssopifolium . 



Die innere Oberfläche der Kelchröhre mit dem Gyno- 
phoruia eine Rinne bildend und hier mit dem Oeffnen 
4er Staubbeutel Honig absondernd, jfö. 

3. Cupkea R. Br. 

Der röhrioe Kelch hat in der Basis einen sackförmigen 
Safthalter. (Curt Sprengel Anleit. IL j 



>. TOS.) 



4. Woodfordia Salisb. 

■ 

Trichterförmiger , gefärbter Kelch 5 dessen Basis das 
^ektarium ist. (Ebendas. p 709.) 

5. Grislea* 

In der Basis des Kelchs eine seitliche Ritze als Nek- 
t{ U'iuin. (Ebendas.) 



1> 



Ho 



- 

Farn. LXXVI. Onagrariae Juss* 

1. Oenothera biennis. 
Eine gelbliche drüsige Scheibe uinfafst die Basis des 
istills im Grunde der langen Kelchröhre und sondert 



nig ab ? sobald die Blume sich öffnet. Der Saft tritt 



**icht selten durch die hf 



aarige enge 



Kelchröhre herauf 



**fcd sitzt als ein kleiner Tropfen in der Mitte der 



fci 



ume. K. 



2. Gäura biennis. 



Nektarapparat wie bei der Vorigen. (Conr. Sprengel 



P*g. 223.) 



3. Epilobium angustifolium. 



Die Honigdrüse ist ein grüner Faltenkranz, der auf 
^r Scheibe zwischen Staubfäden und Pistill steht, und 






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11 

















61 



Honig absondert, sobald sich die Antheren öffnen , wa* 
vor dem Aufblühen der Blume geschieht. R. 

4. Epilohiurn hirsutum. 

Die Scheibe ist eine ringförmige Grube , welche Honig 
absondert wie bei der Vorigen. K. 

5. Epilobium montamim. 
Sondert auch Saft ab. (Conr. Sprengel p. 224.) 

6. LiOpezia mexicana. 

An der Basis der zwei obern schmalen Blumenblätter 
teht eine glasartig glänzende, halbdurchsichtige Drüse 

p. 704.> 



s 



(Nektardrüse nach Curt Sprengeis Anleit. IL 
die aber nie Honig 
darstellt, Ü. 



absond 



7. Ditmaria Spr. 
Das obere Kronenblatt mit einem Nektargrübchen ver- 



sei 



len. 




) 



Farn. LXXVII. Calycantheae Lindley. 

1. Calycanthus Jloridus. 
Zeiot weder Nektarien noch Honigabsonderung. R 

Farn. LXXVIII. Rosaceae Juss. 



a) Pomaceae. 



1. Pyrus Malus. 



4. Crataegus coccinea. 



communis 



3. Mespüus Amelanchier . 



5. 
6. 



Oxyacantha. 



monogyna 



Jacq 



7. Sorbus aucuparia. 



Die Scheibe, welche den Fruchtknoten bedeckt, sonde^ 



Honig 



ab schon ehe die Staubbeutel sich öffnen ; di e 



Absonderung nimmt zu, bis aller Pollen ergossen ist 
Bei Nr. 4. zeigte sich noch Saftergufs nach dem VeP 
schrumpfen der Antheren. Bei Nro. 1. und 2. erschieß 
der Honig auch bei Blumen, deren Antheren und Pistill 
durch den Frost verletzt waren, sobald die Krone sie 



> 



öffnete. R. 



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st- 

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b) Rosae. 

S. Jßo£# arvensis. 

gallicä. 

canina. 



9. 
10. 



Ei 



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« 




Scheibe umgibt die Pistille und bedeckt 
den Fruchtknoten ? aber wir konnten nie Honigergufs 
darauf bemerken. K< 



c) Sanguisorbeae. 

■ 

11. Agrimonia Eupatorium. 
Die Scheibe sondert Honig ab, wenn die Staubbeutel 



sich öffnen. K. 



12. Poterium Sanguisorba 



Zeigt keine Honigabsondernng. 

* 



K. 



d) Potentilleae* 
13. Potentilla verna. 



14. 

15. 



reptanSm 
amerinct. 



Die Staubfäden sind einem gelben, drüsigen Ring ein- 
verleibt, der beim Oeffiien der Staubbeutel Honig in kleinen 
Tröpfchen ausschwitzt, was jedoch nur bei grofser Hitze 






■ 






b 



emer 



kbar ist* K. 



16. Potentilla atrosatiguinea Don. 



Zwischen den Staubfäden und den Pistillen ist ein 
gelblicher, fleischiger Ring, der Honig ausschwitzt, schon 
ehe die Antheren sich öffnen. JL 

* 

17. Rubus fruticosus. 

Die Staubfäden sind einem drüsigen Ring einverleibt, 
der Honig absondert. II. 

» * 

18. Rubus odoratuS. 



Zeigte uns keine Honigabsonderung. 



k. 



19. Piiibus Idaeus4 



S 



on 



derfc Honig ab 



wie Rubus fruticosiis. (Conrad 



Sprengel p. 270.) 



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20. Geum urhanum. 



21. 



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ivale. 



Der Kelchboden, worauf die Staubfaden stehen, sondert 
zwischen diesen Tröpfchen von Honig aus, sobald die 



Staubbeutel sich öffnen. Nur b 



merkbar. K. 



ei guter Witterung be- 



24. Comarum. 



Verhält sich wie Potentilla. K. 



e) Spi 
25. Spiraea 



raeaceae. 



ifolia 



Innerhalb der Staubfäden steht auf dem Kelchrand ein 
röthlicher, gefalteter Kranz, der Honig absondert. R. 



W 



ifolia 



ifoliata 



Der Grund des Kelchs seihst sondert Saft ab. K 



Nach Conrad Sp 



opulifolia, 

270.) wie die Vori 



/ 



29. Spiraea filipendulcu 

Aruncus. 
Ulmaria. 



ge 



°0. 



31. 



Zeigten weder Nektarien noch Honigabsonderung 

f) Drupaceae s. Amygdaleae. 



32. Amygdalus. 

33. Cerasus Mill. 



34. Prunus. 

35. Persica Mill 



Der 



fleischige Grund des Kelchs 
sobald die Antheren sich öffnen. JK. 



Fam. LXXIX. Leguminosae Juss. 



1. Orobus vernus. 

2. Vicia sepium. 

3. — Faba. 

4. . — sylvalica. 



5. AnthylUs vulneraria 

6. Lotus corniculatus . 

7. — sUiquosus. 

S. Coronilla Emerus. 



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R 



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R 



\ 



sondert Honig ab, 



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67 



ifol 



* 

11. Lathyrus pratensis. 



10. 



odoratus. 12. Robinia hispida. 



de 



und der Basis des Fruchtknotens sondert Honig ab; der 
Pollen ist schon vor dem Oeffnen der Blume ergossen. 



ab 



er 



die 



erst nach dem Auf- 



Saftabsonderung beginnt 

blühen , und ist am stärksten, wenn die Blume zu wel- 
ken beginnt; nachher hört sie auf. Bei den meisten ist 



die Staubfadenröhre unten etwas erweitert 



d 



er 



Saft 



fliefst aus den zwei Oeffnungen hervor \ welche der ein- 
zelne Staubfaden neben sich lafst, sobald man die Blume 
gelinde drückt. Bei allen Angeführten ist die Saftabson- 
derunsr sehr bedeutend. K. 









/ 



13. Hedysarttm Onobrych 

14. Cytisus supinas Jacq. 



* 

Zeigten geringe 



Hoiiigabsonderung 



K. 



. ■ * - 

15. Coronilla väria. 

16. JLupinuS' albus. 



18. Cytisus nigricans. 
19 4 Spart ium scoparium. 



17. 



hirsutus. 



Zeigten keine Absonderung 



20. 

K. 



junceum 



2 1 . Phaseolus. 



\ 



Zeigt einen weifslichen, fleischigen Ring, der die Basis 
des Fruchtknotens uiüfafst, und Honigabsönderung ; ob 
jener Ring den Saft absondert $ könnten wir nicht mit 
Gewißheit erfahren. K. 

* * 

22. Dolichos Labial* 

Zeigt nach Conrad Sprengel ebenfalls einen fleischigen 
Ring Hin den Fruchtknoten, der Höhig absondert (p. 354.). 



23, Visum sativum. 

24* Orobus riiger. 



26, Psoräieä hituminosa 

27, Trifolium alpetim 



25, Astragalus Onöhryöhis. 28, 

29. Medicä go fateatä 



repens 



Sondern nach Conrad Sprengel ebenfalls Honig aj>. 



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68 



- 



30. Genista tinctoria. 



31. 



piloSÜ* 

32. £//<?:r europaeus. 
Zeigen nach Conrad Sprengel keine Saftabsonderung, 

33. Podalyria austrcdis. 
Zeigt starke Honigabsonderung. K. 

34. Sophora tetraptera. 

35. Cassia tomentosa. 

■ 

Zeigten keine Honigabsonderung. K. 

36. Gleditschia triacanthos. 

Zwitterblumen: im Grunde des Kelchs innerhalb der 
Staubfäden, Honigabsonderung in kleinen Tröpfchen, so- 
bald die Antheren sich geöffnet haben. K. 






37* Tamarindus. 
Zwei Borsten aufserhalb der Staubfädenbasis. (Nach 

Linnee Gen. 50. Nektarien !) 



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Farn. LXXX. 



Terebinthaceae Juss. 
1. Schirms. 



Gekerbtes ringförmiges Nektarium. (Curt Sprengel Anl 
IL p. 651.) 

2. Lardizabala R. et P. 
Sechsblätteriges Nektarium. (Ebendas. p. 652.) 

3. Buchanänia Spr. 

Kugeliges 5 mit 10 Furchen versehenes 
den Fruchtknoten einhüllt. (Ebendas.) 



Nektarium , das 



4. Astronlum Jacq. 
In der männlichen Blume 5 Nektardrüsen. (Ebendas 



p. 653.) 



5. Brucea Her it. 



Gelapptes, drüsiges Nektarium, das die Staubfäden träat 



(Ebendas. p. 654.) 



6. Drypetes Poit 



Zottiges, buchtiges Nektarium. (Ebendas. p. 657.) 











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1 . J . 



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69 



7. Brunellia R. et P. 



Ein ringförmiges Nektainum umgibt den Fruchtknoten 
Und trägt die Staubfäden. (Ebendas. p. 657-) 



Farn. LXXXI. Homalineae R. Br. 






1. Homalium. 



Sechs bis sieben Nektardrüsen , zwischen denen sieben 
Bündel Staubfäden stehen, an der Basis der innern korol- 
linischen Kelchblätter. (Curt Sprengel Anl. II. m 868.) 



Fam. LXXXII. Celaslrineae R. Br. 

* 

1. Staphylea pinnata. 

Eine ringförmige , fleischige , fünflappige Drüse umgibt 
den Fruchtknoten und sondert Honig ab sobald die An- 
theren sich öffnen. K. 

* 

2. Evonymus latifolius. 
Die fleischigen drüsigen Staubfäden und der Frucht- 

■ 

knoten schwitzen kleine Tröpfchen aus, sobald die An- 
theren sich entleeren. Ii. 



3. Evonymus europaeus. 

Bei diesem konnten wir keine Absonderung bemerken. JL 

4. Celastrus scanden&* 

Die Saftdrüse und zugleich der Safthalter ist der flei- 
schige gelbe Grund des Kelchs. (Conr. Sprengel p. 131.) 



Fam. LXXXIII. Rhamneae R. Br. 



1. Rhammis Frangula. 

Die Basis der Blumenröhre sondert Honig ab, sobald 
die Antheren sich öffnen ; mit dem Verwelken derselben 



hört die Ahsonderunö- auf. 



K. 



2. Opelia Roxb. 
Fünf Nektarien mit den Staubfäden abwechselnd. (Curt 

* 

Sprengel Anleit. II. p. 661.) 






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Farn. LXXXIV. Simarubeae Rieh. 

- 

1. Quassia. 

Zehn Nektarschuppen an der innern Seite der Staub- 
fäden. (Curt Sprengel Anleit. IL p. 812.) 



Fam. LXXXV. Rutaceae Juss. 



1 • Rata 



chalep 



ensis. 



Das glatte Gynophorum schwitzt Honigtröpfchen aus, 
die sich an der Basis der Staubfäden in kleinen Tropfen 



sammeln. 



Die Ausschwitzung beginnt nicht früher, als 



bis ein Staubbeutel sich entleert hat, K. 

% Rata graveolens. 

Wie die Vorige j die besonderen , am Gynophorum be- 
findlichen Gruben scheinen dagegen harzige Stoffe auszu- 
scheiden. K. 

3. Dictamnus Fraxinella Lam. 

Zwischen dem Gynophorum und den Staubfäden eine 
kleine Rinne, welche Saft ergipfst zur Zeit der Bestäu- 
bungj vor dem Oeffnen der Staubbeutel war sie trocken. jFf. 

4. Diosma <zlba Thunb. 

* Fünf zylindrische, oben abgerundete, lichtgrüne Drüsen 
stehen um den Griffel : aufserhalb derselben ein dunkel- 
grüner, wulstiger Faltenkranz ; auf ersteren erscheinen in 
der Bestäubungszeit kleine Tröpfchen; allein von der 
Natur des Safts konnten wir uns nicht überzeugen. JR. 



uidenandra W 



D 



auf den Antheren. (Curt Spr 



P 



) 



Linne 



(Gen. 572, Amoen. acad. VI. 



p. 271.) 



6. Agathosma Willd. 



1 

Nektarium auf dem Kelch eingefügt. (Curt Sprengel 



p. 667.) 



7. Boronia Smith. 



Kranzförmiges Nektarium. (Ebendas.) 




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71 



S. Poranthera Rudge. 



Vierklappige Antheren auf der Spitze mit einer Drüse. 



(Ebendas.) 



9. Commersonia Forst. 



Innerhalb der Staubfäden ein zehnteiliges Nektarium, 
ttiit abwechselnd schmälern Fetzen. (Ebendas. p. 669.) 

10. Zieria Smith. 
Vier Drüsen tragen die vier Staubfäden. (Ebendas. p. 674.) 

11. Eriostemon Smith. 

Das Nektarium trägt 5 zusammengewachsene Kapseln. 
(Ebendas. p. 674.) 

12. Calodendron Thunb. 
Unfruchtbare Staubfäden an der Spitze Drüsen tragend: 
Antheren der fruchtbaren an der Spitze ebenfalls drüsig. 
(Curt Sprengel Gen. pL Ed. IX. p. 188.) 




























' 






I 






Farn. LXXXVI. Zxgophylleae R. Br. 

1. Zy gophyllum Fabago. 
Das Gynophorum sondert Honig ab. (Conr. Sprengel 



p. 237.) 



Mel 



Das untere Kelchblatt verlauft in einen stumpfen, kegel- 
förmigen Sporn ; zwei lange und zwei kurze Staubfäden ; 



die kui 



Me 



in eine 



der Insertion an der Basis des Fruchtknotens! 

grofse, braune, lederartige Honigkappe fortsetzend, wel- 
che im Sporn des Kelchs liegt und in ihrem Grunde eine 
Reichliche Menge eines röthlichbraunen Honigs ergiefst, 
sobald die Antheren geöffnet sind; vorher ist kein Honig 
ergossen; nach dem Verblühen fliefst der Honig in Tro- 
pfen ab und träufelt auf den Boden. K. 



Farn. LXXXVII. Oxalideae De Cand 



V 



S 



1. Oxalis Acetosella. 

r 

Fünf Saftdrüsen an der Basis der Blumenblätter. (Conr 



prengel p 



54.) 






1 









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I 



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72 



Fam. LXXXVIII. Geraniaceae De Cand. 



1. Geranium reflexum. 



6. Geranium pyrenaicum. 



2. 
3. 

4. 
5. 



sangiuneum. 
macrorhizon. 

* 

striatum* 



7. 
8. 
9- 



rohertianum. 10. 



pratense. 
palustre. 
sylvaticnm. 
phaeum. 






Zehn Honigdrüsen an der äufsern Basis der innern 
Staubfädenreihe , welche , sobald die Staubbeutel sich zu 
offnen beginnen, süfsen Saft absondern. Bei Nro. 1. und 
10, ist die Absonderung sehr bedeutend, bei Nro. 2. und 
7. so gering, dafs wir namentlich von INro. 2. eine grofse 
Menge Blumen untersuchen mufsten, bis wir Saftabson- 
derung bemerkten. K. 

11, Erodium hymenoides Andr. 

An der Basis der fünf fruchtbaren Staubfäden eine 

I 

Honigdrüse , die sich ganz verhält , wie bei Geranium. 
Sie vertrocknet, sobald die Antheren abfallen. K. 

12. P elar gonium zoncde. 



13. 



gi-andiflorum Andr« 



Die oberen Kronenblätter mit Saftmälern geziert, auf 

der Basis der Kelchblätter stehend 5 der Kelch bildet eine 
kurze Röhre in den Blumenstiel hinab, die von der Sub- 



stanz der oberen Blumenblätter und der d 



rei 



A * 



Staubfäden ausgekleidet zu 



loberen 

seyn scheint. Die Honigab- 

4' 

sonderung scheint von der Oberfläche der Honigröhre zu 
geschehen, und namentlich von deren oberen Theil, da wo 
sie mit den StauWfäden »zusammenhängt; wenigstens fan- 
den wir dort hei einer Blume, die erst im Begriff war, 
den Pollen zu ergiefsen, Honig in feinen Tröpfchen aus- 
geschwitzt; wenn der Pollen frisch ergossen war, war 
die Honigabsonderung am gröfsten. K. 



Farn, 




Tropaeoleae Jiiss, 



1. Tropaeolum majus. 






9 



minus. 



Di 



ie spornförmige Verlängerung des Kelchs sondert an 
ihrem hinteren Ende, wo sich ihre Substanz etwas ver- 








7^» 



M^B 










73 



dickt, Honig at>. Die Absonderung beginnt nicht früher, 
als bis die Antheren sich öffnen, und nimmt zu, bis alle 
entleert sind; wenn die Krone auch ganz geöffnet, aber 
noch kein Pollen ergossen ist, so findet man den Sporn 

leer. K. 



sen 



Farn, XG. Balsamineae Ä. Riclir 

i 

* 

1. Impatiens Balsamina. 
Das untere Kelchblatt endigt sich in einen Sporn, des- 

$ieh drüsig verdickt und Honig absondert, Die 
Blume erreicht ihre Vollkommenheit erst nach der Be- 
fruchtung , und dann beginnt ebenfalls erst die Honig- 
absonderung, ü. 

Farn. XGI. simpelideae Kuntiu 




1. Vitis vinifera. 



o 



laciniosa. 



F 



Fünf grünliche 5 r 



undliche Drüsen an der Basis des 



mit den Staubfäden abwechselnd; nach 
dem Abfallen der Blumenkrone werden sie gelb und ver- 
gröfsern sich noch etwas ; Saftabsonderung konnten wir 
nie daran entdecken. Ji. 

3. Cissas heder acea Pers* 
Das Gynophorum sondert in 5 Grübchen Honigtropfen 
*h wPiin die Staubfäden im Abfallen begriffen sind. JK. 



Fam. XCII. Meliaceae Juss< 



1. Mel 



(G 



beschreibt, ist Mos die Staiibfadenröhre, wie diefs schon 
Vaillant (Sur Ja strueture des fleurs p, 13.) und Böhmer 



(D 



Ne 



) bemerkt habe 
2. Ti 



iirraea. 



3. Swieienia. 

4. Trichilia. 



Verhalten sich 



wie 



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oriae. 



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74 



Ein 



Farn. XCIII. Sapindaceae Juss. 

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1. Cardiospermum. 



JNTektarium umgibt den 



un 



d 



vierbiätteriges gefärbtes 
Fruchtknoten. (Linn. Gen. 540.) 

2. Paullinia. 

Vier Honigdrüsen an der Basis der Blumenblätter, 
vierblätterige Honigdecke. (Linn. Gen. 539.) 

3. Blighia König. 

Ein fleischiger Nektarring umgibt den Fruchtknoten; 
gewölbte Saftdecken an der Basis der Blumenblätter. 
(Curt Sprengel Anleit. II. p. 696.) 

4. Sapindus, 

Vier rundliehe Drüsen an der Basis der Blumenblätter, 
und vier hohle Saftdecken. (Linn. Gen. 541.) 

5. Ephielis Schreb. 

Acht Drüsen um den Fruchtknoten , die Staubfäden 
tragend; an jedem Kronenblatt zwei Schuppen als Saft- 
decken. (Curt Sprengel Anleit. p. 697.) 

6. Hypelate Swarz. 

Drüsiger Nektarring um den Frucht 
Staubfäden tragend. (Ebendas. p, 69S.) 



d 



7, Phaeocarpus Mart. 



Eine drüsige Scheibe , im Grunde der Blume in eine 
doppelte Schuppe ausgedehnt , umgibt die Staubfäden. 
(Martius nova Gen. I. p. 61.) 



Farn. XCIV. Hippocastaneae De Cand. 

1. Aesculus lutea Wancrpnfi 



2. 
3. 



hybrida De Cand. 
Hippocastanum. 



von einem 



Die Staubfäden sind an ihrer äufsern Seite 
fleischigen Ring umgeben , an dessen äufserer Seite die 
Blumenblätter eingefügt sind ; dieser Ring ergiefst Honig, 
sobald die Staubbeutel sich öffnen. R. 













V 





Lv.sb^ 




tu *- 












75 



4. Aesculus Pavia. 
Die Honigwulst ist einseitig verdickt und umfafst eben- 



falls die Staubfäden \on aufsen; die hinteren Staubfäden 
stehen frei. Honigabsonderung wie bei Nro. 1. ü. 






Farn. XCV. Acerineae De Cand. 




















1. Acer platanoides. 

Der fleischige glatte Körper (die Scheibe), welchen Lin- 
*iee das Receptaculum nennt, ist die Saftdrüse. (Conrad 
Sprengel p. 443.) 

L 

2. Acer Pseudoplatanus. 

* 

3. — campestre. 

Verhalten sich nach Soyer- Willemet (Memoire sur les 
ftectaires p- 42.) wie der Vorige. 

























Fam. XCVI. Malpighiaceae Juss. 



1. IMalpighia. 

Zwei eiförmige 5 höckerige Honigdrüsen an der Basis 
*ler äufsern Kelchoberfläche. (Linn. Gen. 621.) 

\ 

2. Banisteria. 

■ 

3. Triopteris. 

Acht Saftdrüsen aufsen am Kelch. (Curt Sprengel An- 






leit. IL p. 691.) 



4. Zymum Noronh. 



Der Fruchtknoten mit drei Nektarporen. (Ebendas.) 





















N 






I 



i 












Fam. XCVII. Erythroxyleae Kunth. 



1. Erythro xylon. 

Fünf gerändelte, aufrechte, gefärbte Nektarschuppen 
a Uf der Basis der Blumenblätter. (Linn. Gen. 625.) 












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, 



















76 



Farn. XCVIII. Hypericineae De Cand. 

* ■ 

1. Hypericum perforatum. 



<> 



3. 



montauum, 
androsaemum 



1 



Weder Nektarien noch Saftabsonderung. K. 

4. Martin Spr. {Hypericum L.) 

Drei INTektardrüsen zwischen den Staubfadenbündeln 
und auf der Basis der Korollenblätter, (Curt Sprenge 
Anleit IL p. 788.) 

5. Haemocarpus Noronh. 

Fünf Nektarschuppen wechseln mit den Staubfaden ab. 
(Ebendas.) 



Farn. XCXIX. Aiirantiaceae Correa. 



1. Citrus medica. 



2, 



Aurantiwn« 



Das wulstige 5 drüsige Gynopliorum sondert Honig ab, 
sobald die Blume sich öffnet. Die Absonderung dauert 

mehrere Tage; nach der ~ 
auch das Gynophorum noc 
tritt zu gleicher Zeit die 



Befruchtung 

ü etwas. In c! 
Absonderung 



vergrüfsert sich 

em Fruchtknoten 

[dealätherischen 

Oels in besondern Bläsehen auf der Oberfläche desselben 
ein. Ji, 







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Farn. C. Camellieae De Cand, 



1. Camellia japonica. 



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Nektf 



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1 



Honigabsonderung 1 . 



Ö 



K 



Fam, CI. Tiliaceae Juss^ 

■ 1. Tilia europaea. 

Die lederartigen Kelchblätter konkav > behaart, in der 
Mitte mit glatter Grube , welche Honig absondert , sobald 
die Staubbeutel sich öffnen. K. 



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, 



MlOPvilW 




77 



2. 71/iä americanä* 



hu 



welche 



ö *tt den Fruchtknoten stehen. Kalm. (Linn. Gen. 717.) 



F 



A 



Triumfi 

den Fruchtknoten. (C 



p. 819.) 



4* Sparmannia. 



x x^ie auisern, unten angescnwollenen 
] *shl nnd scheinen Nektarien zu seyn. 



Staubfad 



) 



/ 



Wir konnten keine Absonderung daran entdecken. R. 

5. Gtewia* 

An der Basis jedes Blumenblatts eine dicke > einwärts 
gebogene Honigschuppe. (Linn* Gen* 1117.) 





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A 



1 



1 






Farn. CIL Buettneriaceae R. Br» 



1 . Ayeni 



mig 



Fünf Kronenblätter 

anhängende Platten 

^röse sitzt. (Curt Sprengel Anleit. IL p. 810.) 



aus 



auf deren jeder oben eine 



L 



2. Buettneria. 

Ein fünfzähniger Krug umgibt den Fruchtknoten ; nach 

ton&e (Gen, 288.) das Nektarium. (Ebendas. p. 806.) 

3. Hleinhovia. 

Wie die Vorige. (Ebendas. p. 809. Linn. Gen. 1113.) 

4. Theobroma. 
Ein glockenförmiges ? fünfzähniges Nektarium. (Linn. 



Gen. 972.) 



i 

5. Lasiopetatum Smith. 



Weder Honigabsonderung , noch Nektarien. K. 

■ 

6. Ddahernia pinnata Cav. 
Nägel der Blumenblätter an der Basis von beiden Sei- 
te n eingerollt und hier Honig absondernd. R. 

7. Hermannia denudata. 



S. 
9, 



lavendulaefolia* 
hirsuta Sehr. 






Wie die Vorige; der Honig erscheint niemals vor dem 
offnen der Antheren. K. 






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78 



Farn. CHI. Bombaceae Kunth. 

1. Hellet er es. 
Fünf blumenblattartige 5 lanzettförmige Honigschuppen 
decken den Fruchtknoten. (Linn. Gen. 1114.) 



Fam. CIV. Mahaceae R. Br. 

1. Althaect officinalis. 

2. Alcea rosea. 

Fünf grtinlichweifse Drüsen sitzen auf der Basis der 



d 



D 



die Zipfel der Blume zwischen sich lassen. jK. 

3. Malva sylvestris. 



. 



4. 

5. 

bei* 

6. H 

7. 



rotundifolia 
verticillata. 



g 



B 



Trioi 
Rosa 



sinensis. 



Ein drüsiger, weifslicher Ring an der Basis der innerfl 
Kelchfläche. Dieser sondert bei Nro. 6. sehr wenig und 
nur bei heifser Witterung ab; bei Nro. 7. konnten wir 
keine Absonderung entdecken. jf{. 



S. Lavaierä trimestris. 



9, 



arborea. 



Di 



ie ganae Kelchfläche ist an ihrer innern Oberfläche 
gegen den Grund hin mit einem fleischigen , weifslichert 
Ueberzug bedeckt, der Honig absondert, sobald die Staub- 
beutel sich entleert haben. K. 



10. 



w 



Drüsen und Absonderung wie bei Nro. 1. 

■ 

Fam* CV. Lineae De Cand. 

■ 

1* Linum iisitatissimurn* 



o 



perenne 



Fünf Honigdrüsen an der Basis der Staubfadenröhre? 
welche Saft absondern. (Conrad Sprengel p. 275.) Der 
Saft ergiefst sich in den Kelch. 






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79 



Farn. CVL Caryophylleae Juss. 



1. Cucubalus. 

2. Silene. 



D 



ian 



thus. 



D 



4. Liychnis. 

5. Saponaria. 

6. Agrostemn 



\ 



as Gynophorum sondert an seinem obern, Innern 



u 



Weilen kurz vor 



beg 



gröfsten während der Bestäubung 



und 



K 



7. Cerastium vulgatum. 0. Spergula nodosa. 



S. 



arvense. 



10. 



^ 






arvensis. 



Fünf Saftdrüsen sitzen an der Basis des Fruchtknotens 
^Wischen den Kronenblättern , und sondern Honig ab. 



(Conr. Sprengel p. 262 



264.) 



11« Stellaria graminea* 

12. Arenaria trinervia. 

Wie die Vorigen. (Ebendas. p. 253.) 

13. Sagina procumbens* 



» 



Zeigt 



daselbst p, 86.) 



vier Saftdrüsen, sonst wie Cerastium. (Eben- 



Fam. GYlI. Polygahae Juss. 

t 

1 * Polygala vulgaris. 



Der glatte Fruchtknoten ist die Saftd 



rüse. 



(Conrad 



Sprengel p* 350.) Wir konnten keine Honigabsonderung 



finden. K. 



, 



o. 



Polygala speciosa Sims. 



Unteres Kelchblättchen kappenförmig ausgehöhlt , 



un 



d 



*ur Zeit der Bestäubung einen grofsen Tropfe 



n 



Honig 



enthaltend, der aus der Basis der Staubfadenröhre her 
v orzutreten scheint. K, 






Polygala myrtifolia. 



i 



Die Staubfadenröhre nach vornen sackförmig erweitert 
u nd zur Zeit der Bestäubung Honig enthaltend. K. 






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80 



Farn. CVIII. Droserctceae De Cand. 



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II 




























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1. Parnassia palustris 



Fünf zusammengesetzte 



euge umsteh 



Pistill mit den Staubfäden abwechselnd; jedes derselben 
spaltet sich in 15 — 20 , in zwei Reihen stehende Aeste, 



deren jeder 



mit 



\ erästelung auf 



der inneren 



endigt: unterhalb dieser 
Fläche des Körpers sind zwei grünliche Vertiefungen? 
woran wir aber so wenig, als an jenen gestielten Drüsen? 
eine Absonderung finden konnten. K. 



Farn. CIX. Violarkae De Cand* 



i. ; 



o 



Zwei Staubfi 



tricolor* 



sind an ihrer Basis 



a 



förmige, lange Sporne verlängert, welche Von dem Sporn 
des unteren Blumenblattes umschlossen werden, an ihre? 
Spitze eine grünlich-drüsige Beschaffenheit zeigen, und 
Honigtröpfchen absondern, sobald die Blume ihre Gröfse 
erreicht hat, während die Befruchtung schon vorher statt- 
findet, bisweilen ehe die Blume sich öffnet. Bei vielen \ 
Blumen der Viola canina findet sich nie Honig; reget* 
mäfsiger zeigt sich die Absonderung bei Viola tricolor. 2£. 

3, Viola biflora* 



4. 



odorata. 



1 

Zeigen denselben Bau und ähnliche Saftabsonderung. K* 

5. Viola mirabilis. 

Die fruchtbaren Blumen zeigten in der Regel keine 
spornartigen Anhänge an den Staubfäden, nur bisweilen 
waren sie angedeutet ; der Sporn der Blume fehlte mit 
den Kronenblättern. Die unfruchtbaren Blumen kamen 
mit den übrigen Veilchenarten überein im Bau, und 



i 



erschienen nur 



unmittelbar aus der Wurzel; indessen 
fanden wir doch auch einigemal die wurzelständigen 

■ 

Blumen fruchtbar, ü. 







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6. Hyhanthas Jacq. 

Zwei Nektardrüsen am Fruchtknoten unter dem untern 



Bl 



umen 



blatt. (Curt Sprengel Anleit. IL p. 627.) 

■ 

7. Sauvagesia Jacq. 



Zehn Staubfäden mit vierkantigen Antheren, von denen 
die Hälfte fehlschlägt und Drüsen trägt. (Ebendas. p. 776.) 

■ 

8. Noisetia Humb. 

Die zwei unteren Staubfäden mit fadenförmigem Anhang, 
der in den Sporn der Blume hineinragt. (Martius nov. 

gen. I. p. 23.) 

9. Glossarrhen Mart. 

Zwei untere Staubfäden mit fadenförmigen, honigab- 
sondernden, in den Sporn der Blume hineinragenden 
Anhängen. (Ebendas. p. 21.) 

10. Corynostylis Mart. 
Staubfäden unten mit kurzem, zottigen Anhang. (Eben- 



das. p. 25.) 



Farn. CX. Cistineae De Cand. 




















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« 






1. Cistus vaginatus Ait. 

Die Basis des fünfkantigen Fruchtknotens von einem 
Kranz kleiner Drüsen (ungefähr 25 an der Zahl) umgeben, 
welche mit dem Oeffnen der Staubbeutel Tröpfchen aus- 
schwitzen. jK. 



o 



3. 
4. 



Helianthemum vulgare Gär tn. 

laevipes De Cand. 
glaucum De Cand. 



Zeigen weder Drüsen, noch Honigabsonderung, ft* 



Fam. CXI. Biocineae Kimth* 



1. Si 



ixa* 



An der Basis der aufsern fünf Kronenblättex* stehen 



Nektardrüsen. (Curt Sprengel Anleit. II. p. 823.) 



6 






























- 













I 

























I 



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82 






2. Prochia Kunth. 



Viele Staubfäden auf Wektardrüsen stehend. (Ebemlas. 
p. S6S.) 



Farn. CXII. Flacourtianeae Rieh. 

1. Hydnocarpus Gärtn. 

Blumenblätter an der Basis mit Nektarschuppen. (Curt 
Sprengel Gen. pl. Ed. IX. p. 189.) 

2. Kiggelaria. 

Männliche Blüthe mit fünf Nektardrüsen an der Basis 
der fünf Blumenblätter. (Linn. Gen. 1233.) 

- 

3. Melicytus Forst. 

Weibliche Blumen mit fünf Nektarsehuppen. (Curt 
Sprengel Anleit. II. p. 658.) 



Fam. CXIII. Resedaceae De Cand. 



1. Reseda odorata 



2. 



lutea. 



3. Reseda Phyteuma. 



4 



Innerhalb der ob 



/' 



Staubfäden 



Blumenblätter steht eine halb- 
Schuppe, an deren innerem Rande die obern 

d: mit ihrer Unterfläche deckt 



sie die wulstige Honigdrüse, und ist mit ihr verwachsen. 
Die Honigabsonderung beginnt schon, ehe die Staubbeutel 
sich öffnen, und dauert bis zu ihrem Verwelken, ist aber 
sehr gering. f£. 



5. 



d 



Eine halbmondförmige , d 



rüsige Scheibe umgibt die 



Staubfäden, welche unter dem Fruchtknoten 
sind. f (Curt Sprengel Gen. plant Ed. IX. p. 398.) 



eingefügt 



Fam. CXIV- 



Capparideae Juss. 



1 * Cleome. 



Drei Nektardrüsen im Kelche, an der Basis de 
Seite. R, 



r innern 













83 






Fam. CXV. Cruciferae Juss. 

a) Synclistae Spreng. 

1. Biscutella auriculata. 
Zu beiden Seiten jedes kurzen Staubfadens eine läng- 
liche Drüse 5 welche in den Kelchsack hinabragt; hinter 
und zwischen den zwei langen Staubfäden jeder Seite 
ebenfalls eine Drüse. Der Honig wird in der Akme der 
Blume abgesondert und fliefst in den Kelchsack jeder 
Seite ab. K. 

2. Crarribe Mspanica. 

Hinter und zwischen den vier langen Staubfäden eine 
Drüse, und innerhalb der zwei kurzen gleichfalls eine. ü. 



3. Myagrmn paniculatum. 

Zu beiden Seiten jedes kurzen Staubfadens eine grüne 



Drii 



se. 



K. 



4. Peltaria alliacea. 



Hat keine Drüsen. K* ■ 

5. Raphanus sativus. 
Eine breite, rundliche, oben mit einer Grube versehene 
Drüse innerhalb der zwei kurzen Staubfäden , eine läng- 
liche hinter und zwischen den zwei langen* JL 

6* Piaphanisirurrt arvense All. 

Zwischen dem Fruchtknoten und «Jem kurzen Staub- 
faden je eine Drüse, (Conr, Sprengel p* 334.) 

b)Silicüiosae. 

i 

■ 

7* Alyssutn incanum. 
Zu jeder Seite des kurzen Staubfadens eine Drüse. K. 

■ 

S. Cochleariä. 

Hat keine Hektardrüsen, K. 

9. Draba verna. 

* 

Zu jeder Zeite des kurzen Staubfadens eine 
(Cour. Sprengel p. 329.) 

10* Iberis utribellata* 

♦ 

Innerhalb des kurzen Staubfadens steht eine doppelte 



Drü 



ruse. 



DrÜ 



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11. Tuepidium sativum. 

i 

Innerhalb des kurzen Staubfadens steht eine kleine 



Drüse. E. 



12. luunaria rediviva. 



Kurzer Staubfaden inwendig von konischer Drüse um- 



faftt. K. 



13. Thlaspi bursa pastoris. 



Vor jedem kurzen Staubfaden zwei Drüsen. (Conrad 
Sprengel p. 330.) 



14. Teesdalia R. Br. 



An der innern Seite der Staubfäden kronenblätter- 
ähnliehe Schüppchen. (Curt Sprengel Anl. II. p. 720.) 









c) Siliquosae 



% 






/ 



15. Trabis alpina. 
Zwei Saftdrüsen. (Conr. Sprengel p 

16. Arabis thaliana. 
Keine Drüsen. (Ebendaselbst.) 

Linnee schreibt der Gattung Arabis vier Drü 

(Gen. 882.) 



usen zu 



17. Barbar ea R. Br. 

Zwei zusammenhängende Drüsen vor dem kurzen Staub 

und hinter und zwischen den zwei langen eine 



faden , 

(Böhmer Diss. de ornamentis florum p* 5.) 

18. Brassica. 

Hinter den langen Staubfäden eine Drüse und inner- 
halb des kurzen eine. K. 

i 

19. C&rdamine amara. 



20. 



pratensis. 



Der kurze Staubfaden wird von aufsen von 



drigen 



Drüse umfafst, hinter und zwischen d 
langen jeder Seite eine kleine kugelige Drüse. K. 



einer nie- 



en zwei 



Hinter d 



i 

21. Dentaria. 

■ 

em kurzen Staubfaden eine Drüse. (Böhmer 



a. a. 0. p. 5.) 











S5 






Ei 



in 



22. Erysimmn. 

Drüsenpaar innerhalb des kurzen Staubfadens, 



(Linn. Gen. 878.) 



23. Nastartiam R. Br. 



Zwei Drüsen an 



der Basis der kurzen Staubfäden. 



) 



24« Sinapis. 



Zwischen den langen Staubfäden eine Drüse, und inner- 
halb der kurzen gleichfalls eine. ü. 



Vier Nektardrüsen« 



sym 



26. Turritis. 



Ein halber Nektarring umgibt die kurzen Staubfäden, 
(Curt Sprengel Anleit. II. p. 713.) 

27. Hesperis tristis. 



28. 



matronalis. 



Innerhalb des kurzen Staubfadens eine Drüse 5 die ihn 



halb umfafst. ü. 



29. Cheiranthus CheirL 



Eine Drüse an der Basis 



30. 

d 



incanus. 



des kurzen Staubfadens und 



innerhalb desselben-, halbumfassend. H. 

Bei der ganzen Familie geschieht der Honigergufs erst 
nach der Befruchtung, welche bei Nro. 28. und 30. meist 

l 

Saftabsonderung erfolgte bei diesen beiden erst wenn 
die Krone sich entfaltet hatte , und währte fort so lange 
dieselbe frisch blieb, was 8 — 10 Tage dauern kann. Nach 
dem Abfallen der Blumenkrone vertrocknen die Drüsen 



noch ganz geschlossener Blume vor sich geht. Die 



ei n 



und werden gelb. K 



Farn. CXVI. Fumariaceae De 




\ 





































: 



1. Corydalis lutea Yent. 



9 



aurea 



Vent 



3. Famaria qfßcinalis. 
Der obere Staubfadenbündel endigt sich nach unten in 



einen drüsigen Sporn, der an seiner Spitze Honig ab- 






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sondert 5 sobald die Staubbeutel sich entleeren , welcher 
von dem Sporn der Blumenkrone aufgenommen 



wir 



d. 



Der untere Staubfadenbündel nimmt keinen Theil an der 
Spornbildung. K. 

4* Cysticapnos Boerh. 

5. Sarcocapnos De Cand. 

6, Dactylocapnos Wallieh. 

Oberer Staubfadenbündel gespornt wie bei der Vorigen. 
(Curt Sprengel Gen. plant. Ed. IX. p. 568.)- 




Fam. CXVIL Papaveraceae De Cand. 

1, Chelidonium majus. 
i Weder Nektarien noch Saftabsonderune*. K. 
Conrad Sprengel fand es so (p. 271.) 



Auch 



2. Papaver somniferum. 



3. 

In keiner 



Orientale. 




g oder Nektarien anzutreffen. 



4. Papaver Rhoeas. 

5. .; — dubvam. 

K. 



6, Glaucium luteum Seop. 



7, 



comiculatum Pers. 



8. Argemone mexicana. 

9. Bocconia cordata Willd. 
Weder Honigabsonderung noch Nektarien. ü. 



Fam. CXVIII. Berberideae Vent. 



1. Berberis vulgaris. 

canadensis Mill. 
An der Basis der sechs konkaven Blumenblätter stehen 
zwei Honigdrüsen ; die Kronenblätter sind dreinervig, 
auf den zwei äufsern Nerven sitzt die eiförmige Drüse. 
Die Honigabsonderung beginnt zuerst am untern Theil 
der Drüse, kurz vor dem Oeffnen der Staubbeutel, wo 
die Blume noch geschlossen ist; bald nach der Befruchtung 



fallen die Kronenblätter mit den Staubgefäfsen ab. 



K. 



3. Epimedium alpinum. 



Vier kegelförmige 9 sackförmig geschlossene, gegen die 



Spitze etwas aufwärts gekrümmte Nektarien liegen 



auf 




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VN 




^^^^5^^^^^^ 




87 



den vier konkaven, ins Kreuz stehenden Kronenblättern, 
so dafs sie mit ihrer Basis gegen das Centrum der Blume 
sieh erweitern und jedes derselben unterhalb eines Staub- 
fadens angeheftet ist. Die Farbe des Nektariums ist 
grünlichgelb ; gegen die Spitze zu ist die Substanz drüsig 
Verdickt, grünlich, und hier wird der Nektar abgeschieden. 
Blumen, die geöffnet Maren, aber keinen Pollen ergossen 



h 

beutel 
d 



zeigten keine Ab 



waren zwei Staub- 

Abson- 






Waren ; dann enthielten die Nektarien ihre ganze Höhle 
Voll eines dickflüssigen, sehr süfsen Honigs, der nach dem 

* T V 



Verblühen mit den 
blättern abfiel. IL 



Nektarien und Blumen- 



4. Leontice lueontopetalum. 
Sechs halbeiförmige, abstehende, gestielte Schuppen 



stehend , bilden die 



auf den Nägeln der Blumenblätter 
Nektarien. (Linn. Gen. 456.) 

5. Nandina. 
Keine Schuppei) an den Blumenblättern. (Curt Sprengel 
Gen. pL Ed. IX. p. 253.) 

An * 

6. Corynocarpus Forst. 

Fünf mit blumenblattähnlichen Anhängen versehene 
Drüsen welche mit den Staubfäden abwechseln. (Eben- 
das. p. 1790 

I 

Farn. CXIX. Menispermeae Juss. 






1. Holboellia Wallich. 



Eiförmige Drüsen an der Basis der Staubfäden. (Eben- 
das. p. S02.) 

2. Menispermnm Tournef. 
Sechs kronenblattartige Honigschuppen. (Ebend. p. 292.) 



3. Braunen Willd. 






Sechs längliche Honigschuppen umgeben die Staubfäden 
(Ebendas. p. 708.) 



















































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II 










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88 



Farn. CXX. Magnoliaceae De Cand 

1. Magnolia cor data Mich. 

Weder Nektarium noch Saftabsonderung. E. 



Fam, CXXI. Dilleniaceae De Cand 

* 

1. Dillenia scandens Willd. 
Weder Nektarien noch Saftabsoriderung. H. 



Fam. CXXII. Ranunculaceae Juss. 



1. Clematis vitalba. 



3. Clematis recta. 



2. 



viticella. 



4. 



Jlammula t 



Weder Drüsen noch Honigabsonderung. K. 

5. Atragene verticillaris De Cand. 

L 

(Atragene americana Sims.) 

Keine Drüsen y aber die Staubfäden sondern zur Zeit 
r Bestäubung in der Mitte an ihrer innern Fläche 
Tröpfchen eines süfsen Saftes ab. K. 



de 







6. Thalictrum. 

7. Anemone nemorosa 



8. Anemone ranunculoides. 



9, 



I 

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10, Anemone virginiana. 



sylvestris. 



Weder Drüsen noch Honi£er£ufs. K. 

11. Hepatica triloba De Cand. 

12. Adonis. 

Keine Drüsen und keine Saftabsonderung. 

13. Pulsatilla pratensis Mill. 

Dreifsig bis vierzig kurzgestielte Drüsen stehen am 
Stiftern Rande der Staubfäden auf dem Blumenboden. 



K. 






und sondern Honig ab, sobald die Staubbeutel sich öffnen. 
Der gefärbte Kelch nimmt den Honig auf. Ii. 

14. Pulsatilla vulgaris Mill. 
(Anemone Pulsatilla L.) 

Hat ebenfalls solche Drüsen. ü 



4 



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89 



15, Ficaria ranunculoides Mönch. 



Eiförmige, blumenblattähnliche Schuppen, nach unten 
Wulstig verdickt, stehen auf den Nägeln der Blumenblätter 
und bilden die Saftdecke. K. 

16. Ranunculus aconitifolius. 

Ländliches, weifses Saftblättchen mit gelbem Grübchen 



an der Basis; 



Honigsei 



nipp 



e. 



17. Ranunculus acris. 



Stumpf eingekerbte, schwielige Schuppe. 

18. Ranunculus lanuginosus. 
Kurze , gleichbreite , abgestutzte Schuppe. 

19. Ranunculus repens. 
Breite, verkehrt herzförmige, flache Schuppe. 

20. Ranunculus arveasis. 

Breite, abgestumpfte, etwas konvexe Schuppe. 

■ 

21. Ranunculus Lingua. 
Kurze, stumpfe Schuppe. 

22. Ranunculus auricomus. 

Eigentliche Schuppe fehlt, der Rand der Blumenblätter 
ist einwärts gebogen und zu einer kurzen röhrigen Grube 



vereinigt 



23. Ranunculus aquatilis 



Ei 



ine 



blätter. 



kleine gelbliche Papille am Grunde der Blumen- 



24. Ranunculus bulbosus. 



Breitherzförmige , konvexe, dünne Schuppe. 

In dem Grübchen, das diese Schuppe deckt, wird bis- 
weilen ein kleines Tröpfchen Honig abgesondert, 



was 



abe 



nur bei warmer W 



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icht einmal bei 



K. 



25. Myosurus minimus. 



Fünf sehr kleine Blumenblättchen bilden am Grunde 
eine Nektarröhre, worin bisweilen kleine Safttröpfchen 
abgesondert werden. (Conr. Sprengel p. 443.) 



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26. Cimicifuga. 

Vier krugförmige, knorpelige Kronenblätter (Nektarien 
nach Linnee). (Curt Sprengel Anleit. IL p. 733-) 

27. Caltha. 
Jeder Fruchtknoten hat nicht weit über seiner Basis 

* 

auf beiden Seiten einen weifslichen Fleck , welche!* eine 
Saftdrüse ist und Honig absondert, (Conr. Sprengel p. 298.) 

28. Coptis Salisb. 

Sehr lange , an der Spitze zungenförmige Nektarien 
von unbestimmter Zahl. (Curt Sprengel Anl. IL p. 734.) 

29, Isopyrum. 

Fünf röhrige Nektarien mit dreilappigem Saum. (Ebend.) 

\ 

30. Garidella. 

Fünf zweilippige Nektarien. (Ebendas. p. 735.) 

31. Trolliiu europaeus. 

Zehn bis fünfundzwanzig gestielte, gerinnelte, mit einer 
kleinen Grube über dem Stiel versehene Nektarien, bei 

entdecken konnten; ihr 



denen wir aber nie S~*„w* Ä 



Stiel ist röhrig, an 
Blumenboden eingefi 



Rand 



K. 



32. Eranthis Salisb. (^Hellehorus hyemalis L.) 



Sehr kurze 



5 



röhrige 5 zweilippige Nektarien. (Curt 



Sprengel Gen. plant. Nro, 2270.) 



33. Hellehorus. 



Röl 



urige, trichterförmige, oben gezähnelte Nektarien, 
aufserhalb der Staubfäden dem Blumenboden einverleibt, 
im Grunde Honig absondernd. Die Absonderung beginnt 
nie früher, als bis die Staubbeutel (die äufserste Reihe 



zuerst) anfangen 



si 



ich 



zu öffnen; bei Blumen, worin 5 



Antheren geplatzt waren, 

füllt; bei 15—20 entleerten Staubbeuteln 



waren die Nektarien \ 



ange- 






voll 



} 



bei 



20 



30 



2 



■ 

bisweilen sogar ganz voll ; manchmal war die 



Anfüllung nicht bei allen Nektarien derselben Blume 
gleich , so 



dafs 



einige 



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a 
^ 



voll 



waren. 



Bei 




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91 









einer Blume an einem im Scherben gepflanzten Exemplar 
Von Helleborusfoetidus, worin zwei Drittheile der Antheren 
(ungefähr 30) entleert waren, enthielten die 6 Nektarien 
|— -£ Honig; er wurde mit einem Pinsel entfernt; nach 
24 Stunden hatten sie sich wieder \ angefüllt; es waren 
die Antheren bis auf 5 geplatzt; man entleerte den Honig 
Wieder ; nach 48 



den hatten alle A 



gössen , es 
Stund 



en 



d sich \ Saft ergossen; nach fernem 48 
hatte sich der Saft nicht weiter vermehrt, die 

von oben herab zu vertrocknen; 

Staubfäden abzufallen und 



Nektarien fingen an , 

nach 3 Tagen begannen di 



xe 



K 



Aqu 



Fünf stumpfe, kappenförmige Kronenblätter verlaufen 



Unterhalb der Insertion am 



Blumenboden in einen roh- 



Hgen, einwärts gekrümmten Sporn, an dessen stumpfem 
Ende eine grünliche Honigdrüse sitzt, welche mit dem 



y 



en; 



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die 



derung d 



so lange, bis alle 



d 

Staubbeutel entleert sind, ist aber nie sehr beträchtlich 



in einem 




porn. Pollen- und Nektarergufs findet erst 
statt, wenn die Blume geöffnet ist; 3 — 4 Tage nachher 
fallt die Blume sammt dem Honig ab. bei gefüllten Blu- 



men , 



wo 



die Krone vervielfältigt ist, stecken mehrere 



d 



sondern Honig ab. jK. 



Aquileg 



36. 



vis cos a. 



pen 
auf 



Verhalten sich wie die Vorige. J{. 

37. Aconitum tauricum Wulf. 

Zwei hohle, mit spornförnigem Anhang versehene Kap- 
" im Grunde durch drüsige Substanz verdickt, stehen 
rinnenförmigen gekrümmten Stielen außerhalb der 



d 



Staubfäden dem Blumenboden eingefügt; 

Stiels setzt sich fort in die Höhle des Honiggefäfses ; 

das obere 
tarien ; 4 



TT — &^ ' ..w-pri-^ 

8 gefärbte, kurze Fäden stehen als verkrüp- 



pelte Blumenblätter mit 



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92 



um die Staubfäden her. Bei Blumen , welche beinahe 
geöflfnet 5 die innersten 8 Staubfäden frisch geborsten wa- 



reu ? hatte die Drüse noch keinen Honig ergossen ; 



bei 



Blumen, worin 20 Staubbeutel entleert, 10 noch geschlossen 



waren , zeigten 



sich auf der 



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der Drüse im 



J 



Grunde der Kappe feine Tröpfchen ausgeschwitzt in bei" 
den Nektarien; wo alle Staubbeutel entleert waren, fand 
sich die Kappe des Nektariums voll Honig; die Kappen 
fallen mit dem Kelch sammt ihrem Inhalt ab. K. 

38. Aconitum Lycoctonum. 
Sporn des Honiggefäfses spiralförmig gewunden. Sonst 
wie die Vorige, jfö. 

39. Aconitum Napellus Jacq. 



40. 
41- 



barbatum Juss. 

i 

ochrolencum Willd. 



Verhalten sich ebenfalls wie Nro. 37. ü. 

42. Delphinium Gonsolida. 

Das kappenförmige Blumenblatt setzt sieh in einen 
langen Sporn fort, in dessem Grunde der Honig abge- 
sondert wird, sobald sich die Blume geöffnet hat- das 
obere Kelchblatt schliefst mit seinem spornförmigen An- 
hang den Blumensporn ein. Die Honigabsonderung ist 



gering 



K. 



• 



43. Delphinium Ajacis. 



Kürzerer , ebenfalls einfacher Sporn , an dem zwei- 
spaltigen Kronenblatt befestigt 5 sonst wie die Vorige. Ü. 

44. Delphinium elatnm Willd. 
Zwei kappenförmige, am Rande behaarte Blumenblätter 
sind mit Honigspornen versehen, die beide von dem ein- 
fachen Sporn des Kelchblattes umhüllt werden, und in 
der Nähe ihrer Insertion auf dem Blumenboden an den 
beiden Berührungsflächen offen sind. Blumen, bei denen 
erst einige Staubbeutel entleert 



waren , zeigten keine 



Honigabsonderung; solche, worin noch einige geschlossen 



waren, wenig; solche, wo frisch alle Staubbeutel entleert 

_ 

waren , am meisten : bei nasser Witterung war die Honißf- 
absonderung am geringsten. H. 



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93 



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45. Nigella damascena. 



Fünf bis zehn kurzgestielte, kappenartige, krugförmige, 
gedeckelte Nektarien stehen aufserhalb der Staubfäden 
dem Blumenboden eingefügt 



b"5 



und sondern aus einer grün- 
lichen Drüse im Grunde Saft ab, sobald die Staubbeutel 
sich zu öffnen beginnen; die Absonderung dauert 
fort, bis die Befruchtung geschehen ist und 
d erFruchtknoten anfängt sich zu vergröfsern; 
Wenn jetzt auch noch nicht alle Staubgefäfse 
entleert sind, so hört sie doch auf; der Honig 
Vertrocknet zu einem weifsen, körnigen, süfsen Ueberzug, 
Und die Nektarien fallen mit den Staubfäden, die sich 
entleert haben, ab, während andere Staubfäden oft noch 
nicht geöffnet sind und stehen bleiben. R. 



48. Nigella sativa. 



\ 






47. 



damascena. 



Haben ganz ähnliche Saftorgane. K 

48. Paeonia. 

49. Actaea. 



Zeigen keine Honigdrüsen. 



K 






50. Xanthorrhiza Herit. 

Fünf gestielte Nektardrüsen. (Curt Sprengel Anl. II 



p. 733.) 



Fam. CXXIII. Euphorhiaceae Juss. 

1. Euphorbia Lathy~ri$. 



2. 



* 

palustris. 



Blumenblätter kappenförmig vertieft, kurz vor dem 
Oetfnen der Staubbeutel eine Flüssigkeit absondernd, die 
Von Bienen aufgesaugt wird. K. 



3. 



Ri 



icinus communis 



Keine Spur von Nektarien oder Honigabsonderung. K 



4. Croton. 



Männliche Blume mit 5 Nektardrüsen. (Curt Sprengel 

Anleit. IL p. 365.) 






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94 



5. Chxtia. 
Fünf honigabsondernde Drüsen stehen um die Befruch- 



tungssäule, Fi. 



6. Per« Mutis. 



Viele Staubfäden stehen in doppelter Reihe mit ge- 
schlitzten häutigen Nektarschuppen auf dem Fruchtboden« 
(Curt Sprengel Anleit. IL p. 367,) 

7. Argothamnia R. Br. 

■ 

Männliche Blumen mit Drüsen zwischen den innern 



Kelchblättern. (Eb 



ldas. p. 369.) 
8 . Phyllan thas* 



■^ 



Weibliche Blume mit zwölfwinklichem drüsigen Rande. 



b 



(Ebendas.) 



9. Xylophylla* 



Weibliche Blume: Ein kleiner drüsiger Ring umgibt 
die Basis des Fruchtknotens und sondert in der Höhe 
der Blüthe kleine Tröpfchen ab. In den männlichen Blu- 
men umgeben 5 grünliche Drüsen die Staubfadensäule, 
aber wir konnten nie Saftabsonderung daran bemerken. H* 



10. Andrachne. 









Männliche Blume mit fünf gespaltenen Nektarien, (Curt 

Sprengel Anleit. IL p. 369.) 

11. Epistylium* 
unde Drüsen an der Basis des Staubfadenbündels. 



Vi 



ier r 



(Ebendas. p. 370.) 



12. Richeria Vahl. 



Vier bis fünf Nektardrüsen in der Blume. (Ebendas 



p. 371.) 



13. Buxus. 



Weibliche Blume: 3 Pistille wechseln mit 3 Nektar- 
drüsen ab. (Ebendas. p. 372.) 

14. Aleurites Forst. 
Fünf Nektarschuppen. (Ebendas. p. 373.) 

15. Garcia Vahl. 
Zwei Nektardrüsen an der Basis jedes Staubfadens. 
(Ebendas. p. 375.) s 






1 




■ 






95 






Farn. CXXIV. Urticeae Kunth. 






I. Urtica. 

Männliche Blume mit kleinem krugförmigen Nektarium 
in der Mitte, 






2. Lacis lernet Sw. 



EL.e fleischige Scheibe umgibt die Genitalien. (Martius 

nov. Gen. I. p. 1540 











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Fam. CXXV. Amentaceae Juss. 



1. Almis. 

2. Betala. 



3. Carpinus 

4. Cor y Ins. 




Keine Spur von Drüsen oder Honigabsonderung. K 



Di 



e 



roll 



5. Populus. 



p 



) 



6. Salix. 



Zwischen den Staubfäden steht eine rundliche, gelblich- 
grüne Drüse; bei weiblichen Blumen vor jedem Frucht- 

kl V 

noten ebenfalls eine Drüse; beide sondern Honig ab in 

der Höhe der Blume. K. 

7* Qaercus Robur. 
er weibliche noch männliche Blumen zeigen Nek- 



Wed 
tarien oder Saftabsonderung* K. 

8< Platanus* 



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Die kurzen Statibfä 
Drüse über, unter w 



eich 



gehen an der Sp 



in eine 



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Anth 



Anleit, IL p. 350.) 



(C 















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I 



J 






















Farn, 




Coniferae Juss* 



1 . Pinus sylvestris. 



2. 
3. 



canadensis Ait« 
Juarix. 



Zeigen keine Spur von Nektarien oder Saftabsonde- 



*un 



S 



E. 



Bei keiner Conifere erwähnen die Autoren irgendwo 

der Nektarien. l 





















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96 



Aus obiger Zusammenstellung gehen folgende Resultate 



hervor : 






I. Dafs Honigabsonderung in den meisten 
Familien denhöher organisirten Gewächse 
Statt finde. 

Von dem dieser Aufzählung zu Grunde gelegten Verzeichnifs 
der natürlichen Familien nach den neueren Autoren f) zeigen 



nämlich : 






A) Keine Honigabsonderung. 
5 Familien der Acotyledonen; nämlich: 



1. Fungi. 

2. Algae. 



5. Musci Juss 



3. Eichenes, 

4. Hepaticae Juss. 



7 Familien der Monocotyledonen; nämlich: 



1. Filtcet* 

2. Lycopodlaceae Mich. 

3. Marsileaceae R. Br. 



4. Equisetaceae De Cand 

5. Potameae Juss. 

6. Cyperaceae De Cand» 



7. Restiaceae R. Br. 

B) Zweifelhafte Honigahsonderung. 

15 Familien der Monocotyledonen; nämlich: 



1 # Podostemeae Rieh« 

2. Saurureae Rieh. 

3. Aroideae R. Br. 

4. Pandaneue R. Br. 

5. Piperaceae Kunth» 

6. Gramineae Juss. 

7. Junceae De Cand« 



8. Cycadeae Pers. 

9. Commelineae R. Br. 

10. Pontederaceae Kunth. 

11. Alismaceae R. Br. 

12. Colchiaceae De Cand 

13. Smilaceae R. Br. 

14. Dioscoreae R. Br. 



15« Balänophoreae Rieh. 
74 Familien der Dicotyledonen ; nämlich: 



1. Cytineae R. Br. 

2. Santalaceae R. Br. 

3. Elaeagneae Rieh. 

4. Thymeleae Juss* 

5. Laurineae Vent. 

6. Myristiceae R. Br. 

7. Chenopodeae De Cand. 



8. Amaranthaceae Juss. 

9. Plumbagineae Juss. 
lö. Plantagineae Juss. 

11. Globularieae De Cand 

12. Sapoteae Juss. 

13. Myrsineae R. Br. 

14. Ebenaceae Vent. 






f) Uebersicht der Pflanzenfamilien nach verschiedenen Autoren 
mit Angabe der bekannten Gattungen. Berlin 1829. p. 1 — 169' 











97 














15. Epacrideae R* Br* 

16. Gesneraceac Rieh. 

17. Sty lidleae R . B r . 

18. Calycereae Rieh. 

19. Lorantheae Rieh. 

20. Araliaceae Juss. 

21. Cunoniaceae R. Br. 

22. Hamamelideae R. Br. 

23. Ficoideae Juss. 

24. Paronychieae St. Hil. 

25. Portulacceae Juss. 

26. Loaseae Juss. 
Melastomeae Juss. 

28. Ceratophylleae Gray. 

29. Halorageae R. Br. 

30. Rhizophoreae R. Br. 

31. Vochysieae St. Hil. 

32. Combretaceae R. Br. 

33. Memecyleae De Cand. 

34. Calycantheae Lindl. 

35. Terebinthaceae Juss. 

36. Homalineae R. Br. 

37. Chailhtiaceae De Cand» 

38. Aquilarineae R. Br. 

39. Samydeae Gärtn. fiL 

40. Bruniaceae R. Br. 

41. Ochnaceae De Cand. 

42. Coriarieae De Cand. 

43. Simarubeae Rieh. 
Oxalideae De Cand. 






45. Mehaceae Juss» 

46. Sapindaceae Juss. 

47. Rhizoboleue De Cand. 

48. Malpighiaceae Juss. 

49. Erythroxyleue Kunth. 

50. Hippocrateaceue Kunth. 

51. Marcgravieae Juss, 

52. Guttiferae Juss. 

53. Hypericineae De Cand. 

54. Olacineae MirbeL 

55. Camdlieae De Cand. 

56. Ternstroemiaceae De Cand 

57. Chlaenaceae Pet. Th. 

58. Elaeocarpeae Juss. 

59. Bombuceae Kunth. 

60. Frankeniaceae St. Hil. 

61. Pittosporeue R. Br. 

62. Tremandr eae R. Br, 

63. Droseraceae De Cand. 

64. Bixineae Kunth. 

65. Flucourtümeae Rieh.' 

66. Papaveraceae De Cand. 

67. Podophylleae De Gand. 

68. Menispermeae Juss. 

69. Anonaceae Juss. 

70. Magnoliaceae De Cand. 

71. Dilleniaceae De Cand. 

72. Urticeae Kunth. 

73. Monimieue Juss. 

74. Coniferae Juss. 































/ 



C) Erwiesene Honigabsonderung. 

* 

11 Familien d*r Monocotyledonen ; nämlich: 



1. Palmas Juss. 

2. Asphodeleae R, Br. 

3. LiUaceae Rieh. 

4. Bromeliaceae Juss. 

5. Narcisseae Rieh. 



6. Irideae Juss. 

7. Musaceae Juss. 

8. Scitamtneae Linn. 

9. Orchideae Juss. 

10. Hydrocharideae R. Br 



11. Nymphaeaceae Salisb. 

72 Familien der Dicotyledonen , nämlich : 

4. Nyctagineae Juss. 

5. Prlmulaceae Vent. 

6. Lentibulariae Rieh. 



1. AristolocJuae Juss. 
2/ Proteaceae Juss. 

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3. Polygoneae Juss. 



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>7. Orobancheae Vent. 

^8. Scrophularineae R. Br. 

9. Rlnnantheae Vent. 

10. Solaneae Juss. 

11. Acanthaceae Juss. 

12. Ferbenaceae Juss. 

13. Jasmineae R. Br. 

14. Oleineae Hofmannsegg. 

15. Myoporineae R. Br. 

16. Labiatae Juss. 

17. Boragimae Juss. 

18. Convolvulaceae Juss. 

19. Polemoniaceae Juss. 

20. Bignom'aceae R. Br. 

21. Pedalineae R. Br. 

22. Gentianeae Juss. 

23. Asclepiadeae R. Br. 

24. Apocyneae R. Br. 

25. Erict7ieae Desv. 

26. Campanulaceae Juss. 

27. Lobelucceae Rieh. 

28. Comyösitae Auct. 

29. Dipsaceae De Cand. 

30. Valerianeae De Cand. 

31. Rubiaceae Juss. 

32. Caprifoliaceae De Cand. 

33. Umbelliferae Juss. 

34. Saxifrageae Juss. 

35. Ribesleae Rieh. 

36. Nopaleae Juss. 

37. Crassutaceae De Cand. 

■ 

38. Passifloreae Juss. 

39. Cucurbüaceae Dö Cand. 




40- M^teae Juss. 

41. Tamariscineae Desv. 

42. Salicariae Juss. 

43. Onagrarieae Juss. 

44. Rosaceae Juss. 

45. Leguminosae Juss. 

46. Celastvineae R. Br. 

47. Rhamneae R. Br. 

■ 

48. Rutaccae Juss. 

40. Zygophylleat R. Br. 

50. Gercmiaceae De Cand. 

51. Tropaeoleae Juss. 

52. Bahamineue Rieh. 

53. Ampelideae Kunth. 

54. Hippocastanem De Cand 

55. Acarinme De Cand. 

56. Aurantiaceae Corr. 

57. Tiltaceae Juss« 

58. Buettneriaceae R. Br. 

59. Malvaceae R. Br. 

60. Lineae De Cand. 

61. Caryophylleae Juss. 

62. Polygaleae JusS. 

63. Violarieae De Cand. 

64. Cütineae De Cand. 

65. Resedaceae De Cand. 

66. Capparidme Juss. 

67. Cruciferae Juss. 

68. Fumariaceae De Cand. 
^9. Berberideae Vent. 

70. Ranuncutaceae Juss. 

71. Euphörbiaceae Juss. 

72. Amentaceae Juss. 



Es verhielte sich demnach die 2ahl der Honig absondernden 
Familien zu den nicht absondernden oder zweifelhaften unter den 



Monocotyledonen 



11:22; unter den Dicotvledonen 



72:74; 



wobei aber zu erwägen ist, dafs gerade von den zweifelhaften nur 
bei wenigen Familien uns eigene Beobachtungen vergönnt waren. 

Unter den von uns selbst beobachteten 52 Gattungen (an 84 
Arten untersuchten) Monocotyledonen zeigten 26 Gattungen (mit 
46 Arten) Honigabsonderung ; von Dicotyledonen wurden 274 
Gattungen (mit 446 Arten) näher Untersucht, wovon 202 Gat- 
tungea (mit 346 Arten) deutliche Honigabsonderung zeigten. Es 






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99 







verhielte sich demnach die Zahl der absondernden Gattungen der 
letzteren zu den nicht absondernden s= 207 : 72; bei den Mono- 






cotyledonen 



26 : 26; wornach obiger Satz, dafs die meisten 






der höher organisirten Gewächse Honig in der Blume absondern, 
hinlänglich begründet erscheinen dürfte, g) 

Werfen wir einen Blick auf die Familien in Beziehung 
auf ihr Verhalten rüeksichtlieh der Honigabsonderuriff, 
so möchte besonders interessant der gänzliche Mangel des 
Honigapparats bei den Papctvereen, einigen Primulaceen, 
wie Lysimachia , JDodecatheon , ferner bei der Gattung 
Helianthemum, und unter der mit Honigwerkzeugen sonst 
so besonders ausgestatteten Familie der Ranunculaceen bei 
Paeonia* TJudictriun. Anemone und Adonis seyn : und im 

















wird fast unwillkührlicn auf die Frage geführt, ob die 



Natur die Ilonigabsonderung bei diesen Pflanzen durch 



d eine andere vikarirende Thatigkeit ersetzt habe? 



iroen 

EineFrage, auf die wir später zurückzukommen gedenken, * 

Daoeoen hat sie bei anderen Familien die Honigabsonde- 
rung sehr konsequent durchgeführt 5 so bei den Labialen, 
Umbelliferen y Asperifolien und Solaneen, unter welch 
Letzteren nur die Gattung Verbascnm , welche ohnehin 
ein etwas fremder Bürgerin dieser Familie auftritt. 



Ob diese Eigen- 



al 

des Ilonigapparats gänzlich entbehrt* 

thümlichkeiten mit der Färbung der Blumenkrone, den 

Bestandteilen des Samens und seiner Hüllen , oder der 
übrigen Theile der Pflanze im Zusammenhange stehen, 
müssen wir der Entscheidung späterer Physiologen über- 



1 



assen : 



? 



dafs sie aber auch für den Svstematiker manche 



nützliche Anhaltspunkte gewähren dürften, ist gewiß kei- 
nem Zweifel unterworfen. 



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Als ein weiteres Resultat ergibt sich : 



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r im Allgemeinen 



auf 






kein bestimmtes Organ in der 



Blume b e- 



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g) Diese Untersuchungen geschahen sammtlich an der fünf- bis 

zehn-, oft zwanzigtachen Zahl von Individuen, im blühenden, 



frischen Zustande. 



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schränkt habe, um durch dasselbe die 
Honigabsonderung zu bewerkstelligen, 
und dafs auch hierin die gröfste Mannig- 
faltigkeit Statt finde; dafs aber doch am 
häufigsten die Absonderun 
des Fruchtknotens geschehe. 

Schon Linnee führte 18 verschiedene, von der Stellung herge 
nommene Arten der Honigabsonderung auf. (Amden. acad. VI. 

Wir wollen, um nicht zu weitläufig zu werden, 



in 



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Näh 



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p. 268 



277) 



nur einige der Hauptformen aufzählen und durch Beispiele be- 



legen: 



1. Auf den Antheren eine Drüse: ll ) 



Adenandra, Calodendron\ bei Platanus sitzt die Drüse an der Spitze 

des Staubfadens; bei Commelina sind es nur verkümmerte Staub» 

beutel. 

2. Auf oder an der Basis der Staubfäden: 

■ 

■ 

Colchicum, Nyctagineae, Chelone, Geranium, Erodium, Linum, Tamarix 
germanica, Violae, Fumaria, Corydalis, Prockia, Cruciferae. 

\ 

«; 3, Der Fruchtknoten selbst sondert ab : 

Anthericum, Asphodelas , Erythronium , Eucomis , Aletris , Hyacinthus, 
Scilla, Hemer ocallis, Agapa?ithus, Albuca, Crocus, Qmithogalum. 

4* Die auf dem Fruchtkrioten befindliche drüsige Scheibe 

sondert ab : 

N 

Jasminum, Liguslrum, Vaecinium, Campanula, Phyteuma, Jasione, Sca- 
biosa , Rubiaceae, Viburnum, Ribes, Myrteae, Onagreae, Pomaceae, Umbelli- 
ferae, Saxifragae, Compositae. 

5. Das Gynophorum sondert ab : 

Orobanche , Lathraea , Antirrhinum , Browallia , Scrophularia , Digitalis, 
Gtatiola, Euphrasia, Melampyrum , Pedicularis , Mimulus , Rhinanthus, 
Vwonica , Solaneae , Myoporum , JLabiatae , Boragineae , Gentiana , Rhodo- 
dendron, Caryophylleae. 

6. Das Nektarium ist ein drüsiger, freier Ring, der die Basis 

des Fruchtknotens umgibt : 

' Convolvulus , Ipomaea, Phlox , Polemonium, Arbutus , Epacrideae , Pro- 



teaceae. 



t 




h) Ob diese Drüsen wirklich Honig absondern, müssen wir da- 
hin gestellt seyn lassen , da wir keine dieser Pflanzen im 
frischen Zustande untersuchen konnten.« 



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I 




101 



7. Eigenthiimlichc drüsige Bildungen zeigen : 
Vinca, Laurineae, Hybanthus, Reseda ;.; und viele diklinische Pflanzen : 
Hernandia, Bryonia , Cucumis, Cucurbita, Xyloplnjlla, Phyllanthus, Argo- 
thamnia, Clutia, Croton, Andrachne, Epistylium, Buxus, Aleurnes, Garcia l 
bei letztern treten die Nektarien nicht selten als Analoga des 
Pistills auf. 

8. Die Nektarien treten als Analoga der Staubfäden auf: 

Kaempferiiiß Amomum , Iledychium, Sauvagesia, Parnassia, Calodendron, 

* 

und bei vielen weiblichen Blumen der diklinischen Bildungen. 






9. Die Blumenkrane sondert ab : *) 

Fritillana , Lilium, Alstroemeria, Galant hm, Musa, Heh'conia, Streiizia, 

Cannae, Cacti, Euphorbia» Hermannieae, Aquilegia, Ranunculus, Delphinium, 

Berber is. 

10. Die Analoga der Blumenkrone sondern ab : 

Myosurus , Coptis, Isopyrmn., Garidella, Eranthis, Uelleborus, Aconitum, 
NigelUu k) 

1.1. Der Kelch sondert ab : 

Malva A Alcea * Hibiscus , Lavatera» Sida, bei diesen aus einem drü- 
sigen Ueberzug an der Basis; hei Malpigkia, Banisteria, Triopteris 
aus Drüsen an der Außenseite des Kelchs \ bei Tilia europaea aus 
glatten Grübchen in den Kelchblättern. 

12. Die Nektarien treten als eigene Bildungen auf: 

Epimediiim , Asclepias , Iloya, Cynanchum , Ayeniä, Buettneria , Klein* 
Iwvia, Theobroma*. 

Besonders merkwürdig ist die schöne; Reihenfolge^ wel- 
che die Natur bei Gestaltung des Honigapparats bei manchen 
verwandten Gattungen befolgt hat, z. B. bei den Capri- 



der 



foliaeeen (p. 54. ff.) ? wo bei der Gattung Caprifi 
längliche Bauch der Korolle auf seiner innern drüsigen 
Fläche den Hanig absondert, bei Symphoriearpos ist die 
Drüsensuhstanz in dem rundlichen einseitigen Bauch der 
Blume, bei Lonicera in einem kurzen Spoi'n angebracht. 






i) Wir schlielsen Mer das Perianthium der lilienartigen Gewächse 
mit ein. 

fc) Dafs die Nektarien langsame Uebergängc von den Kelch- 
blättern zu den Staubgefäisen seyen, hat Göthe schon im 
Jahr 1790 ausgesprochen (Versuch die Metamorphose der 
Pflanzen zu erklären p. 34.), und später weiter ausgeführt 
(zur Morphologie I. p. 29.)- 



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102 



und bei Diervilla ist eine eigene Drüse vorhanden. Eine 
ähnliche Reihenfolge finden wir bei der Linneeischen 
Gattung Saxif raget (p. 57-) 5 welche vielleicht desfalls mit 
Recht in mehrere Gattungen zerfallen dürfte. Bei Spiraea 
(pag. 66.) zeigen einige Arten keine Spuren von Nekta- 
rien, während andere im ausgezeichneten Grade damit 

versehen sind. 
























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11 


















Weiter ergibt sich: 



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II|. Dafs die Honigabsonderung höchst selten 
vor dem Oeffnen der Antheren, ziemlich 
selten aber vor dem Entfalten der Krone 
beginnt ? wofür jede einzelne Beobachtung beinahe 
als Beleg gilt ; dafs sie bei den allermeisten 
am stärksten ist während der Bestäubung, 
und dafs sie aufhört, sobald die Entwick- 
lung der Frucht beginnt, 



oder, wase 



ben 



soviel ist, sobald die Antheren zu welken 
beginnen. Eine Ausnahme hievon scheinen die 



Crucift 



eren un 



d Leg- 



uminosen zu machen. l ~) 



IV. Dafs Nektarien sowohl als Saftabsonde- 
rung bei männlichen und weiblichen Blu- 
men der Dicli nisten gleich häufig vor- 
kommen. Als Belege hiefüi^'gelFen^die Seite 101. 
sub Nro. 7. angeführten Fälle. 



/ 






1) Hiemit stimmen im Wesentlichen 



a u ü5h 



Roth's Erfahrungen 
überein; er sagt (a. a. O. p. 36.)« >>Der honigartige Saft 
wird alsdann erst abgesondert, wenn die Blume den höch- 
sten Grad von Vollkommenheit erreicht hat und ihre Theile 
zum Befruchtungsgeschäft , hinlänglich geschickt sind, nach 
vollendeter Befruchtung verliert sich aber derselbe wieder. u 
Und die Erfahrungen von Gärtner, der sich hierüber folgen- 
dermaisen ausspricht: ^Pic Absonderung des Honigsafts 
tritt bei den meisten Blumen mit dem Vorrücken der Ent- 
wicklung der Blumenkrone und vor ihrer Entfaltung ein, 
und dauert noch einige Zeit nach geschehener Befruchtung 
(bei Nicotiana 2 bis 3 Tage, beiDatura eben so lange) fort. 
(S. Naturwissenschaftliche Abhandlungen einer Gesellschaft 
in Würtemberg L p. 54) 
















Ss 



103 



V. Die Nektar ien bilden sich gleichzeitig mit 
der Blume und ihren T heilen heran und 
erreichen mit diesen ihre Hohe; ihreDauer 
richtet sich nach der des Organs, worauf 
sie befestigt sind, oder dessen Analogon 

vorstellen. Frei stehende fallen mit den 



sie 



Staubfäden ab (Epimedium, Nigella, Helleborus, Aco- 
nitum, Delphinium~) ; solche, die auf der Blumenkrone 
befestigt sind, fallen mit dieser ab (Lonicera, Capri- 
jolium, Berberis, Fritillaria) ; zugleich mit ihnen 
fällt auch der abgesonderte, in ihnen ent- 
haltene Honig ab. ISTektarien, welche die Scheibe 
einnehmen, vertrocknen nach dem Verblühen (Um- 






bellift 



iß 



Asperift 



(luabiatae, Au 
Scrophularineae etc.), 



vergröfsern sich bisweilen noch etwas nach der Blü- 
the, jedoch ohne ferner Honig abzusondern. 










































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Stö- 



rung 





des Ebenmafs^s. in der Blume Ver- 
anlassung und erz e u gen unregelmäfsige 



Blumen (Viola, Impaliens , Ti 



Fumaria, 



Corydalis, Aconitum, Aesculus etc.) ; werden sie durch 
Ueberbildung (Füllung u. dgl.) auf ihre ursprüng- 
lichen Organe zurückgeführt, so wird die Blume 
regelmäfsig. So sahen wir bei gefüllten Blumen von 
Delphinium Ajacis , Tropaeolum majns , JSigella da- 
mascena ganz regelmäfsige Blumen entstehen. 
Stehen sie regelmäfsig um den Mittelpunkt 
der Blume, so beschreiben sie dieselbe 
Spirale, wie die Blumenblätter, Staubfä- 
den, Ca r pelle, so zwar, dafs sie gewöhnlich mit 
jenen abwechseln. Stehen sie auf den Blumenblättern, 
so vermehren sie sich mit diesen (Ranunculi flore 
pleno, Aquilegia corolla plena); eine solche Füllung 
stört die Fruchtbildung nicht im Mindesteai. 












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104 



VII. Nektarien sind bei der Species yollkom- 

men konstante Erscheinungen; wir sahen sie 
nie fehlen, wo wir sie einmal beobachtet hatten, ob- 
gleich die Honigabsonderung von der Witterung und 
anderen Aeufserlichkeiten abhängt. Weniger kon- 



stant erscheinen sie 
Familien. fSiehe I. 



bei einzelnen Gattungen und 
i. 99.) 




VIII. Saftmäler, Nectaros tigmata, finden sich 

zwar häufig bei hpnigg ebende n Blumen, 
aber nicht minder häufig fehlen sie auch 
gänzlich (so bei Aquilegia y Nigella, Aconitum, Me- 
lianthus, Jasminum, Piilsalilld) ; oder sie finden sich 
bei Blumen, die keinen Honig absondern (Papaver, 
■ Sckizanthus, Stylidium, Hemimeris, Orchis Morio, ma- 
ciilala, latifolia) oder sie sind sehr ausgezeichnet 
bei Blumen, welche sehr wenig absondern (Viola 






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tricolor)> und fehlen gerade, wo die stärkste 
Absonderung Statt findet (wie bei Epimedium 
und JMelianthus) . Sie scheinen demnach eher Para- 
lella (und vielleicht Analoga) der Saftabsonderung 
(Andeutungen von Oxydation ?), als Anzeigen von 
Honig oder Wegweiser für die Insekten zu seyn. 
Auf ähnliche Weise verhält es sich mit den 






nannten Saftdecken, Nectarilymata 



söge-; 



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Vierter Abschnitt. 




















Form, Bau und Farbe der Nektarien. 



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Was die äufsere Gestaltung der Nektarien anbe- 



langt 



so zeigt die obige Uebersicht genugsam 9 we 



Iche 



Statt finde. 



Die häufigste Form 



Mannigfaltigkeit hierin 

ist die der Drüse, wie die Nektarien der Cruciferen, der 

drüsige Bau des honigabsonderndeu Gynophorum , der 





I 



105 









* 



Scheibe etc. zeiffen. Wo die Nektarien als Stellvertreter 



eines andern Organs 



(b 



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den Diclinisten), der Korolle auftreten, da nähern sie sich 
nicht nur in Absicht auf Stellung, sondern auch in der 



o und im Bau (selbst in der Farbe) mehr od 



er 



demselben. So werden die Honiggefäfse von 
!SigeUa, wenn man sie sich ausgebreitet denkt, zu Blumen- 



Weniger 



Ueb 



blättern 5 ihre geschlossene Höhle 
zu den Staubbeuteln an, und erinnert an die gedeckelten 
Staubbeutel von Lauras'^ sehr häufig verwandeln sie sich 
in eine Reihe dreigespaltener Blumenblätter durch Kultur. 
Die Nektarien der Parnassia zeigen an ihrem untern brei- 



tern Theil den Bau und die Gefäfsbildung der Bl 



umen- 



blätter, ihre gestielten Drüsen erinnern an die Antheren- 

Anderseits hat aber die Natur in gewissen 



bildung "0 



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am 



ilien auch für die Nektarien einen eigenen Typus 



aufgestellt und durchgeführt, ohne die Funktion der Saft- 



absonderung 



damit 



zu 



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wie 



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ara- 



korolle von Periploca , Stapelia und anderen Contorten 
zeigt n ). 



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Der innere Bau der Nektarien ist bis jetzt wenig 
beachtet worden. Mirbel sagt ): „Die Substanz der 
Nektarien bildet ein sehr feines Zellgewebe \ von Gefäfs- 
verzweigungen durchsetzt. Bei gewissen Apten, z. B. der 
Cobaea, durchziehen die Gefäfse des Blumenstiels das 
Nektarium und machen dort mehrere Umgänge (Circuits) 
ehe sie ins Pistill gelangen. Der Honigsaft dringt bald 
durch eine oder mehrere Poren, bald durch die ganze 
Oberfläche der Nektarien aus unbemerkbaren Porositäten 
hervor." — Reichenbach sagt p>: „Die Honiggefäfse 
sind von derselben Substanz wie die Blumenblätter. Auf 



m) Siehe hierüber weiteres bei Göthe. (Zur Morphologie I. 

p. 27. ff.) 
n) S. Nees v. Esenbeck Handbuch der Botanik IL p. 193. ff. 
o) Elemens de Physiol. veget. p. '270. 
p) Monographie der Aconit-en lies Heft p. 27. 










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106 

beiden Seiten steigt im Stiel derselben ein Spiralgefäfs 
zu dem Sporn der Kappe in die Hohe, beugt sich dann 
in den Rücken um und steigt in die Lippe herab, wo es 
getheilt erscheint» Aus dem Bogen unter dem Sporn ent- 
springen drei andere, welche auf beiden Seiten in die 
Spitze des Sporns übergehen." — Nees v. Esenbeck 
betrachtet die Nektarien als die Drüsen der Zentralorgane ; 
das Zellgewebe dränge sich in ihnen zusammen, die Zellen 
werden klein, nähern sich der Kugelform, und die Textur 
erscheine daher körnig. Die Oberhautbildung fehle. u <0 
Wir fanden bei der mikroskopischen Untersuchung des 
drüsigen Gynophorums von Citrus medica und Aurantium, 
dafs von den Gefäfsbündeln, welche von dem Blumenstiel 
zum Pistill aufsteigen, Verzweigungen gegen die drüsige 
Oberfläche hin sich erstreckten, dafs aber die Substanz 
der Drüse selbst aus sehr kleinen dichten Zellen bestand, 
ohne eine Spur von Spiralgefäfsen. Ebenso fanden wir 
die Drüsensubstanz von Cucurbita Pepo durchaus nicht 
von den Gefäfsbündeln des Kelchs durchsetzt, mit dem 
die Drüse verwachsen ist, sondern diese ziehen darüber 

hin, ohne sich in die Substanz der Drüse zu verzweigen. 
Bei Tropaeolum majus erstrecken sich deutlich genug die 
Gefäfse des Kelchs bis zur Spitze des Sporns, allein die 
absondernde Oberfläche desselben zeigt durchaus ein fei- 

Auf ähnliche Weise wird man 
es bei allen wahren Nektarien finden. — Es ergibt sich 
hieraus: dafs die Grundlage der Honigausschei- 
dung das Zellgewebe ist. 



nes, dichtes Zellgewebe. 



Die Farbe der Nektarien entspricht in der Regel 

- 

dem Organe, dessen Analogon sie vorstellen; so sind die 
INektarien von Aquilegia h\ 



Aco 



Aconit 



die der Drüsensubstanz ist aber fast immer die grüne, 
gelblich- oder weifslichgriine , mit wenigen Ausnahmen} 



q) Handbuch der Botanik II. p. 305 



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1 















107 



# 



so ist sie bei 

Convolvalus orangefarben , 



bei Myoporum röthlich. 



Gewöhnlich verändert sieh die Farbe nach dem Aufhören 
der Honigabsonderung, und wird dunkler, braun, röth- 
lich etc. 












Fünfter Abschnitt. 



Beslandtlieile des Nektars. 












< 

Dafs die Bienen einen honigartigen Stoff aus den BIü- 



then 



mein, war, wie wir oben dargethan haben, schon 



den Alten bekannt. Um die nähere Untersuchung des 
Hektars hat besonders Kölreutter sich verdient gemacht. 

O 

Er fand r )> dafs der Nektar der Pomeranzenblüthen an- 
fangs den Geruch der Blüthen hatte , nachdem er aber 
eingedampft war, ganz den Geschmack, Geruch und die 
färbe des Honigs annahm. — Der Saft von Fritillaria 



sammelt, betrug eine Unze. 



irnperialis, aus 46 Blumen ge 
(Die Aussonderung begann mit dem Oeffnen der Blume, 
Und dauerte fort, bis sie anfing zu verwelken; er konnte 
bei einer Blume täglich drei- bis viermal, einige Tage 

klar und flüssig 



ftach einander, ihn sammeln.) Er war 



Wie Wasser, von süfslichem ekelhaften Geschmack, nahm 
beim Abdunsten eine bräunliche Farbe an , verlor das 
Ekelhafte fast gänzlich, erlangte jedoch nie die Süfsigkeit 



des Honigs. 



V 



on Ribes nigrum sammelte er g^g^n 6 



Drachmen; der Honig war dick, sehr sii£s y von starkem 
Unangenehmem Geruch; beim Abdampfen wurde er roth- 
uch braungelb, der Geschmack süfs, doch nicht honig- 



r) J. G. Kölreutter vorläufige Nachrichten von einigen das Ge- 
schlecht der Pflanzen betreffenden Versuchen, 1761. p. 46. 






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108 



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der Zunge hinterlassend. — Der Saft des sibirischen Erbsen- 
baums (Robinid) war ganz klar, eingedickt hellgelb, ange- 
genehm süfs, ohne Schärfe und Gewürz. — Der Saft der 
Labiaten: Salvia, Rosmarinus , Dracocephalum , Phlomis, 
Scutellaria, Sideritis , gab verdunstet eine goldgelbe, wie 



d 



er 



beste Honig schmeckende Flüssigkeit. 



Von Trü" 

ren, wie die Blume 

riechenden Saft, der durchs Abdampfen gelblichweift 

und einen vollkom- 



paeolum majas erhielt er einen kiai 



wurde , den 



vorigen 



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erucn verlor. 



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menen 



Honiggeschmack 



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annanm. 



Odhelius fand 
in den Blumen von Impatiens Balsamina krystallisirten 



) 



Der Saft, der 



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aus 



zuckerartiger Substanz ( 



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) 



Wachs, Antherenstaub , Apfel- und We 
di Mar ff ffraf u l aus mannaarti^em Zuck 



In den Blumen von Pihododendron ponticum fand Jä- 
ger v ) krystallisirten Zucker; er war vollkommen weift, 
körnig, unter den Zähnen knirschend, von gewöhnlichem 
Znckergeschmack, spez. Gewicht = 1,58, leichtlöslich in 

von 0,808 spez. Gewicht auch 

lanken der gütigen 



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in 



We 



in der Hitze wenig löslich. 



^ 



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des Herrn Professor Dr. 



Jäger selbst eine 



Probe dieses Zuckers, und finden ihn von Aussehen und 
Geschmack dem weiften Candiszucker sehr ähnlich. 
Charles Mackenzie fand gleichfalls kleine Zucker- 
krystalle in dieser Blume*). — IN ach John besteht der 

Saft, der aus den BlUthen der Veltheimia uvaria tröpfelt, 



s) Sehwedische Abhandlungen. 1774. p. 363. 
t) Crell's ehem. Annalen. 1788. p. 51. 

u) Chemische Schriften T. 2. p. 85. u. Histoire de PAead. de* 
Sciences de Berlin. 1747. p. 89. 

v) Tiedemann u. Treviranus Zeitschrift für Physiologie. IL Bd» 
ltes Heft p. 173. 

x) Thomson Chemie Bd. V. 2. p. 670. 






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ftus reinem Zuckersaft >)• 



Fou 



reroy, Vauquelin 



Und Bosc untersuchten den Nektar von Antirrhinum 



^najusy und erhielten viel Zucker daraus 2 ). 



A 



US 



d 



en 



Bl 



umen von Eucalyptus resinifera, die in Neuholland 



Wächst und auch eine Art Catechu liefert, schwitzt in 
den Monaten November bis Januar, der gewöhnlichen 
Blüthezeit des Baumes, ein süfser Saft, der, beim Schüt- 
teln oder durch den Wind herabgeweht, zu weifsen, zucker- 
ärtigen Klumpen erstarrt, und oft den Boden ganz iibei*- 
deckt a ). Wir selbst sahen den von den Winkeln des 
Fruchtknotens der JEucomis punctata ausgeschwitzten süfsen 



Saft b 



ftigen , 



ei sehr warmer Witterung zu einem weifsen , kör- 

siifs schmeckenden Zucker sich ver- 



mannaartig 



dichten , der melirere Wochen lang den Fruchtknoten 
bedeckte 5 der eigenthiimliche, den schwarzen Johannis- 
beeren ähnliche Geruch und Geschmack, den er im flüs- 
sigen Zustand zeigte, war völlig verschwunden. 

Indessen ist doch der Honig der Nektarien selten ganz 
*ein, sondern mehr oder weniger mit den eigentümlichen 
Stoffen der Pflanzen, ätherischem Üel, Extractivstoff und 
Narkotischen Stoffen verbunden. Diefs war schon A 
stoteles bekannt; er sagt: der 

Blüthe des Thymians gesammelt wird, gesteht nicht; der 
Weifse ist nicht aus reinem Thymian b ). An einem andern 
Ort erzählt er, dafs der Honig in Kappadozien von einer 
Art Buchsbaum die Sinne verwirre c ). Xenophon er- 
zählt, dafs die 10000 Griechen bei ihrem Rückzug aus 



ri- 
Honig, welcher in der 



fcabyl 



on in der Gegend von Trapezunt giftigen Honig 



gefunden haben, der Schwindel, Erbrechen und sogar 
Wahnsinn hervorbrachte. Aehnliehes erzählt Theophrast 



y) Chemische Tabellen der Pflanzen-Analysen. Nürnberg 1814. 
Fol. p. 14. 

z) Annaies de Chymie LXII. 102. 

a) Lond. medical repository: im Auszug in Geiger' 8 Magazin 

XXI. p. 219. 

b) Hist. Animal. Lib. IX. Cap. 26. 

c) Mirab. Auscult. Ed. Pac. p. 1085. 



y 
















11 




s 
















■ 1 



























1 














m^ 


















I 





















110 



und Dioscorides d ) von dem Honig in Heraclea , der 
von Azalea pontica gesammelt werden soll : Tourne- 



wur 



fort und Güldenstädt bestätigten diese Nachricht. 
Nach Trew soll der Nektar von Agave americana Er- 
brechen und Durchfall erregt haben e ). — Am La Plata 
und Uraguay fand St. Hilaire giftigen Honig, den die 
Wespen wahrscheinlich von PauUinia australis gesammelt 
hatten f ). — Nach Seringe (Monographie der Aconiten) 
den in der Schweiz Menschen, die Honig, aus Aco- 
nitum NapeUus und Lycoctonum gesammelt, genossen hatten, 

Konvulsionen und Wahnsinn befallen 5 einer davon 
starb sogar. Auch Meifsner erzählt hievon s"). — Ein 

den Soldaten der französischen Armee auf den Ge- 
birgen zwischen Spanien und Portugal genossener Honig 
erregte so heftige Zufälle, dafs viele denselben unter- 

Nach Smith Barton liefern Kahnia angiisti* 
folici) latifolia > hirsuta und Andromeda mariana ebenfalls 



von 



von 



lagen h ).> 



W 



selbst den Tod veranlassen soll *)• Auch der Honig von 
Melianthus soll schädlich seyn k ) 5 wir fanden ihn von 



oenthümlich widerlich süfsem Geschmack und bräun? 



licher Farbe l ~) 

der Saft von iV 



c 



prengel beobachtete } dafs 



dte ( 



, 0. 



ö. 183.); nach Gleditsch ( 



a. 



O. 



P 



214.) ist auch 
Saft von Narcissus Pseudonarcissus den Bienen nicht 
zuträglich. Ebenso soll der Nektar von Iris germanica 



d 



ei 



d) Simpl. Medicam. L. VI. Cap. 8. 

e) Relation von der Nürnberger Aloe. 1727. p. 30. 

f) G. St. Hilaire plantes usuelles des Bresils 1824. in Mem. du 



Mus. d'hist. natur. XII. 1825. p. 293. 
g) Meifsner naturwissenschaftl. Anzeigen 1818. p. 48. 
h) Geigers Mag. XXV. 2tes Heft p. 88. 
i) L. J. Thenard Lehrbuch der Chemie von Fechner übersetzt* 

IV. p. 787... 
k) C. Sprengel vom Bau und der Natur der Gewächse p.23t. 

1) Dafs die Bienen selbst nicht sehr delikat sind in der Auswahl 
ihrer Nahrungsmittel, hat auch Fr, Huber (Nouv. obser- 
vations sur les abeilles T.IL p. 368.) beobachtet und durch 
Versuche dargethan. 






:E 









1 




111 



\ 



w 



) 



foetidus 



Aconitum tauricumund Helle 



Geschmack begleitet, letztem auch, wenn er ohne Ver- 
letzung des Honiggefäfses mit einem Pinsel herausgenommen 
Worden war ; ebenso hatte der Nektar der Labiaten und 
Von Tropaeolwn majus stets etwas von dem Geruch und 
Gescl 
toelt wurde. 



imack der 



der 



Die Bestandteile des Bienenhonigs sind nach den Ana- 
lysen von Proust, Lowitz, Guilbert") und- Gui- 

bourt: 

1) Krumlicher Zucker; vorzugsweise im körnigen Honig 
vorwaltend. 

2) Schleimzucker ; vorzüglich im terpenthinartigen Honig 
vorwaltend. 

3) Mannazucker »), der nicht in geistiffe Gahruno- iihov. 



4) 



■g 



M 



5) Bisweilen noch eine braunfärbende , extraktive, das 



Mater 



Proust. 



6) Freie Säure , welche vorzüglich die Krystallisirbar- 
keit des Honigs hindert. 



7) Beimengungen 
gleichen p)< 



Wachs , Insekteneiern und d 



"- ' '"-' 



\ 



m) Annales de Chimie LXXXII. 109. 

n) Nach Guibourt Annal. de CWm. et de Phys. 16. 371. und 
Almanach für Scheideluinstler 1823. 64. 

o) Proust in Gelüens Annalen 2. 78. 

p) S. Thenards Lehrbuch der Chemie von Fechner IV. 2. 790. 
und Leop. Gmelin Handbuch der theoretischen Chemie, 3te 
Aufl. 1829. II. p. 1474. 






















II 







S 



w 





















t 


















f 



. 







I 


















• i 
































































112 



- 

Zur Verglefchung stellen wir hier einige Analysen des 



Zuckers und mehrerer Pflanzenstoffe zusammen : 



Proust. 



R. Herr- 
mann, q) 



[Trockener 

Krümel- 
lzucker aus 

Honig. 



Kohlenstoff 
Wasserstoff 
Sauerstoff 



36,36 

7,07 
56,56 



Krystalli 
sirter 
Honig- 
zucker. 



Saus- JBerze- 
sure. I lius. 



R. Herr- 
inann. q)i 






99,99 



36,00. 

7,33. 

56,57. 

100,00. 



Trockener 
Stärke- 
zucker. 



Krystalli- 

sirtcr 

Rohrzuk- 

ker. 



37,29. 
6,84. 

55,87. 

100,00. 



41,48. 

7,05. 

51,47. 



Gemeiner 
Zucker. 



42,50. 
6,66. 

50,84. 



100,00. 



100,00. 




B erze- 
lius. 



Arabisch. 
Gummi 

bei 100° 
getrock- 
net» 



Saus- 
s ur e. 



R. Herr- 
mann. 



Gay- 

Lussac 

und 
Thenard 



Gummi. I Gummi. 



Kohlenstoff! 41,906. 



Wasserstoff 

Sauerstoff 

Stickstoff 



6,78». 
51,306. 
Spur. 



100,000. 



Weizen- 

, . , i * i . r. i stärke 
Arabisch, j Arabisch, [ j^. 10 q O 

getrock- 
net. 

43,55. 
6,77. 

49,6S. 
0,00. 



Berze- 
lius. 



Kartoffel- 
stärke 
bei 100° 
getrock- 
net. 



45,84. 

5,46. 
48,26. 

0,44. 

100,00. 




100,00 



44,250. 

6,674. 
49,076. 

0,000. 



100,00. 



100,000. 




Saus- 
sure. 



R. Herr- 
mann« 



Saus- 
sure. 



Mandelöl. 



Mohnöl. 



R. Herr 
mann. 



j * 



Aetber. 
Lavendel- 
Öl. 



Citronen- 
öl 0- 



Saus- 
sure. 



Kohlenstoff! 77,40. 

Wasserstoffl 11,48. 

Sauerstoff g 10,83. 

Stickstoff B 0,29. 



Campher 



80,0. 

11,0. 

9,0. 

0,0. 



100,00. | 100,0. 



75,50. 

11,07. 

13,07. 

0,36. 



11,5. 



74,38. 

10,67. 

14,61. 

0,34. 



100,00. | 100,0. | 100,00. 



■ ,- 



q) Poggendorfs Ännal. 18. 368. 

r) Rektifizirt von 0,85 spez. Gewicht. 







i 



k.\ 







HS 



Thom- 
son* 



Geigen- 
harz, 
natürli- 



8 a u s- 
s ur e. 



ches. 



Geigen- 
harz, s) 



Kohlenstoff I 63,24 



Wasserstoff 

Sauerstoff 



11,64 
25,12 



100,00 



77,402. 

9,551. 

13,047. 



O p p e r- 

m a n n. t ) 



Baum- 
wachs, 
ostindi- 
sches. «) 



100,000. 



70,9683. 
12,0728. 
16,9589. 

100,0000. 



Opper- J Opp er- 



mann. 



mann. 



Baum-. 
wachs, 
brasiliani- 



sche 



s. 



72,8788. 

12,0297. 
15,0915* 

100,0000. 



Bienen 
wachs. 



81,29100. 

14,07266. 

4,63634. 



100,00000. 



R. Herr- 
mann. 



Saus- JBerze- 
sure. I lius. 



Fichten- 
holz. 



Wein- 
geist. 



-* 



Kohlenstoff! 45,75. 



Wasserstoff 

Sauerstoff 



51,98. 
13,70. 
34,32. 



Essig- 
säure. v ) 



6,68. 
47,57. 

100,00. j 100,00. T 100,00. 



46,83. 

6,35. 

46,82. 



Berze- 

lius. 




Berze- 
lius. 



Benzoe- 



t 9 



saure. 



100,000. 



74,41. 

5,16. 

20,43. 



100,00. 



Der Blumenstaub (Pollen) scheint bei verschiedenen 
Pflanzen verschiedene Bestandteile zu enthalten. John 



Abies 



rin 



We 



4,50 



5,00 Zucker mit Extractiv- 
Stoff, 75,25 stiekstoffreiches Pollenin, 4,00 — 5,00 käsartigen 
Eiweifsstoff, 6,00 apfelsaure, phosphorsaure und schwefel- 



saure 



Salze. 



der 



meinen Fichte (Pinus sylvestris L.) 



Nach Ebend 



Wachs 



i 

s) Bios der im Steinöl auflösliche Theil. 

t) Geiger's Magazin XXXV. 57. 1831. 

u) Von Stillingia sebifera (?). 

v) Aus dem hypothetisch trockenen Bleisalz. 

x) Aus dem hypothetisch trockenen weinsauren Bleioxyd. 



• 



8 



















I 






S 



r 












i 





















! 








N 















1 •■ : ! 















N 






II 
























/ 






114 



Pollenta? käsartigem Eiweifsstoff, Ammoniaks alzen, phos- 
phorsauren und apfelsauren Salzen ?). 

Nach Fourcroy und Vauquelin enthält der Pollen 
der Dattelpalme (Phoenix dactyüfera L.) Pollenin , thie- 



osnhorsaure 



M 



wurde nicht geforscht 





un 



d 



Materie, freie Apfel 

): nach W 



Grotthtifs fand in dem Pollen der Tulpe (Ti 



neriana L.) vegetabilisches Eiweifs, apfelsaure Magnesia, 
Kalk und Ammoniak, nebst Salpeter und Farbstoff a ). 

Die Narbe von Cucurbita Lagenaria L. mit ihrer 



htigkeit zeigte 



nach Johns Untersuchungen eine 



ige Materie, Eiweifsstoff, 

ätherische Theile und Salze; die 



Substanz des Pistills 



M 



Sal 



bulbift 
j Mate 



) 



Als Resultat ergibt sich aus dieser Zusammenstellung : 

_ 

l. Dafs mit dem Nektar der Blumen eine an 

Sauerstoff sehr deiche Verbindung ausge- 
schieden wird. 

* 

IL Dafs mit dem ätherischen Öel, das die Blu- 
menkrone ausdüftet, eine an Kohlen- und 
Wasserstoff reicheVer bindung entweicht, 

die entweder keinen Sauerstoff > oder doch sehr we- 
nig desselben enthält. 

III. Dafs das Wachs, welches die Bienen gföfsten- 

theils aus dem Blütenstaub bereiten, gleichfalls 
















MM 



■i— — 



y) JoWs cliem. Schriften V. 41 
%) Gilberts Annalen XV. 298. 

a) Schwcigger's Journal XI. 281. 

b) John a» a. Ö. p. 55« 

( 

c) Ebenda*, p. 64. 














115 

* 

sehr reich an Kohlen- und Wasserstoff, 
dagegen arm an Sauerstoff ist. 

IV. Dafs in dem Pollen und der Feuchtigkeit 

der Narbe, aufser zuckerigen, schleimigen und 
wachsartigen Bestandteilen, vorzüglich Stickstoff- 
halt ige Stoffe abgesondert werden. 



fw** 






f 

V 



Sechster Abschnitt. 



Anderweitige zuckerige 



Ausscheidungen 



der Pflanzen« 






Es scheint uns bei der Betrachtung des Nektars nicht 

unpassend £tl seyii, auch die zückerartigen Sekretionen 
der übrigen Pflanfcentheile einer näheren Betrachtung zu 



unterwerfen* 



Ist ? wie wir oben gesehen haben 5 das 
Zellgewebe die Grundlage der hörtigabsondernden Organe, 



so ist hiemit auch in allen übrigen Theileii der 



Pfl 



anze 



dem Kelch* Blatt, Stengel, der Wurzel etc.. die Möglich- 



keit der Hönigabsonderung gegeben. 



Dafs der Kelch 



bisweilen Honig absondert, haben wir oben (pag. 101.) 




schwitzt die 



gesehen. Bei Epidendron elongatiim 

drüsige Unterlage der Bracteen, ja selbst der Blumenstiel 

Honig aus d ). Ebenso sah Treviranus die Oberfläche 



der Blattei* von Carduus arctloides W. bei heifser Witte- 

us den Drüsen 



rung einen süfsen Saft ausschwitzen, 

der Blätter von VoUuirneria fragrans träufelt bisweilen 

ein farbloser Saft, der nach John e ) Zucker enthält. 













, 



"S, 










• ■ 

































I 



I 







< 










* 








• 



^> 






•:-. 



* * 












r 
























• 









« 






d) Vermischte Schriften von Treviranus IV. 4821- 4to. p. 264. 

e) Chemische Tabellen der Pilanaenanäiysen p. 14. 

8 * . 







;w 



^ 













älM 































I 




























116 



Cas. M 



b 



H 



ung an dem 
De 1 a H i r e 



Blumonstiel von Grewia occidentalis L. f ). 
fand unter Orangebäumen eine Art Manna, die aus den 
Blättern des Baumes ausgeschwitzt und auf den Boden gefal- 
len war g). Auch Rene au nie beobachtete häufig zueker- 



Ausschwitzungen an Blättern h ) 



Den Honigthau 



kannte schon Aristoteles, Theophrast und D i o s k o- 

bis auf die neuesten Zeiten kennt man seine 



id 



b 



rirtes; aoer 

Ursachen noch nicht mit völliger Gewifsheit. Aus den Unter- 
suchungen von Treviranus 1 ) geht indessen hervor, 
dafs man zwei Arten unterscheiden müfse, nämlich eine 
durch Insekten veranlafste , und eine andere , die Folge 
freiwilliger Ausschwitzungen der Blätter ist ; solche finden 
sieh beim Oelbaum, Ahorn, Nufsbaum, der Linde, Esche, 
Hainbuche, Ulme, Weide, Pappel, Lerche, und noch bei 
vielen krautartigen Pflanzen. Er sieht diese Ausschwitzun- 



[1 



gen als das Ergebnifs eines Säuerungsprozesses 
masse an, die an der Oberfläche vor sich gehe. 
Ausschwitzungen am Stamm sind gleichfalls nichts Sel- 



Süfse 



tenes. 



Fra 



nus Ornus die bei uns eingeführte Manna nach Cam- 
pana 11 ) nicht selten freiwillig aus dem Stamm , obgleich 
die meiste durch künstliche Verletzung gewonnen wird *). 
Nach Tozetti schwitzt auch aus den Blättern der Eschen 
und Hainbuchen in Toscana und Calabrien bisweilen Manna 
aus m ) ; nach Ebendemselben wird aber trockene Manna 
nur bei warmer Witterung erhalten, bei Regenwetter fliefst 
der Saft wie Wasser ab und gerinnt nicht* Nach Ehren- 
berg ") schwitzt aus den Stengeln der Tamarix gallica 



f) Siehe dessen botan. Beobachtungen des Jahrs 1782. p. 127 



(Mannh. 1783.) 



1708 



1699 



i) Vorm. Schriften IV. p. 81. 

k) Hecker' s litterar. Annalen. Jan. 1827. p. 58. 

1) Siehe Geiger's Mag. XVIII. 239. (1827.) 

m) Tozetti Reise in Toscana übersetzt von Jagemann II. p.263 

n) Linnaea II. 1827. p. 280 ff. 











117 






■ 

mannifera Ehi'enb. auf dem Sinai, gegen 3000 Fufs über 
dem Meer, Manna in grofser Menge aus, durch den Stich 
eines kleinen Insekts (Coccus manniparus Ehrenb.) veran- 
lafst °). Ed. Frederick fand auf seiner Reise von Ha- 

f 

madan nach Ispahan, dafs dort Manna in grofser Menge 
von dem Dsches-Strauchj Hedysarum Alhagi nach Spren- 
gel (neue Entdeckungen in der Pflanzenkunde III. 1822. 



pag. 369-) 5 gesammelt wird, 



\ 



d 



M 



). Nach Dierbach<i) lie- 
üx 7 Ahies und sylvestris, eine 
aniferus in Spanien, und noch 
Dafs aus dem Saft des Ahorns 
aus den Maisstengeln Zucker 



und der Birke, desgleichen aus den 
bereitet werden kann, ist eine längst bekannte Sache; 

gemeiner Rohrzucker gehört ebenfalls hieher. Wie 



unser 



d 



hier nur an 



den 



'Ö 



W 



grofsen Zuckergehalt des 



Ke 



ra-- im 



d 



Steinobstes , der We 



i 



ferner der Runkelrübe 



(Beta Cicla), der gelben Rübe (Daums Carotä), der We 
riibe (Brassica Rand) und anderer zweijähriger Gewäcl 



der Art, wo 



der Zucker im ersten Jahr in der Wurzel 



abgelagert, im zweiten Jahr aber, wenn die Pflanze zur 
Blüthe* kommt, wieder aufgesogen wird. — Dafs aber auch 



enthalt 



Wichti^k 



Cadet de Gassi- 



court fand in d 



Genista tincioria L. aufser dem Wachs und 



auch zuckerartig 
absonderung, S ( 



) 



beid 



e 



zeig 



en keine 



H o n ig- 



d erh 






















o) Diese Manna vom Sinai enthält nach Mitscherlich's Analyse 
kein krystallisabies Mannin, sondern ist reiner Schleimzucker. 
Linnaea IL p. 282. 

p) Transactions of the litterary Society ofBombay Vol.L p.25i. 
Lond. 1819. 



q) In Geiger'» Mag. XIII. p. 115, ff. 
r) Journal de Pharm. X. 444. 






■i 
i 

■ 

I 
'I 

i.j 

I 

■ 

r 



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/ 





















I 

























HS 

■ 

blättern 4 Unzen Weingeist s ). Marggraf fand in den 
Blumen von Tilia europaea Süfsigkeit, riechbare Theile, 
Extract und Salzkrystalle *)• Di e Maisähren hat Hermb- 
städt untersucht und aus 10 Pfund derselben 3 Loth 
Zucker erhaben u ). Diese Thatsachen sind um so merk- 
würdiger ? als weder die Rose noch die Maisähren eine 
INektarabsonderung zeigen, und es dadurch wahrscheinlich 
wird, dafs die Hüllen der Blume in ihr Inneres den 
Zuckerstoff ablagern, weichen andere Pflanzen aus drü- 
gigen Oberflächen ausscheiden. Vielleicht werden spätere 
Analysen von Blumenblättern zeigen, dafs der Zucker einen 
gewöhnlichen Bestandtheil derselben ausmacht. 

■ m. 

m 

Aus diesem allem ergibt sich: 

I. Dafs Bildung zuckeriger Stoffe in dem Le- 

■ 

bensprozefs der Pflanzen eine sehr häu- 
fige Erscheinung ist. 

II. Dafs die Ausscheidung dieser Stoffe bei- 

nahe an allen Theilen der Pflanze Statt 
finde, doch selten normal auftrete. 

r 

III. Dafs besonders häufig die Fruchthülle und 

die Wurzel, nicht selten aber auch die 

r 

Blumen kröne selbst der Ortist, wo' der 

\ 

Zu cker bUdujigsproz e£s seine Produkte 
deponjrt, 






, ' " ■ ('1 ' ■ - ' ■ ' " ». ' ! 













s) Jphn's ehem. Tabellen p. 15». 

t) v, CrelPs ehem. Journal T. I, J780, p, 238. 

u) Scher<?r's allg. Journal IV. p. 130. 



r m 



/ 







Siebenter Abschnitt. 



119 



Von der Verrichtung und dem Nutzen 

der Honigwerkzeuge. 









^■w 






Ueber die Funktion der Nektarien hatten die Natur- 
forscher von Vaillant bis auf die neuesten Zeiten die 
verschiedensten Ansichten. Vaillant hielt ihre Funktion 



d 



gleichbedeutend v ). P a tri c k 



Blair glaubte, der Nektar diene dazu, den Blütenstaub 

tende Feuchtigkeit 



aufzunehmen , unc 



1 df 



ann 



als 



zum Ovarium zu gelangen x > Bofseck widersprach ihm, 
weil bei vielen Blumen die Nektarion fehlen oder doch 

_ 

nicht so gestellt seyen , dafs sie den Pollen aufnehmen 



können , au 



ch 



Kommunikation zwischen Nekt 
hgewiesen sey ?). P o n t e d e r a 



der Meinung ;, dafs der Nektar dazu bestimmt sey, den 
Fruchtknoten schiüpferig zu machen (inungere), damit der 
Embryo um so leichter sich entwickeln und ausdehnen 
könne; nehme man den Honigsaft hinweg, ■ so werde er 

und gehe zu Grunde z ). Doch führt er 



ausgetrocknet 



hiefür keine Beweise an. 



We 



er 



len Pontedera bei a ), g< 
Vaillant widerlegt hat, 



dafs er nichts Gewisses über 
zu sagen wisse b ). Der unbe- 
kannte Verfasser des Aufsatzes in den vermischten Ab- 

* 

Handlungen aus der Naturwissenschaft, Chymie und Arznei- 
gelahrtheit c ) schlofs aus seinen Versuchen &n Aconitum 









' 










|t 















■ j 
■ | 



■ 

I 
■'I 
■ \ 

■ 



v) Discours sur la ■ structure des fleurs 1718. 

x) Botanick Essays. Lond. 1720. p. 278. 

y) Bossecluus Diss. de antheris florum p. 4fi« 

z) Anthol. p. 39. u. 51. 

a) Amoen. acad. VI. p. 265. 

L ' 

b.) Ebendas. p. 277. 

c) Frankfurt a. jL. 0. 1756. II. p. 95. 









I; 






■i 
l 



■ 

-i 
■ 















i 

i 






IM 







*^*^*^ ■> 
























i 






























i 






■ 










toi 










- 

■ 



V 



120 



luteum y dem er die Nektarien abgeschnitten hatte P ohne 
dafs die Fruchtbildung im mindesten dadurch 



gestört 



wurde , dafs dieselben für die Blumen keinen Nutzen ge- 



wa 



ähi 



% en ? sondern nur zur Honigbereitung für die Bienen 



Hinwegnahme 



bestimmt seyen. Ludwig glaubt die Nektarien Secretions- 
organe nennen zu können, welche die dickern Säfte ab- 
scheiden, damit sie die Bewegung der feinern in den 
Gefäfsen der Pflanzen nicht hinderten, und vergleicht sie 
mit den Drüsen der übrigen Pflanzentheile d ). Duhamel 
du Monceau hält die Honigabsonderung für eine ex- 
krementitielle Ausscheidung, weil die Blume durch die 

des Honigs durch die Insekten durchaus 
nicht zu leiden scheine e ). Böhmer stellt den Satz auf, 
dafs ein jeder Theil der Pflanze für Wachsthum und 
Fruchterzeugung seinen eigenen Nutzen haben müsse f ), 
und vertheidigt Pontedera's Meinung, oder glaubt wenig- 
stens , die Honigabsonderung habe für die Frucht irgend 
einen Nutzen s) ; auch führt er gegen diejenigen , wel- 
che in dem Vorhandenseyn der Nektarien bei mann- 
liehen Blumen einen Beweis gegen Pontedera gefunden 

das 



nur 



zu haben glaubten, an, dafs diefs gewöhnlich 
Rudiment des Pistills sey, und dafs überhaupt das Ueber- 
flüssige nichts schade, Krünitz meinte sogar, der Honig 
wirke schädlich auf die Entwicklung der Frucht, wenn 
ihn die Bienen nicht abholen, indem man bemerkt habe, 
dafs Viehwaiden an Orten, wo viele Bienen gehalten 



■:•.,-'•'-■- ■ 



werden 3 weit gesunder und nahrhafter seyen , auch das 
Heu kräftiger werde, als an solchen, wo die Bienenzucht 
fehle!! h ). Roth schliefst aus seinen Beobachtungen, dafs 
der Nektar theils den Befruchtungstheilen im Allgemeinen 

i 

Nahrung und gröfsere Vollkommenheit zu dem Begattungs- 



d) Chr. Gotti. Ludwig instit. historico-physical. regn. vegetab 

Ed. IIa. 1757. p. 234. 

e) Physique des arbres I. 1758. p. 234. 

f) G. R. Böhmer Diss. de Nectariis. Wittemb. 1758. p. 39. 

g) Ebendas. p. 45. 

h) J. G. Krünitz Oecon. Encyclopaedie. 1783. IV. 713. 






















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geschäft geben, theils der «arten Frucht N 



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Schlüpfrigkeit verschaffen müsse *)• 
Sprengel gewann aus seinen unzähligen Beobachtungen 
über die Insektenbesuche der Blumen die Lieblingsansicht, 
dafs die Honigabsondeimng zu nichts Anderem da sey 5 
als um die Bienen anzulocken, damit sie die Befruchtung 

e die us äufserte die Meinung, die 
Natur scheide aus den der Blume zugeführten öligen 



d 



). M 



Feuchtigkeiten das Feinste 



die Begattungsorgane, 



das Gröbere aber werde als Honig ausgesondert, dem er 
ebenfalls eine ölige Natur zuschreibt '). Sennebier 

der Nektarien in der Nähe 



vermu 



thet 



aus 



der 



Stellung 



der Generationsorgane und ihrem Vergehen nach der 
Befruchtung, dafs sie zur Entwickelung dieser Organe 
und zur Zubereitung ihrer eigenthümlichen Säfte dienen ; 
auch ist es ihm wahrscheinlich, dafs die Gefäfse der Staub- 
fäden den Nektar einsaugen m ). Kies er s; 
„Im Kreis des Blüthenstandes eingeschlossen und gleich- 



d und vergehend, köni 



nen sie 



nur mit den Generationsorganen in Verbindung 



steh 



en. 



Ihre Affinität mit den Blumenblättern und Staubfäden ist 
klar, — Allgemein betrachtet ist das duftende Blumen- 
blatt nur das noch ausgedehnte Nektarium. Im 



Honig- 



saft hat sich der geistige Duft der Blume zur süfsen 



Feuchtigkeit verkörpert" n ). Später verglich er die Nek- 
tarien mit den Drusen der Geschlechtsorgane °). Auf eine 
sehr scharfsinnige und bestimmte Weise drückte sich 

Kielmeyer in seinen, leider nicht durch den Druck 



t * 



i) Alb. Wilh. Roth über den honigartigen Saft in denen Blumen, 
in Römer u. Usteri Magaz. für die Bot. 2tes Stück. 1787. p. 38. 

k) Siehe: Das entdeckte Geheimnifs der Natur im Bau und in 
der Befruchtung der Blumen. Berlin 1793. 

1) F. Cas. Medicus pflanzenphysiologische Abhandlungen. 1803. 
I. p. 233. 

m) Jean Sennebier Physiologie veget. an 8. II. p. 390. 

n) Aphorismen aus der Pflanzenphysiologie. 1808. p. 80. 

o) D. G. Kieser Grundzüge der Anatomie der Pflanzen. 1815. p. 186. 



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emachten Vorlesu 



schon im Jahr 1802 aus, wenn er sagte: „Der Nektar 

mit Lebensluft versehen, als dem 



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Pollen, der Feuchtigkeit des Stigma un 

meisten Cotyledonen dieselbe entzogen ist, wie auch 



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dem 



Wach 



Durch die Ab- 



sonderung dieser honigartigen Feuchtigkeit erhält man 
also zugleich einen Absatz von Lebensluftbasis, die sonst 



in 



der Blume zurückbleiben würde. M 



ist die Entstehung einer öligten Stigma- und Pollenfeuch- 



tigkeit in den Antheren begünstigt 



und 



eine 



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Ab- 



Kotyledonen d 



gemacht." Mit dieser Ansicht stimmt die von Curt 



_ _ Theorie im "W 

ein, welche dahin lautet: „In den meisten Blumen mufs, 
ehe die flüchtigen elektrischen Stoffe si 



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ich 




können , der 



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xydirte Stoff niedergeschlagen und 
damit theils der feinere Extractiy- 



ge- 



stolf in die Kronenblütter als Färbestolf, theils die 
steigerten karbonisirten , azotisirten und hydrogenischen 
Stoffe in die Befruchtungstheile aufsteigen können. Dieser 
oxydirte Schleim ist Honig oder Nektar." C. H. Schulz 



sagt ?) : 



AU 



scheint sieh die Natur der 



Nektarienbildung zu bedienen, um durch Ableiten der 
bildenden Thätigkeit ein Gleichgewicht, eine Symmetrie 
in der Entwicklung der verschiedenen Blumentheile und 

von der individuellen Formentwicklung 



einen 



U eher gang 



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zu der Bildung spezifischer 

werkstelligen— Diese Ansicht gilt also mehr den Nektarien 

als formellen Organen, als in Beziehung auf ihr Secretions- 

* 



vermögen. 



D 



nahm die Nektarien der Blumen 



hinweg, und fand, dafs die Fruchtbildung dadurch nicht 
gehindert werde; er schlofs daher hieraus, dafs sie auch 



p) Deren Mittheilung der Verfasser einem würdigen Schüler 
des hochgeschätzten Mannes verdankt. 

q) Vom Bau und der Natur der Gewächse. 1812. p. 539. 

r) Die Natur der lebenden Pflanze. 1828. IL p. 60. 



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mit der Frucht in keiner wesentlichen Beziehung stehen 8 ). 

l 1 1 e m e t gelangten durch 
ihre Untersuchungen zu der entgegengesetzten Meinung, 
dafs die Honigabsonderung zur Bildung der Frucht nöthig 



hatten. 



d Smith x ) ausgesp 



en 



Ehe wir diese so verschiedenen Ansichten beleuchten 
Und unsere eigenen hinzufügen , mögen die Versuche, 
Welche wir zu diesem Behuf angestellt haben , hier ihre 
Stelle find 



en. 



Diese Versuche 



fallen in zwei Reihen : 



1) In solche, welche den Einflufs darthun sollen, welchen 

Zerstörung der Nektarien auf die Entwickelung der Blume 
Und der Frucht ausübt. 2) In solche, w r elche zeigen sollen, 
ob und wie weit Zerstörung der übrigen Blijth.enth.eile 
die Aussonderung des Nektars beeinträchtige oder hem-* 

*uend auf die Fruchtbildung einwirke ? 




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Erste Reihe, 

Zerstörung der Nektarien. 



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Zu di 



iesen Versuchen konnten natürlich nur Blumen 



i * * 



*nit frei stehenden Nektarien gewählt werden ; indessen 
Versuchten wir es doch auch mit einigen anderen, und 
führen sie hier gleichfalls auf, ohne übrigens ein grofses 



d 



I. Qrchideae Juss, 

Gymnadenia conopsea R. Br. 

Nro, !, Von 12 Blumen, die noch nicht geöffnet waren 
tond keinen Honig ei-gossen hatten, wurden die Sporne 



s) Annales de U Societe Linn,eenne de Paris, Mars i826. p. 53. 

t) Analyse des trayaux de la Sqci6t6 d'Emulation de Poitiers. 
1803. p. 29. 

u) Mcm. sur les neetaires p. 16. 

v) A. a. O. p. 39. u. öl. 

X) Introduction to Botany. 2. Ed. p. 266. 






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abgeschnitten ; 



sie 



hatten erst nach 17 Tagen abgeblüht, 
























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trugen a 



ber keine Frucht; die Pflanze war samt dem 



Rasen in einen Topf gepflanzt worden , wurde abei 



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durch Blattläuse geplagt. 



2. Von 



Vorige behandelt 



wurden y 



ab 



er 



im freien Lande standen, trug keine ein- 



zige eine Frucht 



Piatanthera bifolla Rieh. 



/ 






3. Von 15 geschlossenen Blumen, denen die Sporne 
abgeschnitten wurden, setzten nur 5 Früchte an, die voll- 
kommen reif wurden. >) 






II. Asclepiadeae R. Br. 

■ 

Asclepias curassavica. 
4. Von 4 Blumen, denen vor dem Oeffhen die Nekta- 



rien 



abgeschnitten wurden , setzte keine Frucht an. 



uisclepias syriaca. 
5. Von 24 geschlossenen Blumen, denen die Nektarien 
abgeschnitten worden, fielen alle ab, ohne Frucht anzu- 



setzen. 



• 

Hoya carnösa R. Br. 






6. Drei Blumen, wie die Vorigen behandelt, gäbe« 
keine Frucht. 



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III. Caprifoliaceae De Cand. 

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Ljonicera Xylosteum. 

7. Von 36 Blumen, die theils wenig, theiis keinen 
mig ergossen hatten, wurden die Höcker der Krone 



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M. Desvaux hat gleichfalls Versuche mit Orchis laxiflora, 
Morio, fusca, maeuiata, conopsea und bifolia angestellt , in- 
dem er die Sporne der Blumen hinwegnahm, und erhielt i* 
den meisten Fällen eben so viele Früchte, als unverletzte 
Exemplare lieferten. (Recherches sur le Nectaire p. 76) 
Bei den Blumen von Fritillaria imperialis nahm er den Ho' 
liig hinweg und erhielt ebenfalls gute Früchte. (Ebendas.) 
















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gesund, und fingen alsdann an, nach und nach abzufallen. 



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nur wenige Früchte zur Reife gelangten, vielleicht in 
Folge des heftigen Regenwetters, das gerade um die Blüthe- 
zeit herrschte. 








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IV. Geraniaceae De Cand. 

Erodium hymenoides Andr. 

8. Von 6 halbgeöffneten Blumen, deren Nektardriisen 
aum feucht zu werden begannen, wurden diese abge- 



tragen; nur 2 brachten gute, ganz reife Früchte. 

Geranium phaeum. 
9 # Von 7 geschlossenen Blumen wurden die 



e Honig- 
Saamen. welche 



ke 



Geranium reflexum. 

10. Von mehr als 20 angestellten Versuchen, genau 
Wie bei der Vorigen ausgeführt, schlugen alle fehl; übri- 
gens trugen auch unberührte Blumen an mehreren Pflanzen 
keine Saamen. Die Ursache blieb uns unbekannt. 



11. 



V. Tropeoleae Juss. 

Tropaeolum majus* 

Von 5 geschlossenen Blumen, die theils im Begriff 
Waren sich zu entfalten , theils noch zwei Tage dazu 
nöthig hatten, wurden die Sporne abgetragen; 3 davon 
trugen vollkommen reife Früchte binnen 40 Tagen; die 
Samen hatten vollkommene Keimfähigkeit, und haben 
vollkommene junge Pflanzen geliefert. 



12. V 



Pollen und Honig e 
Sporne abgetragen ; 
vollkommen. 



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den ebenfalls die 

in fünf Woche* 












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VI. Balsamineae Rieh. 

Impatiens Balsamina. 
13. Von 20 geschlossenen Blumen wurden die Sporne 



abgenommen 



sie hatten noch keine Spur 



von Honig er- 



gössen; 10 davon trugen schöne Früchte, die vollkommen 



reif wurden* / 




Violarieae De Cand 

Viola tricolor. 



geschlossenen Blumen, die noch keinen 




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dem der Staubfäden abgetragen ; 
Wochen reife Saamen, welche 

15. Von 2 Blumen, die zwar geöffnet waren, aber noch 
keinen Honig ergossen hätten, wurden gleichfalls die 



T 



ten reife Früchte, die keimten. 



VIII. Cmciferae Juss. 

Cheiranthus incetnus. 
16. Von 5 Blumen 5 die noch k 

hatten* bei denen aber die Staubfäd 



entleert waren , 
Kelchblätter, die 



m schon zum Theil 

wurde der untere Theil der gröfsern 

zwei kurzen Staubfäden und die die- 



selben umgebende Drüse abgetragen ; nach 5 Tagen ragten 
die Pistille schon etwas über die Krone hervor, nach 10 
Ta^en fiel die Krone ab, 4 bildeten sich zu vollkommenen 
Früchten aus ; . einer derselben war bei der Operation 
sogar ein Stückchen des Fruchtknotens abgeschnitten wor- 



de 



sie 



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? — 

noch nicht ganz gereift waren, bei der Aussaat. 

Hesperis matronalis. 

17. Bei 6 Blumen wurde derselbe Versuch gemacht, 
wie bei Nro. 16. ; 4 davon trugen Früchte, die freudig 
heranwuchsen , aber durch einen Zufall kurz vor der 
Reife abgeschnitten wurden. 






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127 



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IX» Fumariaceae De Cand. 

Corydalis aurea Vent 

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IS. An 24 Blumen 5 die noch keimen Honig ergossen 



hatten ? wurden die Sporne der Blume und Staubfäd 



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abgetragen; sie trugen binnen 8 Wochen vollkommen reife 



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Corydalis lutea Vent. 



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19- Von 25 Bin 4 en, wie die vorigen behandelt, trugen 



nur 10 Früchte, 



Fumaria öfficinalis. 



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20. Von 19 geschlossenen Blumen, denen die Sporne 
abgeschnitten wurden^ trugen nur 12 reife Saamen. 









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X* Berberideae Vent. 



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Epinteditttn älpinüm. 



21. Von 4 Blumen 



\ denen die Nektarien abgetragen 
wurden , wovon nur 2 eine Spur von Honig ergossen 
hatten, nahmen alle ihren regelmäfsigen Verlauf; nach acht 
Tagen standen die Fruchtknoten frisch , aber nach drei 
Wochen fielen sie alle ab; übrigens trüg die ganze Pflanze 
keine einzige reife Frucht; vielleicht war der Standort 
ungünstig* 









XI. Ramxnculaceae De Cand. 



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22. Einer Blume, d 



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und weder Pollen noch Nektar ergossen hatte, wurden die 



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mäfsig vor sich 5 der Fruchtstiel verlängerte sich, wurde 

aber durch ein Insekt angefressen , so dafs die unreife 
Frucht abwelkte. 



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ms europaeas 



23. Von 3 Blumen, denen, als sie noch geschlossen 
Waren , die Nektarien abgetragen wurden, gelangten alle 



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ollkommenen reifen Früchten. 












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Helleborus foetidus 



24. Von 2 geschlossenen Blumen, die noch keine Spur 
von Honig ergossen hatten, wurden die Nektarien abge- 

Die Entwickelung wurde nicht 



7 Tagen waren alle Staubbeutel 



tragen. 

dadurch gestört; nach 
entleert; nach 8 Wochen hatte eine davon 3 reife Kap- 
seln welche 11 vollkommene Saamen enthielten, die andere 

trug keine Frucht. 

25. Bei einer Blume, worin 5 Staubbeutel entleert, 
die Nektarien am i gefüllt waren, wurden dieselben ab- 
getragen ; sie 
Saamen. 



trug 3 vollkommen reife Kapseln mit 



9 



26. Bei 2 Blumen, worin 



alle Staubbeutel bis auf 2 



entleert, die Nektarien bis auf § mit Honig gefüllt waren, 
wurden diese noch abgetragen ; eine verwelkte, die andere 



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Zahl. 



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27. "Von 10 geschlossenen Blumen, die weder Pollen 

wurden die Sporne abge- 



och 



Honig ergossen hatten , 



schnitten; die Entwicklung war ungestört, nach 5 



Tagen hatten sie abgeblüht, sie trugen eben so 
eben so grofse Kapseln, als unberührte Blumen, 
Saamen sanken im Wasser zu Boden. 



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- Aconitum tauricam Wulf, 
on "54 Blumen, denen vor dem Ergufs des Ho- 
Nektarien abgeschnitten wurden, trugen alle 
reife und vollkommene Kapseln. 

Aconitum lafcoctonum. 
29. Von 11 Blumen ? wie die Vorigen behandelt 5 tru- 
gen 4 reife, dreizählige Kapseln, wovon jede 3 gute 
Saamen enthielt. 

* 

Delphinium elatum Willd. 

80. Von 40 Blumen, denen vor dem Ergufs des Ho- 
nigs die Sporne abgeschnitten worden, trugen 30 vollkom- 
mene Kapseln und Saamen, welche keimten. 



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31. 



Delphinium Ajach. 

Von 28 Blumen , denen vor dem Ergufs des Nektar* 
die Sporne abgeschnitten wurden, trugen 21 vollkommene 

Früchte, die ebensoviele und schöne Säamen enthielten, 
wie unberührte. 



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Consolida. 



%% Von 11 Blumen, 
9 vollkommene Früchte. 



— 4 

delt, brächten 






Mgella damascena. 

Von 7 geschlossenen Blumen, denen die Nektarien 
aWetragen wurden, trugen alle schöne Früchte , die voll- 
kommen reif wurden z ). 



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Aus Obigem ergibt sich, dafs von ungefähr 441 an 28 
Pflanzenarten angestellten Versuchen 233 gute Saameii 
lieferten, unter welchen die von Viola tricölor , Tropaeolam 



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die 



übrigen ab 



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durch ihre stufenmäfsige , mit unverletzten 



Fruchtknoten ganz gleichen Schritt haltende Entwicklung 
und ihre äüfsere Beschaffenheit keinen Zweifel über ihre 
Keimfähigkeit übrig lassen. Am ungünstigsten fielen die 



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Lonicera, Epimedium> Gefanium und Erodiam aus; was 



so ist es übrigens eine allge- 



die vier ersten anbelangt, 
meine Erfahrung, dafs sie nicht immer gute Saamen 
liefern, öder überhaupt Früchte ansetzen; bei den vier 
letzten mag die ungünstige Witterung, bei Geraniam und 
Erodium aber namentlich auch die Schwierigkeit, die Ope- 
ration ohne alle Verletzung des Fruchtknotens vorzunehmen, 

dazu beigetragen habeiL 









z) Auch Desvaux erhielt gute Früchte 
such an dieser Pflanze, (Ä. a. O. 



i 

bei einem ähnlichen Ver- 
p. 77.) 



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Zweite Reihe. 



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Zerstörung der übrigen Blüthentheile 



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fser den Nektarien. 



I. Asphodeleae R. Br. 

Aspltodelns Intens. 

34. An 6 geschlossenen Blumen wurden die Blumen- 
blätter abgeschnitten; nach 3 Tagen war reichlich Honig 

ergossen. 

35. In 6 Blumen wurden Staubfäden, Griffel und 

Blumenkrone über dem Fruchtknoten abgeschnitten 5 nach 
3 Tagen war Honig ergossen. a ) 



IL Narcisseae Rieh. 






JNarcissus poeticus. 



36. Weder Abtragen der Blumenkrone, noch der Staubr 
fäden , x noch der Blumenkrone und der Staubfäden samt 

dem Griffel hinderte den Honigergufs. 



III. Orchideae Juss. 



Orchis JVLorio. 
37. Sondert keinen Honig ab; dennoch wurde an mehr 
als 40 Blumen der Sporn abgetragen ; keine einzige trug 
reife Frucht. 



Gymnadenia conopsea R. Br. 



38. 



Bei 5 Blumen, a b c d e, wovon nur a eine Spur 



von Honig ergossen hatte, wurden alle Blumen- und Kelch- 



d 1, e i Pariser Linien Honig in dem Sporne ; er wurde 



entfernt; nach 5 Tagen hatte a 1, b 0, c 2^, d 



Tage später finden d 



/ 



a) Wo nichts über die Frucht bemerkt ist, da wurde sie gar 
nicht beachtet, weil Zeit oder Gelegenheit hiezu mangelte. 




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131 



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untersten an zu vertrocknen, da wo sie der Blume einge- 
fügt sind; 6 Tage später waren die Fruchtknoten etwas 
veroröfsert, die Sporne trocken und schmeckten süfs ; nach 
6 Wochen sind zwei Früchte vollkommen gereift. 

1 

39. Bei 5 Blumen wurden Kelch- und Blumenblätter 



d 



doch 



so 



dafs die Insertion des Sporns und der Fruchtknoten un- 
verletzt blieb. Es erfolgte dennoch der Honigergufs, aber 
keine Frucht. 


































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Piatanthera bifolia Rieh. 

40. Bei 12 Blumen, die noch geschlossen, wurden 
Kelch- und Blumenblätter nebst der Befruchtungssäule etwas 
über ihrer Basis abgetragen; die Honigabsonderung geschah 
ganz ungestört, und betrug bei einigen Spornen bis zu 
6 Pariser Linien. Keine Frucht. 



41. 



den Kelch 



und Blumenblätter abgetragen; die Honigabsonderung gieng 
ungestört von Statten; nur eine Frucht reifte. 





















■ 



IV. Scrophularinae R. Br 

Antirrhinum majas. 



1 
1 






42. 



Weder Abschneiden der obern Hälfte der Krone 
allein, noch der Staubfäden allein, noch der Staubfäden 

Pistill und obern Kronenhälfte hinderte die Honig- 

\ 

absonderung. 



samt 



V. Labiatae Juss. 

Salvia officinalis 
43. Verhielt sich wie Nro. 42. 



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VI. Polemoniaceae Juss. 



Polemonium coeruleum* 



44. Versuche und Erfolg ganz wie bei Nro, 42 



9 



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132 



VII. Gentianeae Juss 



45 



Gentiana lutea. 

Versuche und Erfolg wie bei Nro. 42 



\ 



VIII. Asclepiadeae R. Br 

* 46. Asclepias syriaca. 



47. 



curassavica 



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nach- 



48. Hoya carnosa R. Br. 

Bei sämmtlichen fielen die Blumen 6 
dem die Blumenblätter der am Aufblühen begriffenen 
Blumen abgetragen worden waren, 



ab , ohne 



Honig 



er- 



gossen 



zu 



liab 



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IX. Sdxifrageae Juss. 



49. Saxijraga decjpiens Ehrh. 



50. 



■ 

sarmentosa. 



Abtragung der Blumenblätter vor dem Aufblühen Ter- 

hinderte die Honigabsonderung nicht. 



X. Nopaleae Juss. 

Cactus ßagelüformis. 

* 

51. Weder Abtragung der Blumehkröne ehvas über 
der Basis, noch der Staubfäden allein, noch der Staub- 
fäden, des Griffels und der oberen Hälfte der Blume an 
ganz verschlossenen Blumen vorgenommen, hinderte die 
Honigabsonderung-; 

XI. Leguminosae Juss. 

Lathyrus odpratus. 



* * 



52. Versuche und Erfolg wie bei Nro. 5L 



XIL Geraniaceae De Caiid» 

53. Geraniwn phaewn. 



54, 



refiextim« 



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55. Erodiarn hymenoides Andr. 

56. Pelargonium grandiflorum. 

m 

Entfernung des Kelchs und der Blumenkrone hinderte 



die Honiffabsonderung nicht; bei Nro. 



5° 



und 55. gieng 



auch die Fruchtbildung von Statten ; die Saamen wurden 
vollkommen reif und kamen zur Keimung. 












XIII. Tropeokae Jus$, , 



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57. Abt 



dem Oeffnen de 



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Blume hinderte den Honigergufs nicht; es gab bei allen 
Blumen reife Früchte, die keimten. 



5S. 



öö. Abtragung der Kelch- und Blumenblätter hinderte 
weder Honig- noch Fruchtbildung; doch trug jede Blume 

nur einen guten Saamen, sons.t tragen sie drei. 

59. Abtragung der Blumenblätter, Kelchblätter und 
Sporne hinderte die Fruchterzeugung nicht; es gab jed^ 



Blume 3 reife Früchte. 



XIY. Balsamineae Rieh 



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* 



- 

Impatiens Balsamina. 

■ 

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60. Abtragung der Blumenkrone vor dem Oeffnen der 
Blume verhinderte die Fruchtbildung nicht; die Früchte 
sind vollkommen reif geworden. 



XV. Violarieae De GancL 



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Viola tricolor. 



- 

61. Weder Abtragung der Blumenkrone vor und nach 
dem Oeffnen, noch Entfernen des Kelchs, noch Entfernen 
des Kelchs und der Krone verhinderten die Fruchtbil- 
dung; die Saamen derjenigen, 
worden war, keimten* 



wo die Krone entfernt 



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134 



XVI. Cruciferae Juss. 



Cheiranthus incanus. 



62. Abtragen 



a 



weder den Hpnigergufs noch die vollkommene 



Ausbildung der Frucht. 



63. Abtragung der Blumenkrone 5 Staubfäden und Pi- 
stille über der untern Hälfte der Blume verhinderte gleiche 

falls die Honigabsonderung nicht. 

Hesperis matronalis. 

4 

64. Versuche und Erfolge wie bei Cheiranthus. 



XVII. Ranunculaceae De Cand. 

* 

Trollius europaeas. 
65. Abtragung der Kelchblätter vor dem Oeffnen der 



Blu 



* 



me hinderte die Fruchtbildung nicht. 



Helleborus foetidas 



66. Abtr 



die. 



kaum geöffnet, noch keinen Honig ergossen hatte , ver- 
hinderte den Honigergufs nicht; die Frucht reifte voll- 

kommen. 

67. Hinwegnahm'e des Honigs mittelst eines Pinsels 

verhinderte die Fruchtbildung nicht. 



6S. Hinwegnahme der Staubfäden vor dem 



Honig 



ergusse verhinderte denselben nicht. 

























Aquiiegia vulgaris. 

i - 

69. Abtragung, der Staubfäden bei geschlossenen Blu- 



men hinderte den Honigergufs nicht; sie 






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aamen 



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zu Boden sanken. 




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70. 



MflBfe 



Abtragung der Blumenblätter ebensowenig. 

der Pistille verminderte die Honig- 



71. Abtra 



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Erzeugung 






Abtragung der Pistille 5 Staubfäden und obern 

i 

Hälfte der Blumenkrone verhinderte die Honigabsonderung 
durchaus nicht. 













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Aconitum taurlcum Wulf. 



135 



73. Abtragung der Korolle (des Kelchs) verhinderte 
die Honiff- und Fruchtbildung nicht. 



Abtragung aller übrigen Bluraentheile bis auf die 
Hektarien verhinderte die Honigabsonderung nicht. 



74. 









I 

■ 









Aconitum Lycoctonum. 

75. Verhielt sich ganz wie Aconitum tauricum. 

Delphinium Ajacis. 

76. Abtragung der Kelchblätter und des Blumenblattes 
verhinderte weder Honigabsonderung noch Fruchtbildung. 

Delphinium Consolida. 

77. Abtragung der Blumenblätter und des Kelchs hin- 
derte die Fruchtbildung nicht. 









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I 















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Das Resultat dieser Versuche ist in Kurzem folgendes : 

r Zerstörung der Blumenkrone, noch 






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der Staubfäden und Pistille hindert die 

l 

Honigabsonderung; ist nur 



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er 



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das abson- 
r g* a n unvei'ActÄL, » «-> sondert es 
sobald es die ffehöriffe Entwick- 



unverletzt, so 



auch a b 5 

lu ng erreicht hat; eine 

Asclepiadeen. 



S 



rige 



Ausnahme machen die 



II. Zerstörung der Blumenkrone oder des 



ht- 



Kelchs hindert in der Regel die Fruc 
bilduno- nicht; Ausnahmen scheinen wiederum 
die Asclepiadeen zu machen. 



III. Entfernen des ausgesonderten Honigs 



hin- 



dert die Fruchtbildung nicht. (Siehe Versuch 



Nro 



■ 

Vergleichen wir nun die Ergebnisse vorstehender Unter- 
suchungen mit den oben (pag. 119. ff.) 



sichten der 



Naturforscher über den Zweck der 



angeführten An- 

Honig- 



absonderung 5 so finden wir folgende 



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1 täte; 



L Dafs die 



Honigabsonderungj als 



in den 



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eisten Blumen der höher organisirten 
Gewächse vorhanden, und zur Zeit der 

■ 

Bestäubung erfolgend, mit dem Befruch- 
tunffseesch'äfte, oder, was ebensoviel ist, 
mit der Entwicklung der Blüthe im innig- 

4 * 

sten Zusammenhang stehe n müsse. 

* ■ • * — 

Der Hauptzweck der Pflanze ist Fortpflanzung, sey es 

Organe, sey es durch Frucht; der 
der Blume aber ist Hervorbringung der Frucht; auf diese 

ist alles in der Blume berechnet, folglich mufs es auch 

Je unmittelbarer ein Organ 



durch knospenartige 



die Saftabsonderung seyn 
mit der Fruchterzeugung in 



Verbindung steht , 



um so 



wie 



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ist sein Daseyn für den Zweck der Blume, und 



- 



umgekehrt 



4 



Diese Gründe haben, wie es scheint, P. Blair, Pon- 
tedera, Böhmer, Roth, Perroteau und Soyer- 
Willemet verleitet, dem Nektar eine materielle Beihülfe 
zum Befruchtungsgeschäft zuzuschreiben, wornaeh der- 
selbe entweder die Polle^feuehtigkeit absprbipen und dem 
Fruchtknoten zuführen sollte (was nach den neueren 
Kenntnissen, die wir über den Akt der Befruchtung be- 
sitzen, ganz unstatthaft ist, und bei der gewöhnlichen 

und der Seltenheit, wo der 



Stellung 



d 



er 



Saftorgane 



Pollen wirklich mit dem Honig in Berührung kommt, in- 
dem er häufig durch die sogenannten Saftdecken davor ge- 
schützt ist, unmöglich ist, bei den diklinischen Pflanzen 
aber, welch*? doch auch Honig absondern, ganz zweck- 

I * 

widrig seyn würde); oder durch Befeuchtung (Einölung) 
des Fruchtknotens die Entwicklung desselben begünstigen 

diese letztere Ansicht spricht, dafs bei 



müsse. 



Gegen 



vielen Blumen, die gerade sehr reichlich Honig absondern, 

ReUeborus, Epimedium y Nigella, der Honigbehälter so 
angebracht ist, dafs ein Ztiriickfliefsen des 



wie 1 



Fruchtknoten gar nicht denkbar ist, und daß 

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Honigs an den 

s in eine?. 




















137 






weit oröfseren Zahl von Fällen die Nektarien samt dem 
Honig abfallen, sobald die Entwicklung der Frucht beginnt ; 



Asperifolien, Capriß 



Versuche- anlangt, die Pontedera, Ferro teau 



Was nun die 

und 



W 



für ihre Meinung als beweisend 



/ 



von 



anführen, so sind dieselben zu einzeln, als dafs sie hier 

Gewicht seyn könnten , und durch unsere eigenen 
und die von M. Desvaux bei verschiedenen Familien 
zahlreicher angestellten hinlänglich widerlegt, aus welchen 
sich nämlich ergiebt: 

II. Dafs Zerstörung der Nektarien die Ausbil- 

keimfähigen Frucht durchaus 



/ 



einer 



düng 

nicht verhindere, und dafs man daher nicht 

berechtigt sey, zu behaupten, die Honig- 
absonderung sey zur Ausbildung derFrucht 

unumgänglich nothwendig. 



Denn wenn deich bei den meist 

Pflanzenfainilien die Honigabsonderung vorhanden ist 



so 



fehlt sie. wie wir oben Qmg. 96 



99.) dargethan haben, 






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auch nicht selten, und dennoch bringen diese Pflan- 

die absondernden. 



ebenso gut reife Früchte, wie 



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Indessen sind wir weit entfernt, aus unsern Versuchen 



schliefsen zu wollen, dafs die Honigabsonderini 




deswegen 



für die Fruchtbildung keinen Nutzen haben könne, weil, 
wenn man dieselbe verhindert, dennoch gute Saamen ent- 



df 



dafs 



stehen: es wäre diefs gerade, als wenn man daraus, c 
ein Mensch, dem man die Kropfdrüse, oder ein Hand, 
dem man die Milz durch eine Operation hinweggenommen 
hat, noch fortlebt und sich vielleicht wohl befinden kann, 
schliefsen wollte, diese Organe haben keinen Nutzen für 






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Der Hauptversuch von Perroteau, worauf er und Soyer- 
Willemetihre Ansichten stützen, bestand darin, dals erden 
Nektar von Fritillaria imperialis hinwegnahm, worauf er 
keine Frucht erhielt; bekanntlich trägt aber diese Pflanze, 
wie noch viele Zwiebelgewächse, nicht immer Früchte. 






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den Organismus, oder wenn man behaupten wollte, das Vor- 
handenseyn der Menstruation sey zur Conceptiorisfähigkeit 
öthig 5 weil Frauen, welche noch nie menstruirt haben, 



unno 



dennoch schwanger werden können. Haben wir doch auch 
durch unsere Versuche dargethan, dafs Kelch und Blumen- 
krone hinweggenommen werden können, ohne dafs die 
Fruchtentwicklung dadurch Schaden nahm, sollten wir hier- 
aus uns für berechtigt halten, zu glauben, dafs diese Organe 
für die Blume keinen Werth haben? — Es bleiben der 
Natur in allen ähnlichen Fällen eine Menge Hülfsmittel, 
wodurch sie eine gestörte Funktion ersetzen kann , ohne 
dafs wir es bemerken ; wie viele vikarirende Thätigkeiten 
der Art kennen wir nicht beim Menschen im gesunden 
und kranken Zustande? Und wieviel leichter kann sie 



eine solche in dem Leben der Pflanze, dem niedereren 

■ 

Organismus, einleiten, wo die Gesetze des Chemismus und 
der Anziehung viel freier walten, als in dem höheren 
Thierleben, und wo die Organe der Abscheidung spezi- 
lischer Stoffe (das Zellgewebe) so allgemein verbreitet 
d? Wir haben schon oben (pag. 118.) darauf hinge- 
deutet, dafs bei den Blumen, wo die Honigabsonderung 

fehlt, vielleicht die Blumenkrone selbst der Ort der Honig- 
absonderung werde, vielleicht übernimmt sie auch in solchen 
Fällen Mwö ] 

* 

weggenommen wurden, diese Funktion 



sin 



die Nektarien vor der Saftausscheidung hin- 

Sollte sich aber 



auch auf dem Wege der Analyse (den wir bis jetzt ein- 
zuschlagen leider noch nicht Gelegenheit hatten) in solchen 
Blumenkronen kein Zucker entdecken lassen, so bleibt 
ja der Blume auf dem Wege der gas- und dunstförmigen 
Exhalation ein weiter Spielraum zu Herstellung des innern 
Gleichgewichts in den chemischen Thätigkeiten offen. 


















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Sollen wir nun mit Conrad Sprengel annehmen, die 

sey dazu vorhanden, um die Insekten 



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absonderung 



anzulocken, damit sie die Befruchtung bewerkstelligten? 
dagegen spricht vor allen Dingen der Umstand , dafs bei 
den meisten honiggebenden Blumen die Befruchtung kei- 










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139 



ner fremden Hülfe bedarf, weil die Entwicklungsweise 
und das Längenvei-hältnifs der Geschlechtsorgane von de 

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Art sind, dafs 



sie die Befruchtung von 



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im 



selbst 



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eigenen 



Zimmer und unter unseren 



Augen sich be- 



fruchten sahen, ohne alle Beihülfe von Insekten); oder i 
weil bei vielen die Befruchtung vor sich geht (z. B. bei 
Campanuld), ehe die Blume sich öffnet und ein Insekt 

™~ »derum sehen wir die Honigabson- 

derung bei manchen Diklinisten ( 



eindringen kann. 



Wi 



ifereri) 



i — * 

wo man am ehesten die Bei- 



hülfe der Insekten für nothwendig erachten sollte. Zvva 



können und wollen wir ni 



icht läugnen, dafs bisweilen 



d namentlich bei 



zweihäusigen Pflanzen 



Insekten die 



Befruchtung vermitteln, die Beobachtungen von Conrad 
Sprengel sprechen zum Theil hinreichend dafür, aber 

icht wahrscheinlich, dafs die Natur ein so 



nur ist es ni 



wichtiges Geschäft , wie die Befruchtung bei der Pflanze 



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ist, so ganz dem Zufi 




selbst einleiten j 4%j 







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Noch eher könnte man der Ansicht beipflichten , dafs 
die Honigabsonderung dazu vorhanden sey, um einer ge- 



wissen Klasse von 



Insekten Nahrung 



zu verschaffen. 



Wirklich zeigt auch die Erfahrung, dafs viele dieser klei- 



nen 



Geschöpfe aus 



dem Honigapparat 



der Blumen sich 



Futter holen. Allein wir würden gewifs der Natur zu 



nahe treten, wenn wir 
Apparate ansehen wollten ; 



einen Selbstzweck und Nichts 



dies als den Hauptzweck jener 



in der Natur hat 






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os um eines Andern 







ariden. Man k 









behaupten, der Blumenstaub sey 



um der Insekten, die 



der weisen Oekonomie der 



Körner der Gräser um der Vögel willen vorhanden, weil 
solche gleichfalls manchen derselben zum Futter dienen. 
Vielmehr liegt alles dies in 
Natur, vermöge welcher sie alles, was sie schafft, so viel- 
fach als möglich für die Wohlfahrt des grofsen Ganzen 
benützt, und so hat sie auch den Honig, der als ausge- 

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140 



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Blume keinen weitern "W 



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Nahrung zu dienen und durch sie auch dem Mensehen 



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Wir kommen nun noch zu der letzten Th 

[ nämlich zu der chemis 



über 



ch 



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die Honigdbsonderung , 
welche Medikus, Kielmeyer und Curt Sprengel 
mit mehr oder weniger Modifikationen aufgestellt haben? 
und zu welcher auch wir, durch unsere Untersuchungen 
geleitet, uns bekennen. Die Zuckerbildung ist, wie wir 
oben (pag. 115 — HS-) gesehen haben, eine sehr häufige 

dem Lebensakte der Pflanze, und man 



Erscheinung in 

könnte sagen karakteristisch für 

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Thierreich , wo sie nur in gewissen Fällen , wenn 



sie, im Gegensatze zum 



das 



( 



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Harnruhr) auftritt : wie die Zuckerbildung in dem Stamm 



der Fruchthülle, 



Wur 



so ist auch die Honigab- 



$onderung in der Blume das Ergebnifs eines chemisch- 
vitalen Aktes mit Vorwalten des Chemismus und daraus 



hung 



Kö 



nnen wir 



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ja künstlich Zucker erzeugen, wenn wir Säuren auf stärk- 
mehlhaltige Stoffe einwirken lassen, Gärtner fand sogar, 
dafs der auf die Narbe von Nicotiana rustica gebrachte 



blaue Pollen 



Ni 



und endlich ganz blafs yrurde, so lange eine Befruchtung 
Statt fand, dafs er aber an Farbe und Gestalt unverändert 
blieb , wenn die Befruchtung vorüber war c ). Erblicken 
wir nun selbst bei der Befruchtung, d. h. bei demjenigen 

* 

Akte, der die Pflanze dem Thier noch am meisten nähert, 

(und wobei sogar der Stickstoff, der Repräsentant des 



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c) lieber die Befruchtung einiger 
Tischen Abhandlungen einer 
I. pag. 60. 



Gewächse, in den naturjiisto« 
Gesellschaft in Würtemberg 






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141 



Thierisehen, in 



den Befruehtungsffeuchtigkeiten auftritt,) 



eine so 



wir daran 



1 che chemische Einwirkung, wieviel mehr dürfen 

ben, wenn es sich um Bildung polarisch 




wir daran glauben, wenn c» wu* ^*« ^ u ^»8 yv«*™yj 
verschiedener Flüssigkeiten im Bereich der Blume handelt ? 









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fand, dafs alle Blumen Sauerstoffgas auf- 
nehmen und eine fast gleiche Menge kohlensaures Gas 






Sau 



ssure 



erzeugen 



Sonnenlicht und W 



Geschäft, Schatten und Kälte vermindern es. Im Allge- 
meinen erzeugen die Blüthen bei gleichem Gewicht mehr 
kohlensaures Gas, als die grünen Blätter in gleicher Zeit 
im Dunkeln hervorbringen. Die Einsaugung von Sauer- 
stoffgas und die Erzeugung von Kohlensäure wird haupt- 
sächlich durch die Geschlechtsteile bewirkt. Diefs wäre 
also eine einfache Orydation des zuviel vorhandenen oder 
in zu grofser Menge der Blume zugeführten Kohlenstoffs", 

gesteigertes Blattleben in der Finsternifs. (Nur im 
Dunkeln scheiden die Blätter kohlensaures Gas aus, im 

säure der Atmosphäre 

Bei der Fruchtreife 
findet der umgekehrte Prozefs Statt ; unreife Früchte ver- 
halten sich wie die Blätter, sie sondern bei Sonnenlicht 
Sauerstoffgas aus 



ein 



) 



oder vielmehr sie nehmen Kohle auf. 
Ebenderselbe Prozefs , der beim Stengel- und Blattwachs- 
thum der Pflanze kohlige Bestandtheile zuführte, fährt in 
der Blüthe fort zu wirken , aber die Stengelbildnng hat 
aufgehört weil die Blume denselben beschliefst, es tritt 

daher 



Ausscheidung der K 



in 



der 



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zersetzte W 
Theil seines 

Kohl 




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ibt an die Generationsorgane einen 
[•stoffs ab , der sich mit einem Theil 

. „ chtungsfeuchtigkeiten und zum Wachs 

der Antheren gestaltet, während ein anderer, gleichfalls 
mit Kohle verbunden , als ätherisches Oel aus der Krone 
entweicht ; der Sauerstoff aber verbindet sich mit einem 
andern Theil der Kohle, mit demselben, der früher zur 

Zucxer- 

lägerrl 



Stengel- und Blattbildung verwendet wurde, zur 
bildung. Wo die Honigaussonderung fehlt, da 






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142 



sich die oxydirten Stoffe in den Blumenblättern selbst ab. 
Nach der Befruchtung tritt eine Veränderung im ganzen 
Organismus der Blume ein d ) ; jener chemisch-vitale Prozefs 
beginnt jetzt im Ovarium, und es tritt hier die Ablage- 
rung der polarisch entgegengesetzten Stoffe in den ver- 
schiedenen Schichten des Saamens und der Frachthülle 
auf. Demnach wäre die Honigabsonderung der 
Ausdruck einer vikarirenden Thätigkeit, die 
sich später in dem Ovarium zu konzentr iren 



bestimmt ist, wie 



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Weib 



Die Natur, sagt Göthe, hat sich soviel 



Freiheit vorbehalten, dafs wir 



Wissen und W 



schaft ihr nicht durchgängig beikommen oder sie in 
Enge treiben können. 



die 



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d) Sielie Seite 93. die Beobachtung bei Nigella damascena 









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Familien und Gattungen, welche in Beziehung auf Nektarien 

und Honigabsonderung untersucht worden sind. 









Acanthacpae 

Acanthus 

Acer 

Ac erineae 

Achyranthes 

Aconitum 

Acorus 

Acotyledones 

Actaea 
Adenandra 

Adenanthus 

Adonis 

Aesculus 

Agapanthus 

Agathosma 

Agave 

Agrimonia 

Agrostemma 

Ajuga 

Albina 

Albuca 

Alcea 

Aletris 

Aleurites 

Alisma 

Alismaceae 

Allionia 

AUium 

Alnus 

Alstonia 

Alstroemeria 

Alternanthera 






Seite 

41 
41 

75 

75 

34 

91 

17 
16 

93 

70 

31 

88 
74 
23 
70 
21 
65 
79 
43 

27 
23 

78 
21 
94 
19 
19 
36 
23 
95 

49 
22 
35 



Althaea 

Alyssum 

Amara.ntha.ceae 
Amaranthus 
Amaryllis 
Ambro sinia 

- 

Amentaceae 

Amomum 

Ampelideae 

Amygdalus 

Anchusa 

Andrachne 

Andromeda 

Anemone 

Anethum 

Angelica 

Anthericum 

Anthyllis 
Antirrhinum 
Apo cyneae 

Apocynum 

Aquilegia 

Arabis 

Arbutas 

Areca 

Arenaria 

- 

Argemone 

Argothamnia 

Aristolochia 

Aristolochiaceae 
Armeria 

Aroideae 



Seite' 

78 
83 

34 
34 
23 
17 
95 
27 
73 
66 
44 
94 
51 

88 
56 
56 

20 
66 
37 

48 
49 
91 
84 
51 
18 
79 
86 
94 
30 
30 

35 
17 



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Arum 

Äsarum 

Asclepiadea e 
Asclepias 

Asperula 

Asp'hödölfcac 

Aspiiodelus 

Astragalus 
Astrantia 



Astroniitm 

Ätragene 

Atripiex 

Atropa 

Aür anti accae 

Avena 
Axyris 
Ayenia 
Azalea 




ätlota 

B a 1 s a m i n e a \e 

Banisteriä 

Banksia 

Barbarea 

Berberideäe 

Berber is 

Beta 

Betonica 

Betula 
Bignonia 

Bignoniaceac 

Biscutella 

Bixa 
Bixineae 

Biighia 
Blumenbacliiai 
Boccönia 
Böerhävia 

B ombäceae 

Boronia 

B or aginfräe 

Bdrago ^ 

Böuvardiä 

Brabeiuni 

Brandesia 1 

Brassica 

Braunea. 

Bronielia 

Bromeliaceae 

Browallia 

Bruces 



\ 



faxt*. 

17 
30 

47 

47 

54 

20 
20 
67 
36 
68 
88 
34 
40 
76 
17 

39 

77 
00 



43 

73 

75 

32 

84 
86 
86 

34 

43 
95 
46 
46 
83 
81 
81 
74 
69 
86 
36 
78 
70 

44 

44 

54 

31 

35 

84 

87, 

22 

22 

38 

68 



BrunölUä 
Bryonia 

Buchanania 
Bilcholziä 

s 

Bückiä 

Buettneria 
Buettneriäceäe 

Buginviilea 
Bulbin e 
Buplcurum 
Butomus 
Buxus 




■ 

actus 

Calla 

Calodendröni 

Cä'lothamrius 

Caltha 

C a 1 y c a n t h e a e 

Cäiycanthü« 5 
Camellia 

Camellieae 

Catnpanula 
Cämpanüläceafc 

Canna 

Cäpparideac 
Capr ifoliaceae 

Caprifoiiuiii 
Cap sie uni 
Cäfdamine 

■ 

Cärdiospermuni 
Gar ex 
Cärica 
Carpiniis 

Caryophyllfcäe 

Cassia 

Cassyta 

C e 1 a s t r i ri e a e> 

Celastrus 

Celosia 
CenarrHenes 
Centranthus 
Cephalantherä; 

Cörastium 

Cerasus 
Cerinthe 

Ceropegiä 

Chaeropbylluiti 

Cliamaedoreai 

Cheiranthua 
Chelidönium 



Seite 

69 
60 

68 
35 

27 



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Ghelone 
Chenopodeae 

Chenopodium 

Chironia 

Cimicifuga 

Cissus 

Cistineae 

i 

Cistus 

Citrus 
Clematis 

Cleome 

Clutia 

Cobaea 

Cochlearia 

CofFea 
Colchiaceae 

Colchicum 

Comarum 
Commelina 

Commelineae 

Coihihersonia 
Compositae 

C oniferae 
Convallaria 

Convolvuläceae 

Convolvulus 

Coptis 

Cornus 

Coroniila 

Corydalis 

Corylus 

Corynocarpus 

Corynostylis 

Cosmelia 

Crambe 
Crassulaceae 

Crataegus 

Crinuin 
Crocus 

Croton 
Cruciferae * 

Cryptoearya 

Cucubalus 

Cucumis 

Cucurbita 
Cucurbitaceac 

Cuphea 

Curculigo 

Cuscuta 

Cyatliodes 

Cymbalaria 

Cvnanchum 



Seite 

46 
34 
34 
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81 
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82 



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Cynoglossum 
C yp erac eae 
Cyperus 
Cypripedium 

Cystanthe 
Cysticapnos 

Cytisus 



-Uactylocapnos 
Datura 



94 


Delphinium 


46 


Dentaria 


83 


Dianthus 


54 


Dicotyledones 


19 


Dictamnus 


19 


Diervillä 


66 


Digitalis 


18 


Dillenia 


18 


Dilleniaceae 


71 


Dio scor eae 


53 


Diosma 

* 


95 


Dipsaeeae 


19 


Ditmaria 

i 


45 


Dodecatheon 


45 


Dolichos 


90 


Draba 


55 


Dracocephalum 


66. 67 


Dro s er ac eae 


85 


Dryandra 


95 


Drypetes 


87 


* 


81 

49 


Jirfchites 


83 


Echium 


58 


Embothrium 


64 


Endyandra 


23 


Epacrideae 


24 


Epacris 


93 


Ephielis 


83 


Epilobium 


33 


I Epimedium 


79 


Epistylium 


60 


Eranthis 


60 


Erica 


60 


Ericineae 


63 


Erndlia 


20 


Erodium 


45 


1 Erysimum 


49 


Erythraea 


38 


Eiythronium 


48 


Erythroxyleae 



10 



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145 



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146 



Efythroxylon 
Eücomis 
Evonymus 
Euphorbia 

Euphorbiaceae 
Euphrasia 



-■^i erraria 

Fevillea 

Ficaria 
Flacouttianeae 

Franklandiä 

Frasera 

Fritillaria 

Fumaria ' 

Fumariaceae 



G 



alanthus 



Galeopsis 

G alium 

Garcia 

Garidella 

Gaultheria 
Gaura 

Genista 
Gentiana 
Gentianfc ä e 
Ger aniäc eae 

Geranium 

Geum 

Gladiolus 

Glaucium 

Glechoma 

Gleditschia 

Gloriosa 

Glössarrhen 

Gomphrena 

Gramine ae 

Gratiola 

Greenwäga 

Greviilea 

Grislea 

Guevina 

Gymnadenia 



■"aemanthus 

Haemocarpus 
Hakea 

Hamamelideac 






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24 
76 

32 
57 









Hamamelis 

Hamiltonia 

Hebanthe 
Hedychium 
Hedysarum 
Helianthemum 

Helianthus 

Heliconia 

Hdlicteres 

Heliotropium 

Helleborus 

Hemerocallis 

Hemimeris 

Hepatica 

Heracleum 

Hermannia 

Hernandia 

Hesperis 
Heuchera 

Hibiscus 

Hippocästaneae 

Holboellia 

Hololachna 

H om alin e ae 

Homalium 

Horminum 

Hottonia 

Hotistonia 
Hoya 

Hyacinthus 

Hybanthus 

Hydnocarpus 

Hy dr o chari d e ae 

Hydrophyllum 

Hyoscyamus/ 

Hypelate 

Hyp e ri eine a e 

Hypericum 
Hyp oxis 
Hyssopus 






**asione 

Jasmine ae 

Jasminum 
Iberis 

Impatiens 

Ipomaea 

Iresine * 

Irideae 

Iris 

Isopyrum 

Junceae 



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25 
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19 



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147 






Juncus 
Justicia 



IVaempferi* 

Kalmia 

Kiggelaria 

Kleinhovia 

Knightia 



abiatae 



Lacistema 

Lagetta 
Lambertia 

Lamium 

Lantana 
Lardizabala 

Lasiopetalum 

Lathraea 

Lathyrus 

Laurineae 

Laurus 
Lavandula 

Lavatera 

Leguminosae 

Lentibulariae 

Leontice 

Lepidium 

Leptospermum 
Leucojum 

Licuala 

Ligustrum 

Liliaceae 

Lilium 

Linaria 

Lineae 

Linum 

Listera 

Loaseae 

Lobelia 

Lobeliaceae 

Lomatia 

Lomatophyllum 
L-onicera 

Lopezia 

Lotus 

Lunaria 

Lupinus 

Luzula 

Lychnis 

Lycium 



Seite 

19 

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19 

79 

40 






Lycopsis 
L-ysimachia. 
L.ysinema 
Lythrum 



ia 



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Magnoliaceaq 

Mahernia 
Malesherbia 

Malpighia 
Malpighiaceae 

Malva 
Malvaceae 

Marrubium 

Martensia 

Martia 
Martynia 

Medicago 

Melaleuca 
Melampyrum 

Melastoma 

* 

Melastomeae 

Melia 
Mcliaceae 

Melianthus 

Melicytus 

Melittis 

Menispermeae 

Menispermum 

Mespilus 

Mimulus 

Mirabiiis 

Mitella 

Mogiphane? 

Mono cotyledone* 

Monotoca 

Musa 

Mus ac eae 

Myagrum 

Myoporineae 

Myoporum 

Myosotis 

Myosurus 

Myristiceae 

Myrmecia 
Myrte a e 
Myrtus 



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Nar cisseae 



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148 




































Narcissus 

Nasturtium 

Nectandra 

Nelumbium 
Neottia 

Nepeta 

Nerium 

Nicandra 

Nicotiana 

Nigella 
Nivenia 



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Noisetia 

Nolana 

Nop al eae 

Nuphar 

Ny et agine ae 

Nymphaea 

Nymphaeac eae 




chradenus 

Ocymum 

Qenothera 

Oleineae 

O nagr arieae 
Onopordon 

Opelia 

Ophrys 

Orchideae 
Orchis 

Origanum 
Orites 

Ornithogalum 

Orobanche 

Or obancheae 

Orobus 

Osyris ^ 

Oxalideae 
Oxalis 

Oxybaphus 



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-* aeonia 

P alm a e 

Pancratium 
Papaver 

Pap averac eae 

Paris 

Parnassia 

Passiflora 

Pas siflo reae 

Paullinia 



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35 

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86 
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69 
59 
74 






Pcdalineae 

Pedicularis 

Pelargonium 

Peltaria 

Pera 

Periploca 

Persica 

Persoonia 

Pfaffia 

Phaeocarpus 
Phaseolus 
Philadelphias 
Phlox 

Phyllanthus 

Physalis 

Phyteuma 

Phytolacca 

Pinguicula 

Pinus 

Pisum 

Pitcarnia 

Plan tagine ae 

Plantago 

Piatanthera 

Platanus 

P 1 u m b a g i n e a e 
Plumbago 

Podalyria 

Po lern oniaceae 
Polemonium 
Polygala 
Polygaleae 

Polygoneae 
Polygonum 
Populus 
Poranthera 

Potcntilla 

Poterium 
Prasium 
Prestonia 
Primula 

Primulaceae 
Pro cid a 

Protea 

Proteaceae 

* 

Prunella 

Prunus 

Psoralea 

Pulmonaria 

Pulsatilla 

Pyrola 

Pyrus 



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uassia 



Quercus 



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Ranunculus 

Raphanistrum 

Raphanus 

Renealmia 

Reseda 

Resedaceae 

Rhamneae 

Rhamnus 

Rheulh 

R hinanth eae 

Rhinanthus 
Rhodiola 
Rhododendron 
Ribes 

-- 

Rib esieae 
Richeria 
Ricinus 
Robinia 

Rochea 

Ropala 

Rosa 

Rosaceae 

Rosea 

Rosmarinus 
Rubia 

Ru biaceae 

Rubus 

4 * 

Ruellia 
Rum ex 

Ruscus 
Ruta 

Rutaceae 




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Sagittaria 

Sali caria e 

Salix 

Salpiantlius 
Salvia 

■ 

Sainbucus 
Santal aceae 
Santalum 

S apinda ce ae 

Sapindus 
Saponaria 

Sarcocapnos 



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74 
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86 



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Satureja 

Sauvagesia 
Saxifraga 

S axif r ageae 

Scabiesa 

Schinus 

Schizanthus 

Scilla 

Scirpus 

S citamineae 
Scrophularia 

Scrophularineae 
Scutellaria 



* * 



Seeale 

Sechium 

Sedum 

Sempervivum 

Serapias 

Serturnera 

Sida 

Sideritis 

Silene 

Simarubeae 

Sinapis 

Sisymbrium 

Sisyrinchium 

Smilaceae 

Solaneae 

Solanum 

Sophora 

Sorbus 

Sorocephalus 
Sparganium 
Sparmanjiia 
Spartium 

Spergula 

Spiraea 

Sprengelia 

Stachys 

Stapelia 

Staphylea 

Statice 

Stellaria 

Steno carpus 

Stissera 

Stratiotes 

Strelitzia 

Struthiola 

Stylidieae 

Stylidium 

Styphelia 
Swertia 



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Swietenia 

Symphoricarpos 

Symphytun* 
Syringa 



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Tamarindus 

Tamariscineae 

Tamarix 

Tamus 

Teesdalia 

Terebinthaceae 

Tetranthera 

Teucrium 

Thalictrum 

Thelopaea 

Theobroma 

Thesium 

Thlaspi 
Thunbergia 

Thymeleae 

Thymus 

Tilia 

Tiliaceae 

Tradescantia 

Tragopogpn 

Trichilia 
Tricratus 

Trifolium 
Triopteris 
Triumfetta 

Trollius 

Trommsdorffia 

Tropae oleae 

Tropaeplum 

Tulipa 

Turraea 

Turritis 



Ulex 

Umbelliferae 



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68 
56 



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Urceola 

Urtica 
Urticeae 

Utricularia 
Uvularia 



V. 



accimum 
Valeriana 

Valerianeae 

Veratrum 
Verbascum 

* 

Verbena 

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Verb enac e ae 

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Veronica 
Viburnum 

Vicia 
Villarsia 
Vinca 
Viola 

Violarieae 
Vitis 



Woodfprdia 

Wvirfbainia 



Äantborrlnza 

Xanthosia 

Xylomelum 

Xylophylla 



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Zieria 

Zygophylleae 

Zygophyllum 
Zymum 



Sette 

49 

95 

95 
37 
20 



51 
54 

54 

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