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Full text of "Adrian Ludwig Richter, Maler und Radierer; Verzeichnis seines gesamten graphischen Werkes. 2. Aufl."

Digitized by the Internet Archive 

in 2011 with funding from 

University of Toronto 



http://www.archive.org/details/adrianludwigrichOOhoff 



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ADRIAN LUDWIG RICHTER 

MALER UND RADIERER 

VERZEICHNIS 
SEINES GESAMTEN GRAPHISCHEN WERKES 

VON 

JOH. FRIEDR. HOFF. 

ZWEITE AUFLAGE, 

VON GRUND AUS NEU GEARBEITET, SEHR VERMEHRT 
UND MIT NEUEN ABSCHNITTEN BEREICHERT, 

UNTER MITWIRKUNG 

VON 

EUGEN BORN, KARL HOBRECKER, 
WALTHER HOFFMANN, OTTO MARTIN 

HERAUSGEGEBEN 

VON 

KARL BUDDE. 



MIT BILDNIS UND HANDSCHRIFTPROBE LUDWIG RICHTERS. 



FREIBURG I. BR. 

G. RAGOCZY'S UNIVERSITÄTS-BUCHHANDLUNG 

MCMXXII. 



Gedruckt mit Unterstützung des Kunstmuseums der Stadt Essen. 






INHALT. 



Seite 

Zur Einführung V 

Das gesamte graphische Werk Ludwig Richters. 

I. Eigenhändige Arbeiten des Meisters 1 

A. Radierungen : 3 

1. Knabenarbeiten, zumeist im Dienste des Vaters, zuletzt in 
Gemeinschaft mit ihm 3 

2. Selbständige Arbeiten 46 

Anhang unsicherer Blätter 90 

B. Chemitypien 91 

C. Steindrucke und Verwandtes 95 

II. Künstlerwiedergaben nach dem Meister 97 

A. Holzschnitte 99 

1. Folgen 99 

2. Einzelne Blätter 124 

3. Bücher 137 

4. Gesammelte Wiederholungen aus II A 1—3 284 

a. Albums 284 

b. Cliches-Verzeichnisse 292 

B. Radierungen und Stiche nach dem Meister ....... 297 

1. Folgen und einzelne Blätter 297 

2. Bücher 311 

C. Steindrucke nach dem Meister 335 

1. Folgen und einzelne Blätter 335 

2. Bücher 345 

III. Mechanische Wiedergaben nach dem Meister 371 

A. Lichtdrucke und Verwandtes 373 

B. Photographien 380 

Nachtrag zu Abt. II C 2 389 

Nachweis der Nummern der ersten Auflage, die nicht an der alten 

Stelle stehn 390 

III 



luhalt 

Seite 

Anhang 391 

I. Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder, ausgewählt und 

eingeleitet von Karl Hobrecker 393 

II. Künstler und Kunstanstalten, die nach L. Richter gearbeitet haben, 
ihre Unterschriften und Monogramme, Nachrichten über ihr Leben 
und Wirken 405 

III. Ludwig Richter-Bildnisse, im Anschluß an Joh. Friedr. Hoff zu- 
sammengestellt von Eugen Born 443 

IV. Schriften und Äußerungen über Ludwig Richter, zusammengestellt 

von Eugen Born 449 

Übersichten 461 

I. Erklärung der Zeichen und Abkürzungen 463 

II. Alphabetisch geordnetes Inhalts-Verzeichnis von Karl Hobrecker und 

Otto Martin 465 

III. Nachträge 485 

IV. Berichtigungen 487 

Wiedergabe eines eigenhändigen Briefes Ludwig Richters an Georg 

Wigand 489 



IV 



ZUR EINFÜHRUNO. 

Joh. Friedr. Hoff's „Adrian Ludwig Richter", 1877 erschienen, ist längst 
vergriffen, aber immer noch sehr begehrt. Kommt das Buch je und dann 
einmal antiquarisch vor, so werden märchenhafte Preise dafür verlangt und 
bezahlt. Ich weiß von Sammlern, die große Abschnitte davon wörtlich sich 
abgeschrieben haben, um die unersetzliche Stütze nicht zu entbehren. Wie 
würde man sich heute um die Abzüge reißen, einige hundert an der Zahl, 
die der ungeduldige Verfasser, ärgerlich über den spärlichen Absatz und die 
Klagen des Verlegers, damals selbst erwarb und dem Feuer überantwortete! 
Aus seinem eigenen Munde habe ich es mehr als einmal gehört. — Also 
kurzerhand ein anastatischer Neudruck, wenn ein Verleger den Mut dazu 
fände? Das wäre heute, nach fast einem halben Jahrhundert, doch eine Eulen- 
spiegelei. Ich glaube nicht, daß irgend jemand es mir in der Würdigung unseres 
„Hoff", ja in der Bewunderung der vortrefflichen Leistung zuvortut, gab mir 
doch vor 25 Jahren schon sein Verfasser das Zeugnis, daß ich der erste sei, 
der sein Buch richtig einzuschätzen und zu gebrauchen wisse. Aber schier 
ebenso lange bin ich auch überzeugt, daß wir einer neuen Auflage dringend 
bedürfen, und daß Hoff der am besten ehren wird, der seine Lücken auffüllt, 
seine Irrtümer berichtigt, den Umblick aus seinem Werke nach Möglichkeit 
erweitert. Seit rund 20 Jahren war davon zwischen Hoff und mir mündlich 
und brieflich die Rede. Nicht ganz leicht hat er sich an den Gedanken ge- 
wöhnt; nicht ohne eine Regung von Unmut oder Betrübnis hörte er besonders, 
daß Ed. Cichorius von L. Richter Nachrichten über Arbeiten besaß, die ihm 
unbekannt geblieben waren, sodaß er sie ihm, wie es schien, verschwiegen 
hatte. Aber bald genug waren wir doch darüber einig, daß die neue Auflage 
auf die Dauer unumgänglich sei, und daß gerade ich sie anzugreifen hätte. 
So bin ich denn seit jener Zeit, seit zwanzig Jahren schon, an der Arbeit, 
und noch oft genug hat mein lieber Freund vor seinem Heimgang von ihren 
Fortschritten erfahren. Eine vorläufige Lösung des grundlegenden Teils der 
Aufgabe, meinen „Nachtrag zu Prof. Dr. Hans W. Singer's Wissenschaftlichem 
Verzeichnis der Radierungen von Adrian Ludwig Richter, Leipzig, Georg 
Wigand, 1913", konnte ich ihm noch zu seinem 81. Geburtstage widmen und 
auf seinem letzten Schmerzenslager zu eigenen Händen überreichen. Ich weiß, 
daß ich ihm damit eine Freude bereitet habe, und bin glücklich, daß mir das 
noch vergönnt war, da es das letzte Mal war, daß ich ihn sah. 



Zur Einführung. 



Ist so, was ich heute fertig vorlegen kann, mit dem Verfasser des Buches von 
1877 geplant und von Anfang an nur als dieses Buches zweite Auflage gedacht, 
so versteht es sich von selbst, daß ich nichts vollkommen Neues und Eigenes 
bieten kann noch will. Das würde schon meine Freundschaft und Verehrung 
für Hoff nicht leiden; es ist aber auch keinerlei Grund dafür einzusehen, 
daß man dem Buche eine wesentlich andere Gestalt geben sollte. Ich habe 
deshalb kein noch so gutes Werk ähnlicher Art, wie sie seit Hoffs Zeiten 
zahlreich erschienen sind, zum Muster genommen, sondern mich einfach an 
seine Arbeit gehalten, nur unerläßliche Änderungen vollzogen, Lücken aus- 
gefüllt, Neues herzugetragen, Irrtümer berichtigt. Zur Erklärung und Recht- 
fertigung meines Verfahrens im Einzelnen mag folgendes dienen. 

An dem Aufbau im Großen habe ich nicht gerüttelt; man wird die 
Massen im wesentlichen genau in der gleichen Reihenfolge finden wie bei 
Hoff. Lange habe ich geschwankt, ob ich die Photographien (Hoff V B) mit den 
Lichtdrucken (Hoff V A) die Stelle sollte tauschen lassen; indessen mag auch 
der Rückgang von den Künstlerwiedergaben über das künstlichere Verfahren 
zu der einfachen photographischen Aufnahme etwas für sich haben. Dagegen 
war das bloße Nebeneinander von Radierungen, Holzschnitten, Stichen, Stein- 
drucken, Lichtdrucken, Photographien, gegen das man schon einwenden konnte, 
daß die Stiche Hoff III auch Radierungen einschließen, nicht mehr aufrecht 
zu erhalten, seitdem umgekehrt auch eigenhändige Steinzeichnungen des 
Meisters nachgewiesen waren. Ich habe deshalb die grundlegende Einteilung 
in: Eigenhändige Arbeiten, Künstlerwiedergaben und Mechani- 
sche Wiedergaben an die Stelle von Hoffs loser Aneinanderreihung gesetzt. 
In sie fügte sich seine Reihenfolge ohne jede Schwierigkeit ein; nur die 
Chemitypien wollten aus den Radierungen herausgehoben sein und mußten 
sich deshalb eine kleine Verschiebung gefallen lassen. Daß einfache Ver- 
sehen, wie die Einreihung von „Meißen" (Hoff 2816—22) unter die Stiche 
und der „Volksbilder" (Nr. 3251 ff., Hoff 3286 ff.) unter die Photographien 
berichtigt wurden, versteht sich von selbst. 

Eine neue Numerierung war unvermeidlich, nicht nur wegen der rund 
8 Prozent betragenden Vermehrung der Blätter, sondern auch wegen der viel- 
fachen Verschiebung, sei es durch Einreihung der Nachträge an ihrer richtigen 
Stelle, sei es durch neue Ergebnisse über die Entstehungszeit mancher Blätter 
und Bücher. Damit man die überall eingebürgerten „Hoffnummern" leicht 
auffände, hatte ich mir ein eigentümliches Verfahren erdacht. Die fette Zahl 
vorne sollte einen zwiefachen Wert erhalten, einerseits als meine fortlaufende 
neue Zählung, anderseits als Zahl des alten „Hoff". Hinter ihr sollten zwei 
Ziffern stehn, oben die Zahl des alten „Hoff", die meiner neuen laufenden 
Zahl entspräche, unten die Ziffer meiner neuen Zählung, unter der man das Blatt 
finden würde, wenn man die vornstehendefetteZahlalsHoff-NumineraufscIiliiK'e. 
Also etwa Nr. 180: als neue Nummer aufgefaßt, entspricht sie Hoff Nr 144; 
wer aber Hoff Nr. 180 suchte, sollte unter der Ziffer Hoff 144 sofort die 



VI 



Zur Einführung. 



neue Nummer 219 finden und dann Seite 67 aufschlagen. Aber nicht nur 
war das Verfahren etwas verwickelt, sondern es würde auch den Satz derart 
verteuert haben, daß ich vorzog, es aufzugeben. Eine Konkordanz von einer 
einzigen Seite (S. 390) gibt nun über alle umgestellten Hoff-Blätter Auskunft ; 
die übrigen wird man leicht in der fortlaufenden zweiten Reihe finden. „H — " 
hinter der fetten Zahl bedeutet ein neues Blatt, das sich bei Hoff nicht 
vorfindet. 

Die handgreiflichste Lücke im alten „Hoff" war, daß weit über die Hälfte 
sämtlicher Blätter, vor allem die meisten Holzschnitte, aber auch ein rundes 
Hundert der Stahlstiche, überhaupt nicht einzeln aufgeführt sind. Warum 
findet man die 44 Holzschnitte von Duller's Geschichte des deutschen Volkes 
alle in Reihe und Glied, bei den Volksbüchern aber, vor und hinter ihr, bei 
dem Landprediger von Wakefield, Musaeus Volksmährchen und zahllosen 
andren nur die Summe, „6, 12, 63, 151 Holzschnitte" usw.? Eine Entschul- 
digung würde Hoff zwar vorbringen können, daß eben am Duller, wie später 
an Andersen, der Christenfreude usw., auch andre Künstler beteiligt waren, 
von denen des Meisters Arbeiten unterschieden sein wollten. Aber das ge- 
schieht anderwärts durch ein einfaches „n. n. L. R." = „nicht nach L. Richter", 
das die übrigen Blätter ebenso sicher ihm zuweist. Der Hauptgrund für die 
Unterlassung war sicherlich der Wunsch, das Buch nicht zu gewaltig an- 
schwellen zu lassen. Aus dem gleichen Grunde wird bei den großen Massen 
von Radierungen, den 70, 30 und wieder 30 Ansichten, die Beschreibung fort- 
geblieben sein. Das alles vollkommen gleichmäßig zu gestalten, sodaß das 
Buch nicht nur dem Sammler von Büchern und geschlossenen Folgen seine 
Dienste tut, sondern auch für unbezeichnete Einzelblätter, Probedrucke u. dgl., 
ausreichenden Anhalt bietet, mußte die erste Aufgabe des neuen Heraus- 
gebers sein, und mit dieser fast handwerksmäßigen Arbeit setzte ich vor etwa 
20 Jahren ein. Sie war im wesentlichen abgeschlossen, ehe meine Sammlung 
im Jahre 1907 nach Essen wanderte. Mein Absehen dabei war 1.) von jedem 
Blatt eine klare, treffende, möglichst knappe Beschreibung zu geben, 2.) alle 
Schrift des Blattes selbst, nicht nur Bezeichnungen, sondern auch Legenden 
jeder Art, Abkürzungen hie und da vorbehalten, in Anführungszeichen dar- 
zubieten, und ebenso 3.) die Maße in einfachem Produkt der Millimeter, und 
zwar, anders als Hoff, nach heutigem Gebrauch, die Höhe voran. Eine be- 
zeichnende Legende konnte hie und da die Beschreibung überflüssig machen. 
In Typensatz beigefügte Namen für die Bilder wurden nach Möglichkeit in 
gesperrter Schrift mitgeteilt, aus dem Inhalt entnommene in einfachem Satz. 
Was von diesen Erfordernissen bei Blättern, die Hoff einzeln aufführt, noch 
fehlte, vor allem die Maße, mußte dort ergänzt werden. 

Auf der andren Seite habe ich grundsätzlich gesorgt, daß von allem, was 
Hoff bietet, der Sache nach nichts verloren ginge. Aber für den neuen Stoff, 
der sich in großen Massen aufdrängte, mußte doch Raum geschafft werden, 
zumal der Zwang, das Buch nicht allzusehr anschwellen zu lassen, sich heute 

VII 



Zur Einführung. 



noch weit gebieterischer geltend machte, als zu Hoffs Zeiten. Ich habe des- 
halb, wo immer es möglich war, die Fassung gekürzt: so bei der Beschrei- 
bung der Radierungen, bei der Aufführung der Wiederholungen von Holz- 
schnitten usw. Die Wiederholung der Jahreszahl über jedem neuen Titel ließ 
sich durch den laufenden Kolumnentitel ersetzen; durch Aufgabe der zweiten 
und dritten Zifferspalte mit der Sonderzählung der einzelnen Abteilungen und 
der Blätter eines Buches konnte in der Breite viel gewonnen werden. Be- 
sonderen Dank schulde ich Herrn Dr. Martin für den Rat, die Fußnoten völlig 
aufzugeben. Nicht nur wurde auch dadurch Raum erspart, sondern vor allem 
das Zusammengehörige je an seiner Stelle übersichtlich vereinigt. Ganze 
Bogen auf einmal wurden gewonnen durch Streichung der Einleitung von 
Hermann Steinfeld, die heute durch die Selbstbiographie des Meisters und 
ein umfangreiches Schrifttum ersetzt ist, und durch wesentliche Kürzung an 
der Abteilung II D, den Gesammelten Wiederholungen, deren Bestimmung 
jetzt, wo jedes Blatt beschrieben ist, niemandem Schwierigkeit bereiten wird. 

Bei der Beschreibung aller Blätter war natürlich äußerste Kürze dringend 
geboten, das Ideal eine einzige Zeile für jedes Blatt. Damit war ein reines 
Formverfahren — so und so viele Figuren, von der und der Art, so und so 
zu einander sich verhaltend — schon ausgeschlossen, ganz abgesehen von der 
öden Eintönigkeit solcher Schilderung. Ich bin deshalb, namentlich bei längeren 
Folgen, einfach dem Faden der Geschichte nachgegangen, habe die handeln- 
den Personen mit Namen eingeführt, die dann abgekürzt werden konnten, 
und glaube so auch der Greifbarkeit der Schilderung und damit der Bestim- 
mung und Auffindung der Blätter am besten gedient zu haben. Nimmt man 
Maße und, wo sie sich finden, Bezeichnung oder Legende dazu, so wird man 
nicht leicht irre gehn. Bei den Radierungen bin ich der Beschreibung der Land- 
schaft nach Möglichkeit ausgewichen und habe mich dafür an die Figuren 
als das Bezeichnendste gehalten. Die Beschreibungen schreiten dabei, wo 
nichts anderes angegeben ist, von links nach rechts fort. Hier nahmen daneben 
die Zustände ein großes Mehr an Raum in Anspruch, wie denn auch bei 
den übrigen Radierungen deren recht viele hinzuzufügen waren. 

Trotz allem, was in dieser Weise geschehen ist, trotz aller aufgewandten 
Mühe, wird sich auch an der Hand dieses Buches die Bestimmung eines 
Probedrucks nicht von einem Unkundigen rein handwerksmäßig und im 
Handumdrehen erledigen lassen. Als radikales Mittel zu diesem Zweck hörte 
ich von mehr als einem Kunsthändler fordern, daß winzige Wiedergaben sämt- 
licher Blätter unter Zuhilfenahme der Photographie beigegeben würden — 
aber die Kosten? Erwogen wurde ein Register der Zahl und Art der Figuren, 
aber das wäre so verwickelt geworden, daß niemand sieh hätte herausfinden 
können. Ich selbst dachte an ein Register der Maße, in dem in dei 1 a: 
nur selten mehrere Blätter genau gleich viele Millimeter an Muhe und Breite 
aufweisen würden. Nicht ohne Seuf/ei hatte ich die mühselige Aiheit schon 

eine Strecke weit gefördert, ai> eine unabweisbare Beobachtung zwang, den 



VIII 



Zur Einführung. 



Gedanken aufzugeben. Die Messung der Höhe und Breite eines Blattes nach 
Millimetern ist keine so ganz einfache Sache, daß stets ein unfehlbares Er- 
gebnis dabei herauskäme, selbst wenn das Blatt rechtwinklig eingefaßt ist, 
noch weniger, wo die größte Höhe und Breite genau senkrecht und wagrecht 
frei ermittelt werden muß. Nicht nur die Bruchteile des letzten Millimeters 
schaffen eine beständige Unsicherheit; jede kleinste Wölbung oder Einbuch- 
tung des Papiers, jede winzige Abweichung von der Wagrechten oder Senk- 
rechten, jede kleine Verschiedenheit in der Einstellung des Auges schafft 
trotz aller denkbaren Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit Unterschiede der Maße, 
bis zu mindestens 2 Millimetern. Ja, die stärkere oder schwächere Zusammen- 
ziehung des für den Druck angefeuchteten Papiers kann bei Abzügen von 
derselben Platte die gleichen Abweichungen mit sich bringen. Diese Beob- 
achtungen wurden zwischen Hoff und mir, zwischen mir und meinen Mit- 
arbeitern, zwischen wiederholten Messungen von der gleichen Hand, so oft 
gemacht, daß auf die Unfehlbarkeit der Maße verzichtet werden mußte und 
jenes Produktenregister damit fortfiel. Es wird also nach wie vor etwas Geduld 
und einige Kenntnis des Richterwerks dazu gehören, lose Einzelblätter richtig 
zu bestimmen; aber beides darf man gar wohl auch dafür in Anspruch nehmen. 
Einen wirklichen Vorteil habe ich mir leider bei der Angabe der Maße ent- 
gehn lassen, weil er mir erst viele Jahre zu spät einfiel. Ich hätte die selte- 
neren Fälle, wo die Zeichnung des Blattes durch eine feste, meist rechteckige 
Umrahmung begrenzt wird, durch ein einfaches Zeichen, eckige Klammern 
um das Produkt der Maße, also etwa „Nr. 1161 H 1061 . . . [85x61]." 
unterscheiden sollen. Das ließ sich leider im Drang der Arbeit, und ohne die 
Sammlung noch zur Hand zu haben, nicht mehr nachholen. 

Bei der Anführung der Titel habe ich mich der größten, ich darf sagen 
urkundlichen Genauigkeit befleißigt. Kein ä für ein ae, kein u. oder & für 
„und" oder umgekehrt, kein Punkt, kein Komma hinzugesetzt oder fortge- 
lassen — um nur Beispiele zu nennen. Auch Druckfehler und Wunderlich- 
keiten wollten beibehalten sein, wie die Vorlage sie bietet; nur selten habe 
ich dergleichen durch ein „[so!]" oder ähnlich hervorgehoben. Jeder Vergleich 
mit Hoff wird zeigen, wie oft sich zur Berichtigung seiner Fassung Anlaß 
bot. — Die Bezeichnung jedes Zeilenendes durch einen senkrechten Strich 
wird das Bild des Titels viel anschaulicher gestalten. Die Hinzufügung der 
Seiten- und Blätterzahlen der Bücher, die zweifellos zur genauen Buchbe- 
schreibung gehört, verdanke ich wieder Herrn Dr. Martin. — Die Angabe des 
Formats, 8°, kl. 8°, 12° usw. usw., ist und bleibt eine heikle, oft recht zweifel- 
hafte Sache. Ob man dabei nach der Zahl der Blätter, die auf den Bogen 
entfallen, oder einfach nach Höhe und Breite gehen will, bleibt eben eine um- 
strittene Frage; feste Höhen- und Breitenmaße anzugeben verbot sich, weil 
es sich meistens um beschnittene Abzüge handeln wird. Ich habe mich deshalb 
überwiegend einfach an Hoff's Angaben gehalten, nur bei stärkeren Miß- 
verständnissen geändert. Man nehme also diese Angaben eum grano salis auf« 

IX 



Zur Einführung. 



Der Fettdruck bei der Wiedergabe des Titels dient wie bei Hoff nur der 
Hervorhebung des Wichtigsten, um dem Auge einen Anhaltspunkt zu geben, 
ohne jedesmal in der Vorlage entsprechenden Anhalt zu haben. Fraktur und 
Antiqua im Satz zu unterscheiden ging der Schwierigkeit und Kosten wegen 
nicht an; sehr bedaure ich aber, daß ich dem Titel nicht jedesmal einen Ver- 
merk darüber, „Fraktur" oder „Antiqua", vorausgeschickt habe. 

Und nun, was das Buch Hoff gegenüber an neuem Stoff darbietet. Zu- 
nächst reichlich 250 neue Nummern, und noch ein gutes Dutzend mehr, wenn 
man die in Anrechnung bringt, die aus der ersten Auflage gestrichen sein 
wollten, vgl. Hoff 71—75, 1718—1723, 2090. 2091. 2094. 3331, sodaß genau 
8 % [an Vermehrungen herauskommen. Es handelt sich dabei freilich weit 
überwiegend nur um Übertragung gebuchter Blätter in heue Kunstweisen 
oder um bloße Nachstiche und Nachschnitte oft von sehr geringer Güte, 
daneben um Knabenarbeiten ohne eigentlichen künstlerischen Wert. Aber 
auch die alle wollen doch gebucht sein, wie das auch Hoff getan hat, und 
dienen je an ihrer Stelle dazu, des Meisters Werk richtig zu beleuchten und 
würdigen zu lehren. Und zu ihnen gesellen sich doch auch eine ganze Anzahl 
vollwertiger Blätter, deren der Meister selbst sich nicht geschämt haben würde, 
wenn sie ihm nur zur rechten Zeit eingefallen wären. Den Beweis erbringen 
seine Mitteilungen an Eduard Cichorius, die es mir vergönnt war, aus dessen 
Kollektaneen, ehe es zu spät war, noch zu bergen. Damit ist das Wertvollste 
genannt, was ich an Nachrichten über die gebuchten Blätter habe herzutragen 
können; die Originale der Briefe des Meisters an Georg Wigand brachten 
noch vieles zur Stelle, und aus ungezählten anderen Quellen flössen weitere 
Beiträge, zum guten Teil auch von den Freunden beigesteuert, die auf dem 
Titel als meine Mitarbeiter genannt sind, allen voran, an Blättern wie an 
Nachrichten, Eugen Born in Dresden. Ich habe alles beigegeben, was mir zur 
Geschichte eines Buches oder Blattes, seiner verschiedenen Ausgaben usw., 
bekannt geworden ist, oder sich durch Schlüsse ermitteln ließ; überall habe 
ich davon gebührende Rechenschaft abgelegt. Bei besonders seltenen Blättern, 
besonders solchen, die ich nur als Unica kannte, habe ich Besitzer oder Fund- 
stelle hinzugefügt. Dagegen habe ich nichts gebucht, wofür nicht der Augen- 
schein oder ausreichend sicheres Zeugnis mir zu Gebote stand. Meine Zusätze 
durch irgend welche Zeichen von Hoffs Arbeit zu unterscheiden war anfangs 
meine Absicht, erwies sich aber auf die Dauer als schlechterdings undurch- 
führbar. Wem daran gelegen ist, mag den alten Hoff zur Vergleichung hei an- 
ziehen ; er wird sich dann überzeugen, daß an der neuen Auflage keine Mühe 
und Arbeit gespart ist. Auch neue Fehler werden gewiß nicht ausgeblieben 
sein, möchten sie möglichst sparsam nur sich eingeschlichen haben' Soweit 
dergleichen während des Druckes beobachtet wurde, ist es auf den letzten 
Seiten des Buches verzeichnet. Ich darf bei dieser Gelegenheit hinzufügen, daß 
auch meine Mitarbeiter mir und ich ihnen gegenüber darauf verzichtet haben, 
unser Eigentumsrecht im einzelnen geltend zu michen. El hat vielmehr jeder 

X 



Zur Einführung. 



zu eines jeden Arbeit frei beigesteuert, was ihm zur Verfügung stand, sodaß 
W. Hoffmann's Mitarbeit nur in solchen selbstlosen Beiträgen aufgeht. 

Bis zum Tode des Meisters, also bis zum Jahre 1884, sollte im allge- 
meinen sein Werk verfolgt werden, immerhin unter Vorbehalt einzelner Aus- 
nahmen. So habe ich mein eigenes Buch „Ludwig Richters Volkskunst, sein 
Holzschnitt vom Keim bis zur Blüte", Leipzig, Georg Wigand, 1909, 2. Auf- 
lage 1910, am Schluß der Abteilung II A4a aufgenommen, weil es einige 
Holzschnitte zum ersten Male veröffentlicht, andere allein wiederholt. Jene 
untere Grenze gilt vor allen Dingen für die Abteilung III A, „Lichtdrucke und 
Verwandtes". Da muß ich selbst vor dem Todesjahre schon Vollständigkeit 
unbedingt ablehnen, nach unten hin aber durchaus einen Strich ziehen, weil 
bei der beispiellosen Beliebtheit der Kunst Ludwig Richters jedes Bemühen 
hier ins Uferlose führen würde. Von zufälligen Einzelphotographien gilt 
dasselbe. 

Ein Wort über die Abschnitte, die dem eigentlichen Werk Ludwig Richters 
nach dessen Abschluß mit III B noch angefügt sind, wird vor allen Dingen 
erwünscht sein. Fast unverändert wurde aus dem alten Hoff der ungemein 
wertvolle Abschnitt über die Künstler und Kunstanstalten beibehalten, die 
nach Ludwig Richter gearbeitet haben. Für eine durchgängige Vervollstän- 
digung, besonders durch die Todesdaten, fehlten mir Mittel und Wege. Nur 
hie und da habe ich zufällig sich darbietende Ergänzungen eingefügt. Auf die 
Facsimile-Wiedergabe von Monogrammen mußte leider verzichtet werden. 

Eugen Born's Werk ist die bedeutende Vermehrung des Verzeichnisses 
der Bildnisse Ludwig Richters; nur wenig konnte ich aus dem Besitz des 
Essener Museums hinzufügen. Annähernde Vollständigkeit dürfte hier er- 
reicht sein. 

Völlig neu ist der Abschnitt „Bücher mit Wiederholungen Richter'scher 
Bilder", S. 393—403, den Karl Hobrecker beigesteuert hat, der Bibliograph 
Theodor Hosemann's, der Sammler und beste Kenner des deutschen Kinder- 
schrifttums im 19. Jahrhundert. Ich habe ihm diesen Gegenstand umso lieber 
ganz allein überlassen, weil in ihm der Sammler von heute zum Worte kommt, 
während mein Sammeln zwanzig und dreißig Jahre zurückliegt und darum 
unter ganz andren Verhältnissen vor sich ging. Kein Abschnitt des Buches 
wird für die Gegenwart von größerer Bedeutung sein als gerade dieser. 
Denn er spiegelt ihre Nöte und warnt Sammler wie Händler in gleicher 
Weise vor den Fehlgriffen und Schädigungen, die ihnen auf Schritt und Tritt 
drohen; zugleich aber weist er auch die Wege zu leidlichem Ersatz für das 
Unerreichbare. Die Nutzbarkeit dieser neuen Auflage wird dadurch um ein 
Erhebliches gesteigert. 

Mit nicht minderer Freude begrüße ich den zweiten ganz neuen Abschnitt, 
Eugen Born's selbständigen Beitrag, die Auswahl von Schriften und Äuße- 
rungen über Ludwig Richter. Legt doch in ihm das deutsche Volk gleichsam 
sein Zeugnis ab für alles, was ihm Ludwig Richter geboten hat und geworden 

XI 



Zur Einführung. 



ist, und bringt ihm dafür seine Verehrung und Liebe dar. Und dies Zeugnis 
ist keineswegs überflüssig gegenüber der Geringschätzung, ja Verunglimpfung, 
die unsrem Meister in neuerer Zeit gerade von den zünftigen Vertretern der 
Kunstwissenschaft zuteil zu werden pflegt. Im Jubeljahr 1903 setzte sich 
u. A. Richard Muther mit einem Ausbruch solcher Einschätzung, für den keine 
höfliche Bezeichnung zutrifft, ein trauriges Denkmal; aber auch heute noch 
fühlt man immer wieder das dringende Bedürfnis, der Liebe zu Ludwig 
Richter mit Warnungen und Machtsprüchen in den Weg zu treten. Als Beispiel 
mag Max Deri „Die Malerei im XIX. Jahrhundert, Entwicklungsgeschicht- 
liche Darstellung auf psychologischer Grundlage, 2. Auflage, Berlin 1920", 
dienen (Bd. 1 S. 344—347). Ludwig Richter ist da „ein hohler kleiner Götze 
chauvinistischer Urteilsbeschränktheit geworden", ein „Popanz", den man dem 
Deutschen nicht rauben darf. Aber die urteilsfähige Minorität muß hier der 
befangenen, nicht ausreichend erfahrenen Majorität mit einer richtigeren Wer- 
tung gegenübertreten, und die bemüht sich nun Deri nach Kräften heraus- 
zuarbeiten und zu begründen. Wenn nur nicht zu der urteilslosen Majorität 
zu Ludwig Richters Lebzeiten auch Männer wie Otto Jahn und Anton Springer, 
W. H. Riehl und Fr. Th. Vischer gehört hätten, wenn nicht Gustave Dore ein 
eifriger Sammler seiner Arbeiten gewesen wäre und der Pariser Salon ihm 
1855 für seinen Brautzug ihm Frühling die goldne Medaille verliehen hätte! 
„Gerade, weil dieser seelische Maler- und Menschenkomplex Richter nichts 
enthält, als gewöhnlichste, billigste, durchschnittlichste Gefühle: gerade deshalb 
bezeichnet er den Nullpunkt der Skala seelischer Emotionen .... Das Kunst- 
werk soll uns dazu dienen, uns um Gefühle zu bereichern, die so ihrer Selten- 
heit wie ihrer Intensität nach über das allgemein-durchschnittliche Niveau 
von uns allen hinausführen". Man hätte nicht glauben sollen, daß der 
Schulmeister aus Maler Müller's „Schafschur" nach 150 Jahren noch einmal 
aus dem Grabe erstehn würde; man lese dort die Abfuhr, die er sich beim 
alten Walter holt. An zwei Blättern L. Richter's vollzieht Deri endlich das 
abtuende Gericht, an dem „Neujahrstag" aus „Fürs Haus" und dem „Liebes- 
glück" aus dem „Lied von der Glocke". Es lohnt nicht, auf die Einzelheiten 
einzugehn ; jeder, der unsern Meister wirklich kennt, wird herzlich lachen über die 
Entdeckung, daß er die Köpfe des Liebespaars nicht einander zugeneigt habt, 
weil „die überall so gerne vermiedenen Überschneidungen formal-zeichnerische 
Schwierigkeiten schaffen könnten" — wer übrigens hier auf dem „Banalen" 
besteht, Richter oder Deri, liegt auf der flachen Hand. Aber das muß hervor- 
gehoben werden, daß dieser neueste Verkleinerer Ludwig Richters ebenso 
wie alle seine Vorgänger ihn überhaupt nicht kennt, weil er ihn ausschließlich 
nach den Bilderfolgen seiner späteren Jahre beurteilt, wo sein Aichenver- 
mögen durch eine unheilvolle Augenkrankheit, sein Schaffen durch allmäh- 
liches Erlahmen dei Phantasie geschmälert war, und beides immer mehr 
zurückging. Die Arbeiten seiner Blütezeit, vor allem die Hatnizeichuun^en, 
sind allen jenen Herren ganz oder so ^ut wie gftlll unbekannt. Dal RUg, 



XII 



Zur Einführung. 



bis auf den Makel der Trägheit und des Urteilens ohne genügende Grund- 
lagen, zu ihrer Entschuldigung dienen. Im übrigen darf man sich wundern, 
daß Deri auf der Seite der von der urteilsschwachen Majorität getragenen 
Künstler nirgends tiefer hinabsteigt als zu Qerard Dou, Perugino, Memling, 
Raffael, Cranach, Delaroche, Mendelssohn, Meyerbeer, Gust. Freytag; das 
stimmt schlecht zu dem geradezu verachtenden und vermeintlich vernichtenden 
Urteil, das dann über Ludwig Richter gefällt wird. Ihn den ersten Genien 
beizugesellen fällt uns nicht ein; aber zu den echten, wahren, ursprünglichen, 
ewigen Künstlern rechnen wir ihn. Die wirklich Geringen, die einst von der 
großen Masse auf den Schild erhoben wurden, sind mit ihren Trägern längst 
ins Grab gesunken; Ludwig Richter aber lebt, und sein Ruf und Ruhm ist 
immer noch, fast 20 Jahre nach seinem Centenar, unverkümmert und eher 
noch ferner im Steigen. Nicht um die Gunst der Masse eines Geschlechtes 
handelt es sich bei ihm, sondern um einen Volksentscheid einander folgender 
Geschlechter. Und daß er ein deutscher Künstler vom echtesten Schrot und 
Korn ist, macht ihn uns nur umso lieber, und soll uns durch den Vorwurf 
„chauvinistischer Urteilsbeschränktheit" nicht verekelt werden. Diesen Volks- 
entscheid nun spiegelt besonders klar das Verzeichnis Eugen Born's, das sich 
ja noch weiter reich vermehren ließe. Daß es auch die ungünstigen Äuße- 
rungen keineswegs übergeht, dient nur zur Bestätigung der Regel. 

Einen letzten Beitrag meiner trefflichen Mitarbeiter bildet das ausführliche, 
alphabetische Sach- und Namenverzeichnis, durch das Otto Martin und Karl 
Hobrecker das bloße Inhaltsverzeichnis Hoff 's (s. dort S. 415—434) ersetzt 
haben. Eine äußerst mühsame Arbeit, und wieder eine ganz erhebliche Ver- 
mehrung der nüchternen Nutzbarkeit unsres Buches. Fast jeder leiseste Anhalt 
für eine in unsren Bereich fallende Erscheinung wird an der Hand dieser 
Beigabe leicht zu vollem Aufschluß führen. 

Wenn ich Herrn Dr. Martin insbesondere dafür meinen Dank ausspreche, 
daß er mir diese böse Aufgabe abgenommen und so vortrefflich gelöst hat, 
so breche ich ein Kapitel an, das nicht so leicht sein Ende findet. Ist er doch 
auch der Inhaber des Verlags, der das große Wagnis eines so umfangreichen 
Buches mit einem voraussichtlich nur recht kleinen Kreise von Abnehmern 
als begeisterter Büchersammler und Verehrer Ludwig Richters auf sich ge- 
nommen hat, ein Wagnis, vor dem auch große Firmen zurückschreckten, sodaß 
ich schier die Hoffnung aufgegeben hatte, diese Pflicht meiner alten Tage 
noch einlösen zu können. Ganz ohne sein Zutun hat dann das Kunstmuseum 
der Stadt Essen, auf dessen Schätze ja meine Arbeit weit überwiegend ge- 
gründet ist, es als eine Ehrenpflicht betrachtet, ihm dabei mit einer namhaften 
Summe zu Hilfe zu kommen. Es ist mir eine Freude, seinem dringenden 
Auftrage nachzukommen, indem ich dem Museum hier auch öffentlich seinen 
wärmsten Dank ausspreche, dem sich alle Richterfreunde von Herzen an- 
schließen werden. — Aber über dies grundlegende Verdienst hinaus hat sich 
Dr. Martin unermüdlich der einmal übernommenen Aufgabe gewidmet, alle 

XIII 



Zur Einführung. 



Fragen des Aufbaus und der Drucklegung mit mir erörtert und mich wesent- 
lich dabei gefördert, krause Manuskripte in Setzervorlagen umgeschaffen, 
Korrekturen und Revisionen gelesen, die umständlichen Verhandlungen mit 
dem Drucker und nach allen Seiten hin geführt: kurz, alles Denkbare getan, 
um das umfangreiche Werk zum glücklichen und schnellen Abschluß zu 
bringen. Vollends in so schöner Gestalt und Ausstattung, wie es nun in des 
Lesers Hände kommt, und mit allen oben aufgeführten Erweiterungen und 
wertvollen Zugaben. Ich bin gewiß, daß sich auch hier meinem Danke 
der ganze, weite Kreis der Ludwig Richter-Gemeinde aus vollem Herzen 
anschließt. Der Dank für die vortreffliche Ausführung des keineswegs leichten 
Druckes an die Freiburger Druck- und Verlags-Gesellschaft H. M. Muth wird 
sich ganz von selbst damit verbinden. Daß das Kapitel der „Berichtigungen" 
S. 487/88 etwas umfangreicher hat werden müssen, als wir wünschten und 
hofften, darf ich damit erklären und entschuldigen, daß die unbedingt gebotene 
Beschleunigung des Druckes mir, dem vom Druckort weit Entfernten, den 
Verzicht auf Durchsicht der Revision auferlegte. 

Zum Schluß sage ich den herzlichsten Dank allen Hinterbliebenen Joh. 
Fr. Hoff's, die dem Freunde des ersten Verfassers freudig ihre Zustimmung 
und Vollmacht zur Herausgabe der neuen Auflage erteilt haben. Möchte 
ihnen allem Befremdlichen gegenüber, was ihnen, den mit dem alten Buche 
Vertrauten, auf den ersten Blick zweifellos darin begegnen wird, immer klarer 
und sicherer die Erkenntnis aufgehn, wie sehr der neue Herausgeber bemüht 
gewesen ist, im Sinne und Geiste des unvergeßlichen Freundes zu arbeiten. 

Marburg, im Juli 1922. D. Dr. Karl Budde, 

Professor der Theologie. 



XIV 



DAS GESAMTE GRAPHISCHE WERK 
LUDWIG RICHTERS. 



I. Eigenhändige Arbeiten des Meisters. 



A. 

RADIERUNGEN. 

1. KNABENARBEITEN, 

zumeist im Dienste des Vaters, zuletzt in 
Gemeinschaft mit ihm. 



Die künstlerische Arbeit des Knaben Adrian Louis Richter vor den 70 
Ansichten von 1820 ist bisher noch ein vollkommen unerforschtes Gebiet. 
Richter selbst war schon dem Bestreben eines Hoff und Ed. Cichorius, in der 
Feststellung seiner späteren Arbeiten Vollständigkeit zu erreichen, keineswegs 
hold ; er hätte es lieber gesehen, wenn man weniger gelungene oder flüchtige 
oder in der Nachbildung verdorbene Blätter der Vergessenheit überlassen 
hätte. Oft genug hat er das ausgesprochen. So ist es nicht verwunderlich, 
daß er Hoff keinerlei Anregung noch Hilfe bot, den eigentlichen Knaben- 
arbeiten nachzugehn. Heute gehört der Meister der Geschichte an; auch 
sein Werden verdient und verlangt aufgedeckt zu werden, soweit es irgend 
möglich ist. Diese Arbeit erfordert eingehendste Forschung in der engeren 
und weiteren Heimat des Meisters, mühseliges Zusammensuchen eines ver- 
zettelten und verschollenen Winkelschrifttums. Dies zu leisten war ich ganz 
außerstande. Nur Fingerzeige für das richtige Verfahren kann ich daher hier 
geben und, was mir bisher zu finden geglückt ist, darbieten. Wo und wo- 
nach wir zu suchen haben, sagt uns der Meister selbst an zwei Stellen. Die 
eine findet sich zu Anfang des vierten Kapitels seiner Lebenserinnerungen. 
Zur Deckung des Lebensunterhalts „radierte der Vater zwischendurch Blätter 
für damalige Volkskalender oder für Kunsthändler kleine Prospekte". Für diese 
kleineren Arbeiten wurde der Sohn sehr bald in Bewegung gesetzt und 
„kopierte oder arrangierte nach anderen bunten Jahrmarktsbildern" die Haupt- 
und Staatsaktionen der Zeit für die „Buchbinder, welche diese Kalender im 
Verlag hatten". „Außer Dresden stellten Pirna, Freiberg, Meißen und Stolpen 
ihre Contingente." Man muß also den Volkskalendern dieser Städte nach- 
gehn, womöglich Bezeichnungen des jungen Adrian Louis aufstöbern, im 

3 »' 



1 A 1 Eigenhändige Radi erungen, Knabenarbeiten. 1816 

übrigen durch Stilkritik seine Mitarbeit nach Möglichkeit ermitteln. Es wird 
sich wesentlich um die Kalender für 1815 bis 1820 handeln; doch mögen die 
von 1821 bis 1823 noch mit in Betracht kommen. Der einzige Gegenstand, 
den L. R. selbst namhaft macht, ist „Die Geschichte von der keuschen 
Lukretia" (Lebenserinnerungen, achtzehntes Kapitel); dieser Kalender ist noch 
nicht aufgefunden. Ferner wird man des Vaters Prospektarbeiten erschöpfend 
festlegen müssen, um dann ihnen gegenüber ebenso zu verfahren. — Fünfzig 
Jahre früher erzählt uns L. R. davon in den Einfällen auf dem oberen Rande 
des ersten Zustandes von Nr. 68 der 70 Ansichten (vergl. dazu meinen Auf- 
satz in Julius Lohmeyers deutscher Monatsschrift, 1903, S. 86 f. mit dem Nach- 
trag S. 400; jetzt neu aufgelegt in „Ludwig Richter", Altes und Neues, von 
Karl Budde; Leipzig, R. Voigtländer). Der Knabe zeichnet dort sich selbst, 
den Kopf aufgestützt am Tische sitzend, mit der Beischrift: „Ich — IS Jahr 
alt — Kalender-Kupferstecher. Leider Gottes. Nicht mein Wille, sondern der 
[Zwang?] meines Vaters." Hinter ihm auf dem Boden liegen zwei Pack 
„Kalender-Kupfer", davor eine Kupferplatte mit zwei kleinen Bildchen, darauf 
„Arnold", der Name des wichtigsten Prospektenverlegers. Damit erhalten wir 
die Bestätigung dessen, was wir an der ersten Stelle gefunden hatten. Ferner 
aber steht auf dem Tisch ein Buch „Robinson", am Tische lehnt ein „Bilderbuch", 
davor auf dem Boden liegt ein Blatt oder Heft: „ABC". Allen diesen Winken 
muß sorgfältig nachgegangen werden. Was ich bisher auf diesem Wege 
gefunden, lasse ich folgen. Ich beginne mit den ersten datierten Arbeiten, 
ohne dadurch ausschließen zu wollen, daß diese oder jene undatierten noch 
älter sein könnten. Volle Sicherheit für A. L. R. kann natürlich nur da in An- 
spruch genommen werden, wo entweder die Bezeichnung mit seinem Namen 
oder zuverlässiges äußeres Zeugnis zu Gebote steht. 



1816. 

„Königl. Sachs. [Krone] gnädigst Privilegt. | Stolpenscher 
Chronicken und Historien | Calender ! 1816." 

4". 1 Titelblatt, 30 Bl. 

So oben auf dem in Kupfer gestochenen Titel, darunter Heuernte, vorn 
ein Mädchen im Strohhut, den Rechen auf die Erde stützend, die Schürze 
hebend, um den Schweiß abzutrocknen. Hinter ihr Männer und Frauen bei 
der Arbeit, im Hintergrund das Dorf. Unten rechts auf einem Stein: „Hei 
Wilhelm Adolph | Richter | Buchbinder in | Stolpen." Nach Zeichnung und 
Schrift schwerlich von dem jungen Richter. Dagegen dürfte auf ihn zurück- 
gehn das zwischen Bogen A und B des Anhangs „Neue Denkwürdige Welt- 
begebenheiten" eingehängte Kupfer: 
1 II „Einzug des Königs von Sachten in Dresden den 7. Jimv ISIS." Dar- 
gestellt ist der große Triumphbogen in Form eines Brückenbogens mit fünf 

4 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1818 

von Personen, meist Damen, besetzten Stufen zu beiden Seiten, unten beider- 
seits anschließenden Tribünen, im Augenblick, wo der königliche Wagen 
hält, um Huldigungen in Empfang zu nehmen. Doppelt gefaltetes Quer- 
folioblatt 184x320 (die Schrift eingeschlossen). 

Der „Königl: Sächsf : gnädigst Privileg: : Oeconomischer oder Haushaltungs ! Calender | 
Pirna | 1816." „Bey J. F. Döring | Buchbinder" scheint mir weder in dem radierten Titel noch in 
dem eingehängten Kupfer „Einzug S. M. des Königs von Sachsen zu Dresden den 7. Juny 1815 
durch die vor dem Pirnaischen Schlage ihm errichtete Ehrenpforte." auf Vater oder Sohn 
Richter hinzuweisen. 



1818. 

„Königl. Sachs. Privileg. Neuer Pirnaischer Natur und 
Kunst | Calender. | 1818." (Oben auf dem Mittelbild über 
der Gruppe). „Pirna bey J. A. C. Diller Buchbinder." (Unter der 
Fußleiste.) 

40. 1 Titelblatt, 30 Bl. 

Gestochenes Titelblatt, 4°. 182x150 die Einrahmungslinien, 
worüber Krone und Mantelbausche des Wappens hinausragen, 
während der Verlagsvermerk noch darunter steht. 

Enthält 1 Blatt, eingehängt hinter dem Bogen „Denkwürdige Welt- 
begebenheiten", in liegendem Folio, 360 mm breit, doppelt gefaltet: 

2 H — Darauf 4 Bilder: o. I. „Confirmation der Prinz. Char: [lotte] v. Preuß: 
in Petersburg."; o. r. „Des Königs v. Sachsen Regierungs Jubilaeum 1818"; 
u. 1.: „Feierlicher Empfang des ersten Fruchtwagens d 7. Jul: 1817."; u. r. 
„Auswanderung deutscher Landteute [so!] nach Amerika." Platte 203x340. 

Die vier Bilder dieser Platte sind mit großer Wahrscheinlichkeit dem jungen A. L. R. zu- 
zusprechen. Neben den Kupfern sagt die „Anzeige", daß es davon auch eine ,,doppel starke" 
Ausgabe gibt, ,,worinnen achterlei Kupfer." Sie ist mir nicht bekannt. 

„König: Säcfs: gnädigst Privileg | Stol penscher Chro- 
nicken u Historien. | Calender. | 1818. | Bei C. G. [wie B] 

Reymann. | Buchbinder | in | Stolpen." 
4". 1 Titelblatt, 30 Bl. 
Enthält 2 Blätter, das Titelblatt und ein angehängtes Kupfer: 

3 H — Der obige Titel steht auf dem weißgelassenen Schilde in der M. eines 
gerahmten Ovals. Darüber das sächsische Wappenschild mit Krone vor der 
strahlenden Sonne, darunter, auf dem Titelschild lagernd, 1. Sense in Ähren 
und Blumen, r. wunderlich gebildetes Füllhorn in Trauben und Reben. U., am 
Titelschild aufgehängt, flammende Ampel, 1. Kriegs-, r. Friedenssinnbilder. 
In den vom Oval freigelassenen Ecken des Rechtecks die Elemente, o. 1. 
Feuer, r. Wasser, u. 1. Erde, r. Luft. Format genau gleich dem des Pirnaischen 
Kalenders, die Radierung 183x148. 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1818 

4 H — In der Mitte des ersten Bogens, hinter dem neuen Titel: „Merkwürdige 
Begebenheiten und Erfindungen u.s.w. Stolpen, 1818. | zu finden beym Buch- 
binder C. G. Reymann." ist eingeheftet ein doppelt gefaltetes Querfolioblatt 
332 mm breit, Platte 195x305 mit 4 Bildern: o. I. Gefangennehmung [G wie Bj 
Friedrichs bey Weimar; o. r. „Die Einhohlung des ersten Erndewagens zu 
Frankfurt am Mein"; u. 1. „Ein Dampfboot wie es beschaffen ist"; u. r. „Ein- 
zug des Kaisers von Oestreich nebst seiner Gemahlin [G wie B] in Bamberg." 

Schrift und Schreibfehler allein erweisen diese Blätter als Arbeiten des Knaben A. L. Richter. 
Vergl. noch die beiden Darstellungen des ersten Erntewagens Nr. 2 und Nr. 4, augenscheinlich 
von der gleichen Hand. 

„Albina. \ Ein Taschenbuch für Wanderer in der sächsischen 
Schweiz | usw. mit 16 Kupfern, 4 radirten Ansichten und 1 Reise- 
karte", Pirna 1818." 

16°. IV, 185 S., 1 Bl. 

Enthält 4 Radierungen von A. L. Richter: 

5 H — Zu S. 32: „Ansicht von Rathen." Einmal gefaltet der Breite wegen. 
Der Titel steht am u. Rande, darunter in 5 Kolumnen zu je 2 (die zweite 
zu 3) Zeilen 10 Einzelerklärungen unter a— k, deren Buchstaben in das Blatt 
eingetragen sind. Die Darstellung stimmt nach Augenpunkt und Einzelheiten 
genau mit Nr. 127 (Nachtrag 215) überein, nur ist sie r. und 1. ein wenig 
beschnitten und zeigt andere Figuren. Größe zwischen den doppelt gezoge- 
nen Einfassungslinien 80x123. 

6 H — Zu S. 72: „Aussicht vom großen Winterberge über die ganze Sächsisch. 
Schweitz." Einmal gefaltet. Der Titel steht auf dem Blatte selbst unter der 
oberen doppelten Einfassungslinie. Am unteren Rande 42 nummerierte 
Einzelerklärungen in 5 Kolumnen zu je S Zeilen, deren Ziffern in das Blatt 
eingetragen sind. Die Darstellung ist die gleiche wie Nr. 12 (Nachtrag 221), 
nur ohne Figuren, verkleinert und u. etwas abgeschnitten. $0x123. 

7 H — Auf der Vorderseite des Umschlags „Schloß und Städtchen Hohen- 
stein". Die Ansicht, sehr ähnlich Nr. 43 (Hoff 14). ist von einer 6 mm breiten 
Eichenborte umgeben; an den Ecken sind Dreiecke von 15 mm Seitenlinien 
abgeschrägt und unten mit Farnkraut, oben I. mit Stechpalme, r. mit Ver- 
gißmeinnicht ausgefüllt. 70x102. 

8 H — Auf der Rückseite des Umschlags „Schloß Weesenstein". Die Ansicht 
entspricht ganz genau Nr. 70 H 41, nur daß die Figuren fortfallen. Aufbau 
wie Nr. 7; doch sind die Ecken u. 1. mit Korngarbe und Sichel, r. mit Trauben ; 
o. I. mit Stachelbeeren, r. mit Erdbeeren ausgefüllt. TD 102. 

t ui den Beweis, dsSdieK4 BUtta ran dem Sohne berr&hrea, vergl IC Badde, N»chti*»: mi 

1913 S. 30 1 Dort sind sie unlci Ni 226 22«) gebucht und nlher eröitrit 

Auch die \er/ertr Rmkenlf tr <!e^ Händchen«; f.il!t dem Sohne zu sie darf ungezihlt bleiben 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1819 

1819. 

„Königl: Sachs: gnädigst privil: | Oeconomischer oder 
Haushaltungs | Calender | Pirna | 1819." „Bey J. F. Döring | 
Buchbinder." 

9 H — Gefalztes Blatt mit 4 Bildern: 1. oben „Trajanus, Römischer Kaiser, 
überreicht den Obersten seiner Leibwache das Schwert es für ihn zu ge- 
brauchen.", 1. unten „Das Königliche Schloß zu Pillnitz im Brande den 1.1, May 
1818.", r. oben „Rudolf von Habsburg belehnt den König Ottokar mit Böhmen 
und Mähren.", r. unten: „Karl der Kühne Herzog von Burgund." Jedes Bild 
82x130. 

Von diesen Bildern ist das zweite (Pillnitz) nach genau der gleichen Handzeichnung radiert, 
die in Hoff 2773 von Sprinck wiedergegeben wird, also nach der des Knaben A. L. Richter. 
Daraufhin muß die hier vorliegende rohere, handwerksmäßige Wiedergabe, da Vater Richter für 
diesen Kalender arbeitete, als die des Knaben selbst angesehen werden. Die nächstliegende Voraus- 
setzung, daß auch die übrigen drei Bilder der Platte dem Knaben Richter zufielen, trifft nicht 
zu ; sie haben einen ganz fremden Zug. 

Besitzer des Kalenders Walther Hoffmann-Chemnitz. Das herausgeschnittene linke und untere 
Viertel (Pillnitz) besitzt Eugen Born-Dresden, und ich hatte daraus allein schon auf den zu 
suchenden Kalender für 1819 geschlossen. Eugen Born besitzt noch einen ziemlich rohen Stich 
nach derselben Zeichnung, der hier hinter Hoff 2773 gebucht ist. Die Möglichkeit, daß vielmehr 
in ihm des Knaben eigene Arbeit zu suchen ist, muß offen gelassen werden. 

Aus einem Dresdener Ansichten-Werke. 

10 H — „An- und Ausficht von der Dresdner Brücke | nach Mor- 
gen zu." So u. 1.; r. : „Vue du pont sur l'EIbe ä Test." 

Dazwischen tiefer ganz klein die Adresse: „Dresden, Begersche Buch- 
u. Kunsthandlung a. d. Schlossgasse." O. r. die Nummer „6." 

Im Vordergrund der Bürgersteig der Brücke mit einer der halbrunden 
Ausbuchtungen nahe dem r. Ufer, darauf 19 Personen und 2 Hunde. Vom 
r. Ufer ist 1. wenig sichtbar, vom 1. das Ende der Brühischen Terrasse, im 
Mittelgrund Vorstadthäuser, Schiffe, Boote, im Hintergrund die Loschwitzer 
Höhen und die Berge weiter aufwärts. — Platte 190x286, Einfassungslinien 
168x268. 

11 H — „Ausficht von der Dresdner Brücke | nach den Abend 
zu." So u. 1.; r.: „Vue du pont sur l'EIbe ä Dresde | ä l'Ouest." 

Dazwischen tiefer die Adresse genau wie bei 10. O. r. die Nummer „7." 
Das Gegenstück der vorigen Ansicht, im Vordergrund der gegenüber- 
liegende Bürgersteig nahe dem Altstädter Ufer, 1. die Ausbuchtung mit 
dem Crucifix, dessen Inschriften, nicht ohne ein paar Schreibfehler, lesbar 
wiedergegeben sind. Zwei Schilderhäuser, vor dem 1. der Posten, noch 
12 Personen, 2 Hunde. Im Hintergrunde 1. ital. Dörfchen, Schiffe, das 
Ostragehege, Gondeln, r. Neudorf, das Japanische Palais, in der Ferne das 
Spitzhäuschen. — Platte 191x278, Einfassungslinien 164x258. 

12 H — „Ansicht des Caffeehauses und dessen Umgebungen | im 
Großen Garten zu Dresden." So u. 1.; r.: „Vue du Caffe et de ses environs 
dans la grande jardin | ä Dresde." 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1819 

In der M. tiefer und klein die Adresse: ,,In der Begerschen Buch- 
u. Kunsthandl. zu Dresden". O. r. die Nummer „17." 

Überwiegend steife Baumgruppen, freier die 10 Figuren mit einem 
Hund ganz vorn in der M. in 3 Gruppen, im Mittel- und Hintergrund 
viele kleinere, besonders bei dem Kaffeehaus 1. und in einem offener. 
Pavillon r. — Platte 187x283, Einfassungslinien 154x246. 

13 H — „Ottewald er Grund", so in Bleistift richtig bezeichnet. 

Vor aller Schrift, Lücken in der r. Einfassungslinie. 

Die Ansicht hat mit Nr. 35 (Hoff 6) genau den gleichen Augenpunkt 
und Umfang, ist ihr auch in den Einzelnheiten sehr ähnlich, muß aber 
früher fallen, weil der Pfahl- und Knüppeldamm mit Laufplanken noch 
nicht vorhanden ist. Vorsichtig tasten sich der Führer und ein Besucher 
mit dem Stock hinüber. Weiter r. und vorne noch 2 Herren, 2 Damen 
und ein Knabe mit einem Hund, unter dem Felsentor und jenseits noch 
je ein Besucher. — Platte 195x281, Einfassungslinien 169x255. Da dieses 
und das folgende Blatt nach Größe, Papier und allen Eigenschaften genau 
mit den drei vorhergehenden übereinstimmen, müssen sie zu derselben 
Folge gerechnet werden. 

14 H — „Der große Winterberg", so in Bleistift bezeichnet; richtiger wäre: 
„Aussicht vom großen Winterberge." 

Vor aller Schrift, Lücken in der o. und 1. Einfassungslinie. 

Der Eiblauf steht etwas I. von der M. fast senkrecht auf dem unteren 
Bildrand; der Blick folgt ihm abwärts über Schandau hinaus, darüber das 
Bergland 1. bis zur Gegend von Gießhübel, r. bis über Stolpen hinaus. 
R. vorne 3 Herren und ein Knabe mit dem Führer und 2 Knaben in den 
Beeren; dahinter ein Herr mit 2 Damen; noch etwas weiter sitzt jemand 
am Fuße eines Doppelbaums, wie es scheint, mit der Zeichenmappe. 
Über das Verhältnis des Blattes zu Nr. 52 (Hoff 23) vgl. K. Budde „Nach- 
trag" S. 30. — Platte 192x278, Einfassungslinien 162x260. 

Diese 5 Blätter (Essen), .Nachtrag' Nr. 220-224, stammen aus dem Nachlai'. von Sophus 
Rüge, ihm aus L. R.'s Nachlaß von Heinrich Richter geschenkt, sämtlich am Rande von 
dem jungen A. L. R. in Bleistift mit „Luis R." bezeichnet als von ihm herrührend Die argen 
Schreibfehler bürgen dafür, dal', auch der Stich aui den Knaben zurückgeht. 

Von der durch diese fünf Blätter vertretenen Folge hat Eugen Born im Dresdener Kupfer - 
stichkabinett eine Anzahl weiterer aufgefunden und dabei festgestellt, daß sie spater aus dem 
Begerschen Verlag in den von Ernst Arnold übergegangen sind, dessen Adresse in der wunder 
liehen Form „Ernst Arnold exe " an die Stelle der I :iiu Zugleich sind bei 

neuen Auflage die Nummern oben rechts beseitigt und gewisse Schreibfehler v e rbe ss er t, z B 
„Suisse Saxon" in „Suisse Saxonne". Einige Blätter laben sich in beiden Auflagen ncbenciiunde- 
vorgefunden, bin einzelnes Blatt tragt auch die Bezeichnung des Vaters Richtet, sodaü da 
die Bit, lligung -einer Werkstatt noch feiner bezeugt whd 1 in Anteil de- Knaben Adrian 1 ndvlg 
auch an anderen Blättern, als diese fünf füt ihn bezeugten, Ist natürlich nicht au- 

Ein gemeinsamer Titel dies« durch Oröße, Vctiag und Bei 
noch nicht feststellen I 

15 H — L: „Ansicht des Amselfalls im Rathewalder Cirunde | in da Sldu 
Schweitz.", r. „Ia cascade de l'Amsel dam la v.ilh-c de Rathe- «raldc staoi 

8 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1819 

la Suisse Saxon". Darunter in der Mitte die Adresse „Dresd. Begersche 
Buch- u. Kunsth.". O. r. die Nummer „157." Einfassungslinien 89x137, 
Platte 103x152. 

In der Mitte zieht ein Bursch eine Schiebekarre mit einem Sack über 
den Steg, r. davon ein Herr und zwei Damen mit dem Führer, im Hinter- 
grund hoch auf der Felsbrücke eine ebensolche Gruppe mit einem Hunde. 
Die Ansicht ist wie die fünf vorhergehenden fast unschattiert, zum Kolo- 
rieren bestimmt. 

Von dem Blatte sind zwei Zustände bekannt: 

I. vor aller Schrift. So, aus S. Ruge's Nachlaß, mit dem Randvermerk 
„Luis R." in Bleistift, in Essen, vgl. „Nachtrag" usw. Nr. 225, S. 30. 

II. mit der Schrift, altkoloriert, Besitzer Eugen Born, Dresden. 

Mit der Auffindung des Zustandes II ist die Zugehörigkeit zu einer zweiten, großen Folge 
von anderen Maßen entschieden. Der Schreibfehler ,, Saxon" statt ,,Saxonne" ist ein weiteres 
Zeugnis für den Knaben A. L. R. 

16 H — „Ansicht des Rathener Grundes | vom Amselloch aus, in der 
Sachs. Schweitz." So 1.; r. gegenüber: „Vue de la valee de Raden | prise 
de la caverne dite Amselloch dans la Suisse Saxone." Darüber in der 
Mitte die Adresse „bei A. Lawrence in Dresden.", r. „Richter Dir." 

Links der Amselfall in 3 Güssen innerhalb der Höhle, einem Falle 
draußen; r. in der Höhle Herr mit beiden Händen auf den Stock gestützt; 
Knabe mit Barett und Stock von hinten gesehen und demonstrierender 
Führer mit Stock in der Rechten zwischen ihnen; 1. davon Hühnerhund 
am Wasser. Draußen Bauer mit Schiebekarren, darauf ein Sack. Das 
Blatt ist vortrefflich mit der Hand koloriert. Essener Museum. Platte 
385x512, Bild 323x477. 

In dem „Richter", von dem das „direxit" gilt, ist schwerlich ein anderer 
als der Vater C. A. Richter zu sehen, in dem Angeleiteten mit Wahrschein- 
lichkeit der Sohn, zu dem nicht nur die Schreibfehler stimmen, sondern 
auch die Art der Arbeit. Bei Lawrence erschienen in dieser Zeit auch 
Steindrucke von A. L. Richter. 

17 H — „Ansicht des Amselfalles im Rathewalder Grunde | in der 

Sachs. Schweitz." So !.; r. daneben: „La cascade de l'Amsel dans la vallee 
de Rathewalde | dans la Suisse Saxon." Darunter in der Mitte die Adresse: 
„Dresden Begersche Buch- und Kunsthand. a. d. Schloß G." Bez. im 
Bilde unten r. „Adrian Richter." Oben r. die Nummer „34." Platte 195x280, 
Einfassungslinien 170x265. 

Links der Amselfall in drei Güssen, r. noch ein starker Guß, dahinter 
Blick in die Höhle, in der der Führer schon steht. Vorn drei Herren, 
der I. im Barett; der r., bei dem ein Hund, springt über die Steine vor 
der Höhle. L. über dem Falle ein Waldhüter mit Axt und Säge. 

Das Blatt, altkoloriert, Besitzer Eugen Born, Dresden, kann mit seiner Bezeichnung 
„Adrian Richter." nur dem Knaben A. L. R. zugeschrieben werden, obgleich die Bezeichnung 
bloß mit diesem Vornamen sonst noch nirgends nachgewiesen ist. 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1819 

18 H — „Vue de Florence, la ville capitale du Grand Duche de Toscane." 
U. r. „Grave par Luis Richter a Dresd.", 1. „bey C. F. Sprinck in Dresden". 
310x430, PI. 395x482. 

Blick auf die Stadt aus dem Garten des Palazzo Pitti, in dessen Mitte 
ein Obelisk steht. R. auf dem Wege 8 Personen, dahinter ein großer Baum. 
L. zwei Rindenhäuschen und Blick auf die Rückseite des Palastes. Im 
Mittelgrund die Kuppeln und Türme der Stadt, im Hintergrund Abschluß 
durch Berge. 

19 H — „2<e Ansicht von Neapel, der Hauptstadt des Königreichs | gleichen 
Namens." U. r. „A. L. Richter gest.", 1. „Dresde chez Erneste Arnold ci 
devant Rittner". 300x425, PI. 385x470. 

Vorn in der Mitte tanzt ein Paar die Tarantella, r. an der Mauer Laute 
und Tamburin dazu, 1. Hund, Esel, drei Leute; weitere Figuren. 

Umrißstich zur Kolorierung. Der Abdruck der Essener Sammlung ist 
sehr sorgfältig in Sepia abgetönt, aller Wahrscheinlichkeit nach von der 
Hand A. L. Richters. 

Die beiden Blätter, von Apell und Hoff (S. 488) A. L. Richter abgesprochen, gehören ihm 
sicher und stammen aus dieser frühen Zeit. Dafür bürgt neben der einfachen Tatsache der 
Bezeichnung zunächst die bei 6 vorhergehenden Blättern (und auf Nr. 42 H 13) von der Hand 
des Knaben herrührende Verschreibung des eigenen Vornamens „Luis", sowie die übrigen 
Schreibfehler bei Nr. 18; sodann aber das bestimmte Zeugnis von Ed. Cichorius. Vergl. weiter 
Nachtrag S. 23, wo die Blätter als Nr. 213 und 214 gebucht sind. 

Neuer | norddeutscher Robinson, | oder | Reise eines 
Deutschen durch alle Welttheile. | Ein Lesebuch | für | die- 
jenigen, welche nicht blos unterhalten, sondern | auch belehrt 
sein wollen. | Herausgegeben | von | J. C. Grote. [Pseudonym 
für Johann Christian Große.] | Zwei Theile. | Mit vier Kupfern. | 
Meißen, | bei Friedrich Wilhelm Goedsche. | 1819. 

8°. 1 Bl. 262 S. — 1 Bl. 302 S. 1 Bl. 

Enthält 2 Blätter: 

20 H — Titelbild: „Der Straßburger Münster". 123x78. 

21 H — Zu S. 118: Die Erlegung der Hyäne. Koloriert. Kommt auch schwarz 
vor. 125x78. 

Daß dieses Blatt A. L. R. gehört, wird durch die Bezeichnung von Nr. 23 (s. d.) bewiesen. 
Nr. 20 wird ihm auch zuzusprechen sein, da es mit Nr. 21 auf derselben Platte saß. 

Die beiden Blätter des zweiten Teils, Japanische Trachten zu S. 124 und Kosakentanz /u 
S. 281, stammen schwerlich von A. L. Richter. 

Neuer norddeutscher Robinson, oder Reise des On- 
kels Franz durch alle Welttheile. | Ein Lesebuch zur Unterhaltung 
und Belehrung | für die Jugend. | Herausgegeben von | J. C. 
Grote. I I Zwei Theile, | mit 16 illumminirten und schwarzen 
Kupfern. | Meißen, | bei Friedr. Wilhelm Goedsche. 

8°. 1 Bl. 262 S. — 1 Bl. 302 S. 1 Bl. 

10 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1819 

Der Fehler „illumminirten" ist auf dem gedruckten Titel des zweiten Teils vermieden; 
dieser weicht auch in der Absetzung der Zeilen etwas ab. 

Es handelt sich um eine Titelauflage des Buches von 1819, vermutlich veranstaltet, um 
dem Absatz aufzuhelfen. Nach den bibliographischen Handbüchern ist sie 1822 erschienen ; 
aber mindestens die auf den jungen Richter zurückgehenden Bilder müssen alle schon 1818/19 
gefertigt sein, da sie durchaus die Hand des Knaben verraten und nach der Reise mit dem 
Fürsten Narischkin 1820/21 gar nicht mehr gedacht werden können. Es wird Ende 1818 eilig 
eine kleine Auflage mit wenigen fertigen Kupfern hergerichtet worden sein, um das Buch recht- 
zeitig auf den Weihnachtsmarkt zu werfen, und dann erwies sich der Absatz als so gering, 
daß mit dem vollständigen Buche drei Jahre gewartet werden mußte. 

Enthält im ersten Bande noch 8 weitere Blätter: 

22 H — Der gestochene Titel — Wortlaut s. oben — in verschiedenen Zier- 
schriften, Gothisch und Antiqua abwechselnd, mit Schnörkeln ausgeführt, 
darauf die Vignette Onkel Franz und sein Begleiter im Boot auf stürmischer 
hoher See. U. 1. „S. 210." 60x71. 

23 H — Titelbild, Der Onkel Franz mit dem Schiffskapitän bei einem indischen 
Fürsten von dessen Frauen bedient. Koloriert. Bez. : „gez. u. gest. v A L 
Richter." O. r. „S. 197." 123x78. 

Sitzt mit Nr. 22 auf derselben Platte und dem gleichen gebrochenen 
Doppelblatt, das durch eine Trennungslinie geteilt ist. 

24 H — Der Markusplatz in Venedig. 78x122. 

25 H — Entern des Schiffes des O. Fr. durch algerische Seeräuber. Koloriert. 
123x77. 

26 H — Hinrichtung eines Schwarzen vor einem Mausoleum. Koloriert. 
123x75. 

27 H — Schwarze Fürstentochter in Audienz beim portugiesischen Gouverneur, 
auf ihren Begleiterinnen sitzend. Koloriert. 121x77. 

28 H — Onkel Franz mit der Hundekarre trifft mit Indianern zusammen. 
Koloriert. 122x75. 

29 H — Der gestochene Umschlag mit Deckel- und Rückenschmuck, Titel- 
und Verlagsadresse, schwarz auf farbigem — soweit bekannt geworden, 
hellgrünem — Papier. 

Daß auch der Umschlag von A. L. R. herrührt, beweist, neben der allgemeinen Ähnlichkeit 
der freilich flüchtigen Schrift mit der des Titels, besonders das wie B geschriebene O, das uns 
schon bei Nr. 4 begegnet ist. Unsere Bestimmung weist A. L. R. zu : alle zu der Rahmengeschichte 
von Onkel Franz gehörenden Bilder, einschl. Nr. 21 in der ersten Ausgabe von 1819, und die 
Architekturbilder, die ersteren, weil sie vollkommen gleichartig sind mit Nr. 23, die A. L. R.'s 
Namen trägt, die letzteren, weil Nr. 20 mit Nr. 21 zusammen erschien und nach allen Anzeichen 
mit ihr auf derselben Platte saß. Damit würde auf ihn die gesamte Illustration des ersten 
Bandes fallen. Dagegen sind ihm nicht zugesprochen die im engeren Sinne ethnographischen 
Bilder, die den zweiten Teil illustrieren, weil sie eine größere Selbständigkeit und Übung in 
dergleichen Aufgaben verraten, als sie dem Knaben, gerade auch angesichts der Onkel-Franz- 
Bilder, zugetraut werden darf. Der Vollständigkeit halber, und weil die Entscheidung immerhin 
nicht als vollkommen sicher gelten kann, seien sie hier aufgeführt. Es sind: 

Nr. 10, schon in der 1. Aufl. als Titelblatt des zweiten Teils benutzt, ein tätowierter In- 
dianer, Hintergrund Landschaft, koloriert, 121X75. 

Nr. 11. In einer Hütte wird ein Weib vom Tätowiermeister behandelt, während ein täto- 
wierter Mann einen Schweinskopf als Lohn hereinträgt. Schwarzdruck, 77X123. 

Nr. 12. Sechs bemalte Wilde tanzen bei einem Feuer. Koloriert, 76X122. 

11 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

Nr. 13. Japanische Trachten (7 Personen) in einer Landschaft, schon in der I.Auflage. 
Koloriert, 77X124. 

Nr. 14. Kalmükenlager. Koloriert, 75x126. 

Nr. 15. Russisches Schaukelfest. Koloriert, 77X126 Das Blatt ist freie Kopie einer Dar- 
stellung von Chodowiecki (f 1801). 

Nr 16. Kosakentanz im Freien. (Schon in 1. Aufl.) Koloriert. 78X124. 

In diesem Werkchen, auf das mich zuerst Walther Meyer aufmerksam machte, ist de; 
„Robinson" gefunden, den der Randeinfall auf Hoff 68 meint, an dem in des Vaters Dienst 
mitgearbeitet zu haben der Knabe, zu eigenem Künstlerstolz erwacht, sich schon im nächsten 
Jahre schämt. Das Buch bietet aber zugleich eine willkommene Handhabe zur weiteren Ver- 
folgung der dort gegebenen Andeutungen. In der zweiten Titelauflage sind außer dem Titel 
die beiden letzten Seiten 301 und 302 neu gedruckt. Das mit ihnen verbundene Blatt ohne 
Seitenzahlen brachte in der ersten Auflage eine „Nachricht für den Buchbinder" über die 
Stelle der 4 Bilder; jetzt bringt es Verlagsanzeigen der Firma Friedrich Wilhelm Ooedsche, 
darunter eine Menge von illustrierten Kinderbüchern. Hier finden sich die ,,A B C" und die 
„Bilderbücher" (oder „Bildungsbuch", wie eines heißt), die auf jenem Randeinfall den jungen 
Künstler umgeben. Man schaffe den Bestand dieses Verlags zur Stelle; dann werden wir mehr 
über die Knabenarbeit Ludwig Richters erfahren. 

1820. 

Titel, auf einem Blatt gleichen Papiers und Formats, wie die vorge- 
hefteten Titel der einzelnen Blätter, auf die Vorderseite des biegsamen 
Pappeinbandes aufgeklebt: 

„70 | Mahlerische | An- und Aussichten der Umge- 
gend von Dresden \ in einem Kreise von sechs bis acht 
Meilen; | aufgenommen, gezeichnet und radirt | von C.A.Rich- 
ter, Professor, und A. Louis Richter, ; Dresden, in der Arnoldi- 
schen Buchhandlung." 

„70 i Vues pittoresques | des environs de Dresde 

dans une etendue de douze ä seize Heues; j dessinees d'apres 
nature et gravees | par | le Professeur Ch A. Richter et A. Louis 
Richter. | Dresde, chez Arnold libraire." 

Jedem der Blätter ist ein Blatt mit Nummer, Titel und Erklärung, eben- 
falls in deutscher und französischer Sprache, zugleich als Schutzblatt die- 
nend, vorgeheftet; dem ersten geht noch ein Blatt „Nachricht für den 
Käufer", „Avis aux amateurs", vorauf, das den Preis des gebundenen 
Exemplars auf 5 Thlr., fein kolorirt auf 20 Thlr., den des einzelnen colo- 
rirten Blatts auf 8 Gr. bestimmt, und unter Angabe des Preises auf die 
gleichzeitig erschienenen 30 Blätter „zu dem Qemählde von Dresden" 
verweist. 

Von den Bildern wurden je zwei, mit den Schmalseiten nebeneinander 
stehend, auf eine lange und schmale Platte — nach Singer zu den M) 
Dresdener Blättern ca. 17S - US mm — radiert und durch eine rund 33 mm 
von den inneren Einfassun^slinien entfernte Trennun^slinie geschieden. 
Die Bilder sind alle in Einfassun^slinien eingeschlossen, die ein Rechteck 

12 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

von 97 bis 108x147 bis 164 mm bilden. Sie tragen unter der Mitte die 
Nummern von 1.— 70., aber keine Titel. Die Platten wurden, wie Singer 
feststellt, später abgeschliffen. 

Von diesen Blättern erschienen, als Quer-Quart-Bände in biegsame 
Pappdeckel geheftet, 3 Ausgaben. Die erste, ohne irgend welche 
äußere unterscheidende Merkmale, enthält sämtliche Blätter in Abdrucken 
vor der Nummer, zumeist reine Ätzdrucke, auf I C & R IM-Hof-Papier. 
Sie ist im Besitz des Essener Museums und des Dresdener Kupferstich- 
kabinetts. Eine Überlieferung, deren Richtigkeit ich nicht beurteilen kann, 
will wissen, daß nicht mehr als 3 Abzüge davon in den Handel gegeben 
wurden. Die zweite Ausgabe, gleichzeitig 1820 erschienen, bringt 
die Blätter mit den Nummern. Die letzte, 1822 erschienen, ist auf 
dem Titel als „Zweite verbesserte Auflage" bezeichnet und enthält die 
Blätter, von einer Ausnahme abgesehen, in der letzten Gestalt, die sie 
erhalten haben. In dieser Auflage sind sämtliche Einzeltitel als Gesamt- 
verzeichnis auf 30 Seiten, ebenfalls in den beiden Sprachen gedruckt, dem 
ersten Blatte vorgeheftet. Von beiden Auflagen kommen gemischte Ab- 
züge vor, die diese oder jene Blätter in anderen Zuständen bringen, als 
sie sonst der betreffenden Auflage eignen. Jedenfalls von der 1. Auf- 
lage mit den Nummern wurden auch handkolorierte Abzüge abgegeben; 
wahrscheinlich auch von der zweiten, da die zweite Auflage ebenso wie 
die erste den Himmel ganz weiß zeigt, wonach dessen Gestaltung dem 
Koloristen überlassen blieb. Die kolorierten Blätter wurden auch einzeln 
abgegeben. Die ersten Zustände, vor allem die mit Randeinfällen, — es 
sind deren, die eingerechnet, die nur Spuren getilgter Einfälle aufweisen, 
38 oder 39 bekannt (vgl. zu Nr. 93 H 64) — kommen nur einzeln vor. 

Neben den Bezeichnungen sind die Randeinfälle der ersten Zustände 
ein wertvoller Wegweiser für die Ermittelung des Anteils, der dem 
jungen Adrian Louis an diesem Werke und den 30 Dresdener An- 
sichten zufällt. Denn es muß dahin entschieden werden, daß alle diese 
Einfälle von dem Sohne herrühren, nicht nur, weil dem Vater das Figür- 
liche wenig geläufig war, sondern auch, weil sie durchgängig aus dem 
Gedankenkreise des Knaben stammen, ja vielfach sein eigenstes und inner- 
lichstes Erleben darstellen. Den Nachweis im einzelnen erbringt mein 
Aufsatz „Urkundliche Beiträge zur Jugendgeschichte Ludwig Richters", 
Deutsche Monatschrift von Julius Lohmeyer, Oktober 1903, wieder abge- 
druckt in „Ludwig Richter, Altes und Neues, von Karl Budde", Leipzig, 
R. Voigtländer, 1922. L. R. äußert sich über seinen Anteil an den 70 An- 
sichten in Ed. Cichorius' Kollektaneen: „Ich glaube, die Unterschriften sind 
sehr unrichtig. Übrigens habe ich als Anfänger und Junge, und junger 
Anfänger, fast an den meisten Platten etwas radiert, und was ich nicht 
konnte, wie z. B. Architektur oder die langweilig punktierten Fernen, 
machte der Pappa." In der Tat wird es oft genug schwer gewesen sein, 

13 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

das Urheberrecht an den Ansichten richtig zu verteilen, da die ganze 
Arbeit gemeinsam getan wurde. Gemeinsam unternahmen Vater und 
Sohn die Wanderungen; oft genug fertigte jeder eine Zeichnung; dann 
wurde gewählt, welche von beiden auf die Platte kommen sollte; in ein- 
zelnen Fällen wurden, wie wir sehen werden, beide Zeichnungen radiert 
und dann erst die Wahl getroffen ; an derselben Radierung beteiligte sich 
oft genug Vater und Sohn, wenn auch dem Sohn die meiste Arbeit zu- 
fallen mochte; das Ätzen übernahm wohl meistens der Vater, ebenso die 
Verbesserung und Überarbeitung mit der kalten Nadel. Allein durch 
Unterschriften und Einfälle läßt sich die Beteiligung des Sohnes an 2 h 
der Blätter nachweisen; bezeichnend ist dabei, daß dem letzten Drittel 
— es sind die Nummern 1, 2, 4, 6, 10, 14, 18, 31, 32, 33, 37, 43, 45, 47, 48, 50, 53, 
55, 59, 60, 62, 65, 66 — fast alle geringeren Blätter zufallen. Aber sicher 
ist der Sohn noch an manchen Blättern beteiligt, für die sich der urkund- 
liche Nachweis nicht erbringen läßt. 

Nach L. R. bei Ed. Cichorius wurden die 70 Ansichten „etwa 1816 — 18" 
gezeichnet; man darf ruhig die große Mehrzahl der 30 von Dresden noch 
einrechnen. A. L. Richter hat also seinen Anteil an den Zeichnungen mit 
13—15 Jahren geliefert. Das Jahr 1819 wurde mit dem Radieren und 
Ätzen ausgefüllt, und gegen Ende des Jahres werden die beiden Folgen 
erschienen sein. 

Die 70 Ansichten bezeichnen sich in der „Nachricht für den Käufer" 
als „Diese Sammlung von 70 Blättern zu dem Rundgemähide der Gegend 
um Dresden". Unter diesem Titel, genauer „Gegend von Dresden", war 
in der Arnoldischen Buchhandlung ein Reisehandbuch für die sächsische 
Schweiz usw. von W. A. Lindau erschienen, dessen 2. Auflage von 1822 
mir vorliegt. Auf dem Titel heißt es: „Mit einer genauen Reisekarte usw. 
und 70 mahlerischen An- und Aussichten usw." Dasselbe gilt von den 
30 Ansichten. Wohl zu beachten ist, daß das „Rundgemähide", zu dem 
die 70 Ansichten gehörten, als zweiter Teil des Gesamtwerkes erscheint, 
von dem das „Neue Gemähide von Dresden" mit seinen 30 Ansichten 
den ersten Teil bildet: daß die 70 Ansichten früher als die 30 erschienen, 
ist unter diesen Umständen nicht ohne weiteres als sicher zu betrachten. 
Die Ansichten wollen also Illustrationen zu diesen Reisehandbüchern sein 
und von den Besuchern der sächsischen Schweiz und Dresdens als An- 
denken mitgenommen werden. Wie glücklich sie einschlugen, zeigt des 
jungen Richters Erfahrung, als man ihn Ende 1820 in Weimar an des 
Großherzogs Karl August Tafel auf die 70 Ansichten ansprach, und er 1823 
die 30 in einem der fürstlichen Gemächer des Palazzo Pitti in Florenz aus- 
liegen sah. (Lebenserinnerungen, 5. Aufl., S. 66 und 130.) 

Die Angaben über die Stelle, wo die Trennungslinie (Tri.) oder der 
Plattenrand (Plr.) sich auf dem Blatt erkennen lassen, werden nach ge- 
nauen Untersuchungen Walther Meyer's geboten, wo nicht von Singer das 

14 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

Zusammensitzen mit anderen Nummern sicher festgestellt werden konnte. 
Nur bei Nr. 10 und 33 mußte W. M. die Frage unentschieden lassen. 

30 H 1 „1." Pillnitz, usw. 103x155. Tri. r. 

Im Mittelgrunde, jenseits der Elbe, das weit gedehnte Schloß, davor die 
Fähre im Überfahren. Vorne 1. d. M. kommen eine Bauersfrau, den r. Arm 
ausgestreckt, und Bauer mit r. geschultertem Stock und Bub; r. d. M., etwas 
weiter, gehn Bub, kleineres Mädchen an der Mutter Hand, Herrund Hund. 

I vor der Nummer: Ätzdruck, vor vielen Schattenstrichlagen im Vordergrund und auf 

den Bergen des Mittelgrunds links. 
II mit der Nummer: unvollendet; die drei Figuren im Vordergr. noch weiß 
III mit der Nummer: vollendet; die Figuren sind schattiert. 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

31 H 2 „2." Der Borsberg, usw. 104x156. PIr. 1. 

Am 1. R., über halber Höhe, 4 Leute auf dem Aussichtsgerüst, 1. vorne 
unter einem Birkenbaum kommt eine Bäuerin mit schwerem Rückenkorb 
und Korb am r. Arm, in der M. gehn auf dem Weg 2 Buben mit Hund, 
3 Herren, 1 Dame in einer Reihe. 

I vor der Nummer: Ätzdruck. 

II mit der Nummer: unvollendet, vor vielen Schattierungen, z. B. den wagrechten Strich- 
lagen auf dem Wege der Bäuerin 1. 
III mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

Von dieser Platte findet sich ein genauer Nachstich, nur 11 mm niedriger und der Vorder- 
grund stark verändert in „Albina. | Ein Taschenbuch für | Wanderer in der sächsischen Schweiz usw. " 
3. Auflage, Pirna 1825, wohl von L. R.'s Bruder Willibald radiert. 

32 H 3 „3." Die Liebethaler Steinbrüche. 100x154. Plr. r. 

Vorn 1. d. M. lagern um eine Hütte viele fertige Mühlsteine, 1. davon 
behauen 2 Arbeiter einen solchen, unter ihnen nahe d. u. R. sitzt ein win- 
kender Mann, r. neben ihm stehn 2, deren zweiter einen hohen Pfahl hält. 

I vor der Nummer : mit einem Einfall oben (junger Jäger mit der Flinte am Waldrand), 

r. o. und 1. u. E. noch nicht geschlossen, 3 mm vom r. R. geht eine senkrechte weiße 

Linie vom o. bis zum u. R., die Spur eines früheren Abschlusses in geringerer Breite. Tri. 1. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Ecken geschlossen, die weiße Linie gedeckt; 

es fehlen noch viele Strich- und Kreuzlagen. (Essen.) 

III mit der Nummer: unvollendet. Der Boden um die 2 vorne stehenden Männer ist noch weiß. 

IV mit der Nummer: Die Stelle ist mit einer Kreuzlage gedeckt. 1. Aufl. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

33 H 4 „4." Der Wasserfall im Liebethaler Grunde, usw. 150x108. Plr. I. 

Vorne 1. sitzt am Rande des Wasserfalls ein Hirtenknabe, den Stab im 
Arm, hinten 3 Ziegen; hoch oben 1. auf dem Weg zum Dorfe 2 ganz kleine 
Figuren. 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer: unvollendet; am unteren Rande, 4 mm r. d. M., ein kleiner weißer 
Fleck am Felsen. 

III mit der Nummer: der Fleck ist gedeckt. 

IV mit der Nummer: die Felsen unter den Häusern 1. auf der Höhe und unter den 2 kleinen 
Figuren sind durch Strichlagen schattiert. 2. Aufl. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

15 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

34 H 5 „5." Das Schloß Lohmen und die Mühle. 102x154. Tri. r. 

U. 1. treibt ein Knecht, den Stock 1. schulternd, 2 mit Säcken beladene 
Esel nach vorn, r. der M. treibt der Hirt mit dem Hunde seine Schafherde 
nach r. über die Plankenbrücke. 

I vor der Nummer: mit 3 Einfällen, 1) o. Jüngling am Waldrand weist n. r. auf Grabstein 
m. Inschrift ,, Louis | und | Augusta | . . . ." und schaut n. 1. ins ferne Tal, 2) u. M. 
Römerin sitzt r. von einer Säule mit Vorhang; r. neben ihr steht junger Mann auf sie 
herabsehend, r. daneben Kind, 3) r. u. Kinderkopf. 
II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt. (Essen.) 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten; der Fels unter dem Schloß ist noch weiß; auf 
dem Wasser hinten fehlt die wagrechte Strichlage; auf dem Pfad vorn 1. desgl. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

35 H 6 „6." Das Thor im Ottowalder Grunde usw. 102x153. Mit „8" auf 
einer Platte. 

In d. M. vorn kommt ein Herr über die letzte Planke der Knüppelbrücke 
auf eine Dame am Ufer zu, 1. davon kommt ein anderer über die zweite 
Planke, r. vorn gehn Hund, Herr, Dame, Mädchen zur Brücke hin. 

I vor der Nummer: die Einf. -Linie u. 1. noch nicht geschlossen. 
II vor der Nummer: sie ist geschlossen. 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten, z. B. die Planke, auf der der Herr vor der Dame 
steht, noch weiß, er selbst unschattiert. 

IV mit der Nummer: diese und andere Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

Stärker veränderter Nachstich dieser Platte ohne Bezeichnung in der „Albina' 1 , 1825, wohl 
von Willibald Richter. 

36 H 7 „7." Wehlen mit der Ruine usw. 100x153. Plr. I. 

Ohne Figuren. L. u. Hälfte durch Berg und Stadt ausgefüllt; die Mitte 
des Mittelgrunds durch die Elbe. Über der Mitte u. I. 5 bewimpelte Schiffs- 
masten; 1 cm weiter 1. noch 7. 

I vor der Nummer: mit 4 Einfällen, 1) o. 1. E. Jungfrau, sich auf Altar stützend ; Jüngling, 
kaum zu sehen, hinter ihr (Iphigenie und Orest?), 2) o. Mitte Jüngling im Mantel um- 
faßt Mädchen r. von ihm, 3) o. r. Mann mit spitzem Hut, aufgestützt, 4) u. r. Mitte 
dieselbe Figur nach r. gehend, den r. Arm ausgestreckt. R. u. E. noch nicht geschlossen ; 
in der o. Linie 1. eine Lücke. 

II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt; Ecke und Lücke geschlossen. 

III mit der Nummer: die Mauern der Ruine sind an den Schattenstellen noch weil', der 
Abhang 1. der Ruine ebenso. 

IV mit der Nummer: diese Stellen sind wagrecht gedeckt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

37 H 8 „8." Rathen an der Elbe usw. 102x155. Tri. r., mit „6" auf der Platte. 

Vorn über d. M. Ziege zwischen 2 Kühen, dahinter Kalb, Hund, Frau 

mit Kind, Mädel mit Peitsche, alle n. I. gehend. Im Mittelgrund setzt die 

Fähre über die Elbe. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall, „die im Blatt vorhandene Frau mit der Kuh" 
(Th. Engelmann, Basel). 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. 

III mit der Nummer: vor Arbeiten an den Tieren usw. ; der Stein in der r. u. E ist noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

St.uker verluderter Nachsiich dieser Platte mit der Bezeichnung „C Willibald Richter del. 
et sculp." in der ,, Albina", 1825. 

16 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

38 H 9 „9." Die kleine Gans und Rathen, usw. 102x152. Tri. r. 

Vorn, M. d. r. Hälfte, hilft ein Herr, gebückt, Hut und Stock abgelegt, 
einem andren auf die Felsplatte, auf der r. hinter ihm noch ein andrer mit 
Hut und Stock steht. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall r. o., zwei n. 1. galoppierende Ungarn, in der Ferne 
Tal und Burgberg. R. o. E. noch offen, Lücken in d. 1. und r. Einfassungslinie, nahe 
der u. 1. und der u. r. E. je ein weiß gebliebener Fleck. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Linien geschlossen, die weißen Flecke 
gedeckt. (Essen.) 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten ; so fehlen hinter dem sich bückenden Mann an 

der Felswand die fast senkrechten Strichlagen. 
IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 
V mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

39 H 10 „10." Das Kanapee, usw. 102x154. 

Vorn, fast die r. Hälfte füllend, die Felsbank des Kanapees; darauf sitzt 
ein Herr, Stock und Hut neben sich, das Taschentuch in der Rechten; 
!. schaut ein Herr gebückt übers Geländer; dazwischen zeigt ein Herr einem 
großen Knaben die Gegend. 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer. 

(III) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

40 H 11 „11." Das Felsenthor auf dem Neurathen, usw. 100x154. Tri. r. 

In der Mitte des Mittelgrundes ein Herr auf der Brücke zum Felsentor, 
v. vorne gesehen; vorn r. der Mitte sitzt der Führer, das Pfeifchen im 
Munde, dicht r. von ihm hockt ein Herr den Hang n. r. hinab, 1. hinter 
ihm ein Jüngling, eine Mappe unter dem Arm. (Vater und Sohn Richter.) 

I vor der Nummer: mit einem Einfall, r u. E., Knabe, der ein Mädchen n. 1. empor- 
zutragen scheint, dahinter Berg, alles ganz zart, die Köpfe am deutlichsten. Der Essener 
Abdruck trägt r. u. die Bleistiftbezeichnung „LR" von des Meisters Hand, die nicht mit 
radiert ist. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten; so ist die 1. innere Fläche des Felsentors und 
die Mappe des jungen Malers noch ganz weiß. 

IV mit der Nummer: diese Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

41 H 12 „12." Der Amselfall, usw. 147x103. 

Aus der Höhle heraus gesehen. In der r. u. E. zerreißt ein Fuchs zwei 
Vögel; im Mittelgrund kommen zwei Holzhauer, der r. hat die Axt geschultert. 

I vor der Nummer: Ätzdruck; die 1. und u. Linie haben noch Lücken, in der 1. o. und den 
beiden u. Ecken sind weiße Flecken geblieben. Der Essener Abdruck ist mit Bleistift be- 
zeichnet, I. u. „CAR nat. des.", r. u. „A. L. R.", von des Vaters Hand; beides is 
nicht mit radiert. 

II vor der Nummer: die Linien sind geschlossen, die weißen Flecken gedeckt. 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten; die Lichtseiten der Felsen 1. sind noch weiß. 

IV mit der Nummer: die lichten Stellen sind gedeckt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

42 H 13 „13." Überblick der sächsischen Schweiz vom Lilienstein, usw. 
102x156. Plr. r. 

Auf der Stufe des Obelisken vorne 1. sitzen zwei Herren, r. anschließend 
auf dem Boden Herr und Dame von hinten gesehen mit Hund. Bezeichnet 

17 2 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

auf der beschatteten Vorderseite des Obelisken über der Sockelinschrift: 
„A | Luis Richter", Fortsetzung undeutlich; auf der Lichtseite r. u.: „C. j R 
(von rechts nach links) A"— wohl „Carl August Richter" andeutend. 

I vor der Nummer: die Schattenseite des Obelisken ist noch weiß. 

II vor der Nummer : diese Seite ist mit wagrechten Strichlagen schattiert, aber 4er un- 
terste Bergrand dicht hinter den Baumwipfeln vorn r, ist noch weiß. 

III vor der Nummer: dieser Bergrand ist mit Kreuzschraffierung gedeckt. 

IV mit der Nummer. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

43 H 14 „14." Das Schloß und Städtchen Hohnstein, usw. 101x154. Tri. r. 

Vorne, 1. der Mitte, treibt ein Kuhhirt, durch den Hohlwegrand halb 
verdeckt, seine kleine Herde, zwei Ziegen voran, in die 1. u. Ecke hinauf. 

I vor der Nummer: Der Strauch am r. R. zeigt 28 mm über der u. Linie noch eine 

weiße Stelle. 
II vor der Nummer: diese Stelle ist gedeckt. 

III mit der Nummer: die Wegausweitung, auf die die Herde 1. zugeht, ist noch wen'.. 
ebenso die Felspartien 1. unter der Burg. 

IV mit der Nummer: die erste Stelle ist stark, die zweite schwächer schattiert. 
(V) mit der Nummer : von der zerschnittenen Platte. 

44 H 15 „15." Der tiefe Grund, usw. 151x108. Plr. r. 

In d. M. d. Vordergr. führt ein Mann eine Last Holz auf der Schiebe- 
karre über eine Knüppelbrücke n. 1. hinauf; zwei Buben leisten Vorspann. 
Bez. u. d. 1. E. „C. A. R. des.", u. d. r. E. „A. L. R. aq." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung: auf dem Essener Abdruck ist die Bezeichnung 

von des Vaters Hand mit Bleistift vorgezeichnet. 
II vor der Nummer mit der Bezeichnung: (Essen.) Tri. oben. 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten; so sind die Felsen I. noch weili, der Rücke.- 
des Mannes ist unschartiert. 

IV mit der Nummer: diese Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

45 H 16 „16." Der Raubeberg, usw. 101x154. Plr. r. 

L. auf d. Höhe Bub u. Vater, vom Rücken ges., die Aussicht bewun- 
dernd, ganz vorn in d. M. Führer und zwei Herren beim letzten Anstieg 
Über ihnen n. r. zu sieben weidende Ziegen. 

Bez. auf dem hellen Stein nahe d. r. u. E. „A L R". 

I vor der Nummer: mit einem Einfall 1. u., Büste eines Mannes, Seitenansicht n r. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt; die o. u. r. Einfassungslinie /eigen 
Lücken; die Felder r. vorne sind noch nicht schattiert usw. (Esten.) Der Essener Ab- 
druck trägt auch am Rande noch die Bleistiftbezeichnung ,,L R" von des Meisters H»nd 

Hl vor der Nummer: die Lücken sind geschlossen, die Arbeiten nachgeholt (Essen.) 
IV mit der Nummer. 

V mit der Nummer: von der zeischnittenen Platte (Fug. Born, Dresden) 

4<> H 17 „17." Schandau und Krippen, usw. 103 154. I'lr. r. 

R. d. M. treideln 4 Männer, von denen der erste umgewandt Weitungen 
gibt, einen hoch beladenen Kahn in der I. u. E., auf dem ein Mann mit 
der Stange stemmend hilft, nach r. die Elbe hinan» 

I vur . irr Nuiiiniei : mit einem Einfall u. r., Pfeidekopl 

ll \..r iin Nummer: dei Einfall Ist getilgt 

III mit ilcr Nummer vor der Schattierung de^ k.ilnn u^» 

iv mit dn Nwnmeri ml) diesen (üMfan. 

(V) mit dei Nummer : hriiltriicn l'htt 

18 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

47 H 18 „18." Schandau, usw. 102x155. Tri. r. 

Vorn in d. M. gibt ein Mädchen 2 Männern Bescheid; r. daneben wird 
ein Schiff mit Holz beladen; I. zw. 2 Kiefern steigt ein Mann, Axt und 
Hammer geschultert, bergan. 

I vor der Nummer: die o. Ecken sind noch nicht geschlossen; 1—2 mm von der 1. 

Einfassungslinie geht ein weißer Strich senkrecht durch den Baum nach unten. 
II vor der Nummer: die Ecken sind geschlossen, der Strich gedeckt (Essen). 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten; vor allem fehlt 1. unter den Bäumen noch die 
wagrechte Schattierung. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

48 H 19 „19." Hirniskretschen, usw. 100x153. Tri. r. 

In d. r. u. E. sitzt auf einem Stein ein Alter n. 1., das Pfeifchen im Munde ; 
vor ihm Frau mit Kind auf dem Arm und Mädelchen am Kleid, dann auf 
den Stock gestützter Mann; r. neben dem Alten n. 1. weisender Mann mit 
langer Stange, dahinter r. ein Hund. Auf der Elbe ein Floß. 

I vor der Nummer: mit zwei Einfällen: 1) u. 1. galoppierender türkischer Reiter mit Lanze, 
hinter ihm andre angedeutet; 2) u. r. 2 trauernde Frauen am Grabhügel, knleender 
Jüngling, darüber Engel mit Ölzweig, einen Stern über dem Haupte. 
II vor der Nummer: der Einfall 1. ist getilgt. 

III vor der Nummer: auch der Einfall r. ist getilgt (Essen.) 

IV mit der Nummer: vor Arbeiten am Wasser, den Felsen im Hintergrund usw. 

V mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(VI) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

49 H 20 „20." Die heilige Stiege, usw. 148x104. Plr. r. 

Im Vordergrund 1. Schäfer auf den Stab gestützt, r. ihn anspringend 
sein Hund, 1. von ihm bis zum Rande 8 Schafe. Oben auf der Stiege über- 
einander 2 Wanderer. 

I vor der Nummer: mit vier Einfällen. Um die r. u. E. 1) Genius mit Harfe, nach r. 
u. vorn fliegend, 2) Ritter, d. r. Arm ausgestreckt, 3) Mädchen r. vom Tisch voll Ge- 
müse, n. r. u. blickend, 4) darüber am r. R. 3 Landsknechte, auf einem Hügel aus- 
spähend. Die o. und u. E. r. sind noch nicht geschlossen, in der 1. o. und r. u. E. ein 
weißer Fleck. Tri. oben. 
II vor der Nummer; die Einfälle sind getilgt, die Ecken geschlossen, die Flecken ge- 
deckt. (Essen.) 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten, vor allem der Schattierung der u. Hälfte der 
Treppe und der beiderseits angrenzenden Felsen. 

IV mit der Nummer; mit diesen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

50 H 21 „21." Der Dorf stein, usw. 153x103. Plr. r. 

Im Vordergrund r. sitzt ein Jäger n. 1. auf einem Baumstamm, an den 
er neben sich die Flinte gelehnt hat, und ißt aus seinem Hute Beeren. 
Bez. u. d. r. E.: „A. L. R. Nat. des. sc." 

I vor der Nummer; u. r. ist ein Einfall, knieende Gestalt, noch erkennbar. So ein Ab- 
druck in Dresden. Tri. oben. 
II vor der Nummer: der Einfall ist vollends fortgeschliffen; die u. 1. Ecke ist offen; vor 
der Bezeichnung. 

III vor der Nummer; die Ecke ist geschlossen, die Bezeichnung hinzugefügt. 

IV mit der Nummer. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

Von diesem Blatt besitzt Eugen Born in Dresden einen Nachstich in möglichst 
genauer Kopie. 150X112. Platte 165X145. 

19 Y 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

51 H 22 „22." Die Kuhstallhöhle. 101x154. Tri. r. 

In der 1. u. E. sitzt Vater Richter barhaupt, das Blatt auf den Knieen, 
nach r. aufschauend, beim Zeichnen; hinter ihm, ihm über die Schulter n. 
r. schauend, die Mütze vorn auf den Boden geworfen, steht sein Sohn. 
Vor und unter der Höhle lebhaftes Treiben. 

Bez. u. d. 1. E. „C. A. R. Nat. des.", u. d. r. E. „A. L. R. sc." Auf den 
Felsen massenhafte Verewigungen, viele lesbar, ganz r. „Pour | Augusta 
F"[reudenberg], also Widmung an oder Frohnarbeit für L. R.'s spätere Gattin. 
I vor der Nummer: mit der Widmung, vorder Bezeichnung; die r. o. E. ist noch nicht 
geschlossen, in der r. u. und o. E. je ein weißer Fleck, Lücke in der r. Einfassungs- 
linie. 
II vor der Nummer; mit der Bezeichnung, E. geschlossen, Flecken und Lücke beseitigt, 
in der 1. u. E. neue Kreuzlagen. (Essen.) 

III mit der Nummer: vor letzten Arbeiten; so ist der 1. abschließende Felsen und die 
beiden Maler vor ihm auf der Lichtseite noch weiß. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer; von der zerschnittenen Platte. 

52 H 23 „23." Aussicht vom großen Winterberge, usw. 104x157. Tri. I. 

In der r. u. E. 2 Hirsche n. r. u. n. 1.; vor dem zweiten lagert eine Hirsch- 
kuh n. r., den Kopf n. 1. umgewandt. Sonst keine Figuren. 

Bez. u. d. 1. E. „C. A. Richter Nat. des.", u. d. r. E. „A. L. R. sc." 

I vor der Nummer: vor der Bezeichnung; u. r. sind die Spuren umfassender getilgter 

Einfälle sichtbar. So auf einem Dresdener Abdruck. 
II vor der Nummer: die Spuren sind völlig getilgt. (Auf dem Essener Abdruck hat der 
Vater die Bezeichnung mit Bleistift vorgetragen.) 

III vor der Nummer: mit der Bezeichnung. (Essen.) 

IV mit der Nummer. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

53 H 24 „24." Der Prebischkegel, usw. 103x152. Plr. r. 

Vor einer Pietä an einem kahlen Baumstamm r. d. M. kniet n. 1. eine 
betende Hirtin; r. hinter ihr 1 Ziege, 3 Kühe, 2 Schafe. 

I vor der Nummer; mit 2 Einfällen, 1) o. 1. M. sitzt r. von einem gerafften Vorhang 
eine Frau auf dem Throne, r. von ihr eine Knieende, zu ihr umgewandt, 2) u. r. * 
blumenstreuende schwebende Amoretten. Dieser untere Streifen ist von Hoff als Nr. 71 
aufgeführt. Vor v elen Arbeiten. Tri. I. 
II vor der Nummer: der Felsen ganz 1. hinter dem Baum hat zu der einzigen Strichlage 
eine Kreuzlage bekommen. 

III vor der Nummer; die Einfälle sind getilgt. 

IV mit der Nummer; der Felsen 1. unter dem Baum ist r. noch weiß, der Hauptbergstock 
im Mittelgrund hat nur eine Strichla^e. 

V mit der Nummer; der erstere hat eine Strichlage, der andere eine Kreuzlagc erhalten 
(VI) mit der Nummer; von der zerschnittenen Platte. 

54 li 25 „25." Das Prebischthor, usw. 103x151. Tri. r. 

R. v. d. M. steigen ein Herr, dahinter Dame und Herr im Dreimaster, 
dahinter Führer, n. I. unter das Tor hinan. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall u. r , Hexe auf dem Hcsru leitend. 

II vor der Nummer; von dem Einfall ist nur noch der Haarschopf der Hexe vorhanden 
il (ii.) 

III voi dei Nummer: du Einfall ist völlig ^eiiljM. (Esten. ) 

IV mit dei Nummer; vor vielen Arbeiten; u. a ist der Felsen o. I. noch m 

V mit der Nummer . mit diesen Arbeiten 
(VI) mit der Numinci : von dir zerschnitt 

20 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

55 H 26 „26." Die Arnstein-Höhle, usw. 99x155. Plr. r. 

Vorn, M. d. I. Hälfte, springt ein junger Mann über eine Kluft in die 
Arme eines älteren (Richter Vater und Sohn?), r. in der Höhle 3 Personen. 
Bez. r. vorne auf beschattetem Felsen „A L R". 

I vor der Nummer: mit 2 Einfällen u. r. Hälfte, 2 fechtende Ritterpaare. L. u. E. noch 
nicht geschlossen. Der Essener Abdruck trägt auch am r. u. R. von des Meisters Hand 
die Bleistiftbezeichnung „LR". 
II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt, die Ecke geschlossen. (Essen.) 

III mit der Nummer: die beiden Durchblicke innerhalb der Höhle sind noch hell, ohne 
die senkrechte Strichlage. 

IV mit der Nummer: diese Lage ist nachgeholt. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

56 H 27 „27." Der Kleinstein, usw. 102x153. Mit 51 auf der Platte. Tri. 1. 

Unter dem Felsentor mit der Öffnung in der Decke stehn 4 Männer, 
der erste n. I. vorn weisend; r. noch ein Hund. 

I vor der Nummer: mit 3 Einfällen, 1) o. 1. galoppierendes gesatteltes Pferd, 2) o. r. E. 
großer Kopf mit Barett, 3) darunter 2 fechtende Studenten. Tri. 1., anschließend Nr. 51. 
II vor der Nummer; die Einfälle sind getilgt. 
III mit der Nummer: die Felsen im Mittelgrund hinter dem dürren Baum zeigen die 
Lichtseite noch weiß. 

IV mit der Nummer; diese Stellen sind mit einer Lage gedeckt. 
(V) mit der Nummer; von der zerschnittenen Platte. 

57 H 28 „28." Der Altarstein, usw. 100x152. Plr. r. 

Im Vordergrund 1. Hälfte führt ein Fuhrmann eine Karre, bespannt mit 

Ochs und Pferd, beladen mit Baumstämmen, vorn Heubündel, n. r. vorne. 

Bez. unter dem Bilde r. „nach der Nat. gez. u. gest. v. Adrian Louis Richter." 

I vor der Nummer : mit einem Einfall oben, Mann steht mit gezücktem Degen hinter einem 
wie tot daliegenden Weibe; r. von ihr schaut ein Jüngling knieend mit gefalteten 
Händen zu jenem auf. Die o. Linie ist an der r. E. noch nicht geschlossen und zeigt 
r. von der M. eine Lücke. Ohne die Bezeichnung. Tri. 1. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Linie durchgezogen. (Essen.) 

III vor der Nummer: mit der Bezeichnung. (Eugen Born.) 

IV mit der Nummer; der Hügel im Mittelgrund r. ist noch weiß usw. 

V mit der Nummer: die Arbeiten sind nachgetragen. 

(VI) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

58 H 29 „29." Die Höhle im großen Zschand, usw. 101x152. Tri. r. 

L. Mitte sitzt der Zeichner, den offenen Hut hinter sich, r. von ihm 
lagert ein Gefährte, mit dem r. Arm nach r. weisend. R. d. Mitte im Mittei- 
grund zwei Männer an einem der hervorquellenden Bäche; am r. Rande 
mehr vorn Hund, zwei Herren im Gespräch und ein Herr. 

Bez. u. d. r. E. „nach der Nat. gez. u. gest. v. Adrian Louis Richter". 

I vor der Nummer und der Bezeichnung: In der r. und 1. o. und in der r. u. E. je ein 
weißer Fleck. 

II vor der Nummer; mit der Bezeichnung; die Flecken sind gedeckt. 

III mit der Nummer: vor verschiedenen Arbeilen, u. a. der schrägen Kreuzlage hinter 
den Figuren r. 

IV mit der Nummer: mit dieser Lage und anderen Arbeiten. 
(V) mit der Nummer; von der zerschnittenen Platte. 

59 H 30 „30." Tetschen, usw. 102x153. Plr. r. 

Im Vordergrund, 1. M., begegnet eine alte Frau mit schwerem Rücken- 
korb einem jungen Mädchen ; in der Mitte schleppen zwei Pferde, auf dem 

21 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

1. gehenden der Fuhrmann, ein Elbschifi mit Segel, das eine Prozession zu 
fahren scheint, nach r. vorwärts. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall u. r., Maler vor der Staffelei sitzend, Ostade's 

Manier. Tri. 1. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. 

III mit der Nummer: vor verschiedenen Arbeiten, u. a. der Steg 1. der Frau mit dem 
Korbe noch weiß. 

IV mit der Nummer: der Steg ist gedeckt usw. 

V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

60 H 31 „31." Der Sonnenstein und Pirna, usw. 105x155. Tri. r. 

Gleich r. d. M. steigt ein Mann, einen leeren Korb am geschulterten 
Stock, an der r. Hand einen Knaben, eine Treppe von 5 Stufen hinan ; 
1. über ihm ein Hund. Am I. R. im Mittelgrund ein Floß auf der Fahrt. 

I vor der Nummer : der Fels r. zeigt oben einen weißen Fleck. 
II vor der Nummer: dieser Fleck und einige andere Stellen r. sind gedeckt. 

III mit der Nummer: der Fels r. zeigt unten noch weiße Stellen usw. 

IV mit der Nummer; die Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

61 H 32 „32." Der Königstein und Lilienstein, usw. 99x154. Tri. r. 

In der r. u. E. kommen ein Hündchen, ein Vater und Sohn unter einem 
hohen Baumwipfel her; der Vater weist, zum Sohne gewandt, mit dem r. Arm, 
an dem der Stock herabhängt, über die Elbe hinüber, auf der in der 1. M. 
des Vordergrunds ein Segelboot. 

I vor der Nummer: der Fluß ist noch ganz weiß, die Berge im Hintergrund kaum an- 
gedeutet; die 1. Linie ist unten nicht durchgeführt und hat in der Mitte eine kleine 
Lücke. (Essen.) 

II vor der Nummer: diese Arbeiten sind nachgeholt, die Lücken geschlossen. 

III mit der Nummer: vor allerlei Arbeiten; z. B. ist der Abhang zwischen dem König- 
stein und der Stadt noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

62 H 33 „33." Der Königstein, usw. 100x154. 

Genau über d. M. d. Vordergrunds springt ein Hündchen einem Reiter 
voran, der einen gefüllten Sack quer vor sich über das Pferd gelegt hat. 

I vor der Nummer: vor allerlei Arbeiten, z. B. der Schattierung der Felder hinter dem 

Segelboot. 
II vor der Nummer: mit manchen neuen Arbeiten, u.a. einer einfachen Lage auf diesen 
Feldern. 

III mit der Nummer. 

IV mit der Nummer: mit neuen Arbeiten, einer Kreuzlage auf diesen Feldern, Schattierung 
des Kopfs und der Miihne des Pferdes, usw. 

(V) mit der Nummer; von der zerschnittenen Platte. 

63 H 34 „34." Der Bielergrund, usw. 105x155. Tri. r. 

Die r. M. des Vordergrunds füllt eine Gruppe von 5 Personen: auf 
dem Rasen nach 1. sitzender Zeichner, der den Kopf wendet, ein Herr, 
der ihm über die Schulter sieht, Herr und Dame, die mit einem gekom- 
menen, den Hut ziehenden Bauern reden. Im Mittelgrund, dicht r. d. M, 
sitzt bei dem bleichenden Leinen eine Frau mit Kind und daneben stehen- 
dem Mädchen, neben ihm Gießkanne, vor ihm kleiner Bottich 

I vor der Numtiu-r . mit einem I Infall, u . i. M sitzt ein |Wlfla Mann, vennutllcli AI K , 
in einem grofloi Buche lesend Dir I. u. I . Ist noch nicht gCKhlOMCI dBrd I 
dd höchsten I nlpyi.miidrn I, geht »agrecht ein lingei, friner Strich 

22 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die E. geschlossen, der Strich beseitigt. (Essen.) 

III mit der Nummer; vor manchen Arbeiten, so das bleichende Leinen noch ohne Schatten. 

IV mit der Nummer: die 3 größten Stücke Leinen zeigen 1. Schattenstriche. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

Von dieser Platte findet sich ein etwas veränderter Nachstich mit der Bezeichnung 
„C. Willibald Richter del. etsculp." In der „Albina" 1825. 

64 H 35 „35." Ansicht von der Ruine bei Gersdorf, usw. 103x164. Mit 
Nr. 46 auf der Platte. 

Auf der Höhe der Ruine sitzen in der I. u. E. 2 Damen auf der Stein- 
bank; weiter an der Brüstung die Zeichner, Vater und Sohn, der letztere 
nach 1. hinausweisend, dann sitzender Hund, ausschauender Herr, er- 
klärender Führer, alles bis zur 1. M. 

(I) vor der Nummer: mit einem Einfall u. r. 

II vor der Nummer: die Spuren des Einfalls (großer Vogel mit ausgebreiteten Flügeln?) 
sind noch deutlich sichtbar; der ganze Vordergrund, Ruine, Bank, Boden, Treppe, 
Figuren, ist noch sehr unfertig; durch die beiden Männer r. geht ein weißer Strich. 

III vor der Nummer: der Einfall ist völlig getilgt, der weiße Strich gedeckt, Ruine, Bank, 
Boden, Treppe mit Strich- und Kreuzlagen stark überarbeitet; die beiden Damen und 
die Zeichner sind größtenteils noch weiß. (W. Meyer.) 

IV vor der Nummer: die 4 Figuren sind schattiert; der o. Rand der Mütze des Sohnes 
zeigt noch eine Lücke. 

V mit der Nummer. 

VI mit der Nummer: der Mützenrand ist geschlossen. (W. Meyer.) 
VII mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. (Eug. Born.) 

65 H 36 „36." Der Wasserfall bei Langhennersdorf, usw. 154x105. Plr. r. 

In der 1. u. E., dicht neben dem Wasserfall, legt ein Jäger die Flinte 
an auf die Vögel (Fasanen?), die nahe dem r. R., dicht über der Mitte, 
auffliegen. 

Bez. u. d. r. E. : „Adrean L. R. Nat. des. sc." 

I vor der Nummer: mit einem Einfall, Studio erhebt, wie es scheint zu einem Trink- 
spruch, das gefüllte Glas; die 1. o. E. ist noch nicht geschlossen ; vor der Bezeichnung, 
die in Dresden mit Bleistift vorgezeichnet ist. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Ecke geschlossen. (Essen.) 

III mit der Nummer: mit der Bezeichnung, unvollendet, z. B. der Rock des Jägers noch 
weiß. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

V mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte (Pfarrer Hoffmann in Chemnitz.) 

66 H 37 „37." Teplitz, usw. 100x155. Plr. r. 

Im Vordergrund fährt von der M. aus n. 1. hinein ein hochbepackter 
dreispänniger Planwagen, auf dessen 1. Stangenpferd der Fuhrmann. Da- 
hinter gehen ein Bub, eine Frau mit Rückenkorb und, unten noch vom 
Berg verdeckt, ein Mann. Sonst keine Figuren. 

I vor der Nummer: Tri. oben, sehr auffällig. 
II mit der Nummer: unvollendet; z. B. zeigt der Boden r. vom Planwagen noch einen 

weißen Streifen. 
III mit der Nummer: dieser Streifen ist gedeekt usw. 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

67 H 38 „38." Das Schlachtfeld bei Culm, usw. 100x154. Tri. r. 

In der r. M. des Vordergrunds eine Gruppe: Invalide n. r., Führer, der 
mit dem I. Arm einem Soldaten und einem Herrn die Gegend erklärt, dann 

23 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

Herr, den Hut hinter sich haltend, und Knabe. L. eine runde Säule mit 
einer Pietä, auf dem Sockel „Deo Gloria". 

Bez. auf dem Stein genau in der M., kaum leserlich, „A L R". 

I vor der Nummer: die 1. o. E. ist weit offen, in der 1. u. E. eine hellere Stelle. 
II vor der Nummer: die Ecke ist geschlossen, die Stelle gedeckt. (Essen.) 
III mit der Nummer. 

(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

68 H 39 „39." Aussig und die Putzgaller Weinberge; 100x154. Tri. I. 

Nahe dem r. R. unter der halben Höhe sitzt ein Hirtenbub n. I., vom 
Hunde geliebkost, r. hinter ihm eine Ziege. Unter ihm 2 sich stoßende 
Böckchen und Ziege, tiefer und mehr n. 1. 4 Schafe. 

Bez. u. d. 1. E. „C. A. R. Nat. des.", u. d. r. E. „A. L. R. aqf." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung, die auf dem Essener Abdruck von des Vaters 
Hand mit Bleistift vorgeschrieben ist: mit einem Einfall in der 1. u. E., Mädchen kniet 
n. 1. vor einem Bilde der Himmelskönigin, dahinter Jüngling, aus dem Walde tretend 
Die o. und 1. Linie ist vielfach unvollständig, in der r. u. E. ein weißer Fleck 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Lücken geschlossen, der Fleck gedeckt, 
die Bezeichnung hinzugefügt. (Essen.) 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. der Boden um das über den 3 anderen stehende 
Schaf noch weiß. 

IV mit der Nummer: diese Stelle ist gedeckt usw. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

69 H 40 „40." Dohna mit der Ruine, usw. 102x152. Plr. r. 

Im Vordergrund 1. M. ein junger Mann, auf den Stock gestützt, der 
einem Herrn und einer Dame r. von ihm die Ruine erklärt. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall o , r. M., zwei Ritter am Tisch sitzend; der r. 
tröstet den anderen mit Lautenspiel, unten die Spur getilgter Einfälle; die I. Linie hat 
oben eine Lücke. Tri. 1. 
II vor der Nummer: Einfall und Spuren sind getilgt, die Lücke geschlossen. (Essen.) 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. das Feld hinter den Köpfen des Paares noch weiß. 

IV mit der Nummer: die fehlenden Arbeiten sind nachgeholt. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

76 H 41 „41." Das Schloß Weesenstein, usw. 100x155. Plr. r. 

Von d. M. an n. r. bis zur r. M. festlicher Zug der Landleute, der Führer 
voran, den Stock unter dem r. Arm, den 1. erhoben, dann Bub an Mutter- 
hand und Mädchen mit dem Erntekranz an hoher Stange, dahinter 3 Knechte 
mit Sensen, dann 8 Mägde mit Rechen, 2 mit Krügen, eine mit einem Korb 
auf dem Kopf, neben dieser I. noch ein Knecht mit Sense. 

Bez. u. d. I. E. „C. A. R. Nat. des.", u, d. r. E. „A. L. R. aqf." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung: oben sind noch die Spuren umfangreicher 
Linfälle zu sehen. So auf einem Dresdener Abdruck. Die l'mril'.linie 
ist nicht bis zum Rande durchgeführt. 
II vor der Nummer: die Spuren sind beseitigt; die Bezeichnung ist auf dem Esser, 
druck von der Hand des Vaters mit Bleistift vorgeschrieben, die l'miililinie ml! 
uit durchgeführt 

III vor der Nummer: mit dei Bezeichnung. (Essen.) 

IV mit der Nummei ,in- Lichtseite de* Steins u i. noch »<■ Die U rißlinie noch 

durchgeführt <\X' Mcvei ) 

V mit der Nummer : der Stein Ist schattiert, die 1'irn ißlir.lc durchgeführt, das Vi 

hinter den aufragenden Rechen Ist noch 
vi mit der Nomine ■ mit ein« > 

(VII) mit dn Nummer: von der zerschnittenen P 

24 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

71 H 42 „42." Potschappel und der Windberg, usw. 101x155. Mit Nr. 52 
auf einer Platte. 

Hinter dem erhöhten Straßenrand her treibt ein Fuhrmann zu Fuße 
die beiden Pferde vor einem großen Baumstamm n. I. um die Wege- 
biegung auf die r. E. zu. Nur das vordere Räderpaar und der halbe Baum 
sind sichtbar. 

Ein Dresdener Abdruck von I trägt in Bleistift die Bezeichnung „CA R 
nat. des. — ALR aqf.", die nicht auf die Platte gekommen ist. 

I vor der Nummer: mit 3 Einfällen, 1) o. 1. Schweineschlachten, zwei Männer und ein Hund 
schauen dem Metzger zu, 1. Kinder mit der Schweineblase, 2) r. R. o. Profilkopf n. r. 
mit Zopf, 3) u. 1. M., ganz zart, Mann n. r., auf dem Stuhl eingenickt; die r. u. E. 
ist nicht geschlossen, die 1. Linie zeigt zwei Lücken, in der I. u. E. ein kleiner weißer 
Fleck. 

II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt, die Linien geschlossen, der Fleck gedeckt 
(Essen.) 

III mit der Nummer: vorn in der Mitte reichen weiße Stellen des Bodens an die u. Ein- 
fassungslinie. 

IV mit der Nummer: diese Stellen sind gedeckt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

72 H 43 „43." Die Ruine und Kirche von Tharant, usw. 102x153. Tri. r. 

In der r. u. E. ganz vorn ein Ruderboot mit wehender Fahne, darin 
vorn rudernde Dame herausschauend, dann stehend n. vorn Jäger auf die 
Büchse gestützt und 2 Herren; auf der Ruderbank sitzend vom Rücken 
gesehen 3 Damen, ganz hinten sitzend Herr n. 1. 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer: unvollendet, z. B. vor der senkrechten Lage im Wasser 1. 
III mit der Nummer: mit den fehlenden Arbeiten. 

(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

V mit der Nummer: von der Ruine ist die o. r. E. abgebrochen: die Pappeln r. von ihr 
sind bis zur vollen Höhe des Turmes aufgeschossen ; zu dem Hause am 1. Fuße der 
Ruine ist weiter 1. ein neues gekommen; die Kreuzschraffierung des Wassers ist weiter 
n. r. durchgeführt; der Turm wirft ein Spiegelbild im Wasser. So als Titelbild in dem 
Büchlein ,,Tharand und seine Umgebungen, beschrieben von B. C, Dresden u. Leip- 
zig, in der Arnoldischen Buchhandlung 183-1", aber auch in Exemplaren der 2. Auf- 
lage. (Essen.) 

73 H 44 „44." Tharant mit dem Badehause, usw. 104x156. Tri. r. 

Genau über d. M. junges Mädchen von vorne zwischen Dame und nach 
r. weisendem Herrn vom Rücken gesehen; r. unter dem Denkmal auf der 
Bank ein lesender Herr, 1. auf der Brücke eine Dame von vorne auf das 
Geländer aufgestützt. 

Bez. u. d. I. E. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter". 

I vor der Nummer und der Bezeichnung. 
II vor der Nummer: mit der Bezeichnung. (Essen.) 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. die Steine unter dem Denkmal vorne noch weiß, 
das Wasser u. 1. fast weiß. 

IV mit der Nummer: beide Stellen gedeckt 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

74 H 45 „45." Die Ruine von Frauenstein, usw. 103x155. Plr. r. 

R. fährt ein hochbeladener 3 spänniger Planwagen, der Fuhrmann die 
Peitsche schwingend auf dem 1. Handpferde, in den steilen Hohlweg hinein; 
ein Mann schiebt hinten nach, vor der Mitte des Wagens ei n Hund. 

25 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer: die ganze Hügelvcand hinler Oießhübel in der Ferne ist noch reiß. 
111 mit der Nummer: diese Wand ist durch Punktierung schattiert. 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

75 H 46 „46." Das Schloß Augustusburg, usw. 103x164. Mit Nr. 35 auf 
der Platte. 

Im Vordergrund 1. d. M. 4 Gänse im Wasser, 1. davon 2 am Ufer; im 

Mittelgrund r. d. M. 3 Frauen beim Bleichen des Leinens. 

I vor der Nummer: mit Resten eines Einfalls unten r. M.. Reiter n. r. 
II vor der Nummer: der Einfall ist vollends getilgt, die Platte stark überarbeitet, u. a. der 

ganze Abhang des vorderen Berges I. durch eine Strichlage schattiert. 
III mit der Nummer. 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

76 H 47 „47." Chemnitz, usw. 104x156. Plr. r. 

Im Vordergrund, r. d. M., das Vorspannpferd mit vorauskläffendem 
Hunde gerade über der Nummer, fährt ein 3 spänniger Planwagen, der 
Fuhrmann auf dem linken Stangenpferde, ein 4. Pferd hinter dem Wagen 
angebunden, n. 1. in den Hohlweg, der zur Stadt führt. Im Mittelgrund 
vor ihnen, an der Biegung des Weges, ein Fußgänger und ein Reiter. 
In der r. u. E. vor dem Wirtshause lebhaftes Treiben, 2 rastende Planwagen. 

I vor der Nummer. 
II mit der Nummer. 

(III) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

77 H 48 „48." Freiberg, usw. 104x155. Tri. r. 

Im Mittelgrunde, 1. d. M., fährt ein 3spänniger Leiterwagen, mit Kut- 
scher und 4 Personen besetzt, längs einer langen Gartenmauer n. I. dem 
Torturm zu; vor ihm, weiter n. I. und oben 2 mal 2 kleine Figuren. Hinter 
dem Wagen starke Staubwolke. 

I vor der Nummer: die Gartenmauer ist noch weiß, die Einfassungslinie noch nicht 

geschlossen. 
II vor der Nummer: die Mauer Ist schattiert, die Einfassungslinie geschlossen 
111 mit der Nummer. 

(IV) von der zerschnittenen Platte. 

78 H 49 „49." Die Altväter-Wasserleitung, usw. 103x156. Tri. r. 

In der I. u. E., 1. der halben Mitte, ziehen 2 beladene Mühlesel n. 1., 
dahinter Bub, Mann und Frau; im Mittelgrund kommt auf der Brücke vor 
der Wasserleitung ein 3spänniger Planwagen, vor ihm 2 Figürchen, .im 
Ende der Brücke unter dem Bogen noch eine. Auch im ersten und zweiten 
Bogen r. noch Figürchen. 

I vor der Nummer und Bezeichnung: mit einem Einfall u r . Huste eir.r. linken mit 

Turban. 
II vor d« Nummer: da Einfall ist getilgt, die Bezeichnung nachgetragen 
III mit der Nummer 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

79 M r )ll „50." Das Schloß und Städtchen Nossen, usw. loo 1 => \. Plr. r. 

Dicht I. der M. ein Mann, der den Rock am Stock über der Schulter 
trägt, I. von ihm ein Hund; r. im Mittelgrund f.thtt c;u Itplniligei I eiter- 

26 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

wagen mit 4 Personen, der Fuhrmann auf dem I. Stangenpferde, auf der Straße 
n. 1. auf den Schloßberg zu. Über dem Vorspannpferde noch 2 Figürchen. 

vor der Nummer: der Schloßberg ist r. noch fast ganz weiß. Tri. 1. 
II vor der Nummer : der Berg ist r. gedeckt, die 1. u. E. ein wenig dunkler schattiert. (Essen . 

III mit der Nummer. 

IV mit der Nummer: mit vielen weiteren Arbeiten, besonders ist der ganze Boden I. vor 
dem Zaun mit schrägen Strichlagen schattiert. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

80 H 51 „51." Die Klosterruine Altzelle, usw. 102x148. Mit Nr. 27 auf der Platte. 

Den linken Vordergrund füllt die Herde, in der Mitte 2 Kühe, 1. 2 Schafe ; 
r. Kuh, dahinter eine Ziege, beide liegend, entfernter darüber noch eine 
Ziege. R. vor ihr kommt ein Bub mit Stock v. 1., neben ihm r. eine Kuh. 
R. der M. liegt der Hirt, den Kopf n. 1. und vorne aufgestützt, Stock und 
Hut 1. neben sich im Grase. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall in d. r. o. E., Hochmesse in gothischer Kirche, 
mittelalterliche Gewänder; hinter dem Pfeiler r. ein lauschender junger Mann. Tri. r. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. zeigt der Boden rechts von dem Hirten noch nicht 
die Strichlage. 

IV mit der Nummer: mit diesen und anderen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer : von der zerschnittenen Platte. 

81 H 52 „52." Kriebstein an der Zschopau, usw. 101x153. Mit Nr. 42 auf 
der Platte. 

In d. r. ü. E. treibt ein Mann zu Pferde Vieh, Kühe und Ziegen in den 
Fluß; zu vorderst steht eine einzelne Ziege auf einer Landzunge. Sonst 
keine Figuren. 

Der Essener Abdruck von I trägt r. u. die Bezeichnung „L R" von des 
Meisters Hand, die auf der Platte fehlt 

I vor der Nummer: mit 3 Einfällen, 1) o. 1. E. Kosakenangriff, 2) o. r. E. Kosak vom 
Pferde abgeworfen, ein Schaf nimmt 1. Reißaus, 3) u. r. tanzendes Pärchen. Die r. u. 
E. ist noch nicht geschlossen und noch weiß, die I. Linie hat oben eine Lücke, weiter 
u. 1. am R. ein weißer Fleck. 
II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt, die Lücke geschlossen, die Flecken gedeckt. 
(Essen.) 

III mit der Nummer: unvollendet, namentlich das Wasser noch wenig schattiert. 

IV mit der Nummer: die Arbeiten sind nachgeholt. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

82 H 53 „53." Die Ruine und das Städtlein Kohren, usw. 105x157. Plr. 1. 

Im 1. Vordergrund Bub mit Stock als Vorspann einer hoch mit Säcken 
beladenen Schiebkarre, die der Vater nach 1. schiebt; r. neben ihm, halb 
von der Schiebkarre verdeckt, Frau mit einem Sack auf der Schulter, I. von 
ihm, vorne, ein Herr mit Dreimaster. Im Mittelgrund auf der kleinen 
Brücke 3 Männer im Gespräch, weiter r. noch 2 Figürchen. 

I vor der Nummer: noch weiße Flecken in den u. Ecken, die Linien oben r. noch nicht 
geschlossen. Tri. r. 
II vor der Nummer: die Linien geschlossen, die Flecken gedeckt. 

III mit der Nummer 35: unvollendet, z. B. der Boden zwischen der vorderen Gruppe und 
den Bäumen der r. E. noch nicht schraffiert. (Eug. Born. 

IV mit der Nummer 53: unvollendet. 

V mit der Nummer: die fehlenden Arbeiten sind ausgeführt. 

(VI) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

27 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

83 H 54 „54." Waldheim, usw. 101x154. T.i. r. 

Vorn 1. angepflöckte Kuh, Ziege und 2 sich stoßende Böckchen; im 
Mittelgrund Obsternte, Mann auf der Leiter, die ein andrer hält, 2 Frauen 
mit Körben, Bub auf dem Boden. R. auf der Straße 2 hochbeladene Plan- 
wagen. In dem großen Baum I. ein hellerer Fleck, der sich nicht hat be- 
seitigen lassen. 

Bez. unter d. 1. E. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung: mit 2 Einfällen, 1) u. 1. Jängling und Mädchen 
sitzen Arm in Arm auf einem Grabhügel, 2) u. r. E. Mädchen geht vom Hühnerhof 
in das kleine Haus r. 

II vor der Nummer: die Einfälle getilgt, die Bezeichnung nachgetragen. 

III mit der Nummer: vor der schrägen Strichlage auf dem Boden hinter dem Vieh usw. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

V mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. (Eug. Born.) 

84- H 55 „55." Das Schloß und Dorf Gnandstein. 103x155. Tri. r. 

Im 1. Vordergrund kommt ein 4 spänniger Planwagen, auf dem 1. Stangen- 
pferd der Fuhrmann mit der Peitsche; über der M. am Brunnen 2 Frauen, 
ein Kind, ein Hund. 

I vor der Nummer: vor verschiedenen Arbeiten, z. B. der Felsen r. noch weiß. 

II mit der Nummer: die weißen Stellen sind gedeckt, Kreuzschraffierungen angebracht. 
(III) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

85 H 56 „56." Meißen und die Albrechtsburg, usw. 100x155. Plr. r. 

In der I. u. E. unter einem Baume sitzt der Zeichner bei der Arbeit, 
hinter ihm der Sohn, den I. Arm über seinen Kopf gestreckt; auf der Elbe 
3 Segelschiffe, eins mit Mast ohne Segel, eine Anzahl Ruderboote. 

Bez. unter der r. E. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung: mit einem Einfall o. M., Ritter in Festtracht 

führt Dame zum Tanz, beide n. r. blickend. Tri. . 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Bezeichnung hinzugefügt. (I 

III mit der Nummer: die beiden Zeichner links sind noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Figuren sind gedeckt. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

86 H 57 „57." Das Schloß Siebeneichen, usw. 102x153. Plr. r. 

Eine große Dame, ein kleineres und ein größeres Mädchen in vornehme- 
Kleidung stehn, vom Rücken gesehen, am Eisengeländer des Altans, über 
der Mitte 2 sich zankende Hunde, r. auf 3 Stufen Damenhut, Tücher, Schirm. 

I vor der Nummer : mit einem Einfall u. r. M ., Herr beschaut ein Gemälde auf der St r 

Tri. I. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt; die Fliesen des Altans sind rechts be?^ 

III mit der Nummer. 

IV mit dor Nummer : auch die Fliesen 1. sind vorn beschattet, das Portal außen n 
wagerechten, innen mit einer Kreuzlage gedeckt. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

S7 H 5S „5S." Hirschstein unter Meißen; usw. 100- 154. Tri. r. 

In d. I. E. ein hochbeladener Heuwagen, mit 2 Ochsen bespannt, der Fuhr- 
mann mit der Peitsche; vorne I. Mann im Hut und Knecht und Magd 
Rechen, alles von hinten gesehen. R. d. M. vom Fischer zwischen 2 Knaben 
im Kahn beim Fischfang. Der Essener Abdruck von I tragt r. n 

28 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

des Meisters Hand die Bleistiftbezeichnung „LR", die nicht auf die Platte 
gekommen ist. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall u. M., ein Ritter schwingt das Schwert gegen einen 
andern, der r. von ihm auf die Kniee gezwungen ist. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. (Essen.) 
III mit der Nummer: unvollendet, z. B. zeigt der Boden r. von den Leuten, die dem Wagen 
folgen, noch nicht die wagrechte Strichlage. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

(V) mit der Nummer : von der zerschnittenen Platte. 

88 H 59 „59." Das Jagdschloss Moritzburg, usw. 105x157. Tri. r. 

L. d. M. sitzt ein Herr im Dreimaster mit der Flinte, n. r., und füttert 
7 Schwäne, von denen 3 noch auf dem Wasser. 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer. 

(III) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

89 H 60 „60." Aussicht vom Augustus-(Keulen) Berge. 101x156. Tri. r. 

R. auf dem Felsen bei dem Obelisken an jeder der 3 sichtbaren Ecken 
ein junger Mann. 

I vor der Nummer: in der 1. u. E. steigt ein Wanderer zwischen den Felsen aus dem 

Walde herauf. 
II vor der Nummer: der Wanderer und seine Umgebung, ein großer Teil des Vorder- 
grundes mit Strichlagen gedeckt. 

III vor der Nummer: der Wanderer ist durch sehr dunkle Kreuzlagen ersetzt, vor vielen 
Arbeiten, u. a. der fast senkrechten Lage auf dem Boden vorne r. 

IV vor der Nummer: mit diesen Arbeiten, aber der Obelisk noch weiß. 
V vor der Nummer: der Obelisk ist gedeckt. 

VI mit der Nummer: unvollendet, z B. der erste Hügel über dem Walde I. noch weiß. 
VII mit der Nummer: der Hügel mit einer dichten schrägen Lage gedeckt usw. 
(VIII) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

90 H 61 „61." Das Seifersdorfer Thal, usw. 101x155. Mit Nr. 71 auf der Platte. 

In d. 1. u. Ecke auf einer Rasenbank eine Dame und ein Herr, zwischen 
und vor ihnen ein stehender Herr vom Rücken gesehen, r. davon ein kleines 
Mädchen n. 1. 

Bez. „nach der Nat. gez. u. gest. v. Adrian Louis Richter." 

I vor der Nummer und der Bezeichnung. Tri. 1. 

II vor der Nummer: mit der Bezeichnung. 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. die Lichtkanten der Felsen 1. noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Arbeiten sind nachgeholt. 

V mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. (Eug. Born). 

91 H 62 „62." Hermsdorf, usw. 104x163. Plr. r. 

Auf der Landstraße fahren n. r., dicht hintereinander, 2 zweispännige 
Planwagen, von denen der erste, der Fuhrmann auf d. r. Stangenpferd, 
gerade den r. R. erreicht. Hinter dem zweiten 3 Figuren, worunter wohl der 
Fuhrmann. Auf der Straße 1. 3 Männer, weiter r. Erwachsener und Kind, 
alle sehr klein. 

I vor der Nummer. 

II mit der Nummer: unvollendet, z. B. der Boden an der r. Einf. -Linie u. nur bis zur 
Höhe von 3 mm gedeckt, usw. 

III mit der Nummer: die Stelle ist bis zur Höhe von 9 mm gedeckt, andere Arbeiten sind 
nachgeholt. 

(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

29 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

92 H 63 „63." Schmeckwitz bei Camenz. 101x157. Plr. r. 

Vor der Remise, wie es scheint, des Posthauses I. daneben, gleich I. 
der M., 2 Kutschen, die erste bespannt; vor dem Posthause eine Anzahl 
Figürchen, darunter 2 Reiter. R. im fernen Mittelgrund auf der Landstraße 
3mal ganz kleine Figürchen, 2 oder 3, 2, eins. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall in der 1. u. E., Mädchen steckt sich beim Licht 
zweier Kerzen vor dem Spiegel die Haare auf, ein Jüngling belauscht sie von draußen 
durch das Fenster. Der ganze übrige u. Rand zeigt Spuren getilgter Einfälle. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die r. u. E. ist mit einer schrägen Lage schattiert. 

III mit der Nummer: unvollendet, z. B. fehlt die wagrechte Lage auf allen Gebäuden der 
1. Hälfte. 

IV mit der Nummer: mit diesen Arbeiten. 

V mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte (Eug. Born). 

93 H 64 „64." Bauzen und die Ortenburg, usw. 104x156. Plr. r. 

Etwas I. d. r. M. 2 Bauern und 2 Bäuerinnen im Gespräch, dabei ein 
kleines Mädchen; ein Bauernmädchen kommt von hinten auf die Gruppe 
zu. Nahe dem r. R. schiebt ein Mann eine Schiebekarre mit einem Sack 
nach links. 

Bez. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter". 

(I) vor der Nummer und der Bezeichnung: nach Hoff S. 5 mit 3 Einfällen, die nicht 
beschrieben werden; mir ist dieser Zustand nicht begegnet, auch Singer kennt ihn nicht 

II vor der Nummer: die 1. o. E. noch nicht geschlossen, vor vielen Arbeiten, z. B. 1. von 
dem Schiebekarren. 

III vor der Nummer: vor weiteren Arbeiten, z. B. ist der Boden um die Figurengruppe 
noch weiß. Die 1. o. E. ist geschlossen. 

IV vor der Nummer: die Stelle ist gedeckt. 

V vor der Nummer: mit der Bezeichnung. (Essen.) 
VI mit der Nummer. 
(VII) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

94- H 65 „65." Der Flinsberg, usw. 103x154. Tri. r. 

R. neben dem Denkmal auf der Spitze des Berges, die unter den Zweigen 
eines in den Felsen nahe dem r. R. wurzelnden, vielfach sich teilenden 
Baums hervorschaut, stehn 2 ganz kleine, nur flüchtig angedeutete Ge- 
stalten. Sonst keine Figuren. 

I vor der Nummer: vor vielen Schattierungen an den Felsen und am Boden; z. B. das 
Flußufer in der 1. u. E. noch fast weiß. 

II vor der Nummer: diese Stelle ist durch eine schräge Lage gedeckt. 

III vor der Nummer: mit weiteren Arbeiten; die genannte Stelle hat nun eine Kreuzla^e 

IV mit der Nummer: unvollendet, z. B. der Boden in der r. u. Ecke noch fast weiß. 

V mit der Nummer: der Boden dort ist durch eine steile Lage in Schatten gelegt; dei 
Felsen darüber zeigt jetzt eine Kreuzlage. 

VI mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte 177x217. (Dresden.) 

95 H 66 „66." Herrnhut, usw. 97x154. Plr. r. 

Den I. Vordergrund füllt ein rechteckiger, durch hohe, beschnittene Hecken 
nach der Schnur in 6 gleiche Rechtecke zerlegter Garten ; hinter der r. inneren 
Ecke eine Schafherde, r. davon auf dem Wege hinten ein, mehr vorn noch 
2 Figürchen. 

1 vor der Nummer. 

II mit der Nummer: vor rieten Aibeiten am ganzen Vordergrund . i II reigt der Boden 
r von d M noch eine große weiße Stelle 

III mit der Nummer: der ^.m/r Vordergrund st.irk überarbeitet, jene Stelle ^edevkt 
(IV) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte 

30 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

96 H 67 „67." Zittau usw. 98x154. Tri. r. 

In d. r. u. E. 6 Schnitter beim Frühstück und Ausruhen; in ihrer Mitte setzt 
der einzige Stehende, n. r. gerichtet, eben einen großen Humpen an den Mund, 
1. von ihm sitzt ein andrer beim Bottich, vor ihm liegt auf einem Tuche Brot und 
Zubehör. Im Mittelgrund, hinter dieser Gruppe und weiterl. andere beim Mähen. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall, u. 1. M., weibliche Gestalt, wohl Lots Weib. Die 
r. u. E. ist noch nicht geschlossen, die 1. Linie hat oben eine Lücke. 

II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, E. und Linie geschlossen. 

III mit der Nummer: die Figuren r. sind alle noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Figuren sind schattiert. 

(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

97 H 68 „68." Der Oybin, usw. 100x153. Tri. r. 

Den ganzen Vordergrund füllt ein Leichenbegängnis ; 1. läßt der Kantor, 
das Buch vorgehalten, die Jugend nach 1. hinten an sich vorbeiziehen, dann 
folgt der Pastor ebenso, dann der Sarg mit 4 Trägern, dann ein weinendes 
Bauernpaar mit einem Bübchen und das übrige Gefolge, die letzten eben 
durchs Tor der Ruine eintretend. 

Bez. u. d. I. E. „C. A. R. Nat. des.", u. d. r. E. „A. L. R. sc." 

I vor der Schrift und der Bezeichnung: mit 3 Einfällen; die beiden ersten füllen, durch 
einen senkrechten Strich geschieden, den oberen Rand. 1) Überschrift: ,,No. 1 Eyer- 
kuchens Jugendjahre", L. R. am Tisch, darüber „Ich — 18 Jahre alt | Kalender- 
Kupferstecher. | leider Gottes", unten Rohrstock und Rute über „Nicht mein Wille, 

sondern der [Zwang?] meines [Va]ters". Rechts im Hintergrund ein mit Reben 

bewachsener Berg, „Süss aber weit", „Sauer" ; auf dem Tisch „Wein", auf dem unteren 
Tisch „Wasser". 2) Überschrift „No. 2 Alter". A. L. R. auf einer Pritsche am Tisch 
sitzend: „Vater schick mir Geld sonst verhungere ich", 1. o. „Pille zum Nachdenken.", 
r. Erklimmen des Parnaß: „Ha ha ha, der Professorsohn sitzt unten." 3) Untere 1. 
Hälfte: Bauer peitscht einen über sein Mädchen gefallenen Burschen, den zugleich 
ein Hund beißt, r. daneben tanzendes Paar. 

Die Einfälle des oberen Randes sind mit anderen eingehend geschildert, gedeutet 
und für die Jugendzeit des Meisters verwertet von K. Budde „Deutsche Monatschrift 
für das gesamte Leben der Gegenwart" III, Okt. 1903, S. 78 ff., insbesondere S. 86 f., 
vgl. noch die Ergänzung ebendort, Dez. 1903, S. 400. Die ersten Einfälle sind ferner hier 
S. 4 für die Ermittelung der Jugendwerke des Meisters benutzt. Der Aufsatz ist neu 
abgedruckt in „Ludwig Richter, Altes und Neues, von Karl Budde", Leipzig, 1922. 

II vor der Schrift: die oberen Einfälle sind getilgt. 

III vor der Schrift: auch der untere Einfall ist getilgt, die Bezeichnung hinzugefügt. (Essen.) 

IV mit der Schrift: vor Arbeiten, z. B. die Sargdecke noch weiß. 

V mit der Schrift: die Sargdecke hat eine senkrechte Strichlage erhalten, die das weiße 
Kreuz hervortreten läßt, usw. 

(VI) mit der Schrift: von der zerschnittenen Platte. 

98 H 69 „69." Der Tollenstein, usw. 101x153. Plr. r. 

R. und 1. der M. kommt eine Wallfahrt durch den Hohlweg herauf, 
voran ein Bub die Fahne mit einer Pietä tragend, dann der Pater und 
die Wallfahrer, die letzten noch teilweise vom Hohlweg verdeckt. In der 
r. E. ein Kreuz mit 2 übers Kreuz gelegten Speeren. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall etwas r. d. M., ein Landjäger winkt einem abge- 
wandten Mann in Mantel und spitzem Hut, n. 1. mitzukommen. Die o. 1. E. ist noch 
nicht geschlossen, die r. und 1 Linie zeigen dünne Stellen. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die E. geschlossen, die Linien ausgezogen, 
der weiße Boden hinter dem Kreuze oben punktiert. 

III mit der Nummer: vor vielen Arbeiten, z. B. der Pater vorn noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Kutte des Paters ist schattiert usw. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

31 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knab enarbeiten. 1820 

99 H 70 „70." Die Ruine von Stolpen, usw. 104x155. Plr. r. 

In der I. E. Planwagen, 2 spännig, der Kutscher auf dem r. Stangen- 
pferd; 1. d. M. auf dem Friedhof Frau und 2 Knaben weinend an einem 
Grabe, im Hintergrund weitere Figuren. Auf einem Grabstein r. „Louis | 
und | Augusta | Dresde | 1820." 

Bez. u. d. r. E. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 
I vor der Nummer und Bezeichnung: mit 7 Einfällen, 1) o. r. M. Pärchen in der Laube 
sitzend, vor ihnen ein Hund, als abgeschnittener Streifen bei Hoff unter Nr. 73, 2)— 7) am 
u. Rand 6 Figuren, darunter Nr. 4 und 5 Männer mit Besen, 6 Frau mit Heubund; als 
abgeschnittener Streifen bei Hoff unter Nr. 72. Tri. 1. 
II vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt, die Bezeichnung hinzugefügt. (Essen.) 

III mit der Nummer: die Pfeiler des Friedhoftors sind noch weiß. 

IV mit der Nummer: die Pfeiler sind mit einer wagrechten Lage schattiert. 
(V) mit der Nummer: von der zerschnittenen Platte. 

Titel, ebenso wie der zu den 70 Ansichten gedruckt und aufgeklebt: 

„30 | Mahlerische j An- und Aussichten von | Dresden 

und den nächsten Umgebungen; | aufgenommen, gezeichnet 

und radirt | von | C. A. Richter, Professor, und A. Louis Richter. 

Dresden, in der Arnoldischen Buchhandlung. 

30 i Vues pittoresques | de Dresde et de ses alentours, j 
dessinees et gravees | par | Mr. Mr. Ch. A. Richter, professeur, 
et A. Louis Richter, fils. 

Dresde, chez Arnold, Libraire." 

Mit 2 vorgehefteten Blättern genau wie bei den 70 Ansichten. Nach 
der „Nachricht für den Käufer" ist der Preis 2 Thlr. 12 gr., des kolorirten 
Exemplars 9 Thlr., des einzelnen kolorirten Blattes 8 gr. 

Über die Platten, ihre Vereinigung und Größe vgl. zu den 70 Ansichten, 
an deren Folge sich diese 30 genau anschließen. Sie sind gleichzeitig mit 
jenen gezeichnet und radiert und dann die beiden Folgen geschieden. Die 
Größe der Ansichten innerhalb der Umfassungslinien schwankt zwischen 
100 bis 107x154 bis 162. 

Von dieser Folge kennt Singer, ebenso wie Hoff, nur zwei vollständige 
Ausgaben: die erste von 1820, von den unzerschnittenen Platten, nur mit der 
Nummer unten in der Mitte; die zweite von 1S24, von den zerschnittenen 
Platten, mit dem Titel und vielfachen Erklärungen (Aufschriften) auf dem 
unteren Rande, während die Nummer ihre Stelle oben rechts gefunden li.it. 
Es gibt aber soviele Blätter mit der Nummer unten in der .Witte von den 
zerschnittenen Platten, daß zwischen jenen beiden eine vollständige 
Ausgabe, etwa um 1822, von den zerschnittenen Platten angenommen 
werden muß, sodaß die Ausgabe mit Titel und Aufschriften und den 
Nummern oben rechts also zur dritten wird. In dieser dritten Auflage 
um den fünf lilatter durch Nachsuche ersetzt, ohne Zweifel, weil die Platten 
bei der ersten Auflage sieh abgenutzt hatten. Ds l udwig R. in Rom weilte, 

12 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

trat dafür sein jüngerer Bruder Willibald ein, mit dessen Namen drei dieser 
fünf Blätter bezeichnet sind. 

Eine vierte Auflage könnte gegen Ende der dreißiger Jahre erschienen 
sein; wenigstens besaß Sophus Rüge von 12 Blättern spätere Abdrucke, 
z. T. mit starken Änderungen; zwei von ihnen tragen Wasserzeichen von 
1837 und 1838. Die neuen Zustände darunter sind unten verzeichnet. Eine 
geschlossene 4. Auflage vermag ich freilich nicht festzustellen. Beachtens- 
wert ist indessen, daß die Platten so lange noch nicht abgeschliffen waren. 

Von dem Zustandekommen der Zeichnungen und Platten, der gemein- 
samen Arbeit von Vater und Sohn und deren Verteilung, von den Rand- 
einfällen insbesondere, gilt hier dasselbe, was oben zu den 70 Ansichten 
gesagt ist. 

Auch die 30 Ansichten erschienen als Illustrationen zu einem Reise- 
führer: „Neues Qemählde von Dresden" usw. von W. A. Lindau, dem 
ersten Teile des Gesamtwerkes „Dresden und die Umgebung". Von 
diesem Teile erschien im Jahre 1820 bereits die zweite Auflage im Verlag 
der Arnoldischen Buch- und Kunsthandlung. Auch hier werden die 30 
An- und Aussichten auf dem Titel erwähnt, aber, ebenso wie die 70 auf 
dem Rundgemähide, nur mit dem Namen des Vaters „Professor C. A. 
Richter". 

100 H 76 „1." Dresden vom Spitzhause in der Hoflößnitz, usw. 104x156. 
Mit 103 auf der Platte. 

Im Vordergrunde, I. d. M. bringen eine Frau und ein Mann im Rücken- 
korb Trauben aus dem Weinberg zum Spitzhause hinauf. Die Frau, ein 
Kind an der Linken, hat eine Treppe von 6 Stufen erstiegen, der Mann 
tritt eben an sie heran. Vor dem Spitzhause, 1. im Mittelgrunde, eine große, 
lustige Gesellschaft. 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher nicht nachgewiesen. 

II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer o. r. : Kopie von Willibald Richter, aber unbezeichnet, l'/2 mm 
schmaler, 2 mm niedriger, mit Abweichungen, so nur einem statt 2 Knaben bei der 
Frau r. von den 3 Hunden. Einzelplatte. 

101 H 77 „2." Dresden von der Königsbrücker Straße, usw. 103x161. Mit 
82 auf der Platte. 

In der r. u. Ecke zwei Männer beim Aufschichten eines Klafters Scheiter 
zwischen 4 Pfählen, 1. von ihnen ein dritter mit der Axt beschäftigt. 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u.: am r. R. die Tri. 

III mit der Nummer o. r. : eine Aufschrift. 

IV mit der Nummer o. r. : von der zerschnittenen Platte. 

102 H 78 „3." Linke's Bad an der Prießnitz und Bauzner Straße, usw. 101x160. 

Im ganzen Vordergrund und I. Mittelgrund sehr viele Menschen. Genau 
über der Mitte stehn 3 Herren im Gespräch, r. von ihnen kommt eine 
Frau, an jeder Hand ein Kind, I. von ihnen ein einzelner Herr, vom Rücken 
gesehen, 1. davon 4 Offiziere mit 2 Damen usw. 

33 3 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

I vor der Nummer: mit zwei Einfällen (o. r. der Mitte Frau im Gebete knieend, 1. von 
ihr nackter männlicher Leichnam ; u. 1. Schlachtefest, 7 Personen und 2 Hunde, das 
geschlachtete Schwein an der Wand). Der u. Rand ist = Hoff 75. Ganz r. eine weiße 
Stelle, wo der letzte Baum ursprünglich auf die Seite vor dem Wege durchgeführt war 
Tri. 1. Essen, E. C. 
(II) vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt. Der Zustand ist nicht nachgewiesen. 

III mit der Nummer u.: der weiße Fleck ist noch nicht gedeckt. Essen, E. C. 

IV mit der Nummer u. : der weiße Fleck ist schattiert, von dem früheren Zustand noch 
die Spur. 

V mit der Nummer o. r.: die Schattenseite des Schauspielhauses r. ist überarbeitet. Drei 
Aufschriften. 

103 H 79 „4." Vom Meisenberge an der Bauzner Straße nach der sächs. 
Schweiz, usw. 106x161. Mit 81 auf der Platte. 

Den ganzen Vordergrund füllen Baumwipfel, darunter r. d. Mitte 2 hohe 
Pappeln, die die Elbe überschneiden. Zwischen ihnen ist auf der Straße 
ein Planwagen sichtbar. 

I vor der Nummer: Tri. r. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer o. r. : die Landstraße ist in ihrer 1. oberen Hälfte durch Punkte 
schattiert, der Hügel unter dem hohen Mast genau in der Mitte etwas überarbeitet; 
fünf Aufschriften. 

104 H 80 „5." Dresden über dem Mordgrunde, usw. 100x160. 

In der r. u. Ecke kommt, ein Hündchen vorauf, ein dreispänniger, hoch- 
beladener Planwagen, auf dem 1. Stangenpferde der Fuhrmann, hinten 
angebunden ein dürrer Gaul; 1. der Mitte sitzen ein Herr und 1. von ihm, 
auf den Ellenbogen gestützt, eine Frau [?] am Straßenrand. 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer o. r. : der Bergabhang 1. v. d. Brücke, der Weg über dem Planwagen 
im Mittelgrund und das Flüßchen r. weiter o. zeigen neue Arbeiten. 

IV mit der Nummer o. r. : die Platte ist auf 130x167 verkleinert. 2 Aufschr. Die Brücke, 
früher über der Untermauerung ein hohes Gerüst darstellend, ist durch eine neue, feste 
ersetzt. Der Essener Abdruck dieses Zustandes (S.R.) trägt das Wasserzeichen 1S3S • 

105 H 81 „6." Dresden von Loschwitz über der Presse. 106x160, mit 79 auf 
der Platte. 

Oleich r. d. Mitte kommen ganz vorne Frau, Mann und kleiner Bub, 
weiter r. von r. herab Mann mit geschultertem Stock und Hund hinter 
2 Rindern. Dazwischen entfernter im beschatteten Hohlweg 2 Figürehen. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall u. r. (Frau am Bett sitzend). Tri. I. Dr 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer o. r.: drei Aufschriften; die Wand der Kapelle und der Rar- 
Hohlwegs sind überarbeitet. 

100 H 82 „7." Dresden vom Ziegengrunde bei Loschwitz, usw. 103x15$. Mit 
77 auf der Platte. 

In der r. u. Ecke Wassermühle zwischen Tannen, in der I. rastende und 
frühstückende Familie. In der Mitte steht der Vater und teilt nach I. an 
Mädel und Bub aus, I. davon noch das Hündchen; r. stillt die sitzende 
Mutter den Säugling, r. von ihr schmaust ein sitzender Bub. 

(I) vor der Nummer: da Zustand ist bisher nicht luchgewkMB 

II mit der Nummer u. Tri. I. 

34 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

III mit der Nummer r. o. ; das untere Ende des Wegs, das Kleid der Frau, die Mitte des 
Vordergrundes sind etwas überarbeitet. 

IV mit der Nummer r. o. : von der zerschnittenen Platte (128x168) mit zwei Aufschriften. 

107 H 83 „8." Dresden von Leubnitz, usw. 103x157. 

Im mittleren Vordergrund treibt der Hirt 9 Stück Rindvieh und 2 Ziegen 
den Hohlweg herauf; r. auf dem Wegrand ein niedriges Steinkreuz; über 
der Mitte der Herde geht ein Mann, einen Knaben an der Hand, nach 
I. aufs Feld. 

I vor der Nummer: mit Einfall u. r. (Göttin, in den Wolken auf einem von geflügelten 
Stieren gezogenen Wagen sitzend, umarmt einen nackten Jüngling, der r. vor ihr auf 
die Kniee gesunken ist) ; Essen, E C. 
(II) vor der Nummer: Der Einfall ist getilgt. Der Zustand ist bisher noch nicht nach- 
gewiesen. 

III mit der Nummer u. 

IV mit der Nummer u.: die zerschnittene Platte auf 185X225 mm verkleinert. 

V mit der Nummer o. r. : die Platte weiter auf 180X220 verkleinert; der Vordergrund, 
Häuser und Flächen des Mittelgrundes sind überarbeitet. 

108 H 84 „9." Von Leubnitz nach der sächsischen Schweiz. 103x154. 

Im 1. Mittelgrund Kartoffelernte, Frauen und Männer hacken, sammeln, 
füllen, tragen die Säcke zu dem Wagen, der über der Mitte hält. 

I vor der Nummer: mit 4 Einfällen (o. M. junger Mann sitzt lesend unter einem Apfel- 
baum, r. unter ihm Zuschauer, dahinter Fernblick; u. 1. nackter Jüngling, in den Wolken 
vom Pegasus gestürzt; u. r. M. Jüngling in Mantel und Mütze geht gegen den Sturm 
an; u. r. Ecke Männerkopf n. r.). Die r. Einfassungslinie ist u. nicht ganz durchgeführt. 
Essen, E.C. 
(II) vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt. Der Zustand ist bisher noch nickt nach- 
gewiesen. 

III mit der Nummer u. 

IV mit der Nummer u.: von der zerschnittenen Platte (Pfarrer Hoffmann-Chemnitz). 

V mit der Nummer o. r. : vier Aufschriften. 

109 H 85 „10." Dresden aus dem grossen Garten, usw. 106x160. Auf einer 
Platte mit Nr. 98. 

Im 1. Mittelgrund Kornernte, Aufladen der Garben, mehr vorne ein 
Paar sich umschlingend; 1. d. Mitte auf der Brücke eine Dame; r. ganz 
vorn ein Herr und zwei Damen mit einem Hündchen an einem dicken Baum, 
in den die zweite eine Inschrift einritzt; 1. davon noch 3 Figuren, über 
der Brücke noch 2. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall o. r. M. (kurzer und langer Mann mit einem heu- 
lenden Hunde, vor dem ein Knochen liegt) ; in den beiden oberen Ecken ist je ein weißer 
Fleck geblieben. Tri. 1. 
(II) vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, die Flecken gedeckt. Der Zustand ist noch 
nicht nachgewiesen. 

III mit der Nummer u. 

IV mit der Nummer o. r. : zwei Aufschriften ; der Bodenstreifen, auf dem das Pärchen 
wandelt, Personen, Baum und Flächen rechts sind dunkler gehalten. Von der zer- 
schnittenen Platte. 

110 H 86 „11." Der große Garten, usw. 106x157. 

Im 1. Hintergrund vor den Wirtschaftsgebäuden viele Figürchen; im I. 
Mittelgrund r. einer Warnungstafel stehn ein Bub und 3 Männer, dabei ein 
Soldat; auf der Brücke in der 1. Mitte 2 Damen, r. weiter hinten noch 
3 Gruppen. 

35 3- 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

I vor der Nummer: fast den ganzen oberen Rand füllen Einfälle, durch Spiegelbeischriften 
erläutert, die eine beißende Satire auf die Dresdener Kunstakademie enthalten. Die ein- 
gehende Deutung gibt der S. 4 angeführte Aufsatz, wiederholt in ..Ludwig Richter. 
Altes und Neues" von Karl Budde, Leipzig 1922. Am u. R. sind weitere Einfälle getilgt, 
von denen weit 1. noch der Kopf eines Geistlichen n. r. mit Bäffchen erkennbar ist. 
Die Umfassungslinie 1. o. ist nicht ganz zu Ende geführt. Essen, E.C. 
II vor der Nummer: der Einfall ist getilgt, .man sieht nur noch ruße". Dresden. 
Papierrand r. 

III mit der Nummer u. 

IV mit der Nummer o. r.: eine Aufschrift, das Wasser ist ein wenig überarbeitet. 

111 H 87 „12." Dresden hinter Räcknitz, usw. 102x160. 

In der 1. u. Ecke schiebt ein Bauer eine Schiebekarre nach 1. u. vorne, 
mit einem Hund als Vorspann; 1. darüber kommen eine Frau und zwei 
Männer, r. dahinter am Wegrand ein sitzender und ein stehender Mann. 
Im r. Mittelgrund unter 3 Bäumchen das Moreau-Denkmal. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall in der r. u. Ecke (ein Maskenzug macht einem 
kleinen verwachsenen Herrn in Rokokotracht und Perücke von r. her seine Aufwar- 
tung); Essen, E.C. 
(II) vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. Der Zustand ist bisher noch nicht nach- 
gewiesen. 

III mit der Nummer u. 

IV mit der Nummer u. : von der zerschnittenen Platte (Pfarrer Hoffmann-Chemnitz). 

V mit der Nummer o. r. und zwei Aufschriften. 

112 H 88 „13." Dresden von Töltzschen, usw. 101x162. 

In der r. u. Ecke stehn 2 Damen in hohen Hüten am Felsen; vor ihnen 
am Felsrand sitzt, auf die r. Hand gestützt, ein Herr und weist mit dem 
Stock in der Linken nach unten. 

Bez. u. r. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

I vor der Nummer u. Bezeichnung: mit einem Einfall u. 1. (Nachtwächter). Dresden. 
(II) vor der Nummer: der Einfall ist getilgt. Der Zustand ist bisher noch nicht nach- 
gewiesen. 

III mit der Nummer u.: im Besitz von Dr. Golz, Leipzig. 

IV mit der Nummer u. und Bezeichnung. 

V mit der Nummer it.: von der zerschnittenen Platte (Pfarrer Hoffmann-Chemnitz). 
VI mit der Nummer o. r. und zwei Aufschriften : der Fluß, die Wege, die Felsen r. sind 
dunkler schattiert. 

113 H 89 „14." Dresden über Plauen, usw. 101x160. 

L. im Vordergrund betrachten 2 Herren, vom Rücken gesehen, die 
Gegend; von 1. treten zwei Damen und ein Herr zu ihnen heran; gleich 1. 
von der Mitte, weiter zurück, steigen 2 Herren zur gleichen Anhöhe herauf. 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer u.: von der zerschnittenen Platte ; die Hausfrontendes Mittelgrundes 
sind durch Punkte schattiert, ebenso der Herr mit den Händen auf dem Rücken. 
Dresden. 

IV mit der Nummer o. r. und zwei Aufschriften, 

114 H 90 „15." Der Hegereiter im Plauischen Grunde, usw. 103x157. 

In der r. u. E. sitzt Vater Richter auf einem Fclsblock, mit der Auf- 
nahme der Ansicht beschäftigt. Hut und Stock liegen hinter ihm. Rechts 
neben ihm steht der Sohn, mit der r. Hand nach vorn weisend. Beide 
nach I., fast von hinten gesehen. L. auf der Straße zur Brücke eine 
Kalesche und ein Lastwagen. 

36 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

I vor der Nummer: [mit vielen Einfällen (o. 1. Homergestalt, auf die Harfe gestützt, 
Kniestück ; r. davon ganz zart das vergrößerte Profil desselben Kopfes ; daneben Halb- 
figur nach 1. aufschauend, eine Mappe unter dem Arm; u. von 1. nach r. Türkenkopf, 
Mädchengesicht, 4 Männerprofile nach r.; am r. R. 2 glatzköpfige Männer, wohl 
büßende Mönche; alles ganz zart). Die beiden r. Ecken sind nicht ausgezogen, im r. 
Vordergrund fehlen Schraffierungen; 1. läuft senkrecht eine weiße Linie durch. Essen 
E.C. 
(II) vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt. Der Zustand ist bisher nicht nachgewiesen. 

III mit der Nummer u.: die fehlenden Arbeiten sind nachgeholt. Von diesem Zustand 
besitzt Eugen Born, Dresden, einen Abdruck in brauner Farbe. 

IV ohne Nummer mit der Unterschrift »Ansicht des Plaueschen Grundes bei Dresden", 
darunter die Adresse „G. Täubert, Dresden". Besitzer Eugen Born, Dresden. Vgl. zu 
Nr. 126 (Hoff 102), Zust. III. 

[Mit der Nummer o. r.: Nachstich von Willibald Richter, der ohne Bezeichnung und mit 
der Bezeichnung »gest. v. W. Richter." vorkommt.] 

115 H 91 „16." Dresden über dem Zschonegrunde, usw. 104x157. 

Im Vordergrund 1., r. der 1. Mitte, geht eine junge Frau, mit der r. Hand 
eine Last auf dem Kopfe stützend, an der 1. Hand einen kleinen Buben. 
Im Mittelgrund, r. vom Oberkörper der Frau, sitzt ein Bursche, der 
4 Schafe weidet. 

Bez. u. r. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

(I) vor der Nummer und Bezeichnung. Der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u.; vor der Bezeichnung. 

III mit der Nummer u. und der Bezeichnung. 

IV mit der Nummer und der Bezeichnung, von der zerschnittenen Platte (Walther Hoff- 
mann, Chemnitz). 

V mit der Nummer o. r. ; eine Aufschrift. 

116 H 92 „17." Uibigau und Prießnitz, usw. 104x156. 

Im r. Vordergrunde treibt ein Hirt in großem Schlapphut und weitem 
Mantel, vor ihm 1. der Hund, eine kleine Herde heraus, 4 Stück Rindvieh 
vor und neben ihm, 2 Ziegen und ein Rind folgen r. hinter ihm. Links, etwas 
weiter zurück, kommen ein Herr und eine Dame, vor ihnen ein Mädchen. 

Bez. u. r. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u. ; vor der Bezeichnung. 

III mit der Nummer u. und der Bezeichnung. 

IV mit der Nummer o. r. 

Zu diesem Blatte besitzt die Essener Sammlung die fertige Bleistiftaufnahme — auf der 
Rückseite ist eine andere bei der Kirche des Dorfes eben angefangen — von der Hand des 
jungen A. L. Richter. Die Platte Ist genau danach ausgeführt, nur etwas verkleinert, 
schattiert und mit den Figuren belebt, die in der Aufnahme noch ganz fehlen. Dies Ist die 
einzige Zeichnung zu den 70 und 30 Ansichten, die mir bekannt Ist. 

117 H 93 „18." Dresden aus dem Ostragehege, usw. 156x114. Die Radierung 
steht auf einer Platte mit Nr. 129. 

Im Vordergrund Heuernte, 1. zwei Männer beim Schneiden, ein dritter 

über der Nummer, ein vierter im Schatten hinter einem Mädchen mit dem 

Rechen ; in der r. u. Ecke zwei Mädchen, mit denen ein sitzender Bursche 

schäkert, am Rande ein letzter, der einen Humpen leert. 

I vor der Nummer: mit zwei Einfällen (1. große Figur eines alten Mannes; unten knieende 
Frau). 
II mit der Nummer u.: die Einfälle sind getilgt. 

37 



1 A 1 Eigenhän dige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

III mit der Nummer o. r : der zweite der mähenden Männer, der r. u. hereinragende Baum 
und einige Millimeter des Bodens längs des unteren Randes sind durch eine leichte 
Kreuzlage dunkler schattiert. Der schärfere Abdruck III zeigt von den nicht völlig 
getilgten Einfällen wieder deutliche Spuren. 

IV mit der Nummer o. r. Eine Aufschrift. 

118 H 94 „19." Prinz Maximilians Gartenhaus, usw. 102x155. 

Vorn 1. geht Frau mit Rückenkorb und Körbchen an der Linken, es 
kommt Dame und Herr; r. von dem hohen Baum sitzt ein Bettler, der 
2 Reitern den Hut entgegenstreckt. In der r. u. E. kommt 1. des großen 
Baums Herr und Dame, r. von ihm ein Offizier zwischen 2 Damen. Vor 
dem Gartenhaus hält eine Kutsche, usw. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall o. 1. M. (Mann in antiker Kleidung verhüllt das 
Haupt neben einer nackten männlichen Leiche). Die 1. u. E. ist nicht ganz geschlossen, 
das Haus an dieser Seite zeigt viele weiße Flecken und Striche. 
II mit der Nummer u.: der Einfall ist getilgt, die Flecken und Striche gedeckt, die Ecke 

geschlossen. 
III mit der Nummer o. r.: die 3 Figuren in der 1. u. E. sind durch Strichlagen schattiert, 
die letzten Lichter an dem Hause gedeckt. 

119 H 95 „20." Der Zwinger oder Orangengarten, usw. 102x154. 

Auf der Terrasse im Vordergrund eine hohe Dame zwischen einer 
jüngeren und einem Knaben, alle nach r., denen ein Herr in Zivil und 
ein Offizier von r. her mit tiefen Ehrfurchtsbezeugungen begegnen. Weiter 
1. folgt den Herrschaften ein Lakei, hinter dem Offizier ein Hund. Weiter 
r. und hinten noch mehr Figuren. 

I vor der Nummer: die Einfassungslinien sind o. r. noch nicht geschlossen. 
II mit der Nummer u.: die Einfassungslinien sind geschlossen. 
III mit der Nummer o. r. ; überarbeitet. 

120 H 96 „21." Dresden von der Zuckersiederei, usw. 102x161. 

In der 1. Mitte auf der Elbe ein Schiff mit hohem Mast und halb hoch- 
gezogenem Segel, I. daneben ein Kahn mit mehreren Personen, am Ufer- 
geländer schauen 3, 2 und 3 Personen den Schiffen zu. Genau über der 
Nummer halten 2 Kavalleristen nach r., wohl zum Oruß für hohe Damen 
in einem kommenden 2spännigen Wagen. R. daneben mit Holz beladene 
Karre. Weiter noch viele Figuren. 

(I) vor der Nummer: dieser Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer o. r. : eine Aufschrift; r. u. E. dunkler, die Uferbrüstune. 1. hat eine 
Kreuzschraffierung erhalten. 

IV mit der Nummer o. r., Abzug vom Ende der dreißiger Jahre : die Baume, IXicher und 
Giebel der ganzen u. r. E. sind fortgeschliffen, neue Oeblude treten am r. R. auf; das 
Untergeschoß der Hofkirche ist weiter nach r. aufgedeckt, neue Figürchen beleben den 
frei gewordenen Platz; auch die Oiebelseite des langen Hause- an der Elbe (italienisches 
Dörfchen) ist stark verändert. Die Platte ist wesentlich verkleinert (El 

121 H 97 „22." Das Japanische Palais und Garten, usw. 106 x 157. 

Im Vordergrund I. d. M. sitzen 2 Damen, vom Rücken gesehen, auf 
dem Mäuerchen, das die Gartenterrasse abschließt; von r. her unterlult 
sich mit ihnen ein Offizier, daneben 2 Herren im Gespräch und ein 
Mündchen, mit dem ein Knabe spielt. R. steigt ein Herr, den Hund voran, 
zur Terrasse herauf. 

38 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1820 

I vor der Nummer. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer u., aber von der zerschnittenen Platte. 

IV mit der Nummer u.: der Rasenplatz unter dem Palais und die Promenade r. davon 
sind durch Punkte dunkler schattiert. 

V mit der Nummer o. r. 

VI mit der Nummer o. r. : Abdruck aus dem Ende der dreißiger Jahre. Das Holzgeländer 
der Terrasse im Vordergrund ist durch ein höheres eisernes ersetzt, nicht ohne Spuren 
des Wegschleifens ; die Wege sind dunkler schattiert. Essen, S. R. 

122 H 98 „23." Neustadt vom schwarzen Thore, usw. 105x159. Mit Nr. 109 
auf einer Platte. 

In die I. u. E. rückt eine Batterie vor; der übrige Vordergrund ist von 
Kavalleristen ausgefüllt; am meisten r. bringt ein Abgestiegener sein 
störrisches Pferd zur Ordnung. 

I vor der Nummer: mit 2 Einfällen (o. r. 5 Frauen in antiker Gewandung am Brunnen, 

2 kommen von 1. aus der Stadt; 1. R. 3 Männerprofile nach r.). 
II mit der Nummer u.: die Einfälle sind getilgt; r. die Tri. 

III mit der Nummer o. r. : der Giebel des Gartenhäuschens in der Mitte, Hauswand und 
Gartenmauer r. sind überarbeitet. 

123 H 99 „24." Dresden von der Bär-Bastei in Neustadt, usw. 100x160. 

In der 1. u. E. ein Soldat, vom Rücken gesehen, zwischen 2 Mädchen, 
die 1. Hand auf der Schulter der einen, die r. in der Hand der andern; 
daneben ein sitzender und ein stehender Soldat. Weiter Leute bei den 
Booten, auf einem Schiff, Spaziergänger, usw. 

Bez. u. r. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

(I) vor der Nummer und Bezeichnung: der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u. und der Bezeichnung. 

III mit der Nummer o. r. 

124 H 100 „25." Neustadt von Schafs Hause am Markte, usw. (2. Aufl.: Der 
Marktplatz in Neustadt.) 103x161. 

L. 2 Mägde an der Pumpe, dann ein hochbeladener Planwagen nach 
r., hinter dem Vorspannpferde der Fuhrmann im Gespräch; es folgen ein 
Bub, Frau und Mann, ein Hund, 2 Männer; über der Mitte eine mit 
Holz schwer beladene Karre nach 1., darunter 3 Soldaten, usw. 

I vor der Nummer: vor vielen Kreuzschraffierungen und sonstigen Schattenarbeiten. 

Essen, E. C. 
II mit der Nummer u. : mit diesen Arbeiten. Die Platte gibt nur einen sehr blassen Abdruck. 
[III mit der Nummer o. r. : genauer Nachstich von C. Willibald Richter. Eine Aufschrift.] 

IV mit der Nummer o. r. : Abdruck mit dem Wasserzeichen 1837. Er zeigt starke bauliche 
Veränderungen an den Häusern hinter dem Denkmal und rechts. Da diese ohne Zweifel 
wieder von A. L. Richter oder allenfalls von dem Vater herrühren, muß dieser Zustand 
hier eingereiht werden. Essen, S. R. 

125 H 101 „26." Dresden vom Narrenhäuschen an der Eibbrücke, usw. 
102x159. 

Im Vordergrund mündet die Brücke. Auf beiden Bürgersteigen viele 
Fußgänger, auf der Mitte kommt eine öspännige Equipage mit 2 Vorreitern, 
dahinter noch eine 4spännige. Rechts davon zieht ein Planwagen auf die 
andere Seite, davor 2 Reiter, usw. 

(I) vor der Nummer: der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 
II mit der Nummer u.: Tri. r. 

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I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabe narbeiten. 1820 

III mit der Nummer u., aber von der zerschnittenen Platte: die Bäume in der 1. u. E. sind 

etwas dunkler schattiert. 

IV mit der Nummer o. r.: eine Aufschrift. 

V mit der Nummer o. r. : Abdruck mit dem Wasserzeichen 1837, mit starken baulichen 
Veränderungen I. und noch mehr r. von der Hofkirche. Die Platte ist bedeutend ver- 
kleinert. Essen, S. R. 

126 H 102 „27." Der Alte Markt in Dresden, usw. 103x160. 

L. d. M. im Vordergrund der Brunnen mit dem Standbild der Gerechtigkeit. 
Von ihm ziehen sich nach r. durch den Vordergrund und 1. nach hinten 
zu viele Budenreihen, die sich auch weiterhin im rechten Winkel an- 
schließen. Der ganze Markt wimmelt von Menschen. 

Bez. u. r. „n. d. Nat. gez. u. gest. v. A. L. Richter." 

I vor der Nummer und Bezeichnung: es fehlen viele Kreuzschraffierungen im ganzen 

Vordergrunde. Essen, E. C. 
II mit der Nummer u. der Bezeichnung. Die Platte ergibt nur noch einen matten Abdruck 
und ist wohl aus diesem Grunde in der 2. Auflage durch einen Nachstich C. Willi- 
bald Richter's ersetzt, der zwei Aufschriften trägt. 
III An Stelle der Nummer steht der Titel „Der Marktplatz zu Dresden", darunter die 
Adresse G. Täubert Dresden." Essen. 

127 H 103 „28." Prinz Anton's Oartenhaus | von innen. 104x156. 

L. im Vordergrund sitzt eine Dame nach r. auf der Bank, hinter ihr und 
r. an ihrem Schoß steht je ein Kind, dann eine Dame mit einem Körbchen, 
neben ihr ein Hund. Dann ein einzelner Herr, der gehend in einem Buche 
liest. Dahinter begrüßt ein Herr 2 Damen, r. davon ein Bub, usw. 

I vor der Nummer: mit zwei Einfällen auf dem u. R., deren erster sich mit Hoff 74 
deckt (eine vornehme Dame, von 2 Lakaien jenseits der Straße begleitet, führt ihren 
neuen riesigen Hut spazieren und wird von vielen Leuten der verschiedensten Stände 
angestaunt und verspottet, 1. 2 Männer mit Schiebekarren. Am 1. R. u. ein Frauen- 
profil n. r., kaum sichtbar). Essen, E.C. 

(II) vor der Nummer: die Einfälle sind getilgt. Der Zustand ist bisher nicht nachgewiesen. 

III mit der Nummer u. In der 2. Auflage wurde die Platte durch einen Nachstich, be- 
zeichnet „gest. v. W. Richter.", ersetzt. 

128 H 104 „29." Der Neue Markt in Dresden, usw. 103x159. 

Vor den Qebäuden links eine Parade, vor ihr nach r. die Zuschauer 
in einem weiten Halbkreis, der den Raum vor der Front freiläßt. Nach 
vorn schließen an den r. Flügel der Parade 3 Marktbuden an. Im mittleren 
Vordergrund weitere und viele Figuren. 

I vor der Nummer: mit einem Einfall u. in der Mitte (junger Mann sitzt, die Zeichen- 
mappe neben sich, unter einem Busch am Abhang und sieht in die bergige Ferne) 
Essen, E.C. 
(11) vorder Nummer: der Einfall ist getilgt. Der Zustand ist bisher noch nicht nachgewiesen. 

III mit der Nummer u.: die r. u. Ecke ist etwas verdunkelt. 

IV mit der Nummer o. r. von der zerschnittenen Platte: zwei Aufschriften, überall tiefer 
schattiert. 

V mit der Nummer o. r.: aus dem Ende der dreißiger Jahre, darum tcHgenU stark 
überarbeitet, die Parade völlig beseitigt, alle Buden usw. verschwunden und durch 
VCa^en und Figuren ersetzt. Die Platte ist verkleinert Der EMOKT Abzug von S. R. 

129 H 105 „30." Das Denkmal des Kurfürsten Moritz, usw. 155x107. 

In der r. u. E. sitzt eine Obsthändlerin, I. neben ihr gefüllte Körbe; 
I. vor ihr stehn einkaufend zwei Frauen und ein Soldat, ein andrer Soldat 
lehnt r. hinter ihr. Qleich I. der Gruppe ein Herr nach I., I. dahinter 3 

40 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knab enarbeiten. 1820 

Herren, 3 Damen und ein kleiner Knabe in Unterhaltung; weiter I., im 
Mittel- und Hintergrund noch viele Figuren. Auf der Platte mit Nr. 117. 

I vor der Nummer. 
II mit der Nummer u. 

III mit der Nummer u., aber von der zerschnittenen Platte; die Mauer 1. vom Denkmal 
und die r. unter der Terrassenbalustrade, auch der Boden des Vordergrundes sind 
stärker schattiert. 

IV mit der Nummer o. r. : eine Aufschrift. 

Nicht verwendete Blätter zu den 70 und 30 Ansichten. 

Wegen der Herkunft der Blätter und wegen des Nachweises ihrer Zugehörigkeit zu den 
beiden Ansichtenfolgen vergl. „Nachtrag" S. 25 f. u. 15; für die richtige Vorstellung von dem 
Verfahren der beiden Künstler, Vater und Sohn, oben S. 14. 

a) Ausgeschiedene Doppelblätter. 

130 H — Rathen an der Elbe. (Nachtrag 215.) 

Dieselbe Ansicht wie Nr. 37 (Hoff u. Singer 8), nur aus etwas größerer 
Nähe aufgenommen, sodaß die Burg und das Lehngericht, neben diesem 
auch die angrenzenden Häuser, kräftiger heraustreten, der Blick weiter 
stromabwärts reicht und der linke Absturz der Basteikette bis zum Fuße 
sichtbar wird. Die Ansicht ist anmutiger, die Ausstattung mit Figuren 
reicher und lebendiger als auf Nr. 37, sodaß jene des Vaters, diese des 
Sohnes Aufnahme darstellen dürfte. — Von zerschnittener und verkleinerter 
Platte, 132x170, Einfassungslinien 101x150. 

Vor aller Schrift: Essen, Claus-Qasch. 

131 H — Das Kanapee. (Nachtrag Nr. 216.) 

Dieselbe Ansicht wie Nr. 39 (Hoff u. Singer 10), aus etwas größerer 
Entfernung aufgenommen, sodaß der Strom, besonders nach unten, weiter 
sichtbar wird und die Basteikette heraustritt. Auch hier ist die Figuren- 
ausstattung etwas lebendiger, sodaß es ebenfalls naheliegt, für die Ur- 
heberschaft des Sohnes zu entscheiden. Malerischer ist anderseits die 
Felsmasse, die die rechte Hälfte von Nr. 39 füllt. — Von zerschnittener 
und zerkleinerter Platte, 132x168, Einfassungslinien 101x147. 

Vor aller Schrift: Essen, Claus-Qasch. 

132 H — Der Hegereiter im Plauischen Grunde. (Singer und Nachtrag Nr. 71.) 
Sitzt mit Nr. 90 H 61 auf derselben Platte. 

Dieselbe Ansicht wie Nr. 114 (Hoff 90, Singer 86), genau gleicher Augen- 
punkt, nur daß die Perspektive etwas weniger vertieft ist und die Aus- 
sicht 1. ein wenig früher abschneidet. In der r. u. E. fehlen die beiden 
Zeichner; statt der Kalesche und des Lastwagens nach r. fährt auf der 
Straße 1. nur ein Lastwagen nach 1., 1. davon 3 Leute und ein Mann mit 
Schiebkarren, weiter r. mehr Figuren, auf der Brücke ebenfalls ein Last- 
wagen nach 1. und einige Figuren. 100x158. 

I vor aller Schrift: die 1. u.E. ist noch offen, 2 Einfälle (u 1. Marquis, der mit dem gezogenen 
Dreimaster grüßt, r. Marquis, der mit Hilfe des Lakaien versucht, seinen Degen aus 

41 



1 A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabe narbeiten. 1820 

der Scheide zu ziehen, wobei ihm jener einen Fu(5 auf das Hinterteil stemmt; o. und u. 
sind weitere Einfälle fortgeschliffen). Essen, E.C. 
II vor aller Schrift: die Ecke ist geschlossen, auch die letzten Einfälle getilgt. Die Platte 
darf noch nicht als fertig gelten; überall fehlen Schattenlagen. Dresden. 

b) Überschießende neue Blätter. 

133 H — Der Raubstein (Nachtrag Nr. 217). 

So die Bleistiftbezeichnung auf dem Rande, deren Richtigkeit durch das 
bezeichnete Kupfer zu S. 84 der „Albina" 1818 (vgl. oben S. 6) erwiesen 
wird, das sich nach Gegenstand und Augenpunkt mit unserer Radierung 
deckt, nur daß diese r. ein wenig weiter ausgreift und im Figurenbestand 
verändert ist. Jene kleinere und diese größere Wiedergabe beruhen wohl 
auf derselben Naturaufnahme, und hier dürfte es sich um eine Nachbil- 
dung des Sohnes Richter handeln. Das Blatt scheint fertig zu sein, wenn 
es auch r. etwas tiefere Schatten vertrüge. — Von der unzerschnittenen 
Platte, Einfassungslinien 101x151. 

Vor aller Schrift. Essen, Claus-Gasch. 

134 H — Schreckenstein bey Außig in Böhmen (so mit Bleistift bezeichnet, 
Nachtrag Nr. 21 S). 

Die Burg liegt r., ist von r. und oberhalb genommen, nicht von unter- 
halb, wie in den Gemälden von 1835, 1837 und 1840 (vgl. Hoff 2S04 und 
2810), und nicht vom linken Ufer, wie die auch von oberhalb aufgenom- 
mene kleine Ansicht Hoff 2795. Ganz vorn in der Mitte begegnet ein 
Knabe mit Barett, die große Zeichenmappe unter dem Arm, ohne Zweifel 
unser A.L. R., zwei Herren mit dem Führer; 1. davon der Fährmann im 
Nachen, am Fuße des Schreckensteins eine Herde mit Hirt, Knabe und 
Hund. Das Blatt wird von dem Jungen A.L.R. herrühren. — Von der 
unzerschnittenen Platte, Einfassungslinien QS <150. 

Vor aller Schrift, augenscheinlich unfertig. Essen, Claus-Gasch. 

135 H — Dresden von Neudorf (so auf II mit Bleistift bezeichnet, Nachtrag 
Nr. 219). 

Die Ansicht ist vom Wasser her, nahe dem r. Eibufer, aufgenommen, 
sodaß beide Ufer sich hinter der Augustusbrücke zusammenschließen. 
Über einen bewaldeten Vorsprung des r. Eibufers hinweg sieht man bis 
zur Mitte des Hintergrundes das Japanische Palais, weiter r. hinter der 
Brücke die Brühische Terrasse, die Frauenkirche, die Hofkirche und das 
Schloß. Das Ostra-Gehege schließt r. ab. L. am Ufer zwei bemannte Last- 
schiffe mit kleineren Booten; ganz vorn lassen sich zwei Herren und eine 
Dame nach Neudorf übersetzen. Das Blatt rührt in Zeichnung und Radie- 
rung sicher von dem jungen AIR. hu, wir denn seine Hand auch durch 
den Einfall bezeugt ist. Es gehört n den reizvollsten der ganzen Dresdener 
Folge. - Von der nn/etschnittenen Platte, F.infassun^slinien 10! 

42 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1821/22 

I vor der Schrift: mit einem Einfall o. 1. von der M. (schreitende Diana, nach r. winkend); 
am r. R. die Tri. Essen, E.C. 
II vor der Schrift: der Einfall ist getilgt. Das Blatt darf als fertig gelten, wenn die 
Platte auch wohl nach dem sonstigen Verfahren für spätere Abzüge, besonders an 
Figuren und Booten noch einige Kaltnadelarbeiten würde erhalten haben. Essen, 
Claus-Qasch. 

1821. 
136 H 106 Das vor der Betsäule knieende Mädchen. 

Vor einer rechts unter Fliedersträuchern stehenden gotischen Betsäule, 
in deren offener Krönung die heil. Jungfrau mit dem Kinde steht — links 
von ihr ist vorne die Ecksäule herausgebrochen — kniet ein Landmädchen 
mit dem Rechen; vor ihr liegt ein Hund, 1. steht ein Korb. Links öffnet 
sich eine Fernsicht auf Berge und ein Dörfchen. — Die 1. u. Ecke ist 
unvollendet. 139x72. Platte 142x77. 

Laut Auskunft von L. R. an Ed. Cichorius auf der Reise mit dem Fürsten Xarischkln 1821 
an der Riviera entstanden, also nicht 1822, wie Hoff angibt. Das Blatt ist in der Versteigerung 
Jungmeister, Leipzig 1852, Nr. 560 unter dem Titel : »Das knieende Mädchen bei der Betsäule" 
Joh. Christoph Erhard zugeschrieben (Notiz aus: »Aloys Apell, das Werk von J. Ch. Erhard. 
Dresden 1866. Apell."). 



1822. 

137 H 107 Das Innere eines Pferdestalls. 

Durch die weitgeöffnete Türe fällt das Tageslicht auf den Boden des 
Stalles, dessen übriger Raum im Halbdunkel liegt. An der linken Wand 
ist die Raufe, an welcher zwei leichtgeschirrte Pferde nebeneinander 
stehn. Links daneben ein knieender Mann, der, eine Laterne haltend, in 
der Streu sucht. 

Mit Nr. 108 auf einem Blatte abgedruckt, aber nicht „auf einer Platte", 
wie Hoff sich trotz Angabe doppelter Plattenmaße mißverständlich aus- 
drückt. 

Bez. : „A L Richter inv. fec", darunter: „Dedie a Mons. C. A. Richter. Prof- 
feseur de l'Academie | Saxonne — par son obeissant fils A Louis Richter". 
Die Fehler gegen die Rechtschreibung kennzeichnen den jungen Künstler. 
45x79, Platte 56x92. 

I Reiner Ätzdruck, vor Kaltnadelarbeiten in der Tür. 
II Mit diesen Kaltnadelarbeiten. 

„Albina. Ein Taschenbuch für Wanderer in der sächsischen 
Schweiz | 2. Aufl." Pirna-Dresden 1822. 

Das Buch bringt zu den Nummern 5, 6, 7, 8 vier neue Blätter von 
gleicher Art der Zeichnung und Radierung: 

138 H — „Aussicht vom Borsberg bei Pillnitz" mit 25 Erklärungen. Entspricht 
Nr. 31 bis auf Kleinigkeiten. 

43 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1822/23 

139 H — „Das Thor im Ottowalder Grunde bei Wehlstädtel." Entspricht 
ebenso Nr. 36. 

140 H — „Aussicht von der Bastei", mit 34 Erklärungen. Neue Zeichnung 
ohne nachweisbares Vorbild. 

141 H — „Aussicht vom Lilienstein" mit 33 Erklärungen. Entspricht wieder 
fast genau Nr. 42. 

Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, daß auch diese von des Vaters C. A. Richter 
Art abweichenden Blätter A. L. Richter gehören. An den Bruder Willibald, der 1824 und 1825 
eintritt, wird noch nicht zu denken sein ; auch sind die Blätter für ihn zu leicht und frei 
gezeichnet. 

142 H 108. Gebirgslandschaft. 

Im Vordergrund Felsblöcke, zwischen denen ein Bach, einen kleinen 
Wasserfall bildend, seinen Lauf nach vorn nimmt. Über den Bach führt 
ein Holzsteg, darauf eine Frau auf einem Esel sitzend, von einem Mann 
geleitet. Rechts ein hochragender, fast kahler Baumstamm mit angren- 
zenden Baumgruppen, die sich nach dem Steg herabziehen und nach 
links wieder erheben. Hintergrund hohe Berge, vor welchen auf einer 
Plattform ein Kirchlein liegt. 76x102, Platte 77x104. Über Nr. 107 auf 
demselben Blatte abgedruckt. 

I Reiner Ätzdruck vor aller Luft usw. 
II Die Luft mit der kalten Nadel eingeschnitten, die Berge überarbeitet. Immer noch 
unfertig. 

143 H — Ansicht von Cattaro. 

Die befestigte kleine Stadt legt sich 1. unmittelbar an den höchsten 
Felsen an, über den sich die Befestigungen steil hinanziehen; r. die 
Bucht mit einem bemannten Nachen und zwei Segelbooten. Im Vorder- 
grund 1. steht ein Mann, hinter ihm ein Hund, vor zwei anderen, die 
auf der Erde sitzen, usw. In der Mitte: „Cataro.", r. „A.L. R. aq." 73x126. 

Titelbild zu dem Buche »Reisen | durch | das österreichische Illyrien, Dal- matien und 
Albanien | im Jahre 1818. | Eine | umfassende Darstellung | des Landes und der Sitten, Ge- 
wohnheiten und merk- | würdigen Gebräuche seiner Einwohner, | mit Nachrichten über die 
Griechen | und übrigen Bewohner der benachbarten türkischen | Länder | enthaltend. | von | 
R. von H. . . . g. | Erster Theil. | Mit einer Abbildung von Cattaro. i Meissen 1822 | bei 
T. W. Goedsche." Zweiter Theil ohne Abbildung. — Verfasser ist nach dem Anonymen- 
Lexikon Joseph Max Freiherr von Liechtenstein-Holzmann und Bohatta. — Essen aus Samm- 
lung Walter Meyer. 



„Königl. Sachs, gnädigst Privileg. | Stolpenscher Chro- 
nicken u. Historien 1 Calender | 1823." 

So auf dem Himmel einer Ansicht von Stolpen, die durch 
ein mächtiges Renaissanceportal sichtbar wird. Auf dessen 
unterer Schwelle: „Bei C. G. Reymaii Buchbinder in Stolpen." 
Die tüchtige Arbeit dürfte, auch der Schrift nach, eher dem 
Vater Richter gehören. Zwischen Bogen F und O eingehängt 

44 



I A 1 Eigenhändige Radierungen, Knabenarbeiten. 1823 

aber findet sich ein Blatt, das nach Schrift (G wie B!) wie 
Zeichnung sehr wohl auf den jungen Adrian Louis zurück- 
gehn könnte. Es enthält 4 Darstellungen: 

144 H — 1.) 1. „Denkmal Dr. Martin Luthers | zu Wittenberg. | eingeweiht 
d. 31. October 1821.", 2.) r. „Aly Pascha von Janina.", dazwischen 3.) oben 
„Landung der Türken auf der Insel Scio.", 4.) unten „Großthat des 
Griechen Scipio Tapoli." Doppelt gefaltetes Querfolioblatt, 195x320. 

Da die Kupfer zweifellos im Sommer 1822 radiert wurden, könnte das Blatt sehr wohl noch 
von A. L. Richter gefertigt sein und zu den letzten Arbeiten im Dienste des Vaters gehören. 
Die lebendigen Darstellungen sind seiner durchaus nicht unwürdig; die beiden letzten 
erinnern lebhaft an seine in Steindruck wiedergegebenen Zeichnungen zu Textor's Historischem 
Bildersaal 1834/36 (Abt. HC 2). 



45 



2. SELBSTÄNDIGE ARBEITEN. 

1823. 

145 H 109. „Der dürre Grund, | an der Elbe zwischen Hirnis- 
kretschen und dem Belvedere." 

Titelbild zu: „Vergissmeinnicht. | Ein | Taschenbuch | für j den Besuch der sächsischen 
Schweiz und j der angrenzenden Teile Böhmens; [ herausgegeben | von | W. A. Lindau. | Mit 
einem Titelkupfer und einer neuen Reisekarte. | Dresden, 1823 in der Arnoldischen Buch- 
handlung. | (Ladenpreiss 1 Thlr. 5 Gr.)" Hoch 8.° Es finden sich auch Abzüge mit hand- 
koloriertem Titelbild. — Vergleiche auch zu Nr. 142—171, ferner zu „TABLEAU DE LAj 
SUISSE SAXONNE, | ou | du pays montagneux sur la rive superieure de l'Elbe, et des 
parties limitrophes | de Boheme. | Avec une carte itineraire et 31 vues pittoresques Dresde 
et Leipsic, | chez Arnold, Libraire. | 1826." 

Auf einer Anhöhe steht, von Felswänden überragt, eine aus Fachwerk 
erbaute Mühle, daran links ein Schneidehaus. Der Gebirgsbach, von 
mächtigen Felsblöcken eingeschlossen, bildet zwei Fälle, deren größter 
im Vordergrund herunterstürzt. Links über dem Bache am Felsrand ein 
Hirte mit einigen Ziegen. 146x91. 

I. vor der Schrift: die Randstriche über die Ecke ausgezogen, am Rande einige Nadel- 
proben, vor einigen Schraffierungen an dem Felsen links unten und am Giebel der 
Mühle. 
II. mit der Schrift: der Rand gereinigt, die Arbeiten nachgeholt. 

„30 | An- und Ausrichten, | zu dem Taschenbuch für 
den Besuch der sächsischen Schweiz: | neu | aufge- 
nommen, gezeichnet und gestochen | von | A. L. Richter. 
Dresden, 1823. in der Arnoldischen Buchhandlung." 

Mit Titel, Erklärungen und Nummern (oben rechts). — qu.-8. geb. coloriert 7 Thlr.: 
schwarz 1 Thlr. 6 Gr. 

Alle Ansichten sind in Quer-Format gehalten. Sicher waren mehrere je auf eine Platte 
radiert. Viele breitrandige Blätter zeigen die Trennungslinie rechts oder links, oben oder 
unten, einzelne aber auch oben und unten, woraus zu schließen wäre, daß die Ansichten zu 
je sechs, zwei neben, drei übereinander, auf derselben Platte standen, also fünf Platten füllten. 
Indessen brauchen nicht alle Platten gleich gewesen zu sein. Der Katalog von Zahn u. Jaensch, 
Versteigerung 1886 vom 17. Mai an, verzeichnet „4 Bogen mit 16 Ansichten aus der Folge usw.", 
.vor den Nummern und Titeln", also je 4 auf einem Blatt. Fin Viercrblatt von der unzer - 
schnittenen Platte besitzt Walthcr Hoffmann in Chemnitz, zwei weitere die Kunsthalle in 
Bremen, ein Doppelblatt mit vollen Plattenrändern Walther Hoffm.inn El gab also Platten, 
wohl überwiegend, mit 4, andere mit 2. \icllcicht auch mit 6 Ansichten Die Platten sind 
(nach Singer's Angabe) abgeschliffen worden. Alle Ansichten haben gerade l'mfassungsllnlen. 

46 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1823 

146 H 110 „l" „Aussicht vom Porsberge" Mit 8 Erklärungen. 82x146. 

L. auf dem Wege eine Bauersfrau in Rückansicht, einen Korb am I. 
Arm, ein kleines Mädchen an der r. Hand. 

147 H 111 „2" „Eingang in den Liebethaler Grund", r. 2 Erklärungen, 80x144. 

L. d. Mitte ein Mann mit geschulterter Hacke oder Sense und ein 

Bub, r. im Mittelgrund zwei Leute auf dem Wege zum Dorfe. 

148 H 112 „3" „Die Lochmühle im Liebethaler Grunde", 2 Erklärungen, 
82x145. 

Im Vordergrund r. lehnt ein Hirt n. I. am Baum und bläst die Schalmei; 
sein Hund schaut zu ihm auf. Kleine Figürchen bei der Mühle. 

149 H 113 „4" „Stadt Wehlen mit den Schloß-Ruinen", 1 Erklärung, 81x143. 

L. d. Mitte sitzt eine alte Frau n. r. mit Hut und Krückstock, r. vor ihr 
drei Kinder, 1. hinter ihr ein Hund. Im Mittelgrund Gänsehirt und Gänse. 

150 H 114 „5" „Aussicht von der Bastei", 17 Erklärungen, 80x144. 

Der ganze r. Vorder- und Mittelgrund ist mit Figuren ausgefüllt, im 
ganzen 17 Leute und ein Hund. In d. r. E. ein Herr und eine Dame auf 
einer Bank, zu denen ein Knabe heranläuft; 1. davon ein Herr, der zwei 
Damen Bescheid gibt. 

Den Nachstich von C. Willibald Richter siehe unter II B 1 im Jahre 1823. 

151 H 115 „6" „Ansicht des Thores auf dem Neurathen", 6 Erklärungen, 
181x144. 

In der 1. Ecke stehn zwei Herren mit erklärendem Führer, r. davon 
Dame und Herr auf dem Boden sitzend; unter dem Tore drei Männer, 
auf dem r. Teil der Holzbrücke einer. 

IV mit neuen Arbeiten r., besonders der neuen Steinbrücke. 
Den Nachstich von C. Willibald Richter siehe unter II B 1 1823. 

152 H 116 „7" „Schandau von der Postelwitzer Höhe", 1 Erklärung, 80x143. 

Im 1. Vordergrund lagert ein Hirt n. r. unter einem Strauche, vor ihm 
der Hund, 1. und r. Schafe; im r. Mittelgrund eine weitere Herde. 

153 H 117 „8" „Aussicht von der Ostrau Scheibe", 7 Erklärungen, 82x144. 

Im mittl. Vordergrund sitzt unter einem Baume ein Hirtenknabe, den 
Arm um den Hals eines Schafes legend, r. von ihm Hut und Stock, Hund 
und Schafe. Im Mittelgrund 1. und r. weitere Figuren. 

154 H 118 „9" „Aussicht von der Ostrau Scheibe", 5 Erklärungen, 82x144. 

Unter zwei Kiefern, am Stumpf einer dritten, lagert ein Mann n. 1., den 1. 
Arm ausgestreckt; 1. von ihm steht ein junger Mann mit Stock und Mütze. 

155 H 119 „10" „Die Steinbrüche [Stichfehler in II „Steinbüche"j zwischen 
Schandau und Schmilka", 81x143. 

In der Mitte des Mittelgrundes flüchten 3 Steinhauer vor den durch 
einen Sprengschuß herabgestürzten Felsblöcken, auf dem Felsen r., an 
dem 2 Leitern lehnen, ein zeichengebender Arbeiter und 2 Steinhauer; 
viele weitere Figuren. 

47 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1823 

156 H 120 „11" „Die Mühle in Schmilka", 82x143. 

In der Mitte belädt der Knecht einen Esel, r. davon befragt ein Wan- 
derer eine mit Heu beladene, den Rechen schulternde Frau mit einem 
Buben an der 1. Hand; weitere Figuren, viele Hühner. 

Von diesem Blatte gibt es einen ganz genauen Nachstich, etwas vergrößert (91x151), 
Schrift 1. «Die Mühle zu Schmilka, | zwischen Schandau und Hirniskretschen." || , r. »Le 
moulin ä Schmilka, | se trouve entre Schandau et Hirniskretschen.", darunter in der Mitte 
die Adresse «F. R. Naumann Dresd.", oben r. die Nummer „60.", bez. über dem Worte 
„Mühle" (sehr undeutlich) „F. Beichling sc." Besitzer Eug. Born, Dresden. S. unter II B. 

157 H 121 „12" „Die Heidemühle im Kirnitzschgrunde", 82x143. 

Vorn r. d. M. 3 Gänse im Bache; im Mittelgrunde 1. Obsternte mit 
3 Figuren, weiter r. Wäschebleichen mit einer; r. 3 Wanderer, der letzte 
zu Pferde, ein Hund voraus. 

158 H 122 „13" „Die Kuhstall-Felsen", 2 Erklärungen, 81x143. 

L. 2 Hirsche, in der Mitte 3 nachsetzende Hunde, r. der Jäger und 
2 Treiber mit einem Hunde. 

159 H 123 „14" „Aussicht vom grossen Winterberge, gegen Morgen", 1 Er- 
klärung, 79x142. 

In der Mitte 2 Damen und 3 Herren, die beiden letzten lagernd, auf 
dem felsigen Gipfel, 1. auf dem Wege noch 2 Figürchen. 

160 H 124 „15" „Aussicht vom grossen Winterberge, gegen Mittag", 4 Er- 
klärungen, 80x143. 

Ganz ohne Figuren, in der Mitte der zuckerhutförmige Zirkelstein, r. 
davon, etwas weiter vorn, der vierzackige Kahlstein. 

161 H 125 „16" „Ansicht des Prebischthores", 3 Erklärungen, 79x143. 

Unter dem Bogen zweimal 2 Figürchen, unter dem 1. Pfeiler noch eins, 
oben auf der I. Kante noch eins, vielleicht 1. davon noch zwei. 

162 H 126 „17" „Hirniskretschen", 1 Erklärung, 80x143. 

R. stehn ganz vorn auf dem Wege Mann, Frau mit Kind auf dem 
1. Arm, Bub und Mädchen mit Korb am Arm; im Mittelgrund auf der 
Elbe bemannte Schiffe. 

163 H 127 „18" „Das Belvedere über Hirniskretschen", 1 Erklärung, 7Sxl43. 

Auf dem Belvedere 1. an der Brüstung 5, auf dem Treppenabsatz 3, 
unter dem Bogen 1 Figürchen. 

II vor der Nummer: der Eibstrom ist vorn noch sehr hell, das r. Ufer kaum sichtbar 

begrenzt. 
III mit der Nummer: die wagrechte Schraffierung der Elbe ist dichter durchgeführt, die 
Uferlinie schärfer gezogen. 

164 H 128 „19" „Aussicht vom Brand bei Hohnstein", 7 Erklärungen, 82x144. 

In der Mitte sitzt ein Mann n. r. mit aufgestütztem Kopf unter einer 
Kiefer, in der r. E. steht ein Herr mit einem Knaben vor einem sitzenden 
Paare, neben dem r. ein Korb steht. Darüber unter einer Kiefer drei 
Personen. 

Den Nachstich von C Willibald Richter siehe unter II B 1 1823. 

48 



1 A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1823 

165 H 129 „20" „Stadt und Schloß Hohnstein, vom Hockstein", 1 Erklärung, 
81x142. 

In der 1. E. sind 3 Wanderer mit einem Hunde beim Frühstück gelagert; 
der zweite reicht dem r. stehenden Führer ein Glas Wein. 

166 H 130 „21" „Aussicht vom Buchberge bei Sebnitz", 7 Erklärungen, 82x1 45. 

L. d. Mitte rührt ein hockender Arbeiter in dem auf dem Feuer stehen- 
den Kochtopf, 1. hinter ihm ein hockender Bub und ein Arbeiter, r. ein 
Arbeiter mit Krug und Hammer. 

167 H 131 „22" „Aussicht von der hohen Liebe, über Ostrau", 6 Erklärungen, 
82x144. 

Auf dem Felsen in der r. Mitte 4 Krähen. 

168 H 132 „23" „Aussicht vom grossen Zschirnsteine", 10 Erklärungen, 82x1 44. 

L. der Mitte lagernde Hirschkuh und Hirsch, r. noch eine Hirschkuh, 
in der Luft r. Raubvögel. 

169 H 133 „24" „Aussicht vom Schneeberge", 4 Erklärungen, 83x146. 

In d. r. E. sitzt am Fuße eines verdorrten Baumes ein Jäger, die Flinte 
in der Hand. 

170 H 134 „25" „Aussicht vom Schneeberge", 9 Erklärungen, 82x146. 

Gar keine Figuren, in d. r. u. Ecke eine höhere und eine niedrigere Fichte. 

171 H 135 „26" „Das Schwedenloch im Bieler-Grunde", 83x145. 

In der Mitte warten 2 Damen, auf dem Felsen sitzend, auf 3 Leute, 
die mit einer Fackel aus der Höhle kommen; rechts treten 2 Herren 
in eine andre Höhle. 

172 H 136 „27" „Der Königstein vom Quirl und der Lilienste'in", 4 Erklä- 
rungen, 81x144. 

L. zwei Herren n. r., die Gegend beschauend, ein Hund sieht zu ihnen 
auf, 1. hinter ihnen, wie es scheint, der Führer. 

173 H 137 „28" „Die Rathener Felsen", 8 Erklärungen, 81x142. 

In der 1. Hälfte 3 Männer, 3 Frauen und ein Bub beim Frühstück in 
der Heuernte. In der Mitte leert einer der Männer stehend den Krug, 
während der Bub am Hemde zupft, r. spricht eine Frau stehend mit einer 
sitzenden, die ein Wickelkind hält. 

174 H 138 „29" „Aussicht vom Lilienstein", 14 Erklärungen, 80x144. 

In der 1. E. sitzen zwei Damen und ein Herr n. r.; in der Mitte stehn 
2 Herren, in deren Rockschöße der Wind bläst, r. von ihnen ein Hund. 

175 H 139 „30" „Aussicht vom Lilienstein", 11 Erklärungen, 81x144. 

L. auf der felsigen Spitze ein junger Mann, stehend, auf den Stock 
gestützt, mit wehendem Mantel; r. neben ihm kauert ein andrer auf 
dem Boden, vor ihm ein Hund. 

Die Blätter finden sich in folgenden Zuständen und Ausgaben: 

49 4 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1823 

I. Vor den Titeln, Erklärungen und Nummern (Dresden, außer Nr. 158. die in diesem 

Zustande noch nicht festgestellt ist). 
II. Mit den Titeln, bezifferten Erklärungen, entsprechenden Ziffern auf der Ansicht, vor 
den Nummern. Erste Buchausgabe mit dem obigen, vorgehefteten Titel (Essen usw.). 

III. Mit Titeln usw. und Nummern. Zweite Buchausgabe. Diese fertige Ausgabe hat einen 
Nebentitel auf dem Pappeinband erhalten: „30 | Vues pittoresques | du i Tableau de la 
Suisse Saxonne. | 30 | malerische An- und Aussichten der sächsischen Schweiz, j von | 
L. A. | [so!] Richter, | zum ] Vergissmeinnicht, ein Taschenbuch für den Besuch der 
sächsischen Schweiz, | von | W.A.Lindau. ; Dresden, j in der Arnoldischen Buchhand- 
lung." Vorgebunden ist dem ersten- Blatte dieser Ausgabe das Blatt Nr. 141. Ob alle 
Abzüge der Ausgabe diesen Nebentitel und das 31. Blatt führen, bleibt zu fragen. 

IV. Neue Ausgabe von den zerschnittenen und verkleinerten Platten auf Papier mit der 
Jahreszahl 1837 und 1838 im Wasserzeichen. Von dieser Ausgabe sind festgestellt dl» 
Nummern 142, 145—149, 157, 158, 161, 168-171. Proben in Essen. 

Von den beiden Nummern 165 und 166 besitzt Walther Hoffmann-Chemnitz Abdrücke des 
II. Zustands, bei denen eine Bezifferung auf der Bildfläche wie bei den Erklärungen am 
Rande durchgeführt ist, und andere Blätter, bei denen sich die Beseitigung solcher Nummern 
an Spuren festlegen läßt. Ferner stehn dabei die Erklärungen z. T. an andrer Stelle und 
sind zahlreicher. 

Die wenigen neuen Arbeiten im Verlauf dieser Zustände sind oben bei den einzelnen 
Blättern vermerkt. 

176 H 140. Schneidemühle ohnweit Hirniskretschen. 

In der Mitte die Mühle, r. davor ein Schuppen, dahinter Bäume, I. und 

r. mächtige Felstürme. Der Gebirgsbach, der zwei Wasserfälle bildet, 

nimmt den ganzen Vordergrund ein. 144x131. 

I. Vor der Schrift, Arbeiten an den Felsen und dem Wasser im Vordergrund und am Dach 

der Mühle. 
11. Das Dach der Mühle ist mit der kalten Nadel überarbeitet. 
III. Auch Luft, Wasser und Felsen sind vollendet. 

„Die | Sächsische Schweiz j in j Bildern. Erstes Heft. 
Die Bastei, | in | fünf Ansichten; | aufgenommen, gezeichnet 
und gestochen I von | A.L.Richter. ; Dresden 1823. j in der 
Arnoldischen Buchhandlung. | Ladenpreiß 2 Thlr. 12 Or. Fein 
colorirt 6 Thlr. und ein einzelnes Blatt 1 Thlr. 8 Gr." 

Ein Heft im Umschlag mit Titel, Nummern und Erklärungen. Or. q. fol. 

177 H 141. „Die Rathener Felsen." 

Der rechts bewaldete Vordergrund wird an seinem Absturz von einem 
gefällten Baume begrenzt, in dessen Nähe eine Frau mit zwei Knaben 
Beeren sucht. In der Tiefe zieht sich die Elbe in einem großen Bogen 
breit durch das Tal, zur r. Seite die mächtige Sandsteinfelswand der 
Bastei, an ihrem Fuße das Dörfchen Rathen, darüber der runde Ruinen- 
turm. 188x273. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und der N'uminei 1. Es fehlt der auf der Spitze der 

emporsteigende Hauch. Dei Strom ist an der linken unteren Ecke noch gani vreii! 
An den Feldern 1., an Bäumen und Boden i., an den Felsen, besonden in der Mitte, 
finden sich noch viele lichte Stellen. An den Rindern Spuren getilgte! Einfalle 

II. Abdruck vollendet vor Schrift und Nummer Die Fehlenden \rbelten lind luchge 

III. Mit dei Schritt, dei N'ummei and 1 Erldirungen. Die Spuren der Einfülle sind g 

50 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1823 

178 H 142. „Die Höhle im Jungfernstein." Im Vordergrund vor dem Eingang 
der Höhle ein Jäger, ein Herr, der sich gelagert, eine Dame und ein 
Kind. Rechts fällt die Landschaft schluchtenartig ab, I. zieht sie sich 
allmählich nach der inneren Wand der Rathener Felsen hinauf, vor denen 
ein Hirt beim Feuer. In der Ferne über der Elbe der Lilien- und König- 
stein. 188x272. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und der Nr. 2. Der Rauch des Feuers bei dem Hirten auf 
der Felsenfläche des zweiten Mittelgrundes ist noch weiß, und der Boden ganz vorn 
r. der Mitte zeigt noch weiße Stellen. 
II. Mit der Schrift, der Nummer und 7 Erklärungen. — Platte vollendet. 

179 H 143. „Die Vogeltelle." 

Die enge Schlucht zwischen riesigen Turmfelsen, auf deren fernstem 
hoch oben die Brücke des Felsentores, öffnet sich nach vorne zu einem 
freien Platz mit Wanderern und ihrem Führer. Rechts steigt ein alter 
Harfner mit einem Mädchen den Pfad am Waldbach hinauf, nach der 
Bastei. Ein kleiner Hund läuft voraus. 238x208. 

(I). Vor der Schrift und Nummer noch nicht nachgewiesen. 
II. Mit der Schrift, Nummer 3 und 2 Erklärungen. 

180 H 144. „Die Bastei." 

Auf der Höhe der Bastei mit ihren schlanken Bäumen, an den mit 
Holzdächern versehenen Sitzplätzen, weilen verschiedene Gruppen Be- 
suchender. In der weiten Landschaft, die von vielen Felswänden durch- 
setzt ist, rechts unten die Elbe. 186x271. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und der Nr. 4. Flächen an mehreren Felsen des Mittelgrundes 

und der Boden des Vordergrundes an verschiedenen Stellen sind noch weiß. 
II. Abdruck vollendet mit der Schritt und 12 Erklärungen, aber vor der Nummer. Die 

weißen Stellen sind überarbeitet. 
III. Mit der Nummer. 

181 H 145. „Die Bastei." Andere Ansicht. 

Die Elbe, mit winzigen Segelschiffchen belebt, durchschneidet die 
Hochebene in einem Bogen. Unter den vielen seltsam geformten Fels- 
höhen ragt links der Winterberg, in der Mitte der Lilien- und rechts der 
Königstein hervor. Den Vordergrund, die Basteihöhe, an deren Rande 
einige hohe Kiefern stehn, beleben Besuchende, meistens Städter. Links 
zwei Herren, der an die Einfassung gelehnte lorgnettiert ein heran- 
kommendes junges Paar. Weiter zurück kommt der Wirt mit Erfrischungen, 
r. auf einem Grashügel sitzt ein alter Harfner mit einem Kind. 187x274. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und der Nr. 5. Die Bäume im 1. Vordergrund, die Gewänder 

der Personen, der Boden des Vordergrundes r. zeigen noch viele unfertige Stellen. 

Die 1. u. E. ist noch nicht geschlossen. Am 1. und u. Rande Spuren getilgter Einfälle. 

II. Vor der Schrift und Nummer, die Arbeiten bis auf den Schluß der Ecke sind nachgeholt. 

III. Mit der Schrift, der Nummer und 22 Erklärungen. Die Ecke ist geschlossen. Spuren 

der getilgten Einfälle sind immer noch schwach sichtbar. 



51 



I A2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1S26 27 

1826. 
182 H 150. „Überblick der sächsischen Schweiz." 

Titelbild zu: „Tableau de la i Suisse Saxonne | ou | du pays montagneux sur la rive 
superieure | de l'Elbe, et des parties limitrophes de Boheme | avec une carte itineraire et 
31 vues pittoresques. | Dresde et Leipsic, | chez Arnold, Libraire. | 1826." (Vergleiche zu 145.) 
— 8«. 1 Rthlr. — Wiederholt als Titelblatt zu W. A. Lindau, Taschenbuch für den Besuch 
der sächsischen Schweiz usw. 3. Aufl. 1834. Zustand II findet sich in der 4. Aufl. 1840 und 
5. Aufl. 1844. 

Das Blatt ist ein Neustich der Ansicht 64 H 35, nur der Vordergrund 
ist stark verändert und hat neue Figuren. Hier sitzen am Rande einer 
Talschlucht ein Herr und eine Dame mit ihrem Hund. Der Führer läßt 
den Betrachter sein Fernglas auf einzelne Punkte der Aussicht richten. 
102x151. 

I. Vor Titel und Erklärungen, vor der Basteibrücke r. in halber Höhe. 
II. Mit Brücke, Titel und 18 Erklärungen. 

III. Mit Titel ,,Vue de la Suisse saxonne", darunter in 3 Zeilen 20 numerierte Erklärungen, 
deren Ziffern von 1. nach r. in die Ansicht, die Ziffer 20 r. am Rande, eingetragen sind. 
Dieser Zustand in „Tableau ou itineraire descriptif et pittoresque de la Suisse Saxonne etc. 
Dresde et Leipsic, Librairie de Chr. Arnold. 1847." Vgl. Hoff 2774-97. 



1827. 

183 H 151. Bildnis von des Meisters Vater. 

Brustbild des Professors C. A. Richter (Professor an der Kunstakademie 
in Dresden, geb. in Waschau bei Radeberg 1778, gest. in Dresden 1S4S) 
im Profil nach 1. mit hoher Mütze, am Tisch sitzend und mit der linken 
Hand zeichnend. Das Federmesser und die Schnupftabakdose sind von 
Ludwig Richters jüngstem Bruder Julius radiert. 74x90, Platte 117x150. 

184 H 152. Blick auf den Meerbusen von Salerno aus einem 
Thale bei Amalfi. 1. Platte. 

Dieselbe Ansicht wie Nr. 185, von gleicher Größe, aber ohne Ein- 
fassungslinien, oben 4 mm, an den beiden Seiten nur 2 mm, unten 9 mm 
Plattenrand, die Platte also viel kleiner als Nr. 185. Sie ist ohne alle 
Schrift, aber viel mehr ausgeführt als die nachfolgende; insbesondere ist 
der Hügel mit dem Quell im Vordergrund, sowie der mächtige Felsen 
des ersten und der dahinterliegende des zweiten Mittelgrundes, mit Aus- 
nahme der Lichtflächen auf den Höhen, ganz in Schatten gesetzt. Von 
der Luft zeigen sich nur einige zarte Wolkenumrisse. 17S 246, Platte 
191x250. 

Unvollendete Platte, nicht verwendet, sondern durch die folgende Nummer ersetzt. 
Das Original-Ölgemälde siehe bei Nr. 185. 



52 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Abeiten. 1828 

1828. 

185 H 153. „Blick auf den Meerbusen von Salerno aus einem 
Thale bey Amalfi. [ Angekauft vom Sächfs. Kunstvereine und 
bey der Verloosung 1828 gewonnen von | Herrn Appellat. 
Ger. Präs. u. Geheime Rath von Minkwitz auf No. 283." 
Zweite Platte. 

Aus der „Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins", Jahrgang 1828. 

Dieselbe Ansicht wie Nr. 184. Nahe dem Quell, der 1. im Vorder- 
grund entspringt, steht bei zwei Ziegen mit ihrem Zicklein auf seinen 
Stab gelehnt ein Hirte, eine große Gestalt in weitem, langem Mantel. 
Er schaut in die Ferne auf die Meeresfläche zur Rechten, den Busen 
von Salerno. L. hinter ihm am Rande eines Wäldchens sitzen auf dem 
Wiesengrunde ein Mann und eine Frau, die mit ihrem Kinde spielen. 
R. von ihm in größerer Nähe schreitet eine junge Frau dem Tale zu, 
einen Korb auf dem Kopf haltend, vor ihr ein Maultier, der Führer geht 
voran. Die linke Hälfte des Hintergrundes füllt eine breite und mäch- 
tige Felswand, weit emporragend über das Wäldchen, nach r. sich fort- 
setzend in einem Berg mit Burgruine, der steil zum Meere abfällt. 

Ohne Bez. Nur rechts unter der Linie die Unterschrift „gemalt u. gest. 
v. A. L. Richter". 179x250. Platte 234x280. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift. Der Hügel im Vordergrund links, sowie die Stämme der 
darauf stehenden Bäume und der Spiegel des Gewässers r. von dem Quell, ebenso die 
innere Seite des Mantels des Hirten sind noch weiß. Der Hirt und die kleine Ziege 
werfen noch keine Schatten. 
II. Mit zwei Zeilen Schrift, sonst vollendet. Essen. 
III. Mit der vollen Schrift in drei Zeilen. 
Das Original-Ölgemälde war 1826 in Rom für H. Dr. Hillig in ? gemalt, und von ihm 
kaufte es der sächsische Kunstverein für die Verlosung an. Seit 1862 als Geschenk des Herrn 
E. Cichorius-Jaeggy im städtischen Museum zu Leipzig. Bez. ,,L. R. Roma 1826". 980x1360. 
Die Figuren sind nach einer Zeichnung von Julius Schnorr. 

186 H 154. Frauen und Kinder am Brunnen. 

Am hölzernen Schwengelbrunnen, auf dessen steinerner Einfassung 
Küchengeschirr steht, hockt eine Frau vom Rücken gesehen neben ihrem 
Waschtrog und unterhält sich mit der andern, die, ein kleines Kind auf 
dem Arm, vor ihr steht. Dieses langt nach der Puppe, die ihm ein 
anderes reicht; vor ihnen läuft ein Mädchen mit einem Körbchen. Bez. 
„A L R" (A und L verbunden). 44x57, Platte 46x59. 

Ed. Cichorius besafi einen Abzug, auf dessen Rückseite Nr. 203 H 167 abgedruckt ist. Das 
Blatt könnte einen Blick des Meisters aus dem Fenster seiner Wohnung in den Hof des 
Burglehnhofs in Meißen wiedergeben. 



53 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1829 

1829. 

„Malerische Ansichten von Freiberg und dessen Um- 
gebungen, 12 Blatt in Kupfer gestochen u. fein illum. 2 thlr. 
22V2 ngr. Auch ist jedes Blatt einzeln ä 7V2 ngr. zu haben." 

So die Anzeige des Verlags Craz u. Gerlach am Ende des Buches Breit- 
haupt, „Die Bergstadt Freiberg" usw., 2. Auflage 1847. Da dessen erste 
Auflage 1825 erschienen ist, die Radierungen durch das Wasserzeichen auf 
1829 festgelegt werden, dürften sie als eine Ansichtenfolge zu diesem 
Buche zu betrachten sein, die zu ihm in dem gleichen Verhältnis steht, 
wie die 70 und 30 Ansichten 30—99 und 100—129 zu den entsprechenden 
Büchern von Lindau. Ob die Folge von einem Umschlag mit dem oben- 
stehenden Titel umschlossen war, bleibt dahingestellt. Die Platte kann 
sehr wohl schon 1827 oder 1828, vor der Übersiedelung nach Meißen, 
radiert sein. Vgl. meine Ausführungen „Nachtrag" S. 24, denen nur die 
erste Auflage des Buches von Breithaupt zu Grunde lag. 

4 der Radierungen stammen von L. R., auf einer Platte, die nie zer- 
schnitten wurde. 

Das Papier hat das Wasserzeichen „PINE & THOMAS 1829". Größe der Platte 360X588. 

Hoff weist diese Folge dem Jahre 1823 zu, vielleicht nach der Erinnerung oder Schätzung 
des Meisters. Dagegen spricht nicht nur die Jahreszahl des Wasserzeichens, sondern auch 
die Zeichnungsweise, die der nach der italienischen Reise entspricht. - Weitere Blätter der 
Folge sind: „der Obermarkt in Freyberg" sodann ,,die Ober-Muldner Hütten", „Gruben- 
Gebaeude Beschert-Glück" und ,,das Rosinen-Haeuschen bei Freyberg" (je 2 auf derselben 
Platte), ferner: ., Altväterbrücke und Wasserleitung" und „Gruben-Gebaeude Himmelsfürst ••, 
offenbar von einer Viererplatte, von der noch ,,die Domkirche in Freyberg" bekannt ist, so 
daß nur ein Blatt noch fehlt. Alle Blätter haben das gleiche Format; die Schrift ist auger- 
scheinlich von der gleichen Hand und mit der gleichen Adresse an derselben Stelle. Nach 
Mitteilung der Firma stammt die Folge von L. R. 's Vater C. A. Richter, der dann den Sohn 
mit einer Platte beteiligte. Leicht könnte er auch noch an den Figuren der übrigen Blätter 
mitgearbeitet haben. 

187 H 146. „Freyberg gegen Morgen." 

Vor der im Mittelgrund weit ausgedehnten, von Bäumen umkränzten 
Stadt weidet 1. auf einem Hügel ein Knabe seine Schafherde, während 
im Vordergrund auf freiem Feld Leute mit, der Kartoffelernte beschäftigt 
sind. Die Stadt zeigt dichtgedrängte, altertümliche, steile Giebeldächer 
und mehrere alte Rundtürme. Hinten eine wesentlich kahle Hügelland- 
schaft. Rechts o. und u. sind die Ecken der Umfassungslinicn nicht voll- 
kommen geschlossen, die untere ist I. ein wenig über die Ecke fort- 
geführt. 106x146. 

188 H 147. „Das Erbsche Thor zu Freyberg." 

Von dem im Mittelgrund liegenden, von Bäumen umgebenen Tor zieht 
sich eine Gruppe von Häusern nach rechts und vorn, die mit einem .nif 
der inneren Stadtmauer stehenden, dicken vierseitigen Turm abschließt. 
Davor liegt der mit Büschen und Bitumen bewachsene Stadtgraben, nach 

der Straße zu von einer niederen Einfassungsmauer umgeben. Auf dem 

vi 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1829 

hier angrenzenden Weg stehn im Vordergrund zwei Bergleute im Ge- 
spräch, der jüngere an die Mauer gelehnt, der ältere vor ihm. Ein Herr 
geht mit zwei Damen, hinter ihnen ihre Hunde, spazieren. Links stehn 
einige Leute, und etwas zurück, an der Biegung des Weges, geht eine 
Frau, einen Korb auf dem Rücken, auf das Tor zu. 105x147. Die r. 
Umfassungslinie zeigt dicht unter der o. Ecke eine größere Lücke und 
ist ein wenig über die u. Ecke durchgeführt; die u. hat eine kleine Lücke 
nahe der r. Ecke. 

189 H 148. „Das Wirthshaus zu Kleinwaltersdorf." 

Im Mittelgrund auf einer Anhöhe unter Bäumen das Wirtshaus aus 
Fachwerk. Von seinem Tore zieht sich der schattige Weg, an dessen 
Ende eine Hütte steht, nach vorn herunter. Rechts ein Haus auf einem 
Hügel; davor weidet ein Junge eine Kuhherde. Im Vordergrund geht 
Arm in Arm ein Paar nach dem Wirtshause, an dem Hügel vorbei ziehen 
drei Musikanten mit einem Hündlein. Einer trägt auf dem Rücken die 
Baßgeige; der hinter ihm mit dem Hörn sieht sich nach zwei Kindern 
um, die im Schatten des dicht am Wege stehenden Kornfeldes mit 
Blumen spielen. 107x147. 

190 H 149. „Das Amalgamirwerk gegen Morgen." 

Im Mittelgrund, von Bergen umgeben, liegt das ausgedehnte Werk, 
aus dessen Öfen dichte, große Rauchwolken aufsteigen. Über die nach 
vorn fließenden Wassergräben führen eine steinerne, einbogige Brücke 
und ein Holzsteg nach den links auf einer Anhöhe gelegenen Hütten, 
sowie zu den vor dem Werk aufgehäuften Erzen. Eine Gruppe Häuser 
lehnt dicht an dem Hügel rechts, andere krönen ihn; auf dem Berg im 
Hintergrund liegt ein Dörfchen. Im Vordergrund ruht eine Bergmanns- 
familie; vor dem Manne kniet ein Knabe, und zu seiner Seite sitzt eine 
Frau, ein Kind im Arm. Rechts davon arbeitet ein Bergmann, links 
steht ein anderer müßig bei seinem Karren. 104x147. 

Von diesem Blatte besitzt Essen auch einen handkolorierten Abzug. Gewiß wurden alle 
auch koloriert abgegeben. 

191 H 155. „Apenninen Aussicht jangekauft vom Sächfs. Kunst- 
vereine und bey der Verloosung 1829 gewonnen von | Herrn 
Oberceremonienmeister Geheime Rath von Preufs auf Nr. 
208 | 1 Elle 20 Zoll breit, 1 Elle 9 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik" Jahrg. 1829, ferner „Landschaften" (s. I A 2 Jahr 1875) Nr. 2. 

Unter einem mit großblättrigen Pflanzen und Strauchwerk bewachsenen 
Hügel füllt üppiger Wald den 1. Vordergrund bis zur Mitte. Rechts von 
der höchsten Baumgruppe überragt ihn auf steilem Felsgrat der Turm 
der Burg von Olevano. An dem im Mittelgrund nach einem Wäldchen 
1. führenden Wege sitzt ein Hirt, seine Schalmei blasend; bei ihm sein 

55 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1S30 

Hund, in der Nähe die weidende Herde. Jenseits der welligen Ebene 
füllen den ganzen Hintergrund, r. näher, 1. bis zur Baumgruppe entfernter, 
die zackigen Ketten des Volskergebirges. Ohne Bez.; links unter der 
Linie die Unterschrift „Gem. u. gest. v. L. Richter." 159x22$. 

I. Vor aller Schrift. Der Boden im Vordergrunde, unter und neben der großen Blatt- 
pflanze, ist noch nicht vollständig, wie im vollendeten Abdruck, mit zarten Strichen 
bedeckt. 
II. Mit der Schrift. Platte vollendet. 

Verbleib des Gemäldes nicht zu ermitteln. Bez.? 7^8x1037. 

Wiederholt in ,, Album | des | Sächsischen Kunstvereins Eine Auswahl von vier und dreissig 
Blatt der vorzüglichsten Radierungen und Stiche aus der Chronik desselben 1352 
Dresden, | gedruckt bei C. H. Gärtner". 



1830. 

192 H 156. „Rocca di Mezzo j angekauft vom Sächfs. Kunst- 
vereine und bey der Verloosung 1829 gewonnen von | Herrn 
Kupferstecher J. Keyl, auf Nr. 511. | 2 Ellen 17 Zoll breit, 
4 Ellen hoch." 

Aus der ,, Bilderchronik" Jahrg. 1330, wiederholt in ,, Album", s. z. Nr. 191, und in 
„Landschaften" Nr. 7. 

Zwischen Felsen, 1. mit zwei schlanken, hochragenden Bäumen, tritt 
in der 1. u. Ecke nur auf eine kurze Strecke der Pfad hervor, der steil 
nach r. abfällt. Auf ihm steigt eine Hirtenfamilie hinab, Esel, Ziege, drei 
Schafe und ein Lämmchen voran; dann junges Mädchen, ein Heiligen- 
bild an der Felswand mit Blumen schmückend, die ein kleines Kind ihm 
reicht; Mutter mit Kind, Mann und Hund. Im Mittelgrund auf sonnigen- 
Wiesenabhang ein Hirte beim Feuer, den Dudelsack blasend; bei ihm 
ein Knabe, in der Nähe seine Ziegen. Dahinter Gebirgsland, teilweise 
bewaldet; im Hintergrund schließen in halber Höhe mächtige Bergkege! 
den Felsenzahn Rocca di Mezzo ein, den das Städtchen gleichen Namens 
krönt. — Ohne Bez. Links unter der Linie die Unterschrift: „gem. u. gest. 
v. A. L. Richter". 109x172. 

I Vor aller Schrift, die Einfassungslinien oben links noch nicht geschlossen usw 

II. Vor aller Schrift, sonst vollendet. 

III. Mit der Schrift. Platte vollendet. 

Von dem Oewinner kaufte das Gemälde 1831 die Verlagsbuchhandlung J. Amb Birth in 
Leipzig für Herrn Lehmann daselbst. Jetziger Besitzer nicht zu ermitteln. Bez ? 2264 -.1531 

„Radirungen von | Ludwig Richter. | I. Heft. | VI. Bl. 
Malerische Ansichten aus den Umgebungen von 
Salzburg. Leipzig: j Verlag von C. G. Börner." 

i 1 Thlr. 12 Or. Chin. Papier 2 Thlr. 8 Or — 1 Heft in l'mschlag mit 6 nun-.r 
Blättern. 

Erschien neu 1877 bei A Dürr In Leipzig, später » iedet 
mehrfach neue Abzüge KM den Platten genommen. 

V) 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1830 

193 H 157. „Das Tännengebirge bei Salzburg." 

Um eine alte Denksäule r. ist man mit der Heuernte beschäftigt. Knechte 
und Mägde bringen das Heu auf den Wagen rechts, vor dem eine Kuh 
weidet. In der Mitte des Vordergrunds deutet der Herr nach den Wolken 
am Gebirge; er führt seine Frau am Arm; das kleine Mädchen neben 
ihr zeigt auf zwei am Wege stehende Kinder. Vor ihnen häuft ein statt- 
liches Mädchen Heu zusammen. Im Hintergrund erhebt sich das felsige, 
vielzackige Tännengebirge; nach dem Dörfchen an dessen Fuße fährt 
ein Heuwagen, dahinter ein Mann. 

Bez. u. in der I. Ecke: „LR". 133x186. 

I. Ätzdruck vor Titel, Nummer und vielen Überarbeitungen. Auf dem Xacken, Rücker 
und Bauch der Kuh sowie vor dem links auf der Erde stehenden Krug usw. sind noch 
lichte Stellen. In der linken unteren Ecke zeigt sich eine weiße halbrunde Stelle, die 
später gedeckt wurde und in den Abdrücken mit dem Titel das Monogramm zeigt 

II. Überarbeitet, doch noch vor Titel und Nummer Die Ecke links unten sowie der 
Bauch der Kuh sind mit Strichen belegt usw. Die obere Einfassungslinie fehlt ganz, 
die obere Hälfte der rechten und die linke sind unterbrochen. Anden Rändern Nadelproben. 

III. Die Einfassungslinien sind ergänzt. 

IV. Die Plattenränder sind gereinigt. 

V. Vollendet mit Titel und Monogramm, doch vor der Nummer Die lichten Steller 
auf dem Nacken und Rücken der Kuh sowie vor dem links unten auf der Erde stehenden 
Krug usw. sind gedeckt. 
VI. Mit der Nummer I. 

19-* H 158. „In der Ramsau bei Salzburg." 

Am Fuße des Gebirges, fern der Herde, sitzt ein alter Hirte bei drei 
Kindern; vor ihm liegt sein Hund. Sein Pfeifchen im Munde und die 
Rechte erhoben, wendet er sich an den neben ihm stehenden Knaben; 
dieser, das zur Seite sitzende Mädchen und der halb liegende kleine 
Knabe sehen horchend zu ihm auf. Auf dem Wege geht ein junges 
Mädchen mit einer Ziege, die Grasbürde auf dem Rücken, nach der 
Gruppe sehend, flink vorüber. Im Hintergrund das mächtige Gebirge, 
in dessen Mitte sich eine große, steil abfallende Felskuppe hervorhebt. 
Bez. u. in der 1. Ecke: „LR". 134x183. 

I. Ätzdruck vor Titel, Nummer, Monogramm und vielen Überarbeitungen. Die Ein- 
fassungslinien sind unvollständig. Am Rande Nadelproben. 

II. Vollendet vor Titel, Nummer und Monogramm. Die Einfassungslinien sind voll- 
ständig, die Ränder gereinigt. 

III. Mit Titel und Monogramm, doch vor der Nummer. 

IV. Mit der Nummer 2. 

195 H 159. „Gegend bei Aichen [richtig „Aigen"] bei Salzburg." 

Unter der Tür einer Mühle mit weitvorspringendem Giebeldach (r. das 
große Mühlrad, 1. eine stattliche Linde, das Gebäude überragend) steht 
die Müllerin, ihr Kind auf dem Arm, und redet mit einem vor der Mühle 
bei seinem Esel stehenden Mann. Neben ihm drei Kinder. Zur Linken 
kommt die Herde, getrieben von einem Jungen und einem Mädchen, 
heim. Im Hintergrund ragt das Gebirge. — Bez. u. in der 1. Ecke: „L R.'' 
127x187. 

57 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1830 

I. Ätzdruck. Vor Titel, Nummer, Monogramm und vielen Überarbeitungen. Der Knabe 
und das kleine Mädchen hinter dem Esel, sowie die Tauben fehlen noch. Am u. Rande 
Spuren getilgter Einfälle. Die Einfassungslinien sind unvollständig. 
II. Vor Titel, Nummer und Monogramm. Die Einfassungslinien sind vollständig. An 
der Kuh am weitesten r. sind noch lichte Stellen. 

III. Vollendet, mit Titel und Monogramm, doch vor der Nummer. 

IV. Mit der Nummer 3. 

2 Nachstiche, Übungsarbeiten von fast gleicher Größe, die eine mit dem Titel der Vor- 
lage, vergl. unter Abt. II B 1 1830, Hoff 2770, 2771. 

1?M> H 160. „Der König-See gegen den Untersberg bei Salzburg." 

In der Mitte des Sees, der den ganzen Vordergrund einnimmt, fährt 
ein Mann den mit Heu beladenen Kahn nach dem Hofe am anderen 
Ufer; vor ihm ziehen sich nach r. bewaldete Höhen hinauf; im Hinter- 
grund erhebt sich über mit Wolken durchzogenen Tälern der Unters- 
berg. Dem Mann gegenüber sitzt eine Frau mit zwei Kindern, davon 
das jüngste auf ihrem Schöße liegt. Der Hund oben auf dem Heu bellt 
die in einem beladenen Segelboote an der Felswand links vorüberfah- 
renden Schiffer an. — Bez. u. 1.: „L R". 131x183. 

I. Die Luft ist um etwa 5 mm höher und z. T. anders angelegt wie bei der fertigen 
Platte. Wasser und Wolken im Gebirgszug sind noch weniger ausgeführt, 1. o. einige 
Vögel, die später getilgt wurden, z.T. nicht ohne Spuren. 

II. Vollendet, vor Titel, Nummer und Monogramm. Die Einfassungslinien der beiden 
oberen Ecken sind noch nicht geschlossen. 

III. Mit Schrift und Monogramm, doch vor der Nummer. 

IV. Mit der Nummer 4. 

197 H 161. „Der Watzmann bei Salzburg." 

Links unter zwei alten Linden kniet ein Hirt vor einem Heiligenbilde, 
während hinter den Linden seine Herde von einem Knaben und einem 
Mädchen zum Dorfe hinabgetrieben wird. Vorn am Bächlein vorbei 
schreitet eine Frau mit Grasbürde und Rechen, ihren Jungen an der 
Hand, eine Ziege hinter ihr, ihrem Manne entgegen, der, den Hund 
voran, aus der Hütte rechts kommt und sie mit ausgestrecktem Arm 
begrüßt. Hinter der Hütte erhebt sich steil der Watzmann. — 130 

1. Ätzdruck vor vielen Überarbeitungen, Titel und Nummer Die Luft noch 
unfertig, mit Ausnahme einiger Wolkenandeutungen, die Berge r kaum angr 
II. Vollendet vor Schrift und Nummer. 

III. Mit Schrift vor der Nummer. 

IV. .Mit der Nummer 5. 

198 H 162. „Der Lattenberg bei Salzburg." 

Am Röhrbrunnen, dicht über dem von Gänsen belebten Bach, sieht 
eine junge mit Waschen beschäftigte Frau nach dem von I. her den Steg 
überschreitenden Mönche; ein Knabe, von seinem Hmule begleitet, be- 
grüßt ihn mit Handkuß. Rechts zieht sich der Weg nach dem von alten 
Bäumen überragten Wirtshaus, vor dessen Tut ein Reiter ilas ihm vom 
Wirt gereichte Glas leert. Im Hintergrund I. am Fuße des Latimber^es 
ein Städtchen. Bez. U. in der I. Ecke: ,.L Richter". 131 - 1S4. 

I Ätzdruck voi Titel und Nummer. Vor vielen 1 if 
h Luft I jefi 



1 A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1S30 

II. Überarbeitet vor Schrift und Nummer. Die hintersten Berge sind mit schrägen Linien 
bedeckt, Luft und Wolken sind eingeschnitten. Auf den Plattenrändern Nadelproben. 

III. Vollendet mit der Schrift vor der Nummer. Die Wolken sind verstärkt, die Platten- 
ränder gereinigt. 

IV. .Mit der Nummer 6. 

199 H 163. „Gegend am Monte Serone bei Olevano | wärend 
einem Gewitter | Angekauft vom Sächf. Kunstvereine und bey 
der Verloosung 1830 gew. v. Herrn Bildschneider Schubert 
in Defsau auf No. 317. | 1 Elle 23 Zoll breit, 1 Elle 11 Zoll 
hoch." 

Aus der „Bilderchronik Jahrgang 1830". Wiederholt in „Album des sächsischen Kunst- 
vereins" und in „Landschaften, Nr. 5". 

Vor dem von schwerem Wetter umlagerten Monte Serone liegt die 
sturmdurchtobte Landschaft. L. ergießt sich der Regen in Strömen und 
zuckt ein Blitz herab; r. o. flüchten drei Störche. Im Sonnenschein liegt 
r. im Hintergrund die wellige Ebene und die Volskerberge dahinter. Im 
zweiten Mittelgrund, an den Monte Serone sich anlehnend, dehnt sich 
von 1. nach r. tief im Schatten der Bergzug, auf dessen vorderer Kante die 
Ruine der Burg von Olevano steht; zwischen diesem Berge und der 
Felswand 1. daneben ein Wasserfall. Im ersten Mittelgrund liegt eine 
von der Sonne grell beleuchtete, baumbestandene Anhöhe mit einer 
Hütte, nach der ein Hirte seine Schafherde treibt. Rechts im schattigen 
Vordergrund steht auf felsiger Höhe ein vom Wetter gebogener Baum ; 
die 1. u. Ecke füllt ein vom Sturm geknickter alter Kastanienbaum. Hier 
flüchtet eine Hirtenfamilie vor dem Unwetter von r. her bergab, vor ihr 
her die Herde. Brüllend erhebt eine Kuh den Kopf, hinter ihr geht 
ein mit Körben und Holz bepackter Esel neben seinem Herrn her, der 
seinen Hut haltend nach dem Himmel sieht; es folgen zwei Frauen, 
von denen eine, ihr Tuch haltend, hinaufsieht, die andere, die Rechte in 
die Seite gestützt und mit der Linken einen Ballen auf dem Kopf haltend, 
vor sich hinschaut. Ein Hund schließt den Zug. — Bez. nahe dem u. 
Rande, r. der Mitte: „L R", u. der Linie die Unterschrift: „Gem. u. gest. 
v. Richter." 169x239. 

I. Ätzdruck vor der Schrift, mit der Bezeichnung, vor vielen Arbeiten. Der Hintergrund 
r. und die Luft darüber sind noch ganz unfertig, die Lichtflächen der Berge und der 
Anhöhe mit dem Hirten im Mittelgrund kaum angefangen. Ebenso auch die Figuren 
des Vordergrundes usw. Ecken und Umfassungslinien noch unfertig. 
II. Vor der Schrift, mäßig überarbeitet. (Ein Abzug ehemals im Besitz der Kunsthandlung 
Franz Meyer in Dresden). 

III. Vor der Schrift. Stark überarbeitet und fast vollendet. Der Himmel über und neben 
dem höchsten Teil des Baumes r. ist noch weiß, in der hellen Luft I. von diesem 
Baume sind die zarten horizontalen Linien noch nicht eingeschnitten. 

IV. Vor der Schrift, „Vor Polierung des Stichelglitschers r. von dem großen Baume" 
(ehemals im Besitz des Kunstantiquariats Claus-Qasch in Dresden). 

V. Mit der Schrift. Platte vollendet. 
Zustand II und IV habe ich nicht gesehen. 

Das Ölgemälde ging 1874 in den Besitz von J. F. Hoff über, von dem es 1875 das 
Städel'sche Institut zu Frankfurt a. M. erwarb. Bez.: „A.L.Richter 1830." 825X1108. 

59 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1830 

200 H 164. „Baja. | Angekauft vom Sachs. Kunstvereine und bey 
der Verloosung 1830 gewonnen von Herrn Landbau Con- 
ducteur Kegel in Budissin auf No. 692. | 18 Zoll breit, 14 Zoll 
hoch." 

Aus der „Bilderchronik Jahrgang 1830", wiederholt im Album des Sächsischen Kunst- 
vereins und in „Landschaften" Nr. 9. 

Zur Rechten des leichtbewegten Meeres, an dessen Horizont I. Capri 
aufsteigt, liegt im Schatten an der Bucht das auf Felsen thronende 
Kastell. Von dort kommt r. im Mittelgrunde, auf dem mit einzelnen 
Pinien bewachsenen schattigen Wege, eine Frau neben ihrem Maultier 
daher. Im Vordergrund, auf sonnigem Ufer, ist eine Fischerfamilie um 
ihre Mahlzeit gelagert. Vorn, halb liegend, ein Mann, der, ebenso wie 
die zu seiner Seite sitzende Frau, nach der in der Mitte stehenden Schüssel 
langt; hinter ihnen ein Mann, der stehend aus einer Flasche trinkt. In 
der Mitte zwei Kinder, eifrig mit Essen beschäftigt, dann ein Mann, 
gleich den beiden anderen in Hemdärmeln. Hinter diesem sitzt auf einer 
umgelegten Tonne eine junge Frau, ihr Kind an der Brust. Rechts 
hinter dieser Gruppe steht ein Boot auf dem Lande, im Vordergrund 
1. hängt bei mancherlei Fischergerätschaften ein Netz auf einem Stangen- 
gerüste, dahinter ein Boot im Wasser. — Bez. in der r. u. Ecke: „LR.! 
1830." Rechts unter der Linie die Unterschrift: „gez. u. gest. v. A. L. 
Richter." 160x210. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift, mit Monogramm und Jahreszahl. Die Luft ist ganz wetö, 
die Wolken und die fernsten Berge nur durch Umrisse angedeutet. Ebenso sind auch 
die Lichtseiten des schroffen Berges und des Kastells noch weiß ; das aufgehängte 
Netz fehlt gänzlich. 
II. Vor der Schrift, sonst vollendet. 
III. Mit der Schrift. 

Das Ölgemälde im Besitz des Herrn R. von Zahn in Dresden. Bez. „L. Richter. 1330/ 
330X424. 

201 H 165. „Herbstabend j Angekauft vom Sachs. Kunstvereine 
und bey der Verloosung 1830 gewonnen von Herrn Kauf- 
mann Pietsch | auf No. 713. | 1 Elle 5 Zoll breit, 1 Elle 10 
Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik 1830". Wiederholt im Album des Sächsischen Kunstvereins und 
in „Landschaften" 1875 Nr. 11. 

Ein breiter, durchfurchter Weg führt geradeaus in die Lindenallee des 
großen Geheges bei Dresden. Sie zieht sich an der fließenden Elba in 
einem Mittel- und zwei Seitengängen hin. Leichte Wolkenmassen in der 
von einem Kranichzuge belebten Luft. Links am Anfang der Allee, an 
einem fast abgestorbenen verwitterten Baume, sitzt, in seinen Mantel 
gehüllt, ein alter Hirte lesend beim qualmenden Feuer; hinter ihm ruht 
sein Hund, während die große Schafherde von der Wiese 1. quer in die 
Allee zieht. Aus dieser kommt eine Frau mit zwei Kindern, der Knabe 

60 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1831 

ein Holzbündel nachschleppend, das Mädchen zu der Frau laufend, die 
ihm ihre Hand entgegenstreckt. — Bez. u. r. mit des Malers Monogramm 
„E im O" zwischen „18" und „30". Ferner unter der Linie die Unter- 
schrift: „gest. v. L. Richter." 1: „gem. v. E. Oehme." 201x173. 

I. Vollendet vor der Schrift, mit der Bezeichnung. Am Rande Nadelproben. 
II. Mit der Schrift; der Rand ist abgeschliffen. 
Das Gemälde ist im Besitz der Dresdener Galerie. 

1831. 

202 H 166. Landschaft mit der Ansicht von Olevano. 

Im Vordergrund auf sonnigem Weg ziehen Landleute nach 1. in das 
Tal. Voraus, schon abwärts, zwei Mädchen mit Schafen und Ziegen. 
Hinter ihnen reitet auf einem mit Körben beladenen Esel eine junge 
Frau, im Arm ihr kleines Kind. Zur Seite geht ein Mann, der sein Bündel 
am Stock auf der Schulter trägt. Zuletzt eine Frau mit ihrem Kinde auf 
dem Rücken. Den Vordergrund schließt rechts bewachsenes Hügelland, 
links ein schattiger Felsvorsprung mit einem ragenden Baum. Von hier 
zieht sich im Mittelgrund ein Bergzug, auf dem vor einer Baumgruppe 
eine Hütte liegt, bis vor Olevano hinunter, das, hell beleuchtet, auf einer 
Felshöhe hervorragt. Im Hintergrund eine weite Ebene, von Bergen ein- 
geschlossen. — 142x196. 

Das Blatt, zu den römischen Ansichten geplant, ist dem Meister in 
der Ausführung nicht ganz nach Wunsch gelungen und nie ausgegeben. 
In einem Briefe sagt L. R., es werde immer ein Patient bleiben. 

I. Ätzdruck vor vielen Überarbeitungen, vor aller Luft und der oberen Hälfte der r. Ein- 
fassungslinie. L. o. E. noch nicht geschlossen. Die Ebene des Hintergrundes ist nur 
ganz leicht angegeben, und die hohen Berge desselben sind nur im Umriß sichtbar. 
Die Berghöhen links und rechts von Olevano sind noch fast weiß, der große Baum 
des Mittelgrundes noch ohne die wagrechten Linien usw. 
IL Überarbeitet und fast vollendet. Luft und Wolken sind eingeschnitten, Ebene und 
Berge gedeckt. Die obere Einfassungslinie und die obere Hälfte der rechten fehlen noch. 
III. Die rechte Einfassungslinie ist voll ausgezogen, die Ecke geschlossen. 

203 H 167. Die Riesenburg. 

Links von dem im Mittelgrunde an einem Wiesenabhang gelegenen, 
von Bäumen überragten Bauerngehöfte steht eine Betsäule, an der eine 
Frau und ein Kind vorbeigehn. Vorn in der u. r. Ecke sitzt ein Hirten- 
junge und schält sich Rüben ; r. vor ihm liegt sein Hund. Links zwei 
Kühe und eine Ziege, vor dem Gehöft Hühner. Gebirgiger Hintergrund. 
— Bez. 1. u. „LRichter. 1831." 67x107, PI. 68xil0. S. zu Nr. 186. 

Der Name „Riesenburg" bei Annaberg bezeichnet das Haus als Geburtsstätte des Rechen- 
meisters Adam Riese. 

204 H 168. „Mariechen und Heinemännel." 

Des Meisters Kinder in ihren Hauskleidern. Der Knabe im Kittel sitzt 
mit überschlagenen Beinen auf einer Bank, an den hinter ihm stehenden 

61 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 183! 

Tisch gelehnt. Vergnügt sieht er in das Buch, das er mit beiden Händen 
hält, dabei lehnt er sein Köpfchen an die Puppe, die er im Arme hat. 
Das Mädchen, von der Seite gesehen, steht r. mit großer Haube, um- 
geknöpftem Halstuch und kurzem Röckchen. Mit beiden Händen hält 
es sein großes Stück Stollen. Rechts hinten liegt sein Ball, auf dem Tisch 
die Trommel des Knaben. — Ohne Bez. Oben: „Meiner lieben Frau 
gewidmet." Unten: „Mariechen und Heiuemänel d. 15. Nov. 1331." 
78x92, PI. 78x107. 

205 H 169. „Römische Landleute versammeln sich unter 
den | päpstlichen Fahnen, j Angekauft vom Sächsischen 
Kunstvereine auf das Jahr 1831. j 18 Zoll hoch, 1 Elle 4 Zoll 
breit." 

Aus der Bilderchronik des Sachs. Kunstvereins, Jahrgang 1831. Wiederholt in „Album." 

Vor dem offenen, zum Teil noch antiken Tor des alten Städtchens zur 
Rechten hat sich eine zahlreiche Gruppe versammelt, meistens Männer. 
In der Mitte steht ein Geistlicher, barhäuptig, auf der Brust das Kreuz, 
die Linke gen Himmel erhoben, die Rechte auf die Schulter eines 
lockigen Jünglings gelegt, an den er begeisterte Worte richtet. Dieser, 
wie die drei anderen Männer neben ihm, scheinen die Worte des Geist- 
lichen nachzusprechen. Der ihm zunächst stehende Mann hält eine 
wallende Fahne mit dem päpstlichen Wappen, während die beiden 
anderen mit erhobener Rechten den Schwur begleiten. Neben dieser 
Mittelgruppe im Vordergrund noch mehrere beim Abschiednehmen. 
Nahe dem Tor liegt eine Familie vor einem Heiligenbilde auf den 
Knieen. Links ziehen Bewaffnete dem Tale zu, daraus ein zackiger 
Gipfel zum Hintergrund aufsteigt. — Rechts unter der Linie die Unter- 
schrift: r. „gest. v. L. Richter.", 1.: „Gemalt v. Lindau in Rom." 156^:244 

I. Vor aller Schrift. Das Kreuz des Priesters, die Kleider der Leute, der Vordergrund 

usw. sind noch weiß oder schwach gedeckt. 
II. Vor aller Schrift. Die Arbeiten sind nachgeholt. 
III. Mit der Schrift. Die Platte ist vollendet. 

206 H 170. „Brunnen bei la Riccia. | Angekauft vom Sächsi- 
schen Kunstvereine auf das Jahr 1831. | 1 Elle 2 Zoll breit, 
21 Zoll hoch." 

Aus der Bilderchronik des Sächsischen Kunstvereins, Jahrgang IS31 Siehe auch 
„Landschaften von Ludwig Richter. 1875" N'r. 3. 

Fast am Eingang eines sonnigen Waldweges ergießt sich im Schatten 
eines Baumes aus einer Nische der in Stein gefaßte Brunnen, I. über 
ihm weidet eine Herde. Den Waldweg entlang ziehen fröhlich heim 
kehrende Landleute. Ein Jäger mit seinem Hunde füllt seine Flasche 
am Brunnen. Auf stattlichem Maultier sitzt, das Tamburin schlagend, 

62 



I A 2 Eigenhändige Radierung en. Selbständige Arbeiten. 1832 

eine junge Frau, ihr zur Seite geht ein Mann, der die Mandoline spielt. 
Auf einem Esei, dessen Füllen nachtrabt, reitet ein Knabe, der ein spie- 
lendes Kind vor sich hat, und auf einem Pferde eine Frau mit ihrem 
Säugling; sie wendet sich nach dem schwertragenden, beleibten Mönch, 
der den Zug schließt. Rechts hinten Fernsicht auf das Meer. — Rechts 
u. der Linie die Unterschrift: „gem. u. gest. v. L. Richter." 146x201. 

I. Vor aller Schrift. Die Lichtflächen der Hügel im Hintergrund und rechts sind noch 
weiß, und zwischen den höchsten Zweigen des Baumes ganz rechts bemerkt man eine 
weiße Stelle. 
II. Vor aller Schrift. Die vorgehend erwähnten weißen Stellen sind mit zarten Strichen 

gedeckt. 
III. Mit der Schrift. 

Das Original-Ölgemälde vom Sächsischen Kunsrverein angekauft und bei der Verlosung 
1831 von Herrn Jacques in Hannover gewonnen. Jetziger Verbleib nicht zu ermitteln. Bez.? 
495X613. 

Drei Blätter von A. Peyer unter Beteiligung von 
Ludwig Richter. 

207 H — Tiroler Mühle von der Rückseite, wie es scheint dasselbe Haus, 
das Nr. 195 in Vorderansicht bietet. Links das Mühlrad, r. ein hoher 
Baum, darunter ein Bub auf einem Esel, der von einem Mädchen ge- 
halten wird, während r. daneben ein Mädchen lagert mit einem Kind 
auf dem Schöße; hinter ihr ein Bub. — Ohne Bezeichnung. (Dresden.) 

208 H — Ein Wirt angelt r. im See, 1. neben ihm ein Bursch, auf den Stock 
gestützt, ein Bündel auf der Schulter ; ganz vorn am Rande r. zwei Boote 
mit Fischergerät aufs Land gezogen, dahinter mehrere Fischkästen usw.; 
1. weiter zurück Häuser und ein Baum. — Bezeichnet: „A. P." (Dresden 
und Essen). 

209 H — An seichtem Flüßchen, auf dem drei Enten schwimmen, schöpft 
eine Frau; hinter ihr drei Kinder beim Trocknen der Wäsche. Längs 
des Wassers altertümliche Fachwerkhäuser mit Holzlauben; im Mittel- 
grund eine zweibogige alte Brücke, darüber drei Wanderer gehn ; 
ganz im Hintergrund ein Turm, ähnlich dem des Straßburger Münsters. — 
Bez. 1. in Spiegelschrift: „A. Peyer 1831". (Dresden und Essen). 

Zu diesen drei Radierungen Peyer's hat nach Ed. Cichorius' Zeugnis L. Richter Hilfe 
geleistet, insbesondere die Figuren beigesteuert, was durch den Augenschein bestätigt wird. 
Vgl. II Bl Jahr 1830: ..Gegend bei Aichen" und die folgenden Blätter. Auch die Vorlagen 
stammen ohne Zweifel von L. R. 

1832. 

„Radirungen | von | Ludwig Richter. | 11. Heft. | VI. BL 
Malerische Ansichten | aus den Umgebungen | von | 
Rom. | Leipzig: | Verlag von C. G. Börner." 

Qu. 4». 1 Thlr. 12 Gr. Chin. Papier: 2 Thlr. 8 Gr. — 1 Heft in Umschlag mit 6 nume- 
rierten Blättern. 

63 



1 A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1S32 

210 H 171. „Osteria." 

Ein Wirtshaus an der Landstraße mit einer Vortreppe von r. ; über 
der Tür die Aufschrift: „Osteria con cucina." In dem Garten links steht 
ein Mädchen auf der Leiter, um Früchte in ihre Schürze zu brechen; 
an der Gartenmauer hält ein Bursche den Hut zum Empfang einer Probe 
auf. Vor dem Hause Fuhrleute, von denen einer bei seinem fressenden 
Pferde steht; ein anderer, dessen Pferd ein Knecht hält, geht mit den 
Wirtsleuten die Treppe hinauf und deutet dabei in die Ferne, wo ein 
Mann mit seinem Lasttier kommt. — Bez. u. in der 1. Ecke: „L. Richter" 
133x183. 

I. Vor der Schrift und Nummer, mit der Bezeichnung. Die 1. hinter dem Dach des 
Turms aufsteigenden Wolken sind weiß, und die 1. Hälfte der Gartenwand ist noch 
ziemlich licht, ebenso der Arm des obstpflückenden Mädchens. Die obere Einfassungs- 
linie ist unterbrochen. Am Rande Nadelproben. 
II. Vollendet vor Schrift und Nummer. Die obere Einfassungslinie ist geschlossen. 

III. Mit der Schrift vor der Nummer. 

IV. Mit der Nummer 1. 

211 H 172. „Monte Circello." 

Am sonnigen Ufer des von Schiffen belebten Meeres, an dessen Horizont 
der Monte Circello emporragt, sitzt ein Fischer mit einem Knaben. Neben 
ihm auf dem Sande liegen Fische. Eine Frau vor ihm, vom Rücken 
gesehen, spricht mit einem kleinen Mädchen, das unter seinem über den 
Kopf gestürzten Korb freundlich hervorsieht, und deutet dabei auf den 
Fischer. Dicht bei diesen steht neben seinem beladenen Esel ein Händler 
in großem Hut und weitem, langem Mantel. Im 1. Mittelgrund treibt 
ein Junge eine Schweineherde von der mit Pinien bewachsenen Höhe 
herab; hinter ihr kommen zwei Männer herauf. — Bez. 1. u. der Linie: 
„Ludw. Richter. 1831." 128x182. 

I. Vor Titel und Nummer, mit der Bezeichnung. Der Raum unmittelbar über dem Gebirge 
des Hintergrundes links sowie die Lichtfläche der Spitze des Kahns usw. sind noch 
weiß. Die Wolke über und neben den Köpfen des Händlers und der beiden stehenden 
Figuren hat nur ei ne Strichlage. An den Figuren, dem Hunde usw. noch viele lichte 
Stellen. 
II. Vor Titel und Nummer. Die weißen Stellen sind mit Strichen bedeckt, die Wolke hat 
eine Kreuzschraffierung erhalten. 

III. Vollendet mit Titel vor der Nummer. 

IV. Mit der Nummer 2. 

212 H 173. „Rocca di Mezzo." 

Auf einem Gebirgswege steht, den Rosenkranz an der Seite, den Hut 
auf dem Rücken und einen Korb am Arm, auf seinen Stab gestützt und 
auf das dicht vor ihm stehende Schwein deutend, ein alter Ordensbruder 
und spricht mit der ihm gegenübersitzenden, gegen ihn gestikulierenden 
Frau, an deren Schoß ein Kind lehnt, während neben ihr ein müdes 
altes Weib, ihre Holzlast umfassend, ausruht. Hinter dem nach links 
führenden Wege erhebt sich eine Waldhöhe. Mitten im Bilde, im Hinter- 
grund, die fast kahle Kuppe, an deren zackigem Abhang das Städtchen 
Rocca di Mezzo hängt. — Bez. 1. u. der Linie: „L. Richter." 145 181. 

04 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1832 

I. Ätzdruck vor Titel und Nummer, mit der Bezeichnung. Ein Teil der Luft sowie die 
Berge des fernsten Hintergrundes und der Boden 1. von dem großen Baumstumpf 1. 
sind noch weiß. 
II. Vor Titel und Nummer. Das Blau der Luft ist durch horizontale, mit der kalten Nadel 
eingeschnittene Linien angedeutet, ebenso sind die fernsten Berge und der Boden neben 
dem Baumstumpf gedeckt. Der Boden unter dem Mönch ist noch weiß. 
HL Diese Bodenstelle ist gedeckt. 

IV. Vollendet, mit dem Titel, vor der Nummer. 
V. Mit der Nummer 3. Platte vollendet. 

213 H 174. „Olevano." 

Im Mittelgrund auf einem Qrashügel sitzt ein Mädchen mit dem Spinn- 
rocken; neben ihr liegt ein Hund, hinter ihr weidet eine Ziegenherde. 
Auf dem Wege vor dem Hügel kommt von r. der Hirt, ihm entgegen 
Mann, Frau und Knabe, die Frau mit einem Kinde auf dem Arm. Von 
der mit Bäumen bewachsenen Anhöhe r. zieht sich nach 1. der Mittel- 
grund, hinter ihm in wechselnden Linien das Gebirge. Auf steiler, sonniger 
Höhe liegt Olevano. — 132x186. 

I. Vor dem Titel und der Nummer. Die Fläche des Hügels in der Mitte des Vorder- 
grundes ist noch licht. Die Stellen rechts von der Baumwurzel im Vordergrund und 
rechts von dem Knaben mit dem Korbe auf dem Kopfe usw. sind noch weiß. Linke 
u. Ecke noch offen; am Rande Nadelproben. 
IL Vor Titel und Nummer. Die Fläche des Hügels in der Mitte des Vordergrundes fast 
ganz mit Strichen bedeckt, ebenso die sonstigen weißen Stellen. 

III. Mit Titel vor der Nummer. Rand gereinigt. 

IV. Mit der Nummer 4. Platte vollendet. 

214 H 175. „Ponte Salaro." 

Von der Brücke im Mittelgrund führt die Straße nach I. herab. Auf 
ihr kommen ein Pilger und ein Jäger im Gespräch, hinter ihnen ein Knabe, 
der nach einem Hunde sieht. Der Brücke zu reitet ein Mann auf einem 
belasteten Maultier, ein zweites geht zur Seite, daneben eine Frau; ein 
Hund, seiner Herde vorausgeeilt, bellt die Kommenden an. Auf der 
Brücke fährt ein Wagen. Die Brücke, deren Hauptbogen den kleinen 
Fluß überspannt, trägt den mit Zinnen gekrönten Brückenturm, zu dem 
rechts vom Durchgang eine hohe Außentreppe führt. Im Hintergrund 
zu beiden Seiten gebirgige Landschaft. — Bez. u. r.: „Ludw. Richter, fec." 
130x187. 

I. Ätzdruck vor Titel und Nummer, mit der Bezeichnung. Die obere linke Hälfte der 
Luft, der Berg im fernsten Hintergrund links und rechts vom Brückenturm, die Stelle 
unten rechts, wo des Künstlers Name steht, sowie die des äußersten Vordergrundes vor 
dem Jäger und dem Pilger usw. sind noch weiß. 
IL In die Luft links und über dem hohen Berg rechts sind horizontale Striche ein- 
geschnitten, die Wolken sind vermehrt. 

III. Vollendet vor Titel und Nummer. Die bei I als weiß angeführten Stellen sind gedeckt. 
Der obere Plattenrand zeigt zarte Nadelproben. 

IV. Mit Titel vor der Nummer. Der Plattenrand ist gereinigt. 

V. Mit der Nummer 5. 

215 H 176. „Castel Gandolfo." 

Im Vordergrund unter hohen Bäumen eine tief liegende steinerne 
Brunnenkammer. Auf ihrer oberen Fläche steht ein Zaun, auf dem Wäsche 
zum Trocknen hängt, dahinter zwei spielende Kinder. Unten am Quellen- 



65 



5 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1832 

rande sitzt ein halbnackter Knabe; neben ihm drängen sich Schafe, vom 
Hirten getrieben, zur Tränke, zwischen ihnen geht eine junge Frau mit 
einem Kinde zum Wasser hin. Rechts ruhen auf blumigem Abhang unter 
blühendem Strauche zwei junge Wanderer; der eine schläft, der andere 
sieht nach dem Treiben am Brunnen. Im Mittelgrunde kommen Leute 
von Castel Gandolfo her, das r. mit seiner Kuppel aufsteigt. In der 
Ferne Gebirge, r. in der Tiefe ein Fluß. — Bez. auf dem oberen Ein- 
fassungsstein der Brunnenkammer: „L. R." 132x188. 

I. Unvollendet vor Titel und Nummer. Die Luft ist noch sehr hell. Die Mauer des 
Kastells sowie dessen Gebäude sind, mit Ausnahme der Ganzschatlenseite, noch weiß, 
ebenso auch die Wange des Schläfers unter dem Strauche und der mittlere Teil des 
starken Baumstamms über der Quelle. Die Einfassungslinien sind unterbrochen. Am 
Rande Nadelproben. 
II. Vollendet vor Titel und Nummer. Die Einfassungslinien sind ergänzt. Auf den 
Plattenrändern Nadelproben. 

III. Mit der Schrift vor der Nummer. Die Plattenränder sind gereinigt. 

IV. Mit der Nummer 6. 

216 H 177. Aus Meissen. 

Auf einem Steg am Bache spült ein Mädchen im Hocken Geschirr. 
Am Ufer weiden Gänse. Zu den beiden alten Häusern hinter Bäumen 
führt ein Gang mit offenstehender hölzerner Tür zwischen Mauern und 
Lattenzäunen hinauf. Rechts unausgeführt; links ist durch einen senk- 
rechten Strich etwa ein Viertel der Platte abgegrenzt, auf dem sich aus 
allerlei Nadelproben oben und unten je ein bärtiges Profil, oben nach 
rechts, unten nach links heraushebt. — Ohne Bez. 51x62, Platte 54x84. 

Auf Stahl radiert, um die Wirkung des Scheidewassers zu erproben. Dieses Blatt ist 
heute verschollen bis auf die photographische Nachbildung, die mit Hoff's Sammlung in 
die Kunsthalle von Hamburg kam. Nach ihr ist die Wiedergabe in Hans W. Singer's 
»Kritischem Verzeichnis" aufgenommen. 

217 H 178. Landstrasse in der Campagna di Roma. 

An einer Wendung der Landstraße steht im 1. Vordergrund ein 
gemauerter Brunnen, dahinter Gesträuch. Von dem Brunnen zieht sich 
ein felsiger Erdwall nach einer Ruine im Mittelgrund, einem runden, 
turmartigen Gebäude mit Strebemauern, ihr gegenüber an der Straße 
Mauerüberreste, vor denen Leute beim Feuer weilen. Hinter beiden 
Ruinen ein Gebirgszug. Um den Brunnen herrscht reges Leben. Eine 
reitende junge Frau läßt ihr Pferd trinken und spricht, in die Ferne 
zeigend, mit einem Mann, der sich zum Trinken an die Röhre bückt. 
Ein zweites Pferd wird von seinem Herrn angetrieben. Eine im Weg- 
gehn begriffene Frau sieht nach dem bei ihr stehenden Mädchen, das 
sich zu der Reiterin wendet. Nahebei ein Mann auf seinem Esel. Quer 
über den Platz geht ein alter Mann am Stabe seinem Hündlein nach 
zu dem r. abgehenden Wege. Am I. Rande Spuren getilgter Einfälle 
136x187. 

Die Stahlplatte, für das bibliographische Institut in rlildblirgtui 

mißraten, wurde verworfen. 

66 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1832 

218 H 179. „Grotta Ferrata. | Angekauft vom Sächsischen Kunst- 
vereine auf das Jahr 1832. | 1 Elle 17 Zoll breit, 2 Ellen hoch." 

Aus der: »Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins. Vter Jahrgang 1832". Siehe: »Land- 
schaften von Ludwig Richter", 1875, No. 4. Abt. I A 2. 

Unter einem schattigen Hain, durch dessen Lichtungen der Blick auf 
die ferne Meereslinie fällt, liegt der Brunnen von Grotta Ferrata, dessen 
Wasser sich in Tröge ergießt, abfließt und im Vordergrund ausbreitet. 
Rechts der Blick auf die Abtei. 

An dem zum Vordergrund herunter führenden Wege sitzt in seinen 
Mantel gehüllt ein alter Mann, bei ihm ein Kind, das eine vorübergehende 
Frau um ein Almosen bittet. Ein Kind, vom Rücken gesehen, spielt im 
Wasser der Brunnentröge; drei Mädchen kommen zum Wasserschöpfen, 
das vorderste schon über den Trog gebückt; ein Hirt führt seine Herde 
herbei, voran ein Widder mit der Leitglocke. Rechts lehnt ein Knabe 
auf einer kleinen Erhöhung am Zaun; etwas zurück geht eine Frau mit 
ihrem Spinnrocken nach der Abtei hinauf. — Rechts unter der Linie die 
Unterschrift: „Gem. u. gest. v. L. Richter". 212x186. 

I. Vor aller Schrift: Die Lichtseiten der Gebäude im Hintergrund, der Raum, auf dem 
die Schafe stehn, die rechte Hälfte des vordersten derselben sowie die junge Ziege 
r. sind noch hell. Die o. und r. Einfassungslinie sind unterbrochen. In der r. u. E. 
ein weißer Fleck, in der 1. ein weißer Streifen. 
II. Vor aller Schrift. Die in I angeführten weißen Stellen sind außer dem Kopf der 
jungen Ziege mit Strichen bedeckt. Die Einfassungslinien sind noch unterbrochen, der 
weiße Fleck leicht gedeckt. 

III. Vor aller Schrift. Der Kopf der jungen Ziege zeigt keine weißen Stellen mehr. Ebenso ist 
die Kante des Brunnens rechts von dem Kinde endgültig, das linke Bein des an dem 
Brunnen stehenden Mädchens mit dem Krug leicht mit Strichen bedeckt usw. Die 
Einfassungslinien sind noch unterbrochen. 

IV. Mit der Schrift. Das Bein ist stärker gedeckt, der weiße Streifen 1. ebenfalls. Die 
Einfassungslinien sind geschlossen. Die Platte ist vollendet. 

Das Originalölgemälde vom Sächsischen Kunstverein angekauft und bei der Verlosung 
1832 von Herrn Oberlehrer Fritsche in Dessau gewonnen. Bez: „A L. Richter 1832." 1132X1966. 

219 H 180. „Oktoberfest der Römer. | Angekauft vom Sächsi- 
schen Kunstvereine auf das Jahr 1832 | 1 Elle 14 Zoll breit, 
1 Elle hoch." 

Aus der „Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins", VI. Jahrgang 1832. ■ 

Reges Treiben auf freiem Rasenplatz vor einem stattlichen Wirtshaus 
mit vermauerten antiken Bogen, hoher Freitreppe, Baikonen und oben 
einer kleinen Loggia, an das ein Garten mit hohen Pappeln, 1. ein Wein- 
gang, anschließt. Vor diesem tanzt ein junges, reichgeschmücktes Paar 
die Tarantella zur Begleitung von zwei Mandolinen und einem Tam- 
burin; eine junge Frau auf der Steinbank hält ihnen ihr Wickelkindchen 
entgegen. Rechts im Vordergrund sitzen drei stattliche Fremde. Zwei 
von ihnen, mit Flinte und Jagdtasche ausgerüstet, schauen den Tanzenden 
zu, während zwei zerlumpte Kinder sie vergeblich anbetteln. Der dritte 
betrachtet einen zweispännigen Wagen, der eben mit acht jungen Mäd- 

67 5 ' 



A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbstä ndige Arbeiten. 1833 

chen und einer Alten von rechts her ankommt. An der Hauspforte steht 
der dicke Wirt und bewillkommnet ihn. Nahe der Tür ein Sänger mit 
der Mandoline. Von dem Gartenbalkon schauen vornehme Leute herab; 
Diener mit Speisen und Wein laufen die Treppe herauf und hinab; oben 
kleinere Männergruppen. — Rechts u. der Linie die Unterschrift: „Gest. 
v. L. Richter." „Gem. v. Lindau." 166x255. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und vor vielen Überarbeitungen. Die Luft ist ganz weiß, 
die Wolken sind nur durch Umrisse angegeben. Der Kopf des Mandolinenspielers 
unter der Laube links, sowie der obere Teil des Wagens stehn auf weißem Qrund. 
Die Einfassungslinien der oberen Ecken sind noch nicht geschlossen ; die r. Linie 
zeigt Lücken. Rechts Nadelproben. 

II. Vor aller Schrift. Die Arbeiten sind nachgeholt, die Ecken geschlossen, die Ein- 
fassungslinien noch lückenhaft, der Plattenrand ungereinigt. (Eugen Born ) 

III. Vor aller Schrift. Das Bild fertig bis auf den Strahl des Erbrechens des oben über 
die Treppenmauer lehnenden Mannes. 

IV. Vor aller Schrift; sonst vollendet. 
V. Mit der Schrift: Platte vollendet. 



1833. 

220 H 181. „Der blinde Dorfgeiger, j Angekauft vom Saechsi- 
schen Kunstvereine auf das Jahr 1833 ! 22 Zoll breit, 1 Elle 
2 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins", VI. Jahrgang 1833. 

Vor der Tür des Dorfwirtshauses, von dem der Kranz ausgehängt ist, 
sitzt 1. der Wirt auf der Steinbank, während die Wirtin, ein Kind auf 
dem Arm, neben ihm steht und ein Töchterchen sich an ihn schmiegt. 
Zu ihnen tritt, die Geige unter dem 1. Arm, an der r. Hand von einem 
Knaben geführt, ein alter blinder Geiger. Mitleidig schauen der Wirt 
und sein Töchterchen zu ihm auf, während die Wirtin dem Knaben die 
Linke auf den Kopf legt. Rechts unter der Linde zwei Gäste, vorne 
ganz 1. eine Henne mit ihren Küchlein; im Hintergrund Tor und Grenz- 
mauer mit herüberragendem Rebengeländer. — Rechts u. der Linie die 
Unterschrift: „gest. v. L. Richter." „Gem. v. I. Hantsch." 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und sehr vielen Arbeiten: am 1. Rande des Hauso. an der 
Bank, Brust und Schulter des sitzenden Hausherrn, an der Mütze, dem Brusttuch der 
Frau, der Oeige und Tasche des Geigers, an den beiden Männern hinter ihm, und 
an dem Boden. (Essen.) 
IL Vor aller Schrift. Die Lichtfläche auf dem Kleid der Frau ist noch weiß: die Honne 
mit den Küchlein in der u. 1. Ecke stehn auf weißem Grunde, usw. 

III. Vor der Schrift, die Arbeiten sind nachgeholt 

IV. Mit der Schrift. Platte vollendet. 

221 H 182. „Dorf Schaenke Angekauft vom Saechsischen Kunst- 
vereine auf das Jahr 1833 1 Elle 2 Zoll breit, 22 Zoll hoch." 

Aus der ,,Bil<krchronlk des sächsischen Kunslvciein*". Vit« JfthrgMg ]g?3. 

Eine geräumige Stube im Erdgeschoß eines Wirtshauses an der pol- 
nischen Grenze ist durch einen roh verzierten hölzernen Träger des 

68 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1834 

Durchzugbalkens in zwei Teile zerlegt, von denen der vordere den 
Schanktisch, der andere den Tanzraum enthält. Ein kleiner Teil des 
vorderen Raumes ist durch einen Bretterverschlag abgegrenzt. Noch 
herrscht Tageslicht; doch ist der Wirt schon im Begriff, die Lämpchen 
rings am Tragpfeiler anzuzünden. 

Vorn am Schanktisch zunächst dem Verschlag sitzen drei Männer und 
eine Frau beim Kartenspiel. Die Frau zeigt eine ihrer Karten zwei am 
Tische stehenden Männern; ein alter Mann sieht, den Feuerschwamm 
über das Tonpfeifchen haltend, den spielenden Männern zu. 

Im Hintergrund ist das Tanzvergnügen im vollen Gang. Unweit des 
großen Armleuchters hängt der Brautkranz und Schleier. Drei Paare 
sieht man auf dem Mittelraum des Tanzplanes, das vorderste grade in 
der bezeichnenden Stellung des polnischen Tanzes. Rings um die Tan- 
zenden reihen sich mannigfache Zuschauer. In der hintersten Ecke 
hinter erhöhter Schranke drei Musiker mit Klarinette, Geige und Baß. 

Ganz vorn spielen zwei Kinder mit einem großen Hunde. Rechts 
unter der Linie die Unterschrift: „gest. v. A. L. Richter.", I. „Gem. v. 
Most." 176x230. 

I. Vor der Schrift. 
II. Mit der Schrift. Platte vollendet. 



1834. 

Oben: „Die sächsische Schweiz von Ludwig Richter." 
Unten: „Dresden und Leipzig, | Arnoldische Buch und Kunst- 
handlung." 

Roy. qu. fol. Koloriert 3 1 /» Thlr. Schwarz 1V3 Thlr. Auf chin. Papier l»,i Thlr. 1 Blatt 
mit 2 größeren Ansichten, umgeben von 17 kleineren. Die Platte wurde im Jahre 1859 
galvanisch abgelagert, die Ansichten getrennt und von den neu gewonnenen Platten auf 7 Blatt 
abgezogen. -Auch Einzelabdrucke der getrennten 19 Ansichten kommen vor (Essen). 330X453. 
Platte 382X510. 

Das Blatt hat ein von Hoff nicht erwähntes genaues Seitenstück von gleicher Größe und 
Anordnung (nur daß die untere Mitte von drei statt von vier Ansichten gebildet wird, so daß 
sich 18 statt 19 Ansichten ergeben) in dem Blatte: „Dresden. | von C. A. Richter, Prof.", 
unten genau der gleiche Verlagsvermerk. — In einer Anzeige des Verlags vom Jahre 1835 
•werden die beiden Blätter nebeneinander folgendermaßen aufgeführt: „Dresden in zwei großen 
Fernansichten und zwölf kleineren von einzelneu Theilen der Stadt, auf einem Blatte, von 
den Prof. C. A. und L. Richter. Bogengröße. 1 Thaler 8 gr., col. 1 [lies 3] Thaler 12 gr." 
Dann: »Die Bastei in zwei großen An- und Umsichten, nebst zwölf kleineren Partieen der 
sächsischen Schweiz auf einem Blatte, von den Prof. C. A. und L. Richter. BogengTÖße. 
1 Thlr. 8 gr. colorirt 3 Thlr. 12 gr." Das letztere ist sicher unser Blatt. Die Ziffer 12 für 
die kleineren Ansichten begreift sich, wenn die oben und unten aus 3—4 Ansichten bestehende 
Mitte jedesmal als eine einzige Ansicht gezählt wird. Beide Blätter sind hier dem Vater und 
Sohne gemeinsam zugewiesen, was auf ihre genaue Zusammengehörigkeit begründet ist. 
Beteiligung A. L. R.'s auch an dem Blatte „Dresden" ist immerhin nicht ganz ausgeschlossen. 

Oben in der Mitte: „Umsicht auf dem Lilienstein." Darunter von I. 
nach r.: 

69 



] A 2 Eigenhändige Radier ungen. Selbständige Arbeiten. 1834 

222 H 183. „I. gegen Rathen und Stolpen." 

In großem Bogen durchschneidet die Elbe die Sächsische Schweiz, am 
Ufer von hohen zerklüfteten Felswänden begleitet. 52x95. 

223 H 184. „II. gegen Schandau und den Winterberg." 

Von waldiger Höhe gesehen kommt die Elbe, vorn durch eine kleine 
Insel geteilt, am r. Ufer das Städtchen Schandau, mitten durch die Land- 
schaft, daraus der Winterberg besonders hervorsieht. 52x123. 

224 H 185. „III. gegen den Königstein und Dresden." 

Über das Städtchen Königstein dicht an der Elbe ragt die Bergfestung 
gleichen Namens mit dem Pfaffenstein gegenüber empor. An der Elbe, 
die weithin sichtbar ist, liegt in der Ferne Dresden. 52x95. 

Darunter, die Mitte in gleicher Breite ausfüllend : 

225 H 186. „Aussicht auf der Bastei." 

Das Panorama des Eibtals zeigt die burgartigen Bergformen der 
Sächsischen Schweiz in großer Fülle. Den Vordergrund bildet der 
schwindelnde Absturz, an seinem Rande schlanke Föhren. Unter den 
Besuchern sind neue Ankömmlinge, die jubelnd ihr Entzücken kundgeben, 
und andere, die, an und über das Geländer gelehnt, die Tiefe oder die 
Ferne mit und ohne Fernrohr betrachten. Rechts hat sich eine Gruppe 
zu lagern begonnen, Kinder treiben sich herum, und Harfenistin und 
Sängerin tragen zur Unterhaltung bei. 94x263. 

Hiervon besitzt Bruno Golz-Leipzig einen Abdruck auf losem Chin. Papier. 

Darunter, ebenso: 

226 H 187. „Die Basteifelsen bei Rathen." 

Vorne die Elbe; jenseits die natürliche Mauer der zerklüfteten Felsen: 
viele davon, ebenso wie die Schuttberge an ihrem Fuße, mit Gebüsch 
und Wald bedeckt. Hoch oben das Basteigeländer mit seinen winzigen 
Beschauern, weiter unten zwischen den Felsen eine einbogige Brücke. 
Längs des jenseitigen Ufers einzelne Häuschen; weiter oberhalb, hinter 
dem Ufergebüsch halb versteckt, ein Dörfchen am Fuß der Höhe, die 
den dicken Ruinenturm trägt. Neue Turmfelsen schließen ab. Auf dem 
Strom zwei Segelschiffe und ein übersetzender Nachen. Vorn in der 
Ecke Mädchen und Knabe mit Kuh und Ziege, hinter ihnen die Mutter 
mit Futterkorb und Rechen. Weiter hinten an dem mächtigen Baume 
ist man mit Herbsten beschäftigt. 96x264. 

Darunter, ebenso, als unterer Abschluß, vier kleine Ansichten: 

227 H 188. „Stolpen." 

Auf einem steilen Basaltfelsen ragen bedeutende Reste einer Burg 
empor, der entferntere Teil, noch in besserein Stande, zei^t einen 
Turmbau mit Giebeldach, der Vorderteil, nur Ruine, neben massigen, 
niederen Ruiuitürmen ein schlankes Oktogon. Auf der Straße trei: 
Schäfer seine Herde nach dem Vordergrund. Hier sit/t mit seinem Hurnlc 

70 



1 A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1834 

ein Jäger im Gespräch mit einer Frau, die ihre Grasbürde auf dem 
Rücken hat. 51x78. 

228 H 189. „Der Bielgrund." 

Auf einem Hügel unter Tannen sitzen Hirte und Hirtin; ihre Kühe 
und Schafe weiden in der Nähe am Bache. Jenseits, hinter Hütten und 
Tannenwaldung, die Felswand mit ihren seltsamen, schlanken Türmen. 

51x77. 

229 H 190. „Der Brand bei Hohenstein." 

Von einer Feisenfläche mit einigen hohen Föhren sieht man in das 
weite Eibtal mit seinen burgartigen Bergformen. Eben angekommene 
Wanderer genießen frohlockend die Aussicht; andere sitzen im Schatten; 
die Wirtin und ihr Söhnchen bringen Erfrischungen. 51x77. 

230 H 191. „Lohmen." 

Vorn treibt ein Schäfer mit einem Knaben seine Herde nach der ein- 
bogigen, mit einem Kreuz verzierten Brücke über die Wesenitz. Auf 
den Felsen nahe dahinter das mit Büschen und Bäumen umgebene 
Schloß. 51x77. 

Linke Einfassung, vom oberen bis zum unteren Rande: 

231 H 192. „Das Thor auf dem Neu-Rathen." 

Zwei gegen einander geneigte Felswände bilden das natürliche Spitz- 
bogentor. Eine auf zwei gemauerten Steinpfeilern und einem hölzernen 
Träger ruhende Brücke mit hoher Brustwehr führt über die Schlucht 
zu dem Tore, durch das der Weg weiter geht. Die Felswände, zum 
Teil mit Föhren bewachsen, zeigen Spuren alter Befestigung. Die vor- 
nehme Welt sieht von der Brücke in die Tiefe. 51x51. 

232 H 193. „Pirna und der Sonnenstein." 

Am Fuße einer steinernen Denksäule rasten zwei Männer und ein 
Knabe mit ihrem Hunde. Von hier zieht sich der Felsweg nach dem 
Städtchen Pirna im Mittelgrunde und dem über ihm ragenden Sonnen- 
stein. 60x82. 

233 H 194. „Das Gasthaus auf der Bastei." 

Unter dichtem Nadel- und Laubholz das Gasthaus im Schweizerstil, 
zu dem über tiefe Schluchten eine Brücke führt. Am Rande der nach 
vorn sich hinziehenden Schlucht sitzen vornehme Städter. 60x82. 

234- H 195. „Die Kuhstall-Höhle." 

Über der natürlichen Felsenhalle, dem sog. Kuhstall, bilden wunderbar 
ineinandergefügte Steinblöcke eine mächtige Felswand. Zur Rechten 
führen Stufen in einer Spalte auf die Höhe des Felsens. Fremde kommen 
und gehen; in der Halle selbst sitzen andere am wirtlichen Tisch. 60x82. 

71 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1834 

235 H 196. „Der Wasserfall bei Langhenersdorf." 

In enger Felsenspalte stürzt das Wasser in die Tiefe, sammelt sich in 
einem Becken und eilt dann in kleinen Fällen dem Bache zu. 51x51. 

Rechte Einfassung, ebenso: 
230 H 197. „Das Thor im Ottowalder Grunde." 

Drei im Stürzen zwischen Felswände geklemmte Felsblöcke, reich mit 
Moos und Tannen bewachsen, bilden das niedere Tor, durch das der 
Waldbach fließt. Ein Brettersteg führt durch das Tor, durch das ein 
Fremder in Begleitung eines Führers kommt. 51x51. 

237 H 198. „Hohenstein." 

Von Bergen überragt und umgeben von engen Gründen, steht auf 
senkrechtem Felsenturm Schloß und Städtchen Hohenstein. Im Vorder- 
grunde lagern Wanderer mit ihrem bepackten Führer und einem Hund 
bei der Mahlzeit; einer ist mit Zeichnen beschäftigt. Über die Wiese 
wird eine Kuhherde vom Hunde dem Tale zu getrieben. 60x82. 

238 H 199. „Schandau und der Lilienstein." 

Vom hohen Vordergrunde, auf dem ein Junge seine Ziegen weidet, 
sieht man tief das Eibstädtchen Schandau liegen. Auf der Elbe Schiffe, 
zu beiden Seiten ein flacher Ufersaum mit seinem Fußpfad. Weiter 
hinten steigen die Berge steil aus dem Wasser, von dem fernen Liiier.- 
stein überragt. 60x82. 

239 H 200. „Das Prebischthor." 

Das zu einem riesigen Tor geschaffene Felsengebilde mit weiter Durch- 
sicht wird unten von einem geborstenen mächtigen Felspfeiler getragen. 
In seiner Spalte wurzeln Föhren, die den mit einem Geländer versehener, 
äußersten Felsvorsprung beschatten. Vorn Waldung, aus der Kinder mit 
einem Hunde gesprungen kommen, um Beeren in ihre Töpfchen zu 
sammeln. 60x82. 

24-0 H 201. „Der Amselfall bei Rathen." 

Aus bemoosten Felswänden bricht das Wasser unter Felsplatten breit 
und kräftig hervor, stürzt in die Tiefe und fließt dann ruhig zwischen 
kleinem Gestein weiter. An des Baches Rande sitzt ein Wanderer. 
51x51. 

Dieselben Ansichten mit der vom Künstler mit der kalten Nadel eingeschnittenen l.uft 
s. unten zum Jahre 1860. 

241 H 202. „Der Zahnbrecher in einem roemischen Staedt 
chen Angekauft vom Saechfischen Kunstvereine auf das Jahr 
1834. I 1 Elle 16 Zoll breit, 1 Elle 4 Zoll hoch." 

tal da [Jilderchionik des sächsischen Kunitvetems- VHUf Jahrgang I3W 

72 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1834 

Im Winkel einer Straße des auf unebenem Boden und vielfach aus 
den Bruchstücken antiker Monumente erbauten Städtchens bildet der 
berittene Heilkünstler den Mittelpunkt der versammelten Menge. Mit 
einer gewissen städtischen Eleganz gekleidet, welche zu dem Geflechte 
lebendiger Schlänglein, das er um den Hals trägt, seltsam stimmt, sitzt 
er mit affektiert jugendlicher Strammheit auf dem Schimmel, hinter sich 
ein Kästchen chirurgischer Werkzeuge, im Begriff einen soeben aus- 
gebrochenen Zahn auf seine Degenspitze zu heften, um ihn so den Zu- 
schauenden zu zeigen. Der Behandelte hält mit dem Ausdruck starren 
Schmerzes den Finger an den Mund. Vorn am Pferde steht ein phan- 
tastisch gekleideter Bursche, der Sancho Pansa dieses fahrenden Ritters, 
einen Warenkasten umgehängt vor sich tragend, und stößt in die mit 
Quasten und Bändern verzierte Trompete. Zunächst dem Heilkünstler steht 
eine junge Frau, die ihren Wunsch nach Hilfe ausdrückt, eine andere 
sie führend, den Wasserkessel auf dem Kopfe. Weiter zurück Mädchen, 
die am Röhrbrunnen beschäftigt sind. Reges Leben auch neben diesen 
Gruppen. Rechts u. der Linie: „Gest. von A. L. Richter." I.: „Gem. v. 
. Lindau." 204x311. 

I. Unter der 1. u. E. ,,ALR" verschlungen ganz dünn in offener Schrift, vor vielen 

Arbeiten; am Rande Nadelproben. 
II. Fast vollendeter Probedruck vor aller Schrift. Das Monogramm ist getilgt. Der durch 
den Torbogen rechts sichtbare Hügel, auf welchem man einen Mann, eine Frau und 
ein Kind bemerkt, ist nur mit einer einfachen Strichlage bedeckt, während in den 
vollendeten Abdrücken zwischen diesen Strichen eine Menge kleiner Strichelchen ein- 
geschnitten sind. Die in der Mauervertiefung, 1. von dem auf dem Esel reitenden 
Mönch, sichtbare kleine Lichtstelle ist noch ganz weiß. 

III. Vollendet vor aller Schrift. 

IV. Mit der Schrift. 

242 H 203. „Bauern aus einem Dorfe, welche die Leipziger 
Schlacht | mit ansehen. | Angekauft vom Saechfischen Kunst- 
vereine auf das Jahr 1834. | 23 Zoll breit, 19 Zoll hoch." 

Aus der ,, Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins". Vllter Jahrgang 1834. — Mit 
Nr. 243 auf einer Platte. 

Im Winkel zwischen den Gauben und Vordächern eines Bauernhauses 
hockt vorsichtig niedergeduckt ein alter Bauer mit zwei Knaben. Der 
Alte beobachtet durch ein Fernrohr, das er ans rechte Auge drückt, das 
Gefecht, das gar nicht fern zwischen Staub und Dampf vor sich geht. 
Weiter fort, alles in himmelhohe Dampfwolken gehüllt, brennende Gehöfte, 
Mühlen und Dörfer. Die beiden Knaben blicken mit Mienen des Schreckens 
nach dem Schlachtfelde. Oben ein Rabenzug. — Rechts u. der Linie: 
„Gest. v. A. L. Richter." I.: „Gem. v. Mende." 81x112. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift. Die Querlinien in der Luft gehn bis zur Mitte der Vögel 
herab. 
II. Vollendet vor aller Schrift. Die Querlinien in der Luft gehn r. tiefer hinab und 
reichen bis an das Dachfenster. Der Rauch des brennenden Dorfes ist überarbeitet. 
III. Mit der Schrift. 

73 



1A2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1S34 35 

243 H 204. »Der erste Zahn. | Angekauft vom Säch fischen 
Kunslvereine auf das Jahr 1834. | 19 Zoll breit, 1 Elle 3 Zoll 
hoch." 

Aus der „Bilderchronik des Sächsischen Kunstvereins". Vllter Jahrgang 1834. — Mit 
Nr. 242 auf einer Platte. 

In enger Stube sitzt die Großmutter neben der Wiege, das kleine 
Enkelchen auf dem Schoß. Mit dem Zeigefinger überzeugt sie die Eltern 
und das Schwesterchen vom Dasein des ersten Zahns. — Rechts u. d. 
Linie: „Gest. v. A. L. Richter." 1.: „Gem. v. Hantzsch." 125x112. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift. Die Kleider der Mutter und Großmutter zeigen noch viele 
weiße Stellen. Das Tuch über dem Korb im Vordergrund 1. zeigt nur Faltenschatten; 
die r. o. Ecke ist noch nicht fertig. 
II. Vor aller Schrift. Die Kleider der beiden Frauen sind durchaus mit Strichen bedeckt ; 
das Tuch zeigt jetzt ein querstreifiges Muster. 

III. Mit der Schrift. 

IV. Mit der Schrift; die Querstreifen auf dein Tuche sind beseitigt. 

1835. 

244 H 205. Schlosskirche zu Wechselburg. 

Titelvignette zu: „Die Schlosskirche zu Wechselburg, dem ehemaligen Kloster Zschillen. 
Bearbeitet und herausgegeben von Dr. L. Puttrich, unter besonderer Mitwirkung von G. V. 
Geiser dem Jüngeren, Maler, mit einer Einleitung von Dr. C. L. Stieglitz, Dompropst, sämmt- 
lich Mitglieder des Vorstandes der deutschen Gesellschaft für Erforschung vaterländischer 
Sprachen und Alterthümer zu Leipzig und mehrerer auswärtiger gelehrter Gesellschaften. 
Mit 13 Abbildungen. Leipzig, gedruckt bei F. A. Brockhaus, auf Kosten des Herausgebers, 
1835." Folio. In Umschlag 8 Thlr. Chin. Papier 12 Thlr. Titelblatt, 27 S. 1 Bl. 13 Tafeln. 

Im Schloßhof, in den man durch das zurückliegende, 1. an die Kirche 
sich lehnende Vorgebäude gelangt, steht die romanische Kirche mit 
einem Teil des an sie anstoßenden Schlosses im Renaissancestil. Ihre 
Längsseite ist durch Lisenen und Bogensimse in fast quadratische Felder 
geteilt und hat im oberen Mittelfeld ein mächtiges Rosenfenster. Zu dem 
Schloß, mit Wappen über dem offenen Torbogen, führt ein terrassen- 
förmiger, von Bäumen beschatteter Aufgang, an dessen Anfang ein 
Kandelaber steht. Im Vordergrund zwei Herren zu Pferde, von denen 
der eine mit dem ehrerbietig vor ihm stehenden Jäger spricht. Weiter 
fort ein Bursche, der ihm seine gekoppelten Hunde hält. — Diese Figuren- 
beigabe ist nach Mitteilung von L. R. an Ed. Cichorius ganz Richter's 
Eigentum. — Rechts u. den Linien die Unterschrift: „L. Richter sc." 
1.: „C. Werner del." 97x118. 

I. Vor vielen Arbeiten an der Luft, den Gebäuden und Figuren. Bez. 1 u. ganz z.ni 
II. Die Arbeiten sind nachgeholt, die Bezeichnung durch die beiden neuen < 

245 H 206. „Römische Pilger und Pilgerinnen gehen durch 
einen Bach. | Angekauft vom Saechs. Kunstverein auf das 
Jahr 1835. | 1 Elle 20 Zoll breit, 1 Elle 6 Zoll hoch." 

Ans der „Bilderclironik det Sichtlichen Kunstverrins-. VUItcr Jahrgang 1835. 

74 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1836 

In einer offenen Landschaft, in einiger Ferne hinter mächtigen Fels- 
rücken eine halbversteckte Burgruine und wenige Bäume und Büsche, 
rinnt zwischen flachen Ufern der Bach. 

Von der Pilgertruppe sind erst wenige nach 1. über das Wasser gelangt. 
Eben hilft ein Mann einer Frau ans jenseitige Ufer, ein anderer deutet 
nach dem nun einzuschlagenden Weg. Ein ältlicher Mann, der ein 
Maultier mit zwei jungen Frauen am Zügel führt, ist im Durchschreiten 
begriffen. Noch diesseits bereiten sich fünf jugendliche Frauen zum Über- 
gange. Eine sechste hat schon ein Pilger auf den Armen, während sie 
ihre Arme um seinen Nacken geschlungen hat. Neben ihm eine heiter 
blickende Frauengestalt, die, sich aufschürzend, den Stab ins Wasser 
setzt. Eine dunkel gekleidete Frau sitzt erwartend auf dem Rand des 
Rasens. Vorn eine knieende Mutter, das vor ihr stehende Kind an der 
Brust. Eine andere zieht sich den Strumpf vom Fuße; die letzte steht 
noch zurück, mit der Linken ihr ängstliches Mädchen beruhigend, mit 
der Rechten den verzierten Stab mutvoll ausstreckend. Sie trägt ihr 
Gepäck nebst Rocken und Spindel auf dem Kopf. Rechts u. der Linie 
die Unterschrift: „Gest. v. Richter." 1.: „Gem. v. Lindau." 179x248. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift und vielen Überarbeitungen. Die Luft ist noch weiß, mit 
Ausnahme einer Wolke, die sich von dem hohen ßerg des Mittelgrundes nach der 
rechten oberen Ecke zieht. Ebenso zeigen die Berge der linken Seite, der Bach, der 
Boden des Vordergrundes, der darauf liegende Schuh und Pilgerhut, das rechts daneben 
liegende Tuch, die Gewänder usw. noch viele weiße Stellen. Die obere linke Ecke 
ist noch nicht geschlossen, und der Plattenrand zeigt viele Nadelproben. 
II. Fast vollendet vor aller Schrift. Die Lichter auf dem Brustlatz des Mädchens links 
von dem Manne mit der Pilgerflasche sind weiß und noch nicht durch Punkte gedämpft. 
Die scharfen Konturen der dunklen Wolken über dem Kopfe der Frau, welche getragen 
wird, sind ebenfalls noch nicht durch angefügte kurze Strichelchen gemildert. Die 
Plattenränder sind voller Nadelproben, die obere linke Ecke ist geschlossen. 

III. Mit weiteren Arbeiten, z. B. einer senkrechten Strichlage im Wasser und neben dem 
Maultier. 

IV. Mit zwei Zeilen Schrift; ohne Bezeichnungen. 
V. Mit aller Schrift. Platte vollendet. 



1836. 

246 H 207. „Auszug der Tyroler. | 1 Elle 16 Zoll breit, 1 Elle 
21 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins". IXter Jahrgang 1836. - Mit Nr. 247 
auf einer Platte. 

Aus dem Dorfe, dessen Kirche mit dem Friedhof im Mittelgrunde zur 
Linken hervorragt, kommt eine Schar in den Krieg ziehender Tiroler. 
Als Führer schreitet ein junger Mönch im Ordenskleid dem Zuge voran, 
in der Linken die Fahne, in der Rechten den Säbel ; ihm zur Seite als 
Tambour ein kleiner Knabe. Vorn unter den Kriegern ein stattlicher 
Jüngling mit dem Stutzen, den Dogghund zur Seite; ein anderer an 

75 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1836/37 

Jahren älter und nur mit einer Pike bewaffnet, ballt, wie es scheint 
überrascht, die Faust nach dem oben von der Kirche hinzukommenden 
jungen Burschen, der begeistert seinen Hut schwenkt. Ein junger Fahnen- 
träger, der an der Seite geht, nimmt zärtlich Abschied von Weib und 
Kind. Weiter hinten reicht ein stark beleibter Wirt den vorübergehenden 
Kriegern den Abschiedstrunk. Rechts am Wege, von zwei Mädchen 
geleitet, ein alter blinder Mann; segnend streckt er die Rechte nach den 
Abziehenden aus. An der Kirche verabschiedet sich ein altes Mütterchen 
von ihrem Sohne. Frauen mit Kindern, die den Vorübergehenden noch 
den letzten Gruß geben, stehn an der Mauer des hochgelegenen Fried- 
hofs. — Rechts u. der Linie die Unterschrift: „Gest. v. L. Richter." I.: 
„Gem. von Müller." 117x147. 

I. Vor der Schrift. Mit Einfall am linken Rande unten: Tannenbaum vor einem Hause 

Nadelproben (Essen). 
II. Vor der Schrift. Der Einfall ist getilgt, der Rand gereinigt. 
III. Mit der Schrift. 

247 H 208. „Das Innere einer Dorfschule. | 1 Elle 9 Zoll breit, 
1 Elle 3 Zoll hoch. | Jahr 1836." 

Aus der »Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins". IXter Jahrgang 1836. - Mit Nr. 246 
auf einer Platte. 

Im Dorfschulzimmer sitzen an Tischen und auf der Bank um den großen 
Kachelofen in der Ecke die Schulkinder, Mädchen und Knaben. Der Lehrer 
steht vor seinem bequem eingerichteten Platz vorn, dicht am niedrigen 
runden Fenster, mit der Rute in der Hand da. Zahlreich sind vor ihm 
die kleinen Sträflinge versammelt. Während die einen sich zu recht- 
fertigen suchen und dabei nach den im Hintergrund Sitzenden deuten, 
nehmen andere still den Tadel des Lehrers hin ; wieder andere weinen 
bitterlich. Ganz vorn ein weinender Knabe, der auf Erbsen knieen muß. 
Ringsum Schulgeräte; das Klavier mit dem Notenpult und der daran 
hängenden Violine nimmt den rechten vorderen Teil des Schulzimmers 
ein. Rechts u. der Linie die Unterschrift: „Gest. v. L. Richter.", links 
„Gem. v. Hantzsch." 115x148. 

I. Vor der Schrift. 
IL s. zu Nr. 246. 
III. Mit der Schrift. 

1837. 

248 H 209. Die Anbetung der Hirten. 

Auf dem mittleren Hauptfelde des reich von Arabesken umrankten 
Blattes hält Maria das Christuskind im Arm; neben ihr Joseph. Vor 
dem Stalle knieen anbetend Hirten, andere sitzen musizierend auf den 
nach den Seiten sich hinziehenden Hügeln; bei ihnen jubelnde Kinder; 
weitere Besucher kommen aus der Ferne herbei. Über der Krippe 

76 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1839 

schwebt hoch oben ein Engel. Unten überreicht der Künstler sein Werk 
einer Schar Kinder, die kleinsten von den Vätern getragen. Zu beiden 
Seiten dieses Feldes zwei Kindergestalten, über der linken, betenden, 
„Ora", über der rechten, arbeitenden, „Labora". 

Oben in einem Halbbogen „Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf 
Erden u. d. Menschen ein Wohlgefallen." — In den beiden unteren Eck- 
feldern: „Den Kindern meiner lieben Freunde." — „Zum Weihnachtsfest 
1837." — Dazwischen: „Wie der Autor seinen Mäcenaten das Opus über- 
reicht." — Bezeichnet mit dem Monogramm Ferdinand Berthold's, dem 
die Zeichnung zu der Platte gehört sowie die Ausführung der oberen 
kleineren Hälfte, während L. R. ihm die Radierung des unteren Teils der 
Platte abnahm. Man unterscheidet deutlich Richters überlegene, weit 
leichtere und freiere Hand. 270x200. 

I. Auf braunem Papier, am Rande Nadelproben. 
II. Auf weißem, auch auf chin. Papier; der Rand ist abgeschliffen. 

1839. 

„Zehn | Ansichten merkwürdiger Gegenden in | Sach- 
sen, | aufgenommen und radirt | von | Ludwig Richter. | 
Dresden und Leipzig | Arnoldische Buch- und Kunsthand- 
lung. | Ladenpreis 1 Thlr. Fein colorirt 3 Thlr." 

Unter dem aus Zierleisten gefügten Rahmen: „Druck von 
G. B. Teubner in Dresden." 

Ein Heft in Umschlag mit dem Titel, die Blätter ohne Nummern, in den Umschlag geheftet. 
Quer 4°; die Blätter auf 234x296 beschnitten. Doch finden sich die Blätter auch ungeheftet, 
einzeln oder in ganzer Folge und unbeschnitten. Von allen Blättern gibt es zwei Zustände: 
I. Vor dem Titel; II. Mit dem Titel; ohne weitere Unterschiede als Lücken in den Ein- 
fassungslinien und gelegentliche Nadelproben ; die einzigen Ausnahmen davon siehe bei 
Nr. 250 „Leisnig" und bei Nr. 253 «Stein bei Hartenstein". 

Die Ansichten sind 1839 erschienen, aber schon 1828 radiert, vergl. den Nachweis aus 
Briefen L. R.'s an Joh. Nie. Hoff und G. Wigand, auch seiner Auskunft an Ed. Cichorius, 
bei K. Budde: «Nachtrag zu Prof. Dr. Hans W. Singers Kritischem Verzeichnis" usw. S. 24 f . 

249 H 210. „Luthers Linde in Ringethal." 

Rechts neben der Kirche steht die uralte Lutherlinde; ihre Zweige 
überdecken den kleinen Friedhof, um den sich die Mauer, hinten mit 
Gedenksteinen, herumzieht. Unter ihrem Schatten trägt man ein Kind 
zur Taufe; die Eltern und zwei alte Männer folgen der Hebamme. Ganz 
im Hintergrund und ganz vorne rechts stehn je zwei Frauen. An der 
Kirchwand sind 1. zwei Denkmäler eingemauert; r. davon ragt die nied- 
rige Sakristei heraus. Vorn pflücken zwei Kinder zwischen den Grab- 
platten Blumen. — 112x155. 

Das Blatt ist in der Versteigerung Kirschbaum, München 1851, Nr. 330, unter dem Titel: 
«Une chapelle dans une eimetiere, oü des paysans aecompagnent un enfant au bapteme", 
Joh. Chr. Erhard zugeschrieben (Notiz aus: «Aloys Apell, das Werk von J. Ch. Erhard. 
Dresden 1866, Apell"). 

77 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1839 

250 H 211. „Leisnig." 

Im Vordergrund I., im Schatten eines Kornfeldes, sitzt eine Frau, ihr 
Kind an der Brust, dem ein kleines Mädchen zusieht; dabei ein alter 
Mann, der seine Sense dengelt. Rechts, jenseits des Feldwegs, vier 
Kinder mit einem Hunde. Der Mittelgrund ist reich belebt von Schnittern 
und Schnitterinnen. Hinter dem Kornfeld erhebt sich links auf reich 
mit Bäumen bewachsener Anhöhe, die etwas r. von der Mitte steil zum 
Tale der Zschopau abfällt, ganz im Schatten liegend, das Städtchen 
Leisnig mit ragender Kirche und Schloß. Die r. Hälfte des Hintergrundes 
füllt eine sich weit ausdehnende, immer flacher werdende Landschaft, 
durch welche der Fluß sich in Windungen hinabzieht. Über der Brücke 
im Mittelgrunde, die r. zu einem Dorfe führt, eine Insel, am 1. Ufer ihr 
gegenüber eine alte Kirche mit hohem Dachreiter. — 114x157. 

I. Vor dem Titel: viele Stellen, besonders Mauern und Dächer, sind noch weiß (Bremen, 

Kunsthalle). 
II. Vor dem Titel: die Arbeiten sind nachgeholt. 
III. Mit dem Titel. 

251 H 212. „Nofsen." 

Im Vordergrunde, zwischen höherem und niedrigem Weidengebüsch, 
der Arbeitsplatz eines Zimmermanns, der mit dem Behauen eines Balkens 
beschäftigt ist. Hinter ihm steht seine Frau mit zwei kleinen Kindern, 
ihm 1. gegenüber trägt ein wenig größeres Späne in einen Korb. Ganz 
vorn sitzt 1. an einen Stamm gelehnt ein Knabe, der ein flötendes 
Brüderchen auf dem Schöße hält. Über die steinerne Brücke im Mittel- 
grunde 1. fährt ein Frachtwagen ins Städtchen Nossen. Die linke Hälfte 
des Hintergrundes füllt auf steilem Bergkegel das mächtige Schloß, das 
1. die Häuser des Städtchens, r. hohe Bäume hinter der Zimmermanns- 
familie überragt. — 113x155. 

Vergl. den Stahlstich Hoff 2830. 

252 H 213. „Eingang in das ehemalige Kloster Zelle." 

Durch das mächtige romanische Portal der Umfassungsmauer des 
Klosters, das bis fast zu den Säulenknäufen verschüttet ist, zieht eine 
Rinderherde, voran, schon unter dem Portale, geht eine Frau, einen 
verdeckten Korb auf dem Kopfe. Der Ochse vorn in der Mitte richtet 
den gesenkten Kopf gegen einen ihn anbellenden Hund. Der Herde 
folgt ganz r. eine Frau, einen gehäuften Korb mit Gras auf dem Rücken, 
hinter ihr ein Mann. Links hängt ein mächtiger Baum herüber. An der 
Klosterpforte 1. steht ein Mädchen mit zwei Kindern. — 114<157. 

253 H 214. „Stein, bei Hartenstein. 1 ' 

Auf der Anhöhe r. im Vordergrund sitzen zwei Jäger mit ihren drei 
Hunden. Der eine hat die Flinte im Arme und sieht hinaus in die 
Ferne, der andere bläst das Waldhorn. Auf dem Wiesengrunde im Tale 
I. weidet eine Herde. Über den durch das weite Tal sich schlangelnder. 
Fluß führt von I. eine bedeckte Brücke in das Schloß Stein, das mit zwei 

78 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1839 

spitzbehelmten Türmen und einem runden Bergfried zwischen Fluß und 
Wald liegt. Hinten ein bewaldeter Bergzug. — 113x155. 

I. Hat am 1. Rande einen Einfall: ein weibliches Köpfchen, halbes Profil nach r. 21X1!. 

254 H 215. „Frauenstein." 

Die wohlerhaltene, aus drei übereinandergelegenen Mauermassen be- 
stehende Schloßruine Frauenstein, innerhalb ihrer Ringmauern mit Laub- 
holz bewachsen, liegt 1. im Mittelgrunde auf einer nach dem Beschauer 
hin kahlen Höhe. Dicht unter der äußeren Mauer weidet eine Schaf- 
herde. Rechts ziehen sich Tannen hinunter bis an die vom Friedhof 
umgebene Kirche im Tale, zu der sich von 1. her der Wiesengrund hin- 
zieht. Auf ihm links vorn eine Frau, zwei Kinder bei sich, mit dem 
Bleichen des Leinens beschäftigt; hinter ihr eine Scheune, in die vom 
hochbeladenen Wagen Heu eingebracht wird. Zur Rechten im Vorder- 
grund steht auf einem kleinen Hügel ein Jäger, den Flug der Raub- 
vögel verfolgend. Einer seiner Hunde beobachtet ihn, ein anderer durch- 
sucht das Gebüsch. — 111x155. 

255 H 216. „Wolkenstein." 

Im Mittelgrund, über der im Tal fließenden Zschopau, erhebt sich eine 
schroffe Felswand, auf deren Höhe das Schloß und r. dahinter ein Teil 
des Städtchens Wolkenstein liegt. Das Schloß liegt im Schatten, ebenso 
das Wäldchen, das sich nach 1. hinabzieht. Im Vordergrund 1., diesseits 
des Flusses, auf hell beleuchtetem Abhang, ruht ein Ziegenhirt mit seinem 
Hunde. Eine Ziege geht nach 1. bergab dem Vordergrund zu. — 114x151. 

256 H 217. „Buchholz, bei Annaberg." 

Links am Eingang in das Städtchen Buchholz stehn im Vordergrund 
zwei Hütten ; auf die erste, deren Tür offen steht, schreitet ein alter 
Bergmann zu, der Stock und Grubenlicht trägt. Rechts vor einigen 
Bäumen, hinter denen das Städtchen mit seiner hochgelegenen Kirche 
hervorsieht, sitzt ein Mädchen in Unterhaltung mit einem Burschen, der, 
sein beladenes Reff auf dem Rücken, vor ihr steht. Dahinter eine junge 
Frau mit zwei Kindern, etwas zurück, ganz r., drei raufende Knaben. 
Bez. u. in der linken Ecke: „ALR", verschlungen. — 112x156. 

257 H 218. „Aussicht vom Pöhlberge, bei Annaberg." 

Vom Fuße des den Hintergrund füllenden Gebirges zieht sich die 
weite Ebene, in deren Mitte r. ein Dorf sichtbar ist, nach dem felsigen 
Vordergrund. Hier sitzt ein Hirte, die Mahlzeit bereitend, auf der Schatten- 
seite des Gipfelfelsens. Ein Junge kniet vor dem am Feuer stehenden 
Topf, ein anderer trägt ein Bündel Reisholz auf der Schulter herbei. 
Die Ziegenherde ist zerstreut. Eine alte Ziege mit der Leitglocke steht 
ganz vorn bei ihrem Zicklein, während eine andere auf der Höhe des 
Hauptfelsens nach dem in der Luft kreisenden Raubvogel hinsieht. — 
Bez. u. 1. auf einem Stein: „R", 112x156. 

79 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1843 

258 H 219. „Lauterstein, bei Marienberg." 

Im Mittelgrund steht auf steilem, niederem Fels ein runder Turm und 
einige Mauern mit einzelnen Bäumen, die Ruine Lauterstein. Hinter ihr 
erhebt sich der bewaldete Berg, r. von der Burg hohe Tannen; davor 
liegt eine aus Fachwerk erbaute Mühle. Ganz vorn auf dem Wege geht 
ein alter Mann, seine Pfeife rauchend, gestützt auf seinen Stock, mit 
einer jungen Frau und einem kleinen Mädchen nach links. Vor ihnen 
eine Oänseherde, die von einem die Hirtenflöte blasenden Knaben ge- 
trieben wird. — 112x156. 



1843. 
259 H 220. Die Göttin von Sais. 

Titelbild zu: »Mittheilungen | aus dem | magnetischen Schlafleben | der : Somnambule 
Auguste K. [Kachler] | in Dresden. | Mit Titelkupfer und Holzschnitten, i Dresden und Leipzig,! 
in der Arnoldischen Buchhandlung. ] 1843." Lex. 8. n. 2VeThlr. 1 Bl. XXII, 413 S. 1 S 

Im Mittelfeld ragt senkrecht ein Fels aus dem Meer, auf dem das 
Standbild der verschleierten Göttin von Sais steht, Halbfigur auf künst- 
lerischem Sockel, um den drei Männer sitzen, links mit dem Senkblei, 
vorn mit offenem Buche, rechts mit gen Himmel gerichtetem Fernglas. 
Darüber auf einem Schriftband: 

Willst Du das Innere der Natur ergründen, 
Frag sie nur selbst, sie wird es Dir verkünden. 
Unter dem Felsen auf einem unten gefranzten Vorhang ein nackter Mann 
in den Armen eines Knieenden mit 5 weiteren hilfreichen Gestalten. 

Links das Reich der Sonne, die in der I. o. Ecke steht, umrahmt, 
umrankt und abgeteilt von Flieder, Sonnenblumen und Ananas. Von 
oben fliegt ein Engel hernieder zu einem dahingestreckten Weibe, vor 
dem eine klagende Gestalt kniet, während hinter seinem Haupte ein 
Engel sitzt, unten ein Teufel abstürzt. Darunter ein nackter Knabe mit 
Heiligenschein, der einen Spiegel hält und hineinschaut. Darunter liegt 
vor einem Altar mit ewiger Lampe eine Schlafende. 

Rechts das Reich des Mondes, der in der r. o. Ecke mit den Sternen 
steht, umrahmt, umrankt und abgeteilt von Reben und Mohnkapsel. Zum 
Monde fliegt eine weibliche Gestalt empor. Darunter rupft Mercur der 
schlafenden Psyche die Flügel aus. Darunter eine Hexe auf dem Besen 
reitend, weiter eine Eule auf einem Totenkopf, zwischen Schlangen, unten 
eine Hexe auf dem Scheiterhaufen. 

Ein schmaler Sockel zeigt, weiß auf schwarzem Grunde herausgehoben, 
links eine Ansicht von Weinsberg, rechts Dresden von der magnetischen 
Heilanstalt des Grafen Szäpary aus, in der Mitte 2 Auftritte aus der 
magnetischen Behandlung mit je 2 Figuren. 

80 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1843/48 

Die Ranken der Umrahmung schließen sich über dem Schriftbande 
zusammen und gehn in 3 Flammen aus. — Bez. r. u. dem Stab: „LR", 
I.: „C. Bahr inv." 

I. Vor vielen Arbeiten an den Figuren, den Hintergründen usw. 
II. Vollendet vor der Schrift in dem Band. 
III. Mit der Inschrift. 

„Anweisung | zum Landschaft-Zeichnen, | nach den 
vorzüglichsten Meistern zusammengestellt | von | Prof. CA. 
Richter. | Dritte wohlfeilere Auflage in 41 Blatt. | Dresden 
und Leipzig, | in der Arnoldischen Buchhandlung. | 1843." 

Die 4 letzten Blätter sollen von A. L. Richter beigesteuert sein, was dem Tatbestande nach 
als wahrscheinlich gelten darf. Ob schon eine frühere Auflage sie enthält, bleibt festzustellen. 
Vergl. K. Budde „Nachtrag usw.» 1913, S. 32 f. 

260 H — Zwei Bäume, deren einer, eine Trauerweide, durch den andern 
hindurchgewachsen ist und ihn überragt. An ihrem Fuße sitzt ein Hirten- 
bub, vier Ziegen vor ihm, ruhend und grasend, diese besonders gut 
gezeichnet. — Platte ganz ausgefüllt, 254x187, ohne Einfassungslinien. 

261 H — Auf einer kleinen Steinbrücke am Ausgang eines r. gelegenen 
Gehölzes rastet eine junge Bäuerin, eine schwere Last auf dem Rücken; 
vor ihr lehnt ihr kleiner Bub an dem Baumstamm, der als Brücken- 
geländer über zwei Steinen liegt. Hinter der Frau ein mächtiger Baum 
(Eiche?), am r. Rande ganz vorn ein abgestorbener. — Platte 266x190, 
von der Zeichnung ausgefüllt. 

262 H — Rechts auf dem Hügel eine gothische Kirche, der Turm mit ein- 
fachem Giebeldach, über dem Chor ein Dachreiter. Auf dem Wege, 
der um den Kirchberg 1. herumführt, kommt ein Hirt mit fünf Rindern 
und einer Ziege nach r. unten herab. R. unter dem Berg bricht ein 
kräftiger Bach hervor, der zur r. u. Ecke abfließt. L. der gegenüber- 
liegende Talrand, im Hintergrund ein Berg, ganz hell gehalten. — Platte 
wie 261. 

263 H — Dorfrand, r. und 1. vom Weg je ein Bauernhaus unter Bäumen, 
über die 1. von der Mitte Kirchturm und Dachreiter schauen. Vorn 1. 
ein Teich, an dem ein Knabe, der eine Peitsche trägt, drei Rinder und 
eine Ziege saufen läßt. Auf dem breiten Wege, der aus der 1. unteren 
Ecke sich um den Teich windend ansteigt, gehn r. von der Mitte ein 
Mann mit schwerem Pack auf dem Rücken und ein Knabe mit einem 
Bündel in der Hand hinan. Im Hintergrund auf dem Wege Hirt mit 
Schafen. — Platte 259x199. 

1848. 

264 H 221. „Genovefa. Der sächsische Kunstverein seinen Mit- 
gliedern für das Jahr 1848." 

Roy. Folio auf chin. Papier l'/i Thlr. — Dresden, Verlag von Meyer & Richter, 1874 ; Dresden, 
Verlag von ]. Heinrich Richter, 1876. Später bei Alphons Dürr. 

81 6 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1848/49 

Hohe Bäume erheben sich über einer Felsenhöhle und verschränken 
sich zu einem Laubdach, durch dessen Mitte nur ein dämmerndes Licht 
fällt; hinten sieht man weidende Hirsche. Qenovefa mit Schmerzenreich 
und der Hindin sitzt, von Vögeln und Tieren des Waldes friedlich um- 
spielt, im Sonnenschein auf blumigem Rasen neben einer Quelle. — In 
der Mitte u. der äußersten Einfassungslinie die Unterschrift „L. RICHTER 
INV. U. SCULP." 315x179. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift, vor den einen Rahmen bildenden Einfassungslinien und 
vor vielen Überarbeitungen. Die Hirschkuh links über der Höhle ist noch ganz weiß, 
ebenso der ganze Raum darüber, in welchem die zwei Vögel fliegen. Obere 1. Ecke 
geschlossen, aber weiß. 
II. Mit der kalten Nadel überarbeitet. Die Hirschkuh hat eine Strichlage, und der Raum 
darüber, in welchem einige Baumstämme sichtbar werden, eine Kreuzschraffierung. 
Die Ecke ist gedeckt. 

III. Noch mehr überarbeitet. Der Raum um den Vogel in der unteren linken Ecke sowie 
die Lichtfläche auf dem Boden der unteren rechten Ecke sind zart schraffiert. Um 
den Fuß der Qenovefa steht das Gras dichter. 

IV. Die breite Lichtfläche des Felsblockes unter den drei Hirschen ist gedeckt, ebenso die 
Hirsche stärker schraffiert. 

V. Mit der Schrift außer dem Vermerk „Der sächsische Kunstverein usw." Auch der obere 
Teil des Felsblockes unter den Hirschen sowie der Stein r. von Genovefa haben eine 
Kreuzlage erhalten. Braunschweig, Kupferstichkabinet. 

VI. Mit aller Schrift und den acht Umrahmungslinien. Platte vollendet. 

265 H 222. „Rübezahl. Der sächsische Kunstverein seinen Mit- 
gliedern für das Jahr 1848." 

Roy. folio auf Chin. Papier l l /a Thlr. — Das Blatt erschien ferner in Dresden, Meyer & 
Richter, 1874; Dresden]. Heinrich Richter, 1876; zuletzt bei Alphons Dürr, Leipzig. 

In einer hohen baumbewachsenen Gebirgslandschaft, durch die man 
einen weiten Blick hat, erscheint einer Frau mit ihren Kindern Rübezahl, 
der Berggeist, mit dem sie dem schreienden gedroht hat. Die furcht- 
samen Kinder scharen sich um die Mutter, die, mutig den eigenen 
Schrecken bemeisternd, der derben Gestalt des neckischen, aber gut- 
mütigen Kobolds, der schon die Hand nach dem Schreihals ausstreckt, 
entgegensieht. Vorn liegt der kleinste Hemdenmatz strampelnd im Korb. — 
In der Mitte unter der äußersten Einfassungslinie die Unterschrift 
„L. RICHTER GEZ. U. RADIERT." 315x179. 

I. Ätzdruck vor aller Luft, vor den Bergen des Hintergrundes, vor der Schrift und den 

Einfassungslinien oberhalb der Mitte. 
IL Überarbeitet. Das Gebirge ist eingeschnitten. 

III. Luft und Wolken sind eingeschnitten. 

IV. Mit der Schrift und den äußeren achtfachen Umrahmungslinien ; die Einfassur. . 
sind ausgezogen. 

1849. 

„Alte und neue i Kinderlieder, Fabeln, Sprüche und 
Räthsel. | Mit Bildern nach Originalzeichnungen | von C. 
v. Heideck, W. v. Kaulbach, A. Kreling, | E. Neureuther, Fr. 

82 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1849/50 

Graf v. Pocci, L. Richter, | C. H. Schmölze, M. v. Schwind, 
C. Stauber | und A. Strähuber. | Herausgegeben | von | Oeorg 
Scherer. | Leipzig, | Verlag von Gustav Mayer. | 184Q." 

Auf der letzten Seite 152 unter dem Inhaltsverzeichnis: »Die K a u 1 b a c h'schen und 
S c h w i n d'schen Bilder sind nach den Originalzeichnungen der Künstler von E. Neu- 
reuther radiert. Die Krel ing'schen Illustrationen zu S. 70 und 87 wurden von C.Voltz, 
und die Schmolz e'schen Bilder zu S. 22, 40 und 79 von Brennhäuser ausgeführt. 
Sämmtliche in den Text gedruckten Illustrationen sind Chemitypien aus der graphischen Anstalt 
von C. H. Fried lein (Direktion v. C. Piil) in Leipzig.« Unten: „Druck von Breit- 
kopf & Härtel In Leipzig." 

4«. - X S. 1 Bl. 152 S. — 2 Thlr. 

Enthält eine Radierung auf Stahlplatte: 
266 H 228. Der Schnitzelmann von Nürnberg. 

In einer zeltartigen Jahrmarktsbude mit der Firma „J. Bu [xb] aumer| 
aus Nürnberg" — vor dem zweiten „u" von „Bu[xb]aumer noch ein über- 
schießender Strich aus Irrtum — steht zwischen vielerlei aufgestellten und 
aufgehängten Kinderspielwaren der Verkäufer, ein ältlicher Mann mit 
gutmütig-freundlichen Zügen, und zeigt seinen Besuchern die Künste 
eines zierlich gekleideten Hanswurstes. Besonders entzückt er damit 
ein kleines Kind auf dem Arm der Mutter und zwei Knaben, die sich 
dicht an den Tisch der Bude drängen. Hinter ihnen wendet sich ein 
dritter an einem mit Obst gefüllten Korb gleichfalls dem Verkäufer zu. 
Im Vordergrund ein dürftig gekleidetes Mädchen, sein Schwesterchen 
an der Hand, das eben in den Kopf seines Pfefferkuchenmanns beißen 
will, während es den Hund, der die Pfote hebt, mit Mißtrauen betrachtet. 
Ganz vorn 1. spielen zwei Knaben mit Geldstücken auf einem Kisten- 
deckel. Im Hintergrund r., ganz im Schatten, schaut ein Herr im Zylinder- 
hut im Eingang des Zeltes lächelnd diesem Treiben zu; 1. neben ihm 
öffnet sich der Blick auf die Straße voll Jahrmarktsgedränge. — Bezeichnet 
oben neben dem Aushängeschild auf der Säbeltasche eines hölzernen 
Husaren: „LR". Auch „J. (Jodocus = Judex = Richter) Buxbaumer" ist 
launige Bezeichnung des Künstlers. 160x108. 
I. Die Platte ist fertig. 

II. In der 4. Aufl. erhält sie noch am Unterrand die Nummer „119.", die Seite bezeich- 
nend, zu der sie seit der 2. Auflage einzutragen ist. 

Die Chemitypien siehe unter Abteilung I B. 

Die Holzschnitte S. 80 Wiederholung von Nr. 956 und S. 128 von Nr. 1246. 

Sonderdruck dieses Blattes mit breitem Rande in „Fünfzehn Radirungen | aus den | alten 
und neuen Kinderliedern | herausgegeben von | Oeorg Scherer. | Besondere Ausgabe In großem 
Format. | [Inhalt.] | Leipzig, Verlag von Gustav Mayer. | 1849." Darin von L. R. nur dieses 
Blatt. — Die Radierung wurde in der 2. bis 5. Auflage des Buches wiederholt, in der 6. Auf- 
lage 1879 auf den Holzstock übertragen. Siehe den I. Band der Kinderlieder Abt. II A3. 

1849—1850. 

„Deutsche Dichtungen | mit | Randzeichnungen 

Deutscher Künstler. | II. Band. | Herausgegeben | von der 

83 6 * 



I A2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1849^50 

Verlagshandlung | Julius Buddeus | Düsseldorf. | Druck von 
H. Feising in Darmstadt." 

40. — 1 Titelbl. 29 gezählte Bl. 1 Bl. — 6 Rthlr. 

Enthält drei Blätter, mit der Nummer unten in der Mitte außerhalb 
der Einfassungslinie: 

267 H 230. Frühlingslied des Recensenten. 

Auf freigelegenem, sonnigem Platz steht ein rohgezimmerter Brunnen, 
umgeben von blühenden Sträuchern. Hinter dem Brunnen im Mittel- 
grund erhebt sich ein Wäldchen, 1. davon liegt eine Wiese, unter der 1. 
der Mühlbach herfließt. Alt und Jung sind um den Brunnen versammelt, 
am nächsten drei junge Mädchen; die eine, mit herabfallendem Zopf, 
bückt sich, um ihren Krug zu füllen; die zweite steht neben dem Brunnen 
und sieht in die Höhe, während sie sich mit der Hand vor der Sonne 
schützt; die dritte bricht sich von den blühenden Sy ringen einen Strauß. 
Neben ihnen geht ein Kind zu der 1. sitzenden Gruppe, einer Mutter, 
die, von ihrer kleinen Schar umgeben, das Jüngste emporhält. Der 
Rezensent steht rechts hinter dem Brunnen, auf dem durch Zaun und 
Bretterwand abgesperrten Waldwege, ein alter, dürrer, fast kahlköpfiger 
Philister, den langen Winterrock bis oben zugeknöpft, in der Rechten 
seinen Zylinder und den Regenschirm, in der Rocktasche das Buch, den 
Kopf gravitätisch aufgerichtet und die Linke warnend gegen die wieder- 
kehrenden Störche und Schwalben aufgehoben. 

An den oberen, das Bild umgebenden Einfassungsstäben hängt lose an 
fliegenden Bändern ein seitwärts in Schleifen ausgehendes Band, daran 
oben 1. der Maienkranz. Auf dem Bande in Typensatz L. Uhland's 
„Frühlingslied des Recensenten." 238x185. 

Die Gruppe links, Mutter mit ihren Kindern, ist in „Familienlieder von Traugotf 1853, 
S. 87: „Der Frühling ist da!" auf Holz übertragen; das Landschaftliche ist dort etwas ver- 
ändert. Siehe Abt. II A 3. 

I. Ätzdruck vor vielen Arbeiten, vor Text und Nummer. Die Schatten in den unteren 
fliegenden Schleifen des Bandes, darein der Text eingedruckt werden soll, haben nur 
eine Strichlage, und die dunkle, aus Querstrichen gebildete Stelle zwischen den zwei 
oberen Wolken, welche bis an die u. Linie des Bandes reicht, fehlt noch. Der 1. 
Ärmel des Rezensenten ist noch fast weiß. 
II. Überarbeitet vor Text und Nummer. Die dunkle Stelle zwischen den zwei Wolken 
über den höchsten Spitzen der Baumgruppe ist vorhanden, und die Schatten in den 
oben erwähnten Schleifen des Bandes sind an ihren 1. Seiten durch Kreuzschraffierungen 
verstärkt. Der Ärmel ist durch eine senkrechte Lage gedeckt. 

III. Neben dem untersten Schatten der linken Schleife r. 6 starke kurze Striche; auf den 
Plattenrändern Nadelproben. 

IV. Die Striche sind ausgeschliffen, sodaß sie nur noch ganz schwach sichtbar sind. Der 
obere Rand zeigt viele Nadelproben. Vor Text und Nummer. 

V. Mit Text und Nummer „— 3 — ". Der Rand ist gereinigt, die Platte vollendet. Das 
Gedicht ist in Typensatz in das Band gedruckt, doch gibt es Abzüge vor dem Gedicht 
und solche in verschiedenen Farben. 

268 H 231. „Schlaflied.« 

Links am Waldsaum ruht ein Paar unter dem Schatten eines blühenden 
Holunderstrauches. Der Bursche hält den Stab in der Hand, stützt den 

84 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1851 

Kopf auf den Arm und lehnt sich an die innere Wand des laubenartig 
gewachsenen Strauches. Er betrachtet das zu seiner Seite schlafende 
Mädchen, das, den Kopf auf dem Arm, die Hände ineinandergelegt hat. 
An dem Bächlein, das nebenherfließt, zieht sich der Weg in des Waldes 
Dunkel, daraus zwei Rehe hervorkommen. Durch eine halbe Lichtung 
schimmert Waldgebirge. An dem oberen der das Bild umfassenden Ein- 
fassungsstäbe ein mit den gerollten Enden bis über die Baumkronen 
weit herunterfallendes Blatt, auf dem in Typensatz L. Tieck's Schlaflied 
steht. 240x198. 

I. Vor Text und Nummer. Die Höhen im Hintergrund 1. zeigen noch weiße Stellen; der 
r. Ärmel des Hirten zeigt nur eine Strichlage. In der größten Wolke fehlen noch 
sechs Schattenstriche. Die Höhen in dem Walddurchblick r. fehlen noch. 
II. Mit Text und Nummer „ — 22 — ". Die Höhen sind fertig, der Ärmel hat eine Kreuz- 
lage erhalten, die Wolken die fehlenden Striche. Die Höhen im Walddurchblick sind 
ganz leise angedeutet. Oben das Tieck'sche Gedicht in Typensatz ; (Essen). Doch gibt 
es Abzüge ohne dieses und in verschiedenen Farben. 
III. Die Höhen sind kräftig durchgeführt, die Platte ist fertig. 

269 H 232. Ruhende Hirtenfamilie im Wald. 

Am Waldrande lagert unter einer mächtigen Buche eine Hirtenfamilie 
mit ihren Schafen. Zunächst der Buche sitzt die Frau, das kleine sie 
liebkosende Kind im Arm; r. neben ihr, sie anschauend, ihr Mann. Ein 
junger Hirte sitzt, die Schalmei blasend, ihnen r. gegenüber im tiefen 
Schatten, der sich über den ganzen wilden Vordergrund ausbreitet, 
während von r. durch die Lichtung die Sonne auf die Buche und die 
unter ihr Ruhenden ihren vollen Glanz wirft. Auf der Rückseite in 
Typensatz L. Tieck's Gedicht „Wohl dem Mann, der in der Stille" usw. 
109x142. 

I. Ätzdruck vor vielen Überarbeitungen, vor Text und Nummer. Die u. r. Ecke ist 

noch weiß, ebenso die Luft. 
II. Vor der Nummer; „vor den letzten Arbeiten am großen Baum." (So nach Walther 
Meyer's Angabe.) 

III. Vor der Nummer; die Arbeiten sind nachgeholt, nur die r. u. Ecke bleibt nicht ganz 
geschlossen und nicht voll gedeckt. 

IV. Mit der Nummer „ — 28 — ". Das Gedicht steht in Buchdruck auf der Rückseite, doch 
gibt es Abzüge vor dem Gedicht, auch solche in verschiedenen Farben. 



1851. 
270 H 237. „Zwei Königskinder." 

Titelbild zu „Gedichte | von | Theodor Graf Riesch. | Leipzig: | F. A. Brockhaus | 1851." 
120. _ XXII, 598 S. 3 Bl. VII S. 2 Bl. 

Am felsigen Meerstrande liegt der Leichnam des gefundenen Königs- 
sohnes. An seiner Seite kniet mit aufgelöstem Haar die Königstochter; 
sie ringt die aufgehobenen Hände und starrt auf den verlorenen Ge- 
liebten. Teilnehmend steht der alte Fischer dabei, der sein Netz und 
Ruder im Arm hält. Brausend türmen sich die Meereswogen; Vögel 
durchkreisen die Luft. 

85 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1855 

Zwischen dem gewundenen Einfassungsrähmchen steht oben auf einem 
Band mit langen Endschleifen: „Gedichte von Theodor Graf Riesch", 
unten innerhalb der äußeren Einfassungslinien: „Zwei Königskinder." — 
In der Mitte, außerhalb der untersten Einfassungslinie die Unterschrift: 
„Gez. u. rad. v. L. Richter." 116x74. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift, vor der Luft usw. 

II. Vollendet mit Titel und Inschrift, doch vor dem Namen des Künstlers. 
III. Mit dem Namen. 
Siehe noch Abt. II B unter dem gleichen Jahre. 



1855. 
271 H 238. „Die Christnacht." 

Unten ruht die Stadt im Dunkel der Christnacht, die von Musikanten 
und Chorknaben auf dem Turm 1. verkündet wird, während r. gegenüber, 
aus dem erleuchteten Pfarrhaus, der Prediger zur Kirche hinabsteigt. 
In dieses Dunkel senkt sich durch die Sternennacht der von Lichtern 
blinkende, von zwei Engeln getragene, oben von vier Engelknaben mit 
einem flatternden Bande umschwebte Weihnachtsbaum; an seinem Fuße 
tragen und umschweben zehn Engelknaben den mit Früchten reich ge- 
schmückten Korb, darin das Christkind schläft. Zu unterst hält ein 
Engelknabe als Knecht Ruprecht zwar in der Rechten die Rute, schüttet 
aber zugleich aus seinem Körbchen einen reichen Segen von Früchten 
aus. Reiche, mit Sprüchen durchsetzte Umrahmung, oben 1. und r. das 
„Ehre sei Gott in der Höhe" usw. aus Lucas 2. (Die Beschreibung ist teil- 
weise dem „Richteralbum" mit Genehmigung des Verlegers entnommen.) 
— In der Mitte des Einfassungsstabs die Unterschrift: „Gez. u. rad. v. 
L. Richter." 527x386. 

Unter der Unterschrift „Die Christnacht": „SEINEN MITGLIEDERN 
DER SAECHSISCHE KUNSTVEREIN AUF DAS JAHR MDCCCLIV." 
Die Arbeit wurde aber laut Brief an Georg Wigand erst Ende Oktober 
1854 begonnen und war am 24. Mai 1855 noch nicht abgeschlossen. 

Imp. Folio auf chin. Papier 3 Thlr. 

I. Ätzdruck vor aller Schrift, vor der ornamentalen Einfassung und vor vielen Ober- 
arbeitungen. Die Lichtflächen der Wolken, welche die Engel mit dem Christkind 
tragen, noch ganz weiß, ebenso der Pfarrer r. u. und der Wimpel an der Trompete 
I. neben dem Christkind. 
II. Stark überarbeitet. Vor Schrift und ornamentaler Einfassung. Die Lichtflächen der 
Wolken sind sämtlich gedeckt, ebenso der Wimpel an der Trompete usw. Das Obst, 
welches der Engel ausschüttet, ist auf seinen Lichtseiten noch weil! und ebenso sind 
die drei Fenster unter ihm noch ganz hell. 

III. Noch mehr überarbeitet und ziemlich vollendet; vor Schrift und Einfassung 

Lichter auf den Früchten und Blättern sind durch zarte Striche gedämpft, die beiden 
oberen der vorerwähnten Fenster haben ein Muster, das untere hat Querstriche erhalten, 
und die ganze r. u. Ecke mit dem Geistlichen, der Steintreppe nebst Geländer und 
dem Gestein, in II fast weiß, ist in Halbschatten gesetzt. Das Gewölk ist noch hart 
und entbehrt, wie auch die erwähnten drei Fenster, in vielen Teilen der späteren 
Kreuzschraffierungen . 

86 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1860 

IV. Mit Schrift und Einfassung, vor der Widmung. Mit vielen neuen Arbeiten, vgl. den 

großen Engel r„ der den Christbaum hält, die Fenster über dem Geistlichen und r. 

neben dem untersten Engel. 
V. Mit der Widmung: „SEINEN MITGLIEDERN« usw. 
VI. Mit dem Vermerk: «Gedruckt bei F. R.Meyer et C£ in Dresden." in einer vierten Zeile, 

deren Wortlaut später wechselt. 
Das Blatt erschien ferner in Dresden, Meyer & Richter 1874, Dresden, J. Heinrich Richter 

1876; zuletzt bei Alphons Dürr in Leipzig. 

1860 (1834). 

„Sieben Blaetter | mit | XIX Ansichten der Sächsi- 
schen Schweiz. | Nach der Natur gezeichnet und radirt | 
von | Ludwig Richter. | Verlag von Ernst Arnold in Dresden." 

In Umschlag, schmal quer Folio 1 Thlr. — Ohne Bez. — Abdrücke von der im Jahr 1859 
galvanisch abgelagerten und zerschnittenen Platte. — Auch Sonderabdrücke der einzelnen 
Ansichten vor der mit der kalten Nadel eingeschnittenen Luft und vor vereinzelten Änderungen 
kommen vor (Essen). 

1. Blatt: „Umsicht auf dem Lilienstein." PI. 88x353. 
„I. gegen Rathen und Stolpen." Siehe Nr. 222. 

„II. gegen Schandau und den Winterberg. Siehe Nr. 223." 
„III. gegen den Königstein und Dresden." Siehe Nr. 224. 

2. Blatt: „Aussicht auf der Bastei." PI. 100x269. Siehe Nr. 225. 

3. Blatt: „Die Basteifelsen bei Rathen." PI. 103x269. Siehe Nr. 226. 

II hat statt der hölzernen Brücke auf die Bastei die neue steinerne. 

4. Blatt. PI. 100x281. 

„Pirna und der Sonnenstein." Siehe Nr. 232. 
„Das Gasthaus auf der Bastei." Siehe Nr. 233. 
„Hohenstein." Siehe Nr. 237. 

5. Blatt. PI. 100x286. 

„Die Kuhstall-Höhle." Siehe Nr. 234. 
„Schandau und der Lilienstein." Siehe Nr. 238. 
„Das Prebischthor." Siehe Nr. 239. 

II zeigt auf dem Felsen Fahnenstange und Geländer. 

6. Blatt. PI. 82x302. 

„Der Wasserfall bei Langhenersdorf." Siehe Nr. 235. 

„Stolpen." Siehe Nr. 227. 

„Lohmen." Siehe Nr. 230. 

„Der Amselfall bei Rathen." Siehe Nr. 240. 

7. Blatt. PI. 87x306. 

„Das Thor im Ottowalder Grunde." Siehe Nr. 236. 
„Der Bielgrund." Siehe Nr. 228. 
„Der Brand bei Hohenstein." Siehe Nr. 229. 
„Das Thor auf dem Neu-Rathen." Siehe Nr. 231. 

II. Vor der Luft. 

IL Mit der vom Meister 1860 mit der kalten Nadel eingeschnittenen Luft und vereinzelten 
Änderungen. 

87 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1866'72 

1866. 

272 H 239. Kartoffelernte. 

Auf freiem Felde mit dem Einsammeln der Kartoffeln beschäftigt, 
die Hacke bei Seite gelegt, kniet, nach r. blickend, eine junge Frau neben 
ihrem großen Handkorb. Ihr Knabe steht mit seiner Hacke 1. hinter ihr 
und hält freudig eine gefundene Kartoffel in die Höhe. Rechts, etwas 
zurück, sitzt, wie nach einem Fremden umblickend, der Spitzhund. — 
Bez. u. in der Mitte, halb in die Bildfläche eingreifend: „Meinem Freund 
E. Cichorius." Links, halb in der Darstellung, vielleicht Ansatz zu dem 
Monogramm „L.R." Alles sehr zart. 80x98. Platte 192x161. 

Mit Nr. 273 auf einer Platte. - Die Radierung ist im Ätzen mißraten, vielleicht auch zur Wahl 
mit Nr. 273 angelegt, da sie ohne Zwischenraum an diese angrenzt. Oben, namentlich r., 
viele Nadelproben. Ein schöner Entwurf zu dem Blatt ist im Besitz des Essener Kunstmuseums. 

273 H 240. Auf dem Felde. 

Auf kleinem Raum zwischen Kornfeld, Wegrain und dem Ufer eines 
Wässerchens, das durch ein Brett gestaut ist, erblickt man drei Figuren. 
Eine junge Mutter hat ihren Obstkorb auf die Erde gesetzt und sich zu 
ihrem Knäbchen niedergekauert und dasselbe, welches die Händchen um 
ihren Hals schlingen will, zärtlich an sich gedrückt. Ihr zur Seite rück- 
wärts am Bachufer, welches mit Sträuchern und Baumstrunken bewachsen 
ist, steht, wohlgefällig der Liebkosung zuschauend, ein junges Mädchen 
mit Stab und Bündel in den Händen, während auf der anderen Seite 
der Mittelgruppe ein Spitz ernst und gespannt zusieht. Bez. r. im unteren 
Plattenrand: „L.Richter. 1866". Links: „Meinem Freund E. Cichorius." 
77x120. Platte 105x139. 

Mit Nr. 272 auf einer Platte. 
I. Ätzdruck vor aller Luft, vor dem die linke Einfassungslinie berührenden Gebüsch 
und vor dem Namen des Künstlers und der Jahreszahl. Der Plattenrand ist r. viel 
breiter als 1.; die Platte hat fast doppelte Höhe der oben angegebenen (s. zu Nr. 272) 
Auf diesem oberen Raum steht verkehrt, ganz schwach geätzt und unvollendet die 
Radierung Nr. 272. 

II. Vollendet mit Luft und dem fast zwei Drittel der 1. Einfassungslinie berührenden 
Gebüsch, doch noch vor Künstlernamen und Jahreszahl. Die Platte hat noch die 
Größe I, doch ist die obere Darstellung Nr. 272 ausgeschliffen. 

III. Die Platte ist oben und r. abgeschnitten, unten techts der Name Jes Künstk-rs, doch 
ohne Jahreszahl. Kommt auch auf China vor. 

IV. Mit der Jahreszahl. Auf China 

1872. 

274 H - Randeinfall. 

Auf Professor L. Friedrichs Radierung nach Simsons Hochzeit von 
Rembrandt (Dresdener Gemäldegalerie), unfertiger Zustand, I. Rand, dicht 
über dem unteren Bildrand, Mannskopf nach r. mit großer, gebogener 
Nase, spitz zulaufendem Vollbart, zusammengekniffenen Lippen. Darunter 
,,L. R." in Spiegelschrift. Nach Professor Friedrichs Zeugnis hat l tidwig 

88 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. 1875 

Richter den Kopf i. J. 1872, als er ihn bei der Arbeit im Atelier aufsuchte, 
spielend mit der Radiernadel auf den Rand gezeichnet, Friedrich hat ihn 
mitgeätzt und so zum Andenken auf den ersten Abzügen festgehalten. 
Essen und anderwärts. 

(1875.) 

„Landschaften | von j Ludwig Richter | Zwölf Original- 
Radirungen | Mit Text von Dr. H. Lücke | Leipzig | Verlag 
von Alphons Dürr | 1875." 

Quer-Folio. — Titel, 10 S. Text, 1 Bl. Anz. — Oeb. 5*k Thlr. 

1. „In der Fuhrt." Siehe den Stahlstich dieses Namens Abt. II B zum 
Jahre 1872 (Hoff 2813) und den Lichtdruck „Hirtenscene" in „Altes 
und Neues" 1873 Abt. III A (Hoff 3195). 

2. „Apenninnen-Aussicht." Siehe Nr. 191. 

3. „Brunnen bei Ariccia." Siehe Nr. 206. 

4. „Brunnen bei Grotta Ferrata." Siehe Nr. 218. 

5. „Monte Serone während eines Gewitters." Siehe Nr. 199. 

6. „Abendandacht vor einem Madonnenbilde bei Monte Serone." Siehe 
den Stahlstich Abt. II B zum Jahre 1834 (Hoff 2802). 

7. „Rocca di Mezzo." Siehe Nr. 192. 

8. „Thal bei Amalfi." Siehe Nr. 185. 

9. „Baja." Siehe Nr. 200. 

10. „Die Teufelsmauer im Harz." Siehe den Stahlstich Abt. IIB zum Jahre 
1872 (Hoff 2814). 

11. „Herbstlandschaft." Siehe Nr. 201. 

12. „Abendandacht." Siehe den Stahlstich Abt. IIB zum Jahre 1842 (Hoff 
2808). 

Nr. 1,6, 10 und 12 sind irrtümlich als Originalradierungen bezeichnet. 

Die Schrift unter allen Radierungen ist neu gestochen. Alle Blätter tragen in der Ecke 
unten den Druckervermerk nDruck v. Fr. Feising München." 

Die Umschlagdecke ist in Steindruck und bringt einen abgekürzien Titel im Rahmen 
verkleinerter Wiedergaben zu Landschaften und Figuren nach Ludwig Richter. 



89 



I A 2 Eigenhändige Radierungen. Selbständige Arbeiten. Vor 1820? 



Anhang unsicherer Blätter. 

274a H — Der ungarische Rattengiftverkäufer. Radierung nach C.W. 
E. Dietrich (Lincke Nr. 79), Probedruck vor aller Schrift auf chin. Papier. 
Besitzer Eugen Born in Dresden. 144x183, PI. 151x196. 

Nach dem Zeugnis des Kunsthändlers Franz Meyer, des Freundes des Meisters, rührt 
dieser Nachstich von Ludwig Richter her; er ist dann wohl als eine Jugendarbeit anzu- 
sehen. Entscheidende Stilmerkmale lassen sich nicht dafür in Anspruch nehmen, sind aber 
auch bei einer getreuen Kopie kaum zu erwarten. Jedenfalls ist die Bezeugung durch Franz 
Meyer hoch einzuschätzen. 

274b H — Landschaft mit Burgruine in ganz rohen Zügen, fast ohne 
Schattierung, bez. 1. unten in großer Schreibschrift „A. L. Richter." 
275x150. Früherer Besitzer Walther Meyer. 

Dieses Blatt muß ich für eine kecke Fälschung oder einen plumpen Scherz halten. 
Auch die Annahme, daß es ein Radierungsversuch aus L. R.'s Kinderzeit sei, schafft keinen 
Raum dafür, da weder Schrift noch Strich mit A. L. Richters oder seines Vaters Art das 
Geringste zu tun hat. W. Meyer bestand auf seiner Echtheit. Vgl. schon K. Budde, .Nach- 
trag" usw. 1913, S. 25. 



90 



B. 

CHEMITYPIEN. 

Zu diesem Verfahren vergl. die Schrift „Die Chemitypie, oder die Kunst, 
eine auf einer Metallplatte in gewöhnlicher Weise ausgeführte Radierung oder 
Gravierung in einen erhabenen Stempel zu verwandeln, der sich auf der Buch- 
druckerpresse, wie ein Holzschnitt, im Text oder allein, abdrucken läßt. Er- 
fundenund beschrieben von C.Piil. Mitacht Chemitypien. Leipzigl846. Druckvon 
F. A. Brockhaus." 4°. (Essen.) Es handelt sich dabei zunächst um Radierungen des 
Künstlers mit der kalten Nadel, ohne jede Atzung, auf eine Zinkplatte; dann 
werden die so vertieften Linien mit einem negativen Metall eingeschmolzen 
und die übrige Platte derart weggeätzt, daß die Radierung des Künstlers als 
erhabener Stempel stehn bleibt. Wir haben es hier also mit den Anfängen 
der Zinkographie zu tun. — Apell und Singer nehmen diese Blätter nicht 
unter Ludwig Richter's Radierungen auf. Hoff tat es auf ausdrückliche Er- 
mächtigung des Meisters. Hier ist ihnen ihre besondere, ihnen voll ge- 
bührende Stelle eingeräumt. 

1849. 

„Alte und neue | Kinderlieder" usw., (den vollen Titel 
siehe zu Nr. 266). 
Enthält 6 in den Text gedruckte Chemitypien: 

Die vier ersten und die letzte wurden in der 2. und 3. Auflage wiederholt und in der 
4. Auflage auf den Holzstock übertragen, weil die Zinkplatte völlig abgenutzt war; dasselbe 
geschah mit der fünften Platte erst in der 5. Auflage. Siehe Abt. II A 3. 

275 H 223 S. 31. Vom Regerl und vom Vögerl. 

Am Rande eines Kornfeldes hockt ein Knabe, einen Vogel in den 
Händen haltend, vor einem im Grase sitzenden Mädchen, das zur Vor- 
sicht mahnend eine Hand aufhebt. Rechts ein zuschauender Spitz. — 
„Chemitype". 80x105. 

276 H 224 S. 38. Vom weißen Schäfchen. 

Auf einem Grashügel sitzt blumenbekränzt eine junge Schäferin, die 
einem vor ihr knieenden kleinen Mädchen, das sein Köpfchen aufstützt 
und horchend zu ihr aufsieht, erzählt. Ein Schäfchen schmiegt sich an 
sie. — „Chemitype". 80x98. 

91 



I B Eigenhändige Arbeiten. Chemitypien. 1851 

277 H 225 S. 58. Morgenstern. 

Auf dem Bett der erwachten Kinder sitzt, von hinten gesehen, die 
Mutter, das eine herzend, während das andere hinter ihr auf dem Bette 
kniet. — „C. P. Chemt." 75x70. 

278 H 226 S. 71. Beim Haarflechten. 

Um sich das Haar flechten zu lassen, steht das Töchterchen gravi- 
tätisch vor der sitzenden Mutter, an der linken Hand seine Puppe, in 
der rechten einen Zweig, mit dem es das Kätzchen spielen läßt, indem 
es nach ihm hinschielt. — „Chemitype". 85x79. 
27» H 227 S. 73. Vom Fädchen und Krüglein. 

Unweit des Brunnens, r. im Hintergrund das Haus, sitzt eine alte Frau 
mit dem Rocken und erhebt die Rechte gegen ein kleines Mädchen, 
das vor ihr, erschrocken über sein zerbrochenes Krüglein, im Gehen 
inne hält. Vor ihr ein kleineres Mädchen mit der Puppe. Die Mutter, ihr 
Kleinstes auf dem Arm, geht mit dem Trinkfaß nach der im Vorder- 
grund gelegenen Bleiche, auf der zwei junge Mädchen Tücher aus- 
breiten. — „C P. Chemt." 94x123. 

280 H 229 S. 143. Zwölf Sprüche. 

In einer reich mit Früchten behangenen und von Vöglein belebten 
Laube lauscht ein Kind den Erzählungen eines Engels. — „L R.", „Chemt." 
59x85. 

1851. 

„Alte und neue | Kinderlieder, Fabeln, Sprüche und 
Rätsel. | Mit Bildern nach Originalzeichnungen | von | C. v. 
Heideck, W. v. Kaulbach, G. König, | A. Kreling, E. Neureuther, 
Fr. Graf von Pocci, | L. Richter, C. H. Schmölze, M.v. Schwind, 
C. Stauber und A. Strähuber. | Herausgegeben | von | Georg 
Scherer. | Zweite, reich vermehrte Auflage. | Leipzig, 
Verlag von Gustav Mayer. | 1851." 

Auf S. 184 unter dem Inhaltsverzeichnis: ..die Kaul bach'schen Illustrationen zu S. 14, 
135 und 149 sind von Prof. Jul. Thaeter, die übrigen sowie die Seh wi nd'schen Bilder 
von E. Neureuther radirt. Die Kreling'schen Illustrationen zu S. 92 und 102 wurden 
von C. Voltz und die Schmolze'schen Bilder zu S. 59 und 99 von Brennhäuser aus- 
geführt. — Sämmtliche in den Text gedruckte Illustrationen sind Chemitypien von C. Piil in 
Leipzig." Unten: ..Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

40. — XIII S. 1 Bl. 184 S. — 2 Thlr. 

Enthält 4 neue Chemitypien. Von ihnen erschien die erste in der 
4. Aufl., die übrigen in der 5. Aufl. als Holzschnitte; siehe Abt. II A3. 

281 H 233 S. 9. Vöglein und Englein. 

Entfernt von der Herde, vor dem Zaun auf dem Wiesenhang, sitzt, 
sein Hfindleifl traulich zu seinen Füßen, ein betender Hirtenknabe; 

Q2 



I B Eige nhändige Arbeiten. Chemitypien. 1851 

hinter ihm am Zaun vier musizierende und singende Englein. Links 
im Mittelgrund die Schafe, im Hintergrund der Kirchturm des Dorfes. 
95x124. 

282 H 234 S. 58. Hahn Gockels Leichenbegängniß. 

Ausgestreckt auf einem Tuch liegt der tote Hahn, umgeben von Tieren, 
die sein Leichenbegängnis anordnen. Ihm zu Füßen die Dohle als Priester 
mit Brille und weißer Halskrause, oben der Rabe, im Hintergrund Maus, 
Mücke und allerlei Vögel. 53x81. 

283 H 235 S. 81. Die Kinder im Walde. 

Am Waldrand stehn drei Knaben, die, unlustig zur Schule zu gehn, 
die Tiere zu ihren Spielgefährten auffordern. Das Häschen wäscht sich 
hinter ihnen im Waldbach. Der Größte der drei bückt sich, die Mütze 
in der Hand, zu dem Hahn hinab, und hört lächelnd auf dessen vor- 
wurfsvolles Ankrähen. Der Kleinste in der Mitte hält die Hand an den 
Mund und sieht verlegen nach ihm hin; der Dritte mit einer Papiermütze 
und Schiefertafel schielt bedenklich nach der Seite. Auf dem Zaun sitzt 
der Fink. 178x127. 

284 H 236 S. 107. Das Männlein in der Gans. 

Aus der dampfenden gebratenen Gans, in der die Gabel steckt, kriecht 
links, wo sie angeschnitten ist, ein Männlein mit dreieckigem Hut, 
Zopf und Stock vorsichtig heraus, den Inhalt, gebratene Äpfel und 
Thymian, vor sich auf die Schüssel herausschiebend. 67x85. 

Die 6 Chemitypien der 1. Auflage sind auf S. 41, 48, 72, 03, 101, 176, die Radierung auf 
S. 1 9 wiederholt. Die Holzschnitte S. 100, 137 und 160 sind Wiederholungen der Nr. 956, 
965 und 1246. 

Dasselbe „Dritte Auflage." „Stuttgart, | Verlag von Eduard Hallberger. | 1853." Statt 
der 4. und 5. Zeile des Titels; „Illustrirt von deutschen Künstlern", in der 7. Zeile „Fr. Oraf 
Pocci". Hinter dem Titel ein Widmungsblatt; Vorderseite: „Ihrer Majestät, | der Königin | 
Marie von Bayern", Rückseite: „in tiefster Ehrfurcht gewidmet | vom | Herausgeber." Bloße 
Titelauflage beim Wechsel des Verlags. Die 4. und die folgenden Auflagen siehe unter 
Abt. II A3. 



93 



c. 
STEINDRUCKE UND 

VERWANDTES. 

285 H — Buntes Versuchsblatt 

Zwei Männer und eine Frau blicken nach 1. über die mit Wein um- 
rankte Halbtür. — Kopf eines bebrillten, lesenden, alten Herrn nach 1. — 
Darüber Blattranke. — Edeljungfrau nach 1. — Hagar in der Wüste 
sitzend. 67x129. 

Essen. Geschenk von Jon. Fr. Hoff. Von Richter eigenhändig bezeichnet. Auf Wunsch 
des Steindruckers Rau von L. R. gemachter Versuch. 

286 H — „Armer Leute Kind." 

So auf dem Schriftband oben. Engel mit auf der Brust gefalteten 
Händen über dem Bett des schlafenden Knaben. Oben Lämpchen, zwei 
Tauben, Sperling. 

Tondruck mit ausgesparten Lichtern. 99x84. (Dresden; Essen). Ori- 
ginalzeichnung Berlin, Nationalgalerie. 

Titelbild zu „Armer Leute Kind. | Eine Geschichte | aus der Neuzeit 
des nordöstlichen Deutschlands | herausgegeben von | CarlSievert | Erster 
Band | Mit einem Titelbilde | Leipzig und Dresden | Arnoldische Buch- 
handlung 1846." So auf dem Umschlag. Auf dem Titelblatt die Ab- 
weichung „Eine Geschichte | angeblich erzählt von Professor Wilhelm 
Lucifer | und herausgegeben | von Carl Sievert." Auf der letzten Seite 
„Dresden gedruckt bei Ernst Blochmann & Sohn." (Eugen Born). 

16, X, 244 S. Der 2. Band, 1847, 232 S., enthält kein Bild. 

287 H — Mutter und Kind, Kosliedchen. 

Links Mutter nach r., das Kind im Nachtkleidchen auf dem Arm; in den 
Ranken vor ihr hängt ein Herzchen; oben r. lauert eine Katze auf zwei 
zankende Spatzen. Variante der Lithographie „Kosliedchen" in „Bilder 
und Reime, 1. Lieferung." Abt. HC 2 (Hoff 3103), wo zwei Eichhörnchen die 
Stelle der Katze einnehmen. 142x116. Bei Naumann erschienen. (Dresden.) 

95 



I C Eigenhändige Arbeiten. Steindrucke. 1846 und weiter. 

288 h _ Liebespärchen. 

Schäfer, im Grase sitzend, die Schalmei aufs r. Knie gestützt, während 
das Mädchen sich von r. her an ihn lehnt. Beide lauschen auf den 
Vogelsang. 73x88. (Dresden.) — Die Gruppe ist benützt worden für 
die Lithographie „Frühlingsabend", siehe Abt. II C 1 (Hoff 3033) und für 
den Lichtdruck Abt. III A (Hoff 3277). 

In Ed. Cichorius' Kollektaneen findet sich der Vermerk: „Armer Leute Kind und zwei 
andere (Mutter und Kind und Liebespärchen) von Richter selbst auf Stein gezeichnet. 2.) auch 
bei Naumann, 3.) nicht benutzt." Dresden hat zu den beiden letzten die gleiche Cberliefeiung 
von Ed. Cichorius' Hand. 

289 H — Zwei Kinder, Bub im Hemdchen und Mädel, an einem blühenden 
Rosenstrauch. 

290 H — Junges Mädchen vom Lande treibt mit einer Gerte eine Ziege 
nach links. 

Dresden, Kupferstichkabinett. Die beiden besonders schönen Steindrucke stehn über- 
einander auf demselben Blatte. Daß L. R. die Zeichnungen eigenhändig auf den Stein ge- 
bracht hat, zeigt der Augenschein und wird durch einen handschriftlichen Vermerk (von 
Ed. Cichorius?) auf dem Einschlag ausdrücklich festgestellt. Ob sie Verwendung fanden, 
ist sehr zweifelhaft. 

Da erst bei der Korrektur sich herausstellte, daß das Mscr. zu diesen beiden Nummern 
abhanden gekommen war, können die Maße nicht angegeben werden. Die Beschreibung ist 
aus dem Gedächtnis gegeben. 



90 



II. Künstlerwiedergaben nach dem Meister. 



A. HOLZSCHNITTE. 



1. FOLGEN. 

1851. 

Umschlag: „Beschauliches und Erbauliches | Ein 

Familien-Bilderbuch | von | Ludwig Richter | in Dresden. | 
Erste Lieferung. | (Inhalt.) | Preis 20 Sgr. | Leipzig, | Georg 
Wigand's Verlag. | 1851." Auf dem Titelblatt gleichlautend 
bis „Dresden" und von „Leipzig" an; dazwischen Nr. 2Q3. 

Auf der Rückseite des Umschlags »Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig". Reihen- 
folge der Blätter nach dem Inhaltsverzeichnis auf dem Umschlag ; in der Gesamtausgabe 
tritt eine andre Ordnung ein. 

Imp. 4., 9 Blätter, 20 Sgr. 

Enthält 24 Holzschnitte, Titelblatt mit 3, 5 große Blätter mit 6, Grimm- 
sches Märchen mit 15: 

291 H 241. 1. Mit Kirschen umranktes „B" auf dem Titelblatt, Riewel sc, 
125x75. 

292 H 242. 2. Mit Rosen umranktes „E" ebenda, Riewel sc, 59x91. 

293 H 243. 3. Der Geburtstag; 5 Kinder, das kleinste in der Wickel auf Mutter- 
arm, und das Hündchen gratulieren dem Vater im Lehnstuhl; ebenda 
an der angegebenen Stelle, 80x85. 

294 H 244. 4. „A M 11 er Augen warten auf Dich usw. Ps. 145. Bauern- 
familie beim Tischgebet, reiche Umrahmung mit Initial „A". „LVDWIG 
RICHTER GEZ. AVGVST GABER GEST." 260x200. 

Auch als Einzeldruck erschienen, der Spruch blau und rot gedruckt. — 
Ohne die Umrahmung in Nieritz' Volkskalender 1853 und als Einzel- 
blatt. S. auch H 3303. 

295 H — 5. „Kinderlust." Auf einem Bande, Unterschrift zum folgenden Blatte, 
14x69. Die Unterschrift bildet nach L. R. an G. W. 18. 4. 1851 (vergl. 
1.3. 1851) einen besonderen Holzschnitt. 

99 7 * 



IIA Holzschnitte. Folgen. 1851 

296 H 245. 6. Mit 295 auf e i n e m Blatte : 6 Kinder, 2 bekränzt, ein nackter Bub 
voran, patschen ins Wasser, hinten Mutter, Kinder, Schafe. „J.G.FLEGEL 
sc", 123x168. 

S. das Bruchstück Nr. 2681 und vergl. H 3311. 

297 H 246. 7. „I"ch habe mein Feinsliebchen usw., Initial „1", darunter 
Jäger und Mädchen von der Mutter an der Tür beobachtet, „LR", 
„J. G. FLEGEL sc", 213x164. 

Der stilisierte Strauch mit Vogel unten rechts bildet einen besonderen 
Holzstock und ist nachträglich angefügt, vergl. L. R. an G. W. 18. 4. und 
7. 5. 1851. 

298 H 247. 8. „Der Schäfer putzte sich zum Tanz" usw. Tanz der 
Dorfjugend vor dem Wirtshaus zu Geige und Klarinette. „L.RICHTER." 
„A. GABER sc." 263x202. Das verzierte „D" stammt aus Löschke 
„Botenfrau" 1850, siehe Nr. 1559. 

299 H 248. 9. „Das Lob des Weibes. Spr. Sal." „Wem ein tugendhaft Weib 
bescheret ist" usw. — „LR", „GABER", 264x203. S. Hoff 3300. 

10—24 Grimm's Märchen: 
300/303 H — 10—13. „T"ischchen deck dich, „Coldesel und „Knüppel 
aus dem „S"ack. Die vier Initialen sind nach L. R. 
geschnitten. 19x21. 18x18. 13x15. 16x13. 

L. R. an G. Wigand 18. 4. 1851 : „Die 4 Buchstaben zur Überschrift des Märchens werde 
ich heute noch machen." 

304 H 249. 14. Der arbeitende Schneider im Initial „V". 64x58. 

305 H 250. 15. Der Schneider die Ziege fortpeitschend. „A.GABER." 80x100. 

306 H 251. 16. Des Tischchens Probe im Wirtshaus. „A.GABER sc." 68x78. 

307 H 252. 17. Der Wirt am Schlüsselloch. „E. RIEWEL sc." 85x58. 

308 H 253. 18. Der geprügelte Wirt mit Zipfelmütze von vorne. Riewel sc. 

48x46. 

309 H 254. 19. Ebenso von hinten. Riewel sc. 47x43. 

310 H 255. 20. Derselbe ohne die Mütze, von der Seite. Riewel sc. 45x37. 

311 H 256. 21. Derselbe auf dem Boden, der Drechsler im Hemd. 49x75. 

312 H 257. 22. Der Drechsler auf dem Esel, den Sack auf dem Rücken, 

das Tischchen als Sonnenschirm. 60x92. 

313 H 258. 23. Der Esel beim Dukatenmachen und seine Kunden. „L. R.", 

„X. A. v. GABER.", „GERINGSWALD sc." 80x190. 

Bruchstück in Vergrößerung siehe: ..Eins der nützlichsten Haustiere" in 
Nieritz' Volkskalender 1858. Nr. 2682. 

31+ H 259. 24. Schlußallegorie: Ziege und Biene, Bär und Fuchs, David 
und Goliath. „E. RIEWEL sc." 115x100. 

100 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1853/55 

1853. 

Umschlag: „Beschauliches und Erbauliches | Ein 

Familien«Bilderbuch | von | Ludwig Richter | in Dresden, j 
Zweite Lieferung. | (Inhaltsverzeichnis.) | Leipzig, | Georg 
Wigand's Verlag. | 1853." 

Auf der Rückseite des Umschlags: „Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig.« — 
Reihenfolge der Blätter nach dem Inhaltsverzeichnis auf dem Umschlag. Diese Lieferung 
mit Tondruck, jedoch nur in der ersten Ausgabe. — Auch mit der ersten Lieferung zusammen 
in einem Umschlag ausgegeben, mit dem Aufdruck „Erste und zweite Lieferung." und 
dem Inhaltsverzeichnis für beide, ohne die Überschrift „Inhalt". - Alle Blätter dieser 
Lieferung, außer 315 und 317, in gleichzeitigem Druck ohne Tonplatte in Nieritz's Volks- 
kalender auf 1854. 

Imp. 40. — 20 Or. 

Enthält 8 Holzschnitte mit Tondruck auf einzelnen Blättern: 

315 H 260. 1. Schäfers Sonntagslied. Die Bezeichnung „E. RIEWEL 
sc." ist fortgeschnitten, Reste noch sichtbar. 106x144. 

316 H 261. 2. „Was ihr getan habt den geringsten" usw. „Math. 40" (Lies 
25, 40). Barnard sc. Das Monogramm „W B" auf der Diele. 159x114. 

317 H 262. 3. „Lass Neider neiden, lass Hasser hassen, | Was Gott mir 
giebt, dahs müssen sie mir | lassen." lllner sc. 186x120. S. Hoff 3298. 

318 H 263. 4. Die Schmerzensreiche. Weib mit zwei Kindern unter dem 
Bilde der Mater dolorosa schlafend. F. Obermann sc. 138x105. 

319 H 264. 5. Besuch am Grabe, in der Wolke über dem Grabe ein Engel 
mit dem verstorbenen Kinde. Ach, es ist ein bitteres Leiden, usw. 
F. Obermann sc. 140x105. 

Im Berliner Kupferstichkabinett ein Sonderdruck auf Oktavblatt. 

320 H 265. 6. Vom Christmarkte in Dresden. „Ausverkauf | wegen | 
Geschäftsauf | gäbe." W. Obermann sc. 127x102. S. Hoff 3309. 

321 H 266. 7. Der Spaziergang am Sonntag. Vater und Büblein am 
Baumstamm schauen in die Ferne, dahinter junges Paar im Gespräch, 
davor Mutter, die dem Töchterchen Kirschen reicht. lllner sc. 140x110. 

Heißt im Probedruck, in Ludwig Richters Handschrift im Gegensinn geschnitten, »Schöne 
Aussicht"; dieselbe Unterschrift trägt das Blatt in Nieritz 1854 und in späteren Gesamt- 
ausgaben. 

322 H 267. 8. Zum Essen! — Zum Essen! Vier Kinder begleiten die 
Mutter mit der Knödelschüssel. „LR." „GERINGSWALD sc." 146x110. 

1855. 

„Beschauliches und Erbauliches" usw. „Dritte Liefe- 
rung." „1855." 

Auf der Rückseite des Umschlags: „Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." Reihen- 
folge der Blätter nach dem Inhaltsverzeichnis auf dem Umschlag. — In der ersten Gesamt- 
ausgabe 1855 ist die Reihenfolge und Benennung der Blätter auf der Umschlagdecke zum 
Teil geändert. — Titel auf der Umschlagdecke der ersten Gesamtausgabe: „Beschauliches 

101 



II A 1 H olzschnitte. Folgen. 1 ^ / ^ 

und Erbauliches. | Ein Familien-Bilderbuch | von | Ludwig Richter | in Dresden. (Inhalts- 
verzeichnis der drei Lieferungen) | Leipzig, | Oeorg Wigand's Verlag, | 1855. | Druck von 
Breitkopf und Härtel in Leipzig." Imp. 4°, 2 Thlr. 20 Gr. Weitere Gesamtausgaben in großer 
Zahl. - 

Imp. 4. — 20 Or. 

Enthält 11 Holzschnitte, 5 auf einzelnen Blättern und 6 in den Text 
gedruckt: 

323 H 268. 1. Werde fromm und wachse groß usw. Taufgang zur 
Dorfkirche. Riewel sc. 107x144. 

324 H 269. 2. „Nach der Arbeit ist gut ruhn." Die ursprüngliche Bezeichnung 
„I. Roloffs sc." in der 1. u. Ecke ist von Qaber nach Möglichkeit fort- 
geschnitten und durch ein weiß eingeschnittenes „AG" ersetzt. 198x158. 

Erschien in sehr buntem Farbendruck in der Zeitschrift „Die Kinderlaube" Band IV 
Heft 7, 1866. . Siehe Hoff 3021 und 3301. 

325 H 270. 3. Der Lenz ist angekommen usw. Alter Schäfer lesend, 
Frau, Kinder, Schafe, Enten, Hund. Unter dem Baumstumpf in der r. 
u. Ecke ist „A Q" weiß, also nachträglich, eingeschnitten; der Stock ist 
demnach in der Hauptsache nicht von Qaber selbst geschnitten. 182x152. 

326 H 271. 4. Der Harfner sang usw. Überfahrt am Schreckenstein. 
„GERINGSWALD sc." 116x183. 

Siehe Abt. II Bl 1860 und 1881; Abt. II B2 Rhein. Taschenbuch 1855; Abt. HCl 1861 
und Abt. III B 1872. 

327 H 272. 5. „Ehre sey Gott in der Höhe | Friede auf Erden." Weihnachts- 
lied vom Turm. „LR 1855" — „A. GABER." 255x167. 

Siehe Abt. III A „Volksbilder", Hoff 3302. 

6 — 11 Der alte Turmhahn. 

328 H 273. 6. „Der alte Turmhahn. | Idylle von E. Mörike." Landschaft mit 
Dorfkirche. Langrock sc. 111x168. 

329 H 274. 7. Der Pfarrherr beim Schmied. Roloffs sc. 89x70. 

330 H 275. 8. Pfarrer den Hahn die Treppe hinauftragend. N'oack sc. 
95x63. 

331 H 276. 9. Der Pfarrherr am Studiertisch. „C. Z. sc." 52x65. 

332 H 277. 10. Der Pfarrherr und sein Söhnchen. Roloffs sc. 65x55. 
333}H 278. 11. Der Pfarrherr seiner Familie erzählend. „C. Z. sc." 65 - 113. 



1853-56. 

„Goethe-Album. | Von | Ludwig Richter. | (Inhalt) j Leip- 
zig, | Georg Wigand's Verlag. | 1856. j Druck von Breitkopf 
und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf der Umschlagdecke — Reihenfolge der Blätter nach dem Inhalts- 
verzeichnis auf der Umschlagdecke der ersten Gesamtausgabe 1856. Die fünf einzelnen 
Lieferungen 1853-1856, und die erste Gesamtausgabe 1856, erschienen mit Tondruck, alle 

102 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1853/56 

anderen Ausgaben, die ohne Bezifferung und Jahr folgten, auf weißem Papier. — Gesondert 
erschien gleichzeitig unter dem Titel: »Goethe's Herrmann und Dorothea in Bildern von 
Ludwig Richter. Leipzig, Georg Wiegand's Verlag. Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig. " 
Gr 4». 20 Gr. Dass., die Holzschnitte in vollem Text, gr. 8». ebds. 1870 n. U/j Thlr., geb. 
1 Thlr. 22 Gr. — Das „Goethe- Album" entsprang aus: „Illustrationen | zu der neuen Aus- 
gabe | deutscher Classiker. | Goethe, Schiller, Klopstock, | Lessing, Wieland, Platen,Thümmel,| 
Pyrker und Lenau. | In Holzschnitten | nach Originalzeichnungen Dresdner Künstler. | Diese 
Sammlung wird aus 400 Blättern bestehen. Dieselben | werden | in 50 Lieferungen, jede 
Lieferung 8 Blätter enthaltend, ausgegeben | werden. Jede Lieferung kostet vier Sgr. | Erste 
Lieferung. | Goethe | Leipzig, 1853. | Georg Wiegand's Verlag." Auf der Rückseite des Um- 
schlags: »Druck von | F. A. Brockhaus | in Leipzig." | Die erste Lieferung enthält 8 Blätter 
zu Goethe, darunter 2 von Plüddemann und 1 von v. Oer. „Der ganzen Sammlung vierte 
Lieferung." „Erste Abtheilung. | Goethe. | Nach Originalzeichnungen von L. Richter | in 
Dresden. | Zweite Lieferung." Ebenso „Dritte Lieferung." „Der ganzen Sammlung fünfte 
Lieferung." Kleines Klassiker- Format. Die beiden Lieferungen dazwischen gehörten zu 
»Zweite Abtheilung. | Schiller.", wovon ebenfalls drei Lieferungen erschienen sind, ohne 
Beteiligung von L. R. Dann schlief das Unternehmen ein, weil der Absatz nicht ausreichte. 
Zu den L. R.- Blättern der drei Hefte gehören auch als viertes und fünftes Blatt Nr. 1174 
und 1227, die in das Goethealbum nicht aufgenommen wurden. Sonst stammen aus den 
Illustrationen der Reihe nach: 1. Lief. Nr. 349, 351. 2. Lief. Nr. 335, 338, 342, 343, 345, 348, 
352. 3. Lief. Nr. 355, 357, 359, 361, 362, 364, 366. Auf eine „Prachtausgabe" der Goethe- 
bilder drang übrigens L. R. sofort beim Erscheinen der ersten Lieferungen der kleinen Aus- 
gabe (L. R. an G. Wigand 13. 4. 1854.), und G. Wigand gab dem ohne weiteres nach (26.4. 54.), 
längst ehe der Mißerfolg det*„IUustrationen" sich herausstellte. 
Gr. 4». — Titelblatt und 40 unbezifferte Blätter. — 2 Thlr. 

Enthält 40 Holzschnitte auf einzelnen Blättern: 

334 H 279. 1. Stirbt der Fuchs, so gilt der Balg. Zu j'ungen Leuten, 
im Grünen gelagert, fliegt Amor herab. „F. REUSCHE sc." 134x110. 

335 H 280. 2. Heidenröslein. Edelknabe bricht eine wilde Rose, Liebes- 
paar 1. hinten. „W. OBERMANN sc." [98x86. 

336 H 281. 3. Die Spröde. {Schäferin blickt hochmütig über den Zaun zu 
den 'gelagerten Hirten. „X. A. v. OABER." „Riewel sc." 123x93. 

337 H 282. 4. Die Bekehrte. Schäferin im Arme des Hirten am Felsen; 
vor ihm die Schalmei. „GERINGSWALD sc." 127x83. 

338 H 283. 5. „Im Sommer." Auf dem Spruchband ein Taubenpaar. „GE- 
RINGSWALD sc." 124x92. 

339 H 284. 6. Mailied. Oben Spruchband „Ist sie das?" „At. v. A. GABER." 
W. Obermann sc. 122x95. 

340 H 285. 7. Schäfers Klagelied. Der Schäfer auf den Stab gelehnt, 
Regenbogen. F. Obermann sc. 105x87. 

341 H 286. 8. Jägers Abendlied. Jäger und Hund gehn vor einem 
Kreuze vorüber. L. Kretzschmar sc. 116x90. 

342 H 287. 9. Frühlingsorakel. Junges Paar am .Waldrand auf den 
Kuckuck horchend, zwei Hunde. „A G". 132x94. 

343 H 288. 10. Ritter Curts Brautfahrt. Ritter Curt greift der säugen- 
den Amme unters Kinn. „W. OBERMAN sc." 124x90. 

344 H 289. 11. Der Schatzgräber. „Californien". 100x78. 

103 



II AI Holzschnitte. Folgen. 1853/56 

345 H 290. 12. Der Rattenfänger. Im Dorf; an der Falle auf hoher 
Stange baumeln Ratten. „Obermann, d. ä. sc." 122x92. 

346 H 291. 13. Die Spinnerin. Mit dem Eimer am Wasser, hinten Bleiche. 
W. Obermann, sc. 105x88. 

347 H 292. 14. Der Edelknabe und die Müllerin. Am Waldrand; 
Müllerin mit Korb und Rechen. Jungtow sc. 107x112. 

348 H 293. 15. Junggesell und Mühlbach. Über der Mühle ein Regen- 
bogen. Schwertführer sc. 102x94. 

349 H 294. 16. Der Müllerin Verrath. Edelknabe im Mantel erkämpft 
sich den Ausgang. „SCHW. sc." 81x112. 

350 H 295. 17. Der Müllerin Reue. M. dem E. zu Füßen, Amor auf der 
Brunnensäule. A. Kretzschmar sc. 107x102. 

351 H 296. 18. Die wandelnde Glocke. Jungtow sc. 97x95. 

Die letzten fünf Holzschnitte stammen aus „Deutsches Balladenbuch 1852 " vgl. Nr. 1834 ff., 
sind aber hier aufgezählt, um das Goethe-Album nicht zu beeinträchtigen. 

352 H 297. 19. Der getreue Eckart. Vier Kinder, zwei mit Krügen; in 
den Lüften das wilde Heer. „Riewel sc." 112x92. 

353 H 298. 20. Der Oott und die Bajadere. Die B. tanzend, mit den 
Zimbeln. „GERINGSWALD sc." 109x78. 

354 H 299. 21. Parabolisch. Apfelverkäuferin unter dem Schirm und 
Kinder. „L R." Im Probedruck: „GERINGSWALD sc." 130x109. 

Aus Hermann und Dorothea: 

355 H 300. 22. Die Eltern unter dem Torweg, vor ihnen der Spitz. F. Ober- 
mann sc. 93x83. 

356 H 301. 23. Der Zug der Vertriebenen, 1. vorne Pfarrer und Apotheker. 
„GERINGSWALD" 92x127. 

357 H 302. 24. Erste Begegnung; H. und D. neben dem Wagen, auf dem 
Karren die Wöchnerin. Schuseil sc. 110x105. 

358 H 303. 25. Im kühlen Wirtszimmer, die Eltern, Pfarrer und Apotheker 
beim Wein. „L R." „GABER. sc", (beides in Spiegelschrift). 105x93. 

359 H 304. 26. Unter dem Birnbaum; Mutter und Sohn. „Riewel sc." 103x81. 

360 H 305. 27. Dorfszene; vorn Kinder im Bach, hinten Pfarrer und Apo- 
theker. „GERINGSWALD sc." 128x100. 

361 H 306. 28. Die Freunde am Zaune, vorne die Wöchnerin und D. — 
Geringswald sc. 102x87. 

362 H 307. 29. H. und D. am Brunnen. „X. A. v. Gaber." „Riewel. sc." 
123x91. 

363 H 308. 30. Abschied Dorotheas von der Wöchnerin, 1. H. und der 
Richter. Im Probedruck „H. MANGER s" (also nicht von Schuseil ge- 
schnitten, wie Hoff angibt.) 111 -^ 100. 

104 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1856 

364 H 309. 31. Im Mondschein, H. und D. unter dem Birnbaum sitzend. 
„GERINGSWALD sc." 95x90. 

365 H 310. 32. H. und D. auf der Treppe im Weinberg. 122x80. 

366 H 311. 33. Die Verlobung. L. Vater mitZipfelmütze.r. Apotheker. F.Ober- 
mann sc. 105x87. 

Aus Götz von Berlichingen: 

367 H 312. 34. G. und Bruder Martin beim Weine, Georg lugt aus. „H. 
MANGER sc." 135x100. 

368 H 313. 35. Georg bei Bruder Martin. „St Georg." „X. A. v. GABER 
H. MANGER. sc." 123x92. 

369 H 314. 36. Karl erzählend: „Es war einmal". „RIEWEL sc." 114x72. 

370 H 315. 37. Im Speisesaal des Bischofs. „Post coenam stabis | seu passus 
mille meabis." „RIEWEL. sc." 107x79. 

371 H 316. 38. Die Verlobung Weisslingens; Amor vor dem offenen Vogel- 
bauer. „GERINGSWALD sc." 113x83. 

372 H 317. 39. Georg im Stall; oben Vogelbauerarabeske. „A GABER." 
122x83. 

373 H 318. 40. Götz schreibend mit Elisabeth; oben Georg und Lerse von 
der Jagd kommend. L. Kretzschmar sc. 125x185. 

1856. 

„Vater Unser | in Bildern [ von | Ludwig Richter. | In Holz- 
schnitt ausgeführt von August^Gaber. | Dresden, | Verlag von 
Gaber & Richter. | Druck der Königl. Hofbuchdruckerei von 
C. C. Meinhold & Söhne in Dresden." 

Dies der Titel auf der Umschlagdecke. Widmungsblatt : »Seiner Majestät | Johann | König 
von Sachsen | in allermeister Unterthänigkeit | gewidmet | von | Ludwig Richter." 
Imp. 4°. 1 Thlr. 20 Gr. Spätere Ausgabe 2 Thlr. 

Enthält 9 Holzschnitte auf einzelnen Blättern, alle mit Rand in Gold- 
druck: 

374 H 319. 1. Titelblatt mit verzierter Schrift: „Vater Unser | in Bildern | 
von | Ludwig Richter." „Dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlich- 
keit in Ewigkeit. Amen. | Dresden, | Gaber & Richter." „GERINGS- 
WALD." „Druck der Königl. Hofbuchdruckerei von C. C. Meinhold & 
Söhne." (Letternsatz.) 212x175. 

375 H 320. 2. Vater unser, der Du bist im Himmel. „Der Mond ist 
aufgegangen, Die goldnen Sternlein prangen | Am Himmel hell und klar." 
Gaber sc. 110x156. 

Siehe Abt. III A. „Volksbilder", Hoff 3294. 

376 H 321. 3. Geheiliget werde dein Name. „Sonntagmorgen." 
„GABER sc." 121x160. 

105 



11 A 1 Holzschnitte. Folgen. 1857 

377 H 322. 4. Dein Reich komme. Mutter und Englein die Kinder 
lehrend. Gaber sc. 109x145. 

Siehe Abt. III A. „Volksbilder." Hoff 3290. 

378 H 323. 5. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch 
auf Erden. „Es ist bestimmt in Gottes Rath | Daß man vom Liebsten 
was man hat | muß scheiden | Quod Deus vult. | Auf Wiedersehen!" 
Geringswald sc. 119x145. 

379 H 324. 6. Unser täglich Brot gieb uns heute. Säemann; Mutter, 
die Kinder speisend. I. R. Müller sc. 116x155. 

380 H 325. 7. Vergib uns unsere Schuld, als wir vergeben unsern 
Schuldigern. Heimkehr des verlorenen Sohnes. Geringswald sc. 
107x144. 

381 H 326. 8. Führe uns nicht in Versuchung. Tanzboden, Kopfleiste 
Fuchs, Gänse und Tauben. „H. Manger". 106x143. 

382 H 327. 9. Erlöse uns von dem Uebel. Der Todesengel klopft an 
die Tür der Hütte, in der die Mutter, umgeben von vier Kindern, im 
Sterben liegt. Oben 1. Totenkopf und Schlange, r. Rose mit Kreuz. Auf 
d?m Krug „LR" in Spiegelschrift. I. R. Müller sc. 106x147. 

Dass. mit englischem Text, 1856: „The Lord's Prayer | with Illustrations | by Ludwig 
Richter. | Engraved on wood by A. Gaber. | Dresden: | Published by Gaber & Richter. | 
Dresden, printed by C. Heinrich." Imp. 4°. 2 Thlr. Die Schrift auf dem Titelblatte bis 
auf den Verlagsvermerk nicht nach L. R. — Deutsche und englische Ausgabe Dresden, 
J. Heinrich Richter, 1859-72. — Dass. Neue Ausgabe mit Benutzung der Umschlagdecke 
zu; „Altes und Neues". In eleganter Mappe gr. Fol. 6 Mk. ebend. 1873. — Dass. Dresden, 
Meyer & Richter, 1874. — Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876, usw. — Weitere Aus- 
gaben bei Alphons Dürr. 



1857. 

„Schiller's | Lied von der Glocke | in Bildern von 
Ludwig Richter." 

Dies der Titel auf der Umschlagdecke. — Die erste Ausgabe auf chin. Papier erschien 
mit obigem Titel auf dem Umschlag ohne Titelblatt. — Dass. mit Titelblatt, ebenso auf 
der Umschlagdecke: „Schiller's | Lied von der Glocke in Bildern | von | Ludwig Richter. 
Sechszehn Zeichnungen in Holzschnitt ausgeführt von | A. Oaber. | (Hier der Inhalt in vier 
Spalten.) | Dresden. Verlag von Gaber & Richter. | Dresden, Druck von C. Heinrich - 

Ausgabe auf chin. Papier. Imp. 4«. 6 Thlr. Spätere Ausgabe fol. 2 Thlr. 20 G: 

Enthält 16 Holzschnitte auf einzelnen Blättern: 

383 H 328. 1. Concordia. „Vivos voco Mortuos plango | Fulgura franko. 
Fr. Schiller. | Doch der Segen kommt von Oben!" Gaber sc. 19o 101. 

384 H 329. 2. Taufgang. „Vivos voco." Ein Engelchen läutet die (Hocke, 
die im Initial V hängt. I.R.Müller sc. 182x117. 

385 H 330. 3. Kindheit. Zwei Bilder übereinander, durch blühende Veil- 
chen verbunden; oben Blindekuh, unten Kirschenverteilen. Becker sc. 
176x192. 

lOf") 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1857 

386 H 331. 4. Heimkehr. Unten Begrüßung des Sohnes durch die Eltern 
vor der Haustür; oben trägt ein Band drei Bilder. 177x138. 

387 H 332. 5. Begegnung. Im Korn, er mit der Flinte, sie mit dem 
Wasserkrug; vorn drei spielende Kinder, zwei Hunde. Jungtow sc. 
208x147. 

388 H 333. 6. Liebesglück. Das junge Paar auf der Steinbank unter einer 
Eiche; zu seinen Füßen ein Hund. „A. M. sc." 195x150. 

389 H 334. 7. Die Braut. Die Mutter setzt ihr den Brautkranz auf, 
zwei kleine Geschwister schauen zu. Unten Vögel beim Nestbau. 
179x106. 

390 H 335. 8. Mannesleben. Der Mann zu Pferde, Frau und Kinder 
nehmen auf der offenen Laube des Hauses Abschied; vorn ein junges 
Paar am laufenden Brunnen, usw. L. Kretzschmar sc. 179x106. 

391 H 336. 9. Die Hausfrau. Im Kreise der Kinder spinnend; oben 
Schwalbe, [Spatzen, Tauben, singendes Engelchen. W. Obermann sc. 
200x143. S. Hoff 3296. 

392 H 337. 10. Wetter-Sturm. Mädchen, das Brüderchen mit dem Kleide 
deckend, einen Rechen unter dem Arm, der Hund dahinter, im Gewitter 
auf dem Felde. Langrock und Gaber sc. 158x140. 

393 H 338. 11. Auf der Brandstätte. Frau, an den Mann gelehnt, der 
ein Bübchen herzt, vor ihnen zwei Mädel, r. die sitzende Großmutter 
und der Spitz. „AG" 143x98. 

394 H 339. 12. Zum Begräbniss. Dreiteilig; 1. die singende Kurrende vor 
der Haustür; in der M. die Familie an der Leiche der Mutter; r. in der 
offenen Tür die Mägde mit Kränzen. — „A" am „G" hängend weiß 
eingeschnitten, also nur zum Teil von A. Gaber geschnitten. 83x189. 

395 H 340. 13. Abendruhe. Bursch und Mädchen gehn Arm in Arm dem 
Dorfe zu, um sie Schafe, Ziegen, Hund und Hirtenbub. „HP HANSEN". 
180x142. 

396 H 341. 14. Friede. Über der dunklen Stadt schwebt ein Engel mit dem 
Ölzweig in lichter Wolke; u. Einblick in zwei Zimmer. I. R. Müller sc. 
240x161. Siehe auch Nr. 570 und vgl. Hoff 3306. 

397 H 342. 15. Aufruhr. Der Tod zieht im Turm die Glocke; vom Altan 
des Turms schaut die Türmerfamilie herab. „AM". 198x105. 

398 H 343. 16. Kirchgang. Rechts auf der Treppe zur Kirchentür Schul- 
kinder, vom Lehrer gemustert; dann das Ehepaar vor der hohen Linde, 
dahinter andere Kirchgänger. „A. GABER sc." 213x187. 

Dass. ebends. 1859. — Dass. bei J. H. Richter. — Dass. Neue Ausgabe, ebends. 1872. 
(Siehe Nr. 570.) — Dass. Dresden, Meyer und Richter, 1874. — Dass. Dresden, J. Heinrich 
Richter, 1876. — Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr. 

107 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1858 

1858. 

Vortitel: „Kinderreime | alt und neu." Titel: „Voer de 
Goern | Kinderreime | alt und neu | von | Klaus Groth. | 
Mit 52 Holzschnitten nach Originalzeichnungen | von | Lud- 
wig Richter, | geschnitten von August Gaber. | Leipzig, | 
Georg Wigand's Verlag. 

Auf der Rückseile des letzten Blattes: „Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." — 
Auf einem Blatt sind Nr. 409 und 410. — Das Buch enthält nur 38 Holzschnitte nach L. R. 
Nicht nach ihm sind : Titelblatt — Hewelmann — Anna Maria — Vom rechten Schick — 
Tambour — Steckenpferd — Häschen im Regen — Freiersmann — Jüchen Pack — Der 
Sonnenschein — Frosch im Mondenschein — Grueln — Bispill — Schwalbenlied — Oppe Reis. 

Gr. 4. — 106 ungezählte SS. — 2 Thlr. 20 Or. 

Enthält 38 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

399 H 344. Dit Bok is mi leef. Initial „D", „Vor de | Görn | von | Klaus 
Groth." „LR". 85x60. 

400 H 345. Ik weet enLeed wat Niemand weet, Mutter bindet Hanne 
den Strumpf auf, davor die Schwester. 79x80. 

401 H 346. Gnegelputt. Hund vordem maulenden Kinde. „Gaber". 84x106. 

402 H 347. Steh fest. Mutter und Schwester lehren die Kleine laufen. 
„Gaber" in Spiegelschrift. 67x103. 

403 H 348. Ghasel. Mutter hinter dem Zaun, hebt das Kind an die Kir- 
schen; unten schauen noch zwei durch den Zaun. 109x105. 

404 H 349. Vor dem Spiegel. Mutter mit dem Kinde. 99x77. 

405 H 350. Flinkes Mädchen. Mädel strickt, Kätzchen hascht nach dem 
Knäuel. 92x69. 

406 H 351. Zerrissen. Hockendes Schwesterchen besieht das Loch im 
Hosenboden des Kleinen; r. Katze. 69x62. 

407 H 352. Mit 'ner Bretzel. Bub zeigt sie triumphierend der Schwester, 
die über die Halbtür lugt. Auf dem Probedruck „BECKER sc." 99x86. 

408 H 353. Besuch. Bub mit einer Kanone, Mädel mit Sonnenschirm und 
Henkelkorb, r. Puppenküche. 71x107. 

409 H 354. Lustspiel. 1. Akt. Mädel schlägt den Bruder mit dem Koch- 
löffel; auf dem Boden Apfel und Birne. Hansen sc. 57x59. 

410 H 355. Lustspiel. 3. Akt. Sie versöhnen sich mit einem Kuß. 51x61. 

411 H 356. Soldat. Vier Kinder spielen Soldaten. G. Jördens sc. S4xl25. 

412 H 357. Anna Susanna. Vier Schulkinder kommen durch den Zaun, 
Auf dem Probedruck: „Becker sc." 91x117. 

413 H 358. Laternchen. Zwei Mädel blasen Löwenzahnsamen fort, dabei 
Bub mit der Peitsche, r. dahinter zwei Kühe. 90x128. 

414 H 359. Träges Fuhrwerk. Vater läßt den Buben auf dem Knie reiten, 
davor das Schwesterchen mit dem Rückenkorb; I. Katze. 95x120. 

108 






II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1858 

415 H 360. Wir Vögel. Bub bläst zwischen liegendem Bub und Mädel 
die Flöte; r. Hündchen. Gaber sc. 99x110. 

416 H 361. Ein Vogel. Auf der Bleiche läßt die Mutter das Bübchen 
tanzen, die Geschwister 1. spielen dazu auf. C. F. Müller sc. 104x135. 

417 H 362. Beim Baden. Bub in der Wanne, davor ein Holzsöldat. 
40x70. 

418 H 363. Aussicht. Junges Mädchen im Hut, sitzende Bäuerin mit dem 
Kind, davor Hündchen. 103x120. 

419 H 364. Winter. Bub nach 1. zieht das Schwesterchen im Schlitten, der 
Bruder schiebt nach, Hündchen. Manger sc. 98x120. 

420 H 365. Frühling. Kranke Frau mit Stock an der Sonne sitzend, drei 
Kinder, Storch, Hund. „H. MANGER" (nicht überall lesbar). 99x120. 

421 H 366. Verstecken. Mädel und Bub sitzen blumenpflückend im Gras. 
Günther sc. 53x72. 

422 H 367. Puthühnchen. Mädel bedroht das Huhn über den Zaun weg. 
67x85. 

423 H 368. Matten Has. Fuchs und Hase als tanzendes Paar. 58x91. 

424 H 369. H ad bar. Mädel vor der Tür, sieht den fliegenden Störchen 
nach, neben ihr der Hund. 93x98. 

425 H 370. Regenlee d. Mutter läßt das Töchterchen durchs Fenster in 
den Regen schauen. I. R. Müller sc. 92x121. 

426 H 371. Zaunkönig. Katze lauert nach I. nach dem Vögelchen. 53x70. 

427 H 372. Offne Tafel. Vier Kinder am Eßtisch um die Mutter, die das 
fünfte auf dem Arm trägt; r. Mops. 88x99. 

428 H 373. Zuckermund. Unter der Laube küßt eine Mutter ihr Kind. 
92x57. 

429 H 374. Rosengarten. Mädel und Bub im Rosenbusch unter einem 
mit „L R", „A G" gezeichneten Tuche. 122x88. 

430 H 375. Windmühle. Vorne Esel nach I.; hinter dem Quersack sitzt ein 
Bub, von der Schwester gehalten, dann Hund. Auf dem Sack „A (?) G". 
Nach Hoff: C. F. Müller sc. 107x109. 

431 H 376. Wachtelruf. Mädel und Bub vor dem Kornfeld horchen darauf ; 
Regenbogen. G. Jördens sc. 126x95. 

432 H 377. Märchen. „Kling Klang kloria!" G. Jördens sc. 155x118. 

433 H 378. Dat Schipp. Fünf Kinder und Hund an der See, vorn und 
im Hintergrund Schiffe. 97x125. 

434 H 379. Wohlgeschmeckt. Eßtisch, vier Kinder, der Vater schneidet 
Brot, die Mutter trägt eine Schüssel auf; Hund und Vögel. 86x110. 

109 



11 A 1 Holzschnitte. Folgen. 1858 

435 H 380. Unterm Busch. Mädel, das Schwesterchen mit einem Kirschen- 
paar auf dem Schoß. Gaber sc. 113x90. 

436 H 381. Schlaf liedchen. Mutter am Bett des Kindes, rechts Brünnchen 
und Kirchturm im Mondschein. „QABER sc." 78x109. 

„Ftir's Haus | von | Ludwig Richter, j Im Winter. | (Inhalt 
in drei Spalten) | Dresden, | Verlag von Gaber & Richter. 
Druck von C. C. Meinhold & Söhne, Königl. Hofbuchdruckerei. u 

Dies der Titel nuf dem Titelblatt. — Auf je einem Blatt: Nr. 443 und 444, 449 und 450. 
— Titel auf der Umschlagdecke der Prachtausgabe: „Für's Haus von Ludwig Richter. Im 
Winter. Zwölf Zeichnungen in Holz geschnitten von A. Gaber. Prachtausgabe. Dresden, Verlag 
von Gaber & Richter. Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." Imp. 4. 2 Thlr. 

Gr. 4. — 14 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 14 Holzschnitte auf 12 einzelnen Blättern davor ein Blatt mit 
L. R.'s Vorwort „Ein Wort vor der Thür." 

437 H 382. 1. „Epiphanias." „AG", 141x110. 

Siehe Abt. III A „Volksbilder", Hoff 3305. 

438 H 383. 2. Lass auch dies Jahr gesegnet sein usw. Initial „L". „IHS" 
über dem Neujahrsglückwunsch. Manger und Gaber sc. Probedruck 
„GABER sc." in Spiegelschrift. 125x134. 

439 H 384. 3. Aus der Kinderstube. Mutter und Mädchen baden zwei 
Kinder. „GABER". 118x99. 

440 H 385. 4. „Marthen Fleiss, Marien Glut | Schön wie | Rahel Klug wie 
Ruth | Mägdleins bestes Heiratsgut." „GABER sc." 199x135. 

Siehe Abt. III A „Volksbilder", Hoff 3293. 

441 H 386. 5. Das heiss ich rechte Augenweide usw. „IHS" am Kinder- 
bett. Steinbrecher, die Köpfe Gaber sc. 144x94. 

442 H 387. 6. „Kinder Carneval". G. Jördens sc. 192x139. 

443 H 388. 7. Der Winter ist ein rechter Mann usw. Schneemann, Schlitten- 
fahren, Schneeballen vor dem Stadttor. Becker sc. 121x134. 

Im Saalfelder Kreisblatt 1911 Nr. 205 (1. 9.) stellt Dr. Engelhardt fest, daß der Schauplatz 
das Saaltor in Saalfeld darstellt. Die Vorlage dürfte L. R. von seiner Reise nach Franken 
1837 heimgebracht haben. 

444 H 389. 8. Initial „D" auf demselben Blatte, altes Paar am Kachelofen. 
54x44. 

445 H 391. 9. Gastfrei zu sein, vergesset nicht usw. Wanderndes Mädel 
bekommt von zwei Kindern an der Haustür eine Schnitte Brot. C. F. 
Müller, die Köpfe Gaber sc. 156x120. 

446 H 393. 10. Genoveva. Im Höhleneingang, das Söhnchen einhüllend, 
vor ihr ein Reh; draußen viele Tiere. Manger, die Gruppe Gaber sc. 
111x117. 

447 H 394. 11. Weine nur nicht Helmchen! Mädel wischt dem 
Brüderchen die Tränen ab. Waldrand. Manger sc. 157x120. 

110 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1858 

448 H 396. 12. Sternennacht. Das Ehepaar Claudius in der erleuchteten 
Haustür schaut zum Himmel auf, vor ihm der Spitz. „A. G." 125x75. 

449 H 397. 13. „Hausmusik". G. Jördens sc. 90x129. 

Siehe Abt. III A „Volksbilder", Hoff 3304. 

450 H 398. 14. Zwei Engelchen auf einer Wolke unterm Regenschirm, 
Schlußbildchen auf demselben Blatt. 33x32. 



1859. 

„Für's Haus | von | Ludwig Richter. | Frühling. | (Inhalt) | 
Dresden, | Verlag von Gaber & Richter. | Druck von Breit- 
kopf und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf dem Titelblatt. — Auf je einem Blatt sind: Nr. 452 und 453, 457 und 458, 
461 und 462, 464 und 465. — Titel auf der Umschlagdecke der Prachtausgabe: ..Für's 
Haus von Ludwig Richter. Frühling. Fünfzehn Zeichnungen in Holz geschnitten von 
A. Gaber. Prachtausgabe. Dresden, Verlag von J. Heinrich Richter. Druck von Breitkopf 
und Härtel in Leipzig." Imp. 4°. 2 Thlr. 

Gr. 4. 1 Thlr. 15 Gr. 

Enthält 19 Holzschnitte auf 15 einzelnen Blättern: 

451 H 399. 1. Unten: „Christ ist erstanden" usw. Oben: „Ich weiß, daß 
mein Erlöser lebt." „A. GABER". 190x120. 

Siehe Abt. III A „Volksbilder", Hoff 32Q1. 

452 H 400. 2. Frühlings Einzug. Unten I. Rehe; in den Lüften, von r. 
kommend, neun Engelknaben und ein erwachsener Engel, die den Früh- 
ling bringen, darüber Zugvögel. „MANGER". 111x146. 

453 H — 3. Initial „W" mit Schlüsselblumen, auf demselben Blatte. 22x21. 

454 H 401. 4. In der Straße. Mädchen am Brunnen, kleine mit Puppen, 
Buben mit Kreisel und Fahne, Pelzausklopfen usw. Über der Haustür 
„L R". Günther, die Köpfe zum Teil Gaber sc. 175x101. 

455 H 402. 5. Auf der Wiese. Vorn vier blumenpflückende Mädel mit 
Hündchen; eins reicht einem Jüngling Blumen über den Zaun. Jungtow sc. 
143x94. Unten das „W" Nr. 453 wiederholt. 

456 H 403. 6. „Im Walde". „L. R." „A. G." Günther sc, die Köpfe zum 
Teil Gaber. 189x97. 

457 H 405. 7. Oben: Storch auf dem Neste, im Schornstein Raum für den 
Buchstaben G. 40x24. 

458 H 404. 8. Der Storch. Bub von Vater und Mutter auf dem Zaun 
neben dem Brunnen festgehalten, Schwesterchen dahinter. Manger sc. 
110x122. 

459 H 406. 9. Guck in die weite weite Welt! Rechts hebt Mädel das 
Schwesterchen hoch, damit es über den Plankenzaun sehe; dahinter 
Bub und Hündchen, davor Katze. G. Jördens sc. 162x121. 

111 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 185960 

460 H 407. 10. Der Blinde im Frühling. Blinder Alter, sitzend nach 1. 
den Hut offen auf dem Schöße; Mädel kniet neben ihm und erklärt ihm 
nach 1. weisend die Aussicht. 156x110. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3221. 

461 H 408. 11. „Mai Reigen." „H. MANGER". 101x139. 

462 H 409. 12. Initial „D", jodelnder Tirolerbub. 52x28. 

463 H 410. 13. „Wanderschaft." Brandt sc. 158x85. 

464 H 411. 14. Vier Kinder auf einem Brett sitzend, ein Bub dahinter 
stehend, alle nach r. musizierend; ein Bub, davor hockend, dirigiert. 
Q. Jördens sc. 106x145. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3222. 

465 H 412. 15. Schriftband des Blattes: „Vocal u. Instrumental | Concert.", 
darauf Vogel zwischen Blumen. 58x82. 

466 H 413. 16. „Mi Himmel." Günther sc, die Köpfe zum Teil Gaber. 
134x102. 

467 H 414. 17. „Er liebt mich!" „GABER", r. aus dem unteren Rand ge- 
schnitten; Brandt sc, die Köpfe Gaber. 182x133. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3224. 

468 H 415. 18. „Einsiedeis | Abendlied." Brandt sc. 63x85. 

469 H 416. 19. „Brautzug." Jungtow sc. 136x152. 

Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1859-1873. — Dass. Drefden, Meyer & Richter, 1874. 
— Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876. Spätere Ausgabe 2 Thlr. 15 Gr. Neue Ausgabe 
6 Mk. — Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr. 

„FüVs Haus | von | Ludwig Richter. Winter und Früh- 
ling. | Prachtausgabe. | [ ^] | Dresden, Verlag von Gaber & 
Richter. | Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf der Umschlagdecke. — Angabe der Druckerei wie auf den Titel- 
blättern der Einzelheite zu Winter und Frühling. Versuch einer späteren, nicht zum Ab- 
schluß gekommenen Ausgabe der vier Jahreszeiten in HalbbänJen Die erste Ausgabe bietet 
noch für den Winter nur die 12 Blätter mit 14 Holzschnitten von 1858. 

Imp 4. 4 Thlr. 

Enthält bei | | 1 Vignette auf dem Umschlag: 

470 H 417. Zwei Kinder durch einen Kranz in die Ferne schauend. 40x54. 

Spätere Ausgabe: „Dresden, Verlag von J. Heinrich Richter. Dresden, Diuck von E. Bloch- 
mann & Sohn " 



1860. 

„Für's Haus | von | Ludwig Richter. | Im Winter. (Inhalt 
in 3 Spalten) | Dresden, | Verlag von J Heinrich Richter. 
Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

112 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1860 

Dies der Titel auf dem Titelblatt. Auf der Umschlagdecke noch: „Fünfzehn Zeichnungen 
in Holz geschnitten von A. Gaber und Q. Jördens. Vermehrte Ausgabe. " Die beiden letzten 
Worte nur in den beiden ersten Drucken bei Breitkopf und Härtel in Leipzig und A. Gaber 
in Dresden. — Auf je einem Blatt sind: Nr. 443 und 444, 449 und 450. Die drei Blätter 
471 — 473, um welche diese Ausgabe vermehrt ist, wurden, da die anderen Jahreszeiten fünf- 
zehn Blätter bekamen, 1860 hinzu getan. 

Gr. 4. 1 Thlr. 15 Gr. 

Enthält 3 neue Blätter: 

471 H 390. „Befiehl dem Herrn deine Wege | u. hoffe auf ihn er wirds 
wohl | machen." „GABER." 123x135. 

Siehe Hoff 3232 und 3286. 

472 H 392. Dämmerstündchen. „Sonst | Jetzt". „GABER." 171x95. 

473 H 395. „Tages Arbeit! | Abends Gäste; Saure Wochen! | Frohe Feste! | 
Sey dein künftig | Zauberwort." „Göthe | dixit". G. Jördens sc. 165x138. 

Die übrigen 14 Holzschnitte siehe unter Nr. 437 — 450. 

Dass. Dresden, ]. Heinrich Richter, bis 1873. — Dass. Dresden, Meyer & Richter, 
1874. — Dass. Dresden, ]. Heinrich Richter 1876. — Spätere Ausgabe 2 Thlr. 15 Gr. Neue 
Ausgabe 6 Mk. — Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr. — Irrig weist Hoff die vermehrte 
Ausgabe den Jahren 1858 — 5.9 zu; die Firma Gaber und Richter löste sich erst 1860 auf, 
und die erste Ausgabe mit dem Frühling zusammen (siehe Nr. 470) enthält die drei neuen 
Blätter zum Winter noch nicht. 

„Für's Haus | von | Ludwig Richter. | Sommer. | (Inhalt) | 
Dresden, | Verlag von J. Heinrich Richter. | Druck von Breit- 
kopf und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf dem Titelblatt. — Titel auf der Umschlagdecke der Prachtausgabe: 
„Für's Haus von Ludwig Richter. Sommer. Fünfzehn Zeichnungen in Holz geschnitten von 
Professor Bürkner, A. Gaber und G. Jördens. Prachtausgabe. Dresden, Verlag von J. Hein- 
rich Richter. Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." Imp. 4°. 2 Thlr. 

Gr. 4. 1 Thlr. 15 Gr. 

Enthält 15 Holzschnitte auf 15 einzelnen Blättern; 

474 H 418. 1. „O du fröhliche, | O du selige, | Gnadenbringende | Pfingsten- 
zeit!" „Der Herr segne | deinen Eingang | und Ausgang." „Gocht sc." 
205x101. 

Siehe Abt. III A, „Volksbilder.» Hoff 3287. 

475 H 419. 2. Rosenzeit. Mädchen in der Laube windet Rosen zum 
Kranz; vorn Trauben und Spatzen. ,, Gocht." 168x94. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3220. 

476 H 420. 3. „Das Märlein vom Rothkäppchen." „L R". „GABER sc." 
207x100. 

477 H 421. 4. Märlein von Hansel und Grethel. Die Hexe und die 
Kinder; u. die Geschichte in 4 Bildern. „G. Jördens sc." 182x131. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3227. 

478 H 422. 5. Mittagsruhe im Korn. Mädel und Bub schlafend, das 
Kleinste im Kinderwagen empfängt Hasenbesuch; vorn Wiesel. „L R." 
„G Jördens." 162x92. 

Siehe Abt. III B, Handzeichnungen von L. R., Hoff 3235. 



113 



3 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1861 

479 H 423. 6. Verunglückte Landparthie. Familie im Regen heim- 
kehrend, Zylinderhut und Perrücke fliegen davon. Günther sc. 102x136. 

480 H 424. 7. „Waldeinsamkeit." „K. OERTEL sc." 190x106. 

481 H 425. 8. „Ei jagt mir doch die Spatzen fort!" „Qocht. sc." 173x87. 

482 H 426. 9. Kunstregel. „Und die Sonne Homers siehe sie scheinet 
auch uns." „Gocht. sc." 163x127. 

483 H 427. 10. Auf dem Dorfkirchhof spielen neun Kinder, hinten eine 
Alte, vorn steigt ein Greis herauf. „A. KRETZSCHMAR." 134x87. 

484 H 428. 11. „Der Abend ist das Beste." Enkelin bringt dem Groß- 
vater Tonpfeife und Seidel, darauf „L R" in Spiegelschrift. „G Jördens." 
157x102. 

485 H 429. 12. „Ständchen | von | R. Reinick." Oertel sc. 183x90. 

486 H 430. 13. „Abendlied." „Der dich behütet, | schläft nicht: Der Hüter 
Israels | schläft und | schlummert nicht." K. OERTEL sc." 142x107. 

487 H 431. 14. Es ist ein Schnitter, der heisst Tod usw. Initial „E". „Liebe 
ist stärker als d . . Tod." „Gocht sc." 203x95. 

488 H 432. 15. „Psalm 65. Du krönest das Jahr mit deiner gute" usw. 
„Gocht sc." 127x130. 

Siehe Abt. III A, „Volksbilder", Hoff 3295. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. Dass. Dresden, J. Heinrich Richter 1876. — Spätere 
Ausgabe 2 Thlr. 15 Gr. Neue Ausgabe 6 Mk. — Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr. 

1861. 

„Für's Haus | von | Ludwig Richter. | Herb t. ! (Inhalt) 
Dresden, | Verlag von J. Heinrich Richter, j Druck von Breit- 
kopf und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf dem Titelblatt. — Auf je einem Blatt Nr. 497 und 498, 499 und 500. — 
Titel auf der Umschlagdecke der Prachtausgabe: „Für"s Haus von Ludwig Richter. Herbst 
Fünfzehn Zeichnungen in Holz geschnitten von Professor Bürkner, A. Gaber und G. Jördens 
Prachtausgabe. Dresden von J. Heinrich Richter. Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig. - 
Imp. 40 2 Thlr. 

Gr. 40. 1 Thlr. 15 Gr. * 

Enthält 17 Holzschnitte auf 15 einzelnen Blättern: 
48«) H 433. 1. „UNTER REBEN . BLÜHT DAS LEBEN •" „K. OERTEL 
ss." (so!) 197x140. 

400 H 434. 2. Am Rhein, am Rhein, Da wachsen unsre Reben, 
Gesegnet sei der Rhein! „LR. 1861." „G lördens sc." 174-155. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Alhnm, Hoff 32_'0 

401 H 435. 3. „Da wachsen sie am Ufer hin u. geben | Uns diesen I ibe- 
wein." „Gocht. sc." 168 102. 

Vergl. Nr. 651, aus der die beiden Blätter 190 und 491 durch Teilung 
entwickelt sind. 

114 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1861 

492 H 436. 4. „Gefunden!" „L. RICHTER." „A. GABER." 200x107. 

Siehe Abt. III B, Photogr. Richter-Album, Hoff 3225. 

493 H 437. 5. Auf dem See. „Aug' mein Aug' was sinkst du nieder, 
Goldne Träume kehrt ihr wieder?" „A. KRETZSCHMAR." 186x97. 

494 H 438. 6. „Rübezahls Garten." „A. GABER". 165x73. 

495 H 439. 7. Martinslied. Gänseherde hinter dem Hirten, der vor einem 
Bauernhaus ein Lied bläst. „K. OERTEL es." (so!) 141x130. 

496 H 440. 8. Schlachtfest. In der Fußleiste schleppen Zwerge die Würste. 
„L. RICHTER." — „A. GABER." 200x112. 

497 H 441. 9. „Grossvaters Leiden und Freuden in der Kinderstube." „K. 
OERTEL es." (so!) 114x127. 

Beruht auf den eigenen Erfahrungen Ludwig Richters mit seinen Enkelkindern im Hause 
Kretzschmar. Die erste Zeichnung, ausgestellt auf der Jahrhundertausstellung Dresden 1903, 
und der Entwurf im Essener Museum bieten des Meisters Selbstporträt. 

498 H 442. 10. Gewundener Zweig mit Eichhörnchen auf demselben Blatt. 
„L R" 61x56. 

499 H 443. 11. Bürgerstunde. Wirt und Kellnerin leuchten den Hono- 
ratioren hinaus. „Zum St[ern]", „G Jördens sc." 85x157. 

500 H 444. 12. „Hört ihr Herren lasst euch sagen. | Die Glocke hat X ge- 
schlagen." Unten Laterne und Hausschlüssel; Schlußvignette auf dem- 
selben Blatte. 74x102. 

501 H 445. 13. „Hausmärchen". Gocht. sc." 177x135. 

502 H 446. 14. „Gott mit mir | Mein junges Herz mit dir | Gott mit uns 
Beiden | In Trübsal u. in Freuden!" „A. KRETZSCHMAR." 178x96. 

503 H 447. 15. Herbstabend. „Durch die Felder sieht man fahren | eine 
wunderschöne Frau, | Spinnt von ihren langen Haaren | goldne Fäden 
auf der Au! | Eichendorff." „Gocht sc." 179x115. 

504 H 448. 16. Heimweh. „Memento Mori." „Gocht sc". 123x131. 

505 H 449. 17. „Gloria in excelsis Deo et in terra pax." „A. GABER". 
186x140. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. — Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876. — 
Spätere Ausgabe 2 Thlr. 15 Gr. Neue Ausgabe 6 Mk. — Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr.— 

G esamm tau s gäbe. „Für's Haus | von | Ludwig Rich- 
ter. | Q ] | Dresden, | Verlag von J. Heinrich Richter. | Druck 
von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

Dies der Titel auf der Umschlagdecke. — Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. — Dass. 
Dresden, J. Heinrich Richter, 1875. — Spätere Ausgabe: Fol. Elegant in Leinwand gebunden 
mit Goldschnitt 12 Thlr. — Neue Ausgabe: Fol. in reichem Prachtband mit Goldschnitt 
36 Mark. 

Gr. 4.-6 Thlr. 



115 



B' 



II AI Holzschnitte. Folgen. 1861 

Enthält bei | | eine Vignette auf dem Umschlag: 

506 H 450. Die vier Jahreszeiten als Kinder dargestellt; der kleine Winter 
schaut durch den gemeinsam gewundenen Kranz heraus. „A. Gaber". 
64x112. 

Siehe dass. auf dem Umschlag zu: „Bilder und Vignetten", 1874. Auch von der Firma 
Meyer fr Richter als Vignette auf ihrem Verlagszettel verwendet. 

„Der Sonntag | in Bildern | von | Ludwig Richter. | (Inhalt 
in 2 Spalten) | Dresden. | Verlag von J. Heinrich Richter. ! 
Dresden, C. C. Meinhold & Söhne, K. Hofbuchdruckerei." 

Dies der Titel auf dem Titelblatt. — Auf dem Titel der Umschlagdecke folgt dem Namen 
des Meisters: „In Holzschnitt ausgeführt von Professor H. Bürkner, A. Gaber \ undG. Jördens. • 
Mit Tondruck, 1.8.9.10 mit ausgesparten Lichtern. — Imp. 4". 2 Thlr. 15 Gr. 

Enthält 10 Holzschnitte auf 10 einzelnen Blättern: 

507 H 451. 1. „Der Sonntag. | von | Ludwig Richter." Zscheckelsc. 250x152. 

508 H 452. 2. „Lass mich frühe hören deine Gnade. | Ps. 143." Oertel sc, 
175x138. 

509 H 453. 3. Grossmutter und Enkelin. Die Enkelin liest der Groß- 
mutter vor, während man r. zur Kirche (Meißener Stadtkirche) geht. 
185x134. 

510 H 454. 4. In der Kirche. Ehepaar und drei Kinder in gesondertem 
Kirchenstuhl, durch dessen Fenster man den Prediger auf der Kanzel 
und die Gemeinde sieht, oben zwei Engel mit Kranz. Gaber sc, 104x124. 

511 H 455. 5. „Jch bin krank gewesen; und ihr habt mich besuchet. Matth. 25 
v. 37." Steinbrecher, die Köpfe Gaber sc, 215x139. 

512 H 456. 6. „Geh' aus mein Herz und suche Freud' | In dieser lieben 
Sommerzeit | An deines Gottes Gaben, pp." Günther, die Köpfe Gaber sc. 
219x144. 

513 H 457. 7. Der Besuch auf dem Lande. Am steinernen Tische r. 
mit Kuchen, Obst und Humpen sitzen Wirt und Gast, vor ihnen Bub 
mit Steckenpferd; links begrüßen sich Mütter, Mädel und Hunde. „Gocht 
sc." 195x112. 

514 H 458. 8. „Vesper." „G Jördens", 215x99. 

515 H 459. 9. Heimkehr. Zwei Mädel voran, Eltern, Hund und Kleinstes 
hinterher; Vollmond. Oertel sc, 170x116. 

516 H 460. 10. „Gute Nacht!" „L R" und „LR" von r. nach I., „A. Gaber sc". 
231x161. 

Siehe Abt. III A, „Volksbildcr", Hoff 3297. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. — Dass: Dresden, J Heinrich Richter, 1876. 
Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr. — Neue Ausgabe. Fol. 7'/i Marl 



116 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1864 

1864. 

„Neuer Strauss | für's Haus. | von | Ludwig Richter. | (In- 
halt in 3 Spalten) | Dresden. | Verlag von J. Heinrich Richter.) 
Buchdruckerei von A. Oaber in Dresden." 

Dies der Titel auf dem Titelblatt der Volksausgabe. — Auf einem Blatt sind: Nr. 519 
und 520. Der in dieser Ausgabe auf Nr. 523 verunstaltete Kinderkopf ist in der Prachtausgabe 
verbessert. — Vignette Wespe unter Hsch. Nr. 531 findet sich in dieser Ausgabe nicht. 
— Titel auf der Umschlagdecke der Prachtausgabe: „Neuer Strauss | Für's Haus. | von | 
Ludwig Richter. | Fünfzehn Zeichnungen in Holz geschnitten von Professor Bürkner. | 
Dresden. | Verlag von J. Heinrich Richter. | Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 
Imp. 4°. 2 Thlr. 15 Gr. Vignette Wespe unter Hsch. Nr. 531 W. aus: „Christenfreude, vierte 
vermehrte Auflage" 1863. 

gr. 4. 1 Thlr. 24 Gr. 

Enthält 17 Holzschnitte auf 16 einzelnen Blättern: 

517 H 461. 1. Blumenstrauß und verzierte Schrift bis „Ludwig Richter" auf 
Titelblatt und Umschlag. Zschoche sc. 57x58. 

518 H 462. 2. „Pax | vobiscum", „Ich beiße", „K. OERTEL sc." 149x120. 

519 H 463. 3. Frühlingsbilder. Dem Philister, der im Spazierengehen 
liest, tragen Gnomen die Bücher nach. Gocht sc. 115x60. 

520 H 464. 4. ,,A' jedes Hasle | Find't a Grasle." „W. WERTHMANN", 
(die beiden letzten N führen den Haarstrich von 1. u. nach r. o.), 60x75. 

521 H 465. 5. Johannisfest. Die Kinder tanzen um die Blumenkrone; 
viele Zuschauer. K. OERTEL sc." 218x161. 

522 H 466. 6. Der Müllerbursch. Er läßt die Liebste auf dem Esel durch 
den Wald reiten; vorne Spitz. Zschoche sc. 101x117. 

Siehe das Blatt „Im Walde" in „Altes und Neues 1873, Abt. III A, Hoff 3197, und das 
andere Blatt „Im Walde" in „Handzeichnungen von L. R." 1867. Abt. III B, Hoff 3240. 

523 H 467. 7. Die Schule ist aus. Schulmeister mit dem Stock weist den 
letzten weinenden Jungen die Treppe hinab; die anderen Kinder sind 
schon jubelnd unten. „ABC", „A. KRETZSCHMAR. sc." 178x111. 

Siehe „Photogr. Richter- Album" 1867, Abt. III B, Hoff 3226. 

524 H 468. 8. Beiss mal ab Hänschen! Schwester läßt im Wald das 
Brüderchen vom Butterbrot abbeißen; beide tragen gesammelte Beeren. 
149x87. 

525 H 469. 9. Regenbogen. Schafhirtspricht,zum Regenbogen aufschauend, 
sein Gebet, links 6 Kinder. „Gocht sc", 105x147. 

526 H 470. 10. Heimkehr vom Felde. Haus in Loschwitz, unter dessen 
Überdach die Großmutter den Tisch deckt, während Vater, Mutter und 
älteste Schwester von den vier Geschwistern begrüßt werden. „Gocht sc". 
165x117. 

527 H 471. 11. Mondnacht. Mutter stillt ihr Kind vor dem Feuer; zwei 
Hirten blasen die Schalmei; hinten der Hund, vorn die Schafe. „F. 
MUELLERsc", 113x148. 

117 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1866 

528 H 472. 12. Aus „Jungf riedel". Kind streichelt die tot im Bett liegende 
Mutter. A. Kretzschmar sc. 101x130. 

Siehe das Blatt „In der Nacht" im „Photogr. Richter-Album» 1867, Abt. 111 B, Hoff 3231. 

529 H 473. 13. Kleinhandel. Käsefrau wägt bei Kerzenlicht ab; große 
Kundschaft; hinter der Bude Standbild der Gerechtigkeit usw. „LR", 
„Gl", 191x138. 

530 H 474. 14. Das erste Ofenfeuer. Großvater hinter dem Ofen, die 
Großmutter heizt ein, Mutter und Kinder schauen in den Regen hinaus. 
„A GABER.", 75x126. 

531 H 475. 15. „Grusliche Geschichten." Zscheckel sc, 133x155. 

Siehe Hoff 3233. 

532 H 476. 16. Weihnachtstraum. Engel bringen den Weihnachtsbaum 
in lichten Wolken zur dunklen Stadt herab; 1. u. sitzt ein Mädchen mit 
dem Hunde. „K. OERTEL sc", 226x141. 

Siehe das Blatt „Christnacht" im Photogr. Richter-Album 1867. Abt. HIB, Hoff 3234. 

533 H 477. 17. Abendlied. Oben singende Engel, unten sitzt ein Ehepaar 
unter einem Bildstock am Feldrande, die vier Kinder und das Hündchen 
spielen vor ihnen. „K. OERTEL sc", 134x116. 

Siehe Abt. III A. „Volksbilder", Hoff 3308. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. Dass. Dresden, J. Heinrich Richtei, 1876. — 
Weitere Ausgaben bei Alphons Dürr, dann bei Velhagen & Klasing. — Spätere Ausgabe auf 
chin. Papier 6 Thlr. — Neue Ausgabe. Fol. 7>/2 Mark. Neue Ausgabe auf chin. Papier 
15 Mark. 

1866. 

„Unser | tägliches | Brod | in Bildern | von | Ludwig 
Richter. | Alles Vergängliche | ist nur ein Gleichniss. | Dres- 
den, | Verlag von J. Heinrich Richter. | Druck von Breitkopf 
und Härtel in Leipzig." 

gr. 4». 1 Thlr. 15 Gr. 

Enthält 18 Holzschnitte auf 16 einzelnen Blättern: 

534 H 478. 1. Titelblatt und Umschlag bis „Gleichniss.", 43x84. 

535 H 479. 2. Aussaat. Säemann unter einem Bildstock, hinter dorn Zaun 
Qroßmutter mit vier Kindern. „L R", „Oocht. sc", 107x127. 

536 H 480. 3. Mutter das Kind stillend, Initial „D". 49x47. 

537 H 481. 4. Morgentau. Engel begießen und segnen das Feld. „K. 
OERTEL sc", 174x105. 

538 H 482. 5. Im Korn. Drei Mädel, ein Bub, ein Spitz, eine Puppe, 
hinten die Eltern. „H. GÜNTHER sc", 116x122. 

539 H 483. 6. Ernte. Vorn stillende Mutter, zwei Kinder, trinkender Bursch, 
Hund, hinten Garbenbinden und Schneiden; Regenbogen. „Gocht sc", 
144x147. 

118 



II A I Holzschnitte. Folgen. 1869 

540 H 484. 7. Aehrenlese. Vorn Mutter mit sechs Kindern und Spitz; 
im Mittel- und Hintergrund weitere Ährenleserinnen. Zscheckel sc. 
122x157. 

Siehe das Blatt ,.Ährenleserinnen" in „Handzeichnungen von L. R." Abt. III B, Hoff 3243. 

541 H 485. 8. Dank gebet der Schnitter. Eine alte und 3 junge Frauen 
mit 6 Kindern vor einem Bildstock am Baume. „K. OERTEL sc", 126x157. 

Siehe Hoff 3246. 

542 H 486. 9. Erntetanz. Vorn der Tanz, hinten Musikanten, Zuschauer 
und Stammtisch. „K. OERTEL sc", 180x99. 

543 H 487. 10. In der Scheune. R. zwei Drescher und eine Drescherin 
in der Scheune, 1. davon wird Korn als Almosen ausgeteilt. „Gocht. sc", 
93x161. 

544 H 488. 11. Mädel gibt dem Buben zu trinken. „Math. 10, 42." 59x60. 

545 H 489. 12. Zur Mühle. R. vorn Bub am Zaun, Mädel unterm Flieder- 
busch, 1. Eintragen in die Mühle. Bez.: „L R" — „K. OERTEL sc", 
169x146. 

546 H 490. 13. Beim Bäcker. Brotholen am Bäckerfenster, r. Mädchen die 
Rosen am Fenster begießend, vorn I. Mädel trägt ein Kind huckepack. 
„K. OERTEL sc", 189x122. 

547 H 491. 14. „Aller Augen warten auf dich, [ du giebst ihnen ihre Speise 
zu seiner Zeit", usw. „L R." „Gocht sc", 197x115. 

Siehe Abt. III A, ,, Volksbilder", Hoff 3288. 

548 H 492. 15. „Zuerst das Küfschen!" „K. OERTEL sc." 198x122. 

Siehe Abt. III A, „Volksbilder". Hoff 3299. 

549 H 493. 16. „Wer nie sein Brot mit Thränen ass", usw. „Gocht. sc", 
179x112. 

550 H 494. 17. „Der Mensch lebet nicht vom Brod allein", usw. „Math. 4. 4.", 
Gocht sc, 175x117. 

551 H 495. 18. „Denn dies ist das Brod Gottes", usw. „Joh. 6. 33." „K. 
OERTEL sc", 194x115. 

Auf je einem Blatte sind: Nr. 535 und 536, 543 und 544. — Vignette (Wespe) unter Hsch. 
Nr. 538 W. Aus: „Christenfreude, vierte vermehrte Auflage 1863." Abt. II A 3. — Neue Aus- 
gabe 1874 mit Benutzung der Umschlagdecke zu: „Altes und Neues" 1873 Nr. 654. — Dass. 
Dresden, Meyer & Richter, 1874. — Dass. Dresden, I. Heinrich Richter, 1876. — Weitere 
Ausgaben bei Alphons Dürr. — Spätere Ausgabe; Fol. 2 Thlr. 15 Or. ; Neue Ausgabe. Fol. 
7i 2 Mark. 

1869. 

„Gesammeltes. J 15 Bilder für's Haus | von | Ludwig 
Richter. | (Inhalt) | [ — ] | Dresden, | Verlag von J. Heinrich 
Richter. | Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

Auf der Umschlagdecke noch; „In Holzschnitt von Professor Bürkner, K. Oertel und 
H. Günther." 

Imp. 4". 2 Thlr. 15 Gr. 

119 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1869 

Enthält 18 Holzschnitte auf 16 einzelnen Blättern: 

552 H 496. 1. Zierschrift auf dem Titelblatt bis „Richter.", 88x151. 

553 H 497. 2. „Schneewittchen", „K. OERTEL sc", 193x145. 

554 H 498. 3. Winters Flucht. Kinder, Hund und Vögel treiben den 
Winter aus. „LR. 1868", Wessner sc, 111x158. 

555 H 499. 4. „Zum Geburtstage." „K. OERTEL sc", 130x182. 

556 H 500. 5. „Tischchen decke dich." „LR", „Strich sc", 98x172. 

557 H 501. 6. Zwei Patres zapfen im Keller, Schlußvignette, Strich sc, 36x57. 

558 H 502. 7. „Die Laurenburger Eis." „K. OERTEL sc", 181x104. 

559 H 503. 8. Kinderszenen. 1) Eine Mutter, 3 Kinder und Lamm am 

Bach, hinten Schäfer und Herde. Strich sc, 83x127. 

500 H 504. 9. 2) „Jung gewohnt alt gethan". Fincke sc, 68x110. 

50t H 505. 10. Daheim. „Mein Nest | Ist das best. | Anno 1769" „H. 
GÜNTHER sc", 122x158. 

502 H 506. 11. Auf dem Berge. 5 Mädel oben, r. Pater von Kindern 
begrüßt. Fincke sc, 119x156. 

563 H 507. 12. Die Nachbarn. Auf dem Schooß der Mutter machen die 
Kleinsten Bekanntschaft; r. kommt Großvater und Bübchen. „F. Strich sc", 
125x165. 

504 H 508. 13. „Eins ins Töpfchen | zwei ins Kröpfchen." „K. OERTEL sc", 
164x103. 

505 H 509. 14. Feierabend. Straßenbild vor dem Meißener Stadtkirch- 
turm, von dem herab Choral geblasen wird. „L R. 1867", „F. Strich", 
218x141. 

500 H 510. 15. Die Waldbrüder. Auf den Spaten gestützt lauscht einer 
dem Geigenspiel des andern. „F. Strich sc", 160x140. 

507 H 511. 16. Der erste Schnee. Die ganze Familie in der offenen Haus- 
tür; draußen fängt der Bub die Flocken im Hute auf. „LR", Zscheckel sc, 
142x159. 

508 H 512. 17. Dreikönigslied. „Die heiligen drei Könige mit ihrem 
Stern, | sie essen, sie trinken und zahlen nicht gern." „W. WERTH- 
MANN. sc", 183x115. 

500 H 513. 18. Verwaist. Mutter und drei Kinder unterm Bildstock 
rastend, hinten Gewitter. „H. GÜNTHER sc", 138x153. 

Auf je einem Blatt sind Nr. 556 und 557, 559 und 560. - Vignette (Eichhörnchen) untei 
Hsch. Nr. 561 W. von Nr. 498. — Dass. Dresden, Meyer & Richter. 1874 DtM. Dresden, 

J. Heinrich Richter, 1876. Weitere Ausgaben bei Alphons Dun spätere Ausgabe Pol 

2Thlr. 15 Or., neue Ausgabe Fol. 7'/« Mark 



120 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1872/74 

1872. 

„Schiller's | Lied von der Glocke | in Bildern | von I 
Ludwig Richter. | (Hier folgt das Inhaltsverzeichniss.) | 
Dresden, | Verlag von J. Heinrich Richter. | Druck von Breit- 
kopf und Härtel in Leipzig." 

Imp, 40. 2 Thlr. 20 Gr. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt: 
570 H 514. — Friede. Der Engel hält statt des Ölzweiges ein Schwert, 
unten Spruchband „HeiPge Ordnungsegensreiche Himelstochter!"Gaber sc, 
240x167. 

Ausgabe von 1857 der Friedensengel mit Ölzweig. Der mit dem Schwert war ursprünglich 
für das Werk bestimmt, wurde aber bei der Ausgabe von 1857 verworfen. — Diese neue 
Ausgabe 1872 mit Benutzung der Umschlagdecke zu: »Altes und Neues." 1873. Nr. 654. — 
Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1859 bis 1873. — Dass. Dresden, Meyer & Richter, 
1874. — Dass. Dresden, ]. Heinrich Richter 1876. — Neue Ausgabe in eleg. Mappe Fol. 
8 Mark; Neue Ausgabe auf chin. Papier Fol. 15 Mark. 

Vgl. Schiller's „Lied von der Glocke". 1857. Nr. 396 und das Blatt „Friede" in »Volks- 
bilder», Abt. III A, Hoff 3306. 



1874. 

„Bilder und Vignetten | von | Ludwig Richter. | Holz- 
schnitte. | Nach den Originalen auf Holz gezeichnet von 
Professor H. Bürkner. | (Inhalt in 4 Spalten.) | Dresden, j 
Verlag von Meyer & Richter. | Druck von Breitkopf und 
Härtel in Leipzig." 

Gr. 4«. 1 Thlr. 20 Gr. 

Enthält 21 Holzschnitte auf 16 einzelnen Blättern: 

571 H 515. 1. „In allen Blümlein wird verspürt, | Dessen Schönheit der sie 
ziert." „K. OERTEL sc", 137x108. 

572 H 516. 2. „Frühling." „K. OERTEL X. J. sc", 141x89. 

573 H 517. 3. „Sommer." „K. OERTEL X. J. sc", 135x80. 
57+ H 518. 4. „Herbst." S. Schneider sc, 150x78. 

575 H 519. 5. „Winter." A. Schneider sc, 141x81. 

576 H 520. 6. Junge Frau bietet dem mit den Ochsen vordem Pfluge heim- 
kehrenden Manne zu trinken, drei Kinder. „LR", „H. GÜNTHER sc", 
89x138. 

577 H 521. 7. „Ein frischer | Trunk | macht | wieder jung!" Werdmüller sc, 
49x85. 

578 H 522. 8. Männchen, Männchen, geig' einmal, usw. Links Geiger und 
Klarinettist, r. Bauenifamilie. „LR", „K. OERTEL sc", 89x141. 

121 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1877 

579 H 523. 9. Mädchen küßt das Kind auf seinem Arm, 51x41. 

580 H 524. 10. Ringel Ringel Rosenkranz, usw. Kinderreigen von 5 Kindern, 
dazu eins auf dem Arm, eins hinten am Kleide. „L R", „H. GÜNTHER 
sc", 87x141. 

581 H 525. 11. Zwei sich küssende Kinder. S.Schneider sc, 34-<53. 

582 H 526. 12. „Fumans obliviscere mundum!" Fincke sc, 97x145. 

583 H 527. 13. Der Lenz ist angekommen, usw. Flötender Bub auf dem 
Berge zwischen Spitz und liegendem Mädel, „K. OERTEL sc." 100 154. 

Siehe Hoff 3025. 

584- H 528. 14. Lass Neider neiden, und lass Hasser hassen, | was GOTT 
mir giebt, | das müssen sie mir lassen!" „LR", „H. GÜNTHER s.", 
90x68. 

585 H 529. 15. Engel und Kind. „H. W sc." 59x66. 

Gruppe aus Nr. 518, verkleinert und verändert. 

586 H 530. 16. Es ist mir wie den Waldvöglein, usw. 4 Engelknaben spielen 
im Walde mit Hasen, Vögeln und Eichkätzchen. „L R", „K. OERTEL sc", 
51x144. 

587 H 531. 17. Zwei Kinder auf einem Apfelbaum. „H. FINCKE sc", 93x82. 

588 H 532. 18. Blau ist ein Blümelein usw. Mädchen reicht einem Wanderer 
einen Strauß über die Mauer. „H. GÜNTHER sc", 123x93. 

589 H 533. 19. Wir gratuliren! Hinterm Zaun zwei Mädel, zwei Buben 
und ein Hund; das zweite Mädel hält einen Blumenkorb hoch, der 
zweite Bub schwingt einen Strauß. „LR.", H. FINCKE sc", 31x125. 

590 H 534. 20. Mädchen mit Kind auf dem Rücken, nach r., Hund. S.Schneider 
sc, 50x57. 

591 H 535. 21. „Trink und iss, | Gott nicht vergiss!" „K. OERTEL sc", 
120<119. 

Msch. auf dem Umschlag W. der Vignette auf dem Umsehlag: -Fürs Hau- Oesanmn- 
ausgabe. 1861. Nr. 506. — Auf je einem Blatt sind: Nr. 576 und 577, 578 und 579, 580 und 
581, 584 und 585, 586 und 587, 589 und 590. — Vignette (Weinranke) unter Hsch. Nr. 582 
n. n. L. R. — Vignette (Engel mit Band) unter Hsch. Nr. 591, neu geschnitten von S Schneider, 
W. aus: „Spinnstube 1860." S. 1. — Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1S"6 - Spätere 
Ausgabe 5 Mark. 

1877. 

„Richter-Bilder. Zwölf Holzschnitte nach älteren Zeich- 
nungen | von Ludwig Richter. Herausgegeben von Georg 
Scherer. | (Inhalt in 3 Spalten) Leipzig, Georg Wigand's Verlag." 

Da Oedanke, durch Vergrößerung älterer Blattei eine neue i "i^' m gewinne , ^ehön 

O. WigUld, und unter dem 21. Juni 1856 geht I.. K. dann! ein Von d.i .in kommen seine 
Briefe bis zum 24 11. 1857, seinem letzten Briefe an O W. häutig darauf nrikfc Dt* 
Vergrößerungen sind in dn Zeichnung großenteil! von o-~k.ii rictsch aoagefihrt, von L. R. 

•im uluiarbeik-t Du- Veröffentlichung wird zuerst durch dm schnell. i H;inds, 

dann vielleicht durch d.is lange andauernde Zeiw O l fn ll zwischen I. R und dem Verlag 



II A 1 Holzschnitte. Folgen. 1877 

G. W. hintangehalten sein. Sie erfolgte, augenscheinlich auf G. Scherer's Anregung, laut 
Vorwort zu L. R.'s Geburtstag, dem 28. Septemper 1877. — Auf die gleiche Weise und zur 
gleichen Zeit wurden die Bilder zu Nieritz' Volkskalender 1858 Nr. 2678—83 gewonnen, nicht 
ohne L. R.'s Spott, daß der Verleger sich selbst bestehle (Brief vom 28. 10. 1856). 
Fol., Titelblatt und 12 unbezifferte Blätter. 

Enthält 12 Holzschnitte, Vergrößerungen älterer Blätter: 

592 H — „Wir gratulieren." Vergr. des Stahlstichs Hoff 3011 im deutschen 
Volkskalender 1855, II B 2; 189x142. 

593 H 548. „Der HERR | segne deinen | Ausgang | u. Eingang." Vergrößerung 
des Holzschnitts in der „Christenfreude 1855" Nr. 2381, 193x147. 

Hoff als Probedruck bekannt geworden, daher von ihm unter den 
Einzelholzschnitten gebucht. 

594 H — Heu-Ernte. Vergr. von 791, 192x146. 

595 H — „Neuer Vorsatz." Vergr. von 1120, 137x189. 

596 H 537. Schwäbisches Tanzliedchen. Vergr. von Nr. 1268, „L- R-", 
„Becker sc", 140x190. 

Hoff als Probedruck bekannt geworden s. zu Nr. 593. 

597 H — „Vivat Academia." Vergr. von Nr. 1081, aber statt des alten Titels 
Spruchband mit „Der Herr Professor liest heut kein Collegium" usw., 
190x141. 

598 H — Der Harfenspieler. Vergr. von Nr. 1227, 192x142. 

599 H — „Der Wirthin Töchterlein." Vergr. von Nr. 1129, 149x195. 

600 H — „Auf Wiedersehn." Vergr. von Nr. 1265, 184x147. 

601 H — „Winter-Abend." Vergrößerung des Stahlstichs „Die blinde Groß- 
mutter", sächs. Volkskal. 1849, Abt. II B 2, Hoff 2970, 191x142. 

602 H — „Haderlump." Vergrößerung des Stahlstichs zu Nieritz' Volkskal. 
1850, Abt. II B2, Hoff 2981, 1. u. weiß eingeschnitten „M", 190x139. 

603 H — Schlaraffenland. Vergr. von Nr. 2081, 135x187. 



123 



2. EINZELNE BLÄTTER. 

In diese Abteilung gehören außer den Blättern, die ihrer Art nach 
allein stehn, wie Briefköpfe, Festkarten, Buchzeichen, Plakate usw., alle 
die, die zu ihrer ursprünglichen Bestimmung nicht verwertet wurden, 
aber bereits im Holzschnitt ausgeführt waren. Zum Teil sind diese dann 
später irgendwo verwertet worden, und damit entsteht die Frage, ob 
sie dort, meist lange nach ihrer Entstehungszeit, gebucht werden sollen, 
oder hier und zur Zeit, da sie entstanden. Sie ist überall nach bestem 
Wissen und Gewissen entschieden worden. Natürlich begegnet die Zeit- 
bestimmung nirgendwo so großen Schwierigkeiten wie bei solchen 
fliegenden Blättern; das beweisen eine ganze Reihe von Irrtümern Hoff's, 
die ich habe berichtigen können. Natürlich werden mir neue begegnen. 
Einige ganz rohe Übungsarbeiten, die Hoff unter Nr. 53S, 539 aufgenommen 
hatte, habe ich zu ihresgleichen unter II A 4 verwiesen. 

1837. 

Zu einem von Georg Wigand geplanten Orbis pictus. 

Es handelt sich um 2 Probeschniüe nach L. R.'s Zeichnungen, die O. W. für die Ent- 
scheidung der Frage, in welchem Verfahren die Bilder zu einem »Orbis pictus" ausgeführt 
werden sollten, hatte anfertigen lassen, vergl. L. R. an ü. W. vom 30. 3. 37. In einem un- 
datierten Briefe (April) gibt L. R. das Urteil ab: , .mühsam und sorgfältig kopiert, aber ganz 
ohne Gefühl und Verständnis"; auf dem Probedruck des „Erntekranzes" (Essen) steht von 
seiner Hand „Pfui Teufel!" Dieser hat sich im Gliche- Verzeichnis von ü. Wigand erhalten 
und ist in „L. R.'s Volkskunst" als erstes Blatt veröffentlicht; das zweite Blatt, dessen 
Gegenstand oben nach L. R. bei Ed. Cichorius angegeben wird, war schon zur Zeit dieser 
Mitteilung in den 50er Jahren verloren gegangen und ist bisher nicht wieder aufgetaucht 

60+ H — Der Erntekranz. Auf dem Gutshof fährt der erste beladene 
Erntewagen ein, und die Großmagd, hinter ihr die übrigen Arbeiter, 
neben ihr drei Musikanten und der Großknecht, überreicht der Guts- 
herrschaft den am Rechen schwebenden Erntekranz. 85x122. 

(605 H — ) Zwei Männer unter dem gestirnten Himmel. Verschollen. 

1846. 

Nicht verwendete Blätter zu „Alte und neue Volkslieder." 
606 H 2770. Initial E, Kellnerin am Schenktisch, das Licht 
putzend. 90x109. 

124 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1847/48 

„Wurde für „Alte und neue Volkslieder" 1846 gefertigt, aber nicht 
aufgenommen, da die Bogenzahl gefüllt war." Mitteilung L. R.'s an 
Hoff, Dresden den 28. November 1875. Erste Veröffentlichung in G. 
Scherer „Aus der Jugendzeit", 1875, vgl. Abt. II A 4a. 

607 H 2772. Abschied treuer Liebenden. Ein abgestiegener 
Reiter küßt sein Mädchen. „Henneberg sc.", 79x70. 

Erste Veröffentlichung in O. Scherer „Die schönsten deutschen Volks- 
lieder", Ulustr. Prachtausgabe 1875, S. 109. 

L. R.'s Brief an Georg Wigand vom 28. Nov. 1847 fügt an den Posten 
„Stud. u. Volkslieder" die Bemerkung an: „Da hat Hr. Mayer auch zwei 
noch ungedruckte Stückchen", und am 18. Jan. 1851 schreibt er an den- 
selben: „Er (G. Mayer) hat auch 2 hübsche Blättchen zu den Volks- 
liedern, die daraus wegbleiben mußten aus Mangel an Raum Eines 

ein Reuter, der sein Mädel küßt, das andre eine lustige Gesellschaft mit 
dem Buchstaben E. — Sollten Sie die Stöckchen nicht im Nieritz ver- 
brauchen können? Vielleicht schreibt irgend Einer ein Verschen dazu. 
Es wäre schade, wenn sie verschimmelten." 

Ein Lied-Anfang. 

608 H — Initial „H" umschließt eine Nereide mit Fischschwanz, die auf 
einer kleinen Harfe spielt; oben Möven. 78x63. 

Unter den Probedrucken aus L. R.'s Besitz im Dresdener Kupferstichkabinett, hier dem 
Gegenstand nach angeschlossen. 

Zur Illustrierten Jugendzeitung 1846. 

609 H — Elster und Eule. Siehe Nr. 1211: guter Nachschnitt im Gegen- 
sinn, nach oben und unten vergrößert. 86x86. 

Verwendung unbekannt. Probeabzug im Besitz Dr. Otto Martin, Freiburg i. B. Vielleicht 
nur eine Übungsarbeit. 



1847. 

610 H 550. „Actien Schein | des | Saechsischen Kunstver- 
eins | und Quittung auf das Jahr 1847." (Die Jahreszahl 
wechselt jedes Jahr.) 

Unter einem reich behangenen Apfelspalier kämpfen vier Kaben mit 
den Werkzeugen des Zeichners, Malers, Bildhauers und Kupferstechers 
um den Lorbeerkranz. Der Kritiker rechts beteiligt sich mit der Feder 
am Kampfe; der Käufer links steht abgewandt, die reifen Äpfel ein- 
sammelnd. 

125 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1848/49 



Erster Abdruck einfarbig, dunkelbraun auf gelblichem Papier, spätere 
Jahre Clair obscur in Dreifarbendruck, die Farben wechselnd. 97x127. 

Der erste, bloß schwarze Abdruck des Blattes mit Beschreibung er- 
schien in dem Buche von F. R. Meyer „Einzelne Blätter über bildende 
Kunst und Kunstvereine im Jahre 1847. Leipzig, B. O. Teubner." 

Bei diesem Wertpapier sei vermerkt, daß nach Mitteilung L. R 's an Ed. Cichorius auch 
die Figuren auf dem sächsischen Papiergeld im ersten Entwurf von L. R. gezeichnet sind ; 
dann wurden sie von Julius Hübner überarbeitet und endlich von Sachse aufgezeichnet. 

1848. 

Probebild für die „Spinnstube". 

611 H — Savoyardenknabe mit Murmeltier vor sitzendem Bischof. 
72x55. 

Unter den Probedrucken aus L. R.'s Besitz im Dresdener Kupferstich- 
kabinett. Das Bild deckt sich dem Gegenstand nach mit einem schlechten 
Steindruck nach einem andren Künstler im 1. Jahrg. der „Spinnstube" zu 
S. 4, „Der Savoyarde und der Erzbischof", dürfte daher für die Be- 
werbung um die Arbeit an der Spinnstube gezeichnet und geschnitten 
sein. 

Ein Seitenstück dazu? 

612 H — Mann nach r., mit Esel, zieht den Hut vor altem Mann in 
Schoßweste, Kniehosen und langem Mantel. Auf dem Sack des Esels 
„I R" in Spiegelschrift. 52x34. 

Das Blatt, unter denselben Probedrucken in Dresden, ist im Schnitt ganz verunglückt, 
selbst die Bezeichnung scheint aus ,,L R" in „I R" mißverstanden. Da der Gegenstand an 
die Spinnstube denken läßt, vermute ich, daß der Stock einen mißglückten Versuch darstellt, 
die dafür bestimmten Blätter in Frankfurt schneiden zu lassen. 

Die heilige Dreieinigkeit. 

613 H 540. Gott Vater, über dem die Taube schwebt, hält das Kreuz mit 
dem daran geschlagenen Erlöser. Das Ganze umrahmt ein aus dem 
Fuß des Kreuzes entsprossener Weinstock. „L R", „AUG. GABER 1848." 
130x88. 

Zu L. R.'s Lebzeiten niemals benutzt. L. R. gab darüber Ed. Cichorius folgende Auskunft : 
„Die Dreieinigkeit hatte keinen bestimmten Zwick. Gaber wollte eine Reihe kleiner n 
Bilder herausgeben, verkaufte aber später die Holzschnitte au O. Wig.ind." Erwähnt wird 
das Blatt ,,L. R. an G. W." I. 12. 50. Zum ersten Mal veröffentlicht wurde der besonders 
schöne Holzschnitt auf meine dringende Fordciung in ,, Ludwig Richter ,, Gottes Lieb' in 
Ewigkeit" | 25 biblische Bilder usw." Konstanz (o, ] , etwa 1910). Vorwort von loh I l 

1849. 
611 H 541. Adreßkarte von Arnold. 

Links lagert ein Knabe mit Palette und Pinseln, rechts ein« mit Blatt 
und Mappe, zwischen ihnen ein BIM und allerlei Kunstheiliiitnis-e. 

126 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1849/51 

darüber ein Rechteck für die Schrift, eingefaßt von Fruchtranken. Auf- 
schrift, alles in Holz geschnitten: „Ernst Arnold. | Publisher & j Print- 
seiler || Verlags- & Sortiments- | Kunsthandlung | in Dresden. | aucient & 
modern paintings." | „Drawings." 48x81. 

Dass. auf den Briefumschlägen sowie als Briefkopf der Firma. Alle Schrift ist später von 
dem Holzstock fortgeschnitten und der innere Raum mit wechselnder Druckschrift je nach 
Art und Zeit der Verwendung ausgefüllt worden. 

Kopfleiste zu einer geplanten Zeitschrift. 

615 H 2722. Die vier Jahreszeiten bringen der Kunst ihre Gaben; sie setzt 
dem Frühling, der r. von ihr kniet, den ersten Kranz auf. „L R", 
„GABER sc", 38x137. 

Das Blatt erschien zuerst 1851 in der 2. Aufl. des „Richter-Album", II. Bd., Blatt 48, 
ohne jede Erläuterung, wurde aber in allen folgenden Auflagen fortgelassen. Hoff bietet das 
besonders schöne Blatt zu „Die Kinderlaube" 1863 unter dem Titel „Die Kinder in der 
Natur" (?). Die Erklärung für seine Entstehung bietet der Essener Probedruck aus Ed. Cichorius' 
Besitz mit der eigenhändigen Beischrift L. R 's: „Vignette zu einer Zeitschrift, die nicht das 
Licht der Welt erblickt hat, vulgo: Barange. 1849." 



1850/51. 
Aimee Richter und August Gaber. 

Aimee Richter, des Meisters Tochter, geb. 27. 5. 1834, erlernte bei 
A. Gaber die Holzschneidekunst und verlobte sich mit ihm im November 
1851 (L. R. an G.W. 13. 11. 1851). Ihr erster Holzschnitt steht nach L. R. 
an Ed. Cichorius in „Was bringt die Botenfrau" I, 1850, S. 34, der zweite 
ist nach derselben Quelle ein „Köpfchen", und das hat sich nach davon 
unabhängiger Überlieferung in einem aus dem Besitz von Ed. Cichorius 
stammenden Probedruck des Dresdener Kupferst.-Kab. in dem hier auf- 
geführten Mädchenkopf wiedergefunden. Eben dahin gehört der Mönchs- 
kopf, der ihre Bezeichnung trägt, aus L. R.'s Besitz ebenda, und so wird 
auch das trinkende Hündchen unter diesen Probedrucken zu ihren 
Übungsarbeiten zu rechnen sein. Dazu stelle ich das mit größter Sorg- 
falt und Kunst geschnittene Bildnis Aimees, das das Dresd. K. K. 1901 
auf der Versteigerung Schultze in München erworben hat. Sicher stammt 
es aus der Braut- oder Werbezeit. Vgl. dazu Mohn's Richter-Mono- 
graphie 2. Aufl. S. 56. Ein Holzschnitt im Berliner Kupferstichkabinett, 
wohl ebenfalls Aimee R. darstellend, ist als fünftes Blatt angeschlossen. 

616 H — Mädchenkopf nach rechts, im Kopftuch, 36x26. 

617 H — Mönchskopf nach r., das Auge geschlossen, Ränder nicht fort- 
geschnitten, „Aimmee R.", 38x39. 

618 H — Trinkendes Hündchen, daneben Krähe, zweimal übereinander auf 
demselben Stock, Ränder nicht fortgeschnitten, 98x62. 

127 



11 A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1850/53 

619 H — Aimee Richter als junges Mädchen, mit gelöstem Haar nach r. 
sitzend, unten „L. R.", „A. GABER sc", oben r. „Aimee". 145x105. 

620 H — Liegendes Mädchen, auf der Wiese schlafend, Kopf I., die Hände 
unter dem Kopf. L. u. „L R", Facsimile der Bezeichnung des Meisters, 
r. in Bleistift „August Gaber sc", 45x74. Berlin, Kupferstichkabinett. 

In Heliographie bei Wessely. 

1852. 

621 H — Genauer Nachschnitt in gleichen Maßen aus „Hymen für Kinder" 
Friedhof und Kapelle im Schnee, Nr. 1190 bez. „nach Lud. Richter v A. 
Müller. | 1852". Besitzer Eugen Born, Dresden. 

Buchzeichen von Otto Jahn. 

622 H 549. Unter einem zur Laube gewachsenen Apfelbaum sind drei 
Kinder mit dem Einsammeln und Verspeisen der Früchte beschäftigt; 
dabei ein Engelchen, seine Geige stimmend. Auf einem Schildchen 

„O J", unten auf einem Bande „Inter • Folia • Fructus", 46x51. 

Nach Hoff von 1855, stammt aber von 1852, da ,,L. R. an G. W." es 15. 2. 1852 verspricht; 
so auch Adolf Michaelis, Biogr. Aufzeichnungen, S. 1 . Das Blatt ist in jedes Buch aus Otto 
Jahn's Bibliothek eingeklebt uud wurde wieder verwendet auf dem Umschlag des Versteigerungs- 
Katalogs ,,Otto Jahn's Bibliothek, Bonn 1869." 

623 H 3313. Die Anbetung der Hirten nach Albrecht Dürer. 

Mit dem Christkind im Korbe spielen Engel; zur Rechten knieen zwei 
Hirten, zur Linken Maria; hinter ihr steht Joseph mit einer Laterne. 
„Geringswald sc." 95x89. 

Soll für ein Heft Geistliche Lieder von Löschke 1852 gefertigt sein. Probedruck Dresden k K 

Ausgeschiedenes Blatt zu Bechsteins Märchen. 

624 H — Des Teufels Pate. Der Teufel zu Pferde, den Degen an der Seite, 

zwei Hahnenfedern auf dem Hute, wird vom Fischer, der höflich die 

Mütze in der Hand hält, zum Paten gebeten. R. die elende Fischerhütte. 

77x97. 

Der Probedruck in Essen stammt von Hoff, ebenso die Mitteilung, daß das Blatt 7« 
Bechsteln's Märchen bestimmt gewesen sei. Bestätigung und Erklärung bieten L R an (i Vf. 
vom 6. und 14. 4. 1852. Danach war der Holzschnitt vom Setzer falsch zu „Gevatter Tod" 
gesetzt, und dann wurde er samt seinem Märchen „Des Teufels Pate" ausgeschieden. Ver- 
öffentlicht ist das Blatt in L R.'s Volkskunst, Nr. 336. 

624a H — Junger Mann nach 1. über das Schreibpult gelehnt 

Rohir Nachschnitt von ..Spinnstube" 1S53, „Das H.ius ge-genübci" Nl 1210 in £lcii*rr 
Oröße; wohl Übungsarbeit. Probedruck im Besitz von EuRen Born. 



128 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1854 

1854. 

625 H 544. Die Christnacht. 

Engel bringen das Christkind zur Erde hernieder. Vorn ein Engel 
als Knecht Ruprecht. 208x162. 

Bruchstück von 271 H 238 (Vergl. „Die Christnacht" Abt. III B, Hoff 3219). Nicht ver- 
wendet, wohl eine Cbungsarbeit. Ein Abdruck im Kupferstichkabinett in Berlin. 

626 H 545. „Der Eichenhof." 

Das Blatt wird durch Stabwerk in drei Felder übereinander abgeteilt, 
auf deren oberem mit der Aufschrift „Der Eichenhof" ein Knabe mit 
Graben und ein Mädchen mit Begießen der Beete beschäftigt sind. Das 
untere ist in der Mitte durch ein Kreuz mit davorliegender Bibel — darauf 
„Math. | C. 25 V. 40." — geteilt; zur Linken Mädchen, von denen ein 
größeres dem kleineren, das mit seiner Puppe in einem Körbchen sitzt, 
vorliest, während ein drittes die Stube kehrt, rechts Knaben, von denen 
einer eine Bank fertigt, zwei zur Schule gehn. Das mittlere Feld, eine 
Ansicht des Eichenhofs, n. n. L. R. X. A. v. E. Kretzschmar, 203x125, 
das Plakat 560x430. 

Plakat der ,,Verloosung für den Eichenhof. Der Eichenhof zu Ohmstede bei Oldenburg 
ist eine im März 1852 eröffnete Anstalt, bestimmt, solche Kinder aufzunehmen, zu deren 
Unterhaltung eine geeignete Familie nicht aufzufinden ist. Der Eichenhof will ihre letzte 
Zuflucht sein — usw., Oldenburg, 1854. April 28." — Dass. als Umschlagdecke für die 
Broschüre „Bericht über die Rettungsanstalt .Eichenhof bei Oldenburg.", sowie in Abzügen 
bloß von dem Holzstock, ohne Druckschrift. 

627 H 546. „Virgo Clemens." 

Vor dem Throne der Jungfrau, die das Jesuskind auf dem Schöße 
hält, kniet ein Knabe, hinter ihm sein Schutzengel, der ihn herzugeführt. 
„F. REUSCHE. sc", darunter in Typensatz „O heiliger Schutzengel mein, | 
laß du mich dir empfohlen sein" usw., 8 Zeilen, ferner: „Gez. v. L. Richter. 
Selbstverlag und zu haben bei A. Gaber Atelier f. Holzschneidek. Dresden, 
äuß. Ramp. G. 23." 94x78. 

Ein Blatt zum Verteilen unter Kinder. 

Aus dem gleichen Vorstellungskreise. 

628 H — Madonna mit Krone und Sternenkranz auf der Mondsichel 
in der Glorie; sie hält das Szepter, das Kind die Weltkugel. 137x62. 

Unter den Probedrucken aus L. R.'s Besitz im Dresdener K. K. mit dem Anspruch auf 
einer Zeichnung von L. R. zu beruhen; auch im Berliner K. K. Die zeitliche Einordnung 
ist nur durch den Anschluß an Virgo Clemens bestimmt; vielleicht handelt es sich auch um 
einen zu groß geratenen Beitrag zu den „Heiligenbildern" von 1856 (II A 3), unter denen 
sich ein ganz ähnliches Blatt befindet. 

629 H 547. Eine Kapelle. 

So in Typensatz unter dem Holzschnitt bezeichnet. In der Mitte der 
dreizehn abenteuerlichen Musikanten steht der eifrige Kapellmeister, mit 

129 9 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. L354 55 

hoch aufgehobenen Armen das Vokal- und Instrumentalkonzert leitend, 
vor ihm die Partitur. „Pepita", „1 £ Conv. Mz", in Typensatz „Leipzig, 
bei Georg Wigand." 

Druck mit Tonplatte, von 7 gesonderten Holzstöcken, 165X724. Wiederholt in Nieritz 
Deutscher Volks-Kalender 1855, auf 7 Seiten die einzelnen Stöcke ohne Tondruck ; mit Ton- 
druck auf einem Blatt in L. R.'s Volkskunst Nr. 378 ff. 

Nicht Verwendetes aus dem Verlage J. T. Löschke. 

Den Verlag J. T. Löschke erwarb mit Restauflagen und Holzstöcken Ferd. Riehm in Basel. 
Von den noch nicht veröffentlichten Bildern nach L. R. verwertete er die religiösen in 
„Biblische Bilder", die unter 2894 ff. (Hoff 3323 ff.) gebucht sind, zwei weitere (Hoff 
3835. 36) in „Kinderleben in Bild und Wort" (1877), vergl. Nr. 2891— 92. Die übrigen er- 
schienen in Riehm's Cliche-Verzeichnis, aus dem später die ,,12 Bilderbogen für die Jugend. 
Nach Originalzeichnungen von | Ludwig Richter, A. Strähhuber, Prof. Peschel u. A. Erstes 
[Zweites] Heft. | Basel. | Druck und Verlag von Ferd Riehm." (2 Hefte zu je 12 Blättern) 
gebildet wurden. — Die unverwerteten werden hier aufgeführt, weil 1854 die letzten Bücher 
bei Löschke erschienen. 

(»30 H — Mädel mit Puppe, Spitz und Bub im offenen Fenster unter 
Weinlaub. 54x71. 

Auch unter den Probedrucken aus L. R.'s Besitz im Dresdener K. K. 
Bl. 1 der Bilderbogen. 

631 H 3312. Knecht Ruprecht, Kind und Hündchen, Verkleinerung des 
Knecht Ruprecht aus Traugotts Buch gleichen Titels, siehe Nr. 1933, 
18x33. Blatt 17 der Bilderbogen. 

632 H — Kleines Mädchen läßt ein Hündchen durch Vorhalten eines 
Stücks Brot aufwarten. 29x52. Blatt 22 der Bilderbogen. 



1855. 

633 H 3315. Der Jude Veitel geht seiner Mutter entgegen. 

Im Frack, die Mütze nach hinten gerückt, den Stock unterm Arm, die 
Hände in den Hosentaschen, geht er eilenden Schritts an einem Stein- 
metzen vorüber, der von der Arbeit aufschaut und ihn augenscheinlich 
anredet. W.Obermann sc. 101x75. 

War für Nieritz' Volkskalender 1856 bestimmt, wurde aber abgelehnt bo L R.'s Auskunft 
an Ed. Cichorius („ein Judenjunge") und L. R. an Q. W. vom 20. 7. 55 („Die 4 Nieritze 
und den unschuldig verdammten 5ten"). Der Entwurf dazu in der Nationalgalerie in Berlin 
zeigt statt des Steinhauers eine Höckerfrau und unter dem Bilde von L. R.'s Hand das Zwie- 
gespräch : ,, „Schmulchen ! wohin so eilig':"' Schm. Meiner Mattet entgegen „Die kommt 
ja erst morgen." Schm. „Morgen habe ich keine Zeit." Das Gespräch dürfte bei dem 
Steinmetz das gleiche bleiben. Den veränderten Namen iri.ig Hof! von L. R. erfragt haben 
— Zuerst veröffentlicht nach dem Probedruck im Dresdener K. K. in 1 R.'s Volkskunst, 
2. Aufl. Nr. 387. 

634 H - Lied und Bild für Wandersieute. 

Im Vordergrund eines Hofes arbeitet Joseph mit dem Jesusknaben als 
Zimmermann am Fundament eines Hauses. R. dahinter spinnt Maria 
unter einem Schutzdach; darauf zwei Tauben Auf. der Mauer Hlumcn- 

130 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1855/56 

topf mit Lilie. Hintergrund ferne Berge. L. tritt ein Jüngling grüßend 
durchs Hoftor, auf dem noch zwei Tauben. Oben auf einem Spruch- 
band mit Rosen- und Traubengewinde 1. „Bete", darunter ein betender, 
r. „Arbeite", darunter ein hämmernder Engelknabe. L. u. „F R". 146x101. 

Links und rechts von dem Bilde je 5 vierzeilige Verse des Liedes ,,Du trägst uns, o getieuer 
Hort", unter dem Bilde die 2 letzten Verse. 

Nach der Überlieferung aus dem Verlage des evangelischen Büchervereins in Berlin, bei 
dem 1855 die „Gaber'sche Bibel" erschien. Da das Bild von F. Reusche geschnitten ist, der 
seine Tätigkeit um 1855 abschloß, so wird es richtig hier einzureihen sein. Der Holzschnitt 
allein als Probedruck in Dresden und Essen, der Bleistiftentwurf in Essen. S. den Facsimile- 
Lichtdruck Abt. III A, hinter „Volksbilder" 1874/75. 

Aufgegebenes Bild zur Spinnstube. 

635 H — Bauerntölpel mit langer Nase in Gamaschen und hoher Mütze 
steht, auf einen langen Stock gestützt, mit offenem Munde da und sieht 
nach 1. aus; Mühle im Tal, Abschluß Berge. 78x47. 

Unter den Probedrucken des Dresdener K. K. aus L. R.'s Besitz, sicher zur Spinnstube 
geplant, aber schwer unterzubringen. Hier ganz frei in die Mitte der Spinnstubenarbeit 
eingeordnet. 

1856. 

636 H 551. „Atelier von Gaber & Richter." Briefkopf. 

Drei Kinder, die bei einem arbeitenden Holzschneider eintreten, er- 
freuen sich an fertigen Bildern, die ihnen gezeigt werden. Oben Schild 
„I.G.N." (In Gottes Namen), r. im Kranz „G & R". 68x100. 

Blätter zu Geschenken. 

637 H — Maria Verkündigung. 

Druck mit brauner Tonplatte und weißen Lichtern; auch mit dazu 
tretender zarter Kolorierung herausgegeben. 63x89. 

638 H — Von den heil, drei Königen. 

Doppelte Ausstattung wie bei dem vorigen Blatte. 61x101. 

639 H — Abendgebet. 

Kind im Einschlafen betend, Engel zündet die Lampe an. Druck teils 
mit brauner Tonplatte und weißen Lichtern, teils ohne diese, die erstere 
Ausgabe als liegende Karte, die zweite als stehendes Oktavblatt. 64x79. 

Die drei Blätter, in den angegebenen doppelten Ausstattungen, erhielt ich von Ed. Cichorius 
zum Geschenk mit der bestimmten Angabe, daß sie nach Zeichnungen von L. R. geschnitten 
seien, was der Augenschein bestätigt. Die beiden ersten dürften gemeint sein, wenn L. R. 
bei Ed. Cich. unter den Nachträgen zu Hoff „2 Blätter zu Geschenken" aufführt. Alle drei 
Blätter tragen auf der Rückseite den Verlagsvermerk „(Dresden, Verlag von August üaber)" 
und ein Gedicht; das letztere steht bei der ersten Ausgabe des Abendgebets auf der Vorder- 
seite. Die zeitliche Einordnung ist unsicher; die den Blättern hier gegebene Stelle beruht 
auf der Voraussetzung, daß sie mit den „Heiligenbildern" von 1856 in dieselbe Zeit gehören 
möchten. Doch könnte man sie auch mit der Virgo Clemens (627 H 546) zusammenstellen, 
die sie freilich überragt. 

131 g ' 



11 A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1856.5$ 

640 H „Marienlied." 

Maria mit dem Kinde auf Wolken thronend, unten ganz klein die 
Flucht nach Ägypten. Brauner Ton mit weißen Lichtern. 71x46. 

Auf der Rückseite „O Mutter mit dem Himmelskinde", Lied in vier- 
zeiligen Strophen, unten „(Dresden, Verlag von August Gaber.)". 

Das Blatt, im Buchhandel erworben, schließt sich den drei von Cichorius bezeugten in 
allen Stücken an; es trägt auf der Vorderseite von alter Hand in Bleistift den Vermerk 
,, Richter." Die Wahrscheinlichkeit spricht tür diese Bestimmung. 

1857. 

041 H 552. „Kunst bringt Gunst." 

Vor dem Dorfe umsteht neben der in ihrem Zelte eingenickten Obst- 
händlerin die zahlreiche Jugend einen gemütlichen Alten, der ihr seine 
Kunst mit einem Hampelmann zeigt. Ein größeres Mädchen sieht sicli 
freundlich nach einem kleinen Kinde um, das in seinem Wägelchen von 
der Schwester gezogen wird und den jungen Hunden zusieht, die von 
der alten Spitzin bewacht werden. Oben 1. auf einem Bande „Kunst 
bringt Gunst." „LR", „J. Roloffs sc"; in Typensatz 1. unter der Linie 
„Gezeichnet von L. Richter.", rechts „Geschnitten von J. Roloffs", in der 
Mitte „Druck von C. C. Meinhold & Söhne in Dresden." 104x269. 

Aus „Hugo Bürkners Holzschnitt-Mappe. Erstes Heft. [Inhalt). Dresden, Verlagsbuch- 
handlung von Rudolf Kuntze. Druck der k. Hofbuchdruckerei von C. C. Meinhold & Söhne 
in Dresden." Gr. fol. 4 Thlr. — Zweite Ausgabe: „Acht Holzschnitte von usw., von Hugo 
Bürkner und Andern usw., Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." — Auch einzeln 
erschienen, z. T. auf chin. Papier. 

1858. 

042 H 553. „Christlicher Haussegen." 

Zu der in der Stube im Gebet versammelten Familie tritt Christus 
segnend herein. Des Hauses Giebel trägt, von Engeln gehalten, die 
Aufschrift „Friede sei mit euch." Zur Linken dieses Hauptbildes der 
Säemann und die Armenpflege, zur Rechten die Ernte in Feld und 
Garten. Unten halten I. und r. je ein Engel ein Schild mit „Bete und 
arbeite." und „An | Gottes Segen | ist Alles | gelegen." Dazwischen auf 
dem Bande in Typensatz: „Ich und mein Haus wollen dem HErrn 
dienen." Bez. auf dem Stuhle 'inks „L R." In Typensat/: „Dresden, 
Verlag von Gaber & Richter.", >, Druck von E. Blochmann & Sohn in 
Dresden." Unter der Einfassungslinie in Typensat/ ,.l ndwig Richter, del." 
„August Gaber, sculp." Die Bezeichnungen von Druck und Verlag >md 
in späteren Auflagen verändert. 

Tondrnck mit wrin gehöht) ipitere Ausgabe Hanptschrifl rot 502x369. 

,,Als eiste Zeichnung VOD Richter, die ich bekam, geschnitten Ciunthci " ../u dein 

christlichen Haussegen habe ich das linke h'lügelbild geschnitten. Jungtow." (j.il<i hat also 
»eine Schüler und Mitai heiler zu der großen Arbeit hinzugezogen. 

re Auflegen bd J. li Richtet und bei Aiphuns l>un 

132 



II A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätter. 1859/64 

1859. 

Ueberschüssige Blätter aus Hey „Bilder und Reime" 1859. 

64-3 H 554. O war' ich doch ein Vögelein usw. 

Ein kleiner Knabe in Unterhaltung mit einer Obsthändlerin. (Vergl. die 
Lith. „Ihr Herrn und Frauen . ." in „Knospen" Abt. II C 2, Hoff 3161). 
Langrock sc. 72x99. 

644- H 555. Ein scheckiges Pferd usw. 

Knaben spielen Soldaten und erstürmen eine Höhe. (Vgl. die Lith. in 
„Knospen" Abt. II C 2, Hoff 3167). Günther sc. 111x99. 

Beide Blätter wurden nie verwendet. Sie waren mit den übrigen aus Hey „Bilder un d 
Reime" 1859 auf den Holzstock übertragen, aber ausgeschieden, weil mit ihnen die gewollte 
Bogenzahl überschritten wäre. Veröffentlicht in ,, Abdruck einer Sammlung von Holzschnitten" 
usw. 1871, s. II A 4b. 

645 H 556. Tauf b rief. 

Ein durch verziertes Stabwerk in Felder geteiltes Blatt trägt in der 
Mitte die Anzeige der Geburt und Einladung zur Taufe, an den beiden 
Seiten Sprüche. „Dresden, Gaber & Richter." 

Von den 4 Holzschnitten ist nur der untere, Gang zur Taufe in die 
Dorfkirche, nach L. R., Christi Taufe, Tod und Auferstehung n. n. L. R. 
300x210, L. R.'s Anteil 54x108. 

1863. 

646 H 557. „Atelier für Holzschneidekunst und Buchdrucke 
rei | von | August Gaber in Dresden." So oben auf einem 
Bande. Briefkopf. 

Sieben Knaben stellen Arbeit und Verkehr in einer Buchdruckerei dar. 
Dabei ein Hund. „K. OERTEL sc." 95x180. 

Dasselbe seit 1868 als Briefkopf des Verlags der deutschen Bilderbogen, Stuttgart, Gustav 
Weise 

1864. 

647 H 558. „Sächsischer Kunstverein.", Briefkopf. 

Maler, Käufer, Kenner, Liebhaber, Schüler als fünf Knaben vor einem 
preisgekrönten Bilde. Oertel sc. 66x98. 

648 H 559. Briefkopf für die Lotterie bei Erbauung des Künstler- 
hauses in Dresden. 

Drei Knaben, die Bildhauerei, Malerei und Architektur darstellend, 
folgen nach 1. einem vorangehenden Knaben, der an einem Stabe Lor- 
beerkränze trägt. „L. R.", Zschoche sc. 59x122. 

Dass. als Briefkopf der Dresdner Kunstgenossenschaft, auf der »Mitgliedskarte der 
Dresdner Kunstgenossenschaft", der „Eintritts-Karte zur Festlichkeit der Dresdner Kunst- 
genossenschaft" usw.; dabei zum Teil r. ein wenig beschnitten. 

133 



1IA2 Holzschnitte. Einze lne Blätter. 1 864 

649 H 560. „Tiedge-Stiftung", Briefkopf. 

Genius mit Lorbeerkranz und Füllhorn zwischen vier Knaben, die 
Gartenbau, Wissenschaft, Bergbau und Kunst darstellen. „L. R.", „H B" 
(vielleicht die Aufzeichnung durch Hugo Bürkner bezeichnend). Oertel sc. 
69x135. 

650 h — Hirtenpaar, auf dem Berge lagernd. 

Sie, nach r. blickend, sieht sinnend nach einem Blumenstrauß, den sie 
in der Hand hält, und lehnt sich rückwärts an seine Brust; er streckt 
den Kopf über ihre 1. Schulter. Vor ihr schaut der Hund nach r. aus, 
in den Stauden r. ein Vogel, zu dem ein andrer herzufliegt. L. hinter 
dem Paar die Schafe. Auf dem Bilde, r. u., „L. R. 1864.", unter der I. 
Ecke „K. OERTEL sc." 100x187. 

; In Alphons Dürr's Cliches-Catalog; s. Abt. II A4b; wozu verwendet, ist mir unbekannt. 

„Ihrem Senior Ludwig Richter zum 28. September 1864 
die Loschwitz-Klamm." 

So die Überschrift in Typensatz. Gedenkblatt zum 25jährigen Jubiläum 
desMeisters als Senior der Klamm — des Stammtischs in dem Gasthaus 
Demnitz in Loschwitz — auf drei Blättern, die an einander geklebt eine 
Rolle von 480x2400 bilden. Jedes Mitglied erhielt davon einen Abzug. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt: 

651 H 561. Von hoher Weinbergsmauer reicht eine der Winzerinnen zwei 
vorübergehenden Wanderern Trauben. Rechts in der Laube lustige Zecher. 
„L. R." „Gocht sc." 151x133. 

Das Blatt vereinigt die beiden Nummern 4Q0 und 4Q1 und geht ihnen 
der Zeit nach vorauf. Durch jene beiden Nummern ersetzt, blieb es zu 
freier Verfügung. 

Dieses Blatt nimmt die 22te Stelle ein unter 24 Holzschnitten nach L. R. aus seines Sohnes 
Verlag, die, jede von Versen Georg Scherer's begleitet, die Rolle ausfüllen. So ergibt sich 
eine Schilderung des Festes mit einem Rückblick auf das Leben des Meisters. Es folgen 
sich die Nummern 2819, 2645, 2654, 2671, 2810, 2658, 2814, 2828, 452, 461, 464, 449. 497, 
482, 467, 475, 473, 472, 480, 468, 442, unser Blatt, 499, 484. Die beiden Schlußvignetten 
n. n. L. R. Scherer's Vers zu unsrem Blatte lautet : 

Rakete kracht und Böllerschuß: O reicht von eurem l'eberfluß 

Heut wird geschnitten Bachus' Oabe; Dem Wandrer auch 'ne kleine Labe 
Zum Schluß erhalten wir die Geschichte der Rolle: 

Die Bilder, so man hier betracht't, Georg Scheur ist der Verslem Dici 

Hat Meister Ludwig all' erdacht. Fein säuberlich gedruckt hat's aber 

Wie sie an euch vorüberschweben, Der Schwiegersohn Augustus Gaber. 

Sind sie ein Bild von Seinem Leben. l'nd sinnitj teilt sie aus ein Weiser 

Die Stöcke sind von Heinrich Richter, Von Böblingen: Hermann der Kl 

[Nach einer halben Zeile Zwischenraum :) 
Das ganze Opus ward vollbracht Am 27 September hier 

In einem Tag und einer Nacht In Dresden Anno sechzig vier.' 

Loschwitz-Klamm hieli der Stammtisch nach seinem ganz schmalen und nnxerh.tltm 
langen, von einem Tische ausgefüllten Zimmer I In B Kl der Klamm mit dem besetzten 
Tisch findet sich auf einem Blatt, da^ L. R 's I'ank fut diese Huldigung ausdrückt, einet 
Hoff unbekannt gebliebenen Photographie .1 <><cliwit7- Klamm IW>4 '*, I HIB ■ dievro )ahre 
Auch die beulen Blätter eberulort unter 1808 und 1870 sind den Summtischgenosscn gewidmet 

134 



I1A2 H olzschnitte. Einzelne Blätter. 1865/73 

1865. 

652 H 562. Gastkarte zum Dresdner Sängerfest den 22. — 25. Juli 
1865. 

Auf dem inneren weißen Felde steht in rot und gold: „Herr .... 

ist Gast Dresden " Oben bringen vier Genien dem 

Sänger den dampfenden Kaffee nebst Zubehör, Pfeife und Kerze; unten 

Ansicht der Stadt Dresden; zu den Seiten Sinnbilder der Fürsorge für 

den Gast; über dem Dienstmann r. „EXPRESS." Am oberen Rand: „Ich 

singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet.", am unteren: 

„Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet." 

Statt dessen andere Abdrücke mit den beiden Rändern: „Eingeladen 

sind sie ja, haben's angenommen!" und „Hänschen, geh und sieh dich 

um! Sieh mir, ob sie kommen!" „LR.", „Gocht. sc." Druckvermerk 

„Dresden, C. Heinrich." Tondruck mit weiß gehöht, Schrift im inneren 

Felde rot und gold. 94x140. 

Abgedruckt ohne Ton und Farben in „Illustrierte Zeitung" Nr. 1151. 22. Juli 1865, S. 72; 
in Autotypie, schwarz auf braun innerhalb eines Lorbeerkranzes auf der Rückseite des Um- 
schlags von „Das erste deutsche | Sängerbundfest | zu Dresden" usw. Dresden, in Commission 
bei B. Friedel, früher W. Paul; unfertiger Druck der Karte selbst, nur schwarz auf weiß, 
Braunschweig, K. K. 

1870. 

653 H — Sommerlust. 

Übertragung des Steindrucks Hoff 3020 (siehe Abt. II C 1 1852) auf 
den Holzstock, erheblich verkleinert für die Aufnahme in die Zeitschrift 
„Daheim." Das Blatt mißlang unter dem Schneiden und wurde deshalb 
nicht benutzt, auch nicht durch einen besseren Schnitt ersetzt. 160x212. 

Der Abdruck im Essener Museum aus dem Besitz des Justizrats H. Steinfeld ist nach 
dessen Angabe der einzige, der davon genommen wurde. Die Einordnung hier schließt sich 
lediglich an das Blatt im „Daheim" 1870, Nr. 2884 an. 



1873. 

654 H 563. Reichverzierte Umschlagdecke. 

Titel mit Stabeinfassung; Leisten mit Figuren, Ranken und Blätterwerk. 
Unten in der Mitte Engel mit Spruchband, worauf die Adresse des 
Verlegers, rechts sitzendes Mädchen, links sitzender Knabe. Oben in 
der Mitte Wappenschild zwischen Ranken und Blättern, rechts Eich- 
hörnchen und zwei Vögel, links Fuchs und zwei Vögel. „W. Werth- 
mann sc. Dresden." 275x191. 

Von Hofrat v. Zahn nach einer Skizze L. R.'s entworfen, ausgeführt 
von Sachse. Bestimmt zu „Altes und Neues," 1873, s. unter III A; 

135 



11 A 2 Holzschnitte. Einzelne Blätte r. 1874 

später auch verwendet bei den neuen Ausgaben von „Vater Unser", 
„Unser tägliches Brod", „Gesammeltes", „Schiller's Lied von der Glocke". 

Auch die einfacheren älteren Umschlagdecken werden überwiegend von L. R. entworfen 
sein, ja viel unmittelbarer auf ihn zurückgehn als diese. Doch läßt sich darüber heute nicht. 
Sicheres mehr ausmachen. 



1874. 

655 H 564. Mädchen mit Kind und Hund. 

Auf einem Wiesenhang sitzt ein Mädchen mit einem kleineren auf 
dem Schoß, das einen Blumenstrauß hält; zur Seite ein Pudel, der nach 
den sie umflatternden Schmetterlingen sieht. Alle schauen nach rechts. 
„LR." Zschoche sc. 73x86. 

Nicht verwendet. Für die Jahreszahl gibt Hoff keine Begründung. Die Zeichnung ist 
jedenfalls viel älter. Stimmt das Jahr für den Holzschnitt, so könnte das Blatt bei der Vor- 
bereitung von „Bilder und Vignetten" erspart sein. Probedrucke in Dresden und Berlin 

056 H — Einfälle L. R.'s während der Arbeit. 

In bunter Folge: Mädchenkopf n. r., Halbfigur eines Mädchens n. r. 
in größerem Maßstab, 3 kleinere männliche Köpfe, junger Edelmann mit 
Federhut n. 1., Halbfigur eines Mädchens n. r. und eines bärtigen Mannes 
nach r. hinaufblickend. 82x68. 

Von Hugo Bürkner geschnitten nach einem Blatt aus L. R.'s Papierkorb, als Probe für 
das unbewußte Spiel seiner Einbildungskraft zwischen der Arbeit, daher von Bürkner ,, Feder- 
proben" genannt. So nach Bürkners Brief an das Britische Museum in London. Der Holz- 
stock ist im Besitz des K. K. in Dresden. Die Zelt des Schnitts läßt sich nicht bestimmen; 
jedenfalls fällt er ziemlich spät. 



13ö 



3. BÜCHER. 



1838. 

„Das | Leben Jesu. | Nach den | Evangelischen Bruch- 
stücken | in j geordnetem Zusammenhange j dargestellt | von | 
Dr. August Francke | König!. Sachs. Landes-Consistorial- 
Rathe und erstem evang. Hofprediger in Dresden. | Leipzig, | 
Verlag von Julius Wunder. | 1838." 

4», 1 lithogr. Vortitel, 1 Titelblatt, 254 SS., 1 Blatt, 12 Stahlstiche und eine Karte. Preis 
4 Thlr.j 

Enthält eine Randeinfassung in Holzschnitt um den ganzen Drucksatz 
jeder Seite, im unteren Rande links und rechts verschieden: 

657 H — S. 1. 3 usw. Rankenwerk von Lilien, Passionsblumen, Weinlaub 
usw., oben in der Mitte Engel mit Kreuzstab, 1. und r. ein anbetender 
Engelknabe, unten schwebender Engel mit der Harfe nach links, dem 
ein Engelknabe das offene Evangelienbuch vorausträgt. 189x135. 

658 H — S". 2. 4 usw. Derselbe Rahmen, nur der Engel unten nach rechts 
gewendet, mit leichten Veränderungen. 

Den Steindruck s. unter II C 2 bei dem gleichen Jahre. Die Stahlstiche nicht n. L. R. 

Dass. 2. Stereotyp-Ausgabe 1841. — Gleichzeitig mit der ersten erschien eine katholische 
Ausg. des Buchs in gleicher Ausstattung, „Das Leben | unsres | Herrn Jesu Christi, 
des | Sohnes Gottes | und | der Jungfrau. | Von | J. P. Silbert." usw. Gleicher Verlag, 1838. 
— Daß nicht nur der in Steindruck wiedergegebene, von L. R. selbst bei Ed. Cichorius be- 
zeugte äußere Titel von L. R. herrührt, sondern auch diese Randleisten, beweist ein unver- 
öffentlichter Brief von L. R. an G. Wigand in Essen (ohne Datum, April/Mai 1837): »Auch 
arbeite ich an dem Titel und Randzeichnung zum Leben Jesu." 

Volksbücher. 

Die ältesten Drucke der früheren Hefte stammen laut Druckver- 
merk am Schluß aus der Druckerei von Breitkopf und Härtel in Leipzig, 
spätere, im Satz völlig gleich, von Stereotypplatten abgezogen, hat Otto 
Wigand selbst gedruckt, andere Walther Wigand. Die ältesten Drucke 
sind durchgängig an dem dünnen, weißen, porösen Papier erkennbar. 

Von der Reihe der Volksbücher, von denen im ganzen 53 Hefte er- 
schienen, enthalten die Nummern 28. 29. 34. 49. 50. 51 neben Schnitten 

137 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1838 

nach anderen Zeichnern auch Wiederholungen nach L. R. aus anderen 
Nummern der Volksbücher oder anderen Büchern. 

Alle Richterbilder der Volksbücher sind wiederholt in „202 Holz- 
schnitte" usw. 1860, Proben auch in „L. R.'s Volkskunst" usw. 1909, 
Nr. 2 — 15. 135- 139, s. beide unter II A 4. 

„Volksbücher. | 1. | Herausgegeben von G. O. Marbach. 
] | Geschichte | von | Griseldis | und dem | Markgrafen 
Walther. | Nebst einigen andern Beispielen treuer Liebe. | 
Leipzig, 1838. Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 72 SS., Vi» Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

659 H 565 S. 10. Markgraf Walther zeigt dem Volke Griseldis als seine 
Braut. 67x90. 

660 H 566 S. 11. Der Markgraf überreicht Q. den Verlobungsring. 67x90. 

661 H 567 S. 15. Ein alter Diener nimmt G. ihr Kind fort. 69x89. 

662 H 568 S. 21. G. gibt W.Gewänder und Trauring zurück. 67x89. 

663 H 569 S. 23. G. kehrt zu ihrem Vater zurück. 70x90. 

664 H 570 S. 27. G. wird von W. wieder zu Ehren angenommen. 69 

Hsch. S. 27 Mittelgruppe auf dem Titel bei i i wiederholt. 

„Volksbücher. | 3. | Herausgegeben von G. O. Marbach. 
| Geschichte von der edlen und schönen Melusina, 
welche ein Meerwunder und des Königes Heimas ! Tochter 
war. | Leipzig, 1838. Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 72 SS., i'i» Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

665 H 571 S. 7. Melusina hält Raimunds Pferd an. 68 92. 

666 H 572 S. 19. R.'s und M.'s Hochzeit, dreiteilig. „MELVSINA". ,.R v H". 
70x93.1 

«67 H 573 S. 44. R. belauscht M. als Meerfrau im Bade. 70 04. 

668 H 574 S. 56. M. fliegt als Meerfrau um das Schloß. 68 94. 

669 H 575 S. 57. M. wartet nachts ihre Kinder, die Pflegeeltern bei der 
Wiege. 66 90. 

«7« H 576 S. 70. R. mit einem Priester an der Klosterpforte. 66 

Hsch. S. 56 auf dem Titr! lu-i I I wiederholt 

„Volksbücher. | 5. | Herausgegeben von G. O. Marbach. 
I | Geschichte von der schönen Magelone und dem 

138 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1838 

Ritter Peter mit den silbernen Schlüsseln. | Leipzig, 1838. 
Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 70 SS., 1 Blatt, V« Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

671 H 577 S. 6. Peter nimmt Abschied von seinen gekrönten Eitern. 67x89. 

672 H 578 S. 29. P. kämpft im Turnier gegen Jakob. „RITSCHL sc", 68x91. 

673 H 579 S. 37. P. und Magelone rasten auf der Flucht. 67x88. 

674 H 580 S. 52. Der Koch bringt dem Königspaar die 3 Ringe. 67x89. 

675 H 581 S. 59. P. auf einer einsamen Insel. 69x89. 

676 H 582 S. 65. P. und M. stürzen sich in die Arme, draußen das Schiff, 
68x90. 

Hsch. S. 37 auf dem Titel bei i i wiederholt. 

„Volksbücher, j 6. | Herausgegeben von G. O. Marbach. j 
| Geschichte | vom Kaiser Octavianus, | welcher sein 



Ehgemahl und seine zwei Söhne in das Elend geschickt 
und endlich wieder gefunden hat. | Leipzig, 1838. Bei Otto 
Wigand." 

kl. 8., 106 SS., 1 Blatt, Vi* Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

677 H 583 S. 7. Die Kaiserin wird fälschlich des Ehebruchs überführt. 
„RITSCHL sc", 67x89. 

678 H 584 S. 17. Die zu Mördern Gedungenen verkaufen das Kind. 67x90. 

679 H 585 S. 29. Florens als Viehtreiber handelt mit einem Edelmann um 
einen Sperber. 67x88. 

680 H 586 S. 55. Fl. kämpft vor der Stadtmauer mit einem Riesen. 68x89. 

681 H 587 S. 59. Fl. zu Pferde entführt Marcebilla. 68x89. 

682 H 588 S. 90. Fl. und M. mit Gefolge fahren zu Schiff nach Paris. 66x88. 

Hsch. S. 59 auf dem Titel bei i i wiederholt. 

„Volksbücher. | 7. | Herausgegeben von G. O. Marbach. | 
] | Geschichte | von den sieben Schwaben. | Nebst 
einigen schwäbischen Volksliedern. | Leipzig, 1838. Bei Otto 
Wigand." 

kl. 8., 60 SS., 1,12 Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte : 

683 H 589 S. 7. Die Schwaben lassen sich von der Hexe wahrsagen. 65x88. 

684 H 590 S. 17. Der Blitzschwab von der Bauerntochter abgewiesen. 66x90. 

685 H 591 S. 27. Die Schw. springen ins Flachsfeld. 63x88. 

139 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1838 

686 H 592 S. 40. Die Schw. fliehen vor dem Galgen. 63x88. 

687 H 593 S. 47. Die Schw. um den Knödeltopf gelagert. „RITSCHL sc." 
65x88. 

688 H 594 S. 50. Die Schw. den Spieß haltend und der Has. 65x88. 

Hsch. S. 50 auf dem Titel bei I I wiederholt. — Hsche. S. 55. 59 n. n. L. R. 

„Volksbücher. | 8. | Herausgegeben von G. O. Marbach. | 
| | Geschichte | von der heiligen Pfalzgräfin [ Genoveva. 
Leipzig, 1838. Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 60 SS., i/ 1? Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

689 H 595 S. 4. Genoveva's Abschied vom Grafen, der Knappe mit Helm 
und Schild. „RvH". 65x8S. 

690 H 596 S. 16. Die Hexe zeigt dem Gr. im Schlangenkessel G. beim Ehe- 
bruch. 64x89. 

691 H 597 S. 20. Zwei Diener bringen die verstoßene G. mit dem Kinde 
in den Wald. 65x90. 

692 H 598 S.'26. Ein Engel mit dem Crucifix tröstet G. 65x89. 

693 H 599 S. 39. Der Gr. erbittet zu Boden gestreckt G.'s Verzeihung. 
63x90. 

694- H 600 S. 43. Die mit dem Gr. heimkehrende G. wird jubelnd emp- 
fangen. 63x90. 

Hsch. S. 39 auf dem Titel bei I 1 wiederholt. 

„Geschichte | von den | vier Heymonskindern. | Ge- 
schichte | von dem | gehörnten Siegfried. | Volks- 
bücher. | 9. 10. j Herausgegeben von G. O. Marbach. | Leip- 
zig, 1838. Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 188 SS., 1 Blatt, >/a Thlr. 

Enthält 9 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

695 H 601 S. 19. Heymon gibt sich seinen 4 Söhnen zu erkennen. 6^ 38 

696 H 602 S. 50. Die Brüder bringen König Yvo das Haupt seines Feindes. 
65x86. 

697 H 603 S. 86. Der König läßt sich knieend von Malagya ein Stipplein 
reichen. 63x87. 

698 H 604 S. 97. M. nimmt dem ruhenden König Krone und Schwert 63 

699 M 605 S. 130. Reinold bringt dem König das Roß Beyarl 65 85 
709 II NK) S. 145. R. wird von 3 Engeln gen Himmel getragen 66 

701 H 007 S. 148. Siegfried in der Schmiede. 67 - N 

702 H 606 s. 169. S. tötet den Drachen. 65 W 

140 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1839 

703 H 609 S. 176. S., ein drittes Pferd am Zaum haltend, reitet mit Flori- 
munde nach Worms. 67x89. 

Hsch. S. 145 auf dem Titel bei I I wiederholt. 



1839. 

„Der wiedererstandene Eulenspiegel. | 1 I | Volks- 
bücher. | 12. | Herausgegeben von G.O.Marbach. | Leipzig, 
1839. Bei Otto Wigand." 

kl. 8., 108 SS., Via Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 
70-fc H 610 S. 5. Eulenspiegel als Knabe hinter seinem Vater auf dem Pferd 
neckt die Leute. 64x86. 

705 H 611 S. 15. E. liefert den Stuhlgang für ein krankes Kind. 66x86. 

706 H 612 S. 17. E. treibt die Kranken aus dem Spital. 65x86. 

707 H 613 S. 32. E. lehrt den Esel lesen. 65x87. 

708 H 614 S. 46. Der Kirchner erklärt dem Schmied E.'s Wappen über der 
Türe. „Hie fuit". 68x87. 

709 H 615 S. 58. Drei Schneider brechen mit der angesägten Bühne zu- 
sammen. 67x89. 

Hsch. S. 15 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

„Tristan und Isalde. | |~] | Volksbücher. | 13. 14. | 
Herausgegeben von G. O. Marbach. | Leipzig, 1839. Bei Otto 
Wigand." 

kl. 8., 180 SS., i/e Thlr. 

Enthält 12 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

710 H 616 S. 19. Der kranke Tristan mit der Harfe im Schiff, „v. RITSCHL." 
67x88. 

711 H 617 S. 30. Isalde mit Brangele findet den verwundeten Tr. 66x88. 

712 H 618 S. 42. Tr. und I. trinken auf dem Schiffe den Liebestrank. 66x90. 

713 H 619 S. 54. Br. bittet die Mordgesellen um ihr Leben. 67x89. 

714 H 620 S. 66. Der König belauscht Tr. und I. vom Baume aus. 100x88. 

715 H 621 S. 79. Tr. ist schwimmend entflohen und steigt ans Land. 67x88. 

716 H 622 S. 87. Tr. und I. angelnd, hinten ein Bogenschütze. 67x90. 

717 H 623 S. 97. Tr. nimmt Abschied von I. und dem König. 68x87. 

718 H 624 S. 126. I. lehnt an ihrem Pferde und spricht zu den Vögeln. 
93x79. 

141 



II A 3 Bücher mit Holzsc hnitten. 1840 

719 H 625 S. 165. Tr. als Narr verkleidet überreicht I. einen Käse. 67x89. 

720 H 626 S. 172. Nampecenis bei den Leichen Tr.'s und Caynis' stehend. 
67x89. 

721 H 627 S. 177. 1. an Tr.'s Bahre, in der Ferne das Schiff. 67x88. 

Hsch. S. 42 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

1840. 

„Die | Geschichte | des | deutschen Volkes von 

Eduard Duller. Mit hundert Holzschnitten nach Original- 
zeichnungen j von | Ludwig Richter und J. Kirchhoff. Leipzig, 
1840. | Verlag von Georg Wigand." 

Lex. 8., 2 Bl., VIII, 648 SS., 3>/j Thlr. 

Enthält 44 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

722 H 628 S. 20. Hermann und Thusnelde. „BREVIERE, s.", 119x99. 

723 H 629 S. 26. Velleda auf der Turmzinne. „R.", „E. Kr. sc", 104x101. 
721 H 630 S. 38. Attila empfängt das gefundene Schwert. „R.", „E. K.\ 

120x95. 

725 H 631 S. 42. Odoaker bei Severinus in der Zelle, v. Ritschi sc, 99x92. 

726 H 632 S. 59. Rosamunde läßt Alboin erschlagen. 120x94. 

727 H 633 S. 68. Bonifacius predigt das Evangelium. „H(am)L.", 126x94. 

728 H 634 S. 87. Karls des Großen Krönung. „DEISS & LE1DHECKER", 
125x95. 

729 H 635 S. 97. Kaiser Ludwigs Kirchenbuße, 122x93. 

730 H 636 S. 112. Heinrich dem Vogler werden die Reichskleinodien über- 
bracht, v. Ritschi sc. 120x94. 

731 H 637 S. 115. Heinrich der Vogler erklärt den Ungarn den Krieg. „R. 
(umgekehrt am) B.", 124x95. 

732 H 638 S. 131. Otto I. überreicht Leopold den zerbrochenen Bogen, 
„v. RITSCHL", 121x89. 

733 H 639 S. 133. Kaiser Otto III. in der Gruft Karls des Großen. „< 
NICHOLLS." X. A., 119x92. 

73+ H 640 S. 148. Herzog Ernst von Schwaben und Graf Werner \>>r 
Kyburg fallen von der Hand des Grafen Mangold. „DEIS & LEID- 
HECKER", 125x95. 

735 H 641 S. 173. Heinrich IV. im Schloßhof von Canossa, ,.l K", „H (am) 

L", 123x86. 
730 H 642 S. 1S4. Heinrich IV. wird des Kaiserschntucks entkleide! 

„RITSCHL sc.* 4 , 128 9a 

142 



II A 3 Bücher mit Holzschnitte^ 1840 

737 H 643 S. 208. Otto von Witteisbach auf dem Felsen bei Verona. „DEISS. 
LEIDHECKER.", 121x97. 

738 H 644 S. 209. Landgraf Ludwig in der Schmiede. „LR", 109x91. 

7.*89 H 645 S. 219. Friedrich Barbarossa kniet vor Papst Alexander III. „L R", 
v. Ritschi sc. 141x95. 

740 H 646 S. 226. Sänger Blondel vor dem Gefängnis König Richards. „R", 
weiß eingeschnitten, „E. K.", 105x108. 

741 H 647 S. 231. Heinrich von Ofterdingen sucht Schutz bei der Landgräfin. 
„Breviere sc", 117x94. 

742 H 648 S. 238. Das Rosenwunder der Heiligen Elisabeth. „L R", 128x94. 

743 H 649 S. 252. Konradins Abschied von der Mutter, v. Ritschi sc, 125x109. 

744 H 650 S. 257. „Wolfram v. Eschenbach." „LR", „E. K.", 133x99. 

745 H 651 S. 262. Rudolf von Habsburg geleitet den Priester. „R (umgekehrt 
am) B." 109x104. 

746 H 652 S. 266. Rudolf vor der Leiche Ottokars. 127x113. 

747 H 653 S. 305. Ludwig der Baier versöhnt sich mit Friedrich dem Schönen. 
„D&L", 116x95. 

748 H 654 S. 310. Heinrich Frauenlob wird von den Frauen zu Grabe ge- 
tragen. 120x99. 

749 H 655 S. 325. Arnold von Winkelried in der Schlacht bei Sempach. „L R.", 
„RITSCHL sc", 125x112. 

750 H 656 S. 337. Huß im Kerker, „v. RITSCHL", 119x110. 

751 H 657 S. 343. Agnes Bernauer wird von der Brücke gestoßen. 130x104. 

752 H 658 S. 353. Johannes Capistranus predigt zu Wien. „D&L." 127x106. 

753 H 659 S. 355. Kunz von Kaufungen und die Köhler. „RITSCHL sc" 
128x108. 

754 H 660 S. 376. Albrecht Dürer zeigt Kaiser Maximilian sein Bildnis. „O. 
Vogei." 121x111. 

755 H 661 S. 382. Luther auf der Wartburg. „L. R." „E. K. sc", 129x97. 

756 H 662 S. 386. „H. Sachs." „RITSCHL sc." 128x103. 

757 H 663 S. 423. Karl V. vor seinen Uhren im Kloster St. Just. „A. Müller." 
117x93. 

758 H 664 S. 469. Wallenstein und sein Astrolog Zeno. „R V H", 120x102. 

759 H 665 S. 473. Gustav Adolfs Landung. „Ritschi sc." 118x104. 

760 H 666 S. 476. Tilly auf den Trümmern Magdeburgs. „RITSCHL sc." 
123x108. 

761 H 667 S. 484. Wallensteins Ermordung. „RITSCHL sc" 116x110. 

143 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1840 

762 H 668 S. 499. Friedrich v. Spee dichtend am Schreibtisch. „A Müller." 
118x98. 

763 H 669 S. 509. Johann Sobiesky und Stahremberg vor Wien. „L. R." „R 
(umgekehrt am) B." 104x107. 

764 H 670 S. 521. Der Schmiedbalthes in der Schlacht auf dem Friedhof zu 
Sendung. „L. R." „R (umgekehrt am) B." 120x96. 

765 H 671 S. 529. Vertreibung der Evangelischen aus Salzburg. „L. R." „A. 
Müller." 111x89. 

Dass. Mit 100 Holzschnitten (einseitig, auf Einzelblättern) von demselben. 2. Aufl. 2 Bde. 
kl. 8». — 3. Aufl. Lex. 8 mit 93 Holzschn. (31 von L. R., sonst Veit, Holbein, Kirchhoff) 
Berlin, Kleemann 1845. — (Die Kleemann'sche ebenfalls als 3te bezeichnete „Schulausgabe" 
enthält keine Holzschnitte. — ) Mit 73 Holzschn. (31 von L. R.) 3. Aufl. 2 Bde. kl. 8. ebenda 
1846. Davon 3 „Abdrucke", der 2te als 2ter, der 3te als 3ter bezeichnet. — Völlig umgearb. 
von Will. Pierson. Mit64Hschn. und 3 in Kupf. gest. und 111 . Karten in gr. 4. 2 Bde. ebda 1861. — 
Mit 64 Hsch. gr. 8. Berlin, Kortkampf, 1866. Femer 1874. — Sonderausgabe: „Karten und 
Illustrationen | zu Duller und Pierson's I Geschichte | des deutschen Volkes. Erste Liefe- 
rung" usw. | „PreisöSgr. I Berlin, 1861. | Verlag von Karl J. Kleemann." Die 5 Lieff. enthalten 
9 Blätter von L. R. — J. Sporschil, Die Geschichte der Deutschen von den ältesten Zeiten 
bis auf unsere Tage, 2. Aufl., 5 Bde. Regensburg 1859/60 enthält die Blätter bis auf 735, 752, 755. 

„ReinekederFuchs.il | Volksbücher. 15.16.17. 

Herausgegeben von G.O. Marbach. | Leipzig,beiOtto Wigand." 

Kl. 8., 262 SS., s/w Thlr. 

Enthält 12 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

766 H 672 S. 14. Der Hahn verklagt Reineke beim König. „RITSCHL sc." 
89x72. 

767 H 673 S. 20. Der Bär bringt R. den Brief des Königs. „Malepartus", 67x86. 

768 H 674 S. 63. R. mit dem Dachse wandernd, zerreißt ein Huhn. 60x86. 

769 H 675 S. 65. R. als Hofmann vor des Königs Thron. „L R." 68x89. 

770 H 676 S. 73. R. auf der Leiter zum Galgen. 92x72. 

771 H 677 S. 107. R. mit dem Hasen und Widder auf der Pilgerfahrt. 70x89. 

772 H 678 S. 127. Zwei Krähen finden R. scheinbar tot. „v. RITSCHL." 54x89. 

773 H 679 S. 211. Die Wölfin im Eise eingefroren. 65x84. 

774 H 680 S. 221. R.'s Besuch bei der Meerkatze. 57x88. 

775 H 681 S. 236. Zweikampf zwischen R. und dem Wolfe. 54x86. 

776 H 682 S. 250. Die Wölfin pflegt ihren wunden Mann. 57x90. 

777 H 683 S. 255. [zu S. 47]. Der geschändete Pfaffe; der Kater entflieht durchs 
Fenster. 73x90. 

Hschn. S. 65 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

„Zweite Auflage" 1841. Mit anderem Titelholzschnitt. — Davon auch eine Sonderausgabe : 
„Reineke der Fuchs | Illustriert | von | Ludwig Richtet. Miniatur- Ausgabe. | 
Leipzig, | Verlag von Otto Wigand. | 1852." Die 12 llsche. sind auf besondere Blätter ge- 
druckt und quer eingr'ügt. ., /weite Auflage", Leipzig, Otto Wigand 1881, 8«, die 
Holzschn. im l'i \t. 

144 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1841 

1841. 

„Der | Landprediger von Wakefield. | Eine Erzählung | 
von | Oliver Goldsmith. | Übersetzt | von | Ernst Susemihl. || 
Illustrirt | von Ludwig Richter. | Leipzig, 1841. | Georg Wi- 
gands Verlag." 

gr. 8., 2 Bl., 272 SS., 2 Thlr. 

Enthält 63 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

778 H 696 S. 1. Initial I, der Landprediger auf der Kanzel. 53x39. 

779 H 697 S. 3. Besuch der armen Verwandten beim Pfarrhause. „NICHOLLS", 
72x92. 

780 H 698 S. 4. Knaben den Apfelbaum plündernd. 63x33. 

781 H 699 S. 6. Olivia und Sophie. „E. Kretzschmar sc." 78x81. 

782 H 700 S. 9. Der L. am Schreibpult sitzend. 61x73. 

783 H 701 S. 11. Die Partie Trictrac. „E. K." 52x70. 

784 H 702 S. 16. Des L.'s Abschiedsrede an seinen Sohn Georg im Familien- 
kreise. „E. K. sc." 64x89. 

785 H 703 S. 22. Burchell trägt S. durch den Fluß. „NICHOLLS". 82x69. 

786 H 704 S. 24. Des L. neuer Wohnort, Hirt mit Schafherde. 54x87. 

787 H 705 S. 25. Empfang durch die neue Gemeinde. „NICHOLLS". 70x92. 

788 H 706 S. 27. Der blinde Geiger und sein Knabe. „NICHOLLS". 65x5!. 

789 H 707 S. 31. Die musizierenden Töchter auf dem Rasen. „W.NICHOLLS". 
70x88. 

790 H 708 S. 36. B. beschenkt die Kinder. 92x77. 

791 H 709 S. 38. B. hilft den Töchtern bei der Heuernte. „RvH. FS". 89x79. 

792 H 710 S. 41. Herrn Thornhills Kaplan die Kampfhähne fütternd. 60x54. 

793 H 711 S. 48. B. teilt das Mittagessen der Familie auf dem Felde. 73x92. 

794 H 712 S. 55. Der Pilger der Ballade umarmt sein treu gebliebenes Lieb. 
„RvH. FS". 67x60. 

795 H 713 S. 56. DerKaplanals Jägerlagert sich bei der Familie. „NICHOLLS." 
88x87. 

796 H 714 S. 60. Abendlicher Tanz im Freien beim Pfarrhause. 57x76. 

797 H 715 S. 65. Die Zigeunerin wahrsagt den Töchtern. „L R" (Spiegel- 
schrift), „NICHOLLS" 91x72. 

798 H 716 S. 69. Des L. Pferdestall samt den Ziegen. „RvH. FH." 56x74. 

799 H 717 S. 70. Die Familie auf den beiden Pferden, unter B.'s Hilfe. 82x90. 

800 H 718 S. 73. Das Spiel des Pantoffelsuchens. „NICHOLLS" (vielfach 
ausgeblieben). 79x88. 

145 ,0 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1841 

801 H 719 S. 79. Initial A am Bilde des Dorfes im Mondschein. 42x33. 

802 H 720 S. 81. Der Sohn Moses auf dem Pferde, vor sich eine Schachtel. 
57x65. 

803 H 721 S. 83. Pfefferkuchenalphabet und Büchschen vom Jahrmarkt. 31x57. 

804 H 722 S. 89. Das Märchen von dem Riesen und dem Zwerge. 79x83. 

805 H 723 S. 93. Der Pferdehandel. 65x80. 

806 H 724 S. 94. Jenkinson am Fenster, lesend. 56x66. 

807 H 725 S. 99. Der L. übergibt dem Nachbar vor der Haustür den Wechsel. 
76x66. 

808 H 726 S. 101. B.'s Brieftasche im Grase liegend. 51x77. 

809 H 727 S. 110. Der Porträtmaler bei der Arbeit. 77x47. 

810 H 728 S. 118. O. in ihrer Kammer, sorgenvoll dasitzend. 71x55. 

811 H 729 S. 121. Stelldichein von sechs Hunden. 34x60. 

812 H 730 S. 122. Hans reicht Gretchen einen Blumenstrauß. 44x25. 

813 H 731 S. 124. Die Familie um den Kamin sitzend. 55x62. 

814 H 732 S. 129. Der L. auf der Wanderung. „NICHOLLS" (meist aus- 
geblieben). 93x62. 

815 H 733 S. 132. Der L. und die wandernde Schauspielertruppe. 53x88. 

816 H 734 S. 143. Der L. mit Arabella Wilmot im Garten. 55x47. 

817 H 735 S. 146. Initial N, Wandergepäck. 53x44. Fehlt in der engl. Ausg. 

818 H 736 S. 149. Der Polemiker als Stachelschwein unter seinen Gegnern. 
57x85. 

819 H 737 S. 151. G. im Kaffeehause und der Subskribentensammler. 69x62. 

820 H 738 S. 157. G. dienert hinter der Karosse her. 86><44. 

821 H 739 S. 161. G. als Geiger vordem Bauernhause. „NICHOLLS." 88 - 

822 H 740 S. 164. G.'s vornehmer Zögling, den geschlossenen Geldbeutel 
an sich drückend. 61x35. 

823 H 741 S. 165. G. beim Wein mit Mönchen disputierend. 45x53. 

824 H 742 S. 174. O. zu den Füßen des Vaters, dabei die Wirtin. 70 

825 H 743 S. 179. Der L. und O. auf einem Pferde heimreitend. 68 
S26 H 744. S. 182. Die aus dem verbrannten Hause gerettete Familie. 92 

827 H 745 S. 191. Ein Pilger, Allegorie auf die Lebensreise. 51 

828 H 746 S. 193. Initial W, die trauernde O. unter einergeknickten Lilie. 56 4 3. 

829 H 747 S. 195. Der L. mit seiner Gattin in der I auhe stellt Tli. zur Rede. 
64x61. 

I 30 II 74S S. 198. Des L. Sohn den Schnee fortschaufelnd. 65 

140 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1841 

831 H 749 S. 201. Des L. Beichtkinder wollen ihn von den Oerichtsdienern 
befreien. 65x86. 

832 H 750 S. 215. Der L. seine Mitgefangenen belehrend. 61x86. 

833 H 751 S. 221. O. auf S. gestützt in der Tür. 67x35. 

83-4 H 752 S. 231. Der gefesselte G. wird den Eltern im Gefängnis zugeführt. 
68x78. 

835 H 753 S. 234. Initial M, Beispiele des Selbstmords. 30x36. 

836 H 754 S. 241. S. mit B. bei den Eltern im Gefängnis. 70x80. 

837 H 755 S. 243. B. im Kampf mit S.'s Entführer. 65x61. 

838 H 756 S. 262. Wiedersehen G.'s und Arabellas in großem Kreise. 47x72. 

839 H 757 S. 268. Der Landprediger auf den Knieen im Dankgebet. 68x44. 

840 H 758 S. 272. Kaminfeuer mit Holzscheiten und Feuerzange. 46x71. 

Hschn. S. 11 und S. 161 sind für Nieritz Volkskalender 1858 vergrößert, s. dort; ebenso 
S. 38 für die „Zwölf Holzschnitte" 1877, siehe Nr. 594. 

Mit der ersten gleichzeitige englische Ausgabe: „The | Vicar of Wakefield. | by | Oliver 
Goldsmith. | Illustrated | by | Louis Richter. | Leipzig, | Printed for George Wigand." S. (244): 
„Printed by Breitkopf and Härtel." Beste Abdrücke der Holzschnitte. Ein Hschn., der 
Initial S. 146, hier 132, fehlt. — Neue (Titel-) Ausgabe Berlin, J. Kleemann, 1843; ferner 
englisch: „Berlin, | Printed for Charles J. Kiemann." (1843). — Neue (Titel-) Ausg. des 
deutschen Textes Berlin 1845, Verlag von Carl Kiemann. — Stereotypausgabe mit 20 Hschn. 
Berlin, Verlag von A. Hofmann & Comp., 1853. — Englisch bei Kiemann, 1856. — Säcular- 
Pracht-Ausg., englisch und deutsch, Berlin, Kortkampf 1866. — Illustrirt v. Ludw. Richter 
u. J. G. Füllhaas 4. Aufl., Leipzig, Amelang 1873, 50 Hschn. — Ebenso 5. Aufl. 

W. im „Richter-Album" in allen Ausgaben und „L. R.'s Volkskunst" Nr. 24—45, s. II A 4. 

„Wigolais vom Rade 1 1 1 1 Volksbücher. 1 1 8. | Heraus- 
gegeben von G. O. Marbach. | Leipzig, bei Otto Wigand. 

Kl. 8., 72 SS., Vis Thlr. 

Enthält 3 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

841 H 759 S. 13. Wigolais, auf einem Steine ruhend, von drei Damen beob- 
achtet. „R v H. FH." 65x83. 

842 H 760 S. 38. W. das Pferd haltend vor einer jammernden Frau. „RvH. FS". 
64x84. 

843 H 761 S. 59. Der erschlagene Roas von den Frauen beweint. „RvH. FS". 
66x86. 

H". S. 13 auf dem Titel bei i i wiederholt. 

H. S. 24 aus Volksb. 5 S. 29; S. 26 aus Volksb. 10, S. 176; S. 40 ebenda S. 169; S. 70 aus 
Volksb. 3, S. 19. 

„Hirlanda. | | | | Volksbücher. | 21. | Herausgegeben 
von G. O. Marbach. | Leipzig, bei Otto Wigand." 

Kl. 8., 48 SS., Vu Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

844 H 762 S. 5. Ein Jude verspricht König Richard zu heilen. 66x84. 

845 H 763 S. 9. Ein Engel erscheint dem Abt Bertrand. 67x87. 

147 10< 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1S41 

846 H 764 S. 14. Hirlanda als Hirtin, betend. 66x87. 

847 H 765 S. 29. Die Alte bei H. im Kerker. 64x86. 

848 H 766 S. 36. Ein Ritter errettet H. vom Scheiterhaufen. 63x86. 

849 H 767 S. 41. H. erkennt ihren Sohn. 65x86. 

Hschn. S. 36 auf dem Titel bei I 1 wiederholt, Hschn. S. 9 auf S. 28. 

„Geschichte | von | Fortunat, j seinem Glücksseckel und 
Wünschhütlein. | | | | Volksbücher. 22. Herausgegeben 
von G. O. Marbach j Leipzig, bei Otto Wigand." 

Kl. 8., 96 SS., Vi» Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

850 H 76S S. 7. Fortunat, einen Falken auf der Hand, verdingt sich dem 
Grafen. 61x81. 

851 H 769 S. 25. Andreas ermordet einen Edelmann. 61x81. 

852 H 770 S. 39. F. erhält knieend von Fortuna den Glückssäckel. 63^:30. 

853 H 771 S. 62. F. bezahlt der Schreinerstochter die Aussteuer. „R. v H." 
60x82. 

854 H 772 S. 91. F. entfliegt mit dem Wünschelhütlein dem Schlosse des 
Sultans. 61x80. 

855 H 773 S. 96. F. auf dem Sterbelager und seine Söhne. „R v H". 62 • Sl. 

Hschn. S. 91 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

„Geschichte | von | Fortunats Söhnen und \ was sich 
weiter mit dem Glücksseckel und | mit dem Wünschhütlein 
zugetragen. | [ ] | Volksbücher. 23. | Herausgegeben von 
G. O. Marbach. | Leipzig, bei Otto Wigand." 

kl. 8., 60 SS., Vi« Thlr. 

Enthält 5 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

856 H 774 S. 7. Andalosia gibt der schönen Frau knieend tausend Kronen. 
61x81. 

857 H 775 S. 24. A. fliegt mit der Prinzessin durch die Luft. 64 S4. 

858 H 776 S. 28. A. mit Bockshörnern spricht mit dem Einsiedler. 65 - 90. 

859 H 777 S. 31. A. als Krämer verkleidet verkauft der Prinzessin Äpfel. 64 
N<>0 H 778 S. 58. Die zwei Grafen fechtend, darunter im Kerker A.'s Leiche. 

83x64. 

Hschn. S. 58 auf den Titel bei i i wiederholt 

„Die Mode. Beiblatt zur Zeitung für die elegante Weh 
Leipzig j Leopold Voll." (1841). 
Enthält einen Holzschnitt auf dem 1 itel und 2 Arabesken: 

118 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 



861 H — „Die i Mode." in einem großen Kranz, darum die vier Jahres- 
zeiten, 1. der Frühling als blumenbindendes Mädchen, darüber schwebend 
der Sommer als Knabe, r. ebenso der Herbst mit Pokal und Thyrsos, 
darunter der Winter als Mädchen mit dem Spinnrocken. 50x139. 

(862) H — Arabeske? 

(863) H — Arabeske? 

In Ed. Cichorius' Collectaneen findet sich der Vermerk: „1841. Die Mode usw. (Titel wie 
oben) 1 Vignette, 2 Arabesken." Die Vignette ist der Titel, von dem sich ein abgeschnittener 
Abdruck, Geschenk von Ed. Cichorius, in Essen befindet. Die Zeitschrift ist mir unbekannt, 
darum auch die Arabesken. 



1842. 

„I. K. A. Musaeus | Volksmährchen der Deutschen. 

Prachtausgabe in einem Bande. Herausgegeben | von | Julius 
Ludwig Klee. | Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen 
von | R. Jordan | in Düsseldorf, | G. Osterwald | in Han- 
nover, | L. Richter | in Dresden, | A. Schrödter in Düsseldorf. 
Leipzig, I Verlag von Mayer und Wigand. | 1842." 

Lex. -8. 1 Bl. 752 S. 1 Bl. — 6 Thlr. ; geb. 7'» Thlr. 

Enthält 151 in den Text gedruckte Holzschnitte: 
„Richilde. [ Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen | von 
L. Richter j in Dresden." S. 67—108. 

864 H 779 S. 69. Titelbild „Richilde." mit Initial G. „A.VOGEL". 167x110. 

865 H 780 S. 71. Die Beichte der Gräfin. „ALLANSON. LEIPZIG". 78x87. 

866 H 781 S. 73. Albertus Magnus überreicht R.'s Mutter den Spiegel. 
„ALLANSON". 71x88. 

867 H 782 S. 75. Freier auf dem Ritt an R.'s Hof. „SEARS sc", 46x112. 

868 H 783 S. 77. 81. Engel hält den Spiegel mit dem Initial 6. „SEARS." 
42x44. 

869 H 784 S. 79. Liebhaber singt zur Laute, Amor, Katze, Mond. „Bene- 
worth. sc." 93x63. 

870 H 785 S. 82. R. sieht ihren Erwählten im Zauberspiegel. „ALLANSON", 
163x50. 

871 H 786 S. 85. Die abgewiesenen Freier. „L. R.", „ALLANSON" (Spiegel- 
schrift), 170x109. 

872 H 787 S. 88. Die neugeborne Bianca im Arm der sterbenden Mutter. 
„L. R.", „A. VOGEL". 82x112. 

873 H 788 S. 89. Initial F., Graf Gombald zu R.'s Füßen, „SEARS, sc", 63x51. 

874 H 789 S. 92. R. gibt ihrem Hofarzt den Granatapfel. „ALLANSON", 70x50. 

149 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

875 H 790 S. 92. Die Hausmeisterin treibt das Gesinde an. „L. R", „ALLAN- 
SON", 54x112. 

876 H 791 S. 95. Bl. kauft die vergiftete Seifenkugel. „SEARS, sc", 67x73. 

877 H 792 S. 97. Der bestrafte Hofarzt vor Schmerz schreiend. „E. PEUPIN", 
68x78. 

878 H 793 S. 101. Gottfried erweckt Bl. durch die Reliquie vom Tode. 
„NICHOLLS", 98x111. 

879 H 794 S. 102. G. als Pilger auf nächtlicher Reise. „SEARS, sc", 89x67. 

880 H 795 S. 104. G. und R. auf dem Altan. „ALLANSON", 79x67. 

881 H 796 S. 106. G. und die Totgeglaubte Bl. vor R. „L. R.", „A.VOGEL", 
69x114. 

882 H 797 S. 107. Die Zwerge glühen die stählernen Tanzschuhe. „ALLAN- 
SON", 55x67. 

883 H 798 S. 108. R. im Kerker hingestreckt. „SEARS.", 73x97. 

„Legenden | von ! Rübezahl, j Mit Holzschnitten nach Originalzeich- 
nungen i von L. Richter | in Dresden." S. 155—252. 

884 H 799 S. 157. Titelbild, Rübezahl auf dem Berggipfel, im Berge die 
Gnomen, Initial A. „LR", „PEUPIN" (Spiegelschrift), 181x110. 

885 H 800 S. 159. R.'s erster Brotherr, der Schlemmer. 42x59. 

886 H 801 S. 160. R.'s zweiter Brotherr, der Geizhals, mit dem Schafe. 44x28. 

887 H 802 S. 160. R.'s dritter Brotherr, der ungerechte Richter. 84x26. 

888 H 803 S. 161. Initial D, die Prinzessin im Bade, Rabe und Mäuse. „LR" 
(als Ranken). 66x60. 

889 H 804 S. 163. Die Pr. versinkt vor ihren Gefährtinnen im Wasser. 
„ALLANSON LEIPZIG", 142x107. 

890 H 805 S. 168. Die verzauberten Rüben als welke Vetteln. „E. K/\ 74 <75. 

891 H 806 S. 170. Die Pr. am Bache liegend, schickt Blumen fort. ..ALLAN- 
SON", 72x103. 

892 H 807 S. 172. Die Pr. schickt eine Biene fort. „H (am) B", 82x62. 
S93 H 808 S. 173. Fürst Ratibor erhält die Botschaft der Elster. 103 - - 

894 H 809 S. 176. R. die Rüben zählend. „ALLANSON", S8x36. 

895 H 810 S. 178. Der Narr hält R.'s Wappen. „ALLANSON", 47 81 

896 H811 S. ISO. Drei Handwerksburschen höhnen R. „H (am) B«, 

897 H 812 S. 182. R. als Handwerksbursch mißhandelt den Juden. ..AI l A\ 
SON", 54x67. 

898 H 813 S. 184. Der Handwerksbursch vor Gericht. „1 R" (Spiegelschrift), 
„PEUPIN", 127- 106. 

150 






II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

899 H 814 S. 186. Klärchen trauernd unter einem Baume. „ALLANSON", 
97x114. 

900 H 815 S. 188. Kl.'s Abschied von Benedix. „Beneworth sc", 62x56. 

901 H 816 S. 192. Der Pater im Kerker bei dem verurteilten Benedix. 
„ALLANSON", 57x57. 

902 H 817 S. 195. Benedix klopft nachts an Kl.'s Kammerfenster. „L R." 
(Spiegelschrift), „Beneworth. s.c", 121x100. 

903 H 818 S. 196. Brot, Salz und die Wurst aus Goldstücken. 43x57. 

904 H 819 S. 198. Der Strohmann am Galgen. „JOCH sc", 138x109. 



905 H 820 S. 199. Titelbild der 3. Legende, R. als Ungeheuer, Initial N. 
„PEUPIN", 88x113. 

906 H 821 S. 201. R. als Riese schüttelt den Arzt. „PEUPIN", 68x64. 

907 H 822 S. 203. Der verschuldete Veit von den reichen Verwandten ab- 
gewiesen. „ALLANSON", 93x71. 

908 H 823 S. 205. R. mit Veit in der Schatzhöhle. „ALLANSON", 63x59. 

909 H 824 S. 206. Der Kinderbrei, in dem der Löffel steht. 45x41. 

910 H 825 S. 208. Veit und die Seinen auf der Fahrt zu R. „SEARS, LEIP- 
ZIG", 105x68. 

911 H 826 S. 211. Veits Bübchen jagt hinter dem Schuldschein her. 57x63. 

912 H 827 S. 212. Der quittierte Schuldschein. 61x38. 



913 H 828 S. 213. Titelbild der 4. Legende, Klatsch aller Orten, Initial S. 
„L R", „ALLANSON". 73x107. 

914 H 829 S. 215. R. als Köhler erschreckt Mutter und Kinder. „PEUPIN", 
127x117. 

915 H 830 S. 217. Amor schlägt die Pauke zum ehelichen Zwist. „ALLAN- 
SON", 88x59. 

916 H 831 S. 221. Die Frau fragt den Pfarrer um Rat. „JOCH", 67x85. 

917 H 832 S. 223. Der Glashändler unter dem Busch schlafend. „T[J?J A", 

52x60. 

918 H 833 S. 227. Das Ehepaar mit den Kindern beim Pfarrer. „JOCH." 
86x99. 

919 H 834 S. 229. Titelbild zur 5. Legende, Großmutter erzählt dem Buben, 
Initial S. „ALLANSON", 75x57. 

920 H 835 S. 231. Kutscher auf dem Bock bei Mondschein. „EP", 64x54. 

921 H 836 S. 235. Vornehme Gesellschaft. „Beneworth sc", 67x69. 

922 H 837 S. 239. Das Kürbishaupt am Stock. 38x35. 

923 H 838 S. 240. Die Spatzen über dem leeren Beutel. 60x40. 

151 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 



924 H 839 S. 244. Der Taschendieb auf der Messe abgefaßt. „L R", „ALLAN- 
SON", 161x110. 

925 H 840 S. 248. Der Kerkermeister beleuchtet den Gefangenen. „ALLAN- 
SON", 71x57. 

926 H 841 S. 250. Doktor Springsfeld auf seinem Rundgang. „E P", 65x46. 



„Li e best reue. | (Oder das Mährchen ä la Malbrouk.) Mit Holz- 
schnitten nach Originalzeichnungen j von j L. Richter in Dresden." 
S. 311 --346. 

927 H 842 S. 313. Titelbild mit Initial Z, Gräfin Jutta an Graf Heinrich ge- 
schmiegt. „Liebestreue", „L R", „H (am) B". 167x111. 

928 H 843 S. 316. Totentanzbild. „E. Kretzschmar." 49x82. 

929 H 844 S. 319. Der Gr., gerüstet, nimmt Abschied. „NICHOLLS sc", 
108x61. 

930 H 845 S. 322. Gr. Jutta hält vom Turme Ausschau. „L R.", „PEUPIN", 
127x71. 

931 H 846 S. 325. Der Knappe Irwin und der sterbende Gr. auf dem Schlacht- 
felde. „NICHOLLS. sc", 94x116. 

932 H 847 S. 327. Der Grabhügel mit drei Kreuzen. 52x87. 

933 H 848 S. 330. Ein Minnesänger und vier Mädchen am Mausoleum des 
Gr. „RvH", 60x114. 

934 H 849 S. 332. Die Gr. im Trauerkleide. 57x60. 

935 H 850 S. 334. Initial A, tändelnde Vögel. 55x25. 

936 H 851 S. 335. Initial I, der Fuchs und die Traube. 4Sx2S. 

937 H 852 S. 337. Der Probst zu Eldagsen im Sessel. „PEUPIN", 97x59. 

938 H 853 S. 339. Initial A, Amor zielend. 66x32. 

939 H 854 S. 341. Das steinerne Standbild warnt die Liebenden. „NICHOLLS 
sc", 99x78. 

94-0 H 855 S. 344. Der Hochzeitszug bei Fackelschein. „L R." (Spiegelschrift), 
„ALLANSON", 177x113. 

941 H 856 S. 346. Tod der Braut beim Hochzeitsmahl, 31 80, 



„Stumme Liebe. Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen 
von L. Richter in Dresden." S. 431 505. 

942 H 857 S. 433. Titelbild mit Initial E, des alten Melchior [od an der 
Tafel, Freund Hein als Fiedler, „heute roth • morgen t<>Ul " ,,L R", 
„H (am)B", 153-114. 

943 H 858 S. 436. Die Versteigerung des Nachlasses ..l R-. „PEUPIN", 
124 90. 

152 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

944 H 859 S. 439. Meta am Spinnrad mit ihrer Mutter. 81x80. 

945 H 860 S. 441. M. mit ihrer Mutter auf dem Kirchgang. „NICHOLLS. sc", 
118x66. 

946 H 861 S. 445. Franz bringt vom Dachstübchen aus sein Ständchen. „LR", 
„PEUPIN", 162x81. 

947 H 862 S. 446. M. begießt die Blumen auf dem Fensterbrett. „R v H", 
79x49. 

948 H 863 S. 447. Die Nachbarin bei M. und Mutter zum Imbis. „NICHOLLS. 
sc", 53x51. 

949 H S64 S. 453. Der Bierbrauer wirbt um M. „E. K.", 87x79. 

950 H 865 S. 455. Amor schneuzt die geweihte Kerze. „LR", „NICHOLLS. 
sc", 103x48. 

951 H 866 S. 457. Des Bierbrauers Hochzeitszug mit einerÄndern. „PEUPIN", 
88x87. 

952 H 867 S. 461. Fürbitte von der Kanzel für Fr.' Reise. „PEUPIN", 74x66. 

953 H 868 S. 462. Fr. auf dem Ritt durch Westfalen. „Nicholls sc", 65x103. 

954 H 869 S. 466. Fr. und Ritter Bronkhorst beim Mahle. 45x74. 

955 H 870 S. 469. Fr. reitet weiter, Ritter und Knecht am Tore. „PEUPIN", 
80x49. 

956 H 871 S. 473. Fr. als Wanderer zu Fuß, Regenbogen. „SEARS, sc", 42x40. 

957 H 872 S. 475. Das verzauberte Schloß. „SEARS, sc", 55x66. 

958 H 873 S. 478. Der Nachtwächter ruft die Stunde. „K", 69x55. 

959 H 874 S. 480. Der Spukgeist. „SEARS, sc", 81x33. 

960 H 875 S. 482. Der geschorene Fr. scheert den Spukgeist. „ALLANSON", 
130x67. 

961 H 876 S. 488. Der Wirt besucht Fr. nach der Spuknacht. „ALLANSON", 
61x91. 

962 H 377 S. 490. Die Bettlerzunft auf der Weserbrücke. „PEUPIN", 152x103. 

963 H 878 S. 495. Fr. als Schatzgräber. „SEARS, sc", 67x53. 

964 H S79 S. 497. Die Schmarotzer Fr. beglückwünschend. „ALLANSON", 
102x84. 

965 H 880 S. 501. Initial S, Spinnerin. 35x23. 

966 H 881 S. 502. Fr. wirbt um Meta. „RvH", 90x72. 

967 H 882 S. 504. Der beglückte Stelzfuß. „JA", 41x40. 



„Melechsala. | Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen j von | 
Ludwig Richter | in Dresden." S. 571 — 651. 

968 H 883 S. 573. Titelbild mit Initial V, Pabst Gregor IX. befiehlt den Kreuz- 
zug. „M. EL-ECHS- ALA", „SEARS • LEIPZIG", 148x109. 

153 



II A 3 Bücher mi t Holzschnitten. 1842 

969 H 884 S. 575. Abschied der Kreuzfahrer. „ALLANSON", 156x103. 

970 H 885 S. 576. Graf Ernst von Gleichen nimmt Abschied von Gattin und 
Kindern. „L R", „BOSSE", 54x64. 

971 H 886 S. 580. Landgräfin Elisabeth beschenkt die Armen. 53x103. 

972 H S87 S. 583. Lustiges Lagerleben im Heiligen Lande. „SEARS, sc", 
130x65. 

973 H 888 S. 585. Der Gr. in der Schlacht. 123x94. 

974- H 889 S. 590. Herzog Heinrichs des Löwen Luftfahrt. „SEARS sc", 127x79. 

975 H 890 S. 594. Initial N, Der Gr. am Kerkerfenster. „RvH", 47x37. 

976 H 891 S. 596. Scheik Kiamel neben einer Tulpe. 65x46. 

977 H 892 S. 601. Initial D, Sultan Othman. „SEARS, sc", 99x54. 

978 H 893 S. 603. Prinzessin Melechsala auf Rosen sitzend. „SEARS", 109x45. 

979 H 894 S. 606. Der Sultan mustert den umgeschaffenen Garten. „SEARS, 
sc", 59x90. 

980 H 895 S. 612. Veit der Wasserträger. „L. J.", 59x42. 

981 H 896 S. 615. Der Gr. auf den Knieen vor der Prinzessin. „SEARS sc", 
79x67. 

982 H 897 S. 619. Der Arzt fühlt der Prinzessin den Puls. „L. R.", „BOSSE", 
83x67. 

983 H898 S. 625. DerGr.hältRatmitseinemKnappenKurt.„PEUPIN",54 <76. 
984- H 899 S. 627. Eine Mohrin wahrsagt dem Gr. „J", 39x54. 

985 H 900 S. 629. Melechsala zeigt sich unverschleiert. „J. Allanson 1843.", 
100x96. 

986 H 901 S. 633. Des Liebespaars Flucht mit den beiden Knappen. ..PEU- 
PIN", 102x73. 

987 H 902 S. 635. Die Schutzengel begleiten das Schiff in den Lüften. 
„ALLANSON", 103x91. 

988 H 903 S. 636. Kurt vom Kundschafter der Gräfin ausgefragt. „SEARS, sc«, 
67x36. 

989 H 904 S. 636. Der Gr. als Pilger vom Engel Raphael geführt. .,L. R ", 
„BOSSE.", 68x48. 

990 H 905 S. 641. Kurt zur Tür hinausgeworfen. 47x54. 

991 H 906 S. 644. Der Gr. mit Veit auf dem Heimritt. „RvH", 83x105. 

992 H 907 S. 645. Der Gr. trifft Gattin und Kinder wieder. „ALLANSON', 
66x107. 

993 H 908 S. 649. Kurt von seinem Weibe und Anhang herausgeprügelt 
„ALLANSON", 82 96. 

994 H 909 S. 651. Grabmal lies Or. mit den beiden Frauen. M 65. 

154 



H A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

„Der | Schatzgräber. | Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen ! 
von ( Ludwig Richter | in Dresden." S. 699—746. 

995 H 910 S. 701. Titelbild mit Initial A, Fest der Schäfergilde in Roten- 
burg. „Der I Schatz gräber.", „H (am) B", 186x114. 

996 H 911 S. 703. Initial A, Bettelnder Hirtenbub. 44x30. 

997 H 912 S. 704. Der Schatzhütergeist erscheint dem Schäfer Martin. 
„SEARS, sc", 74x77. 

998 H 913 S. 708. Peter Bloch horcht hinter dem Ofen dem Schäfer zu. 
„LR", „BOSSE", 60x103. 

999 H 914 S. 710. Initial V, P. Bl. und seine Frau Ilse. 79x49. 

1000 H 915 S. 712. Das Ehepaar mit dem kleinen Qörgel in der Küche. 
„F. Kretzschmar. sc", 112x104. 

1001 H 916 S. 714. P. Bl. trägt einen Oetreidesack zur Mühle. „LR" (Spiegel- 
schrift), „R v H", 95x8S. 

1002 H 917 S. 716. Der Maler zeichnet Lucine auf der Straße. „PEUPIN", 
88x62. 

1003 H 918 S. 721. P. Bl. schreibt des Schäfers Erzählung auf. , : SEARS sc", 
40x65. 

1004 H 919 S. 723. Die höhnenden Buben. 31x43 und - 

1005 H 920 S. 723. Peter Bloch. „Rv H", (das für Nr. 1004 mit gilt.) 39x29. 

1006 H 921 S. 725. P. Bl. erlistet von dem Specht die Springwurzel. 104x45. 

1007 H 922 S. 728. Ilse Bloch und die ohnmächtige Lucine. „ALLANSON", 
122x87. 

1008 H 923 S. 731. Friedlin wirbt um Lucine mit gutem Golde. „ALLAN- 
SON", 105x78. 

1009 H 924 S. 733. Lucine's Aussteuer wird abgeliefert. „L. R", „BOSSE", 
142x105. 

1010 H 925 S. 735. Peter Blochs Heimkehr am Polterabend. „P. BLOCH." 
95x74. 

1011 H 926 S. 740. P. Bl. mit Friedlin beim Frühstück in der Laube. „L. R.", 
„ALLANSON", 119x76. 

1012 H 927 S. 741. Initial I, Friedlin als Armbrustschütz. „SEARS.", 68x48. 
101.3 H 928 S. 743. Mutter Ilse zum Fenster hinaus scheltend. „PEUPIN", 

83x47. 
1014 H 929 S. 746. Peter Bloch macht seine Reverenz. „FINIS." „E. Kretzsch- 
mar. sc", 78x57. 

Das Werk ist in Lieferungen (12?) erschienen, mindestens bis 1843, da der Holzschnitt 
S. 629 mit ,,J. Allanson 1843." bezeichnet ist. 

Hschn. S. 71 ist in Nieritz Volkskalender 1858 vergrößert wiederholt, s. unten; die Rand- 
verzierung dort n. n. L. R. — Hschn. S. 81 W. von S. 77. — Musaeus' Bildnis n. n. L. R. — 

155 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 



Die Bilder zu „Die Entführung" n. n. L. R., wie das irrig im Inhaltsverz. der 3. Pracht- 
ausgabe 1847 angegeben wird. 

Neue Prachtausgabe in 1 Bande, Titelausg. mit 12 neuen Titelblättern in Steindruck, 
Leipzig, Gustav Mayer, 1845, s. unter II C. — Musaeus contes populaires ] de l'Allemagne, 
traduits | par A. Cerfberr de Medelsheim. Edition illustree de 300 vignettes allemandes.l 
Paris | 1846. | Publie par Gustave Havard | 24, Rue des Mathurins-Saint-Jacques." „Pre- 
miere partie: Rübezahl, Dämon-Amor, Nouvelle matroned'Ephese [Liebestreue]." ,,Deu- 
xieme partie: Le Chercheur de tresors, Ondine [Die Nymphe des Brunnens], Melechsala." 
Harte Cliche-Abdrücke, die größten Holzschnitte sind beschnitten, die beiden letzten von 
Melechsala fehlen, einige fremde Schlußvignetten. — 3. illustr. Prachtausg. in 1 Bde., an- 
geblich ebenfalls Titelauflage, Leipzig, Gustav Mayer, 1847. — Für die reifere Jugend aus- 
gewählt und gesichtet von Louis Thomas, Gustav Mayer gr. 8. Davon 1 . Thl. 3. unveränderter 
(Titel-) Abdr. und 2. Thl. 2. unveränd. (Titel-) Abdr. Altona, Haendcke & Lehmkuhl, 1863. — 
4. Aufl. 6 Bdch. breit 8. ebds. 1867. — 1 Bd., 8. Gesamtaufl. 8. ebds., 1870. — Für die reifere 
Jugend 2 Bde. 4. Aufl., 1870. — 3. illustr. Prachtausg. 2. (Titel-) Aufl. ebds. 1870. usw. 

„Richter-Album" in allen Auflagen, sämtliche Blätter in „Holzschnitte aus dem Verlage 
von Haendcke & Lehmkuhl, 1S68", eine Auswahl in L. R.'s Volkskunst" Nr. 46—8", s. unter 
II A4. 

„Leben, Thaten und Höllenfahrt des berufenen Zauberers 
und Schwarzkünstlers : Dr.Johann Faust. Volks- 

bücher. 24. | Herausgegeben von G. O. Marbach. \ Leipzig, 
bei Otto Wigand." 

KL 8., 84 SS., Vm Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1015 H 930 S. 10. Der Satan erscheint Faust. 65x85. 

1016 H 931 S. 24. Luftfahrt F.'s und der drei Edelleute. 65x84. 

1017 H 932 S. 34. F. reitet ein Faß aus dem Keller. 66xS4. 

1018 H 933 S. 42. F. hält eine Jagd in der Luft ab. 66> 84. 

1019 H 934 S. 72. Helena reicht F. ihr Söhnchen. 65x85. 

1020 H 935 S. 81. Wagner findet F. von der Posaunenvision ohnmächtig. 
65x85. 

Hschn. S. 42 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

W. aller Holzschnitte in „202 Holzschnitte " usw. und in ..L. Richters Volkskunst" Nr 10—15. 
s. II A4. 

„Das | unschätzbare Schloß in der afrikanischen 
HöhleXaXa. | | | j Volksbücher. 25. Herausgegeben 
von G. O. Marbach. j Leipzig, bei Otto Wigand." 

Kl. 8., 60 SS., 'u Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte neue Hol/schnitte: 

1021 H M36 S. 7. Mattetai beschwört die Luftgeister. „E(am)P. M , ü4 - 

1022 H 937 S. IS. Lameth bietet einem Juden eine silberne Schüssel /um 
Kauf. PEUPIN. 63x86. 

102.'» H 938 S. 22. L beobachtet heimlich die ohnmächtige Prinzessin 63 96 

1024- H939 S.35. 1 zieht mit groBei Pracht cum Sultan. 66 

15b 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

1025 H 940 S. 53. L. kommt als Bettler zu Bellastra. 55x87. 

1026 H 941 S. 59. B. hat M.berauscht'gemacht und winkt L. herein. „E(am)P". 
73x70. 

Hschn. S. 22 auf dem Tiiel bei i i wiederholt. 

„Robert der Teufel. | | | | Volksbücher.26. Heraus- 
gegeben von G. O. Marbach. | Leipzig, bei Otto Wigand." 

Kl. 8., 60 SS., *i2 Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1027 H 942 S 17. Robert reitet über die Leichen der Piiger. 69x81. 

1028 H 943 S. 19. R. liegt ohnmächtig vor seiner Mutter Thron. 63x81. 

1029 H 944 S. 33. R. im Hundestall. „R v H". S. 47 wiederholt. 53x76. 

1030 H 945 S. 37. Die Kaisertochter sieht R. am Brunnen. „RvH". Auf 
S. 42 wiederholt. 80x66. 

1031 H 946 S. 38. R. als Kreuzritter, von Blumenarabesken umrankt. Auf 
S. 44 wiederholt. 79x67. 

1032 H 947 S. 56. R. erhält vor Kaiser und Papst die Absolution. „R v H." 
65x81. 

Hschn. S. 33 auf dem Titel bei l l wiederholt. 

„Die i Geschichte | von den j sieben weisen Meistern. I 
1 | | Volksbücher. 30. 31. j Herausgegeben von G. O. 
Marbach. | Leipzig, bei Otto Wigand." 

Kl. 8., 120 SS., »/a Thlr. 

Enthält 8 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1033 H 948 S. 3. Initial V, Kaiser Pontianius mit Gemahlin und Söhnchen. 
Auf S. 95 wiederholt. 69x54. 

1034 H 949 S. 14. Kaiser und Kaiserin auf dem Ruhebette. Auf S. 22, 30, 
42, 56, 67, 78 wiederholt. 75x61. 

1035 H 950 S. 17. Ein Meister, zu Pferde, trifft Diocletianus auf dem Weg 
zum Galgen. Wiederholt auf S. 24, 37, 47, 62, 71, 86. 66x87. 

1036 H 951 S. 19. Hund und Falke verteidigen das Kind gegen die Schlange. 
„RvH", 51x79. 

1037 H 952 S. 50. Gärtner und Frau, die einen Baum abhaut. „R v H", 83x66. 

1038 H 953 S. 73. Ritter vor dem Hause seiner zur Laute singenden Frau. 
„RvH", 85x65. 

1039 H 954 S. 90. Landvogt und Witwe bei der Leiche des Mannes. 79x77. 

1040 H 955 S. 96. Der Sohn deutet Vater und Mutter den Gesang der 
Nachtigall. 65x76. 

Hschn. S. 90 auf dem Titel bei I I wiederholt. 

157 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1842 

„Der ! arme Heinrich. Nach Hartmann von Aue.j 
Volksbücher. 32. Herausgegeben von G. O. Marbach.J 
Leipzig, bei Otto Wigand ." 

Kl. 8., 56 SS., * it Thlr. 

Enthält 6 Holzschnitte, 1 auf dem Vortitel „Der arme Heinrich. | | 

Volksbücher. | Nr. 32.", 5 in den Text gedruckt: 
1041 H 956 Titelbild: Standbild Hartmann's von Aue. 117x34. 
104-2 H 957 S. 14. Der Hof des Bauern, 1. alte Linde beim Ziehbrunnen, 

vorn Bauer mit Kuh und Hund. 58x90. 
10+3 H 958 S. 30. Das Mädchen am Bett der Eltern. „RvH", 75x66. 
101-1 H 959 S. 37. Heinrich und das Mädchen unterwegs; ein Knappe hinter 

den Rossen, hinten das Meer. 64x89. 
1045 H 960 S. 45. H. hindert den Arzt, das Mädchen zu töten. 65x67. 
10-10 H 961 S. 50. Das Mädchen kniet vor dem genesenen H. „R v H", 80x76. 

„Geschichte j vom | König Eginhard in Böhmen 
oder | die Riesengeschichte, j [ | Volksbücher. 33. 
Herausgegeben von G. O. Marbach. I Leipzig, bei Otto Wi- 
gand." 

Kl. S., 70 SS., 1 Bl., Vit Thlr. 

Enthält 3 in den Text gedruckte neue Holzschnitte : 
10-17 H 962 S. [3]. Initial I, Prinzessin Adelheid als Nonne mit der Köni^s- 
krone. „v H", 71x55. 

10-18 H 963 S. 20. Eginhard und Adelheid vor dem Kaiser auf den Kr.ieen, 
5 vom Gefolge. 69x85. 

1019 H 964 S. 51. Gespräch des Riesen mit dem erschrockenen Türmer. 
„R v H", 93x76. 

Hschn. S. 51 auf dem Titel bei i i wiederholt; S. 10 aus Volksb. 0, S. 59, S. 56 aus 
Volksb. 10, S. 169: S. 63 aus Volksb. 6, S. 55. 

„Sächsischer | Volkskalender für das Jahr 1842. 

Herausgegeben | von | Gustav Nieritz, j Mit einem Stahl- 
stiche und vielen Holzschnitten, i Preis 10 Neugroschen. | 
Außerhalb des Königreichs Sachsen ist der etwa nöthige 
Stempel zu vergüten, j Leipzig, j Georg Wigands Verlag." 
(Auch „Berlin, Kiemann.") 

Breit kl 8. 100 SS. «a Thlr. 

Enthält u neue Holzschnitte, 12 Kopfleisten und 2 im rexl 

158 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1843 

12 Monatsbilder, Kopfleisten. 

1050 H 965 S. (3). Januar, Schlittenfahren. 33x86. 

1051 H 966 S. (4). Februar, Punschbowle. 34x87. 

1052 H 967 S. (5). März, Märzenwind. 37x87. 

1053 H 968 S. (6). April, Spaziergang. 34x89. 
105+ H 969 S. (7). Mai, Walpurgisnacht. 35x87. 

1055 H 970 S. (8). Juni, Kinderreigen zum Johannisfest. 33x90. 

1056 H 971 S. (9). Juli, Kahnfahrt. 34x90. 

1057 H 972 S. (10). August, Mittagsruhe in der Ernte. 33x90. 

1058 H 973 S. (11). September, Tanz am „4*- Sept." 35x91. 

1059 H974 S. (12). October, Weinlese. 33x90. 

1060 H 975 S. (13). November, Schlachtefest. 33x90. 

1061 H 976 S. (14). December, Die Familie beim Kachelofen. „O W" 
(Georg Wigand). 35x89. 

Januar, Februar, März, April, Mai und December haben Peupin's Monogramm, E unten 
am P; bei Februar und März wurde es bald fortgeschnitten, bei den andren schwand es 
später. Die Kopfleisten Januar, Februar, März, Mai und December sind für 1871 neu 
geschnitten und dabei wesentlich verschlechtert worden. 

Die Brüder. 

1062 H 977 S. 109. Die Bergleute vor dem Christusbild. 63x89. 

1063 H 978 S. 117. Der Freiberger Rat vor dem Kurfürsten knieend. 64x90. 

Hschn. S. 41 aus ,, Duller, Geschichte, 1840", S. 476; die folgenden alle aus ,,Der Land- 
prediger von Wakefield, 1841", S. 120 von S. 24; S. 122 von S. 9 ; S. 124 von S. 73; S. 126 
von S. 60; S. 129 von S. 93; S. 130 von S. 41 ; S. 131 von S. 129; S. 133 von S. 16; S. 135 
von S. 201 ; S. 138 von S. 182; S. 143 von S. 48; S. 144 von S. 161; S. 147 von S. 25; 
S. 149 von 221 ; S. 151 von S. 268. 

Daraus Sonderdruck; Nieritz, G., Der Pauken-Doktor, die Brüder und der Exorcismus- 
Streit, 3 Erzählungen. Mit Holzschnitten. Leipzig 1842. 

Dieser erste Jahrgang des Volkskalenders und die folgenden bis 1846 wurden zur Ver- 
meidung des Kalenderstempels auch ohne den Kalender unter dem Titel „Deutsches 
Volksbüchlein für Jung und Alt" (Berlin, Schultze) verbreitet. Vgl. auch zu Jahrg. 1845. 
Auch sonst wurden Erzählungen wie Bilder von dem Verleger vielfach gesondert verwertet, 
vgl. dafür zu Jahrg. 1847. 

1843. 

„Die | Ammen-Uhr. | Aus | des Knaben Wunderhorn. | 
In Holzschnitten nach Zeichnungen | von | Dresdener Künst- 
lern. | Leipzig, | Verlag von Mayer und Wigand." 

kl. 40. 12 Bl. i.'a Thlr. 

Enthält ein einzelnes Blatt, einseitig bedruckt: 
1064- H 979. „Der Wind der weht, der Hahn der kräht, | die Glock schlägt 
drei: i der Fuhrmann | hebt sich von der Streu." „Allhier gut Bier und 
Brandewein", „LR", „H (am) B", 143x104. 

Dass. Leipzig, Gustav Mayer o. J. — Später, auch koloriert abgegeben, bei Haendcke & 
Lehmkuhl. — „Zweite Auflage" 4° Leipzig, Alphons Dürr (etwa 1878.) — Neuerdings ist 
ein Faksimiledruck der eisten Aufl. erschienen. — W. „Richter-Album" in allen Ausgaben; 
Holzschn. aus dem Verlag Haendcke & Lehmkuhl 1868; L. R.'s Volkskunst Nr. 83; siehe 
Abt. II A 4. 

159 






II A 3 Bücher mit H olzschnitten. 1843/44 

„Reineke | der | Fuchs. Vierte verbesserte Auflage. 

Mit neuen Kupfern verschönert, nach Zeichnungen | von | 
Prof. L. Richter ! in Dresden. | Leipzig, bei Friedrich Volckmar. 

kl. 8. 4 Bl. 272 SS. 3 Bl. — geb. 3/« Thlr. 

Enthält 12 Holzschnitte auf einzelnen Blättern: 
1.) 4 nach neuen Zeichnungen: 

1065 H 684. Titelbild, „Reineke. der' (über dem Bilde, das als „Fuchs" zu 
lesen ist), „SPECVLVM MVNDI", „E. Kretzschmar sc", 135x90. Auf 
dem Umschlag wiederholt. 

1066 H Ö85. Die Fabel von dem Esel und dem Hund. „E. Kretzschmar sc", 
113x86. 

1067 H 686. Die Fabel von den Hunden. „E. K. sc", 105x85. 

1068 H 687. König Nobels Festtag. „NICHOLLS & ALLANSON", 117x88. 
Dies Bild fehlt in manchen älteren Abdrucken; es hat wohl erst das 
Kaulbach'sche Blatt ersetzt, zur Füllung des Dutzends. 

2.) 8 nach den in der dritten Auflage (1840) in Steindruck erschienenen 
Bildern, 1842/43 auf Holz übertragen: 

1069 H 688. Reineke vor Hahn Henning. „1440 | ALR", „E. Kretzschmar.", 
122x93. 

1070 H 689. Braun der Bär in der Klemme. „E. K. sc", 113x85. 

1071 H 690. Reinekes Abschied von Frau Ermelin. „E. Kr. sc", 118x88. 

1072 H 691. Reineke auf der Galgenleiter. „E. K. sc", 119x91. 

1073 H 692. Reineke begnadigt vor König Nobel. „E K sc", 118x88. 

1074 H 693. König Nobels Hofgelage. „E. K. sc", 122x85. 

1075 H 694. Reinekes Besuch bei den Meerkatzen. ,.E K sc", 116xS7. 

1076 H 695. Isegrims Krankheit. „E. K. sc", 117x87. 

Hschn. Reineke als Schullehrer, nur in den älteren Drucken, ist verkleinerte Wieder- 
holung aus W. v. Kaulbachs Reineke Fuchs. 

.■Kupfer" auf dem Titel nach altem Brauch für „Bilder" ohne Rücksicht auf S^ien 
Herstellungsart. 

Dass. „Neue Auflage", Leipzig, Renger'sche Buchhandlung. — 5. Aufl. Leipzig, Graul, 
1855. Ferner: „Reineke Fuchs I in Zwölf Bildern | von | Ludwig Richter. | Mit einem Vor- 
wort von Professor V. Paul Mohn. ] Leipzig. | E. F. Amelang's Verlag." Vorwott „im Min 
1888." kl. folio. — Die Zweifel über Zeit und Reihenfolge der Auflagen o. J., die sich bei 
Hoff auf S. 119.484 spiegeln, werden beseitigt durch Fr. Volckmars Auskunft an (i. \X'i- 
gand in Ed. Cichorius Kollektaneen, bestätigt durch L. R. selbst. Danach sind die Bilder 
1840 gezeichnet und lithographiert, 1842/43 auf den Holzstock übertragen, und die Volck- 
mar'sche Auflage muß der Renger'schen vorangehn. Nach L. R.'s Auskunft ebenda sind 
nur 3 (wohl von den neuen) von ihm selbst auf den Holzstock gezeichnet. 

1844. 

„Paul und Virginie. Von Bernardin de Saint Pierre. 

Aus dem Französischen neu übersetzt ; von | A. Kaiser. 

160 



ü A3 Bücher mit Holzschnitten. 1844 

Mit 20 Holzschnitten nach Originalzeichnungen | von H. 
Bürkner. | Leipzig, | Verlag von Mayer & Wigand. | 1844." 

kl. 8.-2 Bl. 170 SS., 1 Bl. 2/3 Thlr.; geb. 1 Thlr. 

Enthält 4 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1077 H 980 S. 7. Begegnung der Frauen, dabei Negerin und Hund. „SEARS 
sc", 63x76. 

1078 H 981 S. 25. Begnadigung der Sklavin. 53x59. 

1079 H 982 S. 29. Paul trägt Virginie durch den Fluß. „SEARS sc", 55x52. 

1080 H 983 S. 32. Errettung beider durch den Hund Fidel. „ALLANSON", 
53x66. 

Auf dem Titel und in „Hschne. aus d. Verl. v. Haendcke & Lehmkuhl 1868" ist irr- 
tümlich angegeben, sämtliche Hschne. seien nach H. Bürkner's Zeichnungen geschnitten; 
obige 4 sind nach L. R. Vollends berichtet L. R. an Ed. Cichorius: ,,1843 Paul und Vir- 
ginie (einige Skizzen dazu habe ich auch Bürkner gegeben, der sie benutzt hat, weiß aber 
. nicht, welche, da ich das Büchlein nie gesehen)." Also noch andre als diese 4 sind 
wenigstens nach Skizzen von L. R. gezeichnet. 

Dass. Franz. Ausgabe, ebends. 1844. 

S. „Richter-Album", 1.— 5. Ausg., „Hschne. aus dem Verl. v. Haendcke & Lehmkuhl", 
1868, „L. R.'s Volkskunst" Nr. 84. 85, II A 4. 

In Holz geschnitten: „Alte und neue | Studenten 

Lieder. | Mit Bildern und Singweisen. | Vivat Academia. | 
Alles hat seine Zeit." „BOSSE". In Buchdruck am unteren 
Rande: „Herausgegeben von L. Richter und A. E. Marschner. | 
Verlag von Mayer und Wigand in Leipzig."; am oberen 
Rande: „Preis 8 g Gr. = 10 Neu- oder Silbergr. = 30 Kr. 
C. Mze. = 36 Kr. Rh." 

Dieser Druck, bei Mayer & Wigand, Hoff unbekannt geblieben, ist der erste, was auch 
aus dem Verlagszeichen „M & W" auf dem Fasse S. 25 hervorgeht. Der Druck hat gelb- 
liches Papier. Bei der Teilung des Verlags kam das Büchlein an Gustav Mayer. Der mit 
seinem Namen bezeichnete Druck hat weißes Papier ; er ist von genau dem gleichen Satze 
abgezogen. Ein Teil der Abzüge läßt die Preisangabe auf dem Titel fort. 

kl. br. 8., 80 SS. (77 gezählt), Vä Thlr. 

1081 H 984 S. (1) Titel: Studenten und Harfner beim Wein auf gemauertem 
Sitz unter einer Eiche am Rhein; 1. bringt die Kellnerin Wein; r. neue 
Ankömmlinge; u. studentische Wahrzeichen. „BOSSE", 155x110. 

1082 H 985 S. 3. Gaudeamus igitur: Der Tod spielt einem jungen Paare 
auf. 73x105. 

1083 H 986 S. 4. Bekränzt mit Laub: „Am Rhein am Rhein pp". 101x105. 

1084 H 987 S. 6. Das Essen, nicht das Trinken: Vogel, Klarinette u.s.w. 
unter Trauben. 88x91. 

1085 H 988 S. 8. „Stoßt an. Frei ist der Bursch". 80x93. 

161 " 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1844 

1086 H 989 S. 10. „pinzgaver wallfahrt". Bosse sc. 46x80. Kommt auch im 
Gegensinn vor als erste Übungsarbeit des Holzschneiders Geller; vgl. 
dessen Mitteilung unter seinem Namen. Siehe das Verzeichnis der nach 
L. R. tätigen Kunstanstalten usw. 

1087 H 990 S. 11. Lassei die feurigen Bomben: Schwarze Musikanten. 
96x109. 

1088 H 991 S. 12. Trinklied: Affe hängt dem Trinker den Haarbeutel an. 
72x49. 

1089 H 992 S. 13. Ich und mein Fläschlein: Tanzender Bursch, die 
Flasche an der Brust. 61x65. 

1090 H 993 S. 14. Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust: Wanderer mit 
Laute. 63x61. 

1091 H 994 S. 15. Wollte Gott: Weinkelch von Rosen umrankt. 77x55. 

1092 H 995 S. 16. Ca, 9a, geschmauset: Rauchender Bursch, aus dem 
Tabaksqualm Apoll und Bacchus. 76x107. 

1093 H 996 S. 17. Noah: Traubenwappen, darüber Taube mit Ölblatt. 
71x44. 

1094 H 997 S. 18. Lied eines abziehenden Burschen: 

1.) Gruß dem Liebchen. 102x103. 

1095 H 998 S. 19. 2.) Philister am Schreibtisch. 39x51. 

1096 H 999 S. 20. Der Fürst von Thorn: Schuß aus der Flasche auf die 
Füchse. 55x97. 

1097 H 1000 S. 21. Auf, Brüder, laßt uns: Burschen auf der Kneipe, 
„RvH", 46x94. 

1098 H 1001 S. 22. Vanitas, vanitatum vanitas: Veteran, Mädchen, Wan- 
derer übereinander, „L • R •", 143x64. 

1099 H 1002 S. 23. „Entschuldigung", 103x69. 

1100 H 1003 S. 24. Der Freiheit Schlachtruf: Der Landsknechte Auszug. 
41x110. 

1101 H 1004 S. 25. Im kühlen Keller: „LR", „1811 M & W" (Mayer & 
Wigand), „E. Kretzschmar sc", 63x88. 

1102 H 1005 S. 26. Weihelied: Initial A, durchstochener Hut. 64x32. 
110:1 H 1006 S. 29. Die Welt gleicht einer Bierbouteille. 104 -.76. 
110+ H 1007 S. 30. Des Deutschen Vaterland: Initial W mit Germania. 

97x75. 
1105 11 1008 S. 33. Scheiden: Wanderer mit Hund unter dem Strauche. 

58 105. 
1100 H 1009 S. 34. Wanderlied: Wanderer mit Hund längs des Kornfelds. 

„RvH", 70 63. 

162 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1844 

1107 H 1010 S. 35. Es blinken : „Lied | Liebe | und | Wein". „LVDOVICVS- 
KICHT" (Richter), 77x47. 

1108 H 1011 S. 36. Vom hoh'n Olymp herab: Zwei Burschen am Grab- 
hügel. 67x87. 

1109 H 1012 S. 37. Ich nehm' mein Gläschen in die Hand: „Vive la 
compagnia.", 51x97. 

1110 H 1013 S. 38. Stimmt an mit hellem, hohem Klang: Vier Bur- 
schen im Grünen trinkend. 125x70. 

1111 H 1014 S. 39. Preisend mit viel schönen Reden: Graf Eberhard, 
Stadt, Traube, Bergmann. 113x33. 

1112 H 1015 S. 40. Wir hatten gebauet: Burg mit Regenbogen. 61x91. 

1113 H 1016 S. 41. Wo möcht' ich sein: Paar, Sänger und Amor im 
Boote. 53x109. 

1114 H 1017 S. 42. Jägerlied: Waidmann grüßt sein Liebchen am Fenster. 
146x96. 

1115 H 1018 S. 44. Zum 18.0ctober 1816: Feldstein, „18.0ctbr". 28x101. 

1116 H 1019 S. 46. Beim Fuchsritt zu singen: Fuchs mit Pfeife. 52x66. 

1117 H 1020 S. 47. Brüder, lagert euch im Kreise: Initial B, Amor und 
Trauben. „RvH", 53x42. 

1118 H 1021 S. 48. Freiheit, die ich meine: Engel zum Walde hernieder- 
schwebend. „RvH", 121x60. 

1119 H 1022 S. 50. Bundeslied: Initial B, Standarte mit „G FV". „RvH", 
61x30. 

1120 H 1023 S. 51. Hier sitz' ich auf Rasen: Amor schenkt singendem 
Paare ein. „B"im„H", 62x106. 

1121 H 1024 S. 52. Der Prager Musikant: 

1. Gebet vor dem heiligen Nepomuk. 85x36. 

1122 H 1025 S. 53. 2. Ständchen des Heimgekehrten. 75x103. 

1123 H 1026 S. 54. Gestern, Brüder, könnt ihr 's glauben?: Tod und 
Zecher. 65x101. 

1124 H 1027 S. 55. Bringt mir Blut der edlen Reben: Bursch und 
Mädchen beim Faß, „Sorge", „B"im„H", 48x109. 

1125 H 1028 S. 56. Rheinweinlied: Schütz am Fuß der Vogelscheuche. 
„R v H", 94x45. 

1126 H 1029 S. 57. Drumb gehet tapfer an: Ritter den Teufel nieder- 
tretend. 89x52. 

1127 H 1030 S. 58. Jetzt schwingen wir den Hut: Abschied der Gäste. 
„R v H", 83x93. 

1128 H 1031 S. 59. Bundeslied: Bekränzter Sänger mit der Harfe. „RvH", 
88x51. 

163 »' 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1844 

1129 H 1032 S. 60. Der Wirthin Töchterlein: Der Kuß des dritten Bur- 
schen. 69x107. 

1130 H 1033 S. 61. Fiducit: „FIDVCIT". „LR", „B"im„H", 61x48. 

1131 H 1034 S. 62. Wanderschaft: Der Fiedler dem Burschen aufspielend. 
„LR", „FLEGEL, sc", 66x101. 

1132 H 1035 S. 63. Vivat Bacchus, Bacchus lebe !: Initial V, Zecher mit 
Rebenzopf, 65x41. 

1133 H 1036 S. 64. Reichthum: Hüpfendes schwäbisches Paar. 66x82. 

1134 H 1037 S. 65. Das freie Wort: Der Adler verjagt die Raben. „• L- R", 
31x97. 

1135 H 1038 S. 66. „Tragische Geschichte". 110x43. 

1136 H 1039 S. 67. Grad' aus dem Wirthshaus: Zecher und Vollmond. 
„FLEGEL, sc", 74x36. 

1137 H 1040 S. 68. Es war ein König in Thule: Initial E, Fall des 
Bechers. 95x76. 

1138 H 1041 S. 69. Wenn einst der alte Knochenhauer: Stundenglas 
und entblätterte Rose. 49x69. 

1139 H 1042 S. 70. Brüderschaft: „ZVMGRVENEN KRANZ". 92x74. 

1140 H 1043 S. 71. Lorelei: Sie kämmt ihr goldenes Haar. 80x62. 

1141 H 1044 S. 72. Ich hab' den ganzen Vormittag: Bursch am Kneip- 
tisch und Wirt. „FLEGEL sc." 51x67. 

1142 H 1045 S. 73. Der wandernde Student: „Seufzer Gäffle." 69x41. 

1143 H 1046 S. 74. Abschied: Mädchen winkt von der Burg mit dem Tuche. 
80x99. 

1144 H 1047 S. 75. Nur fröhliche Leute: Die • laßen . wir- herein •" „FLE- 
GEL sc", 50x108. 

1145 H 1048 S. 76. Hindurch: Initial H, Schwimmer und Zuschauer. 
58x109. 

1146 H 1049 S. 77. Das zerbrochene Ringlein: Bursch mit Hündlein 
sitzt der Mühle gegenüber. 42x94. Dieses Bild findet sich nur in der 
ersten Auflage (in beiden Drucken); es wurde in den folgenden fort- 
gelassen, wohl, weil der Bogen gefüllt war. Vgl. L. R. an Georg 
Wigand 5. 1. 1855. Es ist wiedergegeben in „Ludwig Richters Volks- 
kunst" S. 25, Nr. 116. 

Verwendet in „Studenten-, Soldaten- und Volks-Lieder, alte und neue. Mit Bildern 
und Singweisen, hrsg. v. L. Richter, A. E. Marschner, F. Pocci und A. Jürgens." 8. ebda 
184' 1 Thlr. ; ferner in „Studenten-Lieder, deutsche. Mit Bildern und Singweisen. Illu- 
strirt von Frz. Pocci und Ludw. Richter. Hrsg. von Georg Schercr. - 8. ebda. 1S56. 20 Or.; 
ebenso in „Aus der Jugendzeit", hrsg. v. Georg Scherer, Leipzg., Verl von Alphons Dürr, 
und desselben „Von deutscher Art und Sitte", 1876, vgl. weiter . Richter-, Mhiiin in allen 
Auflagen, „Hschne. aus dem Verlag von Haendcke & Lchmkuhl" und ,1 R.*j Volkskunst« 
Nr. 88-116. S. II A4. 

164 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1844/4 5 

„Hermann und Dorothea j von | J. W. v. Oöthe. | [ 
Neue Ausgabe | Druck und Verlag | von | Friedrich Vieweg 
u. Sohn. | 1844." 

Der ganze Titel ist nach L. R.'s Zeichnung in Holz ge- 
schnitten. 

16., 187 SS., 20 Gr. 

Enthält 2 Holzschnitte, 1 Titelbild und obigen geschnittenen Titel, 
der bei den kartonierten Abzügen auf der Vorderseite des Einbands 
wiederholt ist: 

1147 H — Titelbild: Hermann und Dorothea unter dem Birnbaum, H. weist 
nach der Stadt hinunter, die r. im Hintergrund angedeutet ist. 55x66. 

1148 H 1054 Titel (s. oben); bei | [ H. und D. am Brunnen, Randver- 
zierungen, 103x60. 

Das Titelbild, Hoff wie diese ganze erste Ausgabe unbekannt, ist im Schnitt so miß- 
raten, daß man es L. R. kaum zutrauen sollte. Aber es befindet sich unter den Probe- 
drucken nach L. R. im Dresdener Kupferstichkabinett, und da es neben L. R.'s Titel steht, 
muß es schon von ihm herrühren. Eben wegen des schlechten Schnitts wird er es bald 
durch Hoff 1053 ersetzt haben. Einen Abzug dieses Drucks besitzt Essen. L. R. bei Ed. 
Cichorius unter 1844: „Vignette zu Hermann und Dorothea für Vieweg."— Das verworfene 
Bild wurde auf dem Umschlag von „Hermann und Dorothea. ; Von \ J. W. von Goethe. I 
l l | Neue wohlfeile Ausgabe." usw. „1861" verwendet. 

Die nächste Aufl. s. unter 1845, Nr. 1154. 

„Entdeckung von Amerika | von | Joachim Hein- 
rich Campe. | Siebzehnte rechtmäßige Auflage. | 
Braunschweig | Verlag der Schulbuchhandlung j Friedrich 
Vieweg und Sohn. | 1844." 

8., 2 Bl., IX SS., 238, 224, 200 SS., l 3 /4 Thlr. 

Enthält 1 Holzschnitt auf dem Umschlag: 

1149 H 1113 Columbus in Ketten auf dem Schiff. Rosenzweig fc, 52x72. 

Viele weitere Auflagen, Hoff kennt erst die 18. Aufl. 1849. 



1845. 

„Deutsches Märchenbuch. | Herausgegeben | von | 
Ludwig Bechstein. | Leipzig, Verlag von Georg Wigand, | 
1845." 

Kl. 8<'. VIII, 301 SS. 

Enthält 1 Titelbild in Holzschnitt, Tondruck mit ausgesparten Lichtern: 
1150 H 1871 „Märchen Erzählerin". „LR", „H (am) B", 118x86. 

L. R. bei Ed. Cichorius: „1844 Titel zu Bechsteins Märchenbuch." Weitere Auflagen 
mit diesem Titelbild 1846, 1847 und gewiß noch öfter; sie sind alle Hoff unbekannt ge- 
blieben. Dasselbe Kopenhagen o. ]. Das Blatt wurde 1853 ohne Tondruck beibehalten. 

165 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1845 

„ABC-Buch | für | kleine und große Kinder | gezeichnet 
von Dresdner Künstlern | Mit Erzählungen und Liedern 
von R. Reinick j und Singweisen von Ferdinand Hiller. | 
Leipzig, | Georg Wigand's Verlag. | 1845." 

Schmal 4°. 2 Bl. 96 SS. — 1 Thlr. 20 Or. 
Enthält 3 einzelne Blätter: 

1151 H 1050 Vortitel in Holzschnitt. „ABC-Buch." „Leipzig 1845 G.Wigand", 
„LR", „H(am)B", 175x141. 

1152 H 1051 „S.b.|B.b.", „Bilderman.", „LR", „LG. FLEGEL sc", 161x113. 

Die an der Bude aufgehängten Bilder sind die Bildnisse der be- 
teiligten, im „Inhalt" verzeichneten Künstler: auf dem Pegasus, „R. R." 
v. 1. nach r., Robert Reinick; „E. B." (falsch geschnitten „R.") Eduard 
Bendemann; „J (im) H" Julius Hübner; „E." Adolph Erhardt; „W." 
Otto Wagner; über diesen beiden Theobald von Oer; „E. O." Ernst 
Oehme; „E. R." Ernst Rietschel; „C. P." Carl Peschel; „LR" Ludwig 
Richter. 

1153 H 1052 „£. q. i Q. q.", „Quacksalber" „H (an) Bosse" v. r. nach 1., 
155x115. 

2. wohlf. Ausg. ebda. 1847, 15 Gr. — Neue (Titel-) Ausg. Leipzig, Schlicke, 1855, 
1 Thlr. 15 Or. — 3. Aufl. ebda. 1864, 15 Ngr. ; £11 . cart. 1 Thlr. 10 Gr. — 4. Aufl. Leipzig. 
Alphons Dürr, 1876. 

„Hermann und Dorothea", Titel wie oben unter 1844, 
nur daß die Jahreszahl fortgeschnitten und Dorothea's 
Köpfchen verbessert ist. 

16«. 2 Bl. 204 SS. - 20 Gr. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt, Ersatz des Titelbildes: 

1154 H 1053 „Klio." Dorothea wickelt das Kind. „LN sc", 99x64. 

Vgl. II B 2 unter 1845 den neuen Ersatz durch Stahlstich. 

„Das | Vater Unser. | Ein | Erbauungsbuch für jeden 
Christen. | Mit einer | Abhandlung über den Inhalt und 
Gebrauch | des Vater Unsers | von dem | Vicepräsidenten 
und Oberhofprediger | Christoph Friedrich v. Ammon, 
Dr. I Zwölfte Originalauflage. | Leipzig, Verlag von 
Bernh. Tauchnitz jun. | 1845." 

8«. 478 SS. 1 Bl. l</ 8 Thlr.; geb. l*/ 3 Thlr. 

Enthält 17 Holzschnitte, Urnschlagtitel, in der Lieferungs- Ausgabe 
auf jeder Lieferung wiederholt, und 16 Holzschnitte im Text: 

1155 H 1055. Umschlagtitel: Vögel und Trauben, Erdbeeren; zwei Kinder 
halten das Band mit der Firma „Leip/i^, Bernh. Tauchnitz jun." in 

16ö 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1845 

Typensatz. Davor ebenso : „Neu illustriert | nach Zeichnungen von 
Ludw. Richter." „X. A. v. E. Kretzschnnr:" 150x92. 

1156 H 1056 S. (3). Titel der Abhandlung, drei kleine musizierende Engel 
auf Wolken. 57x83. 

Dieser Holzschnitt kommt zugleich vor auf der »Ankündigung der zwölften Original- 
auflage des Vater Unsers." Ein- Blatt-Druck. 

1157 H 1057 S. (5). Drei Engel aus Krügen die Fluren begießend. 67x88. 

1158 H 1058 S. 6. Initial D, Engel bläst die Schalmei. 45x30. 

1159 H 1059 S. (31). Titel „Das Vater Unser." Rehe im Walde, Rahmen von 
Trauben und Äpfeln. „LR", 65x90. 

1160 H 1060 S. 33. Initial V, betende Hirtenfamilie. 72x55. 

1161 H 1061 S. 188. DerverloreneSohn,„VergiebunsunsereSchuld." 85x61. 

1162 H 1062 S. 234. Jesus in Gethsemane, „Dein Wille geschehe." 75x61. 

1163 H 1063 S. 299. Pilger laben sich am Quell. 66x52. 

1164 H 1064 S. 333. Jesus heilt den Gichtbrüchigen, 75x82. 

1165 H 1065 S. 334. Initial U von Laub umrankt. 31x28. 

1166 H 1066 S. 363. Initial D mit Kornähren und Blume. 38x28. 

1167 H 1067 S. 392. Drei Engel auf einer Blumenguirlande sitzend. 50x89. 

1168 H 1068 S. 400. „Herr • bleibe • bei • vns-, den • es- will • Abend • werden" 
83x91. 

1169 H 1069 S. 400. „Initial V mit Erdbeerranken. 36x27. 

1170 H 1070 S. 431. Jesu Taufe durch Johannes. 91x71. 

1171 H 1071 S. 466. Engel einen Knieenden nach oben weisend. „I. Kor. 2,9.", 
60x59. 

Die Titelkupfer siehe II B 2 unter 1845 (Hoff 2945 und 2946). Das Buch erschien zuerst 
in 4 Lieferungen. — W. ,, Richter-Album" in allen Auflagen, II A4. 

„Sächsischer | Volkskalender j für das Jahr [ 1845. | 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Mit vielen Holz- 
schnitten. | Preis 10 Neugroschen. | Leipzig, | Georg Wigand's 
Verlag." 

Kl. 8°. 16 Bl. 127 SS. 1 S. Vs Thlr. 

Enthält 4 neue Holzschnitte, davon 3 mit Tonplatten auf einzelnen 
Blättern: 

1172 H 1072 „Der HERR segne | deinen Ausgang und Eingang", „LR", 
„H(am)B", 118x78. 

1173 H 1073. Der Dorfgeiger. „E. Kretzschmar sc", 112x85. 

Siehe II B 1 unter 1845. 

1174 H 1074. „Die heiigen 3 König' mit ihrem Stern, | Sie essen, sie trinken, 
u bezahlen nicht gern." „L.R.", „ALLANSON", 116x88. 

Siehe II B 2 unter 1845, II C 2 unter 1846 und III A unter 1883. 

167 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1345 

1175 H — S. 124. Philisterei. Spaziergänger lesend. „K", 39x34. 

Von Hoff mündlich als nach L. R. geschnitten bezeugt, was auch 
der Augenschein lehrt. 

Hsche. S. 117 aus „Musaeus" 1842, S. 478; S. 120 aus „Studentenlieder", 1844, S. 25; 
S. 122 aus „Musaeus" 1842, S. 466; S. 124 oben aus ,, Musaeus" 1842, S. 639. 

Der Kalender wurde 1845—50 auch unter dem Titel „Preußischer Volkskalender", 
Berlin, Kiemann, herausgegeben. Vgl. zu den Jahrgängen 1842 und 1847. 

W. „Richter-Album" in allen Auflagen, aber ohne Tonplatten; mit diesen Nr. 2 und 3 
in „L. R.'s Volkskunst" Nr. 127, 128, vgl. II A4. 

„Mährchen und Erzählungen j für Kinder j von 
H. C. Andersen. | Dem Dänischen nacherzählt. I Erste 
Sammlung. Zweite Auflage, j Mit fünf Radirungen von 
Osterwald und Richter, j Braunschweig, | Druck und Verlag 
von Friedrich Vieweg und Sohn. | 1845." 

So. X, 181 SS. 1 Thlr. 

Enthält ein einzelnes Blatt: 

1176 H 3316. Der kleine Claus und der große Claus. Der Küster in 
der Kiste wird entdeckt. Rosenzweig sc, 46x60. 

Auf dem Titel müßte es heißen: „Mit vier Radierungen und einem Holzschnitt." Die 
Radierungen n. n. L. R. 
Dass. 3. Aufl. 1846. 

Dasselbe „Zweite Sammlung. | Mit vier Radirungen 
nach Zeichnungen von L. Richter." Ebenda „1845." 

8». 2 Bl. 175 SS. — 1 Thlr. 

Enthält ein einzelnes Blatt: 

1177 H 3317. Der Engel. Er trägt das Kind zum Himmel. Mezger sc, 
52x60. 

Wiederholt auf dem Außentitel des Umschlags. 

Auf dem Titel müßte es heißen: ..Mit drei Stahlstichen und einem Holzschnitt." Die 
Stahlstiche siehe unter II B 2. 

„Hymnen für Kinder. | Nach dem Englischen von 
Thekla von Gumpert. | lllustrirt von Ludwig Richter. 
[Signet A am D, „Inter Folia Fructus."] j Berlin. Verlag von 
Alexander Duncker, | Königl. Hofbuchhändler. | 1846." 

12«. 23 ungezählte Bl. * : , Thlr. 

Enthält 16 Holzschnitte; 1 Umschlagtitel und 15 im Text. 

1178 H 1075. Umschlag „Hymnen für Kinder. INTER FO(AD)LI V 
FRVCTVS", „H" an „BOSSE", 146x107. 

1 I7«> H 1076 Blatt (2). „Hymnen I", Mutter lehrt ihr Kind beten. „Fl I 
GEL- fc". 90 

168 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1S46 

1180 H 1077 Blatt (3). Mutter und Kinder draußen, Taube im Kranz. „FLE- 
GEL sc", 112x98. 

1181 H 1078 Blatt (4). Schafe zum Wasser geführt, „LR", „FLEGEL sc", 
119x97. 

1182 H 1079 Blatt (6). Initial K von Rosen umschlungen. 48x39. 

1183 H 1080 Blatt (7). Mutter und Kind schlafend im Bette. „LR", „FLE- 
GEL sc", 83x95. 

1184- H 1081 Blatt (9). „Hymne VI.", Spaziergang durchs Korn, Fußstück 
Hirten und Herde. 120x96. 

1185 H 1082 Blatt (10). Hirt, Knabe, Schafe, Spitz am Waldrand. „A.VOGEL", 
116x102. 

1186 H 1083 Blatt (12). Mutter draußen spinnend, Kinder und Kätzchen. 
113x97. 

1187 H 1084 Blatt (14). „IX Hymne" (Initial H), Engel und Knabe. 45x81. 

1188 H 1085. Blatt (16). Hirt unter der Dorfeiche. „FLEGEL sc", 81x96. 

1189 H 1086 Blatt (18). Hirten und Herde, Mutter und Säugling bei Voll- 
mond. 69x96. 

1190 H 1087 Blatt (20). Friedhof und Kapelle im Schnee. 61x100. 

Von diesem Holzschnitt gibt es eine Wiederholung mit der Bezeichnung „nach Lud*'. 
Richter | v. A. Müller \ 1852." 60x95. Besitzer Eugen Born, Dresden. — Die Radierurg 
von Franz Meyer nach diesem Holzschnitt siehe Abt. II B 1. 

1191 H 1088 Blatt (21). Knabe trauernd bei der aufgebahrten Schwester. 
55x93. 

1192 H 1089 Blatt (22). Christus und die Erlösten am jüngsten Tage. „X. A. 
v. E. Kretzschmar.", 116x91. 

1193 H 1090 Blatt (23). „Hymne XV.", Engel in der Rose mit dem Kinde 
singend, „H" an „BOSSE", 83x93. 

Dass., unter dem Signet als »Vierter Abdruck" bezeichnet, oben über dem Titel „Gott 
in der Natur.", über dem Signet rechts: „Herr, wie sind Deine Werke so groß und viel 
usw. Psalm 104. V. 24."; am Schluß fehlt die Jahreszahl. Der zweite und dritte Abdruck 
sind mir nicht bekannt geworden. 

Wiederhh. in „Richter-Album", 1. bis 3., 5. und 6. Ausg., s. Abt. II A 4. 

„Ulustrirte Jugend-Zeitung. Erster Jahrgang. 1 846. | 
Leipzig, Druck und Verlag von Otto Wigand. | 1846." 

Imp. 40. IV, 412 SS. 3VS Thlr. 

Enthält 27 Holzschnitte: 1 Kopfleiste und 26 im Text. 

1194 H 1091. „Illustriertejugendzeitung No.l."„J. G.Flegel fc. 1845", 102x210. 

Kopfleiste über sämtlichen Nummern. Siehe Nr. 1352. 

1195 H 1092. S. 4 oben: „Das Märchen." „L. R.", „X. A. v. E. Kretzschmar", 
123x82. Dieser Holzschnitt ist schon in O. L. B. Wolff „Märchenschatz" 
usw. Bd. I, 1845 (siehe unten) als Titelbild benutzt und sicher dafür 
gezeichne f . 

169 



I!A3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1196 H 1093 S. 4 unten: Der Schwanenritter. Oriants Verlobung im 
Walde. „Flegel. EE." 69x88. 

1197 H 1094 S. 6. Elias füttert seine Geschwister: 4 Schwäne. „Flegel sc", 
67x88. 

1198 H 1095 S. 12. Der Schwanenritter im Schiff, vom Schwan gezogen. 
„X. A. v. G. Flegel. EE. sc." 88x55. 

1199 H 1096 S.S. Sperling und Knabe. „X. A. v. E. Kretzschmar." 87x69. 

1200 H 1097 S. 13. „Das Zauberpferd." Großmutter beim Spinnrocken; 
drei Knaben; eine Katze. „LR", „X. A. v. E. Kretzschmar." 113x75. 
Als Titelbild zu O. L. B. Wolff „Märchenschatz" usw. Bd. II (1846) 
benutzt und gezeichnet. 

1201 H 1098 S. 16. Der Wolf und der Schiffer. 70x101. 

1202 H 1099 Hans Rothkehlchen. S. 2Soben: Mutter und Weißdömchen 
die Kuh treibend, „X. A. v. FLEGEL", 72x101. 

1203 H 1100 S. 28 unten: Weißdömchen und das Rothkehlchen, X.A.v. FLE- 
GEL. E Engelmann sc", 70x102. 

120+ H 1101 S. 29 oben: Meerkühlein wird gemolken, „X. A. v. Flegel. Engel- 
mann.", 55x87. 

1205 H 1102 S. 29 unten: Weißdömchen teilt Brot aus, „X. A. v. Flegel fc", 
106x90. 

1206 H 1103 S. 32. Die Fettgans und der Pelikan. 72x101. 

1207 H 1104 S. 40. Der Immenwolf und der Bienenvater. „ALLAN- 
SON sc", 72x94. 

1208 H 1105 S. 48. Die Vorzüge der Gans, „zum allerletzten Male", 75x62. 

1209 H 1106 S. 64. Der Knabe und der Schwarzspecht. „ALLAN- 
SON sc", 82x63. 

1210 H 1107 S. 72. Die Eule und die Singvögel. „Flegel, sc", 64xS3. 

121 1 H 1108 S. 80. Die Elster und die Eule. „ALLANSON sc. \ 64 B6. 

Hiervon gibt es eine gute Holzschnittwiederholung im Gegensinn, 
etwas vergrößert der Baum nach oben und unten (86x86); Verwen- 
dung unbekannt. (Besitzer Otto Martin.) Siehe Nr. 609. 

1212 H 1109 S. 96. Der Orang-Outang und der Mensch. Slx59. 
1218 H 1110 S. 104. Das Käuzchen. „FLEGEL. EE sc", 61x74. 
1214- H 1111 S. 112. Der Habicht und die Lerche. „FLEGEl 

119 - 83. 

1215 H 1112 S. 136. Die Fledermaus. „Allanson", 68 

1216 H 1113 S. 160. DieSchwalbe und derEisvogel. „X. A v. FLEGEL. 
EE sc." 63 SS. 

170 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1217 H 1114 S. 168. Der Knabe und die Schleiereule. „FLEOEL. sc", 
84x63. 

1218 H 1115 S. 213. Der Erlkönig, „J. G. Flegel, sc", 83x188. 

1219 H 1116 S. 216. Die Lemminge auf Reisen. „X.A.G.F.EE.", 72x93. 

1220 H 1117 S. 317. Der Kampf mit dem Drachen. „FLEGEL sc", 
140x88. 

Hschnte S. 56 W. aus „Marbach Volksbücher" 6, 7, 13, 14, 5, 10, 
15 — 17. Die Kopfleiste wurde für den dritten Jahrgang 1848 des kleineren 
Formats wegen vereinfacht neu geschnitten; siehe Nr. 1352. 

(„Märchenschatz | Sammlung der schönsten Märchen | 
und Sagen | aller Zeiten und Völker. Bearbeitet und heraus- 
gegeben | von O. L. B. Wolff, | Professor in Jena. | Erster 
Band. Leipzig 1845. | Druck und Verlag von Otto Wigand." 
(„Zweiter Band." ebenda 1846.) 

8». 2 Bl. 268 S. — 1 Bl. 223 S. 1 S. */s Thlr. 

Einzel-Ausgabe aus der Illustr. Jugendzeitung 1846. So Hoff; doch ist es klar, daß 
Wigand vielmehr dieses Buch, das Volksbuch vom Schwanenritter, Bode's Volksmärchen 
aus der Bretagne und Wander's Neue Fabeln benutzt hat, um seine Jugendzeitung zu 
füllen. Der erste Druck ist einmal hier, das andere Mal dort zu suchen. 

Titelbild d. I. Bands aus „Illustr. Jugendz." 1846 siehe Nr. 1195, des II. Bands siehe 
Nr. 1200. 

W. im „Richter-Album" 1. bis 3. und 5.Ausg. und „202 Holzschnitte" usw., s. Abt. IIA 4a. 

(„Der Schwanenritter.j | | j Volksbücher. 36. | Leipzig, 
bei Otto Wigand.") 

8., 44 SS., i/u Thlr. 

Einzel-Ausgabe aus der Illustr. Jugendzeitung 1846, s. aber zu Wolff „Märchenschatz." 

Hschn. auf dem Titel Nr. 1198, Hschte. S. 6, 17, 26 siehe die Nr. 1196, 1197 und 1198. 

(„Volksmärchen aus der Bretagne, j Für die Jugend 
bearbeitet | von Heinrich Bode. | Mit Bildern | von | Prof. 
Richter und T. Johannot. | Leipzig, Druck und Verlag von 
Otto Wigand. | 1847." 

Gr. 160. VIII, 190 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Einzel-Ausgabe aus der Illustr. Jugendzeitung 1846; s. aber zu Wolff „Märchenschatz." 
Titelbild = Nr. 1200; die Unterschrift „Das Zauberpferd" ist herausgeschnitten, dafür in 
Druckschrift „Es war einmal ein . . .", Hschte. S. 2, 5, 9, 13 siehe Nr. 1202, 1203, 1204 
und 1205. 

W. in „Richter-Album" 1. bis 3. und 5 Ausg. und „202 Holzschnitte", s. Abt. II A4. 

(Neue Fabeln. | Von K. F. W. Wand er. | Mit Bildern | 
von | Prof. L. Richter. | Leipzig, | Druck und Verlag von 
Otto Wigand. | 1846." 

8«. 112 SS. */s Thlr. 

Einzel -Ausgabe aus der Illustr. Jugendzeitung 1846; s. aber zu Wolff „Märchenschatz." 

Enthält 17 Wiederholungen, die Nummern 1199—1201 und 1206—1219. 

W. in „Richter-Album" 1. bis 3. und 5. Ausg. und „202 Holzschnitte", s. Abt. II 4a 

171 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 

„Der | Pilger aus Sachsen. | Eine religiöse Zeitschritt 
zur Belehrung und Erbauung, vornämlich des Bürgers und 
Landmannes, i herausgegeben von Moritz Meurer, Pastor 
in Callenberg bei Waidenburg im Schönburgischen. | | 
Zwölfter Jahrgang. 1846. j Dresden, bei Justus Nau- 
mann | und in der Expedition des Pilgers, äußere Pirnaische 
Gasse No. 36.'* 

Hoch 40. 1 Thlr. 

Enthält einen Holzschnitt auf dem Titel jeder Nummer an der ver- 
merkten Stelle: 

1221 H 1118. Der Pilger bei Sonnenaufgang wandernd mit seinem Hunde. 
65x75. 

Das Blatt wurde auch als Titelbild für »Neuer Vereins- Kalender" 1349 (Nr. 1534 bis 
1548) benutzt. W. ferner im „Richter- Album" 5. Ausg. und „Abdruck einer Sammlung von 
Holzschnitten" 1871, Nr. 113, 233, s. Abt. II A4. 

„Deutsche | Volksmärchen. Erzählt von Friedrich 
Gottschalck. t Erster Band. j Mit einem Holzschnitte 
nach einer Zeichnung des | Professor Richter, j Leipzig, 
Baumgärtners Buchhandlung. 1846." Ebenso „Zweiter 
Band." 

8». 4 Bl. 308 SS. —3 Bl. 313 SS. 

Jeder Band enthält 1 Titelbild mit Tonplatte gedruckt: 

1222 H — I. „Die Teufelsleiter". „FLEGEL sc", 110x82. 

1223 H — IL Der Kädelstein. Zu S. 54. Ein Bergmann leuchtet dem 
Gottseibeiuns ins Gesicht; in der Fußleiste vertreibt den Teufel ein 
Engel mit flammendem Schwert. „E. Kretzschmar." 109x82. 

Die Blätter, Hoff unbekannt geblieben, werden von L. R. in Ed. Cichorius" Kollektaneen 
bezeugt. Das erste ist auch unter den Probedrucken nach L. R. im Kupferstich-Kabinett 
zu Dresden. (Essen.) 

„Sächsischer | Volkskalender für das Jahr 1846. 

Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Mit Beiträgen von 
Ludw. Bechstein, Ed. Duller, M. v. Geldern, Herrm. Klemm, 
Dr. Mises, M. A. Zille, j Mit 8 Kunstblättern nach Originai- 
zeichnungen von L.Richter, j Preis 10 Neugroschen. Leipzig, 
Georg Wigand's Verlag." 

Kl. S. 20 Bl. 128 SS. 4 Bl. - i s Thlr. 

Enthält 8 mit Tonplatten und ausgesparten Lichtern gedruckte Holz- 
schnitte: 1 Titelblatt und 7 auf einzelnen Blättern: 

172 



UA3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1224 H 1119. 1. „Nieritz | Volks-Kalender | 1846 | Wir gratulieren!" „ALLAN- 
SON Sc." Ganz in Holz geschnittener Titel, 121x76. 

1225 H 1120. 2. „Wach auf mein Herz und singe, usw." Bauernfamilie beim 
Morgengebet vom Engel belauscht. „LR" „ALLANSON.", 119x92. 

1226 H 1121. 3. „Ein Wittwer in den besten Jahren usw." Alter Herr und 
alte Jungfer von 6 Hunden umgeben. Der Entwurf trägt die Beischrift 
„O zarte Sehnsucht, süßes Hoffen, der ersten Liebe goldne Zeit." „E. 
Kretzschmar", 106x80. 

1227 H 1122. 4. „An die Türen will ich schleichen usw." Blinder Harfner 
spielend, Knabe, den Hund im Arm, kniet mit offenem Hut. „I. G. 
FLEGEL sc", 107x77. 

1228 H 1123. 5. „von Herzen!" „ALLANSON SC", 132x74. 

1229 H 1124. 6. „Nun befehle ich diesen Bau in Gottes Hand usw." Zimmer- 
meister mit vielen Festgenossen auf dem geschmückten Dachstuhl, 
„L. R" — „X. A. v. E. KRETZSCHMAR.", 132x93. 

1230 H 1125. 7. „Noch ein dritter schmerzlicher Tag war zu überwinden 
usw." Der Tolpatsch nimmt von Marannele im Kuhstall Abschied, 
„L R", „X. A. von E. Kretzschmar." 114x79. 

1231 H 1126. 8. „Der Schatz, der mir am liebsten ist usw." „L. R.", 
„FLEGEL sc" (dies später fortgefallen), 130x92. 

Siehe „Richter-Album" in allen Ausgaben, aber ohne Tondruck, mit diesem nur in 
„L. R.'s Volkskunst« Nr. 129-133. 

In Holz geschnitten: „Alte und Neue | Volkslieder | 
mit Bildern u. Singweisen." In Typensatz am unteren Rande: 
„Herausgegeben von L Richter und A.E. Marschner. | Verlag 
von Gustav Mayer in Leipzig." Am oberen Rande: „Preis 
8 g. Gr. — 10 Neu- oder Sgr. — 30 Xr. C.-M. — 36 Xr. Rh." 

8». — 80 SS. — 1/3 Thlr. 

Enthält 65 Holzschnitte, 1 Titelblatt und 64 in den Text gedruckt: 

1232 H 1127 S. (1). Titelblatt: „Alte und Neue | Volks-Lieder | mit Bildern 
u. Singweisen"; „I. G. FLEGEL, sc", 151x101. 

1233 H 1128 S. 3. Der Alpenjäger: Des J. Abschied von Weib und Kind. 
„X. A. v. FLEGEL.", 100x62. 

1234 H 1129 S. 4. Der Falke: Edelknabe winkend, oben Falke. „LR" 
(v. r. n.l.), 121x39. 

1235 H 1130 S. 5. Der Schlossergesell: Der Gesell beim Essen. „FLE- 
GEL, sc", 63x80. 

1236 H 1131 S. 6. Abschiedslied eines Handwerksburschen. „RvH", 
56x82. 

173 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1237 H 1132 S. 7. Drohung: Initial D, altes Weib Kuchen backend, 58x49. 

1238 H 1133 S. 8. An den Mond: Flötenbläser am Fenster bei Vollmond, 
„KRÜGER" (v. r. n. 1.), 45x71. 

1239 H 1134 S. 9. Das Lied von den zwei Hasen. 44x76. 
124-0 H 1135 S. 10. Matrosenlied: Amor das Schiff lenkend. 55x65. 

1241 H 1136 S. 11. Der Flug der Liebe: Schlafendes Mädchen, Blumen 
und Vögel. 71x98. 

1242 H 1137 S. 12. Drei Reiter am Tore. „RvH", 92x86. 

1243 H 1138 S. 13. Der Baum im Odenwald: Eichenast mit Vogelnest. 
81x38. 

1244 H 1139 S. 14. Liebe und Sehnsucht: Sinnendes Mädchen. 63^32. 

1245 H 1140 S. 15. Treue Liebe: Initial A, Vogel, ein Vergißmeinnicht im 
Schnabel. 69x48. 

1246 H 1141 S. 16. Hoffnung: Knabe zur Laute singend. „KRÜGER", 
51x72. 

1247 H 1142 S. 17. Mein Pfeifchen: Raucher mit Zipfelmütze. 70x42. 

1248 H 1143 S. 18. Schweizer Heimweh: Senner und Sennerin mit Vieh 
zur Alp ziehend. „X. A. v. FLEGEL, s.", 128x34. 

1249 1144 S. 20. Frohe Botschaft: Vogel bringt dem Schützen einen Brief. 
„X. A. v. FL. Gr.", 126x34. 

1250 H 1145 S. 21. Die drei Röselein: Das Paar am Brunnen. 70x93. 

1251 H 1146 S. 22. „Freuet euch des Lebens". „LR", „RvH", 70x81. 

1252 H 1147 S. 24. Der Jodlerin Absagung: Mädchen vom Altan herab- 
blickend. „FLEGEL", 75x62. 

1253 H 1148 S. 25. Was frag' ich viel nach Geld und Gut: Initial W, 
Wirt unterm Apfelbaum. 88x41. 

1254 H 1149 S. 26. Der Jungfernkranz: Brautführerstab. „FLEGEL.', 
82x29. 

1255 H 1150 S. 27. Willkommen, o seliger Abend: Familie in der 
Laube. 76x79. 

1256 H 1151 S. 28. Frau Nachtigall: Initial N, Lautenspielerin. 66 51. 

1257 H 1152 S. 29. O sanctissima: Pifferaro im Initial O. 59 52 

I25S H 1153 S. 30. Wiegenlied: Hausfrau an der Wiege. „C M. 1S40", 

78x79. 
1259 H 1154 S. 31. Der lustige Bruder: Handwerksbursch beiderSciienke. 

„FLEGEL, sc", 78x54. 

1 200 H 1 1 55 S. 32. Es ist nichts mit den alten We i b e r n : Bänkelsänger- 
paar mit Hund. „FLEGEL sc", TS 

174 



11 A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1261 H 1156 S. 33. Der Knabe vom Berge, den Hut schwenkend. 
„KRÜGER", 95x54. 

1262 H 1157 S. 34. Die drei Jäger und der weiße Hirsch. „I. G. 
FLEGEL sc", 89x97. 

1263 H 1158 S. 37. Aennchen von Tharau: Paar im Initial A, Mono- 
gramm?, 71x57. 

1261 H 1159 S. 38. Der Schnitter, Tod: Mädchenschaar unter Rosen, 
rechts der Tod. „X A v FLE. EE", 80x106. 

1265 H 1160 S. 40. Gottes Rath und Scheiden: „AVF.WIEDERSEHN." 
„H" (an) „BOSSE", 92x83. 

1266 H 1161 S. 42. Urians Reise um die Welt: U. und seine Zuhörer. 
„KRÜGER", 82x104. 

1267 H 1162 S. 44. Der Jäger und sein Lieb. „I.G.FLEGEL sc", 91x87. 

1268 H 1163 S. 46. Lauterbach: Paar zum Dudelsack tanzend. „LR", 
„I. G. FLEGEL, sc", 70x88. 

1269 H 1164 S. 47. Schneiderschreck: Initial E, mit Schneider, Schoten 
und Spatzen. 59x49. 

1270 H 1165 S. 48. Heimliche Liebe: Sitzendes Liebespaar, vom Rücken 
gesehen. 86x82. 

1271 H 1166 S. 49. Lebenspflichten: „Eh die Abendwolke thaut | Liegt 
sie auf der Bahre"; „KRÜGER sc", 60x81. 

1272 H 1167 S. 50. Das Ringlein: Knieendes Mädchen mit der Siehe!. 
„LG. FLEGEL.", 75x73. 

1273 H 1168 S. 51. Einkehr: Wanderer unter dem Apfelbaum. 65x70. 

1274 H 1169 S. 52. Die Hussiten vor Naumburg. Der Schulmeister mit 
den Kindern vor Prokop. „X. A. v. FLEGEL, sc", 69x107. 

1275 H 1170 S. 53. Heidenröslein: Knabe bricht das Röslein. 71x54. 

1276 H 1171 S. 54. Wer niemals einen Rausch gehabt: „Du!", „FLE- 
GEL, sc", 85x59. 

1277 H 1172 S. 55. Sehnsucht nach dem Frühlinge: „Komm lieber 
Mai". 70x50. 

1278 H 1173 S. 56. Untreue: Mädchen reicht dem Knaben einen Korb. 
„H" (an) „BOSSE", 77x98. 

1279 H 1174 S. 57. Der Tannenbaum: Geflügelter Knabe unter dem 
Christbaum, einen Hund liebkosend. „KRÜGER", 84x60. 

1280 H 1175 S. 58. Mariandel: Initial M, Ehepaar Knödel essend, 55x69. 

1281 H 1176 S. 60. Herr Oloff: Erlkönigs Tochter hält den reitenden Oloff 
an. „FLEGEL sc", 86x97. 

175 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1846 

1282 H 1177 S. 62. Treu, fest und wach: Ritter Georg auf den Drachen 
tretend, mit Initial S, 102x45. 

1283 H 1178 S. 63. Siebenbürgisches Jägerlied: Jäger an einen Baum- 
stumpf gelehnt, mit Hund, „HENNEBERG.", 90x83. 

1284 H 1179 S. 64. Es fiel ein Reif: Das tote Paar auf der Heide. „HEN- 
NEBERG", 71x89. 

1285 H 1180 S. 65. Der Nibelungenhort: Rheinnixe, den kleinen Kriegs- 
gott auf dem Fischschwanz, einen Korb mit Trauben tragend. „H" an 
BOSSE", 63x57. 

1286 H 1181 S. 66. Abreise: Initial S, Mädel schaut dem Burschen nach. 
„FLEGEL sc", 104x83. 

1287 H 1182 S. 68. Emmenthaler Kuhreigen: Kinder und Ziegen auf 
der Alp. „KRÜGER", 88x112. 

1288 H 1183 S. 69. Es isch noch nit lang, daß g'regnet hat: Hirtin, 
Regenbogen. „KRÜGER", 98x68. 

1289 H 1184 S. 70. Faramund und Lore: Der Schäfer findet das tote 
Paar. „FLEGEL, sc", 69x90. 

1290 H 1185 S. 72. Schöne Minka: Abschied des Reiters vom Liebchen. 
„H" an BOSSE", 95x58. 

1291 H 1186 S. 73. Bäurin, du sollst heimagehn: Initial B, Brummbaß, 
tanzendes Paar, Eselskappe. 61x33. 

1292 H 1187 S. 74. Eine feste Burg: Ritter Georg zu Pferd und der 
Drache. „H", 92x86. 

1293 H 1188 S. 75. Ich hab' die Nacht geträumet: Initial I, Mädchen 
unter kahlem Baum. 88x45. 

129+ H 1189 S. 76. Mein Schatz ist auf die Wanderschaft hin: Kirch- 
gang, das Paar am Opferstock. „CH", 86x74. 

1295 H 1190 S. 77. Verstohlen geht der Mond auf: Mädchen wirft dem 
Knaben eine Rose vom Altan. „HENNEBERG", 130x92. 

1296 H 1191 S. 78. Der Schütz: Schütz beim Sonnenaufgang im Walde. 
„E. GELLER, sc", 99x55. 

Siehe „Richter-Album" in allen Ausgaben, ferner: ..Holzschnitte aus dem Verlage von 
Haendke & Lehmkuh], 1868.« Abth. II A 4 b. 

Hsch. S. 32 ist in: »Nieritz Volkskalender 1858" vergrößert wiederholt. Siehe Nr 2683. 
— Hsch. S. 46 vergrößert, siehe Nr. 596. 

Aufgenommen in „Studenten- Soldaten- und Volkslieder, alte und neue Mit Rüdem 
und Singweisen, hrsgb. von L. Richter, A. E. Marschner, fr. Pocci und A. Jürgens.* 6* 
ebds. 1847. 1 Thlr. — Verwendet in „Sieben schöne alte und neue Lieder usw.- (< zu 
Nr. 1659), ferner in den 4 Folgen „Scherz und Ernst*, „Aus der Jugendzeit' u>\r. heraus- 
gegeben von Georg Scherer, Leipzig, Verlag von Alphons Dürr, 1875/78. Abt. II A 4 a. — 
Vgl. weiter Nr. 606 und 607 und: 3 Folioblättcr mit 3, 3, 2 Bildern d.itaus, Proben xu 
einem nicht erschienenen Album aus dem Verlage Q. Wigand im Besitzt des i 
Museums, AM 11 

176 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1847 

1847. 

„Dresdner Album. | Zur | Unterstützung der Noth- 
leidenden | im | sächsischen Erzgebirge, im Voigtlande und 
in den Weberdörfern der Oberlausitz. | Dresden, | In Com- 
mission von C. C. Meinhold und Söhne, j 1847." 

Gr. 8. — XXIV, 552 SS. 1 Bl. — l*/a Thlr. 

Enthält 1 Titelbild : 

1297 H 1192. In Holz geschnitten oben „Charitas", unten „Dresdner Album." 
„J. G. FLEGEL sc"; in Typensatz, nur in der 1. Aufl., „Ludw. Richter.", 
175x106. 

Dasselbe ,, Herausgegeben | von Elfriede von Mühlenfels. | Zweite umgearb. Auflage. | 
Zur Unterstützung usw. | Berlin. | Nicolaische Buchhandlung. | 1856." Bringt das Titelbild 
auf Tonpapier. Es finden sich auch Abzüge mit geschnittenem Rahmen, der links das 
äußerste Eichenblatt durchschneidet. So bei Eugen Born, Dresden. 

Siehe „Richter-Album, 2. Sammlung, 1851.", Abt. II A 4 a. 

„Robinson der Jüngere. | Ein Lesebuch für Kinder, | 
von j Joachim Heinrich Campe. | | | | l.Theil. || (Zweiter 
Theil.) | Achtunddreissigste rechtmässige Auflage. |j MitKönigl. 
sächsischer Freiheit, j Braunschweig, | Verlag der Schulbuch- 
handlung. | Friedrich Vieweg und Sohn. | 1847." 

120. _ i Bl. XIV, 160 S. ; 1 Bl. 217 S. — 

Enthält einen Titelholzschnitt: 

1298 H 1256. Robinson die Lamas fütternd, ohne Tonplatte, „BOSSE", 
116x92. 

Dasselbe 39. Aufl. 1848. Beide Auflagen sind von Hoff übersehen. 
L. R. bei Ed. Cichorius berichtet: ,,1843 Robinson angefangen." 

„Die Pflege | des j menschlichen Körpers, j eine 
allgemeine Diätetik | für Laien | von | Dr. Alex. Göschen, | 
königl. preuss. Medicinal-Assessor u. prakt. Arzte in Leipzig, 
Redacteur der Jahrbücher | der gesammten in- und auslän- 
dischen Medicin etc. etc. | Leipzig, j Verlag von Bernh. Tauch- 
nitz jun. | 1847." 

80. — VI, 332 SS. 1 Bl. — s/ 4 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild auf Tonpapier: 

1299 H 1193. Arzt im Familienkreise in einer Laube. „X. A.v. E. Kretzschmar." 
109x77. 



177 



12 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1847 

„lllustrirte Jugend-Zeitung. Zweiterjahrgang. 1847. 
Leipzig, | Verlag von Otto Wigand. j 1847." 

Imp. 4». — 2 Bl. 412 SS. — 3', 3 Thlr. 

Enthält 22 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
Valentin Duval: 

1300 H 1194 S. 28. Valentins Familie in dem furchtbaren Winter. „ALLAN- 
SON", 94x65. Siehe hinter Nr. 1314. 

1301 H 1195 S. 36. V. auf der Wanderung durch den Schnee. 77>c5S. 

1302 H 1196 S. 37 links unten. Der erfrorene und blatternkranke V. wird 
im Schafstall warm zugedeckt. 67x84. 

1303 H 1197 S. 37 rechts oben. V. wird vom Pfarrer aufgenommen. 67x83. 

1304 H 1198 S. 44 oben. V. begegnet den Schulkindern. 66x84. 

1305 H 1199 S. 44 unten. V. begegnet den Kirchgängern. 46x90. 

1306 H 1200 S. 52. V. erhält von dem Einsiedler einen Empfehlungsbrief. 
62x87. 

1307 H 1201 S. 60. V. als Kuhhirt des Klosters, auf den Felsen schreibend. 
68x100. 

1308 H 1202 S. 68. V. kauft auf dem Jahrmarkt Globus und Landkarten. 
74x102. 

1309 H 1203 S. 76 oben. V. trifft im Park einen jungen Edelmann. 75x97. 

1310 H 1204 S. 76 unten. V. in seiner Zelle beim Studium. 74x73. 

1311 H 1205 S. 84 oben. V. treibt einen Mönch mit der Kohlenschaufel 
hinaus. 66x74. 

1312 H 1206 S. 84 unten. V. im Gespräch mit einem vornehmen Besucher. 
44x67. 

1313 H 1207 S. 92. V. nimmt Abschied von den Mönchen. 97x77. 

1314 H 1208 S. 100. V. als Greis, beim Sonnenaufgang betend. S4 <83. 

Sämtliche 15 Holzschnitte tragen wie der erste die Bezeichnung 
„ALLANSON". 

1315 H 1209 S. 193. Knipp und Hupp. „Doktor Strix Erfinder der Zero- 
pathie." Geller's Monogr.: „E (das) G" (durchschneidend). 119x71. 

1316 H 1210 S. 228. Mimir und Kolga, Mutter mit Kimichen im Bett, 
Tochter vor dem Stuhl knieend. Oben Kopfleiste. „FLEGEL 
117<70. 

1317 H 1211 S. 241. Der dicke Nestling, Vogelbegräbnis, Knabe, M.id- 
chen und Mops, oben Kuckuck, unten Vogelkäfig. „ALLANS 
119x81. 

178 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1847 

1318 H 1212 S. 249. Nettchen. Sie küßt dem König die Hand, oben schließt 
der König das Gefängnis auf. „O. Flegel sc", 121x79. 

1319 H 1213 S. 269. Der Regenbogen. Schlafendes Kind von Engelchen 
besucht, über dem Regenbogen weitere Engelchen. „ALLANSON", 
115x80. 

1320 H 1214 S. 353. Der Wintergast. Lesender Knabe, oben Nußknacker. 
„ALLANSON sc", 132x71. 

1321 H 1215 S. 397. Das Christkindchen. Mädchen und armes Kind, 
vor dem brennenden Christbaum sitzend, Bürkner sc. 110x74. 

Siehe „Richter-Album« 1.— 3. und 5. Ausgabe und „202 Holzschnitte", Abt. IIA 4 a. 
Kopfleiste über allen Nummern Wiederholung von Nr. 1194. Hschte. S. 412 = Nr. 1018, 
854, 1042, 1049, 1198. 

(„Die | Bibliothek j für meine Kinder, j Zweites Bändchen. | 
Valentin Duvai. | Leipzig, | Verlag von Otto Wigand. | 

1847.") 

8». — 84 SS. — 1/3 Thlr. 

Einzel-Ausgabe aus der: „Illustr. Jugend-Zeitung, 1847.", oder vielmehr darin im 
voraus benutzt. Enthält nur Wiederholungen der Nr. 1300 — 1314. 

Märchen | und | Geschichtchen | eines | Groß- 
vaters | von | Georg Keil. | Leipzig, | Verlag von Otto 
Wigand. | 1847." 

8«. — 4 Bl. 184 SS. — 1V 3 Thlr. 

Enthält 3 auf einzelne Blätter gedruckte neue Holzschnitte auf 
Tonpapier: 

1322 H 1216. Das Goldhähnchen. Der Jude bezahlt die Eier, „I. Q. 
FLEOEL sc", 106x72. 

1323 H 1217. Fingerchen führt Ännchen beim Doktor ein, „FLEGEL sc", 
119x80. 

1324 H 1218. Der Theekessel und das Milchkännchen. Das Stuben- 
mädchen tritt ein, „FLEGEL, sc", 110x58. 

Die übrigen Bilder sind die letzten 7 der Illustr. Jugendz. 1847, dort im voraus benutzt; 
hier kommt der Tondruck hinzu. 

Zweite (Titel-) Auflage mit weiteren Bildern von J. Kirchhoff ebda. 1860. 
Siehe „Richter-Album" 5. Ausg. und „202 Holzschnitte", Abt. II A 4 a. 

„Neueste | Volksbibliothek. | In Verbindung mit einigen 
Freunden | herausgegeben j von | Wilhelm Redenbacher. | 

Jahrgang 1847. | Erstes Heft. | Dresden, | bei Justus Naumann. | 
Der Dreiecker. | Eine Erzählung | von | Wilhelm Reden- 
bacher. | Neueste Volksbibliothek, 1847. 1. Heft." 

Gr. 160. — 94 SS. 1 Bl. — geb. 4 Gr. 

179 12 ' 



H A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1847 

Enthält 1 in den Text gedruckten Holzschnitt: 

1325 H 1219 S. 21. Der Dreiecker (Bauernhut) am Pflock hängend. 32x43. 

2. Aufl. bei J. Naumann, s. weiter bei der Lithographie Hoff 3173 Abt. II C 2. 

„Der Kuchenmichel, ! eine Erzählung mit Fabeln 
von Carl Stöber. Der Gesammtausgabe der Erzählungen 
entnommen. | Mit Bildern, nach Zeichnungen von Prof. 
L Richter. | Dresden, | Justus Naumann, j 1847." 

16«. — 82 SS. 1 Bl. — 5 Gr. 

Enthält einen Holzschnitt: 

1326 H 3318. Randverzierung auf dem Umschlag, Apfelzweige mit Vögeln. 
„XILO. ANST." „J. NAUMANN." 143x93. 

Siehe Abdruck einer Sammlung von Holzschnitten 1871. Abt. II A 4b. Die Litho- 
graphien siehe Abt. II C 2. Der Rahmen wurde später auch für andere Bücher des N'a'-- 
mannschen Verlags und seiner Nachfolger — so C. F. Spittler, Basel — benutzt. 

„Sächsischer | Volkskalender für das Jahr 1847. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Mit Beiträgen 
von | Willibald Alexis, Robert Heller, Ludwig Kaiisch, 
Wilh. Meinhold, Dr. Mises. Mit vielen Holzschnitten nach 
Originalzeichnungen von L. Richter und anderen Dresdner 
und Münchner Künstlern. Preis 10 Neugroschen. Leipzig, 
Georg Wigand's Verlag." 

Kl. 80. — 20 Bl. 112 SS. 8 Bl. — »/a Thlr. 

Enthält 10 Holzschnitte, 2 mit Tonplatten und ausgesparten Lichtern 
auf einzelnen Blättern, 8 in den Text gedruckt: 

1327 H 1220. „Schön röthlich die Kartoffeln sind usw.- „FLEGEL sc". 
122x80. Mit Tonplatte. 

1328 H 1221. Der Jäger und sein Liebchen. Pärchen im Walde, «.ben 
Tannenkranz mit 2 Hirschköpfen, „I. G. Flegel, sc", 123-78. Mit Ton- 
platte. 

1329 H 1222. Angelsachsen. Zwei Angler und Kätzchen, im Hintergrund 
Dresden. „. . . . sc", 68x81. 

1330 H 1223. Mein Freund, ist Ihnen wohl Herr Purtzpichler be- 
kannt? usw. „X. A. v. Flegel. E. Engelmann." 87x72. 

1331 H 1224. Im Sommer 1842, als die grosse Hitze war. usw." 
„X. A. v. Flegel. E. Engelmann.", 83x56. 

1332 H 1225. Wein pro ben. \ Rheinwein. Zecher unter Rosen. „FLE- 
GEL sc." 36 - 57. 

1333 H 1226. „Most". „Für Herren." S4 -53. 

180 



11 A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1847 

1334 H 1227. Burgunder. Zedier auf dem Sopha. 47x62. 

1335 H 1228. Steinwein. Mönch in der Weinlaube. 63x47. 

1336 H 1229. Grüneberger. Zecher auf dem Stuhl im Krämpfen. 56x35. 

Auch unter dem Titel: „Geschichten und Bilder." [folgt das Verzeichnis der Texte] 
„Inhalt des Nieritz'schen Volkskalenders für 1847, 1848, 1849. i Preis 10 SUbergr. i Leipzig, | 
Georg Wigand's Verlag." Vgl. Anm. zu Nieritz 1842 und 1845. 

Siehe ,, Richter-Album" in allen Ausgaben, aber ohne die Tonplatte; Nr. 1 auch mit 
dieser und die meisten übrigen in „L. R.'s Volkunst" Nr. 134, 121 — 126; Abt. II A 4 a. 

„Illustrirte Zeitung für die Jugend. | | | Zweiter 
Band. | Leipzig: | Brockhaus & Avenarius. | 1 847." 

Hoch 40. — 2 Bl. 416 SS. — 2 Thlr. 

Enthält 14 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1337 H 1230 S. 16. Reiterlied auf des Vaters Knie. „E. GELLER sc", 
92x77. 

1338 H 1231 S. 40. Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen. 
„X. A. v. E. Kretzschmar.", 59x80. 

1339 H 1232 S. 64. Wiegenlied. Mutter an der Wiege, kleine Gänschen 
und Mops. 61x70. 

1340 H 1233 S. 73. Morgenlied von den Schäfchen. Christkind unter 
Schafen über dem Kinderbett. „X. A. v. E. Kr." 73x82. 

1341 H 1234 S. 104. Der Vogelfänger. Vater hält das Kind im Steckbett. 
86x63. 

1342 H 1235 S. 128. Ringelreihe-Lied. „E. GELLER sc", 79x82. 

1343 H 1236 S. 152. Vom Vöglein. Knabe und Mädchen mit Vogelbauer. 
64x67. 

1344 H 1237 S. 192. Den kleinen Kindern in die Hand gepatscht. 
Großes, kleines Mädchen und Puppe. 78x66. 

1345 H 1238 S. 224. Das Kindermädchen an der Wiege, schaut rück- 
wärts aus dem Fenster. Geller sc, 53x64. 

1346 H 3319 S. 236 unten: Verkleinerte Wiederholung aus die „Ammenuhr" 
1843 (Nr. 1064), oval, mit 4 anderen in einem Rahmen zusammen- 
gefaßt, „BEST LELOIR s." | „Freeman inv.", 68x60. 

(Vgl. des Meisters nachträglichen Einspruch gegen die Entstellung der Bilder (L. R. 
an G. W. S. 45 vom 15. 10. 47). 

1347 H 1239 S. 264. Steckenpferdliedchen, 3 Steckenpferdreiter und ein 
Kätzchen. 44x80. 

1348 H 1240 S. 296. Mäh-lämmchen und Knabe, beide schmerzt das Bein. 
62x80. 

1349 H 1241 S. 328. Tanzliedchen, 5 Kinder und Puppe tanzend und 
musizierend, „H. BOSSE." 73x72. 

181 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1848 

1350 H 1242 S. 368. ABC. Zwei Katzen mit dem ABC-Buch. „ABCabc" 
„E GELLER.", 82x61. 

1351 H 1243 S. 408. Christkindleins Wiegenlied, 5 Kinder an der 
Krippe in Bethlehem. 53x79. 

Siehe: „Richter-Album" in allen Ausgaben und „Proben der Holzschnitt-Illustrationen 
von Brockhaus", Abt. II Ab. 

1848. 

„Illustrirte Jugendzeitung. Dritter Jahrgang. 1848. 
Leipzig, | Druck und Verlag von Otto Wigand. | 1848." 

Hoch 40. — 1 Bl. 346 SS. — l»/ 4 Thlr. 

Enthält eine neue Kopfleiste und 12 in den Text gedruckte Holz- 
schnitte: 

1352 H 3320. Kopfleiste über allen Nummern; der Verkleinerung des Formats 
wegen aus Nr. 1194 zusammengezogen. „Illustrierte Jugendzeitung", 
„ALLANSON." 117x176. 

1353 H 1244 S. 260. Der Engel erscheint Joachim, „G FLEGEL sc." 68x86. 
1354- H 1245. S. 268. Die Flucht nach Aegypten, „X. A. v FL. sc", 64x82. 

1355 H 1246 S. 276. Joseph's Tod, „X. A. v FLEGEL, sc", 68x84. 

1356 H 1247 S. 284. Die kleine Maria ersteigt die Stufen des Tempels, 67x83. 

1357 H 1248 S. 292. Die Anbetung der Könige, „1. G. FLEGEL sc", 70x85. 

1358 H 1249 S. 300. Jesus von seinen Spielkameraden zum König erwählt, 
„I. G. FLEGEL, sc", 69x88. 

1359 H 1250 S. 324. Jesus vor Pilatus, von den Kriegsknechten verspottet, 
„GABER." 66x88. 

1360 H 1251 S. 332. Die Frauen am Grabe sehen den Engel, „GABER sc", 
67x87. 

1361 H 1252 S. 332. Joseph's Errettung aus dem Kerker, „GABER", 67x89. 

1362 H 1253 S. 340. Adam und Eva und andere Abgeschiedene schauen 
die Herrlichkeit Gottes, „STEINBRECHER sc", 66x91. 

1363 H 1254 S. 340. Satan gefangen und gebunden, 69-.S4. 

1364- H 1255 S. 346. Veronika mit dem Bildnis Jesu vor Tiberius, „SCHMIDT 
sc", 67x85. 

Siehe: „Richter-Album" 2., 3., 5. Ausg. und ,,2»'2 Holzschnitte" ISoO, Abt. 11 A 4 a 
Wiederholungen : S. 21 Nr. 1324, S. 129 Nr. 1042, S. 2 Nr. 1322, 

S. 308 Nr. 1105 und 1200. 

(„Joachim und Anna, das sind: die wahrhaften schonen 
und frommen Geschichten von der Geburt | der heiligen 
Jungfrau Maria, sowie von dem heiligen Greise Jostjili 

182 



11 A 3 Bücher mit Holz schnitten. 1848 

dem Zimmermann von Nazareth, und endlich von der j 
Kindheit unseres Herrn und Heilandes. | I 1 j Aus dem 
Arabischen neu verdeutscht | von | O. L. B. Wolff. | Volks- 
bücher. Nr. 47. 48. | Leipzig, | Verlag von Otto Wigand.") 

8c. — 90 SS. 3 Bl. Anz. — « n Thlr. 

„Nr. 47. 48." heißt der älteste Druck. Hoff gibt nach späteren Drucken nur „47." an. 

Einzelausgabe aus der „Illustr. Jugendzeitung, 1848." In Wirklichkeit sind die Liefe- 
rungen der Volksbücher dort im voraus ben utzt. Enthält deren erste 6 Textholzschnitte. 
Der letzte Holzschnitt ist auf dem Titel bei I I wiederholt. 

Siehe „Richter-Album", 3. und 5. Ausg. und ,,202 Holzschnitte", Abt. 11 A 4 a. 

(„Höchst wichtige und erbauliche Geschichte j von dem 
Leben | Jesu Christi, | welches Nicodemus, ein Rabbiner 
und Oberster der Juden, beschrieben | hat, wie er solches 
selbst gesehen und erfahren, weil er des Herrn Jesu Christi 
heimlicher Jünger und Nachfolger gewesen ist. | | | | Von | 
O.L.B. Wolff. | Volksbücher. Nr. 49. 50. | Leipzig, Ver- 
lag von Otto Wigand." 1849.) 

80—93 SS. 1 Bl. Anz. — Vi? Thlr. 

„Nr. 49. 50." heißt der älteste Druck. Hoff gibt nach späteren Drucken „48. 49" an, 
sodaß er S. 225 Fußnote die ältere Bezeichnung für einen Irrtum hält. 

Einzel-Ausgabe aus der „Illustr. Jugendzeitung, 1848.", enthält die 2. Hälfte von deren 
Bildern ; s. aber zu der vorigen Nummer. 

Siehe „Richter-Album" I. bis 3. und 5. Ausg., „202 Holzschnitte" und „L. R.'s Volks- 
kunst" Nr. 137 bis 139. Abt. II A 4 a. 

„Robinson der Jüngere." S. den Titel oben unter 1847. 
„vierzigste rechtmässige Auflage." „1848." 

2 Thle. in 1 Bd. gr. 80. — XVI, 156 SS. — 2 Bl. 205 SS. 1 Bl. — 2 Thlr. 

Enthält 47 neue Holzschnitte, 1 illustr. Titel, das Titelblatt der 38. 
und 39. Aufl. und 25 neue Bilder mit Tonplatten und ausgesparten 
Lichtern auf einzelnen Blättern, 21 in den Text gedruckt. 

Vor dem Titel Nr. 1298, aber mit Tonplatte. T. PI. 167x121. Das- 
selbe Bild wird S. 109 ohne Tonplatte wiederholt. Die Tonplatte hat 
mit Ausnahme der folgenden Nr. stets diese Größe mit Schwankungen 
von 1 — 2 mm. 

1365 H 1257. Titel: „Robinson 'der Jüngere, j von I H Campe, j Braunschweig j 
Fr. Vieweg u Sohn." 174x123, T. PL. 181x128. 

1366 H 1258. S. 1. „Bete und Arbeite", betendes Mädchen, korbflechtender 
Knabe. Bosse sc. 46x93. 

1367 H 1259. S. 3. Die Familie unter dem Apfelbaum. Nieper sc. 71x100. 

1368 H 1260. Zu S. 7. Robinson am Hafen, „LR", „EV.", „LL", nach Hoff 
Rosenzweig sc. 118x115. 

183 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1848 

1369 H 1261. Zu S. 25. R. ohnmächtig auf den Klippen. ,,L Nieper sc." 
(Spiegelschrift.) 140x104. 

1370 H 1262. Zu S. 31. R. im Baum schlafend. Mezger sc. 105x79. 

1371 H 1263. S. 37. Initial W, betender Engel. Mezger sc, 54x28. 

1372 H 1264. S. 38. R. reuevoll am Meeresufer stehend. Mezger sc, 70x55. 

1373 H 1265. S. 50. R. im Dankgebet vor der Höhle knieend. In Paris ge- 
schnitten, 67x49. 

1374 H 1266. S. 66. R. ein erlegtes Lama tragend. Nieper sc, 89x75. 

1375 H 1267. S. 75. R. während des Gewitters vor der Höhle liegend. 
Mezger sc, 136x60. 

1376 H 1268. S. 85. R. gräbt vor der Höhle den Goldklumpen aus. Mezger 
sc, 77x66. 

1377 H 1269. S. 97. R. entdeckt beim Baden Schildkröten und Muscheln. 
Nieper sc, 64x107. 

1378 H 1270. Zu S. 106. R. fängt ein Lama. „LL.'\ 123x89. 

1379 H 1271. S. 122. R. flieht vordem Vulkanausbruch. In Paris geschnitten, 
76x103. 

1380 H 1272. Zu S. 134. R. vor der Höhle, Brennholz sammelnd. A.Vogel sc. 
92x101. 

1381 H 1273. Zu S. 146. R. den Signalpfahl herrichtend. Nieper sc, 97x82. 

1382 H 1274. Zu S. 156. R. krank und bewußtlos in der Höhle liegend. 
„LN sc", 65x110. 

1383 H 1275. IL Theil, zu S. 3. R. auf der Genesung mit seinen Lamas. 
„LNsc", 112x105. 

1384- H 1276. S. 10. R. nimmt den jungen Papagei aus dem Nest. In Paris 
geschnitten, 61x80. 

1385 H 1277. S. 18. R. spielt mit den Lamas und dem Papagei. „E Engel- 
mann sc", 80x77. 

1386 H 127S. Zu S. 26. R. stößt auf die Reste des MenschenfressermahU. 
In Paris geschnitten, 113x96. 

1387 H 1279. Zu S. 37. R. schaut von der Höhe der Strickleiter nach den 
Wilden aus. Nieper sc, 87x83. 

1388 H 12S0. Zu S. 38. R. sticht den Wilden nieder. „Nieper sc", 122x98. 

1389 H 1281. S.43. Der Tanz der Menschenfresser. „L.NIEPER >c , 07 

1390 H 1282. Zu S. 53. Freitag macht Feuer. A. Vogel sc, 99x101. 

1391 II 1283. Zu S. 54. R. und Fr. beim Bereiten der Mahlzeit. ,. Mezger", 
101x115. 

1392 H 1284. S. 79. R. unterrichtet Fr. „E E sc", OS - 

184 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1848 



1393 H 1285. S. 82. R. und Fr. ihren Kahn ins Wasser schiebend. A. Rosen- 
zweig sc, 71x93. 

1394 H 1286. S. 91. R. und Fr. auf dem Meer segelnd. „A (am) R", 50x82. 

1395 H 1287. Zu S. 100. R. und Fr. mit dem Netz fischend. „L" am „R", 
72x115. 

1396 H 1288. Zu S. 112. R. weckt Fr. aus der Ohnmacht. Nieper sc, 76x97. 

1397 H 1289. S. 121. R. und Fr. in der Kajüte beim Mahl. Wecke sc. (?), 
47x67. 

1398 H 1290. Zu S. 123. R. zeigt Fr. den Gebrauch der Flinte. Wecke sc. (?), 
90x74. 

1399 H 1291. S. 130. R. und Fr. entladen das gestrandete Schiff. Wecke 
sc. (?), 63x96. 

1400 H 1292. Zu S. 132. R. ein Schriftstück lesend, mit Fr. „A. Vogel", 74x87. 

1401 H 1293. Zu S. 136. Fr. trägt den ohnmächtigen R. ans Land. „L NIEPER", 
99x87. 

1402 H 1294. S. 138. R. und Fr. nach dem Wrack ausschauend. „A. Vogel", 
50x84. 

1403 H 1295. S. 139. R. mit dem Pudel vor der Schiebekarre. A. Vogel sc, 
63x92. 

1404 H 1296. S. 156. R. labt den befreiten Spanier, Fr. schießt auf die Wilden. 
Rosenzweig sc, 70x88. 

1405 H 1297. Zu S. 160. Fr. findet seinen Vater wieder. Mezger sc 121x96. 

1406 H 1298. Zu S. 175. Fr. verabschied sich von seinem Vater im Segelboot. 
„FLEGEL, sc" 117x90. 

1407 H 1299. Zu S. 177. R. und Fr. finden das kranke Lama. Wecke sc, 
79x76. 

1408 H 1300. Zu S. 183. R. und Fr. treffen die drei ausgesetzten Seeleute. 
„I. G. FLEGEL sc", 92x83. 

1409 H 1301. Zu S. 199. R.'s Abschied von seiner Insel. „L Wecke", 125x109. 

1410 H 1302. S. 201. R.'s Besuch bei der Offizierwitwe, unleserl. Bezeichn. 
von A. Rosenzweig. 55x77. 

1411 H 1303. Zu S. 204. R. zu seines Vaters Füßen. „L Wecke", 103x82. 

• Campes Reliefbildnis auf den beiden Titeln und die Hschte. S. 63, Lama, S. 89, Schild- 
kröte im 1. Theil und Hsch. S. 145, Pflug, im 2. Theil. n. n. L. R. 

43., 49., 50., 52., 55., 57., 59., 60., 62., 04., 66., 68., 71. und 73. Aufl. mit einem Hsch. 
ebds. 1851 bis 1867. — 74., 76., 82. und 84. Aufl. mit 37 Hschtn. ebds. 1869 bis 1874. — 48., 
51., 53., 54., 56., 58., 61., 63., 65., 67., 69., 70., 72., 78. und 30. Aufl. mit allen 43 Hschtn. 
ebds. 1355 bis 1870, usw., 109. Aufl. 1884. Spätere Auflagen ohne Tondruck. 

Siehe ,. Richter-Album" in allen Ausgaben, Abt. II. A 4 a. 

185 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1848 

„Die | schwarze Tante. | Märchen und Geschichten : 
für Kinder. | Mit Holzschnitten nach Ludwig Richter. 
Leipzig, 1848. | Georg Wigand's Verlag." 

Verfasserin des Buches ist Frau Prof. Fechner in Leipzig. 

K!. So. - 2 Bl. 154 SS. 1 Bl. - *fe Thlr. 

Enthalt 44 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1412 H 1304 S. 1. Die schwarze Tante am Schreibtisch. 60x55. 

1413 H 1305 S. 5. Finken im Fliederbusch. 74x59. 

1414 H 1306 S. 9. Mariechen, von der Stiefmutter geschlagen. „HENNE- 
BERG", 61x74. 

141.» H 1307 S. 11. Mariechen tot im Walde liegend. 76x68. 

1416 H 1308 S. 18. Der Professor im Lehnstuhl eingenickt. 56x44. 

1417 H 1309 S. 20. Der Professor mit Tinte begossen. 71x61. 

t418 H 1310 S. 23. Herr an der Jahrmarktsbude, Aufschrift „Aloisius Mopper." 
53x70. 

1419 H 1311 S. 25. Der Hanswurst auf dem Bettrand des Püppchens. 45x56. 

1420 H 1312 S. 28. Der neugierige Hahn mit Initial (S (englische Auf- 
gabe T). 50x41. 

1421 H 1313 S. 32. Der Spitz die Hühner jagend. „HENNEBERG", 52x81. 

1422 H 1314 S. 35. Das Mädchen kniet vor dem Bett der sterbenden Mutter. 
„X. A. v. FLEGEL", 54x79. 

1423 H 1315 S. 37. Das Mädchen im Himmel auf der Mutter Schoß. 86x65. 

1424 H 1316 S. 40. Initial E, Mutter ein Kind im Arm, einen Knaben um- 
fassend, 42x37. 

1425 H 1317 S. 43. Der Knabe sitzt weinend auf einer Treppenstufe. 33 35. 

1426 H 1318 S. 44. Der Nachtwächter den Knaben tröstend. 67x43. 

1427 H 1319 S. 46. Initial E, Bienen auf einer Rose. 51x57. 

1428 H 1320 S. 49. Initial D, Elfe unter Glockenblumen. 71x35. 

1429 H 1321 S. 54. Hannchen geht durch den Bach zur Elfenkönigin. 5S .54. 

14.'50 H 1322 S. 59. Das Roß setzt mit Schäfer und Prinzessin über das Bodetal. 
„GELLER, sc", 98x72. 

1431 H 1323 S. 61. Die Bodenixen >pielen mit der verloreneu Krone. »HEN- 
NEBERG", 67x42. 

1432 H 1324 S. 64. Das arme Kind teilt mit dem Christkind seine Milch 
und den Apfel. 47x58. 

1433 M 1325 S. 66. Das Christkind und die 12 Apostel besuchen das Kind. 
83 

1434 M 1326 S. 74. Die Köchin, beim Kartoffelschilen eingeschlafen. ,S1 ^RS - 
(kaum zu lesen), 5S SO. 

186 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1848 

1435 H 1327 S. 76. Die Töpfe in Revolution. 39x47. 

1436 H 1328 S. 84. Zank zwischen Köchin, Küchenjunge und Hausfrau. 
„E.K.", 55x81. 

1437 H 1329 S. 89. Prinzessin Unka und ihre Freier am Brunnen. „FLE- 
GEL sc", 54x83. 

1438 H 1330 S. 100. Sondertitel: „Nufsknaker | u. Zukerpüpchen." „LR", 
„Q.W", „1847", „E. GELLER sc", 122x78. 

1439 H 1331 S. 103. Der Obsthändler und seine Frau am Gartentor. 92x61. 

1440 H 1332 S. 106. Der Nußknacker kriecht aus der zerbrochenen Nuß. 
36x46. 

1441 H 1333 S. 107. N. Zuckerpüppchen führend. 48x44. 

1442 H 1334 S. 110. N. wirft Z. vom Schrank Nüsse herunter. 113x36. 

1443 H 1335 S. 113. N. verteidigt Z. gegen den Spitz. 49x62. 

1444 H 1336 S. 117. N. fliegt auf dem Hahn davon. 57x75. 

1445 H 1337 S. 120. Z. befragt im Walde den Hahn nach N. „E. GELLER sc", 
48x81. 

1446 H 1338 S. 124. Königin Centifolia mit ihren Kindern in den Rosen. 
„H" (an) „BOSSE", 101x76. 

1447 H 1339 S. 129. Brummfliege spielt den Mücken zum Tanz auf. 54x43. 

1448 H 1340 S. 129. Die Zwerge bringen Z. die Königskrone. 57x81. 

1449 H 1341 S. 131. Die Zwerge prügeln N. zur Höhle hinaus. 34x79. 

1450 H 1342 S. 134. N.'s Kampf mit dem Eichhörnchen. 78x79. 

1451 H 1343 S. 137. Der Jäger trägt N. und den Hahn heim. 73x57. 

1452 H 1344 S. 141. Die Zwerge tragen Z. bei Nacht zum Schloß. „X A v 
FLEGEL", 77x81. 

1453 H 1345 S. 143. N.'s Schlacht gegen die Zwerge am Bett des Kindes. 
69x76. 

1454 H 1346 S. 144. N. erzählt Z. seine Abenteuer. 45x54. 

1455 H 1347 S. 154. N., Z., Eichhörnchen und Wetterhahn. 55x68. 

H sehte. : Widmungsblatt in Farbendruck und S. 15: Hahn mit seinen Hennen, S. 16: 
Fuchs mit Henne, S. 99: See im Mondschein n. n. L. R. 

Engl. Ausgabe: „The Black Aunt. | Stories and Iegends for children. | 
With woodeuts after designs | by | Lewis Richter. | Translated from the 
German | by A. Dana. | — | Leipzig. | George Wigand. | 1848." — Davon 
Titelauflage: Nut- Cracker and Sugar- Dolly | and other Stories and 
Iegends for children. | Illustrated with woodeuts | after designs | by 
Lewis Richter. | — | Translated by Charles A. Dana. | — | London: | 
Joseph Cundall, 12 Old Bond Street; | R. Yorke Clarke and Co.Grace- 
church Street. | — | MDCCCXLIX." 

187 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1848/49 

Beide auf S. (152): ,, Leipzig, printed by F. A. Brockhaus." — 2. Aufl. br. So, Leipzig, 
Schlicke 1853. — „Nußknacker und Zuckerpüppchen von der | Verfasserin der Schwarzen 
Tante. I Mit 12 Bildern in Buntdruck von Prof. Ludwig Richter. Separatabdruck aus der 
Schwarzen Tante. ; usw. Leipzig, | Verlag von Bernhard Schlicke. | 1854." i2 Blätterin Bunt- 
druck auf Tonpapier. — Weitere neue Auflagen. 

Siehe „Richter-Album" in allen Ausgaben und „L. R.'s Volkskunst" Nr. 140 bis 157, 
Abt. II A4a. 

„Deutscher | Jugendkalender für 1848. Mit vielen 
Holzschnitten nach Originalzeichnungen ! von Dresdner 
Künstlern. | Herausgegeben von Hugo Bürkner. Leipzig, 
Georg Wigands Verlag." 

40. - 48 SS. - i.» Thlr. 

Enthält 4 Holzschnitte: 

1456 H 1349 S. 22 oben. Wiegenlied im Winter, Mutter mit Kind in der 
Hütte, darüber Engel mit Christbaum. 101x69. 

1457 H 1350 S. 22 unten. Wiegenlied im Frühling, 8 spielende Kinder 
am Zaun, Henneberg sc, 50x129. 

1458 H 1351 S. 23. Wiegenlied im Sommer, zwei Engel Hebender Wiege, 
von draußen wächst ein Apfelbaum herein, Geller sc, 53x116. 

1459 H 1352 S. 24. Wiegenlied im Herbst, Jäger mit Hund, hinter dem 
Baum zwei Hasen, 89x74. 

Siehe „Richter-Album" in allen Ausgaben, „Proben der Holzschnittillustrationen von 
Brockhaus" und ,,L. R.'s Volkskunst" Nr. 158 bis 161. Abt. II A4. 

„Illustrirte Zeitung I für die l Jugend. Dritter Band. 
Leipzig: | Brockhaus & Avenarius. 1848." 

Hoch 40. — 2 Bl. 416 SS. - 2 Thlr. 

Enthält 1 in den Text gedruckten neuen Holzschnitt: 

1460 H 1348 S. 8. Klapperstorch, Kinder und Hund auf der Haustreppe, 
daneben der Storch, „H" (an) „BOSSE", 81x79. 

Hsch. S. 9 W. von Nr. 1186, S. 97 von Nr. 1191, S. 129 von N 
Nr. 1184. S. 64, 161, 272, 336 W. der 4 Wiegenlieder Nr. 1456 bis 1459 

Siehe „Richter-Album" in allen Ausgaben und „Proben der Holzschnitt-Illuj- 
von Brockhaus". Abt. IIA t 



1849. 

„Die Spinnstube, | ein Volksbuch für das Jahr 1849. 
Herausgegeben von W. O. v. Hörn. Vierter Jahrgang. Mit 
einem Stahlstichenach Michold mit vielen Holzschnitten nach 
L. Rieh ter. j Frankfurt am Main. J. D.Sauerländer's\ ei 

W. O. von Hörn ist Deckname für Wilhelm Oenel aus Hörn, ge- 
storben als Superintendent in Simmern. 
i rhii 

188 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1849 

Enthält 36 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1461 H 1354 S. 1. Initial „L", Familie vor zwei Engeln knieend. 80x82. 

1462 H 1355 S. 7. Schreiber im Kirschbaum, hinter ihm ein Rabe. 73x52. 

1463 H 1356 S. 12. Martha, die Auswandrerin rettet ein Kind aus dem 
Wasser. 50x68. 

1464 H 1357 S. 15. Martha auf den Trümmern ihres verbrannten Hauses. 
66x93. 

1465 H 1358 S. 26. Martha, der Kapitän und die Schiffbrüchigen. 52x86. 

1466 H 1359 S. 30. Der Kapitän an Marthas Krankenbett. 60x87. 

1467 H 1360 S. 36. Initial „A", der Koch im Gefängnis. 57x42. 

1468 H 1361 S. 37. Der Strick vor dem Ladentisch, „Material & Tabak 
Handlung", 67x48. 

1469 H 1362 S. 40. Nächtliche Prügelei zwischen Doktor und Apotheker. 
72x77. 

1470 H 1363 S. 44. Der eingeseifte Apotheker wartet des Barbiers. 61x53. 

1471 H 1364 S. 48. Der verprügelte Strick vor der Schmiede ausgelacht. 
104x67. 

1472 H 1365 S. 55. Der Bauer beim Gerichtsschreiber. 55x58. 

1473 H 1366 S. 58. Initial „W", Mutter und Kind betend. 66x45. 

1474 H 1367 S. 64. Christian Fürchtegott Geliert, der Kaufmann und 
die arme Frau. 98x79. 

1475 H 1368 S. 68. Der redende Ratsherr und der iaende Esel. 62x71. 

1476 H 1369 S. 69. Initial „H", Engel mit Oelzweig, Inschrift „SDG" (Soli 
Deo Gloria) 67x50. 

1477 H 1370 S. 76. Prinz Eugen stürmt die Schanzen von Mohacz. 119x78. 

1478 H 1371 S. 92. Salomo und der Säemann. 51x84. 

1479 H 1372 S. 103. Appelchen mit Kiepe und Bündel wandert mit Bernhard # 
80x86. 

1480 H 1373 S. 110. Die Nachbarstöchter unter der Linde, B. am Tor, 
73x92. 

1481 H 1374 S. 116. A. beim Mondlicht am Fenster. 58x48. 

1482 H 1375 S. 120. A., die Holzbürde hinter sich, verlobt sich mit B., 125x87. 

1483 H 1376 S. 125. Die beiden Geizhälse, der eine bläst die Lampe aus. 
39x52. 

1484 H 1377 S. 132. Lehrer Schlösser rettet den gestürzten Herrn Wendel. 
78x89. 

1485 H 1378 S. 138. Der Jude bedankt sich bei dem Ehepaar Schi. „St", 
73x85. 

189 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1849 

1486 H 1379 S. 151. Ludwig Schi., vom Flügel aufgesprungen, vor der 
Familie W., 76x87. 

14-87 H 1380 S. 165. Vater W. segnet die Verlobung L. Schl.'s mit seiner 

Tochter. 71x45. 
14-88 H 1381 S. 172. Initial „K", Esel mit Laute fällt auf dem Eise. 72x63. 

1489 H 1382 S. 175. Die zwei Ferkelstecher (Winkeladvokaten) in Hut 
und Müt<?e. 85x65. 

1490 H 1383 S. 180. Taube im Initial „D", darunter Schweinestall in einem 
Herz. 57x46. 

1491 H 1384 S. 182. Schusterjunge mit Meister und Meisterin am Frühstücks- 
tisch. Inschrift „C M B", 55x65. 

1492 H 1385 S. 187. Die Schatzgräber, Frau und Knecht mit der Laterne 
finden den geknebelten Wirt. 106x62. 

1493 H 1386 S. 195. Der alte Fritz empfängt den Pasquillschreiber. 73x57. 

1494 H 1387 S. 200. Der dicke Bauherr zeigt seinen Bau einem jungen Bau- 
meister. 71x56. 

1495 H 1388 S. 201. Initial „J", Kartoffeln, Häring und Wurst. 53x36. 

1496 H 1389 S. 208. Das rauhe Haus, in den Wolken drei singende Engel. 
„St", 66x69. 

Hsch. S. 190 W. von S. 7. — Stahlstich n. n. L. R. — Hschte. auf d. Umschlag, auf 
S. 192, 203, 220 und zu den 12 Monaten sämtlicher Jahrgänge n. n. L. R. 

Siehe „Ludwig Richters Illustrationen zu Horn's Schriften" I. Bd. Abt. 11 A 4 i 

„Räthselnüsschen nebst Nussknacker zum Auf- 
knacken für brave, dickbackige Kinder | von j Traugott 
Löschke, | mit Bildern von Ludwig Richter. | (Hier auf 
dem Umschlag das Bild.) | Leipzig, | Hermann Fritzsche. 
1849." 

8°. — 64 SS., wovon XII römisch paginiert. — 6 Gr.: fein Papier 12 Or 

Lose beigefügt: „Der Nussknacker zu den | 

Räthselnüsschen \ von Traugott Löschke, mit Bildern von 
Ludwig Richter." 

8*. -VIII SS. - 

Enthält 2 Holzschnitte, 1 Titelbild und 1 Umschlagbild: 

1497 H 1390. Mutter gibt ihren Kindern aus dem Buche Rätsel auf. „Qaber*, 

73. 
I49N H 1341. Nußknacker und Eichhörnchen, 60x52. Auf dem Um« 
in Blaudruck; schwarz wiederholt auf dem Titel da Nuftkl 

190 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1849 

„Musenklänge | aus | Deutschland Leierkasten. | 
Mit feinen Holzschnitten, j 

Des Lebens Unverstand mit Wehmuth zu genießen | ist Tugend, ist Begriff. ! Geduld 
und Wachsamkeit und Sehnsucht j und Entzücken i Ist mehr als Gold und Tugend werth. | 

Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

160. — 176 SS. — 1/3 Thlr. 

Enthält 24 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1499 H 1392. Das Mädchen am See. S. 44 des Schlossergesellen Traum, 
„vers 4." 47x63. 

1500 H 1393 S. 46. Heimkehr zur Gänsehirtin. „G", 46x64. 

1501 H 1394. Die Hussiten vor Naumburg. S. 80 Anmarsch der 
Hussiten, ein Kind am Spieß, 61x66. 

1502 H 1395 S. 81. Die beiden Kaffeeschwestern. „GABER", 59x58. 

1503 H 1396 S. 82. Der Lehrer von der Schul. „ABC", 57x41. 

1504 H 1397 S. 83. Der Lehrer vor den Schulkindern. „ABC" [r. nach 1.]. 
57x56. 

1505 H 1398 S. 84. Prokop beschenkt die Kleinen mit Kirschen. „GABER 
SC", 52x62. 

1506 H )399 S. 85. Andrang zum Kirschenfest. Wegweiser mit „LR", „GABER 
SC", 55x66. 

Eine entsetzliche Mordgeschichte von dem jungen Werther. 

1507 H 1400 S. 123. Der Sänger führt die Mordgeschichte vor. 46x63. 

1508 H 1401 S. 125. W. besucht Lotte, Amor als Schütze. 53x59. 

1509 H 1402 S. 126. W. im Sturm verliert den Hut. 56x50. 

1510 H 1403 S. 127. Albert entdeckt vor dem Spiegel sein Geweih. 59x57. 

1511 H 1404 S. 129. W. kniet vor der weinenden Lotte. 62x59. 

1512 H 1405 S. 131. Werthers Leiche, neben ihm Buch und Pistole. 38x61. 

Eduard und Kunigunde. 

1513 H 1406 S. 133. E. sieht durch den Operngucker die winkende K. 59x63. 
1514- H 1407 S. 134. Der Turmwächter belauscht die Liebenden. 65x65. 

1515 H 1408 S. 135. Er zeigt K.'s Vater das liebende Paar. „G", 65x64. 

1516 H 1409 S. 136. E. trägt K. huckepack die Leiter hinab. „GABER", 63x60. 

1517 H 1410 S. 137. Wächter bläst Alarm, Vater fährt in die Hosen. 61x64. 

1518 H 1411 S. 138. Die beiden Liebenden auf dem zweischläfrigen Rosse. 
63x66. 

1519 H 1412 S. 139. Soupe in der Herberge zu den zwei flammenden Herzen. 
56x63. 

1520 H 1413 S. 140. E. und K. samt Gans und Kloß aufgespießt. 53x66. 
152 L H 1414 S. 141. Heimfahrt der Nibelungen, „Marcia funebre". 47x67. 

191 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 134Q 

1522 H 1415 S. 142. Mops auf dem Grabstein. „E u. K", „Finis.", 54x61. 

Siehe „L. R.'s Volkskunst" Nr. 174 bis 185, Abt. II A4a. 

3. Aufl. Leipzig, Schlicke, 1851. Viele weitere Auflagen, jetzt Ensslin und Laiblin's 
Verlag, Reutlingen. 

In Holz geschnitten:,, Die sieben Schwaben." In Typen- 
satz: „Mit 11 Holzschnitten. ; Von L. Richter." Unter dem 
Holzschnitt: „Preis 2 Silbergr. Leipzig, Verlag von Georg 
Wigand." 

160. _ 32 SS. — 2 Gr. 

Enthält 11 Holzschnitte, 1 Titelblatt und 10 auf vollen Seiten: 

1523 H 1416. Titelblatt „DIE SIEBEN SCHWABEN". 100x70. 

1524 H 1417 S. [5J. „Alle f.. Einen | Einer für Alle". „St", 101x62. 

1525 H 1418 S. [7]. Der Schulz am Zaun vom Rechenstiel geschlagen. 101x61. 

1526 H 1419 S. [9]. Die Schwaben und der tote Bär. „J. G. FLEGEL sc", 
101x65. 

1527 H 1420 S. [11]. Der Knöpfleschwab zwischen Baum und Speer ge- 
klemmt. „STEINBRECHER sc." 101x64. 

1528 H 1421 S. [13]. Der Schweinehirt gibt dem Blitzschwab eine Ohrfeige. 
„X. A. v. FLEGEL, sc", 104x64. 

1529 H 1422 S. [15]. Die Schwaben springen ins Flachsfeld. 100x63. 

1530 H 1423 S. [18]. Der Allgäuer hält den Blitzschwab am Hosenboden. 
100x65. 

1531 H 1424 S. [21]. Der Spiegelschwab im Bärenfell zaust seine Alte. 101x63. 

1532 H 1425 S. [23]. Der Memminger Wirt lädt die Schwaben ins Haus. 
101x63. 

1533 H 1426 S. [25]. Der Scherge mit seinen Hunden führt die Schw. ins 
Gefängnis. 100x62. 

Dass. Leipzig, Schlicke, 1849. 

Siehe „Richter-Album- von der 3. Ausg. an und „L. R.'s Volkskunst Nr. 166 bis 173, 
Abt. II A4 a. 

„Neuer | Vereinskalender | für | das deutsche Volk, 
auf das Jahr | 1849. | | | | Dresden bei Justus Nau- 
mann." 

4«. — 1 Bl. 26 SS. - 4 Or. 

Enthält 15 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1534 H 1427 S. [1]. Initial „G" im Eichenkranz, Engel als Schildhalter. 51 - 55. 

1535 H 1428 S. [1]. Jesus im Seesturm schlafend „L R", „A. GABER", 40 <81. 

Ein früherer Zustand zeigt Jesu Gloriola weniger groß und hell und 
hat eine einfachere Umrahmung. Essen. 

192 



II A 3 Bücher mit Holzschnitte n. 1849 

1536 H 1429 Capital und Zinsen. S. 3. Der Nachbar beim Weber. 
„GABER", 75x73. 

1537 H 1430 S. 6. Der Nachbar gibt dem Weber den Kaufvertrag zu lesen. 
„GABER", 81x73. 

1538 H 1431 S. 8a. Frühlingsengel streut Blumen über Hirten und Kinder. 
„GABER", 93x63. 

1539 H 1432 S. 8b. Vom Kirschenessen. Initial „D" im Kirschbaum. 
70x34. 

1540 H 1433 S. 9. Die beiden schimpfenden Tagelöhner mit Hund. „GABER", 
88x80. 

1541 H 1434 S. 10. Der Förster mit vier Tagelöhnern und Wirt im Wirts- 
haus. „GABER sc". 99x88. 

1542 H 1435 S. 13. Der Aderlässer, Arzt und Schüler beim Aderlassen. 
59x65. 

1543 H 1436 S. 15. Sancho Pansa auf dem Esel. 62x48. 

1544 H 1437 S. 16. Heimkehr Friedrichs des Schönen zu seiner erblindeten 
Gattin. „LR", „GABER", 54x64. 

1545 H 1438 S. 19. Herr Wigoleis vom Rade rennt den Hirsch an. 
„GABER sc", 75x92. 

1546 H 1439 S. 20. Herr W. erschlägt den Drachen. „GABER.", 130x87. 

1547 H 1440 S. 23. Herrn W. Hochzeitfeier. „LR.", „GABER", 113x83. 

1548 H 1441 S. 24. Bauer, Spitz und Knecht mit der Harke. 83x56. 

Titelholzschnitt W. von Nr. 1221. 

Siehe „Richter-Album" 2. bis 6. Ausg. und „Abdruck einer Sammlung von Holzschnitten", 
Abt. II A 4. 

„Sächsischer | Volkskalender | auf das Jahr | 1849. | 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | [Inhalt.] | Mit 3 
Kupferstichen und 20 Holzschnitten. | Preis 10 Neugroschen. | 
Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

16. - 20 BI. 112 SS. 8 Bl. — Vs Thlr. 

Enthält 3 Holzschnitte: 

1549 H 1442. Um en Pfennig Pfeffer! usw., Bübchen mit dem Schwester- 
chen vor dem Ladentisch. 105x64. 

1550 H 1443. Da seh ich schon wieder ein par, die nicht da sind. 
Lehrer auf dem Katheder, schnupfend. 86x70. 

1551 H 1444. „Neubakne Warme!", 94x65. 

Die Kupferstiche siehe Hoff Nr. 2970 und 2971, Abt. II B 2. 
Siehe „L. R.'s Volkskunst" Nr. 187, 188. Abt. II A 4 a. 



193 



13 



1 1 A3 Bücher mit Holzschnitten. 1849 /50 

„Deutscher Jugendkalender | für | 1849. j Qeschichten 
und Reime | von | R. Reinick. | Mit Holzschnitten nach Zeich- 
nungen | von I Dresdner Künstlern. Herausgegeben von | 
R. Reinick und H. Bürkner. | Leipzig, | Georg Wigands 
Verlag." 

40. — 47 SS. — 1, j Thlr. 

Enthält 1 in den Text gedruckten Holzschnitt: 
1552 H 3321 S. 24 unten: Thierbilder aus Wald und Feld. Initial E, 
Spatzen im Kirschbaum, 66x46. 

Siehe „Cliches-Catalog. Georg Wigands Verlag«, 1865, Nr. 1269 und „L. R.'s Volks- 
kunst" Nr. 160. Abt. II A4. 



„Illustrirte Zeitung | für die Jugend | | 1 | Vierter 
Band. | Leipzig: | Brockhaus & Avenarius. | 1849." 

Hoch 40. — 2 Bl. 416 SS. — 2 Thlr. 

Enthält 1 in den Text gedruckten neuen Holzschnitt: 
1553 H 1445 S. 8. Das Kind an der Mutter Grab, Geller sc, 61x82. 

Hsch. S. 25 oben W. von Nr. 1414, S. 25 unten von Nr. 1415. 

Siehe ..Proben der Holzschnitt-Illustrationen von Brockhaus", Nr. 364, Abt. IIA 4 b. 



„Lehrbuch der Demagogie, j Von Jakob Radike.[_ 

Preis 5 Slbrgr. | Leipzig | Georg Wigand's Verlag." 

Kl. 8. — 94 SS. 1 Bl. — 

Enthält 1 Holzschnitt auf dem Titel bei | | : 
1554- H — Perorierender Demagog vor dem Tisch mit Bierseideln, 57x43. 

Bezeugt von L. R. bei Ed. Cichorius für das Jahr 1849 : Verfasser ist nach Ed. Cichorius 
Adolf Gumbrecht, Mitglied des Frankfurter Parlaments. — Siehe den ganzen Titel in 
„L. R.'s Volkskunst" Nr. 136, Abt. II A 4a. 

Der Holzschnitt wurde in den späteren Auflagen der »Musenklänge aus Deutschlands 
Leierkasten" als Titelbild zu dem Abschnitt ..Episches" verwertet. 

1850. 

„Gedichte | von | Adolph Freiherr von Leutrum- 

Ertingen. | Hannover, j Verlag von Ludwig Ehlermann. | 
1850. Druck von George Westermann in Braunschweig." 

Kl. 8°. - VIII, 339 SS. 1 Bl. - 

Enthält 1 Titelblatt: 
L555 H 536. Der Schiffer am Rheinfall (zu S. 111). „L. Richter g 
„Gaber sc", 114x57. 

Nach L. R. an Ed. Cichorius 1349 gezeichnet 

„Die Bibel oder die | Heilige Schrift des Alten und: 
Neuen Testaments" [II. Teil, der die Bilder von L. R. enthält 

194 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1350 

„Das i Neue Testament | unsers | Herrn u. Heilandes Jesu 
Christi"] nach der deutschen Uebersetzung | von | Dr. 
Martin Luther. | Mit Holzschnitten nach Zeichnungen der 
ersten Künstler Deutschlands, j Stuttgart u. München | Bibel- 
anstalt der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, j 1850." 

Gr. 40. — 2 Bl. 1208 SS. — 2 Bl. 369 SS. 1 Bl. — 6 Thlr. 

Enthält 2 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1556 H 1446 S. 3. Die Weisen aus dem Morgenland, „L. R.",„A.GABERsc.", 
113x140. 

1557 H 1447 S. 69. Christus segnet die Kinder. „LR.", „A. GABER sc", 
123x140. 

Prachtausgabe, imp. 4°, ebds., 1847—1850. 12 Thlr. Ilty Gr. Das neue Testament ge- 
sondert unter dem oben gegebenen Titel. 2 Bl. 1364 SS., 2 Bl. 408 SS. 1 Bl. — 3. Aufl. 
4°. Leipzig, Brockhaus, 1874. 

Auch in »Die Heilige Schrift d. A. u. N. T. aus der Vulgata übersetzt von J. Fr. Allioli." 
Landshut und München 1851. — Vgl. noch Abt. III B, Jahr 1860. 

„Was bringt | die j Botenfrau? | [Gedicht, 2 Verse von 
je 6 Zeilen] | Erster Tragkorb. | ([Anderes Gedicht von gleicher 
Länge] Zweiter Tragkorb.) | Leipzig, Hermann Fritzsche." 
Am Schluß des 1. Tragkorbs S. 64 unten: „Druck der 
Vereins-Buchdruckerei in Leipzig." 

8". — 1. Tragkorb 64 SS., 2. Tragkorb VIII, 80, VIII SS. — Vi Thlr., Velinpapier 1 Thlr. 

Enthält 61 Holzschnitte. 

Erster Trag korb, 1 Titelbild und 33 in den Text gedruckt: 

1558 H 1448 Titelbild: „Was bringt | die ] Botenfrau." „GABER", 145x97. 

1559 H 1449 S. 9. Initial D mit Vögelchen. 68x70. 

1560 H 1450 S. 10. Schutzengel beim Kind, der Schlange wehrend. Aimee 
Richter sc, 63x87. 

1561 H 1451 S. 12. Drei Pferde mit Postillon, Knabe auf dem Steckenpferd. 
74x100. 

1562 H 1452 S. 16. Drei Kinder in den Erdbeeren. 78x91. 

1563 H 1453 S. 17. Initial D, Papierdrache. 46x16. 

1564- H 1454 S. 18. Initial D, Knabe mit Anker, Taube mit Oelzweig. 63x43. 

1565 H 1455 S. 20. Christus am Kreuz, das Trauben treibt. „St", 99x48. 

Ein früherer Zustand des Holzstocks hat unten am Kreuz ein Täfelchen 
mit „L. R." Essen. 

1566 H 1456 S. 22. Vogel auf dem Zweig, ein Würmchen im Schnabel. 25x61. 

1567 H 1457 S. 23. Die Rute, mit einem Band gebunden. 20x37. 

195 13 ' 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

1568 H 1458 S. 24. Der kleine Schornsteinfeger. „ANNO DOM MDXXX", 
„St", 76x84. 

1569 H 1459 S. 26. Zwei Engel mit einem Kindchen in den Wolken. 43x66. 

1570 H 1460 S. 28. Die Windmühle. 84x99. 

1571 H 1461 S. 30. Initial S, Kind und Schnecke. 59x38. 

1572 H 1462 S. 32. „Lasset die Kindlein | zu mir kommen." „LR", „GABER", 
107x76. 

1573 H 1463 S. 34. Mädchen mit Puppe, an den Fingern abzählend (erster 
Schnitt von Aimee Richter). 47x67. 

1574 H 1464 S. 36. Hund bringt dem Jäger einen Hasen. „E. R.", 65x90. 

1575 H 1465 S. 38. Kind auf Mutterschooß, will das Licht ausblasen. 53x60. 

1576 H 1466 S. 39. Maus vor dem Loch. 18x34. 

1577 H 1467 S. 40. Mutter und Töchterchen beim Hühnerfüttern. 70x88. 

1578 H 1468 S. 42. Knabe den Ball fangend und Hund. 59x78. 

1579 H 1469 S. 43. Pfefferkuchenreiter. 35x39. 

1580 H 1470 S. 44. Der kleine Tambour. 94x59. 

1581 H 1471 S. 46. Die Wassermühle. 43x70. 

1582 H 1472 S. 48. Maria mit dem Kind in der Krippe, Knabe und Mädchen 
am Zaun. „LR", „GABER", 92x88. 

1583 H 1473 S. 50. Kätzchen leckt Milch. 23x64. 

1584 H 1474 S. 51. Kind hält die Schürze auf. 36x21. 

1585 H 1475 S. 52. Mädchen geht dem Lamm mit Kamm und Scheere nach. 
53x72. 

1586 H 1476 S. 54. Knabe im Aufstehen. 72x52. 

1587 H 1477 S. 56. Mutter und Knecht den Christbaum schmückend. „E.R. sc", 
78x83. 

1588 H 1478 S. 58. Mutter mit zwei Kindern auf der Stadtmauer. „E.R. sc", 
47x49. 

1589 H 1479 S. 60. Knabe, Vögel auf dem Busch. 71x65. 

1590 H 1480 S. 62. Mutter am Bett des kranken Kindes. 51x69. 

1591 H 1481 S. 64. Engel mit Band „Hosianna | 1850". 45x61. 

Zweiter Tragkorb, 27 in den Text gedruckte Bilder: 

1592 H 1482 S. 9. Weihnachtsbescheerung, weiß auf schwarzem Grund. 19x81. 

1593 H 1483 S. 10. Schlittschuhlaufen. 33x53. 

1594 H 1484 S. 12. Drei Kinder vor einem Vogelnest. 62xS.\ 

1595 H 1485 S. 14. Des Jägers Hörn. 32x27. 

1596 H 1486 S. 16. Kleiner Jäger, Fuchs und Wolf. 42x83. 

19ö 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

1597 H 1487 S. 18. Bub vor der Schmiede. 44x45. 

1598 H 148S S. 20. Der kleine Robinson und sein Schiffchen. 59x94. 

1599 H 1489 S. 24. Großpapa schüttelt die Aepfel. „E. R.", 80x98. 

1600 H 1490 S. 26. Heerde und Hirten, weiß auf schwarzem Grund. 20x88. 

1601 H 1491 S. 28. Fritz in neuen Stiefeln. 68x50. 

1602 H 1492 S. 32. Vater brennt sich die Pfeife an. 64x75. 

1603 H 1493 S. 34. Großvater und Kinder unter dem Apfelbaum. 105x88. 

1604 H 1494 S. 36. Großmutter, tanzende Enkelin und Böckchen. „E. RIE- 
WEL. sc." 63x73. 

1605 H 1495 S. 38. Initial D, Kind pflanzt, Engel begießt. 70x35. 

1606 H 1496 S. 40. „Grande | Trio". „E.R.", 65x90. 

1607 H 1497 S. 46. Vom Schlitten gefallen. 56x86. 

1608 H 1498 S. 48. Maria mit dem segnenden, einen Palmzweäg haltenden 
Jesuskind auf der Mondsichel. „GABER", 80x41. 

1609 H 1499 S. 52. Mutter und Tochter beim kranken Kind. 61x85. 

1610 H 1500 S. 54. Botanisierbüchse und Stachelbeerzweig. 41x33. 

1611 H 1501 S. 58. Steckenpferdreiter. 52x49. 

1612 H 1502 S. 60. Kind, Hund und Staarmatz. 67x89. 

1613 H 1503 S. 64. Vogelscheuche und Hasen im Kohl. 74x74. 

1614 H 1504 S. 66. Initial K, betendes Kind. 36x32. 

1615 H 1505 S. 72. DerStorch,Bauernfamilie am Zaun. „GERINGSWALD sc", 
74x99. 

1616 H 1506 S. 74. Initial D mit Rosenkranz und Crucifix. 60x30. 

1617 H 1507 S. 76. Mädchen füttert Tauben. „F. REUSCHE. sc", 58x79. 

1618 H 150S S. 80. Friedhof, „AMEN." 23x49. 

Hschte. 1. Tragkorb S. 14, 2. Tragkorb S. 22, 42, 44, 56, 63, 70, 78 n. n. L. R., sondern 
nach C. Peschel. Die Restauflage erschien bei Ferd. Riehm in Basel, die Veriagsangabe 
wurde mit der neuen überklebt. 

„Gesammelte j Erzählungen | von | W. O. von Hörn. | 

(Verfasser der Spinnstube.) J Erster Band. | Mit dem Por- 
trait des Verfassers. | Frankfurt am Main. | J. D. Sauerlän- 
der's Verlag. | 1850." 

Im Ganzen 13 Bde. gr. 12", je 1 Thlr 
1. Bd. : 2 ßl. 364 SS. 

Enthält 1 Holzschnitt auf der Vorderseite des Umschlags: 

1619 H 1509. Vier Kinder im Freien, oben Obstgewinde, unten Eichen- 
kranz, darunter Schrifttafel „1. D. S.", „X. A. v. A. Gaber." 157x107. 

197 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

Gleicher Titel ohne den Porträtvermerk, „Zweiter Band". 

2 Bl. IV, 344 SS. 

Enthält 2 neue Holzschnitte, 1 auf der Rückseite des Umschlags 
und 1 Titelbild: 

1620 H 1510. Umschlag: Engelknabe mit Füllhorn in reichverziertem Rahmen, 
146x101. 

1621 H 1511. Titelbild: „Die Nacht von Bingen", „X. A. v. A. GABER", 
„GERINGSWALD sc", 142x76. 

Hsch. auf der Vorderseite des Umschlags W. von Nr. 1619. 

Der erste Band erhielt erst zur 2. verbesserten Auflage 1855 auch den Holzschnitt auf 
der Rückseite des Umschlags. — Hsch.: „Das Mailehen" in dem ersten Band der 2. verb. 
Aufl. 1855: W. von 2263. — Dass. : „W. O. v. Horn's | Oes. Erz. | Neue Volksausgabe. | 
Vollständig in 12 Bänden. | Erster Band. | Mit dem Bildnis des Verfassers und einem Holz- 
schnitt. [Folgende Bände: „Mit einem Holzschnitt", von Bd. 8 an: „Mit einer Illu- 
stration."] | Frankfurt a. M. | J. D. Sauerländer's Verlag. | 1861 ; [Bd. 9-12: 1862.)" Zuerst 
in 50 Lieferungen erschienen. 

Alle Titelbilder der Ges. Erzählungen außer dem zum 7. Band sind in „Ludwig 
Richter's Illustrationen zu Horn's Schriften" („Neues Richter-Album') wiederholt, siehe 
Abt. IIA 4a. 

„Die Spinnstube, ein Volksbuch für das Jahr 1850. 
Herausgegeben | von W. O. von Hörn. | Fünfter Jahrgang. | 
Mit einem Stahlstich und vielen Holzschnitten, gezeichnet 
von L. Richter, | geschnitten im akademischen Atelier für 
Holzschneidekunst in Dresden. Frankfurt am Main J. D. 
Sauerländer's Verlag." 

6°. — IV 198 SS. - 5/« Thlr. 

Enthält 34 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
Die Geschichte des armen Scheerenschleiferjungen. 

1622 H 1512 S. 5. Initial „D", Knabe und Hund mit dem Schutzengel. 
56x37. 

162S H 1513 S. 13. Der Junge an der Tür der alten Frau. 60x50. 

1624- H 1514 S. 16. Junge mit dem Hund den Karren ziehend. 120<S0. 

1625 H 1515 S. 23. Alte Frau leuchtet dem Jungen ins Gesicht. 70x61. 

1626 H 1516 S. 28. Die alte Frau mit dem Polizisten beim Bürgermeister. 
62x91. 

1627 H 1517 S. 38. Der Junge mit dem Hund und den Nachbarsleuten am 
Sterbebett der Pflegemutter. 76xSl. 

1628 H 1518 S. 44. Wilde Jagd in der Schusterwerkstatt. Inschr. „C M B a , 
65x73. 

1629 H 1519 S. 45. Der Junge auf der Mutter Grab, bei ihm der Hund. 
69>7S. 

1630 H 1520 S. 47. Der Jnn^e um Schnittern erquickt. 61x91. 

198 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

1631 H 1521 S. 53. Der Junge, vom umgestürzten Wagen verletzt. „SCHMIDT 
sc", 124x82. 

1632 H 1522 S. 55. Junge und Hund treffen den Schäfer. 63x86. 

1633 H 1523 S. 58. Des Schäfers Weib am Hauspfosten. 83x36. 

1634 H 1524 S. 62. Junge den Hund im Heu liebkosend. 51x73. 

1635 H 1525 S. 66. Junge bei der Bauersfrau in der Küche. 68x63. 

1636 H 1526 S. 69. Junge über seinem toten Hunde, dahinter die Bauern. 
116x70. 

1637 H 1527 S. 82. Der Ueberfall auf den Wagen. 72x92. 

1638 H 1528 S. 90. Werner zeigt Herrn Rottberg und Tochter die Schmarre 
auf seiner Stirn. 89x69. 

1639 H 1529 S. 93. Rortberg adoptiert W. in großer Versammlung. 59x85. 

1640 H 1530 S. 95. Die Landrichterin läßt das Brautpaar allein. „SCHMIDT 
sc", 105x80. 

1641 H 1531 S. 96. „Ende", Bub nimmt vom Bauer Abschied. 28x61. 



1642 H 1532 S. 97. Eichhörnchen knackt Haselnüsse. 33x83. 

Prinz Lieschen. 

1643 H 1533 S. 102. Lieschen bei der alten Base, „St", 71x68. 

1644 H 1534 S. 107. Oberfischmeister und Amtmann beim Wein. 59x66. 

1645 H 1535 S. 109. Prinz Lieschen vom Oberfischmeister dienernd emp- 
fangen, „GABER", 100x81. 

1646 H 1536 S. 115. „Altes Gold.", Bergmann Knaben lehrend. 47x59. 

1647 H 1537 S. 117. Der Stelzfuß Schmiedjakob. 54x38. 

1648 H 1538 S. 135. Initial „E", Der junge Ruyter und der Bey von Marokko. 
52x30. 

1649 H 1539 S. 149. Initial „W", Tabakspaket, Pfeifen, Zigarren. 48x39. 

1650 H 1540 S. 169. Dienstmädchen auf dem Markt gibt einem Bettler ihr 
Brot. 100x76. 

1651 H 1541 S. J74. Derwisch zwischen dem Armen und Reichen. 53x81. 

1652 H 1542 S. 177. Der brave Eckensteher gibt das Beispiel der Wohl- 
tätigkeit. 64x65. 

1653 H 1543 S. 183. Jacob als Handwerksbursch bei der Winzerin rastend. 
58x66. 

1654 H 1544 S. 186. Jacob wirbt in der Küche um Fränzchen. 87x66. 

1655 H 1545 S. 190. Jacob als Nachtwächter, die Stunde ausrufend. 76x44. 

Hsch. S. i=Nr. 1496, S. 114, 172, 195 = Nr. 1641, S. 134, 173 = Nr. 1642, S. 132, 161 
= Nr. 1646, S. 195 = Nr. 1647. 

Stahlstich und Kschte. auf d. Unnchl. und S. 126, 148, 159, 160, 163, 180, 192, 198 n. 
n. L. P. 

190 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

„Deutscher | Jugendkalender | für 1 1850. Geschichten 
und Reime | von j R. Reinick. Mit Holzschnitten nach Zeich- 
nungen | von | Dresdner Künstlern, j Herausgegeben von | 
R. Reinick und H. Bürkner. ; Leipzig, Georg Wigand's Verlag." 

4". - 48 SS. - i/t Thlr. 

Enthält 3 in den Text gedruckte Holzschnitte: 
Steckenreiter-Lehren. 

1656 H 1546 S. 44 oben: Steckenreiter mit geschulterter Peitsche, 46x57. 

1657 H 1547 S. 44 Mitte: trinkend, 51x59. 

1658 H 1548 S. 44 unten: im Galopp, 33x60. 

Siehe „Cliches-Catalog. G. Wigand's Verlag", 1365 Nr. 465, 43?, 354 und „L. R.'s 
Volkskunst" Nr. 163—165, Abt. II A 4. 

Vom Holzschnittrahmen umkränzt: „Sieben schöne 
alte und neue Lieder | mit Bildern. | I. | (Verzeichnis 
der Lieder) | | | | Leipzig, bei Gustav Mayer." 

80. — 8 SS. — 

Enthält 1 neuen Holzschnitt auf dem Titelblatt: 

1659 H 1549. Harfner mit Mädchen, Bauernfamilie hört zu. 156x101. 

In Ed.Cichorius' Kollektaneen schreibt L. R. : »Noch ein Bild zu den Studenten- 
Hedern, zum Titelblatt bestimmt: Ein Harfner spielt." Dann das lichtputzende Mädchen. 
Das letztere ist als Nr. 606 gebucht; das erstere könnte hier verwendet sein. Die Größe 
stimmt dazu. 

Wiederholt auf jedem der 7 folgenden Hefte. Im Text finden sich an Bildern von L. R. 
nur Wiederholungen aus r.Alte und neue Studentenlieder" 1844 (hier St L) und »Alte und 
neue Volkslieder" 1846 (hier V L). S. 4 St L S. 30. — 

»Acht schöne alte und neue Lieder mit Bildern. II": 

S. 2 VL S. 22; 3 VL S. 17; 4 St L S. 13; 5 V L S. 54; 6 V L S. 8; 7 oben V LS 14; 
7 unten St L S. 67 ; 8 V L S. 6. 

„Neun schöne alte und neue Lieder mit Bildern. III": 

S. 2 V L S. 12; 3 V L S. 25; 4 St L S. 68; 6 St L S. 74; 7 St L S. 14; 8 V I- S. 5. 

„Zehn schöne alte und neue Lieder mit Bildern. IV-: 

S. 2 St L S. 22; 3 V L S. 30; 5 V L S. 50; 7 V L S. 16; 3 St L S 5t 

„Acht schöne alte und neue Lieder mit Bilder: 

S. 3 V L S. 51 ; 4 St L S. 38 ; 5 St L S. 66 ; 8 St L S. 5J 

„Acht schöne alte und neue Lieder mit Bilden: V 

S. 4 V L S. 76; 5 St L S. 39; 6 V L S. 70; 8 St L S. 36. 

„Acht schöne alte und neue Lieder mit Bildet n \. 

S. 2 V L S. 13; 4 V L S. 64; 5 V L S. 66. 

„Neun schöne alte und neue Lieder mit Bildern. VIH": 

S. 2 VL S. 37; 4 VI S 14 5 St L S. 4; 7 oben VL S. 53; 7 unten 51 L 5 35; 3 St 
L S. 57. 

„Das Märchenbuch für Kinder. Von Ferdinand 
Schmidt, j Mit Originalbildern von L. Richter in Dresden. 
In Holz geschnitten von | Flegel und Gaber. | Leipzig, | 
Verlag von Otto Wigand. | 1850." 

161 - 4 Bl. 392 SS. -»-, Thlr 

200 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

Enthält 6 auf einzelnen Blättern gedruckte neue Holzschnitte: 

1660 H 1550. Zu S. 4. Brüderchen und Schwesterchen. Schw. und 
Reh schlafend, „GABER", 95x83. 

1661 H 1551. Zu S. 49. Aschenputtel. A. vor dem Königsohn auf dem 
Pferde, „FLEGEL sc", 92x80. 

1662 H 1552. Zu S. 145. Die sechs Schwäne. Die Schwester nähend auf 
dem Baume, „GABER", 102x73. 

1663 H 1553. Zu S. 219. Sneewittchen. S. von der Alten gekämmt, 
„GABER", 94x69. 

1664 H 1554. Zu S. 274. Das tapfere Schneiderlein. „Sieben auf einen 
Streich. | Kilian Meck, Maitre t[ailleur.]" „L R", „GABER", 90x67. 

1665 H 1555. Van den Machandelboom. Schwester bei dem toten 
Bruder auf der Bank, „FLEGEL sc", 99x73. 

Der Umschlag bringt auf der Vorderseite W. von 1195, auf der Rückseite VC', von 1200. 

Dass. 2., wohlf. Ausg. gr. 16° (mit 1 Ttbd. in Hsch.) ebds., 1852. 10 gr. — Dass. 3. Aufl. 
gr. 160 ( m it i Ttbd. in Hsch.) ebds. 1858. 10 gr. 

Siehe „Richter-Album", 2., 3., 5. Auflage und „202 Holzschnitte" Abt. II A 4 a. — Außer- 
dem sind alle 5 wiederholt in Marbach, Volksbücher 51, „Volksmärchen". 

„Nach Belieben | Kraut und Rüben! j Dichtungen 
für Kinder | von | Johannes Traugott, | mit Bildern von 
Jodocus Buxbaumerl | und andern Dresdner | Künst- 
lern. | Leipzig, | Hermann Fritzsche." 

80. — 109 SS. — 1/3 Thlr. Velinpapier % Thlr. 

Enthält 17 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1666 H 1556 S. 42. Die Himmelschlüssel. Petrus schaut aus dem 
Himmelfenster. 48x66. 

1667 H 1557 S. 54. Die Geschichte von Wilhelm Teil. Teils Söhnchen, 
den durchschossenen Apfel haltend, auf des Vaters Arm. 74x41. 

1668 H 1558 S. 74. Hottepferdchen. Sechs Buben angespannt, vom 
siebenten getrieben. „E. R. sc"., 57x87. 

1669 H 1559 S. 76. Alle sieben von einem Hunde überrannt. 45x80. 

Der Rattenfänger von Hameln. 

1670 H 1560 S. 94. Der R. den Schnurrbart streichend. 65x44. 

1671 H 1561 S. 95. Der R. vor dem dicken Bürgermeister. 54x71. 

1672 H 1562 S. 97. Der R. die Ratten herbeipfeifend. 55x35. 

1673 H 1563 S. 98. Der R. führt die Ratten ins Wasser. 55x42. 

1674 H 1564 S. 99. Der R. schnupfend und niesend. 60x72. 

1675 H 1565 S. 102. Der Bürgermeister weist den R. hinaus. 54x70. 

1676 H 1566 S. 103. Fünf Kinder mit Steckenpferd, Fahne, Puppen und 
Schnuller. 51x82. 

201 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1850 

1677 H 1567 S. 104. Laufende Kinderscharen mit Flöten, Fahne, Trompete, 
Kuchen. „RIEWEL sc." 58x75. 

1678 H 1568 S. 105. Der B. sein Söhnchen zurückhaltend. 42x71. 

1679 H 1569 S. 106. Der B. im Schmutz liegend mit des Sohnes ausge- 
rissenem Arm. 35x62. 

1680 H 1570 S. 107. Der R. führt die Kinderscharen in den Berg. 35x88. 

1681 H 1571 S. 108. Der B. von den Müttern verprügelt. 44x82. 

1682 H 1572 S. 109. Der B. flieht unter einem Hagel verschiedenster Ge- 
schosse. 52x43. 

Hscht. S. 100 \V. von S. 94. S. 101 W. von S. 95. 

„Deutscher | Volkskalender | auf das Jahr 1850. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | [Inhalt]. Mit 4 
Stahlstichen nach Originalzeichnungen von Ludwig Richter | 
und Holzschnitten. | Preis 10 Neugroschen. | Leipzig, | 
Georg Wigand's Verlag." 

16». - 20 Bl. 112 SS. S Bl. — l/g Thlr. 

Enthält 3 in den Text gedruckte Holzschnitte : 

1683 H 1573. „Rachen Putzer.", „3 Männer Wein", „Wende Wein". „STEIN- 
BRECHER sc", 102x62. 

1684 H 1574. Bedienter, die Mütze in der Hand, die Hand am Kinn, vor 
dem Professor im Schlafrock. Schwertführer sc, 79x65. 

1685 H 1575. Barbier Schaum schlagend vor dem sitzenden, ihn fragenden 
Kunden. 96x74. 

1683, 16S5 siehe „L. R.'s Volkskunst« Nr. 189, 190, Abt. HA 4 a. 

Die 4 Stahlstiche siehe Hoff Nr. 2979, 2980, 2981, 29S2 Abt. II B 2. 

Dass. auch unter dem Titel : „Sächsischer Volkskalender, Leipzig, Schlicke, I 

„Shakespeare's dramatische Werke übersetzt i 
von i August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck. | 
Erster Band. [Inhalt.] Berlin Druck und Verlag von 
G. Reimer. | 1850." 

12 Bde. ]W. je 1,3 Thlr. = 4 Thlr. — 1. Bd.: 1 Bl. 2 

Enthält drei Holzschnitte auf der Vorder-, Rückseite und der Rücken- 
leiste des Umschlags: 

1686 H — Vorderseite: Vorhang zwischen reichen Frucht- und Blumen- 
gewinden, unten tragische und komische Maske. Auf einem von Engeln 
gehaltenen Spiegel „SPECVLVM MVNDI", darunter „Shakespeare's 
dramatische Werke", ganz unten Blumenranken. 121 -;73. 

1687 H - Rückseite: Derselbe Vorhang /wischen Gewinden mit Masken, 
darauf eben ein sitzender Engel, der einen Lorbeerkranz hält 121 

202 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

1688 H — Rückenleiste: Oben aufgehängte Frucht- und Blumengewinde; 

in einem hohlen Kreise in der Mitte die Zahl des Bandes I. (II. — XII.) 

in Typensatz. 118x11. 

Nach einem Brief L. R.'s an Reimer vom 13. 11. 49 sollten die Zeichnungen für den 
Umschlag von einem andren Dresdener Künstler nach L. R.'s Angaben hergestellt werden. 
Alles weist aber auf einen vollen Entwurf des Meisters hin. — Auf den Org.-Pappbden. dieser 
Ausgabe sind die Zeichnungen durch Cliches wiedergegeben. — Die Stahlstiche siehe 
Abt. II B 2, Jahre 1850 und 1851. 

1851. 

„H. C. Anderseits Märchen. J Aus dem Dänischen 
übertragen | von | Julius Reuscher. | Zweite, vermehrte 
und verbesserte Auflage. | Illustrirt | von | Th. Hose- 
mann, j Graf Pocci, Ludwig Richter und Raymond de Baux. | 
Verlegt | von | M. Simion in Berlin. | 1851." 

8«. — 2 BI. 536 SS. — 1»/» Thlr. ; geb. 2 Thlr. 

Enthält 16 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1689 H 1576 S. 273. Der Seh weinehirt. Initial „E", „LR.", „C.Mende sc." 
72x71. 

1690 H 1577 S. 277. Der Schweinehirt küßt die Prinzessin. „L. R ", „Haase", 
75x73. 

1691 H 1578 S. 327. Der Tannenbaum. Initial „D", Kinder beim T. im 
Walde Beeren suchend. „L. R.", „Haase", 68x80. 

1692 H 1579 S. 333. Familie beim Christbaum. „L R" von rechts nach links, 
„HAASE", 106x77. 

Dieser Hsch. allein findet sich, wahrscheinlich im Erstdruck, gleich 
hinter dem Titel in „Ein Weihnachtsbaum. ! Seinen jungen Freunden 
und Freundinnen j angezündet und gewidmet j von | Gustav Nieritz. | 
Verlegt | von | M. Simion in Berlin." O. J. 

1693 H 1580 S. 341. Elfenhügel. Initial „E" mit zwei Eidechsen. „LR.", 
66x30. 

1694 H 1581 S. 351. Der Springer. Initial „D" mit dem Floh. „LR." 
43x60. 

1695 H 1582 S. 354. Die Hirt in und der Schornsteinfeger. Initial „H", 
Pan mit dem Thyrsusstab. „L. R.", „Haase", 43x60. 

1696 H 1583 S. 362. Die rothen Schuhe. Initial „D" mit Katze. „LR", 
„C. Mende sc." 72x64. 

1697 H 1584 S. 370. Der Engel bringt Marie den Rosenzweig. „L R.", 
„C. Mende sc." 81x70. 

1698 H 1585 S. 372. Holger Danske. Initial „I", Holzschnitzer schnitzt 
einen Ritter. „L. R.", „Haase". 75x57. 

203 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

1699 H 1586 S. 379. Fliedermütterchen. Initial „E", Knabe im Bett be- 
kommt Thee. „L R." 70x76. 

1700 H 1587 S. 388. Fl. mit dem Knaben im Fliederstrauch. „Haase". 86x78. 

1701 H 1588 S. 392. Die Galoschen des Glücks. Initial „I", Mutter 
mit Tochter, die Galoschen, Schirm und Stock. „L. R.", „C. MENDE sc." 
85x45. 

1702 H 1589 S. 402. Der Gerichtsrat zu Boden gefallen, I. schlafender Nacht- 
wächter. „L R." 99x72. 

1703 H 1590 S. 432. Die Glocke. Initial „D" mit Vogelkäfig, Ausflügler 
beim Kaffee und die Aussicht genießend. „L. R.", „HAASE sc." 115x75. 

1704- H 1591 S. 441. Der böse Fürst. Initial „E", der König nackt, ein 
Tuch haltend, die Krone vom Haupt geflogen. 75x45. 

Dass. 3. verm. Aufl. Leipzig, Günther, 1S65. 5.. 6., 7., 9., 10., 11. Aufl., zum Teil mit 
anderen Bildern dazu, 1870—1374, und viele weitere Auflagen, z.T. nur eine Auswahl 
enthaltend, 20. Aufl. o. ]. Leipzig, Ambrosius Abel. 

,J. P. Hebel's | aiiemannische Gedichte für Freunde 
ländlicher Natur und Sitten. Ins Hochdeutsche übertragen j 
von | R. Reinick. | Mit | Bildern nach Zeichnungen | von | 
Ludw. Richter. | Leipzig, | Verlag von Otto Wigand. j 1851." 

Kl. 4". — VI, 213 SS. — 12/ 3 Thlr. geb. 2 Thlr. 

Enthält 95 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1705 H 1592 S. 1. Die Wiese. Wiege der W. in blumenumkränzter Fels- 
kluft. „F. REUSCHE. sc", 81x88. 

1706 H 1593 S. 3. Die kleine W. im Hemdchen tritt aus dem Felsentor. 
77x67. 

1707 H 1594 S. 4. W. hört bei der schönen Buche die heilige Me~- 

1708 H 1595 S. 6. Die große W. auf der Wanderung, hinten Gaisbuben. 
79x58. 

1709 H 1596 S. 9. W. und ihre Schwester sich umarmend. 

1710 H 1597 S. 15. W. und Rhein als Seh weizerbursch sich begrüßend. 72 

1711 H 1598 S. 16. Freude in Ehren. Initial E auf dein Krug, sich 
sendes Kinderpaar. 69x43. 

1712 H 1599 S. IS. Die Irrlichter. Das Irrlichtmännchen leuchtet dem 
Engel, „GABER." 84x74. 

1713 H 100(1 S. 23. Das Liedlein vom Kirschb 
Bienchen, Spat/ an den Kuschen. 61 

1714 M 1601 S. 25. Schneelandschaft, vorn zwei K 

1715 II 1()02 S. 20. Der Schmelzofen 
Wein an. ,.( • ' 

204 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

1716 H 1603 S. 33. Bauern die Sensen dängelnd. 45x64. 

1717 H 1604 S. 34. Der Morgenstern. Mäher und Mädchen das Früh- 
stück bringend. 102x92. 

1718 H 1605 S. 38. Mutter Sonne die Sterne scheltend. 37x77. 

1719 H 1606 S. 39. Der Sperling am Fenster. Mutter und Kind. „AIME 
RICHTER.", 83x69. 

1720 H 1607 S. 41. Spatz mit Ranzen und Krückstock. 34x62. 

1721 H 1608 S. 42. Der Karfunkel. Vater Frau und fünf Kindern erzählend. 
„LR", „GABER.", 95x94. 

1722 H 1609 S. 44. Pater dem Mädchen aus den Karten wahrsagend. 67x72. 

1723 H 1610 S. 46. Bub am Fenster ruft Michel vom Kartenspiel heim. 
„GABER.", 72x74. 

1724 H 1611 S. 49. Michel hat Käthe erstochen. „St", 65x68. 

1725 H 1612 S. 52. Der Selbstmörder Michel auf dem Feld liegend. 
„SCHMIDT, sc", 62x98. 

1726 H 1613 S. 53. Das Hexchen. Bursch auf der Schnitzbank, ein Mäd- 
chen geht vorbei. 64x86. 

1727 H 1614 S. 55. Bursch über den Zaun spähend. 44x47. 

1728 H 1615 S. 57. Der Mann im Mond. Mutter zeigt dem Kind den 
Vollmond. 65x69. 

1729 H 1616 S. 59. Der Mann im Mond mit Axt und Holzbürde. 34x40. 

1730 H 1617 S. 60. Marktweiber in der Stadt. Initial D, ausrufende 
Marktweiber. „St", 62x54. 

1731 H 1618 S. 64. Eierkorb, sich schnäbelnde Tauben. 64x49. 

1732 H 1619 S. 65. Der allzeit vergnügte Tabakraucher. Bauer auf 
der Bank sein Pfeifchen rauchend. 81x38. 

1733 H 1620 S. 66. Pfeife und Tabaksbeutel. 39x22. 

1734 H 1621 S. 67. Der Sommerabend. Bauernfamilie vor dem Hause 
ausruhend. „GABER.", 83x95. 

1735 H 1622 S. 71. Die Mutter am Christabend, den Baum putzend. 
„St", 86x74. 

1736 H 1623 S. 75. Eine Frage. Engel vor dem Christbaum an der Wiege 
des Kindes. 77x81. 

1737 H 1624 S. 78. Noch eine Frage. Initial U mit dem Christbaum. 
71x36. 

1738 H 1625 S. 80. Gespenst an der Kanderer Straße. Die Mutter als 
Gespenst bei der Leiche ihres Kindes. „A. GABER.", 74x89. 

1739 H 1626 S. 83. Der Käfer. Initial D, Engel in der Lilie tränkt den 
Käfer. 64x36. 

205 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 



1740 H 1627 S. 85. Käfer der Blume zufliegend. 46x25. 

1741 H 1628 S. 86. „Schopfheim." „SCHMIDT, sc", 45x76. 

1742 H 1629 S. 92. Bärbel redet dem Räuber am Waldrand zu; Leute 
kommen vorbei. 80x100. 

1743 H 1630 S. 94. Frau und Bote beim Statthalter, den der Schlag trifft. 
„STEINBR sc", 74x91. 

1744 H 1631 S. 98. Der Schreinerg'sell. Handwerksbursch und Mutter. 
69x54. 

1745 H 1632 S. 99. Hans und Käthe. H. am Waldrand sitzend, von K. 
belauscht. 72x89. 

1746 H 1633 S. 102. Amor lauscht hinter dem Brunnen. 33x40. 

1747 H 1634 S. 103. Der Winter. Bauer stapft durch den Schnee der 
Dorfstraße. 66x82. 

1748 H 1635 S. 105. Engel füttert die Vögel im Schnee. 25x54. 

1749 H 1636 S. 106. Der Geist in der Neujahrsnacht. Erscheinung 
am Brunnen. „SCHMIDT, sc", 78x78. 

1750 H 1637 S. 109. „Das Habermufs", „A. GABER." 88x90. 

1751 H 1638 S. 112. Engel begießen das Feld. „LR", „A. GABER." 74x99. 

1752 H 1639 S. 113. Fünf Kinder lesen Aehren. „GABER." 63x85. 

1753 H 1640 S. 114. Der Esel wird zur Mühle getrieben. 31x66. 

1754 H 1641 S. 115. Wächterruf. Tutender Nachtwächter mit Hund. 
„SCHMIDT, sc." 67x50. 

1755 H 1642 S. 117. Der Bettler. Mädchen in der Tür, B. auf der Bank. 
„SCHMIDT sc", 98x96. 

1756 H 1643 S. 120. Der Storch. Storchenpaar auf dem Nest. 70x82. 

1757 H 1644 S. 124. Bauernpaar dem Bub den Storch weisend. 52x74. 

1758 H 1645 S. 125. „Sonntagsfrühe." „SDG", „STEINBR. sc", S6xS8. 

1759 H 1646 S. 128. Aurikelnstrauß. 39x35. 

1760 H 1647 S. 129. Auf einem Grabe. Mädchen auf den Grabstein ge- 
beugt, Regenbogen. 80x95. 

1761 H 1648 S. 132. Kinderpaar und ein Engelchen in den Wolken. 43x40. 

1762 H 1649 S. 133. Der Wächter in der Mitternacht. Auf dem Fried- 
hof. „Marie", „J. G. FLEGEL, sc", 90x62. 

1763 H 1650 S. 138. Krähender Hahn, im Hintergrund Gräber. 4S 

1764 H 1651 S. 139. Der zufriedene Landmann. Stopft sielt am Pflug 
die Pfeife „FLEGEL, s", 72x99. 

1765 H 1652 S. 142. Mutter und Kinder den Tisch deckend 

206 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

1766 H 1653 S. 143. Dije Vergänglichkeit. Bauer und Bub bei Nachtauf 
dem Ochsenwagen. 58x74. 

1767 H 1654 S. 149. Der Januar. Mutter und zwei Kinder im Winter in 
der Hütte, 86x89. 

1768 H 1655 S. 153. Mehlsäckchen, Hemd und Kuchenstücke, 22x50. 

1769 H 1656 S. 154. Der Knabe in den Erdbeeren. Der Engel erscheint 
ihm. 84x87. 

1770 H 1657 S. 156. Bub die Mütze ziehend, 31x43. 

1771 H 1658 S. 157. Das Spinnlein. Initial N, Spinnennetz und Spinne. 
54x40. 

1772 H 1659 S. 160. „Die Feldhüter." 61x95. 

1773 H 1660 S. 161. Mädchen, Bursch, Schafheerde am Brunnen, „SCHMIDT, 
sc", 71x89. 

1774 H 1661 S. 163. Mädchen und Bursch sich im Korn begegnend. 43x85. 

1775 H 1662 S. 164. Im Bette schlafendes Mädchen, A. GABER sc", 47x86. 

1776 H 1663 S. 166. Des neuen Jahres Morgengruß. „Grüß Gott." 
69x59. 

1777 H 1664 S. 170. Pilgerstab, mit Rosen bekränzt, 53x16. 

1778 H 1665 S. 171. Geisterbesuch auf dem Feldberg. Zwei Engel 
zum Fenster hinein lugend, „I. G. FLEGEL", 72x87. 

1779 H 1666 S. 172. Hebel beim Vetter zum Kaffee, „St", 63x78. 

1780 H 1667 S. 173. H. durch den Buchenwald spazierend, „SCHWERT- 
FÜHRER sc", 116x85. 

1781 H 1668 S. 175. H. trifft bei Nacht den dängelnden Engel, „I. G. FLE- 
GEL sc", 107x82. 

1782 H 1669 S. 180. Schnupftabaksdose und Fliegen, 25x43. 

1783 H 1670 S. 181. Der Abendstern. Junge Frau mit Garbe, den Bub 
am Kleid, „I. G. FLEGEL, sc." 93x67. 

1781 H 1671 S. 185. Der Schwarzwälder im Breisgau. Schwarzwald- 
haus am Waldrand, 56x69. 

1785 H 1672 S. 187. „-Simmen Fritz (Herz) Eva-", „GABER", 82x96. 

1786 H 1673 S. 190. Eva und das Erdweibchen in der Höhle, 73x64. 

1787 H 1674 S. 194. Bekränzter Spinnrocken, 50x55. 

1788 H 1675 S. 195. Die glückliche Frau. Kartoffeln schälend, Tauben 
und Schwalbe, „St", 78x62. 

1789 H 1676 S. 193. Die Ueberraschung im Gerten. Junges Pärchen 
unter dem Apfelbaum sich küssend, „SCHMIDT, sc", 90x81. 

207 



II A 3 Bücher mit Holzsc hnitten. 1851 

1790 H 1677 S. 201. Das Ge v.itter. Junges Paar über der Wiege, segnender 
Engel, „LR", „A. GABER.", 97x75. 

1791 H 1678 S. 204. Schnuller, Süppchen, Milchtopf, Fliegen, 22x42. 

1792 H 1679 S. 205. Agathe an der Bahre ihres Pathen. Der Vater 
dabei. 68x84. 

1793 H 1680 S. 207. Sanduhr in Mohnranken. 48x24. 

1794 H 1681 S. 208. Die Häfnet-Jungf rau. Am Bach, ihr Haar strählend, 
„GABER.", 106x74. 

1795 H 1682 S. 212. Wanderer vom Vetter ins Dorf gewiesen, „St.", 70xS8. 

1796 H 1683 S. 213. Auf den Tod eines Zechers. Initial D, Wirtshaus- 
zeichen mit Busch, 63x28. 

1797 H 1684 S. 214. Krug, Seidel, Flasche an einer Weinranke. 71x40. 

1798 H 1685 S. 215. Der Wegweiser. Initial W mit Rabe und Taube. 
73x32. 

1799 H 1686 S. 217. Engelchen hält das Buch, „ENDE", 32x37. 

Dass. 2. Aufl. 8° 1853 und weitere Aufl. — Dass. „in allemannisc'nem Originaltext", 
8" 1872, 2. Aufl. 1882, vgl. in dieser Abt. 1872 zu Nr. 2886. 

Siehe „Richter-Album", 3. bis 6. Ausg. „Cliches-Catalog. Nachtrag. G. Wigand's Ver- 
lag, 1876.", und „L. R.'s Volkskunst" Nr. 191 bis 239 Abt. II A4. 

Als Beispiel, wie L. R. geplündert wurde, vgl. „O. E. Burkhardt, Lieder und Bilder 
iür kindliche Herzen, Leipzig, Gustav Thenau, 1854", wo gleich auf dem Titel und weiter- 
hin eine Anzahl Bilder aus Hebe! mit den nötigen Entstellungen nachgezeichnet und ge- 
schnitten sind. 

„Gesammelte Erzählungen von W.O. von Hörn. 

(Verfasser der Spinnstube.) | Dritter Band. Frankfurt am 
Main. | J. D. Sauerländer's Verlag. | 1851." 

Gr. 120. _ 2 Bl. 344 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1800 H 1687. „Aus dem Leben eines Vogels bergers." „Bist du denn 

bei den Mädchen auch so blöde", „W." am „B. sc", „X. A. v. Gaber.", 

138x80; beide Bezeichnungen später fortgeschnitten. 

Die Umschlagholzschnitte W. vom ersten und zweiten Band, 1S50. Siehe zum zuf/xn 
Bande. 

Gleicher Titel, „Vierter Band." 

Gr. 12«. - 2 Bl. 343 SS. - 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1801 H 1688. „Meine erste Braut." „GERINGSWALD M V \ . 

A. GABER.", letztere Bezeichnung Bpätei fortgeschllitten. 136x88. 

Siehe zum 2 und 3 Bande. 

208 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

„Die Spinnstube, | ein | Volksbuch für das Jahr | 1851. | 
Herausgegeben | von | W.O. von Hörn. | Sechster Jahrgang. | 
Mit einem Stahlstich und vielen Holzschnitten, gezeichnet 
von L. Richter, | geschnitten im akademischen Atelier für 
Holzschneidekunst in Dresden. | Frankfurt am Main. | J. D. 
Sauerländer's Verlag." 

8«. — IV, 198 SS. — s/u Thlr. 

Enthält 30 neue Holzschnitte: Auf der Vorder- und Rückseite des 
Umschlags je 1, und 28 in den Text gedruckt: 

1802 H 1689. Vorderseite des Umschlags, „Die Spinnstube." „LR", „J. D.S.", 
„GERINGSWALD sc", 144x88. 

1803 H 1690. Rückseite des Umschlags, „Gott zum Gruß", Engel mit Spinn- 
rocken und Buch. „F. REUSCHE sc", 138x83. 

1804 H 1691 S. 9. Eine Geschichte, wie sie leider oft passirt. Frau 
Riebeier sitzt auf dem Bett des Mannes, der die Pfeife raucht. 74x80. 

1805 H 1692 S. 11. R. geht mit Agnes, die den Rechen hält, durchs Feld. 
99x70. 

1806 H 1693 S. 16. Herr Leitner wirbt bei den Eltern um A., Kaffeetisch. 
80x70. 

1807 H 1694 S. 19. „M. C. Leitner". Höhnende Leute vor dem verschlossenen 
Laden. 44x66. 

1808 H 1695 S. 28. Der Siebente. Dörfler überreicht dem sitzenden Er- 
zähler die Rechnung. 60x68. 

1809 H 1696 S. 33. Der E. liest mit gelüpftem Käppchen das königliche 
Schreiben. 63x50. 

1810 H 1697 S. 34. Kirchgang zur Taufe des Paten des Königs. 50x80. 

1811 H 1698 S. 42. Gutenberg auf der Wanderung nach Straßburg. 71x70. 

1812 H 1699 S. 49. Der Welt Lauf. Der Förster und Jacob finden die 
schlafende Ammi. „SCHMIDT sc." 116x80. 

1813 H 1700 S. 51. Die beiden Förster im Wald. 71x55. 

1814 H 1701 S. 57. Ammichens Grabhügel, Kranz am Kreuz. 47x39. 

1815 H 1702 S. 61. Doctor am Wagenschlag, vom Pflasterer gemahnt. 68x56. 

1816 H 1703 S. 65. Zwei harte Steine mahlen selten reine. Leon- 
hard, am Hafen sitzend, wird vom Schiffszimmermann angeredet. 63x89. 

1817 H 1704 S. 74. Stifter findet L. am Boden knieend, Diener mit der 
Fackel leuchtend. 85x61. 

1818 H 1705 S. 80. L. in des Vaters Armen, Mutter und Geschwister am 
Gartentisch. 96x86. 

209 H 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1851 

1819 H 1706 S. 87. Der Soldat im Bett vom Hund gestellt. 53x59. 

1820 H 1707 S. 88. Der Schultheis wird von zwei Soldaten gezüchtigt. 49x49. 

1821 H 1708 S. 92. Initial „D" mit Kaffeetrinkerin und Kaffeezweig. 42x39. 

1822 H 1709 S. 100. Des Säufers Weib beider Wiege autaen Knieen. 68x60. 

1823 H 1710 S. 103. Der Säufer in seines Weibes Armen, das Kind am 
Boden. „SCHWERTF. sc", 99x81.} 

182-4 H 1711 S. 117. Willem erhält von seinem Kameraden den Thaler für 
das Schulgeld. 87x57. 

1825 H 1712 S. 130. Der Drahtflechterbub vor der ,Haustür sitzend. 
„SCHWERTF. sc", 106x71. 

1826 H 1713 S. 134. Der Bauer überreicht dem Juden die Quittung. 62x54. 

1827 H 1714 S. 139. Der Wiener in Dresden muß in der Sänfte mitlaufen. 
53x51. 

1828 H 1715 S. 145. Der Jude rühmt dem Ehepaar Bück die Lotterie. 62x79. 

1829 H 1716 S. 154. Bück als Bettler die Hand hinhaltend. 76x49. 

1830 H 1717 S. 159. Der Kandidat dem alten Dessauer probepredigend. 
68x70. 

1831 H 1724 S. 189. Initial „E", Wegweiser „nach Berlin.", wandernder 
Schulmeister. 37x26. 

Hsch. S. 194 oben = Nr. 1641; S. 5. 24, 60, 89 oben, 108, 140, 162, 174 = Nr 1042; 
S. 22, 58, 89 unten, 107, 122, 141, 161 =Nr. 1646; S. 7, 46, 92 unten, 143 = Nr 1647. 

Stahlstich und Hschte. S. 1, 4 oben und unten, 36, 105, 106, 156, 189 unten, 192, 194 
unten n. n. L. R. — 

S. 170, 171, 176, 178, 181, 188 von C. Peschel. Siehe „Ludwig Richter an Georg Wi- 
gand" S. 67, 24. Jan. 1851. Hoff weist diese 6 Holzschnitte als Nr. 1718 bis 1723 L R zu. 
aber in Sauerländer's Richteralbum, von dem L. R. Korrektur las, sind sie mit Recht nicht 
aufgenommen. — Nach demselben Briefe sind alle Bilder des Bandes von H. Bürkner auf 
den Holzstock gezeichnet. 

Siehe ,, Ludwig Richter's Illustrationen zu Horn's Schriften. 1. Bd. 1873.", Abt II A4i 

„Der | Weihnachtsbaum. Gewidmet | der deutschen 
Jugend | von | Ferdinand Schmidt. | In 12 Büchern. 
Leipzig, | Verlag von Otto Wigand. | 1851." 

Hoch 40.-I. Buch: IV 52 SS. - Alle 12 Bücher 3»/i Thlr. 

Enthält 2 neue Holzschnitte, 1 Titelbild und 1 einzelnes Blatt: 

1832 H 1725. „Der Weihnachtsbaum." „GABER sc", 143>U17, illustrirtes 
Titelblatt. Wiederholt auf jedem der 11 folgenden Bücher. 

1 S.'J.'J H 1726. 1. Buch S. 5. Lasset die Kindlein zu mir kommen. „J. ü. 
FLEGEL sc", 103x82. 

In Ed. Cichorius' Kollektaneen schreibt L. R /u diesem zweiten Blatt: ,.Oas ist wohl 
eines jener von Gaber gesammelten religiösen Bildchen? Ich habe wenigstens keine be- 
sondere (Komposition dieses Gegenstands für Otio Wigand gemach! " Nicht ganz klar, 
aber docli überwiegend wahrscheinlich ist es, daß 1. R damit auch die l'rhebetschaft de: 

210 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

Zeichnung ablehnt. Da das Blatt immerhin etwas anfremdet, Otto Wigand es auch nicht 
in sein Album „202 Holzschnitte", das doch vollständig sein soll, aufnimmt, wird es als 
unsicheres Eigentum L. R.'s zu betrachten sein. 

Hsch. S. 9 = Nr. 1320; S. 16= Nr. 1306; S. 17 = Nr. 1305; S. 20 = Nr. 1316; S. 27 = 
Nr. 1317; S. 48 = Nr. 702; — 2. Buch S. 5 = Nr. 1184; S. 9 = Nr. 1304; S. 12 = Nr. 1186; 
S. 15 = Nr. 1187; — 3. Buch S.7 = Nr. 1201; S. 11= Nr. 1192; — 5. Buch S. 16= Nr. 1302; 
— 8. Buch S. 16 = Nr. 681; S. 29 = Nr. 1321. 

Siehe „Richter-Album" 2., 3., 5. Ausg. und „202 Holzschnitte", Abt. II A 4 a. 



1852. 

„Deutsches Balladenbuch. | Mit Holzschnitten nach 
Zeichnungen | von | Adolf Ehrhardt, Theobald von Oer, | 
Hermann Plüddemann, Ludwig Richter und Carl Schurig | 
in Dresden. | Leipzig, 1852. | Georg Wigand's Verlag." 

Hoch 40. — VI, 1468 SS. — 3 Thlr. 10 Gr. — Erschien in 10 Lieferungen. 

Enthält 3 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

1834 H 1727 S. 20. Schneiders Höllenfahrt, „Allg. D. Bekleidungs 
Ac. demie", Jungtow sc, 86x119. 

1835 H 1728 S. 129. „Hochzeitlied", oben der Graf schlafend und 
Zwergenspielleute, unten Tanz, dazwischen Text, Roloffs sc, 183x119. 

1836 H 1729 S. 313. Abschied, Geleit des scheidenden Burschen, Roloffs sc, 
96x121. 

Hsch. S. 125 = Nr. 351 ; S. 151 = Nr. 347; S. 153 = Nr. 348; S. 155= Nr. 349; S. 157 
= Nr. 350. 

In Wirklichkeit sind die Abdrücke hier früher als im Goethe-Album. 

Dass. 2. Aufl. 1858 bringt auch: Der getreue Eckard, Ritter Curts Brautfahrt, Der 
Gott und die Bajadere. — 4. Aufl. 1866. 

Siehe Cliches-Catalog, G. Wigand's Verlag, Nachtrag 1876, Nr. 1826, 1758, auch „L. R.'s 
Volkskunst" Nr. 266, Abt. II A4. 

„Gesammelte Erzählungen von W. O. von Hörn." 

Titel siehe S. 197. „Fünfter Band." „1852." 

Gr. 120. _ 2 Bl. 296 SS. 2 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1837 H 1730. „Ein Stücklein von der Mosel." Geringswald und F. Ober- 
mann sc, 136x88. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

Dasselbe: „Sechster Band." „1852." 

Gr. 12. — 2 Bl. 298 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1838 H 1731. „Zunderbuchs." „GERINGSWALD sc", 135x85. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

211 14> 



11 A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

Dasselbe: „Siebenter Band." „1852." 

Gr. 12». _ 2 B1. 351 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1839 H 1732. Der physiognomische Bock. Zusammentreffen in der 
Gemäldegalerie. „A. v. A. GABER", 109x82. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

Dasselbe: „Achter Band." „1852." 

Gr. 12». — 2 Bl. 348 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1840 H 1733. Begebenheiten eines Landschaftmalers in Italien. 
Abschied des Malers von den italienischen Wirten. „L. R.", „X. A. v. 
GABER", 126x101. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

„Des alten Schmiedjakob's Geschichten von 

W.O. von Hörn. | (Verfasser der Spinnstube.) j Mit vielen 
neuen Illustrationen | vom | Professor L. Richter. J Frank- 
furt am Main. | J. D. Sauerländer's Verlag. | 1852." 

8«. - 3 Bl. 288 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 34 neue Holzschnitte : 1 Titelbild, auf dem Umschlag wieder- 
holt, und 33 in den Text gedruckt: 

1841 H 1734. Titel und Umschlagbild. „Des alten Schmidtjakob's Ge- 
schichten." Der Stelzfuß im Familienkreise vor dem Kachelofen. „A. 
OABER." 161x107. 

1842 H 1735 S. 8. Aus der Schmiede. Fünf Mädchen am Brunnen. 
116x85. 

1843 H 1736 S. 10. Ammichen schaut durchs Fenster in die Stube. 95x56. 

1844 H 1737 S. 14. Handschlag zu Fritz' und Käthe's Verlobung. 92x79. 

1845 H 1738 S. 19. A. und Fr. im Gespräch vor der Bank. 97x78. 

1846 H 1739 S. 26. Fr. auf den Stock gestützt mit A. in der Stube. 44x41. 

1847 H 1740 S. 28. Fr. und A. auf der Bank unter den Bäumen. 60x91. 

1848 H1741 S. 32. Die Auswanderer nach Amerika. Mühle unter 
Bäumen. 55x68. 

1849 H 1742 S. 36. Vetter Gottfried tritt den Hut lüpfend, vom Spitz an- 
gebellt, ins Familienzimmer. 65x83. 

1850 H 1743 S. 47. Des Schöffen Sohn, Hände in den Hosentaschen, Pfeife 
im Mund. 72x35. 

1851 H 1744 S. 50. Der Müller und der Schöffe im Zwiegespräch, stehend. 
72x51. 

212 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

1852 H 1745 S. 54. Lieschen mit dem Brüderchen auf dem Kirchgang vor 
Pauls Haus. „F. REUSCHE sc." 76x100. 

1853 H 1746 S. 59. Paul rettet L. aus der üeberschwemmung. „F. REU- 
SCHE", 104x71. 

1854 H 1747 S. 69. Der Müller liest der Frau den Brief aus Amerika vor. 
42x47. 

1855 H 1748 S. 78. P. am Bett der kranken Mutter. 36x47. 

1856 H 1749 S. 79. P. trifft L. am Zaun unter Weiden. 77x68. 

1857 H 1750 S. 90. Die schiffbrüchigen Auswanderer im Boot. 47x91. 

1858 H 1751 S. 91. Die sechs Auswanderer auf der Heimwanderung. 61x89. 

1859 H 1752 S. 103. Gemeindeversammlung unter der Linde. 29x62. 

1860 H 1753 S. 108. L. beim Oellämpchen spinnend. 57x50. 

1861 H 1754 S. 121. Der Jude verkauft dem Bauern zwei Pferde. 81x91. 

1862 H 1755 S. 156. „ . . Leidig." Der sterbende Vater von der Tür ge- 
wiesen. 105x75. 

1863 H 1756 S. 162. Die armen Verwandten besuchen den Vetter Geizhals. 
91x80. 

1864 H 1757 S. 166. Der geprellte Geizhals. 64x53. 

1865 H 1758 S. 184. Fritz von dem französichen Soldaten mit Brot gespeist. 
67x74. 

1866 H 1759 S. 198. Initial „E", Hirschkopf aus Tannenreisern. 40x27. 

1867 H 1760 S. 201. Wanderer beobachtet zwei Knaben beim Kranzwinden. 
75x91. 

1868 H 1761 S. 221. Wittington. Der kleine W. von der sterbenden 
Mutter gesegnet. 51x71. 

1869 H 1762 S. 225. Ein bettelnder Greis belehrt den arbeitsuchenden Knaben. 
55x65. 

1870 H 1763 S. 230. Herr Wood findet den im Gebüsch schlafenden Knaben. 
75x62. 

1871 H 1764 S. 232. W. und Herr Wood, hinter diesem eine Bank. 72x73. 

1872 H 1765 S. 238. Drei Katzen. 30x54. 

1873 H 1766 S. 255. W. rettet Jenny Wood aus dem Brande. 100x67. 

1874 H 1767 S. 261. W. beim Lampenlicht schreibend. 54x54. 

Hsch. S. 137 = Nr. 1473; S. 138 = Nr. 1647; S. 166 unten = Nr. 1641 : S. 136 = Nr. 1814. 

Stahlstich n. n. L. R. 

3. Aufl. 1854 (nach einem Börner'schen Katalog). 

Siehe „L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften", I. Bd. 1873. Abt. II A 4 a. 

„Die Spinnstube, | ein | Volksbuch für das Jahr | 1852. j 
Herausgegeben | von | W.O.vonHorn. j Siebenter Jahrgang. | 
Mit einem Stahlstich und vielen Holzschnitten, gezeichnet 

213 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

von L. Richter, | geschnitten in den Atelier's von H. Bürckner 
und A. Gaber | in Dresden. | Frankfurt am Main. | J.D.Sauer- 
länder's Verlag." 

8". — IV SS. 8 Bl. 200 SS. - 5 /it Thlr. 

Enthält 51 neue Holzschnitte, 6 auf Tonpapier und 45 in den Text 
gedruckt : 

1875 H 1768 S. 1 oben, Taube mit Ölzweig. 17x15. 

1876 H 1769 S. 1 unten, Initial 2ß, der Herausgeber am Schreibtisch. 80x36 # 

1877 H 1770 S. 2. Vier Kinder schauen dem Vater über die Schulter ins 
Buch. 64x74. 

1878 H 1771 S. 5. Zwei Bücher. 34x73. 

1879 H 1772 S. 7. Schlüssel mit Band. 38x41. 

1880 H 1773 S. 9. Initial 27t, sitzender Bettler hält den Hut hin. 62^44. 

1881 H 1774 S. 11. Die Waise. Bauern kommen zur Spinnstube. „BADER." 
55x81. 

1882 H 1775 S. 15. Frauenkopf, „die Zecke" oder „die Kreuzspinne", 33x26. 

1883 H 1776 S. 18. Peter trägt Eva huckepack durch's Wasser. „GERINGS- 
WALD SC." 71x74. 

1884 H 1777 S. 19. Niklas sterbend, E. küsst ihm die Hand. „GERWD. sc", 
62x80. 

1885 H 1778 Zu S. 24. Hannsjörg mit dem Schmied streitend. 85x75. 

1886 H 1779 S. 26. P. nimmt Abschied von den Eltern. GERWD. sc." 52x57. 

1887 H. 1780 S. 28. Müllerund Müllerin am Kaffeetisch. SCHW. sc." 85x70. 

1888 H 1781 S. 31. E. im Sorgenstuhl, die Bibel auf dem Tisch. 67x58. 

1889 H 1782 Zu S. 34. E. legt weinend den Kopf an P.'s Schulter. 84x68. 

1890 H 1783 S. 37. Müllerin schenkt der Goth Kaffee ein. 54x63. 

1891 H 1784 S. 38. Müller im Felde, die Hand an der Stirn. 45x74. 

1892 H 1785 S. 41. Müller neben der weinenden Müllerin auf der Garten- 
bank. „SCHW. sc." 57x83. 

1893 H 1786 S. 43. Müllerin und P. bei der Lampe am gedeckten Tisch. 
45x63. 

1894 H 1787 S. 46. Müller gibt P. und E. vor zwei Zeugen zusammen. 63x78. 

1895 H 1788 S. 48. Der Nachbar wird zum Tor hinausgeworfen. 75 - 70. 

1896 H 1789 S. 49. Die alte Christine auf dem Sterbebett. 44x75. 

Wie sich das Gute allemal belohnt. 

1897 H 1790 Zu S. 51. Der Jud an der Tür der Hofleute, vom Spitz he- 
schnopert. 100x77. 

1898 H 1791 S. 54. Die Hofleute finden den Juden auf dem Einbrecher 
knieend. 65 - 56. 

214 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

1899 H 1792 S. 60. Eine Anekdote, Pferdevermieter und Student im Stall. 
78x64. 

1900 H 1793 S. 66. Ehrlich währt am längsten, Schreiner zeigt dem 
Rat das Schubfach. 59x35. 

1901 H 1794 S. 72. . . . das Strumpf stricken .... Initial A, Mädchen 
strickend. 71x31. 

1902 H 1795 S. 85. War das etwa ein Zufall? Fuchs, Has und Jäger. 
„GERWD. sc", 50x89. 

1903 H 1796 S. 87. Jäger reicht Holzknecht die Hand. „BADER", 67x77. 

. Habet ein Herz für die Brüder. 

1904 H 1797 S. 91. „J. O. Falk | Peruquier", Johannes hinter sich. 82x68. 

1905 H 1798 S. 92. Johannes bei Laternenlicht lesend. „BADER." 73x46. 

1906 H 1799 S. 96. Engländer mit Fernglas im Initial I. 61x26. 

1907 H 1800 S. 100. Der Versucher. „Allhier | guter Brantwein. | bei I. P. 
Bisser." 56x36. 

1908 H 1801 S. 103. Bisser am Fenster, vorn Wecken. 54x52. 

1909 H 1802 S. 109. Drei Musikanten gehn ins Wirtshaus. „BADER sc", 
81x73. 

1910 H 1803 S. 113. Der Büttel ausschellend. 53x32. 

1911 H 1804 S. 126. Bauer und Apothekergehülfe, eingießend. 75x70. 

1912 H 1805 S. 140. Förstersfrau erschießt altes Weib durch die erbrochene 
Tür. 69x52. 

1913 H 1806 S. 144 unttm, Initial I, Mädchen kehrt vor der Haustür. 73x31. 

Die Geschwisterkinder. 

1914 H 1807 S. 146. Vater am Fenster, Riekchen schließt dem Schwesterchen 
das Kleid. 76x55. 

1915 H 1808 S. 149. „Post", KanzellistWilken, am Schalter angerufen. 70x60. 

1916 H 1809 S. 158. Franz am Schreibtisch, das Briefsiegel lösend. „E.R. sc", 
73x62. 

1917 H 1810 S. 161. Fritz im Bett gibt seinem Burschen Anweisung. „E.R. sc", 
56x77. 

1918 H 1811 Zu S. 163. Franz von den Douanen des Schmuggels überführt. 
105x78. 

1919 H 1812 Zu S. 166. Riekchen ohnmächtig im Sessel, die drei Alten um 
sie. „GERINGSWALD sc", 95x71. 

1920 H 1813 S. 167. Der Brief von Fritz, Riekchen kniet im Gebet. 63x60. 

1921 H 1814 S. 169. Franz zwischen Tisch und Ofen, und der Wirt. 65x82 

1922 H 1815 S. 178. Hungerjahre. Zwei Bauern am Tisch und Wirt in 
Zipfelmütze. 56x68. 

215 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

1923 H 1816 Zu S. 187. Kosackelches. Flucht vor den Kosacken. „GE- 
RINGSWALD", 106x80. 

1924- H 1817 S. 189. Der Jude verhandelt mit den Kosacken. „GERINGS- 
WALD sc", 84x82. 

1925 H 1818 S. 194. Die beiden falschen Kosacken beim Glase Wein be- 
lauscht. „E. R. sc", 83x86. 

Hschte. auf dem Umschlag — Nr. 1802, 1803; S. 88 — Nr. 1473: S. 130 = Nr. 1494; 
S. 50, 173, 200 = Nr. 164i ; S. 55, 79, 99, 117, 145, 182 = Nr. 1642; S. 56 oben, 80, 115, 
144 oben, 174 = Nr. 1646; S. 12, 61, 82 unten, 185 — Nr. 1647; S. 114 = Nr. 1655; S. 18unten 
:=Nr. 1814; S. 58 = Nr. 1829; S. 96 oben = Nr. 1878; S. 56 unten -Nr. 1880. 

Stahlstich und Hschte. S. 8, 10, 11 o., 48 u., 57, 68, 82 o., 107, 110, 120, 131, 136, 142, 
148, 159, 167 o., 180 n. n. L. R. 

Siehe „L. R.'s Illustr. zu Horn's Schriften" Bd. I, 1873, Abt. II A 4 a. 

„Geld und Geist | oder Die Versöhnung. Von Jeremias 
Gottheit. | Zweite durchgesehene Auflage. | Berlin. Verlag 
von Julius Springer. | 1852. | Titel- und Holzschnitt-Druck 
von L. Draeger in Berlin." 

8". — 1 Bl. 422 SS. — lVs Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

1926 H 1819. „Geld und Geist." „L R", „At. v. A. Gaber" (Gaber und 
W. Obermann sc), 120x79. 

„Jugendbibliothek [ von | Moritz Heger, Lehrer an 
der zweiten Bürgerschule in Dresden. | Zweite Ausgabe 
mit Original-Illustrationen von Ludwig Richter. | [Hier der 
Holzschnitt.] | Dresden, | Druck und Verlag von C. C. Mein- 
hold & Söhne." 

2 Bdchen. 8». — 128 SS. 1 Bl. — 1 Bl. 127 SS. — Je 12 ür. 

Enthält 3 Holzschnitte, 1 auf dem Titelblatt und 2 auf einzelnen 
Blättern gedruckt. Die letzteren sind nach dem ursprünglichen far- 
bigen Steindruck für die Restauflage in Holz geschnitten. 

1927 H 1820. Vier Kinder mit Kätzchen am Fenster, im Hintergrund die 
Mutter; Holzschnitt auf dem Titelblatt. „A. v. A. Gaber." (F.Ober- 
mann sc), 162x92. 

1928 H 1821. Der Rosendieb und sein Freund; Titelbild. 102 - 71. 

1929 H 1822. Zu S. 65. Der Brunnengräber zu August usbur^. 
hof zu G . . ." (die Inschrift nicht auf dem Steindruck). 106 SS 

Das Bild zu S. 100 und die zu .Jugendbibliothek" II. S. 3. 35, 73 n. n. L. R 
Vgl. unten zur Kinderlaube 1S63. Wiederholungen. 

„Knecht Ruprecht, | auch | St. Niclas oder IVIzmärtel 
genannt. Eine Weihnachtszeitung | von \ Johann Trau- 
gott [Löschke], mit Bildern von Ludwig Richter und Anderer. 

210 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

und mit Singweisen. | Nebst einem Beiblatte | Der Christ- 
markt. | [Hier der Holzschnitt.] | Leipzig, | Verlag von J. T. 
Löschke." 

Hoch 4». — 1. Jahrg. IV, 20, 8 SS. — 8 Gr. 

Enthält 19 Holzschnitte, 1 Verlagszeichen, 16 in den Text gedruckt 
und 1 Kopfleiste zum Christmarkt: 

1930 H 1823. Verlagszeichen auf dem Titel, Wappenschild mit Kreuz in 
Birnenzweigen. 27x89. 

Dieses Verlagszeichen wurde auch, auf Zettelchen von gelbem Papier abgezogen, In 
die aus dem Verlag Fritzsche übernommenen Restauflagen eingeklebt. 

1931 H 1824 S. 3. Die beste Weihnachtszeitung. Der Engel erscheint 
den Hirten. „F. Obermann", 93x100. 

1932 H 1825 S. 6. Knecht Ruprecht, Kn. R.'s Ankunft, W. Obermann sc, 
79x88. Auf dem Umschlag wiederholt. 

1933 H 1826 S. 8 oben. Kn. R., Kind und Hündchen. 47x70. 

1934 H 1827 S. 8 unten. Kn. R. verläßt die Stube, „F. O. sc", 72x108. 

1935 H 1828 S. 9. Zum Frühling. Mutter mit 4 Kindern, Regenbogen. 
„F. O.", 82x83. 

1936 H 1829 S. 11. Papa Gei kauft Bretzeln. 57x64. 

1937 H 1830 S. 12. Papa Gei füttert die Vöglein. 60x88. 

Die Geschichte vom grünen Hute. 

1938 H 1831 *S. 13 1. Mariechen fängt am Fenster Fliegen. 74x48. 

1939 H 1832 S. 13 r. Die Mutter kommt mit einem Bündel heim. 52x33. 

1940 H 1833 S. 14 1. o. Hutprobe. 39x54. 

1941 H 1834 S. 14 1. u. Der grüne Hut mit den Bindebändern. 33x20. 

1942 H 1835 S. 14 r. M. pflückt einen Wiesenstrauß. 42x65. 

1943 H 1836 S. 15 o. Die Ziegen zerzausen den Hut. 35x55. 

1944 H 1837 S. 15 u. Vater, Mutter und Gesinde stürzen herzu. 61x90. 

1945 H 1838 S. 16 o. M. wird von der Mutter gestraft. 25x46. 

1946 H 1839 S. 16 u. Beendigung des Kampfs der Ziegen. 55x95. 

1947 H 1840 S. 18. Gold'ne Aepfel usw. 2: vier Kinder gehen durch's 
Korn. 80x101. 

1948 H 1841. Anzeigen-Beilage „Der Christmarkt", Kopfleiste, 1. und r. eine 
Bude, 1. „}.. T", r. „L" (nach links) = Johann Traugott Löschke, 33x87. 

Hschte. : „Knecht Ruprecht" S. 17 und: „Christmarkt" S. 3, 8 n. n. L. R. 

„An der ] Krippe zu Bethlehem. | Weihnachtsgabe für 
Jung und Alt. | von Johann Traugott [Löschke], | mit 

217 



11 A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

Bildern von Ludwig Richter. [Hier der Holzschnitt] Dres- 
den, | Verlag des J. T. Löschke." 

Gr. 8«. — 46 SS. 1 Bl. — 12 Gr. 

Enthält 8 neue Holzschnitte, 1 auf der Vorderseite des Umschlags, 
bei einem Teil der Abzüge in Golddruck, 1 Titelbild und 6 in den 
Text gedruckt: 

1949 H 1842. Umschlag, „AN DER | KRIPPE j ZU BETHLEHEM", oben 
Stern, unten Engel mit der Laute. 145x97. 

1950 H 1843. Titelbild, Maria, der Engel Gabriel, der heil. Geist als Taube. 
„LR", „GABER", 71x50. 

1951 H 1844 S. [11.] Hirtenknabe am Zaun unter Lämmern. „ER [ver- 
schlungen] sc", 51x76. 

1952 H 1845 S. 13. Jesusknabe mit Rosenstrauß sitzt segnend unter Rosen- 
ranken. 68x68. 

1953 H 1846 S. 15. Jesuskind in der Krippe unterm Christbaum, oben Engel- 
chor. 78x73. 

1954 H 1847 S. 18. Vier singende Engel, davor zwei Engelknaben, ,'unten 
der Stern. 95x81. 

1955 H 1848 S. 24. Hirten mit dem Dudelsack beim Stall zu Bethlehem. 
„GABER.", 91x70. 

1956 H 1849 S. 26. Huldigung der drei Könige, vorn Knabe, die .Mütze 
haltend. „GERINGSWALD sc." 76x85. 

Verlagszeichen auf dem Titel — Nr. 1930. 

„Deutscher | Volkskalender | auf das Jahr { 1852. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. Neue Folge. — 
Zweiter Jahrgang. | (Inhaltsverzeichnis.) | Mit einem Stahl- 
stich und vielen Holzschnitten. Leipzig, | Georg Wigand's 
Verlag." 

Br. So. — 12 Bl. 98 SS. 8 Bl. - «fc Thlr. 

Enthält 9 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1957 H 1850 S [1.] Initial „E" mit Besemen und Hut. 38x43. 

1958 H 1851 S. 3. Hansli seinen Karren betrachtend. 38x48. 

1959 H 1852 S. 5. H. liest der Mutter ein Bibelkapitel vor. „A. GABEk 
73x91. 

i960 H 1853 S. 7. H. mit dem Besenkarren trifft das weinende Meitschi. 

„A. GABER.", 87x93. 
19«! H 1854 S. 11. H. führt das M. seiner Mutter zu. „HS (?) (verschlungen) fc", 

61 64. 
19<»2 H 1855 S. [12.] Die Großmutter bringt ilen beiden den schreienden 

Ruh entgegen. [J. G. FLEOEL VC PJ«, 92> 103. 

218 



IIA3 Bücher mit Holzschnitten. 1852 

1963 H 1856 S. [14.] H.mit seinen Kindern beim Besenbinden. „H.Schuseil.fc." 
[umgekehrt], 78x103. 

1964 H 1857 S. 15. H. in der Küche der Schultheißin. „FLEGEL, sc", 62x89. 

1965 H 1858 S. 17. H. warnt die weinende Frau, dabei ein Bub. „GERINGS- 
WALD.", 63x68. 

Siehe „Richter-Album" 2. bis 6. Ausg., „Cliches-Catalog. Georg Wigands Verlag" 1865 
und „L. R.'s Volkskunst« Nr. 257 bis 265. Abt. II A 4. 

„Illustrirte Zeitung | für die | Jugend. | | j | Sie- 
benter Band. | Leipzig: | F. A. Brockhaus | 1852." 

Hoch 4». — 3 Bl. 416 SS. — 2 Thlr. 

Enthält 7 in den Text gedruckte neue Holzschnitte : 

1966 H 1859 S. 73. Die Kinder artig zu machen, Reiter mit Regenschirm. 
„F. REUSCHE sc", 107x90. 

1967 H 1860 S. 389 oben. Morgengebet, kleines Mädchen im Bett. „Riewel 
sc", 57x73. 

1968 H 1861 S. 389 unten. Himmelschäfchen, 4 Kinder zum Himmel 
blickend. 63x83. 

1969 H 1862 S. 390 oben. Vögleins Begräbniss, 5 Kinder dabei. „St", 
87x82. 

1970 H 1863 S. 390 unten, Besen und Ruthe, Frau mit Besen und Rute, 
3 Kinder. 80x71. 

1971 H 1864 S. 392. Mannigfaches, (späterDie fünf Vokale • „a e i o u"). 
63x78. 

1972 H 1865 S. 409. Mutter Maria das Kindlein im Arm, Anbetung 
der Könige. Jungtow sc, 107x82. 

Hsch. S. 305 = Nr. 744 ; S. 401 = Nr. 752. 

Siehe „Kinderleben" 1852 und „Proben der Holzschnitt-Illustrationen von Brockhaus", 
Abt. II A4b. 

„Kinderleben. | In einer Reihe von Liedern und Reimen | 
aus | alter und neuer Zeit. Mit 32 Illustrationen | von | Lud- 
wig Richter. | Geordnet und herausgegeben von M. J. E. 
Volbeding. | Leipzig: | F. A. Brockhaus. | 1852." 

8». — XVI, 170 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 5 in den Text gedruckte neue Holzschnitte : 

1973 H 1866 S. 26. Der Sandmann, in großer Zipfelmütze mit streuendem 
Mohnkopf, 74x43. 

1974 H 1867 S. 31. Der Schutz, drei Engel an der Wiege. „F. Reusche sc", 
53x70. 

1975 H 1868 S. 59. Der Storch, fünf Kinder, die ihn sich zeigen. 61x87. 

219 



II A 3 Bücher mit Holz schnitten. 1333 

1976 H 1869 S. 65. Maikäfer, Knabe ihn haltend und Mädchen. 85x70. 

1977 H 1870 S. 106. Das kranke Kind, drei Engel tragen das gestorbene 
zum Himmel. „Geringswald sc", 81x82. 

2. bis 4. Aufl. Titelauflagen, 5. Aufl. 1862 s. unten. Die übrigen Holzschnitte nach 
L. R. sammeln die in „Illustr. Zeitg. f. d. Jugend" Bd. II, III, IS', VII 1847 bis 1852 er- 
schienenen. 

Hschte. S. 126: Alle Fünfe und S. 162: Mädchen und Katzchen n. n. L. R., nach RVt'. 
S. 98 von Fröhlich. 

Siehe ,.Richter-Album" in allen Ausgaben und »Proben der Holzschnitt-Illustrationen 
von Brockhaus", Abt. II A4. 



1853. 

„Ludwig Bechsteins | Märchenbuch. ; Mit 174 Holz- 
schnitten nach Originalzeichnungen j von Ludwig Richter. | 
Zwölfte Auflage, j Erste illustrirte Ausgabe. Leipzig, Verlag 
von Georg Wigand. | 1853." 

40. — XVI, 280 SS. - 1 Thlr. 

Enthält 170 neue in den Text gedruckte Holzschnitte: 

1978 H 1872 S. 1. „Johafi Meckerling j Schneider-Meister." „J M", „GABER-, 
101x85. 

1979 H 1873 S. 1. Initial E unter dem Standbild des tapferen Schneiderleins. 
62x23. 

1980 H 1874 S. 3. Die zwei Riesen schlagen sich tot, das Sehn, auf dem 
Baum. 51x59. 

1981 H 1875 S. 5. Das Wildschwein in die Kapelle, das Sehn, heraus. „F. O.", 
53x30. 

1982 H 1876 S. 6. Die vier schwarzen Männer fliehen vom Schlafzimmer des 
Sehn. 23x63. 

1983 H 1877 S. 7. „Potz Veitli luag, luag, was isch dahs? Dös Ungeheuer 
ischt nur a Haas." „A. GABER.", 90x101. 

1984 H 1878 S. 16. Die Kapelle der 7 Schwaben, zwei Pilger. 50 

1985 H 1879 S. 17. Der Heiland und der Schwab. „GABER", 82 -.107. 

1986 H 1880 S. 18. Der Schwab frißt das Leberleiu aus dem Kessel. ,.\\ 
sc", 42x60. 

1987 H 1881 S. 20. Der Meisterdieb kommt als Herr zu seinen Eltern. 7o -. 101. 

1988 H 1882 S. 23. Der M. als altes Weib zapft der Wachmannschaft Brannt- 
wein. „GERINGSWALD sc", 80x101. 

1<>89 H 1883 S. 23. Die Wachmannschaft schlafend aul de. Bank, (ü 

1990 II 1884 S. 14. Edelmann SChaul .uis dem Fenster, heule H.iiul. 

gestützt <>i io. 

220 



II A 3 Bücher mit Holzschni tten. 1853 

1991 H 1885 S. 25. Schulmeister vor dem Pfarrer, weist nach links. 45x61. 

1992 H 1886 S. 27. Handwerksmann lauscht vor dem Wirtshaus der Er- 
zählung. 53x97. 

1993 H 1887 S. 28. Der böse Helmerich zu Pferd scheucht die Vögel mit 
der Gerte. 55x40. 

1994 H 1888 S. 29. Der gute Hans liegt schlafend im Walde. 76x90. 

1995 H 1889 S. 30. Prinzessin umarmt den knieenden H., die Drachen fliegen 
fort. 37x53. 

1996 H 1890 S. 31. Initial E, Wirtsschild „Esprit d. Nordhn." 25x37. 

1997 H 1891 S. 34. Betrunkene taumeln aus der Branntweinschenke. 72x90 # 

1998 H 1892 S. 34. Prügelei der Betrunkenen, schwarze Figuren. 30x96. 

1999 H 1893 S. 35. Der Schmied von Jüterbogk und Petrus vor der Schmiede. 
„L. R.", „GABER sc", 80x100. 

2000 H 1894 S. 36. Der Tod auf dem Birnbaum. 76x52. 

2001 H 1895 S. 37. Petrus schaut aus dem Himmelsfenster. 34x37. 

2002 H 1896 S. 38. Ritter zu Pferd, den Falken bedrohend, hinter ihm die 
Braut. „GABER", 67x73. 

2003 H 1897 S. 44. Weib mit dem Kochlöffel tanzt nach des Teufels Schalmei- 
spiel. 50x85. 

2004 H 1898 S. 45. Hansel und Gretel gehn mit den Eltern ins Holz. 
„GERINGSWALD sc", 80x97. 

2005 H 1899 S. 46. H. und G. bei Mondschein allein im Walde. 87x60. 

2006 H 1900 S. 48. H. und G. vor der Hexe in der Tür des Kuchenhäus- 
leins. 61x67. 

2007 H 1901 S. 50. Der Schwan trägt G. hinüber, H. drüben wartend. 73x100. 

2008 H 1902 S. 51. Die Mutter schickt Rotkäppchen fort, Enterich in der 
Tür. 81x62. 

2009 H 1903 S. 53. R. pflückt im Walde Blumen, hinten der Wolf. „GERINGS- 
WALD sc", 144x87. 

2010 H 1904 S. 54. R. findet den Wolf in Großmutters Bett. 70x86. 

2011 H 1905 S. 56. Der Schenk ermordet den Juden im Walde; das Reb- 
huhn fliegt auf. 30x54. 

2012 H 1906 S. 57. Goldmaria füttert im Gras die Vöglein. 97x81. 

2013 H 1907 S. 59. Pechmaria bei der Heimkehr vom Hahn begrüßt. „W. O. 
sc", 52x56. 

2014 H 1908 S. 60. Prinzessin begrüßt Johannes und sein Rößlein Hirse- 
dieb im Schloßtor. „RIEWEL sc", 95x75. 

2015 H 1909 S. 62. Schloß der Prinzessin auf dem Felsen. 41x44. 

221 



A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2016 H 1910 S. 63. Hans und Margarethe, die Frau des Menschenfressers 
am Fenster. 82x66. 

2017 H 1911 S. 65. Das Menschenfresserpaar im Ertrinken, rechts und links 
drei Enten. 21x83. 

2018 H 1912 S. 66. Der Kaufmann und der Bär im Walde. 61x79. 

2019 H 1913 S. 68. Bär im Wagen, von der Braut gekraut, oben Lakaienkopf. 
63x44. 

2020 H 1914 S. 70. Der alte Zauberer vor der Kapelle am Wege. „E" an 
„RIEWEL sc", 81x65. 

2021 H 1915 S. 71. Brüderchen als Fuchs beißt dem Z. als Hahn den Kopf ab. 
37x71. 

2022 H 1916 S. 73. Mann bittet den Tod zum Gevatter. 76x66. 

2023 H 1917 S. 74. Kranker König, Tochter und Arzt, der Tod am Bettende. 
78x78. 

2024 H 1918 S. 76. Der Mann ohne Herz vor der Tür, junge Paare und 
kleine Braut. „A. v. A. Gaber. W. O. sc", 91x120. 

2025 H 1919 S. 77. Des Mannes junge Braut bekränzt die Tür. „GERINGS- 
WALD sc", 111x63. 

2026 H 1920 S. 78. Junge Braut begrüßt den Bräutigam, der sie gefunden. 
63x48. 

2027 H 1921 S. 81. Maid kredenzt dem Reitersmann vor dem Wirtshaus den 
Wein. „GERINGSWALD sc", 122x106. 

2028 H 1922 S. 83. M. mit dem Wännlein vor dem R. auf dem Pferde. 
49x74. 

2029 H 1923 S. 84. Initial E mit dem gewappneten Müller und seinem Schild. 
54x43. 

2030 H 1924 S. 88. Der Teufel als Junker faßt den Richter, dem ein altes 
Weib flucht. 127x106. 

2031 H 1925 S. S9. Hans im Glücke die Zipfelmütze schwingend. ,,E' an 
„RIEWEL sc", 87x69. 

2032 H 1926 S. 90. H. vom Pferde abgeworfen. 50x76. 

2033 H 1927 S. 91. H. tauscht eine Gans für sein Schwein ein. 72x84 

2034 H 1928 S. 93. Initial E., Heinrich zu Pferd findet eine Feder. „W.O. 
s. c", gerahmt, 56x42. 

2035 H 1929 S. 95. Mutter beim Spinnen, Tochter nähend am Fenster. 54x47. 

2036 H 1930 S. 96. Die sieben Raben besuchen die schlafende Schwester. 
54x66. 

2087 H 1931 S. 98. Das tote Kind, das Trinenkrüglein in da Hand, 

und die Mutter. „F. REUSCHE. sc", 63x58. 

222 



II A 3 Bücher mit Holzsch nitten. 1853 

2038 H 1932 S. 99. Die schöne junge Braut von vier Räubern gefaßt. 
73x99. 

2039 H 1933 S. 101. Die Kornähren; fünf Kinder wälzen sich darin. 
„W. O. sc", 64x78. 

2040 H 1934 S. 103. Der tote Fuchs, Vöglein auf dem Zweig. 40x56 

2041 H 1935 S. 104. Die drei H o ch zei t sgäste, angekleidete Hunde. 
46x78. 

2042 H 1936 S. 105. Mädchen will den Hasen aufheben, Fuchs trägt den 
Korb fort. 35x72. 

2043 H 1937 S. 106. F. mit dem Schwanz eingefroren, H. frißt die Semmeln. 
28x67. 

2044 H 1938 S. 107. Engel mit Lieschen am Tisch spielend. 35x62. 

2045 H 1939 S. 108. Der beherzte Flötenspieler hinter den Knechten 
mit Laternen. „W. O. sc", 89x85. 

2046 H 1940 S. 110. Pachter liegt im. Fenster, die Pfeife rauchend. 47x36. 

2047 H1941 S. 111. Der Hasenhüter nimmt von der Alten das Pfeifchen. 
„F. REUSCHE", 74x73. 

2048 H 1942 S. 112. Der H. und die verkleidete Prinzessin, rings spielende 
Hasen. 88x105. 

2049 H 1943 S. 114. Der Mann im Monde, die Holzbürde auf dem Rücken. 
Kreis von 31. 

2050 H 1944 S. 115. „Deposuit | potentes | de sede, | et exaltauit | humiles." 
„W. O. sc", 98x83. 

2051 H 1945 S. 116. Der entblößte König von Knecht und Magd aus dem 
Bad geprügelt. „W. O. sc." 62x71. 

2052 H 1946 S. 119. Der kleine Däumling und seine Brüder kehren zu 
den Eltern zurück. „R. Illner sc", 76x90. 

2053 H 1947 S. 121. Der M., das Messer im Mund, hält D. in den Händen. 
94x110. 

2054 H 1948 S. 123. D. kutschiert im Siebenmeilenstiefel. 39x39. 

2055 H 1949 S. 124. Mann verkauft seinen zum Mastochsen verzauberten 
Sohn, „KNAUS sc", 68x101. 

2056 H 1950 S. 127. Mann und Frau im ,Essigkrug vor dem neuen 
Hause. 63x87. 

2057 H 1951 S. 129. Der alte Essigkrug mit dem Kneipenzeichen. 24x65. 

2058 H 1952 S. 130. Mutter zeigt den Kindern das kranke Kätzchen in der 
Schürze. 63x54. 

2059 H 1953 S. 132. Swinegel und seine Frau, in der Ferne der Hase. 40x66. 

223 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2060 H 1954 S. 133. Der Wettlauf zwischen dem H. und dem Igel. 
56x89. 

2061 H 1955 S. 134. Oda und die Schlange. 80x80. 

2002 H 1956 S. 136. Mann prügelt seine Frau mit der Fliegenklappe. 59x63. 
2063 H 1957 S. 137. Dickes Männlein dingt den Schreiner im Walde. 90x65. 
2004- H 1958 S. 139. Müller schenkt dem Jungen das „Eselein strecke Dich!" 
„A.v.A. Gaber W.O. sc." 123x96. 

2065 H 1959 S. 140. Wirt an der Türritze. 71x57. 

2066 H 1960 S. 140. Der Gesell auf dem Esel, mit Tisch und Knüppel. 46 TT. 

2067 H 1961 S. 143. Die drei Musikanten zum Tanz aufspielend. 
„GERINGSWALD sc", 100x121. 

2068 H 1962 S. 146. Zwerg zeigt dem Flötenbläser die schlafende Prin- 
zessin. „R. ILLNER sc", 62x82. 

2069 H 1963 S. 149. Nixe zieht den Jäger ins Wasser. 78x82. 

2070 H 1964 S. 151. Schäfer bläst der Schäferin auf der Flöte vor. S4xl03. 

2071 H 1965 S. 152. „Goldener." (auf Schriftband). 102x66. 

2072 H 1966 S. 153. Spinnerin bei Mondschein im Walde sitzend. „ILLNER 
sc", 123x79. 

2073 H 1967 S. 155. Goldener bringt dem Gärtner die goldenen Rosen. 
53x69. 

2074 H 1968 S. 156. Der Prinz wirbt Siebenschön unter der Eiche. 
„R. I. sc", 44x60. 

2075 H 1969 S. 158. Der Prinz erkennt Siebenschön in Knappentracht. „A. v. 
A. Gaber W. O. sc", (weiß eingeritzt, die untere Hälfte ist fortge- 
schnirten.) 114x117. 

2076 H 1970 S. 160. Alte Frau vor dem König knieend. 60x62. 

2077 H 1971 S. 161. Des kleinen Hirten Glückstraum, er schläft. 
„GABER.", 76x96. 

2078 H 1972 S. 163. Der kl. H. zieht des Räubers Hosen an. 46x46. 

2079 H 1973 S. 166. Der Hund trägt dem weinenden Mädchen das Butter- 
brot fort. „F" an „Obrmn.", 84x69. 

2080 H 1974 S. 167. Zwei Kahlköpfe sich raufend, Halbfiguren. 32^<S0. 

2081 H 1975 S. 168. Wegweiser „Nach Schlaraffenland", drei Roisende. 
53x76. 

2082 H 1976 S. 169. Weinbrunnen, „Medoc". 59x60. 

2083 H 1977 S. 169. Spanferkel und Wachteln, Kuchenberge. „S. Schweiz". 
. 53x70. 

2084 H 1<)7S S. 171. Der Bierstudent am Tisch. 19 

224 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2085 H 1979 S. 171. Einer,der sich durch die Reisbreimauer durchfrißt, 31x46. 

2086 H 1980 S. 172. Die Hexe bannt die Hirschkühe. 87x75. 

2087 H 1981 S. 175. Hirsch und Hirschkuh im Walde. 70x47. 

Hiernach eine Radierung von Franz Meyer, siehe II B 1. 

2088 H 1982 S. 176. Der Mönch und das Vögelein. 92x49. 

2089 H 1983 S. 177. Paradiesvogel über dem Grabe. 35x48. 

2090 H 1984 S. 178. Die sieben Gaislein, ihre Mutter und der Wolf. 
68x83. 

2091 H 1985 S 179. Die Gais und ihre Jungen tanzen um den Brunnen. 37x64. 

2092 H 1986 S. 180. Schneeweißchen's Stiefmutter vor dem Spiegel. „W. 
Obermann sc", 111x89. 

2093 H 1987 S. 183. Die St. als Krämerin an Schn.'s Tür. „GERINGSWALD.", 
112x62. 

2094 H 1988 S. 184. Die sieben Zwerge finden Sehn, erdrosselt. 66x85. 

2095 H 1989 S. 187. Der Königssohn hebt Sehn, von dem Sarglager. „GA- 
BER.", 145x108. 

2096 H 1990 S. 188. Die St. und der giftige Wurm Neid. 80x66. 

2097 H 1991 S. 189. Dornröschen's Mutter im Bade und der Frosch. 
„LR" in einem Kreise, 121x63. 

2098 H 1992 S. 191. D. bei dem Spinnweiblein. „GABER", 89x66. 

2099 H 1993 S. 192. Der Prinz weckt D. aus dem Schlafe. 75x82. 

2100 H 1994 S. 193. Junger Ritter belauscht das Wünschelweiblein beim 
Bade. „GERINGSWALD", rechts unten, früh verstümmelt, 123x83. 

2101 H 1995 S. 195. Die sieben Schwanen als Kinder bei Rehen und 
Hasen. 59x113. 

2102 H 1996 S. 196. Der s. Schw. Mutter in der Grube von der Tochter 
gespeist. „GERINGSWALD sc", 93x68. 

2103 H 1997 S. 198. Schwan mit Kette und Krönchen. 28x40. 

2104 H 1998 S. 198. Der junge Schäfer mit drei Schafen. 77x55. 

2105 H 1999 S. 200. Der Seh. befreit durch seinen Hund die Prinzessin vom 
Drachen. 128x74. 

2106 H 2000 S. 202. Altes Weiblein hinter Gottfried mit Bündel und Stock. 
56x81. 

2107 H 2001 S. 203. G. bindet den Schwan los. 87x81. 

2108 H 2002 S. 204. „Schwan, kleb an" mit seiner Gefolgschaft. „GE- 
RINGSWALD sc", 66x118. 

2109 H 2003 S. 206. Initial I mit Rabe. 66x38. 

2110 H 2004 S. 207. Das Mäuslein Sambar und die Tauben. 40x89. 

225 15 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2111 H 2005 S. 208. Der Mann und die Schlange im Mauerloch. 58x60. 

2112 H2006 S. 211. Der Hahn und der Fuchs. „H", 70x66. 

2113 H 2007 S. 212. Der Rabe, die Maus Sambar im Schnabel. 42x48. 

2114 H 2008 S. 213. Die Einsiedelei; Pilger bringen Geschenke. „W. OBER- 
MANN, sc", 144x108. 

2115 H 2009 S. 214. Maus im Speisekorb am Balken. 34x39. 

2116 H 2010 S. 216. Maus Sambar im Pilgerkleid hinter dem Bilderbuch. 
47x39. 

2117 H 2011 S. 219. Christinchen, Rosen in der Hand, Halbfigur. 66x50. 

2118 H 2012 S. 221. C. erscheint dem Grafen, vorn ihr Hündchen Zitte- 
rinchen. 57x59. 

2119 H 2013 S. 222. Aschenbrödel begießt das Grab ihrer Mutter. „GE- 
RINGSWALD sc", 74x72. 

2120 H 2014 S. 223. A. füttert am Fenster die Tauben. „GERINGSWALD sc", 
103x95. 

2121 H 2015 S. 226. Die verstoßene Gräfin pflegt im Wald ihre Knäblein. 
95x56. 

2122 H 2016 S. 228. Frau einen Apfel schälend. 84x44. 

2123 H 2017 S. 229. Die Stiefmutter tötet den Sohn mit dem Deckel der 
Apfelkiste. 48x72. 

2124 H 2018 S. 230. Marlenchen hat dem toten Bruder den Kopf abge- 
schlagen. 50x78. 

2125 H 2019 S. 235. Der König zu Pferd und das schwarze Männlein. 
„ILLNER sc", 79x86. 

2126 H 2020 S. 237. Die wandernde Königstochter vor dem Mond im Lehn- 
sessel. 59x70. 

2127 H 2021 S. 239. Bruder Sparer und Bruder Verthuer auf der 
Brücke. 54x74. 

2128 H 2022 S. 240. Rupert, der Bärenhäuter, erlegt den Bären. 
„F. O. sc", 80x103. 

2129 H 2023 S. 243. Der B. wirbt um seine Braut. 42x56. 

2130 H 2024 S. 244. Der Teufel kämmt den B. 28x33. 

2131 H 2025 S. 246. Ritter Blaubart's Frau gibt von der Zinne das 
Notzeichen. 91x68. 

2132 H 2026 S. 249. Der Eseltreiber nimmt Abschied von der Mühle. 
„GERINGSWALD sc", 154x114. 

2 1 33 H 2027 S. 250. Der E. in Eselsgestalt. 42x38. 

2134 H 2028 S. 252. Der zweite der drei dummen Teufel unter der 
Ofenbank. 57 - 70. 

226 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2135 H 2029 S. 253. Der dritte macht der jungen Witwe seine Reverenz. 
„H. Manger sc", 81x90. 

2136 H 2030 S. 256. Der geprellte Teufel, einen Pantoffel am Stock tragend. 
54x33. 

2137 H 2031 S. 257. Der Pilger läßt das Seil in die Grube hinab. 73x37. 

2138 H 2032 S. 259. Die vier klugen Gesellen auf der Wanderung. 
76x85. 

2139 H 2033 S. 263. Der Königssohn und die beiden Turteltauben. 65x56. 

2140 H 2034 S. 264. Vogel Holgott und seine Frau im Gespräch, hinten 
Vogel Mosam. 45x86. 

2141 H 2035 S. 265. Der alte Affe in seiner Hütte. 49x79. 

2142 H 2036 S. 270. Die Katze und die Maus. 27x52. 

2143 H 2037 S. 273. Hänschen wirft den Küster die Turmtreppe hinab. 95x62. 

2144 H 2038 S. 274. Ein Mann weist H. zum Galgen hin. 26x70. 

2145 H 2039 S. 276. H. fährt mit dem Bett spazieren, Flucht der Mäuse. 
82x91. 

2146 H 2040 S. 279. H. weist dem König die Schatztruhen. 47x63. 

2147 H 2041 S. 280. H.'s Frau lehrt ihn mit einem Eimer Wasser das Gruseln. 
„W. O. sc", 60x62. 

Titelbild = Nr. 1150, hier ohne Tondruck. Das Titelbild, das S. 3 und S. 65 sind In der 
„zweiten illustr. Ausgabe, 1857" nicht wieder abgedruckt. — Hschte. S. 141 u. 142 o. = 
Nr. 308, 309, 310. Holzschnitt auf der Vorderseite des Originalumschlags = Nr. 2052. 

Dass. 13. Aufl. 16° mit 68 eingedr. tischten. Ebds. 1854. Viele weitere Auflagen. 

Siehe „Richter-Album" 3. bis 6. Ausg., „Cliches-Catalog. Nachtrag. G. Wigand's Ver- 
lag, 1876." und „L. R.'s Volkskunst", Nr. 272—335, Abt. II A 4. 

„Das | Brevarium der Ehe | von | Heinrich Hoff- 
mann, | Verfasser des Struwwelpeters." | Leipzig: | Friedrich 
Brandstetter. | 1853." 

8°. — IV, 95 SS. — 22',2 Ngr. 

Enthält 1 Holzschnitt auf der Vorderseite des Umschlags: 

2148 H 2042. „Brevarium | der | Ehe". „X. A. v. FL." — „R. ILLNER sc", 
121x76. 

Titelkupfer siehe Nr. 3182, Abt. II B 2. 

„Zweite unveränderte Auflage" (Titelauflage) 1854, bringt in einem Teil der Abzüge 
das Kupfer auf chines. Papier. 

„Gesammelte Erzählungen von W. O. von Hörn." 
usw. „Neunter Band. Neue Folge. Erster Band." usw. 
„1853." 

&o. — 2 Bl. 328 SS. — 1 Thlr. 

227 15> 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

Enthält 1 Titelblatt: 

2149 H 2043. Ammi. Bursch belauscht das auf die Sense gestützte Mädchen. 
Geringswald sc, 118x84. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

Dasselbe „Zehnter Band. Neue Folge. Zweiter Band." 
„1853." 

80. — 4 Bl. 311 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

2150 H 2044. Gui de Saint Flour. Gui kühlt die ohnmächtige Prinzessin 
mit Wasser. F. „OBER" (mann), 124x85. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

„Des alten Schmiedjakob's | Geschichten | von 

W. O. von Hörn. | (Verfasser der Spinnstube.) | Neue 
Folge. | Mit vielen neuen Illustrationen | vom | Professor 
L. Richter. | Frankfurt am Main. | J. D. Sauerländer's Verlag. 
1853." 

8°. — 1 Bl. 285 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 17 neue Holzschnitte: 

2151 H 2045 S. 175. Der Zigeuner vor Landgraf und Hofmann. 51x57. 

2152 H 2046 S. 178. Der L. im Walde, das Zigeunerkind auf dem Arm. 
102x75. 

2153 H 2047 S. 182. Herzog Adolph von Nassau an der Brust der Amme. 
„RIEWEL. sc", 105x71. 

2154 H 2048 S. 185. Empfang der mit der Kutsche heimkehrenden A. S3x93. 

2155 H 2049 S. 187. Initial „D", Bauer, Dampfschiff, Weinflasche. 56x42. 

2156 H 2050 S. 199. Schmiedjakob als französischer Soldat von einem spani- 
schem Mädchen getränkt. 74x82. 

2157 H 2051 S. 207. Schm. als Stelzfuß von der alten Mutter erkannt. 90x72. 

2158 H 2052 S. 217. Valentin Duval im Schafstall gepflegt. 60x79. 

2159 H 2053 S. 222. Der Einsiedel läßt V. D. in die Abendsonne sehen. 
„E R [verschlungen], sc", 64x92. 

2100 H 2054 S. 233. Der Graf auf der Jagd findet V. D. bei den Kühen. 
„H. MANGER. s [verkehrt] c", 60x99. 

2161 H 2055 S. 248. Samel warnt Gretchen; am Brunnen noch vier Frauen. 
88x98. 

2162 H 2056 S. 251. Gr. verläßt mit ihrem Kind die Stadt. 66 - 42. 

228 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2163 H 2057 S. 252. Gr. mit ihrem Kind am Mainufer schlafend. „GERINGS- 
WALD sc", 71x95. 

2164 H 2058 S. 257. Gr. verrät sich an der Wiege des fremden Kindes als 
Mörderin des ihren. 85x88. 

2165 H 2059 S. 262. Herr und Frau v. Montaubry lauschen am Fenster. 
59x47. 

2166 H 2060 S. 271. Der Neger Leon vom Hunde des Müllers im Kornfeld 
aufgestöbert. 70x86. 

2167 H 2061 S. 274. Der N. und seine Frau am Bett der Frau v. M. 55x81. 

Hscht. auf Umschlag und Titel = Nr. 1841, Hschte. v. S. 5 bis 169 aus Spinnstube 1849. 
Die beiden Stahlstiche n. n. L. R. 

„Schmiedjakobs Geschichten III, 1854", enthält keine neuen Holzschnitte n. L. R. 
Siehe „Illustrationen zu Horn's Schriften, I", Abt. II A 4 a. 

„Die Spinnstube, | ein | Volksbuch für das Jahr | 1853. | 
Herausgegeben | von j W. O. von Hörn. | Achter Jahrgang. | 
Mit einem Stahlstich und vielen Holzschnitten, gezeichnet 
von L. Richter, | geschnitten in dem Atelier von A. Gaber 
in Dresden. | Frankfurt am Main. [ J. D. Sauerländer's Verlag." 

80. — IV SS. 8 Bl. 172 SS. - s/u Thlr. 

Enthält 48 neue Holzschnitte, 6 auf Tonpapier und 42 in den Text 
gedruckt: 

Die sich meinen, werfen sich mit Steinen. 

2168 H 2062 S. 9. Stelzfuß Schmied jak ob die Pfeife stopfend. 51x43. 

2169 H 2063 S. 11. Märtens Begräbnis, Frau, Tochter usw. hinter dem Sarge. 
74x80. 

2170 H 2064 S. 15. Ulrich hat Susels Puppe in ein Baumloch gesteckt. 63x70. 

2171 H 2065 S. 15. ü. wirft S. aufs Eis. 36x70. 

2172 H 2066 S. 17. U. verspottet S.; der Spitz schaut durch den Zaun. 67x72. 

2173 H 2067 S. 20. Die blinde Mutter findet Brot und Geld im Fenster. 

73x57. 

217-1 H 2068 Zu S. 20. S. näht bei der Lampe im Bleichhäuschen. 101x70. 

2175 H 2069 S. 23. U. beim Arzt, der am Schreibtisch sitzt. 85x68. 

2176 H 2070 S. 27. U. beichtet dem Schmiedjakob im Walde. 64x42. 

2177 H 2071 S. 29. U. an S.'s Krankenbett. 60x70. 

2178 H 2072 Zu S. 30. U. empfängt am Bett knieend der Mutter Segen. 
98x80. 

2179 H 2073 S. 31. U.'s Vater in der Bibel lesend. 38x36. 

2180 H 2074 S. 33. ü. erbittet der Eltern Jawort. 46x62. 

229 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

Der Schatz. 

2181 H 2075 S. 44. Der junge Lambert gräbt nach des Onkels Vermögen. 
37x42. 

2182 H 2076 S. 46. L. und die junge Frau im Laden verkaufend. 45x52. 

2183 H 2077 S. 48. Die junge Frau und der Maurer mit dem Hammer. 54x63. 

2184 H 2078 S. 50. Das Ehepaar vor dem Schatz, sich umarmend. 65x70. 

2185 H 2079 S. 52. Romming. Schulbub hebt ein Vogelnest aus. 32x73. 

Ehrlichkeit — ein Capital. 

2186 H 2080 S. 55. Der Bote findet das Geldpäckchen. 37x77. 

2187 H 2081 S. 56. D. B. gibt das Päckchen seinem Herrn zurück. 52x71. 

2188 H 2082 Zu S. 57. D. B. bringt Frau und Kindern die Brote ins Haus. 
81x75. 

2189 H 2083 S. 62. Die Klüsserather und der Jude. Überschwemmung. 
„R. ILLNER.", 83x87. 

2190 H 2084 S. 63. Der Jude trägt ein Mädchen durch die Flut. 47x43. 

2191 H 2085 S. 68. Initial A (Vogel, langnäsiger Herr, Traube). 48x25. 

Wie gewonnen, so zerronnen. 

2192 H 2086 S. 69. Peter stürzt, den Hut schwingend, in die Stube. 72x70. 

2193 H 2087 S. 72. Peter mit drei Andren beim Kartenspiel. 26x46. 

Undank ist der Welt Lohn. 

2194 H 2088 Zu S. 79. Schiffbrüchige spähen nach ihrem Schiff. 97x77. 

2195 H 2089 Zu S. 86. Kapitän mit dem Hund seinen Leuten zur See ent- 
gegenstürzend. 61x62. 

2196 H 2092 S. 96. Von den Uhren usw. 1. Initial H mit Sanduhr. 35x29. 

2197 H 2093 S. 98. Gevatter und Schulmeister vor der Sonnenuhr. „RIE- 
WEL sc", 71x46. 

Das Haus gegenüber. 

2198 H 2095 Zu S. 118. Der junge Schmiedjakob mit dem Meister neben 
der Schmiede sitzend. „R. ILLNER sc", 104x91. 

2199 H 2096 S. 120. Betrunkener an der Hauswand hinstolpernd. 63x51. 

2200 H 2097 S. 123. Des Trinkers Frau weist den Schmied zornig hinaus. 
44x64. 

2201 H 2098 S. 126. Das Ehepaar auf den Trümmern des verbrannten Hauses. 
69x75. 

2202 H 2099 S. 128. Schmiedjakob und der Meister unter dem Birnbaum. 
52x74. 

2203 H 2100 S. 130. Fritz besucht Kätherle beim Nähen. TS Mi. 

2204 H 2101 S. 131. Fr. küßt der alten Jungfer die Hand, 61 -60. 

2205 H 2102 S. 133. Fr.'s Frau jagt Arme von der Tür. 60 71. 

230 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2206 H 2103 S. 134. Fr.'s Sohn bestiehlt seiner Mutter Geldsack. 47x33. 

2207 H 2104 S. 142. Frau R. bringt einer alten Kranken Suppe. 45x64. 

2208 H 2105 S. 143. R.'s nehmen den kleinen Conrad als Sohn an. 30x34. 

2209 H 2106 S. 144. C. im Wagen, Abschied nehmend. 65x65. 

2210 H 2107 S. 146. C. findet auf dem Pult des Pflegevaters Brief. 45x59. 

2211 H 2108 S. 148. C. überreicht zum Geburtstag des Pfl. den Kaufbrief. 
96x74. 

2212 H 2109 Zu S. 150. Dicker Wirt beim Schmied, der ein Pferd beschlägt. 
„X.A.v. GABER.", 128x81. 

2213 H 2110 S. 152. Wirtin und Alte mit einem Schnäpschen. 43x46. 

2214 H 2111 S. 153. Wirt wassersüchtig im Lehnstuhl. 36x42. 

2215 H 2112 S. 156. G. leuchtet über den niedergeschlagenen Einbrecher. 
74x60. 

Hschte. auf dem Umschlag = Nr. 1802, 1803 ; S. 172 = Nr. 1014 ; S. 65 unten = Nr. 1491; 
S. 117, 171 = Nr. 1643; S. 34, 67, 90, 109, 162 = Nr. 1642; S. 35, 65 oben, 91, 107, 
168= Nr. 1646; S. 41 = Nr. 1647; S. 132 = Nr. 1814 ; S. 4 = Nr. 1878; S. 3 = Nr. 1879; 
S. 12 = Nr. 1859; S. 118 = Nr. 2168. Stahlstich und Hschte. S 94, 95, 112 n. n. L. R.; 
diese Holzschnitte sind bei Hoff als Nr. 2090, 2091, 2094 L. R. zugeteilt; in seinem Hand- 
exemplar der Spinnstube aber und nach dem eigenhändigen Vermerk L. R.'s in der Druck- 
korrektur des Sauerländer'schen Richteralbums — beide im Essener Museum — als nicht 
nach ihm bezeichnet und gestrichen. Diese Angabe wird für den ersten durch ein Künstler- 
monogramm „FR" bestätigt und bewährt sich auch durch den Augenschein. 

Siehe ,,L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften", I, Abt. II A 4 a. 

„Familienlieder j und \ häusliche Gelegenheitsdich- 
tungen j von Johann Traugott [Löschke]. Mit Bildern von 
Ludwig Richter und | mit Singweisen von R. Kohl, C. G. Butze 
und Anderen. | j | | Leipzig, | Verlag von J. T. Löschke." 

8". — 3 BI. 141 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 7>/s Or. 

Enthält 29 neue Holzschnitte, 1 Titelbild in Golddruck und 28 in 
den Text gedruckt: 

2216 H 2113 Titelbild in Golddruck auf schwarzblauem Papier: Mutter und 
Kind an der Wiege, „Familienlieder". „IT", „Leipzig. Verlag von J. T. 
Löschke." 152x105. 

2217 H2114 S. 1. „WILLKOMEN", „IT", „H.M. sc." 62x50. 

2218 H 2115 S. 5. Dampfender Brei mit Löffel und Ei. 34x40. 

2219 H 2116 S. 7. Kind am Tisch mit Gebäck. 39x50. 

2220 H 2117 S. 9. Mutter läßt das Kind auf die Grillen horchen. 53x63. 

2221 H 2118 S. 16. Mutter mißt dem Kind die Schühchen an. 64x45. 

2222 H 2119 S. 18. Fertige Kuchen mit dem dazu Nötigen. 35x55. 

2223 H 2120 S. 22. Mutter das Kind in die Wiege legend. 70x58. 

2224 H 2121 S. 29. Hasenjagd. 69x73. 

231 



ITA 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2225 H 2122 S. 31. Mädel mit Gans und Gösseln. 65x60. 

2226 H 2123 S. 33. Laufenlernen zwischen Mutter und Vater. „F. O. sc", 
77x91. 

2227 H 2124 S. 36. Mädchen trägt das Kind huckepack. 66x42. 

2228 H 2125 S. 37. Weinender Bub mit Hündchen. 24x40. 

2229 H 2126 S. 44. Reit- und Rauchstudien. 79x101. 

2230 H 2127 S. 46. Vater trägt das kleinste seiner Fünf huckepack. „W.O.sc", 
63x80. 

2231 H 2128 S. 51. Kind auf dem Schooß, Kirschen an den Ohren. 62x75. 

2232 H 2129 S. 55. Brüderlein im Sarg. 77x80. 

2233 H2130 S. 57. Mutter scheert den Buben. 71x55. 

2234 H 2131 S. 62. Des Buben erster Schulgang. 65x52. 

2235 H 2132 S. 66. Zwei kleine Soldaten, Marketenderin, Hündchen. 51x81. 

2236 H 2133 S. 72. Brezel. 16x25. 

2237 H 2134 S. 73. Kuchenbacken. 80x84. 

2238 H 2135 S. 78. Eine Erbsenranke mit Schoten. 33x29. 

2239 H 2136 S. 84. Mutter, Kinder und Regenbogen. „F.O. sc", 81x81. 

2240 H — S. 87. Mutter, drei Kinder und Hündchen im Grünen. 71x82. 

2241 H 2137 S. 90. Heimkehrende Mutter von den Kindern begrüßt. 80x100. 

2242 H 2138 S. 99. Bub und Mädel unter dem Christbaum. 20x38. 

2243 H 2139 S. 103. Glückwunsch zu Großvaters Geburtstag. 70x92. 

2244 H 2140 S. 130. Des Knaben Abschied von der Heimat. 55x73. 

2245 H 2141 S. 141. „ENDE", vom Kindchen gehalten. 35x36. 

Verlagszeichen auf dem Titet = Nr. 1930; S. 60 = Nr. 1601 ; S. 87 gibt die Hauptgruppe 
der Radierung „Frühlingslied des Rezensenten", Nr. 267, wieder, wird aber mit Unrecht 
von Hoff als Wiederholung übergangen. 

„Knecht Ruprecht," zweiter Jahrgang, Titel genau 
wie 1852. 

Hoch 40. - 20, 8 SS. — 8 Gr. 

Enthält 9 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2246 H 2142 S. 7. Was das Kind am Abend macht. Betendes Mädchen, 
hinten zwei Engel. „GRWD. sc", 86x66. 

2247 H 2143 S. 8. Papa Gei wird verschnürt. 

1.) Die Kinder ziehen ihn am Frackschooß fort. 67 M 

2248 H 2144 S. 11 o. 2.) P. G. springt übers Seil. 54x89. 

224« H 2145 S. 11 u. 3.) Er läßt die Kinder übers Seil springen. 64x74. 
2250 H 2146 S. 15. Bischof Buko von Halberstadt. 

1.) Die Kinder laufen dem B. nach. 76x103. 

232 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853 

2251 H 2147 S. 16. 2.) Der B. im Portal die Kinder segnend. 105x80. 

2252 H 2148 S. 17. 3.) Er beschenkt die Kinder mit Schuhen. 125x92. 

2253 H 2149 S. 18 o. 4.) Mädchen das Kind wiegend, zwei Geschwister 

dabei. 45x56. 

2254 H 2150 S. 19. Qold'ne Aepfel usw.: Strickende Mutter mit Kind, 
Schafherde. 88x80. 

Hsch. S. 3 = Nr. 1972; Christmarkt = Nr. 1948. Das ,,L" auf dem Ladentisch r. ist 
beseitigt. 

Hschte. S. 5, 6, IS unten links und rechts n. n. L. R. 

„Deutscher | Volkskalender [ auf das Jahr | 1853. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Neue Folge. — 
Dritter Jahrgang. | (Inhaltsverzeichnis.) | Mit vielen Holz- 
schnitten. | Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

80. — 12 Bl. 93 SS. 5 Bl. — V 3 Thlr. 

Enthält 2 neue Holzschnitte: 

2255 H 2151. Meine Mittel erlauben mir das! Ese! läßt den Müller 
den Sack tragen. 68x79. 

2256 H — Wir haben das Volk hinter uns. Beamter reicht einem 
Juden das Dekret „Emancipation", während von hinten ein Plebejer den 
Juden mit dem Stock verprügelt. 67x89. 

In Cichorius' Kollektaneen und auf dem Kupferstichkabinett in Dresden als L. R. be- 
zeugt. Von Hoff nicht verzeichnet. 

Hsch.: „Aller Augen warten auf Dich." = Nr. 294; „Tischlein deck' dich!" = Nr. 306; 
„Auf Wiedersehen lieber Leser !" = Nr. 2046. 

Siehe „Cliches-Catalog. Georg Wigand's Verlag." 1865., und „L. R.'s Volkskunst" 
Nr. 273, 374, Abt. II A4. 

„Aurelie, Der Pflegesohn, eine Erzählung für die 
erwachsene Jugend. Stuttgart 1853." 

Enthält 1 Titelblatt: 

2257 H — Frau deckt vor einem vornehmen jungen Paar eine Wiege auf. 

Die Bilder der zweiten Auflage, Leipzig, Alfred Oehmigke's Verlag, sind n. n. L. R. 

„Aurelie, Die Stieftochter, eine Erzählung usw. Stutt- 
gart 1853." 

Enthält 1 Titelblatt: 

2258 H — Junges Mädchen allein bei der Lampe sitzend. 

Die beiden Titel sind genau nach L. R.'s Niederschrift bei Ed. Cichorius wiedergegeben. 

Ich besitze „Erzählungen , für | die reifere weibliche Jugend. | Von j Aurelie. | Der Opa!. 
4. Auflage. I Die Stieftochter. | 4. Auflage. | Mit Bildern von Martin Claudius. [ Leipzig, | 
Ferdinand Hirt & Sohn. | 1892." Diese 2 Bilder finden sich unter den Probedrucken des Dres- 
dener K. K. und sind von mir auf die von Cichorius gefundenen Titel gebracht. Auch 
Essen besitzt Abdrücke. Alles Gesagte gilt auch von der folgenden Nummer, zu der leider 
bei Cichorius die Jahreszahl fehlt, sodaß die Stelle unsicher ist. 

233 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1853/54 

„Graf Baudissin, Erzählungen. Cornelia. Stuttgart. 
Hallberger." 

Enthält 1 Titelblatt: 

2259 H — Mutter am Bett des kranken Kindes. 

Bei einer zweiten Nennung dieser Erzählungen ohne den Titel „Cornelia" vermerkt L. R. 
bei Ed. Cich.: „2 Titelblätter." Nur dies eine findet sich in Dresden mit der Wahrschein- 
lichkeit, dazu zu gehören. 

1854. 

„Märchen und Sagen | von | Carl und Theodor 

Colshorn. | Mit Titelbild nach Originalzeichnung | von | 
Ludwig Richter, | xylographiert ] von August Gaber in 
Dresden. | Hannover. | Verlag von Carl Rümpler. | 1854." 

Gr. 8«. - X, 256 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

2260 H 2152. „Märchenmütterchen." W. Obermann sc, 128x80. 

„Deutsches | Wörterbuch | von j Jacob Grimm und 

Wilhelm Grimm. □ j Erster Band. A — BIERMOLKE. 
Leipzig I Verlag von S. Hirzel. | 1854." 

4«. — XC1I, 1824 Halbseiten. — Jede Lfg. 20 Gr. 

Enthält 1 Holzschnitt auf dem Titelblatt bei £^|, auf dem der fol- 
genden Bände wiederholt: 

2261 H 2153. „im anfang war | das wort", 55x99. 

Das erste Titelblatt wurde der achten Lfg. beigegeben. 

„Rheinische Dorfgeschichten. Wohlfeile Auswahl 
in vier Bänden aus den | gesammelten Erzählungen von | 
W. O. von Hörn. | Erster Band. Mit Illustrationen vom 
Professor L. Richter. Frankfurt am Main. J. D. Sauerländer's 
Verlag. | 1854." 

•1 Bde. kl. 8». 1 Thlr. 21 Gr. — 1. Bd.: 2 Bl. 284 SS. — 

Enthält 1 neuen Holzschnitt auf dem Umschlag: 

2262 H 2154. „Rheinische Dorfgeschichten.", „JDS" umgekehrt, „X.A.v. GA- 
BER.", „H. MANGER sc", 128x92. 

„Meine erste Braut" Nr. 1801. 

Stahlstich, Bildnis des Verfassers, n. n. I 

Slehr LI neu 7:1 Horn's Schriften II 1874 \ 4a. 

234 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1854 

Dasselbe „Zweiter Band." 

Kl. 80. — 2 Bl. 284 SS. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt zu S 55: 

2263 H 2155. „Das Mailehen". L. Kretzschmar sc, 123x93. 

Wiederholt im ersten Bande der 2. verbess. Aufl. der „Gesamm. Erz." 1855 und der 
„Neuen Volks-ausgabe" desselben Werks 1862. 

UrnschIag=Nr. 2262, Hsch. „Aus dem Leben eines Vogelsbergers" = Nr. 1800. 
Siehe L. R. Illustr. zu Horn's Schriften, II 1874, Abt. II A 4 a. 

Dasselbe „Dritter Band." 

Kl. 8«. — 2 Bl. 287 SS. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt zu S. 62 : 

2264 H2156. DieGeschichte von den zwei Müllerskindern, Lenchen 
auf der Ofenbank beim Gemüseputzen im Gespräch. „RIEWEL sc", 
102x80. 

Umschlag = Nr. 2262, Bd. I. — Hsch.: „Ein Stücklein von der Mosel." = Nr. 1837, 
„Ges. Erz." 1852. 

Siehe L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften, II, 1874, Abteilung II A 4 a. 
Der vierte Band 1854 enthält keine neuen Blätter'nach L. R. 

„Die Spinnstube," usw. „1854." „Neunter Jahrgang". 

80. — IV SS. 8 Bl. 184 SS. — %j Thlr. 

Enthält 50 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
Gott zum Gruße und den Herrn Christum zum Tröste! 

2265 H 2157 S. 1 oben. „SONNTAG", Engel in den Wolken mit Kreuzfahne 
und Kränzen. 63x65. 

2266 H 2158 S. 1 unten. Initial E, Sonnenaufgang, Hahn und Schwalbe. 
61x30. 

2267 H 2159 S. 3. Mann mit Rucksack, die Pfeife anzündend. 43x26. 

2268 H 2160 S. 4. Bauernpaar mit zwei Kindern, unterwegs. 20x29. 

2269 H 2161 S. 4. Bauer in Wams und Zipfelmütze nach r. 48x28. 

2270 H 2162 S. 4. Mann mit Leiter und Obstkorb nach 1. gehend. 45x45. 

2271 H 2163 S. 5. Mann mit Rucksack und Stock, schnell nach vorn gehend. 
29x18. 

2272 H 2164 S. 5. Zwei Mädel zwischen zwei Buben auf dem Kirchgang. 
44x68. 

2273 H 2165 S. 8. Eltern und fünf Kinder bei der Morgenandacht. 47x56. 

2274 H 2166 S. 11. Gang zur Kirche 1. durch das Korn. „GERINGSWALD sc", 
64x82. 

Die Ueberschwemmten. 

2275 H 2167 S. 19. Bauernhaus mit Ziehbrunnen, vorn ein Schwein. 62x88. 

2276 H 2168 S. 22. Herder und Jeremias tauschen Handschlag, Weg im 
Korn. 40x70. 

235 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1854 



2277 H 2169 S. 24. Verlobung unter der Linde am Ziehbrunnen. 85x96. 

2278 H 2170 S. 25. Zwei Weinflaschen, Brot, Käse, Gläser. 26x50. 

2279 H 2171 S. 28. Thrinchen winkt vom Fenster Abschied, I. Maiskolben. 
113x74. 

2280 H 2172 S. 33. Thr. ohnmächtig am Rheinufer, neben dem Vater. 106x80, 
umrahmt. 

2281 H 2173 S. 34. Steffen am Tisch, liest die Todesnachricht der Eltern. 
43x46. 

2282 H 2174 S. 37. Jeremias stellt St. im Beisein von Thr. und Kind zur 
Rede. 72x94. 

2283 H 2175 S. 42. Ueberschwemmung bis zum Hausgiebel. 50x74. 

2284 H 2176 S. 47. Thr. liegt im Kahn, St., Kinder, Bootsmann, Ziege. 77x88. 

2285 H 2177 S. 49. Thr. und St., von den fünf Kindern umschlungen. „W.W", 
55x63. 

2286 H 2178 S. 52. Der Handwerksbursch am Bett der kranken alten 
Frau. 57x56. 

2287 H 2179 S. 64. Wunderbare Rettung usw. Mädchen vor dem Lava- 
strom des Vesuv. 100x56. 

2288 H 2180 S. 68. Der Vater legt das gerettete Mädchen nieder. 68x59. 

Die zwei Freunde. 

2289 H 2181 S. 71. Wandernder Schneider tritt zum Hufschmiedgesellenein. 
71x78. 

2290 H 2182 S. 72. Der Sehn, beim Tischgebet, I. dahinter der Schm., r. die 
Meisterin. 62x56. 

2291 H 2183 S. 76. Wiedersehen der beiden in der Schneiderwerkstatt. 4Sx47. 

2292 H 2184 S. 78. Polizist holt den Sehn, vom Krankenbett des Schm. 61x85. 

2293 H 2185 S. 80. Der einsame Kranke im Bette sitzend; Krug. 61x95. 

2294 H 2186 S. Sl. Schm. unterwegs, Brücke mit Nepomukstandbild. 27x53. 

2295 H 2187 S. 84. Schm. daheim auf der Bank mit dem Nachtwächter. 47x61. 
2290 H 2188 S. 85. Schm. findet Röschen beim Nachtwächteramt einge- 
schlafen. 106x74. 

2297 H 21S9 S. 87. R. in der Kirchenbank neben kleinem Mädchen. 47 

2298 H 2190 S. 91. Schm. am Tisch, R., seine Frau, mit Schüssel, Sehn, am 
Ofen. 75x80. 

2299 H 2191 S. 92. Sehn:, und Sehn, auf der Ofenbank, i. R. „GERINGS- 
WALD", 101 38. 

2300 H 2192 S. Q4. Schm. und R. besprechen am Herd die Sorge für den 
Sehn. 52x53. 

230 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1854 

2301 H 2193 S. 95. Des Sehn. Erzählung, er auf der Wirtshausbank; Seidel. 
57x49. 

2302 H 2194 S. 97. Werber stößt mit Sehn, an, dahinter der Wirt. „H. 
MANGER. sc", 100x92. 

2303 H 2195 S. 101. R. umarmt Marie, Schm. die Hand auf der Klinke. 62x77. 
Wie einmal ein Schneider die Nachtwächter utzt usw. 

2304 H 2196 S. 105. Der Nachtwächter leuchtet über das Regenrohr. 44x61. 

2305 H 2197 S. 108. Der N. leuchtet in die Höhe; vor ihm seine alte Frau. 
77x51. 

2306 H 2198 S. 114. ...Schuhe und Stiefel..., Initial E mit Schuster 
und Rabe. 49x43. 

Der Krakehler. 

2307 H 2199 S. 127. Der Kr. in seinen alten Tagen, Hüftstück. 69x57. 

2308 H 2200 S. 133. Der Totschlag im Tanzsaal des Wirtshauses. 116x78. 

2309 H 2201 S. 137. Den Totschläger Peter besucht sein Vater im Ge- 
fängnis. 78x91. 

2310 H 2202 S. 139. Der T. vor Mutter und Braut des Erschlagenen auf 
den Knieen. 67x77. 

2311 H 2203 S. 140. Der T. auf dem Grabe des Erschlagenen sitzend. 48x50. 

2312 H 2204 S. 143. Initial H, der kleine Astor mit Stock und Rucksack, 
Schiff. 46x26. 

2313 H 2205 S. 179. ...ehrlicher Kohlenbrenner... Kunz von Kau- 
fungen im Walde niedergeschlagen. 93x76. 

2314 H 2206 S. 181. Der kleine Prinz zu Pferd, vom Köhler heimgeführt. 
60x83. 

Hschte. auf dem Umschlags Nr. 1802, 1803; S. 113 = Nr. 1633; S. 184 = Nr. 1641 ; S. 54, 
103, 141, 174 = Nr. 1642; S. 58, 111, 122, 142, 172 = Nr. 1646; S. 90 = Nr. 1647; S. 59 = Nr. 
1652 ; S. 104 = Nr. 1655 ; S. 121 = Nr. 1808 ; S. 89 = Nr. 1814 ; S. 16 = Nr. 1877 ; S. 14 — Nr. 
1878; S. 13 = Nr. 1879; S. 69, 126 = Nr. 2168; S. 60 = Nr. 2274. 

Stahlstich n. n. L. R. 

Siehe L. R. Illustrat. zu Horn's Schriften II, 1874, Abt. IIA 4a. 

„Deutsche Volkslieder | mit ihren eigenthümlichen 
Singweisen. | Gesammelt und herausgegeben | von | Georg 
Scherer. | Mit Holzschnitten nach Zeichnungen von Ludwig 
Richter und Radirungen nach Ferd. Rothbart. | Die vier- 
stimmige Bearbeitung der Melodien | (für Sopran, Alt, Tenor 
und Baß oder Klavier) | von | K. M. Kunz. | Erstes Heft. | 
Stuttgart, | 1854. | Druck und Verlag von Eduard Hallberger." 

Gr. 40. — 20 SS. — Vs Thlr. 

237 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1854 

Enthält 11 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

2315 H 2207 S. 1. Die Nonne. Mädchen auf dem Fels, die drei Grafen im 
Nachen. 142x79. 

2316 H 2208 S. 3. Die N. kniet am offnen Grabe des Grafen. 81x63. 

2317 H 2209 S. 4. Die gefangenen Reiter begegnen dem Mägdlein. 
79x103. 

2318 H 2210 S. 6. Liebesdienst. Frau am Bett der sterbenden Schwester, 
vorn die Lade. 65x78. 

2319 H 2211 S. 8. „Müllers Abschied". „X. A. v. GABER.", „RIEWEL. sc. | 
1854.", 126x76. 

2320 H 2212 S. 10. Frau Nachtigall. Initial „N", N. und sinnendes 
Mädchen. 77x41. 

2321 H 2213 S. 12. „Heimliche Liebe." Das Paar zwischen Bäumen stehend. 
„X.A.v. GABER.", „RIEWEL. sc", 106x81. 

2322 H 2214 S. 14. Drei Reiter am Thor. „X. A. v. A. GABER.", „H. 
MANGER. SCULPS.", 140x82. 

2323 H 2215 S. 16. Abschied. Das Mädchen sitzt weinend zwischen Ofen 
und Tisch. 73x98. 

2324- H 2216 S. 18. Die schwarzbraune Hexe. Initial „E", Hunde und 
Jagdgerät. 106x44. 

2325 H 2217 S. 20. Heimlicher Liebe Pein. Initial „M", Mädchen am 
Fenster. 65x41. 

Aufgenommen in „Die schönsten deutschen Volkslieder, 1863." 

„Knecht Ruprecht" usw., dritter Jahrgang, Titel 
genau wie 1852." 

Hoch 40. — 16, 8 SS. — 8 Gr. 

Enthält 13 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
232« H 2218 S. 1. Die Flucht nach Aegypten. „L. R.", Krüger sc, 74x92. 

2327 H 2219 S. 3. Der Bethlehemitische Kindermord. 110x89. 

2328 H 2220 S. 4. Tanzliedchen für Kinder, 5 Kinder mit Puppe tanzend. 
58x84. 

Papa Gei's letzte Weihnachtsfeier. 

2329 H 2221 S. 5. Die Kinder an der Türklingel. 54 - 77. 

2330 H 2222 S. 6 o. P. G.'s Haushälterin Brummsuse. 54 -.40. 

2331 H 2223 S. 6 u. P. G. im Krankensessel. 37x34. 

2332 H 2224 S. 7 1. Puppenhaus aus Büchern mit „Manuel und W'eibel". 
41 > 58. 

2333 H 2225 S. 7 r. P. G. ordnet die Bücher wieder ein. 52 44 

238 



IIA3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

2334 H 2226 S. 8 o. P. G. zeigt Brummsuse ein neugekauftes Buch. 44x76 

2335 H 2227 S. 8 1. u. Paul beißt in seines Pfefferkuchenmanns Kopf. 41x25. 

2336 H 2228 S. 14. Die Kinder nehmen vom P. Q. im Krankensessel Ab- 
schied. 78x76. 

2337 H 2229 S. 15 o. Die Kinder an P. G.'s Sarge. 40x82. 

2338 H 2230 S. 15 u. P. G. im Himmel von Kindern empfangen. 51x86. 

Die Pfefferkuchenfiguren auf S. 8—13 sind nach L. R.'s Auskunft an Ed. Cichorius von 
Aug. Gaber gezeichnet. 

„Christmarkt", Kopfleiste == Nr. 1948; „Christmarkt", S. 3 = Nr. 1930; S. 8=Nr. 1592. 

Die drei Jahrgänge des Knecht Ruprecht erschienen nach Abschluß des letzten auch 
In einem kartonierten Bande zusammengeschlossen, und zwar in einer schwarzen und 
einer handkolorierten Ausgabe. 

1855—1858. 

„Die | Deutsche Geschichte | in Bildern, | nach Ori- 
ginalzeichnungen deutscher Künstler, [ mit erklärendem 
Texte | von | Dr. F. Bülau, | Professor an der Universität 
zu Leipzig, | fortgesetzt von | Dr. H. B. Chr. Brandes, | Privat- 
docent der Geschichte a. d. Universität zu Leipzig. | und | 
Dr. Th. Flathe, | Oberlehrer am k. Gymnasium zu Plauen. | 
Erster Band. | Dresden, | Druck und Verlag der K. Hof- 
buchdruckerei von C. C. Meinhold & Söhne." 

Das Werk, in Lieferungen erschienen, erhielt in der Gesamtausgabe neue Titelblätter 
mit der Jahreszahl 1862. 

Qu. gr. 4». — 1 Bl. VIII, 154 SS. — 19 Lfgn. zu 7«/» Gr., Prachtausgabe zu 12 Gr. 

Enthält 3 einzelne Blätter: 

2339 H2231 Zu S. 61. Otto I. an der Nordsee. In Typensatz: „Gez.v. L. 
Richter.", W. Obermann sc, 149x194. 

2340 H 2232 Zu S. 63. Otto I. und sein Sohn Ludolf. Begegnung am 
Waldrand. „O. & R. Roloffs sc", in Typensatz: „Gez. v. L. Richter.", 
150x192. 

2341 H 2233 Zu S. 153. Die Kaisertochter Margaretha entflieht von 
der Wartburg. „Gez.v. L. Richter.", Roloffs sc, 148x192. 

Bd. 2 und 3, Dresden 1862, enthalten keine Holzschnitte nach L. R. 

1855. 

In Holz geschnitten: „Ehre sey Gott in der Höhe! | 
Christenfreude j in | Lied und Bild." [Strahlenkreuz 
von Rosen umrahmt.] Weiter in Typensatz: „Geistliche 
Lieder mit Holzschnitten | nach Zeichnungen von | Ludw. 

239 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

Richter, Jul. Schnorr von Carolsfeld u. C. Andreae, | heraus- 
gegeben und verlegt durch | A. Oaber's Atelier für Holz- 
schneidekunst." Unter der Holzschnittumrahmung: „Leipzig, 
in Commission bei Georg Wigand, 1855." 

Gr. 8°. — 100 ungezählte Seiten. — 1 Thlr. — Erschien zuerst in 3 Lieferungen. 

Enthält 41 Holzschnitte, 1 in Holz geschn. Titelblatt und 40 in den 
Text gedruckt. 

Ob nicht von den Schlußstücken, soweit Hoff sie nicht erwähnt, 
dies und jenes noch auf eine Zeichnung L. R.'s zurückgeht, läßt sich 
heute nicht mehr entscheiden. Was nicht von ihm stammt, dürften 
Pletsch und Gaber geliefert haben. 
2342 H 2234. Titelblatt, s. oben. 176x111. 

234-3 H 2235. Wie soll ich dich empfangen? „Gelobt sey der da kommt 
im Namen des Herrn." „Riewel sc." (Die Bezeichnung nur in einem 
Teil der 1. Aufl.), 76x121. 

2344 H 2236. Vom Himmel hoch da komm ich her. „Weihnachtslied." 

In Typensatz: „L. Richter.", „A. Gaber." unter der Umrandung. 177x111. 

Dieser Holzschnitt hat eine verwickelte Geschichte erlebt, die ich nach den genauen 
Untersuchungen Walther Hoffmanns wiedergebe, ohne selbst für alles einstehn zu können. 
Danach enthält ein Teil der 1. Auflage dieses Bild im Text mit einem lichten Engel über 
dem Hügel links im Hintergrund, der den dunkel von dem Glänze sich abhebenden Hirten 
die Weihnacht verkündet. Unter dem Bilde steht hier das Lied ,,0 du fröhliche", der 
Initial O ist in die Ranken 1. eingeschnitten. Die Rückseite des Blattes bringt dann das 
Lied „Vom Himmel hoch". Aber schon für den Text der meisten Abzüge der 1. Auflage, 
ja selbst der ersten Lieferung, wurde der Engel ungeschickt überschraffiert, der Initial O 
fortgeschnitten, und die beiden ersten Verse von ,,Vom Himmel hoch" auf die erste Seite 
gesetzt. Endlich wurde diese verdunkelte Gestalt des Bildes noch einmal überarbeitet, der 
Himmel gleichmäßig verdunkelt, und mit dem Liede ,,0 du fröhliche", aber ohne den 
Holzschnittinitial, der ganzen 1. Auflage als Titelbild vorausgeschickt. Die äußere der 
beiden Einfassungslinien wurde hier durch eine ganz feine ersetzt. In den folgenden Auf- 
lagen blieb die Wiederholung als Titelbild fort, und die letzte Gestalt des Bildes, mit 
einer dritten feinen Einfassungslinie umzogen, steht mit dem Liede ,,Vom Himmel hoch" 
im Text. — Siehe Nr. 3470. 

2345 H 2237. Es ist ein Ros entsprungen. Maria mit dem Kinde in 
einer Rose, oben zwei anbetende Engel, unten der Stern. 96x87. 

2346 H 2238. Rückseite: Fünf Engelkinder, über Rosen singend. „GABER", 
56x69. 

2347 H 2239. Ein Jahr geht nach dem andern hin. Jesus prüft den 
Feigenbaum, Engel mit Axt und Gießkanne. „F. REUSCHE 
82x76. 

Rückseite n. n. L. R. 
2848 H 2240. Hier ist Immanuel. „Imanuel", „L. R.", „A. G.'\ IGT 

234« H2241. Hilf, Herr Jesu, lass gelingen! „Neujahrslied", „IHS", 
„F. REUSCHE sc, 95x55. 

240 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

2350 H 2242. Jesu, geh voran. 1. „Folge mir nach", „F. REUSCHE sc." 
86x64. 

Dieses Bild ist auch einer Reihe von 10 Passionsbildem C. Andreae's beigegeben. 

2351 H 2243. Rückseite, Sonnenblume auf zwei aufwärtsgebogenen Stengeln. 
31x46. 

In der vierten vermehrten Auflage 1863 für ein anderes Lied verwendet. 

2352 H 2244. Als Gottes Lamm und Leue. „Sie nahmen den Leib des 
Herrn und begruben ihn." „F. REUSCHE s" (nur in der 1. Aufl.) 120x77. 

2353 H 2245. „SO RVHEST DV, O MEINE RVH!" 71x85. 

2354 H 2246. „CHRIST IST ERSTANDEN, HALLELUJAH!" „MANGER 
sc", 121x80. 

Rückseite n. n. L. R. 

2355 H 2247. „Nun danket alle Gott!" „L. R.", „A. G.", 150x103. 

2356 H 2248. Wie mit grimmgem Unverstand. Jesus zieht Petrus aus 
den Wellen. „C. ZN. sc", 95x66. 

Das diesem vorhergehende Bild zu „Ach Gott, ich falle dir zu Fusse", Heimkehr des 
verlorenen Sohnes nach C. Andreae, dessen Monogramm indessen fehlt, wird fälschlich 
L. R. zugeschrieben in „Georg Wilhelm Schulze, Das Gleichniss vom verlorenen Sohn usw. 
Mit einem Titelblatt in Holzschnitt von Richter", Berlin, Künzel & Beck, 1861. 

2357 H 2249. Jesu, komm doch selbst zu mir. Jesus pocht an die Tür. 
„Geringswald sc." (nur in der 1. Aufl.) 107x65. 

2358 H2250. „EINS- IST- NOTH." 85x97. 

2359 H 2251. Selig sind diegeistlich Armen. Jesu Bergpredigt. „L.RICH- 
TER.", „A. GABER.", 66x91. Siehe Hoff Nr. 3314. 

2360 H 2252. Kommt Kinder, Iasst uns gehen. Pilgerschaar, von Engeln 
in den Wolken geleitet. „L R.", „F. Reusche." (nur in einem Teil der 
1. Aufl.) 107x78. 

2361 H 2253. Es kostet viel, ein Christ zu sein. Knabe wehrt mit dem 
Kreuzstab Schlangen ab. 100x71. 

2362 H 2254. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein. „Das kleinste 
Kind | kann seine Mutter | lieben." „L R", „A G", 76x66. 

2363 H 2255. Wohl einem Haus, wo Jesus Christ. „Ich und mein 
Haus wollen dem Herrn dienen." Reusche sc, 84x104. 

Rückseite n. n. L. R. 

2364 H 2256. Ein getreues Herze wissen. Brautpaar unter einem Kranz. 
„L. R.", „A. G.", 102x65. 

2365 H 2257. „Das walte Gott!" „F. REUSCHE sc", 128x70. 

Siehe „Volksbilder 1874/75.» Nr. 3488. 

2366 H 2258. Die Nacht ist nun vergangen. Reiter bei Sonnenaufgang 
betend. „GERINGSW.", 73x104. 

2367 H 2259. Früh am Morgen Jesus gehet. „Ich bin der gute Hirte". 
106x79. 

Rückseite n. n. L. R. 

241 16 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

2368 H 2260. Mein schönste Zier und Kleinod bist." Herr bleibe bei 
uns, den es will Abend werden", 113x99. 

2369 H 2261. Rückseite: Engelchen mit Kerze und Buch. „A ß", Riewel sc., 
55x60. 

2370 H 2262. Der Mond ist aufgegangen. Fünf Engelchen über der 
Mondsichel singend. 98x82. 

2371 H 2263. Müde bin ich, geh zur Ruh. Kind mit gefalteten Händen 
schlafend. „1855. LR.", 105x77. 

2372 H 2264. Nun ruhen alle Wälder. „Abendlied." „I. H. S.", „LR", 
„GABER", 122x98. 

2373 H 2265. „Ich singe dir mit Herz und Mund". „L R", „A G", 
„F. REUSCHE sc", 121x105. 

237+ H 2266. Himmel, Erde, Luft und Meer. „Auch der Mond und 
Sternenpracht Jauchzen Gott bei stiller Nacht." „L. R.", „A. G.", 93x68. 

2375 H 2267. Schönster Herr Jesu. Mutter, Kinder, Hirt verehren Jesum. 
101x67. 

2376 H 2268. Keine Schönheit hat die Welt. „Sommerlied." Zimmer- 
mann sc, 105x77. 

2377 H 2269. Der rauhe Herbst kommt wieder. Mann baarhaupt vor 
einem Grabe sitzend. 97x65. 

2378 H 2270. Je größer Kreuz, je näher Himmel. Kreuzträger mit 
Frau und Kindern. „L R", „A G", 97x53. 

2379 H 2271. Befiehl du deine Wege. „Befiehl dem Herrn deine Wege!" 
„F. REUSCHE sc." (Spiegelschrift), 71x82. 

2380 H 2272. Gieb dich zufrieden und sei stille. „Gieb dich zu- 
frieden!" „F. Reusche" (nur in einem Teil der 1. Aufl.) 95x118. 

2381 H 2273. Ich heb mein Augen sehnlich auf. „Der HERR set>ne 
deinen Ausgang u. Eingang." Dazwischen Engel mit „1HS". Riewel sc. 
106x80. 

Dass. vergrößert siehe Nr. 593. 

2382 H 2274. In Gottes Namen fahren wir. „Gott sey mit euch auf 
dem Wege, u. sein Engel geleite euch! Tobias 5,23." „GERINGS- 
WALD sc", 83x99. 

»Zweite Auflage, Dresden, Verlag von Gaber & Richter; eine weitere ohne :* 
nung der Auflage ebenda. Siehe weiter zum Jahre 1863 Alle Auflagen mit Ausnahme der 
ersten erschienen ohne Jahreszahl. 

Viele von den Liedern wurden in Sonderdruck auf e'nzelnen Blattern wieder; 
ausgegeben, meist mit den Vermerken «Selbstverlag VOO Äug Oabd ■ und .Druck der 
König). Hofbuchdruckerei C. C. Meinhold fcV Söhne in Dresden .- Auch unzerschnittene 
Doppelstücke kommen vor 

„Gesammelte Erzählungen von W. O. von Hörn. 
Eilfter Band. Neue Folge. Dritter Band. usw. 1S55." 

Or. 12" 4 Bl 400 SS. - I Ihlr 

242 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

Enthält 1 Titelbild: 

2383 H 2275. Drei und Eine. Mädchen sitzt spinnend in der Dachkammer 
auf dem Bett. „RIEWEL sc", 120x77. 

Siehe zum 2. und 3. Bande. 

„Die Spinnstube." | usw. | „1855." | „Zehnter Jahr- 
gang." 

8«. — 10 Bl. 197 SS. — 5/is Thlr. 

Enthält 50 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2384 H 2276 S. 1. Drei Engelknaben nach r. im Rebengang, Obstkorb, Flöte, 
Sichel. 55x73. 

Der Qeizhals und sein Nachbar. 

2385 H 2277 S. 14. Sterbende Mutter segnet den schlafenden Ludwig; Eva, 
Lips. „RIEWEL. sc." 107x79. 

2386 H 2278 S. 16. Lips hält über dem Gebetbuch Leichenwacht. 77x96. 

2387 H 2279 S. 30. Ludwig mit Eva's Ammichen auf dem Baumstamm, 
Jacob dahinter. „F.O.", 55x71. 

2388 H 2280 S. 31. L. gibt der kranken A. die Medizin. 74x94. 

2389 H 2281 S. 35. Die Männer auf und vor dem Bauholz plaudernd. 70x86. 

2390 H 2282 S. 38. J. und L. pflanzen für A. den Maienbaum. 76x28. 

2391 H 2283 S. 41. Der Geizhals ertappt sein A. mit L. in der Laube. 58x81. 

2392 H 2284 S. 43. Eva tröstet ihren Pflegesohn L. am Treppenfuß. 36x37. 

2393 H 2285 S. 44. Abschied L.'s von A., Katze auf dem Stuhl. „F. (E?) R. sc", 
68x56. 

2394 H 2286 S. 48. E. sagt ihrem Geizhals von Mann die Wahrheit. „W. W. 
sc", 56x70. 

2395 H 2287 S. 61. J. zeigt dem Vater vor dem Rathaus seine Ziehungs- 
nummer. 94x59. 

2396 H 2288 S. 62. Familie und Nachbarn trauern um J.'s Ziehung, 5 Figuren. 
78x76. 

2397 H 2289 S. 67. Nachbar Bender sitzt vor dem Geizhals, hinten E. und A. 
„F. OBERM.", 97x69. 

2398 H 2290 S. 70. G. und N. beim Notar, der vorliest. „GERINGSWALD sc", 
105x87. 

2399 H 2291 S. 77. Des G. Großvater als Sauhirt. 107x71. 

2400 H 2292 S. 78. Der Großvater flicht Bienenkörbe; Töpfchen und Tasse. 
60x52. 

2401 H 2293 S. 79. Des G. Mutter als Braut hinter dem Vater bei seinen 
Geldsäcken. 67x51. 

243 16 * 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 



2402 H 2294 S. 82. Der bekehrte G. bittet E. um Verzeihung. 76x72. 

2403 H 2295 S. 83. J. fällt dem Vater um den Hals, E., Spitz. 73x79. 

2404 H 2296 S. 86. L. verwundet auf dem Schlachtfeld von Hanau. 53x92. 

2405 H 2297 S. 88. L. kommt bei Nacht ins Dorf, nur e i n Fenster hell. 39x59. 

2406 H 2298 S. 89. Das verhärmte Ammichen, Hüftstück. 56x33. 

2407 H 2299 S. 90. Der Nachbar in der Tür, leuchtet L. ins Gesicht. „W W", 
79x72. 

2408 H 2300 S. 95. Die Nachbarsleute adoptieren L, r. am Tisch der Notar. 
64x73. 

2409 H 2301 S. 96. J.'s Frau bei A. am Dachstubenfenster. 65x58. 

2410 H 2302 S. 98. „Jakob", L.'s Söhnchen mit Löffel und Brot. 56x48. 

Das Meisterstück. 

2411 H 2303 S. 105. Hanndietrich ersetzt die kranke Mutter am Küchenherd. 
76x75. 

2412 H 2304 S. 109. H. in der Zeichenstunde beim Bückeburger Hofmaler. 
113x81. 

2413 H 2305 S. 111. H.'s Vater und der reiche T. im Dreimaster und Frack. 
68x55. 

2414 H 2306 S. 114. H. gibt Stinchen Schmitt am Zaun Nelkenstäbe. 
„Riewel sc", 99x87. 

2415 H 2307 S. 118. H. bei der Lampe, zeichnet einen neuen Webstuhl. 
„WW", 55x52. 

2416 H 2308 S. 120. H. bringt dem Grafen sein Webermeisterstück. 62x67. 

2417 H 2309 S. 122. H. von Haushofmeister und Lakai bedient. „\Y. \Y\ 
32x46. 

2418 H 2310 S. 125. H. legt der Mutter Meisterbrief und Goldstücke aufs 
Bett. 43x45. 

2419 H 2311 S. 127. Ein Steinhuder Weber auf dem Weg zur Grafenburg. 
43x31. 

2420 H 2312 S. 127. Zwei andre ebenso, im Überlegen. 56 29. 

2421 H 2313 S. 128. Drei andre, Bruststück. 32x58. 

2422 H 2314 S. 134. „I HS", H.'s Mutter wiegt sein Kind. 52x73. 

2423 H 2315 S. 137. Der Engel mit dem Hämmerchen. 27 12. 

2424 H 2316 S. 142. Der Pate bringt Seppe! seiner Frau nach Tirol. 70 

2425 H 2317 S. 145. S. mit der Schulmeisterstochter auf der Bergstraße. 
11S.<90. 

2426 H 2318 S. 147. S. im Kirschbaum, den Korb füllend. ..< .1 k'IV rSM 
110 - 81. 

244 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

24-27 H 2319 S. 148. Drei Musikanten auf dem Wege nach Kufstein. 59x45. 

2428 H 2320 S. 149. S. neben der Erschlagenen, holt das Geld aus dem 
Korb. „RIEWEL sc", 110x78. 

2429 H 2321 S. 154. S. im Gefängnis, r. der Wasserkrug. 60x53. 

2430 H 2322 S. 173. Büblein die Mütze lüpfend, Buch unterm Arm. 47x21. 

Der Kartschläger. 

2431 H 2323 S. 185. Der Bartfeger mit Heckerhut und Flinte. 61x49. 

2432 H 2324 S. 187. Der heimgekommene B. von der Frau umarmt. 41x42. 

2433 H 2325 S. 189. Der B. beim Kaffee, neben ihm die Frau. 32x57. 

Umschlagbüder = Nr. 1802, 1803, S. 56 — Nr. 1629, S. 99 oben, 197 unten = Nr. 1641, 
S. 7, 136, 182 = Nr. 1642, S. 99 unten, 161 oben, 180 = Nr. 1646, S. 137 unten = Nr. 1647, 
S. 177 = Nr. 1808, S. 98 oben = Nr. 1810, S. 135 = Nr. 1814, S. 188 = Nr. 1821, S. 166 = 
Nr. 1829, S. 1 unten = Nr. 1876, S. 10 = Nr. 1877, S. 8 = Nr 1878, S. 6 oben, 164= Nr. 
1879, S. 52 = Nr. 1891, S. 162 = Nr. 1907, S. 163 = Nr. 1909, S. 55 = Nr. 1847, S. 161 
unten = Nr. 1848, S. 27 = Nr. 1850, S. 26 = Nr. 1851, S. 155 = Nr. 2168, S. 69 = Nr. 2175, 
S. 181 = Nr. 2193, S. 100 = Nr. 2199, S. 183 = Nr. 2265, S. 3 — Nr. 2273, S. 5 = Nr. 2274, 
S. 101 = Nr. 2276, S. 6 unten = Nr. 2278, S. 169 = Nr. 2281, S. 88 oben = Nr. 2294, S. 78 
unten = Nr. 2306. 

Stahlstich n. n. L. R. 

Siehe „L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften. II. Bd. 1874.", Abt. II A 4 a. 

Erster Titel: „Hausmusik. | von | W. H. Riehl. | [Ort, 
Verlag, Jahr] |." Zweiter Titel: „Fünfzig Lieder deutscher 
Dichter, | in Musik gesetzt | von | W. H. Riehl. j Stuttgardt 
und Augsburg. J. G. Cotta'scher Verlag. 1855." 

Fol. — 3 Bl. XVI, 88 SS. — 2 Thlr. 21 Gr. 
Enthält einen Umschlag in Holzschnitt: 

2434 H 2326. „Hausmusik, j Fünfzig Lieder deutscher Dichter usw. bis Riehl." | 
[Bild, musicierende Familie], weiter wie oben. „R" 2 mal auf angehängten 
Schildern, „A" am „G" hängend, weiß eingeschnitten, „A. D. | 1855." 
auf der Wetterfahne im Gegensinn; 282x210. 

Dass. 2. Auflage, ebendaselbst 1860. 

„Deutsche Volkslieder" usw. „Gesammelt und heraus- 
gegeben von Georg Scherer." usw. Titel wie erstes Heft, 
1854. „Zweites Heft. Stuttgart, 1855." 

Qr. 4°. — Die Seitenzahlen schließen an Heft 1 an : 20 SS. — »/a Thlr. 

Enthält 10 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2435 H 2327 S. 21. Laß ab von der Liebe! Mädchen geht stolz am Schatz 
vorüber. 56x89. 

2436 H 2328 S. 23. Innsbruck, ich muß dich laßen. Tiroler auf dem 
Berggipfel. 83x58. 

245 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 

2437 H 2329 S. 24. Gruß. Taube, Brief am Halse tragend. „RIEWEL sc", 
58x120. 

2438 H 2330 S. 26. Drei Röselein. Oben die Ungetreue, unten der Ver- 
lassene. 102x76. 

2439 H 2331 S. 28. Weder Glück noch Stern. „GERINGSWALD sc", 
84x121. 

2440 H 2332 S. 30. „Die arme Seele". Judas weinend am Himmelstor. 83x48. 

2441 H 2333 S. 32. „Prinz Eugenius." Husar, den Krug in der Hand. 61x99. 

2442 H 2334 S. 34. „Der Jäger aus Kurpfalz". „RIEWEL. sc", 96x76. 

2443 H 2335 S. 36. Die schöne Agnese hört im Wasser des Engels 
Läuten. „GERINGSWALD sc", 93x63. 

2444 H 2336 S. 38. Die Königskinder. Prinzessin über der gelandeten 
Leiche. 80x109. 

Aufgenommen in: iiDie schönsten deutschen Volks-Lieder", 1863. 

„Das Vaterunser j und | die zehn Gebote, | aus- 
gelegt | von Alban Stolz. | (Durchaus verbesserter und 
vermehrter Abdruck aus dem Kalender für Zeit und Ewig- 
keit.) | Mit bischöflicher Approbation, j Neue Ausgabe mit 
einem Titelbilde von Professor Ludwig Richter. | [ ] | Leip- 
zig, | Verlag von J. T. Löschke." „Druck von Aug. Osterrieth." 

8d. - 256 SS. — 9 Or. 

Enthält 2 Holzschnitte, ein Titelbild und ein Verlagszeichen : 

2445 H 2337 Titelbild. „INRI", „Es ist vollbracht!", „L. R.", „A. GABER sc", 
100x62. 

2446 H Auf dem Titelblatt bei | | Verkleinerung des Verlagszeichens 
Nr. 1930, 17x53. 

Dass. ohne den Verweis auf dem Kalender f. Z. u. E. : „Zweite, verbesserte Auflage", 
sonst gleicher Titel, auf S. 356 „Druck von C. W. Vollrath in Leipzig." 356 SS.— Dass. 
,,mit vielen Holzschnitten" Freiburg 1859. 

v. Zahn u. Jaensch, Anl. Kat. 288 (Mai 1920) sagt zu dieser Nummer: ,,Das Erscheinungs- 
jahr ist 1853 (nicht 1855, wie Hoff angibt)." Ein Brief L. R 's an Löschte vom 14. 4. 1855 
ergibt, daß damals beabsichtigt war, das Buch durchgängig mit Bildern zu schmücken, 
was durch die Radierung ,,Die Christnacht" verhindert wurde. Es dürfte sich dabei um 
die „Zweite Auflage" handeln. 

„Die Bibel | oder die ganze Heilige Schrift des alten 
und neuen Testaments | nach der deutschen Uebersetzung 
Dr. Martin Luther's. | Herausgegeben und verlegt | vom 
Evangelischen Bücher-Verein. | Stereotyp-Ausgabe. Mit 327 
Holzschnitten. Berlin, 1855. | Niederlage des Vereins: 
Oertraudten-Straße Nr. 22." 

lex. 8*, - 1182, 305 SS. — 

246 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1855 



Enthält ein Titelbild zum Alten Testament und 2 Bilder im Text: 

2447 H — „MOSES, j Das Alte Testament. | Ev. Joh. 1, v. 17." 181x105. 

Scheint von O. Pletsch aufgezeichnet zu sein, dessen Namenszug 
33 Holzschnitte, darunter der Titel des Neuen Testaments, tragen. 

2448 H — Anbetung der Könige, N. T. S. 2, nach A. Dürer (Bartsch 87), 

82x95. 

2449 H — Der barmherzige Samariter, N. T. S. 108, nach G. Pencz (Bartsch 68), 
74x93. 

Diese Hoff unbekannt gebliebenen Holzschnitte sind festgestellt nach L. R.'s eigen- 
händigem Vermerk in Ed. Cichorius' Kollektaneen : ,, Titel zu Bibel, hrsgg. v. Evang. 
Bücherverein Berlin 55." Ein weiterer Vermerk ebendort: „Zwei Blätter nach Dürer und 
Pencz,[Gaber'sche Bibel, Titel?" Nur diese Bibel kann gemeint sein; sie bringt die Namens- 
züge Aug. Gaber's und seiner Schüler Manger und Geringswald. Weiter besitzt das Dres- 
dener K. K. aus dem Nachlaß Cichorius eine Darstellung des barmherzigen Samariters auf 
S. 219 eines Andachtsbuchs gleich der auf S. 128 der Gaber'schen Bibel als Arbeit von 
L. R., und der Umschlag trägt den Vermerk: „Zwei Z. [eichnungen] aus der Gaber'schen 
Bibel nach Dürer und Pens (Anbetung, Samariter)." So war die Entscheidung mit Sicher- 
heit zu treffen. Übrigens ist diese ganze Bibel mit ihren 327 Holzschnitten ein sehr 
beachtenswertes Beispiel der deutschen volkstümlichen Holzschnittillustration um die Mitte 
des 19. Jahrhunderts. 

(„Worte des Heilandes an Christenkinder. Eine 
Neujahrsgabe in 17 Kinderpredigten von Frauenhand. Nach 
dem Englischen. 2te, mit einigen Liedern vermehrte Auf- 
lage. Mit einem Holzschnitt nach L Richter. 1855. Ferd. 
Dümmler's Verlagsbuchhandlung in Berlin.") 

Da ich das Buch nur aus einer antiquarischen Anzeige kenne, vermag ich nicht zu 
sagen, ob hier ein neuer Holzschnitt vorliegt, oder ob es sich um eine Wiederholung 
handelt. Das letztere ist hier angenommen. 

„Deutscher | Volkskalender | auf das Jahr | 185 5. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Neue Folge. — 
Fünfter Jahrgang. | [Inhaltsverzeichnis.] Mit 4 Kupferstichen 
und vielen Holzschnitten. Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

Br. 6°. - 16 Bl. 80 SS. 8 Bl. — V a Thlr. 

Enthält 3 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2450 H 2338. Freundschaft bis in den Tod! Zwei Esel sich beräuchernd, 
53x93. 

2451 H 2339. So nehmt auch mich zum Genossen an usw., Ochs tritt 
zwischen die beiden Esel, 74x92. 

2452 H 2340. Schauen Sie, das ist Schädel von dem berühmten 
Rakotzi usw., 60x81. 

Kein stehendes Heer usw.^Nr. 1988; Eine Kapelle (auf 7 Blättern) = Nr. 629. 

Kupferstiche siehe Nr. 3191—3194. 

Siehe Cliches-Catatog Georg Wigand 1865 und L. R.'s Volkskunst Nr. 375-77, Abt. II A4. 

247 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1356 

1856. 

„Auch ich war in Paris. | Fragment | aus der noch 
ungedruckten | Familienchronik des Georg Wigand. 
Leipzig, | gedruckt bei Breitkopf und Härtel | ohne Beisein 
Georg Wigands." 

8<>. - 16 SS. 1 Bl. — 

Enthält 1 Vignette auf dem Titelblatt: 

2453 H 2341. Der kleine Wigand auf dem Karren des Blutegelhändlers. 
„GW" (auf des Knaben Bündel), 53x75. 

Zueignung auf dem 2. Blatt: „Dem 27. Januar 1856 huldigen drei 
gute Freunde in Bonn, Dresden u. Leipzig." 

„Die drei guten Freunde, die mit dem Heftchen Georg Wigand' 5 silberne Hochzeit 
feierten, waren: Otto Jahn in Bonn, L. Richter selbst, und ich S. Hirzel." Briefliche 
Mitteilung des Herrn S. Hirzel, Leipzig, 1871. 

Siehe L. R.'s Volkskunst S. (XXIX • XXX • ) 

Erster Titel „Tagebuch." Zweiter Titel „Bedenk- und 
Gedenkbüchlein | für | — . | Leipzig. | Georg Wigands 
Verlag." 

Or. 16». — 3 Bl. 183 Bl. — 1 Thlr. 10 Gr. 

Enthält 8 Holzschnitte, 1 Titelbild und 7 Bilder der Wochentage, 
die sich über jeder Seite das Jahr hindurch ablösen: 

2454 H 2342 Titelbild: Hausmütterchen auf der Sonnenblume, zwei Engel 
mit Spiegel und Ouitarre. 

2455 H 2343. Dienstag (Mars), Mutter mit der Rute zwischen zwei zanken- 
den Kindern. 

2456 H 2344. Mittwoch (Merkur), Mädchen mit der Wage. 

2457 H 2345. Donnerstag (Jupiter), Mutter mit Kind im Unwetter, Korb über 
dem Kopf. 

245S H 2346 Freitag (Venus), Knabe und Mädchen. 29x32. 

2459 H 2347 Samstag (Saturn), Mädchen mit der Sichel. 

2460 H 2348 Sonntag (Sonne), betendes Mädchen mit Schmetterlingsflügeln. 

2461 H 2349 Montag (Mond), spinnendes Mädchen auf der Mondsichel. 

Das Maß, einschließlich des rechteckigen Randes aus viel ftbeneinandergi 
ist bei den Wochen tagen überall das gleiche. Den Bildern ->ind die Plaretenzeichen bei- 
gegeben ; nur Sinne und Mond find in das Bild verwebt. Die Bilder sind durch dl 
hin wiederholt ; jeder lahrgann beginnt mit dem Wochentag, au: den Nenjal 
jedes Jahr, und wie lanye. eine neue Auflage erschien, i-t mu unbekannt 

Nach Hott ^it:d alle Vt'ochent.i. nommen der 4 Januar", * 

Dtenatag begani « .schnitten 

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24S 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1856 

„Gesammelte Erzählungen von W. O. von Hörn." 
„Zwölfter Band. Neue Folge. Vierter Band." usw. 1856." 

Gr. 120. — 4 Bl. 378 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

2462 H 2350. Der Baigneur von Ostende. Herr in Zylinderhut vor dem 
Fischerhaus vom jungen Paare umarmt, 116x92. 

13. Band 1859: Titelbild n; n. L. R. 
Siehe zum 2. und 3. Bande. 

„Die Spinnstube," usw., „1856." „Elfter Jahrgang." 

8°. — IV SS. 8 Bl. 210 SS. — s/u Thlr. 

Enthält 51 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2463 H 2351 S. 1. Initial L, Knabe kniet vor dem Vater, Mädchen küßt der 
Mutter Hand, 61x41. 

Verpfuscht! 

2464 H 2352 S. 12. Vier Kinder mit Taufkuchen, vorn zwei Tassen. 45x78. 

2465 H 2353 S. 12. Ein Bub auf der Bank ebenso, eine Tasse. „E. R. sc", 
62x51. 

2466 H 2354 S. 16. Karl vor dem Herrn Inspektor, hinter ihm Mutter und 
3 Geschwister. 35x65. 

2467 H 2355 S. 18. Taufvater redet an der Tauftafel, vorn 1. der Täufling. 
62x84. 

2468 H 2356 S. 20. Vater bewundert seinen Bub in der Wickel auf Mutter- 
schoß. 63x71. 

2469 H 2357 S. 23. Ein Eselskopf. 22x20. 

2470 H 2358 S. 26. Fritz als Student mit der langen Pfeife. 34x29. 

2471 H 2359 S. 29. Fr. als Makler am Tor, Bauer und Karre. 65x80. 

2472 H 2360 S. 30. Fr. betrunken, von 7 Gassenbuben verhöhnt. 46x76. 

Der Schleicher. 

2473 H 2361 S. 47. Der Schi., Mütze und Stock in der Hand, Pfeife in der 
Schoßtasche. 69x40. 

2474 H 2362 S. 49. Schi, sucht den bellenden Spitz zu begütigen. 52x73. 

2475 H 2363 S. 51. Schi, bei Hannjost, den Brief lesend, Spitz und Alte. 
98x76. 

2476 H 2364 S. 55. Irmel und Gottlieb beim Betteln vom Spitz vertrieben. 
95x77. 

2477 H 2365 S. 59. Hannjost und Spitz empfangen den triumphierenden Schi. 
106x88. 

2478 H 2366 S. 60. H. schneidet dem Schi, zum Glase Wein vor. 31x57. 

249 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1856 

2479 H 2367 S. 62. Irme! trägt einen Mehlsack die Treppe hinab. 107x70. 

2480 H 2368 S. 64. I. beim Haarflechten, der Spitz (Vollbild). 133x78. 

2481 H 2369 S. 68. I. hört beim Bibellesen H. und den Schi. 51x49. 

2482 H 2370 S. 70. 1. und Gottlieb als Kinder teilen den Bettelkorb. 41x73. 

2483 H 2371 S. 71. I. wischt G. die Tränen ab. 74x60. 

2484 H 2372 S. 74. I. reicht G. aus dem Fenster ein Bündel. 63x50. 

2485 H 2373 S. 76. Pfarrer und Schulmeister finden G. draußen schlafend. 
45x69. 

2486 H 2374 S. 81. I. in der Reblaube schlafend. 53x40. 

2487 H 2375 S. 88. G. und I. auf der Gartenbank im Brautkuß. 99x78. 

2488 HJ2376 S. 92. H. am Fenster belauscht die beiden. 54x41. 

2489 H 2377 S. 95. H. weist dem Schi, die Tür (Spitz, Mühlstein). 94x78. 

2490 H 2378 S. 96. I. mit dem Boten dem Schi, begegnend (Gänse). „GE- 
RINGSWALD sc", 73x103 (quer gestellt). 

2491 H 2379 S. 99. H. verlobt G. und I. (Pfarrer, Schulmeister, Notar usw.) 
72x83. 

2492 H 2380 S. 100. Kirchgang zur Trauung nach r. (1. dicker Baum). 77x85. 

2493 H 2381 S. 101. I. an der Mühltür, teilt Suppe aus. 93x67. 



2494 H 2382 S. 112. Jude, Wirt, Hausknecht und Geprellter beim Pferde- 
handel. 117x85. 

2495 H 2383 S. 115. Initial I mit Bettler und Krähen. 34x22. 

Der Martinitag. 

2496 H 2384 S. 126. „St. Martin." 62x45, eingerahmt. 

2497 H 2385 S. 128. Urselchen verkauft Äpfel, 5 Kinder. 111x80. 

2498 H 2386 S. 129. U. von der reichen Witwe mit Kaffee erquickt. 53x63. 

2499 H 23S7 S. 132. U. kniet vor der Leinenkiste. 36x40. 

2500 H 2388 S. 133. Der Witwe Sohn findet U. ohnmächtig „W. WLRTH- 
MAN", 69x71. 

2501 H 2389 S. 135. U. mit der Kiepe auf dem Heimweg. 37x77. 

Die Geschichte von den zwei gesalzten Ohrfeigen. 

2502 H 2300 S. 160. Ludwig mit seinem Bündel, vom Apotheker hinein- 
geführt. 106x75. 

2503 H 2391 S. 162. L. im Apothekem'mmer, Haushälterin in der Tür I. 
78 90. 

2504 H 2302 S. 164. L. bei der Lampe am Tisch, Papiei und Kleistertopf. 

n -4i. 

2505 M 2393 S. 164. L. mil Stößel und Mi 

250 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1856 

2506 H 2394 S. 166. Apotheker hat L. am Zopf und ohrfeigt ihn, r. Rektor. 
67x81. 

2507 H 2395 S. 167. Haushälterin hinter L. her, ein Pantoffel verloren. 34x74. 

2508 H 2396 S. 168. Zwei Landjäger, L. hinter dem Korn horchend. 75x69. 

2509 H 2397 S. 169. L. vor dem Pfarrer. „W. W.", 36x44. 

2510 H 2398 S. 174. Postkutsche im Regen. 30x83. 

2511 H 2399 S. 176. Junger Kaufmann in der Wagenecke. 51x39. 

2512 H 2400 S. 181. „POST.", Postwagen beim Ausladen. 50x49. 

2513 H 2401 S. 183. Heimkehr zu Schwiegereltern und Braut. 73x86. 

Umschlagbilder = Nr. 1802. 1803, S. 24 = Nr. 1472, S. 195 = Nr. 1476, S. 142 = Nr. 
1495, S. 46 = Nr. 1633, S. 101 unten, 185, 210 = Nr. 1641, S. 7, 107, 154 — Nr. 1642, S. 35 
unten, 108, 124, 143, 186 = Nr. 1646, S. 34, 113 = Nr. 1647, S. 28, 54 = Nr. 1814, S. 110 = 
Nr. 1826, S. 10 = Nr. 1877, S. 8 = Nr. 1878, S. 6 unten, 35 oben, 123, 187 = Nr. 1879, S. 109, 
119 = Nr. 1880, S. 42 = Nr. 1848, S. 148 = Nr. 1857, S. 30 unten = N'r. 1866, S. 11, 44, 127 
= Nr. 2168, S. 57 = Nr. 2169, S.'"l88 oben = Nr. 2191, S. 83 = Nr. 2193, S. 188 unten = 
Nr. 2196, S. 27 = Nr. 2199, S. 3 = Nr. 2208, S. 205 = Nr. 2266, S. 4 = Nr. 2273, S. 114 = 
Nr. 2278, S. 6 oben = Nr. 2384, S. 56 = Nr. 2406, S. 150 = Nr. 2430, S. 86 = Nr. 2486. 

Stahlstich n. n. L. R. 

Siehe L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften II, 1S74, Abt. IIA 4a. 

„Lobsinge | dem | HERRN, | meine Seele | und | vergiß 
nicht was er dir I Gutes gethan. | Erbauungsbuch | von | 
Wilhelm Müller, j Prediger an der Jerusalems- und Neuen 
Kirche in Berlin. | Mit einem Holzschnitt nach Ludwig 
Richter. | Leipzig, 1856. | Georg Wigand's Verlag." 

4«. — XVI, 280 SS. — 3 Thlr. 10 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

2514 H 2402. Pilgern erscheint der Friedensengel bei Nacht. „F. REUSCHE 
sc", 165x45. 

Siehe ,, Richteralbum" 4. bis 6. Ausgabe und L. R.'s Volkskunst Nr. 396, Abt. IIA 4 a. 

„Das rothe Buch. | Neue Märchen für mein Kind | 
von | Julius Stern. | Mit einem Titelbild nach Ludwig 
Richter. | Leipzig, | Druck und Verlag von Breitkopf und 
Härtel. | 1856." 

8 r . — IV, 132 SS. — 18 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

2515 H 2403. „Der Spielengel." Reusche sc, 125x79. 

„Deutscher | Volkskalender | auf das Jahr | 1856. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Neue Folge. | 
Sechster Jahrgang. | (Inhaltsverzeichnis.) | Mit 4 Stahlstichen 
und vielen Holzschnitten. | Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

Br. 8». — 16 Bl. 72 SS. 12 Bl. — i> 8 Thlr. 

251 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1856 57 

Enthält 4 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

2516 H 2404. So geht's, wenn man zwei Liebhaber hat. Bub und 
Mädchen reißen sich um ein Kaninchen. W. Obermann sc, 61x72. 

2517 H 2405. Einreden hilft! Händler auf dem Jahrmarkt preist ein Paar 
Stiefel an. W.Obermann sc, 132x101. 

2518 H 2406. Meister, Kenner und Kritikus. Maler und 2 Hunde vor 
einem Stilleben. „X. A. v. A. GABER.", Geringswald sc, 136x102. 

2519 H 2407. „Hier ist zu haben, Holz Steinkohlen Säge spähne u. andres | 
trocknes Zugemüse." 101x69. 

Hsch.: Reiselied, W. von Nr. 2382 aus „Christenfreude, 1855", Letzte; Bild. (Gott 
sey mit euch auf dem Wege). 

Siehe ,,Cliches-Catalog. Georg Wigand's Verlag." 1365 und L. R.'s Volkskunst Nr 3:5. 
386, Abt. II A4. 

Vgl. auch noch den verworfenen Holzschnitt Nr. 633, L. R.'s Volkskunst, 2 
Nr. 3S7, und L. R.'s Volkskunst Nr. 397 bis 405, Abt. II A 4 a. 

„Heiligenbilder | in Holzschnitt nach alten und neuen 
Meistern. | Zum Einlegen in Gebetbücher und zur | Ver- 
keilung für Geistliche. | 1. Lieferung. | 8 Blätter. \ Dresden, 
Verlag von Gaber & Richter. | 1856." 

Enthält vermutlich 4 Blätter nach L. Richter (koloriert): 

2520 H — Der gute Hirte. 1.) Jesus findet das von Dornen festgehaltene 

Lamm. 76x56. 

2521 H - Der gute Hirte. 2.) Jesus bringt das Lamm auf der Schulter zur 

Herde zurück. 76x50. 

2522 H — Maria sitzend, das Kind auf dem Arm, gekrönt, das Haupt von 
Blumen umrankt. 72x46. 

2523 H — Maria mit Krone und Szepter, das Kind auf dem Arm, in Strahlen- 
glanz auf der Mondsichel stehend. 79x54. 

Die anderen 4 sicher nicht nach L. R., eins nach Peschel. Immerhin hat mm Ursache, 
die Blätter Nr. 637—640, etwa auch 623 als Rückstände einer Fortsetzung des Unterneh- 
mens aufzufassen. Es dürfte bei dereinen Lieferung geblieben se: <:fent!ichung, 
bei der L. R. als Vater und Schwiegervater nicht unbeteiligt geblieben sein kann 
Ausführung eines Plans, der von Georg NX'igand angeregt war und in L R.'s Briefen an 
diesen am 6. 7. 50, 7. !0. 50, 1. 12. 50 und 31. 10. 52, hier schon unter Beteiligung (. 
erwähnt wird. 



1857. 

„Ludwig Bechstein's | Märchenbuch. Mit IST Holz- 
schnitten nach Originalzeichuungen von Ludwig Richter. 
Zweite illustrirte Ausgabe. Leipzig, Verlag von 

Wigand. 1857." 

4' — VIII, 145 SS. 1 B ITI '; 

252 



II A 3 Bü cher mit Holzschnitten. 1857 

Enthält 16 neue Holzschnitte, 1 Titelbild und 15 in den Text gedruckt: 

2524 H 2408. Titelbild „Märchen." „A. v. G. & R.", weiß eingeschnitten, 
Probedruck „GERINGSWALD sc", 158x114. 

2525 H 2409 S. 4. Vom tapfern Schneiderlein. Das Schneiderlein und 
die schlafenden Riesen. 96x80. 

2526 H 2410 S. 7. Das Schneiderlein vor der Kapellenthür. 61x56. 

2527 H 2411 S. 12. Das Märchen von den sieben Schwaben. Die 
Schw. bei dem toten Bären. 78x107. 

2528 H 2412 S. 14. Die Schw. im Handgemenge mit dem Baier. „F. Reusche 
sc", 109x100. 

2529 H 2413 S. 17. Die Schw. im Wirtshaus. „A." am „G." hängend, weiß 
eingeschn. 136x110. 

2530 H 2414 S. 50. Der Schmied von Jüterbogk. D. Schm. vor dem 
Höllentor. 95x45. 

2531 H 2415 S. 87. Vom Zornbraten. Der Ritter will seiner Schwieger- 
mutter den Z. herausschneiden. J. R. Müller sc, 56x72. 

2532 H 2416 S. 241. Mann und Frau im Essigkrug als Edelleute mit 
Bedienten. J. R. Müller sc, 79x85. 

2533 H 2417 S. 260. Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem 
Igel. Der Swinegel vor seiner Tür. 98x89. 

2534 H 2418 S. 261. Swinegels Kinderstube. 40x65. 

2535 H 2419 S. 261. Swinegels Unterredung mit dem Hasen. 36x50. 

2536 H 2420 S. 272. Die drei Gaben. Der pfeifende Lumpensammler. 
J. R. Müller sc, 123x103. 

2537 H 2421 S. 275. Gott Ueberall. Die Kinder bei den Obstkörben. 
„GERINGSWALD.", 95x68. 

2538 H 2422 S. 287. Der Wachholderbaum. Der Schuster und seine 
Familie horchen auf den Vogelsang. 128x98. 

2539 H 2423 S. 329. Von dem Wolf und den Maushunden. Die drei 
weisen Kater vor ihrem Könige. 32x70. 

Vgl. die erste Ausgabe. 1853. — Dass. 19. bis 24. Aufl. 16°. Mit 90 eingedr. Holzschn. 
ebends., 1862 bis 1867. Cart. 12 Qr. — Dass. 3. illustr. Ausg. gr. 80. Mit 187 Holzschn. 
cbds., 1871. 2 Rthlr. — Weitere Ausgaben. 

„Die Spinnstube" usw. „1857." „Zwölfter Jahrgang." 

8». - IV SS. 8 Bl. 222 SS. — =/« Thlr. 

Enthält 50 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2540 H 2424 S. 1. Initial W, Mann stapft durch den Schnee ins Haus. 62x25. 

2541 H 2425 S. 7. Eltern, 4 Kinder, Hündchen, Großvater am Tisch mit der 
Pfeife. 60x81. 

253 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1857 

Die Grundelche r. 
2542 H 2426 S. 16. Pfarrer schlafend, Haushälterin spinnend, 5 Katzen. 

63x83. 
254-3 H 2427 S. 17. Kirchmeiers Martin und Konrads Engel an der offenen 

Tür. 87x61. 
2544- H 2428 S. 21. E. kniet betend vor dem Herd. 51x40. 

2545 H 2429 S. 22. E. mit Laterne und Spinnrad durch den Schnee. 106x75. 

2546 H 2430 S. 24. Bäckerjakob liegt schlafend auf der Bankkiste. 28x58. 

2547 H 2431 S. 27. Fünf Bauern am Wirtstisch politisierend. 54x84. 

2548 H 2432 S. 29. B. auf der Bankkiste bedroht die Lärmenden. 50x75. 

2549 H 2433 S. 32. „Herr Consulent Schimmel", Hüftstück n. I. 42x27. 

2550 H 2434 S. 33. Ki. hat Ko. auf den Boden geworfen. 46x91. 

2551 H 2435 S. 34. B. leuchtet dienernd zur Tür hinaus. 51x38. 

2552 H 2436 S. 36. B. holt das Wirtshausschild, Stern mit Bierglas, herein. 
50x51. 

2553 H 2437 S. 38. Der lange Ko. vor dem Pf. (drei Katzen). „FR sc." 
(verschl.), 63x79. 

2554 H 2438 S. 39. H. horcht an der Tür. „F (am) R (darunter) sc", 93x63. 

2555 H 2439 S. 43. H. vom langen Ko. angefahren. 66x81. 

2556 H 2440 S. 45. H. droht mit der Faust zurück. 75x44. 

2557 H 2441 S. 48. E. schaut zum Fenster nach M. aus. 74x55. 

2558 H 2442 S. 59. Die oesterr. „Rotmäntel" (hohe Filzmützen) im Dorf. 
50x76. 

2559 H 2443 S. 62. Ko. im Keller, Branntwein eingießend. 74x57. 

2560 H 2444 S. 67. Ko. verwundet, E. wehrt den Rotmantel ab, M. mit dem 
Stock. 101x81. 

2561 H 2445 S. 74. H. beschmeichelt den oesterr. Profos. 78x60. 

2562 H 2446 S. 83. Ko. winkt den Franzosen mit Schnapskrug und Bündel. 
57x78. 

2563 H 2447 S. 86. Ko. verliert im Davonlaufen einen Pantoffel. 47>v4o. 

2564 H 2448 S. 88. Schusterpeter kriechend im Waideauf dem Auslug. 91 

2565 H 2449 S. 89. Seh. belustigt die Bauern mit Ko.'s Unglück. 96x7o 

2566 H 2450 S. 93. E. mit dem Spinnrocken am Bett des kranken K 

2567 H 2451 S. 94. Knecht und Magd am Herde beratend H 48. 

2568 H 2452 S. 96. E. flieht mit der Magd In den Wald (.7 

2569 H2453 S. 100, ML findet den kranken Ko. auf dem Hoden li, 
37 <82. 

254 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1857 

2570 H 2454 S. 103. An der Bahre der erschlagenen jungen Frau. 61x84. 

2571 H 2455 S. 105. E. bettet Ko., der die Hände faltet. 90x72. 

2572 H 2456 S. 124. Mutter über dem Bettchen des Kindes eingeschlafen. 
38x55. 

2573 H 2457 S. 131. Planwagen und Karren vor dem Amthause. 38x43. 

Der Brandstifter. 

2574 H 2458 S. 137. Doktor findet den Pfarrer im Walde lesend. 69x57. 

2575 H 2459 S. 147. Franz hinter seiner Frau, die vom Fenster her Arme 
abweist. 56x44. 

2576 H 2460 S. 151. Die Menge will Fr. in sein brennendes Haus werfen. 
49x59. 

2577 H 2461 S. 157. Fr. auf den Stufen vor dem Hospital zusammenge- 
brochen. 72x59. 

2578 H 2462 S. 162. Pfarrer kniet neben dem Bett des vom Schlag gerührten 
Fr. 35x48. 

Von einer edlen Frau. 

2579 H 2463 S. 167. FürstinSchwarzenbergundMädchenmitGuitarre. 83x62. 

2580 H 2464 S. 169. M. beladen [aus dem Speisehaus, Lakai belauscht es. 
101x73. 

2581 H 2465 S. 171. F. tritt ins Zimmer der kranken Frau (2 Kinder). 60x82. 

2582 H 2466 S. 175. Hauswirt verrät der Kranken den Namen der F. 77x62. 



2583 H 2467 S. 181. Offiziersbursche mit 2 verschiedenen Stiefeln. 68x42. 

2584 H 2468 S. 207. Alter Mann auf den Stock gestützt am Bett seiner Frau. 
42x55. 

Eine alte Geschichte, die aber heute noch nützen kann. 

2585 H 2469 S. 213. Der alte Jodocus und sein Freund Bastian beim Bier- 
krug. 62x52. 

2586 H 2470 S. 215. J.'s Schwiegersohn beim Schustern, 5 Kinder, Frau an 
der Wiege. 60x77. 

2587 H 2471 S. 216. J. löffelt allein sein Essen. 59x53. 

2588 H 2472 S. 218. Bub hebt dem geldzählenden J. einen Taler auf. 54x50. 

2589 H 2473 S. 219. Die Schustersleute belauschen J. beim Talerzählen. 
53x81 (in Rahmen). 

Umschlagbilder = Nr. 1802, 1803; S. 208 = Nr. 1495: S. 12 = Nr. 1622; S. 117, 163 = 
Nr. 1642; S. 118, 164, 205 = Nr. 1646; S. 222 = Nr. 1655; S. 10 = Nr. 1878; S. 8, 182 = 
Nr. 1879; S. 133 = Nr. 2495. 

Stahlstich und Hschte. S. 130, 210 n. n. L. R. 

Siehe L. R.'s Illustr. zu Horn's Schriften, II 1874, Abt. II A 4a. 



255 



11 A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1858 

1858. 

„Berthold Auerbach's j Deutscher Familienkalen- 
der | auf das Jahr | 1858. | Mit Bildern nach Originalzeich- 
nungen j von | Wilhelm von Kaulbach, Ludwig Richter und 
Arthur von Ramberg. | Nebst einem populär-astronomischen 
Kalendarium von Dr. Adolph Drechsler. Stuttgart und Augs- 
burg. | J. G. Cotta'scher Verlag." 

8°. - XXXII, 142 SS., 9 Bl. — 12 Gr. 

Enthält 11 Holzschnitte, 1 auf dem Umschlag und 10 in den Text 
gedruckt : 

2590 H 2474. Umschlag, Vater seiner Familie vorlesend. „Berthold Auer- 
bach's i deutscher | Familien -Kalender. | Stuttgart. J. G. Cotta'scher 
Verlag.", „L. R.", „GABER & RICHTER. H. P. HANSEN sc", 159x108. 

In Berthold Auerbach „Zur guten Stunde. Gesammelte Volkserzählungen", Stuttgart 
(1871/72) neu geschnitten als Titelblatt verwendet. 

2591 H 2475 S. 1. Initial E, Geliert beim Verlassen der Universität von den 
Studenten gegrüßt. 74x43. 

2592 H 2476 S. 4. G. mit Diener und Famulus im Studierzimmer. 86x65. 

2593 H 2477 S. 5. G. rauchend und lesend am Schreibtisch. „R", 77x71. 

2594 H 2478 S. 7. Bauer zündet die Laterne an, Frau im Bett. 92x65. 

2595 H 2479 S. 9. Bauernpaar am Frühstückstisch betend. „F. R.", 95x82. 

2596 H 2480 S. 13. Bauer im Wirtshaus, Vater und Sohn am Tisch. 107x82. 

2597 H 2481 S. 16. Markt; Bauer mit Holzladung vor G.'s Tür. 90x95. 

2598 H 2482 S. 18. G. aus dem Haus tretend, reicht dem Bauer die Hand. 
120x79. 

2599 H 2483 S. 26. G. im Schlafrock am Fenster, betend. 93x59. 

2600 H 2484 S. 28. Acht Sänger der Thomasschule und ihr Dirigent. 60x82. 

„Deutscher Jugend-Kalender | von | Otto Roquette 
und Hugo Bürkner. | Leipzig, Georg Wigand." 

40. — 52 SS., 1 Bl. (Die Seiten z. T. doppelt und falsch gezählt.) - Vi Thlr. 
Enthält 1 in den Text gedruckten neuen Holzschnitt: 

2601 H 3322 S. 18. Das Sonntagskind. Drei Hirtenbuben mit Hund unter 
den Ziegen auf Bergeshöhe. 69x99. 

Die übrigen Hschte. zu dieser Erzählung sind n n. L R. Hsch Bücheranzeigrn 
letztes Blatt Nr. 2052. 

Siehe ( liebes Cat.ilog Oeorg Wigand, 1865 Nr. 370, Abt. II A ■) b. 

256 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1858 

„Die Spinnstube" usw. „1858." „Dreizehnter Jahr- 
gang." 

80. — IV SS. 8 Bl. 230 SS. — V« Thlr. 

Enthält 51 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2602 H 2485 S 1. Knabe trägt im Rückenkorb Kalender, Hund, Tauben. „G.", 
58x74. 

„Wenn's dem Esel zu wohl ist usw." 

2603 H 2486 S. 10. Initial D, Mann mit Eselskopf auf dem Eise. 51x45. 

2604 H 2487 S. 12. Thomaschen wird gewickelt, den Schnuller im Mund. 
57x52. 

2605 H 2488 S. 14. Th. auf dem Botengang, ein Bündel unterm Arm. 60x37. 

2606 H 2489 S. 17. Th. als Taghüter mit der Hellebarde, Vollbild. 133x91. 

2607 H 2490 S. 21. Th. sitzt mit dem Windmüller in der Fensternische. 75x80. 

2608 H 2491 S. 26. Frau Fellinger stillt W.'s Kind neben der Wiege des 
eigenen. 58x76. 

2609 H 2492 S. 33. Die Bärbelsbas am Fenster, die Bibel auf dem Schoß, 
Vollbild. 105x83. 

2610 H 2493 S. 41. W. mit der Pfeife vor der Haustür, Spitz neben ihm, 
Vollbild. 106x78. 

2611 H 2494 S. 42. Th. mit der Hellebarde auf Posten, von hinten. 46x68. 

2612 H 2495 S. 44. Schöffen wähl, W. neben dem Bürgermeister, die Zettel 
lesend. 52x85. 

2613 H 2496 S. 45. W. tobt durchs Zimmer, B. beim Kartoffelschälen. 89x81. 

2614 H 2497 S. 52. Emmerich W. und Annchen, von deren Eltern gesegnet. 
64x66. 

2615 H 2498 S. 54. E. zwischen W. und der B., Abschied nehmend. 61x70. 

2616 H 2499 S. 55. W., den Kopf aufgestützt, Kaffeetasse. 49x43. 

2617 H 2500 S. 65. Das verwitwete Lieschen am Rebenfenster, Vollbild. 
121x84. 

2618 H 2501 S. 73. Der Pfarrer bietet W. und L. auf. 44x47. 

2619 H 2502 S. 79. L. im Kanapee, W. geht auf und ab, Rückansicht. 41x46. 

2620 H2503 S. 81. E. und A.'s Wiedersehen, dahinter ihre Eltern. 50x72. 

2621 H 2504 S. 85. Herr im Cylinderhut vor einem Bettler. 47x60. 

Zwei Brüder. 

2622 H 2505 S. 93. Konrad Fuchs und Ginkerlitz unter dem Haselstrauch, 
vorn Schnapsflasche. 90x86. 

2623 H 2506 S. 97. Peter, K.'s Sohn und seine Base Marianne beim Heu- 
machen. 57x85. 

257 ,7 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1858 

2624 H 2507 S. 104. Das Ehepaar Franz Fuchs Arm in Arm gehend. 96x66. 

2625 H 2508 S. 109. P. nimmt am Waldrand von M. Abschied. 82x66. 

2626 H 2509 S. 118. M. weint an der Rasenbank an F.'s Brust, Spitz. 101x82. 

2627 H 2510 S. 122. K. steht unschlüssig, die Hand am Munde. 61x48. 

2628 H2511 S. 124. F.'s Frau stößt den Brandstifter zurück. 52x55. 

2629 H 2512 S. 125. F.'s Frau aus der Tür, um Hilfe schreiend. 79x61. 

2630 H 2513 S. 127. P. wird bewußtlos ins Haus getragen, hinten der Brand. 
54x65. 

2631 H 2514 S. 128. M. hinter der Mutter, F., Arzt im Frack. 62x84. 

2632 H 2515 S. 133. P., den Kopf verbunden, M. knieend in seinen Armen. 
88x65. 

2633 H 2516 S. 136. F. führt P. M. zu, hinten I. die Mutter. 33x46. 

2634 H 2517 S. 139. K. mit der Flinte, verläßt P. bedrohend das Zimmer. 
46x58. 

2635 H 2518 S. 146. F. redet K. freundlich zu, Krug auf dem Tisch. 23x35. 

2636 H 2519 S. 148. G. am Tisch, K. schleudert den Krug fort, beide jagd- 
bereit. 50x51. 

2637 H 2520 S. 151. F. auf den Knieen vor dem getroffenen Bruder. 110x83. 

2638 H 2521 S. 155. Sarg mit Kreuz in einer Ranke. 40x42. 

Wird von Hoff L. R. zugesprochen; ein leiser Zweifel daran ist berechtigt. 

2639 H 2522 S. 159. Lehrer, Buch in der Hand, Stock unterm Arm, Knie- 
stück. 56x53. 

264-0 H 2523 S. 160. Initial D, Mann mit Pfeife und Bierglas. 38x41. 

2641 H 2524 S. 177. Philippine Welserin im Schloßtor, Almosen verteilend. 
Vollbild. 122x76. 

. . . ein Kaiser zum Freiers manne gemacht . . . 

2642 H 2525 S. 184. Joseph II. trifft Jakob im Walde. „W. sc." 111x97. 

2643 H 2526 S. 188. Kathel legt den Hofhund vor dem Kaiser an die Kette. 
80x74. 

Eine traurige Geschichte . . . . 

2644 H 2527 S. 206. Pfarrer mit der Pfeife im Lehnstuhl am Schreibti^ii 
69x68. 

2645 H 2528 S. 208. Griechischer Veteran bei Pfarrers, sein Zeugnis 
reichend. 56x85. 

2646 H 2529 S. 209. Der V. beim Pf. sitzend, die Pfarrfrau hört zu. 54 7 1 

2647 H 2530 S. 211. Der V. als junger Ehemann, das Kind küssend, Hsch 
gedeckt. 60x73. 

2648 11 2531 S. 214. V. flieht die untreue Frau, in der Nachl auf Speyer /u. 
53x60. 

253 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1 85 8 

2649 H 2532 S. 217. Als Soldat in griechischem Sonnenbrand. 44x67. 

2650 H 2533 S. 222. Die Ungetreue küßt des V. Hand, ihr neuer Mann am 
Schustertisch. 63x89. 

Ein Stücklein von dem Kaiser Joseph dem Zweiten. 

2651 H 2534 S. 225. Joseph am Bett der Offizierswitwe, das Schuhflickerpaar. 
78x101. 

2652 H 2535 S. 227. Bub mit dem Arzt zurück, der des Kaisers „Rezept" 
liest. 68x86. 

Umschlagsbilder = Nr. 1802, 1803; S. 230=Nr. 1641 ; S. 84, 197 = Nr. 1642; S. 86, 199 = 
Nr. 1646; S. 8 = Nr. 1878; S. 9, 154 = Nr. 1879. 
Stahlstich siehe Nr. 3198, Abt. II B 2. 
Siehe L. R.'s Illustrationen zu Horn's Schriften II, 1874, Abt. II A4a. 

„Der Kinderengel. | Spruchbüchlein | für fromme Kinder. | 
Mit Luther's Brief an sein Söhnlein Hänsichen | und | Bil- 
dern | von | C. Peschel und L. Richter. | Dresden, | Verlag 
von Gaber & Richter. | Dresden. | Druck von C. Heinrich." 

Anderer, ungefähr gleichzeitiger Druck „Druck von 
E. Blochmann und Sohn." Ohne Seitenzählung, außer dem 
„Brief" einseitig bedruckt. 

Br. 8». — 30 ungezählte Bl. — 12 Gr. 

Enthält 20 neue Holzschnitte, 1 zweiten Titel, 1 Untertitel und 18 
Textbilder: 

2653 H 2536 Bl. 2. Zweiter Titel: „Der Kinderengel | Spruchbüchlein | für 
fronTe Kinder." Darüber Jesus und die Kinder, darunter Engel mit 
Kindern im Nachen, unten „Dresden. Gaber & Richter." 136x83. 

2654 H 2537 Bl. 3. Zum Gruß! Bub mit Strauß, Engel flüstert ihm ein. 
69x44. 

Von diesem Blatte zeichnete H. Bürkner eine Variante ohne den Engel, die zum 
„Ludwig Richter-Fest Dresden den 9. März 1876" in Holz geschnitten wurde. Vgl. Hoff 
S. XXX und XXIX. 

2655 H 2538 Bl. 4. Untertitel: Luther's Brief | an sein Söhnlein j 
„H ä n s i g e n". 62x63. 

2656 H 2539 Bl. 5. V. Initial G, lesendes Kind. 71x35. 

2657 H 2540 Bl. 5. R. Luther und „der Mann" sehen dem Kinderreigen im 
Himmel zu. „BECKER.", 73x80. 

2658 H 2541 Bl. 6. V. Drei Kinder. Bub schießt mit der Armbrust. 54x78. 

2659 H 2542 Bl. 6. R. Hänsichen küßt die knieende Muhme Lene. 35x44. 

Der Brief erschien gleichzeitig gesondert als Heftchen, auch in einer handkolorierten 
Ausgabe. 3. Aufl. davon bei A. Dürr. 

2660 H 2543. Wenn der Hahn kräht auf dem Dache. Bub im Auf- 
stehn. 87x70. 



259 



17' 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1858 i 

2661 H 2544. Kein Halm im Garten usw. Bub geht zur Schule. 70x55. 

2662 H 2545. Die Bibel ist ein heilig Buch. Bub über der Bibel. 62x46. 

2663 H 2546. Wir loben Dich und sagen Dank. Bub und Mädel beim 
Tischgebet. 50x82. 

2664 H 2547. Kein Thierlein ist auf Erden. 

1.) Kinder beim Vogelnest. 45x67. 

2665 H 2548. 2.) Bübchen und Hündchen. 25x42. 

2666 H 2549. Die Sonne blickt mit hellem Schein. Zwei Kinder mit 
Lamm am Quell. 71x84. 

2667 H 2550. Ihr lieben Kinder seht mich an. Bettler, zwei Kinder. 
61x55. 

2668 H 2551. Ist's so herrlich schön auf Erden. Bub und Regenbogen. 
58x84. 

2669 H 2552. Wenn die Kinder schlafen ein. Engel wachen beim Kind. 
„A.M.", 75x81. 

2670 H 2553. Seht die Thürme stattlich ragen. Kirchgang. 67x73. 

2671 H 2554. Wir wollen ihm die Krippe schmücken. Kinder an der 
Krippe. 75x94. 

2672 H 2555. Denksprüche. Wiesenblumenstrauß. 58x35. 

Bl. 9 = Nr. 2362 ; Bl. 17 = Nr. 2346 ; Bl. 24 Bibelsprüche = Nr. 2369. 
Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1859—1873. — Dass. Dresden, Meyer & Richter, 
1874. — Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876. — Weitere Auflagen bei Alphons Dürr. 

„Die | Reise in's Geschichtenland. | Ein Buch für 
Kinder und Eltern | von | Caroline von Reiche. | Mit 
Bildern von Ludwig Richter, Peschel, Andrea u. A. | Ham- 
burg, 1858. | Agentur des Rauhen Hauses." 

16«. — 120 SS. 2 Bl. — 15 Or. 

Enthält 5 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2673 H 2556 S. 13. Als Tante Lotte noch klein war. 

1.) Großmutter unter dem Kirschbaum, 3 Kinder. 68x74. 

2674 H 2557. 2.) Tyras kläfft die Katze auf dem Kirschbaum an. 62x63. 

2675 H 2558 S. 108. Das Kind und sein Blümchen. Aufgeblühte Lilie. 
71x70. 

2676 H 2559 S. 110. Linchen am Fenster, Hund und Katze zausen das 
Strickzeug. 64x48. 

2677 H 2560 S. 115. Der erste Kuchen. Mädchen vor dem Kochbuch. 
62x70. 

Hsch. S. 25 = Nr. 1245, S. 94 = Nr. 1456, S. 118 - Nr. 1552. 

Dass. in .Vierzig | Bilder mit Versen | zum Verthcilen unter Jung und Alt | in der 
Schule und auf der Qassen. | IV. | Hamburg: | Agentur des Rauhen Hauses in Hörn. | 
1858." —2. Aufl. ebds. 1877. — Das Büchlein von derselben Verfasserin .Die Oroßmuttcr 
unter ihren Enkeln«, ebds. 1860, enthält keine neuen Holzschnitte nach L R., sondern 
benutzt nur drei ältere. 

260 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1858/59 

„Deutscher | Volkskalender j auf das Jahr | 1858. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Neue Folge. — 
Achter Jahrgang. | (Inhaltsverzeichnis.) | Leipzig, | Georg 
Wigand's Verlag." 

Br. 8". — 14 Bl. 76 SS., 16 Bl. (diese 16 Bl. unter dem besonderen Titel „Volksbilder- 
gallerie.") — '/s Thlr. 

Enthält 6 Holzschnitte, Vergrößerungen früherer Bilder auf einzelnen 
Blättern : 

2678 H 2561. Die Beichte. Vergr. von Nr. 865. 133x104. 

2679 H 2562. Ich hasse jedes Glücksspiel. Vergr. von Nr. 783. 137x109. 

2680 H 2563. Kam ich Abends in ein Bauernhaus. Vergr. von Nr. 821. 
130x103. 

2681 H 2564. Fürchte Dich nicht! W. Obermann sc, Vergr. eines Bruch- 
stücks, dreier Figuren von Nr. 296. Siehe auch Hoff Nr. 3311. 137x103. 

2682 H 2565. „Eins der nützlichsten | Hausthiere", W. Obermann sc, 
Bruchstück von Nr. 313. 135x101. 

2683 H 2566. O ihr wilden Tiergemüther usw. Vergr. von Nr. 1260, 
151x116. 

Laß Neider neiden = Nr. 317. — Hsch. Zu der Apfelverkäuferin = Nr. 354. 



1859. 

„Berthold Auerbach's | deutscher | Volks-Kalender 
auf das Jahr | 1859. | Mit Bildern nach Originalzeichnungen | 
von | Wilhelm von Kaulbach, Ludwig Richter und | Arthur 
von Ramberg. | Nebst einem populär-astronomischen Kalen- 
darium von Dr. Adolph Drechsler. | Stuttgart und Augs- 
burg. | J. G. Cotta'scher Verlag." 

8«. — 2 Bl. XXXII, 140 SS. — 12 Or. 

Enthält einen veränderten Umschlag und 13 in den Text gedruckte 
Holzschnitte: 

2684 H — Umschlag Nr. 2590, aber statt „Familien-Kalender" neu geschnitten 
„Volks Kalender | 1859". 

2685 H 2567 S. 2. Vier Leute warten auf das Morgengebäck. 53x64. 

2686 H 2568 S. 7. Schillers Geburtshaus in Marbach am Brunnenplatz. 91x98. 

2687 H 2569 S. 9. Sch.'s Mutter, das Töchterchen anziehend. „J H S", „A. 
GABER", 103x74. 

2688 H 2570 S. 10. Großmutter, Mutter und Kind Milch trinkend. 104x82. 

261 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1859 

2689 H 2571 S. 13. Frau Seh. Harfe spielend. 85x64. 

2090 H 2572 S. 17. Mittagstisch zu fünf, das Töchterchen zuhörend. „A. G.", 
74x89. 

2691 H 2573 S. 18. Der Student den rauchenden Schultheißen belehrend. 
41x68. 

2692 H 2574 S. 20. Der St. Frau Seh. auf der Landstraße führend. 92x61. 

2693 H 2575 S. 22. Vater Kodweiß, Frau Seh. und Töchterchen bei der 
Parade. „LR", 91x99. 

2694 H 2576 S. 25. Vater Seh. begrüßt seine Familie im Lager. 119x84. 

2695 H 2577 S. 32. Frau Seh. und die Marketenderin auf nächtlicher Heim- 
fahrt. „A. GABER", 109x84. 

2696 H 2578 S. 38. Vater Seh. herzt sein Söhnchen in der Wochenstube. 
„GABER", 111x83. 

2697 H 2579 S. 42. Vater Seh. begrüßt drei heimziehende Urlauber. 85x107. 

Hschte. S. 1, 14, 19, 23, 30, 35, 44 zu der gleichen Erzählung n. n. L. R. 

„Bilder und Reime. | Reime und Bilder | für Kinder. 
Originalzeichnungen | von | Ludwig Richter. | Neue Aus- 
gabe, j Aufs Holz übertragen J von Alb. Zeh. Geschnitten 
von | Aug. Gaber. | Mit Reimen | von | Wilh. Hey, | dem 
Verf. der Fabeln | u. Andern. | Leipzig & Dresden, | Verlag 
von Justus Naumann." 

8<>. — 1 Bl. 32 pag. Bl. — 15 Gr. 

Enthält 34 Holzschnitte, 1 illustr. Titelblatt und 33 in den Text 
gedruckte Wiederholungen nach L. R.'s Beiträgen zu den 1S44 und 
1846 in Steindruck erschienenen Kinderbüchern „Bilder und Reime" 
und „Knospen", auf Holz übertragen; vgl. 3326—3354 und 3392—3399. 
Von L. R.'s Beiträgen fehlen 3352, 3393, 3399; doch vgl. die beiden 
letzteren in Holzschnitt unter Nr. 643, 644. Sie wurden fortgelassen, 
weil der Bogen gefüllt war. Alle Blätter sind nur einseitig bedruckt : 

2698 H 2580. Titelblatt „Bilder | und Reime | Reime und Bilder für Kinder." 
„F. REUSCHE sc", 143x91. 

2699 H 2581 Bl. 1. „Frühlings Ankunft." 98 -107. 

2700 H 2582 Bl. 2. Die Lerche und der pflügende Bauer. 109 - 

2701 H 2583 Bl. 3. Wie krystallne Perlen, Maiblumensuchen. 143^98. 

2702 H 2584 Bl. 4. O wie wonnig, früher Es grünet und duftet dei 
Hain, Schäferin Kranz windend. 111x99. 

270.'$ H 2585 Bl. 5. Wie hat es doch die Blume, ausruhender Wanderer. 

79x98. 

2Ö2 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1859 

2704 H 2586 Bl. 6. Schaf, Schafschur. 67x100. 

2705 H 2587 Bl. 7. Gärtner und Spatz. 78x103. 

2706 H 2588 Bl. 8. Die kleinen Arbeiter, Kinder arbeiten im Garten. 
113x99. 

2707 H 2589 Bl. 9. Sommer, Kornernte. 88x103. 

2708 H 2590 Bl. 10. Herbst, Äpfelschütteln. 71x99. 

2709 H 2591 Bl. 11. Was blinkt von jener Mauer, Traubenpflücken. 
91x96. 

2710 H 2592 Bl. 12. Winter, Mutter und Kinder in der Hütte. 102x102. 

2711 H 2593 Bl. 13. Schlitten, Knabe davon gefallen. 70x107. 

2712 H 2594 Bl. 14. Der Christmarkt. „Caspar Mops | aus | Chemnitz." 
121x101. 

2713 H 2595 Bl. 15. In Morgenroth gekleidet, Sonnenaufgang mit 
Initial I. 90x99. 

2714 H 2596 Bl. 16. Das Tischgebet. 91x101. 

2715 H 2597 Bl. 17 o. Abendruhe, Hirte treibt die Schafe heim. 70x100. 

2716 H 2598 Bl. 17 u. Drei betende Kinder und schlafende Vögel. 32x85. 

2717 H 2599 Bl. 18. Ihr Herrn und Frauen, laßt euch sagen, Türmer 
bläst die Stunde. 141x99. 

2718 H 2600 Bl. 19. Kosliedchen, Mutter mit Kind, Vögel, Eichhörnchen. 
110x102. 

2719 H 2601 Bl. 20. Kinderspiele, Engelchen musizieren dazu. 73x100. 

2720 H 2602 Bl. 21. Der blinde Mann. 101x91 (Randstriche länger). 

2721 H 2603 Bl. 22. Laß mich in Ruh, lernendes Kind mit Kätzchen. 37x66. 

2722 H 2604 Bl. 23. Tanzliedchen, Mädel tanzt mit dem Püppchen. 70x93. 

2723 H 2605 Bl. 24. Der Kirchgang, Kleidung des 16. Jahrh. 67x95. 

2724 H 2606 Bl. 25. Wo ist das Brüderchen hingekommen? Kinder 
am Grabe. 145x104. 

2725 H 2607 Bl. 26. Wenn ich ein Vöglein war, kleines Mädchen, 
Blumen, Taube. 132x98. 

2726 H 2608 Bl. 27. Schwan, im Gespräch mit dem Knaben. 66x99. 

2727 H 2609 Bl. 28. Miesekätzchen, „Miau!" 104x98. 

2728 H 2610 Bl. 29. „Kochtopf | und j Milchkanne." 89x101. 

2729 H 2611 Bl. 30. Hündlein im Wasser. 58x99. 

2730 H 2612 Bl. 31. Der Fuchs und der Rabe. 130x101. 

2731 H 2613 Bl. 32. „Schwein." 70x100. 

Eine Anzahl der Holzschnitte sind von Fr. Müller geschnitten. 

Dass. 2. Aufl. ebenda, o. ]. 

Siehe Riehter-Album, 5. und 6. Ausg., Abt. II A 4 a. 

263 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1859 

„Die Spinnstube" usw. „1859." „Vierzehnter Jahr- 
gang." 

80. — IV SS. 8 Bl. 240 SS. - »/u Thlr. 

Enthält 10 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
Rosel. 

2732 H 2614 S. 16. Initial W, Lehrer Franz Binder frühstückt an der „schönen 
Aussicht." 57x54. 

2733 H 2615 S. 21. Rosel Mohr unter der Buche, das Haar ordnend. Voll- 
bild. 131x86. 

2734 H 2616 S. 41. R. gibt F. aus ihrem Eimer zu trinken. 109x82. 

2735 H 2617 S. 48. R. lernt von Arnold das Qarbenbinden. Vollbild. 126x89. 

2736 H 2618 S. 52. A. bringt Martin das von R.'s Vater geschuldete Geld. 
97x91. 

2737 H 2619 S. 65. R. trägt M.'s alte Mutter die brennende Treppe hinab. 
Vollbild, 122x70. 

2738 H 2620 S. 78. Lieschen bittet R. vor Richter und Zeugen um Ver- 
zeihung. 75x90. 

2739 H 2621 S. 81. Der Pfarrer im Lehnstuhl redet mit R. 90x70. 

2740 H 2622 S. 93. F. und R. am Waldrand, sich umarmend. Vollbild, 
„M ANGER", 124x91. 

2741 H 2623 S. 96. R. führt F. zu A. und ans Bett seiner Frau. 82x93. 

Umschlagbilder = Nr. 1802, 1803; S. 240 = Nr. 1496, S. 99, 186 = Nr. 1642; S. 101, 147, 
226 = Nr. 1646; S. 1 unten = Nr. 1876: S 8 = Nr. 1877; S. 13, 146 = Nr. 1879; S. 56 = 
Nr. 1888; S. 4 = Nr. 1895: S. 33 = Nr. 1842; S. 215 = Nr. 1845 ; S. 3 = Nr. 1854; S. 107 = 
Nr. 2201; S. 1 oben = Nr. 2384 ; S. 50 = Nr. 2394; S. 112 = Nr. 2511; S. 51= Nr. 2596. 

Stahlstich und die übrigen Hschte. n. n. L. R. 

„Schiller | und | seine Zeit. ] Von Johannes Scherr. 
Leipzig, | Druck und Verlag von Otto Wigand. | 1859." 

Qr. 4«. — XVII, 690 SS. — 10 Thlr. In Carton broschiert 10 Thlr. 3 Or. ; gebunden in 
Leinwand 12 Thlr. ; gebunden in Leder mit Goldschnitt 14 Thlr. 

Enthält 1 einzelnes Blatt, mit Tonplatte gedruckt: 

2742 H 2624 Zu S. 378. Schillers Trauung, Schwiegermutter und Schwägerin 
als Zeugen. 172x105. 

Siehe »,202 Holzschnitte nach Zeichnungen von L, R." Abt. II A 4 .i. 

„Mährchen, | Abenteuer und Geschichten | für Jung und 
Alt | von | H.C.Andersen. | Vollständigste Ausgabe. | Mit 
dem Portrait des Verfassers in Stahlstich und | siebenund- 
zwanzig Illustrationen nach Originalzeichnungen | von | Lud- 
wig Richter, Osterwald und Löffler. j Dem Dänischen nach- 

264 






II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1859/60 

erzählt. Fünfte mit den „neuesten" Abenteuern und Ge- 
schichten | vermehrte Auflage. | Braunschweig, | Druck 
und Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn. | 1859." 

80. — VII, 631 SS. 

Enthält 2 neue Holzschnitte auf besonderen Blättern nach den Stahl- 
stichen zur „zweiten Sammlung" der Mährchen 1846, Nr. 3128 und 
3129, Abt. II B2. 

2743 H — Zu S. 111. Die Nachtigall. 111x81. 

2744 H — Zu S. 129. Die häßliche Ente. 105x78. 

Hzsch. zu S. 14=Nr. 1158, zu S. 106 = Nr. 1159. 
Sechste Aufl. 1864, 4 Bändchen, mit denselben Blättern. 



1860. 
„Die Spinnstube" usw. „1860." „Fünfzehnter Jahrgang." 

8". — IV SS. 8 Bl. 224 SS. — 5 /u Thlr. 

Enthält 40 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2745 H 2625 S. 1. Engel, in der Rechten einen Spinnrocken, vor ihm Schrift- 
band. 60x75. 

J ö r j a k o b. 

2746 H 2626 S. 9. Initial Q mit Lämpchen, Pfeife, Apfelschüssel, Spatz. 51x31. 

2747 H 2627 S. 17. Jörgjakobs Eltern übergeben der Altmutter den Haus- 
schlüssel. Vollbild, 132x80. 

2748 H 2628 S. 20. J. sieht der Mutter auf der Ofenbank ins Gesangbuch. 
64x52. 

2749 H 2629 S. 21. Schullehrer legt J. die Hand auf den Kopf. 58x51. 

2750 H 2630 S. 24. Margreth steckt einen Teil des Erbettelten in J.'s Sack. 
64x58. 

2751 H 2631 S. 25. Die Familie am Totenbett des Vaters. 86x88. 

2752 H 2632 S. 29. J.'s Gespräch mit der sterbenden Mutter. 65x90. 

2753 H 2633 S. 33. J. und Margreth nehmen Abschied von den beiden 
Kleinen. 46x95. 

2754 H 2634 S. 35. J. auf der Wanderschaft, steigt ins Tal hinab. 80x62. 

2755 H 2635 S. 40. Bader und Haushälterin verbinden Hopmann. 103x85. 

2756 H 2636 S. 45. Der Hirt und seine Frau am Herd, Hüftstück. 63x76. 

2757 H 2637 S. 54. „Pittchen" mit der Mistgabel. 50x46. 

2758 H 2638 S. 57. Die Base und ihre Tochter lassen entrüstet H. stehen. 
52x75. 

265 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1860 

2759 H 2639 S. 64. J. vor H., liest erstaunt das Testament. 58x68. 

2760 H 2640 S. 75. Initial E, Bild Friedrichs des Großen mit Unterschrift. 

41x33. 

Die Spinnerin. 

2761 H 2641 S. 84. Initial W, Spinnerin. 54x35. 

2762 H 2642 S. 89. Der Förster und der Eleve Thorwald unter der Gerichts- 
eiche. Vollbild, 134x90. 

2763 H 2643 S. 93. Wie des F. Eltern Brautleute wurden; Hund unter dem 
Tisch. 85x87. 

2764 H 2644 S. 107. Alte Magd mit der jungen im Gespräch. 70x59. 

2765 H 2645 S. 112. F. sitzt weinend am Grabe, auf dem Kreuz „Marie." 
61x51. 

Es bleibt doch nichts Gutes unbelohnt. 

2766 H 2646 S. 128. Initial A, Herbergswirtin in der Haustür. 63x33. 

2767 H 2647 S. 131. H. reicht der alten Hausiererin im Lehnstuhl den Kaffee. 
105x73. 

2768 H 2648 S. 133. Der Doktor schreibt ein Rezept für die Kranke. 66x63. 

2769 H 2649 S. 137. H. findet die Goldstücke im Rocksaum der Alten. 54x73. 



2770 H 2650 S. 13S. Initial V, der Einsiedler Nikolaus von der Flühe betend. 
35x37. 

2771 H 2651 S. 141. N. neben Vreneli mit der Sense. Vollbild, 132x82. 

Von vier Savoyardenbüblein. 

2772 H 2652 S. 142. Die vier Büblein auf der Wanderschaft. 66x96. 

2773 H 2653 S. 148. Spanierin reicht Seppo aus dem Fenster eine Apfelsine. 
106x56. 

2774- H 2654 S. 153. Die vier bringen der Mutter einen Beutel vom großen 
Los. 76x87. 

2775 H 2655 S. 160. Kaiser Joseph der II. und der Straßenkehrer. 73 63. 

2776 H 2656 S. 164. Altes Mütterchen am Stock, aufsehend, Halbfigur. 35 

Eine vierzigstündige Todesfahrt. 

2777 H 2657 S. 176. Schiffer bei Fackellicht am Ufer zur Rettung. 4P - 74. 

2778 H 2658 S 185. Der alte Flößer stirbt in den Armen der Retter. 68x98. 

Der V e r g e 1 1 e r wacht! 

2779 H 2659 S. 19S. Schmied und Schwager vor der Schmiede. Seppel drin. 
65x77. 

27S0 H 2660 S. 204. S. küßt Kathel zum Abschied. 70 - 94. 

2781 H 2661 S. 213. Schm. erschlägt S. mit dem Schmiedehammer. 99 ' 

266 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1860 

2782 H 2662 S. 215. S.'s Vater kommt zum Schm. heraus, zwei Gänse. 
64x76. 

2783 H 2663 S. 216. Kathel vor dem Vater die Hände ringend. 65x74. 

2784 H 2664 S. 227. Ochse wühlt S.'s Arm aus dem Acker. „H.M. sc", 36x106. 

Umschlagbilder = Nr. 1802, 1803; S. 71 = Nr. 1496; S. 72, 124, 187 = Nr. 1642; S. 74, 
125, 155, 188 = Nr. 1646; S. 224 = Nr. 1876; S. 8, 73=Nr. 1879; S. 97 = Nr. 1860; S. 61 = 
Nr. 2149; S. 168 = Nr. 2283; S. 211 = Nr. 2289; S. 7 = Nr. 2551. 

S. 1 »Engel mit Band" wiederholt in: „Bilder und Vignetten." 1874. Siehe dort zu 
Nr. 591. Stahlstich siehe Nr. 3199, Abt. II B 2. 

Siehe L. R.'s Illustr. zu Horn's Schriften II 1874, Abt. II A 4 a. 

„Der gute Hirte. | Gebetbüchlein für fromme Kinder. | 
Aus dem Schatze der Kirche gesammelt | von | G. Weber. | 
Mit Holzschnitten nach L. Richter und Anderen. | Dresden. | 
Verlag von Gaber und Richter." S. 72: „Dresden, Druck von 
E. Blochmann und Sohn." 

8". — 72 SS. — 12 Gr. 

Enthält 9 neue Holzschnitte, 1 zweiten Titel und 8 Textbilder: 

2785 H 2665. Zweiter Titel: „Der gute Hirt. Gebetbüchlein | für fromme 
Kinder." Unten: „Joh. X v. 14—15." 134x92. 

Vergl. Nr. 3473 „Ich bin der gute Hirte" in „Volksbilder 187475" Abt. III A. 

2786 H 2666 S. 7. Am Morgen. Kind im Bettchen bei Sonnenaufgang 
betend. 46x60. 

2787 H 2657 S. 13. Bei Tische. Eltern und Kinder beim Tischgebet. 50x74. 

2788 H 2668 S. 17. Breit' aus die Flügel beide. Christus hinter dem 
betenden Kinde. 61x46. 

2789 H 2669 S. 24. Ihr Kinderlein kommet. Kinder an der Krippe, die 
Hirten kommen. 60x50. 

2790 H 2670 S. 29. Zu Neujahr. Kirchgang im Schnee, Engelbegleitung. 
49x61. 

2791 H 2671 S. 4L „Pfingsten." Morgenandacht, vorn die Maien. 69x78. 

2792 H 2672 S. 46. Jesus, mein Heiland! Der Jesusknabe lehrt zwei 
knieende Kinder. 60x64. 

2793 H 2673 S. 66. Vom seligen Sterben. Kind von zwei Engeln gen 
Himmel getragen. 77x73. 

Hsch. S. 36 = 2354. 

Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, bis 1873; Dresden, Meyer & Richter, 1874; Dresden, 
J. Heinrich Richter, 1876. Weitere Auflagen bei Alphons Dürr. 

»Johann Arnd's j Verfasser des wahren Christenthums | 
Passions- Predigten. | Zugleich enthaltend: Sechs Pre- 
digten über die evangelischen | Perikopen in den Fasten 

267 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1862 

und eine Charfreitagspredigt. Auf's Neue herausgegeben j 
von | H. Eger, | Hülfsprediger in Lychen. | Bevorwortet i 
von | Dr. A. Tholnek. | Mit einem Titelblatt in Holzschnitt 
von Richter in Dresden. | Berlin, 1860. j Verlag von 
Küntzel und Beck. | Wilhelmsstraße 115." 

8». — VII, 43Q SS. 1 S. 

Enthält 1 Titelbild: 
2794 H — Christus am Kreuz, das Maria umklammert, Johannes ihr gegen- 
über mit gefalteten Händen, Maria Magdalena faßt knieend die Füße; 
das Kreuz ist umrankt von Passionsblumen. 102x72. 



1862. 

„Es war einmal. | [ ^] | Ein Bilderbuch [ von Dresdner 
Künstlern. | Dresden, Verlag von J. Heinrich Richter." S. [94): 
„Dresden, | Druck von E. Blochmann und Sohn." 

Br. 8». — 93 SS. — 20 Gr. 

Enthält 41 neue Holzschnitte, 1 Titelblatt, 39 in den Text gedruckt, 
1 Schlußblatt: 

2795 H 2674. Titel, auf dem Umschlag wiederholt: „Es war einmal", darunter 
Bild, 2 Kinder und Hündchen am Fenster, dann „Ein Bilderbuch von 
Dresdner Künstlern." Unten in Typensatz die Verlagsangabe. Im 
ganzen 3 Holzstöcke. Zschoche sc, 38x80, 78x65, 15x63. 

Aschenputtel. 

2796 H 2675 S. 1. A. begießt der Mutter Grab. Gocht sc, 62x96. 

2797 H 2676 S. 4. A. und die Linsen lesenden Tauben. 75x57. 

2798 H 2677 S. 6. Der Königssohn führt A. zum Tanz. 103x64. 

2799 H 2678 S. 9. A. schlüpft in den goldenen Schuh. 95x56. (S. 10 n. n. 
L. R.) 

2800 H 2679 S. 11 u. Kind nach Noten singend, Engel dahinter singt mit 
und taktiert. 38x52. 

2801 H 26S0 S. 13. Rotkäppchen unterwegs, mit Strauß. Korb und 
Hündchen. 76x70. 

2802 H 2681 S. 15. Rotk., der Wolf im Bett Kettlib sc, 56 - 72, 

2803 H -682 S- 17. Die Geschichte ist aus. Kindei unter einem Apfcl- 
bäumchen. 30x88. 

2Ö8 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1862 

Der Wolf und die sieben jungen Geislein. 

2804 H 2683 S. 18. Mutter Geis ermahnt die jungen Zicklein. 68x79. 

2805 H 2684 S. 19. Der Wolf (Frack und hoher Hut) am Stallfenster. 62x50. 

2806 H 2685 S. 21. Der W. stürzt herein, die Z. verkriechen sich. 85x72. 

2807 H 2686 S. 22. M.G. mit der Scheere vor dem schlaf enden W. Günther sc, 
57x79. 

2808 H 2687 S. 23. G. und die Z. tanzend, W. im Brunnen. Zschoche sc. 
138x41. (S. 24 n. n. L. R.) 

2809 H 2688 S. 25. Ein Huhn und ein Hahn. Bub predigt dem Schwe- 
sterchen. 55x70. 

2810 H 2689 S. 26. Die Kinder im Walde. Schulmädel und zwei Schul- 
buben. 80x83. (S. 28 n. n. L. R.) 

2811 H 2690 S. 30. Regen, Regendröppken. Zwei Mädel mit Hund im 
Regen. 78x74. 

2812 H2691 S. 33. Hans im Glück. 

1.) H. mit Schwein, Schlächter und Kuh. 63x92. 

2813 H 2692 S. 35. 2.) H. und der Scherenschleifer. Zschoche sc. 68x93. 
2811 H 2693 S- 37. 3.) „Hans im Glück." Kettlitz sc, 63x43. 

2815 H 2694 S. 38. Klein bin ich klein bleib ich. Mädel unterm Regen- 
schirm. 57x53. 

Die Ammenuhr. 

2816 H 2595 S. [47]. Mutter beruhigt das Wickelkind. Zschoche sc. 30x40. 

2817 H 2696 S. 48 o. Drei Mäuse auf einer Ranke. 17x37. 

2818 H 2697 S. 48 u. Initial D auf dem Sternenhimmel, vorn Engel. 38x41. 

2819 H 2698 S. 49. Der Fuhrmann hebt sich von der Streu, Hund. 
Zschoche sc. 59x92. 

2820 H 2699 S. 50. Der Kutscher siebt den Hafer schier, Hahn 
kräht. 57x55. 

2821 H 2700 S. 51. Kinder kaufen Wecken ein. Kettlitz sc, 74x44. 

2822 H 2701 S. 52. Geschwind' dem Kind die Supp' gebracht. 49x44. 

2823 H 2702 S. 62. Das treue Hündlein meint es gut, H. bewacht den 
schlafenden Buben. 41x76. 

2824 H 2703 S. 64. Der Weg in die Hauptstadt. Zwei Kinder im Wald. 
82x60. 

2825 H 2704 S. 67. Primelstrauß und zwei Käfer. 42x42. 

2826 H 2705 S. 68. Die Englein haben's Bett gemacht. Zwei Kinder, 
es schneit. 66x50. 

269 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1862 



2827 H 2706 S. 70. Die Sternthaler. Kind gibt sein Brot dem armen 
Mann. 62x76. 

2828 H 2707 S. 71. Das Kind fängt die Sterntaler in seinem Hemdlein auf. 
84x57. 

2829 H 2708 S. 72 u. Der Winter ist ein rechter Mann. Vier Kinder 
beim Rodeln. 42x94. 

2830 H 2709 S. 74. Das fremde Kind, mit dem Kreuzstab bittend vor 
der Tür. 73x103. (S. 77 n. n. L. R.) 

2831 H 2710 S. 78. Ein schönes Compliment, zwei Mädel mit Puppen. 
87x98. 

2832 H2711 S. 87. Der treue Engel Gottes, Engel mit Kindern im 
Kahn. 79x98. 

Alles Ding währt seine Zeit, | Gottes Lieb' in Ewigkeit! — 

2833 H 2712 S. 89. Handwerksbursch zwischenGräbern. Zschoche sc. 87x70. 

2834 H 2713 S. 91. Nachtwächter und Spitz. 80x55. 

2835 H 2714 S. 93. „Alles Ding währt seine Zeit , Gottes Lieb' in Ewigkeit. 14 
85x59. 

S. 11 oben = Nr. 462; S. 16=Nr. 476 unten. S. 44 = Nr. 2672; S. 46 = Nr. 2351 ; S. 72 
oben = Nr. 444. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874, Dresden, ]. Heinrich Richter, 1876. — Weitere 
Auflagen bei Alphons Dürr. 

„Die Journalisten. Lustspiel in vier Akten von Gustav 
Freytag. | Q ] | Leipzig | Verlag von S. Hirzel. | 1862." 

16«. — 2 Bl. 219 SS. — 1 Thlr. ; geb. 1 Thlr. 16 Gr. 

Enthält 1 Bild auf dem Titelblatt: 

2836 H 2715. Piepenbrink und Bolz trinken Brüderschaft (Akt II, Schluß), 
33x45. 

„Kinderleben. ; Lieder und Reime J aus , alter und neuer 
Zeit. | Mit Illustrationen ; von Ludwig Richter. | Geordnet 
und herausgegeben von M. J. E. Volbeding. | Fünfte 
vermehrte Auflage. [Signet] Leipzig: F. A Brockhaus 
1 862." 

80. - XVI, 190 SS. 1 Bl. - 1 Thlr. 

Enthält 4 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2S.'{7 II 2710 S. 57. Frühlingsanfang, jubelnde Kinder, „l\ A. Blockhaus. 
X. A.'\ 84 - 103. 

2838 H -717 S. yo. Spazieren, vorn strickendes Midel zwischen Binder und 
Schwesterchen, ,F. A Brockhaus. X. A.", 96 91. 

270 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1863 

2839 H 2718 S. 110. Der erste Schnee. „F. A. Brockhaus. X. A.", 98x70. 

2840 H 2719 S. 139. Blindekuh. „F. A. Brockhaus. X. A.", 72x101. 

Die übrigen Hsche. siehe zu Nr. 1973—77. S. 180 Mädchen und Kätzchen n. n. L. R. 
In der 6. Aufl. 1868 fehlt Nr. 1553, weil der Bogen gefüllt ist. 
Siehe »Proben der Holzillustr. von Brockhaus." Abt. II A4b. 



1863. 

„Christenfreude in Lied und Bild." usw. Vgl. Titel zu 
Nr. 2342 ff. bis „Andreae", dann „geschnitten von August 
Gaber. Vierte vermehrte Aufl. Dresden, Verlag von 
J. Heinrich Richter." 

Der Name August Gaber schließt seine Schüler und Gehilfen ein. 
Lex. 80. — 52 ungez. Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 2 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2841 H 2720. Epiphanias. Oben unter dem Stern die Jungfrau mit dem 
Kinde und 2 Engeln; Fußleiste Zug der heiligen drei Könige. 137x88. 

Auch als Sonderdruck „Druck und Verlag von A. Gaber in Dresden", auf der Rück- 
seite „O Sanctissima" mit dreistimmigem Satz. 

Ein anderer Sonderdruck trägt die Unterschrift: »Zu des Meisters Ludw. Richters 
Gedächtnis gedruckt in seinem | Sterbejahr. 1884." Darunter: „Commissionsverlag des 
Literar. Instituts v. Dr. M. Hüttler Augsburg." Unter dem Holzschnitt ein Lied „Zur 
Weihnachtsfreude." Zuerst der 4 stimmige Satz, dann 5 vierzeilige Verse Text, beginnend 
„Nun laßt uns sing'n u. sagen", darunter „Gedichtet und komponiert von J M". Besitzer 
Eugen Born, Dresden. 

2842 H 2721. Auf der Rückseite zu „Liebster Jesu, wir sind hier" Wespe 
vor einem großen Schnörkel. 36x32. 

Hsch. auf der Rückseite zu: Allein auf Christi Himmelfahrt = Nr. 2S00 ; Hsch. zu: 
»Liebster Jesu, wir sind hier« = Nr. 510; Hsch. auf der Rückseiie zu: „Müde bin ich, 
geh zur Ruh" = Nr. 2672; Hsch. auf der Rückseite zu: „Schönster Herr Jesu" = Nr. 2825; 
Hsch.: „Befiehl dem Herrn Deine Wege" = Nr. 471. Alle übrigen Holzschnitte aus der 
ersten Ausgabe 1855. Es folgen viele weitere Auflagen, die späteren bei Alphons Dürr. 

(„Die Kinderlaube. Ein Weihnachtsbuch mit Erzäh- 
lungen, Schilderungen, Lebensbeschreibungen, Briefen und 
Gedichten. Für den Familienkreis bearbeitet von einem 
Kinderfreunde. Erster Band. Mit 136 Illustrationen in Holz- 
schnitt und 4 bunten Bildern. Dresden, Druck und Verlag der 
Königl. Hofbuchdruckerei von C. C. Meinhold & Söhne.") 

Gr. 40. — 24 Gr. 

Enthält S. 14 die zweite Veröffentlichung von Nr. 615: Die vier 
Jahreszeiten als Kinder bringen der Kunst ihre Gaben. „Gaber sc." 

Über die erste Veröffentlichung und ursprüngliche Bestimmung siehe zu Nr. 615. Der 
Holzschnitt wurde ferner veröffentlicht in „Die Heimath", Deutsches Unterhaltungsblatt 
mit Illustrationen. Herausgegeben von Pr. Feodor Wehl. Dresden, Meinhold & Söhne 1863, 
Heft I, S. 3, mit einem Gedicht von Wehl. 

271 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1863 

„Georg Scherer's | illustrirtes | Deutsches Kinder- 
buch. | Alte und neue Lieder, Märchen, Fabeln, | Sprüche 
und Räthsel. | Mit Radirungen und Holzschnitten j nach 
Zeichnungen von | P. v. Cornelius, Wilh. v. Kaulbach, Gustav 
König, | A. Kreling, E. Neureuther, O. Pletsch, Franz Pocci, 
Ludw. Richter, C. H. Schmölze, Moriz v. Schwind, | A. Strä- 
huber u. A. | Vierte, reich vermehrte Auflage. | Stutt- 
gart. | Verlag von Georg Scherer. | 1863." 

Beim Übergang in den Verlag von Alphons Dürr in Leipzig erhielt die Restauflage 
ein neues Titelblatt, auf dem nur die Angabe des Verlegers verändert und das Buch als 
»Erster Band" bezeichnet ist. 

40. - VIII, 200 SS. — 2Thlr. 

Enthält 6 in den Text gedruckte Holzschnitte nach 5 Chemitypien 
der ersten Auflage 1849 und 1 der zweiten 1851 auf Holz übertragen: 
2843 H 2723 S. 2. Am Morgen, Bott sc, = Nr. 277. 
28-44 H 2724 S. 27. Vom Regerl und vom Vögerl, Bott sc, = Nr. 275. 

2845 H 2725 S. 40. Vom weissen Schäfchen, Bott sc, = Nr. 276. 

2846 H 2726 S. 76. Der Hirtenknabe, Bott sc, = Nr. 281. 

2847 H 2727 S. 86. Beim Haarflechten, Bott sc, = Nr. 278. 

2848 H 2728 S. 115. Gebete und Sprüche, Bott sc, = Nr. 280. 

S. 9 = Nr. 1246; S. 35 = Nr. 282; S. 65 = Nr. 283. 

„Die schönsten | Deutschen Volkslieder \ mit ihren 
eigentümlichen Singweisen. | Gesammelt und herausgegeben 
von | Georg Scherer. | Mit einer Radirung nach Moriz 
von Schwind | und | 54 Holzschnitten nach Original-Zeich- 
nungen | von | Jakob Grünenwald, Andreas Müller, Karl 
Piloty, Arthur v. Ramberg, Ludwig Richter Moriz v. Schwind 
und Alexander Strähuber. Die vierstimmige Bearbeitung 
der Melodien | (für Sopran, Alt, Tenor und Bass, zugleich 
für Klavier) | von K. M. Kunz. | Stuttgart, j Verlag von Georg 
Scherer. | 1863." 

Gr. 4». — 1 Bl., Titelbild, IX, 126 SS. - 2 Thlr. 

Enthält 2 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
8849 H 2729 S. 41. Liebesprobe. Abschied dos Reiters vom Mädchen. 
104x90. 

2850 H 2730 S. 102. „ULRICH UND AENNCHENV 140 73. 
2302-12 und 2422 51. 

Hsili S. 43 n. n. I.. R. 

272 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1865/67 

Das Buch enthält die beiden ersten bei Hallberger erschienenen Hefte in Titelauflage 
wiederholt (siehe Nr. 2315—25 und 2435— 44) und ein drittes von ebenfalls 2>,'s Bogen (der 
Signierung nach je 3) zu je 8 Seiten, von denen die letzte (60) unbedruckt war. Das Heft 
lag also bei Hallberger als drittes unveröffentlicht schon vor, wenn es nicht sogar als 
solches zur Fortsetzung der beiden ersten schon erschienen war. Nun wurde S. 60 neu 
bedruckt und mit Bogen 10—16 fortgefahren. Die „zweite Auflage" von 1868 ist ebenfalls 
eine vermehrte Titelauflage. 

1865. 

„1. Jahrgang. || 1865. | Daheim | Verlag der Daheim-Ex- 
pedition in Leipzig, Velhagen u. Klasing in Bielefeld | Heraus- 
gegeben von Dr. Robert König." 

gr. 40. — 2 Bl. 772 SS. — 2 Thlr. 

Enthält 1 Kopfleiste: 

2851 H 2731. „Daheim", „Originalz. v.L. Richter.", „H.Bürkner sc." 100x209. 

Erster Sonderdruck über dem auf das Erscheinen der Zeitschrift vor- 
bereitenden „Prospekt". Wiederholt auf sämtlichen Nummern. 

Nach Mitteilung von H. Bürkner von diesem aufgezeichnet, von Zschoche geschnitten. 

„Glauben und Schauen. | Gedichte | von | Ernst Do- 
nath. | Ol] | Dresden, | Ch. G. Ernst am Ende. | 1865." 

80. — X SS. 1 Bl. 225 SS. — 2,3 Thlr. 

Enthält 1 Holzschnitt bei | | auf dem Titelblatt: 

2852 H 2732. Mädchen am Vogelkäfig. Zschoche sc, 49x49. 

Auf dem Umschlag wiederholt. 

1867. 

„Album | deutscher | Kunst und Dichtung. | Heraus- 
gegeben | von | Friedrich Bodenstedt. | Mit Holzschnitten 
nach Originalzeichnungen der Künstler, | ausgeführt von 
R. Brend'amour. | Berlin, | G. Grote'sche Verlagsbuchhand- 
lung. | 1867." 

gr. 4«. — 4 Bl. 200 SS. — 4 Thlr. 10 Gr. 

Enthält 1 einzelnes Blatt: 

2853 H 2733 S. 67. Wanderlust. Und Abends im Städtlein da kehr' ich 
durstig ein usw., „LR", „ROLOFFS sc", 172x119. 

Wiederholt in „Freya, Illustrirte Blätter für die gebildete Welt», 7. Jahrg. 1867, S. 41, 
ferner in den folgenden Auflagen des Albums, 1872, 1876, 1881, 1884. 

„Die Kinderlaube. | Illustrirte Jugendzeitung | in Monats- 
heften | mit Erzählungen, Märchen, Schilderungen, Lebens- 
beschreibungen, | Gedichten etc., etc. | Für den Familienkreis 

273 I8 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1868 

bearbeitet | von | Heinrich Stiehler. | Unter Mitredaction 
von C C. Meinhold & Söhne. | Fünfter Band. | Mit 130 
Illustrationen in Holzschnitt und 4 Bildern in Farbendruck. 
Dresden, Druck und Verlag der Königlichen Hofbuch- 
druckerei von C C. Meinhold & Söhne." 

gr. 4«. — IV, 284 SS. — 1 Thlr. 6 Gr. 

Enthält 1 in den Text gedruckten neuen Holzschnitt: 
2854- H 2734 S. 88. Wunderbare Rettung, Initial „H", „L R", 29x59. 

S. 12:^ Nr. 1836; S. 13= Nr. 1834; S. 29 = Nr. 354; S. 165 =Nr. 326. 

1868. 

„Bausteine, j BlätterfürinnereMission | im | Königreiche 
Sachsen. | Erster Jahrgang. | Juli 1868— Juni 1869. | Mit 20 
in den Text gedruckten Abbildungen. | Dresden | Verlag des 
Hauptvereins für innere Mission der evangelisch-lutherischen 
Kirche im Königreiche Sachsen. | Leipzig | Commissions- 
verlag von Dörffling & Franke. | 1869." 

Lex.-8». — 2 Bl. 196 SS. — 15 Ngr. 

Enthält 1 Kopfleiste: 
2855 H 2735. „Bausteine", „Jes. 49. | 16. 17., Ps. 102, 14. 15., I. Petr. 2,5.", 
„MUELLER.", „X. A. v H Naumann", 73x116. 

Wiederholt auf sämtlichen Nummern. 

„Die schönsten | Deutschen Volkslieder mit ihren 
eigenthümlichen Singweisen. | Gesammelt und herausge- 
geben | von | Georg Scherer. | Mit einer Radirung von 
Moriz von Schwind | und | 68 Holzschnitten nach Original- 
Zeichnungen i von J Jacob Grünenwald, Andreas Müller, Carl 
Piloty, Arthur v. Ramberg, Ludwig Richter, Moriz von 
Schwind, Alexander Strähuber und Paul Thumann. | Die 
vierstimmige Bearbeitung der Melodien | (für Sopran, Alt, 
Tenor und Bass, zugleich für Klavier) j von K. M. Kunz. 
Zweite, reich vermehrte Auflage. Leipzig, Verlag von 
Alphons Dürr. | 1868." 

Or. 4». - 158 SS. -2 Thlr. 

Enthält 5 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 
2850 H 2736 S. 122. Liebesscherz. Bauern- und Kmdettaiu, ..K OER- 
TEL sc", 87x153. 

274 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1868 

2857 H 2737 S. 126. Verlorene Liebesmüh. Bursch vor der verschlossenen 
Tür, „C. M." (doch wohl C. Manger, nach Hoff Zschoche sc.) 93x85. 

2858 H 2738 S. 134. Vergebliche Warnung. Belauschtes Liebespaar, 
Zschoche sc, 97x126. 

2859 H2739 S. 136. War' ich ein Knab geboren. Reiter am Waldrand 
mit Mädchen kosend, „H. OÜNTHER sc", 110x107. 

2860 H2740 S. 142. Mei Dienei. Liebespaar auf dem Berggipfel, „K. OER- 
TEL sc", 102x100. 

„Mei Dienei" ist Variante von Nr. 467 und 2530; Hsch. S. 144 = Nr. 1834. Für die übrigen 
Hschte. siehe zu Nr. 2849, 50. Bogen 1—16 (S. 1—126) sind Titelauflage, Auflage-Reste 
von 1854, 1855, 1863. 

„Lieder-Perlen | deutscher Tonkunst. | Ein Sammel- 
werk der besten deutschen Tondichtungen | für eine und 
zwei Singstimmen mit Pianoforte-Begleitung | herausge- 
geben | von | Volkmar Schurig. | Mit Portraits und Bio- 
graphien der hervorragendsten Componisten. | Dresden. | 
Druck und Verlag von C. C. Meinhold & Söhne, | Königl. 
Hofbuchdruckerei." 

Gr. 48. — 1 Bl. 198 SS. 2 Bl. u. 4 Bl. mit den Portraits und Lebensbeschreibungen 
der Tonkünstler. — 

Enthält auf dem Umschlag 1 Holzschnitt: 

2861 H — Verkleinerung der Hauptgtuppe des lithographischen Titelbilds. 
„MUELLER sc", „X. A. v. HEINR. NAUMANN.", 78x119. 

Die Lithographie siehe Abt. II C 2, Nr. 3439. 

„Lieder der Heimat. | Eine Sammlung der vorzüg- 
lichsten Dichtungen im Bilderschmucke deutscher Kunst. | 
Herausgegeben von | Ludwig Bund. | Mit vielen Holz- 
schnitten nach Zeichnungen der bedeutendsten Künstler. | 
Holzschnitte von Breidenbach & Comp. Düsseldorf, j Verlag 
von Breidenbach & Comp. 1868." 

4°. — VI, 242 SS. und 6 Farbendrucktafeln. 

Enthält 1 Holzschnitt: 

2862 H — S. 120. Verkleinerung nach der Lithographie im vierten Jahrgang 
des Düsseldorfer Künstleralbums 1854 (siehe Nr. 3429), „L. Richter.", 
„C. Hummel sc", 121x87. 

Dass. w 2te vermehrte Ausgabe" 1876, »Dritte unveränderte (Titel-) Auflage", Düsseldorf 
L. Baumann & Comp. 1878. 



275 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1869 



1869. 

„Georg Scherer's | illustrirtes | Kinderbuch. ! Alte 
und neue Lieder, Märchen, Fabeln, | Sprüche und Räthsel. 
Zweiter Band. | Mit einer Radirung und 120 Holzschnitten 
nach Zeichnungen von | Oscar Pletsch, Ludwig Richter, 
Gustav Süs, A. Strähuber, | Paul Thumann u. A. | Leipzig,' 
Verlag von Alphons Dürr. 1869." 

40. — 1 Bl. 204 SS. 4 Bl. — Geb. 2 Thlr. 

Enthält 20 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 

2863 H 2741 S. 14. Süppchen, Mutter gibts dem Kinde. 75x90. 

2864 H 2742 S. 20. Frau Maria. „Zs. sc", 83x99. 

2865 H 2743 S. 22. Sechs Englein, musizierend. 71x123. 

2866 H 2744 S. 28. Ammen-Uhr. Mutter nachts an der Wiege. 110x85. 

2867 H 2745 S. 56. Gänslein im Garten, Kind in Angst davor. „Strich", 
97x103. 

2868 H 2746 S. 60. Auf dem Markt, Mädel hält Radieschen feil. „LR. 
1865.", „Zs. sc", 85x83. 

2869 H 2747 S. 69. Auf dem Acker. Säemann und Kinder, Regenbogen. 
84x119. 

2870 H 2748 S. 71. Sommerlied. Mutter und Kinder unterm Kirschbaum. 
„L R. 1865.", „H. GÜNTHER sc", 86x120. 

Variante von Nr. 403. 

2871 H 2749 S. 74. Der Hirtenknabe, schlafend vom Hund bewacht. 
„L R 1865.", „K. OERTEL sc", 104x125. 

Variante von Nr. 2077. 

2872 H 2750 S. 77. Im Felde. Kinder winden Kornblumenkränze. „L R 
1865.", „K. OERTEL sc", 93x118. 

Variante von Nr. 538. 

2873 H 2751 S. 81. „Im Walde." Hirsche, Fuchs, Vögel, Eichhörnchen. 
„Gotth. Dietrich sc", 99x153. 

2874 H 2752 S. 86. Mairegen. Drei Kinder und Hund vor der Haustür. 
„L R.", 114x98. 

2875 H 2753 S. 96. Wenn's schneit. Englein schütten die Betten aus, 
drinnen Familie. 110x93. 

2876 H 2754 S. 98. Gott wird für uns sorgen. Greis und Kind unterm 
Kruzifix. „L. Richter. 65.", „Gocht sc", 113x134. 

Variante von Nr. 3526, siehe auch Nr. 504. 

2877 H 2755 S. 100. Weihnachts- Abend. Christkind zieht auf dem Esel 
ein. 77x129. 

276 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1870/72 

2878 H 2756 S. 113. Vor der Schmiede. 89x114. 

2879 H 2757 S. 116. Postillon. Steckenreiter und Hunde. Zschoche sc, 

74x121. 

2880 H 2758 S. 150. Das Kind unter den Wölfen. „Zscheckel sc", 
103x103. 

2881 H 2759 S. 153. Unsichtbare Gespielen. Büblein auf der Wander- 
schaft. 68x97. 

2882 H 2760 S. 155. Engel spielen mit dem schlafenden Büblein. 121x98. 

Hsch. S. 8 = Nr. 434; S. 16 = Nr. 427; S. 25 = Nr. 1458; S. 30 = Nr. 401 ; S. 33 = Nr. 
405 ; S. 38 = Nr. 408; S. 43 = Nr. 1337; S. 45 = Nr. 1656, 1657; S. 48 = Nr. 1457; S. 49 
= Nr. 424; S. 52 = Nr. 1460; S. 54 = Nr. 415; S. 58 = Nr. 422; S. 61, 62 = Nr. 409, 410; 
S. 63 = Nr. 429; S. 65 = Nr. 1976; S. 79 = Nr. 431 ; S. 89 = Nr. 1778; S. 97 = Nr. 1719; 
S. 104 = Nr. 419; S. 106 = Nr. 1350; S. 121 = Nr. 1754; S. 125 = Nr. 411. 

S. 25, 45, 48 sind im Inhaltsverzeichnis irrtümlich als nach H. Bürkner angegeben, sie 
sind nach L. R. S. 115 ist irrtümlich als nach L. R. bezeichnet. 

Radierung siehe Abt. II B 2, Hoff Nr. 3017. 

„Der Bote." (Siehe den Titel unter II C 2 zum Jahre 
1857) auf das Jahr 1870. 

80. — 13 Bl. 192 SS. — 

Enthält einen Holzschnitt auf dem Umschlag: 

2883 H — Der unter Nr. 3435 verzeichnete illustrierte Titel, genau auf den 
Holzstock übertragen. „Oaber und Richter." 154x99. 

Die Übertragung auf den Holzstock muß nach 1860 vollzogen sein; mit welchem Jahr- 
gang, vermag ich nicht festzustellen. 



1870. 

„VI. Jahrgang. || 1870. | Daheim. | Verlag der Daheim- 
Expedition in Leipzig, Velhagen & Klasing in Bielefeld. | 
Herausgegeben von Dr. Robert König." 

gr. 4". — 2 Bl. 832 SS. — 2 Thlr. 

Enthält 1 neuen, die Seite füllenden Holzschnitt: 

2884 H 2761 S. 357. Im Grünen. Nach einer Aquarelle von Ludwig Richter. 

L. eine Gans mit 10 Jungen, darüber Frau mit Kind und Ziege, r. 

lagernde Gruppe von 5 Kindern, 2 schauen über den Zaun. „L. Richter | 

1869." „X. A.v. O. ROTH.", weiß eingeschnitten; Zeising sc, 168x258. 

Kopfleiste = Nr. 2851. 

1872. 

„Album | deutscher | Kunst und Dichtung. | Heraus- 
gegeben | von | Friedrich Bodenstedt. | Mit Holzschnitten, 

277 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1872/73 

nach Zeichnungen der Künstler, {ausgeführt von R.Brend'amour 
und Anderen, j Zweite vermehrte und verbesserte Auf- 
lage, | Berlin, | Verlag der G. Grote'schen Verlagsbuch- 
handlung. | 1872." 

Or. 40. — 3 Bl. 224 SS. - 4 Thlr. 20 Gr. 

Enthält 1 in den Text gedruckten neuen Holzschnitt: 

2885 H 2762 S. 7. Im Orünen. „L. Richter | 1869." — „X. A. v. KOPP u. 
ZE1SING", 78x121. 

Verkleinerung von Nr. 2884. 

3te gänzlich umgearb. Aufl. 1876, 5te 1881, 6te 1884. 

„J. P. Hebel's | allemannische Gedichte" usw. „im 
allemannischen Originaltext." usw. Leipzig, 1872. 

Br. 80. — VIII, 232 SS. 

Enthält 1 zum Teil neuen Holzschnitt: 

2886 H — S. 55. Die Marktweiber in der Stadt, Nr. 1730. Der Initial 
„D" ist herausgeschnitten und durch den neu gezeichneten „I" mit der- 
selben Füllung von Radieschen ersetzt. 

Auf S. 14, Nr. 1711, ist der Initial „E" aus dem Krug heraus- 
geschnitten. 

1873. 

„Deutsche Jugend. | Illustrirte Monatshefte. | Unter Mit- 
wirkung von I (hier folgen die Namen) herausgegeben von 
Julius Lohmeyer. | Mit Holzschnitten nach Original-Zeich- 
nungen von | R. Bürkner, Ludwig Burger, Fedor Flinzer, 
Joseph Ritter v. Führich, W. Georgy, Th. Grosse, G. Hammer, 
Albert Hendschel, Oscar Pletsch, Friedrich Preller, Ludwig 
Richter, Ferd. Rothbart, | Gustav Spangenberg, Paul Thu- 
mann, A. v. Werner, A. v. Zahn u. A. | Unter künstlerischer 
Leitung von | Oscar Pletsch. | Erster Band. | Verlag von 
Alphons Dürr in Leipzig. | 1873." 

Gr. 40. — 2 Bl. 196 SS. 3 Bl. — 2 Thlr 10 Or. 
Enthält 2 in den Text gedruckte Holzschnitte: 

2887 H 2763 S. 7. Die Kranzwinderin, Mädchen am Brunnen, sich einen 
Kranz aufsetzend. „L. R.", 119x70. 

2888 H 2764 S. 109. Die kleine Oemüsehändlerin. „L. R.\ „Z< 
90x75. 

278 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1873/74 

1873. 

„Georg Scherers | illustrirtes Deutsches Kinder- 
buch. | Alte und neue Lieder, Märchen, Fabeln, | Sprüche 
und Räthsel. | Mit Radirungen und Holzschnitten | nach 
Zeichnungen von | P. v. Cornelius, Wilh. v. Kaulbach, Gustav 
König, | A. v. Kreling, E. Neureuther, O. Pletsch, Franz Pocci, | 
Ludwig Richter, C. H. Schmölze, Moriz v. Schwind, | A. Strä- 
huber, Paul Thumann u. A. | Erster Band. | Fünfte, ver- 
mehrte Auflage. | Leipzig, 1873. | Verlag von Alphons 
Dürr." 

40. — VIII, 175 SS. 2 Bl. — 2 Thlr. 

Enthält 4 in den Text gedruckte neue Holzschnitte: 1 nach einer 
Chemitypie der ersten Aufl. 1849 und 3 nach solchen der zweiten 
1851 auf Holz übertragen: 

2889 H 2765 S. 35. Hahn Gockels Leichenbegängniss. Bott sc, = Nr. 282. 
54x82. 

2890 H 2766 S. 59. Kinder im Walde. „G.BOTT sc", = Nr. 283. 175x126. 

2891 H 2767 S. 83. Vom Fädchen und Krüglein. „G.Bott sc", = Nr. 279. 
92x127. 

2892 H 2768 S. 90. Männlein in der Gans. Bott sc, = Nr. 284. 65x83. 

Hsch. S. 2 = Nr. 2843 ; S. 9 = Nr. 1246 ; S. 27 = Nr. 2844 ; S. 40 = Nr. 2845 ; S. 70 = 
Nr. 2846 ; S. 80 = Nr. 2847 ; S. 84 = Nr. 956 ; S. 101 = Nr. 2849 ; Rdg. S. 104 = Nr. 266 ; 
S. 142 = Nr. 1362. 

1874. 

„Robert Reinicks j Märchen-, Lieder- und Ge- 
schichtenbuch. | Gesammelte Dichtungen Reinicks für 
die Jugend, | zum erstenmal gesammelt und herausgegeben. | 
Mit zahlreichen Bildern. | Zweite, vermehrte Auflage. | 
(Signet). | Bielefeld und Leipzig. | Verlag von Velhagen & 
Klasing. | 1874." 

Gr. 8«. — 1 Bl. 158 SS. — Eleg. cart. 1 Thlr. 10 Gr.; in Prachtband gebunden 2 Thlr. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt: 

2893 H 2769 S. 204. Der schmelzende Koch. Schneemann und Kinder. 
„L. R. 1873.", „H. FINCKE sc", 120x101. 

Hsch. S. 42 = Nr. 1457; S. 43 = Nr. 1458; S. 44 = Nr. 1459; S. 46 = Nr. 1456; S. 146 
= Nr. 1180; S. 147 = Nr. 1185; S. 159 = Nr. 1184; Schlußvignette S. 160 = Nr. 1193; S. 184 
= Nr. 1183; S. 237 oben und unten und S. 238 = Nr. 1656—58. 

Die erste Aufl. 1873 enthält nur die Wiederholungen. 

279 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1875/76 

1875. 

„Die schönsten I Deutschen Volkslieder. | Gesam- 
melt und herausgegeben | von | Georg Scherer. | lllu- 
strirte Pracht-Ausgabe. | Mit Holzschnitten nach Ori- 
ginal-Zeichnungen | von Jacob Grünenwald, Andreas Müller, 
Carl v. Piloty, Arthur v. Ramberg, | Ludwig Richter, Moriz 
v. Schwind, AI. Strähuber u. Paul Thumann. | (Signet) | Leip- 
zig, 1875. | Verlag von Alphons Dürr." 

Gr. 4«. — VIII, 232 SS. 4 Bl. — 4 Thlr. 20 Or. 

Enthält 1 neuen Holzschnitt: 
2894 H 2771 S. 41. Die gefangenen Reiter, zweites Bild, Mädchen reicht 
dem Gefangenen das Totenhemd. 73x64. 

Das Bild war 1854 geschnitten und sollte dort am Ende des Liedes 
(hinter 2317) stehn, fand aber wegen Raummangel keine Aufnahme. 

S. 109 Erste Veröffentlichung von Nr. 607. 

Hsch. S. 69 = Nr. 1241; S. 77 = Nr. 947; S. 81 = Nr. 1268; S. 83 = Nr. 1133; S. 89 = 
Nr. 1267; S. 95 = Nr. 900; S.99 = Nr.953; S. 111 = Nr. 1836; S. 119 = Nr. 1272; S. 121 = 
Nr. 1234; S. 129 = Nr. 899; S. 145 = Nr. 1278; S. 157 = Nr. 1252; S. 159 = Nr. 1265; S. 166 = 
Nr. 2764; S. 183 = Nr. 969 ; S. 195 = Nr. 896; S. 197 = Nr. 1834; S. 201 = Nr. 944 ; S.206-- 
Nr. 2757; S. 209 = Nr. 958 ; S. 222 = Nr. 1264. 

Alle übrigen Bilder sind die der Ausgaben 1863 und 1868. 

Unter veränderter Überschrift erschienen: Des Markgrafen Töchterlein, S. 32 vgl.: 
Liebesdienst, 1863. — Liebesschmerz, S. 128 vgl.: Heimlicher Liebe Pein, 1863. — Es ist 
Alles umsonst, S. 139 vgl. : Lass ab von der Liebe ! 1863. — Herzeleid, S. 155 vgl. : Innsbruck, 
ich muß dich lassen, 1863. 

»Neue Ausgabe" 1880. 



1876. 

„Biblische Bilder | von | Ludwig Richter. | Mit ein- 
leitendem Vorwort und beigefügten Versen | von Julius 
Sturm, j Basel. Druck und Verlag von Ferd. Riehm." 

4°. — 2 Bl., 22 pag. Doppel-Bl. — Elegant in Calicot mit Goldschnitt gebunden 10 Mark. 

Enthält 10 neue Holzschnitte auf einzelnen Blättern: 

2895 H 3323 Bl. 11. Die große Sünderin zu Jesu Füßen, aufzeichnender 
Engel, „Wahrlich ich sage Euch, wo dies Evangelium usw." Riewel sc, 
95x76. 

2896 H 3324 Bl. 12. Jesu Einzug in Jerusalem, „Gelobet sey der da kommt 
im Namen des Herrn", 84x88. 

2897 H 3325 Bl. 13. Die Abendmahlsfeier, unten Pelikan mit jungen Vögeln; 
„Für euch", „W. O. sc." 93x76. 

Das Blatt ist offenbar von O. Pletsch auf den Holzstock gebracht; es sieht I. R pu 
nicht ähnlich. 

280 



II A3 Bücher mit Holzschnitten. 1876/77 

2898 H 3326 Bl. 14. Christus in Gethsemane. „A. GABER" (später fort- 
geschnitten). 99x70. 

2899 H 3327 Bl. 15. „ECCE- HOMO« „L. R.«, „GERINGSWALD sc", 
94x52. 

2900 H 3328 BI. 17. Die Grablegung Christi. Kinder mit Blumen in der 
Graböffnung. 91x95. 

2901 H 542 Bl. 18. Die Auferstehung Christi; oben anbetende Engelchen. 
98x57. 

2902 H 3329 Bl. 19. Christus erscheint Maria Magdalena. „NOLI ME TAN- 
GERE", Probedruck „GERINGSWALD sc", 114x82. 

2903 H 3330 Bl. 20. Die Jünger zu Emmaus, „Herr bleibe bei uns.", 104x75. 

2904 H 543 Bl. 21. Der ungläubige Thomas. „Selig, die nicht sehen und 
doch glauben." 105x56. 

Sämtliche 10 Bilder sollen ursprünglich zu einem Hefte: Geistliche Lieder von Trau- 
gott Löschke, 1852 gefertigt sein (L. R.'s Mitteilung an Joh. Fr. Hoff). Bei Ed. Cichorius 
findet sich eine Mitteilung L. R.'s: »Löschke wollte ein Buch schreiben, vielleicht .Kreuz 
und Grab des Erlösers'." Nr. 2901 und 2904 waren Hoff in Probedrucken bekannt; er hat 
sie bei den Einzelholzschnitten als Nr. 542, 543 gebucht. 

Titelblatt = Nr. 1949; die Titelworte „Biblische Bilder | von | Ludwig Richter." sind 
anstelle der ursprünglichen neu hineingeschnitten. Bl. 2 = Nr. 1954; Bl. 3 = Nr. 1950; 
Bl. 4 = Nr. 1931; Bl. 5 = Nr. 1955; Bl. 6 = Nr. 1956; Bl. 7 = Nr. 2326; Bl. 8 = Nr. 2327; 
Bl. 9 = Nr. 1572; Bl. 16 = Nr. 2445; Hsch. auf der Rückseite des Cartons = Nr. 1953. 

Bl. 10, Jesus der gute Hirte, n. n. L. R. Der letzte Hsch. Bl. 22, Christi Himmelfahrt, 
bei Hoff Nr. 3331, gibt keine Zeichnung von L. R. wieder, was dieser sofort in einem 
Briefe an den Verleger, der in der 2. Aufl. faksimiliert ist, hervorhob. 

2. Aufl. 1887, mit 2 Briefen Richters in Faksimile. 

„Bodenstedt, Album deutscher Kunst und Dich- 
tung (s. den Titel zu Nr. 2853 und 2885), „Dritte, gänz- 
lich umgearbeitete Auflage" usw., „1876." 

Gr. 40. — 2 Bl. Titelbild, Titel, 4, 236 SS. 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2905 H — S. 87. Strom fahrt. Verkleinerung der Ueberfahrt am Schrecken- 
stein Nr. 326. 77x122. 

Neue Auflagen des Albums erschienen noch 1881 und 1884. 



1877. 

„Kinderleben in Bild und Wort. | Originalzeichnungen 
von Ludwig Richter, mit Reimen von Julius Sturm. | Eine 
Festgabe für Kinder und Kinderfreunde. | II. Band. | Basel. | 
Druck und Verlag von Ferd. Riehm." 

4». — I. Bd. 20 Bl. 40 gezählte Bl., IL Bd. 1 Bl. und 40 welter gezählte Bl. — 

281 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1879/80 



Enthält zwei neue Holzschnitte: 

2906 H 3335 S. 61. Bub, der im Hüpfen einen Schuh verloren, hält ein 
Böckchen am Strick. 49x69. Auf dem Innentitel wiederholt. 

2907 H 3336 S. 75. Mädchen, baarfuß, einen großen Blumenstengel geschultert, 
sitzt einer Quelle gegenüber; Hund schnappt nach Fliegen. 87x88. 

Die Holzschnitte in Bd. I und die übrigen von Bd. II sind aus den Löschke'schen 
Kinderbüchern (s. oben von Nr. 1497 an) und Alban Stolz, Vaterunser (Nr. 2445) wiederholt. 
Die beiden neuen Bilder sind ohne Zweifel von dem Vorrat für jene Kinderbücher übrig 
geblieben, also in den ersten fünfziger Jahren geschnitten. 



1879. 

„Georg Scherer's I illustrirtes Deutsches Kinder- 
buch" (s. den Titel zu Nr. 2889 ff.). „Erster Band", „Sechste 
vermehrte Auflage", „1879." 

Gr. 4«. — Titelbild, Titel, VI, 202 SS., 4 Bl. Anzeigen. 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2908 H — Der Schnitzelmann von Nürnberg. Nr. 266 auf den Holz- 
stock übertragen. „L. Richter." „H. Oertel. M. Vieweg sc." 167x115. 

„Deutsche Jugend." (Den vollen Titel siehe oben unter 
1873 zu Nr. 2887.) „Vierzehnter Band." „1879." 

Gr. 40. — 2 Bl. 190 SS. 1 BI. — 

2909 H — S. 129. Vor einem Obstspalier sitzendes Engelchen flötet den 
Vögeln seine Weisen vor, die sie lustig nachpfeifen. 50x77. 

Die Zeichnung scheint aus alter Zeit zu stammen ; das Gedicht von Blüthgen wird 
erst nachträglich dafür gedichtet sein. Vergl. Abt. II A4, Cliches-Catalog von Alphons 
Dürr, III. Abteilung 1885. 



1880. 

„Daheim-Kalender | für das Deutsche Reich | auf das 
Schaltjahr | 1880." „Herausgegeben von der Redaktion des 
Daheim. | [Signet] | Bielefeld & Leipzig. | Verlag von Vel- 
hagen und Klasing." 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 
2910 H — S. 176. Durch den Bach (nach einer Aquarelle von Lud- 
wig Richter). Vereinfachte Variante von Nr. 2991 und 3442, vor allem 
nur eine Kuh und nur eine Ziege, II. r. „L. Richter.", I. „X. A. FLE- 
01 1 sc." 99x139. 

282 



II A 3 Bücher mit Holzschnitten. 1883/88 



1883. 1886. 1888. 

„Deutscher Kinderfreund", Herausgeber N. Fries und 
Joh. Ninck. Hamburg. Nummer August 1883. 

40. _ 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2911 H — S. 178. Kinderreigen nach einer Zeichnung, die sich aus Nr. 578 
und 580 zusammensetzt. 

Dasselbe, Nummer November 1886. 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2912 H — S. 27. „weiße Hirsch bei Loschwitz. L. R." „N. Früchtnicht fc", 
110x212. 

Dasselbe, Nummer Mai 1888. 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2913 H — S. 136. 137. Schäferpaar bei der Heerde. „meine letzte Zeichnung | 
1874. L Richter." 171x251. 

Dasselbe, Nummer Juni 1888. 

Enthält einen neuen Holzschnitt: 

2914 H — S. 152. 153. Schalmei blasender Schäfer nach 1., über ihm Frau 
mit Kindchen und alter Mann, hinter ihm zwei sitzende Mädelchen, 
vorn Hund und vier Schafe. „L. Richter 1871." 176x277. 

Die vier letzten Blätter sind nach Handzeichnungen im Besitze von A. O. Meyer in 
Hamburg geschnitten. 

Weitere Holzschnitte sind aufgeführt bei Justus Naumann's Cliches- 
Verzeichnis „Kunst bringt Gunst" unter II A4b zum Jahre 1871. 



283 



4. GESAMMELTE WIEDERHOLUNGEN 
AUS II A 1—3. 

a. Albums. 

„Richter-Album. | Eine Auswahl j von Holzschnitten nach 
Zeichnungen | von | Ludwig Richter in Dresden. Leipzig, 1848. 
Veranstaltet und verlegt durch Georg Wigand. | Druck von Breit- 
kopf und Härtel." 

Gr. 8. — Titelbl., 85 ungezählte Bl., 2 ungez. S. — n. 2«/ 3 Rthlr. 

Wiederholt 115 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern: 
1. Reinick, ABC-Buch, 1845, Nr. 1151 ff. (2). 2. Die Ammenuhr, 1843, 
Nr. 1064 (1). 3. Nieritz, Volkskalender 1845, Nr. 1172 ff. (3). 4. Nieritz, Volks- 
kalender 1846, Nr. 1224 ff. (4). 5. Nieritz, Volkskalender 1847, Nr. 1327 ff. (7). 
6. Landprediger von Wakefield, 1841, Nr. 778 ff. (4). 7. Alte und neue Stu- 
dentenlieder, 1844, Nr. 1081 ff. (15). 8. Alte und neue Volkslieder, 1846, 
Nr. 1232 ff. (16). 9. Musäus, Volksmärchen, 1842, Nr. 864 ff. (34). 10. lllustr. 
Jugend-Zeitung I, 1846, Nr. 1194 ff. (12). 11. lllustr. Jugend-Zeitung 11, 1847, 
Nr. 1300 ff. (1). 12. Die schwarze Tante, 1848, Nr. 1412 ff. (7). 13. Ammon, 
Vater Unser, 1845, Nr. 1155 ff. (4). 14. lllustr. Zeitung für die Jugend II, 
1847, Nr. 1337 ff. (4). 15. lllustr. Zeitung für die Jugend III, 1848, Nr. 1460 (1). 

Auf O. W.'s erste Ankündigung des Planes zu diesem Album antwortet L. R. am 10. II. 1847 
(Essen, ungedruckt), handelt davon am 14. 11. (abgesandt 28. 11.); danach sollte Börner in Leipzig 
wesentlich die Auswahl leiten. Die weiteren Verhandlungen haben sich nicht erhalten, da die vor- 
handenen Briefe erst mit 1. 2. 1850 wieder einsetzen. Die Eigenart des Georg Wigand'schen Albums 
war von Anfang an, daß es sich nicht auf seinen Verlag beschränkte, sondern das Beste, wo immer 
erschienen, zu sammeln bemüht war. 

„Richter-Album, j Eine | Auswahl von Holzschnitten nach 
Zeichnungen | von | Ludwig Richter in Dresden. Erste Samm- 
lung, j Zweite Auflage. | Leipzig, 1851. | Veranstaltet und ver- 
legt durch Georg Wigand. | Druck von Breitkopf und Härtel." 

! - 2 Bl, 78 gezählte Bl. - n. 6 Rthlr. 

Wiederholt alle Bilder des Albums von 1S4S bis auf Nr. 1255. 

Das Erscheinen dieser zweiten Ausgabe wird in I R 's Briefen an Q Wigand rata 24 1 51 
an verhandelt; der vom 5. 1. 52 dankt für die beiden fettigen Bände. 

2 SA 



II A 4 a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1851/55 

Dasselbe „Zweite Sammlung. | Leipzig, 1851." usw. 

40. — 1 Bl. 99 gezählte Bl., 1 Bl. — 

Enthält 158 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern bis zu 3 auf 
einer Seite; darunter den ersten Druck von Nr. 615 an 48. Stelle. Die übrigen 
sind wiederholt aus: 

1. Alte und neue Volkslieder, 1846, Nr. 1232 ff. (15). 2. Alte und neue 
Studentenlieder, 1844, Nr. 1081 ff. (15). 3. Spinnstube, 1849, Nr. 1461 ff. (3). 

4. Spinnstube, 1850, Nr. 1622 ff. (4). 5. Spinnstube, 1851, Nr. 1802 ff. (1). 
6. Musaeus, Volksmärchen, Nr. 864 ff. (33). 7. Robinson, 1848, Nr. 1298 und 
1365 ff. (6). 8. Neuer Vereinskalender, 1849, Nr. 1534 ff. (4). 9. Dresdener 
Album, 1847, Nr. 1297 (1). — Hier der erste Druck von Nr. 615 (1). 10. Hymnen 
für Kinder, 1846, Nr. 1178 ff. (10). 11. Die schwarze Tante, 1848, Nr. 1412 ff. (10). 

12. Der Weihnachtsbaum, 1851, Nr. 1832 f. (1). 13. Schmidt, Märchenbuch, 
1850, Nr. 1660 ff. (5). 14. Volksbücher 22, 1841, Nr. 850 ff. (2). 15. Volks- 
bücher 23, 1841, Nr. 856 ff. (1). 16. Volksbücher 26, 1842, Nr. 1027 ff. (2). 
17. Volksbücher 32, 1842, Nr. 1041 ff. (1). 18. Illustr. Jugend-Zeitung III, 1848, 
Nr. 1352 ff. (2). 19. Hebel's Gedichte, 1851, Nr. 1705 ff. (34). 20. Nieritz, 
Volkskalender 1852, Nr. 1957 ff. (6). 21. Bechstein, Märchenbuch, 1853, 
Nr. 1978 ff. (1). Dies letzte Blatt im ersten Druck. 

Dasselbe „Dritte Ausgabe in zwei Bänden. | Erster Band. | 
Leipzig, 1855." | usw. 

4. — 1 Bl , 24 S., 148 gezählte Bl. — n. 6 Rthlr. 

Enthält 157 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen 
aus den oben näher ^bezeichneten Büchern, und zwar: 

1. Volksbücher 22 (2). 2. Dass. 23 (1). 3. Dass. 32 (1). 4. Dass. 26 (2). 

5. Illustr. Jugend-Zeitung 1846 (3). 6. Dass. 1848 (3). 7. Landprediger (5). 
8. Musaeus (67). 9. Studentenlieder (30). 10. Volkslieder (31). 11. Ammon, 
Vater Unser (4). 12. Robinson (6). 13. Ammenuhr (1). 14. Nieritz, 1845 (1). 

„Zweiter Band. | Leipzig, 1855." usw. 

1 Bl., 159 gezählte Bl., 1 Bl. 

Enthält 163 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 
1. ABC-Buch (3). 2. Nieritz 1845 (2). 3. Dass. 1846 (4). 4. Dass. 1847 (7). 

5. Weihnachtsbaum (1). 6. Illustr. Jugendzeit. 1846 (9). 7. Vereinskalender (4). 

8. Jugendzeit. 1847 (1). 9. Schmidt, Märchenbuch (5). 10. Schwarze Tante (17). 

11. (neu) Die sieben Schwaben, 1849, Nr. 1523 ff. (8). 12. Spinnstube 1849 (1). 

13. Dass. 1853 (3). 14. Dass. 1854 (2). 15. Dass. 1855 (2). 16. Hymnen für 
Kinder (10). 17. Illustr. Zeit, für die Jugend, 1848 (1). 18. Dass. 1847 (4). 
19. Hebel (33). 20. Nieritz 1852 (6). 21. Bechstein, Märchenbuch (40). 

285 



IIA 4a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1861/70 

Dasselbe „Vierte Ausgabe in zwei Bänden. | Erster Band. | 
Leipzig, | Veranstaltet und verlegt durch Georg Wigand. | 1861." 

Lex. 8. — 30 S., 1 Bl., 148 gezählte Bl. — n. 6 Rthlr. 

Enthält 155 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 
1. Landprediger (5). 2. Musaeus (67). 3. Studentenlieder (30). 4. Volks- 
lieder (31). 5. Ammon, Vater Unser (4). 6. Robinson (6). 7. Ammenuhr (1). 
8. Nieritz 1845 (3). 9. Dass. 1846 (2). 10. Dass. 1847 (6). 

„Zweiter Band." „1861." 

1 Bl., 159 gezählte Bl. 

Enthält 164 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 

1. ABC-Buch (3). 2. Nieritz 1847 (1). 3. Dass. 1846 (2). 4. Vereins- 
kalender 1849 (4). 5. Schwarze Tante (17). 6. Sieben Schwaben (8). 7. Illustr. 
Zeit. f. d.J. 1848 (1). 8. Dass. 1847 (4). 9. Hebel (41). 10. Nieritz 1852 (6). 
Bechstein, nach der 2. Ausg. 1857 (55). 11. Lobsinge dem Herrn, 1856, Nr. 
2514 (1). 12. Voer de Goern, 1858, Nr. 399 ff. (21). 

Dasselbe „Fünfte Ausgabe in zwei Bänden. ; Erster Band." | 
„1870." 

Lex. 8. — 30 S., 148 gezählte Bl. — n. 6 Rthlr. 

Enthält 153 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 

1. Volksbücher 15—17 (3). 2. Dass. 22 (1). 3. Dass. 26 (3). 4. Dass. 30, 
31 (1). 5. Illustr. Jugendzeit. 1846 (2). 6. Dass. 1848 (3). 7. Dass. 1S46 (13). 
8. Dass. 1847 (4). 9. Dass. 1846 (1). 10. Schmidt, Märchenbuch (5). 11. Illustr. 
Jugendzeit. 1847 und Keil's Märchen, Nr. 1322 ff. (5). 12. Weihnachtsbaum (1). 
13. Landprediger (5). 14. Vereinskalender (6). 15. Bilder und Reime 1S59, 
Nr. 2698 ff. (8). 16. Hymnen f. Kinder (13). 17. Musaeus (19). IS. Studenten- 
lieder (11). 19. Volkslieder (9). 20. Ammenuhr (1). 21. Ammon, Vater Unser (4). 
22. Robinson (6). 23. ABC-Buch (3). 24. Schwarze Tante (17). 23. Sieben 
Schwaben (8). 

„Zweiter Band." „1870." 

2 BL, 158 gezählte Butter. 

Enthält 166 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 

1. Nieritz 1845-47 (14). 2. Illustr. Jugendzeit. 1S4S (1). 5. Dass. 1847 (4). 
4. Hebel (41). 5. Nieritz 1852 (6). 6. Bechstein 1853, 1S37 (53). 7. Lobsinge 
dem Herrn (1). 8. Voer de Goern (37). 9. Beschauliches und Etbauliclies. 
Nr. 291-333 (7). 

286 



II A 4 a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1875 und 1860 

Dasselbe „Sechste Ausgabe in zwei Bänden. | Erster Band." 
„1875." 

Lex. 8. — Bildnis, 30 S., 1 Bl., 136 gezählte Bl. 

Enthält 143 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 
1. Landprediger (5). 2. Vereinskalender (5). 3. Bilder und Reime (8). 
4. Hymnen für Kinder (13). 5. Musaeus (19). 6. Studentenlieder (11). 7. Volks- 
lieder (9), 8. Ammenuhr (1). 9. Ammon, Vater Unser (4). 10. Robinson (6). 
11. Schwarze Tante (17). 12. Sieben Schwaben (8). 13. ABC-Buch (3). 14. Nie- 
ritz 1845—47 (14). 15. Illustr. Zeit. f. d. Jugend (5). 16. Müller, Lobsinge dem 
Herrn (1), 17. Nieritz 1852 (6). 18. Goethe-Album, Nr. 334 ff. (8). 

„Zweiter Band." „1875." 

2 Bl., 170 gezählte Bl. 

Enthält 176 Holzschnitte auf einseitig bedruckten Blättern, entnommen aus: 
1. Hebel (46). 2. Bechstein 1853 und 1857 (86). 3. Voer de Goern (37). 
4. Beschauliches und Erbauliches (7). 

Das Schwalbenlied Bl. 161 unten n. n. L. R. 

Proben zu einer Folio-Ausgabe des Georg Wigand'schen 
Richter-Albums. 

Drei Blätter aus dem Archiv von Georg Wigand in Reindruck auf starkem Papier, Größe 
357X276. 

Bl. 1 mit Nr. 1270. | 1252. 1267. 1290. | 1242; Bl. 2 mit Nr. 1251. | 1255. 
1277.1273. | 1287; B1.3 mit Nr. 1281. | 1278 (Essen). Es handelt sich hier zweifel- 
1 os um Proben für das Richter-Album, zur Entscheidung der Fragen einerseits 
des Formats, andererseits der Zusammenstellung mehrerer Bilder auf derselben 
Seite. Diese Fragen kommen in den Briefen L. R.'s an Georg Wigand am 
24. 1. 51 (im Druck ausgelassen), 6. 12. 54 (ebenso), 23. 1. 55 (ebenso) zur 
Verhandlung. 

Die Erwähnung der Möglichkeit, 4—5 Bilder auf einer Seite zu vereinigen, in dem ersten 
dieser Briefe möchte für diese Proben an die zweite Ausgabe denken lassen ; aber da alle Bilder 
der drei Blätter nur bis in das Jahr 1846 reichen, können sie auch bereits für das erste Album von 
1848 hergestellt sein. 

„202 ] Holzschnitte nach Zeichnungen | von | Ludwig Richter. | 
Leipzig | Eigenthum und Verlag von Otto Wigand. | 1860." 

4». — 102 ungezählte Bl. — n. 2 Thlr. 20 gr. 

Dieses Album will, wesentlich in zeitlicher Reihenfolge, alles bringen, was L. R. für Otto 
Wigand geliefert hat, weil es nach dem Vorwort dem Verleger darauf ankommt, sein Eigentum an 
den Holzstöcken und sein unbeschränktes Recht zu ihrer Veröffentlichung zu behaupten. In der 
Tat fehlt nur Nr. 1833, ein weiterer Grund, die Urheberschaft L. R.'s für dieses Blatt zu be- 
zweifeln (siehe oben zu der Nummer), und Nr. 1352, die Vereinfachung von Nr. 1194. 

Enthält 202 Holzschnitte auf 100 einseitig bedruckten Blättern, ent- 
nommen aus: 

287 



II A4a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1873/74 

1. Sämtlichen Volksbüchern, einschließlich der in der Illustr. Jugendzeitung 
im voraus abgedruckten Blätter (145). 2. Weiter aus der Illustr. Jugendzeitung 
(39). 3. Schmidt, Märchenbuch (6). 4. Keil, Märchen und Geschichten, einschließ- 
lich der in der Jugendzeitg. im voraus abgedruckten (10). S.Weihnachtsbaum (1). 
6. Scherr, Schiller und seine Zeit (1). 

Dass. «Zweite Auflage" 1864, unveränderter Abdruck, auf S. (4) um ein kurzes «Vorwort zur 
zweiten Auflage." vermehrt. ..Dritte Auflage" 1868. 

„Ludwig Richter's | Illustrationen \ zu | W. O. von Horn's 

Schriften. | [Bis hierhin Zierschrift in Steindruck. Weiter in 
Typensatz:] Erster Band. | Frankfurt a. M., | J. D. Sauerländer's 
Verlag. | 1873." 

Auf dem Rücken i des Originaleinbandes in Golddruck „Neues 
Richter-Album." Ebenso auf der Vorderseite des Einbands, dann 
weiter: „Illustrationen | zu | W. O. v. Horn's Schriften." Auf dem 
Rücken noch „I", bzw. „II". 

Lex. 8. — 9 Thlr. 

Enthält das Titelblatt, 4 Seiten „Einleitung", unterzeichnet „28. August 
1873." „Dr. H. Weismann.", 1 Blatt „Inhalt" und 204 Holzschnitte auf 170 ein- 
seitig bedruckten Blättern, die oben I. den Buchtitel, r. die Jahreszahl tragen. 
Sie sind entnommen aus: 

1. Spinnstube 1849 (21 von 36). 2. Dass. 1850 (20 von 34). 3. Ges. Er- 
zählungen I. II. (2 von 3). 4. Spinnstube 1851 (28 von 30, unter Zurechnung 
der Umschlagbilder, die irrig als Nr. 1 und 23 zu Spinnst. 1849 gerechnet 
sind). 5. Ges. Erz. III. IV. (2). 6. Schmiedjakob I, 1852 (25 von 34, unter 
Zurechnung von Nr. 142, die irrig Spinnst. 1853 zugeteilt wird). 7. Ges. Erz. 
V. VI. (2). 8. Spinnst. 1852 (39 von 51). 9. Ges. Erz. VIII (1). 10. Spinnst. 
1853 (45 von 48). 11. Ges. Erz. IX. X (2). 12. Schmiedjakob II (alle 17). 
Es fehlt Ges. Erzählungen VII. 

Zu Nr. 1619. 1802. 1877. 2168 vermerkt Hoff, daß sie Abdrücke des neuen Holzstocks sind, 
der zweite und dritte von 1854, der vierte von 1853. 

„Zweiter Band." „1874." 

Enthält das Titelblatt, 1 Blatt „Inhalt" und 246 Holzschnitte auf 166 
einseitig bedruckten Blättern, die oben 1. den Buchtitel, r. die Jahreszahl tragen. 
Sie sind entnommen aus: 

1. Spinnstube 1854 (44 von 50). 2. Rheinische Dorfgeschichten 1854 
(alle 3). 3. Spinnstube 1855 (48 von 50, dazu 4 irrig diesem Buche zuge- 
schriebene aus Schmiedjakob I 1852, die als Nr. 50 52. 61 des Bandes ein- 
geschlossen sind). 4. Ges. Erzählungen XI. XU (2). 5. Spinnstube 1856 (45 
von 51, dazu Nr. 135 des Bandes aus Schmiedjakob I, 1852, irrig Spinnst. 1S50 

288 



II A 4 a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1875/77 

zugeschrieben). 6. dass. 1857 (49 von 50). 7. dass. 1858 (18 von 51), 8. dass. 
1860 (32 von 40). Es fehlt ganz Spinnstube 1859. 

Das Druckmanuskript des Albums wurde L. R. zur Nachprüfung vorgelegt, und der davon 
erhalten gebliebene zweite Halbband (Essen) beweist, daß der Meister dabei auch ihm nicht gehörende 
oder nicht geeignet erscheinende Blätter ausgemerzt hat. 

„Aus der Jugendzeit. | Scherz und Ernst. | In Holzschnitten 
von Ludwig Richter, j | 1 1 Herausgegeben von Georg Scherer. | 
Leipzig, Verlag von Alphons Dürr." 1875. 

4°. — 38 einseitig bedruckte Blätter. 

Enthält den ersten Abdruck des Holzschnitts Nr. 660 H 2770 mit der 
Benennung „Zum Eingang"; ferner 41 Wiederholungen: 8 aus Musaeus, Volks- 
märchen = Nr. 880, 885, 895, 942, 946, 955, 967 und 1008; 31 aus den alten 
und neuen Studentenliedern = Nr. 1081, 1082, 1085, 1087, 1088, 1089, 1091, 
1092, 1094, 1095, 1096, 1097, 1099, 1101, 1108, 1109, 1112, 1116, 1117, 1119, 
1122, 1130, 1131, 1132, 1136, 1138, 1139, 1141 und 1144; 2 aus den alten und 
neuen Volksliedern = Nr. 1247 und 1276. 

„Deutsche Art und Sitte. | Ernst und Scherz. | In Holz- 
schnitten nach Originalzeichnungen von Ludwig Richter. | | 1 | 
Herausgegeben von Georg Scherer. | Leipzig, Verlag von 
Alphons Dürr." 1876. 

4°. — 36 einseitig bedruckte Blätter. 

Enthält 37 Wiederholungen: 

10 aus Musaeus, Volksmärchen = Nr. 874, 927, 929, 930, 932, 933, 940, 945, 
989 und 994; 16 aus den alten und neuen Studentenliedern = Nr. 1090, 1100, 
1104, 1106, 1107, 1110, 1113, 1114, 1115, 1118, 1120, 1124, 1125, 1126, 1128 
und 1133; 11 aus den alten und neuen Volksliedern = Nr. 1238, 1245, 1253, 
1255, 1271, 1273, 1277, 1282, 1286 und 1291. 

„Aus dem Volksleben. | Ernst und Scherz. | In Holz- 
schnitten von Ludwig Richter. | 1 | | Herausgegeben von Georg 
Scherer. | Leipzig, Verlag von Alphons Dürr." 1877. 

40. — 36 einseitig bedruckte Blätter. 

Enthält 36 Wiederholungen: 

7 aus Musaeus, Volksmärchen = Nr. 892, 907, 910, 917, 919, 950 und 1010; 
5 aus den alten und neuen Studentenliedern = Nr. 1105, 1121, 1122, 1124 und 
1127; 24 aus den alten und neuen Volksliedern = Nr. 1223, 1236, 1237, 1240, 
1244, 1246, 1248, 1249, 1250, 1251, 1256, 1257, 1258, 1259, 1260, 1261, 1270, 
1280, 1283, 1287, 1288, 1291, 1293 und 1294. 

289 19 



IIA 4a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1877/1909 

„Der Familienschatz. | [Hier Nr. 293] | 50 Holzschnitte | 
nach Zeichnungen von Ludwig Richter. | Leipzig j Georg Wigand's 
Verlag." 1877. 

Gr. 8°. Einschließlich des Titels 50 einseitig bedruckte Blätter, vom 
zweiten an mit „(2)" bis „(50)" gezählt. Da Blatt 25 zwei Holzschnitte bringt, 
sind deren mit dem auf dem Titel 51, und zwar: 

320, 318, 316, 319, 321, 322, 1231, 1226, 2681, 2680, 1227, 1172, 1173, 1174, 
1327, 1229, 354, 372, 351, 335, 348, 340, 1836, 1728 und 1729, 1712, 1762, 1785, 
1790, 1780, 1767, 1760, 1758, 1755, 1750, 1735, 1721, 1719, 1717, 1734, 2067, 
2095, 2120, 2537, 2132, 2098, 2009, 1985, 2538, 432. 

Es erschienen weitere Auflagen, alle ohne Jahr, mit teilweise anderen Holzschnitten. 

„Aus der Dichtung u. Sage. | Ernst und Scherz. | In Holz- 
schnitten nach Originalzeichnungen von Ludwig Richter. | 
Herausgegeben von Georg Scherer. | Leipzig, Verlag von 
Alphons Dürr." 1878. 

4°. — 36 einseitig bedruckte Blätter. 

Enthält 36 Wiederholungen: 

7 aus Musäus, Volksmärchen = Nr. 867, 869, 871, 872, 893, 956 und 978; 
14 aus den alten und neuen Studentenliedern = Nr. 1083, 1084, 1086, 1092, 
1098, 1103, 1111, 1129, 1135, 1137, 1140, 1143, 1145 und 1146; 15 aus den 
alten und neuen Volksliedern = Nr. 1235, 1239, 1242, 1262, 1263, 1266, 1269, 
1274, 1275, 1281, 1284, 1285, 1289, 1290 und 1295. 

„Ludwig Richters Volkskunst | Sein Holzschnitt vom 
Keim bis zur Blüte | in planmäßiger Auswahl | zusammengestellt 
und erläutert | von | Karl Budde | Erstes bis zehntes Tausend 
[Signet] | Leipzig | Georg Wigand". Umschlag- und Einbandtitel 
„Ludwig Richters Volkskunst | Verlag von Georg Wigand in 
Leipzig" 1909. 

Groß 4. Zwei Blätter Titel, XXX Spalten auf 8 Blättern, darüber Bildnis 
L. R.'s in Holzschnitt und Handschriftprobe, darunter der Holzschnitt Nr. 2453, 
im Texte 7 Zinkographien nach Federzeichnungen L. R.'s; 112 (111 gez. S.): 
108 SS. mit 420 erläuterten, der Zeit nach geordneten Holzschnitten, 4 Seiten 
Text mit 1 Holzschnitt. Im ganzen 422 Holzschnitte und 7 Zinkographien. 

Broschiert Mark 2.40, gebunden 3.50. 



290 



II A 4 a Holzschnitte. Gesammelte Wiederholungen. Albums. 1910 

Dasselbe „Zweite verbesserte Auflage | 11. — 20. Tausend" (1910). 

Mit dem Holzschnitt von S. 108 vor dem Titel und zwei neuen S. 97 und 
108, im ganzen 424 Holzschnitte. 

Das Album verfolgt den Holzschnitt L. R.'s ausschließlich bei Georg 
Wigand; nur im Anfang ist der von Otto Wigand in bescheidenem Umfang 
zur Ausfüllung von Lücken herangezogen. Es bemüht sich, die Entwickelung 
des Richterschen Holzschnitts von den ersten Anfängen bis zur Höhe ge- 
schlossen vorzuführen und verständlich zu machen. 

Mit einer weiten Lücke davor ist das Album ausnahmsweise hier auf- 
geführt, weil es eine Anzahl von Holzschnitten zum ersten Male wiederholt, 
einige zum ersten Male zum Abdruck bringt, sodaß es unter IIA 1 — 3 öfter 
angezogen werden mußte. 

Eine neue Auflage des Albums steht in Aussicht. 



2Q1 



19* 



b. Cliches-Verzeichnisse. 

„Cliches Catalog. | (Hier folgt das Preisverzeichniss.) Leipzig, 
Georg Wigand's Verlag." — 1865. 

Hoch Folio. 1 Thlr. 12 Gr. 

Enthält 34 Holzschnitte, entnommen aus: 

1. Deutsch. Jugendkalender 1848 (4). 2. dass. 1849 (1). 3. dass. 1850 (3). 
4. Nieritz 1852 (9). 5. dass. 1853 (1). 6. dass. 1855 (7 = Nr. 629 und 3). 
7. Christenfreude 1855 (1). 8. Nieritz 1856 (4). 9. Deutsch. Jugendkai. 1858 (1). 

„Cliches Catalog. | Nachtrag. | (Hier folgt in 5 Zeilen das 
Preisverzeichnis.) | Leipzig, | Georg Wigand's Verlag. ] 1876." 

Hoch Folio: 3 Mk. 

Enthält 99 Holzschnitte, entnommen aus: 

1. Hebel 1851 (27). 2. Balladenbuch 1852 (2). 3. Bechstein 1853 (31). 

4. Goethe-Album (3). 5. Lobsinge dem Herrn (1). 6. Voer de Goern (35). 

Dasselbe „Zweiter Nachtrag." „1879."; „Dritter Nach- 
trag | (IV. Abteilung)" „1886."; „Vierter Nachtrag." 1888. 

Den Inhalt an L. Richter-Holzschnitten anzugeben ist mir nicht möglich. 

„Holzschnitte aus | dem Verlage von Haendckeund 
Lehmkuhl | in | Altona. [Signet]. Altona, Haendcke und Lehm- 
kuhl. | 1868." 

4". n. 4 Thlr.; Prachtausgabe 8 Thlr. 

Enthält 287 Holzschnitte: 

1. Musaeus 1842(161). 2. Ammenuhr 1843 (1). 3. Paul und Virginie 1844(4). 

5. Studentenlieder 1844 (66). 6. Volkslieder 1846 (65), überall sämtliche er- 
schienenen. 

Im Inhaltsverzeichnis sind irrig die Bilder zu Musaeus .Die Entführung- Ludwig Richter, die 
llmtlichen U Paul und Viiginie I'.ürkner zugeschrieben und eine Anzahl der Hildrr zu den 

Studenten- und Volksliedern ipiteren Sammlungen zugeteilt 

292 



IIA 4b Holzschnitte. Gesamm. Wiederholungen. Cliche-Verzeichnisse. 1870/72 

„Cliches-Verzeichniss. j Proben | der j Holzschnitt-Illustratio- 
nen, | von | F. A. Brockhaus in Leipzig | in | Bleiabgüssen und 
Kupferniederschlägen | zu beziehen. | Erste Lieferung. | (Hier folgt 
das Inhaltsverzeichniss.) | [Signet.] | Leipzig: | F. A. Brockhaus. | 
Preis jeder Lieferung 5 Sgr. | Die Bezugsbedingungen sind auf 
der zweiten Seite dieses Umschlags angegeben." 1870 — 72. 

Titel auf dem Umschlag der zweiten Lieferung (1870) und der siebenten Lieferung (1871) 
gleichlautend mit dem der ersten; die elfte Lieferung (1872) hat keinen Titel. Die übrigen Liefe- 
rungen enthalten keine Holzschnitte nach L. R. 

Die vier Lieferungen haben fortlaufende Nummern. 

Enthält 37 Holzschnitte, entnommen aus: 

1. Illustr. Zeit, für die Jugend 1847, 1848, 1849 (24) 1852. 2. Volbeding, 
Kinderleben 1852 und 1863 (9). 3. Musaeus 1842 Nr. 983, 902. 4. Schwarze 
Tante 1848 Nr. 1414, 1415. 

„Kunst bringt Gunst. | Abdruck | einer Sammlung von 
Holzschnitten | von denen | Justus Naumann's Buchhand- 
lung | (Heinrich Naumann) | in Dresden | Cliches in Letterngut 
und Kupfer-ablagerung | liefert. | Dresden | Justus Naumann's 
Buchhandlung." 1871. 

Hoch Folio. 6 M. 

Enthält zunächst alle Holzschnitte aus Naumann's Verlag, 1. Pilger aus 
Sachsen 1846 (1). 2. Randverzierung zum Kuchenmichel 1847 (1). 3. Neuer 
Vereinskalender 1849 (15). 4. Aus der in anderen Verlag übergegangenen 
Holzschnittausgabe der Bilder und Reime nur Nr. 3335 und 3340 und die 
beiden dort unverwendet gebliebenen Holzschnitte Nr. 643, 644 unter Cat. 
Nr. 118, 122 in ihrem einzigen Abdruck. 

Ferner aber finden sich hier folgende 13 neue Holzschnitte bezw. 
Nachschnitte, die zumeist als Übungsarbeiten zu betrachten sind: 

2915 H — Cat. Nr. 69: Steckenreiterlehren 1, Nr. 1656 im Gegensinn, etwas 
verändert, „XA v HEINR. NAUMANN.", 43x47. 

2916 H — Cat. Nr. 96: Mühlesel mit Knabe aus Hebel, Habermuss Nr. 1750, 
im Gegensinn, ohne die Mutter, 19x56. 

2917 H — Cat. Nr. 97: Die Katze und die Maus aus Bechstein 1853 Nr. 2142, 
im Gegensinn, 22x50. 

2918 H 539 Cat. Nr. 156: Die Bettelmannsküche, Hoff 3176 als Holzschnitt, 
„X A v H. NAUMANN.", 116x75. 

Vielleicht zu einer späteren, nicht, wie Hoff meint, ursprünglichen 
Holzschnittausgabe gehörig. 

2919 H 3310 Cat. Nr. 271: Luther als Currende-Schüler, Hoff 3092 in ver- 
kleinertem Nachschnitt, 62x62. 

293 



II A 4b Holzschnitte. Gesamm. Wiederholungen. Cliche-Verzeichnisse. Bis 1887 

Nicht, wie Hoff S. 307. 403 angibt, für eine ursprüngliche Holz- 
schnittausgabe bestimmt. 

2920 H 3314 Cat. Nr. 341: Christenfreude, die Bergpredigt, Nr. 2359, in ver- 
kleinertem Nachschnitt, 41x59. 

2921 H — Cat. Nr. 400: Landprediger S. 79, Nr. 801, im Gegensinn, 45x32. 

2922 H — Cat. Nr. 401: Landprediger S. 132, Nr. 815, die Gruppe vorne r. 
im Gegensinn, 35x32. 

2923 H — Cat. Nr. 402: Landprediger S. 121, Nr. 811, 3 von den 6 Hunden, 
die beiden vorn im Gegensinn, 23x35. 

2924 H 538 Cat. Nr. 455: Das Taubenpaar aus dem Kuchenmichel, Nr. 3405, 
im Gegensinn, „X A. v. NAUMANN." 96x65. 

Eine Holzschnittausgabe des Kuchenmichel unter dem Titel „Die 
Küche" ist mir einmal zu Gesicht gekommen, zu der dieser Holz- 
schnitt gehört. Die übrigen drei Bilder des Buches sind daher auch 
in Holzschnitt vorauszusetzen; doch vermag ich sie nicht nachzuweisen. 
Jedenfalls handelt es sich um Nachschnitt nach dem Steindruck. 

2925 H 3311 Cat. Nr. 456: Vergrößerung der Hauptgruppe aus Kinderlust, 
Beschauliches und Erbauliches, Nr. 295, 93x92. 

2926 H — Cat. Nr. 517: Knieender Engel mit Schild aus dem Neuen Ver- 
einskalender, Nr. 1538, im Gegensinn, ohne Initial G, mit Kreuz statt 
Doppeladler auf dem Schilde, 38x35. 

2927 H — Cat. Nr. 554: Luther's Einzug in Leipzig nach Nr. 3320, 92x65. 

Diesen, von Hoff bereits gebotenen Cliches-Verzeichnissen, habe ich noch 
hinzuzufügen: 

„Cliches-Catalog. | Verzeichniss der Holzschnitte | aus dem 
Verlage von | Alphons Dürr in Leipzig | von welchen Galvanos 
(Kupferniederschläge) zu umstehenden | Bedingungen und Preisen 
abgegeben werden. | I. Abteilung | [Signet] | Leipzig, \ Alphons 
Dürr. 

Ebenso „II. Abteilung." 

Ebenso „III. Abteilung." „1885." 

Ebenso „IV. Abteilung." „1887." 

Die I.Abteilung bringt 71 Holzschnitte aus den „Alten und neuen 
Studentenliedern" und den „A. u. n. Volksliedern"; übergangen sind davon 
im Inhalts-Verzeichnis die Nummern 186. 210. 250. 257. 265. 267. 270; irrig 
L. R. zugeschrieben die Nummern 299. 305. 309. 320. 356. 

Die II. Abteilung bringt weitere 21 Nummern aus den Suuienkn- 
und Volks-Liedern. 

204 



IIA 4b Holzschnitte. Gesamm. Wiederholungen. Cliche-Verzeichnisse. 1885/87 

Die III. Abteilung bringt 43 Nummern, vor allem aus den Alten und 
Neuen Volks- und Studenten-Liedern, aus dem Outen Hirten, Kinderengel, 
Es war einmal, Kinderlaube, Scherer „Die schönsten Volkslieder". Die Nummern 
1415, 1506, 1527, 1541 fehlen im Verzeichnis auf dem Umschlag, während 1539 
(3 Engelchen mit Notenblatt, Christenfreude 1855, Rückseite von „Weihnachts- 
lied" Nr. 2344) irrig L. R. zugeschrieben wird. Dasselbe muß ich annehmen 
von Nr. 1200, einer Anbetung der Könige in altem Stil, 128x80 (auf der vor- 
dersten Fahne der Reiter im Hintergrund ein Stern in dem nach- r. offenen Halb- 
mond), keineswegs das Blatt aus der Gaber-Bibel von 1855, auch nicht von 
eigentlich Richter'scher Art. Bemerkenswert sind Nr. 1175, der den Vögeln 
flötende Engel aus „Deutsche Jugend" Bd. 14 (1879), hier Nr. 2909 und die 
„Herbstscene" Nr. 651, Hoff 561, da die Festrolle von 1864 sehr selten ist. 

Die Wiedergabe der Radierung „Christnacht" vgl. Abt. III A, Lichtdrucke, zum Jahre 1885. 

Die IV. Abteilung bringt 29 Nummern, vor allem die Hauptmasse 
von Scherer, „Die schönsten Deutschen Volkslieder", sowie Nachträge zu 
„Alte und neue Volkslieder". Irrig wird L. R. zugeschrieben Nr. 2006, ge- 
flügeltes Engelköpfchen von der Rückseite des Liedes „Immanuel", Nr. 2348, 
Hoff 2240; Nr. 1618, Initial H mit Hansel und Grethel vor dem Pfefferkuchen- 
häuschen weiß ich nicht unterzubringen. 

Die drei Wiedergaben nach Steindrucken vgl. Abt. III A, Lichtdrucke, zum Jahre 1887. 

Der Dürr'sche Verlag ist in den Besitz der Firma Hegel & Schade, Leipzig, übergegangen. 



„Cliche-Catalog. Nach Originalzeichnungen [ von | Ludwig 
Richter, A. Strähuber, Fr. Pocci, S. Dahl, Schönherr, Prof. Peschel 
u. A. i [Es folgen die Bedingungen in 4 Zeilen.] | Zweite Auf- 
lage. | Ferd. Riehm's Verlagsbuchhandlung in Basel. | 

(Commissionär: E. Bredt in Leipzig.)" 

Die erste Auflage ist mir nicht bekannt geworden, ebensowenig das Jahr des Erscheinens. 

Der Catalog bietet die Bilder auf einseitig bedruckten, mit einem farbigen 
Stabgeflecht eingefaßten Großfolioblättern, die oben den Vermerk tragen: 

„Bilderbogen. — Blatt 1. [usw.] — Basel. Druck und Verlag von 
Ferd. Riehm." 

Er bringt sämtliche Holzschnitte, die Riehm aus dem Verlage von J. T. 
Löschke übernommen hatte, von L. R. daher zu „Räthselnüßchen nebst Nuß- 
knacker" 1849, „Was bringt die Botenfrau?" und „Nach Belieben Kraut und 
Rüben" 1850, „Knecht Ruprecht" 1852—1854, „An der Krippe zu Bethlehem" 
1852, „Familienlieder' 1853, Alban Stolz „Das Vaterunser" 1854, ferner die 
der erst im eigenen Verlage veröffentlichten Bücher von Sturm, „Biblische 
Bilder" 1876 und „Kinderleben" 1877, endlich die als Rückstände aus diesem 
Holzschnittbestand unter II A 2 Nr. 630—632 gebuchten Einzelblätter. 

295 



II A 4 b Holzschnitte. Gesamm. Wiederholungen. Cliche-Verzeichnisse. 1887 

Mit Ausscheidung der letzten Bogen, die die Holzschnitte der „Biblischen 
Bilder" bieten, ließ Riehm den Katalog auch unter dem Titel „12 Bilder- 
bogen | für die Jugend. | Nach Originalzeichnungen | von | Ludwig Richter, 
A. Strähuber, Prof. Peschel u. A. | Erstes [Zweites] Heft. | Basel. | Druck und 
Verlag von Ferd. Riehm.", 2 Hefte zu je 12 Blättern, im freien Buchhandel 
erscheinen. Siehe zu Nr. 630—632. 

Weitere Cliche-Verzeichnisse sind nicht zu meiner Kenntnis gekommen. 



296 



B. 

RADIERUNGEN UND STICHE 
NACH DEM MEISTER. 

1. FOLGEN UND EINZELNE BLÄTTER. 

1818. 

2928 H 2773 „Ruinen vom alten Königl. Schlosszu Pillnitz.j 

welches nebst dem Speise-Salon und der Kapelle den 1. May 
1818. abgebrand ist." 

Im Mittelgrund steht die rauchende Ruine des abgebrannten Schlosses, 
zu beiden Seiten im Hintergrund einzelne Häuser des Dorfes und vorn, 
von den erhaltenen Teilen des Schloßgebäudes eingeschlossen, die 
Anlagen, auf denen allerlei Hausrat und Löschapparate, umstanden 
von Neugierigen und Spazierenden verschiedener Stände, liegen. 

L. unter der Linie „Gezeichnet d. 3. May v. L. Richter jun.", „C. F. 
Sprinck gest." 147x225. 

Vergl. dazu Nr. 9. 

2929 H — Genauer, aber ganz roher Nachstich dieses Blattes in gleicher 
Größe mit dem Titel „Ruin von dem alten Königl. Schlosse zu 
Pillnitz, [ welches nebst dem Speise Salon den 1. May A° 1818 ab 
gebrannt ist." Besitzer Eugen Born-Dresden. 

Vielleicht hat man es hier mit einem Plagiat zu billiger Verbreitung zu tun. Vgl. aber 
die Bemerkung zu Nr. 9. 

1820 

„Andenken | an die | Sächsische Schweiz | in | vier- 
undzwanzig neuen Ansichten | von dem | Professor C. A. 
Richter. | Dresden, in der Arnoldischen Buchhandlung." 

Qu. 160. _ i Bl., 24 Stahlstiche. — V* Thlr. ; color. 1V8 Thlr. 

„Diese Ansichten sind nach Ludwig Richter und erschienen unter 
dem Namen seines Vaters. Dresden, Oct. 1864. Georg Scherer." 

297 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1820 

(Mitteilung Ludw. R.'s). — Der Titel späterer Drucke streicht das Wort 
„neuen", bringt hinter „Richter." die Zeile „Preis 15 Neugr.", weiter 
„Dresden und Leipzig, | Arnoldische Buchhandlung." W. Hoffmann 
besitzt einen Abzug der Folge, auf dessen Umschlag handschriftlich ver- 
merkt ist „gez. und gestochen von Schmidt aus Erfurt." Vielleicht ist 
damit der Stecher gefunden, der die Ansichten nach den Handzeich- 
nungen A. L. R.'s auf die Platte brachte. — Ein Seitenstück bildet: 
„Andenken | an | Dresden | in | vierundzwanzig Ansichten | von dem | 
Professor C. A. Richter. | Preis 15 Neugr. ! Dresden und Leipzig, | 
Arnoldische Buchhandlung." Das Büchlein wird wesentlich aus derselben 
Zeit stammen, ist aber im Ansichtenbestande später verändert worden. 
Das Exemplar der Essener Sammlung wurde von Joh. Fr. Hoff 1853 
in Dresden erworben. In ihm scheinen 1 — 12, vielleicht auch 15. 16, 
älter als die übrigen zu sein; 14 zeigt den Bahnhof der 1839 eröffneten 
Eisenbahn. Auch an diesem Büchlein dürfte Ludwig Richter beteiligt 
sein, vgl. besonders Nr. 9. 
Enthält 24 einzelne Blätter: 

2930 H 2774. „Pillnitz." 

2931 H 2775. „Lochmühle." 

2932 H 2776. „Lohmen." 

2933 H 2777. „Die Schönhöhe bei Dittersbach." 
2934- H 2778. „Ottowalder Grund." 

2935 H 2779. „Die Bastey." 

2936 H 2780. „Die Bastey-Brücke." 

2937 H 2781. „Bastey-Brücke." (Zweite Ansicht.) 

2938 H 2782. „Rathener Felsen." 

2939 H 2783. „Schandau." 

2940 H 2784. „Bad bei Schandau." 

2941 H 2785. „Kimitschthal." 

2942 H 2786. „Kuhstallhöhle." 

2943 H 2787. „Grosser Winterberg." 

Nachgebildet in der Zeitschrift „Ueber Berg und Thal", 1892, 15. März. In den neuen 
Ausgaben von 1844 und 1847 ist dafür die neue Ansicht Nr. 2982 getreten, mit dem 
Gebäude, das nach dem angeführten Aufsatz 1841 fertig wurde. 

2944 H 2788. „Prebischkegel." 

2945 H 2789. „Prebischthor." 
2940 H 2790. „Brand." 
2947 H 2791. „Hohnstein." 

294N 112792. „Schlossmühle und Hockstein." 
2949 H 2793. ,,Herkuleskeulen im Bielgrund." 

2<-)8 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1820/24 

2950 H 2794. „Tetschen." 

2951 H 2795. „Schreckenstein." 

2952 H 2796. „Königstein und Lilienstein." 

2953 H 2797. „Wesenstein." 

Die Größe der Blätter ist 64—65x85—90. 

Die Ansichten saßen zu je vier auf sechs Platten derart, daß immer je zwei neben 
einander kopfstehend zwei andere über sich hatten. Unzerschnittene Abzüge mit je vier 
Ansichten kommen vor (Sammlung Eugen Born in Dresden). 

Dieselben Ansichten unter dem Titel: „R. u. W. A. Lindau's Taschenbuch für den 
Besuch der sächsischen Schweiz und der angrenzenden Gegenden Böhmens. Fünfte verm. 
u. verb. Aufl., herausgegeben von J. G. Wiemann. Mit 1 Titelkupfer (Nr. 182) und 1 Reise- 
karte." 16. Ebds. 1844. geb. % Thlr. «Mit 24 Ansichten der sächsischen Schweiz, geb. 
H's Thlr." 

Die 4. Ausgabe desselben Buches von 1840 enthält neben dem Titelbild nur eine Aus- 
wahl von 12 Blättern, die 5. nur das Titelbild. 

Dieselben Ansichten mit deutschen Unterschriften unter dem Titel : „Tableau ou Itineraire 
descriptif et pittoresque de la Suisse Saxonne avec la partie comprise dans la Boheme. 
Imitation libre du manuel publie par W. A. Lindau et J. G. Wiemann par J. Laforgue, 
Professeur au corps des Cadets de Saxe, Officier de la Legion d'Honneur. Avec 25 vues 
pittoresques et une carte spherique et topographique de la Suisse saxonne. Dresde et 
Leipzic, Librairie de Chr. Arnold. 1847.« 16. geb. 1V3 Thlr. 

Eine Auswahl erschien (nach Hoff schon 1820) unter dem Titel: „Andenken | an die | 
Sächsische Schweiz | in I 12 neuen Ansichten | von dem | Professor | C. A. Richter. | Dresden, 
in der Arnoldischen Buchhandlung." Sie enthält die Nummern 2934, 38, 40, 41, 42, 43 
(oder später den Ersatz Nr. 2982) 2944, 45, 46, 47, 49, 52. 

2954 H — „Chemnitz." 

So unten in der Mitte; r. „Götting. bey Wiederhold." Radierung, 
verkleinerte, ziemlich genaue Wiedergabe (1. nur 2 statt 3 Fichten) nach 
Nr. 76. 98x147. (W. Hoffmann, Chemnitz.) 



1824. 

Ersatzplatten C. Willibald Richter's in der 2. Auf- 
lage von „30 Mahlerische An- und Aussichten von 
Dresden" usw. Siehe oben Nr. 100— 129. 

2955 H — Ersatz für Nr. 100 H 76 „Dresden vom Spitzhause in der Hof- 
löfsnitz." Nummer „1." o. r. Unbezeichnet, genauer Nachstich mit 
winzigen Abweichungen. So hat die Frau unter der r. E. des Spitz- 
hauses nur einen statt zwei Knaben bei sich. 106x155. 

2956 H — Ersatz für Nr. 114 (Hoff 90) „Der Hegereiter im Plauischen 
Grunde." Nummer „15." o. r, „gest. v. W. Richter." Eine Aufschrift. 
Genauer Nachstich. 

2957 H — Ersatz für Nr. 124 (Hoff 100) „Der Marktplatz in Neustadt." 
Nummer „25." o. r. Unbezeichnet, eine Aufschrift. Genauer Nachstich. 
Maße je 1 mm weniger. 

299 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1825 

2958 H — Ersatz für Nr. 126 (Hoff 102) „Der Alte Markt in Dresden." 
Nummer „27." o. r. Unbezeichnet, zwei Aufschriften. Genauer Nach- 
stich. Maße 1 und 3 mm weniger. 

2959 H — Ersatz für Nr. 127 (Hoff 103) „Prinz Antons Gartenhaus." 
Nummer „28." o. r., „gest. v. W. Richter." Genauer Nachstich. Breite 

1 mm weniger. 

1825. 

„Albina. | Ein j Taschenbuch | für | Wanderer in der 
sächsischen Schweiz" usw. Dritte Aufl. „Pirna 1825. 
bei Conrad Diller. | Dresden, | in Commission der Arnol- 
dischen Buchhandlung. 

12». _ vi, 248 SS., 1 Karte. 

2960 H — Zu S. 16: Nachstich von Nr. 31 (Hoff 2). „Aussicht vom Pors- 
berg." Unbezeichnet, 16 Aufschriften in 3 Zeilen. Genaue Wiedergabe 
bis auf die ganz neuen Figuren (Herr, einen Buben an der I. Hand, 

2 Damen und 2 Herren, alle nach r.) und Änderungen am Walde im 
Vordergrund. Einmal gefaltetes Blatt. 92x158. 

2961 H — Zu S. 32: Nachstich von Nr. 35 (Hoff 6). „Das Thor im Otto- 
walder Grunde bei Wehlstädtel." Unbezeichnet. Wiedergabe mit anderen 
Figuren (Herr mit Führer auf den Planken, Herr einer Dame die Hand 
reichend, Dame, Herr den Stock schwingend und Bub). Einmal ge- 
faltetes Blatt. 93x158. 

2962 H — Zu S. 40: Nachstich von Nr. 150 (Hoff 114). „Aufsicht von der 
Bastei." „C Willibald Richter del et sculp:" Ziemlich genaue Wieder- 
gabe mit anderen Figuren (vorne rechts 3 Damen und ein Bub zwischen 
zwei mit abgenommenem Hut dienernden Herren). Einmal gefaltetes 
Blatt. 97x164. 

2963 H — Zu S. 62: Nachstich von Nr. 164 (Hoff 128). „Aussicht vom Brand 
bei Hohenstein." Unbezeichnet, 12 Aufschriften in 2 Zeilen. Ziemlich 
genaue Wiedergabe mit anderen Figuren (an der 2. Kiefer I. d. M. 
2 Herren vom Rücken gesehen, r. vorne 2 Damen mit einem Kinde 
und dem Führer, auf dem Boden Korb, Hut usw., an der 3. Kiefer im 
Hintergrund 5 Herren). Einmal gefaltetes Blatt. 92x157. 

2964- H — Zu S. 232: Nachstich von Nr. 63 (Hoff 34). „Der Bielergrund." 
„C. Willibald Richter del. et sculp." Ziemlich genaue Wiedergabe mit 
anderen Figuren (r. u. E. drei Herren von hinten gesehen mit Hund, 
ein Landmann ihnen entgegenkommend mit erhobenem I. Arm). Einmal 
gefaltetes Blatt. 94 • 160. 

Auch die beiden angezeichneten Büttel weiden . I ihald Richter radier i <-ein 

300 






II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1823/33 

Nach 1823. 

2965 H — »Die Mühle in Schmilka, | zwischen Schandau und Hirnis- 
kretschen. || Le moulin ä Schmilka, | se trouve entre Schandau et Hirnis- 
kretschen." Darunter in der Mitte: „F. R. Naumann Dresd.", oben r. 
„60." 93x151, PI. 125x175. Genauer Nachstich von Nr. 156 (Hoff 120) 
von C. Beichling, dessen Monogramm (CB verschlungen) sich auf der 
Felswand r. der Mühle findet. 



1830. 

2966 H 2799. „Gegend bei Aichen j bei Salzburg." Rad. v. Sonntag. 132x188. 

Studienplatte nach der Originalradierung Nr. 195. Neuer Abdruck mit der irrtümlichen 
Angabe: «Rad. v. L. Richter.", „Druck v. Alex. Alboth, Leipzig." Dieser spätere Abdruck 
wurde verwendet als Beilage zu der Zeitschrift „Faust", VII. Jahrgang, Leipzig 1860, 
Verlag Adolph Werl. 

Vier Blätter nach L. Richter von A. Peyer. 

2967 H 2800. Gegend bei Aichen bei Salzburg. Rad. v. A. Peyer. 128x186. 

Dieselbe Ansicht wie 2966. Unvollendete Studienplatte nach Nr. 195. 

2968 H — Castel Gandolfo (?) im Mittelgrund, rechts unten der See, 
hinten Berge. Im Vordergrund links vor einem Gehölz zwei Frauen 
zwischen ihnen Körbe mit Obst, I. und r. hinter ihnen Schafe. 124x181. 

2969 H — Olevano im mittleren Hintergrund. Vorn treibt ein Hirt, die 
Schalmei blasend, mit einem Buben eine Kuh, drei Schafe und eine 
Ziege zur Tränke, r. hinter ihm ein Mädchen mit einem Kinde und 
ein Bursch, der seinen Esel forttreibt. 176x232. 

2970 H — Tiroler Ansicht. Links zwei Häuser am Wege, r. gebirgige 

Fernsicht. 128x184. 

Die letzten drei Blätter sind laut Ed. Cichorius' Mitteilung von A. Peyer nach Handzeich- 
nungen von L. Richter radiert, nach der ungelenken Ausführung, wenigstens der beiden 
ersten, zweifellos frühe Uebungsarbeiten. Die Abzüge, die aus Ed. C.'s Besitz in das 
- Essener Museum gelangt sind, tragen dieselbe Nachricht in alter Beischrift. Vgl. oben zu 
Nr. 207—209, die sicher später fallen. 



1833. 

2971 H 2801. Erntezug in der römischen Campagna. | An- 
gekauft vom Saechsischen Kunstvereine auf das Jahr 1833.1 
2 Ellen 10 Zoll breit, 1 Elle 14 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik des sächsischen Kunstvereins." VIter Jahrg. 1833. Wiederholt 
im „Album", siehe zu Nr. 191. 

301 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1834 

Campagnalandschaft, in der Mitte ein Ruinenturm. Nach 1. zieht der 
zweirädrige, hochbeladene Erntewagen, auf dem Joch ein Marienbild. 
Voran geht ein Dudelsackpfeifer und ein Mädchen mit Tamburin, 
hinter ihnen zwei Kinder und ein Zicklein. Neben dem Wagen eine 
Frau mit Kind auf einem Maulesel; auf dem Wegrain vorn eine junge 
Schnitterin. Weitere Figuren und eine kleine Schafherde. 

„L. Richter pinx. 1833." — I. unter der Linie: „Gem. v. L. Richter." 
r. „gest. v. E. Stölzel." 191x270. 

Siehe Nr. 3556. 

Das Original-Ölgemälde, 1833 von Herrn Nietsch in Leipzig gewonnen, befindet sich 
als Vermächtnis der verwitweten Frau Professor Küchler, von den Erben 1868 überwiesen, 
im städtischen Museum zu Leipzig. — Bez. «L. Richter pinx. 1833." — 910x1430. 



1834. 

2972 H 2802. „Abendandacht vor einem Madonnenbilde, 

Gegend am Monte Serone. | Angekauft vom Saechsischen 
Kunstvereine auf das Jahr 1834. | 1 Elle 19 Zoll breit, 1 Elle 
10 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik", Vllter Jahrg. 1834. Wiederholt in „Album", siehe zu Nr. 191, 
und in „Landschaften von Ludwig Richter" Nr. 6, siehe Seite 89, irrtümlich als Original- 
radierung angegeben. 

Vor dem Bilde steht eine Mutter mit zwei Kindern; das eine, von 
ihr gehoben, legt Blumen vor das Bild. Die Übrigen bilden einen 
Halbkreis. In der Mitte kniet mit erhobenen Händen ein andächtiger 
Mann; links von ihm stehn Frauen; eine von ihnen, vornehmeren Aus- 
sehens, ist von ihrem Lasttier, das von einem Manne gehalten wird, 
abgestiegen; r. schenken andere Frauen ihre ganze Aufmerksamkeit einem 
kleinen Kinde auf der Mutter Schooß. Ein Hirtenjunge bläst die Schalmei. 
Weitere Figuren. 

„L. R.px. 1834.", „St. sc. 1835." — Unter der Linie: „Gem. v. L Richter.", 
„Gest. v. Stölzel." 182x223. 

Das Original-Ölgemälde 1834 von Herrn Rilay in Dessau gewonnen. Jetziger Verbleib 
unbekannt. „L. R. px. 1834.", 801X1011. 

2973 H 2803. „Roemisches Wirthshaus. | Angekauft vom Saech- 
sischen Kunstvereine auf das Jahr 1834. | 17 Zoll breit, 
13 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik", Vllter Jahrg. 1834. 

An die Osteria, deren Eingangshalle durch eine Ecksäule gestützt ist, 
stößt ein breiteres Haus, hinter dem ein überragendes Gebäude sicht- 
bar wird. Ein Baum mit daran hängendem Kranz ist ausgesteckt. 
Fuhrleute und Reiter, bepackte Fußgänger beiderlei Geschlechts wollen 

302 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1834/36 

zu gleicher Zeit von dem fast ratlosen Wirte bedient sein. Im Vorder- 
grund zieht ein Mönch seine Straße, am Wege sitzt ein Bettler. 

Unter der Linie: „Gem. v. Richter.", „Gest. v. Pescheck." 79x106. 

Das Original-Ölgemälde wurde 1834 von Herrn Rietscher in Dresden gewonnen. 
Jetziger Verbleib unbekannt. — Bez.? — 306x400. 

2974 H 3332. Der Lago di Averno bei Neapel. 

Im sonnigen Vordergrund ruht eine kleine Herde an dem von hohen 
Bäumen beschatteten Wege, der sich von dem dunklen See herzieht. 
Eine Frau ist mit Melken beschäftigt und sieht sich nach ihrem trin- 
kenden Knaben um. Am Uferrand ein Ochse. 

Nach Hoff von Wolff radiert, nach Ed. Cichorius von A. Peyer. Mir 
sind nur Abzüge vor aller Schrift bekannt. 126x183. 

Das Gemälde von 1834 mißt ungefähr 1134X647. Besitzer unbekannt. 



1835. 

2975 H 2804. „Der Schreckenstein bei Aussig. | Angekauft 
vom Saechsischen Kunstverein auf das Jahr 1835. | 2 Ellen 
breit, 1 Elle 17 Zoll hoch." 

Aus der „Bilderchronik" Vlllter Jahrg. 1835. 

Durch den eng zwischen Bäumen an einer Mühle vorbeiführenden 
Pfad werden eine große Kuhherde und einige Ziegen zum Schrecken- 
stein hinangetrieben. Hinter der Herde der Hirt, der die Schalmei 
bläst, und eine Frau, die eine Last auf dem Kopf trägt, dazu der 
bellende Hund. Im Vordergrund Frauen mit Kindern. 

Unter der Linie „Gem. v. Richter.", „Gest. v. Pescheck." 104x143. 

Das Original-Ölgemälde, 1835 von Herrn Oberforstrat Cotta in Tharand gewonnen, 
befindet sich seit 1862 als Geschenk des Herrn Ed. Cichorius-Jaeggy im städtischen Mu- 
seum zu Leipzig. — Bez. „L. Richter 1835." — 860x1140. 



1836. 

2976 H 2805. „La Riccia. | Nach dem Gemälde in der Sammlung 
des Herrn von Quandt in Dresden." 

Auf Felsblöcken, die sich bis in den Mittelgrund erstrecken, stehn 
einzelne Häuser von la Riccia zwischen großen Bäumen, vor denen 
im Sonnenschein bei einzelnen Mauerüberresten ein Hirte seine Ziegen 
hütet. Am Felsenquell im Vordergrund, in tiefem Schatten, schöpfen 
Frauen Wasser; in ihrer Nähe ruht ein Pilger im Gespräch mit einem 
Knaben. Weiter zurück kommt ein Mädchen die Höhe herauf. 

303 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1836 

Unter der Linie „Gem. v. L. Richter.", „Gest. v. W. Witthöft." Unten 
„Nach dem Gemälde in der Sammlung des Herrn v. Quandt in Dres- 
den." 146x191. 

Das Original-Ölgemälde, früher in der Sammlung des Herrn v. Quandt in Dresden, 
seit dessen Tod 1869 im Besitz des Herrn E. Cichorius-Jaeggy in Leipzig, jetzt in der 
Dresdener Gemälde-Galerie. — Bez. „L. Richter pinx. 1828." — 495X790. 



2977 H — Die Heimkehr der Hirten auf Civitella. 

Zum nördlichen Torturm von Civitella im Sabinergebirge, der im 
mittleren Hintergrund aufragt, steigt von r. her auf dem Felsenwege 
der Zug der Heimkehrenden auf: nahe schon dem Tore der Schafhirt 
mit der Herde, dahinter Hirtenbub mit dem Hunde, dann ein altes 
Weib, spinnend, das Wassergefäß auf dem Kopf, eine jüngere mit 
Ackerfrüchten beladene Frau, ein bepackter Esel, dabei Mann, junge 
Frau und Knabe, endlich ganz vorn ein junges Mädchen, das dem 
Beschauer das Gesicht voll zuwendet, eine Wiedergabe der jungen 
Frau des Meisters. Abendbeleuchtung. 

Das Bild ist das erste, das L. R. nach seiner Hochzeit 1827 malte. 

Reiner Ätzdruck vor aller Schrift, die Ränder noch nicht abgeschliffen, 
die Umfassungslinien nicht überall ausgezogen. Fertige Abzüge sind 
mir nicht bekannt. Nach Überlieferung von W. Witthöft radiert, was 
viel für sich hat. 220x291. 

Den Namen des Bildes faßt L. R. wie oben in einem Briefe an Joh. Nie. Hoff vom 
18. 3. 1828, wo er meldet, daß er es seit kurzem an Herrn v. Quandt abgeliefert habe. Näheres 
über Bild und Radierung s. bei K. Budde «Ein unbekanntes Blatt nach Ludwig Richter", 
Zeitschrift für Bücherfreunde V, Heft 6, Sept. 1901, S. 236 f. L. R. bei Ed. Cichorius sagt 
zu „Lariccia, Civitella": »Mir ist, als hätte diese beiden Bilder Herr v. Quandt radieren 
lassen. Ich habe sie aber nicht gesehen." Das Jahr der Radierung habe ich nicht feststellen 
können, sie deshalb hinter La Riccia eingereiht. Das Bild kam ebenfalls später in Ed. 
Cichorius' Besitz, dann in die Dresdener Gemäldegalerie. 

(2978 H -) „Ruhende Wallfahrer, von Witthöfft radiert." 

So L. R. eigenhändig bei Ed. Cichorius, dazu noch ein weiterer Vermerk: »Wallfahrer 
von Wilthöft gestochen, Zeichnung im Besitz desselben." Es wird sich um eine Skizze zu 
dem großen Ölbilde im Braunschweiger Museum handeln. Der Stich ist mir noch nicht 
begegnet; die Stelle der Einfügung ist nur durch den Anschluß an Witthöft bestimmt. 

2979 H2806. „Kirche zu Graupen. | 1 Elle 11 Zoll breit, 1 Elle 
2 Zoll hoch. | Jahr 1836." 

Aus der „Bilderchronik", IXter Jahrg. 1836. 

Im Friedhof, an dessen Torbogen eine große Linde prangt, steht 
das Kirchlein mit dem Glockentürmchen. Hinten weite Fernsicht. Auf 
dem freien Platze vor dem Friedhof wird der Geistliche auf seinem 
Gang zur Kirche gegrüßt. Am Wege ruht im Vordergrund, eine ichwerc 

304 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1839/44 

Last auf dem Rücken, eine Frau mit einem kleinen Dachshund. In ihrer 
Nähe Kinder; ein Knabe hütet die Gänse. 

Unter der Linie „Gem. v. Richter.", „Gest. v. Fleischmann." 112x140. 

Das Original-Ölgemälde war 1903 (100 Jahr-Ausstellung Dresden 1903, Nr. 15) im 
Besitz der verw. Herzogin Elimar von Oldenburg. — Bez. „L. Richter 18J6." 580X700. 

1839. 

2980 H 2807. „Tempel der Minerva Medica." 

Vor der Ruine des Tempels sitzt an einen Baumstamm gelehnt 
flötend ein Hirtenjunge mit seinem Hunde. Um ihn her auf großer, 
von einem Wasser durchflossenen Wiese weiden seine Rinder und 
Schafe. Zur Linken in der Ferne weitere Ruinen und ragende Berge. 

Unter der Linie: „A. L. Richter ad Nat del & pinx ", „E. Schmidt sc", 
258x333. 

Das Original-Öltemälde, früher im Besitz des Herrn Kunsthändlers Börner in Leipzig, 
war in der Sammlung des Herrn E. Cichorius-Jaeggy. — Bez.:? — 258X333. 



1842. 

2981 H 2808. „Abendandacht." 

An dem stärksten einiger uralter Bäume, deren mächtige Kronen 
sich zu einem einzigen Laubdach vereinen, hängt ein bekränztes Mutter- 
gottesbild. Links davon kniet eine Schaar Schnitterinnen mit Kindern 
in stillem Gebet. Gerät und Körbe mit Garben liegen zu ihrer Seite. 
Rechts hängt im Geäste ein Glöckchen, das eben ein Mönch zum Ave 
Maria läutet. Im schattigen Vordergrund eine Gruppe Kinder in harm- 
losem Spiel. In dem hohlen Stamme des Baumes haben sich zwei 
versteckt. 

Oben: „L.Richter." — Nach der 1842 verfertigten Originalaquarelle 
„W. Witthöft sc." — 

„Verlag von Mayer & Wigand in Leipzig." 193x299. 

Aus: „Ausgeführte Radirungen nach Original-Gtmälden und Zeichnungen deutscher 
Künstler von Wilhelm Witthöft in Dresden. I. Lieferung. Verlag von Mayer & Wigand in 
Leipzig "—In: „Landschaften von Ludwig Richter. 1875 Nr. 12 (siehe S. 89), irrtümlich 
als Originalradierung angegeben. — Wiederholt ferner als Kunstbeilage zu „Faust" i Poly- 
graphisch-illustrierte Zeit^ch ift, Wien, 1858. — Das Oiiginal- Ölgemälde, früher in der 
Sammlung des Herrn v. Quandt in Dresden, wurde, nach dessm Tod 1868, vom Kunst- 
verein für das städtische Museum zu Leipzig angekauft. — „L. Richter. 1842." 690X1040. 



1844. 
2982 H 2798. Grosser Winterberg." (Neue Ansicht). 

Siehe die Bemerkung zu Nr. 2943. 

305 20 



11 Bl Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1845/60 

1845. 

2983 H 2809. „Der Dorfmusikant." 

Am Garteneingang des Bauernhauses ist Alt und Jung um den 
Musikanten versammelt, der, den schäbigen Cylinder auf dem Kopf 
und im alten Frack, aus dessen Sack die Tabakspfeife hervorsieht, sein 
Stückchen hergeigt. Sein Hündchen tanzt dazu. Der Hausvater im 
Schurzfell steht behaglich sein Pfeifchen rauchend an den Torpfeiler 
angelehnt, die Hausfrau neben ihm, vor ihnen die Kinder. Das ältere 
Mädchen hält das kleinere Schwesterchen vor sich an den Schultern, 
während der Junge an seinem großen Butterbrot zerrt. Eine junge 
Frau sitzt an der Mauer und läßt ihr Kindchen auf ihrem Schoß zur 
Musik tanzen. Vom Felde kommt ein Mädchen, das Gänse vor sich 
hertreibt. 

Unter der Linie „Gemalt von L.Richter.", „Radirtv. Witthöft." 258x356. 

Siehe Nr. 1173 und 3236. 

Aus: „Künstlers Erden wallen." — Das Original-Ölgemälde war Im Besitz der verwit- 
weten Frau Georg Wigand in Leipzig, jetzt ist Professor Beneke in Halle der Besitzer. 
258X355. 

Um 1850. 

2984 H - Vorhang des Dresdener Hoftheaters. 

Umrißstich des ganzen Vorhangs, von dem die 1. Hälfte der Fuß- 
leiste, die Tragödie, dargestellt in Figuren zu „Shakespeare", „Cal- 
deron", „Göthe", „Schiller", von L. Richter 1843 gemalt war. Vgl. unten 
Nr. 3550 und 3551. Das Essener Museum erhielt den Abdruck vor der 
Schrift von Ed. Cichorius; gestochen ist das Blatt nach seiner Angabe 
von Witthöft; eine andere Überlieferung schreibt es wenig glaubhaft 
Jul. Hübner, dem Maler des Hauptbildes, zu. 288x350. 

2985 H „Innere Ansicht des Königl. Hoftheaters zu 
Dresden." 

U. r. „J. C. A. Richter." 96x149, Platte 123x174. 

Auf diesem Blatte sieht man den Hübner'schen Theatervorhang mit 
der Fußleiste. Ein handkolorierter Abzug im Besitz von Bruno Golz- 
Leipzig. 

1860. 

2986 H 2810. „Ueberfahrt am Schreckenstein." 

Die Mondsichel steht an dem noch hellen Abendhimmcl, wahrend 
ein Kahn mit Wanderern nach dem Steilufer der Ruine Schreckenstein 

306 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1850/66 

übersetzt. Vorn ein alternder Harfenspieler mit seinem Knäblein, das 
über den Bord gelehnt im Wasser spielt. Dann zwei junge Wander- 
gesellen, dieser sinnig dem Harfner lauschend, jener begeistert zur 
Burg aufschauend. Auf der nächsten Bank sitzen Brautleute in länd- 
lichem Schmuck. Er legt vertraulich seine Hand auf die ihre. Mit 
gleichmütiger Heiterkeit sieht hinter diesen noch ein junges Mädchen 
heraus; Graskorb und ländliches Geräte liegt neben ihr. Ganz hinten 
sitzt der sein Pfeifchen schmauchende alte Schiffer mit der Zipfelmütze. 
Unter der Linie: „Gemalt v. L. Richter;", „Gest. v. Ad. Neumann.", 
„Verlag der Arnoldischen Buchhandlung in Leipzig." 1 Thlr., 348x460. 

Das Original-Ölgemälde, früher im Besitz des Herrn Buchhändler Arnold in Leipzig, 
ging durch Erbschaft an Herrn Maurer in Berlin (Firma Maurer & Bracht) über. 
,,L. R." 1840. — Dieselbe Ansicht, jedoch kleiner als die für Herrn v. Quandt in Dresden 
1837 gemalte, jetzt im Museum in Dresden. 

Siehe Nr. 326, 3190, 3232, 3244 und 3559. 



1850 oder später. 

2987 H — Teilwiederholung von Nr. 3161, nur die spinnende Mutter und 
die sich küssenden Kinder, „HW (verschlungen) 2 %", ohne Zweifel 
Übungsarbeit von Hermann Walde. 69x50. 



1865. 

2988 H — „Henriettchen." 

Eine junge Mutter hockt auf dem Boden und streckt die Hände dem 
Töchterchen entgegen, das im ersten Gehversuch auf sie zuwankt. 
Hinter ihm versucht ein junges Hündchen (Kätzchen?) die ersten 
Sprünge. Die Zeichnung wird eingefaßt von einem liegenden, aus 
Stäben und Ranken gebildeten Rechteck, das in einen Kreis von 105 mm 
Durchmesser eingefügt ist. Darüber auf einem Bande die Widmung 
„ZVM 9. IANVAR 1865.", unten der Titel „Henriettchen". 

Bez. unter dem Rechteck r. „L. Richter.", I. „A F sc. 1865", nach 
Hoff A. Flinsch. 

1866. 

2989 H 2811. „Der Brautzug im Frühling." 

Links sonniger Wiesengrund, von einem Bach durchzogen, in der 
Ferne Hügelland und hochragende Burg. Aus dem dunklen Walde 
rechts tritt ein Brautzug, begrüßt von Hirten, die auf blühendem 
Anger bei ihrer Herde weilen. Auf der Brücke die vorauseilende 
Jugend mit Kränzen und Bändern. Dem bräutlich geschmückten Paar 

307 20 * 



11 B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1867/72 

folgt unter den Hochzeitsgästen ein wohlbeleibter Alter mit einem 
Mütterchen am Arm. Hinter den letzten des Zuges sieht durch eine 
Lichtung das Waldkirchlein hervor. 

„L. Richter gem. 1847." — Friedrich's Mngr. — Rechts unter der 
Linie: „gez. und gestochen von Lud. Friedrich.", 391x638. 

»Der sächsische Kunstverein seinen Mitgliedern für das Jahr 1867." — Das Original- 
Ölgemälde befindet sich in dem königl. Museum zu Dresden. — „L. Richter gem. 1847." — 
940x1490. 

Siehe Nr. 469. 

1867. 

2990 H 2812. An der Quelle. 

Aus dem Walde treten zwei Frauen mit Kindern, ihre Krüge an der 
Quelle, die am felsigen Vorgrund unter blühendem Hollunder ent- 
springt, zu füllen. Hier kniet ein junger Jäger und erquickt sich am 
frischen Trunk. Von seinen drei Hunden kommt einer zu ihm heran. 
Auf der weiten Ebene neben dem Walde weidet eine große Schaf- 
herde. 

Rad. von Friedrich. Ohne alle Schrift. 81x118. 

Bruchstück nach einer Sepiazeichnung (1835) im Besitz der Frau Professor Leonhard 
in Dresden. 180X253. 



1872. 

2991 H 2813. „In der Fuhrt." 

Ein junger Hirt treibt zwei Kühe, eine Ziege und ein Ziegenlämm- 
chen nach r. durch eine Fuhrt; vor der zweiten Kuh ein flötender 
Knabe, dahinter eine junge Mutter, einen Knaben an der Hand, ein 
Kind auf der Schulter, zuletzt junges Mädchen, einen Obstkorb auf 
dem Kopf. 

Unter der Linie „Gem. v. L. Richter.", „rad. v. H. Bürkner u. L. Fried- 
rich." 160x242. 

Ein Probedruck zeigt Bürkners Arbeit, die erste Anlage sämtlicher Figuren Über die 
verschiedenen Zustande der Radierung vgl. auch Andresen-Wessely, die deutschen Maler- 
Radierer, V. Bd. S. 248. 

Aus dem „Ver. insgeschenk des sächsischen Kunstvereins auf das Jahr iS72. Heft !." — 
„In Landschaften von Ludwig Richter. 1875", Nr. 1 (siehe Seite 89) iritiimlich als Original- 
radierung angegeben. 

Siehe Nr. 3442 „Hirtenscene.", sowie den etwas abweichenden Holzschnitt Nr. 2910. 

2992 H 2814. „An der Teufelsmauer im Harz." 

Bei herannahendem Gewitter kommt das Tal herauf an der 
von Raubvögeln umkreisten Teufelsmauer ein Zug vornehmer Rei- 
sender in mittelalterlicher Tracht, z. T. bewaffnet. Voraus der Führer 
mit einem Hund; er steht, in die Ferne deutend, am Abhang dt» 

308 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. 1872/88 

wieder in die Tiefe führenden Hohlweges. Am Anfang des Zuges 
reitende Edelleute; das Pferd der Dame wird von einem bewaffneten 
Knappen geleitet; ihnen folgt die Dienerschaft. 

Unter der Linie „Gem. v. L. Richter.", „Rad. v. L. Friedrich." 164x245. 

Aus dem „Vereinsgeschenk des sächsischen Kunstvereins auf das Jahr 18~2. I. Heft." — 
In „Landschaften von Ludwig Richter. 1875." Nr. 10 (siehe S 89) irrtümlich als Original- 
radierung angegeben. — Die Originalaquarelle war im Besitz des Herrn E. Cichorius- 
Jaeggy in Leipzig. — »Ludwig Richter.", 189X269. 



1877. 

2993 H 2815. „Zum Empfange." 

Kinder haben sich, festlich geschmückt, am Wege zum Empfang 
eines Brautpaares aufgestellt. 

Das Blatt ist mit Stabwerk umgeben; oben auf einem Band: „Gottes 
Segen auf allen Euren Wegen!" Bürkner's Mngr. 1875. 

„Ludwig Richter." Unter der Linie „Gez. v. Ludwig Richter." „Gest. 
v. Bürkner." 166x235. 

Über die Zustände siehe Andresen-Wessely, die deutschen Maler-Radierer, V. Bd. S. 247. 

Titelblatt zu einem Album, das der Rat der Stadt Dresden der Prinzessin Margaretha 
von Sachsen bei ihrer Vermählung 1856 als Scheidegruß überreichte. Nach L. R. an G.W. 
war die Zeichnung im Sept. und Okt. 1856 in Arbeit. Die Radierung erschien in dem 
Album-Hefte XI der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in Wien, 1877. 260x390. 

Das Original (Aquarelle) war im Besitze S. kais. Hoheit des Herrn Erzherzogs Carl 
Ludwig. 

1881. 

„Ueberfahrt. 

2994 H — Nach dem in der Königlichen Gemäldegalerie in Dresden be- 
findlichen Originale." „L Richter 1837." „H. Bürkner [Monogramm] 1881." 
Unten „L. Richter pinx." „H. L. Bürkner sc." „In Commissionsverlag 
bei Adolf Gutbier in Dresden." „Giesecke & Devrient, Leipzig, impr." 
292x398. Vgl. Nr. 2986. 

Dasselbe. 

2995 H — Genaue Wiedergabe des Gemäldes, Abdruck vor aller Schrift, 
nach Angabe von Dr. Hoelemann in Dresden von Langer gestochen. 
176x228. Vgl. Nr. 2986. 

1888. 

Irwins Hochzeitszug. 

2996 H — Radierung nach der Originalzeichnung zu dem Holzschnitt Nr. 940 
aus Musaeus, Liebestreue. „L R", in Spiegelschrift „von L. Friedrich 
Dresden den 22. Juni 1888." 171x124. (Essen und Walter Meyer's Nachlaß.) 

309 



II B 1 Radierungen u. Stiche n. d. Meister, Folgen u. einzelne Blätter. Etwa 1888 

Ungewisse Zeit. 
Friedhof im Winter. 

2997 H — Radierung nach Nr. 1190 aus „Hymnen für Kinder" 1846, von 
dem Kunsthändler Franz Meyer in Dresden. 66x89. 

Hirsche im Walde. 

2998 H — Radierung nach Nr. 2087 aus Bechstein's Märchenbuch 1853, von 
derselben Hand. 70x48. 

Die beiden Blätter, ganz ohne Bezeichnung, befinden sich als Geschenk Franz Meyer's 
in der Essener Sammlung. 



310 



2. BÜCHER. 



1837. 

„Romantische Wanderung | durch die | Sächsische 

Schweiz. | Von | A. Tromlitz. | Mit 30 Stahlstichen. | Leipzig, | 
Georg Wigand's Verlag." Vortitel: „Das | malerische und roman- 
tische | Deutschland. | In zehn Sektionen. | [Erste Spalte:] I. | Die 
sächsische Schweiz | von A. Tromlitz. | II. | Schwaben | von Gustav 
Schwab. | III. | Franken von G.v. Heeringen. | IV. | Thüringen | von 
Ludwig Bechstein. | V. | Der Harz | von W. Blumenhagen. | [Zweite 
Spalte:] VI. | Das Riesengebirge | von Ernst Raupach. | VII. | Steier- 
mark u. Tyrol | von Carl Herlossohn. | VIII. | Die Donau | von 
Eduard Duller. | IX. | Der Rhein | von Carl Simrock. | X. | Die Ost- 
und Nordsee | von Mohnike und Starkloff. | Leipzig, | Georg Wi- 
gand's Verlag." S.240. „Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

Or. 8«. — 240 SS. — 3»/8 Thlr. ; Chines. Pap. 5 Thlr. 

Von diesem Werke erschien auch eine französische Ausgabe, „L'Alle- 
magne | romantique et p ttoresque", „Paris, | Daguin Freres, libraires-editeurs, | 
7 Quai Malaquais.", davon „Deuxieme Section. | La Suisse | Saxonne, | par Ed. 
Jacquemin, | d' apres A. Tromlitz; | avec 30 gravures sur acier | par les premiers 
artistes | de France, d'Anglettere et d'Allemagne. | 1840." In dieser Ausgabe 
sind nur die von Phillibrown und Patten gestochenen Platten des deutschen 
Werkes benutzt, die übrigen von anderen Stechern neu gestochen, eine (Tha- 
rand) nach einer neuen, besonders im Vordergrunde völlig verschiedenen 
Zeichnung des Meisters. Diese wird hier als neues Blatt gezählt; bei den 
übrigen werden die Beischriften der französischen Ausgabe unter „F. A." hin- 
zugefügt, neue Platten mit „N. PI." hervorgehoben. Andere Bände der franz. 
Ausgabe sind mir noch nicht bekannt geworden. 

Die drei Ansichten „Dresden", „Die katholische Kirche in Dresden", „Neurathen" sind nicht 
nach L. R., sondern nach Zeichnungen von O. Wagner gestochen. Die Angabe anderer Zeichner 
bei 16 Blättern nach L. R. bezeichnet den Kopisten, der die Vorlage für den Stecher nach den 
älteren Radierungen herstellte. 

311 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1837 

Alle Bilder, auch der übrigen Bände, schließen im Rechteck ab, 
meistens im liegenden. Die Maße brauchen nicht einzeln angegeben 
zu werden, weil alle auf gleiche Größe geplant sind, etwa 100 Milli- 
meter in der Höhe, 150 in der Breite. Stichproben ergaben Schwankungen 
von 96—105 und 150 -157 Millimeter. 

Enthält 27 einzelne Blätter. Hoff gibt nur 25 an, weil ihm entgangen, 
daß „Schandau" Nachstich von Nr. 46 ist, „Die Bastey" von Nr. 181. 

1) 8 nach neuen Zeichnungen: 

2999 H 2823 Zu S. 117. „Stolpen." „Gez. von Ludw. Richter.", „Gest. von 
J. Carter." Vgl. Nr 99. — F. A zu S. 48 Neue Platte : „Ludw. Richter 
del'." „Daguin Freres, edit.", „Schroeder sc." 

3000 H 2824 Zu S. 222. „Tharand." „gez. von L. Richter.", „gest. von J. 
Woods." Vgl. Nr. 72. — F. A. nach neuer Zeichnung, s. Nr. 3026. 

3001 H 2825 Zu S. 224. „Frauenstein." „gez. v. L.Richter.", „gest. v.J. Carter." 
Vgl. Nr. 74. — F. A. zu S. 142 N. PI.: „Ludw. Richter delt.", „Daguin 
Freres, edit.", „Schroeder sc." 

3002 H 2826 Zu S. 227. „Augustusburg." „Gez. von Ludw. Richter.", „Gest. 
von J. Carter." Vgl. Nr. 75. — F. A. zu S. 143 N. PI.: „Augustusbourg.", 
„Ludw. Richter del'." „Daguin Freres, edit.", „Schroeder sc." 

3003 H 2827 Zu S. 230. „Gnandstein." „gez. v. L Richter.", „gest. v. J. Ap- 
pleton." Vgl. Nr. 84. — F. A. zu S. 144 N. PI.: „Da-um Freres, edit.", 
„Chamoüin sc." 

3004 H 2828 Zu S. 232. „Kohren." „gez. v. L. Richter.", „gest. v.J. Appleton." 
Vgl. Nr. 82. — F. A. zu S. 1 bO N. PI. : „Daguin Freres, edit.", „Chamoüin sc." 

3005 H 2829 Zu S. 234. „Kriebstein." „gez. v. L. Richter.", „gest. v.J. Carter." 
Vgl Nr. 81. — F. A. zu S. 151 N. PI.: „L. R.chter del.", „Daguin Freres 
edit.", „Schroeder sc." 

3006 H 2830 Zu S. 237. „Nossen." „gez. v L. Richter." „gest. v. J. Woods " 
Siehe Nr. 251. Vgl. Nr. 79. — F. A. ersetzt das Blatt durch eine Ansicht 
von Carlsbad, nicht nach L. R. 

2) 18 nach den 1820 erschienenen „70 Ansichten der Lmigegend 
von Dresden", 1837 gestochen: 

3007 H 2331 Zu S. 56. „Pillnitz." „Gez. v. L Richter.", „Gest. v. S. Lacey." 
Siehe Nr. 30. F. A. zu S. 12 N. PI.: „Pilnitz.". „Richter del.' . „Daguin 
Freres edit.", „Ales sc." 

8008 H 2832 Zu S. 65. „Lohmen." „(kv.. v. R. Roberts.*, „Qesl . 1". Philli- 

brown ." Siehe Nr. 34. — F. A. zu S. 2). 
3009 H 2833 Zu S. 83. „Die kleine Gans." „Ge/. v. O. W . „Oest \. 

Phülibrown u Siehe Nr. 38 - F. A. zu S. l". untei >.!>..; ntel noch. 
„Les rochers nommes la petite im." 

312 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1837 

3010 H 2834 Zu S. 84. „Felsenthor auf dem Neurathen." „Gez. v. L. Richter.", 
„Oest. v. S. Lacey " Siehe Nr. 40. — F. A. zu S. 28 N. PI.: „Felsenthor 
pres de Neurathen.", „L. Richter del.", „P. Dien imp.", „Ales sc." 

3011 H 2835 Zu S. 92. „Das Kanapee in der sächsischen Schweiz." „Qez. 
v. O. Wagner.", „Oest. von E. Patten.", Siehe Nr. 39. — F. A. zu S. 32, 
unter dem Titel noch: „Le Canape." 

3012 H 2836 Zu S. 93. „Stadt Wehlen mit der Ruine." „Qez. v. Ths. H. She- 
perd", „Gest. v. A. H. Payne." Siehe Nr. 36. — F. A. zu S. 39 N. PI.: 
„Ruines pres de Wehlen.", „Sheperd del.", „Daguin Freres edit.", 
„Schroeder sc." 

3013 H 2837 Zu S. 110. „Hohnstein." „Gez. v. Lacey.", „Gest. v. Lacey." 
Siehe Nr. 43. — F. A. zu S. 44 N. PI.: „Lacey del.", „Daguin Freres 
edit.", „Schroeder sc." 

3014 H — Zu S. 144. „Schandau." „Gez. v. Salmon.", „Gest. v. Dawson." 
Siehe Nr. 46. — F. A. zu S. 70 N. PI.: „Salmon del.", „Daguin Freres 
edit.", „Schroeder sc." 

3015 H 2838 Zu S. 160. „Kuhstallhöhle." „Gez. v. R. Roberts.", „Gest. v. 
Benjamin." Siehe Nr. 51. — F. A. zu S. 74 N. PI. : „La grotte de la vache.", 
„Roberts del.", „Daguin Freres edit.", „Ales sc." 

3016 H 2839 Zu S. 171. „Prebischthor." „Gez. v. R. Roberts." „Gest. v. T. 
Phillibrown." Siehe Nr. 54. — F. A. zu S. 85. 

3017 H 2840 Zu S. 175. „Hirmskretschen." Stichfehler für Hirniskretschen. 
„Gez. v. R. Roberts.", „Gest. v. A. H. Payne." Siehe Nr. 48. — F. A. zu 
S. 89 N. PI.: „Hirniskretschen." „Roberts deh.", „Daguin freres edit.", 
„Schroeder sc." 

3018 H 2841 Zu S. 179. „Tetschen." „Gez. v. Salmon.", „Gest. v. Dawson." 
Siehe Nr. 59. — F. A. zu S. 102 N. PI.: „Salmon del.t", „Daguin Freres 
edit.", „Schroeder sc." 

3019 H 2842 Zu S. 183. „Bielergrund." „Gez. v. Archer.", „Gest. v. Ben- 
jamin." Siehe Nr. 63. — F. A. zu S. 115 N. PI.: „Archer deR", „Daguin 
Freres edit.", „Schroeder sc." 

3020 H 2843 Zu S. 187. „Wasserfall bei Langhennersdorf." „Gez. v. L.Rich- 
ter.", „Gest. v. S. Lacey." Siehe Nr. 65. — F. A. zu S. 119 N. PI.: 
„Cascade de Langhennersdorf." „Richter del.", „Daguin Freres edit.", 
„Schroeder sc." 

3021 H 2844 Zu S. 189. „Lilienstein & Königstein." „Gez. v. Lacey.", „Gest. 
v. Lacey." Siehe Nr. 61. — F. A. zu S. 122 N. PI.: „Lacey del.", „Daguin 
Freres edit.", „Schroeder sc." 

3022 H 2845 Zu S. 196. „Pirna." „Gez. v. R. Roberts.", „Gest. v. Phillibrown." 
Siehe Nr. 60. — F. A. zu S. 129- 

313 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1838 

3023 H 2846 Zu S. 200. „Weesenstein." „Gez. v. R. Roberts.", „Gest. v. A. H. 
Payne." Siehe Nr. 70. — F. A. zu S. 13S N. PI.: „Roberts del.", „Daguin 
Freres edit.", „Schroeder sc." 

3024 H 2847 Zu S. 205. „Toeplitz." „Gez. v. Archer.", „Gest. v. Benjamin." 
Siehe Nr. 66. — F. A. zu S. 157 N. PI.: „Archer del.", „Daguin Freres 
edit.", „Schroeder sc." 

3) 1 nach „Die sächsische Schweiz in Bildern. Erstes Heft. Die 
Bastei" usw., 1823: 

3025 H — Zu S. 71. „Die Bastey." „Gez. v. R. Roberts.", „Gest. v. Philli- 
brown." Siehe Nr. 145. — F. A. zu S. 27, unter dem Titel noch „La 
Bastion." 

4) 1 nach neuer, veränderter Zeichnung L. Richters: 

3026 H — Französische Ausgabe zu S. 139: „Tharand." * „Richter del«.", 
„Daguin Freres edit.", „Schroeder sc." Vgl. Nr. 72 und 3000. 

Dass. Leipzig, Haendel 1847. 



1838. 

„Wanderung | durch | den Harz. | Von | Wilhelm 

Blumenhagen. | Mit 30 Stahlstichen. | Leipzig, j Georg 
Wigand's Verlag." | „Das | malerische und romantische j 
Deutschland" Sektion V. 

Gr. 8f. — 25ö SS. — 3'/3 Thlr. 

Enthält 30 einzelne Blätter: 

3027 H 2848 Zum Titel „Sangerhausen." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. 
Sands." 

3028 H 2849 Zu S. 20. „Gegend um Goslar." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. 
v. Woods." 

3029 H 2850 Zu S. 28. „Die Klause und der Rammeisberg bei Goslar." 
„gez. v. L. Richter.", „gest. v. A. Macclatchie." 

3030 H 2851 Zu S. 34. „Die Harzburg." „Gez. v. L.Richter.", „Gest. v. Sands." 

3031 H 2852 Zu S. 49. „Der Ilsenstein." „gez. v. L. Richter.", gest. v.J. Carter." 

3032 H 2853 Zu S. 52. „Die Ilsenfälle." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. Hin« 

cliliff." 

3033 H 2854 Zu S. 55. „Wernigerode." „gez. v. L. Richter.". ..-est. v. S. I .ice\." 

3034- H 2855 Zu S. 63. „Das Brockenhaus." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. 
J. Carter." 

3035 H 2856 Zu S. 90. „Die Marmormühle im Bodethale." »gez.V. L.Richter.". 
„gest. v. A. Macclatchie." 

314 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1838 

3036 H 2857 Zu S. 92. „Blankenburg vom Heidelberg aus." „gez. v. L. Rich- 
ter.", „gest. v. S. Lacey." 

3037 H 2858 Zu S. 95. „Der Regenstein." „gez. v. L. Richter.", „gest. v. J. 
Hinchcliff." So geschrieben. 

3038 H 2859 Zu S. 89. „Die Teufelsmauer." „L. Richter.", „Ausgeführt d. 
Black & Armstrong.", „S. J. Davis." 

3039 H 2860 Zu S. 102. „Aussicht von der Roßtrappe in den Kessel." (Stich- 
fehler DENKESSEL in einem Worte.) „gez. v. L. Richter.", „gest. v. 
J. Carter." 

3040 H 2861 Zu S. 114. „Die Jungfernbrücke." „gez. v. L. Richter.", „gest. v. 
J. Hinchcliff." 

3041 H 2862 Zu S. 115. „Quedlinburg." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. von 
T. J. Hinchcliff. 

3042 H 2863 Zu S. 130. „Stecklenburg und Lauenburg." „Gez. v. L. Richter." 
„Gest. v. W. Buckle." 

3043 H 2864 Zu S. 132. „Schloß Ballenstädt." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. 
Hinchliff." 

3044 H 2865 Zu S. 136. „Der Stubenberg bei Gernrode." „Gez. v. L.Richter.", 
„Gest. v. L. Beyer." 

3045 H 2866 Zu S. 144. „Mägdesprung." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. 
W. Deeble." 

3046 H 2867 Zu S. 149. „Falkenstein." „Gez. v. Prof. Richter.", „Gest. v. 
Fried. Geißler." 

3047 H 2868 Zu S. 174. „Stolberg." „gez. v. L. Richter.", „gest. v. E. Ben- 
jamin." 

3048 H 2869 Zu S. 182. „Ilefeld." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. Woods." 

3049 H 2870 Zu S. 188. „Sachsenstein." „Gez. von L. Richter.", „Gest. von 
T. (J?) J. Hinchliff." 

3050 H 2871 Zu S. 190. „Scharzfels." „gez. von L. Richter", „gest. von E. 
Benjamin." 

3051 H 2872 Zu S. 192. „Die Steinkirche." „Gez. von L. Richter.", „Gest. 
von W. Buckle." 

3052 H 2873 Zu S. 193. „Herzberg." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. A. Dwor- 
zack in Wien." 

3053 H 2874 Zu S. 200. „Osterode." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v.J. Carter." 

3054 H 2875 Zu S. 232. „Clausthal." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. A. Dwor- 
zack in Wien." 

3055 H 2876 Zu S. 246. „Der Hübichenstein." „Gez. v. Prof. Richter.", „Gest. 
v. Fried. Geißler." 

315 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1839 40 

3056 H 2877 Zu S. 247. „Die Staufenburg." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. 
L. Beyer." 

Es gibt auch Abdrucke auf chinesischem Papier, doch sind mir nur einzelne Blätter 
bekannt. 

Dass. Leipzig, Haendel, 1847. — W. in „Harz- Album. | Ein I Führerund Erinnerungs- 
buch | für | Harzreisende. | Mit 30 Stahlstichen und einer Karte. | Braunschweig, | Verlag 
von Q. Rademacher. " — Dass. 2. Auflage, „Mit 15 Stichen nach Ludwig Richter 
Wolfenbüttel 1850.- 



1839. 

„Penelope. | Taschenbuch | für das Jahr 1839. 

Herausgegeben von Theodor Helb. | Achtundzwanzigster 
Jahrgang. | Mit Stahlstichen. | Leipzig, | Verlag der J. C. Hin- 
richs'schen Buchhandlung." 

Kl. 8». — XVI, 391 S., 1 S. Anzeigen, 6 Stahlstiche. 
Enthält ein Blatt: 
3057 H — Hinter S. XIV. „Die Taubenfütterung." „L. Richter del.", „Stahl- 
stich von Jos. Xa. Eisner in Wien." Mann, zwei Frauen und ein Kind 
auf verandaartigem Ausbau mit anlehnendem Dache füttern Tauben. 
Mittel- und Hintergrund italienische Landschaft. 74x103. 

Wiederholt in „Feierabende für gute Kinder von Julie von Großmann mit Beiträgen 
von Agnes Franz mit 4 Stahlstichen." Gleicher Verlag 1844. 



1840. 

„Wanderungen j durch | Franken. | Von Gustav von 

Heeringen, j Mit 30 Stahlstichen. | Leipzig, | Georg Wi- 
gand's Verlag." „Das! malerische und romantische | Deutsch- 
land," Sektion III. 

Gr. 80. - 183 SS. 3' s Thlr.; Chin. Pap. 5 Thlr 

Enthält 31 einzelne Blätter: 

3058 H 2878 Zu S. 21. „Die Veste Koburg." „gezeich, v. L. Richter." „gest. 
v. Payne u. Qray in Leipzig." 

3059 H 2879 Zu S. 43. „Schloss Callenberg.", darunter „Druck v. Zehl in 
Leipzig." „Gez. v. L. Richter.", „J. J. Hinchliff sc." 

3060 H 2880 Zu S. 49. (stehend) „Lichtenstein." „gez. v. L. Richter.", . 

v. W. C. Wrankmore (Leipzig.)", darunter „Leipzig d. EngL Ktinsl 

Anstalt". 

3001 H 2881 Zu S. 50. „Der Altenstein." „Gez. v. L. Richter", „J. Umtacfa 
Sc", „Stich u. Druck v. E. Grunewald." 

316 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1840 

3062 H 2882 Zu S. 52. „Die Bettenburg." „gez. v. L. Richter.", „Druck v. d. 
englischen Druckerei in Leipzig.", „gest. v. Payne u. Gray in Leipzig." 

3063 H 2883 Zu S. 59. „Bernek." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. A. Dwor- 
zack in Wien." 

3064 H 2884 Zu S. 60. „Culmbach." „L. Richter pinx.", H. Winkler sculps.", 
darunter „Leipzig, durch Kunst Verlag." 

3065 H 2885 Zu S. 63. „Baireuth.", darunter „Druck v. F. A. Zehl in Lpzg." 
„Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. L. Beyer." 

3066 H 2886 Zu S. 64. (stehend) „Die alte Linde bei Phantasie." „L. Rich- 
ter.", „Payne et Gray.", darunter „D. Englische Kunst-Anstalt." 

3067 H 2887 Zu S. 65. „Lichtenfels & Banz." „gez. v. L. Richter.", „ges [so !] 
v. A. H. Payne." 

3068 H 2888 Zu S. 70. „Vierzehnheiligen." „gez. v. L. Richter." „Druck v. d. 
englischen Druckerei in Leipzig.", „gest. v. Payne u. Gray in Leipzig." 

3069 H 2889 Zu S. 75. „Bamberg." „Gez. v. L. Richter.", „Druck v. A. F. Zehl 
in Leipzig.", „Gest. v. Leop. Beyer in Wien." 

3070 H 2890 Zu S. 80. „Altenburg bei Bamberg.", darunter „Druck v. Zehl 
in Leipzig." „Gest. v. L. Richter.", „Gest. v. J. J. Hinchliff." 

3071 H 2891 Zu S. 83. „Pommersfelden." „gez. v. L. Richter.", „Druck v. Zehl 
in Lpz.", „gest. v. Payne u. Gray in Leipzig." 

3072 H 2892 Zu S. 85. „Eberach." „L. Richter del.", „Payne & Gray sculp.", 
darunter „d. Engl. Kunst Anstalt in Leipzig." 

3073 H 2893 Zu S. 100. „Schloss Theres." „Gez. v. Ludw. Richter." „Gest. 
v. Lep. (so!) Beyer." 

3074 H 2894 Zu S. 101. „Schloss Mainberg." „gez. v. L. Richter.", „Druck v. 
F. A. Zehl in Lpzg.", „gest. v. S. Lacey." 

3075 H 2895 Zu S. 106. „Kloster Schwarzach." „gez. v. L. Richter.", „Druck 
v. F. A. Zehl in Lpzg.", „gest. v. S. Lacey." 

3076 H 2896 Zu S. 109. „Kitzingen." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. A. Dwor- 
zack in Wien." 

3077 H 2897 Zu S. 115. „Würzburg." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. Leop. 
Beyer." 

3078 H 2898 Zu S. 124. „Wertheim." „L. Richter pinx.", „Frommel u. Wink- 
les sculp." 

3079 H 2899 Zu S. 140. „Johannis-Kirchhof bei Nürnberg." „Gez. v. L. Rich- 
ter.", „Gest. v. Rosmäsler." 

3080 H 2900 Zu S. 141. „Veste in Nürnberg." „L. Richter del.", „Druck v. 
F. A. Zehl in Lpzg.", „H. Fincke sculp." 

317 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1840 

3081 H 2901 Zu S. 159. „Kissingen." „R. Alt del.", „H. Winkles sc", darunter 
„Leipzig, d. Kunst-Verlag." Die Zeichnung rührt von L. R. her; wieder 
mag Alt eine letzte Vorlage für den Stecher geliefert haben. 

3082 H 2902 Zu S. 163. „Das Kloster auf dem Kreuzberge, | in der hohen 
Rhön " „Gez. v. Lud. Richter.", „Gest. v. Leop. Beyer." 

3083 H 2903 Zu S. 167. „Die Salisburg" „L. Richter del.", „Payne & Gray 
sculp." 

3084 H 2904 Zu S. 176. „Streitberg." „gez. v. L. Richter.", „Druck v. Zehl in 
Lpz.", „gest. v. Payne u. Gray in Leipzig." 

3085 H 2905 Zu S. 176. „Burg Neideck." „Gez. v. L. Richter.", „Gest. v. L. 
Beyer." 

3086 H 2906 Zu S. 177. „Rabeneck." „Gez. v. L. Richter.", „Stich u. Druck 
v. E. Grünewald." 

3087 H 2907 Zu S. 182. „Pottenstein." r. „H. Winkles sculp.", darunter „d. 
Kunst Verlag." 

3088 H 2908 Zu S. 182. „Aufsees." „gez. v. L. Richter.", „Druck v. d. eng- 
lischen Druckerei in Leipzig.", „gest. v. H. Fincke." 

Dass. Leipzig, Haendel, 1846. 

„Wanderungen | durch j die Sächsische Schweiz. | 

Von | Johann Sporschil. | Mit 30 Stahlstichen. I Leipzig, 
Georg Wigand's Verlag.' 1 

Groß 8. — 228 SS. 1 Bl. — 3V 8 Thlr. : Chines. Pap 5 Thlr. 
Enthält 4 einzelne neue Blätter: 

3089 H 2909 „Meissen." „Alt pinx.", „H. Winkles, sculp.", darunter „Leipzig, 
d. Kunst-Verlag." 

3090 H 2910 „Pillnitz." „Alt pinx.", „H. Winkles sculp.", darunter „Leipzig, 
d. Kunst-Verlag." 

Auch diese beiden Blätter, die von Alt herrühren sollen, gehören 
L. R. Vielleicht hat er nur die Zeichnung nach der Natur, Alt die letzte 
Vorlage für den Stecher geliefert. 

3091 H 2911 „Prebischthor." „gez. v. L. Richter.", „gest. v. J J. Hinchliff.", 
darunter „Leipzig, d. Engl. Kunst-Anstalt." 

3092 H 2912 (stehend) „Der Amselfall." „gez. v. L. Richter.", „gest. v. J J. 
Hinchliff.", darunter „Leipzig, d. Engl. Kunst-Anstalt." 

Die übrigen 26 Stahlstiche enthalten in »Sächsische Schweiz von A. Tromlitz," 1837. 

Dass. Leipzig, Haendel, 1847. — Die 4 neuen Blätter enthält auch der Auszug -Leipzig, 
Meissen, Dresden | und | die sächsische Schweiz. | Ein Wegweiser und Führer | auf den 
Schlachtfeldern von Leipzig und Dresden, zu den i Merkwürdigkeiten und Kunstschätzen 
der obgenannten | Städte und durch die reizendsten Oegenden Sachsens. | Von | Johann 
Sporschil. ' Mit 15 Stahlstichen I Leipzig, I Verlag von Georg Wigand - 

318 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1841 

1841. 

„Wanderungen | durch das j Riesengebirge | und 
die | Grafschaft Glatz. | Von | H. Herlosssohn. | Mit 30 
Stahlstichen. | Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." Das | 
malerische und romantische | Deutschland", Sektion VI. 

Lex. 8. — 244 SS. 2 Bl. — 3V 3 Thlr. 

Enthält 30 einzelne Blätter. Irrig bringt Hoff nur 29 Blätter in An- 
rechnung, obgleich er selbst den Irrtum berichtigt, als wenn Nr. 3114 
nicht von L. Richter herrührte. 

3093 H 2913 Zum Titel. „Marktplatz zu Breslau." „L. Richter del." „A. H. 
Payne sculp." 

3094 H 2914 Zu S. 20. „Breslau." „L. Richter del." „A. H. Payne sculp." 

3095 H 2915 Zu S. 42. „Der Zobtenberg." „Gez. v. L. Richter." „Grunewald 
& Cooke", darunter „Grünewald impr. Darmstadt." 

3096 H 2916 Zu S. 59. „Der Großvaterstuhl", „L. Richter del." „A. H. Payne 
scul." 

3097 H 2917 Zu S. 61. „Nachod." „L. Richter del." „A. H. Payne sculp." 

3098 H 2918 Zu S. 65. „Einsiedelei bei Reinerz." „gez. v. L. Richter." „gest. 
v. W. Witthöft Dresd.", in der Mitte „Druck v. Zehl in Lpz." Stehende 
Ansicht. 

3099 H 2919 Zu S. 71. „Wasserfall in Adersbach." „L. Richter del." „A. H. 
Payne sculp." Stehende Ansicht. 

3100 H 2920 Zu S. 76. „Das Hornschloß." „L. Richter del." „W. C. Wrank- 
more sculpt." 

3101 H 2921 Zu S. 79. „Die Kiensburg." „Gez. v. L. Richter." „Gest. v. 
Grünewald & Cooke". 

3102 H 2922 Zu S. 82. „Fürstenstein." „Gez. v. L. Richter", „Gest. v. Grüne- 
wald & Cooke". 

3103 H 2923 Zu S. 86. „Die Friesensteine." „L. Richter del." „A. H. Payne 
sculp." 

3104 H 2924 Zu S. 89. „Der Kynast.« „L. Richter del." „A. H. Payne sculp." 
Stehende Ansicht. 

3105 H 2925 Zu S. 95. „Der Kochelfall." „gez. v. L. Richter.", in der Mitte 
„I. J. Hinchliff", r. „Druck v. Zehl in Lpz." Stehende Ansicht. 

3106 H 2926 Zu S. 98. „Der Zackenfall." Beischriften genau wie bei der 
vorigen Nummer. Stehende Ansicht. 

3107 H 2927 Zu S. 107. „Der Elbfall." „Gez. v. L. Richter." „Gest. v. Grüne- 
wald & Cooke". Unter dem Titel „E. Grünewald impr. Darmstadt." 
Stehende Ansicht. 

319 



11 B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1841/44 

3108 H 2928 Zu S. 108. „Die Schneegruben", „gez. v. L. Richter." „gest. v. 
W. Witthöft Dresd." 

3109 H 2929 Zu S. 118. „Die Schneekoppe". „Gez. v. L. Richter." „Grüne- 
wald & Cooke in Darmstadt", darunter „E. Grünewald impr." 

3110 H 2930 Zu S. 120. „Der grosse Teich". „Gez. v. L. Richter." „Gest. v. 
Grünewald & Cooke", darunter „E. Grünewald impr. Darmstadt". 

3111 H 2931 Zu S. 120. „Der kleine Teich". „L. Richter del." „A. H. Payne 
sculp.", darunter „Leipzig d.^Eng. Kunst-Anstalt". 

3112 H 2932 Zu S. 121. „Die Hampelbaude". „Gez. v. L. Richter." „Gest. v. 
W. Witthöfl." [so!], in der Mitte „Druck v. F. A. Zehl in Leipzig." 

3113 H 2933 Zu S. 122. „Annakapelle bei Seidorf". „L. Richter del." „W. G. 
Wrankmore sculp." 

3114 H — Zu S. 123. „Hirschberg". „L. Mayer del." „A. H. Payne scu." 
Daß auch dieses Blatt von L. R. herrührt, beweist die genau überein- 
stimmende Bleistiftskizze, die voll von L. R. gezeichnet ist. Vielleicht 
hat L. Mayer die letzte Vorlage für den Stecher geliefert. 

3115 H 2934 Zu S. 125. „Bolkeburg & Schweinhaus". „L. Richter del." „A. 
H. Payne sculp." 

3116 H 2935 Zu S. 127. „Fischbach". „Gez. v. L.Richter", „Grunewalds Cooke 
Darmstadt", darunter „E. Grünewald impr." 

3117 H 2936 Zu S. 128. „Buchberg". „L. Richter del.", „A. H. Payne sculp.' 1 

3118 H 2937 Zu S. 131. „Prag | von der Färberinsel". „L. Richter del." „A. 
H. Paine scu." 

3119 H 2938 Zu S. 148. „Die Teinkirche in Prag." „L. Richter del." „E C. 
Schmidt sc. Dresden.", stehende Ansicht. 

3120 H 2939 Zu S. 155. „Der alte Judenkirchhof in Prag." „gez. v. L. Richter." 
„gest. v. W. Witthöft. Dresd." 

3121 H 2940 Zu S. 170. „St. Procop bei Prag". „Gez. v. L. Richter", „Grüne- 
wald & Cooke", darunter „Grünewald impr. Darmstadt". 

3122 H 2941 Zu S. 194. „Karlstein". „L. Richter del." „A. H. Payne scul." 

Dass. Leipzig, Haendel, 1847. 

1844. 

„Sächsischer Volkskalender | für das Jahr 1844. 
Herausgegeben | von | Gustav Nieritz. | Mit einem Stahl- 
stiche und vielen Holzschnitten. | Preis 10 Neugroschen. 
Leipzig, | Georg Wigand's Verlag." 

>:i Thlr. 

320 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1845 

Enthält 1 einzelnes Blatt: 
3123 H 2942. „Eine Sonntagspartie.", Familie im Regen heimkehrend, „gez. 
v. L. Richter.", „gest. v. Winkles & Lehmann.", 109x81. 

Hsch. S. 45= Nr. 801, S. 46 = Nr. 834, S. 47 = Nr. 823, S. 48 = Nr. 799, S. 49 = Nr. 837, 
S. 50 = Nr. 811, S. 52 = Nr. 818, S. 53 = Nr. 827. 



1845. 

„Hermann und Dorothea", Titel s. oben S. 165 zu 
Nr. 1147. 

16«. — 1 Bl. 187 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3124 H 2943. Abschied von der Wöchnerin. „Richter gez.", „Sichling gest.", 
102x66. 

Hsch. siehe Nr. 1148. 

Das Titelbild in Stahlstich trat bei späteren Abzügen und Auflagen für das zweite In 
Holzschnitt, ,,Klio", s. Nr. 1154, ein, während der geschnittene Titel Nr. 1148 beibehalten 
wurde. 

„Nal und Damajanti. | Eine indische Geschichte, | von | 
Friedrich Rückert. | Dritte verbesserte Auflage. 

Frankfurt am Main. | Druck und Verlag von Johann David 
Sauerländer. | 1845.'- 

16". — 224 SS. 4 Bl. — geb. l»/i Thlr. 

Enthält ein Titelbild: 

3125 H 2944. „Nal & Damajanti von Friedrich Rückert". „L. Richter del.", 
„T. S. Engleheart" sc, 121x67. 

Dass. 6. Aufl. 1889. 

„Das | Vater Unser.", Titel s. oben S. 166 zu Nr. 1155 ff. 

«o. — 478 SS. 1 Bl. — li/s Thlr. ; geb. l*/ s Thlr. 

Enthält 2 einzelne Blätter: 

3126 H 2945. Titelbild „Kommet alle her zu mir usw.", „Richter gez.", „Sich- 
ling Leip. sc", 149x96. 

3127 H 2946. Titelblatt „Das | Vater | Unser." „Math. 6, 5 1| Luc 2, 5 | Leipzig. 
Bernh. Tauchnitz jun. 1845", „Richter gez.", „Sichling. Leip. sc", 145x99. 

Die Holzschnitte siehe unter Nr. 1155 ff. 

„Mährchen und Erzählungen | für | Kinder | von | 
H. C. Andersen. | Dem Dänischen nacherzählt. | Zweite 
Sammlung." Titel siehe oben S. 168. 

8«. — 2 Bl. 175 SS. - 1 Thlr. 

321 2i 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1846 



Enthält 3 Stahlstiche (nicht Radierungen) auf einzelnen Blättern: 

3128 H 2947. Die Nachtigall, Kind zeigt sie den chinesischen Hofleuten. 
„Serz, sculp. Nürnbg.", 123x85. 

3129 H 2948. Die hässliche Ente, Alte am Ofen, Huhn und Katze schelten 
das Entlein. „Stahlstich v. G. Serz in Nürnberg.", 120x80. 

3130 H 2949. Die wilden Schwäne; der Prinz findet die Schwester in 
der Höhle, „Stahlstich von Q. Serz in Nürnberg.", 120x80. 

Holzschnitt siehe unter Nr. 1177. 

Dass. „Zweite Auflage", 1846, ferner unter dem Titel „Sämmtliche Mährchen für Kinder. 
Dem Dänischen nacherzählt. 4 Thle. in 1 Bde. 16. Mit dem Portr. des Verfassers in 
Stahlst, u. Illustr. nach Originalzeichnungen v. Osterwald, L. Richter u. L. Löffler." Ebds. 
1855/56. Die 5. Auflage 1859 bringt die beiden ersten Bilder als Holzschnitte, s. unter 
II A 3, während das dritte fortfällt. 



1846. 

„Lalla Rukh. | Ein Gedicht | von | Thomas Moore. 
Deutsch von Theodor Oelckers. | Dritte durchgesehene 
Ausgabe. | Leipzig, | Verlag von Bernh. Tauchnitz jun. 
1846." 

168. _ i Bl. 240 SS. — geb. Itys Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3131 H 2950. „Lalla Rukh.", „L. Richter gez.", „L. Sichling gest.", 102x64. 

„Die | heiligen drei Könige. | Eine | Doppelgeschichte 
für die Jugend und deren Freunde | von [ Gustav Nieritz. 
Zweite Erzählung. | Erste Auflage. | Leipzig, 1846. Verlag 
von Gustav Mayer." 

8°. — 1 Bl. 124 SS. — 10 Sgr. 

Enthält ein Titelbild: 

3132 H 2951. „Die heiligen drei Könige mit ihrem Stern Sie essen sie trinken 
und bezahlen nicht gem.", nach dem 1845 in Holzschnitt erschienenen 
Bild 1846 auf Kupfer übertragen, siehe Nr. 1174; 117x92. 

„Gedichte | von Friedrich Rückert. | Auswahl des 
Verfassers. Erster Theil. Frankfurt am Main. J.D.Sauer- 
länder's Verlag. | 1846." 

16«. - VIII, 372 SS. — 2 Thlr., geb. 3 Thlr 
Enthält 1 Titelbild: 

3133 H 2952. „Gedichte j von \ Rückert", „O süsse Mutter l u ,C Richter dd.« 

(irrtümlich statt „L. Richter"), „Ch. Hoffmeister sculpt.", 11<> 

322 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1846/47 

Dasselbe „Zweiter TheiS." 

160. _ VIII, 352 SS. 3 Bl. — 

Enthält 1 Titelbild: 

3134 H 2953. „Gedichte von Rückert", „Liebesfrühling. III. 20", „C. Richter 
del." (irrig statt „L. Richter"), „Ch. Hoffmeister sculpt", 116x64. 

Mit der vorigen Nummer auf einer Platte. 

Miniatur- Ausgabe mit Neustich von A. Neumann: „Friedrich Rückert's Liebesfrühling." 
8. Auflage ebds. 1872, 9. 1874, 10. 1876, 12. 1883. — Das Bild ist auch für die Restauflage 
der Einzelausgabe des Liebesfrühlings von 1844 verwendet worden. 

Beide Bände 13. Aufl. 1864. 

„Erzählungen | von | Karl Stöber. | Gesammt-Aus- 
gabe | mit Zeichnungen nach Professor Ludwig Richter. | 
Zweite Auflage. | Erster Band. | Dresden, | Verlag von 
Justus Naumann, | 1846." 

Gr. 8«. — VI SS. 1 Bl. 287 SS. - 1 Thlr. 

Enthält 6 einzelne Blätter: 

1) 2 nach neuen Zeichnungen: 

3135 H 2954. Dürrenstein, der Doctor prüft das Uringlas, „S. 142.", 121x89. 

3136 H 2955. Der Tag auf dem Wege, Uneinigkeit beim Kartenspie!, 
„S. 264.", 129x82. 

2) 4 nach den Steindrucken, s. Nr. 3308 und weiter, 1846 auf Kupfer 
übertragen : 

3137 H 2956. Der Tag im Walde, „S. 8.", Siehe Nr. 3308, 130x91. 

3138 H 2957. Der Schneider von Gastein, „S. 46." Siehe Nr.3311, 130x90. 

3139 H 2958. Wessen Licht brennt länger! „S. 100.", Siehe Nr. 3309 
und 3580, 139x98. 

3140 H 2959. Die Tischreden. „S. 214.", Siehe Nr. 3310, 131x89. 

Die Blätter sind z. T. von Karst radiert. 



1847. 

„Payne's Universum, | or | Pictorial World: | being a 
collection of | Engravings of Views in all Countries, | por- 
traits of great men, and specimens of works of art, of all j 
ages and of every character. | Edited by Charles Edwards. | 
Vol. III. | London: | E. T. Brain and Co., 88, Fleet Street." 
Preface unterzeichnet: „London, October l st , 1847." 

Enthält ein einzelnes Blatt, Stahlstich Nr. 44 zu S. 110: 
3141 H — „The Daughter ofthe Regiment." „L.Richter del.", „A.H.Payne sc." 
Adresse unten: „London, E. T. Brain & Co. 88. Fleet Street." Aus dem 

323 21 * 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1847/48 

begleitenden Aufsatz ist zu schließen, daß das Bild Jenny Lind als 
Regimentstochter darstellt, militärisch grüßend, r. im Hintergrund Wirts- 
haus mit zwei Soldaten. 179x130. 

„Gedichte | von | Adelbert von Chamisso. j Neunte 
Auflage. | Leipzig, Weidmann'sche Buchhandlung. 1847." 

160. _ VIII, 616 SS. — 3 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3142 H 2960. „Chamisso Gedichte." „L. Richter gez.", „C.Geyer gest. Leipz.", 
106x62. 

Dass. II. Aufl. 1850, 14. 1855, 16. 1858. 

Torquato Tasso's | Befreites Jerusalem übersetzt 
von J. D. Ories. | Siebente Auflage. | Leipzig, i Weid- 
mann'sche Buchhandlung. | 1847." 

16». - 2 Bl. 498 SS. 1 Bl. — geb. VU Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3143 H 2961. „DAS BEFREITE JERUSALEM." „T. TASSO", „J.D.GRIES." 
„L. Richter gez.", „C. Geyer gest.", 108x60. 



1848. 

„Gedichte j von | C. Dräxler-Manfred. Dritte durchaus 
verbesserte und vermehrte Auflage. | Frankfurt a. M. j J. D. 
Sauerländers Verlag. | 1848." 

160. — 2 Bl. 347 SS. — geb. 1 Thlr. 20 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3144 H 2962. „GEDICHTE von |DräxlerManfred",„L.Richterdel.",„S.166.", 
„Ch. Hoffmeister sc", „FRANKFURT a M. J. D. SAUERLÄNDER." 
112x67. 

„Erzählungen | von | Carl Stöber", Titel s. oben zu 
Nr. 3135 ff. „Zweiter Band. Dresden, | Verlag von Justus 
Naumann. | 1848." 

Gr. 80. - IV, 291 SS. 1 S. Anz. - 1 Thlr. 

Enthält 6 einzelne Blätter: 

1) 5 nach den Steindrucken 1848 auf Kupfer übertrafen: 

3145 H 2963. Die Schlüsseljungfrau, „S. 110.", 137x91. Siehe Nr. 3314. 
:J14<» H 2964. Der Tag im Graben. „S. 50.", 129x90. Siehe Nr. 3315. 

324 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1849 

3147 H 2965. Ein Bruchstück aus einer Reisebeschreibung, „S. 89.", 
145x100. Siehe Nr. 3316. 

3148 H 2966. Andrea. „E S i", „S. 156.", 123x89. Siehe Nr. 3317. 

3149 H 2967. Noch Etwas aus einer Reichsstadt, „L. R.", „S. 270", 
128x93. Siehe Nr. 3318. 

2) 1 vergrößerte Darstellung des Steindrucks aus „Der Kuchen- 
michel", 1848 auf Kupfer übertragen: 

3150 H 2968. Die Küche, „S. 207.", 127x93. Siehe Nr. 3402. 

Die Blätter sind zum Teil von Karst radiert. 

Von den Erzählungen erschien auch eine „Volksausgabe", als zweite Auflage bezeichnet, 
in vielen Lieferungen mit je einem Titelbild. Ferner: «Der Tag im Graben | und andere 
Erzählungen | von | Karl Stöber. | Mit einem Titelbilde von L. Richter [Nr. 3145.] | Leip- 
zig, | Verlag von Justus Naumann." 112 Seiten, ohne Jahr. 



1849. 

„Dante Alighieri's | Göttliche Comoedie. j Metrisch 
übertragen | und | mit kritischen und historischen Erläu- 
terungen | versehen | von | Philalethes. | Dritter Theil. | 
Das Paradies. | Nebst [ einem Titelkupfer von E. Bende- 
mann, einer Umschlagskizze von L. Richter, einem | Grund- 
riss von Florenz, einer Darstellung des Sitzes der Seligen 
und | einer Karte. | Dresden und Leipzig, | Arnoldische Buch- 
handlung. | 1849." 

Or. 4». — X, 440 SS. — brosch. 7 Thlr. 20 Or. 

Enthält eine Radierung auf dem Umschlag: 

3151 H 2969. „Dante's Paradies". Walde sc, 258x183. 

„Sächsischer Volkskalender auf das Jahr 1849.'* 
Titel siehe S. 193. 

Enthält 2 einzelne Blätter: 

3152 H 2970. „Die blinde Grossmutter." „O du liebes Oefchen!", „O Ufer", 
127x81. 

3153 H 2971. „Das Vesperbrod." „Nach einer Originalzeich:umg v. L. Rich- 
ter.", „H(am)B", 141x86. 

Die Holzschnitte siehe Nr. 1549—1551. 



325 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1850 

1850. 

„Gedichte | von | E.M.Arndt. | Neue Auswahl. | Leip- 
zig, j Weidmann'sche Buchhandlung. 1850." 

16». — VI, 314 SS. — geb. 2' U Thlr. 
Enthält 1 Titelbild: 

3154 H 2972. „Arndts Gedichte." „Es lebe alte deutsche Treue Es lebe 
deutscher Glaube hoch!", „L Richter gez.", „C. Geyer, gest.", 110x65. 

„Pfaff vom Kahlenberg. j Ein ländliches Gedicht 
von ] Anastasius Grün, j Leipzig, | Weidmannsche Buch- 
handlung, j 1850." 

160. — 272 SS. — geb. 2>/ 4 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3155 H 2973. „Pfaff von Kahlenberg". „L.Richter gez.", „Adr. Schleich gest.", 
107x63. 

Eine Schmal-Octav-Ausgabe mit genau gleichem Titel, in größerem Druck, hat das 
Bild nicht. 

„Shakespeare's dramatische Werke übersetzt von 
August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck. Erster 
Band. | (Inhaltsverzeichniss.) | Berlin. \ Druck und Verlag 
von G. Reimer. | 1850." 

12 Bde. 16. je «,'s Thlr. = 4 Thlr. — I. Bd.: 1 Bl. 333 SS. 
Enthält 1 Titelbild: 

3156 H 2974. „König Richard 11." „L. Richter del." „H. Sagen sc", 109x66. 

Aus dem Blatte ist die Rückenverzierung in Golddruck auf dem Originaleinband von 
Bd. 3. 4 der Ausgabe 1871/73 gewonnen. 

Die Blätter zu Shakespeare erschienen auch gesondert unter dem Titel .Shakespeares 
dramatische Werke in Stahlstichen", 1.— 3. Lieferung. Sie waren je zwei auf einer Platte 
gestochen ; späte Abdrucke in 6 Blättern von den unzerschnittenen Platten wurden in den 
Handel gebracht. Alle Blätter haben rechteckige Einfassungslinien. Die Holzschnitte des 
Umschlags siehe Nr. 1686—1688. 

Dasselbe „Zweiter Band." 

16«. — 368 SS. — «; 8 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3157 H 2975. „KÖNIG HEINRICH IV MTheil. 1. Auf/. II Scene", .1 Richter 
del.", „H. Sagert sc", 100x68. 

Aus dem Blatte ist die Rückenverzicrung in Golddruck auf dem Originalrinband \on 
Bd. 1. 2 der Ausgabe von 1871,71 gewonnen. 

32ö 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1850 

Dasselbe „Dritter Band." 

160. — 419 SS. — Va Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3158 H 2976. „KOENIG RICHARD • III • A -V- S. III.« „L. Richter del.", 
„Sagert sc." 112x65, neue Platte „W. Overbeck. sc." 

Die ersten Stahlplatten der Bilder zum dritten, fünften, siebenten und achten Band 
mußten, da sie nur wenige gute Abdrücke hielten, verworfen werden und wurden von 
W. Overbeck neu gestochen. Nur zu Bd. VII und VIII merkt dies Hoff an. Die Sonder- 
ausgabe der Blätter bringt alle von der ersten Platte; in der Buchausgabe finden sich 
Abdrücke der beiden Platten in verschiedener Mischung. 

Dasselbe „Vierter Band." 

160. _ 344 SS. — Va Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3159 H 2977. „EIN SOMMERNACHTSTRAUM", „L.Richter del.", „W. Over- 
beck. sc", 112x65. 

Frühere Abzüge des Bandes bringen statt dieses Blattes „Romeo und Julia", „Burger 
del.", »Sagert sc." Der zu den Umschlagzeichnungen (S. 202) angezogene Brief an Reimer 
zeigt, daß Unpäßlichkeit den Meister an rechtzeitiger Ablieferung der versprochenen Zeich- 
nungen gehindert hat. Man wird deshalb genötigt gewesen sein, bei Bd. IV und VI Lücken- 
büßer einzuschieben. 

Dasselbe „Fünfter Band." 

16. - 306 SS. — »'s Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3160 H 2978. „Der Sturm." „L. Richter del.", „H. Sagert sc", neue Platte 
„W. Overbeck. sc." 

Der sechste Band enthält kein Bild nach L. R. 

„Deutscher Volkskalender auf das Jahr 1850." Titel 
siehe S. 202. 

160. _ 20 Bl. 112 SS. 8 Bl. — »/s Thlr. 

Enthält 4 einzelne Blätter: 

3161 H 2979. „Wohl dem, der ein tugendsam Weib hat usw." Langer rad. 
120x70. 

Die Teilwiederholung von Hermann Walde siehe Nr. 2987. 

3162 H 2980. „Eine für Alle!" (unten), „O Ufer. 49." 122x78. 

3163 H 2981. „O Haderlump, lieber Haderlump mein, usw." „L. R.", Langer 
rad. 120x74. 

3164 H 2982. „Ei jagt mir doch die Spatzen fort." „L. R.", „O Ufer." 125x75. 

Die vier Bilder erschienen auch gesondert in Vorzugsdrucken mit breitem Rande unter dem 
Titel: „Vier | ausgeführte Radiiungen | nach Zeichnungen | von | Ludwig Richter. | (Inhalts- 
verzeichnisse | Leipzig, | Verlag von Georg Wigand." (Später Leipzig, Schlicke.) Abdrücke 
auf chin. Papier vor den Texten darunter und dem „L. R." auf 3163, dagegen auf 3162 
„Eine für Alle!" nach des Meisters Handschrift über dem Bilde. — 

Die Holzschnitte siehe Nr. 1683-1685. 

327 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1851 

1851. 

„Conrad. | Eine Gabe für Confirmanden. | Von Wil- 
helm Lohe, | luth. Pfarrer. | (Hier folgt Ps. 143, 10.) | Zweite, 
vermehrte Auflage, | mit einem Widmungsblatt. \ Leipzig 
& Dresden: | Verlag von Justus Naumann. | 1851." 

8°. — geb. i/ a Thlr. 
Enthält 1 Titelbild: 

3165 H 2983. Christus zwei Knaben und zwei Mädchen segnend, 122x82. 

Bei dieser Auflage ist d. illustr. Umschlag n. n. L. R. wie bei der 1. Aufl. von 1842, 
zu Nr. 3312/13. Dass. 3. verm. Aufl. 1852, 5. verb. Aufl. gr. 16. Leipzig, Naumann, 1870. 

„Shakespeare's dramatische Werke" usw. „Sieben- 
ter Band." usw. „1851." 

16°. — 294 SS. 1 Bl. - V 8 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3166 H 2984. „Viel Lärmen um Nichts." „III Aufz." „II. Sc." „L. Richter del." 
„Ch. Hoffmeister, sculp.", neue Platte von W. Overbeck, 112x69. 

Dasselbe „Achter Band." 

160. _ 360 SS. — Vs Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3167 H 2985. „CORJOLANVS." „L. Richter del.", „Ch. Hoffmeister sculp." 
109x64, neue Platte „CORIOLANVS." von W. Overbeck, 112x64. 

Aus dem Blatte ist die Rückenverzierung in Golddruck auf dem Originaleinband von 
Bd. 7. 8 der Ausgabe von 1871/73 gewonnen. 

Dasselbe „Neunter Band." 

16». _ 332 SS. — »s Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3168 H 2986. „Das Wintermärchen." „Perdita u. Florizel." „L Richter del.", 
„W. Overbeck sc", 115x71. 

Dasselbe „Zehnter Band." 

160. _ 372 SS. - Vs Thlr 

Enthält 1 Titelbild: 

3169 H 2987. „Antonius u. Cleopatra." „L. Richter del.-. W W.< k/erbed 
112x64. 

Aus dem Blatte ist die Rückenverzierung In Golddruck auf dem Originaleinbtn I 
Kd o in ,.ie r Ausgabe von 1371 7? gewonnen. 

328 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1851 

Dasselbe „Elfter Band." 

16°. — 400 SS. — Vg Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3170 H 2988. „König Lear." „L. Richter del.", „Adr. Schleich sc." 110x66. 

Aus dem Blatte ist die Rückenverzierung in Golddruck auf dem Originaleinband von 
Bd. 11. 12 der Ausgabe von 1371/73 gewonnen. 

Dasselbe „Zwölfter Band." 

16». — 396 SS. — >'3 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3171 H 2989. „MACBETH." „L. Richter del.", „Adr. Schleich sc", 110x62. 

„Erzählungen von Karl Stöber." usw. „Dritter Band." 

„1851." 

Or. 8": — 298 SS. 1 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 6 einzelne Blätter: 

1) 1 nach einer neuen Zeichnung: 

3172 H 2990. Drei Bilder. (Noch ein Bild.), Schulkindern werden aus dem 
Baum Pfeffernüsse herabgeworfen, „L. R.", „O Ufer", „S. 243.", 127x90 

2) 5 nach den Steindrucken 1851 auf Kupfer übertragen: 

3173 H 2991. Die äusserste Hütte, „S. 110." Siehe Nr. 3321, 130x89. 

3174 H 2992. „Der Stricker.", „S. 119." „E. S. sc." Siehe Nr. 3322, 132x95. 

3175 H 2993. Das Elmthäli, ,.,S. 158." Siehe Nr. 3323, 130x89. 

3176 H 2994. Das Fräulein von Affenstein, „S. 207." „A L R". Siehe 
Nr. 3324, 141x87. 

3177 H 2995. Drei Bilder. (Erstes Bild.) „S. 221." Siehe Nr. 3325, 132x91. 

Die Bilder sind zum Teil von Karst radiert. 

Dass. Gesammtausgabe 1. und 2. Bd. 3. Aufl. 8. Ebds. 1861 und 1862. — Dass. „Volks- 
ausgabe'' in 12 Bändchen mit je einem Stahlstich als Titelblatt, wenigstens 2 Auflagen, 

0. J. — Ferner: „Die äusserste Hütte | und | andere Erzählungen | von | Karl Stöber. | Mit 
einem Titelbilde [Nr. 3173] | von L. Richter. | Leipzig, | Verlag von Justus Naumann." 
112 Seiten ohne Jahr. — Dass. Gesammtausgabe 1. und 2. Bd. 4. Aufl. 8. Ebds. 1876. 
Darin noch 4 Bilder von Karst, auf dem Titel: „Zweiter Band. | Mit 10 Bildern von 
Ludwig Richter und A. Karst." — Das 4. und 6. Bild finden sich auch in einem Rest der 

1. Aufl. als Ersatz der betreffenden Steindrucke. 

„Deutsche Volkslieder. | Gesammelt | von | Georg 
Scherer. | Leipzig, | Verlag von Gustav Mayer. | 1851." 

16«. — VI, 412 SS. — IV* Thlr.: geb. 2 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3178 H 2996. „Volks-Lieder." „L. Richter gez.", „Adr. Schleich gest.", 107x65. 

Dass. 2. (Titel-) Auflage. — Dass. 3. (Titel-) Ausg. 16». Altona, Haendcke & Lehmkuhl. 
1851. (1863.) — Dass. 3. Aufl. unter dem Titel: Jungbrunnen." l&>. Berlin, Wilh. Herz, 
1875. (Besser'sche Buchhandlung.) 

329 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1852/53 

„Gedichte | von j Theodor Graf Riesch. [Signet 
Harfe] | Leipzig: | F. A. Brockhaus. | 1851." 

120. _ i Bl. XXII, 598 SS. 2 Bl VII SS. -. 

Enthält 1 Vignette: 

3179 H — S. [I] der Notenbeilage, Schwebender Engel, Palme in der Rechten, 
Schwert in der schildbewehrten Linken, „L. Richter del.", „E.C.Schmidt sc", 
60x55. 

Die eigenhändige Radierung als Titelbild s. unter Nr. 270. 

1852. 

„Der | arme Mann im Tockenburg. Nach den Ori- 
ginalhandschriften herausgegeben von | Eduard Bülow. 
Mit einem Bilde von L. Richter. | Leipzig, 1852. Georg 
Wigand's Verlag." 

Verfasser ist Ulrich Bräcker. 

160. — X, 407 SS. — 1 Thlr.; geb. l*/ 8 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3180 H 2997. „Der j arme Mann | im | Toggenburg", „Ludw. Richter del.", 
„Adr. Schleich sc", 110x66. 

Wiederholt als Titelbild zu Nieritz' Volkskalender 1865. Anklänge daran im Golddruck 
des Original-Einbands. 



1853. 

„Das | Mutterherz j in der j deutschen Dichtung. Eine 
Festgabe für Mütter. Von Ernst Fischer. Leipzig: Fried- 
rich Brandstetter. | 1853." 

K.c. _ x, 155 SS. - 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3181 H 2998. „Das Mutterherz." „Ludw. Richter del.", „M. Lämmel sc. Leip- 
zig.", 125x77. 

2. Abdruck 1854, 3 (Titel-) Ausgabe 1861. 

„Das Breviarium der Ehe", Titel siehe S 227. 

16". — IV, 95 SS. — 22'/t Ngr. 
Enthält 1 Titelbild: 

3182 H. 2999. „Den plumpen Bären soll man schiessen USW." „L Richter 
del", „Krausse ft Eltzner sc. Leipzig.", 102x85. 

lisch :iui dem Imschlag siehe Nr 

■ nnverlndertl Auflage" (Titelauflagc) 1854 bringt in einem Teil dri 
ipfer auf chinesischem Papier 

330 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1853/54 

„Shakespeare's | dramatische Werke j übersetzt j 
von | August Wilhelm von Schlegel | und | Ludwig Tieck. j 
Neue Ausgabe in neun Bänden. ! Zweiter Band. | [In- 
halt.] | Berlin. | Druck und Verlag von Georg Reimer, j 1853." 

9 Bde. 120. _ 3 Thlr. 18 Gr. — II. Bd ; 539 SS. 

Enthält 1 Titelbild: 

3183 H 3000. „KÖNIG HEINRICH. V | V AUFZUG 1 SCENE", „L. Rich- 
ter del.", „W. Overbeck sc", 110x73. 

Titelbild Bd. I. W. der Nr. 3157. 

„Bunte Steine. | Ein Festgeschenk | von | Adalbert 
Stifter. | Erster [Zweiter] Band. | Pesth 1853. | Verlag von 
Gustav Heckenast. | Leipzig, bei Georg Wigand." 

2 Bde. 8". — 3 Bl. 268 SS.; 3 Bl. 264 SS. — 3 Thlr. 10 Or. 

Enthalten je 1 in Kupfer gestochenen Titel, in der Mitte das Bild: 

3184 H 3001. I. Bd. „Granit." „L. R.", „G" im „G sc." [Hoff S. 461 „G" im 
„C", was Conrad Geyer bedeuten könnte], 94x85. 

3185 H 3002. 2. Bd. „Bergkrystall", „pag. 82", 90x79. Moritz Laemmel sc, 
so nach eigenhändiger Unterschrift des Stechers in Bleistift auf einem 
von Franz Meyer erworbenen frühen Abdruck der Essener Sammlung. 



1854. 

„Gedichte | von | Clemens Brentano. | In neuer Aus- 
wahl. | Frankfurt am Main. | J. D. Sauerländer's Verlag. | 
1854." 

16». — VII, 548 SS. 6 Bl. - 2 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3186 H 3003. „Das Christkindlein in der Rose", „L. Richter.", „L. Sichling", 
106x63. 

„Die | Todtenschau j von | Gedeon von der Heide. 

Frankfurt am Main. ] J. D. Sauerländer's Verlag, j 1854." 

160. _ vi, 172 SS. 1 Bl. — 26 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3187 H 3004. „Der Immortellenkranz", „L.Richter del.", Sichling sc, 115x66. 

G. v. d. H. ist laut Catalog 76 von Anton Creutzer in Aachen Nr. 1172 Deckname für 
Dechant Berger. 

331 



II B2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1854/55 

„Shakespeare's dramatische Werke", Titel siehe zu 
Nr. 3183. „Vierter Band." „1854." 

120. _ 492 SS. 

Enthält 1 Titelbild: 

3188 H 3005. „Was ihr wollt.", „L. Richter del.", „W. Overbeck sc", 108x71. 

Titelbild Bd. III. W. der Nr. 3158. 

Dasselbe „Fünfter Band." „1854." 

120. _ 448 SS. 

Enthält 1 Titelbild: 

3189 H 3006. „Der Widerspänstigen Zähmung", „L. Richter del.", „W. Over- 
beck sc", 114x76. 

Titelbild Bd. VI. VII. VIII. IX. \V. der Nr. 3167. 3168. 3170. 3171. 

Die 9 Stahlstiche der „Neuen Ausgabe" erschienen ebenfalls auch gesondert in 3 Lie- 
ferungen unter dem Titel: „Shakspeare's | dramatische Werke j Stahlstiche | lste (2te, 3te| 
Lieferung. I Titelkupfer zum lsten bis 3ten [4ten bis 6ten, 7ten bis Qlen] Band. ! Berlin 
Verlag von O. Reimer. | 1855." Die Holzschnitte auf Vorder- und Rückseite des L'm- 
schlags n. n. L. R. 



1855. 

„Rheinisches | Taschenbuch | auf das Jahr 1855. 
Herausgegeben j von C. Dräxler-Manfred. Mit 8 Stahl- 
stichen. | Frankfurt am Main. | J. D. Sauerländer's Verlag." 

Or. 16o. _ LXXII, 35S SS. - 2 Thlr. 10 Gr. 

Enthält 1 einzelnes Blatt, verkleinerte Darstellung: 
3190 H 3007. „DIE UEBERFAHRT NACH DEM SCHRECKENSTEIN." 
„J. D. Sauerländer's Verlag." „gem. v. L. Richter.", „gest. v. L. Sichling.", 
102x131. 

Siehe Nr. 326. 2*86. 3232 und 3559. 

Der Stahlstich erschien etwas früher oder spätestens gleichzeitig, jedenfalls schon 1854 
— von .Erbauliches und Beschauliches" sind nach dem begleitenden Lebensabriß L. R.'s 
erst 2 Liefg. erschienen, ebenso von dem „Goethe-Album" in -Miniatur-Salon- (so auf 
dem in Stahl gestochenen Titelblatt, „Zwcdler del.- >\ '•'. tS impr .-, .Grunewald & 
Cooke sc") o. O., o. ]., o. Seitenzahlen, o. Verl. [J. D. Sauerländer], Vorwort wie aller 
Text von H. Weißmann. Diese Veröffentlichung erschien in zwanglosen Lieferungen und 
brachte 48 Stahlstiche nach Gemälden lebender Künstler, teils mit Bildnis, so I Richtet 
nach Sichling (1851), immer Besprechung des Künstlet? und kurzem Lebensabi ni Du 
Vorwott ist 1841 (42?) geschrieben, da „jetzt Cornelius nach Berlin gezogen ist' 
und dann vielleicht 1 r i Jahre oder länger fortgesetzt worden Der unvollständige Abdruck 
aus det Sammlung Karl Voll (versteigen 30.4, und 5. I. bei Emil Hirsch in München) 
befindet sich in der Lsseni/i Sammlung Die Verlagsbuchhandlung vermochte Angaben 
über d tzeltang nicht zu erteilen 

„Deutscher Volkskalender auf das Jahr 1855.", Titel 
-i he oben zu Nr. 2450 ff. 

rhlr. 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1856/58 

Enthält 4 einzelne Blätter: 

3191 H 3008. „Harmlose Freude." „Meine Mutter hat Gänse usw." „L R", 
„H(am)B", 138x97. 

3192 H 3009. „Ungebetene Gäste." „L R 1854", „H (am) B", 148x103. 

3193 H 3010. „Abendläuten." „Dirigatur, Domine, etc." „LR", „H (am) B", 
138x99. 

3194 H 3011. „Wir gratulieren", „LR. 1854.", „H (am) B", 148x111. 

Die Holzschnitte siehe Nr. 2450—52. 



1856. 

„Gottes- Blumen | aus dem | deutschen Dichtergarten. j 
Eine Festgabe | religiöser Lieder und Betrachtungen, | dar- 
geboten | von | A. Hungari. | Zweite vermehrte Auflage. | 
Erster [zweiter] Band. | Frankfurt am Main. | J. D. Sauer- 
länder's Verlag. | 1856." 

2 Bde. 16". 2 Thlr. — XXIV, 576 SS. ; XX, 576 SS. 

Enthält 2 Titelbilder: 

3195 H 3012 I. Bd. „Gottes Blumen." „„O, Himmelschlüssel sinds!"" „S.9." 
„Lud. Richter.", „J. L. Raab sc", 116x65. 

3196 H 3013 II. Bd. „Des fremden Kindes | heil'ger Christ." „Rükert." „Lud. 
Richter.", „J. L. Raab sc", 107x71. 

L. R. an Ed. Cichorius: «nach einer Skizze von mir von Peschel gezeichnet." 
3. Aufl. beider Bände mit den Stichen 1867. 

1857. 

„Undine. j Eine Erzählung | von | Friedrich Baron de 
ia Motte Fouque. | Zehnte Auflage. | Berlin, | Ferd. Dümm- 
ler's Verlagsbuchhandlung. | 1857." 

16». — 2 Bl. 164 SS. 2 Bl. — 1 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3197 H 3014. „Undine.", „L. Richter del.", „Ch. Hoffmeister sc", 111x67. 

13. Aufl. Ferd. Dümmler's Verlagsbuchhandlung (Harrwitz und Gossmann) 1864. 

1858. 

„Die Spinnstube, ein Volksbuch für das Jahr 1858.", 
Titel siehe zu Nr. 1461 ff. 

8°. - IV SS. 8 Bl. 230 SS. — »fa Thlr. 

333 



II B 2 Radierungen und Stiche nach dem Meister. Bücher. 1860/69 

Enthält 1 einzelnes Blatt: 
3198 H 3015. „„Thomaschen."" „Ludw. Richter.", „J. L. Raab sc", 122x84. 

Die Holzschnitte siehe Nr. 2602—2652. 



1860. 

Dasselbe „für das Jahr 1860.", Titel siehe zu Nr. 1461 ff. 

8«. — IV SS. 8 Bl. 224 SS. — 5 /i» Thlr. 

Enthält 1 einzelnes Blatt: 
3199 H 3016. „Jörjakob." „Lud. Richter.", „J. L. Raab sc", 146x96. 

Die Holzschnitte siehe Nr. 2745—2784. 



1869. 

„Georg Scherer's illustrirtes Deutsches Kinderbuch.", 
„Zweiter Band." „186Q." Den vollen Titel siehe zu 
Nr. 2863 ff. 

40. — 1 Bl. 204 SS. 4 Bl. Anz. — geb. 2 Thlr. 

Enthält 1 einzelnes Blatt: 

3200 H 3017. „Die verirrten Kinder." „Ludwig Richter gez.", „L. Friedrich 
gest.", 160x110. 

Die Holzschnitte siehe Nr. 2S63— 2882. 



334 



C STEINDRUCKE NACH 
DEM MEISTER. 

1, FOLGEN UND EINZELNE BLÄTTER. 

Etwa 1818. 
3201 H — „Rüdesheim unweit Bingen am Rhein Vue de Rudesheim, 
pres de Bingen sur le Rhin." 1. „gez. v. L. Richter.", r. „Steindruck von 
C. Meinhold.", in der Mitte „bei A. Lawrence in Dresden." 

Umrisszeichnung, zum Kolorieren bestimmt, 339x474. (Essen, schwarz 
und koloriert.) 

(3202 H — ) „Braubach am Rhein und die Marksburg." So oder ähnlich 
der Titel eines Steindrucks, bezeichnet mit dem Namen L. Richters, 
den ich einmal in Dresden gesehen und als Seitenstück zu Rüdes- 
heim betrachtet habe. Nähere Angaben kann ich nicht machen; Eugen 
Born versuchte vergeblich, ihn wieder aufzufinden. 

3203 H — „Ansicht der Kuhstallhöhle | in der sächs. Schweitz. || Vue de 
la Caverne dite Kuhstall | dans la Suiße Saxonne." „gez. v. L. Richter.", 
„bei A. Lawrence in Dresden." 337x474. (Essen schwarz, Eugen Born 
koloriert.) 

3204 H — „Ansicht des Prebischthores | in der sächs. Schweitz. || Vue 
du Rocher dit Prebischthor | dans la Suiße Saxonne." „gez. v. L. Richter.", 
„bei A. Lawrence in Dresden." 342x485 (Essen koloriert.) 

3205 H — „Das Thor auf Neu-Rathen ohnweit der Bastei auf der Marder- 
felle | in der sächs. Schweiz. || La Porte de Neu-Rathen pas loin de la 
Bastei | dans la Suisse Saxonne." L. „gez. v. L. Richter.", in der Mitte 
„bei A. Lawrence in Dresden." Wasserzeichen im Papier „J Whatman 
1813.", 366x475. 

335 



II C 1 Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. Nach 1820/34 

Nach 1820. 

3206 H — „Wasserfall bei Langhennersdorf.", Steindruck genau nach 
Nr. 65 (Hoff 36) unter Nachahmung selbst der Manier der Radierung, 
in Originalgröße. Dem Jäger ist ein Hund beigegeben, die Luft ist 
hinzugefügt. L. ist die Zeichnung um etwa 1 cm, r. um ein geringes 
erweitert. Den Abschluß bildet eine dicke Linie. 156x118. (Eugen 
Born). 

3207 H — „Die Kuhstallhöhle in der sächs. Schweiz.", I. unter der 
inneren Umrahmung „Gedruckt in der Gärtnerschen Steindruckerei.", 
r. „Joh. Franke lithogr." Steindruck genau nach Nr. 51 (Hoff 22). 
100x154, mit der doppelten Umrahmung 119x171. (Eugen Born). 

Erschien als Beilage zu „Dresdner Stadt- und Landbote. Dresden 183!." 

3208 H — „Kriebstein gegenüber Ehrenberg. Verlag der Wochen- 
blatts-Expedition zu Rochlitz.", 1. „Lith. v. H. O. Hermann in Grimma", 
r. „Ged. in dem Lithogr. Institut v R. Weber Lpzg." Steindruck genau 
nach Nr. 81 (Hoff 52), mit ganz geringen Abweichungen. So sind r. 
nur 2 Pferde im Wasser, und auf der Wiese auf dem Berge im Hinter- 
grunde weidet Vieh. 255x360. (Eugen Born). 

Das Blatt stammt aus den vierziger Jahren. 



1829. 

3209 H — „Ansicht des MeissnerSchlosses gegen Morgen." 

Im Vordergrund ein Hirte, die Schafe vor, der Hund hinter 
ihm. Bez. u. 1. „Ludwig Richter del.", r. „J. Steinmetz lithogr." 
Unter dem Titel 1. „Zu den Sächs. Provinzialblättern, 1829.", 
r. „Steindruck v. C. F. Klinkicht Buchdrucker in Meissen." 
154x204. 

1832 — 34. 

„Neue Bildergallerie für die Jugend. V.Band. 

Enthaltend über 100, durch 12 Bogen Text erläuterte Dar- 
stellungen aus der Geographie, Geschichte, Naturgeschichte, 
u.a. Merkwürdigkeiten, in 12 Heften mit Umschlag. Gotha, 
C. HellfaruV Steindruckerei." (1832). 

Es handelt sich um sorgfältige Nachzeichnungen in Originalgröße; 
die Luft ist überall hinzugefügt. Alle messen 128x166 mm, mit ganz 
geringem Spielraum. Unten in der Mitte tragen sie den Namen der 

336 



HCl Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1833/40 

Ansicht in stehender Antiqua; davor eine laufende hohe Ziffer, liegend 
arabisch; oben r. eine laufende niedrigere Ziffer; 2 Blätter haben 1. u. noch 
eine dritte Zählung nach Band (V. VII) und Heft. Die untere hohe Ziffer 
ist die laufende für das ganze Werk, die obere niedrige die für den 
einzelnen Band. Alle Blätter umschließt eine dünne Randlinie, um die 
sich in 0.5 bis 1 mm Entfernung eine dickere legt; die oben gegebenen 
Maße schließen diese ein. Die Blätter sind hier nach der Nummer der 
Vorlage geordnet; die untere höhere Nummer ist vorangestellt. 

3210 H — „540. Die Ruine von Stolpen." „VB11H." „93." = Nr. 99 (Hoff 70). 
(Dr. Martin, Freiburg). 

Dass. VI. Band. (1833). 

3211 H — „607. Feste Königstein." „49.", u. 1. „Lith. v. Weydner." = Nr. 62 
(Hoff 33), schwarz und altkoloriert. (Eug. Born, Dr. Martin). 

3212 H — „633. Qnandstein, Schloss und Dorf." „75." = Nr. 84 (Hoff 55), 
trotz stark abweichender Figuren, schwarz und altkoloriert. (Eug. Born). 

3213 H — „643. Außig." „84.", u. r. „Karst." = Nr. 68 (Hoff 39), schwarz und 
altkoloriert. (Eug. Born). 

3214 H — „644. Kriebstein." „85.", u. r. „Karst lith." = Nr. 81 (Hoff 52), 
schwarz und altkoloriert. (Eugen Born). 

Dass. VII. Band. (1834). 

3215 H — „674. Hohenstein." „4.", u. r. „Dröße" = Nr. 43 (Hoff 14). (Eugen 
Born). 

3216 H — „702. Freiberg." „28.", u. 1. „VII. B. 4.s H.", r. „Dröße" = Nr. 77 
(Hoff 48). (Eugen Born). 

Die Möglichkeit, daß es von dieser Folge noch mehr Blätter nach L. R. gibt, muß 
offen bleiben. — Eine Anzahl Tierbilder sind mit ,, Richter." bezeichnet, was mit Wahr- 
scheinlichkeit auf den Vater ,,C. A. Richter" geht. Man darf darin einen Beweis sehen, 
daß es sich nicht um Nachdruck, sondern um rechtmäßige Wiedergabe handelt. 



Etwa 1840. 

3217 H — Schloss Zinsendorf. Benannt nach der in Bleistift beigefügten 
Aufschrift; Abzüge mit dem Namen der Ansicht sind mir nicht bekannt 
geworden. Links im Vordergrund zwei zahme Reiher auf dem Rasen- 
platz vor dem rechts liegenden Schloß. 

Steindruck mit braunem Ton, 1. „N. d. Natur gez. v. Professor L. Rich- 
ter.", r. „Lith. v. J. Riedel.", in der Mitte „Druck v. J. Braunsdorf, Dres- 
den." Tonplatte innerhalb der Umrahmung 206x337. (Eugen Born 
besitzt einen handkolorierten Abzug). 

337 22 



II C 1 Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1844/45 

Folge von Nachbildungen nach Nr. 30—99 (Hoff 

1—70). 

Die Blätter sind nur mit dem Namen der Ansicht in liegender latei- 
nischer Schreibschrift bezeichnet, auch ohne Nummer. Es handelt sich 
um genaue, aber recht rohe und gelegentlich mißverstandene Nach- 
zeichnung in Originalgröße, nur in den Figuren finden sich kleine Ab- 
weichungen; der Bildumfang ist nach Bedarf beschnitten. Ebenso wie 
die Vorlagen sind die Bilder mit einem einfachen Randstrich abge- 
schlossen. Ebenso roh wie die Steinzeichnung ist die Kolorierung. Größe 
der Bildfläche durchgängig 94x132. 

3218 H — „Lohmen." = Nr. 34 (Hoff 5). 

3219 H — „Hohnstein." = Nr. 43 (Hoff 14). 

3220 H — „Hirmschkretschen." (so!) = Nr. 48 (Hoff 19). 

3221 H — „Lilienstein und Königstein." = Nr. 61 (Hoff 32). 

Wie handwerksmäßig gearbeitet ist, geht daraus hervor, daß trotz des Titels bei der 
Verkleinerung des Bildumfangs der Lilienstein ganz fortgefallen ist. 

Die Blätter sind im Besitz von Eugen Born, das zweite und vierte als sein Geschenk 
auch in Essen. Die Reihe ist schwerlich vollständig; sicher waren sie früher auf einem 
Blatte vereinigt. Das Blatt „Hohnstein" stand oben rechts; denn über seiner linken Hälfte 
steht, links abgeschnitten, der Titel „Sächsische Schweiz." Am ersten wird es sich um 
einen Neuruppiner Bilderbogen handeln, wohl aus den vierziger Jahren. 

1844. 

3222 H 3018. „Fest-Lied." Großquartblatt. Die Vorderseite bringt die vier 
ersten Verse von „Fest-Lied" | „Mel. Vom hoh'n Olymp usw.", um- 
geben oben, links und unten von der Randzeichnung, die mit ver- 
bundenen Stäben das Ganze einfaßt. Oben Merkur als Handlungs- 
gehilfe hinter dem Wappen (Elle und Feder gekreuzt über dem auf- 
geschlagenen Buch, I. „Gewinn", darunter „Verlust", r. „Conto", als 
Helmzier die Wage. Merkur dirigiert mit dem Fliigelstab ein Concert 
der Krämer auf Trichter, Reibe, Zubern usw. Links in der oberen Ecke 
Aufforderung zum Tanz; darunter Tanz mit Gefährdung des Kron- 
leuchters; allgemeines Anstoßen mit den Gläsern bei der Festtafel. Zu 
unterst in der 1. E. Pergamentblatt mit „Union | am 3" März | 1844." 
Dahinter Tabak rauchende Gläser, weiter r. tanzende Flaschen, Krüge 
als Kontrabaß, Fagott, Oboe. Oben und links alles von Reben umrankt; 
das vorderste Paar an der Festtafel steigt aus Rose und Sonnenblume 
auf. Bez. u. 1. „Richter inv.", r. „Williard lith." 248x197. 

Nach 1845. 

Zwei Blätter zu Musäus' Volksmärchen. 

3223 H „Ulrich mit dem Bühel." Verkleinerte schlechte Nachzeichnung 
von Nr. 3386 (Hoff 3156) ohne Tondruck, 127x70. Besitzer Eugen Born. 

338 



HCl Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1850/52 

3224 H — „Melechsala." Ebenso, im gleichen Besitz, nach Nr. 3387 (Hoff 
3157), 100x60. 

Ob und wo die Blätter verwendet wurden, ist unbekannt; vielleicht handelt es sich nur 
um Übungsarbeiten. 



Um 1850. 

3225 H — „Ehrenzeugniss | für Dienende", „Aussteller Der • • für sitt- 
liche Verbesserung der Dienenden wirkende Verein." Ein Rahmen in 
Steindruck, mit braunem Ton und ausgesparten Lichtern, legt sich um 
das Zeugnis, das in einen Vordruck einzuschreiben ist. Oben halten 
zwei Engel ein Schriftband mit dem Spruch Koloss. 3, 23, unten 1. 
„Bete", r. „Arbeite" in zwei Kränzen, dazwischen ein Eichenblattgewinde, 
mit einem Spruchbande gebunden, in der Mitte noch ein leerer Kranz. 
Bez. „L. Richter inv.", „Williard lith." 268x357- 

In Ed. Cichorius' Kollektaneen findet sich der Vermerk von L. R.'s Hand „Dresdner 
Gesindeverein, Lithogr." Richters eigenh. Entwurf zu dem Blatte kam 1854 in Dresden 
mit der Kupferstichsammlung von Johann Heinr. Christian Houpe zur Versteigerung 
{Katalog im Besitz von Eugen Born). 



1851. 

3226 H — Genovefa, Nachbildung von Nr. 264 im Gegensinn, aber nur 
etwa zwei Drittel der Radierung umfassend, 183x128. 

Erschien in „Kosmorama I oder | die Welt in | Bildern, j Fünfter Jahrgang. | Druck u. 
Verlag v. L. Oeser in Neusalza." 1851. 



Nach 1851. 

3227 H — „Hochzeitsfeier im bayrisch, Hochlande." Absichtlich falsche 
Bezeichnung für eine als Nachdruck erschienene peinlich genaue Ver- 
größerung von Nr. 298 „Der Schäfer putzte sich zum Tanz." Tondruck 
mit ausgesparten Lichtern. Bez. „Lith. v. Knäbig.", „Druck v. J. Brauns- 
dorf Dresd.", „Verlag v. A. Müller in Dresden." Tondruckplatte 378x293. 
(Essen, aus Ed. Cichorius' Besitz). 



1852. 

3228 H 3020. „Sommerlust." Das Blatt, mit Ton und leichter Angabe von 
Farbe, ist von einer reichen Einfassung umgeben. Oben auf einem 
Bande „Sommerlust.", unten: „Sumerzit-Vroide git -f- Davon suln wir 
sin gemeit -f Heinrich v. Sax." — „LR 1852.", unter der Einfassung 1. 
„Gez. v. Prof. L. Richter.", r. „Lith. v. Ch. Hahn.", in der Mitte „Gedr. 

339 22 * 



II C 1 Steindrucke nacli dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1854/56 

bei Fr. Hanfstaengl in Dresden. | Der sächsische Kunstverein seinen 
Mitgliedern für das Jahr 1852." 398x527. 

Die Zeichnung gewann Graf v. Barischnikoff in Moskau. 389[398?]x527. Ein Holz- 
schnitt nach dem Blatte scheint verunglückt und nie erschienen zu sein ; einen Abdruck 
des Stocks besitzt Essen, vgl. Nr. 653. 

Siehe Nr. 3441. 

1854. 

3229 H — Die drei Musikanten. Starke Vergrößerung von Nr. 2067; der 
Baum I. ist höher hinaufgeführt, das Schwein u. r. durch einen flie- 
ßenden Brunnen ersetzt. 192x145. 

Auf dem Titel von „Kosmorama | oder | die Welt | in Bildern. | Achter Jahrgang. | Druck 
u. Verlag v. L. Oeser in Ntusalza." 1854. 



Nach 1854. 

3230 H — „Des Schäfers Traum." Genaue, aber minderwertige Nach- 
zeichnung in gleichen Maßen von Hoff 3192, ohne Tondruck. Um die 
Zeichnung ist noch eine Doppellinie, um diese eine einfache, je in 
einigen mm Abstand, gelegt. Unter der letzteren rechts die Adresse 
„L Oeser in Neusalza." 188x134. Besitzer Eugen Born. 



1855. 

3231 H 3021. „Nach der Arbeit ist gut ruhn." Vergrößerung nach dem 
Holzschnitt 324 im Gegensinn. Unten 1. „L. Richter.", r. „F. Bach, lith." 
198x158. 

1856. 

3232 H — „Eine Kahnfahrt auf dem Garda-See." So unten die Auf- 
schrift. Genaue Wiedergabe der „Ueberfahrt am Schreckenstein" 2986 
usw., erschienen in „Kosmorama" 1856 bei L. Oeser, Neusalza. Ab- 
sichtlich falsche Bezeichnung des unerlaubten Nachdrucks, vgl. die 
„Hochzeitsfeier im bayrischen Hochlande" Nr. 3227. 144x210. 

Siehe auch Nr. 326, 3190, 3244 und 3559. 



Frühestens 1856. 

3233 H 3019. „Die Mutter am Christabend." Mit Ton und leichter An- 
gabe von Farbe. In der Kammer schmückt die Mutter für ihr schla- 
fendes Söhnchen den Christbaum. Vergrößerung des Holzschnitts 
Nr. 1735. „Dresden, Verlag von Gaber & Richter." Unten 1. „L. Richter 

340 



II C 1 Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1857 

del.", r. „Zimmermann lith.", in der Mitte „Druck von L. Zöllner." 
Darunter der erste Vers von Hebel's Gedicht. 318x258. 

Irrig weist Hoff das Blatt dem Jahre 1851 zu ; die Firma Gaber & Richter wurde erst 
1856 gegründet. 



1857. 

„Aus | Ludwig Richter's Skizzenbuch. | Landschaft- 
liche Studien und Staffagen | nach den Originalen auf Stein 
übertragen | von Woldemar Rau. | Erste Lieferung. [ [Motto 
von Goethe.] Dresden, Verlag von Gaber & Richter. | Dres- 
den, Druck von C. Heinrich." 

Quer Folio 1 '/« Thlr. ; neue Ausgabe 4V 2 Mark. 

Enthält 8 einzelne Blätter auf chines. Papier, auf dem Aufsatzblatt 
jedesmal Titel, Nummer, Verlag und Druckvermerk „Druck von J. H. 
O. Rau & Sohn." — In der neuen Ausgabe, die auf der Mappe den 
gleichen Titel führt, trägt jedes Blatt die Überschrift „Aus Ludwig 
Richters Skizzenbuch", unten r. „Verlag Meyer und Richter." 

3234 H 3022. Vor dem unter Bäumen liegenden Bauernhause führt ein Steg 
über einen Bach. Am rechten Ufer steht eine Frau mit Kindern, einem 
Hunde und einer Ziege. Sie zeigt dem Kinde auf ihrem Arm einen 
kleinen Knaben, der mit seinem Pfeifchen auf einem Weidenbaume 
am anderen Ufer sitzt. 126x201. 

3235 H 3023. Über den Steg eines Qebirgswassers schreitet ein Mönch mit 
Korb und Bündel; ihm folgt ein Knabe. Wohl ein Simplicissimus-Bild. 
127x189. 

3236 H 3024. Am Eingang zu dem unter Bäumen versteckten Gehöft sitzt 
eine Frau, ihr Kind auf dem Schoß; neben ihnen steht der Mann mit 
dem Hunde und sieht auf sie herab. 114x187. 

Siehe Nr. 1173 und 2983. 

3237 H 3025. Auf dem Berge im Gras liegt ein Mädchen, mit dem Köpf- 
chen auf den Knieen des hinter ihr sitzenden Knaben, der lustig auf 
einem Pfeifchen bläst. Traulich schmiegt sich der Spitz an ihn an. 
136x179. 

Siehe Nr. 583. 

3238 H 3026. Beim Zubereiten der Mahlzeit sitzt der Flurhüter vor seiner 
einfachen Strohhütte am Abhang einer Waldwiese, sein Hund ihm zur 
Seite. 131x189. 

3239 H 3027. Aus seiner Behausung unter der Hofmauer springt der Spitz 
der mit ihrem Kinde auf dem Arme heimkehrenden Hausfrau ent- 
gegen. 135x179. 

341 



HCl Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1858/61 

3240 H 3028. Am Ufer des mit Büschen und Schilf bewachsenen Wald- 
teichs sitzt ein Mädchen mit ihrem Hündlein. 144x215. 

3241 H 3029. Auf der Höhe, der im Tale gelegenen Mühle gegenüber, ruht 
ein Bursche mit seinem Hunde im Grase. Hinten ein Regenbogen. 
„Da drunten im tiefen Thale" usw., 4 Zeilen. 118x185. 

Dass. Dresden, Meyer & Richter, 1874. 
Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876. 



1858. 

3242 H 3030. Eintritts- Karte. Ein Fastnachtszug zieht, einen Reigen bil- 
dend, an Don Quixote vorüber. Lithographie mit leichter Angabe von 
Farbe. Auf einem Band: „Dresdener | Künstler Carneval | den 13. Fe- 
bruar 1858." „Tages Arbeit" usw. bis „Zauberwort". „Dr. Schuhu." 

Ein Teil der Abdrucke bringt auf der Rückseite eine „Notiz." mit 
allerlei Bestimmungen für die Teilnehmer an dem Feste unter „1 — 7." 
Ein Teil der für das Fest selbst bestimmten Abzüge haben einen rechts 
angehängten, abtrennbaren Abschnitt, auf dem von unten nach oben in 
Steindruck steht: „für... 

„eingeführt durch . . ." 
So in Braunschweig, Kupferstichkabinett. 

„L R", „Lith. Anst. v. Rau & Sohn." W. Rau lith. 93x145. 

3243 H 3031. „Kinder-Symphonie." Die Lithographie, mit Ton und weiß 
gehöht, ist mit einer ornamentalen Einfassung umgeben; unten auf 
einem Band „Kinder-Symphonie." 

Oben „L. R.", unten r. „L. Richter. | 1858." 

Unter der Einfassung 1. „Gez. v. L. Richter. Lith. v. A. Karst.", r. „Ver- 
vielfältigung ausschließend vorbehalten.", in der Mitte „Druck v. J. Brauns- 
dorf, Dresden.", darunter „Verlag von Gaber & Richter in Dresden." 
292x387. 

1 Thlr.; leicht koloriert 1 Thlr. 15 Gr. 

Die Originalzeichnung war im Besitze von J. Heinrich Richter, Kunsthdl. in Dresden. — 
Maße UHd Bezeichnung wie oben. 
Siehe Nr. 3538. 



1861. 

3244 H 3032. „Ueberfahrt am Schreckenstein." 

Die oberen Ecken sind durch Ranken ausgefüllt. 
Unter der Linie: „Gemalt v. L. Richter.", „Lith. Anst. v. J. G. Bach, 
Leipzig." „Verlag der Arnold'schen Buchhandlung i. Leipzig." (51 - 468. 

Siehe Nr. 326, 2986, 3190, 3232 und 355'). 

342 



HCl Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1861/86 

3245 H 3033. „Frühlingsabend." L. lauschen ein Hirt mit der Schalmei und 
sein Liebchen beim Vollmondschein auf den Vogelsang; r. davon der 
Hund, in der Mitte 5 Schafe und 2 Lämmer. Schöner Waldhintergrund. 
284x442. 



Siehe Nr. 3579. 



Nach 1861. 



3246 H — „Heimweh", 1. „L. Richter inv.", r. „H. Sandreuter fecit". Nr. 504, 
von dem bekannten Baseler Maler in Neapel gefertigte Wiedergabe in 
Steindruck, von größter Treue, in Originalgröße. 

Vielleicht der einzige Abdruck im Besitz des Sohnes, Pfarrer Karl Sandreuter in 
Langenbruck, Baselland. 

Um 1870. 

3247 H — „Speise Karte." Ein breites, von Stäben abgegrenztes Rechteck 
bildet den Kopf und schließt die eigentliche Zeichnung ein. Es ist 
oben nach innen mit dreifacher Guirlande geschmückt; auf deren End- 
und Teilpunkten stehn vier Blumensträuße mit flatternden Bändern. 
Vor einem schweren, dunklen Vorhang hantieren Kinder; I. Koch, 
Kellermeister und der Kellner, der eben einen Napfkuchen in den 
Festsaal trägt, in dem man in der Mitte durch den gelüfteten Vor- 
hang die Gäste an der Tafel sieht, während oben die Schaumwein- 
pfropfen über die Umrahmung fliegen; r. die Musik, Geiger und 
Bassist, vor ihnen ein Mädchen, „Musik" unter dem Arme, mit der 
Flöte (?). In der Mitte unter diesem Bilde, zwischen Eichenranken 
1. und r., auf einer Palette, die von andren Künstlergerätschaften um- 
rahmt ist, „Speise | Karte." Unter der Palette quillt ein untersiegeltes 
Diplom hervor. Unter dem unteren Stabe bezeichnet, 1. „L. R.", r. 
„LV." (Leopold Venus als Steinzeichner). Unter der Zeichnung in 2 
Spalten die Speisenfolge unter 1. — 8., darunter zwischen doppelter 
Strichumrahmung „Toaste sind beim Vorstand Prof. Kummer anzu- 
melden." Unter einer dritten Strichumrahmung, die die ganze Zeich- 
nung umfaßt, r. „Druck v. Rau & Sohn, Dresden." Brauner Druck, 
mit Gold gehöht, letzte Strichumrahmung 194x118, Zeichnung allein 
106x114. 

1886. 

3248 H — Ein getreues Herze wissen. Farbiger Steindruck nach 
Nr. 3448 oder deren Originalzeichnung. R. unter dem Rahmen in 
Typendruck „Ludw. Richter.", ganz unten „Lithogr. Anstalt v. C. C. 
Meinhold & Söhne, Dresden." 205x140. 

Beilage zum Sächsischen Volkskalender für 1886. 

343 



II C 1 Steindrucke nach dem Meister. Folgen und einzelne Blätter. 1895/96 



1895. 

3249 H — „Der Herr segne deinen Ausgang u. Eingang." 

Steindruck nach der Originalzeichnung zu Nr. 1172. R. u. 

Richter", ganz u. „Kunstanstalt von Wilhelm Hoffmann, 
Marschallstraße 12/24." 162x100. 

Beilage zum Sächsischen Volkskalender für 1895. 



Farbiger 
„Ludwig 
Dresden, 



1896. 

3250 H — Marthen Fleiss, Marien Glut usw. Farbiger Steindruck nach 
der Originalzeichnung zu Nr. 440, bez. „L. Richter." „1858". Unten in 
Typensatz „Kunstanstalt von Wilhelm Hoffmann, Dresden, Marschall- 
straße 12/14." 79x27. 

Beilage zum Sächsischen Volkskalender für 1896. 



344 



2. BÜCHER, 



1829. 

„Die | Stadt Meissen, | ihre Geschichte, Merkwürdig- 
keiten | und | malerische Umgegend. | Von | Paul Rein- 
hard, | König). Sachs. Cammer-Commiss.-Rath. | | | | Mit 
12. schwarzen, oder illuminirten Kupfern, und | auch ohne 
dieselben. | Meissen bei F. W. Goedsche. [ 1829. j Steindr. 
v. C. E. Klinkicht, in Meissen." 

8". — Lith. Titelbl. X, 168 SS. — 1 Thlr. 6 Gr.; illum. 2Thlr. 21 Gr.; ohne Abbild. 15 Gr. 

Enthält 7 einzelne Blätter, und zwar sind es Steindrucke, nicht, wie 
Hoff sie einordnet, Stiche, was vollends der Druckervermerk auf dem 
lith. Titelblatt beweist. 

Nach J. Fr. Hoff „Lehrjahre bei Ludwig Richter" usw., 1903, S. 107 
sind sie von des Meisters Brüdern Willibald und Julius mit der Feder 
auf Stein übertragen. 

3251 H 2816. „Meissen gegen Mittag, | von der hohen Eifer im Triebisch- 
thal.", 86x150. 

3252 H 2817. „Meissen gegen Abend.", 84x148. 

3253 H 2818. „Schloß in Meißen.", 84x148. 

3254 H 2819. „Buschbad mit dem Triebischthal.", 84x148. 

3255 H 2820. „Schloß Scharfenberg.", 84x148. 

3256 H 2821. „Die Landesschule zu St. Afra in Meissen, | gegen Mittag.", 
85x152. 

3257 H 2822. „Ansicht Stromaufwärts von der Eibbrücke in Meissen.", 85x152. 

Es gibt Abdrucke mit der Bezeichnung u. r. „Nach Ludwig Richter." 
Die Ansichten „von der Domkirche", „von dem Innern der Domkirche", „von der 
Landesschule zu St. Afra in Meissen gegen Morgen", „Innere Ansicht derselben", „von 
den Ruinen des Klosters zum heil. Kreuze" (auf dem Titel, und in einem Blatte mit der 
Bezeichnung „Steinmetz fec") n. n. L. R. 

Es gibt Abdrucke des Buches, in denen die Blätter nach Ludwig Richter zum geringeren 
oder größeren Teil durch andere ersetzt sind. Solche Ersatzblätter von fremder Hand sind: 
„Ansicht von Meissen gegen Morgen", „desgleichen gegen Abend" (andere Darstellung), 
„desgleichen (St. Afra) gegen Mittag", „Ansicht von Buschbade", „Ansicht von der 
Wackerbarthsruhe." 

345 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1832 

1832. 

„Biblische Historien, nach dem Kirchenjahre geordnet, 
mit Lehren, Liederversen und Schul-Liturgien versehen, mit 
Angabe des mit den Historien gleichlaufend zu ertheilenden 
Katechismusunterrichts, für Schüler, Lehrer und Familien- 
väter bearbeitet von Franz Ludwig Zahn, Seminar-Direktor. 
Preis: 1 Expl. 10 Gr. — 30 Expl. 9 Thlr. — 1 Expl. mit 
Bildern 16 Gr. Mors am Rhein beim Verfasser, Dresden in 
der Walther'schen Hofbuchhandlung. 1832." 

8". — 16 Or. 

Enthält unter 40 Lithographien 14 von L. Richter, in Einfassungs- 
linien, sämtlich von der gleichen Größe, 65x84, je zwei auf einem 
Blatt, je vier auf einem Stein. Auf einem Blatt vereinigt sind: Nr. 3258 
und 3259, 3261 und 3262, 3263 und 3264, 3265 und 3266; mit Arbeiten 
anderer Künstler auf je einem Blatt: Nr. 3260, 3267, 3268, 3269, 3270, 
3271. Die Titel der untenstehenden Bilder sind hier mit„u." bezeichnet. — 
L. R. schreibt an Ed. Cichorius: „Es sollen auch Holzschnitte danach 
existieren." Diese sind mir nicht bekannt; doch ist es ganz wahrschein- 
lich, daß man nach Abnutzung der Steine für weitere illustrierte Auf- 
lagen die Bilder hier wie anderwärts auf den Holzstock übertrug. 

3258 H 3034. „Das Paradies." „1, Mos. 2." „A. T. S. 6." 

3259 H 3035. u. „Die Vertreibung aus dem Paradies." ,,1, Mol". 3." 
.3200 H 3036. „Die Sündfluth." „1 Mof. 6— 9." „A. T. S. 14." 

3261 H 3037. „Der Herr erscheint Abraham." „1, Mof. 18." „A.T. S. 22." 

3262 H 3038. u. „Isaaks Opferung." „1, Mof. 22." 

3263 H 3039. „Der Durchgang durch's rothe Meer." .,2. Mos.14." „A.T. S.74." 

3264 H 3040. u. „Die Gesetzgebung." „2. M. C. 20." 

3265 H 3041. „Die Eroberung Jericho's." „Jos. 6." „A.T. S. 104." 

3266 H 3042. u. „Achan's Steinigung." „Jos. 7." 

3267 H 3043. u. „Die Taufe Jesu." „I W", „Matth. 3. Marc. 1. Luc. 3." „N.T. 
S. 26." 

3268 H 3044. u. „Jesus und die Sünderin." „Luc. 7, 36-50." „N. T. S. 4o." 

3269 H— „Golgatha." „Math. 27. Marc.15. Luc:23. Jon: 19." „N.T.S.102." 

Für L. R. gesichert durch eigenhändige Auskunft an Ed. Cichorius 

3270 H 3045. „Die Auferstehung." „Matth:28. Marc: 16. Luc: 24. Joh: 20." 

3271 H 3046. „Petrus und Johannes." „W 1" statt: „I \V", „Apoft: ! . 4." 
„N. T. S. 126." 

346 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1834 



1834. 

„Historischer Bildersaai | der Sächsischen Ge- 
schichte | für i alle Tage im Jahre | von | A. Textor. | 
Erster Band. Monat Januar und Februar. J Meifsen, | bei 
C E. Klinkicht und Sohn, i 1834." 

8». 6 Bde. je 1 Thlr. — I. Bd. 387 SS. 2 Bl. — 

Das Werk hat einen Vorläufer in: „Denkwürdigkeiten | aus | dem 
grossen Panorama der Welt und | des Menschenlebens | auf jeden Tag 
des Jahres. | Ein \ Lesebuch für alle Stände, | von | A. Texior. | Erster 
Band. Monat Januar. | Druck und Verlag von C. E. Klinkicht sen." 
„Zweiter Band. Monat Februar. | Meißen, j Druck und Verlag von C. E. 
Klinkicht und Sohn. | 1830." 12 Bände, einer für jeden Monat. März 
noch 1830, April, May | 1831, Juni, Juli, Äugst 1832, September, October, 
November 1833, December 1834. Der Epilog Bd. 12 S. 250 kündigt 
unsern Bildersaal ohne den Namen bereits an. Jeder Band bringt 4 
Steindrucke, Bd. II und IV deren 5, Bd. III 6, alle wie hier ohne Nen- 
nung des Zeichners. Die Frage läßt sich nicht abweisen, ob auch hier 
Ludwig Richter schon beteiligt ist; sichere Entscheidung wird durch 
die starke Entstellung der Vorlage beim Aufzeichnen auf den Stein 
unmöglich gemacht. Für die ersten 7 Bände scheint mir diese Frage 
immerhin unbedingt zu verneinen; vom Augustband an möchte man 
bei einigen Blättern an Ludwig Richter denken ; im November- und 
Decemberband halte ich überwiegende Beteiligung des jungen Meisters 
für wahrscheinlich. Da kein Zeugnis dafür vorliegt, nehme ich die 
Blätter nicht auf. Besitzer Eugen Born in Dresden, dem ich Hinweis 
und Einsicht verdanke. 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3272 H 3047. „Der Landgraf Albert v. Thüringen | und seine Söhne um- 
armen sich versöhnt | am Kaiserthrone.", 125x80. 

Maße überall ohne Schrift. Alle Bilder in Einfassungslinien. 

3273 H 3048. „Drei Qeissler j werden zu Sangerhau- sen verbrannt." „I. 2." 
„W. Ullrich lith." „Steindr. v. C. E. Klinkicht & Sohn, in Meissen.", 126x79. 

3274 H 3049. „Der Herzog Albert speist in der | Silbergrube St. Georg zu 
Schneeberg." „1477." auf dem Bilde, „I. 3." „W. Ullrich lith." „Steindr. 
usw.", 125x79. 

3275 H 3050. „Einwanderung protestantischer Böhmen in | Sachsen." „1.4." 
„W. Ullrich lith." „Steindr. usw.", 127x83. 

3276 H 3051. „Der Markgraf Heinrich der Erlauch- | te giebt in Nordhausen 
ein prächtiges | Turnier." „1.5." „W.Ullrich lith." „Steindr. usw.", 127x83. 

„I. 6." „Der Herzog Moritz von Sachsen wird | mit dem Kurfürsten- 
thume Sachsen | belehnt." nicht nach L. R.?" 

347 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1835 

Daß den Bildern der zweiten Hälfte von Bd. V und des ganzen Bandes VI keine Zeich- 
nungen von L. R. zu Grunde liegen, leidet keinen Zweifel. Dagegen unterscheiden sich 
die einzelnen Bilder aus Bd. I— IV, die Hoff stillschweigend L. R. abspricht, so wenig 
von den übrigen, die sämtlich durch die höchst ungeschickte Übertragung auf den Stein 
L. R. sehr entfremdet sind, daß mir die Frage, ob sie nicht dennoch auf Handzeichnungen 
von ihm zurückgehn, sehr berechtigt erscheint. Es ist schlechterdings nicht abzusehen, 
warum L. R., solange ihm die Arbeit übertragen war und er sie übernommen hatte, sie 
nicht im ganzen Umfang sollte geliefert haben. Anderseits beruhen seine Auskünfte an 
Hoff oft auf recht unsicherer Erinnerung, neben der oft der Geschmack den Ausschlag 
gab. — Erwähnt sei noch, daß von diesem Werke, wie von anderen mit Steindrucken aus- 
gestatteten, Abzüge, die alle Bilder vollzählig enthalten, selten vorkommen. 



1835. 

Dasselbe „Zweiter Band. | Monat März und April.' 4 
„1835." 

— 384 SS. — 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3277 H 3052. „Der Kurfürst Johann Friedrich stirbt." „II. 1." „W. U. lith." 
„Steindr. usw.", 126x83. 

3278 H 3053. „D. Cracau stirbt im Gefängnisse." „II. 2." „W. U. lith." „Steindr. 
usw.", 126x83. 

3279 H 3054. „Die Verfolgungen der Evangelischen un | ter Georg." „II. 3." 
„W. Ullrich lith." „Steindr. usw.", 124x81. 

3280 H 3055. „Der Beiziger Elend." „II. 4." „W. Ullrich lith." „Steindr. usw.", 
124x81. 

3281 H 3056. „Schlacht bei Mühlberg." „II. 5." „W. Ullrich lith." „Steindr. 
usw.", 122x81. 

II. 6. „Hinrichtung Wilhelm von Grumbachs." nicht nach L. R.? 

Dasselbe, „DritterBand. | Monat Mai und Juni." „1835." 

— 388 SS. — 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3282 H 3057. „Die Bauernschlacht bei Frankenhausen." „III. 2." „W. Ullrich 
lith." „Steindr. usw.", 122x80. 

3283 H 3058. „Aufruhr zu Leipzig." „III. 3." „H. Sommer lith." „Steindr. 
usw.", 125x81. 

3284- H 3059. „Sebastian von Reibisch." „III. 4." „Steindr. usw.", 126^79. 

3285 H 3060. „Die Rathsherren von Gent bitten den | Herzog Albert um 
Gnade." „IM. 5." „Steindr. usw.", 123x80. 

3286 H 3061. „Der Wangenbiss beim Scheiden." „III. 6." „H. S. lith.", 
125 <84. 

III. 1. „Luther's Entführung auf die Wartburg." Nicht nach L. R? 

348 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1836/38 

1836. 

Dasselbe, „Vierter Band. | Monat Juli und August." 
„1836." 

— 384 SS. — 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3287 H 3062. „Die Schlacht bei Sievershausen." „IV. 2." „H. Sommer, lith." 
„Steindr. usw.", 124x81. 

3288 H 3063. „Fluch und Segen aus Prie | stermunde." „IV. 3." „H.Sommer, 
lith." „Steindr. usw.", 124x86. 

3289 H 3064. „Tezel und sein Treiben." „IV. 4." „H. Sommer lith." „Steindr. 
usw.", 124x83. 

3290 H 3065. „Die Gräfin von Hessenstein rettet durch Für- | spräche die 
Stadt Annaberg." „IV. 5." „H. Sommer lith." „Steindr. usw.", 124x83. 

3291 H 3066. „Die Hussiten in Grünhayn." „IV. 6." „H. Sommer lith." 
„Steindr. usw.", 124x82. 

IV. 1. „Der Herzog Bernhard stirbt." nicht nach L. R.? 

Dasselbe, „Fünfter Band. Monat September und Oc- 
tober." „1836." 

— 384 SS. — 

Enthält 3 einzelne Blätter: 

3292 H 3067. „Tilly im Todtengräberstübchen." „V. 1." „Steindr. usw.", 
122x78. 

3293 H 3068. „Der Herzog von Sachsen, Albrecht der | Beherzte, stirbt." 
„V. 2.", 122x80. 

3294 H 3069. „Die Hussiten vor Naumburg." „V. 3.", 121x81. 

V. 4.-6. nicht nach L. R. 

Der sechste Band 1836 enthält keine Lithographien nach L. R. Der plötzliche Ab- 
bruch der Mitarbeit L. R.'s ist wohl auf seine Übersiedelung von Meißen nach Dresden 
in diesem Jahre und die bedeutend größere amtliche Arbeit dort zurückzuführen. 

1837 oder 1838. 

„Hundert | Fabeln | nach | Lafontaine | mit | hundert 
Bildern. | Leipzig | Georg Wigand." 

Gr. 8". — 200 SS. — 3','3 Thlr. 

Enthält 1 illustr. Titelblatt, Bilderrahmen um den lithographierten 
Titel: 

3295 H 3333. Darstellungen aus verschiedenen Fabeln. „L. Richter inv." 
„Steindr. v. Renner u. Kotzschau, Dresd." „J. Williard lith.", 185x104. 

349 



Ii C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1838/40 

Die Illustrationen zu den Fabeln nach J. ]. Grandville, aber in neuer Nachzeichnung 
auf Stein. 1840 erschien bei G. Wigand eine neue Ausgabe, Titel nur „Hundert Fabeln | 
mit | Hundert Bildern. | Leipzig, Georg Wigand's Verlag. | 1840." Sie gibt die Bilder nach 
den Originalcliches der französischen Ho'zstöcke, ohne L. R.'s Titelblatt. Ebenso fehlt 
dies in der Ausgabe in Klassikeriormat „Hundert Fabeln | mit | Hundert Bildern | von | 
Grandville. | Berlin. Verlag von Carl J. Kiemann." Irrig läßt Hoff nach der 2. Ausgabe 
das Bild von 1840 stammen. Es ist nach L. R.'s Brief an G. VC. vom 22. 7. 37 im Juli 
1837 in Arbeit, das Buch 1837 oder 1833 erschienen. 



1838. 

„Das Leben | unsres | Herrn Jesu Christi usw.", 
Titel siehe oben S. 137. 

Enthält 1 Blatt in Golddruck auf dem vorderen Umschlag: 
3296 H — Rahmen von Passionsblumen, in der offenen Mitte verziertes 
Kreuz mit dem Titel „DAS | LEBEN Jesu", oben segnender Christus 
auf der Weltkugel, in der Mitte r. und 1. je ein anbetender Engel, 
unten in der Mitte Maria mit dem Kinde. L. „L. Richter, inv.", r. 
„J. Williard lith.", in der Mitte „Gedr. bei Fr. Krätzschtner in Leipzig." 
205x153. 

Von L. R. an Ed. Cichorius als 1837 gezeichnet bezeugt und nach einem Briefe L. R.'s 
an Georg Wigand vom April 1837 samt der in Holzschnitt ausgeführten Randzeichnung 
— siehe S. 137 — damals in Arbeit. Hoff sind diese Blätter unbekannt geblieben. N'ach 
Aufzeichnung von Ed. Cich. ist das Kreuz, das den Titel trägt, nicht von L. R. 



1840. 

„Reineke | der | Fuchs. | Für die gebildete Jugend be- 
arbeitet. | Dritte verbesserte Auflage. | Mit neuen Kup- 
fern verschönert, nach Zeichnungen von | Professor L. Rich- 
ter | in Dresden, j Leipzig, j bei Friedrich Volckmar." 

,, Kupfer" nach altem Sprachgebrauch für ,,Bilder" ohne Rücksicht auf die Art der 
Herstellung. 

8». — 4 Bl. 272 SS. 3 Bl. — Vis Thlr. 

Enthält 11 einzelne Blätter: 

3297 H 3070. Titelbild „Reineke | der | Fuchs.", umrahmt von den beteiligten 
Tieren. 135x92. Nicht in die 4. Auflage aufgenommen. 

3298 H3071. Reineke vor Hahn Henning. Auf dem Bildstock „1440." „ALR" 
120x91. Siehe Nr. 1069. 

3299 H 3072. Braun der Bär in der Klemme. „Patzschke", 114x86. Siehe 
Nr. 1070. 

3309 H 3073. Reineke's Abschied von Frau Ermelin. „C P." verschlungen, 
115 -87. Siehe Nr. 1071. 

350 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1841/42 

3301 H 3074. Reineke auf der Leiter, bittet beichten zu dürfen. „Souvenir", 
119x92. Siehe Nr. 1072. 

3302 H 3075. Reineke begnadigt vor König Nobel. 116x88. Siehe Nr. 1073. 

3303 H 3076. Reinekes Geleit nach Malpertaus, 128x100. Nicht in die vierte 
Auflage aufgenommen. 

3304 H 3077. König Nobels Hofgelage. 128x95. Siehe Nr. 1074. 

3305 H 3078. Reinekes Besuch bei den Meerkatzen. „C P." verschlungen, 
114x85. Siehe Nr. 1075. 

3306 H 3079. Die Fabel von den Hunden, 115x86. Vergl. Nr. 1067 nach 
einer anderen Zeichnung. 

3307 H 3080. Isegrims Krankheit. „Schnee | Wasser." „Patzschke." 114x86. 
Siehe Nr. 1076. 

Über das Jahr des Erscheinens entscheidet Volckmar an O. Wigand bei Ed. Cichorius: 
,,R. hat solche 1840 gezeichnet. — Damals ließ ich sie lithographieren, doch als diese 
Auflage zu Ende war, 184243 von Kretschmar schneiden." 

Steindrucke auf der Vorder- und Rückseite des Umschlags n. n. L. R. 

Dass. ,,Neue Ausgabe mit illum. Kupfern." Ebds. 1841, geb. n. 2 Thlr. 



1841. 

„Erzählungen | von | Karl Stöber. |Gesammtausgabe j 
mit Zeichnungen nach Prof. Richter d. j. j Erster Band. ( 
Dresden, j Verlag von Justus Naumann. | 1841." 

Or. 12». _ 3 Bl. 296 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 4 einzelne Blätter: 

3308 H3081. Der Tag im Walde, Knaben, Lehrer, Invalide beim Piknik, 
„S. 70." 126x91. Siehe Nr. 3137. 

3309 H 3082. Wessen Licht brennt länger? „Ehre sei Gott in der 
Höhe usw.", S. 120.", 135x98. Siehe Nr. 3139 und 3580. 

3310 H 3083. Tischreden, Luther am Tisch des Bauern, „S. 162.", 129x90. 
Siehe Nr. 3140. 

3311 H 3084. Der Schneider von Qastein, Andacht am Kreuz auf der 
Paßhöhe, „S. 269." 128x89. Siehe Nr. 3138. 

Es gibt von den Steindrucken zu Stöbers Erzählungen kleinere Wiedergaben. 

1842. 

„Conrad. | Eine Stimme an die Neuconfirmirten. | Von | 
Wilh. Lohe, | evangel. Pfarrer. | Dresden, 1842. | Verlag 
von Justus Naumann." 

80. 

351 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1842/43 



Enthält 2 Lithographien: 
.'$.'{12 H 3085.) Auf der Vorder- und Rückseite des Umschlags je 1 Vignette. 

3313 H 3086. | Nähere Beschreibung unmöglich, da die Auflage mir nicht 
zugänglich ist. 

Dass. 2. Aufl. siehe Nr. 3165. 

„Erzählungen | von | Karl Stöber", Titel siehe zu 
Nr. 3308 ff. „Zweiter Band." „1842." 

Br. 80. — IV. 292 SS. — 1 Thlr. 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3314 H 3087. Die Schlüsseljungfrau, Mädchen am Fenster füttert die 
Tauben. „S: 11 0." 138x92. Siehe Nr. 3145. 

3315 H 3088. Der Tag im Graben, Knabe wird beim Schulausflug von 
vornehmem Paar adoptiert. „S: 50." 126x90. Siehe Nr. 3146. 

3316 H 3089. Ein Bruchstück aus einer Reisebeschreibung. „Lasset 
die Kindlein zu mir kommen j denn ihrer ist das Himmelreich." „S: 89." 
144x101. Siehe Nr. 3147. 

3317 H 3090. Andrea, Ein schlafendes Kind wird am Meeresstrand ge- 
funden, „S: 156." 122x90. Siehe Nr. 3148 und 3584. 

3318 H 3091. Noch etwas aus einer Reichsstadt, der Leineweber beim 
Bürgermeister. „S: 270." „LR", 125x90. Siehe Nr. 3149. 



1843. 

„Luthers Leben aus den Quellen erzählt von Moritz 
Meurer. | Erster Band. Dresden, | Verlag von Justus 
Naumann. | 1843. 

3 Bde. 8«. - 2 Thlr. 10 Or. — I. Bd.: VIII, 246 SS. 

Enthält 2 einzelne Blätter: 

3319 H 3092. „Luther als Currentschüler." 119x77. Siehe Nr. 2919. 

3320 H 3093. „Luther's Einzug in Leipzig." 125x84. Siehe Nr. 2927. 

Die übrigen Bilder nicht nach L. R. 

„Erzählungen | von | Karl Stöber", Titel siehe zu 
Nr. 3308 ff. „Dritter Band." „1843." 

Br. 80. - 296 SS. 2 Bl. - 1 Thlr. 

Enthält 5 einzelne Blätter: 

3321 H 3094. Die äusserste Hütte, Savoyardin segnet den Sohn beim 
Abschied, „S. 110." 127 <90. Siehe Nr. 3173. 

352 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1844 

3322 H 3095. „Der | Stricker." „O bouno | [so verschrieben] pastore usw.", 
„S. 119." 130x95. Siehe Nr. 3174. 

3323 H 3096. Das Elmthäli, Schweizer umarmt den Sohn mit der geretteten 
Fahne. „S. 158." 125x90. Siehe Nr. 3175. 

3324 H 3097. Das Fräulein von Affenstein, Maler kniet vor seinem 
Gemälde des Gekreuzigten. „S. 207.", „ALR" verschlungen. 140x88. 
Siehe Nr. 3176. 

3325 H 3098. Drei Bilder. (Erstes Bild.), Schneider auf Stelzen im Sumpf. 
„S. 221." 125x82. Siehe Nr. 3177. 

Es gibt gemischte Abzüge mit den drei letzten Bildern in den Stichen der 2. Auflage. 
Ob auch andre Mischungen vorkommen, steht dahin. 



1844. 

„BHder | und | Reime. | Reime und Bilder | für | Kinder. | 
1^ Lieferung. | Dresden, bei J. Naumann." 

2 Liefg. 8. geb. % Thlr. ; col. ä 22'/* Gr. — 1 Bl. 24 SS. 

Von diesem Hefte wurden später neue Platten hergestellt, ohne 
Unterscheidung der Auflage auf dem Titel, nach Hoff im Jahre 1848. 
Vermutlich mußte das zweite Heft in größerer Auflage abgezogen und 
für den Überschuß nun auch die Auflage des ersten erhöht werden. 
Die ersten Platten bringen auch die Reime in Steindruck, die neuen 
in Typensatz. Die Zeichnung der letzteren ist im ganzen sorgfältiger. 
Vom Titel bringt erst die zweite Lieferung eine neue Platte. Im Neu- 
druck sind die Seiten z. T. ungezählt, auch anders geordnet. Seine 
Unterschiede, auch an Bezeichnung und Maßen, sind unter „II." ver- 
merkt. 

Enthält 20 Steindrucke, 1 Titelblatt und 19 in den Text gedruckt: 

3326 H 3099. Titelblatt, s. oben. „Williard lith.", 148x104. 

3327 H 3100 S. 2. „Wenn ich ein Vöglein war usw.", „Williard lith.«, 136x98. 
Alle Maße ohne den ebenfalls lithographierten Text. 

II. Verändert, kleiner Vogel statt der Taube, keine Bezeichnung. 
132x97. 

3328 H 3101 S. 3. „Tanzliedchen", Mädel tanzt mit dem Püppchen. 65x97. 

II. 71x98. 

3329 H 3102 S. 5. „Frühlings Ankunft." 

II. Opitz lith. 95x108. 

3330 H 3103 S. 6. „Kosliedchen, Mutter mit Kind, Vögel, Eichhörnchen, 
112x103. 

II. Opitz lith. 113x104. Vgl. die eigenhändige Variante Nr. 287, die 
sicher älter ist. 



353 



23 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1844 

3331 H 3104 S. 7. Die kleinen Arbeiter, Kinder arbeiten im Garten. 
131x102. 

II. „H Williard lith." 128x102. 

3332 H 3105 S. 8o. Abendruhe 1: Hirte treibt die Schafe heim. 70x101. 

II. Opitz lith. 70x101. 

3333 H 3106 S. 8 u. Abendruhe 2: 3 betende Kinder und schlafende Vögel. 
30x85. 

II. 32x85. 

3334 H 3107 S. 9. Die Lerche und pflügender Bauer. 100x109. 

II. „H Williard f." 100x110. 

3335 H 3108 S. 10. Das Tischgebet, 91x101. 

II. Opitz lith. 91x100. 

3336 H 3109 S.U. Die Kinderspiele, Engelchen musizieren dazu. 75x100. 

II. S. 12: 75x100. 

3337 H3110 S. 12. Hündlein im Wasser. Rudolph lith. 56x100. 

II. „H. Williard lith." 58x100. 

3338 H3111 S. 14. Miesekätzchen, „Miau!" 105x100. 

II. „H. Williard lith." 104x99. 

3339 H 3112 S. 15. Der blinde Mann. Rudolph lith. 103x90. 

II. „H. W." 102x91. 

3340 H 3113 S. 16, auch 21. Lass mich in Ruh, lernendes Kind mit Kätz- 
chen. 38x67. 

II. 39x70. 

3341 H 3114 S. 19, auch 18. Sommer. Kornernte. 87x104. 

II. S. 19. Opitz lith. 87x103. 

3342 H3115 S. 20, auch 19. Der Kirchgang (Kleidung des 16. Jahrh.) 
„Williard lith." 67x98. 

II. S. 20. Opitz lith. 67x93. 

3343 H 3116 S. 21 auch 20. Herbst, Apfelschütteln, „Wilhard exe." 73x98. 

II. S. 21. Opitz lith. 72x99. 

3344 H 3117 S. 22. Winter, Mutter und Kinder in der Hütte, „Williard 
lith." 105x99. 

II. S. 2. Opitz lith. 104x99. 

'{.'545 H3118 S. 23. Der Christmarkt. „Caspar Mops aus | Chemnitz", 
„Lith. J. Williard", 121x100. 
II. Opitz lith. 122x100. 

Die übrigen nicht nach L. R. Siehe oben Nr. 26'W ff. 

354 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1844 

Dasselbe „2^ Lieferung." (Gleiche Zeichnung wie Nr. 
3317, aber neue Platte), 148x104. 

Enthält 9 in den Text gedruckte neue Steindrucke: 

3346 H 3119 S. 2. Schlitten, Knabe davon gefallen. 68x106. 

3347 H 3120 S. 3. „Kochtopf und Milchkanne." 75x99. 

3348 H 3121 S. 4. Schwan, im Gespräch mit dem Knaben. 68x99. 

3349 H 3122 S. 6. Schaf, Schafschur. 67x99. 

3350 H 3123 S. 7. „Schwein," im Gespräch mit dem Knaben. 72x99. 

3351 H 3124 S. 8. „Gärtner und Spatz." 79x102. 

3352 H 3125 S. 17. Der Laubfrosch und das Mäuschen. 54x97. 

3353 H 3126 S. 18. Der Fuchs und der Rabe. 138x100. 

3354 H 3127 S. 22. Wo ist das Brüderchen hingekommen? Kinder 
am Grabe, „Williard lith.", 144x103. 

Die Blätter sind zum Teil von Rudolph lithographiert. 
Die übrigen nicht nach L. R. — Siehe oben Nr. 2698 ff. 

„Des | Sächsischen Kapellmeisters | Joh. Gottlieb Nau- 
mann | Jugendgeschichte | in sprechenden Zügen dar- 
gestellt; j mit einer Vorrede | von | Dr. Gotthilf Heinrich 
von Schubert, | Hofrath etc. | Dresden, | bei justus Nau- 
mann. | 1844." 

120. _ 3 Bl. 125 SS. — 1/4 Thlr. 

Enthält 1 Titelbild: 
.U355 H 3128. Naumann's Abschied von seinem Vater. „Moritz- | Straße.", 
„S. 22.", Teichgräber lith. 126x84. 

„Die j Kugelformen im Mineralreiche [ und | deren 
Einfluss | auf die | Absonderungsgestalten | der Gesteine. | 
Ein Beitrag | zur geographischen Formenlehre | mit Rück- 
sicht auf Landschaftsmalerei | von | Dr. J. Roth. | Mit 8 
Steindrucktafeln. | Dresden und Leipzig, | in der Arnoldi- 
schen Buchhandlung. | 1844." 

40. — VIII, 40 SS. 8 Lith. 

Enthält 1 Abbildung nach L. R., Tafel VII Nr. 2: 
3356 H — Der Greiffenstein im Walde ohnfern Thum im sächsischen Erz- 
gebirge (laut Beschreibung S. 40), „Lith. v. R. Bürger.", „Druck v. Ed. 
Pietzsch & C2, in Dresden." 107x82. 



355 



23* 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1845 

1845. 

„Der | Neue Kinderfreund. | Herausgegeben | von | 
Hermann Kletke. | Mit 10 Zeichnungen von L Richter 
und vielen Vignetten. | Zweiter Theil. I [Signet.] | Berlin. | 
Verlag von Alexander Duncker, | Königl. Hofbuchhändler." 

VI, 474 SS. 

Auch unter dem Sondertitel: 

„Deutscher Kinderschatz. Lieder, Märchen, Spiele, Räthsel, Er- 
zählungen, dramatische Sprüchwörter, Sprüche, Parabeln, Darstellungen 
aus der Natur- und Menschenwelt, Geschichte merkwürdiger Erfin- 
dungen, Begebenheiten und Personen, Züge aus dem Leben des Er- 
lösers. Zur Unterhaltung und Belehrung für die Jugend, herausgegeben 
von Hermann Kletke. Mit 10 Zeichnungen von L. Richter und vielen 
Vignetten. Berlin, Verlag von Alexander Duncker. Königl. Hofbuch- 
händler." 

Hoff kennt nur diese Sonderausgabe und gibt für sie den Preis an. Vermutlich stimmt 
er auch für den zweiten Teil der Gesamtausgabe. Der erste Teil, 1843, ist von Hosemann 
illustriert (Hobrecker Nr. 86). 

Lex. 8. — cart. 2?, s Thlr. ; color. und geb. 35/ 6 Thlr. 

Enthält 18 auf zehn einzelne Blätter gedruckte Lithographien: 

3357 H 3129 „1." Geschichte vom Nussknacker. „Hansl heiss ich 

Nüsse beiss ich pp". Klaus lith. 

3358 H 3130 Abenteuer eines Mäusleins. „Pag. 27." „Klaus". 

Zusammen 185x119. 

3359 H 3131 „11." Prinzessin Rosalinde oder das Königreich der 

Vögel. „Pag. 69." Klaus lith. 

3360 H 3132 „Rothkäppchen." „Klaus". Zusammen 183x118. 

3361 H 3133 „111." Unserer sind sieben. „Und oftmal, wenn ich müde 

beim Kreuzchen schlafe ein: usw." „Klaus". 187x111. 

3362 H 3134 „IV." Der Diensteifer. „Wenn den Esel trifft die Reih" 

Lass vom Amt ihn lieber frei." Klaus lith. S9xlll. 

3363 H 3135 Ein Reichwerden durch's Stillesitzen. „Statt zu 

keuchen und zu schwitzen usw." „Klaus". 90x109. 

3364 H 3136 „V." „Der Einsiedler." 

3365 H 3137 Das Concilium Nepomucenum. Die Familie bei 

der Leiche des Oelmüllers. „Klaus." Zusammen 
180x110. 

3366 H 3138 „VI." „Der Verirrte." „pag. 267." 112x63. 

3367 M 3139 Der Waldbrand. „Klaus." 112- 115 

356 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1845 

3368 H 3140 „VII." Das Leben in den Strassen Neapels, „pag. 299." 

„Cucina stupenda, J. MONDE | ZAJO." „Klaus" im 
Gegensinn. 

3369 H 3141 Der Kolkrabe, „pag. 314.« Zusammen 179x110. 

3370 H 3142 „VIII." Die tanzenden Ferkel, „pag. 320." „Klaus" im 

Gegensinn. 

3371 H 3143 Die Mäuse, „pag. 324." Zusammen 178x110. 

3372 H 3144 „IX." Christophoro Colombo. 175x110. 

3373 H 3145 „X." Jesu Geburt. „Ehre sey Gott in der Höh!" 

3374 H — Die Kreuzigung. „INRI", „Klaus". Zusammen 

177x108. 

Sämtliche Vignetten n. n. L. R. 

Außer auf Blatt III und IX sind stets zwei Bilder auf einem Blatte vereinigt. Das 
unten stehende ist nach der entsprechenden römischen Ziffer regelmäßig eingerückt. 

„Luthers Leben usw.", Titel siehe zu Nr. 31 IQ f. 
„Zweiter Band." „1845." 

8". — 2 Bl. 252 SS. — 

Enthält 2 einzelne Blätter: 

3375 H 3146. „Luther im Gasthof zum schwarzen Bären in Jena." 1. u. 
„L. Richter del.", r. u. „Goedsche & Steinmetz in Meissen.", Ullrich 
lith. 127x101. 

3376 H 3147. „Luther in seiner Krankheit 1527." 1. u. „L. Richter del.", r. u. 
„Goedsche u. Steinmetz.", andre Abdrucke bloß „Steinmetz". Rudolph 
lith. 127x99. 

Der dritte Band 1845, VI, 388 SS. 1 Bt., ohne Blätter nach L. R. 

„Luthers Leben | für christliche Leser insgemein | aus 
den Quellen erzählt | von | Moritz Meurer. | Auszug aus 
dem grösseren Werke desselben Verfassers. | Zweite Auf- 
lage. | Neue illustrirte Ausgabe. | Mit Luthers Portrait und 
20 Bildern von Ludwig Richter und A. Karst, j [Signet] | 
Leipzig, | Justus Naumann's Buchhandlung. | 1869." 

Gr. 8°. — XXVIII, 321 SS. 1 Bl. - geb. 2 Thlr. 

Enthält 4 Wiederholungen nach den Nummern 3119. 3120. 3375. 3376, 
1869 neu auf Stein gezeichnet: 
„Luther als Currentschüler." „Lehmann & Opitz, Dresden." Opitz lith., 

120x77. 
„Luthers Einzug in Leipzig." „Lehmann & Opitz, Dresden." Opitz lith., 

120x77. 

357 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1845 

„Luther im Gasthof zum schwarzen Bären in Jena." „ZUM SCHWARZEN 
BAER", „Lehmann & Opitz, Dresden." Opitz lith. 122x96. 

„Luther in seiner Krankheit 1527." „Lehmann & Opitz, Dresden." Opitz 
lith., 120x96. 

»Jugend- und Volksausgabe. | Dritte von neuem durchgesehene Auflage" usw., ebda. 1878. 

„J. K. A. Musaeus | Volksmärchen der Deutschen. 

Prachtausgabe in einem Bande. Herausgegeben von Julius 
Ludwig Klee. | Mit ! Holzschnitten nach Originalzeichnungen | 
von R. Jordan | in Düsseldorf | O. Osterwald j in Hannover \ 
L. Richter | In Dresden | A. Schrödter | in Düsseldorf | und 
12 grösseren Titelblättern j von L. Richter. | Leipzig | Verlag 
von Gustav Mayer. | 1845." 
Titelauflage des Buchs von 1842. 

Lex. -8. 6 Thlr.; geb. 8 Thlr. 

Enthält 12 mit Tonplatte und ausgesparten Lichtern gedruckte neue 
einzelne Blätter, alle von Karst lithographiert: 

3377 H 3148. „Die Bücher der Chronika der drei Schwestern." „L. R.' 1 
„Druck v. J. Braunsdorf, Dresden." 186x119. 

3378 H 3149. „Richilde." „pag. 70." 159x106. 

3379 H 3150. „ROLANDS-KNAPPEN." 166x107. 

3380 H 3151. „RVBEZAHL." „P. 160." „Druck v. J. Braunsdorf, Dresden". 
188x113. 

3381 H — Abdruck nach einer anderen, schlechteren Platte mit ausgesparten 
Lichtern (W. Hoffmann). 

3382 H 3152. „Krocvs." „Druck v. J. Braunsdorf, Dresden." „zur Libussa." 
175x100. 

3383 H 3153. „Liebestreue." „Was hilft mirs usw." „Druck v. J. Braunsdorf. 
Dresden." 165x110. 

3384 H 3154. „DER GERAUBTE SCHLEIER." „Druck v. J. Braunsdorf, 
Dresd." 168x95. 

3385 H 3155. „Stumme Liebe." „Druck v. J. Braunsdorf, Dresd." 1S0x98. 

3.'t.H(> H 3156. „Ulrich mit dem Bühel." „Druck v. J. Braunsdorf, Dresden." 
177x111. 

3S87 H 3157. „MELECHSALA" „Druck von J. Braunsdorf, Dresden." 163x96. 

3388 H 3158. „Die Nymphe des Brunnen." „Druck von J. Braunsdorf, Dres- 
den." 164 - 105. 

358 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1845/46 

3389 H 3159. „Peter Bloch". Zum Schatzgräber. „Ludwig- Richter- gezeichnet- 
Dresden • 1845 | lith • v • Karst" „Druck v. J. Braunsdorf, Dresden", 
175x115. 

Siehe die Holzschnitte Nr. 864—1014, Photographien nach den Vorlagen dieser 12 Stein- 
drucke Nr. 3562—3573. Dort auch die Beschreibung der Bilder. 

„Legends of Rübezahl j and other tales. | From the 

German of | Musäus. | I I | London: | Joseph Cundall, 

12 Old Bond Street. | (1845)." Vortitel: „The Holiday Library. | 

] | Edited by William Hazlitt, Esq. | of theMiddleTemple. | 

Legends of Rübezahl, and other tales." 

Kl. 8. XVIII S., 1 Bl. Contents, 254 SS. 

Enthält zwei Blätter in Tondruck mit ausgesparten Lichtern: 

3390 H — Nr. 902 in möglichst getreuer Wiedergabe, 1. etwas schmaler, 
Vordergrund etwas verändert. Darunter „BENEDICTS RETURN." 
1. „J. Erxleben. lith.", r. „Day & Haghe, lithrs to the Queen." Tonrand 
125x90. 

3391 H — Nr. 914 in möglichst getreuer Wiedergabe, I. u. r. etwas be- 
schnitten. „RÜBEZAHL AND LISA." Bezeichnungen wie oben. Ton- 
rand 125x90. 

Zwei andere Steindrucke n. n. L. R. 



1846. 

„Knospen. | Sammlung von neueren Dichtungen | für | 
die Kinderwelt. | Gesammelt und illustrirt | von | H. Kruspe 
u. A. | Dresden, | bei Justus Naumann." 

16°. — Ohne S. -Zählung; 1 Titelblatt, 6 Bogen zu je 4 Blättern mit 24 Steindrucken. — 
Geb. i/a Thlr. 

Enthält 8 in den Text gedruckte Lithographien: 

3392 H 3160. O war ich doch ein Vögelein, Knabe beim Kirschenstand, 
„J. Williard lith." Siehe Nr. 643, 73x100. 

3393 H 3161. Ihr Herr'n und Frauen, lasst euch sagen, Türmer bläst 
die Stunde, „J. Williard lith.", 140x99. 

3394 H 3162. In Morgenroth gekleidet, Sonnenaufgang, Initial „I", 
„J. Williard lith.", 98x100. 

3395 H 3163. Es grünet und duftet der Hain, Schäferin einen Kranz 
windend, 112x100. 

3396 H 3164. Wie krystallne Perlen, Maiblumensuchen, 136x100. 

359 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1846 

3397 H 3165. Was blinkt von jener Mauer, Traubenpflücken, 94x100. 
Neue Platte 1848 von Opitz lithographiert. 

3398 H 3166. Wie hat es doch die Blume, ausruhender Wanderer, 76x98. 

3399 H 3167. Ein scheckiges Pferd, Knabenschlacht.SieheNr.644, 109x99. 

Die übrigen Blätter nicht nach L. R. 

Sechs von den 8 Blättern wurden in die Holzschnittauflage von »Bilder und Reime- 
1859, Nr. 2698— 2731 aufgenommen. 

„Das Schaltjahr; welches ist | der teutsche Kalender 
mit den Figuren, und hat 366 Tag. | Durch J. Scheible. 
Erster Band: Januar. | In diesem Monat ist gut Bratwurst 
essen und Könige krönen | (Practica practicarum) | [Vig- 
nette] | Stuttgart, 1846 | Verlag des Herausgebers. | Leipzig, 
Expedition des Klosters." 

8". — 656 SS. mit 24 Lithographien. 

Enthält zwischen S. 548 und 549 einen neuen Steindruck: 

3400 H — „Die heiligen drei Könige." Genaue, ziemlich rohe Nachbildung 
von Nr. 1174 ohne die Bezeichnungen. Die kleinen Figuren vor dem 
Hoftor im Hintergrund sind übersehen. 

„40 | Ciavierstücke | für die | Jugend | von | Robert 

Schumann. | Op. 68. | Pr. 2 Th. | Eigenthum der Verleger 
Schuberth & Comp. | Hamburg & New-York | Mailand, Ri- 
cordi | London, Ewer & Cl j Paris, Brandus & C= Entered 
according to the act of Congress in the year 1846. By 
Schuberth & Ca in | the Clerks office of the District-court of 
the southern District of New-York." 

Or. 4». — 1 Bl. 62 SS. - 2 Thlr. 

Enthält ein reich illustriertes Titelblatt in Braundruck: 

3401 H 3179. Neun einzelne Bildchen zu im Inhaltsverzeichnis vermerkten 
Stücken, umschlossen von Epheu- und Weingeäst, rings um den Titel; 
das Band mit dem Namen, op. und Preis trägt ein fliegendes Engelchen, 
von Tauben umflattert. „L. Richter del." 257x185. 

Zweite Auflage in schwarzem Druck: »43 | Ciavierstücke | für die Jugend von , Robert 
Schumann. | Op. 68. |! Pr. 3 Th. [Folgen weitläufige Verlaßsvermerke.) /weite mit einem 
Textanhange vermehrte Auflage." Der Preis wurde stufenweise auf 2','g. 2» s, endlich 
3 Taler erhöht. Hoff kennt nur eine dritte Auflage von 1849 .Album für die Jugend", ru 
der die Steinzeichnung mit dem Vermerk »C. Hahn lith." erneuert ist, -Stich und Druck 
von C H. Sti-rn In Hamburg." — Eine noch spätere Auflage vereinigt op. 68 und op. 118 
als „Album für die Jugend 55 Ciavierstücke usw .*. mit Bildern, die gar nicht mehr iK 
L. R. zu erkennen sind. 

360 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1846/47 

„Geschichtliche Zeugnisse für den Glauben, zum 

Frommen des lieben evangelischen Volkes. Zusammen- 
getragen von Wilhelm Redenbacher. Erstes Bändchen. 

Dresden, bei Justus Naumann." 

Alte Abdrücke ohne die Bezeichnung als „Erstes Bändchen." 

8°. — 4 Gr. 

Enthält 1 Titelbild; 

3402 H 3168. „Befreiung der ev: Geistlichen Ungarns 1676." o. r. „S. 94.", 
auf einem Ballen „J. N.", unten „Lithogr. u. Druck v. Lehmann & Opitz 
in Dresden." Opitz lith., 117x78. 

1847. 

„Der Kuchenmichel, | eine Erzählung mit Fabeln | von 
Carl Stöber. | Der Oesammtausgabe der Erzählungen ! 
entnommen. | Mit Bildern. | nach Zeichnungen von Prof. 
L. Richter. | Dresden, | Justus Naumann. | 1847." 

160. _ 82 SS. 1 Bl. — 5 Or. 

Enthält 4 einzelne Blätter: 

3403 H 3169. Kuchenmichel im Walde bei den Vögeln. „S. 6." Opitz lith. 
95x65. Siehe Nr. 3150. 

3404 H 3170. Zwei Eulen auf einer alten Eiche von Vögeln umgeben. „S. 11." 
Opitz lith. 93x66. 

3405 H3171. Taubenpaar auf einer alten Linde. „S. 29." Opitz lith. 95x65. 
Siehe Nr. 2924. 

3406 H 3172. Alte Frau in der Speisekammer, unten Ameisen Mörtel schlep- 
pend. „S. 54." „J. N.", Opitz lith. 99x68. Siehe Nr. 3580. 

Umschlagzeichnung in Holzschnitt siehe Nr. 1326. 

„Neueste Volksbibliothek. | In Verbindung mit einigen 
Freunden J herausgegeben | von J Wilhelm Redenbacher, j 
Jahrgang 1847. | Erstes Heft. | Dresden, | bei Justus Nau- 
mann." Zweites Titelblatt: „Der Dreiecker. | Eine Erzäh- j 
lung | von | Wilhelm Redenbacher. | Neueste Volksbibliothek, 
1847. 1. Heft." 

Gr. 160. _ 94 SS. 1 Bl. — 4 Or. 

Enthält 1 Titelbild: 

3407 H 3173 „S. 19." „Der Dreiecker." „Neueste Volksbibliothek. 1. Heft." 
Opitz lith. 117x78. Das Blatt kommt auch vor der Schrift vor. 

361 



H C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1847/48 

Siehe den Holzschnitt Nr. 1325. 

Zweite Aufl. neuer Stein „Lehmann & Opitz. Dresden." Unterschrift verändert. 

Dass. 2teAufl., ebenfalls bei Justus Naumann, mit der Abweichung „Erstes Bändchen." — 
3. Aufl. ohne den Generaltitel, erschien Basel, Verlag von C. F. Spittler; eine 4., ebenso, 
Schaffhausen (oder Bern). Druck und Verlag von Carl H. Mann. — 1867 wurde die neueste 
Volksbibliothek neu aufgelegt bei Mann & Baeschlin in Bern. Ob die 3. u. 4. Aufl. alle 
Hefte wiederholt, kann ich nicht feststellen. 

Dasselbe „Jahrgang 1847. Zweites Heft." „Die Thal- 
mühle | oder | Mittheilungen | aus dem Wanderbüchlein | 
eines deutschen Handwerkers. | Von | Carl Wild. I Neueste 
Volksbibliothek, 1847. 2. Heft." 

Gr. 16». _ 6 G r . 
Enthält 1 Titelbild: 

3408 H 3174. „Die Thalmühle." „Neueste Volksbibliothek. II. Heft." Opitz 
lith. Spätere Abdrucke (neue Platte) haben noch: „Lehmann u. Opitz 
in Dresden." 117x77. 

Dasselbe „Jahrgang 1847. ; Drittes Heft. i Mit 2 Bildern. 
Dresden, | bei Justus Naumann. Bilder I aus j der Re- 
formationszeit." 

Gr. 160. _ 6 Gr. 

Enthält 1 neues Titelbild: 

3409 H 3175. „Thomas Münzer." „S. 85." „J. Opitz lith." 124x84. 

»Luther im Gasthof zum schwarzen Bären in Jena." „S. 10." ,.]. Opitz lith." Verklei- 
nerte Wiedergabe von Nr. 3375. 123X84. 

1848. 

Dasselbe „Jahrgang 1848. j Viertes Bändchen. Dres- 
den, Justus Naumann, j Die Bettelmannsküche | oder 
Gottes Gericht über einen undankbaren Sohn. ' Eine Er- 
zählung aus der Zeit des dreissigjährigen Krieges I von 
Carl Wild." 

Gr. 16. 8 Gr. 
Enthält 1 Titelbild: 

3410 H 3176. „Die Bettelmannsküche." „S.S." „Lith. Anst. v. Lehmann & 
Opitz in Dresden." Opitz lith. 115x76 ohne Umrahmung. Siehe Nr. 2918. 

Dasselbe „Jahrgang 1848. | Zweites Heft. ! Dresden, , 
bei Justus Naumann." Neues Blatt: „Das Auswandern. 
Eine Erzählung | von | Chr. Rppg." 

Gi 

362 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1849 



Enthält 1 Titelbild: 
3411 H 3177. „Die Auswanderer." „S. 31." „Lithogr. u. Druck v. Lehmann & 
Opitz in Dresden." Opitz lith. 117x80. Siehe Nr. 3582. 



1849. 

„Lieder-Album | für | die Jugend | von Robert Schu- 
mann. | Op. 79. | Titelblatt | von | L. Richter. | Eigenthum 
der Verleger. | Leipzig, | Breitkopf & Härtel. | Eingetragen 
in das Vereinsarchiv." 

Gr. 40. — 1 Bl. 57 SS. — 3 Thlr. 

Enthält 1 reich illustr. Titelblatt auf Tonpapier: 

3412 H 3180. „Lieder | für die | Jugend | von | Robert Schumann. | Op. 79." 
„Leipzig, Breitkopf & Härtel." Singenden und spielenden Kindern naht 
ein kleiner Faun mit seinen Ziegenböcklein. „L. R.", „C. Hahn lith." 
172x91. 

Das Titelblatt wurde später für Reinecke's Kinderlieder benutzt. 

„Neueste Volksbibliothek.", Titel siehe zu Nr. 3407. 
„Jahrgang 1849. Sechstes Bändchen." „Die | Rugen- 
heimer. | Ein Bild aus der Gegenwart | von | Karl Wild. | 
Dresden, bei Justus Naumann. | 1849." 

Gr. 16«. — 4 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3413 H 3181. „Die Rugenheimer." „S. 32." „Neueste Volksbibliothek.", „Leh- 
mann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 124x74. 

Dasselbe, Titel siehe zu Nr. 3407. „Jahrgang 1849. | 
Zweites Heft." „Klösterlein | Grab. | Eine Erzählung | 
von | Wilhelm Redenbacher." 

Gr. 16». 5 Qr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3414 H 3182. „Klösterlein Grab." „S. 16." „Neueste Volksbibliothek 1849." 
„Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 116x84. Siehe Nr. 3581. 

Dasselbe, Titel siehe zu Nr. 3407. „Jahrgang 1849. | 
Drittes Heft." „Eichen, Cedern und anderes Ge- 
wächs, | als: | Eckart, der treue Knecht, | Bayard, der Ritter 

363 



H C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1849/50 

ohne Furcht und Tadel, | J. Jacob Moser, der würtember- 
gische Landschafts- | Consulent, | und Anderes mehr." 

Or. 16". 5 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3415 H 3183. „Bayards Tod.-' „S. 31." „Neueste Volksbibliothek 1849. 3. Bänd- 
chen." „Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 115x76. 

„Die Feier | des | Weihnachtsabends. | Eine Weih- 
nachtsgabe | für | Kinder | von | Heinrich Gottlieb Behr, i 
Pfarrer zu Heinitz bei Meissen. | Dritte, verbesserte Auf- 
lage. | Mit einem Titelbilde. | Dresden, | Justus Naumann. 
1849." 

16». — 90 SS. — 5 Or. 

Enthält 1 koloriertes Titelbild: 

3416 H 3334. Weihnachtsbescherung, Pyramide statt Tannenbaum. „S. 10." 
„Lehmann & Opitz in Dresden." 99x62. 

Später: Hauptverhg für christliche Schriften. Berlin, durch Beck. 

1850. 

„Geschichtliche Zeugnisse", Titel siehe zu Nr. 3402. 
„Zweites Bändchen." 

8». — 5 Or. 

Enthält 1 Titelbild: 

3417 H 3184. „Wunderbare Rettung zweier Mädchen." o. „S. 71.", u. r. „Leh- 
mann & Opitz in Dresden.", Opitz lith. 113x79 innerhalb der Ein- 
fassungslinien. Siehe Nr. 3586. 

Später Bern, Mann & Baeschlin, 1867. 

„Neueste Volksbibliothek." Titel siehe zu Nr. 3407. 
„Jahrgang 1850. | Erstes Heft." „Der Veits: Uller von 

Roth. Eine alte Geschichte, die doch neu ist, von 
Heinrich Bomhard." 

gr. 16. 5 Or. 

Enthält 1 Titelbild: 
34 1H H 3185. „Der Veits Ulier." „S. 10." „Neueste Volksbibliothek 1350, 
1 Heft." „Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 115>;79. Siehe 
Nr. 3585. 

Jahrg. 1850. 2. 3. and 1851. 1. ohne Bilder nach L. R. 

364 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1850/51 

„Die Nachfolge Christi. | Ein J Erbauungsbuch | für j 
gebildete evangelische Christen. | Mit Anwendungen und 
Betrachtungen | aus den Werken | anerkannter evangelischer 
Kanzelredner und geistlicher | Liederdichter. | Dritte, ver- 
mehrte und verbesserte Auflage. | Zweiter Abdruck. | [Vig- 
nette.] | Leipzig, | Druck und Verlag von B.G.Teubner. | 1850." 

gr. 8». — IV, 373 SS. 1 Bl. 

Enthält ein Titelbild in Farbendruck: 

3419 H — Jesus eine Familie segnend: „Klopfet an, so wird euch auf- 
gethan." | „Matth. 7, 7." 189x126. 

Eine neue Platte, in Zeichnung und Farben geringer, trägt den Vermerk »Farbendruck 
v. Goedsche & Steinmetz." Die Herkunft von L. R. ist von diesem bei Ed. Cichorius be- 
zeugt. 

1851. 

„Neueste Volksbibliothek." Titel siehe zu Nr. 3407. 
„Jahrgang 1851. | Zweites Bändchen." „Der Schwur- 
paulus. | Eine Dorfgeschichte | von K. Wild." 

gr. 16. 6 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3420 H 3186. „Der Schwurpaulus." „S. 117.", andere Drucke „S. 108." 
„Neueste Volksbibliothek 1851. 2. Bändchen." „Lehmann & Opitz in 
Dresden." Opitz Iith. 117x79. 

Dasselbe, Titel siehe zu Nr. 3407. „Jahrgang 1851. Drittes 
Bändchen." „Der Smaragd. | Eine Erzählung ] von | 
Wilhelm Redenbacher." 

Gr. 16«. — 6 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3421 H 3187. „Der Smaragd." „S. 104." „Neueste Volksbibliothek 1851. 
3. Bändchen." „Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 122x79. 

„Jugendbibliothek | von | Moritz Heger, usw." siehe 
den Titel zu Nr. 1927—29. 
Enthält 2 kolorierte Steindrucke: 

3422 H — „Der Rosendieb und sein Freund." 134x103. 

3423 H — „Der Brunnengräber zu Augustusburg." 127x97. 

Den Holzschnitt und die Übertragungen auf den Holzstock vgl. Nr. 1927—29. Die 
Steindruckauflage, die sicher die ursprüngliche ist, ist Hoff unbekannt geblieben. Besitzer 
Dr. Hoelemann in Dresden und Essen. 

365 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1852/53 

1852. 

„Neueste Volksbibliothek." Titel siehe zu Nr. 3407. 
„Jahrgang 1852. Erstes Bändchen." „Treue. | Glaubens- 
treue — Unterthanentreue — Treue ! gegen Herren und 
Diener. — Kindestreue. — | Oattentreue. — Treue in der 
Freundschaft. — | Treue gegen Freund und Feind. | Dres- 
den, | Justus Naumann. 1852." 

Gr. 16". — 4 Gr. 

Enthält 1 Titelbild: 

3424 H 3188. „Oattentreue." „S. 88." „Neueste Volksbibliothek 1852. 1. Bänd- 
chen." „Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 117x77. 

Dasselbe, Titel siehe zu Nr. 3407. „Jahrgang 1852. Zwei- 
tes Bändchen." „Die | Raubmörderin. ! Eine neue Ge- 
schichte | von | Chr". Rppg." 

Gr. 16». _ 8 Gr. 
Enthält 1 Titelbild: 

3425 H 3189. „Die Abbitte." „S. 122." „Neueste Volksbibliothek 1852. 2. Bdch." 
„Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz lith. 121x77. 

Illustriertes Volksliederbuch Was klinget und singet 
die Straße herauf. Nr. 3 | Verlag von Jul. Bagel in Mülheim 
a. d. Ruhr." „Preis 40 Pfg." 

Kl. 8». — 158 SS. 

Enthält 1 Bild auf dem Titelblatt: 

3426 H — Der Holzschnitt Nr. 1836 ohne die Burg im Hintergrund, aber 
mit 3 lithographischen Farbplatten überdruckt. 

Nach dem Jahr des Erscheinens als Holzschnitt hier eingerückt. 



1853. 

„Neueste Volksbibliothek." Titel siehe zu Nr. 3407. 

Jahrgang 1853. | Erstes Bändchen." „Parzival, Gedicht 

von Wolfram von Eschenbach, als Erzählung für das 
deutsche Volk bearbeitet ! von | K. Wild." 

Or. 16". — 5 Gr. 
Enthält 1 Titelbild: 
."{427 H 3190. „Wie Parzival von seiner Mutter in der Wildniss von Soltane 
erzogen wird." „S. 34." Opitz lith. 

366 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1853/54 

Dasselbe, Titel siehe zu Nr. 3407. „Jahrgang 1853. Zwei- 
tes Bändchen." „Die | Salzburgerinn. | Eine Erzählung 

auf geschichtlichem Grunde | von | Wilhelm Redenbacher. 4 ' 

Gr. 16». — 9 Gr. 
Enthält 1 Titelbild: 
3428 H3191. „Die Salzburgerin." „S. 103.'* „Neueste Volksbibliothek 1853 
II Bändchen." „Lith. u. Druck v. Lehmann & Opitz in Dresden." Opitz 
lith., 118x78. Siehe Nr. 3583. 

Das Portrait n. n. L. R. 



1854. 

„Düsseldorfer | Künstler-Album | mit artistischen Bei- 
trägen j von [folgen die Namen der Künstler, worunter auch 
L. Richter], unter literarischer Mitwirkung | von E. M. Arndt 
[usw.] „Vierter Jahrgang. | 1854. | Redigirt von Schauen- 
burg. | Düsseldorf. | Druck und Verlag des lithographischen 
Instituts von Arnz & Comp. 

Gr. 4». — 1 Bl. 44 SS. 1 Bl. — 3 Thlr. 22»/* Gr. 

Enthält 1 mit Tonplatten gedrucktes Blatt: 

3429 H 3192 Zu S. 32. „Der Schäfer." „L. Richter." 191x139. 

Dasselbe als Holzschnitt, verkleinert, siehe Nr. 2862. 

„König Saul. J Erzählung nach der heiligen Schrift. | 
[Bibelspruch] | Ein Beitrag | zur | Verbreitung der Bibel- 
kunde im christlichen Volke. | Von | Hermann Gustav 
Hasse. | Mit einem Bilde von Professor Ludwig Richter, j 
Greiz. | Druck und Verlag von Otto Henning. | 1854." 

8". — VI SS. 1 Bl. 293 SS. 

Enthält 1 Titelbild: 

3430 H — Saul von Samuel gesalbt. „S. 80." „Lithogr. u. Druck v. Lehmann & 
Opitz in Dresden." 136x88. 

„Katharina Luther | geborne von Bora. | Von Moritz 

Meurer. | Mit einem Titelbilde nach Prof. Richter. | Dresden, 
bei Justus Naumann. | 1854." 

Gr. 8». — VIII, 154 SS. 1 Bl. — 16 Gr. 

367 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1854/57 



Enthält ein neues Blatt, nach Nr. 3376 1854 neu auf Stein gezeichnet, 
mit Tonplatte und weißen Lichtern gedruckt: 

3431 H — (H. S. 363) „Luther in seiner Krankheit 1527." „S. 38." „G. St." 
(am Bettfuß), „Lithogr. u. Druck v. Lehmann & Opitz in Dresden." 
125x88 ohne Rand. 

„Kosmorama oder die Welt in Bildern. Achter Jahr- 
gang. Druck und Verlag von L. Oeser in Neusalza 1854." 
Enthält auf dem Titelblatt 1 Steindruck: 

3432 H — Wiedergabe von Nr. 2067 (Hoff 1961) „Die drei Musikanten." 



1855. 

„Theodulia | Christliches Jahrbuch für häusliche Er- 
bauung j auf das Jahr 1855 | begründet von Dr. E. v. Meiss- 
ner, Dr. G. Schmidt und E. Hofmann. | In neuer Folge heraus- 
gegeben | von Dr. Aug. Wildenhahn. | Mit zwei Bildern von 
Prof. L. Richter. | Greiz. | Druck und Verlag von Otto Hen- 
ning. | 1855." 

8". — IV SS. 2 Bl. 283 SS. 

Enthält 2 Bilder: 

3433 H — Georg Neumark, in einem Trödlerladen eine Kniegeige spielend, 
während der alte Händler zuhört, findet die Weise seines Liedes „Wer 
nur den lieben Gott läßt walten." „Georg Neumark." „Nun das hört 
sich doch lustiger an!" „Lithogr. u. Druck v. Lehmann & Opitz in Dres- 
den." „Pag. 25." 110x70. 

3434 H — Pfarrer Hans Egede, der spätere Missionar von Grönland (1686 
bis 1758) in der Studierstube sitzend, ergreift die Hand seiner vor ihm 
stehenden Frau und fragt, was in Druckschrift von L. R.'* Hand unter 
dem Bilde steht: „Liebe Elisabeth, wenn nun das Oertlein Grönland 
hiesse? Du erschrickst?" Oben „Hans Egede der Grönländer." „Pag. 
229." 110x69. 

,,Oing mit dem Verlag 1856 an Lothar Henze in Leipzig über, der den Verlag im 
einzelnen weiter verkaufte." (Auskunft des jetzigen Inhabers der Firma). Diese beiden 
und Nr. 3430, Hoff unbekannt, sind auch von L. R. bei Ed. Cichorius bezeugt. 



1857. 

„Der Bote. Ein Volkskalender | für j alle Stände auf 
das Jahr 1857. Dreiundzwanzigster Jahrgang. | Mit 1 

368 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1860/66 

Titelkupfer und illustrirtem Titel. | Ologau, j Druck und Ver- 
lag von C. Flemming. | (Hierzu ein werthvolles größeres 
Kunstblatt)." 

8». — 14 Bl. 192, 38 SS. 

Enthält einen Steindruck: 
3435 H — Illustrierter Titel. Der Bote tritt ins Bauernhaus. In den Ecken 
die 4 Jahreszeiten. „Der Bote. | Druck und Verlag | von | C. Flemming. 
in Glogau. 159x103. 

Das Blatt ist nur durch Stilkritik L. R. zugeschrieben. Vgl. Nr. 2883. 



Um 1860? 

„Drei Trinklieder | für eine Singstimme | (Chor ad 
libitum) | mit Begleitung des Pianoforte | componirt von | 
Graben-Hoffmann. | [Titel der Lieder.] Breslau, Verlag 
von F. E. C. Leuckardt | (Constantin Sander)." Oben „Herrn 
Adolf Brockhaus." Unten 1. „op. 35.", r. „Pr. 17*/2 Sgr." 

folio. — 9 Seiten. 

Enthält ein Titelblatt in Steindruck, Tondruck mit ausgesparten 
Lichtern : 
3436 H — Möglichst genaue Vergrößerung von Nr. 1081 „Vivat Academia", 
nur daß die alte Schrift durch die des obigen Titels ersetzt ist. 275x204. 



1866. 

„Die Kinderlaube" von Heinrich Stiehler. 4. Band. 

Mit 138 Illustrationen in Holzschnitt und 4 Bildern in 
Farbendruck. Dresden, C. C. Meinhold und Söhne." 

Enthält zwei Bilder in Farbendruck: 

3437 H — „Der treue Schauer." Oben 1. „Farbendruck von C. C. Meinhold 
& Söhne in Dresden." Wiederholung des Holzschnitts Nr. 324, aber 
mit lithographischen Farbplatten überdruckt. 

3438 H — „Ehre sey Gott in der Höhe" usw. Wiederholung des Holz- 
schnitts Nr. 327, ebenso mit lithographischen Farbplatten überdruckt. 



369 



2A 



II C 2 Steindrucke nach dem Meister. Bücher. 1868 

1868. 

„Lieder-Perlen | deutscher Tonkunst. | Ein Sammel- 
werk der besten deutschen Tondichtungen | für eine und 
zwei Singstimmen mit Pianoforte-Begleitung herausgegeben I 
von Volkmar Schurig. | [Titelvignette] | Mit in Ton ge- 
druckten Portraits und Biographieen der hervorragendsten 
Componisten. | Dresden, | Druck und Verlag der Königl. 
Hofbuchdruckerei von C. C. Meinhold & Söhne. | 1868." 

Or. 4«. — 2 Bl. 19S SS. 2 Bl. 

Enthält 1 reich illustriertes Titelblatt in Farbendruck: 
3439 H 3178. Musizierende Familie zwischen Rankenwerk und Sinnbildern. 
Oben und unten abgekürzter Titel, außerdem Inschriften „Geistliches 
Lied.« „Liebeslied." „Volkslied." 285x213. 

Den Umschlagholzschnitt, Verkleinerung der Hauptgruppe des Titelbildes, vgl. oben 
Nr. 2861. 

Hoff bringt das Buch zum Jahre 1849, aber ohne Jahreszahl auf dem Titelblatt. Mir 
ist eine frühere Ausgabe als die obige von 1868 nicht bekannt geworden. 



370 



III. Mechanische Wiedergaben 
nach dem Meister. 



371 



H' 



A. 

LICHTDRUCKE UND 
VERWANDTES. 

1872. 

3440 H 3193. „Aus der Jugendzeit." Auf hügeligem Rasen steht eine 
liebliche Frauengestalt mit Strauß und Körbchen am Arm. Wohlgefällig 
sieht sie auf zwei vor ihr mit Botanisieren beschäftigte Knaben. Im 
Mittelgrund eine große Baumgruppe, über ihr ein Regenbogen. „L. R." 
„An Freund E. Cichorius. 24. Dec. | 1871." Stempel „Lichtdruck | Römm- 
ler & Jonas | Dresden." 131x163. Siehe Nr. 3579. 

Die Feder-Tuschzeichnung von gleichen Maßen war im Besitz von Ed. Cichorius. 



1873. 

„Altes und Neues. | 15 Originalzeichnungen | in Licht- 
druck ausgeführt. | Frau Professor Luise Amsler | in herz- 
licher Freundschaft gewidmet | von Ludwig Richter. | (Inhalt) | 
Dresden, | Verlag von J. Heinrich Richter." 

Fol. — 4 Thlr. 15 Or. 

Die Originale aus den Jahren 1852—1872 waren außer Nr. 3441 und 3448 im Besitze 
J. H. Richter's. 

Enthält 15 einzelne Blätter: 

3441 H 3194. „Sommerlust." Vom Felde kommt eine Mutter mit ihren Kin- 
dern. Das kleinste auf ihrem Arme sieht lächelnd nach einem am 
Wiesenabhang sitzenden Mädchen, das ihm Kirschen entgegen hält; 
voraus zwei Knaben mit einem Zicklein, seitwärts ein kleines Kind, das 
mit frischem Strauß bei der Großmutter steht. „L. Richter." 161x245. 
Bleistift-Zeichnung 298x457. Siehe Nr. 3228. 

3442 H 3195. „Hirtenscene." Landleute ziehen mit ihrem Vieh quer durch 
ein Wasser, zur einen Seite hohes Ufer mit Bäumen und Gebüsch. 
Vorn zwei Kühe und eine Ziege, die ein Mann treibt, nebenher Frauen 
und Kinder, das jüngste von der vorsichtig gehenden Mutter auf der 

373 



Hl A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1873 

Schulter getragen, und ein anderes, von ihr geführt, hüpft fröhlich neben 
einem springenden Zicklein; etwas voraus ein größerer Knabe flötend 
und hinterher ein junges Mädchen mit einem gefüllten Obstkorb auf 
dem Kopfe. „Richter." 132x202, Aquarell 162x246. Nach der Vorlage 
des Stahlstichs Nr. 2991, vgl. auch 2910. 

3443 H 3196. „Zum Geburtstage." Ein Mädchen bekränzt die Türe. „L. 
Richter. 1865." 155x83. Aquarell 188x100. Siehe Nr. 2025. („Bech- 
stein's Märchenbuch, 1853.") 

3444 H 3197. „Im Walde." „L. Richter. 65." 100x192. Siehe Nr. 522 (der 
Müllerbursch) und 3536. 

3445 H 3198. „Mondnacht." Auf Bergeshöhe bläst der Schäfer die Schalmei, 
die Schäferin neben ihm sieht ins Tal. Bei ihnen der Hund und die 
Herde. „L. Richter. 1872." 97x169. Tuschzeichnung 104x175. Siehe 
Nr. 2070. („Bechstein's Märchenbuch, 1853.") 

3446 H 3199. „Sub Rosa." Aus dem Fenster der mit Rosen bewachsenen 
Laube des Hauses schaut ein liebendes Paar. Vor ihnen ein Hund 
neben einem Blumenstock. 150x119, Federzeichnung 161x128. 

3447 H 3200. „Im Korn." „L. Richter. 1864." 105x185. Siehe Nr. 3535. 

3448 H 3201. „Ein getreues Herze wissen — ." Ein Liebespaar in mittel- 
alterlicher Tracht traulich beisammen stehend. 143x88, Sepiazeichnung, 
Größe? 

3449 H 3202. „Wenn ich dich hätte." Ein Knabe mit einem kleinen Kinde 
auf dem Schoß sieht verlangend nach einem Apfelbaum, eine neben 
ihm hockende Katze nach einem Spatz. „L. Richter. 1870.", 124x170, 
Aquarell-Federzeichnung 130x177. 

3450 H 3203. „Bei Civitella." 135x199. Siehe Nr. 3543. 

3451 H 3204. „Auf dem Berge." „L. R. 1864." 95x178. Siehe Nr. 3534. 

3452 H 3205. „Mailust." Unterredung eines Burschen mit einem Mädchen 
an der Pforte eines Gehölzes; vorn an einem gefällten Baum spielende 
Kinder. 125x150. Aquarell 139x164. 

3453 H 3206. „Heimkehr vom Felde." „L. R. 1861." 139x167. Siehe Nr. 3538. 

3454 H 3207. „Frühlingsboten." Kinder mit Blumen in der Hand sehen über 
den Gartenzaun nach einem in ihrer Nähe sitzenden Vöglein; hinter 
ihnen ein Hund. 93x127. Aquarell 101x131. 

:{4:>5 H 3208. „Kartoffelernte." „L Richter." 100x189. Siehe Nr. 3541. 

Dass. Dresden, Meyer r* Richter, 1874, Dresden. J. H. Richter, I87C Die Umschla«- 
decke in Holzschnitt siehe Nr. 654. 



374 



III A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1874 

1874. 
„Naturstudien | von | Ludwig Richter. | 10 Vorlegeblätter 
für Landschaftszeichner. | Dresden, | Verlag von Meyer & 
Richter. | Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig." 

gr. 4.-5 Mark. 

Alle Originale waren im Besitze der Familie oder des Verlags. 

Enthält 10 einzelne Blätter: 

3456 H 3209. Im Vordergrund ausgedehntes Wasser, links mit angrenzenden 
Felsen und aufsteigender Waldpartie ; im Mittelgrund ein Mädchen mit 
Schafen; hinten Höhen. 125x199. Bleistiftzeichnung 148x234. 

3457 H 3210. Ein alter gemauerter Ziehbrunnen auf freiem Platz, „bei 
Beireuth d. 16 Aug L R." {1837], 174x112. Bleistiftzeichnung 184x119. 

3458 H 3211. Strauchwerk. „L. R. gr. Garten d. 2. Juny 43." 130x197. Feder- 
zeichnung 136x208. 

3459 H 3212. Schlanke Buchenstämme; im Vordergrund ein Häschen. „L. R." 
202x124. Bleistiftzeichnung 228x144. 

3460 H 3213. Dorfpartie mit Fernsicht. — Unter dem Vorbau eines Hauses 
eine Frau von Kindern umgeben; dabei ein Spitz. 112x161. Bleistift- 
zeichnung 122x175. 

3461 H 3214. Im Vordergrund zaunbegrenzte Wiese mit großem Felsblock, 
und Buchenbäume am Abhang. 128x204. Bleistiftzeichnung 142x222. 

3462 H 3215. Bach mit Felsplattenbrücke; im Mittelgrund leichte Baum- 
gruppe, zu deren Rechten eine Frau mit einem Knaben kommt. „L. R." 
127x214. Bleistiftzeichnung 143x240. 

3463 H 3216. Im Vordergrund Wasser, daran angrenzend eine Wiese, auf 
der ein Mädchen mit Blumen spielt. Hinten hohe Felswand mit 
herunterhängendem Gesträuch. 120x180. Bleistiftzeichnung 127x190. 

3464 H 3217. Alter, weitästiger, fast entlaubter Eichbaum; dahinter eine 
große ziehende Schafherde mit Hirt und Hund. „Schwanheim d. 15. 
Aug. 62." 116x156. Bleistiftzeichnung 120x164. 

3465 H 3218. Leichte, junge Buchengruppe am Waldsaum. „L. Richter." 
200x124. Sepiafederzeichnung, leicht getuscht, 212x133. 

Dass. J. Heinrich Richter 1876. 

Ausgeschiedenes Blatt. 

3466 H — Schwanheimer Eiche, 1. u. zwei Figuren und Hund. In Typensatz 
oben „Originalzeichnungen von Ludwig Richter.", unten 1. „Verlag von 
Meyer & Richter in Dresden.", r. „Lichtdruck von Römmler & Jonas in 
Dresden.", in der Mitte die Nummer „2." 

Das Blatt scheint von obiger Folge, mit der es die Außenmaße teilt, ausgeschieden, 
der Nummer nach durch 3457, dem Gegenstand nach durch 3464 ersetzt zu sein. Sonst 
müßte man auf eine ganze, Hoff und bis heute unbekannt gebliebene Folge schließen. — 
Besitzer Eugen Born. 

375 



III A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1874/75 

1874—75. 

„Volksbilder | von | Ludwig Richter. | Velin Ausgabe. 
Dresden.» Verlag v. Meyer & Richter." 

Gr. follo. — In eleganter Leinwand-Mappe Nr. 1—12 auf Velinpapier 15 Mark. Als 
Wandbilder Nr. 1—24 je 60 Pf. 

Enthält 24 vierfach vergrößerte Holzschnitte auf einzelnen Blättern: 

3467 H 3286. „Befiehl dem Herrn deine Wege — ." = Nr. 471, vgl. Nr. 3528. 
318x350. 

3468 H 3287. „O du fröhliche, — Pfingstenzeit!" = Nr. 474. 432x213. 

3469 H 3288. „Aller Augen warten auf dich, — ." = Nr. 547. 440x250. 

3470 H 3289. „Weihnachtslied." = Nr. 2344. 410x253. 

3471 H 3290. „Vater unser, der Du bist im Himmel!" = Nr. 377. 258x342. 

3472 H 3291. „Christ ist erstanden, — ." = Nr. 451. 420x267. 

3473 H 3292. „Ich bin ein guter Hirte — ." = Nr. 2785. 370x248. 

3474 H 3293. „Marthen Fleiss, Marien Qluth — ." = Nr. 440. 442x298. 

3475 H 3294. „Der Mond ist aufgegangen, — .« = Nr. 375. 288x410. 

3476 H 3295. „Psalm 65. — Du krönest das Jahr — ." = Nr. 488. 397x249. 

3477 H 3296. „Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, — ." = Nr. 391. 
375x261. 

3478 H 3297. „Gute Nacht." = Nr. 516. 422x287. 

3479 H 3298. „Lass' Neider neiden, — ." = Nr. 317. 412x263. 

3480 H 3299. „Zuerst das Küsschen!" = Nr. 548. 418x264. 

3481 H 3300. „Das Lob des Weibes." = Nr. 299. 498x320. 

3482 H 3301. „Nach der Arbeit ist gut ruhn." == Nr. 324, vgl. Nr. 3231. 
395x316. 

3483 H 3302. „Ehre sey Gott in der Höhe — ." = Nr. 327. 422x275. 

3484 H 3303. „An Gottes Segen ist alles gelegen." = Nr. 294. 393x304. 

3485 H 3304. „Hausmusik." = Nr. 449. 234x334. 

3486 H 3305. „Epiphanias." = Nr. 437. 366x288. 

3487 H 3306. „Friede." = Nr. 570, vgl. Nr. 396. 413x289. 

3488 H 3307. „Bete und arbeite." = Nr. 2365. 339x227. 

3489 H 3308. „Abendlied." = Nr. 533. 307x270. 

3490 H 3309. „Vom Christmarkte." Nr. 320. 283x226. 

Dass. 1876 bei J. Heinr. Richter, später bei Alphons Dürr. 

3491 H Lied und Bild für Wandersieute. 

Facsimile-Lichtdruck nach Nr. 634 mit dem vollen Text, in Original« 
große, besorgt von Arnold, Nachfolger Franz Meyer's in seiner Kunst- 
handlung. (Essen und gewiß in manchen Händen.) 

Von dem idtenen Origbuddrack besonders durch du Piplet n w 

376 



III A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1883/84 

1883. 

„Adrian Ludwig Richter | zum achtzigsten Ge- 
burtstage. | Ein Lebensbild von | J. E. Wessely. | Abdruck 
aus der Zeitschrift „Die graphischen Künste." | Gesellschaft 
für vervielfältigende Kunst. | Wien 1883". 

Gr. br. folio. 

Enthält 8 Heliogravüren nach Originalzeichnungen : 
3492 H — Italienische Landschaft bei Castel Gandolfo. „L Rich- 
ter." Unter dem Bilde „L. Richter feci", „Heliografie d. K. K. Milit. 
geogrf. Institutes." Viele Figuren vorn an der Quelle, eine Herde wird 
herzugetrieben. 258x221. 
34-93 H — „Kinder Symphonie" (vgl. Nr. 3243) nach der Originalzeichnung. 
Vermerke wie oben. 193x300. 

3494 H — Genoveva. Sie sitzt nach r., Schmerzensreich auf dem Schoosse, 
vor ihnen zwei Rehe. „L. Richter./1850." Vermerke wie oben. 224x141. 

3495 H — Heimkehrende Landleute (r. verwendet „Der Müllerbursch" 
Nr. 522). „L. R. 1866." Vermerke wie oben. 125x254. 

3496 H — Die Christnacht (vgl. Nr. 271) nach der Originalzeichnung. 
Vermerke wie oben. 313x200. 

3497 H — DieFuhrt (die Figuren von Nr. 3559) nach der Originalzeichnung. 
„L. Richter." Vermerke wie oben. 110x184. 

3498 H — „Ländlicher Kindertanz." Facsimile einer Original- 
Zeichnung. „L. Richter 1866." Vermerke wie oben. 129x169. 

3499 H — Pilgerkarawane. 2 Frauen und ein Mann eilen zum Brunnen I., 
ein Mann, 3 Frauen und ein Bub mit einem Hunde rasten an 2 mäch- 
tigen Bäumen, r. Handstudie. Entwurf zu dem Ölbilde in Braun- 
schweig. Vermerke wie oben. 95x185. 

3500 H — „Harmlose Freude." 

Wiedergabe der Originalzeichnung zu Nr. 3191, u. 1. bez. „L. Richter 
fect", r. „Heliogr. d. k. k. milit. geogr. Inst.", darunter in der Mitte 
„Druck der Gesellschaft f. vervielf. Kunst in Wien." 124x83. 

Hier eingeordnet wegen des gleichen Verlags mit den vorigen Nummern. 

1884. 

„Gruß vom Eibstrand | 25 Lichtdrucke | nach | Ori- 
ginalen Dresdener Künstler. | Herausgegeben | zum | Besten 
des sächsischen Künstler-Unterstützungs- Vereins j von der | 

377 



III A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1884/1887 

Dresdener Kunstgenossenschaft. | Dresden | Verlag von 
Adolf Gutbier | Kgl. Sachs. Hof-Kunsthändler." 

Oross-fol. in Leinen-Mappe. 

Enthält 4 Blätter nach Zeichnungen von L. Richter auf 3 Blättern: 

3501 H — 1: „Ludwig Richter: | Zur Sommerzeit, j Aquarell. 1", „L.Richter. 
1868." L. Brunnen, schöpfendes Mädchen, davor junge Frau, 6 Kinder 
und Hündchen. 138x226. 

3502 H — 2: „Ludwig Richter: | Rübezahl, j Tuschzeichnung. 2." „L. Richter 
1848." 301x187. Vgl. Nr. 265. 

3503 H — 3: „Ludwig Richter: \ Der Kindheitsengel. — u 

3504 H — „Am Rhein. | Tuschzeichnungen. | 3." 130x67 und 115x187. 

„Liebesspende | für die | Kinderheilanstalt zu Dres- 
den, | in Beiträgen von j Dresdner Schriftstellern und Künst- 
lern, | einzige Nummer j December 1884 Commissions- 

Verlag von Zahn & Jaensch in Dresden." 

Gross-folio. 20 Seiten. 

Enthält einen Lichtdruck in Netzätzung: 

3505 H — Die Geschichte der schönen Melusine. Raimund aus dem 
Walde reitend sieht M. an der Quelle. R. noch zwei Frauen. 85x172. 

3506 h — Der Spielengel. 

Nach der Originalzeichnung zu 2515 ohne die Aufschrift. Erschien 
als Titelbild zu „Zum Gedächtnis Ludwig Richter's, Rede von Georg 
Treu, Dresden, v. Zahn u. Jaensch, 1884." 132x67. 

1885. 

3507 H — Die Christnacht. 

Genaue verkleinerte Wiedergabe der Radierung Nr. 271 ohne Um- 
rahmung und Schrift, 241x138. 

In Alphons Dürr's Cliches-Catalog III. Abt. Nr. 1176, siehe oben Abt. IIA 4 b. Wozu 
verwendet, bleibt zu fragen. 

1887. 

3508 H - Aus Ludwig Richters Skizzenbuch 1, Nr. 3234. Genaue 
verkleinerte Wiedergabe des Steindrucks. Bez. 1. u. „CF (J ?) ph." 
68x108. 

3509 H Die Mutter am Christabend, Nr. 3233. Genaue verkleinerte 
Wiedergabe, ohne Schrift. Bez. I. u. wie die vorige Nummer. 140 - 120. 

378 



111 A Mechanische Wiedergaben. Lichtdrucke. 1887/1903 

3510 H — Kinder-Symphonie, Nr. 3243. Genaue verkleinerte Wieder- 
gabe ohne die Einfassung, nur das Bild in den Einfassungslinien. 
97x139. 

Diese 3 Lichtdrucke in Alphons Dürr's Cliches-Catalog IV. Abt., siehe oben S. 295 
unter Nr. 1844, 1855, 1989. Wozu verwendet, bleibt zu fragen. 



1903. 

3511 H — „A Bigott, aus dem Bub kann was werde." So die Unter- 
schrift von des Meisters Hand unter einer Bleistiftzeichnung, die Adrian 
Zingg darstellt, wie er eine Zeichnung des Knaben beschaut, der vor 
ihm steht, während der Vater hinter dem sitzenden Zingg hervortritt. 
Von Th. Engelmann in Basel zum 100. Geburtstag des Meisters mit 
der betreffenden Stelle aus den „Lebenserinnerungen" (IV. Kapitel) 
herausgegeben. 



379 



B. PHOTOGRAPHIEN. 

1854. 

3512 H 3219. Die Christnacht. 192x124. Bleistiftzeichnung von 1854 ohne 
die ornamentale Einfassung, 527x386. 

Photographie von F. & O. Brockmann in Dresden. Siehe Nr. 271 und 625. 



1860. 

„Das Neue Testament | unsers j Herrn u. Heilandes 
Jesu Christi | nach der deutschen Uebersetzung | von | Dr. 
Martin Luther. | Mit Photographien | nach Zeichnungen der 
ersten Künstler | Deutschlands. | [Signet.] | Leipzig. | F. A. 
Brockhaus." 

Enthält 2 Blätter in verkleinerter Photographie auf weißes Papier 
aufgesetzt: 

3513 H — S. 3. Die Anbetung der Weisen, gleich Nr. 1556, 52x65. 

3514 H — S. 89. Christus segnet die Kinder, gleich Nr. 1557, 57x65. 

Diese kleine Ausgabe enthält ebenso, in aufgesetzter Photographie, sämtliche Holz- 
schnitte des Cottaschen Neuen Testaments von 1850. 



1864. 
3515 H - „Losch witz-Klamm 1864." 

Inschrift auf dem Bande oben. Wappen zwischen Eichen- und Lin- 
denzweigen, an denen 30 Wappenschilde mit Namen und, vielfach 
redenden, Bildern hängen. Im Hauptwappen eine Wäscheklammer mit 
Schnur, die Helmzier ist ein gefülltes Bierseidel, darauf „Demnit/", 
auf dem Deckel ein Kartoffelmännchen. Links liegt Strickstrumpf mit 
Knäuel und Nadeln, rechts Tonpfeife und Tabakbeutel. Lmter dem 
Wappen zwei Spatzen, Weibchen und Männchen, 1. unter den Schilden 
kriecht ein Hamster heraus. Unten in roh gezimmertem Hol/rahmen 
die Tafelrunde der Klamm, IS sitzende Personen. Da das Madchen 

380 



III B Photographien. 1867 

I. eben den Punsch hereinbringt, verläßt r. der alte Münz-Krüger mit 
der Laterne die Klamm. Ein andrer steht 1. perorierend, schon mit 
Hut und Stock. Vorn drei Hunde, auf dem Tischtuch „Demnitz." 
Unterschrift: „Tages Arbeit Abends Gäste; Saure Wochen, frohe Feste, 
sey dein künftig Zauberwort." 
Bez. u. r.: „L Richter fecit." 225x283. 

Jedes Mitglied der Klamm erhielt einen Abzug der Platte; der des Essener Museums 
stammt aus dem Nachlaß des Direktors Butter. 



1867. 

„Photographisches | Richter-Album. | F. &O. Brock- 
mann, Photogr. | Verlag von J. Heinrich Richter in Dresden." 

Cabinetformat. 4 Rthlr. 

Neue Ausgabe. Cabinetformat. In elegantem Lelnwand-Carton 12 Mark. 

Jedes Blatt trägt über der Photographie die Bezeichnung „Original- 
zeichnungen von Ludwig Richter.", unter dem Titel 1. „Verlag von 
J. Heinrich Richter in Dresden.", r. „F. & O. Brockmann, photogr.", 
unten in der Mitte „Mit gesetzlichem Schutz gegen Nachbildung." — 

Dass. neue Ausgabe unter dem Titel: »Photographisches | Richter- Albuni | Fünfzehn 
Handzeichnungen | von | Ludwig Richter. | Dresden, | Verlag von Meyer & Richter." Die 
Aufnahmen später „F. & O. Brockmann's Nachfolger photogr.", dann „Römmler & Jonas, 
reprod." — Dass. Dresden, J. Heinrich Richter, 1876. 

Die Originale aus den Jahren 1858—1864 waren im Besitz von J. Heinrich Richter in 
Dresden. 

Enthält 15 einzelne Blätter: 

3516 H 3220. Rosenzeit. In der Laube unter Rosen sitzt ein Mädchen ein 
Kränzchen bindend, links die Katze, vorn drei Tauben. 108x62. Feder- 
zeichnung 202x111. Siehe Nr. 475. 

3517 H 3221. Der Blinde im Frühling. Ein alter blinder Musikant sitzt, den 
Hut in der Hand haltend, am Wege; bei ihm ein Mädchen und ein 
Hund. „L. R. 1860." 107x72. Federzeichnung 152x101. 

3518 H 3222. Vocal- und Instrumental-Conzert — . Kinder musizierend; 
der kleine Dirigent vor ihnen knieend. 84x101. Federzeichnung 120x145. 

3519 H 3223. Genoveva. Sie sitzt mit ihrem Kinde, das die Hirschkuh 
füttert, vor der Felsenhöhle. „L. Richter. 1865." 105x69. Aquarell 224x146. 

3520 H 3224. Er liebt mich. Auf Bergeshöhe sitzt ein Paar, der Jüngling 
auf das Mädchen sehend, das eine Blume befragt; vor ihnen ein 
Hündchen. „L. R." 1858.", 102x83. Federzeichnung 210x168. Siehe 

INr. 467 und 2860. 

3521 H 3225. Gefunden. Aus dem Walde reitet ein Jäger mit seinem Lieb- 
chen, das er umschlossen hält; vorn zwei Windspiele. „L. Richter. 
1862." 104x56. Federzeichnung. Größe? Siehe Nr. 492. 

381 



111 B Photographien. 1867 

.'{.-»22 H 3226. Die Schule ist aus. Vor der Schultüre steht der Lehrer hinter 
einem eben abziehenden bestraften kleinen Jungen; vor der Schule in 
verschiedenen Gruppen die übrigen Kinder. 106x66. Federzeichnung 
188x118. Siehe Nr. 523. 

3523 H 3227. Knusper knusper k;neisgen — . Vor der Türe ihres Kuchen- 
hauses steht mit ihrer Katze die Waldhexe, Hansel und Oretel be- 
grüßend. Darunter als Fußleiste vier Bilder aus diesem Märchen. 
106x74. Aquarell 242x166. Siehe Nr. 477. 

3524 H 3228. Mutterliebe. Eine Mutter herzt ihren kleinen Knaben. „L. R." 
72x50. Federzeichnung. Größe? 

3525 H 3229. Am Rhein. Einem jungen Wanderer reicht ein Mädchen von 
der Weinbergsmauer eine Traube; andere, worunter eine mit einem 
gefüllten Korb auf dem Kopf, sehen nach ihm. 97x84. Federzeichnung 
181x155. Siehe Nr. 490. 

3526 H 3230. Der Wanderer. Am Fuße eines am Wege stehenden Kreuzes 
ruht ein alter Mann mit einem Kind, welches an seiner Seite schläft. 
Hinter ihnen ein Hündlein. L. Richter. 1865." 79x106. Federzeichnung. 
Größe? Vgl. Nr. 504, 2876 und 3246. 

3527 H 3231. In der Nacht. Ein kleines Kind will seine tote Mutter, die 
an seiner Seite mit gefalteten Händen liegt, wecken. 82x106. Feder- 
zeichnung 100x131. Siehe Nr. 528. (Aus „Jungfriedel.") 

3528 H 3232. Befiehl dem Herrn deine Wege — . Ein Mann mit Frau 
und Kindern, das kleinste an der Mutter Brust, das andere ein Vöglein 
fütternd, sitzen betend beisammen. Draußen im Schnee füttert ein 
Engel Tiere. „L. Richter, d. 24. Dec. 1859." 84x98. Federzeichnung 
123x143. Siehe Nr. 471 und 3467. 

3529 H 3233. Grusliche Geschichten. Im Kreise der Enkel sitzt die Groß- 
mutter Märchen erzählend, am Kachelofen, aus welchem zum Schrecken 
der Kinder gebratene Äpfel zischen. 86x101. Federzeichnung 136x163. 
Siehe Nr. 531. 

3530 H 3234. Christnacht. Einsam sitzen im Schnee vor der Stadt, in der 
reges Treiben herrscht, zwei Kinder; zu ihnen senkt sich im Traum 
das Christkind, von Engeln getragen, mit dem Weihnachtsbaum herab. 
109x67. Federzeichnung 232x141. Siehe Nr. 532. 

„Handzeichnungen | von ! Ludwig Richter. | In 
Photographie von F. & O. Brockmann. | Mit gesetzlichem 
Schutz gegen Nachbildung. | (Inhalt der Lieferung I.) Dres- 
den. | Verlag von J. Heinrich Richter." 

12 Thlr. 

Die Originale waren außer Nr 3540 im Besitze des Verlegers 

382 



III B Photographien. 1867 

Enthält 15 einzelne Blätter: 

Lieferung I. 

3531 H 3235. „Der Kornengel." Am Abhang eines Kornfeldes liegen zwei 
schlafende Kinder; hinter ihnen spielt mit dem Kleinsten, das sie behüten 
sollen und das wach in seinem Wägelchen sitzt, ein Engel. „1862. 
L. Richter.", 238x143. Aquarell 302x180. Siehe Nr. 478, verändert. 

3532 H 3236. „Im Sabinergebirge." Auf der Höhe des Gebirges ruht eine 
Hirtenfamilie mit der Herde. Der Mann bläst den Dudelsack. 157x248. 
Sepiazeichnung 155x244. 

3533 H 3237. „Der Herr segne deinen Ausgang — ." Ein Mann gibt seinem 
Weib, das mit einem kleinen Kind auf dem Arm unter der Türe steht, 
den Abschiedskuß; vor ihnen steht ein Kind mit einem Strauß, neben 
ihm Hund und Katze. 154x93. Aquarell 159x98. 

Lieferung II. 

3534 H 3238. „Auf dem Berge." Einen Strauß in der Hand sitzt ein Mäd- 
chen traulich an den Schäfer gelehnt, dessen Herde mit dem Hunde 
sie umgibt. „L. R. 1864." 101x193. Feder- und Tuschzeichnung 103x188. 
Siehe Nr. 650 und 3451. 

3535 H 3239. „Im Korn." Eine fröhliche Kinderschar zieht mit der Groß- 
mutter durch das Kornfeld nach der Mühle. „L. Richter. 1864." 135x232. 
Aquarell-Federzeichnung 133x233. Siehe Nr. 3447. 

3536 H 3240. „Im Walde." Landleute ziehen durch den Wald, ein Mädchen 
auf einem Esel, von einem Burschen begleitet, folgt ihnen. „L. Richter. 
65." 121x228. Sepiazeichnung 123x229. Siehe Nr. 522 und 3444. 

Lieferung III. 

3537 H 3241. „Kindersymphonie." Auf der Bleiche, die durch eine Planke 
abgeschlossen ist, concertieren Kinder mit den verschiedenartigsten 
Phantasie-Instrumenten. Rechts vor der Planke steht erhöht der kleine 
Kapellmeister; ihm zur Seite sitzt ein Kind mit einem Rasselchen, von 
seinem Brote bekommt auch die Katze ihr Teil. Die Zuhörer sind zwei 
Mädchen, von denen das kleinere seine Puppe tanzen läßt. „L. R. 1858." 
170x241. Bleistiftzeichnung 218x309. Siehe Nr. 3243. 

3538 H 3242. „Heimkehr." Mit der Großmutter vom Felde heimgekehrt, 
liebkost die Mutter das kleinste der mit den Ziegen ihr entgegen- 
kommenden Kinder. „L. R. 1861." 175x211. Aquarell-Federzeichnung 
174x210. 

3539 H 3243. „Aehrenleserinnen." Frauen und Kinder mit dem Sammeln 
der Ähren beschäftigt. Zur Seite ein Mädchen bei einem kleinen Kinde, 
das in seinem Wägelchen liegt, vom Hunde bewacht. „L. Richter. 1865." 
126x222. Federzeichnung. Größe? Siehe Nr. 540, verändert. 

383 



IH B Photographien. 1867 

Lieferung IV. 

3540 H 3244. „Heimwärts." Auf freiem Felde wandelt ein Bursche mit 
seinem Mädchen, um das er den Arm geschlungen, dem Tale zu. 
Voran der Hund. „L. Richter. 1866." 123x198. Aquarell 130x203. 

3541 H 3245. „Kartoffelernte." Um ein Feuer, auf dem ein Knabe Kartoffeln 
kocht, sitzt eine Mutter mit mehreren Kindern. In der Ferne ist die 
Ernte im vollen Gange. „L. Richter." 130x243. Tuschzeichnung 
133x250. 

3542 H 3246. „Abendandacht." Von der Arbeit heimkehrend beten auf 
freiem Platz vor einem Heiligenbüde Schnitter und Schnitterinnen mit 
ihren Kindern. 170x244. Aquarell 169x241. Siehe Nr. 541, verändert. 

Lieferung V. 

3543 H 3247. „Bei Civitella." Das Tal herauf kommen Landleute mit 
feinem beladenen Esel und einigen Schweinen, die von einem jungen 

Mädchen getrieben werden. 167x240. Sepiazeichnung 194x280. 

3544 H 3248. „An der Via Appia." Aus einem in reicher Landschaft ge- 
legenen Ziehbrunnen haben Mädchen Wasser geschöpft, eine läßt den 
herzu tretenden Schäfer trinken. „L. Richter. 1867." 139x241. Aquarell 
169x287. 

3545 H 3249. „Brunnen bei Ariccia." An einem im Walde gelegenen Brunnen 
rasten Landleute; zwei ermüdete Frauen sitzen vorn am Wege. 170x239. 
Aquarell 182x257. Siehe Nr. 206, verändert. 

Dass. Dresden, Mayer & Richter 1874; Dass. Dresden, j. Heinr. Richter 1876. 

3546 H — Rübezahl. 

Nach der Originalzeichnung zu Nr. 265. „L. Richter. 1848." Das 
Jahr der Aufnahme usw. vermag ich nicht festzustellen. Essen, aus 
J. Fr. Hoff 's Besitz. 300x186. 

3547 H — „Unter Reben . Blüht das Leben." Im Rebenfenster vorn 
Bub mit Butterbrot und Apfel, Bub mit Traube, Hund, Mädel mit 
Strickstrumpf und Korb. Dahinter Mutter mit Kind auf dem Arm und 
größeres Mädchen. 108x81. (W. Hoffmann). 

3548 H — Mutter auf einem Baumstamm, ihr Kind hochhaltend, daneben 
Spitz; zwei sitzende, ein nach einem Schmetterling schnappendes Mädel, 
ein größeres mit dem Krug am Brünnchen stehend. U. r. „L. Richter 
1868." 100x165. (W. Hoffmann, Dr. Hoelemann). 

3540 H — Vor einem liegenden Baumstamm kauert ein großes Mädel mit 
sitzendem Bübchen, ein anderes setzt sich einen Kranz auf, ein Bub 
reitet auf dem Ast, r. hinten am Zaun ein Mädel Blumen pflückend. 
2 Ziegen und 2 Zicklein. U. r. ..I . Richter. 1868.« 109 - 160. (W. Hoff- 
mann). 

JS4 



Photographien. 1868 



1868. 
Des Meisters Karte. 

3550 H 3250. Auf der Vorderseite: Dem kranken Meister mit Augenschirm 
und Stock reicht eine Hand von links her ein gefülltes Bierseidel. 
Unter dem Meister: „Der kreuzlahme Kraxelhuber", 1. neben der Hand 
mit dem Bierseidel: „Der | wohlthätige | Genius | bringt Nektar | und ( 
verschwindet." 

3551 H — Auf der Rückseite: Drei abenteuerliche Gestalten mit Geige, 
Guitarre und Klarinette bringen in Gemeinschaft eines heulenden 
Hundes ein Ständchen. Oben links „Thierarznei-Schule", in der Mitte 
„Dank-Hymnus !" unten „Wem [so !] solche Lehren nicht erfreun | Verdienet 
nicht ein Mensch zu sein! || Mozart | Zauberflöte!" 

Gedruckte Besuchskarte mit „Professor Dr. Ludwig Richter.", dazu 
geschrieben „d. 15. Dec. 1868." 

„Photographie u. Verlag v. Hermann Krone, Dresden." 57x93. 

Die Karte mit den Augenblickszeichnungen wurde den barmherzigen Stammtisch- 
genossen der Loschwitz-Klamm von L. R. als Dank zugeschickt und dann zum Andenken 
für sie photographiert. Das Original kam in Professor Sussdorfs Besitz. 



1870. 
„Die Einsiedler von Loschwitz." 

3552 H 3251. „Den Stammtischgenossen in Loschwitz 1870." Der alte Münz- 
graveur Reinhard Krüger in seiner idyllischen Weinbergsklause die 
Geige spielend, darüber Meister Ludwig Richter mit R. Krüger im 
Weinberge selbst, dieser arbeitend, jener lesend. Unter dem Bilde: 
„Frau Musica. Für allen Freuden auf Erden" usw. 8 Zeilen in 2 
Spalten, darunter „Martin Luther." „Ludwig Richter. 1870." 128x62. 
Die Federzeichnung, damals im Besitz J. Heinrich Richter's, 170x84. 



1872. 

3553 H 3252. Aus dem bayrischen Hochgebirge. Durch wilde Gebirgs- 
landschaft, im Hintergrund die hochaufsteigenden Alpen, stürzt über 
Felsen dem Vordergrund zu der reißende Waldbach. „L. R." (1828.) 
250x197. Tusch-Federzeichnung, aus dem Besitz von Arnold Otto 
Meyer in Hamburg, 446x350. 

3554 H 3253. Aus dem Sabinergebirge. (Erste Ansicht.) Vom fernen Meer 
begrenzte sturmbewegte Landschaft, im Mittelgrund 1. die Ruine von 

385 25 



III B Photographien. 1872 

Olevano; wandernde Landleute mit Esel und Hund. „L. Richter 1831." 
242x180. Sepiazeichnung aus dem Besitz der Königin Marie von 
Sachsen, 242x180. Die Photographie von A. Braun in Dornach trägt 

die Nr. 48. 

3555 H 3254. Erntezug in der römischen Campagna. „Composition von 
Ludwig Richter, Professor in Dresden 1833." 103x179. Bleistiftzeich- 
nung aus dem Besitz von Arnold Otto Meyer in Hamburg, 207x360. 
Siehe Nr. 2971. 

3556 H 3255. Aus dem Sabinergebirge. (Zweite Ansicht.) Eine Hirten- 
familie treibt in der vom Gewittersturm durchtobten Landschaft eilend 
einige Schweine heim. „L. Richter. 1834." 183x300. Aquarell aus dem 
Besitz der Königin Marie von Sachsen, 183x300. Die Photographie 
von A. Braun in Dornach trägt die Nr. 50. 

3557 H. 3256. „Ariccia bei Genizano." Baumreiche Landschaft mit dem 
Schlosse Chigi. Eine lustige, zum Teil berittene Gesellschaft von Land- 
leuten begegnet zwei Mönchen mit einem Bauern. „Ludwig Richter, 
fec." (1834.) 310x374. Aquarell (Museum in Dresden) 340x520. — 
Die Photographie von A. Braun in Dornach trägt die Nr. 441. 

3558 H 3257. Ueberfahrt am Schreckenstein. 230x370. Bleistiftzeichnung 
mit leichter Andeutung von Farbe 230x370, Besitzerin Königin Maria 
von Sachsen. Die Photographie von A. Braun in Dornach trägt die 
Nr. 49. — Siehe Nr. 326, 2986, 2994, 2995, 3190, 3232 und 3244. 

Figurenstudie zu dem für Herrn von Quandt in Dresden 1837 gemalten Ölbilde; 1869 
erwarb es Herr F. Krohn in Dresden, 1875 das Königliche Museum in Dresden. — Bez.: 
„L. Richter 1837." 1106X1560. 

3559 H 3258. Durch die Fuhrt. Hirten ziehen durch eine Fuhrt; am Ufer 
r. ein hoher Ruinenturm. Mitten im Wasser steht 1. ein Bursche auf 
seinem Hörn blasend mit einem Knaben und Hund. Diesen folgt auf 
einem Esel eine Frau mit einem kleinen Kind, hinter ihr ein Knabe, 
der von seinem nebenher gehenden Vater gehalten wird. Zwei Mädchen, 
von denen eins sich nach der Schafherde umsieht, bilden den Schluß. 
153x228. Ölgemälde 675x1005. 

Das Ölgemälde, ohne Bez., von 1842, früher Eigentum des Herrn Kunsthändlers Börnei 
in Leipzig, wurde 1873 von Joh. Fr. Hoff erworben, dann von Dr. Th. Engeiniann in Basel. 

3500 H 3259. Vorhangfries. Blatt Nr. 1. 
Shakespeare: Hamlet, Romeo und Julia, König Lear. 
Calderon : Der standhafte Prinz, Justina, Der wundertätige M 

3501 H 3260. Vorhangfries. Blatt Nr. 2. 

Goethe : Faust und Mephisto, Egmont und Clärchen, Qöl 

Berlichingen. 
Schiller : Teil, Wallenstein, Die Jungfrau von Orleans. 

386 



III B Photographien. 1872 

Aquarell-Zeichnungen auf Pauspapier von 1843, zu Hoffs Zeiten im Besitz von E. Bende- 
mann in Düsseldorf 120X340. 

Photographien von F. Ealich in Dresden. 2 Thlr. Vgl, Nr. 2984, 2985. 

Die von L. Richter gemalte linke Hälfte der Fußleiste des Vorhangs im ehemaligen 
(1869 abgebrannten) Hoftheater zu Dresden. Walther Hoffmann in Chemnitz besitzt eine 
Photographie des Vorhanges in einem Stück, 27X305. Da Hoff die Maße dieser zwei 
Nummern nicht angibt, und sie mir nicht vorliegen, vermag ich nicht festzustellen, ob es 
sich um die gleiche Aufnahme handelt. 

„Zeichnungen | zu | Musaeus Volksmärchen von 
Ludwig Richter | in Dresden. | Im Besitz des Städel'schen 
Instituts zu Frankfurt a. M. | In der wirklichen Grösse pho 
tographirt | von | J. Schäfer. | 12 Titelbilder zu der von 
Haendtke & Lehmkuhl in Hamburg veranstalteten Ausgabe. 
Frankfurt a. M. | Verlag von Heinrich Keller." 

Folio. — 8 Thlr. 

Enthält 12 einzelne Blätter nach den Handzeichnungen zu Nr. 3377 
bis 3380, 3382 bis 3389: 

3562 H 3261. „Die Bücher der Chronika von den drei Schwestern." Gräfin 
Bertha im Pilgerkleid, Stab und Hut, hat in Begleitung einer Hofdame 
im Walde einen Eremiten besucht, von welchem sie knieend den Segen 
empfängt. 192x122. 

3563 H 3262. „Richilde." Graf von Brabant und seine Gemahlin im Pro- 
zessionszug mit ihrem Hofgesinde. 165x109. 

3564 H 3263. „Rolands Knappen." Die Waldhexe in ein weites Gewand 
gehüllt, die Mistelstaude in der Hand, sitzt mit ihrer Katze und 
anderen Tieren nachdenkend auf einem Grashügel. Unten drei furcht- 
sam eilende Hasen in Stiefeln. 170x109. 

3565 H 3264. „Rübezahl." Die Prinzessin steigt in das mit blühendem 
Eschenstrauch umgebene Bad. 165x80. 

3566 H 3265. „Krocus", zu Libussa. Krocus in Jagdkleidung, seinen Speer 
im Arm, steht an sein Pferd gelehnt, das er umfaßt. 180x100. 

3567 H 3266. „Liebestreue." Gräfin Jutta in reichem Gewände steht mit 
aufgehobenem Finger vor dem knieenden Irwin. 165x108. 

3568 H 3267. „Der geraubte Schleier." Der Einsiedler (als Jüngling) steht 
nachdenkend auf seinen Arm gestützt bei Meister Theophrast, der 
seine Hand auf des Jünglings Schulter legt und mit ihm redet. 170x97. 

3569 H 3268. „Stumme Liebe." Meta in altdeutscher Tracht sitzt sinnend 
hinter dem Fenstervorhang am Spinnrocken. Bei ihr eine schlafende 
Katze. 185x100. 

3570 H 3269. „Ulrich mit dem Bühel." Des Ritter Genebold flüchtendes 
Weib, den Stab in der Hand, mit aufgehobener Rechten, steht erstaunt 
beim Anblick der alten Waldfrau still. 172x98. 



387 



25* 



III B Photographien. 1872/73 

3571 H 3270. „Melechsala." Die Jungfrau Melechsala im Garten die über 
ihr rankenden Rosen pflückend. 158x95. 

3572 H 3271. „Die Nymphe des Brunnens." Graf Konrad mit seiner Ge- 
mahlin Mathilde, die den Bisamapfel in der Hand betrachtet. 150x86. 

3573 H 3272. „Peter Bloch", zum Schatzgräber. Peter Bloch, freundlich 
lächelnd; in der großen Schürze trägt er verschiedenes Küchengeräte, 
am Arm einen gefüllten Marktkorb. Unten als Sockelbild der Hoch- 
zeitszug. „Ludwig Richter, gezeichnet, Dresden 1845." — „Lith. v. Karst." 
173x115. 

3574 H 3273. Mondaufgang. Auf der Höhe vor der Waldung, hinter der 
eben der Vollmond aufgeht, sitzt am Gartenzaun, umgeben von Weib 
und Kindern, der Schäfer, seine Schalmei blasend, zu seinen Füßen 
der Hund, seitwärts die kleine Herde. „L. Richter 1871.", 78x122. 
Aquarell (ehemaliger Besitzer Arnold Otto Meyer), 175x275. 

3575 H 3274. Kinderreigen. Ein alter Geiger und ein Junge mit der Clari- 
nette spielen zu dem Reigen, den eine Schar Kinder auf freiem Rasen 
tanzt. Am nahen Hause sitzt der Vater mit seinem kleinen Jungen, 
welchen er zur Freude der Großmutter und Mutter auf seinem Knie 
reiten läßt, während das Schwesterchen schützend vor ihm steht. 
„L. Richter 1871.", 84x180. Aquarell (ehemaliger Besitzer Arnold Otto 
Meyer), 177x374. Variante von „Männchen, geig' einmal", Nr. 578. 
Als Holzschnitt unter Nr. 2911. 

3576 H 3275. „Kunst bringt Gunst" „L. Richter 1855." 174x247. Sepia- 
zeichnung (ehemaliger Besitzer Ed. Cichorius), 174x247. Siehe Nr. 641. 

3577 H 3276. „Aus der Jugendzeit." 131x163. Siehe Nr. 3440. 

3578 H 3277. Frühlingsabend. Links ein Liebespaar beim Vollmondschein 
auf den Vogelsang lauschend, r. daneben der Hund, in der Mitte 
Schafe, im Hintergrund eine große Baumgruppe. 274x445. Kohle- 
zeichnung (ehemaliger Besitzer Ed. Cichorius). Siehe Nr. 3245, vgl. Nr. 288. 

1873. 

„Handzeichnungen | von | Ludwig Richter. | Nach 
den Originalen in photographischem Druck ausgeführt 
von | Römmler & Jonas in Dresden. | 8 Blätter. | Leipzig. 
Verlag von Justus Naumann." 

1 Thlr. 20 Or. 

Die Oiigiiialzeichnungen, mit leichter Andeutung der Farbe, waicn im Besitz von 
Justus Naumann in Leipzig. Größe gleich den Photographien 

3S8 



Photographien. 1873 



Enthält 8 einzelne Blätter: 

3579 H 3278. Wessen Licht brennt länger? In einer Fischerhütte sitzt ein 
alter Mann mit einem Knaben betend am Tisch mit brennenden Lich- 
tern; vor der Türe sitzt ein Engel. 136x98. Siehe Nr. 3139 und 3309. 

3580 H 3279. Der Kuchenmichel. Eine alte Frau ist in der Speisekammer 
beschäftigt, einen Topf zuzubinden. Unten ein Zug Ameisen. 100x69. 
Siehe Nr. 3406. 

3581 H 3280. Klösterleiu Grab. Unter einer alten an dem Kirchlein stehen- 
den Eiche predigt der Geistliche den im Kreise um ihn Versammelten. 
115x83. Siehe Nr. 3414. 

3582 H3281. Das Auswandern. Auswanderer ziehen die Landstraße herab; 
vorn zwei Männer im Gespräch; bei ihnen Kinder. 116x77. Siehe 
Nr. 3411. 

3583 H 3282. Die Salzburgerin. Ein Jüngling biegt dem bei ihm stehenden 
Mädchen einen Lindenast herab. 111x75. Siehe Nr. 3428. 

3584 H 3283. Andrea. Am Meeresstrand stehn Mann und Frau mit ihrem 
Esel neben einem am Boden liegenden, schlafenden kleinen Kind, 
bei dem zwei Ziegen weiden. 123x89. Siehe Nr. 3148 und 3317. 

3585 H 3284. Der Veits-Uller von Roth. Am Kachelofen im Lehnstuhl sitzt 
der Großvater, den Enkeln erzählend. 115x77. Siehe Nr. 3418. 

3586 H 3285. Wunderbare Rettung zweier Mädchen. Zwei Mädchen kauern 
unter einer mit Schnee bedeckten Tanne, auf der als Notzeichen ein 
Tuch weht. 112x78. Siehe Nr. 3417. 



Nachtrag zu Abteilung II C 2. 

„Kindergrüße | in Lied und Bild | von Mutterhand 
gesammelt. | Mit Bildern | von | Albert Zeh, A. Venus u. A. | 
Zweite vermehrte Auflage, j Stuttgart. | Verlag von D. Gundert." 

Enthält zwei lithographische Farbendrucke: 
H — Vorderseite des Einbands: „Kindergrüße | in Lied und Bild. | Von | 
Mutter- 1 hand | gesammelt. | jj || Mit Bildern | von | Alb. Zeh, | A. Venus | 
u. A. | Stuttgart | Verlag von D. Gundert." Bei jj Nr. 1538, guter Farben- 
druck in Originalgröße. Das Ganze in Steindruck. 
H — Rückseite des Einbands: Nr. 2721 ebenso in Originalgröße, unten 
auf demselben Stein „Stuttgart | Verlag von D. Gundert." 

Das Buch enthält 13 Wiederholungen von Holzschnitten nach L. R. aus den verschie- 
densten Büchern, am Schluß Luthers Brief an sein Söhnlein Hänsichen, nicht mit Nr. 
2655—2659, sondern mit einem neuen, großen Holzschnitt, augenscheinlich nach A. Venus. 

Die erste Auflage, mir nicht bekannt, wohl sicher vor 1884. 



389 



Nachweis der Nummern der ersten Auflage, 
die nicht an der alten Stelle stehn. 



H 1 = 30 usw. 

H 71 = 53 I u. R. 

H 72 = 99 I u. R. 

H 73 = 99 I o. R. 

H 74 = 127 I u. R. 

H 75 = 102 I u. R. 

H 146-149 = 187—190. 

H 233—236 = 281—284. 

H 390. 392. 395 = 471-473. 

H 536 = 1555. 

H 537 = 596. 

H 538 = 2924. 

H 539 = 2918. 

H 540. 541 = 613. 614. 

H 542 = 2901. 

H 543 = 2904. 

H 544-547 = 625-627. 629. 

H 548 = 593. 

H 549 = 622. 

H 550 = 610. 

H 551 = 636. 

H 684-695 = 1065-1076. 

H 1054 = 1148. 

H 1113 1149. 

H 1256 = 1298. 

H 1348 - 1460. 

H 1353 (Druckfehler S. 165 „1113") 

1149. 
H 1718— 1723 fallen fort, siehe S. 210. 
H1871 1150. 



H 2090 

H 2722 
H 2770 
H 2772 
H 2798 
H 2816 
H 3019 
H 3179 
H 3286 
H 3310 
H 3311 
H 3312 
H 3313 
H 3314 
H 3315 
H 3316. 
H 3318 
H 3319 
H 3320 
H 3321 
H 3322 
H 3323 
H 3329 
H 3331 
H 3332 
H 3333 
H 3334 
3335 



ii 



2091. 2194 fallen fori, siehe 
S. 231. 
= 615. 
= 606. 
= 607. 
= 2982. 

-2822 = 3251-3257. 
= 3233. 
= 3401. 

-3309 = 3467-3490. 
= 2919. 

2925. 
= 631. 
= 623. 
= 2920. 
= 633. 
3317 1176. 1177. 

1326. 
= 1346. 

1352. 

1552. 

2601. 
-332$ 2895—2900. 
3330 2902. 2903- 
fällt fort, siehe S. 281. 

2974. 

3295. 

3416. 
. 3336 2906. 2907. 



390 



ANHANG. 



I. 

BÜCHER MIT WIEDERHOLUNGEN 
RICHTER'SCHER BILDER. 

AUSGEWÄHLT UND EINGELEITET 

VON 

KARL HOBRECKER. 



Das nachfolgende Kapitel wurde für die neue Auflage des vorliegenden 
Buches zum ersten Male bearbeitet. Es enthält die Titel von Werken mit 
solchen Illustrationen Ludwig Richter's, die schon früher an anderer Stelle 
veröffentlicht wurden. Wir haben es bei den „Wiederholungen" also nicht 
mehr mit Erstdrucken und Original-Ausgaben Richter'scher Bilder zu tun. 
Diese letzteren wurden ja schon im Hauptteil verzeichnet nebst den meisten 
ihrer späteren Auflagen. Dort wurde möglichst auch angegeben, wenn ein 
Werk rechtmäßig den Verlag gewechselt hat. 

Die Verleger von Original-Arbeiten Ludwig Richters haben aber ihre Holz- 
stöcke und Platten nicht nur für die Bücher verwendet, zu denen sie ursprüng- 
lich gehörten. Wie für diese, benützten sie das einmal erworbene Bildmaterial 
auch zur Ausstattung anderer Texte. So entstanden die Veröffentlichungen, 
welche den Sammler von Erstdrucken am leichtesten irreführen, da sie ungefähr 
gleichzeitig mit den Original-Ausgaben erschienen, und diesen nach äußerer 
Form, Inhalt und Herkunft durchaus ähnlich sehen. 

Noch einen dritten Nutzen wußten die Verleger durch ihre Cliches- 
Kataloge aus den in ihren Besitz übergegangenen Künstlerzeichnungen zu 
ziehen. Auf Grund dieser, S. 292—296 angegebenen Preisverzeichnisse konnte 
jedermann des Meisters Kunst zu beliebigem Gebrauche erwerben, den 
Quadratzoll zu 2'/2 bis 5 Silbergroschen. Davon haben denn auch zahlreiche 
Buchfabrikanten immer wieder Gebrauch gemacht. Es war ja bequemer, als 
sich um neue Mitarbeiter zu bemühen, und vor allem auch billiger; endlich 
bei der Beliebtheit unseres volkstümlichsten Illustrators äußerst praktisch. 
So sind eine Menge Ludwig Richter-Bücher entstanden, die, zum Teil mit 
guten Abdrucken versehen, oft für ursprüngliche gehalten werden — na- 
mentlich dann, wenn der Meister als „Mitarbeiter" genannt wurde. 

393 



Anhang I Bücher mi t Wiederholungen Richter'scher Bilder. 

Die wichtigsten der so entstandenen Veröffentlichungen zähle ich im fol- 
genden alphabetisch geordnet auf. Weggelassen habe ich die Bücher, welche 
offenbar keine Original-Ausgaben sein können, obwohl sie auf dem Titelblatt 
nichts gegenteiliges angeben, und so schlechte Drucke bringen, daß sie auch den 
sammelnden Anfänger nicht täuschen. Ebenso ließ ich die nach dem Tode 
des Meisters (1SS4) erschienenen Werke fehlen, und die meisten der schon 
im Hauptteil unseres Kataloges angemerkten Bücher mit Benutzung L. Richter- 
scher Illustrationen. Daß einige besonders wesentliche an zwei Stellen auf- 
geführt wurden, hielt ich gleichwohl für angebracht. 

Fremdsprachliche Publikationen mit Erstdrucken nach Ludwig Richter gibt 
es nicht, so oft sie auch von klugen Katalogen angeboten werden. Die einzige 
Ausnahme und Bestätigung der Regel ist das Universum, Nr. 3141. Die 
meisten der englischen und französischen Ausgaben, welche die ursprünglichen 
Bilder wiederholen (Black aunt, Vicar of Wakefield, Paul et Virginie) sind in 
Deutschland bei den Original-Verlagen erschienen. Sie werden im Hauptteil 
unserer Bibliographie genannt. Einige andere im Auslande gedruckte Bücher 
mit neuen Texten habe ich bei den Wiederholungen aufgeführt, obwohl dies 
eigentlich überflüssig ist. 

Sammler und Antiquare seien gewarnt, an eine Neu-Entdeckung Ludwig 
Richter'scher Bilder zu glauben, ehe sie sorgfältig nachgeforscht haben, ob 
die Illustrationen nicht schon in anderem Zusammenhange und mit anderem 
Text vorkommen. Ist ein Werk mit Wiedergaben nach unserem Meister 
weder im Hauptteil, noch in diesem Kapitel zu finden, so halte man es 
grundsätzlich für eine Wiederholung. Man versäume aber nicht, den Titel 
des Buches auf einer Drucksachenkarte dem Herausgeber oder Verleger zu 
melden. Ebenso ist die Angabe solcher Bücher erwünscht, deren Bilder als 
Wiederholungen erkannt wurden, und eine Mitteilung darüber, welche Num- 
mern sich darin finden. 

Wer nur Original-Ausgaben sucht, vermeide die Verlage Bagel-Düsseldorf, 
Riese-Berlin, Spamer-Leipzig, die niemals Ursprüngliches von Ludwig Richter 
gebracht haben. Man achte aber auch bei Dürr und bei Wigand, den Haupt- 
verlegern des Meisters, auf Bücher, die nur aus anderen auf Neu hergerichtet 
wurden, wie schon oben erwähnt worden ist. 

Daß ciie Verleger es sich so leicht machten, ist an sich nicht schön, und 
doch hat es auch für den Sammler seine Vorteile. Man schmähe mir die 
späteren Ausgaben und die Wiederholungen nicht so allgemein, wie es ge- 
wöhnlich geschieht. Nur dadurch, daß ich mich in solchen Fällen mit 2ten 
und 3ten Auflagen begnügte, wo mir die erste unerreichbar oder unauffindbar 
war, habe ich meine Ludwig-Richter-Bücher zusammengebracht, und bin nicht 
schlecht dabei gefahren. Ein sauberer Robinson der QOte gefällt mir besser, 
als ein ungewaschener vierzigster; den englischen Vicar of Wakefield 
habe ich lieher, als gar keinen; und trüge die schöne Nr. 3297 nicht die Be- 
zeichn 3ten Auflage", ich würde Herrn Snob niemals die Überlassung 

394 



Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. Anhang I 

dieses Buches bei der Versteigerung zu danken haben. Es gibt bekanntlich 
mehrere Werke, die erst in späterer Auflage von Ludw. Richter illustriert 
wurden, während die ersten Ausgaben nichts mit ihm zu tun hatten, und es 
gibt solche, die in ihren späteren Auflagen bessere Abdrucke auf besserem 
Papier zeigen, als in den ersten. Die Holzschneider des großen Meisters 
waren tüchtige Leute, um deren Arbeit sich der Zeichner sehr genau küm- 
merte — ihre Holzschnitte vertragen schon eine häufige Benutzung. 

Wenn durch diese unseres Ludwig Richter Kunst die weiteste Verbreitung 
fand, so wollen wir das als Entschuldigung allen den bequemen Verlegern 
zu gute halten, die sich nur Cliches kauften. Die Illustrationen mancher 
Werke, die im Handel sehr selten wurden, lassen sich aus solchen Wieder- 
holungen zusammenstellen, und dazu soll dies Kapitel ebenfalls beitragen. 
Finden sich doch die durch Cliche-Benutzung entstandenen Bücher heute noch 
häufig und zu billigem Preise auf dem Markte. Sie bieten dem Sammler 
zwar nur einen unvollkommenen Ersatz für die kostbaren Originale, können 
aber dem bescheidenen Gemüte doch Freude machen. 

Es erschien mir ferner angebracht, auch noch einige Werke zu nennen, 
die Ludwig Richter bisweilen unberechtigterweise zugeschrieben werden, 
obwohl er durchaus nicht daran beteiligt war. Es sind glücklicherweise nur 
wenige, und die Angabe „Nicht bei Hoff" wird in den Antiquariatslisten 
hoffentlich mehr und mehr aussterben. Ich habe deshalb auch nur, und ge- 
wissermaßen aus historischem Interesse, aufgeführt, was mir öfters und von 
den verschiedensten Weltgegenden her als Ludwig Richter angeboten wurde. 
Ich tat's, um den Sammler vor Enttäuschungen zu bewahren, nicht, weil ich 
glaubte, daß der Irrtum nun überall würde erkannt werden; denn manches Ein- 
gewurzelte ist unvertilgbar. 

Das Kapitel der Wiederholungen läßt sich noch bedeutend erweitern — 
mehr als der Hauptteil! Wenn mir in dieser Hinsicht Zustimmung aus Sammler- 
kreisen vernehmbar wird, soll es gern ausgebaut werden. Es war nicht immer 
leicht, die Herkunft der zu Wiederholungen benutzten Illustrationen festzu- 
stellen; auch nach dieser Richtung hin könnten die Angaben vervollständigt 
werden. 

Herrn Geheimrat Budde habe ich besonders für die bereitwillige Aus- 
kunft über viele aufgeworfene Fragen zu danken, die anderen Mitarbeiter 
gaben ebenfalls Beiträge, und vor allem beteiligte sich der unermüdliche Dr. 
Martin an diesem Gegenstande. 

Haben wir's den glücklichen Käufern unseres Buches nun recht gemacht, 
so bitten wir sie auch an dieser Stelle, alles zu tun, um den Katalog immer 
besser auszugestalten. Wir bitten, recht viel Neues zu entdecken, Berichtigungen 
einzusenden, und vor 1884 erschienene Bücher mit Wiederholungen dem 
Herausgeber oder Verleger mitzuteilen — einerlei, ob sie wichtig sind oder 
nicht. Ich habe schlechte Erfahrungen mit der Beteiligung der Sammlerwelt 
an Bibliographien gemacht — leider muß das gesagt werden, aber hoffentlich 

395 



Anhang I Bücher mit Wiederholungen Richter's cher Bilder. 

in der 3ten Auflage dieses Buches nicht wieder. Sammeln heißt nicht nur 
einkaufen, aufspeichern, und sich des Besitzes freuen — es bedeutet vielmehr 
aufbauen, forschen, ans Licht bringen, was bei der Beschäftigung mit dem 
Erworbenen entdeckt wurde. Es heißt, sich in das Gesammelte vertiefen, und 
andere daran teilnehmen lassen. Nicht nur eine Pflicht, eine Herzensfreude 
muß es uns sein, daran mitzuwirken, daß unserer großen deutschen Meister 
Lebenswerk durch alle Zeit unvergänglich frisch erhalten wird. 

1. Allerliebstes Allerlei aus den Jugendschriften von J. Traugott 
[Löschke]. Mit Bildern [Holzschnitten] von Ludwig Richter, A. Strähuber 
F. Pocci und S. Dahl. Dresden o. J. 31 SS. (Nach einem Katalog.) 

2. Anthologie für die Kinderstube. Hrsg. von M. Bern. Stuttgart, 
Nitzschke um 1880 (später Leipzig, Drewitz). 

Enthält etwa 40 gute Holzschn. nach L. R. von allerlei Herkunft. 

3. Bilderbuch für kleine Kinder mit Geschichten, Märchen und Rei- 
men von O. L. H. Mit 78 Holzschn. Leipz. Georg Wigand (1853). 

Enth. etwa 20 gute Holzschn. L. R.'s aus Jugendkalender, Hebel u. a. m. 8°, 1 Bl. 62 S. 1 Bl. 

4. The book of german songs from the sixteenth to the nineteenth 
Century. Translated & edited by H. W. Dulcken. London, Ward & Lock, 1856. 

5. 87, 135, 271 je 1 guter Holzschn. nach L. R. aus Hebel, Nr. 1755, 1760, 1783. 

5. Das Buch für meine Kinder. Märchen u. Lieder v. Julius Sturm. 

Mit Holzschn. nach Orig. Zeichn. v. F. Flinzer, Führich, Pletsch, L. R., P. Thu- 
mann u. a. Lpz. Dürr. (1877.) 2. Aufl. 18S0. 3. Aufl. 1910. gr. 8". 

Enthält Nr. 434 aus Voer de Goem, 1552 aus Jugendkalender, 1720 aus Hebel, also keine 
Originalbeiträge. 

6. Das Buch merkwürdiger Kinder. Lebensbilder aus der Jugendzeit 
merkwürdiger Menschen. Hrsg. von Franz Otto. 4. verbess. gänzlich umge- 
staltete Ausg. Leipzig, O. Spamer. 1878. 8°, VIII, 304 S. 

S. 121—145 „Valentin Duval" mit 9 der 15 Holzschn. von L. R. aus der Hl. Jugendzeitung 
1847, Nr. 1302, 03, 06, 07, 09, 10, 12, 13, 14. 

7. Deutsche Dichter und Denker aus der klassischen Zeit. Hrsg. 
unter Mitwirkung der namhaftesten Schriftsteller u. Künstler von L. Lenz. 
Hamburg (1860), gr. Folio, 2 Bl. 188 S. 

S. 78-84 sieben Holzschn. zu Reineke Fuchs, Nr. 1065, 70, 71, 72, 74, 67, 76. 

8. Deutscher Humor in Poesie. Ulustr. v. O. Pletsch, J. Füllhaas u. A. 
Lpz. 1869, C. F. Amelang's Verl. (Fr. Volckmar). 8°, 186 S. 

S. 72 u. 125 die Nr. 1274 u. 78 aus Alte und neue Volkslieder. S. 92 u. 138 Nr. 1099 u. 1123 
aus Alte und neue Studentenlieder. 

Die 2., verm. Aufl., Leipz. 1873, 

enthält noch dazu auf S. 27 die Nr. 1267 aus ..Volkslieder". 

Die 3. Aufl., Leipz. 1883, Textauswahl v. Aug. Sturm, 

enthält ferner aut S. 54 die Nr. 1236 aus ..Volkslieder". 
Textlich und bildlich ein sehr gutes Buch mit vielen Original-Illiislr.'tionen nuieicr künstlet 

396 



Büch er mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. Anhang I 

9. Deutsche Jugend, hrsg. v. Jul. Lohmeyer. (Titel siehe S. 278.) 

Die Bände 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 12, 14, 15, 16, 17, 23, 25, 26 enthalten zus. etwa 60 L. R. Hschte. 
von allerlei Herkunft, die zum Teil (in Bd. 4 u. 23) als Original-Beiträge bezeichnet sind. Das ist 
aber nicht richtig, da nur Bd. 1 u. 14 solche bringen. Die Bände 9, 10, 11, 13, 18-22, 24 u. die 
neuen Folgen enthalten nichts von L. R. Band 8 von 1876 enthält die Variante zu Nr. 2654, die 
hier früher abgedruckt ist, als bei Hoff S. XXX. Es sei auch auf die Bände 16 u. 23 von 1880 
u. 1884 hingewiesen, die gute und reich illustr. Aufsätze über L. R. enthalten. 

10. Deutsches Volksbuchlein für Jung und Alt, hrsg. von G. Nieritz. 
Jahrg. 1844. (= Volkskalender) Berlin, Kiemann. 

S. 45—53 acht Holzschn. aus dem Landprediger, verwendet zu Zeitereignissen. 

11. Deutschland und das deutsche Volk von £. Duller. 2 Bände. 
Leipzig 1845. 990 SS. 

Enthält 150 Ansichten in Stahlstich aus dem malerischen und romantischen Deutschland nach 
L. R. u. A. und 50 kol. Abb. von Volkstrachten nach J. Döring u. A. (Notiz aus einem Katalog.) 

12. Elfenreigen. Auswahl der schönsten Märchen. Berlin (1880...) 
A. Riese. 

Enthält 3 schlecht kolorierte Holzschnitte aus Musaeus. 

13. Fairy tales and legends of many nations. Selected, newly told, and 
translated by C. W. Burkhardt. Illustrated by W. Walcutt and J. H. Cofferty. 
(Motto.) New York, Baker & Scribner, 1849. 8°. 277 S. 16 Bl. 

Frontispice »once upon a time" nach L. R., aus der illustr. Jugendzeitg. 1846, Nr. 1200. 

14. Faust. Polychrome Zeitschrift, Leipzig, Adolph Werl, 1859, Nr. 3. 

Enth. 4 Holzschn. aus Voer de Qoern. 

15. Fliegende Blätter aus dem rauhen Hause zu Hörn bei Ham- 
burg. Beiblatt: Geschichten und Bilder aus der inneren Mission. 

Enthält zahlreiche Holzschn. von L. R. aus „Volkslieder" u. a. Ebenso enthalten andere Ver- 
öffentlichungen des rauhen Hauses Wiederholungen von 1850 — 1890. 

16. Für Kopf und Herz. Fünfzig Lebensbilder für Kinder im Alter von 
8 — 12 Jahren von Franz Wiedemann. Mit Buntdruckbildern von Th. Hose- 
mann u. 40 Holzschn. nach Zeichnungen von L. R., L. Venus u. A. Lpz. u. 
Brschwg. (1872) G. Germann's Verlag, gr. 8. 171 S. 

Enth. etwa 10 weniger bekannte gute Holzschn. als Wiederholungen und zahlr. andere Illu- 
strationen, die von superklugen Leuten ebenfalls für L. R. in Anspruch genommen werden. 

17. Goldenes Bilderbuch für Kinder brav und klug. Verl. v. J. Bagel. 
Düsseldorf. 

Enth. etwa 10 gut kolorierte Holzschn., meist aus Voer de Goern. 

18. Große Freud' für kleine Leut'. Nach Zeichnungen von L. R., 
O. Pletsch u. A. Berlin, Deutsche Verlagsanstalt (1870...) 4°, Bilderbuch. 

Enth. etwa 10 Holzschn., meist aus 111. Jugendzeitg. 1847. Wo dies Buch vorkommt, wird 
es regelmäßig als „nicht bei Hoff" bezeichnet. 

19. Der Hausfreund. Eine Sammlung von Erzählungen und Geschichten 
mit Stahlstichen und Holzschnitten. Lpz. 1856. Georg Wigand. 8°. 72 S. 

Mit 4 ganzs. Stahlstichen aus Nieritz-Kal. 1855 (Nr. 3191-3194), 5 ganzs. und mehreren Text- 
holzschnitten nach L. R. (Nach einem Kat. von Boerner.) 

397 



Anhang I Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. 

20. Illustrirter Hausschatz für die Jugend. Hrsg. von M. Bern. 
Stuttg. Verl. v. W. Nitzschke (1880). gr. 8°, 304 S. 

Enth. etwa 24 Wiederhol, aus Duller; Voer de Goern ; Hey, Bilder und Reime; Deutsches 
Balladenbuch u. a. S. 11 der nicht oft wiederholte Holzschn. zu Bechstein's Märchen, Nr. 1150. 

21. Kindergärtlein. Lieder und Reime deutscher Dichter mit Zeich- 
nungen von Rud. Wegener u. A. Berlin, A.Riese. 8°, Bilderbuch. (1860...) 

Enth. mehrere kolorierte Nachahmungen L. R 'scher Holzschnitte in Steindruck. Plagiat eines 
geschickten Zeichners, der es gamicht nötig gehabt hätte, zu stehlen. 

22. Die Kinderlaube. Illustr. Jugendzeitung in Monatsheften . . . bearb. 
v. H. Stiehler. Dresden, Meinhold u. Söhne. 

Enthält wohl in allen Bänden Wiederholungen L. R 'scher Holzschn., z. B. in Band III (1865) 
S 93, der Steckenreiter, Nr. 1656-58 aus Jugendkalender 1850, S. 200 u. 204 Nr. 1752 u. 1734 aus 
Hebel, bei S. 204 steht: „Original-Zeichnung"! Band IV enthält die Holzschn. 324 u. 327 in Far- 
bendruck. Band 7 u. 11 von 1869 u. 1873 enthalten Holzschn. aus Voer de Goern, ohne Angabe 
der Herkunft! 

23. Kinderleben in Bild und Wort, von Jul. Sturm. 

Vergl. S. 281 und die Anm. nach Nr. 2907. 

24. Kinderiieder von Reinecke. Neue Ges. Ausg. Leipz. Breitkopf u. 
Härtel. 3 Hefte mit je einmal. Wiederhol, von Nr. 3412. 

25. Der Kinder Lust. Für Mütter und Kinder zusammengestellt von 
G. Dittmar. Mit Illustrationen von Andrea, H. Bürkner, S. Dahl, G. Hammer, 
L. R., J. Simmler, P. Thumann, L. Venus u. A. Bielefeld, Verl. v. Velhagen u. 
Klasing (1871). 

Titelblatt und 7 weitere Holzschn. aus Gumpert, Hymnen, ferner etwa 15 Wiederhol, aus 
anderen Werken. Die Wiederhol, aus Hymnen sind nicht häufig. 

26. Kinderlust. Unterhaltungen und Belehrungen zur Bildung des Ver- 
standes .. . von H. Nienhaus. Mit 6 (x2) kol. Bildern, 21 Holzschn. und 
2 Steindrucktafeln. Mülheim a. d. Ruhr, Verl. v. J. Bagel. 8°, 320 S. 

Elf gut kolor. Holzschn. aus Jugendzeitg. u. Volbeding, Kinderleben, je 2 auf einer Tafel 
außer dem Text, 2 Textholzschn. ebendaher. 

Ein Beispiel dafür, daß L. R. auch farbig gut wirken kann. 

27. Die Kinderwelt. In Märchen und Liedern von Hermann Kletke. 
Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen deutscher Künstler. Leipz. 1881, 
Verlag von A. Dürr. 

Enth. S. 22 aus Alte und neue Volkslieder Nr. 1293. Die Bezeichnung des Holzschn. als 
Originalbeitrag ist, wie so oft, auch hier irreführend. 

28. Lachende Kinder. Reimscherze und Scherzreime von Jul. Loh- 
meyer zu heiteren Bildern von Fedor Flinzer, E. Klinisch, O. Pletsch, L. R , 
P. Thumann u. A. Leipz. Dürr. 1882. 

Enth. S. 1 die Variante von Nr. 2654, der Geburtstagsgratulant, und S. 77 Nr. 1239, aus Alte 
und neue Volkslieder. 

29. Lebensbilder deutscher Männer und Frauen von J. Stieler. 

Mit Bildern von L. R., W. Friedrich, E. Klimsch, P. Thumann, A. v. Rößler u. 
L. Burger. Glogau, Veilag von C. Flemming. (1880...) 8°, 2 Bl. 450 S. 3 Bl. 

Enth. 5. 148 U, 170 zwei Holzschn. zu Chr. F. Geliert, aus Aun Iienkalendcr 

Nr. 2597 u. 2598. 

398 



Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. Anhang I 

30. Lebensgeschichte des Nürnberger Schusters und Poeten Hans 
Sachs. Dem deutschen Volke erzählt von jui. Disselhoff. Kaiserswerth, 
Diakon. Anst. 8°, 89 S. 

Enth. 6 Holzschn. aus Musaeus; Christenfreude; Volks- u. Studenten-Liedern. 

31. Lieder, Balladen und Romanzen harmonisch verbunden mit der 
bildenden Kunst durch Illustrationen von P. Thumann, J. Füllhaas u. A. Hrsg. 
von Alb. Traeger. Leipz. 1871. C. F. Amelangs Verlag. Lex. 8°, 5 Bl. 262 S. 

Enth. 10 Wiederhol.: S. 46, 99, 179 aus Studenten-Lieder, S. 188, 219 aus Hebel, S. 83 aus 
Musaeus. 

32. Liederbuch für deutsche Landleute. Gesammelt von J. H. Moe- 
ving. Mit vielen Bildern und Singweisen. Lpz. G. Wigand (1859). 12°, 316 S. 

Enth. etwa 50 schlechte, z. T. arg verstümmelte Holzschnitte aus Hebel, Musaeus, Jugendkai. 
und wird mit konstanter Bosheit als etwas gutes angepriesen, das Hoff entgangen sein soll. Hier 
nur zum abschreckenden Beispiel gebucht. Die „lllustrirten Volks- u. Vaterlandslieder", gesam- 
melt von J. H. Moeving, Lpz. 1860, scheinen ähnlicher Unfug zu sein. 

33. Lieder und Bilder für kindliche Herzen von G. E. Burkhard! . . 

Leipz. G. Thenau 1894. 8°, VIII, 92 S. 

Enth. Verballhornungen nach L. R. aus Hebel, neu gezeichnet u. geschnitten, mit abscheu- 
lichen Veränderungen. Vgl. die Anm. S. 208 nach 1799. 

34. Lose Hefte von Ludw. Kaiisch. Leipz. G. Wigand. 

Wiederholt Nr. 1332 auf dem Umschlag von Heft 2. 

35. Lustige Freistunden. Eine Anleitg. zur . . . Beschäftigung für Kna- 
ben. . . Mit vielen Illustr. von Fedor Flinzer und 5 Bildern von L. R. Dres- 
den, Verl. v. J. H. Richter. 

Enth. S. 47: Genovefa, Nr. 446; S. 49 Heil. Nacht, aus Kinderengel, Nr. 2671 ; S. 53 Vokal- 
und Instrumental-Konzert, Nr. 464; S. 55, Weine nur nicht, Nr. 447; S. 57 Großvaters Leiden und 
Freuden, Nr. 497. 

36. Märchenschatz. Innentitel: Die beliebtesten deutschen Kindermärchen. 
Berl. A. Riese, 1880. . . 

Enth. 6 schlechte Holzschn. aus Es war einmal und der schwarzen Tante. 

37. Mother goose from Germany. Illustrated from designs by Ludwig 
Richter and others. Philadelphia, Frederik Leypoidt . . . 1864. 4°. 72 SS. 

Enthält etwa 20 nicht gleichmäßig gute Holzschnitte nach L. R. Von den anderen Künst- 
lern ist Pocci zu nennen. 

38. Der Paukendoktor, die Brüder und der Exorcismusstreit. 

Drei Erzählungen für die erwachsene Jugend von Gustav Nieritz. Mit 
vielen Holzschnitten. Lpz. Georg Wigand's Verlag. 1842. 8°. 167 S. 

Enth. 15 gute Holzschn. aus dem Landprediger, die für die zuletzt genannte Erzählung be- 
nutzt wurden. Die erste ist von Bürkner illustriert, von wem die zweite? Vgl. A. hinter Nr. 1063. 

39. Das Pfennig-Magazin für Belehrung und Unterhaltung. Neue Folge. 
Leipz. Expedit, des Pfennig-Mag., F. A. Brockhaus. 

1. Jahrg. 1843, enth. 4 Holzschn. S. 5, 49 u. 57 aus Musaeus, S. 129 aus Duller. 2. Jahrg. 1844, 
enth. 3 Holzschn. S. 4, 256, 283 aus Duller. 1845—57 enthalten nichts von L. R. Die anderen Jahrg. ? 

40. Schweizersagen. Erzählt von Adolf Frey. Mit Holzschnitten nach 
Original-Zeichnungen deutscher Künstler. Leipzig 1881. Verlag von Alph. Dürr, 
gr. 8°. 4 Bl. 76 S. 2 Bl. 

Enth. 3 gute Holzschn. aus Volks- u. Studenten- Lieder, aber keine Original-Beiträge L. R.'s. 

399 



Anhang I Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. 

41. Skizzen und Studien aus Haus und Hof, aus Wald und Feld. 
Leipzig, J. A. Barth. 1878. 8°, 210 S. 

Enth. 4 Holzschn., Nr. 2046, 1552, 1771 und 1754 aus Bechstein, Jugendkalender und Hebel, 
die übrigen Illustrationen sind von Ehrhardt, Bürkner, Hammer, Hesse, Fröhlich u. A. 

42. Snaken un Snurren van Willem Schröder. Mit eenem Titelbild 
van C. Reinhardt un fief lütjen Billern van L. R. Berlin, Franz Lipperheide. 
1872. kl. 8°. 105 S. 

Enth. im 1. Teile 5 Holzschn. zu „Dat Wettlopen twischen den Swinegel un den Hasen", aus 
Bechsteins Märchen. 

Dies Buch wird besonders gern als ein mit Original-Beiträgen L. R.'s ausgestattetes Werk 
dem gutmütigen Sammler angeboten. 

43. Souvenir. O frage nichtl Von Georgy und Füllhaas bildlich er- 
läutert. 2. Aufl. Leipz. 1869, C. F. Amelang's Verlag (Fr. Volckmar). 12°. 2 Bl. 
80 S. 2 Bl. 

S. 62 die Nr. 1251 aus Alte und neue Volkslieder. Die erste Aufl. dieses nur durch seinen 
schönen Titel sich auszeichnenden Werkes ist 186S erschienen, sie hat den L. R. -Holzschnitt 
noch nicht. 

44. Spelling-Book or first english book for little learners ... by Dr. 
J. & E. M. Lehmann. First part. Profusely illustrated by 98 wood engravings. 
Manheim & Strasburg, J. Bensheimer. 1876. br. 8°. VIII, 120 SS. 

Enthält 4 Holzschnitte nach L. R. aus verschiedenen Werken ; ferner Holzschn. nach Bertall 
und Dore. 

45. VielHebchen. Lieder, Märchen, Bilder und Reime. Aus Deutschlands 
klass. Liederschatze für das Alter von 6 — 12 Jahren ausgewählt. Berl. A. Riese 
(1880. . .) 

Enth. 10 schlecht kolor. Holzschn. verschiedener Herkunft. 

46. Vierzig Bilder mit Versen zum Vertheilen unter Jung und Alt. Ham- 
burg, Agentur des rauhen Hauses. 5 Mäppchen, also 5x40 einzelne Blätter, 16°. 

Enthalten etwa 50 Holzschn. nach L. R. aus Volkslieder; 111. Jugd. Ztg.; Volbeding, Kinder- 
leben; Jugendkalender; Reise in's Geschichtenland. Vgl. die Anmerkg. zu dem letzteren, S. 260. 

47. Volkskalender (Sächsischer und deutscher) hrsg. v. G. Nieritz. 

Original- Beiträge enthalten: 1842, 44, 45, 46, 47, 49, 50, 52, 53, 55, 56, 58. 

An Wiederholungen finden sich 1843—77 die Monatsbilder; 1844, 7 Holzschnitte aus dem 
Landprediger; 1854, vier Holzschn. aus Beschauliches und Erbauliches; 1859 drei Holzschn. .Volks- 
bildergallerie" aus Bechstein und Goethe-Album; 1865 ein Stahlstich zu Näbis Uli, Der arme Mann 
im Toggenburg (1852). 

Manche der Kalender enthalten auf dem Umschlag Abdrucke einzelner Holzsch. aus Bechstein, 
ebenso enthält der Jahrg. 1854 „Einige Bilderproben", 5 Holzschnitte aus diesem 1853 erschienenen 
Märchenbuche als Reklame, nebst der Angabe: »Der Preis ist nur ein Th.iUi 

Die Jahrgänge 1848, 51, 57, 60-64, 66—67 enthalten ai'fier den Monatsbildeni nichts 
von L. R. 

48. Die Welt der Kleinen. Ein deutsches Hausbuch in Wort, Bild 

und Lied. Hrsg. v. K. Dorenwell. Mit Holzschn. nach Or.-Zeichn. deutscher 

Künstler. Leipz. A. Dürr. 1881. 

Die Holzschn nach 1.. R. sind keine Orig. -Beiträge, sondern stammen UU '- r ^sktl. 

(Nr 1225) und den Volksliedern. 

400 



Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. Anhang I 



Volksbücher, hrsg. v. G. O. Marbach. (Vergl. S. 137 Titel wie S. 138 u. folg.) 
Übersicht der Wiederholungen: 

49. Volksbuch Nr. 28, 29 Sprichwörter und Spruchreden der Deutschen.' 

Titelb. = Nr. 683 ; S. 3 = 771 ; S. 7 = 684 ; S. 8 = 853 ; S. 10 = 767 ; S. 16= 705 ; S. 19 = 690 
S. 22 = 716; S. 21 = 856; S. 26 = 685; S. 27 = 774 ; S. 34 = 666; S. 39 = 704; S. 46 = 714; 
S. 50 = 688; S. 57 = 814; S. 61 = 1024; S. 65 = 775; S. 77 = 707 ; S. 80 = 848; S. 89=1029; 
S. 90 = 702; S. 94 = 689; S. 95 = 676; S. 96 = 673; S. 107=1026; S 112 = 708 ; S. 116 = 660; 
S. 118 = 712; S. 120 = 701; S. 124 = 1015; S. 129 = 860; S. 131 = 681, in Sa. 33 Wiederhol. 

S. 5, gleich S. 40, nicht von L. R., aus Volksb. 4. 

50. Volksbuch Nr. 34. Herzog Ernst. 

S. 3 = Nr. 1031 ; S. 6 = 1034 ; S. 8 = 671 ; S. 13 = 860 ; S. 19 = 1041 ; S. 45 = 1024 Titel- 
holzschn., Seite 21 u. S. 41 nicht von L. R. 

51. Volksbuch Nr. 36, Der Schwanenritter, vgl. S. 171. 

52. Volksbuch Nr. 38, Der deutsche Fabelschatz. 

Titelholzschn. = Nr. 1201; S. 53 = 1214; S. 57 = 1201; S. 61 = 1219; S. 65 = 1211; S. 69 = 1213. 
Die anderen Holzschn. sind von Kirchhoff aus dessen „Lieder u. Fabeln für die Jugend." 

53. Volksbücher Nr. 47, 48, Joachim und Anna, später mit Nr. 47 be- 
zeichnet, vergl. S. 182. 

54. Volksbücher Nr. 49, 50, Geschichte Jesu Christi, später mit Nr. 48 
bezeichnet, vergl. S. 183, 

55. Volksbuch Nr. 49 (spätere Nummer) Dorfgespräche 1. 

Titelholzschn. = Nr. 1314. 

56. Volksbuch Nr. 50 (spätere Nummer) Dorfgespräche 2. 

Titelholzschn. = Nr. 1305; S. 20 = 1310; S. 22 = 1312, S. 50 = 1300, S. 60 = 1205. 

57. Volksbuch Nr. 51, Volksmärchen. 

Enth. 4 Wiederhol, aus dem Märchenbuch für Kinder, von Ferd. Schmidt. Titelholzschn. u. 
S. 56 = Nr. 1664 ; S. 3 = 1660 ; S. 33 = 1661 ; S. 49 = 1662, uud S. 68 aus 111. Jugd.-Zeitg. Nr. 1319. 

Die Holzschn. aus Volksb. 15—16—17, Reineke Fuchs, sind in sehr 
guten Drucken wiederholt in der Miniatur-Ausgabe gleichen Titels, vergl. S. 144 
Anm. nach Nr. 777. Die Wiederh. in den Volksb. 18 Wigolais, und 33, Egin- 
hard, siehe S. 147 u. 158. 

Die Holzsch. der Volksb. Nr. 2, 4, 11, 19 u. 20, 41-42—43, 44, 45, 46, 52, 53 sind nicht von 
L. R. (Nr. 46 von Muttenthaler). Die Volksb. Nr. 27 u. 35 haben keine Illustr., nur je eine Vignette 
auf d. Titelbl. n. n. L. R. 

58. Eine späte Verwendung fanden einzelne Holzschnitte der Volksbücher 
in Deutsche Volks- und Heldenbücher. Für die Jugend hrsg. von E. L. 
Rochholz. Mit 29 Textabb., u. 6 Farbendruckbildern von Prof. C. Offter- 
dinger Stuttg u. Leipzig (1880...) Verlag von F. Loewe. 8°, 224 S. 

59. Dat Wettloopen twischen den Swinegel un den Haasen up de lütje 
Haide bi Buxtehude. Plattdeutsches Volksmärchen, verfaßt von Dr. Wilhelm 
Schröder. Neue, einzig rechtmäßige, vom Verfasser selbst veranstaltete Original- 
ausgabe. Als Anhang dazu: „De Bruutganter", Humoreske aus dem platt- 
deutschen Volksleben. Mit Holzschnitten nach Zeichnungen von Ludwig 
Richter. Hannover 1868. Schmorl von Seefeld. 8°, 20 Seiten u. 1 leeres Blatt. 

Enthält 5 Holzschnitte aus Bechsteins Märchenbuch, 2 aus der ersten 111. Auflage von 1853 u. 
3 aus der zweiten III. Auflage von 1857 Nr. 2058/59 u. Nr. 2533/35. Vergl. hierzu Wiedetholg. Nr. 42. 

401 26 



Anhang I Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. 

60. Zur guten Stunde. Gesammelte Volkserzählungen von Berthold 
Auerbach. In zwei Bänden. Mit 334 Bildern nach Origin.-Zeichnungen von . . . 

Ed. llle, W. v. Kaulbach, Ad. Menzel, P. Meyerheim . . ., L. R., Jul. Schnorr, 

Jul. Scholz, Moriz v. Schwind, Paul Thumann. Stuttg. Hoffmann'sche Verlags- 
Buchhandlg. o. J. 

Enth. S. 1 den Holzschn. Nr. 2590, vgl. die Anmerkung dazu auf S. 256. S. 12—33 zehn 
Holzschn. zu Gellerts letzte Weihnachten, Nr. 2291—2600. S. 352—83 dreizehn Holzschn. zu Frie- 
drich der Große von Schwaben, Nr. 2685—97. 

Die Drucke sind gut und das schöne Werk behält neben den Volkskalendern Auerbachs, deren 
L. R. -Bilder es sämtlich enthält, seiner stattlichen Form wegen volle Geltung. 

61. Zwölf Kinderreime aus Klaus Qroth's Voer de Goern, in Musik 
gesetzt von J. v. Bronsart. Op. 17. Leipzig 1882. 4°. 

Enth. 10 Holzschnitte aus Voer de Goern (Nr. 399 usf.). 

62. Es sei darauf hingewiesen, daß der Deutsche Jugendkalender für 
1853, Lpz. Georg Wigand, auf seinem letzten Blatte eine Ankündigung des 
ABC-Buches von Rob. Reinik bringt nebst einem prächtigen Abdruck des 
L. R.'schen „Bild er mann", Nr. 1152. Ohne dies Blatt ist der Kalender 
unvollständig! 

Die französischen Kinderbücher: Champfleury, Les enfants, Paris 
1873, und Gramont, Les bons petits enfants, Paris o. J., enthalten ver- 
mutlich nicht autorisierte Abdrucke von Holzschn. L. R.'s aus Jugendkalender 
und 111. Jugendzeitung. 

Album für Deutschlands Töchter. Lieder und Romanzen. Mit Illu- 
strationen von E. Götze, W. Georgy (spätere Auflagen noch: W. Souchon, 
E. Geissler) und färb. Titelbilde von C. Scheuren. Lpz. 1850—60, mehrere 
Ausgaben. 

Obwohl alle Illustratoren auf dem Titelblatt ehrlich genannt sind, wird dies Buch von findigen 
Geschäftsleuten oft L. R. zugesprochen. Es hat nichts mit Ihm zu tun. 

Der kleine Catechismus D: Martin Luther 's, Verlag von C. C. 
Meinhold & Söhne Dresden. 8°, 54 SS. 

Obwohl auf dem Titelblatte deutlich zu lesen ist: »,Mit 24 Holzschnitten von C. Peschel in 
Holzschnitt von A. Gaber", ist ebendieses Titelblatt in Katalogen rühriger Antiquare doch für L. R. 
ausgegeben worden. Nicht alie schönen Holzschnitte, die an L. R. erinnern, sind von L. R. 

Dichtergrüße. Neuere deutsche Lyrik, ausgewählt von Elise Polko. 
Leipzig, 1860—70, viele Auflagen. 

Die bekannte Anthologie ist von Füllhaas, Süs und Thumann illustriert, alle drei werden oft 
mit L. R. verwechselt, auch in anderen Büchern. 

Erzählungen und Geschichten aus dem deutschen Mittelalter. 
Für die reifere Jugend hrsg. von Ed. Niemeyer. Mit vielen Illustrationen. 
Dresden, C. C. Meinhold (1870...) 8°, 116 S. 

Sowohl die 4 Steindrucke, wie die zahlreichen Holzschnitte erinnern an L. R. Ein im Verlag 
Meinhold tätiger Zeichner, für „Kinderlaube" und anderes, mag sich an dem Landsmann geschult 
haben. So hat auch W iedemann , Wie ich meinen Kleinen die biblischen Oeschichtt-n 
erzähle, ein um 1860 im gleichen Verlage erschienenes Buch in den ersten Auflagen zahlteiche 
Holzschn , die durch Strich und Form an die Illustrationen zu den Volksbüchern «ich anlehnen. 

402 



Bücher mit Wiederholungen Richter'scher Bilder. Anhang I 

Die deutschen Volksbücher von Gustav Schwaab. 

Die Illustrationen zu den Stuttgarter Ausgaben (Lieschina) stammen von Hensel und Petze, 
die zu den in Gütersloh bei Bertelsmann erschienenen Ausgaben sind von Pletsch, Camphausen, 
Dietrich, Ehrhardt, Grosse, Manes, v. Oer, Sachse aber nicht, wie immer wieder behauptet wird, 
z. T. von Ludwig Richter. Ausgaben auch nur mit Wiederholungen nach L. R. sind mir unbekannt. 

Zweihundert deutsche Männer in Bildnissen und Lebensbeschrei- 
bungen. Hrsg. von Ludwig Bechstein. Lpz. Georg Wigand 1854. 

Das schöne Werk hat alle Aussicht, sich zu einem unerkannten Ludwig Richter zu entwickeln. 
Es wurde, vorläufig noch mit einem Fragezeichen, schon mehrmals so angeboten. Die Bildnisse 
sind von E. Sachsse, z. Tl. auch wohl von H. Bürkner gezeichnet. L. R. hat daran nicht mit- 
gewirkt, auch Bechstein's Text gehört nur der ersten Auflage. 



Gut und sauber koloriert erschienen: 

Nr. 864, Musaeus. In der von Thomas für die Jugend bearbeiteten Aus- 
gabe hat jedes Bändchen einen bunten Titelholzschnitt. 

Nr. 1064, Die Ammenuhr. 

Nr. 1065 ff. Reineke der Fuchs, in der „Neuen Aufl." Leipz. bei Renger. 

Nr. 1440 — 55, Nußknacker und Zuckerpüppchen, in Farbendruck. Vgl. 
S. 188 Anm. oben. 

Nr. 1930, 2246, 2326, Knecht Ruprecht. S. 232 Anm. oben. Die Hefte 
erschienen auch einzeln farbig. 

Nr. 2653—59. Luthers Brief an sein Söhnlein Hänsichen. Vgl. S. 259 Anm. 
nach Nr. 2659. 

Nr. 3297 ff. Reineke der Fuchs (Steindruckausg). 

Nr. 3326 ff. Bilder und Reime für Kinder. 

Nr. 3357 ff. Kletke, Der neue Kinderfreund. 

Nr. 3416. Die Feier des Weihnachtsabends. 

Nr. 3422, 23. Heger, Jugendbibliothek. 

Von den Wiederholungen sind gut koloriert: Nr. 17, 22, 26, 
weniger gut Nr. 12, (21), 45. 

Ich bitte um Angaben über sonst bekannt gewordene Kolorierungen. 

Nach Nr. 629, Eine Kapelle, sind farbige Abziehbilder in Verkleinerung erschienen, die 
recht gut und originalgetreu angefertigt wurden. Andere Holzschnitte wurden durch bunte Abzieh- 
bilder schlecht kopiert. Bekannt geworden sind mir z. B. 924, 1000 aus Musaeus; 783 aus dem 
Landprediger; 1083, 1101, 1123, 1131 aus Studentenlieder, und 1236 aus Volkslieder. 



403 



26* 



II. 

KÜNSTLER UND KUNST AN STALTEN 

DIE NACH L. RICHTER GEARBEITET HABEN 

IHRE UNTERSCHRIFTEN UND MONOGRAMME 

NACHRICHTEN ÜBER IHR LEBEN UND WIRKEN. 

Dieses von Hoff mit dem größten Fleiß und unabsehbarer Mühe zusammengestellte Verzeichnis 
durfte nicht verloren gehn, da es für die Geschichte der vervielfältigenden Künste im 19. Jahrhundert 
eine unschätzbare Quelle ist. Nur hie und da habe ich es vervollständigen oder berichtigen können. 

Die Facsimile's der Bezeichnungen und Monogramme mußten durch Umschreibung ersetzt 
werden. 

Die Angaben nlebt in Leipzig (Stuttgart, London . . .)" beziehen sich auf das Jahr 1876. 

X = Xylograph, Holzschneider, R = Radierer, K = Kupfer- (auch Stahl-) stechet, L = Lithograph. 

X: Jakob Julius Ade, geb. zu Stuttgart 27. März 1828, lebt in Leipzig. 
Schüler von C. Deis in Stuttgart. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Zu meiner Ausbildung ging ich nach München, von dort nach Leipzig. 
Ein Monogramm führe ich gewöhnlich nicht — ich habe unter meinen Schnitten 
häufig meinen Namen, oft aber gar nichts. Was die Richter'schen Zeichnungen 
anbelangt, so habe ich dieselben hauptsächlich für O. Wigand geschnitten, es 
ist aber zu lange her, dass ich sie specificiren könnte. Für Gaber habe ich 
viele Holzschnitte, worunter auch Richter'sche waren, gefertigt. — Julius Ade. 
Leipzig, September 1876." 

X: John Allanson, geb. zu Newcastle in Northumberland am Anfang 
des 19. Jahrhunderts, gest. in Toronto am Ontario-See in Canada 1859. Schüler 
von Bewick in Newcastle, dem Begründer der englischen Holzschneidekunst. 
Mitteilung von: „W. A. Nicholls, London, Juni 1876." 

Unter Hschn. nach L. R. die Bezeichnungen: J Allanson 1843 (Schreib- 
schrift), ALLANSON, auch in Spiegelschrift. — ALLANSON sc. — JA., auch 
die beiden Buchstaben verbunden. — ALLANSON LEIPZIG. — Siehe auch 
„Nicholls & Allanson." 

In den 40er Jahren in Leipzig tätig. „J. Allanson war von den Engländern 
der, welcher Richter'sche Sachen am besten geschnitten hat. E. Riewel, Wien, 
Mai 1876." 

X: J. Allanson, Xylographische Anstalt, früher in Leipzig. (Firma er- 
loschen.) Siehe: John Allanson. 

Nur die Holzschnitte, die mit „Allanson sc." bezeichnet sind, sind als 
seine eigenen Arbeiten anzusehen, dagegen die mit „Allanson" in der Regel 
als solche seiner Gehilfen. 

405 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

K: J. Appleton aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: gest. v. J. Appleton. 

L: Arnz & Comp., Lithographische Anstalt in Düsseldorf. 
Unter Lithograph, nach L. R. die Bezeichnung: Arnz & Comp. 

L: F. Bach. Näheres nicht zu ermitteln. 

Unter Lithograph, nach L. R. die Bezeichnung: F. Bach lith. 

L: J. G. Bach, Lithographische Anstalt in Leipzig. 

Unter Lithograph, nach L. R. die Bezeichnung: Lith. Anst. v. J. G. Bach, 
Leipzig. 

X: Friedrich Wilhelm Bader, geb. zu Brackenheim bei Heilbronn. 
3. Juli 1828, lebt in Wien. Schüler von C. Deis in Stuttgart. Arbeitete 1850—51 
in Gaber's Atelier. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: BADER. — BADER sc. 

„Durch Richter's Schöpfungen wurde mir die Gelegenheit für meine 
künstlerische Ausbildung geboten. Sehr viele von mir in Schnitt ausgeführte 
Richtersche Zeichnungen haben keine Unterschrift. — F. W. Bader, Wien, 
Februar 1876." 

X: Wilhelm Barnard, geb. zu Dresden 17. November 1827, lebt in 
London. Autodidakt. 

Unter Hscht. nach L. R. die Bezeichnung: Wund B verschlungen (Nr. 316), 
W [am] B sc. (Nr. 1800). 

„Ich bin in St. Petersburg bei einem Goldgraveur in der Lehre gewesen, 
doch da mir das Geschäft nicht gefiel, übte ich mich, nachdem ich meine 
Lehrzeit bestanden, nach Mustern, die ich mir aus einer Druckerei entlehnte, 
im Holzschneiden. Mit den geringen so erworbenen Kenntnissen begab ich 
mich nach Paris in das Geschäft von: Best, Regnier & Comp., dort arbeitete 
ich zwei Jahre, ging dann nach Dresden, nach vier Monaten nach Leipzig 
und bin nun hier seit zwei und zwanzig Jahren eingebürgert. Während 
meines kurzen Aufenthaltes in Dresden im Jahre 1853 habe ich für Gaber 
einige Richter'sche Zeichnungen geschnitten, doch wäre es mir unmöglich 
anzugeben wie viel, und für welche Werke sie bestimmt waren. Eine dunkle 
Erinnerung habe ich, dass die Spinnstube für 1854 genannt wurde. — W. Bar- 
nard, London, April 1876." 

X: Friedrich Robert Baum, geb. zu Barneveit in Holland 17. März 1S2-4. 
lebt in Leipzig. Schüler von Ritschi von Hartenbach, früher in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: R [rückwärts am] B (Duller). 
So erklärt Hoff das Zeichen; doch müßte Baum dann schon als Knabe ge- 
arbeitet haben. — R. BAUM. — R. BAUM sc. 

„Meine weitere Ausbildung verdanke ich dem Kunst-Institut von Arn/ b 
Comp, in Düsseldorf. Ich habe 1851 bei J. D. Sauerländer einige Zeichnungen 
für die Spinnstube geschnitten. — F. R. Baum, Leipzig, Juli 1S7o." 

406 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

X: Carl Adolph Emil Becker von Lichtenströhm, geb. zu Dresden 
16. April 1S27, lebt daselbst. Schüler von H. Bürkner in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: BECKER. — BECKER sc. 

„Bei Richtersachen habe ich gewöhnlich den Namen BECKER gestochen. 
Ich verliess die Richtung dieses Erwerbes durch den Trieb gesicherter im 
Leben zu stehen und wendete mich dem Beamtenstande zu. — Becker v. 
Lichtenströhm. Dresden, März 1876." 

X: J. C. Beneworth aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Hscht. nach L. R. die Bezeichnung : Beneworth. S. C (Schreibschrift). 
„In den 40er Jahren in Leipzig thätig; dann in Paris, von wo er nach 
Brüssel ging." — Mitteilung aus: „Paris, October 1876." 

K: E. Benjamin aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: Gest. v. Benjamin. — Gest. 
v. E. Benjamin. 

X: Carl Friedrich Robert Berger, geb. zu Dresden 4. Juli 1826, 1848 
nach Amerika ausgewandert. Schüler von H. Bürkner in Dresden. Aus den: 
„Akademie-Acten. Dresden, Mai 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

X: Best & Regnier, Xylographische Anstalt in Paris. 

Unter Hscht. nach L. R. die Bezeichnung: BEST & REGNIER. 

K: Leopold Beyer, lebte in Wien; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: Gest. v. L. Beyer — gest. 
v. Leop. Beyer in Wien. 

X: August Hermann Bosse, geb. zu Magdeburg 6. Juni 1824, 1848 
nach Amerika ausgewandert; 1854 aus Chicago die letzten Nachrichten. Mit- 
teilung v. d. „Polizeiamt. Magdeburg, October 1876." Schüler von H. Bürkner 
in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: H [an] BOSSE — BOSSE. 

X: Gottlieb Friedrich Bott, geb. zu Stuttgart 1. April 1828, lebt da- 
selbst. Schüler von C. Deis in Stuttgart. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: G. BOTT sc. 

„Mein Name oder Monogramm ist von frühester Zeit nicht anders ge- 
wesen als wie in: „Scherer's Kinderbuch", nur wird das G. bei kleinerer 
Schrift meist unkenntlich und als C. angesehen. — G. F. Bott. Stuttgart, 
Mai 1876." 

X: Carl Georg Brandt, geb. zu Strehla a. d. Elbe 28. Januar 1838, 
lebt in Dresden. Schüler von L. Kretzschmar in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Bei meiner kurzen Thätigkeit im Gaber'schen Atelier habe ich nur wenige 
Zeichnungen von Ludw. Richter geschnitten. Thörichter Weise habe ich mich 

407 



Anhang II Kunstanstalten, Holzschneider, Radierer usw. 

nie meines Namens noch eines Monogrammes bedient. — C. Q. Brandt. 
Dresden, Mai 1876." 

X: D. Louis Henri Breviere, geb. zu Forges les Eaux (Untere Seine) 
15. Dezember 1797; Näheres nicht zu ermitteln. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen : BREVI ERE sc. — Breviere, sc. 
[in Schreibschrift]. 

„Breviere war Petschaftstecher zu Rouen, als er sich mit 16 Jahren den 
seit lange vernachlässigten Forschungen der Holzschneidekunst zuwandte. Er 
arbeitete in den 40er Jahren in Paris, ging später nach Rouen zurück, wo er 
starb." — Mitteilung aus: „Paris, October 1876." 

X: F. A. Brockhaus, Xylographische Anstalt in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: F. A. BROCKHAUS. X. A. 

K: W. Buckle aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v. W. Buckle. 

X u. R: Hugo Leopoid Friedrich Heinrich Bürkner, geb. zu Dessau 
24. August 1818, gest. in Dresden, Januar 1897. Professor der Holzschneide- 
kunst (auch Radierer) an der Akademie daselbst. Schüler von F. L. Unzel- 
mann in Berlin. 

Unter Holzschnitten und Radierungen nach L. R. die Bezeichnungen: 
H [am] B — 18 H [am] B 75 — H. Bürkner sc. — Gest. v. Bürkner. — rad. v. 
H. Bürkner u. L. Friedrich. 

„Es würde mir, da mir die Werke Richters nicht so vollständig zur Hand 
sind, fast unmöglich sein meine Mitwirkung bei Ausführung der Blätter einiger- 
massen correct zu beantworten, da trifft es sich gut, dass ich von dem grös- 
seren Theil der Darstellungen, an denen ich aufzeichnerischen Antheil habe, 
und namentlich auch von den umfänglicheren Blättern meine Pausen auf- 
gehoben habe. 

Ich habe dazu zweierlei zu bemerken: 

1) Während ich die Aufzeichnungen in den letzten Werken Richter's 
ziemlich vollständig ausführte, zum Theil sogar nach unfertigen Entwürfen, 
habe ich bei früheren Blättern oft nur das Figürliche (resp. mit Interieurs) 
vollständig gezeichnet, während Richter das Landschaftliche (wozu er weniger 
scharf und genau zu sehen brauchte) vollständig selbst hinzufügte. Bei 
anderen Blättern habe ich das Ganze so vorgezeichnet, dass Richter mit 
weniger eigner Nachhülfe die Zeichnung fertig stellen konnte; bei ganz ver- 
einzelten Blättern habe ich vielleicht selbst nur die Pause geliefert. Durch- 
gängig haben jedoch meine Aufzeichnungen seiner Revision unterlegen, und 
er hat Kopfchen und was ihm sonst nothwendig schien und besonders das, 
was ich ihm (als fraglicherer Art) dazu nur durch leise Aufzeichnung pri- 
parirte, fertig gemacht. Es würde s »mit -ehr schwer sein meine Mitwirkung 

408 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

dabei vollständig zu detaillieren und restzustellen. Immerhin geben die Pauser. 
sicheren Anhalt. 

2) Auch zu früheren rein illustrativen Bildern, z. B. schon zu Musäus und 
zu mehreren Jahrgängen der Spinnstube habe ich ähnlich mitgewirkt. Im 
Grunde kommt es so speciell wohl auch nicht viel darauf an und wenn über- 
haupt festgestellt bleibt, dass ich vielfach das Glück und die Ehre hatte in 
der dargestellten Art an diesen Illustrationen mitzuwirken, so ist das auch 
für Sammler und für die „Geschichte" wohl ausreichend. — H. Bürkner, 
Dresden, 10. Februar 1876." 

„Ich bemerke nur, dass ich persönlich seit 1848 nicht mehr in Holz ge- 
schnitten habe und dass ich im Ganzen kaum 10 Bl. nach Richter überhaupt 
schnitt. Auch habe ich nie von meinen Gehülfen meine Firma unter die für 
und durch mich gearbeiteten Blätter setzen lassen, obwohl sie alle meiner 
ganz speciellen holzschneiderischen Correctur unterlagen. So ist auch der 
grösste Theil der Blätter von Oertel und Günther nach Richter eigentlich aus 
meinem Atelier hervorgegangen, wie Alles was Zscheckel, Gocht, Steinbrecher, 
Bosse, Hertel und A. Kretzschmar geschnitten haben. A. Gaber verfuhr um- 
gekehrt, er fügte vielen aus seinem Atelier hervorgegangenen Arbeiten seinen 
Namen zu und entfernte die Namen der eigentlichen Holzschneider, die meist 
auf den Probedrücken noch zu finden sind, vor der Verwendung zur Auf- 
lage. — H. Bürkner, Dresden, 28. Februar 1876." 

K: J. Carter aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. von J. Carter. 

K: S.J. Davis aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: S. I. Davis. 

K: Dawson aus England; Näheres nicht zu ermittein. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v. Dawson. 

K: W. Deeble aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v. W. Deeble. 

X. u. K: Carl Deis, geb. zu Stuttgart 25. November 1810, lebt daselbst. 
Holzschneider und Kupferstecher. Unter D. Breviere und Brungnot in Paris 
gearbeitet. 

Unter Hschnt. nach L. R. die Bezeichnungen: D. & L. — Deis. (auch 
Deiss) Leidheker (auch Leidhecker.) — DEIS (auch DEISS) & LEIDH ECKER. 

„Die Arbeiten, die wir ausgeführt haben, waren immer mit „Deis & Leid- 
heker" bezeichnet, ob auch Arbeiten mit „D. & L." bezeichnet sind, ist mir 
im Augenblick nicht mehr erinnerlich. — C. Deis. Stuttgart, Mai 1876." 

X: Deis & Leydhecker, Xylographische Anstalt, früher in Stuttgart. 
(Firma erloschen.) 

Siehe: C. Deis und H. Leydhecker. 

409 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

X: Edmund Dell, geb. zu Nürnberg 3. Dezember 1821, lebt in Wien. Mit- 
teilungv.d. „Polizeiamt. Nürnberg,August 1876." Schülervon Rühlingin Nürnberg. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnungen gefunden. 

„Ich habe selten meinen Namen bemerkt und höchstens acht bis zehn 
Schnitte allein gefertigt, da ich zu der Zeit meistens Qaber in die Hand 
arbeitete. Nur die Richter'sche Manier für den Holzschnitt ist die richtige 
und alles andere muß als Nachäffung des Stahlstiches betrachtet werden. - 

E. Dell. Wien, September 1876." 

X: August Gotthold Dietrich, geb. zu Briesnitz bei Dresden 5. Februar 
1843, gest. zu Dresden 31. Dezember 1869. Schüler von H. Bürkner in Dresden. 
Aus den: „Akademie-Acten. Dresden, Mai 1876." 

Unter Hscht. nach L. R. die Bezeichnung: Qotth. Dietrich sc. 

X: Carl Dietrich, geb. zu Pirna a. d. Elbe 5. Januar 1876 (?, so Hoff, 
wohl 1846), lebt in London. Schüler von A. Gaber, früher in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Was meine Arbeiten anbelangt, kann ich mich nach so langen Jahren 
unmöglich entsinnen, was ich geschnitten habe. Auch hatte ich unter meine 
Arbeiten Gaber's Namen zu setzen. — C. Dietrich. London, Januar 1876." 

K: A. Dworzack, lebte in Wien; Näheres nicht zu ermitteln. 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v= A. Dworzack in Wien. 

X: Eduard Wilhelm Engelmann, geb. zu Leipzig 7. Februar 1825, 
gest. daselbst 2. April 1853. Mitteilung v. d. „Polizeiamt. Leipzig, August 
1876." Schüler von J. Allanson und W. A. Nicholls, früher in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: E. E. sc. — E Engelmann sc. — 
Flegel. E. — FLEGEL. E. E. sc. — X. A. v. FLEGEL. Engelmann. - X. A. v. 
FLEGEL. E. Engelmann. — X. A. v. FLEGEL. E. Engelmann sc. — X. A. v. G. 

F. E. E. 

T. S. Engleheart aus London; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: T. S. Engleheart. 

X: Hermann Fincke, geb. zu Dresden 25. November 1S45, lebt daselbst. 
Schüler v. A. Gaber; später in Bürkner's Atelier unter dessen Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: H. FINCKE sc. 

„Mein Monogramm : H. Fincke sc, welches unter allen meinen Arbeiten 
steht. — H. Fincke. Dresden, Februar 1876." 

K: Johann (gen. Hans) Daniel Gottlieb Fincke, geb. zu Berlin 
5. Januar 1800, gest. in Bad Kreuznach 12. August 1S49. Schüler von Buch- 
horn in Berlin. Mitteilung von Herrn Inspektor A. Luckwaldi (Bruder des 

Künstlers), Berlin, August 1876. 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: H. Fincke sculp. 
v. H. Fincke. 

410 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

X: Johann Gottfried Flegel, geb. zu Leipzig 18. Mai 1815, lebt daselbst. 
Autodidakt. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: FLEGEL. — FLEGEL sc. — 
G. FLEGEL sc. — I. G. FLEGEL. — J. G. Flegel sc. (Schreibschrift). — J. G- 
Flegel sc. — I. G. FLEGEL sc. 1845. - X. A. Fl. sc. - X. A. v. FLEGEL. — 
X. A. v. FLEGEL sc. — X. A. v. FLEGEL fc. 

„Um die Technik kennen zu lernen bei Beneworth gearbeitet. Fast unter 
jedem der von mir ausgeführten Bilder steht mein Name. — J. G. Flegel. 
Leipzig, Februar 1876." 

X: J. G. Flegel, Xylographische Anstalt in Leipzig. 
Siehe: Flegel, Engelmann, Geller und Illner. 

K: Julius Fleischmann, geb. zu Meissen a. d. Elbe 18. März 1813, lebt 
in Großenhain in Sachsen. Schüler von A. Richter (des Meisters Vater) und 
A. Krüger in Dresden. 

Unter Radierung nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v. Fleischmann. 

Mitteilung v. d. Künstler: „J. Fleischmann. Grossenhain, September 1876." 

K: A. Flinsch. 

Unter der Radierung „Henriettchen" Nr. 2988 die Bezeichnung: „A. F. sc. 
1865." 

R. u. K: Gotthelf Emil Louis Friedrich, geb. zu Dresden 22. Juni 1829, 
lebt daselbst. Maler, Radierer und Kupferstecher. Schüler v. J. C. Thäter in 
München und L. Richter. 

Unter Radierungen nach L. R. die Bezeichnungen: L [durch das] F 1866. 
gest. — L. Friedrich gest. — Rad. v. L. Friedrich. — gez. u. gest. v. Lud. Fried- 
rich. — rad. v. H. Bürkner und L. Friedrich. 

Mitteilung v. d. Künstler: „L. Friedrich. Dresden, Juli 1876." 

K: Karl Ludwig Frommel, geb. 29. April 17S9, gest. 6. Februar 1863. 
Schüler von Becker und Haldewang; pflegte mit Winkles zusammen besonders 
den Stahlstich. 

K: Frommel & Winkles, englische Kunstanstalt, früher in Leipzig 
(Firma erloschen). 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Frommel u. Winkles sculp. 

X: W. Früchtnicht. 

W. Früchtnicht sc, W. Früchtnicht X. A. Hamburg. — Späteste Holzschnitte 
im Kinderfreund. 

X : August Gaber, geb. zu Köpperning bei Neiße in Schlesien 14. November 
1823, lebt in Berlin. Autodidakt; später einige Zeit in Bürkner's Atelier gearbeitet. 

Unter Holzschnitten nach L. R. die Bezeichnungen: G — G durch A, es 
überragend — A.G. — Gaber (Schreibschrift). — Dasselbe in Spiegelschrift. — 

411 



Anhang II Künstler und .Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

QABER. — Dasselbe auf dem Kopf stehend sc. — Oaber sc. — GABER sc. — 
A. GABER. — A. Gaber. — A. GABER sc. — AUG. GABER. 1848. - A. v. A. 
Gaber. — At. v. A. GABER. - X. A. v. GABER. — X. A. v. A. GABER. - 

A. v. G. & R. — Das Monogramm ist öfter nachträglich weiß in den fertigen 
Stock eingeritzt, ein Zeichen, daß Gaber eines anderen Arbeit nur ergänzt 
oder verbessert hat. 

„Hat niemals einen Meister gehabt um das Holzschneiden zu erlernen; 
nur die überaus grosse Liebe zu Bildern und der Trieb, solche anzufertigen, 
hat ihn schon als Knabe von zwölf Jahren zu den ersten Versuchen veranlasst. 
Ohne zu wissen was ein Holzschnitt ist, hat er seine eigenen Zeichnungen 
mit dem Messer in Holz eingeschnitten und abzudrucken versucht. Auf diese 
Weise, durch Liebe zur Kunst, Fleiss und Ausdauer sich selbst bildend, sind 
im Jahre 1848 die ersten Holzschnitte nach Zeichnungen von L. Richter aus 
seinen Händen hervorgegangen. — A. Gaber. Berlin, April 1876." 

X: Gaber & Richter, Xylographische Anstalt und Verlag in Dresden 
1856—1860. (Firma erloschen.) 

Siehe: Gaber, Geringswald, Hansen, Manger, F. W. Obermann, Riewel 
und Roloffs. 

X: Christian Friedrich Julius Geiling, geb. zu Dresden 31. Oktober 
1831, lebt daselbst. Aus den: „Akademie-Acten. Dresden, Mai 1876." Schüler 
von H. Bürkner in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

K: Johann Martin Friedrich Geissler, geb. zu Nürnberg 30. März, 
1779, gest. in Nürnberg 9. Januar 1853. Mitteilung v. d. „Polizeiamt. Nürn- 
berg, October 1876." Schüler von Heinrich Guttenberg in Nürnberg, erwähnt 
in L. R. an G. Wigand, April 1837. 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Gest. v. Fried. Geissler. 

X: Emil Oswald Geller, geb. zu Neusalza a. d. Spree 3. November 
1821, lebt in Dresden. Kunsthändler. Schüler von H. Bürkner in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R.die Bezeichnungen: G durch E(oderF?), unsicher — 
GELLER sc. — E. GELLER. - B. GELLER sc. — X. A. v. FL. Gr. 

„In dem Zeitraum von acht und zwanzig Jahren, wo ich den Grabstichel 
wegwarf und zum Kunsthandel übertrat, ist das Meiste dem Gedächniss ent- 
schwunden. Die Mehrzahl meiner Holzschnitte sind ohne meinen Namen, 
einige mit E. GELLER und nur wenige mit meinem Monogramme versehen. 
Mein erster Versuch war der „Pinsgauer" nach Bosse's Holzschnitt (Nr. IOSü.) 
S. 162. — E. Geller. Dresden, Februar 1876." 

X: Wilhelm Georgy, geb. zu Magdeburg 6. Februar 181^, lebt in 
Leipzig. Holzschneider und Maler. 

Unter Hscht. nach L. R. die Bezeichnung: G Schreibschrift, nach links, 
rückwärts liegend. — R. v. H. WO, 

412 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang 1 1 

„Soweit ich an die ersten Anfänge des Leipziger lllustrirwesens durch 
Meister Ludwig Richter zurück denken kann, will ich alles, was ich weiss, 
gewissenhaft mittheilen. Im Jahre 1838 erschienen im Verlage von O. Wigand 
„Marbach's Volksbücher" mit Illustrationen von L. Richter. Die Zeichnungen 
dazu lieferte Richter leicht mit Bleistift contourirt und meist mit Sepia, selten 
mit schwarzer Tusche mittelst Pinsel auf Papier schattirt, in einigen Fällen 
sogar mit blassen bunten Farben, den Hintergrund stets, auch bei den ersteren, 
in bläulichen Tönen gehalten. Diese ersten Zeichnungen erhielt Ritschi von 
Hartenbach zum Schneiden. Dieser hatte vielfache Gelegenheit durch Hänel, 
der seiner Zeit der rührigste und berühmteste Typograph Deutschlands war, 
Kenntniss von den neuesten Erfindungen der Engländer in diesem Fache zu 
erlangen. Er war der Erste, der die neue englische Methode, für den Buch- 
druck Bilder in Buchsbaumhirnholz mittelst Stichel zu stechen, betrieb. (Hirn- 
holz ist der Querdurchschnitt eines Stammes.) Während Gubitz der Aeltere, 
Unzelmann und sehr wenig Andere, wozu auch ich und vielleicht noch Flegel 
zu zählen sind, noch in Langholz mittelst Messer schnitten, was sehr schwierig 
ist gegen den bequemeren Hirnholzschnitt. R. v. H. übersiedelte nach Leipzig, 
wo er zuerst die neue Methode einführte, kurze Zeit darauf reihte sich Flegel 
und ich an. Wir drei waren die ersten Holzschneider in Leipzig. Einige Jahre 
lang war Ritschi der Einzige, dem Richter'sche Zeichnungen zum Schnitt 
anvertraut wurden. Er pauste dieselben auf ungrundirte Holzstöcke und 
schattirte mit schwarzer Tusche mittelst Pinsel ohne Andeutung von Strich- 
lagen und Kreuzschraffirungen, dieselben schnitt er gleich mit dem Stichel, wie 
sie ihm eben bequem und stichelrecht zur Hand lagen, wobei er überall, wo 
es nöthig, seine primitiven Kreuzlagen anbrachte. So entstanden jene in der 
Ausführungsweise sehr manirirten, der Richter'schen Zeichnungsweise mehr 
oder weniger unähnlichen Holzschnitte, wie sie sich im Anfange der von 
O. Wigand zusammengestellten Sammlung „202 Holzschnitte nach Zeichnungen 
von L. Richter" vorfinden. Bei R. v. H. hatte ich oft Gelegenheit Richter's 
Originalzeichnungen zu sehen und mit den fertigen Holzschnitten zu ver- 
gleichen und fand natürlich, dass gewisse künstlerische Feinheiten beim 
Schnitte theils gelitten, theils ganz verfehlt waren, was ich schon damals sehr 
schmerzlich bedauerte. Mit Vorsicht, aber doch entschieden genug, besprach 
ich mit Rischl, wie sehr notwendig und schön es sei, wenn Richter's Zeich- 
nungen eingehender und gewissenhafter, seiner eigenartigen Zeichnungsweise 
angepasster, auf Holz übertragen würden, setzte auch bei O. Wigand den 
Hebel der Ueberredungskunst an und suchte beide davon zu überzeugen, wie 
richtig und auch wie vortheilhaft in jeder Beziehung es sei, wenn Meister 
Richter selbst gleich auf Holz zeichnete. Der Meister wird wohl bis auf den 
heutigen Tag keine Ahnung davon gehabt haben, dass ich damals der Dränger 
zu dem sehr wichtigen Schritte war. In dieser Periode lagen noch einige 
Zeichnungen auf Papier vor zum Uebertragen auf Holz und Ritschi war froh, 
dass er mir diese zu diesem Zwecke überantworten konnte. Ueberglücklich 

413 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

schätzte ich mich, endlich nach vielen Bemühungen das lang ersehnte Ziel 
erreicht zu haben, um solche Zeichnungen in die Hände zu bekommen und 
zeichnend nachzuempfinden. — Die freudige Hoffnung, diese Uebertragungen 
auch zum Schnitt in Auftrag zu erhalten, stachelte mich an, frischen Muthes 
und mit grösster Sorgfalt an die äusserst anregende Arbeit zu gehen. Zu 
meinem grossen Leidwesen verfügte Ritschi anders darüber, er fand, dass es 
vortheilhafter für ihn sei, eben weil die Holzzeichnungen in bestimmten, 
festen, für den Schnitt praktischen Linien gezeichnet waren, wenn er einen 
Lehrling damit beschäftigte, was für diesen wohl förderlich sein konnte, wenn 
er Talent dazu gehabt hätte. — „Volksbuch 21, Hirlanda," sechstes Bild, 
(siehe Nr. 849) eine der ersten Originalzeichnungen Richter's, in sehr weichen 
schönen Linien, die aber im Schnitt nicht nachempfunden ist, wozu wohl 
auch die leicht verwischbare Zeichnung viel beigetragen haben mag. Unter- 
dessen trafen mehrere Holzzeichnungen von Richter ein, die aber anfänglich 
von den neu herangezogenen jungen Holzschneidern fast mit Zittern und 
Zagen in Angriff genommen wurden, denn selbige waren sehr leicht hie und 
da mit breiten, aber weichen und matten Strichen gezeichnet, so dass der 
Schneider während der Arbeit die grösste Aufmerksamkeit darauf verwenden 
musste, dass ihm die Zeichnung unter der Hand nicht verschwand. Nach 
kurzer Zeit gedieh aber Richter's Zeichnungsweise zu jener markigen unver- 
gleichlichen, was den nachfolgenden Holzschneidern sehr zu Gute kam. Vom 
„Volksbuch 18, Wigolais von Rade," finden sich Monogramme: „R. v. H. F. H." 
und „R. v. H. F. S.," was später gänzlich unterblieb. Dasselbe ereignete sich 
in ganz gleicher Weise in den nach und nach entstehenden Holzschneide- 
Ateliers, oder wie sie jetzt sich nennen, Xylographische Anstalten. Damit vom 
Monogrammwesen eine noch bestimmtere Anschauung gewonnen wird, füge 
ich noch weiter an, dass R. v. H. damals ein Atelier-Monogramm einführen 
wollte, er schlug ein Kreuz oder einen Anker vor. Seiner Zeit konnte ich 
mich nicht zur Einführung eines solchen Monogrammes verstehen. Es kam 
mir wie ein Fabrik-, Waarenballen- oder Fasszeichen vor. Die Verhand- 
lungen und Erwägungen darüber verliefen ruhig; wonach ich, als ältester, 
bestimmend und handelnd voran ging. Es entstand das Monogramm 

R v H 

W | G 
wie es in der von A. Menzel gezeichneten Geschichte Friedrichs des Grossen 
einigemal vorkömmt. Weil aber durch den senkrechten Strich leicht drei 
Namen darunter verstanden werden konnten, so fiel derselbe weg und entstand 

R v H 

W G 
Wie sehr aber das Monogrammwesen im allgemeinen von den Prinzipalen 
der xylographischen Anstalten mit wirklicher Eifersucht und entschiedener 
Unduldsamkeit unterdrückt wurde bis auf den heutigen Tag, beweisen hin- 
länglich aus früherer Zeit die Namen: AUanson, Beneworth, Nicholls, Sc.irs 

414 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

und viele andere, von den neuesten will ich ganz schweigen. Es sind mir 
nur sehr selten vereinzelte Ausnahmen bekannt, wo der Arbeiter sich mit 
unterzeichnen durfte. In einer Geschichte der modernen Holzschneidekunst 
ist der Wahlspruch: „Suum cuique" nicht durchführbar. Das Monogramm- 
wesen würde darin stets den verdammungswerthen faulen Fleck bilden, 
woran die kleinlichen menschlichen Schwächen der deutschen, französischen 
und englischen Künstler, welche xylographische Anstalten hatten, lediglich 
die Schuld tragen. Dass also Ritschi von Hartenbach, Unzelmann, auch 
Flegel sich nicht so entschieden abwehrend in dieser Beziehung gezeigt, 
wollte ich damit nur gesagt haben. Von meinen eigenen Schnitten nach 
Richter's Originalzeichnungen habe ich leider nur zwei zu verzeichnen, was 
eben nicht meine Schuld ist, da Ritschi mich mehr zum Zeichnen benutzte. 
In Magdeburg lernte ich in der Hänel'schen Kunstdruckerei als Metallgraveur 
im Schrift-, Ornamenten-, Vignetten- und Stempelschnitt für Buch- und Präge- 
druck. Einen eigentlichen Lehrmeister der Holzschneidekunst habe ich nicht 
gehabt. Holz ist eben ein leicht und angenehm zu bearbeitendes Material 
gegen Metall. Nur Stahl- und Kupferstechern wird der Holzschnitt sehr 
schwierig beim Erlernen erscheinen, diese stechen nur die schwarzen Linien, 
wogegen Graveure und Holzschneider nur weisse Linien und Flächen schnei- 
den, darin liegt ein gewaltiger Unterschied. Mir wurde die Erlernung des 
Holzschnittes nach dem Betrieb des Metallschnittes sehr leicht. Und Ritschi 
kann ich nicht v/ohl als meinen Lehrmeister gelten lassen, im Gegentheil 
glaube ich auf ihn einen grossen Einfluss ausgeübt zu haben, was ganz 
augenfällig ist, an dem Abschnitte: „Volksbuch 18. Wigolais vom Rade," wo 
nicht allein im allgemeinen ein merklicher Wendepunkt zum Besseren für 
Richter's Illustrationswesen eintritt, sondern auch Ritschl's eigene Schnitte 
ganz ungleich besser werden. — Da ist nun ein winzig erscheinendes 
Stückchen deutscher Kunstentwickelung aufgerollt, welche freilich erst in der 
nachfolgenden Periode auf rapide Weise ihren Fortgang nahm, woran ich 
manchen Antheil habe und mit Fug und Recht mich zu denen zähle, die den 
deutschen Holzschnitt zur Geltung zu bringen und namentlich das Leipziger 
Illustrirwesen, von den ersten Anfängen an, thätig zu unterstützen und zu 
heben suchten. — W. Georgy. Leipzig, August 1876." 

X: Moritz Ferdinand Geringswaid, geb. zu Dresden 3. September 
1825, gest. daselbst 9. Januar 1857. Aus dem: „Kirchenbuch. Dresden, Mai 
1876." Autodidakt; später in Gaber's Atelier, früher in Dresden, unter dessen 
Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: GRWD. sc. — GERWD. sc. — 
GERINGSW. - GERINGSW. sc. - GERINGSWALD. - GERINGSWALD sc. - 
GERINGSWALD sc. X. A.v.GABER.-X. A.v.A.GABER. GERINGSWALD sc. 

„Geringswald war nach A. Gaber der beste Holzschneider für L. Richter's 
Zeichnungen, leider ist dieser mir so intime Freund in der besten Entwicke- 
lung seiner Laufbahn gestorben. — W. Bader. Wien, März 1876." 

415 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

K: Conrad Geyer, geb. zu Nürnberg 15. August 1816, lebt seit 1851 
in München. Schüler von P. C. Geissler und A. Reindel in Nürnberg. Mit- 
teilung v. d. Künstler: „C. Geyer. München, Mai 1876." 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen : C. Geyer gest. — C. Geyer 
gest. Leipz. — Auch C (G?) im G (Schreibschrift) bei Nr. 3184 dürfte sein 
Zeichen sein. 

X: Hermann Gocht, geb. zu Ebersbach bei Zittau 25. September 1832, 
gest. in Dresden 11. August 1867. Schüler von H. Bürkner in Dresden. Aus 
den: „Akademie- Akten. Dresden, Mai 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: Gocht sc. 

L: Goedsche & Steinmetz, Lithographische Anstalt in Meißen. (Firma 
erloschen.) 

Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnungen: Goedsche & Stein- 
metz. — Goedsche & Steinmetz in Meissen. 

K: E. Grünewald, lebte in Darmstadt, Näheres nicht zu ermitteln. 
Schüler von K. Frommel in Karlsruhe. 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Stich u. Druck v. E. Grünewald. 

K: Grünewald & Cooke, Kupferstecher-Atelier in Darmstadt. (Firma 
erloschen.) 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: Grunewald & Cooke. - 
Gest. v. Grünewald & Cooke. — Grünewald & Cooke Darmstadt. 

X: Franz von Guehery, geb. zu Dresden 8. Juli 1S23, lebt daselbst. 
Schüler v. A. Gaber, früher in Dresden; später in Bürkner's Atelier unter 
dessen Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Erst im Jahre 1853 widmete ich mich der Holzschneidekunst und zwar 
in dem damaligen Atelier von A. Gaber, wo ich wohl acht Jahre gearbeitet, 
eine Menge Richter'scher Zeichnungen geschnitten, leider aber nie meinen 
Namen unter meine Arbeiten gesetzt habe, obgleich ich an bedeutenden 
Werken thätig war. — F. v. Guehery. Dresden, März 1876." 

X: Carl Hermann Günther, geb. zu Leipzig i. November 1537, lebt 
daselbst. Schüler von E. Kretzschmar in Leipzig; später in Bürkner s Atelier 
unter dessen Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: H. GÜNTHER sc. 

„Als kleines Kind schon hatte ich grosse Neigung zum Zeichnen und 
Malen und eine grosse Vorliebe für Thiere, so dass sich im Laufe der Schul- 
jahre in mir der Entschluss gebildet hatte, Thiermaler zu werden; mein Wunsch 
war zu Friedrich Voltz nach München zu kommen. Jedoch mein Vater, der 
ohne Vermögen, mir keine Unterstützung für die Studienzi it gewähren konnte, 

416 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

machte mir geltend, dass es besser sei, wenn ich mir „eine Brodkammer 
sichere", indem ich die Holzschneidekunst erlerne, so könne ich deswegen 
immer noch Maler werden, daneben mir aber mein Brod mit Holzschneiden 
verdienen. Ich kam also 1852 in die Lehre zu E. Kretzschmar. Während 
meiner Lehrjahre malte und zeichnete ich unverdrossen weiter, natürlich 
ausser der Geschäftszeit; ging 1856 nach Stuttgart, um auf der Akademie bei 
Prof. v. Neher als Maler weiter zu studieren, musste mir aber meinen ganzen 
Lebensunterhalt mit Holzschneiden verdienen; welche Entbehrungen ich mir 
auferlegen musste, ist leicht zu begreifen. Jedoch es hatte den Anschein, 
als ob mein Lebensplan sich realisiren würde, denn ich bekam schon als 
Schüler in Stuttgart hübsche Aufträge im Zeichnen. Allein im Dezember 1857 
musste ich zur Conscription zurück nach Leipzig; ging hier einige Monate in 
den Actsaal zu Prof. Jaeger, im Mai 1858 nach Dresden. Mit dem Studium 
der Malerei wurde es ganz anders, so dass ich 1860 es aufgab Maler zu 
werden und von da ab der Holzschneidekunst allein oblag. — H. Günther. 
Leipzig, Februar 1876." 

X: Gottiieb Christian Wilhelm Haase, geb. zu Lindenau bei Leipzig 
14. Dezember 1829, gest. in Leipzig 24. Dezember 1872. Mitteilung v. d.: 
„Polizeiamt. Leipzig, August 1876." Schüler v. W. A. Nicholls, früher in 
Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: HAASE. — HAASE sc. 

L: Georg Christian Hahn, geb. zu Garbenheim bei Wetzlar 3. März 
1820, lebt in Dresden. Photograph. Schüler von Ph. J. Stern in Frankfurt a. M. 
Mitteilung v. d. Künstler: „G. Ch. Hahn. Dresden, September 1876." 

Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnungen : C. Hahn lith. — Lith. 
v. C. Hahn. 

X: Friedrich Handje, geb. zu Magdeburg 10. Oktober 1821, gest. in 
Leipzig 12. März 1852. Mitteilungen v. d.: „Polizeiamt. Magdeburg, Sep- 
tember 1876" und v. d. „Polizeiamt. Leipzig, October 1876." „In Falkenberg's 
Officin in Magdeburg als Metallgraveur ausgebildet; später in Ritschi v. 
Hartenbach's Atelier unter dessen Einfluß gearbeitet. Mitteilung v. Ritschi 
v. Hartenbach. Schneidemühl, August 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: R. v. H. F. H. 

X: Hans Peter Hansen, geb. zu Kopenhagen 20. Dezember 1829, lebt 
daselbst. Schüler von Axel Kittendorf in Kopenhagen. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: H. P. HANSEN. — GABER 
& RICHTER. H. P. HANSEN sc. 

„Ich habe nur einzelne Zeichnungen von L. Richter geschnitten und 
brauchte als Monogramm meinen vollen Namen. — H. P. Hansen, Kjöben- 
havn, Februar 1876." 

417 27 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 



X: Hans Christian Henneberg, geb. zu Kopenhagen 7. September 
1826, lebt daselbt. Photograph. Schüler von Flinck in Kopenhagen; später 
in Bürkner's Atelier unter dessen Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: H. HENNEBERG. — HENNE- 
BERG. (Volkslieder S. 63. 64. 77.) — H (ebenda S. 74)? — C. H. (ebenda 
S. 76)? 

„Ich führte einige von Richter's Zeichnungen aus. — H. C. Henneberg. 
Copenhagen, März 1876." 

X: Friedrich Hertel, geb. zu Weimar 31. Mai 1837, lebt daselbst. 
Hofphotograph. Schüler von E. Kretzschmar in Leipzig; später in Bürkner's 
Atelier unter dessen Einfluß gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung gefunden. 

„Mein Monogramm: F. H. — Es ist mir nicht möglich etwas specielles 
über meine Holzschnitte zu schreiben; über Italien habe ich Alles vergessen. — 
F. Hertel. Weimar, April 1876." 

K: J.J. Hinchliff aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: J. J. Hinchliff. — J. J. Hin- 
chiiff sc. — Gest. v. Hinchliff. — gest. v. J. Hinchliff. — gest. v. J. J. Hinchliff. — 
Im Harz auch die Verschreibungen „T. J." und „Hinchcliff." 

K: Christian Hoffmeister, geb. zu Karlsruhe 28. März 1818, gest. in 
Frankfurt a. M. 29. Dezember 1871. Schüler von E. Schuler in Karlsruhe. 
Mitteilung v. d. Schwiegersohn des Künstlers: „H. F. Dreisbach. Frankfurt a. M., 
August 1876." 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen: Ch. Hoffmeister sc. — Ch. 
Hoffmeister sculpt. 

X: Richard Hin er, geb. zu Leipzig 28. März 1831, lebt daselbst. Schüler 
von E. Kretzschmar in Leipzig; später in Gaber's Atelier gearbeitet: „um sich 
mit der Dresdner Schule vertraut zu machen." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: ILLNER sc. — R. 1LLNER. — 
R. ILLNER sc. — X. A. v. FL. R. ILLNER sc. 

„Ich erhielt zur Ausführung eine Anzahl kleinerer Zeichnungen zu „Bech- 
stein's Märchen" und verschiedenen anderen Werken, welche aber anzuführen 
ich jetzt ausser Stande bin, da es zu lange her ist. — R. Hiner. Leipzig, Fe- 
bruar 1876." 

X: Johann Leonhard Joch, geb. zu Nürnberg 14. Juli 1821, gest. in 
München 13. Mai 1874. Mitteilung v. d.: „Polizeiamt. Nürnberg, August ISTo." 
Der erste Schüler von G. Mezger, damals bei Härtel in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: J. — L. J. — JOCH. — 
JOCH sc. 

418 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

X: Gerhard Jördens, geb. zu Muskau 9. März 1828, lebt in Dresden. 
Maler und Holzschneider. Schüler von F. Obermann, früher in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: Gl — G. Jördens. — 
G. Jördens sc. 

„Da ich nun einmal der Verfertiger einer kleinen Anzahl von Holz- 
schnitten nach L. R. bin, so will ich auch ohne Weiteres dieselben anführen. 
Es sind sehr wenig Blätter, und davon würde ich gern noch eins verschwei- 
gen, nämlich: „Tages Arbeit! Abends Gäste." Dies Blatt gefällt mir nicht, 
war freilich nicht von Richter selbst aufgezeichnet, daher ich nicht warm bei 
dieser Arbeit geworden bin; am besten sind meine beiden letzten Holz- 
schnitte geworden: „Bürgerstunde" in den Jahreszeiten und „Kleinhandel" 
im Neuen Strauss. Nur an dem letzten Blatte habe ich an dem Gestell der 
Waage durch ein Monogramm meinen Namen bezeichnet; sonst habe ich dies 
stets unterlassen. — G. Jördens. Dresden, Februar 1876." 

X: Richard Julius Jungtow, geb. zu Dresden 12. September 1828, lebt 
daselbst. Schüler von H. Bürkner in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnungen. 

„Die Zahl, die ich nach Richter's Zeichnungen in Holzschnitt ausgeführt, 
ist keine grosse. Ausser drei bis vier größeren Blättern, bestehen die anderen 
meist nur in kleineren Illustrationen, Vignetten oder Initialen. Auch ist es mir 
nicht möglich, selbige nach ihrer Bestimmung anzugeben, da ich die Bücher 
oder Werke, worin sie enthalten, nicht besitze. — J. Jungtow. Dresden, 
Februar 1876." 

L. u. K: Adolph Karst, geb. zu Erfurt 19. November 1815, gest. in 
Dresden 22. April 1868. Aus dem: „Kirchenbuch. Dresden, Mai 1876." 

Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnungen: lith. v. Karst. — lith. 
v. A. Karst. 

X: Heinrich Bruno Kettlitz, geb. zu Dresden 24. November 1842, 
lebt in Stuttgart. Technischer Lehrer a. d. Centralstelle für Gewerbe und 
Handel. Schüler von H. Bürkner in Dresden. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnungen. 

„Ich habe von Richter'schen Zeichnungen nur einige kleine Blättchen 
geschnitten. — Monogramm habe ich keins. — H. B. Kettlitz. Stuttgart, 
April 1876." 

L: Anton Klaus, geb. zu Althaldensleben bei Magdeburg 23. Oktober 
1810, gest. in Berlin 1. April 1857. Mitteilung v. d.: „Polizeiamt. Althaldens- 
leben, September 1876" und v. d.: „Polizeiamt. Berlin, September 1876." 

Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnung: Klaus. 

L: Klinkicht & Söhne, Lithographische Anstalt in Meissen. (Firma 
erloschen). 

Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnung: Steindr. v. C. E. Klinkicht 
& Sohn in Meissen. 



419 



21' 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

X: Cassian Christian Friedrich Knaus, geb. zu Sevelen (Kanton 
St. Gallen) 9. Oktober 1831, lebt in Basel. Schüler von C. Deis in Stuttgart. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: KNAUS sc. 

„Ein Monogramm füge ich meinen Holzschnitten nicht bei, sondern be- 
zeichne sie mit meinem Namen. Von den Büchern, in denen sich Holzschnitte 
von mir vorfinden, besitze ich nur „Bechstein's Märchenbuch." Von diesem 
gebe ich ein Verzeichniss. Die übrigen Holzschnitte befinden sich in Horn's 
Spinnstube (1853) und in Johann Traugott's (Löschke) Kinderbüchern. — 
C. F. Knaus. Basel, Juli 1876." 

K: Lorenz Alfred Krausse, geb. zu Lössnitz im Erzgebirge 12. Februar 
1829, lebt in Leipzig. Schüler von H. Winkles in Leipzig. Mitteilung über 
den Künstler aus: „Leipzig, August 1876." 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: Krausse & Eltzner sc. Leipzig. 

K: Krausse & Eltzner, Kupferstecher- Atelier, früher in Leipzig. (Firma 
erloschen). Siehe: Krausse. 

X: Adolph Moritz Kretzschmar, geb. zu Dresden 25. Juni 1828, gest. 
daselbst 1. November 1866. Schüler v. E. Kretzschmar in Leipzig; später v. 
H. Bürkner in Dresden. Aus den „Akademie-Akten. Dresden. Mai 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: KRETZSCHMAR. — A. 
KRETZSCHMAR. — A. KRETZSCHMAR sc. 

X: Carl Eduard Kretzschmar, geb. zu Oschatz 21. März 1807, gest. 
in Lindenau bei Leipzig 7. Juli 1858. Schüler von F. L. Unzelmann in Berlin. 
Mitteilung v. d. : „Polizeiamt. Leipzig, August 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: K. — EKin Schreibschrift. — 
E. K. in Schreib- und Druckschrift. — E. K. sc. — E. Kr. sc. — KRETZSCH- 
MAR. — E. Kretzschmar. — E Kretzschmar sc. — X. A. v. E. Kr. — X. A. v. E. 
Kretzschmar. 

„Vom Conditorgehülfen und Formschneider hat er sich von seinem 27. 
Jahre an zu einem der hervorragendsten Xylographen der Gegenwart empor- 
gearbeitet und stand seit 1845 an der Spitze eines Ateliers. Er besass nicht 
so viel Vermögen, um sich als Conditor in Leipzig niederlassen zu können 
und legte sich daher auf die Formschneiderei; zugleich aber fing er an, in 
Holz zu schneiden, worin er es, da er in seiner Jugend Unterricht im Zeichnen 
und Malen, selbst in der Oelmalerei, erhalten hatte, bald zu einer gewissen 
Fertigkeit brachte und als erste Platte einem Conditor in Dresden eine Papier- 
thalerform lieferte, die, auf Traganth gedruckt, unter Anderm die Aufmerk- 
samkeit von F. A. Brockhaus auf ihn lenkte, der seine Kraft benutzen wollte 
und daher seine Ausbildung in der Holzschneidekunst durch Fr. Unzelmann 
in Berlin unterstützte. — Adolph Menzel verschaffte ihm die Gelegenheit mit 
vollen Segeln in die Virtuosität des Holzschnittes einzuziehen. Einige nach 
Leipzig gekommene Engländer waren die hauptsächlichsten Arbeiter der 

420 



Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

Illustrationen gewesen, die es als ein einträgliches Geschäft betrachteten und 
sich ihre Sachen theuer bezahlen Hessen. Da erweiterte Ed. Kretzschmar auf 
J. J. Weber's Veranlassung seine Anstalt, und im Jahre 1846 hatte er den 
Kampf gegen die fremden Grabstichel siegreich zu Ende geführt. — Aber 
auch als Verleger und Kunstdrucker war er thätig und suchte namentlich durch 
Gründung einer deutschen Kunstzeitung den Interessen der Kunst zu dienen. — 
Aus der: „Illustrirten Zeitung. Leipzig, 31. Juli 1858." 

X: C. E. Kretzschmar, Xylographische Anstalt, früher in Leipzig. (Firma 
erloschen). 

Siehe: C. E. Kretzschmar und Engelmann. 

X: Ferdinand Louis Kretzschmar, geb. zu Leipzig 23. Juni 1821, 
lebt in Leipzig. Beamter. Schüler von seinem Bruder E. Kretzschmar in 
Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Nach Ludw. Richter habe ich allerdings geschnitten, jedoch grösstentheils 
für Gaber und kann sonach die Werke nicht alle angeben. — L. Kretzschmar. 
Leipzig, April 1876." 

X: Gustav Adolph Kretzschmar, geb. zu Leipzig 2. September 1838, 
lebt in Hamburg. Photograph. Schüler von E. Kretzschmar in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnung. 

„Ich habe nur einige kleinere Richter'sche Zeichnungen geschnitten, von 
denen ich weder weiss für wen, noch in welches Werk sie gekommen sind. — 
A. Kretzschmar. Hamburg, April 1876." 

X: Wilhelm Hermann Krüger, geb. zu Leipzig 10. August 1823, lebt 
daselbst. Schüler von J. G. Flegel in Leipzig. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: KRÜGER (Spiegelschrift). — 
KRÜGER. — KRÜGER sc. 

„Sein Name ist selten zu finden, da er wenig Gebrauch davon macht. — 
H. Krüger. Leipzig, Februar 1876." 

K: S. Lacey aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnungen : Gest. v. Lacey. — gest. v. 
S. Lacey. 

K: Moritz Lämmel. Ort und Zeit der Geburt nicht zu ermitteln; gest. in 
Leipzig 18. April 1871. Mitteilung aus: „Leipzig, October 1876." 

Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung : M. Lämmel sc. Leipzig. 

K: Theodor Langer, geb. zu Leipzig 17. Dezember 1819, lebt in 
Dresden. Schüler von J. C. Thäter und M. Müller, gen. Steinle, in Dresden. 
Unter Stichen nach L. R. keine Bezeichnungen. 
Mitteilung v. d. Künstler: „Th. Langer. Dresden, Februar 1876." 

421 



Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

X: Carl Ferdinand Langrock, geb. zu Lindenau bei Leipzig 4. April 
1831, lebt in Leipzig. Schüler von E. Kretzschmar in Leipzig; später in Bürk- 
ner's Atelier unter dessen Einfluss gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. keine Bezeichnungen. 

„In Wirklichkeit sind meine Schnitte als sehr massige zu bezeichnen. — 
C. F. Langrock. Leipzig, April 1876." 

L: Lehmann & Opitz, Lithographische Anstalt in Dresden. 
Unter Lithographien nach L. R. die Bezeichnungen: Lehmann & Opitz in 
Dresden. — Lith. Anst. v. Lehmann & Opitz in Dresden. Siehe J. Opitz. 

X: Julius Hermann Leydhecker (er selbst schrieb sich Leidhecker, 
nicht Leidheker), geb. zu Darmstadt 12. September 1817, gest. in Stuttgart 
13. Februar 1843. Schüler von W. Pfnorr in Darmstadt. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: D. & L. — DE1S. LEID- 
HECKER. — DEIS & LEIDHECKER. 

„Hinsichtlich seines Lebensberufes hatte sich mein Bruder für die Buch- 
druckerkunst entschieden und war als Setzerlehrling eingetreten. Durch 
meinen Schwager, Kanzleirath W. Pfnorr, welcher neben seinen amtlichen 
Geschäften aus Liebhaberei die Xylographie mit Eifer betrieb, gewann mein 
Bruder schon früher Interesse an und Uebung in diesem Kunstzweige. Als 
er nun nach dem Ende seiner Lehrzeit als Setzer in eine Buchdruckerei in 
Stuttgart eingetreten war, gab es bald Gelegenheit mehr darin, denn als 
Setzer beschäftigt zu werden. In dem Maasse als er seine Thätigkeit nun 
ausschliessend der Xylographie widmete, steigerte sich sein Eifer und ver- 
vollkommneten sich seine Leistungen in der Technik. Die Anerkennung der 
Sachverständigen verschaffte ihm sehr vortheilhafte Anerbietungen. Sehr 
annehmbare Anträge und Aufträge veranlassten ihn schliesslich in Stuttgart zu 
bleiben und sich daselbst ein eigenes xylographisches Atelier einzurichten. — 
Dr. Leydhecker I. Gr. Hess. Obermed.-Rath i.D. Darmstadt, Juli 1876." 

X u. K: Heinrich Burghard Lödel, geb. zu Hameln 16. Dezember 
1798, gest. in Göttingen 23. November 1861. Holzschneider und Kupfer- 
stecher. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung (siehe Monogrammisten) H. 
(am) L. 

„Er war Sohn eines Buchbinders in Hameln. Im siebenten Lebensjahre 
verlor er seine beiden Eltern und lebte seitdem in der Familie eines Ver- 
wandten, bei dem er die Buchbinderei erlernte. Nach überstandener Lehrzeit 
wanderte er in die Fremde und kam 1819 nach Göttingen. Hier blieb er 
nicht lange mehr bei seinem eigentlichen Handwerk, sondern versuchte sich 
zunächst im Graviren von Stempeln zu Filetten für Buchbinder. Neben diesen 
Brodarbeiten legte er sich zeitig aufs Kupferstechen und übte sieh Rassig im 

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Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

Zeichnen, doch ohne alle Anleitung eines Lehrers. Er erlangte nach und nach 
einen solchen Ruf, dass es ihm bald auch an Aufträgen zu bedeutenden Ar- 
beiten nicht fehlte. Während dieser, seine technische Fertigkeit im Stich nicht 
wenig fördernden Arbeiten versäumte er indessen nicht, sich auch aufs em- 
sigste im Holzschnitt zu üben." — Aus den: „Hamelnschen Anzeigen No. 75 
v. 1876." 

K: A. Macclatchie aus England; Näheres nicht zu ermitteln. 
Unter Stichen nach L. R. die Bezeichnung: gest. v. A. Macclatchie. 

X: Heinrich Carl Johann Manger, geb. zu Odessa 27. Dezember 
1833, lebt in Berlin. Bildhauer. Autodidakt; später in Gaber's Atelier unter 
dessen Einfluss gearbeitet. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: HM — H. M sc. (beide 
S. S.) — MANQER. — H. MANGER. — MANGER sc. — H. Manger. sc. 
(S. S.) - H. MANGER sc. — H. MANGER (1)856. — X. A. v. GABER. 
H. MANGER sc. — X. A. v. A. GABER. H. MANGER SCULPS. 

„Ich kam als zehnjähriger Knabe nach Deutschland, lebte bis 1850 in 
Schlesien, dann in Dresden, trat 1851 daselbst in die Akademie ein um Bild- 
hauer zu werden. Schwere Schicksalsschläge, welche meine Familie trafen, 
nöthigten mich bereits nach vier Monaten dieselbe wieder zu verlassen, um 
nach sofortigem Erwerb zu suchen, und dazu ergriff ich die Holzschneide- 
kunst. Eine Lehre im gewohnten Sinne habe ich nicht betreten, sondern, 
nachdem ich mir durch eigenes Bestreben die nöthige Technik angeeignet 
hatte, bot ich meine Dienste A. Gaber an, unter seinem Einfluss habe ich 
mich dann hauptsächlich in die Richter'schen und Schnorr'schen Zeichnungen 
eingearbeitet. Ein Monogramm habe ich nicht geführt, sondern meinen 
Namen beigeschnitten, oft in der Zeichnung versteckt und in kleinster Schrift, 
in den letzten drei bis vier Jahren habe ich selten unterzeichnet, veranlasst 
durch den Umstand, dass sehr oft meine Unterzeichnungen vom Stock ver- 
schwanden, und ferner auch habe ich eine grössere Zahl von Richter'schen 
Zeichnungen erhalten, auf denen Gaber einen oder mehrere Köpfe geschnitten 
hatte und mir dann das Uebrige zufiel; solche Schnitte habe ich nie unter- 
zeichnet. 1859 legte ich den Stichel aus der Hand und ging nach Amerika, 
von da ab habe ich nicht mehr xylographirt ; 1869 kam ich wieder hierher 
um meine Studien als Bildhauer zu fördern und als solcher mich geltend zu 
machen. Ich wünsche nur solche Schnitte meiner Hand aufgenommen zu 
sehen, welche deutlich in der vorbezeichneten Weise erkennbar sind. — 
H. Manger. Berlin, Mai 1876." 

X: Car! Mende, geb. zu Berlin 6. März 1817, gest. daselbst 1. Januar 
1853. Autodidakt. 

Unter Hschn. nach L. R. die Bezeichnung: C MENDE sc. — C. M. 1846 
(Volkslieder S. 30). 

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Anhang II Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. 

„Mein Vater war gelernter Schriftgiesser und hat sich auf der Wander- 
schaft in Stockholm durch die Hülfe eines Freundes, der Holzschneider war, 
in seinen freien Stunden die technische Fertigkeit des Holzschneidens an- 
geeignet, und später dann in Leipzig, da er in Folge des schädlichen Ein- 
flusses des Feuers und des Bleidunstes das Schriftgiessen aufgeben musste, 
wandte er sich, Anfangs der vierziger Jahre, gänzlich dem Holzschnitt zu und 
trat bei Flegel in Condition, ging dann nach Berlin, wo er beim alten Vogel 
einige Zeit und später daselbst selbstständig bis zu seinem Tode arbeitete. — 
O. Mende, Xylograph. Wien, April 1876." 

X: Georg Mezger, geb. zu Schwabach bei Nürnberg 27. Oktober 1806, 
gest. in Braunschweig 31. Mai 1858. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: Mezger (Schreibschrift). 

„Georg Mezger arbeitete als Knabe in einer Buchdruckerei, erlernte 
daselbst die Formstecherei. Später war er in Ansbach und Nürnberg be- 
schäftigt, kam nach Leipzig, woselbst er bei Breitkopf und Härtel eintrat. Er 
hatte bisher nur Stichelversuche gemacht und gebrauchte noch vielfach das 
Formschneidemesser. Die einzigen namhaften Xylographen in Leipzig waren 
damals: Allanson und W. A. Nicholls, zwei Engländer, die anfangs Niemanden 
bei ihren Arbeiten zusehen Hessen. Mezger's Lehrer und Meister waren ledig- 
lich seine angeborene ausserordentliche Handgeschicklichkeit und eine eben 
so grosse Liebe zur künstlerischen Thätigkeit, es hat ihn Niemand unter- 
wiesen, und nur in Nürnberg verschaffte er sich, seinerzeit, einigen Zeichen- 
unterricht. Von Leipzig ging Mezger, zu des kunstsinnigen, ihm sehr geneigten 
Härtel's grossem Bedauern, nach Braunschweig zu Vieweg. Wenn es das 
Verdienst dieses Buchhändlers ist: wissenschaftliche Werke in Deutschland 
zuerst geschmackvoll und correct mit Holzschnitten auszustatten, so war es 
jedenfalls Mezger's viel schwierigeres und weniger lohnendes, die Idee Vie- 
weg's verwirklicht zu haben, er war der erste, der ähnliche Arbeiten hier zu 
Lande ausführte. — A. Rosenzweig, Xylograph, Cassel, April 1876." 

X: Monogrammist R (in Spiegelschrift, am) B = Friedrich Robert Baum 
s. oben. 

Schnitt in Duller, 1840, 4 Blätter: Nr. 731, 745, 763 und 764. 

K: Monogrammist E. C. Vgl. Nr. 3148. 

K: Monogrammist C (G?, im) G, wohl = Conrad Geyer, s. oben. 
Stach in Stifter, Bunte Steine, 1853, Illust. Titelblatt. Siehe Nr. 3184. 

X: Monogrammist H (am) L. = H. B. Lödel, s. oben. Schnitt in Duller. 
1840, 2 Blätter: Nr. 727 und 735. 

X: A. Müller, Ort und Zeit der Geburt usw. nicht zu ermitteln. 
Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: A. Müller (S.S.), Schnitt 
in Duller, 1840, 3 Blätter: Nr. 757, 762 und 765. 

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Künstler und Kunstanstalten, die nach L. R. gearbeitet. Anhang II 

X: Carl Friedrich Müller, geb. zu Raschau bei Schwarzenberg im 
Erzgebirge 18. Oktober 1837, gest. in Dresden 31. Oktober 1871. Schüler von 
v.A. Gaber, früher in Dresden. Aus den: „Akademie-Akten. Dresden, Mai 1876." 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnung: F. MUELLER sc. 

X: Gustav Adolph Müller, geb. zu Stuttgart 30. November 1838, lebt 
daselbst. Schüler von A. Mauch in Stuttgart. 

Unter Hschtn. nach L. R. die Bezeichnungen: A. M. — A. M. sc. 

„In Dresden habe ich ziemlich viel Richter'sche Zeichnungen geschnitten, 
aber zu sagen was ich als geschnitten und wofür ist mir geradezu unmöglich. 
Ich habe blos an zwei Platten: „A. M." als Monogramm geführt, bei sonstigen 
Arbeiten glaube ich nie. — A. Müller. Stuttgart, August 1876." 

X: Johann Rudolph Müller, geb. zu Altstetten bei Zürich 17. Januar 
1833, lebt daselbst. Schüler von E. Kretzschmar in Leipzig; später in Gaber's