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Full text of "Rede im Sportpalast am 28. Oktober 1936"

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Rede des Ministerpräsidenten Göring im Berliner 
Sportpalast" über den zweiten Vier jahresplan vom 28. 

Oktober 1936. 




Meine lieben deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, 

meine lieben Kampfkameraden! 

Ich will zuerst meinen herzlichen Dank 
aussprechen für die Ehrung, die mir eben 
durch den Gauleiter der Hauptstadt, meinen 
alten Kampfkameraden Parteigenossen Dr. 
Goebbels, zuteil wurde. Ich habe dieses 
Abzeichen mit einem ganz besonderen Stolz 
empfangen, es wird mich immer verbinden 
mit den schwersten, aber auch schönsten und 
^ herrlichsten Arbeiten unseres Kampfes hier 
•^ in Berlin. Vom Sportpalast aus haben wir 
damals gefochten, von hier aus haben wir den Feind niedergeworfen. So soll diese 
Tradition heute ausströmen auf alle, um sie zu stärken für den Kampf, den auch wir 
heute wieder aufs neue ansagen, den Kampf für ein großes Ziel, das nach den zweiten 
vier Jahren erreicht werden soll. In Nürnberg hat der Führer in eindeutiger und klarer 
Weise ausgeführt, worum es geht, warum er dem deutschen Volk ein zweiten 
Vierjahresplan zur Aufgabe gestellt hat. Der Führer hat nun die Durchführung dieses 
Planes mir übertragen, und ich will vor dem deutschen Volk erklären, wie wir alle 
zusammen diese Aufgabe am besten lösen. 

Was ist der zweite Vierjahresplan? Ich fasse ihn zusammen in einem einzigen 
fundamentalen Satz: die Sicherung der deutschen Ehre und die Sicherung des deutschen 
Lebens. Ein klares Ziel, klar vor allem aber darum, weil wir ja wissen, wieweit heute die 
Sicherung gedrungen ist und weil wir darum auch wissen, daß diese Sicherung im 
zweiten Vierjahresplan darin besteht, die Wirtschaftskraft Deutschlands weiter zu 
stärker und auszubauen. Der Sinn meiner Vollmachten, die der Führer mir übertragen 
hat, ist die Zusammenfassung aller Kräfte, die einheitliche Lenkung aller Kräfte auf das 
einige Ziel. 

Wir müssen zum Ausgang nehmen die heutige Lage. Der erste Vierjahresplan zeigt 
gewaltige Leistungen. Uns allen und der ganzen Welt ist die Bedeutung der 
Wiedergewinnung unserer Wehrfreiheit gegenwärtig. 

So wie in den vergangenen vier Jahren durch die Rückgewinnung der Wehrfreiheit die 
äußere Macht aufgerichtet wurde, so war es eine zweite gewaltige Leistung, die dem 
deutschen Volk die notwendigsten Grundlagen für seine Ernährung und für sein Leben 
wiedergegeben hat: Als der Führer zur gewaltigen Erzeugungsschlacht des deutschen 
Bauern aufrief, geschah dies zweite gewaltige Werk der vergangenen vier Jahre. Der 
Bauer sitzt heute wieder sicher auf seinem Grund und Boden. Neben dieser mächtigen 
Erzeugungsschlacht ging die größte aller Arbeitsschlachten. Fast sieben Millionen 
Arbeitslose galt es wieder in Arbeit und Brot zu bringen. Diese Aufgabe ist heute fast 



restlos gelöst. Wiederhergestellt wurde die deutsche Freiheit und die deutsche Ehre! 
Geschlossen ist das traurigste Kapitel deutscher Geschichte, herausgerissen die Seiten 
von Schande und Schmach, deutscher Not und Verelendung, und das neue Kapitel 
wurde begonnen mit dem Grundsatz: Die Freiheit und die Ehre sind das Fundament des 
Dritten Reiches. 

Wie die Erfolge des Führers und der Bewegung Schlag auf Schlag fielen, wie wir 
außenpolitisch zur Großmacht wurden, so wurden wir vor allem innenpolitisch zur 
Volksgemeinschaft. Aus 60 Millionen gegeneinanderstrebender Energien wurde eine 
einzige Energie, zusammengeballt in der Faust des Führers, bereit, um eingesetzt zu 
werden, wo die Kraft der Nation dies erfordert. 

Große Leistungen sind auf dem wirtschaftlichen Sektor erreicht worden. Hier gilt es, 
noch Größeres zu schaffen, gilt es, die deutsche Wirtschaftskraft noch mehr zu stärken, 
gilt es, Deutschland unabhängig zu machen. Die Arbeiten auf dem Wirtschaftssektor 
sind deshalb so schwierig, weil die Vergangenheit vielleicht auf keinem Gebiete so 
gesündigt hat wie gerade durch die Zerstörung der deutschen Wirtschaft. Es muß dies 
immer wieder gesagt werden, damit jeder einzelne erkennt: Was hat der Führer, was 
hat die Bewegung Gewaltiges geschaffen, um solch einen Unterschied herbeizuführen? 
Und nun frage ich euch und frage ich durch die Ätherwellen alle deutschen 
Volksgenossen: Was hat die Bewegung versprochen und was hat sie auch gehalten in 
diesen ersten vier Jahren? Was hat sie vor allen Dingen geleistet? Das ist allein das 
Entscheidende. Und da können wir es immer wieder aussprechen und immer wieder 
dem In- und dem Auslande zu verstehen geben: 

Jawohl, ein Wunder, ein großes deutsches Wunder hat sich ereignet in diesen 
vergangenen vier Jahren. Denn zwischen einst und heute liegt eine Welt, eine Welt 
allerdings, nach der wir kein Sehnen mehr haben wollen. Wenn wir so sehen, was in 
diesen vier Jahren durch die geniale Hand unseres Führers, durch die 
zusammengeballte Kraft des deutschen Volkes, durch den Zusammenhalt der 
Führerschaft von Partei und Staat Großes geleistet wurde, so gibt uns das kein Recht, 
auf den Lorbeeren auszuruhen sondern nur die Verpflichtung, jetzt erst recht an die 
Arbeit zu gehen. 

Die Vergangenheit der vier Jahre heißt für uns nur eine weitere höchste 
Kraftanspannung aller. Sowohl die weltpolitische als auch die weltwirtschaftliche Lage 
gönnte Deutschland keine Ruhe. Wir müssen verstehen, daß uns kein einziger vorwärts 
hilft, wenn wir uns nicht selbst helfen wollen. Aus eigener Kraft sind wir geworden, aus 
eigener Kraft werden wir auch weiterschreiten. 

Darum kann auch nichts hindern, daß eine verödete und falsche Berichterstattung und 
Verleumdung so oft die Dinge hier in Deutschland verkehrt aufzeigt. Ja, man kann 
lesen, daß es jetzt dem deutschen Volke ganz schlecht ginge, weil jetzt erneut wieder ein 
Vierjahresplan verkündet wurde. Man kann lesen, daß man uns zum Vorwurf macht, 
daß es in Deutschland nicht alle Rohstoffe gibt, daß wir Deutschen auch Rohstoffe 
wollen, daß wir Deutschen Anteil haben wollen an den Schätzen der Welt. Dann sage 
ich: Jawohl, wir wollen Anteil haben, und wir werden Anteil haben. Ist das ein Grund 
zu einem Vorwurf? Oder gar, daß wir nicht selbst genug Lebensmittel erzeugen können! 
Ist es etwa eine Schande, daß wir die Rohstoffe nicht alle in unserem Boden haben? Die 
Welt soll dankbar sein, daß wir versuchen, auf friedlichem Wege das auszugleichen, was 
man uns vorenthalten hat. 



Man wird uns sagen: Ja, wenn ihr Rohstoffe haben wollt, dann kauft sie gefälligst, 

bezahlt sie mit Gold. Jawohl, wir wären bereit gewesen, mit Gold zu zahlen, wenn man 
uns nicht alles Gold genommen hätte durch die Reparationen. 

Wenn wir heute ehrlich und friedlich daran arbeiten, daß wir die Rohstoffe, die uns 
vorenthalten werden, erzeugen wollen, wenn das ein Zeichen ist, daß Deutschland heute 
wieder am Ende ist und ein Zeichen der Schwäche Deutschlands, dann wird man sich in 
vier Jahren daran gewöhnen müssen, ebenso sein Urteil zu korrigieren, wie man es jetzt 
auch immer wieder tun mußte. 

Wir Deutschen haben versucht, in diesen vier Jahren zu arbeiten, unser Volk zu 
ernähren, obwohl wir keine Kolonien haben. Obwohl uns Rohstoffe fehlen, ist 
Deutschland trotz allem ein Land des Friedens, eine Insel der Ordnung, der 
Zufriedenheit und des Aufbaues geworden. 

Ihr wißt, meine lieben Volksgenossen, der Führer hat es auch in Nürnberg gesagt, daß 
trotz aller versuchten Sicherung unserer Ernährung nicht alle Lebensmittel volle 
Deckung aus Deutschland bekommen können, trotz aller Kraftanspannung. Es leben in 
Deutschland nun einmal 136 Menschen auf einem Quadratkilometer. In England leben 
137 Menschen auf einem Quadratkilometer. Insgesamt besitzt dieses England für diese 
137 Menschen auf einem Quadratkilometer eine Drittel der Welt als Kolonien, und wir^ 
nichts! Wenn wir einen Bruchteil dieser Kolonien hätten, dann würden wir auch nicht 
davon zu reden brauchen, daß nun einmal Rohstoffmangel und Mangel an 
Ernährungsdingen da ist. 

Was kann aber nun geschehen? Warum ist neuerdings, in den vergangenen Jahren 
ansteigend dann und wann mal eine Knappheit gekommen? Warum sind nicht alle 
Lebensmittel in Hülle und Fülle in dieser Zeit zu haben gewesen? Auch das hat euch der 
Führer gesagt. Weil wir so unendlich glücklich waren, SVi Millionen Menschen wieder in 
Arbeit und Brot zu bringen, daß sie wieder Verdienst haben und daß sie wieder für 
ihren Verdienst auf dem Lebensmittelmarkt sich Lebensmittel kaufen wollen und 
kaufen sollen. 

Was kann und muß nun weiter geschehen? Nur einiges werden wir auf dem eigenen 
Boden in der Landwirtschaft erzeugen können. Selbstverständlich werden wir eine 
weitere Steigerung der Erzeugung fordern. Wir werden den Reichsnährstand aufrufen, 
das letzte daran zu setzen, um auch das letzte aus dem deutschen Boden 
herauszuwirtschaften. Wir werden weiter versuchen, die Erzeugung zu steigern 
dadurch, daß wir den an sich schon ausgedörrten und ausgepowerten deutschen 
Kulturboden neu verbessern. Wir versuchen weiter, die Organisation zu verbessern und 
immer rascher und besser die Güter vom Erzeuger zum Verbraucher gelangen zu 
lassen. Das ist auch heute in einem gewissen Umfang notwendig. Die vorhandene Kluft 
wird immer noch nicht dadurch geschlossen werden können. Selbstverständlich wird es 
eine der wichtigsten Maßnahmen sein, die deutsche Ernte jederzeit zu sichern. Die 
Zusammenballung der Zuständigkeiten in diesen Dingen hat es möglich gemacht, daß 
der Arbeitsdienst von heute auf morgen für die Ernte eingesetzt wenden konnte. 

Der deutsche Bauer muß eines begreifen: Es ist notwendig, daß der Bauer versteht, 
welch heiliges Gut er in seiner Hand hält mit dem deutschen Brotgetreide, daß er weiß, 
daß er damit die Ernährung seines Volkes umfaßt. Deutsche Bauern, geht sorgfältig um 
mit diesem heiligsten Gut unserer deutschen Erde! 



Wir hören, es gibt hier und da Fleischknappheit Gewiß wird es hier und da eine 
Spannung geben, aber auch hier wird alles geschehen. Wir werden versuchen, weitere 
Grundlagen für die Züchtung von mehr Vieh zu schaffen. Vor allein aber, meine lieben 
Volksgenossen, gibt es außer Fleisch noch etwas sehr Gutes. Es gibt Fische! Und wenn 
ihr kein Fleisch bekommt, werden wir dafür sorgen, daß in solchen Spannungszeiten 
genügend Fische vorhanden sein werden. So wird alles geschehen, war irgendwie 
denkbar ist. Und doch: Wir wissen, daß nun einmal die größte Spannung auf dem 
Gebiete des Fettes besteht. Hier ist der größte Auslandsbedarf notwendig, und so wird 
auch hier die stärkste Einschränkung aller notwendig sein. Trotzdem werden wir auch 
hier die Erzeugung stärken. Wenn alle Volksgenossen mithelfen und wenn jeder 
versteht, daß nun einmal heute Deutschland nicht reich genug ist, Abfälle beiseite zu 
werfen, sondern daß diese Abfälle gesammelt werden müssen, um sie den großen 
Mästereien der Städte usw. zuzuführen, dann werdet ihr dafür auch sehen, daß die 
Fettlage sich bessern wird. Wir sind nun einmal in einer Festung. Da heißt es: Alles und 
das letzte einzusetzen. 

Das Wichtigste aber und Entscheidende ist, daß wir die Minderbemittelten und vor 
allen Dingen die schwerarbeitende Bevölkerung unter allen Umständen sichern in dem, 
was sie für ihre Kraft und ihre Arbeit notwendig haben. Die Proklamation des Führers, 
daß unter allen Umständen für die Minderbemittelten billige und ausreichende Fette 
bereitstehen müssen, wird mir ein heiliger Befehl sein, der unter allen Umständen 
durchgeführt wird. Wir werden das in einer Bezugsorganisation ohne Karten dann 
schaffen können, wenn jeder genug Vernunft annimmt. Das Entscheidende, 
Volksgenossen, ist: Jeder Deutsche soll satt werden, kein Deutscher soll hungern. Mehr 
könnt ihr jetzt nicht von mir verlangen. Das ist das Entscheidende! 



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Es ist selbstverständlich, daß man gewisse Einschränkungen auf sich nehmen muß, 
wenn man Großes erreichen will. Und nun wende ich mich an euch, weine deutschen 
Hausfrauen. Eine große Verantwortung liegt auf euren Schultern. Denkt daran, daß ihr 
in erster Linie immer die Speisen auf euren Speisezettel setzt, die jahreszeitlich bedingt 
sind, die vorhanden sind, die die deutsche eigene nationale Produktion im Augenblick 
hervorbringt. Es ist eine Sünde, wenn man immer gerade das kaufen will und das haben 
will, was im Augenblick eben nicht durch die Natur hervorgebracht wird. Mögen sich 
vor allem auch die vermögenderen Haushalte dessen besinnen. Wir halten uns an das in 
erster Linie, was der deutsche Boden uns schenkt. Wir werden durch eine rechtzeitige 
Aufklärung über die jeweilige Versorgungslage dazu beitragen, daß eben die 
Hausfrauen von vornherein Bescheid wissen, daß sie wissen, um welche Lebensmittel es 
jetzt geht. Dann werden sie es auch nicht notwendig haben, stundenlang draußen 
anzustehen. 

Meine lieben Volksgenossen! Noch einmal zusammengefaßt: Verbraucht an 
Nahrungsmitteln in erster Linie das, was wir aus eigener nationaler Produktion 
befriedigen können. Denn dadurch lassen sich vorübergehend nun einmal die 
Spannungen allerdings leichter ertragen. Diese Spannungen sind ja natürlich oft auch 
rein saisonmäßig bedingt. Sie können gar nicht anders überbrückt werden. Eier, Butter, 
Milch, das sind nun einmal Dinge, deren Erzeugung wir nicht anders beeinflussen 
können! Es gibt gewisse Zeiten, da legen die Hühner viel Eier, und Zeiten, da legen sie 
wieder wenig; und so ist es auch auf den anderen Gebieten. 



Das Wichtige allein ist vor allen Dingen, daß die breiten Massen unseres Volkes soweit 
genügend Lebensmittel bekommen, daß sie in voller Kraft arbeiten und schaffen 
können, und dafür übernehme ich die Verantwortung, das werde ich herbeischaffen. 

Ähnlich liegt es auch auf den Rohstoffgebiet. Auch hier haben wir einen Mangel an 
Rohstoffen und wieder vor allem darum, weil wir nun einmal keine Kolonien besitzen. 
Deshalb müssen wir uns überlegen, welche Rohstoffe wir nun kraft der Erfindungsgabe 
von uns Deutschen von selber machen können. Das wird eine der Hauptaufgaben sein, 
die ich und die mit mir verantwortlichen Männer zu leisten und zu fragen haben. Und 
da können wir auf vielen Gebieten ganz große Arbeit leisten. 

Ich möchte hier einer Dankespflicht Genüge tun und möchte betonen, daß hier ja auch 
schon allerhand und zum Teil sehr Großes geleistet worden ist, sowohl von dem 
verantwortlichen Wirtschaftsminister Präsident Schacht, als auch von dem bisherigen 
Wirtschaftsbeauftragten des Führers, Dr. Keppler. Von beiden Männern ist Großes 
geleistet worden, und auf ihrer Arbeit baue ich auf. 

Letzt aber kommt es darauf an, daß wir aus dem Stadium der Versuche und 
Vorversuche herauskommen und daß wir mit ganzer Kraft und Energie jetzt das in die 
Tat umsetzen und so rasch und so ausgiebig und so weit wie möglich dadurch die 
Sicherung Deutschlands festlegen. Es werden in den nächsten Zeiten neue Fabriken 
entstehen, Fabriken, in denen wir den eigenen Gummi machen, Fabriken, in denen wir 
aus Zellstoffaser eigene Kleider schaffen, in denen wir die Baumwolle dann nicht mehr 
brauchen, die uns heute Millionen von Devisen kostet. 

Wir würden sie gern nehmen, wir würden auf all das verzichten, wenn das Ausland 
begreifen würde, daß man uns nicht einschließen kann, daß man uns nicht binden kann. 

Wir werden jetzt aus der deutschen Kohle Benzin und Mineralöle schaffen, und das 
Wort des Führers. 'In 18 Monaten ist das deutsche Benzin fertig - sind wir mit Benzin 
unabhängig'' — ich werde es einlösen! Mineralöle aller Art werden wir aus der 
deutschen Kohle ziehen. Wir werden unsere eigenen Eisen und Erze aufschließen und 
vor allen Dingen eines: Wir haben bis heute Deutschland noch gar nicht genügend 
untersucht. Von jetzt ab werden wir uns nicht damit begnügen, daß geophysikalisch 
lediglich ein Zehntel Deutschlands untersucht ist. Das Entscheidende ist ja hier immer 
nur der Wille, die Dinge zu gestalten und die Dinge zu machen. Auf dem Gebiet der 
Leichtmetalle, des Aluminiums steht uns eine unerschöpfliche Basis zur Verfügung. 
Kohle, Holz und deutsche Erze werden die Grundbasis sein, auf der in Zukunft die 
Fabriken deutscher eigener Erzeugung von Roh- und Werkstoffen entstehen. 

Ein gewaltiges Programm! Große Bauten, mächtige Fabriken sollen entstehen, um der 
Welt zu zeigen: Deutschland kapituliert nicht. Deutschland besteht auf seinem Leben 
und wird es gestalten. 

So wird ein gewaltiger Wirtschaftsaufschwung zu dem bisherigen hinzukommen. Aber 
merken Sie sich das: jeder soll daran beteiligt werden, nicht für einzelne, nicht für 
wenige, für alle, für das ganze Volk! Aber, meine lieben Volksgenossen, das kann nur 
sein, wenn auch ihr, jeder einzelne von euch, mit alten Vorstellungen brecht, wenn ihr 
endlich diese alte, aus Jahrhunderten überkommene ewige Scheu vor dem Neuen 
beseitigt. Das war schon bei unseren Vorfahren so, als sie einmal keine Kartoffeln 
pflanzen wollten. 



Es hat aber damals schon einen Nationalsozialisten auf dem preußischen Thron 
gegeben, der dem preußischen Volk beibrachte, diese Frucht zu pflanzen. Wenn ich 
mich nun auch nicht mit diesem großen Mann vergleichen möchte — die Willenskraft, 
dem deutschen Volk beizubringen, stolz auf seine eigenen Erzeugnisse zu sein - die habe 
ich, das verspreche ich Ihnen! Seid stolz auf eure Erzeugnisse! 

Der Wirtschaft aber möchte ich eines sagen: Sie hat eine große, große Verantwortung. 
Der einzelne Unternehmer und Industrielle soll nur nicht darauf warten, was der Staat 
anregt, was der Staat fordert, sondern er soll von sich allein aus Mittel und Wege suchen 
und keine Anstrengung scheuen, um dieses Werk zu unterstützen. Meint Herren 
Unternehmer! Sie sprechen immer von der freien Initiative der Wirtschaft. Jetzt haben 
Sie die freie Initiative. Wenden Sie sie an! 

Der Einsatz! Vor allem möchte ich jetzt noch eines betonen. Ohne den gesamten 
geschlossenen und leidenschaftlichen Einsatz unserer deutschen Arbeiterschaft ist das 
Werk von vornherein unmöglich. Denn ich muß mir heute den Kopf darüber 
zerbrechen, wie ich den Arbeitermangel ausgleiche. So ergibt es sich, daß die Nationen 
verschiedene Sorgen haben. Wir haben Sorge, genügend Arbeiter zu bekommen, die 
anderen haben die Sorge, wie sie ihre Arbeiter unterbringen können. Ich glaube aber, 
daß unsere Sorge, daß wir nicht genug Arbeiter haben, dabei noch die schönere und die 
kleinere ist. 

Das ist also heute die Frage: Wie schaffe ich die notwendigen Arbeiter heran? Und das 
geht nur, wenn der deutsche Arbeiter versteht, daß er nur dann mir helfen kann, nur 
dann den Plan des Führers unterstützen kann, wenn er arbeitet und immer wieder 
arbeitet, wenn er nicht streitet, sondern wenn Ruhe in den Betrieben ist und wenn 
geschafft wird vom Morgen bis zum Abend. Ich bitte deshalb, daß man begreift, daß es 
heute darauf ankommt, die notwendige Arbeitsruhe und den notwendigen 
Arbeitsfrieden zu haben, daß man begreift, daß in den Betrieben Freude und 
Schaffenslust herrschen muß, daß alles Denunziantentum, alle Verleumdung hinaus 
muß. Das hat in Deutschland keinen Platz. 

Um das Werk aufbauen zu können, können wir in diesem Augenblick das Lohnniveau 
nicht erhöhen; es ist unmöglich. Ich lese die Worte des Führers [vom 9. September 1936] 
vor: ''Es wäre der Staats- und Wirtschaftsführung ohne weiteres möglich gewesen, die 
Löhne um 20, um 40 oder um 50 v. H. zu erhöhen. Allein die Lohnerhöhung ohne eine 
Produktions Steigerung ist ein Selbstbetrug, den das deutsche Volk schon einmal 
durchgemacht hat. Es ist nach nationalsozialistischer Wirtschaftsauffassung ein 
Wahnsinn, die Löhne zu erhöhen und dabei, wenn möglich, die Arbeitszeit zu verkürzen, 
das heißt die Produktion zu beschränken. Denn das Gesamtlohneinkommen des Volkes 
verteilt sich auf die Gesamtproduktion die konsumiert werden kann. Wenn mithin das 
Gesamtlohneinkommen um 15 v. H. steigt, die Gesamtproduktion aber um l? v. H. sinkt, so 
wird diese Lohnerhöhung im Auskommen des einzelnen Menschen nicht nur ergebnislos 
sein, sondern im Gegenteil wegen der Senkung der Produktion zu einer vollkommenen 
Entwertung des Geldes führen, " 

und das wäre derselbe Tanz, den wir einmal schon zu unserem Schaden durchgemacht 
haben. Deshalb müssen wir unseren deutschen Arbeiter aufklären. So wie es nun die 
Aufgabe der vom Staate eingesetzten Treuhänder ist, unter allen Umständen in 
Lohnfragen führend zu sein und auszugleichen, für den Betrieb und seine Ruhe 
verantwortlich zu sein, so muß die Deutsche Arbeitsfront sich mit ihrer ganzen 



mächtigen Organisation leidenschaftlich in den Dienst dieses Planes stellen. Deshalb 
möchte ich, daß wir alle in jener wunderbaren entschlossenen Gemeinschaft bleiben. 
Deshalb wende ich mich gegen alle die zerstörenden Mächte, gegen all das, was geeignet 
ist, das Vertrauen zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft zu zerstören, gegen alles, 
was geeignet wäre, alte marxistische Gewohnheiten zurückzubringen. Wenn wir ober 
feste und ruhig bleibende Löhne vom Arbeiter fordern, da kann der deutsche Arbeiter 
von uns feste und sichere Preise verlangen. Hier werden wir uns auch mit der ganzen 
Leidenschaft unseres Willens einsetzen. 

Der Führer hat heute einen Preiskommissar bestimmt, wiederum einen alten 
nationalsozialistischen Kämpen; ich werde ihm die notwendigen Richtlinien geben und 
ihn mit Vollmachten versehen, daß er unter allen Umständen Preistreiben und 
Preiserhöhung verhindert und, wo es nötig ist, hohe Preise herabsetzt. 

Vorausschauend richte ich nun eine Mahnung an alle. Die Anzeichen der Lage werden 
hier ein gutes Merkmal sein und eine gute Möglichkeit bieten, überall da einzuschreiten, 
wo es nötig ist. Wir werden die Augen überall auf haben. Nur dann wird man rechtzeitig 
die Anzeichen einer herankommenden Schwierigkeit erkennen, und ist diese 
Schwierigkeit erkannt, wird sie auch überwunden. 

Dieser Preiskommissar wird mit solchen Vollmachten ausgestattet sein, daß er vor allem 
einer Seuche zu Leibe gehen kann, einer Seuche, die sich nun einmal für jedes Volk, das 
in einer Lage wie das deutsche ist, verhängnisvoll gezeigt hat. Diese Seuche - und das 
kann ich euch versprechen - werden wir versuchen mit Stumpf und Stiel auszurotten: 
das Hamstern! Ich wende wich nicht nur gegen die Hamsterer, sondern vor allem ganz 
besonders gegen die, die sich der Preistreiberei schuldig machen. Denn sie sind noch 
größere Verbrecher am Volk. Sie kennen nur das eigene Ich. 

Es wird die Aufgabe des Kommissars für die Preisbildung sein, immer wieder 
festzustellen, ob der Preis berechtigt ist oder Eigennutz und Ichsucht entspringt. Ist das 
letztere der Fall, dann wird rücksichtslos durchgegriffen. Gegen alle, die versuchen, die 
Konjunktur und den Aufschwung Deutschlands auszunutzen, gegen Parasiten werde ich 
mit drakonischen Maßnahmen einschreiten. 

Das gleiche gilt auch für die Schwarzhändler und alle, die sofort die Waren anhalten, 
wenn Fest- und Höchstpreise kommen. Wir werden ihnen nicht nur die Waren 
herausholen, sondern auch ihre Existenz zertrümmern, da sie nichts für die Existenz 
Deutschlands tun wollen. 

Die Aufgabe muß gelingen! Sie wird gelingen, weil wir das wollen und weil wir 
Nationalsozialisten sind, weil wir die Kraft dazu haben, das zu vollenden, was wir 
wollen! Wenn einer trotzdem schimpfen will: Herzlich gern, dazu ist nichts zu sagen, tut 
gar nichts zur Sache. Wir haben auch geschimpft und haben trotzdem gearbeitet, und 
darauf allein kommt es an. Wir müssen nun einmal mit einem gesunden und frischen 
Optimismus an die Dinge herangehen; denn nur der Optimismus verschafft die frisch- 
fröhliche Arbeitskraft, die wir brauchen, um die Dinge zu gestalten. Wir glauben an 
unser Volk. Wir wissen, daß es eine große Zukunft hat, und darum müssen wir diesen 
Weg gehen. 

Damit komme ich zu einem ganz entscheidenden Punkt. Ich übernehme heute die 
Durchführung dieses Planes. Heute stehen wir auf einem gewissen Nullpunkt. Heute ist 



also der Mangel an Rohstoffen am größten. In einem halben Jahre aber wird sich die 
Lage bereits bessern, denn dann wird sich schon eine Reihe von Maßnahmen, die wir 
durchführen, praktisch auswirken. Und diese Maßnahmen werden sich weiter verstärkt 
auswirken. Das Entscheidende ist das klare Ziel: Hier müssen wir durch, und wenn wir 
hier durchkommen, kommen wir aus die befreiende Höhe. Das läßt sich mit 
mathematischer Sicherheit berechnen, und deshalb mache ich keine leeren 
Versprechungen, sondern ich zeige das positive Ziel, dem wir alle entgegenstreben. Es 
ist meine und all meiner Mitarbeiter Aufgabe, daß wir uns nicht damit abfinden, daß 
heute Deutschland gewisse Rohstoffe und Ernährungswaren nicht in genügendem Maße 
hat. Nein, wir strengen uns an, wir denken und arbeiten und sorgen, wie wir dem 
deutschen Volke das Fehlende schaffen können. Unser Volk soll nicht schlechter gestellt 
sein als die anderen Völker der Erde. Um das zu schaffen, werden wir vorübergehende 

Einschränkungen gelassen in Kauf nehmen. 

Nochmals appelliere ich an alle: Befolgt meine Anordnungen 
und Maßnahmen! Es ist notwendig, daß sie von allen freudigen 
Herzens befolgt werden. Jeder einzelne muß das Gefühl haben, 
er hilft, er hilft dem Führer, auf ihn, auf seine Mithilfe kommt es 
entscheidend an. Glaubt doch nicht, daß wir Anordnungen 
machen und Maßnahmen, um euch zu quälen oder euch zu 
schikanieren. Das können wir ja gar nicht! Ihr werdet mir doch 
glauben, daß meinem Herzen nichts teurer ist als das deutsche 
Volk. Wenn etwas geschehen muß, geschieht es zum Besten der 
Gesamtheit. 

Und noch eins: Der Führer und wir alle verlangen nichts von 
— euch, was wir nicht stündlich bereit sind, selbst zu tun. Wir 
wollen eine starke, unabhängige Nation schaffen, dazu setzen wir jetzt alle Kräfte ein. 




Ich wende mich in erster Linie um restlose Mitarbeit an alle Erfinder, an die Männer 
der Wissenschaft; an alle Unternehmer und Wirtschaftler. Denkt nicht an eure Profite, 
denkt an eine starke, unabhängige deutsche Wirtschaft. 

Ich wende mich an die deutschen Arbeiter. Von euch, von euch vor allem hängt das 
Gelingen ab. Ich wende mich an die Bauern Deutschlands: Ihr Bauern Deutschlands 
haltet das Leben der Nation. Eure Verantwortung ist die Ernährung des Volkes. Es ist 
die größte. Sichert die Ernährung, sichert das Brot! 

Ich wende wich mit besonderer Leidenschaft an die Nationalsozialistische 
Arbeiterpartei und la ihre Gliederungen. Es gilt euer Reich, es ist euer Staat, den ihr 
erobert habt, den ihr geschaffen habt. Von euch erwarte ich Einsatz wie in höchsten 
Kampfzeiten. Die Alte Garde voran, die Führer der Partei, an der Spitze ihre Gauleiter. 
Reißt das Volk mit, marschiert, und das Werk wird geschaffen. 



Das ganze Volk aber rufe ich auf: Vorwärts mit aller Kraft! Dankt dem Führer, daß er 
euch ein neues Volk, ein neues Reich, eine neue Nation geschaffen hat! Nachdem mir der 
Führer das schwere Amt übertragen hat? werde ich alles einsetzen. Nicht als Fachmann. 
Das sage ich ganz offen. Nicht als großer Wirtschaftskopf und noch größerer 
Unternehmer, aber mit unbändigem Willen, mit einem glühenden Glauben an die Größe 
meines Volkes und mit einem leidenschaftlichen Herzen, aus dem allein Großes 
geschaffen werden kann. 



Der Führer schickt mich als Nationalsozialisten. Als nationalsozialistischer Kämpfer, als 
sein Beauftragter, als der Beauftragte der Nationalsozialistischen Partei stehe ich hier 
und vollende das Werk. Nichts in der Welt bricht zusammen, wenn nicht der Wille 
zusammenbricht. Hinter mir, Volksgenossen, sitzen die Männer des Staates, sitzen die 
Führer der Partei, da sitzen die alten Kämpfer, die Gauleiter und Träger unserer 
Bewegung, nicht uneins, wie es die Presse des Auslandes berichtet, sondern einig und 
geschlossen im Willen zur Tat. 

Und dann begreift eins: wir arbeiten nicht für uns allein, sondern für das Glück und die 
Sicherung derer, die nach uns kommen, für den Frieden und das Glück unserer Kinder. 
Sie sollen es besser haben. Das Verfrauen zum Führer, - und das ist vielleicht das 
Entscheidenste, Volksgenossen - das Vertrauen zum Führer, das Vertrauen 
untereinander, das ist unser größtes Kapital, das wir haben. 

Der Führer verlangt von euch nichts Unmögliches. Was er verlangt, ist zu schaffen. Das 
hat er stets bewiesen. Was er versprochen, hat er auch gehalten. Seht, Volksgenossen, 
wenn so mancher von euch glaubt, er muß schwer arbeiten und leiden und hat große 
Sorgen, und er wird vielleicht schwach, dann werft doch den Blick auf den Führer, seht, 
wie der Mann arbeitet, denkt daran, welch ein Leben dieser Mann führt, unser Führer! 
Er arbeitet für uns. Denkt an seine Sorgen! Denkt an seine gigantische Verantwortung 
für die Zukunft der Nation! Der Mann trägt eine Riesenlast für euch; seid doch bereit, 
eine kleine Last für ihn zu tragen! Was hat er aus uns, aus dem Deutschland vor der 
Machtergreifung gemacht! Wie hat er uns aus tiefster Nacht emporgeführt! Wie hat 
seine Treue zum Volk einzigartig alle Schwierigkeiten überwinden helfen! Es ist eine 
große Zeit, in der wir leben. Seid unsagbar stolz, daß ihr mit dabei sein dürft. Weg alles 
Kleine, weg alle Ichsucht! Eine große Zeit verlangt ein großes Volk. Beweist, daß ihr das 
große Volk seid! Seid würdig unseres großen Führers Adolf Hitler! 

Noch einmal prüfe sich jeder jeden Tag, was er selbst tun kann und was er beitragen 
kann zu dem Gelingen des Werkes. Beweist, daß unser Dank sein soll, unser Vertrauen 
zum Führer, unser Glaube an ihn. Er hat uns, er hat das deutsche Volk aus Unglauben, 
aus Verzweiflung ja wieder glauben gelehrt und uns dadurch unsagbar stark gemacht. 
Wir glauben an die gewaltige Mission des deutschen Volkes. Wir glauben 
leidenschaftlich daran, daß unter dem Führer entstehen wird ein Reich der Kraft, eine 
Nation der Ehre und ein Volk der Freiheit. Das sei in dieser Stunde die Parole, und 
darum flehen wir in dieser Stunde, da wir die Arbeit beginnen, voll inbrünstigen 
Glaubens zum Allmächtigen: "Allmächtiger Gott, segne den Führer, segne sein Volk 
und segne sein Werk!"