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Full text of "Die Bastardbefruchtung im Pflanzenreich"

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BRESLAU, 

VERLAG VON E. MORGENSTERN 

(fr. AUG. SCHULZ & CO.) 

1865. 





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EELAUTERT 



AN DEN BASTARBEN DER WEIDEN 



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BEESLAU, 

VERLAG VON E. MORGENSTERN 

(fr. AUG. SCHULZ & CO.) 

1865. 



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INHALTSYEEZEICHNISS. 



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Einleitung" 



1. 



Geschichte meiner Versuche ktinstlicher Bastardbefruchtung bei den Weiden und 
Studiums der Bastarde uberliaupt. 



memes 



Methode der Bastarderzeugung* 




1, 2. AbspeiTung der weibliclien Bltithe. 





4. Dauer seiner Potenz. 



3. Einsammlung des Polleng. 




5. Ziiclitung der jimgen Pflanzen. — § 6. Warum die Wei- 




7, Be- 



den zu Experimenten tiber Bastardbefruchtnng vorziiglicli geeignet sind. 

nutzmig der spontanen Weidenbastarde zu den Versuclien ktinstlicher Bastardbefruchtnng. 



11. Eintheilung der Bastarde 




8 



10. Binare, ternare etc. Bastarde mit den dabei moglichen Combinationen. 




11. 12. 



J 



Uebersichtliclie Darstellung der Abstammung complicirter Bastarde in Form 



von Stammbaumen. 



III. Zusammenstellung^ meiner Versuche 




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13, 14. Verzeichniss der gelungenen und misslungenen Versuche. 
trachtung der dabei hervortretenden Zahlenverhaltnisse. 



§ 15 



17. Be- 



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IV. Entstehung und Fortpjlanzung der Bastarde 




18 



20. 



Entstehung und deren Bedina-une:en. 



Bastarde durch gescMechtliche Verbindung mit einer der Stammarten. 



L 

21, 22. Fortpflanzung der 



Befruchtung mit dem eigenen Pollen. — 

emer dritten Species oder einem heterogen zusammengesetzten Bastarde. 

tigkeit der Erzengung complicirter Bastarde bei den Weiden. 



§ 23—25. Durch 
26. Durch geschlechtliche Verbindung mit 

27. Leich- 




V. UnvoUkommene Hatur der Bastarde 




28 



30. Verschiedene Grade des Misslingens und Gelingens der Bastardbefruchtnng 

I VVeiuen. — ■ § 31 — 03 TTnvnIllrmTimAnA A no'KiM/Inr.rv /!..« -D/^n^ ^ -.._?'j.__ 



bei den Weiden. 




Bastarde und einzelner echten Arten. 



33. UnvoUkommene Ausbildung des Pollens der meisten 




37. Untersuchung der Fruchtbarkeit des unregelmassigen Pollens der 





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der Bastarde. 

Weidenbastarde 
denbastarde. 

Weidenbastarde 



Pollens der Weidenbastarde hervortreten. 
Geschlechtsapparats der Weidenbastarde. 




34—36. Formen des unregelmassigen Pollens 



Wei 




45. Entwickelungsgeschichte des unregelmassigen Pollens der 
46 — 50. Gesetze, welche in dem Grade der Unregelmassigkeit des 

51. Unvollkommenheit des weiblichen 




§ 



55. 



Bastarde, kraftige Entwickelung einzelner und Schwache anderer. 




Wachsthum der 
56. Minderzahl 



Weidenbastarde 







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Seite 

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Seite 



VI. Gestalt der Bastarde 45 







57* All2:emeines. 




58 — 61. Mittlere Bildung der binaren und complicirten Bastarde 



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in Bezug auf die constant differirenden Merkmale der Stammarten, 




62. Verdeut- 



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liclimig des Gesetzes der Mittelbildiing durch Figuren. 
nnd Gaektnek's uber dieses Gesetz. 
65. Entgegengesetzte Krenzung. — 




63. Ansicliten Koelreutek's 









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64. Typische Species Gaektnek-s. 
665 67. Variabilitat der Bastarde, Ausnahms- 
typen Gaertner's. — § 68 — 72. Einfiuss des hybriden Pollens auf die Vielgestaltig- 
keit der Zeugungsproducte. 

VIL Yerbreitung der spontanen Weidenbastarde 58 

73- Zahl der in Eiiropa vorkommenden echten Weidenarten und ibrer Bastarde. 
74, 75. Verzeichnisse der spontanen binaren und ternaren Weidenbastarde. 






76. Zweifelhafte spontane Weidenformen. 




77. Vorkommen der Bastarde unter 



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den Stammarten, 



§78. Seltenheit der spontanen Bastarde. 



§79. Versucb dieses 



Verbaltniss in Zahlen auszudriicken. — § 80. Ursachen der verschiedenen Individuenzabl 
verscbiedener Weidenbastarde. — 




bescbrankten Localitaten. 




81. Relative Haufigkeit der Weidenbastarde in 
82. Einfluss von Bodenbeschaffenbeit und Klima auf die 



Zahl der Bastarde. 




83. Eingriffe der Cultur. 



VIII. Systematik der Weidenbastarde 



67 





84. Methode die binaren und ternaren Weidenbastarde als solcbe zu erkennen. 

86. rSystematiscbe Zusammenstellung 
87j 88. Verwandtschaftliche Bezie- 





> 




85. Einreibung der Bastarde in das System. 
der europaischen Weiden und ibrer Bastarde. 
bungen der europaiscben Weiden zu einander. 
Beziehung zur systematischen Gliederung der Weiden. 




89 



93. Bastarderzeu.2:ung in Hirer 



IX. Allgemeine Betraehtungen 



82 




94 



97. Die babituelle Schwacbe der Bastarde als Folge ibrer intermediaren Gestalt 



einerseits und des Accommodationszustandes der echten Arten andererseits. 




98. Zu- 



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nebmende Unfruchtbarkeit der mit dem eigenen Pollen weiter befruchteten Bastardgenera- 

99. Frucbtbarkeit des nacb der Formel $ (a + b) -f (5^ b zusammenge- 

IOO5 101. Theorie der 



tionen. 




setzten Bastards von Aegiloj>s ovata und Triticmn vulgare. 




in den § 65 — 72 erorterten Erscbeinungen die Gestalt des Bastards im Vergleich zu der 

102j 103. Die bisberigen Versuche ktinstlicher Bastardbe- 

104. Uebereinstimmung der 



seiner Eltern betreffend. 





frucbtung und wie dergleichen kunftig anzustellen. 

Bastarde und vieler Culturpflanzen in dem Criterium mangelnder Accommodation. 

105. Unvollkommene Accommodation verleibt dem Organismus eine vermebrte Fahig- 
keit zur Varietatenbildung. Anwendung dieses Satzes auf die Entwickelung der Species. 

106. Scbluss. 





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EINLEITUNG. 




Reihe von Arb 



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die wahrend der Jahre 1841 bis 1861 erschienen sindM 



mein verehrter Preund Herr Schulrath Dr. Wimmer zuerst die Ansicht aufgestellt und 
Einzelnen naher begriindet, dass ein grosser Theil der unter den Weiden vorkommen- 



den zweifelhaften Formen Bastarde 



der en Aussonderunsr eine verhaltniss- 



massig geringe Zalil klar bestimmter, ecliter Arten librig bleibe. 

AnD-pree-t durch das Interesse des Ge^enstandes und uin den von anderer 



her 



Wider spruch ein fiir alle Mai zum Schweig 



zu 



bringen, beschloss icli. 



Weidenbastarde durch klinstliche Befruchtung herzustellen und auf diese Weise der 
Theorie. von deren Richtigkeit ich mich bald tiberzeugt hatte, das bestatigende Experiment 



hinzuzuftigen. Eine Sammlung von Weiden, sowohl echter Arten als Bastarde, welche 
Wimmer und sein leider zu fruh verstorbener Freund und Mitarbeiter Krause in einem bei 



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eslau gelegenen Garten cultivirten, bot dazu die geeignetste Gelegenheit. Ich beg 



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) Uebersicht der Arbeiten und Veranderungen der Schlesischen Gesellschaft fiir vaterlandische Cultur im Jahre 



1841. Breslau 1842, S. 93, — im Jahre 1846. Breslau 1847, S. 185, 



im Jahre 1847. Breslau 1848, S. 124 bis 



131, 



im Jahre 1851. Breslau 1852, S. 84, — im Jahre 1861, Abhandlungen, [nieht Jabresbericht]. Breslau 1862, 



Denkschrift zur Feier ihres 



S. 125 sqq. — Jabresbericht fiir 1861 , [nicht Abhandhmgen]. Breslau 1862, S. 100. 

SOjahrio-en Bestehens, herausgegeben von der Schlesischen Gesellschaft fiir vatei'landische Cultur, Breslau 1853. 

„Wildwachsende Bastardpflanzen hauptsiichlich in Schleslen beobachtet." 

Flora Oder Allgemeine botanische Zeitung. Regensburg 1845, S. 433 sqq.; 1846, S. 145 sqq.; 1848, S. 304, 321 
sqq.; 1849,8.30, 51 sqq. — Dr. Friedr. Wimmer's Flora von Schleslen. Breslau 1857,8.182 sqq. 

Sammlung getrockneterWeiden-Arten,Abarten ulid Bastarde zunachst aus Schleslen, herausgegeben von Wimmer 
und Krause. Dodecas I— XL Breslau 1857, im Selbstverlage der Verfasser. 



Vergl. auch: Wimmer et Grabowsky, Flora Silesiae. 



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Vermuthung ausgesprochen wird, dass Salix rubra liuds. ein Bastard von 8. purpurea L. und S. viminalis L. sei. 



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meine Versuche im Friihling 1852 und es gelang mir schon im ersten Jahre die Salix 
acuminata Koch als einen Bastard von Salix caprea L. und S. viminalis L. darzustellen, 
gleichzeitiff auch den Nachweis zu fiilireiij dass die Weidenbastarde nichtj wie man bisher 



angenomraen hatte, nnfruchtbar seienj vielmehr sowohl imter sicli, als mit andern 



3 



Species, ja sogar mit ganzlich heterogen zusammengesetzten Weidenbastarden weitere 



Verb in dung en 



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ehen konnen, woriiber ich in einem vorlaufigen kurzen Bericlit^) 



bereits Nachricht gegeben liabe. 

L 

Seitdem sind diese Versuche bis zum Frtilijabr 1858 eirischliesslich von mir fortge- 

I 

setzt worden. Im Frtihjahr 1859 wurde meine Thatigkeit durch Krankheit unterbroclien, 
und im darauf folgenden Winter verliess icli Europa auf langere Zeit, um an der preussi- 

n, 

schen Expedition nack Japan Theil zu nekmen. Von dieser Reise nach beinake drei- 
jakriger Abwesenheit zurlickgel^ekrt, seke ick mick, durck a^nderweitige Gesckafte in 
Anspruck genommen, vorlaufig ausser Stande, die mtikevoUen und zeitraubenden Ver- 

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sucke frtikerer Jakre wieder aufzunekmen, und da auck die Zukunft mir keine Aussickt auf 

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eine rukige,ununterbrockeneMusse bietet, wie eine solcke Arbeit sie fordert, so sckien es 



mir das Beste, meinen 



An Stoff feklt es um so weni 



als den durck das Experiment gewonnenen Erfakrungen die Beobacktungen iiber die in 
der freien Natur vorkommenden Weidenbastarde kinzutreten, woriiber ick im AUge- 

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meinen auf die oben citirten Arbeiten Wimmer's und das mir freundkckst zur Benutzung 
uberlassene Manuscript seiner nackstens ersckeinenden Monograpkie der europaiscken 
Weiden Bezug nekmen kann. Den daselbst iiber Nomenclatur und Umgrenzung der 

L 

Weidenspecies imd ihrer Bastarde niedergelegten Ansichten bin ich mit wenigen Aus- 
nakmen iiberall gefolgt, auck kabe ick derselben Quelle den grossten Theil der Stand- 
ortsangaben entnommen, welche sich auf die spontanen Weidenbastarde beziehen. 
Meine eigenen Kenntnisse liber das Vorkommen der Weiden in der freien Natur wurden 
durck eine Reise, die ick im Sommer 1856 kauptsacklick zu diesem Zweck nack den 
Grenzgebirgen von Norwegen und Lule&-Lappmarken unternommen katte^) wesentlick 
bereichert. Dass ich auch die Weidenflora meiner Heimatk nickt vernacklassigt, die 
Freunde Wimmer und Krause auf ihren Excursionen fleissig begleitet, llberhaupt an ihren 



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Weidenbastard 



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Derselbe Aiifsatz abgedruckt in Uebersicht der Arbeiten und Veranderungen der Schles, Gesellschaft 



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im Jahre 1853. Breslau 1854, S. 160. 

2) Ein Ausflug nach Lulea-Lappmarken. Regensburger Flora 1859. S. 385. 



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interessanten Untersuchungen nacli Kraften Theil genommen habe, brauche ich kaum zii 
versichern. 

Bei Zusammenstellurjg des gesamnielten Materials endlich sah ich micli genothigt. 



auch die von andern Beobachtern gewonnerien Resultate, namentlich die wichtigen 
ArbeitenKoELEEUTER's^) und Gaeetner^s^} liber Bastardbefruchtung in Betracht zu ziehen^ 
aucli babe ich nicht umhin geko 
die 1)ei der Bastardbefruchtun 



Verbindun 



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welche 




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hervortr.etenden Ersclieinungen mit den Ansicliten 



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Darwin's iiber Entstehung der Species gebracht werden konnen. Meine Arbeit hat 



dadurch an Umfang gewonnen, und aus dem ursprtinglich beabsichtigten Berichte tiber 

^ 

die Bastarde der Weiden ist eine mogiichst kurzgefasste Darstellung der Bastardbe- 



■ 

fruchtung im Pflanzenreiche tiberhaupt, erlautert an den Bastarden der Weiden, geworden. 



SoUte es niir gekmgen sein, zur Befestigung derUeberzeugung beizutragen, dass auch die 
wichtige Frage iiber Entstehung und Fortpflanzung der Species nur durch lange Reihen 
methodisch f ortgefiihrter , zahlreicher Experimente ihrer endhchen Losung entgegenge- 
fiihrt werden kann, so wiirde ich den Hauptzweck erreicht haben, den ich bei Verallge- 
meinerung meines Themas verfolgte. 



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1) Dr. Joseph Gottlieb Kolreuter's: Vorlaufige Nachricht von einigen das Geschlecht der Pflanzen betref- 
fenden Versuchen und Beobachtungen. Leipzig 1761. 

Fortsetzung der vorlaufigen Nachricht etc. von demselben. Leipzig 1763. 

Zwelte Fortsetzung der vorlaufigen Nachricht etc. von demselben. Leipzig .1764. 

Dritte Fortsetzung etc. ven demselben. Leipzig 1766. 

Die iibrigen Arbeiten Kolreuter's kenne ich leider nur aus den allerdings meist sehr ausfiihrlichen Citaten bei 
Gartner. 



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) Carl Friedrich von Gartner', Versuche und Beobachtungen iiber die Bastarderzeugung im Pflanzenreich. 

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Stuttgart 1849. 



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I. METHODE DEE BASTAEDEEZEUGUNG. 












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§ 1. VersuclietiberBastarderzeugungjWennsieAnspruchaufwissenschaftlichenWerth 
liaben sollen, mussen unter Umstanden vorgenommen werden, die das Hinzutreten von 
anderem als dem bei dem Experimente benutzten Pollen ausschliessen. Das Verhalten 



der Weiden 



dies 



besonders 



giinstiges. da 



den dio 



Pflanzen gelioren, welche durch Insecten befmchtet werden. Ungleich dem Pollen der 
von Insecten nie besuchten Coniferen, Gramineen, Carices, Urticaceen^ Corylus^ 



AlnuSj Populus 
vom Winde in 



der so leicht und datt ist, dass er bei der gering 




Gestalt einer Staubw 



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wir 



der Pollen der Weiden 



sich selbst iiberlassen, vermoge seiner Scliwere zii Boden, und seine Oberflache ist mit 



einem engmaschigen Netze zarter Hervorragungen bedeckt, die ihn gescMckt maclien, in 



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den feinen Haaren der Insecten hangen zu bleiben. 



Er wiirde ohne der en Hilfe nie von 



dem mannliclien Straucli zu dem oft weit entfernten weiblichen Individuum gelangen 
konnen. Bienen, Wespen, Hummeln etc. aber tibernehmen bereitwillig den Transport, 
fliegen gescliaftig von einer Blutlie und einem Strauche zum anderen, und vermitteln so 
die im Freien fast nie feUsclilagende Befruchtung. 

§ 2. Mit Rticksiclit auf diesenHergang derBefruclitung liandelte es sicli nur darum, eine 
Vorrictitung zu fmden, die den Zutritt der Insecten verhinderte, ohne doch andererseits 



der weiblichen Bliithe 



und 



zu entziehen. Zu diesem Zwecke liess ich aus 



feinem, florartigem Baumwollenzeug (Tarlatan) Cylinder nahen, im Lumen mit einer 
Weite von 2 — 3 Zoll und von 6 — 12 ZoU Lange, die 



oben und unten mit Bandern zum 



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Zuschnliren versehen, in der Mitte durcli zwei oder drei eingenahte Ringe von Drahtband 
auseinander gespannt gehalten wurden. Diese Cylinder wurden liber die zur ktinstliclien 
Befruchtung ausersehenen weiblichen Zweige gezogen und oben und unten zugeschntirt 



ebunden, noch ehe eine der Bliithen ihre Narb 



Weibli 



Bliithen, die auf diese Weise abgesperrt und nicht befruchtet wurden, Keferten gar keinen 






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Samen, zum Beweise, dass die Absp 



eine voUstandige war. Nach erfolg 



Befruchtunff, die sich 



erkennen 



den abtrocknenden Narben und dem Anschwellen der Ovarien 



liess, nahm ich die Cylinder ab, bei Annaherung der Samenreife aber wurden 
sie wieder tibergezogen, um das Verfliegen der woUigen, leichten Samen zu verhindern. 
In ein oder zwei Tagen fullte sich nun der Schlauch mit einer mehr oder weniger dicliten 
Masse weisser WoUe und die zahlreichen, feinen Samen, die nach kurzer Zeit von ihrem 
Haarscliopf sicli losten, konnten obne Mtihe herausgeschtittelt werden. 

3. Um den Pollen in hinreichender Menge zu gewinnen, mussten diemannlichenBlti- 




thenzweige, wenn das Aufspringen der Antheren begann, abgeschnitten und in ein em 
Glase Wasser an gescMtztem Ort zur weiteren Entwickelung gebracht werden, weil im 
Freien die Bienen etc. jede geofFnete Anthere sofort ihres 



Inhalts beraub 



Ein im Auf- 



bllihen bemiffener mannlicher Zweig;, der eine Nacht hindurch im Wasser gestanden hat 



strotzt am anderen Morgen von herausgetretenem Pollen. Ich pflegte den Pollen mit 



em em 



Haarpinsel abzustreifen 



Uhrglaschen zu sammeln 



dann mit 



diesem zugleich in einer Pillenschachtel aufzubewahren. Um Storungen des Experiments 
durch das Hinzutreten fremden Pollens mogUchst zu verhindern, wendete ich bei ein und 
derselben Weide stets denselben Pinsel an, der dann auch benutzt wurde, den Pollen auf 



die absresDerrte, weibliche 



Ebenso onerirte ich an den vielen weib 



lichen Bltithen eines abgesperrten Zweiges immer mit demselben Pollen, wie ich auch 
darin eine e-ewisse Yorsicht beobachtete, dass ich den zur Befruchtung benutzten Pollen 




immer nur von ein em Individuum nahm, da ich die Moglichkeit beriicksichtigen musste 



dass individuelle Abweichungen der Vaterpflanze auf die Gestalt des Bastardes Einfluss 
haben konnten. 

4. Ftir die Verbindung frtih bltihender mit spater bliihenden Arten war die verhaltniss- 




massig lange Dauer der Potenz des WeidenpoUens von besonderer Wichtigkeit. Einzelne 
Bastardbefruchtungen gelangen noch mit zehn Tage altem Pollen, und bei den Versuchen, 




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die ich machte, den Pollen in Honiglosun 

zwei Unz en Wasser erwies sich als die geeignetste Mischung 



Me s ser spitz e voU Honig auf 
-zum Treiben der Schlauche 



■gab 



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etwas laneere Dauer seiner Entwickluri 




Frischer Pollen, in diese Mischung gebracht, begann oft schon nach 
Austreiben der Schlauche. 



12 Minuten das 



Nur wenig geschwacht erschien die Potenz von acht Ta 



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altem Pollen der S. Silesiaca, Willd. Bei 16 Tage altem Pollen der S. cinerea L. war die 

Potenz freihch schon sehr reducirt, aber doch noch vorhanden, indem einzelne Korner 
nach dreistiindigem Liegen in der Losung eine langsame Entwicklung der Schlauche 



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begannen. Erst 28 Tage alter Pollen von S. Silesiaca schien 



ebiisst zu haben, und zeigten nur noch sehr wenige Pollenkorner schwache Sp 



Vitalitat. Ich glaube, dass man mit 14 Tage altem Pollen, der an einem scliattigen, 
trockenen und zugleich ktihlen Orte aufbewalirt worden, unter gunstigen Umstanden noch 
Befruchtungen wird erzielen konnen, und dass acht Tage alter Pollen zu diesem Zwecke 
unzweifelhaft noch geeignet ist. 

5. Wahrend die Samen aller iibrigen mir bekamiten baum- und strauchartigen Ge- 




wachse ihre Keimkraft lange Zeit bewahren und verhaltnissmassig langsam keimen, 
keimt der Weidensamen ungewohnlich rasch, verliert daftir aber auch seine Keimkraft 
schon nach flinf bis sechs Tagen. 



Es 



hier der sonderbare Fall 



dass die 



Lebensdauer der Pollenzelle eine laneere ist als die des 



Samens. Die Ursache liegt in 
der eigenthtimlichen Bes chaff enheit des Letzteren. Der sehr weit entwickelte, mit Chloro- 
phyll bereits reichlich versehene Embryo der Weiden ist nur von einem sehr dtinnen, 



und entbehrt eanzlich des Eiweissko 



Er ver- 



bald 



feuchten Erde 



Berilhrunff sebracht wird 



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durchsichtigen Hautchen emg< 

trocknet also, wenn er nicht 

Vielleicht wiirde es moglich sein, durch zweckmassige, der Verdunstung entgegenwirkende 

Aufbewahrung die Keimfahigkeit des Samens langer zu erhalten- das Sicherste jedoch 



mosrlich 



Auf die feuchte Flache eines locker en Bo dens 



lose aufgestreut, entfaltet er dann schon nach 12, hochstens 24 Stunden die kurzgestiel- 

I 

ten, eiformig rundlichen Keimblatter, das kurze Stengelchen stellt sich aufrecht, die Wur- 
zel dringt in die Erde und die Pflanze beginnt ihr Wachsthum. In diesem Zustande muss 



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man die jungen Pflanzchen vor Regengiissen oder heftigem Begiessen in Acht nehmen, 



well sie sonst leicht hinweggesptilt werden. Ich machte deshalb die Aussaat in Napf" 



die von unten bew^assert w^urden, und brachte sie in ein wohlverschlossenes Kalthaus, 



wo sie zugleich vor dem Anfliegen fremden Weidensamens geschiitzt waren. 



In diesen 



Napfen bheben die Pflanzen bis sie eine Grosse von einigen ZoUen erreicht hatten, dann 
erst versetzte ich sie in's freie Land. 



Wenn die Aussaat Ende Mai oder Anfang 



stattgefunden hatte, so bildeten die jungen Pflanzen am Ende d6s Sommers schon ein bis 



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hohe 



Schosslina:e. Die kleineren Arten bllihten in der Kegel mit drei, die 



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grosseren, v^^enn auch nicht baumartigen 



Nicht 



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zelne Katzchen schon an zweijahrigen Pflanzen, einmal sogar schon an einer Pflanze, die 



im Juni vorher ausgesat, mithin 



zur Zeit ihrer Bluthe erst 10 Monate alt war. 



§ 6. Zu den hier geschildertenverschiedenenManipulationengesellte sich endlich noch 
eine fortwahrende Controle des ganzen Verfahrens, die durch Nummerirung und Etiquet- 




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) 



tirung der abgesperrten weiblichen Zweige, des zur Befruchtung benutzten Pollens, des 
Samens und der jimgen Pflanzerij sowie durcli genaue Tagebticlier und Cataloge gewis- 
senhaft geftihrt wurde. 



^ 



Die Procedur der Bastardbefruclitung und Bastarderzeugung bei den Weiden, wie 

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sie von mir angewendet wnrde, ist hiernacli zwar eine umstandliclie und zeitraubendcj 

J- 

aber ohne eigentliche Schwierigkeiten , wesentlicli dadurch erleichtert und sicherer 

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L 

gemacht, dass die Zweihausigkeit des Bliithenstandes die bei den Zwitterbliithen stets 
erforderliclie 5 in ihrem Erfolge oft zweifelhafte Exstirpation der Antheren ganzlich 



eriib 




Muss man auf die Bllithen der iuneen Pflanzen in der Reeel einiffe Jabre war 



ten, so liat man andererseits im Yergieich mit ein- und zweijahrigen Gewachsen den 
grossen Vortlieil, dass die Weiden in passenden Localitaten viele Jabre ausdauern und 
sich durcli Stecklinge leicht vervielfaltigen lassen. Das einmal gewonnene Material ist 



bleibendem Werth und 



immer wieder 



neuen Experimenten benutzt 



werden. Wenn nun iiberdies die Weiden durch eine ungewolmlich grosse Empfanglich- 
keit ftir Bastardbefruchtung sich auszeiclmen, so halte ich die Annahme fiir gereclitfertigt, 

L 

dass sie zu Versuchen liber ktinstliclie Bastardbefruchtung mehr als irgend eine andere 

L 

Gattung geeignet sind. 

7. Schliesslich muss ich hier noch eineBemerkung beifiigen iiber den Gebrauch, den 
ich von den wildwachsenden Weidenbastarden bei meinen Versuchen gemacht habe. 
Ftir die Bildung der aus mehr als zwei Factoren zusammengesetzten Bastarde waren sie 
mir von der grossten Wichtigkeit. Mit Zuhilfenahme ihrer ist mir die Herstellung zweier 




aus 



Sp 



zusammenaresetzter Bastarde ffelunaren. was wahrend der nur sieb 



b 



L 

jahrigen Dauer meiner Yersuche wohl unmoglich gewesen ware, hatte ich bios mit kiinst 
lich erzeugten Bastarden operiren wollen. 



Da ich die Bestimmung der spontane 



Bastarde aus weiter unten zu entwickelnden Grunden aber fur zweifellos richtig halte, 
SO gelten mir die mit den spontanen Bastarden angestellten Yersuche fiir ebenso bewei- 
send, wie die mit den kiinstlichen, und ich werde daher auch in den Abschnitten, welche 
von den allgemeinen Eigenschaften der Weidenbastarde handeln, nicht bios die kiinst- 
lichen, sondern auch die spontanen beriicksichtigen. Nur damit ohne miihsames Nach- 
schlagen sofort ersichtlich sei, ob es um einen spontanen oder kiinstlichen Bastard sich 

■ r 

handelt, soUen iiberall da^ wo Missverstandnisse moglicli sind^ die Namen der spontanen 
Bastarde durch ein beigefiigtes sponty die der kiinstlicli erzeugten durch die Buchstaben 
art.y d. h. artefacta kennthch gemacht werden. 



\ 






1 



* 



c su.4;^^a^ 












. >- 



f 



1 1 
1 
1 






l-s 



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1 


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L 
_1 ' ^ 1 




1 ^ 






1 







8 



II. EINTHEILUNG DEE BASTAEDE. 



I 



I 



Vi 



i:i 



1 

I 



4 



§ 8. Nach der Zahl der Species, welche die Bastarde in sich vereinigen, theile ich sie ein 
in binare, ternare, quaternare, quinare und senare Verbindungen. Jede dieser Classen 



beg 



als Unterabtheilun 



b 



Comb 



in sich, die theils in 



der 



geschlecMichen, theils in der specifischen Verschiedenheit ihrer Elemente und der Mo 
lichkeit einer mannichfachen Gruppirung derselben ihren Grund haben. 

Die binar en Verbindungen lassen zwei Combinationen zu. 



b 




nationen zu. Nennen wir die beiden 
Species, welche zu einem binaren Bastarde zusammentreten, a und b, so kann a mann- 



lich 



c^ 



$ b, Oder a weiblich und b mannlich sein. Wir 



$ a + (5^ b 



$ b + ^ a. 




den ternaren Verbindungen sind 12 Combinationen moo:Hch 



$ ($ a+ d^b)+ c? 
$($b+ 6^ a) + 'd^ 



$ c+ d^ ($ a+,5^ 
$ c+'cS^ ($ b + 3^ 



? ($ c+ ,5^ a)+ ^ 



etc 




Verbindungen zerfallen in zwei Hauptgruppen, da 



konnen, entweder indem zwei heterogen zusammengesetzte binare Bastarde zusammen 



treten ? (a + b) + ^ (c + d), oder ein ternarer Bastard mit einer 



bindet 



Sp 



? ( $ (a + b) + ^ c) + ^ d. Die erste Formel lasst 24 Combi 



nationen zu, von denen nur 6 hier beispielsweise folgen, namlich: 



$ ($ a+ ,5^b)+ c?($ c+ (S^d) 
$ ($ b+ c5^ a) + d^ ($ c+ c?d) 
$ (? a+ c5^b)+ J^ ($ d+ (5^c) 



$ ($ c+ c5^d)+ ^($ a+ 6^b) 
$ ($ c+ (5^d)4. 3v(^b+ c^ a) 
$ ($ d+ 6^ 0)4- 6^ ($ a+ 6^b) etc. 



Die zweite Formel 96, zusammen 120 Combinationen. 

Die quinaren Verbindungen konnen entstehen durch das Zusammentreten eines 




Bastarde 



b 

mit einem heterogen zusammen 



b 



binaren Bastarde , oder 



indem sich den beiden Formeln des quaternaren Bastardes eine fiinfte Species beig 
Wir haben also hier drei Formeln: 



{ 




» 



I 



|i 



^* 



/ 



I 



t 



, < 



I 



y 



/ 



\m\ 



f^ 




■r 



I 



J 

1 



II; 

I 



9 



$ (a + b)+ ^ ($ [c + dj+^ e) 
$ (? [a+b]+ J^ [c + d])+ ^ e 

$ ($ [$ [a + b]+ J^ c]+ Jd)+ ,5^e. 

Die Zahl der liier mogliclien Combinationen zu ermitteln, wiirde sclion eine schwie- 



ge imd weitlauftige Rechnung erfordern. 

\ 

Die senaren Yerbindimgen sind auf sechs Grimdformeln 




ckzuflihren 



X 



die beiden Formeln des quaternaren Bastardes, denen ein heterogen zusamraeng 



binarer Bastard 

i 

$ ($ [a -f b] + ^ [c + d]) -f c? (e + f) 

? ($ [? [a + b] + 3^ o] + ^ d) + ^^ (e +f) 

auf die drei Formeln des quinaren Bastardes, denen eine sechste Species zutritt 

$ ($ [a + b] + ^ ($ [c + d] + ^ e]) 4- ^ f 

^ ($ [$ a + b] + ^ [c + d] + ^ e) + ^ f 
$ ($ [? [$ [a + b] + ^ e] 4- ^ dj + ^ e]) + ^ f 



■ 

und auf die Formel zweier sich vereinigender heterogen 



Bastarde 



zusammengesetzter ternarer 



^ * ^ 



$ ($ [a -f b] + c? c) + $ ($ [d + e] + ,3^ 



lasst. 



§ 9. Noch complicirterwirddieSacHe,wennmaninderselbenBastardverbindungdie- 

Species Oder denselben Bastard in mehr als einer Generation als Factor auftreten 

Z. B. der binare Bastard (a + b) kann sich mit einer seiner beiden Stammarten 



Oder b vermischen, dann erhalten wir folgende Combinat 



$($a+^b)+,5^a 
$($b+^a)+^a 
$ (? a+ 3^b)+ ^b 



$ a+ ^ ($ a+ 3^b) 
? a+ ^ ($ b+ c?a) 
$b+^($a4-^b) 
$ b+ 3^ ($b+ 3^ a) 



xi 



Yerbinden wir den Bastard (a + b) mit demselben Bastard, so giebt das: 

r 

$ ($ a+ c?b)+ ^ ($ a+ ^b) 

$ ($ a+ ^b)+ c? ($b+ 3^ a) 

$ ($ b+ ^ a)+ ,5^ ($b+ J^ a) 

$ ($ b+,c5^ a)+ ^ ($ a+ 3^b) 

Dann kann einer solchen Verbindung abermals a oder b oder (a + b) oder 
([a + b] + [a + b]) zugesetzt werden, und so in's Unendhche weiter. 

10. Geht man auf die MogKchkeit ein, dassdieselbe Species in mehr alseinemEltem- 
paar als Factor vorkommt, so lasst sich z. B. ein ternarer Bastard nicht bios aus der Formel 




2 




1 - ri - "^ 







') 



i 



\ 



■i 



I 




1 



t 



10 




+ 




L ■ 

+ c herleiten, sondern audi aus der Verbindune; 



\ 



zweier Bastarde, die 



einen gemeinschaftlichen und einen fremden Factor haben z. B. $ fa + bl + r^ fh4~ c^ 
ein vierfaclier Bastard nicht bios aus den unter No. 3 angegebenen beiden Formeln, son 
dern auch aus zwei ternaren Bastarden, die je zwei gemeinschaftliche und iP ^h.a^ f.^.. 



hab 



? (? [a + b]+ ^ c)+^ {^ [b + c] + ^ 



Die Vervielfaltigung der Formen auf diesem Wege ist also in der That eine g 




11 



Zusammensetzung der aus mehr als zwei Species bestehenden Bastard 



ich in Form von Stammbaumen tibersichtlicli macben 



de 



mag der Stammbaum 



der $ ^. f? [? [Lajjponum + Silesiaca] spont. + c? [purjmrea + viminalis] spont.) + 



(5^ [$ caprea + (^ daphnoides] art.) 

S.Lapponum Silesiaca purpurea viminalis 



caprea 





caprea 




daphnoides daphnoides 



an 



- 




_ 

+ 

+ 


c r 


— 


r 



b 






Oe 




d 




Die Kreise in diesem Stammbaum bedeuten die Mannchen, die Quadrate die W 



Dreiecke 



■<t.-i.» ..':'ii-^'-' -*:.^ . Bfg'^rj'^^-- 




d Mutter-Pflanzen der aus der freienNatur 



"""^s-^. 



mmenen 



Bastarde 



Sp 



Das G 



-.- 



.yi 



musste Eer, wenigstens was die 



Eltern der Bastarde betrifft, unausgedrtickt bleiben, da man einem Bastarde nicbt ansehen 

r 

kann, welche der beiden in ihm vereinigten Species den Pollen, und welche das Ei gelie- 
fert hat. Bei den Species weiss man allerdings, dass sowohl die Vater- als die Mutter- 
Pflanze derselben Species angehort habeii miissen. Die Elternpaare batten daher 



I 



geschlechtlich difFerentiirt, d. h. mit Kreisen und Quadraten gezeichnet werden konnen. 
Es schien indess zweckmassig, in dem Schema alle ausserhalb des Experiments gelegenen 
Zeugungen auf ein und dieselbe Weise zu markiren, und darum habe ich auch die Eltern 
der echten Arten mit Dreiecken bezeichnet. 




12. Der Stammbaum driickt hiernach Folgendes aus : 
a ist eine im Freien entstandene weibliche Pflanze von S. (Lapp)onum + Silesiaca) 
b eine dergleichen mannliche von S. (purpurea + viminalis). Die weibliche S. (Lapponum 



' - 



P 



i 



/ 



i 



J 



/ 



I 



i 



f -.;.:. 




^- ~- 



f 



k 



L 



J 



\ 



J 



I 



11 



4- Silesiaca) ist darauf mit dem Pollen von S. (purpurea + viminalis), wie der Bindestricli 
zwischen a und b ausdriickt, befruchtet worden, und es ist daraus die aiiaternare Ver- 



einem weiblichen Exempl 



welches mit dem Pollen von S. 



' - - , 

(caprea + daphnoides) art Lit. e befruchtet, die senare Verbindung d in einem weiblichen 



Exem 



g sind die Eltern der ;S. (caprea + daphnoides) mid zwar 



weibliche Pflanze von caprea, g eine mamiliche von daphnoides. Bis auf ihre sich aller- 
dings von selbst ergebenden Eltern sind beide nm^ zuriickgefiihrt, urn die Reihe der Vor- 

\ ■ 

fahren von d im dritten Gliede aufwarts, deren Aufzahlung die Abstammung von c nothig 
machte, zu vervoUstandigen. Es erwachst uns dadurch zugleich der Vortheil, mit einem 
Blick das Zahlenverhaltniss ubersehen zu konnen, in welchem die verschiedenen Species 
bei Erzeugung des Bastardes d mitgewirkt haben. Unter den acht Urgrosseltern des 
Bastardes ist S. Silesiaca, S. Lapponum, S. purpurea, S. viminalis jede einmal, S. caprea 

zweimal vertreten. Die Verhaltnisszahl ieder der ersten vier Wei- 



daphnoides jede 



den 



1 



85 



der beiden 



1 



4 



den 



20, 57 sqq 



•5 



wo wir von der 



J 



G-estalt der Bastarde handeln werden, ist die Kenntniss dieser Verhaltnisszahlen wichti| 

und ich werde sie dann der Form el des Bastardes wie folgt: S.^(^ [$ [Lapponum \ + 

Silesiaca %] + <^ [viminalis % + purpurea \'\) + 6" [? caprea \ + daphnoides %']) 
beifugen. 

Koch bemerke ich, dass icli bei Benennung der ktinstlichen Bastarde, wo wir also 
das Geschlechtsverhaltniss kennen, den Namen derweibhchen Pflanze, mit dem Zeichen $ 



versehen, der mannhchen, die das Zeichen ^ markirt, alL 
dies auch Gtaertnee, jedoch mit Weglassung der Zeichen, 
Bastarden scheint es mir dagegen, urn doch ein gewissesi 
die Namen der Eltern alphabetisch nach ihren Anfangsbuchstab 



Mai voranschicken werde 



5 



gethan hat. 



den 



S. (cinerea + imrpiirea)^ S. (purpurea + viminalis)^ nicht umgekehrt 




1 



y 



« « 






i 



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J 



2 



J< - rj 



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1 



I 



12 



/ 



I 



m. ZUSAMMENSTELLUNG MEINER VERSUCHE. 



( 



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1 



V 



W . 



( 




13. EhezudenallgemeinenBetrachtungen iiber dieErgebnisse der gemachtenExperi- 
mente geschritten wird, diirfte es wunschenswerth erscheiiien, einen Ueberblick liber den 
Gesammtumfang derselben zu gewinnen. Urn einen solchen zu geben, liabe ich in dem 
nachfolgenden Verzeichnisse unter No. I. die gelungenen, unter No. 11. die misslungenen 
Experimente, nach der Zahl der mitwirkenden Species geordnet, mit beigefugter Jahres- 



ExperimentSj unter laufender Nummer zusammen 



m 



lichkeit wegen sind den zusammengesetzten Bastarden die in Buchstaben 



D 



edrtickten 



Formeln 




eschickt, auch 



s. 



zusammengesetzten fast durchgehends die Stamm 



baume beigegeben. So hoffe ich. das 



scliwieri 



b 



M 
J 

mensetzung der Bastarde so deutlich als moglich gemacht zu haben. 



§14. 



r 

Verzeichniss meiner Yersuche nach Classen ffeordnet: 



^ 



it 



fl 



L Gelungene Versuche. 



IL MisslunQ:ene Versuche 



b 



■ 

1. Binare Verbindungen. 

A. Formel a -f- b. 



No. Jahr 



No. Jahr 



1. 1852. $ SalixcapreaL.-\- ^ S .daplmoides Vill 



2,(1852. 
3. 1858. 



^ S. capreaL. -{- (^ S. viminalis L. 



4. 1855, $ S. viminalis L. -{-• (^ S. caprea L. 

f r 

5. 1856. $ 8. viminalis L . -^ (^ S.daphnoides Vill. 

6. 1855. $ S. purpurea L. -f- (3^ ^. cinerea L. 

7. 1855. § S. purpurea i. -j- c? ^- viminalis L. 
^. 1858. $ S. Lapponum L. -}- ^ 8 . viminalis L . 



L 1858. $ Salix caprea L.-^- ^ 8. cinerea L. var. 

spuria Wimm. 
2. 1 8 5 5 . $ >S. viminalis Z. + (? 8.pruinosa Wendl. 



3.(1856. 
4.)l858. 



$ 8. viminalis L- -{- c? ^* cinerea L. 



% 

5. 1855. $ 5^. dapTinoides VilL + c? ^- caprea L. 

6. 1855. $ 5. daphnoides VilL var. pommeranica 

Wimm. + c^ ^. caprea L. 



f 






i 



{ 







t 



13 



I. G-elunffene Versuche 



b 



9. 1856. $ S. Arbuscula L. -\- (^ .8. ^purpurea L 



10. 1855. $ B.gran 




-f- ^ 8. purpurea L 



11. M 



1 



sslungene Versuche 



to 



7.(1857 
8.h858 



$ 8. cinerea L. -\- ^ 8. viminalis L 



9. 1855. ^ ;S. cinerea Z. -|- ^ 8.prumosa WendL 
10. 1857. 5 8. purpurea L. -{- <^ 8. viminalis L, 



11.J1857 
12. M 858 



$ S. purpurea L. -f- ^5^ ;S. cinerea L 



13. 1855, $ S.mcana Schra7i7c -\- (^ S.mgrtcans 8m 

14. 1852. $ /S. nigricans Smith -}- (^ S. rejpens L 
15» 1855. $ S .nigricans Sm.-\- (^ 8. incanaSchranh 

16. 1855. $ ^. nigricans 8m. -|- (5^ 8. purpurea L> 

r 

17. 1853. $ 8.Silesiaca Willd.-\-^ 8. viminalis L. 

18. 1853. $ 5^. repens L* -\- (^ 8. viminalis L. 

19. 1852. $ 5^. livida Wahlenh. -{- ^ 8. repens L. 

t 

20. 1852. ^ 8. livida Wahlenb. -^ (^ 8. auriia L. 

21. 1853. $ 8. livida Wahlenb. -\- (^ 8. viminalis L. 

22. 1857. $ R Lapponum L. + c? ^- cinerea L. 

w 

23. 1857. ^ 8. Lapponum L.-]- (^ 8.8ilesiacaWilldn 

24. 1855. $ ^. hastata L, -{-(^ 8. incana 8chranh. 

25. 1855. ^ 8. hastata L. -^ ^ 8. triandra L. 

26. 1855. $ 8. Arbuscula X. -j" c5^ 8. purpurea L. 
27.(1855. 

28. < 1856. $ ^. Arbuscula X. -f- (5^ 'S^* viminalis L. 
29.11858. 

30. 1855. $ /S^. herbacea L. -f" d^ ^- cinerea L. 

r 

31. 1855. $5^. herbacea Jv. -|" d^ >Si. viminalis L. 

32. 1856. $)S. triandra L. -\- ^ 8. hastata L. 



33.(1856 
34.(1857, 
35.fl856 



$ 8. triandra X. -|" c? ^* purpurea L 



36. /1 857. $: ^S. triandra L. -^ ^ 8. viminalis L 

37.(1858. 

38. 1855. $ 8,fragilis L. -{- ^ 8. caprea L. 

39. 1855. $ 8.fragilis L. '\- ^ 8. viminalis Z. 

40. 1855. $ 8.fragilis L. -{- (^ 8. purpurea L. 



^ 



- 



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-■-■-=.' "ITl-',- ■■ 



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V 



14 



/ 



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. I. Gelungene Versuche. 



II. Misslungene Versuche. 



B. Formel $ a + (^ (a + b). 



11. 1852. $ 8. caprea L. + d^ S. (caprea L. -[- 



viminalis L.) spont 



• r 



I 



S, caprea 



caprea 



caprea 



viminalis 





A 



I 



V. 



Keine. 





D 



1 



a Formel $ (a + b) + (^ a. 



12. 1852. $ 8. (purpurea L.-\' viminalis L.)sponL 



•4- (^ j8. viminalis L. 



S, purpurea 



viminalis 



viminalis 



viminalis 







' 41. 1852. $ >S'. (cinerea L. + purpurea L.) sponf. 

"4" 6^ ^. purpurea L. 

42. 1852. $ 5^. (purpurea L. + ^^^ens X.j 5j;o?2#. 

+ (? ^* purpurea L. , • _ 

43. 1852, $ ^. (purpurea L. -[- repent 

+ cJ ;S. repens L. 

44. 1856. $ K (auTita L. + viminalis L.) sponU 

+ (^ >S. viminalis i. 



X.j span^ 



**, 



a 



D. 



? (? [a + b]+^a)+ ^ 



13. 1855. ^. f$ /^$ [purpurea L.-\- viminalis L J 

-I 

spontj "}- (3^ viminalis L.) art, + c? ^« 
viminalis L. 



No. 12 mit 8. viminalis L. befruclitet. 



Keine. 



J 



S.purpurea 



viminalis 



viminalis 



viminalis 



viminalis 



viminalis 



• ft 



viminalis 



viminalis 






K 




o 









> 







/ 



I 



15 



I. Gelungene Yersuclie. 



II. Misslungene Versuclie. 



E. 



$ (a + b) + d^ (a + 




14. 1856. $ B. (% cap-ea Z. + ^ da^phnoides 

VilL) art + c5^ f$ ca;prea L. + 
^ daphnoides VilL) art. 



S, caprea daphnoides 



caprea daphnoides 



'hH 





S 




o 




15. 1858. $ S* (^ viminalis L. -{- ^ caprea L.) 

art + <^ S. (S^ viminalis L^ -\- 
(^ caprea L.) art 

: I 

Stammbaum wie bei No. 14. 



16. 1852. ^ 8. (aurita L. -f" repens L.) spont 

-f- (^ ^. (aurita L. -|- rejpens L.) sjpont 



S. aurita 



repens 



aurita 



repens 









17. 1855. $ ^* (purpurea L. -\- viminalis L.) 

■ 

spent. + c3^ ^- (i^^^F^^^^ -^* 4^ vimi- 
nalis L.) s^ont. 

stammbaum wie bei No. 16. 



* \ 



r 



■, 



^.'^1 






Keine. 



\ 



V 



* 



\ 






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V 



T "' ■ IJJ 







^»^ 



16 



1 



I. Gelungene Versuche. 



n. Misslungene Versuche. 



2. Ternare Verbindungen. 

A. Formel $ a+ ^ (b + c). 






^ 1 



$ 8. vimiiialis L. + c? ^^' T? 
-J- (^ da^hnoides VilL) art. 



S. vimlnalls viminalis 



caprea 








daphuoides 

O 



V 




n 



y 



\ 



45.1852. $ >S. caj^rea i/. + (^ 



46.1852. 



+ viminalis L.) 



(purpu 



$ S. nigricans 8m. + ^ S. (< 
+ repens Z.j s^ont. 
47.1852. $ ^. ^m<^a Wahlenh. + ^ S 



48.1853. 



loides L. -\- re^ens L.) 
$ 8. re^ens L. -\- ^ 
viminalis L.) sjpont. 

49.1854. $ 8.lividaL. + ^ ; 



6 



(caprea L. 4- 



f2?w 



•; 



+ 



50.1855. 9. 



+ incana Schrank) 
51.1855. $ 8. fragilis L. + ^ 



+ C? 



\ 



r^ 



i. 



(^ 



52.1855. 
53.1857. 

54.1858. 
55.1858. 
56.1858. 



•; 



+ 



? 8. cinerea L, + ^ 8. (caprea L. 4- 



•; 



? a fragilis L. + ^ S. (aurita L. + 
myrtilloides L.) spont. 



J 



- ' 



l1 



Ei H 



■.?j 



B. Formel $ (a + b)-f ^ c. 

h 

19. 1858. ^8. (^ viminalisL. + ^ daphnoides 57.1852. ^8. (caprea L. + .m/^a^/. L.) spent 



VilL) art. + (5^ >S. cajprea L. 



S. viminalis daphnoides 



caprea 



caprea 







-^ 



• 



58.1856. 



+ c? 'S. purpurea L. 



59. 1858. \$ 8. (caprea L. + viminalis L.) spont. 



60.1858. 
61.1858. 



-f" c? aS. cinerea L. 



62.1852. $ /S. (purpurea L. + re^en^ I.j ^^on^ 

+ (5^ cmerea L. 

63.1853. $ >S, (auri'ta L. + viminalis LJ spont 

Hh d^ S. p)urpureaL. 



s 



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Id 



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17 



L Gelungene Versuche. 



& 



J 

20. 1852. $ S. (jjurjjurea L. + rejjens L.J 



-^ (^ S. ai 

S. purpurea repens 



\aurita 



aurita 





O 



'^ 



\ 



21. 1853. $ /S. (incana Schranh -\- purpw 

spont. -^ (^ S. cinerea L. 

Stammbaum wie bei No. 20 



L.) 



22. 1853. $ S. (purpurea L. + Silesiaca Willd.) 

^ sjjont -}" c? ^' viminalis L. 

Stammbaum wie bei No. 20. 



n. Misslungene Versuche. 

64.1853. $ S. (hastataL.-ir Silesiaca Willd.) spont. 

'\^ (^ 8. purpurea L. 
65. 1855. $ /S. (fragilis L. -\- pentandra- L.) sponL 

4" (5^ ^» "^iminalis L. 
66. 1855. $ ^. (fragilis L. -{-pentandra L.J spont. 

'^ ^ S. cinerea L. 

67. 1855. $ S. (fragilis L. ~\- p}cntandr a L.) spoilt- 

Hh "^ ^- p'^'^p>urea L. 

68.1856. ^ S. (^ caprea L. -{- ^ daphnoides 

Vill.J art. 4" c? 'S'. viminalis L. 

69.1856. $ S. (cinerea L. -j- viminalis L.) spoilt. 

"i" (^ S. caprea L. 



} 



c 



? (a + b) + c5^ 



+ 



23. 1856. $ >S^- r? caprea L. -|- c? daphnoides 



■^ 



Vill.J 



"4" (? ^- f'? viminalis L. 



-f- (j^ caprea L.J art. 

S. caprea daphnoides viminalis 



caprea 





70. 1852. $ S. (purpurea L. -[- viminalis L.J spont. 

r 

+ c? ^* (caprea L. -|- viminalis L.J spont. 
71.1856. ^ 6^. (caprea L. -f- viminalis L.J spont. 

+ c? ^- r$ caprea jL. -j- ^^ daphnoides 
Vill.J art. 

72.1858. $ ^. f $ viminalis L. + c? daphnoides 




Vill.J art. + c5^ 



r$ 



-f- 



- a 

24. 1852. $ 5'- (caprea L. -f- viminalis L.J spont. 

-{" c? 'S^' (p'^^P^^ca L. -{- viminalis L.J 



spont 



S. caprea 



viminalis 



purpurea 



viminalis 




'^ 










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L.J 



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^- Stg-m- 



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18 



\ 



I. Gelungene Versuche. 

r 

25. 1853. $ 8. (purpurea L. -^ Silesiaca Willd,) 

spont. '^ (^ 8. (purpurea L. -f- vtmrna- 
lis) spent. 

* 

Stammbaum wie bei No. 24. 



n. Misslungene Versuche 



. ' 



-- 



D. Formel ? ($ [a + b] + c^ c) + c3^ b. 



Keine. 



73. 1852. 2 



(^ [caprea L. + viminalis L.] 
+ cinerea L.) spont. 



+ ^ s. 



viminalis L. 



$ SJongifoliaRosf.(dasy dados Wimm.) 



(^ S. viminalis L. 



I 



3. duaternare Verbindungen. 



A. 



$ (a + b) + c? (c + 



26. 1853. $ S. (Lapponum L. -j- Silesiaca Willd.) 

sponU 4" (^ >S. (purpurea L. -j- vimina- 
lis L.) spont. 

S. Lapponum Silesiaca purpurea viminalis 













I a 



* 



( 



27. 1854. $ >S'. (aurita L. -f repens L.) spont 

(5^ /S. (caprea L. -^viminalis L.) 

spont, 

Stammbaum wie bei No. 26. 

28. 1856. $ /S*. (aurita L. -\- repens L.) spont. 

•\- ^ S. (cinerea L. -j- incana Schranh) 
spont. 

Stammbaum wie bei No. 26. 



74. 1852 



75. 1855 



$ aS. (caprea L. -{- viminalis L.J spont. 

-f c? S . (purpurea L . -\- 8 ilesiaca Willd .) 
spont. 

? 'S'. (fragilisL.-\-pentandraL.) spont. 
■^^8. (auritaL.-\-myrtilloidesL.)spont. 



76. 1858. § 8.(purpureaL. 



viminalis L.) spont. 



-{• <^ 8. (Lapponum L. -f 8ilesiaca 
Willd.) spont. 

77. 1858. {^ 8. (purpurea L.-\~ viminalis L.) art. + 

78. 1858. ( ^ 8.(capTeaL. -\^daplinoidesVill)art. 



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' 19 



I. Gelunarene Yersuche 



to 



II. Misslungene Yersuche. 



B. Forme! $ ($ [a + b] + J^ c) + ^ d. 



29. 1855. $ ^. (^$ [pitrimrea L. -j- repens L.J 



sponL "j- (5^ 
viminalis L. 



J ar^. 4" c5^ ^ 



► 



# 



Eine Verbindung des ternaren Bastards 



No. 20 mit (^ S. viminalis L. 



79. 1852. , $ S. ([caprea L. -j- viminalis L.] spont. 

+ (^i^erea L.) sjjont -^ <^ S. jpurpurea L. 
$ SdongifoliaHosL(dasy dados Wimm.) 

■ > - 

^ 

Hh d^ >S. purjpurea L, 



S. purpurea repens 



aunt a 



aurita 



viminalis 



viminalis 



viminalis 



viminalis 







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1 1 




k 



C. 



? (? [a + b] +^ [c + d]) + 6^ ($ [a + b] +> [c + d]) 



30. 1856. $ 8.(^[LapponvmL.-^Siles{aca Willcl] 

s;pont.-\- (^ [purpurea L.-{- viminalis L.] 
spont) art. -f ^ S. (^ [Lapponum 
-\- Silesiaca Willd.J spont, -}-. ^ [pur- 

\ 

purea L. -\- viminalis L,] spont.) art. 

Aus dem quaternarea Bastard No. 26 durch 
Befruchtung der weiblichen Pflanze mit der 
mannlichen entstanden. ^ 

S. Lapponum Silesiaca purpurea viminalis 



Keine. 



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pponum 



Silesiaca 




purpurea 



viminalis 




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20 



I 



I. Gelungene Versuche. 



i 



# 



n. Misslungene Versuche. 



D. Formel $ ([a + b] + c) + ^3^ (b 4- 



Keine. 



80. 1852 



? S. (fcaprea L. + vmiinaUsL.] sj 
+ cinereq L.) spont. + ^ S. (jmrp 



• 




+ vimmaUs L.) 

$ B. longifi 
Wimm.) -|- ^ 

minalis L.) spo 



I 

Sost (dasycla 
(purpurea L. 4^ 



I 



1 



r 

4. Quinare Verbindungen. 



! 



A. Formel ? (? [a + b] + c5^ [c + d]) + ^ e 



31. 1855. $ S. (% [Lapponum L, + Silestaca 

Willd,] spont. -)- ^ [purpurea L. 
+ viminalis L.]) ^ ^ S. pruinosa 
V/endl. 

Aus dem quaternaren Bastard No. 26 durch 
Befruchtucg mit S. pruinosa WendL entstanden. I 



Keine. 



S. Lapponum Silesiaca 



purpurea 



viminalis 



prumosa 




pruuiosa 



4 




prmnosa 




pruuiosa 



i 



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21 



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L Gelungene Versuclie. 



II. Misslungene Versuclie. 




B. 



$ ($ [a + 



i 



c)+ ^ (d-i- e). 



32. 1854. $ S. (^ [purj)urea L, -j- repens LJ 



+ c^ 



z.) 



+ <^ s. 



(caprea L. -|- viminalis L,) sponL 
Alls der Befruclituno' des ternarea Bastards 

/ 

No. 20 mit (^ S. (caprea L. -f- viminalis L.) spont 
hervorgegangen. 

S. purpurea repens 



Keine. 



. 



aurita 



aurita 



caprea 



caprea 



viminalis 



viminalis 











o 



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^ 



O 



J 



\ 



5. Senare Verbindungen. 

A. Formel $ (? [a + b] + ^5^ [c + d]) + \^ (e + f). 



i^-;! 



33. 1855. $ S. (^ [Lap>p>onum L. -]- Silesiaca 

Willd.] -j- ^ [purpurea L. 4~ vimi- 

■- 

nalis L.] spont,) art. + J^ >S. (cinerea 
L. -\- incana Schranh) spont. 

r 

Aus dem quaternaren Bastard No. 26 durch 

Befruclitung mit (^ S. (cinerea L. -|~ 
Schranh) hervorgegangen. 



S. Lapponum Silesiaca purpurea 



/ 



i- 



Keine. 



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mean a 



viminalis 



cinerea 



cmerea 



nicana 



incana 







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22 



I. Geluno-ene Versuche. 



"b^ 



34. 1855. $ >S. f$ [Lapponum L. + Silesiaca 

Willd.] spont. + (5^ [purp>urea L. 



^ S. 



+ viminalts L.] spont) art. 4" 

C$ mpreaX.-f- J^ dajphnoides VilL)art. 

Aus der Verbindung des quaternaren Ba- 
stards No. 26 mit dem binaren No, 1 hervorire- 
gangen. 

S. Lapponum Silesiaca 



purpurea 



viminalis 




caprea 





IL Misslungene Versuche 



f 



Keine 





caprea daphnoides daphnoides 




O 



/ 




<* 



+ d]) + (5^ [e + fj) + ^ f, 



5 
^ 



t 



B. Formel $ ($ ($ [a -|- b] + ^ 

L 

35. 1858. $ >Sf. f$ /^$ [Lapponum L. + ^^76- 

s/am Willd.] spont. ~{- ^ [purpurea L. 
4- vtmmalis L.J spont.) art. -\~ ^ [ca- 
prea L. + dap)knotdes Vill.J art.] art. 
-j- (5^ /S. daphnoides VilL 

■ 

Aus der Befruchtung des senaren Bastards 
No. 34 mit S. daphnoides Vill. hervorgegangen. 

S.Lapp.Silesiac.purpur.vimmal. caprea caprea daplm. daplin. daptin. daplui. daphn. daphu. daplin. dapbn. daphn. daplin 



Keine* 






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23 



II. Misslungene Versuche. 




L Gelungene Versuche. 

■ 

6. Octonare Verbindungen. 

Formel $ (? [a + b] + ^ [c + d]) + c? ($ [e + f] + o^ [g + h]). 



Keine. 



81. 1857. 5 S,(^ [aunta L.-{- rej)ens LJ s^onL 

-j- (5^ [cinerea L. -]- mcana Schrank] 
spont) art ^ (^ 8, (^ [Lajpponum L. 
-|~ Silesiaca Willd.] spont. -j;- ^^ [pur- 
pitrea L. -}- vwiinaUs LJ spont.) art 

Factoren bei diesem Experiment waren die 
quaternaren Bastarde No. 28 und 26, 




15. Gehen wir ietzt ziir nalieren Betrachtunsr der 2:ewonnenen Resultate lib 



so 



nehmen zunachst die Zahlenverlialtnisse der im vorisen Abschnitt 



H 



efuhrten g 



d missluneenen Versucbe nnsre Aufmerksamke 



In einem Zeitraum 



sieben 



sind liberliaupt 116 Experimente ang 



1 

worden, wobei ich die Bestaubung ein und desselben abgesperrten weibliclien Zweiges, 

wenn sie audi ofter wiederholt wurde, doch nur als Ein Experiment zalile. Von diesen 
116 sind 35 gelungen und 81 misslungen-, das Yerlialtniss der gelungenen zu den miss- 



d. h. auf ein gelungenes Experiment 



lunffenen stellt sicli also nahezu 7 : 16 



b 



1 : 2 



2 



7? 



kommen mehr als 2 misslungene, oder: unter 23 Experimenten sind 7 gelungen und 16 
misslungen. Die 116 Experimente lassen sich aber fur die Betraclitung der Zahlen nocli 



in kleinere Abtheilungen bringen: 



wir sondern zunachst aus die 5 Versuche 



14, I. 14, 



15, 16, 17, 30, welche zum Zweck hatten, den Bastard mit seinem eigenen Pollen zu 
befruchten. Da hier Gleiches zu Gleicliem kommt, so sind dies keine Bastardbefruch- 

L 
\ 

tungen, und sie sintl vielleicht gerade aus diesem Grunde sammtlich gelungen. 



Als 

r 

eigentliche Bastardbefruclitungen bleiben also nur 111 iibrig. Von diesen sind gelungen 



30 und misslungen 81. Wir erhalten daher als ohngefahres Verhaltniss der gelungenen 
Bastardbefruclitungen zu den misslungenen die Proportion 30 : 81 



§16. 



Die einzelnen Classen der Bastardbefruchtung auf dieselbe Weise durchzu- 



gehen wtirde zwecklos sein, well die Zabl der Versuche in vielen Classen viel zu gering 
ist um daraus Resultate, die auf allgemeine Geltung Ansprucli haben, herleiten zu konnen. 
Nur die binaren Versuche einerseits und die complicirten anderseits soUen auf diese Weise 

■ 

einander geo-eniiber gestellt werden. Die Gesammtzahl der ersteren betragt 57, davon 
sind 13 geluno-en und 44 misslungen; die Gesammtzahl der letzteren 54, wovon 18 gelun- 
gen und 36 misslungen sind. Wir erhalten daher: fiir die binaren Verbindungen 13 : 44 




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24 



3 



5 



plicirten 18 : 36 



2, d. h. bei den binaren Bastarden ko 



riment etwa 3% misslungene, bei den complicirten hingeg 



em ffelunffenes Experiment zwei misslungene Experimente. Das Verlialtniss der ffelun- 



genen Versuche 
bei den comDlic 



bei den binaren Yerbindimgen ein erheblich ungiinstio-eres 



+ 

Ware es ein Gesetz der Bastardbildmie-, welches 



o 



als 



zu Tage tritt, so ware dies sehr merkwiirdio- 



Gesetz aiebt 




nicht, vielmehr liegen die bedingenden Ursaclien jener Zahlen in anderen Verhaltnissen. 
Denn bei den binaren Bastarden erstrebte icli die HerstelKmg meist sehr heteroo-ener 
Oder gewisser in der freien Natur bereits aufgefundener Verbindungen, und um Tie zu 

erzielen, verwendete ich oft alteren Pollen. Bei den complicirten Bastardpr. H^^n-o i_„ . 

es mir nur darauf an, moglichst viel Species in einer Verbindunf>- zus 



b 



amnien zu b 



wahlte daher moglichst verwandte Arten und operirte meist mit recht frischem P 



Es ist 



wohl nicht zu zweifeln, dass die bei den complicirten Verb 




ewalteten 



Grand hab 



Jedenfalls aber erhellt aus den giinstigen Resultaten dieser A^p,t 



eine grosse Geneigtheit 



Weidenbastarde, complicirte Verbindungen einzugehen und 




17 



immer noch als ein hochst aulFallendes bezeichnet werden 



Mit grosser Vorsicht sind die negativen Resultate 



allgemeinen Schltissen zu b 
dung nicht gelungeii ist, nii 

r 

Zufall abhangt, erhellt daraus 



;VIan darf z. B. 



Exp 



zu 



glaub 



d 



■gend eine gewisse Verbin 



sie unmoaiich 



Wie viel hierb 
Verbindung, welche in dem einen Jahr 



..^., ........ V.C..C...O, V..C.OO xxic^I.ouc vexumuung, weiciie m dem einen Jahrs r 

dem andern zu Stande kam; z. B. fmden sich S, (purpurea + viminais) § 
S. (cinerea + purvurea) H. 11, 12. I. fi_ ,9 ^/lw..,o..,7^ i . „ . _ 



nicht 



XL 10, I. 7, S. (cinerea -{-purpurea) n. 11, 12, 1. 6, S. (Arhuscul 



dem Verzeichnisse der 




genen wie der 



purpurea) II. 26 



und manche Verbindun 



B 



J 



die in der freien Natu 



genen Versuch 



r vorkomm 



B. S, ( 



+ vvn^aUs) 11.3,4, 7, 8, S. (nigricans + repens) II. U, S. (rep ens A^ vumnc^s)^. 18, S 
(kvicla + repens) II. 19, S. (auriia + livida) 11. 20 



(triandra + viminalis) II. 35, 3 



3 



sind 



S. (Lapponum 



Silesiaca) 



s. 



Art konnten nur auf ganze Reihen von Ve 



kiinstlich bisher vergebens versucht worden 



S 



gegrimdet 



d 



chen denselben zwei 
was hundert Mai 



■^ "-V... .ixijgiicijj uci«w was nunaei 

■gebhch versucht worden, im hundert und ersten Falle doch noch o-ehnaen konnte 



Ex 



Die 



1 



derBastardbefruchtmio- dieReael, dasG 



eben daher zwar im Alhgemeinen, dass das Mi 



Cr 



die Aiisnahme ist: mehr in's E 



ehende Folgenmgen aber durfen ans den negativen Ergebnissen nicht herg 



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1 



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25 



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IV. ENTSTEHUNG UND FOETPFLANZUNG DEE BASTAEDE. 




A 



eines zu 



§ 18. Ein Bastard entsteht, wenn das Ei einer Pflanze durch den Pollens clilauch 

einer andern Species gehorigen Individuums befruchtet wird. Der Name 




r 

Hvbriden abgeleitet von o^pi?, konnte schliessen lassen, dass diesem Vorgange ein 
gewisses Uebermass gescMechtlicIier Potenz zu Grunde liege, welches unwiderstehlich 
zur Verbindung mit der fremden Species antreibt. Dem ist jedoch nicht so. Im Gegen- 
theil entstehen Bastarde aus Mangel, insofern eine weibliche Pflanze die fremde Befruch- 
tung nur annimmt, wenn sie durch unglinstige Umstande von der Beriihrung mit dem 

eigenen Pollen ausgeschlossen ist. ' , 

19, Aus denExperimenten KoE«LREUTEE's, Gaertner's, Wiegmann's^),W.Herbeet's^) 
und Anderer folgt dieser Satz mit solcher Zuverlassigkeit, dass ich es unterlassen konnte, 

I I ^ - 

hieriiber bei den Weiden eigene Experimente anzustellen. 

KoELEEUTER^) bedicntc sich hierbei der Nicotiana ])aniculata, perennis, rustica und 
vulgaris. Er brachte den eigenen Pollen und den der fremden Species einmal in ohnge- 

■ L 

fahr gleichen Mengen und dann den fremden Pollen in tiberwiegender und den eigenen 

* 

in geringerer Menge auf die Narbe, in der Erwartung, keine gewohnlichen Bastarde, son- 

■ 

dern etwas Neues dadurch hervorzubringen. Er erhielt aber aus den erzeugten Samen 
gar keine Bastarde, sondern die unveranderte Mutterpflanze. 

Gaertner^) gab denselben Versuchen eine neue Wendung, indem er bei Dianihus 
barhatus und superhus eine Scheidewand von feinem Papier zwischen den beiden Griffeln 
anbrachte und die eine Narbe schwach mit dem eigenen, die andere stark mit dem 



■ / 



1) 



w 
w 



London 1837 



Braunschweig 1828 



\ 



3) B'ortsetzung etc p. 25, 26, 32. 

Zweite Fortsetzung etc. p. 26, 27, 60, 62, 63. 
Dritte Fortsetzung etc. p. 39. 
) 1. c, p. 34, 35. 



4 



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26 



Pollen von D. Armeria, chinensis oder Carthusianorum, und ebenso bei Nicotiana rustica 
quadrivalvis und Langsdorjii die durch die Querfurche getheilte eine Halfte der Narbe mit 

congenerischem Pollen zu gleicher Zeit 



dem 



g 



die andere aber mit fremdem 



bestaubte 



Erfolg war bei alien diesen Versuchen derselb 



Aus den erhaltenen 



Samen entstanden nur den Mutterpflanzen gleiche Gewachse, nicht aber Basta 
Eier hatten nur die Befruchtung mit dem eigenen Pollen angenommen obwohl 
selben Befruchtuns:en Bastarde hervorsrineen , 



de. Die 
aus den- 



wenn der eigene Pollen ausgesclilossen 



wurde. 



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G 



AEET 



20. Wahrscheinlich hangt diese Erscheinung mit der anderen ebenfalls 
rKR^) beobaditetenThatsache zusammen, dass die Befruchtung mit fremdem P 



von 



lanffsamer 



mit dem 



g 



homoirenen Element der Narbe und 



Denn es deutet dies darauf bin, dass in dem 
leitenden Zellgewebes der eigenen Species die 



Pollens chlauclie den Weg zu den Eiern rascher zuriicklegen, als in dem weiblichen (■ 



sclilechtsapparat einer fremden Sp 



dass bei g 



Appl 



lies aber richtig, so folgt daraus von selbst, 
und fremden Pollens die Befruchtung nur 



durch den eisenen Pollen geschehen kann, well die fremden 



b 



sie 



zii den Eiern gelangen^ letztere schon befruchtet finden. 




21. Die Fortpflanzung der Bastarde, zu deren Betrachtung wir nun tibergehen 
kann bewirkt werden durch geschlechtliche Vermischung mit einer der beiden Stamm- 
arten, oder mit demselben Bastarde, oder mit einer fremden Species oder einem heter- 
ogen zusammengesetzten Bastarde. 

Wenn man eine Species a mit dem Pollen einer andern b befruchtet den hierdurch 
gewonnenen Bastard $ a + d^ b derselben Operation unterwirft $ ($ a + b) + cTb 
imd auf diese Weise durch mehrere Generationen fortfahrt, also $ ( $ r$ [a + bl 4- c? bl 



sich 



der 



4- c? b] + c5^ b etc., so erhalt man endlich ein Product, welches 
Art b in nichts mehr unterscheidet. Auf diese Weise wird es moglich eine Species in 

tiberzufuhren, und 



wiederholte successive Befruchtung ihrer Producte 



r 

dergleichen Versuche sind auch bereits von Koelreuter^) an Nicotiana rustica und pani 



mit Erfolg g 



'3 



und nach ihm von Gaertner an zahlreichen Pflan 



Gattungen Aquilegia, Dianthus, Geum, Lavatera, Lychnis, Malva Nicotiana und Oenothe 



wiederholt worden^) 



\ 



1) 1. c. p. 56.' 

2) Dritte Fortsetzung p. 51. 52 

3) 1. c. p. 463. 464. 




>» 



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^. 



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1 









27 




22 



■- 

denWeidenhabeich eine im Freien erzeugte schmalblattrige Form von S 



_ J - ■ 

(purpurea + viminalis) zu demselben Experimente benutzt, und dasselbe durcli zwei Gene 



— \ ^ 

hindurehgefiihrt. •? (S. purpurea \ + viminalis \) + ^ S. viminalis 



(viminalis \ + purpurea \) § 14 I. 12 stand der S. viminalis in alien ihren Eigenschaf- 

$ (? [S. purpurea \ + viminalis \] + c? viminalis \) + ^ S. 



ten schon sehr 



viminalis 



1 



2 



>S. (viminalis \ + purpurea 





14. I. 13 liess sich 



^, 



VZ?71Z- 



kaum mehr unterscheidenj und hatte ich Zeit gehabt, die Procedur nochmals 



zu wiederholen, und ein Product mit ^^ 



16 



S. viminalis und 



1 



^Q purpurea zu erzeugen, so 



ware die Umwandlung vollstandig gewesen. Gaertner sagt, dass bei verschiedenen 
Pflanzen eine verschiedene Zahl von Generationen erforderlich sei, um die Umwandlung 
zu bewirken. Bei den Weiden scheinen nach meinen Versuchen drei, hochstens vier 
Generationen zur Erreichung dieses Zweckes zu geniigen. 

Von Interesse war es, zu beobachten, wie die ungewohnliche Schmalhelt der Blatter 

, r 

der zum Experiment benutzten S. (purpurea + viminalis) noch in der folgenden Genera- 



$ S. (pwpurea + viminalis) + (^ S. viminalis erkennbar blieb. Ein 



dass 



r- 

aucli in der Bastardbefruchtung individuelle Eigenthiimlichkeiten der Stammpflanzen sich 



forterben konnen 



-- _ *•- vJ- 




23. Wird ein Bastard mit dem eigenen Pollen befruchtet, so sind die Products 



den beiden Elternpflanzen gleich oder ahnlich. Der Bastard hat also, soweit er iiber- 
haupt fruchtbar ist, auch die Fahigkeit, sich in seiner Eigenthumlichkeit fortzupflanzen. 
Die vier Versuche, die ich zur Feststellung dieser nicht . unwichtigen Thatsache mit S. 
(^ caprea + 3: daphnoides) art. § 14 I. 14, S. (^"viminalis + <^ caprea) art. I. 15, 

16, S. (purpurea + viminalis) spont. L 17 vor- 




s. 



nahm 



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spont. I 



sind sammtlich 



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Auch der 



fache Bastard I. 26. mit seinem 



5 



Pollen befruchtet. I 



0, lieferte Samen, welche keimten, doch gingen die lung 



Pflanzen bald zu Grunde 




24. KoELREUTER und Gaertner hab 



an 



emacht 



) dass unter den Pflanzen 



Pflanzen dieselben Ver 
le er aus solchen Zeus 



erhalten, neben vielen Individuen, die dem Bastard ahnhch gewesen, sich einzelne befun- 
den hatten, die eine auffallende Annaherung zu dem miitterlichen, seltener zu dem vater- 

en. Ankntipfend an ahnhche bei der Fortpflanzung der Thierra^en 
jcheinungen nennt er dergleichen Ausnahmsformen Rtickschlage, 



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1) 1. c. p, 437. 



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Bei meinen mit moglichster Genauigkeit angestellten Befrucht 



ungsversuchen sind aber der- 



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gleichen Riicksclilage nicht zum Vorschein gekommeii. Die einzelnen Individuen 



zwar theilweise mancherlei Abweichungen, hatten aber im AH 



zeigten 



Ich kann mich deshalb des Verdachtes nicht enthalten, dass die Rtickschla 



gemeinen dieselbe Bildung. 



m emer 



ge G 



AERTNEE'S 



StOrung des Experiments durch hinzugetretenen mutterUchen oder vaterlichen 



Pollen ihren Grand haben. 

§ 25. Bemerkenswerth ist auch die von K 



mend gemachte Beobachtung, dass 



Bastard, wenn 



und Gaertner 




dem einer seiner Stammarten befruchtet wird 



er mit 
orzieht 



Umstanden der Pollen einer fremden aber congenerischen Art die Befruchtun 



unwirksam machen 



wie 



m Bez 
mente 



g auf den Pollen von N, Langsdorfii beobachtet hat 



nicht 



tibereinstim- 

1 Pollen und 

sogar imter 

cIgiii 

Ich selbst konnte Experi- 



Thatsache aber halte ich 



moghch, weil die 



Potenz und VoUkommenheit des Pollens verschiedener Bastarde zwar sehr verschied 
sein kann, immer aber geringer ist, als die der echten Arten, wie weiter 
der gesetzt werden wird 

\ 

vaterlichen Pollen, so 



Concurrirt also der eigene Pollen mit dem mtltterlichen 



dran 



wird er von diesem als dem voUkommneren und 



Dasselbe kann auch 



Pollen 



die Geschlechtsverwandtschaft der fremden Sp 



fremden Spec 



starkeren ver- 
eschehen, wenn 



hinreichend nahe 



Eltern des Bastardes 



erne 



§26. Wird.endlicheinegeschlechtlicheVerbindung des Bastardes mit 
Species Oder mit einem heterogen zusammengesetzten Bastard herbeio-eftihrt 



._„. und m 

Bastarde zusammenfasse 



Bastarde, welche ich unter dem Name 
Dergleichen sind bereits clurch die Versuche K 



n der 



iner fremden 

'-> so entstehen 

complicirten 



Gaertner's in den Gattungen J.^iiz7e^m, Diantlius, Verbose 
Nicotiana mehrfach erzeuet woi 



oelreuter's und 



Lychnis, Mir ah 



und 



dreifacher, Gaertner bis zur Herstellung vierfacher Bastarde 



KoE.HB,xEB gelangte indess nur bis zm- Herstellun 



Bastarde, welche aus meinen Yer 



G 



5 



AERTNER 




egangen 



hat eine voUige No 

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mehrfaltigen Bastarden zu G 



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chiedenen Combinatio: 
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1) 1. c. p. 64. 

2) 1. c. p. 64. 

3) 1. c. p. 504 sqq 



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vermischte Bastarde: $ a + c? (b + c) nach meiner Bezeichnungsweise, 

zusammengesetzte Bastarde : $ (a 4- b) + c^ c, 

vermittelte Bastarde: ? (a + b) + <? (b + c), 
doppelte Bastarde: $ (a + b) + c? (c + d). 

L 

Eine solche Terminologie weiter fortgesetzt mllsste sich indess bei der grossen Zahl 
mofflicher Combinationen zuletzt in's, Grenzenlose verlieren. Ich ziehe daher die 
matliematisclie Bezeichnungsweise durch Buclistaben vor. 

27. In der Gattung der Weiden scheint die Moglichkeit zusammengesetzte 
dformen zu erzeugen, eine sehr weit reichende zu sein. Ich vermuthCj dass alle 




Weiden welche binare Verbindungen mit einander eingehen, sich auch zu compl 






und 



die Grenze fur die Fortsetzung des Verfahr 



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zunehmende Unfruchtbarkeit der 



B 



Producte sesteckt 



ist. Die aus sechs Species zusammengesetzten Bastarde § 14 L 33 und 34, erreichen 
das Maximum wahrscheinlich no ch bei Weitem nicht. Der sechsfache Bastard I. 34 
ist noch so fruchtbar, dass er die Begattung mit einem heterogen zusammengesetzten 

+ 

binaren, ternaren, selbst quaternaren Bastarde schwerhch versagen wtirde. Ueber 
Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit des anderen sechsfachen Bastards konnten Beobach- 



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werden, weil die Pflanzen zu Grunde g 



ehe sie znm 



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Einigermassen schwierig, aber interessant mtisste es sein, zwei heterogen zusam 



mengesetzte quaternare Verb in dun 



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einen achtfachen 



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Ich 



producu'te zu diesem Zweck 

^mnt.) I. 28 und hoffte dieselbe mit ^ S. (^ [Lapponum 



$ S. (^ [aurita + reiJens] spont + 6" [cinerea + incana] 




purea + viminalis] spont.) 



sjjont. + '^ 
Versuch scheiterte iedoch i 




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Unfruchtbarkeit der weiblichen 



Dass 



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sem 



soUte, 



zwei heterogen zusammen2:esetzte achtfache Bastarde zu erzeugen, und sie 



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bezweifle 



Ob auch bei den Weiden die Beobachtung Gaertner's^) zutrifft, wonach in compl 

f 



cirten Bastarden sich selbst solche Species ver( 
mit einander nicht eingehen [z. B. Nicotiana gl 



Yerbindun 



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Tabacum, Langsdorfii nicht mit 



wohl ab 



N. (paniculata -h rustica)] wird noch festzustelleh sein. 



Meine 



Versuche geben liber diese Frage keinen Aufschluss 




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1) 1. c. p. 202. 



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V. UNVOLLKOMMENE NATUE DEE BASTAEDE. 




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§ 28. Im Abschnitt III. liabe ich die versucliten Bastardbefruchtungen in zwei Klas- 
sen, in gelungene und niisslungene eingetheilt. Es giebt aber noch gewisse Grade des 
Gelingens, die zwar als Grundlagen einer weitern Abtheilung nicht benutzt werden kon- 

elien, die aber als charakteristische Erscheinungen der 



sie m 




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tiberhaupt hier erwahnt werden mtissen 



Ich unterscheide bei den Weiden zunachst folgende Grade 



mis slim 



Befruchtuiig : 




Die der Bastardbefruchtung unterworfenen Katzcken verwelken nach beendeter 



den unbefruchteten und fallen ab 





Ovarien schwellen an und reifen, enthalten aber nicht die Spur von Samen 
Ovarien sind reicMich mit den Seidenhaaren, welche das Nabelende des Wei- 



dens amens umgeben, ang 



'5 



aber keinen Samen 






Samen sind vorhanden, aber klein und verktimmert und keimen nicht 
Samen gleichen den voUkommen entwickelten, keimen aber nicht. 
Die 



Samen keimen, die jungen Pflanzchen ab 



sind kraftlos und verwelken in 



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kurzer Zeit, ohne sich weiter zu entwickeln. ^ 
29. Dergleichen Stadien begonnener, aber offenbar imvollstandio- ffebheb 



Befruchtuna:, wie sie unter No. 1 



6 



efiihrt sind, wurden b 



b 



? Salix cap-'ea + c? /S. ^cinerea var. spuria Wimm. § 14 II. 1 ^ S. viminalis + 



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S. prui 



II. 2, $ S. viminalis -\- <^ S. cinereall. 3. 4, $ S. cinerea -{- <^ S. viminalis H. 7. 8 



$ S 



$ S. purpurea -\- <^ S. cinerea II. 11. 12, ? S. frag His + ^ S. viminalis II. 39, 

fragilis + <S; S. purpurea II. 40, $ >S. (purpurea + repens) spont. + c? b. purpurea 11. 42 

$ S. (purpurea + repens) spont + <^ S. repens II. 43 , ^ S. livida + 6" S. (purpurec 



J 



+ repens) spont. II. 49, $ S. cinerea + (^ S.(caprea -j- viminalis) spont. 11. 55 



^ S.f, 



gilis + (? /S. (aurita + myrtilloides) spont. II. 56, ? S. (caprea + viminalis) spont. + (^ S. 



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cinerea 11. 59 



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$ S. (aurita + viminalis) spont. •{• ^ S. purpurea II. 62, ^ S 



caprea + viminalis) spont. + c^ /S. (purpurea + Silesiaea) spont. II. 74, $ /S. (purpurea 



I 




viminalis) spont. + c? aS. (Lapponum + Silesiaea) spont 



$ /S^. (purpurea + vzmz- 



?2(2feJ «rt + c^ >S. (caprea + daphnoides) 



11. 76. 77 




30. Ebenso wtirden sich die gelungenen Versuche nach der grosseren oder gerin- 



geren Zahl der gewonnenen Samen in Grade bring 



Die Ergebnisse der ver- 



scliiedenen Versuche waren in dieser Beziehuna; sehr verschieden. Bald wui 



b 



■ 

nissmassig wenige, aber keimfahige und kraftige Samen 



w 

bald viele, unter denen 



sich neben zahlreichen verktimmerten Kornern wenige keimfahige fanden; bald geniigend 
viele keimfahii^e Korner ohne Beimischung verktimmerter Korner, aber meist so, dass die 



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Bastardbefruchtimg im Ganzen doch eine geringere Zahl von Samen lieferte, als die 
Befruchtung mit dem eigenen Pollen. 

Diese UnvoUkommenheit der Bastardbefruchtung, die sich hier in der Zahl der 
Samen zu erkennen giebt,tritt aber namenthch auchin der BeschafFenheit der erzeugten In- 
dividiien hervor. Bastarde sind nie so lebensfahig und kraftig, als die aus der Befruchtunsr 



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mit dem eigenen Pollen hervorgegangenen echten Arten. Manche verrathen die ihnen 



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inwohnende Schwache schon in ihrem vegetativen Verhalten, die meisten aber sind in den 
Reproductions-Organen, mindestens in der BeschafFenheit und Potenz des Pollens, hinter 
den echten Arten zuruck, aus deren Verbindung sie entstanden sind, womit bisweilen 

tippiges Wachsthum der vegetativen Theile Hand in 



allerdings auch ein besonders 



Hand geht. 



Diese Verhaltnisse soUen nunmehr einer naheren Erorterung unterworfen werden, 



und zwar zunachst die eigenthiimliche UnvoUkommenheit des Pollens der Weidenbastarde. 




31. Unter den verschiedenen Formen, vv^elche die reifen Pollenzellen bei den 

+ 

verschiedenen Gattungen und Famihen der Gewachse annehmen, ist eine mehr oder 
v^^eniger kugelformige Bildung mit zwei diametral auseinander liegenden differenziirten 
Punkten, welche ich die Pole nenne, und drei aquatorialen gleichweit von einander 
abstehenden Austrittsstellen der PoUenschlauche bei Weitem die haulia-ste. 



In diesen Formenkreis gehort auch der Pollen 



Weiden. D 



wassrigen Fliissigkeiten ausgesetzt, bildet jedes einzelne Korn eine fast voUkommene, 
helldurchscheinende, gelbliche Kugel, deren Oberflache, wie schon erwahnt, mit einem 

- 

engmaschigen, erst bei 250 — SOOmali^er guter Vergrosserung deutlich sichtbar werden- 
den Netze zarter, dunkler gelb gefarbter Hervorragungen bedeckt ist. Drei hell ere 
Streifen sind jedoch frei von diesem Netzgeflecht. Dieselben stehen gleich weit von 



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einander ab, mA sind Seg 



dreier 



Durchmess 




Kreis 



die 



Am A equator 



emems 



am breitesten, von da ab wer 



all- 



malig schmaler, imd verlanfen in spitz winklige Enden, noch ehe sie den Durchschnitts- 



punkt 



suppomrten drei grossten Kreise, d 



Pole beriihr 



Pollen in eine gehorig gemischte Honig- oder Zuckerlosung, so treten die PoUenschl 



man den 



Im trocknen 
bildet dann 



hellen Streifen und zwar am Aequator, wo sie am 

an den Streifenstellen 



ist 



5 



as PoUenko 
stumpikantif 



ziisammen 



sclimalertes, dreiseitiges Prisma mit gewolbten Seite 



beiden Enden 



b 



es 



welciier es sicli in wassrigen Fliissi^ke 



Die Pole 



scliwaeh 

ler Kue-f 



zu 



im trocknen ZListande zusammen, und liegen in denselb 
Von dieser normalen Gestalt des Pnllp>nc. fi...i • „.,.. 



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Weiden und zum Theil auch bei dPTi onT^fo.^ c • i . .. .1 

iiicn ctuui uei aen ecliten bpecies mancherlei Abweichungen. 

§ 32. Man hat oft die UnvoUkommenheit des Pollens der Bastarde als einen durch 
greifenden UnterscHed zwischen diesen und den echten Arten hingestellt, j. 



Unreclit 



Es giebt Bastarde, deren Pollen kaum weni^er reeelmass 



doch 



als der ihr 



Elternpflanzen (z. B. die Bastarde der Petunien) 



giebt 



echte Arten, die einen 



o 






haben, als manche Bastarde of. §§ 101. 104. Wahr aber 



es, dass in der grossen Mehrzahl 
massig entwickelt ist, als der sein 



der Falle der Pollen der Bastarde wenig 



g 



O 




33 



den Weiden gilt dies als ausnahmsloses Geset 



Unter den ecliten Arten 



derselben enthalten nur S. fragilis (nicht die nahe verwandte S, alba) und einzelne Indi 



duen der S. triandra in ihr em 



erne 



s 



Pollen aller andern 
Regelmassigkeit aus. 



paischen Weidenarten 



igebil deter Kor 



Ein Korn gleicht in Grosse, Farb 



eichnet sich dageg 



durcl 



Beschaffenh 



einer mehr 



der 



fast genau dem andern, und die echten Arten unterscheiden sich hie 
von den Bastarden, in deren Pollen neben 

regelmassiger Korner alle Mai auch abweichend gebildete sich vorhnden. 
ch unter sich sind die verschiedenen Weidenbastarde, was Mass und Zahl der 



malieen des Pollens 



b^3 



sehr verschieden 



Der 

grosse 

und Gestalt 

h auffallend 

grossen Zahl 

Aber 

Ano- 



Bastarde, deren Pollen gar keine normal entwickelten Korne 



und 



I 



die in ihrem tibrigens regelmassigen Pollen nur einen sehr geringen Procentsat 
massiger Korner aufzuweisen haben, sind die Endpunkte einer 



s 



Zwischenglieder 



Bastarde zahlt. E 



Reihe, die fast eben 



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fragt sich nun, welcherlei 



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33 



Art sind di 




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j:nassigkeiten des Pollens der Bastarde? wie verlialten sich die v 
PoUenkorner in Bezug aufPotenz? wie eiitwickeln sie sich? mid 



welcliem Verhaltniss 



;r 



Grade der Unregelmassigkeit 



") 



bei 



den 



cMedenen Bastarden wahrnehmen, zu deren Zusammen 



Um diese Fragen zu beantworten, habe icli den Pollen sowohl der ktinstlich erzeug- 
ten als der in der freien Natur vorkommenden Weidenbastarde in seinen verscliiedenen 

r 

Entwicklunasstadien einer sorgfaltigen Priifung imterworfen , deren Ergebnisse in den 



folgenden Paragraplien mitgetheilt werden soUen. 




34. Die Unregelmassigkeiten des Pollens der Weidenbastarde treten in sechs 



verschiedenen Formen auf. Wir fmden: 



\ 




Line alis ell langliclie 



Korper, etwa von 



der Grosse eines Antherenfachs , die in 
einer Membran eine grosse AnzaM dunkel-sclimutzig-gelb gefarbter, runder PoUenkor- 



ner von etwas melir als gewohnlicher Grosse eingesclilossen enthalten. 



per 



5 



2) Unfo 
bald he 



J 



bald 



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3^ 4 oder noch melir verwaclisenen Kornern besteliende Kor- 
dnnkel-sclimutzig-gelbem Aussehen. die dann eine grosse 



b 



\ 



J Oel enthalten. 

3) Korner, die ohngefahr um das Doppelte grosser sind, 
lenkorner, dunkel-sclimutzig-gelb, eiv/as undurchsichtig, librig 
Gestalt, ebenfalls stark olhaltig. 



gewohnlichen Pol- 
regelmassig runder 



V 



4) Kuglige Korner, 



die um den dritten oder vierten bis zehnten Theil kleiner sind 



3 



als die normalen Pollenkorner, fast durchsichtig, farblos. 



'1 




Korner, die nur durch eine geringe Vermehrung oder Yerminderung der Grosse 



w ^^ 

sich von den normalen Kornern unterscheiden, mit denen sie tibrigens in der hellgelben 

I 

Farbung, halbdurchsichtigen Beschaffenheit, sdwie in der regelmassigen Entfaltung zur 
Kuoel bei Bertihrung mit wassrigen Fllissigkeiten tibereinstimmen. 




Mehr oder we 

4 

normaler Gr 



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ziisammene;efaltete 



') 



ge Kor 



oder kleiner 



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b 



mit Wass 



ben, d. h. nicht zur Kn 



fragi 



tere Fori 

S. triandi 



haufig 



No 



; die haufigste. Sie fmdet sich auch in dem Pollen von Salix 
Die Formen 4 und 5 kommen meist zusammen vor, und sind 
;t seltner, am seltensten sind No. 1 und 2. No. 1 habe ich bis- 



bei S. (einer ea + incana)' sjjont, No. 2 nur bei sehr wenigen gefunden 



35 Dass iibrigens bei manchen Bastarden die unvollkommene Ausbildung der 
mannlichen Geschlechtsorgane einen noch hoheren Grad erreichen kann, als dies bei den 




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34 



Weiden der Fall ist, scheint aus den Beobachtungen G 



Wl E G M A N N'S 



ab 



-TAERTNER'S, Ko ELREUTER'S, 

Andrer hervorzugehen. Wenn z. B. G«bth.„ sagf): „Viel haiifioer sii.d 



die Anther en der hyb 



Gewachse kleine 



bei 



chrumpft und missfarbig unci bestelien im Inneri 



breiarti 
bildet 




e 



den reinen Arten, eina-e- 

compacten ocler 



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bemerl^ hat, welche sich zu keiner Gr 



dirbt 



S 



eb 



Oder sie 



d ffanz 




Lohelien 



Bastarde in v£ 
sehr wenig wei 
z, B. bei meh] 



Graden verklimme 



stauben, und einen b 
3 materiellen Inhalt. 



Am gewohnlichsten sind die Anthe 



(contab 



trocken 



enthalten 



): „In manchen Staubb 



Lohelie 



Digitalis -Bast^x^en wird statt des Pollens eine kasige Masse 



O 



d 



der Weiden nicht berichten 



kann ich ahnliche Erscheinun 



b 



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d 



durchaus voUkomm 



eingeschlossen ist. 



ts in, wenn auch oft miss- 
gebildeten Antherensacken 




36. Daareaen stimmt 



/ 



kung desselben Beobachters^): In den 



lata, Malva 



denen der Nicot 



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\ ^^ ' J. 

— vespertinaj belinden sich kleinere mid 



'ylvestris, Aquilegia atropurpw 



vamcu 



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canadensis , Lychiis 
mit einander vermis cht 



V 



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lor 



kleine von verschiedenen Gr 



langliche, eingeschrmnpfte, leere Balee ohne 



der Un 



/ 



sten findet man 
wie dies AUes < 



Inhalt: am deutlich- 



den 



Fruchtbarkeit b 



Aus der G 



Chen Fallen mit ziemlicher 



tat der PoUenkorner kann man daher in i 

/ 

auf die Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit 

den Bastardpollen der Weiden gemachten Beobachtungen auffallend "h 
vs^eniger 

men als eine allgemeine Eigenschaft aller Pflanzenbastarde ano-esehen 



O 



mang 



meinen liber 
Mehr oder 



Ausbildung des Pollens kann daher mit ausserst seltenen A. 




37 



Nachdem mir Befruchtungen selbst mit sehr stark umegelmassigen Bastai 
pollen gelungen waren, gait es die Potenz desselben auch noch auf kilnstlichem' We 



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1) 1. c. p. 332. 

2) 1. c. p. 334. 335 

3) I. c. p. 335. 



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35 



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priifen. Ich brachte dalier den Pollen verscMedener Bastarde in die oben 

Q demnachst mikroskopiscli. Hierbei fand 

dem Bastardpollen entlialtenen normal gebildeten Korner von hellgelber 
Farbe, halbdurchsichtiger BescliafFenheit und gewohnliclier Grosse stets, die Pollen- 



si cli 




korner No. 5, § 34., in der Reg el, die verwaclisenen, miformlichen Korner No. 
wenn sie von hellgelber Farbe waren, bisv^eilen, die verwachsenen Korner von dunkel 
schmutzig-gelbem Aussehen dagegen^ sowie die ira vorigen Abschnitt unter No. 1^ 3, 4 




mid 6 



unfruclitbar erwiesen. 



rmen 



entwi ckelten , mithin 



absolut 




8 



Mit dem Beweise der Thatsache, dass gewisse Arten der im Bastardpollen 
Korner fruclitbar seien, durfte ich mich jedoch noch niclit begntigen. Der 



befruclitende Sclilauch kann aus einem PoUenkorn mit grosserer oder 




ieb 



S 



ewiesenen 




Korner des Pol 



lens 



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de ungeachtet waren also Differ 



zwischen 



und 



Pollen 



kornern 



Arten immer noch denkbar. Um hiertiber Gewissheit 



5 



brachte ich frisch gesammelten Pollen des Bastardes mid der Eltern gleichzeitig in kleine 
mit derselben Honiglosung geftillte Schalchen, und zwar jede dieser drei PoUenarten in 
ein besonderes Schalchen. Die Resultate waren bei verscMedenen Bastarden verschie- 
den: Salix (caprea -\- viminalis) art midi S. (][)urpurea -\- viminalis) spont entwickelten 
ihre Schlauche eben so schnell und fast eben so lang wie die Stammarten, wahrend die 
Schlauche des stark missgebildeten Pollens von S. (cinerea -{- incana) spont. und S. (tri- 
andra + viminalis) spont. erheblich, und zwar mindestens um die Halfte, hiiiter ihren 



Mangelhaftigkeit des Pollens ist daher bei den erwahn- 



Stamm eltern zuruckblieben. Die 

ten zwei Bastarden und gewiss auch noch bei vielen andern eine doppelte. Einmal 



■*»•■. 



Zahl 




L 

bei den echten Arten und zwei 



tens erscheint die Potenz der schlauchtreibenden Korner im Vergleich mit denen der 



Stammeltern geschwacht. 



"I 





Das Studium der Entwickelungsgeschichte des Pollens derWeidenbastarde 



bietet verhaltnissmassig wenig Schwierigkeiten, da der Inhalt der^Antherenfacher in alien 
seinen Stadien auf einen leichten Druck mit dem Deckglaschen heraustritt, und fur mikro- 
skopische Untersuchungen ohne weitere Praparation sofort geeignet ist. 

Meine Untersuchungen liber diesen Gegenstand sind im Winter und Frtihjahr 1863 

worden. Bei der auffallend milden Temperatur derselben waren die 



genommen 



Pollenmutter 



aS. daplmoides 



S, caprea schon am 8. Februar in der Vier 



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theilung begriffeii, die andern Arten folgten in kurzen Zwischenraumen nach. Weiden- 

;e. um diese Zeit in's Wasser gesteckt, und der Temperatur eines 2;eheizten Zimmers 



zweige, um 

aussesetzt, entwickelten sick sehr rasck, trieben Wurzeki und bllihten. Der bea:innenden 




Theilun^: der Mutter 



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oft schon nach wenigen Taaen 




Heraust 



der 



PoUenkor 



Im Freien bei niedrigerer Temp 



o 



Entwickekmg lanasamer 



stimmte aber sonst in alien Erscheinungen mit der im Zimmei 



tiberein. So war 

es mogiick den Process der PoUenbildung in seinen verschiedenen Uebergangsstufen mit 
Bequemlickkeit verfolgen zu konnen. 



S 




40 



massigkeit 



Die Mutter 



Arten der Weiden zeigten liierin einen hohen Grad von Regel- 

!;ellen, in welche das CoUenchym zerfiel, waren von voUig 




leicher Grosse, und theilten sich demnachst mit fast mathematischer Genauig 



/ 



driscli 2;estellte Packer, in welcken sich der Inhalt zu voUia: aieich 



b b 



g 



It m vier 
n, schon 
Bei den 



etwas gelblich schimmernden Pollenkornern hochst regelmassig ausbildete. 
Bastarden v^ar der Hergang der Entwickelung bei Weitem weniger reoelmassio- und 



es 



un- 



hielt nicht schwer die vorhin erwahnten unregelmassigen Formen auf die verschiedenen 
Anomalieen ihrer Entv^ickelungsgeschichte zurlickzufuhren. Ich fasse meine Beobacht 
gen in folgenden Satzen zusamnien: 

41. Die Form No. 1 entsteht dadurch, dass die OoUenchymzellen der o-ewohn 




lichen Resel zuwider sich nicht auflosen, vielmehr aneinander hano-en bleiben 



b 



? 



nnd auf 



diese Weise das Auseinanderfallen der Mutterzellen verhindern. In der reifen Antl 
bUden diese verwachsenen PoUenkorner gelbliche, linealische Korperchen- 

1 ■ / 



aus der 



unreifen herausgedrtickt, haben sie 



ein froschlaichartiges Ansehen. 



bemerkt, bisher nur in einzelnen Antheren der S. (cinerea 



Ich habe sie, wie 



mcana) s2)ont. gefunden. 




42. Die Formen 2, 3, 4, 5 haben in einer unregelmassigen Theilung der Pollen- 



mutterzellen ihren Grund. 




Bei den Bastarden, wo cUese Formen auftreten, fmden 



WU' 



bisweilen statt der Viertheilung eine blosse Zweitheilung der PoUenmutterzelle mittelst 
einer einfachen, das Centrum der Zelle durchsetzenden Scheidewand wodurch statt 
Pollenkornern nur zwei entstehen, die aber grosser sind als die normalen. 



vier 



In anderen 



Fallen ist die Viertheilung zwar vorhanden, aber ungieichmassig, wobei in der Reo-el ein 
grosseres und drei kleinere Facher mit entsprechend grossen Pollenkornern zum Vor- 



schein kommen. Eine fernere Unregelmassigkeit hegt darin, dass die Scheidewande der 



PoUenmutterzelle so unvollstandig sind, dass die PoUenkorner der verschiedenen Facher 
einer MutterzeUe mit einander verwachsen. Auf diese Weise entstehen die knoUig diffor- 
men Korner No. '2, die desshalb meist aus vier, weniger haufig aus zwei, bisweilen aus 






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mehr als vier Stiicken zusammengesetzt 
Pollenmutterzelle in eine grosse Aiizahl, 16 



sind 



In 



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Fallen endlich zerfallt die 



20 und nocti mehr kleiner, ku 




Z ell en, 



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x. 



ind farblos sind 



5 




43 



Die Form No. 6 



am spatesten. Scheinbar normal bildet sie 



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der tetraedrisck getheilten Pollenmutterzelle aus, gleicht auch nach dem 



PoUenkornern, und macht sick als Abweickun 



b 



tretender Faltung des PoUenkorns bemerklich 
der Kugel bleibt convex, die andere sttilpt sic] 



Oft fehlt die 



Die eine Halfte 



so dass ein mtitzenformiger Kor 



per entstelit 



Dreifaltuna; ist zwar vorhanden, aber unregelmassig 



In beiden 



fc) 



dass 



die dunkle Farbe und undurcksiclitige Beschaffenheit des Korns zu erkennen 

- 

^s fltissiffen Inhalts ganz oder tlieilweise beraubt ist, ' 



5 



§44 



Nach dieser Auseinandersetzung sind es also in den meisten Fallen Unre 



« * 



mas SI 






kp'ten in der Theilmig der der PoUenbildung vorangehenden Zellen, welche zu der 
elmassigen Bildung 




des Pollens der Bastarde Veranlassung geb 



Nur Form 



No. 6 geht aus reg 



to to 



PoUenmutterzellen hervor. Hier scheint die zur 



Ausbildunff des Pollens erforderliche Kraft am spatesten zu erlahmen. Diese Abweichung 



wahrend 



dahe 
o. 3. 



to 



PoUenm 



die tibrigens vollig regelmassig sind 



4 und 5 in der Kegel zusammen vorkommen und die Form en No. 1 



^t 



tibrigen unregelmassigen Bildungen des Pollens im Gefol 




45. Eine jedenfalls bemerkensvverthe Thatsache ist es, dass unregelmassige Thei 
luna: der Pollenmutterzelle nicht unbedingt Unfruchtbarkeit der in ihren Fachern entste 




\ 



henden PoUenkorner hervorbringt. Im Gegentheil sind die vermoge ungleichmassiger 
Theiluno" der PoUenmutterzellen grosser als gewohnlich ausfallenden PoUenkorner haufig 
fruchtbar. Unfruchtbarkeit zeigt sich nur bei den hinter der normalen Grosse erheblich 

._.- „ ^ _-_ den 

zur I 



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ickbleibenden Kornern, die meist auch farblos und durchsichtig sind, 



b 



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Bertihrung mit 



sich nicht 



Korner 



massis; 



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p-rossen Oder verwaclisenen Kornern^ wenn sie von dunkel braunlich 
In welcher Beziehung hier 



sind. 

ist nicht ffanz klar 



die Farbe des PoUenkorns 



chtb arkeit 



Vermuthlich ist sie das Zeichen einer anomalen Zusammensetzung 



to 



des 



ZeUsafts in Folge deren das PoUenkorn ausser Stand gesetzt wird Schlauche 



entwi 




46 



Die Bastarde der Weiden 



den Unregelmassigk 



Pollens 



zu 



Lvird kaum 




sein, da die hierbei hervortretenden Unterschiede 



gradueUe sind und vielfach 



lib erg 



Trotz 



Charak 



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38 



ters der Erscheinung lassen sich aber docli gewisse Gesetze aufstellen welche ' das 



Mehr oder Weniger in der Unregelmassigkeit des Pollens 



zu bedingen scheinen. 



Es 



sind folgende: 




47. 



der Generationen, welche aus der 



Die Anomalie des Pollens steigert sich in der Aufeinanderfolo-e 

Befruchtung des Bastards mit dem 



eigenen Pollen hervorgehen. 



Bei nieinen Versuchen der Art hat 



nur 



S. (? 



zen 



[ $ viminalis + <^ caprect) art. 4- 6^ ( ? viminalis + <^ capred) art.] mannliche Pflan 
geliefert, deren Pollen, mit dem der Vaterpflanze vergiichen, eine wenn auch gerin^e 
doch unzweifelhaft vorhandene Verminderung der Zahl seiner fruchtbar en Korner mid 
Vermehrung der unfruchtbaren erkennen liess. IJmfangreicher sind die Versuche welche 
Gaertker liber diesen Gegenstand angestellt hat. 



H 

Er bekmidet ausdriickhch^) eine all- 
mahlige Abnahme der Fruchtbarkeit der mit ihrem eigenen Pollen weiter befruchteten 



Bastarde und sagt, dass sie meist schon steril in der zweiten Generation seien. Folo-ende 
Bastarde, die sich durch .Fruchtbarkeit auszeichneten: Aquilegia (atropurpurea + cana- 



arena- 



densis), JDianthus (Armeria + deltoides), D. (caesius + arenarius), D. (superhiis -f- 
rius), D. (superhus + cary ophyllus) , D. (superhus + puldiellus) , B. (chinensis + barbatus) 
Lavatera (pseudolbia + thuringiaca) , Gemn (urbanum + rividare), wurden von ihm durch 
mehr ere Generationen fortgepflanzt, „doch immer mit allmahlig abnehmender 

Dass dabei auch 



Fruchtbarkeit und allgemeinem Decrepidiren der Art." 



/' 



die UnvoUkommenheit des Pollens zugenommen, sagt zwar Gaertner nicht ausclriicklich 
es folgt aber aus der von ihm bestatigten Zunahme der Unfruchtb arkeit von selbst 




48. Verschiedene Individuen derselben Bastardgeneration stehen 



in dem Grade der UnvoUkommenheit des Pollens sich 



1 



ohngefahr gleich. 



Dieses Gesetz habe ich bei alien Versuchen kiinstlicher Bastardbefruchtung die tiberhaupt 
mehr ere mannliche Individuen geliefert hatten, bestatigt gefunden. Ziemlich different in 



der Zahl der anomalen Pollenkorner erwiesen sich dagegen die verschiedenen Individuen 



mehrerer spontaner Bastarde, z. B. S. (purpurea + repens) spont., S. (purpurea + vimina- 
lis) spont, S. (cinerea + purpurea) spont, doch liess sich auch hier noch ein gewisses 
Mittelmass der Anomahe fur jeden Bastard als Regel aufstellen. Es ist sehr wahr- 

-I 

scheinhch, dass unter den wildwachsenden Weidenbastarden auch Bastarde zweiter und 
fernerer Generationen nach der Formel: $ ($ [a + b] + <^ [a + b]) + 6" (a + b) etc, 



) 



1) 1. c. p. 420. 421. 






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sich fmden, woraus die verschiedenen Grade der UnvoUkommeriheit des Pollens 
und demselben Bastard sich erklaren wiirden. Es darf aber aucli die Mogli 



b 



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werden, dass vielleicht verscliiedene Individuen 



elb 



zwei 



Spp.pi'es. wenn sie Bastardverbindmigen mit einander eingehen, Producte verschieden 



5 



missgebildeten Pollens liefern konnen 



Versuclie, die ein Urtlieil hieriiber motiviren 



konnten 




49 



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von 
ein en 



entfernter Verwandtschaft geben, zu einem Ba- 



unregelmassigeren Pollen, als Weiden, 



starde vereinigt, 

Systeme sich nahe stehen. 

schnitt VII. vorbehalten, der vo 

wandtschaft und systematischen Gliederung der Weiden 



die 



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der Beziehung der Bastardbildun 



Lindmig dieses Satzes bleibt dem Ab 

zur nattirlichen Ver 



b 




50 



Die Anomalie des P 



nimmt zu mit der Zahl der in einem 



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Bastard vereii^i^ten S 



'^ S.i^ [Lappo?inm -\- Silesiaca] spoilt. -^ ^^ []. 



■purea 




ML 26, hat 



unf ru chtb are K o r 



Pollen 



S. (purpurea + vimmalis), und die mit verhaltnissmassig regelmassigem 
le S. (Lapponum + Silesiaca) spont 



s. 



bildet sowohl 



mit S. purpurea 



Bastarde. in deren Pollen 



erne 




Pollen von S.(^ [ 



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anze Anzalil potenter Ko 

purpurecL] spont + ^ dm 







art L 21 ^^^izlieii unfruclitbar. wie icli 



b 



mich bei den Versuchen, den Pollen 



b 



b 



zum Austreiben der Schlauche 



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und lib 



op 



Untersuchung desselben wiederholt liberzeugt hab 



Eb 



libertriiit die 






ammengesetzte aS. (? [? {^purpjurea + rep ens'] 



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\\ art. 4" 



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inmina- 



lisj) art. I. 32 
Bastarde, die 



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in der Zahl ihrer unfruchtbaren Pollenkorner bei Weitem alle die binaren 




51. Auch der v^eibliche Geschlechts-Apparat der Weidenbastarde leidet 



ewissen Un\' 



Ganzlich unfruchtbar sind die 



S. (triandi 

(S. undulata Ehrk), S. ( 



spont. (S. hippophaif 



Thuiller') 



yZ 



(alba 




iandrci) spont 



;) spont. und S. longifolia Host, {dasyclado 



IVimm.') muthmasslich ternarer Bastard von S. viminalis, caprea und anerea. 







rien 



o-en nie eine Spur von S 



•) 



auch wenn zu ihrer Befruchtung durch 



der Stammarten auf dem Wege ktinstUcher Bestaubung oder im Freien durch 



b 



sreichende Gelegenheit gel 
starde der S. triandra v^er 



Die weiblichen Katzchen der hier 
bald nach dem Bliihen welk und 



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40 



fallen meist vorzeitig ab, die von S. longifolia dagegen entwickeln sich sclieinbar kraftio- 
reifen sogar und springen auf/enthalten aber keinen Samen. Da die mannlichen Pflanzen 



von 



;S. (triandi 



viininalis) und S. longifolia sich 



b 



leich durch eine weit 



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r 

schrittene Unregelmassigkeit des Pollens auszeichnen, so ist ein gewissei- Zusammenh 
zwischen der unvoUkommnen Ausbildung der mannlichen und weiblichen Geschlechtf 
gane dieser Bastarde wol: 

+ triandra) und S. {alba 






•kennb 



ir. Die mannlichen Pflanzen von S. (ci 
\) sind nicht bekannt und konnten daher nicht 




den 



Eine 



barkeit der Ovarien ben 

+ vurpurea) art., $ S. ( 



inzlich aufgehob 
mehreren Weidenb: 



b 



5 



verminderte I 
z. B. $ S. ( 



nurpured) + cinerea) art, deren mannliche 



unfruchtbar sind 



5 



b 



$ S. 




+ 



;]) art. I. 28, S. (caprea + daphnoides) 



[aurita + re23ens] + c? [cinerea 
? S.{^ [ $ [Lapiionum + ^z7e- 



:] + (^ (purpm 



viminalis]) -j- c? pruinosa) art. 1. 31. 

I 

Mehrzahl der iibrioren weiblichen Bastarde der Weiden fhidet 



im Vergleich 'ZLi den e 



vermm 



einer etwas vermin- 



derten Zahl ihrer Samen, und manche Weidenbastarde lassen auch hiervon bei oberflach- 

h 

nichts bemerken, w^ie z. B. den Kapseln von 8. {aurita + repens) spont 




und S. (caprea + viminalis) art. eine scheinb 



eb 



so grosse Men 



oUenreicher 
ler genauen 



Samen entquoU, wie den echten Arten. Dessenungeachtet konnte bei einei 
Zahlung der Samen, die ich nicht vorgenommen habe, sich doch vielleicht eine Minde 
zahl des Samens auch dieser Bastarde ergeben, und somit die Behauptung Gae 



\ 



KTA^ER 



5? 



dass selbst die fruchtbarsten Bastarde stets v^eniger Samen geben, als die Stammeltern 



I — 



befruchtet 



u 



? 



Weiden Anwendung finden 




52 



Abef nicht bios in den Reproductions organ en, sondern auch in ihrem 



■fc) 



die Bastarde mancherlei Erscheinungen, wo durch sie sich mehr 



oder weniger auffallend von den echten Arten 



Nach 



den Beobachtungen von Koelreuter ) und Gaertner ) zeichnete sich ein grosser Theil 



der von ihnen auf kiinsthchem Wege erzeugten Bastarde durch 
thums aus. Die Pflanzen wuchsen zu grosserer Hohe heran £ 
sich vermittelst eines gesteigerten Sprossungsvermogens nach den Seiten weiter aus 



Ueppigkeit des ^^' 

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Is die Eltenij brt 



3 



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1) 1. c. p. 384. 385. y 

2) Fortsetzung S. 24. 29 etc. 

3) 1. c. p. 527. 



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41 



Lebensdauer (zweijahrig oder perennirend 



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wenn 



der zweijahrig) 5 vermochten der Kalte langer zii widerstehen, und bliihten 



3 



erwahnt Gaertneu auch anderer 



grosser nnd friiher als die Stammarten. Dagegen 

Bastarde^), die sich nur bei ganz giinstiger Witterung erhalten, und keine Kalte ertragen 



konnen. Es waren dies allemal solchCj deren Stammeltern eine schwaclie Wahlver- 

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wandtschaft bes^tzen, und schon beira Keimen schwacliliche und erapfindliche Samlinge 

lieferten. 

Unter den Weidenbastarden fmden sich ahnliche Ersch( 

die Beispiele luxuriirenden Wachsthums keineswegs die Kegel. 



do eh bilden 




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il. Ob die Bastarde von 
S. caprea und S. viminahs und von o. emerea und /b. mcana mit ihrem allerdings kraftig in 
die Hohe und Breite strebenden Wachsthum hielier zu recHnen sind, ist zweifelliaft, da 
diese Eigenschaften sich auch aus einer Verbindung des unter Umstanden baumartigen 
Wachsthums der 'S. caprea und S. incana einerseits und der strauchartigen BeschafFenheit 
der /S. viminalis und S. cinerea andrerseits erklaren lassen. Wirklich auffallend erschien 
mir nur das schnelle, tippige, tibermassig wuchernde Wachsthum des sechsfachen 
aus S. viminalis , purpurea , Lapponum, Silesiaca, caprea, daphnoides zusammengesetzten 

dass ich darin eine ver^inzelte Bestatigung der Beobachtungen 



Bastards, § 14, I. 34, so 

KoELBEUTER's uud Gaertner's findcn musste. Dieser Bastard war es auch, der schon im 

V 

Alter von zehn Monaten einzelne Bliithenkatzchen entwickelte, was mit den von Gaertnee 
erwahnten Beispielen friihzeitigen Bliihens der Bastarde iibereinstimmt. 

54. Haufiger jedenfalls als Ueppigkeit des AYachsthums sind bei den Weidenba- 




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^i,^i\fK^-^-..-^--y^v:^}^- '- ' ■- .-^^,^.ry.'.fr-.-'\*''.-^'^ ■■■-- 



starden Spuren einer mangelhaften, schwachlichen Entwickelung. — aS. ($ Arhuscula + 



1 . 



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c? purpurea) art, eine Verbindung allerdings sehr weit entfernter Species, trieb jedes Friih- 
jahr kraftige Zweige, die aber im weiteren Verlaufe des Sommers zu welken begannen, 
tmd dann bis an den Wurzelhals abstarben. Keine der zahlreichen Pflanzen, die ich aus 
dieser Befruchtung gewonnen hatte, gelangte zum Bltihen, vielmehr gingen sie nach und 
nach alle ein. — Der Bastard § 14, I. 35, entstanden aus der Befruchtung des sechs- 
fachen Bastardes I. 34 mit ^ S. daphnoides, wollte nicht zu. Kraften gelangen. Die drei 




- 1 



Pflanzen, die mir davon iibrig geblieben, waren im Herbst 1863, d. h. in einem Alter von 

r J 

6^L Jahren zu etwa sechs Fuss hohen, ktimmerlichen Baumchen herangewachsen. Jeden 



Herbst begannen sie erne proleptische Entwickelung der in ihren Blattwinkeln befind- 

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lichen Zweigknospen, deren Holz nun bis zu dem herannahenden AVinter nicht reif genug 






^) 1. c. p. 548. 



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werden konnte. 



nochmals 



ge Zweigknosp 



das nachste Jahr 



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So blieben sie immer schwachlich, und obwohl ich ihnen den b 



wickelt. Auch 
keineswes'S ane 



haben sie wahrend dieser iangen Zeit dock noch keine Bliithen 



G 



dem 



Sommer war 



derg 



S. (? 




+ (? daph 



achste 



ein an sieh ziemlich 



kraftiger Bastard, hatte in der Mhe des Gartenzaunes eine etwas imgiinstige Stelle erhal 



ten. 



Von den fiinfzehn Pflanzen, die vor raeiner Reise vorhanden wai 



meiner Rtickkehr nur nocli 



am 



5 



und diese sammtlich krankel 



Exemplar von ecliter S. viminalis, das mit den Bastairden zugieich aufo-ewachsen 



Nur 



ach 



ein 



mit denselbei 

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festeren, daue 




Verhaltn 



zu 



kampf 



war zum 



S.{ 



seiner 



10 



12 Fuss heran, ging aber 



caprea + ^ daphnoides) art I 



obwohl 



gepflanzt, nacli und nach ein, so dass von den urspriinglicli vorhandenen seeks Exem 




ch eins tibi ^ 
']) + '^ pruinosd) art. I. 3 



^. (? [? [Lapponum 




G + c? [purpu 



ind samnitliche Exemplare dieses Bastards, von andern leb 



war von Anfang an schwachlich und aiirftig und 



lib erwuchert 



g 




EL Fries ^) bemerkt lib 



geren Bastardformen 



S. ruhi 



d 




h. S. (i 



viminalis) Wimm., dass in Schweden ihre Aeste jeden Winter erfroren, wahi 
eder bei S. viminalis noch S. purpurea Iq der Fall zu sein pfleo-e 



beiden nicht sein konne 



aber von mir durch das Experiment bewiesen worden 



Er schlies 

Dass sie p< 



td dies 
daraus 



Thatsache war daher als Beitrag zu den ubrigen Sympt 



Die von F 



bekundete 



Natur der Bastarde 



zwar 



essanter 



ade dieser Beitrag um so inter- 



5 




S. {purpurea + vvrmnalis) Mmm., abgesehen von der UnvoUkommenheit 



Die 



Pollens, in ihrer aussern Erscheinung keine Spuren von Schw 

Moglichkeit muss daher zugegeben werden, dass das vegetative Wachsthmrauch anderer 

scheinbar voUkraftiger Bastarde (und dahin gehoren bei Weitem die Mehrzahl der Wei 



5 



ienbastarde) 



ewissen 



innern Schwache leidet die 



sie verhindert- in dem 



Kample um die Existenz {struggle of life nach D 



J 



j: 



k 



) mit ihren Stammarten es aufzu 



ehmen 



^ 




55 



Combiniren 



alle diese Erscheinungen mangelnder vegetativer Kraft mit 



der unvollkommenen Entwickelung des Pollens der 



und den Spuren ganzlicher 



Oder theilweiser Ui^fruchtbarkeit ihrer Ovarien, so erscheint die oben aufgestellte Behaup 



1) Novitiarum Florae suecicae Mantissa prima. Lundae 1832, p. 63. 




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bleibt 



Bastard iii der Energie seiner Lebeiiskraft hinter den Stammarten zuriick- 
ertigt. Und audi das luxuriirende Wachsthum einzelner Bastarde diirfte 



X 



dem nicht widersprechen, da wir ja auch sonst bei den Pflanzen nicht selten fmden dass 



unterdriickter oder verminderter Fruchtbarke 



d 



bliihen. Nun 



to 



es zwar 



wie Gaertner 



KoELREUTEE's bcmerkt. dass 



gegen die gleiclie 



die relativ fruehtbarsten Bastarde haufig gerade 
die tippigsten sind, wahrend die Unfruchtbarkeit anderer mit einer schwachlichen klim- 

merlichen Entwickelung sich verbindet. Aber selbst die fruehtbarsten Bastarde bleiben in 
ihrer Productivitat hinter den Stammarten zuriick. Ein gewisser Mangel in den zur Fort- 
pflanzung bestimmten Theilen muss also auch bei ihnen vorhanden sein, und wenn wir mit 



diesem das Plus ihrer vegetativen Entwickelung in Wechselbeziehuna- setzen, so steht 



^ 



ft 



mit den sonst erwiesenen Thatsachen in vollio:er Uebereinstimmun 



Wir werden also. 



um das Verhaltniss richtig auszudriickeh, sagen mtissen: dass bei sehr kraftigen Bastar 



den die Schwache der Geschlechtstheile 



Wachsth 



hervorbringt, wahrend 



gesteigerte Entwickelung des veg 



dies bei andern, die selbst 



einer solchen 



Reaction zu schwach sind, nicht im 



§56 



Mit 



den vorangegangenen Abschnitten behandelten Erscheinun 



welche auf eine gestorte geschlechthche Thatigkeit der Weidenbastarde hindeuten, slaube 



y 



1 endlich die sonderbare, bei Gelegenheit meiner Versuche zuerst bemerkte Thatsache 

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Verbindung bringen zu konnen, dass das Zahlenverhaltniss der mannlichen und weib- 



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um so lippiger in's Kraut s-ehen ^tf: 



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lichen Pflanzen bei den Bastarden der Weiden ein'anderes ist, als bei den echten Arten. h^F^ 
AUerdings wiirden genaue Untersuchungen liber diesen Gegenstand 
rem Umfange gemachte Aussaaten von Weidensamen erfordern. Erst 
einigen tausend Exemplaren die Individuen der beiden Geschlechter 
Stammeltern des Bastards mit diesem selbst vergleichen konnte, wtirde 




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und die 



massen sichern Resultaten kommen 



bin ich an der Aussaat und Zlichtun 



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Weidenarten durch die beschrankte Raumlichkeit unseres Gartens 



AUe meine Beobachtungen liber dieselben beziehen 



Verhalten 



der freien 



Natur, doch ist die Differenz im Zahlenverhaltniss der beiden Geschlechter bei 



Species und Bastarden eine so bedeutende, dass sie selbst bei Unte 



/ 



auf SO ungenugenden Grundlagen beruhen wie die 



meim 



Zunachst 



bemerkt werden, dass sich die echten Arten selbst in der Zahl ihrer Mannchen und Weib- 
chen nicht ganz gleich sind. Bei S. fragilis, alba, pentandra, triandra, die sich von den 



') 1. c: p. 532. 



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iibrigen Weiden der mitteleuropaischen Ebene durch das doppelte Nectarium ihrermann- 
lichen Bliithe so wesentlich untersclieiden, habe ich in den Umgebungen von Breslau 



wo 



ich diese Verlialtnisse nur genauer studiren konhte, bei Weitem niehr mannliche Indivi- 
duen, gefunden, als bei den mononectarisclien Weiden, wie z. B. IS. cinerea viminalis 



purpurea, repens 



B. S. 
den binectarischen kann vielleicht die Zahl der Mannch 




die 



der Weibchen iibertrefFen ^ bei den mononectarisclien Weiden ist dies niclit der Fall. 



Mannchen mid Weibchen 



b 



Verhaltn 



doch mit 



einer niclit selir tiberwiegenden Mehr 



der Weibchen, vertreten, wahrend bei ihren 



Bastarden dieJWeib ch en in grossjer UeberzaMv orhanden sind, und die Mannchen zu den 



g 



Da ich die g 





dm^ch meine ungeniigenden Untersuchun 



ich es, die bei den einzelnen 



gen noch nicht fiir erschopft erachten kann, so unterlasse 

Experimenten gewonnenen Zahlen mitzutheilen. Im Durchschnitt mag bei den kimstlich 

y 

ten Bastarden mononectarischer Weiden etwa auf zehn Weibchen ein MnnnpT p 




kommen 



den aus mehr als zwei Spec 



Bastarden srrosse Schwankungen einzutreten, wie z. B. b 



b 




c? (purpm 



viminalis) I. 26 



mehrer 



S. ? (Lapponum 



B 



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H^flVV^' 



20 Exempl 



Silesiaca) 



sich 



liches befand, wahrend von den beiden Exempl 



nur em mann 




(^ cinerea) I. 21, die ich besitze, eines mannlich und eines weiblich 



der S. ( $ [incana + purpurea] 



Gewiss 



den sich bei umfangreicheren Experimenten ziemhch constante Zahlenwerthe in der I di- 

und fiir wahrscheinUch halte ich 



viduenzahl der Mannchen mid Weibchen 



6 



b 



5S die verschiedenen Species audi der mononectarischen 
leichen, und dass noch grossere Differenzen sich b 



arin nicht 



Unte 



g ver- 



neimenden 



schiedener Bastarde ergeben diirften. Schon bei meinen keinesweo-s g 
Beobachtungen hat es mir scheinen wollen, als ob die Bastarde der binectarischen Wei 
den, die ich freilich nur aus der freien Natur kenne, z. B. S. (alba + f 7" ) Q 
4- pentandra) eben'so wie ihre Stammeltern eine grossere Zahl mannUcher I r • 



(fragili 



zuweisen haben, als die mononectarischen Weiden 



5 



noch mehr, als 



M5chten diese Bemerkungen zu weiteren Untersuchungen tiber diesen w* ht'o 

gen noch volhg 



d Veranlassun 




eb 



Bisher stehen 



Bastarde. 
?n Gea-en- 



Beobacht 



da. Namentlich lassen sie sich mit den Resultaten anscheinend nicht 



vereim 



GlEOU DE BuZAEEINGUES 



bei seinen Untersuchungen tiber 



das Zahlenverh 



ttiannlichen und weiblichen Individuen von Cannabis sativa, JRosa cinnamomea P 
tosella, Spinacia oleracea und Lychnis dioica gelan 



der 

Ace- 




^) Aiinales des sciences naturelles I. Serie, t. XVI. p. 140, t. XXIV. p. 138, t, XXX. p. 40S 




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VI. GESTALT DEE BASTAEDE. 



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57 



bias ch en mid 




gung im Pflanzenreich wird 



Zusammenwirken von Keim 



ermittelt. Gehoren beide Zellen derselben Species an, 
• sind sie verschiedenen Species entnommen. so entsteht 



so 



1 

reproduciren sie die Sp( 

Individuum, welches, soweit beide Eltern in ihren Eigenschaften iibereinstimmen, ihnen 

^ 

gleich kommt, soweit sie aber von einander abweichen, in seinen Eigenschaften zwischen 
ihnen die Mitte halt. 
Species, denen eine gew 



Ohne Einschrankung gilt dies von denjenigen Merkmalen der 



Bestandigkeit 



Sind dag 




die 



den 



1 f . 



Merkmale der Stammarten selbst zur Variation geneigt, so konnen sie auch im Bastard 

y ■ 

variiren, und von der mittleren Bildnng mehr oder weniger abweichen, Ein solches 
variables Merkmal ist z. B. die Bliithenfarbe, woriiber allerdings bei den apetalischen Weiden 

r 

Beobachtungen nicht gemacht werden konnten. Schon bei den wirklichen Bastarden ver- 
schiedenfarbiger Species halt die Bliithenfarbe nicht immer genau die Mitte zwischen den 



y 

Bliithen der Stammarten, obwohl dies in der Regel der Fall ist, und noch grosser ist die 



Mannichfaltigkeit der Farbe bei den Zeugmigsproducten von verschieden gefarbten Varie- 

taten derselben Species pder desselben Bastardes. Roth und weiss ffiebt hier nicht 
immer rosa, blau und weiss nicht immer hellblau, vielmehr kommen nicht selten die 
reinen Farben der Eltern und alle mogiichen Abstufungen zwischen denselben zur 



Erscheinung. 



Genau ebenso verhalt es sich im Thierreich mit der Farbe der Haare und 



des Gefieders, und selbst die Racen und Varietaten der Menschen ma 



/ 



Ausnahme 



Weil die schwarze Haut des Nes:ers und die weisse des euronaischen Cau 



chiedene Merkmale beider Racen 



J 



des Mulatten 



stets denselben braunlichen Teint, der' ohngefahr die Mitte zwischen dem differirenden 

h 

Colorit seiner Eltern halt. Dagegen sind beispielsweise die Kinder eines briinetten Cau- 
casiers und einer blonden Frau derselben Race bald briinett, bald blond, bald von mitt- 
lerer Farbung, well diese Eigenschaften 



innerhalb der 



Race selbst der 



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46 



Variation unteiiiegen uiid sicli 



keineswegs 



mit Nothwendigkeit fortpflanzen, wenii audi 



/ 



beide Eltern in ihrem Colorit iibereinstimmen. 

Wir werden also, wo es sich urn die Gestalt des Bastards im Verhaltniss 



zu 



derje- 



nigen seiner Eltern handelt, drei verschiedene Kategorieen von Merkmalen zu unter- 



scheiden haben: 




Const ante Merk 



denen die Stamm 



bereinstim 



erandert 



21 C 



ander unterscheiden. 
zwischen ihnen die Mitte ' 



Variable Merkm 



male, d 



Sie gehen zur Halfte 



sich die Stamm 



em- 



den Bastard liber, so dass er 




d ebenfalls variabel 



Stim 



men also die Eltern in ihren variabeln Merkmalen tiberein, so vererb 



dig auf den Bastard, und differiren die 
immer zwischen ihnen die Mitte. 



ariablen Merkmale 



ie dieselben 
so halt der 



§ 58. Wie genau die Weidenbastarde eine mittlere Bildung zwischen den difFeriren- 



den constanten Merkmalen ihrer Stammarten darstellen 



len gezeigt werden. 



8. purpurea hat zwei Staubblatter, der 



/C 



so mit einander verwachsen sind, dass sie nur ein Filament und 



darzustellen scheinen. Die Staubblatter der tibri 



, soil nunmehr an einigen Beispie- 

n Filamente und Antheren 
eine vierfachrige Anthere 



frei, und nur S. incana macht eine Ausnahme 



Grunde bis zur Halfte hinauf verwachsen sind. Bildet nun S. 



:en europaischen Weiden sind dagegen 
hiervon, indem ihre Staubblatte 



r vom 



purpurea mit einer der 



andern Weiden einen Bastard, so sind die Staubfaden desselben dem Gesetze der Mittel- 
bildung entsprechend am untern Theile verwachsen, wahrend sie am oberen frei ' d 



und zierlich gabelformig auseinandergehen 



Der Griffel anderer Arten, z. B. von S. viminalis ist 



Dieselbe S. purpurea hat sitzende Narb 



en. 



ziemlich lang. 



Ihre Bastarde mit 



solchen Arten haben daher einen Griffel ohngefahr von der halben Lano-e des Griffels der 



andern Art. 



- Vermischen sich Arten von entgegengesetzter Narbenstellung^), also' seit- 
Hche Narbenaste mit nach vorn und hinten gerichteten, z. B. S. triandra mit S. vimkaUs, 
so kommen Pflanzen mit schwankender Narbenstellung zuni Vorschein. Die vier Narben- 
theile sind dann mehr oder weniger frei, und nur durch ihre Convergenz nach vorn und 
hinten oder rechts und links geben sie bisweilen eine leichte Hinneigung zu einer der 



1) cf. M. Wichura fiber die Zusammensetzung der weiblichen Bluthe und die Stellung der Narberi b^ 
Weiden, in dem Jahresberichte der Schles. Gesellschaft fiir vaterlandische Cultiir vou 1846. Breslau 1847 S T^l 

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133. 



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47 



Stammpflanzen zu erkennen. — Die Blatter der Eltern verschmelzen im Bastard sowolil 



was Umriss als G 



b etrifft, 



mittlereii Bildung, die urn so aufFallender wird 



sind. Der 



je verschiedener gestaltet die Blatter der Stammarten 

S. (caprea + viminalis) halt so voUstandig die Mitte zwischen 



z. B. 



von 



der aS 



( 



eiformig-rundliclien der S. caprea, dass sie in der That 



das mathematische Mittel zwischen den Umgrenzungs-Curven der vaterlichen mid 



lichen Blatter darzustellen scheinen. — Eb 



g 



der S. viminalis 



den, iedo 



Factor 



■kennb 



Dasselbe gilt von der 






s mit der Behaarung. Der Seiden- 
ehaarung der S. incana z. B. shid in 
ehaarmig oder Kalilheit des 
enthtimhch rugosen Unterflac 



andern 



der 



S. aurita, cinerea, Silesiaca, grandifolia in Verbindung mit der mehr oder 



der glatten Blattflache anderer Speciei 
noides mid ihrer Behaarung fmdet sich 



Eigenthiimlichkeit der Rinde von S. dapli- 
cheren Graden bei ihren Bastard pn. — 



Aus der Verbindung hoher und niedrig wachsender Weiden 

r 

S. herhacea mit S. hastata entspringt ein mittelgrosses Produ( 
Bastarde halt 



S. rep ens mit S. capi 



Auch 



S 



efunden 



halt die Mitte zwischen der Bltithezeit der Eltern. Ein der Jahreszeit nach 
Bltihen des Bastardes, wie es Gaertner bei mehreren seiner kunstlichen Bastarde 



'? 



scheint bei den Weiden nicht vorzukommen 



Endlich ist auch der Sali 



cingehalt der Rinde der Bastarde, der sich in dem mehr oder minder bittern Geschmacl 

r 

derselben zu erkennen giebt, abhangig von dem SaHcingehalt der Stammarten. So z. B 
mildert die fast der Bitterkeit entbehrende Rinde von S. triandra im Bastarde die bedeu 
tende Bitterkeit von S. cinerea und viminalis und die noch starkere der S. fragilis. 

Unter den zahlreichen von mir beobachteten kunsthchen und natiirlichen Weiden- 
bastarden habe ich iiberhaupt nur eine scheinbare Ausnahme von dem Princin der Mittel 



bildung 



zwar b 



war zwar in den Blattern ein voUstandiges Mitteldin 
W^uchs iedoch hatte sie nichts mit den 



S. (^ Arbuscida + <S- purrmrea) 



zwischen 



gerade aufgerichteten Zwei 




der 



o 



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gemein, vielmehr lag sie voUig niedergestreckt am Boden, und iibertraf hier 
S. Arhuscula. Alle acht Exemplare, die ich von dieseni Bastard cultivirte. v< 



rt. Diese 

larten, jm 

purpurea 
sogar die 



g 



Ich vermuthe jedoch, dass die niedergestreckte Lage der Zweige die 
tie Folge seines bereits oben geschilderten Schwachezustandes ist. und 



ch diese Ausnahme scMiesslich nur eine scheinb 




59 



Gehen wir 



der zusammeng 



Bastard 



liber, so begegnen wir hier ebenfalls dem Gesetze der Mitte] bildung, doch wird es urn 



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48 



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den 



einzelneii Factoren heraus zu erkennen, je mehr die Zahl derselben steigt, 
erzielten dreifachen Bastarden S. ($ [$ viminalis + <^ dajjJmoides) + 



<^ 



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^)^ § 14^ L 19, aS. (? [imrpurea + repens] + <^ aurita) 



? 



S. ($ [ 



+ purpurea] + c? 



rj I. 21 macht sich das arithmetische 




4 



+ 



4 




geltend 



die eine Halfte des Bastards 



licli darin erkennbar, walirend die beiden Viertheile 



em 



b 



eiibtes Auge 



noch herauszuerkennen sind. Dieselbe arithmetische Zusam- 
den Summen nach^ lasst sich aber anch noch auf andere Weise 



d $ (a + c) mit (^ (b + c) verbindet: denn 



erhalten 



wir 



1 



+ 



4 



b 



I 1 




+ 



4 c also 



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4 



+ 



1 



4 



b 



li 



2 



c. Es schien mir interessant^ 



zwei solche in den Summ 



aber 



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Art 



Zusammen 



^ 



erschiedene Bastarde mit einander zu vergleichen, imd das hierauf bezligliche 



Experiment 



S. (? [? 



+ (? dcmlmoides] + <S caprea) 



S. ( $ [ $ cap)rea + <^ daphnoides] + 6" [ ? viminalis + ^ caprea) 



beide 
gleich. 



1 



4 



daphnoides 



4 



vimindlis und 



li 



capt 



Die Producte sind indess 



g 



S. (^ [ ? viminalis + d" daphnoides] + ^ caprea) lassen sich die rundlichen 



und die eia-entliiimliclie Beliaarung der S. caprea 




5 



walirend beide 



Merkmale in >S. (? [$ caprea + daphnoides] + cj^ [? viminalis -\- ^ caprea]) in den 
Hintergrund treten und dem Typus der S. (caprea + viminalis) Platz machen. 

Selir schwierig, wenn nicht unmoglich, ist die Entzifferung der quaternaren 
Halt man den Blatt- oder Bliithenzweig eines solchen complicirten Bastardes 




60. 



Bastarde. 

mit den Stammbastarden zusammen 



1 



gt man sich zwar 



3 



dass 



hier das 



r 

Gesetz der intermediaren Bildung geltend ist, aber es ist haufig 



pragt 



? 



b 



5 



weniger deutUch f 
durch Varietatenbildung mamiichfach modificii 



b 



durch das Aufeinanderwirken der verschiedenen Eigenschaiten 



verschiedener Spe- 



1 

cies so verwischt und gestort, dass eine Zerlegung der complicirten Form in ihre : 
theile wohl selbst dem scharfsinnigsten Weidenkenner nicht *mehr gelingen wiird 

r 

kann hier, wenn man den Ursprung der Pflanze kennt, vielleicht noch auf Einz 
aufmerksam machen, z. B. wie in 5. (? \aurita + repens] + ^ [cinerea + incana]) 



Man 



abwarts gekriimmten Katzchen mit 



othen, nur an der Spitze schwarz gefarbten 



Schuppen auf den Zusammenhang mit S. incana hindeuten, oder wie in S. ( ? [Lapponum 



4" Silesiaca] + (^ [j 



malis]) I. 26 die Behaarung der 



b 



■ 

eine Spur von dem Seidenglanz der S. viminalis bewahrt hat. Deutlich erkennbar in 
dem Product aber ist keine der vier Species. 



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49 



§61 



Noch weniger zii entratliseln sind die aiis fiinf oder sechs Arten zusammen- 



gesetzten Bastarde 



Niir die als Factoi 
complicirten Product 



1 



25 



die zu ^ 



4 



vertretenen 



Sechszehntlieile. So ist in der /S. (? [$ [Lapponum 

h 

4- viminalis ^IJ + 3^ iJruinosa ^L) § 14^ I. 



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1 



16 



+ 




1 



16 



+ (? [purjMrea 



, nicht aber mehr die Achtel und 

3 + Silesiaca \] + ^ [purjourea ^[g 
31, die pruinosa, in der /S. (? [$ [$ [Lapp)0- 



16 



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1 



le] + (^ [daphnoides 



'8 



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jprm ^L] + <? daphnoides ^y I. 35 die 



5 



die libri 



g 



ne daphnoides d 
Bild zusammen 



1 



+ Silesiaca ^\^ + ^ [purpurea \ + viminalis ^{g] + c? [c(2p7 



aS. ($ [? [im? 



4 



+ (im^A 



unkeniitlicli. die lib 



ponum 

des ^U) I. 34 sind caprea und da])]inoides 

sind es vollstandig; Audi in dem ungleich zusammengesetzten vierfaclien Bastarde S. 

{% [$ [purjmrea % + repens \] + <^ aurita %] + 3- viminalis \^ I. 29 ist nur die 

viminalis deutlich, die aurita schon selir verwischt, und die beiden andern Elemente sind 

durchaus niclit mehr zu erratlien. 



§62 



Ich habe darauf verzichtet, Beschreibungen der Bastarde zu 



eb 



weil 



jeder Versuch, sie auf diese Weise erkennbar zu machen, theils nutzlos, theils vergeblich 
sein wiirde. Nutzlos in Betreff der binaren Bastarde, weil eine genaue Bekanntschaft 



+ 

mit den echten Arten 



elbst auf die Erkenntniss der Mittelformen fiihrt. und 



geblich in BetrefF der complicirten Bastarde, weil die Sprache ftir die feinen Mancen, um 



die es 



bei handelt, nicht ausreicht 



Es war daher urspriinglich meine Absicht, 
diesen Bericht durch eine ihm beizuftigende Sammlung kunstlich erzeugter Bastarde und 



mlitterlichen Stammpfl 



L eider fehlte es mir 



r 

Zeit, ein so weitscliichtiges Material getrockneter Exemplare zusammen zu bringen, und 



5 



ich musste jene Absicht aufgeb 



3n. Um nun aber meinen Zweck, eine Anschauung von 
der bei der Bastardbefruchtung eintretenden Verschmelzung und Umbildung der Formen 



zu eeben, weni 



to 



to 



annahernd zu erreichen, hab 



d 



der daraus 
baumen ge 



zielten binaren und complicirten Bastarde in Naturselbstdruck, zu Stamm 



dnet, abbilden lassen, und zwar sind 



5 



die 



den zur Befruchtung benutzten Individuen selbst genommen 



mo 



z 



B. bei den spontane 



Bastarden, deren Zusammens 



dem Experim 



bekannt, s 



ondern durch Induction 



wurde, habe ich es in der Erklarung der 



Figurentafeln bemerkt 




63 



Das Gesetz der Mittelbildung der Pflanzenbastarde wird von Koelreuter^) 



1 



) 



Fortsetzung etc. p'. 60. 61. 



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7 



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unbedinst, und von G 




im Allgemeinen als richtig anerkannt 



Der 



,tere Beobachter und viele andere Bastardziichter behaupten aber dass 
schiedenen Richtuneen bin Ausnahmen erleide. Einmal 



zwei 



Gatt 




il soil es unter artenreichen 
Species geben (sogenannte typische Species) die bei der geschlecht- 



Verbindung mit andern Species auf die Gestalt des Bastardes einen iiberwie 



den Einfluss anssern, und dann soil bei einzelnen 



Bastardverbindimgen ein g 



to 



ebender Einfluss der vaterlichen und mlitterlichen Pflanze sich bemerkbar im 'b 



§64 



artenreich die Gattung der Weiden ist, und so zahlreiche Comb 



dbefruchtungen sie aufzuweisen hat, so liabe ich doch 



m lib 



o 



W 






dass ihre Bastarde stets die Mitte zwischen den constanten Merkmal 



vielmelir immer gefunden 



lialten. 



Riicksicht auf dieses Resultat meiner Untersuch 



der Stamma 



tjpischer Arten um so zweifelhafter, als Gaektner selbst nur mit 



gen ist mir die Annahme 



liber diesen Geg 



Er sagt'^: „In Beziehung auf die B 



Vors 



Typen, ob namlich ein Bastard mehr der Mutter, oder melir dem Vat ^ ■} r i 



g der 



hat die 



Bestinimung in manchen Fallen grosse Schwie 



a sei 



Vieles auf die subjective Anschauung der Beobachtun 



:keiten, indem hier 




ankom 



F 

ofters vorkommenden Verschmelzung beider Charaktere fmdet der 



denn 



wegen der 



r 

einem Bastard den miitteiiichenj 



Anderer aber den 



lana 



und an einer andern Stelle^): „Koelreuter sieht die Moot 

r 

als den Ausdruck des vollkommenen Mittels von den beiden Elternnfl 



e Beobachter 

vorherrschend 



cc 



pamcu 



konnen damit nicht iibereinstimmen, sondern halten 



TjP 



derselbe 



an- wir 



culata naher als der rustica, wegen des schlanken Wuchs 



iY. 



de 



r)am 



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der mehr langlichen 



als herzformigen Blatter 



Ve 



und der bedeutend kle 



Samen als bei der N. rustica. 



conisch zugespitzt 



Eb 



die Ansicht des Typus des Verbascum Lychniti - ph 



verschieden ist 



W 



Diese beiden Beispiele b 



von KoELREUTEE UUd 



ebenfalls 



dass das Urtheil liber die 



Form eines Bastardes in Beziehung auf seine Aehnlichkeit mit den 
den ausfallen kann, was wir schon oben bemerkt haben." 

In der That hangt hier AUes von der subjectiven Beurtheilun 



sehr verschie- 



ab 



Mo 



dass 




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1) 1. c. p. 277 sqq. 






I c, p. 252. 

1. c. p. 281. 



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51 



ich mit KoELEEUTEE in der Nicotiana (rustica + paniculata) das vollkommene Mittelding 

der Elternpflanzen erblicken, moglich dass Gaertnee in den Weidenbastarden, die ich 
fiir vollkommene Mittelbildungen halte, dentiberwiegendenEinfluss irgend einer tjpisclien 
Species heraus erkannt liaben wiirde : am Ende ware der ganze Streit ein ziemlich uner- 
heblicher. Denn dass auch bei den Bastarden tjpischer Arten Eigenschaften der nicht 
tjpischen Species gefunden werden, bestreitet Gaeetner keinesweffs. Nur in vermin- 



\ 



icies gefunden werden, bestreitet Gaeetner keinesvi^egs. 
dertem Grade sollen die Eigenschaften der nicht tjpischen Species im Bastard herv 
ten. Desshalb hort aber der Bastard nicht auf, eine zv^^ischen den beiden Stammpfl 



stehende Bildmig zu sein, und darauf 



wie mir scheint. d 



Hauptgewichtj nicht 



darauf, ob er der einen oder der andern der beiden Stammarten sich mehr oder wenig 



\ 



nahert. 



\ 




65 



Wichtiger ist die andere Fraare, ob und in vi^ie weit di 



terliche Stammpflanze auf die Gestalt des Bastardes von Vorwiegendem Einfl 
befmden uns diesem Problem gegentiber in der giinstigen Lage, durch die ento' 



Wir 



Kreuzung nach der Formel (? a + c? b) und ($ b + c^ a) ein entscheidendes Experi 

Gaertner hat solcher Versuche mehrere gemacht und sag 



ment vornehmen zu konnen 



dariiber^): „Die w^ichtigste und interessanteste Erscheinung bei der Kreuzung der Pflan- 
zen in der Bastardzeugung ist die vollkommene Gleichheit der beiderleiProducte; indem 
die aus der einen wie aus der andern Befruchtung 
vollkommensten AehnHchkeit hervorbrineen • 



gten Samen Pflan 



der 



so dass die 



schiedene Entstehung und 



Abstammung bei der sorgfaltigsten Untersuchung der beiderlei Bastarde in Beziehung 

ihre Bildung und Tjpus nicht den geringsten Unterschied darbietet " 

Nur bei einzelnen Bastarden aus der Gattung Digitalis will Gaertner') in Ueber 



^. 



stimmung mit den Beobachtn 



g 



Koeleeutee's leichte Unterschiede der aekreuzten 



Bastarde gefunden hab 



fruchtbarer als Nicotiana (paniculata + 



Auch behauptete er^), dass Nicotiana (rustica -{- paniculata) 



i), Dianthus (barhatus + superhus) fruchtbarer 



als B. (superhus + harhatus), Dianthus (arenarius + pulcMlus) zu Ausnahmstypen geneig 
ter als D. (pulcliellus + arenarius), und ebenso Digitalis (lutea -\- ]jurpurea) mehr zu Aus 
nahmstypen geneigt als D. (purpurea + lutea) sei.> Ob indess diese Unterschiede wirk 



lich 



der Kreuzunff und 



b 



vielmehr 



Yerhaltnissen ihren Grund haben 



1) ]. c. p. 2 



999 



2) 
3) 



1. c. p. 226 sqq. 
1. c. p. 228. 



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7 



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52 



bleibt doch wohl zweifelhaft 



Mir ist bei den Weiden ein hiel 



und zwar mit S. caprea und .S^. viminaUs gelungen, iind da unterschied sich die S 



+ <3' viminalis) § 14, I. 



2, 3 von der ><, 



Exper 

($ capi 



Grade der Fruchtbarkeit der Ovarien, noch in der 



(? vimmalis + ^ caprea) I. 4 weder in dem 



malen Pollenkorner 



ihrer aussern Gestalt, vielmehr glichen sie sicli in alien diesen Bezieh 



vollstandig, dass man sie sehr wohl fur Producte ein und 



derselb 



ko 



gen so 
ansehen 



— ^*,^v^i,^,^ii -'-'^Liiiuiiy cinsenen 
Auf die Folgerungen, die sich aus diesem Experimente herleiten lassen kommen 



im Abschnitt IX. noch einmal zurtick 

§66 



derlichen Merkmale der Species ihre Ei 



solche 



--x^-.xov.iia,iL rtis soicne in 
producten beibehalten, so ist ftir die Varietatenbildung der Bastarde welche 



Merkmale zweier Species in sich beg 



des Gesetzes der 



bildung ungeachtet, ein weiter Spielraum gelassen. Der auffallendste Beleo- hiefiir 



Merkmale b 



Eltern in 



Gaertner's^), d. h. Bastarde, welche die difFerirend 



sind 



Art 



en 



sich vereinig 



Theilen mehr die eine und in manchen mehr die andere Spec 



3 



dass 



manchen 



mmen solcher 



iren. 



a 



Vo 



bekannten Cytisus AdamL Bastard 



C. Laburnum \m& purpureus, ausser Zweifel gestellt, auch diirften hieher 
Bluthen der Zeugungsproducte verschiedenfarbiger Varietate 
zu rechnen sein. Im 



von 



so dass 



mich 



Ganzen sind jedoch die „gemengten Typen" seltene Erschein 



gescheckten 

Species 



B. bei den 



gesehen habe. Ktinftige 




;hen Bastarden 
Untersuchun 



Weiden bisher 



ungen, 



!-> 



eb 




Bastarde versprechen die 
lich. well 



sie 



als Grundlage die 



liber die Variabilitat der 
einigermassen umstand- 



Exemplaren 

67. 



g von Bastarden in einer g 




Bei der beschrankten Raumlichkeit unseres Gartens hab 



Bastarde in mehreren Exempl 

($ caprea + d^ viminalis) I. 2 



nur vier binare 



3, S. (? 



S. ($ caprea + ^ daphwides) § 14, I. 1, S. 



+ C? 



caprea) 



I, 4, S. (? viminalis + 



Vo 



diesen waren die 



<^ daphnoides) L 5 und S. ($ Arhuscula + d^ purpurea) I. 9. 

Bastarde von S. caprea und viminalis, sowie die von S. Arhuscula und purpui 



zwar die ersteren in beiden Kreuzuneen g-anz conform 



b 



Bei den andern 



n, und 
fan den 



sich dagegen unter den einzelnen Individuen Abweichungen in der Behaarung, Lange der 



GrifFel und dem Umriss der Blatter 



jedoch, das 



lib 



ihren 



b 



emeinschaftlichen 



1) 1. c. p. 282. 





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53 



\. 



Ursprimg von denselben Elternpflanzen kein Zweifel sein konnte. G 



} spricht 



Ausnalimstypen, die er bei Bastardbefruchtung erhalten haben will, in fol 



Weise: ,.Unter den Samlin 



55 



selben Frucht befmden sich 



d. h. von Samen aus 
n Anzahl Bastardpfla 



und 



r 

ganz gleichem normalen Bastardtypus, zuweilen — wiewohl selten — -einzelne von ganz 
abweichendef Form und Bildung. Wir nennen diese Abweichungen Ausnahms- 



weil diese abweichende Form 



sehr 




ahl 



■ J 

einzigen Exemplar, zuweilen aber doch auch in m 



Anzahl von Exemplaren, als vom normalen Tjpus vorkommt 



nur m em em 
in bedeutend 
le kommen in 



Bezieliuno- anf die Form mit denen Abanderungen tiberein. welclie wir von einia^en Ge 



:o 



I I . 

durch die Kreuzung erhalten, und sind dem Typus von einem 



1 

beiden Eltern 



L ■ 

mehr genahert, als die normale Mehrheit der Individuen aus derselben Zeugung." 



Ueber die Natur der hier 



ahnten Ausnahmstyp 



theilen, ohne sie selbst 



gesehen zu haben, ist kaum moglich. Bei der verhaltnissmassig geringen Zahl meiner Ver- 

+ 

suche, die dergleichen nicht ergeben haben, kann ich zwar die Moglichkeit derselben 
nicht geradezu laugnen, aber auch hier habe ich wie oben bei den Riickschlagen den 



Verdacht 



ekommenen Sto 




des Experiments, sei es, dass die Absperr 



nicht vollstandig gewesen, oder der zur Befruchtung benutzte Pollen nicht rein, oder die 
ausa-esaeten Samen nicht frei von fremder Beimischung gewesen sind. Wer aus eigener 
Erfahrmig weiss, wie viel Vorsicht beobachtet werden muss, um ein Experiment rein zu 
erhalten, wird misstrauisch gegen alle von der gewohnlichen Regel abweichende Resul- 
tate eines Experiments, von dessen Correctheit man nicht 



durch eigene Anschauung 



Ueberzeugung gewonnen hat. 



§68. 



In einem andern wichtigen Punkte fmde ich mich dagegen mit den Beobach- 



/ 



tung 



en Gaertner^s in Uebereinstimmung. Als ich zur Vorbereitung dieses Berichts das 

welches ich in getrockneten 



gesammte^ aus 



meinen Versuchen gewonnene Material^ 



V 



Exemplaren besitze, einer Musterung unterwarf, fiel es mir zuerst auf, dass ich fast liber- 



all, wo ich hybriden Pollen 



zur Befruchtung, gleichviel 



ob bei echten Arten, einfachen 
oder complicirten Bastarden benutzt hatte, einer grossen Vielgestaltigkeit der einzelnen 
Individuen beo-eo-nete, wahrend hybride Eier in Verbindung mit dem Pollen einer echten 



Art selbst bei den complicirtesten Bastarden sehr conforme Bildungen gehefert hatten. 
So waren sehr vielgestaltig S. (? caj)rea + ^ [caprea + vimmalisj) § 14, 1. 11, aS. (? vi- 






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1) I. c. p. 237. 



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54 



mmaUs+ ^ [^ caprea + ^ da^^hnoides]) I. 18, S. (? [caprea + viminalis] + ^ 



l^i/r^a + vwunalis]) I. 24, ^\ ($ [$ caprea + c? c^opA^ozVfe] + d^ [$ caj)rea + d^ Ja^ 




zcZes]) I. 14, sehr conform 



S. ( ? [pwrjjwrm + repms] + 



d^ 



auritaj) I. 20, /S 
daphnoides] + d^ 



( $ [mca?2a + ^Mrp?/rm] + ^ cinerea) I. 2 ] , ^. ( $ [ $ viminalis + 

Tzo^a]) I. 31, endlich anch der sechsfache durch Befruchtung eines seclisfachen weiblichen 
mit der mannliclien S. daphnoides gewornene Bastard 1. 35. Rpi Ac. Uebereinstimmuno- 



vieler vorliegender Thatsachen konnte 



wohl vermuthet werden: dennoch 



zweifelte ich noch, ob ich hier einem Naturgesetz auf die Spur gekommen sei w 
die Erkenntniss des Ursprungs der Varietaten im Pilanzenreiche iiberhaupt wichti 



wer 



versprechen durfte. Es war mir daher sehr erfreulich 



g zu 



b 



Durclisicht des 



aAEKT.^EK'schen Werkes zu fmden, dass er bei seinen Experimenten ganz ahnliche Beob 
achtmigen wie ich gemacht hatte, die aber, an verschiedenen Stellen seines Buches 



Menge weniger erheblicher Detailbeobachtun 



wie es scheint, bisher entgans:en waren 



Es 



z er- 



versteckt 



merkungen liber dies en Gegenstand zusammen 

r 

zunachst 



S 



folgen zu lass en, und 



zwar 



■'- 




69 



D 



Variab 



der 



gsprod 



des hjbriden P 



betreffend: „Andere Bastarde und zwar die meisten, welche fruchtbar sind br 



aus dem Samen der zweiten und der weiteren Generationen (d 
[a 4- b]) + d" (a + b) etc.) verschiedene von dem normalen Tvp 



'b 



? (? [a + bl + d^ 



men, i. e. Varietaten hervor, welche zum Theil der 



chend 



unahnlich sind^) 



a 



rspriinglichen Bastardmutter 



?5 



Bei ganz fruchtbaren Bastarden, wie Lychnis diumo-vespertina Dianthus A 



deltoides, D. caesio-arenarius, Malva mauritiano-sylv estris hab 

r 

nen keine Abweichungen oder difFerente Typen w 



rmena- 



Generatio 




enommen- es scheint daher, dass 
die Integritat und Kraft der Befruchtungsorgane und die daraus fol^-ende Fruchtbarkeit 
die Entstehung verschiedener Typen aus Einer Zeuguno- verhinrlAT^f 



Liegt vielleicht der 



Grund hiervon in der grosseren Gleichformigkeit der Eichen und des Pollens ?2) 



a 



35 



Gemischte Bastarde, bei welchen die weibliche Unte 



't) 



Art 



der 



Pollen aber von einer Bastardart abstammt, und den einen Factor entwed 



die Mutter 



1) 1. c. p. 422. 

2) 1. c. p. 444. 445. 




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55 



Oder 



Vater bildet 



B. Lychnis diurno - vespertinodiurna geben mehr 

chen Bastarde in zweiter Generation^}." 



„Die gemischten Bastarde wie Dianthus chinensi-chinensiharhatus, cary ophyllo - cary o- 
phylloharhatus, Mirabilis Jalapo-Jalapolo72gifiora bringen noch eine viel grossere Variabili- 

maren; so dass kaum 



ben der Blumen hervor, als die vorliin genamiten Zeug 



Pflanze der 



derselben ZeiiffimQ: gleich a-efarbt Oder 



die 



vermischten Bastarde sind dalier die reichste Quelle von Yarietaten fiir die Blumistik^) 



<c 



Von den doppelten 



r 

die icli durch die Formel $ (a + b) + <^ (c + d) 



bezeiclme, heisst es : „Die Typen der aus diesen Verbindungen entstandenen Bastarde 
sind sehr mannigfaltig, rind selten ein Individuum dem andern gleich, insonderheit in Be- 



ziehung auf die F'arbe der Blumen^). 



(.(. 



m 



70 



dem P 




Betreff der grosseren Bestand 



d 



d 



Befruchtung 



d 



ecliten Art gewonnenen Pfl 



Einfache 



Bastarde, wo also das weibliclie Zeugimgsorgan hvbrider Abkunft, der Pollen ab 



Art herrtihrt ( 



der Formel $ 




•V ^ b) + <5^ b) zeigen die 



Abweichmigen von dem normalen Typus bedeutend seltener als 



im 



fNB 



in dem 



g 



vorigen Fair)." 
Satz ist von den gemischten Bastarden ($ a + 



-^ [b + c]) die Rede.) 



7 



„Zusammengesetzte Bastarde wie Nicotiana rusticoj)aniculata-lanceolata, K yaniculato 
:a-glutinosa, N. rusticopaniculata-Langsdorfii geben nm^ einen dem vaterlichen Typus 
nahe kommenden Typus ^) 

„Die Blumen der zusammengesetzten Bastarde von Nicotiana rusticopaniculata-ioeren- 
paniculatoriistica-lanceolata nehmen fast ganz die Farbe der Blumen des neuen 



a 



Vaters 



6^ (.<. 




71 



b 



; Ueber beide Arten von Bastarden endlich: „Wemi wir eine 
liber den Erfolg und die Producte der Zeugung dieser beiden Abtheilungen 



.i( 



Bastarden, namlich der vermischten (i. e. ( ? a + o 



[b + c]) und der zusammen 



(i. e. ( ? 



+ b] 4" (^ c) Hybriden anstellen und wenn wir sie mit den Erfolgen der 



11 



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J^ 



1) 1. c. p. 445. 

2) ]. c. p. 304. 

3) 1. c. p. 516. 



1, c. p. 445. 
1. c. p. 445. 



^) 1. c. p. 304. 



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56 



+ (3" b) und mutterlichen (i. e. ($ [$ 



Generation des ersten vaterlichen (i. e. (? [ Q a +d^ b] 

+ <? b] + d^ a) (Oder auf- und abstei<rende 



Grades) vergleichen, so fmden wir in diesen beiden letzteren Fallen hybride Ovula und 



Pollen 



emer 



Art niit 



Anzahl von verschiedenen Typen hervorgehen 



Wirksamkeit kommen und daraus 



g 



der vermischten Bastarde (i. e. ($ 



+ ^ 



Kommen nun wie b 



eine 
Er- 



[b + c]) Eich 



/ 



Art mit dem Pollen eines Bastards in Beruhrung, so entsteht eine bedeutend "<^^^, 
Anzahl YOn verschiedenen Typen; hier scheint daher der hybride Pollen die Ursache der 
Vervielfaltigung der Typen zu sein^)." 



G 



AERT 



man seine verschiedenen Beobachtun 




Variabilitat der Zeugungsproducte bei den Bastarden nacb den Fomieln : 1) ( ? 



[$ [a + b] + c? [a + b]) + d^ [a + b] etc.) 





[b + c]), 4) (? [a + b] + ^ 



! 



+ ^ [a + b]) 




(? 




fruchtb 



d]), zu No. 1, nur mit der Ausnahme, dass b 



+ ^ 



pro 



aber b 



,Typen" regelmassiger ausfielen; Conformitat 



Bastarden nach den Formeln 



+ b] + c? 




\ 



($ [a + b] + 6" 




(? 



r 




72 



, w 

Noch allgemeiner haben meine Versuche liber Weidenbast 



der Zeugungsproducte tiberall ergeben, wo hybrider Pollen: Conformitnt 
producte hingegen, wo Pollen einer ecliten Art zur Befruchtune- verwpnrl« 



i-iP-Tv^i*' 



ymorphie 

^eugungs- 
wurde. "Wir 



werden daher vielleicht dem Pollen der Bastarde eine varietatenbildende Kraft 
ben konnen, wahrend den Eiern derselben, da sie mit echtem Pollen befruchtet eb 



ieichformi 



zus chrei- 



so 



wie die Eier der 



Ar 



Neigmig zur Varietatenbildung in der Regel nicht inne zu wohnen 



em e 



■mehrte 



Nur Eine 



obachtung fmden wir bei Gaertner aufgezeichnet, die ftir die Annahme, dass auch die 
Eivarietaten bei den Bastarden zahlreicher als bei den echten Arten sein konnen 



emen 



wenn auch nur entfernten Anhalt eewahrt 



Befruchtung eines Bastards mit dem 



len der Vaterpflanze ) 



$ 




+ 6" b] + d" b) erwuchsen ihm namlich ziemhch 



Formen, wenn der weibliche Bastard ein fruchtbarer war • variable da 



g 



Grund der Viel 



wenn derselbe einen geschwachten Grad von Fruchtbarkeit besass 
gestaltigkeit der Zeugungsproducte konnte hier nicht wohl in dem 



beiden Fallen einer echten Art angehorte; dagegen lasst die beginnende Unfruchtbarkeit 



gen, 



der 



ui 



1) 1. c. p. 513. 

2) 1. c. p. 429. 437 



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57 






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K 



i 



weiblichen Pflanze eine stattfmdende Verkummerung oder Missbildung der Eier auch 



fruchtbar sind, als wahrscheinlich erscheinen, so dass sich die Annahme 



von 



Varietaten, deren Entsteluing auf eine Umbildimg der Eier zurtickzufiihren ist, allenfalls 

Man sieht, die Frage ist noch weit davon entfernt in's Klare 



reclitfertigen wtirde. 



to 



doch sclieint durcli Gaertner's und meine eigenen Beobacbtuno-en weni 



stens festgestellt, d 



d 



gsp 



r 

des hjbriden Pollens vielge- 



staltiger als die des Pollens echter Arten sind, imd schon c 

sicli allein ist von der grossten Wichtigkeit da es liber den sonst so gelieimniss 



b 



Vorffano: der Varietatenbildun 



zu geben verspricht. Icli werde gelegentiicli der allgemeinen Betrachtungen liber das 
Wesen der Bastarde, die den Beschluss meines Aufsatzes bilden soUen, anf diesen merk- 

■ b 

wlirdigen Gegen stand mid die daran sich kniipfenden Folgerungen noch einmal zurtick- 

T ■ 

kommen. Zunachst liegt mir aber daran, den Bericht tiber die beobachteten Thatsachen 
ZU Ende zu fiihren, und eine bisher nicht beriihrte, wesentliche Seite unsres Themas zu 
erortern, namlich das Vorkommen der Weidenbastarde in der freien Natur und ihre Bezie- 
hung zu den natiirlichen Yerwandtschaften der Weidenarten und zur Sy stem atikders el- 
ben tiberhaupt. Hiertiber wird daher in den nachstfolgenden Abschnitten gehandelt 

werden. v 



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VII". VEEBEEITUNG DER SPONTANEN WEIDENBASTARDE. 




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73 



Umstancle, welche im Freien die Entstelmng der Weidenb 



emlich 



? 



mir bei meirien Experimenten zu Statten kamen 



Gewachse, die auf die Befruclituna; durch 



egun- 
Dio- 



8 



5 



mlissen noth- 



wendig Bastarde erzeugen, wenii sie gleich den Weiden eine grossere AnzaM nahe 
wandter, gesellschaftlich wachsender Arten von zusammenf alien der oder naViP ar,«- 



I . 



ver- 



der 




T 

der Bltithezeit in sich b 



Nach W: 



dlichen Untersuchiiii2:eii sind bis 



34 



imzw 



I 

durcli selbststandige Merkmale deutlich ausgezeichnete Weidenarte 



echte, 



de 



Vielleicht 



35. noch S. helvetica Yill. bin 



< 



b 



ihrer nicht sicher, ob sie nicht auch 



34 Species die S. ]jediceUata Desf. und S. arctica Br. hinweg^ dereii Bastarde in ihrei 
dem StideHj theils dem aussersten Norden angehorigen Verbreitungsbezirken bishe 



liaben stiidirt wei 



? 



bleib 



3 2 Arten tibris- 



bei Bildun 



I 

de in Concurrenz treten. Aus diesen 32 Arten, die weiter unten aufo-ezali 
sind sclion jetzt 66 unzweifelliafte binare Bastardverbinduno-en bekannt s: 



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die hie und da zerstreut unter iliren Stammeltern sich 



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V-.Tfc 



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74 



Wie 



bei den ktinstlich erzeugten Bastarden ist 



es mir auch hier 



zunachst darum zu thun, einen Ueberblick liber das gesammte vorhandene Material 



zu 



geben, und es geschieht dies 



der nachfolgenden alphabetischen 



Zusammenstellung 



wobei ich nochmals bemerke, dass ich die Kamen sammtlich dem mir freundlichst lib 



Manuscripte W 



entlehnt hab 



D 



s 



Zeichen $ und c? 



geb 



m,' ob ein Bastard bisher nur mannUch oder nur weiblich oder in beideri Ge 
;ern beobachtet worden ist. Von den zahli:eichen Synonymen der Bastarde hab( 
die bekanntesten und zuverlassigsten beigefligt. 



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I 



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rr-j* - ■ w 





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59 



♦ 



i 



Verzeichniss der spontanen binaren Weidenbastarde 



' \ 



1. ^ (^ S. (alba L. -f- fragilis L.) V/imm. (S. Bus- 
seliana Koch). 

2. $ {^ >S, (alba -\- ^entandra) Wwim. 

3. $ 5^. (alba L. -j- triandra L.J Wtmm* (S. Ian- 
ceolafa Smithy S. undulatd Ehrh.). 

4. ^ ^S. (Arbuscula L. ~{- Jja])'ponum L.) Wwim. 

5. ^ (^ S, (aurita L/-f- caprea L.) Wimm. 

6. $ (5^ 5'. (aurita L. -|- cmerea L,) Wimm. 

7^ S^ (^ S, (aurita -|- tncana Schrank) Wimm. (8* 
oleifolia Ser.j S. salviaefoUa Koch)* 

8. ^ (^ S. (aurita L. -\- Jjajjfjonum L.) Wimm. (S. 

J- 

canescens Fries). 

L ■ 

9. ^ (^ S. (aurita L. -f- livida Wahlenb.) Wimm. 

10. $ (5^ S, (aurita L. ~\- myrtilloides L) Wimm. (8. 
Finmarhica Fries). 

- 

11. $ <^ 8. (auritaL. ~\- purpurea L.) Wimm. . 

12. $ J^ 8. (aurita L. -f- repensL.) Wimm. (8. am- 

bigua Ehrh). - . 

13. $ ^.^S". (aurita Z. -J- Silesiaca Willd.) Wimm. 

14. $ ^8. (aurita L. + viminalis L.) Wimm. (8. 
Smithiana Koch). 

15. $ (^8. (caprea L. + cinerea L.) Wimm. 

16. ^ (^ 8. (caprea L. + daphnoides Vill) Kerner. 

17. $ ^8. (ca^orea L. + grandifolia Ser.) Wimm. 

18. $ ^. (caprea L. + Lctpijonum L,) Wimm. (8. 
canescens Fries). 

19. $ /S. (caprea L. -{-nigricans 8m.) Wimm. 

20. $ (^ ^- (caprea L. + purpurea L.) Wimm. 

I 

21. 5 (5^ /S. (caprea L. + repe^^^ L.j La^c^. 

22. $ (5^ ^. (caprea L. ,+ Silesiaca Willd.) Wimm. 



26. $ >S. (cinerea L. -j- Lapponum L) Laestad. (8. 
canescens Fries). 

27. $ /S. (cinerea L. + "i^igricans 8m.) Wimm. 

28. $ J^ >S. (cinerea L. '\- purpurea L.) Wimm. (8. 
Pontederana Koch). 

29. ^ (^ 8. (cinerea L. -j- repens L.) Wimm. 

30. $ S". (cinerea L. -[- 8ilesiaca Willd.) Wimm. 

31. $ >S. (cinerea L. ~\- triandra L.) Wimm. 

32. ^ (^ 8. (cinerea L. -{- viminalis L.) Wimm. 

33. $ 8 (daphnoidesVilL'-\-incana8chranh) Kerner. 

34. $ (5^ >S. (fragilis -j- jpentandra L.) Wimm. (8. 
cusp^idata Schultz). 

, I 

35. (J /S. (fragilisL. -|- triandra L.) Wimm. (8. sp>e- 
ciosa Host). 

36. $ ^. (glabra Scop), -j- nigricans 8m.) Kerner. 

37. (3^ 5^. (glabra 8cop. -|- retusa L.) Kerner. 

-1. 

38. ^ ^ 8. (glauca L. -f- grandifolia 8er.) Wimm. 

39. $ /S. (glauca L. 4^ myrtilloides L) Wimm. 

40. $ )S. (glauca L. -j- myrsinites L.) Anderss. 

I. 

41. $ 5'. (glauca L. -J- nigricans 8m.) Anderss. 

42. ^ ^ 8. (glauca L. -j- retusa L.) Wimm. 

'~ I 

43. $ >S. (glauca L. + WeigelianaWilld.) Anderss. 

44. ^ (^ 8. (grandifolia 8er. -f- incana Schranh) 
Wimm. 

45. $ 8. (grandifolia 8er. -[- purpurea L.) Kerner. 

46. $ ^. (hastata L. -|- herbacea L.) Laestad. 

4 

47. $ /S. (hastata L. -[- 8ilesiaca Willd.) Wimm. 

48. ^8. (hastata L. + Weigeliana Willd.) Wimm. 
(8. majalis Wahlenb.). 

49. $ (^ 8. (incana Schranh ~\- pur pur eaL.) Wimm. 



I 



Krause. 



23. $ >S, (caprea L. + Weigelia?ia Willd.) Wimm. 50. ^^^ >S. (incana Schranh + repens L.) 
fS. laurina Smith). 

24. % ^ 8. (ca;prea L. + viminalis L.) Wimm, (S. 

r 

I 

acuminata Koch). ' 



51. $ (5^ /S. (Lapponum L. + myrtilloides L.) Wimm 
(S.fusca Fries y 8. ver si folia Wahlenb.). 



25. ^ (^ 8. (cinerea L. + incana Schranh) Wimm, 
(8. Seringeana Qaud). 



52. ^ /S. (Ijapponum L. + repens L.) Wimm. 



, ■ 

53. $ (5^ S.(Lapponum L. -]- Silesiaca Willd.) Wimm 




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llli! 



II 



60 



$ S. (livida Wahlenh. -j- myrtillotdesL.JWtmm 

■ 

$ S. (Uvida WaJdenb. -|- nigricans Sm.) Fid 
^runner. 

L ■ ■ 

% S. (livida Wahlenh. -}" J^UT])urea L.) Wimm 



$ 8 JlividaW ahlenh 



L.JFid 



J 



^ B. (myrtilloides L. -]- repens L.) Wimm. (S. 

L 

nmarJcica Willd.). 



^ <^ S. (nigricans Sm. + Tfe^Vj^Zmna m'M) 



Wi 



? (5^ 8.(purpur€a L. + re^erw i.; T^/^^^. (^^ 
Doniana Sm.). 



--. 



^ (^ S. (myrsinites L. ~\- nigricans Sm.) Wimm 

(S. punctata Wahlenh.). 

$ S. (nigricans Sm. -j- repens L.) Heidenreich 



§75 



Auch ternare Weidenbastarde sind 



meine Versuche die Aufmerksamkeit auf 



WiMMER's noch im Rtickstande ist, 



^^S. (purpurea L. + Silesmca Wtlld.) Wimm. 
^ ^ S. (purpurea L. + viminalis L.) Wimm. 
(S. rubra Buds., S. Helix L, S.fissa Hoffm.). 
$ ^ 8. (repens L. + viminalis L) LascTi. 
^ ^S. (triandra L. + viminalis L.) Wimm. (S. 
mollissima Ehrh., S. Jiip)pophaifolia ThuiUier). 

Freien bemerkt worden, nachdem 

Da der sie betreffende 
habe ich das nachfolgende 



elenkt 



Verzeichniss der spontanen ternaren Weidenbastarde mit Hilfe seines reichhaltio-p tt 



selbst entworfen 




^ 



J 






I >l 



Verzeichniss der spontanen ternaren Weidenbastarde. 



TVimm., S. longifolia Host.) Die 



viminalis i.] + 
wiederholten Ver 



L') Wichu 




dasy dados 



gen, sind leider erfolglos geblieben (cf. § 14 



denselben Bastard ktinstlicl 



I zu 



8 



2 



61) 



$ S. {[aurita L. + repens X.] -f imrpurea L.) Wimm. von Margareth bei Breslau 

merea -[- repens-\ + purpurea) Wimm. 



Hierlier geliort, wie icli glaube, audi die c? iS. ([ 
von Lilientlial bei Breslau^). Wenn icli hier von < 



WiMMER's abweiche 



bin icli dazu durcli die Betrachtung veranlasst worden, dass man in einem 







:pl 



Bastarde ^[4 anerea von ^,'4 aurita niclit melir unterscheiden kann und dass 1 ^ 



(aurita + repens) 




namentlich b 



gefunden worden, S. (cinerea + repens) aber selir selten ist, ,S. (aurita + repens) 



g 



Conj 



Ftir 



1 






purpu 



achsenen Filamente. die in den kiinstl 



1-^ 



diicirten Basta 



&(?[ 



purpurea] + c? 



bis 
mit 



1 



0§i4 



purp 



lesiaca] -f- ^ [viminalis -\- purpurea'\) I. 26 



aS. (? [Lapponum 



Si 



de die S. purpurea 



11 



Ware also in unserem Ba- 



b 



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S. {[purpu 



1 



) Flora 1854, S. 1 sqq. 



2) Wimmer iin 39. Jahresbericht (nicht Abhandliuigen) der Schleslschen vaterl. Gesellschaft pro 1861 S 



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61 



+ repeals] + 



;) Oder S. ([cinerea + purpurea] + repens) der 



de, so 



mtissten nach jener Analogic die Filamente auch frei sem 

3. $ <^ S. ([repens L. + viminalis L.] + cinerea Z.) 
und bei Tilsit von Dr. Heidenreich entdeckt. 



W 



bei 



SCH 



4 $ (? /S. (ff^p^ws Z. + viminalis LI] + tim^Ya i.) Heidenreich 



5. ? c5^ /S. ([repens L. + viminalis L.] + 



Wahlenb.') Heidenreicl 



6 $ c5^ S. ( [r^»6ws X. + viminalis L.] + copr^a X.) Heidenreich 



7. $ ;S. ([repens L. + 



i.] + purpurea L.) Heidenreich 



No. 4 



7 sind sammtlich von Dr. Heidenreich bei Tilsit gesammelt word 



8 $ S (IcapreaL. + Weigeliana Willd.] + cinerea L.) Wimm. (S.tephrocarpa Wimm.) 



bisher 



dem botanischen Garten in Berlin bekannt 



9 $ /S. ffcapfm L. + Silesiaca Willd.] •{• purpurea L.) Wich. (S. [caprea L. + pur 



purea X.]) W 



Von Tannliausen in Schlesien 



RAusE Herbarium 



Salicum unter No. 53 ausgegeb 




76 



Ob es vielleiclit auch vier- und flinffach 



Weidenba 



Sclion die Bestimmmiff der 



starde im Freien giebt, bleibt dahingestellt. 

lasst mannichfaclien Zweifeln Raum, und ist mehr oder v^eniger probleniatisch, die aus 



mehr Factoren zusammengesetzten Bastarde aber sind, v^\q wir ob 




en 



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m 



'gleiclien hochst zweifelhafte 



ria7ia 



Willd. (S. hicolor Hortidanorum) , 2. S. Guseniensis Forbes, 3 



(C 



1. S. Sckrade 
ipidaris Smith 



4. S. Calodend. 
Bastarde an sic 



Wimm 



5 . S. ho lose? 



Willd 



Sie alle tragen den Clia 



d 




Verwandtscliaften, namlich No. 1. mit S. Weige 



liana, No. 2. mit S. nigricans. No. 3. und 4 
cinerea, ihre eigentliclie 






(caprea + viminalis) und No. 5. mit /S. 



Natur und Zusammensetzung ab 



bekamit. Jeden- 



die Zahl der bisher aufgefundenen spontanen Weidenbastarde eine sehr bedeu 



tende und selbst die als bastardreich bekannten Geschlechter der H 



Cirsien und 



Verhascen sind mit den Weiden 



b 



Dabei ist unsere Kemifcniss 



von 



der Sache noch eine verhaltnissmassig neue. Bin 



Theil 



Floreno-ebiets ist in Bezug auf Weidenbastarde noch unerforscht, und 



teren S 



n 




11 



ewiss noch eine nicht unbetrachtHche Zahl neuer, in unserem Verzeichniss 
ihrter wildwachsender Weidenbastarde kennen lernen. 
Die Bastarde unterscheiden sich von den echten Arten in ihrem Vorkomme 



durch einige Eigenthtimlichkeiten 
zweier verschiedener Species konn 



Als Producte der 



geschlechtlichen Vermischung 



b 



da entstehen, wo diese Sp 



so 





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62 



achsen, dass der Pollen der einen Species zu dem Ovarium der ande- 
Dieser Nothwendigkeit folgend sehen wir die intermediaren Formen 



/ 



ren gelangen kann. 

immer in Gesellschaft der Pflanzen wachsen, in deren Merkmale sie sich theile 
ders lekrreich sind in dieser Beziehung die Bastarde, welche weit verbreitete 
Arten von beschrankterem Vorkommen bilden 



Beson- 



S. cinerea, aurita, purpurea, daphnoides 



o 



den Orten scheinbar in S. incana liber, wo letztere vorkommt 



D 



1 

cliarakteristische Mittelform von S. Lapponuni und myrtilloides a-ehort den 



Sumpfen an, wo beide Stamm 



S. canescens Fi 



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die 



Bastarde von S. Lapponum einerseits und S. cinerea, aurita, caprea andererseits in sieli 



beg 



'•) 



S. Lapponum in die holier gelegenen Theile Scandinaviens nur so weit 



die Verbreitungsbezirke der anderen drei Species reichen 



— Die Form, welche der 
purpurea) entspricht, aber statt mit cinerea eine grosse Verwandtschaft mit 
aS. Silesiaca zu erkennen giebt, ist bisher nur in dem schmalen Giirtel unserer Schlesischen 



S. (i 



Gebir 




worden, wo S. pwpurea und S. Silesiaca sich b 



Das Vo 



kommen der S. (aurita + myrtilloides) beschrankt sich in Schlesien auf die wenio-en O 



wo >S. myrtilloides wachst 
Mittelform en doch nicht f 



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Wer dieser deutUchen Fingerzeige ungeachtet jene 
sondern ftir echte Arten halt, wird zunachst fiir die 



Theorie einer neuen Schopfungs- und Fortpflanzimgs-Geschichte der Ge^= 







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welche das eigenthumliche Vorkommen dieser angeblichen Arten erklart 
78. Ein zweiter wichtiger Unterschied zwischen Bastarden und echten Arten lieo- 
in der Zahl ihrer Individuen. Vergegenwartigen wir uns die Verhaltnisse, welche be 



und Fortpflanzung der Bastarde obwalten, so fmden wir dieselb 



umfangreicheren Verbreitung der Bastarde im hochsten Grad 



D enn 




Jede Sp 



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wird. nimmt 



nur die Befruchtung des eigenen Poll 



die gleichzeitig mit eigenem und fremdem Pollen bestaubt 

5ns, nicht die des fremden an (cf. 
19). Wenn daher auch die Insecten von einer bluhenden Weide zur anderen den 
Bluthenstaub tragen, so entstehen doch keineswegs liberall Bastarde, wo fremder Bliithen- 
staub auf die weibliche Narbe gelangt, sondern nur da, wo dies mit Ausschluss des 
eigenen Pollens geschieht. Dieser Fall kann nicht gar haufig vorkommen, da die Wei- 
den meist gesellschaftlich wachsen, eigener Pollen mithin den Ovarien selten fehlen diirfte. 
Die Bastardbefruchtung gehort also in der freien Natur zu den Ausnahmen, und die 
Wahrscheinhchkeit, dass jedes Ovarium durch seinen eigenen Pollen befruchtet wird, ist 
um so grosser, als die Differenzen in der Bliithezeit der einzelnen Species, wenn sie auch 










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zum Theil gering sind, in Bezng auf gegenseitige Befruchtung doch eine g 



Trennung bewirken. 



Weidenbastarde sind zwar in der Regel im Stande sich durch Befruchtung mit 



dem eigeneii Pollen fortzupflanzenj aber docli nur durch 



Verminderung ihrer g 



Kraftigkeit (cf. 




23,47). Schon 



diesem Grunde konnen 



Vermehrun 



Samen mit den echten Arten nicht gleichen Schritt halten 




Ab 



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OELREUTER^S 



auch ] 
und G 



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[•e Grunde machen dies unmoglich. Demi es ist durch 
Versuche (cf. § 24) festgestellt, dass der Bastard den Pol- 



len der Stammeltern leichter annimmt als den eigenen. Nun wissen wir, dass die mann- 



lichen Pflanzen bei der grossen Mehrzahl der Weidenbastarde seltener sind als bei 



Arten (cf 




") 



wir haben 



dass der 



Bastarde 




liberhaupt fruchtbar ist, einen e-evvissen Procentsatz unfruchtbarer Ko 




Fruchtbarer BastardpoUen ist also viel seltener in der Natur 



fruchtbar er Pollen der 



Sp 



Die Vermuthung streitet daher mifc liberwiegender Wahrscheinlichkeit dafiii 



5 



dass der Weidenbastard statt mit dem eigenen Pollen mit dem einer seiner Stammarten 

V 

befruchtet wird, und da sich dasselbe Verhaltniss in den weiteren Generationen wieder- 
holt, so ist es, wenn ein Bastard sich liberhaupt fortpflanzt, wahrscheinhcher, dass er all- 
mahhg zu einer der beiden Stammformen zurlickgefuhrt, als dass er in seiner eigenen 
Gestalt unverandert, wenn auch nur eine Zeitlang erhalten wird. 

4) Unterliegt hiernach auf Seiten der mannlichen Pflanze die 




Ver- 



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dies nicht minder von der weib- 



lichen Pflanze. Wir haben gefunden, dass einzelne Bastarde ganzHch unfruchtbare 



rien 



haben (cf. § 51). Diese konnen sich also geschlechthch gar nicht fortpflanzen. 



Anclere brin 



Samen. mid 



die 



chtbarsten Bastarde fructificiren 



nicht ganz so reichhch wie die echten Arten. In der geringen Zahl der Samen der Bastard 

die ihrer Vermehrun 



•) 



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pflanze lernen wir daher eine fernere wichtige Thatsache 
hinderlich werden muss. 



Endhch aiebt es, namentlich auch bei den Weiden, einzelne Bastarde, die nicht 




bios in den Geschlechtsorg 



sondern 



ch in ihrer veg 



b 



erne 



Schwache an den Tag legen (cf. § 54). Wachsen dieselben also mit den Stamm- 
ier anderen echten Formen zusammen, so werden sie von diesen iiberwuchert 

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1 und nach p-etodtet 







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79 



Ans alien diesen Umstanden lasst sich mit grosser Zuverlassigkeit der Schluss 



ehen, dass Bastarde in der Natur selten sein mtissen, und 



That 
6 



Nehmen wir die Bastarde 



+ 



ilis) (B. castoreus Laest.) 



ans, die wie manclie Hieracien, Carices oder Euhus 



sprossnn^ zahlreich vermehren, so sind sie tiberall seltene Erscheinnn.en. 



Wur 



Weidenbastarde sind es, manche jedoch mehr, manche weni^errirSch^n ^ag 



die 



^^^ ^l^QQ Weidenindividnen Ein Bastard komm 

+ fragilis) verglichen mit den 



1 



100 



S. (purpm 



I 



(aurita + repens) wie 



Individuen der 
viminalis) dlirfte 



Stamm 



S. (alba 



olmgefahr wie 



Verbal tniss wie 1 : 3 



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purpurea) 



5000, b 



bei S. (purpurea + repens) wie 1 : 1000 



s. 



b 



S. (triand 



S. (i 



'mhialis) wie 1 : 50,000 stellen. Docli 



maclien 



") 



Umrissen den 



Anspruch auf G 



m unseren Gegenden das Zahlenverhaltniss 



em 



Noch seltener in der freien Natui 



der Weidenbastarde und Arten 



mi 



com 



ich ancMhre Yerhaltnisszahl nicht einmal annaherungsweise zu bezeichnen wage! 

Griinde fiir die verschiedene Individuenzalil der verschiedenen 



dalier 



80 



binar 



Im AUgemeinen kann man sagen, dass We 



chwierig, da hierbei gewiss melirere Ursaclien zusammenw 



5 



im Gemeno-e wachsen 



die obngefalii 






g bltihen 



Bastarden produ 



als Arten, bei denen diese Bedingungen nicht zutrefFen. 



Individuenzahl von 



S. (alba 



+ fragilis), S. (purpurea + viminalis), S. (aurita + repens), S. (caprea + viminalis) wei 

^^^^^^ fehlen, wo iiberliaupt ihre Stammeltern vereini^t vorkom 



men 



den verlialtnissmassig liaufigeren Bastard 



S. (fragilis 



o " -o-^^^^ ^.^u.-xva^x. gouuicii lerner: ;^. (fragihs -]- pen 
tandra), S. (purpurea + repens). Wegen des besclirankteren ZusammentrefFens der Stamm 



arten nur in einzelnen Ge 



sind: S. (Lapponum 



Waldregion Lapplands, S. (caprea + Silesiaca), S. (aurita -f Silesiaca) 
Schlesiens , S. (aurita + incana) in der Schweiz und im siidliclien Tli( 
Zu den seltneren Bastarden gelioren die der S. cinerea S. 



myrtilloides) in der 



den Gebirg 



Weigeliana, S. nigi 



S elir 



selten sind die Bastarde der S. glauca, S. herbacea, S. mgrsinites und am seltensten die der 
S. triandra, wobei die ziemlich entfernte Verwandtschaft dieser Weide zu ihren Stand- 



's 



Betracht zu ziehen sein dtirfte 




81. 



Sicher ist es, dass in einzelnen beschrankten Localitaten 



z. B. in sumpfigen 
Ausstichen, Sandbanken, an Flussufern etc. eirizelne Bastarde zuweilen in grosserer Ind'- 



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viduenzahl zusanimenwachsen. So in Preussen S. (repens + viminalis), bei uns aii 



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Pluistifef if iiS. (purpurea + viminalis) und in Siimpfen /S. (aurita + repeals), S. (purpurea 
+ repens). Von aS. (Lapponum + myrtilloides) (S. versifolia Walilenh.) sagt Anders son ^), 

I 

dass sie an einigen Orten der Waldregion Lappland's sich in Menge fmde und ihre 
angeblichen Eltern, S. Lapponum und >S'. myrtilloides stellenweise sogar an Zalil der 



Individuen libertrefFe. Um dieses zalilreicliere Vorkommen einzelner Bastarde an 
gewissen Localitaten zu erklaren, glaube ich an eine bisher wenig beaclitete biologische 



enthumliclikeit der Weiden ankniipfen zu mils sen. Die Wei den ko 



es namlich 



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icht vertragen, von anderen Gewachsen beschattet zu werden. Sie gehen ein, wenn 
aume in ihrer Nachbarschaft heranwachsen und ilire Aeste iiber sie ausstrecken, und 



^ 



keimende Weidenpflanzen verktimmern^ wenn sie zwischen anderen ^ obschon ganz 



edrio^en Pflan 



sich befmden 



chte und dab 



Veg 



entblosste 



Flachen Landes, wie sie bald durch menschliclie Arbeit, bald durch Zuriicktreten des 
Wassers nach Ueberschwemmungen hervorgebracht werden, sind die ftir den anfliegen- 
den Weidensamen geeigneten Localitaten; doch nur im ersten Jahre, denn im zweiten 

wird wegen der im vorangegangenen herangewachsehen Vegetation der Weidensamen 
an denselben Orten schon niclit mehr keimen. So werden also die in irgend einer Nie- 
derune: oder an einer bestimmten Stelle des Fliissufers befmdlichen Weiden mit wenisren 



Ausnahmen alle in demselben Jahre aus Samen aiifgegangen sein. 

zur Zeit der Besamuna: in der Nahe weibliche Weidenstrancher. die ^etrennt von ihren 



Befanden sich nun 



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Mannclien auf die Befruchtung durch eine fremde Species angewiesen waren, so werden 
in solchen Localitaten gleichzeitig eine Menge Bastardindividuen aufwachsen, ja es kann 
vorkommen, dass die Species in geringerer Anzahl als die Bastarde vorhanden oder 
auch wohl ganz verdrangt sind. Dies sind jedock seltene Falle. Viel haufiger sind 
weite mit Weiden dicht besetzte Strecken, auf welchen unter tausenden von Individuen 
auch nicht ein 



Bastard gefunden 



wird, was eben so von Zufalligkeiten bei Besamung 



dieser Strecke abhangt, wie in dem anderen Falle die verhaltnissmassig grosse Zahl von 
Bastarden; 

§ 82. Auch Bodenbeschaffenheit und Klima konnen vermehrend oder vermindernd 
auf die Zahl der Bastarde einwirken. Das lange Fruhjahr unserer gemassigten Breiten 
riickt die Blilthezeiten der einzelnen Weidenspecies auseinander, und ist deshalb der 
Bastardbildung hmderlich. Der rapide Verlauf des nordischen Friihlings begiinstigt sie, 



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1) Salices Lapponiae. Upsala 1845, p. 64 



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Aveil er das Bliihen der Weiden auf einen kurzen Zeitraum zusammendr 



Grosse dieses Unterschiedes zu 

bef^innenden und durch langsameii 



Urn die 



wird ein Beispiel gentigen. In dem allerdings 

ausgezeichneten Friilijahr von 1863 



bliilite bei Breslau S. caprea urn den 15. Marz imd S, pentandra, cii« uie letzte urn 
20. Mai. " ^ ^ ^ o . , 5 



den 



Zu Qiiickjock in Lulea-Lappmarken fand ich am 29. Juni 1856, dem Tage 
meiner Ankmift, S. caprea mit eben abtrocknenden Narben, und schon am 8. Juli begann 
S. pentandra zn bliihen. Die Bliithezeiten beider Weiden, die bei uns re-elmassi- wohl 



um 



Wocheii auseinander liegen^ Avaren in Lappland nur durch 



der 



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nachweisen 



des Terr 



Aehnliche Verhaltnisse werden sich bei uns im hoheren 



5 



ch tritt hier als b 



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Umstand 



verzogert, an den 



bescUeuni 



nordlichen Lelmen wird die Bllithe der We 



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und zu Bastarden sich vereinigen, die in der Eb 



konnen daher im Gebirge Arten gemein 



Scliwieri 



mit 



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83 



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dei 
die 




begreiflicher Weise in einzelnen beschrankten Localitaten auch 
Stecklinge die Zahl der Bastarde liber das gewohnliche Mass hinaus vermehrt wer- 
Namentlich kommt dies vor bei ^^ (alba + fragilis) und ;S. (fragilis + pentandra), 
' ' ' Stammarten zur Einfassung von Landstrassen benutzt werden, so wie bei 



man aber bei dem 



der zu Korbflechtereien tauglichen S. (purpurea -\- viminalis) 

Pilanzen der Stecklinge ganzlich unbeachtet zu lassen pflegt, ob man einen Basta 1 

diese Weise fortpflanzt, so wird im Grossen und Ganzen das Zahlenver 



Bastarde und 



ge Emgriffe der Cultur 



Storung erfahren; denn in demselben Masse als die Species hau 
Bastarde, werden sie auch haufiger zu Stecklingen verwendet werden 



ger sind wie die 



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VIII. SYSTEMATIK DER WEIDENBASTAEDE. 



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§ 84. Ihres sparsamen Vorkommens ' ungeachtet liaben die Weidenbastarde lange, 
bevor man ihre Natur kannte, die Aufmerksamkeit der Botaniker auf sich selenkt. Man 



hielt sie fiir Species oder Varietaten, und nur bei einzelnen, z. B. S. rubra Huds., S. am- 

^ 

bigua Ehrh., S. Russeliana Koch, wurde von einzelnen Autoren auf die Moglichkeit, dass 
sie Bastarde sein konnten, hingewiesen. Erst dem kritischen Scharfsinn Wimmer's war 



vorbehalten, die ganze Wahrheit zii entdecken 



Theil der anarebliclien 



Species in das Bereich der Bastarde zu verw^eisen, und eine nicht unbetrachtliclie Anzahl 

^ 

neuer Bastarde den schon bekannten liinzuzuftigen. Nachdem es mir gelungen ist, die 
S. (caprea + viminalis) Wimm. (S. acuminata Koch) , S. (purpurea + viminalis) Wimm. 
(S. rubra Huds.) und S. (cinerea -{-purpurea) Wimm. (S. Pontederana Host.) und ebenso 
die S. {caprea + daphnoides') Kerner und S. {cjrandifolia + purpurea) Kerner durcli kiinst- 
liche Befruchtung aus ihren Stammpflanzen herzustellen, und nackdem sich ferner heraus- 
gestellt hat, dass die spontanen Bastarde gleich den kiinstlich erzeugten unregel- 
massigen Pollen besitzen- 



diirfte jeder Zweifel an der Richtigkeit der Ansichten 



W 



MMEE's um SO mehr beseitigt sein, als nach den vorangegangenen Abschnitten interme- 
diare Gestalt, ausschliessliches Vorkommen unter den Arten, in deren Merkmale sie sich 
theilen, und geringe Zahl der Individuen, aus vi^elchen Umstanden Wimmer die Bastard- 
natur der Weiden folgerte, Pramissen sind, die den daraus gezogenen Schluss in der That 
rechtfertigen. 

Fiir die angenommene dreifache Zusammensetzung der im § 75 unter No. 1—9 auf- 
gefiihrten Weiden spricht die sehr stark unregelmassige Bildung des Pollens, ferner der 
gemischte Charakter ihrer Eigenschaften, der durch die Yoraussetzung des Zusammen- 
tretens von nur zvvei Species nicht geniigend erklart sein wiirde, endlich der Umstand, 
dass S. {caprea + viminalis), S. {aurita + repens), S. {repens + viminalis) und aS. {caprea 

Siksiaca)y die wir als Basis dieser ternaren Verbindungen anseheiij zu den fruchtbarsten 







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dass ihre Verb 



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dem Durcheinande 



aller dieser Sp 



cinerea, pw 



an den 



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in der That wahrscheinlich wird. 



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die Bestimmung von No. 1. 2 und 



8. Bei den librioen halte ich 



es 



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v^iesen, dass sie aus mehr als zwei Species zusammeno-esetzt sin 
tig, dass sie aus den bezeichneten drei Species bestehen ob ab 
L der Formel (a + b) + c oder (a + c) + b oder (b + c) + a 

( 

dtirfte doch noch nicht ganz ausgemacht sein. 



vielleicht 
die drei 



zusammen 



§85 



zu 



bestimmten 



Stelle, welche den Bastarden im Systeme 
on Allen anerkannten' Regel bislier nicht { 
Ende der echten Arten in besondere Abtheil 



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aumen 



Stammarten 



gt. Die meisten 
a zusammen oder 



Mir scheint es am Zweckmassigsten 



der Art abzuhandeln, dass man bei jeder einzelnen Species bemerkt 



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sie Bastarde bildet. Eine hiernach 



dnete Zusammenst 



5 



mit welcher 



g sammtlicher 



bisher 
^olgen, und 



bekannter spontaner binarer und ternarer Weidenbastarde lasse ich hier 

benutze zugleich die Gelegenheit, die echten Arten in natiirliche Gruppen zu brine d 

m, die bei der bisheri 
[I- Die ^ross gedruck 



liber die Bastarde noch manche einzelne Bemerkungen nachzuhol 



ememer 



ten numinerirten Namen geben die Aufeinanderfolge der Spec 
die Species zu erkennen, mit dehen die Art Bastarde bildet 



edruckt 



en 



Was die detaillirt 



betriflft, so verweise ich lediglich auf die nachstens erscheinende Mo 



der Weiden von W 



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86. 



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I. Classe. Binectarische Baumweiden. 



Nectarium der mannlichen und bei S. pentandra auch der weibhchen Bl-fh 



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und ein kiir 



zweige (d 



die 



amenta, gleichviel ob sitzend oder mit einem beblatterten Stiel versehen) und I 

die nur mit Blattern versehenen, nicht in einem Katzchen'si^rib 



(darunter verstehe ich 
scUiessenden Zweige) 



und BeschafFenheit der Laubblatte 



aub 



zweige vielblattrig; Bliithenzweige am Grunde mit wenigen, meist kleineren LaubbU 
versehen. Die Weiden dieser Classe wachsen vorzugsweise in der Ebene und bltihen spat 
Einen sehr weiten Verbreitungsbezirk, der sich vom siidlichen Europa bis nach Finmar 
ken erstreckt, hat S. triandra. Auch S. pentandra geht hoch an den Bergen hinauf un 
gesellt sich dort den subalpinen Weidenarten bei. 



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1, Abtheilung. Samen gross, Rinde selir bitter. 

1 . S. pentandra L. : 

2) fragilis, ziemlich verbreitet, b) alba, bisher wurde von diesem Bastard nur 
ein mannliches Exemplar bei Tilsit und eins bei Posen gefunden. Beider Pollen 
ist stark unregelmassig. 

2. h. fragilis L.: 

i a) pentandra V, h) alba^ selir verbreitet, Pollen des Bastards in hoherem Grade 

unre2;elmassig als der von fragilis selbst, c) triandray sehr selten, in Oesterreich, 



Bohmen, Siebenbiirgen. Pollen sehr unregelmassig. 

+ 

3; S. alba L.: 

^ 
\ 

a) ijentandra P, h) fragilis 2^ c) triandra^ sehr selten in Deutscliland 



2. Abtheilung. 



Samen sehr klein, Rinde wenig bitter, drei Staubgefasse. 



I 

4. S. triandra L.: 

r 

a) fragilis 2^ b) alba 3^ c) viminalisy selten in Schlesien, Bohmen, Die Mannclien 
stamraen von einem Exemplar im Wiener botanischen Garten. Der Pollen ent- 
halt nur sehr weoig potente Korner, d) cinereay nur 2 $ Straucher wurden von 



Kkause bei Breslau entdeckt. 



^ 



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II. Classe. Mononectarische Weiden. 



^ 



\ 



Mannliche nnd weiblicbe Bltithen haben nur ein hinteres Nectarium. 



Laubzweige 



/ 



vielblatterig, Bliithenzweige blattlos oder mit wenigen oft unvoUkommen entwickelten 
Blattern versehen, deren Zahl die der Blatter an den Laubzweigen nie erreicht. Die 

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Beblatterung der Bliithenzweige nimmt zu mit der spateren Bltithezeit der Arten. Ganz 
friih bllihende Arten haben am Grunde der Katzchen gar k6ine Laubblatter. Ich theile 
diese zahlreichste Classe nnserer Weiden in drei Unterabtheilungen, je nachdem sie der 
Ebene, dem Gebirge oder den Hochalpen angehoren. Es versteht sich von selbst, dass 
diese Grenzen keine scharfen sind, sondern vielfaltig in einander verlaufen. 



1. 



Abtheilung. Weiden der Ebene und des niederen Gebirg 



Von dies en 



to 



' I, 

S. caprea am hochsten an den Bergen hinauf und mis 



mit den Weiden der zweiten Abtheilun 



Auch S. livida und S, 



ziem- 



lich hoch 



S. incana liebt die Kiesufer der aus den hoheren G 



den Fliisse ebenso wird S. daplmoides im mittleren und siidlichen Deutschland nicht 



erosserer Entfernung vom Fuss der Gebirge gefunden werdeh. Die ubrig 



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den der Ebene und des niederen Gebirg-es, wodurel 



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gen mit den aus 



Wohnplatzen lierabsteigenden Weiden der zweiten 



Abtheilung nicht ausgeschlossen siiid. 



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5. S. purpurea L. : 

a) cinereay sehr vereiazelt und ziemlicli selten, kiinstlich erzeugt, cf. § 14, 1. 6, 
b) ca^reaj sehr selten, in Schlesien und Oesterreich, c) aurita, bei uns in Schle- 
sien etwas baufiger als die vorigen, d) livida^ nur bei Posen von Ritschl ent- 
deckt, e) Silesiaca, in den scblesiscben Gebirgen an mehreren Orten, f) gran' 
difoUay in Nieder-Oesterreicbvon Kerner gefunden, kiinstlich erzeugt, cf.1. 10, 
g) repensy ziemlich verbreitet, h) viminaUs^ bei uns einer der haufigsten Bastarde, 
kiinstlich erzeugt, cf. I; 7, i) mcana^ im siidlichen Theile von Schlesien und in 
Oesterreich selten. — Bildet spontane ternare Bastarde mit S. aurita und rer>ens 
reopens und viminalisy caprea und Bilesiaca^ § 75, 2, 7, 9, Der Pollen all dieser 
Bastarde, auch der binaren, enthalt einen starken Procentsatz unfruchtbarer 



Korner. 



§ 



6. S). viminalis L.: 



a) triandra 4% b) purpurea b^\ c) caprea, einer der haufigsten und kraftio-sten 
Bastarde, die ich kenne; unfruclitbare Korner des Pollens in gerino-er AnzaM 
kiinstlicli erzeugt, cf. I. 2, 3, 4, d) cinerea, viel seltener als die vorio-e und der 
Pollen viel unregelmassiger, e) aurita, an mehreren Orten Deutschlands o^efun- 
den, Unregelmassigkeit des Pollens nicht bedeutend, f) repens, in Schweden, 
Norddeutschland, haufig bei Tilsit. Im Siiden wahrscheinlich weo-en der welter 



'auseinander geriickten Bliithezeit der Stammarten seltener, oder gar nicht vor- 
handen. Pollen einer der regelmassigsten, der mir bei den Weidenbastarden 
iiberhaupt vorgekominen ist. — Bildet spontane ternare Bastarde mit S. caprea 
und cinerea^ cinerea und repens^ aurita und repens^ livida und repens caprea und 
repens, purpurea und repens, § 75, 1, 3, 4, 5, 6, 7. Kiinstlich erzeugte Bastarde, 
die in der freien Natur noch nicht beobachtet wurden, sind S. (^ Lapponum -f- 
^ viminalis) I. 8 und 8, (^ viminalis + c? daphnoides) I. 5. 

I ' 1 

7. /S. incana Scliranh: 

a) purpurea 5', b) aurita, Schweiz, Tyrol, Oesterreich, Schlesien, c) cinerea, in der 
Schweiz an mehreren Orten, in Oesterreich, Schlesien. Pollen sehr unresel- 
massig, besonders ausgezeichnet durch die grosse Zahl verwachsener Korner, 
d) repens^ in der Schweiz, selten. Pollen enthalt viele anomale Korner, e) daph- 



in Oes 

%difolia 



Pollen regelmassiger als bei den vorigen. 



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8. S. cinerea L 



a) triaiidra A\ b) ^urj>urea 5^ c) viminalis 6^ d) incana 7% e) repens, sehr selten, 
bisher nur in Schlesien ein Straucli, f) La^pjjonum, selten, in Lappland, g) caprea, 



in Schlesien und Oesterreich. W 



der Stamraarten wie die 



folo-ende schwer zu erkennen. Pollen unregelmassig, h) aurita, in Schlesien, 



Silesiaca, bisher nur in 2 $ 



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den, k) nigricans, in der Schweiz, Baden, Preussen bei Tilsit, selten. 
spontane Bastarde mit cinerea liefern S. viminalis und caprea, repens \ 
lis, cajprea und Weigeliana, §75,158,8. 



Tern are 



8. cinerea ist durch ihre mittlere Bliithe- 
zeit zur Bastardbildung sehr geeignet und bildet wahrscheinlich deshalb eine 
o-rosse Zahl von Bastarden, die aber dessenungeaehtet immer nur sehr verein- 
zelt auftreten. Im Pollen ihrer Bastarde sind die monstros grossen Korner 
besonders haufig. 8. Seringeana hat Pollen, Blattgestalt und Bluthezeit mit den 



S.(caprea + incana) nicht fur gerechtfertigt und bin zu seiner alt( 
dass sie ein Bastard von S. cinerea und incana sei, zuruckgekehrt. 



9 . S. aurita L. : 



b) 



Hoh 



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land, der Schweiz, in den Sudeten, f) Silesiaca^ in der inittleren 
Sudeten, wo die Stammarten sich begegnen, nicht gerade selten, hat einen sehr 
vollkoinmen entwickelten Pollen mit verhaltnissmassig wenigen unfruchtbaren 
Kornern, g) caprea, Schlesien, Mark -Brandenburg. Pollen ziemHch regelmas- 
sig, h) repens, einer der verbreitetsten Bastarde, ebenfalls mit ziemlich voU- 
kommen entwickeltem Pollen, i) livida^ in Preussen, Litthauen, Posen, Gross- 
herzogthum Baden. Pollen enthalt ziemlich viel unfruchtbare Korner, 
k) myrtilloidesj in Schweden und Schlesien. Pollen noch unregelmassiger als bei 
der vorigen. —r Bildet spontane ternare Bastarde mit 8. purpurea und repens, 
repens und viminalis, §. 75, 2, 4. 



10. S. caprea L.: 

purpurea 5^^ b) viminalis %% c) cinerea 8^^ d) aurita 9^^ e) repens, in der Neu- 
mark und in Schlesien, wahrschelnhch wegen entfernter Bluthezeit der Stamm- 
arten selten, f) daphnoides, von mir kiinsthch producirtcf.I. l,spater entdecktesie 




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difol 



plare gesehen zu haben. Pollen stark unregelmassig, g) gra'i 
reich, anderwarts, wo iiberhaupt die Stammarten zusammen wachsen, wegen 
Aehnlichkeit derselben wohl nur iibersehen, h) Silesiaca, in den Sudeten. 
Unreo-elmassige Korner sind im Pollen enthalten, aber nicht zahlreich, i) Lap- 



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72 



jjonum^ in Lappland, Norland, selten, k) nigricans^ in Baden, selir selten, 1) ►^^'^' 
geliana^ in Lappland, bei Petersburg, selten. — Bildet spontane ternare Bastarde 



Weigel 



purea und Silesiaca^ 



75, 1, 6,8,9. 



k) myrtUloideSy in Pitea- und Tornea- 



11. S. repens L.: 

^ 

a) purpurea 5^^ b) vimmalis 6^^ c) incana l^y d) cinerea 8% e) aurita 9^^ f ) car>rea 10% 
fy) Lapponum^ in Pitea-Lappmarken, selten, h) nigricans^ bei Tilsit in Preussen, 
selten, i) livida^ Baden, Posen, Konigsberg, Tilsit. Pollen stark unregelmassig 

o-leich dem von S, {purpurea -[- viminalis) 

r 

Lappmarken. — Bildet spontane ternare Bastarde mit 8. p>ur])urea wndi aurita^ 
cinerea und viminalis^ aurita und viminalis^ livida und viminalis^ cajprea und ^•^*7n2*- 
naliSy purpurea und viminalis^ § 75, 2, 3, 4, 5, 6, 7. 

r 

12. a . livida Wahlenh . : 

a) purpurea 5% b) aurita 10'^ c) repens \\\ d) myrtilloides^ in Lappland und Lit- 
thauen, selten, e) nigricans^ in Baden und bei Tilsit, selten. — Bildet spontane 



ternare Bastarde mit >S. repens und viminalis^ 



75, 5. 



Kiinstlicli erzeugt wurde >S, (^$ viminalis ^ ^ dapli 



13. aS. dapJinoides YilL: 

a) incana 7% b) caprea 10^ — 
noides) I. 5, 

14. S. pruinosaWendL 

Bastarde von dieser "Weide, die bei uns in Schlesien nur durch Stecklinge 

r 

verbreitet zu sein sclieint und in den ostlichenTheilen Europas ihre eigentliche 
Heimath haben diirfte, sind nicht bekannt. 



2. Abtheilung. Weiden der Gebirge und niedrigen Alpen. 

4 ■ 

Die Bedingungen des Vorkommens' dieser Weiden 
es fmden mannichfaclie locale Beriihrungen zwischen 



selir yerschieden 



und 



Arten 



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und dritten Abtheilung 



F 

S. lanata kommt nur im holien Norden 



S. 



myrtilloides bewohnt die Hoclimoore, steigt aber bis in diQ oberscUesische Eb 
Mnab. S. Lapmnum, bei uns subalpin. 



findet sich im Norden auch in der 



C 



q3 a - 



S. Silesiaca ist der montanen Region der siebenbtirgischen und ungarisclien 

then und Sudeten eigenthlimlich und wird in den stiddeutschen und schweizer Alper 

durch die ahnhche S. grandifolia ersetzt. S. Weigeliana ist vorwiegend nordisch 



> 



ndet sich aber g 



elt auch imHarz und 



dem hochsten Kamme de 



Sudeten. In Lappland steigt sie bis in die Waldregion hinab. S. nigricans, die fast 
eben so hoch wie Weigeliana an den Bergen emporsteigt, ist noch im Stiden unse- 



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res Gebietes weit verbreitet und daselbst in- den hoher gelegenen Ebenen zu fmden. 
S. glauca hatte vermoge ihres Vorkommens eben so gut der folgenden Abtheilung 

komien- docli geht audi sie bis in die Waldregion Lapplands 




It werden komien • 

und unterscheidet sich llberdies 



den hoclialpinen Weiden durcli 



Wuchs 



Aus 




h 

Griinden habe ich geglaubt S. hastata 



Abtheiluns: mit einreilien zu miissen 



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15. S. my rtilloides L.: 

a) aurita 9^'; b) repens IP^ c) livida 12'^^ d) Lap^ponum^ gehort im Norden zu den 
haufigeren Bastarden. In Lappland, Norland, Finmarken, Litthauen. Pollen 
stark unregelmassig, mit dem von 8. {"purpurea -f- viminalis) etwa zu vergleichen, 
e) glauca^ in lierjedalen, selten. 

16. S. SilesiacaWilld.: 

r 

a) pwyurea 5% b) cinerea ^\ c) aurita ^% d) caprea 10% e) Lapponum^ im Rie- 
sengebirge an mehrere'n Orten. Pollen sebr regelmassig, doch als Bastardpol- 
len immer nocli zu erkennen, f ) hastata^ Oesterreich. Schlesien, selten. — Bildet 
spontane ternare Bastarde mit S. caprea nud purpurea^ § 75, 9, 

17. S. grandifolia Seringe: 

I ■ 

a) incana 7% b) caprea 10^^ c) glauca , in der Schweiz an mebreren Orten, 
d) purpurea 5^. 



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18. /S\ Lapponum L.: 

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I i 

a) cinerea 8% b) aurita 9^^ c) caprea 10'^ d) repens 11^^ e) myrti 



f ) Silesiaca 16^^ g) Arhuscula^ in der Schweiz, selten. 



Ver 



15 % 

audi die 



$ Lapponum 4- (^ 



^ 



19. /S. nigricans Smith: 




r 

cinerea 8% b) caprea 10% c) livida 12^^ d) glabra^ in Nieder-Oesterreicb, selten, 
e) glauca^ in Lappland, selten, f ) myrsinites y in Finmarken, Luliea-Lappmarken, 



& 



Weigel 



h) repens IP. 



20. S. Weigeliana Willd, — /S. pJiglicifolia L. (Fries, Andersson et aliorum). 

i 

4 

a) caprea \0% b) nigricans 19% c) ^/awm^ Lappland, selten, d) ^a^^ato^ Lappland, 
selten. — Bjldet spontane ternare Bastarde mit S. caprea und cinerea^ § 75, 8. 

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21. S. /«?^«^^ -^• 



Nabert sich in manchen Forraen der 8. hastata. Dass aber diese Mittelfor- 



men 



Bastarde seien, kann noch nicht als 



erwiesen angesehen werden. 



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22. S. glauca L.: 



««..,, selten m P.tea.Lapp„,.rken, f) „„.„^ i, j„ Schweil, selten. ' 



e) myr- 



23. >S\ hastata L. : 

a) Silesiaca 16^^ b) 

3. Abtheilung. Weiden de 



Weigeli 



c) /^erJacea, in Lappland, selten. 



Sammtlich von niedrip:em 



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b 



herab 



S. glob 



steio't 



von diesen am tiefsten 



Ueber die Verbreitunff der S crip^m \^i w^a i^f ^ . . 

. . , ^. ^ ^ ^- ^^^^^^^ 1^^ "^is jetzt nocli wenig bekannt 



leicht wtirde sie richtiger der 

24. S. glabra Scot 



Viel 



gereiht worden sein. 



2^) nigricans 19^ b) retusa, auf dem Schneeberg bei Wien, selten. 

25. S. myrsinites L.: 

a) nigricans \^^, b) glauca 22\ 

26. aS. Arhuscula L.: 



JLapfjonuni 18^. 



27. S. pyrenaica Gouan. Keine 



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Kiinstbch erzeugt ^vurde 8. I 9 v4r5M9r?/;^ -L ^ 

V -:?i ^rouscuia -\- ^ purpurea) I. 9 



28." S. caesia Yill. 



Keine. 



HI. Classe. 



Binectarische Zwergweiden der Alpen-Reg 



ion. 



Bluthen- und Blattzweige haben gleicb viel nnd gleich voUkommen entwickelte I n.h 
31', 2—4 an der Zalil. S. reticulata i«f «nv..i.i .. ^.,._ ^^^eite Laub 



Bluthen durch ein becherformiges, amRande getheiltes Nectari 



blicl 



d 



anderen Weiden 



Abtheilung 



o 



chnet 



ein liinteres langeres und ein vorderes kiirzeres 



Nectarium b 



Charakte 



mannlichen Bluthen zwei Necta 
ie weiblichen Bliithen 



ab 



em 



S. herbace, 



die sjmpodienartige Verkettung der Jahrestriebe, deren jeder mit 



polaf 



vier Laubblattern versehen, an 
obersten Laubblattes die Knosp 



ge auswachst 

29. S.r 



Spitze ein Katzchen tragt, und in dem 
ackelt, die im nachsteu JahrP 7,,im nf^i 




L.: 



a) glauca 22^^ b) glabra 24 

30. S. herhacea L.: 

hastata 23 ^ 



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31. S. polar is Wahknb. Keine. 

32. 8. reticulata L. 

N. J. Anders SON fiihrt in den Salices Lapponiae^) eine S. Jiastata- 
reticidoides auf und bemerkt dazu: „Fruticein minimum repentem, nodoso-ramo- 



Q 



Habitu haud male 



S.reticulatam referens,fructibus tamen et amentis lateralibus ad hastatam aperte 
pertinet." Ob sie indess ein Bastard von S. hastata und reticulata sei, wage ich 
nicht zu entsclieiden, da mir die Pflanze niclit vorliegt. 




87 



Ich schliesse hiermit die Aufzahlung der ecliten Arten und Bastarde und 



kniipfe daran nocli einige mehr in's Einzeine gehende Bemerkungen liber das gegenseitige 



verwandtschaftliche Verhaltniss der europaisclien Weidenarten, well die Kenntniss dieser 
Beziehungen die unentbehrliche Grundlage fiir die im § 89 sqq.folgenden Betraclitungen bildet. 

in welclie wir die Weiden gebracht 



Was zunachst die drei Hauptclassen betrifft, 



haben, so sind dieselben scharf beerenzt und konnen bis zu einem oewissen Grade 



b 



als 



natlirliche Abtheilungen angeselien werden. Erhebliche Scliwierigkeiten aber stellen sick 



einer weiteren systematischen Gliederung, namentlich der artenreichen Classe der Mono- 
nectarier entgegen. ' Bei der grossen Uebereinstimmung des Bliithenbaues und der vege- 
tativen Verhaltnisse dieser Weiden wird es kaum mogiich sein, sie in natlirliche und 
zugleich einigermassen scharf begrenzte Unterabtheilungen zu bringen. Die in dem obigen 



Verzeichniss versuchte Eintheilung derselben nach dem Standort hat fiir unsere Zwecke 

'ine-t, die mehr oder weniger 



eine 



Bedeut 




eil sie die Arten 



ammenb 



emeinschafthch wachsen und somit wenig 



durch Ver 



des Stand- 



b 



erhindert sind, ab 



") 



ist diese Anordnung nicht, Man wird, wie ich glaube, darauf verzichten miissen, die drei 
Hauptclassen der Weiden in naturgemasse Unterabtheilungen zu bringen und nur gewisse 
nahere verwandtschaftliche Beziehungen einzelner Arten werden hervorzuheben sein. 




88 



Es giebt aug 



b 



Oder Drillings - Species von mehr oder 



weniger verschiedenem Verbreitungsbezirk, aber sehr lib 



D 



sind: S. alba und fragilis, S. daplinoides imd jwuinos a, S. Silesiaca wad grandifoU 



S. cinerea, caprea und aurita, S. herbacea und pol 



Suchen wir nach weiter entlegenen 



Verwandtschaften, so lassen sich S. nigricans und Weigeliana, S. lanata mit daphnoides und 
pruinosa, S. Silesiaca und grandifolia mit cinerea, caprea und aurita verbinden, 



d 



sich 



1) I. c. p. 50. 



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aus 



)ch weiterer Feme aS. Lapponum zngesellt. 
Verbande stelien ferner die alpinen niedrio 



In einem 



chaftlich 



mit stark beblattertem Katzeh 



mj 



ander 



die 



■ 

8. hastata, glauca, glabra 



Weideu 



pfb 



/ 



hides in ilirem niedrigen Wachsthum und 



schaftliclies haben, das in minderem Grade bei 8 



en Arten: S. rep 
em habituellen Ve 



Arhiiscula und 
-?a und myrtil- 



r 



wie jene ausschliesslich darauf beschrankt 



Su 



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liber den Binectariern biklen sie ab 



den Mononectariern steken S. pun 



s e in . 



Sckein- 



dock mit 



lib 






emeinsckaftkckes G 



Die bine 



i5. reticsa, der die 



b 



elmassis" 



o 



fekk, den 
tarienbau ist aS, 



Verkettun 



mononectar 



Ei 



h mcana und vimnalis; gegen- 
tgen Gkedern ihrer Abtkeiknii;- 
ergvveiden nakem sick du: 
der bliikenden Jakrestri. 



ck 






ab 



sie mit Kernkr^) als Mittel 



igentkundick in Blattgestak 



und N 



Populus kinzustellen, finde ick keine Veranlassu 






b 



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cken Salix und 



mindeste Annaherung zu dem sekr ab 



Pollen ist ganz der einer We 



Pappeln, weskalb sie auck nur 



ck Ins 



ebildet 



befrucktet werd 



Unter den bine 



nickt wie die Pappeln durck 



I 



der 



W 



endlick stekt S. triandra ganz fur sick. 



Sie wird wakrsckeinl 



pentandra 
Nectarien 



Reprasentant einer besonderen Clas 



d Hockstrauck-Weiden 
am ricktigsten als der 



dur 



die 



ihrer 



ziemlick abweickend 



Staubblatter und die vorwieg 



ssen sein. 



Auck S. 



Eine 



Ent 



Erw 



der 



der Parall 



n Zwerg- 



mus der Artenbildung bei den binectariscken Baumweiden und den b" 
weiden mit sjmpodiscker Verkettung der Jakrestriebe ." Die Artenzakl b "'^''^''''''^' 
drei. In jeder derselben kaben wir zwei analoge Species einp i ^.^ "" ^btbeilungen ist 

i^aklerP...ieinebekaartere. 



namkck bei den Baumweiden ^.fragilis kakl und S. alba bekaart h.^ i T 

l,^„^^ ^u^,^^^^ j a 7 • ., , , ^ ^jUClClenZw 



hacea mit kaklen und S.polaris mit bekaarten Fruckten und 



den Zwillingsspecies eine dritte entferntere Spe 



Abtke 



enltber, die in beiden Abtke 



I en S. Jier- 
gen stekt 



tiberdies durck vorwiegende Entwickelung des Nectariums ckarakt 
tkiimkcken Nectarienbildung von S. reticulata wurde sckon ob- 
Verkaltnisse fmden sick bei S, pentandra. Auck bei dieser kat ' h 
sondern auck die weibHcke Bliithe ein doppekes Nectarium un 1 V 






en 



risirt ist. 



Der eigen- 



gedacht. Aeknlicke 

' die mannlicke, 



b 



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Zwei- 



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1) Nlederosterreichische Weidcn von Dr. A. Kerner. Wien I860, p. 153 _ o 
liandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft zu Wien Jahro- IQr.n' t A ^^P^^'^^^'^bdruck aus d 

&• J-'-uu. 1, yuartal. 



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des hinteren Nectariums erinnert an d 



melirfach g 



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bende Nectariiim der S. 



Schon dies ist ffewiss sehr beachtenswerth, dass 



ander ii 



wle die grSssten Weiden in der binectarischen BiWung inrer ciume n,« em- 
berrinstimmen und dadurcli von den anderen Weiden mittleren Wachsthums sich 



;heiden 



Noch ist es aber niclit an der 
Hypothese eines genetischen Zusammenhang- 



eider Abtheilmiffen 



b 



Es bleib 
naherer oder 



unwicht: 



ob die Bezielumg 



Verwandtschaft, die wir jetzt kern 




hab 



auf die 



de 



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Oder ob hierbei andere Verhaltnisse mass 



b 



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Was sich iiber diesen 



Geo:enstand 



Ueb 



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sageii lasstj 



will ich in folgenden einzelnen Satzen zusammenfessen: 

„ J ,, ,. „ r^.. r^m^ n- r/Txrifl p.h RTi den d; 




89 



Bastarderzeugung zwischen d 



d 



vier H 



der Weiden- 



S. triandra oiebt wie in ihren tibrigen Merkmalen so auch als Bastard 



erzeu 




den zu erkennen. 



gen Verwandtschaftsgrad mit den tibrigen europaisclien Wei- 
^tarde sowohl mit den binectarischen Baumweiden als mit den 
5t selten, anf weiblicher Seite fast ganz unfruclitbar, und soweit 
mlnnliehe Pflanzen bekannt sind, durch hochst nnregelmassigen Pollen mit einem gerin- 
o-en Procentsatz frachtbarer Korner ansgezeichnet. Die Seltenheit ihrer Bastarde mit 



d 



^'. fragilis 



nalis 



ander vorkomm 
verbindet lind 



auffallender, als sie beinahe gleiclizeitig bliihen und 

den Mononectarien am haufigsten mit S 



■oi 



z. B. die Verbindung mit S. purimrea vermeidet, ist ebenfalls 
da die Bllithezeit der letzteren ilir viel nalier liegt, als die der ersteren, auch 



kw 
drei Weiden vielfach gemeins 



Grand dieser 



Erscheinung in den verschiedenen Graden des Salicingehaltes der drei Weiden 



S. purpurea 



also 



bitter S. viminalis massig und S. triandra fast g 



Sie seht 




? 



die chemischen Verhaltnisse betrifft, eine weniger Avidersprechende Verbindun 



em 
sie 



S. viminalis und der ohngefahr gleich bitteren S 



1 



ch rait S. vurpu'' 



Aus demselben Grunde 



sich die Seltenheit 



ihrer Bastarde mit den binectarischen Baumweiden die ebenfalls stark bitter 



sind 



leite 



Die binectarischen Baumweiden 



Bastarde mit 



mono 



nectarischen' Weiden, obwohl sie vielfach m^ter denselben wachsen nnd die 

BUuhezeit, wie andere Beispiele z. B. S. (triandra 



'nalis) beweisen, kein absolutes 



Hinderniss 



die Entstehung der Bastarde 



+ 

Auch klinstlich wurde die Erzeu 





von 



Bastarden zwischen beiden 



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Wir sind daher wohl zu der 



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Annahme berech%t, dass die Verwandtschaft beider Abtheilimo-en 7.n fern ist um 



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Vereinig 



Weniger abgeschlo 



erscheinen die 



bin 



weiden, da sie mit , den alpinen Form 



wenn 



Verbindun 



^en eingehen. — Ob Bastarde zwischen binectarischen Baum- und 
binectarischen Zwergweiden mogiich sind, muss dahingestellt bleiben, da sie in der Natur 
kaum zusammen vorkommen (S. pentandra und S. herbacea diirften sicli in L; 
nalimsweise begegnen) und Yersuche ktinstlicher Bestaubuns: in Ermano-plmK 



ppland 



der cultivirter Exemplare der Zwergweiden nicht vorgenommen werden konnte 



len- 
Die 



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muthung aber streitet gegen die Moglichkeit einer solchen widernatlirlichenVerbindung 




90 



bindungen innerlialb 



binectarisch 



Bau 



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Innerhalb der drei Hauptclassen selbst scheinen die 



sehr verschieclene zu sein. 



r 

binectarischen Baumweiden bewahrt sich zunachst 



behauptete nahe Verwandtschaft zwischen S. alba imd fragilis d 



to 



Bastarden, deren 
beiden tritt S. pentandra 



den 



als der von S. 
mss, indem sie 



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bereitwillig 



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mit S. alba dagegen sehr selten Bastarde bildet 



mit S. fragil 
Der Pollen be 



der Bastarde ist der entfernteren Verwandtschaft entsprechend erheblich unreo^elmass 



S. (alba '\' fragilis) 



ger 




91 



dverbindung 



zwischen den d 



Mononectarier. 



Unter den Mononecta 



Abtheilung 



d 



sind der Bastarderzeugung zunachst 



durch die zum Theil bedeutende Verschiedenheit der Standorte gewisse Gr 



Die 



Weiden der dritten Abtheilung werden sich mit den Weiden der 



ersten 



Abtheilung selbst im Norden wohl nur sehr selten b 



Fanden selbt solche 



r 



den schwerlich lebensfahige Bastard verbindun o-en dar 



hen, da das Resultat meines 



(cf, 



4 




S. Arbuscula mit 



o 



befruchten, auf einen weitsrehenden Antagonismus 



purpui 



chen 



und denen der Ebene hindeutet 



Gunstiger ist die Lage der Gebir 



den hochalpinen Weiden 



Abthei- 



lung 2 , die so wohl mit den alpinen Weiden 
und lebensfahige Verbindungen mit ihnen ei 



denen der Ebene sich mis 



g 



jhen. — Zu interessanten Vergieichungen 

giebt die Zahl der in den einzelnen Abtheilungen der Mononectarier vermerkten Bastarde 
Veranlassung. Es sind verzeichnet: 

bei den 10 Arten der Ebene 69 Bastarde, also auf eine echte Art 6^|io Bastarde 
bei den 9 Arten des Gebirges 43 Bastarde, also auf eine echte Art 4% Bastarde 
bei den 5 alpinen Arten 5 Bastarde^ also auf eine echte Art ie ein Bastard. 









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79 



Die Bastardbildnng der Weiden 



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sein 



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le mehr man sich von der Ebene nach dem Hochgebirge erhebt. In der That glaube ich 
dass die alpinen mid ein Theil der montanen Weiden weniger zu Bastardbildungei 
ffeneigt sind, als die Weiden der Ebene; aber der Unterschied kann nicht soviel betra 
wie jene Zalilen annehmen lassen 



dab 



der Ebene vie! genauer dm-chforsclit sind, als die Weiden der Gebirge mid Alpen, so 



dass in 

den dlii 



Gebieten 



manclie neue Bastardverbindung aufgefunden wer- 




92 



Bastardverb 



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mon one Claris clien 
der Mononectarier, so 



d 



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S. daph 



Species derselben grosse Verschiedenlieiten in der Neigmig Bastarde zu bilden. 

ie. Von S. m 



den erweist sich zmiachst etwas spro 



Species, sind in der freien Natur 




bel^annt. Eb 



verschmaht die verwandte S. lanata mit S. Lapponum, caprea, glauca, nigricans, Weigelianc 
mid myrtilloides Verbindungen einzugehen, obwohl sie rings von ihnen umgeben wachst 



Diese 



drei Weiden, welche Wimmee imter dem Namen der pruinosae zusammenfasst, 
ehmen also an dem aeschlechtlichen Verkehr der anderen Mononectarier nur einen sehr 



Antheil. Vielleicht tragt ihre Mhe Bliithezeit mit dazu bei. Ihre Bastarde 



sind ab 

starl' 
massiger. 






b 



lebenskrafti 



d der Pollen von S. (daphnoides 



die Pr 



Pollen der S. daphnoides, pruinosa imd (capi 



S. (caprea + daphnoides) art ist 
viminalis) art. nicht viel regel- 
Bastarde aus der Befruchtung mit dem 



daphnoides) zum grossen Theile 



I 



klimmerliches Dasein fristeten, wurde oben (cf. § 45) bemerkt: alles Anzeichen, dass 



zwischen den pi 



und den anderen Mononectariern ein geringer Grad der 



chlechtsvervvandtschaft besteht 



Um so vielseitiger und weitgreifender ist da 



b^B 



die Geschlechtsverwandtschaft der iibrigen Mononectarier der Ebene, denen aus den 



Gebirgei 
zutreten. 



S. Laj)ponum, Silesiaca, grandifolia 



nigricans und myrtilloides 



Verhaltnissmassig voUkommen entwickelten Pollen habe 



b 



Combinationen der Weiden dieser Abtheilungen beobaclitet 



So bei S. (caprea + 



Qialis), S. (cap 




Silesiaca), S. (aurita + Silesiaca), S. (aurita + repens), S. 




1) Diese Vermuthung hat zum Theil bereits ihre Bestatlgung gefundeii. In den erst uach Beendigung meiner 
Arbeit mir zu Gesicht gekominenen Verhandhingen der k. k. zool. botan. Gesellschaft zu Wien, Jahrg. 1862, XII. Band, 
p. 1221 erwahnt Kemper zweier neuen Bastarde aus dieser Region: Salix (retusa + helvetica) A. Kerner und S. (retusa 
Jacquiniana, i. e. rnvrsinitesj o. lierner. ; 




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80 



Bei den anderen hieli 



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+ Lajypmum), S. (aurita + caprea), S. (repens + viminalis) 

gehorigen Bastardverbindungen ist der Pollen unre^elmassicl 7\ '"" ^"'""''" 

mehr, bei den anderen weniger, je naehden. die V^d ;eha: 7'\ ''' '^" 
ist. So Iiahen «llA R..ta„/(. j„„ c ._ "'"^''M'schaft entfernter Oder- 



So haben alle Bastarde der S. purpurea und die meisten 



starken Pro 



unfmchtb 



Korne 



Uebri 



naher 



1 Poller 
erweisen sicli sowohl >S 



purpurea nnd ebenso vmrinaUs ihrer scheinbarTtwV r '" '" 

P-eaehtet .u Ln.T^cf f...T..i..,..^ , ,. '''^^^"^^^ etwas isolirten system 



StellnngnngeachMalshOchstfruchtbareBastardbildnennne. Zw s^^ 



aS. caD 



repem smd bemahe alle denkbaren binaren Con.lv •^"■' 

ien. nnd die ,.i„i, u.„ . . ™" LombmaUonen in der Nat 



werden. 



nicht vorhandenen werden 



b 



efunde 



Greschlecht 



aS. caw 



bedingen scheint. Die Bastarde dieser drei Arten sind kein;:^;;"!^ 



andtscliaft derselb 



zu 



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Bastarde, und wahrend 



mononectarisclien We 



rde der R 



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einen annaliernd 



c«prm und aurka mit den 



Bastarden der czWrm die Unregelmassiakeit 
(cinerea + mca?^; ilir Maximum 

:nb 



gelmassigen Pollen haben, ist b 



b 



des Pollens b 



den 

also 



-Uie nahere Verwandtschaft d' ■ 
v.«.e«:,u erne nur scnembare, und durfte nach den Re,nU»t '^''"' *'''''' ^^en ist als 

S. caprea eher mit S. vim»a&, Lapponu,n nnd Siksiaca nld [ ' ^"^'^^'^^f™**™ 

& a»,fe dagegen mit 5. Ma nnd repe., .„ .e.bmden sei! itl^T' '""'^^^ 

wze & «cm« nnd purjMrea eine etwas isolirte Stellung einzunehm """'''' "'' 



cheint 



die nahe Gesehlechts.erwandtschan der Mononeetarier rET ~ 

3n Species ist die'' weiteehendP, F.i.^.i..:. .„^ . ^"^ ^^^'^^ ^^^d 



ist die' weitgeliende Fahig 



enso 



Beweisend 



emiger mon- 



^^^^.^^ ^^^ y^^^ vvcii^eiienae rahigkeit derselben r -— 5^.^ xnv^n 

Nachdem ein nocli sehr fruclitbarer Bastard n.. ^ T '''''''P^'^^'^^ Bastarde zu bilden 

m^^rm, c?ap/z72oz^^s bereits liergestellt ist, zweifle ich ' h' '"^''^^^^'f-^^'^^^^ 



Daner der Versnche nnd geschickt angelegter Verbindung der A rienT K 

ane jenen sec s Speeies nnd ans S. «W.,, aur.a^ranMfoZ,^^'^^'' 
mgrm^n,, raymiyuks nnd ^'^aru, znsammengesetzten mithin e f T 

^ ' ■ • ■ - Herstellnng noch weiter gehender Zn . 

.i,„:„,.-.,, B«nenaei Zusammensetz 



S 



gelingen wird 



gen nicht fur wahrscheinlich 



ar- 



ungen halte ich 




93 



Bastardverbind 



Alpenweiden und 

befmden wir uns sch^ 

hier nicht mehr am Orte 



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der binectarischen Zwerg 

if weniger bekanntem Geb 



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All 



und nnr einige vereinzelte Thatsache 



in Gebirgsweiden 
Schliisse wurden 



gesammelten Material herausgegriffen und erwahnt werden 



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Lapj)onum sche 



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Oeschlechtsverwandten mehr nnter den Weiden der Ebene und des niederen Geb 



als der alpinen Flora zu fmden. 



und S. glauca, Weigeliana, nign 



cans fehlen 
wacKsen pflegt. Dag 
'seltener cinerea Bastarde 



bwohl sie namentlich im Norden mit diesen im dichtesten Gemenge zu 




bildet sie bereitwillig mit S. caprea, aurita, myrtilloides, Sih 



kommt 



kund 




cinerea Bastarde, wo sie mit innen m oexmuung ......... ^ ^.........^^ 

Verwandtschaft mit S. mgrtilloides ist bei dem ganz verschiedenen Habitus beider 



und ilirer differirenden Bltitliezeit (S. Lapponum 



lapplandisclien 



Weiden die frtiheste, S. myrtUloides folgt erst spater nach) etwas^sehr^Auffalli 
Unre^elmassigkeit des Pollens stebt dies 



In der 



S. (purpurea + 



nalis) gleich. 



S. Silesiaca ist eine ganz besonders fruchtbare 



AUe 



Combinationen 



Standorten 



die 



tiberhaupt 



o 



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Unter 



sind auch in der Natur 
>Tmno- wolil ahnlicli verb 



orb an den 



S. grandifolia wird sich b 



Sehr 



ebend 



die 



Geschlecbtsverwandtschaft der S. nigi 



da sie sowolil mit den kleinen alp 



mit den hoher wadisenden Weiden der Ebene Verbindungen eingeht, und 



Verbreitungsb ezirk 



Gewiss wird sich die Zahl ilirer Bastarde nocb 



meliren lassen. 
Grade gelten. 



Dasselbe dtirfte von S. Weigeliana, glauca und hastata nur in ge- 

Ueber die alpinen Mononectarier und die binectariscben Zwergweiden 



endlich babe icb mich oben im AUgemeinen ge 
Betrachtungen felilt es an dem erforderlichen Mater 



Zu specieller 



ehenden 



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IX. ALLGEMEINE BETEACHTUNGEN. 




94. Zum Schluss des Ganzen mogen hier nocli einio-e n 



tische Betrachtungen liber das Wesen imd die Nat 



Oder minder hypothe- 



Stelle fmden. 



ur der Bastarde iiberhaupt ihre 



Nach der scliarfsmnigen Theorie Darwin's sind allp Q,.^ • 
Ar 1 "u • . . T . , , Species imter i 

Verhaltmssen entstanden nnd haben sich denselben durch Vari f 

allmahlig accommodirt. Bei den grosseren Abtheilimo-en de^ c.l '^ T^ ,,----•- ...o.,,u/. 
-n- 1 A iM- ^T.. , ^ »^" "^^s organischen Reichs, z. B. den 



ewissen ausseren 

natural selection'^ 



Amphibien, Vo 



5 



Quadrupeden leiichtet aiif den 



Blick 



die 



bedeutenden Verschiedenheiten ihres Banes mit den versohipHn t.i \. 

.... . -, ^ -, T . -. , "^''^^^^^^leclenenElementennndWolm 

platzen, m nnd anf welchen sie leben, m Beziehun^ stelien R.- •. ^.. . 



iehun 







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Gattung, Art etc. zn bezeichnen 
dsclien Form nnd Lebenselement 



Glied 



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sind 



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nnd melir, aber vorlianden ist er deshalb doch 
gebildet sein, wenn sie niclit ftir die Erhaltun 
soraen hatten. Diese zuerst von Dapwtivt in ^rr 



Spe 



Ange mehr 




ebens mit verscliiedenen Mitt 



lasst 



modation der Species 
Glaubenssatze: 5,tot sunt species 



Scliarfe aufgestellte Theor 



zu 



sich iibrigens auch noch sehr wolil mit dem L 



der Accom 



quot sunt g 



cc 



vereinigen, da 



dass jede Species einem selbststandigen Schopfungsacte ihre Entstel 
anderen Annahme, dass die iRnp.mps in aiiov. ^i.„^„ ^. 



An 



mit der anderen Annahm 



Verhaltnisse berechnet nnd angeleg 



Species in alien iln-en Eigenschaften auf gewisse 



'7 



keineswegs im Wid 



e steht. Fiir 



d diese diirfte auch von den Anhangern L 



onde 



um 



eb 



"b'^B'^iJcu vv cruel 

ehend die Bastarde, so wird 



licli, die im Abschnitt V. erwalmten, erne habituelle Schwach^ ri. t, 

T? T. • r. M ri . ' 1 ^ ~J-!r ^^^^ Bastards 

Jirschemungen auf ihren Grund zuriickzufiihren. Der Rn^, ^ ~T~- . 



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nschaften in die Welt, vielmehr hat 



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mid diese ziim grossen Theil in 



einem weBentlicli verminderten 



seiner Stammeltern, 

31aasse. Er ist etwas VoUstandiges, Ganzes, so weit die Eigenscliaften der Stammarten 

niit einander libereinstimmen; so weit sie sich dagegen durch constante Merkmale von 

einander miterscheiden, halt er zwischen den Stammarten 

Eiffenthumliclikeit keiner der beiden Elternpflanzen ganz 5 



da 



die 



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emi 





1 sicli hiernach aber auch korj 
de zu einem mittleren Ganzen 



kommt. Ver 
die differirenden Theile der Stammarten in 



dock ilire Wirkun 



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die Lebensfahigkeit dieses Ganzen nie summiren, weil jeder der beiden Complexe ver- 
schiedener Eigenscliaften verscliiedene Lebensbedingungen der Stammarten voraussetzt. 



Wie ein Bastard von Fisch und Vogel, weiin ein solclier moglich ware, mit seinen mivoll- 
kommenen Flossen mid Federn im Wasser niclit recht wtirde scliwimmen, in der Luft 
nicht recht wtirde fliegen konnen: so oder ahnlich verhalt es sich mit alien Bastarden. 
Inimer sind die Unterschiede der beiden Organismen, welche sich in der Bastarderzeu- 
gung vereinigen, der Ausdruck der verschiedenen Lebensbedingungen, von welchen die 
Organismen abhangen, inimer also ist eine Vereinigung der difFerirenden Eigenschaften 
ziir Erreichung eines gemeinschaftlichen Lebenszweckes mimoglich. Die Complexe ver- 

r 

schiedener Eigenschaften, die der Bastard von seinen beiden Eltern geerbt hat, mlissen 




um seine Erhaltungr handelt 



5 



b 



Halften bleiben, mid da der 



d 



jeder der beiden Species nur einen Theil der 



Leb 



derlichen 



Eigenschaften empfa 




hat, so folgt daraiis eben so nothwendig, dass der Bastard weder 



dem Lebense 



dem des Vaters sich vollstandi 



8 



Stande 



sein wird. Gewisse Erscheinungen, die in den verschiedenen Graden der UnvoU- 
kommenheit der Bastarde hervortreten, gereichen der Erklarung, die wir liier von der 
mangelhaften Natur der Bastarde zu geben versuchten, noch zur mehreren Bestatigung, 
da sie sich sehr einfach daraus ableiten lassen. 

95. Wenn der Bastard insoweit etwas YoUstandiges ist, als die Eigenschaften • 
der beiden Stammarten mit einander tibereinstimmen, mivoUkommen aber, soweit diesel- 
ben differiren, so mtissen Bastarde nahe verwandter Species, die also in einer grossen 
Anzahl von Merkmalen tibereinstimmen. 




die mehr von einander ab welch en 



In der That verhalt es sich bei den Weiden so. 



Die unvoUkommensten einfachen Bastarde, die es giebt, 



S. viminalis und 



S. triandra, und wenn wir 



deren Eigenschaften mit einander vergleichen, so 



fmden wir, dass dieselben viel abweichender 



5 



tibrio-en Weiden, die in 



Natur Bastardverbindungen mit einander einzugehen pfleg 



S. Arhuscula 



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niedrige Alpenweide mit beblattertem Katzchenstiel ist v 
Ebene wachsenden S. purpurea, und der Bastard der 



wurde 



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ollkommen 



abstarb, imd 



eden von der in 

beiden kunstlicli 
bis anf den Wur- 



3 



fassen liefert, der S. viminalis mit freien Staubg 



S. purpurea mit verwaclisenen Staub 



O 



erbimden, ein Product mit stark 



em 



hab 



(caprea + viminalis) 



Staub 



§ 96. Ebenso stelit das Verhalten der zusammengesetzten Bastarde mit unserer 
Tlieorie im Einklange. Es ist klar, dass die Summe der iibereinstimmenden Merkmale 



immer kleiner wird, je mehr Species sicli in einem Bastarde misclien. 



S. (incana + p)ur- 



purea) ist z. B. ein voUstandiger Organismus, soweit >S. incana und purpurea mit einander 
ubereinstimmen. Befruclitet man jetzt diesen Bastard mit dem Polle 



n von S. 



wird der voUstandige Tlieil des Bastards weiter um die 

■ 

denen S. cinerea von S. incana und purpurea abweiclit. 



cmerea, so 



Eigenscliaften vermindert, in 
muss also S. (? [incana 



Es 



-\- puiyureal + c? cinerea) unvollkommener sein, ^Js S. (incana 



purpurea), und auch 



hier stimmt die Wirkliclilieit mit der Theorie tiberein; denn walirend der Pollen von aS, 



(incana -\- purpurea) noch eine 



Pollen 



^ S, (? [ 



l)urmired\ 4" c? 







(cf . § 5 0) 



Und 



so 



haben wir tiberhaupt gefunden, dass die Unre 



g elude 



Potenz des 



Pollens sicli steigert, je mehr Species w^ir in einer Bastardverbindung zusammenbrino-en 

Species zu 




97. 



Au3 unserer Theorie folgt endlich von selbst, dass nur solche 



einem Bastarde sich verbinden konnen, die in verhaltnissmassig vielen Eio-eiischaften und 
dem entsprechend in vielen Lebensbedingungen mit einander ubereinstimmen und das- 
selbe lehrt die Erfahrung in dem bekannten Satze^ 



dass Bastardverbinduno-en 
zwisclien den Species derselben Gattung oder zwar verschiedener aber doch nahe 
wandter Gattimgen vorkommen. 



nur 



ver- 



Wenn man die Behauptung: dass jede Species, um in gevv^issen Lebens- 

konnen, aller der Eigenschaften bedarf, mit 



elementen sich erhalten zu 



man 



denen sie ausgeriistet ist, durch ein Experiment priifen woUte so konnte 
kaum ein besseres ersinnen, als die Bastardbefruchtung, die eine in alien differirenden 
constanten Merkmalen der Stammarten geschwachte und verminderte Mittelform in's 



Leb 



Ware sie eben so lebensfahig und lebenskraftis: wie die Stamm 



so 



ware unsere Hypothese widerle 



Da der Versuch aber 



gekehrt den Beweis d 




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Ansicht erkennen 



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§98 



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Wahrschemlich m erne anaere u ^ ,_.,..^_ ._., ,,, H.rol 

. der Unfruchtbarkeit der Bastarde nnd 



deren Aussterb 



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Generatioiien niit ihrem 



und auf diese Weise weiter 



Es ist bekannt, dass Familien nach einigen Generationen 






ander 



deren Mit 
sicli verheirathen, 
Eio-enschaften der 



die Varietatenzuchter wissen selir wohl 



Thier- und Pflanzen 



sich 



dass alle abwei 
wenn bei sue 



Zeugung 



T f Bedacht genommen wird, dass nur gleicharug abweichende In 



sick mit einander begatten. 



Wenn ein Bastard mit seinem eigenen Pollen, und die 



komm 



Q en den 
immer 



Organe leiden 



sterben 



emanuoi „ ^^^ ,^^^^ ^^^^^^^ ^^ ^ ^^^ befruchtet werden, so 

'"""'trsammen, die an derselben Schwaehe, namentlich der reprodnctiven 

Die Zunahme der Schwache und Unfmchtbarkeit nnd das baldige Ans- 

f ^Rastarde bei fortgesetzter BefrncMung derselben dureh den eigenen Pollen 




99 



anderen oben erwahnten Erfakrungen vollkommen liberem 
Arrctobare Ausnakme von dieser Kegel ist neuerliek der Bastard 



+ <? 



Triticum vulgare L. ^U + ^ Triticum vulgare L. '^^) 



Im Jakre 1838 von E 



($ [$ Aegilojjs ovata L 



rAeailops speltaeformh Jordan) hekannt gewoTd^^ 

tZL s idkelen Frankreiek aus Samen von (Aegiloi^s ovata + TnUcum vulgare) 



spdni 



(Aegilops tritkoides Bequien) 



gen, spater von Godeos') durch Befruchtung von Aeg 



1 mit dem Pollen von Tritimm vulgare nnd demnachst dureh weitere BefrncMung 
EMetus entstandenen Bastards mit den. Pollen von Tr. vulgar. .«™flieh erze«.t. ist 



Pflan 



eitdem in fast 



scken G 



gegangen, wo 



ck okne 



olvieri.keit vervieimitigen lasst, wahrend der einfaehe Bastard (Aegilops ovata + T. 



Igare) in kokem Grade 



& 



liegt offenbar m 



der 




rossen Aeknlickkeit 



die zwiscken einem 



der Ersckeinung 
ack der Formel 



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Die drei Vi 



b] 4" c? b) zusamni6ngesetzten Bastarde und de 

1 Tritiaim vulgare, welcke Aegilops speltaeformis 



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1) D. A. Godron 



de 



la fecondation des Aegilops par les Triticum, Meraoires c 



de r Academic de Stanislas, Nancy 



1855; Nouvelles experiences 
Hybrides, ibid., Nancy 1861. 



sur I'Aegilops 



triticoides, ibid., Nancy 1858; Nouveaux faits relatifs a I'histoire des Aegilops 



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liin, um die Pflaiiz 



Lebensbedingung 



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vulgare fast accommodir 



d ihr demgemass einen holien Grad von Fruchtb 



hen. Man darf indess hierbei niclit ujibemcksichtigt lassen, dass ihre Fortpflanzimo-sfahio-- 



keit 



bisher nur unter ktinstliclier Pflege bewahrt nat. in der freien N 



bisher nicht gefimden worden 



muss 



Umstand 



also, wenn sie 



G 



ist die 
kommt. 



standige Lebensfalii 



5 gegen ihre voll- 



Auifallend bleibt es, dass liberhaupt die nachtheiligen 



Wirkung en m ang elhai'te 1 



ommoclation sich zunaclist und hauptsachlich in den Reproductionsoro-anen b 
machen. Aehnliche Erscheinungen finden wir bei den unvoUkommen aoemnm 



Culturpflanzen (cf. 



enschaft gerathen 



4): auch weist Darwin darauf hin, d 



5 



Gefan 




5 



lib 



Ko 




ehen. Wir werden 



haben, wenn wir 



Grund 



o 



§100 



sich in gewissem Sinne mit den Bastarden wie mit den Monst 



sitaten. 



So lange man diese ftir 



Verirrungen der Natur hielt 



cherung unseres Wissens etwas Wesentliches nicht beitragen. 
dass die bei der normalen Bildung waltenden Gesetze auch be 
ten, nur anders ^eleitet und durch besondere Verhaltnisse mor 



, konnten sie zur Berei- 
Erst als man erkannte. 



& 



sie fiir die Morpholo 



'5 



sine wichtig 




der Erkenntn 



Eb 



Bastarde lange Zeit als unverstandene Erscheinur 

als das, was sie sind, namlich als Producte einer an 




ch normalen 



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atig sind, wurden 
mso standen die 
man sie dagegen 

aber unter imD-o- 



ohnlichen Verhaltnissen erfolgten Zeugung, so treten sie sogleich aus ihrer Isolirtheit 



heraus und werden die Pramissen von Schlussfol 
liberhaupt zu erlautern geeignet sind. Man kann 
Zeugung dem Producte in der Regel nicht ansehc 



erungen, die das Wesen der Zeu 
im Pflanzenreich bei der gewohnli 
1, welchen Antheil der Vater, und 



g 



chen die Mutter an seiner Gestaltung gehabt hat, well beide Eltern einander gleichen. 
Bei der Bastarderzeugung vereinigen sich ungleiche Factoren, es entsteht cine mittlere Bildung 
und die Beantwortung jener wichtigen Frage wird mogUch. Wir haben gefunden, dass 
die Producte, welche bei entgegengesetzter Kreuzung herauskommen, ungleich den 
bekannten, im Thierreich gemachten Erfahrungen, voUig mit einander tibereinstimmen. 
Daraus folgt aber mit mathematischer Nothwendigkeit, dass die Pollenzelle an der Ge- 



des Zeugungsproductes genau denselben Antheil haben muss, wie das Ei 



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nennen 



den Gestaltsantheil, den der Bastard (a + b) von der Species a empfangt 
Gestaltsantheil von der Species b n, so muss, da ($ a +6^ b) = ($ b +c^ 



dncten 



Wirkunff von $ a 



b 



m . un d di e Wirkun 



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Wirkmm- von ? 



n and die von c? b 



muss also die Wirkun 



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5 a 



der von (5* a, und die Wirkung von $ 



der von c? 




101 



die sich an die Erscheinungen der Bastardbefruclitun 



b 



kniipfen lassen, entziehen sich vermoge ihrer Natur einer strengen Beweisftihrung. Ich 



aber fiir wahrscheinlich oder vs^enigstens moglich, uiid v^^ill 



in aphoristi 



■b 



•leiclisam Thesen 



welchen fiir und wider noch 



jei zu bem 



1 



3 



Aussehend von 




Thatsache 



5 



jeder Zweig, 



Ausnahmsfalle abg 



rechnefc, genau 
und dass die - 



den Typus 

ntstehung j 



Pflanze wiederliolt, aus welcher er hervorsprosst 



g 



sich 



Entwickelung und weitere 



mehrunff einer einzelnen Zelle zuriickfuhren 



'3 



glaube ich 



anneh 



men zu konnen, dass 
keiten derselben Theil 



n der Pflanz 
, so zwar, d^ 



den specifischen Eigenthiimlich 



dieselb 





Um 



standen in Form neuer Individuen reproduciren konnen. 
9 Keimblaschen und PoUenschlauch sind ebenfalls Zellen 



Es muss also auch in 



sie 



der Typus einer gewissen Gestalt gelegt sein, der beim Auswachsen der 



Das 



Zellen zu neuen Zweigen rein und unvermischt zum Vorschein kommen w^iirde. 

Geheimniss der Zeugung beruht darin, dass tiberhaupt eine Verschmelzmig 
zvvcier verschiedener Zellen zu einem gemeinschaftlichen Ganzen stattllnden kann. 

r ^^^ 

Diesen Yorgang als Thatsache zugegeben, miissen wir es als das Natiirhche, 
Nothwendige anerkennen, dass bei derVereinigung der beiden Zellen, vremi sie ver- 

V 

schleden gestalteten Individuen angehoren, eine mehr oder weniger genaue Mittel- 



bildung zu Stande kommt, deren 



Gestalt sich nicht 



andert, es mag nun das Ei 



oder die PoUenzelle von der Species a oder b genommen werdei 
beiden Zellen, gleichviel ob Keimblaschen oder PoUenschlauch 



Denn jede der 



Individuums an sich, dem sie entnommen, und jede der beiden Sp 



Neubildun 




E 



Beide 



bei entffeffeno-esetzter Kr 



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bildmm' ,^eb 



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welcher beide Species zu gleichen Antheilen vertreten sind 



4. Keimblaschen und 



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des in ihnen ent- 



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Typ 



die ktinfti 




genschaften des 



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88 



schliesslich. 



der miitteiiichen Pflan 



;ener Befruchtuna: e;leiclit dem 



Wild! 



Beide ernaliren 



gener jDeirucmimg gieicni aem aes Wiicllmgs zum Pfropfreise. Beide ernaliren 
ein fremdes Individumn und sind innig damit verwachsen, olme auf seine typisclien 
Eigenschaften irgend einen Einfluss zu aussern. 



5. Wenn die librigen Zellen der Pflanzen bei ihrem Aus 



wachsen zu Zweigen in der 



Kegel dasselbe Individumn reproduciren, dessen Bestandtheil sie bilden, so lehrt 

dass bei der Zeugung viel ' liaufiger Individuen von 



im Gegentlieil die Erfalirung 



4 

abweicliender Bildung, d. h. Varietaten zum Vorscliein kommen. 
6. Da die gesclilecMiche Vereinigmig w^esentlicli verscliieden gestalteter Individuen, 
d.li. dieBastardbefruclitung, allemal einZeugungsproduct ergiebt, welches zwischen 
den in dem Ei und der PoUenzelle enthaltenen Typen die Mitte halt, so werclen w^ir 
dies fur ein Gesetz anseben konnen, welches bei alien ZeuQ-unsen, mithin auch bei 
der Erzeugung der Varietaten Geltung hat. 



7. Das Entstehen einer Varietat ist hiernach ein Beweis, dass das Ei oder die Pol- 



lenzelle, aus deren Verbindung sie hervorgegangen, oder auch beide, einem von 
der Stammpflanze abweichenden Typus angehort haben miissen. 
8. Die Geschlechtszellen, unter welchem Namen ich Keimblaschen und PoUen- 
schlauch zusammen fassen will, haben daher nicht bios die Function das Indivi- 



duum fortzupflanzen, sondern e 
Neubildungen hervorzubringen. 



auch die Fahigkeit, abweichende 



9. Wir haben bei den Bastarden beobachtet, dass die varietatenbildende Kraft haupt 



sachlich dem Pollen, weni 



Eiern 



und es wird 



b 



de 



echten Arten wahrsclieinlich ebenso verhalten. 



wir, dass das aus der Zeugung hervorgehende Individn 



dem elter- 



halt zwischen dem Typus der weiblichen und der mannlichen Geschlec 
mtissen wir, um die Gestalt der Varietat zu erklaren, der varietatene 

r 

Geschlechtszelle schon eine ziemlich weit gehende Abweichuno- von 
lichen Typus beimessen. 

TrifFt ein varietatenbildendes Ei mit einem varietatenbildenden Pollenkorn in der 

so kann aus einer solchen Verbindung ein so abweichendes 



Befruchtung zusammen 



Product hervorgehen, dass sich vielleicht die Eiitstehung der GAERTNEE'schen 
Ausnahmstypen, die Richtigkeit seiner Beobachtung vorausgesetzt, auf diese Weise 
erklaren liesse. 






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Ob die varietatenbildende Kraft des Pollens ihm ausserlich angesehen werden 
kann, steht dahin: in alien Fallen ist es gewiss nicht moglich. Es giebt stark 
variable Pflanzen mit regelmassigem Pollen, z. B. : Salix nigricans, S. Lajjponum, 
die bistigmatischen Carices. Umgekehrt haben wir Pflanzen mit bastardartig 



unregelmassigem 



die sich durch melir oder min 



ihrer Bildung auszeiclinen, z. B. Salix fragilis, Trifolium montanum, Barharaea vul- 

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qaris — nicht B. stricta — Potentilla incana, Hierocliloe odorata und manche andere. 
In der gross en Mehrzahl der Falle aber, namlicli bei den Bastard en, vielen 



Culturpflanzen, 
ausgezeichneten 



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durcb. weisse 



der hellfarbige Blumen 



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manch 



unserer 



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endliclibei einem grossen Theil der stark variabeln wild 



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B. den Hieracien, den Rosen, den Ruhi fruticosi (nicht 

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bei JRubi^s caesius und R. idaeus, die keine Varietaten erzeugen und regelmassigen 
Pollen besitzen), sind Vielgestaltigkeit des Pollens und grosse Yariabilitat der 

Mofflich also doch, dass wir in der 



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mit einander verbunden 



Vielgestaltigkeit des Pollens dieser Gewachse die Variabilitat ihrer Nachkommen- 
schaft gleichsam im Keime angedeutet vor uns sehen, oder mit anderen Worten, 
dass die gesteigerte Variabilitat der Zeugungsproducte des hybriden Pollens sich 
auf eine unregelmassige Theilung der PoUenmutterzellen als ihren letzten nach- 
weisbaren Grund zuriickfiihren lasst. 



102 



Ich wiederhole, dass ich die hier aufgestellten Satze keineswe 



erwie- 



bezeichnen sie Fragen, die durch Experimentetiber Bastardbefruchtun 
konnen, und insofern wird ihnen ihre Berechtigung nicht ganz abzuspr( 



sem. 



Dass wir liber alle diese Punkte und manche andere zweifelhafte Fragen, z. B. die 



Ruckschlage und Ausnahmstypen G 



weniff wissen, hat zum Theil wohl in der 



Correctheit 



Absperrung 



bisherigen Methode der kiinstlichen Bastardbeiruchtung seinen Grund. Sie leidet an dem 

doppelten Mangel, einmal dass fiir die 

der weiblichen Bliithe und Reinhaltung des Pollens von fremder Beimischung nicht 

riff Sorse ffctragen worden ist, und zweitens, dass man zwar viele Experimente 



chiedenen FamiHen angestellt, die einzelnen Bastarde ab 



nicht in hinreichender 



und beobachtet hat 



Dennoch ist dies zur Erlangung allgememer 



theils 



erforderhch. Erst wenn man denselben Bastard in hunderten von Exemplaren, 
denselben theils von verschiedenen Eltern, in verschiedenen Jahren wiederholt 



12 



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erst dann wircl man die wesentlichen Erscheirmiii^en dei 



den mehr zufalligen mit Bestimmtlie 



Meine eigenen Experimente habe ich von dem ersten der vorhi 
frei zu halten gesnclit. Was den zweiten betrifft, so glaube ic 
dienst beimessen zu konnen, micli auf eine einzelne Gattuno- h 
in der freien Natur zahlr 
worden sind. Einzelne Bf 



Stand 



!ich vorkommende Bastarde tib 
starde und deren Stammarten a 



mil- vvenigstens das Ver- 
ihrankt zu haben, deren 
s sehr genau untersucht 



bin ich leider durch den geringen V 



B 



Mangel an Zeit verhindert worden. 




Gartens sowie durch 




103 



Fur spatere Beobachter, die 



Unte 



ehn 



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zung der Experimente anzurathen sein. 
zwei- und mehrfachen Basta^rden geben fu 
suche ein mehr als gentigendes Material. 
Salij; viminalis, caprea, daphnoides , purpui 






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mit 




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umfanereichsten Ver 



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Als vielleicht besonders geeignet dtirfteii sich 



Von 

Fori 



dieser SDecies 



man mas mid femina 



in voUig tibereinstimmender 



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beiden Geschlechter 



noch 



m emer 



anderen Form cultiviren, S. purpurea 



triandi 



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man in grossen Klibeln halten . die 



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und auf diese Weise z] 

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othifft werden konnten 



die spater bllihen als die 



im vorirunjanre m em massig 
friiheren, mit den librigen Arten 
elbe Resultat wiirde sich aber 



gleichzeitigen Bllihen gei 

audi dadurch erreichen lassen, dass man die friih blirhenden Arten in Kiibel setzte und 

sie vor dem Aufbllihen einige Tage lang in einen Eiskeller brachte, so dass ihre Ent- 



wickelung sich etwas verspaten miisste. Diese Vorbereitungen vorauso-esetzt wiirde 
dann, wie ich glaube, hauptsachlich auf folgende Versuche ankommen: 



es 




Befruchtung der Species mit ihrem 
viduen, theils um die Variabilitat der Zei 
das Zahlenverhjiltniss der beiden Geschlec 




der 



iiichtung zahlreicher Indi- 
chten Species, theils um 




Erzeugung und Ziichtung von binaren und complicirten Bastarden in moghchst 



ahlreichen Exempl 



5 



um sie in Bezug auf Variabilitat und Individuenzahl der beiden 



Geschlechter theils unter einander, theils mit ihren Eltern verdeichen zu konnen. 



SoUte 



sich hierbei fmden, dass z.B. unter zweihundert Individuen der S.(dai')hnoides-\- viminalis) 
mehr Varietaten enthalten sind, als unter hundert Individuen der S. daphnoides Vill. und 



hundert Individuen der S . viminalis L . zusammengenommen, so wiirde dies beweisen, dass 




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der im 



66 f'tir die im Yerlmltniss zu den Elternpflanzen 



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Variabilitat der 



ebene Grund noch einer Berichtigung bedarf 



Entgegengesetzte Kreuzung nach der Formel ? a + d" b und 
Gesetz der Gleicbheit solcher Bastarde noclimals zu prufen, und ev 




? b + c? a, um 



den 



der 




Moglich, dass wenigstens der Yarietatenkreis von $ a +c^ b 

I ? b + c^ a. 

Kreuzung eines nacli der Formel (a + b) + c zusammenge- 

zu ermitteln. ob 



Bastardes, also $ (a + b) -f (^ c und ? c -f c? (a + b), urn 



aucli in solcliem Falle das Gesetz 




dass die bei entgegen^esetzter Kr 



kommenden Producte einander gleiehen. Ansclieinend 



dies 



der 



Fall sein, als die Variabilitat der Zeugungsproducte von $ 



+ (^ (a + b) grosser ist 



als die \ 
ma ell en, 

mils sen. 



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+ b)-f (? 



Das 



auch Mer, urn das Experiment beweisend zu 



beiden G 

? (a + b) 



ir 



in vollig 




c? (a + b), ? c 



leicliartigen Formen ausgewalilt werden 
(f c, verstelit s 



eh von selbst 




noides), S. (cap 




mit dem Pollen von S. (purpurea + vimmalis), S. (caprea + daph 
viminalis), um festzustellen, ob der Pollen der ersten 



beiden 



Bastarde, wie er erheblich unregelmassiger als der des letzteren ist, auch in demselben 



Maasse variablere Zeugungsproducte liefert als dieser 




gen nach der Formel ? ($ [a + b] + (5^ [a + b] -f c? (? 



+ b] 



-{- S [a + b] etc. etc., theils um die Zahl der Generationen zu ermitteln, nach denen em 
Bastard ausstirbt, wenn jede Generation durch Befruchtung mit ilirem eigenen Pollen 
welter fortsepflanzt wird, theils um das Zahlenverhaltniss der beiden Geschlechter in den 



ferneren Generationen und' die muthmasslich 

+ 

zustellen. 



ehmende Variabilitat derselb 




Befruchtungen zwischen denselben zwei Species nach den Formeln 

. . $ a+ c? (9 a+(5^ [$ a-fd^ [$ a+c? [a + b]]]) und 



$ (? [$ [$ [a + b]+ c? a] + c? a] + c5^ a] -f c? a) 

um zu ermitteln, ob zur ganzhchen Verwischung der Merkmale von b (cf. § 21) in beiden 
FallPTi P-leichviel Generationen erforderhch sind. Voraussetzung bei diesem Experimente 

durch die ganze Reihe von Generationen hindurch im ersten Falle die zur Be- 



ist, dass 

fruchtung benutzten E 



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,) demselben Individuum angehoren, und im 



ebenso der Pollen (c? a) immer von demselben Individuum genommen wird 
Erzeugung von Bastard en 




der S. triandra, um die Natur dies 



schon sehr 



unfruchtb 



der freien Natur ausserst 



den Bastarde naher zn 



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92 



ob Bastarde zwisclien S. purpurea und triandra in der That 



iglich 
Und 



so wiirden noch manche andere Fragen dem aufmerksamen Beobachter im 



Laufe seiner Versuclie sicli darbieten. Unzweifelliaft ist anf diesem Felde noch viel 



zu 



thun, nnd es 



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Gesellschaft od 



Mittehi versehener Privatmann meine Versuche in grosserem Umfano- 



G 



wlirde dabei unerla&slich sein. 



fremden 



umfan 



o 



sbesondere die MogUchkeit des 
m. so werden alle Experimente, 



e 



angesteUt werden, nur urn so mehr zur Verwirrung d 



Sache bei- 



tragen. Dies woUe man beherzig 




104 



Endlich lasst sich noch zwischen den Bastarden und vielen Culturpfl 



eine Parallele ziehen, die zu einigen nicht uninteressanten, wenngleich fiir jetzt noch 
hypothetischen Betrachtungen Veranlassung giebt. Das Gemeinschaftliche beider glaube 
ich darein setzen zu konnen, dass sie den Verhaltnissen, in denen sie leben, nicht volhg 
accommodirt sind. Die Bastarde sind es nicht, weil sie vermoge regelwidrig erfolgter 
Zeugung nur einen Theil der zur Accommodation erforderlichen Eigenschaften geerbt 
haben, und die Culturpflanzen sind es nicht, weil sie durch kiinstliche Pflege in klimati- 
schen und Bodenverhaltnissen erhalten werden, fiir welche ihre Eigenschaften nicht 
bestimmt sind. Die Geschichte aller unserer Culturpflanzen, soweit ■ sie tiberhaupt 



bekannt ist, lehrt ohngefahr dasselbe. 



Aus der freien Natur in den Garten, aus dem 



warmeren Klima in ein kalteres versetzt, bewahrte die Pflanze zuerst durch eine Reihe 

i 

von Zeugungen ihre Eigenthuralichkeit, dann schlich sich eine kleine Abweichi 



mg ihrer 

ein aus 



Bildung ein, bald folgten mehrere, bis endlich bei fortgesetzter Zeugung kaum 

dem Samen erwachsenes Individuum dem anderen mehr gleich ist. In diesem Stadium 



der Pollen vieler Culturpflanzen dem der Bastarde 



darin alle die Formen, die wir ob 
Weidenbastarde geschildert haber 



als 



ganz ahnlich, und 



es finden sich 



Hyacinthu 



Tulipa Gesne 



eigenthlimliche Erscheinungen des Pollens der 
Die meisten Culturvarietaten von Primula Auricula, 

na, Solanum tuberosum , Brassica oleracea , MaUhiola 



Antirrhinum majus, Cineraria cruenta, die Verb enen hab 



gebildeten Pollen 



Bei 



eisslichen Varietat der Cine 



sehr stark unreeelmassig 



fand 



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ich sogar 



dieselbe tetraedrische Verwachsung der Pollenkorner wie 



bei S. (t 



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KoELREUTER sagt dahcr mit Recht^): ^Die N 







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1) Dritte Fortsetzung, p. 86. 




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93 



massen bastardartig, sobald sie sicli 



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mmung entfernen, zu 



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eigentlich geschaffeii w^ 
ammentreffen, werden die Fol 



u" Wo aber Cultur und Bastardbefruchtung zui 

Desaccommodation natiirlicli nocli schneller und umfassender eintreten mtissen 



als 



wo nur eine dieser Wirkung 



Und 



fmden wir bei den durcli Bastardbe 



fruchtung gewonnenenFancy-Pelargonien fP^kr^onmm macranthum mit anderen capischen 

den Riesen-Pensees (Viola[^ altaica + 3^ tricolor]), den Calceolarien fCatotaa 
mit anderen Species), endlich den Fuchsien die Variabilitat der Zeugungsproducte 
leich die Viel^estaltigkeit des Pollens bis auf's Hochste gesteig 



Arten) 



Alle diese 



una zugieicn Qie vieigcDtcwtx5rv<^xu v^v.^ ^ ^..^..^ ^.^ ^ ^ 

Pflanzen haben unregelmassigen Pollen, manche Individuen aber zeiclmen sich in diesen 



Missbildungen noch besonders 



Yersuclie liegen zwar nicht vor, aber nacli der Ana 



der Bastarde ist es nicht unwahrscheinlich, dass audi bei den Culturvarietaten, die 
nicht aus Bastardzeugung hervorgegangen sind, unregelmassig gebildeter Pollen vielge- 
staltigere Zeugungsproducte liefern wird als der regelmassige. Wollten die Gartner bei 
Ziicht^g neuer Varietaten das Mikroskop zu Hilfe nehmen, imd die Individuen mit unre- 
gelmassigstem Pollen hauptsachUch zum Samentragen stehen lassen, oder den unregel- 
massigsten Pollen bei ktinstlicher Bestaubung vorzugsweise verwenden, so glaube ich, 



dass 



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der Varietatenbildunff sich wesentlich beschleunig 



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§105 



Jedenfalls ergiebt sich aus unseren Erorterungen der 



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Verhalten der Bastarde und der Culturpflan 



abgeleitet haben, nicht auch im grossen Haushalt der Natur Geltung hab 



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Erde die erossartigsten localen und klim.atischen Yeranderungei 

Oreanismen, die in irgend einem Punkte der Ver 



sangeiiheit dem Klima und der Oertlichkeit sich angepasst hatten, mussten daher b 
tretendem Wechsel der Verhaltnisse allmahlig aufhoren, accommodirt - -'- 



sem. 



diesem Stadium des Uebergangs nur den Grad von Variabilitat besessen 
g7osse Mehrzahl der in der freien Natur vorkommenden accommodirten Gewachse 
wartig zeigt, so ware ihre Fortdauer in Frage gestellt gewesen 
mit zunehmender Desaccommodation die Variabilitat 



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Steigerte sich dagegen 



konnte unter den vielen Varie 



leicht eine sein, die, den neuen Verhaltnissen angepasst, mit voUer Kraft in ihnen 
ken und die anderen weniger adaptirten Formen verdrangen konnte, sei es, dass hier 



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der Zufall in Verbindung mit ^natural selection" thatig ist, wie D 



sei es, dass 



die belebte Materie vermoge einer in sie gelegten Nothwendiskeit nach einem den 



Verlialtnissen 



ipassten Gesetze der Zweckmassigkeit 



wahrscheinlicher halten mochte. 



sich gestaltet, wie icli fiir 
Teleologiscli betrachtet liegt hiernach in der Variabili- 
tat der Zeugungsproducte nicht accommodirter Species das Streben eine neue, den ver- 
anderten Verlialtnissen accommodirte Form hervorzubringen, und so wlirde sich denn 
ergeben, dass Aussterben der Species und Bildung neuer Formen an dieselben Bedingun- 
gen gekntipft sind, ahnlich wie das Individuum stirbt, um die Samen zu ernahren und zur 
Reife zu bringen, aus denen es verjiingt in zahlreichen neuen Individuen wieder aufersteht. 

106. Es sind dies Hypothesen, die liber unser empirisches Wissen in seinem 
jetzigen Umfange weit hinausreicben und in einer Abhandlung liber Bastardbefruclitung 
als die letzten moglichen Consequenzen der gewonnenen Resultate zwar nocli angedeutet, 




aber nicht naher erortert werden durften. Principiell gegen die Methode eingenommen 



die dem Wesen der Natur 



sowohl 



dem Wege der Beobachtung als vielmehi 



durch logische Beweisfiihrung naher zu kommen sucht, bin ich mit einem gewissen Wider- 
streben daran gegangen die Betrachtungen der letzten Seiten niederzuschreiben- da sie 



aber ungesucht sich mir darboten und ein Thema betreffenj welches gerade auf der wis- 
senschaftlichen Tagesordnung steht, so habe ich ihnen nicht ausweichen woUen. Moge 
man iibrigens die Hypothesen und Theorieen von dem thatsachlichen, auf Beobachtuno- 
gegriiiideten Inhalt meiner Arbeit getrennt halten. Ueber die ersteren streite ich 
mit Niemandem, der anderer Ansicht ist; fur die Wahrheit des letzteren glaube ich ein- 
stehen zu konnen. 






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ERKLAEEUNG DEE FIGURENTAFELN. 



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Taf. I. Blatter des senaren Bastardes, § 14, I. 34 und seiner Elteriipflanzen in Form eines Stamm- 

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baumes geordnet. 



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Taf. II. Desgleichen der beiden quaternaren Bastarde I. 27, 28. 

Die Blatter No. I, VI, VII, VIII, IX, X aiif Taf. I. und No. I, VI, XVI, XVII, XVIII auf Taf. II. sind 
denselben Weidenstrauchern entnommen, deren Pollen oderEier bei der kiinstlichen Bastardbefruchtung mit- 

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gewirkt haben. Bei den Eltern der mitbenutzten spontanen Bastarde war dies tiberhaupt niclit, und bei 

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den Eltern der kiinstlicli erzeugten Bastarde niclit tiberall moglich. Hier musste icb mich also darauf 
beschranken, Blatter der Stammpflanzen von gewohnlicher Form zu geben. Da aber sogar 
Straucb die Gestalt der Blatter wechselt, je nachdem sie jtinger oder alter, im Schatten oder in der Sonne 
aufgewachsen sind etc., so habe icli tiberall Blatter mittlerer Art und Grosse ausgewablt. 

Ein besonderes Interesse nimmt Taf. II. in Anspruch, well sie zeigt, wie ein und dieselbe weibliche 
. Pflanze No. XVII, mit dem Pollen verscbieden gestalteter Pflanzen, No. XVI und XVIII befrucbtet, ganz 
verschiedece Producte, No. XIX und XX liefert 



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Hermann Aubert, 

Dr. med. und Professor in Breslau. 

Physiologie der Netzhant. 

■ Lex. 8. 1865. 31 Thlr. 



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Leopold Auerbach, 

Dr. med. und Privatdocent in Breylau. 

Ueber einen Plexus iiiyeiitericus 

einen bisher imbekanntengangllo-nervosen Apparat imDarm- 

kanal der Wirbcltlucre. 8. 18(>2. 5 Sgr. 



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Eliiiisehe Beitragc zur G j iiaekologie 



Herausgegeben 



von 



Wilhelm 



Kgl. 



Geh. Medkinal-Eathc, o. o. Prof, der Medicinj Direct, der gynaekolog. 

KHnik der Universitat 



Dr. Wilhelm 



Privatdocent 



Assistenz-Arzt der gynaekologischen 

Klinik der Universitat 



zu Breslau. 



ErstesHeft, gr. 8. geh. 



17^ Bogen init einer llthogr. 



Tafel. 1862. Preis U- Thlr. 



"2" 

16 Bogen mit 2 lithogr. Tafeln 



Z w e i t e s H e f t. gr. 8. geh. 

und zahlrelchen Ilolzschnitten, 1864. Prels If Thlr. 

Drittes Heft. gr. S. geh, 14^ Bogen mit 3 lithogr. Tafeln 

und 21 Holzschnitten. 1865. Preis U Thlr. 



A, Beyer, 

Dr. med. und IConigl. Oberstabs- und Regimentsarzt. 

Aiziiei- Apparat 

zur Behandhiiig der Gicht und Kurart ihrer verschiedenen 

Formen. gr. 8. 1842. 1 Thlr. 



M. L. Prankenheim, 

Dr.'und Prof, in Breslau, 

Die Lehre von der Cohaesioii 



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umfassend die Elasticitat der Gase, die Elastlcltat und Cohae- 
renz der fliisslgen und festen Korper und die Krystallkunde, 
nebst vielen neuen Tabellen (iber alle Theile der Cohaesions- 

I.— 

lehre, insbesondere iiber die Elasticitat und die Festigkeit. 

gr. 8. 1835. 3^ Thlr. 



Max. Bernhard Freund, 

Dr. med. u. Assistenzarzt an der Kgl. gynaekologischen Klinik in Breslau. 

Die Lageentwickeittng 

der Beckenorgane, insbesondere des weiblichen Genltalkanals, 

gr. 8. Mit zahh'eichen Holzschnitten. 



und ihre Abvvea:e. 



1864. 16 Sgr. 



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Hermann Lebert, 

Dr. uitii.ordentlich.er Professor der Medicin und Director der medicinischen 

Klinik an der Konid. Universitat zu Breslau. 

Ueber Keratose 

oder die durch Bildung von Hornsubstanz erzeugten Krank- 
heiten und ihre Behandlung. gr. 8. 1864. 1 Thlr. 

P. von Molitor, 

Dr. med. 

Der Diirckfall der Kinder 

und seineBehandlung vom arztl.-praktischenStandpunkte aus 
iiaeh eigenenBeobachtungen n.Erfahrungen. 8. 1861. 5 Sgr. 

^^^ ^^b ^^L 

Heinrich Scholtz, 

Dr. med. 

Flora der Umgegeud von Breslau. 

gr. 8. 1843. 221 Sgr. 

^ 

Heinrieli Scholtz, 

Dr. med. 

Sclilesiens Land- & Wasser-Mollusken, 

systcmatisch geordnet und beschrieben. 2. dureh ein 



Supplement vermehrte Auflage. 



gr. 8. 



1853. 15 Sf^r. Das 



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A. Beyer, 

Dr. med. und Konigl. Oberstabs - und Regimentsarzt. 

Instruction fiir Militar - Aerzte 

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der Konigl. Preusslschen Armee vom 9. December 1858, das 

militararztliche IJntersuchungs-Geschaft betreifeud. Zum 

praktischenGebrauch fur Militar-Aerzte undPhysiker zusam- 

niengcstelltund mit einer alphabetisch geordneten Uebersicht 

der bei solehen Untersuchungen vorkommenden Krankheiten | des Gehoi'-Organs an der Leiche, nebst pathologisch-physio- 

etc. und deren Beurtheikmg versehen. Taschen-Format. i logischen Bemerkungen. Habilitations-Schrift. — Mit einer 



Supplement allein 4 Sgr. 

Voltolini, 

Dr. med. und Privatdocent in Breslau, 



Die Zerlegung und Untersuchung 



I860. 8 Sgr., geLunden 12 Sgr, 



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lithogr. Tafel. 



gr. 8. 



1863. 



8 Sgr. 



; Druck von Robert Kischkowsky in Breslau. 



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