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Full text of "Urkundenbuch der Stadt Heilbronn 1"

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Wiirttembercrische 



Geschichts quell en. 



Herausgegeben 



yon der 



WfirttembergischenJConmiission fiir LandesgescMclite* 



Ffinfter Band. 



STUTTGART. 

VERLAG VON W. KOHLHAMMER. 
1904. 



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THE NEW YORK 

PUBLIC LIBRARY 

ASTOR, l.ENOX AND 

TILDCN f • •AIIONS. 

R 1912 L 



DRUCK VON W. KOHLHAMMEfl. 



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TJrkundenbuoh der Stadt Heilbronn. 

Erster Band. 

Bearbeitet 
von 

Eugen Knupfer. 



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^orwort. 



Nachdem widrige Umstdnde cUis Ersckeinen des vorliegenden 
Bandes 5 Jahre long verzogert haben, tritt er endlich an die Offent- 
lichkeit. Fine Fortsetzung von 1476 ab hat Dr, Moriz von Ranch 
in Heilbronn in Aussicht gestellt 

Da gleichzeitig der 6. Band der row Dietrich Schdfer ins Leben 
gerufenen WUrttembergischen Gesc/iicktsquellen, der Widmanns Chronik 
von Hall enthcUt, erschnnt, und r/a der 7.y Urkundenbuch der Stadt 
Esslingen II, und der 8., Das Rote Buch der Stadt Ulm, sich unter 
der Presse befinden, so ist ein rascheres Fortschreiten dieser Ver- 
ofentlichungen nunmehr gesichert, 

Es ist in Aussicht genommen, dass auch die spdteren Bdnde 
sich auf die verschiedensten Gebiete des heuHgen Konigreichs Wtirttem- 
berg verteilen. 

Fur die Wiirttemhergische Kommission fur Landesgeschichte : 

Das geschdftsfiihrende Mitglied 

Archivrat Dr. Schneider. 



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ginleitang. 



« 



C^ber zwei Drittel des im vorliegenden Band bearheiteten Ur- 
kundenmaterials stammen axis dem Heilbronner Stadtarchiv; das 
t)brige aus den noch in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu- 
sammengeschmolzenen Resten eines Teils des Spifalarchivs in der 
Registratur der Stiftungi^pflegef axis der GymnasiumsbibUothek (die 
Ablassbriefe n. 57, 124, 154 und 743) und aus Privatbesitz in 
Heilbronn (letztere Stiicke, sdmUiche bei den Nachtrdgen, verdanke 
ich dem Bearbeiter des 2, Bandes, Herrn Dr. von Ranch), der 
Hauptsache nach jedoch aus dem KgL Hans- und Staatsarchiv in 
Stuttgart. Hier zxindchst die Abteilung Heilbronn (teils alter Bestand, 
teils aus dem Heilbronner Archiv ausgehoben), dann aber auch be- 
sonders die Abteilungen Maulbronn, Schonthal, Lorch, Adelberg, 
Lichtenstern, Deutschordensneckaroberamt, Weinsberg, Wimpfen und 
Stddte insgemein, Einige Ausbeute getvdhrten auch handschriftliche 
Sammlungen aus neuerer Zeit: die von Jdger (Ulmensia), Breitenbach 
und Pfaff (Regesten) im Staatsarchiv, von Kremer (Chronicon 
Schonthalense), Gablkhover (Kollektaneen) und Albrecht( Weinsberger 
Regesten und Urkundenbuch) avf der KgL Landesbibliothek zu 
Stxdtgart, Dem KgL bager. Allg. Reichsarchiv in MUnchen entstammen 
die n. 33 und 7 58 e) und von den Nachtrdgen n. 173 a, 208 a, 222 a, 
429 a und 524 a. Ein Verzeichnis der bfters und mit abgekiirzten 
Titeln angefUhrten gedruckten Werke folgt am Schluss der Einleitung. 

Mit dem, xras diese Quellen boten und andere nicht beniHzfe, 
vor allem die benachbarten Archive, voraussichtUch ' bieten wurden, 
ist natiirlich keine vollstdndige Sammlung alter Heilbronner JJrkxmden 
herzustellen. Schon das Stadtarchiv aelbst bewahrte nicht alles, was 
ihm anvertraut wurde; je alter die Zeit, dedo durftiger das Material, 
desto grosser die Verluste. Bereits das dlteste Repertoritim von 1543 
kennt vor 1300 nur 2 Urkunden, die Vcrfassungsurkunde von 1281 
und das Marktprivileg von 1288. 



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— 8* — 

Das Archiv wird erstmals erwdhnt in der Verfassung Karls I V. 
von 1371 § 7 (Seite 124), wonach die BUrgermeister und 2 Burger, 
einer von den Altbiirgern und einer von den Ziinften, die Schliissel 
zu der Stadt Insiegeln und Brief en haben sollen. Da man viele 
Urkimden ihrer juristischen Verwertung halber aufbewahren musste, 
bestand es natiirlich schon lange vorher, wenn es auch bloss einen 
Ted der Begistratur bildete. Das Archiv ging ja von der Kanzlei 
au8. Dementspreckend besorgte der Stadfschreiber die Geschdfte; 
1638 wurde ein eigener Beamier, Hans Melchior Weber aus Worms, 
gegen 100 Gulden, 3 Eimer Wein und 4 Matter Frucht jdhrlich als 
Registrator angesteUt, schied aber bald wieder aus dem Dienst, Nach 
dem Dreissigjdhrigen Krieg, ordnete der bisherige Breisacher Stadt- 
schreiber Rollwag 1656 bis 1662 das Archiv neu und fertigte einen 
Generalindex an, worauf er entla^sen umrde. Erst 1676 wurde das 
Amt des Registrators, Aktuars oder Archivars dauernd. 

Auf eine gewisse Ordnung im Archiv deutet bereits ein Vermerk 
auf dem Protokoll fiber die Venningensche Fehde von 1438: Das 
briefflin suche in der laden under dem A. Das dltesie Repertorium 
ist das Gewblbebuchlein von 1527, mit wenig archivalischem Sinn in 
eine Pergamenturkunde von 1510 eingebunden, das einen Teil des 
Archivs, die 46 Schubladen A bis ZZ fiebst einigen anderen (vor- 
handen waren etwa 200) im Gewblbe registriert. Ein anderes^ vom 
Stadtschreiber Jakob Ehinger nach Ratsbeschluss von 1543 ange- 
fertigtes unterscheidet sich wenig davon, dagegen ist das Repertorium 
Uber die Akten in der neuen Kanzlei von demselben nicht mehr vor- 
handen. Der Bestand der alten und neuen Kanzlei wurde in 
44jdhriger Tdtigkeit von dem Stadtschreiber Anton Alberti geordnet 
und registriert (Protokolle von 1586 und 1621 f,). 

Wie man sieht, waren schon anfangs des 16. Jahrhunderts die 
Akten teils im Gewolbe, teils in der alten und neuen Kanzlei unter- 
gebracht. Da die sich hdufenden Rats- und Gericht^sachen in der 
alien Kanzlei schliesslich keinen Raum mehr fanden, tourde ein Teil 
der Akten 1622 in die Rustkammer gebracht, Dazu wurde 1657 
eine Kammer auf der Bilhne des Rathauses, 1677 ein Zimmer im 
Syndikatshaus in Anspruch genommen^ schliesslich 1717, als man 
trotz allem nicht ausreichte, das ehemalige Kutschengewolbe im Hinter- 
bau des Rathauses als Hauptarchiv bezogen. Die Verlegung und 
Trennimg der Akten musste der tjbersicht und Ordnung im Archiv 
schaden. Dazu kam hdujiger Wechsel der Registratoren seit Mitte 
des 17, Jahrhunderts, die Fliichtung des Archivs wegen Feuersgefahr 



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— 9* — 

1659 in die Pfarrkirche und 1700 in Privathdmer^ bei Anndherung 
der Franzosen 1693, 1707 Mnd 1734 nach auswdrts. (Dagegen ist 
der dutch die geheizte Badstube entstandene Brand des Rathauses 
und Archivs 1532 oder 1534, von dem Crusius und das Basler 
Lexikon zuerst berichten, reine Fabel, wie schon Becht bemerkte,) 
Wenn man auch, wie die Stadt selbst 1701 an den Uerzog von 
Wurttemberg schreibt, bei der Neuaufstellung der Akten wieder Do- 
kumente in Laden und Paketen /and, die man nimmer darin gesucht 
hdtte, so konnte dieser Gewinn die Verluste nicht aufwiegen, Daneben 
iaien Ratten und Ungeziefer (Alberti 1622), Schimmel und Moder 
in dem zwar feuersicheren, aber feuchten Hauptarchiv das Ihrige. 

AUe diese Schdden wurden in eindringlichen Schreiben dem Rat 
nahegelegt, seitdem Eberhard Ludwig Becht Unterarchivar war 
(seit 1758). 1765 wurde der Grundstein zu d^m noch jetzt be- 
nutzten Archiogebdude gelegt, das 1788 mit einem Kostenaufwand 
von 13891 Taiern 46 Kreuzern vollendet wurde. Becht selbst legte, 
jetzt 1. Archivar, nach einem vollsfdndig neuen Plan (s. Esslinger 
Urkundenbuch Einleitung XV f,; derselbe ist auch im Heilbronner 
Archiv vorhanden), der auch in Esslingen angenommen wurde, ein neues 
umfangreiches Repertorium des von ihm neu geordneten Archivs an. 

Diese Ordnung blieb erhalten; einen BerichtdarUber gibt Wittmanji 
in Lohers Archivalischer Zeitschrift Band X, 232 ff, Nachdem die Stadt 
an Wilrttemberg gefallen war, musste sie einen Plan fUr die Teilung 
des Archivs zwischen Stadt und Staat einreichen. Sie bekannte be- 
scheiden, keine Merkwiirdigkeiten und AltertiimerfUr die Kgl. Bibliothek 
und keine alten Urkunden vor 1281 zu besitzen, und legte einen Teilnngs- 
plan vor, der aber nicht genehmigt wurde, Nach einem neuen Plan 
wurde 1825 ein Teil des Archivs fiir das Staatsarchiv in Stuttgart 
amgehoben und daruber zwei ubereinstimmende siimmarische Ver- 
zeichnisse angelegt. 

Seit dieser Zeit wurden die Archivgeschdfte wieder von einem 
Stadtbeamten im Nebenamt besorgt, der auch sein Amt in der Regel 
ganz als Nebenamt behandelte. Was neu einlief, wurde selten 
registriert; als 1884 WitUnann sich das Archiv zeigen Hess, hatte 
man nicht einmal Kenntnis von der Exisfenz der Repertorien, Mit 
dem Ausleihen verfuhr man so leichtfertig wie im 18. Jahrhundert, 
als der Rat die Originale der Stadtjmvilpgien an Liinig zum Abdruck 
in seinem „Reichsarchiv^ schickte; in den Manuskripten Jdgers im 
Staatsarchiv liegen z. B. manche Heilbronner Urkunden. Daher 
Hess der Gemeinderat in den Jahren 1886191 das Archiv durch den 



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— 10* — 

Gymnaaialprofessor, jetzt Bektor Dr. Diirr (unter dcssen Obliui es 
heute noch steht) wieder in Ordnung bringen. Dabei wurde das 
System von Becht beibekalten, die nock Stuttgart ausgehobenen Ur^ 
kunden als ausgehoben vermerkt, die nicht registrierfen, darunter so 
ziemlich alles, was seit Bechts Zeiten eingelaufen war, eingetragen, 
fur einige Abteilungen, wo die alten Repertorien zu suwmarisch waren, 
neue, und zur bequemen Oberslcht ein Generalrepertorium avgelegt. 
(Das Material zur Gesckichte des Archivs in den Ratsprotokollen 
und der Abteihoig, „Archiv* im Sfadtarchiv Kasten 50.) 

Verwertung fanden die Schatze des Archivs havptsdchUch in 
der fiir das Mittelalter sehr ausfUhrlichen Gesckichte Heilbronns von 
Jdger (2 Bde., 1826), in der Zeitschrift filr wirt. Franken, in der 
Zeitschrift des historischen Vereins Heilbronn, in Schriften II. Titots 
und Diirrs „Heilbro7%ner Chronik** (1895). Abgedn*ckt und in 
Begesten angefilhrt sind Heilbronner Urkunden hauptmchlick bei 
Liinig, Moser, im Wirt. Urkundenbuch, in den Regesta Imperii und 
den andern einschldgigen Begestiniverken, Fiir die Erwdhming der 
Beniitzung einzelner Urkunden in gedruckten Werken gelten dieselben 
Grundsdtze wie im Bottweiler und Esslinger Urkundenbuch: Druckc 
ufidformliche Begesten werden atigefilhrt, Erwdhnmigen in Darstellungen 
nur, wenn sie eigentliche Begesten bieten oder als Quelle dienen, 

Bei der Bearbeitung erhob sich die Frage, welche Urkunden 
avfgenommen werden sollten. Das fiir das Wirt, Urkundenbuch 
festgestellte Territorialprinzip konnte hier nicht gelten, da auch nicht avf 
Keilbronn bezilgliche Urkunden Material filr die Stadtgeschichte bieten. 
Sogleich das 2, Stiick mit der Erwdhnung der Pfalz in Heilbronn, Die 
dltesten BUrgernamen (vgl, n, 20, 31 a u, Seite 535 f) konnten Uber- 
hauptfast nur aus auswdrtigen Urkunden nachgewiesen werden, ebenso 
das Heilbronner Ministerialengeschlccht (n. 16, 17, 24) und die Natnen 
der Deutschordenskomture (n, 21, 48, 98, 99). Ebenso fniden die 
das Hinauswachsen des Patriziats aus der Stadt kennzeichnenden 
Urkunden iiber dessen auswdrtigen Besitz Aufnahme (z. B, n. 140, 
267, 313 f), endlich auch wie im 1. Band des Esslinger Urkunden- 
buchs sdmtliche Privaturkunden, Ausgeschlossen blieben wie bisher 
stddtebihidische Akten. Filr die zur Bcichssfadt Heilbronn gehorigen 
Dorfer Bbckingen, BoHingen ( Hof), Flvin, Frankenbach und Neckar- 
gartach wurde als Grundsatz fstgestellt, dass die Urkunden seit der 
Erwerbung der Dorfer durch Heilbronn wie Heilbromier Urkunden 
behandelt, die vor der Erwerbung als Nachtrag aufgenommen werden 
sollten, (In den Nachtrdgen fanden dann auch einige hintendrein 



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- 11* — 

entdeckten Stiicke wie 1 a, die aus dem Munchener Reichsarchiv 
und die von Herrn Dr. von Rauch mUgeteilten . Unterhm/L) Der 
Raumersparnis tmd der Sache halber wurden zusammengehorige Ur- 
kunden in Kleindruck angehdngt, bei den in der 2. Hdlfte des 
15. Jahrhtinderts sich hdufenden Prozessen und Korrespondenzen 
manchmal eine Darstellung vorgezogen. 

Die Lage der einzelnen Stiicke in den Archiven wird angegeben: 
St A. =■- Staatsarchiv Stuttgart, darauf Bezeichnung der Abteilung 

( Heilbronn, Schonthal etc). 
Heilbronn = Stadtarchiv Heilbronn ; daravf entweder die Lade . . die 

numericrten Schubladen in der Wand hintcr eincr Eisentili'e, oder 

Kasten . ., einer der 851 Kdsten im obern Gewdlbe, oder 

unteres Gewolbe, Lade bezw, Kasten ( Inhalt des letzteren seit 

1900 im Untergtschoss der Friedenskirche). 

Or, = Original, Pg. = Pergament; ist der Staff nicht ange- 
geben, so ist es Papier. Fehlt eine ndhere Angabe Uber die Siegelj 
so bind sie unbeschddigt und vollstdndig (ivenn die Siegler im Text 
nicht besonders angegeben, die der Aussteller) und in der Reihenfolge 
des Textes vorhanden, bei Pergament anhangend (d. h. an einem 
besondern durch den tiniern umgebogenen Rand durchgezogenen 
Pergamentstreifen), bei Papier am Schluss aufgedriickt. Bei ^ab- 
hangenden*^ (an einem vom untern Rand der Urkunde nur teilweise 
abgeschnittenen und durchgezogenen Pergamentstreifen) und auf- 
gedriickten Siegeln an Pergamenturkunden und austen aufgedruckten 
Siegeln bei Papierurkunden ist die Art der Befestigung des Siegels 
angegeben. 

Fiir die formelle Behandlung der Urkunden und das Register 
gelten .die von der Kommisslon festgestellten (Mittcilungen 1892) und 
bisher beobachteten Grundsdtze. Zusammengesetzte Ortsnamen, z. B. 
Gross-, Ober-, Kocher(-Steinsfeld) wolle man auch unter dem ein- 
fachen Namen suchen. 

Zum Schluss erilbrigt mir noch die angenehme Pflicht des 
Dankes gegeniiber dem Oberbiirgerrneister Hegelmaier und den biirger- 
lichen Kollegien der Stadt Heilbronn, die filr die Druckkostcu einen 
namhaften Beitrag bewilligten, und alien denen, die meine Arbeit gv- 
fordert haben: dem Vorstand des Hedhronner Archivs, Rektor Dr. Diirr, 
der anfangs als Mitarbeiter in Aussicht genommen war, dann loegen 
tJbernahme der Rektoratsgeschdfte und eines Teils der Ileilbronner 
Oberamtsbeschreibung zuriickfreten musstc, fiir das unenniidliche Ent- 
gegenkommen, mit dem er mir die Arbeit in Heilbronn erleichterte 



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— 12* — 

unci mit seiner Kenntnis cler Heilbronner Geschichte aushalf, dem 
friiheren und demjetzigen geschdftsfilhrenden Mitglied der Kommission, 
Oberstudienrat Dr. von Hartniann und Archivrat Dr, Schneider, dem 
Direktor Dr. von Stalin und den Beamten des Stuttgarter Staats- 
archivs und Professor Dr. Gunter in Tubingen fur vielfache Be- 
lehrung und Hilfe, vor allem aber Archivsekretdr Dr. Mehring fur 
den oft in Anspruch genommenen und liebenswilrdig gewdhrten Eat 
und die Mitbesorgung der Korrektur. 

Freiburg /. B., August 1904. 

Dr. JEuffen Kmipfei\ 



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^erzeichnis ier abgek&rzlea SftaU. 



U.B. = Urkundmhuch, CD. = Codex diplomaticas, Mon. = Monnmenta, Reg. = 

Begesten, Cop.B, = Copiaibuch, Hs, = Handschrift, 
Acta Academiae Theodoro-Palatinae; Mannheim 1766/94. 
Albrecht, Weinsberger Begesten und Weinsberger Urkundenbuch^ Handschrift 

auf der K, offentl Btbliathek gu Stuttgart. 
Altmawn s. Regesta Imperii 
Baehmann, Ad., Beichsgeschichte unter Friedrieh III., L/IL, 1684194, und Ver- 

Sffentlichungen in den Fontes rernm Austriacarom, ^. Abteilung. 
Bohmer s. Regesta Imperii. 
Chmd, J., Begesten Bupreehts, 1834, oder Begesten Friedrichs IV. (III.), 2 Bde., 

1836140. 
Fester = Begesten der Marhgrafen von Baden und Hachberg, hrsg. Don der 

bad. hist. Kommission, bearb. von B. Fester, 1893 ff. 
Gdbelkhover, Kollektaneen, Handschrift auf der K. Landesbibliotheh gu 

Stuttgart. 
Glafey, A. F,, Anecdotoram collectio, 1734, 
Jdger, K. F., Geschichte Heilbronns, 2 Bde., 1628, und Ulmensia, Handschrift 

im Staatsarchiv tu Stuttgart. 
Janssen, J., Frankfurts Beichstagskorrespondens, 2 Bde., 1663173. 
Koeh-WUle, Begesten der FfaUgrafen am Bhein, hrsg. von der bad. hist, 

Kommission, bearb. von A, Koch und J. Wille, 1837 ff. 
Konig von K6nigsthal, G., Nachlese ungedruckter BeicJutagS' und retell- 

stddtischer KoUegialhandlungen unter ^Viedrich III,, 1759. 
Kremer, C. J., Geschichte des KurfHrsten Friedrieh I. von der Pfalg, 2 Tie., 

1766. 
Kremer, Chronicon SchdnthalensBy Handschrift auf der K. Landesbibliothek zu 

Stuttgart. 
Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn, ein Hfft Kopien im Staats- 

archiv (Deutschordens-KeckaroberamtJ. 
Lichnowsky, FUrst E. M., Geschichte des Hauses Habsburg, 8 Bde,, 1836/44 

(Begesten von Birk), 
LUnig, J. Ch., Beutsches Beichsarchiv, 1710/22. 
Mensel s. QueUen und Erdrierungen. 
MikMbacher s. Regesta Imperii 
MOOer, J. J., Des Hi. Bom. Beichs Teutscher Nation Reichstags- TJieatrum 

unter Friedrieh V. (Ill), 1713 f. 
Oberrhein =2 Zeitschrtft fUr Geschichte des Oberrheins, 



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_ 14* ^ 

Potthasty A,y Regesta pontificum Romanoram 1198/1301, 2 Bde., 1674/. Quelten 

und Erorierungen zur bayer. and deiUschen Geschichie, 9 Bde., 1856164 ; 

im 2. Band die Begeslen Pfalzgraf Friedriclis I. von Menzeh 
Regesta Imperii von J, /*'. Bohmer, neubearb. fiir die Karolingereeit von MUhl- 

backer J fiir die spdtere Stauf&rzeii von Ficker und Winkelmann, far 

Eudolf von Habsburg von Redlich: fiir Karl IV, hrsg, von Ruber; fUr 

Sigmund bearb, von AUmann, 
Saltier, C. X, Geschichie . des Herzogiums Wiiritemberg unter den Graf en, 

5 Tie,, 2, Aufl, 1777 f, 
Stalin, a K, Wirtembergische Geschichie, 4 Bde., 1841/73. 
Vischcr, W., Geschichie des Schwab, StMtthands im 2. Band der Forschungen 

zur disch. Geschichie, 1863. 
Vjlis. = WUriL Vierieljahrshefte fiir Landesgeschichie 1878 ff., N(eue) F(olge) 

1892ff, 
Wibel. J, C, Hohenlohiffche Kirchen- und Reformationshistorie, 4 Tie,, 17d2 55. 
WiH, Franken, Zeitschrifi des hist, Vereins fiir, 1847/77. 



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1. Kaiser Ludwig bestdtigt zwei ihm vorgelegte Urktmden seines 
Voters Karl fur die Wilrzburger Kirche, deren eine die Schenhungen 
Karlmanns, bestehend in 25 Kirchen und Kapellen mit Gilt em, dar- 
unter et in ipso pago (Necraugauginse) basilic am in villa Heli- 
5 brnnna in honore sancti Micbahelis arcbangeli constructam una cum 
appendiciis suis, die andere Schenhuhgen Karbna?in8, Konig Pippins 
und anderer bestafigt hatte, — Frankfurt 822 Dez. 19. 

Wirt U.B. 1,101 n. 87 zu 823; 3,461^ Nachtrag 1, Reg,: Muhl- 
backer n. 743, 

10 2* Konig Ludwig schenkt dem Abt Gozbald von Alt-eich zwei 

Kirchen und einen Herrenhof zu Ingolstadt, bisher Lehen, als freies 
Eigen, — Heilicbrunno palatio regie. 841 Aug, 18, 

Gedr.: Hon, Boica 11,107 vgh 28,36, Reg.: Muhlbacher n. 1331. 

3. Konig Ludwig bestdtigt die beiden vorgelegten Urkunden 
15 Karls des Grossen fur WUrzburg (n. 1 wortlich ausgeschrieben), — 
Frankfurt 845 Juli 5. 

WiH. U.B. 3,461 Nachtrag 2 zu 846, Reg.: Muhlbacher n, 1343. 

4m Konig Amulf bestdtigt die Schenkungen seiner Vorfahren fiir 

WUrzburg nach Einsichtnahme der Urkunden Karls des Grossen und 

20 der beiden Ludwig (n, 3 ausgeschrieben), — Frankfurt 889 Nov, 21, 

WiH, U,B. 1, 190 n. 164; 3, 464 Nachtrag 3, Reg.: Muhlbacher n. 1786. 

S, Derselbe bestdtigt dem Bischof Arno von WUrzburg die 
Schenkungen seiner Vorfahren, bestehend in einem Zehntel der Staats- 
steuer aus genannten Gauen und d^m Zehnten aus genannten Fiskal- 
25 gutern, darunter Heiligbrunno. — Fraiikfurt eod. d. 

Wirt, U.B, 1, 192 n, 165 : 3, 464 Nachtrag 4 : 4, 478 zu Dez. 1. Reg, : 
Muhlbacher n. 1788. 

Wartt. OeBchiohtsqaellen V. 1 



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2 923 April 8 — 1215 Juli 8. 

6. Konig Heinrich besUitigt der bischoflichen Kirche in Wiirz- 
burg die vorgelegten Urkunden seiner Vorgdnger Pippin, Karlmann, 
Ludmg (welches? )f Arnidf tend Konrad, Schenkungen wie in n. 5 
(Heilacbrunnen). — Quedlinburg 923 April 8. 

Wirt U.B. 2, 438 Nachtrag B, Mon. Germ, DD. 1, 43, Darnach ist ^ 
Vorlage nicht das Privileg Amulfa, sondem das verlorene Kanrads. 

7m Bischof Gebhard von Regensburg stiftet an der Pfarrkirche 
Ohringen ein Kmionikat, mid bestdtigt den Tausch seines Vetters 
Graf Hermann mit dem Bischof Meinhard von Wiirzburg, dem er 
gegen die bisher von der Wilrzburger Kirche innegehabten */a des ^^ 
Zehnten von der Kirche in Ohringen das halbe Dorf Bockingen mit 
einem Weinberg daselbst, 2 Huben in Siilzbach und 2 in Heilbronn 
(Heiligbrunen) und 15 mancipia beiderlei Geschlechts giebL — Wurz- 
burg 1037 (16. kalendas septembris) At4g, 17. 

Wirt, U.B. 1, 263 n. 222 mit dem falschen Datum Aug. 16. ^^ 

8. Enuhard, Bischof von Wiirzburg, giebt die Kirche in Heil- 
bronn (Heilicbrunnen) an das Kloster Amorbach unter der Bedingung, 
doss in Amorbach die Jahrtage der Wilrzburger Bischbfe begangen 
und am ersten freien Tag jedes Monats das Officitim fur alle ver- 
storbenen Gldubigen gehalten uerde. — 1099 Indict. 7. ^ 

Wirt. U.B. 1,312 n. 252; 4,480; seitdem: Mon. Baica 45,3. — Im 
Wirt. U.B. am ersigenannten Ort auf Heiligehbronn O.A. Gerabronn, Wirt. 
Franken 5, 90 auf Heilbronn beeogen, weU die Heilbronner Kirche nachweislich 
dem Bistum geharte. Dms sie aber je dem genannten Kloster gehorte, ist sonst 
auch nicht zu erweisen. 25 

9. Konig Friedrich iibernimmt wie seine Vorgdnger, besonders 
sein Grossvater und Vater, die Vogtei des Klosters Hirsau an einigen 
vom Kloster zu tveit abgelegenen Orten, darunier et predium qaod- 
dam in Heilcbrunnin, quod inclitus dux Welph ipsi ecclesie Hirsau- 
giensi contulit, und bestimmt, doss sie unverdusserlich in Konigs Hand 30 
bleiben soU. — Hagenau 1215 Juli 8. 

WiH. U.B. 3,27 n. 576. Zur Sache vgl Cod. Hirsaug. ed. Schneider 
(Vjsh. 1887) Fol. 47 h. Beg.: Bohmer-Ficker n. 808. 

10. Bischof Otto von Wiirzburg verpfdndet seinem Kapitel u. a. 
die Einkiinfte in Heilichprunen : de mansis 13 marcas, de piscationi- 35 
bus 5 libras hallensium^ de villicatione 20 marcas, de preearia de- 



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1220 Olst 21 - 1225 Okt. 31. 3 

narioram 30 marcaSy vini 30 earratas, de proprietate vini 15 carratas, 
tritici^ spelte, siliginis, avene 150 maltra. — Wurzhurg 1216 Aug. 27, 
TTfrt. U:B, 5, 64 n. 696. 

11* Derselbe verpfdndet seinen Bilrgern zu Helcbrunen Konrad 

^ Lemeltin, Hartmod Shollo, Heinrich Burbach, Gerung von Flige, 

Konrad von Lauffen (Louphe) und Swicker aUe seine EinkUnfte da- 

selbst vom ndchsten Jahr, die Weinbede ausgenommen, — 1220 

Okt 21. 

Gedr, : Mon. Baica 45, 56 n. 33 ex or. Beg. : Kremer, Chron. Schonthal. 
184: Bobache, Fline, Smcktr gar nichij 1222. Fries, Wurzb. Chronik 1,307 
ahnlich. 



10 



12. Konig Heinrich [VIL] beurkundet die Beilegwng eines 
Streits mit der Kirche Wiirzburg, wonach die Stadt (opidum) Hei- 
lecbrunneD; daa Dorf Boehingen u. a. m. mit alien Gutem und 

^^ Rechten ihm als Lehen zustehen, wogegen er jeden Anspruch auf 
die andern Guter der Kirche aufgiebt. — (Nordhausen) 1225 Juli 27. 

Wirt. U.B. 3,181 n. 700. Beg.: Bohmer-Fieher n. 3974. Ober dm 
Handlungsort: Ficker I. e., Wdler in Vjsh. 1896, 209 und Hohenl, U.B. 7,42; 
eur Sache selbst die Urkunden K. Philipps 1201. B.-F. n. 68 und K. Hein^ 
20 Hchs 1224 Bez. 4 B.-F. n. 3946. 

13. Konig Heinrich [ VIL] schenkt dem Kloster Adelberg einen 
Mansus zu Heilbronn. — Wimpfen 1225 Okt 31. 

Beg.: Gabelkhover. Misc. hist 2,320. Heinricus Dei gracia 
Romanorum rex et semper angastas donat cenobio Madlberc mansum 
^ unam apnd HeilcbraQDen. Actum apud Wimpinam 2. kal. novem- 
bris indictione 14. Pro remedio animarum indytae recordacionis 
divoram progeoitomm nostromm Romanorum imperatoram et regum. 
Bohmer-Ficker n. 3990. Wirt U.B. 3,344 Anm. 

a) Derselbe iiberlasst dem Propst und Konvent von Adelberg einen bisher 
^ von ihnen mit einer Mark jdhrlich vereinsten Mansus in Haeilicbnmnen. Zeuge 
u. a.; W. von Heilbronn, koniglicher Amimann (minister regis). — Wimpfen 1234 
Mai 26. 

Wirt. U.B. 3,343 n. 848. Beg.: Bohmer-Ficker n. 4321. — 1st nur 
eine Bestdtignng der obigen Schenkung. Vgl. Bresslau, Urkundenlehre 154. 

35 14. Konig Heinrich [VIL] erldsst seiner Getreuen Petersche, 

Abtissin von Billigheim, ihren Nachfolgerinnen und dem Konvent jeds 



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5 



4 1225 Nov. 9 — 1250. 

KdUekte und Abgabe von ihren Giitem zu Heilebrnnnen. — E.eil^ 
brann 1225 Nov. 9. 

Gedr. ; Winkeltnann, Acta imperii 1, 388. Beg,: Sohmer^Fieker n. 3992. 

15k Papst (rregor IX, bestdtigt dem Kloster Schonthal semen 
gegenwdrtigen und zukilnftigen Besitz ... in Helicprutinen, in 
Bochingin. — Vtterbo 1237 Mai 2L 

Wirt. U.B. 3, 392 n. 892. Beg. : Poithast, Beg. pontif. Boman. n. 10372. 

16. Die BrUder Friedrich und Marquard von Bonfeld ver- 
zichten zu Gunsten des Kloster s Schonau auf die Neckarschiffahrt 
bei Heidelberg. Zeugen u. a. Wolfram von Heilbronn und Hertwic 
von Bonfeld. — 1245 s. d. 

Gedr. : Oberrhein 11, 55. 

17. Bischof Eberhard von Konstanz bestdtigt einen Tausch- 
vertrag des Klosters Weil mit dem Pleban Konrad von Nellingen 
von 1246 Mdrz 1. — Zeuge (der Handlung) u. a. Ulrich dictas ^ 
de Hailicbrunne, Burger der villa Esslingen. — Konstanz, nach 
1248, Mai 14. 

Wirt. U.B. 4,133 n. 1072. Dasdbst n. 1073 gleichlautende Urkunde 
mit Aushissung eines auf die Bechte des Kaplans zu Nellingen beeUglichen 
Satee^. Mai 15. — Beg. : (Ladewig), Beg. ep. Const. 197 n. 1722. Danach erst ^^ 
mehrere Jahre nach dtr Handlung ausgefertigt, da Eberhard erst Aug. 1248 
gewahlt wurde. (DiehV) Ksslinger U.B. 1, 15 n. 63 zu 1249. 

a) Ulrich von Heilbronn oder Heilbronner 1319 — 28, Biehter eu Esslingen 
(Diehl) Esslinger U.B. 1 s. Begister. 

18. Engelhard von Bebenburg vermacht dem Kloster Schdfters- 25 
heim den Ort Hummertsweiler und 20 Morgen Wald und verkauft 
darauf den Ort bei Lebzeiten. Zeugen : Berthold von Leuzenbronn 
(Lacenbrannen), Vogt zu Heilprunnen, und sein Sohn u. m. a. — 
Urn 1250. 

Wirt. U.B. 4,204 n. 1140. Falschlich Lustbronn O.A. Mergentheim. 30 

19. Konrad von [ Wall-JDiirn teilt seine Outer unter seine 
Sohne, behdlt sich und seiner Gattin u. a. vor den Zehnten in 
HeilicbruDDen, und bestimmt, dass der Hof in Heilcbrannin nach 
seinem Tod seiner Gattin verbleiben, nach ihrem Tod, wenn einer 



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1251 Januar — 1268 Dez. 7. & 

der Sdhne diese Verordnungen ubertritt, sein Teil an seine BrUder, 
wenn alle, der ganze Hof ans Reich Uberg^hen soil. — 1251 Januar. 

Wirt, U,B. 4, 249 n. 1181. 



20* Propst Wernher, Dekan Hermann und Kapitel von Wimpfen 
5 geben dem SckuUheiss Dietmar von Grossgartach ihren Hof daselbst 
samt dem kleinen Zehnten als Erblehen. — Zetcgen: Dekan Hermann, 
jB. von Titensheim ^), C. von Heilbronn, die Bitter von Eichholzheim, 
H., C. und (?., jH. von [Gross-JGartachj Albert Kiver, Schultkeiss H. 
und Gumbert Gabiler. — Wimpfen 1265 Dez. 18, 
10 Wirt. U.B. 6,238 n. 1842. 

21, Bertkold der altere, Konrad, Vogt, und Sveneger, Bitter, 

GebrUder von Bemchingen, begeben sich ihrer Anspriiche auf 

Leistungen von den Bauern des Klosters Herrenalb in Dietenhatcsen. 

Zeuge u. a. Bruder Volmar, Deutschordenscotntur zu Heilbronn. — 

15 1268 Januar 25. 

Wirt. U,B. 6, 367 n. 1976. 

22m Propst Wernher, Dekan Blclmrd und Kapitel von Wimpfen 
weisen 2 neugegrUndeten Vicariaten an ihrer Kirc/te Guter an, dar- 
unter 6 Pfund Heller jdhrlicher EinkUnfte aus einem Drittel an 
20 ihrer MUhle am Neckar und den 4 Morgen Weinberg in Heilbronn, 
die sie von ihrem Kanoniker, Magister C, genannt von Heilbronn^), 
erworben haben (die Urkunde wird erwdhnt). — 1268 Dez. 7. 

Wirt. U.B. 6, 427 n. 2035. 

23. Berthold Grauue ') und seine Frau Gerburg Uberlassen dem 

25 Heiliggeistspital zu Wimpfen mehrere G titer, darunter 4 Morgen Acker 

zu Flein, 2 von Gozzo, je 1 von Bichard und Waiter um ein Drittel 

des Ertrags bebaut, von Berthold auf Lebenszeit erworben, gegen ein 

Leibgeding, je 8 Matter Korn, Dinkel und Haber Heilbronner Mass, 



') „Wohl Diedeaheim, bad. BJL. Mosbach'* ; dock eher Diedelaheim 
B.A. Bretten. Vgl. die Namensformen bet Krieger^ topogr. Worterbuch von 
Baden. — •) Konrad, der spdtere Dekan su Wimpfen. — ■) Berthold Orawt 
von Stetten (am Heuchelberg), Biirger zu Heilbronn, 1294 Zeuge fur Konrad d. a, 
und d. j. von Weinsberg. Kluminger, Zdbergdu 2^ 79, 



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6 1270 Aug. 29 — 1277 Juli 6. 

nach Heilbronn 2U liefern. — Siegler u, a. Propst Berenger von 
Heilbronn (nach dem Siegel Kanoniker zu Wimpfen) und die Stadt 
Heilbronn. — 1270 Aug. 29. 

Wirt, U,B. 7, 110 n. 2170, 



24m Engelhard der dltere t'on Weinsberg und Schenk Waliher 5 
von Limpurg entsche'iden einen Streit zwischen den Deutsehherrn zu 
Mergentheim und Walther von Sulz. — Ufifer den Zeugen Friedrich 
von Ditzenbach (Tyzzenbach) und nein Stiefyohn Konrad von Gro- 
ningen, Wilhelm von Heilbronn^ Bitter. — Hall 127 1 Nov. 22, 

Wirt. U,B, 7, 160 n, 2239, 10 

25. Graf Vlrich von W irf ember g verleiht dem Bitt-er Egeno 
von Staufen sein Eigentum und Patronatsrecht an der Kirche zu 
Ebersbach, einigen Weinbergen zu Hailcbrunne, Weinbergen und 
andem Giitern am Symicheberg, die ihm von alters her gehdrten. — 
Winterbach 1276 Januar 21. 15 

Wirt, U,B. 7, 415 n, 2557. 

26. Konig Budolf ertauscht vom Kloster Maidbronn die Schen- 
kung des Edeln Berchtold von Weissenstein, die jdhrlich 130 Pfund 
Heller EinkUnfte trdgt, gegen folgende Einkiinfte aUrS Beichsgiitern : 
aus Muhlen und Zinsen zu GmUnd 23^ h, dem Hof zu Heilbronn 20 
mit Zubehor, dem haupgelt, 84 und den Giitern in Steinsfurt (SteiD- 
furt) 27^12 Pfund, behdlt aber das Becht des BUckkaufs um das Zehn- 
fache der Einkiinfte dem Beich vor, — Wien 1277 (indict. 5, regni *^ 
vero nostri anno nono! 2. nonas julii) Juli 6. 

Inseriert der Bestdtigung Kimig Ludwigs, der die Gilter wie Beichsgfiter 25 
von Steuw und alien Auflagen befreit. — Eutingen (Utehingen) 1847 (die domi- 
nico ante festum baHholomei apostoli) Aug. 19. 

St.A» Heilbronn IV, Maulbronner Hof. Or., Pg., Mqjestdt88i$gel mitBUck' 
siegel, zersprungen. 

27. Dekan Bichard in Wimpfen vermacht testamentarisch w. a. 30 
den Minoriten m Heilbronn eine halbe Karrate Wein und 6 Malter 
Spelt, der Fabrik der (Pfarr-) Kirche daselbst 10 Solidi, seinen Ver- 



a) rtgno. 



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1278 MSrz 30 — 1279. 7 

wandten, 2 Richarden d, j, und Wcdther, seine Weinberge zu Buck 
und seine Einkunfte zu Gartach. — 1^8 Mdrz 30. 

I>ruek bet Baur, hess, Urk, 1, 113 naeh CopialB. im St A, Darmstadt 
Ebd, noch einmal ahgedrackt 1,875 nach dem Or., beidemal mangelhaft. 

5 28. Crafto von Hohenlohe, von Konig Rudolf mundlich heauf- 

tragi J den seinerzeit vom Konig gegen die G titer des Edlen Ber- 
thold von Weissenstein in Dorf und Pfarrei Brotzingen dem Kloster 
Maulbronn gegebenen Hof zu Heilbronn bei Gebuwin, BUrger daselbst, 
um 30, das dazttgehorige Hupgeld bei Konrad, Schidtheiss daselbst, 

10 nm 73 Pfund Heller aus Reichseinkiinften zu losen, was im vorigen 
Jahr durch seinen VogtG. genannt^^ Leshin verzogert worden, gieht 
iiuf dreimalige schrifUiche Mahnung des Konigs hin auf Bitten des 
Klosters dem Ritier RAger von Thalheim die Bede (precaria) von 
Bockingen in De?iaren und Wein bis zur Eimmkme von 73, die 

15 EinkUnfte von Steinsfftrt dem Ritter Ulrich von Lohrbach bis zur 
Einnakme von 30 Pfund zum Loskauf des Hofs, so class nach 
Einnahme von 103 Pfund die genannten Einkunfte wieder an das 
Amt Craftos zuriickf alien. — Mif^iegler der genannte Lesho. — 
1278 s. d. 

20 StA. Maulbronn 2 b. Or., Pg., mil 2 Siegdn, das erste oben am Rand stark 

b<i8chadigi, das zweite zerbrochen. Gedr.: Hohenloh. U.B. ed. Wdler 1,269. 

29. Bertha, Frau des Konrad Muschopf (Muscoj)/), Burgers 
zu Regensburg, und ihre Tochter Alhaide und Hailka^ erlassen auf 
Bitten Konrads von einern aufEpiphanie verfallenen Zins von 10 Pfund 

25 Regensburger Denaren dem Deutschen Haus zu Mergentheim 2, Bertha 
und Alhaide von einem gleichen Zins dem Deutschen Haus zu Heilbronn 
ebenfaUs 2 Pfund fur ihr Seelenheil und bestimmen, dass die Schen- 
kung nichts gelten soil, wenn sie die andern 16 Pfund nicht bekommen, 
und dass der Jahrtag nicht gehalten zu werden brauche (remedium non 

30 tenet nee cedere debet)^ solange eines von ihnen. Berthas Mann Kon- 
rad oder ihr Sohn Karl lebt. — Siegler der Predigerprior zu Regens- 
burg. — Zeugen: Bruder Gottfried, Comtur von St. Egidius (zu 
Regensburg), die BrUder P., Priester, Marquard von Metzingen, 
C. Muschopf und Schrautan, Wilhelm und Bruder Albert, Notar 

35 bei dieser Urkunde, u. a. — 1279. 

Abachrift in der Breiienbachschen Sammlung (im StA.) 1, 117 nach dem Or. 

a) dictum, niehi domlnum. 



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8 1279 Dez. 13 — 1281 Juli 22. 

30. Konrad der altere und Konrad der jiingere von Wehisberg 
verkaufen ihren Hof zu Binswangen mit Gutem daselbst und zu 
Erlenbach an das Kloster Schonthal, darunter die Weinberge, die 
Albert Bunne von Stdm, H,*^ genannt Griebo von Heilbronn, Dine- 
mudis, Fran des Snabelo und Schwester Innengard von Weinsberg ^ 
inne haben, mit dem lebensldnglichen Becht der Prekarie. — Zeugen 
u. a. : Heinrich von Thalheim und Konrad, Vogt von Bbckingen, — 
Acta Binswangen 1279 (in die beate lucie Virginia et martiris) Dez, 13. 

St.A. Cop.B, SchorUhal von 1512 fol 92, von 1691 1, 388. Kremer, ChroH, 
Schdnthal. 282. Orosstenteils gedr.: Wirt. Franken 6,262. 10 

31 • Bischof Berthold von Wiirzburg schenkt Albert, dem Dekan 
an seiner Kirche, alle bisher ihm zukommenden Zehnten von Neubruch 
an Wdldern, Gebiisch und Gestrduch (in silvis, rubetis et virgultis) 
im Gebiet der Pfarrei Heilbronn, die vom Kloster Hirsau ausgerodet 
wurden oder nock auszuroden sind. — Wiirzburg 1280 Sept. 19. 15 

Gedr.: Mon. Boica 37,622. 

31 a. Friedrich von Ditzenbach und seine Frau Irmengard 
vermachen dem Kloster Comburg einen Weinberg am Stiftberg. — 
1281 Juli 22. 

SUA. Comburg 98. Or., Pg., d<i8 Siegel (Unkssehender Adler) am Rand 20 
heschadigt, die Umschrift ganz ahgehrochelt. 

Universis presens scriptum intuentibus ego Fridericus de Tizzen- 
bach et Innengardis uxor | mea salutem et noticiam subscriptorun). 
Ut ea que fiunt sub tempore, non labantur cum processu | temporis, 
confitemur et litteris presentibus protestamur^ quod nos unanimi 25 
consensu abbati et eonyen|tni dominorum de Kanberch nostrarum 
in remidium animarum loco cuiusdani aree site in civitate Heilic- 
prunnen legaviraus duo jugera vineti sita in Stiftebercb tali condi- 
cione precedente, cum unus nostrum viam universe carnis fuerit in- 
gressus, quod dictus conventus ipsa jugera debeat imperpetuum 30 
possidere libere et quiete. Cuius legationis et douationis testes sunt 
domini Dietherus de Herbortesheim, Appelinus, H. filius Wicmari, 
Gerhardus, UsLYtmwius dictus Lamelin, Ueinricus de Gamundia et 
alii quam plures. Igitur ne super premissis aliqua calumpnia vel 
dubietas oriatur, presentem cedulam procuravimus sigillo civium 35 

a) Kremer: H^nrieh. 



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1281 Sept. a 9 

HeilcprannenBimn conmaniri. Datum anno Domini 1281 11. kalen- 
das augadti indictione nona. 

32. Konig Rudolf gieM der Stadt Heilbronn Speyerer Recht — 
Gmufid 1281 Sept 9. 

St. A, KaiserseUIst. Or., Pg., MajestGtssiegel an roien und gelben Seiden- 
^ aehnUren, oben und links unien besehddigt. Aussen, anfangs des 16. Jh. : 
Yon der stat freveln, gerichten und mortschlag. — Beg. : Bdhmer-Bedlieh ?». 1391 
nach Jdger 1, 66, 

Rudolfas Dei gracia Romanoram rex semper augastas. Omnibus 

10 imperpetuum. Non tam mnris et vallis quam legibus civitates sen 
universitates | mnniri convenit, ut forinsecorum evitent insultus et 
intrinsecus per observanciam legum et iurium civiliter et tranquille 
in pacis amenitate qnie8|cant. Noverint igitur tam presentes quam 
poster!, quod nos civitatem nostram Heilichprunne et cives ibidem 

15 munimus et firmamus omnibus legibus, iuri|bus et consuetudinibus, 
quibus ciyitas Spirensis gaudet, quorum aliqua, que subiciuntur in- 
ferius, propter ampliorem dictorum nostrorum ci?ium quietem et 
pacem eertis articulis duximus exprimenda. [1] In primis quicumque 
alium in predicta civitate Heilichprunne Occident, homicida super 

20 rotam ponetur nee uxori occisi vel suis beredibus debent bona sua 
auferri, sed omnia debent eis salva manere, ne afflictio addi yideatur 
afflicto. ^) [2] Si autem alius alium sine mortis periculo vul- 
nera?erit, ita quod de vulnere illo possit curari, reus vel perdet 
manum, vel dabit decem libras Spirensium denariorum, quamm 

25 tres cedent sculteto, dae civitati et quinque advocato et nichilominus 
reus erit extra civitatem per decem menses. [3] Insuper quicumque 
alium decappillaverit vel sic sine inflictione vulneris percusserit, dabit 
sculteto pro temeritate tres libras denariorum, et erit extra civitatem 
per mensem, et antequam recipiatur, dabit civitati duas libras denario- 

80 rum. [4] Item quicumque civium alteri christianitatem suam oppro- 
briose denegaverit, sustinebit eandem penam quam decapillans vel 
percutiens in casu proximo. [S] Preterea si duo verbis probrosis 
conviciati fuerint vel se ad invicem percusserint, is qui alium pro- 
vocavit et causam dedit* obprobio vel percussioni convictus trium 

35 proborum virorum iurancium super eo testimonio, pene solum sub- 
iaceat supradicte. [6] Super debitis autem et contractibus ac tracta- 



*) Regd aus dem kanonischen Recht : wer schon einm Schmerz hat, dem 
eoU nieht noch emer sugefugt toerden. 



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10 1281 Sept. 9. 

tibus quibascumque^ qai in oivitate celebrari consueyerunt, sculteti 
vol 6ui nantii iidedigni vel duonim fidedignorum testimonio est creden- 
dum et standum. Item si aliquis debitorem sanm cuinscumque coodi- 
cioDiB existat in ipsa ciyitate compererit; actor sea creditor cam 
sculteto vel sao nuntio occapabit earn et si debitor occapationem 5 
huiusmodi prevenire volens et evadere inveniatar in strata pro foga, 
ita quod copia scalteti vel eias nuntii sine periculo exspectari non 
possit^ actor sine offensa debitorem saam occupare poterit et tenere, 
et si necesse fuerit super eo invocare auxiiiam a yicinis^ ct si iidem 
aaxilium saum creditori non dederint et ob boc reus aufagerit^ si 10 
duornm super boc iurantium testimonio illud creditor probare pote- 
rity subtrahentes aaxilium creditori debitum suum solvere tenebontur. 
Insuper quicumque super debitis alium in iudicio voluerit convcnire^ 
conveniendus debet tribus vicibus per sculteti nuntium clara die ad 
iudicium evocari, et si sic vocatus non comparuerit, dabit et solvet 15 
pro qualibet vice triginta denarios Spirenses pro contumatia ipsi 
sculteto. Et nichilominus non obstante sua contumatia scultetus iu- 
dicabit de ipso sive in domo sua latitet vel in campo existat. 
[7] Preterea quicumque pistorum male pistaverit vel minus debito 
se in pane tenuerit, si per duos pistoreS; qui ad hoc in ipsa civitate 20 
debent eligi, de hoc convictus fuerit, debent tres panes vendi pro 
duobus et nichilominus pro emenda dabit civitati solidum denariorum 
Spirensium. Si etiam aliunde pistor veniens velit se recipere in pre- 
dicto loco, dabit et solvet aliis pistoribus libram denariorum Spiren- 
sium et amam vini et dnas libras cere, et hec ponentur ad usus 25 
civitatis conmunes. Item carnifices sen macellarii carnes inmundas, 
rancidas vel scroRuas in macellis non debent vendere, sed separatim 
ab aliis, et si hoc non facerent, ex tunc, si iuramento ad hoc depu- 
tatorum pro eo fuerint accusati, scultetus et consules emendam ab 
illis recipient, quam pro qualitate temeritatis huiusmodi duxerint B^ 
ordinandam. Insuper quicumque pannum falsa lana contextum ven- 
diderit vel vendicioni exposuerit, talis pannus debet igne cremari 
publice et nichilominus scultetus et consules pro eo penam requirent 
et exigent, prout eis videbitur expedire. Hoc idem etiam debet per 
omnia observari, si pannus latitudine et longitudine debita careat, 35 
vel alias fuerit viciosus^ et eorum qui ad hoc electi fuerint iuramento 
fuerit reprobatus. Preterea mensure sive sint frumenti, vini et olei 
debent esse in ipsa civitate cupree, ut secundum eas scultetus et 
consules in singulis quatuor temporibus omnes mensuras alias civi- 
tatis examinent, corrigant et emendent. [8] Item duodecim con- ^ 



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1281 Sept. 13. 1 1 

sules, qui de melioribus et ntilioribus civitatis debent eligi, singulis 
mensibuB ex se quatuor eligent et recipient^ qui per ipsum mensem 
ordinent cam sculteto omnia et singula negotia, que occurrerint 
ordinanda. In omnibus autem et singulis suprascriptis volumus advo- 

5 cato et scnlteto nostris iura sua non minui, sed per omnia illibata 
servari. Nulli ergo omnino hominum liceat banc paginam nostre 
innovaeionis et confirmacionis infringere aut ei in aliquo ausu temera- 
rio contraire. Quod qui fecerit, gravem regie maiestatis offensam 
se noverit incurrisse. In cuius rei testimonium presens scriptum 

10 maiestatis nostre sigillo iussimus eonmuniri. Datum apud Gemun- 
diam 5. idus septembris indictione 9*^ anno Donuui 1281 regni 
vero nostri anno octavo. 



33m Konig Rudolf bestdtigt dem Kloster Billigheim die von 
seinem Vorgdnger Heinrich [ VIL] verliehene Immunitdt seiner Gilter 
15 in Heilbronn, — Beutlingen 1281 Sept IS, 

MUnchen^ Reiehsarchiv. Or., Pg., Majesidtssiegel *) an gelb und grUnet' 
Seidenschnur, links fast die H&lfie, rechts dtr Schriftrand abgebrochen. — 
Gedr,: Durr, Dissert, de comitiis Rttdolphi 37, — Reg.: Bohmtr-Redlich 
n. 1398, 

20 Rudolfus Dei gratia Romanorum rex semper augustns. Uni- 

versis imperii Romani iidelibus presentes { litteras iuspecturis gratiam 
suam et omne bonum. Gum inclitus quondam Heinricus Romanorum 
rex I noster predecessor pro suo ac progenitorum suorum remedio et 
salute religiosis personis . . abbatisse et I conventui in BuUinkein banc 

25 gratiam duxerit faeiendam, quod de bonis suis in Heiliclibrunne 
nuUam debent exsolvere sturam, precariam sen collectam^ prout iti 
privilegio eidem conventui super eo concesso lucide vidimus contineri^ 
nos in bac parte predict! regis Henrici vestigia imitari volentes 
predictis abbatisse et conventui eandem gratiam, quam ratam et 

30 gratam habere volumus, de plenitudine potestatis regie coniirmamus, 
volentes quod dicte abbatissa et conventus de predictis bonis in 
Heilichbrunne nullam exsolvant inantea sturam, exactionem, pre- 



*) Von einem RiUcksiegtl (Redlich a. a. O, vermutet, es kdnnte her a us- 
geschnitten sein) kann nicht die Rede sein. Die Vertiefung aussen isi nicht 
dutch Herausschneiden entstanden, sondem urspr^unglicher Eindruck, wahr- 
scheinlich des umgekehrten Stegelstempels. 6'ie toar auch ntcht »ur Aufnahme 
des kdniglichen Sekrets — an ein anderes Siegei tvird man woM nicht denken 
konnen — hestimmt, da dieses ziemlich grosser war. 



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12 1282 Aug, 2 - 1283 Jan. 13. 

cariam seu collectam, sed potias ab omni contribationis et exactionis 
onere sint libere penitus et exempte. In cuius rei testimonium pre- 
sens scriptum majestatis nostre sigillo jussimus conmuniri. Datum 
in Rutelingen idus septembris indictione 9* anno Domini millesimo 
duceutesimo octogesimo primo, regoi vero nostri anno octavo. 5 

34. Alt Slfrid und Konvent von Mmdbronn verleihen den 
von Kbnig Rtidolf geyen Outer bei Neuburg (novum castrum) ^) er- 
tauschten Hof des Klosters zu Heilbronn (Heilicprun) an Adelheid, 
die Witwe Konrads, SchiUtheissen in Heilbronn, und ihre Erben gegen 
einen Zins von je 19 Pfund Heller auf Maria Geburt, Reinigung 10 
und Pfingsten, auch bei Unfruchtbarkeity Braiid und anderm Schaden 
zu zahlen. Biirgen die Heilbronner Burger Heinrich Wicmars Sohn, 
Gerhard, Konrad Gebwins Schwiegersohn, und Heinrich genannt 
Gugelinger, Wenn Adelheid oder ihre Erben die Hofraite zum Bau 
von zinsbaren Hdusern weiter leihen, soil mindesfens Platz fur Er- 15 
richtung der notwendigen Okonomiegebdude iibrig gelassen werden. FUr 
die Giilfe soil nur einer der Erben haftbar sein, der Hofnicht geteilt 
werden, Der Abt verspricht, den Hof weder wegen hoheren Zinses noch 
jetnayid zu Hebe zurnckzuziehen, es geschehe denn, dass der Konig^ qui 
nostri potens est, ihn zwinge und den Hof zuriickkaufe. In diesetn Fall 20 
hortjede Veiyflichtung auf, von rUckstdndigen Zinsen abgesehen, Zeugen : 
Friedrich von Ditzenbach (Tizenbach), Hartmud genannt Rotegalle, 
Ritt'er, Hfeinrich] }Vic7nars Sohn, H, genannt Lorcher, H. genannt Un- 
gelter, und Adelheids Schwiegersbhne Wolfram genamit Vrige, Heinrich, 
Rulin und Albert, BUrger zu Heilbronn, u. a. — Mitsiegler der Abt H. 25 
von Bronnbach (Brunne — ) und die Stadt Heilbronn (civium in — ). 
— Actum 1282 (in crastino beati Petri ad vincula) Aug. 2, 

St. A. MauXbronn 2h, Or.^ Pg., das erste Siegel an den Edndern stark 
btschadigt, das dntte dbgerissen. — Reg.: Klunsinger Maulbronn 18. 

35. Papst Martin IV, bestdtigt dem Frauenkloster BilUgheim 30 
Cisfercienser Ordens die von Konig Rudolf fur seine Giiter zu Heil- 
bronn verliehene Lmnunitdt. — Orvieto 1283 (idus januarii) Jan. 13, 

Gudenus, CD. Mogunt. 2,222; damach Ussermann, episc. Wirceb., 
append, n. 73. — Reg.: PoUhast n. 21974. 



^) Dieser Ori mtiss nach n. 28 bei Brotsingen liegcn^ ist also ahgegangen ; 
bet Kriegery Topogr. Worterh. v. Baden, nicht erwdhnt, Vgl. n. 67: Weissen^ 
stein bei der nuwin burg. 



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1283 Mai 18. 13 

36, Konig Rudolf^) verleiht seinetn natiirlichen Sohn Graf 
Albert voyi Lowenstein und dessen legitimen Erben die zum Reich 
gehorigen Zehnten in Heylicprunne ah Reickslehen. — Hagenau 1283 
Mai 18. 

5 Gedr. : Sehdpflin, Hist. Zaringo-Bad. 5, 278 su Mai S3. Berichtigt nach 

dem Reg.: Bohmer-Rtdlich n, 1785, 

37. Albert genannt Eppelin, Burger zu Heilbronn, beurkundet, 
dass er dem Kloster Schonthal von seinetn Weinberg am Stiftberg 
jdhrlich auf Martini 2 Schilling Heller schtildet und vermacht den- 

10 selben mit Zustimmung seiner Frau Adelheid und seiner Kinder nach 
seinem, seiner Frau und seiner Tochter Adelheid und Hiltegund Tod 
dem Kloster. — Zeugen: Heinrich, Schultheiss, Friedrich von Ditzen^ 
bach (Titembach), Ritter, H, d. a. Strullo, H, Wicmar, Gerhard^ 
Hart. Lamelin, H, von Gmiind, Hart. Vahinger, H. Lorher, und 



*) K. Rudolf urkundet in Htilbronn : 

(1274 Mars 23. nicht in Heilbronn, sondem Oelhausen. — Bdhmer^ 
Redlich n. 72.) 

1283 Jan. 15. fur Kloster Simau. — (Diehl) Esslingtr U.B. i, 66 n. 180. 
Jan. 18. filr Egon von Furstenherg, — B-R. n. 1769. 

1284 Aug. 25. beurkundet einen Bechtsspruch. — n. 1856. 
Aug. 26. far Erauenthal. — n. 1867. 

Aug. 27. far Konrad von Teck. — n. 1858. 

Aitg. 30. fur Esslingen. — n. 1859. Esslinger U.B. i, 72 n. 192^ 
Wieder Sept. It. fur Ludwig von Idstein und Rabo und Gerung von 
Helmstadt — n. 1861 f. 

Sept. 13. schreibt an den Amman von Ulm. — n. 1863. 
1267 Nov. 18. urkundet sein Sohn Albrecht von Lowenstein fur das 
Kloster Lichtenstem. Zeugen: Konig Rudolf Deutsehordens* 
prdzeptor Konrad von Feuchtwangen, die Graf en Heinrich von 
Sponheini und Eberhard von KateeneUehbogen und ewei Konrad 
von Weinsbergy Edelleute, — n. 2131. 

Nov. 27. der Konig far Markgraf Rudolf von Baden. In der 
Erkldrung des Markgraf en Zeugen und Mitsiegler: Erzb^ 
Heinrich von MainZy Bischof Konrad von Strassburg^ Mark- 
graf Hesso von Baden, Graf Eberhard von Katzenellenbogen. — 
n. 2132. 

Dez. 3. {nicht 1288) fur Augsburg — vgl. n. 2134. 

1288 post Martini recessit Hailprunnam. Chron. Sindelfing. — 
n. 2199 b. 

Dez. 18. (nicht in Gmund, me Redlich hat) far Otto Amman- 
in Ulm. — n. 2201. 

1289 Apr. 4. far Albrecht von Hohenberg. — n. 2222. 



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14 1284 Jan. 14 — 1286 Jiili 12. 

Hermann Smirer^ Burger tmd Bichter zu Heilbronn, u. o. — Sfadt- 
mgel. — 1284 (feria 6*' post octavam epiphanie domini) Jan. 14. 

SLA, Schonthalf 60. Or.j Pg., Siegel urspr. ahhangend, abgerissm. 

38. Diether von Wunnensteiti und seine Frau Mathild, Burger 
zu Heilbronn, schenken dem Kloster Adelberg ihre Giiter zu Jetten- 5 
bach (Gettembach) vor den Richtern (jurati) der Stadt Heilbronn 
mit Zustimmung des Bitters Heinrich von Neipperg und des Edlen 
Ulrich von Sternenfels. — Zeugen: Friedrich von Ditzenbach, Herr 
Gebzo, Monch zu Lorch, Meister Heinrich, canonicas ecdesiae 
flocularis daselbst, Hartmud Botegalle, Hei^irich Lorclier, Heinrich 10 
ron Gmilnd, Gerhard, Heinrich StruUe, Hennann Smierer, Hein- 
rich Wibiche und Wolfram genannt Cappelan, Burger zu Heilbronn, 

u. a. — Actum et datum Heilbronn 1284 (feria tercia post quasi- 
modogeDiti proxima) Apr. 18. 

St^A. Adelberg 14. Or., Pg., mit 6 Siegeln (WunnensUdn, Sternenfels, 16 
Neipperg, Propat, Konvent und Stadt), 1., 3. und 6. an gelben, die andem an 
blauen Seidenfaden, das 1. am reehten und linksn, das 6. am rechten Band, 
das 2. am linken, das 6, an beiden obem Ecken beschadigt, das 4. serbrochen, 
die obere IWfte noch vorhanden. — In der Urkunde von 1310 (feria secunda 
post ascensionem Domini) Juni 1, worin Wolf vom Stein auf seine Outer eu 20 
Jettenbach su Gunsten des Klosters Adelberg verziehtet, sind Zeugen u, a.: 
Konrad genannt Aigerer, SchuUheiss su Heilbronn, Gebewin und Wigmar ge- 
nannt Sndke, Burger daselbst. -— Ebd. Or., Pg., mit verkehrt aufgedrUcktem Siegel. 

39. Simony Abt, und Konvent von Comburg verkaufen an 
Buger, Schultheiss zu Ingelfingen, 2 Morgen Weingdrten am Stiff- 26 
berch bei Heilbronn um 26 Pfund Heller. — Zeugen u. a.: Hein- 
rich genannt Groz und Heinrich genannt Lamlin, Bxirger zu Heil- 
bronn. — Kocherstein (apud praeposituram in Stein supra Cocum) 
1285 (4. idus julii) Juli 12. 

Gedr. : Wibel 2 Cod. JDipl. 96 n. 79. Heinrich Groee begegnet als Zeuge 30 
far Kraft von Hohenlohe 1290 Juli 16. — (Weller) Hohenloh. U.B. 1,346. 

40. Heinrich genannt Strulle, Biirger zu Heilbronn (Halic- 
brunnen), fnit seiner Frau Kunigunde genannt von Hall lermachen 
dem Kloster Lauffen fiir ihr Seelenheil ihre Giiter zu Heilbronn, 
Flein, Sillzbachy Wimmenthal und Gebnersbach, geben jdhrlich ein 36 
Pfund Wachs Zins auf Martini und behalten das liecht der Ver- 
ausserung lebensldnglich. — Zeugen: Heinrich, Schultheiss, Friedrich 



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1285 Nov. 14 — 1387 Dcz. 17. 15 

von Ditzenhach (Titenbach), Hartmnd, genannt Botegalle, RUter, 
Hermayin genannt Smierer, Hartmiui genannt Leinmelin, Wolfram 
genannt Fr'tge^ Hartmud genannt Vaihinger (Vahinger) Gerhard, 
und Heinrich von Gmund u. a, — Siegler die Stadt Heilbronn, der 
5 Deutschordenscomtur daselbst und der Dominikanerprior von Wimp/en. 
— 1285 (io crastino sancti Bricii episcopi) Nov. 14. 

Sua. Lauffen 1. Or,, Fg, Am ersten Siegd das linke Eck und der rechte 
Rand, an den beiden andem der Band oben beechddigt 

41. Agnes, Priorin von Sirtiau, beurkundet tine Schenkung 
10 von 60 Pfund Heller durch Berchta, Herrn Hermonns von Heilbronn 

Frnu, gegen ein jdhrliches Leibgeding von 6 Pfund fur $ie und ihren 
Sohn Herrn Konrad. — 1285. 

Gedr, : (Diefd) EasUnger U,B. 1, 74 n. 196. 

a) Konrad Hedbronner kommt ah Batsmitglied eu Esslingen vor 
15 1297 Apr. 1 und 1301 Mai 23, — (DieM) Esslinger U.B, 1, 126 n. 295 und 
1, 151 n. 343. 

42. Su^iker von Gemmingen, Landrichter, BittetBabono genannt 
Goler von Bavensberg und Heinrich, Schultheiss zu Heilbronn, beur- 
kunden die eidliche Aussage der von Konig Budolf gegebenen und 

20 vor dessen Stellvertreter Graf Albert von Haigerloch beeidigten Kund- 
schafter wegen der. dem Kloster Maulbronn vom K'dnig tauschweise 
gegebenen, jetzt teiltceise entfremdeten Giiter zu Heilbronn, des Bitters 
Friedrick von Ditzenbach, Hermanns genannt Smierer und Heinrichs 
genannt Stupphil, Bilrger und seniores daselbst: dass eine Hube oder 

25 ein Mansus^ ehemals vom Heri'n von Schlossberg besessen, dem Beich 
und dem Kloster gehore und die bisherigen unrechtmdssigen Besitzer 
filrderhin dem Kloster integi'o cen8U subjacere et servire soUen. — 
Zeugen: Hartmud genannt Bottigalle, Hartmud Lemmelin, Heinrich 
von Gmilnd, Wolfram genannt Frige u. a. — Siegler die Aussteller, 

30 der erste mit dem Siegel des koniglichen Gerichts zu Wimpfen, der 
letzte mit dem seiner Stadt. — Heilbronn 1287 (feria quarta qua- 
tuor temporum) Febr. 26? Mai 28? Sept 17? Dez. i7? 

StJi. Maulbronn 2 b. Or., Pg., das 1. Siegel am Band beschddigi^ das 2. 
abgegangen, — Beg.: Klunzxnger, Maulbronn 21 zu Sept. 17. 
35 &) Heinrich, ehemals Schultheiss eu HeUbronn und vom Konig Budolf 

zum Landvogt von Franken bestelU, zugleich mit der Untersuchung der An- 
sprUche des Klosters Maulbronn auf den Mansus Wilhdms von Neckarelz 
(Ellence) betraut, bestdtigt die Aussage der» beeidigten Kundschafter Bitter 



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16 1287 Nov. 11 — 1288 Dez. 88. 

Friedricha von Ditzenbach und Hermanns genannt SmireVf Burgers eu Heilbronn, 
doss diese GiUer zum Hubgeld gehoren, vom Konig. dem Kloeter gegeben warden 
seien, und dass sie selbsi und andere jdhrlich 35 Malter Frucht davon bezogen 
haben, — Zeugen: Wertiher Strullo, Hartmud Lemmelin, Gebewin Gebewins 
Sohn, Geschworene der Stadt. — Heilbronn 1389 (in die beati Briccii episcopi 5 
et confessoris) Nov. 13. 

Ebd. Siegel abgerissen. — Eeg. : Klunzingtr h c. 22, — Dereelbe nUein- 
rich von Heilbronn^ Landvogt Ma Wimpfen^^^ entscheidet euHschen dem Kdnig 
und der Stadt Wimp/en 1289 Nov. 29. Baur, Hess. Urk. i, 142 mit falschem 
Datum (1291 Nov. 27) (oiunzig an ein jar). 10 

43. Konig Rudolf wiederholt die Belehming seines Sohnes Albert 
nut der Grafschaft Lotcenstein, dem Zehnten zu Heilbronn und allem 
Zubehor und verleiht der Stadt Lowenstein die Freiheiten von Weins- 
berg. — Lowenstein 1287 Nov. 11. 

Beg.: Acta Theod.'Falat. 1,335. Bdhmer-Redlich n. 2129. 1> 

44. Derselbe tkut denen von Heilbronn zu wissen, dass er seinen 
Sohn Albert mit dem Zehnten in Stadt und Pfarrei Heilbronn samt 
der Herrschaft 'Lotvenstein nebst Zubehor belehnt habe. — Mainz 
1288 Jan. 18. 

Beg.: Acta Theod.-Palat. 1,331. Bohmei-Bedlich n. 2143. 20 

45. Derselbe verleiht der Stadt Heilbrofin einen Markt auf 
Michadis. - Speier 1288 Dez. 25. 

St.A. Kaiserselekt. Or.y Fg., mit zerbroehenem Majestdtssiegel on gelber 
und grUner Seidenschnur. — Gedr. : Lunig, Beichsarchiv 13, 883. Beg. : Bohmer- 
Bedlich n. 2202. 25 

Radolfus Dei gracia Romanorum rex semper augustns prnden- 
tibns viris . . sculteto, consnlibus j et nniversis civibus de HeilprtiDDeD 
dilectis suis fidelibus graciam suam et omne boDum. { BenigDa gracie 
Dostre provisio, qnam sub quodam humane dileccionis amplexu 
regalis fortune fastigium elementer amplectitnr, snbjectorum conmodi- 30 
tatibus condescendit tanto libentius et ad fideles nostros se natural! 
quadam necessitate debet proteudere, quanto magis eos in obse- 
quiorum exhibicione precipuos invenimus et tarn devoeione quam 
opere clariores. Sane ut emencium atque vendentium procuretur 
utilitas et altema conmoditas augeatur. nos reipublice bono statui 35 
cupientes assidno increraento salubriter providere ob grata que nobis 
impendistis obsequia et adhuc impendere poteritis graciora, devotis 



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1289 Aug. 4 — 1290 Febr. 28. 17 

vestris supplicacionibns inclinati in oppido HeilpraDnen, ntpote ad 
id loco apto, nundinas trium ebdomadarum, yidelicet singulis annis 
ante festnm beati Michahelis ad unam ebdomadam et post idem 
festum ad duas ebdomadas duximus edicendas volentes et presenti 

^ edicto mandantes, quod omnes et singuli ad dictas nundinas pro 
empcionis et vendicionis conmercio exereendo ad dictum oppidum 
nostrum Heilprunnen confluxerint, in personis et rebus nostra et 
imperii speciali protectione congaudeant et forensium privilegio liber- 
tatum. In cuius rei testimonium presentes litteras conscribi et sigillo 

10 nostre majestatis fecimus consignari. Datum Spire 8. kalendas januarii 
indictione secunda anno Domini millesimo CCLXXXVIII, regni vero 
nostri anno 16. 

J:6» Bitter Racano von Neuen.stein ilbertrdgt mit Zustimmuiuj 
seiner Genmhlin Hedwig and seiner Sohne Bcfveno, Herald und Kon- 
15 rad dem S. Klarakloster bei Flein das Rechty die Giiter, die seiner 
Schwester Mechtild selig, Gemahlin Konrads von Thalheifn, ziigewiesen 
tvaren und auf ihren Sohn Konrad genannt den Kleinen iiberge- 
gangen sind, ntn 50 Mark Silber zu losen. — 1289 (pridie nonas 
augusti) Aug. 4. 

20 St, A, HeilbronnlV. Klarakloster, Or,, Pg, Vom Siegel das rechte Obereck 

abgebrochen. 

47, Vohnar Lemelin, Biirger zu Heilbrofm, und seine Frau 
Liutgardis geben dem Kloster Maulbronn 2 Teile Weingdrten bei 
Heilbronn am Zendesbrotes filr ein ewiges Licht, das zu ihrem Seelen- 
25 heil auf dem Kirchhof iinterhalten werden soil und behalten d^ts 
Recht lebensldnglicher Nutzung um 25 Schilling Heller Zins und der 
tybertragung derselbeti, sowie des Widerrufs der ScJienkung, wenn 
die Bedingung nicht erJ^Ullt wird, — Siegler Abt und Kon vent von 
Maulbronn. — 1290 (pridie kal. martis) Febr, 28, 

30 St.A. MauXbronn 48, Or,, Pg,, heide Siegel abgerissen, — Beg,: Klun- 

zinger, Maulbronn 22. 

48* Wicnand von Flein, Biirger zu Heilbronn j verkauft an 

das Kloster Lichtenstern 2 Hduser und Garten zu Flein und einen 

dritten Garten dabei, der Schwester Diethers von Wunnenstein, Fran 

35 von Entringen, mit 2 Tuchstiefeln (sSgetae) zinsbar, um 10 Pfund 

Heller, die lebemldngliche Nutzung con 2 Morgen Weingdrten am 

Wllrtt. Geachichtsquellen VI. 2 



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18 1291 Juli 4 - 1292 Febr. 27. 

Hagelsberg wit dem Beckt der Verdusaerung im Not/all und den 
Zins, ein Drittel des ErtragSy von einem halben Morgen nebenan. — 
Zetcgen : Bruder C. von Krautheim, Comtur zu Heilbronn, die Brnder 
Friedrich und C, Priester^ Babino, Chuno und Engelhard, Wemher 
StruUe, Hartmud Lemelin und sein Bruder Vohnar w. a. — Siegler 5 
Comtur und Stadt — Acta 1291 (4. non. jul.) Juli 4. 

St^, Lichtenstern L Or,, Pg,, daa zweite Siegel rechts beschddigt — 
Craft von Krautheim kommi ah Comtur zu Heilbronn vor: 1^88 (Philippi und 
Jacobi) Mai 1. ah Zeuge in einer Schenkung Beriholde von Neuffen an den 
JDeutsehordtn, Breitenbaehsche Sammlung (im St.A.) 1,164; und 1291 (in divi- 10 
sione apostolorum) Juli 15 ah Zeuge in einem Vergleich dee KloeUrs ChMtden" 
thai mit dem Pfarrer zu Kochereteinsfeidy ohne Nennung seiner Abetammung. 
TeiUoeise gedruckt bet Wibel, Hohenloh. Kirchenhiet 2,114 n. 97, 

49. Heinrich von Flein genannt Hofmann und seine Frau 
Iladewig verzichten nach dem Urteil der Schiedsrichter Konrads ton 15 
Weinsberg d, a., Bruder Bertholds von Gebzenstein, Bitters, vom 
Deutschorden, Bitter Siegfrieds genannt Stammler von Weinsberg, 
Bitter Konrads genannt Vogt von Bockingen und Hartmuds genannt 
Lambelin, Biirgers zu Heilbronn, auf ihren Ans2>ruch an 3 Morgen 
Weingdrten und den vierten Teil EinkUnfte zu Flein mit Ausnahme 20 
des Weinzehnten , — Sieglerin die Stadt Heilbronn, — Acta 1292 
(feria quarta post dominicam invocavit) Febr, 27, — Zeugen ausser 
den Schiedsrichtern: Heinrich genannt Brusse, Schultheiss, Gerhard 
und Heinrich genannt von Gmiind, Bilrger zu Heilbronn, Wichmar, 
Pleban daselbst, die Briider Siegfried und Berthold, Priester, Moncke 25 
zu Matdbronn, Heinrich Hofmann ton Flein u. a, 

St,A, Lichtenstern 1, Or,, Pg,, Siegel abhangend unien beschddigt. — 
Ebd. die Gegenurkunde der Abiissin Elisabeth und des Konvents von Lichten^ 
stem, die ah Abfindungssumme 20 Pfund Heller zahlen. Die Lage der Wein- 
berge angegeben : an der Schenkenhalde (in shenchenhaldon). — Siegler Konrad 30 
d. a. von Weinsberg und die Abtissin, Datum verschrieben 1272, sonst i^ber* 
einstimmend, — Or,, Fg,, die Siegel abhangend, da^ erste unten beschddigt. 



SO* Konrad von Thalheim genannt der Kleine, Bitter, weist 
seiner Schicester Adelheid von Neuenstein nach seinem Tode jdhrlich 
1 Karrate Wein, je 4 Malter Kom, Dinkel und Haber von G liter n 35 
zu Flein, die der Frau von Matter (Mur) gehorten mid die jetzt 
das St, Klarakloster baut, als Leibgeding an; die Abtissin Gertrud 
und der Konient verpflichten sich darauf. — Siegkr der Aussteller 



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1292 -. 1293 Febr. 24. 19 

und der KonvenL — Zeugen: Bruder Albert con Neuenstein und 
£ruder Geniod. — 1292 s. d. 

St.A. Heilhronn IV. Klarakloater, Or,, Pg.^ die Siegel ahhangend, das 
ert^ auf beiden S^itm beechadigt, Aussen, 17. Jhr, Von eiDem soldat<^n? 
> (miles!) von ThalheiuL 



SI. Bitter Konrad von Thalheim giebt seinen Hof zu Flein 
und Guter zu Abstatt dent St Klarakloster daselbst urn ein Leih- 
(/(.ding. — Heilbronn 1293 Febr, 24. 

St A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or,, Pg., mit schon erhalienem Siegel, 

10 Ich Gflnrat von Talhein ein riter genant der Clein, ein vrier 

barger des riches £e Heilprounen dfln knot alien den, | die disen 
brief ansehent oder horent lesen, die ieze sint oder bernach kument, 
daz ieh den armen vrowen von Vlin | sant Claren ordens gegeben 
ban minen hove da ze Vlin, der da lit obertalbt minre kelter, ze 

15 rehtem eigen yrilicb|6»^^ uade ledeclicbe ane alle anspracb^ nnde 
alleS; daz drin boret gesacht unde angesacfat^ also daz sie mir 
allein ze mim libe sollen geben, die wil icb lebe, aebzeben matter 
der drier korae iegeliches gelicfa^ nnde me allez daz gfit, daz icb 
unde die vor genanten vrowen kobfften mit ein ander da ze 

20 trabstat^>^} umme bern Thietber den riter von Wunenstein genennet 
der alt Wolve, gib ich oeb den vor genanten vrowen in alien 
dem rebt als is ban vrilicbe unde ledeclicbe vur ein rebt eigin 
ane alle ansprache, dur miner sele willen unde aUe (!) miner alt- 
vordern. Diz sint gezige ber«> Raven ein riter genennet von Nuwen- 

25 stein, her Tfaieter ein riter von Tbalbein genennet der Dumbe, 
Hainricb Bmze der scbalteis von Helbrunen, Wolfram der Vri, ein 
rifater, her Heinrich von Oemnnte, ein ribter^ her Heinrich Stmlle 
genennet der vogt, Heinrich Wigmar, ein ribter, unde HartmAt 
Wigmar. Daz diz allez stete in belibe, so gibe [icb] in disen 

30 brief verinsigilt mit mime insigel. Dirre brief wart geben ze 
Heilbrunnen do man zalt nab unseres berren geburte dusent jar 
zweihnndert jar unde nunzig jar unde in dem driten jar an sant 
matbis dage. 



a) Baaur. b) nach ze Heine Batmr, t bttuaer, vertciitchty spelter ein^eaetztf c) Baven suerst 
kUin angefangen: ra. 

*) Abstatt odtr der AbstiUterhof beim Wunnensfein, Eine beiliegende 
Copie von 1747 von Konfessarins Eiederer liest: zu der Abstat. 



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20 129B Mara 23 — 1293 Aug. 10. 

S2* Konig Adolf ilherldsst Gerlach von Breubeiy, bis er in 
ruhigen Besitz der Burg Magenheim laid der Stadt Bonnigheim kommt, 
die er con Albert Graf von Lowensfein und seiner Geinahlin Luckardis 
gekauft^ den friiher von Albert an Luckard als Wittum verschriebenen 
Frucht' und Weinzehnten zu Heilbronn nnd verspncht, ihn dabei zu 5 
schntzen. — Heilbronn 1293 (10. kal. apr.) Mdrz 23. ^) 

Gedr,: Joannis, Spicilegium SSU, Reg,: Bohmer n. 111. 

S3* Albrecht von Ehersberg schenkt dent Deutschen Hntis zu 
Heilbronn seifi Dorf Schwaikheim. — 1293 Aug. 10, 

St,A, Deutschordens-Neckaroheramtf 6'ontfietm, Or., Pg,, mit 2 Siegeln. 10 
I){i8 erste am rechien Rand, da8 zweile unten und links stark heschddigU Fiir 
£tcei ireitere Siegel ist Raum gelassen, aber keine Einschnitte vorhanden. 

In deme naiiien des Vaters unde des Suns unde des heiligeH 
Geisteis amen. Wir Albreht von Ebersberch, ein vrier man, tun 
kunt alien den, die disen gegen.wertigen brief sehen oder h&ren 15 
lesen, daz wir mit vrien willen nnde gesundem libe lutherliehen 
durch Got ze einem rehten almusen umme unser unde unserre { vor- 
dern sele heil mit gesamenter hant unde mittebellunge unseiTe wir- 
tinne Irmendtrude, unserre kinde, unde aller unser erben baben 
gegeben ze rehtem eigen | daz dorf Sweikbein, daz unser vriez eigen 20 
ist, nnde allez daz gut, daz dazu gehoret, mit allem dem rebte, mit 
aller der vribeit, mit alien den geribten, mit alien den niitzen, mit 
alien den luten, die dazii geb&ren, mit den zebenden, mit den voge- * 
teien, ze bolze unde ze velde, mit wasen unde mit zwigen, mit 
wazzer unde mit miilen, genant unde ungenant, gesubt unde unge- 26 
suht, mit wunne unde mit weide, unde mit aller ebaft, swie man 
ez genennen kan, den brudern von deme tutschem huse dez spitals 
sante Marien von JeMisalem, mit namen deme buse ze Heilicbbrunne, 
unde deme convente, also bescbeidenlicben, daz wir nit w611en, daz 
man daz vor genante alm&sen unde die gift icht»> entfremede von 30 
dem ordene des vorgenanten tutbscben buses umme kauf oder umme 
websel, wan daz ez ewiclicben bliben sol dem ordene dez vorgenanten 
buses, unde also antwurtben wir an disem gegenwertigen brieve daz 

a) irh. 

») K. Adolf urkundei am gleichen Tag fiir Albert von Hohenberg, Bohmer 
Add, 1 n. 415, fiir die Burger von WarzhHrg, Fries, Wiirzb, Chronik 1, 4(J6 
und nochmals zu Heilbronn 1295 Mai 23 fiir Kloster Lauffen, Bohmer n. 279, 



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1295 Nov. 11. 21 

vorgenante dorf mit allem dem ass vorgesprochen ist, den vor- 
genanten bnidern unde dem ordeo des tuthschen huses unde yerzihen 
nns, UDsere wirtinne, anserin kint unde alle unsere erben eweclicbe 
aller der herscbaft unde allez des rehtes, daz wir an dem vorgenanten 

5 giite beten oder nocb mAbten gewinnen. Aller dirre vorgenanten 
dingen sint gezuge die ersamen geistlicbe lute bruder 65tfrit yon 
Hobenloeb der laanteommendur yon Franken, br&der Craft yon Crut- 
bein, der conmendur von Heiliebbranne, binder Bartbolomeos nnde 
bmder Jobannes die priestere, bruder Boppe yon Lewensten, unde 

10 bruder Engelbart yon Nibercb, ber Reinbote yon Windecke, ber 
Reinbote von Glingenbercb; ber Cunrat der Gleine yon Tailbein^ ber 
Ounrat yon Eycholyesbein, die rittere, ber Heinricb Bruze der scbult- 
beize yon Heilicbbmnne, ber Heinrieb StruUe, Cunrat Gebewin, Hart- 
mut Wicmar, burgere yon Heilichbrunne, unde ande ersame lute 

15 genuge, die diz borten unde saben. Daz diz stete unde unzebrocbeu 
blibe, so geben wir disen brief besigelt mit unserme insigele unde 
mit Cunrades des eltem unde aucb C&nrades des jungeren yon Wins- 
berg gemeinem ingesigele, unde Ludewiges yon Sebopbfenke unser 
tohter mannes unde mit Wolyes yon Ebersbercb unsers bmder suns 

20 ingesigelen, mit der gunste aucb di8e'> gift gescbeben ist, unde mit 
dem ingesigele der stat yon Heilicbibrnnne. Unde wir die vor- 
genanten Cunrat und Cunrat yon Winsberg, Ludewich und Wolf 
yerjeben des, daz dise yorgenante gift gescbacb, da wir gegenwertich 
waren, unde mit unserm willen unde yerziben aller der anspracben, 

25 die wir baben mdbten an dem yorgenantem gute ze Sweikbein. Unde 
dureb daz ze eineme urkunde so ban wir unsere ingesigele an disen 
gegenwertigen brief gehenket. Diz gescbacb nacb Gotes geburte tusend 
2wehundert unde driu unde nunzicb jar an sante Laurencien dage. 

54. Die Edlen von Neippenj verkaufen Outer zn Stockheim 
30 an da^ Deutsche Haus zu Ulm, — Zeugeti: Bruder Ar von Oden- 
dorf J Bruder WaUher von Horn burg, Bruder Kraft von KrauthehUy 
Bruder Ulrich und Konrad von Waldejistein, Ulrich von Schauenstem, 
Bitter, Briider des Hauses zu Heilbrotin, Herr Beinbote der alte, Herr 
Engelhard, Herr Beinbote der junge und Herr Konrad von Watden-- 
35 stein, Bitter von Neijyperg, Herr Heinrich Brisse, Herr Heinrich H7- 
bech, Herr Gerhart, Herr Wiknanl von Flein **> und Herr Konrad Kiibel, 
Burger zu Heilbronn w, a, — 1295 (sant Martins dage) Nov. 11, 

ft) ton deratlbm Hand «fer der ZtU* MnHnoorr, b) yiine, nieht Ulme i»t zu Itsen; im Ttxi 
ttum M nieht untergekieden wtrdtn; rpt. n. 4if. 



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22 1295 Nov. 28 - 1997 Mfira 21. 

£lt.A. Cop.B. dee Deulschen Hauses zu Uhn (Anfang 15, Jh,) Fol 39 h, 
— Gedr.: (Preasel) Ultner U.B. 1,222. — Ob die Urkunde riehiig iAeriiefert 
ist ? Aus den Vertcandiachaftsverhaltnissen der Neipperg wird man nicht klar, 
Aiich Idge es nahe, einen der beiden Konrad von Waldenstein zu tttreichen, 
aber ein Conradus de Nydherg dictus (de) Waldenstein kommt atich sonst vor : 5 
13(J2 non, jun,, richtiger 1300 2. non, jun., im Arch, /. hess. Gesch. 5, 1, 36, 

SS, Schultheiiis und GeAchworeue zu Heilbroun beurkundeftf 
(lass Kimo genannt Hevcner, Hugo von Brackenheim, Bitter, Bruzo 
und Wemher SfniUo, Burger zu Heilhronn, fur den Verkavf von 
G titer n zu Miihlhausen [am Neckar] durch Ulrieh von Magenheim 1^ 
Biirgen geworden sind, mit der VerpJUchtnng zxim Einlager in Heil- 
hronn . — 1295 (feria 2. ante festum beati Andree apostoli) Xov. 28, 

Beg.: Oberrhein 14,168. Die Be^inwiung iiber das Einlager wortlich 
aufgenommen, 

S6» Graf Ludwig von Ottingen kauft von Graf Albrecht von lb- 
Lfhvenstein den Weinzehnten zu Heilbronn, der vom Reieh zu Lehen 
geht, um 4150 Pfund Heller. — 1296 s. d. 

Grupp, Ouing, Begesten 106. Mat. z. 6Ug. Gescfu 4y 98, 

SVm Bruder Basilius, Erzbisehof der Armenier zu Jerusalem, 
die Bischbfe Adam von Martirano (MarcuranensisX Bruder Maurus 20- 
von Amelia, Bruder Lambert von Vegtia, Sabba von Mikto (Militensis), 
Salernus (!) von Telese, Johannes von Capaccio (Capadaquensis), 
Bruder Romanus von Croia, Stephan von Oppido u. Cyprian von Bova 
(Bonensis) ^) verleihen zur ' Forderung des Besuchs der Kilianskirche 
in Heilbronn und der Verehrung daselbst alien reumUtig Beichtenden, 25- 
die sie an den Festen der Geburty Auferstehung und Himmelfahrt 
Christi, Pfingsten, der Mutter Gotten, Kiliani, Katharind, Alter 
Heiligen und der Apostel, der Kirchweihe und den Oktaven Gebet-s 
halbur besuchen, 40 Tage Ablass, tvenn die Genehmigung des Did- 
zesanbischofs hinzutritt. — Rom 1297 Mdrz 21. 30 

Heilhronn, Gymn, Bibl, Or^ It, Pg. An 10 gelbgrimen SeidenschnQren 
lauter rote Siegelreste. Die Vomamen der Bisehdfe in Majusktln, 



*) Wohl Bova, was neben Oppido gut passi (Neh&r, Statistik i, 169 : 
Cantelius habe Bona statt Bova), eher als Bona = Hippo, Ein Bischof da- 
selbst 1297 nicht nachweisbar. 1292 ein Ciprianus Vovensis neben Komanus 
Crohensie, Ablassbrief fUr Bechiolshtim, Arch. /. hess. Geseh. 14,726, offenbmr 
derselbe. 



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12d7 Juni 24 — 1298 Jan. 18. 23 

38. Diether, Bitter von Sternenfels, schenkt zu seimm, seiner 

Frail Elisabeth und seiner Vorfahren Seelenheil dem Deutscheti Haus 

ZH Heilbronn das Patronatsrecht an der Pfarrkirche zu Kurnbach ^) 

(Quirenbach Spirensis diocesis). — 1297 (in die joannis baptistae) 

5 Juni 24, 

St.A. Deutschmeister 7. Abschr, 16, Jh, 

a) Papst Bonifaz [VIIL] beatdtigt dem Camtur und den BrAdem des 
Deutschen Houses eu Heilbronn auf ihre Bitte diese Schenkung und nimtnt sie 
in Schute. — Bom bei St. Peter (5. idus janaarii pontificatus nostri anno 
10 tcrtio) U^96 Jan, 9. — ,Ciira a nobis petitur." — Ebd, desgl, 

68 a, Papst Bonifaz VIIL erlaubt dem Bischof von WUrzbury, 
die Ehe Gerhards von Heilbronn (Eleprune) tnit Aliede, Tochter des 
verstorbenen Wenier ge)iannt Engelinger nachtrdglich fiir gvltig zu 
erkldren, obwohl Hartmud Lemlin (quidam Artinodas dictus Leminenni) 
15 der Jiifigere, Aleids erster Maun, mit Gerard im 4, Grad blutsver- 
wandt wary da diese Ehe nicht voUzogen warden war. — Bom bei 
St. Peter 1297 Dez. 12. 

Begistres de Boniface VIII n, 2194. Vjsh. 1896, 419. 

59, Konig Adolf weist u. a. Konrad von Weinsberg bis zur 

20 AbzaJdung der ihm schvldigen 15000 Pfund Heller 1500 Pfwul 

jdhrlich von den Beichseinkiinften der Beichsstddte Heilbronn, Hall, 

Wimpfen, Mosbach, Sinsheim und anderer Beichsdorfer an, — OjypeU' 

heim 1298 (15. kal febr.) Jan. 18. 

Gedr.: Hansdniann, erlaut. und verteid. Landeshoheit des Hauses 
25 Hohenlohe 2, 133. — Reg. : Ludetcig, Reliq. Manuscr, 12, 563 (Hall fehlt) : 
Bohmer n. 391. 

60* Heinrich Capelan, Bilrger zu Heilbronn, giebt seiner Fran 
Irmentrud von Ehrenberg^^ 40 Mark von 2 Morgen Weingdrten zu 
Boikartswiesen^^ *) und zu Kirsenbach^^^) und auf ein Gut 16 SchiU 



a) Ehrenberq fehlt, B. b) Bowhatttt. — B. o) Kiuenbach. B. 

') Die tutschen herren, die 1369 Mai 25 su Humes, Hutnbaterberg Mar- 
hung Kurnbach, liegende Gruter haben (Oberrhetn 1, 352, Feigenbute, Kraichgau 
152) sind also die von Heilbronn. — ') Kann auch Borhards — latUen: es 
ist das abgegangene Burkhardsioiesen Markung Etthofen. — ') 1405 Juli 3 
freit E.B. Johann von Mains der neugestifien Kaplanei zu Neuenstadt Guier 
eu Dahenfeld und Kirsenhach (St.A. Schonthal) ; der abgeg. Ort also in dieser 
Gegend. 



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24 1298 Jan. 25 — 1302 Jan. 3. 

ling und 4 Heller und einen Acker ztt Dahenfeld vnd vermacht ihr 
seinen Hof zu Odhelm, — Zeugen: Herr Heinrich der Landvogt, 
Herr Brusse der SchuH/ieiss, Heinrich von Gmiind, Konrad Wich- 
mar, Heinrich Wichmar, Hartmut Lemblin, Heinrich Lembelin sein 
Bruder, Herr Albrecht Bottegalle, "^ Gebwin und Herr Heinrich Wie- ^ 
bach, alle Bichter und Burger zu Heilbronn. — Sieglerin die Stadt. 
— 1298 (sanct Pauls tag) Jan, 25. 

St,A. Cop.B. KlaraklosUr Fol 36, Ms, 127' (Jager, UlmensiaJ 1, 411. 

61» Bruder Jo/iann, Comtur, und die Brik/er des Veutschen 
Houses zu Heilbronn verkaufen an Abt Wfalchunus] von Schon- 1^ 
thai und Wolfram, des alien Wolfram von Bielriet Sohn, Gilter, 
die ihnen Albrecht von Amorbach, seine Sohne, die Briider ihres 
Ordcns sind, und seine Frau zu einem Seelgerate gegeben haben, 
gelegen zu Enslingen, freies Eigen der Geber, und zu Bernsbach 
(Berolfesbach), Lehen von den Schenken zu Limpurg, urn 450 Pfund 1^ 
Heller. Biirgen: Heinrich der Lecher, Herr Heinrich von Elchingen 
der alte, Herr Heinrich sein Sohn, Hermann Sohn der Frau von 
Crailsheim. Zeugen: Herr Konrad der Munzmeister an den Staff eln, 
Herr Heinrich von Tullawe, Herr Bertolt Mtdin, ^) — 1299 (freitag 
vor allerheiligen) Okt. 30. 20 

St,A. Schonthalcr Cop.B. von 1612, Fol, 467, Gedr.: WiH. Franlen 
1663, VIL 

a) Die Vei'sichtsurkunde der Bruder Ftiedrich und Ulrich, Schenken 
zu Limpurg 1299 (8. idus novembris) Nov. 6. im Or, St.A. Schonthal 50, 
gedr. a. a. 0. mit falschem Jahr 1298. 25 

62. Bischof Mangold von Wiirzburg giebt seine nachtrdgliche 
EimvilUgung zur Verlegung des St. Klaraklosters von Flein nach 
Heilbronn. — 1302 Jan. 3. 

StJL. Heilbronn I. KUrahlostei'. Or,, i^., wt^ Siegelresten. 

M. Dei gratia episoopus Herbipolensis tenore presentiuni recog- 3i) 
noscimus et publice profitemur ac ad noticiam universorum tam pre- 
sentium quam | etiam futuronini volnraus pervenire, quod cum religiose 
domine . . abbatissa et conventus dominarum monasterii in Flin 
nostre dyocesis juxta opidum | Heilicbrunne ordinis sancte Clare 



a) BotUgaUe. B. 

*) Sind keine Heilbronner, sondern Uallei- Bilrger. 



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1302 Jan. 3. 25 

diligenti deliberacione prebabita se et snum monasterium a dicto 
loco Flin in dictum opidum Heilicbrnnne nostre | dyocesis transtulis- 
sent et de novo locum sibi et monasterium in dicto opido ob reveren- 
tiam omnipotentis Domini erexissent, ordinassent ac etiam constrn- 
5 xissenty ex parte abbatisse sanctimonialium predictarum nobis fuit 
humiliter supplicatum, ut huiusroodi ordinacioni ac constructioni earum 
auctoritatem et consensum nostrum dignaremur divine remuneracionis 
intuitu inpertiri. Nos yero quia cultum divini numinis nostris tempo- 
ribus augeri cupimus sacramque religionem fovere modis omnibus 

10 intendimus, prout officii nostri debitum exigit et requirit, piis earum 
desideriis justisque peticionibus favorabiliter annuentes translacionem, 
ordinacionem ac constructionem sanctimonialium predictarum suique 
monasterii in dicto opido Heilicbrnnne propter urgentem necessitaten 
et eridentem utilitatem provide et racionabiliter factas ratas et gratas 

15 habemus eisque prehabito consilio premature auctoritatem et consen- 
sum nostrum presentibus adbibemus assumentes ipsas sanctimoniales 
earumque monasterium predictnm de novo nt predicitur in dicto opido 
Heilicbrnnne constructum ac etiam ordinatum in nostram ac succes- 
sorum nostrorum protectionem et defensionem specialem^ ut eo liberius 

20 in ipso loco Domino perpetuo valeant famulari. Et quia quod seme! 
Deo dedicatum est, amplius ad bnmanos usus redire non debet, volu- 
mus quod siquid de dicto loco Flin est consecratum, id aliqua clau- 
sura circumdetur ac altare ibidem consecratum ab eis honorari divi- 
norum obsequio procuretur, prout eas sua consciencia duxerit infor- 

25 mandas. Ut autem premissa perpetuam roboris babeant firmitatem 
et inviolabiliter de cetero observentur, presentes litteras ipsis sancti- 
monialibus earumque monasterio damus nostri sigilli munimine robo- 
ratas in testimonium super eo. Datum anno Domini MCCG secundo, 

' tercio nonas januarii, pontificatus nostri anno quartodecimo. 

30 63. RitUr Ulrich von Magenheim verkanft mil Zustimmung 

seines Bruders Erkinger seine Giiter zu Kirchhausen, Hatis und 
Garten, wo die Bremnerin wohnt, je 1 Morgen Acker neben deneii 
des Sesseler, des Wolfram genannl Hund und des jungen Nice, vnd 
das Patromitsrecht zu Kirchhausen an den Propst von Adelberg urn 

35 ei^ie von Bitter Eberhard von Zimmem und Gebewin, BUrger zu 
Heilbronn, noch zu bestimmende Summe. — Zeuge^i: die beiden eben 
genannten, Heinrich, Kanoniker zu Adelberg, imd sein Bruder Hart- 
mtidj Burger zu Heilbronn, Sohne der Adela, Witice Ilartmuds 
genannt Wicnutr zu Heilbronn, Bruder Berthold genannt Xifer, 



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26 1303 Jan. 24. 

Laienbruder (converans) der genannten Kirehe u. a. — Sief/Ur Ul- 
rich nnd Erkinger. — Bmckenheim 1303 (ra die beati Tiraothei 
apo0toli) Jan. 24. 

StJL Cop.B. Kirchhausen, Fol, 1. 

a) Erkenger von Magenheim, verkauft seinen Besiiz zu Kirchhausen^ ^ 
den Nicenhof und den itchten Teil des Zehnten, sotcie eine Huhe zu BolUngen, 
jahrlich mii je 7 MaUer Kom, Dinkel und Hdber zinsbar, an das Klosler 
Addberg und Gdrtoin, Burger zu HeUbronn, urn 156 Pfund gtder Denote. — 
Magenheim 1306 (m festo beati Kiliani) JuU 8. — StJi. DeuUchardens-Neckar- 
oberamt 64. Or.^ Pg. Vom Siegel nur noch der SchUd erhalten. Auesen: ^^ 
16. Jh.: Ad aram beatae Mariae virginis. 

b) Erkenger von Magenheim verkauft an das Kloster Addberg und Gebe- 
win. Burger zu Heilbronn, 2 Hdfe zu Kirchhausen, Beringers des Hoschelars 
und Eberhard Tinddmchers, und V« a** grossen und kleinen ZehnUn vom Dorf 
um 236 Pfund 5 Schilling HeUerj imw Anna, Witwe Erkingers von Magen- 15 
hdnif [woM des Oheims des AussteUers], thre Sdhne Johannes, I*riedrich und 

Ulrich und ihre Tochter anerkennen^ und stelU als Burgen Hug von Bracken- 
Jieim, Hans vom Bamsbach, Wolfram den Gregken, Konrad von Oicisheim 
(Ewens-), Edelknechie, Konrad den Snider, Berthold den Kommar, EHawin, 
Konrad den Kazthover, Eberhard den Fladen, Burger zu Brackenheim, mit 20 

Verpflichtung zum Einlager zu Heifbronn, Criiglingen, Brackenheim oder Gariach 
unter Lunenburg. — Siegler Erkenger und sein Bruder Johannes. — 1306 
(nahsten mantage nach dem ostertage) AprU 15. 

Ebd. Or., Pg. Das erste Siegd am Unken Rand stark beschddigt, das 
ziceite abgeschnitten. Aussen von spdterer Hand: Ott«rgutlein. Die Urkunde 25 
ist teilweise vermodert und schwer leserlich. — Kiunzinger, Zdbergdu 4,200 
?utt eine im ganzen ubereinsiimmende Urkunde von 1302, ebenfaUs von einem 
Erkenger ausgestelU, „mit Genehmigung seiner Sdhne Johann^ u. s. to. Wenn 
auch das ahtenden, die Jafireszahl obiger- Urkuude, nicht mehr gui erkennbar 
ist, so ist doch nicht anzunehmen, doss Kl. falsch gelesen hdbe, sonden es muss 30 
wegen dee VenvandtschaftsverhAltnisses eine andere Urkunde zu Grunde liegen. 
Erkinger von 1302 ist dann der 1306 ah verstorben genannte Mann Annas* 

64» Abt Oepze und Konvent des Klosters Lorch leihen detn 
Heinrich Wibeche, Biirger zu Heilbronn (Heilkprunne), ihren Hof 
(gesesse) daselhst beim Burgenthor, das tieue Haus, in dem die Kelter 35 
steht ob dem Brunnen, Scheuem, Stdlle und was dazu gehort um 
5 Pfund Heller und 5 Gdnse Zins auf St. Martins Nacht ^) Schieds- 
mariner sind: Propst Heinrich von Adelberg, Herr Beinbot von 
Klingenberg, Herr Wolfram vom Stein, Bitter, Meister Priunnich, 
Schulmeister von alien Heiligen zu Speger, Meister Durnich, Chor- 40 
herr zu torch, Heinrich Priisze, Biirger zu Heilbronn. — Zeugen: 



>) Nov. 10. 



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1303 Juli 16 — 1303 Aug. 12. 27 

Meister Wernher StruUe, Chorherf zu Neuhausen bei Worms, Meister 
Konrad von Gmiind, Chorherr zu Faumdau (furnda^), Meister Hein- 
rich Wichmar von Heilbronn, Herr Heinrich von Vellberg (Velle-X 
KeUner zu Lorch, Konrc^d Minister genannt, Hartmut Lembelin,, 
5 Heinrich Wichmar, Herr Liupolt, der alten Schultheissin Sohn^ 
Burger zu Heilbronn, Wilhelm Schultheiss zu Wimpfen, — Siegler 
Abt, Konvent, Propst Heinrich von Adelberg, Bitter Woifram oom 
Stein und fUr Heinrich Wibech Konrad Fiitr, Schtdtheiss, der Bat 
und die Bilrger mit dem StadtsiegeL — Heilbromi, im Barfilsser' 
10 haus 1303 (an dem nehsten ding dage nach sante Margareten tach) 
Juli 16. 

St.A, Lorch 1 a. Or,, Fg, An eweiter Stelle Shgelsireifen, 8on8t ubtrali 
Emschnitte. 



6S. Konig Albrecht^) verleiht der Stadt Eppingen auf Bitten 
15 der Witwe Ottos von Ochsenstein Bechte und Freiheif-en der Stadt 
Heilbronn [ohne ndhere Bestimmungen]. — Speier 1303 (2. idus 
auguBti) Aug. 12. 

Acta acad. Theod.-Falat. 3, 78. Beg. : Bohmer n. 444. 
a) Kaiser Ludtcig [I V.J hestatigt die Bechte der Stadt Eppifigen, ohne 
20 Nennung Heilbronns. — M&nchen 1331 Jan. 15. — Ebd. 2, 79. Beg. ; B6hmer 
n. 1241. 



*) Konig Alhrecht urkundet zu Heilbronn: 

130() Mare 8. fUr Eberhard von Kaizenellenbogen. Bohmer n. 2Q8f, 
Mdre 10. fiir PhiUpp von J^'alken^ein. Ebd. n. 270. 
' Mare 10. fur die Juden im Beich wegen des Kloatera Ehers- 
'^ bach. Ebd. Add. 2 n. 661. (B&hmer Ada 402), 
Miirz 11. fur die Unterthanen in Seeland und den * Graf en voti 

Flandem. Ebd. n. 2^1 f. 
Mdre 12. fiir die Unterthanen in Hennegau und den Grafen 

von Flandem. Ebd. n. 273 f. 
Sept. 24. fUr Aibrecht von llohenlohe. Ebd. n. 312. (HohenL 

U.B. 1,445.) 
Sept. 26. fur die Bruder von Bamswaag. Ebd. Add, 1, n. 622. 
1301 Dee. 3. fiir Hermann von Brandenburg. Ebd. (n. 363.) Add, 2. 
n. 677. 
Dee. 6. fur denselbm und den Biachof von Wikrehwrg. Ebd. n. 364. 
1305 Mai 15. fUr Kloater Volkenrode. Ebd. n. 604. 

Juni 24. far den Bisehofvon Wurzburg und die Stadt Weieaen- 

burg. Ebd. n. 508—10. 
Juni 25. fiir die Bitrger von Eger. Ebd. n. 511. 



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28 l^>^ J^i 13 — 1305 Mai 8. 

b) Kaiser Karl [IV.] verkiht Eppingen, Heitbronner Stadtrecht, BeuU 
lingtn 1360 Sept 9. — Glafey, Anecd. 339; Beg,: Bohmer-Huber n. 3296 und 
Ergdnz. n. 7041. — Bestdtigt (mit Jneerat) von Konig Buprecht, Heidelberg 
1405 Nov, 13. — Chmel n, 2092. 

66. Zeisolf ron Magenheim, Ed-elnwmiy beurkundef, dass Al- 5 
brechtj Bitter, von Neipperg, Reinbots Solm, mit seiner und seiner 
Magen Zustimmung an Diether Vederwische und seine Frau Mathilde, 
Biirger zu Heilbronn^ von den zwei Neubriichen (niuiriuten) zii Hansen 
bei Massenbacfi, die Albrecht von ihm zu Lehen hat, 6 Matter Roggen 
Geld'S Heilbronner Mass um eine von ihm eingenommene (nicht geiwnnte) 10 
Summe verkauft hat, Wenn Diether oder seine Erben an der Bin- 
ziehung dieser Giilte gehindert werden, sollen sie die wette darnff 
slahen mit solichem rehte als ze Husen unde in dem lande darumbe 
von alter here gewonlichen ist. — Zeugen: Ludwig der Nest von 
Obrigheim, Warm^unt Ritter von Neipperg, Wilhelm genannt das 15 
Uberbein, Edelknecht, Zizze Gerhart, BUrger zu Heilbronn, Albrecht 
von Dahenfeldf Heinrich W^ste von Hausen. — Siegler der Aus- 
steUer, Warmunt und Albrecht von Neipperg, — 1304 (nehsten 
mantage nach sant Kylianes dach) Juli 13, 

Sua, Brackenheim W. 38, Or,^ Pg, Die 3 abhangend befesiigten Siegel 20 
sind abgegangen. 

67. Abt Reinhard und Konvent von Matdbronn geben ihren 
vom Reich gegen G titer zu Weissensteiti bei Neuburg (der nuwin 
burg) ertauschten Hof zu Heilbronn, den bisher Adelheid, WiUve 
Konrads des Schultheissen ron Heilbronn, innegehabt, an ihren Sohn 25 
Lupolt um 57 Pfund Heller Zins, in gleichen Teilen auf Maria 
Geburt, Lichtmess und Pfingsten zu entrichten, als Erblehen. Etwaigen 
Schaden, Hagel, Krieg (reyse), Brand u. s, w, soil das Kloster nicht 
am Zins entgelten. Bei Versdumnis der Zinszahlung, versuchter Ver- 
dmserung und Entfremdung oder Teilung unter die Erben fdllt 30 
der Hof zuriick, — 1305 (nehesten sameztage nach sant Walpurge) 
Mai 8. 

Der folgenden Urkunde ineeriert, 

a) Lupolt der alte SchuUheiss, Burger zu Heilbronn, erhdlt den Hof 
unter denselben Bedingungen aU Erblehen, zahlt aber 3 Pfund mehr Zins, well 35 
daa Kloster noch eine Hofstatt dazu geUehen. — Siegler der Austeller und Abt 
Beinold von SchonthaJ, — 1335 (nehesten dinstage vor sant Andreas tage) 
Nov. 28. — St. A. Heilbronn IV, Maulbronner Hof Or., Pg. Das sweite Siegel 
unten beschddigt. 



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1306 April 23. 29 

b) Deradbt und seine Frau Addheid erhalien den Hofunter den gleichen 
Bedingungen tote unisr a) cds ErhUhen von Aht Konrad von Tf^lheim und 
Konvent des Klosiers Maulbronn. — /Siegler Lupolt^ aein Schtcager Wigmar 
Bemharty Burger zu Heilbronn. — 1336 (sameztagc noh sant Walpurge tage) 
5 Mai 4, — Ebd. Or., Pg., mit Siegeln, — DupUkat HeUbronn Lade 53, mii- 
besiegelt von Abt Reynold von Schonthal, Eben sein Siegel (an . 2, Stelle) ah- 
geris8en. — „Schwager^ nur in A. 

68. Der Rat von HeUbronn stiftet ein Spital in der Stadt, — 
1306 April 23. 

10 HeUbronn Lade 20 V C. Or,, Pg., Stadiaiegel. 

Wir . . die burger von dem rate ze Hailprunnen tnon alien den 
die disen brief gesehent oder geh&rent kunt, daz | wir mit gemaineni 
rate unde mit gftter betrahtunge Qberainkomen sin, daz wir durch 
unsers hailes unde aller der behaltnusse willen^ die unz darzuo irn 

15 gnnst, helfe^ sture, oder rat gebent, dareh armer lute unde ellender 
siecben menschen | pflege unde nerunge in der ere sante Katherinen 
in unserre stette ze Hailigprunnen der vor genanten wellen heben 
unde roaehen ainen spitale in sollichem gedinge unde rehte, daz 
wir unde unser nachkomen . . burger in dem vorgenauten rate 

20 ze Hailigprunnen in der stat den vor genanten spital mit amptluten 
unde mit anderen rehten, die der selbe spital haben sol, besetzen 
unde entzetzen suln ane allermauigeliehes widerrede unde straffe. 
Wirt 5eh dekain gftt an husern, an velde^ an holze, an wassere^ 
bi wasen oder bi zwige, ecker, wisen oder wingarten benemmet oder 

25 unbenemmet, ligende in der stat unde in der marche ze Hailig- 
prunnen durch Got unde sante Katherinen an den vor genanten spital 
gegeben, daz sol man naeh unserme unde nach unserre naehkommen 
rate inre jaresfriste verkouffen unde sol man umbe die selben pfennings 
andrin gtiter koffen, du usserhalp der vorgenauten marche ligenir 

30 unde gelegen sint. Wir wellen och den selben spital rait unsers herren 
heme Albrehtes von Gottes gnaden ains r6meschen kuniges gunste 
und willen, unde och mit sinen brieven best&ten unde fri machen 
vor sture, vor wahte, vor zinse unde vor anderen rehten, die dem 
vorgenauten unserme herren . . dem kunige oder unz odere anderen 

30 luten von der hovestette, da der spittal uflFe stat, i&rgeliches gen 
oder gevallen solten sus oder so. Wir haben och mit gemainem rate 
dem ereb&ren priester heme Hainrichen von HeiTcnberge, unserme 
getriwen frnnde^ cure unde pflegunge urhabes unde anevanges de& 
vorgenauten spittales bevolhen in gfiten triwen, hovestette ze kouffen- 



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30 1306 Dez. 24 — 1307 April 29. 

ne UDde ze buwenne nach unsermc rate, siechen ze empfaben unde 
ander notdurfte dem spitale ze werbenne, als es Gotte node sante 
Katheiinen unde och unserre stette der vorgenanten lobelich und . 
•erliche si unde &cb uns unde ime niitze node bailsam werde an selen 
unde an liben. Das diz war 8i ande. state belibe, darumbe baben ^ 
wir nnserre stette ingesigele an diesen brief gehenket ze ainem 
«taten urkunde, der wart gegeben in dem jare do man zalte von 
Gottes gebiirte dfisent driahundert jar unde sehs jare an sante Georigen 
'dage in dem manode apprellen. 

69* Papst Clemens V. gestattet Gewhiy Pfarrrektor zu Heil- 10 
hronnj Diakon der Diozese Wiirzburgj auf Bitten Konig AlbrechtSy 
(lessen Nofrrr und Familiar und jetzt Gesafidtei' an den Papst er ist, 
der ohne Priesterweihe die Pfarreien Heilbronn, Westheim und Weissen- 
burg und ohne Dispens die Kanonikate zu Weissenburg, Solothurn, 
Neuhausen und Wimpfen erworben, spdter die beiden letztgenannten 15 
Pfarreien aufgegeben hat, seine Pfriinden zu behalfen und, wenn er 
im Dienst des Kbnigs bleibt, die Priesterweifie noch 3 Jahre aufzu- 
schieben, — Villandraut 13(>6 Dez. 24. 

Beg. Clem. V. n. 2U1. Vjsh. 1896, 421. 

70. Renhard der Fleiner von Altenburg verkauft an das Kloster 20 
Bebe^ihausen und Konrad, Liitwins Sokn von Heilbromi, die HCilfte 
der Hofstatt zu Altenburg^ tea die Kelter bei der Kirche steht, urn 
r>0 Pfund Pfennig Holler Miinze. — 13(/7 (nahsten samstag vor 
sant Mathins tag) Febr. 18. 

Gedr.: Oberrhein 15,363. 25 

71. Konig Albrechi t^ilt getiannten Herren uml Stddten, dar- 
unter Heilbronn, die Errichtung elites Landfriedens fiir Schwaben 
von 1306 Dez. 25. bis 1309 Mai 18. mit und bestimmt, dass auch 
von den BUrgern von Heilbronn ein Bitter von der wegen, die in 
Konrads von Weinsberg ^) Gebiet sind, iiber den Landfrieden gesetzt 30 
uerden soil. — S^yeier 1307 April 29. 

Mon. Germ. LL. 2,486. Reg.: B6hmern.o69. Easlinger U.B.ed. DiehllTO. 

72. Hedwig von Schrozberg (Scrotesbergck), genannt von Neuen- 
.^tein, gesessen zu Neuenfels, vennacht fiir ilir und ihres verstorbenen 

*) Landvogt in Kiederschwahen. 



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1306 Mai 80 — 1S06 Juli U. 31 

Mamies Raban von Neuensteiuy Seelenheil 4 Pfund Heller zu Set- 
bach und Zhmnern (Frauemiutmemjy vom Kaplan zu Neuenfels ein- 
zunehmen, wo con 10 SchiUing den BarfiiSHern zu Hall, die am 
Montag in der Woche ?iach Martini den Jahrtag begehen sollen, 
5 30 Heller nebsi Kost den 4 vom Guardian zu sefidenden BrUdern, filr 
10 Schilling Brot an Anne nach dem Rat der dlteaten Frati auf der 
Burg Neuenfels zu geben si)id, 10 Schilling dem Kaplan selbst fur 
zweimolige Verkostigung der Brilder zufallen, 2 Pfund jdhrlich ihrer 
Tochter Hedwig im Klarakloster zu Heilbronn, nach deren Tod d^^r 

iO Tochter eines ihrer Sohne oder, tcenn mehrere ihrer Enkelinnen im 
Kloster sind, alien, von der dltesten, die am Idngsten im Kloster iat, 
zu teilen, wenn keine darin, dem Kloster, 10 Schilling filr Fische 
den Frauen zu Trost uml 30 SchiUing der Abfissin zu geben sind, 
dixmit sie es unter die Frauen teile, dass sie ihrer und ihres rer- 

lo storbenen Manns gedenken. Bei Versdumnis soil das filr den Ka- 
plan bestimmte Geld der dortigen KapeUe, tcenn dort nicht sicher, 
dem Born zu Wiirzburg zuf alien, — Siegler ihre Sohne, die Riffer 
Raban, Herolt, Konrad und Schrot von Neuenstein. — 1308 (donners- 
tag vor pfingsten) Mai 30, 

20 Regesten dee Fra^icisk.'Kl in Hall, in Wirt. Franken N.F. IV. :>7 

nach Cop.B. dee Fr.-Kh im SUA, 

73* Graf Lvdwig von Ottingen verspricht, seinen Hof zu Heil- 
bronn wie andere BUrger, nach der Schdtzung der vom Rat verordneten 
zu versteuem, weder bei Kaisern und Konigen noch bei Landvogten Frei- 
25 heit dagegen zu suchen, solches auch zu halten, wenn er oder einer seiner 
Erben selbst Landvogt wUrd^, geniesst dagegen Eigentwnsschutz wie 
andere Biirger, of net der Stadt und ihren Bitrgern seine Feste, — 1308 
(an dem nahsten tage nach sante Margareten tage) Juli 14. 

SiJL. Heilbronn I, Wtinsehnten, Or., Pg,, Siegel gerbrochen. Auseen, 

30 ^' HaHfte 15, Jh.: Weinzehndhove. 

bl) DereeXbe ecMieeH mU Konrad Fiur , . dem BUr germeister und dem 
Bat und den Biirgem der Stadt Heilbronn einen Vertrag, wonach er seinen 
Hof daselhst von der Scheuer bis an die Straese banen darf, mit Stein oder 
Holz wie andere Biirger, auch von der Scheuer bis an die Stadtmauer eine Matter 

35 oder Zaun, auf Verlangen aher mit einer Durchfahrt f&r einen Wagen, zieJten 
darf; giebt jdhrlich 10 Pfund Steuer, ist dafur von alien andern Diensten frei, 
Wenn er einen Burger iw dieaen Hof setzt, soil dieeer sein Gut verateuern wie 
andere Burger, ein fremder nur das, waa er mitbringt, der Hof aoll bei einander 
bleiben: verspricht ohne WiUen der Burger keins nachsusuchen. — (nehsten 

40 freitag vor sant Michels taeh) Sept, 26. 



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32 1309 Marz 12 — 1309 Aug. 2. 

Ebd. desgh, Sitgel abfiangend, oben und unten durch Heraissreissen dss 
Siegelstreifens beschddigt. Auasen tcie vorhin. 

Nach einer NoHz im aUen Repertorium in KeUbronn beide Urkunden 
gedruckt bei Sorge^ Allerlei aus dem mittUren Zeitalter 1765. 

74. K, Heinrich [ VI I. ] versimchty die Stadt Heilbronn in & 
dnm Zu.Hand und den Gewohnheiten zu lassen, die sie unter seinem 
Vorydnger gehubt. — Speyer 1309 Mdrz 12. 

St. A. Ileilbronn I, Prioil. Or., Pg.y das Majestdtssiegel zerbrochen, wUen 
rechts einige Stilcke abgebrockelt. — Heg.: Bdhmer n. 51. 

Heinricus Dei gracia Romanonim rex semper augustus. Prudenti- 10 
bas viris . . sculteto, | consulibas et nniversis civibus de Heilprunnen, 
dilectis suis fidelibus, graeiam Buam et omne | bouum. Koverit vestra 
fidelitas, quod in eo statu et consuetndine^ in quibas sub dive | recorda- 
tionis Alberti Romanorum regis antecessoris nostri regimine fneratis^ 
vos et vestrani civitatem Heilprunnen stare volumus pariter et manere, l'> 
harum testimonio litterum. Datum Spire 4« idus marcii, regni nostri 
anno primo. 

7o. Bilrgermeister, Rat und Biirger ron SpeieVy Heilbronn, 
W'impfen, Mosbnch und Sinsheim, schliessen wegen Streitigkeiten Uber 20 
Vertrdge und Kdufe, da inique arrestaciones 7iicht angehen, einen 
Vertrag auf 10 Jahre, wonach jeder Biirger, der etwas vertatischt, 
verkauft oder borgt, sich Bilrgschaft leisten lassen soUe, damit nicht 
ein Dritter beldstigt oder in Haft genommen werde, sondern nur der 
Hauptschiddner in seiner Stadt nach deren Becht und Gewohnheit 25 
nach rechtmdssiger Ladung Becht leiste. Auf d^s kirchliche Gericht 
soil da^ nicht amgedehnt werden. — 1309 (in vigilia pentecostes) 
Mai 17. 

Gedr.: ScMab, rhein. Stddtebund 2,79. (Hilgard) Siteyerer U.B. 195, 

76. Ki'mig Heinrich [VIl.J gebietet seinen Beamten und den 30 
Biirgern von Heilbronn und Gmi'mdy die von ihm verliehene Immunitdt 
des Domikanerinnenklosters zu Gmiutd nicht zu cerletzen. — An.s- 
lingen 1309 Aug. 2. 

Reg.: Bdhmer n. 133. 

77. K'Onig Heinrich [VII. J nimmt das St. Klarakloster zu So 
Heilbronn in Schutz, erkldrt alle Auflagen von seifen der Stadt fi'ir 



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1309 Aug. 13. 33 

ungultig und befreit seine Outer con Reichsstetiern. — Heilbromi 
1309 (iduB augusti) Aug. 13. 

St.A. Heilhronn I P^ Klarakloster. Transsumpt von Konrad von Weins- 

berg, Landrichter (judex provincialis) in Schwaben, der ea an den Kaiser schickt, *) 

5 — 1313 (quinto idus aprilis) Apr. 9. — Pg. mit Siegel. Beg. : Bdhtner n. 136. 

Heinricus Dei gi-acia Romanorum rex semper augustus uni- 
versis sacri RomaDi imperii fidelibus presentes litteras inspecturis 
graciam suam et omne bonum. Si ad hoc in solio regie dignitatis 
divina providencia constitnit nos^ ut universaliter cunctis christi- 

10 colis regalis munificencie graciam inpendamns, eorum niminim pro- 
fectnm et conmodum specialius et f erven ciori desiderio intendimus 
preparare, quorum suflfragiis apud redemptorem nostrum multipliciter 
speramus et credimus adiuvari. Gonsiderantes igitur sereno vultu 
ac pie pensantes, quod devote et in Ghristo nobis karissime abbatissa 

15 et . . conventus sanctimonialium ordinis sancte Glare conmorantes in 
Heilicprunna relictis temporalibus gaudiis et oblectamentis seculi spe 
mercedis eterne divinis ohsequiis taliter sunt innixe, quod exteriorura 
accionum active vite nil eisdem amplius pertractare liceat nee curis 
insistere^ quibus valeant se in temporalibus adiuvare, ex innata nobis 

20 clemencia, ut mente libera laudibus ac desiderio conditoris sui quiecius 
inherere possint ac pro nostra nee non indite Margarete coUateralis 
nostre nostrorumque liberorum salute divinam misericordiam desiderabi- 
lius exorare delectentur, eisdem sororibus oportuno presidio duximus 
succurrendum. In primis quidem omnes promissiones ac condiciones 

25 et pacta, quibus civibus in Heilicprunna eo pretextu, quod eisdem 
locum habitacionis in civitate prestiterunt ac liberaliter indulserunt, 
ut ibidem habitare sibique de cetero pacifice conmorari debeant dicte 
sorores obligantur vel modo quolibet astringentur, auctoritate regia 
revocamus ac nuUius decernimus existere firmitatis, recepcionem earum 

30 et habitacionem intra menia civitatis predicte loco quem nunc possi- 
dent laudantes et favorabiliter approbantes, banc eciam ex uberiori 
dono sibi graciam facientes, quod de omnibus bonis ac possessionibus 
suis intra vel extra muros Helicprunne positis, que in presenciarum 
possident et specialiter de bonis earum in Northein nuUas deinceps 

35 sturas contribuciones vel exacciones nobis vel aliis personis quibus- 
cunque persolvere teneantur, sed ab*> huiusmodi contribucione et 



a) folgi elsdom, aua ei et'ti h corr., das Wort unUrstrichtn. 

*) Da das Or. felilt, das Transsumpt vorhanden isl, so wurde ersteres 
an die kaiserliche Kanzlei geschickt. 

want. Oeschichtflquellan V. 3 



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34 1310 Okt 11. 

quolibet alio servicio sint libere penitus et exempte. In cuius rei 
testimonium presentes litteras scribi et nostre magestatlB sigillo iussi- 
mus roborari. Datum in Heilicprunna ^) idu3 agusti anno Domini 
1309, regni vero nostri anno primo. 

78. Papst Clemeiis [V,] hestdtiyt dem St. KlaraUoster zu 5 
lleilbronn (Holpraune), ad Romanam ecclesiam nuUo modo pertinent], 
die von seinen Vorgdngern verliehenen Freiheifen iind die von welt- 
lichen Fursten gewdhrten Immunitdten, — Vienne (p. idus octobris 
pontificatus nostri anno sexto) 1310 Okt. 11. 

„Solet aimuere sedei^ apostoUca/* 10 

St A. Heilbronjif Klarakl, Or,y It. Pg.^ Bulk an gelt- and roier Seiden- 
schnur. Auf dem Bug : R. G. vioarius. Aussen : Johannes de Ancona. 

79. Konrad genannt Ktibely Biirger zu Heilbronn, *) verniacht 
den Klosteni Schouthal und Oberstenfeld seinen Hof zu Heilbronn 
neben den Deutschherrn, dem ersteren die Kelter mit deni Haus dor- 15 
ilbeTj den Keller unter der Scheuer und den Teil der Scheuer iiber 
dem Keller und den Stall zwischen Kelterhans und Scheuer, letzterem 
den andern Teil der Scheuer; der ilbrige Teil des Hofs vom Thor 
bis ans Ende der Kelter (bis wo die kelter windet) und zwischen 
Kelter und Stall j der Garten dahinter und der Gang iiber den Hof 20 
.<?o/few gemeinsanies Eigentum bleiben, sein fahrendes Gut nach seinem 
Tod ds7i Klostem je ztir Hdl/te, sein Hausrat, Betfen, Trinkgefdsse 

u. s. w. dem Kloster Schonthal in das Sieclienhaus zufaUen. Konrad 
Agerer, Schxdtheiss zu Heilbronn, bezeiigt, dass Kubel die Giiter vor 
ihm aufgegeben und von den Klostem um je P/a Pfund Waclis Zins 25 
als lebensldngliches Lehen znrilckerhalten habe. — Zeugen der genannte 

*) Heinrich VII. urkundet ausserdem in Heilbronn: 
13(J9 Aug. 13. fitr Wetzlar. Bohmer n. 137. 
(Aug. 14. fur den Abt von Konigssaal.) 

Aug. 15. fur die Kloster Frauenzimmcrn febd. n. 138) und 

LauffeUj Addit. 2 «. 6'^^>, und fiir das Kloster Gnadenthal 

(18. kal. sept.). 

*) Dtrselbe schenkt dem Klostur Schonthal 3 Morgen^Wiesen zwischen 

Weinsbtrg und Erlenbach zu seinem und seiner Vorfahrm Seelenheil. Zeugen : 

Kraffto, Comtur zu Heilbronn, Bruder Engilhard von Neipperg (Nitberg), 

Hartmann genannt Lemmelin, THether genannt Vedenoisch, Heinrich genannt 

StruUe u. a. — 1294 (crastiuo sancti Johannis baptiste) Juni 25. — StJL Schon- 

t?i€d 51. Or., Pg.j mit dem JS'iegd der Stadt. Teilw. gedr.: Wirt. Franhen 

1863, 267. 



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1311 Mai 7. 35 

Konrad Et/erer, Heinrich Wigmar und die nachgenannten Bichter 
zu Heilbronn: Herr Gebmn, Hartmut Gerhart, Walther Bernhart, 
Burkart Wigmar, Sitze Gerhart, Luppolt, Burkart Beutinger, sein 
Bruder Fritz, Wemher Strulle, Heinrich Clanke u. a, — Sieglerin 
die Stadt — 1311 (fritage nach sant Walpurge tag allernehest) Mai 7. 

St, A. Schonthal 60, Or., Pg, Am Siegel doe Unke Eck abgeschlagen. 

m) Konrad Eyerer, SchuUheisa, und die Bichier eu Heilbronn beurkunden, 

doss ihr Burger Konrad Kubel und seine Frau Adelheid vor sie gekommen 

aeien, Utetere all ihre Habe ihrem Sohn, Abt Konrad und dem K loafer Schon- 

10 thai vemuicht und mit ihrem Mann gegen Vs Pfund Wachs Zins aU Lehen 
zuruckempfangen habe^ und doss diese und beider Ilau^rat nach ihrem Tod an 
das Kloster in das SUchenhaus fallen soUen, — Zeagen, Siegel und Datum 
trie vorhin, — Ebd. Or,, Pg. 

b) Abtissin Adelheid und Konvent von Obtrstmfdd verkaufen die ihnen 

15 von Konrad Kubel selig eugifallene Hofreite zu Heilbronn mit 2 Scheuern, 
Stall und Gdrtlein an Abt Walther und das Kloster Schonthal um 25 Pfund 
Heller, quittieren daruber und setzen zu Stattung dii Herren Burkard Wigmar, 
SchuUheiss, und Grtbmn, Burger zu Heilbronn. — Zeugen: Heinrich Schaffner 
(shaffener) zu Binswangen, Herr Heinrich der Holzerer von Weinsberg, Herr 

"20 Johannes von Oberstenfeld, Priester, Herr Liupolt, Biirgermeister zu Heilbronn, 
Gerhard, Knecht des genannten Gebwin, und Eberlin, Knecht dis Klosiers 
Oberstenfeld. — Heilbronn 1314 (sant Jacobes tage) Juli 25, — Ebd. Or., Pg,, 
mit Siegeln der Abtissin wid des Konvents, — Obersetzung bei Kremer, Chron, 
Schonthal. 535. 

26 0) Bruder Anaheim von Urbach, Comtur, und die BrOder des Deutschen 

Hauses zu Heilbronn vergleichen sich mit dem Kloster Scf^dnthal wegen desszn 
von Konrad Kubel selig herrilhrender Hofreite: die Traufe am vordem Haua 
bis an die Strasse soil Grenze sein, das Kloster bei etwaigem Neubau mit dem 
Griebel nicht daruber bauen und bei einem Neubau des hintern Hauses nichl 

30 wetter gehen als die Traufe fdllt, wo die SchweUe liegt : der Brunen soU gemein^ 
sam sein, die Kosten bei Verbesserung desselben und die einer etioa zu errichten- 
den Mauer oder eines Zauns von beiden Teilin gleichmdssig getragen tcerden, 
— Zeugen: Ludwig von Aub (Awe), Comtur zu Horneck, Bruder Eberhard 
und Bruder Albrecht, Priester, Bruder Johann von Waldenstein u. a, — 1314 

35 (sant Nycolas abent) Dez, 5. — Ebd. Or,, Pg,, mit abhangendem Siegel des 
Comiurs, 

80, Abtissin und Konvent des Klosters BlUigheim verzlchten 
auf die von K'dnig Heinrich erworbene Freiheit ihrer Gilter in Stadt 
und Mark Heilbronn und versprechen, sich filrderhin weder heimlich 
40 nach laiit um Freiheiten zu bewerben and ihre Giiter zu verstettern, 
140 Pfund Heller wegen der von der von Ochsenberg stammenden 
Giiter atisgenommen, die gefreit sein sollen. Die Guter aitsserhalb 
der Mark sollen zwei Bilrger einschdtzen, wenn sie dieselben von 



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86 1311 Mai 24 — 1311 Aug. 19. 

Heilbronn atis bauen, yeschieht das nicht und fiihren sie auch deu 
Ertrag nicht in die Stadt ein, ausser mit Genehmigung den RatSy so 
haben sie dieselben auch nicht zu Heilbronn zu versteuern. — 1311 
(montage aller nehest nach uneers herren Afferte tag) Mai 24, 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 1, Or., Pg,^ mit iSiegeh 5 

81. Priester Heinrich genannt Herrenberger, Burkard Wigmar 
und Otto genannt Atzmann, Biirger von Heilbronn, Pfieger (procura- 
tores) nnd ordentlicke Meister des Spitals daselbst, verkaufen an Abt 
Walther und das Kloster Schonthal den Hof des Spitals zu Bockingen 
unter Zustimmung des Schultheissen Konrad genannt Eyegerer, der 10 
Gesch women und des Bnt^ um 24 Pfund Heller, worxiber »ie quittieren. 
— Siegler Spital und Stadt. — 1311 (feria sexta proxima post 
festum sancti Jacob! apostoli) Juli 30, 

St, A, Schonthal 37, Or,, Pg., das zweite Siegel unten etwas beschddigt. 

a) Adclheid von Cannstatt, WiUre FHedrichs von KUngenberg, hcgieht 15 
sich jeden AnsprucJM auf den Hof und verspricJU, das Kloster Schonthal in 
dessen Besitz nicht tnehr bu beiifen. — Siegler die minderen BrOder bu HeU- 
bronn. — J31J2 (sant Katharinen tage) Nov, 25, — Ebd. Or,y Pg, 

82. Luccardis, Grdjin von Lbwenstein, vergleicht sich unter 
VermitUung Konrads von Weinsberg mit dem Pfarrer zu Heilbronn 20 
wege^i gewisser Zehntstreitigkeiten 1311 (donnerstag vor Bartholomai) 
Aug, 19. 

Beg, : Acta acad. Theod,'Palat. i, 335. 

83. Richard genannt von Flein (Vlin) und Heinrich genannt 
der Hofmann von Eisesheim (Isensheim), sein Schwdher, Biirger zv 25 
Heilbronn, verkaufen an Frau Alhuse von Bachenstein geyiannt von 
Enslingen von ihren Giitern zu Flein je 12 Matter Koggen, Dinkel 
und Haber um 60 Pfund Heller, woriiber sie quittieren. Richards 
Acker liegen am Rutenberg, am Thalheimer Berg, am Wolfgraben, 
atn Thalheimer Holz, an der Hart, an dem Bingen, einer ist genannt 30 
des Scherers Morgen und einer der Anwand; des Hofmanns G titer 
liegen am Heilbronner (Hei[l]kpruner) Weg am Miihlenpfade, zu 
IViwer, zu Trewisen, am Clebum, zu Grafenbrunnen, zu dem Sewe, am 
Grafenberg, bei der Frauen Holz von Flein, Die Verkdufer haben 
das RUckkaufsrecht in den ndchsten 3 Jahren und stellen als Biirgen 35 
Volmlin, Gebwins Tochtermann, Heinrich, des Hidwers Sohn von 



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1312 Febr. 14. 37 

Schotzach (Schothzach) genannt, und Heinrich den Kelner, Burger 
zu Heilbronn. — Siegler der Comtur und der Guardian im DeiUschen 
Haus zu Heilbronn. — 1312 (an dem montage aller nehest nach 
dem wizzen suntage) Febr, 14. 

5 St^. Adelbtrg 13. Or., Pg., mit 2 Siegdn. Am eraten oben und rechts 

ein Stuck abgesMagetty am zweiten der Hand beschadigt 



84» Konrad Eygerer, Schultheiss, und die Richter von Heil- 
bronn beurkufiden, doss vor ihnen der Abt von Sch'Onthal und Frau 
Adelheid, Lutz den Kellners Witwe, Biirgerin zu Heilbronn, erschienen 

10 seien mid letztere angegeben habe, sie habe dem Kloster einen Wein- 
garten am Stiftberg auf Heilbronner Markung zwischen den Wein- 
gdrten der Nierin, Wolfelin Zwigges and unfer dem der Kessin um 
46 Pfund Heller verkauft; da sie keinen Bilrgen haben kann, begehrt 
sie zu erfahren, wie der Kauf rechtskr&ftig gemacht werd^n konne. 

15 Sie wird mit Vrteil angewiesefi, ehafte Not zu bereden, die sie zum 

Verkauf getrieben, und ihre Morgengabe zu verschworen, den Wein- 

garten nicht mehr zu fordern; was geschieht. — Zeugen Konrad 

der Schtdtheissj Gebwin, Burkard Wigmar, Walther Bemhart, Sitze 

Gerhard, Lupolt, Burkard Beutinger, Fritz sein Bruder, Gerhoch, 

20 Heinrich Clanke, Wemher Strtdle U7id Gerhard von Wimp/en, Richter 
zu Heilbronn. — Stadtsiegel. — 1312 (montage aller nehest nach 
dem wizzen sflntage) Febr. 14. 

St. A. SchOntJuil 60. Or., Pg., Stegel abgegangen. 

85. Abt Friedrich und Konvent des Klosters Lorch geben 

li5 un Heinrich Remming, BUrger zu Heilbronn, und seine Frau Adel- 

heid folgende Gilter als Erblehen: ihre MUhle auf dem Griene und 

die Hofstatt darunter am Neckar, 5 Pfund Heller und 5 Gdnse 

vom Hof der Wibichin bei der Briicke, 5 Schilling auf Kehterlins 

Haus von Gebwin, Biirger zu Heilbronn, von 3 Morgen Acker in 

30 der Au 3 Matter Habergfilt, von der Miinzmeisterin von Hall von 

einem Morgen ebendaselbst ein Matter Habergillt Heilbronner Mass, 

PI 2 Morgen Weingdrten zu Selebotenriufe, 1 Morgen am Hundsberg, 

den Wemher Schidtheiss baut, 3 Morgen zu Buchhorn, 1 Morgen 

im hinf^rn Phill neben Rosenblaths selig Weingarten auf Bbckinger 

35 Markung, auf der letzteren an Benselins Halde zwei Morgen, die 

Heinrich Syfert baute, 2 Huhner von demselben von Bdumen, 1 Huhn 

von Vbtel von einem Acker, 1 Einier Wein au/ der Hirtin Wein- 



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88 1314 Nov. 15 — 1314 Dez. 16. 

garten zu AtzmnnsclinyeUf eiiie Wiese zu Selehach, die Heinrich 
Wibiche selig luUte, 3 Morgen Weingarten zu Flein oh dem Kloster, 
2 Gdnse von einem Acker zu Flein, 2 Morgen „Lorcher Wein- 
garten^ zu Flein y 6 Schilling von einer Hofsiatt zu Flein y eine Hube 
zu Flein, die Eberlin von Soniheim urn die Hdlfte des Erirags ^ 
batity zu Bbckingen zu Erezlohe einen halben Morgen Weingarten, 
iiberhaupt alle G titer zu Heilbronn, Bbckingen und Flein ohne die 
Eigenleute urn 10 Pfund Heller Zins auf Martini, der Stadt lied- 
bronn an Bede und Steuer unschddlich, Bei Sdunmis fallen die 
Outer lieim. — Zeugen: die Klosterbriider Riidger von AdelmannH- 1^ 
felden und Beinhard von Cannstatt, Burkart Wiginar, SchultheisSy 
Gebv'in, Lujjolt, Burkard und Fritz Butingery Richter zu Ueilbronn, 
Briider Berthold von Adelberg. — Siegler Abt, Convent und Stadt, 
— 1314 (fritage aller nehest nach sant Martins tag) Nov. 15, 

Heilbronn Lade 26. Or., Pg., das dritte Siegel ahgerissen. 15" 

86» Schultheiss, Bat und Biirger von Heilbronn und die Frauen 
von St. Klara kommen in ihrem Streit tvegen der Bede vom Hof 
des Klosters in der Stadt auf B ruder Albrecht, Guardian im Haus 
zu Wilrzburg, Herold und Raban, alle drei Gebriider von Neuen- 
steiuy GebwiUy Burchard Wig7nm% Schultheiss, Lutwin den alien und 20 
Konrad den alien Hultver, Biirger zu Heilbronn, iiberein und ver- 
.^precheUy sich deren bis (ahtoden tage des 8ber8ten tages) Jan. 13 zu 
erwartendern Urteil zu filgen. Bestimmung ilber SteUung von Ersatz- 
miinnern. — 1314 (montage allernehest vor sant Thomas tag) Dez. 16. 

iSt.A. Heilbronn IV, KlaraklosUr. Or.y Pg., das Stadtstegel am linken Eck 25- 
heschiidigt und zerspi'ungen^ die der Abtisain und des Konvents ahgegangen. 

a) Schultheiss, Bilr germeister, Bat und Burger von Heilln'onn vergleichen 
sich mit dem St. Klaraklosier, dasselbe solle steutrfrei sein, Korn und Wein 
einfiihren und 6 Binder, 20 Schafe und 20 Schweine oder mehr halten durftn: 
femer soil frti sein, was geistliclie Person^ Mann oder Weib, zu ihnen gieht, 30» 
wenn sie in der Markung keine Nutzung hat. Was die Fraueti fortan erwei-ben, 
sollen sie vtrkaufen oder versieuem. Dafilr treten sie dtr Stadt eine auf Mar- 
tini fdUige Giilte von 12 Pfund Hellern von dqn H&usei-n am Markt, des DieU 
manns Haus u, a., ab, und da diese vorldufig vom Kloster und andem Leuten 
bekummtrt ist, weisen sie die Stadt auf ihre 4 Hofe zu Bockingen an. — 35 
1315 (ahtodeu tage des obersten tages) Jan. 13. 

Ebd. Or., Pg., Stadtsiegel ztrhrochen, an dem der Abtissin unteii ein 
Stuck abgebrochen, das des Konvents ganz. — Beide Urkunden^ die ei'Ste mit 
den falschen Namen Qaben und Hueber, gednickt in der lieplik des Klara- 
klosters gegen die Stadt Heilbrofin puncto violatae clausurae et immunitatis etc. 4o 
an kaiserliche MajesU'it (von 1724) S, 41 f. 



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1315 Juli 1 — 1316 Marz 9. 39 

87. Konig Friedrich hefreit die Sfadt EssUngen von Teilnahme 
an Zngen gegen Heilbronn imd Hall, — Mengen 1315 Juli 1. 

Gedr,: (Diehl) EssUnger U.B, l,2()o n. 446, Beg.: Bohmer n. 47, 

88. Biirgermeister, Bat and Burger von Heilbronn besclUiesaen, 
5 es diirfe kein Burger den andern vor das geistliche oder welUiche 

Gericht zu Wiirzburg laden, ausser in geisUichen Sachen, bei Strafe 
von 10 Mark Silber oder Peinigung am Leibe nach Gutdilnken des 
Rats. — 1316 (fritage vor unsrere frowen tage kerzewihe) Jan, 30, 

Heilbronn^ Lade 19, 1, Or,, Pg,, das stark heschadigle Stadtsiegel ah- 
10 hangend. 

89. Erzbischof Balduin von Trier verspricht der Stadt Heilbronn, 
den Konig Ludwig zu mahnen, dass er der Stadt ihre Freiheiten, 
Schenkungen und Gnaden bestdtige, — Niirnberg 1316 ^) (feria tercia 
ante diem beati Gregorii pape) Mdrz 9, 

15 St. A, EeiVyrann I, Privilegien. Or,, Pg,, mit eingendhtem zerbrochentm 

SiegeL 

90. Konig Ludwig [IV.] erldsst der Stadt (. . consules et uni- 
versi cives) Heilbronn tvegen ihrer puritas fidei et constancia incorrupta 
gegen ihn und das Reich die etwa nock riickstdndige Steuer und 

20 Aujlage und die der ndchsten vier Jahre, setzt dieselbe fiir die Folge- 
zeit auf die bisherige Hohe von 600 Pfund Hellern /est und ver- 
spricht, sie nicht zu erhohen, gestattet der Stadt, damit sie ihre grosse 
Schuldenlast bequemer bezahlen und ihni besser dienen konne, die 
Juden, seine Kammerknechte, in den ndcksten 6 Jahren urn 4000 Pfund 

25 Heller zu schdtzen, so dass diese nach Einnahme (extorserint) dieser 
Summe an seine Kammer zuriickfallen, erldsst alle Schulden an die 
Juden in der Stadt und verleiht, dass kein Biirger vor auswdrtiges 
weltliches Gericht geladen werde ausser bei Recktsverweigerung vor 
Schidtheiss und Rat, — Niirnberg 1316 (7. idus nmrtii) Mdrz 9, 

30 6%A, Heilbronn I Privil, Dr., Pg,, Majestdtssiegel am Band beschadiyt, 

— Heilbronn Lade 37 y 23 Vidimus von Abi Bernhard von iSchdnthal fiir Htil- 
bronn^ Schonihal 14ti4 Mdrz 10, Ztugtn: Johann Beiz von Niedcmhall und 



V Nach dew Trierer Std (Annuniiaiio) w&re es 1317, ryl, aber die 
folgende Urkunde und Gorz, Htgettien der E.B, von Trier 68, 2sach leizte^'em 
stelli Balduin am selhen Tag zu Niirnberg tine Urkunde fiir Augsburg aus. 



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40 1316 April 26. 

Gtorg Koch von Bieringen, Diocese Wiirzhnry, Notar Albert Homer von 
BoUenburg a. N. Pg. mit Siegel an Hanfschnur und Notariatszeicthen, — 
Gedr. : Lunigy Beichsarchtv 13, 884. Beg. : Bohmer n. 192. 



91. Elsheth von Both verleiht an Ricluird von Fleirj, Burger 
zu Heilhronn, die von ihn urn 37 Pfmid Heller gekauften Outer 5 
zu Flein (l^h Morgen Weingdrten, Ritiyrektes genannt, frilher dem 
alien Hofmann zu Flein gehorig, Vs zu dem Sek nehen den Frauen 
von Flein, 2 Morgen Acker neben Gi'ttern des Spitals und der Frauen, 
^/i zum Wolfsgraben, Kunz Gotleides und Alhrecht Marquarts Hans, 
Vh Morgen Weingdrten am Bunhilteberg neben Albrecht Bruzze an 10 
der Schenkenhalde, ^/i neben den Frauen von Lichtensterny 8 Morgen 
Acker zu den Binzen und am Muhlenpfad) urn 17 Eimer Wein, 
des besten vorabe, und i Matter Roggen Zins, nach ihrem Tod an 
das St. Klarakloster zu entrichten. Richard hat das Recht der Wieder- 
losung auf 3 Jahre von der Ausstellerin oder, wenn sie nicht mehr 1*^ 
ist, vom Kloster. — 1316 (nach sant Georgen tag aller nehest an 
dem montage) A2ml 20. 

St. A. Heilhronn IV, Klarakloster. Or.. Bg., Stadtsiegel abkangend, am 
Rand und am untern Ech beschddigt. 



92 • Elsbeth von Roth genannt von Thalheim, Burger in zu 20 
Heilbronn, giebt der Abtissin Gertrud und dem St. Klarakloster 
zu Heilbronn ihre G titer zu Thalhmn (32 Schilling Heller, 8 Gdnse, 
7 Hiihner, 10 Karren Mist von den Hdusern Rugs und des Kererers, 
dem Hofstdttlein Sigfrids von Neuenstein, dem Haus des Koches), 
einen Garten neben dem Ilsf elder, Vlt Morgen Weingdrten zu Balden- 25 
hausen, 1 Morgen, genannt der Heidelberger, einen zwischen den 
Wegen und dem Weingarten der Roten, Ph der lange Weingarten, 
in der Rfite, 35 Morgen Acker, die des Kochs Witwe zu Thalheim 
baut, 3 Pfund Heller zu Nassach bei Beilstein, 14 Schilling zu Hoch- 
bur, 5 zu Lugersberge, 4 Morgen Weingdrten zu Mundehheim, 8 Matter 30 
Roggen, 31 Schilling und 3 Heller zu Bietigheim von Ritter Hein- 
richs von Bietigheim Hofund einer Milhle daselbst, 6 Matter Roggen, 
Dinkel und Haber zu Meimsheim von Konrads von Balshofen Hof 
zu einem Seelgerdte und erhdit sie gegen einen halben Eimer Wein 
Zins als lebensld)igliches Leheii zuriick. Abtissin Gertrud von Roth 35 
und das Kloster reversieren und errndchtigen Elisabeth, im Not/all 
die Giiter zu verkaufen, aber so, dass sie nach ihrem Tod ans Kloster 



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1316 Juli 1 — 1318 Mai 11. 41 

fallen. — Siegler Stadt, Abtissin und KonvenU — 1316 (dunerstage 
aller nebest vor saut Kylians tag) Jtdl 1, 

St. A, HeUbronn IV, Klarakloster. Or., Pg.^ das zweite Siegd oben links, 
das driUe oben und unten etwas beschadigi. 

5 93* Heinrich Lendin und seine Frau Adelheldj Biiryer zu 

Heilbronn, verkaufen mit Genehmignng der Stadt ihre Kelter und 
ihr Kelterhaus in ihrem Hof bis zur Traufe an das Deutsche Haus 
um 55 Pfund Heller, worUber sie quittieren. Die Deutschherrn 
kaufen das Hates ohne alle Steuer und Bede und zahlen fiir die 

10 Anerkennung des Kaufs jdhrlich 30 Schilling Heller, auf ihr frilher 
der Kerdelerin gehbriges Haus uber der Wigmarin am Stadtbrunnen 
widerlegt, auf Martini verfoUen. Konrad Fiire, Schtdtheiss, Sat 
und Burger geben ihr Einrerstdndnis auch dazu, dass das Kelter- 
haus wie ihre andern Hofraiten bed- nnd steuerfrei sein soUe, tceil 

15 die Steuer widerlegt warden, nur solle vom Kelterhaus keifie Thure 
auf die Strasse gehen. — Siegler die Stadt und der Comtur Ludwig 
con Aub (Owe) und die Brilder des Deutschen Hansen. — 1318 
(sant Walpftrge tag) Mai 1. 

St,A. HeUbronn /, Bez. e. Deuischorden, Or,, Fg,, das zweite Siegel 

20 o?^e» und links beschddigt. — Copie daselbst, 18. Jh., hat 75 Pfund. 

94» Heinrich genannt von TuUawe und seine Frau Margret und 
sein Bruder Walther und seine Frau Sabne, Burger zu Hally verkaufen 
an Ulrich den Bader zu HeUbronn, Hintersassen Herrn LAppolds, zwei 
Morgen Weingdrten am Hundsberg neben Weingdrten des Hans von 

25 Eechberg und der Kloster Adelberg und Maulbronn, um 35 Pfund und 
13 Schilling weniger 2 Heller, woriiber sie quittiereri, und stellen als 
Burgen Peter Munsmeister zu Hall und die Heilbronner BUrger 
Konrad Sletz und Otto Lerchenberg mit Verpflichtung zu Leistung 
fuxch Hall bezw, Heilbronn. G&te, Konrad Veldeners Witwe <aot» Hall, 

30 giebt ihre EinwiUigung. — Siegler Eberhard Philipes, Schidtheiss, 
B ur chart genannt Sulmeister, Stadtmeister, Heinrich Lacker der Rittsr, 
Heinrich Unmaz der Bitter, der gute Egen, Ulrich von GeUenkircheny 
Hermann der alte Schidtheiss, sein Bruder Konrad, Konrad Brune, 
Heinrich Stdmeister, Peter Munsmeister , Walther Sulmeister und Klein- 

35 kunz Egen, Ratsleute zu Hall, mit dem Siegel ihrer Stadt,und Heinrich 
von Tullatve. — 1318 (dunerstage vor sant Gangolfes tage) Mai 11. 

Heilbronn Lade 53, BilUgheim 1. Or., Pg., mit Siegeln. Am ersten 
rechts oben das Eck abgebrochen. 



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42 1318 Okt. 19 — 1320 Mai 29. 

95. Konig Ludwig [IV.] giebt seine Znstimmitng dozu, dasff 
die BUrger von Heilbronn die Giiter der heiligen Patrone ihrer Kirche, 
wie sie Usher gewohnt waren, fiir das neugegrUndete Spttal wie fur 
die notwendigen Bediirfnisse der Kirche selbst verwenden^ verbietet 
dem Kirchhern Magister Gebin und jedem andern, sie widerrechtlich 5 
daran zu hindern und gestattet den Biirgerny wenn dies vorkomtne, 
sich dagegen zusammenzuthun (innnare)*^, ohne sein MissfaUsn zu 
gewdrtigen zu haben. — Im Lager vor Wiesbaden 1318 (14. kalen- 
das novembris, regni anno qnarto) Okt 19, 

St A, Heilbronn J, Privil. Or., Pg,, Majestdtssiegel heschadigt. — Gedr. : 1() 
Lunig 13,884. Beg.: Bohmer n. 329, 

96. Derselbe verspricht der Stadt HeilhronUy keinew MitbHrger 
(concives) Steuerfreiheit fUr beweglirhe oder liegende Giiter in oder 
ausserhalh der Stadf zu gewdhren. — Ebd. eod. d. 

EhiL Or.^ Pg., das Majestdtssiegel ohen und rechts durch Herausreissen 15 
dtr Pg.streifcn heschiidigi. Umschrift links ahgef alien. — Gedr. : Lunig 13, 884, 
Beg.: Bdhmer n, 330. 

97. Berthold Halbysae und seine Fran Heile, Biirger zu Heil- 
bronUy schenken dem Kloster Schonthal ihren Hof zu Heilbronn 
fieben dem Hof des Klosters zu einem Seelgerdte und erhalten ihn 20 
gegen einen Zins von zwei Heller (ds lehenslangliches Lehen zurilcky 
unbeschadet der Kechte der Stadt. — Siegler Konrad Furer, Schnlt- 
heissy Bat und Burger mil dem Stadtsiegel. — 1310 (montag aller 
neheet vor flnsers herren iiflFerte tag) Mai 14. 

6't.A, Schonthal 60. Or., Pg., Siegel dbhangend^ die Vorderseite ah* 25 
geios't, — fibers, hei Kremer^ Chron. Schonthal. 557, 

98. Arnold von Saunsheim, Comtur zu Heilbronn^ ist u. a. 
Schiedsrichter zivischen Philij)p von Falkenstein, Gottfried und Kon- 
rad von Bickenbach und dem Deutschorden, — 1320 (die jovis post 
Urbani) Mai 29. 

Beg,: Gudenus, CD, Mogunt. 4^1030, — Arnold von S&nsheim, Comtur 30 
(nicht angegehen wo), Zeuge fUr Margaretfie^ Witwe Konrads x>on Dorzbachy 
die Giiter zu Igelstrut und Ozendorf an den Deutschorden verkauft. — 1316 
(sonntag vor Margarethen tag) Juli 11. — Wirt, Franken 5, 6, Man konnte 
vermuteti, dass er 1316 Comtur zu Heilbronn irar ; dem widerspricht aber n. 93. 



a) JHt Drurkt haben iavare. 



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1320 Sept. 22 — 1322 Aug. 24. 43- 

99. Dleiher von Ehrenherg, Comtur zu Heilbronn, 1st Zeuge 

far Graf Konrad von Vaihingen und seine Fran Elisabeth, Gott- 

frieds von Schliisselberg selig Tochter, die das Patro)iatsrecht zu 

Nie4er'Prozelten und Faul(en)back an den Deutschorden verkaufen. — 

5 i:i20 (Innae ante Michaelis) Sept. 22. 

Beg.: Gudenus, CD. Mogunt. 4, 103 J. Reg. Botca 6, 19: Oki. 6 (Mantag 
ncLch Micluidis). 



100. Heilbronn an K. Friedrich: teilt mit, dass es ihn als 

Kbnig anerkennen werdey wenn er die Oberhand erUwgey und durch 

1^^ Vermitthmg Graf Eberhards von Wirtemberg eitien Vertrag geschlossen 

habe, tvonach Heilbronn im Krieg mit K. Ludwig 2 Jahre unan- 

gefochten gelassen werden solle. — 1822 Juli 8. 

Reg. Ltcknoicsky Illh n. 599 nach dem Or. im k. k. geh. Arch. Wim. 

15 101. Konig Ludwig [IV.] erlaubt der Stadt Heilbronn^ iibel- 

thdtige Letite zu fangen und zu strafen. — Nilrnberg 1322 Aug. 24. 

8UA. Heilbronn J, Primlegien. Or., Pg., Majeetdtssiegel mit fast gam 
abgebrockeltem Schriftrand. — Reg.: Bohmer n. 463. 

Wir Ludowich von Gots genaden romischer cliunig ze alien 

20 zeiteu merer dez ryches verjehen und tun chunt | alien den, die disen 
brief ausehent oder hSrent lesen, wan wir von chlag wegen der 
weisen l&ute • . dez schult|beizze, . . der purgermeister, . . dez rates 
und der purger gemeinlichn ze Haylprunne unserer lieben getrewen 
haben verjnonien und verstanden, daz ir stat und diu gegent, die 

25 bei ir ist gelegen, grSzlichen sein beswaert uude liberladen mit 
rauben mit ubeltaetigen und vertanen lauten und daz si und daz lant 
daz sein ze schaden chomen und taeglichen noch mereren schaden 
nemen und wan wir solhen gebresten wellen geminnert werden als 
unsern chuniclichen eren wol zimet, daz wir denselben unsern purgern 

80 von Haylprflnne von unserm chunichlichem gewalt verleihen unde 
verlihen haben, daz si von vertanen l&uten in irer stat, die den rat 
doselben oder den mereren teil dunchet auf den ayde, daz ir sterben 
pezzer sei danne ir leben^ mugen verderben und abeleib tftn. Als 
aber irr rat oder der merer tail dez rates sprichet auf den aytt, daz^ 

35 g] sterben sullen oder daz si sei mflgen tiireu oder in haltnuzze 
haben nach dez rats willen und heizze. Auch verleichn wir den 
selben purgern ze Heilprunne, daz si dheinen der sehedelich waer 



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44 1322 Aug. 24 - 1322 Dez. 20. 

dem reiche, dem lande oder irer stat, ez waer mit raub, mit prande, 
Oder gwie daz waer, viengen oder in gevangen wiSrde geantwortt, 
und waer daz wol daz dem dhein chlage volgte, daz si den aueh 
mflgen verderben als ir rat oder sein der merer taile chiuset unde 
sprichet auf den aytt, daz er sterben guile unde verderben. Und & 
swer wider disen unsern genaden tfit oder hernach taet, der schol daz 
wizzen, daz der unrebt t&t und vellet in die ungnade unser und dez 
riches. Dirre dinge. •> Daruber ze urchfinde geben wir in diesen 
brief versigelten mit unser m insigel, der geben ist zu Nurenberg 
an sant Bartholomei tag do man zalt von Christes geburde dreutzehen 10 
bundert jar daiiiach in dem zwaiundzwaintzgestem jar in dem 
achtenden jare unsers riches. 

102. Derselbe erlaubt dem Bat und den BUrgern von Heil- 
Ironn, tvle schon seine Vorfahren gestattet habefi, nach Belieben 
Biirger mifzuneknien, mit dem Vorbehdt, Ausrichter zu sein, wenn 15 
es daruber zu Streit kdme. — Niirnberg 1322 (sand Bartholomei tag) 
yiug. 24, 

Ubih Or,, Fg,j MajestaUsiegd. — Gedr, : Lunig 13, 885. Beg. : Bohnier 
n. 464, — Besgl. der Stadt HaU wie Esalingeny Htilbronn, Gniiind u. a, es 
tjiun, — NUrnberg 1331 Mai 25, Gedr, : Lunig 13, 90(), Beg, : Bohmer n, 1304. 20 
(Diehl) Esdinger U.B, i, 304 n, 613, 

103. Konrad Phinzig der Schultheiss, Biirger, Rat, Schofen 
und Gemeinde von Niirnberg beurktoiden, von den dlteren Leuten 
ihrer Stadt erfahren zu haben, dass die Biirger von Ileilbronn ^^ bei 
ihnen und sie bei jenen von alters her zollfrei seien und dass der 25 
'erste Heilbronner BUrger, der nach der Michaelisniesse mit Kaufmann- 
.^chaft nach Niirnberg komme, jdhrlich dem Zollner ein Pfund Pfeffer, 
zwei iceisse Handschuhe and ein Stdblein geben solle, — 1322 (sent 
Thomas des zwelfpoten abent) Dez. 20. 

Stji, Hetlbronn I, Einungen, Or., Pg., mit am rechim Band beschadigtem 30 
JStadtaiegel, Gedr.: Liinig 13,685. Both, Nui-nb. Handel 4,25 mit uherein- 
stimmender Gegenurkunde der Burger von Heilhronn vom gleichen Tag (Beg. 
von Icteterer: Beg, Boica 6,78) ausgestellt vom Schultheissen Lippolt: sie hat 
4ih Termin fUr Entrichtung der Ehrengabe ebenfalls die Michaelismesse und 
bestimmt ausdriicklich, wer nicht Numberger Burger aei, und dtr Biirger von 35 
Niirnberg FuhrleuU sollen d&n gewohnlichen Zoll, vom Wagen 8, vom Karren 
4 Heller geben. 



a) Keine LUekt, b) Heilkpninnen, nieht Heilss-, ioie LUnig hat. 



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1323 Febr. 15. 45^ 

HeiUM'onn genannt 1333 Sept. 13, : Besidtigung der ZoUfreiheit an ge- 
ftannten Orien fur NUrnberg durch K, Ludwig, (Wolkern) Hist, Dixjlom, 
Nofimh, 281, Reg.: Bohmer n. 1495: und 1350 itn Verzeichnis der zollfreien 
Stadie bet Roth I. c, 4, 5. 



5 J04. Konrad Flur, Burger zu Heilbronn (in extremis laborans);. 

tind seine Frau Berchtradis teilen deni Dompropsf und Archidurkon 
zu Wiirzburg rnit, dass sie an der Kilianskirche eine Pfrmide mit 
je 8 Malter Korn, Dinkel und Haber, 6 Pfund Heller und einer 
Carrate guten Weisswein Einkiinften, von den Erben ihrer Outer 
10 jdhrlich zu entrichteny gestiftet haben, und bitten, den von ihnen 
und ihren Sohnen Konrad, Gerhard, Johannes und Konrad genannt 
GebAr prdsentierten Priester Konrad genannt Volgnand von Heilbronn 
zu investieren, — Sieglerin Berchtradis. — 1323 (feria tercia post 
dominicam qua cantatur invocavit) Febr, 15. 

15 St. A. Heilbronn /, Rel, und Kirchentoesen, Or., Pg , mit Siegel, 

d) Bertradis, die Wittoe, und Heinrich, Konrad, Gerhard, JohanneSy 
Konrad genannt Gebiir und Hildegund, die Kinder dea aeligen Konrad Fiur, 
Burgers zu Heilbronn, tceisen die 24 Malter Korn, Dinkel und Haber EinkUnfte 
der von diesem gestifieten FfrHnde am Marten- und Leonhardsaltar in dtr 

20 Pfarrkirche zu Heilbronn auf ihre Giiier in Neckargartach an, je 5 auf den 
Billigheimer Hof daselbst, je 2 auf ihre Guter, von denen der von Strubenhardt 
die andere HcUfte hat (quorum equiporcionem), und je 1 auf die obere MUhle, 
letztere aber nur, wenn die beiden andsm Guttr nicht 24 Malter geben konnen, 
Korn und Dinkel vor Maria Himmelfahrt, Haber vor Maria Geburt von den 

25 Bauem dem Priester ins Hatis zu lief em; vereprechen, von den Giitern nichts 
einzunehmen, bis der Pfrundner seine Einkiinfte habe, geben ihm das Recht 
zu pfdnden, versprechen, ihm zur Erlangung der Einkiinfte behilflich zu sein 
und ihre Bauem besonders darauf zu verpflicliten, — Hildegund siegelt nicht. 
— 1325 (feria sexta proxima post octavam epyphanye) Jan. 18. — Ebd. Or,, 

^ Pg., mit 5 Siegeln, das zweite abgegangen. 

lOS. Graf Nicolaus von Lowenstein verkauft an Bertrad, Kon- 
rad Fiurs Witwe, zu der von diesem gestifieten Pfrilnde eine bisher 
von Hug von K&nheim zu Lehen getragene Weingiilte, 1 Fuder von 
den Weingdrten, die Erbeimer und Kelterwein geben und unter die Kelter 
35 oon Hannebach ') gehoren, wo sie gelegen sind, um 38 Pfund Heller, 
worilber er quittieH, und verspricht, jdhrlich vom ersten Wein, der 
ihm fdllty nach dem hergebrachten Weintnass das Fuder in die Stadt 
zu lief em, — Zeugen: Graf Budolf sein Brvder, Hermann der 



^) Abgegangen auf Markung WUlsbach O.A. Weitisberg. 



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1324 Jan. 8 — 1324 Miirz 25. 

Ffarrer, Konrad von KnmJieim (Krentze) *) Prie»ter, Albrecht der 
OeMvy Heinrlch der Vogt, Heinrich von lUingen, Edelhiechte, Walther 
Kudernetsche, Kotirad Stockelln, der Smit an dem Thor, Konrad 
Knolle, die RichUr zu Lbxvenstein u, a, — Siegler der AusatfeUer 
4ind der genannte Hug, der auf seine etwaigen Rechte verzichtet. — 5 
1324 (nehesten niantage nach dem &ber8ten tage) Ja7i. 8. 
Ebd. Or,, Fg,, das ziceite Siegd oben hesch&digt, 

106. Abt Heinrich wvd Konvent von Manlbronn kaufen vom 
Klosfer Hirsau dessen Hof zu Heilbro/in, nicht weit von der Stadt- 
niauer in der Stadf, mit Zubehor, darunter eine Miihle nicht weit 10 
davon auHserhalb der Mauer, um 2500 Pfund Heller mit Zustimmnng 
ihres unmittelharen Obern Abt Friedrichs von Neuburg und verkaufen, 
-da sie die Suimne nicht bar bezahlen konnen, dem Kloster Kaisers- 
Jieim 60 Morgen Weingdrten^ die von diesem ausgelesen werden durfenj 
<iuf Heilbronner Markung mit Haus, Hofraite und Keller links vom 15 
Eingang von der Strasse aus, die ihm nach dem Tode Bertholds von 
Filrstenberg eigentiitnlich zufallen, und eine Hofraite hinter dem Haus, 
worauf eine Kelter steht, um 800 Pfund, icorilber sie quittieren, mit 
der Auflage, jdhrlich auf Martini und Georgi 80 Pfund Zins heraus- 
zuzahlen, tcenn Berfhold den Hof gerechter oder ungerechf^r Weise 20 
in Besitz nimmt, hei Strafe des Verfall.^ der Miihle fur die betreffende 
Zeit an Kaisersheim, und zu verhiiten, dass Berthold den Hof mit 
List Oder unrechtmdssig an sich bringe. Nach Berthold.*^ Tod bekommt 
Kaisersheim keinen Zins mehr, tceyin der Ertrag des Jahres letzterem 
zufdllty bekommt ihn noch, wenn er wdhrend oder nach der Weinlese 25 
stirbt. Ein- und Ausgang von der Strasse zum Haus, Keller und 
der Kelter ist frei, der Baum von der Kelter bis an die Strasse 
gemeinsam, im Herbst nur von Kaisersheim zu beniitzen, daher darauf 
liegendes Maulbronner Eigentum tcegzuschaffen, nachher wieder gemein- 
sam, von Maulbronn aber nicht zum Schaden der Kaisersheimer, also 30 
nicht etua zur Errichtung eines Gebdudes, zu benutzen. In der 
Kapelle im Haus dilrfen die Kaisersheimer frei celebrieren. Die 
Verkdufer leisten satisdatio = werscbaft. — Siegler die Able Heinrich 
und Friedrich. — Maulbronn 1324 (in annunciacione beate Marie 
matris et virginis gloriose) Mdrz 25, 35 

SUA, Heilbronn IV, Kaisersh, Hof, Or,, Py,, das erste Siegel abgegangen, 
das zweiie dtirch Herausreissen der Siegelsireifen beschddigt. — Reg, Baica 6, 13fK 

*) Trotz der Namensfoftn kOnnte man wegen der Enifemung aueh an 
Grantschen hei Weinsherg denken. 



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1B24 April 6. 47 

107. Hartmut Rotgaile mid seine Frau Lugart, Burger in 
Heilbronn, verkaufen an das Kloster Kaisersheim Hire Lehenschnft 
iiber 4 Morgeti Weingdrten, 3 im Stalbuhel zwischen Heinrich Wic- 
mar und Bruder Heinrich Richel, den vierten an der Kurzen Steige 

5 7ieben der Lederin, die ersteren dem Kloster bisher mit einem DriUel, 
der letzte mit einem Viertel des Ertrags zinsbar, um 33 Pfund Heller. 
— Zeugen Konrad, Dechant zu Oschelbronn, Pfaff Bertkold von 
Griinbuch, Konrad der Eygerer und Gerhard Zisse von Heilbronn 
M. a. — Siegler der Aussteller und Gottfried von Schdft^rsheim, 

10 Deutschordenscomtur zu Heilbronn. — 1324 (nehesten fritage vor 
dem palmetage) April 6. 

Ebd, Or.y Fg. Beide Stegel ahgegangen. — Beg. : Beg. Boica 6, 131 und 
(Uilweise wmchtig) Sehaidler, Kaisersheim 62. 

108. Abt Heinrich und Konvent des Klosters Maulbronn ver- 
15 kaufen mit EinwiUigung ihres Visitators, des Abts von Neuburg, an 

Bertradf Konrad Fiurs Witice^ und ihre Kinder zu der vo?i Konrad 
gestifteten Pfrilnde 4 Pfund 6 Heller Zins, auf Martini und Petri 
vor der Fasten [Febr. 22] je zur Halfte zu zahlen, auf den Hof 
des Klosters in Heilbronn angewiesen, um 10 Pfund, versprechen, 

20 den Zins von der Gulte zu entrichten, die ihnen Berthold von FUrsten^ 
berg von ihrem Hof giebt, wenn e7' wieder zu seinem Hof und Gut 
kotnme, bis sie sich mit ihm geeinigt haben oder bis er sterbe, Jahr 
und Tag Gewdhrschaft zu leisten, den Sckaden zu ersetzen, den der 
Pfriindner oder Fiurs Erben durch eine Klage von ihnen erleiden 

25 witrde. Die Zinspflichtigen sind: Pfaff Heinrich von Roth von der 
Hofstatt und dem Gesdss, die vorher der Salztnanin gehorten, neben 
Benz von B'dckingen hinter dem Hof der Spetin; Benz von Bockingen, 
di'V Mann der Sifride von Lauffen vom Hof neben Pfaff Heinrich; 
Konrad Liitold vom Hof der Spetin in der Judengasse; Konrad von 

*^^ Waiblingen (Wbe — ) von dem fruher dem Kime gehorigen Hof beim 
Zehe am Brunnen; Heinrich der Zehe von seinem Hof neben dem 
genannten Konrad} der Linke von seinem Haus neben der Stengerin; 
diese, Qtlen L'dfflers Weib, von ihrem Haus; der Hase von seinem 
Haus und der Hofstatt des Seygers; die Modelerin, Berthold Ziisaes 

^^ Tochter, von ihrem Haus; der Herlening, Meinhart von Bockingen 
und Gerhard Holzapfel von ihren Ho fen; Wirsich von seinem fHlher 
Gerhard Zi'isse gehorigen Hof; die Emehartin in der neuen Gasse 
von ihren Hdusern, die Merbotin von ihrem Haus; Konrad der Messer- 
schmid von einem Garten vor dem Sulmer Thor; der Eesche von 



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48 1324 Apr. 24. 

Beilstein (Bille — ) von seineni Hof tor dein Hof der Gebwin; Hirs- 
mann der Zimniermann von drei Hofstdtten unter imd fiber dent 
Sesseler; Hafemlete von seinem ffaus neben der Adelberger Kelter; 
die Frau von Ueinrieth von ihrem Hof neben den Barfussern, der 
fruher Heinrich dem Z6ten gehorte; Albrecht der Turinger von einem & 
Garten am Fleiner Thor; Heinrich Stechalp von seinem Hof; die 
Frau Heinrichs des Zimnierers iiber Konrads des Benders Haus am 
Fleiner Thor, die Lowerin von Beilstein darnnter, Konrad der Bender, 
Hidtver von Schotzach, der des Kelners Tochter hat, Teiting von 
Flein, R&gger der Saumer von ihren Hdusem; Erlewin von Lowen- 10 
stein von seinem Garten am Fleiner Thor am Graben bei Be. Biutinger 
auf Martini, Wolfram von Gruppenbach Grumades Sohn von seinem 
Hans vor dem Detitschen Hates neben der Halpisen; Walther der 
Lower und Klingenfels, die unter einem Dach gehduset sind, von 
ihrem Hans; Gruppenbach und sein Bruder Heinrich die Gf^maden 15 
von ihren Hdnsern, wo frii/ier Walther Lewers Scheuer stand; Bruder- 
holze von seinem Hans neben Gerhoh dem Fischer, Trumpel vom 
Haus neben Hans GrAmades Garten bei Seitz Kurse; Engel die 
Gemmingerin von ihrem Haus uher der Salzmanin in Remminges 
Gasse; Heinrich Renninger von dem fruher der Salzmanin gehorigen 20 
Haus vor seinem eigenen und vom offenen Haus des Spitals neben 
der Hatprechtin; Adelheid die Plecknerin und Emehart Besenkeins 
Wirtin von ihren Hdusem; Wicmar Snakes Witue vom Haus unter 
dem letztgejuinnten, wo der zerhackte Beier war und dem Haus, wo 
Jung Rdpelin war; die Lingkin von ihrem Haus und ihrer Kelter, 25 
Fritz Hulwers Frau von dem Hoflein und dem Hatis iiber der genannten 
Kelter; Berthold von Moringen von seinem Haus iiber dem, das fruher 
dfr Phugin gehorte — auf Feterstag, teilweise auch auf Martini. — 
Zeugen: . . der von Urach, . . der von Thalheim, der Grosskellner 
istj Bruder Heinrich von Pfaffenhofen, alle drei KlosterbrUder zu 30 
Maulbronn, H&rr Johann ane win von Kaisersheim, "^ Walther Epelin, 
der Schultheiss, Konrad Mihismeister, Herr Gebwin sein Bruder, Kon- 
rad Wicmar, Richter zu Heilbronn, Konrad Dekcm von Oschelbronn 
(Eschelbrunnen), Berchtold von Grilnbuch, Pfaff Walther von Lauffen, 
Pfaff Trutwin, Pfaff Bur. von Rottweil, Meister Gebwins, Kaplan, 35 
Pfaff Konrad der Jude, Sgbeneiche u. a.; das,s d^as Siegel des Visitators 
nicht anhdngt, soil dem Kauf nichts schaden. — Siegler Abt und 
Kloster. — 1324 (fritage zfl usgender ostenvochen) Apr. 20. 

Ehd. Or. J Pg., tnit Siegd des Ahts : von einem zweiten keine S^jur. 

H) Ptrg. durchlochert. 



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i6&i Dez. 17 - ia26 Jan. 14; 43 

109. Adelhelm von B'dckingen und seine Frau Elimbeth ver- 
kaufen an Erlwin von Lowensiein und Berthold Bosenblat, Burger 
zu Heilbronn, ihre Miihle, „die niedere*', zu Neckargartach urn 58Pfund 
5 Schilling HeUer. — Bilrgen Adelhelms Bruder Heim'ich von Bockingen, 

5 Gerhoh Oruomades Tochtermann, und Gerhoh der Fischer, Burger zu 
Heilbronn. — Siegler Adelhelm und die beiden erstgenannten Bilrgen, — 
132i (montage vor sant Thomas tage) Dez, 17. 

St A. Heilbronn I, Neckargartach. Or,y Pg,, das 2, Siegel am Ma$td 
beschddigt, 

10 a) Bans Mutter^ WcUther Mailers seligsn Sohn von Frankmbachy seim 

Frau K^nne und sein Bruder Walther bekommen von Hans Eygsrer und Hans 
Erlwin, Burgem zu Heilbronn, die niedere MUhle su Neckargartach als Erb- 
lehen gegen 7 (davon 3 an des alien Erlwin seligen Pfrunde und 3 an das Spital) 
Ffund Heller, 4 Fasnaehthuhner, 4 Kapaunen auf WeihnadUen und 100 Eier 

15 auf Ostem Zins und mil der Auflage des Hauptrechts (daa beste vih) beim 
Tode eines der Lehensinhaber, jedem Lehensherm die Halfte, Die MUhle 
soil wenigstens mit 2 Wirien besetzt sein; sind es mehr, so sollen sie ent- 
sprechend thun, — 1378 (sant Katherinen abend) Nov, 24, — Ebd, Or., Pg,, 
mit Siadtsiegsl. 

20 b) Hans Eygerer, Bur germeister, und der Vormund und Pfleger der Kin- 

der Hans Erlwins, JDiether Geunn, Burger eu Heilbronn, leihen die Muhie urn 
denselben Zins (das Hauptrecht in Geld, 8 Gulden) an Heine den Missener 
den T&cher und Hans Vinke, BUrger zu Heilbronn, Stirbt einer der Lehens- 
inhaber, so erbt der dlteste seines Geschlechts seinen Teil : wird die Muhle ver- 

25 kauft, so sind die Lehensherm zu benachrichtigen und haben das Vorkaufs- 
reeht wm den gebotenen Preis, — 1399 (dinstag nach sant Walpurg tag) Mai 6, 
— Ebd. Or,, Fg,, mit 2 Siegeln, 

110. Agnes, Burkart Butingers Witwe, BUrgerih zu Heilbronn, 
verkcivft dem Kloster Schonthal ihre und ihrer Kinder Scheuer bei 

30 ihrem Ilaus mit der Hofstatt von der Traufe bis vor an den Weg 
als bedhaftes Gut urn 25 Pfund HeUer, woriiber sie quittiert, und 
zur Wehrung des Kaufs fiir ihre Kinder^ die noch nicht zu ihren 
Tagen gekomtnen sind und fiir die sie keine Bilrgen haben kann, 
kommt sie vor Walther Epplin, Schultheissen, und die Bichter zu 

35 Heilbronn, beredet ehafte Not, die sie zum Verkauf trieb, und leistet 
den Eid, dass sie keine Bilrgen haben konnte, worauf sie das 
Urteil erhdlt, dass der Verkauf rechtskrdftig sei, — Sieglerin die 
Stadt, — 1325 (an dem nehsten mentage vor sant Antonien tage) 
Jan, 14, 

40 St A, Schonthal 60, Or,, Pg,, Siegel urspr, abJkangend abgegangen. Ober^ 

setzung bei Kremer, Chron, Schonthal, 686 (hat 2() Pfund HeUer). 

WUrtt. GMOhichtiqutiUn Y. 4 



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50 1325 April 4 ~ 1328 April 8. 

111. Kbnig Ludwig quittiert den Burgern von Heilbronn uber 
die Reichssteuer von einefn Jahr seit der Exetntion. — MuncJien 1325 
(in coena Domini) April 4. 

Register K, Ludwiga bei Ofele, SS, rer. Bote. 1,762. Bohmer n. 8(>4, 

112. Abt Heinrich und Konvent des Klosters Maulbronn (MiSn- 5 
bronnen) verkaufen an Konrad genarmt Wicntar, Bilrger zu Heil- 
bronn , alle Einkunfte und Zinse, die sie bisher auf seinen Outer n 
gehabt, so doss er sie jetzt zu fordern hat, mogen die GUter kommen, 
an wen sie urollen, und quittieren uber die bishei'ige Entrichtnng 
des Zinses, — 1326 (feria quarta ante nativitatem beate virginis) 10 
Sept. 3. 

St.A. HeUbrann IV, Maulhronner Hof. Or., Pg., mit abhangendem Siegel 
dss Abts. 

113. Papst Johann XXU. verleiht Heinrich, Liuiwins selig 
Sohn, von Heilbronn, ein Kanonikat zu Xeumiinster in WUrzburg. — 15 
Avignon 1327 (6. id. jan.) Jan. 9. 

Reg. : Wurttemb. aus rom. Archiven (Wiirtt Geschq. 2) 3S5 n. 34. 

a) Desgl. ein Kanonikat zu St. German, ausserhalb der Mauem von 
Speier. — Avignon 1327 (2, id. jan.) Jan. 12. 

Ebd. 386 n. 36. — In den Urkunden von 1351 Juli 13, worin die Kleriker 20 
der DioMese WUreburg Prokuratoren eur Nacheuchung der Absolution von der 
Exkommunikation bestellen, und Aug. 3, worin ihnen dieae von Bischof IfViedrich 
von Bamberg erteilt wird, kommt auch diestr Heinriciis de Heilsprunna und 
Ueilprunna, das zweite mal mit einem Johannes de Heilkprunna, als Kanoniker 
von NeumUnster vor, — Gedr. : Mon, Boica 41, 512 und 524, 25 

114. Mechtild, Abtissin, mid Konvent des St. Klaraklosters 

zu Heilbronn gestatten dent Comtnr und den BrUdern des Deutschen 

Hauses daselbst, das Fuder Wein und die 6 Pfund Heller Geld, die 

sie von ihnen gekauft, vm die Kaufsumme von 100 Pfwid Heller 

jedes Jahr am weissen Sonntag und 14 Tage darnach zurUckzukaufeii, 30 

— Zeugen: Konrad Miinzmeister und Walther Leutwin, Biirger zu 
Heilbronn. — Siegler das Kloster. — Heilbronn 1328 (an dem 
fritage in der osterwochen) April 8. 

St.A. Beutschordens'Neckaroberamt. Dr., Pg., das Siegel bis auf ein 
kleines Stuck vom rechien Band abgegangen. Aussen, von dersdben Hand: 35 
Wir vrawe Methilt abte^sin und die sameniinge gemeinlich von zant Clarcn 
ze Heilbruune vor^^ohen auch, swanne die vorgenanten Theutschen Herren 



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1828 Okt 7 — 1828 Nov. 27. 51 

den vorgeschriben kauf wider kauffen umme uns, daz wir in danne die 
zwen brief sullen wider antwurten, die wir dor umme inne haben on wider 
rede. — MechtUd erwahnt noch 1331 bei Wibel, BoherUoh. Kirclien- und Beform.- 
hist. 2, 288. 

5 115, Kaiser Ludwig [IV,] belehnt die Grafen Rudolf den 

lUteren und Nicolaus den jUngeren von Lowenstein mit der Stadt 
Lowenstein^ Burg und Stadt Murrhardt, Burg Gleichen und der 
Stadt Heiligbruck, wie ihre Vorgdnger dies vom Reich zu Lehen 
hatten, mit dem Zehnten von Frucht (siligo) und Wein (planstris ^) 
10 vini) und alien andem Rechten und Diensten. — Lucca 1328 Okt. 7. 

Gedr.: Acta acad, Theod.'Pdlat. 1, 367. Es kann mit Heiligbruck niehta 
anderea gemeint eein <Ua HeUbronn und neich den andem Lehenbriefen (1283 
Mai 23, 1418 Jan. 8) der Zehwte mu Heilhronn. — Beg. : Bohmer n. 999. 

116. Heinrich Oberstenfeld und seine Frau Elsbeth, Biirger 
15 zu Heilhronn, verkaufen an die von Konrad Fiur gestiftete Pfriinde 

an der Pfarrkirche zu Heilbronn, die Jetzt Konrad Volknand inne 
hat, 2 Pfund Heller GiUte anf dem Haus, worin der Blimer ist, 
1 Pfund aufKiliani, dasandere anf Martini, einesfUr den PfrUndner, 
das andere fUr Wachs zur Altar beleuchtung, setzt zu Stattung seinen 

20 Hof, aufdem Heinrich Fiur 1 Pfund 16 Heller Zins und ein Geschenk 
(wiset) hat, stellt als BUrgen Lutz den Kiemer und Heinrich Besenkein 
Schenkel und quitHert ilber die Kaufsumme von 22 Pfund Heller. — 
Zeugen: Pfaff Konrad Lemlin, Pnester, Heinrich Fiur und Gerhoh, 
GrUmades Tochterman, beide Richter zu Heilbronn, Volmar nnter 

25 dem Turin (time), Bertold Rdsenblatt und sein Sohn u. a. — Siegler 
Eberhard con Ebersberg, Deutschordenscomtur zu Heilbronn. — 1328 
(montage vor sant Andrlstag) Nov. 28. 

8t.A. Heilbronn I, Bel. und Ktrehenwesen. Or., Pg., Siegel abgegangen. 

117. Rafen von Hebnstatt gross, Rafens seligen Sohn, Edelknecht, 
30 und seine Frau C/tristine von Anglach verkaufen an Gbtz Fuchs, 

Hauscomtur, und den Konvent des Deutschen Hauses zu Heilbronn 
ihren Hof und den Burgstadel zu DUrrenzimmem, die dazu gehoHgen 
Eigenleute, den Weingarten zu Stocksberg, ein Scheffel Korn Gillt 
zu Neipperg, die G titer zu Brackenheim, diejdhrlich 10 Malter Roggen, 
^ je 11 Malted' Dinkel und Haber giUten, 9 Gdnse und 2 Sommer- 



*) plauBtrum = Karrate, Karren, Fuder. 



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52 1829 Juni 2a — 1329 Aug. iS. 

huhiter und jedes dritte Jahr 6 Game von der HUtte am ScheUekoff 
ausgenommen, urn 244 Gulden, woruber sie quitfieren, und Htellen 
ah Wehrburgen die Edelknechte Swiger von Helmstatt, Diether von 
Helmstatt zu Gimpern (Guntpiir) gesessen, Hafias von Helnistatt ge- 
nannt oon Rosenberg und Klein-Peter von Helmstatt, — Siegler 5 
Bafen und die Bilrgen. — 1329 (an sant Jobans abent ze sungichten) 
Juni 23. 

iSt^A. DeutschordenS'Keckaroberamt, Or.^ Fy., das erate und zweite Siegtl 
grossenteila, das dntte ganz ahgegangen, das vierte am rechien Sand stark 
beschddigt, das letzte unversehrt 10 

118» Walther Lutwin, Bilrger zu lleilhronn, hesfrifigt den Ver- 
kauf seines Hofes an das Kloster Maulbronn und verzichtet auf alle 
ferneren Anspruche. — Die Stctdt Heilbronn siegelt mit. — 1329 
(an sante Margareten tage) Juli 13, 

St,A, Maulbronn 3 a, Or,, Pg., das erste Siegel (das d^^rStadt) abgerissen. 15 

119* Abt Sigmund con Ilirsau, Bvuder Beinbot Propst zu 
Both, Wiggelin Propst zu Uolz, Her brand von Waldeck, Albert von 
Holzger[l]ingen, Heinrich von Heilbronn genannt Setzer, Konrad 
von DinkelsbiilU, Heinrich von Metzingen, Bruder Ulrich von Hor- 
burg und der ganze Konvent [von Hirsau] verzichten zu Gunsten 20 
d^r Kloster Maulbronn und Kaisersheim auf Intervention Bischof 
Wolframs von Wilrzburg auf ihre Anspruche an deni von ihnen ver- 
kauf ten Hof zu Heilbronn und auf Schadenersatz. — Zeugen: Bischof 
Friedrich von Augsburg und die Burger von Heilbronn, — Siegler 
die Bischofe, Abt und Konvent, Propst Beinbot und die Stadt Heil- 25 
bronn. — Grilnitigen 1329 (vigilia beati Bartholomei apo8toli) Aug, 23. 

St,A, Maulbronn, Or.y Pg., nur das zweite Siegel varhanden und am 
Band rechts ohen beschddigt, 

aj Abt Sigmund von HirsaUy Wiggelin Propst xu Uolz, Beinbot genannt 
Kese vot^nals Propst zu Rothf Herbrand von Waldeck, Albert von, Holzgerfljingen, 30 
Heinricli genannt Setzer von Heilbronn^ Konrad von Dinkdsbuhly Heinrich vofi 
Metzingen, Ulrich von Horburg, Mangold von Calw, Heinrich Sohn des , . 
genannt Rot von Calw und Volmar, Briider und Monche, und der ganze Kon- 
vent von Hirsau eimeuern wegen Streitigkeiten zwischen ihnen und den beiden 
genannten Kldstern ihren Verzicht auf den ,J{irsauer Hof'* zu Heilbronn 85 
an der Neckarmauer und die Muhle dabei und alles Zubehor den Kldstern 
Maulltronn und Kaisersheim and dem Heilbronmr Burger Walther Lutunns 
Sohn gegtnubery dfuen Maulbronn den Hof feihveise veratisserf hat, und be- 
stiitigen mit Genehnu'gung Bischof Wolframs von Wiirzburg alle Veriiusserungen, 



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1330 Jau. 4. 63 

— iSiegUr der Bisehof, Abi utid Konvent von Hiraau und die Stadt HeUbrotm, — 
1331 (sabbato proximo ante festum assumpcionis beate Marie virginis gloriose) 
Aug. 10. — Ebd. Or., Pg., das erste Siegel eeraprungm, heim leteten dw linke 
Obereck abgebrochen, 
5 b) Hiraau einer-, Maulbronn and Kaiaersluim andereraeita erkennen vor 

dem bischoflichen Gerickt zu Augsburg (coram judicibus curiae Augustensis) 
•ihren Vergleich Uber den Hirsauerhof zu Hetlbronn an. — 1331 (7. idus oct.) 
Okt. 9. — B9g. Boiea 9, 386. 

120. Kaiser Ludwig [IV.] bestdtigt der Stadt Heilbronn ihre 
10 Privileyien. — Trient 1330 Jan. 4. 

StJL. Heilbronn 7, Prtvilegien. Or., It. Pg. mit goldetier BuUe an rot- 
grilner Seidenschnur und fim Text) kaiserlichem Monogramm. Unten von anderer 
Hand: Ego frater Heinricns sacre theolo[g]ie doctor et fungens officio can- 
cellarie aule imperialis nomine et loco archiepiscopi Coloniensis archicancellarii 
15 i)er Italiam recognovi. — Gedr. : Lunig, Reichsarchiv 13, 885. Reg. : Bohmer 
n. 1076 irrtiltnlich zu Jan. 5. 

Luidavicus Dei gratia Bomanorum imperator semper angustus. 
Prudentibus viris scolteto, consnlibus ceteriBqne civibuB oppidi in 
Hailprunnen^ suie et imperii ■ fidelibus dilectis gratiam suam et omne 

20 bonam. . . Solercia imperialis celsitudinis ad hoc preeipuam curis 
continnis agitator, qaaliter fidelibas ac devotis imperii serenitas 
pacis amene ac felicis status | tranquillitas suis preparetar temporibus 
et ad recompensandos ipsorum labores largiflnis consolationum decoren- 
tar mnneribns, variis qnoqne beneiiciorum donis et graciis mnltiplicibus 

25 predoteritur. Per hoc namqiie principis votum | desiderantis subjec- 
tornm conmoda ampliare gaudio magno et leticia uberi adimpletur 
eius qnoque honor et gloria malte landis preconiis extollitur et varie 
exaltatnr favoribns subditornm. Summe igitur diligencie studio cordis 
nostri volumina revolventes invenimus vos per facti experienciam 

30 favorem nostmm inter alios fideles imperii aberius meraisse. Ob qnod 
nostre celsitudinis brachiis amplecti vos volentes et vestri velud illorum 
quos in gremio imperatorie claritatis intendimus giibemare gerere 
soUicitudinem atque curam, ut membra disposicione capitis a noxiis 
preserventur^ fidelitatis vestre, cuius sincerus affectus fidesque pura non 

35 claudicant, peticionibus pie exaudicionis januam reserantes vestrisque 
postulacionibus auditum porrigentes benignum, concessiones^ litteras, 
privilegia, libertates et gratias per nos ac alios predecessores nostros 
vobis quomodolibet datas vel concessas, ut annis singulis nomine 
stftrae sea collecte Romanis regibus, imperatoribus sen ipsorum offi- 

40 cialibus ultra sexcentas libras hallensium legalis monete quomodolibet 



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54 1330 Jan. 4. 

dare non teDeamini, speciali benivolencia presentis script! patrocinio 
et ex certa sciencia coDfirmamas, approbamns, ratificamus ac etiam 
de novo concedimus et innovamus de nostre imperatorie plenitudine 
potestatis inbibentes oronino, ne qnisquam vos euiuscnmque con- 
dipionis existat racione stftre alicuius ultra premissam pecunie sum- 5 
mam aliqao modo impetat vel impugnet. . . Sane qnum ampliarum (!) 
liberalitatum favoribas illos Dostram per clemenciam convenit circam- 
plecti grateque benignitatis affectibns grato participio decorari, qui 
claritatem iidei et debite devociouis constanciam locis et temporibus 
oportunis strenuitate operum magniiice et multipliciter probavenint, lO 
VOS; quorum promocionem uberem nostre pietatis gestamus in votis, 
hac prerogativa gratie specialiter prosequentes et honoris, ut annis 
singulis juxta concessionem vobis factam per dive memorie Rudolfum 
quondam Romanorum regem predecessorem nostrum forum generale 
seu nundinas incipientes per octo dies ante festum beati Micbahelis 15 
arcfaangeli et per qnindecim dies dictum festum inmediate sequentes 
finientes cum omnibus libertatibus et emunitatibus, quibus libertate 
sunt per divos predecessores nostros Romanorum reges et imperatores 
nundine oppidi nostri Franckenfurg(!), dictam concessionem ratam et 
gratam habentes in oppido nostro predicto libere possitis habere 20 
eunctasque mercaciones et mercimonia vendere ipsaque publice, sicut 
in talibus nundinis moris est, vendicioni possitis exponere, vobis 
vestrisque successoribus et posteris imperiali clemencia perpetuo tenore 
presencium indalgemus . . advocatis officialibus nobilibus ceterisque 
imperii fidelibus universis status et condicionis cuiuscumque distrio- 25 
tins inhibentes gratie et favoris nostri sub obtentu, ne vos vestrosque 
successores et posteros in predictis seu ipsorum aliquo aut contra ea 
directe vel indirecte, publice vel occulte, aliquo modo impetant, molestent 
vel perturbent, inmo pocius iuxta suorum (!) possibilitatem virium vos 
in eisdem manuteneant et defendant. . . Nulli ergo omnino hominum 30 
liceat^ hanc nostre confirmacionis, ratificaciouis, approbacionis et etiam 
nove concessionis paginam infringere vel ei ausu temerario contraire. 
Si quis autem contravenire presnmpserit, indignacionem nostram et pen- 
am centum marcarum auri puri, quarum medietatem fisco, id est nostre 
imperiali camere, reliquam vero injuriam passis applicari volumus, ipso 35 
facto se noverit incnrsurnm. In cuius rei testimonium presentes con- 
scribi et nostra bulla aurea ac nostro imperiali signo consueto jussi- 
mus conmuniri. Datum Tridenti feria quinta post circumcisionem 
Domini sub anno Domini millesimo trecentesimo trecesimo, indiecione 
tercia decima, regni nostri anno sexto decimo, imperii vero secundo. 40 



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1830 Miirz 7. 55 

121, Bischof Wolfram von Wiirzbury bestdtigt die von Konrad 
(jenannt Ftlr und seiner Frau Bertrade, Burgern (opidani) zu Heil- 
bronn, mit Genehmigung des Bekiors der Pfarrkirche Meisters Gebwin 
und ElnwiUigung ihrer Kir^der und Erben Heinricky Konrad, Ger- 
5 hard, Johann, Konrad genannt Gebir und Hiltegund gemachte Stiftung 
fur einen St LeonhardscUtar in der Pfan-Jcirche, bestehend in je 
8 Matter Boggen, Kom und Haber Heilbronner Mass, 6 Pfund Heller 
and einer Karrate guten Welns jdhrlichen Einkunften con im Stiftungs- 
brief aufgezdhlten Giltern tfnd die Schenkung der Giiter und Ein- 

10 kiinfte aclbst an deft genannten Altar auf Bitten der Stifter und 
ihrer Erben und bestimmt, dass die PfrUnde von der Pfarrkirche 
getrennt als beneficium simplex, ecclesiasticam und sacerdotale ewig 
bestehen, die gegenwdrtigen und noch zu erwerbenden EinkUnfte kirch- 
liche Immunitdt geniessen und von jeder xoelUichen Auflage frei sein, 

15 das Patronatsrecht der zur Zeit der Freiwerdung des Beneficiums 
dlteste ufiter den Descendenten der Stifter ausuben wnd dieser einen 
geeigneten Weltgeistlichen, der schon Priester sein soil, innerhalb zweier 
Monate votn Tag der Erledigung an detn Bektor und seinen Nach- 
folgern prdsentieren solle, bei Strafe des Devolutionsrechts fiir den 

20 eitizelnen Fall bei Verletzung dieser Bedingungen, der vom Bektor 
instituierte Pfrundner innerhalb Monat^frist von der Institution an 
in Heilbronn personliche Be»id^nz zu halfen, die Oblationen und Mess- 
stipendien (? recommandationes) filr den Altar oder fiir die Pfarr- 
kirche an den Pleban oder einen Priester der Pfarrkirche abzugeben 

26 habe, bis er mit eigenen Messgewdndern versehen m, andere ihm oder 
dem Altar gemachte Zuwendungen dagegen fur sich oder den Altar 
verwenden diirfe. — Wiirzburg (MCCXXX nonas marcii pontificatus 
noBtri anno sexto) 1330 ^) Mdrz 7. 

Heilbronn Lade 23^ 17. Or., Pg, Siegel urapr, abhangend ahgegange^h, 

BO 122. GMa, Priorin, und Konoent des Klosters Steinheim 

verkaufen dem Kloster Adelberg ihren Garten zu Heilbronn vor dem 
Sulmener Thor, Capplaungarten genannt, wo letzteres bereits einen 
Garten hat, Schulden halber um 35 Pfund Heller, woriiber sie 
quittieren, und verzichten auf Jeden Bechtsvorteil, der den Vertrag 

35 ungOltig machen konnte (excepcioni non numerate, non solute pecunie 
vel in U8U8 . . elaustri non converse, beneficio restitucionis in integ- 



«) Nach der Schrift aus dieser ZeU. Ber Stiftungsbrief von 1328 Febr. 16 
Bischof Wolfram 1322—1333, 1230 Bischof Hermann. 



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56 1330 Mai 5 — 1330 Juni 11. 

ram, decepcioni ultra dimidiam ju8ti precii, accioni sen excepcioni 
doli et in factum, juri dicenti specialia in generalibus non venire 
vel ea in ipsis minime oomprehendi, condicioni indebiti sine causa 
et ex justa causa, fori privilegio, omnibus litteris et graciis . . . et 
specialiter juri dicenti generalem renuneiacionem non valere, . . om- 5 
nibus et singulis exoepcionibus^ cavillacionibus et defensionibus juris 
canonici et civilis ac facti.) — Die Stadt Heilbronn siegelt mit. — 
1330 (sabbato post festum invencionis sancte crucis) Mai 5. 

St,A. Adelberg 16, Or,, Pg, mit 2 Siegeln. Das SUsdtsiegel an erster 
Stelle fferloren gegangen: ea folgt dann daa Siegel dea Kotwents, dann das 10 
der Priorin, 

123* Schwester Heliciff, Lingart^) and Hildegtmd, Geschwister 
ZH Griesheim, genannt die Nagenlocherinnen, schenken dent Kloster 
der mitideren Brilder zu Heilbronn ein Viertel ihres Hofes zuOber- 
griesheim (die G titer werden aufgezdhli). — Zeugen: Luppolt der 15 
Schultkeiss, Heiurich LiebUiy, BUrgdrtneister, Bruder Ludwig von 
Owe, Guardian des genannten Klosters, Bruder Johann dsr Herren- 
berger; Lvppolt, Procurator dss Klosters leiht die Guter an Volz von 
Griesheim und seine Frau Engelburg gegen eine Giilte von 4 McUter 
Roggen, — Siegler Luppolt, — 1330 (montag vor sant Viti tag des 20 
marterers) Juni 11. 

Kopialbueh des St, Klaraklosters fol, 79, 

124. Erzbischof Petrus von Nazareth, die Bischbfe Thotnas 
von Annaghdown (Enachdunensis), Bernard von Sebaste, Salman von 
Worms, Meletius von Galiipoliy Vincentins von Mariana (Marane), 25 
Jordanus von Acerno, Benedikt von Gardiki (Cardicensis) und Jor- 
daniis von Colombo Derleihen zur Forderung des Besuchs und der 
Verehrung der Kilianskirche in Heilbronn alien reumUtig Beichten- 
den, die an den Festen der HeUigen, auf deren Namen die Altdre 
Oder Reliquien geweiht sind, an den Festen des Herrn, Kreuzerfin- SO 
dung und -erhohung, der hL Jungfrau, Geburt und Enthauptung 
Johannis, der Apostel und Evangelisten, der hi, Stephan^ Laurentius, 
Vincentius, Georg, Martin, Nicolaus, Gregorius, Augustinus, Hierony- 
mus, Magdalena, Kathanna, Margarethe, CdcUia, Lucia, Agatha, Agnes, 
der 11000 Jungfrauen, Allerheiligen, den Oktaven dieser Feste und 35 
den Sonntagen Gebets h<ilber besuchen, oder der Messe, Predigt, Matutin, 



») Or, Luigart?. 



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1330 Sept. 9 — 1331 Jan. 25. 57 

Vesper %ind den andern Offizien beitvohnen oder den Leib des Herrn 
oder das heilige 01 zu den Kranke^i begleiten oder beim Abend- 
Iduten nach romiscker Sitte drei Ave Maria oder auf dent Kirchhof 
ieten, endlich alien, die fur die Fabrik der Kirche^ Lichter, Oma- 
5 mente und fur andere Bediirfnisse beisteuem, im Testament oder sonst 
Schenkungen und VerttUichtnisse machen, 40 Tage Ablass, wenn die 
Zustimmung des Diozesanen hinzuko^nmt, — Avignon 1330 Sept. 9, 
Johannis XXII anno 14. (statt 15.) 

Heilbronn Gymn, Btbl, Or,, It. Pg, An gedrehten SeidenschnUren teil- 
10 weise noch rote SiegelresU. Die Initialen der BischofasUze rot und grUn, die 
erete ZeUe Universis sancte matris schdn verziert, Vom em Chrigtuskopf in 
Fcarhen, mit langem Gesieht, sehr regelmdssig geordnetem Haar und Bart, 

12S» Heinrich Wicmar, Biirger zu Heilbronn, bekommt von Ger- 
lack, Dekan, und Kajntel des Stifts zu Wimpfen 5^U Morgen Wein- 

15 gdrten zu Heilbronn, fruher dem Dekan Burchard zu Wimpfen und devi 
Heilbronner Biirger Heinrich Reminge gehorig (am Stiftberg, am Nord- 
berg, zu Brettenloch, am Rudenberg neben Giitern RatzemanSy Syfrids 
von Lauffen, Heinrich Zodes, Heinrich Dorwarts, Albrechts des Hunrers, 
Konrad Kubels und Heinrichs des Leders) und 2 Morgen Acker und 

20 l^k Morgen Wiesen zu Horkheim, zur Widem des Gotteshauses zu 
Horkheim gehorig und friiher im Besitz Walther Eppelins, Burgers 
zu Heilbronn, als Erblehen um cineti Zins von 30 Elmer Wein, auch 
bet Misswachs zu entrichten, hat die Lese mit den Furchgenossen zu 
beginnen, drei Tage darnach den Wein nach Wimpfen zu fuhreh, 

25 bei Versdumnis fur Schaden zu haften und darf die Giiter nicht 
teilen, — Siegler Comtur und Schdtheiss zu Heilbronn, — 1330 (sant 
Thomas des zwelfboten tage vor wihennahten) Dez. 21. 

Gedr, ; Oberrhein 11, 169 nach jUng, Necrolog von Wimpfen fol. 64, 

126. Junte genannt die Fiezsin, Biirgerin zu Weinsberg, giebt 
30 ihrer Tochter Anna, Nonne im St, Klarakloster zxu Heilbronn, ihr 
Sechstel vom Zehnten zu Weinsberg und bestimmt, da^s dasselbe nach 
ihr beider Tod an das Kloster fallen solle, Zeugen : ihr Oheim Hein- 
rich Swarzenberg und Wemher Erenberg, Richter zu Weinsberg. — 
Siegler Benz, Schultheiss daselbst. — 1331 (an sante Pauls bekertem 
35 tage) Jan. 25. 

St A. Heilbronn IV, Klarakloster. (Jr., Pg.y Siegel ahhangefvd, zerhrochen, 
Siegetstreifen mit dem Bild herausgerieeen. Ehd. Copie aue der 2. Halfie 
des 15. Jh. 



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58 1331 Febr. 8 — 1331 Mai 30. 

127. Konrad der Kleine (von Thalheim), Kdelknecht, mid sein 
Svhn Konrad verzichten dem St. KlaraklosUr in Heilbronn gegen- 
iWer anf aUe Anspruchej die sie auf die GUter haben komiten, die 
des ersteren Voter Konrad der Kleine dem Kloster gegeben hatte. 
— Zeugen: Burkq.rt Sturmfeder, der untere Lamlcogt des Landgerichts 5 
zu Wimp/en, Raban von Neuenstein, Konrad von Neuenstein, Ger- 
hart von Blankenstein, Rigger von Tkalheim, Albrecht von (Nitperch) 
Neipperg, Ritter, Heinrich Fivir, Konrad Fivir, Richter zu Heilbronn, 
n, a, fw. — Siegkr Konrad der Kleitte, Burkart Sturmfeder, Raben 
uiid Konrad von Neuenstein. — 1331 (an dera fritage nach unserre 10 
frauwen tag kertzewihe) Febr, 8. 

St.A, Heilbronn IV, Klarakloster, (Jr., Pg., mit 4 Siegeln, 2 links 
obetif 3 links, 4 rechts ohen am Rand htscMdigt. 

12H* Herzog Otto zu Osterreich undSUsyer verJieisst dem Schult- 
heiss, dem Rat und den Biirgern von Heilbronn, die ihm zugeschworen 15 
haben, alle Freiheiten von Kaisern und Konigen, besonders die von 
Konig Ludwig, zu halten, und sie cds Pjleger des Reichs zu fordem, 
wenn sein Vicariaisamt angehe. — Niirnberg 1331 (donrstag nach 
uzgender pfingstwochen) Mai 30. 

8tJL. Heilbronn I, Privilegien. Or,, Pg., Siegel stark beschddigi, die 20 
obere H&lfU fehlt. (HeUhronn, Lade 1, Copie 18. Jh. unrichtig 1333); vgl. 
Esslinger U.B. 1,304. — Fur Colmar gedr.: LUnig, Reichsarchiv 14,712 
fJuni 4). 

129. Heinrich von Nordheim, Biirger zu Heilbronn, und seine 
Frau Innengard vennachen dem Bruder des ersteren, Eberhard Hesse, 25 
Biirger zu Wimp/en ihre Gufer, urn damit das Seelgerdte auszurichten, 
das sie selber nicht bezahlt haben, und die zwei Priester an den beiden 
von ihnen gesti/teten P/rUfiden zu unterhalten. Nach seifiem Tod 
soUen die Acker, auf denen KortigiHten fur die Pfrutulen ruhen, an 
diese fallen wid nach der Handfeste darilber verteilt werden, ebenso 30 
2 Morgen Wiesen nach der Verschreibung an die eine Pfrufide, und 
die 8 Morgen Weingdrten auf Nordheimer Markung am hiniern Berg, 
Kiver genannt, von denen fur eine Pfrihide 1 Fuder Wein GiUt 
geht, an das St. Klarakloster mit der Auflage, das Fuder jdhrlich 
dem Pfrilndner zu entrichten. Hesse kann von dem Jahr, in dem 35 
er stirbt, den Jjfberschuss ilber das Fuder vermachen wem er will, 
wenn er die Outer in voUem Bau hinterldsst. Der Weingarten „diu 



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1331 Juni 23 — 1331 Juni 29. 59 

rfttc" zu Nordheint, einer Pfrunde mit 2 Pfund Heller ^ 4 Morgen 
im liapotenthal zu Hef'lbromi, einer Pfrunde mit einem Fuder WeiUy 
tind ihr Hans zti Heilbronn, beiden mit 4 tend 3 Pfund zinsbnVy 
Hollen den betreffenden Pfriinden zufallen, bei letzterem der tJ^ber- 

5 9chuHi< gleich geteilt iverden; ferner das sag. y,Konrad Salzmanns*' 
Haus zu Heilbronn neben Walthev Melwer, einer PfrUnde mit 4 Pfund 
zinsbar an diese, der Weingarten zu Nordheim, der „Heinger,'^ zunschen 
der Herbrandin und Berthold von Wimpfe7i an das Spited zu Heil- 
bronny 1 Morgen zu Nordheim am Schechenhauserberg zwischen GUteni 

10 des Klaraklosters und des Cbestat an das Spital zu Wimpfen, der 
^Bretheifner^ Weingarten den Frauen von Gmiindj Wolfelin Frie7i 
Weingarten den Frauen zu Zimmern, Von drei Morgen Weingarten 
im Rapetenthal zu Heilbronn soUen zwei Pfund Heller fiir ihren 
Jakrtag, 30 Schilling filr ein ewiges Licht verwendet werden, nach 

15 Hesses Tod die 3 Morgen an die beiden Pfriinden fallen ufid die beiden 

Priester die 3^ hi Pfund zahlen, bei Sdumnis von den Lehensherrn 

' der Pfriinden gestraft werden konnen, Nach Irmengards Tod soil 

das von Berthold^ Kremer gekaufte Ha us hinter dessen Ha us Irmelin 

Lieberlibin, ihrer Schwestertochter, nach deren Tod dem Spital zu 

20 Heilbronn zufallen, — Siegler die beiden Brilder. — 1331 (sanct 
Johans obent baptisten ze sungibten) Juni 23, 

Heilbronn Lade 47. Or,, Pg., die Sitgtl ahgegangeti. 



130. Die Stddte Esslingen, Beutlingen, Bottweil, Weil, Weins- 
berg, Heilbronn, Hall und GmUnd schliessen mit Wissen und Willen 
25 des Kaisers einen Landfriedensbund, der noch ein Jahr nach des 
Kaisers Tod wdhren soil. — 1331 (an der hailigen zwelflTbotten tag 
sant Peters and sant Panles, der an dem naehsten samstag was nach 
sant Johans tag ze sungihten) Jvni 29. 

SUA, Heilbronn J, Einungen. Or,, Fg,, Ausfertigung dar Stadt Bottweil, 
30 Letztmals gedr, : Dield, Esslinger U,B, 1, 307, 

a) Kaiser Ludwig beurkundet den von eeinen Sdhnen, dem Land Ober- 
bayern, dtm Biachof von Augsburg und 22 genannten schwObischen Stddten^ 
ddrunter die obigen acht, bis 2 Jahre nach seinem Tod geschlossenen Land- 
friedensbund. — Ulm 1331 Nov. 20. — Gedr. : Winkelmann, Acta imperii 2, 335. 

35 Beg.: Bdhmer n. 1378, Esslinger U.B. 1,311. — Ebenso Dez. 5. Bdhmer 
n. 1388. Esslinger U.B. ebd. 

b) Derselhe beurkundet die Emeuerung und Erweiterung des Landfriedens. 
— Nordlingen 1340 Juni 17. — Gedr,: (Vischer) Eorsch, d. Gesch, 2,188, 
Beg. : Bdhmer addit, 3 n. 3447, vgl. Esslinger U,B. 1, 346, 



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60 1381 Dez. 11 — 1888 Mai 28. 

131. Engelhard und £hi(/elhard Kanrad von Wehisberg ver- 
kitufen an ihren Wirt LiHwin, Burger zu heilhronn, 10 SchiUing 
Heller Gi'dte von der Milhle zu Neckargartachf die Misbak inne hat, 
urn 5 Pfund, wor fiber »ie qnittieren. Das Geld soil stener- und bed- 
fret sein. — 1331 (an der nehsten mitwochen nach sant Nicolaas 5 
iaLs)\Dez. 11, 

Heilbronn Lade 25, 42. Or,^ Py,, dcuf isrgte Siegel abgegafhgen^ dcm zweiit 
am rechten Ratid htschUdigiy ahhangend, 

182, Markgraf Hermann von Baden rerkauft an Rudolf y den 
Klankes Tochtermann, Biirger zu Heilbronn, 8 Pfund Herrengult, 10 
Je Vs von Roggen, Dinkel und Haber Heilbronner Mass, von seinen 
G liter n zu [Klein-JGartach unter Luneburg und Niederhofen urn 
80 Pfund Heller, worilber er quittiert, mit W iederkaufsrecht auf 
Georgii in den ndchsten 2 Jahren und stellt als Burgen Albrecht 
Priisse, Benz Honbt, Heinrich Vokelin, Edelknechte, Johann Alwich, 15 
Biirger zu Heilbronn, Wortwin, den Schultheissen, Heinrich den 
Moler, Konrad den Durren, Eberhard Lnterstein, HarUiep den Suter, 
Heinzelin Werndruts Sohn, Konrad des Beyers Sohn, Konrad Snelle, 
des Lihte Sohn, Heinz den LAlen, Kunzelin R{ipe, Vlrich Knobe- 
lauch, Sitze ctew Suter, Konrad den Thiler und Rudolf Biirger zu 20 
Gartach mit V^e^-pflichtung zum Einlager )'n Heilbronn zundchst fiir 
die genannten Gartacher Burger, wenn einer oder mehrere die Leistung 
versagen oder fiir abgegangene noch kein Ersatz gestellt ist, auck fiir 
die andern vier, — Siegler der Aussteller und die Biirgtn, die 15 
letztgenannten mit dem Siegel ihrer Stadt Gartach. — 1332 (oster 25 
obent) April 18. 

SLA. Brackenheim W. 21. Or., Fg., idle Siegel ahgegangtn, nnr datt 
4. hdngi noch an, und bei diesem ist der Sthildaiisgebrochcn. — Heg.: Fester, 
Markgraf en von Baden n. 688, 

133. Kaiser Ludwig giebt t^einen Consem zum Verkauf des 30 
Dorfs Bbckingen, das Reichslehen ist, durch Graf Nicolaus von Lowen- 
stein an Heilbronn. — Xurnberg 1333 (pfingestabent) Mai 22. 

St.A. Heilbronn 7, Bockingen. Or,, Pg., MajestdUeiegtl. 

a) Graf Nicolaus von Ldwenstein und seine Frau WHleburgis von Wert- 
heim verkairfen an BUr germeister, SchuUheiss und Biirger von Heilbronn das 35 
Dorf BdcJkingen mit Zubehdr, mit lutea, mit gfiten, mit holzze so mit velde, 
mit wasser, mit weide, mit wisemat, imd mit allem dem, das darzd gehoret^ ez 



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lafeMai 38. 6i 

sie vogettey oder swie es genant ist, tote sie es vom Eeich ais Lehen inne 
yehabt, um 640 Pfund Heller^ worUber sie quUtieren, und luiben es dem Kaiser 
ah Lehensherm aufgegehen. •— 1333 (saiuestag in der phingestwochen) Mai 29, 
— Ehd, Or., Pg., mii den Siegdn der Aussteller. Aiissen 16, Jh.: Kaiifbrief 
5 uher Aldten Bockin^eD. ' 

b) Kaiser Ludivig versichert den GebrHdem Albrtcht und Hartmann 
den Bdckingem, doss sie durch den Ankauf des Dorfs durch die Stadt HeU- 
hronn nicht beschwert werden, sondei'n m Gmuss ihrer dlthergebracMen und 
von ihren Vorfahren ererbten Bechte und Gewohnkeiten bleiben sollen, — 
10 OhHngen 1333 (saiiipUtag nacli Martini) Nov, 13, — Ebd. ()r,, Pg,, Majestats- 
siegd eerbrochen. 



134* Kfiiner Ludwig [IV, J verleiht der Stadt Heilbrmm eiueu 
Jahrmarkt auf Johannls, — NUrnberg 1333 Mai 28. 

Sua. Hetlbronn J, PrivUegien. Or,, Pg,, Majestatssiegd mil RUcksiegel 
15 an rot', gtlh- and blauseidener Schnur, unten rechts ein Stuck der Umschrift 
abgebroekeU, — Gedr,: Lilnig 13,886, Reg,: BShmer n, 1548, 

Wir Ludowig von Gotes gnaden Komischer keyser ze alien 
ziten meretr dez richs verjehen { offenlichen an dieaem brief and tQn 
knnt alien den die in ansehent oder horent lesen^ daz wir angejsehen 

20 haben die grozzen danchgenamen dienst, die uns nnd dem riche unser 
lieb burger ze Hailprnnnen j getan habent und durch der gnaden 
und gunst willen, die wir zd der stat and den burgern baben^ in 
ein solicb gnaden getan baben and tdn och mit disem brief yon 
unserm keyserlichem gewalt und haben in gegeben und geben in 

25 och ewiclich einen jarmarkt ze baben und ze halten und der sol sich 
anheben an dem nehsten tag nah sant Johans tag ze sunnengihten 
und sol weren und sten drei gantz wdchen nah einander uiid geben 
och dem selben marcht und alien den, die in suchent, alle diu reht/ 
yreynngC; ere, ehaft, gewonhait, gesetZ; gelaitt und sioherhait, die 

30 der jarmarcht in unser und dez richs stat ze Franchenfurt hat und 
herbraht von alter hat. Und den selben marcht mit den vriheiten, 
geleitten und eren kls oben benenet ist^ bestetigen wir ewiclich stet 
ze haben und ze halten von unserm gewalt mit disem brief und 
wellen, daz iemand dawider si, bi unsern und dez richs balden. 

36 Und daruber ze ein^m urchfinde geben wir in disen brief mit unserm 
keyserlichem insigel versigelten, der geben ist ze Nurenberg an vri- 
tag in der phingsten, do man zalt von Ghristes geburt driuzehen 
hundert jar, damah in dem driuundrdzzigestim jar, in dem niunssehen- 
dem jar unsers richs und in dem sehsten dez keysertdmes. 



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62 ld88 Aug. 27 — taii Apr. 21. 

135. Kaifer Ludwig [IV] ») teidiiigt zwischen der Stadt Heil- 
bronn and detn Comtur und Convent des Deutschen Hatises, dass erstere 
den Neckar nach Belieben wenden und keren nwge^ den Deutschherrn 
fur den Schaden an ihrem Wehr das frei werdende Belt und unter 

Umstdnden nach SchdUsung von vier von beiden Parfeien gestellten 5 
Schiedsmdnnern noch besonderen Ersatz geben, ihr Fischereirecht lassen, 
und wenn der WiderschwaU von den wern und den ♦rn ihrer MUhle 
schade, eine andere Mtihlstatt am Neckar nach Anweisung des Kaisers 
in derselben Ndhe und Feme geben soUe. — Esslingen 1333 (freitag 
nach sanct Bartholomeos tag) Aug. 27. 10 

StA. HeUbronn J, Bes, z. Deutschorden, Or,y Pg., Majeet&issiegel zer- 
hrocften, Der BestcUigung MaximUians von 1500 Jan, 16 itiseriertj dartMch 
gedr.: Lunig 13,893 Eeg.: Bohmer n. 1571. 

a) Dersdbe entscheidet zwischen der Stadt und dem Deutschen Haus 
wegen des Wassers, das durch der Deutschherrn Widach gebrochen, die Stadt 15 
tnoge daselbst ein Wehr nuichen, die Deutschherrn das Widctch und den Gang 
des AUwassers von einem Gestade bis ans andere gegen Bdckingen, HeUbronn 
und die Halde erhalten: ware der Schaden durch d4M Wehr grosser als ditse 
Ergdtzungj so soil jede Partei 2 Schiedsriehter henennen, die, wenn sie nicht uber' 
einkommen, die Sachs vors Reich bringen. Falls durch das Wehr und den Wider- 20 
schwall des Wassers den Deutschherrn ihre MOhle und Muhlstatt verdorben 
wird, soil ihnen die Stadt eine andere in derselben Ndhe und Feme geben. An 
ihrem IfHschwasser sollen die Deutschherrn durch diese Schiedung kiinen Schaden 
leiden. — Esslingen 1333 (sainpztag vor Mathei) Sept. 18. — St.A. Deutsch- 
ordenS'Neekaroberamt, Bdckingen. Or.yPg. Am Anfang ist ein viereckiges StOck, 25 
unten der Bug mil dem Siegel abgeschnitten und dbgerissen, der Text unten 
ganz, oben nach der folgenden Urkunde zu erg&nzen. 

b) Karl IV, — wSrUich gleic?Uautend. — NUmherg 1347 (sand Kathcrin 
tag) Nov. 25. 

Ebd. Or., Pg., zerrissen. Siegel an gelb und rater Seidenschnur abge- 30 
gangen. UnUrschrift von anderer Hand: £t ego Nicolaos decanus Olomu- 
censis aule regie cancellarias vice et nomine reverendi patris domni Gerlaci 
archiepiscopi Maguntini sacri imperii per Germaniam archicancellarii recognovi. 

136. Graf Ludwig der dltere von Ottingen verkauft an die 
BrOder Ludwig von Brandenburg, Stephan, Ludwig und Wilhelm 35 
den von seinem Voter Ludwig selig von Graf Rudolf von Lowen- 
stein gekauften Weinzehnten zxi HeUbronn urn 6000 Pfund Heller. — 
Siegler der AussteUer und [seine Neffeh] Ludwig und Friedrich von 
Ottingen. — Passau 1334 (pfinztags vor sant Georien tag) Ajyr. 21. 



*) Der Kaiser war kurz vorher zu Heilbronn, urkundet daselbt Aug. 16 
far Wolf stem und Kaiserslauiem. Bdhsner n. 2770. 



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1334 Juni 2 — 1336 Jnni 21. 63 

Beg, Boica 7, 74. Ma$, z, dtUng. Gtsch. 4, 93. 

a) Ludwig der junge, Graf von Ouingen, hestdtigt den Verkauf. — Eod. 
d. — Reg. Baica 7, 76. 

137m K. Ltidmg [IV.] verleiht HeUhronn das Privilegium, 

5 dass kein Burger, er sei Pfaff odei' Laie, in weltltchen Sachen cor 

ein geisUiches Gericht ausserhalb der Stadt geladen werden soil und 

Zuwiderhandelnde dem Reich mit 10 Mark Silbers verfallefi sollen. — 

Cberlingen 1334 (domstSLg vor Bonifacii) Juni 2. 

St.A. HeUbronn I, Privitegten, Or., Pg., MajestMssiegel mit RHeksiegel 
10 an rater Seidenscknur. — Gedr,: Ltlnig 13,886. Beg.: B5hmar n. 16iii. 

138* Graf Ludwig von Ottlngen der dltere quittiert dem Bitter 
Heinrich von Gumpenberg, Vitztum von Oberbayerft, anstaft des KaiserA 
uber 3992 Heller an der Wdhnmg des Zehnten zu Heilbronn. — 
Augsburg 1334 (montag naeh den snnbenttag) Juni 27. 

15 Beg. Boica 7,82. 

139. Konrad Wiggmar, Burger zu Heilbronn, schenkt deni 
. Kloster BiUigheitn seitien Weinberg an der Weissenhalde (wibzen 
helden) nebetx einem Weinberg des Klosters, um Gottes wiUen und 
weil seine Tochter ins Kloster aufgenommen warden. Seine Kinder 
20 Konrad, Heinrich, Jokann, Katharina und Elisabeth erkldren sich 
einverstanden. — Siegler sein Mutterbruder Liupolt der alte Schult- 
heiss. — 1335 (dinstage nach dem sunnentage so man singet letare) 
Mdrz 28. 

HeUbronn Lade 53, BUligkeifn 2. Or., Pg., Siegel dbhangend abgegangen. 

26 140. Gebin Miinsmaisfer, Burger zu Heilbronn, verkauft seine 

GUter zu Hansen [bei Massenbach] an Graf Ulrich von Wirtemberg 
um 30 Pfund Heller, woruber er quittiert. — 1336 (fritag vor 
Johannis baptiste) Juni 21. 

St.A. Brackenheim W. 38. Or., Pg., Siegel abhangend abgegangen. 

30 141. Gerhard, Konrad, Hildegund, Anna, Katharina und 

Margret, Gerhard Fiurs seligen Kinder, zu Heilbronn schulden dem 
Kloster Steinheim 6 Pfund Heller Zins von ihrer Hofraite zu Heil- 
bronn neben Hans Fiur und beurkunden, dass verabredet warden sei, 



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64 138? Febr. 7 — ml Dez. 1. 

ihre Schwester Klara im Kloster soUe dieses Geld genhasen mid ihr 
Gewand damit bessern durfen, die Klosterfrauen die Erlaubntis hiefur 
von ihrer Meisterschaft einholen, die AussteUer das Becht des Ruck- 
kaufs um 60 Pfund bis Georgii fiber 2 Jahre haben, im Fall des 
Riickkaufs die Frauen der Klara den Zins beweisen, doss $ie sicher 5 
sei, nach ihrem Tod der Zins zu einem ewigen , Seelgerdte fUr die 
Verwandtschaft aiis Kloster fallen, — Siegler LupoU, BUrgermeister, 
Heimlich Fiur, ihr Vetter, Seitz Gerhard, Konrad Fiur GebUr, ihr 
Vetter, Beinbot Wigmar^ ihr Buhle [= Vetter], Bilrger zu Heilbronn. 
— 13^7 (fritage nach unserer fraawen tag kertzewihen) Febr, 7. 10 

St,A. Stmnheim 16, Or., Pg.y die Siegel folgen in der Meihe (das Hem- 
rich I^urs ahgegangen): LupoU, Wigmar, Gerhard und Konrad Fiur. 

142. Abt Sigmund und Konvent von Hirsau beurkunden, doss 
des Klosters Knecht Hermann genannt Hagge dem Kloster Kaisers- 
heim gegenuber um 22 Pfund Heller auf seine AnsprUche auf einen 15 

Weinberg in der Pfarrei Heilbronn am Berg, der ChretteMch genannt 
wird, verzichtet habe, — Siegler Abt und Konvent von Hirsau, — 
Zeugen : Abt Beynold con Schonthal, Propst Wichard in Both, Beinbot 
V071 Botenfels, ehemals Propst daselbst, Herbrand von Waldeck, die 
BrUdir des Klosters, L&twin Lfitwins Sohn, Biirger zu Heilbronn, 20 
und Bruder BUrchard, Priester und Monch zu Kaisersheim. — 
Hirsau 1337 (in erastino beate Marie Magdalene) Jtdi 23, 

Si,A. UeUbronn JF, Kaisereheimer Hof. Or,, Pg,, mit 2 Siegeln, 

143. Konrad Schmid (faber) und seine Frau Hiltegundis ver- 
kaufen mit Zustimmung ihrer Kinder Heinrich, Konrad, Hedwig und 25 
Elisabeth der GeisUichkeit an St. Kilian zu Heilbronn ein Pfund 
Heller Zins von ihrem Haus neben dem Hof der Witwe des . . von 
Obrigheini und dem der . . Brimelin um 11 Pfund Heller, woruber 
sie quittierefi. Das Geld soil steuerfrei sein, sie verzichten auf jed- 
weden, Bechtworteil, — Siegler Wolfram, Dekan des Kapitsls Weins- 30 
berg, — 1337 (feria secunda post festum sancti Andree apostoli) Dez, 1, 

Heilbronn Lade 26, 44. Or., Fg,, Siegel abhangend, ohen beschddigt, 
Nachachrift von dersdben Hand: Horum duo solidi cedunt paiiperibiu hospi- 
talis ibidem. 

144. Lutze Vierdunc, Burger zu Heilbronn, und seine Frau 36 
Mechtild cerkaufen an Konrad Kumpost, Biirger zu Heilbronn, 



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1888 Jan. 17 - 1838 Juni 28. 65 

2 Pfund Heller Zins auf Martini von einem Weingarten am Nordberg 
(Norperg), zwischen den Weingdrten Konrad Wicmars und Konrad 
Gebwins, unter den Bedingungen, doss sie in drei Jahren vom ndchsten 
obersten Tag an den Zins auf andere eigene oder fremde Guter, die 
6 ihn tragen konnen, ubertragen diirfen, und stellen als Biirgen Konrad 
den Hasen und Heinrich den Katen, Burger zu HeUbronn. — Siegler 
Heinrich Fiuwer. — 1338 (nehsten samsdag vor sant Agnesen dag) 
Jan. 17. 

StJi. Adelherg 16. HeUbronn. Or., Pg., Siegel frUher ahhangend, Siegd- 
10 streifen auseinandergeriasen und das Siegd jeist angebundm, der linke Band 
zeratdrt. 

14Sm Schrot von Neuenstein verkau/t mit Wissen seiner [zweiten] 
Frau Katharina von Bartenau seinen halben Hof zu Odheim, der wei- 
land Heinrich Caplan gehorte, und alle Giiter und Rechte daselbst, 

16 die dieser seiner Frau Irmentrud von Ehrenberg gegeben, die mihr 
nach seinem tode worden zue eim ehelicben weibe, an Burksint von 
Waldstein (Welt-) und ihr Kloster St. Klaraordens zu Heilbronn um 
47 Pfund Heller y woruber er quittiert, und befidlt das BUckkaufsrecht 
wdhrend der ndchsten vier Jahre. — Zeugen: Bruder Albrecht der 

20 Guardian zu Wiirzburg, sein Bruder y Konrad von Neuenstein, sein 
Bruder, und Gemot von Bartenau, sein Schwiegervater. — Siegler: 
Aussteller und Zeugen. — 1338 (an sanct Yalentins tag) Febr. 14. 

Cop.B. dee KlarakloHera fol. 36. 

146* Bischof Otto von Wiirzburg bevoUmdchtigt den Abt Reinold 
26 von Schonthal zur Translation der Pfarrkirche von Bockingen nach 
Heilbronn. — Wiirzburg 1338 Juni 28. 

St. A. Heilbronn I, Bdehingen. Or,, Pg., Siegel abhangend, zerbtochen^ 
Faat gam gedr. : Wirt. Franken 8, 85. 

Otto Dei gratia episcopus Herbipoleusis dileeto in Ghristo Reinoldo 
30 abbati monasterii Speciose Vallis | sue dyocesis ordinis Cysterciensis 
Balatem in Domino sempiternam. Quia at ecclesia in B&ckingen 
nostre dyocesiB | magnis, altis, amplis et solidis miiriB ab antiquo 
mnnita in loco convallinm et nemoribus vicino et | ad mallignandum, 
proch dolor, apto sita, matrix quidem sen parrochia ecclesie, ymmo 
36 ecclesiaram et cappellarum opidi in Heylprunnen, ne exinde neces- 
sitas . . persecutoram dictum opidum in suis ecclesiis sen cappellis 

WArtt. OeMhiohtMiMUen V. 5 



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66 1938 Aug. 20. 

vel . . personis ecclesiasticis et secularibas seu bonis suis devastare 
valeat sen aliter pregravare et ne hostiles . . iniariatores et . . depre- 
datores malligni receptaculum valeant in eadem habere, prout bac- 
tenus verisimiliter ac probabiliter timebatar, ymmo id jamdudam 
ipso sancto sepius daropnosius est conpertam, ut legitime nobis con- 5 
Stat, sed ut eadem ecclesia parrochialis et per consequens prescrip- 
tum opidum in . , personis et bonis sais liberiores et secoriores exi- 
stant ab hostilitatis et persecutionis incursu et at buiusmodi pericu- 
lonim dispendium facilius declinetur, quinimmo etiam meliorationis 
evidentis causa et gratia frequentioris et securioris concursus seu 10 
accessus . . hominum nee non eorum devotionis maioris atque cultus 
divini, ad locum intra vel extra s[itnm] prope muros diet! opidi 
congruum sive aptum debite transferatur, de juris permissione rite 
decrevimus et presentibus indulgemus, ita tamen quod cappelia cum 
altari et cimiterio in priori loco suo debite perseveret et locus seu 15 
superficies inibi Deo semel consecratus seu consecrata amplius ad 
humanos sive prophanos usus non redeat, sed remaneat perpetuo 
murorum ambitu circumdatus et nichilo minus divinum officiura 
per . . presbyterum, ut jus exigit, perpetuis temporibus peragatur 
ibidem. Vobis itaque at dictam ecclesiam in B5ckingen infringere 20 
valeatis plenam et liberam in hiis scriptis concedimus facultatem. 
Omnibus quoque vere penitentibus et confessis ad eandem confrac- 
tionem confluentibus et manum porrigentibus adiutricem viginti dies 
criminalium et annum venialium iniuncte sibi penitentie misericorditer 
in Domino relaxamus. Datum Herbipoli anno Domini 1338 4. kalen- 25 
das iulii pontificatus nostri anno quarto. 

147 • Kaiser Ludwig [IV.] geivdhrt dem Rat und den Burgern 
von Heilbronn die Vergiimtigung, d^ss sie Hire Mifbiirger und Surge- 
rinnen, die umb soUich sach; di unzeitlich oder unrediich wern, vor 
geidliches oder loelUiches Gericht geladen werden, auf Kosten der 30 
Kldger verteidigen dilrfen, Erwdchst der Stadt oder den Beklagten 
Schaden, so dUrfen sie sich da fur an Leib und Gut des SchuUligen 
halten, bi^ ikm da/ilr eine gerichtliche Busse auferlegt unrd, — Frank- 
furt 1338 (dornstag vor sant Bartholomestag) Aug. 20. 

St.A. Heilbronn I, Privil. Or., Pg.y Majestatssiegel mil ROcksiegel an 
griin' und rater Seidenschnur. — Gedr. : LUnig 13, 886. Reg, Bdhmer n. 1926. 35 

148* Kaiser Ludwig I IV.] bestdtigt dem Kloster Kaisersheim 
seine GiW r hvi und in Heilbronn, besonders die Hiiuser und (rebdude 



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1338 Nov. 19 - 1339 Nov. 24. Ql 

vom ehemaligen Hirsatter Hof und die Weinberge bel der Stadt iyi 
und amser der Mark mit alien Rechten und Immunitdten, — Munchen 
1338 (in die beate Elisabeth) Nov. 19, 

HeUbronn 248 III, 2, 1. Abschrift aus dem 18. Jh. Reg. Boica 7, 228. 
5 Bdhmer n. 1949. Schaidler, Kaiaersheim 68. 

14:9 • Wblflin Stameler von Weinsberg, seine Frau Adelheid und 
ihr Sohn Sifrit ve^^kaufen an Pfaff Albrechtj Friihmesser zu Heilbronn, 
18 Schilling Heller, eine Gans und 5 SommerhUhner GiUte: 10 Schilling 
und 2 Huhner von Manneus Garten zwischen Stameler und Engels Haus, 

10 und 8 Schilling, 3 Hiihner und eine Gans an der von den Erliwin 
gestifteten Pfrunde von Cunz Humpfers Garten Ziehen dem Eiesch 
um 8V2 Pfund Heller, wovon sie 3 empfangen /laben und geben 
die Giiite vor ehrbaren Leuten auf. BUrgen zur Wehrung des 
Kaufs Syfrit der Kem und Wolfelin Veniger. — Siegler Sifrit 

16 Wolfelin. — 1338 (nebsten montage vor sant Eatherinne tag) Nov. 23. 

Heilbronn Lade 25, 43. Or., Fg., Siegel dbhangend, oben beaehadigt. 

150. Heinrich und Konrad Fiuer, Gebriider, Burger zu Heil- 
bronn, verkaufen an das Kloster Schonthal ihre Hofraite zu Heilbronn 
zwischen Volz Zische und den Waisenhindern um 85 Pfund Heller 

20 und setzen dasselbe vor Gericht in Bes/tz ein. — 1339 (nebsten fritag 
vor dem pfingstag) Mai 14. 

St. A, Sehdntkal 60. Dr., Pg., Siadtsiegel abkangend, beschddigt und 
fast unkenntlich. Ubersetzung bei Kremer, Chran. SchSnthal 693. 

151. Kaiser Ludwig [IV.] beurkundet die Entscheidung Briider 
26 Heinrichs von Zipplingen, Comturs zu Ulm und Donauworth, Diepolds 

des Giissen von Leipheim und Dietrichs von Handschuhsheim zwischen 
Engelhard von Weinsberg und den Fiur von Heilbronn wegen des 
Dorfes Neckargart^ch. — Speier 1339 Nov. 24. 

St.A. Heilbronn I, Nechargartach. Or,, Fg., Hofgerichtssiegel mit Buck- 
30 8iegel Reg. : Bdhmer n. 2034 nach Jager 1, 118. 

Wir Ludwig von Gotes gnaden R5miscber Kaiser alle zeit ein 

merer des richs tfin kunt offenlicb an disem brief alien den die in | 

ansebent oder b6rent lesen, daz unser lieber getriwer Engelhart von 

Winspercb der junge geladen bet fur unser bofgeribt Gbflnraden | 

85 Fiur, Jobansen Fiur^ Gebur Fiur und Eberhartz seilig des Finrs 



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68 1389 Nov. 24. 

kinde, unser burger von HailprunneD, umb daz dorf Nekkargarjtach 
und was dazfl geh6rt, daz si im vorheten wider reht, als er jach, 
und umb die nutze, die si davon vil jar eingenomen heten. Die 
selben clag und mizzehellnnge enphulhen wir unsem lieben getriwen 
haimlichera brftder Hainrichen von Zipplingen, comentur der tut- 5 
scben baser ze Ulm und ze Werde, Diepolden dem Guzzen von Lip- 
bain und Dietricben von Hentscb&cbsbein, unserm bofmaisier undc 
beizzen si beider tail brief verb&ren und sehen und daz ribten, ob 
si m&bten minneclicb und lieplicben. Do si daz getaten und ir 
briefe also gesaben und verborten, do giengen si beiderseit willec- 10 
licb und umbetvungelicben der selben anspracb und mizzebellung 
binder die selben drie und gelopten bi iren triwen an eines aydes 
Stat, swie si es scbieden oder ribten, daz wolten si geren stat 
balten, Engelbart von Winspereb fur sicb und alle sin erben, die 
vorgenanten Fiur fur sicb und alle ir erben und auch ffir irs 15 
vorgenanten brfider kinde. Daz bant si gescbeiden und verribt 
mit beider tail wizzen und willen, also daz die vorgenanten Fiur 
und irs brftder seilig kinde unde alle ir erben daz dorf Nekkergartacb 
und was dazft geb5rt ze dorf, ze veld, ze boltz, ze waide, ze wasser, 
riscbentzen, besftbt und unbesflbt, inne baben snlen und innemen 20 
rait rebten und redelicben gulten und n&tzen die necbsten abt jar, 
die nacb anandern koraent, vSUiclicb und gar an alle widerrede 
und bindernuzze und swanne sicb diu selben abt jar vergangen 
bant unde uz sint, so sol daz selbe dorf und was dazfl geb6rt besAbt 
und unbesfibt mit alien rebten und nutzen angevallen und ledig sein 25 
an alle widerrede Engelbarten von Winspereb und alle sin erben, 
also daz die egenanten Fiur nocb nieman von iren wegen nacb dem 
selben dorfe Nekkergartacb und was dazfl geb5rt nimmerroer kain 
anspracb nocb rebt baben nocb gewinnen sfllen, aun als ferre ob si 
besunder gflt bi sins vater ziten Gbflnratz von Winspereb seilig da 30 
selben gehapt baben oder vor oder sider kauft heten, da sol er nocb 
sin erben si nibtz an bindern nocb irren, ez si danne, daz zinse 
oder ander dienst davon geb6ren, die sol man im davon tfln als 
sittelicb und gewonlicb ist, und sulen alle brief, die si gen anander 
gebapt bant oder nocb funden ^rden, die biz ber uf disen tag geben 85 
waren, ab sin und tode und furbas kain kraft nocb mabt baben. 
Si hant aucb gescbaiden, daz man daz bus, daz si in dem selben 
dorfe gebuwen bant, iezo schetzen sol und nocb daruf verbuwen 
salen die selben Fiur vierzig pbunt bailer zfl dem daz es iezo kost, 
und swanne die vorgenanten abt jar u% sint und vergangen, so sol 40 



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.1339 Dez. 2 — 1840 Ok. 7. 69 

daz hnse sin Engelhartz von Winsperch und siner erben nnd sol er 
in danne die selben haller wider geben. Ez sol aucb der selbe von 
Winsperch zehant iezo in dem selben dorfe nemen von ainer ieg- 
lichen bube, hofstet oder velde ein hfln und sol daz also alliu jar 

^ tfin ze ainem urknnd und sicherhait ze siner nutzlichen gwer, die 
er daran haben sol. Daz in daz alles beiderseit also stat nnd unzer- 
brochen belibe, haben wir in disen brief ze einem urkund gesehaft 
und haiszen geben versigelt mit unsers hofgeribtz insigel, daz daran 
hanget. Daz geschach ze Spyr do man zalt von Gristes geburt 

10 driuzehen hundert jar, dar nach in dem nfinunddrizzigosten jar an 

sant Katherinen abent 

a) Die genannten drei Schiedsmdnner HelUn Engelhard eine Urkunde 
Uber das UrteU aus. — Eod, d, — JEbd. Or.^ Pg,y das erste Siegel am rechten 
Band beschddigty die heiden andem ahgegangen. 



fr> 15 2 • Bruder Syfrit von HaU und der Konvent der minderen 

Bruder zu Heilbronn oersprechen, das von Fran Katharinny Fried- 
richs von Hdnrieth Witwe, laut der Handfesie filr ihr, ihres Gemahls, 
ihrer Vorfahren und Nachkomtnen Seelenheil zu einem Jahrtag und 
zur Besserung des Mahls der Briider gestiftete Pfund Heller Zifis 

20 von dem Weingarten Richolf Wenserichs, BUrgers zu Weinsberg atn 
Lindowe zu Weinsberg neben MerkeUn dem Jdger und Hans Elwik 
nicht zu verkaufen, zu versetzen und zu verdndem; so^ist oder bei 
Versdumnis des Jahrtags verfaUt es den Herren an d^r Pfarrkirche 
zu St. Kilian, — Siegler der Konvent, Herr Liupold der alte Schult- 

26 heiss und Herr Konrad MUnsmeister, beide Richter zu Heilbronn 
und ihre Prokuratoren, — 1339 (donderstage noch sant Andrestag) 
Dez, 2. 

St,A, Heilbronn I, Franeiekaner, Or., Pg., Siegelreste an ereter, be- 
achadigte Siegel an eweiter utid dritter SteUe. 

30 1S3* Bruder Albert, Bischof von Hippus ( Ybunensis !), Weih- 

bischof des Bischof s Otto von Wurzburg^ verleiht alien, die filr die 
von ihm zu Ehren Aller Heiligen, der hi, Michael und Margaretha 
konsekrierte KapeUe auf dem Kirchhof der Pfarrkirche zu Heilbronn 
heisteuern oder sie an Ostem, Pfingsten, Weihnachten, den Festen der 

35 Mutter Gottes, der Apostel und der Patrone Gebcts halber besuchen, 
40 Tage und eine Qtutdragene (karena) Ablass. — 1340 (dominica 
die proxima ante diem sancti Dyonisii) Okt, 7. 



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70 1340 Okt. 20. 

HeCbronn, Gymn, Bibl. Or., Pg,, die Siegeh ursprunglich ahhangendy 
abgerissen, Spdter an dm Ablassbrief von Okt 20 angmakU — Der bisher 
als Weihbischof von Wurzburg nicht bekannte (bet Reiniger, Weihbischofe von 
WUreburg 1865, nicht genannte) Albert ist Albert von Beichlingm, zugleich 
Weihbischof von Bamberg und Mainz (Eubd, Hier, caih.) 5 



154. Erzbischof Nerzes von Mmumjardj die Bisclwfe Johannes 
Scemariensis, Gracia von Didcigno, Petna^ von Acerno, Pefrus von 
Montemarano, Bernardus von Gaiios, Benedlkt von Prischthia, Sergim^ 
von Pola U7id Thomas von Knin (Tiniensis) verleihen zttr Forderimg 
des Besuchs und der Verehrung der auf dem Kirchhof von Heilbronn 10 
gelegenen Kapelle, die zu Ehren des Erzengels Michael, After Heiligen 
nnd der Jungfrau Margareta geweiht ist, alien reumiitig Beichtenden, 
die dieselbe an den Festen der Patro7ie, des Herni, Kreuzerfindung 
und -erhohnng, Maria, Gehnrt und Enthauptting Johannes des Tdufers, 
aller Apostel mid Evamjelisten, Allerheiligen und Allerseelen und dem 15 
Tag der Weihe der Kapelle, ivdhrend der Oktaven dieser Feste, die 
eine solche haben, an den Festen der Heiligen Stephanus, Laurentius, 
Georg, Martinus, Nicolaus, Gregorius, Augustinus, Maria Magdalena, 
Katharina, Margareta, Lucia und der 11000 Jungfrauen und deti 
Sonntagen besuchen, die der Messe, Predigt, Matutin, Vesper oder 20 
den andem kirchlichen Tagzeiten anwohnen, die den Leib des Herrn 
oder das heilige 01 zu den Krafiken begleiten, die beim Abendlduten 
nach r'&tnischer Weise knieend. drei Ave Maria sprechen, die zur 
Fabrik, fxXr Lichter mul Ornamente beisteuern, die im Testament oder 
sonst Gold, Silber, Kleider, Biicher, Kelche und andere notivendige 25 
Dinge schenken, jeder 40 Tage Ablass, wenn die Zustimmung des 
Didzesanen hinzukommt — Avignon 1340 Okt, 20, 

Heilbronn, Ggmn, Bibl. Or,, It. Pg., die 9 Siegel sind abgegangen, die 
Farbe der Seidenschnilre ist nicht tnehr kennUich. In der Initiale U Margaretha 
mil Buch, Lanee und Drachen, Michael mit Drachen und ein knieendtr Mdnch, 30 
darunter Katharina mit Bad und Palme, auf der andem 8eite Johannes der 
Taufer mit dem Lamm, in Farben, Facsimile bei Dilrr, HeUbronner Chronik 44146. 

a) Bischof Otto von WUreburg bestdtigt diesen Ablassbrief und fUgt 
noch 40 Tage hinzu. — Wurzburg 1341 (pontif. anno 7.; nonis februarii) 
Febr. 5. — Or,, Pg., mit rot und gr finer Seidenschnur an den Ablassbrief an- 35 
gesiegelt, Siegel abgegangen. 

155, Adelheid die Hillwerin und Konrad Reminge, Bilrger zu 
Heilbronn, teilen unter einander die Miihle auf dem Grien, Reminge 
erhdlt da^ obere Bad mit den beiden Legschiffen am Fach und d<is 



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1341 Febr. 5 — 1341 MSrz 12. 71 

Reuseloch am Muhlbett, Adelheid und ihre Krben oder wer die 2 

oder 3, wenn es soviel werden, untern Rdder inne hat, soUen ihn am 

obern Bad befachen. Am Muhlbett soil tmch Amahl der Rdder bei- 

getragen werden, Bei Strelt wegen des Befachens sollen Sitze Ger- 

5 hart, Diether Gewin und Heinrich Wickmar der Volmerin Tochter- 

mann entscheiden ufid die Inhaber der 2 oder 3 untern Rdder nach 

deren Amahl am obern Rode bessern heissen, ebenso wenn das BUrger- 

fach bricht, sollen die Inhaber nach dem Entscheid der drei nach 

Vermbgen helfen, Geht eifier der 3 Schiedsrichter ab, so sollen die 

10 Inhaber innerhalb eines Monats einen Naehfolger bestellen, andem- 

falls thun es die beiden ubriggebliebenen selbst. Die Teilung soil dem 

Lehensherrn und der Stadt nicht schaden. — 1341 (sant Agaten 

tag) Febr. 5. 

HeUbronn Lade 26, Or,, Pg,, das Stadtsiegel, urspr. af)?utngefuiy ahge- 
15 rissen. Dabti erne Emeuerungj wortUeh ubereinstimmendy aus dem Anfang des 
nachstm Jahrhunderta mil anhangendem Stadtsiegel. 

IS 6, Konrad Volhutnd selig, Vikar am St. Leonliardsaltar in 
der Pfarrkirche zu HeUbronn, hat auf dem Todbett fUr sich und 
seine Eltem einen Jahrtag gestiftet und der Kirche fur seinen Jahr- 

20 tag (er starb an Cathedra Petri, Febr. 22) 10 Schilling Heller Zins 
vom Haus des Walther Steinmetz (lajflcida) fiir die Prdsenz, 2 Unien 
Wein von der Witwe des Walther Cerdo, eine halbe Ume und 6 Heller 
Don der Kossin, ebensoviel von Heinrich Munech und eine Ume von 
der Begine gen. Herrenbergerin und fiir den Jahrtag seines Vaters 

25 (gestorben an Vincenztag, Jan. 22) 10 Pfund^^ Heller GUlte von . . 
genannt Vogeler von Bbchingen angewiesen. Wolfram, Dekan des 
Kapitels Weinsberg, Konrad von Kurnbach und Walther, Vicare an 
der Pfarrkirche, vom Verstorbenen als Testamsntsvollstrecker (fidei- 
commissarii) bestellt, weisen Pfarrer und Vicare der Kilianskirche 

30 in korperlichen Be»itz dieser Einkiinfte ein. — 1341 (feria tercia 
post dominicam qua cantatur reminiscere) Mdrz 12. 

StJL HeUbronn I, Religionswesen. Dr., Pg.^ mit 3 beschddigten Siegdn. 

IS 7. Konrad Wigmar, Burger zu HeUbronn, verkauft dem 

Kloster Steinheim seine GUter zu Rietenau (RietenoTir), um 18 Pfund 

35 Heller, worilber er quittiert, stellt als Wehrbilrgen Liupolt den alten 



a) Wird ipohl soHdoB atatt librai h^an^n mAMen. 



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72 1341 Mai 18 - 1341 Jnni 1. 

Schulfheissen, Hans Alwig, und Hans Finer, Burger zu Hellbronn, mU 
der Verpflfchtung zum Einlager In Heilbronn. — Siegler die Burgen, 
1341 (an dem nehsten fritag nacb dem uffert dag) Mai 18. 

St. A, Steinheim 13. Or.y Pg., am ersten Sitgel der gauge Rand ahgt" 
brochen, am dritten links unten heschddigt. 5 

IS 80 Ejigelhard von Weinsherg und seine Frau Hedwig verkaufen 
ihr Dorf Neckargartach mit allem Zubehor nach Inhalt des Schteds- 
briefs Kaiser Ludwigs ^) an die Biirgenneister, den Bat und die 
Burger von Heilbronn ze ainem rebten lehen aim oder me, alz danne 
der . . rat ze Haylprunnen baisst^ . . . daz sie ez von mir und roinen 10 
erben und von unsern nacbkomen sullen ze lehen baben ze glicber 
wise alz vorbescbaiden ist, alszo daz icb und min erben und unser 
nacbkomen den von Haylprunen daz selbe leben firbass tragen sullen 
von dem lebenherren, von dem wirs ze leben baben, um 120() Pfund 
Helkr, woruber sie quittieren. — Siegler die A^^steller, das geistliche 16 
Gericht zu Wimpfen im Thai, die Stadt Wimpfen und die beiden 
Richter Schenk Koyirad von Erbach, Engelhards Schwdher, und 
Dietrich von Gemmingen. — 1341 (fritag in der pfingestwochen) 
Juni 1. 

SUA. Heilbronn J, Neckargartach. Or,, Pg., das 7. und 4. Stegel zer- 20 
brochen, das 2. sehr heschddigt, das%3. ahgegangen. 

a) Dieselben versprechefi der Stadt fiir sich und ihre Erhen, wenn das 
Dorf von Jemand angewonnen wiirde, hinnen eines halben Jahres die Kat^fsumme 
zurOckeusahlen, andernfaUs mag die Stadt sie ohne Klage und ohne Zom 
pfdnden. Dies gtU von Katharinsntag an 2 Jahre 6 Wochen und 3 Tage. 26 
Die Stadt behdlt dann das Euchkaufsrecht auf Jahr und Tag. Wird das Dorf 
in der genanten Zeit von niemand angewonnen, so soil die Urkunde heraus- 
gegeben werden oder tot und vertUget sein. Sie versprechen, hei Klagen wegen 
des Dorfes vor Gericht zu kommen, um den Kauf zu wehren, und toenn sie 
das Dorf auf die getiannte Weise toieder bekommen, den armen Leuten daselbst 30 
ein Jahr lang keine ungewohnte Schatzung aufzuerlegen. — Siegler die AuS' 
steUsTy Konrad von Helmstatt und Dietrich von Gemmingen. — 1345 (an der 
mitwochen vor sant Kattrinen tag) Nov. 23. •) — Ebd. Org., Pg., das 1. Siegel 
am Rande stark heschddigt, vom 2. StUcke abgebrockelt, das 3. und 4. ah- 
gegangen. 35 



") 1339 Nov. 24. — ») Woher Jager 1, 119 dm Termin 2 Jahre 6 Wochen 
15 Tage und das Datum 1345 dinstag nach sant agneten tag, Jan. 26, hat, 
ist nicht erfindlich. Da die von ihm S. 116 und 119 angefAhrten Stmke nach 
der Angahe auf dem Umschlag des Faszikels von Beeht schon zu seiner ZeU 
bei einander^ sonst aber keines in dem Faszikel war, muss ein Versehen vor- 
liegen, mdglicherweise auf Grund des alien Repertoriums. 



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1342 Jan. 19 — 1342 Febr. 17. 7^ 

b) Bisehof Dietrich von Worfns heurkundet^ doss Heilbronn das Dorf 

Neckargartachy das von seinem Stift zu Lehen gekt^ ewig von der Herrschafi 

Weinsberg, und loenn diese es nicht mehr zu Lehen hat oder ausstirbtf voni 

Bisehof seJbst zu Lehen hahen soU. — 1361 (sant Jacobs abend des heiligeu 

5 zwolf botten) Jtili 24. 

Ebd. Copie von 1734, von J. Ph, JPregizer beglauhigt. — DesgL der 
BemUigungsbrirf des Dekans und Kapitels vofi Worms, dass das Dorf voni 
Stift ledig getoorden set und vom Bisehof aUein verliehen werden dUrfe, — Eod. 
d, — AUere Copien im Bedbuch von 1399 fol 136 ff., Heilbronn Kasten 462, 

10 139. Graf Ulrich von Wirtemberg eignet den BUrgem von 

Heilbronn die Vogtei zu Bbckingen, die sein Lehensmann Johann von 
Bockingen innegehabt und an die Stadt verkauft half so dass Wirtem- 
berg fortan kein Recht inehr darauf liat, — lSi2 (nehsten samstag 
vor sant Agnes tage) Jan. 19. 

15 St^ Heilbronn I, Bdckingen. Or., Pg., mit Siegel, Reg.: WiH. 

Franken 8, 86, 

a) DesgL die Vogtei zu Bdckingen, die Konrad Geivinn von ihm zu 

Lehen gehabt and an die Stadt verkauft hat. — 1343 (nehsten samstag vor 

aant Jobans tage baptisten) Juni 21. 
20 Ebd. Siegel zerbrochen. — Reg. a. a. 0. — Vgl. das Wirt. Lehenbuch 

von 1344 (ed. Schneider, Vjh. 8) S. 115: Item Gfinrat Gewin von Heilprunnen 

hat ze lehen ein halben hofe ze Beggingen und swas darzA gehort und die 

wisen am Neker zwischen den zwaien varen. — Desgl. S. 138, zunschen 1370 

und 72, dazu noch einen Hof zu Horkheim. 

25 ^ 160. Markgr of Rudolf von Baden und Graf Ulrich con Wirtem- 
berg offnen die Wurm, Nagold, Enz und den Neckar fiir die Flosserei. 
— Stuttgart 1342 Febr. 17. 

St. A. Heilbronn I, Neckar u. s. w. (Jr., Pg., mit 2 Siegeln. Gedruckt 

mit Weglassung des auf Heilbronn bezUglichen Satzes und zu 1322: Reyscher, 

30 Gesetzessammlung 17^1,1: zu 1342: Moser, Forstarchiv 12,64. Die andern 

Drueke und Reg. bd Fester, Markgrirfen von Baden 100 n. 994. Das Datum 

ist also sieher gestellt. 

Wir margrave Rfldolf von Baden und wir grave Ulrich von 
Wirtenberg verjehen offenlich an disem brief fiir uns, unser erben 

35 und alle unser | nahkomen und tftn kunt alien den^ die in immer 
ansehent, lesent oder h5rent lesen, als wir durch nutze und frumen 
unserre erben und | aller unsere nahkomen and ouch duroh beit der 
ersamen wisen lutte . . der burgermeister . • des rates and der burger 
gemeinlich zu Heilprunen sien fibereinlkomen umb das fl6ssen uf 

40 der Wirme, uf der Nagelt, af der Entze und uf dem Nekker, also 



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74 1342 Febr. 17. 

das wir die Belben wasser and ouch die strazzen uf den selben 
wassern haben ^affent und geuffet und das es immer me ewiclich 
ein geoffentiu iind ein geuffentia strazze uf den selben wassern sin 
sol and beliben ze gelicher wise als hernah geschriben stat. [1] 
Von erst so baben wir die Wirme geuflfent bis gen Pfortzhein in 5 
die Entze and swer daraf floseen wil, der sol von iedem handert 
ziromerboltzes oder von iedem handert dylen geben ze zoUe ze 
Llebenegge an dem were sehse haller. [2] Damah so haben wir 
die Nagelt geuffent bis gen Pforfzhein in die Entze and swer dar- 
af fl6s8en wil, der sol von iedem handert zimmerholtzes oder von lo 
iedem handert dylen geben ze Liebencelle an dem were ze zolle 
sehse haller and ze Wissenstein zehen haller. [3] Damah so haben 
wir die Enze geuifent als verre man daraf gefl5ssen mag, bis 
gen Besenkein in den Nekker. [4] Darnah so haben wir den 
Nekker geuifent ze Besenkein bis gen Heilprnnen an die stetmAre 15 
mit solcher bescheidenheit, swer daraf fl6ssen wil, der sol von ie- 
dem handert zimmerholtzes oder von iedem handert dylen geben 
ze der Nuwenbarch ze zolle von zwaien weren zweinzig haller, dar- 
nah ze Pfortzhein von vier weren vierzig haller, ze Utingen von 
einem wer vier haller, ze Niefern von einem wer vier haller, 20 
ze Durmentze von einem were vier haller, ze Loraershein von einem 
wer vier haller, ze Mnlhusen von einem were vier haller, ze Rosse- 
wage von einem were vier haller, ze Vaihingen von zwaien weren 
zweinzig haller, ze dem Obern Ruxingen zehen haller, zfl dem Nidern 
Haxingen von einem were vier haller, ze Remikein von einem were 25 
vier haller, ze Biissingen von einem were vier haller, ze Besenkein 
von zwaien weren zweinzig haller. [S] Es ist auch gerette, ze 
swelhem were man zol git, als vor geschriben stat, da sol ieder 
herre oder ieder arme man, dem man den zol git, schatzbreter an 
das selbe were machen, das zwischant den sulen si zwelf schahc 3() 
wit, and sain die schatzbretter bflwen and machen ane der fftrlutte 
schaden. Man sol ouch zA deheinem vischevache noch iendert anders 
denne als vor geschriben ist deheinen zol noch nihtsit geben. Were 
onch das das wasser iendert vergriisse oder vergriente werde oder 
sas annutze werde, daz man niht wol gefldssen m6hte, bi wes were 35 
oder muln das geschehe, der sol es africhten and vertig machen ane 
der f&rlutte schaden. Es ist oach gerette, swas af den fl6zzen lit 
angeverlich von holtze, es si af dem zimmerholtze oder af den dylen, 
oder were das man scheltich oder legschiiFe an die fldsse hanckte^ 
das sol alles frilichen and ane alien zol varen and gan and sol anch 40 



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1342 Febr. 17. 75 

niemant den andem verbieten noch bekumbern, das an den fl6zzen 
geirren oder gehindern moht in deheinen wege ane alle geverde. Es 
ist aach gerette, swas uf den fl&ssen lit von holtze oder swas dar- 
nf vert von f&rlutten, das sol nf und abe fride und geleit baben vor 
5 aller menglieh, es si in kriege oder ane kriege. Dasselbe geleit 
suln ouch die kouffelutte, die holtze kouffent oder ungeverlich kouffen 
wellen^ sie varen uf den fl6zzen oder si gangen oder si riten uf dera 
lande, uf oder abe haben ane alle geverde. Swer aber dawider 
leite und den fride und daz geleite uberfure oder breiche^ das soln 

10 wir margrave Rftdolf von Baden und wir grave Ulrich von Wirten- 
berg und unser erben und alle unser nahkomen weren und wenden 
als verre wir kunnen und mugen ane alle geverde. Were ouch das 
iemant fur Heilprunen ab fl6ssen wolt, das sol zolfri und ane alle 
irrunge der stet ze Heilprunnen gan und varen. Des ze urkunde 

15 und ze einer ewigen geziuchnust haben wir margrave Rftdolf von 
Baden und grave Ulrich von Wirtenberg die vorgenanten disen brief 
besigelt mit unsern insigeln die daran hangent, der geben ist ze 
Stfltgarten an dem wisen sunnentag do man zahlt von Christes ge- 
biirte driuzehenhundert jare und in dem zway und vierzigostem jare. 

20 161. Gertrud von Be7nchmge7i, ihr So fin Johann von Bockinyen 

und Hiltgardf dessen ehellche Wirtin, verkciufen an die Stadt He'd- 
fjronn urn 240 Pfund Heller, was sie von Graf Ulrich von Wirtemberg 
zu Lehen gehaht: 30 Schilling Heller vom Schiitzenamt, 12 Schilling 
Heller und 4 Sommerhilhner anf seinem Ham und seiner Hofraite 

25 vom Gelter, 10 Schilling Heller von 2 Garten von der Kophin, 4 Schil- 
ling HeUer, 1 FasnachU und 1 Sommerhuhn vom GrUbener, 30 Heller 
von der Sybotin von ihrer Hofraite, 18 Heller von der Gelterin von 
ihrer Hofraite, 3 SchiUiug Heller, 3 Sommerhilhier und 2 Simri 
Haber von Dietrich SArnj) von einem Garten und einer Halde, 3 Schil- 

30 ling von Gyllin Krutzlins Tochter von einem Garten^ 3 Schilling Heller, 
2 Sommer- und 1 Fas^iachthuhn von Emhart von seiner Hofraite, 
18 Heller vom Schaiffener von einem Acker, 1 Schilling und 1 Sommer- 
huhn von Auwes seligen Wirtin von ihrer Hofraite, 8 Schilling Heller, 
5 Sommerhilhner, 4 Simri Haber von Breht Gemminger von einem 

35 Acker bei der Kapelle und einem Garteti, 7 Schilling und 2 Sommer- 
hilhner von der Stailkin und 2 Gdnse und 4 Simri Haber von Hammel- 
man je vo7i eine^n Garten^ 2 Gdnse von Bochin von einer Halde, 
2 Gdrten, das Burgstadel zu Bockingen, die zwei Teile [Drittel] 
einer Halde und ein Siebentel voraus, die Eigenleute: drei Lbterer, 



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76 1342 Febr. 21 ~ 1342 Juni 29. 

Hnrtmut Gn'ibener, den Jungen Hai/se, zwel Striibiche, zwei Vogeler, 
Heinrich Syhotes Sohn, drei Etnhart, Heinrich Haphe und den Miirer, 
quittiert fiber die Knufisumme und f/iebt der Stadt alien auf mil 
gesamenter hant) mit mundcn, mit handen und mit halme an dez 
kunges strassen, ale die rihter daht daz ez kraft and macht haben 5 
86It. — 1842 (nehsten dunderetage nach dem wisscn santage) Febr. 21, 

St,A. Heitbronn /, Bdckingen. Or.^ Pg.^ mit 3 Siegeln^ das erste ser- 
broehen. — Beg. : Wirt. IVanken 6, 85. 

162. Backer Flhxer, Biirger zu Weinsberg, und seine Frau 
Elsbet verkaufen an das St. Klarakloster in Heilbronn 4 Pfund 10 
HeUer GiUte von Giitern zu Weinsberg (am Steinweg, hinter dem 
UssetzeUiausey am Heilbron'ner Weg, hinter dem Lindach, am Hunen- 
acker iieben Giitern Heinrich Senfts des P/arrers, Eberhart Mege's,,^ 
Ko7irads des Schwaben, Werner Embergifis, Budolf Beckers Tochter- 
mantis, Konrad Benders, Sgfried Stuckbrots) um 40 Pfund und steUen 15 
ah Biirgen ihren Sohn Hartmut, Backers Bruder Konrad, seinen 
Schwager Heinrich Hug und Wolflin Veniger, BUrger zu Weinsberg. 
— Siegler der AussteUer und Benz Haupt, Biirger zu Weinsberg. — 
1342 (an der nechsten mittwochen nach sant Walpurgen tag) Mai 8. 

StjL, HeUhronn IV ^ Klarakloster. Copic aus der Mitte des 15. Jahr- 2() 
hunderts. 



163. Konrad von AscJihausen, Edelhiecht, mit seiner Frau Els- 
beth verkauft an Erlwin den alteren, Biirger zu Heilbronn, ein Pfund 
Heller von seiner Hofraite zu Weinsberg auf dem Wiwer zwischen 
Sigfried dem StAmeler und Konrad Wernher um 8 Pfund Heller, 25 
Mid kauft darum die andere Hdlfte der Hofraite, die sein Bruder 
Heinrich geerbt hatte. Burgen der genannte Bruder, Diether Bircri- 
sach u)id Wolfelin Veninger mit der Vetpflichtung zum Einlager in 
Weinsberg. — Siegler Benz Houbt von Weinsberg und des Ausstellers 
Bruder Heinrich von Aschhausen, — 1342 (sant Peters tag vor der 30 
emte) Juni 29. 

Heilbronn Lade 25,44. Or., Pg.^ mit Siegeln. 

164. Heinrich Feuwerer und Berihold Bosenblatt der alte, 
Burger und Pfleger des Spitals zu Heilbronn, verkaufen die dem 
Spital von Sigewin von Schluchtern geschenkte Scheuer zwischen dessen 35 



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1848 Jan. 7 — 1343 Mlrz la 77 

und R&fs des Lewers Wohnhatis an den letzteren urn 17 Pfund Heller, 
— Siegler Spital und Stadt. — 1343 (dez dinstagez nach dem obersteu 
tage) Jan. 7. 

St.A. SchSnthal 60. (h',y Pg.y das trste SUgel oben eiwwt beachadigi, 
5 ifbersetzung 6« Kremer, Chron. Schdnthah 71&. 

16S. Kaiser Ludwig [IV J erldsst dem Burggrafen Johann 
con Nilrnberg alle Judenschtdden, darunier die bet Mogsse von Heil- 
bronn. — Scherdingen 1343 (gant Agatbe tag) Febr. 5, 

Gedr. : Monum. Zoller. 3, 105 n. 109 nach Spiessy archiv. Ncbenarheiten, 
10 1,118. — Beg.: Spiker, Lags des- Juden in DeutscJUand 116: Wiener, Beg. z, 
Geseh. d. Juden 46 n. 142: BShmer n. J931. 

a) Ders. gebietei den Juden, daranter dem genannUn Mogeee, die ScJmld- 
und BUrgscheine uber die Schulden dea Burggrafen aueztd^fem und keine 
AnsprHche mehr zu erheben. — Eod. d. — Ebd. 108 n. 110 nach dem Or. in 
15 Mitnchen, 



166. Merclin Bellinger und sein Sohn Johann erkalten vom 
Kloster BiUigheim die HcUfte von dessen Weinberg am Geroldesberg 
zu Heilbronn als lebensldngliches Lehen urn ein Drittel des Ertrags 
von der Keller, sind verpflichtet, denselben in rechtem Bau zu halten; 

20 das Kloster fHhrt jdhrlich 32 Karren vom Mist, der den Lehens- 
inhabem gehort, und die Pfdhle hinaus, hat ersteres bet Verhinderung 
wegen Unfriedens ndchstes Jahr nachztiholen, bei mutwilUger Unter- 
lassung bleibt der Mist den Lehensinhabern. Wenn diese den Wein- 
berg in Unbau lassen, fdllt er heim, ebemo nach beider Tod, ausser 

25 sie lassen es der hauwe folgen. — Siegler Gebewin Milnzmeister 
(Muzemester). — 1343 (nehesten tage nache sante Gregorien tage) 
Mdrz 13. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 1. Or., Pg., Siegd dbhangend. 
§) H<tinrich Swencer und seine Tochter Elabeth gane ebenso V« dee 
30 genannten Weinbergs — dem enteprechend 16 Karren Mist. •— Eod. d. — 
Ebd. 2. das Siegel Miingmeisters grdsstenteils abgegangen. 

167. Hermann Kaufman und seine Frau Agnes, BUrger zu 
Heilbronn, schulden der GeisUichkeit an der Pfarrkirche jdhrlich ein 
Pfund Heller auf Georgii von ihrem frilher dem alten Horning ge- 

35 horigen Haus neben Heinrich dem Dantz und Wernher Wei^kotz zu 
einem Seelgerdte fur Btirkelin ^ernhart mit Singen und Lesen, und 



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78 1849 April 4 - 1343 Mai 28. 

Iiaben die Verpjlichtung, dazu ein Pfund Wachs zu Icaufen, da ihnen 
Bernhard Burkelins Bruder, 15 Pfund bezaJUt hat, — Siegler Lhipott 
und Gebwin Munmiaister, Burger und Richter zu Heilbronn, — 13i3 
(fritag vor dem palme tag) April 4. 

Heilbronn Lade 25, 42, Or,, Pg., van den ahhangendm Siegeln dcuf zweite 5 
ganz unhennUieh, das erste am rechten Rand ohen heschddigt. 

168. Heinrich Cremer und seine Frau EUe beurkunden, dftss 
sie das bisher dem Heilbronner Bilrger Heinrich Rebstock gegebene 
Pfund Heller von ein&t' Wiese gegen Borghards Wiese *) zwischen 
Heinrich ByUngaw dem jungen und Konrad Hunpher auf dem Wier 10 
auf Weifisberger Marktmg fortan dem St, Klaraklosier in Heilbronn 
schuMen, — Siegler Benz Hdpt, Edelknecht, und Rugger Fliner, 
beide Richter zu Weinsberg, — 1343 (an dem palmabent) April 5, 

Si,A, Heilhronn IV, Klaraklosier, Or., Fg., mit gut erhaUenen Siegeln. 

169, Albret Pirgker, Bilrger zu Weinsberg, und seine Frau Junthe 15 
verkaufen an die Geistlichkeit an der Kilianskirche zu Heilbronn ein 
Pfund Heller auf ihrem Weingarten am Gebklinsberg zwischen deuen 
ihrer Tochter Else und des Tetingers von Hall auf Weinsberger 
Mnrkung um 10 Pfund; bei Versdumnis verfaUt der Weingarf-en 
zu Fronhanden, — Biirgen: Hetmann von Steinsfeld^ Schtdtheiss zu 20 
Wrinsberg, wnd Wolfelin Veninger, Biirger daselbst, mit der Ver- 

pJUchtung zum Einlager in Weinsberg. — Zeugen: Benz Hopt, Rugger 
fliner und Konrad Hidwer, Richter und Biirger zu Weinsberg u. a. 
— Siegler Benz Haupt und Rugger FUner, — 1343 (nehsten fritag 
n^ch unserz herren offarttag) Mai 23, 25 

Heilbronn Lade 25,44, Or., Pg,, das eweite Siegel ohen heschadigt, 
Aussen aus demselben Jahrhundert: Domine Johannes noveritis quod senior 
Pickriscr resij^navit omnibus iuribus istius vinee coram Ruggero Fliner H. 
Hug..,.. 

170» Konrad Roller tind seine Frau Hedwig, Biirger zu Weins- 80 
berg, verkaufen an die Abtissin Elsbeth und Konvent des St, Klara- 
Hosiers zu Heilbronn 10 Schilling Heller Gillte auf ^U Weingarten 
am Steinwerd hinter der Burg zu Weinsberg neben der Reinbotin 



*) Das ahgegangene Burkhardswiesen, Marhung Ellhofen O.A, WHns- 
berg, Beschreibung des K,R. WUrUemberg 3,249. 



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1348 Juni 28 ~ 1844 Febr; 6. 79 

litn 5 Pfund Heller und stellen als Burgen die Weinsbergei' Burger 
Wolfelin Veniger und Konrad KraboU, — Siegler Benz Hauj)t, 
Edelknecht und Rugger Flinner, Burger und Richier zu Weins- 
berg. — 1343 (nehsten montag f5r sant Johans tag dez th6ffer8) 
5 Juni 23. 

8tJL. HeUbronn IVy Klarakloster. Or., Pg,^ Stegel ahlumgendj d<i8 gweiie 
am Unken Band beschadigt. 



171. Albrecht tier Hooewart, Ritter^ gelobt fur sich und seine 
Erben, alle Flosse dsr von Heilbronn von Lciuffen an abwarts zoll- 

\(Xfreifahren zu lassen und diese Verpjlichtung fUr jeden, an den er 
die Stadt Lauffen versetzen oder verkaufen wilrde, in den Vertrag 
au/ztmehmen. — 1343 (an der nehsten mitwochen nach sant Niclaus 
tag) Dez. 10. 

SLA. Heilbronn J, Xeckar u. ft. w. Or., Pg., Stegel abhangend in 
1& Blechkapsd. 

172. Konrad Hiinpher und seine Frau Adelheid, BUrger zu 
Weinsberg, verkaufen an Pfaff Heinrich von Sontheim zu Heilbronn, 
der da besinget die phrunde der erberen fr&wen der Gunzinne leter- 
met, fiir die Pfrunde ein Pfund Heller GOlte von ihrem Weingarten 

20 an der Degkei'halde zu Weinsberg^ 1 ^k Morgen zwischen den Wein- 
gdrten der Tochter dtr Stollin, den Konrad Vdlger baut, und des 
Heinrich Knorle, um 9 Pfund. Der Weingarten soil ungeteilt bleiben. 
Gesckehen zu Weinsberg, gefertigt vor dem Gericht. — Siegler Hein- 
rich Cappelan und Bugger Fliner, Richter zu Weinsberg. — 1344 

25 (mantage naeh deme obersten tage) Jan. 11. 

• Heilbf'onn Lade 25,44. Or., Pg., beide Stegel zerbrochen, abhangend. 

Dagwisefien scheint noch ein Stegel gewesen su sein, jetzi dbgerissen. Das erste 
hat aber die Umechrift HEINRICI DCI C . ., vom Britten nichis kenntlich. 

173. Wgmar der Wymerin seligen Sohn, Bxirger zu Heilbronn, 
30 und seine Frau Adelheid verkaufen an das St. Klarakloster 1 Pfund 

Heller GUlte von Giitern zu Frankenbach neben dem Deutschherrnhof, 
den Heinz Schetze inne hat, um 10 Pfund. — Siegler Geunvin Munss- 
maister und Seitz Gerhart, Richter zu Heilbronn. — 1344 (an dem 
nehsten fritag nach sant Agathen tag) Febr. 6. 

36 St. A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or., Pg., das zweite Stegel am Unken 

Hand beschadigt. Ausstn, Ende des 15, Jh.: Heiuz Eberlin. 



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80 134^ Juli 8-1844 Nov. 8. 

174. Kaiser Ludwig [IV.] besidiigt dem Burchard Sturmfeder, 
der die Miihle oberhalb der BrUcke zu Heilbronn vom Abt von Hirsau 
(jekmifi hat, die herkommlichen Rechte und Freiheiten derselben. — 
Le^igenfeld 1344 (samptztag nach sant Peter and PauU tag) Jtdi 3, 

HeUbronn Lade 26. Or,, Pg., Siegel in leinenes SOekchen eingendfU. 5 

175. Konrad Wirse, BUrger zu Heilbronn, sckenkt dein Kloster 
Billigheitn seinen Weingarten an der Weissenhalde neben dem des 
Sohnes des StruUe und erhdlt ihn mif seiner Fran Gertrud urn einen 
Zins von einem Vierling Wachs auf Lichtmess als lebensldfigliches 
Lehen zurUck. Nach ihrem Tode fdllt er zuriick, der Wein in den 10 
Fdssem ausgenomtnen, wenn sie ihn aber weiter geliehen haben, soil 
der hauwen ihr Teil folgen. Das Kloster soil ihren Mist und ihre 
Pfdhle hinatiS' und den Wein in ihre Kelter hereinfUhreyi, Ver- 
steuert wird der Weinberg von ihnen selber, — Siegler Luppold und 
Konrad Wigniar. — 1344 (nehstem tage nache sante Reinsiode tage) 15 
Jtdi 16, 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 1. Or., Pg,, mil 2 Siegtln, 

176b Propst Rudolf und Konvent des Kloster s Adelberg erhalten 
von Kmirad Gebwin, Burger zu Heilbronn, 5 Pfund Heller, bisher 
auf seinem Hof zu Sontheim, und 2 Matter Korn GUlt der drei 20 
Friichte auf 2^h Morgen Acker unter dem Fleiner Weg unter der 
Halde am grossen Acker zwischen Ackern seiner Geschwister wider- 
legt, — 1344 (neihsten miti^che nach aller heiligen tag) Nov. 3. 

SUA. Adelberg 16. Or., Pg.^ mit 2 Siegeln, am ersten der rechte Rand 

und oben und unten Splitter mit den SiegeUtreifen abgebrdcktU. , 25 

• 

177* Hermann von Steinsfeld, seine Frau Hiltgund und seine 
Schuneger Mechtild getiannt die Frechin, Biirger zu Weinsberg, ver- 
kaufen mit Genehmigung Gutas der Diiringin, der Schwester Hiltgunds, 
an die Abtissin Elsbeth und den Konvent des St. KlaraUosters zu Heil- 
bronn 3^1% Pfuful 1 Schilling Heller, 10 Gdnse, 7 Fasnachthilhner, 30 
10 Simri Haber, 1 Simrl Ohringer Mass ungeschlagene^h 6ls und 
22 Sommerhuhner Giilte von ihren GUtem zu Scheppach bei der Burg 
Adolzfurt (Adelharts-) um 56 Pfund Heller, quitUeren daruber und 
stellen als BUrgen Wolflin Venier, Heinrich und Konrad genannt 
Wortzel, Gebruder, und Heinrich von Steinsfeld^ Burger zu Weins- 35 



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1345 Jan. 10 — 1345 April 10. 81 

berg. — Siegler Heinrich Kaplan tmd RAgger Fliner, Burger und 
Richier zu Weinsberg. — 1345 (neibsten montag nach dem 6ber8ten 
tag) Jan. 10. 

St. A. Heilhronn IV, Klarakloeter. Or., Pg., mtt 6'iegeln. 

5 178. Adelheid StemeleriUf Wolflln Stemelers IVitive, tind ihr 

Sohn Siegfried zu Weinsberg cerkaufen an Pfaff Johann Tieringer, 
Fruhmesser zu Heilbronn, 10 Schilling Heller und 4 Huhner GrtUte 
auf Martini, 7 Schilling und 3 Hiifiner avf dem Garten des Bloss 
und der Wiese daran, die auch ein Garten war, und 3 Schillifig mid 
10 ein Huhn von Heinrich Megders Haus und seinem Garten, bei ihrer 
Kelter gelegen, urn 5 Pfund weniger 5 Schillifig. — Siegler Adelheid 
und Riigger Fliner, Richter zu Weinsberg. — 1345 (ahten tag der 
ephiphanie) Jan. 13. 

Heilbronn Lade 26, 42. Dr., Fg.^ tnit 2 Siegthi, dcis erste am linken 
15 Band beschddigt. 

179. Adelheid Kellnerin genannt von Heilbronn schenkt ihrer 
Brudertochter Antta, Klosterfrau zu BiUigheim, und dem dortigen 
Kloster einen Morgen Weingarf^n an der Waldsteige auf Bockinger 
Markung zwischen Heinrich Fiir und Gebwin Munzmeister, Burgern 

20 zu Heilbronn. Wenn m stirbt, soil das Gut an Anna, 9iach deren 
Tod an das Weinkelleramt von BiUigheim fallen. DafUr soil man 
ihr beider Jahrtag begehen, und an diesem Tag oder um diese Zeit 
den Klosterfrauen den Wein von dem Gut geben, bei Versdumnis 
des Jahrtags soil der Wein an das Spital zu Heilbronn fatten. — 

25 Siegler die Heilbronner BUrger Konrad Gebewin und Nicolaus Lute- 
win. — 1345 (virzehen tage nach ostern) April 10. 

Heilbronn Lade 63, BiUigheim 3. Dr., Fg.^ beide Siegel abhangend, 
das zweite stark beschddigt. 

180* Adelheid die Kellnerin zu Heilbronn schenkt den arrnen 
30 Siechen im Spital zu Heilbronn den 25. Teil der Weinbede zu Gross-' 
gartach, so dass sie ihnen aUe Jahre 2 Eimer Wein geben muss; 
nach ihrem Tod geht ihr Eigenktmsrecht an den Spital Uber. Damn 
bekommen die Siechen an den vier Tagen in der Fastenzeit [Ascher- 
mittwoch und die drei folgenden Tage] Wein, so lange er reicht. 
35 Wenn die Spitalpfleger die WeingiUte versetzen oder verkaufen oder 

Wftrtt. GescbichtoquellMi Y. 6 



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82 1345 Juli 4 — 1346 Dez. 13. 

den Wein nicht austeilen, verfallt sie dem Pfrmdner an der Pfarrei 
zu Heilbronn, — 1345 (sant Ulrichs tag des byschofs) Julf 4, 

St.A, HeUbronn J, Spttal Or,, Pg,, das urspr. dbkangend befesiigte 
Spitalsiegel ahgegangen, 

18t. Nach schiedsrichterlichem Spruch der Stddte E!<slhigen, r> 
ReuUingeUj Rottweilj Weil, Gniund, Hall, IVhnp/en und Weinsbery 
zwfschen Engelhard von Weinsberg und Heinrich Harsch, Burger zu 
Heilbronn, wegen des Dorfes Biberach soil heute Kundschaft ver- 
nomme^i werden, ob Engelhard von Weitisberg selig, Vetter des genanuten, 
das Dorf als eigenes oder nur als Pfandgut innegehabt habe, Engel- lO 
hard erscheint mit semen Zeugen, sein Gegner bleibt au4<, tvoruber 
Meister Hei'tnann, Richter am geistlichen Gericht des Propsts Peter 
von Mauer (Muwer) zu Wimpfen, ehie Urkunde ausstellt. — 134fi 
(santag nach sant Andres tag) Dez, 3, 

a) Kaiser Ludwig gebietet genanntem Engelhard, den Harsch an Leib 15 
und Gutern zu aichem, bis er ihm (Engelhard) einen dritten Mann gebe und 
Kundschaft vernommen sei. — Nurnberg (fritages vor dem palmtage, 33, Jahr 
seiner Reiche, 20, des Kaisertums) 1347 M&re 23. 

b) Eberhard genannt Biirgertneister von Esslingen, Walther Golgge von 
BeuUingen, Berthold der Boiler von RottweU, Gerlach der SchuUheiss von WeU, 20 
Johann von Binderbach von Gmund, Johann Fritze von Wimpfen und Konrad 
der Halwtr von Weinsberg entscheiden, votn Kaiser beaufiragt, zwischen Junker 
Engelhard von Weinsberg und Heinrich Harsch, Albrecht Brussen Sohn, Biirger 

ZH Heilhronn, wegen des Dorfes Biberach : Harsch verzichtet urn 230 Klorenzer 
Gulden auf das Dorf in dem Umfang, trie er es innegehabt, und ist verpflichtet, 25 
es zu ledigen, wenn es von ihm aus versetzt, haftbar oder ansprflchig wdre, — 
Siegler die Auss teller mit Ausnahme Hulwers^ der kein eigenes Siegel hat, — 
1347 (neclisten sunnentag vor unser frowen tag als sie gebom wart) Sept, 2, 
Alle drei StUcke aus Albrecht, Weinsberger Regesten (Mscr, off, Bibl, 
Stuttgart) ; das leteta im U,B, desselben 1, 193 (liest unrichtig Brascheu). 30 

182, Heinrich Stirbe und seine Frau Mechtild, Biirger zu Weins- 
berg, verkaufen an Pfaff Johannes Dieringer, Pfrilndner an der 
Pfarrkirche zu Jleilbronn, 30 Schilling Heller weniger 16 Heller tun 
14 Pfund und vier Groschenguter und geber Heller Weinsberger Wdh- 
*rimg von den Garten bei der Lohmiihle, wovon WolfUn von Gundels- 85 
heim 10, Konrad Repplin 6 Schilling weniger 4 Heller, Diem Rappe 4, 
Konrad Dechant 5 und Heinrich Zimniermann 4 Schilling giebt, — 
Siegler: Rugger Fliner, Richter, und Siegfried Stemler, Biirger zu 
Weinsberg, -— 1346 (sant Lucien tag) Dez, 13. 

HeUbronn Lade 25, 42. Or,, Pg., beide Siegel ahgegangen, 40 



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1346 Dez. 29 — 1347 Marz 23. 83 

a) Kunz Stirp und seine Fran Anna, BUrger zu Weinsberg, verJtaufen 
an die Pfarrkirche su Heilbrann ein Pfund HeUer, das ate selbst versteuem, 
jdhrlich von ein&r Wiese zu EUhofen ztoiachen LiUwin von Heilbrann und 
Heinrieh dem SchuUheissen um 12 Pfund 8 Schilling und geben aU BUrgm 
o seinen Bruder Hans und Hans Granshcin, BUrger zu Weinsberg, mit der Fer- 
pfiichtung zum Einlager in Weinsberg. — Siegler Konrad HUlwer und Kanrad 
WyUr, Eichier zu Weinsberg. — 1357 (neihsten dindtag vor sant £Ddre8 tag 
dez heilgen zwelfboten) Nov, 28. — Eb. 43. Or., Pg., mii Siegeln. 

183* Albrecht Hirt der nlte und seine Firm Katharina, BUrger 
10 2u Heilbronn, verkaufen an die Pfarrkirche 10 Schilling Heller Zins 
auf JVa Morgen Weingdrten am Stiftberg auf Sulmer Markung von 
Peter von Sulm und dem Heller , BUrgern zu Heilbronn, um 5 Pfund 
5 Schilling, woriiber sie quittieren. — Siegler Gebwin Munsnieister und 
dessen Schunegersohn Heinrieh Wigmar. — (nechsten fritag nach dem 
15 hailgen tag ze wihennahten 1347) 1846 Dez. 29. 

StJL. Heilbronn I, Rdigionswesen. Or., Pg., das zweite Siegel oben und 
links beschddigt. 

t84» Herzog Stephan von Buy em beMdtigt dem Graf en Albrecht 
von Oftingen und dem JtiJsn Pfefferchoren von Triidingen den ihnen 
20 von Kaiser Ludwig versetzten Weinzehnten zu Heilbronn. — Donau- 
worth 1347 (freitag nach sant Gregorien tag) Mdrz 16. 

Beg. Boica 8,99. 

1H5. Kaiser Luduig [IV.] verleiht dem Rat und den Biirgern 
von Heilbronn die Gnade, dass BUrger, Bilrgerinnen oder sonst Je- 
25 ma7id zu Heilbronn, die eine Messe stiften, eine Prdsenz oder ein Seel- 
gerdte setzen und geben toollen, dies nur von ihren Giitern ausserhaib 
der Mark thun diirfen und dass die in der Mark gelegenen von alters 
her steuerbaren Gilter nicht steuerfrei werden soUen. — NUrnberg 1347 
(fritages vor dem palmetage) Mdrz 23. 

80 St.A. Heilbronn I, Privilegien. Or., Pg., Majestdtssiegel mt Rucksiegel 

an rot und grUner Seidenschnur, Umschrifi beschddigt. Gedr. : LUnig 13, 887. 
Meg.: Bohmer n, 2562. 

186. Elsbeth von Bockingen, Adtlhelms Witwe, Kunz und 

Johannes, ihre Sbhne, Edelknechte, Biirger zu Heilbronn, verkaufen 

35 an Konrad Fiuwer, ebenfalls Biirger daselbst, einen Zins von einem 

Erntehuhn, einem Martinshuhn und einem Fasnachthuhn von d-er MUhle 



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84 1347 April 22 ~ 1348 Jan. 7. 

zu Frankenbachf die frUher Heinrich der Lotterer, jetzt Waliher der 
MiiUer inm hat, und '/i der Vogtei auf der MUhle, urn 3^1% Pfund 
Heller. — Zeugen: Gebewin MAnzmeister, Heinrich Wiginar, Wolflin 
der Lorcher, Bichter zu Heilbronn. — Siegler Elsbeth und die Zetigen. 

— 1347 (an sant Gerigen abant) April 22. ^ 

St A, Heilbronn IV, Klarafilosler, Or., Pg., die 3 ersten SiegelheschadigU 

187. 21 Stddte, darunter Heilbronn, verbunden sich nach dem 
Tode des Konigs zu gegenseitigem Schutz und gemeinsamem Vorgehen 
in der Frage der Anerkennung eines neuen Kbnigs, — 1347 (man- 
tags nach Gallen tag) Okt. 22. 10 

Die Quelle, Drucke und Eegesien bei DiM, Eselinger U.B. 1,436 n. 867. 

— ErweiUri und bis Georgii 1353 verldngert 1349 (Laurencien tag) Aug. 18. EbtL 

188. Volz Zische, BUrger zu Heilbronn, und seine )Frau Elisa- 
beth weisen der Geistlichkeit an der Pfarrkirche eine Gulte von einem 
Pfund Heller auf Frauent-ag in der Ernte an auf V It Morgen Wein- 15 
gdrten am Hagelsberg auf Sontheimer Markung neben Heinrich Wig- 
mars Acker und V« Morgen Acker zu Bbckihgen auf der Lachen 
zwischen der Voltnarin und dem alien Scheiffener. Das Pfund ver- 
machte sein Schwdher Bruder BichUn selig. ^ Siegler Gebwin MUnss- 
fnaister und Heinrich Wigmar, Bichter zu Heilbronn. — 1347 (neihsten 20 
dinstag vor sant Thomas tag dez zwelfboten) Dez. 18. 

Heilbronn Lade 25,42. Or., Pg., das zweite Siegel abgeriseen, 

189. Heinrich Hirt, Bilrger zu Heilbronn, und seine Frau Elz 
verkaufen der Geistlichkeit an der Pfarrkirche daselbst 10 Schilling 
Heller Zins von '/i Morgen Weingdrten am Stiftberg auf SOlmer 25 
Markung zwischen den Weingdrten des Vincke von Menzingen und 
des Ebingers und Jauche's urn 5 Pfund. — Siegler Gebwin MilnS' 
meister und Diether Gebwin, Bichter zu Heilbrann. — 1348 (neihsten 
montag naoh dem &b^sten tag) Jan. 7. 

Heilbronn Lade 25, 43. Or., Pg., mit Siegeln, Das erste am rechten 30 
Band beschddigi. 

190. Die Pfalzgrafen Budolf und Buprecht, GebrOder, u^nd 
Buprecht Herzog Adolf s seligen Sohn verzichten zu gumten der Her- 
zoge von Bayern Ludwig [von Brandenburg], Stejfhan und Lndwig 



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1348 Jan. 16 — 1348 Febr. 19. 85 

ixuf Niederbaj/em um 60 000 Gulden und 6000 Mark Silber,. wofur 
iknen u, a. der Zehnte zu Heilbronn verpfdndet wird. — Ingohtadt 
1348 (mitwochen vor sant Agnetis tag) Jan. 16. 

Gedr. : Quellen und Erdrt. e, hayr, und deutschen Gesch. 6, 403 naeh 
5 dem Or, im h. g. Hauaarchiv Miinckm. 

a) Die BrUder St^phan und Ludwig van Bayern bmachrieMigm den 
Rat und die Gemeinde »u SeObronn davcn. — IngolHadt 1348 (donnerstag 
Tor sant Agnefeifi tag) Jan. 17. Beg. Boiea 8j 123. 

191. Kmig Karl [IV.] bestatigt der Stadt Heilbronn ihre 
10 Freiheiten, Gewohnheiien, Rechte und Briefer verspricht^ nichts daran 

zu dnd&m noeh zu verkUmmem, die Stadt in keiner Not des Reichs 
zu verkaufen oder zu versetzen noeh sonst jemand fur ihn und das 
Reich pfanden zu lassen, aagt sie von oiler biaher verfaUenen Reichs- 
steuer und der Hilfe, die sie etwa von den Juden fur den Schinn 
15 erhalten, ledig, und erlaubt, dass die andern StacUe, denen er auch 
sokhe Brief e gegeben, ihr beholfen seien^ wenn »ie jemand vofh diesen 
Freiheiten drdngen woUe. — Ulm 1348 (nehesten snntage vor uiwerr 
frowen tag za liehtmessen) Jan. 27, 

StJL ReUhrtmn J, Briml. Or., Pg., MajestatesiegtH an rot und geJher 

20 Seidensehnur. -* Gedr.: Lunig 13,887. Reg.: Bdhmer-Huber n. 680. — Ahn- 

Uehe Frivikgien fur 23 sehwahiaehe Stddte, darunter Heilbronn, von 1348 Jan. 9 

und Jan. 27; vgl. fVischer) Forech. z. Deutachen Geechichte 2 n. 30 und 31. 

Bohmer'Huher n. 546 und 566, 

192. Konig Karl [IV.] bejiehlt den Stddten Esslingen, Rent- 
"25 iingen, Rottweil, Hall, Gmiind, Heilbronn, Wimpfen, Weinsberg und 

Weil, nachdem sie ihm durch ihre Bevollmdchtigten gehuldigt, seinen 
Laiidvogten den Grafen Eberhard und Ulrich von Wirtemberg an 
seiner statt zu schworen und zu hiddigen. — Vim 1348 (nehflten 
mitwochen vor unser frowen tag der liechtmesse) Jan. 30. 

^ Gedr,: SaiOer, Grafen 1,137 n. 108, — Reg.: Bohmer-Huber n. 591: 

GUnter, RoUweOer U.B. 1,98 ». 218; DieM, Esslinger U.B. 1,440 n. 880. 

193. Bischof Albert von Wiirzburg bestdtigt die Stiftuiig einer 
Pfrunde an der St. Johanniskapelle zu Heilbronn. — Wiirzburg 
1348 Febr. 19. ^ 

85 Heilbronn Lade 25, 35. Or., Pg. , Siegel an rot und gruner Seidemeeknur. 



^) Moglich iet auch Febr. 20, da man manchmal den Sehalttag wie einm 
gewdhnlichen Tag eahUe. Grottfend, Zeitreehnung 1,167, 



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86 1*^8 Fcbr. 19. 

In Dei nomine amen. Albertns Dei gracia electas in episcopnn^ 
Herbipolensem, confirmataS; ad rei memoriam sempiternam. Quoniam, 
ut sacer canon testatur | bone rei dare patrociniam sea consnltam et 
presentis vite subsidium optinere et eteme remnneracionis premium 
cernitnr expectare, quia igitur certa bona inmobilia I et anni redditns 5 
ac census sufficientes ad fnndacionem seu dotacionem beneficii ecclesia- 
stici sacerdotalis simplicis non curati^ raissarie cappelle sancti Jobannis 
baptiste site intra muros opidi Heilprunnen nostre dyocesis instituendi 
de novo in laudem omnipotentis Dei et gloriosissime virginis Marie geni- 
tricis eiusdem beatique Johannis baptiste predicti ac totius ierarchye lo 
celestis necnon ob divini numinis cultus augmentum a discreto viro 
Heinrico; nato quondam Heinrici dicti Wigmar opidano ibidem in 
Heilprunnen zelo devocionis accensso pro sue et snorum . . progeni- 
torum . . antecessornm et successorum animarum remidio salutari 
annue donati et deputati existunt, prout documentis annuis ^^ nobis 15 
constat; nos itaque Deum habentes pro oculis, divinum quoque cultum 
in nostro episcopatu temporibus nostris augeri ex iniuncti nobis desuper 
pastoralis officii debito desiderabiliter affeetantes necnon huiusmodi 
missarie fnndacionem seu dotacionem ratificando et gratificando in 
Domino collaudantes ad ipsius fundatoris seu dotatoris predicti suppli- 20 
cacionem votivam, huiusmodi missarie beneficium ecclesiasticum sim- 
plex non curatum prespiterale in cappella sancti Johannis predicti de 
consensu honorabilis (jlrici de Wirtenberg, rectoris ecdesie parrochialis 
ibidem in Heilprunnen expresse et rite adbibito super eo, in nomine 
Patris et Filii et Spiritus sancti canonice sub hiis scriptis instituimus, 25 
intytulamus, auctorisamus ac eciam confirmamus perpetuis quidem 
temporibus divina favente clemencia duraturnm. Jus patronatus autem 
huiusmodi midsarie ad Heinricum fundatorem predictum quoad vixerit 
et post moilem ipsius ad propinquiorem seu proximiorem in linea 
consanguinitatis sue descendentem ab eo, masculini sexus dumtaxat, SO 
ut patronos ipsius missarie perpetuo pertinere debebit, ita videlicet, 
quod idem patronus, qui pro tempore fuerit, ydoneum . . clericum 
secularem actu prespiterum existentem vel saltem infra annum a tem- 
pore adepte pacifice possessionis beneficii huiusmodi numerandum 
utique prespiterandum, legitimo tamen inpedimento cessante, ad 35 
huiusmodi missarie beneficium quociens vacaverit pro missario infra 
mensem ab ipsius beneficii vacacionis tempore conputandum loci . . 
ordinario seu • • archidiacono presentare debebit, alioquin eiusdem 



a) Solltt icohl certift heisiteti ; rtrm'twitbtn in tiedattktn an dnn nirhevgett^iult unnue. 



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1348 Febr. 19. 87 

beneficii provisio ad loci dyoceBanum pro ilia vice tantummodo per- 
tinebit. Statnendo quoque irrefragabiliter ordinamus, quod qnilibet 
missarius buinsmodi ibidem in Heilprannen residenciam faciat per- 
sonalem eontinuam absque vara quodque ipse missariuB in dicta 
5 cappella cottidie nisi legitime inpediatur missam suam habeat sive 
dicat, ilia hora videlicet, que ipsi • . rectori seu plebano ibidem in 
suo inre seu alias absque vara preiudicari non possit, quod quoque 
ipse missarius una cum rectore seu plebano diete parrocbialis ecclesie 
in ea presertim in diebus dominicis, celebribus et festivis, in vigi- 

10 liis quoque suis^ divinorum (!) officiis tarn diurnis quam nocturnis 
nee non generalibus processionibus debitis et consuetis, legitime tamen 
inpedimento cessante reverenter intersit, indutus superpellicio clericali 
legendo et cantando debite una secum, ut divina officia ibidem eo 
devociuS; sollempnius et decencius celebrentur, quivis eciam missarius 

15 huiusmodi universas et singulas oblaciones ae missarum conparaciones 
seu animarum reconmendaciones quecumque sibi pnblice vel oculte 
facte fuerint seu oblate ibidem^ statim totaliter et absque vara seu 
fraude ipsi . . rectori seu plebano defferat et presentet. Preterea 
huiusmodi missaria eciam alias quam ut predicitur in *^ preiudicium 

20 sive dampnum ipsius parrocbialis ecclesie suique . . rectoris seu pie- 
bani exnunc vel inantea minime redundare debebit. In quo ipsius 
missarii cuiusque conscienciam strictius oneramus. Porro bona et 
redditus sive census, cum quibus dicta missaria exnunc dotata est ac 
amplius dotabitur in futnrum, revera fore ecclesiastiee libertatis 

25 decemimus et pronunciamus legitime in hiis scriptis, eximentes ea 
et presentibus promulgantes exempta a precariis, sturis, hcrbergis seu 
hospiciis ac universaliter ab omni jugo seu onere cuiuslibet layce 
seu illicite potestatis. In quorum omnium et singulorum premissorum 
testimonium perpetuum atque robur has litteras desnper conscriptas 

30 mandavimus nostri sigilli appensione muniri. Datum Herbipoli anno 
Domini millesimo CCCXL"** octavo, 11. kalendas marcii. 

194. Elz ByrkeriUf Burgenn zu Weinsberg^ verkauft dem Pfarrer 
tmd den Pfriindnern an der Pfarrkirche zu Ileilbronn 10 Schilling 
Heller Gulte und Vorgeld, die Kunz Tilman fiir seinen und seiner 
35 Mutter Jahrtag gekaiift hat, von ihrem Weingarten zu Weinsberg 
zwischen denen des Klosters und Siegfried Engels um o^li Pfnnd 
Heller kleines Geld. Strafe bei Versdumnis der Zinszahlung Verfall 



a) dicitar in anf liatur. 



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$8 1348 Jiini 4 — 1349 Marz 12. 

des Weingartens zu Fronhanden. Burden ihr Bnider Albrecht Byrker 
and Wolflin Venh%ger, Bilrger zu Weinsberg, mit der VerpJUchtung zum 
Einlager nach Weinsberg. — Siegler Syfrid Stameler, Edelhiecht, uud 
Rugger Fliner, Bichter zu Weinsberg, — 1348 (an der neihsten mit- 
wohe vor dem pfingstag) Juni 4. 5 

Heilhromn Lade 35,42, Or,, Pg., das erste Siegel abgegangtn, 

19S. Konig Karl [IV.] beurkundet, dasa da^ Paironatsrecht 
und die Kollation an der Pfurrkirclie zu Heilbronn ad epiBCopum 
et ecclesiam Herbipolenses de jure pertioet ac pertinuit ab antiquo, 
pront legitime nobis constat, und verzichtet zu gunsten des Bistums, 1^ 
tint jeden Zweifel zu beheben^ auf alle Recfife, die er und das Reich 
an der genannten Kirche haben soUten. — Eisenach 1349 (14. kal. 
febr.) Jan, 19, 

Gedr,: Mon, Boica 41^376 ex or. — Heg, Boica 6,161. Bohtner-Huber 
M. 838, — Daselbst ist nock eine zweite Ausfertigung nach dem Kopialhuch 15 
Lupoids von Bebenburg, wonach der Konig das Fatronats-, Kollations- und 
jedes andere Recht an der genannten Kirche, das bisher ihm und dem Reich 
gehdrte, dem Bistum schenkt. — Eod. d. 

196* Burkart der Snider von Heilbronn und seine Kinder Hans, 
Adelheid und Burkard terkattfen an Cunz den Cleberer 10 Schilling 20 
Heller Giilfe, vom weissen Sonntag an uber 3 Jahre in Kraft tretend, 
um 3^h Pfund Heller, woriiber ste quittieren, und weisen ihm die 
GiUte an auf ihre Wiesen zu Nordkeim; er erhalt sie von Heinrich 
Schimgke auf Maria Himmelfahrt. Die Verkdufer behalten das Recht 
des Rnckkaufs, Zeugen der Aufgabe sind: der Pfarrer twn Nord- 25 
keim, Konrad der Hase, Heinrich Schupke, Heinrich Hagerer und 
Kune Rih zu Nordkeim, — Siegler der Pfarrer, — 1349 (sant Gre- 
goren dag) Marz 12, 

Heilbronn Stiftungspflegregistratur, Fasz. 125,2. Or,, Pg., Siegel m»* 
dem Bug abgerissen. — Schimgke und SchUpke wohl ideniisch, 30 

197. Utrich, Propst dss Stifts zu Stuttgart, *) schenkt der Stadt 
Heilbronn seine Hduser daselbst zwischen Reinbot Wigmars Anwesen 
und EUins von Binswangen Hans mit der Verpflichtung, jdhrlich 
15 Pfund Heller Heilbronner Miinze zu verwenden, 1 fiir den Pfarrer 

*) Stammi aus Heilbronn, ein Priestersohn, zugleich Pfarrer zu Bretteti. 
Wilrtt, aus rom, Archiven (Wiirtt. Geschq, 2) 426 f. n. 124 f. 



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1349 April 1 — 1849 April 14. 89 

find die Pfrundner an der Pfurrkirche zu einem Jahrtag fUr ihn, 
seine Mutter und seine Vorfahren, das sie auch auf andere sicker e 
Outer anweisen kannen, 1 fUr den Bau der Neckarbriicke, w%d 13 
fUr die Strassen in und ausser der Stadt, wo es nbtig ist, und 
5 bestimmt, dass, wenn dieses Geld nicht verwendet werde, es an den 
Pfarrer und die Pfriindner an der Pfarrkirche fallen, und wenn sie das 
Geld anderswo anlegen, die dlteren Brief e^ deren er und die Priesterje 
einen haben, vemichtet toerden, auf jeden Fall ungMiig sein sollen. — 
1349 (nehsten mitwochen tage vor dem palmen tage) April 1, 

10 HeUbronn Lade J^3, 20. Or., Pg., vam Siegel oben ein Stuck abgegangen. 

Die uberdnetimmende Urkunde dee Scktdtheissen, dee B&rgermeieters und des 
Bate van HeUbronn 1349 (an der asscherigen mitwochen) Febr. 26. Lade 25, 42. 
Or., Pg., das dreiecbige Stadteiegel abhangend, an den Bdndem beschddigt. 

198* K. Karl [IV.] bestdtigt dem Kloster Maulbronn die von 

15 seinen Vargdngei-n verliehene Steuerfreiheit seiner Giiter zu Heilbronn. 

— Speier 1349 (des nehsten sunabent vor dem palme tag) April 4. 

St.A. HeUbronn /F, Maulbronner Hof. Or,, Pg,, Maieatdteeiegel. Ein 
auf dem Umschlag encdhntes Vidimus von 1349 (feria quarta ante diem Lau- 
rentii) Aug, 5, ebenfaUs zu Speier ausgeetelli, ist mcki mehr vorhandm. 

20 199. K'Onig Karl [IV.] giebt Elisabeth, der Frau Engelhards 

von Hirschhom, das Uaus des reiche^i Juden Nat/utn zu Heilbronn 
gegeniiber dem Haus des Rottinger als rechtes Eigen und gebietet der 
Stadt, sie dabei zu schHtzen. — Speier 1349 (dienstage in der oster- 
heiligen tagen) Apr. 14. 

126 St.A. Heilbronn I Weineehnten u. s. w. Absehrift aua neuester Zeit aus 

Darmstadt, Beg. : Bohmei^tiuber n. 934 fnach Or, Darmstadt) : Archiv /. hes$. 
Geech. 10, 108 nach Hiraehhomer Cop.B. 61, 

200. Propst Burkhard und Konvent des Klosters Adelberg 
verkaufen an Ludtoig, Lutzen Sohn, Biirger zu Heilbronn, PIz Morgen 

30 Weifhgdrten am Stalbiihel, ebensoviel am Lintberg und *'/i4 im Seilach 
auf Heilbronfier Markiing ztcischen denen Bemharts, Konrad Erie- 
wins, Diether Gebwins, Beinhards von Eppingen und Heinrich Mil- 
smaltz's als Morgengabe fUr seine Frau Elsbeth, Konrad Gebewins 
Tochier, urn 183 Florentiner Gulden. Propst Burkhard und Bruder 

35 Johannes genannt der Ruhe geben die Giiter vor Gebewin MUnzmeister, 
Diether Gebewin, Hans Fiuwer, Gerhard von Waiblingen und Folmar 
Lemlin, Richtem zu Heilbronn, auf. — Zeugen die Richter, ferner 



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90 1349 Mai 7 - 1549 Nov. 3. 

Albrecht mid Hartmut die Bockingery Gebruder, Brttder Heinrick und 
Bruder IValther, beide Pfleger des Hofes zu HeUbronn, Bruder DiepoM 
von Metzisweiler (Metzlins wyler) der NiHter w. a. — Siegler die Aus- 
stdler und die Richter. — 13i9 (nehsten danrestag nach dez heiligen 
cruces tag ale ez fnnden wart) Mai 7, 5 

St. A. Addberg 16. Or., Pg,^ am i. Siegd der Rand ohen, am Utsten 
rechts unten heschddigty am 3, der Schild und der Band oben und links mii 
den Siegtlgtreifen herauagerisstn, 

m) JJesgL, steUen dls Burgen die genannten 5 Richttr (der UizU bloss 
Folmar genannt), den alien Bockinger und aeinen Bruder Hartmut Bockingtr, lo 
Burger zu HeUhronn. — Siegler die AusHeUer und die Burgen, die beiden 
letzien in umgekehrter Beihenfolge, — Eod. d, — Ebd. Or,, Pg,, am 5. Siegel 
der rechte, am S. der obere Band beschddigt, beim 7. von oben bia unten der 
Siegelstreifen herauegerissen. 



201. Markgraf Ludwig von Brandenburg beurkundet, dass er 15 
und seine Bruder ihre Lande geteilt haben, so dass u. a. der Zehnte 
zu Heilbronn ikm, Ludwig dem Rmner luid Otto dem jUngeren bleibt. 
— Landsberg 1349 (n&bsten sunntages nab unserer fra'^n tag als 
si geborn ward) Sept. 13. 

LetztmaU gedr. ; QueUen und Erort. z. hayr. und deuischen Gesch. 6, 407. 2k\ 

202* Die Graf en Eberhard und Ulrich von Wirtemberg ver- 
sprechen, wenn Markgraf Ludwig von Brandenburg und seine Bruder 
den Weinzehnten zu Heilbronn um 3000 Ffund Heller von Graf 
Albrecht von Ottingen losen wolleii, denselben [den sie als Afterpfand 
von Albrecht inne haben] herauszugeben; wenn sie aber mit Ludwig 25 
ntid seinen Brudern ubereinkomnien, dass der Weinzehnte von ihnen 
gelost werden solle, so soUe Albrecht ihnen den Pfandbrief herausgeben 
und nichts mehr damit zu schaffen haben. — Geislingen 1349 (necbsteo 
affcermontag nacb aller beiligen tag) Nov. 3. 

Gedr.: Ofele SS. rer. Bote. 2,177. Vgl. Stalin 3,248. 30 

203* Wigmar Gerhart genannt von S insheim (8\m%hem) und 
."^eine Fran Katharina, Biirger zu Heilbronn, verkaufen an Lutz von 
Lauffen den Jungen, ebenfalls Biirger daselbst, 15 Schilling Heller, 
ein Fasnachthtdhn und ein Herbsthuhn jdhrlichen Zins vom Haus 
Heinrich Nagelspergs in der von GrAningen Gasse um 10 Ffund 35 
Heller t worUber sie qnittieren, mit dem Wiederkaufsrecht fiir die 



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1340 Dez. 24 — 1350 Jan. 31. 91 

ndchsten 3 Jahre vom obersten Tag an und siellen ats Wehrburyen 
Johann Fuer tmd Kunz Wigniar, setnen Schwager, Burger in der 
genannten Stadt. — Siegler der Aussteller und Johann Fuer. — 1349 
(an dem heilgen abent ze wihennahten) Dez. 24. 

5 St A. Addberg 16. Or,, Pg., an beiden Siegeln der Schrif fraud grossten- 

ieils abgesprungen. 

a) J&t Nagdspergin und ihr Sohn Hairttoig^ Burger zu HeUbronn, ver^ 
kaufen an Luis von Lauffen den jungen, auch Burger daselbst, 6 Schilling 
HeUer Zins von ihrem Hau9 in der Gruningen Gasse zunschen Pfaff Joliann 

10 Stupfe und Johann von Sontheim urn 3 Pfund HeUer, woruber sie quittieren, 
und behaUen sick das Ruckkaufsrecht fur die ndchaten drei Jakre auf LichU 
mess vor. — Siegler Diether Gebwin und Volmar Lendin, Miehter zu Heilbronn: 
— 1350 (neihsten dinstage vor imser frawen tag kerzwihe vor vasennaht) 
Jan. 26. — Ebd. Or., Pg., am zureiten Siegel der Schild und die Umsehrift 

15 oben und unten in der BreUe der Siegelstreifen mit diesen kerausgerissen. 

204* Bruder Johann von Dachenhaiisen, Kommismdr Erzbischof 
Balduins von Trier, absolviert Klerus und Volk von Heilbronn von 
alien geistUchen Strafen, die sie sich in der Angelegenheit K, Ludwigs 
zugezogen haben. — Esslingen 1350 (prima die januarii) Jan. 1. 

20 StA^ Heilbronn I, Beligionstoesen. Or., Pg., mil unten rechts beschd' 

digtem Siegel. 

20S» Anfia, Konrad Keirchers Witwe, Biirgerin zu Heilbronn^ 
verkauft an Konrad Schoning, Burger daMlbst, 1 Pfuiid HeUer GOlte 
und Vorgeld, auf Martini zu zahlen, avf ihrem etwa 14 Morgen 
25 grossen Acker zu Grossgartach zu der Hart urn 12 Pfund HeUer ^ 
worilber sie quittiert, und setzt als Wehrbiirgen ihre Stiefbriider Peter 
und Hans fUr Jahr und Tag. — Siegler Diether Gewin und Hans 
Fuer, beide Richter zu Heilbronn. — 1350 (an dem nehsten samp^- 
tag vor unser frawen tag kertzwihe) Jan. 31. 

30 StA.. Heilbronn II, Grossgartach. Or., Pg., das 1. Siegel links unieUy 

das 2. oben beschddigt. 

206* Innengard die Bederin zu Heilbronn im BiUigheimer 
Hof verkauft an die Abtissifi Elsbeth und d-en Konvent des Klosters 
Billigheim einen Morgen Weingarten am Stalbilhel zwischen Konrad 
35 Lutwin und Benz von Bockingeu, behdlt d^s Recht des Ritckkaufs 
um die genannte Stmime, nach ihrem Tode faUt der Weinberg aber 
jedenfalls an das Kloster. — Siegler Gewin Munssnieister und Diether 



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92 1350 Pebr. 8 — 1860 Apr. 17. 

pan Obrighehn (Oberkein)j Bichter zu Heilbronn. — 1S50 (mantag 
nach der pffaffen vasenacht) Febr. 8* 

Heilbronn Lade 53, BiUigheim 1. Or,, Pg., mit Siegeln. 

207. Pfalzgraf Ruprecht behalt sich bet seinem Schiedaspruch 
zwiscken Markgraf Ludwig von Brandenburg und Konig Karl IV. 5 
u. a. die Entscheidung iiber den Zehnten zu Heilbronn vor. — Bautzen 
1350 Febr. 14, 

Der Urkunde vom Febr. 1$, worin der Markgraf den Schiedsepruch 
anerkennt, ineerurt und mii dieaer gedr,: Sommersbtrg, SS. rer. Sties. 1^981; 
Lunig CD. Germ. 1,1066; Riedel CD. Brandenburg. 2 b, 274. Vgl femer 10 
sur Oberlieferung Bohmer-Huber, Eekhssachen n. 117 f. -^ Karl besiatigt den 
SchUdssprueh Febr. 14. Bohtner-Huber n. 1218. 

208. Markgraf Ludwig von Brandenburg, zugleich filr seine 
Brilder, die zu ihm geteiU 8ind, bevoUmdcktigt mnen Vetter Pfalz- 
gi'of Ruprecht den dlteren, den von seinem Vater um 3000 Pfund 15 
Heller versetzten Zehnten zu Heilbronn von Wirtemberg oder Ottingen, 
uer ihn gerade inne habe, zu losen. — Nfmiberg 1350 (gamsstag 
vor jabiiate) Apr. 17. 

St.A. Heilbronn II, Wurtt. Pfleghof. Dr., Pg., mit Siegel 

a) Desgl. ohne Erwdhnung der Bruder, eod. d. — IJbd. Dr., Pg. mit 20 
Siegel. — Reg.: Koch-Wille, PfaUgrafen 1,161 n. 26.^4. 

b) Dere. gU^t dem Graf en Albrecht von Ottingen davon Nachrichi und 
hittet, den Pfalegrafen nicht an der Losung zu hindem, — Innsbruck 135() 
(nehsten freytag nach sunt Peter und sand Pauls tag) Juli 2» — Ebd. Or., 
Pg., Siegel uf dem rucgen mit Pergamentdecke, — Gedr. : Oberrhein 9, 315. — 25 
Reg.: a. a. 0. n. 2662. 

e) Markgraf Ludtoig der Romer von Brandenburg entldsst den Graf en 
Albrecht van OtHngen aus seinem Lehensverband wegen des Zehnten su Heilbronn 
und weist ihn an, kUnftig seinem Bruder Markgraf Ludwig damit su Diensten 
zu sein. — Luckau 1351 Dee. 24. — Reg. Boica b, 228. — Gehort sum TeUungs- 30 
vertrag aber die bayrischen Lands vom gleichsn Tag. Qu. und Erori. sur bayr. 
und deutseh, Gesch. 2, 416. Bdhmer^Huber, Reichssachen n. 149. 

209. Engelhard, Heinrich, Burgsint und Anastasia, die Kinder 
Konrads von Helmund, verkaufen an das St. Klarakloster 30 Schil- 
ling Heller Giilte [Clever- J Sulzbacher Wdhrung und 2 Fasnacht- 35 
hiihner von ihren Gutern zu Sulzbach, die Vasolts Tochter und Fritz, 
der Btibin Sohn, bauen, um 15 Pfund Heller und stellen als Bilrgen 
Pfaff Heinrich Schlegel von Lowenstein, Rfldger den Roscher, Ritter, 



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1350 April 17 — 1351 Febr. 17. 93 

und Glaus von Emlinyenf Edelknecht. — Siegler die Brud^r uftd die 
Burgen, — 1350 (neiheten sampstag vor sant Georgen tag dez heilgen 
marterere) April 17. 

St. A. HeUbrann IV, Klarakloster. O., Pg,, am ersim Siegd links, am 
5 zweiten links und ohen SUUke abgebrochen^ das dritte unten gerbrochen, das 
vierte abgerissen, das fiinfte hat einen Sprung, Aussen u. a. : Den 26. aprilis 
anno 1723 in der renovationspubli cation ist in gegenwarth heim vogts von 
Weinsperg der verglieg geschehen, das ein fasnachtshune nmb 8 kreuzer zolle 
bezahlet werden oder zolle zelbige in der natur lieferen. 



10 210. Pfaff Gebtvin, Gebwin Husen seligen Sohn, verkauft an 

Elsbeth, Konrad Vederers Witwe, auch Biirgerin zu Heilbronn, ein 
Pfund Heller Zins von seinem Hat4S Uber dem Keller hinter Gerhard 
Fuers Hofraite zwischen seinem andern und seiner Schwester Haus 
urn 11 Pfund, — Siegler*: Konrad Gebwin und Heinrich Wigmar, 

15 Burger und Richter zu Heilbronn, — 1351 (neihsten dinstag vor 
dem 5ber8tag tag ze wihennahten) Jan, 4, 

Heilbronn Lade 25, 43. Or., Fg., mit Siegeln in umgekehrter Folge, 

211. Johann, Konrad Fuers Sohn, Bilrger zu Heilbronn, ver- 
kauft an die Pfarrkirche 10 Schilling Heller Zins von einem Hof 

20 des Spitals zu Frankenbach, verfallen auf fibersten [Jon, 6], urn 
6 Pfund Heller und stiftet fur sich und seine Frau Adelheid einen 
Jahrtag mit einer auf Martini verfaUenen Gulte von 11 Schilling^ 
4^li avf MArschen Hof, 3 Schilling und 3 Heller auf des Kochs 
und ebensoviel auf der Herbstin Hof, aUe zu Frankenbach. — Siegler: 

25 Konrad Fuer, Vater, und Johann Fuer, Vetter des Ausstellers, Richter 
zu Heilbronn. — 1351 (an dem nechsten d&nderstag vor sant Peters 
tag dez hailgen zwelfboten alz er ze babst erhfiht wart) Febr. 17. 

SLA. Heilbronn I, BeUgionswesen, Or^ Pg,^ beide Sitgel ahgtgangtn. 
Aussen 2. HiOfte des 15. Jh, : R. Adelheidis Rugerin et GAntheri de Leuwenstein. 

30 212. Pfaff Johann Stupf, Pfrundner an der Pfarrkirche zu 

Heilbronn, schenkt vor den Richtern Konrad und Diether Gebwin,, 
Gebrudern, dem Kloster Adelberg Bremensteiger Ordens */4 Morgen 
Weingdrien am Lerclienberg zwischen denen der Pfarrkirche wid 
Konrad Hirts und ^/g am Hundsberg (buns-) zwischen denen des 

35 Klosters Billigheim und der Kinder Hartmuds von Waiblingen und 
bekommt sie als hhensldngliches Lehen urn ein Fasnachihuhn Zins 



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•94 1351 Juli 12 — 1351 Anjr. 81. 

zuriick. Bet ehafter Not darf er sie verkaufen oder rersefzen, nach 
seinem Tod fallen sie ana Kloster. — Siegkr die beiden Richter, — 
1S51 (neiliBten diostag Tor Bant Margarethen tag der heilgen jftng- 
frawen) Juli 12. 

StJL, Addhtrg 16. Or., Pg., am erstm Siegel der Rand links unten 5 
^bgebrochen. 

213* Wolf, Tochtermann Heinrichs von liockingen, und seine 
Fran Sonne, Biirger zu Heilhronn, verkaufen an die GeisUichkeit 
an der Pfarrkirche daselhst 10 Schilling Heller Zins com Weingarten 
j^eines Bruders Dietrich StoUe am hintern Stiftberg auf Sillmer Mar- 10 
kung neben Gebur Fuers seligen Meingarten und der Hainrichin, urn 
5 Pfund 8 Schilling und stellen als Burgen Heinrich von Bockingen, 
IVolfs Schwdher, und Heinz Riilin, Biirger zu Heilbronn, mit der 
Vetyflichtung zum Einlager in Heilbronn. — Siegler Hans Fuer und 
Gerhard von Waiblingen, Richter zu Heilbronn. — 1H51 (neihsten 1^ 
<l&nderstag vor sant Laurencien tag dez heilgen marterers) Aug. 4. 

Heilbronn Lade 25, 43. Or., Pg., mit Siegeln. Das ersle ohen be^chadigt. 
Aussen aus dem 14. Jahrhundert: littera Rudolfi Messcnerz. 



214* Elsbeth, Abtissin, und Konvent von Billigheim verkaufen 
an ihre Mitschwester und Sangfrau Anna Liitewinin von Heil- 20 
bronn ^/a Morgen Weiyvgdrten, vonnals Heinrich Sweuden gehorig, am 
Grnningesthal neben dem von Gruningen um 22 Pfund Heller; nach 
ihrem Tod soil der Weinberg an das Prioramt ^) fallen, der Wein 
den Schwestern in das Refektorium (den rebentir) gegeben und Antias 
.und ihrer Base Adelheid Kelnerin Jahrtag begangen werden, bei Ver- 25 
saumnis, ebenso wenn ihn das Kloster versetzen oder verkaufen will, 
der Weingarten an die beiden Pfriinden zu St. Nikolau^ in Heilbronn 
fallen. — 1351 (an der mltwochen nach sende Bartolomeus tage) 
Aug. 31. 

Heilbronn Lade 53, BiUigJ^eim 3. Or., Pg., mit 2 Siegeln, 30 

213» Ko7irad Teiting und seine Frau Anna, Biirger zu Heil- 
bronn, verkaufen an die GeisUichkeit an der Pfarrkirche zu Heilbronn 
5 Schilling Heller Gillte und Vorgeld von ^U Morgen Wiesen zu 

*) Dies ist vielleicht der Sin7i, das Wort : das pal, uber dem p ein Haken, 
.honnte ich nicht entziffem, = priol? dann muss man Amt erg&neen. 



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1352 Miirz 16 — 1358 Mai 10. 95 

Flein am Greifenbrunnen um 2 Pfund 15 Schilling guter alter 
Heller, znm Jahrtag von Pfoff Hertrichs KeUnerin von Lauffen 
gehorig, und stiften ebensoviel dazu fitr einen Jahrtag fUr seinen 
Voter Konrad Teiting. — Siegler Hans Fuer und Wiginar von Sins^ 
5 heim, Richter zu Heilbronn. — 1352 (neihsten fritag vor mitter- 
vasten) Marz 16. 

Heilbronn Lade iio, 44. Or., Pg., das zweite Siegel am Band heschddigt. 



216. Heinrich Misseback, geses.^en zu Neckargartach, schuldet 
der Pfarrkirche zu Heilbronn einen jdhrlichen Zins von einetn Pfund 

10 Heiler von seiner Miihle zu Neckargartach, der unteren am Bach, 
und der Wiese dabei, das er bisher deni Konrad GebAr Fuer selig 
gegeben und dieser der Prdsenz zu einem Seelgerdte vermacht. — 
Siegler sein Pfarrer Herbort, Kammerer zu Neckargartach, und Hans 
Fuer, Richter zu Heilbronn. — 1352 (neihsten dinstag vor sant 

15 Martinstag dez heilgen byschofs) Nov. 6. 

Heilbronn Lade ^5, 43. Das erste Siegel ahgegangen, das gweite stark 
heschddigt. 

217. Pfoff Walther, Pfriindner am St. Katharinenaltar der 
Pfarrkirche zu Heilbronn, Heinrich Wigmar und Heinrich Strulle, 

20 Burger daselbst, teilen auf Bitten der Pfriindner an derselben Kirche 
Heinrich Milchsmaltz und Dietz von Bonniglieim die zu deren PfrUnden 
gehorigen GUter: die des Dietz erh&lt von der andern jdhrlich 15 Schil- 
ling Heller und zahlt jdhrlich ein Pfund an die des P faff en Johann 
Tieringer, Trauf und anderes Wasser von der Hofraite des Diez 

25 hat seinen Weg durch den Teil der Hofraite, der zu des Milchsmaltz 
Pfrimde gehort. — 1352 (nehsten dinstag nach sant Martinstag) 
Nov. 13. 

Heilbronn Lade 26^43. Or., Pg., das erste Siegel zerbrochen. 

218. Konig Karl [I V.J bestdtigt dem Kloster Kaisersheim 
30 die Brief e von seinem Stifter und dessen Nachkommen, von romischen 

Kbnigen und Reichsstddten und u. a. den Besifz von 2 Hdusern, 
2 Kellern und 60 Morgen Weingdrten zu Heilbronn. — Prag 1353 
(freitags nach des heiligen cruczis tage als es funden wart) Mai JO. 

Beg. Boica 8,268. Bdhmer-Huber n. 1558. 



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96 1353 JuH 8 — 1368 Dez. 5. 

219* Markgraf Ludtcig von Brandenburg bevoUmdchtigt den 
Herzog Albrecht von Osterreich, in aeinen Misshellungen tnit Konig 
Karl [IV.] zu entscheiden, 7tnd unterwirft sich dessen UrteU. — 
Passau 1353 (montag vor sant Margarethen tag) Jidi 8. 

Gedr,: Sommersberg, SS, rer, SUesiac. 3^6L Eeg.: Lichnotosky, Hobs- 5 
harg 3, 483 n. 1638 (mU JuliSoder 16 ; letgtere$ i8t auageschlossen, da Margarethe 
am 13. und in Passau am 12. Juli gefeiert wurde). — Hieher gehdrt die ^un- 
datierte alte Ahschrift^ bet Kurs, Osterreich untt^ Albrecht dem Lahmen 364: 
Ludwig hevoUmdchiigt . . . fwie oben) und bittet u. a., dass er den vom Kdnig 
an Wirtemberg iibergebenen Zehnten zu Heilbronn Idsen dUrfe. 10 

a) Herzog Albrecht von Osterreich entscheidet zwischen Markgraf Lud» 
wig und Konig Karl [IV,] u. a. toegen des Zehnten zu Heilbronn (zum heiligen 
brnnn), dass ung&Uig sein und der Konig widerrufen soUe, was er nUi der 
Lehenschaft und dem Zehnten gegen den von Wirtemberg gethan, dass der 
Markgraf den Zehnten um die Summe, um die i?m sein Voter versetzty losen 15 
konne und der Konig ihm dabei behUflich sein solle, — Passau 1353 (frytag 
vor sant Jacobs tag) Jtdi 19. — Gedr. : Sommersberg I. e. 5, 60, Riedel, CD. 
Brandenburg. 2,2,348. — Beg.: Lichnowsky I. c, n. 1640; Reg. Boica 8^278: 
Bohm^'Huhtr, Beichssachen n. 177. 



220. Vohnar Lemlin und seine Frati Agatha, Biirger zu Heil- 20 
hronn, verkaufen an Bitter Hofwart von Lauffen ihre Hofraite in 
der Stadt Lauffen, wo das ThUrlein hineingeht, ihre Hofstatt im Dorf 
Lauffen an der Steige^ ihre Giiter in diesen beiden Orten und zn 
Besigheim (BayBenkein) und Hansen um 170 Pfund Heller, worubei- 
sie quittieren, und stellen als Wehrburgen Heinrich Wigmar den alien 25 
ScktUtheissen, L&twin den jungen und Gebwin, des AussteUers Bruder, 
Biirger zu Heilbronn. — Siegler der Aussteller und die BUrgen. — 
1353 (an sant Nycoiaus abent dez beilgen byechofs) Dez. 5. 

Sua. Lauffen 1. Or., Vg., das 1. und 3. Siegel abgegangen, die beiden 
andtm stark beschddigt. 30 

221. Konig Karl I IV J erlaubt dem Bikrgermeister, dem Bat 
mid den Burgern zu Heilbronn, einen Bosewicht, der Mord oder andere 
Bosheit mit '^ Vorsatz gethan und ins Kloster der Dentschherrn fliehe, 
darauszu nehmm, unbeschadet des Asylrechts (mit beheltnuss dem selben 
closter siner freyheit) des Klosters, das nur fur Leute gilt, die wegen 35 
Schulden, Totschlags und anderer Dinge, die ohne Vorsatz geschehen, 
dahin geflolien sind. — ScMettstadt (im achten unarer riche, dez 



») LSnig rahtchlich witr. 



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1354 Mai 10 — 1354 Sept. 30. 97 

nehesten samsstages vor ^> dem sontage als man singet cantate Domino) 
1354 Mai 10. 

Si,A. Heilbronn I, Privilegien, Or,, Pg, mit Besten des aufgedriickten 
Sekreis. Heilbronn, Lade 42 Vidimus von Joseph MuUer von Wolfegg von 
5 1425 (Johans tag ev.) Dez, 27, eugleich mit dem Priv, von 1359 Juni 2, 
Ebd, Vidimus des Ahts Georg von Schdnthal von 1509 (montag nach Bartholo- 
meus tag) Aug, 27, Lade 1 Vidimus desselben von 1510 (donnerstag nach 
sant Gallen des hayligen abts tag) Oki. 21. — Der Bestatigung K, Maxp- 
milians von 1510 Oki. 26 inserieri, mit dieser gedruckt: Lunig BA, 13,894^ 
10 Beg.: Bohmer-Huber n. 1840. 



222. Hans gesessen zu EhershuU und seine Fran Anna, Rup- 
recht Wyneiges Witive, verkaufen an die Geistlichkeit an der Pfarr- 
kirche zu Heilbronn ein PfundHeUer Giilte von l^h Moryen Wein- 
ydrten an der Bremenhalde (heilde) auf G elmersbacher Markung 

15 nebeti Heinrich Dyeprehts Weingarten urn 10 Pfund, je 10 Schilling 
(hcon zu den Jahrtagen fiir Priester Burkard, der das Pfund gestiftet 
/uit, und Adelheid von Binswangen. — Biirgen Heinrich Wiss, Walther 
Hepfenkein und Konrad Pfender, gesessen zu EberstadL — Siegler 
Pfaff Albrecht, Pfarrer zu Eberstadt, und Konrad Holzeler, Biirger" 

20 nieiMer zu Heilbronn. — 1354 (dunderstag in der heilgen pfingst- 
wochen) Juni 5. 

Heilbronn Lade 25, 43, Or., Pg., das erste Siegtl durch Htrausreissen 
des Siegelstrei/ens stark beschddigt. 

223. Abt Reynold und Konvent des Klosters Schdnthal beur- 
25 kutiden eine Stiftung von 100 Pfund Heller durch Konrad Ludolt 

und seine Frau Kimigunde, ivovon das Kloster jdhrUch am Karfrei- 
tag filr 6 Pfund Heller von seinem Hof zu Bbckingen Hellerbrotc 
an die Armen zu Heilbronn zu verteilen und die etwa iibriggebliebenen 
dem Spital zuzuweisen hat. Bei Versdumnis soil das Spital die- 
30 Stiftung ausfiihren. — 1354 (nehsten tag nach sant Michels tag) 
Sept. 30, 

Schonthahr Layerb, v. 1487; Diplomaiar von 1691 nennt den iStiftar 
Landolt. Vbcrsetzung bei Kremer, Chron. Schdnthal. 849. 

a) Biesdben bmrkunden di^ Stiftung von 100 Pfund Heller dwch Kon- 

35 rad Ludolt selig und seine Frau Kunigunde, Burger zu Heilfjronn, fiir ihre 

alien HeUigtn gewtihte KapeUe in ihrem untern Hof zu Heilbronn, womit das 

Kloster denen von Thalheim ihren Hof zu Flein abkaufte, und versprechen, eincit, 



a) eoiT. au8 ftaeh. 

Wttrtt. Geschiohtsquellen V. 



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98 1355 Miirz 1 — 1355 Aug. 1. 

tigenen Friester dasdbsi zu hcUten und bei Unterl(iS8ung oder wenn 3 MontUe 
keine Mease gelesen werde, dem Spital zu HeUhronn ^ Ffund vom genannten 
JSof zu Flein zu zahlen. — 1361 (an sanct Gerdruden tag der heyligen jungk- 
frawen) Marz 18, 

Schonthaler Lagerb, von 1487 zu 136 L Am ScJdusa spdier vermerkt: 5 
NB. SupersuBt literae scriptae ante hoc P. Bernard! Vilheuers, opus insigne : 
quae dicnnt scriptas et datas esse anno 1361. Ulis ergo credendum dico. 
— Diplomatar von 1512 Fol. 41 hat 1371, das von 1691 Foh 127 hat 
1371, LandoU, und bloss in unserni hof. Ubersetzung bei Kremer, Chron. 
Schonthal. 907 zu 1361, Reynold resignierte 1365, ivomit die Frage einfach 10 
erledigt ist. 



224. Konrad Ratgebe, seine Fran DetntU und seine Mutter 
Elle, gesessen zu Eberstadt, verkaufen an Wenidrut, Kellnerin des 
Ffaffen Johann Tieringer zu Heilbronn, 10 Schilling Heller Giilte 
von zwei Hdtisem zu Eberstadt urn 4 Pfund 16 Schilling (an vier 15 
sell, fiimf pfund), und stellen als Biirgen Heinrich Eeynisen und 
Konrad Wist, Richter zu Eberstadt, mit der Veiyflichtung zu Leistung 
nach Weinsberg. — Siegler P/aff Albrecht, Pfarrer zu Eberstadt, 
— 1355 (neihsten meintag vor dem sftntag so man singet oculi in 
der vasten) Marz 1. 20 

Heilbronn Lade 25, 44, Or., Fg., Siegel abhangend, links unien der 
Band abgebrochen, 

223. Kaiser Karl [IV.] bejiehlt den Stddten des Laudfriedens 
zu Schwa ben, besonders Augsburg, Vim, Esslingen, Heilbronn und 
Kordlingen, das Kloster Kaisersheim zu beschiltzen, — Regensburg 25 
1355 Juli 25. 

Beg, Boica 8, 325. Bohnier-Huber n. 2196, Fsslinger U.B. 1, 524. 



226. Kaiser Karl [IV.] besfdtigt der Stadt Heilbronn auf 
ihre Bitte alle Briefe und Freiheiten vom Reich, uie er schon als 
Konig gethan. — Sulzbach 1355 (an santh Peters tag den man so 
nennet vincula Petri) Aug. 1. 

Sua, Heilbronn I, Frivil, Or., Pg., Majestdissiegel mil BUcksiegel an 
rot und gelber Seidenschnur, in Leder eingendht in Holzschale. Auf dem Bug : 
Per dominum Joannem Luthomisliensem episcopum caucellarium Joannes 
Eystctensis. Aussen: liegistrata Volpei-tus. — Beg,: Bohmer-Huber n. 1910 35 
£1354 nach Jdger 1, 131] und Ergzg. n. 6838 nach (Lindner im) Neuen Archiv 
f, d. deutsche Geschkde. 8,263, 



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1356 Aug. 4 — 1356 Nov. 9, 99 

22 7 • Heinrich Lutz and seine Frau Ac/ties tind ihre Kinder 
Bi^dger und Heidwig, gesessen zu Bollingen, erhalten vom Kloster 
Billigheim den halben Hof daselbst als lebensldngliches Lehen gegen 
einen jdhrlichen Zins von je 6 Matter Korn, Dinkel und Haber, in 
:5 den Hof des Klosters zu Ueilbronn zu liefem. Bei Versdumnis des- 
selben und tmch dem Tode atter vier fdllt der Hof heim. — Siegler 
ihr Pfarrer Herbot. — 1355 (neihsten dinstag vor sant Laurencien 
tag) Aug. 4. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 5. Or,, Pg,, mil dbhangendem, stark 
10 heschddigUm Stegel. 

228. Kaiser Karl [IV,] verleiht dem Biirgermeister, de^n Ami- 
mann, dem Bat und den Burgern von Heilbronn die Gtuide, doss 
niemand sie vor dem Landgericht, andern auswdrtigen Gerichten oder 
dem Hofgericht verklagen darf sondern jeder sein Recht vor ihrem 

16 Schultheiss und ihr en Richtern nehmen soil und alle andern Prozesse 
ungUltig sind, ausser es werde dem Kldger zu Heilbronn das Recht 
verweigert oder wider Recht und Gewohnheit verzogen, bei Strafe von 
10 Mark lotigen Goldes, zur Hdlfte aji die kaiserliche Kammer, zur 
andern an die Stadt zu zahlen, — Niirnberg 1355 (des nehsten mith- 

20 wochen noch santh Niclos tag) Dez. 9. 

StA, Heilbronn 7, Privilegien, Or,, Pg., Majestdtssiegel mii RUchsiegel 
an gelher Seidenschnur^ unten beschadigt Auf dem Bug: Per dominum . . 
iiuigistrum curie Johannes de Glatz. Aussen: Registrata Hertwicus. — Heil- 
bronn Lade 19 Vidimus des Hofrichters Johann von Sidz zu BottweUj zusammen 
25 mit der Urkunde K, Friedrichs von 1442 Juli 20 von 1448 (nechsten vritags 
vor dem hailigen pfingstag) Mai 10. — Gedr. : Liinig 13 ^ 888. Reg. : Bohmer- 
Huber n. 2324. 

229* Bischof Albert von Wiirzburg gestattet dem Kloster Schon- 

thai, in seinem Hof zu Heilbronn an einem geeigneten Ort eine Kapel/e 

30 zu errichten und, jedoch ohne Beeintrdchtigung der Rechte der Pfarr- 

kirche, einen Priester zu halten. — Wiirzburg 1356 (feria quarta 

ante diem beati Martini) Nov. 9. 

Sua. Schonthal 60. Or., Pg., Siegel abhangend, zerbrochen. Die Stiicke 
sind durch das h.'rumgewickelte Werg zusammengehalten. — Kopie Kremir, 
55 Chron. Schonthal. 858. — Enccihnt : Schonthaler Ohleybuch bei Wibel, Hohenloh. 
Kirchen* und Beform.hi8t. 4j:i9 zu 1351. 

a) Bruder Berthold, Bischof von Cygana (Zygenensis), Weihbischof des 
Bischof 8 von Wiirzburg , Alberts von Hohenlohe^ verleiht alien reumiitig Beichten- 
deny die am jdhrlichen Fest der Weihe von Kapellc und Altar eur heiligen Jung^ 



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100 1357 Febr. 1 — 1357 April 22. 

frau^ Kathari/iaj Agnes und alien Heiligen im Hof dea KloHers Schonthal zu 
HeUbronn t€iln.'hmen, oder den Ori an den vier Feattagen Martens und d.r 
genantUen Heiligen besuchen oder milde Gaben reichen, oder abends beim Glockcn- 
zeichen nach rdmischem Branch knieend deti englischen Grass beteny 40 Tagc 
Ablass von Tod-y 1 Jahr und 1 Quadragene von Idsslichen Silnden. — 1357 5 
(in die festi dicti divisionis beatorum omniam apostoloram) Juli 15. — Ehd. 
Or.j Pg.y Siegel abhangend. Kopie bet Kremer I, c. 861. Cygana (nach Wiltsch) 
unbekatifity DiUcese Iberien am schwarzen Meer (Reiniger, Weihbischdfe von 
Wiirehurg), 

230* EiujeViard von Weinsherg eignet Heinrlch Wigmar dem 10 
altenj Schultheisen zti HeUbronn, ivegen trener Dienste die blsher von 
det' Herrscha/t IVeinsberg zu Lehen getragene7i Zehnten, je ein Vierfel 
am grossen und kleinen zu Sillzbach, Wimmeyithal und Grantschen, 
die Wigmar mit 4^k Morgen Wiesen zu Lehen aufgetragen haU — 
Vio7 (an unser frawen abende kerzwihe) Febr. 1. 15^ 

St. A. Schonthal 82. Or., Pg., der ohere Band des Siegels durch HerauS' 
reissen des PgMreifens beschddigt. 

a) Der genannte Heinrich Wigmar und seine Frau Agathe verkau/en 
diese Zehnten und einen Morgen Wtingdrten zu Sidzhach an das Klosier 
Schonthal um 267 kleine Flortntiner Gulden und stdltn als Wchrbiirgen Hein- 20 
richs Bruder Reinbol Wigmar^ Lutwiny Gerhard von Waiblingen und Konrad 
Holzererj alle Richter und Biirg^r zu Heilbronn. — Siegler Wigmar und die 
BUrgen. — 1357 (nehsten sambsta^ nach sant Agatlien tag) Febr. 11. — Ehd. 
Or., Pg.y das i. Stegel ohen und rechts unten, 3. und 4. rechts^ o. oben heschddigt. 
— Uliersetzung : Kremer^ Chron. Schontfial. 863. 25- 

231* Biirgermeister und Rat von Heilbronn henrknnden, da.'fs 
ihr Biirger Walther Halle von den PJlegern von St. Kilian, Koftse 
und Hans TMlaive um 30 Pfund eine Gillfe von 3 Pfund Heller 
gekauft hat und die Pfieger filr diese Giilte in dem kernder vor 
dem gebein ^) ein ewiges Licht brennen sollen, bei Versdumnis der 30 
Inhaber dieses Briefs die Giilte fi'ir das Jahr abverlangen und das 
Licht selber stellen honne. — 1357 (an sant Oeorgen abent) uApril 22. 

St. A. Heilbronn I, Religions wesen. (Jr., Pg., Stadtsiegel abhangend^ die 
obern Ecken ahgesprungen, 

232. Die Geistlichkeit zu St. Kilian in Heilbronn gelobt, den 35 
Jahrtag Jar Gebwin Munsmeister und die von Gemmingen, seine Fran, 
und ihre Kinder jdhrlich zweintal, um Kreuzerfindung und Magd^i- 

*) Kenidcr =-- Beinhau.^. 



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1357 April 26 — 1358 Dez. 20. 101 

ienetitag, zu begehen und erhdlt dafur 30 Schilling Heller Giilte. 

Bei Versaumnis fdUt diese fur das betreffende Jahr ans Sj)itaL — 

Siegler Konrad Teingeler, Pfarrer zu Heilbronn, und Gemot, und 

Wigmar Bernhard, Pfriindner daselbst. — 1357 (neihsten mitwoche 

S nach sant Georgen tag dez heilgen marterers) April 26. 

Heilbronn Lade :iOf 44, Or,y Pg,j die 3 Siegel aXle am Rand heftchddigt, 

233» Heduig, Abtissin, und Konvent des Klosters Billigkeim, 
verkaufsn an Kunigimde von Amorbach und Hedwig von Mosbach, 
Klosterf ratten, und Bruder Peter 1 ^/a Morgen Weingdrten zu Neckar- 

10 elz (Ellentz) in der Au urn 45 Gulden; tcenn eines derselben stirbt, 
soil das Gut an die andern, nach aller Tode an das Befectorinm 
(rebenter) des Klosters halb auf Nicola i, halb als man singet von 
nnsers herren wftnden, ^) fallen, Wenn Abtissin oder Meisterschaft 
das Gut aber verkaufen wollten, so dass die Priorin nicht nach dieser 

15 Bestimmung thun konfite, verfdllt es dem Pfarrer zu Billigheim, — 
1358 (nehsten tage vor sanct Georien tage) April 22. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 3. Or., Pg,, mil Siegeln, das des Kon- 
veiits auseinandergebrochen. 

234. Hilgunt die Xonne von Nordheim giebt vor Heinrich 

20 Wf/gmar, Bilrgermeister, und Bernhard von Waiblingen, Richter zu 

Heilbronn, dem St. Klarakloster daselbst ihre Gilter auf und empfdngt 

sie gegen einen J dhr lichen Zins von einem Huhn als lebensldngliches 

Lehen zuriick, — Siegler die genannten Biirger, — 1358 (an sanct 

' Thomas abent des beiligen zwelfboten) Dez. 20. 

25 Kopialbuch des St, Klaraklosters fol. 110. Jdger i, 124 und ohne Zweifel 

darnach O.A.B. Brackenheim 369 fdUcfdich zu 1338. 

at) Hans Mettner und seine Frau Anna, gesessen zu Kordheim, erhalten 
vom St. Klarakloster dessen Hof zu Nordheim, 102 Mo^rgtn Acker, 8 Morgen 
Wiesen und 6 Morgen Wald, den vor her Peter vom Reine innegehabt, als Erb- 

SO lehen um je 6 Malter Roggen, Dinkel und Haher und 6 Stinn Erhsen Zins. 
— Siegler Konrad Sunssheim und Heinz von Hausen, btide Richter zu Heil- 
bronn. — 1413 (sant Michels abend) Sept. 28. — Ebd. Fol. 117. 

235* Albrecht Rotgalle, Biirger zu Heilbronn, iiberldsst den 

Herrn von Adelberg lO^U Morgen Acker hinter dem Zaun, am 

35 Silchenbrunnen, oben an Benz Iliinrer und am Silchenhach auf lie il- 



*) Kach Grotefend, Zeitrechnung 1, 63 der zweite Freitag nach Fran- 
Lichnam. In Wiirzhurja' MissaUtni fand ich das Fest nicht. 



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102 1359 Jan. 9 — 1359 Juni 2. 

bronner Markung, den Morgen um 12 Pfund Heller, fiir einen von 
seiner Hofraite schuldigen Zins von 5 Pfund Heller, der zu 50 Pfund 
Kapital angeschlagen wird, und [73 Pfund] Schnlden, die er dem 
Orden und dem Kloster schuldig war, — Slegler der Aussteller und 
Hans Liitwin, Richter zu Heilbronn, — 1359 (neihsten mitwche ^ 
nach dem 6ber8ten tag) Jan. 9. 

St.A. Addherg 16. Or,, Fg,, d<ia 1, Siegel dbgegangen, das 2, am ganzen 
Hand beschddigU 

236. Pfaff Albrecht Bockinger, Kirchherr zu Helnrieth, und 
sein Bruder Hans iibeiiragen das Pfund Heller, das Konrad Kfrnx- Id' 
post selig von ihren verstorbenen Elfern Albrecht dem Bockinger 
und Adelheid gekauft und das auf den zwei Lehen zu Hofen (Hof- 
hein) stand, auf ihre Wiesen zu Bochingen neben ihrem Vetter Hart- 
mut dem Bockinger und RtUin von Bockingen, die Biidger Htine um 
30 Schilling Zins von ihnen zu Lehen hat; sic sind ve)yjlichtet, das 1& 
Pfund Jdhrlich auf Martini an Meister und Pfleger des Adelberger 
Hofs zu Heilbronn zu eitiem Seelgerdt fur Kumpost und sein Ge- 
schlecht zu zahlen. — 1359 (neihsten sampstag vor sant Agneten 
tag der heilgen jimgfrawen) Jan, 19. 

St.A, Ehd. Or., Fg., am ersten Siegel der Rand fast gam ahgebrockdt, 20' 
da^ zweite abgegangen. 

237. Elsbeth Boj^j^in, genannt von Gelmersbach, stiftet der Pforr- 
kirche 10 Schilling, nach ihrem Tod 1 Pfund Heller Zins von einem 
Morgen WeingdHen am Tetzberg zu Gelmersbach neben Heinrich 25^ 
Spidel und Gem Sohn von Erlenbach. Bei Versdumnis verfdllt der 
Weinberg zu Fronhanden. — Siegler die beiden Hans Fuer, Onkel 
und Neffe, Richter zu Heilbronn. — 1359 (neihsten dunderstag vor 
dem palmetag) Ajn-. 11. 

Heilbronn Lade 25, 43. Or., Fg., heide Siegel stark heschfidigt. 80 

238. Kaiser Karl [IV.] verleiht den Burgern von Heilbronn 
die Gnade, dass iveltliche Pfaff en oder andere geistliche Leute, die 

Wein, Getreide mid anderes Gut Geicinnes halber kaufen, und die, 
welche solche Habe in deren Hdusern einlegen und Gewinnes halber 
verkaufen, da von an Stadt- und lieichssteuer leiden sollen was jeder 35 
andere BiXrger daselbst. — Prag 1359 (nehesten suntage nach dem 
heiligen auffarttage) Juni 2. 



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1359 Juni 6 — 1359 Nov. 19. 103 

St. A, HeUbronn /, Privil. Or,^ Pg., Siegd unter PapierdecJee aussen 
angedruckt. Untm: Per domiDum luagistrum curie Heinricus Australia. -— 
Heilbronn Lade 42 Vidimus von Johannes Multer von Wolfegg von J425 
(Johans tag cv.) Bez. 27, zugleich mit dem PrivUeg von 1354 Mai 10, Pg. 
mit Siegelresten. Unten: Der keyserlich brief gehort wider der deutscheii 
barren erst ansprach. Der koniglich brief gehort wider der deutschen heiTcn 
vierde ansprach, nemlich von dez Kolners wegen. — Gedr,: Lilnig 13,889, 
Reg, Bdhmer-Huher n. 2959. 



239. Kaiser Karl [I V.J gestaftet der Stadt Heilbronn, die den 
10 (irafen Eberhard und Ulrich von WiHemberg schuldige Reichssteuer 
mit der bei ihnen zur betreffenden Zeit gangbaren MUnze zu zahlen, 
— Prag (nnserr reiche in dem dreutzenden uud dez keisertums in 
dem funften jare — an dem achten tage nacb unsers herren auffart- 
tage) 1359 Juni 6. 

15 Heilbronn Lade 37,27, Or., Pg., aussen Siegel unter Papierdeche. — 

Unten: Per dominum magistnim curie Heinricus AustraHs. 



24:0. Ileinz Beyer und seine Frau Greth, BUrger zu Sulnif 
verkaufeu an das St, Klarakloster zn Heilbronyi 30 Schilling Heller 
Zins von 12 Aforgen Ackern zu Reisach neben Walther Salzmann 
20 an der Binswanger Halde um 16 V2 Pftmd Heller und stellen als 
Bilrgen Heinnch Sickblock, Biirge^-meister, Wernher Vetter^^ und 
Fritz den Fiess, Biirger zu Sulm. — Siegler Konrad von Thalheiniy 
Biirger zu Sidm, und Heinrich yVigmar, Bilrgermeister zu Heilbronn, 
— 1:^59 (sanct Peters und Pauls abent zweger zwolfboten) Juni 28. 

25 St. A. Kop.B, Schotithal von 1512 Fol. 59. Ubers, bei Kremer, Chron, 

Schonth. 888. Falsches Regest Schonhuth, Schonthal 89 (als ob d^r Zins direkt 
an Schonthal verkauft wordcn ware), 

a) Das St. Klarakloster verkauft den Zins *) um 16 Pfund Heller an 
das Klosttr Schonthal. — 1361 (pahnabendt) Marz 20, — Kop.B, Schonthal I c. 



30 241. Mintz die Jiidin und ihr Sohn Abraham, geses.sen zu 

Heilbronn, qnittieren Engelhard von Weinsberg iiber 50 Gulden rilck- 
gezahlte Schulden, — 1359 (sant Elzbethen tag) Nov. 19. 

Reg. : Wiri, Frankcn 5, 373. 



a) Krtmer: Vetzer. 

*) Nicht die 12 Morgen Acker, wie es im Kop.B. hcisst. 



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104 1360 Miii-z 15-1360 April 22. 

242. Walther Wigmar, Bilrger zii Heilbronn, uud seine Fran 
Anna verkaufen an das Stift zu Wimpfen im Thai 18 Fasnackt- 
hilhner von der Bilt in den Bodern auf Eisesheimer Markung um 
14 Pfund Heller und stellen als Biirgen Hans Fihver d. j. und Gewin 
Wigmar, Bilrger zu Heilbronn. — Siegler der Aussteller und die 5 
Biirgen. — 1360 (ze mittervasten) Mdrz 15. 

St. A. Heilbronn /, lieUgionswesen. Or,, Pg., alle 3 Siegel ahgegangen. 
Aussen: u. a. 16. Jh.: Eiseslioim superiiis. 

243. Raven von Daisbach (Taspach), Edelknecht, und seine 
Fran Anna verkaufen Hire Gilter und Zinse zu Bollingen, die Mi'ihl- 10 
statt ausgenommen, an Volmar Lemblin, Bilrger zu Heilbronn^ um 
120 Gulden^ xvoriiber sie quittiereyi, tnit beiderseitigem Kiindigungs- 
recht auf 10 Jafire, je 2 Monate vor Georgii. Im Falle des Biick- 
kaufs dilrfen die schaff, die Volmar gende habeii; voile degen *) bis 
Martini. Lemlin kann ein Hans unter 12 Pfund Heller bauen und 15 
erhdlt beim Biickkauf eine von 2 Schiedsleuten und einem von diesen 
geudhlten Obmann zu bestimrnende Summe. Die Verkdufer tcehren 
die GUter, solange sie bloss verpfdndet sindj und geben sie dann 
dem Lehensherrn auf Biirgen: Beringer von Kirchkausen, Kunz 
und Bernhard Strube von Thalheim, beide zu Kirchhausen, und Bein- 20 
bot von Klingenberg, Edelknechte, mit der Verpjlichtung zum Einlager 

in Heilbronn. — Siegler Aussteller und Biirgen. — ISflO (sambs- 
tage in der osterwochen) April 11. 

Heilbronn, Stiftungspflegregistraiur Fasz. 127^ 7, Or., Pg.^ von den Siegeln 
nur das vorhtzie erhalten und dieses am linken Rand hesch/idigt. 25 

244. Kraft von Baj/pach, Kdelknechty weist der Pfarrkirche 
zu Heilbronn 8 Schilling 4 Heller Zins fir den Stiiuffer an auf 
20 Moy^gen Acker, von denen von Staufen gekauft, genannt „ausser detn 
halben Hof^, und 1 V2 Morgen Wiesen neben der Kochin und 7ieben 
Berth old Teipischer, hinter der Burg dem Bach zu, alles in Franken- 30 
hacher Mark. — Siegler der Aussteller u)id die Heilbronner Bichter 
Beinbot Wigmar und Heinrich Wigmar. — 13f)0 (sant Georgen 
abent) April 22. 

SLA. Hdlbronn I, R4igions'Wt'sen. Or., Pg.. did Si^'gel alle am UaKd 
heschddigi. 35 



*) (le^en mufts hier gldchhcdeutend scin wit ^Wtiih hahen"\ 



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1360 Juni 29 — 1360 Juli 20. 105 

24S. Kaiser Karl [IV,] belehnt Leutwein Nachst ^) von HeiU 
hronn mit einer Muhle diesseits der Briicke vor der Stadt, die ihm 
durch seines Grossvater's^^ Konrad Leutwein Tod zugef alien ist. — 
Niirnberg 1360 (sand Petri und Pauls tag) Juni 29. 

5 Glafey, Anecdota 371 n. 176. Beg. : Bohmer-Huber n. 3196. 

24:6. Derselbe benrkundet, dass der Edle Burkhard Stunnfeder, 
dem vom Reich die Dbrfer Duttenberg (Tutemburg), Offenau(-hQim)y 
Ober- %ind Niedergriesheim, Bache7iau('heim), Jagsffeld, Richaczbusen, 
KaczzentaP) wnrf alle Eigenlente, die nach Wimpfen gehoren, und 

10 die Vogtei der drei dem Reich gehorigen (unser) Hofe zu Flein urn 
IGOO Pfund Heller verpfdndet sind, ihn gebeien, die Pfandschaft 
auf Elsbeth, die Fran seines Sohnes Burkhard, Tochter Engelhards 
von Hirschhorn, zu ubertragen, teas mit Vorbehalt des Losungsrechts 
des Reichs geschieht. — Niirnberg 1860 (sand Ulrichs tag) Jxdi 4. 

15 Gedr.: Glafey, Anecdota 337, — Beg.: Bdhmer-Huher n, 33()1, 

247. Derselbe quittiert der Stadt Heilbronn ilber 600 Pfund 
Heller bezahlte Reichssteuer, — Niirnberg 1360 (nebesten mantag 
vor sant Marien Magdalenen tag) Jidi 20, 

Beg, : Glafey j Anecdota 378 n, 183. Wegelin, Landvogtei 3, 71. Bdhmer* 
20 Huher n. 3338. 

248. Berthold Loterer von Horkheiin und seine Frau Gertrud 
verkaufen an die Geistlichkeit der Pfarrkirche zu Heilbronn 10 Schil- 
ling Heller Gillte von 2 Morgen Acker, der Wicmarin Acker, auf 
Horkheimer Markung neben St. Georgs, des von Rot und des Brenner s 

25 Giltern um 5 Pfund Heller, woriiber sie quittieren, mit jiihrlichem 
KUndigungsrecht von seiten der Kdufer 14 Tage vor Georgii, und 

a) Bohmer-ffuber: ifohMea ; M heisst aber ane. 

*) Kachst ist ein Familienname, der sonst in Heilbronn gar nicM vor- 
kommt : moglichenceise liegt ein Schreihfehler in der Kanzlei oder heim Heraus' 
geher tor. — '') Bichartshausen und Katzenthal sind vielleicht ahgegangene Orte 
auf der Markung Kochendorf So O.A.B. Neckarsulm 337. Beicherishausen 0.A, 
Neckaraulm war hohenlohisch^ Beichartshausen B,A, Sinshetm (so O.A.B. 383 
vei'mutetj und Katzenthal B,A, Mosbach dadurch ausgeschlossen, dass nach 
Beg, Boica 9j 65 (Urk, von 1363 Juni 17) die ohengenannte^i Dorfer ,.auf der 
Kben gen Wimpfen auf den Sal gehfir(en'\ was bet diesen nicht der Fall war, 
Vgl, Kriegery Topogr, Wdrterbuch von Baden s. v. 



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106 1360 Aug. 10 — 1360 Nov. 13. 

sfellen uls Biirgen Worz und Heinz, die Sohne der aiten WdrziUy 
mit der Verpflichtmig ziim EifUager in Heilbronn, — Siegler Gernolt, 
Kirchherr zu Horkheim, und Simon von Sot, — 1360 (saiit Lau- 
rencien dagg) Atig. 10, 

Heilbronn Lade 22, 6, Or,, Pg,, das erste Siegtl oben und unten durch 5 
Ueraunreissen der SiegeUtreiftn heschadigt, 

249. Kaiser Karl [IV.] belehnt Rudolf der Goczin Sohn 
von W'dssiagen (Wes — ) auf seine Bitte ynit dem Ladmnt zu Heilbronn 
und Zubehohr, das Conz Leder, sein Schiiager, innegehabt hatte und 
nun an Rudolfs Weib gef alien ist, — Oppenheim 1360 (in die sancti 10' 
Michaelis) Sq)t. 29. 

Glafey, Anecdota 369 n. 253. Reg.: Bohmer-Huher n. 3327. 

230. Derselbe erlaubt der Stadt Heilbronn^ die Sfeine der 
gebrochenen Feste Klingenberg an irer stat nuz und bau zu venvenden. 

— Lauffen *) 1360 (allerheiligen abend) OH. 31. 15- 

Sua. Heilbronn I, Frivilegien. Dr., Fg., auf dem Bug: Per dominuni 
imperatorem Heinricus Aiistralis. Aussen Spuren des aufgedrUckten Stkrets. 

— Beg.: Bohmer-Huber n. 3765 fdlschlich nach Jdger I, 137 zu 1361. Be- 
richtigi Ergdnzungslieft 1 n. 7037. 

a) Derselbe gebietet den Stddten Heilbronn, Wimp fen und Weinsbtrg 20- 
jsu verhindern, dass Reinbot von Klingenberg oder sonst jematid seine im letzteti 
Krieg gegen Wirtemberg zugleich tregen des Raubes zerstfirte Burg icieder auf- 
bane, da er ihm nur gestattet habe, ein schlechies Viehhaus von Holzwerk, den 
SUIdten und dem Reich ohne Schuden^ zu bauen. — Niirnberg 1361 (UDser 
frawcn abent zu lichtmosse) F'ehr. 1. — Ebd. Or., Pg., auf dem Bug: Per 25 
dominniii ile Homburg Heinricus Australis, Aussen Sekret unter Papierdecke. 

— Beg. : Bohmer-Huber n. 3543 und Ergdnzungsheft n. 7041. 

231. Derselbe gestattet der Stadt Heilbronn, das vom Reich 
an Wirtemberg urn 1500 Pfund Heller verj)fd7idete Schultheissenarnf 
zu Heilbronn uni diese Summe zu losen, behdlt dem Reich das Recht 30 
auf IViederlosung vor, verspricht aber, es sonst niemand zu losen zu. 
geben. — NUmberg 1360 (die sancti Briccii) yov. 13. 

Gedr.: Glafey 428 n. 307. Reg.: Bohmer-Huber n. 3409. 
a) Die Graf en Eberhard und Ulrich von Wirtemberg, Gebriider, bekennen, 
dass Heilbronn das ihnen vom Reich verpffindete Schultheissenami mit Einver- 35 



*) Bohmer-Huber hat den Aussiellungsort nicht. Da der Kaiser wdhrend 
diefter Zeit zu Niirnberg iveilt, hat man Lauf ostUch von Niirnberg anzunehmen. 



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1360 Nov. 30 — 1361 Jan. 25. 107 

stdndnis des Kaisers um 1500 Ffund Heller von ihnen gelost habe. — 1361 
(men tag nah unsers heren lich names tag) Mai 31. — St. A, Htilbronn /, Schult- 
heissenamt. Or,, Pg,, tnit den Btittrsiegeln der heideti Grafen^ das erste ohtn 
hescMdigt, 

5 262. Kaiser Karl [IV.] beurkundet, dass Graf Albrecht von 

Loivenstein den Zeknten zn Heilbronn in Feld, Mark^^ und in der 
Stadtf klein und gross, den er voni Beich zu Lehen hatte, ihm auf- 
yeyeben hahe, und belehnt auf seine Bitten Engelhard von Hirsch' 
horn, — Niirnberg 1360 (die sancti Andree apostoli) Nov. 30. 

10 Gedr : Glafey, Anecdota 46Z Reg, : Bdhmer-Huher n, 3436. 

233. Die Abtissin Hedwig von Billigheim beurkundet mil 
dem Konventf dass ihnen Bruder Heinrich Frevel, ihr Kaplan, von 
dent Geld, tvomit ehrbare Letite ihnen eine Kaplanei gestiftet und 
3 Zentner Butter verschrieben, 8 Pfund geliehen habe, Dafiir giebt 

15 sie dem Konvent einen halben Morgen Weingdrten zu Neckarelz (Elnz)- 
am Heineberg, den Claus von Muckenthal und seine Fran Liphus 
nm 2 Pfund Heller Zins auf Snoppelers nnd Swenden Haus zu Heil- 
bronn, an die Pittanzmeisterin zu geben, gekauft haben. — 1360 ohne- 
Tagesdatum. 

20 Heilbronn Lade 53, BiUigheim 3. Or., Pg., mit 2 Siegeln. 

254. Johann Pretach, Heinz Pretachs des Schneiders Sohu,. 
Bilrger zu Heilbronn, bestimmt, dass die drei Acker und die Wie^e 
[zu Brettach], die einst seiner Mutter Heiratgut gewesen, ivenn er sie 
nicht aus Not verdussern miisse, nach seinem Tod an seine Muhmen 

25 Hedwig und Adelheid, Konrad Schmids von Griqypenbach Tochter, 
fallen sollen, ebenso die bis dahin anfgelaufenen Elnkiinfte, die er auf 
ein Haus zu Heilbronn anlegen will, — Siegler Jolwnn Fiiwer d. a, 
und Gerhard von Waiblingen, Richter zu Heilbronn, — 1361 (sant 
Pauls tag als er bekert ward) Jan. 25, 

30 Schonthaltr Diplomatar von 1691 FoL 401. Ubers>iizung bet Kremevy 

Chron. Schonthal, 902. 

a) Johann Pretiach dtr alie, Schulmeisier zu Marbach, dtr Heinz Weschcr ^) 
und dessen Frau Adelheid, seintr Muhme, Biirgern zu Heilbrotm, 6 Gulden, 
bis Johannis Bapistd zuruckzuzahlen, schuldet, verpfdndet dafiir die Mitgift 

35 seiner Matter, 3 Acker und eine Wiese zu Brettach — Siegler Kunz Leydtr 
und Konrad Hirt, Richter zu Heilbronn, — 1392 (nehsten dynstag vor sant 
Niclaus tag) Dez, 3, — Ehd, Fol. 401. Uben<etzung bei Kremer lo66, 

a) marckt bei G la fet/ jeden falls vtrschriehtn, }>) Kremer: Wechter. 



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108 1361 April 4 — 1361 April 22. 

25S» Bernger von KUngenberg und seine Sohne Bernger und 
Hans, Edelknechte, verkaufen an Kunz Kaufmann, Burger 2u HeiU 
bronn, 6 Schilling Heller, eine Gans und ein Fasnachthukn von Hof- 
statt, Garten und WiesenstUck Jieben Otto Lise zu Nordheim beiin 
Miihlbrunnen um 7 Schilling und 4 Pfund Heller und ver^prechen, 
den Kauf Jahr und Tag zu fertigen. — 1361 (sant Ambrosien tag) 
April 4. 

Heilhronn Unt. Gew. Lade 42. Or., Pg.^ mii Siegel Beritigers. 



256. Die Stadt Heilbronn leiht die Brot- und Fleiachbdnke 
tvieder aus. — 1361 Api\ 22, 10 

Heilhronn 105, Metzger 6. Or., Pg,, in doppelter Atufertigung von der^ 
selben Hand fur heide Zilnfte. Bet beiden das dreieckige Stadtsicgel an den 
oberen Ecken heschddigU 

Wir der burgermeister und geraeinlichen der rat der stat ze 
Heilprunne vergeben offenlichen an disem brieff umbe die brotbencke 15 
und umbe die fleischbenke, die unser vorgnanten stat ze Heilprunne 
eygenlichen vervallen und ze fronhanden gangen warn, das wir der 
ersamen Iiite der zweire ziinfte antwerg, der brotbecken und der 
metzler unser lieben mitbflrger bet und flehde angesehen haben und 
haben in und alien irn nachkomen die vorbenenten brotbenke, der 20 
sehtzig ist, der geben zehen ze sehs schillingen und die andern ze 
funf scbillingen, der sflmme ist sehtzehendhalp pfftnt und vellet ze 
pfingsten, und die fleischbenke, der S.htundzweintzig sin, der git 
ieglicher zehen schillinge, der sumrae ist vierzehen pfftnt und vellet 
uff sant Martins tag, wider gelihen haben und lihen sie in auch mit 25 
disem brieflf also das under den vorgenanten antwerken keiner me 
haben soil denne ein brotbank oder ein fleischbang und welher under 
in me heit oder gewunne, sie vieln in von erbs wegen uft' oder wie 
sie im wurden, der oder die soUen den bang, ob er vor ein hat, 
darnach ze hant verkauflFen und an werden, so sie schierst mogent 30 
ungeverlichen. Und welhe under in ir benke verkauffent und an 
werdent, der oder die selben, die denne verkauflfent und kaufl^ent, 
sollent zft den bruckenmeistern gen und soUen sie do vor in uflFgeben 
und empfahen nach unser stet reht. Weire auch ob under dem vor- 
gnanten brothuse und fleischhfls der benke deheinre erblos, miissij^ 35 
oder wuste lege oder ligende wurde, das sol unser stat an dem vor- 
gnanten zinse ze keim schaden komen und sollent die brotbecken 



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1361 Mai 18 — 1361 Sept. 6. 109 

Oder die metzler, die denne benke under den husern haben, die 
miissigen bencke mit den andern irn benken gemeinlicben verzinsen. 
in dem rehten als ir benke ungeverlichen. Me ist geredt und ge- 
dinget; das die brotbecken das brotbiise und ir bencke und die 

5 metzler das fleischus und ir bencke furbas me eweclichen bflwen^ 
decken und machen sollen von ir koste an unser stet schaden, es 
weire denne das wir von unser stet wegen der huser eins oder sie 
beiden abbrechen und daruff bflwen wolten, des soUen sie uns nit. 
wern und sollen aucb sie des selbs bflwes kein scbaden haben, das 

10 mal ze decken und sollent auch in die benke darunder bliben stende 
in dem vorgeschriben rebten und wenne der selbe hd volget und 
bereit wirt, so sollen sie damach aber die huser decken und ir bencke 
macben als vorgeschriben stet ungeverlichen. Und des ze urkunde 
80 geben wir den vorgnanten antwerken ir ieglichem dirre brieflf 

15 ein mit unser stet gemeinem insigel besigelten, das heranhanget, der 
geben ist an sant Oeorgen abent nach Cbristus gebnrt^ do man zalt 
driitzehenhfindert und einundsehtzig jar. 

257* Heinrich Mulbeyer, Burger zu Heilbronn, giebt vor Kon- 
rad Gewin und Reinbot Wigmar, Bichtern daselbst, dem Klosfer 

20 Billighehn 1 ^h Morgen Weingdrten am Limperg auf Hellbronner 
Markung neben Pfoff Johann Sfiipf und einen halben Morgen oben 
an der kurzen Sfeige neben seiner Bruderstochter Ellin Beyerlin^ 
Klosterfrau zu Billlgheim, und erhdlt sie als Leibgeding um einen 
Zins von einem Emtehuhn in Geld zuriick, Nach seineni Tode soil 

'25 die Hdlfte an das Siechenhaus zu Billigheim, die andere an Ellin, nach 
deren Tode ebenjalls an das Siechenhaus fallen, — 1361 (nehsten 
dflnderstage vor dem heiligen pfingstage) Mai 13, 

Heilbronn Lade 53, BiiUgheim 3. Or,, Fg,, heim ersten Siegel, dim 
Gewins, votn Schild ein Stiick abgesprungsn, am zweiten, dem Wigmars, ein 
30 Stiick vom Hand links abgebrochen, 

238. Engelhard von Bachenstein beurkundet, dass seine Feste 
DoUingen (Tettingen) ewig beim Reich und des Reiches Stddteyi bleiben 
und fur sie ein offenes Hans sein, aber mit dem zugehorigen Gut 
seinen rechUniissigen Erben bleiben soil. — Siegler der Aussteller, 
35 die Stadt Heilbronn und Lutewin, frfiher Bilrgermeister daselbst, — 
Heilbronn 1361 (nechsten gutemtag vor unserer frowen tag als sie^ 
gebom wart) Sept, 6. 



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1 10 1361 Dez. 5 — 1362 Juni 4. 

St^ Heilbronn I, Einungen. Or.y Pg,, das 3. 6' i eg el oben bescMdigt. 
Jitissen au8 dem 16. Jh.: Dass die veste zu Beckingen den reichssteten eiu 
offen hauss sein soil. — Meg.: Wirt, -PVaniew 8y86 zu 1371, liest ebenfalls 
Bockingen, 



259. Kaiser Karl [IV, J erlaubt der Stadt HeilbrouHy sich 5 
^egen uuyerechten Angriff zu wehren und den Angreifer wieder zu 
schddigen, schddlicke Leute, wo sie solche erfahren, zu fangen und 
mit ihnen nach Stadtrecht zu verfahren, und Burger, die »ich gegen 
den Bat auflehnen, zu strafen, dock ohne Schaden der Beckte des 
Kaisers und lieichs, seiner Landvogte, Amtieute und des Schult- 10 

Jieissen. — Nilrnberg 1S61 (neehsten suntag vor santh Nyclaus tag) 
Dez. 5. 

St, A, Heilbronn I, Privilegien, Or,^ Pg,, stark bescMdigtes Majestdts- 
siegel mit Riicksiegel, Auf dem Bug: Per dominum imperatorem Johannes 
Eyfitetensis. Aussen: R. Johannes Saxo. — Gedr.: Liinig, Beichsarchiv 13,869; 15 
Reg,: Bdhmer-Huber n. 3784- 

260. Berthold Basenplat, Bilryer zu Heilbronn, iibertrdgt die 
4)on Botbiir selig fur die Geistfichkeit an der Pfarrkirche fiir ihrc 
Prdsenz gestifteten 30 Schilling Heller von einem Morgen Weingarten 
am Lerchenberg auf G (iter, die er von Kunz Widelbach, Burger zu 20 
Weinsberg, gekauft, und stiftet zu seinem Seelenheil noch ebensoviel 
dazu. — 1362 (an des heiligen crutz tag nach ostern) Mai 3. 

Heilbronn Lade 25,44, Or,, Pg,, mit abhangendem Siegel, der Band 
■ganz abgebrockelt, 

261. Johann genannt Bohenkein, Priester und Pfarrer, und 25 
Beinbot genaymt Strtdle, Biirger zu Heilbronn, Kommissdre des er- 
wdhlten und bestdtigten Bischofs Albert von Wurzburg, teilen diesein 
mit, dass Dietrich von Bonnigheim das zu seiner Pfrilnde yehorit^e 
Hans neben der Hofstatt des Konrad genannt Niere um 150 Pfund 
Heller verkauft habe, was sie als der Pfriinde niitzlich vorbehdltlich 30 
der Genehmigung des Bischofs bestdtigt haben, und dass um diese 
Summe 1 ^/a (alterum dimidiura) Morgen Weingarten zu Flein an der 
Schenkenhalde um 26, 2 zu Nordheim um 105 und daselbst ^U um 
25 V2 Pfund Heller gekauft warden seien, — 1362 (in vigilia penthe- 
Jiosten) Juni 4. 35 

Heilbronn Lade 25, 44, Dr., Pg., heide Siegel abge^nssen. 



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1362 Juni 17 — 1362 Dez. 8. Ill 

262. Burkhard Stiirmfeder, Bitter, Elsbeth, Engelhords von 

Hirschhorn Tockter, seine Frau, iind sein Sohn Burkhard bekennen, 

doss Erzbischof Gerlach von Mainz die ihnen verpfdndeten Dorfer 

[1360 Juli 4 J und die 3 Hofe zu Flein gelost hat, — 1362 (fritag 

5 nach unsers herren licham tag) Jvni 17. 

Beg, Boica 9,65. BeiMuzichen ist die Urkunde KarU IV. von 1362 

Mdre 21 ebd. 9, 69, wonn er dem Ergbischof Gerlach von Mainz gesiattet, 

die an Burkhard Sturmfeder verpfdndeten Dorfer zu losen, Katzenthal und 

die drei Hofe zu IPlsin werden nicht genannt, vielleicht tceil sie von Sturm- 

10 ftder hereiis weiter verpfdndet waren fine Bichartshausen Juni 17, ebd. 9, 65), 



263. Bernyer von Klingenberg, seine Frati Anna und ihre 

Sohne Bernger und Hans begeben &ich zu gunst&n der Kloster Adel- 

berg und St. Klara zu Heilbronn ihrer Ansprilche auf Wiesen und 

Almende zn Klingenberg, Bockingen zu gelegen, — 1362 (sant Jacobs 

15 abend des heiligen zwelfboten) Juli 24, 

St. A, Heilbronn IV, Klarakloftter. Or,, Fg,, das 2, und 3, Siegel am 
Band beschiidigt, das 4, fast ganz ahgegnngen, 

264:m Jute, Abfissin, und der Konvent des Klosters Billigheim 
verkaufen an ihre Klosterfrauen Anna Philipsin von Hall und Elisa- 

"20 beth ton Wittsta tt (W idichQtat) genan?it Engelhards Tochter V h Morgen 

Weingdrten auf Heilhronner Markung an der Waldsteige neben dem 

Jungen Lutwin u?id Sanct Nicolaus und das Glirnlim zwischen Hein- 

rich Weger und Konrad Mimssmeister aufGerendenberg um 55 Pfund 

Heller tnit dem Versprechen, den Wein heim- und den Mist hinaus- 

"25 zufuhren, ferner 3 Pfund Heller Zins von ihren Giitern zu Urbach 
um 30 Pfund, mit der Zusage, den Zins zu ergdnzen, wenn er nicht 
ganz bezahlt werde. Die G liter fallen nach dem Tode der beiden 
Schwestern ivieder ans Kloster, — 1362 (sanct Eucharius tage) Dez, 8. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 1. Or,^ Pg., mit Stegeln, Vom zweiien 
^0 die uniere Hcilfie ahgehrochen. 

265. Heinrich der Goler von Neipperg, Edelknecht, und sein 
Sohn Heinrich verkaufen an Kunz Kaufmann, Hans Singers Tochter- 
mann. Burger zu Heilbronn, eine Giilte von 12 Mass Weifi Schwaigerner 
(Swegerer) Mass und einer halben Gans vom „breiten^ Weingarten 
35 zu Nordheim neben Heinrich dem Miilner, den Gotz von Schwaigern 
baut, um 3 Pfund Heller, ivoruber er quittiert, — Siegler Heinrich 



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112 1362 Dez. 23 — 1363 April 21. 

(d, a,) — 1362 (nechsten fritag vor dem heilgen tag ze wyhen- 
nahten) Dez, 23. 

StA, Heilbronn JK, Klaraldoster. Or., Pg,, mit Siegel Amstn a. a. 
Ende des 15. JahrhunderU : Klarakloster. 

266. Gute Veldnerin genannt die Pfdliyi, Bllrgerin zii lleil- 5- 
bronn, verkauft an Walther Senft, Burger zu Hall, die Hdlfte der 
Kelter hinter Bocke, genannt die Spitzkelter, urn 16 Pfund Heller. 

— > Siegler die Ausstellerin und Volmar Lemmlin, Bilrger zu Heil- 
bronn, — 1362. 

Beg. : Gabelkhover, Kollekt. 3, 49 (Mscr. off. Bibl. Stuttgart). 10 

267. Graf Albrecht von Lmcemtein verkauft an Lutwin von 
Heilbronn seine Fisckenz zwischen Wiwpfen und Offenheim auf Wieder- 
kauf — 1363 April 21. 

Oberrhein N.K 10, Mittlg. 95. 

a) Luticin der dltere von Heilbronn verkauft an Konrad t^on Gosheim !,> 
genannt von Heimberg, Edelknecht, seine Eischenz von Wimpftn bis Offenhetm 
und 2 Fischenzen zu Griesheim, die er vom Graf en von Lowenstein gekauft, 
mit Wiederkoufsrecht fiir 2 Jahre und Vorbehalt d&s Wiederkaufsrechts fur 
din Grafen von Lfnoenstein. — Zeugen Erhard Lutmn, R., Walther, Kunz 
und Sttphan Lutwin^ Kirchherr zu Beihingen. — 1374 (sainsta^ vor Walpurj^s) 20- 
Mdrz 24. 

Stacker y Gemmingen II 2,11. — Clous und Lutwin, Lutwins seltgen Sohne 
verkauftn als Vormiinder dtr Kinder ihres virstorbenen Bruders Herold lOSchtl" 
ling von der Miihle zu Gosheim urn o Ffund an Konrad von Gosheim wiui 
sind Bilrgen, bis die Kinder zu Jahren kommen. — 1374 (donnerstag vor 25 
pfingsten) Mai 18. — Ebd. — Lutwin der ciltere^ BUrger zu Heilbronn, giebt 
Ffalzgraf Ruprecht [IIL] einen Hof zu Kapfenhardt als Lehen auf. — 
Zwischen 1398 Jan. 10 und 1401 Aug. 21. — Koch-Wille, Pfalzgrafen 1 n. 6494 
nach Buprechts Lehenbuch. — . . Sturmfeder, *) Engelhards von Hirschhovn 
seligen Tochtermami und seine Frau Elisabeth verkaufen an Itel Lutwin, 30 
Burger zu Heilbromi^ . . . und 30 [34, wie sich au^ dem Kauf schilling ei-giebi] 
Pfund Heller Zins zu den 30^ die »ie ihnen schon schuldm^ von ihren Leuten 
und Giittrn zu Gruppenbach und Steitenfels mit ewigem Losungsrecht urn 

340 Gulden, und stellen als Biirgen mit der Verpflichtung zum Einlagir 

in Htilbronn. — Heilbronn Unt. Gew. 452. Einband eines Auszugs aus einem 35' 
Bedbach von 1399 aus der ziveiten Hdlfte des 15. JahrhundaHs. Der Schluss 
mit dtn Namen der erst bei der Siegelung genannten Biirgen und dem Datum, 
ebenso vom ein Streifen in der Brdite von 3 Fingern ist abgeschnitten. Dtr 
Schrift nach ist die Urkunde aus dtr ziceiten Hdlfte des 14. Jahrhunderts. 

*) Ohne Zweiftl Burkhard Sturmfeder, der sich 1372 Ftbr. 5 {Fkin^. 
AnhangJ als Schwiegersohn Engelliards bezeichnet. 



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1363 April 26 — 1363 Okt. 19. 113 

268. Hans von Munchingen, Biirger zti Heilbronn, verkauft 
10 Pfund Heller und 20 Hiihner Gillie von Giitern zu Whnmeyithal 
urn 120 Pfund Heller an Baven von Nenenfels, Edelknecht, — Buryen: 
Volmar Lemlm, Seitz Gerhart, Hans Fuer der junge und Hans Lut- 
5 u'lnj Burger zu Heilbronn, — Siegler der Aiissieller und die Biirgen, 
Die Urkunde soil Kraft kaben, solange ein oder mehrere Siegel ganz 
sind. — 1363 (mitwoche nach sant Georgen tag) Ajml 26, 

St. A. Schonthaler Diplomatar von 1512: BL 91; von 1691: 1 Bl. 244. 



269. Pfalzgraf Buprecht [I,] befieldt der Stadt Mosbach^ 

10 von der jdhrlichen Stetier 60 Pfund Heller an Volmar LeMin, Biirger 

zu Heilbronn, auszuzahlen^ bis die 600 Pfund, die er genannten 

Heilbronner Bilrgern schuldet, abgelost seien. — Mergentheim 1363 

OkL 2. 

Beg.: Koch-Wilhy FfaUgrafen 1,207 n. 3473. 
15 a) Derselhe verschreibt seinem Wirt Volmar Lemel, Burger en Heilbronn^ 

€0 Gulden von der gewohnlichen Steuer zxi Moshach fur seine Schuld von 
tJ<XJ Florentiner Gulden. — Heidelberg 1365 Mai 29. — Ebd. 1, 212 n. 3561. 

b) Derstlbe versichert Mosbach, dass diese Summe von der Steuer ab- 
gehen solle, — Eod. d. — Ebd. n, 3562. 

20 270^ Biirgermeister und Rat von Heilbronn befreien Haus und 

Hofraite des Klosters Kaisersheim in ihrer Stadt zwischen den Hof- 
raiten Kunz Rulins von Bdckingen und Heinrich Wigmars, welch 
letztere man St. Johanns Hof heisst, hinten an das Spital stossend, 
wovon das Kloster einen Ted von dem gena^mten Wigmar gekauft ^) 

25 und bisher Bede gegeben hat, wie sie jetzt gegen St. Johanyis Hof 
und die Strasse bezimmertj beschwellt und ummauert sindy gegen ein- 
malige Zahlung von 50 Pfund Hellerji von alien Steuern und Ab- 
gaben und gestatten, im Bediirfnisfall ein neues Haus dafiir zu bauen. 
- 1363 (sant Gallen tag) Okt. 10. 

30 St. A. Heilbronn IV, Kaiser sheimer Hof. Dr., Pg., Siegel fast ganz ab- 

gegangen. — Beg.: SchaidUr, Kaisersheim 80. 

a) Die zu Ultn versammelten Siddie des schwdbischen Bundes entscheiden 
in der Klage des Klosters Kaisersheim gegen Heilbronn loegen der Steuerfrei- 
heit seines Hofs, seines Teils am Hirsauer Hof an der Necharmauer, seiner 



*) Heinrich Wikmar, Burger zu Heilbronn, verkauft dem Kloster Kaisers- 
heim das JUecht an einer Hofstait. — 1339. — Eepertorium der Stiftungspfleg- 
regisircUur. Die Urkunde (Fasz. 126) fehlt. 

Wflrtt. Geschichtsquellen V. 8 



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114 1364 Juli 13 — 1364 Dez. 4. 

63 Morgen Weingdrten und des Zinses vom KloHer Hirsau auf Gmnd obiger 
Urkunde zu gunsien des Klosters. — 1381 (sunn en tags vor unser fro wen tag 
als siu geborn wart) Sej)t. 1. — Ehd. Or,, Pg., mit Siegd Ulms. — Reg.: 
I c. 91, 

b) Heilbronn vergleicht sick mit dem Kloster Kaiserslieim dahin, dass 5 
dieses seine GiUer auf Heilbronner Markung haben soil wie zur Zeity ejie sie 
mit einander Streit bekommen, wofUr das Kloster der Stadt 300 fl. leihen soU, 
die fUr beide Teile, je tin halb Jahr vor Weihnachten, kimdbar sindj womit 
dann die Ansprilche jedes TeHs toieder aufleben, — 1382 (sant Gall en tag) 
Oku 16. — Ebd. Or., Pg., mit am rechten Obereck heschddigtem Sladtsiegel. 10 



271. Burkard, Fritz U7id Sturmfeder, Gebrilder, Burkards 
.^eligen Sohne, Edelknechte, verkaufen d^r Stadt Heilbronn ihren Teil 
und ihr Recht an der MUkle oberhalb der Brilcke tmd am Nordberg 
mit den zugehorigen Giitern um 445 Pfund Heller, worUber sie quit- 
tieren, und versprechen, den Kaiif gegen Anspriiche ihres Bruders 15 
Burkards des jiingern oder ihrer Schwestern Anna von Gundelfingen 
Oder Elsbeth von Erbach (Elrbach) auck nach Jahr und Tag zu 

fertigen. — 13G4 (sant Margarethen tag der beiligen jungfrawen) 
Juli 13. 

Heilbronn Lade 26. Or., Pg., mit 3 Siegeln, alle am Bande bescMdigt. 20 
— Reg.: Wirt. Franken 7,237, — Da 3 Siegel anhangen, ist an der Richtig- 
keit des Anfangs der Urkunde (die Aussteller) nicht zu zweifeln, 

272. Ludwig genannt der Siviiier, Bilrger zu Heilbronn, ver- 
zichtet nach dem Urteilssi>ruch der Schiedsrichter Budolf von Horn- 
burg, Landvogts in Unterschwaben, Konrad Geicin, Volmar Lemplin 25 
und Hans Lutwin, Bilrger zu Heilbronn, zu gunsten des Klosters 
Steinheim auf seine Ayisprilche an cine Wiese im Badgarte?i zu Stein- 
hehn gegen 7 Pfund Heller als Ersatz fiir seine Kosten. — Siegler 
die Schiedsrichter. — Heilbronn 1364 (an der nS-chsten mitwochen 
vor sant Nyclaus tag) Dez. 4. 30 

St.A. Steinheivi 3. Or., Pg., mit 4 Siegeln. 

273. Kaiser Karl [IV.] erlaubt der Stadt Heilbronn mit Rilck- 
^icht darauf, dass einige Ubelthdtige Leute uegen Mords ins Deutsche 
Hans entwichen waren und das Asylrecht (die freyheit die darinne 
ist) geltend gemacht katten, bei Mord, Brand, Raub, Diebstahl und 35 
Kofzucht, die mit Vorsatz und Bedacht geschehen, woriiber der Rat 
zu entscheiden hat, den Missethdter aus dem Haus zu nehmen und 



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1364 Dez. 24 — 1365 Dez. 30. 115 

2'w bestrafen, und widerruft alle von ihm dem Deutscken Haus in 
diesen Sachen ettca verliehenen Privilegien, Im ubrigen bleibt das 
Asylrecht in kraft. — Prag 1364 (hayligen christabend) Dez, 24, 

St A, Heilbronn /, Privil Or., Pg., MajestdUsiegd mit BUcksiegel (Adler). 
^ Auf dem Bug: Per dominum cancellarium Guntherus de Balling. Atissen: 
K. Petrus scholasticus Lubicensis. — Heilbronn Lade 1 und 42 gwei Vidimus 
von Abt Georg von Schdnthal von 1509 (montag nach sant Bartholomeus tag) 
Aug, 27 und 1510 (dienstag nach sant Gall en tag) Okt, 22, Pg, Siegel am ersten 
fast ganz abgegangen, am zweiien eerbrochen, — Der Beetdtigung K. Maxi- 
10 milians von 1510 Okt, 26 inseriert und mit dieser gedruckt : Lunig BA, 13, 894. 
Beg.: Bohmer-Huber n. 4101. 

274. Bafan von FUrfeld {Yx\x\itnk\i) und seine Sohne Diether 
tind Wilhelm, Edelknechte, verkaufen an Heinz Bechan von Neckar- 
yartach ihr Drittel am Bollinger Hof um 54 Pfund Heller, — Siegler 
15 Bafan und Dietrich und Eberhard von Me7izingen, Bitter j und Ger- 
hard von Nordheim, Edelknecht. — 156*5 (fritdage vor dem obersten 
dage) Jan, 3. 

Heilbronn Stiftungspflegregistratur Fasz, 127, 12. Or., Pg., die beiden 
ersten Siegel an den Bdndern beschddigt. — Erwdhnt : Stocker, Gemmingen 113,86. 

20 275. Kaiser Karl [IV,]^) verkaiift das Schtdtheissenamt zu 

Heilbronn um 2000 Pfund Heller und 1000 Gulden an die Stadt, 
hehdlt aber dem Beich das Becht auf Wiederlosung vor. — Prag 
(1366, im 20. unserer Beiche, im 11. des Kaisertums, dienstage nach 
dem heiligen criststage) 1365 Dez. 30. 

25 StA. Heilbronn /, Schidtheissenamt. Or., Pg., Majestdts- und BUcksiegel. 

Auf dem Bug : Per dominum . . de Koldicz Johannes Eystettensis. Aussen : 

R. Voltzo Wormaciensis. — Beg,: BShmer-Huber n. 4460 zu 1366 Dez. 29 

nach Jdger 1, 149, setzt aber in Klammer bei 1365 ? 

a) Berselbe verpfdndet das Schultheissenamt um 3000 Pfund Heller und 
30 1000 Gulden an die Stadt, behdlt aber dem Beich das Becht der Wiederlosung 

nach Verfiuss von 3 Jahren vor. — Nurnberg 1368 (nehsten donerstage vor 

vasnacht) Febr. 17. 

Ebd. Or., Pg., Majestdts- und Rucksiegd. Auf dem Bug : Per dominum . . 

de Koldicz Nicolaus de Cropicz. Aussen: R. Johannes de Geylnhusen. — 
50 Beg.: Bohmer-Huber n. 4611. 



') I)er Kaiser tear 1365 Apr. 19 zu Heilbronn, urkundet filr de7i Deutsche 
ordensmeister und das Kloster Schonthal: Bohmer-Huber n. 4146 f. und fur 
das Kloster Gnadenthal (Samstag nach Ostem) : Wibel, Hohenloh, Kirchen-hist. 
2, 204 ohne Tag ; das Datum aus dem Gnadenthaler Copb. im St.A. 



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116 1366 Febr. 10 — 1367 Jan. 18. 

276. Kunz Strecker von Flein zu Heilbronn cerkauft dem 
Schiller Heipfrich von Mosbach und den nachfolgenden Inhabern der 
Pfriinde der GUntzin ein Pftind Heller Giilte von einem Morgen 

Weingdrten zu Flein an der Steige neben denen der Frauen von 
Heilbronn und der von Blankensfein urn 10 Pfund mit dem Biick- 5. 
kavfsreckt in den ndchsten 8 Jahren, mid stellt als Burgen fiir Weh- 
rung des Kmtfs Berthold Weschemer und Kunz Bretach von Flein, 
Bilrger zn Heilbronn, mit der Verpflichtung zum Einlager daselbi^t, 
— Siegler Hans Lutwin und Getvin Wigmar, Richter zu Heilbronn, — 
1366 (neihsten dinstag vor der vasenaht) Febr, 10, lO 

Heilbronn Lade 25^ 44. Or,, Pg., das trste Sicgel am linken Rande he- 
sch^'digt, heim zweiten der Schild und Oherrand mit den Siegelstreifen hcraus' 
gerissen. 

277. Abtissin Alheit und Konvent des Klosters Billigheim 
verkaufen aus Armut an Heinrich Negelin, Burger zu Hall, filr seine 15* 
Tochter Elisabeth tend Anna, ihre K lost erf rauen, nach deren Tode der 
Klosterfrau Anna von Worth, ikren Weingarten zu Heilbronn an der 
Lerchenbergersteige zwischen Konrad Zinser und Hans Creuzer um 69 
Pfund Heller, veraprechen, davon der Stadt Bede zu zahlen und den 
Mist hinauS' und den Wein heimzufuhren wie a'ndern Schwestern, die 20' 
dort Weingdrten hahen. Xach aller dreier Tod fdllt er wieder ans 
Kloster. — 1366 (an sant Walpurge tage) Mai 1, 

Heilbronn Lade 63, Billigheim 2. Or,, Pg., mit Si eg tin, das ersie untcn 
hescMdigt, 

278. Kaiser Karl IV, genehmigt die Erhebung con Oberscheff- 25- 
lenz zur Stadt, erlaubt, dieselbe zu befestigen, Wochenmdrkte zu 
halten, Stock, Halsgerickt und alle andern Gerichte zu haben und 
zu gebrauchen und vor der Stadt, doch in deren Gebiet, Galgen zu 
errichten und Rader zu setzen und verleiht ihr das Becht der Beichs- 
stddte Heilbronn und Wimpfen, — 1367 Jan, 18, 30* 

Obtrrhtin, SiadtredUe Ij 117. 

279. Gottfried von Hanau, Komtur, und die Briider des Hauses 
zu HeilbroJin geben ihre Fischenz daselbst, die Peter Pletzer und dvr 
Hunder inne haben, und ein durch einen Graben davon getrenntes, 
zum Fang gehoriges Unterwerdlein um 7 Pfund Heller Zins und mit 3S 
der Auflage von 4 Diensten jdhrlich, jeder 1 Pfund oder mehr wert, 



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1367 Juli 25. 117 

<nif Martini y Weihnachfen, Achttaymitlwoch *) tmd Osteni ah Leib- 
f/eding an Albrecht Gerach tmd seine Sbhne Peter, Hartmud tind 
Heinrichj Biirger zu Heilbromi, wa^^ aber erst nac/t dem Tode der 
yenannten Inhober in Kraft tritt, und veri)Jlichten dieselhen zur Be- 
^ ivahrung des dazu gehbngen Widachs, — Zeiigen: Albrecht von Wil- 
j)€rth, Siegfried Womoldt, Hauskomtur, und Dietrich von SternenfelSy 
Bruder des Hanses zu Heilbronn. — ^567 (sanct Jacobus tag dea 
hailgen zwelfboten) Jidi 25. 

St.A, Deutschordens-Neckaroberamt, Kopien von Lehen- und Bestand- 

10 Ijriefen der Kommende Heilbronn 65. — Gottfried von Hanau, Komtur zu 

Heilbronn and Uhn, urkundet in Angelegenheiien seiner Familie 1370 Juni 24 

und 1373, und tcird erwdhnt 1372 OkL 6: Hessisches U.B. II 3, 701, 778, 759 

( Pablik. a. d. jyreuss. Staatsarchiven Band 60). 

280* Abt Johann und Konvent con Maulbronn belehnen die 

15 Stadt Heilbronn mit ihrem Hof daselbsty den bisher Lupolt der alte 
f>chtdiheiss und seine Erben innegehabt. Die Stadt hann frei iiber 
ilenselben verfilgen mit AuHnahme des halben Waldes auf dem Nord- 
herg und der 62 Ffund 14 Schilling 9 Heller, die attf dem Hof 
stehen, und setzt dafdr die andere Hdlfte des Waldes auf dem Nord- 

20 berg^ den sie von denen von Ebersberg genannt Ktirtzin gekauftj und 
die beiden ausserhalb der Stadtmauer am Neckar einander gegeniiber- 
gelegenen Miihlen ein, zahlt jdhrlich auf Martini 60 Pfund Heller 
Heilbronner oder je fur 18 Schilling 1 Gulden Speierer Wdhrung, 
bei Versdumnis iiber 4 Wochen das Doppelte bet Strafe des Biick- 

25 falls des Hofs an das Kloster, Gehen die Miihlen ab and uerden 
an einem andern Platz in der Mark neue gebautj so sollen diese a Is 
Pfand dienen. Die Zinse sollen bei einander bleibeUy jeder neue 
Biir germeister sich vom Abt belehnen lassen, und beide Parteien sich 
mit ihren Urkunden aushelfen, icenn es notwendig ivird. Die Zinse 

30 stnd: von Hdusern zusammen 39 Pfund 13 Schilling 8 Heller und 
7 Pfund 9 Schilling filr die IVlset [Gexchenk] von der Bernhartin 
ran der mittleren Badstube in der Bach, con Rein hold Siitor von 
llsfeldj Anna MetnianniUy Wolf Klaus und Eberhard Kupferschmid, 
Hermann Gnlndeler, Walther Halle, Kiinzlin Dieme, Hans Bot, Heinz 

35 rou Diirrmenz, Begger Schmit, Gcivin Schletz, der Kckartin, Jakob 
Vierdungj dem alten Sasse, Winmar Tath, Hans Niere, Hans Sasse, 

*) Gemeint iftt der Aschermittivoch and das M'ort rcrsthrichen fi'tr nchz- 
tn^, s, Grotefend, ZeiirecJinunr; 1, 3, oder ixr^chuxiX. 



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118 1368 Febr. 17 — 1368. 

Riilin Bender, der Liitzin von Lauffen, von GrAmads seligen Haus^ 
Hans Burk zwischen Hatis Hulwer und der Lorcherm und Heinz 
Schmit von seinem Haas vor Heinz Magner dem Siter; Gartenzinse 
zusammen 4 Pfund 3 Schilling 8 Heller von dem Wescher, der 
Hungerlerin, Wernher Gepper, Hans He/ener, Hans Fiiwers Erben, 5 
Botgalle, Abelin Keller, dem Nordelinger, dem Schilsseler, Peter 
Becker, Heinz Singer, Reinhot Wigmar (Garten vor dem Fleiner 
Thor am Graben, an der Leimgrube, am Sulmer Thor bei der Fuwer 
MUhle am Bach); Weingartenzinse zusammen: 10 Pfund 7Va SchiU 
ling von Hans Lindelin, Wolf Wolplin, Konrad Wolplin, Biiseler, 10 
Diemar Karcher und Heinz Syfrid (Weingdrten am Nordberg zwischen 
Giltern des Nyffers, des Kolters, des Liebenliebe, Beinbot Wigmars, 
der Deutschherrn und des Klosters Adelberg). — Siegler Aid und 
Konventy die Able Marquard von Au Diozese Speier und Konrad 
von Schonthal als Verordnete des Ordenskapitels und Berthold von 15- 
Bronnbach, — 1368 (donderstag vor sant Peters tag deu man nennet 
zu latin cathedra) Febr, 17, 

St.A. Heilbronn IV, Maulhronner Hof. Or,, Pg., 1. und o. Siegd ob&n 
beschddtgt, 3, dbgegangen. — Ehd, Gegenurkunde Heilbronns vom gleicht-n 
Datum, Or,, Pg, mit den in Leinwand eingendhten Stegeln der Stddte Heilbronfij 20 
Wimpfen und Weinsberg, 

a) Kaiser Karl [IV.] bestdtigt den Verkauf, — Nurnberg eod. d, — 
Ebd, Or,, Pg. mit Majestdts- und Biicksiegel. Auf dem Bug: Per dominum . . 
(le Kolditz Nicolaus de Cropitz. Aussen: R. Johannes de Goylnhusen.. 

281. Konrad von Hornberg, Edelknecht, mit scinen Schwestern 25» 
Anna, Wbrtweins Witwe, und Elsa, Frau des Heinz von Mainz, 
iibergiebt die Giiter, die sie von ihrer Schwester Jtdiane, Seiz Ger- 
harts Witwe, geerbt, an Konrad Gebtvin, Burger zu Heilbronn. — 
Siegler der Aussteller und die Briider Hans und Albrecht von 
Honhardt, — 13()8 s. d. 30 

Reg.: Gabelkhover, Kolleki. 2,529 (Mscr, off. Bibl, StuUgari), 

282. Lupolt Tiivel, Biirger zu Nordlingen, und seine Schwester 
Kunna, Blirgerin zu Heilbronn, verkaufen dem Pfarrer und den 
Priestern der Pfarrkirche zu Heilbronn zwei Schillingy zwei Fasnacht- 
und zwei Sovtmerhiikner Gi'dte von ihren Giitern unter Helfenberg, 35. 
Zullen Giiter genannt, um 6 Pfund Heller, woriiber sie quittieren, 
und stiften 10 Schilling Heller Giilte und das Hnuptrecht auf den 
genannten Giitern in der H'Ohe von 3 Schilling zu einem Jahrtag filr 



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1369 Nov. 15 — 1369 Dez. 28. 119 

Meister Hermann den Arzt (arzat) genannt den Tiivelj seine Iran 
unci Kinder. Burgen: Hans Adelhebn und Kunz Phedelbach, beide 
Burger zu Heilbronn. — Siegler LtipoU und Adelhelm, — 1369 
(nehsten dnnderstag nach sant Martins tag des heiligeD byschoffs) 
5 yov. 15, 

Heilbronn Lade 23, 18, Or., Fg., das erste Siegel am Bande beschMigt, 
das ztceite dbgegangen. 

283. Engel/iard der dltere von Weinsberg und seine Sohne 
Engelhard der jiingere, Konrad, Domherr zu Mainz, und Konrad, 

10 Domherr zu Wilrzburgy beurknnden, dass Albrecht der Nailinger, 
BUrgermeister zu Esslingen, Hans Burger, Taler genannt, Burger- 
meister zu Gmiiml, Albrecht Sattler, Biirger zu ReuUingen, Burchard 
Esslinger, Biirger zu Eottweil, Hans Lecher, Burger zu HaU, und 
Albrecht Kirchherr, Biirger zu Weil, ztvischen ihnen und denen von 

15 Heilbronn getddingt haben, verpflichten sich eidlich, diesen und ihren 
Heffern Freund zu sein und bis Ostern auf einen Tag zu Esslingen 
zu kommen, too die genannten Batsherrn ihren Handel mit der Stadt 
und den frilhereu mit dem Heilbronner Biirger Heinrich Harsch 
untersuchen sollen, und sich dem Urteil der Mehrheit zu unterwerfen, 

20 Kommen die Schiedsrichter zu keinefu Entscheid, so sollen sie einen 
siebenten Mann hinzunehmen und einen andern Tag setzen, Wer 
nicht erscheinen kann, hat 8 Tage zuvor abzusage7i, Ettva notwendigen 
Ersatz eines Schiedsmannes stellt der Rat seiner Stadt, Zur Ver- 
handlung mit den Gefangenen tvird der Palmsonntag als Termin an- 

25 gesetzt, Engelhard erkldrt sich unschuldig an der Nahwe, die zu 
Buch geschehen ist, ist aber bereit, seinen Sohn, den Domherrn zu 
Mainz, zu Ersatzleistung anzuhalten, ivenn die Schied^trichter diesen 
fiir schuldig erkldren, — 1369 (nehsten fritag nach dem heilicgen 
cristag) l)ez. 28. 

30 St,A, Heilbronn I, Kriege, Fehden. Or., Fg., das ziceite Siegel abgegangen. 

— Zu 1369 und nicJU 1368, weil die ^ntsprechende Urkunde der Stadi Heilbronn 
von 1369 dinstage nach sant Kathrinen tag, Nov. !i7, (Albrecht, Weinsberger 
Jieg. 2, 113, Or. in Ohrtngen) und der Spruch der Schiedsrichter von 1370 
Jan, 11 ist. — Erwcihnt Ludwig, rel. manuscr. i;^, 695. 

35 a) Die genannten Schiedsrichter (fiir Hans Lecher Walther Stnft, Bilrjer 

£u Hall) enischeiden zioischen den genannten von Weinsberg und der Stadt 
Heilbronn: 1) Kein Teil soil gegen den andern Ehrenriihriges reden, nitmand 
das beim Auszug Vorgefallene rdchen (geafem nocli gerechen) ; 4^j alle Gefangenen 
sollen freigelassen iverden; 3) was der Domherr eu Mainz beim Angrif auf 

40 seinen Vaitr zu Buch dem Kunz von Buch genommen hat, soil er zurUcJigehtn, 



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120 1370 Mai 2 — 1871 Febr. 23. 

iPenn Kunz damdls Heilhronner Biirgtr war, und wenn es nicht tnehr t?or- 
handen isty den ran Kunz und 2 unhescholtenen Mannen beschworenen Werty 
ahtr nicht iiber 138 Ffund herauszahhn : ebenso dem Eigenmanu des Harsch 
von Heilbron7i daSj ivas er zu Buck genommen hat^ oder 10 Pfund: 4) wegen dtr 
Stosse Engdhards mit Uarsch wegen dessen Giitern zu Buck sollen bMe Par- 5 
teiiti zweij Heilhronn den Volmar Lemlin als filnft^n Mann sielhn und diese 
nach Einzuhung von Kundschafi bis weissen Sonntag etilscheiden ; abgekende 
Schiedsrichier trsetzin die Farieien, den Obmann die obgenannten SchiedsrichUr ; 
o) uenn der junge He)T von Weinsberg den Schaden nicht ersdzty soil ihn sein 
Vater dazu anhalten : 6) Totschlag und Nahme, die sonst geschehen sind, sollen 10 
ah sein und ungerdcht bleiben. — 1370 (riechsteii fritaj^ nacli dem obcnsten 
tag zu wilieimaclit) Jan. 11, ~ Ebd. Or,, Pg., das 1., 5. und 6, Siegel be- 
schiidigt, das 2. abgegangnn. 

284. Biiriienneider, Hat und Biirger ran IleilhroHn cerhlinden 15 
f^ich mil Kaiser Karl [IV.] zu Ililfeleidung (jeyen Angriffe auf 
seine liechte und Gilter dieseits des hohmischen Waldes. — [Xiirn- 
hery] 1370 Mai 2. 

Gedr. : Beichstagsakten 1, 64. — Vgl. die Bemerkungen daselbst 1, 61, 
wonach Heilbronn trie dk andern Stiidte vom Kaiser das Vers/yrechen erhalten 20 
half die Stadt, solange er lebe, bei ihren GUiern und Bechien zu schiltzen — 
tvohl vom sel ben Datum, und 1,63/., wonach, wohl am gleichen 7a//, IJeilbronn 
und Konig Wenzel sich zu gegenseitigem Schutz vom Tode Karls bis zur 
nCichsten einmiitigen Konigstvahl verba ndet haben. 

285. Biurklin Mefner^ Bilryer zu Heilbronn , und seine Fran 25 
Katharina erwerhen mit Genehmiyuny des Komturs Gottfried und 
der Br if der im Deutschen Ha us von Pffjf Hans Suntheim das zur 
Pfriinde am Spital, die von den Deutschherrn zu Lehen yehtj ye/toriye 
Haus urn ei)ien dem Inhaber der Pfriinde auf Martini zu reichenden 
Zins von 2 Pfund 4 Schilliny 2 Heller mit den Bedinyunyen des 30 
liiickfalls, uenn mit der Zinszahluny ilher 8 Taye ye.^dumt wirdy und 
scltriftUcher Ahmachuny, urnn am Haus etwas yedndert u'ird. — 
Zeugen Pfaff Vierdunk ^ ('^ )y Hans von Uherlinyen, Pfarrer, und 
Pfaff Kcke, ^) Kaplan zu Heilbronn, Heinrich Gerach und Abelin 
Gerach. — Sieyler Konrad Gewin und Gewin Volmar, Ri elder zu 35 
Heilbronn. — 1371 (siintag; nach kathedra Petri) Febr, 23. 

St.A. Heilhronn I, Bcligionsinsen. Or., Pg,, beide Siegel abgcgangen. 
Aussen: ^. IhlU'te des Id. Jh.: Zu sant Katberina ptVuml in dem apital zu 
lleilprun. 

*) Die Xante n sind nndcuflir/i, h^i er.^'tivem ist das Pergament gefdliet; 
daher trgdnzi au^ n. 310. 



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1371 Dez, 15. 121 

286. Berthold von Massenbach der jilngere nnd scin Vetter 
DIether verlrtnfen an Konrad und Peter, Sieglers Sohne vom M(fssen- 
hach, Burger zu Heilbronn, um 104 gute kleine Gulden Acker zu 
Schluchtern : elnen Acker am Schivaigerner Weg zivischen der Breg- 
5 schin ufid Berthold (deni Aussteller), ungefdhr 3 Morgen da ruber 
zivischen der Krichin und Berthold^ 3 daselbst neben Berthold, 2 im 
Rinspul neben dem Strubenhart, l^h daselbst nebeyi Berthold, 2 am 
Bluesberger Weg zwischen Berthold und Widman, 5V2 auf dem 
Lerchenberg zuuschen der Krichin und der Brmschln, 1 zu Hof- 

10 stetten; hn andern Flnr: 3 Morgen hinter der Kirche im Kirchgrund 
neben Berthold, V2 bei den Zewren, ^1% neben der Kirche, 1 am 
Kirchberg neben Hertlin, 2 hinter Zeuters Garten, 3 am Massen- 
bacher (-begger) Weg neben Berthold, 2 in der Klaye neben dem 
Spital von Heilbronn, 1 V2 auf der Mulwen neben dem Hosser, V2 am 

15 Mettelweg neben ITiltberg, V2 im Siphengrund; im dritten Flur dem 
Heuchelberg zu: l^h Morgen bei der Miihle an den Wiesen, V2 am 
Burgweg neben Berthold, 1 Va daselbst neben demselben, V2 an der 
Halde am Weingarten, V2 mtter dem Slag neben der Breitnerin, 
V2 hinter der Ruche am Slachj)hatt (•=- l)fad)y 1 am Ritpfad am 

20 Schaltacker. — 1371 (nehesten guten tag nach sant Lucien tag der 
heiligen juncfrinven) Dez. 15. 

Hdlbrmin Lade 25, 38. Or., Fg., heide Siegel sehr heschddigt. — Schon 
1351 ((Treg:<)rien tag des liohen lerers) Mdrz 12 hatte ein Heilbronner Biirgtr, 
Heinrich Schalle, mii seiner Frau Irviel, vom Johanniterhruder Konrad von 

25 iJorzbach eintn Hof, der des von Rot und Konrads v^terltchss Krhe war, tim 
150 Ffund gekanft. — 1357 (unser fraiien abend lichtniess) verkaufi Konrad 
Gewin, Biirger zu Heilbronn, an Berthold liosenplat, desgL, 15 Mailer Frucht 
nnd 100 Kier Zins von der Hofraite zu Schluchtern, wo Kunz Pfauen Sohn 
sitztj und von 3 Morgen am Karih/iuser Weg um 100 Gulden. Bottenplat und 

30 Johann Besemer schenken die Gnlte den Kranken im Spital zu IhilbronUf 
denen in der Fasten schon Brot, zu Osttrn die Eier gereicht werdeti sollen: 
bei Versdumnis verfiiUt sie halb an die von Rosenplats Vetter gestiftete St. Martins- 
pfrunde an der Pfarrkirche, halb an die von Besemer gestiftete. Heiligkreuzpfriinde 
vor d^r dusseren Briicke zu Esslingen. Der Kaplan von Esslingen hat jahr- 

.35 lich nach Heill/ronn zu reiten, um sich uber lieichung der Gi'tlte zu rergewissern, 

und bekovimt von den Pflegern 1 oder 2 Tage Kost. — Sieglerin die Stadt. — 1359 

(Michels abend) Sept. 28. — iJiesr Stiick-i werden schon im alten Repertorium 

d/r Stiftungspflegregistratut'j woraus die Angaben stammen, als fehJeud bt'Ziichtiet. 

a) Kunz Siglin von Massenbach und seine Frau Demut, Biirger zu Heil- 

40 bronn, verkaufen ihre von Massenbach gekauften Guler zu Schluchiern, die 
Alhrecht Ruhe baut, mit Ausnahme ron 2 Morgen zu Hofsietten and am Bliiweh- 
berg^ zusammen 21 Morgen in den Fluren gagen Schwaigern^ Schlade im Rode 
und Massenbach um lOb Pfund an die GeistlichkHt an der Pfarrkirche zu 



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122 1371 Dez. 28. 

Heilhronn utid stellen als BUrgen Gernold Hemmerlm und Ahtlin Wegener, 
Burger zu Heilhronn. — Siegler Hmift Almg genannt KuUrhrunn und Kunz 
Hirtj Richier dasdbsL — 1384 (unserer frawen abend der jungern als sie 
geborn wart) Sept, 7. — Ebd, Or., Pg., mit Siegeln, 

b) Peter Siglin und seine Frau EUheth, Burger su Heilhronn, desgleichen 5- 
J2:2 Morgen und 2 Wiesen^ die Bilrck haul, um 90 Pfund 3 Schilling Heller. 
Biirgen die Heilbronner Burger Heinrich Kriech und Hans Zeisolf, — Siegler 
und Datum wie vorhin, — Ebd. Or., Pg,, das erste Siegel rechts und unien 
hescMdigt. 

287m Kaiser Karl [IV-] yiebt der Stadt Heilhronn eine neue 10 
Verfassuny, — Bautzen 1371 Dez. 28. 

St. A. Heilhronn I, Pnvilegien. Or., Pg., doppelt, das erste mit Maje- 
siatS' und Rucksiegel, das Bweite mit dem Sekret, von dtrselhen Hand. Auf 
dem Bug hei beiden: Ad relacionem domiiii . . Prageusis archiepiscopi Petrus 
propositus Olomiicensis. Aussen beim ersten : K. Johannes Saxo, heim zioeiten: 15- 
II. Johannes Lust. Das Zeichen I dentet den Zeilensclduss in B an. Heilhronn 
Lade 19 Vidimus, filr die Stadt und den Stadtschreiher Gabriel Flins ausge- 
stellt von Abt B&'nhard von Schonthal, well die Urkunde an den kaiserlichen 
Hof geschickt werden muss. Zeugen: Thomas Ydt, Prior, und Johann An* 
ipyler, Bursarius des Klosters. Notar Albrecht Horner. — 14S3 (dinstag vor 20' 
circuincisionis Domini) Dez. 30. Beg.: BGhmer-Huhtr n. o()12. 

Wir Karl von Gotes gnaden Romischer keiser zu alien zeiten 
merer des reichs und kunig zu Bebeim bekenuen und tun kunt offen- 
lich mit diesem briefe alien den, die yn sehent oder horent lesen, 
das wir umb die stozze, | missehe lunge und uflFleuffe, *^ als die von 25 
Heilprunne die burger doselbest^) an einem teil und die gemeinde 
doselbest an dem andern teil mit einander bisher uflF diesen heutigen 
tag gebabt ban, sie mit einander geirichtet baben : lieplicb und 
freuntlich als bernacb gescbreben^^ stebet. [1] Czu dem ersten so 
scbeiden und ricbten wir, das die seebsundzwenczig, die yeczuud 30 
von den burgern und der gemeinde an dem rate und an dem | gericbte 
doselbest siczen, \ bleiben sullen unz uflF sant Jobans tage sunnwende 
der scbierest kunflftig ist und acbt tage vor demselben sant Jobans 
tag sullen die burger die ussern und die innern unter yn ander drey- 
zeben, die des jares nicbt an dem rate nocb an dem gericbte gewesen 35 
sein, kiesen und welen uflF ir eide und die selben dreizeben, die also 
us den burgern gekorn werden, sullen secbs ricbter und einen burger- 
meister us yn kiesen. So sullen aucb die gemeinde, die hierczwiscben 
an dem rate und gericbte bleiben sullen, aucb ander dreiczeben us 

a) B ufflowffe. b) B doselbirt. c) B geochriben. 



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1371 Dez. 28. 123 

der gemeinde^ die des jares nicbt an dem rate noch an deiu gerichte 
gewesen sein, kiesen und welen uff ir eide und dieselben dreizehen^ 
die also us der gemeinde gekorn werden, sullen auch sechs richter 
und einen burgermeister us yn kiesen und welen uflF ir eide, [2] 

5 Und wenne sie also gewelt werden, so sullent denne die burger- 
meister, der rat und die richter zu den beiligen sweren gereehte eide 
mit uffgeboten vingem zu riehten und zu raten dem armen als dem 
reichen an alles geverde, und die zwelflf richter sullen sprechen dem 
armen als dem reichen uff ir eide^ die sie gesworen hant^ und dorumb- 

10 weder golt noch silber nemen noch dheinerleye myete, und sullen 
also die burgermeister; der rat und die richter an den rat und an 
das gerichte treten an sant Johans tag sunnwende als vorgeschriben •^ 
stehet und bey rat und gerichte bleiben als vorgeschreben stat bis 
von sant Johans tag zu sunnwenden dem nehesten uber ein jar 

15 dornach und wenn das kumpt zu jare zu sant Johanns tag zu sunn- 
wenden acht tag vor die nechsten, so sullen die burgermeister und 
der rat us yn ietwederin teil ander dreiczehen kiesen und welen uff 
ir eide in aller der mazze als davor geschriben stehet und sullen 
furbas mer alle jare burgermeister, rate und gerichte also geendert 

20 werden, als vorgeschriben stehet. [3] Und were das sache, das 
einer oder mere us den vorgenanten partyen sturbe und abgienge, 
so sullen die andern derselben partien einen andern oder mere als 
vil ir gestorben were us irem teil kiesen und welen ynnewendig acht 
tagen an desselben oder derselben abgestorben stat und das sal ge- 

25 scheen als offte des not wirdet, also das allewege die gancz czal der 
dreiczehen uff iedem teil sein sal. [4] Und also sal die enderung 
und alle vorgeschriben artikel furbas bleiben und bestan und wes 
denne die czwene burgermeister und der rat oder ir der merer teil 
ubereinkomen, das sol also bleiben und bestan und sullen auch uff 

30 dieselben eide wochenlich ane vorrate an dem dinstag ungeboten rat 
haben an geverde und sullen also hefftig sache und der stete not- 
durffte^> vor alien dingen dorynne ustragen ungeverlich. [5] Und 
so der rat also geseczet wirdet, °> so sullen denne alle burger und 
gemeinde reich und arme den burgermeistern geloben gehorsam zu 

35 sein, wes der rat oder der merer teil zu rate wirdet oder wurden*^^ 
ist, alles ungeverlich. [6] Were auch das sulche grozze sache wurde 
und uffstunde, das die sechsundzwenczig oder dem merer «^ teil deuchte 
und erkente, das sie mere leute darzu bedorfften und notdurfftig weren, 

a) B vorgeschrebeu. b) B notdorfft. c) B vvirt. d) B worden. e) B der meron. 



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124 1371 Dez. 28. 

so mugen sie als dykke sie wellen den alten rat der nechste vor yn 
gevvesen ist oder den merer teil dams an geverde zu yn heischen 
und zu yn neraen, der denn mit yn uber die sache sitzen sal und yn 
lielifen raten und tun was in der sache furzuwenden und zu tun sei 
ungeverlich. [7] Es sullen die burgermeister und czwene uswendlg 5 
rates, einer von den burgern und einer von der gemeinde, die der 
rat dorzu keuset und seczet, alle slussel haben zu toren, zu turmen, 
zu inzsigel und zu briefen, und das der rat furbas mer alle jar alle 
ampte uswendig rates von den burgern und von der gemeinde gleich 
beseczen, und das sie vier rechener seczen alle jar, auch zwene von 10 
den burgern und zwene von der gemeinde, die der stette gut alles 
ynnemen, beide, steur und von den ampten die yn gehorsam sein 
sullen das zu zeichen und alle ander zuvelle und dieselben vier 
rechener sullen denn auch dem rate zu ieder fronfasten widerrechen, *> 
was sie der stete guts yngenomcn haben ungeverlich. Auch sullen 15 
sie in der vorgenanten stat Heilprunne an wachen, an graben und 
an alien andern notlichen buwen und ander sachen, der sie notdorff- 
tig sind, der der rat oder ir der merer teil zu rate werden und sich 
erkennen, das notdorfftig sind, einen pfennig tragen als der ander 
ungeverlich. / 8] Tete oder wurbe einer oder mere, die ir burger 20 
weren oder ir burger gewescn weren, von den burgern oder von der 
gemeinde Avidcr diese vorgeschriben sachen dheine, das sal allzumal 
abe sein und keyn kraflft haben und derselbe der das tete und uber- 
fiire, sal dorzu meineydig, trewlos und erlos sein und alles sein 
gut vorvallen sein, halbes in des reiches kamern und das ander halb 25 
teil der vorgenanten stat zu Heilprunne, und sal er, sein weib und 
kinde die an seinem brote sein auch ewiclich die stat raumen uzzer- 
halb der mark und nimmermer daryn komen. Und alle disc vor- 
geschreben geseczte und rechte sullen die burger und alle gemeinde 
reiche und araie in der stat zu Heilprunne zu den heiligen sweren 30 
steet^^ zu halden und zu haben an alle geverde, und wenn sie die 
bctesteur swerent oder gelobent, so sullent sie auch diese recht und 
gesecze in denselbcn eidcn oder geliibdcn*^^ neraen steet zu halden 
und zu haben an geverde. [9] Auch scheiden wir, das keyn zuuft 
do sein sal, als wir sie mit rechter wissen abgenomen haben. Mit 35 
urkunt ditz briefos vorsigelt mit unsir keisirlichen majestat ingsigel, ^^ 
der geben ist zu Budissyn, nach Grists geburte dreizehenhundert jar 
darnach in dem zweynundsibenzigsten jare an der heiligen kindelin 

ft) B — recbenen. b) B ^tote. c) B golobden. d) B rait unserin kleinen anbaujfenden 
ing>:iijrel. 



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1372 Jan. 13 — 1372 Marz 12. 125- 

tag unsir reiche in dem secbsundzwenczigsten und des kaisertums in. 
dem sibenczehenden jaren. 



288» Lutz Liter und seine Fran Gut, zii Grossgartach gesessen, 
verkaufen an Pfarrer und Pfriindner an der Pfarrkirche zti Heil- 
5 bronn 30 Schilling Heller Zins von GUtern zu Grossgartach zxcischea 
Herni Brun von Wimpfen, LMwin, Biirger zu Heilbronn, Albrecht 
Plenger und Henslin Klecker, am Heilbronner Weg und avf der 
Viehweide, uni 24 Pfund Heller und stellen als Biirgen Heinz Jos- 
tin und Kunz Luer zu Grossgartach mit Ve^-pflichtung zum Einlager 
10 in Heilbronn, — Siegler der Official zti Wimpfeti im Thai und Pfaff 
Gernod, Kirchherr zu Horkheim, — 1372 (nebsten dinstag nach gant 
Erbartz tag dez beiligen byscboflFs) Jan, 13. 

Htilhronn Lade 21 ^ 18. Or.^ Pg,^ mit heschMigten und mideutlichen 
Siegeln. 

15 289. Wilhelm von Kirchhausen zu Frankenbach und seine Fran 

EUbeth, Krafts von Bappach seligen Tochter, verkaufen an Riidger, 
Walther Miillers Sohn^ Biirger zu Heilbronn^ ihre Rechte avf der 
Miihle zu Frankenbach um 37 Pfund Heller Heilbromier Wdhrung, 
und stellen als Biirgen Hartmut den B'ockinger und BiUin Bender, 

20 Biirger zu Heilbronn. — Siegler die Aussteller und Biirgen. — 1372: 
(frytag nacb mitterfasten) Mdrz 12. 

St. A. Heilbronn I, Frankenbach. Or., Pg., die 3 ersten Siegel am Band 
beschddigt. 

a) Ludwig Miiller und seine Frau Anna und Hans von Nordheim und 
25 seine Frau Els, Biirger zu Heilbronn, bekommen von ihrer Mutter und Schwieger- 
mutter Katharina, Budiger Miillers Witwe, Biirgerin zu Heilbronn, die MuMe 
zu Frankenbach und das zugehorige Lehen um 15 Gulden Zins mit dtr Ver- 
pflichtung, sic (Katharina) zu verkdstigen. — Sieghr Peter von Berlichingen 
und Heinz von Hausen, Bichter zu Heilbronn. — 1413 (sant Endres abent) 
30 Noo. 29, — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. — Ludivig wid Els sind die Kinder 
Kaiharinas. 



290. Ileinrich Harsch, Biirgermeister zu Heilbronn, bekennt, 

durch acht ehrbare Manner mit der Stadt verglichen warden zu sein, 

und verzichtet auf a lie iveiteren Forderungen wegen seines Dienstes.. 

35 — Siegler der Aussteller und der Grawe, ') Vogt im Zabergdu, sein 

*) Siegel: Waltheri dci. Grae. 



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126 1372 Mai 5 — 1373 Mai 5. 

Okehn. — 1372 (nehsten dingtag nach des heiligen crutz tag als es 
fiinden wart) Mai 5. 

Heilhronn Lade 54. Or,, Pg,, das erste Siegel am linksn Band beschddigt, 

291. Reinbot von Klingenberg, Edelknechf, und seine Fran Agnes 
stiften den minderen Briideni zu Heilbronn fUr ihrer Vorfahren Seelen- 5 
heil und zu einem Jahrtag fur den Bruder und den Sohn ReinbotSj 
Friedrich und Bernger, 3 Pfund Heller Zins, 1 von und auf der 
Milhle zu Nordheim und 2 auf der Wiese dabei, und bestiminen, wenu 
sie Oder ihre Nachkommen ohne leibliche Erben abgingeu, solle die 

Wiese ans Kloster fallen und der Zins von der Miihle fortdauern. 10 
— Siegler Reinbot und der Richter zu Wimpfen im Thai. — 1372 
(pfingsteabent) Mai 15. 

St. A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or,, Pg., das zweite Siegel ringsum 
beschddigt, unten ein StUck abgebrochen. Die InhaUsangahe aussen aus dem 
16. Jh, daiivri: anno 137^ fur der reformation. 15 

292. Wigmar Lemblin, Biirger zu Heilbronn, und seine Fran 
Ursula verkaufen an das St. Klarakloster 4 Pfund Heller Zins von 
3 Weingdrten (hinter d^r Kirche zu Flein zwischen der Guntzin und 
dem Vogt zu Beilstein, am Remmingsberg zwischen den Weingdrten 
der Heiligen und der Friihmesse und am Grafenberg zwischen denen 20 
von Lichtenstern und der GUntzin) um 60 Pfund, uoriiber sie quit- 
tieren, und stellen als Biirgen Heinz Wisse von Besigheim und Hans 
Kosse, beide Biirger zu Heilbronn. — Siegler der Aussteller und die 
Biirgen. — 1373 (nehsten donderstag nach sant Walpurg tag) Mai 5. 

Si A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or., Pg., das erste Siegel am Rand 25 
beschddigt, beim dritten der Schild abgesprungen. 

a) Berthold von Nordheim and seine Frau Mechtild, Burger eu Heilbronn, 
hekentien dem St. Klarakloster von ihrem Weingarien auf Fleiner Markung 
am Grafenberg zwischen den Weingarien der Fraueti von Lichtenstern und 
Koiirad Wikmars, den sie von Ursula Wikmarin gekauft habeti, 30 Schilling 30 
Heller Zins schuldig zu sein. — Siegler Heinrich Futvr und Konrad Fiiwr 
gcnannt Wigmar. — 1406 (dornstag vor sant Michels tag) Sept, 23. 

Ebd. Or,, Pg., das erste Siegel oben und unten beschddigt, das zweite 
ahg.'gangen. 

293. Bischof Echard von Worms absolviert, soweit er es kann, 35 
den Heymo von Heilbronn und seine Mitschtddigen, die Heymos Xeben- 
huhler Stahd mit bewaffneter Hand in der Pfarrkirche zu Bockingen 



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1373 Mai 28 — 1374 Miirz 10. 127 

ennordet nnd diese dadtirch entweiht habeHj und yestattet dem Pleban, 
die beiden nachsten Jahre die Messe an einem geeigneteyi Ort im Dorf 
auf einer beweglichen Altarplatte zu lesen, da er zur Zeit keinen 
Weihbischof habe, urn die Kirche rekonziliieren zu konnen, FUr 
o letzteres haben die Missethdter binnen 2 Jahren zu sorgen. Den Geist- 
lichen seiner Diozese verbietet er, sich in die Ileilung des Schadens 
Oder die Absolution der Schuldigen einzumischen, — 1373 Mai 28, 

St.A, Heilbronn I, Bdckingen. Or,, Pg. tnit beschadigtem Siegel. 

294b Heinrich Heper, Burger zu Heilbronn, tauscht mit Jokanu, 
10 Abtf und Konvent des Klosters Maulbronn und giebt ihnen ein Pfund 
Wachs von seinem Haus zu Haslach zwischen Ziegelnmns und Walther 
Fuchsmafis Hdusern urn 1 Pfund Wachs, das bisher Peter Hert- 
schuch und der WSgar, Burger zu Heilbronn, von einem Weingarten 
in Wiminental (6y-) gegeben haben, — Siegler die beiden Pfarrer 
15 Gerlach zu Haslach xmd Konrad zu Heilbronn, — 1373 (an sant 
Nycolaus tag dez hailigen byschofz) Dez, 6, 

St A. Maulbronn 44. Or,, Pg,, das erste Siegel abgegangen, 

295. Konrad Gewin und Volmar Lemblin und ihre Sohne 
Gewin Lemblin, Hans Wigmar und Gewin Sletz bekennen, durch 

20 Bischof Adolf con Speier, zugleich Verweser des Erzbistums Mainz, und 
Eberhard voji Wirtemberg mit der Stadt Heilbronn gerichtet warden 
zu sein: ihre G titer in Stadt und Markung werden ihnen von der 
Stadt zurUckerstattet nnd sind die nachsten 6 Jahre steuerfrei, was 
aber neu encorben wird, steuerbar; sie selber bleiben ausserhalb der 

25 Stadtj der Grdben und Gartenzduney bis die genannten Herren das 
Betreten der Stadt erlauben; Klagen auf ihre Giiter verkundet ihnen 
die Stadt nach Sulm und macht ihnen ein Gericht an der Ziegelhiitte, 
bei dessen Entscheidung es bleiben soil, ebenso umgekehrt; der Stadt 
bezahlen sie ihre Schulden, ebenso umgekehrt; ihre Weiber, Knechtc, 

30 Mdgde und Ehehalten dilrfen zu Heilbronn aus- und eingehen, dort 
wohnen, die Felder bestellen, milssen aber schworen, der Stadt keinen 
Schaden zu thun; sie selber schivoren, Bernhard Hiinrr, Kunz Hug, 
Kunz Billin und Hartmut ron Waiblitigeyi nicht zu raten noch zu 
helfen, bis sie auch an dieser SUhne tednehmen, — Stdm 1374 (nechsten 

35 fritag vor dem gunntag letare in der vasten) Mdrz 10. 

Heilbronn Lade 54. Or,, P(j,, 1. und 4. Siegd oben hescJiiidigt, 2. ab- 
gegangen. 



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128 1374 Marz 12 — 1375 Juni 17. 

a) Volmar^ Volmar Lemblins seligen Sohn von Heilbronn^ beschtrort diese 
Siihne ebenfalls (Adolf ^Ertcdhher von Mainz^), — 1379 (nehsteii sambstage 
vor sant Vites tag) Juni 11, — Ebd, Or,, Pg, mil Siegel, 



296. Kaiser Karl [IV.] hebt alle Kla^e, Urteil und Anleite 
geijen Graf Eherhard von Wirtemberg und seine G liter ^ besonders den 5 

Weinzehnten zu Heilbronn, worauf Bitter Albrecht von Ntmsherg vor 
seinem Ilofgericht zu Niiklberg yiamens Jes Herzogs Albrecht von 
Bayern geklagt fiat, bis nehsten tag nach dem wissen suntag [1375 
Mdrz 12] auf und erklart Jedes ettva schon eiugeleitefe Verfahren 
fur ungiiltig, — Berlin 1374 (sante Gregorien tag des heiligen 10 
babstes) Mdrz 12. 

StA, Heilbronn II. Or., Pg., Majestdtssiegel nur noch zur Halfte vor- 
handen. Auf dem Bug: Per doniiniim . . <le Koldicz Couradiis do (yvsinheim. 
Aussen: R. Voltzo de Wontiacia, — Reg.: Bohmer-Huber Ergdnzungsheft 1 
n, 7397, 15^ 

297. Albrecht Schieber J Biirger zu Heilbronn, und seine Fran 
Innel verkaufen an LI Bopfinger und seins Fran Adelheid, Biirger 
zu Heilbronn, den Kunz K'dlter zu gelegenen Teil ihres Hauses um 
i)5 Pfund Heller. Bei kilnftigen Bauten soil die Mauer zwischeu 
Schiebers Hans und dem cerkauften Teil gemeinsam sein und von 20 
beiden Seiten je zur Halfte darauf gebaut werden durfen. — Siegler 
Gerliard von Waiblingen und Hans Beilstein, Richter zu Heilbronn. 
— 1374 (nehsten donderstage vor sant Georien tag) April 20. 

Heilbronn 273 I D 1, Or,^ Pg. mit Siegeln, das erste oben und unten 
durch die Sieyelatreifen beschddigt. --^ 

298. Die Stddfe Esslingen, Reutlingen, Bottweil, Gmi'nid, Hall, 
Heilbronn, Weil, Wimpfen, Weinsberg, Nordlingen, Worth, Dinkels- 
biihl, Bopfingen und Aalen einigen sich mit Graf Eber hard von Wirtem- 
berg bis Jakobi [Juli 25] 1376, wenn der Konig die Einung nicht 
widerruft. — Stuttgart 1375 (nehsten suntag vor sant Johans tag 30 
ze sunwenden) Juni 17. 

Gedi'.: Satiler Graf en 1 Betl. n. 167. 



299. Herzog Otto von Bayern und seine Vettern Stephau, 
Friedrich und Johann versjyrechen dot Grafen Eberhard und Ulrich 
von Wirtemberg, bis kommende Sonnenwende die 7350 Gulden, die 35 



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1375 Okt. 13 — 1376 Jiili 28. 129 

fiie ihnen von der Nutzung des ZoUs zu Miinchen schidden, und die 
3000 Pfund Heller tvegen der Losung des Heilbronner Zehnten zu- 
ruckzuzafUen, und verpfdnden dafur einstweilen den Weiyizehnten zu 
Heilbronn, — Ehingen 1375 (samstag vor Gallen tag) Okt. 13. 

5 Beg. Boica 9,333. 

a) Die beiden Graf en von Wirtemherg ver^jjrechen den genannten Herzogen 
von Bayem, die Losung des Weinzehnien jtderzeit zu gestatten. — Eod. d. 
— Ehd. 

300* Mnrgarethe, Witwe des Benz con Bockingen, Biirgerin 
10 zu Heilbronn, verkmift an Wolfram Schad, Pfrundner zu Wimpfen 
im Thai, ihren Hof zti Bbllingen um 150 Pfund Heller Heilbronner 
Wdhrung und stellt als Biirgen Hans Bernhart, Bernharts seligen 
SohUy Glaus Mercklin und Hans Mercklin, Bilrger zu Heilbronn, — 
1376 (an sant Mathis abend dez heiligen zwelflfboten) Febr. 24. 

15 St.A. Stift Wimpfen. (Jr., Pg.y die Urkunde zutn Teil unUserlich, die 

Siegel abgegangen. Dahei eine Kopie. Auf dem Or. aiissen u. a. : Ad vicariam 
Wolframi Schaden fundatoris ad altare 8. Joannis baptiste. 

301b Adelheid von Heilbronn, Klosterfrau zu BilUgheimy leiht 
mit Erlaubnis ihrer Abtissin dem Hans Zeyhe, Bilrger zu HeilbronUy 

20 Vli Morgen Weingdrten am Lietberg zwischen der von Biich und 
Enlin Siiterltn und Va Morgen am Kungsberg zwischen Heinz Nyfer 
und der Reinsin, erhdlt davo7i jdhrlich ein Drittel und zivei Eimer, 
cerspricht (nach ihrem Tode das Kloster), ihm Mist und Pfdhle 
hinauS' mid den Wein in die Kelter des Klosters zu Heilbronn heim- 

25 zufiihren. Nach seinem Tode mogen seine Erben die Weingdrten 
cUts Jahr vollends behalf sn oder sich nach dem Urteil zweier Manner 
fiir ihre Arbeit entschddigen lassen, dann sollen sie an Adelheid bezw. 
das Kloster zuruckfallen. — 1376 (nehsten donderstag vor sant Marien 
Magdalen tag) Juli 10. 

30 Heilbronn Lade 53, Billigheim 3. Or., Pg., Siegel der Abtissin ab- 

hangend beschctdigt. 

302. Kaiser Karl [IV.] befiehlt der Stadt Heilbronn, den 
Edeln Borsso von Riesenburg U7id Kraft von Hokenlohe zu seines 
Sohnes Handen, der zu Frankfurt geivdhlt und zu Aachen gekront 
35 warden, zu huldigen und ihnen eine Urkunde da ruber auszustellen,, 
wie Aachen, Frankfurt (inseriert) und Niirnberg gethan. — NUrn- 
berg 1376 Juli 28. 

WUrtt. Geschichtsquellen V. 9 



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130 1376 Juli 28 — 1377 Auj,'. 17. 

Reg,: Bohmer'Uuber n. 5659 nach dem Register in Munchen, VgL 
Reichsiagsakten 1, 163 (Befehl an Rothenburg gedruckt), 

303. Konig Wenzel bestdttgt der Stadt Heilbronn alle Bn'efe 
und Freiheiten seines Vaters tmd seiner Vorgdnger und verq)ncht, 
sie dabei zu schiitzen. — Nurnberg 1376 (nehuten montag nach sant 5 
Jacobs tage) JiUi 28. 

Si. A, Heilbronn /, Privilegien. Or., P^., zersprungenes Majestdtttsiegel 
mit Riicksiegel, Auf dem Bug: Per dominiiin regem Nicolaiis Camericensis 
prepositus. Ausaen: R. Wilhehnus Kortelangen. — Wenzel 1377 in Heilbronn? 
(Lindner 1,390): ea handelt sich um das Kloster Heilsbronn, 10 

304. Kunz Lutwin und Stephan Lutwin, Kirchherr zu Beihingen, 
des (dten Lutwin Sohne von Heilbronn^ verkaufen an Graf Eberhard 
von Wirteniberg ihre G liter zu Grossgartach um 200 Gulden, — Siegler 
die Aussteller, Berthold der Kolter, der Heilbronner BUrgermeister Kunz 
Niere, und die Vettern der AussteUer Hans Lutwin und Hans RUxinger, 15 
— 1376 (nehsten suntag nach sant Elizabethan tag) Nov, 23, 

StJL, Brackenheim W, 17, Dr., Pg., nur das 3. Siegel noch vorhanden 
und dieses am Rand beschddigt, — Der alte Lutwin von Heilltronn desgl., um 
2(M) Gulden, Mit ihm siegeln seine Sohne Kunz und Stephan, — 1376 (nehsten 
mandag nach sant Lucien tag) Dez. 15, — Ebd, Or,, Pg., alle Siegel abge- 20 
gangen. — Erwdhnt Steinhofer 384, 4()8. 

305. Kaiser Karl IV, bestdtigt den Stddten Heilbronn, (hniind, 
Hall, Dinkelsbiihly Wimp/en, Weinsberg tmd Bopfingen, die ihm treu 
(jeblieben und nicht zu den^n von Vim und andern schwdbischen 
Stddten iibergegangen sind, ihre Privilegien, verspricht, sie bei der 25 
herkommlichen Reichssteuer zu behalten, sie nicht durch Versetzen, 

VergebeUj Verwechseln oder sonst zu trennen, sondern immer beim 
Reich zu behalten, gestattet Selbsthilfe gegen Einfdlle, Rduberei und 
Unrechtj verbietet aber, sich mit XJlm und den schwahischen Stddten 
zu verbiinden. — Tangermilnde 1377 Juni 1, 30 

Gedr, : Reichstag sakien i, 103, Reg, : Bohnter-Huber n, 5778, 

306. Heilbronn tritt dem Bund der Stddte Ulm, Konstanzy 
Esslingen, Reutlingen, Weil, Oherlingen, Memmingen, Biberach, Ravem- 
burg, Lindau, St, Gallen, Kempten, Kaufbeuren, Leutkirch, Isny, 
Wangen und Buchhorn bei. — 1377 (montag nach unser frawen 35 
himmelfahrt) Aug, 17, 



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1377 Sept. 12. 131 

Notiz in der Schmidsehen Sammiwng 1 n, 60 (im StJL.). — JReg. : ( Vischtr) 
For8chungen zur deutschen Gesch, 2, 183 n. 104, Bdhmer-HuheTf Eeichssachen 
n. 637. 

a) Die Pfalzgrafen Ruprecht der altere und der jUngere, Ji^riedrich, Jo- 
-5 hann und Ruprecht der jOngate und Marhgraf Bemhard von Baden, dieser 
zugleieh fiir setnen unmUndigen Bruder Rudolf, einigen sich tnit den genannten 
u, a. Stddten bis 1365 Apr, 23, — Baden (sand Ulrichs tage) Juli 4. — Gedr, : 
Bait, de pace imp, publica 39; vgl, (Vischer) I, c. 2^137. Reg, neuestens: 
Koch'Wille, Pfalzgrafen n, 4295; Fester, Marhgraf en von Baden n. 1326, 
10 b) Die schwdbischen Stddte, darunter Heilbi-onn, einigen sich tnit den 

rheinisclien, Mainz, Strassburg, Worms, Speier, Frankfurt, Hagenau, Weissen- 
burg und Pfeddersheim bis 1384 Dez, 25. — Speier 1381 Juni 17, 

Letztm^ls gedr, : (Boom) Wormser U.B, 2, 517 tnit dem Nebenvertrag : 

der Reivers der rheinischen: (Fritz) Strassburger U,B, 6,17, — Vgl, (Vischer), 

15 I c, 2, 140, — VerUngerung dieser Einung bis WeihnachUn 1391 : 1382 Okt, 8, 

Gedr, : (Boos) L c. 2, 539 : Revers der rheinischen vom mitwoch nach Dionysii, 

Okt, 15, bei (Fritz) I. c, 6, 64, — Vgl, (Vischer) I, c, 2, 145. 

c) Graf Eberhard von Wirtemberg, die Lowen-, die St. Wilhelms- und 

die St, GeorgsgeseUschaft einigen sich mit den schwdbischen Stddten und Herzog 

20 Leopold von Osterreich bis 1384 Jan. 6, — 1382 (nechsten mittwoch nach dem 

hailigen ostertage) Apr, 9. — Gedr,: Datt I. c, 42; Sattler, Graf en, 1, BeiL 

n, 171, — Die Urkunde Leopolds, Ehingen, vom gleichen Tag: Sattler n. 172. 



307. Ltitwin von Heilbronn der altere bekenntj der Klara 
Fuwenn, Klosterfrau zu Steinkeim, auf Martini 6 Pfund ewigen 

25 Zins und auf Maria Himmelfahrt (frawentag den erren . . . assumpcio) 
i Pfund und 4 Matter Dinkel Leibgeding schiddig zu seiUy verpfdndet 
dafiir Haus und Hofreite, die bei Versdumnis iiber 14 Tage an Klara 
verf alien und zu Fronhanden gehen sollen, und hat die 6 Pfund nach 
ihrem Tode ans Kloster zu geben, — Siegler der Aussteller, Ham^ 

•30 Fiiwer, Kunz Alwig und Peter Schenkel, Richter zu Heilbronn, — 
1377 (nehsten samsstag nach unser frawen tag der j&ngern alz su 
geborn wart) SejH, 12, 

St.A, Steinheim. Or., Pg., das 1, Siegel ohen heschddigt. Nach einer 
Bemerkung aussen sind die 6 Pfund urn 24 Gulden ahgelost worden [lo]C8 
35 (frytag nach Katherin) Dez, 1, 

308. Graf Eberhard von Wirtemberg quittiert den Bilr germeister n, 
Ricktern, Ratgeben und Biirgern von Heilbronn iiber 1000 von den 
4760 Gulden, die er filr sie vor etlichen Jahren zu Speyer auf seinen 
Schiddschein und seinen B Urge) i entlehnt hat und deretwegen sieihu, 

40 seinen Bilrgen und seine Brief e losen sollen, und verspricht, fiir die 



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132 1377 Nov. 24 — 1378 Juni 5. 

Stadt den jdhiichen Zins von den 1000, 100 Gulden, nach Speyer 
zu zahlen, — Siegler der Aussteller ufid sein Sohn Ulrich, — 1377 
(sant Katherinen abend der heiligen jungfrawen) Nov. 24, 

Heilbronn 42, Paasiva 1, Or., Pg., mit Siegeln, 

a) Derselbe und sein Sohn Ulrich desgleichen. — Ltonberg (Lowenberg) » 
1378 (nachsten s^ntag nach sant Martins tag) Nov, 14. — Ebd. desgl. 

b) Wortlich gleich wis a). — Stuttgart 1379 (sant Nyclaus tag) Dez. 6. 

— Ebd. desgl. das Siegel Ulrichs hat hier auch Helm und Heltnzier. 

309* Biirgermeister und Bat von Heilbronn verkau/en Wegzins 
und Giilteny bisher auf Mittfasten entrichtet, an die Eigentutner der 10 
Outer, worauf sie rnhen: an Hans Wilst 1 (je um das lOfache, 
tcenn nichts bemerkt ist), Schlapsiis 5, Kunz Kolb 3, Heinz Lutz 

1 Schilliyig, Berchtold Biitinger 28 Heller, den Heifener von Schotzach 
3^1% Schilling, Heinz Sckall 18 Heller, Walther Erlwin 2, Hans von 
Ma^senbach 1, Bellinger 3, Kunz Walther 1, Peter Brackenheim 15» 

2 Schilling, Ror 15 Heller, Benzlifi Becker 1, den Steinbrecher 5, 
Walther Lauwers Wirtin 3, Walther Schider und Hans Wicmar *> 

3 Schilling auf Ritlers und 20 Heller auf Werner Milrers Haus, 
Peter Hiiser 1 auf Klaus Nests Scheuer, Kunz Spenlin 6, Hans Rot 
d>en Bender 2, den Schmerwer und den Griindeler 2 Schillmg, Lutz 20 
Mailer 27, Heinz Wescher und Kunz Henffner 18 Heller um 1 Pfund, 
Hans Singer 3 Schilling^ Peter Pletzer 9 Heller um 10 Schilling, 
Hermann Kint^^ uf den Zehen 4, Hans Klegger 13^h Schilling um 
8^h Pfund, Heinz Hunger 1, Heinz Seyler 3 Schilling und an den 
Kegeler am Hundsberg einen frilher Stahel gehorigen Morgen Wein- 2r> 
gdrten um 15 und ein frilher Klaus Nest gehoriges Haus in des 
Steinbrechers Gasse um 12^ h Pfund Heller, worilber sie quiitieren. 

— 1378 (sant Marx tag des heiligen evangelisteu) Ajml 25. 

StJL. Heilbronn I, Weinzehnten u. s. lo. Or., Pg. mit Stadt siegel 

310* Vertrag zwischen den Priestern an der Pfarrkirche und 30 
der Stadt Heilbronn. — 1378 Juni 5, 

Heilbronn Lade 23, 1. Or., Pg., row Siegel oben ein Stiick abgebrochen. 

In Gotes namen, amen. Wir Arnoldus Linck von Winsshein, kirch- 
herre der pfarrekirchen ze Heilpiiinne, pfaif Gernolt | Plenger, pfaff Con- 
rad Vierdung, pfaflF Heinrich Heiller, pfaflF Heinrich Nier, pfafif Heinrich 3^ 



») Ttxi: Winmar. b) rieilcicht verscftrieboi fUv: Kimt. 



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1378 Juni 5. 133 

Waltz, pfaflF Conrad von | Klaubern, pfaff Dietz Schenck, pfaflF Conrad 
Eck, pfaff Sifrit Busenhart, pfaff Ulrich Schnitzer, pfaff Heinrich Ofter- 
dinger, pfaff Johans von t^berlingen, pfaff Conrad von Bilchein, pfaff 
Johans SOnthein und pfaff Philips Helt, capplan^ altaristen der capellen 
b nnd altare, die z& der vorgenanten pfarrekirchen gehdren, von eim teil^ 
und wir die bOrgermeister, die rihter and der rat gemeinlichen der selben 
8tat Heilprflnne von dem andern teil tftn ze wissen und bekennen 
offentliehen mit disem brieff alien den, die in sehent oder h5rent lesen 
und besunder den, den dise nachgeschriben ding z&geh5ren oder kn- 

10 berurent, daz wir durch fride, fruntschaft und eynmutekeit mit ein- 
ander zfl beiden siten willeclichen lieplichen und friuntlichen dirre 
nachgescbribenen vereynigflnge dinge und gedinge nbereinkomen 
sin: [1] Z(i dem ersten daz alle die g&t nnd gulte, domit die pfrunde 
nnd messe zA den altarn und cappellen alien, die zfl der vorgenanten 

15 pfarrekirchen geh6ren, heft nnd sture und anderre weltlichen scheit- 
zAnge und dienstberkeit fry sin sollen in alter der wise und forme, 
als sie von den stiftern gewidemt und von bischoffen besteitigt sint. 
[2] Item welich gflt an der pfrunde dehein von ir stiftern geben 
weren und also von bischoffen auch besteitigt weren, daz sie gewon- 

20 lich bet geben sollen oder ob die egenanten priester und altaristen 
deheinerley leysch gflt beseczzen, die zfl irn pfrimden und gotesgaben 
nit geh6rten, es were erbe oder eygen oder gekauft gflt, ligende oder 
varnde, was sie derselben gflt in der vorgenanten stat und marg 
heiten, dieselben gflt, ir were wenig oder vil, 8611en dieselben priester 

25 und altaristen, wenne die bflrger das an sie vordern, ahten und 
scheitzen vor irm pferrer uf ir ampt und eyde als liep sie in denne 
sint on geverde und alle argeliste und nach der scheitzflnge sollen 
sie danne und ir ieglicher, der s&licher gflt besitzer ist, von iedem 
pfflnde geben zfl bet und sture ierglichen uf sant Martins tag als 

30 vil als danne ander burger geben von dem pfflnde zfl der bet uf 
sant Martins tag allein nnd domit furbas das jar dovon sin von alien 
stureu und beten, wiewol daz were daz ander bflrger in der stat 
mer oder dicker des jars bet geben, zfl welcherley sachen daz were 
in der stat on geverde. Ob auch were das der priester deheinre 

35 ligende barschaft heite, es were pfenning, golt oder silber, wil er 
domit kauffen oder gremppen in dem jar, so sol er die auch ver- 
beten als von der varnden habe vorgeschrieben stet; w61t er aber 
domit nit kauffen oder gremppen in dem jar und seite daz uff sin 
ampt und uf sinen eyt, so bedarff er die das jars nit verbetten. Were 

40 aber, daz der priester deheiner an der egenanten seheitzftng siner 



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134 1378 Jiini 5. 

gAt sich vergeisse Tind sie nit scheitzte als zitlich were, so solt eiir 
pferrer einen us dem rat nemen und der rat einen us den priestern 
und die zwen soUen solich vergessAnge ansehen und sie also beesern, 
daz den priestern und der stat geliche beschehe. [3] Item were 
daz daz der vorgenanten priester deheinre mit deheim burger in der & 
vorgenanten stat ihtes ze schicken oder ze scbaffend heite in welt- 
lichen sachen, derselbe priester sol von demselben burger vor welt- 
lichem geriht vor dem schultheissen und rihtern in der stat reht 
vordern und nemen und niergen anderswohin laden oder triben, es 
were denne ob man sin reht verscbluge an dem weltliehen geriht lO 
oder in mit geverden an dem rehten sumet. Ob auch ein burger 
zfl schicken heite mit der obgenanten priester deheinem, dem sol 
er nit gebieten fur weltlich geriht, er sol in beclagen vor sinem 
geistlichen rihter, der danne uber die sache z(i sprechend hat. Auch 
mogent sie ein willekure tftn an geistlich oder weltlich schiedlute 15 
und vor den reht nemen, ob sie woUen in solichen sachen, darinne 
daz von erlaubftnge des rehten sin mag. [4] Item were daz der 
vorgenanten priester deheinem an sinem zinse oder gulte, der zft 
siner pfrund gehSrt oder an die presentz die der priester gemeinlich 
ist, zfi kurtz beschehe oder bruch wurde von eim burger, der die 20" 
gult oder zinse nit rihten wolt und nit laukent er were sie schuldig, 
wenne danne derselbe priester oder die presentzmeister oder ir bot- 
schaft das dem rat verkuntent und begertent darzil furdernisse und 
hilffe von dem rat, so sol der rat dem oder denselben priestern unver- 
zogenlichen ir boten und amptlute, die darzft geh6rent, lihen, daz 25 
die umbe dieselben unlauckenbaren zins und gulte pfant oder pfennige 
geben und antwurten sSllen on geverde. Wer in aber des lauckenber 
were, an demselben mogen sie des mit reht erholen, als sie daz 
allerfiigsamst duncket an geistlichem oder an weltlichem geriht. [S] 
Item wer in gulte oder zinse innehibe uff dem lande, der unser 30 
burger nit were, vSrderten danne die priester das an den rat, so 
sol der rat in geben der stat briefe und getriiwelichen in helflfen vor 
dem solich gulte und zinse, als vil als dick sie daz begerent, doch 
under der priester koste und botschaft und des zfl widerlegfinge und 
etlicher ander sache so sollen die vorgenanten priester jerlichen geben 35 
von ir presentz der vorgenanten stat aht pfunt heiller der stet weriinge 
uff sant Martins tag. / 6] Item die genanten priester sollent furbas 
in der stat und der stat marg kein ligend gfit kauffen oder in gever- 
den pfanden, es bescheih denne mit des rats urlaub und willen. 
/ 7] Item was den priestern furbas an ir presentz gegeben wirt von 40 



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1378 Juni 5. 135 

ligenden guten oder uflf ligenden gflten, daz sollen sie in jars frist 
yerkau£fen and on werden, teiten sie des nit, so sollen die selben 
gfit der Stat danne yervallen sin als die briefe sagent, die die 
Stat von keysern und von kunigen daruber hat. Ob auch were, 

5 daz der egenanten priester deheinen erbe und eygen anviel in der 
stat oder der stat marg, daz mag er verkauffen ob er wil, wolt 
aber er des nit tfln, so sol er dovon sture and bet geben, als dicke 
und als vil als danne ander burger in der stat tftn von im guten 
on geverde. [8] Item ein schultheisse, burgermeister und rat 

10 soUent die egenanten priester, ir libe und gftt und brSter getruwe- 
lichen schirmen als ander ir burger an geverde. Und dirre wille- 
kurter vereinfinge zft urkunde und gflter gezugnisse so ban wir die 
vorgeschribenen priester, wanne wir eygens insigels nit haben, 
gebeten die ersamen geistlichen frawen die eptissin des frawenclosters 

15 in der obgenanten stat Heilprunne sant Claren ordens, daz sie ir 
insigel durch unser bet hat gehangen an diesen brieflF. Und wir 
die ietztgenante eptissin bekennen, daz wir dflreh bet der egenanten 
priester unser insigel gehangen ban an diesen brieflF zft urkunde 
und gfiter gezugnisse der vorgeschribenen dinge. Dicz geschaeh und 

20 wart dirre brieflF geben nach Cristi geburt do man zalt druezehen- 
hundert und in dem ahten und sibenczigsten jar an dera heiligen 
pfingstabent. 

a) Die Priester an der Pfarrkirche und den zugehMgen Kapellen : Xi- 
claus I'Schoning, Pfarrer^ zugleich Kaplan an St Michael, Sifrit von Heidels- 

25 heim (Heidolffsliein) am St. Katharinenaltar in der Pfarrkirche, Peter Eckhart, 
am gleichen Altar verpfriindet, Joliann Eckhart am St. MaHinsaltar, Niclaus 
Ji&m am St, Mand-Magdalendaltar, Konrad LUtfried am Altar des von Magen- 
hetm, *) Berthold Miinch am Peter- und Paulsaltar, Peter Sess und Heinrich 
Miinch, beide am St, Peter saltar, Johaim Steinbrecher und Peter Streler am 

30 Niclausaltar, Konrad Engelmann und Johann Baibuwer *) am Marienaltar, Jo- 
hann Rulin am Leonhardsaltar, Burkard am Heiligkreuzaltar, alle in und 
auitser der Pfarrkirche, Konrad von Buch in dtr St. Joskapelle, Hans Winm^r 
im Spital am Katharinenaltar, Peter Merklin am St. PetersaUar, Hans Holz- 
apfel am Elisabeihenaltar, Heinrich Kiirsner am Leonhardsaliar, alle im Spital, 

35 Stcphan Schriber an der Niclauskapelle auf dem Altar im Char, Erhart LUt- 
fried am Katharinenaltar, Wiglin am Jacobsaltar und Peter Biiitinger zu 
Bockingen am Katharinenaltar verpflichten sich auf den Vertrag, de7i ihre 
Vorgdnger mii der Stadt HeUhi-onn eingegangen. — 140:^ (an sant Onwaltz tag) 
Aug. 6. — Ebd. ^. Or, Pg., mit Siegd der Pra'saiz. — Ehenso Burgermeist(^r 

40 ^nd Bat von Heilhronn, Unter demselhen Datum. — Ebd. (Jr., Pg. mit 
Stadtsiegel. 



*) Dionysiusaltar. — -) = Boitwar. 



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136 1378 Okt. 10 — 1378 Dez. 20. 

311» Herzog Friedrich von Bayern, Landvogt in Ober- vttd 
Niederschwaben, verspricht den Stddten Esslingen, Reuflingen, Rott- 
well, Weil, Hall, Heilbronn, Wimp/en, Bopfingen, Weinsberg, Gmiind, 
Aalen, Dinkelsbiikl und Nordlingen, denen er von Kaiser Karl [IV-] 
ah Schirmer und Versprecher gegeben uorden sei, ihnen und auf 5 
Verlangen jeder einzelnen Stadt eine Urkunde auszusteUen, ivie er 
den Stddten in der obern Landvogtei, die er schon vorher innegehabt, 
gethan habe, und beurkundet, dass sie ikm als Landvogt gehuldigt 
haben, — Knchkeim 1378 (sontag nach Dyonisii) Okt, 10. 

Gedr.: Datt, de pace imp. puhlica 37: danach (Wegelin) Landvogtei 10 
3y 48 : Sattler, Graf en, 2 Beilage n. 163. 

312. Hans Wortz und seine Fran Katharina zu Bockingeu 
verkaiifen dem Spital zu Heilbronn 30 Schilling Heller Heilbronner 
Wdhrung Gulfe von 2 Morgen Acker im Michelflnr an der Klausin 
Sohn, ^U im obern Flur neben Walther Gartach und ihrem Baumgarten 15 
zu Bbckingen neben der Hofraite der Lauchin und von ihrer Hof- 
raite daselbst neben der Hofraite des Klosters Schonthal um 15 Pfund 
Heller mit Vorbehalt ewigen Riickkaufsr edits und der Pjiicht des- 
selben nach litdgiger Mahnung vor Martini. — Bilrgcn Hans Wagen- 
bach und Heinz Griibner zu Bockingeu. — Siegler Peter Ruprecht 20 
und Kunz Graulocke, Richter zu Heilbronn. — 1378 (sant Thomas 
abend des heiiigen zwelfboten) Dez. 20. 

Heilbronnj Stiftungspflegregisiraiur Fasz. 136, 17. Or., Pg., die Siegd 
ahgerissen. 

313. Agatha Volmarin von Heilbronn giebt ihre G titer y Vogtei 25 
und Rechte zu Grossgartach, die teiUveiiie ihre Morgengabe icaren 
und die sie an das Kloster Odenheim verkauft hat, mit Zustimmung 
ihrer Tochtermdnner Hans Bernhart und Hans Eygerer ^) und ihrer 
Kinder Volmar, Anna, Klara und Else auf, als man dann morgengabe 
reht imd billigen uffgeben sol in dem egenanten dorffe zu Gartach und 30 

*) Hans Eygerer, Burger zu IltiVjronn, kauft von Swiggcr von V&nningm 
und seiner Frau Agnes des Siceintrs seligen Tochter, und Erphe, Eherhards von 
Venningen seligen Sohn, ihre Outer zu Grossgartach (Teile an Vogtei, Bede, 
eysclie, Wein- und Korngeld, Eigenhute) um 160 Gulden. — Biirgen: die 
Bruder Berthold und Jniedrich von Mass<nhach und Rafen Gyner. — 1397 
(neclisten dornstajf nach dem wisseii .sunta«?) Mdrz 15. — Ehd. Or., Pg. mii 
6 Siegeln (dtr Verk^ufer und Biirgen). — Klunzinger, Zahergdu U, 212. 



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1379 Febr. 26 — 1379 April 2. 137 

beschw'&rt ihren Verzicht. — Siegler die Ausstellerin und die beiden 
Tochtermdnner. — 1S79 (nehsten samsstag vor dem wissen sftndag) 
Febr, 26. 

St.A. Brackenheim, Geistl. 12. Or,, Pg,, nur das eweite Siegel ist 
5 erkalten, 

et) Eberhard, Volmar Lemlins aelig Sohn, erkennt den Verkauf dieser 

Outer durch seine verstorbene Mutter Agatha an. — Siegler der AussteUer, 

Hans Alwig genannt Kolbr&n und Kung Luphrit, BiclUtr zu Heilhronn. — 

1383 (ipso die Agnetis vjrginis) Jan, 21, — Ehd, Or,, Pg. mil schon er- 

10 haltenen Siegeln. 



314. Konz Heifener der Weingdrtner, Biirger zu HeilbronUf 
beurkundet, von Hans Kesing, Burger daselbst, einen halben Morgen 
Acker zu Horkheim zu den Hecklenden zwischen Hans Fuwers Kindern 
und Ham von Neidlingen urn 6 Schilling Heller Giilte als Erblehen 
15 erJialten zu haben, — Siegler Bernhard, Bernhards seligen Sohn, und 
Wernlin Kramer, Richter zu Heilbronn, — 1379 (nehsten dinstag 
vor sant Gregorien tag) Mdrz 8, 

Hetlbronti Lade 25^ 44, Or., Pg.j am zweiten Siegel die obere Hdlfte der 
Vorderseite abgebrochen, — 

20 31S» Jakob Grawe und seine Fran Liickgart, Biirger zu Heil- 

bronn, kaufen den Weingarten am Gernoltsberg zwischen Kunz Kleiber 
und dem getriiwen dienst von Walther Bender und seiner Frau 
Katharina und bauen ihn um ein Drittel fiir das Kloster Billigheim, 
solang Bender oder seine Frau lebt, nach deren Tod er ans Kloster 

^hfdllt; sie thun jdhrlich 1600 Pfdhle und 16 Karren Mist darein, 
die der Pfieger im Billigheimer Hof hinaus-, ebenso wie den Wein 
in die Klosterkelter oder eine andere hereinfuhren lassen soil. Wird 
ihnen durch die Furchgenossen bewiesen, dass sie das Gut nicht in 
rechtem Ban halten, so kann sie das Kloster unter der Kelter nach 

4^0 nnbuwes reht pfdnden. — Siegler Hans Erlewin und Kleinrot, Richter 
2u Heilbronn, — 1379 (palmabend) April 2. 

Heilbronn Lade 53, Btlligheim 2. Or,, Pg, mit Siegeln. 

316. Engelhard von Neideck, Domherr zu Wiirzhurg, und IVal- 

ram von Hundsbach, Scholastikus zu Ansbach, erwdhlte Schiedsrichter 

35 zwischen Arnold Link, Rektor der Pfarrkirche zu Heilbronn, einer- 

und den Pfriindnern und Altaristen daselhst andererseits in ihrem 



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138 1379 Juni 11. 

Streit ivegen Einsammlung tuid Verteilmig der Prdsemgelder bestimmenr 
Jede Partet bestellt einen AlUiristen ah Prokurator, die die Schliissel 
und Register der Prdsenz haben; beide Parteien miteinander undy 
wenn sie nicht einig werde7i, die Prokuratoren oder der Pfarrer ntit 
ihnen oder einem von ihnen einen Bursarius zur Evmummlung und & 
Verteiltmg, die er nach Belieben vornehmen kann; die Verteilung hat 
aber mindestens zweimcd wochentlich stattzufinden. Die Prokuratoren 
diirfen dem Bursarius nichts dareinreden und soUen ihm hei der Ein- 
sammlung und Eintreibufig behilflich seiii. Bis Oktav vcn Epiphanie 
findet wegen der Nachldssigkeiten bei Zahlung der Prdsenzgelder keine 10 
Verteilung statt, damit von da an die Distributionen an den Jahr- 
tagen und zu ihrer Zeit erfolgen konnen, Der Btirsarif^s soU nicht 
mehr als 5 Pfund currentis pagamenti bei sich behalten, sondern die 
Gelder in die Klausur thun, dem Pfarrer und den Altarist^n Redlich- 
keit bei Einsammlung und Verteilung versprechen und an Andrea und 15i 
Johannis Baptistd Rechnung ablegen. Die Kosten dieses Streits trdgt 
die Prdsenz. Die Schiedsrichter behalten sich die Entscheidung vor, 
wenn iiber diese Bestimmungen Streit entMilnde. — Datum et actum 
1379 (die sabbati post diem corporis Christi) Juni 11, 

Heilbronn Lade 23, 7, Or., Pg. mil 2 Siegeln. 20 



5/ /. Ilerzog Friedrich von BayerUj oberster Landvogt in Ober- 
nnd Niederschwaben, mit Ulrich dem Bessrer, Biirger zu Ulm, von 
seiner, Graf Rudolf von Sulz und Ileinrich von Freyberg zu Lei}}- 
heim von Eberhards von Wirtemberg, und Hans dem Ehinger von 
Mailand, Burger zu Vim, und Itel Huntpis, Stadtamman zu Ravens- 25 
burg, von des Stddtebunds Seite entscheidet 1) in der Klage der Stadt 
Heilbronn filr ihren Biirger Hans von Riexingen wcgen G litem zu 
Meimsheim (Memmentzhein): dieser solle bis in 3 Tagen und 6 Wochen 
vor Ulrich Bessrer, in dessen Abwesenheit vor Hans Ehinger oder 
dem Ulmer Biir germeister Lufz Kraft erweisen, dass er seit 14 Jahren, 30 
seit ihm die Giiter ausstehen, jdhrlich Anq)mch erhoben habe^ und 
Ulrich Bessrer das Urteil anheimgegeben werden, andernfalls die Giiter 
Eberhard bleiben; 2) in der Sache des Kunz von Neipperg und wegen 
des Zehnten zu Lanffen und Zimmern: es solle bis in dreimal vier- 
zehn und drei Tagen durch Kundschaft erwiesen werden, ob die strit- 85- 
tigen Giiter wirtembergisches Lehen oder Eigengut dieses Heilbronner 
Burgers seien, und Bessrer das Urteil sprechen; 3) in der Klage 
der Witu'c von Urbnch von Heilbronn und Albrechts des alten, seines- 



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1379 Juni 19 — 1380 Marz 17. 139' 

Bruders Hans, des alien Hans und seines Bniders Klein- Albrecht 
von Liebenstein: die Sache solle in 45 Tagen zu T/ialheim durch 
Schiedsgericht beendet werden, — Siegler der Herzog, liudolf von 
Sidz und Bessrer. — 1379 (nehsten sunentags vor sant Johans tag 
5 ze snniwenden) Juni 19. 

StjL, Heilhronn II. Or., von den aufgedruckten Siegeln nur noch das 
1, untir .Papierdecke vorhandm. 

318. Pfifff Diez Schenk, Pfarrer zu Bimnigheim, jetzt zu 
Heilbronn gesessen, verkauft an Pfarrer und Pfriindner an der Pfarr- 

10 kirche zu Heilbronn 5Va Pfund Heller Heilbronner Wdhrung zu' 
Weinsberg mil den Brief en dariiber um 63 Pfund, worilber er quittiert, 
und verspricht den Kaiif Jahr und Tag nach Weinsberger Becht zu 
wehren, — Siegler der Aussteller, Hans Kosse und Peter Diez, Richter 
zu Heilbronn, — 1379 (nehsten donderstag nach sant Bartholomeus- 

15 tag dez heiligen zwelfboten) Aug, 25. 

Heilbronn Lade 25,42, Or,, Fg.^ die Siegel alle beschddigt. 

319* Margarethe von Augsburg, genannt die Scheffnerin ^^' 
stiftet der Pfarrkirche zu Heilbronn 1 Pfund Heller Zins von ihren 
'/i Morgen Weingdrten zu Binswangen an der Steig neben den Kloster- 
20 frauen und Wernher Erke, worauf bereits eine Abgabe von eifiem 
Eimer Wein ruht, zu einem Jahrtag an der ndchsten Vigil nach 
Weihnachten, — Siegler Hans Bernhart und Hans Kozze, Bichter 
zu Heilbronn. — 1379 (nehsten sampstag vor sant Nyclaus tag) Dez, 3, 

St.A. Htilhronn I, Heligionaxcesen, Or., Fg., heide Siegel am Rand 
25 beschddigi. 

320. Pfajf Johann von KUngenherg und Bernger von Klingen- 
berg, Edelknecht, Gebriider, verkaufen an das St. Klarakloster zu 
Heilbronn 2^h Pfund Heller Zins Heilbronner Wdhrung von Lutz 
Strul und Hans Peter gesessen zu Neckargartach von Misselbacks 
30 seligen Garten und Kydelender zu Neckargartach beim Grijnbrunnen 
neben dem alien Peter um 30 Pfund Heller und stellen ah Biirgen 
Kunz Neipperg d. a. und Hans Xeipperg im Spital zu Heilbronn. 
— Siegler Aussteller und Biirgen. — 1380 (an dem palraeabend)* 
Marz 17, 

a) Teilweiiie durch einen TinUnfteck rtrdtckt, der Xume (iNsaen 16. Jh. 



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140 1380 Juli 1 — 1381 Marz 27. 

StJi, Heiibronn IV, Klarahloater. Or,, Pg, mil 4 Siegeln. Aussen 
u. a. 17, Jahrh.: Das closter gcniest nichts darvon. 

321. Margareth, Schenkm von Erbach, Frau zu Hirschhorn, 

stiftet in ihrem Testament n, a, Seelenmessen zu Heiibronn. — 1380 

Juli 1. 5 

Ihitck bet Baur, hess, Urh, 1, 471. Eben dieaer Passua durch eine 
Bemerkung in einer Note abgemacht. 

322m Katharina Stnibin, Biiryerin zu Heiibronn, bekennt, dasi^ 
^ie, als sie noch Wittce war, ihrem Schwestermann Heinz Klecker, 
Bilrger daselbst, das von ihrem Mann Hans Resch geerbte Fisch- 10 
wasser zu Neckargartach an Sulmer Anwand verkauft habe und ver- 
zichtet abermals darauf, — Siegler Peter Bu2)recht und WernVm, 
Richter zu Heiibronn, — 1380 (sant Lucien tag) Dez, 13, 

Sua. Heiibronn I, Neckar u. s. tr. Or,, Pg., beide Siegel abgegangen, 

323m Abt Volkhart zu Lorch giebt die bisher von Adelheid 15 
der Mangoltin innegelwbte Miihle auf dem Grrien zu Heiibronn mit 
den zugehorigen Giltern unter denselben Bedingungen an die beiden 
Heilbronner Bilrger Kunz Muller den Zimmermann und Hans Klecker, 
y,den Mann seiner Schwdgerin," als ewiges Zinslehen. — 1381 (an 
der nehsten mittwochen vor unser frawen tag lichtmess) Jan, 30. 20 

Heiibronn Lade 26, Or,, Pg. mit Siegel, 

aj SchuUheiss und Bichter von Heiibronn entscheiden auf das Vorbringen 
der Eheleute Hans Schenk, ihres Mitburgers, und Katharina, des verstorbenen 
FVitz Striille Tochter, dass sie dem Hans Klecker ihren Teil an der Miihle 
auf dem Grien urn lOO Pfund Heller verhauft haben, aber zur Wehrung des 25 
Kaufs keine Biirgen bekommen und nicht toissen, me sie die GOter aufgeben 
und wehren sollen : die beiden soUen beschivoren, dass sie keine BUrgen bekommen, 
und die G titer vor dem Gericht aufgeben, jedem Britten unschddlich, was ge- 
schieht, — 1389 (nehsten meintage vor mittervasten) Miirz 22, — Ebd. desgl, 
mit Stadtsiegel. 30 

324. Metze Riidin, Abtissin, nnd Konvent des Klosters Billig- 
heim verkaufen an Konrad Hartlieps Sohn, Minderbruder zu Heil- 
hronn, etwas weniger als zwei Morgen Weingiirten am Wedtenherg 
zwischen Heinz Huse und Peter, beide von Sontlieim, um 130 Pfund 
Heller Heilbronner Wdhrung, — 1381 (der nehsten mittwochen nach 35 
unser frawen tag in der vasten den man nennet in latvn annunciacio) 
M(irz 27, 



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1381 Juni 18 — 1881 Dez. 2. 141 

HeUhronn Lade 55, BUUgheim 1, Or,, Fg,^ beide Siegel am Band 
hescMdigU 



32S. Heinz vom Stein, Burger zu Heilbronn, und seine Iran 
Klara Volmarin verkaufen an ihren Mitburger Hans Eyrer die Halfte 
5 der Outer zu BblUngen, die vorher Klaras Eltern innegehabt hatten, 
in und ausser der Mark, Vogtei, Gericht, Zehnten u. s. w. urn 200 
Pfund Heller Heilbronner Wdhrung, woriiber sie quittieren, geben 
sie zu Heilbronn an des Seiches Strasse auf und versprechen, sie 
Jahr und Tag nach Landes- und Stadtrecht zu fertigen, — Siegler 
10 der AussteUer und die Heilbronner Bichter Albrecht Botgalle und 
Peter Schenkel. — 1381 (neaten dinstag vor sant Johans tag ze 
sungihten) Jimi 18, 

Heilbronn J Stiftungspflegregistratur Fasx. 127,8, Or,, Pg., die beiden 
ersten Siegel am Band beschddigt, 
15 bl) Eberhard Volmar, BUrger zu HeUhronn, und seine Frau Anna von 

Massenbach desgl. die andere Hdlfte, die er von eeinen Eltern geerbt, urn 350 
Pfund Heller, — Siller die Auseteller und die Heilbronner Bichter Hans ErW 
loin und Kunz Hirt, — 1384 (unser frawen abeDd als sie geborn wart) Sept. 7. 
— Ebd, 9, Or., Pg,, das vierte Siegel abgerissen, 

20 326. Dekan und Kapitel des Stifts Wimp/en quittieren Budiger 

Duchscherer, Burger zu Heilhronn, ilber 12 Pfund Heller^ womit er 
einen Zins von 1 Pfund von der Milhle zu Frankenbach gekauft, — 
Siegler das Kapitel, — 1381 (feria secnnda post festum beati Andree 
apoBtoli) Dez, 2. 

25 St. A, Heilbronn I, Frankenbach, Or,, Pg,, Siegel abhangend, 

327. Kunz Fuwerer, Biirger zu Sulm, bestimmt, dass die 
3 Pfund Heller Zins, die das Kloster Schonthal auf seinen ihm 
gerichtlick gegen Konrad BUlin zugesprochenen Gilteryi zu Bockingen 
(1 Morgen Weinberg am Hundsberg utui am Lowenherz} 12^ k Morgen 

30 Acker in der Leimengrube, Lenzlins Acker, Mergelacker, im Geissloch,. 
beim Burgmal, hinter der Kirche, zu der Hofstatt; l^h Morgen Wiesen 
an der Breit und 3^k Morgen Wald) hat, zu gleichen Teilen, je 
1 Pfujid, von Ackern und Weinbergen, vom Wald und von der Wiese 
gehen soUen. Hans Kessler und Kunz Gurther, Burger zu Heilbronn^. 

35 kaufen die Wiese und erhalten sie von Burkhard, Pfleger des Schon- 
thaler Hofs zu Heilbronn, gegen einen jdhrlichen Ziyis von 1 Pfund. 



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142 1382 Febr. 12 - 1382 Mai 31. 

— Siegler der Aussfeller, Hans Kessler toid Johann Sei/tze, Richter 
zu Heilbronn. — 1S82 (an der nechsten mitwochen vor sant Valen- 
tins tag) Febr, 12. 

Schdnihaler Diplomaiar von 1513, FoL 45. UnvollstHndige IJbersetzung 
bet Kremer, Chron. Schonthal. 1037. 5 



328. Seyfried Wanboldt, Komtur, Gotz TruchsesSy Hauskomtiir, 
und die Herren des Deutschen Hauses zu Heilbronn geben an Kunz 
Dueringer und seine Frau Alhause, Biirger zu Wimpfen, ihren Hof 
zu Michelbach als Erblehen urn 12 Matter Roggen, 7 Matter Haber 
und ein Fa^nachthuhn Zins. — Siegler Kunz Alwig *^ und Heinz van 10 
Hausen, Richter zu Heilbronn. — 1382 (an sanct Gregorien abent) 
Mdrz 11. 

St.A. DeutschordenS'Neckaroberamt. Lehen- und Bestandbriefe der Kom- 
mende Heilbronn S. 107. 

329. Arnold Link, Kirchherr zu Heilbronn, und die Pfrilndner 15 
an der Pfarrkirche daselbst: Gernold Bleinger, Helmich Nger, Kon- 
rad von Kleebronn (Klaibern), Konrad Eck, Nikolaus Milchsmaltz, Hein- 
7ich Heller, Ulrich Sngfzer, Johann von Uberlingen, Johann Sunther, 
GemUg von Mockmiihl, Heinrich Oftertinger, Konrad von Buch, Siegfried 
von Heidelsheim, Nikolaus Schoning, Philipps Helt, Alhrecht Kelter, Jo- 20 
hann Bylstein und Johann Rillin verkaufen an Rudiger MiUler, Biirger 
zu Heilbronn, ihren Teil an der Mtlhle zu Frankenbach und einen 
Zins von Gerhard Fiur um 70 Pfund Heller. — Siegler der Kirch- 
herr und das St. Kkirakloster. — 1382 (nehsten sarapstag nach dem 
heiligen pfingstag) Mai 31. 25 

St A.. Heilbronn I, Frankenbach. Or.y P</., das erste Siegel schon erhalten, 
-das sweite zerbrochen. 

330. Wilhebn von Eisesheim und seine Frau Katharina von 
Hehnstatt verkaufen an Anna von Gundelfingen, Burkart Sturmfeders 
seligen Tochter, 2 Simri Heilbronner Mass 01 Gillte von Hans Ochsen- 30 
ierg und seiner Fran Luck von den ^k Morgen Wiesen in der Glamme 
zu Bbllingen zwischen den Wiesen der von Billigheim und der Prediger 
zu Wimpfen um 21 Pfund Heller, woriiber sie quittieren, und stellen 
als Wehrbiirgen Albrecht (Albirhten) tind Hans Harsch, Gebriider, 



a) Die Kopie lint Alwieger. 



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1382 Juni 23. 143 

Wilhelms Vettern, Anna achenkt die Giilte zu ihrem und ihrer Vor- 
Jhhren Seelenheil an das Barfusserkloster zu HeUbronn. — Siegler 
Wilhelm und die Burgen, Katharina fuit hein eigenes Siegel, — 1S82 
(an sant Johans abende baptisten) Juni 23. 

.^ St, A. Heilbronn IV, Klarakloster, Or., Pg. viit Siegeln, das erste am 

linken Band etwaa heschddigt. 

331. Anna von Gundelfingen, Burkhard Sturmfeders Witwe, 
Ketzt Arnold Link, Klrchherni zu Heilbronn, Albrecht, Kammerer 
zu BoUwar (— bur), Siegfried von Heidehhein, Pfriindner zu HeiU 

10 bronn, und Kunz Hirt, Burger daselbst, als Vormunder und Seel- 
wdrter nach ihrem Tode ein, mn folgende Stiftungen zum Vollzug 
zu bringen, wenn sie es nicht noch selber thut: fiir die Pfarrkirche 
zu Heilbronn ein Messgeioand mit einem Kreuz von vergoldeten 
Spangen, zwei Chorrocke mit zwei Stricken und einem Querstrich ilber 

15 den Biicken von vergoldeten Spangen und eine Ckorkappe von schwa rzem 
glattem Samt (seymit); fur das Spital daselbst an den Elsbethen- 
altar 4 Messgewdnder von schwarzcm glattem und rotem Samt und 
weisem und blauem Seidentuch mit einem Kreuz von anderm Tuck 
und kleinen vergoldeten Spdnglein auf dem Kreuz , einen Kelch, ein 

20 gutes Messbuch toid zu jedem Messgewand eine Albe; fiir die Armen 
im Land 40, die armen Siechen im Spital zu Wein, Brot und Fleisch 100, 
die Barfiisser 10, die willigen Arinen zu Heilbronn 2, die Barfusser 
zu Esslingen 20, die Prediger daselbst 10, die Karmeliter (unser 
frawen briidern) und August iner daselbst je 20, die Prediger zu 

"25 Wimpfeti 20, den Einsiedel im Kaltenberg, die Klausnerin zu Bott- 
war, die zu Beilstein und die willigen Armen zu Wimpfen je 2 Pfund, 
dem Kloster Zwiefalten zum tdglichen Almosen, das man Oblegia heisst, 
100, den Paulinern im Gundelsberg und denen bei Waldenburg je 
4 Pfund rauher Heller, dem Kammerer zu Bottwar ein goldenes Mess- 

^0 gewand und 40 Pfmd zu einer ewig en Giilte fiir ihren Jahrtag und 
100 Pfund fiir eine ewige Messe [Pfrfinde], und was noch iibrig ist, 
fiir arme Leute. Stirbt oder rerzichtet einer der Testaments vollstrecker, 
so haben die andern Vollmacht dazu. Sie behcilt sich vor, an der Stiftung 
zu andern, zu mehren und zu mindern. Und ditz ist min testament 

35 und min lester wille; ob das nit d6hte nach reht eins testaments, 
iedocb wil ich daz es t6ge und bestee nach reht eins ieglichen eins 
andern mins lesten willen, ob es von mir by lebendem libe nit were 
noch wurde alz vorgeschriben stet. — Zeugen: Nikolans Schoniug 
und Johann Hentschfiher, Pfriindner zu Heilbronn. — Notariats- 



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144 1382 Aug. 7 — 1383 April 25. 

instrument ausgefertigt von Jakob Schriber zu Heilbronn. — HeU- 
bronn in der Pfarrkirche 1382 (sant Afran tag) Aug, 7 nach der Vesper 

Heilbronn Lade :i4^1. Or., Fg. mit Notariatszeiehen. — Vgl Wii^U 
lYanken 7,236. 

332. Konrad Munzmeister, Biirger zu Hall, verkauft die 5- 
10^1% Pfund und 1 Heller Zins von den Hdusern vor dem Brothaus 
zu Heilbronn, die an Adam Bernhart verp/dndet und durch seine 
Frau Adelheid die Bernhartin an ihn gekommen sind^ wieder an die 
Stadt Heilbronn um die lOfache Sutnme, behdlt sich aber entsprechende 
Entschddigung vor, wenn der Kauf brief ausweise, dass die Giilte um !()• 
einen hoheren Preis verkauft warden sei. — Siegler der Ausstelier, 
Kunz Peter und Vlrich Schultheiss, — 1382 (samstag vor sant 
Katherinen tage) Nov. 22. 

St.A. Heilbronn J, Weinzehnten u. s. w. Or., Fg.y das 1, Siegel abge- 
gangen, das 2. zerbrochen, das 3. am Band beschiidigt. Aussen aus dem 15. Jh.: 15 
Diss sol nit wider die stat sin. 



333. Elsbeth Schmerwerin, BUrgerin zu Heilbronn, verkauft 
an Heydel Kaufmdnnin, BUrgerin daselbst, 1 Pfund Heller Zins 
von ihrem Hav^ in der Grilninger Gasse zwiscJien Hans von Pforz- 
heim und Eberlin Radspinner, wovon bereits 2 Pfund fur die Bar- 20' 
fusser und die Prdsenz gehen, um 13 Pfund. — Siegler Hans Alwig 
genannt Kidnbrunn und Kunz Liitpfrit, Richter zu Heilbronn. — 
1383 (Anthonien tag) Jan. 17, 

Heilbronn Lade 25,43. Or., Pg,, am ersten Siegel die untere Halfte 
abgebrochen, 25» 

334. Diether Rilde, Edelknecht, und seine Frau Elisabeth 
verkaufen an die Prdsenz der Pfarrkirche zu Heilbronn ihren Teil 
am Weinzehnten zu Flein um 100 Pfund Heller Heilbronner W'dhrung; 
Elisabeth weist die von ihrem ersten Mann vermachten 10 Schilling 
und den von ihr gestifteten ^) gleichen Zins auf diesen Teil an, um 30 
d^n Jahrtag filr sich und ihre Mdnner begehen zu lassen, und uird 
dieses Pfundes ledig gesprochen. — Siegler Diether und filr seine 
Frau. die kein eigenes Siegel hat, Kunz Egerer, ihrer Schtcester seligen 
Sohn. — 1383 (sant Marx tag des heiligen evangelisten) Apr. 25. 

Heilbrofm Lade 21, 6. Or,, Pg. mit Siegeln. 35- 

*) Eine Urkunde darUher isi nicht vorhanden. 



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1383 Mai 9. 145 

33S. Die Stadt Heilbronn stiftet eine ewige Messe am Drei- 
faltiyke'iUaltar im Chor in der St. Nikola uskapelle unit Genehmigung 
des Kirchheim Arnold Link, hegabt die Pfriinde mit 8^1% Morgen 
Weingdrten (am Staufenberg zwischen der Steige und dem Weinberg 
5 des SpitalSj und denen der Barfilsser und Heinz Kriechs, Erblehen 
Ulrich NibelungSy zu Fteifi am Greifenberg zwischen denen Gerhards 
von Waiblingen und Hans Beilsteins, Erblehen Heinz Langes, hinter 
dem Nordberg zwischen den Wegen zwischen Heinz Gruppenbachs 
Weingarten und Kunz Giinthers Acker, Erblehen Hans Krutheims, 

10 Je gegeyi Va des Ertrags, am Weckenberg [= Wettenberg] zwischen 
denen der Deutschherrn, des Klosters Billigheim und Heinz Wegers, 
nicht verliehen) und S Morgen Acker im Botel zu Sulm zwischen 
Kunz Gewins und Hans Erlwins Ackern, an Heinz Schlappus um 
^k von der Tenne als Erblehen gegeben, zusammen auf mehr als 

15 700 Pfimd Heller geschdtzt, hat mit bischoflicher Genehmigung das 
Patronatsrecht und hat im Fall der Erledigung dem Bischof einen 
Priester oder einen, der es in Jahresfrist werden kann, zu prdsen- 
tieren. Der Pfriindner hat dem Hauptgottesdienst an Sonn- und 
Festtagen, den gemeiniglich schiddigen [Offizien] und den gewbhnlichen 

20 Prozessionen anzuwohnen. — Siegler Stadt und Kirchherr, der seine 
Einwilligung erteilt — Geschehen und gegeben 1383 (piiDgstabend) 
Mai 9. 

Heilhy-onn, Lade 26, 36, Or., Pg. mit Siegdn. 

a) Bischof Gerhard von Wtlrzhurg eirichtet die Pfrunde als beneficiuin 

25 simplex Don curatum presbyterale und erteilt das Patronatsrecht an die Stadt, 
die innerhalh eines Monats [nach der Erledigung] einen Pnester oder einen, 
der es in Jahresfrist werden kann, zu prdsentieren hat. Der Inhaher hat 
Besidenz zu hdlten, zur gewohnlichen Tageszeit, quotiens sibi Dominus inspira- 
verit, zu celeh'ieren, an Sonn- und Festtagen und Vigilien den Offizien und 

30 den Prozessionen im SuperpelUcium anzuwohnen, muss dem Pfarrer schworen,. 
die Oblaiionen und Messstipendien (missarum coinparationes seu animarunx 
reconmandationes) ganz, Geschenke und Vermdchtnisse (leganda et donanda) 
halb an die Pfarrei ahzuliefern, darf keine Sakramente spenden, ehe der Pfarrei 
genug gethan, keine Geschenke von Sterhenden annehmen und sich nicht in Aus- 

35 Hbung der liechie und Einnahme der Einktlnfte des Pf aiders mischen ausser 
in den vom Gesetz vorgesehenen Notf alien. Dem Pfriindner toird aufs Gewissen 
gelegt, den Einkilnften die Immunitcit, die der Bischof hiemit verleiht, zu wahren. 
(Folgt die AufzfiMung der Guttr wie ohen.) Auf Bitten der Stadt verleiht 
der Bischof die Pfrande dem Priester Stepfian Helinger und beauftragt den 

40 Pfarrer mit der Investitur. — 1383 (teria tercia proxima post festum sancti 
Petri ad vincula) Aug. 4. — I]bd. 37. ()r., Pg., Siegel an rotgrunen Seiden- 
schniiren. 

WOrtt. GeBchichtsquellen "W. 10 



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146 1383 Okt. 24: — 1384 Febr. 16. 

336. Hans SleZy Biiryer zu Hall, reversiert sich geyenuber dem 
Grafen Eberhard von Wirtemberg iiber die Belehnung init ^U des 
Zehnten zu Bockingen, ^) das vorher Albrecht Harsch, Burger zu 
Wimpfm, innegehabtj und hiddigt. — Schortidorf 1383 (samstag vor 
Symons et Jude) Okt 24. 5 

Sua. Lehenleute I, Ehrenberg. Or., Fg., das SitgelfaM ganz abgegangen, 
nur noch das Schildbild sichtbar. 

a) Hans Slez von Hall reversiert sich gegenilber demselben fiber die Be- 
lehnung tnit V4 des Wein-, Kom-, grossen und kleinen Zehnten. — Stuttgart 
1392 (nientag vor frowentag assumpcionis) Aug. 12. — Siegd oben beschddigi. 10 

b) WiUieim Slez^ des Hans seligen Sohn, BUrger zu Hall — wie vorhin. 
— 1412 (donerstages vor sant Sixtes tage) Aug. 4. — Siegel unversehrt. 

c) Wilhelm Slez von Hall ebenso. — Stuttgart 1418 (mentag nach oster- 
tag) Mdrz 28. — Siegel unkenntlich. 

d) Michel Schletz von Hall reversiert sich gegenilber dem Grafen Ludwig 15 
von WiHemberg zugleich far dessen Bruder, Ulrich iiber die Belehnung mit 

V* des Zehnten: ebenso (in einer besondern Urkunde) Wilhelm Sletz [loohl 
Miehels BruderJ. — 1428 (frytag vor dem palmtag) Mdrz 26. — Die Siegel 
unversehrt. 

e) Hans Schletz von Hall ebenso. — Siegler Hans Zobel. — Stuttgart 20 
1428 (donrstag nach Margrethen dag) Juli 15. — Siegel unversehrt, — Diese 
Urkunden alle Or.y Fg., ebd. 

337. Ulrich von Hohenlohe hekenni, den Siddten Bofenburg, 
Windsheim, Dmkelsbilhl, Hall, Heilbronn, Wiynpfen und Weinsberg 
15 000 Gulden rheinisch, vom weissen Sonntag^) an in 10 Jahren 2a 
zu zahlen und auf Martini mit 12 ^/o ztt verzinsen, zu schulden. — 
1384 (^(feria tertia ante Petri ad kathedram) Febr. 16. *) 

Beg.: Beiclistagsakten 1,430 Anm. 1. — Die Verpfdndung der Stadt 
CraUsheim und der Burg Werdeck an Hall, Heilbronn, Wimpfen und Weinsberg 
1387 (an Heilbronn, Hall, Weinsberg, Eoienburg und Windsheim 1384 ?) Wibel 30 
4, 9(J, steht wohl nicht damit im Zusammenhang, da Ulrich und Friedrich von 
Hohenlohe die Aussteller sind. 

338. Konrad von Seckendorff genannt Aberdar, Landrichter 
zu Nilrnberg, entscheidet in der Klage Wilhehns von Bebenburg be- 
treffend die Gilter Engelhards von Hirschhorn mit den zugehorigen 35 
Pfandschaften, darunter die an Hof und Zehnten zu Heilbronn, dass 



*) Altbochingen. — *) Invocavit Febr. 28. — ') Nach einer ebd. erwdhn- 
ten Aufzeichnung haben ihm fiir seinen Eintriit in den schwabischen Bund 
geliehen: Hally Heilbronn, Wimpfen, Weitisberg 9000 Gulden, die andem 6000. 



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1384 April 1 — 1384 JuU 22. 147 

er sie abtreten konne, wein er wolle, und Wilhelm ubergiebt sie dem 
Burggrafen Friedrich [ V.] von Nurnberg. — 1384 (freytag vor dem 
palmtag) Apr, 1. 

Gedr. ; Monum. ZoUer, 5, 136 n. 134. Reg. Boica 10, 130, — Wilhelm 

5 von Bebehburg hatte 1380 Dez. 6 seine Guter, darunter also auch die g&nannte 

Pfandschaft, an den Burggrafen verkauft, Ebd, 5, 78 n, 72, Beg, Boica 10, 64. 

339. Priorin und Konvent des Klosiers hanffen einer-, Hans 
Alwig genannt K^llabrunnen, Burger zu Heilbronn, und seine Frau 
Adelheid andererseUs vergleichen sich uber 70 Gulden, die Alwigs 

10 Schwdher Meister Heinrich selig von Ohringen, ein Arzt, gestiftet 
und das Kloster an Wiesen zu hauffen (am Segraben, am Bach, an 
der Selach) angelegt hat. Die Schiedsrichter Hans Kriech, Vogt zu 
Lauffen, Hans Bemhart, Hans Nyperg d, a. und Hans Eyerer, 
Bilrger zu Heilbronn, erUdren alle alien Briefe Uber diesen Streit 

lo fur ungilltig; Alwig soil auf die 70 Gulden verzichten, das Kloster 
soil far Meister Heinrich den Jahrtag mit Seelmesse und Vigilie be- 
gehen, bei Versdumnis des Jahrtags oder wenn die GefSlle von den 
Wiesen an diesem Tag nicht den Klosterfrauen zum Tisch gegeben 
werden, die Wiesen dem Spital zu Heilbronn verfallen. — Siegler 

20 die Parteien und die Schiedsrichter (Adelheid siegelt nicht). — 1384 
(nehsten fritag nach des heiligen crutz tag invencionis) Mai 6. 

Sua, Kloster Lauffen 2, Or., Pg. mit 7 Siegeln. Das erste zerhrochen, 
das sechsie auf die Ruckseite des Wachses aufgedrilckt, 

340» Konig Wenzel belehnt auf miindlich vorgebrachte Bitfe 
25 seinen Getreuen Hans von Bockingen mit dem durch Wickmar Lem- 
lins Tod erledigten Lad- und Eichamt zu Heilbronn, — Heidslberg 
1384 (Marien Magdalenen tage) Juli 22. 

St A, Neuwurttemhergische Lehen 2, Or,, Pg. mit Majestatssiegel mit 

Sekret (Rucksiegel), Auf dem Bug: Per dominum dueem Teschinensem 

30 Conradus episcopus Lubicensis. Aussen: R. Wenceslaus de Jenykow. — 
Vgl, n, 347. 

341. Graf Eberhard von Wirtemberg und sein Sohn Ulrich 

verpfd?iden fur die von Heinrich Hdntschuher^^ und seiner Frau 

Grete, Bilrgern zu Gmilndy entlehnten 3000 ungarische und bohmische 

35 Gulden ein Drittel vom Weinzehnten zu Heilbronn, den sie von 



a) Senckenberp: Zemaschurchen I 



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148 13B4 Dez. 6 — 1885 Mai 25. 

den Herzogen Stejfhan, Friedrich und Hans von Bayern pfandwei^ 
innehaben, mit den gleichen Rechten, wie sie ihn hatten, besonders 
der ZoUfreiheit diirch Wirtenberg, behalten sich das Becht der Wieder- 
losung nach 8 Jahren vor und stellen als Burgen Konrad von Rech- 
berg von Wdschenburg, Georg von Wollwarth, Bernold Schenk von & 
W inter stetteny Fritz Sturmfeder, Heinrich Truchsess von Hefingen, 
Ilofmeister, Erpf Truchsess von Hefingen, Wilhehn von Rechberg 
von Faurndau, Hans von Rechberg von Reckberghausen, Ulrich von 
Schdchifigen, Albrecht von Renhardstceiler, Eberhard von Urbach, Fritz 
von Schlath, Kunz von Stetten, Renhart von Hokenscheid, Hans von 10* 
GiUUingen von Ditzingen und Hermann von Sachsenheim, ihre Schult- 
heissen und je 12 geschworne Richter in ihren Stddten Marbach, 
Schorndorf und Goppingen, — Siegler die Aussteller und die Burgen^ 
die letztgenannten mit den Siegeln ihrer Stddte. — 1384 (sant Ni- 
claus tag) Dez. 6. 15- 

St.A, Heilbronn 11, Pfleghof, Or,, Pg, mit 21 Siegeln, die dei- Stddie 
in umg^kehrter Rtihenfolge; das 13. (Eherhards von Urbach) oben beschddigt 
— Beg. : Senckenberg, Selecta jur. et hist, 2, 256. 

342. Fritz und Burkard Stnrmfeder und des letzteren Sohne 
Hans und Fritz verkaufen Vogtei, Gericht und die 20 Pfund Heller, 20» 
die sie in Dorf und Mark Flein vom Reich zu Lehen haben, an 
Heilbronn um 350 Gulden, woriiber sie quittieren, und geben das 
Lehen dem Konig auf, — 1385 (sant Urbans tag) Mai 25, 

SUA, Heilbronn I, Flein, Or., Pg,^ das erste Siegel abgegangen. Beg,: 
Wilt, Franken 7,237. 25^ 

a) Konig Wenzel thut kund, dass Burkard Sturmfeder ihn schriftlich 
von dem Va-kaaf betiachrichtigt und gebeten habe, die Siadt zu belehnen, und 
bestelU deti Burger Hans Eyrer^ der vor ihm erscheint und huldigt, als Lehen- 
irdger fUr die Stadt. — Wurzburg 1387 (siinabend vor oculi) Mdrz 9. 

St.A. Neuwilrttenibergische Lehen 1, Or,, Pg, mit Majestdts- und Ruck- 30 
siegel (Sekret), Auf dem Bug: Ad mandatuiu domini re^^is Joannes Cami- 
nensis clericus cancellarius. Aussen: U. Bartholomeus de Nova Civitatc. 

343. Gerhart von Strubenhart, Edelknecht, und seine Fran 
Anna von Bach und Sirube ihr Sohn verkaufen 6 Malter Heilbrotmer 
MatiH Frucht Giilte von Giltern zu Neckargartach, an denen Konrad. 35- 
Fuuer und seine Frau Brethild friiher Antheil hatten, ') xind 1 Malter 



») der geteilit etwan hat; ^eteilit kann ..Teilgenossenschaft,'* aber auch 
ein hestimmies abgeteiltes Stuck bedeuitn. 



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1386 Juni 13 — 1387 MHrz 20. 149 

Wimp/ener Mass Roggeyi in Geld von der obern Miihle, die Kunz 
dem Midler gehort und Heinz Sneller bautj an Hans Smalzhart, 
Burger zu Heilbronn um HO Gulden, — 1386 (an der nechsten mitt- 
woch vor sant Vits tag) Juni 13. 

5 Heilbronn Lade 21, 14, Or,, Pg. mii 3 Siegeln. 

34:4. Hans Erlewin und seine Frau Katharina, Biirger zu 
Heilbronn, lerkaufen an die Pfarrkirche daselbst 1 Matter Roggen 
und je 12 Simri Dinkel und Haber Zins von Giitern zu Franketi- 
bach (Fliir gegen da^ Holz: am Latter und am Liister; Flur im 

10 Michelthal: neben denen von Gemmingen; dritte Flur: bei der Miihle, 
beim Kreuz, neben der Kochin, auf dem Hiltberg, am Ristenbach, 
zwischen der Bnrg und der Miihle) um 75 F/und Heller Heilbronrier 
Wdhrung und stellen als BUrgen Itel Bernhart, Bernharf^ seligen 
Sohn, und Diether Gewin^ Biirger zu Heilbronn. — Siegler die 

15 Aussteller und die Biirgen, — 1380 (sant Thomas abent des zwelf- 
boten) Dez. 20, 

Heilbronn Lade 21^8. Or,^ Pg., das dritte Siegel abgegangen. 

345. Jungfrau Adelheid Fuwerin, Biirgerin zu Heilbronn, 
verkauft an die Jungfrau Guie Aiypenthekerin, Biirgerin zu Heilbronn, 

20 2 Pfund Heller Zins von ihrem Haus und Baumgarten zwischen 
Konrad Genius tind der von Urbach Hofraite um 30 Pfund Heller 
mii RUckkaufsrecht. — Siegler Albreckt Rottgalle und Hans Alwig 
genannt Kulnbrunn, Richter zu Heilbronn. — 1387 (unser frowen 
abent kertzwihe) Fehr. 1. 

"25 Heilbronn Sttftungspflegregistratur Fasz. 126, 24. Or.^ Pg., beide Siegel 

abgerissen. 

346. Konig Wenzel bestdtigt 39 Stddten, darunter Heilbronn, 
ihre Privilegien^ verspricht, sie beim Reich zu behalten und gegen 
Angriffe zu schiltzen. — Niirnberg 1387 Mdrz 20, 

30 Sua. Heilbronn I, Pnvilegien. Or.- Vidimus des Hofrichters Rudolf von 

SuIb zu Roitweil fur Heilbronn von 139() (zinstag nach fronlichams tag) Mai 30. 

— Druck : Reichstagsakten 1, 547. Daselbst die Lrkunden und Drue he und 
Regesten. Seifdetn Reg. in U.B. RotUreil 1,^11 n. 536. 

a) Die 39 Stddie versprechen dem Konig, ihm gegen Angriffe auf sein 
35 Konigtum in Deutschland zu helfen. ~ [Xiirnberg] 13ti7 MHrz 21. — Ebd. 1, 54b. 

— Nach 1,546 tear Vertreter Heilbronns Hans Ayrer. 



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150 1387 Aug. 16 — 1388 Aug. 4. 

347. Herzog Friednch von Teck entscheidet als SteUvertreter 
Konig Wenzels zii Niifnberg wegen des Lad- und Eichamts zu HeU- 
bronn zwischen Kunz Fetcer, Burger zu Heilbronn, Vertreter Ursulas, 
der Witwe Weikmar LemlinSj deren Lehenstrdger Herbot Hilbsch es 
gegenwdrtig inne hat, und Hans Sneyder von Bockirtgen, die beide & 
als von Konig Wenzel belehnt darauf Anspruch machen, ^) Das 
letzte Uofgericht hatte die Sache auf Zeugenbeweis vertagt und Fewer 
Idsst seinen von 1387 (sand Syetes*) tag) Apr. 27 datierten Kund- 
schaftsbrief verlesen, worin die Stadt Heilbronn dem Pi^imissel, Herzog 
zu Teschen und Herrn zu Glogau, Hofrichter, mitteilt, das Lad- 10 
und Eichamt, das halb dem Weikmar gehort habe, sei ein Zinslehen, 
gUlte jdhrlich eine Mark Silber oder 3 Pfund Heller an das Schult- 
heissenamt und sei kein Mannlehen; worauf das Ami Ursula zuge- 
sprocfien wird, — 1387 (freytag nach unser frawen tag assumpcionis) 
Aug. 16. 15 

Heilbronn Lade 29. Or., Pg. tnit HofgerichUsiegeL Auf dem Bug von 
derselben Hand: Seyfridus Stcinheymer. 



348* Biirgermeister und Bat von Heilbronn teilen ihren Eid- 
genossen mitj dass das Volk Herzog Bup-echts des dlteren und des 
jungen Markgrafen [Budolf VIL] von Baden am montag nach ad 20 
vincula Petri [Aug. 3] vor uns geherrschet ') und uns gebrennet 
hat, und bitten sie, zusainmen mit den Eidgenossen jenseits des Bheins 
die Feinde zu schddigen. — [1388] (dinstage vor Sixti) Aug. 4. 

Beg.: Fester, Markgrafen von Baden, 151 n. 1455 nach gleichzeitiger 
Kopie in Frankfurt. 25* 

a) Johann von Widdel berichtct an Frankfurt und andere Stddte, dass 
dem Vernehmen nach Bfalzgraf Buprecht der alt ere und der junge Markgraf 
morgeti mit grossem Volk iiber die vofi Heilbronn, Wimpfen und Weinsberg 
Ziehen und ihre Weingarten verwUsten tvollen. — Speyer [136SJ dominica ante 
Laurentii) Aug. 9, *) — Meg. ebd, 152 n. 1457 nach gleichzeitiger Kopie in 30 
Frankfurt. 



*) Vgl. n. 340, ') Sita, geiviihnlich Zitta, Acta Sanctorum April 3, 497 ff. 
Der Umstand, dass nach diesei' Heiligen in Deutschland, wie es scheint, nicht 
datiert wird fltei Groiefend II 2, 186 kein Beispiel), die Genetivfornu, das Zu- 
sammenireffen mit dem Datum des Urteils lasscn Sixtes tap, August 6, als 
annehmbarer erscheinen. — ■) hersen = hergen, lieren verheeren. — *) Ich 
mochie eher Aug. 2 vermuteti; dann wilrde das Datum mit der Vtrheeriuuj am 
3. August zusammenstimmen. Da Laurentii am 10. Aug. ist, ist die Datierung> 
^Sonnt^g vor Laurentii'^ am 2. wohl moglich. 



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1389 Jan. 20 — 1389 Mai 5. 151 

b) Gemeine Stadte des Bundes zu Sehwahen utUer dem Siegel von Ulm 
an die rheinischen : nachdewy wie aie bereits geschi'ieben, Pfalzgraf Buprecht 
dtr dlterty Markgraf Rudolf, Graf Wolf von Eberstein und andere Hermy 
Bitter und Knechte ihnen Fehde angekundigt und Heilbronny Wimpfen und 
5 Weinsberg mil Brand und andern Sachen angegriffen ?Mben, habe ihnen jetzt 
auch Buprecht der junge tcidersagt und mit ihm vide andere Bitter und Knechte 
( Verzeichnis beiliegendj, mahnen um HiJfe, — Ulm [1388] (sonnentag vor sant 
Lanrencien tag) Aug, 9. 

Beg. nach gleichzeitiger Kopie in Strasaburg: Koch-WiUey Pfalegrafen 

10 395 n. 6726; Fester 152 «. 1458: (Fritz) Straasburger U.B. 6,236, — Ebenso 

an Frankfurt, Eod, d. — Fester I, c. nach gleichzeitiger Kopie in Frankfurt, 

349. Hans Wiglin, Bfmjer zu Heilbronn, reversiert sich fiir sich, 
seine Fran Amia und sein Kind Elselin gegenuber dem Kloster Billiy- 
heim und Bruder Konrad, dem Pfieger des Klosterhofs zu Heilbronn, 

15 ilber den Enqjfayig von ungefdhr ^m Morgen Weingdrten in der Atzmans- 
klinge neben Konz Liitfrit und einen halben Morgen am Lintberg 
zuischen Hans Kercher und Hans Merze, als lebensldngliches Leib- 
gediny, so lange eines von ihnen am Leben ist; alle drei versprechen, 
alle Jahre 10 Karren Mist fiir den Morgen und Pfdkle genug hinaus- 

20 zuthun, die ihnen das Kloster hinaus-, ebenso tcie den Wein herein- 
fiihren ktssen soil, und von jedem Fuder einen Eimer Kelterwein zu 
geben, Wenn sie den Weinberg nicht in rechtem Bau halten, diirfen 
sie unter der Keller nach unbuwes gewonheit gepfdndet werden. — 
Siegler Diether Gewin und Peter Dietz, Richter zu Heilbronn, — 

25 1889 (sant Agnesen abend) Jan. 20. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 3. Or., Pg, mit Siegeln. 

350. Der Rat von Wi7npfen an die von Weissenburg: teilt 
mit, dass der Herzog [Ruprecht d. a. von der Pfalz], der Bischof 
von Wilrzburg und [Eberhard] von Wiriemberg mit starker Macht 

30 sich vor Wimpfen und ihre Freunde, die von Heilbronn, geschlagen 
haben und letzteren die Weingdrten beschddigeu, die Frucht auf den 
Ackern abmdhen und (jrossen Schaden thun, wie sie vor Wimpfen 
am Donnerstag vor Walpurgis [Apr, 29] auch gethan, ferner dass 
der Feind starker als je vor Heilbronn sei. Die vo?i Heilbronn haben 

35 an Wimpfen geschrieben mit der Bitte, es den rheinischen Stadte n 
zu verkiinden; sie mogen sich darnach zu richten icissen. — (feria 
quaita post inventionem sancte cnicis) [1889] Mai 5. 

Gedr.: f Fritz) Sirasshurgt^r U.B. 6,279 nach der Abschn'ft, die Hagenau 
an Sirasshurg schickte. 



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152 1389 Okt 20. 

331. Kunz Steinbrecher und seine F)'au Anna Nyperginy Burger 
ZH HeUbromiy verhaufen an ihren Mitburger Hans Klecker 7^h Matter 
Roggen Gillte von der Miihle auf dem Grien, l^h Morgen Acker in 
der Au, ^/i Morgen Weingdrten im SelbetertH, Va am Pholn, ^U im 
Rapotenthal, Vs, den der Swencker baut, Va Eimer Wein Giilte von 5 
einem Weingarten am Stein werd von Ulrich Schtdtheiss von HaU, 
1 Pfund 5 Schilling und ^U Gdnse Giilte vom Spitalhof, 15 Heller 
vom Hans der Hunderin, alles den Herrn von Lorch mit 2^l2 Pfund 
zinsbar, urn 140 Pfund Heller Heilbronner Wdhrungy worilber sie 
quittieren, und stellen als Bilrgen Heinnch Fiiuer und Hans Nyperg^ 10 
Bilrger zu Heilbronn, ffir deren etwaigen Schaden sie ihr Gut zu 
Gartach, 1 Morgen Weingarten am kleinen Stiftberg (Stiff-) und je 
Pit Morgen Acker in der Au und am Silchenbach neben Giitern 
Reinbot Wihnars, Kunz Mutters und Hans Seilers veipfdnden. — 
Siegler der Ausstellery die BiirgeUy Volmar Lemlin und Gewin Gem" 15 
minger, Richter zu Heilbronn. — 13S9 (nechsten mitwochen nach 
sant Gallen tag) Okt, 20. 

Heilhronn Lade 26. Or,, Pg., das 2., 3. und 4, Sie gel ohen ettreis 
heschddigt. 

a) Dieselhen erhaUen von Hans Klecker und seiner Frau Katharina 20 
die Erlaubnis, die genannten Zinse und Giiier bis Georgii von alien Pfand' 
schaften ledig zu viachen^ was nach dem Kaufbrief bereits hdtie gsschehen 
sollen, stelhn als Biirgen Heinnch IPiiwer^ Hans Nyperge und Ihinrich Stein^ 
brecher, Burger zu Heilhronn mit der Verpflichtung zum EirUager in Heilhronn, 
geben Klecker das Recht, einen Monat nach dsr Mahnung (zum Einlager) sie 25 
und die Bilrgen zu p/dnden, his die Zinse und Giiier frei seien, und vers})rechen, 
diese Jahr und Tag zu fertigen. — Siegler der Anssidltr und die htiden erst- 
genannten BUrgm. — 139J2 (dornstag nach sant Walpurg tag) Mai 2. — Ehd. 
Unteres Geurolhe Lade 29, Or., Pg.y das dritie Siegtl ohm hcschadigt. 

Sola. Brucler Seifrid von Venninr/en, l)eut>fchordeHi>meisier, BO 
tritt den Kirchensatz und Zehnten und alle andern Zinse und Giilten, 
die das Deutsche Haus zu Heilhronn bisher zu Kilrnhach gehabt hat 
oder von Rechtn wegen haben sollte^ an das Deutsche Haus zu Horn- 
eck ab und zahlt dem Haus zu Heilbronn dafiir 1000 Frankfurter 
Gulden, die von diesem zu einem Giiterkauf in Horkheim rerwendet 35 
werden, mit Eat und Wissen Fried richs von Egloff stein, Landkomturs 
in Franken, Ludwigs von Wertheim, Komturs zu Niirnberg, und 
Dietrichs von Venningen, Komturs zu Mergentheim. Konrad von 
Breitenbach, Komtur zu Heilbronn, and die Brilder daselbst, er- 
kennen den Kan/ an. — Siegler alle die genannten Herrn. — Horn- 40 



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1389 Okt. 23 — 1892 April 80. 153 

eck 1389 (nechsten sambstags nach der hailigen eilftansent meide 
tag) Okt. 23. 

Sua. DeutschtMtster 7, Abachrift aus dem 16. Jh. 

352. Anna von Stetten, Abtissin, und Konvent des St. Klara- 
5 klosters in Heilbronn verkaufen ihren Teil am Korn- und Weinzehnten 

zu Weinsberg niit allem Zubehor am Steinwerd oder HUnerberg und 
anderstvo, uie er ihnen und Albrecht Burker bisher gereicht tvurde, 
an Kunz Scherer von Weinsberg um 70 Pfund. Heller Heilbronner 
Wdhrung zu lebensldnglicher Nutzung. — 1390 (an den ascherigen 
10 niitwechen) Febr. 16. 

St. A. Heilbi'onn /K, KlaraklosUr. Or., Pg. mxi zersprungenem Kon- 
veniasiegtl. 

353. Erzbischof Konrad von Mainz und PfalzgrafRup^'echt [IL] 
nehmen die Stddte Heilironn und Wimp/en uegen des herrschenden 

15 Unfriedens auf Anrufen in ihren Schutz; Heilbronn hat auf Mah- 
nung 5, Wimp/en 2 Gleven zu stellen, nur nicht nach Hessen und 
Bayern; ausgenommen sind Konig, Reich und der Landfriede. — 
1392 (mitvvoch vor sant Georgen tag) April 17. 

Reg.: Oberrhein 23,468: Koch-Wille 1,328 n. 5417 ; (ausfUhrlicher :) 
20 Th. Lindner, Wenzel 2, 122 nach dem Maimer Register in WUrzburg (Ingrossan 
turbtAch 12 Bl. 153 f.) : Scriba, heas. Regeaten 1, 121 ; Joannis, Rev. Mogunt. 
vol 1,706. 

354. Peter Wigmar, genannt Riech, und seine Frau Anna 
Greckifi vermachen von ihren 2^/2 Pf und Heller vom Holz zu Griqypen- 

"25 bachf das zu der gesungenen Friihmesse an dem Marienaltar in der 
Pfarrkirche zu Heilbronn gehort, zu ihrem, ihrer Vor/ahren und 
Nachkommen Seelenheil ein Pfund an die genannte Messe, so dass 
sie nur noch 30 Schilling bekommen. — Siegler der Aussteller, Hans 
Eijgerer und Itel Gewin, der Schtvager des Ausstellers. — 1392 (sant 

■30 Walpurg abend) April 30. 

Heilbronn Lade 25,42. Or., Pg., beim ersten Siegel der Schild mit dem 
Siegelstreifen htrausgerissen. 

355. Die Herzoge Stephan, Friedrich und Johann teilen Bayern 
nnter sich, Stej)han und Johann bekommen Oberbayern und damit 

35 den dazu gehorigen Zehnten zu Ifeilbronn, der versetzt ist. Jeder 



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154 1392 Nov. 19 — 1394 Miirz 20. 

der beiden kann ihn losen, wenn er tvill, soil aber dann dem andern 
die halbe Losung um die entsprechende Summe gestatten, — MUnchen 
1392 Nov. 19, 

Gedr. ; Quellen und Erort. zur hayr. und deutschen Gesch. 6, 551. 



3S6» Elsbeth von Gemmingen, Abtissift, und Konvent des Klosters b- 
BiUigheim verkat^fen an Heinrich Bgsenbiich, ihren Hofrneister, und 
seine Tochter Engelin, ihre MitschwesteVj drei Weingdrten: einen zu 
Heilbronn am Steinweg um 80 Pfund Heller Alsbacher Wdhrung, 
einen zu Buck, der der von Heilbronn selig war, um 25y und einen 
zu Neckarelz (Elnz), Kammerforst genannt, nm 20 Pfund Heller, la 
Nach beider Tod fallen sie an das Kloster zuriick, bis dahin ver- 
pflichtet sich das Kloster zu den iiblichen Leistungen (vgl. z. B. 
n. 349.) — 1393 (sant Michels tag des heylgen ertzengels) Sq)L 29. 

Heilbronn Lade oc/, BiUigheim 1. Or., Pg., beide Siegd am rechten 
Band heschadigt. 15" 

3S7. Kunz von Helmstatt, Edelknecht^ und seine Frau Felici- 
tas von Thalheim verkaufen mit Einivilligung Gerhards von Thai- 
heim ihre 34 Morgen Wald zu Bdllingen zwischen dem Holz Hans 
Eygers an diesen um 119 Pfund, geben ihn an des Reichs Sfrasse 
auf und versprechen, den Kauf Jahr und Tag zu wehreu. Biirgen: 20 
Kunz und Gerhard mil der Verpfiichtung zum Einlager in Heil- 
bronn. — Siegler Kunz, Gerhard, Berthold von Massenbach und 
Kunz Zopf — 1394 (nechsten fritag vor der phaflfen vasnaht) 
Febr. 27. 

Heilbronn, StiftungspfleyregistraUir Fasz. 127, 10. Dr., Pg., erhalten 25 
das zweiie und vierte Siegel; letzteres am Rand heschadigt. 

35H. Peter Fuer, Burger zu Hall, verkauft an seinen Mil- 
bilrger Heinrich Eberhart 2 Fuder vom Heilhronner WeinzehnteH^ 
Lehen der Herrschaft Lowenstein, die er von seinem Schwdher Hans 
MangoU zu Lehen hat, um 169 Gulden rheinisch. — Siegler der 30 
Aussteller und sein Schivager Kunz MangoU. - 1394 (fritage vor 
unser frauwen tag in der vasten) Mdrz 20. 

Heilbronn I, Weinzehnttn. Dieses und die folgendm Stiiche in Abschriftcn 
und Regesien aus neutsier Zeit nach den Or. in Dai-mstadt und dein Birch- 
homer Copb. 35 

a) Einmllignng des Kunz MangoU. — 1394 (samstag vor . . .) Mdrz 2U 



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1394 Marz 31 — 1894 April 6. 155' 

b) Einwilligung des Lehenshei'rn Crraf0n Heinrich van Lotoenstein. — 
Siegler der AussteUeVy Kraft von Eschenau und Hans von Bockingen, — 1398 
(nesten dinstag nach sant Katherin tag) Nov. 26. — Graf Heinrich verkauft 
1399 Mdrz 27 weiiere 6 Fader vom Wtinzehnten an den genannten Eherhart. 
5 c) Heinrich Eherhart verkauft die 2 Fuder Wein Gi'ilte vom grossen 

Weinzehnten zu HeUbronn an Bitter Johann von Hirschhom und seine Fraw 
yiande, Wildgrdfin von Dhaun. — 1402 (dinstag nach unser lieben frauwen 
tag lichtmesse genant zu latin purificacio Marie) Fdyr. 7. 

d) Diese schenken sie detn Kloster Hirschhom, — 1409 (unser lieben 
10 frauwen tag den man nennet zu latin annunciacio) Marz 26, 

359. Bernger von Bietighelm begiebt sich zu gunsten des St, Klara- 
klosters zu HeUbronn seiner Ansprtiche atif ein Pfund Heller Zin-s 
von einer Wiese zu Nordheim oben im Katzenthal, die jetzt der Schoj)- 
rekt hat, woriiber er einen etwas dlteren Brief hat, und verzichtet 
15 zugleich fur Pfoff Johann von KUngenberg. ^) — Siegler der Aus- 
steller und die Heilbronner Richter Heinz von Hansen und Konrad 
Metfelbach, — 1394 (nechsten dinstag nach mitterfasten^ Marz 31. 

St.A. HeUbronn IV, Klarakloster. Or,, Pg., die Siegel am obtrn Band, 

durch die Siegelstreifen beschddigt. Aussen urn 160(): Northeim. Hans Knapp 

20 sint die 2V« schiling der frumess verweschelt und ist der brief fur ansprach 

gut. — Beg,: Klunzinger, Zabergdu 2,147 unrichtig „zu gunsten dlterer An- 

sprUcJie des Klosters"^. 

360* Konrad Winsheimer, Pfarrer zu [Xeckar-JSulm, ver- 
kauft umb gut priesterlich fruntschaft an die Pfarrkirche zu Heil- 

25 bronn den halben Fronhof zu Kirchheim (Neckarkirchen) urn 115 
Gulden und giebt seinen Kaufbrief^) heraus. Die Pfarrkirche iiber- 
nimmt die Verpjlichtung zu einem Jahrtag mit langer Vigilie und 
gesungener Seelniesse fiir den Verkdufer und seine Vorfahren am 
Freitag cor oder nach Michaelis. Bei Versdumnis rerfdllt das Pfund 

30 Heller, das an die Prdsenzherren verteilt wilrde, an das Spital. — 
Siegler Hans Bernhart und Hans Liitpfrid, Richter zu HeUbronn, — 
1304 (mondtag nach sant Ambrosien tag) Apr, (J. 

HeUbronn Lade 21, 19. Or., Pg,, das 1. Siegel oben und unten beschddigt, 
das 2. jeizt in Holzkapsel mil abgefallener, noch vorhandener Vordtrseite. 



^) Bruder Bemgtrs, siehe n. 320. — ^^) Winsheimer kauft dieses Gut 
mit eintr eivigen Gulte, Erblehen Bylslein Hofmans, der 3 Mailer Boggen, 
18 Malter iJinkel und 6 Malier Haber giebt, um 115 Gulden, ran Konrad, 
Herrn zu Lupfen und Eherhard genannt Br line. Bar gen die Briidcr Albrecht 
und Hans von Liebenstcin, — 1393 (mitwochen nach Mathyas dag) Fel/r. 26„ 
— Ebd, Or., Pg. mit 4 bescJiddigten Siegeln (der Verkdufer und Biirgen). 



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156 1B94 April 10. 

361. Kiinz von Hebnstatt, Edelknecht, und seine Frau Felicitas 
von Thalheim und ihr Bruder Gerhard von Thalheim verkaufen an 
Hans Harsch als Pfieger des Barfiisserhauses zu Heilbronn ihren, 
„der von Thalheim Hof^, den Italwin von Neckaryartach bant, und 
ein Drittel der Vogtei zu BblUngen urn 100 Goldgulden, woruber 5 
sie qtiittieren, und stellen als Burgen die Bruder Hans und Konrad 
die Grecken (Flur gegen Neckargartach 29^ k Morgen bei der Kirche, 
am Frankenbacher Weg, auf dem Steinsfeld, am tiefen Weg, am Her- 
wegy fiber den breifen Weg, am Graben auf Frankenbacher Hohe, 
beim Gartacher Holz, auf Wimpfener Hohe, neben Gutern des 10 
Klosters Adelberg, der Hertwigin, des Schin, Heinz Walfinaus, des 
Eggerers, Dinkelsbilhls und der Heiligen von Bollingen; Flur gegen 
die Hellgruben 22^h Morgen am Westerweg, im Grihidelin, im Krebs- 
yrund, bet der Hellgruben, ob dem Virlerbj'unnen, neben Gfitern des 
Klosters Adelberg, Heinz S chins und Eygerers; Flur gegen das Holz 15 
hinaus auf dem Westerfeld 35 Morgen bei der Warthiltte, zu den 
Dachslochern, am Biberacher, am dussern Biberacher und Westerweg, 
an der Kopfshalde, im Vorsee, unter der Kefersteig, ober den Wein- 
gdrten neben G litem Eygerers, Fritz Reches, Heinz Nantzen, dem Widem 
der Deut^chherrn und Heinz Swals; 6 Morgen Wiesen am Egelsee 20 
und Virlibrunnen und der „untere Werd*" ; Haus, Hof] Scheuern 

u, s, u\; Zinslehen: das des KniUle, 2 Morgen Acker und ein Garten 
nm 8 Schilling Zins von seinem Drittel am Wasser zu Bdllingen; 
das des Hans Sckmit zu Neckargartach, 9^k Morgen bei der Hell- 
yruben, vor dem Bollinger Holz, in der Au beim Bild, bei der Wart- 25 
hUtts, ayn Biberacher Weg, ober den Weingdrten und ein Garten am 
Ofenrein; das des Heinz Schine zu Stdm, der je 1 Simri Haber und 
lioggen Wimpfener Mass und ein Fasnachthuhn Zins giebt, 4^h Morgen 
Acker im Grund hinter der Kirche, am Biberacher Weg, im ndheren 
Krebsgrund, am Eisisheimer Weg neben Giltern des Klosters Billig- 30 
Jieim, der Hartwigin und des Eyyerers, 1 Moryen Wiesen und 10 Morgen 
Holz im Gem), — Siegler die Aussteller und die Burgen, — 1394 
(uechsten fritag vor. dem heiligen palmtag) Apr, 10. 

St.A. Heilbronn IV, Klaraklostei', Or., Pg,, das J, und 5. tS'iegel unteti 
beschddigt. Die BUrgen siegdn in umgekehrter Reihmfolge, — In demselben 35 
Jahr kaufte das BarfUsserkloster das Lautenhacher Lehen um 25 Gulden. 
Mepert. des Klaraklosters von 1740. Die Urkunde nicht mehr vorhanden. 

362. Heinz Burger von Dinkelsbilhls Biirger zu Heilbronn, 
rermacht mit Wissen Anna Mettelbachs, seiner Fran, dem Barfiisser- 



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1394 April 25 — 1394 Okt. 24. 157 

Hosier ein Pfund Heller Zhis von seinem Hof zu Bollingen, den er 
von Hans Ebenvin zu Wimpfen gekauft hat, zu einem Jahrtag fur 
ihrer Beider Geschleckt am Dienstag nach dem heiligen Palmtag, und 
bestimmen, das der Jahreszins bei Versdumnis dem Spit-al zufalle^i, 
5 und beim Tode eines Teils die Barfiisser vor seiner Herberge eine 
Vigilie lesen und morgens eine Seelmesse singen, den Siebenfen und 
Dreissigsten begehen und dies jedesmal vor her verkiinden soUen. — 
Siegler Heinz von Hansen und Konrad Mettelbach, Richter zu Heil- 
bronn. — 1394 (an dem nehsten samstag nach sant 66rgen tag) Apr, 25. 

10 St. A. Heilbronn IV j Klarakloster. Or,, Pg, mit Siegdn, AiMsen u. a,, 

aus dem 17. Jh,: Das Gloster geniost nichts davoD. Vgl, n. 36S, 

363. Heinz Burger vo)i Dinkelsbiihl, Burger zu Heilbronn, 
stiftet mit Genehmigung seiner Frau Anna Mettelbach zu einem Seel- 
gerdt fur sich und seine Verwandten dem Spital zu Heilbronn einen 

15 Hof zu Bollingen, den er von Hans Eberwin von Wimpfen gekauft 
hat und den Walther Weildner von Neckargartach baut. Das Spital 
soil jdhrlich auf Martini den Barfiissern laut des Briefs, den er ihnen 
vonnals gegeben, ein Pfund Heller geben, und die armen Siechen 
seiner und seiner verstorbenen Angekorigen in ihren Gebeten und guten 

20 Werken gedenken. — Siegler Heinz von Hansen und Konrad Mettel- 
bach, Annas Vater, Richter zu Heilbronn, — 1394 (nehsten fritag 
vor sant Urbans tag) Mai 22, 

Heilbronn Stiftungspflegvegistratur, Fasz, 127, 1. Or., Pg., Siegtl ah^ 
gtrissen. — Vgl, n. 362, 

25 364. Albrecht von Liebenstein der junge, Edelknecht, und seine 

Frau Christine, zu Beilstein gesessen, verkaufen an die Prdsenz zu 
Heilbronn ihr Lehen zu Auenstein (Osthein), friiher dem alien Her- 
niann von Sachsenheim gehorig, jetzt von Heinz Hartmann urn je 
2 Malter Eoggen und Dinkel und 12 Mailer Haber gebaut, urn 

30 35 Gulden, versprechen den Kauf zu vertreten, dass das Gut nicht 
Mannlehen, auch nicht Morgengabe oder Heimsteuer der genannten 
Frau Christina von Weiler sei, und geben es auf auch wenn dies 
der Fall ware. Biirgen: Hafis von Wioinenstein, genannt von Ost- 
heim, Edelknecht, Heinrich Kruse zu Ostheim und Kunz HiUzelbach 

35 zu Beilstein mit der Verpflicht^ing ziim Einlager in Heilbromi. — 
Siegler der Aussteller und Hans von Wunnenstein. — 1394 (samps- 
tag nach sant Lucas tag) Okt. 24. 



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158 1394 Nov. 19 — 1395 Febr. 22. 

Heilbronn Lade 21,1, Or,, Pg,, das ztoeite Siegd abgegangen. 

a) Desgh die andere Halfte dieses Lehens; wartlich gleichlautend. BUrgen 
JSndris und Wilhelm von Weiler, — 1400 (sant Philippes und sant Jacobs 
4;ag) Mai 1. — Ebd. Ch\, Pg., alle drei Siegel abgegangen. 

365. Getvin Gemminger, Burger zu Heilbronn, beurkundet, der 6 
AUerheiligenkapeUe im Schonthaler Hofzu Heilbronn 1 Pfund Wachs 
Zins auf seinem Weinberg an der toeissen Halde zwischen den Herren 
von Wimpfen und Kunz Lomre*^ schtddig zu sein. — Siegler der 
Aussteller und die Heilbronner Richter Diether Geuin und Konrad 
Lutfried. — 1394 (sant Elsbetten tag) Nov. 19. 10 

Sua. Schonthal 60, Or., Pg. mil 3 Siegeln. — Hberseteung bei Kremer, 
<!hron. Schonthal 1095. 

366. Stephan Wigmw, Reinbots seligen Sohn, und seine Frau 
Margarethe, Hei^iann Orters seligen Tochter, zu Wimpfen verkaufen 
ihren Hof zu Frankenbach, den Kunz SchAler von Heilbronn uni 15 
i5V2 Matter dreiertei Frucht Zins baut, um 80 Gtdden an die Pfarr- 
kirche zu Heilbronn mit Vorbehalt des RUckkaufs, wenn sein Bruder 
Jakob noch am Leben ware und er oder Stephans Sohn, der jetzt 

in Rom ist, wieder ins Land kdme und Anspruch erhobe, und stelten 
als Bfirgen Gerhard Ruprecht und Hans Dyeman, ihren Tochter- 20 
mann, Bilrger zu Heilbronn. — Siegler der Aussteller und filr die 
Blirgen Johann Riissinger und Kunz Liitpfrid, Richter zu Heilbronn. 
— 1395 (sant Peters tag den [man] zu latin nennet kathedra petri) 
Febr. 22. 

Heilbronn Lade 21^ 8. Or., Pg., das erste Siegel unkenntlich, die beiden 25 
w^dern abgegangen. — Der Name des j^eiten BUrgen lauiet sonst Diemar. 

367 • Die Biirgermeister, der neue und alte Rat von Heilbronn 
beurkunden, dass ihr Mitbiirger Hans Fiiwer genannt Xijperg zum Dank 
fUr empfangene Woldthaten d-em Spital alle seine Giiter (3 Morgen 
Weingdrten am Buchhorn und der Sanzensteige, 12 Morgen Acker 30 
neben der Wiese der Deutschherrn. auf der Slichte, ob Kulnbrunns 
Acker, an der Neckargartacher Almende, wovon 3 Matter zu Land- 
acht und 2 Matter Korn Giilte gehen, 2 Stiicke Garten innerhalb 
der Briicke und vor dem Fleiner Thor nnd eine dem Magdalenen- 
<iltar mit 18 Schilling zinsbare Scheuer am Sontheimer Thoiiein) 35 



a) Kremer: Laurentius. 



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1395 Juli 13 — 1396 Sept. 8. 159 

mit Vorbehalt seiner Schulden und Barschaft gegeben- hat Dafilr 
erhdlt er eine Pfrunde im Spitaly wie sie ein Meister hat, der uber 
andere Knechte ist, Uiglich ehie Mass Wein und behait lebenslanglich 
die Nutzung der Giiter, die er selber versteuert Was er von der 
5 Nutzung eriibrigt, soil er mit Wissen und Willen der Pfleger filr 
das Spital anlegen. Findet der Rat, dass es ihm nicht fiiglich ware, 
im Spital zu sein, so soil er ohne Widerrede daraus gehen, seine Outer 
aber dennoch bis auf 18 Gulden^ die er vermachen kann wem er will, 
nach seinem Tod ans Spital fallen. — 1395 (sant Marien Magda- 
10 lenen tag) Juli 22. 

Heilhronn Stiftungspflegregtsti-aiur 126. Or., Pg., das Stadtsiegel ist 
dbgegangen. 

368. Die Stadt Heilbroun an Strassburg: teilt auf Anfrage 
mit, dass sie nicht wisse, ob die den schwdbischen Sfddten im Krieg 
15 mit der Wilhelms-, Gear gen- und Lbwengesellschaft von den rheinischen 
geliehenen hundert Gleven, die eine Zeit lang zu Rotenbnrg und auch 
zu Heilhronn gelegen seien, den gleissenden Wolf geschddigt haben. 
— (feria sexta ante omnium sanctorum) [1395] Okt. 29. 

Auszug: (FritzJStrassburger U.B, 6,587, 

20 369* Els LutziUy Bilrgerin zu Heilbronn, cerkauft an Berthold 

Klinyenberger, Bilrger zu Heilhronn, 3 Pfund Heller Zins von ihrem 
Haus in der Judengasse am Eck, hinten an Heinz Hungers Hof an- 
stosssend, um 30 Pfund und verspricht den Kauf Jahr und Tag zu 
ferfigen. — Siegler: Kunz Mettelbach und Seitz Bender, Richter zu 

25 Heilhronn. — 1395 (sant Lutzien tag) Dez, 13. 

SLA. Heilhronn I, Religiofistaesen, Or., Pg., das erste Siegel dbgegangen. 

370* Elsbeth von Gemmingen, Ahtissin, und Konvent des Klosters 
Billigheim hestimmen, dass der Wein von ihrem Weingarten zu HeiU 
bronn an der Atzmansklinge, Kunz Kegels Erblehen, zwischen denen 

30 von Adelberg (Magdelberg), Kunzlin Hertwig, Hans Weigel und Hans 
Reynman an ihre Mitschwester Barbara von Hundelsheim und nach 
deren Tod an das Pitanzamt fallen soil, um den Jahrtag der von 
Mockmiihl, der der Weingarten ehedem gehorte, des Zentgrafen (tzenck- 
grefen) und seiner Frau mit Messe, Wein und Brot zu begeken. — 

Hb 1396 (unser frawen tag alz sie geporn wart) Sept. 8. 

Heilhronn Lade 53, Billigheim 2. Or., Pg. mit Siegeln. 



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160 1396 Okt. 25 — 1397 Dez. 20. 

371* Fritz von Westerstetten genannt Schopjlin verqmcht der 
Stadt Hellbro7in, dem Kunz von Neideck nicht inehr geyen sie, Wimpfen 
und Welnsberg zu helfen und die Feindschaft tvegen seines KnechUs 
Abelin Glaiz wie dieser selbst aufzugebeUj der seine tehde mit Heinz 
Bitter aiistragen konne wie er wolle. Dagegen Uxssen die Stddte seine 5 
Knechte Kunz von Badhatis (-hausen) und t^lin Nagelroffte frei, — 
1396 (mitwoch vor Syomonis et Jude zweier heiligen zwelfbotten tag) 
Okt. 25. 

St.A. Heilbronn I, Kriege, Fehden. Or., Pg. mit Siegei. 

372. Zeisolf von Magenheim stiftet fiir sein und seiner Vor- 10 
fahren Seelenheil 15 Eimsr Wein Gi'dte vom Acktel des Weinzehnten 

zu Bockingen auf Peter MerkUns Teil an die St. Johanns- und Diony- 
siuspfrUnde an der Pfarrkirche zu Heilbronn, die er von neuem 
gestiftet hat. — Mitsiegler die Abtissin des St. Klaraklosters und 
Johannes, Stadtschreiber zu Heilbronn. — 1897 (sant Gregorie tag 1» 
des heiligen lerers) Mdrz 12. 

Heilbronn Stiftungspflegregistratury Fasz. 125^ 13. Or., Pg., alle Siegei 
ahgegangen. — Da dm- Bdckinger Zehnte in Sechstel geteUt war, so ist hier 
AUbockingen gemeint, wo er (1510^ Staaisarch. Heilbronn I, Bockingen) in 
Achtel und Sechzehnitl zzrfitl. — Hieher gehoren die im Repertorium der 20 
SUftungspftege erwahnten, nicht mehr vorhandenen Urkunden: Zeisolf von 
Magenheim kauft 15 Eimer Erbwein zu Bdckingen von Heinrich von Heinriet, 
1389. Det'selbe stiftet die HSlfte seines Sechsiels am grossen und kleitten FruclU- 
und Weinzehnten zu Flein dem DionysiusaJtar zu HeUbronn, 1393. Derselbe 
vergleicht sich mit . . . Sturmfeder wegen des Anteils des Klosters Lichten- 2S 
stern am Weinzehnten zu Flein, 1403. — 1397 stiftet derselbe der PriUenz 
10 Crulden. Ebd. 

373. Hans Stor, Bilrger zu Heilbronn^ und seine Fran Katharina, 
und Anna, Hans Sickingers Witwe, vermachen ihre 2^k Morgen 
Acker zu Bollingen neben der en von Adelberg Gut, die sie als Leih- 30 
geding innehaben, dem Spital zu Heilbronn. — Siegler Hans Bern- 
hard und Heinz von Husen, Bichter zu Heilbronn. Diese bekalten 
dem PIdug sein Recht vor. — 1397 (nechsten dinstag nach sant 
Johans tag ze sungihten) Juni 26. 

Heilbronn Sttftungspflegregistratur, Fasz. 127,3. 85- 

374. Bischof Gerhard von Wiirzburg errichtet eine Pfrilnde 
an der Heiligkreuzkapelle vor der Stadt Heilbronn und inkoijwn'ert 
sie der Pfarrkirche. — 1397 Dez. 20. 



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1897 Dez. 20. 161 

Heilbronn, Lade 24. Pergatnent- Vidimus votn 6. Januar 1398, alterius 
inanu factum, „auskulUert und konsigniert^ votn geschwarenen Notar der Stadi 
Heilhronn, Johann von Ptterahauam (Petridomus, Didzeae Konstam) auf Bitten 
und in Gegenwart Sifrieds von Heidelsheiniy PfrHndners an der Pfa}'rkirche. 
5 Zeugen: Ulrich, Prokurator von St. Antonius, die Priester Peter MUnckein 
von Hall und Martin van Nisdemhalh 

In Domine Domini, amen. Gerhardus Dei graeia episcopus 
Herbipolensis ad rei memoriam sempiternam. Inter sollicitodineS; 
qnibns ad presens nog pastorale premit officium et debitum injuncte 

10 servitutis astringit, ilia corde nostro precipue insidet, ut gregi nobis 
Dei graeia et apostolice sedis disposicione conmisso divinam ealtum 
augeamas ac clericis et beneficiatis desolatis subventum et reforma- 
cionis graciam realiter faeientes per hoc roeritum acqnirere valeamus. 
Quod indubie peragimus, dum beneficinm bene fnndatum legitime et 

15 dotatum nostre eonfirmacionis presidio roboramus, pront sacer canon 
hoc insinuat manifeste diceus^ bone rei dare patrocininm et consul- 
turn et presentis vite subsidium obtinere et eteme remuneracionis 
premium cernitnr exspectare. Gum igitnr certa bona mobilia et in- 
mobilia ac annui fructus^ redditus et proventus ac peccuniarum cen- 

20 sus ad fundacionem, dotacionem, ereccionem, creacionem et construe- 
cionem beneficii ecclesiastici simplicis et non curati altaris et cap- 
pelle sante crucis noviter constructe, erecte et edificate in suburbiis 
opidi Heiligprunnen nostre dyocesis et infra limites ecclesie parro- 
chialis ibidem instituendi quidem de novo pro beneficio et in bene- 

25 ficium in laudem, reverenciam et honorem omnipotentis Dei et gloriose 
virginis Marie genetricis sue et totius ierarcliie celestis ob divinique 
numinis cultus augmentum ac specialiter et singulariter in honorem 
et laudem sancte crucis nee non pro meliore sustentacione et rele- 
vacione clericorum, qui in dicta cappella divinum officium celebrare 

BO tenebuntur, juxta tamen et secundum ordinacionem nosti*am infrascrip- 
tam^ per providos nobis in Christo dileotos magistros civium ac con* 
sules et universitatem opidi supradicti de bonis suis, elemosinis a 
diyersis christicolis ad dictam cappellam interim elargitis, in suarum 
suorumque progenitorum et successorum ac benefactorum nee non 

35 divinis officiis in dicta cappella celebrandis interessentium animarum 
remedio salutari legitime dotati, traditi, dati et deputati existant et 
in posterum erunt indubie peramplius deputati, prout de hiis legitime 
fuimus ac sumus informati et plenarie certificati, cumque nobis per 
dictos fundatores, dotatores et constructores cappelle memorate fuerit 

40 et sit humiliter supplicatum, ut fundacioncm, dotacionem, ereccionem 

WflrU. GMohiohtiqu«U«n V. 11 



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162 1897 Dez. 20. 

et creacionem beneficii sea cappelle snpradicti anctoritate nostra ordi- 
naria ratas et gratas habere ac illas admittere, approbare, ratificare 
et totaliter coDfirmare benivole dignaremur: nos Denm pre ocalis nostris 
babentes divinumque caltam in nostro episcopatu temporibus nostris 
augeri, pront ex injuncti nobis desuper pastoralis officii debito astringi* 5 
mnr, cordialiter nt premittitur affectantes et ob hoc eiosdem bene- 
ficii sen cappelle fundacionem^ dotacionem, ereccionem, creacionem 
ac construccionem approbantes, ratificantes et in Domino collaudantes 
ac eciam ob prefatorum magistrornm civium, consiliariomm ac uni- 
versitatis snpplicacionem votivam et instanter nobis, nt prefertnr, 10 
exhibitam ac ob ipsoram et omnium alioram dictam cappellam visi- 
tancium animarum salatem hujasmodi cappellam altaris sancte crucis, 
de qua supra fit mencio specialis, in beneficium simplex non curatum 
nitaris sancte crucis de consensu eciam nobis in Christo nobis dilecti 
Conradi de Ochsenfurt prefati opidi parrochialis ecclesie rectoris ad 15 
hoc specialiter adhihito, in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti 
canonice et legitime in hiis scriptis auctoritate nostra ordinaria 
creamus, instituimus, erigimus, facimus, intitnlamus et ordinamus ac 
sic, ut premittitur, institutum auctorizando confirmamus et forma, modo, 
via, jure, eflTectu ac efficacia melioribus quibus possumus et debemus 20 
perpetuis quidem temporibus divina cooperante clemencia duraturum. 
Verum ut in dicta cappella sen beneficio sic per nos confirmato 
divinorum officia eo sedulins et frequencius celebrentur ac sollemp- 
nius peragantur, quo plures ad divina officia inibi peragenda servi- 
tores deputantur, volumus, statuimus, disponimus et auctoritate nostra 25 
ordinaria irrefragiabiliter ordinamus, quod deinceps et inaiitea perpe- 
tuis futuris temporibus in dicta cappella sen beneficio in qualibet septi- 
mana infra primam et secundam missas in dicta parrochiali ecclesia 
more solito atque presto celebrandas et non [antea] vel post quovis 
modo quatnor misse ad minimum per beneficiatos sen cappellanos 30 
tantuminodo ecclesie parrochialis supradicte ad hoc deputandos et 
ordinandos juxta et secundum vias, modos et ordinaciones per pre- 
fatum ecclesie rectorem sen eius vices gerentem nee non ipsos cappel- 
lanos et beneficiatos in eadem de consilio tamen consulum opidi 
raemorati exnunc vel pro tempore existentium inveniendos, quibus 85 
rectori sen eius vices gerenti ac capellanis et beneficiatis sen maiori 
parti eornndem tantum, quo omnes in unum nequirent concordare vel 
nollent, plenam super hoc tenore presencium concedimus potestatem, 
canonice celebrari debeant et soUempniter celebrentur; ita tamen 
quod oblaciones omnes et singule, que tunc infra quatuor missas sen 40 



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1997 Dez. 90. 163 

earum quamlibet infra dictam cappellam super altari dari et offerri 
coDtigerit per quoBcamqne, cedant et cedere debeant iDtegraliter pre- 
fato rectori sen eius vices gerenti pro tempore existentibns tantnm- 
modo et non aliis absque detraccione et diminutione quacumque, 
5 qnas eciam oblationes prefati celebrantes, quilibet videlicet id quod 
recipit et oblatum existit, illico et statiin dicto rectori sen eius vices 
gerenti ipsius nomine dare et presentare tenebuntur, fraude et dolo 
penitus circumscriptiS; et qnibns tamen missis rectorem et eius vices 
gerentem pro tempore existentem eximimus et ad illas dicendas eura 

10 teneri et obligari nolumus quovis modo, cum alias legitime propter 
onera sibi cottidie racione sue ecclesie predicte incumbencia satis 
gravatus existat. Porro bona mobilia et inmobilia ac fructus, reddi- 
tns et proventus ac census nee non bona omnia et singula, cum 
quibus dicta cappella est dotata et cum qnibus amplius dotabitur 

m Deo propicio in futurum, decernimus ac pronunciamus legitime in 
hiis scriptis fore et deinceps esse debere ecclesiatice libertatis et gaudere 
illis iibertatibus, inmunitatibus et privilegiis, quibus cetera bona 
ecclesiastica gaudent et gaudere debent de jure scripto, eximentes 
ea omnia et singula et presentibus pronunciantes exempta a pre- 

20 cariis, steuris, inposicionibus, berbergis seu bospiciis ac nniversaliter 
ab omni jugo seu onere cuiuslibet layce seu illicite potestatis. In- 
super quamvis in prefata parrochiali ecclesia opidi supradicti nostre 
dyocesis temporibus jam dudum lapsis pro maiore divini cultus aug- 
mentacione in divinis officiis inibi soUempniis peragendis quam pluri- 

25 ma fuerint et aint benefieia ecclesiastica, cappellanie et altaria bonori- 
fice et soUempniter instituta adeo quod ilia tunc tenentes bene, congrue 
ct deceuter. sustentari poterant de eisdem, expost tamen et exnunc 
f rw^tuS; r^ddittts jet proventus eorundem beneticiorum seu bona, ex 
qnibus iriyeredebuerunt, et census annul turn propter monete deterio- 

80 racioneul . turn propter hostiles incursus et • gwerrarum mociones, 
que in illis et istis partibus quam pluribus pro tbolor temporibus 
vigUerunt, adeo i9unt tenues et exiles ac ad talem debilem statum, 
quod dolentes referimuS; devenerunt, quod nonnuUi beneficia tenentes 
buiusmodi cum magna penuria ipsorum vitam ducunt, nonnuUi eciam 

35 propter dictorum beneficiorum exiguitatem et tenuitatem notoriam ilia 
dimittere sunt coacti in obrobrium deri suum victum querentes mendi- 
cando, quorum occasione divinus cultus in dicta parrochiali ecclesia 
sepius est obmissus et inantea plus solito obmitteretur, nisi beneficia 
et beneficiati eiusmodi sufficienti remedio contigerit subvenire, prout 

40 per dictorum magistrorum civium, consulum et universitatis opidi 



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164 19^7 Dez. 20. 

snpradicti insinnacionem lainentabilem ad nostram audienciam fuit 
et est deductam nobis eciam ob hoc sapplicancium bnmiliter et in- 
stanter, ut predictis beneBciatis, cappellftnis et clericis eornndem sic 
desolatis et depauperatis sine tamen ipsorum culpa paterno conpas- 
sionis ^^ affectu de remidio celeri providere cnraremuS; dictam cappel- 5 
lam cQin snis fructibus, redditibus et proyentibus, juribus et obventi- 
bus universis et singulis ipsis pro consolamine et relevamine eornn- 
dem largiendo et legaliter condonando, presertim cum ipsorum et 
rectoris predicti voluntas et consensus expresse ob id accedat: qua- 
propter cum predictorum clericorum egestati succurere et eorum 10 
necessitati proyidere ac eorum miserie misereri ex juris debito tene- 
amur, presertim ne ipsi propter eorum inopiam predicta sua beneficia 
deserant et dimittant et ob hoc divinum officium, quod ab olim in 
dicta ecclesia per beneficiatos ibidem sollempniter fuerat celebratum, 
relinquatur incultum, cumque dicti cappellani et beneficiati deinceps, 15 
ut premittitur, prefatam cappellam in missarum sollempniis inibi 
perpetuo peragendis debeant procurare, ut prefertur, debito ^> jurique 
et racioni congruat, ut qui altari servit, vivere debeat de eodem, ^) 
cum eciam secundum apostolum: „Qui ad onus eligitur, repelli non 
debeat a mercede^ ^) et: „0s bovis ligari non debeat triturantis^, ^) 20 
volumus^ disponimus et statuimus et irrefragabiliter et inviolabiliter 
in perpetuum statuendo ordinamus, quod omnes et singuli redditus, 
fructus et proventus, obventus et emolumenta nee non annul redditus 
sive census, qui pro nunc ad fundacionem et dotacionem dicti bene- 
ficii dati et deputati existunt sen futuris temporibus perpetnis dari 25 
et deputari contigerit quovismodo, oblacionibus tamen infra missarum 
sollempnia in dicta cappella inantea celebranda factis et datis ex- 
ceptis; in hac causa deinceps et inantea ac perpetue cedant et cedere 
debeant rector! nee non eius sociis sibi in cura et regimine dicte 
ccclesie existentibus nee non omnibus et singulis cappellanis et 80 
beneficiatis ecclesie parrochialis snpradicte in relevamen et conso- 
lamen eornndem pro cottidianis distribucionibus dandis interessentibns 
divinis officiis in ecclesia parrochiali memorata certis tamen hoiis 
ad hoc deputatis et deputandis juxta et secundum vias, modos et 
ordinaciones per rectorem sen eius vices gerentem ac cappellanos et 85 
beneficiatos supradictos pro tempore existentes de consilio etiam si opus 



a) Or. : coDpati**"- b) proourare Hmtlo^ wUeUrkolt, 

») Deut 18, 1 : 1 Kar, 9, 13. — «) Nach Matth. 10, 10. — «) (Deut. 25, 4) 
1 Kar. 9,9: 1 Tim. 5,18. 



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1897 Dez. 20. 165 

est magistrorum civium et consulum opidi supradicti pro tempore 
existeDtinm inveniendos super quibas eciam prefato rectori seu eius 
vices gerenti ac beneficiatis et cappellanis supradictis vel maiori 
ipsorum [parti]; si in UDnm omnes nolint vel neqneant concordare, 
5 plenariain concedimns potestatem. Quibus omnibus ct singulis pre- 
sentibus et futuris in virtute sancte obediencie et sub pena excom- 
municacionis districte precipiendo mandamus, quatenus Deum pre 
oculis habentes et cor ad ipsum tendentes huiusmodi divinis officiis 
abinde et presertini exequiis et vigiliis defunctorum devote, caste, 

10 sobrie et laudabiliter intcrsint, abinde sine manifesta causa raciona- 
biliter non recedant nullasque insilencias, burdas seu trufas, fatua, *^ 
vana et inutilia colloquia et fabulaciones inmiscendo, quorum occasione 
divinum officium perturbari seu impediri posset quovis modo, sed illud 
ostendant in opere, quod ^^ gerunt in ore, ut sic layci eorum exemplo 

15 inducti ad maiora remedia et consolamina ipsis facienda provocentur. 
Prefatosque fructus, redditus et proventus, jura, obventus et emolimenta 
ipsius cappelle sancte crucis, quos et que pro nunc obtinet et habet 
seu ad earn devenire contigerit in futurum, oblacionibus tamen ex- 
ceptis ut prefertur, prefatis beneficiatis ac capellanis ac ilia canonice 

20 tenentibns eo modo quo prefertur distribuendos pro ipsorum susten- 
tacione meliore unimus, damns et incorporamus in perpetuum et in 
eternum eciam modo, forma, jure, via, effectu et efficacia melioribus 
quibus possnmus et debemus, jure nostro nobis et successoribus nostris 
ex lege dyocisana vel jurisdictione conpetente in beneficium seu 

25 cappellam supradictam nobis et successoribus nostris plenarie tamen 
reservato. Et insuper ut beneficiati ac cappellani supradicti huiusmodi 
divina officia eo devocius et sollempnius peragere sint astricti, quo 
maiore subventu et subsidio sunt fulciti, volumus, disponimus, ordi- 
namus et statuimus irrefragabiliter et perpetuo duraturum in hiis 

30 scriptis, quod quocienscnmque unum vel plura beneficium vel bene- 
ficia ex cappellanis seu beneficiis predictis simul vel successive et 
quovismodo preterquam per resignacionem ex causa permutacionis 
fiende factam vacare contigerit ex nunc seu in perpetuum, fructus, 
redditus et proventus huiusmodi beneficii sic vacantis cedant et cedere 

35 debeant per unum annum continuum a die obitus defuncti conpu- 
tandum beneficiatis et cappellanis supradictis pro cottidianis distribu- 
clonibus inter eos, qui tamen divinis officiis certis horis intersint, 
distribuendos juxta ordinacionem, viam et modum per rectorem vel 



ft) Or. : ffttl**- b) Or. : quia qood, atUi^^aehHeben. 



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166 1B97 Dez. 21. 

eius vices gerentem ac ipsos beneficiatos invenieodoB nt prefertur. 
Postremo ut indultani; conccssio; ordinatio sea statutum nostrum eo 
melius suum consequi valeat et consequatur affectum ac inviolabiliter 
et in perpetuum observetur, volumus, statuimus^ ordinamus et districte 
precipiendo mandamus, quod nullus de ectero et inantea ad aliquod 5 
beneficium sen cappellaniam quocnmque modo vacantia seu quicumque 
modus vacacionis occurerit^ illo tamen modo de quo supra fit mencio 
tantummodo excluso, nostra vel successorum *> nostrorum anctoritate 
admittatur vel recipiatur quovis modo, nisi prius juret ad sancta Dei 
evangelia presens nostrum statutum et ordinacionem nostram inmediate 10 
inviolabiliter observare et in perpetuum, fraude et dolo in illo et 
circa illud penitus circQmscriptis. Ultimo finem litibus inponere et 
subditos nostros ab biis precavere in quantum possumus cupientes 
declaracionem et discussionem omnium et singularum questionum 
et dubiorum emergencium occasione premissorum quovis modo nobis 15 
et successoribus nostris pro tempore existentibns specialiter et sin- 
gulariter reservantes, cum illius cuius est condere, Dei; et declarare 
existat juxta canonica instituta. Datum anno Domini niillesimo 
COCLXXXX septimo in vigilia beati Thome apostoli. ^) 

37 5. Hans Burgkj Buryer zu Heilbronn, stiftet der Pninenz 20 
zu Ileilbronn zn selnem Seelenheil 5 Schilliny Heller GiUte con einem 
halben Moryen Weinyarten im Geistloch neben der Hirtin Sohn vom 
derzeitiyen Inhnber Frantzis Schmaltzhart, Buryer zu Heilbronn, datnit 
die Geistlichen seiner und seiner Verwandten nach Sitte und Gewohnheif 
yedenken. — 1397 (nehsten fritag vor dem heilige cristag zu wihen- 25 
nacht) Dez, 21. 

Heilbronn Lade 26,44, Or,, Pg,, Siegel ahJiangendy unkenntlich. 

376. Pfarrer und Priester der Priiscnz der Pfurrkirche zu 
Heilbronn oerspnxhen den Biiryermeiskrn und dem Rat, die von 
diesen der Prdsenz als eiyen zuyewiesene *) Heiliykreuzkapelle vor 30 
der Stadt statt Hirer yeyen Papst, Bischof, iliren Kirchherrn Kon- 
rad von Ochsen/urt und Jeden auf eiyene Kosten vor Gericht zu 



a) Ttxt: •abditomm. 

*) Die Endungen der Worie sind meiat ahgekUrgt, daher wdre ynanch- 
mal eine andere moglick. Wo solclie stehen, sind nie vielfach unrichtig und 
daher hier tttillschweigend verbessert — ■) In der folgenden Urkunde ist nur 
von einem Konsens die Rede. 



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Jan. 7 — 1398 Jan. 21. 167 

vertreten, — Siegel der Prdsenz, Notariatsinstrument von Johann 
von Petershnusen, geschworenem Stadtschreiber zti Heilbronn, — 1398 
(nechsten dinstag nach dem obrosten tag ze wyhennaht) Jan, 7. 

HeQbrmm 23, 19, Or,, Pg, mit Siegel. 
5 a) DieaeWen versprecheuy wochentlich 4 Messen in der KapeUe und Bwar 

zwiscken der FrUhmease und dem Fronamt in der Pfan'kirche lesen gu lassen, 
damU das Almoaen auch verdient wsrde^ und wenn der fUr die Woche besteUte 
Prieeter sdumig wdre, dem SpUal einen Gulden eu geben, Damit die Kapellc 
besser versefhen sei, soUenf tceil nctch Laut dea Besidtigungsbriefs des Bischofs 
10 von WUrzburg der Rat mitzusprechen hat, je ztcei von der Prdsenz und vom 
Rat die vorhandenen und noch zu erwerbenden GUter in ewigen Renten an- 
legen, — Siegei u. s, w, wie oben, — Ebd, desgl. 

377. Kbnig Wenzel verleiht den Stddten Heilbronn und Wimpfen 
dan Rechtf wenn jeinand sie anspreche oder Recht von ihnen keiscke, 

16 iiich durch einen BUr germeister und zwei voni Rat vertreten zu lassen, 
und die Gnade, keinen Schaden zu haben, wenn sie unwissentlich 
einem Ackter Geleit geben, cerbietet aber, eifiem Achter, der ihnen 
verknndet worden, Geleit zu geben und ihn zu behalten, gestattet, im 
Xeckar nach Nutzen und Bequemlichkeit Brucken und Facher, *> aber 

20 ohne besondere Erlaubnis keine Manern und Grdben zu bauen, und 
bestdtigt alle Rechte und Freiheiten, — Frankfurt am Main 1398 
(sand Agnezen tage) Jan. 21, 

StJL, Heilbronn I, PrivHegien, Or,, Pg.y Majestdtssiegel and Rucksiegel. 

Auf detn Bug: Per dominum Fridericum comitem de Ottiogen Bor[8iwoi] de 
25 Swinar Nicolaus de Gewicz. '>) Aussen: R. Petrus de VVysschaw. — Gedr.: 

Liinig, Reichsarchiv 13,889. 

a) Konig Ruprecht erneuert das Pnmleg (gleichlautend, ohne die Ur- 

kunde seines Vor gangers zu erwdhnen), — Bdnnigheim 1401 (nehsten soiitag 

vur sant Laurentien des heiligen mertlers tag) Aug, 7. 
.SO Ebd, Or., Pg,, Majestdtssiegel an blaugelber Seidenschnur, abgegangen. 

Auf dem Bug : Ad mandatum domini regis Nicolaus Human. Aussen : K. Ber- 

tholdus Dftrlach. — Reg,: Chmel. n, 712. 

378. Wypert Kaplan, Pfrilndner zu Odheim, verzichtet um des 
Friedens willen freiwdlig in die Hdnde des Plebans, der Pfrilndner 

35 und Kapldne zu Heilbronn zugleich fiir selnen Bruder Johann, Rein- 
bots Sohn, der zurzeit an der romischen Kurie oder auf detn Weg 
dahin (romispeta!) ist, auf alle durch die Bestdtigungsbulle, die Prokla- 
mation und Investitur oder Remission an den Archidiakon durch 



ft) vftob«, Micht nachen, wit LUnig hat. b) LUniy: Oelbie. 



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168 1398 Jan. 21 — 1399 Febr. 3. 

Bischof Gerhard von Wiirzburg und die [thatsdcldiche] Investitur 
oder korperlicke BesitzeinwemuKj durch den Archidiakon erlangten 
Rechte an der Helllgkreuzkapelle aiisserhalb der Stadtniauer. — Zeugen: 
Konrad von Lorch, Pleban zu Odheim, mid Konrad Wetzel, Pleban 
zii Neuenstadt am Kocher. — Heilbronn Im Lichtensteiner Hof in 6 
stapa hyemali 1398 Jan, 21. 

Heilbronn Lade 24. Or., Pg. mU Siegel; zugUich aU Notariatsinstru- 
ment ausgefertigt vom geschworenen HeUbromier Stadtschreiber Johann von 
Petershausen, 

379* Heinz Kottler, Heiligenpfleger zu Flein, nrkundet fur den lo 
Abt Volkard von Lorch Uber die Belehming seiner Heiligen mit dem 
halben GUttein zu Walkendorf gegen einen Zins von eimm Vierling 
Wachs. Pfaff Christian Krieg von Geislitigen, Kirchherr zu Flein, 
genehmigt die Belehming und bestimmt, dass das Giitlein wieder zu- 
riickfallen (ledig sein) solU, wenn es nicht in Jahresfrist von dem 15 
Heiligenpjteger in Empfang genonwien sei, — Siegler der Kirchherr 
utid Herr Berthold von Westerstetten. — 1398 (sant Georien tag) 
April 23. 

SiA. Lorch 23. Or., Pg., die Siegel abgerissen. 

380. Die Stadt Heilbronn schliesst mit Wimpfen eine Einiing 20 
auf 8 Jahre vom Datum des Briefs an. Wenn die von Wimpfen 
in Feindschaft kommen, ihnen aber so viel Recht geboten wird^ dass 
sie es annehmen komien, sollen sie dem Spruch Heilbronns folgen. 
Bei Irrungen zwischen beiden Stddten solicit einem Wimpfener Bats- 
mitglied je 2 Rate aus den Stddten beigegeben werden und deren 25 
Schiedsspruch die Sache endigen, tvenn die Stddte sie nicht giitlich 
beilegen konnen. Ansprilche einzelner gehbren vor das Gericht des 
Beklagten. Wenn Wimpfen Leute nehmen will, soil es stets halb so 
viel haben als Hi ilbronn. Wdhrend der Einung entstandene Streitig- 
keiten wird Heilbronn auch nachher austragen helfen. Ansgenommen 30 
sind Konig und Reich. — 1399 (sant Plasien tag) Febr. 3. 

St A, Heilbronn /, Verirage. Abschrift aus neuester Zeit nacJi dem Or. 
in Darmstadt, — Die ubereinstimmende Gegenurkunde Wimpfens ebd. (Stuit- 
gart). Or., Pg. mit Stadtsiegel. 

a) Wimpfen erneuert die vor Zeiten mit Heilbronn geschlosaene Einung, 35. 
die nach ihrem Ahlauf von Jahr zu Jahr erneuert umrde, bis Georgii Uber 
10 Jahre (1438 Apr. 23). — 1427 (dinstags vor sant Egidyen tag) Aug, 26. 
— Ebd. Or., Pg. mit Siegel der Stadt Wimpfen. 



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1399 Febr. 18 — 1399 Okt. 27. 169 

381. Die Stadt Heilbronn befreit die Outer des Klosters Sckdn- 
th<d auf ihrer Markung von alien Abgabeii, Bede, Bodenpfennig, Zoll 
tind alien anderti Diensten mid nimmt das Kloster und seine Outer 
zu Heilbronn unter ihren Schutz gegen einmalige ZaJilung von 6(H) Gtd- 

5 den mit dem Becht des Biickkaufs im Quartal vor Georgii, aber ohne 
KUndigungsrecht des Klosters, — 1399 (nechsten dinstag nach dem 
wissen sannentag) Febr. 18. 

iS>t.A, Schonthal 60. Or.y Pg,, das Stadtsiegd abgegangen, Oheti: Dieser 

freiheitsbrief ist auf der stat tedigimg mit 600 fl. zurttckgegebeo und cassirt 

10 worden vermOg verglichs d. d. dinstag nach sant Bartholomes tag [Aug. 36] 

1516. Adnotatum29. September 1774.— Uberaetzang: Kretner^ Chron. Schdn- 

thai 1113 mit dem irrefUhrenden Datum die martis post dominicam iq albis. 

382. Abtissin Amia zu Heilbronn und ihre Schwester Guta 
von Stetten, Klosterfran daMlbst, verkaufen an den Marienaltar in 

15 der Kapelle der Veldnerin zu Hall 7^1% Pfund und 1 Fasnachthuhn 
Zins von der Miifde des Spitals urn 100 Pfund Haller Wdhrtmg, 
— Siegler die Abtissin, Abt Erkinger von Comburg und Peter von 
Stetten, B ruder der Ausstellerin. — 1399 (donnerstag vor sant Marien 
Magdalenen tag) Jtdi 17. 

20 Beg,: Wirt. Franhen 8,95. 

383* Fiinf Schiedsrichter entscheiden in gegenseitigen Anspr lichen 
Eber hards von Wirtemberg und der Stadt Heilbronn. — Bracken- 
heim 1399 Okt. 27. 

Heilbronn Lade 38, 5. Or., Pg., mit 6 Siegeln ; Duplihat SUA. Heil- 
25 bronn II mit 5 Siegeln. — Steinhofer 2, 556. 

Wir Diehter grave zu Katzzenelnbogen, grave Rfidolff von 
Sultz der alt^ Engelhait here zii Winsperg; Hans von Lflstna&we and 
Giintz Zopf, bfirger zu Wimpfen^ tun kunt menclich mit diesem briefif 
alien den die in sehent | oder h&rent lesen umb sdllicb zjisprucbe, 

30 ansprach und vordemnge, als der edel wolgeborn here grave Eber- 
hart von Wirtelaberg unser lieber here den erbem wisen burger- 
maigtem, dem raut und den burgern gemeinlichen { der stat zii Heil- 
prunn zuzusprechen gehabt bat und die erbem wisen bnrgermeister, 
der raut und die burger gemeinlich der stat zu HeilpHin dem edeln 

35 wolgeborn beren grave Eberharten von Wirtemberg obgnant wieder- 
umb I zuzusprechen gehabt haben, derselben zuspruch, ansprach und 
vorderunge sy uns vorgnanten funffen getruwet und der gentzlich 



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170 1399 Okt 27. 

hinder uns gegaDgen sind, sie dorumb zu entscheiden und zu riehten 
mit dem reliten oder gutlich, welches lins daz gefelligest ist, and 
wie wir sy von beiden teiln dor&mb riehten und entscheiden, daz sie 
daz dann von beiden teiln fur sie und alle die iren halten and daby 
beliben wollen. Die zuspriich dann hernoch an ieglichem artickel 5 
angefanget sind zii mercken, die wir dann gericbt haben ; mit namen 
sind diez die zuspriich dez obgnanten unsei's herren von Wirtenberg, 
dez ersten : Also wie daz die von Heilprunn sinen anherren und vater 
seligen, dez er ein rehter erbeherre sy, bekrieget haben wieder 
gelimpff, reht und bescheideuhcit, wieder daz sie nie kein rcht an 10 
sie noch an in gevordert haben und sien sie and ir diener etwie 
ofFt in ir lant gezogen mit ufifgeworffener banner junge und alt, und 
haben sie, ir lant und lute mit brande, mit nome, mit r&ube, die 
iren erslagen, gefangen und beschetzt, dez er z& schaden kommen 
zehentusent gulden etc. Zu dcm andem mol als die yon Heilprunn 15 
in dem leuwenkriege in und sinen armen l&te zu Eselsperg und zu 
Steinbach und anderswa geschediget haben, ir viehe, rinder and an- 
der sache mee dann fiinfifhundeii; guldin wert Aber daz daz sin an- 
herre selige mit der leuwengeselschafft nit zii geschafifen hetde etc. 
Zu dem drietten mol als die stete ir diener und ir s51dener schickten 20 
gen Eslingen, daz da die von Heilprun und ir diener zAgen uff in 
und sin armen lute und in sin lant und schedigten in wol umb funff- 
tusent gulden etc. Zu dem vierden mol als die von Heilpr&nn die 
edelen wolgeborn unser lieben frauwen von Wirtenberg von Mcylant 
und ir armen lute schedigeten wol umb zweihiindert gulden zu 25 
Buttickein etc. Zu dem funfften mol als die von Heilprun hern 
Walther seligen von Sahssenheim und andere sin armen lute erslagen 
solten haben etc. Zu dem sebsten mol als die von Heilpr&n im sin 
armen l&te und sin diener und die iren geschediget solten haben 
zu Kurnbach, daz setzzen wir uss und scheiden nichtz zu diesen ziten 80 
dorumb wann es unser here von Wirtenberg obgnanter in sinen zu- 
spruchen stielle sten gelassen h&t Anzugesprochen. Z& dem sieben- 
den mol als die von Heilprun geschuldet solten haben uff sin diener 
die er zu Brackenhein liegen hetde etc. Zu dem abten mol als die 
von Heilprun C&ntzen schultheissen von Brackenhein in irer stat zu 85 
Heilprun enthalten, gehuset und im mit grossem g&t enweg geholffen 
solten haben etc. ' Und von dez K61ters, von der judenbrieff wegen, 
die die von Heilprun inne solten haben, die unserm heren von Wirten- 
berg sagen, und von der juden wegen Boriess und Jdselins haben 
wir uns behalten und dorfimb s&nder ussspr&che getan als der uss- 40 



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1899 Okt. 27. 171 

spruchsbrieff wol wiset, den wir in von beiden teiln dorumb gegeben 
haben. So sind diez der erbern wisen bfirgermeister dez raiitz nnd 
der bArger gemeinlich der stat zu Heilprun zusprucb, als sie dann auch 
zugesprochen haben dem obgnanten unserm lieben heren von Wlrten- 

5 berg, die zusprfiche dann an iegliehem artickel auch angefanget gin 
zu mercken, die wir dann auch gerieht haben. Zu dem ersten als 
unser here von Wirtenberg obgnanter vor H&uwenstein lage, da neme 
in sin gewalt dez selben mols zweier h&ndert gfildin wert viehs 
zii Northein etc. Zii dem andern mol als sie hern Wilhelmen von 

10 Sasshenhein vor Bunieckein pfenten, da ylet sie unser here von 
Wirtenberg und wurde im verkunt daz sie ez weren nnd hetden 
nihtc mit im zu schaifen dann gfitz, uber daz jeucht er in ire pfert 
abe und schediget sie wol umb zweihundert guldin etc. Zii dem 
drietten mol als der Nidecker ir vint were, da enthielten in nnd sin 

15 helflFer unser here von Wirtenberg zu Marppach zu Weiblingen und 
in andern sinen slossen nnd daz sie von im doruss und dorin ge- 
schediget wurden umb drutusent guldin etc. Zu dem vierden mol 
als unser here von Wirtenberg zoch uff die slegelgeschelschaSt an 
den Kochen und die Jagst, da schediget er und sin diener sie und 

20 die iren wol umb zweitusent guldin etc. Zii dem fiinfften mol als 
sie in dem leuwenkriege sie und die iren von unserem hern von 
Wirtenberg und den sinen geschediget wurden wol umb viertusent 
guldin etc. Zu dem sebsten mol als irer burger zwen ufif des richs 
frien strassen duch genommen wurde und daz gen B&blingen kerne 

25 in nnsers hern von Wirtenberg sloss, daz schetde in funfftzig guldin 
etc. Zu dem siebenden mol als sie Erckingern von Mogenhein dem 
rich zii einem burger zii Heilbriin enpfangen hetden, da schickten 
sie iren gebutdel gen Brackenhein und daz er in daz beluten sSlle, 
da wurde im ein ore abgesniteu etc. Zii dem ahtenden mol als in 

30 ire dorflfe Neckergartach von unserm heren von Wirtenberg und von 
den sinen verbrent wurde in den dingen, daz sie mit im nihtz zii 
schaffen hetden dann giitz, daz schetde in zweitusent guldin. Und 
limb diese obgeschriben artickel wie die mitclage und entwort fur 
lins kommen sin als sie uns von beiden teiln die dann beschriben 

35 gegeben haben nnd wir die verh5rt haben, da entscheiden und riehten 
wir sie gutlich von beiden teiln also, daz der obgnante unser here 
von Wliienberg fur in und die sinen der vorgnanten von Hcilpriin 
und der iren gnediger here sin sol und daz die obgnanten von Heil- 
prun f&r sie und die iren der obgnanten unsers hern von Wirtenberg 

40 und der sinen gute frunde wiederumb sin s511en und daz alle ob- 



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172 1899 Okt. 27. 

gescbrieben artickel ziisprucb anspracb und vorderunge als uds die 
beschribeu gegeben and hie vor an disem brief geanfanget sin als 
wir die verh5rt baben, von beiden teiln und partien geneinander 
gentzlich und gar verrieht, tode und ab sin sdllen und daz entweder 
teil zii denoi andcrn teil von der zuspruch und obgeschriben sache 5 
wegen furbass mee nummer kein vorderunge noch ansprache haben 
sfillen in dehein wise on alle argeliest und geverde. Und dieser dinge 
zii urkunde und rehter warbeit so geben wir obgnanten schiedliite 
iedwedem teil diese riebtunge versiegelt mit unsern anbangenden 
eigin insiegeln. Datum et actum zii Brackenhein vigilia apostolornm lo 
Symonis et Jude anno Domini millesimo GGC nonagesimo nono. 

384. Dieselben desgleichen in Anspriichen wirtembergischer Unter- 
thanen an Ileilbronn, — Unter demselben Datum, 

Ehd, 6, Or,y Pg,^ das erste und dritte Siegd am Eande heschddigt. Von 
anderer Hand als die vorige Urkunde^ wie auch die Orthographie zeigt. Dupli- 15 
hat SLA. Heilbronn II mit 5 Siegeln. 

Wir Dietber granff zft Katzenelnbogen, graufif RAdoIf von Sulz 
der elter, Engelbart ber zft Winsperg, Hanns von Lustnow und Cftnz 
Zopf burger zft Wimpfen | tftn kunt menglicb mit disem brief alien 
den die in sehent oder borent lesen umbe solicb zflsprueb, so der edel 20 
wolgeborn ber granff Eberbart von Wirtemberg zftgesprocben baut | 
den ersamen wisen dero burgermaister, dem raut und den burgern 
gemainlich der stat ze Hailprunn von des K&lters, siner busfrowen 
und ir kind wegen und des die von Hailprunn { obgnant geantwArt 
baben als sy uns daz von baiden tailn bescbriben geben haben in 25 
irrn zflspriichen und ant^rten, als wir denn daz verb6rt baben nach 
clag und ant^rt, do sien wir obgnanten funf ainmiitig worden und 
spreehen gutlich, w&rr, daz die von Hailprunn dem K61ter, siner hus- 
frowen und iren kinden iht genomen hetten nach der zit als er burger 
zu Brackenbain worden waz und in daz verkunt worden ware, daz 30 
sollen sy wider geben und keren. Wes sy aber dubt, daz sy in 
(larnach nit genomen hetten, da sullen sy in sweren und daz reht 
dafur tftn, und daz reht sullen sy tftn mit irem taglichem raut, 
also daz der vierundzwaintzig sy an all geverde. Watr aber, daz 
sy daz relit also nit t&ten und vollfurten uff den tag als wir denn 35 
bernacb gesetzt baben, daz denn unser her von Wirtemberg erwisen 
und kuntlich machen m&ht mit erbrer kuntscbaft als reht ist, daz 
sullen sy im geben und keren, daz dann dem K&lter, siner busfrowen 



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1899 Okt. 27. 173 

und iren kinden genomen w&re n&ch dem als vorgeschriben staut 
an geverde. Und umbe die judenbrief als unser her von Wirtem- 
berg obgnant den von Hailbrann vorgnant zAgesprochen haut^ daz 
sy die innbaben, die da im sagen, und die von Hailbrann geant^rt 

5 baben daz sy der kain haben als sy uns des ir zAspruch und ant^rt 
bescbriben geben baben und wir daz verb6rt haben n&cb clag und 
ant^rt, da sien wir ainmiitig worden und sprechen giitlich, w&re, 
daz die von Hailprunn judenbrief innhetten, die unserm heren von 
Wirtemberg seuen oder den sine ungeverlich, daz sy in die wider 

10 geben sullen, wair aber daz sy der brief dehainen hetten, w61t denn 
unser her von Wirtemberg sy des rehten darunibe uberhaben, so 
sullen sy im darumbe sweren und daz reht dafiir t&n in der masz 
und uff den tag als wir den hernaeh gesetzt haben, daz sy der kain 
haben ku all geverde und wenn sy daz get&n baben, so sullen sy 

15 unserm herren von Wirtemberg von der sach wegen enbrochen und 
nihtzit schuldig sin« Und von der juden wegen ^Borichs und J6slin7^ 
als unser her von Wirtemberg obgnant den von Hailprunn vorgnant 
z& gesprochen baud und die von Hailprunn geantwrt hand, als sy 
uns ir zflsprftch und antwrt bescbriben geben und wir daz verh6rt 

20 haben n&ch clag und ant^t, da sy*wir ainmutig worden und sprechen, 
ware daz die von Hailprunn den obgeschrieben juden iht genomen 
hetten in der zit, als sy unsers herren von Wirtemberg ingesessen 
juden und burger gewesen sint; daz sy in danu daz keren sullen, 
w&re aber, daz sy in nihtz genomen hetten in der zit vorsten, denn 

25 die von Heilprann des sweren und ir reht dafur tAn in der masz 
als vorgeschriben staut, und ufif den tag, als wir den hernaeh gesetzt 
haben, so sint sy unserm herren von Wirtemberg nihtzit schuldig 
darumbe zt keren. W&re aber daz sy des nit taten, daz denn unser 
her von Wirtemberg erwisen und kuntlich niachen mfiht mit erbrer 

30 kundschaft als reht ist, daz sullen sy im keren, und von J&slins des 
juden wegen als unser her von Wirtemberg obgnant den von Hail- 
prunn vorgnant zflgesprochen haut, wie daz Cuntz Schnler ir burger 
ain schuldbrief babe, der Maigern dem juden von Rotemburg sage, 
daran er im schuldig sy zwelfif guldin und ahtzig'pfunt n&ch des 

35 selben briefes usswisung daran J&slin obgnant ain tail babe, und 
die von Hailprunn des geantwrt haAd, als sy uns ir zAspriich und 
antwrt bescbriben geben und wir daz verh5rt haben n&ch clag und 
antwrt, da sien wir ainmutig worden und sprechen gutlichen, daz 
die von Hailprunn Gflntzen Schftlem iren burger vorgnant dem ob- 

iO gnanten juden J&slin zA Hailprunn vor dem geriht zA dem rehten 



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174 1400 Febr. 17. 

stellen^ ob er daz erfordert and begert, und im darumbe ains unver- 
zogeDD rehten behelffen und im dar and dannen aiu fries gelait 
geben sullen fur sy und die iren die schuld ze erfordern nach deni 
rehten und wann sy daz tfln and getan baben, daz sy denn unserni 
heren von Wirtemberg furbaz darumbe nicbtz mee schnldig sien. 5 
Und dise obgesehriben reht die sullen die von Hailprann tfln und voll- 
fum uif den nehsten zinstag vor sant Lucien tag nehst kompt [Dez. 9] 
ze Hailprunn und den tag alien [verkunden] und da sol der vorgnant 
unser her von Wirtemberg ufif den selben tag ainen oder zwen von sinen 
vergen schiken mit sinem offenn gewaltzbrief^ die die reht vou den von 10 
Hailprann in nemen naeh dem als wir denn an disen ussspruch- 
brief gesprochen baben. Und des ze urkund und diss ussspruchs 
zfi ainer waren gezugniiss so baben wir vorgnanten schidlut unsre 
aigne insigel gehenkt an disen brief. Datam et actum Bracken- 
hain in vigilia apostoloiiim Symonis et Jude anno Domini millesimo 15 
GCC nonagesimo nono. 

3S3. Bischof Gerhard von Wurzhurg hestatifft die Statnten 
der BruderHchaft der Geistlicheii an der Pfarrkirche zn Heilhroan, 
— 1400 Fehr. 17. 

HeUbrofin Lade 23, S, Or., Pg. mit VikariaUsiegel. Unien links ron 20 
dtrselbm Hand: Uniira florennm et 4 solidos (lenarionim. 

In nomine Domini, amen. Gerhardus Dei gracia episcopus 
Herbipolensis. Cupientes augeri cultum divinum nostris temporibus 
ad laudem et honorem oiQnipotentis | Dei, in quo est retribucio om- 
nium bonorum, quo attestante beato Aagustino omnium Ghristianomm 25 
apes in futuram tempus extenditur, ut quod hie servimns Deo, alibi 
nos I servisse letemur, juste siqaidem et provide divina sapiencia 
distinxit tempus laborum et premii, hie ergo laboremus, hie servia- 
mus Deo^ hie mutna { caritate oremus pro invicem et ubi frater adja- 
vety finem multum perficit congregacio devotorum. Et quia omnes 30 
manifestari nos oportet ante tribunal distincti judieii, ut recipiat unus- 
quisque prout gessit sive bonum sive malum, hoc perpendentes 
multum devoti in Ghristo plebanus pro tempore existens ac altariste 
et beneficiati in oppido Heilprun nostre diocesis, et quia non est 
accepcius Deo opus qyam misericordia, que exhibetur animabus exatls, 35 
que tum uberrime refluit in sinum facientium, ideo plebanus et omnes 
beneficiati pro presentibus et futuris et eorum successoribus facientes, 
disponei^tes et ordinante9 unam confraternitatem ordinaoipnem>. (!) ^ 



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1400 Febr. 17. 175 

dum ingrediuntur viam caniiB. Primo ordinamus: decambens in lecto 
egritudinis conveniant omnes confratres^ transeant superpelliciati una 
cnm Sacramento, astantes devote et antequam communicetur, fratres 
alternatim legant psalmum „Deu8 miseriatur" etc., cum dominica 
5 oracione, cum versiculo „Panem cell" (!) etc. collecta subsequent! 
^Deus qui nos (!) sacramento mirabili'' etc., et communicate legant 
psalmum ,,Landate Dominum omnes gentes" etc. cum versiculo ;,Sal- 
vum fac famulum tuum^ et collecta ^Precende Domine famulo tuo^ 
etc. Gonfrater vero inungendus iterum conveniant induti superpelliciis 

10 et astantes in ungendo legant penitenciales alternatis vicibus cum 
letaniis et aliis consuetis. Dum agonizat confrater, si affectat *> depu- 
tentur duo de confratribus ordinati sen ordinandi a provisoribus con- 
fraternitatis legentes passionem vel alias oraciones placentes. Item 
primo die obitus iterum conveniant omnes confratres et provisores 

15 confraternitatis, ordinent singula necessaria specialiter, si opus fuerit, 
induatur corpus exuti ornamentis sacerdotalibus, pulsu, candelis et 
funus deferatur processionaliter ad ecclesiam ab omnibus confratri- 
bus et cantentur vigilie novem leccionnm in ecclesia et non pre fori- 
bus defuncti. Item dum elevatur sacrum dominicum in summa missa, 

20 quatuor de confratribus elevent feretrum cantantes antiphonam ;, Domine 
suscipe me^ trina vice. Item omnes confratres legant missas pro 
defunctis et quicumque de confratribus non habent graciam legendi 
missam prima die, legant sequent!. Gompletis itaque missis et habita 
benediccione omnes confratres induantur albis et stolis et quatuor de 

25 confraternitate ordinati a provisoribus deferant corpus ad sepulcrum 
legentes et cantantes responsoria et alia, que eontinentur in exequiali 
et pre ^^ se deponant corpus ad sepulcrum cum calice cereo et bostia 
et seppeliatur in parroehiali ecclesia et non alibi. Item in septimo 
die obitus iterum conveniant confratres et de sero cantantes vesperas 

30 defunctorum et de mane vigilias novem leccionum cum uno ^Venite" 
et omnes habentes graciam legendi missam, legant pro defunctis et 
omnes confratres persistant per totum officium et nuUus abinde rece- 
dat. Gompletis itaque divinis officiis devote visitent sepulcrum. Et 
simili modo conveniant in tricesimo die prout in septimo. Item 

85 omnes confratres per totum tricesimum defuncti omni die orent vigilias 
et quocienscumque babeant^^ graciam legendi missam infra tricesi- 
mum, adjungant collectam ob commemoracionem defuncti. Item omnes 
existentes in confraternitate quam diu vixerint habeant universalem 



a) Am dem Wort M radiert. b) Or.: per. c; Or.: htkhneraLUt voh andtttr HuHd auf BoBur. 



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176 l^WO Febr. 17. 

memoriam confratrum tarn vivorum quam defunctoram. Item omnes 
confratres oonveniant quater in anno tercia feria post octavas pasche, 
tertia feria post festum corporis Ghristi, tercia vice in tricesima die 
beate Marie virginis scilicet assampcionis et tercia feria post con- 
eepcionem beate Marie Virginia et qualibet vice cantent de sero 5 
vesperam defunctornm et de mane vigiliam novem leccionum majorera 
cnm una missa defunctornm et summa missa cantetur prout vide- 
bitur expedire. Item omnes de confVaternitate decedentes habentes 
t<antum de facultatibus ordinent ut distribuantur pro ipsis prima die 
obitus duo maldra spelte septtma tantum et in tricesima tantum, et 10 
si quid ab ipsis confratribus vel ab aliis personis extra confraternitatem 
existentibus legatnm vel donatum special'iter ad confraternitatem fuerit, 
possunt provisores confraternitatis distribuere secundum quod vide- 
bitur expedire omnibus existentibus in confraternitate. Et quicumque 
de confraternitate transgressus fuerit aliquot predictorum, qualibet 1*^ 
vice puniatur pena presenciarum consweta. Et quia noli bene coli- 
tur auctor pacis nisi tempore pacis, volurous nunc futuris et perpe- 
tuis temporibus, quod sit unum velle et nolle inter confratres et nullus 
molestet alium verbo nee facto et si inimicus homo seminaret ziza- 
niam discordie, quod absit, extunc confratres et provisores confra- 20 
temitatis sedant et tranquillant sic discordantes, nisi existentes buius- 
modi propter que necesse esset implorare patrocinium superiorum 
nostrorum, contra quos in biis nee in nullo recalcitramus, quibus 
merito in omnibus obedire tenemur tamquam veri filii obediencie 
salvo nostro jure episcopali. Ut autem presens ordinacio durative 25 
perseverety volumus ut de cetero nullus beneficiatorum admittatur ad 
consuetam distribucionem presenciarum, nisi prius promittat fide data 
nomine juramenti inviolabiliter banc caritativam ordinacionem servare 
sine fraude et dolo. Nos vero Gerhardus episcopus prefatus atten- 
dentes dictam ordinacionem seu confraternitatem fore consonam racioni 30 
et [juri] eandem auctoritate nostra ordinaria confirmamus, ratificamus 
et approbamns Dei nomine in biis scriptis, in quorum omnium et singu- 
lorum evidens testimonium ad preces dictorum confratrum dictas litteras 
sigillo nostri vicariatus fecimus conmuniri anno Domini millesimo qua- 
dringentesimo feria tercia post diem beati Valentini martiris. 35 

386. Gewin Gemminger tind Hiltp-ant, St. Kilians Pfleger zii 
Heilbronn, beurkundeyi mit Geheiss tmd Genehmigung der Burger- 
meister and des alien nnd neuen Rats die Stiftung von 50 Gulden 
fur ein euHges Licht durcfi Kunz Leyder und seine Frau Adelheid 



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1401 Jan. 25 — 1401 JuH 20. 177 

Benihartj Biirger zu Heilbronn, im Ckor der Pfarvkirche vor iiufieres 
Herni Leichnam zu Lob und Ehren Gottes, seiner Mutter Maria und 
des yanzen himmlischen Heenf, iknen, ihren Altcordern und Xach- 
kommen und alien glduhi(jen Seelen zu Trost und Hilfe zu brennen, 
5 versprechen das Licht stets zu unterhalten und bei Versiiumnia ran 
8 Tagen jedesnial einen Scheffel Roggen an das Spital zu liefern. — 
1401 (gant Pauls tag als cr bekert wart) Jan. 25. 

Heilbronn, Lade J^4f o, Or.j Py. mil Stadtntiegd. 

a) Pfaff Konrad Klinyenbwg, Biirger zu Heilbronn, verkauft an die 
10 ohen genanntjn Richier 5 Ffund 4 iS chilling twn seinem Vater Bertold geerbien 
Zins von Haiie Oftertingers Eckhaus in der Judengasse n:fbtn Heinrich Honiger 
und dem Haas am Lichtensterner Hof neben dem Schneller, das Heim Scherer 
voti der Schelerin geerbt hat, um J20 Gulden. — Siegler Peter von Berlichingcn 
und Seiiz Bender, Richie}' zu Heilbronn. — 14{j8 (tVitag vor letare) Mdrz 23. 
15 — St, A. Heilbronn I Religionswesen. Or., Pg., das erste Siegd abpegangen. 

387. Elsbeth von Thalheim, Abtissin, und Konrent des Klosters 
BiUigheim verkaufen an ihre Mitschwestern Katharina, Margareihe 
und Peterse von Wiirzburg zwei Stilcke Weingarten zu Heilbronn, 
eines neben Gewin dem Arzt und Han,^ Bernharf, das andre neben 

20 Pf(fff Milnch tend dem Gemminger als Leibgeding um 40 Pfund Heller 
und versprecheHj dacon Bede zu zaklen und Mist und Pfahle hinaus- 
zuthun wie andern Schwestern; nach ihrem Tode sollen die Gilter 
heimfallen. — 1401 (sant Gerdruten tage) Marz 17. 

Heilbronn Lade 68, BiUigheim J. Or., Pg, mit Siegeln, das erste oben 
25 beschcidigt, 

388. Konig Euprecht verleiht Herolt Wickmar genatmt von 
Ohm (Ornne) ein Fischivasser zu Heilbronn von der Miihle abwdrts 
bis zum Gartacher Wasser, — Horneck 1401 Juni 25, 

Reg.: Chmel n. 481 aus ReicJisregistraturbuch B, 

30 389. Konig Buprecht belehnt den Bitter Hans von Hirschhorn 

fiir sich und die Kinder seines Bruders mit dem Zehnten der drei 
FrUc/ite, dem Meinen Zehnten und dem Zehnthof bei der Pfarre zu 
Heilbronn, dem Dorf Rotenberg (Rodenburg) mit Gericht und Zube- 
hor, Hainbronn (Hunebronn), Finkenbach und dem Weiler Mulnbronne. 

35 — Heidelberg 1401 Juli 20, 

Reg,: Chmel n, 573 aus Reichsregistraturbuch B; unvoUstdndig. Arch, 
f. hess, Gesch, 10, 138 aus dem Hirschhorner Kopb. in Darmstadt. — Nach einer 

Wtlrtt. Geschichtsquellen V. 12 



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178 1401 Auk. 7 — 1401 Aiij?. 10. 

Xotiz am Idzteren Ort 146 die Bdchnung mit dem Zehnten 14()4 enteuert , hei 
Chmel keine Urkand'f. 

a) Derselhe erlaubt dem Bitter Eberhard von Hirschhorn, seine Halfte, 
ndmlich Vo «»* Zehnten zu Heilhronn, der vom Heich zu Lehen geht, den Heil- 
hronner Bilrgern Ulrich von Heimherg und Hans von Stetten zu verpfdnden. 
— Heidelberg 1404 Juli 5. — lieg. : Chmel n. 17U7. Arch. /. Jiess. Gesch. 10, 146, 



390» Konig Ruprecht besUitigt der Stadt Heilhronn die Frei- 
heiten und Briefe, die sie con Kaiser Karl [IV,] und deasen Vor- 
ijiingern erhalten, ~ Bonnigheim 1401 (suntag nehst vor sant Laurentien 
tag des heiligen mertelers) Aug. 7. 10 

Si.A. Heilbronn I. Privilegim. Or., Vg., das urspri'tngUch an blau-gelber 
Seidifischnur anhangende Majestdtssiegel isi abgegangen. Aiif dem Bug: Per 
(lominum Rabanum episcopum Spirensem cancellarium Nicolaus Biiiiian. Aussen : 
R. Johannes de Landauwen. — Beg.: Chmel n. 708. — Beide Privilegien 
(dieses n. n. 377 a) warden Uberbracht von Wiprecht von Bischofsheim, Konrad 15 
von Weinsberg, Diether con Gemmingen, Eberhard von Xcipperg, Kunz Milnch 
[con Rosenberg] u. a. Klunzinger, Zabi^rgciu 1,89. 

a) Derselbe tccist die Stadt Heilbronn an, seinem B^^vollmiichtigten Bitter 
Hans von Hirschhorn eidlich an seiner sfatt zu huldigen. — Bonnigheim 1401 
(sonta^ vor Laurcntii) Aug. 7. — Beg.: Bdchstagsakten 5,4<) (rgl. 4^:212) und 20 
Chmel n. 707. 



391. Derselhe nimmt 18 .^chicdbische Reichsslddte, darnnter 
Heilbronn, in seine und des Reichcs Iluld, verspricht sie zu schiitzen, 
nicht zu versetzen, zu verkavfcn, zu verkiimmern nock zu vetpfdudeUy 
erldsst ihnen die terfullenen Reichssteuern und etwa erhobene Juden- 25 
gelder und yestattet Selbsthilfe gegen Beeintrdchtigung dieser Artikel. 
— Ulm 1401 Aug. U). 

Teihreise gfdr.: Beichstagsakten 5,42. — lieg, Chmel n. 72iy. — Vgl. 
daeu das Biindnis von 12 schwdblschen Stddten, daranfer Heilbronn, von 1402 
P'ebr. 4. Beg. Beichstagsakten a. a. O. 30 

392» Markart Scheck von }seipperg der Eicher uml seine Frau 
Adelheidf Biirger zu Heilbronn^ verkaufen an das Kloster Adelbery 
urn 31 Gulden Outer zu Flein, die es bereits a Is Pfand inne hat: 
2 Morgen Weingdrten am Alten Berg, ^U Morgen M^iesen, ^U Morgeu 
Garten auf dem Rosenberg, St. Kilian mit 18 Hellern zinsbar, und 35 
7^ It Morgen Acker j 2 da von am Hausener (HUser) HVy, neben Giitem 
Konrad Geivins, Hans Obersteiifelds, Streakers, Hochbeins und der 
Kloster Bi/ligheim und Adelberg. — Siegler Hans der Kosse und 



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1401 AwiT. 23 — 1402 Febr. 16. 179 

Klaus SeileVj Bichter zu Heilbromi. — 1401 (Bartholomeus abent) 
Auff. 23. 

SLA. Adelberg 13. Or., Fg. mil Siegeln. 



393. K'Onig Ruprecht vedeiht Konrad von Tiefenbach, Lund- 
h schreiber zu Heidelberg, das Fund- und Ladamt zu Heilbronn auf 
Widerruf. — Amberg 1401 Aug. 24. 

Beg.: Chmel n. 872 ous Reich^registrainrhuch B. — Vant: .^Xaiural- 
ertriignis von Grand und Boden.^* Le.ver. 



394:. Pfalzgraf Ladioiyy Reichsvikar fiir seine n Vaier Konig 
10 Ruprecht, iveist die Stadt Heilbronn an, die an Martini verfallene 
Reichssteuer an Bechtold, Keller seines Vaters zu Dilsberg, zu zaJden; 
tve7in es geschehen, soil dieser Brief als Quittung gelten. — Heidel- 
berg 1401 (Katherinen tag) Xor. 25. 

Heilbronn Lade 37,31. Or., Pg., Siegd rechts ohen heschadigt. 

15 d) Konig Ruprecht desgleichen betr. die Zahlung der an Martini fdllig 

werdenden Reichssteuer an Albracht von Bertcangen, seinen Hofmeister zu Heidel- 
berg. — - Heidelberg 14()2 (sant Laurencieii abent dez heiligen mertelers) Aug. 9. — 
Ebd. 32. Or., Pg. mit Majestntssiegel. Auf dem Bug: Ad mandatum domiiii 
regis Johannes Winhcira. Aussen: U. Bertlioldus Durlach. — Reg. Chmel n. 1258. 

20 Scriba, hess. Reg. 1, 128. 

b) Derselbe ebenso betr. die Zahlung der ncicJisten Steuer an seinen Haus- 
hofmeister zu Heidelbei'g, Heinrich zur Huben. — Alzey 1403 (mittwocheu nach 
sant Remipus tage) Okt. 3. — J*Jbd. 33. Or., P</., Siegel abgerissen. Kanzlei- 
retmerk toie vorhin. — Reg. Chmel n. 1572. 

25 c) Derselbe wcist die Stitdte Esslingen, Hall und Heilbronn an — %cie 

unier b). — [Heidelberg] 1404 Juni 22. — Reg.: Chmel n, 1784 aus Reichs- 
registrainrbuch C. 

d) Derselbe quittiert dir Stadt Heilbronn ilber die jetzt schon bezahlte 
nachste Jahressieuer. — Heidelberg 1404 Juli 7. — Ebd. n. 1801. 



30 395. Pfalzgraf Ludwig J Reichsverweser, belehnf die Stadt Heil- 

bronn auf viiindlivhe Bitte Hans Eyrers mit Vogtei, Gericht und 
20 Pfund Hellern zu Flein und mit Bockingen und bestellt den ge- 
nannten als Lehenstrager. — Heidelberg 14o2 (donerstag vor remi- 
niscere) Febr. 16. 

35 St. A. lieuwiirttbg. Lehen 1. Or., Pg., mit Siegel. — Reg.: Chmel, Rup^ 

recht n. 1142. 



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180 1^02 Juli 9 — 1402 Aug. 21. 

396. Marqiainl von Leonbenj, Koncentbnuler zu MaidOron/t, 
Pflcfjer der Giiter dcs Klo.sfers Lichtendeni zu Ileilbronn und am^ser' 
ludhy elnerseits, Konrad Liitfrid, Pfn'indner am Altar Sf. Johannis 
Baptistae in der Pfarrkirche zu Ileilhronn, und sein Voter Kunz, 
Li'itfriedy Biirf/errne inter und von des Bats tcegen Pjieyer des elenden 5- 
Ifauses daselhst, andererseits, heurkunden, dass das Kloster Lichten- 
stern Ve des Weins ton dem Sechzehntel des Fleiner Zeknten, das 
die Sturmfeder an Zeisolf von Magenheiin, den Sfifter der genannten 
Pfriinde und des genannten Spitals^ verkauft hatteUy beanspruchtj 
beide Parteien sick auf Beringer von Bietigheim, Hiiwenloch von 10 
uAffaltrach und Gerhard von Waiblingen als Schiedsrichter geeinigt 
und diese zu Gunsten des Klosters entschiedeUy die Sturmfeder dafilr 
dem Zeisolf eine entsprechende Summe widerlegt haben. — Auf Bitten 
Marquards wird da r fiber durch den Notar Joseph MMfer von Wolf egg, 
(jeschworenen Stadtschreiber zu Ileilbronn, ein Notariatsimtrument ir> 
ausgefertigt, — Zeugen: Wilhelm von Stetten von Hall, Priester, Konrad 
von Buchy Kaplan an der St, Jos-Kapelle auf dem Kirchhof zu Heil- 
bronn, und Peter Eckhart, Pfrundner am St. KatharinenaUar an 
der Pfarrkirche. Siegler die beiden Liiffried. — Ileilbronn im Haus 
Hans Egrers 1402 Juli 9. 2(^ 

tS'i.A. Lichtenstern :i. Or., Pg., Beiilc Sieyd ahgcyatujeii. 

397. Kunz Wilde und seine Frau Adelheid, Biirger zu Ileil- 
bronn, verkaufen an Hans Bernhard, Biirger zu Ileilbronn, 1 Gulden 
GiUte von ihrem Haus in der Judengasse zwischen Heinz Vichberg 
und Kunz i^yffer, woraus zugleich ein Pfund Wachs fiir St. Kilian 25» 
geht, um 14 Gulden, tvorilber sie quittieren. — Siegler Kunz Fiiivr 
and Kunz Rihne, liichter zu Heilbronn. — 1402 (mentag vor sant 
Bartholomeus tage) Aug. 21. 

Heilbronn, Lade ii2,4. Or., Pr/., beide Siegel abgegangen. Aussen, an- 
fangs des 16. Jahrhunderts: Das ist der brief uber den giilden (if sant Katherin ,30 
pfrund bus. Aus dem 16. Jahrh under t : 1 gulden Hans Ilayd uf Kiliani von 
acinera haus in der judengassen nnd: Der Vrelenmacbeu in der judngassen. 
— liechtolt Kempf. 



398. Peter Waltnunin und seine Frau Katharina zu Eisesheim 
reversieren s^ich gegenuber dem P faff en Burkard von HeilbronUj Pfarrer 35 
zu Sontheim und Pfrundner am Ileiligkreuzaltar auf dem Lettner 
in der Pfarrkirche zu Ileilbronn, ilber die Belehnung mit 2 Wiesen 



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1402 Okt 11 — 1402 Nov. 2. 181 

an der Hertgasse zu Obereisesheimy der Pfriinde mit 6 Sc/u'lling, 1 Fas- 
nacht' und 2 Sommerhuhnern yultbar, und versprechen, den Zins, 
2^h Pfund Heller Ileilbronner Wdhrnnyy nach seinem Tod an seine 
Muhme Mechtild, nach deren Tod alles miteinander an die Pfriinde 
-5 zu entrichten. — Siegler Abt Albrecht von Maulbronn, Lehensherr 
der Pfriinde. — 1402 (nehsten mitwoch nach sant Dyonisien tag) 
OkL 11, 

St. A, Hailhronn J, Beligionsweaen. Or., Fg, mit heschddigtem SiegeL 

a) Johann Prackenhein und seine Fran Elisahethy Bilrger zu Heilbronn, 

10 verkaufen 2 Malier Frucht Giilte ron Gutern zn Ohereis&sheim an die Fraaenz 

um 14^1^ Gulden, — Siegler Ulrich Nennitiger und Hans Diemar, Richter zu 

Heilbronn, — 1448 (Liicastag) Okt, 18, — Heilbronn, Stiftnngspflegregistratur 

Fasz. 126, 41. Or,, Fg., Siegel abgegangen, 

399. Diether von Berlichingen, Edelknecht, verkanft an das 

15 BarfiXsserkloster zu Heilbromi sein halbes Giitlein zu Obergriesheim, 

das Kunz Volz baut, tmd die Hdlfte von je 1 Matter Boggen ') und 

Haber Giilte von Heinz Zettler daselbst, wovon die andre Hdlfte seiner 

Schwester gehorty ivdhrend die Fruchtgiilte filr das ewige Licht vor 

dem Ludwigsaltar im Kloster iiber dem Grab Hans Bernharts bestimmt 

•20 istj um 60 Gtdden, die er von Hans Bernhart, dem Pfieger des Klosters 

erhdlf. — Zeiigen Heinz Zettler und Werner Lutz, beide Bichter zu 

Obergriesheim, und Kunz Volz.. — Siegler der Aussteller, die Edel- 

knechte Fritz von Domeneck (Tummeck) U7id Bnrkard von Wittstadt 

und die Heilbronner Biirgenneister Kunz Legder und Kunz Luff rid. 

25 — 1402 (allerseelentag) Nov. 2, 

Kopialbuch des Klaraklostirs Bl. 62. 

a) Gotz von Fschelbach (Espel-), Edelknecht, und seine Frau Anna von 
Berlichingen verkaufen die andere Hcilfte von den GiitetTi zu Obergriesheim an 
Hans Bernhart als Ffleger des Barfusserklosters zu Heilbronn um 57 Gulden. 
30 — Siegler der Aussteller und die Edelknechte Burkard von Wittstadt und 
Fder von Berlichingen, — 14()5 (zwolfboten abend Sinionis und Judae) Okt. 27. 
— Ebd. Bl 84, 

4:00m Das Kloder Billigheim giehf an Hans llebner, Bilrger 

zu Heilbronn, 2 Morgen Weingdrten im Selbjeterriite zwischen Ulrich 

•35 Schultheiss von Hall und Sgfer Koler ron Heilbronn als Erblehen 

*) Der Te.rt isi hier unklar, eine Zeile dopjiell geschrieben; das richtu/e 
aus der Abschrift im andern Kopialbuch und aus dem folgenden Stack iu 
ersehen. 



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182 1403 Aug. 24 — 1404 Mai U). 

um ein Drittci des Ertnujs und einen Eimer Keltcvwcin von jedem 
Fuder. Verselbe soil jdhrlich 15 Karren Mist und Pfahle hinaus- 
fJiun^ die das Klosfer hinaus- wie den Wein hereinfiihren Idsst, bei 
Unbau kann das Kloster ihn nach dem Urteil der Fivrchgenossen 
unter der Kelter pfdnden. — 1403 (Bartholomeus tag) Aug. 24, 

HeiJbyonn Lade o3, Billigheim 1. Or., Pg.j heide Siegel obeii hesch&digt. 



401* Ulrich von Ileimberg iiberldsst Engelhard con Weinsberg 
das Dor/ Schluchtern ^) wieder, das er von ihm und sei^iem Sohn 
Konrad gchanfty um das Fischwasser zu Kleineisesheinif das Heinz 
Wolf ran von Wimpfen inne hat, wtd die Garten vor dem Briickenthor 10 
zu Heilbroun, die ehemals Engelhards Bruder Konrady der zu Ileil- 
bronn gesessen war, gehorten. — Siegler der Aussfeller, Hans von 
Stetten und Hans Eigerer. — 1403 (Kathrin dag) Nov. 25. 

AlhrecfU, Wehiftberger U.ll. i llandschnfi k. off. Bihl) ^,27. 



402. Pfaff J oh an n Kraft von Beihtein genannt des alien Vogts 15- 
Sohn von Marbach verkauft dem. Kloster Adelberg 5 Morgen Acker 
auf Fleiner Markung, 4 gegen Zeissolfs Baum am Weg und den 
letzten im. Binzach am Graben, durch den der IVeg gegen Sontheim 
durchgeht, die er von seinem Grossvater Walther Glockner, eingessenem 
Bilrger zu Heilbronn, geerbthat, mit Ausnahme des Zehnten um 8 Gidden. 20 
— Siegler der Aussteller^ Konrad Neijq)erg und Klaus Segler, Bichter 
zu Heilbronn. — 1404 (samstag nach uffartlag) Mai 10. 

St A. Adelberg 13. Or., Pg, mit 3 am Rand ettcas heschddigten und un- 
deutlicheh Siegdn. — Reg.: Gahelkhovtr Kollekt. 4,407. 



403. Konig Buprecht verpfdndet dem Hitter Eberhard von 2> 
Hirschhorn, der ihm 500 Mark Silber Augsburger Geicicht geliehcn, 
um das von Karl IV. verjfdndete Arnmannamt und die Steuer zu 
Ulm ^) von Wilhelm und seinem Sohn Heinrich von Bechberg einzu- 

') Er hatte daasdhe' 1403 (mitwoch vor Miehaelis) Sept. 26 nthst dem 
Dorf Biherachj Gufern zu Gross- und Kieineisesheinif 3 Morgen Wiesen eii 
Heilbronn und 2 Fuder S (eigentlich 8^1^) Eimer Weingidte zu Grossgartach 
(Tworben. Ber Kaitfbrief, Or., Heilbronn Lade 21, 12. — -) Vgl. den Vertrag 
des Konigs mit dan Rechberg 1401 Sept. 15 (donnerstag nach exaltacionis) ; Or. 
ebd., Reg. Chmel m.* HGT, ferner n. 1146 von 1402 Miirz 1. 



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1404 Jimi 29 — 1404 Jiili 7. 183 

loseUy die jdhrliche Beichssteuer zu Heilbronn und Whnpfen *) mil Vor- 
behalt der Wiederlosung erst nach Kberhards Tod, wenn er nicht vorker 
seller zustimmty und gebietet den Stddten, die Steuer an Eberhard zu 
zahlen undQuittung dafilr zu 7iehmen, und daz oflF uns und unser nach- 
5 kommen an dem riche selbs qnitancien nit zu verziehen. — Heidel- 
berg 1404 (sant Peters und Panels tag) Junl 29, 

St. A. Heilbronn, Beiclissteuern. Or., Pg, mit Majestdtasiegel. Auf dem 
Bug: Ad niaudatum domini regis Johannes Winheim. Auasen: K. Bertholdus 
Durlach. — Beg. Chmel n. 179Z Scriba, hess. BegesUn i, 130. Archiv f, hess. 
10 Gesch. 10,146. 

a) Die WilUbrhfe der Kurfursttn: 

Buprechts als Pfalzgrafen. Heidelberg 1404 (mandag nach sand Ulrichs 
tag) Juli 6 (auf dem Bug: Ad niandatum domini regis Emericus de Mosscheln). 

Erzhischof Johanns von Mainz: EhrenfeU 1404 (ipsa die boati Cilermani 
15 episcopi et confessoris) Juli 31 (auf dem Bug: Johannes Bensheim). 

Erzbhchof Werners von Trier: Stolzenfels 1404 Aug. 4. 

Erzbischof Fnedrichs von Koln: Niirburg (in castro nostro Nurbergh) 
1404 (feria quarta post diem beati Petri ad vincula) Aug. 6 (unter dem Bug: 
Per dorainum Coloniensem Walramus). 
20 Kouig Sigmunds von Ungarn als Marhgraftn von Brandenlmrg: da 

er mit glaubhaften Briefcn wU^rrichtet set, dass Konig Buprecht vor Zeiten 
Eberhard von Hirschhorn erlaubt habe, das Ammannamt und die Steuer za 
Ulm von Wilhelm und Heinrich von Rechberg, denen sie Kaiser Karl vtrpfdndet, 
einztdoscn^ und dass der Konig, nach dem jener die genannten Kinki'oifte einige 
25 Zeii innegehabtj ihm nunmehr dafiir die Beichsteuern zu Heilbronn und Wimpfen 
versetzt habe. — Of en 1410. (Laiirencien abent) Aug. 9 (auf dem Bug: Ad 
mandatiim domini regis Georgius vicecaucellarius). — Reg.: Altmann n. 11. 

Herzog Budolfs von Sachsen auf miindliche Bitte Eberhards: Heiddberg 
1414 (Matlieus abende) Sept. 20. — Diese Stiiche alle ebd.. Or., Pg. mit Siegeln. 

30 404. Konig Buprecht erhdlt von der Sfadt Heilbronn 1500 Gul- 

den und schldgt dieselben auf das von Kaiser Karl IV. an die Sfadt 
verpfdndete SchuWieissenamty so dass esjefzt vom Reich urn 3000 Pfund 
Heller Landeswdkrung und 2500 rheinische Gulden einzulosen isf. — 
Heidelberg 1404 (mantag nach sant Ulrichs tag) Jidl 7. 

35 St.A. Hdlbronn I, Schultheisscnamt u. s. v\ Or., Pg., Majestdtssitgel. 

Auf dem Bug: Ad mandatum domini regis Emericus de Mosschchi. Aussen: 
K. Bertholdus Durlach. — Rtg.: Chmel n. ISOO. 

40o. Diether con VenningeUj Abtj und Konoent des Klosters 
Odenhcim verkaufen an Hans Eygcrcr, Biirger zu Heilbronn (Hayl- 

') Die Reichssteuer betrug auch untcr Konig Ruprecht zu Heilbronn 600, 
zu Wimpfen 300 Pfund Hdler. Verseichnis dtr rcichsstikliischen Stturrn bei 
Chmel Seite 232. 



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184 U04 Juli 25 — 1405 Juni 1. 

prflnden), Hire Landachty Giilten tind Zhiae zu Nechuryartach iwi 
150 (ridden, woriiher sie qulttieren iind gegen Heraiisgahe ihres alien 
Kaufhriefs und Verzicht auf Vogtei, Gericht und Zhise zii Gross- 
gartack, die Eyrer von Swicker und Erjife von Venningen und des 
ersteren Fran Agnes nm 160 Gulden, die nun dem Kloster heraus- 5 
zugeben slnd, gekauft hatte und verburgen sich selbst filr die Wehrung, 
— 1404 (sant Jacobs dag dez heyligen zwolfboten) Juli 25. 

Heilbronn Stiftungspflegregiatratur^ Fasz. 126, 36, Or.^ Pg.^ heide Siegel 
ahgcrissen, 

406. Hans Biittenkein zu Bockingen recersiert sich Peter von lo 
Berlachingen und Hllprant, Biirgern und PJlegern d^s Spitals zu Hell- 
bronn, gegeniiber fiber die Belehnung mit 110 Morgen Acker und 
10 Morgen Wiesen in alien drei Fluren zu Bockingen auf 12 Jahre um 
je 12 Malter Roggen, Dinkel und Haber, von der ndchsten Ernte bloss 

12 Malter Haber, und nach den 12 Jahren noch je 12 Malter Boggen 15 
und Dinkel und 50 hasten (burdin) Stroh, Jdhrlich soil er zwei 
Morgen Acker diingen und einen mergeln oder diingeny den Morgen 
mit 30 Karren Mist, — Sieyler Hans Harsche und Kunz Hiert^ 
Richter zu Heilbronn, — 1405 (iinser frawen tag kerzwihe zfi der 
liehtmisse) Febr. 2. 20 

Heilhronn Stiftungspflegregistratur, Fasz. 126,37. Or., Ftj., das erste 
Siegel ahgegangen, das ziceite mit dem Bug ahgcrissen. 

407. Kunz von Klingenberg, Edelknecht, verkauft sein Sechstel 
am grossen Kornzehnten und am kleinen Zehnten zu Bockingen, Lehen 
vom Graf en Bernhard von Eberstein, um 410 Gtdden an seiner Schvester 25 
Sohn Hans von Mainz (Mentze), Biiryer zu Heilbronn. — Siegler 
der Aussteller und die Htilbronner Burger Hans Harsch und Hans 
Eygerer. — 1405 (mantag vor dera pfingstag) Juni 1. 

St. A. Heilhronn /, Bockingen. Dr., Fg,, das zweite Siegel beschadigi. 
— Reg. : Klunzinger, Zahergr'lu 4, 79. 30 

aj Graf Bernhard von Fjber stein gieht dieses Lehen auf Bitten Konradft 
von Klingenherg, dessen Vorfahren es hishtr von den seinigen innegehabi, an 
Hans von Mainz als Mannlehen und Idsst sich von ihm huldigen. — 14fJ5 
(feria secunda proxima ante diem beati Laurenti martyris) Au'/. 3. — Ebd. 
Or.. Pg. mit Siegel. 35 

b) Die Graf en Bernhard und Wilhdin ron EhersteiUj Gehrilder^ eignen 
Hans MenUtr auf Konrads von Klingenherg. Siegfried Osterhorns von liiexingen 
und seine eigenc Bitte dieses Lehen. — 112:2 (Matthys dage) Fehr. 24. — Ehd. 
Or., Fg. mit Sitgdn. 



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1405 Jimi 19. 185 

408» Knnz Zopf) Obmunn des Schiedsgerivhfn ztrischen den 
Stddten Heilhronn und Weinsberr/, srpricht den Boch'nr/er Berg der 
ersteven zu. — 1405 Juni 19. 

Heilhronn Lade 12, Vidimus von 1441 Juni 9, ausfjeftldlt vom Xotar 

5 Nicolaus Zudel von Heidelberg anf dam Ffarrkirchhof zu Heilhronn fur die 

Bnrgermeister Vlrich Nenningtr und Kaapar Mettelhach, Sieglur: Graf Hein- 

rich von Lowenstetn und Stoicker Sturmfeder, Zeugen: Kum Mangoli und 

Jorg von Hamhach (Hanne-), Altachultheiss zu Lowensiein. 

Es ist zu wissen umbe solich zweyunge, als die voa Hcyl- 

10 prunnen uf eyn syten und die stat zu Winsperg uf die andern syten 
rait einander gehabt hant von eyues berges wegen, darumbe ine unser 
gnediger herre der Romische kung eynen gemeynen niann geben hat 
mit namen Contzen ZopflF von Wiinphen und zu dem hant sich beide 
vorgenanten stette sechB erber manne zu schidliiten vereynt mit namen 

15 dryer von Esslingeu us dem rate und dryer von Wimpfcn us dem 
rate und also sin wir sieben manne nidergesessen zii Heylprunnen 
in der stat, do kam fur uns des ersten die vorgenanten von Heyl- 
prunnen mit fiirsprechen und sprachen den von Wiusperg zii, wie 
daz sie sy irten an irem berge, den man nennet den Bockinger berg, 

20 den sie zu dem dorf B6ekingen umbe die herschaft von Leowenstein 
erkauft haben und hetten auch des einen giiten besigelten kaufbrief 
und das wer auch lehen von dem heiligen Romischen riche, des 
selben kaufs hette auch der herschaft von Leovvenstein und den von 
Heylpriinn unser gnediger herre keyser Liidweg selig gegimt und 

:25 auch den confirmirt und bestettigt, des sie auch sin brief hant. ^) Zii 
allem dem zugen sie sich der sach uf erber lute zii eyner kiint- 
schaft und baten uns brief und kiintschaft darumbe ze verhorent. 
Die selben beide brief und auch die erber liite, daruf sie ziigen zu eyner 
kuntschaft und die auch darumbe swuren zii den heyligen, ein war- 

30 heit zu sagen, haben wir sieben manne verhSrt und eygentlich ver- 
nommen. Und uf das verentwiirten die von Winsberg die clagc 
also, wie daz sie den selben berg ynne und herbracht hetten fiir 
eygen und auch den in gewalt und in uiitzlicher gewer besessen 
und genossen hetten hundert jar und lenger denn kein maun gedenken 

35 mag ungeirret allermenklich und wolten auch das dafiir beheben, wie 
sich die sieben oder der merer teil erkanten. Und als wir sieben 
manne beider stette clage, brief, kiintschaft und entwiirt dazemal 

*) Di^s ist die aitschtidcndp St vile im Streit flher Bochingen und Alt- 
hockingen. 



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186 1405 Jiiiii 9. 

verh6rt und genomnien und auch die gelegenheitcn und sachen vor 
und nach gesehen und gehort haben und besiiuder, daz ir steingrube 
und galg uf deraselben berg stett und ist, das alles die brief und 
kimtsebaft und alle ander sachen^ sehen wir ane und nemmen daz 
ze hilfe und uf das alles, so haben wir dry von VViuiphen mit namen 5- 
Wilhelm R6ber, Hans Bruning und Cuntz PfeflFer uns gar eygentlich 
erfarn an erbern wysen luten, edeln und unedeln, gelerten und un- 
gelerten, und kiinnen nit anders erfinden nach gewist werden, so 
erfinden wir auch in unser eigen gewissny nit bessers und sprechen 
auch das zuni rechten uf unser eyde, denn mag der biirgermeister 10 
einer ze Heilprimne dar sten und mit im einer irs rates und einer 
irs gerichts und sich der ebny underziehen und underscheyden als 
verr sie meynent daz sie ir si, doch nit verrer denn in der mass 
als sie uns vor gewyst und gezeugt bant darunter und nit darobe 
und daruf zu den heiligen sweren, daz in kunt und wissend sy, daz 15 
der berg in der vvyte als vor beseheyden ist, von alter her zu dem 
dorf Bockingen gehort babe und noch darzii geh6re und auch anders 
nit enwissen, des sollen sie denn billich genicssen und was sie des 
mit dem rechten also beheben, an dem sollen die von Winsperg die 
von Heilprunnen fiirbass mer ungeirrot und ungeangt lassen ane alle 20 
geverde. Und des zu urkiinde ban ieh Wilhelm Rober von unser 
aller drj-er wegen min ingesigel gehangen an disen brief, der geben 
ist an sant Agathen tage *) anno Domini millesimo quadringentesimo 
quinto. 

Es ist zii wissen von der zweyungen, als die von Heylprunen 25 
auf einer syten und die von Winsperg uf die andern syten mit ein- 
ander gehebt bant von des berges wegen, der zwischen Heilpronnen 
und Winsperg gelegen ist, den man nennet den Boekinger berg, 
darumbe sie zu beyder syte seehs manne mit namen dryer von Ess- 
lingen us dem rate und dryer von Wimphen us dem rat zii dem 30 
rechten darzu gesetzt ban und als min gnediger herre der Romisch 
kiing mich Cuntzen ZopflF von Wimphen zii einem gemeiu manne zii 
dem rechten darzii gegeben haben und als ieh nu mit den obge- 
schriebenen sechs mannen alle clag und entwiirt beider obgenanten 
party en, red und widerred, kauf brief und lehenbrief und kimtsebaft 35 
vorhSrt und ingenomen ban, wan sich nii die obgeschriebenen sechs 
manne geteylt haben und die dry von Esslingen ein urteil gosprochen 
haben und die dry von Wimphen ein ander urteil gesproehen haben, wyl 

») I-tbr. .->. 



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1405 Juli 1 — 1448. 187 

mi yedie partye ir iirteil uns als einem gemeinen manne geentwiirt hat^ 
die selben urteil beidiu ban ich gezeiget herren, rittern und knechten, 
wysen und gclerten luten und der rate darinne gehabt; als icb nii 
dcr urteil einem gesten sal und kein besunders spreehen, nach dem 
5 als ich niich dan erfarn ban und mich min eygniu verstentnisse 
wyset, so dunket micb, daz der dryer von Wimpben urteile dem 
recbten das glicber sy und gesten auch dem selben urteile. Des ze 
urkunde so ban icb min eygen insigele gebangen an diesen brief. 
Geben an frytag nechst nach sant Vits tag des beyligen mertlers 
10 anno Domini millesimo quadringentesimo quinto. 

409* Bnider Konrad Ger von Sulzbach, znr Zeit Tnqrpier 
und Vorseher des Deutschen Hniises zu Heilbronn und der Konvent 
(jeben Gerlach von Steinbach, Burger zu Heilbromiy avf Bitten einen 
Brief fiber das Weidach zu Sontheim (zwischen der llalde und dem 

15 Weidach der Deutschherrn und der Fischer ^ stosst oben an Sf. Johanns 
Briinnlein und die Almende, vnten an die Wiesen der Hofleute zu 
Sontheim und an Kunz Hofmann), das er und seine Fran Engelin 
Kessin vom cerstorbenen Komtur Senat (!) von liosenbach um 1 Gtdden 
Zins als Erblehen erhalten haben. — li()5 (mitwochen nach sant 

20 Peters und sant Pauls tag) Juli 1. 

Si.A, Deutachordens-Neckaroheramt, Lehtn- und Bestandhritfe der Kotn- 
mende Heilbronn IS. 

a) Johann von Nippenhurg, Komtur, und die Jiriidtr des DeuUchen 

Hauses zu Heilbronn geben das Weidach, das bislur Gerlach von Steinbach 

25 inneyvhabt, an den Pn'esier Jorg Zaischolf um 1 Guldeti Zins als Erblehen. — 

Der Komtur siegelt mit seinem anfreborn aijren insigel. — [14]42 (suntag esto 

mihi) Febr. i7. — Ehd, 20. 



4:10. Beichssteuerquittungen rom Jahrc 1405 bis zum Jahre 1448. 

Heilbronn ItV/no, UU, 30 a, 30 b 31, Simtlieh Or., Pg. mit Siegtln der 
30 Aussteller, 

a) Riiier Eherhard vom Hirschhorn fjuiiiitrt dtr Stadt Heilbronn i'lber 
die an Martini verfallene lieichsttuer, die er pfandweise inuehat. — 1405 — 1419, 
immer zwischen Kov. 13 und 23. — Die Quitiungen von 1409. 1412 und 
1416 fehlen. 

35 b) Desgleichtn Dtmut Kiimmcrerin^ seine Wiiwe. — 1420 Nov. lb, 1421 

Xov. 21, 1422 Nov. 13. — Die (Juittungen von 1423 und 1424 fehlen. 

c) Desgleichen Eberhard vom Hirschhorn, Eberhards Sohn. — 1425 
Xov. 26; 1426 Aov. 17. 



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188 1405 Dez. 22. 

d) Desglekhen Wiprccht von Hehfislatt, Hansen seligen Sohn, fur 
sich und seine Schwuger^ denen die Reiclmitutr wegen ihrer Frauen^ der 
Tochter Eberhards von Hirschhorn und der Demni Kdmmererj gehort, — 14:i7 
Kov. 35, 

e) Desgleicheii Walther von Hiirnheim, Hitter, Hermann von Rodet^siein 5 
und Wiprtcht von Helmsiait, Schwager, — 1438 — 1442 zmachen Nov. 13 und 
Dez. 13, 

f) Besgleichen Walther von Hiirnheim (Horn-), Wiprecht von Helmstatt 
der junge (1444 heisst er Hofmeister) und Konrad von Bodenstein, letzterer 
fur die Kinder seines verstorbenen Bruders Hermann, — 1443--47 Nov, 12 — 16, 10 

^) Ihsgleichen Walther von Hiirnheim und Wiprecht von Helmstatt, su- 
gleich fur die Kinder ihres Schwtigers Hermann von Rodenstein^ letzterer als 
Vormund, — ISiegler die Aussteller und Konrad^ Hermanns Sohn, von Bodeti- 
stein, zugleich fiir seine Geschwister. — 1448 Dez. 13. 

1438 (tercia feria post beatonim Fabiani et Sebastian!) Jan. 31 forderte 15 
Pfalzgraf Ludwig, als Reichsverweser von der Stadi Hcilhronn die Reichssieuer. 
— Neuenstadt. — Heilhronn Lade 37, 37. Or.^ anssen Siegelreste. 



411. Herzog Stephan von Bay em meldet dem Graf en Eberhard 
Vim- Wirtemberg, dass er seinem Sohn Ludwig erlauht habe, die 
ihm versetzten Stddte Laaingen, Gundeljingen und Hochstddt und 20 
den Zehnten zu Heilhronn einzulosen, und ersucht ihn, dies zu ge- 
statteti. — Wa^serburg 1405 (eritag vor dem heiligen weihnachttag) 
Dez. 22. 

Regesta Boica 11, 373. 

a) Die Herzoge Stephan, Krnst und Wilhelm von Bayern ermdchtigen 25 
dhren Sohn und Vetter Herzog Ludwig, defi Weinzehnten zu Heilhronn von 
Graf Eberhard von Wirtemberg einzuldsen. — Munchcn 1410 (freytag nach 
Jacobs tag) Aug, 1 — Ehd, 13,73, 

b) Beringer Hale, Wieland Swelher und Seitz Marschalk, Rate Herzog 
Ludicigs von Bayern, Virpflichten sich, dm Herzogen Ernst und Wilhelm bis 30 
Michaelis einen unhe^chiidigttn (iinvennayb'gten) Brief von ihrem Htrrn eu 
bringen, toorin er versjjricht, ihnen den vo7i Gh'af Eberhard eingelosten Wein- 
zehnten zu Heilhronn jjderzeit zur Hfilfte um die halbe Losungssumme zur 
Wiederlosung zu gehen. — 1410 (inittichen vor Bartholonieiis tag) Aug. 30, — 
Ehd. 13,74. 35 

c) Htrzog Ludwig von Bayern verpfandet seimn ganzen Weinzehnten 
zu Heilhronn durch die Mark, so weit er reicht, mil Zehnthof, Keltern, Fiissern, 
Gelten und Kcltergeschirr als rechtes Eigen um 120(XJ Gulden rheinisch an 
Ritter Hans von Helmstatt und seine Fran GUtel Knebel and den Edelknecht 
Reinhard voji Neijtperg and seine Frau Magdalene von Siddngen. — Siegler 40 
der Aussteller und die Stadt Heilhronn, — Pforzheim 1418 (sontage vor sand 
Lorenzentag) Aug. 7. — Ehd. 13, 393. — Kach hayr. Landtagshandlungen 14, 394 
(irrtiimlich Neuhurg statt Xeippcrg) icurde der Zehnis ivieder eingelost. 



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1407 Miirz 29 — 1408. 1S&' 

4120 Hffns Gartitch der altere zu Xeckanjartach reiersiert slch 
(jegenuher der Margarethe Fuwerin, Biin/erin zu Heilhrofui, iiber die 
Belehnung mil i/iren Ackern zu Necknrgartach: in der Ftur Franken- 
hiich zu 15 Morgetiy wenn Frucht daranf sfeht, mit 7 Mailer der- 
^ aelben vnd einem Fasnachthuhn, in der Flur im Ilafenackergrund 
13 Morgen, mit 6^li Mailer und einem F(ii<nachthuhny in der Flur 
im Erlach G^lx Morgen, mil 3 Mcdler 3 SImri zu verziusen, von der 
bracMiegenden Flur giebt er bloss ein Fusnachthuhn; dazu iMi Morgen 
Wiesen in d^r Au. — Siegler Konrad Legder und Heinrich Fiiwer, 
10 llichler zu Heilbronn. — 1407 (dinstag in der balmwochen) Mcirz 29. 

Htilbronn SUftungspflegrcgistratur^ Fasz. 126, 41, Or., Pg,, das trtfttf 
Siegtl ahgerissetiy das zweite ahgtganyen. 

413. Hans Bernhard, Biirger zu Heilbromi, giebt den Kindern 
des Sohnes seines verstorbenen BruderSj Hans Berlins, also daz es 

15 ye von einem kinde uf daz ander erben sol, sein Hans in der kirch- 
bech beim Brunnen, der Prdsenz mit 1 Pfund zinsbar, 2 Weingdrten, 
ton Hans Mergler gekaufty am Nord- und am Lerchenberg, St, Kilian 
mit 2 Schilling J dem Gemminger mit 2 Eimer Wein, der Fiiwrin mit 
1 Pfund zinsbar, dazu die Hiilfte und all sein Recht am Zehnten 

20 zu Ottmarsheim, den er und Hans Eygrer miteinander von denen 
von Urbach gekauft haben und giebt die Giiter vor den Richtern 
Hans Harsch und Konrad Hirt auf, — Siegler der Aussteller und 
die Richter. — 14:07 (samstag vor Ge6rien tag) April 16, 

Heilbronn Lade 21, 20. ()t\, Pg,, am 2. Siegd die Umschrfft ahgehrdckelt, 

25 Jil-i. Die Stadt Heilbronn verleilit ihr WUrfelhaus an Hans 

Ni})penburg von Bonnigheim um 44 Gulden Zins und gegen die Ver- 
'pflichtung, der Stadt zti Ross und Fuss zu dienen. — 1408, 
Htilbronn 12 Diver sa, Auszug in einem alt en Ilepertorium. 

415. Bertsch Lang von Nordheim reversiert sick gegeniiber Hans 
30 Eggerer, Biirger zu Heilbronn, iiber die Belehnung mit S7^k Morgen 
Acker und 2^ It Morgen Wiesen^ die dieser hei der Teilung mit Eberhard 
ron Neipperg erhalten, um je 2 Mailer Roggen, Dinkel und Haber 
Gidte (bei der Kapelhy auf dem Regn, im Schelmenthal, an der Winter- 
halde, am Mannenberg, auf der Zimmerhohe, auf dem Suttrer, Bracken- 
35 heim zu in der Queckrode, am Grefenberg, in der Brtichj am Ratten- 



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190 1408 JaD, 17 — 14()8 Miirz 25. 

brunnen, im Seilach; iiehen Giitevn Hans Mettners, Bertsch Mesners, 
des Pfaff'en Heinrich Miinch, Hermann Nests von Lauffenf Peters 
aiif dent Eeyn, Eberhards von Neqypergy Eberlin LaugSj dsr Fruh- 
messe, der Heiligeny der Barfusser imd neben der Almende). — Siegler 
Pfaff Nikolaus von Whnpfen, Pfarrer zu Nordheim. — 1408 (Anthonien 5 
tag) Jan, 17. 

St.A. Heilbronn IV, Klarahloster. Or., Pg,, Siege! dbgegangen. 

^16» Konig Ruprecht erlauht dem Graf en Heinrich von Loiven- 
stein, seiner Fran Anna Schenkin [von ErbachJ ein Wittiim von 
12 000 Gulden anf die Reichslehen, die Hdlfte der Feste Lowenstein 10 
tind den Zehnten zu Heilbronn anzuweisen, nnd gestattet der Frau, 
es auch nach ihres Mannes Tod zu geniessen, tccnn sie ohne Leihes- 
erben bleiben, und fiber 6000 Gulden frei zu verfugen, tcdhrend die 
andern an die ndchsten Erben Hires Mannes fallen sollen, — Mergent- 
heim 1408 Febr. 8. 15 

Meg.: Chmel n. 2472 aits Beichsregistraiurhuch C. 

a) Derselhe *) verleiht dem genannten Graf en dm FruMzehnten zu Hell- 
-hronn in Stadt und Mark und den Zehnthof hei der Pfarre. — Heidelberg 140b> 

Apr, 25. — Meg. ehd. n. 2547 a us B. 

b) Konig Sigmund helefmi den Graf en Heinrich von Lowenstein tnit Burg 20 
und Stadt Lwcenstein, dem Getreidezehnten und Zehnthof zu Heilbronn und 
dem Dorf Sulzbach^ beslatigt den Gunsthrief seines V or gangers dafilr, dass Hein- 
rich seiner Gemahlin 12(J00 Gulden auf diese G titer angewiesen hatte, und 
Idsst sich von ihm huldigen. — Konstanz 1418 (sambstag nach der hailigen 
dreier kunig dhag) Jan. b. — Gedr,: Ada acad. Theod.-Valat* 1^372, Meg,: 25 
Altmann n, 2794, 

417. Cim von Gochseii, Ileinrichs seligen Sohn, Edelkneclit, ver- 
kauft seine Eigenleute (eygeii manue) Hans nnd Peter Bumel, Heinz 
und Hans Erlewin zu Flein und Peter Megger zu Bockingen nm 20 Gul- 
den an Heilbronn. — Siegler der Aussteller tind sein Vetter Sefrid 30 
der alte von Gochsen. — 1408 (letare) Mdrz 25. 

Heilbronn Lade 15, 1. Or., Fg.^ das erste Siegel beschiidigt, das zweite 
abgegangen. 2. Als Gochsen. 

a) Anna Kaplanin von Odheitn, Wttwe dss alien Sefrid von Gochsen^ 
und ihr Sohn Sefrid von Gochsen lassen die Bruder Kunz und Walter die 35 

*) Der Konig urhundtt 1408 Jiini 18 zu Heilbronn fur Feier von Leim- 
berg. Chmel n, 2681. Am 17. hielt er mit den Siddten einen Tag uber die 
Besserung der rheinischen Goldmunze, BeicJistagsakten 6,269 — 73, 



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1408 Mai 21 — 1408 Juli 22. 191 

Eumtnel zu Mein um 100 Gulden fret. — 1414 (dinstag vor iinser frawen tag 
kerzwyhe) Jan, 30. — Ehd. :i. Or., Vg., das ersie Siegel ohen heachlldigt. 

b) Kunz von Gochsen, Sefrids seligen Sohn^ Idsst die genannien Brilder, 
die von gotzlehen mins vatter seligen eigen gewesen sind und sich von seiner 
S Mutter und seinem Bruder und dann noch um Ho Gulden von ihm losgekauft 
haben, fret. — 1437 (mentag nach Urbani) Mai :2U. — Ebd. 3. Or., Pg. 

418. Friedrich von Dorzbach, Proj)st zu liebdorf, vom Oeneral- 
hollektor Johannes von Seelhehn, Propst zu Mainz an St. Maria ad 
(jradnSj filr die Di'Ozesen Bamberg und Wurzburg als Kollelctor der 

10 Annaten, Friichte und anderer Einkiinfte der apostolischen Kammer 
subdelegierty quittiert dent Bektor des Marienaltars in der Pfarrkirche 
zu Heilbronuy Johann Bofwar, zugleich fiir alle Kleriker daselbst, 
iiber 7 Gulden rheinisch als fructus medii primi anni, die sie fiir 
Inkorporation der Heiligkreuzkapelle vor dem Sulmerthor schulig waren. 

15 -_ ^408 (secuuda feria post dominicam voceni jocunditatis Mai 21. 
St.A, Hdlbronn I, Religionmvesen. Or,, P//., Siegel am Band beschddigt. 

419. Aubelin Mesner, Biirger zu Heilbronn, und seine Fran 
Els, die vom Kloster Billigheim elnen Weingarten an der Bennen- 
steige neben KiUbrunn um ein Drittel des Ertrags baueUj kommen 

"20 mit demselben wegen eines bisher in Unbau gelegenen Stilcks iibereiUy 
dass sie dasselbe mit Bdumen besetzeUj dem Kloster da von einen Elmer 
Wein geben, die dort gezogenen Stocke zum Weingarten verwenden 
und nickt verkaufen sollen. — Siegler Ilans Ahcig genannt Kul- 
brun und Hans Merklin, Bichter zu Heilbronn, — 1408 (Marien 

^25 Magdalenen tag) Jtdi 22. 

Heilbronn Lade 53, Billigheim 3. Or., Pg. beide Siegel beschiidigt und 
undeutlich. 

420. Bernold t-on T/iaUieim, Bernolds seligen Sohn, und seine 
Frau Elisabeth [von Niefern]^) verkaufen ihren Teil am Weinzehnten 

30 zu Flein an Pfarrer und PfrUndner der Pfarrkirche zu Heilbronn 
um 90 Gulden. — Biiryen: Nikolaus Schoninger, Pfarrer zu Heil- 
bronn, und Gerhard von Thalheim zu Kirchhausen. — Siegler die 
Aussteller und Biirgen. — li08 (dunderstag nacli Lenhartztag) Xor. 8. 

Heilbronn Lade 21, 6. Or., Pg., das 3. Siegel auseinandergefalhn, aber 
85 noch erhalten, jetzt in Holzkapsel, das 3. abgegangen, vom 4. noch ein kleintr 
Best erhalten, darauf ein Siiick von einem Engel, (also war es das Siegel dis 
P fairer 8). 

*) Kach dem Sit^gel. 



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192 1408 Dez. 15 - 1408 Doz. 23. 

421. Kihiig liuprecht an den Rektor der Ffarrkirche und die 
Biinjenneisfer (consules) zu Ueilbronn: erieilt dent Johann Trabolty 
Kleriker der Diozesc Sj)eier, ersfe Bitten atff die diirch die Besig- 
nation Konrad Wunns (Worme) von Owisheim, Klerikers deraelben 
Di(}zes€y cried iyte Pfriinde. — Heidelberg 1408 Dez, 15. 5 

Rerj.: Chmel n, 2102 auM Reich ftregistraturhueh A, 

4:22. ^Volf torn Bar und .seine Fran Anna lln'sdiin zu Ueil- 
bronn geben dem Kloster Sch'Onthal ihren Hof zu Bockingen^ Erb- 
lehen Heinz Emharts urn 30, und einen halben Hof daselbst, Erblehen 
Hans Dimlers, mitbebaut von Lutz Hulser urn 15 Matter Frucht IQ 
Gi'dte, eine den Heiligen zu Klingenberg mit 7 Schilling zinabare 
Wiese am Viehweg und WO Gulden gegen ein Leihgeding von GO Matter 
Frucht J 25 Eimer Wein und 20 Gulden und stelten die Heitbronner 
Biirger Diether Gewin und Hans Erelwin ah Biirgen. — Siegler der 
ulu.^steller und die Biirgen, — 1408 (siintag vor cristag) Dez. 23. \h 

'St. A. Schi'niihal 1(J. Or.y Pg., dan 3. Siegel btschddigt, — Mangdhaftt 
Uhersetzutig mit entstellten 2\'amen bei Kremeij Chron, SchonfhaL 1194^ Reg- 
hei Schdnhuih, Schonihal 107, — Ubev den Hof des Klosttrs zu Rockingen, 
tinen Morgen Wiesen am Sonnenbranneu auffgtnommen, ttmd folgende ErblehenS' 
urkunden vor/iatuhn : 20 

a) V^on Klaus Rennet- und seiner Frau Katharina zu Bockingen (ver- 
sprechen noch, dem Kloster keinen Landsassen zuzuschicken, wenn er itun nicht 
filglich und eben sei). — Siegler die Richier Ulrich Nenninger und Hans Kuder. 
— 1430 (simtag nach Niclaus ta^) Bez. 1^. Kremer I. c, 136:>. Der Lehens- 
brief des Klosters (Aht Heinrtch) tm Schonlhaler Lagerbuch ron 14b7, 25 

b) Von Hans Renner und seiner Frau Margarethe. — iSiegler und Da- 
tum me a). 

c) Von Simon Elsesser und seiner Frau Anna zu Rikkingen, — Siegler 
Hans von Rosmbach und P^ter Kistenmecher. — 14tlO (suntafjf noch dem heiligen 
obersten) Jan, 13, '^^^ 

d) Von Hans Senfdt zu Riickingen. — Siegler Hans Kriech^ Biirger ^ 
meister^ und Konrad Markart^ Richier. — Datum tcie vorhin, 

e) FUr Klaus Greber ( Urkunde des Klosters j Abt Rernhard). — 1468 
(Michels tap) Sept, :»i), 

Alle Stiicke ebd. Or., Pg., mit Siegeln, 35 

4:23. Konrad Gygennagel genannt Schelm verspricht eidlich, 
der Stadt Ueilbronn urn 40 Gulden und freie Verkostigung, wenn er 
fortreiten milssef ein Jahr lang mit Pferd^ Armhrust und Harnisch 
zu dienen, den Biirgermeistern und seinem Hauptmcmn gehorsam zu 



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1409 3Iai 25. 193 

sein, Klagen gegen die Ihrigen vor ihr Gericht zu bringen und von 
seiner Entlassung an ein Jahr lang nicht wider sie zu sein. — Siegler 
Hans Harsch ^) und Junker Konrad Neipperg [im Siegel Fuer.J — 
1409 (Urbans tag) Mai 25, 

5 a) Ulrich Hegghach verpflichiei sich ebenso fiir ein Vierteljahr urn 10 Gul- 

den. — Siegler Hans Harsch, — 1411 (mitwoch vor Ambrosicn tag) Ajtr, 1, 

b) Berthold von Mosbaeh fUr 2 Jahre um 110 Gulden, — 1413 (Bartholo- 
meus tag) Aug, 24, 

c) Heinz von Bergtheim genannt Bosheine fiir 2 Jahre um 95 Gulden, 
10 nimmt den Herm von Wirtemherg aus, — Siegler Berthold von Moshach, — 

1413 (criitzes tag alz ez erhoht wart) Sepi, 14, 

d) Ludwig MuUer far 1 Jahr um 40 Guld&n, — 1414 (sfintag nach 
frawentag nativitatis) Sept, 9, 

e) Mahiolf Rol von DiebachfUr 1 Jahr um 50 Gulden. — 1415 (Valentins 
15 tag) Fehr. 14, • 

f) Ludwig von der Bone fur ein Vierteljahr um 6 Guldefi; das Pferd 
wird ihm gestellt, — Siegler Mahtolf Bol, — 1417 (Valentins tag) Fehr. 14. 

g) Ludwig von Walde fur 1 Jahr um 40 Gulden, darf das Pferd ohne 
Geuehmigung des Bats nicht wechsdn und keinen andern Dienst suchen, — 

20 1431 (suntag vor Valentins tag) Fehr. 9, — Derselbe quittiert der Stadt und 
verldngtrt das Dienstverhdltnis um ein Jahr. — 1435 (Syraonis et Jude) 
Okt, 28, 

h) Kunz Edelmann fiir 1 Jahr um 20 Gulden: das Pferd wird ihm 
gestellt, — Siegler sein Schwager Kunz Munch. — 1421 (Walpurgen) Mai 1. 

25 Fritz von Hochhausen fiir 2 Jahre um 90 Gulden, wie g). — Siegler 

Michel von Breit. — 1421 (sanistag nach Margareten tag) Juli 19, 

k) Hans Dief auf unbestimmte Zeit um 50 Gulden jdhrlich, will es bet 
der Entscheidung des Bats lassen, wenn ihm im Dienst ein Pferd abgeht, nimmt 
seinen natihiichen Leibsherm Friedrich von Zollem den Ottinger aus. — Siegler 

30 Peter von Berlichingen und Michel von Breit. — 1421 (Gallen tag) Okt. 16, — 
Die Siadt emeuert den Vertrag, slelit ihm ein Pfei'd, wenn das seine abgeht^ 
und kauft es um 24 Gulden, wenn er aus dem Dienst tritt, — 1427 (dienstag 
nach mitfasten) Apr. 1. 

I) Konrad Mostbach fUr 2 Jahre um 120 Gulden, nimmt die Schenken 
35 von Erbach, Konrad def% dlteren und den jiingeren aus, — 1423 (dornstag 
vor Vitz tag) Juni 10, 

m) Konrad Kadrolf fur 1 Jahr um 90 Gulden mit 2 Pferden and einem 
gewappneten Knecht. — 1424 (ah ten den tag vor Vitz tage) Juni 8, 



*) Dieser Hans Harsch tear 1410 Juli 7 bei der Deputation des schwa- 
bischen Bundes, die dem Pfalzgrafen seine Anerkennung als Beiclisstatthalter 
durch den Bund meldeten. Beichstagsakten 7,15. — Ein anderer Hans Harsch 
1406 Aug, 19 Pfriindner am Magdalenenaltar zu Weinsberg. Albrecht, Weins- 
berger U,B, (Hs. k. off. Bibl, Stuttgart) 2, 69, 

WQrtt. OaBchiehtsqaellan Y. 13 



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194 1409 Mai 25. 

n) Heinrich von Heimherg wie ?«), giebi loegen seines Burger rechts das 
ndcliste Jahr 5 Gulden Bede, versteuert dann seine Giiter wie andere Bilrger. 

— 1424 (dinstag vor Vitz tag) Juni 13, 

o) Konrad Winzig fi'tr 2 Jahre urn 06 Gulden, darf ohne Wissen der 
Siadi keitie Nacht ausserhalh zubringen, kein Geschdft treiben, keinen eigenen 5 
Krieg fiihren und nimmt den Graf en von Lowenstein aus. — Siegler AUn-echt 
Harsch, — 1428 (obrosten tag) Jan, 6\ 

p) Kunz Detscher, ganz wie 0). — 1428 (men tag vor Gallon tag) Okt. IL 

q) Siephan Oherode von F/edelbach fiir 1 Jahr urn 45 Gulden. — Siegler 
Michel von Breii. — 1429 (Jorgen tag) Apr, 23, 10 

r) Hans Becklin fiir 2 Jahre urn je 6() Gulden. — Siegler Michel von 
Brett, — 1429 (t'rvtag nach assnmpcionis) Aug, 19. 

s) Bertfiold von Eisenbach (Isem-) quittiert der Stadt iiher 9 Giddtn, die 
sie ihm nach jahrelangen Beschioerde^i zufolge giitlicher Entscheidung der Stadt 
Wimpfen fiir ein in ihrem Dienst verdorbenes Pferd gegeben. — 1430 (donrstag 15 
nach pfingstag) Juni 8. — Heilbronn Lade 54. Or., Siegel ^nter Pp.decke. 

t) Jorg Fewer verpflichtet sich fUr 2 Jahre urn je 62 Gulden oder eni^ 
itprechend viel anderes Geld^ wenn die Stadt kein Gold hat : nimmt seine Lehens' 
herrn aus, — 1431 (suntag vor Peters dag kathedra) Eebr. 18. 

u) Hans von Rosenbach far 1 Jahr urn 5() Gulden, — 1437 (Bartliolo- 20 
meus tag) ^t<^. 24, — Derselbe rerldngert das Dienstverhdltnis auf 4 Jahre. 

— 1438 (Bartholomeus abend) Aug, 23, 

v) JJlrich Holder, vor Jahren Soldner der Stadt, schwort, nicht viehr 
wider sie zu sein und Klagen gtgen die Ihrigen vor ihr Gericht zu bringen, 

— Siegler Junker Michel von Breit. — 1437 (men tag vor jarstag) Bez. 3() 25 
(Oder 1436 Bez. 31 i^), 

w) Kunz Seyler fur 1 Jahr urn 40 Gulden. — Siegler sein Schwager 
Melchior Hattner. — 1438 (Martins tag) Nov. 11. — Besgleichen mil einem 
Kntcht und 2 Pferden um 100 Gulden und Schadenersatz. — Siegler Matthias 
von Aub, — 1442 {Martins tag) Nov, 1. 30 

x) Hans Gyrer von Eurstenbcrg fur 3 Jahre um 60, 60 und 50 Gulden 
und Schadenersatz. — 1438 (dinstag nach Lucien tag) Bez. 16, 

y) Melchior Hattener, BUrger zu Heilbronn, me w), — 1438 (sansstag 
vor Thomas tag) Bez, 20. 

z) Hans von Ostringen genanni Burre mit einem Knecht und 2 Pferden 35 
fiir 2 Jahre um je 120 Gulden, nimmt den Markgi-afeti von Baden aus. — 1438 
(jares abend) Bez. 31. 

&aj Friedrich Herter von Herteneck fiir 1 Jahr um 60 Gulden. — 1439 
(samstag vor Pauls tag als der bekeret wart) Jan, 24. 

bb) Heinz Spannagel far 1 Jahr um 50 Gulden und Schadenersatz. — 40 
Siegler Hans von Rosenbach. — 1439 (donderstag vor assumpcionis) Aug, 13. 

cc) Georg Huschelin von Pforzheim ebenso um 46 Gulden. — Siegler 
Junker Matthias von Aub. — 1440 (Peters tag ad vincula) Aug. 1. 

dd) Berthold Buler fiir 1 Jahr um 52 Gulden. — Siegler Junker Gtr- 
hard von Thalheim. — 1450 (Valentius tag) Febr, 14, 45 



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1409 Sept. 2. .195 

ee) Jdrg Br&nckler von Pforzheim genannt Huachdin quittiert fiber 10 GuJ- 
fden Scliadeneraatz far ein im Dienst der Stadi verlorenes Ffet'd und seine Arm- 
hrust. — Siegler Wilhelm von Wildenliole und Konrad von Stetten. — 1451 
{Appolonien tag) Febr. 9. 
5 ff) Hans Lothersch verpflichiet sich auf 2 Jahre um je 40 Gulden^ dhn- 

Itch wie ol — Siegler Gerhard von Thalheim, — 1451, ohne Tagssdatum, 

gg) Berthold von Kirchheim fur 1 Jahr um 48 Gulden. — Siegler loie 
'vorhin. — 1453 (ostertag) Apr. 9. 

hh) Henny von Lorch, der vor Ablauf der besiimmten Zeit aus seinem 
10 Dienst getreten ist und den Lohn voratisbekommen hat, verspricht, ssine Schulden 
zu zahlen. — Siegler Konrad von Stetten, — 1453 (mitwoch vor Vits taj?) 
Juoi 14. 

ii) Hans Clein verpflicJUet sich fur 5 Jahre um je 50 Gulden, — Siegler 
Dieiher von Tiefenbach und Konrad von Stetten. — 1454 (Kylians tag) Juli 7. 
15 kk) Hans Ahelfinger von Calw fUr 4 Jahre um je 50 Gulden. — Siegler 

wie vorhin. — 1455 (unser frowen klibel tag) Mdrz 25. 

II) Bafan von Thalheim mM 4 Pferden, 2 Knschten und einem Knabtn 
fur 1 Jahr um 200 Guldm. — 1462 (Antouion tag) Jan. 17. 

Alle diese Stuck:i im Or., meist Pg., Heilbronn 22fi 1 5. 



20 424. Kdnig Biqyrecht schldgt dem Bitter Eberhard von Hirsch- 

korn, der an seiner Statt Ammannamt und Steuer zu Ulm von denen 
•von Rechberg mit 500 Mark Silber an sich gelost, dann dem Reich 
icieder eingegeben und dafilr die Reichssteuern zu Heilbronn und 
Wimpfen verpfdndet erhalten hat, daran doch uns, unsern nach- 

^ komen und dem riche mee dann 100 pfund heller jerlicher gulte 
uberlauflFen und zu folleist und zu staden koraen, als derselbe einen 
Schuklbrief Kaiser Karls [IV.] ilber 4000 Meine Florentiner Gtdden, 
fiir seimn Grossvater Efigelhard con Hlrschhorn vorgebracht, auf 
seine Bitte 3000 Gulden auf die geiiannten Reichssteuent, die jetzt um 

^ 500 Mark Silber und 3000 Gulden zu losen sind, wogegen Eberhard 
auf die andern 1000 Gulden verzi chief. — Heidelberg 1409 (man- 
tages nach sant Egidii) Sept. 2. 

SLA. Heilbronn 7, Reidissteuet'n. Or., Pg., Majesldtssiegel in Leinwand- 
sackchen eingendht. Auf dem Bug: Ad mandatum domini regis Johannes 
35 Winlieim. Aussen: II. Bertholdus Durlach. — Reg.: Chmel n. 2795. 



423. Konrad von Klingenberg, Edelknechty und seifie Frau 
Anna von Sachsenheim verkaufen an das St. Klarakloster zu Heil- 
bronn ihr Hoflein zu Nordheim, das Hans Hagen baut, 59^ h Moi'gen 
Acker und 5V2 Morgen Wiesen, die Samstag nachts von der Miihle 



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196 1409 Sei)L 20 — 1409 Nov. 30. 

aus geivdssert tvenlen durfen, woton Amui bekennt, class es nicht ihre 
Heimsteuer noch Morgengahe sei, tan 154 Gulden. Burgen: Fritz 
genannt Rot fritz, Burkhard, Junghuns und Kunman, alle von Sachsen- 
heinu — Siegler die Aussteller. — 1409 (Matheus abent) Sept 20. 

Kop.B, des KlaraklosUrs fol. 113. & 

a) Heinz Rogen, Pfleger (meister) dea KlosterSy giebt dm Hof an Heinz 
Ditner, SchuUheiss eu Nwdheinij aU Erbleken um 4 Malter Roggen und Jt 
6 Malter Dinkel oder Einkoin und Haber GUlie (folgt GiiterbeschreibungJ. — 
1428 (mentag vor frawentag annunciacionis) Mdrz 22. — St. A. Heilbronn IV , 
Klaraklostei'. Or,, Pg, tnit beschddigtem Siegel des Konventa. lO 

b) Leonhard Mailer von Nordheim irhdlt diesen Hof um den gleichen 
Zins aU Erbhhen. — Siegler die Htilbronner Richter Daniel Mettelbach und 
Konrad Markart. — 1457 (Elsbethen tag) Kov. 19. — Ebd. Or., Pg., dan 
2. Siegel heschddigt. 

426. Graf Hainann von Zweihrilcken, Herr zu Bitsch, eignet 15. 
seinem Lehensmann Volmar Lenilin auf seine Bitte den bisher zu 
Lehen getragenen Teil am Zehnten zu Bockingen. — 1409 (Endris 
tag) Nov. 30. 

Auszug in einem Notariatsintttrumetit von 1444 Mdrz 14 vom Notar Niko 
laus Zudel fur Zorg Zeiaolf und Jost Kupferlin, AUaristen zu Heilbronn, als 20 
Verireter Eberhard Esslingers, Kirchherjm, und der Priestir einer^, Hans Eyrer 
den alien ale Verireter Hans Lemlins des dlleren, Sohns des Volmar Lemlin, 
andererseits. Lemlin haiie der Prasenz seinen Teil am Weinzehnten zu Gross- 
gariach am HeucheJherg, das man iiennet den Wartenberg, und seinen Teil 
am Bockinger Zehnten als freies Eigen verkauft, Eyrer Idsst mit obiger Ur- 25 
kunde das Eigentumsrecht an letzterem erweisen. Zeugen : Konrad von Bockingen, 
Kirchhtrr zu Bockingen, und Hans Swtblin, BUrger zu Heilbronn. — Siegler 
Hans Eyrw und der Schultheiss Bernhard Berlin. 

427* Konrad von Weinsberg und Wilhehn con Helmstadt, 
Edelknecht, Amtmann des Bischofs von Speyer am Bruchrein, verkaufen 30 
an das St. Klarakloster zu Heilbronn die GUter zu Kodierthiirn, 
die sie von Sefried (Sieg-) von Gochsen, seiner Frau Anna Kaplanin 
von Odheim und ihrem Sohn Sefrid dem jUngern gekauft haben ^) 
(54^12 Morgen Acker und 17 Morgen Wiesen, die ersteren in drei 
Fluren, in der Au 15: in der Gans/urt, am hohen Markstein, auf Sb' 
dem Gries; in der andem Au 16: hinter dem Werd, bei der Flur- 
und der Westerwiese, auf der Eggerde, beim Aussatzelhaus und der 

') Der Kauf brief ebd. von 1409 (freitag nach Gallen tag) Okt. 18. Kauf-^ 
preis derselbe wie oben. 



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1410 Jan. 4 — 1410 Febr. 2. 197 

itUen Miihle; hi der Brinkbach 23^ h: PfefferackeVy am Rennweg, beim 
Anssatzelhaus ; die Wiesen in der Brinkbach, Zangers- und Zwerch- 
iviese, bei der alien Miihle, auf dem Gries, tni Gdnspfuhl; neben Giltern 
der Fruhmesse wid der Heiligen zu Kocherthurn, des Spitats zii 
5 Wimpfen, der Herrn von Weinsberg, Hertwig Wolfs, Gotz von Bett- 
lichingen, der Wesin, Miinchs, Diether Riides zu Lobenbach) ton 
285 Gulden, setzen sie im Gericht zu Kocherthiirn an des Reichs 
freier Strasse in Besitz ein und sfellen als Biirgen Ulrich Kaplan 
von Odheim und Konrad vofi Wiitstatt genannf Hagenbuch, — Siegler 
10 die Aussteller und Biirgen, — 1410 (sambstag vor obristen tag) 
Jan. 4. 

Kop.B, des KlaraJilosiers fol. 91. 

B) Sey fried, SchuUheiss zu Kocherthiirn, erhdlt den Hof uyn je 8 Matter 
Boggen und Dinkel und 9 Matter Haher Gfllte als Erblehen. — Siegler Joltann, 
15 Kammerer des KapUels Weinsberg eu KocheHhftrn. — 1423 (Bartholomeus 
abent) Aug. 23. — Ehd. fol. 97. 

428m Die Schuhmachergesellen zu Heilbronn stiften eine Bruder- 
schaft mit einer Kerze utid- gemeinsamen Kasse. — 1410 Febr. 2. 

Heilbronn 107^ Schuhmacher. Gleichzeitige Pg.-Ahschrift. 

■20 1410. Wir die schumacherknecht | zu den zeiten haben an- 

gesehen das heil unser selen und baben gemacht ein kerzen unser 
lieben frawen zu eren und | Got voran, darumb das sie unser furspreche 
gen irem lieben kind sei und zu trost und zu bilf und mit ir besitzen | 
das ewig leben und haben aucb dise kerzen gehenkt zu den bar- 

2b fussern fur unser lieben frawen altar, darumb das wir irs gebets 
und aller gutheit deilhaftig werden vor Got, wan wir leyder vor 
unser arbeit nit vil guts mo^en volbringen. Darumb seind wir die 
gesellen gemeinlichen ze rat worden zu den zeyten zu ziXren nach 
unserm ende by disen berren und mit in und durch ir gebet besitzen 

30 das ewig leben. Wir seind auch gemeinlich mit willen und begird 

ze rat worden, welcher gesel furbit ^) under uns, der soil bei den 

berren ligen und alles das er hat sol an die kerzen gevallen, ist 

- sach das er nit recht erben hat; hat er aber erben, so sollen die 

erben geben ein guldin an die kerzen und sollen in das dinglach, ^) 

*) Die Btdeuiung muss „st€rben'* sein. Vielleicht ist das Wort nur ver- 
fickrieben fiir sturbit. — ») = Weisszeug, Schmeller, bayr. Worterb. 1, 521 und 
Oriinm, Deutsches Warterb. 2, 1175 s. v. Dinglich. Ein Vei'bum tcird vermisst. 
Vielleicht ist auch da^ Snbjeht wir zu ergiwzen. 



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198 1410 Febr. 2. 

und welcher gesell nit wer bei der begrebt und bei dem opfer, der 
ist verfallen den gesellen ein vierdnng wachs auBgenomen sichtag 
haben oder herren not. Auch sein wir ubereinkumen, welcher gesei 
krank ward und siecb^ und das er nit zn zeren hat, so soUen im 
die gesellen zu hilf kommen us der bucbsen uf sein frumkeit, bis & 
er zu im selber wider kumpt, wen er dan arbaiten wurt, so soil er 
das wider legen in die buchs, so vil man im herausgeluhen hat, stirbt 
er aber, so soUen wir das sein nemen und inhaben, bis in das ire 
das sie im herausgelauhen haben aus der buchsen wider wurt« Auch 
sein wir ubereinkomen, das ein yezlich gesel zum monat geben sol 10 
in die buchsen ein knecht 4 pfening und ein knabe 2 pfening, welcher 
das nit thet, der ist den gesellen in die buchs verfallen ein vier- 
dung wachs. Auch sol ein yeglicher under der geselschaft alio fron- 
fasten sein in der kirchen und sein opfer bringen und welcher das 
nit thet, der ist verfallen 6 pfening in die buchsen ussgenomen 15- 
siechtag oder herren not. Auch so sol ein yeglicher zu yeder fron- 
fasten geben 2 pfening in die buchs und welcher das nit tet, der 
ist den gesellen verfallen fur ein vierdung wachs an die kerzen, und 
welcher uber 4 pfening schuldig ist, der sol auch geben ein vierdung 
wachs an die keraen. Auch sein wir ubereinkomen, wo wir in ge- 20 
selschaft sessen oder weren und welcher der wer der ein haderung 
macht under den gesellen der sol verfallen sein fur ein eimer weins 
den gesellen halben und in die buchs halben. Auch sein wir uber- 
einkomen zu den zeyten, das wir alle monat soUen setzen zwen 
kerzenmeister, die kerzen entzunden sollen und die buchsen inne 25- 
bant und wer es, das die kerzenmeinster die kerzen nit entzunten zu 
rechter zeit, so sollen sie verfallen sein ein halben vierdung wachs. 
Wer auch das die gesellen etwas zu schaflFen heten under einander, 
so sollen sie ir ding ausrichten uf den faeyertag und nit uf werke- 
tag, darumb den meinstern on schsiden und auch von rede wegen SO* 
der mayster. Auch sein wir eins worden, velcher in die kirchen 
oder in hot barschenkel kumpt, der sol verfallen sein ein vierdung 
wachs. Und des alles zu einer gezeugnus der ding so ist dobey 
gewesen Endris Northen und Heinz Mengas, kerzenmeister zu den 
zeiten von der stat zu Heylprun, auch ist dobey gewesen der Wunder- 35- 
lich und der Wild Seyfrid von Heydeltshein und Abelin von Verher- 
ber^% Peter von Helmstat, Peter von Landenburg, Wernher von Onos- 
bach und darnach alle gesellen zu den zeyten wollen bitten mit ernst 
nach ir sel heyl das ding zu halten als wir es gehalten haben bis- 
her, wan wir nichs darin meinen dan alles gut und das heyl beyde 40 



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1410 Juni 24 — 1410 Aug. 24, 199 

leybe und sele. Datum in festo purificacionis Marie virginis anno 
Domini tausend vierhiindert nnd zehen jar. 



429. Bruder Heinrich con Ansbachj Prior, und Konveni des 
Fredigerklosters zu Wimpfen verschreiben sich geyen Konrad von 
5 Weinsberg fiir die StifUmg von je 1 Malter Korn, Dinkel und Haber 
von 2 Teilen des Zehnten zu BolUngen zur Abhaltung eines Jakr- 
tags an Longintistag mit Vigilie tmd gesungener Seelenm^sse, fiir 
Erzbischof Konrad von Mainz geborenen Herrn von Weinsberg^ ^) 
Konrad von Brauncck, *) Graf Hans von Letichtenberg und Hals wnd 

10 seine Frau Els von Weinsberg, ^) Friedrich von Walsee und seine Frau 
Ida von Weinsberg, ') die Frdtdein Ennlin, Dorothea, beide des Stifters 
Schwestern, und Ennlin, seine Tochter, seine Eltern Engelhard und 
Anyia von Leifiingen und seine [erste] Fran Anna von Hohenlohe, 
der letzteren Tochter Margarethe von Brauneck, Graf in zu Schwarz- 

15 burg,^) die Grafinnen Margarethe von Hohenstein^) und Agnes von 
Heffenstein, ^) beide geborene von Weinsberg, und alle ihre Vorfahren 
und Nackkommen, — 1410 (gant Johans tag des heiligen teuflFers ze 
sunwenden) Juni 24, 

Alhrecht, Weinshcrger Begestm (Handschnft der h. off. Bill.) II B 1, 307 
20 nach Or, in Ohringen, — Erwahnt : Ludewig, rel, manuscr, 1:2, 664, DUlenius, 
Weinsbtrg 39, 

430» Konig Sigrnund von Ungarn verspricht dcm Pfalzgrafen 

Ludwig fiir seine Stiinme bei der Konigsioahl, 21 Stddten, darunter 

lleilbronn, wenn sie ihn in einem halben Jahr nach Annahme der 

25 Wahl anerkennen, ihre Privilegien als Konig und einst als Kaiser 

zu bestdtigen. — Ofen 1410 Aug. 5. 

Reichstagsakten 7, 19. — Beg, : Gunter^ Bottweiler U.B. i, 300 n. 741. 
Alimann n. 3, 



4:31, Johann, erwdhlter und bestdtigter Bischof von Worfns, 
30 belehnt Konrad von Weinsberg mit den Stiftslehen: Schloss Guf ten- 
berg und Zubehor, Vogtei zu Hiiffenhard, */» der Vogtei zu Kdlberts- 
hauseUy Ve der Vogtei zu Siegelsbach (Se-), dem Weiler Neckarmilhl- 
bach (Miilnbach) unter Guttenberg, den 2 Kapellen daselbst, Schwarzach 



*) Oheim des Stifters. — *) Ersier Mann der ersten ^rau des Stifters, 
— ") Schtvestem des Stifters. — *) Vgl. Vgl. Note 2), 



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200 1411 Jiui. 8 - 1411 Jiini 19. 

mil Vogtei und den zugehorigen Dorfern, Neckargartachj Grossgartach, 
Leinburg (Lun-) und [ Klein- JGartach dunmter mit Zuhehor und Burg 
und Stadt Winnendenj als ferre er recht zu den hat und uns und 
unsei-m stift nit verfallen sint. — Heidelberg 1411 (donrstag nest 
nach dem zwelften tag) Jan. 8, 5 

Abschrift in: AlbrechL, Weinsherger U,B. (k. (iff, Bibl.J 2,111 aus Or, 
in Ohringen. Uber Winnmden s, OABeschr, Waiblingen 216 Anm, — Beg. : 
Ludetpig, reliq. man user, 12, 572, 

a) Biachof Friedrich ebenso, — Stein 1427 (in octava assumptionis beate 
virginis) Aug, 22, — Iteg.: Albrecht, Weinsberger Regesten B 2,250, Auazug iQ 
au8 dem Revets Konrads vom gleichen Tag : Schannat, hist, episc. Wormat, 1, 246, 

b) Bischof Reinhard ebensOy ferner mit sHnem Teil an Keipperg, der 
Fdhre am Keckar unter Wimpfen und der MUhle dabei. — 1446 (samstag 
nach Mathis tag) Fehr, 26. — Reg.: Albt-echt L c. B. 4. 

432. B ruder Paul Merldin, Guardian der minderen Briider 15 
zu Heilbronn, ') und der Koncent beurkunden eine Stfftung von 5 Gul- 
den zu einem Jahrtag am Montag tor Palmsonntag fiir Han^ Genes- 
gem und seine Frau Elisabeth von Weinsberg und der letzteren erst-en 
Mann Kunz Mi'dler und ihren Sohn Walther Genesgern, Bei Ver- 
sdumnis fallen jedesmal 1 Pfund dreissig Pfennig Heilbronner If'aA- 20 
rung an das SpitaL — 1411 (nechsten fritag vor sant Johans dag 
des toflfers) Juni 19. 

Heilbronn, Stift ungspfljfjregistralur Fasz. 126, 42, (>r,^ Pg., Siegd ab» 
gegangen, 

a) Bruder Johann, Guardian, und Konvtnt des Barfusserkhsters zu 25 
Heilbronn beurkunden, dass sie jakrlich an BurcharcU fiir Katharina, Ludicigs 
von Morsheim Gattin, einen Jahrtag zu haltm, den Briidern, die Friesler sind, 
fiber Tisch eine halbe Mass Wein, alien Briidern ein gebratenes Gericht als 
Zulage zu geben, hei Versdumnis uber 8 Tage dem Spital 1 Gulden zu bezahlen 
haben. Die Stiflung betriigt 14 Gulden. — 1412 (Elizabeten tag) Nov, 19, 3D 

St, A, Heilbronn I, Or., Fg., das erste Siegel sehr beschadigt, das zweite 
abgega7igeii. 

433. Pfarrer, Priester und Pfriindner an der Pfarrkirche zu 
Heilbronn beurkunden eine Stiftung ion 100 Gidden fiir 4 Jahrtage, 
Dienstag und Mittwoch nach jeder Fronfasten im Chor mit gesimgeuer 35 



*) Als solcher schon 1395 nachtceisbar, in wdchem Jahr er mit dein Kon- 
vent der Katharina Ilolzapfel gestaitet, zwei fiir einen Jahrtag gestiftete Morgen 
Weinberge zu verpfdndeti. Repertorium der Stiftungspflegregistraiur HeilWonn 
Fasz. 126. 



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1412 Miirz 8. 201 

Vigiliej 9 LecUonen und Amt zii halien, (lurch Mechtilde, Grdfin von 
Sponheim, Marhgrdfin von Baden; bei Versdumnis ehies Jahrtags 
fdlU die Nutzung eines Jakres hnlb an das Klaraklosfer, halb an 
da^ SpitaL — 1412 (dinstag nach oculi) Mdrz 8. 

•5 StA, Ileilbronn J, Reli{fion8wesm. Or., Fg., mit Siegtln dtr Friismz 

und der Stadt 

a) Eitel Gebmn, Konrads seligen Sohn, und seim Frau Agatha, Burger 
su Heilbronn, stiffen mit 12 Simri Roggen und 10 Sitnri Habtr GUlte von ihren 
CHUern zu Frankenhach, die der Depsche haut, einen Jahrtag an dei' P/arr- 

10 kirehe, -— Zeugen und Siegler Hans Bemhuser mit seiner Frau Barbara ») und 
Konrad von Wittstadt genannt Hagenbuch mit seiner Frau Anna, ») — 1412 
(fritag vor frawentag als sie zu hiinel fiire) Aug. 12, — Heilbronn Lade 21, 8, 
Or,, Fg., mit 2 Siegeln. 

b) Xiklatis Schoning, Ffarrer, und die Geistlichen an der F/arrkirche 
15 zu Heilbronn haben auf Agathentag oder den ndehsten freien Tag einen Jahr- 
tag mit Vesper, Vigil mit 9 Lektionen, Seelenmesse und vier brennenden Kerzen 
far Konrad Leyder und seine Frau Adelheid zu haUen, die 16 Gulden, jetzt 
in 1 Matter Roggeu Galte von Johann Steinbrecher zu Nordheim angelegt, 
gestiftet haben. Der Friisenzmeister soil den Frdsenzherm Brot von 2 Maltern 

20 Dinkel geben : bei Versdumnis fdlU die GuUe an die Feldsiechen : die Friester 
sollen keinen Schaden haben, wenn sie fiir das Brot Geld hekommsn, — 1413 
(donerstag nach Benedicten tajj) Mdrz 23. — Heilbronn Lade 23, 9. Frdsenz- 
siegel, am linken Hand besch&digt. 

c) Hans Sporin von Zofingen, ein Miinzmeister zu Heilbronn, und seine 
25 Frau Barbara stiffen der Ffarrkirche zu Heilbronn "/§ Morgen Wiesen zu 

Sulm nehen den Barfiissem und dem Heilbronner Burger Hans Merz fiir eineti 
Jahrtag am Freitag und Samstag nach Marid Himmelfahrt mit Vesper, Vigil 
mit 9 Lektionen und Messe. — 1436 (Urbanns tag) Mai 25. — Si.A. Heilbronn i, 
Beligionsirestn. C)r., Fg. mit sehr beschddigtem Siegel. 

30 d) Johann Gemming tr, Doktor und Kirchherr, und die Geistlichen an der 

Ffarrkirche zu Heilbronn beurkunden, dass Martin Mayersbach, Dekan zu 
Neumiinster und Fropst auf dem Frauenberg bei Wiirzburg und Vikar der 
FfrUnde des voti Magenheim am Dionysius- und Johannesaltar in der Ffarr- 
kirche zu Heilbronn, 60 Gulden frdnkischer Jjandeswdhrung beziv. 2^/^ Gulden 

35 jdhrlicher EinkUnfte far einen Jahrtag gestiftet habe und versprechtn, denselben 
fiir seine Eltern Heinz und Katharina, seine Brilder Hans und Heinz und 
nach seinem Tode auchfi'tr ihn und alle Gldubigen, an Dorotheenabend mit Vesper 
genannt Flacebo, Vigil mit 9 Lektionen und Amt zu begehen, an diesem Tag 
zwei Gulden und ein Ort an die Geistlichen und die BUrgermeisier zu rer-eilen, 

40 die Friester, die nicht Messe lesen, den Schulmeister ausgenommen, nur halb 
zu rechnen, den Geistlichen, die bei der Vesper und Grflbtrbesuch, odtr der 
Vigil Oder der Messe fehlen, 3 Ffennig abzuziehen, ein Ort fUr 4 wflhrend 
der ganzen Feier brennende Kerzen zu venvenden, die Glocken zu Iduten, 
den Jahrtag in ihre Sedhncher einzuschreiben und vtrkUnden zu lassen, bei 

«) J>ie Frauennamen von anderer Hand auf liaaur. 



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202 1412 Mai 9 — 1412 Juni 1. 

Versdumung des letztertn dem Prasenemdster die halbe Pnfsenz aheuzitheii, 
wefin der Jahtiag auf einen Sonn- oder Donnerstag fielt^ wo sie andere Jdhr- 
iage hahen, ihn zu rerlegen. Wenn der Jahtiag veraffumt and auf Mahnung 
der Stadt nicht in 6 Tagen nachgeholt wird, verfalUn die 2^1^ Gulden dei' Stadt, 
die sie fUr Wege, S'tege oder sonst nach Gottes Willen vertoendtn Uann, — 1466 5 
(Peters tag ad kathedramj Febr, 22, — Bischof Johann von Wdrzburg hestdtigt 
die Siiftung auf Bitten des Dekans ex carta seientia, setzt die Strafe der Ex- 
communikation fiir Bektor, Geistliche, BUrgermeister und Bat auf Versdumnis 
nnd verleiht alien Teilnehmern am ganzen Officium 40 Tage Ablass. — Wdrz- 
burg 1466 (ipsa die sancti Benedicti abbatis) M^rz 21. — Heilbronn Lade 23, 14. 10 
Or., Pg,, die Urhunden sind zusammengesiegelt : Siegel des Vicariats, der Brfi- 
senz und der Siadt. 

434m Johann von Frankenstein^ Komtnr zu Prozelfen, und 
Johann von Venninr/en, Komtur zu Kapfenburg (Koflf-) einer-, Hafts 
Eyrer und Kunz Hirt, Ratsmitglieder andererseits entscheiden zwischen 15 
(hni Dentschmeister Konrad von Egloffstein und dem Deutschen Hans 
zu Heilbronn und der Stadt: das durch Austrocknung des Neckars 
entstandene Weidach ztvischen Werd und Weidach der Deutschherrn 
und Almende und Weidach von Bbckingen bleibt abgegrenzt, wie es 
jetzt isty dann ist bis Bockingen der Neckar Grenze, den die Deutsch- 20 
herrn nutzen diirfen. Geht die aussere Neckarbriicke ab, so haben 
beide Teile Zufahrt wie bisher. Die Deutschherrn verzichien auj 
das Werd oberhalb der innern Briicke bet der Stadt. Die Grenze 
ztvischen Bockinger Almende und den Wiesen, friiher Weidach, der 
Deutschherrn ist von den Schiedsrichtern festgesteUt, Betreffs der 25 
Hduser am Garten der Deutschherrn bleibt es beim Spruch der Unter- 
ganger, betreffs der [Neckar-JGartacher Almende beim Koufbrief, den 
die Deutschherrn haben, — 1412 (mentag in der crutzwochen) Mai 9. 

Heilhron Lade 42. Or., Pg., das erste Siegel grosstenteils ahgegangen, 
das dritte am rechten Band htschddigt. — FAtd, ein unvollstdndiges, in den 30 
einzelnen Punkien iihereinsiimmendes Kotizejft. Frankenstein ist hier Komtur 
zu Uorneck^ Venningen zu Virnsberg. 

43o. Henslin Weldner der junge, Burger zu Heilbronn, beur- 
kundet, dctss ihm seine Fran Barbara 50 Gtdden Heimsteuer zuge- 
bracht habe, 40 an Giitern, die andern 10 an Barschaft, und diese 35 
widerlegt er ihr auf sein Haus hinter Syferlin Gerachs Haus neben 
Kern Spengler. — Siegler Peter von Berlichingen und Heinz von 
Hansen, beide Richter zu Heilbronn, — 1412 (lingers herren fron- 
lichnams abent) Juni 1. 

Heilbronn 268 Berlichingen. Or., Pg. mit Siegeln. 40 



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1412 Aug. 5 — 1412 Aug. 14. 203 

436» Hanii Altvig (jenannt Kfdbnhi, Biirger zu Heilbronn, 
ylebt dem Kloster Adelberg zum Seelenheil seines Geschlechtes seine 
Egerten am Hiiserberg, — Siegler der Aussteller imd Hans Merklin, 
Richter zu Heilbronn, — lil2 (Oswaltz tag) Ang. 5, 

5 6't,A. Adelberg 16. Or., Pg., beide Siegd abgegangen, 

a) Peter Husen, BUrger zu Heilbronn^ toiderlegt dem Kloater Adelberg • 
9 Schilling Zins von einem Acker ob dem SilchetU^runneti mii 10 Schilling von 
Gyas&bels seligen Haas. — Siegler die Hetlbronner Richter Peter von Berlichingen 
und Heinrich von Hansen (Husen), Vater dee Auestellers. — 1414 (frawen abent 
10 kerzwihe) Febr. 1. — Ebd. Or., Pg., das erste Siegel oben beschddigt, das zweite 
abgegangen. 

437. Konrad von Schaubeck, Edelknecht, und seine Frau Marga- 
rethe von Weiler verkaufen ihren Hof zu Ilsfeld, den Ktinz Stolle, 
Heinz Rote und Weingarters Frau, Kunzlin Keshier und Heinz Rote 

15 und Abelin Bernolt in 3 Teilen urn je 12 Matter Korn und Dinkel 
und 13 Matter Haber bauen, und die Landachtdcker urn 460 Gutden 
an die Prdsenz der Pfarrkirche Heitbronn. Bilrgen: Heinrich von 
Heinriet, Ritter, Fritz genannt Rotfritz und Hans genannt Mdsch 
von Sachsenheim, Hans von Urbach, Peter von Liebensfein, Wilhelm 

20 con Sachsenheim und Gerhard von Thatheim. — Siegter die Aus- 
steller und Bilrgen. — 1412 (frawen abent assumpcio) Aug. 14. 

St.A. Lavffen 5. Or., Pg.j das 3. Siegel beschddigt, 0. und 7. abgegangen. 
— 1412 Okt. 7 eignet Graf Heinrich von Loicenstein obigem Konrad einen Hof 
zu Ilsfeld. St A. Kloster Lauffen. 

25 a) Hans Ochlin und seine Frau Katharina, gestssen zu Ilsfeld, rever- 

sieren sich gegeniiber dem Pfarrer und der Prdsenz zu Heilbronn Uber die Be- 
lehnung mil 12 Morgen Acker zu Ilsfeld, vor dtr Kelberhart und am Laufferweg 
neben GUtern Hatis Kochs, der Fruhmesse und Kunz Scherers um 5 Simri Korn 
GiUte als Erblehen; bei Verdusserung hat die Prdsenz das Vorkaufsrecht. — 

30 Siegler Bruder Hatis Koch, Kaplan zu Wtistenhausen, Heuscr ordes. — 1435 
(t'lytag vor kerzwihe) Jan. 27. — St A. Lauffen 2. Or., Pg., Siegel unkennUich. 

438. Meister Ulrich der Armbroster von Regensburg beurkundet, 
dass ihn die Stadt Heilbronn auf 10 Jahre zum Armbruster und 
Werkmeister bestelU habe; er soil von Bede und Wachdiensfen frei sein 

35 und jdhrlich an Weihnachten 10 Gulden erhalten, dafiir ihr GeschUtz 
tvarten und besorgen und ihr innerhalb und ausserhalb der Stadt be- 
half en sein, xcenn sie seiner bedarf, aber auf der Stadt Kosten; etwaige 
Klagen gegen die ihren verspricht er vor ihren Rat zu bringen, auch 
uenn er die Stadt rerlassen hdtte, und wird auf diese Bedingungen 



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204 U12 Dez. 23 - 1413 Jan. 13. 

vereidiyt. — Slegler der Ausstelier iind Konrad Stmsshein, — 1412^ 
<fritag vor cristtag Dez, 23, 

Heilhronn 111, Zeughaus 1, Or., Pg., am zweilen Siege! igt die Vordet^ 
seiU mit dem Ptrgamentstreifen hcrauegerissen. 

439. Die Huf(h\ibe)schmidknechte Klaus von Widern, Michel 5 
ron Ktsslegg, Peter Sjyargsen, Peter Ramsfur, Hans ton Konsheim, 
Peter von Steins/eld, Heinz von Gosheim, Wagnerknecht, der junge 
Kunz Menzinger, Kunz Duttenbtirg, Wagnerknecht, Henslin von Steier- 
mark, Hendin Kupferlins Knecht von Gri'mifigen, Kunz von Rotten- 
bach (Rottel-), Frytzon von Maudach (Mil-), Hans von Blaufelden, 10 
Peter von Hilsbach und Wyclauff Gemalit griinden eine Brudersckaft 
bei den Barfiissern zu Heilbronn, Iiaben eine Kerze mit Eimvilligung 
der Schneider zxinft zu Ehren der Mnttergotteti und vom Kloster atis 
einen gemeinsamen Begrdbnisplatz, da sie 2 Jahre lauy ihren Wochen- 
lohn dazu gegeben haben. Wer in die Bruderschaft eintreten will, 15 
giebt alle Fronfasten 4 Pfennig, jede Woche einen, wenn es einen 
Schilling Pfennig oder darilber giltet; wenn es darunter giltet, einen 
Heller in die Biich^e, und wenn der betreffende noch keine Arbeit 
in Heilbronn gethan hat, seit die Bruderschaft besteht, 4 Pfennig 
Dinggeld; nach Ablauf von 14 Tagen fdllt diese Verpflicktung weg, 20 
.AUe Fronfasten soUen 3 Biichsenmeister gesetzt werden, diese die 
Oesellen zur Messe rufen, undjeder einen Pfennig opfern bei 4facher 
Bussfi. Kranke Mitglieder erhalten ohne Pfand zwei Schilli^ig Pfennig 
geliehen, Wenn ein Kerzentneister das Anziinden der Kerze an Sonn- 
Feiertagen mid Hochzeiten untertdsst, giebt er einen Vierling Wachs. 25 
Die Mitglieder sollenjeden Sonntag von den Biichsenmeistern zusammen- 
(jerufen werden und ihreh Pfennig zahlen, bei Strafe von einem Vier- 
ling Wachs. — Siegler der Konvent des Barfiisserklosters, — 1413 
.(ahsten dag der heiligen dry kang) Jan. 13, 

Heilbronn Unt. Geic, Lade 42. Or,, Pg, mit Siegel, ohen ein StUck 30 
^abgehrochen. 



440. Pfaff Johann Steinbrecher, Pfriindner an der Pfarr- 
kirche zu Heilbronn, verkauft an die Prdsenz daselbst eine Giilte von 
1 Matter Roggen, von alter Steuer und Dienstbarkeit frei, von den 
Giitern zu Nordheitn, die er von Ernhart und seiner Mutter zu Nord- 35 
heim gekauft hat und die jetzt Hans Hofmann bant, um 18 Gulden 
(FinsfenskUnge, Rotenberg, Widenty Mannenberg, Gwerkrilte, Lange 



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141B Fcbr. 17 — 1413 Febr. 22. 205- 

HaldCy RitUc€(jy Geiersberff, G utehujarter ^Veg, Neijypevyer Weg, liitt- 
henjy Seylach; neben Gutern dev Nonnen zu Ileilbronny der Friih- 
mesne zu Nordheim^ Konrad Beckers, der Heiligen zu Nordheim, des 
K lusters Schdntfuil, dem Pfrundlehen SL Peters zu Ueilbronn, den 
5 Wiesen St. Cgriacus, der Almende). Biirgen: sein Bruder Heinz 
Steinbrecher und dessen Tochtermann Kunz Kfiorig. — Siegler die 
Abtissin des St. Klaraklosters und Xikolaus Schoning, Pfarrer zu 
Heilbronn. — lil3 (fritag nach Julianen tag der hi. junkfrowen). 
Febr, 17. 

10 Heilbronn Stiftungspflegregtstraiur u. 37 (Lagerbuch det- Frdsene von 

1605 foh 114). 

a) Die Prdsenz gieht ihr Guthin zu Nordheim, 34 Morgeti^ von Kune 
Liutfried gekauft, an Hans Benz und seine Frau Margarethe urn 9 Jlalier 
Frucht Gtllte und 3 Schilling filr einen Jahrtdg an Pfarrtr und FrUhmtssa- 

15 zu Nordheim ah Erblehen. — 1470 (Katharina tag) Nov, 25. — Ebd. fol. 109, 
daselbst der Eevers des Benz, — Die andere Hdlfte dieses Hdfleins haben Jorg 
Bengler und seine Frau Barbara Suterin zu Nordheim, nach einem Kauf brief 
rom gleichen Tag. Siegler Heinrich Apfelhauer, Kirchherr zu Nordheim, und 
Dietmar Aschmann, Vogt im Zabergdu. — Ebd. fol. 111. 

20 J41. Eberhard von Hirschhorn und Ruprecht Miinch tddingen 

zwischen der Stadt Heilbronn und Andreas und seinem Sohn Diether 
ron Weiler wegen des von diesen gefangen genommenen Frduleins 
Agnes, Kunz Maiigolts von Nordlingen Tochter, Biirgerin zu Heil^ 
hronn: Die beiden sollen vor den Schiedsrichteryi, dem Komtur zu 

25 fleilbronn, Peter von Adelberg und dem Rat schworen, Agnes nicht 
gesohmehet noch geletzet zu haben, daz ir schedlichen sy an irem. 
gelimpf und an iren eren, uTid sie wieder freigeben; beide Parteien 
f-'ollen vor die Pfalzgrafen Ludwig und Otto komfnen, die den Misse- 
thdtern eine Entschddigung auferlegen werden, dann soil die Sache 

30 erledigt sein. Diether bekennt, dass Agnes ihm nicht die Ehe ver- 
sprochen habe. — 1413 (Peters dag ad kathedram) Febr. 22. 

Heilbronn Lade 38, 7. Or. mit zwei Siegeln unter Papierdecke. 

a) Die beiden Pfalzgrafen, GebrUder^ entscheiden, dass die von Weiler 
den Eid geleistet and dem Frdulein genug gethan haben; wegeti der in der- 
35 That liegenden Beschimpfung der Stadt sollen sie 5 Jahre nicht wider sie sein, 
beide Parteien ihre Streitigkeiten nach Laut der Einung zwischen Pfalz und 
Heilbronn austragen. — Heidelberg 1413 (montag vor Ulrichs tag) Juli 3. — 
Ebd. Dr., Pg. mit 2 Siegeln. 

Agnes tctirde dann die Frau des [BUrgermeisttrs] Hans Eyrer nach 

40 folgender Urkunde : Hans Eygtrer und seine Frau Agnes, Kunz Mangolis von 

Nordlingen seligen Tochter, schliessen mit der Stadt Heilbronn einen Vertrag, 



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•206 ni3 Juni 23 — 1413 Nov. 11. 

Uber das Erie ran MangoU, 1000 Gulden und der Agnes Leibgeding, dasa sie 
dcisselbe zum vollen Wert versttaem, von alien andem Leistungen frei aetn, 
bei Wegzug beider oder Tod des Hans vor seiner Frau die Erben der leteteren 
-das Erbe ohne Anzahl *) bekommen, dagegen wenn Hans und Agnes zu Heilbronn 
bleiben, die Erben die 1000 Gulden versteuem^ verbeden und veraneahlen sollen, 
— 1432 (dinstag nach Michels tag) Sept. 30. 



4:4:2. Hans Gxd und Margarethe Fcldnerin yenannt die Gyrin 
urkunden iiber ihre Aufnahme als Bilrger zu Heilbronn: Hans schwort, 
die ndchten 3 Jahre buwlichen und heblichen in der Stadt zu sitzen 
und zu leisten was andre Burger, ausgenommen von den Giitern zu 10 
Gmiind, die dort verhedet werden, auch iin Fall des Wegzugs die Giiter 
in Stadt und Mark Heilbronn zu 1200 Gulden zu versteuern, und 
. ebenso etwa dazu erworbene. — 1413 (Jobans abent baptisten) Juni 23. 

Heilbronn 59 VI, B 1, Dr., Pg,, daft erste Siegel abgerissen. 



443. Hans Erlewin, Hans Eyrer der junge und Eafan Isen- 15 
- hut, genannt Mettelrafen, Bilrger zu Heilbronn, werden von der Stadt 
Heilbronn wegen ihres MutwiUens auf ein Jahr aus der Stadt gewiesen 
und schworen Urfehde. — SiegUr Erlewin und Isenhut, Hans Eyrer 
der alte, Voter, Konrad Lutfrid, Grossvater, Bernhard Erlwin, Vetter 
des Hans Eyrer d. j\, und Hans Isenhut, Voter des Rafan. — 1413 20 
(Jacobs abent) JuU 24. 

Heilbronn 274, Urfehden 25. Or., Pg. mit 6 Siegeln. Die Siegel folgen 
in der Reihe : Hans und Bernhard Erlwin, Eyrer, Lutfried, Rafan und Hans 
Isenhut. Das 3. links oben zerbrochen, das 5. unten etwas, das 6. oben und 
unten beschMigt. 25 



444. Konig Sigmund bestdtigt der Stadt Heilbronn auf Bitte 
ihre Privilegien und Gewohnheiten. — Como 1413 (Martins tag) Xoc. 11. 

Si.A. Heilbronn I, Privilegien. Or., Pg., MajestStssiegel an rot-blauer 
gedrehter Seidenschnur. Auf dem Bug : Ad maadatum doinini regis Johannes 
Kirchen. Aussen: Registrata. — Jieg.: Altmann n. 7S1. 

a) Desgleichen als Kaisir. — Basel 1433 (durnstag nacli unser frawen 
tag concepcionis) Des. 10. 



*) ,.AnzahV^ ist eine Wegeugssteuer, besonders eine Nachsteuer, die von 
Fremden erhoben xcird, we^m ihnen in der Stadt eine Erbschaft zufdlU, die sie 
dann zu rerkaufen haben. Dveifachz Hohe der j^hrlichen Bede beirffgi sie: 
Oberrhein 14, WO. 



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1413 Nov. 20. 207 

Ebd. Or.f Pg,, MajestQtsaiegel urapr, an achwarz-gtlher SeidenscJmur a6- 
gertssenj heiliegend. Ayf dern Bug : Ad mandatum doniini imperatoris Caspar 
Sligk cancellarius. Auasm: 11. Marquardus Brisaclier. — Beg. : Altmann n. 967tl. 
— Ehenso schon Aug. 10^ Roniy sa schwdhischen Heichsstfldten miteinander; 
5 ehd, n. 9954. Dagegen ist n. 7937 = Mger 1, 188 (BestflUgung fUr Heilhronn^ 
Ulm 1430 Nov. 10) zu strefchen. 



4:4:0* W alike I' Engdmnnn iind Peter Zechy von Rats icegen Pfieger 
des Sond-ermechenhaiises zu Heilbronrij beurkunden, dass Adelheid Bern- 
harthij Kurtz Leyders Wituef zur Bessenaig d^r Leibnahrung der 

10 Sondersiechen ihr Hbflein zu ii eckargartachy das sie von Hans Erie- 
win gekauftf das jdhrlich 22 Malter Frucht giiltet, geschenkt habe. 
Bei Nichterfullung der Stlftung verfdllt der Zins fur das betreffende 
Jahr ans SpitaL — Siegler die Heilbronner Richter Kunz Suns- 
heim und Heinz von Hausen. — 1413 (montag nach Elsbethen tag) 

15 Nov. 20. 

Heilbronn Siiftungspflegregisiratur, Lagerhuch n. 62 fol. 40. 

a) Bernhard Berlin und Bechtold von Vaihingen^ Biirger und Pfleger 

des Sonderaiechenhauaea gu St. Jakob in Heilbronn erhalten von dem Burger 

Hartmut Leuze 7^/^ Gulden rheiniach und haben jdhrlich an den Quatember- 

-20 freiiagen den Sonderaiechen 2 Ffund zu 30 Ffennigen zu reichen. — 1447 

((;allen tag) Okt. 16. — Heilbronn Lade 26 V B. Or., Pg. mit Siegel Berlina. 

446. Pfalzgraf Lndivig mit seinen RdteUj den Bischofen Jo- 
hann von Worms und Ulrich von Verden, den Grafen Emich von 
Leiningen und Wilhelm von Eberstein, den Bittern Hans von Hirsch- 

"25 horUy Schwarz-Reinhard von Sickingen und Eberhard von Hirschhorn, 
Ruprecht Miinch von Rosenberg und Hans von Venningen dem jiingern 
tddingt zwischen Engeltrud, Albrecht Golers Witwe, und Agnes von 
Remchingen, der Frau Jorgs von Gemmingen : Eiujeltrud fordert ihr 
caterlicheSy ihr von ihreni Vormund HanSy dann von dessen Bruder 

30 Jorg von Gemmingen vorenthaltenes Erbe und den ihr gebilhrenden 
Teil am Nachlass des Hans. Agnes enfgegnef, Engeltrud habe urn 
1000 Gulden auf ihr vdterliches Erbe verzichtet und Hans habe alles 
seinem Bruder vermacht. Engeltrud anttcortef, sie habe iiieverzichtet, 
von den 1000 seien 700 Gidden von ihrer Mutter, sie hoffe, von Hans 

55 so gut zu erben wie ihr Bruder. Vrteil: Engeltrud 7nuss schworen, 
nie auf ihr vdterliches Erbe verzichtet zu haben, und mit 2 oder S 
schildbiirtigen oder wenigstens unversprochenen Mannen eidlich an- 
geben, was zu diesem gehort, und soil dann davon und von der aus- 



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208 1414 Jan. 18 — 1414 April 23. 

gefaUenen Nutzung die Hdlfte erhalten. Da Triegel, Engeltruds 
und Jorgs Voter, zneimal verheiratet war, soil Jorg bleiben, was 
seiner Mutter gekorte, tind die Lehen; was verwidmet und vermorgen- 
gabt sei, gehore billig ihr, ebenso, was ihre Mutter beigebracht, Kami 
Etigeltrud den Beweis nicht antreten, so soil Agnes die Hdlfte der 5- 
Giiter herausgeben und beschworen, dass sie nicht mehr inne habe. 
Wovon Jorg ausweisen kann, dass es Besitz seines Bruders und ihm 
vermacht sei, das soil er behalten. Als ndchste Tage tverden gesetzt: 
Samstag nach Purijikationis, Montag nach Pfaffenfasnacht und Diens- 
tag nach Beminiscere [Febr. 3 und 19 und Mdrz 6 J, — Siegler der 10 
Pfalzgraf, Engeltrud, Jorg, Agnes und Burkhard eon Giilflingcn. — 
1414 (donrstag nach Anlhonien tage) Jan. 18. 

St.A. Heilbronn I, Franhenbach, Or., P^., dcLs 4. Siegd beschddigt. 

a) Engeltrud Uisiet den Eid nach obigem Urteil. Zeugen: Burkhard 
von GiUtlingenj Jdrg von Enzberg der jungere, Edelknechte, Hetnrich Hum- 1& 
brechtj FrUhmesser zu Sulzftld, von Engeltt'uds, Hans Sturmfeder zu Helfen- 
berg^ Eberhard von Sickingen, Heinnch von Memchingen, WiUielin von Atig- 
lach, Schidtheiss zu Heidelberg y und Heriioig Keich von Agnes Seite, — In 
der grossen Stube im Bathaus zu Heidelberg 1414 (8, Jahr Gregors XII) 
Febr. 3, — Notariaisinstrument ausgeftriigt vom Notar Wemher Ernst. — 20 
Ebd. Or., Pg. 

b) Bischof Ulrich von Verden und jS'chenk Eberhard von Erbach, Mate 
Pfalzgraf Ludtcigs, beurkunden, dass EngeUrud, Martin Golers Witwe, mil 
ztcei Zeugen, Bertsch Hane und seinem Sohn BiUzsche, Bauern zu SteUbach, 
den Beweis gefuhrt, dass die Halfie dessen, was ihr Bmder Jorg zu Gemmingen 2& 
und Frankenbach inne habe, ihres V'aiers gewesen sei, und die HcUfte davon 
beansprucht, dagegen auf Lehen und auf das, was Jdrg durch Heirat oder 
sonst erworben, verzichtet habe. — Heidelberg 1414 (dinstajj nach reminiscerc) 
M^rz 6. — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. 

447. Kunz Xcmtz genannt Bapp und seine Frau Anna ver- 30 
kaufen an Ulrich von Heimberg ihre Erbschaft und ihr Becht am 
Fischwasser vom Spitalwasen bis zur Gartacher Furt an der Nantzin 
und Eygrers Wasser urn 100 Gulden. — Siegler die Heilbronner 
Bichter Peter von Berlichingen und Heinz von Hansen. — 1414 
(Ge6rien tag) Apr. 23. 36- 

StA. Heilbronn I, Neckar u. s. w. Or., Pg., die Siegel oben beschddigU 
a) Klaus Halpmeister, BUrger zu Heilbronn, und seine Frau Anna ver- 
kaufen dieses Fischwasser, das des Ausstellers Vater von Ulrich von Heimberg 
gekauft, um 150 Gulden an Hans von Mainz. — Siegler Marx Schenkel und 
Peter Jeger, Bichter zu Heilbronn. — 1434 (donderstag nach letare) Mare 10. 40 
— Ebd. Dr., Pg. beide Siegel besch^digt. 



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an Juli il - Okt i. 209 

448. Kofiiff Sigmund bestdtigt dem Bitter Eberhard von Hirsch- 
hom auf seine Bitte alle Gnaden, Freiheiten, Bechte, Briefe, Privi- 
legien und Handfesten, die er oder andere von Hirschhorn von 
seinen Vorgcingem im Beich erhalten haben, besonders die Uber die 
6 Beichssteuem von Heilbronn und Wimp/en, und gebietet aUen Unter- 
thanen bei Strafe von 20 Mark lotigen Goldes, nichts dawider zu 
thun. — Speier 1414 (sampztags vor sant Marien Magdalenen tag) 
Juli 21. 

Sua. Heilbronn I, ReicheHeuer. Or., Pg.y Majeetdtssiegd an rot' und 
10 hlauer gedrehter Seidenechnur. Auf dem Bug: Ad mandatum domini regis 
Johannes Kirchen. Ausaen : R. — Beg. : AUmann n, 1060. Archiv fur hees, 
Gesch. 10,151 au8 Hirschhomer Kopb. Darmstadt. 



449. Kdnig Sigmund belehnt Egen Syder und Hans Berlin 
mit dem Lad- und Eichamt zu Heilbronn und Uisst sick von ihnen 
15 hvldigen. — Speyer 1414 (Jacobs tag) Juli 25. 

St. A, NeuwHrUbg. Lehen 2. Or., Pg. mit Sekret. Auf dem Bug: Ad 
mandatum domini regis Johannes Kirchen. Aueeen: R 

a) Deraelbe belehnt Egen Syeder mit dem ganzen Lad- und Eichamt, 
da dieser dem Berlin seinen AnteU abgekav^ und dessen Veriichtsurkunde vor- 

20 gebracht hat. — Konstanz 1417 (suntags vor sant Lucie tag) Dez. 12. -— Ebd. 

Or., Pg. mit Sekret. Auf dem Bug: Per dominum Guntherum comitem de 

Swarczbnrg jndicem curie Johannes Kirohen. Aussen von verschiedenen HSn^ 

den: III, V (Taxen?) und R. 

Altmann n. 2733 (aus Beichsregistraturbuch Fj bringt ein Begest vom 
25 (mitwoch nach Niclaus) Dez. 8: Kdnig Sigmund genehmigt den genannten 

Verkauf. 

b) Anna von Wolmershausen, Tocht^ des verstorbenen Ulrich Lesch, 
quittiert dem Heilbronner Burger Egen Sieder Uber die BUckzahlung von 150 Gul- 
den, wofar er ihr seiner Zeit das Ladamt zu Heilbronn pfandweise verschrieben 

30 ?uUte, — Siegler ihr MawiC Hans von Wolmersliausen, gesessen zu Gauretttrs- 
heim (Gewrettsheim). — 1421 (suntag vor Mathias dag) Febr. 23. — Ebd. 
Or., Pg.^ Siegd abgegangen. 



4S0* Konig Sigmund weist die Stadt Heilbronn an, fur ihre 
Juden 1000 Gulden an Hans Starke, Biirger zu NUrnberg, zu zafden. 
35 — NUrnberg 1414 Okt. 1. 

Beg.: Altmann n. 1233 aus Beichsregistraiurbuch E. Hier hsisst das 
Datum bei alien dhnUchen Stucken feria 6. post Francisci, Okt. 5; von AU- 
mann korrigiert, u>eU die noch vorhandenen Originale fHvr Augsburg und Ess* 
lingen montag nach Michels tag ?utben. 

Wflrtt. OeiohiohUquAllen V. 14 



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210 14U Okt. 16. 

t) Dersdhe ynderrufi dUsen BefM und gthittet, die Judenst&uer an Frite 
Mann, Getoandschneider zu Speier^ eu zahleiu — HtUbronn^) 1414 (sabbato 
ante Galli) Okt. 15. 

Beg.: ebd. n. 1257. — Nach dem Bericht der Frankfurter Gesandten 
vom gleichen Tag an ihre Stadt forderte und erhielt der Kdnig von drei Juden 5 
£u Heilbronn 1200 Gulden. Letsimale gedr. : Eeichetagaakten 7, 230. 

451. Kdnig Sigmund verleiht den Jiiden zu Heilbronn einen 
Schutzbrief mil Bestimtnungen iiber Bechtsgeschdfte, Verkehrs- und 
Religionsfreiheity Eid, Gerichtsstaml und Abgaben an die konigliche 
Kamtner. — Heilbronn 1414 Okt. 15. 10 

HeUbronn 91, Juden 24. Or., Pg., Majestdtseiegel. Auf dem Bug : Ad v 
mandatum domni regis Johannes Kirchen. Aussen : Registrata. Dennock wurde 
diese Urkunde nicht regietriert, denn sie fefUt bei AHmann. 

Wir Sigmund von Gotes gnaden R&mischer kAnig, zn alien 
zyten merer des richs^ und zu Ungern, Dalmacien, Croacien etc. 15 
kunig, bekennen und tun kunt offenbar mit disem brief alien den 
die in sehen | oder h&ren lesen, daz wir angesehen baben, daz die 
juden und judin in nnser und des richs stat zu Heilbrunn gesessen 
in unser und des richs camer geh&ren und uns und dem riche zu 
dienste | siczen, und haben in dorumb mit wolbedachtem mute, gutem 20 
rate und rechter wissen disc nacbgeschriebene gnade und friheite 
getan und gegeben, tun und geben in die ouch in craft diss briefs | 
und Romischer kunglicher mabtvolkomenheit als hernach begriffen 
ist. [1] Zvm ersten, wo man in schuldig ist oder furbaz schuldig 
wirdet, daz man in daz nach lut irer brieve, burgen oder muntlicher 25 
versprechung richten und bezalen sole, als dan das von guter gewon- 
heit herkomen und gehalden ist, und welich jud oder judin ein pfant 
heldet uber ein jare und damit tut als reht ist, daz er dan dasselbe 
pfant verkoufen, verseczen und verkumem m5ge als ander sine eigen 
gut on alle anspruche und hindernfisse. [2] Item daz man ouch 30 
ir libe und ir gute in steten d&rfern und uf dem velde, uf strassen 
und uf wassern beschirmen s&Ue, und daz in alle strazen offen sin 
soUen, und daz sy ouch dornf aller friheite, schirmes, frides und 

*) Der Kdnig hatte die FUrsten und Stadte achon auf 3. Oktober nach 
Heilbronn berufen; Eeichetagaakten 7,226. Altmann n. 1195; er katn am 11. 
und foeUte daaelbai bia gum 16., Altmann n. 1255 a — X^d a (Urkunden f&r 
Comburg, Konrad von Heinrieth, Maine, Rothenbwg, die Juden von Winda- 
heim und Hana Zobel) und empfing am 15. die Huldigung dtr Stadt Heilbronn. 
Reichatagaakten a. a. 0., Aitmann n. 1256 a. 



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UU Okt 15. 211 

gnaden, es sj fried oder krieg, geniessen und teilhaftig sin sSllen nnd 
ni5geii, des cristen edel nnd unedel geniessen nnd teilhaftig sind. [3] 
Item daz man ouch die vorgenannten jnden nnd jndin mit keinerley 
z&Uen oder sachen nf wasser und uf lande beanr&ren 85Ile, ussgenomen 

5 der zuUe, die nnsere vorfaren Rftmisch keiser und kunige ufgeseczt 
haben, und waz doran von alder herkomen und gew&nlich gewest 
ist; daz man das von in nemen s511e und nicht mee in kein wjs. 
[4] Item daz man ouch keine der vorgenanten juden, ir wibere oder 
ir kindere zu der toufe dringen s511e. [SJ Item wan sy ouch in 

10 unser und des richs earner geh5ren, dorumb ist unser sunderliche 
mejnunge nnd w&llen, daz man sj noch ir keinen furbass mere 
verteilen oder eignen solle wider disc nnsere gnade und friheite, 
sunder daz man sj uss einer stat in die andern zu alien zyten varen 
und Ziehen lassen s611e on alle hindernusse und irrung. [0] Item 

15 daz man sy ouch weder fur lantgericht oder landfrid ob die weren 
oder lanttage heischen oder laden s&lle oder mdge, sunder wer zu 
in samptlich oder snnderlich zu sprechen hat, daz der recht nemen 
und geben s&lle vor dem werntlichen gerichte in der stat zu Heil- 
brun, und wer es sache, daz sy doruber besw&ret w&rden, daz das 

20 ouch weder craft noch maht haben s&lle. [7] Item daz sy ouch 
gemeinlich oder sunderlichs oder ir iglichs wibe odere kindere nit 
pflichtig sin s&llen^ vor judischen meisterU; die sy nennen ire rabi 
oder homeister, zu entworten noch zu gesteen von yemants^ er sy 
horoeister, rabi, jud oder judin, clag oder ladunge wegen, usgenomen 

25 einen homeister oder rabi, der zu Heilbrun gesessen ist, oder so 
keiner da siczet, vor dem, der in der nechsten richstat by Heil- 
brun gelegen gesessen und wonhaftig ist, und ob andere hohmeistere 
oder rabi die vorgenanten juden, ire wibe oder ire kindere f&r sich 
luden, in den judischen ban legten oder in andere beswerunge an- 

80 teten, das soil alles weder craft noch macht haben und den vorge- 
nanten juden und den iren keinen schaden fugen noch brengen in 
kein wys, und dorzu s&Uen solich rabi oder homeistere, die sy wider 
disc unsere gnade nnd fribeite banten oder besw&rten, der pene in 
diesem brief begriffen verfallen sin in unsere und des richs camer 

85 unleslich und on myndernusse zu bezalen. [8 J Item welich zyt das 
ouch geschehe, daz ein jud sweren s&lt, daz er uf Moyses buch sweren 
m&ge mit solichen worten: ^Als im Got helf by der ee die Oot gab 
uf dem berge Synay" und nicht anders. [9] Item daz man ouch 
keinen der vorgenanten juden oder judinen weder an libe noch an gut 

40 bezugen m&ge dan mit unversprochenen cristen und unversprochenen 



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212 1416 Okt. 16. 

jnden, die nit sin offenbar viende sint. [10] Item daz oach ein 
iglich jud and judin^ die uber drizehen jar alt sind, den g&Idenen 
opferpfennjng in unser and des richs earner alle jar- of wihennaobten 
and als herkomen ist geben s&lle; welicher jad aber des almasens 
lebt, der bedarf solichen opferpfenning nit geben^ welcher aber den 5 
za geben hat and nit gibt, der sol diser gnade and friheite nit teil- 
haftig sin. [11] Item daz wir aach keinen der vorgenanten juden 
nymand geben noch beseheiden s&Uen noch w611en weder darch 
dienste noeh darch bete willen in kein wys. Mit namen w&Uen wir^ 
daz alle stake and artikel, als die oben geschriben steen, ganz 10 
and stet beliben and von allerraenclich gehalden werden sollen, and 
gebieten oach dorumb alien and iglichen fursten^ geistlichen and 
weltlichen, graven, frien rittern, knechten, landrichtern, richtern, 
bargermeistem, reten and gemeinden, die iczand sin oder in zjten 
werden, nnde nemlich der stat za Heilbran ernstlich and vestiolich 15 
mit disem brief, daz sj die vorgenanten jaden and jadinen by den 
vorgeschribenen unsem kanglichen gnaden and friheiten gerfilich and 
nngehindert beliben lassen and sj oach gemeinlich noch sanderlich 
ass der vorgenanten stat za Heilbran f&rbaz nit laden, heischen, 
furtriben oder arteil tiber sy sprechen in kein wys, by ansern and 20 
des richs halden and by verliesange zehen mark l&tigs goldes, die 
ein iglicher der dawider tat als oft das bescbiht za einer rechter 
pene verfallen sin sol in ansere and des richs camer anleslich za 
bezalen. Mit urkund diess briefs versigelt mit nnser kaniglichen 
maiestat iusigel geben za Heilbran nach Gristi geburte vierzehen- 25 
handert jare and domach in dem vierzehenden. jare des nechsten 
montags vor sant Gallen tag, ansrer riche des Ungrisehen etc. in dem 
achandzweinzigisten and des R6mischen in dem fanften jaren. 



452. Konig Sigmund weist auf Vorbringen seines Kdmtnerers 
Konrad von Weinsberg, doss er und seine Vorfahren fUr ein Gut- 30 
haben von 15000 Pfund Heller die Beichsstetiem von Hall, Heilbronn 
und Wimpfen pfandweise innegehabt, er und sein Vater Engelhard 
aber von Konig Wenzel daraus verdrdngt und Uber die Steuern von . 
HaU und Heilbronn von Konig Buprecht anderweit/g verfugt warden 
sei, und dessen Bitie, ihnen laut ihrer kaniglichen Brief e die Steuern 85 
zti ersetzen, ihm und seinem Vater und ihren Erben 6000 rheinische 
Gulden an und verpfdndet ihnen dafilr die Beichssteuer zu Hall im 
Betrag von 600 Pfund Heller auf Wiederlosung, gebietet zugleich 



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1415 Jan. 12 - 1415 Mftrz 9. 213 

dieser Stadt, sick an der Quittung der Herm von Weimberg genugen 
zu lassen. — Konstanz 1415 (sambstag nach sant Erharts tag) Jan. 12. 

Gedr. : (Wegtlin) Eeichslandvogtei in Schwahm 2, 74. Meg. : AUmann 
n. 1387. Nach Uteterem auch Beg. in: Marmor, UrkundenausgUge eur Ge- 
5 schichie van Konstanz 51, und ebd. die WUUhriefe der Kurf&rgten. tfber die Ur- 
kunde funleserlich)^ Vidimus und Kopie s. AUmann. Eine weHere Kopie HeU- 
branny 40, Kanigssteuer. — Sigmund hestdtigi den Herm van Weinsberg ihre 
Beichspfandschaften, Eanstang 1415 Febr. 6. Vjsh. 1884, 225. AUmann n. 1433, 
Vgh AUmann n. 1596 f. 



10 453. Hans Eyrer der dltere, Burger zu Heilbronn, schenkt 

dein Spital zu Heilbronn zum Heil seiner Seele, seiner beiden Frauen 
und Vorfahren die Muhle zu Bollingen, die jdhrlich 4 Matter lautem 
Boggens und 100 Eier giUtef, wogegen der MOller jdhrlich einen 
Morgen (!) Holz erhalt. Die Giilte sollen die SpitcUpJleger, jede 

15 Fronfasten ein Matter, einnehmen, verkaufen und den armen Siechen 
dafur Fleisch, Brot und Wein, in der Fastenzeit Heringe oder was 
sonst notwendig ist, kaufen, zu Ostem soil man die 100 Eier unter 
sie teilen und ihnen sagen, sie sollen des Stifters gedenken. — Siegler 
der Aussteller, sein Schwdher Konrad LUtfrid und sein Schwager 

20 Hans Schletz. ' — 1415 (samsstag vor oculi) Mdrz 1. 

Stiftungepflegeregistratur Fmb. 127,3. Dr., Fg., Sieget ahgeriesen. 

a) HartmtU Leuse schenkt dem Spital (Pfleger Hans Harrer und Klaus 
Hertdin) 13^1% Gulden eur Verieilung des Zinses davan unter die Kranken. — 
1447 (Jorgen abend) April 22. — Heilbronn Lade 25 V C. Dr., Pg., mU Siegel 

25 des SpOals. 

b) Johann Hesse, Buchschreiber und BUrger tfu Heilbronn, und seine 
Frau Elisabeth Tauwerin verkaufen an das Spital (Pfleger Hans Harrer, Bats* 
herr, und Konrad Mergler) ihr HofUhen bu Bollingen, das je 14 Matter Kom, 
Dinkel und Hdber gullet und dem Heilbronner Spital und den Heiligen zu 

30 BdUingen zinsbar ist, urn 110 Gulden. Bergen: •>) die Junker Konrad Seyler, 
Burger, und Johannes Flins, Stadtschreiber zu Heilbronn. — Siegler die Eichter 
Hans Hunder und Hans Keller. — 1461 (dientag nach driefaltigkeittag) Juni 2. 
— Stiftungspflegregistr. Fasz. 127, 13. Or., Pg., die Siegel abgerissen. 

4S4» Hans Belling, Schuhmacher und seine Frau Els, BUrger 

35 zu Heilbronn, verkaufen an das St Klaraktoster ihre MUhle zu 

Frankenbach urn 200 Gulden. — Siegler Konrad LUtfried und Peter 

Sigel, Bichter zu Heilbronn. — 1415 (samstag vor letare) Mdrz 9. 

St.A. HeQbronn IV, Klarakloster. Or., Pg. mU Siegeln. 

a) VoH da an wm andtittr BamA. 



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214 1415 April 16 — Nov. 4. 

a) Hans MMer und seine Frau Adelheid, Hans Ackermann und seine 
jFVau Anna, der erstgenannten Ekeleute Tochier, erhaUen diese MUhle um 
5 Mailer Kom, 6 Matter Kemen, 2 Kapaune und 200 Eier GOUU als Erblehen, 
— Siegler Hans Berlin, — 14:29 (dinstag nach fronlichnams tag) Mai 31. — 
Ebd. Or,, Pg. mi^ Siegel. 5 



4S5. Kunz Schubiz der junge wird von der Stadt Heilbronn 
wegen Oottesldsterung (nnzimlich and angewonlich swure die ich getan 
und Got ubel g^handelt ban) gestrafty schwort Urfehde und 10 Jahre 
lang oder Idnger nach Gefallen des Bats eine Meile von Heilbronn 
zu bleiben. — Siegler Gottfried Truchsess, Komtur des Deutschen 10 
Hauses zu Heilbronn. — 1415 (nff ahttag vor sant Georien tag) 
April 16, 

HeObronn 274, Urfehden 26, Or., Pg, mU Siegel; links heschadigt, 

4S6» Graf Hainan von Ztveibriicken eignet dem Wilhelm von 
Weiler ^k am Bbckinger Zehnten, das sein Vetter Endris zu Lehen 15 
trdgt — 1415 (mendag nach aller heiligen dag) Nov. 4. 

St,A, Heilbronn I, Bdckingen, Or,, Pg, tnit Siegel. Dahei eine andere 
Ausfertigung von dersdben Hand, wovon der Bug abgerissen ist; anscheinend 
bei der Besieglung verungl&ckt, 

a) Enders von Weiler, Edelkneehi, verkauft sein Sechstel am grossen 20 
und kleinen Zehnten zu BSckingen, woraus jdhrlich ein haJher Gulden Kon» 
tribiUion geht, tnit allem Zubehdr um 724 Gulden rheinisch an Georg von 
Hambach und seine Frau Engel Morringerin, — Siegler der AussieUer, seine 
Sohne Dieiher und Burchard und^') die BUrgen Simon von Stetten, Her- 
mann von Berlichingen, Hans von Liebenstein und Zeisolf von Adelsheim 25 
(Altatz-). — 1432 (montag vor Katherin tage) Nov. 24. — Ebd, Or., Pg, 
mit Siegeln. 

b) Derselbe vereichtet auf das BUckkaufsrecht, das ihm Georg von Ham- 
bach mUndlich eundchst auf 10 Jahre xmgesichert hatte, und verspricht, den 
Eignungsbrief vom HefTn von Bitsch herauszageben, — Siegler der AussteUer, 80 
Engelhard von Helmund und Kunz MangoU, beide von Ldwenstein. — 1434 
(dunderstag vor JOrgen tag) Apr, 22. — Ebd. Or,, Pg, mit Siegeln, 

c) Georg Hambach, weiland Schultheiss zu Ldwenstein, und seine Frau 
Engel Moringerin verkaufen dieses Sechstel vom Zehnten an die Stadt HeUbronn 
und geben den Kaufbrief von Endris von Weiler und den Eignungsbrief vom 35 
Rerm von Bitsch heraus. — Siegler der AussteUer, Kunz MangoU und Engel- 
hard von Helmund zu Ldwenstein, — 1437 (dinstag vor Jacobs tag) JtUi 23, 

— Ebd, Or,, Pg. mit Siegeln, 



%) Von 4a nh 9<m d^a^tben Band, ab^r mU amdtnr TimH, 



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1416 Juni 29 — 1417 MarM 5. 215 

4S7* Bifdolf von Munkheim, Burger zu Hall, mit den von 
Nyperger, Burgenneister, und Erhard Mettelhach, Burger zu Heil- 
bronn, gesetzten Zusatzmannen Heinrich Keck und Klaus Halberg, 
Bilrgern zu HaU, einer- und Friedrich von Winter stein und Hans 
5 Engelhart andererseits entscheidet zwischen der Stadt Heilbronn und 
Wernher von Crailsheim. Dieser Magt, er habe'den Bat durch Schenk 
Konrad von Limpurg und Friedrich von Nenningen ersuchen lasseti, 
dns ihm von seinem verstorbenen Schwager Hans Harsch zu Heilbronn 
zugpfallene Erbe in Beschlag zu nehmen, bis die Sache entschiedsn 

10 werde, was der Bat zugesagt habe, dennoch habe der Bat einen ge- 
wissen Lamparter das Erbe in Besitz und Nutzung nehmen lassen; 
er verlangt 100 Gulden Schadenersatz, Beschlagnahmung des Erbes 
und Auslieferung der eingenommenen NutzUng. Der Bat erwidert, 
Lamparter habe seine Frau als Erbin ausgegeben, ein Monch dies 

15 bestdtigt, worauf ihm das Erbe vorbehaltlich der Bechte Dritter zu- 
erkannt worden sei. Dem von Nenningen habe man nur zugesagt, 
das Erbe nach dem Becht der Stadt in Beschlag zu nehmen, die Stadt 
habe keine Nutzung eingenommen, zahle auch keinen Schadenersatz, 
kummere sich Uberhaupt nicht um die Sache, woUe aber den schiltzen, 

20 dem das Erbe zugesprochen werde, und verlange, dass Wernher die 
Fehde abthue. — Urteil: die Fehde soil ab sein, und die Stadt schworen^ 
dass es sich verhalte, wie sie angegeben; was geschieht, worauf sie 
freigesprochen wird. — 1416 (montag noch Johans tag des taafers) 
Juni 29.. 

25 Heilbronn Lade 54, Dr., Fg. mit unkenntlichem Siegeh Vgh n. 464, 

458. Pfalzgraf Ludwig versichert, zugleich fiir seinen Sohn 
Buprecht, den Stddten Heilbronn und Wimp/en, solange er mit ihnen 
in Einung sei, sich nicht bei Konig Sigmund zu bewerben, dass er 
sie ihm verpfdnde, ihre Freiheiien nicht anzutasten und wenn der 
30 Kdnig sie von andern Beichsstddten sondern und beschweren wollte, 
zu ihrer Hilfe und Forderung zu thun, was er vermoge. — Heidel- 
berg 1417 (fritag nach invocavit) Mdrz 5. 

St.A. Heilbronn I, Einungtn, Or., Fg., Siegel zerbrochen. — Beg.: 
Scriba, hese. Urk. J, 138. 

35 459. Die Stadt Heilbronn, Els Bidermennin, Kiinzlin Gerach, 

ihr Tochtermann, BUrger daselbst, einer- und Heinz Beinwort von 
Sulm andererseits kommen in ihr en Hdndeln vor Erzbischof Johann 



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216 U17 April 20 — 1418 April 25. 

von Mainz und werdsn von diesem an Junker Swicker von Sickingen 
zu Scheuerberg gewiesm und hier guUich gerichtet: Reinwort 8oU alle 
Schuld- und alle erlangten Urteilsbriefe der Stadt herausgeben, die- 
selben sollen, wenn sie dlter sind als diese Tddigung, alle ungultig, 
alle weiteren Forderungen abgethan sein. — Siegler Swicker, — 1417 
(dinstag vor Qeorien fag) Apr. 20. 

HeUbrann Lade 64. Or,, Pg. mU Siegd. 



460* Johann Kutsche, Vikar am St. Nikolausaltar im Stift 
zu dhringm verkauft mtt ZusUtnmung des Dekans und Kapiteh zu 
Ohringen dem St. Klarakloster zu Heilbronn je 2^1% Matter Weins- 10 
berger Mass Kom, Dinkel und Haber OUUe von dem Hof zu Odkeim, 
von dem das Kloster die andere Hdlfte hat, wozu Ham Brecht 6 Schil- 
ling und ein Fasnachthuhn und die Brotbeckin 2 Sommerhilhner giebt, 
urn 74 Guldetiy womit er fur seine PfrUnde einen Hof zu Selbach 
kauft. — Siegler Dekan Johannes und das Kapitel. — 1417 (mitt- 15 
woch vor Philippi und Jacobi) Apr. 28. 

Kopialbuch des KlaraJUosters fol. 37. 



461. Hans ZoU von Heilbronn verkauft seine Habe zu Heil- 
bronn (Haus und Hofneben Heinrich Hoffmann, 16^1% Morgen Acker, 
7 Morgen Wiesen, 2^U Morgen Weingdrte^i, gelegen in der Tune 20 
zwischen Flein und Sontheim, am Fleiner Weg, in der niedern Miiss- 
klinge, am Oclisenberg, hinter dem Lerchenberg und einen Krautgarten 
vor dem Bruckenthor neben Gutern Hans Mitissers, der Deutschherrfif 
Renners, Niklaus Smieds, der Lederin, Klaus Muntz, Klaus Merk- 
lins) um 100 Goldgulden bar an Michel von Breit. — Siegler Junker 25 
Hans genannt von Marloch und Engelhard von Berlichingen. — 1418 
(Agneten tage) Jan. 21. 

HeUbronn L<ide 10,2. Or., Pg. mit Siegeln. 



462» Konig Sigmund gebietet den Reichsstddten Augsburg, Ulm, 
Giengen, Nordlingen, Dinkelsbiihl, Rothenburg, NUrnberg, Weissen- 30 
burg, Aalen, Esslingen, Heilbronn und Bopfingen, das unter d^s 
Reichs Schutz stehende Kloster Kaisersheim zu schirmen und seinen 
Leuten auf Nachsuchen das BUrgerrecht zu gewdhren. — Konstanz 
1418 Apr. 25, 



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1418 Nov. 11 — Nov. 24. 217 

Beg,: Altnumn ». 3117. Beg, Boica 12,284. — In dem Mandat an 
mehrere IHireten und Stadte, dem Kurf&reien Fnedrich von Brandenburg gum 
Schute dee Klostere heteusteTien, vom gUkhen Tag (AUmann n. 3118, Beg. 
Boiea I. c.) iet HeSbronn nicht genannt^ 

6 463. JoBt von Venningen, KonUur, und die Briider des Deutschen 

Hames verleihen ihr Altwasser zu Bockingen, das vor ZeiUn Smier- 
lich Gerach innegehabt, an Hans Gosser ah Leibgeding gegen 4 fi. 
rh. Zins, behalten sich aUe Strafen und Bussen wegen unberechtlgUn 
Fisckens und Beschddigu'ng vor und gestatten die Nutzniessung des 

10 Wassers durch Hans Huchelmann (Hugelmann), solange Gosser lebt 

— Siegler der Komtur mit seinem aigen angeborn insiegel. — 1418 
( — decesimo! octavo — Martini) Nov. 11. 

Lehen und Beetandbriefe der Kommende Hedbronn S. 52, 

a) Offieial und Bichter dee geietlicJien Gerichte dee St. Petereetifte eu 
15 Wim/pfen im Thai enteeheiden ewiechen dem Komtur Johann von Nippenburg 

und Kum Benner von Bdckingen, dieeer eoUe die 7^ G^den Zine von einer 
Wieee zu Bdckingen, die er ale eu vid verweigert, wie friXher wetter entrichten. 

— 1438 (freytag vor frawen tag als sie geborn wart) Sept, 5, — Ebd. 

b) Johann von Nippenburg, Komitur bu HeUbronn, giebt dae Altwaeeer 
20 der neuen BrUcke zu, von Bdckingen herah in den Neckar, dae bieher Hane 

Joeeer innegehabt, um 5 Gulden Zine der Stadt Heilbronn. — 1446 (Laarencien 
tag) Aug. 10. — Heilbronn Lade 42. Or,, Pg,, Siegd zerbrochen. 

464» Wernher von Grailsheim und seine Frau Lucret (!) [Luckard] 
Herschin verkaufen ihren Hof zu Bdckingen, den sie von Hans Harsch 

25 geerbt, wdhrend Bernold Plauwe die andere HcUfte geerbt hat, um 
100 Gulden rheinisch an Rafan Ysenhut, Biirger zu Heilbronn, Georg 
Lankwarter, Edelknecht, der einen Teil von diesem Hofhatte, erkennt 
den Verkauf an und verzichtet auf fernere Ansp^Uche. — Siegler die 
Aussteller, Lankwarter und die Heilbronner Richter Itel Eriwin d, j, 

30 und Peter Sigel. — 1418 (Catherin abent) Nov, 23. 

HeUbronn Stiftungepflegregietratur, Lagerbuch n, 62 foh 33. Vgl, n, 4S>7. 
a) Bafan Ysenhut der dUere, der mUtlere und der jUngere, Biirger zu Heil- 
bronn, verkaufen den Hofum 100 Gulden an Marx Schenkd. — Siegler die Bichter 
Hane Berlin und Klaus Sailer, — 1420 (dinstag vor Bartholomei) Aug, 20. — 

35 Ebd. fol, 34. — Marx Schenkel leiht den Hof an Adam Krume und seine Frau 
MechtUd, gesessen zu Bdckingen (die andere Halfte, die ehemals Gerlach Plawes 
Kindem gehdrte, gehdrt jetzt den Heiligen zu Zimmern), 1422 (Thomas abent) 
Dez. 20, spater an Hans Schellenberg und seine Frau Anna zu Bdckingen, 
1428 (sontag nach Gregorien tag) Marz 14, jedesmal um ZVs Malter JtVucht 

40 Zins. Die Lehensreverse ebd, fol, 36 ff, mit Guterbeschreibung. 



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218 1418 Nov. 29 - Dez. 21. 

465. Hans von Wittstadt, Edelknecht, seine Frau Benigna von 
Thalheim und ihr Sohn Hans der jungere verkaufen an das St. Klara- 
kloster zii Heilhronn ihre Outer zu Thalheim (SPk Morgen Acker, in 
der Flur vor dem Jungholz 18^ h Morgen: am Schozacher Pfad, im 
tftehigrundy auf dem KernbUhl, im Lauffergrund, auf der Neckar- 5 
halde, im Bengrund, auf der Nose; in der Flur im BUrkfeld 18^ U: 
beim Horkheimer Holz, am Hdngern, am Bieffergraben, hinter der 
Burg im Binzach, bei der Otelnweide; in der Flur die Strasse hinab 
Horkheim zu 14^1% Morgen: im Grund gegen Sontheimer Feld, an 
der Steinbrucke auf der Halde, auf dem Wissenrein, der Neckar- lo 
halde, beim holzemen Kreuz Uber dem Laufferweg, vor dem hohen 
Markstein, zu Hofstetten; 5^/a Morgen Wiesen am Bach, beim Forst- 
bronn, ob dem Nordelbach; 4 Morgen „Donnbronner^ Weingdrten, 

3 Priestern zu Thalheim mit 5 Schilling fur ein Seelgerdte zinsbar 
— neben GUtern des alien Bemold von Thalheim, des Heilbronner 15 
Spitals, Kunz von Klingenberg, St. Jorgs zu Horkheim, der Sturm- 
feder, der Heiligen zu Thalheim, des Klaraklosters, der vom Buhelberg, 
des Frauenklosters zu Lauffen, Hans Bentners; endlich 31 Schilling, 
5 Fasnacht-, 6 Sommerhuhner und 7 Gdnse Zinse) um 365 Gulden 
und stellen als Biirgen Konrad von Wittstadt genannt Hagenbuch 20 
und Sifried Greek, Edelknecht. — Siegler Hans, Benigna und die 
Biirgen, — 1418 (Endris abent) Nov, 29. 

8tjL EeOhronn IV, Klarakloeter. Or,, Pg., das 2. und 4. Siegel ah- 
gegangen. 

466. Marquard und sein Sohn Hans von Bachenstein ver- 25 
kaufen 3 Teile am Strubenhof zu Grossgartach (das letzte Viertel 
gehort Katharina von Thalheim, der Witwe Heinrichs von Gochsen), 
die Hartmut Diemar von Richen um Va des Ertrags als Erblehen 
innehat, ^ um 475 Gulden an die Pfarrkirche zu Heilbronn. Biirgen 
die Edelknechte Hans von Bachenstein genannt Bechlin zu Dottingen 30 
und Wilhelm von Stetten zu Stetten und die Heilbronner BUrger 
Hans Isenhut und Arnold Marpach. — Siegler die Aussteller und 
Biirgen, — 1418 (Thomas tag) Dez. 21. 

Heilbronn Lade 21. Or., Fg., das 3., 4., und 5. Siegel abgegangen. 
a) Desgleichen um 139^U Gulden daa letzte Viertel, doe ihnen von Katha' 35 
rina von Thalheim, der Frau WUhelms von Oiterabach, eingegeben wurde, jetet 



*) Der ErbUhenbrief ebd. Or. von 1414 (Agathen tag) Febr. 5., es werden 
142 Morgen Acker, 13 Morgen Wiesen aufgezdhlt. 



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1418 Dez. 21. 219 

ebenfaUs Erblehen Diemara ; versprechen, dm Kauf gegm Katharina und thren 
Sohn Kuno von Oochsen zu wehren. Burgen: WUkdm der aUere und der 
jUngere von Stetten, die Hedbronner Burger Arnold und aein Sohn Mathis Mar- 
pack, — Siegler die AussteUer und Burgen. — 1419 (Mattis abent) Fehr. 23, 
5 — Ebd. Or., Pg, 1,, 3, und 4. Siegel abgegangen, 2, und 6. beschddigt, vom 
5, die Vordereeite abgelosty aber beUiegend und gut erhaUen. 

b) Hans von Bachenstein gu Ddrebach gesessen vergUicht sick mit den 
Prdaengherm Hher einen von diesen eum crwdhnten Hof beanspruchten Acker, 
indem er vergichiet — Siegler der AussteUer und sein Bruder Engelhard von 

10 Bachenstein, Propst zu Gebsattel — 1435 (mentag nach palmdage) Apr. 5. — 
Ebd. Or,, Pg.y beide Siegel abgegangen, Dabei ein uraprUnglich cds Or, beab- 
sichtigtes StUck (fur die Initiate bei Ich Baum gelassen), wegen Korrekturen 
und schmcden Unterrandes nicht besiegelt, 

c) Hartmann Diemer, der diesen Acker von Markart um 1 Matter Kom 
15 ats Erblehen ertoorben, giebt ihn auf des Hans Brfehl den Prdsenzherm auf. 

— Siegler Utrich Nenninger ufid Hans K^der, Biehter gu Heitbronn, — 1425 
(dinstag nach ostertage) Apr. 10. — Ebd. Or., Pg., das 2. Siegel abgegangen. 

d) Dersdbe und seine Frau Elisabeth bekommen von WUhelm von BrUnne, 
Kirchherm, und den Altaristen eu Heitbronn den Sirubenhof (147*^ /uo Morgen, 

20 dazu '/is eines Ackers und eine Wiese mit 4 Mahden, Haus, Hof und Scheuem ; 
die Giiter werden beschrieben) um je 18 Matter Korn, JDinket und Haber dls 
Erblehen. — Siegler Paul Burger und Jakob Binkesser, BicMer zu Heitbronn. 

— 1426 (frytag vor letare) Marz 8. — Ebd. Or., Pg., das 1. Siegel sehr 
beschddigt, das 2, abgegangen. 

25 e) Heinz Zerrengiebet mit seiner Frau Berhuss, Hans Hanmann, Schuh- 

macher, und Buf Roser mit seiner Frau Anna zu Grossgartach erwerben den 
Strubenhof von Eberhard EssUnger, Kirchherm zu Heitbronn, und den Al- 
taristen dasetbst um je 20 Matter Boggen, Dinkel und Haber GuUe, vei'sprechen 
den Hof bei einander zu lassen, ihre Anteile mit dheinem stein, sunder nit 

30 dann mit hulzin stutzen underzeichen und mit malestat also hanthaben. — 
Siegler Pauls Burger und Jakob Binkesser, Biehter gu Heitbronn. — 1434 
(mentag vor Fabiani und Sebastiani) Jan. 18. —- Ebd. Or,, Pg,, das 1, Siegel 
abgegangen. Ats Vortage (auch hier GUterbeschreibung) diente d). 



467. Egen Sieder und seine Frau Agnes von Sachsenheim, 
35 Burger zu Heilbronn, verkaufen an das St. Klarakloster daselbst 
ihren Hof zu Frankenbach, den Hermann Arnolt um je 4 Malted' 
Kom, Dinkel und Haber baut (Flur gegen Heilbronn ll^h Morgen: 
am Milhlacker, am Bockinger Weg, auf der Schlicht, auf dem Hiit- 
berg; Flur gegen das Holz hinaus 8"/i2 Morgen: am Markstein, neben 
40 der Steige, im Kreuwenloch; Flur am Bach hinauf 9^1% Morgen: 
7iebe7i der Kleinen Almende, zu Hauwenwinkel, neben Gutern derer 
von Gemmingen, Geres, /^an dem Geren, Flurname?], der Bysten- 
bechenn, der Deut^chherrn, Vockes, des Bitters, Klaus Schmids, Peter 



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220 1419 Jan. 14 — Nov. 24. 

Metzlers, Jorg Kmses, am Haus 5V« Morgen Garten und Wiesen, 
Va Morgen Wiesen am Dornlins) um 130 Gulden, — Siegler der Aus- 
steller, Itel Erlewin und Peter Sigel, Bichter zu Heilbronn. — 1419 
(samstag vor Anthonien tag) Jan. 14. 

8t.A. HeObrann IV, KlaraJdosUr. Or., Pg., das 2. Siegd hat durch 5 
Heraussreiaaen des Pg.streifen8 das Wappsn verloren. Aussen u. a., 18. Jh.: 
Neitzischen hof. 



468. Klaiis Merklin und Peter Husen, von Rats wegen Pfleger 
des Spitals zu Heilbronn, beurkunden die Stiftung von 40 Gulden 
durch Hans Bernkart, Burger zu Heilbronn, zu einem ewigen Licht 10 
bei Nacht fUr die Siechen, das aufgesteUt sein soil, wo die Siechen 
wandeln. Strafe bei Versdumnis Uber ein halbes Jahr 2 Gulden fUr 
die Kranken. — 1419 (dez heiligen crutzes tag alB es fflnden 
ward) Mai S. 

Heilbronn Lade 25 V C 2. Or., Pg, mit hesehddigiem StadtsiegeL 15 

469. Peter Buf und seine Frau Margareth zu Neckargartach 
reversieren sich gegeniiber Jakob von Bruchsal und Johann Bosengart, 
Pfriindnem und Verwesern am St. Kilians- Altar im Stift zu Wimpfen^ 
Uber die Belehnung mit deren Hof zu Neckargartach um 14 Simri 
Boggen, je 15 Simri Dinkel und Haber, 1 Simri Erbsen GHUe und 20 
2 Schilling Handlohn bei jedem Wechsel des Inhabers. — Siegler 
die Heilbronner Bichter Kunz Neipperg und Hans Merz, — 1419 
(Eatarinen abent) Nov. 24. 

8t.A. HeUbronn I, Neckargartach. Or., Pg., teUweise unleserlich, die 
Siegel dbgegangen. Aussen aus dem ndchsten Jahrhundert: Ad altare sancti 25 
Kiliani — Ad vicariam primam et secundam domini Burkardi . . . decani et 
fundatoris. Etwas spdter: Erbbestandsrevers Qber den Kutterhof zu N. — 
Vgl. die Urkunde vom folgenden Tag im Anhang unter der Hauptnummer 
1367 Febr. 24. 



470, Die Wormser Biirger Henne Heimborger, seit 25 Jahren 30 
Hausmeister im Kaufhaus zu Worms, Werner Schocke, an 25 Jahre 
XJnterkdufer, und Henne Morschel, 17 Jahre Unterkdufer und 6 Jahre 
Zoller, bezeugen, dass die von Heilbronn von ihren Waren nie einen 
Zoll gegeben haben, wissen jedoch nicht, oh das Becht oder Gewohn- 
heit sei. — Notariatsif^trument ausgefertigt fiXr Konrad Gerach, 35 
Burger zu Heilbronn, in Gegenwart He^me Flomerns und Klas Helf- 



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I420?i'ebr. 9 — Juli L 22l 

gotts durch Johannes Herrenberger von Ladenburg, Kleriker der 
Dibzese WormSy im Hof zum schwarzen Bupel zu Worms. — 1420 
Febr. 9. 

Heilbronn 357, Warms 1, Or,, Pg; die Urkunde ist oljektiv gefasst. 



5 471. Konrad von Weinsberg erbffnet der Stadt Heilbronn das 

heutige XJrteil des ton ihm besetzten Hofgerichts zu Breslau in der 
Dompropstei, wonach die Graf en Ludwig, Konig Sigmunds Hofmeister, 
und Friedrich von Ottingen, GebrUder, den Weinzehnten zu Heilbronn 
mil Hdusern, Keltern, Wein und allem Zubehbr gegen Pfalzgraf 
10 Friedrich um 2000 Mark Goldes gewonnen haben und in Besitz 
gesetzt warden sind, fordert daher, ihnen behalf en zu sein, bis ihnen 
die 2000 Mark bezahlt seien. — Breslau 1420 (dinstags nach letare 
zu mittervasten) Mdrz 19. 

Heilbronn 249 V D, 0r,,Pg. Unten: FetrusW&Gker. AussenSiegelspur en, 

15 472. Kunz SchMer, Bilrger zu Heilbronn, vei'pfdndei seinen 

Hof zu Frankenbach mit Zubehbr um 130 Gulden an Konrad von 
Binderbach, Bilrger zu Heilbronn. — Siegler Eitel Erlwin und Klaus 
Seiler, Richter zu Heilbronn. — 1420 (Ulrichs tag) Juli 4. 

St, A. Heilbronn I, I/Vankehbach, Or,, Fg. mit Siegeln. 

20 b) Derselbe verhauft seinen halben Hof und ein Viertel, der ihm von 

seiner Schwester su Frankenbach geworden isty um 100 Gulden an Konrad von 
Binderbach, — Siegler der AussteUer und Georg von Gemmingen, — 14JS1 
(donrstag nach Erhartz tag) Jan. 9, — Ebd, Or,, Pg. mit Siegeln. 

b) Kuns von Binderbach zu Frankenbach und seine Frau Margareth 

25 ertoerben das letzte Viertel des Schulerhofs von Ludwig vom Walde um je 
4 MaUer Kom, Dinkel und Haber und 1 Simri Erbsen Gulte, von Kunz Beck, 
der jetgt den gansen Hof um V* des Ertrags baut, su liefern. — Siegler Paul 
Burger und Peter Jeger, Bichter zu Heilbronn, — 1431 (sampstag nach Lucien 
tag) Dez, 15, — Ebd. Or,, Pg,, das 1, Siegd beschddigt, — Ludwig vom Walde, 

30 Burger zu Heilbronn, verkauft die GUlte an Hans Berlin, 1434 (mentag nach 
Ulrichs tag) Juli 5; toiederholt 1434 (dinstag vor Lauren cien tag) Aug, 3, 
diesmal der Kaufpreis, 120 Gulden, genannt, — Ebd, Beide Urkunden Or,, 
Pg, mit den Siegeln der Bichter Ulrich Nenningev und Hans Kuder. — Bern- 
hard Berlin verkauft sie mit Genehmigung der Witwe seines Vaters Hans Ber^ 

85 lin, Elisabeth MUnzmeisterin (so nach ihrem jetzigen Mann genannt), seiner 
Siiefmuiter, als Vormund seiner Halbgeschwister um 140 Gulden rheinisch an 
das St, Klarakloster, — Siegler Ulrich Nenninger und Hans Diemer, Bichter 
zu Heilbronn. — 1434 (dinstag nach Martins tag) Nov, 16. — Ebd, Or., Pg, 
mit Siegeln. Aussen, 17, Jh.: Wie wttr den guetenleuthof gekauft haben. 



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222 Ua) Juli U - Okt-12. 

473. Der Zunftmeister, die 2 und 12 rom Gerberhandwerk zu 
Esslingen antworten der Stadt HeUbronn auf die Anfrage ihrer BUrger 
Hans Giimp und Hans Lower nach ihrem Handwerksherkommen und 
ihrer Stellung zu den Schdfern und Abdeckem: Abdecker, solche 
die Haute von totem Vieh und totes Vieh wegen der Haut kau/en, 5 
durfen bei ihnen das Handwerk nicht lehren fioch treiben, — Siegler 
Trutlieb Ungelter, Bichter. — 1420 (zwelfboten zertaylnng abeut) 
Juli 14. 

Heilhronn 107, RoU und Weissgerber. Dieses und die folgenden Stucke 
in Ahschrift aus dem Anfang des 16, Jahrhunderts in einem Pergamentheft. 10 

a) Die Zunftmeister und die Gerher(\sLweT')eunft zu Worms: schliessen 
Schdfer aus, — 1420 (divisionis apostolonim) Juli 15, 

b) Der Zunftmeister und die 12 der Gerhereunft 8u Reutlingen: wie 
Esslingen, — Siegler Bern Steffalter, Burgermeister, — 1420 (zinstag vor Magda- 
lenen tag) Juli 16, 15 

oj Meister und Gerhergunft eu Heidelberg antworten auf mUncUicJie An- 
frage, sie lassen keinen SchSferknecht das Handwerk lemen und essen und 
trinken nicht mU Sckelmen und Schindem, — 1420 (feria quinta post diem 
sancte Margarethe) Juli 18, 

474, Kunz Hagenauwer zu Neckargartach reversiert sick defn 20 
St, Klarakloster gegeniiber iiber die Belehnung mit dessen Hof daselbst, 
von dem es 12 Malter Leibgeding zu entrichten hat, zahlt jdhrlich 
21 Malter GUlte Heilbronner Mass, 15 Maltsr Wimpfener Mass den 
Herrn zu Wimpfen im Thai, leistet der Stadt HeUbronn Bede und 
Dienste und ist verpJHchtet, jdhrlich 60 Karren Mist hinauszuthun, — 25 
Siegler die Heilbronner Richter Hans Berlin und Berthold Bellinger. 
— 1420 (samstag vor Gallen tag) Okt, 12, 

St. A, Heilbronn IV, Klarakloster, Dr., Pg,, aussen 17, Jh, : Das closter 
hat oichts. 

aj Hans Kuchlinj Sohn Adam Kuchlins, su Neckargartach und seine 80 
Frau Endlin versprechen, 12 Simri Dinkel von Hans Lufter su Frankenbach 
und seiner Frau Adelheid gestifteten Zins von den Giitern eu lYankenbach 
und Neckargartach, die jetet an sie gekommen sind, weiter zu entrichten, — 
Siegler Hans Dinkelspiihel und Hans Horlwagen, Bichter zu Heilbronn, — 1473 
(dornstag nach Sebastians tag) Jan, 21, — Ebd. Or,, Pg,^ das 1, Siegd teil- 85 
weise aus der Schale g<f alien, das 2, eerbrochen. 



475. Graf Heinrich von Lowenstein verkauft dem Spital (dem 
eleoden huse) zu Heilbronn seine Gilter zu Frankenbach: 3^k Morgen 
Acker in der Hochmute neben Georg von Gemmingen und Hans Gar- 



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1421 April 12 — Aug. 4. 22S 

tach von Neckargartach, die erne Hdlfte dem Erzpriester au Schwaigern 
mit 2 Gdnsen zinsbar, IVi zu Heuwinkele im Michelthal (-teil) neben 
Georg von Gemmingen und Diether Becker, 2 im Bettber neben den 
Deutschherrn und Diether Becker, mit 6 Schilling dem Billigheimer Ilof 
5 zu Heilbronn zinsbar, Pit Morgen am Gartacher Fussp/ad neben dem 
Frauenkloster, dem BUssinger mit 4 Simri Landacht Wimpfener Mass 
zinsbar, 1 an der Flurscheid, genannt der Erk, neben den Deutsch- 
herrn, demselben mit 2 Simri Landacht Heilbronner Mass zinsbar, 
1 Morgen Wiesen und Acker neben Koch und Peter Budolf, auch 

10 an der Klingen, 3 Morgen desgl. ebd, neben den Deutschherrn und 
Hans Amolt, 2 Morgen zu Hipfelbauer im Koczengrund neben dem 
Spital zu Wimp/en um 80 Gulden, woriiber er quittiert, und steUt 
als BUrgen die Brilder Hans und Ytel Erlemn, Burger zu Heilbronn, 
seine Getreuen. — Diese siegeln mit — 1421 (samstag vor jflbilate) 

15 April 12. 

Heilbronn Stiftunggpflegregistratur, Fase. 126,47. Or., Pg., das erste 
Siegel abgerissen, das zweite abgegangen. 

a) Kunz Bitter und seine IVau Margarethe zu Neckargartach bekommen 

vom Spital (Pfleger Hans Lotsche) 38^^ Morgen GiUer um 16 Matter Frucht 

20 GdlU als Erhlehen. — Siegler die Bichter Junker Hans Eyrer d, j. und Paul 

Merklin d. j. — lUi (meutag vor Pauls tag) Jan. 20. — Ebd. 55. Or., Pg., 

die Siegel abgerissen. 



476. Graf Heinrich von Lowenstein verpfdndet sein von Al- 

brecht Harsch gekauftes Fischwasser, ^Drittelwasser^, am Spitalwasen 

25 bei der Wasen- tmd GrienmilhU um 60 Gulden rheinisch an Hans 

Eyrer den dlteren, Burger zu Heilbronn. — 1421 (mentag nach 

Peters tag ad vincula) Aug. 4. 

St.A. Heilbronn J, Neckar u. s, w. Or., Pg. mit Siegel. 

a) Berselbe verkauft dieses Fischwasser (neben dem der Orecken von 

30 Kochendorf, von Kunzlin Geraehs Wasser hinab his zu dem Siverlin Gerachs) 
um 60 Gulden an das Spital zu Heilbronn. — Siegler der AussieUer und seine 
Getreuen Kunz MangoU und Hans Munzmeister genannt Vetzer. — 1433 (mit- 
woch vor palm tag) Apr. 1. — Ebd. Or., Pg., vom 3. Siegel nur noch die 
Schale vorhanden. 

35 b) WUheUn Beuher von Wimpfen und seine Frau Agathe Eiethin ver^ 

kaufen ihr Fischwasser, das Agaihe von ihrem Voter geerbt, im Neckar unter 
der Br&eke neben dem Teil Albrecht Harschs, jetzt des Spitals, um 60 Grulden 
rheinisch an Kunzlin Gerach. — Siegler die Ausstdler, Reubers Schwager Wi- 
prechit von Dierbach und Jdrg von Neuenburg zu Wimp/en. — 1433 (Marga- 

40 rethen tag) Juli 13. — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln, das 3. beschddigt. 



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fi^i 1^21 Sept 21 - 1422 Mftrz 6. 

477m Bern Deufel und sein Sohn Hans kundigen denen von 
Heilbronn und den Stddten Wimpfen und Weinsberg Fehde an, weil 
erstere ihnen nachstellen in der Meinung, Hans sei beim tfberfall der 
vier GeseUen beteiligt gewesm, und weil sie ihre Feinde in der Stadt 
und im Adelberger Hof speisen, — Siegler Junker Hans von Fechen- B 
back. — 1421 (dorastag vor Michels dag) Sept. 21. 

Heilbronn 194, Fehden 1 1, Or. mii Siegelresten. 

a) Kunz von Wissenbach (Wu-) genannt Eatz sagt denselhen (ds Ver- 
hUndeter dee Hans von Feehenbach Fehde an. — Siegel und Datum wie voT" 
hin, — Ehd. Or. mii SiegeUpuren. 10 

b) Die von Bothehburg a. T. entecheiden auf Anru/en beider PaHeien 
ewischen Heilbronn und ihrem [EothenburgsJ Diener Hans von Feehenbach, 
die wegen des Heilbronner Burgers Hans Schrotlin in Feindschafi gekommen 
toaren und einander mit Nahme und Brand geschddigt liatten, alle Feindschafi 
und dUe AnsprOche auf Schadenersaie sollen dbgeihan sein. — 14^ (freytag 15 
nach Anthonyen tag) Jan. 18. — Heilbronn Lade 38, 9. Or., Pg. mii Siegel. 

478. Henslin Reck, Beauftragter Konrads von Weinsberg, quit- 
Hert den Juden und Jiidinnen zu Heilbronn ilber Bezahlung des goldenen 
Opferpfennigs fur vergangenen und kommenden Christtag: der Sams-' 
dagin, die filr sie, ihre Tochter die Wietwann und ihren Tochtermann 90 
und dessen Frau [nicht die genannte Tochter?] 6, dem Juden Sannel, 
der far sich 2 Gtdden bezahU hat. — 1421 (mentag vor Katherinen 
tag) Nov. 24. 

. Albrecht^ Weinsberger Begesten fk. dff. Bibliothek) B 2,27 nach Kangepi 
in Ohringen. — Vgl. dctselbst das Ausschreiben Konrads vom 13. Nov. und 25 
Alifnann n. 4635^37. 

479. Papst Martin F. trdgt dem Propst des Heiligkreuzstifts 
zu Stuttgart auf Bitten der Geistlichen an der Pfarrkirche zu Heil- 
bronn auf, die deren Pfrtmden entfretndeten Gilter zurUckzusteUen, 
gegen Widersetzlichkeit mit kirchlichen Zensuren vorzugehen und die 80 
Zengen zur Zeugnisgabe anzuhalten, — Rom bei St. Peter (ponti'- 
ficatus nostri anno quinto — 5. nonas marcii) 1422 Mdrz 3. 

„Dilectorum filiorum*', dem folgenden StUck inseriert. 

a) Albert, Propst an der Heiligkreuekirche in Stuttgart, lOdt auf Grund 
seiner pivpstlichen Vollmacht und auf Bitten des Johann Steinbrecher Prokuro' 35 
tors und Pfrundners an der Pfarrkii'che eu HeUbronfty wegen des Berthold 
Thebersdner, Altaristen su St. JDionys^ alle PfrUndner an der genannten Kirche 
und aUe, die daran ein Interesse su luiben glaubtn, auf den eehnten Tag nach 
Eroffnung des Schreihens oder den ndehsten Tag danach, an dem Prozesse 



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1422 Mara 7 - 1422 Mara 23. 225 

verhandelt werden dUrfen, in seine Wohnung nach Stuttgart vor^ drohi die nicht 
erschsinenden nicM eu herOeksichtigen und bitttet um MitteUung mher ihr Vor- 
gehen. — 1422 (indiccione 14, die penultima mensis julii) J%di 30. Zeugen 
Johann Spenlin, Professor der KUnste und der Medizin, Meister Marquard 
5 Custosj Meister Johann Wenck, Meister (plur.) der KUnste, Kanoniker des ge- 
nannten Stifts, 

Heilbronn Lade 23,27. Or., Pg. mit Siegel Aussen kUndigt Johannes 

Tilger, Pfarrer zu Pfersdorf in der Dideese WUreburg, an, dass er als Ver- 

treter des Demetrius von Giech, Kanonikers und Bompfarrers zu WUrzburg^ 

10 a2s VoUstrecker dieses Mandats an St: Afra (Aug. 7) itn Chor von St. Kilian 

sein werde. 



480. Papst Martin V. best&tigt den PfrHndnem an der Pfarr^ 
kirche zu Heilbronn den Besitz der rechtmdssig erworbenen Bene- 
ficien. — Rom 1422 Mdrz 7. 

15 Heilbronn Lade 23. Or., It, Pg., BleibuUe an rotgetber Seidenschnur. 

Martinns episcopus servus servorum Dei dilectis filiis universis 
presbyteris, per { petuis beneficiatis, altaristis impresenciaram nnncupa- 
tis in parrochiali ecclesia sancti Kiliani opidi Heilpran Herbipolensis | 
diocesis salutem et apostolicam benedictionein. Justis petenciam desi- 

20 deriis dignum est nos facilem prebere assensum et | vota, que a ra- 
cionis traniite non discordanty efifectu presente complere. Eapropter, 
dilecti in Domino fiiii, vestris juBtis postulacionibus grato concarrentes 
assensu perpetaa beneficia altarista impreBenciaram nuncupata^ que 
in dicta ecclesia canonice vos proponitis adeptos, cum peiianentiis suis 

25 sicat ea jaste et pacifice communiter obtinetis, vobis anctoritate aposto- 
lica confirmamus et presentis scripti patrocinio commuuimus. Nulli 
ergo etc. Si quis autem etc. Datum Rome apnd sanctum Petrum | 
nonis marcii pontificatus nostri anno quiuto. | 

481. Ffalzgrof Ltidwig schliesst mit den Stddien Heilbronn 
30 und Wimpfen eine Einung auf 5 Jahre. — Stuttgart 1422 Mdrz 23. 

SUA. Heilbronn I, Einungen und Vertrdge. Or., Pg. tnit Siegel. — 
Enoahnt Acta acad. Theod.'Palai. 2, 52. 

Wir Lfidewig von Gottes gnaden pfalzgrave by Kyne, des hei- 

ligen Romischen riches erztruchses und berzog in Beyern, bekennen 

35 und tfin kund oflTenbar mit diesem brieve vor uns und den hochge- 

bornen fursten herz6g Ruprecht unsern lieben sone alien den die 

ync sehent oder horent | lesen, wand wir mit ganzer begirde geneyget 

WOrtt. OetchiohuquoUen V. 15 



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226 1^22 Mftrz 23. 

sin zu frieden und zu gemeyneni nutze der lande^ und auch das 
witwen und weysen, riche und SLvme, pilgerin, kanflute, lantferer und 
kaufman^chaft, goteshuser und alle andere nnversprochen lute, sie sin 
geistliche oder werntliche, | beschirmet werden, sicher sin, desto bass 
gewandeln und by gemacbe veriiben mogen, so haben wir mit wol 5 
farbedaobtem mute und reebter wissen dem beiligen Romischen riche 
z& sterkunge zu nutze und zu eren, uns selber den unsern und den 
gemeynen landen zu frieden | und gem&che uns mit den ersamen 
wisen burgermeistern reten und burgem gemeinliche des beiligen 
ricbes stette Helbronne und WimpflTen unsern besundern guten frunden 10 
fruntliche und gutlicbe vereynet und vereynen uns auch ytzund mit 
yne mit reebter wissen in craft dieses brieves by unsern furstelichen 
tmwen und eren mit uns seibes und alien unsern stetten, vesten, 
slossen, iuten und dienern von datum dieses brieves an biss of sant 
Georgen dag nebst kompt und damach funf ganze jare die nebsten 15 
nacb eynander folgend in aller der masse als hemach geschrieben 
stft: Zu wissen 6b yemand, wer der were, die vorgenanten zwo 
stette Helpronne und Wimpflfen, yre dienere und die yren oder ander 
geistlicbe oder wemtliche persone, die yne zu versprechen stent, ir 
eynen oder me angriffe oder bescbedigete mit morde mit raube mit 20 
brande mit unrechtem vaben oder mit unrechtem widdersagen oder 
sie von yren friheideU; recbten, gnaden, guten gewonheiten oder 
brieven, die sie von Romiscben keysem oder kunigen bisber bracbt 
erlanget oder erworben bant, dryben oder dringen wolte oder sie an 
iren Iuten oder giiten beschedigeten uf wasser oder uf lande oder 25 
sie und die iren oder die yne zu versprechen stent, sie sin geistliche 
oder wemtliche, mit macht uberziehen, uberbuwen oder belegem 
wolte, das alsdann wir die obgenanten herz6g Ludewig und herzog 
Ruprecht unser sone imd alle die zu uns gehorent ine darwidder 
getruwelicbe sullen und wollen beraten und bebolfen sin mit nach- so 
ylen zu frischer get&t, mit zuruffen und zuzieben und mit alien andem 
sachen die darzu gehorent nacb allem unserm besten vermogen glicher- 
wise als ob uns das selber anginge und uns auch selber widderfaren 
und gescheen were, alle geverde und argeliste genzlichen usgeschei- 
den. Wer es aber, das soliche geschiecbte und sache also geschaffen 35 
und gestalt weren, das sie zu frischer getat und so kurze nit mochten 
berdbert und usgetragen werden, wan wir dan darumbe oder, ob wir 
seibes of die zyt nit in lande weren, der obgenant unser s5ne herzog 
Ruprecht oder die den wir danne unser sache entpfolhen hetten von 
den vorgenanten burgermeistern und reten der stette Heilpronne 40 



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1422 Marz 23. 227 

md WiliiqpfieD, yue beiden oder ir eyner, sament oder bes&nder da- 
rumbe ermanet warden too yn aelbes oder mit iren gewissen bodten 
oder brieveo, so suUent wir za stimd in den nebsten acbt dagen 
darnacb unsere erbem rete zu yne gein Heilpronne oder gein Wimpfen, 

5 welicher derselben zweyer stette dann die man&nge were, schicken, 
da zii rade zu werden und zu uberkomen was hulfe man furbas 
darzu bedorfe oder noitdorftig sy, nacbdem dan dieselbe sache an 
yr selbes gestalt and geschaffen were, und die halfe sal in eynem 
monet nehst darnacb vollengene und mit der selben bulfe snllen 

10 auch wir dan unverzugelicbe zuziehen and bebolfen sin in aller der 
masso als vorgeschrieben stet and glicher wise als ob das onser 
eygen sacbe were and uns selber anginge als lange bis das soliche 
angriff, bescbedigunge and saehe genzlicbe and gar berobert and 
abgeleget worden ane alle geverde. Und wer es das man also za 

15 felde ligen and besesse haben worde, were danne das die vorge- 
nanten stette Helpronne and Wimpfen oder die iren als vorgeschrieben 
st£t mit solicher anser hulfe, so die manange ire were oder sast 
wie das zaginge, do di^ ansern by weren, ycht slosse oder gefange 
gewonnen, mit denselben slossen and gefangen mogen sie gefaren 

20 and tun wie sie w511en ane anser and der ansern irrange and widder- 
rede, doch also das sie die gefangen nach erbers krieges gewonheid 
halten and die auch ane ansern willen and wissen nit doten iassen 
noch die gewonnen slosse brechen salient and das sie ans aach da- 
rinne versorgen, so sie beste mogen, das wir furbasser ansprache 

25 von denselben entragen werden and aach also das die obgenanten 
bargermeistere, rete and bargere der vorgenanten zweyer stette Heil- 
pronne and Wimpfen and die iren als vorgeschrieben stet, was 
kostens oder schadens dariiber ginge and wacbsen worde von gezuge 
and von werglnten, das sie das dargeben, asriechten and bezalen 

30 salient ane unsern and der ansern schaden nngeverliche, also be- 
scheidenliche ob sie anser der vorgenanten herzog Ladwiges and 
herzog Raprechtes ansers s6ne8 gezuge, werke oder werglnte darzu 
bedorfen warden and dornmb bidten oder manten, das wir yne die 
danne farderliche darzu lihen sullen ane widderrede, das auch sie 

35 by uns holen and uns danne widder antworten salient of ire eygen 
koste and ane ansern schaden als gut sie den danne by ans geholet 
bant ungeverliche. Es soUent auch den vorgenanten bargermeistem, 
reten and bargern der vorgenanten zweyer stette Heilpronne and 
Wimpfen and den iren alle unsere stette, vesten and slosse die vor- 

40 genante zyt ganze as offen sin, sich darns and darinne zu behelfen 



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228 1422 Mftrz 23. 

geyn wem yne danne des noit geschiecht ane alle geverde. Und wir 
sollen auch bestellen, das man yne und den iren allezyt als dicke 
sich das gebSret, redelichen feylen kaufif darinne gebe umbe eynen 
zytlichen pfennig ane geverde. Darzu sullen aucb wir nocb die 
unsern der vorgenanten zweyer stette Heilpronne und Wimpfen noch 6 
der iren als vorgeschrieben stet offen fiende in unsern slossen, stetten^ 
landen und gepieten nit enthalten essen noch drenken noch yne sust 
keyne zulegunge tun in dheyne wise ane alle geverde. Auch sullen 
wir und die unsern uns umbe dheyne sache, die sich von dieser 
eynunge wegen verlaufen worde, mit nyemand ussunen, frieden noch lo 
furworten in dheyne wise ane der obgenanten burgermeistere, rete 
und burgere der vorgenanten zweyer stette Heilpronne und Wimpfen 
willen ane alle geverde. Und ob das were das die obgenanten 
stette Heilpronne und Wimpfen und die iren als vorgeschrieben stet 
mit yemand zu kriege und fientschaft komen worden als vor unter- 15 
scheiden ist, so sullen und wollen wir yne und den iren nach us- 
gauge dieser vereynunge dannoch beraten und beholfen sin in aller 
der ro&sse als vorgeschrieben stet bis das der krig genzliche ver- 
riechtet und versiinet wirdet. Wer es auch das unser der vorge- 
nanten herzog Ludwigs und herzog Ruprechts unsera sones nianne, 20 
burgmanne oder dienere, sie weren graven herren rittere oder knechte, 
burgere oder andere die unsern an die vorgenanten stette Heilpronne 
und Wimpfen sie beyde gemeinliche oder ire eyne besunder das die 
gemeyne stette antreffe icht zu sprechen gewonnen, dorumbe snllen 
die selben stette oder die under ine das antreffe dem cleger des 25 
rechten vor unsern reten ungeverliche gehorsam sin. Hette aber ye- 
mand wer der were an dheynen eynzelingen burger der vorgenanten 
stftte Heilpronne und Wimpfen ir eynen oder me, das doch nit eyne 
gemeyne stat antreffe, ichts zu sprechen, der sal dem nachfaren in 
die stad und geriechte darinne er gesessen ist, do man auch dem 30 
cleger des rechten furderlichen beholfen sin sal, es were danne das 
es eygen und erbe antreflfe, das sal man ustragen an den geriechten, 
darinne die selben gutere gelegen sint. Gewonnen auch die obge- 
nanten burgermeistere rete oder burgere der vorgenanten zweyer 
stette Heilpronne und Wimpfen oder die iren an unser der vorge- 85 
nanten herzug Ludwigs oder herzug Ruprechts unsers sons manne 
burgmanne oder dienere, sie weren graven herren rittere oder knechte 
oder eyne unser ganzen stette oder gemeyndc ichts zu sprgchen, 
die sollen yne auch vor unsern reten ungeverlichen des rechten ge- 
horsam sin, darzu wir yne auch furderlichen beholfen sin sullen und 40 



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1422 W^Tz 28. 229 

woUen, das yne das also widderfure und geschee ane geverde. Hettent 
abcr die obgenanten burgermeistere rete oder burgere der vorgenanten 
zweyer stette Heilpronne und Wimpfen oder die iren an dheynen 
unsern, unsere dienere oder der unsern oder der die uns zu ver- 

6 sprecben stent burger oder armenmanne eynen oder me ichts zu 
sprechen, dem sal der cleger nachfaren in die geriechte, darinne 
er gesessen ist, do man yme auch des rechten furderlicben beholfen 
sin sal ane alle geverde; es were danne das es eygen oder erbe 
antreffe, das sal man auch gein denselben burgern oder armenluten 

10 ustragen in den gerieehten, darinne die selbeu gutere gelegen sint. 
Und in dieser vereynunge haben wir die obgenanten herzog Ludwig 
und herzog Ruprecht unser sone usgenommen den allerdurchlnch- 
tigesten fursten und herren hern Sigeniund Romischen kunig zu alien 
zyten merer des riches und zu Ungern etc. kunig unsern gnedigen 

15 lieben herren und das heilige Romische riche und die erwirdigen 
in Got vettere hern Cunrad zu Mentze, hern Otten zu Triere und 
hern Dietherich zu Colne erzbisehove, den hochgepornen fursten hern 
Friederiche marggrafen zu Brandenburg und burggraven zu Nurem- 
berg^ unsere lieben oheymen besunder frunde und mitkurfursten, die 

20 erwirdigen und hochgepornen fursten hern Raban bischof zu Spire, 
hern Johann bischof zu Wormse, hern Johansen, hern Stephan und 
hem Otten pfalzgraven by Rine und herzogen in Beyern unsere 
lieben bruder, die wolgepornen grave Ludwig und grave Ulriche 
und die herschaft zu Wirteraberg und die ersamen wisen meistere 

25 rete und burgere der stad zu Strasspurg und des heiligen riches 
stette in Elsas^ mit den alien wir vor in eynunge sin. Und des alles 
zu urkunde und vestem gezugnisse so haben wir unser eygen inge- 
siegel vor uns und den obgenanten unsern sone herzog Ruprecht an 
diesen brief tun henken, der geben ist zu Stutgarten in dera jare 

80 als man schreyb 1422 Jare uf den mandag nach dem suntage als 
man singet in der heiligen kirchen letare Jherusalem. 

a) Pfalzffraf Ludwig, Beichsverweser in den L&ndem am Bhein, in 
Sekwahen und des frdnkischen Rechts^ scMiesst mit Heilbronn und Wimpfen 
cine Einung his Georgii und damach 5 Jahre *) und verspricht ihnen Beistand 
35 gegen jeden Angriff, bei schon begonnenen Sachen auch nach Ablauf der Einung 
bis £u ihrem Ausirag, Es folgen Bestimmungen iiber Klagen der beiderseitigen 
Unterihanen foi> vorhin. Der Pfalzgraf nimmt aus Konig Sigmund und das 
Bcich, die Erzbischofe Konrad von Mains, Bhaban von Trier und Dietrich von 
Kdln, den Markgrafen Friedrich von Brandenburg, die Bischofe und Sttfter zu 



*) 1438 April 33. 



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230 1422 April 30. 

Speier und Worms, die Pfalzgrttfen Johann^ OUo und Stephan^ seine Bmder, 
und die Grtrfen Ludtoig und Ulrieh von Wirtetiiberg, — 1433 (off unsors 
herren lichnams tag) Juni 19, — Der folgenden Urkunde inseriert. 

Die Urkunde der Siddte itn St.A. Beichsst&dte insgemein 23, gleich- 
eeitige an Ulm Ubersandte AbschrifL Die Siddte einigen sich mit den BrUdem 5 
Ludivig und Otto, versprechen, auf Mahnung HUfe zu leisten oder, wenn sich 
die Sache nicht leicht erledigen lasse, nach Heidelberg zu scHicken, um Bats 
Mu werden, Grfangene, die hei einem Krieg mit Hilfe der St&dte von den 
Pfdlzem genommen, und ScMosser, die eroberi werden, sollen die FUrsien nach 
Kriegsgewohnheit behandeln, ohne der Stddte Wissen nicht idten bezw, brechen 10 
lassen. Die FUrsten kdnnen die Werkleuie der Stddte, aber auf eigene Kosten 
kommen lessen ujid vencenden. Die Festungen der Stddte sind den FUrsten 
offen, sie erhaUen daselbst Verpflegung gum gewohnlichen Preis. Bei ange^ 
fangenen Sachen dauert die Einung bis zur Erledigung auch nach Ablauf dss 
Termins. Nun folgen die Bestimmungen Uber Klagen der beiderseUigen Unter- 15. 
tlianen, Ausgenommen sind Kdnig und Beich, die KurfOrsten von Trier, KSln 
und Brandenburg^ die pfdlzischen BrUder Johann, Stephan und Otto (Otto 
gegeniiber, bei dem die Kurfursten feMen : Ludwig, Johann und Stephan), die 
BischSfe von Speger und Worms, die G-rafen Ludwig und Ulrieh von Wirtem- 
berg, die Stddte Augsburg, Konstanz, Ulm, Esslingen, Beutlingen, UberUngen, 20 
NSrdlingen, Lindau, Botmburg, Memmingen. Bavensburg, GmUnd, Bottweil, 
DinkelsbUhl, Biberach, Weil, PfuUendorf, Hall, Kaufbeuren, Kempten, Winds- 
heim, Weissenburg, Scliaffhausen, Isny, Wangen, Buchhom, Leutkirch, Giengen, 
Aalen, Bopfingen, Badolftell und Diessenhofen. 

b) Pfalzgraf Otto [von Mosbach] emeueri als Vormund seines Vetters 25 
des Pfalzgraf en Ludtoig die obige zu sant Jorgen tag nehst kompt*) aus- 
gehende Einung fur die Zeii seiner Vormundscliaft, das heisst bis sein Vettcr 
18 Jahre alt ist.^ — Heidelberg 1438 (rnontag nach misericordia) April 28, 
— St,A. Heilhronn I, Einungen und Vertrdge, Or., Pg, mit dem Siegel unser 
fiirmunderscbaft. Aussen von derselben Hand: C. 30 



482. Kiinz, Hans Mettners seligen Sohn, und seine Frau Elsbeth 
zu Nordhehn reversieren sich gegeniiber dem Bruder Hans Loben- 
hauseVj Guardian, und dem Koncent des Barfilsserklosters zu Heilbronn 
fiber die Belehnung mit dessen Giltlein zu Nordheim, das vorhcr sein 
Vater inne hatte, 12, 20 und 23 Morgen Acker, 5 Morgen Wiesen und 35 
Ph Morgen Weingarten, am Greoenberg zu Schdcherhausen und am 
Kirchgraben um je 4 Matter Roggen, Dinkel und Haber Giilte. — 
Siegler Marx Schenkel und Jakob Bingusser, Richter zu Heilbronn, 
— U22 (Walburgen abend) 4?>r. 30, 

Kopialbuch des Klaraklosters fol 118, 40 



^) Es ist vidmehr der bereits vergangene, die Einung bereits abgelaufen ; 
die Urkunde also etwas frUht^r entworfen, — *) Geboren am 1, Jan, 1424, 



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1423 Juni 24 ~ 1422 Sept. 1. 231 

a) Peter Sewer und seme Frau Margaret ebenao uber deneelben Hof, 
den zuletzt Werner TaiUnger innegehdbt, urn 12 Matter gegenUber dem Klara- 
kloeter. — Siegler Heinrich Hunder und Klaus Dietner, Bichter gu HeUbronn. 
— 147 o (samstag nach coucepcionia) Dez» 9. — StA, Heilbrann IV, Klara- 
5 kloeter. Or., Pg., doe 2. Siegel abgerisaen. Im Kopb, fol 122 die GiUte falseh 
angegeben. 



483. Simon von Leonrodt, Komtur, und die Brilder des Deutschen 

Hatises zii Heilbronn geben 6 Morgen Wiesen jenseits des Neckars 

Neckargartach zu urn 6 Gulden Heilbronner Wdhrung Zins an Ber- 

10 thold Wissach genannt Kantengiesser und seine Frau Sophie als Erb- 

lehen. — 1423 (Johans tag baptiste) Juni 24. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S, 67, Der Revere 
der beiden S. 66, 

a) Dieeelben geben l^lt Morgen Wiesen an Konrad Ketter urn I'/i, 
15 1 Morgen an Hans Stdr urn V/* Gulden^ Wiese, band (verschrieben fOr Land 9^ 
Oder gleich Bann^ BesirkJ und Weidach zu Bdckingen neben dem Werd Kunzlin 
Gerachs und der Bockinger Almende, etwa 3 Morgen^ um 2 Gulden rheinisch 
1 Ifund Hdler Heilbronner WOhrung Zins als Erblehen. — Ebd, S, 69, 70, 
71. JJle drei StUcke unvoUendet und undatiert. — Johann von Nippenburg 
20 giebt je */j Morgen Garten vor dem Sulmer Thor am ChUleutenhaus um Vj Gul- 
den Zins an Peter Hertwig, Kunz Kuecklin, Merklin Daubermann, Klaus 
KucKtin und Kunz Fetzer^ 1447 (Georgii) Apr. 23; der letztere erhdlt iV« Morgen 
Acker vor dem Fleintsr Thor um 1^1^ Gulden ZinSj 1448 (. . . post Georgii) 
Apr. 24—30. — Ebd. S. 81 und 74. 

25 484. Meister Mattis Giildin von Eger wird von den Stddten 

Heilbronn und Weinsberg auf ein Jahr um 40 Gulden als BUchsen- 
meister besteUt, verpflichtet zu Dienst im Feld und in Schlossem mit 
seinen KUnsten, von denen er nichts verbergen darf, erhdlt fUr BUchsen, 
die er giesst, fiir den Zentner zwei Gulden und das Material^ auch 

30 Kohlen, Lehm und Blasbdlge und Knechte, verspricht, Uber ihre Heim- 
lichkeiten zu schiveigen, bei Klagen gegen einen der Ikrigen vor kein 
fremdes Gerlcht zu gehen und wird darauf vereidigt — 1422 (sant 
Egidien tag) Sept. 1. 

Heilbronn 111, Zeughaus 1. Or., Pg.y Siegel oben etwas beschddigt. 

35 485 • Kbnig Sigmund bevollmdchtigt den Pfalzgrafen Johann 

von Neumarkt, wie schon vorher (Aug, 14) von den Juden in andem 
Stddten, so auch von denen zu Heilbronn selbst oder durch seinen 
Anwalt die Reichs-Steuern, ^Gefdlle, -Bussen und -Strafen einzu- 



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232 1422 Okt. 3 — 1423. 

fordern und dayuber zu quitfieren, befiehlt den Juden in Heilbronn, 
die schuldiffen Beichsabgaben und den vom P/alzgrafen zu machen- 
den Anschlag fur den Krieg gegen Bohmen an denselben zu zahlen, 
und u?eist die Stadt Heilbronn an, die Juden zum Gehorsam anzu- 
halten und dem Pfalzgrafen in der AusfUhrung dieses Mandats bet- 
zustehen. — Begensburg (sampstag nach Remigii) [1422] Okt. 3. 

Brack: BeichetagaaTsten 8^244 aus Beicharegisiralurhuch G: „Die ganze 
Urkunde tat durehsirichen mit der gleichseitigen Bemerkung restituta et aonul- 
ata, also spater fur ungHltig erkldrt.* — Beg, Altmann n. 5315. 



486. Konrad von Weinsberg, Beichserbkdmmerer, quittiert den 10 
Juden zu Heilbronn Ober 400 rheinische Gulden, die er im Au/trag 
Konig Sigmunds zu seiner Zehrung zu NUmberg, wo er darch der 
ganczen cristenheit willen lange geweilt, von ihnen gefordert und 
sickerf ihnen mit kdniglicher VoUmacht dieselben Gnaden und Frei- 
heiten zu, welche die Juden zu Nilrnberg vom Konig verbrieft be- 15 
kommen haben. — Guttenberg 1422 (dunrstag vor Gallen tag) Okt, 15, 

Albrechty Weinsbtrger UB. (Handachrift k. off. Biblioihek) 2^388 nach 
einer gleichzeitigen Abachrift in Ohringen, 



4:87.. Simon von Leonrodt, Komtur, und die Bruder des Deutschen 
Houses zu Heilbronn geben ihren Hof zu Auenstein (Ostheim) als 20 
Erblehen an Bufenstein und seine Fran Margarete um je 8 Malter 
Korn, Dinkel und Haber und ein Fasnachthuhn Zins mit der Auf- 
lage eines Handlohns bei jedem Besitzwechsel, — Schluss weggelassen. 
Die t)berschrift hat das Datum 1423. 

Lehen- und Beatandbrirfe der Kotnmende Heilbronn S, 113, 25 



488. Simon von Leonrodt, Komtur ^ und die Briider des Deutschen 
Houses zu Heilbronn geben ihren Hof zu [ Neckar-JGartach ^) an 
Peter Kuder urid seine Frau Margarete als Erblehen um Je 12 Malter 
Korn, Dinkel und Haber, 2 Simri Erbsen, ein Pfund Heller und 
ein Fasnachthuhn Zins, — Schluss weggelassen, Nach der Vberschrift 30 
von 1423. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S, 115, 



*) Siehe alte OA.Beschr. Heilbronn 3^. 



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1423 Apr. 4 — 1423 Sept. 13. 233 

a) Jo8t pon Venningen, KonUur, und die Br&der geben an Hans Buede 
11* li Morgen Wtesen, vorher ein Acker, gu Nechargartach nehen ihren, Paid 
DinkelsbUhh und ihrer Hofleute Wiesen, urn ll*/b Gulden Zina vom 4. Jahr 
an auf 23 Jahre aia Erhlehen, — 1433 (Martins tag) Nov. 11, — Ebd, S, 73. 



6 489» Simon von Leonrodi, Komtur, und die Bruder des DeuUchen 

Hauses zu Heilbronn geben ihre Miihle zu Sontheim an Hans Kolb 
und seine Frau Anna^ um 13 Malter Frucht, 6 Pfund Heller und 
2 Fasnachihilhner Zins als Erblehen; das Verhdltnis von Frucht und 
Mehl soil festgestellt werden^ so doss unter Umstdnden der Miiller 

10 bei letzterem auffUllen muss; bei Verdacht der Verdnderung des 
Fruchthaufens [der als Mass dient] soil der Midler allein oder mil 
den BrUdem die Sache untersuchen. Bei Verdusserungen erhdlt das 
Deutsche Haus einen Handlohn, die Miihle soil in einer Hand bleiben, 
der Mailer darf im Holz des Ordens Bauholz schlagen und sieht 

15 unter dem Ordensgericht zu Sontheim. — li23 (osterabent) Apr. 4. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S. 1. 

aj Die Komture Diether vom Stein, 1468 (mitwoch nach reminiscere) 
Mdre 16, und Jorg Diemar, 1470 (montag nach lichtmesse) Febr. 5, ebenao 
an Ulrich Wuschuff. — 8t.A. Deutaehordene-Neekaroberamt. Beide Or., Pg., 
20 bei der 1. Urkunde das Siegd abgegangen. 



490. Konrad Merklin und Konrad Kriech, Burger und vom 
Rat besteUte Pfleger des Spitals zu Heilbronn, widerlegen mit Ge- 
nehmigung des Rats dem Abt Wilhebn und dem Konvent des Klosters 
Lorch 10 Pfund Heller Zins, die dieses bisher von der Miihle auf 

25 dem Grien (gryene) und den zugehorigen Giitern fur die ewige Messe 
in der St. Johannskapelle zu Lorch bezogen, auf die Hofe des Spitals 
zu Heilbronn und Bockingen, welch letzteren der Seger umje 14 Malter 
Roggen, Dinkel und Haber Gillte baut, versprechen, den Zins bei 
Strafe der Verdoppelung auf Martini zu zahlen und kaufen die 

30 Miihle fUr das Spital. — Siegler Spital und Stadt. — 1423 (craces 
abent als ez erhfhet wart) Sept. 13. 

StA. Lorch 8. Or., Pg. beide Siegel abgegangen. — Die Gegenurkunde 
des Klosters, das in diese Widerlegung eintoilligt, damit die Muhle fret sei und 
ungehindert meder verkauft werden kOnne, die Briefe aber die MUhle heraus- 
35 giebt und aufjeden Anspruch verzichtet, vom gleichen Tag mit dem Aussietlungs- 
ort Lorch: Heilbronn Lade 26. Or., Pg., mit Siegeln des Abts und Kon- 
vents. Bei der ersteren ein Pg.- Vidimus des Abts Wilhelm von Murrhardt 
von 1477 (Mathis aubent) Ftbr. 23. 



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234 1*24 Febr. 12 — 1424 Febr. 26. 

a) Die Stadt Heilbronn, die die MMe vom Spiial gekauft ?uU, Ober- 
nimmt die V&rpflichtung, die 10 Pfund Zins an Lorch bu gablen, voofur die 
genannten Hofe des Spitals verpfdndet sind. — 14J24 (samstag nach crutze tag 
als es funden ward) Mai 6. — Stiftungspfiegregistratur Foes, 126. Or., Pg,, 
Siegel ahgerigsen, 5 

b) Dieadbe entlehrU vom Spital 1000 Gulden und verpfdndet dafdr den 
Spitalwasen zwischen den Gdrien und dem Neckar mit den Weiden daraitf und 
aUem Zubehdr, doch also, daz menclich sin.kftrzwyle daruf haben sol als von 
alter her, den grossen Grien und das kUme Grienlin mit Weiden und Hols 
und das durch den Neckar vom Grien getrennte untere Weidach, die das Spiial 10 
nuUsen und innehahen soU, bis die Summe eurOckgezahlt ist. Die Pfleger kdnnen 
diese kUndigen^ tcenn sie sie niUzlicher anlegen zu kdnnen meinen, — UnUr 
demselben Datum, — Ebd, Or,, Pg. 

c) Wohl auf dieses Weidach bezieht eich folgende Urkunde: Albreehi 
Harseh verzichtet der Stadt gegenUber nach der Entscheidung der Untergdnger 15 
von Wimpfen und Lauffen auf seine Anspruche an ein strittiges Weidach vor 
der Stadt am Wasen. — Siegler der Aussteller, WUhelm Rauber und Jdrg 
Newemburg zu Wimpfen. — 1429 (montag vor purificacionis) Jan 31. — St.A. 
Heilbronn /, Neckar. Or., Pg. mit Siegeln. — Dersetbe entlehnt von der Stadt 

26 Gulden, 1429 (freitag nach purificacionis) Febr. 4, Heilbronn Lade 10. Or. 20 

491. Fritz Wegner Knecht, Utz Schidtheissen Sohn von Neres- 
heim, wegen seiner Unthai an Crabold Schneiders Tochter zu Heilbronn 
von letzterer Stadt ins Gefdngnis gelegt, wird gegen Vrfehde und 
da^ Versprechen, 2 Jahre oder Idnger nach GefaUen des Rats auf 
zwei Meilen die Stadt zu meiden, freigelassen. — 1424 (samstag vor 25 
Valentins tag) Febr, 12, 

Heilbronn 274, Urfehden 25. Or., Pg. tnit Siegel Simons von Leonrodt, 
Komturs zu Heilbronn. 



492. Hans Eygerer der dltere, Burger zu Heilbronn, verkau/t 
an das Barfusserkloster daselbst 2^U Gulden und eine Gans Zins 30 
von 5 Morgen Wiesen zu BoUingen von Heinrich Frodenstein, Pfarrer 
zu Biberachy Konrad Hofmann, Hans Busch und Hans Dietz zu 
Biberach urn 50 Gulden, Sein gleichnamiger Sohn willigt in den 
Verhauf ein. — Siegler der Aussteller und sein Sohn. — 1424 
(sanstag nach Matbis tag) Febr. 26. 35 

St.A, Heilbronn IV, Klarakloster. Or,, Pg,, das 1, Siegel beschddigt, 
das 2. abgegangen. 

493. Hans Kuchlin, Hans Hagenauwer und Hans Ktiapp, alle von 
Xeckargart^ch, reversieven sich gegenilber Hans Eyrer Uber die Be- 



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1424 MSrz 14 — 1424 Mai 4. 235 

lehnung mit dessen Hof zu Bollingen, den vorher Hans Brenner inne- 
gehabt (Flur gegen das Holz: an der Flurscheid, am Gartacker Holz, 
am Ebenbreit dem Widdamacker zu, auf dem Wester/eld, am BoU 
linger Holz unter der Miihle; Flur gegen Gartach: am Wimpfener 

6 Weg, bei der Miihle ober der Glammen, im Anglachsgrund, beim Rut- 
baum, am Frankenbacker Weg, an der Kirche; Flur gegen Wimp/en: 
am Westerweg, den sag. Fenzler, am Bach, bei der Kirche; Wiesen 
am Fierlegbrunnen, an der Furt, wo die Weiden stehen, an d-er untern 
Furt, in der Au, zu Eisesheim in den Buschen; neben GUtem von 

10 Heinz Schwab, Adam Kuchlin, Heinz lielwin, dem Spital, Fritz 
Rechen, den Heiligen zu Bollingen, denen von Adelberg, den Barfiissem, 
Hdppcy Heinz Hagenawer; 152 Morgen: 46^li, 48 und 44 Morgen 
Acker in den drei Fluren und 13^k Morgen Wiesen) und geben 
jdhrlich 2 Morgen Holz oder 4 Gulden, 60 Malter dreierlei Frucht, 

16 2 Malter Riiben und 4 Simri Erbsen Giilte. Bei Unfrieden oder 
Hagelschlag sollen drei Schiedsrichter nach BiUigkeit entscheiden. — 
Siegler •> Pfaff Heinrich Kriech, Pfarrer zu Neckargartach. — 1424 
(dinstag noeh Gregorii dez heiligen babst) Marz 14. 

HeQbronn StiftungspfiegregisUratur, Fmm, 127, 11. Or., Tg. mit Siegel. 

20 494:. Hans Marpach, Schultheiss zu Hall, beurkundet, dass 

Hans Smaltrew, BUrger daselbst, die Lehen des jungen Kunz Teschner 
und Kunz Gigengacks zu Siilzbach, die zusammen 11 Malter Frucht, 
1 Simri Erbsen und 2 Schilling giUten und je 4 Fahrten zu leisten 
haben, ferner 11 Schilling 12 Pfennig, 2 Martinshilhner, 3 Simri 

26 Frucht und ^U des Ertrags eines halben Morgens Weingdrten daselbst 
um 95 Gulden rheinisch an das St. Klarakloster zu Heilbronn verkauft 
habe. — Siegler der Aussteller und Konrad Heiden, Stadtschreiber 
zu Hall. — Zeugen die Richter daselbst: Konrad Kleinkunz, Kon- 
rad Sletz, Heinrich Berler, Heinrich Keck, Hans von Bachenstein, 

30 Ulrich Suimeister, Hans Veldner genannt Gyer, Konrad von Stetten, 
Gotz von Bachenstein und Rudolf Eberhard, — 1424 (donderstag 
nach cruces tag inyencionis) Mai 4. 

St.A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or,, Pg. mit Siegeln. Aussen eine 
Notiz, wornach in der Benotation von 1723 April 26 ein Martinshuhn su 
36 6 Kreuzer angeschlagen toird. 

a) Berthold Heberer, Schultheiss, und die Biehter zu Sulebach (Wins- 
purgersulzbacli) : Peter Folglin der junge, Hans und der alte Gigengack, Abelin 



a) von da ab von andtrtr Hand und TinU, 



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236 1424 Mai 25 — 1424 Aug. 8. 

Riese, Martin von Grantschen, Klaus Siboth und Sifrid Teschner enischeiden 
in der Klage des Klostera gegen Hans Smaltrew auf Fertigung der GUlte und 
sprechen diese nach Vorlegung des Kaufbriefs dem Kloster eu. — Siegler Graf 
Heinrich von Lowenstein und Swieker von Sickingen, Amtmann gu Scheuer^ 
berg. — t426 (letare) Mare 18, — Md, Or., Pg. mU Siegeln. 5 



4:95* Oraf Heinrich von Lowenstein, Hans Erlemn, Biirger- 
meister zu Heilbronn, Peter von Berlichingen und Georg von Ham- 
bach (Han-), Schtdtheiss zu Lowenstein, entscheiden zwischen Simon 
von Leonrodt, Komtur, und dem Deutschen Haus zu Heilbronn und 
Michel von Breit wegen einer bisher dem Deutschen Haus mt 5V« SchiU 10 
ling 3 Pfennig zinsbaren Wiese von 2 Morgen unter dem Hezenstein 
neben Giliern Mathis Ochsners, Hans Herders von Heilbronn Schult- 
heissen zu Flein und des St. Klaraklosters : Michel und seine Fran 
Katharitia von Eicholzheim sollen die Wiese lebensldnglich zur Nutz- 
ung um 1 Schilling Zins behalten, nach ihrem Tod fdllt sie ans 15 
Deutsche Haus zuriick. — 1424 (Urbans tag) Mai 25. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kotnmende Heilbronn S. 27. 



4:96. Wilhelm von Brunn, *) Sektor der Pfarrkirche zu Heil- 
bronn, und die Geistlichen daselbst Konrad Reck, Peter Lypfrid, 
Berthold MUnch, Johann Riilin, Konrad Engelmann, Konrad Klingen- 20 
berger, Johann Batwir, Peter Scherer, Peter Spohelin, Heinrich Pellifex 
(KUrschner), Konrad Streler, Georg Zeissolfs, Konrad Heinzmahn 
und Heinrich K)ych, zugleich im Namen ihrer Mitbriider, nehmen 
den dritten Kaplan, der kein Becht auf die Prdsenzgelder und Distri- 
butionen hat, in ihre Konfraternitdt -auf und lassen ihn zum Mit- 26 
genuss dieser Einkiinfte zu, aber nur aus Gnade und mit Vorbehalt 
des Wideirufs. Zeugen Peter, der dltere Mesner der Pfarrkirche, 
und Peter von Neidenau, jetzt Mesner. — Heilbronn, Sakristei 1424 
Aug. 8. 

Heilbronn, Lade 23. Or,, Pg., Notariatsinstrument, ausgefertigt vom 30 
Noiar Nikolaus ZUdd aus Heidelberg, verheiratetem Kleriker der Diozese Worms. 



') Sein Vorgdnger, Wilhelm von Hokenstein, kommt in Schonthaler Ur- 
kunden vor: 1416 (dinstag vor Urbani) Mai 19 besiegelt er eine Tadigung 
gwischen Schdnthdl und der Georgskaplanei zu Weinsberg (Or, im St.A. Schon- 
thai 83) ; 1418 (V iti) Juni 15 ist er Schiedsrichter zioischen Schdnthdl und dem 
Propst zu Wimpfen wegen Zehnten eu Laudenbach. Kretner, Chron. SchSn- 
thai. 1274. 



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14^4 Aug. 18 — 1424 Nov. ^9. 237 

497. Kontff Sigmund gebi'etet alien Beichsunterthanen und Ge- 
treuen, und namentlich zu Schwaben, die neullch auf seinen Befehl 
und in seinem Namen zu Heilbronn geschlagene sUberne Munze, die 
sie in ihren Gebieten verboten haben, bei des Beichs Ungnade zu 

5 nehmen tmd nehmen zu heissen, da sie besser sei als die in UmUtuf 
befindliche gemeine MUnze und es unbtUig wdre, des Konigs Miinze, 
von dem alle Munze im ganzen Beich ihreih Ursprung hat und aus- 
gehtj nicht zu nehmen. — Totis 1424 (frytag nach frfiwen tage 
assumptionis) Aug. 18. 

10 ^S'^.^. Munewesen 2, Ad mandatnm domini regis Franciscus prepositus 

Strigoniensis (su Gran). Abschrifty von Konrad von Weinsberg 1424 Sept, 16 
(mentag vor sand Matheus tag des heiligen zwelfboten) [Binder faUch: vor 
Martini] durch Johann, Pfarrer von Heimsheim an Ulm und die mit Ulm in 
Einung befindlichen Stddte geschickt. Das Begleitschreiben des Weinsberg ebd, 

15 Or., vom Mandai Sigmunds der Text gedruekt bei Binder, MUnekunde 460. 
Reg.: Altmann n. 6497. Danach ist das Or. in Ohringen. 

498. Die Ffarrer Peter MoU zu Solzbach und Johann Kallen- 
berger zu Odheim, der eine Dekan, der andere Kammerer des Kapitels 
Weinsberg, entscheiden in der Klage Heinrich Singers, Monchs und 

20 Klerikers des Klosters Schonthal und Pflegers des Hofs desselben 
zu Heilbronn, gegen Hans Kamerer, Pfarrer zu Lowenstein, wegen 
Vorenthaltung von 10 Schilling Zins von eineni zur Pfarrei gehorigen 
Gut beim Suimlin unter Lowenstein an der Halde, dessen andere 
Hdlfte Herold von Ohm um denselben Zins inne hat, nach Vernehmung 

25 von Zeugen und Einsichtnahme der Schonthaler ZinsbUcher zu Gunsten 
des Klosters. — 7424 (vigilia Andree) Nov. 29. 

Schdnthdler Lagerbuch von 1487 S. 543. 

499. PfalzgrafLudwig tddi^igt zwischen Eberhard von Seins- 
heim, Deutschordensineister, und dem Komtur zu Heilbronn und letzterer 

30 Stadt: die Parteien sollen einander ihre Forderungen bis Sonntag 
nach Fronleichnamstag nach Heilbronn bezw. Horneck schicken, eben- 
so in Zwischenrdumen von je 14 Tagen Antwort, Widerrede und 
Nachrede, und am Sonntag vor Petri ad vincula alles nach Heidel- 
berg, damit er bis Weihnachten einen Vergleich und iiber die Punkte, 

35 wo ein solcher nicht zu stand komme, ein freundliches Becht zu stande 
bringen konne. Wegen der^) verletzten Deutschordenskapelle sollen 

*) Durch Grfangennehmung Konrad Wollers. Vgl. 1434 Jnli 16. 



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238 1425 Mai 20. 

beide Parteien das Geld zur Rekonziliation entlehnen und dann ent- 
schieden werden, wer es zurUckzuzahlen habe. — Heidelberg 1425 
(dominica qua cantatur in ecclesia Dei exaudi) Mai 20. 

Heilbronn 244. Diversa 5, Or., Siegelreete. 

L ^) Klctgen der Deutschhet'rn gegen die Stctdt. — Horneck 1426 (samstag 5 
nach unsers herren lichnams tag) Juni 9. — Ehd, Oleichgeitige Absehrifi, 

a) Die Ordenshduser gu Heilbronn, Horneck und Stochsherg und die 
armen Leuie werden widerrechtlich tnit Zoll, Boden-, W&g- und Messgeld be- 
schwert ; die Stadt fordere von denen, die hei den Deuischherrn keltern Ictssen, 

40 Pfennig fur das Fuder, von den Deuischhe9'm, wenn sie Frucht an die 10 
Heilbronner verkau/en, 1 Pfennig vom MaUer fur den Meesknecht, von ihren 
eigenen Leuten nur 1 Heller; fordem Schadenersatg fur den Or den, etwa 
1000 Gulden, und fwr die ai'men Leute, Einstellung dee Verfahrens und 
BegaMung der in den OrdensprivUegien angedrohten Strafe von 100 Pfund 
lauteren Goldes, 15 

b) Die Stadt schiitze die, welche den Orden ach&digen, vor der Sir of e^ 
die LehensUute, die die GUter weiter leihen und sich ale EigentUmer ausgeben, 
Dienst und Atgung ve}toeigern, verbiete den herkommlichen Handlohn von 
10 Pfund und hahe eelbsi einen Handlohn festgesetet, hindere den Orden an 
der Heimziehung dieser GUter beim Wechsel dee Beaitzers und sehUtge die 20 
Teilung der Lehensgilter; fordem 200 Gulden Schadenereatz und ein UrUil, 
dass wetter geliehene, verkaufte und getrennte Guter und die, von denen Dienste 
und Handlohn nickt geleistet werden, zurUckfallen soUen. 

0) Die Stadt schUtge einige der Ihrigen, die seit 16 Jahren von GUtem 
zu Sontheim keinen Zehnten mehr gehen; fordem 100 Grulden Schadenersatz. 25 

d) Der Kolner sei voriges Jahr urn Michaelie durch Hendlin, Diener, 
Peter Hertwig und Klaus Gundlin, zwei BUrger der Stadt aus dem Deutschen 
Haus genommen worden, ehenso der Woller aus ihrer Kirche, wodurch ihr 
Asylrecht verletgt worden sei. Die Stadt habe von der Almende de$ Ordens 

zu Sontheim 4 Morgen an sich gezogen und 10 Legschiffe in das Wasser des 30 
Ordens gelegt ; fordem 300 Gulden Schadenersatz. 

e) Die Stadt schirme ihren BUrger Kunglin Gerach, der einen Markstein 
versetgt und dem Orden ein Weidach zu BSckingen vorenthalte, den aUen Hans 
Eyrer, der wis Gerach den Zins seit Jahren nicht zaMe, die zu Bdckingen, 
SchuUheissen und die 12 Bichter selbst, die Tag und Nacht in des Ordens 35 
Wasser fischen, den Brtnger, der einen armen Mann des Ordens bestohlen habe, 
fordtm zusammen 1300 Gulden Schadenersatg. 

2) Antwort der Stadt, ebenso 

3) Widerrede des Ordens : fehlen. 

4) Nachrede der Stadt [1425, um Juli 20]. — Ebd. Undatiertes Kongept. 40 
a) Die Stadt meint, durch die Ereiheiten des Ordens nur wie andere 

Stddte und wie herkdmmlich sei gebunden zu sein, wisse nichts von einer Ver- 
schreibung, die sie dem Orden gegeben haben solle, wenn dieser auch [am 20. Mai] 
vor dem PfaXzgrafen eine Absehrifi habe verlesen lassen, und hoffe, diese Ur- 
kunde, wenn sie je existieren soUte, solle ihr keinen Schaden bringen. Die Auf- 45 
lagen dauern schon viel Idngei' als der Orden angebe. 



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1425 Mai 20, 239 

b) Bet Klagen des Ordens hahe sie nU das Becht verweigert, nur den 
Orden gebeten, van den Ihrigen nicht mehr aU herkommlich sei, zu verlangen, 
aber der Orden vjolle nicht vor die Gerichte der Beklagten kommen ; die Stctdt 
hahe besetzte Gerichte, die geschworen haben, dem Armen wie dem Beichen 

5 eu richten. 

c) Die Stadt beruft sich auf ihre Antwort : die Ihrigen haben die Guter 
zu Soniheim ale Egerten nur um eine GuUe erworben. 

d) Die Stadt habe das Becht, Straesenrduber und iibelthdtige Leute aus 
dem Deutschen Haus gu nehrmn [Kolner hatte PUger beraubt] ; toegen des 

10 WoUers bletbe sie bei ihrer Antwort [doss sie nichts davon getousst und keinen 
Auftrag gegeben habe] ; die Klage wegen der Almende zu Sontheim moge durch 
Untergang entschieden werden, die Stadt sei unschuldig; Legschiffe habe sie 
nur an der abgegangenen MUhle des Ordens oberhalb der BrUcke gelegt, 

e) Wowser und Widach Gerachs gehoren doch eusammen, wie ja der 
15 Komtur selbst frUher beides vor dem Landgericht zu WUrzburg erfordert habe ; 

wegen des Marksteins sei er bereits gestraft; die Klage wegen VorenthaUung 
der Zinse moge vor dem Gericht dei- Stadt entschieden werden; wegen des 
Fischens zu Bockingen habe die Stadt sich gut nachbarlich gehaiten, auch be-- 
reits ein Verbot erlassen, 
20 //. V Klage der Stadt gegen die Deutschherm [1425 Juni 11, vgl Ant- 

wort unten], — Ebd. undatiertes Konzept. 

a) Sie bekomme vom Orden kein Becht fUr die Ihrigen; sie fordert 
1000 Gulden Schadenersatz. 

b) Der Komtur von Leonrodt habe in ihrem Wald JSolz hauen und ab- 
25 fuhren lassen; sie fordert 100 Gulden, 

o)'Der Orden nehme die Ihrigen mit Gewalt gtfangen und drdnge sie, 
sich zu Gefdngnis zu stellen. 

d) Der Orden habe unverzdunte GiUer neben denen der Stadt und fiihre 
das Vieh weg, das hinUberkomme, anders als Anlaufsrecht sei, 
30 e) Zur Pfarrei Neckargartach, die der Orden zu Lehen habe [eigentlieh: 

deren Lehensherr der Orden sei], gehoren zwei KapeUen zu Frankenbach und 
BoUingen, wo aber kein FrUhmesser mehr sei, 

[Item — , in den folgenden VerhandXungen kommt aber kein weUerer 
Funkt mehr], 
35 2) Antwort der Deutschherm, — 1435 (samstag vor Johannis baptiste) 

Juni as, — Ebd. Gleichzeitige AbschHft, 

Sie meinten eigentlieh, jeder Antwort Oberhoben zu sein, da der Zuspruch 
der Stadt, datiert vom Montag, erst am Dienstag nach Fronleichnamstag nach 
Homeck gekommen sei, 
40 a) Die Stadt habe vom Orden iiberhaupt noch nie Becht begehrt, An- 

gebote auf Schiedsrichter habe der Orden immer angenommen, aber die Stadt 
vermesse sich, vor den Komtur gehorige Klagen selbst zu entscheiden, 

b) Der Komtur wisse nichts davon, die Stadt moge ndheres angeben, 

o) Das, sei bloss bei denen geschehen^ die auf Sch&digung des Ordens 
45 beirtten worden seien. 

d) Die Pfdndung des Viehs geschehe mit Becht wegen des Schadens, 



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240 1^25 Dez. it. 

e) Der Orden wisi/e nichty dass eine Fruhmesse gestifiet set. 

3) Wtderrede der Siadt, — 1425 (samstag vor Kiliana tag) Juli 7. Ebd. 
Konzept, 

Der BUrgermeisier sei abwesend gewesen, dann habe man die Sache ver^ 
gessen, bis der Zuspruch der Deutschherrn angekommen sei. 5 

d) Wenn der Orden Schaden habe, mdge er seine GUUr vergdunen. 

e) Es gehore ein FrUhmesser an die KapeUen^ die Pfarrei trage auch 
gut zwei Priester, aber der Orden nehme das meiste fur sich ein. 

4) Nachrede des Ordens toiederhoU das bereiis Vorgebrachte, — 1426 
(fritag vor Marien Magdalenen tag) Juli 20. — Ebd, Gleieheeitige Abschrift. 10 

Vgl n. 500 und 558 f. 

500. Wilhelm von Brunne, Kirchherr zu Heilbronn, verhbrt 
auf Bitten der BUr germeister, die mit detn Deutschmeister Eberhard 
von Seinsheim Kunzel Winrichs zu Fleln wegen einen Span haben 
und denen vor dent Gericht des Pfalzgrafen Ludwig der Zeugen- 15 
beweis auferlegt warden ist, Wolf Blindenshein, Kunz BUdensheim, 
Hans Wolf und Kunz Orlin von Flein, nachdem dieselben ihres 
der Stadt geleisteten Eides filr diesen Fall entbunden warden sind 
und zu den Heiligen geschwaren haben, und bezeugt deren Aussage, 
seit 40^50 Jahren habe Winrichs Voter zu Flein ein GUtlein inne- 2C 
gehabtj wozu einiges Rolz gehore, das GUtlein gUlte den Deutschherrn 
und sei durch Erbschaft an Winrich Ubergegangen, und letzterem 
sei sein Holz widerrechtlich der Deutschherrn wegen abgehanen und 
weggefiihrt warden. Der Schultheiss und vier geschworene Richter 
bezeugen die Glaubwiirdigkeit der Zeugen. — 1425 (mitwoch vor?5 
Thomas tag) Dez. 19. 

Heilbronn 240 V 1. Or. mit SiegeUSpuren. 

a) Joseph MuUer von Wolfegg [Stadtschreiber] verhort die Zeugen, die 
die Stadt in ihrem Streit mit dem Deutschorden beigebrachty nachdem er sie ihres 
Eides gegen die Stadt entbunden und, den Knaben ausgenammen, beeidigt hat : 30 
Zum ersten Klagepunkt bezeugen Kunz Bechen, Hans Sneller, Fritz Kuder 
und Vlrich Mangold, trotz dfterer Forderung und Bemilhungen ihrer Freunde 
vom Orden kein Becht bekommen zu haben. — Zum dritten Klagepunkt Heinz 
SeufftU von Bockingen : er sei beim Versuch im Steinfach zu angeln vom Baur 
meister gefangen und um 3 SchUlinge gesch&tzt warden. Klaus Schuhmacher 35 
ebenso, ah er oberhalb Sontheim habe krebsen toollen, um 2 Gulden, sei nur 
durch Eintreten seines Leibherim beim Komtur selbst noch gdinder weggekommen; 
Peter G6sser, 13 Jahre alt, sagt er sei ebenfalls beim Angeln gefangen genommen, 
unterwegs mit Ertrdnken bedroht und nur auf Bitten der Frauen van Sont- 
heim, die er durch sein Schreien (mordenio, helfeio) herausgenrfen, freige- 40 
lassen worden, habe vom BUrgermeisier den Bescheid bekommen, man werde 
ihn nicht vergessen, er solle vorldtrfig nichts thun. — Zum 4. Klagepunkt: 



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1426 Jan. 10. 241 

Kum Seger von Bochingen scigl, er set eintnal nach Heilbronn geritien, wahrend 
er eingekauft habe, set sein Pferdj das er im Spitcdhof eingestdU, durchgegangen ; 
auf dem Heimweg set er dem Baumeister hegegnet, der es an einer Weide ge- 
fUhrt hahe^ er kahe es aber urn 5 Schilling lostn miissen, Ebenso Hans Seger, 
5 Hans ScheUemberger und Hans KreUe, deren Pferde dock nur dadurch auf 
das Gebiet der Deutschherm gekommen seien, doss sie auf der Weide durch 
die Hunde dersdben bei der Hasenjagd scheugemacht warden seien: ahnlich 
Kune Meytr and Hans Hofinann von Bochingen, denen aueh auf der Weide 
Vieh auf das Weidach der Deutschherm durchgegangen war. — 1435 *) (die 

10 beati Thome Canthuariensis) ifeg, Ji9. — HeUbronn 24A Bivwsa 5. Or. Siegel 
unter Papierdecke, — Ohne Zweifel gehdrt auch folgendes StUck hieher: Graf 
Heinrich von Lowenstein beurkundet die eidliche Aussage Henslins, Knechtes 
der Stadt HeUbronn, den Konrad Woller ohne Auftrag aus dem Deutschen 
Haus genommen zu haben. — Ldwenstein (simtag vor Symonis et Jude tag) 

15 [1426] Okt. 21. — HeiJbronn 239 Vllld. Or. mit Siegdspuren. 
Vgl. n. 499 und 558 f. 

oOl. Graf Heinrich von Lbwejistein, Komtur Simoyi von Leon- 
rodt zu HeUbronn, Klaus Diemar, BUrger daselbst, und Jorg Newem- 
burg, Biirger zu Wimpfen, tddingen zwischen der Stadt Heilbrofin 

20 und Hans Erlewin dem aiteren: Erlewin soil die verfallene Bede und 
die nock festzmtellende Anzahl ^) innerhalb 5 Jahren entrichten, diese 
Zeit zu HeUbronn bleiben und in derselben Zeit seine Giiter verkaufen, 
wenn ihm die Frist auf Bitten des Grafen und des Komturs ver- 
Idngert wird, wie andere Biirger seine Giiter verbeden, der Sf-adt 

25 Schutz geniessen, nicht auf ihren Schaden bedacht sein, auch nach 
den 5 Jahren auf Klagen von HeUbroiiner Bilrgern vor das Gericht 
der Stadt kommen. Von den beiden Brief en, die Erlewin der Stadt 
gegeben, soil das Versprechen, weder Leib noch Gut vor ihnen zu 
fUchten, ungiiltig sein, das andere, nicht wider die Stadt zu sein, in 

30 Kraft bleiben. — Siegler der Graf, der Komtur und Erlwin. — 
1426 (dunderstags nach Erhartz tage) Jan. 10. 

HeUbronn Lade 54. Or., Fg. mit Siegeln. 

a) Barbara Nenningerin, Hans Erleioins des dlteren Frau^ Biirgerin 
zu HeUbronn, bekommt, nachdem ihr Mann mit der Stadt in grosse Feindschaft 
35 gekommen und seine Guier in Beschlag genommen worden, in Anbetracht, doss 
er einen eigenen WiUen habe und sie unschuldig sei, von der Stadt ihre Giiter 
zuruck und dazu noch bares Geld geliehen, verspricht, die vielen SchtUden, die 
er hinierlassen,^) zu, bezahlen, wegen der nicht anerkannten vor Gericht zu 



*) Dass man hier Circumcisionsstil anzunehmen hat, beweist die vorlter- 

gehende Urkunde von Dez. 1. — *) Sielie Anm. S. 206. — ") nach abscheidnnp^, 

ndmlich aus der Stadt. Ein Verzeichnis der Schulden von 1426 ebd., zusamnien 

830 Gulden; fiir 616 verkaufte die Stadt Giiter. — Hans Erlewin und seine 

Wtlrtt. GeBohichtsqaellen Y. 16 



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242 1^6 Ja°« 10* 

kommenf van dem Ubi-igffebliebenen ihrem Mann und ihren Kindem, wenn sie 
gegen die Stadi stten, nichts zukommen zu kusen^ sondem damit fih- elwa van 
diesen gug^fugten Schadm gu hqftm, nieht aus der Stadi zu zieheti, ausser 
sie werde gerichHich und dwreh Androhung des Bannes zur Vereinigung mit 
ihrem Mann geewungen ; dann werden dber die GUter wieder in Beechlag ge^ 5 
nommen, ebenso auch wenn ate in dtr Stadi hUibt, nach ihrem Tode, faUe die 
Sache nieht erledigt ist. — Siegler der Kamtur Joet von Vmning<in, Bemold 
von Thalheim der aUere, Alhreeht von Weiier und ihr Bruder Ulrich Nenninger. 
— 1429 (dinstag nach reminiscere) Fehr. 22. — Ebd, Or,, Pg. mit Siegeln. 

b) liel ErUtoin von Steins/eld erhdlt daa Burgerrecht zu Heilbronn, 10 
ziehi dorthin, veraprieht, nieht gegen die Stadt zu sein, bet Streit mit derseiben 
vor eine der Stadte Easlingen, Hall, Gmund, Weil oder Wimpfen, bei Streit 
mit Heilbronner Biirgem vor das Gericht der Stadt zu kommen, auf Klagen 
wegen der vor diesem Biief ergangenen Dinge zu gehorchen, hat aber kein 
Recht auf den Schutz der Stadi, wenn diese Dinge nieht vor Eat oder Gericht 15 
der Stadt kommen und wenn er einen Ausmann verklagt; versprieht, wenn ct' 
wegziehen wiU, seine GUter bar zu veranzahlen und stin Burgerrecht aufzu- 
geben, und Ubernimmt die auf den GUtern, die er mit Genehmigung des Rats 
von seiner Schwdgerin Barbara Nenningerin um 1000 Gulden erwarbenj nach 
der Verschreibung Barbaras ruhende Verpflichtung, fur die Schulden seines 20 
Bruders Bans und den Schaden, den dieser und sein Sohn Hans der Sladt thun 
konnten, bis zur Hohe von 1000 Guldsn zu haflen. — SiegUr der AussteUer 
Jorg Newemburg zu Wimpftn und Heinz Keller zu Wcinsberg. — 1429 (men- 
tag vor unsers lierren lichnams tog) Mai 23, — Ebd, Or., Pg, mit Siegeln, 

c) Derselhe und seine Frau Barbara iihemehmen von Hirer Schwdgerin 25 
Barbara Nenningerin der en Guter bis auf einen Weingarten und einen Acker, 
(wenn sie bei ihnen in Kost geht auch diese um 2 Gulden) zur Kutzriiessung, 
zahlen davon die Schulden ihres Mannes und ihr jdJirlich 24 Gulden Leibge- 
ding, wenn sie bei ihnen in Kost geht, nur 6; wird ihr das Leibgeding verkOrzi, 



J^Yau Barbara kaufen von Volmar Lemlin zu Wimpfen 43^U Morgen Acker 
zu Sontheim, den Deutschherrn mit 10 Malter 1 Imi Frucht zinsbar, um 200 Gul" 
den, bletben diese schuldig und verpfdnden den gekauften Acker und Weingdrten 
an der Scheuer, am Kemsmid, am Nordberg, am Pful, an der Waldsteige, 
am Tuppholz, am Ochsenberg, am Limperg, am Silchenbrunnen, am Hundsberg, 
auf der Breite, am Schleifweg, am Schlififfelberg. — Si gler der AussteUer und 
die Heilbronner Bichter Marx Schenkel und Jakob Bingusser, — 1422 (dorns- 
tag vor letare) Mdrz 19. Or,, Pg, mit 3 Siegeln, — JCrlewin schuldete der 
Stadi 200 Gtdd^m, die er Markart Merklin in dessen Haus bezahlt hdben wiU, 
worUber Engelhard von Helmund, der als Zeuge anwesend war, eine Urkunde 
ausgestellt }haben soil, Wtinigstens erinnert ihn Erlewin daran, Stuttgart 1426 
(samstag nach Margs tag) Apr, 27. Engelhard aber beurkundet, da Erhwin 
dieses GerUcht verbreitej auf seinen dem Graf en von Lowenstein, seinem Lehens- 
/term, gdelsteten Eid, weder von dtr Bezahlung noch von der Urkunde etwas zu 
wissen, — Siegler der AussteUer, Kunz MangoU zu Lowenstein uni Diether 
von WeUttr, — 1427 (raitwoch vor pfiaj^stag) Juni 4. — Or. ,• der Brief Erie- 
wins am gleichen Tag vidimiert von Hans Gemminger. — Diese StUcke ebd. 



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1426 Jan. 10. 243 

«o kann He die Giiter verkayfen, soil sie aber zuerat ihnen anbieten, Nach 
Barharaa Tod fallen He an ihre Kinder, toenn sie in des Bats Freundsehaft 
Hnd, wenn dieselben nicht mehr leben, an den AuestelUr oder die Ndchstherech- 
tigten. Barbaras Kinder Hans und Kldrlin konnen He in Kost und Fflege 
'h nehmen^ toenn diese es annehmen, sollen ihnen je 300 Gulden fwenn eines stirbtf 
dem andem 400, wenn beide, der Mutter nur 200) gehen, toenn sie eu ihren Tagen 
gekommen und mit dem Rat und ihrer Mutter vertragen Hnd, FUr Schaden, den 
die beiden Hans Erltoin der Stadt thun, haften die GiUer und das LHbgeding 
bis zu 1000 Gulden; HberstHgt er diese Summe, so hat der AussteUer toeder 
10 das Leibgeding noch die 400 Chdden zu zahlen und die Guter Hnd sHn freies 
Eigen, — Siegler die Tddingsleute : Hans Berlin und Hans von Mainz, Burger 
zu Heilbronn. — 1439 (dinstag nach trinitatis) Mai 24, — JEbd, Or., Fg. 
mit Siegeln, 

d) Eitel Erlwin von StHnsfeld, Burger zu HeUbronn, und seine Frau 

15 Barbara, die mit den von Barbara, der Frau von Eitels Bruder Hans Erlwin, 

erworbenen Giitem der Stadt HeUhronn fOr 1000 Gulden haftbar Hnd, diese 

Guter nun aber verkaufl haben, verpfdnden dafur mit Genehmigung des Lehens* 

herm Heinrich von Ldwenstein das halbe Borf Steinsfeld. — 14^ (sampstag 

vor Johannes baptisten tag) Juni 22. — Ebd, Or., Pg. mit Siegel. 

'20 e) (h-af HHnrich von Ldwenstein erlaubt auf Bitten dem ltd Erlwin 

von StHnsfeld und seiner Frau Barbara Mtrklerin, das von ihm zu Lehen 

rOhrende halbe Borf StHnsfeld an Heilbronn zu versetzen, wie sie es dsr Stadt 

verschrieben haben, und verspricM, auf Erfordern ein Batsmitglied als Lehens- 

trdger zu beUhnen. — 1437 (sun tag vor Jobans t<ig baptisten) Juni 23, — 

55 Ebd, Or,, Pg. mit Siegel. 

f) Bichter und Gericht zu HHlbronn entseheiden in der Klage des Lorenz 
Fischer, BUrgers zu HHlbronn, und seiner Frau Klara, Tockter des Hans 
Erlewin, gegen ltd ErleiHn von StHnsfeld, auch Burger zu Heilbronn, wegen 
des von Klarcks Mutter Barbara hinterlassenen, aber von ltd Erlewin Hnge^ 
.30 nommenen Erbes, und wegen 200 Gulden, wofur Itel sich dem Bai gegenuber 
verschrieben habe: Itel soUe nach Laut sHner VerschrHbung die Halfte des 
Erbes herausgeben, die andere HdJfte aber behalten und nutzen darfen, solange 
[der eigentliche ErbeJ Hans Erlewin am Leben sei, demselben aber nichts da^ 
von zukommen zu lassen, Wenn Fischer und sHne Erben glaubhaft bHbringen, 
=85 doss Hans Erlewin gestorbsn, kdnnen sie auf diese Hdlfte Anspruch machen; die 
200 Gulden an Klara aber soil Iteljetzt zahlen oder entsprechend viel Giiter dafur 
geben, Bie herausgegebenen Giiter aus dem Erbe soUen auch von den jetzigen 
Inhabem nur mit Wissen des Bats versetzt oder verkauft werden, und haften 
fUr 500 Gulden, da das ganze Erbe fUr 1000 dem Rat verschrieben war, — 
40 Siegler drH von den Bichtern: Paul Burger, Marx Schenkd und Jakob Bin- 
kesser. — 1437 (dinstag nach £lizabethen tag) Nov, 26, — Ebd. Or., Pg. 
mit Siegeln. 



SO 2. Peter Fetzer der alte und Peter Fetzer der junge 

und dessen Frau Anna erhalten von den Deutschherrn einen Hof 

45 und ein Lehen, die vor Zeiten Peter Fetzer der alte innegehabt, 



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244 1426 Jan. 17 — Marz 6. 

um je 5 Matter Korn, Dinkel und Haber und 1 Fasnachthuhn 
Zlns fiir den Hof und je IS Simri Korn und Haber fiir das 
Lehen ah Leibgeding und einigen sich daruber vor dem Gericht zu 
Heilbronn. — Siegler Peter von Berlichingen und Hans von Mainz, 
Burger und Ratsinitglieder zu Heilbronn, — 1426 (Anthonien tag) 
Jan. 17, 

Lehen- und Bestandbriefe der Komtnende Heilbronn S. 15. 



503* Streit der Stadt Heilbronn mit denen von Neipperg u. a, 
wegen einer bei ihr hinterlegten Summe von 6000 Gulden und Jorg 
Brenners. — 1426 Marz 6 bis 1427 Marz 31; 1438—1440. 10 

Heilbronn 269, Neipperg 2 a, Die Brief e der Stadt Konzepte, die andei-n 
Originale, Die Urkunde von 1427 Marz 31^ Or., im untern Gewolhe Lade 34, 

Eherhard von Neipperg hatte 6000 Gulden in einem Sack mit Werner 
Nothafis Siegel^ dessen Erben sie gehdrten, bei der Stadt hinterUgt, Reinhard 
und Eberhard von Neipperg, voti Hans von Venningen und Wiprecht dem dlteren 15 
von Mensingen gedrdngt, fordem Herausgahe, was die Stadt verweigert, da auch 
Peter von Leinberg ale Erbe wegen seines Weibes A^isx)ruch erhob. Hans von 
Sachsenheim, Hofmeister, und Hans Siurmfeder tddingen zwischen den genannien 
Erben Noihafts, den beiden von Venningen und Menzingen einer-, dem von 
Leinberg andererseits : die erstgenannten sollen das Geld freimachen und selbst 20 
als Erben Konrads, des Vettars des Hans von Venningen, 2000 Gulden bekommen, 
wovon Venningen seine 800 sofort von der Stadt verlangt, Pfalzgraf Ludwig, 
auf den sich die Stadt und die Neipperger geeinigt, setzt ihnen einen Tag 
an auf Apr, 3, Stuttgart 1427 Marz 16, aber noch vor her giebt diesen die 
Stadt das Geld keraus, die Neipperger versprechen, der Stadt bis Georgii zu 25 
quittieren, zu sorgen, dass die von Venningen, Menzingen und die Nothaft 
die Stadt bis dahin ledigsprechen, der Stadt beizustehen, wenn einer es nicht 
thue^ und innerhalb eines Monats nach erhobener Eorderung der Stadt den 
Schaden zu ersetzen, in den sie kommen kdnnte. — 1427 (men tag nach letare) 
Marz 31, 30 

11 Jahre nachher wurde die Stadt von den Brildern Hermann und Peter 
(itn ersten Schretben der Stadt irrtUmlich Diether) von Menzingen um Schaden- 
ersatz angefordert, wandte sich an die von Neipperg, sie sollen sie von dem 
Handel befreien, erhielt aber zur Anttvort, sie mdge ihre Sachen selber aus- 
tragen. — 1438 Okt, 18—22, 35 

Auf unederholte Klage der en von Menzingen wurde die Stadt vor Pfalzgraf 
Otto gtladen und ennnerte die Neipperger wieder an die Verschreibung von 
1427 Mdrz 31. Diese erkldren sich hereit, auf dem Tag vor dem Pfalzgrafen 
zu erscheinen, — 1440 Apr, 28 — Mai 13. 

Gleichzeitig und teilweise verbunden mit dieser Korrespondenz von 1440 40 
geht eine andere: Jorg Brenner, ein Heilbronner, hatte den Fischer derer 
von Neipperg zu Klingenberg Hberfallen. Die Stadt Idsst sich herbei, den^ 
sdben nach Neipptrg zur Verhandlung zu stdlen. Mdrz 15 bis Mai 15, 



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1426 Marz 11 — Aug. 23. 245 

504:. Konrad von Neidlingeny der wegeyi zur Zeit der Feind- 
schaft zwischen Konig Ruprecht und dem Mnrkgrafen ihm zu Stein 
mit Brand zugefiigten Schadens mit den Siddten Heilhronn und 
}Vimj)fen in Fehde gekommen ist, wird durch Bischof Baban von 
5 Speyer zu Bruchsnl mit seinen Gegneim versohnt, verzichtet fur sich 
und seine Heifer auf Schadenersafz und versprtcht, die beiden ndchsten 
Jahre nicht gegen sie zu sein, — Siegler der Aussteller, Jorg von Bach 
und Albrecht von Zeutern. — 1426 (mentag nacb letare) Mdrz 11. 

Heilhronn Lade 38^10. Or,, Fff,, das erste Siegel unkenntlich, 

10 SOS. Anna Mettelbdchin, Hans Ruxsingers Witice, Biirgerin 

zu Heilbronny stiftet 880 Gtdden zu Gunsten der Stadt und trifft 
folgende Bestimmungen : 1) Das Geld soil weltliches Gut bleiben^ steuer- 
pflichtig sein und vom Rat bezw, durch zwei aus seiner Mitte jdhr- 
lich auf Johannis Bapt. zu besteUende Pfleger verwaltet tverden, 
16 2) Die beiden FfUger^ die beiden Biirgermeister und die vier Stadt- 
rechner sollen einen Welt^eistlichen als Prediger, nicht lebensldnglick, 
sondern auf beliebige KUndigung anstelloi, um in der Pfarrkirche 
oder wo es sonst not ware, an deft nachher bestimmteyi Tagen zu 
predigeUj und dafilr die EinhUnfte von der Stiftung bezahlen, 3) Da 
"20 die Stiftung aber bisher noch nicht ziim Gehalt fUr einen Prediger 
reichty soil der Rat vorderhand nur zeitweilig einen Prediger bestellen, 
aber alles, was far das Ami noch gestiftet wird, mit dieser Stiftung 
verelnigen, bis der Zins zum Gehalt fur einen Prediger reicht, der 
aber sonst nichts zu than haben soil. 4) Die Tage, an denen gepredigt 
25 werden soil, sind: von Galli bis stern jeden Freitag, von stern 
bis Galli am Samstag nacht nach der Vesper, das Jahr hindurch 
Jeden zweiten So?mtag, an Ostern, Pfingsten loid Weihnachten und 
je die 3 Tage danach, an den Vorabenden der Marienfeste nach 
der Vesper, an Kreuzerfndung und -erhdhung, an den Tagen der 
30 hi. Markus, Lukas, Anna, 10 000 Martyrer, Margarethe, 11 000 Jung- 
frauen, Antonius, Agnes, Pauli Bekehrmig, Dorothea, an den Vor- 
abenden der Apostelfeste nach der Vesper, und ivenn sonst der Prediger 
die Gnade habe oder von den Pflegern gebeten werde, — Siegler Ber- 
nold von Thalheim d, a., Swicker von Sickingen zu Scheuerberg, und 
35 die Stadt, die ilber das Geld quittiert und verspricht, es nach der 
Stiftung zu verwenden. — 1426 (nehsten fry tag vor sant Bartholo- 
meus tag apostoli) Aug. 23. 

Heilh'onn Lade 23^22, Dr., Fg, mit 3 Siegeln. 



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246 1426 Sept 17. 

a) Bischof Gottfried von WUreburg h$9tatigt die Stiftung (vorige Urkunde 
inseriert) auf Bitten der Stadt und verleiht den en, die die Fredigt anhoren^ 
40 Tage Ablass. — Wurzhurg (1448) JI447 Dez. 26, — Heilbronn, Lade 24. 
Or,^ Pg, mit Vikariatssiegel. 

b) Johann Trutzenbachy Meister in den ttieben freien KUnsten, verspricM, 5« 
fiaehdem ihn infolge der Vertnittlung Meigter Johannes Wencks, Lehrers der 
heiligen Schrift, die Stadt Heilbronn 10 Jahre lang jdkrlich mit 20 Gulden 

zu Heidelberg hat studieren lassen^ ungefdhr von Johannie Baptistd ab lebena- 
Idnglich das Predigtamt su versehen und an den besttmmten Tagen (arisgelassen 
sind Ostern, Pfingsten und Weihnachien, die Mai'ienfeste und Margarethe, siatt 10» 
Markus Martin) gu predigen^ gegen 60 Gidden GehaU, womit er eufrieden sein 
will, und mit halbjdhriger Kiindigung auf Johannis im Fall der Pflichtver- 
sdumnis. — Unvollendet und undatiert, — Heilbronn 270, Utzlingen. Konzept 
auf einem Brief des Bischofs Gottfried von WUrzburg von 1448 Judiea, also 
wohl nicht viel spdter, 1& 

c) Meister Nikolaus Meyer, Licentiat, der das Predigtamt innehatte, 
hatie etioa 1460 eine Pfriinde zu Esslingen erhalten, war aber auf Verwendung 
der Stadt Heilbronn hier geblieben. Esslingen forderte endlich, er solle auf- 
Ziehen und seine Pfriinde versehen oder aufgeben, verldngerte 1468 Dez, 16 
den Termin auf Bitten HeUbronns bis Kiliani 1470, schlug aber weitere Ver- 20 
Idngerung^ um die sich der Altbiirgermeister Hans Eyrer persdnlich in Esslingen 
bemuhte, ab, 1470 Mai 11. — Heilbronn 257 Esslingen, — Wie Esslingen es 
mit der Pfrunde hielt, ist in den Heilbronner Akien nicht zu finden, Nikolaus 
Meyer aus Langenau (Naw) blieb jedenfalls in Heilbronn, denn er quiitiert der 
Stadt 1474 und 1475 und auch in den folgenden Jahren ofters fiber seine Ent- 25- 
lohnung fiir das Predigtamt (von Kiliani bis Egidii 20, dann bis 1. Advents^ 
sonntag 30, bis Ldtare 20, bis Urbani 30, jahrlich also 115—120 Gidden), — 
Heilbronn, unteres Gewolbe Lade 38, Die Quittuvgen haben kein Siegelj sind 
alle von derselben Hand, von Meyer selbst, geschrieben, 

506* Bitter Konrad von Stammheim, Richter des Grafen von 30* 
Wirtemberg, entscheidet in der Klage Georg Filrs gegen die Stadt 
Heilbronn wegen Zerstorung eines Fa cits im Neckar. Sein Fiir- 
sprecher Fritz von Nenningen fordert 300 Gulden Schadenersatz, 
der der Stadt, Georg von Urbach, bringt vor, nach Urkunden von 
Wirtemberg und Baden habe die Stadt das Becht auf die IVasser- 35- 
strasse. Die Stadt wird verurteilt, das Fach und Wehr aufzubauen, 
kann aber dann auf Offnung Ansfpruch nmchen. — Stuttgart 1426 
(diDstag nach crutztag als es erh&het ward) Sept, 17, 

Sua. Heilbronn I, Neckar u, s. w. Dr., Pg, mit Siegel, 

507. Peter Spohlin zeichnet die Einkunfte seiner von Liituin 40 
und seiner Frau Elisabeth selig gestifteten Pfriinde zu St. Nikolaus 
in der Pfarrkirche zu Heilbronn auf: je 12 Matter Korn, Dinkel 



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1427 Febr. 6. 247 

und Haber und 3 Eimer Wein vom Lutwinshof zu Bockingen, den 
Heinz Seger utid Hans Stoll und ihre Fraueyt Margarethe und Anna 
innehaben, und einen Gulden Zins von einem halben Morgen Wiesen 
zu Flein neben Berthold Eyblin und Kunz Franks den er von Stahel, 
5 Schtdtheissen zu Flein, um 14 Gulden gekauft, wdhrend er mit Ge- 
nehmignng dea Lehensherni der Pfrilnde l^k Morgen Weingdrten zu 
Nordheim terkauft hat; ferner gehort zur Pfrilnde ein bedfreies Haus 
oben in der Gruninger Gasse neben dem Garte^i der Barfilsser und 
der Stadtmauer. Er stiftet der Pfrilnde ein Messbuch. — 1427, 

10 Heilbronn Lade 25, Pg., ohne weitere Beglaubtgung, aher wahrschein- 

licit eigenhdndig, jedenfalh gleichzeitig. 

a) Derselbe, PfrUndner am St. Nikolausaltar in der I^arrkirche, und 
Hans Alwig, Lehensherr des Altars, geben den Hof zu Bokingen (132 Morgen 
in 3 Fluren: im ganzen Feld, im Ober- und Mittelfdd, im Lengenthal, am 

15 Neipperger Weg, am Bruchbergj am Gartacher Weg, auf dem Hutberg, auf 
dem Hasen, auf der Flurscheid; am Wasen^ auf dem Kirchacker, am grasigen 
Weg, in der Glamet, in der Widem, gegen den Sonnenbach auf der SchoUen^ 
halde, auf der Heide, am Frankenhacher Weg, im Kreuzgi-undy auf den Stein- 
dckem^ neben Gewins Wiese, am Lehenacker^ in der AUwig, an der Eied, beim 

20 Hunbaumleinj im Bruch, am Wolfgraben; auf den Kapelldckern, am Neipperger 
Wegj am Smerleib, bei der Leimgrube^ im Traubenloch [vielmehr CreuwenlochVyy, 
an Heinz Seger und Hans Stoll und ihre Frauen Margarethe und Anna um 
je 12 Malter Dinkel, Korn und Haber und 3 Eimer Wein GUlte als Erblehen, 
— Siegler Spohlin und fiir Alwig Geoig Zetssolf, PfrUndner am Marienaltar, 

25 Verweser der Pfarrkirche zu Heilbronn. — 1434 (mitwoch nach Thomas tag) 
Dez. 22. Ebd. Or,, Pg. mit Siegeln. — Baselbst der Bevers der Belehnten 
vom gleichen Tag. Siegler Konrad von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen, 
und die Heilbronner Bichter Ulrich Nenninger und Konrad Kriech. — Or., 
Pg., das erste Siegel abgegangen. 

30 b) Hans Grosslin und Anna, Hans Stolles Witwe, zu Bockingen, Inhaber 

dieses Hofs, vertauschen mit Genehmigung des Pfrilndntrs Peter Spohlin und 
Hans Elwigs, Lehensherrn der Pfrilnde, einen zum Hof gehorigen Weingarten 
gegen einen andern. — Siegler Konrad von Bockingen, Kirchh&r zu Bockingen, 
und J5rg Zeissolf, Pfrundner am Marienaltar in der Pfarrkirclte zu Heilbronn. 

35 — 1455 (Valentins tag) Febr. 14. — Ebd. Or., Pg. mU Siegeln. 

S08. Heinz Storre genannt der Ruhsse, Bilrger zu Gernsbach, 
wird von der Stadt Heilbronn, die er in seiner Thorheit dem Peter 
SchUtze um 11 Schilling und 4 Pfennig hatte cmgreifen helfen, 
gegen das auf seinen dem Markgrafen geleisteteii Eid gegebene Ver- 
40 sprechen, die Feindschaft abzutkun, freigelassen. — Siegler Hans 
Drapp, Heiligenpfieger zu Gernsbach, — 1427 (dornstag nach saiit 
Agathen tag) Fehr. 6. 



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248 1427 April 4: — Jiili 20. 

Heilbronn 374y Urfehden 25. Or,^ Fg., Siegel ahgerissen, — Ehenso Hans 
Schumecher, BUrger zu Gemsbach, Vettei' des Schutz, (MCCCCXX . . I, durch- 
lochert, fritag vor kerzwihe) 1437 Jan, 31. 

nj Dietrich Schumecher, der durch Swicker von Sickingen mil der Stadt 
Heilbronn verglichen warden ist, droht der Stadt mtt Fehde, toenn er nicht in 
4 Wochen befriedigi tcerde. — Siegler Junker Endres von Hedigheim. — 1427 
(cantate) Mai 18, 



309, Hans von Stodion, Bitter, und Hans Truchsess von Bichis- 
kaKsen, Vogt zu Urach^ ^) an Ulm, Konstanz und die anderen Stddte 
der Miinzeinung: teilen, da zu Pfullendorf von den 3 an der Milnze 10 
beteiligten Parteien die Beschlussfassimg wegen der bohmischen HeUei% 
die ilber dem Nominalwert gehe?t (hoher genommen werde und gange 
dann der angesehen ist), ufid des Einreissens fremd^er MUnze vertagt 
ivorden und sie nun wegen Zeitmangels ihrer HerrscJiaft nicht er- 
scheinen konnen, den beiden andem Parteien ihre Meinung mit: der 15 
bbhmische Heller solle zum angesetzfen Wert von 17 Heller gehen, 
uer aber 18 7iehme oder gebe, das der daran nit misstue und darumb 
ungestrafet belihe, Altplapphart, Kreuzplapphart, ^) Newver und Schil- 
Unge sollen zzim angesetzten Wert, von fremder Milnze, ndmlich Mark- 
grdfUry Ravensburger und Heilbronner, der Pfennig nur um ein^n 20 
Heller genommen , jeder tfbertreter fur jedes Stiick um 10 Schilling 
Heller gestraft werden; bitten um Mitteilung ihres Beschlusses an 
ihren Herrn oder sie, um sich danach richten zu konnen. — Stutt- 
gart [14 J 27 (fritag vor judica) 4pr. 4. 

Stuttgart, MUnzioeaen 2, Or., ausaen Adresse und Reste des Siegels des 25 
Truchsessen, 



SIO. Korrespondenz zwischen Berthold von Sachsenheim und 
der Stadt Heilbronn tvegen einiger Outer zu Bockingen und Hork- 
heim, die ersterer als Lehen seines Herrn, des Graf en von Wirtem- 
berg, beanspruchL — 1427 Juli 20 bis Sept. 14. 30 

St.A. Heilbronn I, Bdckingen. Die Briefe an die Stadt Or,, die der 
Stadt gleichzeitige Abschriften. 

Berthold von Sachsenheim, wirtembsrgischer Vogt im Zabergdu, ersucht 
die Stadt, vier vom Gericht zu Bdckingen, den Worz von Heilbronn, Hans 
Mainger oder einen andei-n zu ihm nach Horkheim zu schicken, Juli 20; bittet 35 
um Auskunft, da er ei'fahren habe, mehrere Heilbronner Burger haben Giiter 



») Wirtembergische Statthalter. — ^) Plaphart (Grimm, WorterbJ = 
Weisspfen nige. 



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1427 Dez. 11. 249 

und Zelinitn gu Bdckingen und Horklieim inne, die seines Herrtij Ludwigs 
von WiHemherg seien, Juli 23, Die Siadt verapricht Auskunft^ wenn sie dar- 
fiber nachgefragt hahe, Juli 23, Dei- Bat hittet Berthold^ Spline und Verbot 
gegen einige ihrer Burger^ die armen Leute und Hintersassen zu Bdckingen 
:5 abzuthun und vcrspricht, ihn in seinen gerechten Forderungen zu unterstiUzen, 
Aug. 26. Berthold dussert sein Befremden darUber, da sie dock seinem Herm 
die Lelien entzogen habefi; die Siadt Jiabe ihm ja selbst die Xamen angegeben: 
um ihr Eigen wolle er sie nicht bringen, Aug, 26. D&i* Bat biitet Konrad von 
Wittsiadt um Nachricht Uber einige von Berthold ebenfalls in Verbot gdegte 
10 Wiesen, die die Stadt von ihm gehauft habe. Dieser weist sie, wenn es die Wiesen 
seines Schwdhers Gewin von Obrigheim seien, von dem er sie erworben, an ihr en 
Burger Bikolz, frUher Getcins Knecht, Sept. 14. 



511* Gerhard von Thalheim vermittelt einen WoffenstiUstand 
zwischen Eberhard von Dottenheim dem jung^^n zu Schiipf und der 
15 Stadt Heilbronn. — 1427 (donrstag vor Lucien tag) Dez. 11. 

Heilbronn 194, Fehden II 5. Or., die folgenden Stiicke teils ehenda- 
selbst und I 1, die meisten Lade 36. 

a) Eberhard von Dottenheim scJUiesst einen WaffenstiUstand bis Pfingsten 
[Mai 23] Sonneuntergang unter Vermittlung des Deutschmeisters Eberhard von 

20 Seinsheim. — 1426 (qaasimodogeniti) Apr. 11. 

b) Fehdehriefe an die Stadt von Eberhards Hel/em : Hubert von Kirchen 
(Kirchheim?) und Kunz Greusser. — Siegler Junker Gotz Fant von BienecL 
— 1426 (suntag vor Thomas tag) Dez. 19. 

Hans von Hollerbach, Hans Feir, BUeheinz, Hans Heilloss d. a., Heinz 
25 Kappe und Heinz Schifferzan. — 1429 (mitwoch vor Sebastian!) Jan. 19. 

Asmus Forstmeister, Vetter Eberhards. — 1429 (mentag noch miseri- 
cordia) Apr. 11. 

Heinz von Wenkheim — 1429 (dritten pfingstag) Mai 17. 

Heinz von Thunfeld zu Sch&nbach und Anton von Wittstadt. — 1429 
BO (dunderstag nach pfingstag) Mai 19. 

Eberhard von ThUngen, — Eod. d. 

Eberhard und Klaus von GmUnd. — 1429. — Notiz im alien Beper- 
toriuttif zweiftllos hiehergehorig. Der Brief fehlt 

c) Eberhard von Dottenheim rechtfertigt sich der Stadt gegenUber^ be- 
•35 schwert sich, dass sie Wimpfen gegeniiber seine Angebote verschweige; ei' set 

seit Jan. 19 ihr Feindy habe aber weder Knecht noch Fferd auf ihren Schaden 
gehalten. Eberhard von Isenbach sei ihr Feind^ ich wolt er brecht euer viel ; 
fordert sie vor den Deutschmeister. — 1429 Apr. 11. 

d) Abklage *) der Stadt an Eberhard von Dottenheim d. a., Thomas von 
40 Bosenberg, Gotz und Wilhelm von Dottenheim. — 1429 (dinstag vor Gcorgi) 

Apr. 19. 



*) Aufforderung, ihre Sachen von dem Befehdeten zu trennen, um keinen 
Schaden zu leiddn. 



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250 1428 Jan. 5 — Juni 28. 

e) Dieiher Landsehad van Steinach d. a., Bappo txm AdelsJieim, Heinrich 
van Etmchingen und Wilhelm Beubtr kompramittieren auf den Deutsckmeister. 
— 1429 Sept. 13. 



S12. Gerlach von Steinbach und Kunz Kriech, Burger und 
Pfleger des Spitals zu Heilbronn, geben den Uof des Spitals zu Hork- 5 
hehn, Haus, Hofraite und Garten und 51 Morgen Acker und Wiesen, 
cds untrennbares und nicht zu belastendes Erblehen urn je 25 Malter 
Korn, Dinkel und Haber Giilte an Ulrich VUn und seine Fran Engel 
(Flurnamen: Endbnrg, After, Ruteweg, Hat; neben Gutern der Herr- 
schaft von Wirtemberg, der Deutschherrn, Gewins, Jorg Fewers, der 10 
Herrschaft Lauffen, Hans Hacks von Hoheneck). — 1428 (mentag 
vor obrosten tage) Jan. 5. 

Heilbronn StiftungspflegregistratuTy Fasz. 136. Or., Fg., dcts Siegel (des 
Spitals) abgerissen. Dahei eine heglaubigte Abschrift von Johann Grienbach, 
Licentiai beid^ Bechte, Protonotar der Stadt Heilbronn, ettca 1600. 15 



S13. Pfalzgraf Otto entscheidet zwii<chen dem Deutschordens- 
ineister Eberhard von Seinsheim von seiten des Ordens und des Kom- 
turs zu Heilbro7in und letzterer Stadt, denen sein Bruder Luduig 
auf heiite einen giitlichen Tag nach Heidelberg bestimmt hatte, nach- 
dem er die SacJie an sich genommen : da die Parteien sich fast schon 20 
gutlich verglichen haben, solle jede Partei durch zwei Freunde einen 
Vergleich versuchen, wenn keiner erreicht werde, sein Bruder noch- 
incds um Ansetzuncf eines Tages gebeten, die vier Tadingsleute verhdrt 
und die Sache spdtestens bis Michaelis entschieden werden. — Heidel- 
berg 1428 (vigilia corporis Christi) Juni 2. 25 

Heilbronn 244, Diversa 5. Or, mit Siegelspuren aussen. 

S14:. Jost von Venningen, Komtur zu Heilbronn, verhtuft an 
Graf Georg von Louensf^in, Domherrn zu Bamberg, den Weiler 
Breitenau um 987 Gulden. — 1428 (montag vor Petri und Pauli) 
Juni 28. 30 

Reg.: Acta acad. Theod^-Palat. 1,347. 

SIS. In einer Verhandlung in der Sakristei der Kilianskirche 
wird auf Beschwerde Johann Eillins, Pfnmdners zu St. Leonhard, 
durch Beschluss des alien und neuen Rats, die den Ratsherrn Geicin 



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1428 Jnli 22 — Nov. 8. 25 1 

Gemminger deputiert haben, der Dispensator oder KoUektor der Em- 
kunfte der Kircke, Heinrich Schtvarzheimer, BUrger zu ffeilbromiy 
verpflichtet und der Adituus Bertkold angetciesen, nach alter Sitte 
dem Pfrundner zu St. Leonhard vom 01 der Pfarrkirche zur Unter- 
5 kaUung eitier Lampe bei der Vesper und beim Amt zu geben. — Zeugen 
Johannes Batwir, Peter Spohelin und Heinrich Krych, Pfrundner an 
der Pfarrkirche. — Notariatsinsirument ausgefertigt von Nikolaus 
Zudel von Heidelberg, Kleriker der Diocese Worms. — 1428 Juli 22. 

St.A. Heilbronn J, Eeligionswesen, Or,y Pg. 

10 S16. Peter Fewer genannt Wigmar genehmigt als LehenshnT 

den Verkavf eines zur St. Peterspfrimde an der Pfarrkirche gehorigen 
Weingartens durch den PfrUndner Georg Wigmar an Hans Krobser 
und seine Frau Gilge urn 9 Gulden. Letztere Ubemehmen den Wein- 
garten nach dreiteiliger Weingdrten Becht, mnsseii ihn in gutem Zu- 

15 stand halten, Pfdhle und Dung genug hinausthun, der PfrUndner 
die Beifuhr ganzer Ladungen Ubernehmen und dem Inhaber des Wein- 
bergs jdhrlich 6 Gulden leihen, wofiir er ein Driftel des Ertrags und 
von 20 Eimern 1 Eimer Kelterweiti bekommt. — 1428 (aller selen 
tag) Nov. 2. 

20 St.A. Heilbronn /, Beligionswesen. Or., Fg. mit sehr beschddigtem Siegel. 

Auesen^ Ende des Jh.: Bertholt Koch. 

a) Konsens des Bischofs Johann von Wureburg. — 1429 (mitwoeh vor 
remioiscere) Febr. 16. — Ebd. Or., Pg. mit der vorigen Urkunde zusammen- 
gesiegelt, 

25 517. Peter Fetor genannt Wigmar, Burger zu Heilbronn^ und 

seine Fran Elisabeth verkaufen an Johann Wigmar von Heilbronn, Kon- 
ventualen zu Rodenkirchen,^) Prdmonstratenser, Peters Vetter, 6 Gul- 
den Leibgeding Heidelberger Wdhrung, in die Apotheke zu Heidelberg 
zu liefern, um Johann Wigmars Teil eines Hofs zu Frankenbach und 

30 einen Weingarten am Hundsberg zu Heilbronn, die sie dafiir ver- 
pfdnden. — Siegler Peter, Ulrich Nenninger mid Hans Kuder, Richter 
zu Heilbronn. — 1428 (mentag vor Martios tag) Nov. 8. 

Heilbronn 373 I D 4. Or., Pg., das erste Siegel unkenntUch, das ziceite 
losgerissen, aber nach vorhanden, das dritte verloren. 



*) Wo ein Prdmonstratenserkloster Bodenkirchen liegt, konnie ich nicht 
finden. Das Verzeichnis bei Le Paige, Bibliotheca ordinis Praemonstratensis 
1, 336 ff. nennt keines dieses Namens. Man soUte es bei Heidelberg suchen, da 
das Leibgeding dorthin geliefert wird. 



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252 1429 Jan. 10 — Fcbr. 20. 

518. Johann Diitver, Doktor der DekreUdeny Spezialdelegat des 
Bischofs von Wiirzbtirg, tkut Itel Hiltmar, Kanoniker mid Archi- 
diakon zu Wiirzburg, oder dessen Offizial kund, dass ihm die Edel- 
knechte Jodok Bernhauser und Kraft Greeks die das Patronatsrecht 
pleno jure ha ben, auf die durch Verzicht Peter Spohlins erledigte 5 
Vikarie an der Kapelle St. Johanns des Tdufers zu Heilbronn Hein- 
rich KrugliUy ^) Priester der Diocese Wiirzburg, prdsentiert haben, 
instituiert und investiert diesen und iibertrdgt ihm die Verwaltung der 
PfrUndCf befiehlt dem Adressaten, ihn in korperlichen Besifz einzii- 
weisen. — Wiirzburg 1429 (feria secunda post epiphaniam) Jan. 10, 10 

St. A. HeUbronn I, Rdigionswesen. Or,, Pg, mil Siegd, 

St) Der Offizial Uiltmars gieht den Aufirag an dm P/arrer von Heilbronn 
iveiter, da er wegen anderer Auf tr age verhindert set. — 1429 (feria tercia post 
epiphaniam) Jan. 11, — Ebd, Or,, Pg,, Siegel stark beschadigt, 

b) Heinrich Krugelin, Pfrundner an der St. JoJiannsktrche zu HeUhronn, 15 
versprichtj sein um 42 Gulden gekauftes Haus oben in der Gulinger Gasse neben 
der Sckdnwetterin an keine Pfriinde oder Gottesgabe, sondern nur an einen 
Burger zu verkaufen, es zu 42 Gulden zu versteuern und davon so vid zu leisten 
me andere Burger, und verpflichttt seine Erben, es in Jahresfrist zu verkaufen 
Oder bet Verzug gegen des Bats Willen vom Erl6s Bede und AnzaKlung zu 20 
leisten, — 1437 (vigilia omnium sanctorum) OkU 31. — Heilbronn 70 d lb. 
Or., Pg,, Siegel abhangend. 

o) Derselbe ebenso wegen des Hauses im Gasslein Johann Jorgs neben 
dessen Pfrundhaus, das er von Cordin Sybote, Burger zu Heilbronn, gekauft, 
— 1446 (fry tag vor oculi) Mdrz 18, Ebd, Or,, Pg. mil undeuilichem Siegel, 25 

519. Kunz Ludwig und seine Frau Heidel zu Horkheim rever- 
sieren dem Marx Schenkel, Biirger zu Heilbronn, iiber die Belehnung 
mit 32 Morgen Gilter zu Sontheim (1, Flur: ob der alien Miikle, in 
der Bote (Beuth), auf Fleiner Markung; 2, Flur: auf dem Leuferweg, 
(= Lauffener Weg), dem Geheyge; 3, Flur: in der Tunnen, am 30 
Uagelsberg, auf Heilbronner Markung am Wettenberg, am Scheff- 
biihel; neben Giltern der Deutsckhei'm, der von Thalheim, des Spitals, 
Peter Vetzers, Kunz Kerchers, Peter Lowes) um je 3 Matter Korn, 
Dinkel und Haber Giilte mit der Verpflicjitung, jdhrlich 50 Karren 
Mist hinauszuthun, — Siegler Ulrich Nenniyiger und Konrad Kriech, 35 
Bichter zu Heilbronn, — 1429 (reminiscere) Febr. 20. 

HeUbronn Lade 20, V A 1, Or., Pg. mit Siegeln. 



*) Heinrich Krugelin, Kaplan an St. Georg auf der Burg zu Weinsberg 
1416 Mai 19 bet Kremer Chron. Schonthal 1251. 



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1429 Febr. 28 — Marz 28. 253 

a) Nachfolger: Gebhard Siebeneyche und seine Frau Els zu Sontheim. 
— Siegler die Bichter Bernhard Berlin und Hans Biemar, — 1451 (Mathys 
abent) Febr. 23. — Ebd, Or,^ Pg.y an die vorige Urkunde angesiegelt (Trans- 
fix)y das 1, Siegel abgegangen» 



5 S2O0 Kraft von Emlingen wird von Konrad von Weinsberg 

mit einem Giitlein zu Sontheiniy das Ulrich von Schrozberg von Wil- 
helm Sleze zu Hall ah weinsbergisches Lehen gehabt hatte, G litem 
zu Zottishofen und Dachsrode und detn achten Teil des grossen und 
Jdehien Zehnten zu Bdcktngen als Mannlehen belehnt, — 1429 (mon- 
10 tag nach oculi) Febr. 28, 

Albrecht, Weinsberger Begesten (Hs, k. off. Biblioihek) B. 2,290 und 
Miscell. 2 aus pfdle. Lehenbuch in Karlsruhe. 



521. Kraft von EnsUngen reversiert detn Grafen Ludwig von 
Wirtemberg zugleich fur Graf Ulrich iiber die Belehnung mit ^k 
15 des Zehnten zu Bockingen und huldigt. — 14:29 (mentag nach oster- 
tag) Mdrz 28. 

SUA. Lehenleute I, Ehrenberg. Or., Pg. mit Siegel. 

a) Derselbe reversiert dem Grafen Ulrich Ober "/a? die vorher die Slez 
innehatien. — 1442 (zinstag vor Martins tag) Nov. 6. — Ebd. Or., Pg. mit 

20 Siegel. — Ebd. Abschrift des Lehenbriefs Graf Ulrichs aus dem Ende des 
15. Jahrhunderts. 

b) Walther von EnsUngen ebenso. — 1461 (zinstag nach Andree) Bez. 1, 
— Ebd. Or., Pg. mit Siegel. ') 

c) J6rg von EnsUngen ebenso. — 1462 (palmabent) Apr. 10. — Ebd. 
25 Or., Pg., mit Siegel. 

d) Graf Ulrich von Wirtemberg erlaubt seinem Lehensmann Walther von 
EnsUngen, seinen Teil am Zehnten zu Bockingen an Rafan von Hdmstadt zu 
verkaufen. — Stuttgart 1468 (fritag nach unsers herrn uflferttag) Mai 20. — 
St.A., Lehenbuch F fol. 69. 

30 e) Derselbe e/i-laubt seinem Lehensmann Jorg von EnsUngen, auf seine -/» 

vom Zehnten 400 Gulden von seinem Bruder Walther oder Eberhard von Ven- 

ningen zu entUhnen. — 1468 (Bartholomeus tag) Aug. 24. — Ebd. fol. 81 b. 

f) Derselbe erlaubt Jorg^ V® ^^^'^ Zehnten an Wilhelm Bombast von Hohen- 

heim urn 200 Gulden zu verschreiben. — Stuttgart 1470 (jiidica) April 8. — 

35 Ebd. fol. 84. 



^) ,, Walther von EnsUngen erhalt als Mannlehen ^/s . . . ., toie es sein 
Voter Kraft innegehabt und von den Slezen an sich gebracht hat. 1463 zins- 
tag nach Andreas." Lehenbuch F fol. 69 im St.A. Die Jahreszahl ist wohh 
vei'schrieben. 



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254 1429 April 7 — Mai 20. 

g) Derselbe wiederhoU die Jorg gegebene Eriaubnds, ^/> vom Zehnten an 
den I^arrer Matthias SehiU su Achstetim urn 140 Gulden gn versetgen, — 
•Stuttgart 1471 (fireitag vor paimtag) April 5. — Ebd. 

h) WUhelm Bombast van Hohenheim reversieti dem Graftn Ulrich von 
Wirtemberg Uber die Belehnung mit "/b des Zehnten^ die varker Jdrg von Ens^ 5 
Ufigen su Lehen gehabt, Matthias Schit mit rechtlichem VrteH erlangt und nun 
. er als Afterlehen innehat, und huldigt, — 1473 (Steffans tag invencionis) Aug, 3, 
— St.A. Lehenleute I, Ehrenberg. Or., Pg. mit Siegel, 

S22. Hans von Adelsheim (Aletzhein) det- dlt^e schliesst mit den 
Stddten Reilbronn, Wimp/en und Weinsberg Frieden auf KUndigung, lO 
ausgenommen den Fall eines Angriffs der drei Stddte auf jemand, 
mit dem er in Einung ist. — 1429 (dunderstag nach Ambrosii) 
April 7. 

Heilbronn Lade 38j 12, Or., Siegel unter Papierdecke, 

S23» Abt Gerung von Maulbronn belehnt Hans Berlin, BUrger 15 
zu Heilbronn, mit dem Hof des Klosters daseJbst. Berlin leistet den 
Lehenseid, — 1429 (frytag nach pfiDgsttag) Mai 20. 

St.A. Heilbronn I, Maulbronner Hof, Dieses und die folgenden StOcke 
'Or., Pg. mit Siegeln des Abts, beim Lehhbrief van 1472 Siegel abgegangen. 

a) Abt Johann ebenso fUr Hans Berlin. — 1431 (dinstag nach Vitus) 20 
Juni 19. 

b) Berselbe fUr Kaspar Mettelbach, BOr germeister zu Heilbronn. — 1434 
(fritag nach Margreten tag) Juli 16. 

c) Abt Bechtold (sonst Berthold) fur denselben, Altbikr germeister. — 1446 
(donrstag nach pfingestag) Juni 9. 25 

d) Abt Johann fur Hans Keller, BUrgermeister. — 1463 (Urbans tag) 
Mai 25. 

e) Abt Niholaus fur denselben. — (1468 Mathias aubent) 1469 Febr. 23. 
(Cister denser haben den AnnunciationsstilJ. 

f) Abt Johann *) far Gottfried Schenkel, BUrgermeister. — 1472 (Steffans 30 
tag) Dez. 26. 

524. Walther SchHssler, Biirger zu Heilbronn, und seine Frau 
Engel verfauschen mit Margarethe, Abtissin und Konvent des Klosters 
BiUlgheim und Hans, ihrem Schaffner zu Heilbronn, einen Weingarten 
bei der Scheuer am Hannekame, woraus das Kloster nun einen Acker 35 
gemacht, um drei Viertel Weingarten am Silchefibronnen neben Peter 



*) Sonst in diesen Jahren hein Abt dieses Narnens nachtceisbar. 



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1429 Mai 28 — Nov. 25. 255 

Husens Wiese. — Siegler Peter Zehe und Hans Merze^ Bichter zu 
Heilbronn, — 1429 (samstag vor triuitatis) Mai 28. 

HeUhronn Lade 53, Billigheim 3. Or,, Pg. mU Siegdn, heidt sehr imdeutUch. 

526. Hans von Degenberg urteilt nach der Entsckeidung mehrerer 
5 Pralaten, Herren und Stddte Nitderboyems und danach Konig Sig- 
munds mii den 24 Mannen Graf Etzel van Ortenherg, Wilkeifn Fraun- 
bergtr zu Meinting, Hans dem Haybekchen und Peter dem Sainer 
von der Ritterschaft Niederbagems, Engelhard Marschalk, Haymeran 
Hasllnger, WUhelm Hiutinger, Ulrich Teufel, Friedrich Beichersheimer, 

10 Matthdus Tmendel, Erasmus Martin, Klai4s von Puech, Stephan 
Prenner und Jorg Sailer von seiten Herzog Ludwigs, Paid Aresinger, 
Stephan Epser, Erasmus Hausner, Ulrich Dachauer, Konrad Eglof- 
steiner, Wilhelm Mdsselramer, Hans Awer, Ulrich Bayerstorfer, Franz 
Tichfel und Ulrich Ledrer von seiten der beiden andern Herzoge 

15 am heutigen Tag zu Straubing zwischen den Herzogen Ludwig und 
seinen Vettern Ernst und Wilhelm von Bayern. Ludwigs Anwalt 
Konrad Wolf bringt durch seinen WortfUhrer (furleger) Jorg von 
Bethaim ein Urteil vor, wonach Ludwig seinen Vettern innerhalb 
45 Tagen melden, urn wieviel er den Zehnten zu Heilbronn eingelost 

20 habe, und dies mit dem Original oder einem Vidimus des Verpfdndungs- 
briefs erweisen soil, und Idsst letztere Urkunde selbst vorlegen, mit 
der die Herzoge Otto, Stephan, Friedrich und Johann den Grafen 
Eberhard und Ulrich' von Wirtemberg fUr eine Schuld von 7350 un- 
garischen und bohmischen Gulden von der Nutzung des ZoUs zu 

25 MUnchen und 3000 Pfund Heller von der Losung des Heilbronner 
Zehnten diesen letzteren veipfdndet hatten. Der Anwalt der andern 
Herzoge, Peter Budolf, vei'weigert das Geld undfortiert einen Gerichts- 
brief, was die Gegenpartei ablehnt, da sie der Entscheidung genug 
gethan habe. Beide Parteien erhalten eine Urkunde iiber diese Ver- 

30 handlung, — 1429 (erichtag vor Andreas tag) Nov. 25. 

St,A. Heilbronn J, Weingehnten, Or., Pg. mit Siegel, 

S26. Die schwdbischen Beichsstddte an die von Heilbronn: 
bitten urn Beistand gegen die Hussiten ^) und in der Sache der Stadt 



*) Heilbronn wurde itn Hussitenkrieg 1422 mit Wimpfen und Weinsherg 
zu 24 berittenen Gewappneten, 1431 zu 30()0 (andere Lesart 4000) FfeiUn an-- 
geschlagen. Eeichstagaakten 6j 164 { 9, 521. 



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256 1430 Febr. 12. 

Weinsberg tind urn Mitteilung ihrer Meinung auf dem bevorstehenden 
Stadtetag. — Ulm 1430 Febr. 12. 

St.A, HeiUn-onn I. Or,, Siegel Ulms, Es handdi sick urn den StOdte- 
tag zu Ulm am 19. Febr,, a, Beichstagsakten 10,39<)ff, 

Unser friuntlich willig dienst voran. Ersamen und wisen lieben 5- 
friunde. Was klaglichen nDgestAmen grossen gewerbs gedraogs nnd 
mutwillens die ungelewbig diete von Beheim an den frommen cristen 
nicht in ferren landen begat mit aller nnfure etc.^ ist nu zemale nicbt 
nott zu schryben, wan sich das layder mit der warbait selb eroflfnet 
swarlicher wan das yeman geschriben muge. Wan aber der louflFe 10 
und die unfure so nahet ye lenger ye mer, das ye nott nnd zytt 
ist, das alle fromen cristen darzu seben und mit macbt tuen, und wan 
ocb das tiuvenliscbe ketzerliche bere unsern friunden etlicben stetten 
in unser veraynnng so zuziecbet, das es si mit scbadigung des iren 
betretten und beruret bat und ocb si wartent sind, wellicbs tags oder 15* 
wellicher stunde si fur si rucken und uns lybe und gute unterstanden 
zu noten, baben wir daruf trostlicb empfangen ain scrifte von dem 
bocbgebomen unserm gn&digen berren von Wirtemberg, der abscbrift 
wir iuwer lieb verscblossen •^ senden ia disem brief e, an der ir ver- 
nemen werdeut, das die bocbw^irdigen und durcblucbtigen fursten 20^ 
unser gnadig berren die kurfursten, ander fursten und berren und 
ocb sin gnade maynent so trostlicb zuzezieben, dessgelycb ocb die 
ritterscbaft mit sant Jorgen scbilte sicb gar stattlicb zuricbtet mit 
macbt zuzezyeben. Nu baben wir Got dem berren zu lobe, der 
bailigen cristenbait zu troste, dem bailigen Romiscben rycbe zu eren 25. 
und alien erbern statt ze bilfe die unsern ainer raysigen geziuge 
vorraals gar merklicb gescbiket, die zu Nuremberg oder wo man 
ir bedorf noch sind und erbeben uns nu aber den fromen cristen, 
die da note lyden, zu rettung und des bayligen rycbs steten, den es 
bert bytt, ^) zu ufeuthalt rait ainem grossen geziuge ze belfen. Das 30 
verkunden wir also iuwer friuntscbaft in gtitem, umbe das ir der 
bailigen cristenbait nott und ocb wie sicb fromen cristen berren und 
ander dagen stellent, wissent, und zwifeln nicbt denne das iucb 
solicb der ungelewbigen vrevel und notigung layd sy und das ir 
inch darzu ocb bilflicb stellent und rilstent, sunder getruwen wir 35^ 
iuwer ersamen lieb, die wir mit ernstlicbem vlisse bitten, ganz 
boflfent ob es uns ^^ stetten mit den erbern rycbsstetten die in der von. 

a) TOTflchlester* b) hus. 

*) hien = sich ndham. 



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1430 Febr. 19. 257 

Winsperg ^) oder unser veraynnngen gehoren mit dem loflFe zu hert 
uberloste oder uf dem halse ligen wolte^ das ir uns denne darinne 
nicht verlassent, sunder uns darinne mit rate and hilfe and och mit 
macbt ze hilfe and za staten koment, als denne getruwe gelyder 

5 des hailigen richs einander wol pflichtig sind. Wir biten och be- 
sander iawer friuntschaft, so wir innigest magen^ das ir solit^hs zu 
erwegen als sich gep&ret umb unsem willen ze herzen nemen und 
iuwer bottschaft, die ir nechste her gen Ulme zu mannng senden 
werdent, in dem iuwer maynung mit gewaite empfelhen, sich von 

10 den dingen zu undersprechen, also das wir vememen mfigen iuwem 
willen und maynung darinne; das woUen och wir mit willen in 
alien sachen umb iuwer lieb verdienen als denne billich ist Geben 
zu Ulme Yon unser alien haissens und bevelhens wegen uf suntag yor 
Valentini anno Domini M quadringentesimo tricesimo. 

15 Aussen : Den ersamen und wysen Gemainer rychsstette rautsbotten 
den burgermaister und rate der der veraynung in Swaben, als wir 
Stat Hailprunn unsern besundern uf die zytte zu Ulme by ainander 
guten friunden. gewesen syen. 



527» Kunz Rottenbure genayint SchwarzkunZj vergleicht sich mit 
20 der Stadt Heilbronn, verspricht, die 10 Gulden, die er als Betite be- 
konimen, als Fritz Gerhard zu Hassmersheirn ein Schiff der Stadt 
mit Schleiern und andrer Ladimg genommen, Je auf Weihnachten in 
3 Zielern ztiriickzugeben und schwort Urfehde. — Siegler Junker 
Bernold von Thalheim, — 1430 (suntag vor sant Peters tag kathedra) 
25 Febr. 19. 

Heilbronn 194, Fehden II 2, Or., Fg., Siegdeinschnitt. 



S28. Kunz Braivnysen, Burger zu Heilbromi, von der Stadt 
wegen seines Handels mit den Bilrgern Peter Husen, Klaus Hertelin, 
Bernhard Bogner und Peter Itde ins Gefdngnis gelegt, schwort mit 
30 seinem Bruder Hans, Biirger zu Heilbronn, mit Klaus Riliche, BUrger 
zu Wimpfen, Hanmann, Knecht des Wetzelhausen daselbst, und Kunz 
Negelin von Elltvangenj nie mehr gegen die von Heilbronn zu schaffen^ 
an den genannten Gegnern sich nicht zu rdchen und seine Beleidigungen 



*) Schon 1429 Okt. 14 (frytag vor Gallen tag) bat Ulm urn Kundschaft 
uber Konrad von Weinsherg, Heilbronn 325, 2. Or. 

Wflrtt. Qescbichtsqnellen Y. 17 



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258 1430 Mftrz 2 — Aug. 23. 

zuriickzunehmen. — Siegler Junker Bernold von Thalheim der dltere, 
-— 1430 (danderstag vor dem wissen suntag) Marz 2, 

Heilbronn ^74, Urfehden 25, Or,, Pg, mit Siegd. 

529. Die Stadt Heilbronn vjerkauft an ihren MitbUrger und 
Ratgesellen Hans Eyrer und seine Frau Agnes 35 Gidden Giilte 5 
um 700 Gulden mit der Verpflichtung zum Einlager fur 6 Rats- 
mitglieder, wenn nicht punkUich bezahlt wird, — 1430 (Bartholomeus 
abend) Aug. 23, 

Heilbronn 42, Passiva 1. Or,, Pg,, Siegel abgerissen, Aussen u. a,: 
Dele debita bettschulden 1496. — Hans Eyrer leiht Michel von Brett und 10 
seiner J/Yau Katharina von EichoUheim 60 Gulden, 1426 (samstag vor judica) 
Mare 16 (Siegler Michel von Br<tit, Marx Schenkel und Jakob BinckesserJ: 
und nochmals 40 Gulden, 1427 (samstag vor oculi) Mdrz 22 (Siegler die heiden 
Schuldner), jedesmal eu 5 Proeent, — Michel von Breit liatte dem Heilbronner 
Burger Jakob Samei' 150 Gulden geHehen, mit 10 Gulden und dem Erirag 15 
eines Weinbergs bei Bdckingen zu verzinsen, Siegler die Heilbronner Bichter 
Hans Berlin und Berthold Bellinger. 1423 (samstag vor oouli) Mdrz 6, — 
1432 (dunderstag nacli Erharts tag) Jan, 10 entlehnt Michel von Breit 150 Gul- 
den von JMedel Brogelin von Ohringtsn zu 7V» Prozent, verpfSndet dafOr u. a, 
die Ubennasse *) an seinem Haus. Mit ihm siegeln Peter Fetrer genannt Wigmar 20 
und Peter Jeger. — Die vier Schuldscheine Heilbronn Lade 10,2, Or,, Pg,, 
alle Siegel erhalten, 

530. Die Stadt Heilbronn gieht Erhard Burger genannt Dinkels- 
puhely Zlmmennann, und seiner Fran Elisabeth die nntere Hdlfte der 

Wasenmiihle mit dem kleinen Haus und dem Flurhoflein um 24 Gul- 25 
den Zins, auf die Fronfasten verteilt und mit Kreuzerhohung ange- 
fangen, als lebensldngliches Lehen; sie sollen mindestetis 4 Mahlmilhlen 
halteny Walk- und Schleifmiihlen dagegen keine, letztere hochstens 
zum eigenen Gebrauch, Haus, Mauer- u7id Muhhverk und Brilcke 
unterhalfen sie allein, das Beit (bethe) auch im obern Teil gemeinsam 30 
mit der Stadt im Verhdltnis zur Anzahl der Rdder oben und unten, 
dagegen allein, wenn die Stadt die Milhle oben eingehen Idsst, wdhrend 
die Stadt in alien Fallen das Steinfach allein unterhdlt; sie dilrfen 
nicht fnehr Wasser beanspruchen, als die Stadt oben verwendet, nicht 
mehr Mahllohn (multer) yiehmen, als in andern Miihlen der Stadt 35 
Sitte ist, aber darin auch nicht von der Stadt verkUrzt werden. Von 
der eingefiihrten Frucht erhebt die Stadt unter den Thoren Zoll. 

*) Weil bereiis 100 Gulden daraufstehen. 



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1430 April 25. 259 

Wird das Fetch durch Gottes Gewalt oder Herrennot zerhrochen und 
nicht sogUich gemacht, so geht^ am Zins ein der Zeit dss StiUstands 
der Miihle entsprechender Betrag ah. Brennt die MiifUe ab, so sollen 
sie die Inhaber bauen und sind von der Gillte frei; woUen sie das 
b nicht, so fdllt sie an die Stadt zuruck, ebenso nach dem Tod der 
Inhaber, ivobei die Erben Haus^'at tmd Vieh ohne Irrung ausgefolgt 
bekotmnen. Die Inhaber konnen ihr Recht an einen Burger ver- 
htnfen. Da Burger fnsch zugezogen ist, ist er von Steuern und 
Diensten frei, muss aber versteuern, was er von jetzt an erwirbt; 
10 beim Abzug braucht er das mitgebrachte Gut nicht zu veranzahlen, ^) 
Wenn man ihn braucht, soil er der Stadt um Lohn dienen. Streit 
mit der Stadt soil vor einen Burger als Schiedsrichter, Streit mit 
einem Stadtayigehorigen vor dessen Gericht gebracht werden. — 1430 
(dinstag nach Jorgen tag) Apr. 25. 

15 HeOhronn Lade 26. Or., Pg. mit Stadisiegel. 

Si) BUrgermeist&r und Rat von Wimpfen entscheiden in GHUichkeit ztoischen 
ider Stadt Heilbronn und ihrem Bilrger Hans Dtnkelshuhl: in der Klage dea 
letzteren, dass ihn die Stadt, solange er ihr Burger gewessn, weil er auf einem 
yutlichen Tag Hans von Sicking&n und F/cdjsgraf Otto Beistand geleistet, „gebi- 

20 fC'f^gi^ und sonst beeintrdchtigt habe, in den Klagen der Stadt, die nicht auf- 
gezahlt werden, und ihrem Anspruch, nicht an das kaiserliche Mandat gebunden 
zu sein, wonach sie ihn lebensldnglich als Burger sitzen lassen solle: das 
Mandat soU aufgehoben, die gegenseitigen Anspriiche abgethan sein; die Stadt 
nimmt ihn auf Bitte Wimpfens spdter als Burger auf, lasst ihn vorldufig 

25 10^) Jahre als Ausmann Handel und Gewerbe treiben, besttuert ihn aber nur 
wie einen Burger. — Etwa 1440, — Heilbronn, unteres Gewolbe Lade 32. 
Undatiertes Konzept. 

b) Erhard Burger, Bilrger zu BinkelsbiM, verzichtet der Stadt Heilbronn 
gegenuber um 120 Gulden auf sein Recht an der Miihle. — Siegler Konrad 

30 von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen, und Hans von Rosenbach. — 1442 
(samstag vor cantate) Apr. 28. — Heilbronn Lade 26. Or., Pg., das 2. Siegel 
obm beschadigt. 

o) Paul Burger genannt BinkelsbiM, seine Sohne Hanman und Konrad 
mit ihren Erauen Barbara und Apollonia und seine Schwiegersohne Eberhard 

35 Negelin zu Hall und Franz Struss zu Nordlingen mit ihren Frauen Anna und 
Klara teilen das Vermogen Pauls: stirbt eines der vier Geschunster vor dem 
Vater, so treten dafUr dessen Kinder ein, die Sohne erhcdten das neue Haus 
im Gdsslein neben Christian Weber voraus, jedes erh&U 1800 Gulden, Hanman 
hat alle 18O0, Konrad 600, Anna 700, Klara 800 als Zugeld und Ehesteuer 

40 bereits erhalten, den Rest bekommen sie vom Hauptgut, das der Vater an Heih 
bronn und Ndrdlingen geliehen und wovon er sich die lebensldngliche Nutzung 



a,) Korrigivtf uraprUngUeh gwti JPunkU. 

') rAnzahl'' s. S. 207 A7im. 



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260 1430 Aug. 4 — Aug. 22. 

vorbehcUL — 1451 (zwolfboten schidung) Juli 15. — Heilhronn, unteres Ge^- 
wdlbe Lade 32, Or,, Fg.y mit Stadtsiegeh 

d) Konrad Burger zu Heilhi'onn verkauft einen Zins an Bemhard Berlin, 
Altbiirgermeister, — 1458 (montag vor Jorgen tag) April 17. — Heilbronn 
Lade 20 V, A 3. Or., Siegel unter Fapierdecke. b 

e) JDerselbe und seine Frau ApoUonia Merklerin haben von der Stadt 
um 765 Gulden ein Leibgeding von 72 Gulden gekauft, wovon jetzt 4 mit 
40 Gulden abgelost wei'den, damit sie ihre Schulden beeahlen konnen. — Siegler 
der Aussteiler, Bafan von Thalheim und Dietrich von Tiefenbach. — 1463 
(Mathteus aubent) Sept. 20. — Heilbronn Lade 54. Or., Fg. mit Siegeln, 10 



S31» Biirgenneister und Rat von Heilbronn an den Reicltserb- 
kiimmerer Konrad von Weinsberg: bedauern, sein zu Gundelsheim 
mitgeteiltes Begehren nicht erfullen zu konnen, da er selbst wlsse, in 
welchen Schaden ihre Stadt seiner Zeit von salchem gekommen, und 
da ihre Vorfahren deshalb bestimmt haben, solches nicht nur ihm, 15 
sondern mdnniglich gegenUber nicht mehr zu thun, und bitten, es nicht 
Ubel zu nehmen, da sie es bei der Gemeinde nicht durchbringen und 
ohne diese nicht ha?ideln konnen. — 1430 (fritag nacb Peters dag ad 
vinciila) Aug. 4. 

Albrecht, Weinsberger Begesten (Hs. auf der k. off, Bibliothek) B. 2, 380. 20 
Ebenso Wimpfen Aug, 10. Or. in Ohringen. Nach Albrechts Vermuiung hand^lt 
es sick um eine Biirgschaftsleistung. 



S32. Konrad Eyrer zu Speier und Hans Eyrer zu Heilbronnr 
Gebrilder, verkaufen ihren Teil und ihr Eecht in der Dor/mark Bol- 
lingen, die Hdlfte an Vogtei und Gerickt, ein Drittel an allem Zehnten 25 
und 2 Pfund Gidte von einem Drittel dieses Drittels, das Elsa und 
Anna von Mabnsheim, Schwestern, Klosterfrauen zu Frauenzimmern, 
innehaben, ihren Wald und alle Gilter daselbst und ein vormals den 
Fewern gehoriges GUtlein zu Neckargartach um 1500 rheinische Gidden 
an das Spital zu Heilbronn und quittieren der Stadt. — Siegler die 30' 
Atissteller, Heinrich von Heimberg und Konrad Munzmeister genannt 
Vetzer. — 1430 (dinstag nach frauwen tag wiirzwihung) Aug, 22. 

Heilbronn Stiftungspfi.^gregistraiur, Fasz, 127. Or.^ Pg. mit Siegeln. 

a) Bieselben versprechen zu grosserer Sicherheit des Spitals, die Giiter 
emg zu wehren, dass sie nicht LeJien seien. — Siegler die Ausstelkr und ihre 35 
Veitern Hans genannt Kkinhana und Gewin Gemminger, Richter zu Heilbronn. 
— 1430 (Bartholomeus abend) Aug. 23. — Ebd. Or,, Pg., des Kleinhans Siegel 
an letzter Stdle abgerissen. 



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1430 Okt. 4. 261 

b) Die genannten Klosterfrauen verkaufen xhr Neuniel am Zehnten urn 
9o Gulden an das Spital, ihr Kloster (JPriorin Adelheid By gin), welches das 
Geld eingenammen, ilbernimmt mit Genehmigung des Obem, des Ahts Heinrich 
von Hailfingen zu Behenhausen, die Pflicht der Fertigung auf Jahr und Tag, 
h versprickt die 95 Gulden heratiszuzahlsn oder als eicige G'ulte 5 Prozent Zins 
davort zu entrichten, wenn es den Zehnten im Becht verliert oder seiner Ferti- 
gungspfiicht nicht geniigend nachkommt — Siegler der Abtj das Kloster und 
Vogt Gerlach zu Brackenheim^ — 1430 (frytag nach Lucie) Dez. 16, — Ebd. 
Or,, Bg, 

10 533. Markgraf Bernhard von Baden an Pfalzgraf Ludtaig : 

teilt mit, dass ihm Hans von Remchingen, sein Vogt zu Besigheimy 
und seine Biirger daselbst einen Brief von Ludwig zugeschickt haben 
des Inhalts, sie sollen vom Grafen von Wirtembei'g entscheiden lassen, 
ob ihr oder der Heilbronner Angebot das bilUgere set, und wenn 

15 Heilbromi ihn (Ludwig) bitte, miisste er laut der Eintmg ^) behilflich 
sein; antwortet darauf, die Besigheimer haben den Grafen tim An- 
setzung eines Tages gebeten, die Stadt Heilbronn konne sich damit 
beyniUjen, er hoffe, dass die Einung nicht darauf laute, dass der 
Pfalzgraf der Stadt wider Becht helfen miisse, und bittet die Stadt, 

20 zu weisen, dass sie seinen Leuten Becht widerfahren lasse, — Baden 
[14] 30 (feria quarta post Remigii) Okt, 4, 

Heilbronn 253, Baden, Gleichzditige Ahschrift, nicht Or, Siegelspuren sind 
nicht rorhafiden, die Einschnitte deuten zwar auf einen Streifen, auf den das 
Siegd aufgedrucki wurde, rilhren aber wohl davon her, dass dtr Pfalzgraf das 

"25 Schrtiben in einem andern Brief verschlossen an die Stadt schickte. —- Beg, : 
Fester, Markgrafen von Baden n. 4344 nach Jdger 1, 187. 

a) Swicker von Sickingen zu Scheuerberg tddingt zwischen Hans von 
Bemchingen, Vogt zu Besigheim, und denen von Heilbronn wegen eines Erbes, 
herriihrend von Eberlin vom Stein zu Besigheim, nachdem des letzteren Leute 

30 mit dem zu Heilbronn erlangten Urteil nicht zufrieden beim Vogt geklagt hatten 
und €s dariiber zioischen den Amtleuttn des Markgrafen von Baden, n&mlich 
dem genannten Vogt und dem Schultheiss zu Besigheim, und der Stadt zu 
Feindschaft gekommen war: dass die von Besigheim an der Feindschaft schuldig 
seien, die von Heilbronn also fur ihren Schaden vom Erbe 100 Gulden behalten 

35 diirfen, wmn sie ihnen nicht sonst bezahlt werden, — [14J31 (samstag vor 
my tt fasten) M^rz 10, — Ebd. Or,, Siegel unter Papier decke. 

o3J:» Hans Vogler, gescssen zu Heilbronn und daselbst Hans 
BulUkein genannt, der von seinem Herrn Konrad von Weinsberg als 
Eiyenmann und Gotteslehen zurilckyefordert und vom Bat aus der 



*) Siehe n. 481. 



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262 1430 Okt. 11 — Okt. 28. 

Stadt gewiesen warden war, erhalt auf Furbitte ehrbarer Leute von 
selnem Herrn die Erlaubnis, sein Wesen zu Heilbronn zu haben tnid 
Burger daselbst zu werden, zahlt dafiir 60 Matter Haher und ist 
dann von jedem Ani^prnch von seiten derer von Weinsberg freij ebenso 
nach seinem Tode atich seine jetzige Fran Afina Drescherin und eine b> 
etwaige zweite Ehefrau und seine Kinder, dagvgen lebt das Leiheigen" 
scha/tsverhdltnis fiir ihn und seine Kinder wieder auf, wenn er von 
Heilbronn fortzieht. — Siegler die Junker Peter von Berlichingen, 
Hans Eigerer und Peter Wigmar (auf dent Siegel: Fuir), Biirger 
zu Heilbronn, — 1430 (mitwoch vor G alien tag) Okt. 11, 10 

AJhrecht, Weinsberger UB. (Hs. auf der k. Off, BibUothek) 2, 718 nach 
Or. in Ohringen. 

S3S* Margarete von Helnistadt, Witwe Crafts von Eschenau, 
erwirbt vom Veutschmeister Eberhard von Seinsheim und dem Deutschen 
Haus zu Heilbronn das Haus an ihrer Kirche, das bisher Hans lb- 
Ruwelin innegehabt, urn 48 Gulden als Leibgeding und bedingt fur 
ihre Erben das Wohnungsrecht bis Kiliani nach ihrem Tode aus. — 
Siegler die Ausstellerin und Peter Feurer genannt Wyckmar. — 1430 
(Simonis und Judas) Okt. 28, 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S. 101, 20 

a) Johann von Nippenburg, Komiur, und die Briider des Deutschen 
Uauses geben dieses Haus (auf dem Kirchhof mit Garten und einem kleinen 
Haus dabei) am 60 Gulden an Bernhard Berlin und seine Frau Margaret 
als Leibgeding und erlauben^ ihr Hofthor zu beniiteen und ein Thurlein in den 
Hof durch die Mauer zu hrechen, wenn sie ein P/erd haUen. — 1439 (renii- 25 
niscere) Mdrz 1, — Ebd, 104, 

S36* Hans Merklin, Kunz Hermayin und Peter Ulin erhalten 
vom Komtur Jost von Venningen und den Briidern des Deutschen 
Hauses ihr Fischivasser hei Sontheim, das bisher Klaus Merkler und 
der Ulin innegehabt, auf 24 Jahre zu Lehen um 40 Pfund Heller 30 
Heilbronner Wdhrung und 3 Gulden rheinisch Zins und mit der 
Verpflichtung, an den gemeinen und Ordensfasttagen, den Freitagen 
und im ganzen Advent ein dazu gemachtes Korblein roll Fischen, 
halb gute halb gemeine, wenn es keine Fische giebt, dofur 1 Pfund 
Heller, aber hochstens 4 — lOmal jdhrlich, zu liefern. Die Deutsch- 35- 
herrn haben ihncn jdhrlich 3 Fuder Aste und 2 Fuder Zaunholz (est- 
holz, etterholz) ans Wnsser zu fiihren, die nach ihrer Anweisung zum 
Bau am Wasser und zu Fachen zu cerwenden sind, diirfen jdhrlich. 



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1430 Nov. 11 — Nov. 24. 263 

ehe die Fischer schueiden, aufdem Weidnch zu Sontheim, das wie die 
kunftig entstehenden den Fischem gehort, 10 Schdube Bander schneiden 
lassen, konnen aber nichts beanspruchen, wenn der Neckar das Weidach 
fortnimmU Die Fischer ddrfen nichts rerlangen, wenn der Neckar 
5 abnimmt, ihn nur mit Erlaubnis ableiten und keinen Gesellen halten. 
Wenn einer von ihnen zu Heilbronn Biirger wird oder anderswohin 
fortzieht ak nach Sontheim oder Horkheim, scheidet er aus dent Ver- 
trag aus. — Siegler Gerhard von Thalheim und Swicker Sturtnfeder, 

— 1430 (Martini) Nov. 11. 

10 Lehen- und Bestandhriefe der Kotnmende Heilbronn S. 47. 

S3 7. Peter Schnider von Oftersheim, von denen von Heilbronn 
wegen eines ndchtlichen Mordversuchs an einem Biirger, Heinz Bochler, 
ins Gefdngnis gelegt, wird auf Bittefi seiner Herrn, derer von Gmiind, 
gegen Urfehde und das Versprechen, etwaige Klagen gegen Bochler 
15 vor das Heilbronner Gericht zu bringen, freigehissen, — Siegler Junker 
Konrad von Wittstaft und Junker Sefrid von Gochsen, — 1430 (fri- 
tag yor sant KatbrineD tag) Nov. 24. 

Dieses und die folgenden Aktenstiicke in Heilbronn, die meistan : 274 Ur- 
fehden 26 und 29, einige: 273 I B2 und Lade 38, 18 und SO. 
20 ^) Henslin von Huhnerberg, von der Stadt wegen seiner Missethat in 

den Turm gelegt, schwort Urfehde. — Siegler Junker Konrad von Stette^i und 
Dietrich von Tiefenbach. — 1441 (Philips und Jacobs aubent) Apr. 3(). 

b) Heinrich Mosbach, der wegen eines ihm von detn Juden Fifel vtr- 
dorbenen Fftrdes der Stadt Feind geworden, sohnt sich unter Vermittlung Wip- 

25 rechis von Hehnstadt des jungen mit ihr aus und wird von Fifel entschddigt. 

— Siegler Wiprecht. — 1441 (mitwoch nach jubilate) Mai 10. 

c) Heinz Symot von Verrenberg, gewesener Diener der Stadt, in den 
Turm gdegt, weil er seinen Hamisch dem Missethater (Rduber) Feter Grunig 
geliehen, wird gegen Urfehde freigelassen. — Siegler Junker Hans von Rosen- 

30 bach. — 1441 (samstag nach Lucien tag) Dez. 16. 

d) Klaus Gliiwer der junge und seine Frau Katharina, Biirger zu Heil- 
bronn, wegen Ungehorsams ins Gefdngnis gelegt, tverden gegen das Verspreclteti, 
der Entscheidung des Rats zwischen ihnen und Kunz Store nachzukommeti, 
nichts gegen die Stadt zu than und Klagen gegen die Ihrigen vor das Stadt- 

35 gericht zu bringen, freigelassen. — BUrgen: Klaus Gliiwer der altere, Hans 
Stierlin, Metzger, und Hans Schell, Kiirschner, Biirger zu Heilbronn. — Siegler 
Konrad von Bdckingen, Kirchherr zu Bockingen, und Jorg von Hafnbach zu 
Heilbronn, — 1446 (mentag nach fronlichnams tag) Mai 31. 

e) Kunz Degen, Schuster, Biirger zu Heilbronn, schwort Urfehde. — 
40 Siegler Konrad von Bockingen. — 1445 (mentag vor Symons und Judas tag) 

Okt. 25. 



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264 1430 Nov. 24. 

f) Hans Elblin, Burger zu UeUbronn, toird auf Bitten seines Voters 
Hans und seines Brnda'S Runs freigelassen, — Siegler wie varkin, — 1466 
(Katherin abent) Nov, 34. 

g) Iteinz Ridinj geburiig von Langenau, jetzt zu Obergruppenbach, der 
ein halbes Bind gekaufi und verkauft, aber nicht bezahlt hatte und deshdlh 5 
von der Stadt ins Gefdngnis gelegt warden war, mrd auf Bitten seines Herm, 
des Junkers Wolf Grecke, freigelassen, — Siegler der Junker, — 1448 (frytag 
nach fronlichnamstag) Mai 34. 

h) Der Jude Mordache zu HeUbronn, wegen Beleidigung der Juden Mose, 
Schmole und Schulklupfel, mit denen er vor detn Bat gestanden, ins Gefdngnis 10 
gelegt, wird gegen einen jiidischen Eid, deshalb nichts gegen die Stadt und Mose 
zu thun, freigelassen. — Siegler Junkei- Konrad von Stetten. — 1450 (Niclaus 
abent) Dez. 5. 

i) Klaus Meydbach von HaU unrd auf Bitten der Stadt HaU und seiner 
Verwandten freigelassen. — Siegler Junker Konrad von Stetten. — 1461 (Fabeanus 15 
und Sebastianus tag) Jan. 30, 

k) Budolf Enslin von Gmilnd, der lange der Stddte Feind gewesen war, 
sohnt sich mit ihnen unter VermitUung Heilbronns und anderer Freunde aus 
und verspricht, 5 Jahre nicht wider sie zu sein, ausgenommen den Fodl eines 
offenen Krisges im Dienste eines Herm. — Siegler wie vorhin. — 1454 (fry tag 20 
nach Gallen tag) Okt. 17. 

I) Jakob Schmaidienst von Westheim sohnt sich mit Heilbronn aus. — 
Siegler Dietrich von Tiefenbach und Bafan von Thalheim. — 1455 (mitwoeh 
vor jiidica) Marz 19. 

m) Boshans, von Eberhard von Neipperg, Vogt zu Heidelberg, zu HeiU 25 
bronn ins Gefdngnis gebracht, wird auf Vertcendung der Stadt am Leben und 
frei gelassen und schwdrt ihr Urfehde (nach einer hier erwahnten Urkunde 
auch dem Eberhard). — Siegler Junker Hans vom Stein zu Arneck. — 1455 
(dinstag nach Michel tag) Sept. 30. 

n) Hans Ahelfinger der jUngere von Calw, Diener der Stadt, wegen Gottes' 30 
Icisttrung in den Turm gelegt, verspricht, bis in einem Jahr seine 38 (rulden 
Schulden an die Stadt zu bezahlen und sich wieder zu stellen. — Siegler die 
Junker Konrad von Stetten und Dietrich von Tiefenbach. — 1459 (Vincencius 
tag) Jan. 33. — Ebenso, doch ohne Erwdhnung der Schulden, 3 Tage daravf 
(mitwoeh vor Pauls tag als er bekert worden ist); sein Bruder Hans der attere 35 
heschwort die Urfehde ebenfalls — Siegler wie vorhin. 

o) Konrad bngstUm wird gegen Urfehde und das Versprechen, in 8 Tagen 
von Frankenbach tcegzuziehen, freigelassen. — Siegler Konrad von Stetten. — 
1461 (Mathias tag) Febr. 34. 

p) Stephan Haim von Augsburg^ der bei Beraubung der Stadt mitge^ 40 
holfen, ipird gegen Urfehde freigelassen. Bilrge sein Vater Heinz Haim. SiegUr 
Hans von Knoringen der alte, Vogt zu Burgau, und Hans Schenk zum Schenken- 
stein. Zeugen Hans Gleich und Michel Koch, beide Lederer und Biirger zu 
Augsburg. — 1461 (mitwoeh naeh jubilate) Apr. 39. 

q) Konrad Burig (Bierig), Burger zu Heilbronn, wird gegen Urfehde 45 
freigelassen. — Siegler Kaspar Mettelbach, — 1467 (Mathias an bent) Febr. 33. 



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1431 Jan. 16. 266 

r) Wolf Steinmete von Worms ebenso. — Sieglei' Bafan von Thalheim 
und Hans Tuhler, Amtmann Ludwiga von Bayem. — 1469 (samstag nach aller- 
heiligentag) Nov. 4. 

8) Kum BahoU von Dannenherg verirdgt sich unter Vermittlung seines 
5 Vetters Horneck von Hmmberg mit der Stadt HeUbronn und verspricht, 10 Jdkre 
lang nicht wider sie zu sein. — Siegler die heiden genannien, — 1469 (montag 
nach Martins tag) Nov. 13. 

t) Andreas Benk von Begenhach genannt Koch, als Heifer des verstorhenen 

Hans von Wehingm Feind der Stadt Heilbronn, mrd freigelassen gegen das 

10 Versprechen, nicht mehr wider sie zu sein, ausser er mUsste wegen seines Dienstes, 

und dann abzusagen. — Siegler Junker Hans vom Sand. — 1470 (samstag 

nach liechtmess) Febr. 3. 

u) Leonhard Gschwind^ Midler, von Medlingen, gewesener Muhlknecht 
der Stadt HeUbronn^ wegen Veruntreuung von Mehl in den Turm geworfen, 
15 tcird in Anbetracht seinei' unerzogenen Kinder freigelassen, vtuss aber versprechen, 
von HeilI)ronn wegzuziehen, sofori uber den Bhein zu gehen (ein nacht nit sin, 
da ich die ander gewesen bin) und jenseits desselben zu bleibenj bis ihm dtr 
Bat die BUckkehr gestattet. — Siegler Phille Stumpf vom Beutschen Or den, 
Baumeister des Deutschen Hauses zu Heidelberg, und Junker Hans Erer der 
20 junge. — 1473 (montag vor Pangracio) Mai 10. 



S38. Swicker von Sickingen zu Scheuerberg schlichtet einen 

Streit zwischen Heilbronn und Jorg Fewer ivegen eines Fachs, Werda 

und Wydachs im Neckar zu Horkheim: die Parteien verzichten auf 

Ihre Anspriiche und tragen die Kosten selber. — 14S0 (dunderstag 

25 nach Lucie virginis) Dez. 14. 

St.A. Heilbronn I, Neckar, Flosswesen. Or., Pg. mit Siegd. tJber den 
Besitz der Fewer in Horkheim vgl. das Lehenbuch Eberhards des Grreiners (ed. 
Schneider Vjsh. 1865) 4b und 33a; Klunzinger Zabergdu 4, 32 tmd zwei Urkun- 
den im St.A. (Stadt und Amt Weinsberg) ; Graf Eberhard von Wirtemberg belehnt 
30 Getoin FUr, BUrger zu Heilbronn mit dem halben Hof zu Horkheim um wochent- 
lich 5 Heller Fische Zins, in der Fastenzeit das Boppelte. Urach (1412 Jo- 
hans tag in den wihennahten) 1411? Dez. 27. — Graf Ulrich eignet Jdrg 
FUr von Heilbronn diesen Hof. Niirtingen 1461 (donrstag nach Vytz tag) 
Juni 18. 

35 539. Hans Milller, Zimmermann, icird von der Stadt Heilh'onn 

yegen Taglohn und 10 Gulden jdhrlichen Sold zum Werhneister und 
Diener bestellt und verspricht, treu zu dieiien, in ihren Geschdften 
zu reisen und in Sachen gegen sie oder die Ihrigen vor Rat oder 
Gericht zu gehen. — Siegler Junker Burkhard von Wittstadt. — 

40 1431 (dinstag vor Prisce virginis) Jan. 16. 

Heilbronn 65 I B. 1. Or., Pg., Siegel abgerissen. 



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266 1431 Jan. 16. 

a) Albrecht Brethe von Herbolzheim verspricht, der Stadt Heilbronn gegen 
freie Kost (toenn er in dtr Stadt ist, Kost im Spital wie die Spitalknechte, da- 
zu eine Mass Wein) und 9 Gulden Sold ein Jahr als MarstaUkneckt eu dienen 
and bei Klagen gegen Stadt oder Burger vor ihr Gericht zu gehen und wird 
darauf vereidigt, — Siegltr wie vorhin. — 1431 (kerzwihung) If^ebr, 2, — Heil- 5 
bronn 226, Or,, Fg,, Siegel abhangend und oben beschddigt. 

b) Kunz Trometer von Bonfeldj Tiirmer der Stadt Heilbronn, der Uber 
seinen Sold verschuldet ist, verpflichtet sick, noch ein Jahr itn Dienst der Stadt 
zu bleiben um 20 Gulden und 4 Wagen Holz und, wenn er sich gut halt, jede 
Fronfasien 1 Malier Korn, verspricht eidlich Gehorsam, treue Bienste, Bezah- 10 
lung seiner Schulden und will ohne ihr Wissen nicJU von ihnen scheiden, — 
Siegler Junker Michel von Breit, — 1433 (sontag nach obrosten tag) Jan. 11, 

— Heilbronn 70, XXIX B. Or,, Fg. mit Siegel, 

c) Die Stadt Heilbronn bestellt Meister Hermann auf 3 Jahre zu ihrem 
Pflaster-, (? pfalster), BUchsen- und Grdbmeister mit VerpfliclUung zu Diensten 15 
in und ausser der Stadt gegen freie Verkdstigung bei Belagerungen und Kn^gs- 
zHgen (peses und reise), jdhrlich 3 Pfund Bechenpfennige Lohn, jedes Quatember 

6* Schilling, freie Herberge, Brennholz nach Bedarf, besonderen Taglohn bei 
'Tagwerkarbeit, — 1438 (Oswaldstag) Aug. 5. — Heilbronn 111, Zeughaus 1. 
Gleicheeitige unbeglaubigte Aufzeichnung, 20 

d) Peter Hermann von Odhtim, gewesener Diener und MarstallknecM der 
Stadt Heilbronn, unrd, weil er nicht ihres Willens gewesen, vereidigt, nicht mehr 
gegen sie und die Ihn'gen zu sein, Klagen gegen die Stadt vor den Bat zu 
Wimpfen, gegen die Ihrigen vor deren Gericht, gegen Wimpfen vor den Rat 
von Heilbronn oder Weinsberg zu bfingen, — Siegler Junker Burkhard von 25 
Wittstadt, — 1438 (Katherin tag) Nov, 25, — Heilbronn 111, Marsfall, Or., 
Pg, mit undeutlichem Siegel, 

e) Pfifferheinz tritt auf ein Jahr in den Dienst der Stadt Heilbronn mit 
Pfeifen und Beiten, verspricht, ohne Genehmigung des Bats keine Nacht aus 
der Stadt zu gehen, detnselben gehorsam zu sein, nichts anderes zu treiben, 30 
gegefi die Ihrigen Becht vor dem Schultheiss und Gericht zu Heilbronn zu 
nehmen^ bekommt dafUr 30^1% Gulden und freie VerkSstigung bei Diensten ausser- 
Jialb der Stadt und wird darauf vereidigt. — Siegler Hans von Bosenbach, — 
1439 (dinstag nach letare) Mdrz 17. — Heilbronn 226, Or., Pg, mit Siegel, 

f) Meister Hans Buchsenmeister von Ingolstadt dient der Stadt 1 Jahr 35 
als Buchsenmeister (macht Pulver, Feuerpfeile u, s. w.) um 2 Schilling Tag- 
lohn und 6 Gulden Geschenk, — Siegler Junker Hans von Bosenbach, — 1442 
(dinstag nach Kilians tag) Juli 10, — Heilbronn 111, Zeughaus, Or., Pg, mit 
Siegel. — Derselbe, jetzt Bucf^enmeister zu Frankfurt, quittiert der Stadt Heil- 
bronn Uber Eritlohnung fur seine Dienste. — Siegler Hans Eyrer der jungere, 40 
AJtbHrgermeister, und Ulrich Nenninger, — 1448 (samstag nach Jacobs tag) 
Juli 27. — Heilbronn 226. Or. mit Siegeln unter Papierdecke, 

4) Wenzel von Ems (Einss?) verspricht der Stadt Heilbronn, um 52 Gul- 
den und freie VerkSstigung bei Diensten ausserhalb der Stadt ein Jahr zu 
dienen, ihre Gehtimnisse, BUsiung, Vermogen, Wesen und Bate zu verschweigen, 45 
im Fdd und bti Belagerungen zu helfen und sich zu Botschaften verwendefi 
zu lassen, — Siegler Konrad von Bockingen, Kirchherr zu BSckingen. — 1449 



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1431 April 8. 267 

(sampstag neehst vor Osawalds tag) Au,g, 2, — Derselbe quittiert Uber EnU 
lohnung fiir seine Dienste itn Krieg der FiXrsUn, Herren und 8t&dU, — Siegler 
der Ausstelltr und Hans Eygerer dtf' alte, — 1467 (montag nach Kilians tag) 
JuU 11, — Beide Stucke Heilbronn 226, das 1. Or., Fg., Siegel abgegangen, 
6 das 2, Or, mit Siegeln unter Papierdecke, 

h) Diepold Yser quittiert der Stadt Uber seine Entlohnung als BUchsen" 
meister im letzten Jahr, — Siegler Junker Konrad von Stetten, — 1460 (frytag 
vor Marien Magdalenen tag) JuU 17, — Heilbronn 111, Zeughaus. Or., Siegel 
unter Papierdecke, 

10 Die Stadt Heilbronn giebt ihrem BUchsenmeister im letzten Jahr, Hans 

Wendeck von Speyer, das Zeugnis, dass er sich im Krieg der Eursten und 
Herren gegen den schwdbischen Stddtebund, besonders wahrend der Belagerung 
Heilbronns, mit BUchsengiessen und Schiessen und auch sonst wehrlich und 
kecklick gehalien habe und in Freundschaft gesclmden sei. — Eod, d. — Heil* 

15 bronn 361, gleichzeil. Abschrift, durchstrichen. 

k) Die Stadt Heilbronn bestellt Meister Eriedrich Schrynner auf 12 Jahre 
zu ihrem Bttchsen- und Werkmeister, giebt ihm im Winter 24, im Sommer 
30 Pfennig Taglohn, 12 Gulden Sold, Kappe oder Bock wie die Schiitzen 
tragen, freie Verkostigung bei Diensten ausser der Stadt und Abgabenfreiheit, 

20 ausser er erwerbe GUter in der Mark, die er ein Jahr nach seinem Wegzug an 
einen Biirger zu verkaufen hat, und rechnet ihr Guthaben m 12 gleichen Raten 
ah. — 1463 (sampstag vor uffarttag) Mai 6, — Heilbronn 111, Zeughaus, Or,,, 
Pg, mit Stadtsiegel, 

I) Ebenso Hans Byser, Zimmermann, von Waiblingen auf 2 Jahre (tr 

25 erhdlt 18 bezw. 26 Pfennig Taglohn, ist abgabenfrei, hat aber die gewohnlichen 
Zolle, Muhl-, Urn-, Boden-, Wdg- und Messgeld zu entrichten), — Undaiiertes 
Konzept ebd., nach der Schrift um 1470. 

34:0. Graf Bernhard vofi Eberstein belehnt Hans von Bockingeti 
mit den Giitern, die dessen Vater und Vorfakren von ihm und seinen 
30 Vorfakren zu Mannlehen gehabt, ^U an der Vogtei zu Bockingen mit 
Haber und Huhnern, 4 und 17 Schilling Zins, S Manneny ^U des 
Gerichts, ^/s /m Hate ohne ein Siebtel und ^/s im Huntrich ohne ein 
Siebtel [je ^ki]. — 1431 (quasi modo geniti) Aiyr. 8, 

SLA, Heilbronn I, Bockingen, Or,, Pg, mit Siegel, 
35 aj Hans von Bdckingen huldigt fur das Lehen, das er vom Graf en inne- 

hat, — Am gleichen Tag, — Ebd. Or,, Pg. mit Siegel 

b) Konrad von Bdckingen, Kirchherr zu Bdckingen, und sein Biiider 
Hans verzichten zu Gunsten der Stadt Heilbronn auf ihre von ihrem Vater Hans 
ererbtcn Anspriiche auf V* <*». der Vogtei u, s. w., vne oben, die zu dem Mann- 
40 lehen gehSren sollten, das ihr Vater und dann Konrad von Graf Bernhard von 
Eber stain innegehabt, lief em die darauf bezUglichen Urkunden aus und erkldre^i 
alle, die noch gefunden tcerden konnten, fUr ungiiltig, — Siegler die Ausstellei', 
Bernold von Thalhtim und Albrecht von Weiler, — 1431 (samstag nach Vits^ 
tag) Jtini 16, — Ehd, Or., Pg, mit Siegeln, 



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268 1^1 Mai 6 - Jimi 12. 

c) Graf Bemhard von Eberstein eignet der 8tadt Heilbronn die GUter^ 
die Hans von BGckingen von ihtn als Mannlehen innegehabt und die Stadt in 
einer Tddigung an sick gehracht hat, — 1432 (Ulrichs ta^) Juli 4. — Ehd. 
Or., Pg, mit Siegel, Die Urkunde a) ist inseriert. 

d) Konrad von Bockingen, Kirchherr daselbsty erkennt dm Vertrag von 
1431 Juni 16 nochmals an, — Siegler der Auesteller und Hans Eyrer der aUere. 
— 1446 (dunderstag vor eylftusent junkfrowen tag) Okt. 2(), — Ehd, Or,, 
Pg, mit Siegdn, 



S41» Pfaff Diether von Braunsfeld (Brfins-) verspricht seinem 
Lehensherrn Konrad von Bockingen, die ihm verliehene Pfarrei ge- lO 
treu zu verseheny an der ihm beschiedenen Pfriinde sich genilgen zu 
lassen und sie ohne Konrads Wissen nicht aufzugeben. — Siegler 
der Aussteller und Reinrich Bniglin, Kaplan zu Weinsberg. — 143 . .*) 
(Johannis ante portam latinam) Mai 6. 

Si, A. Heilbronn /, Bockingen, Or,, Pg,, das erste Siegel abgegangen, 15 

S42. Konrad von Weinsberg, Reichserbkdmmerer, entscheidet 
ztcischen der Kommende ( Komttir Jost von Veiiningen) und der Stadt 
Heilbronn (diese vertreten durch den Biirgermeister Hans Berlin und 
die Ratsmitglieder Hans von Mainz und Ulrich Nenninger) wegen 
d^r Almende zu Neckargartach, wovoti die armen Levte daselbst die 20 
Nutzung ohne Wissen dea Komturs auf 10 Jahre verkauft haben, 
als Lehensherr des Dorfes, Der Komtur legt Urkunden vor, eine 
von Konrad vo7i Weinsberg dem dltern, der den Komtur um Zu- 
stimmung zum Verkauf der Nutzung der Almende zu Gartach bittet, 
zwei von den 4 Fiiwern, Biirgern zu Heilbronn, des Inhalts, dass die 25 
Gartacher die Almende nicht ohne Wissen des Komturs verkauf en 
diirfen, und eine von Schultheiss und Richtern zu Gartach mit dem 
Siegel des geistlichen Gerichts zu Wimpfen gleichen Inhalts, Urteil: 
Dem Komtur wird das beanspruchte Recht zuerkannt, dock giebt er 
fiir diesfnalf fiir die noch folgenden 7 Jahre, seine Zustimmung, Bei- 30 
sitzer: Heinrich von Helmstadt, Konrad von Wittstadt genannt Hagen- 
buche, Raban von Neudeck, Peter von Helmstadt gesessen zu Filrfeld, 
Stvicker von Helmstadt gesessen zu Duttenberg (-burg), Zeisolf von 
Adelsheim, Peter voyi Finsterlohe, Heinrich von Ehrenberg und Endris 
von Grumbach. — Geschehen zu Wimpfen auf dem Berg, — 1431 35 
(dinstag vor Vits dag) Juni 12, 



^) Die Einer sind radiert. 



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1481 Aug. 6 — 1433 Mara 30. 269' 

StJL Heilbronn J, Bee. zum Beutschofden. Or., Pg., mit Siegd, Das 
Exemplary das der Ordefi bekatn: Deutschordens^Neckaroheramt 8, Or,, Pg,^ 
Siegel abgegangen. 



543. Peter von Berlichingen und Klaus Diemar, Burger zu 

5 Heilbronn, Zusatzmannen beim Schiedsgericht zwischen den Deutsche 

herrn und der Stadt Heilbronn wegen eines Fachs und Weges im 

Neckar bei Sontheim, gehaiten von Buprecht Miinch von Bosenberg 

mit den Zusatzmannen Heinrich von Bremen und Wilhelm vofi Klep- 

sau (Klebsheim) von der afidem Seite, urteilen nach eidlicher Aus- 

10 sage von 17 Kundschaftern, dass der Weg beim Land vor Sontheim 

herabgehe, und von 6 Kundschaftern, dass das Fach Bockingen zu 

an das Land^ vermacht gewesen, ein Koge daran gehangen und Beus- 

locher durchgegangen seieti: der Weg am Fach soil nach Notdurft 

geoffnet, das Fach nach Geradfachs-Weise gerichtet werden, — Siegler 

15 Peter, — 1431 (uff an mentage nach sant Peters tag ad vincula) Aug. 6. 

Heilbronn 239, III Konzept, 

S44» Fritz Gerhard schliesst unter Vermiftlung der Brilder 
Jorg und Zeisolf von Adelsheim Frieden mit Heilbronn bis Kathedrd 
Petri [Febr. 22] und dann auf freie Kilndigung. — 1432 (dinstag 
20 nach crazes tag als es herhaben wart) Sej^t. 10. 

Heilbronn Lade 38, 14. Or,, Siegelreste. 

543. Sefrid von liiexingen genannt Osterbronn, Edelknecht, und 
seine Fran Anna von Klingenberg verkaufen an den Komtur Jost von 
Venningen und die Deutschordensbruderschaft zu Heilbronn ihr Dritfel 

25 am grosscn Fruchtzehnten, ihr Drittel am kleinen, V9 und Vs von */9 
(zus, ^^ki) am Weinzehnten zu Nordheim, alles von Annas Voter Ron- 
rad von Klingenberg ererbty friiher Lehen, jetzt geeignet, um 1400 Gid- 
den rheinisch, quittieren dariiber und stellen als Wehrbiirgen Berthold 
und Schwarzfritz von Sachsenheim und Hans von Wittstadt zu Sulm. 

30 — Siegler Austeller und Biirgen, — 1433 (mentag nach judica) Marz 30. 

St.A. Deutschordens-Necharoberamt 8. Or., Pg., erhalten isi nur das 
2, und 3, Siegel, ersteres abgerissen und an die 5, Stelle angendhi. 

546. Hans Belling, Biirger zu Heilbronn, und seine Frau Elsa 

stellen ihrer Mutter und Schwiegermutter Margarete Bellingin einen 

35 Schtddbrief aus iiher 20 ji rh. und verpfdnden dafiir ihr Hans, auf 



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270 1433 Juni 13 — Nov. 11. 

dem bereits l^k Gulden an Hans Lang von Baumerlenbach und ein 
Pfund Bodenzhis nach Billigheim, ebefiso die der Rellingin und Elsas 
Mutter Katkerine, Rudiger Miillers Witwe, schtddigen Leibgedhige 
von 4V2 und 7^/2 Gulden stehen, Wenn da8 Haus icegen Schulden 
verkauft u?ird, soil zuerst Hans Lang, dann die Rellingin mit ihren 5 
20 Gulden bezahlt, der Rest fiir die Leibgedinge verwendet werden. 

— Siegler Peter Zehe und Erlin Ferber, Richter zu Heilbronn. — 
1433 (gampsstag vor Vitus tag) Juni 13. 

Heilbronn 273, 1 D 1, Or,, Pg., das erste Siegel unkennilich, das ziceite 
'^hgerissen, 10 

547. Paul Belwin, Hans Belwins Sohn zu Heilbronn, wegen 
seines Verschuldens gegen seine Eltern in Strafe genommen, schurbrt 
Urfehde, — Siegler Hans Gul, zu Heilbronn gesessen. — 1433 (fri- 

iiag vor Michels tag) Sept. 25. 

Heilbronn 274, Urfehden 26. Dr., Pg., Siegel abgerissen. 15 

548. Graf Heinrich ton Lowenstein und seine Fran Anna 
Schenkin von Erbach verhaufen ihren Wald hinter Stettenfels, Hein- 
rieth zu gelegen/ um 250 Gulden rheinisch an die Stadt Heilbronn. 

— Siegler die Aussteller und. ihre Getreuen Knnz Mangolt und Hans 
Muntzineister genannt Vetzer zu Loivensfein. — 1433 (donderstag 20 
aach frawen tag als sie geborn wart) Sept 10. 

Heilbronn Lade 11, 1. Or., Pg. mit 4 Siegsln. 

a) Graf Georg von Lowenstein, Domherr zu Bamberg, wiUigt in den 
Verkaufein. — 1433 (freitag nach frawen tag als sie geporn Mart) Sept. 11. 

— Ebd. Or., Pg. mit Siegel. 25 

549. Jost von Venningen, Komtur, wid die Briider des Deutschen 
Houses verleihcn ihr Haus auf ihrem Kirchhof lebensldnglich an Heinz 
Maingoss um 4 Gtdden Zins und bestimmen, das die Kosten von 
Reparaturen und Anderungen, welch letztere er aber nur mit ihrer 
Genehmigung vornehmen darf) innerkalb des Houses Heinz, ausser- 30 
halb sie selber zu tragen haben. — Siegler der Komtur. — 1433 
•(Martins tag) Nov. 11. 

Leken- und Bestatidbriefe der Kommende Heilbronn S. 97. 

550» Eberhard von Seinsheim, Deutschmeister, giebt mit Zu- 
stimmung der Deutschherrn zu Heilbronn deren Haus in ihrem Hof 35 



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1434 Jan. 17 — Febr. 15. 271 

mit Scheuer, das bisher Volmar innegehabt, und ein Stuck Garten, 
dem Egen zu gelegen, urn 32 Gulden an Peter Leybfried, P Hester 
und Pfrundner an der Pfarrkirche, als Leibgeding, — Datum weg- 
gelassen, wohl nicht lange vor dem folgenden Stuck, 

5 Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S, 95. 

a) Niklaus BuchmikUer, Prieater und PfrUndner an der Pfarrktrchej er- 
wirht diese Stiicke (statt Egen heisst ee ButtendorferJ urn 40 Gulden bar als 
Leibgeding, erhdU sie aber erst nach Leybfrieds Tod und verpfiichtet sich, 
wochentlich in der Frauenkirehe des Deutschen Hauses von jetet an sine Messe 

10 zu Usen und versaumte Messen nachzuholen, — 1433 (Eiidris tag) Nov, 30. — 
Ebd, S. 98, 

b) Johann von Nippenburg, Komtur, und die Briider des Deutschen 
Hauses zu Hetlbi'onn bekennen, doss sie von dem neuen Gang, den sie an Stelle 
eines alien Baus in ihrem Hof vom steinemen Konventshaus bis iiber das Hof- 

15 thor, iV< Schuh uber die Mauer hinaus gebaut haben, diesen Uberschuss und 
den neuen Gang vor dem Hofthor draussen bis an das Pfisterhaus mit Unrecht 
besUzen, die Mauer nicht dem Ubtrschuss gleich hinausrUchen, und auf die 
Strasse und Almende das Wasser nicht hinausfliessen lassen dUrfen. — 1438 
(fritag sant Ulrichs tag des heiligen bischofs) Juli 4. — Heilbronn Lade 42. 

20 Or., Pg. mit Siegel. 

SSI, Kaiser Sigmund belehnt Hans Ayrer den dlteren und 

Kunz Hompsser, die bevollmUchtigten Botschafter der Stadt Heilbronn, 

auf Bitten als Lehenstrdger fur die Stadt mit dem Dorf [Alt-] 

Bockingen und Zubehor und Idsst sich schon von ihnen huldigen. — 

25 Basel 1434 (suntag der da was sant Anthonii) Jan. 17. 

St. A, NeuvoUrttembergisehe Lehen 1, Or,, Pg. mit MUnzsiegel an schwarz- 
gelber Seidenschnur. Auf dem Bug : Ad mandatum domini imperatoris Her- 
mannus Heecht Aussen: K^a Marquardus Brisacher. Die Vrkunde umrde den- 
noch nicht registriert und fehlt bei Altmann. 

30 SS2* Gewin Gemminger, Biirger zu Heilbi'onn, und seine Frau 

Margarethe verkaufen an Johann Hug von Aschaffenburg, Altaristen 
zu Ladenburg, 5 Gulden Zins von ihrem Haus in der Grilninger 
Gasse neben der Schmurtin und von ihrem Weiugarten im Seylach neben 
Hans Oschler. — Siegler Hans Spbrlin, Miinzmeister, und Berthold 

35 Klupfel, Richter zu Heilbronn. — 1434 (mantag nacb dem wissen 
suntag) Febr. 15. 

a) Hans Diemar der jungere von Biechen, Biirger eu Heilbronn, und 
seine Frau Barbara desgleichen von ihrem Haus zwischen Berthold Munch 
und Hans Gaul. — Siegler die Bichter Paul Burger und Jakob Binckesser. 
40 — 1434 (samsdag vor reminiscere) Febi-. 20. 



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272 1434 Febr. 24 — Marz 7. 

b) Die Geistlichen an der Pfarrkirche eu Heilbronn verkaufen an den- 
selben von ihrer Fr&senz urn 20() Gulden 10 Gulden Leibgeding und Hbemehmen 
die Verpflichtung, nach seinem Tod fiir lAn, seine Vorfahrm,, den DetUach- 
ordenspriester Johann Hug von Mains und alh Gldubigen jdhrlich viermai 
einen Jahrtag zu halten, denselben am Sonntag vorher eu verkUnden und in die ^ 
SeelbUcher eineutragen, in der Heiligkreuekapelle vor dem Sulfner Thor wdchenU 
lich zwei Messen, eine far die Verstorbenen, die andere von der fd, Dreifaltig' 
keity unsers Herrn Leichnamy unserer lieben Frau oder dem hi. Kreuz zu lesen. 
Strafe bei Versdumnis 5 Gulden fUr die Feldstechen, — 1436 (frytag nach 
Dyonisii) Okt, 10. la 

cj Johann von Aschaffenburg^ Pfriindner zu St. Peter in Ladenburg, 
schenkt die in den beiden ersten Urkunden enodhnten Einkiinfte an Jodokus 
Kupferlin, Altaristen in Heilbronn, und bestimmt, dasa bei den Jahrtagen auch 
des Nikolaus Cuspes, PfatTers in Neckarelz, gedacht werde, w<is der Vertreter 
der Prdsenz zusagt, — Zeugen: Nikolaus Cuspes und Egenolf genannt Kleb- 15- 
sattel, Schulthtiss zu Mosbach. — Notariaisinetrumeni ausgefeHigt von Nikolaus 
Zudel von Heidelberg, Kleriker der Didcese Worms, — Mosbach im Haus des 
Dekans 1438 Okt. 12. 

Heilbronn Lade 23. Or., Pg., die beiden ersten Urkunden im Auszug, 
die dritte wortlich inseriert. *^^ 



SS3* Kaiser Siymund bestdtigt den Juden zu Heilbromi, die 
ihm das Ehrengeschenk zur Kaiserkronung gesandt, ihre Privilegien 
und verspricht, sie wdhrend der ndchsten 10 Jahre nicht mit atisser- 
ordentlichen Steueni zu beschweren und ihren Schuldnern keinen Xach- 
lass zu gewdhren. — 1434 (Mathias tag) Febr. 24. 25- 

AUmann n. 10 072 a us den BeichsregistraturbUchern. 

5S4» Rafan Isenhut genannt Mettelrafen, Bilrger zu Heilbronn, 
und sein Bruder Bafen Isenhut der jiingere genannt Kleinrafen 
genehmiyen den Verkauf con 14^h Morgen Ackern zu Bockingen, 
den Morgen uni 8^U Gulden, durch Heinz Fryenstein zu Bockingen 30 
an die Pfieger des Spitals zu Heilbronn, Kofirad Krieck und Berthold 
Klupfel, da die Acker ihnen als Unterpfand verschrieben sind, und 
verzichten auf diese Verschreibuny. — 1434 (siintag letare) Mdrz 7. 

Heilbronn Stiftungspflegregistratur, Fasz. 126, 52. Or., Pg., die Siegel 
abgerissen. 35 

SS3, Hans Berlin mit seiner Frau Margarete, Vaterhans mit 
seiner Frau Elsa, Hans Wernher mit seiner Frau Katharina, yesessen 
zu Obereisesheim, und Klaus Wernher, Bilryer zu Heilbronn, mit 
seiner. Frau Guta, reversieren dem Nikolaus BuchnUiller, Pfriindner 



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1434 Marz 15 — Juni 30. 273 

am St. Katharinenaltar in der Pfarrkirche zu Heilbronn, iiber die 
Belehnung mit 4 Morgen Ackern zu Obereisesheim um 2 SommerhUhner 
oder 10 Simri Korn oder Haber Gulte, je nackdem sie sie ansden. 
— Siegler Peter Fewr genannt Wigmar und Peter Husen, Richter 
5 zu Heilbronn. — 1434 (mentag nach judica) Mdrz 15. 

Heilhronn Lade 21^ 16 b. Or., Pg. mit Siegeln. 

656. Albrecht WoUeben zu Heidelberg und sein Brudsr Hans 
(die Urkunde ist nur vom ersteren ausgestellt) verpfiichten sick gegen 
die Erlaubnis, zu Heilbronn ein Haus um 300 Gulden und eifien 

10 Garten zu kaufen, 7iach Heilbronn zu Ziehen und ihr Handwerk da- 
selbst ZU treiben, dazu, dass sie Haus und Garten nur zum Kauf- 
preis versteuem, von Thorhut-, Wach- und Auszugsdiensten frei sein, 
wenn sie wirklich nach Heilbronn Ziehen, auch ZoU, Boden- and. 
Hausgeld und JJnterkauf von ihrem Gewerbe wie andere Burger geben, 

15 das Haus nur an einen eingesessenen Burger verkaufeu soUen; wenn sie 
bis zu ihrem Tod zu Heilbronn bleiben, soUen ihre Erben das ganze 
Erbe, auch die bewegliche Habe, andernfalls nur d-en Erlos aus Haus 
und Garten veranzahien. *) — Siegler Hans Berlin, Biirger zu Heil- 
bronn. — 1434 (Johanns tag zu sungihten) Ju7ii 24. 

20 Heilbronn 59, VI B 27. Dr., Pg., Siegel abgegangen, 

557. Klaus Schellenberg und seine Frau Agnes zu Bockingen 
reversieren sich gegeniiber dem Priester Johann Kremer, Pfriindner 
an St, Kilian im Stift Wimpfen, uber die Belehnung mit dessen Pfrilnd- 
hof zu Bockingen um je 5 Malter Boggen und Dinkel und 6 Malter 

25 Haber, 2 Gdnse und 1 Fasnachthuhn Zins und 15 Pfennig Wimpfener 
Wdhrung Handlohn (folgt GUterbeschreibung). — Siegler der Bichter 
des geistlichen Gerichts zu Wimpfen im Thai. — 1434 (crastino aposto- 
lorum Petri et Pauli) Juui 30. 

St.A. Stift Wimpfen. Dr., Pg., teilweise unhserlich, Siegel abgerissen. — 

80 Baselbst tst ein fast gam unleserlicher Lehenbrief van 1336 von dem Pfriindner 

Ludwig Schedelfur den Bauern Hartmann iiber seinen PfrUndhof gu Bockingen. 

558. Pfalzgraf Ludwig entscheidet in der Klage des Deutsch- 
ordensmeisters Eberhard von Seinsheim gegen die Stadt Heilbronn : *) 



*) Oler „Amahl 8. S, 206 Anm, — •) 1432 (feria tercia post Laurencii) 
Aug. 12 flatten der Pfalzgraf und seine Rate eu Heidelberg einen VergUick 
versucht, die Sache auf 6 Wochen und 3 Tage oertagt^ bis dahin sollUn die 

Wftrtt. GeBohichUquellan V. 18 



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274 143^ Juni 30. 

, m) Da der DeuUchmeUter Uriunden von KaUem, Konigen, Pdpaten und 
eine von der Stadt vorbringt, die dem Orden die siritHgen Freiheiien euerkennen, 
wird dieser von jeder Leistung freigesprochen, 

b) Ea ist Kundschaft beizubringen und sind pfdlziache Rate dahei zu' 
zuziehen. 5 

c) Die zu Sontheim soUen beweisen, doss sie die Outer gekatrft haben 
und beim Kauf vom Zehwten befreit worden seien. 

d) In der Sa^he wegen Rollers sollen die kdniglicJien PrivUegten beige- 
brachi werden; die Kosten der Reconciliation der KapeUe soU vorldufig die 
Stadt auslegen; endgiUtig soU darOher entschieden werden, toenn die Entecheidung 10 
des Bischofe von Wiirzburg beigebracht wird, wonach die Stadt von Woller 
Urfehde genommen, Wegen der Sontheimer Almende soil ein Untergang vor* 
genommen, wegen dee Wassers Kundschaft beigebracht werden. 

e) Wegen des Weidachs, des Marksteins und der Zinse soil Kundschaft 
beigebracht, die von Heilbronn, wenn sie im Wasser des Ordens fischen, ge- 15 
straft werden. 

FUr die Kundschaft wird ein Tag nach Heilbronn besiimmt of mitwoch 
nach cruces tag als es erhaben wart (Sept, 15), 

Heidelberg 1434 (fritag nach zwelfboten schiednnge tag) Juli 16. 

StjL. Heilbronn I Bez. zum Deutschorden, Or,, Pg. mit Siegel, Das 20 
Exemplar fur das Deutsche Haus : St,A. Deutschordens-Keckaroberamt 1, Siegel 
abgeschnitten, 

Vgl. n. 499, 50(K oo9. 

SS9. Desgleichen in der Klage der Stadt yegen die Komniende: 

a) Da niclUs bestimmtes genannt sei, konne nichts entschieden werden. 25 

bj Die Stadt soil den Beweis erbringsn. 

c) Bei dem einzigen, den die Stadt benannt habe, soil der Orden nach- 
weisen, doss er in seinem Wasser gefischt habe, 

a) Nach alter Gewohnheit sei Einung zu nehmen, 

e) Der Punkt wird vor den Bischof zu Worms gewiesen, 30 

Fur Kundschaft wird ein Tag auf 15. Sept. nach Heilbronn bestimmt. 
— Datum loie vorhin, 

Ebd. Or., Pg, mit Siegel — Heilbronn 239 III und 244 Diversa 5 sind 
noch 2 Briefe des Deutschmeisters an die Stadt vom dinstag nach assumpcionis, 
Aug. 17, und sabbato post Michahelis, Okt, 1, aus Horntck, und die Antworten 35 
der Stadt von Bartholoraei und Galli, Aug. 24 und Okt. 16, Danach kam es 
am 14. August nochmals zu einer giitlichen Verhandlung vor dem Pfalzgrafen, 
die ohne ResuUat verlief; der Deutschm&ister forderte die Stadt vor einen ge- 

Parteien ihre Fordenmgen einreichen, soweit sie sich nicht veririkgen, (Gleichzeit, 
Abschrift Heilbronn 244 Diversa 5.) Heidelberg 1433 (feria quinta ante Galli) 
Okt. 15 ladt der Pfalzgraf einige Ratsherrn von HeUbronn auf Nov. 17 zur 
Verhandlung nach Heidelberg (Or, Heilbronn 243 Diversa 5). — Uber die 
einzelnen Klagepunkte, die mit der Antwort aufgefuhrt werden, siehe n. 499. 



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1434 Okt 4. 275 

tfteinen Matin mit gUichem Zusais zu gleichem Reehtf toozti sieh die Stadt, die 
4mfang8 auf einem Untergang htsUmden, nach einer mUndlichen Verhandlung 
zu Sulm mit dem Komtur zu Homeck^ Johann von Nippenburg, herheiliess. 
Von dem Tag am 15, Sspt, iat keine Spur vorhanden, nach diesen Bn'efen hat 
■5 er gar nichi aiattgefunden. 
Vgl. n. 499. 500. 558. 

. S60. Geory von Puitendorf und seine Frau Agnes von Sacksen- 
heim veyyfdnden der Stadt HeUbronn fur 67 Gulden ruckstdndige 
Steuer und 100 Gulden Anzahlung, die sie vmn Gut, das Egen Sieder, 

10 der erste Mann der Agnes, ihr und ihrem Kind Enlin hinterlassen, 
geben miissen, wenn sie nicht bis Martini iibers Jahr BUrger werden, 
alle ihre GUter, darunter die, welche Arnold Ripe fUr 400, die Hdlfte 
des Ladamts zu Heilbronn mit den zugehorigen Ackerny die Lupoid 
von Leuzenbrunn fUr 200 Gulden verschneben ist und wovon Ulrich 

15 Nenninger 47 Gulden Zins hat. — 1434 (Franciscen tag) Okt. 4. 

HeUbronn^ unteres Gewolbe Lade 42. Or, mit Siegeln, 

a) Die Stadt Heilbronn und Agnes von SacJutenheim schliessen einen 
Vertrag: Ittztere soil bis Georgii ausziehen, bis dahin ihre und ihres Manns 
Schnlden zahJen, ihre GiUer in Jahre^frist verkaufen, bis dahin versteuem und 

120 dann veranzahlen. — Siegler Agnes, ihr Brud&r Schwarzfritz von Sachsenheim 
und ihr Vetter Hans von Liebenstein. — 1437 (Mathias tag) Febr. 24. — Ebd. 
>0r. mit Siegeln unter Papierdecks. 

b) Schwarzfritz von Sachsenheim und Ytel Waleker der dltere *) beur- 
kunden, dass Ulrich Nenninger, Peter Zehe, Klaus Diemer di*i' junge und Itel 

'25 Waleker vom Rat beatrftragt worden seien, die GUter zu verkaufen, die Jorg 
von PtUtendoif und seine Frau nicht gut haben verkaufen kdnnen, und mit dem 
ErlOs der en Schulden zu bezahlen, in Klagen gegen die Stadt sollen die genannten 
Eheleute vor den Eat zu Wimpfen, gegen einzelne BUrger vor der en Rat und 
Gericht kommen. — Siegler die Aussteller und die beiden Eheleute. — 1439 

.130 (fritag vor pfingstag) Mai 22. — Ebd. Or. mit 4 Siegeln unter Papierdecken. 

c) Agnes von Sachsenheim giebt, da jetzt die Giiter verkauft sind und 
sie krankheitsJwlber nicht kommen kann, ihrem Mann Vollmacht, die Kdufer 
nach Stadirecht in Besitz zu set z en und WehrbUrgen zu stellen. — Siegler die 
AusstelUrin und ihr Bruder Schwarzfritz. — 1439 (fritag uach der eylftausend 

435 jungfrawen tag) Okt. 23. — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. 

S61. Hans Wolke (Volke) der Fdrber zu Heilbronn und seine 
Frau Margarethe, Selbstschuldner, und Hans Kuder, Berthold Utz- 
linger und sein Sohn Hans, Wehrschuldner, entlehnen von der Stadt 



*) In der folgenden Urkunde: Itel Walter von Esslingen, der Agnes 
Schwdher. 



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276 1434 Dez. 13 — 1435 Marz 16. 

Heilbronn 100 rheitiische Gulden auf 10 Jahre urn 5 Gulden Zins^ 
und erstere setzen den Bilrgen ihr Fdrbhaus und Hofraite in der 
Judengnsse mit Kesseln, Biitten, Pressen, allem Schiff und Handwerks-^ 
geschirr als Pfand unbeschadet der Bechte der Stadt, der dieses filr 
eine dltere Sckuld von 100 Gulden verpfdndet ist. — Siegler Ulrich 5 
Nenninger und Hans von Biechen, Bichter zu Heilbronn, — 143i 
(Lucien tag) Dez. 13. 

Heilbronn 41, Aktiva 1, Dr., Pg., das 2, Siegel abgerissen. 

a) Die genantiten EheUute verapreehen dafwr^ Hans Utglinger in der 
Kunst des Fdrhene zu unterricMen, im Siedwerk, Farben von Gam und Tuch^ 10 
in Farben und Zusatgen^ und nichta vor ikm zu verbergen. — Siegler Berthold 
von Weiseach genannt Kantengiesser und Erlin Ferber, Bichter zu Heilbronn. 
— 1435 (fritag vor Anthonii) Jan. 14. — Heilbronn 273 1 D 1. Dr., Pg. 
mil Siegeln. 

562. Johafin Steinbrecher von Hall, des wirdigen lobelichen 15 
heiligen sant Anthonien balterer ^) der zweyer termenyen zu Heil- 
bronn und Bruchsal verkauft mit Bevollmdchtigung Hugs von Schonem- 
berg, Meisters und Gebieters des St. Antoniushauses zu Eisenheim 
an das Heilbronner Spital die Hauler, Hof und G titer des heiligen 
Antonius, „St. AntoniengUtleifi^ , zu Bockingen, den Zehnten au^ge- 20 
nommen, als freies Eigefi urn 170^^ Gulden rheinischy worilber er 
quittiert. — 1435 (samstag vor dena wissen suntag) Mdrz 5. 

Heilbronn, StiftungspflegregieU'cUur, Fasz. 126, 53. Or., Pg., Siegel ab' 
gerissen. 

563. Ludwig vom Wald, zurzeit zu Heilbronn, verkauft an 25* 
die Pfarrkirche daselbst 33^k Morgen Acker, 1 Morgen Wiesen zu 
Frankenbach (auf der Steige beim Bdumlein, am Niperg, am Lutzel- 
feld iibei' den Wimpfener Weg, am Gartacher Weg, auf dent Eich-^ 
biihel, auf dem Stumpf, auf detn Maler, im Biet, am Bach; neben 
Gi'itern der Heiligen, Bochselers, Kunz Schulers, der Deutschherrn, 30 
des Spitals zu Wimpfen, der von Gemmingen) um 190 Gulden und 
giebt sie vor dem Gericht zu Frankenbach auf — Siegler der Aus- 
steller, Ulrich Nenninger und Hans Diemar von Biechen, Bicht-er 

zu Heilbronn ; Schultheiss und Bichter zu Frankenbach haben kein 
eigenes Siegel. — 1435 (mitwoch vor Gerdruten tage) Mdrz 16. 8S 



a> 70 auf Basur. 

») = paltener, Wallfahrer, Settler. 



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1435 Juni 14. 277 

Heilbronn Lade 21y8a, Or,^ Pg,, das erste Siegel abgegangen. Aussen 
•itua demselben Jh. : Ludwig Muller ; aus der 2, Ha^fte dea 16.: Dea BOsshasseti 
lehen geoant. 



564. Graf Johann von Stdz, Hofrichter zu Rottweil, thut der 

5 Stadt Heilbronn kund, da^s er auf Klage Raban Hof warts von Kirch- 

heim die Stddfe Wiirzburg, Ochsenfurt und Kirchheim in die Ac/if 

des Hofs zu Rottweil gethan habe und verbietet jede Gemeinschaft 

Oder Hilfeleistung. — 14:35 (mentag nach Medardi) Juni 14, 

Dieses und die folgenden StUcke HeUhronn 165, Hofgericht HI 1 — 4, 
10 alle Or, Pg. ; das aussen aufgedruckte Hofgericktssiegsl ist meist noch erJialten. 
— Derselbe dchtet: 

a) Wilhelm von WUdenholz (Willen-) auf Klage des Hans, des Knechts 
Wiprechts von Wildenhoh, — li48 (zinstag nach Gregorien tag) Mdrz 19, — 
Die Stadt teili ihm dies mity damit er wisse, doss er ihre Stadt zu meiden habe, 

15 (mentag vor jubilate) April 8. 

b) Hans Horneck von Hornberg (bet Triberg) auf Klage Hans Oosten- 
hofers von Speyer, — 1457 (sambstag nach Laurentii) Aug, 13, 

c) Hans von Liebenstein, Wilhelm von Wdllwarth und Hans von Bem- 
haiisen auf Klage Graf Ulrichs von Wirtemberg, ~ 1456 (zinstag n&chst nach 

20 Philippe und Jacobe) Mai 2, 

d) Schwarsfritz den jungen, Biether, Hans den jungen, alle von Sachsen- 
heim, Sigfnd von Biexingen und Hans Link von Bonnigheim auf Klage des 
Juden Mosse von Lauingen zu Heilbronn, — 1462 (mitwoch nach letare) 
Marz 31. 

25 e) Sigfrid von Biexingen, Diether von Sacksenheim, Klaus Eppe, Ans- 

helm Murer, Konrad und Hans Plasse, Hans Link, Gelmwin Wagner von 
Bonnigheim, Hans Ziegler und Hans Tegmar von Bossigheim und Vogt Gerlach 
zu Brackenheim auf Klage des Juden Mosse von Augsburg zu Heilbronn, — 
1463 (Agnesen tag) Jan. 21. 
■30 f) Fritz, Hans und Kunz von Grumbach, Hans Wittstatt und Hans von 

Leiningen auf Klage Jorgs von Grumbach. — 1463 (mentag vor annunciacionis) 
Miirz 21. 

4) Peter von Liebenstein auf Klage Mosses von Augsburg. — 146 o 
(Jorgen abend) April 22. 
■86 h) Bafan von Thalhtim auf Klage Konrad Baumanns, Burgers zu 

Wimpfen, — Eod. d. 

i) Friedrich Sturmfeder auf Klage Mosses von Lauingen. — 1463 (sams- 
stag vor cantate) Mai 7. 

k) Hans Eppe von Wimpfen auf Klage Hans Kagermayers tmd Jorg 
^ Schonkinds von Bain. — 1463 (pfing«taubend) Mai 28. 

I) Fritz von Grumbach auf Klage Jorgs von Grumbach. — 1463 (Vits- 
tag) Juni 15. 



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278 1435 Juni 14. 

mj Rafan von Thalheim auf Klage Mosses von Lauingen, — 1463 (zins- 
tag uach Ulrichs tag) Juli 5, 

n) Thomas and Eberhard von Neipperg^ Konrad Buninger zu Marbachj 
Hans Buninger, SchuUheiss eu Ilsfeld, Vackelhans^ Schultheiss zu Schnaitheim 
und Konrad Siolp den jungen zu Offingen auf Klage Mosses von Augsburg, 5 

— 1463 (aubend assumpcionis) Aug. 14, 

o) Lienhart Lohlin von Brackenheim und Klaus Eppe zu Bdnnighetm 
auf Klage des Juden Wolf von Heitbronn, — 1463 (fritag vor Pelagien tag) 
Aug, 26. 

p) Den ersteren auf Klage Hans Scheckenmachers von 6'tockaeh. — 1463 10 
(donrstag nach Lucas tag) Okt. 20. 

q) Hans von Frauenberg den dlteren auf Klage Mosses von Augsburg, 

— 1464 (samstag vor misericordia) April 14. 

r) Kaspar von Hirschhorn auf Klage des Bemhard Kreis von Linden- 
fels. — Kod. d. 15. 

8) Konrad von Sacksenheim auf Klage des Hans von Helmstadt. — 1464 
(Medardus tag) Juni 8. 

t) Heinrich von Sickingen auf Klage Konrads von Ehrenberg. — 1464 
(Johans anbend baptiste) Juni 23. 

u) Dietrich^ Engelhard und Diez von Berlichingen, Jorg von Eosehbach, 20 
Simon von Neuenstein^ Hans von Bachenstein, Jorg von Wenkheim und Simofi 
Homeck auf Klage Peters, Propsts zu Monchsivth, und zwar Dietrich von 
Berlichingen in die Aberacht, — 1464 (Andres aubend) Nov. 29. 

v) Eitel und Eberhard von Sickingen (dieser zu Hcnzbach,? Henisbach 
bei AdelsheimJ auf Klage Menlins, Sohns des Juden Wolf zu Heilbronn. — 25 
1465 (Oswaldstag) Aug. o. 

w) Diether von Sachsenheim auf Klage Mosses von Lauingen in die 
Aberacht. — 1465 (dornstag vor Katherinen tag) Nov, 21. 

xj Friedrich Sturmfeder und Konrad Durner von DUrnau auf Klage 
Wolfs zu Heilbronn. — 1465 (Katherinen aubent) Nov. 24. 30 

yj Kasper von Hirschhorn auf Klage Kaiharinas, der Witwe Josts sum 
Horn, Burgerin zu Speyer, — 1466 (aller hailigen aubend) Oki, 31. 

z) Klaus Eppe und Jos Decker zu Bonnigheim auf Klage Wolfgangs 
von Seinsheim, Hauskomturs zu Ulm. — 1466 (Barbaren tag) Dez. 4. 

aa) Martin von Adelsheim, Nithard von Wolmershausen, Friedrich ran Sb' 
Rosenberg, Eitel EHwin von Sttinsfeld auf Klage des Hans von Sickingen. — 
1468 (Sebastians tag) Jan. 20, 

bb) Balihasar und Heinrich Nippenburg auf Klage des Hans vo7i 
MUnchingen. — 1468 (Oswalts tag) Aug. 5. 

cc) Auberlin Schluckwurst zu Vaihingen, Berihold Berze von Vnter- 40 
riexingefi, Henslin Schnider von Crrosssachsenheim, Heinrich Schnider, Wernlier 
Kdlle und Mathis Brodbeck zu Bietigheim, Bynwolt Stainer, Kaspar Muglinger, 
Sigfrid Milller, Peter Boler und Hans Stump zu Hohenhaslach und die beiden 
ganzen Getneinden Orosssachsenheim und Unterriexingen auf Klage des Juden 
Lew zu Pforzheim. — 1469 (mitwoch nach reminiscerc) M/irz 1. 45- 



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1435 Juni 14. 279 

dd) Schenk Mbrechi von Limpurg, Vdgte, Bichter und Gemeinden zu 
Gaildorf, Ober-, MitttU und Unterroth, Schmidelfeld, Schloas Stdzhach, Laufen 
am Kocherj BuperUhofen und^ Waibelhaua a) und aUe die darin sitzenf Brdckingen^ 
Holzhauaen, Utzstetten, Frickenhofen, Miitelhronn, Seiferlshofen, Kemnath&iy 
5 Linthaly Sedach, Welzheim, TMerhaupten (Dftir-), GUbertsho/en, Oberfischach 
und aUe, die in die genannten Amter gthoren^ auagenommen die, welche Vlrich 
von Wirtemberg, den Klostern Lorch und Adelberg und Eberhard von Urhach 
als Leibeigene zugehdren oder eonst zu versprechen stehen, auf Klage Jorgs 
von Enslingen, — 1469 (Marien Magdalenen aubend) Juli 21. 
10 ee) Jorg von Maseenbach auf Klage Hans Wabers, Burgers und Gast- 

halters zu Speyer. — 1469 (Bartholomes aubent) Aug. 24. 

if J Hans Huninger, Schtdtheiss zu Ilrfdd, und Konrad Stolpe den jungen 

zu Offingen in die Aberacht auf Klage Mosses von Augsburg. — 1469 (Martins 

aiibent) Nov. 10. 

15 ggj Hans von Frauenberg desgleichen. — 1469 (Othmars aubend) Nov. 15. 

hh) Eitel von Sickingen, Heinrich von Ottenbach den jungen zu Lauter- 

burg und Eberhard Hofwati zu Kirchheim auf Klage Hans Winrichs zu Speyer. 

— 1470 (Valentina tag) Febr. 14. 

II) Eberhard von Neipperg, Hans Anshdm, Dietrich Metzler und Bern- 
20 hard Helte zu Scl^waigem und Ptier GriMieh zu Gro89gartach auf Klage des 
Juden Mendlin. — 1470 (donrstag vor oculi) Mdrz 22. 

kk) Hans von Sachsenheim den jungen genannt Brugel auf Klage Melchiors 
von Hirschhom. — 1470 (Peters tag ad vincula) Aug. 1. 

II) Jorg Marschalk von Grossgartach und Jorg Sutter von Kleinsachsen- 

25 heim auf Klage des Juden Samuel von Sinsheim. — 1470 (Lucientag) Dez. 13. 

mm) Hans Horneek von Romberg auf Klage des Hans von MassenbacU. 

— 1471 (zinstag vor palmtag) April 2. 

nn) Diether und Schwarzfniz den jUngern von Sachsenheim, Sigfrid von 

Biexingen und Hans Link von Bonnigheim auf Klage des Juden Mosse von 

30 Lauingen zu Speyer, Diether in die Aberacht. — 1471 (palmaubent) April 6. 

oo) Henckin und Veit von Gemsbach auf Klage des Juden Isaak zu 
Mosbach. — 1471 (Jacobs aubent) Juli 24. 

pp) Melchior von Hirschhom auf Klage des Bernhard Kreis von Linden- 
fels, Schultheissen zu Frankfurt. — 1471 (Laiirentien aubend) Aug. 9. 
35 gg) Dietrich Bude, Bitter, auf Klage Werner Nothafts des dlteren. — 

1471 (Bartholomeus abend) Aug. 23. 

rr) Jdtg von Helmsiadt, Hans von Ehrenberg, Eberhard von Gemmingen, 
Eber hards seligen Sohn, Heinrich von Helmstadt zu Bonfeld und Hans von Helm- 
siadt zu Grombach (Grttn-) auf Klage Bitters Hans vom Sand. — 1471 (zins- 
40 tag nacli Michels tag) Okt. 1. — Aussen Konzept eines Schreibens, worin die 
Stadt dies dem von Gemmingen mitteilt und ihn auffordert, ihr Gebiet zu 
meiden. — 1471 (montag nach Symon und Judas) Nov. 4. 

ss) Eberhard von Urbach, Jorgs seligen Sohn, auf Klage Hans Lonhers 
(Louhers?) von Waldsee. — 1471 (Thomas aubent) Dez. 2<). 



a) auf jRcufur. 



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280 1435 Juni 14. 

tt) Hans von Liebenstein den jungen, Lndwig von Hainharg und Marx 
Hohenlohe auf Klage BeginaSy geborener ron Wettersieitenj Frau Bemhards 
von Urhaeh. — 1472 (Othmars tag) Nov. 16. 

uu) Wtndel Amolt, Schultkeiss zu Kirchheim am Neckar und Auberlin 
Schdffer von Brackenheim auf Klage des Juden Jakob van Lenburg mu Speyer, b 

— 1473 (Erharts tag) Jan. 8. 

vv) Hans von Ehrenherg und Hans Link von Bonnigheim auf Klage 
Mosses von Augsburg frUher zu Heilbronn. — JSod. d. 

ww) Eberhard von Gemmingeny Ludwig von Sickingen, Auberlin Schaffer 
ron Brackenheim und Hans Wende von Bonfeld auf Klage Salmons, des Sohns 10 
Mosses. — Eod. d. 

xx) Jdrg von Helmstadtj Heinrich von Helmstadt zu Bonfeld, Albrecht 
von Ehrenberg zu Ehrenberg, Paulin Hofmann zu Zimmem, Peter bet dem 
Brunnen zu Heimshdm, Simon Hertich, SchultheisSj Peter Kern und Krut Bert- 
hold, alle drei zu Bonfeld, auf Klage des Juden David von Wimpfen zu 15 
Frankfurt. — 1473 (sampstag vor invocavit) Mdrz 6. 

yy) Bemhard von Urbaeh zu Munddsheim auf Klage Ursulas von Wester- 
stetten, geborener von Homburg. — 1473 (samstag vor oculi) MSrz 20. 

zz) Otto und Melchior von Hirschhorn auf Klage Hartmann Bodows 
zu Neudenau. — 1473 (wyhennacht abend) Dee. 24. 20 

a) Philipp von Seldeneck, Martin Walk, Stainel (Stamel ?), Kunz Schram- 
hans den Jdger, Kunz und Hans Wurzel auf Klage Kunz Fricks, Spital- 
meisters, und des Spitals zu Ohrtngen, — 1474 (Agnesen tag) Jan. 21. 

g) Otto von Hirschhorn auf Klage des Bemhard Kreis zu Lindenfels, 
SchuUheissen zu Frankfurt. — 1474 (zinstag noch reminiscere) Mdrz 8. 25 

y) Bemold von Urbaeh zu Mundelsheim auf Klage Budolfs von Wester- 
stetten. — 1474 (Benedicten tag) Mdrz 21. 

8) Eberliard von Neipperg auf Klage Peter Mersshardls zu Wimpfen. 

— 1474 (Marien Madulenen aubent) Juli 21. 

b) Heinrich von Helmstadt zu Bonfeld auf Kage Gottfrieds von Neu- 30 
Jiausen, KHsters zu Wimpfen im Thai. — 1474 (Marien Magdalenen tag) Juli 22. 

Q Ludwig von Sickingen zu Ahlenfeld auf Klage Bernhards von Gem- 
mingen. — 1474 (mentag noch Michels tag) Okt. 3. 

yj) Gerlach Eppe von Brackenheim auf Klage Joliann Kellers, Kanzlers. 

— 1475 (Marx abend) April 24. 35 

b) Peter Mdder und Peter Grrulich zu Grossgartach auf Klage des Juden 
Isaak zu Moshach. — 1475 (Erasmus tag) Juni 3. 

t) Hans von Massenbach genannt Thalacker (Teil-) auf Klage Markgraf 
Albrechts von Baden. — 1475 (sampstag nach Ulrichs tag) Juli 8. 

o6S. Bischof Friedrich von Worms und die Rate Pfalzgraf 40 
Ltidwigs: Schwarz-Reinhard und Sxvicker von Sickingen, Siyfrid von 
Venningen, Ritter, die Meister Hans Kirchen, Bartholomdus von 
Herkenrnth (-rode) itnd Hans Ri/sen, Doktoren des gcistlichen und 



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1435 Aug. 31 — Okt. 16. 281 

weltliclten Bechts, Dieiher Kdmmerer^ Hans von Venningen Vitztum 
zu Neuenstadt, Konrad von L[engen]feld, Harftnann von Handschiifis- 
heim bescheiden auf einem giitlichen Tag die beiden Parteien, Eber- 
hard von Neipperg, der ztigleich seinen Bnider Reinhard ve7'friU, uvd 
5 die Stadt Heilbronn wegen des Viehtrieb$ und Weidgangs zu Bockingen 
auf KnndscJiaft ; sie soUen bis in 14 Tagen die Gerichtskerren zu 
Grossgariach, Nordheim, Sontheim und Horkheim ersucheny je 4 un- 
parfeiische Manner, die redlichsten und dltesten, auf Montag nach 
Martini [Nov. 14] nach Grossgariach zu schicken, um cor zicei 
10 pfdlzischen Rdten eidliche Kundschaft abzugeben. Bis dahin soil die 
Klage dsr Bitter stehenhleihen, — Siegler der Bischof — Heidel- 
berg 1435 (mitwoch nach Jofaans baptisten tag decoUacionis) Aug, 31. 

Heilbronn, Unteres Gtwolhe^ Lade 38. Gleichzeiiig^ durchUcherte Ahachrift. 

566. Heinnch Hugk, Burger zu Gmund, erkennt den Verkauf 
15 der von seinem Vetter Hans Sesslin *^ ererbten Zinse zu Heilbronn, 

Gartach und Bockingen durch seinen Freund Hans von Maifiz, Biirger 
zu Heilbronn, an und quittiert den (genannten) Kdufern (die Zinse 
iverden aufgezdhlt, dabei fine Kloster- und eine Klingenberger Gasse 
genannt). — 1435 (Egidien tag) Sept 1, 

^0 St. A. Heilbronn /, Rdigionsweaen. Or., Pg. mit Siegel. 

567. Anna von Bosenbach, Peters von Berlichingen Witwe, 
schliesst 7nit der Stadt Heilbronn einen Vertrag, nimmt ihren Sitz 
daselbstj giebt jdhrlich, solange sie in Heilbronn bleibt, von all ihren 
Giitern 2 Gulden, ist von Bede, Thorhut, Wach- und andern Diensten 

^ frei. Wenn sie fortzieht, sollen ihre Erben nach ihrem Tod sdmtliche^ 
Gut veranzahlen, wo es auch gelegen ist, das sie von ihrem Mann 
geerbt hat. Wenn sie aber wieder heiratet, soil diese Freiung auf- 
hbren und sie von alien Giitern, wo sie liegen und uoher sie kommen, 
Bede und Anzahl geben. — 1435 (Gallen tag) Okt. 16. 

^0 Heilbronn 268, Berlichingen. Or., Pg. mit Siegel. 

368. Agnes von Sachsenheim, die Fran Georgs von Putten- 
dorf, verkauf t mit dessen Zustimmung das ihr von ihrem ersten Mann 
Egcn Sieder zugefallene Lad- und Ficharnt zu Heilbronn, das ein 
erblphen von einem Romischen kunig man und frauwen zu lihen 



a) auf Hauur, 



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282 1435 Nov. 24 — Dez. 16. 

and dem Schulthemenamt mit einer Mark Silber oder S Pfufid Heller 
zinsbar isty um 40 Gtdden an die Stadt Heilbronn, quitfiert, giebt 
die Urkunden dariiber heraus, verspricht den Kauf Jahr und Tag 
zu wehren und stellt ihren Schwager Hans Nothaft und ihren Vetter 
Werner Nothaft als BUrgen. — Siegler die AussteUerin und die 5 
Biirgen. — 1435 (dunderstag vor Katherinen tag) Nov, 24, 

St, A. Neuicarttembergische Lehen 2. Or., Pg,, das 1, Siegel unkennilick. 

a) Georg von Puttendorf giebt seine Zustimmung dazu, doss seine Frau 
das Lad- und Eichami an die Stadt und 4 Morgen Acker an Berthold von 
Vaihtngen (Fah-) verkauft — Siegler der Aussteller und Andreas von Weiler. — lO 
1435 (montag noch Katrin tag) Nov, 28. — Khd, Or,, Pg,, das i, Siegel be^ 
beschddigt, vom 2. nur ein Querbalken erkennbar. 

b) Graf Ludtcig von Oituigen, Kaiser Sigmunds Hofmeister, belehnt mU 
kaiserlicher Vollmaeht, nachdem ihtn der BUrgermeister Hans Eyrer Huldigung 
and Eid geleistet, die Stadt Heilbronn mit dem Lad- und Eichamt, das sie 15 
von Georg von Puttendorf, seiner Frau Agnes von Sachsenheim und ihrem Kind 
Endiin gekauft, wie es Egen Sieder und Hans Berlin innegehabt Jiaben : irenn 

es notig wird, soil die Stadt zwei Burger als Lehenstrdger bestellen. — 143(> 
(freytag vor Martins tag) Nov. 9, — Ebd, Or,, Pg, mit Siegel, 

S69. Graf Michel von Wertheim, Schwarz-Reinhard von Sickingen, 20 
Hans von Sickingen, Bernhard Kreiss von Lindenfels, Werner Winter, 
Swicker von Sickingen, Siegfried von Venningen, Diether Kdmmerer 
and Albrecht von Venningen, Bate des Pfalzgrafen Ludwig, entscheiden, 
die BrUder [Eberhard und Beinhard] von Neipperg und die Stadt 
Heilbronn pollen einander ihre Klage, Antwort, Widerrede und Nach- 25 
rede in 14tdgigen Terminen (Jan. 1, Jan. 15y Jan, 29, und Febr, 12) 
zustellen, dann alles samt den Kmidschaftsbriefen nach Heidelberg 
in das Haus des Graf en von Wertheim schicken, Dann soil ein Tag 
festgesetzt iverden, — Siegler der genannte Graf, — Heidelberg 1435 
(gexta feria post Lucie) Dez, 16, 30 

Gleichzeitige Abschnft, Dieses und die folgenden Aktenstiicke im St,A, 
Heilbronn 1, Fehden, 

a) Die Klagen von 143.i samestag vor jarstag und jarsabent, Dets, 31, *) 
Die Stadt beschicert sich dariiber, dass die Neipperg in tKlingenberg sich das 
Recht des Weidgangs auf BGckinger Markung anmassen und den Acker eines 35 
armen Manns zu Bockingen, Fryenstein, mderrtchilich in Besitz genommen haben, 
— Die Neipperg fordern 1) Guter zurilck, die eigentlick zu^ Markung Kling&i- 
berg gehoren; 2) die Giiter des Klaraklosters und die Aberlin Kessigs und 
Schadenersaiz fiir die daraus gezogene Nutzung, da sie badische Lehen seien: 

') Also bei der Stadt wie bet den Bittern Circumcisionsstil, 



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1435 Dez. 16. 28a- 

3) Schadenersatz fur ihren gu BSckingen erschlagenen und nacfiher vom Vieh 
ausgeschatrten Kntcht^ und 4) Schadenersais fur das von ihren Knechten 
geldndete (y^wie es Bechi set, doss jeder solch vom Neckar gthraehiea Holz 
Idnde und dass es sein sei^) und vor dem Abholen von den Bockingern weg- 
5 genommene Holz, 

b) Die Antworten von 1436 (samstag nach achzehenden tag) Jan. 14. 
Die Heilbronns: 1) Wird hestritten. 2) Die Abtissin halte die Forderung fUr 
hrfretndlich, ubrigens seien Abtissin und Konvent selbstandig und die Stadt 
habe sie nicht zu vertreten. Albrecht Kesing habe einen Kaufbrief danach 

10 sei der Acker auf Nordheimer Markung und ihm von den Xeipperg enirissen 
icorden, er fordere 60 Gulden Schadenersatz. 3) Die Morder seien zwei fremde 
Diensiknechte, BrUder^ gewesen, die wieder fort seien. 4) Die Holzer seien nicht 
mit Weiden angtbunden gewesen, Ubrigens habe man sich damals gutlich geeinigt 
und geteilt. (Siegel gedruckt uf die blicken [Bug^ plicatura] dis briefs). — 

15 Die der Neippergtr: den Weidgang besitzen sie seit 30 Jahren ungestort, er 
habe auch schon vorher zum ScMoss Klingenberg gehdrt^ die Weide sei nie 
durch Steine abgetrtnnt gewesen, Fryensteins Acker ^) liege auf Klingenberger 
Markung, sei also badisches Lehen. 

c) Die Widerreden von 1436 (sarastag nach conversio Pauli — vor 
20 purificaoionis) Jan. 28. Die Heilbrowis: die Weide gehdre nicht zum Lehen,. 

seit die Neipperg Klingenberg gekauft, und das sei fiber 20 Jahre, haben sie 
das Becht gegen den Willen der Stadt ausgeiibt. Fryenstein habe den Ackti- 
von einem Heilbronner BUrger gekauft, der ihn 16 und dessen Vater ihn bet 
40 Jahren besessen, also longer als nach Landes- und Stadtrecht ndtig sei. — 

25 Die der Neipperger: 1) die Markungen seien seiner Zeit abgesieint worden. 2) Das 
Kloster haben sie wegen der Gikter eu Klingenberg und des Bremichwaldes im 
Beisein der Jaeger zur Rede gestellt. Kesings Acker liege auf Klingenberger 
Markung, er habe ihn von Pfaff Hans selig von Klingenberg gekauft, der selbst 
kein Eigengut zu Klingenberg gehabt habe, wie mit beiliegenden Briefen und 

30 Kundschaften erwiesen sei. 3) Die Bockinger haben jedenfalls um den Mord 
geumsst 4) Beharren auf ihren Anspriichen und berufen sich auf die Aussage 
zweier Knechte, deren einer noch lebt und Burger zu HeUbronn ist. 

d) Die Nachreden fehlen. Vorhanden sind folgende Kundschaftsbriefe: 
Hans GrTusUig, Vogt zu Schorndorf, beurkundet die Aussage des Schult- 

35 heissen und des mehreren Teils des Gerichis zu Hundsholz (Honsoltz = Adel- 
berg-Dorf), dass Hans Gartach von Adelberg glaubxoUrdig sei. — 1436 (conver- 
sionis Panli) Jan. 25. 

Ger[lach] Vogt zu Brackenheim vemimmt auf Bitten HeUbronns den 
Heinz Gartach von Adelberg, der bezeugt, dass frUher die Besitzer Klingenbergs, 

40 Reinbold von Klingenberg und der Feiertag, ihr Vieh nicht auf die Weide 
getrieben haben, erst die Neipperger haben das begonnen, aber gegen den Willen 
der Bockinger, die das Vieh ofters gepfdndet haben. — 1436 (suntag nach con- 
versionis) Jan. 29. 

*) Heinz Heydenheim, Burger zu Heilbronn, bekennt, dass er vor ttwa 
16 Jahren an Fryenstein sein Hffflein zu Bockingen, darunter den obigtn 
..Engtlacker^^ auf Klingenberger Markung, den er von seinem Vater und dieser 
von dem seinigen ererbt, verkauft habe. — 1436 (Agneten tag) Jan. 21. Or.. 



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284 1435 Dez. 16. 

BUrgermeister und Eichter von Sulm vernehmen auf Bitten Heilbronns 
den Heine Hofikein, der hezeugt, er und sein Vater seien lange Hirten zu 
Bockingen gew^sen, erst die Neipperger haben die Kuhtoeide beniiieen woUen^ 
£s sei ihnen abef- imtner gewehrt %/porden, — 1436 (rnentag vor purificacionis) 
Jan, 30. 5 

Johann von Nippenburg, Komtur^ vemimmt auf Bitten HeUbronne den 
Kunz Brenner^ frUher F'eldschiitze und Knecht der von Bockingen, der die 
gleiche Aussage macht wie Heinz Gartach. — 1436 (fritag nach purificacionis) 
^ebr, 3. 

Hilprand Konig^ Klaua Frankenbach zu Ghroaagartach^ Siegel Hosser, 10 
Hans Snepf, Konrad Eberhard zu ScMuchtem, Heinz Diene9' und Konrad 
Hagen von Nordheim bekennen, doss sie und 5 andere bereils verstorbene auf 
Bitten der Stadt und der von Neipperg seiner Zeit die Markungen Bockingen 
und KUngenberg geschieden, vom Stein auf derHohen Strasse, der die Markungen 
Grossgai'tachj Bockingen, Nordheim und KUngenberg scheidet, angefangen haben 15 
4^nd an den Neckar herabgegangen seien und niemand haben schddigen tvoUen, 

— Siegler Hans Clingkhart, Kuchenmeistei' im Deutschen Haus zu Heilbronn, 
und Junker Wigand von Erlenbach, 1436 (dinstag naeh Agathen tag) Febr. 7. 

Schultlieiss und Bichter von Bruchsal vernehmen auf Bitten HeObronns 
den Michel von Binswangen und Heinz Boppenhan, beide von Bdckingen ge- 20 
hUHig, die bezeugen, die von KUngenberg haben ihr Vieh nur bis zum BreufeU 
bronnen getrieben. — 1436 (mitwoch nach Dorotheen tag) Febr. 8. 

Heinrich von Heimberg vemimmt auf Bitten Heilbronns den Heinz Summer- 
mann von Hsfeld, der bezeugt, so lange er SchHtze der Bockinger gewesen sei, 
haben die von Neipperg ihr Vieh immer gegen deren Willen auf die Kuhweide 25 
getrieben und seien oft gepfdndet worden. — 1436 (Appolanien tag) Febr. 9. 

— Fi'ir Summermann stellen Schultheiss und Bichter von Ilsfeld am gleichen 
Tag (donderstag vor Scolastice) ein Leumundszeugnis aus. — Siegler Endres 
Maler, Johanniterbruder, Pfarrer zu Ilsfeld, 

Konrad von Bdckingen, Kirchherr zu Bockingen, vernimmt auf Bitten 30 
Heilbronns den Peter Hofmann zum Neusnhaus, der dieselbe Aussage macht. 

— 1436 (fritag Scolastice) Febr. 16. 

Von da an fehhn die Akten bis 1438 Mai 28. 



570. Eberhard von Vinsterloch unci seine Fran Katharina 
Haselechin beurkundeUy dass Katharina ihr Biirgerrecht zu Heilbronn 35 
aufgegeben, sie beide ihre bed- und anzahlpflichtige Habe zu 2000 Gul- 
den geschdtzt nnd da von nach Stadtrecht 200 veranzahlt haben, erhalten 
die Erlaubnis, mit dem Verkauf ihrer liegenden Giiter zu Heilbronn 
3 Jahre statt eines warten zu dtlrfen, geben dann davon alle Abgaben 
wie die Biirger, die Bede ausgenommen. Katharina verspn'cht, auf ^0 
Anforderung von Heilbronner Bilrgern vor dem Rat oder Gericht 
daselbst zu gehorchen und von den Heilbronnern vor deren Gerichten 
Recht zu nehmen, beide, in Spdnen wegen der genannten Giiter sich 
mit dem Entscheid des Rats, Gerichts oder der Unierganger der Stadt 



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1486 Jan. 9 — Mai 14. 285- 

zu begnugen. Im vierten Jahr sollen sie ihre Giiter an einen ein- 
gesessenen Burger verkaufen, nach Ablauf desselben sollen die iinver- 
kauften wieder in Bede und Amahl cerfallen, — Siegler Eberhard 
und Johann von Nippenburg, Komtur zu Heilbronn. — 1436 (monr 
5 tag nach Erhartz tag) Jan. 9. 

Heilbronn, unteres Gewolbe, Lade 42. Or.y Pg. mit Siegeln. 

571. Konrad Kumpf zu Brettach reversiert sich gegenilber 
Nikolaus, Guardian, und Hans Eyerer, Fiirseher des Barfusserklosters 
zu Heilbronn, iiber die Beleknung mit dem Giitlein, welches das Kloster 

10 von Bernold dem dlteren von Thalheim und seiner Frau Elisabeth von 
Niefern gekauft hat (23 Morgen und eine Wiese von nicht genannter^ 
Grosse; Flurnamen: Salchenau, Schleckmannshalde, Heyenthal, alte 
Schnitte, Kreuzgraben, Holder; neben Giitern der HeUigen^ des heiligen 
Kreuzes und unserer Frau) ^) und yiebt 'je 2 Malter Kom und Dinkel 

15 und 3 Malter Haber Gi'dte, — Siegler Johann Kollenberger und Rafan 
von Neideck. — 1436 (samstag vor halpfasten letare) Mdrz 17. 

St. A. Neuenstadt 4. Or.y Pg, mit Siegeln. Nach CA.Beschr. Neckar- 
»ulm 310 haite Elisabeth von Thalheim die Outer 1433 ans Kloster verkauft 
(Urkunde auf dem BcUhaus in Neuenetadt). — Nach einem Brief Konrad 
20 Kumpfs an den Guardian von 1457 (Pg.y angendht an den Pg.8treifen des 
2. Siegels) erwarh Kumpf die Hofstatt als Eigengut und trug dafiir einen Acker 
zu Lehen auf. 



572* Hans Busch. Bilrger zu Weitisberg, und seine Frau Anna 
verkaufen den Nonnen Anna und Margarethe von Mockmiihl, Schwestern,. 

25 ihr mit einem Elmer Wein giiltbares Sechstel am Weinsberger ZehnteUy. 
an dem das St. Klarakloster, das n-ach der Nonnen Tod deren Teil 
erben soil, jetzt ein Sechstel, der Kirchherr und die FrauenpfrUnde 
zu Weinsberg je ein Drittel haben^ urn 60 Gulden. — Siegler Hans 
Nagel und Heinrich Moll, Rlchter zu Weinsberg. — 1436 (mentag 

30 in der crutzwuchen vor unsers herren uflfarttag) Mai 14. 

St.A. Heilbronn IV, Klarakloster. Or.y Fg., das 1. Siegel zerhrochen. 

a) Beehthold Metzinger und Hans Lohmann, Burger und vom Bat be- 

stellte Spitalmeister zu Weinsberg, erhalten vom St. Klarakloster zu Heilbronn 

Ermdssigung eines wegen Verkleinerung des Ackers nicht mehr gereichten Zinses 

35 von 12 auf 6 Schilling. — Siegler das Spital. — 1474 (montag post letare) 

Mdrz 21. — Ebd. Or.^ Pg., am Siegel unten ein Stuck abgebrochen. 



>) FfrUnden zu Neuenstadt. 



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-586 1436 Juni 13 — 1437. 

573* Hans GemmingeVy Hans Kuder, Paul Guott und Hans 
Viewer, Biirgcr und zurzeit geschworene Untergdnger der Stadl 
Heilbronn, entscheiden zwischen Kloster Schonihal und Hans Diemar 
<lem jimgen, der Brunnen am Thor des Sohonthaler Hofs soil gemein- 
sam sein, Diemar die neugemachten Fenster an seinem Hans gegen 5 
den Hof des Klosters abthun und nnr drei kleine Fenster, hochstens 
einen Schuh weit, haben und nichts in des Klosters Hof schiitten 
oder werfen durfen. — Gnott hat kein Stegel. — 1436 (nebsten 
mitwoch Bach Viti und Modesti) Juni 13, 

StA, Sehonthal 60. Or,, Pg,, das 1, Siegel undeutlich und btachadigt, 10 
JCopie bet Kremer, Chron, SchdnihcU. 1421, 

a) Dieselhen nehmen einen Untergang ') vor ewischen Kloster Sehonthal 
und Hans Ehlin wegen etlicher Winkd swischen ihren Hofen und des Trauf- 
rechis darin. — SiegUr und Datum wie vorhin, — Ebd. Or,, Pg,^ mit Siegeln, 

574. Bernhard Berlin^, BUrger zu Heilbronn, und seine Frau 15 
Margarethe verkaufen an Peter Fuwer genannt Wigmar 9 Pfund 

4 Schilling Zins von den Hdusern des Hans Moll in der Juden-, des 
Klaus Bader in der Lichtensterner- und der Trautzenbechin in der 
Klostergasse um 29 Gulden rheinisch und ein Ort, — Siegler die Richter 
Hans Gemminger und Hans Kuder, — 1436 (Bartholomeus abend) 20 
Aug. 23. 

St,A, Heilbronn I, Weinsehnten und sonstiger Besitz, Or,, Pg. mit Siegeln. 

a) Berhuse Herschin, Burgerin zu Heilbronn, verkaufi an ihren Stie/sohn 
Peter Fuer genannt Wigmar 6 Pfund Zins von ihrem Hof in dsr Judengasse 
zioischen der alten Heungerin und dem Kirchherrn von Bdckingen um 32 Gul- 25 
den rheinisch und 6 Schilling Pfennig. — Siegler die Richter Marx Schenkel 
und Jakob Binckesser, — 1439 (Gallen tag) Okt, 16. — Ebd. Or,, Pg,, das 

1, Siegel abgegangen, 

b) Johann von Bdckingen, Priester, und sein Valer Riilin an denselbtn 

63 Schilling 2 H tiler und 2 HUhner Zinse (werden aufgeznhlt, zu Bdckingen 30 
und Heilbronn) um PVs Gulden. — 1441 (Matheus aubet) Stpt, 20, — Ebd. Or., 
Pg, die Siegel unkennilich, 

575. Streit Heinricks con Remchingen mit der Stadt Heilbronn 
wegen einiger Kleinodien, die der Jude Fifel zu Heilbronn an ihn 
herauszugeben hat, — 1437 — 1442* 35 



*) Marquard Merklin, Jakob Binkesser, Baff Isenhut und Melcher HeUner 
nehmen einen Untergang vor zwischen Hans Mangmeister und der Witwe Kuder 
wegen zweier Winkel zwischen ihren Hofen, — Isenhut siegelt nicht. — 144() (dins- 
tag nach Egidicn taj^) Sept. 4. — Heilbronn Lade 10,2, Or., Pg. mit Siegeln. 



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1437 Mai 8 - Okt. 16. 287 

Die Korrespondenz hdngt teilweise mit der itber Frankenbach eusammen 
und liegt bet dieaer, Heilbronn 25, Acquisition Fasz. 10 und 1 a. 

Der Jude Fifel war vom Bat gu Speyer verurteUt toorden, Heinrich von 
Remchingen eiliche Kleinodien herauszugeben und seine Kosten zu ersetzen. 

5 Remchingen fordert die Stadt Heilbronn, wohin Fifd inzwischen gezogen war, 
auf, denselben dazu anzuhaUen^ 1437 Jan, 25. Nach ofterer Mahnung thut 
dies die Stadt, der Jude geht nach Speyer und hinterlegt die Kleinodien, da er 
Remchingen nicht trifft, beim BUrgermeister Eitelfritz, Sejjtemher oder Oktob&r. 
Remchingen beklagt sich Ober ungenOgende Ausfuhrung des Speyerer Urteils 

10 und iiber Beschutzung das ,.Judshundes" durch die Stadt, Diese schickt den 
Juden dreimal mit ifirer Ratsbotschaft nach Speyer, urn zu erfahren, was an 
der Ausfuhrung des Urteils noch fehle, eventueU um das Urteil durch den 
Speyerer Rat trldutem zu lassen, was Remchingen absclddgt. In einer Tddi- 
gung zu Speyer verurteilen die HeiU>ronner BUrgermeister Hans Eyrer und 

15 Markart den Juden, Remchingen GenUge zu thun (1438). Remchingen fordert 
die Er/miung dieses Urteils noch 1439 Mdrz 2 und 1440 Juli 30, und wie es 
scheint, wieder im Herbst 1442. Nach dem letzten Brief, der in dieser Sache 
vorhanden ist, vom 10. Sept., war der Jude dem Speyerer Urteil noch thcM nach^ 
gekommen und inzwischen nach Sinsheim yMnter BfdXzgraf Otto gezogen" ; trotZ' 

"20 dem ivendet sich Remchingen an Heilbronn, da die Stadt sich fur den Juden 
verechritbm habe und seiner mdchtig gewesen sei. 



576. Swicker von Sickingen zu Scheuerberg beurkundety doss 
er zu dem sett lange ausgeiibten Vlehtrieb im Huntrich und der Weide 
oberhalb Sulm kein Recht, sondeni ntir von der Stadt Heilbronn 

25 uegen freundlicher Nachbarschaft die jederzeit widerrufliche Erlaub- 
yiis habe, — 1437 (unsers Herren Gots uflfart abend) Mai 8. 

Heilbronn 90, Vieh 5. Or. mit beschddigtem Siegel. 

577. Paul Burger genannt Dinkelsbiihl, BUrger zu Heilbro7in, 
und seine Frau Elisabeth stiffen tnit 2 Pfund Heller Giilte, die sic 

30 von Bemold von Thalheim gekauft und von Martin Bretach von 
G litem zu Flein zu empfangen haben, bel de7i BarfUssern einen Jahr- 
tag fiir ihr Geschlecht und verpflichten diese zugleich, wenn eines von 
ihnen stirbt, die Vigilie, Seelenmesse, den Siebenten und Dreissigsten 
fiir dasselbe zu halten. Bei Versdumnis verfdllt ^er Zins von einem 

35 Jahr dem Spital. — 1437 (Gallen tag) Okt. 16. 

St. A. Heilbronn IV ^ Klarakloster. Or., Fg. mit Siegel. 

578. An7ia Waldenbergin, Linhard Lohlins Frau, Biirgerin 
zu Heilbronn, beurkundet, dass sie tvegen „grossen Ununllens und 

Widerwdrtigkeitf um besseren Friedens willen und um grosserem Unrat 



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288 U37 Okt. 17 — 1438. 

zuvorzukommen^ die Ehe zeitweilig geschieden und ihre Giiter geteilt 
haben, „bis Gott ihre Sache wieder zu Gutem und besserer Freund^ 
schaft schicke^. — Siegler die GeisUichen Johannes Clingkhurt, Kiichen- 
meister im Deutschen Haus, und Konrad von Bockingen, Kirchherr 
zu Bockingen, — 1437 (dunderstag nach Gallentag) Okt 17. > 

Heilbronn Lade 19,6, Or,, Fg. mit S%eg$ln. 

S79. Prozess zwischen Heinrich con Bemchingen, Martin Goler 
ron Bavensberg und der Stadt Heilbronn wegen des Dorfs Franken- 
bach. — 1438—1441. 

Die Briefe und Akten Heilbronn 25(26 in 11 rasziheln. 10 

Heinrich von Bemchingen hatte Weiler und Frankenbach urn 2000 Gulden 
an Peter von Thalheim verpfdndet, ersteres urn 80f) Gulden wieder eingelost, 
und meinte, nun Frankenbach um 12(X) Gulden zurilckkaufen eu kdnnen. Peter 
mn Thalheim hatte Frankenbach um 1800 Gulden weiterverpfdndet, zuletzt an 
Heilbronn, da nach seintr Auffassung von den 600 Gulden 100 Entschddigung 15 
fiir vorgenommene Bauten zu Weiler^) waren. Die Stadt Heilbronn ware 
hiemit in Schaden gekommen, giebt etch daher Miihe, die beiden zu einer Tddi- 
gung wegen der 100 Gulden zu h-ingen (von April 12 an), was an Bemchingens 
Abneigung scheitert. Dieser forderte von der Stadt eine. beglaubigte Abechrift 
der Verpfdndungsurkunde auf Pergament und eine Gegenurkunde von der Stadt 2Q 
fiber die Wiederlosung, 

Nun erhob Martin Goler von Bavensberg Anspruch auf einen Teil von 
Frankenbach als mUtterliches Erbe von Triegel von Gemmingen her. Die Stadt, 
die das Dorf nur als Pfand innehatte, wies ihn an den Eigentumer, Heinrich 
von Bemchingen, GdUr entgegnet, er konne sich nicht an diesen als EigentUmer 25 
icenden, da er sdbst EigentUmer sei, fordert Herausgabe des beanspruchten 
Teils sowie etwa eingenommener Nuizung und Entbindung der armen Leute 
vom Treueid innerhalb 8 Tagen und droht, er werde sonst mit Hilfe seiner 
Herm und guten Freunde sein Becht durchzufUhren suchen; die Stadt moge 
sich an den halten, von dem sie das Pfand ei'worben (1438 Okt, 31), Die 30 
Sta4t wandte sich an Bemchingen mit der Bitte^ laut seiner Verschreibung den 
Kauf zu wehren, die Sache mit GSler aufeunehmen, Dieser antwortet, Georg 
von Gemmingen, sein Bruder Hans von Bemchingen und er selber haben das 
Doff stets ohne Ansprache von seiten Golers besessen; er habe sich aber mit 
diesem bereits auf ihre Freunde Hans von Sickingen, Hans von Helnistadt 35- 
Vogt zu Ladenburg (I^auterburg), und Hans von Venningen, Vitztum zu Neuen- 
stadt, geeinigt. Die Stadt Iddt Goler vor Pfalzgraf Otto, Goler geht darauf 
ein, fordert aber, der Pfalzgraf solle i'lber Frankenbach entscheiden, wdhrend 
die Stadt nur entscheiden lassen will, ob sie des Doifs wegen zur Antwort ver- 
pflichtet set, Goler envidert, die Stadt suche anscheinend Abwege ; wenn sie die 40 



*) Nach der Antwort HeiWronns auf Bemchingens Klage 1441 Dez. 14 
genauer 60 ft, far Bauten, 40 ft. fiir eine von Thalheim an Bemchingen abge- 
tretene Forderung, 



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1437 Okt. 17 — 1438. 289 

Sache mU Haderei ausiragen toolU^ kdntte er ihnen helfen: droht, bei Vereag 
mii Gotfe^j seiner Herrn und Freunde Hilfe das Seinige an sich su nthmen, 
1438^) (Johans tag ewaDgelista) Dez. 27, Die Siadt verbtUet sich den hoch- 
miitigen Ton seines Briefs, will den Ffalzgrafen auch noch entscheiden lasseti, 
5 ioelches von ihrm Angeboten das billigere saij (1439 tercia feria ante festuin 
circumcisionis) 1438 ^) Dez, 30, Gdier besteht auf seiner Forderung, droht von 
muem mit der Hilfe seiner Freunde, die Stadt brauche nicht zu zweifeln, doss 
er sich ihres Hochmuts wegen oder a us Furcht mit Papier und Botenlohn nicht 
Muren^ lasse ; freut sich, dass ihm sein Herrgott einen Mund verliehen, Worte 

10 zu reden, die die Stadt nicht gern hr)rt, 1439 Jan. 10. Unterdessen geht cine 
Heilbronner Gesandtschaft nach Heidelberg und trifft daselbst Heinrich von 
Eemchingen (der sonst zu Speyer ist); dies&r wundert sich iiber Gdlers Forde- 
rungen an die Stadt, da er doch mit ihm auf Meister Ludwig von Ast und 
Hans von Venningen, Vitztum zu Xeuenstatt, iiber eingekammen^ Jan. 25, 

15 1440 Juli: Goler weist Meister Ludwig und jeden andern zurUcky fordert 

seinen Vetter Hdnrich von Etmchingen vor Pfalzgraf Otto, Dieser erbietet 
sich vor das Landgericht zu Bottweil, seines Wissens das oberste Gericht in 
deuischen Landeti, oder eine der Steidte Speytr, Worms oder Mainz, oder einen 
Schiedsrichier mit gleichem Zusatz, (Kin Teil der hitr erwahnten Briefe ist 

"?0 nicht vorhanden, die Korrespondenz der beiden wurde der Stadt nur zum Teil 
mitgeteilt,) 

Da Gofer von seinem Vetter „keine redliche Ausrichtung erhalten, sondern 
nur mit viel Worten umgefiihrt worden'*, richtet er seine Ft/rderung auf Heraus- 
gabe des Dorfs oder Erscheim^n zu rechtlicher Verhandlung vor Pfalzgraf Otto 

2r^ wiedtr an die Stadt, 144() (sampstag vor Jacobs tag) Juli 24* Bemchingen^ 
an den sich diese nun halien will, meint mit seinem Erbieten Goler gegenubtr 
bereits genug getfuin gu haben, dieser habe ihm aUes abgeschlagen, Goler wieder- 
holt seine Farderuug an die Stadt 1441 (dinstag nach judica) April 4, da eine 
aweimalige Besprechung mit Bemchingen ergebnislos geblieben war. Die Stadt 

30 wendet sich wiedtr an Bemchingen: wenn er sie nicht von der Klage befreie, 
milsste sie mit Goler vor den Pfalzgrafen kommen, da sie sich in ihrer Einung 
mit der Pfale daeu verschrieben habe [Artikel iiher Klagen pfdlzischer Diener]; 
Bemchingen meint, ein Urteil des Pfalzgrafen kdnne ihn an seinem Eigentums- 
recht nicht schddigen, da die Stadt das Dorf nur als Pfand besitee, wiederholt 

36 seine Anerbietungen Gdler gegenUber, Letzterer wird geduldiger, da er selbst 
gesehen, dass Bemchingen „ein verzugiger Mann in seinen Sachen^ sei, Eine von 
Bemchingen gtwUnschte Besprechung mit Heilbronner Batsherm und Franken- 
bacher Bichtern kommt wegen der wUden Landslaufe nicht zu stande. Die 
Bate der Stadt, den Pfalzgrafen entscheiden zu lassen, ob sie UberJiaupt auf 

40 stine Klage zu antworten habe, schldgt Goler als Versuch zu weiterem Auf-- 
schub ab und besteht auf unbedingtem Becht : fordert Schultheiss, Gericht und 
Gtmeinde zu Frankenbach auf, ihm zu huldigen und als fromme Leute ihm, 
ihrem rechten Erbherm, wie den bisherigen Inhabem des Dorfs mit alien 
Diensten gewdrtig zu sein, verbietet unier Androhung von Fehde, der Stadt irgend' 

45 me dienstbar zu sein und verspricht, das Dorf mit Hilfe seiner Herrn und 
Freunde gegen die Stadt zu schiitzen, 1441 (domstag nach cantate) Mai 18; 



*) Circumcisionsstil ! — ^) NativitdtsstH ! 
Wflrit. GeBchiohtsqvollexi V. 19 



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290 1^38 Jan. 25. 

v&rlangt dann van der Stadtj die armen Leute von ihrem Eid zu entbinden, 
das Dorf und die eingenommene Nuieung Jierauszugeben oder zu unbedingiem 
rechtlichem Austrag vor Pfalzgraf Otto zu kommen, sonst m&sste er nach seinem 
Erbe greifen^ seine und seiner Heifer Ehre wahren und die Vfn'enthaltung seines 
Erhes und gleichen billigen Rcchts dffentlich kundthun, (fi^tag vor pfingstag) 5 
Juni 3. Der Ffalzgraf r&t, die Stadt soUe zuerst mit Remchingen daruber 
einig werdtn, ob er Gewiihrschaft leisten woUe, und halt strenges Vorgehin nicht 
far notwendig, da ja beide Parteien seine Freunde seien. Auf einer Tddigung 
zu Speyer wird Remchingen verpflicJUet, fur sich und fUr die Stadt auf die 
Klage Gdlers Recht zu geben (Albans tag) Juni 21; er verlangt von Goler, 10 
dass die Eigeniumsklage nicht gegen die Stadt^ sondern gegen ihn selbst, den 
EigeniUmer^ anhdngig gemacht werde und erbietet sich vor das Landgericht zu 
Rottweil, ein Schiedsgericht, eine der Stddte Speyer, Worms und Mainz, das 
kunftige konigliehe Hofgtricht, Pfalzgi-af Stephan, dessen Sohn Friedrich, beide 
oder einen Herm von Wirtemberg, einen der letzteren aU Schiedsrichter mit 15 
gleichem Zusate oder das Gericht zu Erankenbach, wenn dieses es annimmt. 
Letzteres lehnt es ab, erbringt Ubrigens den Kundschaftsbeweis, dass das Dorf 
nach des Dorfes Recht von Hans von Retnchingen an seinen Bruder Heinrich 
iibergeben woi'den sei und letzterer es bei 20 Jahren innehabe, Remchingen er- 
bietet sich der Stadt gegeniiber vor Pfalzgi'af Stephan, thut dann aber die notigen 20 
Schritie nicht; Gdler sieht, dass er y,vor Alter auf kein Pferd mehr sieigen 
kdnnie^^, wenn er auf den Austrag des Handels zwischen Remchingen und der 
Stadt warten wolUe, und erdffnet die Eehde, a^fangs September, Pfalsgraf Otto 
bringt einen WaffenstiUstand bis Gallentag ^) zu stande, den Gdler bis Eisbethen- 
tag *) verldngert, nachdem Pfalzgraf Stephan der Stadt und Remchingen einen 25 
Tag nach Lambsheim auf Nov. 6 angesagt hatte (Meisenheim 1441 sexta ante 
Galli, Okt, 13), Auf letzterem Tag erhielt Remchingen das Urteil, dass er mit 
seinem Angebot gegen Goler die l^icht der Fertigung erfiillt habe (das Urteil 
nicht vorhanden^ aus einem Brief der Stadt an Pfalzgraf Stephan vom sun tag 
nach Kathrincn tag, Nov. 26, zu aiinehmen), 30 

Unterdessen hatte Goler die Stadt wegen Rechtsvtrweigerung beim Fern- 
gericht durch seinen Prokurator Heinrich von BS^husen verklagt und Hans 
Romer, Freigraf zu Hundem Iddt die Stadt auf Jan. 16 vor dsn Freistuhl zti 
Babenoill, 1441 (dinstages na Gallen dage) Okt. 17, (Weitsr ist darUbei- nichts 
vorhanden ; ob sich diese Vorladung auf den Streit um Frankenbach bezieht 9) 35 

S80. Johann Georg von Bottwnr, Pfrdndner am Marienaltar 
in der Ffarrkirche zu Heilbronn, beurkundet, dass das Haus in Pfaff 
Jorgen Gdsslein ^) hinten am Lichtensterner Garten, das er um 40 Gul- 
den fUr seine Pfriinde gekauft und mit seinem eigenen der Stadt 
veranzahlten Geld gebessert, wozu er noch eine Scheuer gebaut, von 40 
Thorhut', Wach- und alien andern Diensten freif aber 2%i 40 Gulden 
steuerbar sein soil. — 1438 (Pauls tag converaionis) Jan, 25. 



^) Okt. 16. — *) Nov. 19. — ') Es liat den Namen wohl vom Aus- 
steUer selber. 



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1439 Okt. 8. 291 

Heilbronn 70 Jyih, Or,, Pg. mit Siegd. — Derselbe verhauft mit Ge-- 

nehmigung des Lehenahtrrn seiner Pfriinde, des Pfarrers Eherhard Ksslingery 

1 Pfund Giilte su Frankenhach an den Heilbronner Burger Ludwig Mailer 

und seine Frau Anna, 1437 (mitwocli nach kerzwihe) Febr, 5., Heilbronn 

5 Lade 35, 45, Or,, Pg, mit Sicgel EssUngers, 

a) Petrus Scherer, Kaplan an djr St, Jakobshirche ausserhalb Htdlbronns, 
verspricht, das Hffuslein nebrn seinem Pfrundhaus oben in der Voteetiau, das 
er mit Erlaubnis der Stadt urn 35 Gulden von der Wintherin gekauft, zum 
Kaufpreis eu versteuem und teas andere Burger zu leisten, Auszugs-, Wach- 

10 und Vorhutdienste ausgenommen^ und das Haus an keine Gottesgabe, P/rilnde oder 
geislliche 8ache, sondem nur an einen Biirger zu verdussern, — 1439 (fritag 
vor invocavit) Febr, 2f), — Ebd, Or,, Pg, mit Siegel, 

Dtrselbe me vorhin fUr sein urn 50 Gulden von der Winterin gekauftes 
Pfrundhaus oben in der V'otzenau neben der Schefferin und Peter Wigviar, 

15 nachdem ihm Bernhard Berlin, Lehensherr saner P/rilnde, gestaltet, das alte 
Pfriindhaus eu verkaufen. Die Itizie Bestimmung fehlt hier nat&rlich, — Si^gler 
der Ausstdler und Berlin, — 1442 (dinstag nach Valeutini) Febr, 20, — Ebd, 
Or,, Pg,, das 2, Siegel zerbrochen und dem Abf alien nahe. 

b) Berthold Zwir (sotist Zioim), PfrUndner am Peter- und Paulsaltar 
20 in der Pfarrkirche ebenso fiir einen Baumgarten am Spitalwasen neben Meister 

Hans Goldschmid und einen Krautgarten in der Gartengasse neben der Vockin 
(35 Gulden), — 1441 (fritag nach Ambrosien tag) April 7, — Ebd, Or., Pg, 
mit Siegel. 

c) Meister Johann Trauzmbach, Baccalaureus der hi, Schrift, ebetiso 
25 (zu 60 Gulden) fUr sein ihm von seiner Muhme Elisabeth, Chon Hasenors Witwe, 

vermachies Haus bet der Nikola uskirche zwischen Ludwig Barsehaft und Ul- 
rich Tresser. — 1442 (samstag nach aller heiligcn tag) Nov. 3. — Ebd, Or., 
Pg,, Siegel abgerisstn, 

d) Johann Arck (Erk), Pfarrer zu Neckargartach, ebenso fiir sein Haus 
30 in der GrUninger Gasse zwischen Hans Syeder und der Ringmauer, — Siegler 

Erk und Hans Eygrer der aUe (auf dem Siegel: der junger). — 1458 (Doro- 
theen tag) Febr, 6. — Ebd. Or., Pg, mit Siegeln, 



581. Streit der Stadt Heilbronn mit dem Reichserbkdmmerer 
Konrad von Weinsbery wegen Vertreibuny der Juden, — 1438 Jan. 14 
35 bis 1439 Okt. 8, 

AlbrecJU, Weinsberger UB, (Hs, auf der k. Off, Bibliothek Stuttgart) 
3,185—235: Weinsberger Regesten II B 3, 329^95; einige Notizen in dem von 
AlbrecfU herausgegebenen Rechnungsbuch Konrads von Weinsberg. 

Konrad von Weinsberg an die Stadt Heilbronn : verlangt unter Erwdhnung 

40 eines fruhtren Schreibens, einer Sendung des Hatis Greek und einer milndlichen 

Besprechung bei seiner Anwtsenheit in Heilbronn, *) dass die Stadt, die ihre 

Juden vertrieben hatte, dieselben dort wohnen lasse, ihm und dem Beich die 



^) Von 1437 Dee, 29 an; s, Albrecht, Regesten. 



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292 1438 Marz L 

jiUirliche Steuer nicht wiisie noch damiederlege und fiir das, was er von deit^ 
Juden bekdme, enischddige; erbiettt sich zur Abldsung der Steuer j da er sick 
mit der Stadt nicht entzweien wolle, 

1438 (dinstag vor An tony en tag) Jan, 14, — Die Stadt antworttt, dass 
sie die Juden nicht ihm noch sonst jemand zu Widerwdrtigkeit beurlaubt kabe, 5 
ftondern durch offcnbare Notdurft und grossen Schaden der Ihrigtn gtzwungeti 
warden sei, und wolten, das wir die uic so lang gohalten hetten; gudem werden 
sie und die Ihrigen in Predigt und Beicht ermahnt und gawarnt, wie sehr sie 
fdch durch Duldung des Wuchers der Juden gegcn Gott^ ihren Ndchsten und 
sich stlbst versilndigen; erbieten sich zu gleichem I{:icht vor den Pfalzgrafen lO 
und seine Bate (qiiarta feria post ootavam epiphanie) Jan, 15. — Konrad von 
Weinsberg anticorttt, vor Zeiien haben gtlehrte und fromme Leute, auch die 
Pdpste, dem Beich gestattet, Juden zu halten, warum sollten sie dann nic.'it in 
einer Stadt des Beichs gehalten tc^rden dilrfen? Ubrigens habe er ein Becht 
auf diese Einkunftty da seinen Vorfahren vor KiO Jahren *) die Judetisieuem 15 
in der niedern Landvogtei verschrieben warden seien^ (samstag nach Anthonien 
tag) Jan, 18. Konrad komnU selbst zweimal naah Heilbronn, die Streitendcn 
einigen sich auf P/alzgraf Otto, den Konrad personlich zu Mosbach um An- 
seizung tines Toges bitttt (Ftbr. 25), Ob der Tag zu stande kam, ist nicht 
zu ersehen, jedenfalls nahm die Siadt die Juden nicht auf. 20 

1438 Juli 27 Hbergab Konrad von Weinsberg dem Kanzler Kaspar Schlick 
einen Anschlag der Jildischheit im Beich wegen des driUen Pfennigs, den ihm 
der Jude Nachem entworfen hatte; die Juden zu Heilbronn hatten danach 
400 Gulden zu zahlen, dabei ist aber bemerki : Die sint verdriben. — Die Sache 
kam auf dem Beichstag zu NUmbirg zur Verhandlung, wohin der Konig die 2& 
Juden berufen hatte, Als Maehtboten des Konigs schreiben*) Kaspar Schlick, 
Kanzler, Konrad von Weinsberg, Beichserbkdmmerer, und Haupt von Pappen- 
heim, BeichserbmarschaU, an die Stadt: der Konig habe nicht ertoariet, dass 
sie sich unterstdnde, seine konigliche Kammer zu verwUsten und die ihm zu- 
stehenden Juden zu vertreiben, besonders jetzt, da sie mit andern Juden dem 30 
Konig zu siaiten kommen soUten, er begehre und gebiete daher, die Juden wie bis- 
her sitzen zu lassen, sonst mOsste er den Schaden seiner Kammer von der Stadt 
fordern. Die Stadt antwortet, sie habe den Brief demiitiglich empfangen und 
gelesen, giebt die GrUnde der Verireibung an (fast wortlich wie Jan, 15) und 
biitet, sie dem Konig gegenUber zu verantworten (mitwoch vor Bartholomei) 35 
Aug. 20. Konrad von Weinsberg ertoidert, er habe die Antwort erwartet, so- 
lange sie (die drei Maehtboten) noch bei einander gewesen seien, fordert die Stadt 
auf, zu bedenken, was an der Sache liege und ihr sonst erwcuihsen konnte. 
Guttenberg (Bartholomeus abend) Aug, 23. — Die Juden wurden wieder auf- 
genommen und zahlten nach einer Tddignng mit Konrad 2(X) Gulden an diesen, 40 
1439 (durnstag vor Dyonisien tag) Okt, 8, 

S82» Die Vormiifuier Hans und Volmar Lemlins verhaufen deren 
Teil an Frankenbach um 1300 Gidden an Heilbronn, — 1438 Mdrz 1. 

*) 1312, Stalin 3, 131 : bei Bohmer nicht zu finden, — - *) Nicht erhaUen,. 
aus der Antwort der Stadt entnommen. 



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1438 Miirz 1. 293 

St. A, HeUbronn J, Frankenbach. Or., Pg. mil Siege? n. 

Wir diese nacbgeschrieben mit namen Peter von Dalhein den 
man nennet von Eberbacb, Volmar Lemlin der eltere und Peter | Lem- 
lin gebmdere bekennen und tun kunt oflfenbare rait disem brief als 

5 ich vorgenanter Peter von Dalhein vor jaren von | Heinrichen von 
Remchingen burg und dorf zu Wyler mit iren zn;;ehorden und sin 
teile und recht an dem dorf zu Franckem|bach mit sin zugeh6rden 
umb zweytusent guldin uf ein ewigen widerkauf erkauft ban und er 
nu Wyler burg und dorf mit iren zugehSrden mit siebenhundert 

10 gulden und hundert gulden alda verbute von mir erlSset und mir sin 
obgeschrieben teile und recht zu Franckembach mit sinen zugehorden 
fur driizehenhundert gulden gelassen hat und ich nu Hansen und 
Volmarn dem jungen myner schwester kinden den selben teile zu 
Franckenbach mit sinen zugehorden umb dru/ehenhundert gulden auch 

15 uf ein ewigen widerkauf dern vorgenanten Heinrichen von Remchingen 
und sinen erbea damit zu gewarten zugewant ban, alles nach lute 
der brief daruber gegeben und versigelt, das wir alle dry anstat und 
von wegen der vorgenanten zweyer kinde Hansen und Volmars des 
jungen als ir recht furmiindere den ersamen und wisen unsern gnten 

20 frunden burgenneistern dem rate und den burgern gemeinlich der 
stat zu Heilpronnen den vorgeschrieben teile zu Franckenbach mit 
nllen sinen rechten und zugeh8rden auch fur druzehenhundert gulden 
uf ein ewigen widerkauf dem vorgenanten Heinrichea von Remchingen 
und sinen erben damit zu gewarten zugewant und zu keuflfen geben 

25 han, des selhen gelts sie uus gewert und bezalet haben, also das 
die vorgenanten von Heilpronn und alle ire nachkomen und stat den 
vorgeschrieben teile zu Franckembach mit luten guten vogtyen ge- 
ric'hten h6fen zehcnden zinsen gulten renten rechten gcwonheiten und 
alien zugehorden zu dorf und zu felde nu furbas in haben besizen 

30 nutzen niessen und mit aller herliehkeiten und gevvaltsamy gebruchen 
sollen als ir eigen gute, in aller der massen und zu alien rechten [als] 
mir dem obgenanten Petern von Dalheim das alles von Heinrichen 
von Remchingen verschriebeu und ankomen ist, also lange bis er oder 
sin erben den selben teile zu Franckenbach mit sin zugehorden wider- 

iio umb von den von Heilpronn mit driezehonhundert gulden abkeuflfen 
erledigen und erlosen, des sie in auch stat tun und gehorsam sin sollen, 
alles nach inhalt der verkaufbrief von Heinrichen von Remchingen 
und sin frunden daruber gegeben und versigelt on geverde, die selben 
brief wir den obgenanten von Heilpronn allesampt hiemit zu den 



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294 1438 Marz 31 — April 1. 

iren rechten daruber zu iren handen und gewalt ubergeben ban. 
Wir gereden audi fur uns als von der vorgenanten zweyer kinde 
wegen, den von Heilpronnen des teiles zu Franckembach mit sinen 
rechten gewonheiten und zugeborden, als vorgescbrieben stet, zu 
fertigen und zu weren fur recht eigen mit dem reehten fur aller- r> 
menglichs und eins iglichen rechtlich ansprach jare und tag nach 
eigens und laudes recht und gewonheit on alle geverde. Und dis 
alles zu einem waren oflfen urkunde so geben wir den vorgenanten 
von Heilpronnen als von der egenanten kinde wegen disen brief mit 
nnsern eigen angehenkten ingesigele besigelt, der geben ist uf den 10 
samstag vor dem suntag invocavit in der vasten in dem jare als man 
zalte nacb Crisi gepurte tusent vierhundert drissig und acbt jare. 

583. Der Edelhiccht Heinrich von Remching^t verkauft seineii 
Ttil am Dorf Frankenhach und alles, was er daselbst hat, Vogtef, 
Gerichtj Zehnten, Uofe, Zinse, Flschwasser, Patronatsreckt (geist- 15 
licher lebenschaft der gottisgaben), Haiqdrechte^ Hauptbauern (-buern), 
Dienste und Gefdlle urn 1400 Gulden rheinisch an Bilrgermeister, 
Rat und Burger von Heilbronn, setzt dieselben in Besitz ein und 
behdlt sich das Ruckkavfsrecht jdhrlich zwischen Michnelis und Georgii 
vor, — Siegler der Ausstellery Heinrich von Riqypurr^^ der j tinge ^ 
und Heinrich von Neipperg, — 1438 (feria secunda poet dominicam 
judica) Mdrz 31. 

SLA. Hetlbr^nn 7, Frankenhach. Or., Pg, mit Siegeln. 

384:» Wolf Grecke von Kochendorf und seine Frau Elsa Miinz- 
meisterin beurkunden, dass letztere ihr Burgerrecht zu Heilbrojin auf- 25 
gegeben, ihre Giiter, 1250 Gulden und das ihr von ihrem ersten Mann 
Hans Berlin verschriebene, zu 750 Gulden angeschlagene Wittum veran- 
zahlt, aus der Stadt gezogen und nach Sulchen gebracht habe und 
fernerhin von diesen Giliern zu Heilbronn iveder Bede^ Steuery Thor- 
hut noch Frondienst leisten dilrfe, nach ihrem Tode aber ihr Wittum 80 
wieder nach Stadtrecht abgabepfiichtig sein sofle, doch unschddlich 
ihres Witttanbriefs; die beiden verpjlichfen sich, tvenn Irrung wegen 
dieser Giifer entstiinde, vor Gerieht oder Untergang nach Heilbronn 
2u kommen. — Siegler die Aussteller und- Elsas Bruder Hans Munz- 
meister genannt Vetzer. — 1438 (dinstag vor dem palmtage) April 1. 35 

Heilbronn 59 IV B 1, Or., Pg., mit Siegeln^ 

a) auf EoMur. 



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1438 Mai 28 — Sept. 23. 295 

S8S. Fortsetzung des Prozesses zwischen Heilbronn loid den 
Bittern von Neipperg ivegen Marhmgsstreitigkeiten zu Bockingen. — 
1438 Mai 28 bis Sept, 23, 

SLA, Heilbronn I, Fehden, Die BHefe an die Siadt im Or., din der 
5 Stadt aU Konzepte oder Ahschriften erhalten. Vgh n, 579 und 582. 

Die van Heilbronn an Eherhard von Neipperg: beklagen sich daruher, 
da 88 am ItUten Montag wdhrend der Verhandlungen uber das strittige Werd 
und Weidach die Klingenbergtr mit Artnbrusten ilber ihre Leute eu Bockingen 
hergef alien seien; erbieten sich zu giitlichem Vergleich oder einer Verhandlung 

10 v&r Pfalzgraf Otto. — 1438 (mitwoch nach Urbans ta^) Mai 28. 

Eberhurd und Beinhard von Neipperg anttcorten, die Bockinger seien 
an dem Vorfall schuld ; sie haben eine Menge Miigde und Frauen mit Spiessen 
ans Werd geschickt, diese haben sich dort versteckt und gtswartet, bis ihre 
Knechte gekommen seien, U7n zu pfdnden, Einige ihrer Knechte seien todlich 

15 verwundet toorden; sie woUen nicht hoffen, doss die Stadt die von B6ckingtn 
beim j^tzigen grossen Mordtn noch rechtfertige. — 1438 (fritag vor pfingstag) 
Mai 30, 

Pfalzgraf Otto bittet die Ntipperger, die Sache in gutem anstehen zu 
lassen, er werde tin Vet-h&r dariiber ansteU^. Speier 143b (6. feria ante 

20 festuni penthecostes) Mai 30, — Diese antworten, die Bockinger hdtten so 
mordliche Ubelthat wohl nicht ohne Wissen der Stadt gewagt; beschweren sich^ 
dass die Stadt die Bdckinger Almende durch einen Graben abgesptrrt, selbst 
dagegen Schafe auf Klingenberger Markung getrieben habe. — (pfingstabent) 
Mai 31. 

25 Darauf reiste Beinhard zum Pfalzgrafen nach Heidelberg. Die Briider 

fordern von Heilbronn Ereilassutig der Knechte, Zahlung d<fr Kosten, Schmerzefis- 

gtld und Schadenersatz fiir die Knechte, 1438 (doiirstag nach Kiliani) Juli 10. 

Die Stadt erbittet sich vor den Pfalzgrafen, kann die Knechte nicht frei- 

lassen, da diese sich weigern, Urfehde zu schwSren. — 1438 (sabbato ante 

30 Margrethe) Juli 12, 

Die von Neipperg wdren damit einverstanden, da es sich eigenilich ge- 
biihrte, die Sache nicht vor dem Lehensherm zum Austrag zu bringen^ aber 
da sie schon einmal viele Jahre mit der Stadt vor dem Pfalzgrafen im Bechte 
gestanden seien und keine Entscheidung bekommen hatten, so sehen sie, dass 

35 die Stadt die Sache nur verziehen wolle, und beharren auf ihrer Forderung 
vor Markgraf Jakob von Baden. 1438 (mitwoch nach Marien jMagdalenen 
tag) Juli 23, — Endlich gehen sie doch darauf ein und bitten den Pfalzgrafen, 
sich der Sache anzunehmen und sie zu kurzem Ende und Austrag zu Iringen. 
1438 (dinstag nach Bartholomeus tag) Aug. 26. 

40 Pfalzgraf Otto Iddt die Stadt Heilbronn wegen des Uberfalls zu Bockingen 

auf montag nach sant Matheus tag, Sept, 22, zunacht und den folgenden Tag 
zur Verhandlung nach Ladenburg. — Siegler sein Hofmeister Bitter Konrad 
von Bosenberg mit seinem eigenen Siegel, bresten halb zu dieser zyt des unsern. 
— Ladenburg 1438 (quarta post Egidii) Sept. 3, 

45 Pfalzgraf Otto, Pfalzgraf Ludwigs Vormund^ und seine Bate Bischof 

Friedrich von Worms, Hans von Sickingen, Konrad von Bosenberg, Hofmeister, 
Wiprecht von Helmstadi der jUngere, Swicker von Sickingen Vogt zu Br Men, 



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296 1438 Juni 16 — Juni 17. 

Sigfrid von Venningen, Ritter, Heinrich von Fleck^nstein der alte, Konrad von 
Lengenfeldf Harlmann von Handschuhsheim, Hans von Venningen Vitztum 
zu Ntuenstadt, Michel Mod von Moshach und Eberhard von Sickingen Vogt 
zu Iltidelherg, enischeiden zicitfchen Eherhard und Ueinhard von Neipptrg und 
der Stadt Heilbronn : wegen des Vhcrfalh zu Bockingen soUen alle zu Heilbronn 5 
und Bockingen iiher 16 Jahren ihra Unschuld baschworen: wegen des Werds 
sollen beide Parttien bis Martini Kundschaft beibringen und einen (Inter gang 
vornehmen; wegen der Kosten der geschlagenen Knechte seien die Neipperger 
vorldufig nicht zu bdangen. Die Eide solltn je vor tinem der pfdlzischai Mate 
am Moniag naefi Lukas [Okt. 20] zu Heilbronn auf dem Rathaus, zu Bockingen 10 
vor dsr Kirche gdeistet werden, — Ladenburg 143d (dinstag nacli Mathtius) 
Sept, 23. — Ztcei gldchzeiiig^ Abschrificn : die zweiie hat das Datum sant 
Matheus, nach der Ladung von Sept, 3 ist das erste Datum das richtige. 

586. Ulrlch NennimjeVy Biirger und Schultheisa zu Heilbronn 
und die Richter des Gerichts tddinyen zwischen Heinrich Kirchherr 15 
zu Klingenberg, vor Jahren Erzpriester des Knpitels Schwaigern, und 
Margnrethe, Jakob Hegelins zu Hefnerhaslach Frau einer- imd deren 
Bruder Hans ScJiedlin zu Heilbronn andererseits, dass Schedlin dem 
Erzpriester jdhrlich 8, der Margarethe 4 Gulden Leibgeding geben^ 
diese Verj)JlichtHng aber nicht auf seinen Giitern ruhen, sondern mit 20 
seinem Tod^ auflioren solle. — Sieg/er Nemiinger, — 1438 (mentag 
nach Vitus tag) Juni 16, 

Heilbronn 273 I D 1, Or., Fg, mit Sitgeh Der Name Margarethe ist 
durchgdngig spiittr eingesetzt, 

587. Aden Krovime und seine Frau Metza, gesessen zu Bockingen, 25 
erhalten von Nikolaus Buchmidler, Pfrilndner am St. Katharinen- 
altar im Spital zu Heilbronn, lO^/x Morgen Acker zu Bockingen (am 
Grossgartacher, Frankenbacher, tie/en und gi'asigen Weg; neben Giitern 
der Deutschherrn, der von Schonthal, des FraueiiJdosters^ ndtnlich von 
St. Klara)y um 12 Malter Dinkel und 4 Malter Haber Heilbronner 30 
Mass GilUe. — Siegler Konrad von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen, 
und Junker Eberhard von Finsterloh zu Heilbronn. — 1438 (dins- 
tag nach Vits tag) Juni 17. 

St. A. Heilbronn IV, Klaraklosttr, Or., Fg. mit Siegdn. 

a) Nikolaus von Fi'irfeld und seine Frau Margarethe zu Nechargartach 35 
verkuu/en an Nikolaus IhichmiiUer, Pfrandner am St. Katharinmnltar, i'/i (jf^^- 
den Zins und 1 Morgen Weinberg am Stiftberg tim 30 Gulden. — Zeugm: 
Marx Groslin, Schulthei^s, Paul Groslin und Ilcnslin Welner, Bidder su 
Neckargartach. — Siegler Melchior von Neuneck, Komtur zu Heilbronn, und 
Junkir Eberhard von Finsterlohe, Schultheiss daselbsL — 1457 (dinatag vor 40 



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1438 Ang. 1 — U39. 297 

(Jeorien tag) April 19. — St.A. Heilbronn 2, BeligionsWifsen. Das 1. Siegd 
ahgegangm. 



S88* Graf Heinrich von LowenHein giebt der Stadt Heilbronn 
die bisher ihm als Leiheigene (von Gotz lehen uns eigen) zugehorige 
5 Anna, Hans Grosslins des dlferen Witwe zu Neckargartach mlt ihren 
Kinder n Hans^ Peter und Marx zu eigen, sagt sie der eygenschaft 
ledig und los, so dass sie fortan der Sfadt ir leptage mit irer lip- 
eigenschaft gewarten sollen. — liSS (Peters tag ad vineula) Aug. 1. 

Heilbronn Lade 15, 1. Or.j Pg,, mit SiegeL 

10 S89. Fehde zwischen der Stadt Heilbronn und Eberhard ron 

Venningen. — 143S und 14H9. 

Die Aktenstiicke UdlhronHj Lade 38, 15 : 268 Adelsheim : hauptsdchlich 
194 Fehde n II; an Ltzterem ()rt namentlich das ,^Protokoll*, tin in Taghnch- 
form anr/tlegtes Register der eingegangenen Briefe, besonders der Fehdebriefe, 

15 ebenso der von den Helfern der iStadt ahgtgangenen, antermisckt mit Erzdhlung 
einzdner Vorkommnissn, Dabei isi ein Verzeichnis des Schadens, den die 
Bdckingcr und Frankenbachtr erlittanj *) und ein Vtrzeichnis der Feinde, das 
110 Namea enth&lt, 

Ueroorzuheben ist vidkichi folgend^^s: die Feindt verhrannicn liockingen 

20 nnd Franksnback, ert^tackin d*in iSchnltkeissen Heinz SchellenJurg, schHtleten 
Kindbstierinnen und Kranke a us den Bettcn, so dans sie im Fdd starben, 
nahmen 8 Leute gefangen und schatztcn sie um 107 ft 2 sc/i. Die Heilbronner 
eogen vor Sieineck iind erbeuteten viel VieJij nahmen dann Hans von Stein zu 
Sttineck und Kunz rou BeinhardsweiLr gefangen. Hans Darre zog mit 28 Ge- 

25 sdlen von Heilbronn und 12 von Wimpfen gegen Isenburg, konnte dieses nicht 
gewinnen^ verbrannte aber zwei Darfer dahei. Verbiindeter Hcilbronns ivar 
Albrecht von Bencangen. l^urckart Stiirmfcder sluge Abrecht von Berwaugen 
eiueui fasse mit win den boden uss by dem sonnenbrunncn und zerstache im 
auch ein bethc das die federn hinwegtiugen. — Abrecht von Berwangen leite 

30 sicli vor Steinecke, er schuf aber gar nichtz und verzerten (er und seine 
18 Gesdlen) wol mere denn 30 gulden, 

a) Fehdebn'efe an die Stadt (die Namen der Knechie werden hier nicht auf- 
gzfiihrt, auch wenn sie eigene Feh debrief e schickien): Eberhard von Venningen 
wegen der beiden Gumpp Letter, angekommen 1438 (mentag nach aller heiligen 

35 tag) Nov. 3. 

Erkitujer Hoftrart von Kirchhiim (dinstag — ) Nor, 4. 



*) Boi'kingtn 27()o, Frnnkenbach (vidleicht nnrollst'indig, nicht zusammen- 
gezdhlt) 1380 Gulden. Daruuter z. B. : der Sehellenbergin der Mann ermordet, 
18 Schweine und ein Pferd geraubt, 3 Hduner mit Hausrat und 2 Scheuern 
mit Frucht und 16 Wagcm Heu verhrannt, 200 Gulden, Auch dem Si, Klara- 
kloster wurde ein Haus verhrannt, das zu 12 Gulden geschiitzt wird. 



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298 1438 Aug. 1 - 1439. 

Heinz Schilling^ Hans Stein von Steimck, Martin von Burmens, Werner 
Schenk von Stauffenbergj Berthold VolkvHn von Hettingen, Itelhans Volkwin, 
Rudolf von Bechingen, alle 1438 (sontag vor Martins tag) Nov, 9. 

Euchheine von Esslingen 1438 (Martins tag) Nov. 11. 

Hans Kalp von Nierheim, Erpf von Lustadt, Arnold Kreis von Linden- 5 
fels 1438 (dorstag vor Niclas tag) Dez. 4. 

Alhrecht Beyer von Walherg 1438 (Niclaus tag) Dez. 6. 

Erenfrid Bock von Erpfenstein 1438 (dinstag vor Lucien tag) Dez. 9. 

Peta- von Menzingen, Burkhard Siurmfeder, Hans Synnolt von Rosen- 
bach, Hans WamboU von Umstadt d. j. 1438. 10 

Feter und Hans von Obrigheim, 1439 (sondag nach Antonii) Jan. 18. 

Wilhelm Bocklin, 1439 (sontag vor kerzwihe) Ftbr, 1. 

Hans von Neuenhaus, 1439 (samstag vor reminiscere) Eebr. 28. 

Balthasar von Neuenhaus und Michel linger als Heifer Burkhard Sturm- 
fedfrSy dts Vetiers Balthasars. — 1439 (montag vor Jolians tag) Juni 2^. 15 

Linhart Klein und Matthias Funk, 1439 (Pelagien tag) Aug. 28. 

Peter Mtssersmit und Hans Phale von Kirchherg als Feinde des Graf en 
von Wirtembergj mit dem Heilbronn verbilndet ist, 1439 (mitwoch nach aller- 
heiligen) Nov. 4. 

b) Abklage *) der Stadt an die folgenden : 20 

An Frau N. von LustnaUj Witwe Reinhard Bocklins, Heinrich, Hans, 
Reinhard und Adam Bocklin, ihre Sohne, wegen Martins von DUri-menz, 1438 
(feria secunda post Thome) Dez. 22. 

An Linhard von Rosenbach, Jorg von Neuensiein und alle andern gc- 
meiner (Mitbesitzer) zu Neuenfels wegen Erkinger Hofwarts, 1439 (secunda 25 
feria post reminiscere) Mars 2. 

An Sigfrid von Venningen, Eberhards Vetter, 1439 (dinstag nach palm- 
tag) Mars 24. 

An Hans Sturmfeder den Ulteren zu Honhardt wegen seiner Sohne Burkard 
und Wiprecht, 1439 (fritag nach Jorgen tag) Apr. 24. — Sturmfeder antwortet 30 
am Tag darauf, er habe nichts mit seinen Sdhnen gemein, bedaure, dass sie 
Heilbronns Feinde seien, und sei zu biUigem Recht bereit, wenn sie gegen seine 
Sohne Klage auf Schadenersatz erhebe. 

An Hans, Vitzium zu Neuenstadt, Konrad und Diether, die BrUder 
Eberhards von Vtnningen. — Undat. Konzept. 35 

o) Die Widersagsbriefe der Verbiindeten der Stadt und ihrer Knechte 
sind teils in Abschnften vorhanden, die meisten im Protokoll notiert. 

d) Jorg von Adtlsheim der junge an Heilbronn : ttilt mit, dass er, als Eber- 
?uird von Venningen, Diethei' Landschad u. a. *) am Mittwoch nach Allerheiligeti, 
Nov. 3, mit Raub und Brand gegen die Stadt vorgegangen seien, dem Landschad 40 
gedient und den Neckar Uberschritten habe, aber mit 32 Pferden abgeritten sei, 
als er gesehen hab^^ gegen wen es gehe^ bittet urn Sicherung fUr sich und seine Ge- 
selhn. — 1438 (freytag nach Mertins tag) Nov. 12. — Aus alter Freundschaft mit 
den Adelsheimem erfiillt die Stadt die Bitte, Dez. 2, nach dem Jorg seine Erzahlung 
nochmals bestdtigt liatte. Adelsheim giebt sich Miihe, seinen Schwestersohn Bait- 45 
hasar von Neuenfels mit Heilbronn auszusohnen, 1439 (Laurencii) Aug. 10. 

^) Vgl. n. 615. — *) Nach der Antwort der Stadt auch Erkinger Hofwart. 



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1439 Jan. 14. 299 

ej Pfalzgraf Otto, Vormund seines Fetters Ludung, tUdingt zwischen der 
Stad', Eberhard von Venningen, Burkhard Sturmfcder, HansSgnnold von Eoseti' 
bach, Hans Wamhold von Umstadt und ihren Htlfem eintn Waffenstillstand 
von Philippi und Jakohi, Mai 1, Son fienauf gang bis Bartholomai, Aug. 24, 
5 Sonnenuntergang, Bis dahin solhn den Gefangenen, die sich steUen, 2 age ge^ 
geben wtrden, audi dan Hans von Sitin, wenn sich dcr Anspntch dei' Stadt auf 
ihn als begrUndd ertotist. Mit allem unbeeahlten Geld Wdgcn Schatzung, Brand- 
schatzung u. s, to. soil man es anstthen lassen. — Heidelberg 1439 (dorustag 
sunt Jorgen tag) Apr. 23. 

10 fj Berselbe tddingt, es soil bci scinem und seiner Bate Urteil, das bis- 

Weihnachien gesprOchen werden soil, bltiben, alU Feindschaft abgethan sein, 
die Gefangenen gegen Urfehde ledig werden, die der Stadt in 14 Tagen nach 
Heilbronn, die Venningens nach Ntuenfels kommen, alles ungegibene Geld voii 
Brandschatzung oder Schatzung nicht gegeben werden, Bilrgen dafUr der BUrg- 

In schaft ledig stin. Diese Bichtung soil am Freiiag angehen. — Heidelberg 1439 
(soiitag nach Dionisicn tag) Okt. 11. 

g) Dtrselbe mit seinen Bdten Bischof Friedrich von Worms, Hesse von 
Leiningen, Schenk Konrad von Krbach, Schulthtiss za Oppenheim, Hans von 
Sickingen, Hans von Hirt<chhorn, Eberhard von Neipperg, d^ssen Bruder Bein- 

20 hard, Unterlandvogt im Elsass, Friedrich von Florsheim, Amtmann zu [Kaisers-} 
Lautern und Wolfniein, Sivicker von Sickingcn, Vogt zu Breiten, Werner Winther^ 
Amtmann zu Odernheim, Wiprecht von Helmstadt dem alten und dem jungen, 
Hofmeister, Bittern, Meister LuUtrig von Ast, Doktor beidtr Rechie, Diether 
Kammerer, Htinrich von Fleckenstein, Konrad von Lengenfeld, Vogt zu Germers- 

25 heim, Hans von Helmstadt zu Grmnbach, Hans von Enzbcrg, Hans von Gem- 
mingen, Karl von Ingclheim, Heinrich von Ehrenberg und Ebtrhard von Sickingen, 
Vogt za Heidelberg, tddingt zwit<chen der Stadt Hcilbronn and Eberhard von 
Venningen: 1) dieser soil, wie auch Sidgfritd, Hans (Vilztum zu Xtu^nstadtJ 
und Diether von Venningen, zugleich fUr Diet/iers von Venningen seligen Kinder, 

30 gtthaii, auf die von der Stadt als Biirger beans pruchte^i Eigenleuie t^erzichtiin. 
2) Eberhard soil bis Fasnacht 1442 Bfalzgraf Ludwigs Dientr bleiben und 
nicht ivider die Seinen und die, did ihm zu versprechen stehen, toozu auch Heil- 
bronn gehort, thun. 3) Gegenseitige Anspriiche wegen Brands, Xahme und Tot- 
schlags sind abgethan. 4) Heilbronn ist filr 10(/0 Maker Frucht von den ZdlUn 

35 in der Pfale zu Mannheim, Oppenheim, Bacharach und Kaub frei, wohin die 
Frucht auch gefuhrt wird. — Hctdelberg 1439^) (ipsa (lie beati Johannis ewange- 
liste) Dez. 27. 

S90. Eberhard von Neipperg fordert die Gemeinde Bockingen 

auf, ihm zu hiddigen und eineti Tog dafiir anzusetzen, da er das 

40 Dorf von Friedrich von Bitsch, Graf en von Zweibriicken, als Mann- 

lehen erhalten habe. — 1439 (mitvvoch nach dem achtzehensten dag) 

Jan. 14. 

Heilbronn Lade 14, 1. Or. mit Sitgelresten. 



*) Circumcisionsstil ! doss die Urkunde nicht zu 1438 gefidrt, eeigt /". 



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300 1439 Jan. 17. 

a) Wiedtrholt die Forderung, da er auf obfges Schreiben noch keine Ant- 
wort bekommen. — 1439 (dinstag nach reminiscere) Mdrz 3. — Ebd. desgl. 

Es ist auffallend, dctsa dieser lehensherrlichen Anapruche im gleichzeitigen 
Frozess dir Hitter ton Ntipptrg wegett des Weidgangs und eines Ubcrfalls zu 
Bockingen nie gedacht wird, 5 



391. Pfalzgraf Otto und seine Rate Bischof Friedrich von 
WormSy Bitter Schicnrz-Reinhavd von Sickinr/eny Meister Ludwig ion 
Ast, Doktor im geistlichen und ueltUchen lieclit, Heinrich von FUcken- 
stein der atte, Amtmann zu Liitzelstein und Burr, Hans von Vennint^en^ 
Vitztmn zu Neuenstadt, Hartmann ron Ilandschuhsheim und Eber- 10 
hard von Sickingen, Vogt zu Heidelberg^ entscheiden auf die Klage 
Eberhards und Rf'inhnrds von Neipperg gegen Heilbronn: 1) wegen 
der G liter zu Klingenberg bringt die Stadt KHnd^chaff bei, die Ritter 
werden ahgeiciesen; 2) das St. Klaraklosttr hahe die Stadt nicht zu 
vertreteUy Kesing soil seinen Acker zuriickerhalten, bis cruiesen ist, 15 
dass er badisches Lehen ist; S) wegen des ermordeten Knechts sollen 
alky die damals fiber 18 Jahre aft waren und zu Bockingen wohnteUy 
Hire Unschuld an Rat und That beschworen ; 4) wegen des geldndeten 
Holzes ist die Stadt nichts schuldigy solange die Ritter nicht form- 
liche Klage erheben; auf die Klage der Stadt: 1) der Streit wegen 20 
der \]'eide^) wird vor den Lehensherrn Markgraf Jakob von Baden 
gewiesen; Fryenstein erhdlt seinen Acker znritck, die von Neipjyerg 
konnen vor dent Lehensherrn den Beweis versucheUy dass derselbe 
Lehen sei. Jede Parted trdgt ihre Koi^ten selbsf. — Heidelberg 1439 
(sabbato Anthonii) Jtni, 17. 25 

Si. A. Heilbronn I, FJiden, Or., Pg. mi! VormutuhchnftssiegeL 

a) Diegelben entsduiden in der Klage Ebtrkarda und Udnhards ron 
Neipperg gcgtn die Stadt Heilbronn wegen mangdhafier Ausfiihrung des letztan 
Spriicfut: I) die btiden Ra'smiigliederj die noch nicht gtschworen habenj weil 
sie damals abtcesend waren, haben dies nachzuholen ; 2) wegen derer, die zu 30 
Bockingen noch nicht geschvnoren, werd-^n sin auf Mittwoch nach lAcMnvess 
[Febr. 4 J einen ihrcr Rate schicken: 3) der Unttrgang soil vorgenommen werden: 

4) Die Koslen fur die Knechte zu Besigheim Juit vorldufigy bis uf das recht, 
die Stad! auszulegen, — Ebd, am gleichm Tag. — GUichzeiiige Abachrift ebd. 

b) Heilbronn, das die Urteilsbriefe Ftbr. 2 erhalten, bititi Eberhard urn 35 
Beistand bei AusfUhrung derselben und urn Miileiluug iiber die Kosten fur di-j 
Knechte an Atzung und Schererlohn zu Besigheim, 1439 (quinta feria Dorothee) 



*) Voran ging ein Zeugenverhor zu Heilbronn durch Wiprecht von Helm- 
stadt und Heinrich von Ehrenherg wegen der Weide und des (Jberfalls. 143S 
(fritag nach conceptionis) Dez, 12, Ebd, Zwei gltichzeitige Abschriftm. 



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1439 Marz 2 — April 23. 301 

jf'V>r. 5. *) Eherhard aniwortet, fUr Schererlohn habe Bert-hold Klupfel zu Btsig- 
heim 40 Gulden bet den Juden aufgenommen, das Geld fUr die Atzung habe 
der Schultheiss zu Besigheim ihm und seinem Brudtsr geliehen, Febi; 6, Die 
Stadt bezahlt diese Kosten und drdngt auf Vollziehung des Untergangs. Eber^ 
hard von Neipperg hlagt Uber Verzug von seiten der Stadt und darHher, dass 
zu Heilbronn schmdhliche Reden Uber ihn und seineti Bruder gefiihrt toerden. 



592. Heinrich Walther, Burger zu Heilbronn, tend seine Frau 
Metz hekommen von Anna Fryin von Dieschelingen, Abtissin^ und 
Konvent des Klosters Billigheim einen Weingarten am Gemingsthal, 

10 l^h Morgen, nebe^i Adelberger Giltern um ein Viertel, ihre Nachfolger 
urn ein Drittel des Ertrags als ErUehen. — Siegler Konrad Merglerj 
Stadtschreiber zu Heilbronn. — 1439 (mentag nach reminiscere} 
Marz 2, 

Htilbronn Lade oS, Billigheim 2, Or,, Pg. mit grosstenteils ahge- 
15 brochenem Siegtl, 

593. Hans Kdsslin, Biirgermeister zu Leofiberg, an Heilbronn ; 
zeigt an, dass er durch den Uberbringer dieses Briefs filr die Zehrung 
ihrer Soldner bezahlt sei und teilt mit, dass er von einem Zusammen-^ 
stoss zwischen den genannten Soldnern und Hans voni Stein vor Leon- 

20 berg nichts gehort nock in Erfahrung gebracht habe. — [14J39 (mit-^ 
woch vor deiu hailigen grundornstag) April 1. 

Heilbronn 325,2. Or., aussen Adresse und Siegelreste. 

594. Hans Ayrer der dltere, Burger zu Heilbronn, verkauft 
die niedere Miihle zu Neckargartach an Hans von Hall, Kupferschmied, 

25 Burger zu Heilbronn, der sie bisher um 1 Pfund Heilbronner Wdh- 
rung auf Martini, 4 Kapaunen auf Weihnachten, 4 Fasnachthiihner 
auf Fasnacht und 100 Eier auf Ostern mit der Au/lage von 2 Haupt- 
rechten oder 16 Gulden als Zinslehen innegehabt, um 50 Gulden rkeinisch. 
— Siegler der Aussteller, Berthold von Weissach genannt Kantun- 

30 giesser und Hans Diemar von Biecheti, Richter zu Heilbronn. — 1439 
(Jorgen tag) April 23. 

St.A. Heilbronn I, Neckargartach. 

a) Jost Kupferschmid, BUrger zu Heilbronn, belehnt Heinrich MUller und 
seine Frau Anna zu Neckargartach mit der MettelmUhle, die sie von Annas 

^) Borothee Febr. 6; es ist ante zu ergdnzen, nicht post, weil die Ant- 
wort vom 6. Febr. datiert ist. 



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302 1439 Mai 10 — Juli 8. 

Voter als ErhUhen erworben (folgi Aufzdhlang des Zinses). — SiegUr die Heil- 
bronner Bicliter Peter Fuwtn' genannt Wigmar und Klaus Diemar. — 1447 
{mentag nach Johanos tag des teufFers) Juni 26, — Ehd. Or,, Pg,, das 2. Sieget 
abgerissen. 



895. Friedrich, Graf von Zweibrilck^n und Herr von Bitsch, 5 
belehnt Konrad, Hansen Sohn, von Bockingen mit einem Drittel am 
Weinzehntetx zu Bockingen, dem halben Weinzehnten am Wartberg bei 
Grossgartach und dem Kirchensatz zu B'dckingen und Idssf sich von 
ikm kuldigen, — 1439 (sontag nechst fur dem nontage) Mai 10. 

SLA. Heilbrann I, BSckingen. Or,, Pg. mit Siegel. 10 



S96. Biirgemieister und Rat von Heilbronn beurkunden, dasa 
Konrad von Weinsberg und Craft von Hohenlohe bei ihnen eine Truhe 
mit goldenen und silbernen Kleinodien hinterlegt haben, die mit Aus- 
nahme von 11 silbernen Schusseln, die dem von Weinsberg gehbren, 
Eigentum des Grafen Michel von Magdeburg (Meydeburg) und nur 15 
ihfien oder ihrem Beoollmdchtigten gegen Quittung herauszugeben sind. 
— 1439 (montag vor pfingetage) Mai 18, 

Heilbronn 271. Or, mit aufgedriicktem Sekret, 



S97. BUr germeister y Rat und alle Biirger gemeiniglich, reiche 
amd arme, der Stddte Esslingen, Reuflingen und Weil nehnen die 20 
Stadt Heilbronn in Hire Einung auf die 1433 Nov. 25 (Katherinen 
tag) geschlossen, 1437 Juli 3 (Ulrichs aubent) erneuert wurde und 
bis 1443 April 23 (Gergen tag) gilt; bei alien Sachen, die sich vor 
Datum des Briefs erhoben, sind die Verbiindeten nicht zu Hilfe ver- 
2)flichtetf Heilbronn wird zu 350 Gulden veranschlagt. — 1439 (sant 25 
Kilians tag und sinr gesellen der hailigen marterer) Juli 8. 

St. A. Heilbronn J, Vertr&ge. Or., Pg. mit Siegeln. Die Gegenurkunde 
der Sfadt, die ihre Verbiindeten Pfahgraf Ludwig und Wimp fen ausnimmt, 
vom gleichen Tag gedruckt : Datt, de pace pvhlica 88. Dumont C D, 3, 1, 68. 
Beg.: Georgisch 2,1087. 30 

a) Die Briider Ludwig und Ulrich, Grafen von Wirteniberg, dehnen ihre 
1443 Febr. 24 (Mathias tag) ablaufende Einung mit den Beichsstddten EssUngen, 
Beuthngen und Weil auf Heilbrann aus und nehmen zu denen, die zuvor aus- 
genommen wurden, noch die Gesellschaft mit Sankt Georgen Schild im Hegau, 
Oberschwaben an der Donau und Unterschwaben an der Donau aus. — Kirch' 35 
heim 1439 (fritag vor Margarethen tag) Juli 10. — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. 



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1439 Sept 14. 303 

S98m Ueinrich von BerwangeUy von Markgraf Jakob von Baden 
fur diesen Prozess als Kommissdr bestelU, mit den Rdten Hans Zorn 
von Eckenricb^ Burkhard Hummel von Staufenbvrg, Klaus Bernhard 
Zorn von Bulach, Abrecht von Zeufern, Reimbold von Windeck, Ul- 
5 rich von Eemchingen, Peter Wiedergriln von Staufenberg^ Gerig und 
Wilhelm Boder, Hans von Niefern, Lienhard von Neuenstein, Fritz 
von Gomaringeny Siegfried von Flehingen und Daniel von Gdrtringeyiy 
spricht zu Recht zwischen der Stadt Heilbronn ( Fiirsprecher Albrecht 
von Zeutern) und den BrikUrn Eberhard und Reinhard von Neipperg 

10 (Ftlrsprecher Heinrich von Fleckenstein). Letztere beanspruchen alle 
Guter in der Markung Klingeyiberg, wo sie Schloss und Dorf voti 
Baden zu Lehen haben; die Stadt gesteht ihnen nur die zu, woriiber 
sie Lehensbriefe haben und das Lehen und Salbuch des Markgrafen 
den Ausweis giebt. Die Stadt klagt wegen Ausiibung des Rechts des 

^ Viehtriebs auf der Markung Bockingen, die Bitter behaiipten, sie 
haben es school sett 60 Jahren, was die Stadt bestreitet, da auch die 
von Klingenberg es nie gehabt haben. Beide Klagen, die erstere im 
Sinn der Stadt, werden auf donrstag nach Michels tag, Okt, 1, 
wieder nach Ettlingen, vertagt. — Ettlingen 1439 (crutzstag exalta- 

20 cionis) Sept. 14. 

St A. Heilbronn I, Fehden. Or., Pg. mit Siegel, 

a) Von 1439 (suntag vor Michels tag) Sept. 27 die Kundschaftsbriefe: 
Schultheiss, Richter und Gemeinde zu Sonthtim, erstere auf die Eide, die sie 
zu ihrem Ami und dem Gericht, die Gemeinde auf die, die jedsr zum Dorf ufid 

25 zu seinem Herm geschworen, — Heinz Diener, SchuUheiss zu Nordheim^ Richter 
und Gemeinde auf die Eide, die sie der Henschaft WiHemherg geschworen, — 
Bar germeister und Gemeinde zu Horkheim: bezeugen, dass die von Neipperg 
das Recht des Viehtriebs immer gegen den Willen Heilbronns und der von 
Bdckingm ausgeQbt haben. — Siegler die Junker Smgger Sturmfeder und Hans 

30 von Rosenbach, — Abrecht von Rerwangen, — derselbe. — Ebd. Alle drei Or. 

399m Rudolf Zorn von Bulach anstatt seines Herm Markgraf 
Jakobs V071 Baden mit den Beisitzern Burkhard Hummel von Stanfen- 
berg, Beimbold von Windeck, Heinrich von Gdrtringen, Dietrich Boder 
dem (litem, Hans von Niefern, Siegfried von Biexingen, Wilhelm 

85 von Schauenburg, Fritz von Gomaringcn, Bechtold Kloblauch, Hein- 
rich von Bilppurr Beinhards seligen Sohn und den Anwdlten Heinrich 
von Fleckenstein und Burkhard Hummel entscheidet zwischen Eber- 
hard und Beinhard von Neipperg und der Stadt Heilbronn : 1) Nach 
Verlesung des Kaufbriefs ilber Koschings Acker zu Klingenberg, 

40 verkauft von Bfaff Hans von Klingenberg, Kirchherrn daselbst, nicht 



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304 1439 Okt. 1 — Nov. 30. 

Lehen, sondern von seiner Schwester Else von OrnhauseD Iierrilhrend, 
uird Keshigs Anspruch anerhannt 2) Wegen des Viehtriebs haben 
die Richter (des Marhgrafen) nicht zu ent^cheiden, da der Lehen- 
brief die Bockinger Ahmjide nicht enthalte. 3) Die Forderung der 
Stadt wegen 12 Morgen Weingdrten wird mil Hinweis aufein pfdlzisches 5 
Urteil abgewiesen. — Ettlingen 1439 (donnerstag nach Michels tag) 
Okt. 1, 

St. A, Heilbronn I, Fehden. Ot\, Pg. viit heschddigtem Siegeh — Die 
Stadt hitiet die Xeipperger mehrmnh^ jetzt den Untergang wegen der Almende 
iind Weidc and iccgen der beiden Werde und des Weidachs zwischtn BSckingen 10 
und Klingenherg fuhreyx zu Inssen. Diefie iiben das Hecht dts Weidgangs 
nach wii vor aus, die Stadt pffindtt das Vieh auf der Weide und dringt auf 
rechtlichtn Austrag. Graf Ilesse von Leiningen, Pfalzgraf Ludungs Hofmeisier, 
mit den Rdten Hans von Hirschhorn, Friedrich von Florsheim, Wiprecht von 
Helnistadt dem ahen und dtm jungen, Swicker von Sickingen, Siegfnvd von 15 
Venningen, Ritter Heinrich von Fltckenstein, Diether Kdmmtrerj Michel von 
Mosbach und Diether von Sickingen entschciden wegen der Kosten von Wand- 
arzt, Schererlohn, Atzung und Zehrung fiir die geschlagenen und verwundeten 
Knechte der a' von Neipperg (die ihrerseits J 000 Gulden Schad<*ntrsatz ansprechen), 
da die Knechte mit der Pfiindung angefangen, habe die Stadt nichts zu zahlen 20 
und solle das geliehene Gold zuruckerhalten, — Rddelberg 1443 (secunda feria 
post exaudi) Juni 3, Wegen der Weide liidt Pfalzgraf Ludwig die Parteien 
auf Pfingsten nach Heidelberg, Juni 4, 



600. Biirgermeister und Rat von Heilbronn thun kuttd, dass 
das Feld innerhalb des Grabens, den sie zwischen den Markungen 25 
von Heilbronn und Sontheim in dem Wettenbach bis an die Leinen- 
steige und von da mit ErUmbnis des Komtnrs Johann von Nippen- 
burg nnd Genehmigxing des Deutschmeisters Eberhard von Seinsheim 
durch die Sontheimer Markwvg hinans durch den nach Sontheim 
gehenden alteti Holzweg bis an den Wald gefilhrt haben, bis an 30 
die Marksteine beim Kreuz nach Heilbronn gehoren solle und die 
annen Leute ilber den Landgraben Stege zum Gehen machen diirfen. 
— 1439 (Endris tag) Nov, 30. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S. 43. 

601. Johann von Nippenburg, Komtiir zu Heilbronn, Burkard 35 
von Westerstetten, Komtur zu Horneck, Hans von Ehrenberg und 
Peter Freitel, Burger zu Wimpfen, entscheiden zwischen der Stadt 
Heilbronn und Klaus von Burh: alle Feindschaft und Anspriiche 
sollen aufhoren, ebenso die AnsjjrOche des Klaus auf G liter und auii- 



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1489 Dez. 2 — 1440 Sept. 6. 305 

gefallene Nutzung, die das Spital inne hat, diese sollen dem Spital 
bleiben; wegen des aufgegebenen Burgerrechts soil es bleiben, wie es 
aufgegeben wurde. Die angeblichen Schidden des Klaus zu Heilbronn 
sollen ebenfaUs abgethan sein. — Siegler die Kotnture. — Geben und 
5 beschehen Gundelsheim 1439 (donderstag noch frauwen tage concep- 
cionis) Dez. 9. 

Heilbrann Liide 26^ V C 3. Or., beide Siegel unter Papierdecken. 

602. Konrad von Heimenhofen zu Burgberg sagt der Stadt 
Heilbronn fur sich und seine Knechte (5 Namen) als Verbiindeter 
10 Michels von Breit ab. — 1440 (invokavit) Febr. 14, 

Heilbronn Lade 10, 1. Or. mit Siegelresten. 

a) Dietrich Zobel, Ludwig von Eyb, Niklas SacTiSy Oswald Banner, Sig- 
mund Auer, Asmue von Eberstein, Oswald Irsdbeck, Heinrich von Kemnath 
desgleichen. — Siegler Niklaus Sachs. — 1440 (dunderstag vor sant Betters 
15 tag katdeere) Febr. 18. — Ehd. desgl 

603m Eberhard Esslinger, Kirchherr der Pfarrkirche zu Heil- 
bronn, verleiht ^U Morgen zur Pfarrkirche gehbrige Acker urn 3 Schilling 
zu je 12 Pfennig Bodenzins und Gillte und 2 Sommerhiihner an Peter 
Menlin und seine Frau Els; diese miissen den Acker in rechtem Bau 
20 halten, diirfen ihn nicht versetzen noch beschweren, nur nach Stadt- 
recht liegen lassen, nur an einen Heilbronner BUrger verkaufen, wobei 
der Pfarrer das Losungsrecht hat. — Zeugen Jorg Zeisolf, Pfrundfier 
am Marienaltar in der Pfarrkirche, und die Heilbronner BUrger Kunz 
Morsperg und Ulrich Trescher. — 1440 (fritag vor palmtage) Mdrz 18. 

26 Heilbronn Lade 25, 46. Or., Pg. mit Siegel. 

604* Klaus Hfitzelbach, Biirger zu Heilbronn, seine Schwester 
Anna Hutzelbdchin und Konrad Nydenawe d. a. quittieren dem Hans 
Rynwin, dem Manne ihrer verstorbenen Schwdgerin und Schwester 
Hilta Hutzelbdchin als Erben des Sohnes der letzieren, Jakob Hntzel- 
30 bach, Uber den Rest der ihm von Hilta vermctchten 100 Gulden. — 
Siegler Hans Diemar, Bichter zii Heilbronn. — 1440 (fronlicbnams 
abent) Mai 25. 

Heilbronn 273 1 1) 5. Or., Pg. mit Siegel. 

60S, Ulm an Heilbronn: schldgt Massregeln vor zum Schutz 
35 der Beichsfreiheit Weinsbergs. — 1440 Sept. 6. 

Wimt. Gotoliiehuqa«il6ii Y. 20 



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306 14^ Sept. 6. 

Heilhrotm 258, Ulm, Or,, Aussen Adresse und Beste des briefschlUsaM- 
dm SiegeU, Auf einem beigelegten Ztttel: Ouch, lieben friunde, so ist noch 
bisher nyeman von Winsperg zn nns her gen Ulme komen. 

Unser friuntlich willig dienst voran, ersamen und wysen lieben 
friunde. AIb ir uds von der geschicbte und { des grossen ubels wegen 5 
an inwern und unsern giiten friunden den von Winsperg ergangen, 
wie sich daz gemacht | und ergangen hatt, gescbriben und yerkunt 
hand, habeu vvir wol und mit laydigem gemute vernommen, | und 
alB iuwer und unserer gflten friunde der stette unserer yeraynung 
erbern ratzbotten uf diser zyte von geschicbte by una hie zu Ulme lo 
zu manung sind, haben wir sy den vorgerfirten iuwern briefe hftren 
lasseu; die daz trurig und in laydigem gemiite vernoromen hand und 
den und och uns s61icb gross ubel und unrecht yast wider und billich 
layd ist und haben wir und haben och under ainander von den sachen 
so vil geredt, daz ir sy und ouch ander stette zft der von Winsperg 15 
sachen gewandt billich zu den sachen und dingen stattlich tfigen, 
damit den obgenanten von Winsperg zu hilfe koramen und sy an 
dem ryche gehanthabet werdent, denne sy und wir stette unserer 
veraynung zfl s61ichem willig zu hilfe und zu rate sin und uns in 
s61icher massen in den dingen bewysen und darzfitAn wollen als die, 20 
den s61ich gioss dbel und unrecht layd ist und zu herzen gatt und 
als darzft geh6ret, *> ob uns anders von uch und den andem stetteu 
darzfi gewandt darzii geholfen wirdt*^ und haben eedemmalen und 
uns die egenant uwere schrifte kommen ist, ain manung der stette 
zft der yon Winsperg sachen gewandt uf an suntag zftnechste zflnach 25 
hie zu Ulme zu sind furgenommen, als ir denne in derselben manung, 
die inch uverkommen ist, och wol vernomen hand, umbe daz dest 
ernstlicher^ stattlicher und hilflicher zu den sachen nach notdurft 
getan werde. Darumbe so ist der egenanten unserer friunde der 
stette unserer vereynung ratzfriunde, die yetzo by uns hie zu Ulme 30 
sind, und ouch unser raute und maynung uf iuwer verbessern, daz 
ir uch in ge . . . mde und als daz zfigeh5ret mit iuwerem geziuge 
und luten darzu rustent und zflrichtent, wie die stette uf den nehst- 
kommenden suntag die sachen beschliessent und anrichten werdent, 
daz ir danne damit ane verziehen zuzeziehen gerust und gerecht syent, a5 
und ob uch notdurft sin bedunke, s61ichs in gehaimen iuwern und 
unsern giiten friunden, den von Wimpfen und Esslingen oder andern 
stetten zi\ inch geh6rig, zu verk&nden, daz ir den daz denne ouch 



a) — a) am Rand h^tstUt, 



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1440 Okt. 4. 307 

verkfindent, sunder ouch daran syent, daz die von Winsperg dehain 
t&ding nocb s&tze mit den, die ir statt abgewonnen hand, nicht uf- 
nyement noeh halient und daz ir ouch iuwer treffenliche kuntschaft 
4Bflt gewisBlicher ob der statt Winsperg habent uud eigentlich erfaren 

5 lassent, ob sy rich ieht hinin sterkent, ouch ob sy icht coste oder 
geziuge hinin furen und was geziuge daz sy, und was ir also von 
den oder anderen sachen erfarent zu solichem notdurftig zu wissen 
sin, des w6llent iuwer erbere ratzbotschaft, die ir of den vorgenanten 
sunnentag schirst zu uns her gen Ulme senden werdent, iuwer maynung 

10 mit vollem gewalte underrichten und mit derselben iuwer botschaft 
zu uns her zu schicken nicht verhalten, als ir wol verstand, daz des 
grosse notdurft ist; daz w61Ien wir mit willen umb iuwer wyshaite 
gem verdienen. Geben uf aftermontag vor nativitatis Marie anno 
Domini etc. xl"*® 

15 Den ersamen und wyssen burgermaister Burgermaister und 

und raute der statt Hayltpronnen, unsern raute ze Ulme. 

besundem gftten friunden. 

606. Martin Terdinyer, Pfrundner am Peter- und PauUaltar 
an der Pfarrkirche in Heilbronn, verkauft mit Einwilligung des 

20 Patrons der Pfriinde Peter Fewer genannt Wigmar zu Heilbronn 
an Eberhard Esslinger, Kirchherrn zu Heilbronn^ und die Prdsenz 
eines seiner Pfriindhduser, das neben dem andern oben in der Votzenau 
neben Hans Vock, Weingdrtnery und vorn an Wigmars Scheuer liegt, 
als geistliches Gut, um 60 Gidden, ilber die er quittiert und die er mit 

25 Wissen Esslinger s und Wigmars anlegt, und weist sie in Besitz ein. — 
Siegler Ko7irad von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen, Esslinger 
und Wigmar, letztere zur Bestdtigung des Kanfs. — 1440 (sant 
Pranciscen tag) Okt. 4. 

Heilbronn Lade 23,13, Or.y Fg, mit 3 Siegdn. Beim mitUeren der 
30 SchUd aus der Schale gef alien. In einem mitveraiegeUen Zettel hekennt der- 
selbe, dass er auf heiden Hdustrn eine Gulte von einem Ffund 6 Schilling gehaht 
und sie von dem verkauften Haus mit 5 Gulden, die er am Kaufpreis nach- 
gdaasen, abgekaufi habe. — Verirag zwischen Frdstne und Feter Fuioer iibei' 
ihre Hduser neben einander, — Siegler als Tcidigungsmann der Ratsherr Hans 
35 JJiemar und je eine der Farleien, hei unserm Exemplar JF'uwer, — 1444 (sams- 
tag vor Gallen tag) Okt. 10. — Ebd. Or., Fg. mit Siegeln. 

607. Andreas von Thalheim, von den Heilbronnem in den Turm 
gelegty weil er ohne Wissen seines Herrn, des jtmgeyi Schultheissen, 



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308 1440 Nov. 12 - 1441. 

Aden KuchUns seligen Sohns, Frucht verkauftj ivird gegen Urfehdefrei- 
gelassen. — Siegler Konrad von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen. 
[14]40 (samsstag nach Martini) Nov, 12. 

Heilbronn 274^ JJrfehden 25, Or,, Pg., Siegel ahgert'ssen. 

608» Prozess der Stadt Heilbronn mit Michel von BreiU — 5 
U41-1U4. 

Die meisten Akten sind verloren, aber da vofi heiden Seiten (ahschrifUich, 
je zu einem Heft zusammengendht) die Zuspriiche (Klagen) und die Aniwo^i, 
Widerrede und Nachrede dazu (von 1442) vorhanden sind, mcicht aich der Ver- 
lust fur den Anfang dee Brozesses weniger fuhlbar, — Heilbronn 53j 76 und 10 
Lade 10, 1 und 2. 

MicM von Breit verklagt die Stadt wegen eines ffberfalls durch einen 
der Ihrigen, Kunz Humpfer, wofiir er trotz ihrer Zusage keine Genugthuung 
erlangt hat : forderl jetgt 3(MX) Gulden Schadenersatz ; wegen Bracks einer Zu- 
sage, ihm noch 5 Jahre gegen 6 Gulden Steuer seine Giiter zu laasen und 15 
100 Gulden schuldige Steuem zu stunden ; wegen Einziekung seiner Giiter, die 
er an seinen Tochtermann [Hans Mangmeister] verkauft habe, wofiir er 1500 Gul- 
den fordert; wegen zu Hetlh'onn durch Klaus Slosser ei'littener Beleidigung 
and wegen Befehdung seitens der Stadt, toeil er zu Amorbach einen Anschlag 
auf sie gemacht liabe, wofiir er einen Brief vom doriigen Abt und den angeb- 20 
lick Mitschuldigen vorbringt. Die Parteien einigten sich auf ein Schiedsgerichl 
mit Swicker von Sickingen als Obmanfi, 1441 Nov. 10, Michel soil seinen Hdfern 
dies verkunden, damii sie die Feindschaft aufgebeti. Nun klagt die Stadt, dass 
Michel nicht darauf geblieben sei und die Sache hinausgeschoben habe, fordert 
300 Gulden fur ihre Biirger und 400 fur sich; dass er seinen Helfem die Ab- 26 
machung nicht kundgethan und infolgedessen Ludwig von Eyb ihre Biirgerin, 
die Lepkucherin, gefangen genommen habe, fordert 20 Gulden Schadenersatz: 
dass Michel eine der Stadt um 12 Gulden verpfdndete Wiese zu Grujypetibach 
an seinen Schwiegersohn verkauft habe, 1442 April, Die Klagen der Stadt 
scheinen unberechtigt gewesen zu sein, 30 

Die Entscheidung Stvickers ist nicht bekannt, muss aber zu Gunsten 
Michels gelautet haben, denn die Stadt appellierte dagegen an den Konig (undat, 
Konzept) *). Michel erbietet sich vor Pfalzgraf Ludwig, die Stadt gestaUet nicht, 
dass er die Sache vor ein anderes Gericht ziehe, da sie bereits an den Konig 
appelliert habe (Brief an den Pfalzgrafen, 1443 reminiscere, Mdrz 17). Auf- 86 
f attend ist, dass die Parteien noch einmal auf Swicker kompromittierten. Diff 
Stadt stdlte Beringer und Hans von Berlichingen, ihr Gegner Leonhard von Seins- 
heim und Eitel Mertin von Mergentheim als Zusatzmannen, Swicker entschied 
far das von den letzteren eingereichte Urteil, das zu Gunsten Michels lautete, 
1443 (Michels abent) Sept. 28. 40 

Michel von Breit and seine I'Vau [Katharina von Eicholzheim] verkaufen 
mit Einwilligung ihres Schwiegersohns Hans Mangmeister und ihrer Tochter 



*) Dass sich die Appellation nicht auf das Urteil vom 26» Sept. heziehen 
kann, geht aits dem folgenden Brief hervor. 



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1441 Jan. 2. 309 

Klara ihr Ham und ihre GiUer um KXM) Gulden rheinisch bar an die Stadt 
Hdlhronn. — Siegler Johann von Nippenburg, Deutschordenskomtur, Matthias 
van Ow^ der AussteUer und sein Schtoiegersohn. — 1444 (dunderstag vor pfingst- 
tag) Mai 28, — Der Komtur und Waither Khinger von Ulm bestdtigen den 
5 Kauf ah Tddingamannen, eod, d, — Beide Urhmden Or., Pg, mit Siegeln. 

Vgl, den Prozess der Stadt mit den Mangmeisterschen Ehdeuten n, 632. 

609. Georg, Domherr zti Bamberg j^) und (sein Bruder) Heinrich, 
Grafen zu Lbwenstein, und Anna Schenkin von Erbach, des letztern 
Gemahlin, verkaufen an Pfalzgraf Ludwig ihre Herrschaft, darunter 

10 den Fruchtzehnten zu Heilbronn und vom Weimehnten 9^h Fuder 
WeingtUte und ihren Hof daselbst um 14 000 Gulden rh., behalten 
sie aber, solange eines von ihnen am Leben ist, nebst einer Rente von 
800 Gidden, vom Pfalzgrafen jahrlich auf Weihnachten nach Heil- 
bronn zu zahlen. — 1441 (afif dem montag des hailigen jhars tag, 

15 circumcisionis Domini zu latine genannt) Jan. 2. 

Acta acad. Theod-Falat. 1,865. 

a) Grdfin Anna, Wittoe, achliesst mit dem Pfalzgrafen einen Vertrag : sie 

darf den HeUbronner Zehnten lebemldnglich hehalten, bekommt 100 Gulden Rente, 

8oU nach Heilbronn Ziehen, hat aber nach Jahresfiist toieder Wohnungarechi 

20 zu Lowenstdn, femer Jagdrecht und Anrecht auf 60 Fuder Holz jdhrlich. — 

1444 (samfltag vor judica) Mdrz 28. — Ebd, 1, 370. 

610, Untergangsurteile 1441 — 1454. 

aj Marhart Merklin, Mafan Isenhut der dltere, Jakob Binkeser^) und 
Melchior Hettner,^)^) BUrger und geschworene Unterganger zu Heilbronn, ent- 

25 scheiden wegen des Euchgdssleins beim Kirchbrunnen und des darauf stossenden 
nberen Gdssleins neben dem Hans der von Sachsenheim : das ThUrlein auf dus 
EuchgdssUin soil immer offen bhiben, das Wasser freien Abfluss haben, das 
Euchgdsslein satiber geJudten und der Kehricht bei Strafe von einem Gulden 
in 8 Tagen abgefUhrt werden, der Besitzer des untersten Hauses, der Zeit Hans 

30 Brech, das Wasser durch cine Binne in das Rinnsal des Gdssleins ableiten, 
der Winkel zwischen Hdnslin Kaiser und der Kupferschmidin vermacht sein, 
jedoch ein Sc?Uupfloch fUr die iSchweine und ein hangendes Fenster haben. — 
Isenhut siegelt nicht. — 1441 (dienstag nach rominiscere) Mdrz 14, — Heil- 
bronn 54, Urtelbuch 1. Finer Urkunde von 1640 inseriert. 

a) BruckbeiK^r. h) Kuti^r. 

*) Derselbe hinterlegt eine Urkunde Pfalzgraf Ludwigs bei der Stadt, 
die aber fur Diebstahl, Brand u. s. w. nicht veranttoortlich sein soil. 1442 (fh- 
tag vor Matthias tage) Febr. 23, — Heilbronn 271 1 A 1 d. Or., Pg, mit 
Siegel, — Fs ist nicM unwahrscheihlich, dass es sich hier um die entsprechende 
Verschreibung des Pfalzgrafen handtlt. — *) Die Namen Hchtig gesteUt aus 
n. 573 Anm. 



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310 1441. 

b) Meistcr Nikolaus Zudtl der alie Sckulmeisltr und Pauls Burger genannt 
IHnkelapuhel heredtn, daas ersterer die Mauer des leteteren zwischen ihren Wohn- 
hdusern sum ,^Legen und Lehnen^ beniltzen U7id daselbst eine Dunglege an- 
lyringen dUrfe, dass Burger die Traufe von seinem auf die Mauer gthauten 
Haus in dee Schulmeisiers Hof richten, aber 4 ft. dafUr zdhUn solUf doss die 5 
Besitzer dee Steinhauaea (des Schulmeitstera) hart bia an die Mauer bauen durfen, 
beide Parteien dann daa Traufwaaaer miteinander in einer Einne ableitenj toenn 
diea nicht ginge, Burger ea thun^ aber aeine 4 ft, zuriickbekommen solle^ daaa 
ana Burgera Hof nichta in dsn andem hinubergeworfenj die Fenatcr nach dieaer 
Seite vergittert werden aolltn, Burger die Wand (apsyte) avi Stall und Neben- 10 
gebdudt dea Schulmeiatera ala Schirmwand benut^en durfe^ aber mit Lshm und 
Kalk veratreichen (bessern mit kleiben und tuiicheu), die Beaitzer dia Stein- 
hauaea Becht auf den hcUben Markatein haban und wenn aie [daa Wohnhaua] 
hoher bauen wolleti, die Traufe von Burgera Haua auf den Stall im andtrn 
Hof hinubergefUhrt tcerden aolle. — Siegler Eitel Erlxvin und Klaua Diemar d, j. 15 

— 1445 (pfingstabend) Mai 15. — St.A, Heilbronn I. Or,, Pg. mit Siegeln, 
Auaaen 2, Hdlfie dea 16, Jhr. : Bryf uber des Glaus Beyers haus und garten. 
1448 - (Vgl. d), 

c) Hana Diemar, Paul Gnote, Klaua Gunther und Konrad Merklin, Unter- 
ganger, entscheiden wegen der absyte (a, o,) hinten an dem fruher den von Heim- 20 
berg gehorigen Haua bei den Barfiiaaem neben Eitel Erlioina Haua: Klaus 
Reinbot, Schuater, aolle, wenn er nach dieaer Seite an aeinem Haua Fenater 
anbringen wolle, dieaelben vergittern und nichta in Erlwina Hof wtrfen und 
achHtten, ferner die Wand gegen Erlimna Hof unterhaUen, Erlwin daatlbat bauen 
und die Thure zu aeinem Brunnen achlieaam dUrfen. — Gunther aiegelt nicht, 25 

— 1445 (Matheus abcnt) Sept. 20. — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. Auaaen, 
Ende 16. Jhr.: Undergangsbrief betrefFend Joach Zeechen haus und Kayser- 
hayner haus. 

d) Paula Burger genannt Dinkelapuhel und Konrad StSre einigen aich 
ivegen ihrer Hduaer und Hofe beim Steinhaua dea alten Schulmeiatera und dem 30 
Haua dea Hochbein, ndherhin wegen eines in Burgera Hof fiereinhangenden 
Nebengeb&udea und einea von Burger neugebauten Hauaea, daaa daa Trauf- 
waaaer von letzterem auf daa Nebengebdude und^ wenn ea nicht mehr vorhanden 
aein aolUe, direkt in Storea Hof geleitet werden diirfc, ebenao eine von Burger 
gelegte Einne, daaa Store Burgers Mduerlein, Burger die Wdnde dea Neben- 35 
gsbdudea ala Schirmwdnde beniiizfin, Burger auf die neue Mauer, ebenao an die 
Bretterwand bauen und die Traufe in den an darn Hof fallen laaaen dilrfe, wenn 
Store an die Mauer baut, beide daa Waaaer in einer Einne in aeinen Hof leiten 
aollen, laut einea alten Kaufsbriefa von Hana Schletze fUr Burkard Erke, der 
dem Burger verbrannt iat. — Siegler Hana Diemar, Unterg&nger, und Klaua 40 
Diemar, Eichter zu Heilbronn. — 1448 (montag nach quasimodogeniti) Apr, 3, 

— Ebd. Or., Pg. mit Siegeln. Auaaen wie bei b). 

e) Die Untergdnger Peter Wigmar, Markart Merklin, Hatimut Leutz 
und Hana Sch&aaler entacheiden zwiachen dem Kloater Schdnthal und dem 
Burger Hana Wore (W&rz) wegen dea KUchen- und Traufwaaaera ; letzterer 45 
darf jdhrlich 60 Eier von aeinem Zina abziehen. — Siegler die beiden erateren. 

— - 1453 (frytag vor Gregoricn tag) Mdrz 9. — St.A. Schonthal 60. Or., Pg. 
mit beachddigien Siegeln, 



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1441 Juni 24 — Nov. 8. 311 

f) Hans Diemar, Konrad Woller, Hans Hunder und Hatis Tilmann, 

Matsheri-n und ZInterg&nger, sprechen einen Winhel zmsehen dem Haus des 

Eatsherm Harimui Lviz, das frUher dem Voch gehorie, und dem Haus der 

Prdsenz der Utsteren zu, — 1454 (montag vor Bonifacius tag) Juni 3. — 

5 HeUbronn Lade 23,13, Or.y Pg, mit Siegeln. 

611, Dieiher von Gemmingen heurkundet, von der Stadt HeU- 
bronn fur den ihm und den Seinigen durch Nahme, Brand ti. s, w, 
und an der Muhle unter Steineck zugefilgien Schaden entschddigt worden 
zu sein und verzichtet auf weitere Anspruche, — 1441 (Johans tag 

10 als der geboren wart) Juni 24. 

HeUbronn Lade 38^19, Or., Pg, mit Siegel, 

612, Die Stadt HeUbronn an Graf Friedrich von Helfenstein: 
antwortet auf seine Forderimg, den Ham Mettelbach ohne Lbsegeld 
freizula^sen und ihm aeine Urkunde wiederzugeben oder vor Ludwig 

15 und Ulrich von Wirtefnberg Recht zu geben: der genannte sei ent- 
lassen worden; bittet um Erlass weiterer Forderungen, andernfaUn 
sei sie bereit, sich vor den beiden Graf en zu steUen. — 1441 (Petri 
et Pauli) Juni 29. 

HeUbronn 325, 2 KonzepU 

20 613, Heinrich von Linne, Freigraf von Waltrop und Bodel- 

iichtvinghj urkundef Uber die Verhandlung zu Waltrop in der Klage 
der Heilbronner Biirgerin Christine Bruglin ( Prokurator Heinrich von 
Lette) gegen Jakob Gereyss, Vogt zu Boblifigen, and die Schoffen und 
Urteilssprecher daselbst wegen Rechtsverweigerung und Verdrdngiing 

25 von ihrem Recht: nach Verlesung der Abforderung Graf Ulrichs von 
Wirfemberg wird vor Konrad von Lindenhorst, Erbgrafen zu Dort- 
mund und Stuhlherrn des genannten Freistuhls ( Waltrop) mit Zu- 
stimmiing und im Beisein des Ausstellers, des Prokurators, einiger 
Diener Adolf's von Cleve-Mark^ Heineckes von Voerde, Freigraf en 

30 zu Volnwrsteiny seines Boten Rotgher und Dietrichs von Wickede 
gctddingt, dass Graf Ulrich der Kldgerin Sicherheit und in einem 
Monat Recht zu Boblingen verschaffen, andernfalls die Klage wieder 
vor das freie Gericht konimen solle. — Siegler der Au^steller, die von 
Lindenhorst und Wickede. — 1441 (in octavis omnium sanctorum) 

85 Nov. 8. 

HeUbronn 166^ Westfal. Gerichte 6. Or. mit Siegelspuren. 



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312 1441 Dez. 24. 

• 614. Johann von Nippenburg, KomtWy und die BrUder des 
Deutschen Hauses zu Heilbronn yeben den Hof zu Biberach an Martin 
Lang und seine Frau Elsa urn 10 Schilling, 30 Mailer Frucht, Va Matter 
Erbsen, 1 Fasnachthuhn und einen Handlohn nach C^bereinkatntnen 
als Erblehen und erlauben, den Wald dabei zu benUtzen, aber kein 5 
Holz zu verkaufen, — 1441 (dominica ante festum nativitatis Christi) 
Dez. 24. 

St. A. DeutsehordenS'Neckaroberamt 28, Or,, Pg.y das Siegel des Kom- 
tura fcLSt ganz abgegangen. 

615. Der Pfarrer [Eberfiard Esslinger] ton Heilbronn beklagt 10 
sich beim Rat: 1) die Pfarrkirche bekomme nur den zehnten Teil 
des Fruchtzehnten aus dem Zehnthof, die Samnder und Diener haben 
seit 12 Jahren Schaden gethan und unterschlagen, weil inan ihnen in 
der Emte nicht tdglich drei Mass Wein und jdhrlich ein Paar Hand- 
schuhe und einen Seckel gegeben; sie Jiaben auch seinen Kaplan und 15 
Knecht blutig geschlagen und vertrieben; 2) den Teil von 1440 be- 
halte man ganz zuriick, etwa 140 Malter Frucht; 3) 4) fordert den 
ganzeji kleinen Zehnten von jungen Huhnern, Enten, Obst, Baumfrucht 
und Garten, wdhrend man bisher nur von einigen Garten einen Heller 
gegeben habe; 5) fordert Zuriicknahme der Ratsverordnung, doss, urer 20 
bei einem Leichenbeg&ngnis noch an einem zweiten Altar opfem wolle, 
dort mindestens ein^n Gulden und dem Rat ebensoviel geben miisse; 

6) beklagt sich, dass man die Kinder unter 10 Jahren nicht begehe; *) 

7) bei der Kopulation haben die Eheleute fruher jedes eine Kerze 
im Wert von 4 oder 5 Pfennig und Wecken oder Brotlaibchen ge- 25 
opfert, was auch in anderii Stddten des Bistums Sitte sei; 8) klagt 
aber die Erhebung eines Guldens durch den Rat beim Begrdbnis 
Austvdrtiger im Pfarrkirchhof und fiber auswdrtige Bruderschaften; 
9) fordert die Marienkapelle fur die Jurisdiktion der Pfarrkirche, 
da seine Pfarrkinder dieselbe gebaut und die Deutschherrn sie ohne 30 
Einwilligung des Bischofs und Pfarrers fiir sich genommen haben; 
fordert auch das seither daselbst gefallene Opfer; 10) die Sohn- und 

Aposteltage soUen besser gehalten werden; 11) in der Kirche soil ein 
„Umhang*^ (in den weiteren Verhandlungen: Hungertuch) angebracht 
und ein Prediger bestellt werden; 12) die Feld- und Viehhirten sollen 35 
wie an andern Kirchen gehalten werden; 13) fordert die Sendheller 
Mid anstdndigere Behandlung der Sendboten (boten von synodams 

*) Leichengotiesdienst mit Opfer. 



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1441. 313 



wegen) von seiten des Mats; 14) der Bat noil die Kirche bauen und 
an den Pfarrer keine Bechnung steUen; 15) das Volk mache „Siedeln^, 
Bdnke und StUhle in der Kirche, ohne ihn zu fvagen. — Nach dem 
2. Punkt nach 1440 und vor 1442 Apr. 24, Jedenfalls 1441, 

5 HeUhronn 69 II A 1. GleiehzeUige Abachrifty undaUert, Ebd. laiemisch. 

a) AnHoort dss Bats (folgt in der deutschen Abschrtft unmittelbar auf 

jeden eingelnen Punkt): 1) duesert sein Bedauerny er set ntcht BicMer des 

Zehniherm oder seiner Diener, werde aber mii Bitten mu erreichen sucheuy 

was mdglich sei; 3) 4) die eonsuetudo temporis immemorati werde hier wohl 

10 den Biirgem zu gut kommeny der Ffarrer habe aueh ohne Beschwerung des Volkes 
seine redliche NaJ^'ung, habe auch den kleinen Zehnten nicht gam zu bean- 
spruehen; toas recht seiy woUe ihm der Bat nicht verweigem; 6) ein seiches 
Gebot existiere nicht, es stehe jedem frei, an beiden AUdren bu opfern : 6) hier 
masse man den Eltem ihren WiUen lassen und die Armut des Volkes beruck- 

15 sichtigen^ die Kinder, die ohne Silnde von hinnen seheiden, haben es nicht ndtig, 
und seien ja auch darunter, wenn man far aUe Verstorbenen bete; wenn es in 
andem Pfarreien geschehe, sei es freiwiUig; 7) der Pfarrer moge mit dem Opfer 
bei der Benediktion zufrieden sein, er und seine Gesellen haben von der Prdsenz 
Broty soviet sie brauchen; wenn man den Siebenten und Dreissigsten begehe, 

20 habe er dreimal Broty Wein und Lichter, seine Gesellen und der Mesner haben 
mehr Lichtety als sie brauchen, das Volk opfere von seiner Arbeit und Armut 
Kerzen in die Kirche, spende fUr das Almosen zum Bau, far Seelsorgsdienete, 
die doch der Pfarrer von Amis wegen leisien musse, bei der Beichi, Kommunion 
und letzten Olung: 8) der Pfarrkirchhof sei zu eng, die Luft in der iStadt 

25 kSnnte vergiftet und stinkend werdeny man habe ja noch einen andem zur Pfarr- 
kirche gehorigen Kirchhof, der Gtdden werde fur den Bau der Kirche erhoben. 
Die Bruderschaften seien nichts Straf bares, wenn der Pfarrkirche Unrecht ge- 
schehCy mdge er es vor din kirchlichen Bichter bringen; 9) der Pfarrer soUe 
sein Becht beweiseny wenn er es kdnney bekomme er natiirlich auch das Opfer: 

30 10) versprichty Zuwiderhandelnde in Unterweisung zu nehmen; 11) das Volk zu 
betehren, gutes Beispiel zu geben und seine Geistlichen dazu anzuhalten sei 
8ache des Pfarrers, er mdge darauf mehr achfen als auf sein Einkommen ; auch 
far das Predigtamt sei zundcM der Pfarrer da, Usher habe man zwar gelehrte 
Prediger gehabty zur Zeit lasse die Stadt einen zu Heidelberg die heUige Schrift 

35 studieren, ') aber zur AnsteUung tines gelehrten Mannes sei der Zins noch zu 
geringy der Pfarrer moge also einsn jdhrlichen Zuschuss gebeny da die Predigt 
doch eigentlich seine Pfiicht w&re, ehenso sum Vmhang, dann woUe der Rat 
das Beste thun; 12) dieselben seien meist arm und kdnnen nicht umsonst ar- 
beiten ; die Burger mOssen ja ihre Handwerksleute auch bezahlen und Gewohnheit 

40 anderer Kircheii sei nicht bindend ; 13) bisher haben die Pfarrer selbst die Send- 
heiler gegeben; die Sendboten habe man wurdig behanddt, sogar beschenkt, wozu 
man aber nicht verpflichtet sei: 14) der Bat wolle den Pfarrer nicht mit zeit- 
lichen Angelegenheiten beschweren, aber dieser mdge nach seinem Vermdgen 
beisteuem, wie sonst die Pfai'rer thun: 15) die Kirche gehore nicht bloss dem 

*) Johann Trutzenbach, seU 1448 Prediger zu HeUbronn, s. n. 605 h. 



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314 1441. 

Ffarrer, sondern auch dem Volkj und dass dieses nicht in dcr Asche sitzm 
wolhy achade niemand und gehe niemand an : dass man eu viel sitze, was heenge 
und stdre, missfalie auch dem Pat. 

b) Forderungen dts Hats an den Kirchherrn: 1) es sei GeivohnheU, dass 
der Pfarrer in der Fasten und im Advent tdglich nach der Frtihrnesse predige 5 
Oder predigen lasse; 2) der Ffarrer soil die Messe pro peccatis, die man tdg- 
lich vor der Predigt (nachher eine de die^ gelesen habe, nicht abgehen laaaen: 

3) der Ffarrer soil fromme, gelthrte und erfahrene Kapldne halten: 4) der 
Ffairer soUe einen geiehrten Meaner halten, der aingen und leaen kdnne und 
mit auaseramtlichen Arbeiteti nicht beldatigt werden darf;^) 5) die SchHtzen 10 
und Hirten aollen belaasen werden wie biaher. ^) — Ebd. gleichzeitige undatierte 
Ahachrift in zwei verschiedenen Faasungen, 

c) Johann Wenck von Herrenberg, Lehrer (Doktor) der heiligsn Schrifl^ 
Dietrich von Gieaaen, Licentiat dea geiatlichen Eechta und Dekan zu Wimpfen, 
Ulrieh Nenninger, Lehrer dea geiatlichen Rechta und Sanger dea Stifta Neu- 15 
hauaen bei Worms, eniacheiden zvnachen Eberhard Eaalingei^ Kirchherrn zu 
Heilbronn, und der Stadt^ nachdem beide Farteien, die Stadt durch ihren Biirgtr- 
meister Marquard Merklin, gelobt, den Schiedsapruch zu halten: L in der 
Klage des Kirchherrn : 1) er moge seinen Zehnten vom Graf en von L6wenatein 
nach Angabe der Dreacher Jordem, auaatehende Guthaben kdnne er bei den 20 
Schuldnem fordern, aber die Stadt in Buhe laaaen, der Eat moge ihm behilflich 
aein und 2) den Leuten des Kirchhert^n keinen Schaden geachehen laaaen ; 3) 4) ea 
soil beim Herkommen bleiben, da eine Neuerung beim Volk UnwUlen erregen 
und dem Kirchherrn achaden konnte; 5) wenn ein Verbot vom Rat ergangen 
sei, aoll ea zurUckgenommen werden und beim eraten Opfer im ndchaten Vierteljahr 25 
einer oder zwei vom Rat an den zweiten Altar gehen ; 6) sei JreiujUlige Saehe, 
del' Rat diirfe niemand hindem; (der 7. und 8. Funkt fehlen): 9) gehe die 
Stadt nichts an : W) fUr die Haltung der Feiertage haben die Geiatlichen zu 
aorgen, Fntheiligung aoU der Rat atrafen : 11) ein Hungertuch mogen die neUigen- 
pfleger anachaffen, wie ea aonst Hblich iat, mit dem Fredigtamt soil ea nach der 30 

Verachreibung gehalten werdeti ; 12) fetdt) : 13) tvegen der SmdheUer aoU ea beim 
Herkommen bleiben; 14) bei der Rechnung der Heiligenpfleger aoll der Kirch' 
herr beigezogen werden; 15) unziemlichea Aufatellen von StuMen aoU der Red 
nicht dulden ; dazu 16) : vom Opfer an den Bau aoll der Rat dem Kirchhen-n 
jdhrlich 2 Ffund zukommen laaaen. IL in der Klage dea Rata: 1) der Kirch- 35 
herr aoU wochentlioh drei Stunden, den Sonntag nicht eingerechnet, predigen 
lassen; 2) die Messe pro peccatis in der Fasten soil er, wenn sie herkommlich 
und far den Gottesdienat nicht hinderlich aei, nicht abgehen laaaen; 3) er aoll 
Gehilfen haben, die ein erbaulichea Leben filhren und ihn in dei' Belehrung 
dea Volkea vertreten kdnnen; 4) er aoll einen geiehrten Meaner haltm, der dea 40 
Singena und Leaefia kundig aein, aber nur sdn Ami versehen soil ; 5) tcegen der 
Hirten tuid SchUtzen bleibt es beim Herkommen, Die SchiedsriclUer behalten 



*) In der andem Abschrift : nicht einen Knaben wie zur Zeit ; der Ffarrer 
nehme Widem und Zehnten hinter dem Nor db org, die dem Mesner gehdren, — 
^) Daselbst: das Volk toerde in der Beichi und sonst gedrdngt, an den vier 
Opfem Mu opfem, das miisse aber freiwiUig bleiben. 



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1442 Febr. 15. 315 

sich Auslegung ditser Artikel in ZweifeUfdlltn oor, die Artikd aolkii geUen, 
solange Esslinger Kirehherr ist — Zeugen Meister Ludung Horich, Pfarrer 
gu Weinheim^ Georg Zeisaolf, P/rUndner gu Heilhronn u, a, — 1442 (dinstag 
nach Gorgentag) April 34, — Heilhronn Lade 23, 24, Or.^ Pg, mit 3 Siegeln. 



5 616. Pf(fff Hans Diini, Pfnindner am St. Elshethenaltar 

Im Spited zu Heilhronn, verkauft mit Genehmigung und Geheiss des 
Patrons seiner Pfriinde, des Kirchherrn Eberhard Esslinger, an das 
Kloster Steinhelm (Priorin Agnes) Zinse zu Kkinbotfwar, Steinheim 
und Heilhronn (vom Steinhaus des Sigfrid Friese). — Siegler der 
10 Kirehherr, der Aussteller und Hans Egrer, — 1442 (dundergtag nach 
ValentinB tag) Febr. 15. 

St. A, Steinheim 9. Or., Pg,, die Siegel abgerissen. 

617. Pfalzgraf Steyhan entscheidet zwischen der Stadt HtU- 
hronn und- Heinrich von Remchingen: 

15 1) in der Klage der Stadt, dass Remchingen entgegen seiner Ver- 

schreibung sich weigere, den Kauf Frankenbachs Martin Goler gegeniiher 
zu vertreten, und dass ihr durch Golers Feindschaft 200 Gukhn Scha- 
den erwachsen set. Remchingen antwortet, nur Jahr und Tag zur 
Fertigung verpfiichtet zu sein, diese Frist sei schon lange verflossen 

20 und Goler hahe ihm das Gehot ror das Landgericht zu Rottweil, dan 
oherste Gericht in diesen Landen, abgeschlagen. Da der Kaufbrief 
ausweist, da^s Heinrich verpfiichtet ist, den Kauf vor meDglichs au- 
sprach zn versprechen jare und tag, Goler aher innerhalb dieser Frist 
Anspruch erhoben ha be, nird Remchingen zur Vertretung verurteilt; 

25 2) in der Klage Heinrichs von Remchingen, dass die Stadt 

Frankenbach urn 1300 Gtdden von Peter von Thalheim, dem er es 
nur um 1200 verpfdn<let hatte, erworben; man habe dann deswegen 
zu Heilhronn verhandeln wollen, er selbst sei nicht personlich erschienen 
und Thalheim habe sich geiveigert, seinem Boten zu antworten, so sei 

30 er um 100 Gulden und 50 Gulden Unkosten gekommen. Heilhronn 
bestdtigt diese Anyaben im wesentlichen. ^) Da Peter von Thalhei^n 
nicht verpfiichtet gewesen sei, dem Boten zu antivorten, wird entschieden, 
Remchingen solle personlich vor dem Rat zu Heilhronn erscheinen 

*) Gefiauer werdcn diese VerJuindlungen erzdhlt in der im Konzept (Heil- 
hronn 25, Acquisition 6) erhalienen Antwort der Stadt auf Kemchingens Klage 
von 1441 (dnnderstag nach Liicien tag) Dez. 14. fiber die Differenz von 1(X) Gul- 
den vgl. n. 579, 



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316 1^2 Marz 27 — Juli 20. 

and bei dessen Urteil soUe es bleiben. Die Kodeii soil jeder Teil 
selber tragen. — Meisenhem 1442 (tercia feria post dominicam pal- 
marura) Mdrz. 27, 

St, A. HeUbronn I, Frankenhach. Or,, Fg, mit Siegel. 

618. Konig Friedrlch belehnt Burkhard von Weiler mit Schult- 5 
heissenamt und Vogtei zii HeUbronn und Wimp/en, wie sie sein Vater 
Andreas vom Reich zu Lehen gehabt, dessen Lehenbriefe nber verbrannt 
sindy und Idsst sich von ihm huldigen, — Nurnberg 1442 (an sand 
Philipps und sand Jacobs tag) Mai 1, 

iSt.A, HeUbronn I, SchtUthetssenamt u. a, tc. Or., Fg, mit Sekrel und Ring- 10 
ifiegel ah Ruckaiegtl, Aufdem Bug: Ad mandatum doinini regis Uliiciis Giinipeii- 
bcrgiiis cancellarius Pataviensis. Au88en: Jacobus Widerl. — Chmd n. 505. 

619. Pfalzgraf Ludwig entscheidet zwischen der Stcidt HeUbronn 
und Martin Goler von Ravensberg : des letzteren Vertreter Hans von 
Enzberg beafisprucht fiir Goler das Dorf Frankenbach als mntterliches 15 
Erbe und Ersatz fUr die ausgefaUene Nutzung, Die Stadt (Ver- 
treter der Bilrgermeister Marquard Merklin und Ulrich Nenninger) 
lehnt die Antwort ab, da sie das Dorf nnr pfandweise von Heinrich 
von Remchingen innehabe, wird aber fiir verpflichtet erklart zu ant- 
ivorten, worauf sie um Aufschub bittet, um Heinrich zur Vertretung 20 
zu betvegen, Der Pfalzgraf und seine Rate Graf Hesse von Leiningen, 
Graf Hans von Eberstein, Vogt zu Ortenberg, Swicker von Sickingen, 
Meister Bartholomdus, Doktor des geistlichen Rechts, Meister Hans 
Ernst, Kustos des Domstifts zu WormSj Meister Hans Kopf Licentiat 
des geistlichen RechtSj Heinrich von Fleckenstein, Hofmeister, und 25 
Konrad von Rodenstein vertagen die Sache bis zur Riickkiinft des 
Pfalzgrafen aus Frankfurt vom romischen Kihiig ; his dahin sollen 
die Parteien ihre Beweismittel vorbringen, — Heidelberg 1442 (vigilia 
festi corporis Cristi) Mai 30. 

StJL, HeUbronn I, Frankenbach, Or,, Fg, in doppelter AusfeHigung, — 30 
Heinrich von Remchingen hatte noch am Tag zuvor (dinstag noch triuitatis) 
Gdler aufgefordert, die Stadt unbek&mmert zu lassen und ihn ale FigentUmer 
zu verklagen. 

620. Konig Friedrich best(itigt der Stcidt HeUbronn auf Bitten 
ihre koniglichen Privilegien und hergebrachten Gewohnheiten und be- B6 
JieJUt alien Unterthanen, sie dabei zu schiitzen. — Frankfurt a. M. 
1442 (freitag nach Margarethen tag) Jtdi 20, 



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1442 Jtili 28. 317 

St. A. Heilhronn J, FHviUgien, Or , Pg„ Majestdtssiegd mU BUcksiegel 

(MUneaiegel), at^f der Vorderseiie mit dem BingsUgel unten in rotem Waehs, 

an rotgrUner Seidenschnur, Auf dem Bug : Ad niandatum doraini regis referente 

domino Gonrado de Weynsperg Jacobus de Wynssheiin decretoram doctor. 

5 Aussen: R. Jacobus Widerl. — Beg. Chmel nr. 748. 

a) JDeraelbe ebenso als Kaiser, — Neusiadt 1453 (mittichen nach frauwen- 
tag liechtmesse) Fehr. 7. ■— Ebd. Or., Pg.j Siegel vrie vorhin, an violetter 
Seidenschnur. Auf dem Bug: Ad mandatum proprium domiai imperatoris 
Ulricus Weltzli. Aussen: R. Stephanus Kolbeck. — Beg.: Chmel n. 3017. 

10 6210 Koniff Friedrich helehnt als Lehentrdger der Stadt Heil- 

hronn den Ulrich Nenninger mit dem Dorf Flein samt Vogtei, Gericht 
und 20 Pfund He/lern, dem Dorf Bockiryen samt der Ebene, Ackern, 
Wiesen, IVeingdrten, JVdldern, Wegen^ Stegen und alien andern Rechten, 
endlich mit dem Lad- und Eichamt zu Heilbronn und Idsst sich von 

15 /Am huldigen. — Frankfurt a. M. 1442 (montag nach Marien Magda- 
leneii tag) Juli 23, 

St.A. Neuwurtiembergische Lehen 1. Or.^ Pg., Majestdtasiegel an roU 

griiner Seidenschnur. Auf dem Bug : Ad relacionem domini Conradi de Wyns- 

pergh camerarii hereditarii Jacobus de Winssheim decretorum doctor. — 

20 Aussen: R. Jacobus Widerl. — Beg.: Chmel n. 777 aus Beichsregistraturbuch O. 

a) Kaiser Friedrich belehnt ebenso Hans Eygrer den jungen, — Neu- 
stadt 1456 (eritag vor sand Veits tage) Juni 8. — Ebd, Or., Fg, mit MUnz- 
siegel. Auf dem Bug: Ad mandatum domiui imperatoris Ulricus W^ltzIi vice- 
cancellarius. Aussen: R. Stephanus Kolbegk. 

25 622. Konig Friedrich [HI.] belehnt Ulrich Nenninger, Biirger 

zu Heilbronn, mit dem von seinem Schwiegervater Kunz Gerach auf 
gegebenen Fischwasser an der Heilbronmr Stadtmauer, oben an d^is 
Wasser der Deutschherrn, unten an das Hans Eyrers des dlteren 
stos^eud. — Frankfurt 1442 [Mitte August]. 

30 Chmel n. 999 aus Beichsregistraturbuch N. (Tprers, icie hier gedruckt 

ist, nach dem folgenden gu korrigieren.) 

a) Ebenso den Erhard Nenninger (wnrtlich yltich). — Graz 1466 Sept. 22, 
— Ebd. n. 4653 aiM Beichsregb. (^. 

623* Hesse, Graf zu Leiningen, Hofmeister des Pfalzgrafen 

35 Ludwig, urteilt im Namen desselben mit den Rdten Meister Hans 

Kopf von Speger, Licentiat des geistlichen Rechts und Rektor des 

Studiums in Heidelberg, Meister Hans Rysen, Doktor des geistlichen 

Rechts, Wiprechi ran Helmstadt d. a,, Siegfried von Venningen, Riftern, 



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318 1442 Nov. ao. 

Heinrich von Fleckenstein, Hermann von Bodenstehij Burggrafen zu 
Alze^, DiMkmf wmL Rickiugttu, VilztuiU zu, Neiienstadt^ Albrecht von 
Venningen und Johann Boisse von Waldeck, Amtmann zu Kreuznackj 
ztcischen Burgermeister und Bat von Heilbronn und Martin Goler 
von Bavensberg, welcher auf halb Frankmibach als Erbe seiner Mutter 6 
selig Anspruch macht, wornuf die von Heilbronn entgegnen, da er 
noch 3 Schwestern habe, konne er iiberhaupt nur auf ein Viertel des 
halben Dorfs Anspruch erheben. Vrteil: da Golers Schwestern nicht 
im Becht stehen, urn seinen An»pruch mitzuvertreten, und die von 
Heilbronn keine Kundschaft von denselben beigebracht haben, so mUssen 10 
sie auf Golers Anaprache filr volt antworten. — Heidelberg 1442 
(off dinstag nach sant Elizabethen tag) Nov. 20. 

HtiUyronn 25, Acquisition 7, Or,^ aussen aufgedriicktes Sitgel unier 
Papierdecke. 

a) Auf einer Verhandlung von Pfalagraf Ludwig hringt die Stadt ein 16 
schriftliches Versprechen Remchingens, das Borf wieder einzuloeen, und die 
EinwiUigung Gdlers in einen Aufachub bis Georgii vor unter der Bedingung, 
d<i8s dann seine Gegner sich wieder steUen, gleichviel oh der Ruckkauf statt' 
gefunden habe oder nicht. — Heidelberg 1443 (feria sexta post epiphanie) 
Jan, 11. — Ebd, Gleichzeitige Absckrift. 20 

b) Die Stadt wottte sich am Rottweiler Ho/gericht die Ermdchtigung eum 
Ahleittverfahren gegen Remehingens G titer erieilen lassen; nun tetlt lAr Proku" 
rtHor Leonhard Zeller mit, doss Remchingen sich heute aus der Acht geeogen 
habe und sich Febr. 19 eu Rottweil stellen woUe; nach HofgericMsreeht habe 
sich der Kldger (also die Stadt) selber zu stdlen, wenn ein Achter aus der 25 
Acht homme, — 1443 (samstag nach Hilarii) Jan. 19. — Ebd. 9. Or. 

Auf einem Tag vor Ffalzgrtrf Ludwig zwischen der Stadt und Gdler 
geht leteterer auf eintn Aufschub bis Michaelis (Sept 29), wdhrend welcher 
Zeit die bereits beim Pfalzgrafen anhdngige Klage der Stadt gegen Remchingen 
entschieden werden soU, unter der Bedingung ein, doss die Stadt sich nachher 80 
wieder stelle und am Jetzigen Bechiszustand nichts gedndert werde. — Httdel- 
berg 1444 (quinta feria post exaudi) Mai 28. — Zwischen der Stadt und 
Remchingen ham es zu keiner Verhandlung^ Remchingen zog die Sache hin, 
der Pfalegrcrf hatte keine Zeit. Dann dringt Goler nach der varhin erwdhnten 
Abmachung daraitf, dass seine Klage verhandeU werde, der Pfalzgraf bestimmt 35 
dazu den 23. Dez. (feria tercia post Thome), vertagt aber an diesem Termin 
die Sache auf (freitag nach lichtmess) Febr. 6 (45 Tage). Die Bitte der Stadt, 
w&hrend dieser Zeit ihren Handel mit Remchingen zu erledigen (1444 jares 
abent, Dez. 31), ') scMdgt der Pfalzgraf ab. Am 6. Febr. wird die Sache 
wieder bis (freitag vor palmsontag) Mdrz 19 vertagt (KerbzettelJ, wie es scheint, 40 
wieder auf Bitten der Stadt. Denn jetzt wird deren Klage gegen Remchingen 
verhandeU; auf dem ersten Tag zu Heidelberg, 1446 (sabbato ante oculi) Febr. 27, 
bleibt dieser aus (Urkunde des Graf en Hesse von Leiningen), aber einen zweiien, 



*) CireumcisionsstU. 



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1442 Nov. 27. 319 

der atif Donnerstag imch Judica Mdrz 17 angesagt wut-dtj ist nichts bekannt, 
Dagegen ham der in der Klage Golers zu stande, (Die bisher enodhnten Akten 
Heilbronn 36 Acquisition 4 und 7.) 

Graf Hesse von ,Leiningen, Hoftneister Ffalegraf Ludwigs, und dessen 
5 Rate Bischof Fried^-ich von Worms^ Eherhard von Neipperg, Swickei' ifon 
Sickingen, Meisier Hans Guldenkopf, Lehrer (Doktor) des gdistlichen RechtSy 
Heinrich von Fleckenstein, Alhrccht von Venningen, Hans von Gemmingem und 
Michel von MosbacH entscheiden in der Klage Gdlers (verireten durdi Friedrich 
von Massenhach), der kalb Frankenbach als mutierliches Erhe und die andere 

10 Hdlfie Oder eiUsprechenden Ersatz fUr ausgefallene Nuizttng beansprucht, gegen 
die Siadt Heilbronn (veHreten durch die Burgermeister Uh-ich Nenninger und 
Hans Eyr<ir)y die die Klage abweist, da der Anspruch sich verjdhrt habe und 
Goler als in der Acht bjfincUich reckUos sei: die Stadt soil das halbe Dor fund 
die Nutzung seit der ersten Fcrderung herausgeben, — Heidelberg 1445 (sesta 

15 feria post judica) Mdrz 19, — St.A. Heilbronn I, Frankenbaeh. Or., Pg, in 
doppelter Ausfertigung, — Die Stadt beeilte sich nicht, dem Urteil nachzukommen 
(denn GSler forderte dessen AusfUhrung noch im Juni, bekam, me es scheint, 
das Dorf uberhaupt nicht in seine Hdnde), sondern suchte sich nun an Remchingen 
zu halten und mit Berufung auf ihre Einung deti Pfalzgrafen Ludioig zu be- 

20 stitnmen, seinen Diener Remchingen avzuhalten, doss er ihr den Kauf wehre. 
Dieser erliess zwar einen Befehl dieses Inhalts an Remchingen, Heidelberg 1445 
(Bonifacii) Juni 5, htzterer berief sich aher auf eine gUtliche Entscheidung der 
^yfdlzischen Rate vom Apr, 22, *) die er nicht gebrochen, der en Annahme aber 
die Stadt verweigert habe. Heilbronn hatte Remchingen darnals schon vor dem 

25 Hofgei'icht zu Rottweil verklagt, war aber immsr noch bereit, laut d^ Einung 
vor den Pfalzgrafen zu kommen, aber nun besteht Remchingen darauf, 1445 Juli, 
scheint sich aber dann doch nicht gestellt zu haben, denn er kam in die Acht, 
erkldHe nachhtr das Verfahren fur uugilUig, Die Stadt rechtfertigt sich dem 
Pfalzgrafen gegeniibei; 1445 (jares abent) Dez. 81. *) — Die Akten Heilbronn 25, 

30 Acquisition 7'-'9. 

624. Die Stadt Heilbronn kiindigt dem Rafan von Helmstadt, 
Endris seligen Sohn, Fehde an, well er gegen ihr rechtliches Gebot 
ihren Feind Hans von Michelfeld genannt Klingssore hause und halte 
und teilt mit, dass sie alle seine Feinde besonders die Stddte gegen 
35 ihn hausen und halten iverde. — 1442 (dinstag nach Katherin tag) 
Nov. 27. 

Heilbronn 194, Fehden J, 3. Alle diese StUcke gleichzeitig in ein Heft 
eingetragen. 

a) Ebetiso dem Konrad von Helmstadt, da er an Helmstadt teilhabe, eod. d. 
40 b) Ebenso dem Martin von Helmstadt, Margarethe Josts von Helmstadt 

Wiiwe, Agnes Kreissin [von Lindenfds] Heinrichs von Sickingen Witwe und 
Hans von Helmstadt dem jiingem, eod, d. 



") Von dieser ist aus den noch vorhandenen Akten nichts bekannt. — ') 6Vr- 
cumcisionssttl I 



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320 1448 Jan. 6. 

c) Ehenso Siegfried von Riexingen gm, Osterhronn Nov. 30y durehge- 
stricken, 

d) JtJbenso dem Michel von Freyherg, Konrad von Bebenburg und AnS' 
helm von J berg (samstag nach Andreas tag) Dejf. i. — JBod, d, die Diener 
der Stadt: Matthias von Ow, Hans von Bosenbach, Hans und Konrad von 5 
Ostringen genannt Durre, Kunz Seyler, Hans von LupUtZj Hans Dichnitger^ 
Runs Iselin von AUheim, Burkhard Herdlin, Peter von Aresheim, Klaus von 
Bussfdd, Kunz Munehe von SehHtzingen, Konrad von Steitrfurt genannt 
Winzig, Diether von Flein^ Georg Huscftelin von Pforzheimy Stephan Eieher, 
Hans Franke und Klaus Meisenbach, — Siegler der erstgenannte. 10 

e) Ebenso die Stadt cds Verbilndete Wimpfens dem Konrad von Beben- 
burg (Barbaren tag) Dez. 4. Durchsirichen, 

f) Ebenso dem Homeek von Hornberg d, j., die Fehde soil in 14 Tagen 
beginnen, da sie sich auf 14tdgige Kundigung verschrieben haben, (samstag nach 
Lncien tag) Bez, IS. 15 

625. Die [KUfer-JMeister: Hans Rait der alte, Ueinzlin BotUin, 
Merklin Bender, Heinz Ulrich, der alte Hans Hutzelhach, Beehtold 
Bender, Heinz Becklin, Hen.slin Winer, Kunz Richard, Peter Schnoppler, 
Oppenweiler, Kraft Bender, der alte Scfdechtbach, Klaus Hilbner, 
Werner Bender, Heinz Schwarz, Heinz Lybenstein, Heinz von Stein- 20 
heim, Henslin Remlin, Jost Husner, Hans Brecht, Hans Keyser, 
Thoman Hutzelhach, Hans Wernher, Hermann Wiil/er, Klaus Engel- 
hart, Hans Schwajfp, Matthias Hochbein, Kunz Kruttheim, Kunz 
Gundlach, Peter von Speyer, Hans Freyermut, Peter Herbst und Hans 
Nauwer beschliessen, jedes Quatember soUe ein Meister 3 Pfennig^ ein 25 
filr das ganze Jahr gedungener Knecht V« Pfund Wachs, ein StUck- 
werk ("= im Akkord) arbeitender Knecht von einem Viertel Fass 
einen Vierling Wachs, ein Meister, der einen Lehrling nimmt, ein 
Pfund, wenn er ihn nur fur d^n Herbst nimmt, einen Vierling Wachs 
geben (oder der Lehrling, je nach de^n Dienstvertrag), Va Pfund, 30 
wer bei einem Gebot ausbleibt, auch bet Leichen, wenn sie vom be- 
trefenden Meister angezeigt werden und der Kerzenmeister ein Gebot 
erldsst; von 4 bei einer Leiche gestifteten Kerzen fdllt eine an die 
Stiftung. — 1443 (6ber8ten tag) Jan. 6\ 

Heilbronn 104 KUfer 1, Abschrifi von derselben Hand wie das folgende, 35 
tpohl von 1472. 

a) Die Meister Thomas Engelhart^ Lienhart Fryess, Matthias Frim, Hans 
Nurtinger, J6rg Crutten [= Krautheim]^ Beehtold Bocklin, Michel lUf elder ^ Kunz 
IfSiwer, Andres Koch, Hans Weger, Hans Herberlin, Kunz Buwer, Joss Deg, Ktilin 
Sybolt^ Ulrich Specklin, KelgBeylle, HansNart, DieboU Hutzelhach^ Hans Munch, 40 
Heinrich Hassensckart, Peter Mendlin^ Martin von Biberach, Bemhari NUrtinger, 
Joss Habner, Joss Herbst, Peter Nauwer, Hans Rassenberger, Hans Keyser, Peter 



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1443 Marz 28 — Juli 18. 321 

Radmaniiy Klaus Wedler und Hans van Bissingen ^hessem unserer Ueben IfVau 
auf^ : wer Meister wird, giebt Vs fl- i Ort an die Keree und 1 Ort den Meiatem 
an das Geschin', *) ein Meistety der einen Lehrling nimmt, giebt in den ersten 
14 Tagen 1 Pfund Wachs^ wenn es nicht der Lehrling thun muss, — 1472 
5 (danderstag in mittfast) Marz IZ — Ebd., desgl. 



626» Georg Fuer beurkundet, dass, wie fruher Eberhard und 
Beinhard von Neipperg ein Stiick, so jetzt die Stadt Reilbronn ihm 
die andere Hdlfte des Weidachs im Neckar, das er von Wirtemberg 
zu Lehen hat und das bis an die KUngenberger Markung reicht, durch 
10 Urteil der Ufitergdnger abgewonnen fiabe, — 1443 (samstag vor 
oculi) Marz 23, 

HeUbronn Kasten 15, BSchingen, Markung und Weidgang Fase. 2. Or,, 
zerrissen, mit Resten des atrfgedrUekten Siegels. 



627. Simon von Leonrodt, Komtur, und die Briider des Deutschen 
15 Hauses zu Heilbronn verleihen ihr Wasser bei der dusseren Briicke 
zu Heilbronn, das bisher die beiden Kymen innegehabt, auf 10 Jahre 
urn 22 Gulden an Hans Holzapfel und Hans Kyine; diese soUen wo 
nbtig das Fach reparieren und diirfen dazu u^d zu sonstigem Ge- 
brauch die Weiden auf einer Wiese der Deutschherrn schneiden. — 
20 1443 (oBterabent) April 20. 

Lehen- und Bestandbriefe der Kommende Heilbronn S. 68. 

a) Hans Holzapfel, Fischer, und seine Frau Barbara verkaufen ihr 
Fischwasser von der Neckargartacher Fart bis herairf an das Wasser des 
Spitals mit Gestaden, Weidadien, Werdern und Altwasser urn 142 Gulden an 
25 BemJiard Berlin, Bilr germeister, — Siegler die Richier Gottfried Schenkel und 
Heinrich Kruth, — 1456 (Oswalds tag) Aug, 5. — St. A. Heilbronn I, Neckar 
u. s, w. Or., Pg, mit Sitgeln. IHeses Wasser wohl nicht ideniisch mit dcm 
oben erwcihnten. 



628* Die Graf en Ludwig und Ulrich von Wirtemberg nehmen 
30 Esslingen, Beutlingen, Heilbronn, Bottweil, Weil und Wimpfen in 
ihren Bund mit den Stddten Ulm, Nordlingen, Hall, Gmiind, Binkels- 
buhl, Kaufbeuren, Donauworth, Kempfen, Leufkirch, Giengen, Aalen 
und Bopfingen, der nock bis 1445 Juni 15 wdhrf, auf — 1443 
(dornstag vor Marien Magdalenen tag) Jidi 18. 
35 DcUl, de pace imp. publica 88. 

*) Nachtrag: ausgenommen eines Meisters Sohn. 

Wflrtt. Oeiohiohtsqaellen Y. 21 



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322 1444: Jan. a 

629* Heinrich von Heimberg, Burger zu Gmilnd, und seine 
Frau Elisabeth Melberin verkatifen dem Kirchhern Eberhard Ess- 
linger und der Priesterschaft zu Heilbronn an die Prdsenz 2 Fuder 
8Va Eimer Weingiilte von der Vorbede zu Grossgartach ^) um 370 Gul- 
den, geben ihren Kaufbrief heraus, obwohl dieser nur auf 2 Fuder 5 
8 Eimer lauiet, und stellen Peter Furer genannt Wigmar, Biirger- 
meister, und Walther Kantengiesser, Burger zu Heilbronn, als Biirgen. 
— Siegler die Aussteller und Biirgen, ferner Pauls Burger und Hans 
Eyrer d. j,, Richter zu Heilbronn, — 1444 (Erharts tag) Jan, 8. 

Sua. Heilbronn Lade 21, 12. Or., Fg., das 4. Siegel ahgegangen, das 10 
5. zerhrochen. 



630. Streit Konrads von Weinsberg mit Sigfrid Kugel genannt 
Norp wegen eines Guts zu Frankenbach. — 1444 Jan. 12 bis Sept. 1. 

Die Akten (3 Brief e, Protokoll iiher die Gerichtsverhandlung von Aug. 26 
in Abschrift, und das Urteil von Sept. 1, Konzept) : Heilbronn 25, Acquisition 1. 15 

Dem Norp hatte seine Frau Anna Ludwigin ein Gut zu Frankenbach 
beigebracht, sie lebten jetzt in geschiedcner Ehe und Anna verkaufte das Gut 
um 40 Gulden, die er ihren Gldubigern beeahlte, an Konrad von Weinsberg: 
dieser Idsst sich vom Gericht zu Frankenbach in Besitz einsetsen. Norp macht 
darauf Anspruch, da ein Eheweib Erbe und liegende Gillten oder Chlter nicht 20 
v&rdussem dilrfe, Anna beruft sich auf den Schiedsspruch des Heilbronner 
Gerichts, dass sie ihre Schulden von ihrem Eigentum bezahlen durfe. Norp 
hehauptet, das Gut sei mit Schtdden belastet gewesen, als er es hekommen, er 
habe es erst Idsen mUssen und kdnne es als Eigentum beanspruchen. Dies wird 
durch eine QuiUung von der Nonne Agnes, Ludtcig MiJdl&rs TocfUer, wdche 25 
AntM vorbringen kann, und durch die Thatsache widerlegt, dass immer noch 
Schulden darauf standen. Die Sache wird vertagt (Verhandlung vor dem Heil- 
bronner Rat, mitwocli vor Aiiguatini, Aug. 26) aufDienstag nach Egidi (Sep. 8), 
ivird aber schon (feria tercia ante nativitatein beate Marie Virginia) Sept. 1 
entschieden: Norp luibe anerkannt, dass sein Weib ihre Schulden von ihrem 30 
Eigentum bezahlen dilrfe; Weinsberg solle beschwdren, dass er da^ Gut von 
Anna gekauft habe, und es dann vorbehdltlich der lieclUe Dritter behalten 
durfen. HiefUr werden als Termine Sept. 20, Okt. 6 und 23 angesetzt. 



631. Peter Butneck, Bilrger zu Heilbronn, iibergiebt auf dem 
Todbett in Gegenwart des Notars, der Fideikommissare ['Testaments- 35 
vollstrecker] Johann Durfi und Berthold Zwirn und der Burgermeister 
Ulrich Nenninger und Peter Wichnar de7i letzteren 400 fl. und ein 
Guthaben bet Peter Meyer, Bilrger zu Niirnbergj in der Hohe von 

*) Vgl. n. 401 Anm. 



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1444 April a 323 

200 Gulden, damit mit denselben eine Pfriinde am Kloster zur Nessel 
gestiftet werde. Er bestimmt, man soUe damit eine Gillte von 30 Gulden 
kaufen, der Pfrundner anjedem Quatember 7^1% bekommen und viermal 
tvbchentUch celebriereUy furjedes Versdumnis einen halben Gulden an die 

5 Pfarrhirche geben, bei Nichtresidem die 30 Gulden der Pfriinde zufallefi, 
der Rat von Heilbronn solle das Prdsentationsrecht und Johann Butneck, 
Bruderssokn des Stifters, den ndchsten Anspruch haben. — Zeugen Jakob 
Hutzelen und Johann von Wifnpfen, Kleriker Wurzhurger und Wormser 
Diozese, — Notariatsinstrument des Notars Nikolaus Strub von Leon- 

10 berg, Klerikers Speyrer Diozese, — Heilbronn, im Haus des Andreas 
Butneck, 1444 Ap'il 8 (Indiktion 7, 12. Jahr Eugens IV. I), 

St. A. Heilbronn IV, Karmeliter, Dr., Fg, mit Notariatazeichtn, Der 
Notar achretbt durchgUngig sexingenta fUr 600, 

a) Johannes Putnit, Schreiher, mederhoU seine Forderung an die Stadt, 
15 das Testament seines Vetters auseufUhren und die Pfriinde eu heseteen^ heklagt 

sich^ dass er das letzte mal Heine Antwort erhaUen hahe und drohtf die Sache 
wetter su hringen. — 1446 (sambstag nach unsers herrn uffarttag) Mai 4, — 
Heilbronn 262 Nesselhloster 15. Gleichzeitige Abschrift. 

b) Bischof Gottfried von Wilreburg erricktet gemass der Stiftung des 
20 Peter Buttneck von Au (Awe), Priesters am St. Leonhardsdltar in der Pfarr- 
hirche zu Heilbronn, an der Marienkirche zur Nessel vor der Stadt am Peter- 
und Paulsaltar nach eingeholter Zustimmung des Klosters eine S(ikularpfrunde 
ohne SeelsorgSf bestdtigt die Bestimmungen der Stiftung, ordnet an, dass die 
wdhrend der Messe fallenden Oblationen fUr Benutzung der BUcher und 

25 Paramente aus der Sakristei dem Kloster zuf alien, der PfrUndner die Bechte 
des Klosters und des Pfarrers nicht schmdlere und nur in Notfdlltn dem 
Pfarrer zustehende Funhtionen vomehme. — WU^-zburg 1462 Okt, 31. — 
St.A. Heilbronn IV Karmeliter. Or., Pg., Vikariatssiegel an grUner Seiden- 
schnur. Daselbst ein vom Notar Nikolaus Straub von Leonberg fiir die 

30 BUrgermeister Gottfried Schenckel und Michael Hurlwagen und die Ratsmit- 
glieder Michael Hungerlin, Ludwig Gerach und Konrad Franck ausgestelltes 
Pg.- Vidimus von 1490 Aug. 20. Zeuge Gabriel Flins, Protonotar (Stadt- 
schreiber) zu Heilbronn. 

c) Die Stadt verkauft an Buttnecks PfHXnde 30 fl rh. Zins von ihren 
35 GiUem um 600 fl mit eungem Riickkaufsrecht nach halbjdhriger KUndigung. 

— 1453 (Gerdrutten tag) Mdrz 17. Heilbronn 42, Passiva 1. Or., Pg., Siegel 
abgeiHssen, Urkunde zerschnitten (bei der Wiederlosung). 

632. Prozess der Mangmeisterschen Eheleute mit der Stadt 
Heilbronn. — 1444—1448. 

40 Die Akten dieses Prozesses, der mit dem des Michel von Breit. Schwieger- 

voters des Mangmeister (n. 608), zusammenh^ngt, Heilbronn 166, Westfdl. 
Qerichte 1, 2 und 4, und Lade 10,3. 



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324 1444. 

a) Arnd Kleynsmyi, Freigraf eu Villigst (Velgyste) beurkutidet, doss *) 
Dietrich (Dirich) Floiger, Freigraf der krumtnen Grafschafi^ auf Klage Diet- 
nchs van dem Vittinghof genannt Nm-tkirchej Frokurators des Hans Mang- 
meister, wegen widerrechtlicher Entgiehung seines Besitzes und Gefangensetzung 
(gestochet, gevangen und geblochet) seiner Fran Klara die Burgermeister Ulrich 5 
Nenninger und Kaspar Mettelbachy ferner Hans Aerer den jUngem, Marquart 
Mercklin, Peter Wicmar (Weideraar), Marx Schenckel, Btrnhart Ferlyn, Evert 
von Finsterloh^ Heinrieh Enech, Klaus Thyemar, Tonye ^) Mettelbach und dUe 
Burger und zu ihren Jahren gekommenen Mannspersonen der Stadt Heilbronn 
aitf heute vor den freien Stuhl zu BrUnninghausen geladen und er wegen Ver- 10 
hinderung Floigers den freien Stuld hesetet hdbe, Nortkirche bringt die Klage 
vor J zugleich eine neue, dass die Stadt die gtfangene Klara eu einem KomprO' 
miss gedrdngt habe. Von der Stadt ist niemand erschienen, Der Kompromiss 
wird fUr ungilUig erkldrt und die Stadt als des Bruchs des Burgeif-echts schtddig 
zu 2000 fl. rh. Schadenersatz verurteilt. ■— Umstdnder: Dietrich von Wickede,^) 15 
Stuhlherr, sein Sohn Heinrieh von Wickede, Degenhard Haze, Johann Bockeil, •) 
Ludtvig von Wickedej Engelbert Koster, Botgher von dem Vittinghof genannt Nort- 
kirche, Jakob Nortkirche, Johann Redick, Godeke Werner, Hans Vryman, Dietrich 
ten Fothove, — Siegler der Aussteller, Dietrich und Heinrieh von Wickede, Johann 
Bockell, Ludwig von Wickede und Engelbert Koster, — 1444 (feria qiiinta post om- 20 
Ilium sanctorum) Nov, 5. — Or., Fg., das letzte Siegel abgerissen, aber beiliegend. 

b) Vor dem freien Stuhl zu Brunninghausen tddingten Dietrich Nort- 
kirche, Frokurator der Kldger, und Heinrieh Schdme, und Johann Sleper^ 
Schreiber und Diener der Erbstuhlherrn, die Farteien soUtn auf Oculi vor den 
Speyerer Bat kommen, 1445 (dinstag ua der heiligen dryer konigc tag) Jan. 12 25 
{der folgenden Urkunde inseriei't). Daselbst erschien aber von seiten dw Kldger 
niemand, worUber sich Heilbronn, vertreten durch Ulrich Netminger u. a., eine 
Urkunde ausstellen Idsst. — 1446 (ipso die domiuico qua cantatur oculi) Febr, 26. 
(Or., Fg. mit Sekret). Die Sache kam toieder ans Freigericht zurUck, auf 
einem ersten Tag kam ztoischen Klara und Jorg Giltz, dem BevoUmdchiigten 80 
der Stadt, ein Aufschub bis Juni 22 zu stande. Dann beraumt Dietrich Floiger 
mit Dietrich von Wickede und Dietrich Nortkerke einen Tag nach Borken auf 
Mai 30, wenn dort nichts zu stande komme, nach BrUnninghausen auf Juni 22 
an. — Siegler der Aussteller und Dietrich von Wickede. — 1445 (mandage nach 
Marcus dage) Apr. 26. — Or., mit Siegelresten. — Die Stadt beoollmdchiigt ihren 36 
Burgermeister Markart Merklin fUr den erstgenannten Tag 1446 (frytag nach 
fronlichnamstiig) Mai 28. — Or. mit Sekret. — tjber diesen Tag ist nichts vor- 
fuinden. •) Die Stadt bemUhte sich wieder, vom Jf^eigericht frei tfu tcerdm, 
wandte sich an Ffalzgraf Ludtoig, dei- Dietrich Floiger mitteilt, *) dass die Stadt 
sich erbiete, vor sein Gericht zu komrnen. 40 



a) — a) auf Rasur, 

V Das Folgende hat im August 1444 siattgefunden. — V Nicht Anton, 
sondern Daniel. — *) Da das Or. der Vollmacht vorhanden ist, also nicht aus" 
gehdndigt wurde, scheint der Tag nicht zu stande gekommen zu sein. — *) In 
Heilbronn ist dieser Brief vorhanden und zwar das Konzept, das aus der HeU- 
bronner Kanzlei stammt. Eine Notiz auf der RUckseite klart dies auf: Wie 
unser gnediger herre dem fry grcven schriben sollc. 



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1444. 325 

c) Dietrich Ploiger bringt zioischen der Stadt Heilbronn fProkurator 
Heinrfch Murer, Fdrher zu EssUngeh) und den Kldgern (Hermann Strauss 
eusammen mU dem fruheren Prokurator Dietrich NaHkirke) einen Kompromiss 
zu stande. Die Stadt versprichty bis Jtdi 22 den Kl&gern nach Miltenherg die 

5 von drei schildbiirtigen Mannen besiegelte Zusage zu schicken^ dass sie sich 
Aug, 22 zu Frankfurt stellen und vor dem Pfalzgrafen ihnen Eecht geben 
werde^ darauf wird sie von alter Beschwernis des freien Gei-ichts freigesprochen, 

— 1446 (vigilia Petri et Pauli) Juni 28. (Zwei Urkunden PloigerSy Or., Pg.) 
Unter dem gleichen Datum versprechen Dietrich von Wickede, Stuhlherr in der 

10 freien krummen Grafschaft, und Dietrich von dem Vittinghof genannt Nortkirche, 
keine Klage in dieser Sache anzunehmen beziv, zu erheben. Die Stadt bevoll- 
mdchtigt fur den Tag zu Frankfurt ihren alien Bilrgermeister Ulrich Nenninger 
und verpfliehtet sich zu halten, wie er handeln mdge, (mitwoch nach assum- 
pcionis) Aug, 18, (Gleichzeitige Abschrift,) Ob nun dieser T<ig zu stande kam 

15 Oder nicht^ jedenfalls wurde nichts erreicht. Die Schuld scheint auf seiten der 
Stadt gelegen zu sein^ denn Mangmeister brachte seine Klage wieder vor das 
freie Gericht und zwar^ was besonders gegen die Stadt spricht^ durch seinen 
alten Prokurator Dietrich Nortkirch vor Ploiger und dm Freistuhl zu BrUnning- 
fuiusen. Die Stadt war wieder durch Heinrich Maurer aus Esslingen *) ver- 

20 treten, Ploiger vereinbarte einen neuen Kompromiss, die Klage soil durch einen 
Schiedsrichter, einen FUrsten oder eine Stadt, entschieden werden, dessen Wahl 
dm Kldge^-n zustehen, Diese sollen einen ncuen Glaubbrief *) von der Stadt er- 
halten und dann den friiheren von Stephan von Adelsheim, Heinrich von Ehren- 
berg und Wolf Grecke besiegelten zur&ckgeben, — 1445 (feria secunda post 

25 exaltacionis) Sept, 20, — Or, mit Siegelresten, — Die Stadt schickt dm Klagcn 
eine Abschrift des Kompromiss is und fordert sie auf, demselben nachzukomme^i, 
(montag vor Burkarts tag) Okt, 11 ; wiederholt mit der Forderung, den Schieds- 
richter zu benennefi, (Burckarts tag) Okt. 14. Mangmeister ,,von Augsburg'^ 
bevoUmdehtigt seine Frau zur Verfolgung ihres Bechtes vor dem freien Stuhl 

30 et* BrUnninghausen, — Siegler Mangmeister und Seitz Berlin, Burger zu Dinkels- 
buhl, wissender Freischoffe. — 1445 (suntag nach ailftausent magt tage) Okt, 24, 

— Beide Parteien kamen dem Kompromiss nicht nacfi (Mangmeister henannte 
keinen Schiedsrichter, die Stadt schickte ihm keinen Glaubbrief) und beschuldigten 
einander, die Stadt schlug den Markgrafen Jakob von Baden, Klara Mang- 

35 meisterin (Burgerin zu Miltenberg) den Erzbischof Dietrich von Mainz als 
Schiedsrichter vor, 

d) Unttrdessen Hess die Stadt Heilbronn den Mangmeister zu Dinlds- 
biihl g^angen setzen, „um ihn vom Leben zum Tod zu bringen^^, wie Fritz Hofer 
und Hans von P'euchtwangen zu Dinkelsbiihl ihrer Schwieger mutter, der Frau 

40 Mangmeisters mitteilen (1446, freitag nach Erhai-tz tag, Jan. 14). Die Stadt 

*) Heinrich Murer bittet die Stadt Heilbronn um 10 fi,, die er in Westfalen 
noeh schuldig sei, teilt mit, dass er dorthin gehe und erbietet sich, Auf t rage 
auszurichten, 1446 (fritag vor Laurencii) Aug, 5, — Heilbronn 325,2 Or, — 
') == Beglaubigung, hier und ofters Versicherung durch 3 EdeUeute, dass der 
Beklagte (diesmal die Stadt) sich vor Gericht stellen wolle. Dadurch wurde 
letzterer vom Freigericht „abgefordert^'^ dasselbe musste nun dem ordentlichen 
Prozess seinen Lauflassen^ da es nur bei BecJUsverweigerung einschreiten durfte. 



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326 1444 Okt. 29. 

tcolUe ihren Gegner eu DinkeUbiihl aburteilen lassen, der Bat von Dinkelsbi'thl 
teiU auf Anfrage mit, wer einen schadlichen Mann verklc^e, mUsse 40 GhMen 
htnterlegen, die vetfaUm seteny wenn der Kldger dem Eecht nicht naehgehe, 
Der Beweis set mit zwei, wenn der Beklagte gestdndig sei^ andernfdlls, also 
dittsmalf mit seeks Eideshdfern zu fuhren^ (donrtsag nach lichtmess) Fehr, 3, 6 
Mangmeister und seine Frau erkldren sick bereit, ihr Becht vor dem Bat von 
DinkelsbUhl zu nehmen, *) Hiei- beschworen die Vertreter der StacU Markart 
Merklin, Peter Weikmar (Weikraan) und Hans Bockenacker, doss die Stadt 
die GUter Michels von Breit von diesem gekauft habe, darauf wird die Stadt 
Jreigesprochen. — J446 (mentag vor Johans tag sunwenden) Juni 20. 10 

e) Klara Ma^vgmeisterin bevoUmdchtigt ihren Veiler Jorg von Ochs<infurt ') 
zur Veriretung ihres Handels mit JHeilbronn (Verletzung eines Kompromisses, 
Geleitsbruch und Entfremdung ihrer Giiter) vor dem freien Stuhl zu BrUnning- 
hausen, — Siegler Diebolt Schultheiss, Freischoffe^ und Michel Bot von Mols- 
heim, beide BOrger zu Strassburg. — 1448 (zinstag nach jiulica) Mars 12, — 16 
Or., Bg, mit Siegeln. — Jorg klagt vor dem freien Siuhl zu Walt r op, Heinrich 
von Lindenhorst d, j., Erbgraf zu Dortmundy Iddt die Stadt auf Donnerstag 
vor Urbani, Mai 23 vor, (dinstag na quasimodogeniti) Apr, 2, Jorg giebt seine 
Vollmacht an seinen Bruder Konrad ab, (fritag vor pfingstage) Mai 1(\ (die 
Urkunde zugleich besiegdt von dem Freischoffen Junker Jorg von Schauen- 20 
burg d. j., die Siegel unkenntlich und teilweise abgefalleii). Die Stadt bevoU- 
mdchtigt [ihren Stadtschreiber] Johann Flinss von Bulach und beauftragi ihn 
zugleich zur Abforderung auf Grund der Arnsberger und Frankfurter Befor- 
maiion, Mai 11. Heinrich von Lindenhorst d. j. gebietet der Stadt, da jetzi 
Johann Osthoff die Klage vor dem freien Stuhl zu Waltrop vorgebracht habe, 26 
sich binnen 14 Tagen nach Empfang des Bribes mit den Kldgern zu vergleichen, 
Iddt sie anden^falls auf Donnerstag nach Margarethentag, Juli 18, nach Waltrop 
vor, 1448 (dinstag nach Urbaiii) Mai 28. Die Stadt antwortet mit einer Ab- 
forderung (samstag vor Ulrichs tag) Juni 29. Die Klage wurde Aug, 8 end- 
gOUig entschieden, s. n. 677 Seite 355, 80 



633* An)m con Eoaenhach vereinigt sich wieder mit ihrem Ehe- 
mann Oswald von Steig wegen „der Freundschaft und Liebnis, die 
er ihr erzeigt und nach tdglich thiW, mid erteilt ihni das Verfilgungs- 
recht fiber ihre Giiter wieder. — Sieglerin die Aiisstellerin, Durch 
Johannes Hospitalism Pfaffen Speyerer Bistums tmd offenen Schreiber, 36 
in Form eines Notariatsinstruments gebracht, — Zeugen: Konrad 
Miinssnieister, genantit Fetzer, und Jorg GyltZy genannt Baldrych. 
— Heilbronn 1444, als das concilium zu Basel gewert hat, Okt, 29. 

Heilb^ronny Lade 19, 7. Or., Fg. mit Siegel. 



*) ErhaUen ist nur die Erkldrung Heilhronns, Kei-hzetlel von i446 (Valen- 
tins tag) Fehr, 14 und von der Stadt am folgend^n Tag besiegeli and anerkannt. 
Aber das Nacligehen war sicker auf seite der KUger. — *) Freischoffe nach 
dem folgenden. 



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1446. 327 

634. Prozess Konrad Glesers mit der Skidt Heilbrotin, 1445. 

Von den Akten daruber sind noclt vorhanden : das UrieQ des Vemgerichis 
Sept 20y das ProtokoU dei' Verhandlung zu Wimpfen Sept 30 und das End- 
urteil Dez, 23, einige Brief e, Heilbronn 166 Westfalische Gei-ichte 3. 
5 Gleser hatte seinen Mitburger Henslin Beder in Westfaien verklagty war 

von der Stadt ans BUrgerrecht gemahnt warden fwonach er Klagen gegen Burger 
nur vor das Gericht der Stadt bringen darf), war dann von dem Urteil des 
Heilbronnei' Gericht s nicht befriedigt Ferner verlangte er von der Stadt, sie 
soUe dem Grafen von Hohenlohe, Konrad von Weinsberg, Schenk Konrad von 

10 Erbach und Schenk von Limpurg 700 Gulden, die ihm das Vemgericht euge- 
sprochen, bsscftlagnahmen, teas die Stadt abschldgt, da sie nicht woUe, dass ein 
Burger einem Ausmann das Seine in der Stadt verkummere, Er gab dann sein 
BUrgerrecht auf (die Stadt liess ihn ohne Anzahlung Ziehen) und verklagte die 
Stadt beim Vemgericht vor dem Freigrafen Heinrich von Linne und dem Fret- 
lb stuhl zu Waltrop, Hier kam ein Kompromiss auf den Rat von Wimpfen zu 
stande. Die Verhandlung zu Wimpfen scheiterte, woran die Parteien einander 
die Schuld zuschieben, Gleser verklagte die Stadt wieder vor dem Freigericht, 
da Heinrich von Linne inzunschen gestorben war, vor dem Freigrafen Dietrich 
Floiger von Waltrop und in der freien krummen Grafschaft vor dem Freistuhl 

20 zu Brechien wegen Bechtsvci^weigerung, Verdfdngung aus seinem Eigentum zu 
Heilbronn und Erhehung von Naclisteuer und f order t 400 Gulden Schadener- 
satz. Die Stadt, vertreten durch Heinrich Murer, Fdrber zu Esslingen, beweist, 
dass Gleser dem Kompromiss nicht nachgekommen sei, und bietet abermals 
Recht vor dem Rat bu Wimpfen an. Die Abforderung wird angenommen. — 

26 Siegler Dietrich Ploiger, Konrad von Lindenhorst, Freigraf der kaiserlichen 
Kamtner gu Dortmund und SluhlhefT des genannten Freistuhls, sein Sohn Hein- 
rich, Junggraf zu Dortmund, die Briider Ernst und Johann Osthoff und Johann 
Tretftoge, — 1445 (feria quinta post exaltacioiiis sancte vivificeque criicis 
(Jhristi) Sept, 20. (Far Johann Osthoff siegelt sein Bruder Ernst, also doppelt) 

30 — (h\, Pg. mit 6 Siegeln. 

Zu Wimpfen wiederholt Gleser seine Klage, bringt auch neue vor: wegen 
wiederholten Mordversuchs auf ihn und seinen Boten, Geleitsvertoeigerung und 
Erhebung von einem Gulden Bede von seinem Weib, die Stadt leugnet ersieres, 
die Bede habe sie eingezogen, weil sein Weib nach seinem Wegzug zu Heilbronn 

35 sitzengeblieben sei, Der Rat von Wimpfen verlagt die Sache auf Donnerstag 
vor Weihnachten. — 1445 (laontag nach Martini) Nov, 15, — Gleichzeitige 
Abschrift, 

Am besiimmten Tag sprach der Rat von Wimpfen das Urteil: Wegen 
der Klage gegen Beder sei die Stadt nicht verpflichtet, zu antworten ; die Burger- 

40 meister und zwei vom Rat sollen beschworen^ dass die Stadt die Gewohnheit 
habe, einem Aaswclrtigen seine Giiier bei Klagen von Burgern nicht in Beschlag 
zu nehmen, was geschieht, worauf die Stadt freigesprochen wird. Die Stadt 
soil femer beschworen : dass sie Gleser nicht anders als im Recht nach dem 
Leben getrachiet, dass Glesers Weib die Bede schuldig gewesen, dass die Stadt 

46 den Boten nicht gefangen genommen und dass sie Gleser einen Geleitsbrief ge- 
schickt habe. Hiefur werden 3 Termine in Abstdnden von 14 Tagen angesetzt. 
— 1445 (donerstag vor cristag) Dez, 23. 



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328 14^ Juni 4 — Dez. 6. 

63S* Bischof Gottfried von Wurzbury verleiht, urn den Bau der 
neuen MarienkapeUe zu den Nesseln vor den Mauern Heilbronns und die 
Andacht daselbst zu fordem, alien, die sie an (den gewohnlichen) 
Festtagen, Samstag abends oder Sonntags nach Empfang des Buss- 
sakraments besuchen oder zum Ausbati, zur Erhaltung oder Ausstattung 5 
mithelfen, 40 Tage Ablass, — Wiirzburg 1445 Juni 4, 

Si, A. Hetlbronn JT, Karmelitei\ Or., Pg., das Vikariatssiegel abgegangen, 

— Ehd. Vidimus vom Notar Nikolaus Struh aus Leonberg fiir Raban Isenhut, 
vom Eat besteUten Pfleger (Magister der Fabrik) der Kapelhy besiegelt vom 
Pfarrer Eberhard Esslinger mit dem Siegd dsr Prdsenz (fraternikatis). Zeugen 10 
die Pfrundner Jorg und Matthias Zeisolf zu Heilbronn, — HeUbronn 1445 
JuU 20. 

636* Dietrich Ploger, Freigraf zu Waltrop und in der freien 
krummen Grofschaft an Hermann Barchantweber, genannt Juden- 
konig zu Gmiind: ladet ihn auf Klage Johanns von Osthoff wegen 15 
Verrats (? vorrederey) an dem Heilbronner Burger Hans Kercher auf 
Dienstag nach Martini [Nov. 16] vor den freien Stuhl zu Waltrop. 

— [14J45 (donersdags na sant Michelstag) Sept. 30. 

Heilbronn 325,2. Or. Aussen Adresse und Siegelreste. 

637. Hall an Heilbronn: antwortet auf die Forderuny auf^O 
Riickgabe einer von Itel Erlewin, Biirger zu Heilbronn an Peter 
Fewer, Biirger zu Hall, geliehenen Konfirnuition einer Pfriinde, die 
Urkunde liege noch im Recht zu Wiirzburg, und der Gegner habe 
nach Mainz appelliert. Fewer brauche dieselbe also noch tvohl. — 
[14J45 (dinsstag nach Francisci) Okt. 5. 25 

HeUbronn 325^2. Or.y aussen Adresse und Siegelreste. 

638. Martin Goler von Ravensberg verkauft an Heilbronn 
seine ihn vom pfdlzischen Gericht zugesprochene Hdlfte am Dorf 
Frankenbach und seine Anspriiche auf Ersatz fiir alle ausgefallene 
Nutzung um 800 Gulden. — 1445 Dez. 6. 30 

St.A. Heilbronn J, IfYankenbach. Dr., Pg. mit 5 Siegdn. 

Icb Martin G61er von Raflfensperg bekenne und vergihe oflfeu- 
lich far mich und alle myne erben und thun kunt und ze wissen 
alien den und eynem yglichen, die disen brieff yemer ansehent, lesen 
oder horen lesen, das ich einmutiglich mit | furbedachtem mute naeh 35 
rate myner frunde und mit rechter wiessen und giiter vernunfte recht 



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1445 Dez. 6. 329 

and redlich ban ufgeben nnd verkeufte, verkeufe und gibe auch uf 
mit craft diess briefs fur mich und alle myne erben in eins | rechten 
steten ewigen kaufs wise wie der von recht oder von gewonheit 
wegen in dem beeten volkomensten rechten allerbast craft und 

5 macht hat^ haben sol und mage an alien geriechten und rechten 
geistlichs und wertlichs und bejsonder nach diess lands kaufsitte and 
gewonheit and an aller stat and in aller der massen nnd zfi allera 
dem rechten, als ob ich des vor des heiligen Romischen rychs hoflf- 
gericht gethan und ufgeben hette zfi urtel, ewiglich den ersamen 

10 wisen burgenmeistern rate und burgern gemeynlichen der statt zfl 
Heilpronn und alien iren nachkomen der selben statt minen teile an 
dem dorf zA Franckenbach, das dan mit namen ist ein halbteile und 
darzft auch die ufgehaben nutzunge, als ich das dan vor des durch- 
liichtigen hochgepornnen fursten und herren hern Ludwigs pfaltzgraven 

15 by Byne und hertzogen in Beyern etc. mynes gnedlgen herren retten 
mit urtel und recht gewonnen han nach lute desselben urtelssbriefes, 
den ich in dan daruber und auch alie ander versiegelt brief darzfi 
gehoren heruss geben han und ob hie nach in kunftigen zyten yemmer 
mer brief des vorgeschriebnen teiles halp fonden und fargezogen 

20 wurden, die soUen doch mir noch mynen erben nit niitze und den 
selben von Heilpron und alien iren nachkomen deheynen schaden 
beren noch bringen, sondern tode und craftlose sin; und setze auch 
die vorgenanten burgemeister rate und burger gemeinlichen der statt 
zfi Heilpronn und alle ir nachkomen fur mich und alle myne erben 

25 mit diesem genwertigen brief in den selben myn lialpteil des vor- 
geschrieben dorfs Franckenbach nnd in alles das ich in der selben 
marke und dorfe han und in ir yglichs besonder mit allem ire be- 
griflfe und zflgehorde nichtz usgenomen, es sy an vogtyen, gerichte, 
zehenden, hofen, hofstatten, an eygin Ifiten, hindersessen, iantsessen, 

30 holzen, welden, wonnen, wassern, weiden, wegen, stegen, mulen, m&l- 
statten, eckern, wiesen, wingarten, husern, wyern, vischen, vische- 
wassern, wie es alles namen hat oder haben mage, es si ytzo benant 
oder unbenant, es lige in buwe oder in unbuwe, in der erden oder 
ob der erden, besicht oder unbesucht, wie yemands das mit besondern 

35 worten allereigetlichst benennen bedenken oder beschriben mage oder 
kain, clein oder gross, mit aller gewaltsamkeit, herlichkeiten, geist- 
licher lehenschefte der gotesgabeu, heuptrechten, heuptbuwem, dinsten, 
zinsen, gulten, nutzen, vellen, renten, was darzu und darin gehoret 
von recht oder von gewonheit, die sie furbass ewiglich sollen und 

40 mogen in haben, besitzen, nutzen, niessen, besetzen, entsetzen und das 



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330 14^ Dez. 6. 

alles and yglichs besunder keren und wenden und auch da mit t&n 
und lassen nach irem beaten willen als mit andern yren eigin guter 
an geverde, daran ich oder myne erben noch nyemands von uusernt- 
wegen sie nyemer geirren, geangen, betrangcn noch beteidingen oder 
bokummern sollen noch wollen in dehein wise an alle geverde, zfl 5 
stetem und ewigem kaufe und far recht eigin unib achthundert gfiter 
wol gewogner rynischer guldin, der ich in mynen und myner erben 
kuntlichen niitze zA guter genAngde bin bezalet worden, damit mich 
wol genflngt, die ich auch in rainen und myner erben schinbern 
fromen gekeret ban und ich sage auch die vorgenanten burgemeistcr 10 
rate und burger gemeinlichen der stat zt Heilpronn und alle ir nach- 
komcn der selben achth&ndert guldin umb diesen kauffe fur mich 
und alle myne erben heruf genzlichen quid ledige und lose mit diesem 
genwertigen briefe. Und ich vorgenanter Martin Goler gerede globe 
und verspriche fur mich und alle myne erben in craft diess briefs 15 
mit guten truwen und in rechter warheit die egenanten von Heilpronn 
und ir nachkomen dies kaufs mit alien sinen zAgehor&ngen nutzen 
und vellen, als vor begriffen ist und geschrieben stet, mit dem rechten 
zfl vveren und recht vertigung und werschaft zft tfln jare und tage 
und nach landesrecht an iren costen und schaden fur alle ansprach 20 
irrsale und hinderniese aller lute und geriecht fur recht eigin als 
eigens und dies landes kauferecht^ sitte und gewonheit ist als dik 
in das dan not wiirt on geverde ; und darurab zfl merer besser sicher- 
heit so ban ich fur mich und alle myne erben den vorgenanten 
von Heilpronn und iren nachkomen zu rechten unverscheiden burgen 25 
gegeben und gesetzt die erbem und vesten die dan vor datum dies 
briefs mit iren namen geschrieben sten also und mit dem gedinge, 
ob es wer, das denselben von Heilpronnen oder iren nachkomen 
dheynerley uberfaren bruche oder infelle bescheen an allem oder 
etlichem stflcke besonder die an diesem briefe vor oder nach ge- 80 
schrieben sten ee dan diser vorgeschriben kaufe gevertiget wer worden, 
wenn dann die selben burgen von in ermant werden, sie alle oder 
ein teil mit brieflfen zu buss oder zfl hofe oder mit botten mflntlich 
under augen, wie in dan die manunge ze wiessen getan wart, so 
sollen die selben burgen, die also genant sin, unverzogenlich inwendige 35 
den nechsten achtagen uf das erst ermanen senden und stellen ir 
yglicher uf sein gute truwe ein knecht und ein pfert in ein often 
herberge gein Heilpronen in weliche sie dann geraant werden, des 
sich dan der burgen dheyner wiedern noch uf den andern verwilen 
noch sunst niht furziehcn sol, sunder so sich der leistenden pferde 40 



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1446 Dez. 6. 331 

ein8 oder mere verzeret han oder ein leistender knecht oder pferde 
in der leistftnge sust abgen wfirden, welchs burgen die dann gewesen 
sint, der sol ye als oft ander knecht und pferde an der abgangen 
Btat in die yztgenanten ieistfinge unverzogenlich so er darunib erroant 

5 wurt, an wiederrede wieder schicken und stelien als oft sich das geburt, 
die an denn ^virt der selben herberg leisten und uss der leistfinge 
nit komen sollen als lange biss dafi den oftgenanten von Heilpronnen 
oder yren nachkomen^ uoib solichs darumb dan die manflnge also 
gescheen wer und umb den costen und schaden darufgegangen, das 

10 dann redlicher kost und schade heist und ist^ wie der genant sy 
und zfl gangen wer, von mir oder mynen erben abgelegt gekeret 
und ein volkomen ganze genungen geschicht und von des costen und 
scbaden wegen iren slechten worten on eyde gehibniesse und an alle 
zugnisse zfi gleuben und das also tint als oft in des not wirt an alle 

16 geverde. Wer auch das der burgen eyner oder merer abgiengen, 
von lande faren oder sunst untiigenlich wurden wie das kerne, so 
sollen und wollen icb und myn erben den oftgenanten von Heilpronnen 
und iren nacbkonien ye ander als gut burgen an der abgangen uss- 
lendigen oder untogenlichen burgen stat in vierzehen tagen nach dem 

20 und wir des ermant werden, in der massen als vor von der manunge 
begriffen ist, und als oft sich das geburet, wieder setzen und stelien, 
die glicher wise als die blieben burgen verbunden und phlichtig sin 
sollen. Tetten wir aber des nit alssbalde denn die andern bestanden 
burgen gemant werden, so sollen sie und ir yglicher aber on verzfige 

26 infaren und leisten als vor gescbrieben stett als lange bis die zale 
der burgen wider erfuUet wirt ongeverde. Wer auch das der nach- 
genanten unser burgen dheiner verbreche oder nit in leistftnge schickte 
so er ermanet wfirde oder das die selben die er geschickte hette, 
wider uss leistftnge furen und nit hielten als vor gescbrieben stet, 

30 so erleuben diese nachgenanten myne burgen mit mynem wiessen 
und willen den vorgenanten von Heilpronnen iren nachkomen und 
alien iren helfern, wer die sind, das sie mogen derselben brechenden 
burgen pfant und gftte ir lute und gute und wer es das die burgen 
uber das halpteil also verbrechent, so erleuben ich in fur mich und 

36 myn erben, das sie mogen unser pfande und giite und unser lute 
sie selber ir pfant und ir gut an alien enden und stetten angriffen 
und pfenden und mit eygener gewalt selber nemen on gericht oder 
ob sie wollen mit gericht, geistlichen und weltlichen wie und wo sie 
die finden und haben mogen und in aller bast fuget und moget auch 

40 das tflu und dieselben lute sie selber ir pfant und ir gute tryben 



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332 1446 Dez. 6. 

tragen und furen, in welch stat oder sl6s8e sie wolleu und die sic 
enthaltent oder in helfent, sollent damit nit wider mich myn erben 
noch die burgeu noch nyemands anders getan noch gefreveit ban. 
Dar zfl mogen sie und wer in des helfen will von uns und unsern 
brechenden burgeu clagen und sagen allermenglich und darzft tfm 5 
on alien unsern und iren zorn, das sie nit bielten noch gehalten 
hetten, das sie sieb dan by iren truwen an dem ende verschriben 
und versiee:elt hetten als lange und wil bis sie von mir oder mynen 
erben und den burgen umb das darumb sie denn gemant und geklagt 
hetten und umb alien redlichen costen und schaden, der von in oder lo 
iren helfcm darufgegangen were, genzlich usgeriecht und deshalben 
unclaghaftig gemacht werdent, iren schlechten worden on eyde als 
vor begriffen ist, darumb zfl gleuben an alle geverde. Den oftgenanten 
von Heilpronnen iren naclikomen noch dheinem irem helfern sol an 
solchem angrifTen pfennden oder ander hievor an diesem brieiFgeschrieben 15 
dheynerley dinge oder sache gebotte oder verbotte geistlich noch welt- 
lichs gerichtes^ bane des bnpstes oder achte des Komischen konigs 
oder ander fursten oder hofgericht, lantgericht, lantfride, buntniesse 
oder eynunge, wie das dar komen mocht, schaden oder hinderniesse 
brengen in dhein wise. Alle und iglich vor und nach geschriben 20 
stucke pimcte und artikel an diesem briffe begriffen gereden ich ob- 
genanter Martin Goler fur mich und alle myn erben nff unser gut 
truwe ware stette und feste zu halten und sunder das wir disc nach- 
genanten burgen von diser burgschaft on eide und schaden brengen 
und losen soUen und wollen on geverde. Und dis alles zu warem 25 
urkonde so han ich egenanter Martin fur mich und alle myn erben 
myn eygin ingesiegel tfln henken an disen brif und wir dis nach- 
genanten burgen erkennen, das wir unverscheidelich burgen sin werden 
und globen unser yglicher uf sin gute truwe, gute burgen zfl sin 
und burgenrecht zft tun und getrulich war und stette zu halten, was 30 
von uns in disem briefe geschrieben stet und hat des m urkunde 
unser yglicher sin ingesigele auch tftn henken an disen brife. Wir 
die selben burgen sind also genant: Heinrich von Sickingen, Dietter 
von Anglach, Wilhelm von Anglach gebruder und Henncl von Sternnen- 
fels. Geben an sant Nyclaus tag des heiligen bischofs in dem jar 35 
als man zalt nach Crist geburt tuset vierhflndert und darnach in dem 
funfundvierzigsten jare. 

6390 Hans von Ybery und Hans von Gemmingen, Marschall, 
mit den Zusatzleuten Burkard von WesterstetteHj Komtur zu Horneck^ - 



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1446 Febr. 10. 333 

und Dietrich von Giessen, Dekan des Stifts zu Wimpfen im Thai, 
einer-, Ulrich Nenninger, Alfbiirger?neister, und Bernhard Berlin, 
Schulfheiss zu Heilbronn, andrerseits entscheiden zwischen dem Komtur 
Johann von Nippenburg und der Komtn^nde und der Stadt Heilbronn: 
5 1) in der Klage, dass die Stadt von Ordensgiitern Nachzinse 

und Gidteyi erhebe: Erblehen diirfen vom Inhaber nicht weiter ver- 
liehen werden ausser bei Todesfall oder Krankheitj wtnn die Erben 
das Gut Armufs halber nicht gerade bebauen konnen, aber dann vwn 
Komtur and nur auf 3 Jahre, damit die Erben ihr Erbrecht nicht 
10 aus Not cerlieren, Gilter dagegen, die der Kommende mit Hellerzins, 
Gdnsen oder Hiihnern zinsbar sind, sind des Inhabers freies Eigen- 
turn und diirfen weiter belastet, aber der Zins fur die Kommende 
soil zuerst bezahlt iverden; 

2) zu einem Hofgehorige Ordensgiiter diirfen nicht unter die Erben 
15 geteilt, jedoch von diesen besonders bebautj aber nicht abgegrenzt werden; 

3) die Heilbronner Outer zu Sontheim leisten dem Orden Dienste 
mid Atzung nur so viel als herkomnilich ist, die Frenklerin ausge- 
nommen; was kiinftig dort erworben tvird, wird ebenfaUs nur zu der 
bisherigen Leistung herangezogen ; 

20 4) bei Verkauf von Ordensgiitern ausserhalb der Mnrkung, ^) 

aber innerhalb des Gebiets der Stadt erhdlt der Orden den 20, Pfennig 
Handlohn, bei Verdusserung von zi?isbaren Giitern auch innerhalb 
der Markung den zu Heilbronn herkmnmlichen Handlohn von Kdufer 
und Verkdufer je 3 Heller (also daz der keufer und verkeufer ygliclier 

25 ein schilling nemlichen dry heller gebe) ; diese beiden sollen sich beim 
Komtur ein- und ausschreiben lassen, der Kdufer in 14 Tagen vom 
Komtur belehnt werden,'^) der Orden dann kein Losungsrecht haben; 

5) Die Hofleute des Ordens diirfen nur zu Frondiensten heran- 
gezogen werden, die seit 30 Jahren nachweislich in tJbung sijid, und 

30 sind bei ihren Gewohnheiten zu belassen; 

6) ivegen des von der Stadt durch Ordensgebiet gefiihrten Grabens 
soil der Komtur seine Anspriiche aufgeben, die Stadt aber den Orden 
wie andere Leute entschddigen ; 

7) die Stadt darf hochstens 14 Legschiffe, nicht grosser als 
85 bisher, in das Fischwasser des Ordens unter dem neuen Turm legen; 

i 8) tvegen des Bachs, den die Klosterfrauen von Heilbronn 

denen von Sontheim zum Schaden aufhalten, sollen Komtur und Stadt 



*) Innerhalb haite die Kommende keine Uegenden CHlter, — *) ChU nur 
fur die eigenen Gilter. 



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334 1446 Febr. 10. 

ehie7i Obmann wdhlen, die Parteien je zwei Zusatzleute stellen und 
diese fiinf enfscheiden; 

9) der Schaden, der dent Orden bisher durch Fuhren von Klbtzen 
und Steinen aus dem Neckar und der Steingrube ilber seine GUter 
zu Sontheim erwachsen ist, soil verziehen sein, dies aber nicht mehr 5 
vorkommen; 

10) wegen des Fruchtmessens soil es belm Urteil des verstorbenen 
Pfalzgrnfen bleiben: wenn der Komtur der Stadt oder den Ihrigen 
Fruchi verkauft, schickt die Stadt ihre Hessknechte ins Deutsche Uaus 
find diese bekommen den iiblichen Messlohn, aber nicht vom Komtur, 10 
sondern vom Kdufer; 

11) in der Klage der Stadt, dass der Komtur sie und die Ihrigen 
oor freitnle Gerichte nehme: Klagen der Stadt gegen die Person des 
Komturs sind vor den Deutschmeister, gegen OrdensbrUder vor den 
Komtur zu bringen, bei Streitigkeiten Uber Besitz und alle andern 16 
SacJien soUen sich die Parteien auf ein fremdes Gericht vereinen, 
bei Klagen der Stadt gegen Gesinde und Knechte des Ordens wegen 
Sachen, die sich innerhalb des Deutschen Hauses zugetragen haben, soil 
der Komtur dieselhen richten, wenn sie aber die Forderung nicht aner- 
kennen, soil der Komtur den Schultheissen bitten, 3, 5 oder 7 Richter 20 
ins Deutsche Haus zu schicken, und dann mil diesen entscheiden; bei 
trevdn ausserhalb des Deutschen Hauses soil der Schultheiss zustdndig 
sein, unbeschadet der Freiheit des Ordens; Hojleute des Ordens sollen 
vor das Stadtgericht gehoren, wenn sie Heilbronner BUrger oder der 
Stadt Eigenleute sind, andernfalls wie das Gesinde behandelt werden; 25 

12) alle andern Forderungen sollen abgethan sein. 

Siegler die seeks Schiedsleute. — 1446 (donerstag noch Agatha 
tag) Febr. 10, 

SLA. Hetlbronn J, Beziehungen Bum Deutschorden. Dr., Pg.^ das letzte 
Siegd stark beschadigt. Abschrift aus dem Anfang des 16. Jakrhunderts in 80 
einem Heft ^ Vertrdge emschen DetUschordenshaus und Stadt Hetlbronn^ fol. 10, 
St.A. DeutschordenS'Neckaroberamt 1. — 1444 (Fabyane und Sebastians dag) 
Jan. 20 haite Schwarzfritz von Sachsenheim dem Komtur und der Stadt einen 
Tag auf Febr. 4 angesagt. — Heilbronn 244 Diversa 5. Or. 



640. Graf Johann von Sulz, Hof richter zu Bottweil, urkundet 35 
Uber die Verhandlung am Dienstag vor Matthid, Febr. 22, und das 
heutige Urteil in der Klage Heilbronns gegen Heinrich von Bemchingen. 
Die Stadt (Hans Eyrer und Markart Merklin) klagt, Bemchingen 
habe das Urteil Pfalzgraf Stepham nicht amgefiihrt, Martin Goler 



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1446 Mflrz 10. 335 

von Ravensberg habe sie deswegen befehdet und Pfalzgraf Ludwig 
Hie zum Kauf halb Frankenbachs von G'dler urn 800 fl, verurteilt, 
fordert also 100 fi. Schadenersatz, Bemchingen fordert 200 fl. fur 
den durch ungerechte Achtung erlittenen Schaden^ erkldrt, den Ver- 
5 tretern nicht zur Antwort verpflichtet zu sein. Die SUtdt Idsst zum 
BeweiSj dass er dent TJrteil nicht habe nachgehen wollen, seinen Brief- 
wechsel mit dem Pfalzgrafen verlesen. Bemchingen klagt, die Stadt 
habe ihm t^tnft der Urkunden, die die Stadt nach dem Urteil Pfalz- 
graf Stephans ihm hdtte geben sollen, fahche gegeben. Das Urteil 

10 laufet: der Bat von Heilbronn und die beiden Vertreter sollen vor 
dem Burgermeister und einem Batsmitglied von Wimpfen schworen, 
dass die Vertreter die Sache nach dem Auftrag des Bats vorgetragen 
haben, die von Wimpfen daruber bis zum ndchsten Hofgericht, Diens- 
tag nach Judica, Apr. 5, Protokoll einschicken, Bemchingen dann bei 

15 Strafe der Aberacht zur Antwort verpflichtet sein, — Hofgerichts- 
siegeL — 1446 (dornstag vor reminiscere) J^drz 10, 

St. A, Heilbronn I, Frankenbach. Or.^ Pg. mit Siegel, 

a) Daa Urteil wird ausgefuhrty Matthias WHer, BUrgermeisterj und Peter 
Frytelf Uatsherr eu Wimpfen, schickten das ProtokoU ein, die Stadt schickte 

20 wieder die gleichen Vertreter ans Hofgericht und bringt die Klagt toieder 
vor, Bemchingen entgegnet, die, von denen er Frankenbach envorben^ haben en 
etwa 30 Jahre unbestritten besessen^ er ware mit Gdler vor das Hofgericht ge- 
kommen, wenn dieser darauf eingegangen ware : dass die Siadt im Prozess mit 
Gdler unterlegm sei, dafUr sei er nicht hafibar, da die Stadt, durch Fehde und 

25 unbiUigen Drang bewogen, bedingtes Recht angenommen habe ; Goler habe Uber- 
haupt nichts erlangen kdnnen, da er zur Zeit des Urteils des Grafen Hesse von 
Leiningen als Achter reclUlos gewesen sei. Das Hofgericht verurteilt ihn zu 
SOO Gulden Schadenersatz an die Stadt, verpflichtet ihn zur Antwort auf die 
Schadenersatzklage der Stadt und auf die Forderungen der Anna von Hausen- 

30 stein, und verhdfhgt, da er sich nicht fugt, die Aberacht ikber ihn. Die andern 
Klagen werden vorbehaUen, — 1446 (zinstag nach judica) Apr, 5. — Ebd, Or,, 
Pg, mit Siegel. 

b) Graf Johann von StUz eroffnet der Stadt Speyer, dass Remchingen 
in die Aberacht gekommen und auf seine GUter, seinen Hof zum liettschol bei 

35 der Georgenkirche zu Speyer und seine ausstehenden KapitcUien Anleite erteilt 
worden sei und dass er heute Heilbronn ermdchtigt habe, das zu verkaufen 
Oder zu verpfdnden. — 1446 (zinstag nach quasimodogeniti) Apr, 26, Ebd, 
desgleichen. 

c) Speyer bringt einen Kompromiss zu stande: Jost Fry epoch genannt 
40 Heinburg, Altbilrgermeister zu Speyer, mitje 2 Zusatzmannen soU den Streit 

austragen, wenn das nicht ginge, letztere ihm binnen eines Monats nach dem 
Versuch ihre Urteile einschicken und er dann nach zwei Monaten entscheiden, 
— Siegler Speyer, Heilbronn und Bemchingen. — 1446 (feria sexta post can- 
cate) Mai 20, — Ebd, Or,, Pg, mit Siegelspuren aussen. 



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336 1^6. 

d) Geory Lewer von Ulm, Hieronymus von Bopfingen zu NordUngen, 
Georg Keyb von Hohen8tein, If'riedrich Sturmfeder, Konrad Eyrer und sein 
Sohn Engel Eyret-, Schiedsrichter, entscheiden: Heilbronn soil 300 fl, Schaden- 
ersatz leisien, Remchingen schrifilich hekennan, doss Frankenhach jetzt um 
2000 fl. eu losen sei (das Becht daeu hat er auf 4 Jahre), und sich verpflichten, 5 
die AnsprUche Amias von Hausenstein (der von Haselstein), ihrer Schtcester 
und Erhen dbzuthun. Nimmt Heilbronn den Spruch nicht an, so soU er keiner 
Partei in ihren Bechten Ahbruch thun, — Die beiden ersten siegeln mit ihrem 
Ftischaft (bitschit), da ihre Siegel serbrochen ttind. — 1446 (feria quinta post 
divisionem apostolonim) Juli 21, — Ebd, Or,, Siegelspuren an 1. und 5. Stelle, 10 
die andem Siegel unter Papierdecken, 

e) Bemchingen siellt die Verschreibung aus (2(XXJ fl,, du die 300 fl,, die 
die Stadt Sckaden gehabt, und die 300, die eie ihm ausbezahU hat, auf die 
Pfandsumme von 1400 fl geschlagen tcorden sind), — Siegler der Aussteller, Hans 
von Bockingen und Friedrich von Meckenheim. — 1446 (feria tercia post assnm- 
pcionis) Aug, 16, — Ebd. Or., Pg. mit Siegeln, 15 



641. Prozess der Anna Binkesserin ^) mit der Stadt Heilbronn. 
— 1446 und 1447, 

Die Akten meigt Heilbronn 166, xoestf. Gerichte 5, einige in den KdsUn 50 
und 326,2, die Tfldigung des Speyrer Bats Lade 54, 

Dietrich Ploiger, Freigraf eu Waltrop und in der freien krummen Graf- 20 
sclhaft, Iddt Heilbronn auf Klage des Prokurators *) der Anna Binkesserin wegen 
Entziehung ihres Erbes und Bedrohung ihres Lebens, toenn kein Vergleich zu 
stands kommt, auf Donnerstag nach Petri und Pauli, Juli 1, nach Waltrop 
vor. — 1446 (feria quinta post invencionis sancte cnicis) Mai 6, •) — Or. — 
Die Stadt antwortet, Annas Mann Jakob Binkesser sei, solange er noch ihr 25 
Burger gewesen sei, wegen Verr&ckung eines Marksteines gestraft worden, die 
Klage wegen Eigentumsentfremdung sei neu : erbietet sich vor den Bat einiger 
Stddte, darunttr Hall, wo Anna geboren sei,^) Weiteres Verfahren vor dem 
freien Gericht mUsste sie nach der Gerichisreformation des Konigs und der Kur- 
fUrsten fur nichtig ansehen, — 1446 (Johans abent) Juni 23, — Gleichzeitige 80 
Abschrift, — Diesen Brief, seine Vollmacht und den Glaubbrief der Freisehoffen 
Heinrich von Ehrenberg, JSrg von Hambach und Albrecht tjlner brachte der 
Prokurator der Si^dt, Johannes Flins, Freischoffe^ eu WaUrop vor, Dietrich 
Ploiger erkennt die Abforderung an. Zeugen: Dietrich von Wickede, Heinrich 
von Lindetihorst (-ast) Junggraf eu Dortmund, Heinrich von Wickede, Johann 36 
von Kiteingen, Engelhard von Holte, Johann von Scholle, Tys Plaitvogt, Her- 
mann von Tite, Bother Zoest, Heinrich Steinhus.', — Siegler der Aussteller, 



*) 1443 (oculi) Mare 24, bevollmachiigte die Stadt den BiirgermeisUr UU 
rich Nenninger und den Batsherrn Hans Eyrer d. j, fUr den Streit mit Jakob 
Binkesser vor dem Deutchmeister Eberhard von Seinsheim, Heilbronn 243 
Diversa 5. Or, Aussen Siegelspuren, — *) Nach dem folgenden Johann Ost- 
hoff, — ') Christi Himmelfahrt, — *) Nach dem folgenden soUte der Handel 
mit dem Markstein erledigt bleiben. 



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1446 Mai 17 — Juni 4. 337 

Dietrich von Wickede, Johann von Kitzingen genannt Tret/log^ Engelhard Koster 
von Holte genannt Haynt, — 1446 (feria quinta post Petri et Pauli) Juli 1, 

— GUicheeitige Abschrift. — Dienatctgs darauf fordert Ploiger auf Bitten Annas 
die Stadt auf, die damaligen Untergdnger (zur Zeit der Marksteinsversetzung), 

5 den Kldger Pauls von Dinkelsbuhl, ferner Bafan Eisenhut (-hart) d, df., den 
[Paul] Knott und Klaus Dymer zur Verhandlung vor dem Bat der betreffen* 
den Stadt mitzubringen. (Or,) — Die Parteien einigten sich auf Biirgermeister 
und Bat ron Speyer, Heilbronn bevollm&chtigte den Biirgermeister Kaspar Mettel- 
bach und die Batsherrn Markart Merklin und Hans Bockenacker, Zu Speyer 

10 mil Anna auch die Klage wegen des Marksteins vorbringen und beruft sich 
dafOr auf den Brief Ploigers von Juli 6, erkennt dann das ganze Verfahren 
nicht an, da sie vom Urteil von Juli 1 nichts gewusst habe. Heilbronn entgegnet, 
Anna habe ja ihren Prokurator dort gehabt und will nur insoweit zu Becht 
stehen, als das Urteil des Freigrafen enthdlt, Anna bestreitet, jemand bevoll- 

15 mdchtigt zu haben. Der Speyerer Bat giebt jedem Teil ein Protokoll Uber diese 
Verhandlung, 1446 (feria tercia post Martini) Nov, 16, — Or,, Pg, mit Siegel. 

— Graf Hesse von Leiningen Iddt die Parteien und eine Vertretung der Stadt 
Wimpfen, die ehemals zwischen ihnen getddingt, nach Heidelberg auf Jan, 21, 

— 1447 (samstag nach dry konige tag) Jan. 7. 



20 642. Bruder Heinrich, Novize im BarfHsserorden von der Obser- 

canZy Lehrer der geistlichen Rechte, entbindet seinen Vater Paul Dinkels- 
bilhl und die Stadt Heilbronn von den seifietwegen gegen das Kloster 
Maulbronn iibernommenen Verpfiichtungen, ersteren von der Zahlung 
von 200 fl., letztere von einem Leibgeding, und biftet auch den Abt 

25 von Maulbronn, zu verzichten. — Siegler der Guardian von Pforz- 
heim, — IMG (feria tertia post cantate) Mai 17, 

St,A, Heilbronn IV, Fi'anziskanerkloster, Or,, Pg, mit Siegel, 

643. Der Rat von Rothenburg an die Stadt Heilbronn: Hans 
von Fechenbach, Dietier der Stadt Rothenburg, habe sich zum Aus- 

30 trag vor ihn erboten, auch sechs Tage vor und nach der Tddigung 
Sicherheit zugesagt; Iddt die Stadt daher auf ndchsten Freitag vor, 
— 1446 (sabbato post exaudi) Juni 4. 
Heilbronn 196, Fehden II, Or, 

644. Kunz Heffner, Schmid, seiner Zeit gegen Urfehde und 
35 das Versprechen, jenseits des Rheins zu bleiben (die Urkunde von 

Konrad, Kirchherrn zu Bockingen, und Hans Fuchs besiegelt), frei- 
gelassen, schicki seine Frau an die Stadt Heilbronn mit der Bitte 
urn die Erlaubnis zum Besuch der Mdrkte diesseits des Rheins, die 

Wttrtt. Geiohichisquellen Y. 22 



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338 1446 Aug. 27 — Sept. 24. 

er mit der Bedingung der Meidung der Stadtmarkung auf 3 Meilen 
erhdlt, Im ubrigen bleiht die Urfehde in Kraft. Siegler die Junker 
N, Oder M, — 1446 (samstag nach Bartholomeufl tag) Aug, 27. 

HeUbronn ^4, Urfehden, KonzepU Unten: diesm Brirf soil man auf 
Fergament abschreiben und dann hesugdn lassen. 5 

64S. Hans Nothaft d. a. an Heilbronn: bittet, den Huschelin 
anzuhalten, die Ladung vor das Rottweiler Hofgericht abzuthun, da 
sein Knecht Jorg Engelmayer ihm gerecht werden wolle. — Stetten- 
feh 1446 (cruz tag exaltacionis) Sept. 14. 

Heilbronn 325,2. Or. mit Siegelresten. 10 

aj Desgleichen : sein Knecht set auf das Anerbieten vor Hans von Yberg 
eingegangen. fAufeinem beigelegten Zettel:) Wegen der Schulden Swicker Sturm" 
feders bet einigen HeUbronner BUrgern habe er bisher weder vom PfaUgrafen 
noeh seinem Hofmeister Antwort bekommen. — 1446 (Steffans tag in dea wihen- 
nehten) Dee. 26, *) — JBbd, desgl 16 

64:6. Graf Konrad von Helfenstein an Heilbronn: bittet, den 

WiVielm Hng, der ihn befehde, obwohl er ihm billige Angebot-e ge- 

ynacht habe (filgt Abschrift bei) tind von demselben nie vor Gericht 

gefordeH worden sei, nicht zu unterstutzen. — 1446 (frittag uach 

Mauricii) Sept. 23, 20 

Heilbronn 194, Fehden II 2, Or. Aussen Adresse und Siegelreste. 

64:7. Konig Friedrich an Heilbronn: teiU mit, doss Jost von 
Venningen, Komtur zu MSrgentheim, Hans von Nippenburg*) und 
Stephan von Hoppingen ') vom Deutschorden in ihrer Sache gegen 
Heinrich Ubelacker Zeugnis von einigen HeUbronner Bilrgern bediirfen 26 
und gebietet auf ihre Bitte, die Stadt solle die Zeugen anhalten, das 
Zeugnis durch einen Notar aufnehmen lassen und mit seinem Zeichen 
und ihrem Siegel einschicken, auch dem tJbelacker den Tag an- 
sagen, damit derselbe seine Einwendungen vorbringen konne, aber die 
Sache nicht vornehmen, wenn er oder sein Vertreter nicht erscheine. 30 
— Wien 1446 (sampstag vor Michels tag) Sept, 24. 

HeUbronn 167, Kommissionen 1. Or, ^n^en: Ad mandatiim doniini regis. 
Aussen Sekret unter Papierdeche, 

a) Hans von Yberg, Burkard Truchsess von Hdfingen, Schwarzjrite 
von Sachsenheim, Hans Nothaft, Wilhelm von Bemchingen, Jorg von Nippen- 36 

*) Circumcisionsstil! — -) Komtur zu Heilbronn, — ') Komtur eu Winnenden, 



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1446 Sept. 24. 339 

burg Fritzm aeligen Sohtiy Petet- von Eschehbach (Espelbach) und Hans von 
Thalheim heseugen einm Wortwechad ewischen Jost von Venningm und Hein- 
rich ffbelacker vor dem Heilhronner Bat (der Eomtur war/ tibdacker vor, er 
set urns Geld Frolmrator der Witwe Anna Frysin geworden ; aUea im Wort- 
5 Im^X — 1447 (dorustag nach Pauls tag des bekerers) Jan, 26. — Ebd, Or, 
b) Der K9mg voies den Streit gwischen Ubelacker und der Witwe einer-, 
dm Komturen Venningm und Nippenburg andrerseite an Heilbronn ale Kom- 
missaTy me Ubelacker der Stadt mUteOt, 1447 ohne Tagesdatum (Or, Heilbronn 243^ 
Diversa 5). Das kdnigliche Schreiben ist nicht vorhandeiiy weil Ubelacker es 

10 zuruckverlangte. Vor dem Bat verklagte tibdacker durch seinen Fursprecher 
Hans Eyrer d. j, den Komtur Jost von Venningen wegen GeUitsbruchs und 
offentUcher Beschimpfungy der Komtur rechtfertigt sick^ Ubelacker habe das 
Gdeii verwirkt, da er trotz der kaiserlichen Kommissio7i loieder Klage beim 
ivestf&lischen Gericht erhoben und Brief e gegen den Deutschorden am Thor des 

15 Deutschen Hauses angeschlagen habe, 1447 (feria secunda ante Georii martins) 
Apr, 17. Der Bat entscheidet, der Komtur solle schworen, dass er die Beleidi- 
gung im Zorn ausgestossen haha^ dann solle die Klage noch einmal verhandelt 
werden, 1447 (feria sexta ante pentecosten) Mai 26. — Konzepte^ Heilbronn 167, 
ebd. die folgenden StUcke. — Der Komtur bittet die Stadt, ihm gegen Ubd- 

20 ackei' behilflich zu sein, der dem Itizten Urteil nicht nachkomme, oder mit ihm 
vor den Beichsvikar Bfalzgraf Friedrich, Pfalzgraf Otto oder den kleinen Bat 
von Ulm zu kommen, urn entscheiden zu lassen, ob sie ihm zu helfen verpfiichtet 
sei; andernfalls mUsste er sie verklagen. — Mergentheim 1447 (freitag nach 
imsers herren leichnamstag) Juni 9, — Johann von Grumbach, Domherr zu 

25 Wiirzburg, Landrichter des Herzogtums Franken, Iddt die Stadt auf Klage 
des Komturs vor das ndchste Landgericht am Montag vor Michadis, Sept, 25, 
— 1447 (mantag nach sant Gyligen tag) Sept, 4, (Unt<irschrift: Johannes 
GOlery. — Bischof Gottfried von Wiirzburg will die Klage in GtUlichkeit aus- 
iragen, Iddt die Parteien Okt. 4 auf Okt, 19, Okt, 13 auf Okt, 26 vor, 

30 c) Die Sac he kam, jedenfaUs auf Antrag der Komture, an den Kdnig 

zuruck, Zur Verhandlung vor dem Kammergei'icht erschien tibdacker nicht, 
verfiel daher ,,in die Strafe der gemeinen Beformation", bekam aber, da er 
rechtmdssige Griinde fUr sein Ausbleiben vorzubringen versprach, witder konig' 
liches Geleiie (Urkunde des Kdnigs, Neustadt 1446 (fry tag vor palm tag,) Mdrz 15. 

35 Gleichzeitige Abschrift), Der Konig bestelUe jetzt den Beichserbmarschall Hein- 
rich von Fappenheim zum Kommissdr und gebot der Stadt, ihre MUbUrger zur 
Zeugnisleistung anzuhalten und dem tjhelacker das Geleit zu halten, Neustadt 1448 
(montag nach palm tag) Mdrz 18. — Or, Unten: Ad mandatiim domini regis 
domino Gaspare cancellario referente. — Fappenheim teilt der Stadt den kdnig- 

40 lichen Auftrag mit, sendet Abschrift seiner Kommission und bittet, die Bilrger 
am Montag nach Viti, Juni 17, zur Zeugnisleistung anzuhalten. — 1448 (Phi- 
lipps und Jacobs des mynnern tag) Mai 1. — Or, 



648. Der Rat von Schweinfurt an die Stadt Heilbronn: ein 

Vergleich zwischen Heinz von Seligenstadt zti Schweinfurt und ihrem 

45 Biirger Hans Utzlinger sei nicht zu stande gekommen; jetzt habe Utz- 



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340 1446 Okt. 10 — Dez. 4. 

linger den Heinz auch noch eines Diebstakh beschuldigt; da dies zu 
Schweinfurt geschehen $ei, seien bereiis beide aufOkt, 26 vorgeladen. 
— 1446 (montag nach Dionissii) Okt. 10. 

HeQbronn 325,2. Or. 

649. Nikolaus Straub, Schtdtheiss zu Wimpfen im Thai, an 5 
die Stadt Heilbronn: wie er hore, sei der Prozess Eberhards von 
Finsterlohe, dessen Vertreter er gewesen sei, vor dent geistlichen Ge- 
richt zu Wilrzburg immer noch nicht beendet und Eberhard mehr 
beschwert als je. Er habe seiner Zeit vor dem Landgericht Berufung 
eingelegt, ebenso der Prokurator Benihards von Ehnheim, Peter vom 10 
Land, und jeder habe dem Landrichter eine Kopie der Appellation 
iibergeben. Dann sei er mit Lorengel in den Hof Arnolds von Brend 
gegangen, um den Prokurator der Gegenpartei, Johann Krusch, der 
die Briefe gegen Eberhard aussende, zu suchen, habe ihn aber nicht 
gefunden; Lorengel habe versprochen, diesem von der Appellation Mit' 16 
teilung zu machen. Er habe Lorengel beauftragt, beim ndchsten Land- 
gericht die Appellation vorzubringen, Zuriickziehung des Monitoriutns 
(an Eberhard) zu verlangeyi, wo nbtig an den Stuhl zu Mainz zu 
appellieren und der Stadt Nachricht zu geben. Da also Lorengel 
schon ein Vierteljahr Prokurator sei, hdtte dieser der Stadt Nachricht 20 
geben soUen. Er wisse seitdem nichts mehr von der Sache. — 1440 
(dominica post Djonisii) Okt 16. 

Heilbronn 325,2. Or, mit Adresse und Siegels^puren. 

650. Vogt und Eichter zu Vaihingen an Heilbronn: danken 
fur die Tddigung in den Ansprilchen ihres Burgers Kunz Nagel 25 
auf einen Teil des Dorfs Frankenbach oder das daraus geloste Geld, 
und bitten, da sie erfahren haben, doss einige vom Gericht zu Franken- 
bach wohl um einen Verkauf von •/* des Dorfs filr 300 Gulden, um 
Kdufer, Verkdufer und Fertigung wissen, deren Kundschaft zu ver- 
nehmen, damit Nagel die Sache weiter vomehmen konne, doch unbe- 30 
schadet der Rechte der Erben ihres Bilrgers Rinderbach. — 1446 
(Barbaren dag) Dez. 4, 

Heilbronn 361. Or. Aussen Adresse und Meste des briefschliessenden 
Siegels unter Papierdecke. 

651. Der Offizial des bischqf lichen Gerichts zu Wilrzburg ge- 36 
bietet den Pfarrern von Heilbronn, Affaltrach und Lowenstein und 



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1446 Dez. 7 — Dez. 19. 341 

alien anderen der Diozese unter der Pfiicht des Gehorsams toid bei 
Strafe der Exkommunikation und des Inierdikts ab ingressu ecclessiae! 
dufur zu sorgeti, dass die Hinterlassenschaft Jorgs von Hambach^) 
und seiner Frau, die bei den Bdten der genannten Orte und sonst 
5 hinterlegt ist, teilweise auch in den Hdnden des Hans Wolf zu Lbwen- 
stein sich befindet, bei Strafe der Exkommunikation und von 400 Gul- 
den an die bi4schdfliche Mensa nicht ver(iussei% entfei*nf, von Wolf 
angeeignet u. s, w. werde, sondem unter seiner Vei'waltung belassen 
werde, bis dem Kldger, Joss Schwab, Pfarrer zu Reinoldsberg, dent 
10 ndchsten Erben, genug getkan set. Wer etwas hiegegen einzuivenden 
ha be, moge sich auf den neunten Tag nach Verlesung dieses Mandats 
melden, — WUrzburg 1446 (abent Marie als sie enpfangen ward) 
Dez. 7. 

HeQbronn 70^ ^, 1. Gleichseitige Abschrift, 



15 662* Alban Merklin und Bertkold von Vaihingen, Biirger zu 

Heilbronn und Pfleger unserer lieben Frau zu den Nesseln ausser- 
halb der Stadtmauem, beurkunden die Stiftung von 40 Gulden zu 
einem Jahrtag in der Marienkapelle fur Jbrg Hannbach, *) Altschult- 
heissen zu Lowenstein, die seine Erben nach seinem Wunsch ausgefUhrt 

20 haben, mit dem Versprechen, die Summe nach der ersten Messe aus- 
zubezafde?h. — Siegler der BUrgermeister Ulrich Nenninger. — 1446 
(montag vor Thomas tag) Dez. 19, 

St A. Heilbronn IV, KartnelUer. (Jr., Pg. mit Siegel. 

a) Prior und Konvent dea Klosters zu den Nesseln beurkunden die Stif- 

25 iufig von 600 Gulden dureh Anna von Schlath, Gerharda von Thalheim Witwe, 
fUr ihr, three Mannee, three Voters Fritz von ScMaih, ihrer Mutter Anna 
Spethin, ihres Bruders Kaspar von Schlath Seelenheil und verspreclien, tdglich 
ein Gebet fiir sie zu sprechen, an jedem Quaiemberdonneretag den Jahrtag zu 
begehen, bei Versaumnie jedesmal zwei Gulden an die Feldsiechen zu SL Ja- 

30 hob Oder das Spital zu zahlen. — Siegler Prior, Konvent, die Pfleger Hans 
Eygerer d, d., Aliburgertneister, Markart Merklin und Hans Eygerer d, j, — 
1448 (Johans aiibend baptisten zu sonwenden) Juni 23, — Ebd, Or,, Pg. 
mit beachiidigten Siegeln, das 4, aus der Schale gefallen und verloren ge- 
gangen. 

35 b) Gotz von Berlichingeti d, a. schenkt dem Kloater einige Leibeigene 

zu Flein und Westheim. — 1460 (Gregorius tag) Marz 12, — Ebd. Or,, Pg, 
mit Siegel, 



*) Ehemals pf&lzisclter Schultheiss zu Lowenstein. — *) Sonst Jorg von 
Hainbach. 



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342 1446 Dez. 23 — 1447 Jan. 12. 

653. Eberhard von Urbach d, a. an die Stadt Heilbronn : fordert, 
dctss sie die von seinen Knechtefi gefangeneny ihren Knecht Hans Met- 
mann und ihre Bilrger Hans Grulich und Peter Narrung, die cer- 
sprochen haben, 30 oder 40 Gulden Losegeld zu zahlen oder sich in 
8 Tagen tcieder zu stellen, anhalte, dass sie ihren Eiden nachkommen, 5 
sonst wurde er sie, wenn sie ihm in die Hand fielen, als Meineidige 
mit Abhauung der [rechten] Hand und andern Misshandlungen be- 
strafen. — 1446 (fritag vor cristtag) Dez, 23, 

Heilbronn 325,2, Or, mit Siegelresten. 

654:. Hans von Bachenstein, Dietrich von Berlichingen und 10 
Jakob von Angloch an Heilbronn: bitten, Klaus Hefner von Weins- 
berg, dem als Teilnehmer bei der Einnahme von Weinsberg die Stadt 
verboten worden sei, wieder ein- und attsgehen zu lassen, da er als 
ihr Diener nur seine Pflicht gethan habe. — 1446 (cristoben) Dez. 24. 

H&Hbronn 325,2, Or. mit Eesten vom Siegel dea erstgenannten, 16 

655. Konrad Wagenherz genannt von Speyer beurkundet, dass 
er vor einigen Jahren urn 50 Ji. jdhrlich in den Dienst der Stadt 
getreten sei, ohie Wissen des Rats sich dem Hans Huring genannt 
Pfeler, gleichfalls Diener der Stadt, als Knecht verdingt, mit ihm 
Streit hekommen habe, mit Pfeler vom Rat entlassen wordeti sei und 20 
sich habe verpflichten milssen, die Stadt nicht zu verlassen, bis er 
seine S chidden an die Stadt bezahlt habe; verspricht dieses auf seifien 
dem Junker Klaus Ease, Vogt zu Horb, geleisteten Dienst eid. — 
Siegler Konrad von Bockingen, Kirchherr zu Bockingen. — 1447 
(dunderstag nach Erharts tag) Jan. 12, 25 

Heilbronn 59 V J 3, Or, mit Siegel unter Papierdecke. 

a) Die Stadt an ihren BUrgertneister Hans Eyrer : ieilt mit, dass sie von 
dtr T&digung seines Vetters mit Kunz von Speytr, der sie unhUlig h^ehde^ 
Kenntnis fiabe, bittety in Erfahrung eu bringen^ oh er etwas gegen die Stadt 
vorhahe, und erbietet sich su ein em Schiedsgei'icht vor Martin Koler, Heinrich 30 
von Ehrenberg, Hans oder seinen Vetter Peter von Liebenstein. — 1453 (samps- 
tag nach Bartolomei) Aug, 25, — Ebd, Konsept, 



6S60 Abt Kiqyrecht und Konvent des Kloders Adelberg tcerden 
mit der Stadt Heilbronn, mit der sie wegen der Bede von ihrem 
Hans und ihren Giltern daselbst entzweit gewesen, durch Johann von 35 



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1447 Jan. 17 — Jan. 29. 343 

Xippenbury, Deutschordemkomtur zu Heilbronn, Hans von Yberg^^ 
tind Hans Eygerer denjungm verglichen: da die Outer zu 7000 Gulden 
angeschlagen sind, die Stndt gegenwdrtig von 100 ^h Gulden Bede 
nimmt, giebt das Kloster 35 Gulden auf Martini, und entsprechend 
6 mehr oder weniger utid ofter oder gar nicht, je nachdem es die Stadt 
halt, da das Kloster Zinse auf Gutern zu Heilbronn hat, soil es, 
tvenn es diese Guter durch Lbsung oder An/all zu Fronhanden be- 
kommt, dieselben verbeden wie andere Bilrgerj dieselben aber nur 
wieder an Burger verkatifen. Bei den herkommlichen Diensten soil 
10 es bleiben, — Siegler Abt, Konvent und die drei Tadingsleute. — 
1447 (sant Anthonien tag) Jan, 17, 

Heilbronn Lade 53, Or,, Pg, mil 6 Siegeln, 

6S7» Stephan von Emershofen, Uofmeister, an Heilbronn: teilt 

mity eine arme Frau von Stuttgart beklage sich iiber ungerechte Be- 

15 strafung ihres Marines TypUn und iiber Wegnahme von Kleidern; 

bittet, letztere zurUckzugeben und iiber ersteres Kundschaft zu ver- 

nehmen, — 1447 (mitwoch nach Anthony) Jan, 18, 

Heilbronn 325,2, Or. 

a) Antoni von Etnershofenj Vogi zu Weinsberg, fordert SchadeneraaU 

20 fur Heine Scheffer von Odheim, Leibeigenen semes Herni, 1449 (Elsbeten tag) 
Nov, 19 und (sontag nach Niclas tag) Dee. 7 (wird ahgelehnt) ; ebenso fiir die 
Leibeigenen P/cUegraf Ottos zu Kdlbertshausen, deren Eigenium in der Kirche 
weggenommen worden sei, 1450 (dinstag vor Bonifacii) Juni 2 (mrd abgelehntj 
da es bei ihren Feinden betroffen wordeti set), — Heilbronn 198, Fehden IL — 

25 Ebenso fordert Johannes Rosshdupter, Schultheiss zu Mosbach, Ersatz fur 
ewei arme Frauen des PfaJzgrafen [Otto] zu Kdlbertshausen und Obrigheim, 
1450 (exaudi) Mai 17, und Gote^ Keller zu Neckarele^ fur die Tochter der 
Fronhaus von Aglasterhausen zu Helmstadt, Leibeigene des Pfalzgrafeny 1450 
Febr, 20 und Apr, 27 (wird abgeschlagen), — Ebd, 

30 b) Wegen Gefangennahme einiger Leute und Wegnahme von Eigenium 

zu Kalbertshausen am 25, April machen Leonhard von Rosenbach und Hans 
von Ehrenberg (vor ihm schon seine Frau Margarethe von Gemmingen) Forde- 
rungen, 1450 April und Mai; ersterer (und wohl auch letzterer) werden beschieden 
wie oben: ersterer beschwert sich, dass einige Gefangene sich ihm nicht stellen, 

35 ebenso umgekehrt die IStadt, 1450 Mare und Mai, — Ebd, und 351, 

658* Papst Nikolaiis V. bevollmdchtigt den Bischof Gottfried 
von Wiirzburg, zur Errichtung eines Karmeliterklosters zu Heilbronn 
die Genehmigimg zv erteilen, — Rom 1447 Jan, 29, 



a) Dieter auf Basur, 



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344 1447 Jan. 27. 

St.A. Heilh. 7F, Karmtliter, Or,, Pg,, Bulk an Hatifschnur. Auf dem 
Bug rechts ; Gratis de mandato donilui nostri pape A. de Tuscanis. Unter dem 
Bug links: Gratis de mandato domini nostri pape Ja. Bonron. Am Band links 
nthen dem Text stark verldngertes L. Auf dem Riicken: R. CoronCn., unten ver- 
kehrt: Jo. de Steccaus (?). 5 

Nicolaus episcopus servus servorum Dei venerabili fratri epi- 
scopo Herbipoleusi salatem et apostolicam benedictioneni. Inter preclara 
salntis opera^ quibas sedulo | devotionis sinceritas dilectorum filiorum 
incolarnm et habitatornm opidi Fontis Salutis alias Heylpram tue 
dyocesis versari conspieitar, acceptum gerimus et exauditione dignissi- 10 
mum, I ut suiS; que presertim religionis et divini eultus propagationem 
contemplari videntur et qnibug sue aliorumque saluti animarum con- 
8uli valeat, votis quantum cum Deo possumus { favorabiliter annuamus. 
Sane pro parte incolarum et habitatorum eorundem nobis nuper ex- 
bibita petitio continebat, quod ipsi et nonnuUi alii Ghristi fideles civi- 15 
tatum, opidorum et villarum circumvicinorum cupientes terrena in 
celestia et transitoria in eterna felici commercio commutare ob singu- 
larem, quam ad beatam virginem^ cuius inmago in quodam rauro a 
loco suarum habitacionum per centum fere passus distante sculpta^ 
magna operari dignata est miracula et operari non desinit, gerunt 20 
devocionem, in dicto loco aliquod monasterium ordinis fratrum beate 
Marie de ^onte Carmeli pro usu et habitatione nonnullorum dicti 
ordinis fratrum sub regulari observantia viventium ac inibi in missis 
et aliis divinis officiis deservientium pro suarum ac successorum et 
predecessorum eorundem animarum salute de bonis propriis et aliis 25 
elemosinis construi et edificari facere desiderant. Quare pro parte 
incolarum et habitatorum predictorum nobis fuit humiliter supplicatum, 
ut eis dictum monasterium in eodem loco fundandi et constituendi 
seu fundari et construi faciendi licentiam concedere et alias super 
his oportune providere de benignitate apostolica dignaremur. Nos 30 
igitur, qui de premissis certam notitiam non habemus nee non religionis 
propagationem ac divinum cultum vigere et augeri intensis desidera- 
mus affectibus, huiusmodi supplicationibus inclinati fraternitati tue per 
apostolica scripta mandamus, quatenus de premissis auctoritate nostra 
te diligenter informes et si per informationem huiusmodi ita esse repe- 35 
reriS; super quo tuam conscienciam oneramus; eisdem incolis et habita- 
toribus monasterium predictum cum ecclesia, campanili, campanis^ 
claustro, domibus, habitationibus et aliis necessariis officinis in eodem 
loco pro usu et habitatione predictis fundandi, constituendi et edificandi 
ac eisdem fratribus monasterium ipsum pro huiusmodi eorum usu et 40 



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1447 Marz 11. 345 

habitatione recipiendi et perpetno retinendi plenam et liberam auetori- 
tate apostolica licentiam largiaris non obstantibus felicis recordationis 
Bonifacii pape VIII predecessoris nostri prohibente ne fratres ordinum 
mendicancinm in aliqua civitate sive villa yel quovis castro sive loco 

5 ad inhabitandnm qnecnmqae domos vel loca de novo recipere vel 
eatenus recepta mntare presnmant absque sedis apostolice licentia 
speciali faciente plenam et expressam de prohibitione huiusmodi men- 
tionem et aliis apostolicis constitutionibus contrariis quibuscumque. 
Nos enim aniversis et singulis^ quos in eodem fundando monasterio 

10 pro tempore morari sive residere contigerit; ipsius ordinis fratribus, 
at privilegiiS; indalgentiis, libertatibas, immunitatibus et exemptioui- 
bus qnibuslibet prefato ordini et aliis ipsius monasteriis atque locis 
nee non personis eorumdem per sedem predietam et alias quomodolibet 
generaliter concessis uti et gaudere libere et licite valeant, auctoritate 

15 prefata tenore presentium indulgemnS; inre tamen parrochialis ecclesie 
et cuiuslibet alterins in omnibus semper salvo. Datum Home apud 
sanctum Petruro anno incarnationis dominice millesimo quadringen- 
tesimo quadragesimo septimo, quarto kalendos februarii^ pontificatus 
nostri anno primo. 

20 a^ Bischof Gottfried von WUreburg ciii$rt als Exekutor dieser Butte 

die Einwohner Heilbronns, die an der Errichtung eines Karmeliterldoaters in- 
teressiert su sein glauhen, auf den Morgen des 2, Mai nach WUrthurg, wo sie 
ihre Einwendungen vorbringen konnen^ andernfalls werde er die Butte so aus- 
fuhren, — U48 April 16, — SUA, Heilbronn IV, Karmeliter, Or., Pg. mit 

25 hahschem Vikariatssiegtl. Unten von derselben Hand: Redde literam sigillataiii 
cum signo execucionis pena sub premissa. Aussen die Bemerkung, dass die 
Citation an Cantate, April 21, in der Pfarrkirche dutch den Prtdiger Budolf 
Hochreyner verleaen wurde. 

6o9m Hans Holzapfel, Biiryer zu H(ilbronn,*tind seine Fran 
30 Barbara behetmen, dem Junker Hans von Schnaitbery zu Heilbronn 
fur ein Viertel vorn Fischwasser im Neckar com Spitalwasen bis zur 
Gartacher Furt 160 ft, rh, zu schulden, die vorldufig mit 8 fl, zu 
verzinsen sind, und verpfdnden dafiir das genannte und ihr halbes 
Fischwasser zwischen denen des Weldner und des Jorg Zehe, der 
35 Siadt mit 2^k fl. zinsbar. — Siegler die Richter Bernhard Berlin 
und Hans Keller. — 1447 (samstag vor Gregorien tag) Mdrz 11. 

Heilbronn Lade 28. Or., Pg. mit Siegeln. 

a) Bernhard Berlin, Schuliheiss, und die Richter zulHeilbronn entacheidan 

ztcischen Hans von Schnaitherg, BUrger zu Speyer, und Hans Holzap fel dem 

40 IHacher, Burger zu Heilbronn. Ersterer klagt ^auf Abloaung des Zinsea mit 



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346 1^7 Mai 6 — Mai 26. 

142 fi, ; letzierer giebt bu, eine solche Zuaage gemacht zu Juihen, verlangt aher 
zuvor die JRinmUigung der Ffleger der Kinder, dmen der Kldger den Zins 
eingegehen habe, Dieser verapricht, ffie beizuhringen. Bis dahin soil das Geld 
bei Hans Eyrer hinterlegt werdeti, — Siegler Bemhard Berlin und die Hichter 
Eberhard von Finsterlohe und Jost Emhart — 1466 (mantajf vor judica) 5 
Marz 8. — Ebd., das mittlere Siegel abgerisse^i. 

660. Horneck von Hornbery der jilngere entlehnt von der Stadt 
Heilbronn 60 Gulden auf Kiindiyung, versjjrichtj fur die Zeit, so- 
tange er ihr Schuldner ist, die Stadt und die ihrigen nicht zu schddigen, 
ihren Schaden zu wahren, ihr ScJdoss und Burg zu offnen, ausge- 10 
nominen .... Als Schiedsrichter iiber die Erfidlung dieser Pjlichten 
wird Hans Eigrer der junge bestellt. — Siegler der xiussteller und 
sein Vetter Hans Lemlin, — 1447 (Sophien tag) Mai 5. 

HeiWronn 41, Activa 1, Or,, Pg,, leilweise vermodert und uideserlich. 
Das erste Siegel abgegangen, das eweite hat quer einen Sprung, — Daselbst 15 
ein Schuldschein von Kunt von Blaufelden, Schmied, filr die Stadt Uber 105 fi,, 
1441 Marz 27, 

661. Bischof Gottfried von Wiirzburg an Heilbronn: bittef, 
seiner Burgerin zu Wiirzburg, Zeigerin dieses Briefs, die die mchste 
Erbin des Hermann Nest, des Bruders ihres Vaters Hans Nest zu 20 
sein glaube und nicht wisse, wer das Erbe habe und wieviel es be- 
trage, behilflich zu sein, — Wiirzburg 1447 (freytag nach vocem 
jocunditatis) Mai 19. 

Heilbronn 33, Bede 3, Or, Aussen Adresse und Siegdspuren, 

662. Die von Heilbronn an [Adressat nicht genannt, vermut- 25 
lich Weinsberg] : sie seien von trefflicher Seite gewarnt warden, dass 
gegen das Reich und gegen eine Stadt schwere Anschldge gemacht 
warden men, was sie ihnen mitteilen, damit sie sich in acht nehmen 
und schntzen und wonotig ihren beiderseitigen Freunden [in diesem 
Fall dem Stddtsbund) es verkunden konnen, — 1447 (montag vor 30 
pfingstag) Mai 26. 

Heilbronn 33, Bede 3, Konzept auf der HUckseite des Briefs des Bischof s 
von Wiirzburg von 1447 Mai 19, 

663. Bischof Gottfried von M'iirzburg verordnet fiir die Dom- 
und alle Pfarrkirchen seiner Diozese, dass zu Ehren des Leidens 35 
Christi am Freitag urn die Mittagsstunde mil der grossen Glocke ge- 



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1447 Aug. 5. 347 

Idtttet werde, xind verleiht alien, die nach Empfany det^ Btisssakra- 
ments dabei drei Paternoster und Ave Maria kfiieend heten und denen, 
die Iduten, 40 Tage Ablass. — Wiirzbtirg 1447 Aug, 5, 

HeQhrorm Lade 24, T. Or., Pg, mit VikariaUsiegel an gruner Seidenschnur. 
5 a) Derselbe verleiht alien reumutig Beichtenden, die sich an der in HeUbronn 

neu eingefahrten Fronhiehnamsprogession an der Oktav dee Fesiea beieiligen oder 
dasu mitmrken, 40 Tage Ablass, — WUrehurg 1461 Okt. 27. — 8tA. HeU- 
bronn IV, Karmeliterklostei\ Or., Fg. mit achlecht gelungenem, eersprungenem 
Vikariatsiegel 

10 b) Bischof Johann von WUrzburg verleiht cUlen Gldubigem, die der Mease, 

die jeden Freitag am HetUgkreuzaUar in der Pfarrkirche eu Hetlbronn gu Ehren 
dee Leidens Christi gelesen toird, nach Empfang dee Busssakraments anwohnen 
und mindestens 5 Vaterunser und Ave Maria heten, 40 Tage Ablass. — WUrz- 
burg 1462 Febr. 19. 

15 Heilbronn Lade 25. Or., Pg. mit Vikariaisfriegel. Unter dem Bug: 

l^icolaus Rimenenider procurator fisci subscripsit. Unum florenum. 

664. Bruder Johann Melerstat, Kaiineliterordensprovinzial fUr 
Oberdeutschlandy beurkundet, dass der Rat von Heilbronn seinem Orden 
die Hofstatt der Marienkapelle zu den Nesseln vor d-em Stadtthor 

20 Weinsberg zu ziir GrUndung eines Klosters mit 6 Priestern und 
8 Schiilern und Novizen unter folgenden Bedingungen ilherlassen kabe : 
der Bnu wird nach Weisung der Pfleger und der Stadt, die diese 
ernennt, errichtet. Fiir Einholung der Erlaubnis und Bestdtigung 
von Papstf BiHchof ufid was soiist notig ist, und filr die Begabung 

25 mit den Ordensp7'ivilegien hat der Orden zu sorgen, ouch Brief e der 
Stadt in dieser Angelegenheit zu besorgen, die Stiftung fiir wise re 
Hebe Frati [die Kapelle] darf nicht dazu herangezogen werden. Den 
Personenbestand des Klosters bestimmt die Stadt, vorldufig bleibt es 
wie oben genannt ist. Einem Antrag der Pfleger auf Versetzung 

30 eines Priesters wegen Argernis hat der Prior sofort Folge zu leisten. 
Almosen fiir Kapelle und Klosterbau verwalten die Pjieger, verwenden 
nach Weisung des Rats auch^ was sie mit Opferstocken, Tischen, auf 
dem Altar und mit dem Heiltum sammeln. Geschenkte Esswaren werden 
halb fur den Klostertisch, halb fiir den Bau verwendet. Die Pfleger 

35 sind nur der Stadt verantwortlich, legen nur ihr Rechnung ab ohne 
Gegenwart des Klosters. Opfer beim Amt und d^r Messe fallen dem 
Tisch des Kotivents zu. Die Verfiigung iiber die von [Peter J Butt- 
neck gesttftete Pfriinde bleibt dem Rat. Fiir Jahrtagsstiftungen gilt 
die tfbung der Kirchen und Kloster der Stadt Bilcher, Ornamente 

40 und was sonst zum Gottesdienst notwendig ist, beschaffen die Pfleger, 



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348 1^7 Sept. 13 — Dez. 26. 

das Kloster aber hat sie im Stand zu halten. In Krieynzeiten und 
dhnlicher Not kann die Stadt das Kloster abbrechen und in die Stadf 
verlegen. Die Stadf kann ohne den Orden an diesen Bedingungen 
dndern. — Zeugen: die Briider Johcmnes Crowelsshein, Prior zu 
DinkelsbUhly Johannes Carpentani, Lektor der Theologie, und Cdsar 5 
Knor, Bruder zu Esslingen, — Nach der Bestdtigung des Bischofs 
soil die Urkunde in Pergament ausgefertigt werden, — 1447 (crutz 
aubent exaltacionis) Sept. 13, 

St, A, HeHbronn IV, Karmditer, Or, mit Siegelreaten unUn und aussen 
in der Miite (hier hesiegelty weil aua zwei StUcken zusammengendht), Gedruckt 10 
in der j^Spezies fadi und Deduction^ dose Burgermeister und Bat von Heilbronn 
nicht nur Fundaiores des Karmeliterkloster seien, sondern dem Magistral auch 
PatronatS' und Vogteirecht cotnpeiiere'^. 172() Seite 16, (Stuttgart, k, 6ff, Bibl, 
Deductionen n. 1637.) 

a) Bischof Gottfried von WUreburg besidtigt den Vertrag, — WUrzhurg 15 
1448 Mai 6, — Ebd. Or,, Fg. mit Vikariatssiegel an gr&ner Hanfsehnur, 

b) Bruder Johannes, KarmeOterordensprovinzial, bestdUgt den am 13, Mai 
1451 zu Heilbronn zwisehen der Stadt und dem Provinzialkapitel wegen des 
dortigen Karmeliterklosters geschlossenen Vertrag, *) in quantum racioni et iiiri 
sunt consona. — Im Kloster zu Heilbronn 1452 Juni 16, — Ebd, Oi\^ Fg, 20 
mit Siegel, 

665. Bischof Gottfried von Wilrzburg bestdtigt der Stadt HeiU 
bronn auf Bitten die von seinem Vorgdnger Herzog Sigismund von 
Sachsen, Administrator des Bistums, pro episcopo se gerenti exposito, 
gegebene Erlaubnis, am Marienbild vor der Stadt wegen des Zulaufs 25 
der Gldubigen und der dargebrachten Opfer eine Kapelle zu errichten, 
und dieselbe zu regieren und zu verwalten, weil die Stadt fUrchtete, 
die Bh'laubnis mochte aus bekannten Griinden zuriickgenommen (cavil- 
lari) und die Kapelle wieder zerstort werden, unter der Bedingufig, 
dass alle Oblationen fiir den Kultus daselbst verwendet werden und 30 
die Stadt von den Pflegern von Zeit zu Zeit sick Rechnung ablegen 
lasse, — (1448) 1447 Dez, 26. 

St.A, Heilbronn IV, Karmeliterkloster, Or., Pg, mit Vikariatssiegel an 
gruner Hanfschnur in Holskapsel, 

666. Bischof Gottfried von Wilrzburg entscheidet zwisehen 35 
dem Pfarrer Eberhard Esslinger und der Stadt Heilbronn, Die Stadt 
klagt, der Pfarrer fUhre die Stiftung des Predigtamts nicht aus und 



^) DerseWe ist nicht bekannt. 



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1447 Dez. 26 — 1448 Jan. 17. 349 

bestelle keinen Prediger; der Pfarrer antwortet, ohne bischofliche 
Genehmigung konne er keinen admittieren, Der Pfan*er klagt, die 
Stadt habe einige Statuten zum Nachteil der Pfarrkirche erlassen, 
habe geboten, dass die Leichen nicht tnehr auf dem Kirchhof von 

5 St Nikolaus, sondem ausserhalb der Stadt beerdigt und dass der 
Todestag am Tag nach der kirchlichen Beerdigung begangen werds, 
so dass die Freunde und Verwandten des Verstorbeiien wegen der 
Kurze der Zeit nicht zusammenkommen und ihre Bekannten nicht 
einladen konnen, wodurch der GeistUchkeit am Opfer Abbrnch geschehe; 

10 die Stadt rechtfertigt sick, der Kirchhof sei schon lange zu klein, bei 
grosser Sterblichkeit konnten die Einwohner durch die Verwesungs- 
gase angesfeckf werden (ex vaporibas de faneribns ascendentibuB in- 
fici), Beerdigung vor der Stadt sei daher schon seit Idnger ah Menschen- 
gedenketi ohne Beanstandung ilblich; das and ere Statut konne sie nicht 

15 ah rechtmdssig erweisen, stelU es dalier detn Bischof anheim. Der 
Bischof Uberldsst das Urteil seinen lidten Georg Hoenloch, Doktor 
des geistlichen Rechts, und Johann Hesshr, Schidtheiss von WiirZ" 
burgj und entscheidet, die Stadt soil kiinftig den Prediger dem 
Bischof prdsentieren und der Pfarrer ihn, wenn er vom Bischof 

20 die Mission zum Predigen erhalten habe, ohne weiteres zulassen; 
erkennt die Verordnung wegen des Begrabnisses an, da die Stadt da- 
zu berechtigt und uberdies die Sache jetzt Gewohnheit sei und einen 
vemUnftigen Grund habe, hebt aber die andere Verordnung auf, so 
dass jedem sein freier WiUe bleibt. — (1448) 1447 Dez. 26. 

25 Heilbronn Lade 24. Or,, Fg, mit VikariaUsiegel an gedrekter gruner 

SeidenachniM', 

667. Konrad von Heinrieth, Edelknecht, und seine Frau Elisa- 
beth von Eberbach stiften einen Jahrtag fiir ihr Gcschlecht (genannt 
werden die Eltern Konrads, sein gleichnamiger Voter und seine Mutter 

30 Agnes von Rechberg) im Franziskanerkloster zu Heilbronn mit dem 
Zins von ihr em Hof zu HolzweiUr, ErbUhen Heinrieh Holders (je 
2 Matter Kom, Dinkel und Haber, 1 Fasnachthuhn, 18 Pfennig), 
der bei Versdumnis dem St Klarakloster zuf alien soil, — 1448 (mit- 
wocb sanct Anthonien tag des heiligen abts) Jan. 17^ 

35 Kopialhuch des Klaraklosters fol, 125, Beschrmhung des Hofs daselbst 

in del' Urkunde von 1478 Fehr, 23, 

668. Konig Friedrich gestattet dem Wiprecht von Helmstadt 
auf seine Bifte, die beiden andern Drittel der von Kdnig Buprecht 



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36^ 1448 Jan. 25 — Jan. 27. 

U7n 500 Mark Silber und ^mchtrdglich nock 3000 iMw Flarentiner 
Gulden an Eberhard von Hirschhorn verpfcindete Heilbronner wtd 
Wimpfener Reichssfener, die jetzt atif Anna von Hirschhorn, Frau 
Walthers von Hurnheim, imd die Kinder Hermanns von Bodenstein 
von Elsbeth von Hirschhorn iibergegangen sind, von deren Inhaberin 5 
zu losen, vorbehdltlich des Bechts des Beichs auf Wiederlosung, — 
Wien 1448 (Pauls tag conversionis) Ja?i. 25. 

SUA, Heilbronn /, Beicheateuer, Ot\^ Pg,, Majestatssiegel mit Rucksiegel 
an rotgriiner Seidenschnur (MunzsiegelJ, Auf dem Bug: Ad tnandatum doniini 
regis domino Gaspare cancellario referente. Aussen: R. 10 

a) Quittungen Wiprechts fiir 1449, 1450, 1451 fUr Heilbronn, die ergte 
mit einer Bemerkung uber die Einldsung, jedesmal Ende November datiert, Heil" 
bronn 1691170. Dr., Pg, mit Siegel. — Zu dieser punktlichen Beeahlung (die 
Steuer verfitl auf Martini) woUen die folgenden Stilcke nicht recht passen. 
(Vielleicht wurden die Quittungen willkurlich suruckdatieri, was durch Vrkunde 15 
von 1452 Mdrz 2 noch wahrscheinlicher wird.) 

b) Kdnig Eriedrich gebietet HeUbronn auf Beschwerde Wiprechts, die 
Steuer diesem fortan auszubeeahlen. — Neustadt (unsers reichs im ainlifften 
jare) 1450 April 16, — Heilbronn Lade 37,3. Or. Unten: Ad mandatum 
domini regis Michael de Pfullendorf. Aussen SiegeH unter Papierdecke. 20 

o) Wiprecht von Helmstadt fordert von Heilbronn, da der Ergbischof 
von Maine den gUilichen Tag, zu dem sick die Stadt erboten, abgesagt hat^ 
unverzHglich die Bezahlung der Beichssteuer, die ihm, seinem Schuneger- 
vater und seinen Schwdgem seU mehr als 30 Jahren gegeben warden set. — 
1451 (domstag nach Lucas dag) Okt. 21. — HeUbronn Lade 37, 24, Or. mit 26 
Siegebresften. 



669. Klaus Lutz an die Stadt Heilbronn: bittet, den Hans 
Nauwer anzuweisen, das ihm gehorige Gut herauszugeben, erbietet sich 
vor den Bat zu Wimpfen. — Siegler Leonhard Lohlin. — 1448 
(samstag nach conversionis) Pauli) Jan. 27, 80 

Heilbronn 194, Fehden IL Or. 

a) Die Stadt Uhnt die Bitte als befremdlich ab, Jan. 30. Ebd. Koneept. 
— LoMin ist BUrger zu Braekenheim. Ein Brief von ihm an die Stadt in 
unbekannter Angelegenheit von 1447 Juli 4, Heilbronn 325,2. Or. 

670* Burgermeister und Bat von Ulm an die von Heilbronn: 35 
teilen mit, doss ihnen die von Nilrnberg geschrieben haben, dass der 
Bischof von WUrzburg die Einung mit den Stddten verldngert habe, 
dass die von Botenburg dieselbe beschworen, vom Bischof eine Urkunde 
bel'ommen haben, dafts auch die kunftig noch beitretenden Stddte in 



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1448 Febr. 4 — Mai 4. 851 

der Verldngerung mit einbegriffen sent sollen, und dass sie ferner 
geheten haben, den bereits vei-pjlichtefen Stddten das zu wmrkmtden, 
damit sie den Gegenvereinigungsbrief der Stddte, wenn sie ihn erhalten, 
besiegeln und die Verldvgerung besekwdren k'dnnen, — 1448 (vasnacht) 
o Febr. 5. 

Heilbronn 266 29 a, Or, Ausam Adresse und Spuren des roten brief- 
8c?Uies8enden SttgeU, 



671. Beinhard von Neipperg an Heilbronn: danktfur die seinem 
Boten, dem Kirchherrn von Schwaigern, gegebene Zusage^ fUr ihn zu 

10 Speyer Geld zu entlehnen, das er mit den bereits schuldigen 300 Gul- 
den in Jahresfrist zuruckzahlen werde und wofur er ihnen seinen 
Teil am Heilbronner Zehnten vetpfdnden tvoUe, bittet nicht um 400 Gul- 
den, wie er durch den Kirchherrn habe sagen lassen, sondern um 700, 
und um Anfertigung des Schuldsckeins [den er dann nur nock zu 

15 besiegeln hat]. — 1448 (mitwoch vor letare) Febr. 28, 

Heilbronn 249 V D, Or. Au88en Adresae und Siegelreste, 

672. Die von Heilbronn an [Graf Lttdwig von Wirtetnberg] : 
beklagen sich, dass seine AmUeute einigen ihrer Bilrger, die zu Nord- 
heim Giiter haben, Steuer und Schatztmg auflegen, wdhretid sie bis- 

20 her frei gewesen seien. — 1448 (frytag vor palmtag) Mdrz 15, 

Heilbronn 33, Bede 3, Konzept auf dem Brief Goltfrieds von W&rsburg 
von 1447 Mai 19 (n. 661), 

a) Antwort: der Vogt su Brackenheim habe bereits Weisung bekomti^en^ 
die Bilrger unbeschwert zu ktssen, — Bebenhausen 1448 (zinstag nach palmarnm) 

25 M&rz 19. — Ehd, Or, 

b) Die Stadt an den Schultheisaen zu Nordheim: beschwert sich, dass 
er thren Biirgern Hire Giiter daselbst zu bebauen verbiete, diese in Beschlag nehme 
und Schatzung davon erhebe, wahrend dock sein Herr die SUuerfreiheit aner- 
kannt habe, Wegen des St, Klaraklosiers, dem das gleiehe toiderfahren, werden 

50 sie ndchstdem an den Grafen schicken^ bis dahin mdge er die Sache in Giite 
anstehen lassen. — 1448 (dominica vor Jorigi) Apr. 21. — Ebd, Konzept. 

c) Graf Ludioig an die Stadt : anttooriet auf ihr Schreiben wegen der 
Steuerfreiheit der Giiter des St. Klaraklosters zu Nordheim, die Steuer set her- 
kommlich, bittet, mit denFrauen zu reden, dass er keinen Sehaden leide. — Bracken- 

36 heim 1449 (Erhards tag) Jan, 7. — Heilbronn 260, KJarakloster VII D. (h\ 

673. Bischof Gottfried von WUrzburg genehmigt die Errichtung 
eines Karmeliterklosters in Heilbronn, — Wilrzbtirg 1448 Mai 4, 



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352 1448 Mai 4. 

-iS^.^. Heilbrann /F, Karmditej-kloster. Or., Pg, mit Vikariatssiegel an 
grUner Seidenschnur. — Ebd. Vidimus, auf Wunsck des Bur germeisters Kaspar 
Mettelbaeh auf dem Bathaus in seiner und Hans Ey^rers d. j,, Diether Getoins 
and Peter Kisienvuichers, Ratsmitglieder und Pfleger des Khsters, Gegentoart 
ausgesteUt von Johann Flins von Bidach, verheiratetem Kleriker der Didzese 5 
Konstam und offentUchem Notar, 1450 Nov, 8, 

UDiversis et siDgulis presentes litteras inspecturis. Nos Got- 
friduB Dei gracia episcopus Herbipolensis ac Francie orientalis dax 
a saDctissimo patre et domino domioo Nicolao papa quinto conmis- 
sarius et executor unicus ad infrascripta specialiter deputatus per 10 
presentee patifacimus litteras apostolicas dicti sanctissimi domini 
nostri nobis pro parte incolarum et habitatonim opidi Heilbmn nostre 
diocesis Herbipolensis cum vera bulla blumbea presentatas digna cum 
reverencia prout decuit nos recepisse talis modi teuore : Nicolaus epi- 
scopus etc., ^) quibus quidem litteris per nos ut premittitur digne receptis 15 
ipsisque diligenter visis et inspectis affectantes quoque circa ipsarum 
execncionem cum omni solicitudinis studio intendere per edictum publi- 
cum in locis ad hoc aptis et presertim in opido Heilbrun omnes sua 
interesse pntantes si qua in contrarium racionabilia allegare et proponere 
vellent quominus nobis in predictis litteris conmissa exequeremur in 20 
certum competentem terminum evocavimus et ad superhabundantem 
cautelam per processus nostros evocari fecimus, termino vero eodem 
adveniente et execucione coram nobis legitime reproducta accusata- 
que citatorum et presertim dicti loci parrochialis ecclesie rectoris contu- 
maciam yisis eciam litteris et instrumentis publicis super signis pro- 25 
digiis et miraculis in eodem loco nunc pro oratorio et monasterio 
fratrum beate Marie de monte Garmeli^) ad honorem eiusdem vir- 



*) Urkunde von 1447 Jan, 29 transsumierL — *) Hier moge ein Verseichnis 
der Prioren des Klosters Aufnahme finden, zusammengestelU aus einem ebd, 
erhattenen Verzeichnis aus dem 16, Jh, und den BruchstUcken eines andern, 
genaueren, dessen Zusatze durch Klammern kennUich gemaeht sind: 

1) Johann Nagolt aus dem Eottenburger Konvent, eingesetzt durch Johann 
MeUerstadt [Provinzial], 

2) Johann Enderes aus dem DinkelsbUhler Konvent, 

3) Johann Cdsaris, Kayser, aus dem Eottenburger Konvent (gestorben 
5, Jan, 1450), 

4) Master Symphorianus, Professor der Theologie aus dem Rotienburger 
Konvent^ gestorben auf einer in Ordensgeschqften untemommenen Bomreise, 

5) Konrad Steigde aus dem Siraubinger Konvent verzichtet nach 2 Jahren. 

6) Johann Seltenschlag aus dem Eottenburger Konvent, stiftet dem Kloster 
BO Gulden, sorgt fUr Biicher, l&sst 3 Aniiphonarien, 3 Crradualien, 8 Psalterien 
und 6 Missalien schreiben^ verzichtet nach 20 Jahren, 



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1448 Mai 4. 35H 

ginia deputando miracalose apparentibus receptaque denique infor- 
macione competenti super desiderio et devocione populi in dicto 
oppido Heilbrnn conmorantis ad locnm prelibatum quodqne populas ipse 
pro augmento cultus divini de bonis sibi a Deo creditis ad locum pre- 

5 dictum pro ecclesia instauranda et aliis ad predictum monasterium 
fundandum necessariis promtissime conferre cupit ceterisque in dictis 
litteris apostolicis nobis directis comprehensis yeris existentibus et 
inyentiS; habitatoribus et incolis dicti opidi Heylbrnn monasterium 
predictum cum ecclesia; campanili^ rampanis, claustro, domibus, habi- 

10 tacjonibus et aliis necessariis officinis in eodem loco pro usu et 
habitacione predictorum fratrum fundandi, constrnendi et edificandi 
ac eisdem fratribns monasterium ipsum pro buiusmodi eorum usu et 
habitacione recipiendi et perpetuo retinendi plenam et liberam auctori- 
tate apostolica nobis in hac parte conmissa juxta dictamm litterarum 

15 continenciam, vim et formam Dei nomine per presentes largimur et 
indulgemus, jure tamen parrochialis ecclesie et cuiuslibet alterius in 
omnibus semper salvo. Et cum dicti sanctissimi patris et domini Nico- 
lai pape quinti monita et precepta non solum exequi, sed ea quantum 
in nobis est pro viribus manutenere desideremus, predictum novellum 

20 monasterium et fratres in eodem conmorantes ac ipsorum res et bona 
in nostram et nostrorum episcoporum Herbipolensium proteccionem et 
tuicionem recepimus et per presentes recipimus singularem volentes 
ipsos omnibus et singulis privilegiis, libertatibus, emunitatibus et ex- 
emptionibus gaudere et tueri, quibus alia eiusdem ordinis monasteria 

2b in nostris civitate et diocesi Herbipolensibus sita et eorum bona et res 
gaudent et tuentur. Preterea ut populus Christianus ad gloriosissime 
virginis Marie memoriam digne habendam, ob cuius honorem dictum 

7) Johann Beneenreuter 1480, Lektor der Theologie, aus dem Konveni 
Sidm, verzichtet nach einem Jahr, doktoriei't in Tubingen anf Kosten des 
Klosters, nach 11 Jahren toieder Prior, 

8) Heinrich Moll, verzichtet nach einem Jahr. 

9) Johann Kiitler aits dem Konvent Strauhing, Muaiker, verzichtet nach 
2 Jahren, 

10) Johann Fistoris aus dem Kloster selhst, verteidigt dasselbe egregie 
gegen die Stadt, gestorben nach 5jdhriger Amtsfiihrung 1490, 

11) Johann Benzenreuter, mrd daneben Provinzial und Prior zu Wien, 
gestorben (23, Sept) 1499, 

12) 27, Mdrz 1499 wird geivahlt Peter WUrt aus Heilbronn, Doktor der 
Theologie, hatte in Heidelberg sttidiert, en-ichtet neue Gebdude, schafft viele 
Biicher an, Idsst viele Mitglieder auf der Universitdt studieren, verzichtet 1515 
fzu Gunsten des Doktors und Professors Heinrich Seitzenweiler, gestorben 
9. Jan, 1517), 1529 war Prior Beatus Engelhard, 1533 Josephus, 

Wllrtt. Geschichtaquenen V. 23 



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354 1448 Juni 27. 

monasteriuni construetur^ avidias et copiosius agregetur, devocio ipsius 
crescat et angeatar ultra temporalia coDmoda que devoti eiasdem cul- 
tores recepturi sunt a Domino, spiritualia eciam stipendia duxitnus 
concedenda: omnibus enim vere penitentibus et confessis, qui dietuni 
monasterium in nativitatis, circnmcisioniS; epiphanie, resurrexionis, 5 
ascensioniS; penthecostes, corporis domini nostri Jhesu Cristi nee non 
natiyitatis^ concepcioniS; anunciacioniSy purificacionis, visitacionis et 
assumpcionis beate virginis Marie et nativitatis beati Johannis baptiste^ 
sanctorum Petri et Pauli nee non aliorum apostolorum et beatorum 
Kilyani Golonati et Totnani^ et dicti monasterii dedicacionis, omnium 10 
sanctorum et singulorum dierum dominicorum festivitatibus devote 
visitaverint; divinis interfuerint et de bonis sibi a Deo collatis ex- 
hibendo pro ipsius monasterii construccione et ornamentorum eius 
augmentacione manus porrexerint adiutrices, quociens hec fecerint, 
quadraginta dies de iniunctis sibi penitenciis de omnipotentis Dei 15 
misericordia, beatorum Petri et Pauli apostolorum ac dictorum martirum 
Kyliani, Golonati et Totnani ecclesie nostre Herbipolensis patronorum 
auctoritate confisi misericorditer relaxamus presentibus perpetuis futuris 
temporibus duraturis. In quorum omnium et singulorum testimonium 
has nostras litteras sigilli nostri vicariatus appensione jussimus conmu- 20 
niri. Datum in civitate nostra Uerpipolensi, die qnarta mensis maii^ 
anno domini millesimo quadringentesimo quadragesimo octavo. 

6 74. Die Stadte A ugsburg, Niirnbergy Ulm, Esslingen, Reutlingen, 
Nordlingen, Botenhurg a, T,, Hall, Schaffhausen, Memmingen, Bottweil, 
Gmundy Heilbronn, Dinkelabiihly ( Dona u) Worth, Weil, Witripfen, Windi>- 25 
keim, Weissenburg, Kaufbeuren, Kempten, Isny, Leutkirch, Giengen, 
Anletij Bopfingen und Badolfszeli verldngern ihre Einuiig bi» Georgii 
1452. — 1448,{donnTHtB,g nach sant Johanns tag zu sunnwenden) 
Juni 27, 

StA. Heilhronn /, Einungen und Vertrdge, Vidimus Ulms fUr Hall 30 
ufid Heilbrofm von 1453 Mdrz 33. 

675. Die Stadt Heilbronn bevoUmdchfigt ihren geschworenen 
Stadtboten Klatislin Weissgerber, sie vor dem westfdlischen Gericht 
zu vertreten, verpjlichtet sich, seine Handlungen anzuerkennen, und 
beauftragt ihn, sie auf Grund der kbniglichen Reformation von Frank- 35 
furt abzufordern, — 1448 (donrstag vor Ulrichs tag) Juni 27. 

Heilbronn 166, tvestf. Gericht 2. ()r. mit Siegelspuren. 



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1448 Aug. 8. 355 

a) Dieselbe bevoUmdchtigi ebenso Hans Murer genannt Fdrher von Esslingen 
sur Vertretung in dtr Klage Joftann Osthoffs vor Heinrich von Lindenhorst. 
— 1448 (Franciscus tag) Okt. 4, — Ebd, Or, Siegtl unter Papierdecke, — 
Beide VoUmachten gehdren wahrscheinlich earn Mangmeisterschen Prozess. 



5 6 73. Das Freigericht zu Waltrop erkldrt das Dinkelsbuhler 

Urteil in der Sache der Mangmeisterschen Eheleute gegen die Stadt 
Ueilbronn fur ungiUtig und verurteUt die Stadt ztir Zahlung von 
3200 Gulden Schadenersatz. — 1448 Aug. 8. 

Heilbronn 166, 1, Or,, Pg. mit Siegdn, Dasdbst Vidimits von Hans 
10 zur Glocken und Klaus von Wangen, Freischoffen^ von 1462 (Valentins tag) 
Febr, 14, in gltick£eitiger sehr mangelhafter Absckrift, 

Wir Heinrich von Lindenhorst, erflFgraflf zu Dortmunde und 
stulherr der fryen stulle der keyserlichen heimlichen kamem und der 
fryen graflfschaflf darselffs und frygraflf des hilgen Romischen richs, 

16 d6n kunt und bezugen vor alien vorsten, herren, edelen, rittern und 
knechten, | steden, amptluden, richtern, dy fryescheffen sint, sunder- 
lichen vor alien erbern frygreflFen und echten rechten fryen scheflFen 
des hilgen Romischen richs und sust allermengklich; dy dissen brieff 
sehen ader horen lessen, als J&rg van Ossenfurt, willent stat|schriber 

20 zu OflFenburg, eyn echt recht fryscheflf des hilgen Romischen richs, 
up eyn zytte durch synen gewunen vnrsprechen vur uns verclagt halt 
burgermeister, rat und burger der stat zu Heilprunen manspersonen 
dy zii iren jaren komen sint, | eynen yeclichen zu sinem rechten, dat 
sy Glaren Mangmeisterin und irero elichen manne, dy em von macht al 

25 gewant, eynen geleidtbruch ged8,n sollen haven, dat dan van des 
hilgen richs und des fryen gerichts wegen tuschen in beyder sytten 
durch eyn versegelt compromisse begriffen sy, dat dan dy van Heil- 
prun durch iren procurator gelovet haven zu halden nach inhald ires 
vulmechtigen procuratorium under ir stat secret insegel versegelt, und 

30 besunder ouch dat dyselben van Heilpr&n dem vorgenanten Mang- 
meister und syner hussfrowen under irem segelen eyn strack fry ge- 
leid ouch zugeschriben haven, dat heven sy ouch verbrocbeu und 
nicht gehalden, dan sy heven den vurgenanten Mangmeister gevangen 
in suUichem geleidt zii Dingkelssspuhgel und in und syn hussfrowen 

86 van irem rechten und der compromissen gedrungen mit gewalt und 
unrecht und heven in durch sulichen geleidssbruche ir habe und gut 
entweltdiget, und als nu dazumal vur uns mit rechtem ordeil gewist 
wart davan an eynem fryen stul zu richten, damp wir den gemelten 



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356 1^8 August 8. 

van Heilprun sehribeut; in gebuttent und sy warntten, sich sniicher 
cla^e zu verantwurden up eynen nemlichen dag zu Waltdorff an dem 
fryen stuU, und als wir up dyselben zyt durcb treffenlich antigen 
suliche nicht verboren mochten und sulichen dag aifstaltten, yeder 
partyen un8cliedlichen an irem rechten, darup nu darnach der vest 5 
Joban OsthofF eyn echt recbt scbiltburdig fryescbeff und vulmechtiger 
procurator des ob^enantten J5rgen des clegers sulicbe obgemelte clage 
van wegen des bilgen ricbs und des selben J&rgen vor uns vernuwet 
und anderwerff geclaget bait, darup wir dyselben van Heilprun aber 
vur uns verbodt und gewarnt beven, sicb sulicber clage vor dem 10 
vorgenanten fryen stull zu verantwurden up den nesten donrstag nacb 
sant Margretten dag nest vergangen, ') und als wir nu durcb treflfen- 
licb anligen und besunder libs und berren noit halp sulicben recbt- 
licben dag up den yetzgenanten dunrstagen nicbt gebalden kunden 
und den erstrackten biss up dissen dag datum diss brieffs : also be- 15 
kennen und betzugen wir in vorgenanter mass, dat wir up sulicben 
dag datum diss brieffs stat und stuU den fryenstull zu Waltdorff mit 
ordeil und recbt gespander banck becledet und besessen beven nacb 
gesetz und recbt des bilgen ricbs oversten fryen gerichtes recbts, da 
vur uns und den vorgenanten fryen stull zu Waltdorff komen is der 20 
genant Joban Ostboff und bait van wegen des bilgen ricbs und des 
obgenantten Jorgen van Ossenfurt als syn vulmecbtiger procurator 
an uns begert mit ordeil zu erfaren under konings banne eyn com- 
promisse, dey da tuscben tzwenen partyen vor eynem fryen stul ge- 
stelt und versegelt werd, inbalden under anderem, dat dey selben 25 
partyen in eyner tzyt geleit und trostung gegen eynander beven 
sollent, und so nu eyn deil sulicb compromiss verbrecb und dy nicbt 
haldt, und dazu ir selffs brieff und segel beger dan dy ander partye 
ader yeman van iren wegen van der partyen dy sulicbs gebrochen 
beve, darunib recbts off dan icbt billicb sy, dat man darumb ricbten 30 
salle an dem vorgenantten ader eynem andem fryen stull und sust an 
keynem andem end. Dat satzten wir an eynen ecbten rechten fryen 
scbeffen, der nacb anwissnng der ritterscbafft, dingplicbtigen und 
umbstender des fryen gericbts darup wiste vur recbt, dat billecb und 
recbt wer, dat man darumb recbts plegen solt an dem ader an eynem 35 
anderen fryen stull und sust nirgen andersw&r. Up sulicbs offnet 
der obgenant Joban dstboff van wegen des bilgen ricbs und des vur- 
genanten J8rgen dy vorgemelte clag und clagt up dy van Heilprun 



') Jidi 11, 



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1448 August 8. 357 

dy obgenanten gleitssbriiche und segelbruche nach lutt des vurbodt- 
brieffs den selbeii van Heilprun gesant und liess damp vur uns lessen 
dy obgemelte compromisse, dey da eygenlichen inheldt, dat dey van 
Heilprun durch iren vulmechtigen procurator sich verwilliget heven, 

5 dat sy der obgenanten Clara Mangnieisterin und irem elichen manne 
dun soUent umb ir anspraebt vur etlichen vursten, herren und steden 
darin benantt, was sy inn van eren und recht wegen scliuldig wurden, 
und sollent damp beyde partyen gegen eynander trostung, sicherhait 
und geleidt balden van der dato derselben compromissen, dy da 

10 wisset up mandag nach des hilgen cmtzs dag exaltacionis ^) anno 
Domini etc. quadragesimo quinto biss up unser lyven frowen dag 
purificacionis nest darnach.*) Der sell Johan Osthoff liess vort lessen 
eyn oflfen versegelten brieflf mit der vorgenanten van Heilprun secret 
ingesegel versegelt, darin dy vurgenanten van Heilprun der obge- 

15 nanten Claren und irem elichen manne zugeschriben hevent, dat sy 
der vorgenanten compromissen nachgan wollent, wie dy inhald, und 
dat dy selb Clara und ir elicher manne und wer iu der saeb ver- 
dacht sy, darup vesteklichen vertrostet und versichert syn sollent. 
Und nach verhorung sulicher brieflF redt er darup, sulich yetzgemelten 

20 beyde brieff hetten dey van Heilprun verbrochen und nicht gehalden, 
dan sy hetten den vorgenanten Mangmeister gevangen in sulicher 
tzyt der compromissen und e dey verschenen wer, wolt er vurbringen 
mit der selben van Heilprunn brieff und segel und besunder ouch 
mit eynem versegelten brieffe, so Frytz Hoffer und Hans van Fiucht- 

25 \van;:en zu Dinckelssbuhel der vorgenanten Clara geschriben und ge- 
schickt bond, dy darup ouch beyd gelessen und verhort wurdent und 
haldent dy clerlichen inne, dat der obgenant Mangmeister durch dy 
van Heilprun zii gevencknuss kommen und bracht sy zii Dinckelss- 
buhel, ee dey obgenant zyt der corapromiss, darin sy geleit gegen 

30 eynander heven und balden soltenn, verscheinen sy. Und nach sulicher 
verhorung rett er vurbass, sy hetten durch suliche geleitsbruche und 
segelbruch etliche unbilliche ervolgung up den selben Mangmeister 
und syn bussfr6wen ervolgt zu Dinckelssbuhel. Dyewil er nu eygen- 
lichen vurbracht und ware gemacht hette nach aller noitturft, dat dy 

35 van Heilprun sulich bruche gedan hevent, so getruwet er dar solt 
mit recht erkant werden, dat dy ordeil und dy ervolgung, so deshalb 
durch dey van Dinckelssbuhel erkant sy, krafUoiss und unroechtig 
syn und dat dey van Heilprun schuldig und verbunden syn sollent, 

») 8ept 20. — ') Ftbr. 2. 



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858 H48 August 8. 

dem vorgenanten Jorgen van Ossenfart van der gemelten syner ni5nien 
v^egen und ires mannes in eyner benanten tzyt zu keren und nszu- 
richten sulich faawptsumme des guts, daramb sy dan dy van Hell- 
prun vor tziden vur den fryenstul tzu Bruninekhusen vurgeforttert 
bevent, das bu sy wider Got, ere und recht hevent entvveldiget, ouch 5 
alien kosten und scbaden, so syther darnpgangen sy ader noeh damp- 
gan werdt, und begerte darumb der ordeii under konings banne und 
bat uns, dat wir dey vorgenanten van Heilpn'in in gerichte heischen 
und forderen wolten, ob sy dar icht werent ader yeraant van iren 
wegen vulmechtig, der sy mit recht verantwurden wolt. Also heven 10 
wir dy vorgenanten verclagten van Heilprun ingeheiscben und ge- 
fordert in gerichte als recht is, also sint dy selben van Heilprun dar 
nicht gewest noch nyemant van iren wegen vulmechtig, der sy mit 
recht verantwurden wolde als recht wer. Also liessent wir lesen 
eynen oflFen versegelten sendbrieff mit der van Heilprun secret insegel 15 
versegelt, den uns dey selben van Heilprun der sachen halb geschriben 
und gesant hetten, ouch eyn versegelten gelawbstbrieff, so dan dey 
vesten Heinrich van Erenberg, Peter van Stettenherg und IJlrich van 
Liechttenstein uns van iren wegen gesant hetten, und belt der sendt- 
brieff under anderra inne, dat sy suliche clage und inbringen vremdt 20 
und unbillich neme, dan sy hetten suliche bruche an der ^^enanten 
Claren ader irem elichem manne nicht gedan weder zu Dinckelss- 
buhcl noch andersw8.r noch sy van keynem rechten ader compro- 
missen nicht gedrungen und in geschehe an sulicher verclagung un- 
recht und dywil sy deshalb vormalss zu eren und zii recht nyc 25 
erfordert werent, dat wir dan suliche clage remittieren wolden, so 
welten sy dcm cleger, ob er sy ansprache nicht erlassen wolt, gerecht 
werden vur der stat eyner Uhne, Rottenburg up der Duber, Esslingen, 
Dinckelssbuhel, Rotweil, Wimpffen ader Weil. So wess der gelawbst- 
brieff van den dryen vorgenanten, dat sy gut darvur syn wolden, 30 
dat dy van Heilprun dem cleger vur der selben stede eyner sulichs 
voltziehen solten und dat dem cleger darup geleit und trostung zu- 
geschriben und gehalden werden solde. Und do dy yetzgemelten 
brieffe verlesen wurden, do rette der obgenant Johan 6sthoff : als dy 
van Heilprun geschriben hetten, dat sy sulicher geleidssbruche un- 35 
schuldig werent, da hetten wir vor wol gehort und gewarlichen ver- 
standen, dat sy sulichs gedan hetten, und als sy dan schribent, sy 
syen vor zu eren und zu rechte nye erfordert, dat wer nicht, ver- 
stande man wol an der compromissen und an den anderen geschrifften, 
so dan vor verlesen werent, und er getruwet, dy wil er mit brieflFen 40 



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1448 Auk. 8. 359 

und segeleii kuntlich und war gemacht het, dat sy saliche geleids- 
bruche gedan heven, wie dan syn clage gelndet bab und dan vor 
erkant sy, dafc man darober an dem ader an eynem anderen fryen 
stnlle ricbten salle, damp dan each dy selben van Heilprnn durcb nns 
5 verbedt und gewarnt sint, dat dan erkant werden solte, dat snlicher 
gelawbBtbrieff macbtloiss und nicht van werde syn solde nach fryen- 
stuls recbt und dy van Heilprun solttent dem genanten Jorgen niit 
recht vellig werden, wil er dan vur gemelte babe, und begerte dammb 
der ordeil und des reehten under konings banne. Dat satzten wir 

10 aber an eynen echten reehten fryen scheffen, der nacb anwissunge 
der ritterschafft, dingplicbtigen und umbstendem des geriebtes vur- 
genanten damp wiste vur reehte, dat nacb gestalt und bandel der 
saeben der obgemelt gelawbstbrieff nicbt der voll noch van werde 
sy nach fryen stuls recht, und dy wille sy up sulicben ricbtlicben 

15 dag verbodt werent, sicb sulicher clage zu verantwurden, dat sy nii 
verachtet und nicbt gedan beven nocb nyeroann van iren vulmecbtig 
und des hilgen ricbs fryen gericbte frevelithen versmaht beven ; dat 
dan dy selben van Heilprun eyn yeclicb man zii syneni reehten dem 
hilgen riche und dem fryen gerichte in bruche und in pene gevallen 

20 sint nnch fryen stuls recht, und als sicb dan in alien geschrifften 
eygenlichen ervnnden bait, dat sy suliche geleidssbruche nach lude 
der clage getan bavent, dat dan dy ervolgung und ordeil zii Dinckelss- 
buhel unbundig und unmechtig syn und dnt dy verclagten van Heil- 
prnn schuldi«; und verbunden sin soUent, dera obgenanten J6rgen 

25 van 6sseufurt van wegen der vorgeiianten Clara und ires elichen 
mannes zu richten in geburlicber tzyt nacb fryen stuls recht suliche 
obgemelte bawptsnnie, kosten und alien schaden, dy darupgegangen 
is und noch darupgan wirt, wclchcn kosten schaden und hawptgut 
der vorgenant Johan Usthoflf und J8rg van Ossenfurt nach des ge- 

30 ricbts recht gerumet und behalden haven up dmtusent und tzweyhundert 
reinsche guldin, damp mit recbter ordeil gewist und erkant wart, 
dat der vorgenannt J8rg van Ossenfurt und syn helflfer dy mogen 
den vorgenanten verclagten van Heilprun abmannen mit geistlichen 
ader weltlichen gerichten ader sunder gerichte dy obgenant bawpt- 

35 sume und scliaden zii wasser zu land und an alien enden und steden, 
wn in dat aller gefuchtlichst und bequemlicbst is, nach dem dy vor- 
genanten verclagten van Heilprun vor dem vurgenanten fryen gericht 
sicb der obgenanten clage nicht eutlediget heven als recbt is, wan 
sy dem vorgenanten deger zu geburlicben zytten nicht zii recht 

40 Stan wolden up den steden, dar sicb dat geburt bette und sy so fer 



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860 1^8 Aug. S. 

mit dem oflFenbaren fryen gcricht vervolget uiid verwunnen nach des 
gerichtes reclit, dat keyn ander gericht geleidte ader ander heilff 
hir entgegen richten sal noch sin mach, darzu alien Yorsten, herreu, 
graflfen, fryen, edelen, ritter and knechte, dy fryescheflFen sint, Btede, 
amptlnde, richter und gericht, geistlich und weltlich, bnrgernieister, 5 
rat and gemeynde und vort allermengklich, dy des hilgen Romischen 
richs underd&n and darin gesessen und wonend sint, dem vorgenanten 
Jorgen und synen helffern bystendig sin sollent mit iren gericbten 
und gebyeden als recht is gegen den vorgenanten verclagten van 
Heilprnn. Ouch is mit reehten ordeilen gewist und erkant, da dey 10 
vorgenanten verclagten van Heilprunn dem obgenanten J6rgen up 
kcjnen steden zu recht stan sollen ader gegen im gebrnchen, sy 
hevent dan vor dem selben J6rgen dey obgenanten hawptsume, kosten 
and schaden beleget und gerichtet nach gesetz und recht des fryen 
gerichts. Ouch is dy vorgenanten sach und elage so ver vervolget, dat 15 
sy mit reehten ordeilen getzogen mach werden uss dem oflFenbaren 
fryen gericht in des hilgen richs heimlichen acht. Yort is mit ordeil 
und recht gewist und erkant, oh sach were, dat dey vorgenanten 
verclagten van Heilprun dem vorgenanten cleger ader synem vulmech> 
tigen procurator nicht doin wolden bynnen geburlichen tzytten, wes 20 
sy im van eren und rechtes wegen schuldig sint, in massen als ob- 
gesohriben steit, so wan dan J6rg van Ossenfuit ader syn vulmechtig 
procurator queme und funden eynen frygreflFen syttzen gespander banck 
mit ordeil nnd recht zu richten ober liflF und ere, de frygreflFe mocht 
wal dy saclie ziechen uss dem oflFenbaren fryen gerichte mit reehten 25 
ordeilen und don darnach vulgericht ober dy vorgenanten verclagten 
van Heilprun lyflF und ere nach gesetzt und recht des hilgen richs 
heimlichen beslossen arhte. Darnach wart vor recht gewist und er- 
kant in vorgeschribner mass, ob der verclagten van Heilprun eynich 
fryescheflF wurden were syt der tzyt, dat sy beclaget wurden sint 30 
van wegen des obgenanten J6rgen ader ouch fryescheflFen wurden, 
dy wil sy in der clage stant, dat ensal noch enmach den selben 
in disser sache keyn stat ader hilflF don, sy hetten dan erst dem ob- 
genanten Jorgen und dem gericht ged&n, wes sy van eren und rechtfj 
wegen schuldig werent. Alle dise vorgenanten ordeil und wissung des 35 
reehten sind zugelasseu, bestediget und nicht widerachtet und vort beor- 
kundet als recht is, und ouch besatzt mit den rittermessigen fryen - 
scheflFen und dingplirhtigen des gerichts vorgemelt. dar ordeil und 
recht upgevunden und gewist wart, dat man des reehten und gewister 
ordeil als obgesehriben steit, up keyner stede widerachten mach noch 40 



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1448 Aug. 8. 361 

cnsal by sulicher pene als darzu gehort. Und ob yeman hirengegen 
det ader gchicken gedan wurde zu den gevcn und den selben, wer 
dy wernd geistlirh ader weltlich, da hevent dy cleger vorgenant, 
oacb dat frygericht und ir helffer dy recht zu alB zii den verclagten 
5 vorgenant und soUent in gelicher pene 8tan nach gesetze des richs 
^eschriben recbt. Hir warent ober und an gestrenge und veste erber 
vrome ritterschafft und ander echte rechte fryescheflFen als recht koning8 
fryen und dingplicbtigen der selben fryen gericht niit namen der edel 
und gestrenge Conrat van Lindenborst erffgraff zu Dortmunde, stul- 

10 herre der fryen stulle der keyserlichen heimlicben kameren und der 
fryen grafsebRfffc darselbs und frygreff des hilgen roniisehen richs 
etc., uiiser lieber vater, Diderich Ploger frygreff in der fryen krumen 
grafschafft etc., Ernst van Mengede genant Osthoff, Heinricb van West- 
husen, Joban van Kitzingen, Engelbert van Holte, Melber der Fry- 

15 dag, Antboni van Lefferingenbuse genant Butel, Joban van Recklinck- 
husen, Conrat Krampe und Heinrirb Steinbuss frygroven des hilgen 
richs fryen gericbts und ouch me eebter rechter fryen scheffen genoch 
geachtet up viertzig. Des zu warem bekentnuss heveu wy Hein- 
ricb erffgraff und frygraff vurgenant unsere insegcl van gericbts und 

20 van konigklicben macht unsers ampts an dissen brieff gehangen. 
Vort bekennen wy Conrat erffgraff zu Dortmunde als eyn stulberr 
des vurgenanten fryen stuls, Diderich i^loger frygreff vurgenant, Ernst 
van Mengede genant Osthoff, Heinricb van Westbusen, Joban van 
Kitzingen und Engelbert van Holte, dat wy als recbt umsteuder hir 

25 over und an waren, horden und sahen, dat sich alle vurgenanten 
punte, ordeil und artickel ergangen beven als vurgescbriben steit, 
und des zu merer bekentnuss beven wy umb des gotlichen recbten 
willen unser insegel sementlicli by insegcl Heinrichs erffgraffen zii 
Dortmunde und frygraff vurgenant an dissen brieff gehangen. Datum 

30 des nesten donrstagen nach sant Peters dag ad vincula des jars do 
man zait nach Cristi geburt dusent vierbundert viertzig und acht jare. 

a) Jorg von Ochsenfurt, Sckreibet' zu Andlau, beurkundet, dass die Siadi 

dem Urttdl nachgakommen set und ihn hezahlt habe, giM das Urieil und anderc 

Akien heraus, erklnrt die itbrigen far unguUig. — Si^fgler dtr AussieUtr und 

35 Heinrich von Ehrenberg, wissender Freischoffe. — 1453 (sampstag vor Anthonyeu 

tng) Jan, 13, — Ebd, 4. Or., Pg. mit Siegeln. 

677. Konrad von Lindenkorst, Erbgraf zu Dortmund, Stuld- 
herr mid Freigraf, und Dietrich Ploger y Freigraf der krummen Graf- 
"ichafty an die Stadt Heilhronn : tellen mity dass Hans Winzieher und 



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362 1448 Okt. 22 — Nov. 15. 

Hans Ben'ner hi der Klage Jbrg Baldrichs auf letzfen Donnerstag 
vor den Freistuhl zu Bracket vorgeladen warden, nicht erschienen und 
jetzt cerfthmt seien, befehlen, ihnen dies zu eroffnen und sie zur 
Genugthuung binnen 45 Tagen anzuhalten, sonst wUrde die Stadt 
nach Reichsgesetz derselhen Strafe verf alien. — 1448 (mandages nach 5 
Gallen dage) Okt, 22. 

Heilbronn 166, westfdlischea Gericht I D. d. 4. Or. mil Adresse und 
Siegelreeten. 

a) Diesdben ihun kund, dasa, da die Stadt deti Befehl missachttt^ 
Jorg Giltz genannt Baldrich seine Klage heute emeuert und die Stadt tcegen 10 
Beschutzutig der Oenannten verklagt hahe und dtiss das Urtvil ergangen sei^ 
die Stadt soUe derseiben Strode vtrfalUn sein und um Schadenersatz belangt 
toerden kdnnen; gehieten, die heiden anzuhalten^ in 14 Tagen nach Empfang 
des Briefs dem Rdich, dem freien Gericht und dem Kldger zu thun, wozu sie 
nach dem Urttil verpflichtet seien oder am Donnerstag nach Maria Geburt *) 15 
sich vor dem freien Siuhl zu Brunninghusen zu verantworten. — 1449 (donrstag: 
nach frowendag visitacionis) Juli 3. — Ebd. desgl. 



H78. Die can Esslingen an Ileilbrann: bitten um Genugthuutti/ 
fur Jdcklin Vaine, der im Auftrag seines Herrn, ihres Knechtes 
Kanrad van First, beim Biirgermeister Hans Eyrer der jiingere 20 
einen Schuldbrief des Heilbronner Soldners Schwarzkunz habe halen 
wollen und auf dem Heimweg bei Steinheim vam genannten Schuldntr 
ilberfallen und misshandelt warden sei. — 1448 (frytag vor Othmars 
tag) Nav. 15. 

HtUhronn 351. JJie Briefs Esslingens 0**., die Antwortsn HeUbronns 25 
Konzepte auf den ersteren. 

a) Heilbronn bedauert, nichts thun zu kdnnen, da Schwarzkunz sett 
3—4 Wochen nicht mthr im Dienst stehe, (dinstag nach Othmari) Nov. 19. 
Esslingen beklagt sich, da der Ubelthdter noch zu Heilbronn wohne; Esslingen 
wUrde ein solches Verlangen nicht abschlagen, (Barbaren tag) Bez. 4. Htilbronn 30 
antwortet, man mUsste ihm zuerst das Geltit kUndigen, aber dann tcnrde er sich 
in Sicherheit bringen. Die Stadt wolle thun, als ob ihr nichts daran liege, bis 
er es vergesse, und dann Genugthuung verschoffen, wenn er sich sonst einmal 
betreten lasse, werde aber auf Verlangen auch das Gdeit kiindigen, (sabbato post 
Nicolai) Dez. 7. 35 



679. Frankfurt an Heilbronn und Wimpfen: antwortet auf 
die Auf f order ung, dem Raban von Hehnstadt, der ihren Feinden zwei 



») Sept, 11. 



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1448 Dez. 14 — 1449 Jan. 1. 365 

Knechte ^eliehpn, solches zu rerbieten: uenn die Knechte Hchworeu, 
dem Ried nicht geholfen zu haberiy femer ihren Beuteanteil heraus- 
yeben und in diesem Krieg stiUsitzen, so kbnne man sie ihrem Herrn 
zu Ueb freilassen. — 1448 (sabbato post Lucie et Otilie) Dez. 14. 

5 Heilbronn 194, Fehden IL Or. 

680. Briefu-echsel in Sachen des Heinrich Nanz, Kaplans zu 
St. NikolauH zu Heilbronn, — 1448 Dez, 31 bis 1449 Apr. 24. 

Htilbronn 69, Religionswesen XXIV B 2. 

Die Stadt forderte den Nam auf, seine Pfrunde aufzugeben, da er sie 
10 nicht versehe. Nam Susserte aein Befremden Hher diese Zumutung^ erbot sich 
vor den Bischof oder seinen Dekati, den des Kapitels Weinsharg, 1448 (jars- 
abent) Dez. 31. V Die Stadt nahm das letgtere Gehot an. Auf der Kapitels- 
varsammlung su Weinsberg, Jan. 7, erschien Nanz nicht, wie der Dekan Johann 
Glissenberger der Stadt mitteilt Er ging zum Bischof: ob er hier etwas «r- 
15 reichte und wie die Sache ausging, ist unbekannt. 



681. Biirgermeister und Bat von Vim an die con Heilbronn: 
schicken Abschriften von Brief en Bischof Gottfrieds von Wilrzburg 
und Herzog Friedrichs von Sachsenj den geplanten Tag zu Bamberg 
betreffendy *) teilen mit, der Bischof wUnscke, d^ss die Stddte mit dem 

20 Herzog eine Einung schliessen, sie haben geantwortet, sie icerden den 
Vorschlag auf dem Stddtetag vorbringen; bitten, da sie nicht wissen, 
ob eine solche ivohl zu bedenkende Einung mit einem Fiirsteny der 
viel Anhang habe, den Stddten niitze od-er schade, urn Ausserung ihrer 
Meinung, was man thun, ob (Jim seine Bate nach Bamberg schicken^ 

25 welche Instruktion man ihnen geben, ob noch andere Stddte teilnehmen 
sollen. — 1449 (in die eircumcisionis) Jan. 1. 

Heilbronn 247 IV J 2. Or, Aussen Adresse und Siegelreste. 

682m Die Stadt Heilbronn an Graf [Ludwig] von Wirtemberg: 
bittet um Freilassung eines zu Lauffen gefangengenommenen Hinter- 
30 snssen von Flein. — 1449 (Erbardi) Jan. 8. 

Heilbronn 194, Fehden IL Konzept. 



*) CircumcisiansstU ! — «) Die Abschriften sind vorhanden; es handelt 
sich um die Fehde des Bischofs mit seiner Bittet'schaft, besondei's Sigmund 
nan Gleichen, von dem ein Fehdebrief mit 78 Unterschtiften in Abschrift 
vorliegt. 



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364 U*i) I'^el.r. 14. 

SLj Johann von Kirchen, iSchultheiss zu Bietigheim. an Heilhronn: biitet 
um Vreilassung von fUnf zu Walheim gefangengenommenen Leibeigenen seines 
Herrn Ludwig von Wirtemberg. — 1449 (Leonliardi) Noc. 6. — Ebd, Or, *j 

b) Die Siadt antwortet, dieselben seien auf dem Versuch, den Ihrigen an 
Leib und Gut zu schaden, begriffen worden, sie glaube daheTy dieselben als Feinde 6 
behandeln zu diirftn^ und hoffe, doss der Graf das nicht Ubelnehme, — Heih 
bronn 268,29, Esslingen. Undatiertes Konzept auf der Rilckseiie einer ebeti' 
falls undatierten Urkunde, die zu 1458 gehort (Bundessachen). 

383. Erhard von Utzllngen an die Stadt Heilbronn : fordert, 
fiir Zuriickerstattung der ihm von ihrem Burger Jorg Husc/ielin lO 
zti Eisesheim weggenommenen Brief e und Habe *) zu sorgen, droht wit 
Klage vor Pfalzgraf Otto, — 1449 (Valentins tag) Febr. 14. 

Heilbronn 270, Utzlingen, Or, Daselbst die folgenden Aktensti'icke. 

a) Die Stadt antwortet, Uuschelin wolU das Gut von der Frau des Hans 
MUnch gekauft haben und erbiete sichy die Brief e, die er in einer Tischladc 15 
fjefundtn, gurUckzugeben. Utzlingen unedirholt seine Forderung, 1449 F^br, 

b) Utzlingen fordert die Stadt tcegen Verzogtrung seines Handels vor 
Pfalzgraf Friedrich oder Otto od<^ Markgraf Friedricth von Brandenburg oder 
Markgraf Jakob von Baden oder Graf Ulrich von Wirtemberg, l4o() (dinstag 
nach cristtag) Dez. 29, ') Heilbronn schldgt Esslingen, Hall, Wimpftn, Heinrich 20 
von Ehrenberg, Eberhard von Gtmmingen oder Hans von Liebensteifi vor, um 
keinen der FUrsten mit der Sache zu bdiistigen, 1451 Jan, 9, Utzlingen nimnit 
Eberhard ron Gemmingen an; schliesdich lehnt aber letzierer die Sache ab, 
1452 Jan, 26. Die Stadt schldgt nun den Erzbischof Dietrich von Mainz als 
Schiedsrichter vor und als Utzlingen auf einem der FUrstin von Pfalz, Baden 25 
oder Wirtemberg besteht, will sie durch einen der genannten Edeln entscheiden 
lassen, ob nicht er als Kldger ihr Gebot annehmen mUsse, 1452 Febr, bis April. 

e) Johann Friemann, Freigraf in der freien krummvn Grafschaft, er- 
offnet der Stadt, dass heute vor dem freien Stuhl zu Bruninghusen Kung Bimigh 
ills Prokurator Eberhards von Utzlingen sie ivegen Vtrletzung seiner Ehre, gQ 

Vorenthaltung seines Eigcntums (auch die Bri<ife werdeti noch genanntj und 
Bechisverweigerung verklagt habe, gebietet, sich in 14 Tagcn mit dem Kldger 
zu richten oder am 22, April vor dem genannfan Freistuhl zu erscheinen, too 
er, vsenn der Kldger sich stelle, auch ohne sie urieilen werde. 1455 (dourestag 
nach Agneten dag) Jan. 23, Die Stadt bestreittt die Berechtigung der Klage, 35 

Utzlingen haba ihre Vorschldgc abgJehnt und sei auf Pfalzgraf Friedrich be* 
standisn, der ihr ungnddiger Herr gewesen set ; erbietet sich vor Markgraf Karl 
von Baden und bittet, die Klage auf Grund der Frankfurter und Amsberger 
Reformation abzuweisen, Apr. 4. Demgemdss lautet die Vollmacht der Stadt 



*) 1447 (durnstaguach Dorothee) Febr.9 ttatie Konrad ron Oclisetibach, Vogt 
im Zabergdu, von der Stadt Freilassung eines Leibeigenen seines Herrn auf Klage 
von dessen B ruder Hans Schnider genannt Brenner gefordert, Heilhronn 325, 2. 
Or, Aussen Adresse und Siegelspuren, — ^) Nach detn folgenden handelt es sich 
Mugltich um da ft Eigentum eines Hintersassen Erhards. — ') Cireumcisionsstil. 



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1449 Febr. 14. 365 

fur Eitter Rafan von Helmstadt, Heinrich von Ehrenberg ufid Hans vom Stein 
von Ameck, wf'sffende Frtischoffeny vom gleichen Tag und die durch diese drei 
BUrgen vorgehrachte Ahforderung von Apr, 9. Am hesiimmten Tag, Apr. 22, 
halt Johann Friemann Gericht zu Bruninghusen. Dei' Sendbrief der Sladt und 
5 der Glauhbrief der BUrgen werden verlesen, dann aber auf Verlangen dee Klagers 
auch ein TeU dee Briefwecheela ewischen ihm und der Stadtj und da hieratie 
hervorgeht^ dass ihm die Stadt das Recht verweigert hat, wird die Abforderung 
nieht anerkannt, jedoch den Biirgen zu lieh mit Genehmigung dee Klagers das 
Verfahren bis Juni 17 eingestellt, damit die Sache vor Erzbischof Dietrich von 

10 Mainz oder Graf Hans von Wertheim oder einem ihrer Bdte ausgetragen werden 
kdnne. Die Stadt darf den Bichter tcdhlen, die Parteien solUn einander bis 
zu diesem Termin Frieden und Geleit geben. Kommt kein Vergleich oder kein 
Urteil zu stande, so werden die Parteien auf Juni 17 wieder nach Bruninghusen 
vorgeladen. — Die Stadt verhandelt nun wieder mit Utzlingen, besteht aber auf 

15 d<im Becht der Abforderung, Utzlingen auf dem letzten Urteil und droht mit Er- 
neuerung der Klage vor dem Freigericht, wenn die Sache bis Juni 17 nicht 
erledigt sei, Sie einigen sich auf den Erzbischof von Maine, die Stadt wUnscht 
aber Verldngerung der Frist, da man einen so hohen Herrn nicht drdngen dUrfe, 
1455 Mai, Utelingen ging, wie es scheint, dai^uf ein, und nun mUssen Verhand- 

20 lungen mit dem Erzbischof gepflogen worden sein (keine Akten vorhanden), dann 
dieser sagt einen nach Aschaffenhurg auf Nov, 7 bestimmten Bechitag ab^ Aschaffen- 
burg 1455 Okt, 30, ') 

d) Utzlingen bringt die Klage schliesslich vor das frdnkische Landgericht. 
Die Stadt wird auf 1457 Mai 4 vorgeladen, l&sst sich abtr daselbst durch ihren 

25 Bevollmdchtigten Lorenz Vischer auf Grund ihrer Privilegien *) abfordern und 
verspricht, dem Kldger gerecht werden zu woUen (Brief an den Landrichter 
Georg von Kilnsberg (Kinds-), Domherrn zu WUrzburg, Mai 2), Ein geplantes 
Schiedsgeiicht vor Homeck von Hornberg, Amtmann zu Weinsberg, kommt nicht 
zu stande, die Klage kommt an das Landgericht zuruck, die wieder durch Vischer 

30 vorgehrachte Abforderung wird nicht angenommen, der Landrichter ^) ermdchtigt 
Erhard von Wiesentau zum Anleiteverfahren gegen die Stadt, jedoch mit einer 
Frist von 45 Tagen, Juni 27, Die Stadt appelliert dagegen an Konig FViedrich 
und Idssi die Appellation durch den Notar Andreas Zerhafen *) zu Wimpfen, 
Kleriker der Diozese Speyer, in Form eines „Zulassbriefs, Apostel genannP', 

35 bringen. Zeugen Heinrich von Ehrenberg und Bafan von Thalheim, Ausge- 
fertigt auf Befehl des SchuUheissen Gottfried Schenkel, des BUrgermeisters 
Hans Eyrer d. j,, Kaspar und Daniel Mettelbachs und des Stadtschreibers, 
Heilbronn Bathaus 1457 Juli (heuman) 19. Aug, 16 wurde die Appellation 
vor dem Landgericht verlesen und ein?. Abschnft ilbergeben, Zeugen: Joliann 



*) Utzlingen an Heilbronn : fordert Buckgabe des ihm gehorigen Hausrats, 
den Markart innehabe, wirft diesem vor, ihn an den Bettelstab gebracht zu 
haben, Ohne Jahr, (frauentag wttrzweihe) Aug, 15, Letzterer feiner der Bats- 
herrn Alban Markart oder Markart Merklin ?) will das Gut von der Huschelin, 
geschworenen UnterkdufeHn, erworben haben: Ubrigens toisse man, wodurch er 
an den Bettelstab gekommen sei, — *) Sie Idsst dieselben vom Bottweiler Ho f gericht 
vidimieren. — ^) Die Urhunden des Landrichiers sind geschrieben und unter- 
zeichnet von Johannes Goler, — *) In seinem Notariatszeichen: Andreas Zerre. 



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366 1^9 ^'ebr. 14. 

6'chreeJ^e, MitklHger des LandgericJUsj und Johann Ltuwe, Zhnmermann von 
Affaltrach» 

e) Auf die Appellation hin zog Uizlivgen seine Klage zuruck und zu- 
ndchst vmrdt zu Mergentheim 1457 Aug, 26 von Hans Homeck von Hamberg 
'Sin Vergleichsversuch gemacht^ aber ohne Erfolg. Homeck entscheidet dann, ') 5 
die Farteien sollen einander vor dem Deutschordensmeiater Ulrich von Lenters- 
heim gerecht werden, Heilbronn 1456 Febr, 2. Zundchst setzt Utzlingen bet 
der Stadt durck, doss hier kein gUtlichet', sondem ein Rechtstag gehaUen werde : 
auf dem Deutschmeister (der damals zu Hornberg sick aufhielt) als Richter bleibt 
die Stadt besteken, Einem ersten Gerichiatag zu Wimpfen am Berg entzieht sich 10 
Utzlingen, weil ihm die Frist zu kurz set, Ob ein zweiter am 11, August eu 
stande kam, ob der Beutschmeister der Sache UberdrUssig geworden oder nach 
Preussen gerilten sei, wie er einmal andeutet^ ob sich die Farteien dann auf 
Feter von Liebenstein geeinigt haben, wie sie fUr diese Falle ausgemacht hatten^ 
bleibt dahingestelU, da nur noch ein eineiges Aktenstuck vorhanden ist: 15 

fj Rqfan von Helmstadt, Hans von Ehrenberg und Hans von Franken- 
stein zu Frankenstein der aUe, wissende Freischoffen, an Hermann [von Hacken- 
berg], geborenen Freigrafen der freien krummen Grafschaft zu Bmninghusen : 
for dem die Stadt Hailbronn, Bemhard Berlin, Kaspar Mettelbach, Hnns von 
Rosenbach, Hanntmann DinkdsbUhl, Markart [Merklin], Fauls [Burger], Daniel 20 
Mettelbach, den Alban [Markart], Hatis Eyrer (Harrer), WaUher Kantengiesser, 
Gottfried [Schenkel], BUr germeister, Rat und ganze Gemeinde, die er auf Klage 
Erhard Utzlingtrs und seines Frokurators Foppinck auf Donnerstag nach Georgii 
f April 24] vor den genaniUen FreistuM geladen hat, vom westfalischen Gericht 
ab, verbUrgen sich dafUr, doss die Stadt dem Kldger in gebUhrender Zeit vor 25 
Ffalzgraf Friedrich oder Markgraf Karl von Baden nach Wahl des Kl&gers 
Ehre und Recht geben werde, und sichern ihm und seinem Frokurator Geleite 
zu, 1460 (ostermonta^) Apr. 14, — HeUbronn 166, westfdl. Gerichte 7. Or., 
Fg, mit 3 Siegeln, 

684, Herzoyin Elisabeth von Sachsen, Witwe, geborene von 30 
Weinsberg, Kraft von Hohenlohe und Konrad Schenk von Limpurg, 
der Kinder von Weinsberg gesippte und geborene Freunde, und die 
Schaffner und Pfleger der Herrschaft Weinsberg, Hans Bacharat 
und Johannes Egglinger, verkaufen auf Oeheiss des Vortnunds und 
Gerhaben der Kinder , Bischof Gottfrieds von Wiirzburg, an den 35 
Heilbronner Batsherrn, friiher Bur germeister, Hans Eyrer d.j. den 
Hof der Kinder zu Frankenbach, „Beinhards von Neipperg Hof^, 
mit dem Teil an der Vogtei, wie ihn Ludwig MuUner innegehabt und 
Anna Ludwipn an den Vater der Kinder, Konrad von Weinsberg, 
mrkavft hat, um 100 fl. rh., die Dietrich von Gemmingen, dem Gldubiger 40 



') Nach dem ebenfalls vorhandenen Konzept mit Hans von SicJsingen, 
Hans von Frauenberg, (die folgenden Namen sind durchgestrichen) Volmar 
Lemlin und den Brildern Rafan und Gerhard von Thalheim. 



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1449 April 20 - Juni 23. 367 

der Kinder, einyehdndiyt werden^ und versprechen, den Kauf bis Jahr 
mid Tag nach Volljdhrigkeit der Kinder zu fertigen. — Siegler der 
Bischof und die drei erstgenannteu Aussteller. — 1449 (quasimodo- 
geniti) /i/>;-. 20, 
5 St, A. Heilbronn I, Frankmbcuih, Or., Pg. mit 4 Siegeln. 

683. Der Offizial des Kaiionikers mid Archidiakons Antoniuy 
Dinstman an der Wiirzburger Kirche gieht der GeisUickkeit der Kircfie 
in Heilbronn den Auftrag, den von dem Weihbischof Richard von 
Maspach auf die St. Leonhardskaj>lanei instituierten Kleriker Sfephan 
10 Ebersberger in korperlichen Besitz und Genuss der Einkunfte einzu- 
weisen, — 1449 (in vigilia penthecostes) Mai 31, 

St,A. Heilbronn J, Religionswesen. Oi:, Pg, mit ohen beschadigtem SiegeL 

686* Friedrich Kupferschtnit, Niklaus Zyreyssen, Heinrich von 
Ingolstadtj Konz von Halde, Jakob Btirgam, Ulrich von Goppingeft, 

15 Niklaus Gross, Konrad von Gimperny Hans Cleinkemerlin, Peter von 
Bieringen, Caspar Lochyssen, Hans Pflum, Hans Beyerer, Hans von 
Dertingen, Peter Storenfridey Konz Hofman, Hans Schappe, Hans 
Jagyssen, Jostlin Kupferschnrit und Hans Kupfersclimit, Schmied-, 
Schlosser-, Kupferschmied', Wagner- und Saalwirtenknechte^) und 

20 -geseUen griinden eine Einung mit gemeinsamer Trinkstube zum Trinken 
und Schlichten ihrer Sachen, wdhlen 4 Stubenmeister axis den 4 Hand- 
werken zur Aufsicht iiber die Gesellen, je auf ein halbes Jahr, denen 
man gehorchen soU, wenn sie auf der Stube oder im Barfusserkreuz- 
gang etwas gebieten. Das Geschirr auf der Stube soil gemeinsam 

25 sein, Fremde oder Einheimische sollen nur dann Becht auf der Stube 
haben, wenn sie sich in die Bruderschaft aufnehnen lassen, — Siegler 
Laurenz Fischer, offener Schreiber. — 1449 (sant Jobans abent den 
man nent den taufer) Juni 28, 

Heilbronn Uni, Gewdlbe, Lade 42, Or,, Pg,, Siegel abgerissen, 

30 687. Jost von Venningen, Deutschmeister, an Biir germeister 

und Bat von Heilbronn: erkldrt das Geriicht, dass er im Krieg des 
Markgrafen von Brandenburg und einiger Herren gegen Nurnberg 
und die verbiindeten Stddte auf die Seite der ersteren getreten und 

^) Salwirt = sarwttrht, Hner da' RUstungen verfertigt (Lexer): sar = 
Biisiungj der zweite Bestandteil von ,,wirken'\ 



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368 1449 JuU 25 — i)kt. 7. 

der Stddte Feind geworden set, fur unbegriindet, er /uibe vielmehr den 
Komturen in der Ballei Franken hefohlen, sich zu halten wie hisher, 
btttet, wenn wieder eine solche Nachricht kdmej es nicht zu glaiiben, 
sondern ihm Miiteilung zu machen, damit er sich verantworten konney 
und dieses Schreiben bei ihnen bekanntzumacken, damit des Ordens 5 
Outer verschont bleiben. — Horneck 1449 (an sant Jacobs tag des 
heiiigen zwelfboten tag) Jtdi 25. 

Heilbronn 239 1 1. Aussen Adresse und rotes brief achliessendes Siegel 
unter Papierdecke, 

a) Die van Heilbronn aniworten, ate seien Hberzeugt, doss ihm der ver- 10 
derbliche Krieg leid set; da einige der Ihrigen but Zeit riicht daheim seien, 
mUssin sie ihn auf genUgende AtUwort warten lassen. — [1449] (dinstag post 
Jacobi) Juli 29, — Ebd, Konsept, 

e) Jost von Venningen, Beutschordensmeister, an Heilbronn : er wolUe dem 
Frieden und gemeinen NuUen bu lieb keine Kosten und Arbait scheuen, den Krieg I5 
Btoischen Mainz, Brandenburg, Baden, dem jungen von Wirtemhtrg und ihnen zu 
Gaiem zu bringtn und werde sich mil dam ganzen Orden wie bishar neutral fialten, 
da die GiUer in der Fursten und Stddte Gtbieten gdegen seitn, biitet daher, solckes 
in Guiem zu vermerken und den Orden zu schonen ; biitet um Antwort mit dem 
Boten. — Horneck 1449 (dinstag nehst nach Mauricii) SepL 23. — Heilbronn 244, 20 
IHversa 5. Or, Aussen Adresse und Siegelreate unter Papierdecke. 

c) In diesem Krieg nahm die Stadt einen Midler, Leibeigenen der Kom- 
mende Stocksberg, grfangen, der ihre Feinde in der Muhle beherbergte, liess ihn 
dber dem Orden zu lieb ohne Ldsegeld frei. [1449 oder 145(j] (mitwocli post 
Simonis et Judc) Okt. 29 bezw. Nov. 4. — Heilbronn 194, Fehden II. 25 

HS8. Hans von Thalheim an die Stadt Heilbronn: antwortet 
auf ihr Verlangen, seine Knechte Abelin und Hans Keller sollen sick 
ihrem Versprechen rom letzten Mittwoch gemdss zu Heilbronn stellen^ 
das Verlangen sei billig, aber die beiden bestreiten, ettvas versprochen 
zu haben; erbietet sick zu rechtlickem Austrag vor Pfalzgraf Fried- 30 
rich oder (>raf Ludwig von Wirtemberg oder Reinkard von Neipperg 
oder Hans oder Konrad von Geminingen, — 1449 (dinstag nach 
Francissen tag) Okt. 7. 

Heilbronn 325,2. Or. 

a) Derselbe berichtet, die Knechte haben ihm geschworen, dass sie sich 35 
nicftt an Heilbronn rdchen woUen und im letzten Krieg nichts auf der Stddte 
Schaden geihan haben. 1449 (fritag nach Luce) Okt. 24. — Ehd. Or. 

689. Katharina Kreis von Lindenfels, Witwe Ludtvigs von 
Sickingen, an Heilbronn: bitfet Ahlenfeld zu sichern, das sie vom 
Erzbischof von Mainz, der jetzt der Stddte Feind sei, als Pfand- 40 



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1449 Okt. 22 — Nov. 16. 369 

schaft innehabe unci das niemand verschrieben set als ihr, und ver- 
^yrichtf ihrem Sohn, der seines Herrn des Erzbischofs Heifer set\ 
keiue Ililfe zu leisten. — 1449 (niitwoch nach elftasent meid tag) 
Okt 22. 

5 HeUbronn 194, Fehdan IL Noch siveimal wiederholt; Antioort nicht 

vorhanden, ehenao keine auf eine Anfrage der Stadt Wimpfen v(m 1449 (Steffans 
tag) Dee, :i6, ') die ebenfatts von Katharina und ihrem Sohn Ludwig von Sickingen 
ein solches Schreiben erhaUen hatte, was in der Sache zu tnachen set. 



690. Hans von Gemmingen an Heilbronn: fordert Ersatz filr 

10 die 30 Scha/ey die einem arrnen Mann des Pfalzgrafen am Lindel- 

berg genommen tvorden seien, — 1449 (fritag nach Martis dag) Nov, 14. 

Heilbronn 194, Fehden IL Daaelbst folgende Brief e: 

a) Die Stadt antwortet, sie habe das Recht dazu geliabt, da die Scfiafe 
in der Geiccdt derer von Hohenlohe betroffen worden seien. — 1449 (Elsbcthcn 

15 tug) JTor. 19. 

b) Derselbe fordert ferner SchadenersatB fUr das, was den Ffalegrdflichen 
zu Donnbronn, WHstenroth, Hirrweiler, Siebersbach, Kurzhart, Schwabbach, 
Ellhofen genommen toorden (Nov. 1449 bis Apr. 1450 ; Antwort keine erJialten) 
und bittet, JRunkel von Beilstein, Leibeigenen des Pfalzgrafen, den die Stadt 

20 um 10 ft, geschatzt, unentgeUlich freisulassen, 1450 (sanistag nach frauwen tag, 
wohl) Febr. 7 oder Mdrz 28 : ebenso um Freilassung seines (Gemmingens) Leib- 
eigenen Peter Fogt, der bei der Gefangennahme des SchuUheissen von Kocher- 
thiim mitgtfangen worden sei: ohne Jahr, wohl 1449 (mendag nach allerheiligen) 
Nov, 3; ferner um Schadenersatz filr einen armen Mann von Buchhom, 

25 undatiert. 



691* Elisabeth von Hohenlohe^ geborcne von Hanan, Witive, 
fordert von Heilbronn die beim Uberfall am Lindelberg weggefiihrten 
Schafe und den gefangengenommenen Adam Stigelmann zuriick. — 

1449 (suntag vor Elsbethen tag) Nov, 16. 

30 Heilbronn 194, Fehden IL Or. Daselbst die folgenden Stucke, 

a) Dieseibe fordert Schadenersatz fUr Kunz Pfeiffer von Westerbach. — 
Forchtenberg 1450 (suntag vor Petri und Pauli) Juni 28. — Wiederholt am 
folgenden Tag. — Ebenso fUr die Sunnin zu Walklensweiler, *) Hire Leibeigene 
(und gotslehen) die Feurerin zu StSckenhof. — Die Stadt antwortet jedesmal, 

35 dass das genommene Gut in der Gewalt ihrer Feinde betroffen worden sei. 

*) Circumcisionsstil ! — *) Daaelbst wurde Apr, 23 von den HeUbronnem 
Vieh weggetrieben, das Kunz Leister, Heiligenpfleger unserer lieben Frau zu 
Sleinbach, zuruckfordert. Siegler Hans Wolsdorff, Schultheiss zu Ohringen. 

1450 April 25. Ebd, 

Wflrti. Oeschiehtsqnftllen T. 24 



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370 1^9. 

b) Bieselbe macht utegen dreier ihrer Unterthanen zu [Langefh-JBeutingen, 
die mit einigen Heilbronnem Streit haheny den Burgem Eberhard v(m Finster- 
lohe, Markart Merklin und Ulrich Nenninger das Anerbieten, sie (die AdressatenJ 
Oder den HeUhronner Mat enUcfieiden zu IcLsaeUy vor welchem Gericht die Sache 
ausgetragen werden aoUe, — Neuenstein 1450 (obersten tag) Jan, 6, — Heil- 5 
bronn 36 L Or. 

692. Schadensrsatzansprilche an Heildronn im Krieg von 1449 
und 1450, 

HeUbronn 194y IPehden 11, toenn nichts hemerkt isL 

a) Diether von Sacl^aenheim *) forderi Schadeneraatz fiir aich, 1449 10 
Nov. 29 (toird abgelehni, da in diesem offenen Landkrieg jeder f&r aein Eigen- 
turn aorgen aolle) ; und fiir aeine armen Leute zu Hohenatein ufid Hnfen (wird 
erst 1455 Febr, 28 brfriedigt), HeUbronn^ Lade 38,22. 

b) Henalin von Stadion fur aeine armen Leute zu Ingeraheim und Heaaig* 
heim, 1449 (frauentag nativitatis, Sept. 8: mit BUckaicht auf den folgmden 15 
Brief und darauf, daaa damala die Fehde noch nicht begonnen zu haben achetnt, 
wenigatens aua ao fruher Zeii keine Forderungen vorhanden aind, iat anzunehmen, 
daaa daa Datum verachrieben iat far concepcionis) Dez. 8. Die Stadt ant- 
wortet, dieaelben aeien auf ihren Schaden bedacht geweaen: der SchtdtJieiaa von 
Heaaigheim beatreitet diea, da aein Herr geboten habe, aich nicht in die Fehde 20 
einzumiachen : die Stadt hdtte alao zuerat FeMe anaagen muaaen, (dinstag nach 
concepcionis) Dez. 9. — Dagegen wird dem Abt von Hiraau Entachddigung 
fiir daa zu Heaaigheim genommene zugeaagt. Undatiertea Konzept. 

o) Peter Harandt von Hohenburg fiir Heinz Marbach genannt Heaae, 
Heinz Selbach, den EladaaeTy Endria Frank. 1449 Dez. 19 bia 1450 Mdrz 26. 25 

d) Peter von Bremen fordert Freilaaaung aeinea Leibeigenen Heinz von 
Jlafddy 1449 Dez. 25 und 29. *) 

e) Volmar Lemlin fordert Eraatz fUr aeinen Leibeigetien Konrad Lutlin, der 
zu seinem TeU an Mundelaheim gehore, 1450 Mdrz 1 und 3, AnacJieinend bewUligt. 

f) Lupolt von GiMingen fordert Freihiaaung einea Leibeigenen, 1450 30 
Mcirz 27. 

i) ^f^ff Konrad Yaengrin, Kaplan zu Biachofaheim, fordert drei Pferde 
fiir Jakob Emat, Leibeigenen aeinea Harm Wiprechta dea alien, 1450 Apr. 4 und 8. 

h) Anna Lamprechtin von Berlichingen, Witwe, fordert Schadeneraatz 
fiir ihren Leibeigenen Peter Langenatein, 1450 Apr. 17. 35 

Heinrich von der Tannen fUr aeinen Herm Wiprecht^ 1450 Apr. 24. 

k) Georg, Pfarrverweaer zu Affalirach, far aich, 1450 Apr. 29. 

Volz Howenburg fUr Schafe, die am Lindelberg geraubt wurden, un- 
daiiert. — Wird abgdehnt. 



') Hana von Sachaenheim, Bertholda Sohn, fordert eine Leibgedingaurkunde 
fiir aeinen Knecht Klaua Karge, den die Witwe Heinz Kellera nicht Jierauageben 
wolle, da aie noch Geld gut habe ; Karge, der die Schuld nicht anerkenne, werde 
auf Erfordem deawegen vor Gericht kommen. 1450 Aug. 15. — HeUbronn 351. 
Or. — ') Circumciaionaatil ! 



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U49 Dei. 8 — Dez. 9. 371 

m) Aberlin LiUz, Keller zu Neudenau, fordert im Aufirag seiner Herrin, 
der Krau von Neudenau, Freilaemng Hans VHheuwers, ehemaligen Mesners 
daselbst; undatiert. 



693. Gotz von Berlichingen d. a, a7i Ueilbronn : bittet filr seinen 

5 Knecht Kunz Seybot urn Ersatz dessen, was ihm am Mitiwoch zu 

Adersbach genommen warden. — 1449 (frowentag concepcioniB) Dez. 8, 

HeUhronn 58. Or. 

a) Derselhe bittet tnederhoU um Lediglassung seines armen Mannes 

Crewerlin, teas die Stadt abschlagt, da er ihren Feinden Vorschub geUistet 

10 hdbe, — Nur einer von den vier Brirfen datiert: 1460 (Peters abend) Jidi 31. ') 

694» Thoman Stride von Horkheim an Eberhard von Finster- 
loke, [Bur germeister zu Heilbronn] : bittet um Freilassung seines 
(jefangenen Vetters. — 1449 (dinstag nach unser frfiwen enpfengnist) 
JJez. 9. 

15 Heilbronn 194, Fekden II. Or.; daselbst folgende Biiefe: 

a) Derselbe bittet um Scfuidenersatz far sieh, da sein Herr Hans Sturm' 
feder nicht der Stadt Feind sei. — 1450. — Nach einer toiederhoUen Forderung 
von (mitwoch vor purificationis) Jan. 26 verlangte er50fl. — Die Stadt erklart 
sick bereity wenn er durch eine Urkunde seines Herm beweise, doss er dessen 

20 Eigenmann sei. — 1450 (dinstag Hilarii episcopi) Jan. 13.^) 

b) Hans Sturmfeder an Heilbronn : bittet um Schadenersatz fur Gebhard 
Ullin und seine Frau Els Studin zu Horkheim^ ehemdls seines Vaters, jetst 
seine und seiner Geschwister Leibeigene, und fur Thomas Stud, fur den er 
bestdiigt, dass er schon vor dem Krieg halb seines Voters Eigenmann getoesen 

25 eei und dass er ihn jetzt sett Jahren verspreclie. — 1450 (Antonicn tag) 
Jan. 17. 

e) Derselbe an Heilbronn : teilt mit, dass nicht alle seine BrUder, sondem 
nur Wiprecht wegen seiner Verpflichiungen gegen Markgraf Albrecht [von 
Brandenburg] der Stadt Feind sei, — 1450 (Vabiani und Zebestiani) Jan. 20. 

30 695. Der Vogt von Bernhardsweiler^) (Beringers-) an Heil- 

hronn: antwortet auf die Beschwerde, dass Klaus Weissgerber, Bote 
der Stadt, gefangen genommen warden sei, in schwerem Gefdngnis 
(jehalten werde und man ihm seine Brief e abgenommen Iiabe: dieses 
.<ei wegen verddchtigen Benehmens (Spdhen in den Wdldern, Verba rgen- 



*) In der Diocese WUrzburg ist V^incula Petri ein festum fori, daher 
eher anzunehmen als Cathedra Petri. S. Grotefend 2y 1 am Schluss der Vorrede. 
— ') Hans vom Stein eu Ameck bittet um Freilassung des Heinz Bech zu 
Horkheim, Eigenmann derer von Neipperg — 1450 Jan. 16, — Ebd. — ') Sein 
Name ist Hans von Brettach, wie aus dem tceiteren Briefweehsel ersichUich ist. 



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372 1449 Dez. 10 — 1450 Jan. 7. 

hnlten seiner Botenhiichsey Reiten ohne Sattel tcie schiidUche Leufe: 
barross) geschehen; derselbe set nbrigens bereifs nach Ohrinyen cer- 
hracht worden, die Stadt nwge sich an die dortiyen Amtleute irenden. 

— 1449 (mitwoch nach concepcionis Marie) Dez. 10. 

Heilbronn 361, Or. — Der hohetUohtscJ^e Amimann eu Ohringen^ Gotz & 
von Aschhausen, ICisst den Boten schliesalich gegen Urfehde. fret, droht jedoch, 
femerhin soleh straftoUrdiges Benehmen nicht mehr eu duldtn. — Die Briefe 
daselhst und Kasten 194, Fehden II. — Ausserdem tear auch noch Jorg Golt- 
becher von Michelfeld zu Bernhardsweiler gefangen wordeuj der die Stadt urn 
Aueweis hittet, doss er ihr lieimlicher Kneeht set, 1449 (Nicluus tag) Dez. 6. 10 

S96. Heilbronn an [Stvicker] von Sickingen: wiederholt die 
bereits tor dem Krieg mit denen von Hohenlohe gethane BittCf seiti 
SMosn Adolzfurt in seinen Hdnden zu befudten und den Feinden 
keinen Vorschub zu leisten; bittet, fur Bezahlung der 300 Gxdden, die 
er der Stidt als Brundschatzung vom Dorf Adolzfurt ^) zugesprochen, 15 
zu sorgen oder wenigstens Nachricht zu geben. — 1449 (dinstag vor 
(lem jarstag) Dez. 30. 

HeUhronn 269, Sichingefi 1. Abschrift aus der zweilen Hdlfte dee 18. Jahr- 
hunderts mit der Bemerkung, doe Original^ d. h. Konzept, atehe auf einem Blatt, 
das zugleich ein Schreiben an den Pfalzgrc^fen enthalte, von 146() (conversio 20 
Paul!) Jan. 25, worin die Stadt bittet, ihr die ZehntfrUchte gegen Bezahlung zn 
laaaen: anscheinend nicht mehr vorhanden. 

a) Svdcker von Sickingen der alte an [den BUrgenneister] Markart Merk' 
lin: bittet, seinen artnen Mann Johann Salemann, fruher Lehrer und Mesner 

zu Neudenau, freizulassen. — 145(J (mitwoch nach Mathis dag) Febr. 25. 25 

b) Derselbe an Heilbronn : er habe gestem um Schadenersatz fi'ir seinen 
Kigenmann Henslin Wober von Buchhorn gebeten, in der Antwort der Stadt 
fttehe aher der Name Bliiminger; er mederhoU daher den Namen und die Bitte. 

— 145(J (samstag nach ostern) Apr. 11. — Beide Briefe Heilbronn 194, 
Fehden II Or. 30 



697. Forderungen Bernolds von Saclisenheim an Heilbronn. 
- 1450 Jan. 7 bis 1451 Marz 11. 

Heilbronn 269, Sachsenheim, ein Brief von 1450 Kasten 194, Fehden II. 
Die Briefe Betnolds Originals, die der Stadt Konzepte. 

Bernold fordert Zuruckgabe dessen, was die Heilbronner in zwei Kirehen 35 
genommen und was ihm und seinen armen Lenten noch atMstehe, bittet femer, 



*) Heinz Bartenbach verlangt Ersatz fUr sein zu Adolzfurt (Adellicyts-) 
genommenes Eigentum, 1449 Dez. 10 und 14; die Stadt schldgt das Verlangen 
ab, da er in Vogtei und Geleit ihrer Feinde betrofen worden sei, Dez. 11. 



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1450 Jan. 20 — Jan. 25. 373 

seinen Hinienidssen^ einen M oiler , vor eifiem dtr Ihrigen, detn HUhner^ zu 
schilizm. Die Stadt machi einu/es vom Eigenlum Bemolds ausfindigy dtis ihm 
zurilckgestellt toird, verlangt wegen des Hbrigen Angabe der Inhaher (io€ut Bernold 
nicM moglich isi), kann Hilbner gegenuber nichU thun, da er niclU ihr BUrger, 
5 sondern nw wUhrend des Krieges eugezogen and jitzt wieder fort sei, Dieser 
hidt sick auch spdter zeitweUig in der Stadt auf, eiahl dem Mailer eine Kuh 
und notigte ihn durch Drohungen mil Ertsiechen und Anzilnden der MUhle zum 
Verlassen derselben, Betmold wiU die Stadt fiir den Schaden, deti der Midler 
und er selbst durch Verlust dee Zinses erlitten, verantwortlich machen, drohl 
10 mit Klage, Die Stadt stellt noch eintnal vergebliche Nachforschungen nach seinem 
E'ujentum an, erkldrt sick betreffe HUbners fiir unschuldig und echldgt einen 
Vtrgleicli vor. Der Ausgang dee HandtU ist nicht bekannt, 

698* Die Stadt IlcUbronn an Gottschalk und die andern Uanpt- 
lente zu Neudenau : fordert Freilassung Hires Boten Henslin Schnider. 
15 — Ohne Jahr, (Sebastians tag) Jan, 20, 

Heilbronn 194, Fehden IL Konzept Das Stilck darf mit ziemlicher 
Sicherheit zu 1450 angesetzt werden. 

699* Albrecht von Gehsattel, Komtnr zu Meryentheim, an Hans 
tSnei/tenherger zu Heilbronn: verlangt die hinterlassene Habe 'des ver- 
20 storbenen Soldners der Stadt Klaus Herald fiir dessen Bruder Hans, 
.^einen Diener. — 1450 (mitwoch nehest nach Sebastiani) Jan. 21, 

Heilbronn 35 J, Or, Aueeen Adrease und Spur en dee brief schlieeaenden 
Siegels, 

700* Die Stadt Heilbronn an Schultheiss und liichter zu Bappach: 
25 bitfet, den Heinz Glatz von Bappach, der von ihren Knechten Konrad 
von Speyer und Kunz Neuneck bei Weiler gefangengenommen und 
gegen eidliches Verqn-echenj sich zu stellen, freigelassen tvorden sei, 
d((sselbe aber nicht erfiillt habe, dazu anztthalten. — 1450 (sontag 
conversionis Pauli) Jan. 25. 

80 Heilbronn 194, Fehden II. Konzept. 

a) Die Stadt giebt dem Heinz Glatz Geleite. — 1450 (mentag nach 
(iH.isiuiodogoniti) Apr, 13. — Ebd. desgl, 

701. Zeisolf von Adelsheim bittet um Schadenersatz fiir Jakob 

Schwa rz von Ohringen, detn die Heilbronner Knechte am Samstag 

35 bei Xeckarstdm einen Zentner Hanf und zivei Briefe abgenommen 

haben, da er nicht dem von Hohenlohe, sondern ihm gehore. — Siegler 

Diether von Bodigheim. — 1450 (dinstag nach kerzwihe) Febr. S. 



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374 1*50 Febr. 6 - Febr. 6. 

Heilbronn 267^ Adelsfieitn, Or, 

a) Derselbe bittet, dafUr zu sorgen, dass einer seiner Letbeigmm, den 
HeUbnmntr FussknechU unter dem Hauptmann Abelin Schafkneeht gefangeti- 
genommeny um 9 ft, geschatzt und gendtigt hdben, ihm nichts zu stigeny was er 
nun andertoeitig erfahren habe, ohne LosegM freigehssen werde. — 145() (mou- 
taf( misericordias Duinini) Aj}^ 22, — Ebd. Or, 



702. Philipps von Frankenstein, Keller zu Lowemtein, an Heil- 
bronn: bittet, Peter Buchenbach^) und Wetidel Schuffler, die vor 
ucht Tagen zu Eschenau gefangengenommen und gegen eidliches Ver- 
sprechen, sich zu stellen, freigelassen worden, ledig zu sagen, da sie 
zur Herrschaft Lowemtein gehoren. — 1450 (donderstag nach puri- 10 
ficacionis) Febr. 5. 

Heilbronn 194, Feliden II, Or, Daselbst die folgenden Brief e vom Ftbr, 
und Mdrz 1450: 

Gottsehalk von Buchenau, Marschall, und Philipps von Frankenstein 
steUen eine dhnliche Bilte betreffs des Heinz Ufrecht, BUrgers und Feidhiiiers 15 
zu Ldwenstcin, der Ubrigens ohne ein Verspreehen entkommen zu sein behaupte. 
— Frankenstein verlangt Ersatz fUr den zu Lowenstein angerichteten Schaden, *) 
iDozu dieStadt bereit ist, wenn erwiesen toerde, doss die Ihrigen Schaden gethan 
habeti, — Frankenstein beurkundet^ doss Henslin ScMitiilin zur Herrschaft Lmceti-^ 
stein gehdre, (Gegen solche Urkunden wurdeti also die Gefangetien von der 20 
8tadt freigelassen,) 



703. Christine von Niefern, Witwe Siegfrieds von Venningen, 
und ihr Schwager Eberlwrd an Heilbronn: fordern Freilassung ihre^f 
Leibeigenen Heinz Meyse und Schadenersatz filr ihn, — 1450 (son- 
tag vor Scolastice) Febr. 6. 25 

Heilbronn 194, Fehden IL Ebd. folgende Brirfe: 

a) Die Stadt geht darauf ein, wenn Christine und Eberfiard bestdtigm, 
doss er ihr Leibeigener sei. Christine antwortet, da nur zwei von ihren Schwdgern 
Heifer des Pfalzgrafen Otto gegen Number g seien^ so gehore der genannte zum 
grosseren Teil ihr und denen von iht^n SchtoOgern, die nicMs mit dem Krieg 30 
zu thun lidben, (ascherdag) Febr. 18. 

b) Christine steUt dieselbe Fordei-ung fUr ihren SchuUheissen Hans Marx^ 
1450 (dinstag nach Marcz tag) Apr, 27, 



*) Henslin Vyrlay fordert seinen Gefangenen Peter Biichenbach auf sich 
nach seinem Eid im Haus eines BUrgermeisters zu Heilbronn zu steUen. — 
Siegler Hans von Schnaitberg, Schultheiss zu Heilbronn, — 1450 (Plaaius tag) 
Febr. 3. — ») Jorg lienner, Schultheiss zu Lowenstein, fordert Schadenersatz 
fiir Kaplan Endi'is zu Lowenstein, dem zu Adolzfurt zwei Ktihe genommen 
worden seien, — 1449 (suntag vor concepcionis) Dez, 7, 



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1460 Febr. 27 — Febr. 28. 375 

704. Ham Koblyn, Vogt, zu Neuenburg, an Heilbronn : fordert 

FreUassung einigerLeibeigenen aus dem herrenalbischen DorfStupferich, 

die zu Bretten gefangengenomnien tvorden seien, da er als wirtetn- 

bergischer Amtmann das Kloster zu vertreUn habe. — 1450 (fritag 

5 nach Matthis dag) Febr. 27. 

Heilbronn 194, Fehden 11. Or. 

a) Antwort: diestXben aeien Ldbeigefie der Feinde der Siadt, seien auf 
feindlichetn Gebiet mit andem Feindm hetreten worden und hdben AngehMge 
der Stadt zu, ScMuchtem und Nardheim beraubi. — Utidatiertes Konzept ebd. 



10 705* Wiprecht von Helmstadt, [pfdlzischer] Hofmeistsr, und 

sein Bruder Hans von Helnistadt an Heilbronn: da ihrem Vetter 
Wiprecht nur ^Iim von Bischofsheim gehore, erivarten sie, dass die 
Stadt die daselbst gefangengenommenen Eigenleute freilasse, aufkeinen . 
Fall werden sie mehr Schatzungsgdd zahlen, als es ihrem Vetter treffen 

16 wUrde. — 1450 (samstag Dach Mattis dag) Febr. 28. 

Heilbronn 194, Fehden II. Or. 

a) Die Stadt fordert die Bruder auf, ilur Eigentum und ihre Unterthanen, 
uberhaupt was sie tnit den Feinden der Stadt, Erzbiechof Dietrich von Mainz, 
Markgraf Jakob von Baden, Graf Ulrich von Wirtemherg u. a., gemein hdben, 

20 vofi diesefi zu scheiden, da sie aonst neich Kriegerecht datnit verfahren ioiirde 
und nicht zu Sehadenereatz verpflichtet wdre. — 1450 (frytajc vor oculi) Mdrz 0. 
— Heilbronn 269, Saehsenheim. Durchstrichenes Konzept auf einem Stikck der 
Korrespondene mit Bemold von Saehsenheim. — Jakob von Helmstadt fordert 
FreUassung gefangener Figenleute, 1450 (dinetag nach purificacionis) Febr. 9. — 

25 Eberhard Appenhofer, Keller zu FUrfeld, bittet urn FreUassung eines Leibeigenen 
(armon man und gotzlehen) seines Herm Bafan von Helmstadt, 1450 (wieaeu 
sontag) Febr, 22. — Heilbronn 194 a. a. 0. 

706. Passiva der Stadt Heilbronn 1450—75. 

a) Die Stadt nimmt von ihrem Mitburger Daniel MetteWach 400 Gulden 

80 auf zu 20 Gulden Zins ; bei Versdumnis der ZinezaMung kdnnen die Bateherrn 

Bum Einlager gemahnt werden. ^) — 1460 (vaa gnadrich jabeljare, sampstag 

vor reminiscere) Mdrz 1. — Heilbronn, unteres Gewdlbe 452. Or., Pg., Siegel 

abgesehnitten, Urkunde durchechnitten, Eihband eines Bedschuldbucfts von 1520. ') 



^) In den von der Stadt ausgestellten Schuldscheinen und Leibgedings- 
urkunden stolen Burgermeister und Bat, 6 oder 8 vom Bat, einmal auch 3 vom 
Bat und 3 von der Gemeinde, sich ale BUrgen viit der Verpflichtung zum Ein- 
lager, wenn der Zins oder das Leibgeding nicht bezMt wird und sie gemahnt 
werden. — ') Heilbronn 194, Fehden II eine At^zeiehnung, wonach Walther 
Ehinger der Stadt nach und nach 140 ft. geliehen hat. Um 1450. 



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376 1450. 

b) Die Stadt verkauft 15 Gulden Zins auf Lichtmess urn 300 Gulden 
an Klaus Rinkenberg, — 1450 (jubeljare; frawen tag als sie gen himel empfangen 
ist) Aug. 15. — Ebd. 454. Or., Pg., durcltachniUen, Siegel abgeschnUten, Ein- 
band eines Bedschuldbuclis von 1483. — Sine Quittung Binkenberga von 1457 
(Blasii) Febr, 3: ebd. Lade 37. Or. mit SiegeUpuren. . 5 

c) Erhard, Ffarrer s^u KockersUttefiy quittiert der Stadt ilber 10 Gulden 
auf Katfiedra Petri, Febr. L% verfallenes Leibgeding. — Siegler Konrad [von 
Bochingen], Kirchh&rr zu Bochingen. — 1450 (sainpstag vor Bartholomei) 
Aug. 22. — Ebenso fbei den folgenden Quittungen siegelt Meister Nikolaus 
Zudel, Burger zu Heilbronn, 1455, »der aUe Schulmeister^'j : i45-? (raitwoch vor 10 
Vits U\g) Juni 14, 1453 (dinstag vor vincula Petri) JuU 31, 1454 (Afren tag) 
Aug. 7, 1455 (Lenharts tag) Nov. 7, 1456 (sainpstag nocli Bartholomeus tag) 
Aug. 28. — Ebd. Alle QuUtungen im Or. 

d) Die Stadt verkauft an Hire BUrgerin Endlin Violin, Witwe des Apo- 
thekers Meisters Ham Schmaltzhart 2o ft. rh. Leibgeding, wovon 10 fur ihre 15 
Tochter Ehlin fartlaufen, urn 2. 5^) fl. - 1451 (Matliciis aubend) Sept. 20. — 
Heilbronn 42, Passiva 1. Or., Pg., durchsehnitt^, Siegel abgerisaen. 

e) Desgleichen 9 Gulden Leibgeding urn 95 Gulden an Bride Crowelin, 
Albrecht Ulners Witwe, und ihren Sohn Albrecht Ulner, Jrarm«Zt<«r.(unserer 
liebcn iv^mxkjbruder. — 1454 (diirstag uach Georigeu tag) Apr. 25. — Hea- 20 
hronn, unteres Gewolbt 452, Or., Pg., dnrchschnUten, Siegel abgenssen, Einband 
fines Bedschuldbuchs von 1510. 

f) Uesgleichen 20 Gulden Leibgeding urn 2fJ0 Gulden an ihren Burger 
Otto Rusch und seine Frau Margarethe. - 1455 (Kilians tag) Juli 7. — Ebd. 454, 
Befund me vorhin, Einband eines BtdschuldbucJts von 1495. 25 

g) Desgleichen 15 Gulden Zins um 300 Gulden an das Barfusserkloster 
su Speyer. — Um 1460 (Sebastians tag) Jan. 20. — Ebd. 453. Or., Pg., vome 
ein Streifen in Handbreite abgeschnitten, Urkunde dwxhschnitten, Siegel ab- 
gerissen, Einband eines Bedschuldbuclis von 1494. — Ebenso 100 fl. Zins um 
^<KH) fl. an ihren Burgermeister Hans Eyrer, 1460 Jan. 1. — Heilbronn 55, 26. 30 
Einband eines Formtdarbuchs (fiir Diensteide u. a.) und Verzeichnisses der 
Besoldung der Stadtbeamten. 

h) Desgleichen oft. Zins auf Maria Geburt um 100 fl. an das AUerheiligen- 
stift zu Speyer. — 1461 (fry tag nach Scolastien tag) Febr. 13. — Ebd., durch- 
.schnitten, Siegel abgerissen, Einband eines Bedschuldbuchs von 1487. 35 

I) Desgleic?usk 25 Gulden Zins um 500 Gulden^ die von den Pflegem des 
Kdufers, Meister Endrls, Wu?idarzt, und Burkard Dierolf ausbeeahU werden^ 
an Henslin Meister, Hans Scherers seligen Sohn eu Udenheim. — 1463 (montag 
nach Kilians tag) Juli 11. — Heilbronn 42, Passiva 1. Dr., Pg., durclisehniiien, 
Siegel abgerissen. ^ 

k) Desgleichen 15 Gulden Zins auf Thomastag um 300 Gulden an Hein- 
rich Boxberg, Schretber des Grafen Kraft von Hohenlohe, und seine Frau 
Katharina Progelin. — 1463 (Thomas tag) Dez. 21. — Heilbronn, unteres Ge- 
wulhe 454. Or., Pg., durchschnitien, Siegel abgeschnitten, Einband eines Bed- 

*) ZweihundertfUnfund . . ., Text beschddigt. 



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1450, 377 

schuldhuchs von 1483, — Hans Frogel zu Ohringen quUtieH der Stadt iiber 
26 Gulden Leihgeding auf Jakobi und 4() Gulden Zina auf Thomd, — 1468 
(fritag nach Thome) Dez, 2B, — lieilbronn, unteres Gewolbe Lade 38. Oi\ mit 
Siegdepuren, — Derselbe und seine Sckwester Katharina Uber 62 Gulden Leib- 
5 geding, — Siegler der AussUUer und Heinrich Boxberg. — 1475 (freitag nach 
Jacobs tag) JM 28, — £^bd. Or, mit Siegeln unter Papierdecke. — Heintich 
Boxberg^ Frotonoiar^ und Hans Progd uber 15 beztv. 4(J Gulden Zins. — 1475 
(sainstag nach Thomas tag) Dez. 23, — Ubd, Lade 37. Or. me vorhin. 

I) Pfaff Klaus Feucht (Fiicht), Friihmesser zu Heimsheim, quittiert dei- 

10 Stadt Uber 8 ft. Leibgeding auf Michaelis, — 1466 (dinstag uacli Michels tag) 
iSept. 30, — Ebd. Lade 38. Or,, Siegel unter Papierdecke. 

m) Konrad Wissliar, Burger zu Speyer, quittiert Uber 35 ft, Zins auf 
Georgii, — 1470 (feria secunda post cantate) Mai 21, — Ebd,, desgl, — Gletch- 
lautend 1474 (in octava corporis Christi) Juni 16, — \Ebd,, desgl, 

15 n) Die Stadt verkauft 50 ft, Zins urn 1000 ft, an Kaspar Erer und seine 

Frau Ede zu Speyer. — 1470 (. . . aposteln tag). — Ebd. 432. Or., Pg., durch- 
schnitten, Siegel und vorn ein handbreiter Streifen abgeschnitten, Einband eines 
Schuldbuchs von 1527. 

o) Desgleichen 20 Gulden Zins auf Martini urn 400 ft. an Hans Uber- 

20 lingei\ Keller zu Neuenstadt, — 1470 (montiig nach Martins tag) Nov. 12, — 
Heilbronn 42, Passiva 1. Or,, Pg., durchschnitten, Siegel ahgerissen. — C76er- 
linger quittiert 1475 (domstag vor Katherin tag) Nov. 23. — Heilbronn, unteres 
Gewolbe, Lade 37, Or. mit Siegel des Heilbronner Burgers Heinrich Hunder 
unter Papierdecke. ') 

25 p) Abt Nikolaus von Lorch quittiert der Stadt iiber 10 Pfund auf Martini, 

— 1472 (fr^'tag nach Martinss tag) Nov, 13, — Ebd. Or,, Siegel unter Pawner- 
decke, — Desgleichen 1475 (Othmars tag) Nov. 16, 

q) Die Priester Konrad SchUtz, Jodokus Byhing(er), Pfarrer zu Hausen 
bei Brackenheim, und Konrad Entlin, Kaplan zu Lauffen, quittieren iiber 51 

30 fSchiUz 31, die andem je 10) Gulden Zins auf Pfingsten. — Siegler Jos Em- 
hart, Burger zu Heilbronn, — 1473 (dinstag nach pfingstag) Juni 8. — Ebenso 
(Byhinger jetzt Kaplan zu Brackenheim) 1475 (pfingstmendag) Mai 15. Siegler 
Schiliz. — Ebd. Or,, die Siegel unter Papierdecken, 

r) Ulrich Leppkucher, gebUrtig von Heilbronn, jetzt zu Esslingen, quittiert 

35 der Stadt uber 10 ft, Zins auf weissen Sonntag. — 1474 (mendag nest nacli 
dem wyssen sondag) Eebr, 28. — Ebenso iiber 15 Gulden auf Christi Himmel- 
fahrt, 1474 (samsstag nach unsera Heren ufferttag) Mai 21. Uber beide Zinse 
miteinander 1475 (sontag nach unser Herren uffarttag) Mai 7, — Ebd, Lade 38. 
Or. mit Siegeln unter Papierdecken. 

40 s) Prior und Konvent des Augustinerklosters zu Speyer desgleichen Uber 

15 ft, Zins auf Georgii, — 1474 (die sequenti post invencionis sancte crucis) 



J) Heilbronn 273, Diversa 2, Bruchstuck eines Pg.-Or.: die Stadt ver- 
kauft an Hans Esehler und seine Tochter ein Leibgeding (der Betrag desselben 
nicht auf dem erhdltenen Stuck) um 220 (20 von anderer Hand hineinkorrigiert) 
ft. — 1470 (dinstag nach Johans baptisteu tag sonwendin) Juni 26, 



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378 1450. 

Mai 4. — Ebenso 1475 (Philippi et Jacobi) Mai 1, — Ebd. Or, mit Siegel 
des Priors unter Papierdecke, 

t) Michel Senft, BUrger zu HalL deagUichen Uber 50 ft, Zins auf Georgii. 

— 1474 (mitwoch nach cantate) Mai 11, — Ebenso 1475 (frytag nach Marx 
tag) Apr, 28. — Ebd, Lade 37. Or,^ Siegel unter Papierdecke, 5 

u) Diem&r von Eoden desghichen Uber o()fl. Zins auf Jokannis. — 1474 
>(Peter und Pauls abend) Juni 28. — Ebd. Lade 38, Or., Siegel unter Papierdecfse. 

¥) Aaberlin Heizmann (Hdzmann) genannt Hubsch'Auberlin, SchuWieiss 
zu Plieniftgen, desghichen Uber 52 ft. Leibgeding auf Kaiharind. — Siegler 
Johannes Bermitier, BUrger 8U Esslingen. — 1474 (Conrats tag) Nov. 26. — 10 
Desgl 1475 (Katheryno tag) Nov, 25. Bermitter wird hier offener Schreiber 
genannt. — Ebd, Lade 37, Or,, die Siegel besehddigi. 

w) J5rg von ScJiechingen (Scha-) desghichen iiber 100 ft. Zins auf Johannis 
Evangelista 1473 und l'474. — 1475 (mcntag nach wissen sontag) Eebr, 13. — 
Ebd, Lade 38, Or,, Siegel unter Papierdecke, 15 

x) Nikolaus Siglin an die Stadtrechner zu Heilhronn : fordert den gestern 
verfallenen Zins von 25 Gulden. — WUrzburg, eod, d. — Ebd. Lade 37, Or., 
aussen Adresse und Siegelreste. 

y) Johann Mettelbach quitiiert iiber 41 ft. Leibgeding attf Gertrudis. — 
1475 (ostennondag) M&rz 27. — Ebd. Lade 38, Or., Siegel unter Papierdecke. 20 

z) Hans von Schnaitberg desgleichen Uber 25 fl. Leibgeding auf Georgii. 

— 1475 (Marx tag) Apr. 25, — Ebd. Lade 37. Or., Siegel unter Papierdecke, 

aaj Barbel von WeUer, gugleich fur ihren Schwdher LHetlier von Weiler, 
desgleichen iiber 15 fl,, durch Hans Bitter, Marstaller, Uberbracht. — 1475 (men- 
dag vor Vytz tag) Juni 12. — Ebd, Lade 38. Or., Siegel unter Papierdecke, 25 

bb) Peter Werrich, BUrger zu Wimpfen, desgleichen uber 15 fl, Zins 
auf Johannis. — 1475 (tVeitag nach Peter und Pauli) Juni 30, — Ebd. Lade 37. 
Or., Siegel unter Papierdecke. 

CO) Klara Giitin, Klosterfrau zu Steinheim, quiUiert iiber 12 fl, Abldsung, 
die sie nach einem von Lucka von Pfeffingen ererbten Brief zu fordem Iiat, — 30 
Sieglerin die Priorin EndUn von Liebenstem. — 1475 (Ulrichs tag) Jtdi 4. — 
Ebd. Lade 38. Or., Siegel unter Papierdecke. 

dd) Pi-iorin und Konvent von Steinheim quiUieren uber 4 fl. Zins auf 
Maria Heimsuchung *) fiir ihre MUsckwester Stesselin Gielhrin. — Wie vorhin. 

ee) Konrad Volprecht quitiiert Uber 10 fl, Zinsabldsung. — Siegler sein 35 
Vetter Berlin Leuwer, BUrger zu Wimpfen. — 1475 (dornstag nach Ulrichs 
tag) Juli 6. — Ebd. Lade 37. Or., Siegtl unter Papierdecke, jedoch ziemlich 
erkennbar. 

ffj Abtissin und Konvent des Klarissinnenklosters PfuUingen quiitieren 
Uber 9 fl. T^eibgeding auf PantaJeonis *) fur ihre Miischwester Katharina von 40 
Massenbach. — Siegler die Abtissin und Junker Jorg Becht von Eeutlingen, 
der bezeugt, doss die Schwester noch am Leben ist. — 1475 (mitwoch nach 
Petri ad vincula) Aug. 2. — Ebd, Lade 38. Or., beide Siegel unter Papierdecben. 

«) Juli 2. — ») Juli 28. 



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1450 Marz 16. 37& 

gg) Anna von Massenbachy Chorfrau zu Oberatunfdd, desgleichen, — 
1475 (tuorntag nach assumpcionis Marie) Aug. 17. — ^hd. desgl. 

hh) Elisabeth Hungerlin, Burgeiin su Gmilndy quittiert uber 15 ft. Lett- 
geding auf Egidii. *) — Siegler ihr Bruder Michel Hungerlin. — 1475 (sondag 
5 nach Egydie) Sept. 3. — ICbd. Lade 37. Or., Siegel unter Papierdecke. 

ii) Hans Nothaft, Bitter, quiUiert Uber 492 fl., die er frUher der Stadt 
und ihren Dienern Wolf Fuwer genannt Wickmar und Hans Merz gdiehen, 
und verzichtet auf weitere Anspruche wegen der Lthenschafts fidlber ergangenen 
Handel. — 1475 (mentag vor MatheuB tag) Sept. 30. — Ebd. desgl. 
10 kk) Hans KeUer von Ldwenstein quiUiert Uber 43 ft. Leiftgeding auf 

BartholomaL — 1475 (Lux tag) Okt. 18. Ebd. mii Siegelresten. 

II) Abt Johann von Maulbronn quittiert uber den diesjiUtrigen Zins, 
66 ft. 12 sch. h. — 1475 (Martins tag) Nov. 11. — Ebd. Lade 38. Or,, Siegel 
unter Papierdecke. 
15 mm) Gerlach Epp, Burger zu Brackenlieiniy quittiert Uber 50 ft., die er 

d^ Stadt, ndnUich zu K5ln ihrem Diener Wolf, gdiehe/n und nun durch ihren 
Diener Merz zuruckerhalten. — Siegler Hans Folck, BUrger zu Brackenheim. 

— Eod. d. — Ebd. desgl. 

nn) Die Stadt verkauft an Asmus Miinch, Landschreiber zu Heidelberg, 
20 30 fl. Zins auf Martini um 8O0 ft. ~ 1475 (sauistag vor Elizabethen tag) 
Nov, 18. — Heilbronn, unteres Gewdlbe 453. Or., Pg., zerschnitten, Siegel mit 
dem Bug abgeschnitten, Eihband eines BedschuMbuchs von 1502. 

oo) Fritz Schlez (Schlatz) von Hall quittiert Uber 60 fl. Zins auf Martini. 

— 1475 (Elssbethen tag) Nov. 19. — Heilbronn, unteres Gewdlbe, Lade 37. 
25 Or., Siegel unter Papierdecke. 

pp) Elisabeth, Jost Haselachs Witwe, Burgerin zu Speyer, ebenso Uber 
50 fl. — Siegler Adam Wisshar^ BUrger zu Speyer. — 1475 (Katherinen abent) 
Nov. 24. — Ebd. 38, wie vorhin. 

qq) Eberhard Negelin, Burger zu HaU, ebenso iiber 45 fl. — 1475 (men- 
30 tag vor sant Lucy en tag) Deg. 11. — Ebd. 37, tde vorhin. 

rr) Wilhelm Ept, BUrger zu Wimpfen, quittiert iiber 20 fl. Zins, halb 
auf Michaelis, halb auf Martini. — 1475, ohne Tagesdatum, aber wohl nach 
Nov. 11. — Ebd., desgl. 

707. Dietrich von Angloch d. a. heurkundet, da^s Heinz Deatner 

35 con Horkheim, den die Stadt He'dbronn gefangenhdlt, well er ihm bei der 

Wegnahme von Wein zu Nordlieim und von Pferden zu Bockingen 

behilflich gewesen sei, solches nicht gethan habe und ihm Uberhaupt 

nicht bekannt sei, — 1450 (letare) Mdrz 15. 

Heilbronn 325,2. Or. mit Siegelresten. 
40 ^) Derselbe fordert von der Stadt 20 Matter FrucM, die ihm zu Horkheim 

weggenommen worden seien. — 1450 (sontag vor Laurenoii) Aug. 5. — Heil-- 
bronn 194, Fehden II. Or. 



«) Sept. 1. 



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380 1450 MUrz 17 — Apr. 21. 

708. Johann Rudshimt, Amtmann zu Hoheneck, an Heilbronn: 
hitteij den Konrad Kruch von Biefenau, Leiheigenen des Albrecht 
Spethy Landhofmeisters des Grafen Ludicig von Wrrtemberg, ledig zu 
sogen, da sein Herr nichfs mit dem KHeg zu schoffen hahe, — 14:50 
(mitwoch nach letare) Mdrz 17. 5 

Heilbronn 194^ Feftden II. Daselbst folgende Brief e: 

a) Wiederholtj (jiidica) Mdrz 22: von der Stadt abschliigig heschieden, 
da der genannie ihren Feinden Vorschub geleistet hdbe, Mare 23. Kntch bittet 
am Verlnngerung des Teimins fur Entrichtung des Losegelds, das er irotz ehr- 
licher Arbeit noch nicht aufgebracht habe^ Mai 8. Die Stadt verlangt, dann 10 
solle er sich wieder stellen, Mai 9. 

709* Beniold von Urbach betirknndetj dass Heinz Bickenbachy 
den die Ihilbronner gefangen, sein Eigenmann sei, — 1450 (mit- 
woch nach Tiburcii) Apr. 15. 

Heilbronn 194, FeMen II. Dr., dasdbst folgende Brief e : 15 

aj Die Stadt an Hans Nothafl und Bernhard (!, in der Antwort nennt er 
sich Bernold) von Urbach : fordert, dass einige der Ihrigen sich eteUen, da sie kein 
Losegeld bezahlt haben. Die genannten schlagen Austausch der Gefangenen vor^ 
toorauf die Stadt eingefU. — 1450 Jtdi 6' — 11. 

b) Die Stadt mahnt Hans Gunzenhanser, sich zu stellen. Undatiert. — 20 
JJessen Herr, Waltfher von Urbach, antwortet^ er hdbe den genannten in Erinne^ 
rung an die letzte Misshandlung davon abgehalten, werde ihn aber stellen, wenn 
die Stadt versjyreche, ihn nicht zu missluindeln. — 14d(J (suntag vor der criiz- 
wochen) Mai 10. *) — Der letzte Brief Hasten 351. 

c) Hans Nothaft ubergab einen gefangenen Boten der Stadt an Konrad 25 
von lAebenstein, dessen Frau Irmel von Neuenhaits der Stadt Austausch vor- 
jtchldgt. (Im Auftrag des Junkers Hans von Liebenstein bittet Friedrtch, Doktor, 
PfaiTer zu [Nechar-JWestheim and Kaplan zu Heilbronn, urn Freilassung 
eines Gefangenen, 1450 Apr. 21. Heilbronn 325,2. Or.) 

710. Die Stadt Heilbronn an Schultheiss, Kichter und Gemeinde 30 
zu Grossgartach : ihre Feinde haben ihnen verboten, der Stadt etwas 
znziifiihrenj fordert gleiches Benehmen gegeniiber ihren Feinden, ver- 
bietetf dieselben „zu dssen, zu hofen und zu hausen^, droht, sie andern- 
falls als tvidersagte Feinde zu behandeln. — 1450 (dinstag vor Jorigen 
tag) Apr. 21. 85 

Heilbronn 194, FeMen IL Komept. 

*) ,,Kreuzwoche'* beginnt mit dem Sonntag Vocem jucunditatis : da die 
Bitttage aber erst am Montag anfangen, ist Sonntag vor der Kreuzwoche = Sonn- 
tag in der Kreuzwoche, s. Grotefefid, Zeitrechnung 1, 109. 



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1460 April 23 — Jimi 15. 381 

711. Herzog Albreckt von Osterreich sagt der Stadt Heilbrouu 
ah Heifer seines Schwagers Jakob von Baden Fehde an. — Freiburg 
im Breisgau 1450 (sant Georien tag) April 23. 

Heilbronn 194, Fehdm 1 1. Or,, durchldchert, Unten: d. d. in consilio. 
5 Atissen Sitgelregte. 

712. Diether von Weiler an Heilbronn: fordert fiir seine arme 
Fran die Finnin von Brettach (Brechdach) ikr Vieh znrilck, — 1450 
(freidag nach Jorgen dag) xlpr. 24, 

Heilbronn 194, Fehdm 11. Or. — Ehenso SchadenersaU fUr seine Leib- 
10 eigene (gotteslehen) Ketterlin Bochin zu Schwahhach, Mai 10. — Ebenso Kaspar 
von Weiler fiir eine Leibeigene zu WUstenrot, Apr. 26, und fUr Margarethe 
StoUerin fvielleicht dieselbe), Apr. 27. — Ehd. 

713. Heilbronn an Klaus Geyss, Keller zu Weinsberg: ant- 
wortet auf seinen Schadenersatzanspnwh fiir Heinz Ziemer, dem zu 

15 Kochendorf Vieh tveggenommen worden sei: das sei nur Vergeltung 
gewesen, da er von dein Vieh, das die Stadtknechte zu Kochendorf 
erbeutet, einiges abgejagt habe. — 1450 (fronlichnams tag) Juni 4. 
Heilbronn 325,2. Konzept. 

a) Klaus Geyss bittet urn Schadenersatz fUr Leute zu Bretzfeld und 
20 Kochendorf und urn Freilassung einiger pfdlzischer Unterthanen — urn dieselbe 

Zeit. — Ebd. und 194, Fehden II. 

b) Die Stadt bittet Klaus Geyss, das Erhe des Kunz Glatz, das seiner 
Tochter zugefallen, auszufolgen, nachdem Hans von Gemmingen es ihr gegen 
ein Hauptrecht zugestanden habe. — Ohne Jahr (Clare) Aug. 12. — 194 Fehden II. 

26 714:. Bilr germeister und Rat von Ulm an die schwdbischen 

Stddte: ho fen, dass sie den Brief vom Bund erhalten haben, der auf 
das Hilfsgesuch der Stddte Heilbronn, Hall und Gmilnd wegen der 
Belagerung Heilbronns ergangen ist, teilen mit, dass Nordlifige^i, Hall, 
Gmiind u?id Dinkelsbilhl die Mahnung wiederholt haben, ^) mahnen 

30 zu riisteti, da sonst dieser Dinge kein Ende sein, der Feind vielmehr vor 
andere Stddte riicken und sie durch Verheerung der Frucht schddigen 
werde, bitten um Xachricht, wie undwann sie Heilbronn zu Hilfe kommen 
wollen und wann sie geriistet seien. — 1450 (uflFViti*^) Juni 15. 

8t.A. Meichsstddte insgemein 25. Konzept. — Vgl. die Chronik Hector 

35 MiUichs, Stadtechroniken 22, 103. 

a uraprHnglieh montag vor, durehstrieheu. 

^) Ber Brief Halls, mit den andern Ubereinstimmend, in Ahschrift beiliegend. 



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382 1*60 Juli 26 — Aug. 28. 

715. Wenzel (Wenz, einmal Wentzelaus) von Ems an Heilbronn : 
■erhebt mil Betttfuftg auf die Verschreibung der Stadt^) Anspruch 
ftitf Ersatz fur den Schaden, den ihm Eberhard Budd.j. zugefugt, 
-als er seinen Dienst verlassen habe und aus der Stadt geritten sei, 

— 1450 (suntag Dach Jacobs dag) Juli 26, 5 

Heilbronn 194, Fehden IL Or, — Die Stadt erkldrt, He set nicht haft- 
har fur das, was ihre Feinde thun, da er nicht mekr ikr Diener set, wotte sick 
Jedoch dan*m bekUmmerny doss er wieder su seinem Eigentum komme, undaHert, 
Wenzel scKldgt Pfalzgraf Friedrich als Schiedsrichter vor, beansprucht dann 
auch noch einen Teil von der Beute (50 Leute) von Heinriet, (montag nach 10 
Francisci) Okt. 6, Die Stadt scMdgt seine Forderungen ah, da er aus dem 
Dienst getreten und ilber ihre Verpflichtung entloknt worden sei und die Beute 
dem Kriegsherm, also ihr gehore, 

Fbenso fordert Kunz Sehmid Sold und Beuteanteil, 1450 (Madalena) 
Juli 22 — ehd,, nach der Antwort als Diener Ulrichs von Wirtemherg, mit dem 15 
die Stadt in Einung sei. Die Stadt erkldrt sich fiir nicht verpflichtct, Juli 24, 

— Heilbronn 351, 



716* Erzbischof Dietrich von Mainz an . , , : schickt eiuen 
Brief von Pfalzgraf Friedrich wegen der Stddte Wimpfen utid Heil- 
bronn, dem er genauere Antwort habe erst versprechen ^niissen, weil 20 
er nicht wisse, wie er, Adressat, zwischen ihm mid den Stddten rede 
und tddinge, Sein Hofmeister werde am Mittwoch beim Pfalzgrafen 
zu Heidelberg sein; er bitte daher, die Meinung dei' beiden Stddte in 
Erfahrung zu bringen und sie dem Hofmeister durch diesen Boien 
auf Mittwoch fiach Heidelberg mitzuteilen, damit derselbe dem Pfalz- 25 
grafen dementsprechend antworten konne. — Aschaffenburg [14J50 
(frytag nach sanct Bartholomeus tag) Aug, 28. 

Heilbronn 93, Commerce 6. Gleichzeitige Abschrift, 

717. Erzbischof Dietrich von Mainz und die Stadt Heilbronn 
einigen sich auf 5 Jahre zu gegenseitigem Schutz: Klagen von erz- 30 
bischoflichen Unterthanen gegen die Stadt sollen vor die Rate des 
Erzbischofs, gegen Heilbronner Unterthanen vor das Stadt^ericht ge- 
bracht werden\ umgekehrt entsprechend, Verbriefte oder verbiirgte 
Schulden werden nach Abmachung in der Schiddurkunde verhandeU, 
Lehenssachen vor dem Lehensherrn, was Erbe und Eigen betrifff, vor 35 
dem Gericht, in dessen Bezirk die Giiter liegen, Der Erzbischof nimnit 



*) In seinem Dienstvertrag, Er war 1449 (sampstag vor Ostwaldi) Aug. 2 
urn 52 fl, auf ein Jahr in den Dienst der Stadt getreten, Abschrift ehd. 



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1460 Okt. 29 — 1451 Apr. 14. 383 

am Papst und Kirche, Konig und Reich, das Konigreich Bohmen, 
Bischof Gottfried von Wiirzburg, die Bruder Friedrick und Wilhelm 
von Sachsen, Erzherzog Albrecht von Osterreich, die Pfalzgrafen Otto 
utid Stephan, die Bruder Johann und Albrecht, Marlcgrafen von Branden- 

5 burg, Markgraf Jakob von Baden, Ulrich von Wirtemberg, Ludwig von 
Hessen, die Kinder Fhilipps von Nassau, Graf Walrab von Waldeck, 
alle Fiirsten, mit denen er in Einung ist, und die Burgfrieden; die 
Stndt den Papst, Konig und Reich, alle Reichsstddte und den Bischof 
von Wiirzburg. Volprecht von Ders, Schulmeister, und das Kapit^l 

10 geben ihre Zustimmung und versprechen, die Einung auch wdhrend 
der Sedisvakanz zu halten und den Nachfolger darauf zik verpflichten, 
— Siegler Erzbischof Stadt und Kapitel. — Bischofsfieim 1450 
(donrstag nach Symon und Jude) Okt. 29. 

St.A. HeQbrotm J, Einungen. Or., Fg. mit Siegdn. 

15 a> Dersdbe versichert der Stadt aeinen Schtitg fur den Fall, doss sic von 

Pfahgrtrf Friedrick wegen der vor der Einung gethaneny neulich geschriebenen 
Forderung angegriffen werden sollte, wenn He den Prozess vor ihm und seinen 
R&ten au9trage. — Eod. d. — Ehd. Or., Pg. mit Siegel. 

718. Peter Stob zu Billensbach (BuUers-) beurkuiidet, da.ss er 
20 i^^om St. Klarakloster zu Heilhronn eitien Teil von dessen Wald zu 
Billensbachy deu er zu einer Wiese niachen soil, als Erblehen um 1 fl. 
Zins auf Martini und das Recht auf das liegende oder windfdUige Holz 
im andern Teil des Waldes erhalten habe. — Siegler die Junker Eber- 
hard von Finsterlohe und Bernhard Berlin, Richter und Ratsherrn 
25 zu Heilbronn. — 1451 (Tyburtius Tag) Apr. 14. 

Kop.B. des Klaraklosters Bl. 124. 

a) Hans Sighart, Schultheiss eu AdolzfuH, verkauft an das Kloster Ifl. 
Giilte von Wiesen zu Adolsfurt um 21 fl. — Zeugen die 12 Richter zu Adolz- 
furl. — Siegler Eherhard von Sickingen. — 1461 (samstag vor Enders tag) 
30 ^^ov. 28. — StJL, Heilbronn IV, Klarakloster. i>r., Pg., das Siegel abgegangen. 
Aussen eine Notts aus dem 17. Jh., wonach die GiUte unabldslich sein und eum 
ewigen Licht vencendet toerden soU. 

719m Graf Ulrich von Wirtemberg beurkundet die Entscheidung 
seiner Rate zwischen den Statthaltern seiner Neffen (vettern) Ludwig 
35 und Eberhard voti Wirtemberg und Mompelgard, deren Vormund er ist, 
und der Stadt Heilbronn, deren Burger Hans Eyrer im Geleit seines 
jetzt verstorbenen Bruder s Ludwig gefangengenommen worden tear: 
die Stadt und Eyrer verzichten auf alle weiteren Ansprilche wegen 



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384 1461 Mai 1 — Nov. 25. 

der Gefangenhaltung, des Verlusts von Pferd und Harnisch imd 
mideren Sckadens geyen 200 fl. rh,, dem Et/rer f)is PJingsten ^) von den 
Statthaltern auszuzalden. — Stuttgart 1451 (Walpurgen tag) Mai 1. 

St,A. Heilhrotm IL Or,, Pg,, mit Secret. Die Ausfertigung far die Stiuli 
Heilbronn Lade 38,20, — Gedr,: ScMer 2, Beil. n. 86. 5 

720. Kiirfiirst Friedrich von der Pfalz schliesst einen Vertray mit 
der verwittveten Pfalzgrdfin Margaretke, uonach dieser unter andereni 
der Heilbronner Fruchtzehnte nebst den dazu gehorigen 9^k Fudern 
com Weinzehnten, femer der Heuzehite, der kleine Zehnte mid der 
Zehnthof bet Heilbronn als Wittum verschrieben wird. — Heidel- 10 
Hot Jiini 9. 



Grd8Stenteils gedruckt in den ^^Regesten zur Geschichte Friedricha dts 
Siegreichen'^ in : Quellen und ErSrtemngen zur hayrischen und detUschen Ge- 
schichte 2,218, — Reg. SaiUer 2,206. — Vgl 8. 372 ZeUe 21. 

a) Desgleicheti — Heidelberg 1461 Juli 21. — liegest: Quellen und Er- 15 
orterungen 2,221 tiach Steinhofer 2,939. 

721. Fritz von Sindringe^i, Hans Lescke und Johannes Megeiin 
von Rothenbtirg, Pfarrer zu Lowenstein, bezen^en eidlich (Fritz avf 
seinen Lehenseid, der Pfarrer auf seinen dem Bischof geschworentn 
Fid), dass Konrad von Bockingen des Kirchherrn Konrad reckter 20 
Ahnherr und des vordem zu Speyer gestorbenen Hans von Bockingen 
leiblicher B ruder gewesen sei. — Siegler die beiden erstgenannten. — 
1451 (Katherin tag) Nov. 25. 

St. A. Heilbronn I, Bockingen. Or., Pg., das 1. Siegel abgerissen, das 
2. unkenntlich. 25 

a) Klaus Renner und seine Frau Elisabeth von Bockitigen bekennen, 
dass sie, solange sie die Wittumgiiter von Junker Konrad von Bockingen zu 
Heilbronn innehaben, jdhrlich dem Pfarrer zu Bdckingen, zur ZeU Konrad 
Gleser zu Heilbronn, 22 Matter Frucht (zu S Simri) zu geben haben, entlehnen 
vom Junker 16 fi., wofur thr Sohn Klaus und ihr Schwiegersohn Berthold Wolf 30 
sich verbUrgen. — Siegler Eberhard von Finsterloh und Peter Kystenmacher, 
Bichter zu Heilbronn. — 1464 (kathedra Petri j Febr. 22. — Ebd. Or., Pg. 
mit Siegeln. 

722. Die Stadt Heilbronn giebt an Ham Anse von Langenatt 
das Werdlein am Fach bei der Lohmiihle zur Krrichtung einer Sag- 35 
miihle als Erblehen urn 3 fl. Zins auf Martini, bestimmt, dass von 



>) Juni 13. 



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1451 Dez. 5 — 1452 Milrz 2. 385- 

fjeschnittenem Holz oder DieleUy die nach auswdrts verkauft werden, 
der herhdmmliche Zoll erhoben werden, Holz, das an BUrger verkauft 
ioirdf denselben Bestimmungen unterllegen soil wie von auswdrts em- 
gefiihrtes Holz, Der Inhaber der Sagmiihle soil jedoch von diesen 
5 Ahgaben ntchts entrichten diirfen und der Stadt den Tretieid schworetu 
— 1451 (Nicolaus aubent) Dez, 5. 

Heilhronn Lade 26. (Jr., Pg, mit Stadtsiegel. 

723.