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Full text of "Über neue Tertiärpflanzen Süd-Amerikas"

Über neue Tertiärpilaiizen Süd-Amerikas. 



Von 



H. Engelhardt, 

Oberlehrer am Realgymnasium zu Neustadt-Dresden. 






Mit neun Tafeln. 



/ 



V ; 



(Separ itabdruck aus den Abhandlungen der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft.) 



-o^0^<^ - 




Über neue Tertiärpflanzen Süd-Amerikas. 

/von 

H. Engelhardt, 

Oberlehrer am Realgymnasium zu Neustadt-Dresden. 

Mit neun Tafeln. 



Bis in die neueste Zeit war uns die Kenntnis von Tertiärpflanzen Südamerikas völlig 
verschlossen gewesen, während uns die von solchen der übrigen Erdteile längst nicht mehr 
fehlte. Es bleibt das Verdienst der Senckenbergischen Gesellschaft, durch Veröffentlichung 
der Abhandlung: „Über Tertiärpflanzen von Chile" (16. Band der Abhandlungen, 1891) den 
Schleier, welcher über die gesamte tertiäre Pflanzenwelt des grofsen Südamerika ausgebreitet 
gelegen hatte, zuerst in etwas gelüftet zu haben. Beim Erscheinen dieser Arbeit war keine 
Hoffnung vorhanden, dafs innerhalb kurzen Zeitraumes das Wissen auf diesem Gebiete 
erweitert werden könnte. Doch änderte sich die Sachlage bald. Der gründlichste Kenner 
Ecuadors, Herr Dr. Th. Wolf, hatte die Güte, mir bei seiner Rückkehr nach Europa das 
von ihm mitgebrachte Material, welches durch eine Herrn Kaufmann Witt in Loja zu 
dankende Sendung wesentlich vermehrt wurde, zur Bearbeitung zu übergeben. Dazu kam, 
dafs auch die berühmten Reisenden Herr Dr. Stube 1 in Dresden und Herr Geheimrat 
Dr. Reiss auf Könitz ihr von Columbien herrührendes in freundlicherweise zur Verfügung 
stellten und dafs ein weiteres, an neuer Fundstätte vou Herrn Konsul Lehmann in Popayan 
gesammeltes hinzugefügt werden konnte. 1 



1 Weiteres ist unter dem Titel: „Über neue fossile Pflanzenreste vom Cerro de Potosi" in den 
Abhandlungen der naturw. Gesellschaft „Isis" in Dresden (Jahrgang 1894) veröffentlicht worden. 

Abhandl. d. Senckenb. naturf. Ges. Bd. XIX. J 



— 2 — 

Die so in meine Hände gelangten fossilen Pflanzenreste entstammen den Ländern 
Ecuador und Columbien. 

In ersterem sind es zwei Fundstätten, Loja und Tablayacu, welche solche geliefert 
haben, und sei hier der Ort, über sie nach mir freundlichst gewordenen mündlichen Mit- 
teilungen des Herrn Dr. Wolf in Plauen bei Dresden zu berichten. 

Von dem Gebirgskuoten von Cajanuma 1 aus erstrecken sich, parallel von Süd nach 
Nord laufend, zwei hauptsächlich aus Gneis und Glimmerschiefer zusammengesetzte Kordilleren, 
zwischen denen sich das Ilochthal von Loja in einer ungefähren Länge von 3 l h deutschen 
Meilen bei einer Breite von durchschnittlich IV2 Meile in der Höhe von 2200 m ü. d. M. 
dahinzieht. Der östliche der beiden Gebirgszüge erhebt sich bis zu einer Höhe von 4000 m, 
während der westliche nur die von 3000 m erreicht. Die Thalung wird von tertiären Schichten 
bedeckt, welche in ihrer Mitte flache Lagerung zeigen, während sie da, wo sie sich an die 
Ostkordillere anschliefsen, so steil aufgerichtet sind, dafs man sie als beinahe auf dem Kopfe 
.stehend bezeichnen könnte. Nach der Westkordillere hin erweisen sie sich bald horizontal, 
bald geneigt, ja weiterhin durcheinander geworfen, an derselben aber ebenso wie an der 
entgegengesetzten steil aufgerichtet. Unsere fossilen Pfianzenreste wurden in deneu gefunden, 
welche sich an der rechten Seite des das Thal entwässernden Rio Zamora bei Loja, also an 
der Ostkordillere befinden. Hier wechseln Braunkohlen- und Thonschichten mit einander ab. 8 
Ihre Ablagerung mufs in einem vormals das heutige Gebiet bedeckenden See stattgefunden 
haben, darauf deuten die in den Schieferthonen ungemein häufig erhalten gebliebenen Gehäuse 
einer Pyrgula neben seltener auftretenden einer nicht gekielten Hydrobie hin, deneu sich an 
Tierresten noch ein Fischwirbel und einige Gräten anschliefsen. Nach ihrer Entstehung, die 
auf Grund ihrer tierischen Einschlüsse -- unter der Bedingung, dafs die Entwicklung des 
Tertiär in alter und neuer Welt gleichen Schritt gehalten hat — wahrscheinlich in das 
Pliocän zu setzen ist, wurden sie durch eine letzte Erhebung des dortigen Andengebietes in 
die Stellung gebracht, in der wir sie heutigen Tages finden. 

Was die zweite Fundstätte anbetrifft, so sei Folgendes bemerkt: Nördlich von dem 
Hochthale von Loja befindet sich das Becken von Jubones. :i Im Osten von einem aus 



1 Siehe Dr. Wolfs Karte, „die Gliederung der ecuadorianischen Anden" darstellend, in Verbandl. d. 
Gesellsch. f. Erdk. zu Berlin 1891, Heft 9. 10 und Carta geologica dcl Ecuador por Dr. T. Wolf in dessen: 
„Geografia y Geologia del Ecuador. Leipzig 1892". 

« S. Zeitschrift d. deutsch, geol. Gesellschaft 1876, S. 392 f. 

3 Ich bediene mich der von Herrn Dr. Th. Wolf eingeführten Namen. 



— 3 — 

krystallinischen Urgesteinen bestehenden Zuge der Ostkordillere, im Westen von einem solchen 
aus Porphyren und Grünsteinen zusammengesetzten der Westkordillere, im Süden von dem 
wesentlich aus Porphyrgesteinen gebildeten Querjoch oder Knoten von Acayana und Guagra- 
uma, im Norden von dem analog gebauten von Portete und Tinajillas eingeschlossen, nimmt 
es ein bedeutendes Areal ein. Viele Gewässer entspringen den Höhen und sammeln sich in 
dem etwas südlich von der Mitte in ziemlich westlicher Richtung dahinfliefsenden Rio Jubones, 
der sie dem Golf von Guayaquil zuführt. Unter ihnen befindet sich auch der in der Richtung 
der Ostkordillere verlaufende Rio Leon, an dessen Ostseite sich ein von Dr. Wolf entdecktes 
vulkanisches Gebiet zeigt, das südlichste von Ecuador, welches in schüchterner Weise auf 
seine gewaltigen Genossen im Norden vorbereitet. Tertiäre vulkanische Gesteine wurden 
hier von vulkanischen Tuffen überlagert und diese von dem Rio Leon zutliefsenden Gewässern 
tief durchfurcht. Wo es der Tablayacu thut, finden sich zwischen Nabon und Udushapa unter 
ihnen rote Thone, welche fossile Pflanzenreste in sich bergen. 

Das zweite Land, Columbien, hat uns auch aus zwei Lokalitäten herstammende Fos- 
silien geliefert. Über die eine kann ich nach gütigen Mitteilungen des Herrn Dr. St übel 
Folgendes berichten : 

Von der am Rio Magdalena gelegenen Stadt Honda führt der Weg über Caiba nach 
den eine starke Tagereise entfernten Minen von Santa Ana (970 m ü. d. M.). Bei Garrapata 
(363 m) passiert man den Rio Guama und steigt dann bergauf. Hier steht Hornblende- 
schiefer, der weiter oben in Glimmer- und Thonschiefer übergeht, an. Auf dem mit vielen 
Quarzstücken bestreuten Wege gelangt man zu dem Dorfe San Juan (500—600 m), woselbst 
eine mächtige Ablagerung vulkanischen Tuffes, welcher reich an fossilen Pflanzen ist und 
viele lose Stücke, auch gröfsere Blöcke Andesits enthält, durchschnitten wird. 

Über die andere schreibt Herr Konsul Lehmann: 

Die Stücke stammen „aus dem Caucathale und finden sich in Schichten östlich der 
Stadt Buga ca. 1100- 1200 m ü. d. M. und zwar in einem ziemlich gebrochenen Bergland, 
welches sich am Fufse der aus Glimmerschiefer bestehenden Central-Kordillere längs der 
Thalebene hinzieht. " 

Die von diesen Örtlichkeiten mir zugekommenen Fossilien sind folgende: 



l* 



— 4 — 



A. Von Ecuador. 



Fossile Art. 



Sphaerites punctiforinis 
Sph. sparsus 
Sph. consociatus 
Xylomites iramersus 
Hysterites ellipticus 
Poacites magnus 

Scleria Wolfi 

Artfiant,e geniculatoides 

Hieronymia Lehmanni 
Camphoromoea speciosa 
Endlicbera rhamnoides 
Pboradendron fossile 
Myristica fossilis 

Bombax retusifolium 

Lühea tertiana 

Hiraea cyclosperma 
Banisteria aceroides 
Tapiria lanceolata 
Vochysia Witti 
Vochysia ferruginoides 

Eugenia ovalit'olia 

Myrcia antediluviana 
Myrciaria teuuifolia 
Couratari tertiaria 
Loncbocarpus obtusifolius 
Stenolobiuin rbomboidale 

Caesalpinia subdiniidiata 
Cassia dimidiato-linearis 

Cassia longifolia 
Cassia linearifolia 



Ähnliche jetztwelt- 
liche Art. 



Panicum zizanoides H. B. K. 

Scleria pratensis Lindl. 

A. genieulata Miq. 

H. alcborneoides Allem. 
C. subtriplinervia Nees. 
E. umbellata Spgl. 
Pb. undulatum Pobl. 
M. surinauiensis Iiolaud. 

B. trifoliatuiu Cav. 

P. pubescens Mart. et Zucc 
L. speciosa Willd. 

H. elegans Gr. 

B. adamantium Mart. 
T. guianensis Aubl. 
V. elliptica Mart 

V. ferruginea Mart. 
E. lucida Camb. 
E. subulosa Cainb. 
E. sancta DC. 
M. lanceolata Camb. 
M. lanceolata Berg. 

C. lineata Berg. 

L. spiciflorus Mart. 
St. coeruleum Benth. 

C. obliqua Vog. 
C. chamaecrista L. 

C. excelsa Scbrad. 
C. multijuga Rieb. 



Verbreitung der jetztweltlichen Art. 



» 



Brasilien, Guiana, Columbien, Panama, Süd-Mexico, 

Jaraaica. 
Brasilien, Guiana, Jamaica, Martinique. 
Brasilien, Guiaua, Trinidad, Jamaica u. a. Westind. 

Inseln. 
Brasilien. 
Brasilien. 

Brasilien, Peru, Columbien. 
Brasilien. 
Brasilien, Guiana, St. Vincent. 



> Brasilien. 






Macrolobium tenuifolium j M. raultijugum Bentb. 



Brasilien, Üst-Peru, Eugliscb-Guiaua, Panama, Costa- 
Rica, Süd-Mexico, Nicaragua, Cuba. 
Brasilien. 
Brasilien. 

Durch das ganze tropisebe Südamerika verbreitet. 
Brasilien. 
Brasilien, Ost-Peru, Columbien, Panama. 

• Brasilien. 

Brasilien, Guiana, Peru. 

Brasilien. 

Brasilien. 

Nord-Brasilien. 

Brasilien, Guiana, Peru, Panama, Costa-Rica, Nica- 
ragua, Süd-Mexico, Westindien. 

Brasilien. 

Brasilien, Peru, Bolivia, Columbien, Guatemala, 
Mexico. 

Brasilien. 

Brasilien, Guiana, Columbien, Central-Amcrika, Süd- 
Mexico. 

Nord-Brasilien, Guiana. 



t 



4 



— 



Fossile Art. 



Ähnliche jetztwelt- 
liche Art. 



Verbreitung der jetztweltlichen Art. 



Pterogyne oblongifolia 
Inga ovalifolia 
Inga latifolia 
riiyllites colubrinoides 

Phyllites styracioides 



P. nitens Tul. 

I. insignis Kunth. 

I. marginata Willd. 

Colubrina cordifol. Eeiss. (?) 

St. Martii Seub. 

St. longiflorum A. DC. 

St. punctatum A. DC. 



Phyllites celastrinoides 




Phyllites gouareoides 




Leguminosites grandis 




Leguminosites inachae- 


Machaerium P 


rioides 




Leguminosites cassioides 


Cassia f 


Leguminosites acaciae- 


Acacia '< 


formis 





Brasilien. 

Ecuador, Brasilien, Costa-Rica. 

Im heifsen Amerika weit verbreitet. 

Brasilien. 

Brasilien, Peru, Columbien, Panama. 






B. Von Columbien. 



Meniscium Wolfi 



Salvinia Lehmanni 
Bambusium Stübeli 
Rhizoma graminis 
Musophylluin elegans 
Palmacites sp. 
Stenospermatium colum- 
biense 
Ficus laqueata 
Persea coriacea 
Persea macrophylloides 

Persea elliptica 
Persea elougata 
Nectandra curvatifolia 

Nectandra Reissi 
Nectandra areolata 
Goeppertia subhcrbacea 
Acrodiclidium chartaceum 
Laurophyllum rigidum 



M. reticxilatum Swartz. 



S. oblongifolia Mart. 



Heliconia sp. 



St. Pompayanense Schott, j Columbien. 



F. americana Aubl. 
P. rigida Nees. 

P. gratissima Gärtn. 

P. densiflora Meissn. 

P. rigida Nees. 

N. Amazonuni Nees. 

N. Japurensis Nees. 
N. Gardneri Meissn. 

G. poljantha Meissn. 
A. Sprucei Meissn. 
Ampclodaphne arunciflora 

Meissn. 



Brasilien, Peru, Ecuador, Venezuela, Holland isch- 
und Französisch-Guiana, Guatemala, Panama, 
Süd-Mexico, Martinique, Cuba. 

Brasilien. 



Tropisches Amerika. 

Brasilien. 

Peru, Columbien, Britisch-Guiana, Mexico, Trinidad, 
S. Vincent, Antigua, Jamaica, Cuba. 

Brasilien. 

Brasilien. 

Amazonenstrom-Ufcr, Anden Perus, Columbien, Pa- 
nama, Süd-Mexico. 

Brasilien, Columbien. 

Brasilien. 

Brasilien, Britisch-Guiana. 

Brasilieu. 

Brasilien. 



— 6 



Fossile Art. 



Ähnliche jetztwelt- 
liche Art. 



Verbreitung der jetztweltlichen Art. 



Posoqueria columbiana 
Sabicea asperifolia 

Citharexylon retiformis 
Tecoma grandidentata 
i 'hrysophyllum rufoides 
Stvrax lanceolata 
Büttneria cinnamomifolia 
Moschoxylon tenuinerve 
Hex arcinervis 
Gouiana mcmbranacea 
Gouiana firma 
Botbriospora Witti 
Condaminea grandifolia 
Vochysia retusifolia 
Trigonia varians 
Jambosa lanceolata 
Moquilea Stübeli 
Tnga Reissi 

Pithecolobium tenuifolium 
Phyllites abutoides 

Phyllitea strychnoides 



Phyllites vochysioides 



P. latifolia Rom. et Schult. 

S. aspera Aubl. 

C. reticulatum Kth. 

T. serratifolia Don. 

Ch. rufum Mart. 

St. floridum Pohl. 

B. melastomifolia St. Hil. 

ML turtum Sow. 

I. Macoucoua Pers. 

G. urticaefolia Reiss. 

G. virgata Reiss. 

B. corymbosa Hook, lil 

C. corymbosa DC. 

V. cinnamomea Pohl. 

Tr. mollis Wann. 

J. vulgaris DC. 

M. utilis Hook. fil. 

I. alba Willd. 

P. glomeratum Bcnth. 

Abuta ? 

Strycbnos triplinervia 

Mart.? 
Str. subcordata Spruce ? 
Str. guianense Aubl. ? 
Vochysia oppugnata 

Warm. ? 
V. obscura Warm. P 



Brasilien, Guiana. Columbien, Panama. 

(iuiana, Brasilien, Ost-Peru, Central-Amerika. 

Peru, Columbien. Mexico. Vera-Cruz. 

Trinidad. 

Brasilien. 

Brasilien. 

Brasilien. 

Columbien, S. Thomas, Gouadeloupe, Jamaica. 

Guiana, Brasilien. 

Brasilien. 

Brasilien. Nicaragua, Britisch-Guiana. 

(iuiana, Nord-Brasilien. 

Bolivia, Peru, Ecuador, Columbien, Panama. 

Brasilien. 

Brasilien, Guiana, Venezuela, Guatemala, Antillen 

Brasilien, Guiana. 

Nord-Brasilien, Französisch-Guiana. 

Columbien. Brasilien, Guiana. 



Die Hauptmasse unserer Fossilien besteht, wie bei den meisten Tertiärfloren aller 
Erdteile, aus Blattern ; nur wenige Früchte gesellen sich ihnen zu. Und gerade diese, wären 
sie mit den zu ihnen gehörigen Blättern zusammen gefunden worden, hätten für uns von 
gröfster Wichtigkeit werden müssen. Doch ist dies nicht der Fall — und so bleiben leider 
die Blätter ohne die Früchte und die Früchte ohne die Blätter zu behandeln. 

Trotz alledem kommen wir dabei zu dem Ergebnis, welches schon bei den Tertiär- 
pflanzen Chiles hervorzuheben war, däfs die Ähnlichkeit derselben mit solchen recenter 
Pflanzen des heifsen Amerika eine höchst auffällige ist, die nicht vereinzelt auftritt und sich 
öfter soweit steigert, dafs man von völliger Übereinstimmung reden kann. Dies deutet unbe- 
dingt darauf hin, dafs wenigstens die Hauptmasse der Pflanzenwelt des heutigen heifsen 



— 7 — 



Südamerika als in Zusammenhang mit der tertiären Flora Südamerikas gedacht werden müsse, 
mit anderen Worten, dafs wir sie als deren Nachkommenschaft zu betrachten haben. Bis 
jetzt wenigstens haben sich alle tertiären Pfianzeureste, welche sowohl in Chile, als in Bolivia. 
Ecuador und Columbien aufgefunden wurden und zu unserer Kenntnis gelangten, als den 
gleichen Teilen von im jetzigen heifsen Amerika wachsenden Pflanzen analog bezeichnen lassen. 
Es würde an obigem Satze auch wenig ändern, wenn sich in Zukunft einige fänden, die auf 
ein anderes Ursprungsgebiet hinwiesen. 

Ist dies aber Thatsache, so ist damit zugleich ausgedrückt, dafs die Entwicklung der 
Floren des heifsen Südamerika eine eigenartige, von aufsen im ganzen fast gar nicht beein- 
flufste gewesen sein müsse. Von höchstem Interesse müfste es seiu, seine Kreiderloren mit 
denen der Tertiärzeit vergleichen zu können; doch müssen wir wegen mangelnder Kenntnis 
der ersteren darauf verzichten. Soviel scheint aber aus dem Gesagten hervorzugehen, dafs 
sie sich schon lange vor unserer Zeit ihren Lebensbedingungen, die sich bis heute wesentlich 
gleichblieben, angepafst hatten. 

Wanderungen der einzelnen Arten von ihrem Strahlungspunkte aus werden vor sich 
gegangen sein: den Verhältnissen besser angepafste werden für Unterdrückung der minder 
befähigten an manchem Orte gesorgt haben, bis endlich ein Gleichgewicht in der Vegetation 
der verschiedenen Gebiete hergestellt wurde. Aber all diese Vorgänge werden nicht imstande 
gewesen sein, wesentliche Umformungen hervorzurufen. Dazu bedarf es, wie uns die Erd- 
geschichte nachweist, gewaltigerer Faktoren. Von einer Umwandlung des Klimas vom 
heifsen zum gemäfsigten und endlich zum kalten, wie sie die Polarländer erfuhren, war hier 
nicht die Rede; es blieb das heifse bis zum heutigen Tage bestehen. Das gewaltige Rück- 
grat der Anden hatte sich bereits in der Tertiärzeit beinahe zu seiner heutigen Höhe erhoben 
und ein ähnliches geologisches Ereignis fand in späteren Formationen nicht mehr statt. Es 
konnte nur noch eine Ausbreitung der vorhandenen Pflanzenwelt von den während des 
Tertiärs bestehenden Inseln (Gebiete der heutigen Anden, der derzeitigen Hochländer von 
Ouiaua und Brasilien) auf unterdessen trocken gelegtes Land stattfinden, und dies war nicht 
imstande, durchschlagende Transformationen hervorzurufen. Dazu kam die geographische 
Abgeschiedenheit wenigstens während des mittleren und jüngeren Tertiärs, welche nennens- 
werte Einwanderungen verhinderte. Der alte pacifische Ozean sorgte im Westen dafür, im 
Osten der atlantische und im Norden entstand erst die beide Amerikahälften verbindende 
Brücke von Ceutral-Amerika, die imstande war, Aus- und Einwanderungen zu begünstigen, 
am Ende des Tertiärs und nach diesem. 



— 8 — 

Vergleichen wir die aufgeführten fossilen Pflanzen beider aneinander grenzenden 
Länder mit einander, so fällt uns auf, dafs sie in den Arten gänzlich verschieden sind und 
in den Gattungen nur wenig Übereinstimmung zeigen. Hieraus darf durchaus nicht geschlossen 
werden, dafs die Vegetation beider Gebiete eine grundverschiedene gewesen sein müsse, haben 
wir es doch nicht mit deren gesamten Pflanzenwelt, sondern nur mit einem sicher geringen 
Prozentsatze einiger Lokalitäten, die geeignet waren, Pflanzenreste der Nachwelt zu über- 
liefern, zu thun. Wie gegenwärtig in der heifsen Zone, sowie in den übrigen die Zusammen- 
setzung der Pflanzendecke oft schon in nicht allzu grofser Entfernung wechselt, so wird es 
auch während des Tertiärs gewesen sein; eine groi'se Zahl der Fundstätten weist darauf hin. 
Dauernde Änderungen in der Zusammensetzung der Lokalfloren werden wohl innerhalb der 
Anden nur durch geologische Ereignisse bedingt gewesen sein. 

Bemerkenswert ist die Übereinstimmung der Tertiärfloren von Columbien und Chile 
in der reichlichen Vertretung von Gattungen der Laurineen, während die von Ecuador und 
dem Cerro de Potosi sich durch die der Leguminosen hervorheben. Ein Schlufs auf gleich- 
zeitiges Bestehen der beiden Abteilungen jeder einzelnen Gruppe darf jedoch daraus nicht 
gezogen werden, kämen wir doch auf solche Weise dahin, gleichgeartete jetztweltliche Lokal- 
floren mit ihnen zu parallelisieren. 

Das Alter der einzelnen tertiären Floren genauer zu bestimmen, ist zur Zeit überhaupt 
nicht möglich. Die geringe Veränderung, welche die Pflanzenbevölkerung des heifsen Süd- 
amerika infolge der geringen Abänderungen der im Laufe ganzer Perioden auf sie einwirken- 
den Faktoren erlitten zu haben scheint, hindert daran. Erst wenn es den Geologen gelungen 
sein wird, die an den einzelnen Lokalitäten auftretenden Gesteine nach ihrem zeitlichen 
Auftreten genau zu fixieren, wird es geschehen können. Man könnte uns freilich vorschlagen, 
die Höhen, in welchen heute die Pflanzen erscheinen und in denen ihnen analoge versteinerte 
Reste aufgefunden werden, mit einander zu vergleichen, um daraus Schlüsse zu ziehen, ob 
die in früheren Zeiten eingebetteten in ihnen gelebt haben können, oder ob sie erst durch 
Hebung in dieselben gebracht sind. Das daraus gewonnene Resultat dürfte freilich so allge- 
mein gehalten sein, dafs es als befriedigendes nicht bezeichnet werden könnte. Weiter könnte 
man uns aufmuntern, aus der Gröfse des Gebietes, das von den Pflanzen zur Zeit einge- 
nommen wird, einen Schlufs auf die relative Zeit ihrer Wanderung zu machen. Doch wäre 
diese Methode eine undurchführbare, weil uns dabei in Betracht zu ziehende Faktoren 
vielfach nicht zur Verfügung stehen würden. In erster Linie fehlte uns die Kenntnis des 
Abstammungsortes jeder einzelnen Pflanzenart. Wäre uns auch der Grad ihrer Wanderungs- 



— 9 — 

fähigkeit und die Art ihrer Wanderung bekannt, so wären es doch nicht die Hindernisse, 
welche sich bei ihrer Verbreitung entgegengestellt und sie gezwungen, auf Umwegen ihr Ziel 
zu erreichen. Selbst wenn wir dabei das Maximum und Minimum der Temperatur, unter 
denen die Pflanzen in der Jetztzeit zu leben vermögen, mit in Betracht zögen und voraus- 
setzten , dal's eine wesentliche Änderung der Temperatur nicht stattgefunden, würden wir 
doch nicht imstande sein, die Aufgabe richtig zu lösen, da uns ihre Akkomodationsfähigkeit 
durch Perioden hindurch unbekannt bliebe. Wir wären dabei auf unsere Phantasie allein 
angewiesen und die darf hierbei keine Rolle spielen. Dazu kommt, dafs die Kenntnis 
von Lokalitäten, welche uns bisher Material für diesen Zweck geliefert, eine ungemein 
geringe ist. 

So bleibt uns nichts anderes übrig, als uns betreffs der genaueren Altersbestimmungen 
auf die Zukunft zu getrösten. 

Beschreibung der Pflanzenarten. 

A. Ecuador. 

a. Aus dem Gebiete von Loja. 

I. Kryptogamen. 

Pilze. 
Gattung Sphaerites Hall. 
Sphaerites punctiforniis. Tat I, Fig. 1. 

Die Perithecien sind klein, rund, gehäuft, hellbräunlich. 

Auf dem Fetzen eines Grasblattes sieht man eine Menge Pilze, die bei Vergröfserung 
meist in ihrer Mitte eine kleine Vertiefung zeigen, sonst aber fleckenförmig erscheinen und 
der Stelle, an welcher sie stehen, eine hellbräunliche Färbung erteilen. 

Sie erinnern sehr an Fhysoderma. 

Sphaerites sparsus. Taf. I, Fig. 2, 2 a (vergrößert). 

Die Perithecien sind kreisrund, eingesenkt, braun, stehen zerstreut. 
Auf einem unbestimmbaren Blattfetzen. 

Abhandl. d. Seuckenb. naturf. Oes. Bd. XIX. 2 



— 10 — 

Sphaerites consooiatus. Tal I. Fig. 4. 4a (vergrößert). 

Die Perithecien sind zahlreich, wenig voneinander getrennt, rostbraun, klein, länglich, 
stehen zwischen den Nerven, treten etwas über die Oberfläche hervor und zeigeu eine läng- 
liche Mündung. 

Auf einem monokotyledoneu Blattfetzen. 

Gattung Xylomites Pers. 
Xylomites immersus. Taf. I, Fig. 3 
Die Perithecien sind etwas eingesenkt, länglich-rund, in der Mitte erhaben. 
Auf einem nicht bestimmbaren Blattfetzen befinden sich die schorfähnlichen Pilze. 

Gattung HysterUes Ung. 
Hy sterites ellipticus. Taf. I, Fig. 5. 
Die Perithecien sind elliptisch und stehen erhaben über der Blattmasse, die Ränder 
sind dagegen eingesenkt. 

Sie sind von verschiedener Gröi'se und stehen bald dicht, bald entfernt von einander 
auf einem jedenfalls von einer monokotylen Pflanze herrührenden Fetzen. Nur ihrer Gestalt 
wegen konnte ich sie zu dieser Gattung stellen, denn eine genauere Untersuchung war 
nicht möglich, weshalb der von Geyler eingeführte Name Eysteropsis mehr am Platze 
sein dürfte. 

II. Phanerogamen. 

Familie der Cyperaceen L. 
Gattung Scleria Berg. 
Scleria Wolli. Taf. I, Fig. 11. 
Die Blattspreite ist lang, linealisch, nach Spitze und Grund verschmälert, von einem 
hervortretenden Nerven in der Mitte und mit diesem parallellaufenden feinen seitlichen Nerven 
durchzogen. 

Das Blattstück ist, dank dem feinen Versteinerungsmateriale, ausgezeichnet erhalten. 
Es zeigt sich so übereinstimmend mit den Blättern von Scleria pratensis Lindl., dafs ich nicht 
zögere, es in diese Gattung einzureihen. 

Ich benannte diese Art nach Herrn Dr. Th. Wolf in Plauen bei Dresden. 



— 11 — 

Familie der Piperaceen Rieh. 

Gattung Ärthante Min. ~ 

Artlfante geniculatoides Egh. Taf. I, Fig. 18. 

1891. Engelhardt, Tertiärpfl. v. Chile, S. 648, Taf. 2, Fig. 20. 

Das Blatt ist ein wenig lederig, länglich, ganzrandig, spitz, am Grunde ungleich und 
gerundet; der Mittelnerv ist stark, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, ver- 
laufen wenig gebogen uud verbinden sich vor dem Rande in Bogen, die Randfelder sind mit 
Schlingen besetzt. 

Das von Ecuador stammende Blatt ist besser erhalten, als das, welches mir von Chile 
zukam. Es ist vollständig, zeigt den ungleichen Grund sehr schön und die Nervation recht 
wohl erhalten. Übereinstimmt es mit Blättern von der Spitze der Zweige von Ärthante 
geniculata Miq. = Piper nitidum Weigelt. Manches Ähnliche besitzt es auch von denen der 
Eymenaea stilbocarpa Hayne, doch kann es mit diesen nicht in Verbindung gebracht werden, 
da sie starr-lederig sind. 

Familie der Antidesmeen Sweet. 
Gattung Hieronyrnia Fr. Allem. 

Hieronyniia Lehmann! Taf. II, Fig. l, 2. 

Das Blatt ist breit-elliptisch, am Grunde gerundet, kurz-zugespitzt, ganzrandig und 
flach; der Mittelnerv ist stark, die Seitennerven gehen unter spitzen Winkeln aus, verlaufen 
gebogen und verbinden sich entfernt vom Rande in Bogen, die Nervilleu sind geknickt und fein. 

Leider ist das schöne Blatt nicht ganz erhalten geblieben, auch liefsen sich dazu 
gehörige abgebrochene Stücke nicht auffinden, um es möglichst zu ergänzen. Trotz alledem 
ist die überraschende Ähnlichkeit mit Blättern von Hieronyrnia alchorneoides Allem, nicht zu 
verkennen. Es zeigt uns die untere Seite, auf welcher sowohl der Mittel- als die Seiten- 
nerven hervortreten. Ersterer erscheint halbstielrund und nur am Grunde breitgedrückt. 
Die von letzteren gebildeten Felder sind grofs uud werden von feinen gebrochenen Nervillen 
durchzogen, zwischen welchen noch feinere, nur mit Hilfe der Loupe erkennbare sich 
befinden, die aber trotzdem in die Zeichnung aufgenommen wurden. Diese werden durch 
noch zartere Quernervillen verbunden, wodurch ein vierseitiges Maschenwerk entsteht, das 
von kleineren Maschen ausgefüllt sich zeigt. 

Ich habe diese Art zu Ehren des Herrn Botaniker Konsul Lehmann in Popayan benannt. 

2* 



- 12 — 

Familie der Laurineen Juss. 
Gattung Camphoromoea Nees. 

Camphoromoea speciosa Egh. Tat'. I, Fig. 17. 

1891. Engelhardt, Tertiärpfi. v. Chile, S. 652, Tal 3, Fig. 1. 
Die Blätter sind ein wenig lederig, kurzgestielt, länglich-eiförmig, zugespitzt, am 
Grunde spitz, beinahe dreifachnervig, ganzraudig; der Mittelnerv ist stark, die unteren Seiten- 
nerven sind aufgerichtet, wenig gebogen, entspringen gegenständig und entsenden in die 
Randfelder bogig sich untereinander verbindende Nerven, die Nervillen sind zart, meist 
gebrochen. 

Familie der Rubiaceen Juss. 
Gattung Endlicher« Spgl. 

Endlichera rhanmoides. Taf. I, Fig. 17, 19, 20. 

Die Blätter sind etwas lederig, elliptisch, ganzraudig, kurzgestielt; der Mittelnerv ver- 
jüngt sich allmählich vom Grunde zur Spitze hin, die Seitennerven entspringen unter spitzen 
Winkeln und verlaufen steil aufgerichtet in Bogen. 

Die Textur der Blätter ist nicht sehr stark, woher wohl auch die Verletzungen an 
der Spitze zu erklären sind. Auf der oberen Seite erscheinen die Nerven ein wenig vertieft, 
auf der unteren treten sie deutlich hervor. Am Grunde des einen Blattes ist deutlich die 
Verschmälerung der Fläche in den Stiel zu erkennen. 

Ich vermutete ursprünglich, dafs sie Pflanzen aus der Familie der Rhamneen angehören 
möchten, doch überzeugte ich mich sehr bald, dafs dies nicht der Fall sei. Bei weiterem Studium 
der Pflanzen anderer Familien bekam ich Blätter der Endlichera (Borreria) umbellata Spgl., 
mit dem sie gröfste Ähnlichkeit besitzen, zu Gesicht, weshalb ich sie zu dieser Gattung stelle. 

Familie der Loranthaceen Lindl. 
Gattung Phoradendron. 

Phoradendron fossile. Taf. I, Fig. 16. 

Das Blatt ist dick-lederig, länglich-lanzettförmig, etwas sichelförmig gekrümmt, an der 
Spitze gerundet, am Grunde zum Blattstiel verschmälert, ganzrandig, feinrunzelig, der Stiel 
kurz und breit; der Mittelnerv stark, allmählich nach oben verjüngt, Seitennerven fehlen. 



— 13 — 

Auf den ersten Blick erkennt man, dafs man es mit dem Blatte einer Loranthacee zu 
thun hat. Es stimmt mit solchen des jetztlebenden Phoradendron undtdatum Pohl überein. 
Diese zeigeu sich zwar meist am vorderen Ende spitz, doch kommen auch solche vor, welche 
daselbst gerundet erscheinen. Die auf der Oberfläche deutlich erkennbaren, nahe bei einander 
befindlichen linienfürmigen Vertiefungen dürfen nicht als Nerven gedeutet werden, da sie 
der Regelmäl'sigkeit entbehren, sondern als Schrumpfungsfurchen; nur das Eine ist ihnen 
gemeinsam, dafs sie sämtlich von dem Mittelnerv ausgehen und nach dem Bande zu spitz- 
laufend gerichtet sind. 

Familie der Myristiceen R. Br. 

Gattung Myristica L. 

Myristica fossilis. Taf. I, Fig. 21. 

1891. Eugelhardt, Tertiärpri. v. Chile, S. 663, Taf. 6, Fig. 9; Taf. 7, Fig. 12. 

Das Blatt ist länglich-lanzettförmig, spitz (V), am Grunde stumpf, am Rande etwas 
bogig-ganzrandig; der Mittelnerv ist gerade, die Seitennerven entspringen unter wenig spitzen 
Winkeln, verlaufen gerade und verbinden sich vor dem Rande in Bogen. 

Unser Exemplar ist zwar nur ein Bruchstück, doch stellt sich das Erhaltengebliebene 
so gut dar, dafs es leicht ist, das Fehlende zu ergänzen. Die Seitennerven sind iu grofser 
Anzahl vorhanden gewesen. Es bietet eine jugendliche Form dar. 

Überein stimmt es mit den kleinen Blättern der Myristica surinamensis Roland. 

Familie der 3Ialvaceen Vent. 
Gattung Bombay L. 

ßombax retusifolium. Taf. I, Fig. 13. 
Das Blättchen ist lederig, umgekehrt-eiförmig, an der Spitze stumpf und eingedrückt, 
nach dem Grunde verschmälert, ganzrandig; der Mittelnerv ist stark, gegen die Spitze hin 
nur wenig verschmälert, daher ziemlich breit an derselben endigend, die Seitennerven alter- 
nieren, entspringen unter wenig spitzen Winkeln, verlaufen wenig gebogen und verbinden 
sich in der Nähe des Randes untereinander; das in den Hauptfeldern befindliche Netz 
besteht aus äufserst zarten, mit den Seitennerven parallel verlaufenden und unter sich durch 
schräge Queräste verbundenen Nerven. 



— 14 — 

Obgleich von der Spitze nur die eine Hälfte geblieben ist, so ist doch deutlich zu 
erkennen, dafs dieselbe etwas ausgerandet war. Der an der Spitze abgebrochen endende 
Mittelnerv fällt infolge seiner auffallenden Dicke in der gesamten Nervatur besonders auf: 
die Seitennerven treten durch ihre geringe Stärke gegen ihn bedeutend zurück, besonders 
in der Nähe des Blattrandes, wo Aufsenschlingen nicht beobachtet werden können. 

In all den genannten Beziehungen kommt unser Blättchen mit solchen von Bombax 
trifoliatmn Cav. und B. pubescens Mart. et Zucc. überein. 

Familie der Tiliaceen Juss. 
Gattung Lühea Willd. 
Lühea tertiana. Taf. I. Fig. 12. 

Das Blatt ist lederig, länglich-umgekehrt-eiförmig, etwas ungleichseitig, am Grunde 
schwach herzförmig, ungleich gezähnt, dreinervig, gestielt; der Mittelnerv ist kräftig, nach 
der Spitze hin verdünnt, die seitlichen Nerven gehen unter spitzen Winkeln aus und ver- 
laufen etwas gebogen in Zähne des Randes. 

Unser einziges Exemplar zeigt die ganze Nervatur vertieft. Es entspricht kleineren 
Blättern der Lühea speciosa Willd. = L. plutijpetala Rieh. = L. rufeseem Benth. in allen 
Einzelheiten. 

Familie der 3Ialpighiaceeii Juss. 
Gattung Hiraea Juss. 
Hiraea cyclosperma. Taf. II, Fig. 9, 10. 
Die Flügelfrucht ist nackt, der seitliche Flügel kreisrund, ganzrandig, von zarten, 
radial gestellten Adern durchzogen. 

Leider sind beide Stücke am Räude nicht gut erhalten. Dafs sie aber zu Hiraea im 
Sinne Jussieus gehören, dürfte wohl zweifellos sein. Grofse Ähnlichkeit waltet ob mit den 
Früchten von Hiraea (Mascagnia) elegans Gr. 

Gattung Banisteria L. 
Baiiisteria aceroides. Taf. II, Fig. 18, 19. 
Die Flügelfrucht ist klein, schwach gerippt; der Flügel halb-umgekehrt-eiförmig, am 
vorderen Rande verdickt, von zarten, im Verlaufe sich spaltenden Nerven durchzogen. 



— 15 — 

Die Früchte von Banisteria adamantium Mart. dürften zur Vergleiehung heranzuziehen 
sein; doch glaube ich, dafs eine andere Art, die ich wegen Maugel an Material nicht zu 
bezeichnen vermag, ihr wohl noch näher stehe. 

Familie der Anacardiaceen Lindl. 
Gattung Tapiria Juss. 

Tapiria lanceolata. Taf. IX, Fig. 4. 

Das Blättchen ist häutig, länglich, zugespitzt, ganzrandig; der Mittelnerv verjüngt sich 
nach der Spitze zu allmählich, die Seitennerveu entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen 
beinahe gerade und verbinden sich am Rande in Bogen, die Nervillen sind zart. 

Die ganze Nervation tritt nur wenig hervor. 

Übereinstimmend finde ich die in Form und Gröfse sehr variierenden Blättchen von 
Tapiria guianensis Alibi. 

Familie der Vochysiaccen Mart. et Zucc. 
Gattung Vochysia Juss. 

Vochysia Witti. Taf. I, Fig. 6. 

Das Blatt ist lederig, oval, an der Spitze gerundet, am Grunde spitz und etwas ver- 
schmälert, ganzrandig, beinahe sitzend; der Mittelnerv ist stark, nach der Spitze zu allmäh- 
lich verdünnt, die Seitennerven sind äufserst zart, daher meist verwischt, entspringen unter 
wenig spitzen Winkeln, verlaufen gerade und verbinden sich vor dem Rande in flachen Bogen. 

Der sich zur Spitze allmählich verjüngende Mittelnerv endigt nicht ganz fein. Die 
Seitennerven sind fast alle verwischt, nur einzelne sichtbar, welche zwischen sich noch feinere, 
kaum sichtbare erkennen lassen. 

Das fossile Blatt kommt mit den kleineren Formen von Vochysia elliptica Mart. ganz 
überein. 

Ich habe es zu Ehren des Herrn Kaufmann Witt in Loja benannt. 

Vochysia ferruginoides. Taf. I, Fig. 22. 
Das Blatt ist etwas lederig, länglich, ganzrandig; der Mittelnerv ist kräftig, nach der 
Spitze hin allmählich verdünnt, die Seitennerven entspringen unter wenig spitzen Winkeln, 



— 16 — 

verlaufen in parallelen Bogen und verbinden sich in der Nähe des Randes untereinander, die 
zahlreichen Nervillen sind durchgehend oder gebrochen, meist querläufig. 

Wir haben die Oberseite des Blattes vor uns. Die Nervatur zeigt sich ein wenig in 
der Blattmasse vertieft. Die von dem Mittelnerven ausgehenden Nervillen verlaufen ein 
Stück parallel mit den Seitennerven, um dann in einer Knickung sich dem unteren derselben 
zuzuwenden; die übrigen, und das sind die meisten, verlaufen gerade oder gebrochen von 
einem Sekundärnerven zum anderen. In der Nähe des Randes bilden sie einige Schlingen. 
Die Feinheit des Versteinerungsmateriales liefs auch die vollständige Erhaltung der kleinen 
Maschen des Gewebes, welche sich fast durchgängig rund oder viereckig erweisen, zu. 

Grofse Ähnlichkeit besitzt dieses Blatt mit Blättern von Vochysia ferruginea Mart., 
V. pyramidalis Mart. und V. tomentosa DC, doch tritt die mit denen der erstgenannten Art 
am meisten hervor. 

Familie der Myrtaceen R. Br. 

Gattung Eugenia Mich. 
Eugenia ovalifolia. Taf. I, Fig. 14. 

Das Blatt ist oval, ganzrandig, am Rande ein wenig zurückgekrümmt, kurzgestielt ; 
der Mittelnerv ist kräftig, die unter spitzen Winkeln ausgehenden zarten, aber deutlichen 
Seitennerven verlaufen parallel, fast gerade und verbinden sich vor dem Rande in Bogen zu 
einem mit demselben gleichlaufenden Saumnerven. 

Das Blatt macht den Eindruck des Starren. Der Mittelnerv zeigt sich — es liegt 
die Oberseite vor — wenig vertieft und bleibt bis kurz vor der Spitze stark; in den Feldern 
zwischen den Seitennerven ist stellenweise ein zartes, aus länglichen Schlingen bestehendes 
Netzwerk sichtbar geblieben. 

Eine ganze Reihe Arten von Eugenia des tropischen Südamerika, deren Blätter mehr 
oder minder grofse Ähnlichkeit mit dem fossilen zeigen, habe ich zur Vergleichung herzu- 
ziehen können. Dahin gehören z. B. die von Eugenia Schüchiana Berg, bei denen aber die 
Seitennerven weiter voneinander entfernt sind; die von E. leptoclada Berg, die sich dadurch 
unterscheiden, dafs der Mittelnerv hervortritt. Die von E. lucida Camb., E. subulosa Camb. 
und E. sancta DC. sind sehr ähnlich; doch betone ich, dafs mir eine vollständige Sammlung 
dieser artenreichen Gattung nicht zur Hand war, weshalb sehr leicht eine andere Art noch 
näher stehen könnte. Auch Marliera sessilifiora Berg ist zur Vergleichung heranzuziehen, 
doch sind deren Blätter häutig. 



— 17 — 

Gattung Myrcia DC. 
Myrcia antediluviana. Taf. I, Fig. 15. 
Das Blatt ist häutig, ei-lanzettförmig, ganzrandig, kurzgestielt; der Mitteluerv ist am 
Grunde stark und verjüngt sich nach der Spitze zu allmählich; die Seitennerven entspringen 
unter spitzen Winkeln, verlaufen gerade und parallel und verbinden sich vor dem Rande zu 
einem Saumnerven ; das Blattnetz ist zart, aus vierseitigen Maschen zusammengesetzt. 

Dem fossilen Blatte kommen die Blätter der Myrcia rostrata DC. und einiger anderen Arten 
sehr nahe, völlig übereinstimmend fand ich aber nur die Form angustifolia der sehr variierenden 
M. lanceolata Camb. 

Gattung Myrciaria Bg. 
Myrciaria tenuifolia. Taf. I, Fig. 24. 

Das Blatt ist lanzettförmig, lang-zugespitzt, ganzrandig. kurzgestielt, fast häutig, der 
Mittelnerv ist am Grunde stark und verjüngt sich von der Mitte an sehr schnell, die Seiten- 
nerven entspringen unter spitzen Winkeln, sind äufserst zart, kaum sichtbar. 

Der Mittelnerv tritt — wir haben die Unterseite vor uns — am Grunde nur wenig 
hervor, weiterhin fast gar nicht. Die Seitennerven vermögen blofs mit Hilfe der Loupe 
erkannt zu werden. 

Als übereinstimmend mit dem fossilen Blatte bezeichne ich Blätter von Myrciaria 
lanceolata Berg. 

Familie der Papilioiiaceen Endl. 

Gattung Lonchocarpus H. B. K. 
Lonchocarpus obtusifolius. Taf. III, Fig. 1. 

Das Blättchen ist länglich, breit, an der Spitze sehr stumpf, am Grunde spitz, ein 
wenig lederig; der Mittelnerv ist stark, die Seitennerven entspringen unter wenig spitzen 
Winkeln oder beinahe rechtem, verlaufen bogenförmig und verbinden sich, Schlingen bildend, 
untereinander. 

Die je zwei Seitennerven verbindenden Nervalen sind zum geringeren Teile durch- 
gehend, meist gebrochen. Das feinere Maschengewebe vermag nicht erkannt zu werden. 
Mittel- und Seitennerven stellen sich als in die Blattmasse vertieft dar. 

Lonchocarpus spiciflorus Mart. zeigt neben grofsen, weiten Blättern auch solche, die 
in jeglicher Beziehung mit dem unserigen übereinstimmen. 

Abhamll. ä. Senckonb. naturf. Geis. Bd. XIX. 3 



— 18 — 

Gattung Stenolobium Benth. 
Steiiolobium rhoniboidalis. Taf. II, Fig. 18. 

Das Blättchen ist eiförmig-rhombisch, etwas ungleichseitig, langgestielt, ganzrandig; 
der Mittelnerv ist stark, allmählich nach der Spitze zu verdünnt, die Seitennurven entspringet) 
unter spitzen Winkeln, verlaufen in riachen Bogen und verbinden sich vor dem Rande in Bogen. 

Das Blättchen hat das Aussehen, als müsse es vor der Einhüllung weich gewesen sein ; 
alle Teile der Nervatur zeigen sich vertieft und die zwischen derselben befindliche Blattmasse 
ist von den Nerven nach der Mitte hin allmählich aufwärts gerichtet, so dafs es den Charakter 
des Krausen wenigstens in etwas an sich trägt. 

Es kommt mit seitlichen Blättchen von Stenolobium coeruleum Benth. — Galopogonium 
caeruleum Desv. überein. 

Familie der Mimoseen B. Br. 
Gattung Caesalpinia BL 

Caesalpinia subdimidiata. Taf. II, Fig. 5, 6. 

Die Blättchen sind häutig, fast sitzend, ungleichhälftig, ganzrandig, länglich-rhombisch, 
an der Spitze stumpf, am Grunde ungleichseitig; der Mittelnerv ist am Grunde stark, ver- 
schmälert sich nach der Mitte zu allmählich und zeigt sich gegen die Spitze sehr fein, die 
aufserst zarten Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln und verzweigen sich unterwegs. 

Zwei Blattchen sind überliefert, die etwas in der Gestalt abweichen. Dem einen 
(Fig. 6) ist ein Stück Spitze abgebrochen, das andere (Fig. 5) ist vollständig. An letzterem 
sind aufser dem Mittelnerven keine Nerven sichtbar, wahrend solche bei dem ersteren zum 
Teil und zwar aufserst fein erhalten geblieben sind. Vom feinen Netzwerk ist nichts zu 
erblicken. 

Blättchen von Caesalpinia obliqua Vog. = C. echinata Lam. sind in Gröfse, Gestalt 
und Nervatur oft so übereinstimmend mit unserem, dafs wir beide nicht zu trennen vermögen. 

Gattung Casxi« L. 

Cassia diniidiato-linearis. Taf. I, 1 ig. 25. 
Das Blättchen ist häutig, halbseitig-linealisch-länglich, am Grunde schief, ganzrandig; 
der Mittelnerv ist kräftig und verfeinert sich gegen die Spitze hin allmählich, die Seiten- 
nerven sind sehr zart und entspringen mite)' wenig spitzen Winkeln. 



— 19 — 

Das Blättchen zeigt uns die Unterseite, auf welcher der Mittelnerv nur wenig hervor 
tritt. Es stimmt in jeglicher Beziehung mit solchen von Cassia chamaecrista L. überein und 
kommt denen von C. glandtdosa L ganz nahe, von welchen es sich nur durch das Fehlen 
von Drüsen unterscheidet. 

Cassia linearifolia. Tat". II, Fig. 7, 8. 

Die Blattchen sind häutig, kurzgestielt, länglich-linealisch , ganzrandig. am Grunde 
ungleich; der Mittelnerv ist am Grunde verhältnismäfsig stark und nach der Spitze hin 
allmählich verdünnt, die Seitennerven sind fein, gehen unter wenig spitzen Winkeln aus und 
verbinden sich vor dem Rande in Bogen. 

Das gröfsere Blättchen stimmt mit solchen von Cassia muliijuga Rieh, überein. Leider 
fand ich kein volktändiges Exemplar vor. In jedes von den Seitennerven gebildete Feld 
dringt vom Mittelnerv aus ein noch zarterer Nerv ein, welcher dasselbe in zwei Hälften teilt, 
unter der Loupe einen mehrmals geknickten Verlauf zeigt und bis zum Schlingenbogen vor- 
dringt. Nur selten sind zwei solche, welche sich vor dem Bogen miteinander verbinden, 
beobachtbar. Das Netzwerk zeigt unter Vergrößerung meist viereckige Maschen, die von 
sehr kleineu anderen ausgefüllt werden. Unser Blattstück wendet uns die Unterseite zu, auf 
welcher der Mittelnerv etwas hervortritt. — Das kleinere Blättchen entspricht denen, die 
Marti us als zu einer besonderen Art gehörig als Cassia magnifica beschrieben hat. 

Nervatur und Gestalt sind bei beiden gleich, nur in der Gröfse weichen sie von- 
einander ab. 

Cassia longifolia. Taf. II, Fig. 15, 16. 

Die Blättchen sind häutig, kurzgestielt, länglich-elliptisch, am Grunde gerundet und 
ein wenig ungleich ; der Mittelnerv verdünnt sich vom Grunde zur Spitze allmählich ; die 
Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen parallel und flach bogenförmig und 
verbinden sich am Rande miteinander. 

Das Maschenwerk zeigt sich unter der Loupe als sehr zart; die die Felder erfüllenden 
Maschen sind auffallend klein und gerundet-vierseitig. 

Viel Ähnliches haben die fossilen Blättchen mit denen der jetztweltlichen Sweetia 
lenüscifoUa Sprgl. doch sind die Stielchen länger als bei diesen und finden sich deren charak- 
teristische Schlingen in den Aufsenfeldern nicht vor. Catsia speetabüis DC. besitzt ebenfalls 
ähnliche, aber spitzere. Übereinstimmend dagegen erscheinen die von Cassia excelsa Schrad. 

3* 



— 20 — 

Gattung Maorolobium Schrb. 

Macrolobinin tenuifolium. Taf. II, Fig. 17. 

Das Blättchen ist häutig, länglich, ganzrandig, fast sitzend, ein wenig ungleichseitig; 
der Mittelnerv ist kräftig, nach der Spitze zu verdünnt, die parallelen Seitennerven sind zart, 
verlaufen gerade und verbinden sich vor dem Rande in Bogen untereinander. 

Ich vergleiche es mit den Blättchen von Macrolobium multijugum Benth. 

Gattung Pterogyne Tul. 

Pterogyne oblongifolia, Taf. II. Fig. 21, 22. 

Die Blättchen sind häutig, länglich, ein wenig ungleichseitig, stumpf; der Mittelnerv 
ist kräftig, die Seitennerven entspringen unter wenig spitzen Winkeln, verlaufen gerade und 
verbinden sich am Rande in Bogen. 

Die Seitennerven sind sehr zart, das Netzwerk erweist sich unter der Loupe als 
sehr fein. 

Ich vergleiche die fossilen Blättchen, denen leider beiden der Grund fehlt, mit denen 
der jetztlebenden Pterogyne nitens Tul. 

Gattung Inga Plum. 

Inga ovalifolia. Taf. I, Fig. 23. 

Das Blättchen ist lederig, länglich-elliptisch, kurz-zugespitzt, ganzrandig; der Mittel- 
nerv ist stark, gegen die Spitze hin schnell verdünnt, die Seitennerven sind zart, entspringen 
unter spitzen Winkeln und verlaufen bogenförmig. 

Der Mitteluerv zeigt sich vertieft; die Nervillen sind sehr zart, gebrochen oder durch- 
gehend. Die eine Hälfte weist einige niedere Falten auf, au deren Stelle sich feine Risse 
befinden, die auf eine gewisse Starrheit des Blättchens hindeuten. 

Das fossile Blättchen entspricht den Blättchen der heutzutage in Ecuador häufig vor- 
kommenden Inga insignis Kunth, auch die von /. sjmria Kunth haben Ähnlichkeit. 

Inga Jatifolia. Taf. II, Fig. 11, 12. 

Die Blättchen sind zart-lederig, beinahe häutig, länglich, kurz-zugespitzt, ganzrandig; 
der Mittelnerv ist am Grunde kräftig und verdünnt sich schnell nach der Spitze zu, die 



- 21 - 

Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, stehen etwas entfernt, sind sehr zart and 
verbinden sich vor dem Rande untereinander. 

Die Blättchen sind grofs und zeigen eine matte Oberfläche. Der Mittelnerv findet 
sich auf der Oberseite fast gar nicht vertieft und tritt auf der unteren so gut wie nicht 
hervor; bis etwa zur Mitte verdünnt er sich allmählich, von da au sehr schnell. Einzelne 
Seitennerven bilden vor ihrer Mündung bisweilen Schlingen. 

Ganz übereinstimmend finde ich die lilättchen mit denen der im heil'sen Amerika weit 
verbreiteten Inga margiuata Willd. Manches Übereinstimmende zeigen auch die der brasi- 
lianischen /. speciosa Spruce. 



Pflanzenreste mit unsicherer Stellung. 

Phyllites cblubrinoides. Taf. III, Fig. 3, 4. 

Das Blatt ist gestielt, herz-eiförmig, ganzrandig, dreinervig; Haupt- und Seitennerven 
sind kräftig; die äufseren Hauptnerven senden Seitennerven aus, die vor dem Rande sich in 
flachen Bogen verbinden, die Nervillen sind fein. 

Unsere Bruchstücke zeigen die Unterseite, auf welcher die Nervatur etwas hervortritt. 

Als Pflanze mit zu vergleichenden Blättern bezeichne ich Colubrina cordifolia Reiss. 
Die von Cissampelos unterscheiden sich durch die Nervatur; Coccoloba uvifera L, hat eine 
breite Spitze, mehr Seitennerven, einen Mittelnerven, welcher am Grunde viel stärker ist. 
und greifbare Unterschiede in der feineren Nervatur. 

Phyllites styracioides. Taf. III, Fig. 6. 

Das Blatt, von dem nur ein Stück, welches weder Spitze noch Grund, noch vollstän- 
digen Rand zeigt, uns überliefert ist, hat viel Ähnlichkeit mit Blättern einiger St i/rax- Arten. 

Es scheint länglich-eiförmig gewesen zu sein ; der Mittelnerv ist stark und verjüngt 
sich sehr nach der Spitze zu, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, sind etwas 
gebogen und gabeln sich vor dem Rande unter Bildung von Schlingen; die Tertiärnerven 
sind gebrochen. 

Zur Vergleichung verweise ich auf die Blatter von Sti/rax Martii Seub., St. longi- 
ftorum A. DC. und St. punctatum A. DC. 



— 22 — 

Phyllites celastrinoides. Taf. III, Fig. 5. 

Das vorhandene Blattstück zeigt sich an der Spitze gerundet, am Rande mit einigen 
winzigen Zähnen besetzt; .der Mittelnerv ist kraftig, verdünnt sich aber bedeutend nach der 
Spitze hin, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen gerade und ver- 
binden sich vor dem Rande in Bogen, vor denen in den Randfeldern Schlingen Platz nehmen, 
die Nervillen sind zart. 

Es darf wohl angenommen werden, dafs das Fragment einem Blatte zugehört, das einer 
Art der Familie der Celastrineen zuzuweisen ist. In der Gattung Eleaedendron fand ich 
Blätter, die in der Nervatur mit dem fossilen Stück wohl übereinstimmen dürften, doch ist 
es zu unvollständig, als dafs man eine bestimmte Deutung wagen könnte. Auch unter den 
Celastrineen Südafrikas zeigen sich Arteu mit ähnlichen Blättern. 

Phyllites gouareoides. Taf. III, Fig. 2. 

Das Blatt ist lanzettförmig, zugespitzt, am Grunde spitz, ganzrandig; der Mittelnerv 
stark, die Seitennerven sind zart, entspringen unter wenig spitzen Winkeln und verlaufen 
gebogen zum Rande. 

Das Blatt zeigt uns die Rückseite, auf welcher der Mittelnerv ein wenig hervortritt. 
Die Seiteunerven lassen nicht erkennen, ob sie anastomosieren. Bei einem zweiten Exemplare 
waren sie verwischt. Es war nicht möglich, ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gattung 
oder Art festzustellen. Sehr ähnlich sind sie denen von Gouarea pubiflora Juss. ; aber es 
kann nicht geleugnet werden, dafs sie auch Blättern einiger Trichüia- und Blättchen von 
Paidlinia- Arten nahe stehen, z. B. von P. affin® St. Hil. (doch haben diese weniger Seiten- 
nerven) und P. carpopoda St. Hil. (doch haben diese einen umgebogenen Rand, der bei dem 
fossilen Blatte nicht bemerkt werden kann). 

Leguminosites grandis. Taf. III, Fig. 8, 9 a. 

Die Hülse ist grofs, flach zusammengedrückt, in der Mitte eingeschnürt, am Grunde 
in einen Stiel verschmälert, vorn mit kurzer, dem oberen Rande genäherter Spitze versehen. 

Von der Hülse Fig. 8 ist nur ein Fruchtblatt vorhanden; von Samen oder Samenein- 
drücken ist nichts zu bemerken. 

Leguminosites machaerioides. Taf. III. Fig. 7. 
Die Hülse ist länglich, einsamig, hinter dem Samen nach dem Grunde zu allmählich 



- 23 — 

in den Stiel verschmälert, vorn spitz, von zarten, von oben nach unten sich erstreckenden 
und untereinander verbundenen Adern durchzogen. 

Wahrscheinlich gehört diese Hülse der Gattung Mackaerium zu. Der Same er- 
scheint flach. 

Leguininosites cassioides. Taf. III. Fig. 9 b. 
Das Hülsenfragment erscheint länglich mit parallelen Nahten, ist vorn spitz und zeigt 
mehrere Samen von verschiedener Gröfse. 

Leguininosites acaeiaet'ormis. Taf. III, Fig. 10, 11. 

Die Hülsenstücke sind länglich, ihre Händer gleichlaufend, die zahlreichen Samen 
erscheinen «ach, von der Rückennaht erstrecken sich zahlreiche parallele Äderchen eine 
Strecke nach unten. 

Anmerkung. Die Fossilien befinden sich sämtlich in einem meist grauen, zuweilen 
gelblich gefärbten Schieferthone eingebettet. 



b. Aus dem Gebiete des Tablayacu. 

Familie der Gramineen L. 
Gattung Poacites Brongn. 

Poacites magnus. Taf. I, Fig. 8—10. 

Der Halm ist lang und ziemlich breit, die Stengelstücke sind grofs, gestreift, die fein- 
gestreiften Blattspreiten 3—5 mm breit. 

Es liegen nur die Abdrücke vor, die Versteinerungen selbst sind beim Spalten heraus- 
gebrochen. Nach ihnen zu urteilen, müssen die Halme zusammengeprefst eingebettet worden 
sein; die Blattspreiten liegen nur stückweise vor und sind teilweise vom Halme getrennt zu 
erblicken; von dem Blatthäutchen ist nichts zu sehen. Es ist nicht möglich, sie mit Be- 
stimmtheit einer Gattung zuzuweisen, doch liegt die Möglichkeit vor, dafs sie der Gattung 
Panicum I, zuzurechnen seien, wenigstens zeigen sie grofse Ähnlichkeit mit P. zmmoides 
II. B. K. 



— 24 — 

Familie der Myrtaceen R. Br. 

Gattung Couratari Aublet. 

Couratari tertiaria. Taf. II, Fig. 3, 4, 4 a. 

Das Blatt ist länglich-lanzettförmig, lang-zugespitzt, ganzrandig; der Mittelnerv ist 
gerade und kräftig, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen gerade 
und verbinden sich am Rande in flachen Bogen, die feinen Nervillen stehen dicht. 

FiS lagen nur Bruchstücke vor. Diese zeigen die Oberseite und lassen die gesamte 
Nervatur etwas vertieft erscheinen. 

Die Blätter der jetztlebenden Couratari lineata Berg erscheinen mir mit den fossilen 
Resten so übereinstimmend, dafs ich nicht zögere, letztere zu dieser Gattung zu ziehen. 
Sehr nahe stehen sie auch denen von Couratari guianensis Aubl. 

Familie der Mimoseen R. Br. 

Gattung Cassia L. 

Cassia longifolia. Taf. II, Fig. 14. 
S. unter a. Aus dem Gebiete von Loja (S. 19). 

Bemerkung. Das Gestein, dem diese Versteinerungen entnommen sind, ist ein 
roter Schieferthon. 

B. Columbien. 

a. Aus dem Gebiete von Santa Ana. 

Familie der Gramineen R. Br. 
Gattung Bambusium Ung. 

Bambusium Stübeli. Taf. V, Fig. 4, 5. 

Der Stengel ist hohl, dick, fein gerillt. 

Zwei Stücke, die ich nicht auseinander zu halten vermag, liegen vor. Das eine, 
gespaltene (Fig. 4) ist nicht in seiner ganzen Breite erhalten, sondern zeigt sich an einer 
Seite zum Teil abgebrochen; nur die unterste Partie läfst sie erkennen. Die Halmdicke 
beträgt 1,5 mm. 



— 25 — 

Es wurde von Herrn Dr. St übel, dem zu Ehren diese Art benannt wurde, gefunden 
und befindet sich in der Sammlung desselben. 

Das zweite (Fig. 5) zeigt an seinem Grunde beide Hälften aneinander gedrückt, über 
demselben die eine abgebrochen. Die feine Rillung ist gleich der des ersten Stückes. Ich 
erhielt es aus der Sammlung des Herrn Geheimrat Dr. Reiss. 

Rhizoma graminis. Taf. III, Fig. 20. 

Das Rhizom ist schmal, gestreift, die Knoten stehen weit voneinander und sind mit 
wirtelständigen Wurzelnarben versehen. 

Dafs das Rhizom an Stärke sich nicht gleich blieb, zeigen die im Knie zusammen- 
lagernden Stücke. Ob der daueben liegende Blattrest dazu gehört, laust sich nicht entscheiden. 
Er zeigt zwischen sechs Nerven feine Zwischennerven. 

Sammlung des Herrn Dr. Stübel. 

Familie der Musaceen Ag. 
Gattung Musophyllum Ung. 

Musophyllum elegans. Taf. IV, Fig. 1—3: Taf. V, Fig. 1. 

Das Blatt ist sehr grofs und gauzrandig; der Mittelnerv ist sehr stark, die parallelen 
Seitennerven entspringen unter beinahe rechtem Winkel, verlaufen gerade und sind nur in 
der Randgegend gebogen, die Zwischennerven sind sehr zart, bisweilen tritt einer etwas 
stärker hervor, verlaufen parallel und stehen dichtgedrängt. 

Zwei gröfsere Bruchstücke sind erhalten geblieben. Das eine (Taf. IV, Fig. 1) ent- 
stammt der mittleren Partie eines Blattes, von dem der Rand eiu Stück hin wohlerhalteu 
blieb, während er sowohl ober- als unterhalb desselben abgebrochen wurde. Es zeigt sich 
umgerollt, weshalb ich es in Fig. 2 auf die Ebene projiziert wiedergebe. Sein in der Stärke 
fast gleichbleibender Mittelnerv (3—4 mm) ist ausgebrochen und finden wir an seiner Stelle 
eine vertiefte Rille vor. Das zweite (Taf. V, Fig. 1) entstammt, wie die geringere Stärke 
und schnellere Stärkeabnahme beweisen, der oberen Partie eines Blattes, von dem in der 
Mitte die eine Hälfte zum Teil noch auf der anderen liegend erhalten blieb. Hier ist der 
Hauptnerv vorhanden geblieben. 

Die Stücke entstammen jedenfalls einer Art der Gattung Heliconia L., welche Süd- 

Abhandl. d. Senckenb. naturf. Ges. Bd. XIX. 4 



— 26 — 

amerika eigentümlich ist. wenigstens liefs sich aus der Nervatur trotz vieler Vergleichungen 
nicht nachweisen, ob sie zu dieser oder zu Musa L. zu rechnen sei, weshalb ich mich der 
provisorischen Bezeichnung bediente. ' 

Familie der Aroideen Juss. 
Gattung Stenospermatium Schott. 
Stenospermatium columbiense. Taf. V, Fig. 2. 
Das Blatt ist lederig, länglich-elliptisch , ganzraudig, am Grunde mit einer Scheide 
versehen; die Seiteunerven sind zahlreich, steigen auf und umschliefsen feine Zwischennerven. 
Unser Blatt kommt in der Nervatur Blättern der asiatischen Aspidistra Ker. sehr nahe, 
doch fehlt diesen die Scheide. Näher stehen die von Stenospermatium Mathewsii Schott Perus, 
jedoch sind sie kleiner und ihre Seitennerven nicht so steil aufsteigend. Die von St. Pom- 
paijense Schott dürften kaum einen Unterschied zeigen. 

Familie der Moreen Endl. 
Gattung Ficus L. 
Ficus laqueata. Taf. III, Fig. 22. 
Das Blatt ist lederig, länglich, ganzrandig; der Mittelnerv gerade, kräftig, in der Stärke 
bis gegen die Spitze hin fast gleichbleibend, die Seitennerven sind fein, geheu unter wenig 
spitzen Winkeln aus, verlaufen gerade und verbinden sich in etwas schlängeligen Bogen weit 
von dem Rande unter einander, die Randfelder sind mit Schlingen ausgefüllt. 

Wir haben die Oberseite des Blattes vor uns. Der Mittelnerv zeigt sich auf derselben 
vertieft, die Seitennerven sind es kaum merklich. Das Maschenwerk ist sehr zart und klein. 
Die kleineren Blätter von Ficus americana Aubl. stimmen mit dem unseligen ganz 
überein. 

Familie der Laurineen Endl. 
Gattung Persea Gärtn. 
Persea coriacea. Taf. VI, Fig. 3, 4. 
Die Blätter sind lederig, gestielt, gestreckt -länglich, spitzlich, ganzraudig, am 
Rande deutlich zurückgekrümmt; der Mitteluerv ist stark, die Seiteunerven entspringen 



Alle Stücke ohne Angabe der Sammlung befinden sich im Besitze des Herrn Dr. Reiss. 



— 27 — 

unter spitzen Winkeln, sind bogenläufig und verbinden sieb mittels Schlingen unter 
einander. 

Ein Blatt (Fig. 3) zeigt die Ober-, eins (Fig. 4) die Unterseite. Bei letzterem treten 
sowohl der Mittelnerv als die Seitennerven wenig hervor, die Nervillen fast gar nicht, 
dagegen ist die Zurückkrümmung des Randes sehr deutlich ausgeprägt. Bei ersterem finden 
wir den Mittelnerv sehr sichtlich vertieft, ebenso ist es bei den Seitennerven der Fall, 
während die Einsenkung der Nervillen eine sehr geringe ist. Bei beiden ist der Stiel, an 
welchem die Blattfläche etwas herabläuft, dick. Es sind dies alles Merkmal e wie sie sich 
bei den Blättern der Persea rigida Nees ausgeprägt vorfinden. 




Persea macrophylloides Egh. Taf. V. Fig. 3. 

J891. Engelhardt, Tertiärph". v. Chile, S. 650, Taf. 

Das Blatt ist grofs, lederig, gestielt, breit-länglich, ganzrandig; der Mittelnerv ist 
kräftig und gerade, die Seitennerven sind zahlreich und stark, entspringen unter wenig spitzen 
Winkeln, verlaufen wenig gekrümmt und verbinden sich untereinander, Schlingen bildend, 
in Bogen, die Nervillen sind teils durchgehend, teils gebrochen. 

Das fossile Blatt zeigt die Oberseite, auf welcher der nach der Spitze hin allmählich 
sich verdünnende Mittelnerv und die Seitennerven vertieft erscheinen. Die feinere Nervatur 
ist stellenweise ausgezeichnet erhalten. Es gleicht Blättern der Persea graüssima Gärtn. und 
ist von bedeutenderer Gröfse, als das in Tertärpfi. v. Chile abgebildete. 

Persea elliptica. Taf. IX, Fig. 5. 

Das Blatt ist lederig, länglich - elliptisch . ganzrandig; der Mittelnerv ist stark, 
die kräftigen Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen in schwachen 
Bogen und verbinden sich, Schlingen bildend, untereinander, die Nervillen sind meist 
gebrochen. 

Wir sehen die Rückseite des Blattes, auf welcher die Nervatur stark erhaben 
hervortritt. Das Maschennetz ist nur an einer kleinen Stelle erhalten geblieben und 
stellt sich daselbst als ein lockeres dar. Das Blatt gehört zu den wenigen nicht sehr gut 
erhaltenen. 

Soweit der Erhaltungszustand es erlaubt, darf es auf Persea densiflora Meissn. 

bezogen werden. 

4* 



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Persea elongata. Taf. VI, Fig. 8. 

Das Blatt ist lederig, gestreckt-länglich, am Rande zurückgekrümmt, ganzrandig; der 
Mittelnerv ist stark, die Seitennerveu entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen bogen- 
förmig und verbinden sich, gegen den Rand hin sehr verfeinert, untereinander, das Maschen- 
werk ist locker. 

Die gesamte Nervatur tritt auf der Unterseite hervor. 

Ein zweites noch vorhandenes Blatt ist beim Zerschlagen zu sehr verletzt worden, als 
dafs es hier abgebildet zu werden verdient. 

Als entsprechende Art nenne ich Persea rigida Nees. 

Gattung Nectandra Rottb. 

Nectandra curvatifolia. Taf. IX, Fig. 3. 

Das Blatt ist lederig, gestreckt-länglich, spitz, ganzrandig, am Rande sehr wenig um- 
gebogen ; der Mittelnerv ist kraftig, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, 
verlaufen bogig und verbinden sich vor dem Rande in Bogen, die Nervilleu sind zart. 

Die bogig gekrümmte Blattfläche zeigt die Oberseite mit deutlich vertieftem Mittel- 
nerven, wenig eingesenkten Seitennerveu und fast unmerklich vertieften Nervillen. Dafs man 
es nicht mit einem in seiner Nervatur übereinstimmenden Blatte von Styrax coriacea Egh. 
(vgl. Über Tertiärpfl. v. Chile, Taf. 5, Fig. 12), welches mit solchen der jetztlebenden Styrax 
camporum Pohl übereinstimmt, zu thun hat, zeigt schon seine bedeutende Gröfse. Es ist 
vielmehr Blattern von Nectandra Amazonum Nees gleich. 

Nectandra Reissi. Taf. VI, Fig. 7. 

Das Blatt ist grofs, lederig, gestreckt-länglich, ganzrandig, am Grunde spitz, kurz- 
gestielt; der Mittelnerv ist stark, nach der Spitze zu ganz allmählich verdünnt, die Seiten- 
nerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen wenig gebogen und verbinden sich unter- 
einander, die Nervillen sind zart, querläufig, parallel und stehen wenig entfernt. 

Letztere zeigen sich der Blattfläche, welche daher glatt erscheint, nur in ganz ge- 
ringem Grade eingesenkt, mehr die Seitennerven, bedeutend der Mittelnerv, besonders am 
Grunde. Die Sekundärnerven sind aufgerichtet und werden an ihrem Ende fast verschwindend fein. 

Man vergleiche unser Blatt mit Blättern der Nectandra Japurensis Nees. Sehr ähnlich 
sind auch solche der im tropischen Amerika in vielen ineinander übergehenden Formen vor- 



— 29 — 

kommenden und weit verbreiteten Nectandra moüis Nees; entferntere Ähnlichkeit zeigt sich 
noch bei anderen Arten. 

Ich benannte diese Art zu Ehren des Herrn Dr. Reiss. 

Nectandra areolata. Taf. VI, Fig. 1, 2 

Das Blatt ist grofs, lederig, oval, ganzrandig; der Mittelnerv ist stark, die Seitennerven 
sind kräftig, gebogen, entspringen unter spitzen Winkeln, sind durch Schlingen untereinander 
verbunden , die Nervillen stehen dicht und schliefsen ein kleines unregelmäfsiges Netz- 
werk ein. 

Das Blatt, obgleich ohne Spitze und am Rande verletzt, zeigt sich in seiner Nervatur 
ganz vortrefflich erhalten. Der Raum zwischen Rand und untersten Seitennerven ist mit 
dichtstehenden Schlingen ausgefüllt, die Nervillen sind durchgehend, meist gebrochen oder 
gegabelt; das von ihnen eingeschlossene Netzwerk zerfallt zunächst in Maschen von ver- 
schiedener Gestalt und diese werden von kleineren vierseitigen ausgefüllt. Die mittleren 
Seitennerven stehen am weitesten voneinander. 

Zur Vergleichung ziehe ich Nectandra Gardneri Meissn. heran. 

Gattung Göppertia Nees. 
Göppertia subherbacea. Taf. V, Fig. 8; Taf. VI, Fig. 5. 
Das Blatt ist wenig-lederig, länglich-elliptisch, etwas ungleichhälftig, ganzrandig; der 
Mittelnerv ist stark, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen bogen- 
förmig und im späteren Verlaufe aufwärts gerichtet, sich durch Schlingen untereinander ver- 
bindend, die Nervillen sind teils durchgehend, teils gebrochen, das Netzwerk ist sehr fein 
und klein. 

Man kann unser Blatt mit den Blättern der Göppertia poJyantha Meissn. vergleichen, 
auch die von G. sericea Nees stehen nahe, sind aber entschieden lederig. 

Gattung Acrodiclidium Nees. 

Acrodiclidiiim chartaceum. Taf. IV, Fig. 12. 
Das Blatt ist ein wenig lederig, länglich, ganzrandig; Mittelnerv und Seitennerven sind 
nicht stark, letztere entspringen unter spitzen Winkeln und verlaufen in Bogen, die Nervillen 
sind zart und umschliefseu eiu feines Netzwerk. 



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Es präsentiert sich von der Unterseite, auf welcher die Nervatur nur wenig hervor- 
tritt, und zeigt sich umgebogen, ohne dafs dabei ein Zerbrechen desselben stattgefunden 
hat, was auf wenig Starrheit hindeutet. Seine kleinen Maschen erweisen sich als vier- und 
fünfseitig. A 

Es ist den Blättern von Arcodiclidium Sprucei Meissn. zu vergleichen. Auch die von 
Oreodaphne Schotti Meissn. können herangezogen werden. 

Gattung Laurophyüum. 
Laurophyllum rigidum. Taf. VIII, Fig. 5. 

Das Blatt ist starr, länglich-lanzettförmig, ganzrandig, am Rande etwas zurückgekrümmt; 
die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, laufen gebogen weit aufwärts und stehen 
voneinander entfernt. 

Nur ein Bruchstück ist vorhanden. Dieses zeigt sich umgebogen. Auf seiner Unter- 
seite, welche es uns darbietet, treten Mittel- und Seitennerven merklich hervor, während dies 
von den querlaufenden Nervillen nicht gesagt werden kann. 

Die Blätter von Ampelodaphne aruncifhra Meissn. und A. macrophylla Meissn. er- 
scheinen mir als sehr ähnlich. 



Familie der Kubiaccen Juss. 

Gattung Bothriospora Hook. fil. 

Bothriospora Witti. Taf. VI, Fig. 6. 

Das Blatt ist eiförmig, am Grunde spitz, ganzrandig; die Seitennerven entspringen aus 
dem Mittelnerven unter wenig spitzen Winkeln, verlaufen wenig gebogen und verbinden sich 
ziemlich entfernt vom Rande in Bogen. 

Es giebt eine Anzahl von Blättern anderer Gattungen, denen das fossile mehr oder 
weniger nahe kommt; aber es ist bei ihnen die feinere Nervatur abweichend. Ich vergleiche 
es mit Blättern von Bothriospora corymbosa Hook, fil., mit denen es auch in dieser Hinsicht 
übereinstimmt. 

Ich benannte diese Art zu Ehren des Herrn Kaufmann Witt in Loja. 



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Familie der Verbenaceen Juss. 
Gattung Citharexi/Ion L. 

Citharexylon retiforme. Taf. V, Fig. 10. 

Das Blatt ist lederig, elliptisch, ein wenig zugespitzt, ganzrandig; der Mittelnerv ist 
kräftig, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln und verlaufen bogig, das Netz 
werk ist von gröfseren zarten Maschen gebildet. 

Das Blattfragment zeigt die auf der einen Hälfte umgebogene Unterseite, die bei der 
Zeichnung auf die Ebene projiziert wurde. Die Nervillen erweisen sich weder als eingesenkt, 
noch als hervortretend. 

Es hat viel Übereinstimmendes mit den gröfseren Blättern von Citharexylon quadran- 
gulare Jacq., auch mit solchen von C. cinereum L., wie ich sie, allerdings mit ? bezeichnet, 
im Dresdener Herbar vorfand, doch erscheinen mir die von C. reticulatum Kth. am nächsten 
zu stehen. 

Familie der Bigiioniaccen R. Br. 
Gattung Tecotna L. 

Tecoma grandidentata. Taf. IV, Fig. 9, 10. 

Die Blättchen sind eiförmig, am Grunde verschmälert, in der oberen Hälfte sägezähnig, 
in der unteren ungleich-gesägt ; der Mittelnerv ist am Grunde kräftig und verschmälert sich 
von der Mitte bis zur Spitze sehr schnell, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, 
sind wenig gebogen und münden in die Spitzen der Zähne aus. 

Ich vergleiche unsere Blättchen mit denen von Tecoma serratifolia Don. Ähnlich sind 
auch die von T. radkans Juss., welche Pflanze jedoch aufserhalb der Tropen, in Nordamerika, 
ihren Wohnsitz hat. 

Familie der Sapotaceen Endl. 
Gattung Chrysophi/llum L. 

Chrysophyllum rufoides. Taf. V, Fig. 7. 
Das Blatt ist etwas lederig, lanzettförmig, kurz-zugespitzt, am Grunde spitz, ganz- 
randig; der Mittelnerv ist stark, gegen die Spitze sehr fein, die Seitennerven entspringen 
unter spitzen Winkeln, die untersten und obersten unter sehr spitzen. 



— 32 — 

Die feinere Nervatur ist bei unserem Blatte nicht sichtbar. 

Es ist Blättern der Varietät acutifolium von Chrysophyttwn rufum Mart. zu ver- 
gleichen. 

Familie der Styraceen Rieh. ^ * 

Gattung Styrax Tournef. 
Styrax lanceoiata. Tai V, Fig. 9. 

Das Blatt ist lederig, länglich-elliptisch, ganzrandig; der Mittelnerv kräftig, die Seiten- 
nerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen etwas gebogen und verbinden sich vor 
dem Rande in Bogen, die Nervillen sind zart. 

Es stellt sich uns von der Rückseite dar, auf welcher der Mittelnerv hervortritt, 
während von den Seitennerven gesagt werden mufs, dafs dies so gut wie gar nicht geschieht. 
Die Nervillen sind querläufig, durchgehend oder gebrochen und bilden in Verbindung mit- 
einander ein sehr zartes Netzwerk. 

Das fossile Blatt hat viel Ähnlichkeit mit den Blättern der jetztlebenden Styrax parvl- 
folium Pohl, doch besitzen diese weniger Seitennerven; vielmehr stimmt es in dieser Be- 
ziehung mit denen von St. floridum Pohl überein. Auch Licania zeigt ähnliche Blätter, aber j 
es verbinden sich bei diesen die Seitennerven nicht in flachen Bogen, überdies stimmt die 
Anordnung der Nervillen nicht überein. Cephaelis-Blhtter dürfen ihrer grofsen Zartheit wegen 
nicht zur Vergleichung herangezogen werden. 

Familie der Sterculiaceen Vent. 
Gattung Büttneria Löffl. 
ßüttneria cinnamoniifolia. Taf. VII, Fig. 9. 
Das Blatt ist gestielt, elliptisch, spitz, am Grunde verschmälert, ganzrandig, dreifach- 
nervig; der Mittelnerv und die seitlichen Hauptnerven sind kräftig, die Seitennerven befinden 
sich über der Mitte des Blattes, entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen gerade bis in 
die seitlichen Hauptnerven, die Nervillen verlaufen quer und schliefsen ein aus Vierecken 
gebildetes Maschennetz ein. 

Das Blatt stimmt genau mit einer Form von der polymorphen Büttneria melastomifolia 
St. Hil. = B. elliptica Pohl und B. affinis Pohl überein. Ferner stehen die Blätter von B. Gayana 
St. Hil. = B. laevigata Schott durch ihre lange Zuspitzung, sowie ihren gerundeten Grund. 



— 33 — 

Familie der 3Ieliaceen Juss. 
Gattung MoscJioxijJon Juss. 

3Ioschoxylon tenuinerve. Taf. IX, Fig. 10. 

1891. Engelhardt, Tertiärprl. v. Chile, S. 670, Taf. 8, Fig. 10; Taf. 9, Fig. 9. 

Das Blättchen ist länglich-lanzettförmig, ganzrandig, ungleichhälftig, dünn ; der Mittel- 
nerv verhältnismäi'sig kräftig, die Seitennerven sind zart, entspringen unter wenig spitzen 
Winkeln, verlaufen ziemlich parallel und verbinden sich vor dem Rande in Bogen. 

Familie der Ilicineen Brongn. 
Gattung Hex L. 
Hex arcinervis. Taf. VII, Fig. 1 ; Taf. IX, Fig. 2. 
Die Blätter sind lederig, elliptisch, zugespitzt, ganzrandig, am Bande etwas zurück- 
gebogen; der Mittelnerv verdünnt sich von der Mitte an sehr schnell, die Seitennerven sind 
dünn, entspringen unter spitzen Winkeln und verbinden sich vor dem Rande in Bogen. 

Eine ähnliche Nervatur der Blätter findet sich bei einer gröfseren Anzahl von lUcincen- 
Arten vor, was die Vergleichung sehr erschweren würde, wenn wir uns nicht an Abweich- 
ungen in der Gestalt der Blätter, an die Entfernung der Seitennerven voneinander und an 
den Ausgangswinkel derselben halten könnten. Sehr nahe kommen unsere Blätter solchen 
der jetztlebenden Hex inimdata Popp; doch stehen sie näher den ziemlich formenreichen von 
I. Macoucou Pers. Auch bei Maytenus finden wir in vieler Beziehung übereinstimmende, 
z. B. bei der Art obtusifolia Mart. 

Familie der Rliamneen R. Br. 

Gattung Gouiana Jacq. 

Gouiana membranaeea. Taf. IV, Fig. 4, 5. 

Das Blatt ist häutig, gestielt, zugespitzt-eiförmig, am Grunde etwas herzförmig, 
gezähnt; der Mittelnerv ist kräftig, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, 
verlaufen anfangs gerade, später gebogen, die unteren senden Äste nach dem Rande ab, in 
dessen Zähnen sie endigen, die Nervillen stehen dicht gedrängt. 

Das Blatt kommt mit Blättern der lebenden Gouiana urticaefolia Reiss übereiu. Es 
unterscheidet sich von anderen Species durch seine Nervatur, weshalb ich es als einer besonderen 

Abhandl. d. Senckenb. naturf. Ges. Bd. XIX. 5 



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Art zugehörig ansehen und von dieseu trennen mufs. Bei keiner lebenden Art senden 
nämlich die unteren drei Seitennervenpaare so viel Äste ab, als bei dieser; überdies sind die 
Zähne klein. Es zeigt sich von seiner oberen Seite, auf welcher die gesamte Nervatur 
vertieft erscheint. 

Gouiana flrma. Taf. IV, Fig. 6, 7. 

Das Blatt ist derb, grofs, eiförmig-elliptisch, gekerbt; der Mittelnerv ist kräftig, die 
Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, sind wenig gebogen, nur der unterste sendet 
viele Äste ab, die Nervillen stehen weiter voneinander ab, als bei voriger Art. 

Ich vergleiche unsere Stücke mit den Blättern der Gouiana virgata Reiss. Die Blatt- 
masse ist derber als bei der vorigen Art, daher wohl auch Verletzungen innerhalb derselben 
nicht zu bemerken sind. 

Familie der Rutaceen Bartl. 
Gattung Condaminea DC. 

Condaminea grandifolia. Taf. VII, Fig. 2; Taf. IX, Fig. 1. 

Die Blätter sind grofs, lederig, breit-länglich, gauzrandig; der Mittelnerv ist stark, 
verläuft gerade; die kräftigen Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen 
wenig gebogen und verbinden sich vor dem Rande in Bogen, die Nervillen erscheinen teils 
durchgehend, teils gebrochen, stets ausgeprägt. 

Man könnte versucht sein, unsere Bruchstücke mit den Blättern von Styrax macro- 
phyttum Schott in Verbindung zu setzen, wenn uns nicht ein Stück vom Rande erhalten 
geblieben wäre, dessen Anblick sofort davon überzeugt, dafs wir hierin irre gehen würden, 
da sich in den Randfeldern eine grofse Anzahl Schlingen zeigen, die bei den Blättern dieser 
Art nicht vorhanden sind, wohl aber bei denen von Condaminea corymbosa DC. 

Familie der Vochysiaceen Mart. et Zucc. 
Gattung Vochysia Juss. 

Vochysia retusifolia. Taf. VII, Fig. 3. 
Das Blatt ist lederig, länglich, an der Spitze gerundet und eingedrückt-ausgerandet, 
nach dem Grunde zu verschmälert, ganzrandig; der Mittelnerv tritt nicht hervor, ist stark, 



$ 






— 35 — 

die Seitennerven sind fein, ungleich stark, entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen ziem- 
lich parallel und verbinden sich ziemlich weit vom Rande unter langen Bogen. 

Unser Blattstück steht den Blättern mehrerer Arten nahe, z. B. der Form elongata 
von Vochysia Tucanorum Mart. und denen von V. thyrsoidea Pohl, am meisten Überein- 
stimmung zeigt es jedoch mit denen von V. cinnamomea Pohl. 

Familie der T rigoniaceen Emil. 
Gattung Trigonia Aubl. 

Trigonia varians. Taf. VII, Fig. 4—6; Tai IX, Fig. 9. 

Die Blätter sind elliptisch oder umgekehrt-eiförmig-elliptisch, zugespitzt, am Grande 
zuweilen schief, ganzrandig; der Mittelnerv ist kräftig, nach der Spitze hin verschmälert, die 
Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen anfangs ziemlich gerade, erst gegen 
die Spitze hin gebogen, beinahe parallel dem Bande zu, Mittel- und Seitennerven erscheinen 
auf der oberen Seite vertieft und treten auf der unteren scharf hervor. 

Die Blatter haben Ähnlichkeit mit solchen von Arten des Rhamnidium Heiss, doch 
stehen die Nervillen nicht so dicht aneinander; auch die Blättchen von Helietta muUiflora 
Engl, und andere Pflanzen sind von mir in Betracht gezogen, doch nicht als mit den fossilen 
übereinstimmend gefunden worden. In der Gattung Trigonia dagegen finden wir eine Anzahl 
Arten, welche die verschiedenen Formen, welche uns die versteinerten Blätter zeigen, in sich 
vereinigen, auch Eigentümlichkeiten der Nervation. Bei der Beziehung auf diese müssen 
sofort alle die ausgeschieden werden, welche geringere Zahl der Seitennerven aufweisen, wie 
z. B. Trigonia pubescens Camb., Tr. Glazioviana Warm., Tr. boliviana Warm. Tr. nw/lis Mart. 
erscheint mir übereinstimmend nach jeder Richtung hin. 

Familie der Myrtaceen R. Br. 

Gattung Jambosa Rumph. 

Jambosa lanceolata. Taf. IX, Fig. 6, 7. 

Das Blatt ist lederig, lanzettförmig, zugespitzt, ganzrandig ; der Mittelnerv ist kräftig, 
die Seitennerven sind schwach, gehen unter spitzen Winkeln aus, verlaufen etwas bogig und 
verbinden sich vor dem Rande zu einem Saumuerven untereinander. 



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Nur Bruchstücke liegen vor, welche weniger gut als die Exemplare der meisten übrigen 
Arten erhalten geblieben sind, weshalb die feinere Nervatur nicht zu erblicken ist. Nur die 
für diese Blätter charakteristischen, durch die Mitte der Hauptfelder laufenden und vor ihrem 
Ende sich abwärts zu den unteren Seiteunerven neigenden Nerven sind zu erblicken. 

Ich vergleiche die fossilen Stücke mit kleineren Blättern der Jambosa vulgaris DC, 
bei welchen sich auf der Oberseite die Nervatur ebenfalls wenig ausgeprägt zeigt. Bei Äin- 
cmnia tomentosa Jacq., an die mau ebenfalls denken könnte, besitzen die Blätter eine viel 
ausgeprägtere Nervation. Rührten unsere Stücke von dieser her, so wäre es unverständlich, 
wenn nicht einmal stückweise das feinere Geäder erhalten geblieben wäre. 

Familie der Rosaceen Juss. 
Gattung Moquillea Aubl. 

Moquillea Stübeli. Taf. IV, Fig. 11. 

Das Blatt ist derb-lederig, elliptisch, am Grunde gerundet, ganzrandig; der Mittelnerv 
ist kräftig, die Seitennerven gehen unter spitzen Winkeln aus, sind gebogen und verbinden 
sich durch Schlingen untereinander, die von ihnen gebildeten Felder sind von einem feinen 
Nervillennetz erfüllt. 

Es stimmt überein mit Blättern der Moquillea utilis Hook fil. 

Ich benannte es zu Ehren des Herrn Dr. Stübel. 

Sammlung des genannten Herrn. 

Familie der Miinoseen R. Br. 
Gattung Liga Plum. 

Inga Reissi. Taf. VIII, Fig. 1, 2; Taf. IX, Fig. 8. 

Die Blättchen sind wenig-lederig, eiförmig-länglich, spitz, ganzrandig, glatt, gestielt; 
der Mittelnerv ist kräftig, die Seitennerveu entspringen unter spitzen Winkeln und verlaufen 
in Bogen, die Felder sind von einem netzaderigen Gewebe erfüllt. 

Eine Menge Blättchen von verschiedener Gröfse, meist in Gruppen zusammenliegend, 
finden sich in sehr wohlerhaltenem Zustande vor und zwar von Vorder- wie Rückseite. Auf 
ersterer zeigt sich die Nervatur wenig vertieft, auf letzterer wenig erhaben. Sie stimmen 
mit denen von Inga alba Willd. überein, wohl auch mit denen von I. fagifolia Willd.; doch 



v. 



— 37 - 

sind diese ausgeprägt lederig. Im Dresdener Hörbar fand ich eine Art vor, die als I. fastuosa 
Willd. bezeichnet war. von Guiaua stammt und bis ins kleinste übereinstimmende Blattchen 
zeigte, wohl aber hier nicht mit richtigem Namen bezeichnet sein dürfte. 
Ich habe diese Art zu Ehren des Herrn Dr. Reiss benannt. 

Gattung Pithecolobium Mart 

Pithecolobium teimifolium. Tat. III. Fig. 21. 

Das Blättchen ist elliptisch, unglcichhälftig, ganzrandig; der Mittelnerv ist am Grunde 
kräftig und verfeinert sich stark nach der Spitze hin, die Seitennerven entspringen unter 
spitzen Winkeln, verlaufen gerade, gabeln sich am Ende und vereinigen darauf die Äste 
in Bogen. 

Das fossile Blättchen stimmt mit solchen des jetztweltlichen Pithecolobium glomeratum 
Benth. völlig überein. Die von den Seitennerven gebildeten Felder umschliefsen ein feines 
Netzwerk, das aus zarten in der Richtung der Seitennerven verlaufenden Äderchen besteht, 
die durch schräg gestellte Ästchen miteinander verbunden sind. 

Pflanzenreste mit unsicherer Stellung, 

Phyllites abutoides. Taf. VII, Fig. 7. 

Es liegt leider nur die Spitzenhälfte eines Blattes vor, das einer PHanze aus der 
Familie der Melastomeen nicht angehören kann, weil die Nervatur dagegen spricht, obgleich 
sie manches bietet, das auf sie hinweist. Dagegen möchte ich auf die Gattung Abuta auf- 
merksam machen, in welcher sich uns ganz naheliegende Nervationsverhaltnisse darbieten, 
und in ihr speziell auf die Art Candoüei Tri. et PI. 

Das Blattstück ist lederig, ganzrandig, lang-zugespitzt, scheint dreifach-nervig gewesen 
zu sein und zeigt mehrere starke Seitennerven, parallele, ziemlich weit voneinander befind- 
liche querlaufende Nervillen; die Randfelder sind von Schlingen erfüllt. 

Phyllites strychnoides. Taf. VII, Fig. 10. 
Das Blatt ist etwas häutig, kurzgestielt, beinahe rund (?), ganzrandig, dreinervig; 
die Hauptnerven sind kräftig, die Seitennerven sehr zart und netzläufig, die Randfelder von 
zarten Schlingen besetzt. 



— 38 - 

Die meiste Ähnlichkeit scheint das Blattstück mit Blättern von einigen Stn/chnos- Arten 
zu haben. Ich verweise auf die von Str. triplmervia Mark, Str. subcordata Spruce und Str. 
guianeme Aubl. Jedoch mache ich auch auf Zizyphus (Paliurm) retkulata aufmerksam, die 
ich nur aus Vahls „Ecloge americana" (Taf. 23) kenne und über die ich in der mir sonst 
zugänglichen Litteratur nicht das geringste aufzufinden vermochte. 

Phyllites vochysioides. Taf. VIII, Fig. 3, 4. 

Die Blattstücke deuten auf ein lederiges, grösseres, längliches, ganzrandiges Blatt hin, 
das an der Spitze ausgerandet war. Der Mittelnerv ist gerade und kräftig, die Seitennerven 
sind zahlreich, einander genähert, entspringen unter wenig spitzen Winkeln, verlaufen stark 
gebogen und verbinden sich am Bande untereinander, die Hauptfelder zeigen sich durch feine 
Netzadern ausgefüllt. 

Als sehr ähnlich bezeichne ich die Blätter von Vochi/sia oppugnata Warm, und 
V. obscura Warm. Bei ihnen sind jedoch die Seitennerven nicht so stark gerundet und ist 
es deshalb immer noch möglich, dafs sie einer anderen Gattung einzureihen sind. Ähnlichkeit 
ist auch bei Blättern von La foensia- Arten zu finden. 

Bemerkung. Das Gestein, in welchem sich die fossilen Pflanzen von Santa Ana ein- 
gebettet finden, ist ein äufserst feiner, dichter und weicher grauer Tuff, der in seinem Aussehen 
dem lithographischen Schiefer ähnelt. Bisweilen, besonders wenn er winzige Bimssteinbröckchen 
in Menge enthält, wird er rauh. In Gröfse und Form ungemein wechselnde bedeutendere Bims- 
steinstücke finden sich in vielen Stücken eingeschlossen. Sie zeigen sich mattweifs, schaumig- 
faserig und enthalten aufser schwarzer Hornblende durch den Glanz hervortretenden Plagioklas, 
äufserst selten Glimmerblättchen, so dafs sie ihren Zusammenhang mit Andesiten nicht verleugnen, 

b. Aus dem Gebiete des Cäucathales. 
I. Kryptogamen. 

F a r n e. 
Gattung Meniscium Schreb. 
Meniscium Wolii. Taf. III, Fig. 12—17. 
Die Fieder sind lederig, häutig, nahe bei einander stehend, länglich-lanzettförmig, 
ganzrandig; der Primärnerv ist kräftig, die Sekundärnerven entspringen unter spitzen Winkeln 



> 



— 39 — 

und verlaufen schräg und wenig gebogen, aufwärts steigend, in stets gleicher Entfernung 
voneinander, die Tertiärnerveu in einfachem Zickzack. 

Eine Menge Stücke dieses Farns lagen in verschiedener Gröfse vor. Die die Sekundär- 
nerven verbindenden gebrochenen feinen Tertiärnerven heben ihn sofort aus den übrigeu 
Gattungen der l'ohjpodiaceen heraus. An den greiseren Blattmassen sieht man mehrfach an 
der Stelle, wo die Schenkel derselben in einer Spitze zusammentreten, einen mit den 
Sekundärnerven parallellaufenden Fortsatz, der jedoeh die nächste Spitze nicht ganz erreicht, 
während dies bei den kleineren der Fall ist, so dals inmitten des von Sekundärnerven 
gebildeten Feldes ein feinerer, durch alle Spitzen sieh hinziehender Nerv zum Ausdruck 
kommt. Alle Stücke erweisen sich als steril. 

Die fossilen Reste stimmen in jeglicher Beziehung mit solchen des vorzugsweise an 
sumpfigen Lokalitäten fast des ganzen tropischen Amerikas vorkommenden Mmtsdum r«sU- 
culatum Swartz sp. = Polypodium reticulatum L. übercin. 

Diese Art benannte ich zu Ehren des Herrn Dr. Wolf. 



Rhizocarpeen. 
Gattung Salvinia Micheli. 

Salvinia Lehmann! Taf. III, Fig. 18, 19. 

Das Schwimmblatt ist gestreckt-länglich, ganzrandig; der Mittelnerv verhältnismäfsig 
stark, die unter spitzen Winkeln ausgehenden, etwas bogig bis zum Rande verlaufenden 
Seitennerven sind zahlreich, die von ihnen gebildeten vierseitigen Felder zeigen regelmäfsige 
Reihen von Vertiefungen. 

Unser Stück stellt den Gegenabdruck dar und zeigt daher Vertiefungen, wo beim 
Blatte selbst kegelförmige Erhebungen sich vorfanden. Diese müssen dicht nebeneinander 
gestanden haben. Spitze und Grund fehlen, daher nicht zu erkennen ist, ob erstere wie bei 
den Schwimmblättern der in Brasilien in stehenden Gewässern vorkommenden BcMma 
oblongifolia Mart. leicht zweilappig und ob letztere etwas herzförmig ausgeschnitten gewesen 
sei. Jedenfalls haben wir es mit dem gröfsten bisher fossil aufgefundenen Luftblatte 
zu thuu. 

Ich habe diese Art zu Ehren des Herrn Konsul Lehmann in Popayan benannt. 



— 40 - 

II. Phanerogamen. 

Familie der Palmen L. 

Gattung Palmacites Brongn. * 

Palniacites sp. Taf. IV, Fig. 8. 

Es sind nur einige nicht genauer zu bestimmende Fetzen eines Fächerpalmenblattes 
vorhanden, welche aus dessen Mitte herausgebrochen sind. 

Die Blattstrahlen sind schmal, gefaltet und von einer grösseren Zahl paralleler Nerven 
durchzogen, die Kanten scharf. 

Familie der Rubiaceen Juss. 
Gattung Posoqueria Aubl. 
Posoqueria columbiana. Taf. VII, Fig. 8. 
Das Blatt ist lederig, länglich-eiförmig, ganzrandig; der Mittelnerv ist kräftig, die 
Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, verlaufen rlachbogig und verbinden sich vor 
dem Rande untereinander, die Nervillen sind äufserst zart. 

Unser Blatt stimmt mit den Blättern der jetztweltlichen Posoqueria latifolia Rom. et 
Schult, gar wohl überein. Die unteren Seitennerven stehen nahe bei einander, während die 
obersten weit voneinander gerückt sind und somit bedeutend gröfsere Felder einschliefsen, 
als jene. Die Nervillen sind sehr zart. Viel Ähnlichkeit besitzen auch die Blätter von 
CoHaria speciosa Aubl., aber bei ihnen sind die Seitennerven mehr gebogen und bilden am 
Rande Schlingen, überdies sind sie papierartig dünn. Ebenso verhält es sich mit denen 
einiger Psi/chotria- Arten, die aber nicht lederig sind. 

Gattung Sabicea Aubl. 

Sabicea asperifolia, Taf. V, Fig. 6 ; Taf. VIII, Fig. 6. 

Die Blätter sind kurzgestielt, lanzettförmig, elliptisch oder linealisch-lanzettförmig, 
ganzrandig, am Grunde spitz; der Mittelnerv ist kräftig und verschmälert sich von der Mitte 
an schnell, die Seitennerven entspringen unter spitzen Winkeln, sind gebogen und verbinden 
sich am Rande untereinander. 



r 



— 41 — 

Die Blatter zeichnen sich durch ihre rauhe Oberfläche aus, welche daher rührt, 
dafs die Nervatur auf der Unterseite hervortritt, während sie sich auf der oberen vertieft 
zeigt. Sie kommen mit denen von Sabicea aspera Aubl. auch in ihrer Mehrgestaltigkeit 
überein. 

Zusatz e. 

Ein in den Abbildungen nicht wiedergegebener linealischer Blattrest ist breit, von 
zarten, dichtstehenden, parallelen Nerven durchzogen. Er dürfte höchstwahrscheinlich als 
Grasfetzen zu deuten sein. 

Eine Anzahl bald schmaler, bald breiterer Blattreste, welche sich gekielt zeigen, 
linealisch sind und von parallelen, gleichen Nerven durchzogen werden, dürften wohl der 
Gattung Cyperites zuzuweisen sein. 

Bemerkung. Diese fossilen Reste fanden sich in einem weifsen, trockenen, etwas 
abfärbenden tuffartigen Gesteine vor. 



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Abhaudl. d. Scnckenb. naturf. Ges. Bd. XIX. 



Alphabetisches Verzeichnis der beschriebenen Pflanzenreste. 



A Seite 

Acrodiclidium chartaceum 29 

Arthan tc geniculatoides 11 

II 

Bambusium Stübeli 24 

Banisteria aceroides 14 

Bombax retusifolium 13 

Bothriospora Witti . 30 

Büttneria cinnamomifolia 32 

C 

Caesalpinia subdimitiata 18 

Camphoromoea speciosa 12 

Cassia dimidiato-linearis ........ 18 

„ linearifolia 19 

, longifolia 19 

Chrysophyllum rufoides 31 

Citharcxylon retiforme 31 

Condaminea grandifolia 34 

Couratari tertiaria 24 

E 

Endlichcra rhamnoides 12 

Eugenia ovalifolia .......... 16 

V 

Ficus laqueata 2(> 

G 

Göppertia subherbacea 29 

Gouiana firma . 34 

„ raembranacea 33 

II 

Hieronymia Lehmanni 11 

Hiraea cyclosperraa 14 

Hysterites ellipticus . 10 



.1 Beita 

Jambosa lanceolata 85 

Hex arcinervis 88 

Inga latifolia 21 

„ ovalifolia 80 

„ Beissi . 3fi 

t* 

Laurophyllum rigidiun SO 

Leguminosites acaciaoformis 23 

t cassioides . 88 

„ grandis 22 

„ machaerioides 22 

Lonchocarpus obtusifolius 17 

Lühea tertiaria 14 

n 

Macrolobium tenuil'olium 20 

Meniscium WolH 38 

Moriuillea Stübeli 86 

Moschoxylon tenuinerve 88 

Musophyllum elegans 25 

Myrcia antediluviana 17 

Myrciaria tenuifolia 17 

Myristica fossilis 13 

W 

Nectandra areolata 29 

„ curvatifolia 28 

Beissi 28 

l" 

Palmacites sp 40 

Persea coriacea 2(5 

„ elliptica 27 

B elongata 28 

„ macrophylloides 27 

Phoradendron fossile 12 

6* 



44 — 



Seite 

Phyllites abutoides 37 

„ celastrinoides 22 

„ colubrinoides 21 

„ gouareoides . 22 

„ strychnoides 37 

, styracioides 21 

„ vochysioides 38 

Pithecolobiuin tenuifolium 37 

Poacites magnus 23 

Posoqueria columbiana 40 

Pterogyne oblongifolia 20 

R 

Rhizoma graminis 25 

H 

Sabicea asperifolia . 40 

Salvinia Lchmanni 39 

Scleria Wolfi 10 



Seite 

Spbaerites consociatus 10 

„ puuctiformis 9 

„ sparsus 9 

Stenolobium rboraboidalis ........ 18 

Stenospermatium columbiense ...... 26 

Styrax lauceolata 32 

T 

Tapiria lanccolata lö 

Tecoma grandidentata 31 

Trigonia varians 35 

Vocbysia ferruginoides 15 

„ retusifolia 34 

Witti 15 

X 

Xylomitcs immersus 10 



> 



Tafelerklärunffen. 



v 






Tafel I. 

Fig. 1. Sphaerites puncüformis auf dem Fetzen eines Grasblattes. 

Fig. 2. Sphaerites spursus auf einem Blattfetzen. 2 a ein Pilz (vergröfsert). 

Fig. 3. Xylomites immersxs auf dem Fetzen eines dikotyledonen Blattes. 

1/ Fig. 4. Sphaerites consociatus auf dem Fetzen eines monokotyledonen Blattes. 4a einige Pilze (vergrüfsem. 

y Fig. ö. Ilysterites ellipticus auf dem Blattfetzen einer monokotyledonen Pflanze. 

> Fig. 6. Vochysia Witti. Blatt. 

V Fig. 7. 19. 20. Endlichem rhamnoides. Blätter und Blattstüek. 
V Fig. 8. 10. Poacites magnus. Halmstücke mit Blattstücken. 

lr Fig. 9. Poacites magnus. Blattstück. 

V Fig. 11. Scleria Wolfi. Blatt. 
Fig. 12. Lühca tertiana. Blatt. 
Fig. 13. Bombax retusifolium. Blatt. 
Fig. 14. Eugenia ovalifolia. Blatt. 
Fig. 15. Myrcia antediluviana. Blatt. 
Fig. 16. Phoradendron fossile. Blatt. 
Fig. 17. Camphoromoea speciosa. Blatt. 

V Fig. 18. Arthante geniculatoides. Blatt. 
]/ Fig. 21. Myristica fossilis. Blatthälfte. 
y Fig. 22. Vochysia ferruginoides. Blatt. 
U Fig. 23. Inga ovalifolia. Blatt. 

p Fig. 24. Myrciaria tenuifolia, Blatt. 
b Fig. 2b.Wx!assia dimidiato-linearis. Blättchen. 

Tafel II. 

" Fig. 1. 2. Hieronymia Lehmanni. Blattstücke. 

1/ Fig. 3. 4. Couratari tertiana. Blattstückc. 4 a ein Stück mit vollständig erhaltener Nervatur. 

ty Fig. 5. 6. Caesalpinia suhdimidiata. Blättchen. 

V Fig. 7. 8. Cassia linearifolia. Blättchen. 

y Fig. 9. 10. Hiraea cyclosj>erma. Flügelfrüchte. 

y Fig. 11. 12. Inga latifolia. Blättchen. 

r Fig. 13. Stenolobium rhomboidalis. Blättchen. 

L Fig. 14—16. Cassia longifolia. Blättchen. 

i/ Fig. 17. Macrolobium tenuifolium. Blättchen. 

/ Fig. 18. 19. Banisteria aceroides. Flügelfrüchte. 

Fig. 20. Zu Banisteria gehörig ? 

£/ Fig. 21. 22. Ptcrogync oblongifolia. Blättchen. 



— 46 — 
Tafel III. 

Fig. 1. Lonchocarpus obtusifolius. Bliittchcn. 

1/ Fig. 2. Phyllites gouareoides. 

]/ Fig. 3. 4. Phyllites colubrinoides. Stücke. 

A Fig. 5. Phyllites celastrinoides. 

1/ Fig. 6. Phyllites styracioides. 

v Fig. 7. Leguminosites niachaerioides. Hülse. 

/ Fig. 8. 9 a. Leguminosites grandis. Hülsenstücke. 

V Fig. 9 b. Leguminosites cassioides. Hülsenhälfte. 

V Fig. 10. 11. Leguminosites acaciuefonnis. Hülsenstücke. 
U Fig. 12—17. Meniscium Wolji. Wedelstücke. 

/ Fig. 18. 19. Salvinia Lehmanrd. Stücke von Schwimniblättcrn. 

V Fig. 20. lihizoma gruminis. 

ty Fig. 21. Pithccolobium tenuifolium. Blättchen. 
^ Fig. 22. Ficus laqueata. Blatt. 

Tafel IV. 

/ Fig. 1—3. Musophyllum elegans. Blattstückc. Fig. 2 ist Fig. 1 auf die Ebene projiziert. 

)/ Fig. 4. 5. Gouiana membranacea. Blätter. 

y Fig. 6. 7. Gouiana firma. Blatt und Blattbruchstück. 

1/ Fig. 8. Palmacites sp. Blattstücke. 

y Fig. 9. 10. Tecoma grandidentata, Blättchen. 

i/ Fig. 11. Moquillea Stübeli. Halbes Blatt. 

Y Fig. 12. Aerodiclidium chartaceum. Blatt. 



Tafel V. 



* Fig. 1, Musophyllum elegans. Blattstück. 

' Fig 2. Stenospermatium columbiense. Blatt. 

/ Fig. 3. Persea macrophylloides. Blatt. 

1/ Fig. 4. 5. Bambusium Stübeli. Haiinstücke. 

U Fig. 6. Sabicea asperifolia. Blatt. 

y Fig. 7. Chrysophyllum rufoides. Blatt. 

)f Fig. 8. Goeppertia subherbacea. Blattstück. 

V Fig 9. Styrax lanceolata. Blatt. 

Y Fig. 10. Citharexylon retiforme. Blatt. 



Tafel VI. 



' Fig. 1. 2. 'Nectandra areolata. Blatt und Blattstück. 

r Fig. 3. 4. Persea coriacea. Blatt und Blattfragment. 

r Fig. 5. Goeppertia subherbacea. Blatt. 

/ Fig. 6. Bothriospora Witti. Blatt. 

p Fig 7. Nectandra Beissi. Blatt. 

^ Fig. 8. Persea elongata. Blatt. 



— 47 — 
Tafel Vll. 

* Fig. 1. Hex ardner eis. Blatt, 

r Fig. 2. Condaminea grandifolia. Blattstücke. 

/ Fig. 3. Vochysia retusifolia. Blatt. 

fr Fig. 4—6. Trigonia varians. Blätter. 

y Fig. 7. Phyllites abutoides. 

y Fig. 8. Posoqueria cohtmbiana. Blatt. 

1/ Fig. 9. Büttneria cinnamomifolia. Blatt. 

y Fig. 10. Phyllite* strychnoides. 

Tafel VIII. 

V Fig. 1. 2. /»</a J?ct'ss/'. Blätter. 

F Fig. 3. 4. Phyllites voehysioides. 

1/ Fig. 5 LaurophyUion rigidum. Blattstück. 

1/ Fig. 6. Sabicea asper ifolia. Blätter und Blattstücke 

Tafel IX. 

r Fig. 1. Condaminea grandifolia. Handbruchstück. 
1/ Fig. 2. Hex arcinervis. Blatt. 
Z' Fig. 3. Nectandra curvatifolia. Blatt. 
— Fig. 4. Tapiria lanceolata. Blättchen. 
h Fig. 5. Persea ellipiica. Blattfragment. 
j/ Fig. 6. 7. Jambosa lanceolata. Blattfragmente. 
£/ Fig. 8. Inga Reissi. Blattstück. 
y Fig. 9. Trigonia varians. Blattstück. 
L* Fig. 10. Moschoxylon tenui?ierve. Blattstück. 
Fig. 11 — 14. Bruchstücke zweifelhafter Blätter. 

Fig. 11 gehört vielleicht einer Art der Bignoniaceen, Fig. 12 einer von Bauhinia, Fig. 13 einer 
von Hiraea, Fig. 14 einer von Guatteria an. Diese, wie noch andere, können nur durch vollständigere 
Funde ihre Lösung erhalten. 



. Vohandl d. ■Sc/ickenh nafnrf Geseüsck 

£. 5. 



ft.EngeUiardt Tafl. 
5. 8. 



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AbJnuulI. d Scnckrnb. initurj 'Gesellseh. 



H.Engelhardt Tafff. 

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AbhandL <l. Senckaib. nato&f. GeseÜsch. 

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5. 






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6. 




ßez v. Verf: 



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, Ibluuull. (I. Senckenh na dir/.' Gesellsch. 



H.Engelhardt. Taf.iw 




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AbhandL <!. Senckenb. naturf. Gesellsch. 



H.Engdhardt. Taf.Y. 




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H.Engelhardt Taf.vm. 




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