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Full text of "Aischylos Tragoedien, Griechisch, mit Anmerkungen von G.C.W. Schneider"

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600086384W 



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AISCHYLOS 



TRAG^EDIEN, 



Griechisch, 



mit Anmerkungep 



▼on 



Gottlieb CabXi Wilhelm Schneideb, 

Doctor der Philosophie uud Professor am Gymnasium 

zvL Weimar» 



Erstes 'Bändchen. 

ProTnetheus. 



Weimar, 

bei Wilhelm Hoffmann. 

1834. 



^f^. ^. 27. 




•^ 



: ^- 



AISCHYLOS 



PROMETHEYS, 



Griechisch, 



mit Anmerkungen 



von 



Gottlieb Carl Wilhelm Schneider, 

Doctor der Fhilosophie und Professor am Gymnasiuin 

zu Weimar* 



Weimar, 

bei Wilhelm Hoffniann. 

1834. 



/ 



JuLofgefbideri ron 'dem Verlegör mfeiner Ausgabe de« 
Sophokles ein^9 andern BchriftsteHei^ auf ähnliche Weise 
^u bearbeiten, wählte ich aus besonderer Vorliebe zu 
den griechischen Dramatikern den Aisqhylos. Mein Stre- 
ben dabei war Wiederherstellung und £!rläuterung des 
Textes , soweit es die Umstände und meine Kräfte er- 
laubten. Deshall^ liefs icl\ wo möglich keine wesentliche 
Schwierigkeit unberührt, ohne eine besondere Klasse 
von Lesern ausschliefslich zu berüclfsicbtigen. Da der- 
jenige, welcher den Dichter zum ersten Maie liest9 
natüriich öfter anstöfst, als der mit demselben schon 
Vertrautere, so sind manche Bemerkungen auch bloi 
für den Ersteren berechnet, und mögen von Letzterem 
als nicht für. ihn geschrieben betrachtet werden. Die 
nötMgen Beweise, habe ich beizubringen gesucht» der 
Kvszjei wegen aber auch oft auf die Bemerkungen frü- 
herer Bearbeiter und auf allgemein verbreitete Hülfs- 
bücher, namentlich auf Matthiä^s ausfuhrliche griechische 
Grammatik, zweite Auflage, verwiesen. Die dem Texte 
rechts zur Seite stehenden Verszahkn sind die der Stan- 
Leyischen Aufgabe, nach welcher gewöhnlich cltirt wird| 
doch beziehen sich meine Citate aus Aischylos auf die 
dem Texte zur linken stehenden Verszahlen meiner Aus- 
gabe. Jeder Tragödie ist einiges nötkig Sclieinendo 
vorausgeschickt 4 und eine Uebersicht der au(serdialogi- 
schen. VersmaJse angehängt; am Ende des LetzteiLBänd- 
chenft wird ein Wort - und Sachregister über das in 
den Anmerkungen Enthaltene folgen» Die Eeihenfolge, 
in weicher ich die Stüdca erscheinen zu lassen gedenke. 



VI 

^irird diese seyn: der Prometheus, die Sieben gegen 
Tiiebai, die Perser, die H'iketiden, der Agamemnon, 
die Choephoren und die Eumeniden, obwohl sie nach 
det Zeit ihrer Auffuhrung anders zu ordnen sind, näm- 
lich , wenn man die Hiketiden ausnimmt, über welche 
kein Zeugmfs da ist: die Perser und der Prometheus 
Olymp. 76, 4, die Sieben gegen Thebai, die nach 
dem Schol. zu Ariatoph. Fröschen 1053 später als die 
Perser gegeben worden sind, der Agamemnon, die Choe- 
phoren und die Eumeniden Olymp. 80, 2, worüber an 
feinem Orte das Nöthi^e bemerkt werden wird. 

Was die Urkunden des Aischylos betrifft, so möchte 
es, wenn auch nicht für diese Ausgabe durchaus noth- 
wendig, doch zur Zurechtündung bei dem Gebrauche 
imderer nicht ganz unzweckmäfsig seyn , die hie und 
da, nainentUch in den Vorreden verschiedener Ausgaben, 
in den Catalogen mehrerer Bibliotheken und in den 
Harlesischen Beiträgen zu Fabridi biblioth. Graec. II, 
p, 184 — 186 zerstreuten Notizen über dieselben zu- 
sammenzustellen, zumal da ich ho£fen darf, einige hier- 
Übe]: noch herrschende Dunkelheiten aufgehellt zu haben. 

Aufbewahrt werden nämlich 

O i ^ Italien; 

per cod, Mediceus (in der Lorenz - Mediceischen 
Bibliothek zu Florenz, XXXII, 9), von Salvhius auch 
cod. Philelphi genannt, in grofs 4, auf Pergament, an- 
geblich aus dem lOten Jahrh, und Ton der höchsten 
Wichtigkeit, alle 7 Tragödien in folgender Ordnung: 
die Perser, den Agamemnon (mit 2 Lücken von V. 303 
— 1036, und von H32 -«- Choeph. 8), die Choephoren 
(deren V. 8 mit einem kleinen Buchstaben anföngt), 
' den Prometheus , die EJumeniden , die Sieben und die 
}£ketiden enthaltend. Zwischen den Versen stehen 
Criossen und am B.ande Schollen, hinter den Hiketiden 
dai^ Leben des Aischylos , wie es Bobortellus hat, und 
(las alphahetische V^rzeichnifs seiner Stücke, ^s ent« 
hält ^ese Handschrift auch die -7 Tragödien des So- 
phokles, welche vor denen des Aischylos stehen, und 
des ApoUon. Ehod. Argonautica, welche hinter denselben 



TU 

^ 

folgen. 8. Bändln! catalog« codd. MSSu bibttothecae 
Mediceao Laorentianae Tom. II, pag. ISS — 134. 
Da darin Blk. 731 die Worte Qudhr iTcatorteS fehlen, 
weiche blos in dem Reg. L vorhanden zu ßejn scheinen, 
«nd in den Sieben der ganze Vers 177 Termidst wird, 
10 ist er nicht als die alleUiige Quelle aller übrigen 
anzusehen 2 obwohl die allermeisten aus ihm geflossen 
leyn mögen. Ejine unmittelbare oder mittelbare Ab- 
schrift davon ist die Woifenbüttler Handschiift, welche 
dieselben Lücken enthält, und nach einer ganz ähnli- 
chen Abschrift wurde die Aldinische Ausgabe gedruckt. 
Petr. Yictorius benutzte ihn, wie man aus seiner Vor- 
rede ersieht, und Lucas Hoistenius bei Bandinus sagt: 
huic codici nihil aiUiguitcUe compcwandum, Eo F^ 
ctorius usus est in tragicis Graecis pecensendis ; auch 
Robortellus scheint ihn gebraucht zu haben. Verglichen 
hat ihn Ant. Mar. Salvinus, Professor zu Florenz, nach 
Butler im Jahr 171d, nach Blomfield (zum Agam. p. 
VI Leipz.) im Jahr 1745, für Petr. Needham, der eine 
Ausgabe dei^ Aischylos beabsichtigte. Diese Verglei- 
chung kain, wie alle für Needham geipachten Yerglei- 
chungen naoh dessen Tode in des Anton. Askew's Hände, 
der sie aus dem Needhamischen Exemplare an den Rand 
eines Exemplars der Stanleyischen Ausgabe abschrieb, 
und sie Joh. Burton für seine TtevtftXoyia mittheilte, 
später an Sam. Butler, der sie in seiner Ausgabe be- 
kannt gemacht hat. Eine Abschrift oder das Original 
dieser Vergleichung an dem Rande eines Exemplars der. 
Stanleyiscbeu Ausgabe bekam Blomfield von WiÜi. Wind- 
ham. Vielleicht ist dies dieselbe Vergleichung, welche 
Salvinus im Jahr 1723 dem Middleton schenkte, s. 9ur- 
ges zu den Ehimeniden p. 39. Sehr zu wünschen wäre 
eine nochmalige ganz genaue Vergleichung dieser schätz- 
baren Handschrift, da man nicht überall ihre Lesarten 
mit Bestimmtheit angegeben findet. Zwar findet sich 
an der bei Weigel 1827 erschienenen Ausgabe des 
Aisdiylos eine neuere nach der Schützischen. Ausgabe 
vom Jahr 1808 ff. von einem Ungenannten gefertigte 
Vergleichung , aber auch diese läist viel zu wünschen 
übrig. So ist z. B. Pronu 423 f. uns^er Au9g* nichts 
erwähnt^ obgleich Schütz daselbst mJkov dij Öeo f(p6ö^e¥ 



AISCHYLOS 



TRAG^EDIEN, 



Griechisch, 



mit Anmerkungen 



▼on 



Gottlieb CabXi Wilhelm Schneider, 

Doctor der Philosophie und Professor am Gymnasium 

zvL Weimar» 



Erstes Bändchen. 

Prometheus. 



Weimar, 

bei Wilhelm Hoffmann. 



1834. 



^f^. -f. ^7. 





m. 



; V..». 



AISCHYLOS 



PROMETHEYS, 



Griechisch, 



mit Anmerkungen 



von 



Gottlieb Carl Wilhelm Schneideb, 

Doctor der Philosophie und Professor am Gymnasiiun 

zu Weimar* 



Weimar^ 

bei Wilhelm Hoffniann. 

1834. 



ÜLnfgelbrderi ron 'dem Verlegt mfeiner Ausgabe de« 
Sophokles eine^ andern BchriftsteHei^ auf ähnliche Weite 
^u bearbeiten, wählte ich aus besonderer Vorliebe zu 
den griechischen Dramatikern den Aischylos. Mein Stre- 
ben dabei war Wiederherstellung und Erläuterung des 
Textes, soweit es die Unistände und meine Kräfte er- 
laubten. Deshall^ liefs icl\ wo möglich keine wesentliche 
Schwierigkeit unberührt, ohne eine besondere Klasse 
von Lesern ausschlielslich zu berüclfsichtigen. Da der- 
jenige, welcher den Dichter zum ersten Male liest» 
natürlich öfter anstöfst, als der mit demselben schon 
Vertrautere, so sind manche Bemerkungen auch bloi 
für den Ersteren berechnet, und mögen von Letzterem 
als nicht für. ihn geschrieben betrachtet werden. Die 
nöthigen Beweise, habe ich beizubringen gesucht» der 
^vszjä wegen aber auch oft auf die Bemerkungen frü- 
herer Bearbeiter und auf allgemein verbreitete Hülfs- 
bücher, namentlich auf Matthiä^s ausführliche griechische 
Grammatik, zweite Auflage, verwiesen. Die dem Texte 
rechts zur Seite stehenden Verszahlen sind die der Stan- 
leyischen Ausgabe, nach welcher gewöhnlich citirt wirdf 
doch beziehen sich meine Citate aus Aischylos auf die 
dem Texte zur linken stehenden Verszahlen meiner Aus« 
gäbe. Jeder Tragödie ist einiges nötlüg Seiieinende 
vorausgeschickt 4 und eine Uebersicht der aufserdialogi- 
schen. Versmalse angehängt; am Ende des letzten. Bänd- 
chenft wird ein Wort- und Sachregister über das in 
den Anmerkungen Enthaltene folgen* Die Reihenfolge, 
in welcher ich die Stödce erscheinen sa lassen ^enke. 



Yl 

nvird diese seyn: der Prometheus, die Sieben gegen 
Thebai, die Perser, die Hiketiden, der Agamemnon, 
die Choephoren und ^e Eumeniden, obwohl sie nach 
der Zeit ihrer Aufführung anders zu ordnen sind, näm- 
lich , wenn m^n die Hiketiden ausnimmt, über welche 
kein Zeugnifs da ist: die Perser und der Prometheus 
Olymp. 76, 4, die Sieben gegen Thebai, die nach 
dem Schol. zu Aristoph. Fröschen 1053 später als die 
Perser gegeben worden sind, der Agamemnon, die Choe- 
phoren und die Eumeniden Olymp. 80, 2, worüber an 
(Seinem Orte das Nothi^e bemerkt werden wird. 

Was die Urkunden des Aischylos betrifft, so mochte 
es» wenn auch nicht für diese Ausgabe durchaus noth- 
wendig, doch zur Zurechtündung bei dem Grebrauche 
anderer nicht ganz unzweckmälsig seyn, die hie und 
da, namentlich in den Vorreden verschiedener Ausgaben, 
in den Catalogen mehrerer Bibliotheken und in den 
Harlesischen Beiträgen zu Fabricii bibliotb. Graec. II, 
p. 184 —r- 186 zerstreuten Notizen über dieselben zu- 
sammenzustellen, zumal da ich hoffen darf, einige hier- 
fiber noch herrschende Dunkelheiten aufgehellt zu haben, 

Aufbewahit werden nämlich 

O in Italien; 

Per cod, Mediceus (in der Lorenz - Mediceischen 
Bibliothek zu Florenz, XXXU, 9), von Salvinu» auch 
cod. Philelphi genannt, in grofs 4, auf Pergament, an- 
geblich aus dem lOten Jahrh, und von der höchsten 
Wichtigkeit, alle 7 Tragödien in folgender Ordnung: 
die Perser, den Agamemnon (mit 2 Lücken von V. 303 
— 1036, und von H32 -«- Choeph. 8), die Choephoren 
(deren V. 8 mit einem kleinen Buchstaben anfängt), 
' den Prometheus , die Eumeniden , die Sieben und die 
hiketiden enthaltend. Zwischen den Versen stehen 
iarlossen und am Bande Schollen, hinter den }£ketiden 
das Lehen des Aischylos, v?ie es Bobortellus hat, und 
das alphabetische Y^rzeichnifs seiner Stücke, ^s ent- 
hält diese Handschrift auch die -7 Tragödien des So- 
phokles, welche vor denen des Aischylos stehen, und 
des Apollon. Rhod. Argonautica, welche hinter denselben 



Tu 

folgen. 8. Bandini cataiog. codd. MSSu bibUothecie 
Mediceae Laurentianae Tom. II, pag. 132 — 134. 
Da darin Wk, 731 die Worte opdlv iTcatovxeS fehlen, 
welche blos in dem Reg. L vorhanden zu ßejn scheinen, 
nnd in den Sieben der ganze Vers 177 yermiCst wird, 
80 ist er nicht als die alleinige Qnelle aller übrigen 
anzusehen t obwohl die allermeisten aus ihm ge£lQMen 
seyn mögen. £)ine unmittelbare oder mittelbare Ab- 
schrift davon ist die Wolfenbüttler Handschrift, welche 
dieselben Lücken enthält, und nach einer ganz ahnli- 
chen Abschrift wurde die Aldinische Ausgabe gedruckt. 
Petr. Yictorius benutzte ihn, wie man aus seiner Vor- 
rede ersieht, und Lucas Holstenius bei Bandinus sagt: 
huic codici nihil antiquitate comparandum, JSo Vh-^ 
ctorius usus est in tragicis Graecis recensendis ; auch 
Robortellus scheint ihn gebraucht zu haben. Verglichen 
hat ihn Ant. Mar. Salvinus, Professor zu Florenz, nach 
Butler im Jahr 1715, nach Blomfield (zum Agam. p. 
V{ Leipz.) im Jahr 1745, für Petr. Needham » de^ eine 
Ausgabe dei^ Aischylo^ beabsichtigte. Diese Verglei- 
chung kain, wie alle für Needham gennachten Yerglei- 
chungen nach dessen Tode in des Anton. Askew's Hände, 
der sie aus dem Needhamischen Exemplare an den Rand 
eines Exemplars der Stanleyischen Ausgabe abschrieb, 
und sie Joh. Burton für seine TCSVtaXoyia mittheilte, 
später an Sam. Butler, der sie in seiner Ausgabe be- 
kannt gemacht hat. Eine Abschrift oder das Original 
dieser Vergleichung an dem Rande eines Exemplars der. 
Stanleyischen Ausgabe bekam Blomfield von WUh. Wind- 
ham. Vielleicht ist dies dieselbe Vergleichung , welche 
Salvinus iin Jahr 1723 dem IVfiddleto^ schenkte, s. Qur- 
ges zu den Eumeniden p. 39. Sehr zu wünschen wäre 
eine nochmalige ganz genaue Vergleichung diese;r schätz- 
baren Handschrift, da man nicht überall ihre Lesarten 
mit Bestimmtheit angegeben findet. Zwar findet sich 
an der bei Weigel 1827 erschienenen Ausgabe des 
Aischylos eine neuere nach der SchützLschen. Ansgabe 
vom Jahr 1808 ff. von einem Ungenannten ^fertigte 
Vergleichung , aber auch diese läfst viel zu wünschen 
übrig. So ist z. B. prom. 423 f. unserer Aujig. nichts 
erwfihnt^ obgleich Schütz daselbst |i((f^oy dif tfeo fCpoöSr^v 



Yfll 

aX I Xov daj^ivr* ddajxavrodkoiS sehr abweichend 
Ton den Urkunden hat ; ebensowenig Y. 426 , wo man 
bei Schütz vitipoxov ebenfalls gegen die Handschriften 
und alten Ausgaben liest ; desgleichen Y. 462 , wo 
Schütz fcayai ^* aufgenommen hat, der Med. aber 
nach Butler mjyal 6' enthält. Ebendaselbst Y. 469 
wird angeführt yivaov^^ v<p' ap}iat' ijyayov vavtt- 
^,6xeav oxrifiata^ obwohl die beiden letzten Worte zu 
Y. 466 gehören , und die Handschrift nach Butler vav- 
Xoxaoy hat« In den Hiketiden werden Y. 513 — 515 
WelL als fehlend angegeben, und doch fuhrt BnÜer aus 
dem Med. 'Xiirco statt iteidaa an, u. a. m. 

Der cod. Florentuius (in derselben Bibliothek XXXI, 
8) in 4, auf Papier, aus dem 14ten Jahrb., den Pro- 
metheus, die Sieben, die Perser, den Agamemnon und 
die Eumenlden mit Glossen zwischen den Yersen und 
RandschoHen enthaltend. S. Bandin. H, p. 83. Yer- 
glichen wurde er von Casp. Bancini und Franz Poggi 
für Biomfield, der jedoch bis jetzt nur die Lesarten zum 
Agamemnon an der Yorrede seiner Ausgabe dieses Stücks 
bekannt gemacht hat. Yarianten daraus finden sich 
auch an der bei Weigel 1827 erschienenen Ausgabe, 
doch nur als Lückenbüfser , wo der cod. Med. im Aga- 
memnon unvollständig ist. .Wahrscheinlich gab aus die- 
ser Handschrift Yictorius den Agamenmon zum ersten 
Male Tollständig, da diese ihm, weil er zu Florenz 
lebte, zunächst zur Hand war, und mit dem Texte 
desselben grofse Aehnlichkeit hat, obgleich die Worte 
seiner Yorrede: alium autem librum (den cod. Flor.) 
inveneramus , in quo Ag<imerrmon integra esset: quum 
tarnen nee in illo, nee in altera ullo Choephoras to^ 
tarn reperire potuerimus. quare affirmare ausim, eam 
partem huius tragoediae ex hoc nostro exemplari (aus 
dem cod. Medic.) manasse. unde sane descripta fuerit^ 
postquam id incommodum (das Herausschneiden oder 
Herausfallen mehrerer Blätter), quod narrapi, acceptum 
est, quare mutilata capite a$gue imtio suo in numus 
venitf yrenn ich sie recht verstehe und es nicht ein 
Gedächtnifsfehier des Yictorius ist, mcht dfdfür sprechen, 
da die Choephoren darin enthalten gewesen zu seyn 
scbeinen» die sich jetzt nicht darin finden« 



IX 

Der cod. Philelphianus (hi derselben BibHothel; 
XXXI, 1), in F0L9 auf Papier 9 aus dem Anfange 
des löten Jahrb., auTser 11 Tragödien des Euripides 
and 6 Tragödien des Sophokles, den Prometheus, die 
Sieben nnd die Perser des Aischylos enthaltend. Hinter 
dem Sophokles steht die Notiz : xoy XoytQotdrov. ctv- 
^erroS nvpiov §pavt^iöxov tov ih\iXg>ov idrlv j} 
ßißXoS avTij, Eloquentissimi auctoris Domini Fron-' 
cisci Philelphi est hie liber, S. Bandin. II, p. 7S f. 
Nur der Prometheus scheint verglichen worden zu seyn, 
mid zwar von Salvinus, (die Varianten sind am Rande 
des E^^mplars der Stanleyischen Ausgabe, woYon zu 
cod. Medic. gesprochen worden ist, angemerkt) ; denn 
zn den Sieben und den Persern werden keine Lesai^eix 
daraus angefahrt. Er stimmt meistens mit dem cod. 
Medic. überein, nur V. 172 hat er ovrt statt ovrot 
und 490 ^e\yr}tßOL statt ötipyrftpa, "Wenn aber da- 
raus Lesarten zum Agamemnon und den Hiketiden toi;; 
den Herausgebern m^tgetheilt werden , so ist dies , da 
er diese Stücke nicht enthält, eine Verwechselung mit 
dem cod. IVIedioeus, den Salyinus ebenfalls cod. Pliilelphi 
liennt. Auch sind die Lesarten in der Regel (Hik. 43Ö. 
wird aus Med. äpet htIveiv , aus Phil. c[pet dtlveiVf 
6O3 aus Med. ^XayeVy aus Phil. ixXavav angeführt) 
eanz dieselben, und nur in der Setzung und Auslassung 
des t findet sidi zuweUen eine kleine Abweichung. 
VergL auch Burges zu den Hiketiden p. 41 und zu 
den Bumenidea p. 38 f^ 

Anm. 1. Aufserdem finden sich in derselben Bi^ 

bliothek noch folgende unycrglichene Handschriften: 

Flut« XXVIII, no. 25, eine ('en Prometheus, die Sieben 
und die Perser mit Randscholien entbaltende , auf 
Papier in 12 ^ a^us d^m i^t^n J^rh. , s* Bandint II, 
p. 44 — 46. 

Platt XXXT , no. 2 , eine den Prom* , die Sieb* und die 
Pers» bis zu den "Worten ^i jjLrj 6xpoctevot6^ iS 
TOV ^EXXrfVXoy tOTtov V. 776 enthaltende , auf Pa- 
pier in 4, aus dem i5ten Ja,hrh*, 8* dast p* 76. 

Pl\it* XXXI, not 3, eine den Prom* und die Sieb* mif 
Kandscholien und Glossen' zwischen den Versen ent- 
haltende iL at^ Papier in 4 , aus den» I4fte:|^ Jahrh«, s. 
das. p* 79* 

Fiat* XXXt , no* 38, eine ^en Prom«, die Sieb* und die 
Fers* mit vielen Kandscholien enthaltlende y auf Pa- 



pier in 4, aus dem i5ten Jahrli«, aber tchlecht erhal- 
ten , s« das* p* 119 f. 

IPI^U XXXII 9 no. 2, eine den Prom«, die Sieb, und die 
Ferst enthaltende, doch im letzten Stücke mit den 

Worten yoia ö' aid^ei rar iyyodav V. 886 
schlielsend, anf Papier in I'ol«, aus dem i4ten Jahrh«» 
8, das. p/i24» 

plut. XXXII, no. 3i, eine den Prcm. enthaltende, auf 
Papier in klein 4, aus dem i6ten Jakrh., s. das, 

P- 173« 
^Plut. LXXXVI , no» 3 , eine die Per«, mit Bandscholien 
und Glossen zwischen den Versen enthaltende, auf 
Papier in 4, a^s dem i4ten Jahrh«, s. das. III, p.290. 

Flut* XiXXXXI, no. 5« eine den Prom. und die Sieb, mit 
Randscholien und Glossen zwischen den Versen ent- 
haltende, auf Papier in klein 4, aus dem i4ten 
Jahrh*, s. das* Uly p« 421* 

Sollten diese Handschriften noch verglichen -werden, 
ffo wäre es wohl das zweckmäsigste, sie sammt den bereit» 
verglichenen alle Mediceische uder Florentinische zu nen- 
nen , und sie durch ZalUen oder Buchs^ben von einander 
^u unters cheide^. 

Anm. ^. Auch sollen sich zu Florenz im Kloster 
der heil. Maria drei Handschriften des Aischylos befin- 
den (s. Montfaucon's bibiiotheca bibiiothecarum IVISS. 
nova p. 416, diarium Italicuin p. 369 f. und Palaeo> 
graphia p. 70), die erste unter dem Titel cod. bombyc, 
in quo Aeschyli tragoediae c. scholiis, im Jahr 1^44 
gesclirieben , die zweite durch cod. XV saec. Euripidis, 
.iSophoclis et Aeschyli tragoediae quaedam, die dritte 
durch cod. XIV saec. bombyc. Euripidis et Aeschyli 
tragoediae quaedam bezeichnet.. 

Der cod. F^nesiq^us (jetzt NeapolitanusL I, E, 5), 
ftuf Seidenpapier ( bo]]pbtycinu<f ) aus dem 14ten Jahrb., 
schön und qorrect wahrscheinlich yqn Trikiinios selbst 
geschrieben, ^uch, mit AusnahiQeL der ersten Bla^tter des 
Prometheus, gut erhalten, und den Prometlieus, die Sie- 
ben, die Perser, den Agamemnon nnd die Eumeniden 
nebst Glossen zwischen d^n Versen und Randscholien 
von Thomas Magister und Demetrius Trikiinios enthal- 
tend , dessen Textrecension er liefert. Er wurde von 
Wiih. Sirlet für Victorius verglichen» der ihn jedoch 
nicht sorg^tig benutzte, pie V^urianten daraus zum 
Agamemnon hat Ehnsley mitgetheilt im museum crit. 
Cantabrig. Tom. II, no. VIX, p. 457 — 471 (auch 
^ dem Leipziger Abdrucke des Blomfieidischen Aga- 



memnon), und nnTollständiger mit dein Zeidien T., 
d. i. TricUnius, Blomfield in seiner Ausgabe, zu deii 
Eumeniden Borges in seiner Aufgabe dieses Stücks, 
London bei \>lpy, 1822 in 8. S. Eimsley a. a. O. 
In der Harlesischen Ausgabe Ton Fabricii biblioth. Graea 
Tom. V, p. 776 f., wo die griechischen Handschriften 
der Königl. Bibliothek zu Neapel verzeichnet stehen, 
ist diese die 33stQ, 

Anm. Ebendaselbst werden noch folgende unyer^ 

glichen^ (mgcführt, und zwar aus derselben Bibliothek: 

l^o* 24, eine den Prometheus und die Sieben mit Rand- 
scholien und Glossen zwischen den Versen enthal- 
tende« 

"No» 26, eine dei^ Prom« und die Sieb, mit Randscholien 
und Glossen zwischen den Versen enthaltende, auf 
Papier, aus dem I4ten Jahrh« 

]^o. 56, eine den Prom* und die Sieb* mit Randscholien 
und Glossen zwischen den Versen enthaltende , auf 
Papier, im Jahr 1596 geschrieben. 

No^ 59 V «iiie den Prom* mit Randscholien und Glossen 
zwischen den Zeilen enthaltende. 

Ferner das. p. 796 aus der Augustiner Bibliothek toi| 

St. Giovanni di Carbonaria: 

No. a, unter dem Titel : Aeschyli tragoediae cum scho- 
liis et glossis interline£^ribu5 , cod., charta.ceus saec^ 
XVI ei^aratus^ 

^o.^, eine den Prom., die Sieb, und die Pers. mit Scho- 
llen und Glossen zwischen den Versen enthaltendejt 
auf Papier, aus dem i5ten Jahrh. 

Aus derselben Bibliothek wird von Montfaucon in der 
bibl« bibliothecarum MSS* nova p. 232 eine Hand<- 
schrift unter dem Titel ; commentarius ii^ Aeschy« 
Jum r^cens bo^byciiius angeführt. 

Der cod. Taurinensis (in der Konigl. Bibliothek 
zu Turin no. 253), der in Jos. Pasini codicibus MSS. 
bibliothecac regii Taurinensis Athenaei I, p. 369 so 
beschrieben wird; cod. CCLIII, c, I, 7, chartaceus, 
foliis constans 79, saeculi XVI, ubi Aeschyli tragoediae 
Prometheus et Eteocles cum adnotationibus in margine 
et glossis interli^iearibus , in Montfaucon'$ bibl. biblio- 
thecarum MSS. nova p. 1393 aber also: Aeschyli car- 
mina cum scholüs et comment. in 4o , graec. , und die 
einzige Handschrift des Aischyios in dieser Bibliothek 
ist. Lesarten daraus zu den Sieben hat Amad. Peyron 
in seiner notitia librorum, qui donante Yalpergc^Calusio 



IttaÜ fimt hl RegU Tanrinen^ Atiienad bibUotkecam 
1880 p. 60 f. mitgetheilt, die audi in the classic. Jonr- 
lial No. LI, Sept. 1822, p. 25 f. und in Seebode's 
krit. Bibliothek 1823, S. 169 ff. \deder abgedruckt 
sind. Er stimmt mit der Wolfenbüttler Handschrift fast 
Immer überein. 

Der cod. Venetos I (in der St. Marcusbibfiothek 
HO. '470, nach Butler no. 370) auf Pergament aus dem 
15ten Jahrb., den Prometheus , die Sieben und die Per- 
ser mit Schollen enthaltend, und von Jacob MorelU W; 
Butler Terglichen. 

per cod. Yenetus 11 ^n derselben Bibliothek, frü- 
her in der ßU Johannes - und Paulusbibliothek) auf Pa- 
pier aus dem löten Jahrb., ebenfalls den Prometheus, 
^e Siebe«, und die Perser enthaltend ^ und Ton Jacob 
l^orelli fär Butler Terglichen. 

^er cod. Yenetus III (in derselben Bibliothek no. 
^16, eine Zeit lang in Paris) auf Papier, aus dem 
13ten Jahrb., den Prometheus, die Sieben, di^ Perser, 
den Agamemnon und die Eumeniden enthaltend, dem 
Yer(nuthcii nach die Quelle d^s cod. Florentinus, oder 
mit demselben aus einer Quelle geflossen, und von Jacob 
Morelii für Blomiield verglichen, der L^arten daraus 
zum Agamemnon, welches Stuck in demselben aber 
nicht Toilstandig enthjilten ist, mitgetheilt hat. Einiges 
über denselben s. bei Blomfield in der Yorrede zum 
Agamemnon p. YI f. Leipz. Ausg., und zu Y. 45, wo 
bemerkt wird, dafs die IfUcket Ton Y. 46-^-1090. geht. 
Wie es scheint, ist es eine Torzügliche und einer ge- 
nauen Yergleichung würdige Handschrift. 

Der cod. Yenetus lY (in derselben BibliotJiek no. 
468 , eine Zeit lang in Paris), auf Papier , den Prome- 
theus, die Sieben und die Perser mit den durch den 
Druck bekannt gemachten $cholien enthaltend, wahr- 
scheinlich Ton Robortellus benutzt« S. Montfaucon in 
4er bibl. bibliothecarum MSS. nova a. s. O. und Butler 
cum Aischyl. Yol. YXII, p. YU. Es scheint ebenfalls 
«ine vorzügliiph^ und der Yergleichung nicht unwerthe 
BaA^Bchrift. 



Annk 1. Yenetas III und IV habe idi diese bei^ 
den letzten noch nicht so genannten Handschriften be^ 
zeichnet, da sie von den beiden ersten verschieden sind* 
Wahrscheinlich wurde Yen. III weder zu der Ausgabe 
des Aldus, noch zu der des Robortellus, welche beide 
zn Venedig erschienen sind, benutzt, da aus ihr sonst 
ün Theü der Lücke im Agamemnon, welche sich in 
jenen Ausgaben findet, ohne Zweifei ausgefällt worden 
wäre. Nur Yen. I und IV wurden dabei berücksichti- 
get, doch Ven^ I mehr zu ersterer, Yen. lY mehr zn 
letzterer. 

A n m. 2. Nach Jac. Phil. Toinasinus in den 
bibliothec. Yenetis mstis. Utini 1650, p. 17 befindet 
adk zu Venedig in der St. Antoniusbibliothek Plut. 18 
eine Handschrift des Aischylos mit Schollen; femer 
p. 21 in der St. Johannes- und Paulusbibliothek Flut. 
2 eine, zwei Tragödien des Aischylos enthaltende, wahr- 
sdieinlich dieselbe mit Yen« U , obgleich diese 3 Stücke 
enthält, wenigstens fahrt sie Montfaucon im diar. Italia 
p. 47 ff. nicht mit auf; endlich p. 81 in der Bibliothek 
des Jac. Barocius eine dritte, welche alle, mit Ausnahme 
vielleicht der zweiten, noch nicht verglichen sind. Auch 
führt Montfaucon in der bibl. bibliothecarum IVISS. nova 
p. 478 aus der bibL Grimana zu Venedig an: Homeri, 
Euripidis, Sophoclis et Aeschyli Codices. Yergl. dessen 
Barium Italicnm p. 41. 

Anm. 3. Aulserdem werden noch folgende Hand- 
schriften des Aischylos in Italien angeführt, welche 
ebenfalb noch nicht verglichen sind: 1) zu Rom, in 
der Vaticanischen Bibliothek eine, die drei ersten Tra- 
gödien mit Schollen enthaltende, und in der Bibliothek 
der Königin Christine von Schweden ein Aischylos mit 
Schollen, s. Montfaucon biblioth. bibliothecarum MSS. 
I, p. 7, 28, no. 662, und p. 34, no. 963; femer in 
der bibl. Barberina eine unter der no. 452 aus dem 
J4ten Jahrb., welche den Prometheus und die Sieben 
mit Schollen enthält ; auch noch in einer andern Biblio- 
thek zu Rom ein Aischylos mit Glossen, s. Montfaucon 
das. p. 200, B. 2) zu Bologna, s. das. p. 432, A. 
3) zu Padua, s. das. p. 488, E. Vielleicht ist dieses 



4^e von Robortellus benutzte Handschrift, von welcher 
er in der Vorrede sagt : sed et tu, nobilissinie IVf ariane, 
tuum ad me librum Patavio transmisisti , in c[Uo itidem 
omnia diligentissime erant descripta. 4) zu Mayland 
in der AmbrosianiHcheh Bibliothek, unter dem Titel: 
Aeschyli Prometheus cum scholüs, bombycim ter. Item 
Septem ad Thebas et Persae, s. das. p. 492 und ge- 
nauer das;, p. 529: Item scutum Herculis et Theogonia 
in cod. bombycino XIV saeculi. Aeschyli quäedam, und 
p. 630: in codice bombycino XIV saeculi Oppiani Ha- 
lieutica, Euripidis tres priores Tragoediae. Aeschyli 
item tres priores. S. auch Montfaucon'd diär. Italic. 
p. 17. 

2) In Prankreich, 
Und zvrar in der Königlichen Bibliothek zu Paris: 

Es finden sich daselbst 11 Handschriften des Aischy> 
los, s. den catalogus codicum MSS. bibliothecae regiae 
Paris 1740, Tom. II im ersten Index, Fähse in der 
sylloge lectionum graecc« etc. p. XIV f., Sillig bei 
Wellauer in Seebode's Archive 1825, p. 146 f. und 
Elmsley in Edinburgh Review 1810, no. XXXUI, p. 
215 ff. (auch an dem Leipziger Abdrudce der Blom- 
fieldischen Ausgabe des Prometheus)« Von diesen Hand> 
«chriften ist aber no. 39 noch nicht verglichen und no. 
2791 nicht zu rechnen. Sie sind: 

No. 39 eine, ein Bruchstück d^s Prometheus ent- 
haltende, auf Seidenpapier aus dem 13ten Jahrb., und 
nach ihrer Vergleichung vielleicht Reg. K zu nennen. 

Nr. 2782 A (von Fähse 2782. a, von Vauvilliers 
blos 2782 bezeichnet, und im Appendix des Catalogs 
p. 624 beschrieben), in 4, auf Papier, im 15ten oder 
zu Anfange des 16ten Jahrh. geschrieben, und den 
Prometheus und die Sieben enthaltend, verglichen von 
Vauvilliers in den notices et extraits des manuscrits de^ 
la bibliotheque du Roi, Tom. I, p. 307 -—317, und 
von Fähse in der sylioge p. 78 — 84, der jedoch 
p. XIX f. u, a. diese Handschrift mit no. 2886 ver- 
mengt, s. Wellauer in der Vorrede zum Aischylos Vol« 



xr 

II, p. IX f., In Seebode's Archive 18S5, p. 146 f.« 
und Haupt zu den Hiketidjen p. 118. Sie wird durch 
Reg. B bezeichnet. 

No. 2785 (bei Wellauer an den angeführten Orten 
fälschlich no. 2783), vorher no. 3320, 3, ehemals 
Colbertin. no. 4016, in 4, auf Seidenpapier (bombyd- 
aus, s. den Catalogus unter no. 2785, Schütz zum 
Ai«chylo8 VoL I, p. VI, Halle 1809, Butler in der 
Vorrede zu seiner Ausgabe Vol. VIII, pag. V) oder 
auf Pergament ( membranaceus , s. Dondorf bei Bothe 
zu AiscL Prom. p. 109, Leipzig 1831, sur velin, s« 
Vauvilliers Tom. IV, p. 89), aus dem 14- oder 15ten, 
nadi dem Catalogus aus dem 13ten Jahrb., enthaltend 
den Prometheus , die Sieben und die Perser mit Glossen 
zydBchen den Versen und Randscholien , verglichen von 
den Benedictinermönchen Job. Jac. Rouerdy und Job. 
Malinguehen für Montfaucon, der die Vergleicfaung an 
Needham schickte, nach dessen Tode sie an Askew, 
Bnrton und Butler kam (s. zum cod. Mediceus), dann 
von Vauvilliers Tom. IV, p. 89 — 106 und von Don- 
dorf für Bothe (s* oben). Sie ist mit Reg. G, mit 
Reg. N und mit Colbert. I eine und dieselbe Hand- 
schrift ^ und wird am richtigsten durch Reg. G be^ 
zeichnet. 

Anm. Gewöhnlich hält man Reg. G für gleich 
ndt Askew. A, und Reg. B Cur gleich mit Colb. I, 
weldie Annahme falsch ist, wie eine genauere Verglei- 
cfaung der Lesarten lehrt, und eine Verwechselung der 
Pariser Handschriften zur Folge gehabt hat, so dafs 
Blomfieid und Wellauer no. 2785 lür eine neue Hand- 
schrift haltend, dafür die Benennung Reg. N gewählt 
haben, zumal da Vauvilliers p. 95 in no« 2785 eine 
Lücke im Prometheus von V. 898 bis V. 934 nachweist, 
welche im Reg. G =2 Colb. I nicht stattfindet, da Les- 
arten daraus angeführt werden. Allein offenbar ist die- 
selbe früher nicht dagewesen, sondern erst später durch 
ein verloren gegangenes Blatt entstanden. 

No. 2786 (früher no. 3320, 2, und ehemals nach 
Montfitucon in der bibl. bibliothecarum MSS. nova p. 



903 in der Bibliothek des firzbischolb von Toulouse 
4e Montchal Ao. 129, nach dem Catalogns Tellerianüs, 
nach Sillig Calleviano-Remensis no. 105), auf Papier 
(nach dem Catalogus partim chartacei», partim bomby- 
cinus) aus dem 14- oder 15ten Jahrb., und den Pro- 
wetheug, die* Sieben und die Perser mit Randscholleti 
und Glossen zwischen den Versen enthaltend« Die Ver- 
gieichung von Carl Ruäeus und Job. Maiihguehen erhielt 
Toh Montfaucon Needham und nach dessen Tode Askew, 
Burton und Butler* Bei Schütz und Butler heifst diese 
Handschrift Aske\^. B, bei Blbmfield und Wellauer 
Reg. H. 

No. 2787 (früher no. 3320 oder auch 2249, hach 
dem Catalogus ehemals Boistallerianus) auf Seidenpapier 
(nach dem Catalogus chartaceus), aus dem 14- oder 
15ten Jahrb., enthaltend den Prometheus, die Sieben 
und die Perser mit Glossen zwischen den Versen und 
Randscholien , und verglichen zuerst vom Neapolitaner 
Lama , welche Vergleichung von Montfaucon Needham, 
und nach dessen Tode Askew, Burton und Butler er- 
hielten, dann von Brunck zu seiner Ausgabe, welche 
tmter dem Titel: Aeschyli tragoediae Prometheus, Per- 
sae et Septem adv. Thebas, Sophoclis Antigone, Euri- 
pidis Medea zu Strafsburg 1779 erschien, und zuletzt 
von Fähse syllog. p. €8 — 78, 91 — 101, 120 — 126, 
170 — 184. Es ist dieselbe Handschrift, weiche 
Schütz und Butler Askew. A, und Brunck, Blomfield 
und Wellauer Reg. B nennen. 

Anm. Dafs sie nicht dieselbe nüt Colb. L ist, 
wurde in der Anmerkung zu no. 2785 bemerkt. Die 
von Fähse zusammengestellten Randlesarten derselben 
hat Wellauer durch Reg. O bezeichnet. 

No. 2788 (früher no. 33 SO, nicht no. 333, wie 
bei Schütz, oder auch no. 2213) in 4, auf Papier, zu 
Ende des 15ten, nach Vauvilliers im 17ten Jahrb. ge- 
schrieben. Sie enthält den Prometheus, die Sieben 
und die Perser , mit Randscholien und Glossen zwischen 
den Versen , und wurde zuerst von Carl Ruaeus und 
Job. Malinguehen für Montfaucon verglichen, von wel- 



xm 

cfaem die Vergieichnng Needham, und nach dessen Tode 
Askew, Burton und Butler bekamen, später von Van- 
vilUers Tom. I, p. 318 — 323. Bei Schutz heiljit 
diese Handschrift Askew. C, bei Butler Askew. G und 
Reg. F, bei Blomfield und Wellauer Reg. F und Reg. 
IL , während sie nur entweder Ask. C oder Reg. F zn 
bezachnen ist, denn ifvas Reg. K genannt vrird, ist 
keine besondere Handschrift, sondern ebenfalls no. 2788. 

No. S789 (früher no. 3331, 3, ehemals cod. Joh. 
Tellii, nachher Colb. no. 4874) in 4, auf Papier aus 
dem 15- oder 16ten Jahrb., den Prometheus, die Sie- 
ben und die Perser mit Randschoiien und Glossen zwi- 
schen den Versen enthaltend, und von Vauvilliers Tom. 
I, p. 281 — 299 Yergiichen. Wt den Lesarten dieser 
Handschrift stimmen gewöhnlich die Varianten bei 
Tumebus überein, von dem sie benutzt worden za seyii 
scheint. Man bezeichnet sie durch Reg. C. 

No. 2790 (früher no. 3320, 6, ehemals Colb. 
no. 3553) in 4, auf Papier aus dem 15- oder 16ten 
Jahrh., nur' den Prometheus enthaltend, von Vauvilliers 
Tora. I, p. 300 — 306 verglichen und durch Reg. D 
bezeichnet. 

No. 2791 (früher no. 3320, 2, ehemals Pateanns) 
den Agamemnon mit einer lateinischen Uebeisetzung 
und Randbemerkungen enthaltend unter dem Titel: 
Aeschyli Agamemnon, Isaaco Gasaubono interprete, und 
von einer andern Hand : cum eiusdem' notis et obser- . 
vationibus eruditissimis, mit der Bemerkung am Endes 
sbsolvit Isaacus Casaubonus V Kalendas Blartil 1610« 
Diese Handschrift ist wahrscheinlich von Casaubonus 
selbst, wenigstens zum Theil geschrieben, da die Schrift- 
zGge den seinigen ähnlich seyn sollen, und er eine Aus* 
gäbe des Aischylos beabsichtigte, wie er in seiner 1620 
erschienenen Ausgabe des Strabon p. 18 und 104 selbst 
sagt, und in einem Exemplare der Victorius.-Stephanu« 
sischen Ausgabe von ihm eine lateinische Uebersetzung 
auf den Rand geschrieben worden ist. Stanley scheint 
die Bemerkungen des Casaubonus in seiner 1663 er- 
ichienenen Ausgabe benutzt zu haben. Uebrigens kann 
diese Handschrift nicht als Urkunde gelten 5 da sie aus 



xnn 

der Victorhisiscbeii Ausgabe v. Jahr. 1557, welche den 
Agamemnon vollständig enthält, abgeschrieben seyn mag. 
S. Vauvilliers Tom. I , p. 324 ff. , Fähse syUog. p. 
XXm f. und p. 145 •— 154 , Buücr zum Aischyloa 
Tom. VIII y p. XXX ff.» Blomfield zum Agamemnon 

p. vn ft 

No. 2884 (bei Sillig falschlich no. 2885, früher 
Colb. no. 6448, nach Montfaucon in der bibl. biblio- 
thecarum MSS. nova p. 1014 Ck)lb. no. 6443) auf 
iSeidenpapier, nach einer Notiz in derselben im Jahr 
1299 geschrieben, und den Prometheus, die Perser 
und die Sieben mit einigen kurzen Randscholien ent- 
haltend. Die erste von Röuerdy und Maliuguehen ge- 
fertigte V^gleichung erhielt von Montfaucon Needham, 
und nach dessen Tode Askew, Burton und Butler; 
dann verglich sie Brunck in seiner Ausgabe (s. zu no. 
2787). Sie i&t mit Reg. A und Colb. II eine und die- 
aelbe Handschrift Wenn Butler zu Pers. 942 (901) 
bemerkt: caetera desunt in Colb. 2, und doch später 
Lesarten daraus anfuhrt, so ist zu vormuthen, d^ä die 
frühere Vergleichung nicht vollständig war, und das 
Fehlende aus der Brunckischen Vergleichung entnommen 
vrurde, oder dafs sich jene Bemerkung blos auf die 
unmittelbar nach Mapicxydwov folgtanden Verse und 
Worte bezieht. 

No. 2886 (früher no. 3521) aus dem 15- oder 
16ten Jahrb. und von Wichtigkeit, auf Papier zierlich 
geschrieben, vielleicht von Jan. Laskaris selbst, dem 
de früher gehörte, enthaltend den Prometheus, die 
Sieben, die Per«er, die Eumeniden nnd die Hiketiden. 
Sie hat viel Aehnlichkeit mit der Mediceischen und 
floJb vielleicht aus dieser oder einer Absclirift derselben $ 
da aber Laskaris einige Lücken der Mediceischen aus- 
füllt, ohne jedoch den in jener unvollständigen Aga- 
memnon und die Choephoreu ergänzen zu komien, 'wes- 
halb diese Stücke ganz ausgelassen worden zu seyn~ 
scheinen, so ist anzunehmen, dafs er noch andere Hand- 
schriften benutzte. Eine Vergleichung von Kuaeus und 
Malinguehen erhielt von Montfaucon Needham, und nach 
dessen Tode Askew» Borton und Butler; eine andere 



I 



hat Fähse roitgetlidlt syllog. p. 109— 109, 133 — 138^ 
158 — 161, 164 — 166, der jedoch diese Handschrift 
ndt no. 2782 A (s. das.) theil weise verwechselt. Bei 
Schutz und Butler vdrd sie durch Askew. D, bei Bloin* 
field und Wellauer durch Reg. L bezeichnet, Mrelcher 
letztere der Fähseischen Vergleichung, die einiges frü- 
her nicht Angemerkte enthält» den besondem Namen 
Eeg, P gegeben hat. 

Unter no. 2792 und 2793 werden 2wei Scholien 
SU dem Prometheus, den Sieben und den Persem ent- 
haltende Handschriften aus dem 16ten Jahrh. angeführt« 

Uebersicht: 
Reg. A » Colb. 2 »= no. 2884 (Prom. Sieb. Pers), 
Reg. B (Reg. O) « Ask. A « no. 2787 (Pronu 

Sieb. Pers.). 
Reg. C « no. 2789 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. D E= no. 2790 (Prom..). 
Reg. E » no. 2782 A (Prom. Sieb.). 
Reg. F (auch falschlich Reg. K) es Ask.C ta qq» 

2788 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. G (auch falschlich Reg. N) e=s Colb. 1 es no« 

2785 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. H => Ask. B «» no. 2786 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. L (Reg. V) ^ Ask. D » no. 2886 (Prom. 

Sieb. Pers. Eum. Hik.) 

Anm. Auch soll sich in der Abtei St. Germain 
n Paris eine den Prometheus und die Sieben (Eteok** 
les) enthaltende Handschrift befinden, s. Montfaucon in 
dar bibL bibliotheca IVISS. nova p. 1065 B, und in 
der bibL Coislin. p. 620 unter no. 353 : femer werden 
IQ dem Cataloge der Bibliothek des Präsidenten de 
Mesme drei angeführt ; . die erste unter dem Titel : 
AeichyluS) grec, in -— Fol. en papier (Montfaucon 
bibl. bibll. MSS. nov. p. 1326), die zweite: Aeschylus, 
grec, in 4o, sur papier (das. p. 1327 B), die drittel 
AescfayloB poSta, grec, in 4o, papier (das. p. 1327 E). 

3) In Spanien: 

In der Königlichen Bibliothek zu Madrid befinden 
^ nach Iriarte regia bibL Ma^tensis 1769 folgende 

*» 2 



< J 

Handschriften des Alschylos: 1) no. 47, den Prome- 
theus, die Sieben (unter dem Titel *EtB07iKijS) und ^e 
Perser nnt Glossen zwisdhen den Versen und Rand- 
ficholien enthaltend (s. das. p. 162); 2) no. 77, die-* 
selben Tragödien ebenfalls mit Glossen zwischen den 
Versen und Randscholien enthaltend (p. 271); 3) no. 
72, eine von Laskaris gefertigte Sentenzensammiung . 
aus Aischylos und andern enthaltend (p. 256). — In 
der bibl. S. Lorenzo del Escorial: 11, bibl. alta A (I, 
T, no. 15) befindet sich nach Montfaucon in der bibL 
bibliothecafum MSS. nova p. 616 und nach Hänel in ^ 
den catalogis librorum MSS. p. 895 eine die Hiketiden 
ndt einigen Randscholien enthaltende, und nach des 
Antonius Augustinus Angabe (s. Harles zu F*abricii btbU 
Graeca II , p. 184) eine drei Tragödien des i^chylos 
mit Schollen enthaltende in Fol. Auch gedenkt Iriarte 
p. 276 £ einer aus der Bibliothek des Mendoza in die 
des Efikorial gekommenen, Schollen zum Prometheus 
und den Persem enthaltenden. Sie sind alle nodi un- 
verglichen. 

4) In Teutschland: 

IKe codd« Viennenses A, B, C, D (ixk der Kaiser- 
lichen Bibliothek zu üVien), deren Lesarten zum Pro- 
metheus und den Sieben von Bast ausgezogen und 
zuerst von Schütz bekannt gemacht worden sind. Sie 
werden in Daniel de Nessels catalogo sive recensione 
special] omnium codd. MSS. Graecorum — bibliothecae 
Caesareae Vindobonensis 1690, FoL ahib beschrieben: 

No. 197 (wahrscheinlich Vien. A), aufser des Eu- 
ripides Hekabe, Orestes und Phoinissen auch den Pro- 
metheus, die Sieben und die Perser des Aischylos ent* 
haltend , in 4 , auf Papier und zwar aus 243 Blattern 
bestehend, von mäfsigem Alter (s. das. Part. IV» 
p. 111). 

No. 235 (wahrscheinlich Vien. B), zwei Tragö- 
dien des Aischylos (den Prometheus und ^e Sieben) mit 
Bandscholien und Glossen zwischen den Versen enthal- 
tend, in 4, auf Papier, und zwar aus 80 Blättern 



\ 



lesteheod, von mäfdgem Alter (& daa. ^Part IV, 
p. 129). 

No. S79 (wahrscheinlich Vien. C), Bmdistftcke 
des Aischylos (der Prometheus und die Sieben scheinen 
voUstandig zu seyn ) mit Randscholien und Glossen 
nvischen den Versen enthaltend , in 4, auf Papier, und 
%ynr aus 86 Blättern bestehend, zu Constantinopel er- 
lauft C^ ^^' ^^^' ^j P* l^U- 

No. 122 (wahrscheinlich Vien. D), aufser andern 
Schriften von Blatt 104 — 177 auch den Prometheus 
und die Sieben (*Et£oxX7JS rj ^ETCtd inl ©jjßaii) mit 
Ruidacholien und Glossen zwisclien den Versen enthal- 
tend , auf Papier in 4 , und augeblich alt (s. das. Part 
V, p. 172). 

Anm. Aufserdem wird das. Part. IV, p. 145 
unter, no. 33 4 eine eines Ungenannten Schollen zum 
Aischylos enthaltende, auf Papier in 4, aus 121 Blät- 
tpm bestehend, und von mäfsigem Alter, und das. Part« 
IV, p. 158 unter no. 334 eine eines Ungenannten 
Schollen zum Aischylos enthaltende, auf Papier in 8, 
8 IUI 152 Blättern bestehend, aber im Anfange verstöm- 
nielt, und von mälsigem Alter angefahrt 

Der cod. Quelferbytanus (in der Herzoglichen Bi- 
Lliothek zu Wolfenbüttel) auf Papier in 4, aus dem 
14- oder 15ten Jahrb., wahrscheinlich eine unmittel- 
bare oder mittelbare, doch hier und da nach andern 
Umdscliriften abgeänderte Abschrift des cod. Mediceus 
ud alle Tragödien, doch in der Regel mit denselben 
Locken (Sieb. 177 steht in dieser Handschrift, fehlt 
jedoch in der M ediceischen ) enthaltend, auch mit der 
Aldine sehr übereinstimmend. Die Askew - Butlerische 
Yergleichung ist genauer als die Schützische. 

Anm. Der cod. Quelferbytanus hiefs fir&her cod. 
Gudianus, welcher im catalog. der Gudischen Manth- 
scripte, Hamburg 1706 in 8 (auch Kiel 1706 in 4) 
unter denen in Quart no. 61 so beschrieben wird: 
Äcschyli pocmata tra^ca c. notis marginal, graec, cod. 
chartaoeus. Praemittitur narratio de genere Aeschyli 
puetae : sub finem legitnr inscriptio eiu« sepulcralis et 



w 

IBatt «litt In Regit Tanrinenäa Atliena^ btbUotlieeui 
J630 p. 60 1 mitgetheilt, die andi in the clustc. Jonr- 
oal No. U, Sept. 1888, p. 25 f. und in Seebode'« 
krit. BibUothek 1833, 9. 169 S. irieder abgedniiM 
■Ind. Er atimmt mit der Wolfeabüttler Handschrift &it 
Immer fiberein. 

Der cud. Venetiu I (in der St. MarcnsbibEotlkak 
HO. '470, nach Butler no. 370) auf Pergament ans dcB 
ISten Jahrk,, den Prometheaa, die Sieben und äa Pa- 
ser uüt Schotien enthaltend, und von Jacob Morelli Bk 
^tler TerglichRu. 

Der cod. Venetns 11 (ui derselben Bibliothek, H: 
^er in der 8t. Johannes- und Pauliubibliothelc) aaf Pa- 
pier ans dem läten Jabrb-, ebenfalls den Promethrai^ 
^e Siebes und die Perser enthaltend, und yon Jawb 
Morelli fni Butler vergtichen. 

ßer ood. Venetus III (in derselben Bibliothek no. 
^16, eine Zeit lang in Paria) auf Papier, am ^V 
ISten Jahrb., den Prometheus, die Sieben, die Pener, 
den Agamemnon und die Eumeniden enthaltend, den 
yermu.thELi nach die Quelle des cod. Flurentinus, odel 
mit deiiiäclben aus einer Quelle geflossen, und von Jaoofc 
Morelli lür BlomfieH verglichen , der Lesarten dataM 
Eum Agamemnon, welches Stück in demselben abcc 
Ücht Tollatändig enthalten ist, mitgetheilt bat. EioigM 
über denselben g. bei Blomfield in der Vorrede saa 
Agamemnon p. VI f. Leipz. Ausg., und zu V. 45, »w 
bemerkt wird, daf» die I^ücke von V, 4fi — 1090, gel' 
Wie es icheint, ist es eine vor^üglichü und einer g 
nanen Vergleichung würdige llandacliiift. 

Der cod. Venetos IV (in derselben BlMiotliiek ■ 
468, eine Zeit lang in Paris) auf Papier, ' " 
theus, die Sieben und die Perser mit äi 
l>rudc bekannt gemachten S<^olien enthaltend«; 
scheinlich von Robortellus benutzt, S. IMoat|| 
4er bibl. bibliothecamm M: 
«um Aiichyl. VoL VIII, p. VJI. 
eine vorzügliche und der Vergleichung i 
BapdKhrift. 










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die von Robortellos benutzte Handschrift, von welcher 
er in der Vorrede sagt : sed et tu, nobilissinie Mariane, 
tuum ad me librum Patavio transmisisti , in quo itidem 
omnia diligentissime erant descripta. 4) zu Mayland 
in der Ambrosianischeh Bibliothek, unter dem Titel: 
Aeschyli Prometheus cum scholiis, bombyclm ter. Item 
Septem ad Thebas et Persae, s. das. p. 492 und ge- 
nauer daä. p. 529: Item scutum Herculis et Theogonia 
in cod. bombyciiio XIV saecull. Aeschyli quäedam, und 
p. 530: in codice bombycino XIV saeculi Oppiani Ha- 
lieutica, Euripidis tres priores Tragoediae. Aeschyli 
item tres priores. S. auch Montfaucon's diär. Italic. 
p. 17. 

2) In Frankreich, 
und zwar in der Königlichen Bibliothek zu Paris: 

Es finden sich daselbst 1 1 Handschriften des Aischy- 
ios, s. den catalogus codicum MSS. bibliothecae regiae 
Paris 1740, Tom. II im ersten Index, Fähse in der 
sylloge lectionum graecc. etc. p. XIV f., Sillig bei 
Wellauer in Seebode^s Archive 1825, p. 146 f. und 
Elmsley in Edinburgh Review 1810, no. XXXIII, p. 
215 ff. (auch an dem Leipziger Abdrucke der Blom- 
fieldischen Ausgabe des Prometheus). Von diesen Hand- 
Schriften ist aber no. 39 noch nicht verglichen und no. 
2791 nicht zu rechnen. Sie sind: 

No. 39 eine, ein Bruchstück d^s Prometheus ent- 
haltende, auf Seidenpapier aus dem 13tcn Jahrb., und 
nach ihrer Vergleichung vielleicht Reg. K zu nennen, 

Nr. 2782 A (von Fälise 2782. a, von Vauvilliers 
blos 2782 bezeichnet, und im Appendix des Catalogs 
p. 624 beschrieben), in 4, auf Papier, im 15ten oder 
zu Anfange des 16ten Jahrh. geschrieben, und den 
Prometheus und die Sieben enthaltend, verglichen von 
Vauvilliers in den notices et extraits des manuscrits d^ 
la bibllotheque du Roi, Tom. I, p. 307 — 317, und 
von Fähse in der sylloge p. 78 — 84, der jedoch 
p. XIX f. u. a. diese Handschrift mit no. 2886 ver-^ 
mengt, s. Wellauer in der Vorrede zum Aischylos Vol« 



xr 

II, p. IX f., in Seebode's Archire 1825, p. 146 f., 
und Haupt zu den Hiketidjen p. 116. Sie wird durch 
Reg. E bezeichnet. 

No. 2785 (bei Weilauer an den angeführten Orten 
^Oschlich no. 2783), vorher no. 3320, 3, ehemals 
Colbertin. no. 4016, in 4, auf Seidenpapier (bombyd-' 
nus, s. den Catalogus unter no. 2785, Schütz zum 
Aischylos VoL I, p. VI, Halle 1809, Butler in der 
Vorrede zu seiner Ausgabe Vol. VIII, pag. V) oder 
auf Pergament ( membranaceus , s. Dondorf bei Bothe 
zu Aisch. Pcom. p. 109, Leipzig 1831, sur velin, s« 
Vauvilliers Tom. IV, p. 89), aus dem 14- oder 15ten, 
nadi dem Catalogus aus dem 13ten Jahrb., enthaltend 
den Prometheus , die Sieben und die Perser mit Glossen 
zwischen den Versen und Randscholien , verglichen von 
den Benedictinermönchen Joh. Jac. Rouerdy und Job. 
Maiinguehen für Montfaucon, der die Vergleichung an 
Needham schickte, nach dessen Tode sie an Askew, 
Barton und Butler kam (s. zum cod. Mediceus), dann 
von Vauvilliers Tom. IV, p. 89 — 106 und von Don- 
dorf für Bothe (s. oben). Sie ist mit Reg. G, mit 
Reg. N und mit Coibert. I eine und dieselbe Hand- 
sdirift^ und wird am richtigsten durch Reg. G be- 
zeichnet. 

Anm. Gewohnlich hält man Reg. G für gleich 
ndt Askew. A, und Reg. B für gleich mit Colb. I, 
weldie Annahme falsch ist, wie eine genauere Verglei- 
cfiung der Lesarten lehrt, und eine Verwechselung der 
Pariser Handschriften zur Folge gehabt hat, so dafs 
Blomfield und Weilauer no. 2785 iür eine neue Hand- 
schrift haltend, dafür die Benennung Reg. N gewählt 
haben, zumal da Vauvilliers p. 95 in no. 2785 eine 
Lücke im Prometheus von V. 898 bis V. 934 nachweist, 
welche im Reg. G = Colb. I nicht stattfindet, da Les- 
arten daraus angeführt wetden. Allein offenbar ist die- 
selbe früher nicht dagewesen, sondern erst später durch 
ein verloren gegangenes Blatt entstanden. 

No. 2786 (früher no. 3320, 2, und ehemals nach 
Montfitucon in der bibl. bibliothecarum MSS. nova p. 



903 in der Bibliothek ües CSrzbischof& von Toulouse 
4e Montchal Ao. 129, nach dem Gatalogus TeU^rianüs, 
nach Siliig Galleiiano-Remensis no. 105), auf Papier 
(nach dem Catalogus partim chartaceus, partun bomby- 
cinus) aus dem 14- oder 15ten Jahrh., und den Pto- 
metheus, die* Sieben und die Pierser mit Randscholleti 
imd Glossen zwischen den Versen enthaltend. Die Yer- 
gleichung von Carl Ruäeus und Job. Malihguehen erhielt 
von Montfaucon Needham und nach dessen Tode Askew, 
Burton und Butler. Bei Schütz und Butler heifst diese 
Handschrift Aske^. B, bei Biomfield and l^ellauer 
Reg. H. 

No, 2787 (früher no. 3320 oder auch 2249, hach 
dem Catalogus ehemals Boistallerianus) auf Seidenpapier 
(nach dem Catalogus chartaceus), aus dem 14- oder 
15ten Jahrh., enthaltend den Prometheus, die Sieben 
und die Perser mit Glossen zwischen den Versen und 
Randscholien , und verglichen zuerst vom Neapolitaner 
Lama, welche Vergleichung von Montfaucon Needham, 
und nach dessen Tode Askew, Burton und Butler er- 
hielten, dann von Brunck zu seiner Ausgabe, welche 
unter dem Titel: Aeschyli tragoediae Prometheus, Per- 
sae et Septem adv. Thebas, Sophoclis Antigene, Euri- 
pidis Medea zu Strafsburg 1779 erschien, und zuletzt 
von Fähse syllog. p. 68 — 78, 91 — 101, 120 — 126, 
170 — 184. Es ist dieselbe Handschrift, welche 
Schütz und Butler Askew. A, und Brunck, Biomfield 
und Wellauer Reg. B nennen. 

Anm. Dafs sie nicht dieselbe mit Colb. L ist, 
wurde in der Anmerkung zu no. 2785 bemerkt. Die 
von Fähse zusammengestellten Randlesarten derselben 
hat Wellauer durch Reg. O bezeichnet. 

No. 2788 (früher no. 3330, nicht no. 333, wie 
bei Schütz, oder auch no. 2213) in 4, auf Papier, zu 
Ende des 15ten, nach Vauvilliers im 17ten Jahrh. ge- 
schrieben. Sie enthält den Prometheus, die Sieben 
und die Perser , mit Randscholien und Glossen zwischen 
den Versen , und wurde zuerst von Carl Ruaeus und 
Job. Malinguehen für Montfaucon verglichen, von wei- 



xm 

chem die Vergieichnng Needhain, und nach dessen Tode 
Askew, Barton und Butler bekamen , spater von Vau- 
viiliers Tom. I, p. 318 — 323. Bei Schutz heifst 
diese Handuchrift Askcw. C, bei Butler Askew. G und 
Reg. F, bei Blomfield nnd Wel lauer Reg. F und Reg. 
1^ , während sie nur entweder Ask. C oder Reg. F za 
bezeichnen ist, denn ifvas Reg. K genannt wird, ist 
keine besondere Handschrift, sondern ebenÜEdls no. 2788. 

No. 2789 (früher no. 3331, 3, ehemals cod. Job. 
Tellii, nachher Golb. no. 4874) in 4, auf Papier aus 
dem 15- oder 16ten Jahrb., den Prometheus, die Sie-- 
ben und die Perser mit Randscholien und Glossen zwi- 
schen den Versen enthaltend, und von Yauvüliers Tom. 
I, p. 881 — 299 yerglichen. Mit den Lesarten dieser 
Handschrift stunmen gewöhnlich die Varianten bei 
Tumebus überein, von dem sie benutzt worden za seyn 
scheint. Man bezeichnet sie durch Reg. C. 

No. 2790 (früher no. 3320, 6, ehemals Colb. 
no. 3553) in 4, auf Papier aus dem 15- oder 16ten 
Jahrb., nur' den Prometheus enthaltend, von Vauvilliers 
Tora. I, p. 300 — 306 verglichen und durch Reg. D 
bezeichnet. 

No. 2791 (früher no. 3320, 2, ehemals Pateanns) 
den Agamemnon mit einer lateinischen Uebersetzung 
und Randbemerkungen enthaltend unter dem Titel; 
Aeschyli Agamemnon, Isaaco Casaubono interprete, und 
Ton einer andern Hand s cum ciusdem notis et obser- , 
TBtionihus eruditissimis, mit der Bemerkung am Ende: 

^ ibsolvit Isaacus Casaubonus V Kalendas Martil 1610« 
Biese Handschrift ist wahrscheinlich von Casaubonof 
lelbst, wenigstens znm Theii geschrieben, da die Schrift- 
xuge den seinigen ähnlich seyn sollen, und er eine Aus« 

I gäbe des Aischylos beabsichtigte, wie er in seiner 1620 
erschienenen Ausgabe des Strabon p. 18 und 104 selbst 
lagt, und in einem Exemplare der Victorius-Stephanu- 

Isischen Ausgabe von ihm eine lateinische Uebersetzang 
auf den Rand geschrieben worden ist. Stanley scheint 
I die Bemerkungen des Casaubonus in seiner 1663 er- 
Khienenen Aasgabe benutzt zu haben. Uebrigens kann 

I diese Handschrift nicht als Urkunde gelten 5 da sie aus 

I ♦* 



xnn 

der VictoriuMScben Ausgabe r, Jahr. 1557, welche den 
Agamemnon Tollst&ndig enthält, abgeschrieben seyn mag. 
S. Vanvilliers Tom. I , p. 324 ff. , Fähse syllog. p. 
XXm f. und p. 145 •— 154, Buücr zum Aischylot 
Tom. VIII, p. XXX ff., Blomfield zum Agamemnon 

p. vnft 

No. 2884 (bei SHHg falscMich no. 2885, früher 
Colb. no. 6448, nach Montfaucon in der bibi. bibEo- 
thecarum MSS. nova p. 1014 Colb. no. 6443) auf 
iSeidenpapier, nach einer Notiz in derselben im Jahr 
1299 geschrieben, und den Prometheus, die Perser i 
und die Sieben mit einigen kurzen Raiidscholien ent- 
haltend. Die erste von Röuerdy und Maliuguehen ge- 
fertigte V^gleichung erhielt von Montfaucon Needham, 
und nach dessen Tode Askew, Burton und Butler; 
dann verglich sie Brunck in seiner Ausgabe (s. zu no. 
2787). Sie ist mit Reg. A und Colb. II eine und die- 
aelbe Handschrift Wenn Butler zu Pers. 942 (901) 
bemerkt: caetera desunt in Colb. 2, und do^Ji spater 
Lesarten daraus anfuhrt, so ist zu vcnuuthen, d^£s die 
frühere Vergleichung nicht voUstandig war, und das 
Fehlende aus der Brunckischen Vergleichung entnommen 
vrurde, oder dafs sich jene Bemerkung blos auf die 
unmittelbar nach Mapicxydwov folgtanden Verse and 
Worte bezieht. 

No. 2886 (früher no. 3521) aus dem 15- oder 
16ten Jahrb. und von Wichtigkeit, auf Papier zierlich 
geschrieben, vielleicht von Jan. Laskaris selbst, dem 
de früher gehörte, enthaltend den Prometheus, die 
Sieben, die Per«er, die Eumeniden und die Hiketiden« 
Sie hat viel Aehnlichkeit mit der Mediceischen und 
floJb vielleicht aus dieser oder einer Absclirift derselben $ 
da aber Laskaris einige Lücken der Mediceischen aus- 
füllt, ohne jedoch den in jener unvollständigen Aga- 
memnon und die Choephoreu ergänzen zu können, wes- 
halb diese Stücke ganz ausgelassen w^orden zu seyn~ 
scheinen, so ist anzunehmen, dafs er noch andere Hand- 
schriften benutzte. Eine Vergleichung von Kuaeus und 
Malingoehen erhielt von Montfaucon Needham, und nach 
dessen Tode Askew» Barton und Butler; eine andere 



I 



hat Fähse mitgethdlt syllog. p. 109 -— 109, 133 — 138^ 
158 — 161, 164 — 166, der jedoch diese Handschrift 
mit no. 2782 A (s. das.) theilweise yenvechselt. Bei 
Schutz und Butler vdrd sie durch Askew. D, bei Blom- 
field und Wellauer durch Reg. L bezeichnet, Mreicher 
Veclztere der Fähseischen Vergleichung, die einiges frü- 
her nicht Angemerkte enthält, den besondem Namen 
BegL P gegeben hat. 

Unter no. 2792 und 2793 werden 2wei Scholien 
SU dem Prometheus, den Sieben und den Persem ent- 
haltende Handschriften aus dem 16ten Jahrh. angeführt« 

Uebersicht: 
Reg. A » Colb. 2 »= no. 2884 (Prom. Sieb. Pers), 
Reg. B (Reg. O) » Ask. A « no. 2787 (Pronu 

Sieb. Pers.). 
Reg. C « no. 2789 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. D E= no. 2790 (Prom..). 
Reg. E » no. 2782 A (Prom. Sieb.). 
Reg. F (auch falschlich Reg. K) es Ask.C ta qo, 

2788 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. G (auch falschlich Reg. N) e=s Colb. 1 es no« 

2785 (Prom. Sieb. Pers.). . 
Reg. H => Ask. B e» no. 2786 (Prom. Sieb. Pers.). 
Reg. L (Reg. P) » Ask. D » no. 2886 (Prom. 

Sieb. Pers. Eum. Hik.) 

Anm. Auch soll sich in der Abtei St Germain 
ta Paris eine den Prometheus und die Sieben (Eteok** 
les) enthaltende Handschrift befinden, s. Montfaucon in 
der bibL bibliotheca MSS. nova p. 1065 B, und in 
ier bibL C<nslin. p. 620 unter no. 353 : femer werden 
k dem Cataloge der Bibliothek des Präsidenten de 
Mesme drei angeführt ; . die erste unter dem Titel : 
Acschylus, grec, in -^ Fol. en papier (Montfaucon 
MbLbibll. BiSS. nov. p. 1326), die zweite: Aeschylus, 
grec, in 4o, snr papier (das. p. 1327 B), die drittel 
AescfayloB poeta, grec, in 4o, papier (das. p. 1327 E). 

3) In Spanien: 

In der Königlichen Bibliothek zu Madrid befinden 
lieb nach Iriarte regia bibL Ma^tensis 1769 folgende 

" *» 2 



Handschriften des AUchylos: 1) no. 47, den Prome- 
theus, die Sieben (unter dem Titel *EtB07iKijS) and die 
Perser mit Glossen zwischen den Versen und Rand- 
ficholien enthaltend (s. das. p. 162); 2) no. 77, die-' 
selben Tragödien ebenfalls mit Glossen zwischen den 
Versen und Randscholien enthaltend (p. 271); 3) no. 
72, eine von Laskaris gefertigte Sentenzensammiung . 
aus Aischylos und andern enthaltend (p. 2ä6). — In 
der bibL S. Lorenzo del Escorial: II, bibl. alta A (I» 
T, no. 15) befindet sich nach Montfaucon in der bibL 
bibliothecafum MSS. nova p. 616 und nach Hänel in ^ 
den catalogis librorum MSS. p. 895 eine die Hiketiden 
mit einigen Randscholien enthaltende, und nach des 
Antonius Augustinus Angabe (s. Harles zu Fabridi btbL 
Graeca II , p. 184) eine drei Tragödien des ^chylos. 
mit Schollen enthaltende in Fol. Auch gedenkt Iriarte 
p. 276 £ einer aus der Bibliothek des Mendoza in die 
des Elskorial gekommenen, Schollen zum Prometheus 
und den Persem enthaltenden. Sie sind alle nodi un- 
verglichen. 

4) In Teutschland: 

Die codd« Viennenses A, B, C, D (ixk der Kaiser- 
lichen Bibliothek zu üVien), deren Lesarten zum Pro- 
metheus und den Sieben von Bast ausgezogen und 
zuerst von Schütz bekannt gemacht worden sind. Sie 
werden in Daniel de Nessels catalogo sive recensione 
special! omnium codd. MSS. Graecorum — bibliothecae 
Caesareae Vindobonensis 1690, FoL also beschrieben: 

No. 197 (wahrscheinlich Vien. A), aufser des Eu- 
ripides Hekabe, Orestes und Phoinissen auch den Pro- 
metheus, die Sieben und die Perser des Aischylos ent- 
haltend , in 4 , auf Papier und zwar aus 243 Blattern 
bestehend, von mäfsigem Alter (s. das. Part. IV» - 
p. 111). 

No. 235 (wahrscheinlich Vien. B), zwei Tragö- 
dien des Aischylos (den Prometheus und die Sieben) mit 
Bandscholien und Glossen zwischen den Versen enthal- 
tend, in 4» auf Papier, nnd zwar aus 80 Blättern 



1 estehend , von mäfsigein Alter ( & das. [Part IV, 
p. 129). 

No. S79 (wahrscheinlich Vien. C), Bmdutücke 

des Aischylos (der Prometheus und die Sieben scheinen 

'voUständig zu seyn) mit Randscholien und Glosseo 

nvischen den Versen enthaltend, in 4, auf Papier, und 

im aus 86 Blättern bestehend, zu Constantinopel er- 

ianft C& d^- Part. IV, p. 141). 

No. 1S2 (wahrscheinlich Vien. D), aufser andern 
ßchriften von Blatt 104 — 177 auch den Prometheus 
und die Sieben (^EtboxXtjS rj ^Entci inl ©ijßat^') mit 
Kandscholien und Glossen zwischen den Versen enthal- 
tend , auf Papier in 4 , und angeblich alt (s. das. Part 
V, p, 172). 

Anm. Aufserdem wird das. Part. IV, p. 145 
unter, no. 334 eine eines Ungenannten Schollen zum 
Aischylos enthaltende, auf Papier in 4, aus 121 Blat- 
tern bestehend, und von mäfsigem Alter, und das. Part. 
IV y p. 158 unter no. 334 eine eines Ungenannten 
Schollen zum Aischylos enthaltende, auf Papier in 8, 
ans 158 Blättern bestehend, aber im Anfange verstüm- 
melt, und von mausigem Alter angefahrt 

Der cod. Quelferbytanus (in der Herzoglichen Bi- 
bliothek zu Wolfenbüttel) auf Papier in 4, aus dem 
14- oder 15ten Jahrb., wahrschemlich eine unmittel- 
bare oder mittelbare, doch hier und da nach andern 
Uandschriften abgeänderte Abschrift des cod. Mediceus 
vnd alle Tragedien, doch in der Regel mit denselben 
Lacken (Sieb. 177 steht in dieser Handschrift, fehlt 
jedoch in der Mediceischen ) enthaltend, auch mit der 
AWne sehr Übereinstimmend. Die Askew - Butlerische 
Vergleichung ist genauer als die Schützische. 

Anm. Der cod. Quelferbytanus liiefs früher cod. 
Gudianus, welcher im catalog. der Gudischen Manit- 
Scripte, Hamburg 1706 in 8 (auch Kiel 1706 in 4) 
unter denen in Quart no. 61 so beschrieben wird: 
Aeschyli pocmata tragica c. notis marginal, graec, cod. 
chartaceua. Praemittitur narratio de genere Aeschyli 
puetae : aub finem legitur inscriptio eiua aepulcralis et 



xni 

iadidmn antoris hlstoriae mnsicae , rationem qna tra- 
goedias suas scripsit Aeschylus valde approbantis et 
laudantis. Er kam nebst andern Gudischen Handsdirif- 
ten in die Wolfenbüttler Bibliothek, s. anOser Anderen 
auch Ebert's Handschriftenkande I, p. 134 ff., beson- 
ders aber in dessen bibUothecae Guelferbytanae codd. 
Graec. et Latin, class. Lips. 1827, wo er p. 8 unter 9 
no. 8 so beschrieben wird: Aeschyli tragoediae VII, 
gr. copi scholüs graecis marglnalibus et interiin. chart. 
in 4. sec. XV. (Gud. gr. 88). Als Lesarten des cod. 
Gudianus nach der von Mitscherlich erhaltenen Yerglei- * 
chung Kulencamp's finden sich bei Schütz in der zweiten 
groiCsem und in der kleinern Ausgabe des Aischylos, 
Halle 1800, einige zum Prometheus und eine au den 
Persem angeführt, nämlich Prom. 93 meiner Ausgabe 
aytaibty 447 ßiov, 481 i^afisißovtca , 772 «Aijy 
Av3g3), 1008 nayrcos ^ Pers. 388 ev^v^ d^, welche 
auch als Varianten des cod. Quelferb. angemerkt wer- 
den; nur zu Prom. 235 d\ roXfifjS , 515 apa^ 628 
jM^n xpv^S ßEy 783 hiXvöovtd fie und zu V. 471 
7C^.dv'l;f ^ was in den Schollen des cod. Gud. stehen 
soll, finde ich dasselbe nicht aus dem cod. Quelferb. 
angeführt. 

Der cod. Vitebergensis auf Papier aus dem IStea 
Jahrb., den Prometheus, die Sieben und die Perser ent- 
haltend, aber im Prometheus bis V. 268 yerstümmelC 
Die Vergleichnng ist von Zeune, und findet sich in 
seinem Programm de varietate lectionis in tres Aeschyli 
tragoedias priores ex cod. Vitebergensi» "N^teb. 1780, 4. _ 

Der cod. Lipsiensis I (in der Rathsbibliothek) nach 
Butler vor dem 15ten Jahrb. geschrieben, und einen 
Theil des Prometheus enthaltend. Die von Askew aus- 
gezogenen Lesarten desselben sind zuerst in der Butle« 
rischen Ausgabe mitgetheilt. 

Der cod. Lipsiensis II (ebendaselbst), nach Butler - 
älter, als das 15te Jahrb., und den Prometheos, die 
Sieben und die Perser enthaltend. Die ebenfalls von 
Atikcw ausgezogenen Lesarten dieser Handschrift finden 
sich bei Butler, vollständiger jedoch» wiewohl erst vor 



xtsn 

Pers. 833 an, in Franz Passow'a laeletematt critt in 
Äeschyli Persas, Vratisl. 1818. 

Anm. AIb unverglichene Handschriften sind nodi 
inzafuhren 1 ) die Münchener , welche früher wahr« « 
Kheinlich zu Augsburg aufbewahrt wurden (s. Harles 
taFabricii bibl. Graec II, p. 186), näpniich! no. 486, 
TOD Blatt 79 — 104 den Prometheus mit Glossen zwi- 
icAen den Versen enthaltend, auf Papier in 4, aus 
dem 15ten Jahrb., s. den catalog. codicum MSS. (Grae- 
ooruin) bibliothecae regiae Bavaricae Tom. V, p. 69; 
no. 565, von Blatt 29 an die Sieben, Blatt 46 den 
Anfang des Prometheus, und Blatt 46 yiroS AlöxvXav 
totTfTov enthaltend, auf Papier in 4, aus dem 16ten 
Jahrb., s. das. Tom. V. p. 436 f.; no. 646, von Blatt 
62 an die Kumenideu, jedoch erst nut V. 576 7ta\ 
puxprtvpijöcov riX^ov beginnend, enthaltend, auf Papier 
in 4, aus dem 16ten Jahrb., s. das. Tom. Y, p. 365. 
Ebendaselbst finden sich auch mehrere, Scholien zum 
Aischylos enthaltende Handschriften, nämlich: no. 75» 
Scholien zum Prometheus, den Sieben und den Persern, 
auf Papier in Fol., aus dem 16ten Jahrh., s. das. Tom. 
1, p. 462 f.; no, 88, Scholien zu denselben Tragödien 
aaf Papier in Fol., aus dem 16ten Jahrb., s. das. Tom* 
1. p. 490; no. 91, Scholien zu dem Agamemnon, den 
£iimeniden, den Hiketiden, dem Prometheus, den Sie- 
ben und den. Persem, auf Papier, aus dem 16ten Jahrb., 
f. das. Tom. I, p. 497; no. 162, Scholien zum Pro- 
metheus , den Sieben und den Persem , auf Papier in 
FoL, ans dem 16ten Jahrb., s. das. Tom. II, p. 169; 
■0» 154, Scholien zum Prometheus « den Sieben und 
den Persem, auf Papier in Fol., aus dem 16ten Jahrh., 
1. das. Tom. II, p. 181; no. 234, unter dem Titel: 
ex Aeschylo breves notae, auf Papier, aus dem 16ten 
Jahrb. , ans des Petr. Victorius Bibliothek. — 2 ) die 
Nürnberger, den Prometheus enthaltend, und zu Ende 
des 16ten Jahrb. geschrieben, s. Harles zu Fabridi 
bibl. Graec. II, p. 186. — 3) die Hamburger, den 
Prometheus, die Sieben und die Perser mit Glossen 
zwischen den Versen und Randscholien enthaltend, s. 
ebendaselbst. — 4) die UfTenbachische, welche nach 
dem catalog. bibl. Uffenbachianae , Francof^ ad Moen 



XMV' 

1729 — 1731, p. 685 f. den Prometheus, die Sieben 
und die Perser mit Randscholien und Glossen zwischen 
den Versen enthält 

5) In Holland} 

In Leyden befinden sich nach dem catalogo Ubro* 
rum tarn impressorum, quam manoscriptorum bibl. public, 
universitatis Lugduno-Batavae , Lugd. Bat 1716, meh- 
rere Handschriften des Aischylos, und zwar p. 336 
. unter no. öl eine den Prometheus und die Sieben mit 
Glossen zwischen den Versen, p. 392 unter no. S3 ) 
eine den Prometheus, die Sieben und die Perser mit 
Schollen und Erklärungen, p. 395 unter no. 4 und 6 
zwei dieselben Tragödien enthaltende. Alle diese sind 
noch weidg verglichen. Drei dieser Handschriften ge- 
horten früher dem Isaacus Vossius , die vierte dem Hol- 
sius, s. Abreschii animadverss. in Aeschylum p. 635 
in den add. zu Prometh. 349, über die ersteren auch 
Blomfield in den Vorreden zu den Sieb. p. VUI, Leipz. 
Abdruck, und zu den Choephoren« 

6) In England: 

Der cod. Oxoniensis (in der Bodlcjamschen Bibli- 
othek daselbst no. 231, früher Baroccianus no. 4), 
den Prometheus, die Sieben und die Perser mit Schollen 
enthaltend, mit dem cod. Ven. I, von welchem er eine 
Abschrift zu seyn scheint, am meisten übereinstimmend, 
von Stanley und genauer von Askew verglichen, welche 
letztere Vergleichung Burton und Blomfield (der sie 
unter Porson*s Papieren fand) benutzt zu haben scheinen. 

Per cod. Arundelianus (auch Seldenianus), den 
Prometheus, die Sieben und die Perser mit Schollen 
enthaltend, von Stanley, der ihn von Seiden erhielt, 
verglichen, von Blomfield aber nach einer von Gaisford, 
der ihn zum Hephaistion p. 242 beschreibt, erhaltenen 
und einer zweiten genaueren, unter Porson's Papieren 
gefundenen Vergleichung benutzt, die, wie es scheint, 
von Askew herrührt und von Burton gebraucht wurde. 

Per cod. Cantabrigiemns I (no. 3. 17, früher IVfea- 
dlaons X) in 4t auf Papier schön geschrieben, aus dem 



13- oder Hten Jahrh., vom Arzt Richard Mead auf 

dem Berge Athos gekauft, den Prometheus, die Sieben 

und die Perser mit Glossen zwischen den Versen und 

Kandscholien (schoi. B bei Butler) enthaltend, aber mit 

Pers. 1007 aufhörend, von Askew (jedoch nur bis un- 

geSIhr in die IVIitte der Sieben gegen Thebai) und 

Butler yergiichen, und von Blomfield auf der Bibliothek 

eiogeBehen. 

Anm. Es scheint dieselbe Handschrift zu seyn, 
wdche von Burton und Schütz durch Askew. a, MSS. 
chartaceus in bibl. CL Askew, annos habens drdter 
ÖUO, bezeichnet wird. 

Der cod. Cantabrigiensis II (früher Meadianus II) 
in 4, auf Papier, aus dem 14- oder 15ten Jahrh. und 
db^nfedls von Mead auf dem Athos gekauft, den Pro- 
metheus, die Sieben und die Perser mit Glossen zwi- 
schen den Versen enthaltend, die jedoch bisweilen weg- 
geschabt und von einer andern Hand mit anderen, wahr- 
scheinlich gLÖlstentheils aus dem cod. Cantabr. I ent- 
nommenen, vertauscht worden sind. Verglichen hat ihn 
anfser Askew, dessen Vergleichung jedoch nur bis zum 
Schlufs des Prometheus reicht, auch Butler, und auf 
der Bibliothek eingesehen Blomfield. 

Der cod. Lambethanus (in der Bibliothek des Pa- 
lütes Lambeth, des Wohnsitzes des Erzbischoffs von 
Canterbury in Surrey, zur Londner Vorstadt Southwark 
gehörig), auf Papier gut geschrieben, aus dem 14ten 
Jahrh., die Perser enthaltend, aber von Blomfield nur 
lächtig eingesehen; s. dessen Vorrede zu den Persern. 
Es scheint dieselbe Handschrift zu seyn, welche Hänel 
catalog. libromm MSS. p. 895 aus der Bibliothek des 
Baronet Thomas Phillipp's zu Mddlehill so anführt: 
Aesdiyli Persae tragoedia, zumal da sie nach Blomfield 
erst vor kurzem in die Lambetiüsche Bibliothek gekom- 
flien ist« 

Anm. Hand a. a. O. p. 842 gedenkt auch in des- 
selben Baronets Bibliothek unter no. 1587 (309 Meerm.) 
einer Handschrift, bezeichnet: schol. in tres Aeschyli 
tragoedia«, sc in.Prometheum vinctum, in Septem ducei 



r 



x\n 

contra Thebas et in Persas saec. XVI. ~- Anfserdem 
ynxd aU in der Bodlejanischen Bibliothek enthalten un- 
ter no. 3406 noch angefulirt eine Handschrift des Pro- 
metheus, vergl. Montfaucon. bibl. bibliothecarum MSS. 
noYa p. 658. — Ueber die in England befindlichen 
Handschriften überhaupt, unter denen sich noch dnige 
des Aischylos befinden, s. Eduardi Bernardi catalogi 
librorum MSS. Angliae et Hibemiae in unum coUecti» 
Oxon. 1697, fol. 

7) In Enfsland: . 

Der cod. Mosquensis I (in der Patriarchenblblio- 
ihek das. no. 259) in 4, auf Papier, in ^12 Blättern, 
aus dem 14- oder 15ten Jahrh. , den Prometheus, di^ 
Sieben und die Perser enthaltend. Die von Matthai 
ausgezogenen Lesarten hat Schütz niitgetheilt. 

Der cod. Mosquensis II (ebendaselbst no. 392) in 
8, auf Papier, in 210 Blättern, aus dem 15- oder 
16ten Jahrb., den Prometheus und die Sieben enthaltend, 
und ebenfalls von Matthäi für Schüt:: verglichen. 

Anm. Eine Beschreibung dieser beiden Hand- 
schriften findet sich wahrscheinlich in Cluristi. Frid. 
Matthaei notitia codicnm IMSS. Graecorum bibliotheca- 
rum Mosquensipm sanctiss. synodi ecclesiae orthodozae 
Graeco - Rossicae , Mosquae 1776, fol. , welches Werk 
mir jedoch nicht zur Hand ist. 

Wenn hie und da ein codex oder über Bigoüaoos 
(s. B. von Baper im Class. Journ. no. XXXIH, p. 1793 
variae lectiones Aeschyll e cod. Emerici Bigot, zum 
Prometheus, den Sieben und dem Agamemnon), Yossia- 
nus, Aurati, Pearsoni, margo Askewii und ähnliches 
angeführt wird, so hat man darunter nicht Urkunden, 
sondern angemerkte Varianten, und Conjecturen zum 
Aischylos zu verstehen, obwohl Isaacus Vossius auch 
drei Handschriften des Aischylos besafs, die ebenfalls 
durch codd. oder libb. Yossiani bezeichnet weiden, und 
sich jetzt in der Bibliothek zu Leyden befinden, s. oben 
vnter Holland. Nachricht über Spanheim's handschrift^ 
Hebe Adversarien vom Aisdiylos hat aulser Schütz auch 



XXVII 

Haupt in Königsberg gegeben in den neuen Jahrbüchern, 
für Philologie und Pädagogik , oder kritisch. Bibliothek 
von Seebode und Jahn, 1 Supplementband, 2. Heft, 
Leipzig 1832, S. 208 — 252. Diese Adversarien be- 
finden sich nämlich auf der Königlichen Bibliothek zu 
Berlin , und enthalten auGser anderem ein Exemplar des 
Stanleyischen Aischylos mit handschriftlichen Noten 
Spanheim's, die sich auf den Text und auf die griechi- 
fchen Schülien beziehen, und zu beiden Erklärungen 
nnd Varianten aus selbstverglichenen Handschriften und 
alten Ausgaben enthalten. Spanheim giebt am Ende 
des Bandes hierüber folgende Auskunft: Emendationes 
aat coniecturae in margine adscriptae (nonnullae) a me 
Windsorae in Anglia e tribus Aeschyli editis operibus 
y. C. Isaaci Tossii anno CIOCLXXVII. Sccd, h. e. 
Scaliger seu Scaligeri emendatt. excerptae ex ora Aeschyli 
edit. H. Stephani 1557 Paris in 4. (Vergl. auch Blom- 
field zum Agamemnon p. IX, Leipz. Abdruck). Aur^ 
L e. Auratus seu emendatt. manu eins ad Aeschylum 
eiusdem editionis Stephanianae adscriptae. MS, JReg, 
MS. Reg. Parisiense seu varr. lectt ex illo MS. ex- 
cerptae et ad oram Aeschyli editionis Aldinae in 8. 
adscriptae. In fine huiuB collati exemplaris scriptum: 
coliatus cum antiquo exemplari bibliothecae regiae Pa- 
risiensis anno 1652. — Parisiis anno CIOCLXXXMt 
collatae tres primae tragoediae: Prometheus, Septem 
Thebana, Persae cum duobus exemplaribus MSS. bib- 
liothecae regiae, quae commodato acceperam a CK 
Theumotrii, eiusdem bibliothecae custode. Inde adscripta 
a me in mar^e sub nota MS. A et MS. B. Diese 
Pariser Handschriften sind zwar auch von Andern yer-r 
glichen worden, aber die Spanheimische Vergleichung 
erstreckt sich auch auf die Schollen. Manches ans die- 
sen Adyersarien hat Schütz mitgetheilt, mehr davon 
llaupt am a. O. und in seinen Ausgaben der Sieben 
und der Perser« 

Zu bedauern ist es, dafs sehr viele Handschriften 
des Aischylos entweder noch gar nicht, oder doch nicht 
sorgfaltig genug verglichen worden sind, selbst die 
bebten nicht; weshalb man über die Lesarten, zuweilen 
sogar über die der genauer, aber doch nidit genau 



xxvni 

genüg vergUchenen Medicei^chen Handschrift, oft in 
Ungewifsheit ist, und die Verwandti»qhaft der Hand- 
schriften for jetzt mit einiger Sicherheit kaum nachge- 
vriesen werden kann. Als Quellen der übrigen mochten 
vielleicht die Mediceische und die dritte Yenediger an- 
zusehen seyn. Mit der von Victorius benutzten Medi- 
ceischen hat die Wolfenbüttler, und mit dieser die Tu- 
nner, so wie die Aldine grofse Aehnlichkeit. Auch 
gehört wahrscheinlich hierzu die erste Yenediger und 
die Oxforder. Yon der dritten Yenediger stammt wahr- 
scheinlich die Florentiner und die Farnesische, welche 
beide YIctorius benutzte. Der in dieser letzten enthal- 
tenen Recension des TrikJinios scheinen, soweit man 
nach den wenigen Notizen Elmsley's über Prom. 6 und 
Sieb. 866 schUefsen kann, die Wiener C und die 
Anindelische zu folgen. AuTserdem sind beachtenswertb 
der aus guter Quelle, zum Theil vielleicht aus dem 
Mediceus geflossene, aber wegen seines etwas späten 
Alters andern wenig oder gar nicht zum Grunde liegende 
cod. Reg. L, den wir wahrscheinlich dem Laskaris zu 
verdanken haben, ferner der cod. Reg. A und B, wel- 
chem letzteren der Reg. G sehr ähnlich ist, der Cantabrig. 
I, der Yitebergensis und einige andere. Die meisten 
mögen wohl zu Florenz geschrieben worden seyn, der 
Yaterstadt der Handschriften , s. Ebert's Handschriften- 
konde I, p. 94 f. 

Ifieran mögen sich einige Noiizen über die vier 
frühesten, gewissermasen ebenfalls als Urkunden anzu- 
sehenden Ausgaben des Aischylos anschliefsen , deren 
eigene Einsicht und Benutzung (sie befinden sich alle 
auf der Grolsherzoglicheu Bibliothek zu Weimar), ob- 
glach sie ziemlich genau verglichen sind, mir oft sehr 
nützlioh war. 

Die älteste Ausgabe ist die Aldine, Yenedig 1518 
in Octav. Ihr Titel ist: AldxvAov tpayfpöicct e^y 
JlpopirfSrevS^ dtöfiGJtriSy ^Enra inl (shjßais:, Ueßdat, 
'AyajJLEjjLVGOV y Ev/ievideS , ^InitideS, Aeschyli tra^oe- 
diae sex. Am Ende : VenetiU in aedibus Jldi et An-^ 
dreae soceri, 1MDX.YIH, mense Fehruario. Diese Aus- 
gabe ist, wie man aus. der Yorrede ersieht « nicht vom 



xxtx 

Aldus Manatiiu selbst, sondern nach dessen Tode von 
seinem Schwaiger, Franciscus Asulanus, besorgt worden, 
wenigstens rührt von diesem die Vorrede her. Sie 
scheint ein Abdruck einer Handschrift mit allen darin 
befindlichen Fehlern zu seyn, und hat grofse Aehnüch- 
Vidt mit der Wolfenbüttler und der ersten Venediger 
Hkndschrift. S. auch Wunderlichii obss. critt. in 
Aeichyli tragoedias p. 10 £ 

!Die zweite Ausgabe ist die des Robortellus in klein 
Octav, mit folgendem Titel : AiöxvXov rpayoDdioti hnxd*, 
Aeschyli tragoediae Septem, a Francisco Rohortello^ 
Utinerisi , nunc primum ex Mcmuscriptis libris ab in* 
finuis erratis expurgatae, ac suis metris restitutaet 
Cum Privilegio, VenetiiSf apud Gualterium Scotlwn» 
MDLII. Am Ende sind etwas über eine Seite Druck- 
fehler angegeben. In der an Marianus Savellus ge-* 
richteten Vorrede wird mit folgenden Worten: librum 
ad me pervetustum misisti, in quo erant postremae hu- 
ius authoris Tragoediae descriptae, cuius ope quamplu- 
rima loca emendavi ; aliumque praeterea, in quo tu ipse 
multa adnotatas, zweier benutzter Urkunden gedacht 
Weiterhin heifst es: Tres illas primas Aeschyli Tra- 
goedias (den Prometheus, die Sieben und die Perser), 
ut nunc impressae habentur, emendare haud sane ma- 
gnos fiiit labor, nee in eo mihi magnam laudem arrogo, 
praeterquam diligentiae et vigilaiitiae , nam innumera- 
biles fere manuscripti libri reperiuntur, in quibus illae 
exaratae sunt, et omnes quidem sine labe ulla (?). 
Delshalb sey es zu verwundern, dafs die Ausgabe dea 
Aldus so fehlerhaft sey. Er, Robortellus, habe die 
Urkunden sorgföltig benutzt, um jene drei Tragödien 
verbessert herauszugeben, und habe Beiträge erhalten von 
Casteivetrius aus Modena, von Michael Sophianus nnd 
Marianus Savellus. Sein Hauptverdienst bestehe in der 
Verbesserung der übrigen sehr verdorbenen Tragödien 
und der Wiederherstellung der Metra, wobei ihm die 
erwähnte Urkunde, aus welcher er den Agamemnon, die 
Choephoren, die Eumeniden und die Hiketiden sich habe 
abschreiben lassen, von grofsem Nutzen gewesen sey. 
Vieles habe er aus Vermuthung ändern und die fehlen- 
den Personenbezeichnungen hinzufügen müssen. Am 



xxvni 

genüg verglicheiien Medicei«chen Handschrift, oft in 
Ungewifsheit ist, und die Verwandtschaft der Hand- 
schriften for jetzt mit einiger Sicherheit kaum nachge- 
^viesen werden kann. Als Quellen der übrigen mochten 
vielleicht die Mediceische und die dritte Venediger an- 
zusehen seyn. Mit der von Victorius benutzten Medi- 
ceischen hat die Wolfenbüttler, und mit dieser die Tu- 
riner, so wie die Aldine grofse Aeluilichkeit. Auch 
gehört wahrscheinlich hierzu die erste Venediger und 
die Oxforder. Von der dritten Venediger staiimit waluc^ 
scheinlich die Florentiner und die Farnesische, welche , 
beide Victorius benutzte. Der in dieser letzten enthal- 
tenen Recension des Triklinios scheinen, soweit man 
nach den wenigen Notizen Elmsley's über Prom. 6 und 
Sieb. 866 schliefsen kann, die Wiener C und die 
Arundelische zu folgen. Aufserdem sind beachtenswerth 
der aus guter Quelle, zum Theil vielleicht aus dem 
Mediceus geflossene, aber wegen seines etwas spaten 
Alters andern wenig oder gar nicht zum Grunde liegende 
cod. Reg. L, den wir wahrscheinlich dem Laskaris zu 
verdanken haben, ferner der cod. Reg. A und B, wel- 
chem letzteren der Reg. G sehr ähnlich ist, der Cantabrig. 
I, der Vitebergensis und einige andere. Die meisten 
mögen wohl zu Florenz geschrieben worden seyn, der 
Vaterstadt der Handschriften , s. Ebert's Handschriften- 
konde I, p. 94 f. 

Ifieran mögen sich einige Notizen über die vier 
frühesten, gewissermasen ebenfalls als Urkunden anzu- 
sehenden Ausgaben des Aischylos ansclüiefsen , deren . 
eigene Einsicht und Benutzung (sie befinden sich alle ''\ 
auf der Grofsherzoglichen Bibliothek zu Weimar), ob- 
gleich sie ziemlich genau verglichen sind, mir oft sehr 
nütziioh war. 

Die älteste Ausgabe ist die Aldine, Venedig 
in Octav. Ihr Titel ist: AldxvAov tpayiadt.' 

'Ayajjtejuvcov , Eu/isvldes , 'iHtttSe^. 
diae sex. Am Ende : Venetiia in 
dreae soceri, 1MDX.VI11, mense 
gäbe i^t, wie mau aus, der 







Aldus Manutiüs 5e!:»F:. **rzsn ssz t^K '. ■ 
seinem Schwoc^-r- Frim^-rj. a£i>=i. - • -: » 
wenigstens rürirt vm Lrr*€2. _.: ""m-. •:•. 
sclicint ein A-.l:'.-i: *-:»*:• HiZ-'U^r ^ «.-•. 
befindlichen F- :.'••: :.. ä": -. ü j-. ,jk -t 
V^ät mit der ^'^' ..:•::. iL::.-:- -iL i:; fr-ji .«.-^ 
Handschrifi. S LI.-1 "^ -. .-*:-..iJ. ..^ t^ 
Äesch\li tra::-* .• : . 1 

• — " 

Die ZV»-,:- -.lir.'t..»- -• .-.•*« "?•:•.„. 
Octav. loit ;. -> :-^ -":- .- • . --. . -*.. 
Aeschyli tr....i~ -f »- •.-:« . ' .• «. _..j#— 
Vtmensi , r,^-.: y.rL^r, s: JLj:-«,.- ;. .. ■ . . 
finitis err-^:,^ •-;--.-:-- - i_. .jt ^^^^ 
Cum Pmüej.. rv.i-... i.--. 1- — r^ 
MDLII. All Eu:^ ..:.t -f v ^ ^ ._^ ^ 

fehler anget-f-'r:. li i-r ^ _..-- x^ -^ 

richteten Wtzt.-. v iri tj- .. ,- - -...,. 
ad me pervei-sv-a xi^-i«i. ; . — - ,^..-, 
ius auilioris TrL; .*-:..-* '-•:--.. ^^^ ^ 

rima loca cHiciz-j.'. . s.1. _: .- •-. 

multa atl^*L^aT•^.^. iv -:.--: .- . _ *. _ _ . jg^ 
Weiterhin Ltl.:: cj 'I :- ^ ^ ._,^. 
goedias (d^-r. r':.ui-ur:j- _- t--.- _ , ^^ 

ut nunc iniir?:-.---': :.i. ci :^- *-..••. -s ^ 

gnus fuit iäL»:: :.*-• .: -r iJ. 4. _j^ 

praetercjuaii. cl ..-::•..&- *- ^_: .,. ^ 
biles fere uji-Ij..-'.'-;^- .'.- ?- ^ 
exaraia*» ^•-::t. t: '.i^ir .^.^^ ^ .^ "* * ** 
Defshallj »f-y f- ^ -j: -.-rv .. .^. ' 

Aldus &o Ichitriii:: *-.;,_ j,,,. '"* 

Urkunden h'^T'^ic^\.i .•-::. j: ^ - * p*^^" * 
verbessert herb -Ä::L^r:-^_ ^ ^»-^/*- -''^'* '"' 
Castelvetriufc i-ut Sly^^ ... ? * ' •■**^' • 
Marianus Sh'««r*.uc *»^i ä. •^-•^. ' * ' ' 



Verbesseru;::: cfrr Ctc- •... 

und der \Niec.vrii6:.*:-.^;^ ^ ^^ 

erwähnte Urkund*. ast «-^^-^ * ' ' " ' 

'^^it^ .^ ; lua 







KflUili'.., 



S^ 



f •*. 



^ 
/ 



und UnnütEes enthaltenden Schollen und von Robortel- 
Ins abgekürzt worden. 

Anm. Verbesserungen des Robortellus und Lud. 
Castelvetro zu dem Prometheus, den Sieben und den 
Persern, aus Handschriften entnommen, sind mitgetheilt 
in the Ciassical Journal no. XXXIV, Jun. 1818, p» 
340 — 348 und wieder abgedruckt in Seebode's kritisch. 
Bibliothek 1822, p. 400 — 403 , 682 — 684. 

Die dritte Ausgabe ist die des Turnebus in Octay, 
mit folgendem Titel : AiöxvXov üpopirj^evS deö/ioorrfff, 
*E7ttd in\ QrjßaiS, Ilipöatt 'Aya/iißvoov , EvjusvideS^^ 
^IxhideS, BaöiXel r* dya^tS Hpatspoj r* aijfjirjty. 
J^arisiis, ex qjßicina Adriani Tumebi Typographi Regii, 
BiDLIL Typis Begiis, Am Ende sind von Seite 210 
— 212 einige abweichende Lesarten aus einigen Handr 
Schriften^ aber auch aus den Schollen und einige Be- 
richtigungen des eigenen Textes angehängt. In dem 
kurzen griechisch geschriebenen Vorworte wird berichtet, 
da& die drei ersten Stücke, nämlich der Prometheus, 
die Sieben und die Perser , nach einer guten vom Prä- 
sident Ranconet erhaltenen Handschrift, wahrscheinlich 
dem cod. Reg. C, die übrigen aber in Ermangelung 
4er Handschriften mit Hülfe der (bereits von Robortellus 
herausgegebenen Schollen) und des Sinnes, wenigstens 
an -vielen Stellen verbessert worden seyen. Der Aga- 
memnon und die Choephoren sind in dieser Ausgabe 
noch nicht gesondert, wie in der in demselben Jahre 
erschienenen Ausgabe des Robortellus, die also nicht 
benutzt worden zu seyn scheint, sondern stehen unter, 
dem Titel Agamemnon als ein Stück, wie in der Aldine, 
welche offenbar bald mit mehr, bald mit weniger Glück 
verändert zum Grunde liegt; weshalb den Abweichungen 
des Turnebus kein zu grolses Gewicht und Ansehen 
beigelegt werden darf. 

Die vierte Ausgabe ist die Victorius-Stephanusische 
in grofs Quart, mit folgendem Titel: AiöxvXov r/oa- 
yfjodiat ^, Tlpofirf^svS öed/icorrj!^ , ^ETCtd inl ßi^ßatS, 
Ilipöat, jiya/iißiva>Vf X(niq>6p(nt Evptevides:, ^IxitideS. 
SxoXta eis rds avxctS rpayooöiaS, Aeschyli tragoe^ 
dioä VIL Quae cum omnes mulio quam antea casü^ 



xxxni 

gaiiorea eduntur, ium vero una, guaa mutila ei decur^ 
toUL prius erat, irUegra nunc proferiaitur, Scholia in 
«udem, plurimis in locis locupletata , et in pene in^ 
fittitia emendata, Petri Victorii cura et diligentia. 
Ex qfficina Henrici Step/iani, (Parisiis) MDLVIL In 
4Ef Vorrede berichtet Victorius, er glaube non siae 
fiuctu aliquo cum antiqcus libris hunc poetani contulisse; 
Iderauf: una certe in re Ulis (als die früheren Heraus- 
geber) foeliciores fuimus, quod integram Agamemnonem 
neti sumus: cuius fabulae prima tantum pars, atque 
M qnidem pusilia, typis antea excusa fuerat* Dann 
gedenkt er der Beschaffenheit der alten Mediceischen 
Handschrift, ^/vorauf die oben bei der Florentiner Hand- 
schrift angeführten Worte folgen. Diese letztere Hand- 
schrift habe er mit Hülfe des Cuilieimus Sirletus mit 
I der Famesischen verglichen, und sey zu der Ueberzeu- 
gong gekommen , dafs die seinige nicht schlechter sey, 
imd dafs in der Farnesischen die meisten Abweichungen 
Ton einem herrührten, qui in suos quosdam Versus re- 
ftitaere chori cantus voluerit. Saepe enim addita aut 
dempta illic quaedam cognovimus, quae consilium ipsiua 
adimrarent. Auch erwähnt er der Beihülfe des Bartho- 
lomaeuB Barbadorus, und dafs die Zalil der Schollen 
vermehrt worden sey. — Von S. 354 — 386 folgen 
die Bemerkungen des Henricus Stephanus zu dem Texte. 
Rr beabsichtigte anfanglich die Beifügung der ganzen 
Variantensammiung des Victorius und der Lesarten aus 
dner nicht schlechten Handschrift des Stephanus; doch 
. fioderte er sein Vorhaben und schrieb dafür einige Be- 
I Berknngeü zu Stellen, wo verschiedene Lesarten vor- 
kommen. Bisweilen verwarf er die in den Text aufge- 
■ommene Lesart in den Noten , bisweilen vertauschte 
. , er die Lesarten der Mediceischen Handschrift mit bes- 
BkHm anderer Urkunden, gab aber jene in den Noten 
Mml SalVam enim, fahrt er fort, lecdonem veterum 
^Oemplarium in contextu ubique servavi, ne literam qui- 
dm unam Immutare mihi permittens : verum duntaxat, 
licabi tunebam ne te interpunctio non suo loco posita, 
aut interrogationis nota desiderata, a mente ipsius poe<~ 
tae procui abduceret, ibi libertate aliqua utens. de qua 
tarnen et ipsa suis locis rationem tibi reddam. S. 356. 



XXXIV 

sagt er« da(s er mehr als 15 Handsdiriften des Aischy- 
los theils zu Venedig, theils zu Florenz, theils zu Rom, 
theils zu Keapel gesehen und durchblättert habe, docii 
hätten sich in den meisten derselben blos die drei erstem 
Tragödien befunden. — Man nennt diese Ausgabe 
bald die des Victorius, bald die des Stephanus« richti- 
ger jedoch die Victorius-Stephanusische. 

Die vollständigste Angabe der Ausgaben und 
Uebersetzungen des Aischylos, so wie der Erlaute- 
rungsschriften aller Art, enthält das lexicon philologl- 
vnm sive index editionum et interpretaüonuro scriptorum ^ 
Graecorum cura et studio S. F« G. Hoffmann, Lips. 
1832. Tom. I, p. 28 ~ 51. 



,<- 



•*^^ 



Einleitung. 



Unser Stuck gehorte höchst wahrscheinlich sni einer 
ciiogie, welche aus dem TlfiOfiTj^revS nvpcpopos, lipo» 
j^Ev^ 6e6/iooTTjS^ und UpofnjB^svS XvojxevoS bestand, 
id wozu der Hpofiri^evS TCvpjcasvS das Satyr^piel 
iwesen zu seyn scheint. In den zu den Persem näher 
. beleuchtenden Worten der griechischen Inhaltsanzeige 
les Stücks : iici MiyoovoS rpayoodcav AiöxvXoS ivincc 
iräif TIip6äiS, rXocvHoo Ilotvtel (Ilotviel fehlt nach 
omfield in der Mediceischen Handschrift), Upopirf^ei 
i unter Tlpoperj^et die ganze Tetralogie zu verstehen, 
le ähnlich \AidxvXoff 'Aya/isjurovi statt der ganzen 
s dem Agamemnon, den Choephoren, den Eumeniden 
d dem Satyrspiel Proteus bestehenden Tetralogie ge- 
ancht wird, s. Blomfield's Vorrede zum Agamemnon 
IX f., uns zu Choeph. 6. Eben so meint Aristoteles 
s ganze Tetralogie Prometheus, wenn er Poet. Cap» 
\ sagt! to dh rhäptov (tpayoodlaS^ elSoS) ojnaXoVf 
ov a2 ta ^opxißeS xal TIpofjLrj^evSy deigieichen der 
rfasser der Lebensbeschreibung des Aischylos bei Ro- 
riellus in den Worten nai rtveS ijÖTj zdäv tpay<p^ 
s5r 6td. fiovGov olxovojnovvtat B^scSvy xa^ditep ol 
oo/iff^tiS , der gröfseren Deutlichkeit wegen den Plu- 
$s gebrauchend« Dafs nirgends Tlpofirj^eia als Name 
r Tetralogie gefanden wird, obgleich die Analogie 



zxxTi Binleitatig. 

Ton *08v66da% 'HpaxXda u. a. e» erlaubte, und bei 
Aristoph. Frosch. 1148 'OplBdteia, Thesmoph. ^141 
AvKOvpyeia vorkommt, kann durch Zufall oder auch 
mit Absicht geschehen seyn, weil schon das Appellatlvurn 
^poiiTj^da oder ftpojU'^^Bta , die Vorsicht^ vorhanden 
ist. Aus gleichem Grunde scheint der sich nicht von ** 
dem Patronymikon unterscheidende Name npojuTjBrßs 
vermieden worden zu seyn, obgleich er nach HpotHkrßS, 
&tfdrfiS u. eu analog gebildet werden konnte. Uebri- 
gens lassen auch die Worte des Scholiasten zu Prom« 
510 ^ ycep tg3 k'^ijs^ öpa/iatt Xvetat auf einen Zu- ^ 
sammenhang der Stücke schliefsen, sq wie viele Stellen 
des gefesselten Prometheus. 

Der Inhalt des Upofirj^evS 9cvpq)6poS y als des 
ersten Stücks der Tetralogie, war die Entwendung des 
Feuers mid Verleihung desselben an die Menschen 
durch Prometheus, wie man aus V. 7 f», 28 fftr, 38, 
82 f., 107 fLy 252 ff., 615, 946 ff. des gefesselten 
Prometheus ersieht^ Auch kann man vergleichen Hesiod. 
Werk. 50 ft 

7£pvf8 (ZevS^) 61 nvp^ r<J /ikv av^tff ivS ndaS .-, 

tnXetf}' av^pooTCotöi ^toS rcctpd ptfittoevtoS 

iv HoiXoo rdp^Tfxty Xa^mv Jia repitixipawoy. 

Theog. 562 ff., Hygin. astron. II, 15 u. a. Es ent- 
wendete aber Prometheus den im feuerspeienden Berge 
der Insel Lemnos, Namens Mosychlos, aufbewahrten 
Feuerfunken, wie man aus Cicer. Tusc. quaestt. II, 10 
'ersieht, wo es heifst: quomodo fert apud eum (Aeschy- 
lum) Prometheus dolorem y quem excipit ob furtum 
IJemnium, vergl. Accius bei Yarro de iing. Lat, VI, ^ 
p* 82 Zweibr. Hierdurch wurde Hephaistos gezwungen, 
diesen ihm als Schndede dienenden Berg (vergi. den 
Scholiast zu Soph. Phil. 800 iv ydp ry Aij/iroo vo J 
ifyyaörrjptoy rov ^Hq)CtidTOVy iv^a xal Hpatj}peS% 
fcvpos eldiy, das» 986 cS Arinvia x^oo^ ^otl to nay- 
xpcttlS öiXaS ^Hgfatdrotevxtov , die Ausleger zu der 
ersteren Stelle, Buttmann im Museum der Alterthums« 
Wissenschaft I, 2, p. 295 ff., Ukert über Lemnos und 
den Mosychlos in den geograph. Ephemeriden 1819, 



Einleitung. xxivu 

St. 12)9 der nun kdn Feuer mehr spi^ (worauf ProoL 
7 f. to 6oy ydp av^oS^ Ttavti^ov nvpoS öiXas, 
j^yriröiöt nXk^aS doTCaöer, 38 ?6tt$ to öor j^ny- 
Toiöt npovömxev yipaS^ und von Lukianos im Promo- 
thens 5 angespielt wird , vro Hephaistos sagt : oS to 
cvp v<peX6fi£vo$ ipvxpdv fioz fifv xdfjLtvov dnoXiXot'- 
»tf ) , zu verlassen und seine Schmiede auf dem Aitna 
aifrnschlagen, wo Typhon das Feuer lieferte, s. Prom. 
$6$ S. Wahrscheiiüich gab das Erlöschen des Mo- 
fydilos Veranlassung zur Sage vom Feuerraube. Das 
Stück mag freudig begonnen haben, wie auch der 
Agamemnon beginnt, und zwar mit der Hochzeit des 
Prometheus und der Hesione , gefeiert in den Wohnun- 
gen des Okeanos, wobei die Okeaniden als Chor das 
Hodizeitlied sangen (Prom, 553 IT.). Hier kam es auf 
irgend eine Weise an den Tag, dafs Prometheus das 
Feuer geraubt habe, vielleicht durch die Sterblichen 
selbst, die dem Prometheus an seinem Hochzeitstage 
durch Gesänge und Brandopfer als Hochzeitsgaben sich 
dankbar beweisen wollten. Deshalb wurde von Zeus, 
der sich wahrscheinlich selbst mit unter den Hochzeits- 
gästen befand (s. zu V. 527), trotz der Bemühungen 
des Okeanos, seinen Schwiegersohn zu retten (s. zu 
V. 331), die Anschmieduug des Prometheus beschlossen, 
und die Zeit der Strafe bestimmt (s. zu V« 94), den 
Bicnschen aber die Pandora gesandt, wie man aus dem 
▼on Tzetzes zu Hesiod. Werk. 157 aufbewahrten Bruch- 
stücke (380) tovt' iött to ix IlavdcSpas yivoS, ^tS 
^ naxd toY AiöxvXor 

tov nrjXoitkdötov ÖTeip/iotoS Bnp:?} ywTJ 

(vergl. Hesiod. das. V. 49 ff.) vermuthen kann. 80 
g^Dg die Freude in Trauer über, und es entstand dne 
wahre Tragödie; auch schlieijst sich so das Stück eng 
,-■1 das nächste an« 

Der Inhalt des gefesselten Prometheus ist dieser: 
Avi nördlichen Rande der Erde^ im Europäischen Sky- 
tldeD, nahe am Weitmeere, erscheint Hephaistos mit 
dem Kratos und der Bia, welche stumme Person ist, 
mn den Prometheus in menschenleerer Gegend auf Be- 
fehl des Zeus an dnem Felsen anzoschmieden. Obwohl 



xxxviu Einleitiiiig. 

Tom Protnethens beeinträchtiget, verrichtet Hephsustos 
dieses Gsschäft an dem ihm verwandten Gotte (s. za 
V. 14) ungern und zögernd, vom rohen und unempfind- 
lichen Kratos, der mit der Ungnade des Zeus droht 
(V. 40 f., 53), mehrmals angetrieben. Erst nachdem 
sich Hephaistos mit seinen beiden Begleitern entfernt 
hat, bricht Prometheus das bisher beobachtete Still- 
schweigen, und klagt den Elementen sein Leid und 
seine traurige Aussicht in die Zukunft, die ihm genau 
bekannt sey und ihm nichts Unerwartetes bringe (Y. 
88 — 113). Da erscheint der aus Töchtern des Okea- 
nos bestehende Chor auf einem fliegenden Wagen (s. zu 
y. 135), durch die Hammerschläge des Hephaistos aus 
seiner Felsenwohnung herausgelockt (Y. 128 £). Sie 
beklagen den Prometheus und sind unwillig auf Zeus, 
der das alte Göttergeschlecht verdränge , und nicht eher 
von seinem Zorne abzulassen scheine, als bis jenes 
ganz gestürzt sey, oder bis auch er die Herrschaft 
werde verloren haben, (Y. 114 — 166). Dafs das 
Letztere dem Zeus bevorstehe (s. hierüber zu Y. 167) 
bestätiget Prometheus , wenn nicht das einzige nur ihm 
bekannte Gegenmittel angewendet werde, das er a][>er 
nur tmter der Bedingung seiner Befreiung und einer 
Genugthuung zu offenbaren entschlossen sey (Y. 167 

— 177). Wegen dieser Gesinnung fürchtete der Chor 
noch mehr Unglück für Prometheus; dieser aber erwie- 
dert, dafs Zeus zu seiner Zeit eine sanfte Denkart an- 
nehmen und seine Freundschaft suchen w^de (Y. 178 

— 192). Hierauf verlangt der Chor den eigenüichen 
Grund der Bestrafung zu wissen, und Prometheus er- 
spählt, wie er bei dem Streite der Götter, von welchen 
die Einen den Kronos als Oberherrn beibehalten, die 
Andern den Zeus an jenes Stelle setzen wollten, den 
Titanen vergebens zur List, als dem einzigen Mittel 
des Sfegs, gerathen habe, deshalb auf die Seite des 
Zeus getreten , und diesem zur Erlangung der Herr- 
scherwürde ganz vorzüglich behülflich gewesen sey; 
doch habe Zeas Mifstrauen gegen ihn geschöpjft, weil 
er nach Yertheilung von Geschenken an die andern 
Götter, und nach j^nrichtung der neuen Herrschaft an 
ihm einen Yereitler seines Planes, das Menschengeschlecht 



Einleitung« xjxtx 

zu verdlgen und ein neues an dessen Stelle zu setzen, 
gefunden habe. Er habe nämlich das vorher armselige 
Menschengeschlecht durch seine Geschenke, namentlich 
das des Feuers, und durch seine Unterweisungen in 
den nützlichsten und wichtigsten Künsten auf eine 
soldie Stufe jder Bildung gebracht, dafs eine gänzliche 
"Vertilgung nicht mehr möglich gewesen sey. Dadurch 
habe er sich diese vorausgesehene Strafe zugezogen. 
(Y. 193 — * 267); doch habe er nicht geglaubt, dafs 
er an einem so einsamen Felsen angesclimic^et werden 
würde. Hierauf ladet er den Chor ein, den Wagen zu 
verlassen, bei ihm zu bleiben und das Uebrige zu ver- 
nehmen , was derselbe auch thut (V. 268 — 283). 
Jetzt erscheint Okeanos auf einem Greif, bezeigt seine 
Theünahroe und erbietet sich, alles Mögliche für den 
Prometheus zu thun, empfiehlt ihm jedoch Nachgiebig- 
keit und Mäfsigung in seinen allzukühncn Aeufserungen 
an (V. 284 — 329). Obgleich Prometheus ihm dieses 
als gefahrlich und vergeblich darzustellen sucht, und 
das Beispiel des Atlas und Typhon anführt, so gedenkt 
er doch den Zeus zu erweichen, bis er endlich, durch 
die fernem Vorstellungen des Prometheus bewogen, sei- 
nen Bntschlufs aufgiebt, und in seine Behausungen zu- 
rückkehrt (V. 330 — 396 > Dann stimmt der Chor 
ein Klagelied über den Prometheus an, worin er die 
Theilnahme der Menschen schildert und Jenes Leiden 
■lit denen des Atlas vergleicht (V. 397 — 433)* Uur 
terdessen hat Prometheus Betrachtungen über die Un- 
dankbarkeit der Götter gegen sich angestellt, und fährt 
dann fort die frühere, höchst traurige Lage des Men- 
schengeschlechts, so wie seine Verdienste um dasselbe, 
durch welche er sich so unglücklich gemacht habe, aus 

t dnander zu setzen. Auf die Aufforderung des Chors, 
idcht muthlos zu seyn, und auf Rettungsmittel zu sinnen, 
■mtwortet er, dal^ ihm von der ScMcksalsmacht,. die 

^ h51ier als Zeus sey und auch über diesen einen Bnt- 
idduls gefafst habe, über welchen er sich jedoch nicht 
aussprechen dürfe, da er mit seiner Rettung zusammen- 
hange 9 seinen Leiden jetzt schon ein Ende zu machen 
nicht vergönnt sey (V. 434 — 523). Hierauf beginnt 
der Chor wen Gesang, in welchem er seine Vorsätze 



XI. Einleitong. 

ausspridity sich die Gunst der Götter sa erhalten und 
nicht anf menschliche Hülfe zu bauen, die "wie das 
Beispiel des Prometheus zeige, nichtig sey, und eine 
Vergleichung zwischen dem Jetten Klageliede und dem 
Freudeniiede bei der Vermählung des Prometheus mit 
der Hesione anstellt (V. 524 — 559). Nun tritt Jo 
auf, die auf ihren Irrwegen auch in diese entlegenen 
Gegenden gekommen ist, und deren GeschidL mit dem 
des Prometheus in Verbindung steht, da aus ihrem 
Geschlechte des Letzteren Befreier entsprossen soll, wo* 
durch Zeus selbst mittelbar und unbewufst der Erlöser 
seines Feindes wird. Sie ruft den Zeus an, ihren Lei- 
den ein Ende zu machen (V. 560 — 590), und da sie 
d&L Prometheus mit ihren Schidcsalen bekannt sieht, 
schliefst sie daraus, dafs er ihr auch wohl über ihre 
künftige Lage Aufschlufs geben könne (V. 591 — 611). 
Nachdem sich Prometheus hierzu bereitwillig erklart, 
ihre Fragen, warum und durch wen er leide, kurz be» 
antwortet, ihr aber auch zu erkennen gegeben hat, 
dafs es besser sey, sie erfahre ihr künftiges Geschick 
gar nicht, sie aber dennoch in ihn dringt, bittet der 
Chor zuvor die Jo um Mittheilung ihrer bisherigen .. 
Schicksale (V. 612 — 637), worauf dann diese, auch 
▼om Prometheus dazu aufgefordert , erzählt , >vie nächt- 
liche Erscheinungen ihr die Liebe des Zeus kund gethan, 
wie sie dies ihrem Vater Inachos entdeckt, und dieser 
nach Befragung der Orakel sie verstolsen, und wie sie 
nach Verwandelung ihrer Gestalt und Bethörung ihres 
Sinnes in ihrem Vaterlande unter dem beständigen Ge- 
leite ihres Hüters Argos hin und her geirrt, und nach 
dessen Tode von Land zu Land gejrieben worden sey 
(V. 638 — 689). Da sie der Chor beklagt, ändert ^ 
Prometheus, dafs das Kommende noch schrecklicher sey, ' 
und beschreibt hierauf den von ihr zu nehmenden Weg, 
euerst zu den nomadischen Skythen, den sogenannten 
Hamaxobiern, zu den Chalybem, über den Fiufs Hy- I 
bristes und den Kaukasos, zu den Amazonen, lun den 
Pontes Euxeinos herum , durch die Kimerische Halbinsel 
und über die Maiotische Meerenge, die von ihrem Ue-«- 
bergange Boiiporos genannt werden würde. Dann werde 
sie nadb Asien kommen} doch sey hior nodi nicht das 



Einleitung. xui 

ZmL ihrer Irrfahrten, da der grausame Zeiu ihr nodi 
mehr zugedacht habe (Y. 690 — 743). Da seufiet Jo 
ind wünscht sich den Tod, Prometheus sucht sie da- 
mit zu trösten, dals er selbst noch länger leiden müsse, 
bis Zeus seine Herrschaft durch einen seiner eignen 
8äme verliere, was er allein gegen Freilassung aus den 
Buden verhindern könne, und dafs ihn der fünfzehnte 
Ifichkonmie aus dem Geschlechte der Jo (Herakles) be- 
Inien werde. Weil dies der Jo unwahrscheinlich scheint, 
aeint Prometheus , dafs sie dann auch nicht nach ihrem 
dgnen Geschicke fragen dürfe, versteht sich aber, ob 
er ihr gleich nur die Wahl zwischen der Erkenntnifjt 
ihrer künftigen Leiden und der Nennung seines Be-* 
firmers lassen will, auf Ansuchen des Chors zu Beidera 
(V. 744 — 789). Dann knüpft er seine frühere Kr- 
sählung wieder an und sagt, dafs sie Asien nach Mor- 
gen zu, doch mit Vermeidung der Greife und Arimas- 
pen, bis an das Weltmeer durchwandern, dann diesen 
Krdtheil und Libyen bis in die Gegenden von Kisthene 
umschiffen müsse , wo die Wohnsitze der Phorkidea und 
Gorgonen seyen; hierauf komme sie zu den Aithiopen 
and an die Wasserfalle des Neilos, der sie in das Delta 
fuhren werde, wo ihr einen Wohnsitz zu finden be- 
stimmt sey. Damit Jo aber sehe, dafs er sie nicht 
tänsidie, hebt er aus ihren früheren Wanderungen Eini- 
ges aus, nämlich dafs sie von dem Qrakel zu Dodona 
ab die künftige Grtittin des Zeus begrüfst worden, an 
der Küste des Meeres hin, welches nach ihr das Joni- 
sche genannt werden würde, bis zu dem Meerbusen 
der Rhea gegangen, und von da vielfach umhergeirrt 
ley. Endlich setzt er noch hinzu» werde sie Zeus in 
der Stadt Kanobos durch blofse Berührung mit der 
Hand von ihrer Geistesbethörung befreien, und sie den 
Epaphos gebähren, der über Aigypten herrschen, und 
dessen fünfte Nadikommenschaft , die fünfzig Danaiden, 
Ten ihren Vettern, den Söhnen des Aigyptos, verfolgt, 
nach Argos zurückkehren , dort bleiben und die Vettern 
bis auf Kinen todten werde. Von diesem Einen werde 
Arges smne Konige bekommen und ein berühmter Bo* 
gensdiütze, sein künftiger Befreier, abstammen. SoU 
diM habe ihm umne Mutter Thenus offenbart, dodi dürfe 



XLH .Einleitung. 

er sich über das Nähere nicht weiter aussprechen (V. 
790 _ 878). Plötzlich wird die Jo von einem Anfalle 
des Irrwahns ergrifEen , in welchem sie fortstünnt. Der 
Chor nimmt hiervon Veranlassung, in einem Gesänge 
daS'Gludc der gleichen und das Unglück der ungleichen 
Ehen, so wie die Schwierigkeit, der Liebe des Zeus zu 
entgehen, und ihre Gefährlichkeit zu besingen (V. 879 
-— 908). Doch, entgegnet Prometheus, wird Zeus 
gestürzt werden, und der Fluch seines Vaters Kronofl 
in Erfüllung gehen, wogegen ich allein ein Mittel 
iveifs; denn seine Donner und des Poseidon Dreizadk 
werden ihn nicht schützen gegen die grofsere Macht 
seines Sohnes. Da der Chor ihm erwiedert, dafs dies 
wohl nicht in Erfüllung gehen werde und ihn warnt, 
solche Reden zu fuhren, so versichert er nochmals, dadl 
Zeus dereinst fallen werde, und dafs er als unsterblicher 
Gott selbst härtere Strajfen desselben nicht fürchte; 
übrigens möge der Chor immerhin dem jetzigen, nur 
kurze Zeit herrschenden Herrn der Gotter huldigen 
(V. 909 — 945). Nun erscheint Hermes, vom Zeu» 
gesandt, und verlangt bestimmte Erklärung, durch welche 
Verbindung und durch wen Zeus nach des Prometheus 
Angabe gestürzt werden solle, welche Prometheus je- 
doch nach gegenseitigen Verhöhnungen verweigert. Da 
droht ihm Hermes, dafs ihn der Felsen, an welchem 
er angeschmiedet sey, unter seinem Einstürze begraben, 
und wenn er nach langer Zeit wieder an das Tages- 
licht käme, der Adler des Zeus ihm die immer v?ieder 
wachsende Leber ausfressen werde (V, 946 — 1037).. 
Der besorgte Chor bittet den Prometheus nachzugeben ; 
dieser erklärt aber, dal^ ihm auch diese Botschaft 
nidit unerwartet komme, und dais er auch grölsere 
Strafen nicht furchte, da sie ihn nicht toden könnten* 
Solche Aeufserungen scheinen dem Hermes an Wahnsinn 
SU grenzen, und er fordert den Chor auf, sich zu ent- 
fernen , um nicht «vom Donner betäubt zu werden ; da 
aber dieser den Prometheus nicht verlassen will, so 
wird er vom Hermes darauf aufmerksam gemacht, dafs 
er sich dann alle Übeln Folgen selbst zuzuschreiben 
habe. Jetzt erheben sich die Elemente, die Drohungen 
dies Hemes gehen in Erfüllung» und iodeia Prometheus 



i 



Einleitung. xuu 

seiiie Mutter Themis und den Aither als Zeugen «einer 
unrerdienten Leiden anruft 9 endet das Stück. Viel- 
leicht hörte man, nachdem die Buhne durch den.Yor- 
kaog^ geschlossen war, ein heftiges, die Zersprengung 
d's Felsen und die Yerschlingung des Prometheus (Y* 
1018 ff.) Torstellendes Getöse. 

Was die Scene des Stücks betrifft , so geben die 

Affen als den Anschmiedungsort des Prometheus den 

inikasos an ; nur ein Scholion zu Y. 1 bemerkt : i&ciov 

Äx ov Ttaxd tov xotvov Xoyov iv Kccvxdöoa €prj6\ 

^lö^rat tov TLpofiTj^iay dXXd npoS tois EvpooTCoti" 

ms xipfiotöt tov 'HxeavoVf coS dico xgöv itpoS trjv 

*lo XiyojJLiyGov i6xi dv^ßaXäiy; doch lautet dieses 

Schollen in der Pariser iWdschrift no. 2787 bei Fähse 

i in der sylloge lectionum Graecarum p. 3 also: idtiov 

I ^, ort iv toj KavxddGo gnjöl deöiö^rcct tov IIpojuJi^ 

^ Ha 9 npoS Tols EvpcoicaioiS fiipeöt dih tov 'jßxeixvoij 

luA ovx dXXaxovy cdS dno tdov u. s. w. Die den 

Alexander begleitenden Makedoner nahmen das Gebirge 

Paropanusos in Indien als den Anschmiedungsort des 

Prometheus an und nannten *es Kaukasos, s. Strabon 

n, p. 505 L\ XY, p. 688 f., Arrian. bist. Ind. 5, 

Änab. Y, 3;, Diodor. Sik. XYII, 83. Aischylos selbst 

lilst Im befreiten Prometheus diesen Gott am Kaukasos 

' liilsen, wie man aus der Uebersetzung in Cicer. Tusc. 

«[oaest. II, 10 ersieht, wo es heifst : has igitur pocnas 

fmden* (Prometheus) ajjlxus ad Caucasum haec di" 

tu: — 

ex quo liquatae solis tträore exciduni 
guitne, quae scuea assidue instillanl CaucasL 

^ h unserm Stücke ist der Ort nidit ganz bestimmt an* 
P gegeben. Die, welche ebenfalls den ELaukasos annehmen, 
fsiuneii hauptsächlich an, dafs kein Grund yorhanden 
^ iey, weshalb Prometheus in dem einen Stücke in einer 
> aadem Gegend toigeschmiedet erscheine als in dem an- 
dern; Tielmehr müsse man sich vorstellen, dais Promo- 
tfaeos mit dem Felsen hinabgefahren und mit ihm wieder 
CBiporgestiegen sey (Y. 1018 ff.), denn daTs die An- 
idüniedong sich müssig wiederholt habe, sey allzu klein- 
Bch ni denken. Auch stehe Y. 721 %fhr Sv npäs 



XUiY ' Einleitung. 

Ctvtor KavHadav fioXySy optSv v'^ndtov Dicht entge- 
gen 9 wenn man nur den Kaukasos als Gebirge und als 
einzelnen und zwar höchsten Berg unterscheide, wie 
Olympos als einzelner Berg (liiad, XVIII, 616) Yom- 
Gebirge (II. XX, 6, XXIV, 121, Odyss. I, 102) zu 
unterscheiden sey. Sonach sey der Sinn; bis du zum 
eigentlichen Kaukasos gelangst, dem höchsten Theiie 
des Bergzugs, an welchem ich angeschmiedet bin. Im 
weiteren Sinne sey Kaukasos zu nehmen V. 419 £, 
v^biprifjivov ^^ ot TCoXtöfjLa Kfwxdöov niXaS yijuov' 
tau Dagegen läTst sich jedoch manches einwenden: 
1) daüs allerdings Gründe da ^eyen, weshalb die Scene 
in den zwei Stücken verschieden seyn konnte, nämlich 
die Zertrümmerung des Bergs (V, 1018 £), der aufser- 
dem hatte wiederhergestellt werden müssen, und die 
höchst wahrscheinUch schon* vor Aischylos bestehende 
Sage von der Anschmiedung des Prometheus am Kau- 
kasos, Yon welcher der Dichter nicht ganz abzuweichen 
iur gut fand, und von welcher er gewissermafsen gar 
nicht abgewichen ist, da die erste Anschmiedung am . 
nördlichen Erdrande wegen ihrer kurzen Dauer gar 
flicht in Betracht kömmt. ' Andere Gründe mögen in , 
dem befreiten Prometheus gelegen haben, welche wir 
freilich nach dem Verluste dieses Stücks nicht kennen. 
So könnte man z, B. den annehmen, den Prometheus 
aus der !D^ähe des mit ihm verwandten und an seinem 
Schicksale warmen Antheil nehmenden Okeanos und sei- 
ner Töchter zu entfernen. Auch macht das Auftreten 
verschiedener Chöre, der Okeaniden im gefesselten, 
der Titanen im befreiten Prometheus, verschiedene Sce- 
nen sehr wahrscheinlich. Derselbe Fall ist in der aus . 
dem Agamemnon, den Choephoren und den Eumeniden 1 
bestehenden Trilogie ; ja es ändert sich bisweilen sogar ^ 
in einem und demselben Stücke die Scene, s. zu Eum. 
1230. Dafs aber eine nochmalige Anschmiedung etwas 
Müssiges enthalte > kann um deswillen nicht behauptet i 
werden) weil sie nicht vor den Augen der Zusrliauer 
geschieht, sondern als längst vor der Handlung ^ welche 
in dem befreiten Prometheus dargestellt wird, erfolgt 
m denken ist, wie aus der Üebersetzung des Cicero 
Tme. quaeatt U, 10 



•:-ji 



EinleituDg« xlt 

Satumius me sie infixit JuppUer^ 
Jovisque numen Mulcibri arcivii manus» 
hos ilU cuneos fahrica crudeli ijiserens 
perrupit artusi qua miser sollertia 
transverberatus castrum hoc Furiarum incolo» 
iam törtio ma quoque funesto die 
tristi advolatu aduncis lacerans unguibus 
Jovis satelles pastu dilaniat fero , 
od ebendaselbst : 

<Uqu)s kaec yetusta seclis glomeratä horridis 
luctifica clades nostro infixa est corporis 
dratlich erhellt. — 3) dafs mehrere Einzelheiten anf 
dnen andern Anschmieduiigsort hinweisen« Es wird 
n&nilich derselbe V. 2, 20 f., 270 als einsam, nntxe« 
treten und menschenleer, der KaukasöS dagegen V. 
419 {. als bewohnt geschildert $ auch stdfst jene Ge» 
gend nach Y. 130 f., 133 f. u. a. an den Okeanos, 
und ist nach V. 1 f. (s. das.), 117 u. a. die äulserste 
der Erde, weshalb nördlicher keine Länder weiter lie« 
gen können; im Norden des Kaukasos aber wohnen 
nach V. 711 ff. die Nomadenskythen und die Chalyber. 
Anfsofdem beweisen die Worte oiCGaS ttk x^'^V ^* ^T^9 
dafs die Befreiung in einer andern Gegend, als wo 
Prometheus damals war, erfolgen werde. — Als die 
Scene des gefesselten Prometheus ist ein nordlicher, ab 
das Kaukasische, liegendes Gebirge anzunehmen, wahr- 
scheinlich das Khipäische , welches Aischylos kennt, 
rergl. den Schol. zu Apollon. Rhod. IV, 284 t&r 
'l6tpov q)7j6\y ix tSv WTtepßopEGDV HOtatpipeö^ctt 
Kai toov ^PiTCaloo^ opSv, ovtco d!h alney dxo'kov^äv 
diöxvXo) iy Avojiiv^ TIpofirj^Et Xiyovti tovto, Triklin. 
IQ Soph. Kol. 1248 nal iy "HXtddty Al6xvKo$' 'Pinat 
fiW 81} TtatpoSy auch Aristo tel. Meteorol. I, 13 vä' 
avrijy dik tifv apxroy VTclp rijs iöxc^trjs 2xv^ia^ cA 
naXovjuevai ^Finat^ ^Ttepl a>y rov pLByi^ovS Xiay eiöly 
ol Xeyo/iEyot Xoyot /tt;5cö5£tS', Alkman beim Schol. zu 
Soph. 1248 ^PinaS opoS .^y^eoy vA^, wxto^ jisXal'- 
YotS ötipyoy^ Hesychios: ^PiTtat, oprj 2Hv3^txdt o3rey 
ßoßßäff 6 aysfjLoS nvei u. a. Denn jener Anschmie- 
dungsort befindet sich im äufsersten (Y* 1 x^^'^oS trf^ 
Xovpov itidoVf 117 tepjaoytoi xdyoS), aber am Tage 



xLTi Einleitong. 

hd&en (V. 22 f. 6ta3rBvtds 8* ifXlov tpoißp q>\oyl 
XpomS a/iel^eiS av^oS) Norden (V. 2 2hv^S oljiioff, 
8. das., auch ¥• 15 qxipay^ dvöxd/zepo^ , 2dl oxpv- 
6s66a .x^eov} y wo keine Menschen hinkommen (V. 2 
&ßatoff iprjßia^ 20 £ diedv^pcoTeoS icayoS^ 270 iptj' 
fiQV tovd* dydxoroS ndyov^ 710 öt&Lx* dvtjpotovS 
yvoSy^ nahe am Okeanos, den Promethetis auch zum 
Theil sieht (V, 89 f. leortianr HVfidTcav dvijpi^fiov 
yi\ad/ia, 133 xrvTtov dx(o xd^vßoS dtp^ev avtpmy 
fivxoVf 299 ff. TtooS itoXfirjöaSy XiTtcov inoovvpiov re 
fievjiia x(A TCstprfpegfif avtoHXiz* dvrpa^ tijv dtdff-' 
po/iijtopa iX^elv is alav; 673 itXav^ d^ vijötty 
dvd tdv icapäXlo(y 7pdja/iov, auch Y. 1050 f., 1090 
-f»)} M ^^ ^ ^^^ Gebirge und den Okeanos im RAcken 
hat, mit dem Gesidite nach Süden zu gewendet (V. 
22 f.). Südwestlich steht der Atlas (V. 348), sjuidöst- 
lieh wohnen die Nomadenskythen und die Chalyber (Y. 
709 ff.), noch östlicher liegt der Kaukosos (V. 719 iL) 
und südlich von diesem ist der Wohnsitz der Ami^ 
Conen (Y. 724 i£). Dafs übrigens jener Ort in Bn» 
ropa und nicht in Asien zu suchen sey, ersieht man aus 
V. 409 t OTCoöoi t* htotxov ayyäs 'JöiaS idoff vi" 
ßiorrat, und daraus, dafs Jo vom Jonischen Meere aus 
(Y. 838 £) zum Prometheus gelangt Die Stelle Y. 
415 & 2xv^^ o/itXoffy ot yaS idxcttov itopov (^ti- 
nov") d/iq>l MoigStiv ix^vöt Xlpiyoty, 'ApaßiaS r' 
apetoy ay^oSy viptxprjßyov 3-* dl xoÄtdjiict Kavxd-' 
6ov ^ikaS yipLovrai beweist nichts dafür und nichts 
dagegen. 

In der ersten Inhaltsanzeige unseres Stücks wird 
bemerkt: oavtctt, 6^ ij pv^oitoita ir napexßddtt xapd 
2oq>oxXA iv KoXxoiS (^Ko^xf^^f napd d^ EvptniSxf 
oXgoS ov xettat» 

Ueber die Zeit der Aufiuhrung s. zu Y. 367, über 
die Zahl der Choreuten zu Y. 135. 

Der Hpofxrj^EvS XvojuayoS stellte den Prometheus, 
nach seioer Rückkehr an das Tageslicht an dem Kau- 
kasos (s. oben) geschmiedet, und von dem Adler des 
Zeus, der ihm seine immer wieder wachsende Leber 
ftusfraTs, gequält, dar (s. Y. 1018 — 1026 und das 



•^ 



f 



Einleitong. nm 

daselbst Bemerkte), und enthielt die Erf&llung der Be- 
dingungen seiner Befreiung (Y. 1027 — 1031) dnrdi 
Herakles, weldiem Prometheus gleich der Jo das ihm 
Bevorstehende vorherverkündet, wie man aus den Bruch- 
Stücken ersieht, und welcher auch den Adler erlegte 
(8. zu V. 167), und durch Cheiron (s. zu V. 1029), 
iKorauf Prometheus dem Zeus das Geheimnifs der dem 
Letzteren drohenden Gefahr und das Mittel der Ab- 
wendung derselben entdeckte (s. zu V. 167), und die 
Aussöhnung erfulgte. Wahrscheinlich schlols das Stück 
damit, dals Zeus der Thetis entsagte, und mit der 
Hodizeitsfeier des Peleus und der Thetis, wobei auch 
Prometheus erschien, vom Zeus geehrt, da Ersterer 
V. 176 f. von Letzterem eine Genugthuung verlangt. 
Den Unteriiandler bei der Aussöhnung scheint Hermes 
gemadit zu haben , den Chor aber bildeten Titanen» 
ans weiter Feme gekommen , um die Leiden des Pro- 
metheus zu sehen (s. Bruchst. 177, 179). Es sind 
aber nicht die alten von dem Uranos und der Chthon 
(V. 805) erzeugten Titanen zu verstehen, die sich im 
Tartaros befinden (V. 219 ff.)» sondern deren Kinder» 
welche ebenfalls Titanen hiefsen, wie Atlas (Y. 425) 
und Prometheus (Soph. KoL 56, Eur. Phoin. 1129, 
Jon 455, Juvenal. 14, 35). So sind auch die Worte 
des Cicero Tusc quaestt. 11, 10 Tuanum subolei, 
9ocia noslri sanguinis ^ generata Caelo zu nehmen. 

I>er UßOfiaj^evS TnjpxaevS, welchen nur Pollux 
anfuhrt (IX, 8, 156 ods i/inpydaS tax* <*^ itup" 
xaevS ovoßdS^otto^ xctta AldxvXov xal 2oq>oxXla 
üSrooS hctypuiparcccS ra Spdfiaxa^ tov /ilv tov IIpo^ 
^ßttf^iaj tov di xiv NavnKiQV^ und X, 17, 64 AI* 
6xo\ov iv npojatf^ei Tevpxaet') war offenbar ein Sa- 
tyrspiel, in weichem der noch unbekannte Gebrauch des 
Feuers Stt^if zur Kurzweil darbot. Dies sieht man aus 
dem von Piutarchos de capienda ex hostibus u tili täte 
p. 86 aufbewahrten Bruchstücke : tov 8^ Sarvpov to 
Ttvp^ cüS npcoxov oog)^jf, ßovXoßivov nal ntptßaXBiYi 
o Tlpo/ifj^tuS' 

tpdyoS^ yivEtov dpa nsy^ijöetS 6v ye; 
Hain tov dijfdpLByov, 



XLnn Einleitung« 

Tergl. Eostath. zu IHad. F, p. 415, 7, welcher den ers- 
ten Vers anfahrt and hinzusetzt: arrl tov* cJ tpaysy 
•wuxw öTepijöy yereiov^ ei rrjv qikoya q)i\r}ösi^; man 
müTste denn dieses Bruchstack als aus dem Prometheus 
des Epicharmos entlehnt ansehen. Einen satyrischen 
Anstrich hat auch das Ton Pollux X, 17, 64 auf he- 
wahrte Bruchstück: 

9eal Xiva d^, niöda noS/ioXivov fuxHpoi rovot^ 

woraus Welcker in der Aeschyl. Trilogie p. 120 1 
vermuthet, das ganze Satyrspiel sey auf die Stiftung 
der Prometheen, den Fackellauf, hinausgelaufen. Viel- 
leicht sind auch die das Braten eines Schweines ent- 
haltenden Brachstucke 319, 320 und 321 (Schütz) ans 
diesem Stücke entnommen. 



\ 



■\\ 



ÜPOBIHeEVS AE2BIOTH2. 



'i 



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I 

^ 



TA TOT JPAMATOS HPOZanA. 

I 

KPAT02 KAI BIA. 

H^AI2T02. 

nPOMHBETS. 

X0P02 ÜKEANUnN NTM^HN. 

ilKEANOS. 

la H JNAXOr. 

EPMH2. 



i 

i 



■'T*- 



HPOMHeETS /lESMaTHH 



KPJTOZ. 

X9ovbg filv tlg tijXovqqv tJxoiibv icsdopf 
Htv^riv ig olfiov, Sßatov Big IqvnUav^ 



Das Stück spielt nicht, wie im befreiten Prome- 
theos, am Kaukasos, sondern im äufsersten Norden 
.Soropas, in einer Skythischen Gebirgsgegend, hinter 
^reicher der Okeanos strömt, s, di0 Einleitung. An 
einem etwas aus dem Hintergrunde der Bühne herror« 
tretenden Felsen wird Prometheus befestiget. 

y. 1 eii^ Suidas und der Scholiast zu Aristopb. 
Frosch. 827 is, Reisig will ttjXovpov accentuiren, als 
tos TTfXiopoy entstanden; doch s. Y. 809, Eur. Or. 
1S25 9 Andr. 890 u. a. ; auch Arkad* de accentt« 
f7S, 6. 

teV. 2 Skv^ijv adjectivisch , wie V. 415, Sieb. 
Eum. 708 n. a., s. Stanley. Es wird hierdurch 
E*7orden bezeichnet, da die Skythen die Bewohner 
slben waren, s. Strabon I, p. S4. Uebrigens liegt 
^BtstiR ein Anachronismus, wenn Stephanos Byzant. Recht 
kt, welcher sagti iytaXovvto npotepor Nojuaiot, 
^xv^at 6'h dfeo JSxvSrov^ Ttatdog ^HpaHÄdovf, denn 
Herakles wird erst später geboren, s. zn V. 776* olßior 
i^&d, Landstrich, vergl. Y. 416 yäS idxatov nopov 
(ind. tonor), Hom. Biad. 12, 168 odfl5 hei naina* 
M66fi; so auch dyvtal Soph. KoL 716^ Ant« llflSn 

1* 



t nPOM. JE SM SIT HS. 

ag Cov TCaxriQ hpsitOy tovde ütQog xitgaig 
5 tnlnjXoxQfifivoLg j tov kscsgyov^ oxfiaöaL, 
aSafLOvrlvaig xedyöLV ä^^iqxrovg ^tgatg' 



äßatoVf Phayorin. und einige andere äßpotov , was 
man mit Hesychios durch aTtay^pconov erklärt, yergl. 
V. 20, 270; doch ist es bedenklich gegen alle Urkun- 
den des Aischylos, gegen Synesios ep. p. 35 und den . 
SchoL zu Aristoph. Frosch. 827 äßpotov auÜEunehmen, 
zumal da es von einem Grammatiker, den dann andere 
ausschrieben, aus dem Gedächtnisse wegen V. 20 hin- 
geschrieben worden zu sein scheint. Vergi. auch Soph. 
Oid. 719 eis äßatov opoS. 

V. 8 8. über 6o\ 5^ nach dem Vocatiy Soph. 
Elcktr. 150, Aias 1409, Kol. 607, And. 1087 u. a.,4 
auch zu Choeph. 485, Matth. Gramm. §. 312, $• Sk 
entspricht dem fikv im ersten Verse. 

V. 6 hat man aus den Schollen zu Aristoph. Proicia. 
826 döaßaytivoav öedjiiGov iv dßßijxtoi^ leeSatS auf- 
genommen, wodurdi alle Schwierigkeit gehoben wird; 
doch scheint dies Aenderung, da gewöhnlich ddajMXV" 
riratS (and. dBafiuvrivotS) Tci&götv (einige Hand- 
schriften itiSatöty, Rob. TcidaiS) iv (was in einigea 
Urkunden jedoch fehlt ) dßfiTJxtotS TtirpaiS gelesen 
wird. Ich habe die gewöhnliche Lesart mit Weglassung 
der Präposition beibehalten: mit stählernen (festen) an 
den Felsen (beim Einschlagen in dieselben) nicht zer- 
springenden Fesseln, oder ndt solchen, die den Fdien- 
nicht zu entreifsen sind, yergl. ¥.19 8v(fXvtotS ;t<K^^ 
HBVfAaöty 60 ^v^BiiXvteoS y 76 idfioofiivGoS vvv jS'cirtl 
dtatopovS TcidaS y 154 öeöfiois ctXvtoiS u. a. An der 
Wiederholung yon jtitpatS ist nicht anzustolsen, yergL. 
V. 767 f. (nftov — f^ov, 792 iL mpdöyS — Ttepdoöa, 
Sieb. 257 f. »etSv — ^rsot^tv, 818 — 321 fcpaööetv-^ 
lepdöötty 375 f. fiivet — fih^oav (and. jxiret), 4jl5 — 
447 rponov — tponor 9 480 — 482 gioßov -- tpofloiy 
661 — 553 fiiay — f^ , 669 f. x^ova — x^ovoSy 
enS. öv^ avtoS ij$Ji rvm$^t — du d* ccvxoS rrdi^t, 



UPOM. ^EZMSITHJS. 5 

^vipcotöi xXiil;ttg fSxaöav. toiäöde tot 
agicc^lag öips dsl %^soig öovvav dUtiVy ** 
10 ag avdUSttx^ trjv ^vog rvQowlda 

ötioyuvy ipdav&Qciaov da ücaveö^cu tQoxov. 

Hd^AIZTOZ. 
Kgatog Bla tSy öqxpv (ibv ^i^oAij ^tog 



HiL 479 f. noXtööovxaov — itoXi66ovx<oyy 741 f. i^ 
rvxra — vfS^, Pers. ISO — 188 TtoSroo — Äo>a>, 465 — 
468 7(aif i/toV — aralS' i/toS, 633 — 685 dßporooi'- 
aßpoxfxQOYCtS , 926 — 928 ix* dxtalS — in dxtäs, 
Af^uDu. 12 — 17 vTCvov — vnvio — vTtrov, 626 — 628 
coXn — itoXet, 696 — 698 noXv^rprfvay — no7*v^prfvoyy 
1189 f. iqnffdvoti — iqnjfdvovS^ 1260 f. ÄoAtv — leoXtVy 
Choeph. 80 — Z^ (poßoS — g^oßcj, 141 f. trjs xcocffi 
dpds — tijrde xrjv Tiaxijy dfidvj 158 f. ßiXrf — ßiXrff 
281 — ^S$ TCctxpoS — ^arpoS, 284 f. ixov — ixor, 
702 — 705 rd Kp6dq)opa, 997 f. fiopov — /jLopov^ 
1042 — 1044 ftpoöi^srat — Ttpoöi^ojaat , Eum. 127 f. 
xoYov — novoS, 576 f. 66/i(oy. S. aach Wellauer zu 
Clioeph. 286, Schwende zu Sieb. 118, Eum. 512, uns 
n Soph. Oid. 1269 , PhU. 267, 289. Ueber die Form 
iUSjfötv 8. V. 855 yauqnjA^dt, 865 fii^pdtv^ 461 
vielleicht ^evyXfföty 729 vavrpdt, 776 vielleicht aXXp- 

^ ^tr, Sieb. 75 vielieicht ^svyXpdt SovXeipdt, 442 
Nrfirj^j 585 ravTjfdt, Pers. 185 ^ dAXtjXpdt^ 271 
■id 828 yielleicht rätpdty^ 452 vielleicht ßirpifdtVj 

L k^gßm, 642 Kpo^ dAXfjX^dt, Choeph. 564 mXpdh Bum. 

P.TOS STtv^pdtVj de dialecto SophocUs p. 25 und zu 

1 -«oph. Skyr. IV, 4. 

f V. 7 dr^oif KSitlichste«, Theuerstes, Kleinod, wie 

öfter. lUtytixvmit vergl. V. 110 f., 254, Xenoph. 
Mem. IV, 8, 7. 

V. 12 KpdtoS Bia re Kinder der Styx und des 
Pallas, 8. Hesiod. Theog. 888 iL, Hyi^in. Fab. Vor- 
rede, Apollodor. I| 9s 4 ndAX4xvto$ 6k Hai Sxvyps^ 



6 nPOM. JESMSITHS. 

lya d' atokiiog elfiv övyysvij %bov 
15 öij0cci ßla q>&QayyL ücgog dv6xH(UQ(p. 

Tcavt&g d' dvccyTcij tmvSh uov toX^uxv 6%^tvir 
limQv&t,Biv yaQ natgog koyovg ßagv. 



XTJS ^fhieotvpv, NlxTfi KparoS^ ZrjXoi^ Bia^ KalHmach. 
in JoY. 67 öij te Birf^ to re KpatoS^ o xa\ niXaS 
i^ao 6ig)pov, Als Masoulinuin betrachtet ^nrird Kpätot 
V. 42, auch Choeph. S40. Bia ist stumme Person. 
4fg}^ kann als Genltivus und Dativus genommen wer^ 
den; in jenem Falle heifat es euer Auftrag Tom Zeus, 
und ivtoXij ist mit einem doppelten Grenitivus Terbun-* 
den, doch scheint der Datiyus hier vorzüglicher, und 
heiTsti für euch 9 ia Besdehung auf euch, s» Mattlu 
Gramm, g, 387» 

V. 13 i^^ tiXoS 6if es ist schon so gut \ne ab- 
gemacht, xovdh^ ifiitoSüüv itt und nichts liegt mehr 
Tor^ und nichts ist mehr zu thun übrig. 

V, 14 övyyBvrj 5fioV (5€c3y Reg, G.), vergL 
V« 39» Hephaistos und Prometheus waren vom Uranos 
und der Qaia her verwandt. Pie Geschlecht^folge war s 
Uranos und Gaia, Kronos, Zeus, Hephaistos $ femer: 
Urauos und Gaia, Themis (s, ssu Y, 18), Prometheus. 

y. 15 hat Med, r^ über «rpoS", Rob. beides ^poi 
ti* Vielleicht ist ty das ächte und rtpoS als Glosse 
%VL streichen, vergl. Soph. Aias S40 xiovt SijöaSj und 
über die Bedeutung des Artikels unten zu Y. 148* 

V. 16 rQ)v68 toXjuar dxsB'eiy (gew. dxi^ety^ b» 
%n Choeph. 830) für räd^ xoXfi&y^ s. zu Y. 861. 

V« 17 i^copta^sty^ Person und Blomfield' evoopta-' 
{cfv, doch wird jenes durch ijeoopui^ety gerechtferti> 
get. ßctpv geföhrlich, bedenklich i wie Agam. 446, 
458 u. a« 

V» 18 wendet sich Hephaistos an den Prometheus 
selbst; Heriodos Th<N>g. &Q7 ff. und Hygiib in der 



npoM. jEZMa 



SxovtA <t' Stccsv dvöXvtoig %aXiUv(ia6i 

LV* ovtB qxavT^y ovts xov (WQfpr^ ßgotäv 
o^'C^, öta^BvtoQ d* riklov fpolßy (pXoyl 
XQOiäg ifiBltlfSLg ävQ'og' döfisvcj} de 601 
71 noiKilBl(/L(Siv vi)^ anoTCQv^H g'aog, 



Vcynrede nennen den Prometheus einen Sohn des Jape- 
tos und der Klymene, Apollodor. I, 2, S einen Sohn 

des Japetos und der Asia ; s. auch Tzetzes zum Lykophr; 

1S83» 1412 und den Scholiast. zu ApoUon. Rhod. I, 

444. Bei Aischylos ist er ein Sohn der Themis, yergl. 

V. 209» 876, welche op^oßovXoS wegen ihrer Weissa- 

gongsgabe heilst, 8. zu Y« 876. 

y» 20 Rob. mit einigen Handschriften vpoönatva" 
jln/i^fi?; derselbe mit Med. roicoi statt Tcdym^ 

V. 21 ßpotdjy^ ein Theil der Urkunden 5£(Jv. 

V. 22 macht o^£z, welches hur zu ptopq>ifv, nicht 
m qxarrjv pafst, ein Zeugma, s. die Ausleger zu d. 
St., Wellauer zu Choeph. 857, Elmsley zu Eur. Med. 
672, Matth. Gramm. §. 634, 8, uns zu Sieb. 208, Hik. 
975, Agam. 1118, Soph. Elektr. 429. Doch werden 
die Worter des Sehens auch an sich oft bei Gegen- 
standen des Gehörs gebraucht, vergl. Sieb. 101 xtv- 
tcov öiöopTca und das. Schwenck, uns zu Soph. Aias 
861 , Phil. 189, Aisch. Agam. 1219« ÖtQc^evtoS^ Aid. 
ürateircof j s. die Herausgeber. 

V. 23 xpotäSf dßistilfei^ av^oi. wo — • du fie BW- 

tiie deiner Haut, deine weifse HautÜEirbe, Verlieren wlrst^ 

Aischylos denkt sich auch im Norden die Sonne so 

^'ffilDc, wie im Süden. YergL Pers. 809 dfidßoay Tcpoota 

topgtvpi^ ßaqty, J£k. l42 tieXay^iS ijAtoxzvxar 

V. 24 fCotntXtlfieay bunt gekleidet, gestirnt, vergh 
Orph. Argonaut. 1026 vv^ äötpoxlreov, Soph. Trach. 
94, iS2 aloXa rv^. ■ Per' Sinn istt am heifsen Tage 
wvst du dir die kühle. Naefat»- und in der kalten Naobt 
dii Wanoe des Tags W&nsf^ien. 



SLTX Einleitong. 

hdi^n ^V. 22 f. öraSrevrog 6' TfXlov g>ojß^ tpXoyi 
XpotaS afidipsiS av^of) Norden (V. 2 2hv^S ol/ioff, 
8. das.9 auch Y. 15 <pdpay^ dvdxd/upoS, 2Sl oxpv- 
oeööa .j^oor') , wo keine Menschen hinkommen (V. 2 
äßatoS iprjfäa^ 20 £ aTeav^rpciMoS TtayoS, 270 ipij^ 
fiov tovd* dydrovoS ndyoVy 710 6t£ix* dvrjpotoxjS 
yvas^y, nahe am Okeanos, den Prometheus auch zum 
Theil sieht (V. 89 f. novrianr HV/mrcov dvqpi^fiov 
yiXaöfia, 133 Hrvnov dxo^ x^XvßoS Stp^ev ävtpmy 
IwxoVf 299 fF. TfcoS? droXßitfdas: , Äzacov iTtcSyvjnor te 
fievjiia HoA Ttexprjpsgtij avtoHtvc* ärtpUf trjy 6idrf^ 
po/iijtopa iAS^ely is aHav; 673 TiXavjt 6h vijötty 
dyoL täv TUxpäXioiy ^djn/iov, auch V* 1050 f., 1090 
-f.)} 'SO d^ ^ ^^^ Gebirge und den Okeanos im Rücken 
hat) mit dem Gesichte nach Süden zu gewendet (V. 
22 f.). Südwestlich steht der Atlas (V. 348), südöst- 
lich wohnen die Nomadenskythen und die Chalyber (Y. 
709 ff.)» noch östlicher liegt der Kaukosos (V. 719 £) 
und südlich von diesem ist der Wohnsitz der Amar- 
sonen (Y. 724 fL). Dafs übrigens jener Or^ in Eu- 
ropa und nicht in Asien zu suchen sey, ersieht man aus 
V. 409 f. OTCoöot X* hcotKov äyräs 'A6iaS S6oS yi^ 
fjiovtaty und daraus, dafs Jo vom Joidschen Meere ans 
(Y. 838 fEl) zum Prometheus gelangt Die Stelle Y. 
415 fL SxvS^TjS o/itXo$, 6t yaS iöxcttoy TCopoy (ro- 
itoy") dfiq)\ MatcoTty Mxov6t Xljayav, 'ApaßiaS x* 
äpeioy ay^oS^ vi)tHpi]ßy6y ^ o1 xoÄtöjiict Kavxd" 
öov TciktxS yijitoyrai beweist nichts dafür und nichts 
dagegen. 

In der ersten Inhaltsanzeige unseres Stücks wird 
bemerkt: x&itai 61 7} juv^OTtotta iv xapexßddet jeapd Ä 
2og>oxX£i iy KoXxoi^ (KoXxf^^t napd 6h Evptjdsxf V 
oX<m)S ov xeixat» M 

Ueber die Zeit der Aufführung s. zu Y. 367, über 
die Zahl der Choreuten zu Y. 135. H 

Der Hpoptri^EvS XuojuayoS stellte den Prometheus, 
nach seioer Rückkehr an das Tageslicht an dem Kau- 
kasos (s. oben) geschmiedet, und von dem Adler des 
Zeus, der ihm seine immer wieder wachsende Leber 
ausfraTs, gequält, dar (s. Y. 1018 — 1026 und das 



Einleitung* xlvq 

daselbst Bemerkte), und enthielt die Erfüllung der Be- 
dingangen seiner Befreiung (V. 1027 — 1031) durch 
Herakles, \velchem Prometheus gleich der Jo das ihm 
Bevorstehende vorherrerkündet, ^e man aus den Bruch- 
stücken ersieht, und welcher auch den Adler erlegte 
(8. zu V. 167), und durch Cheiron (s. zu V. 1029), 
i^orauf Prometheus dem Zeus das Geheimnifs der dem 
Letzteren drohenden Gefahr und das Mittel der Ab- 
wendung derselben entdeckte (s. zu Y. 167), und die 
' Aossöhnung erfolgte. Wahrscheinlich schlofs das Stück 
damit, dais Zeus der Thetis entsagte, und mit der 
Hochzeitsfeier des Peleus und der Thetis, wobei auch 
Prometheus erschien, vom Zeus geehrt, da Ersterer 
V. 176 f. von Letzterem eine Genugthuung verlangt* 
Den Unterhändler bei der Aussöhnung scheint Hermes 
gesiadit zu haben, den Chor aber bildeten Titanen, 
ans weiter Feme gekommen , um die Leiden des Pro- 
metheus zu sehen (s. Bruchst 177, 179). Es sind 
abeor nicht die alten von dem Uranos und der Chthon 
(V. 205) erzeugten Titanen zu verstehen, die sich im 
Tartaros befinden (V. 219 ff.)» sondern deren Kinder, 
welche ebenfalls Titanen hiefsen, wie Atlas (V. 425) 
mid Prometheus (Soph. Kol. 56, Eur. Phoin. 1129, 
Jon 455, Juvenal. 14, 35). So sind auch die Worte 
des Cicero Tusc. quaestt. 11, 10 TUanum suboles, 
*ocia nostri sanguinis^ generata Caelo zu nehmen. 

Der Tlßoprj^evS nvpxaevS ^ welchen nur Poliux 

anfuhrt (IX, 8, 156 od^ ifinpyöas xdx ov Ävp- 

xaeoS ovoßd^otxo^ xatd Aidxv^or xa\ 2og)ox\ia 

üvtQoS hstypäifarras rd Spdfiata^ rov jikv rov JTpo- 

)S^ßnj^ia, rov 6h ruv NavitXiov^ und X, 17, 64 -4/- 

W ÖxvKov iv Ilpofiff^sL Ttvpxaet') war offenbar ein Sa- 

^ tyrspiel, in welchem der noch unbekannte Gebrauch des 

Feuers Stoif zur Kurzweil darbot Dies sieht man aus 

dem von Plutarchos de capienda ex hostibus utilitate 

p. 86 aufbewahrten Bruchstücke : tov dh Satvpov ro 

Ttvp, cüS* fcpcoTov Sgy^Tf, ßovXoßivov xal TteptßaXeiVf 

6 npo/iff3f£vS ' 

tpdyos^ yevEiov dpa icsv^ij6BtS 6v ye; 
Kodet tov dijfdßJLEvov. 



c 



\ 



ZLYm Einleitung. 

Tergl. KoBiaÜk, zo Iliad. P, p. 415, 7, welcher den en- 
ten Yen anfuhrt und hinzufietzt: drrl rov' to rpaye^ 
'MOKV 6t£prj6y yevdov, H trfv q>X6ya €pihj6siS\ man 
nralste denn dieses Bruchstück als aus dem Prometheus 
-des Epicharmos entlehnt ansehen. Einen satyrischen 
Anstrich hat auch das von Pollux X, 17 , 64 aufbe- 
wahrte Bruchstück: 

Ha\ Äiva 8ly nidöct xoS/ioXirov ßuxxpol tovot^ 

woraus Welcker in der Aeschyl. Trilogie p. 120 1 
Termuthet, das ganze Satyrspiei sey auf die Stiftung 
der Prometheen, den Fackellauf, hinausgelaufen. Viel- 
leicht sind auch die das Braten eines Schweines ent- 
haltenden Bruchstücke 319, 320 und 321 (Schütz) aas 
diesem Stücke entnommen. 



^# 



.^ 



nPOMHOEYS AESmOTECB. 



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r 



**: 



TA Tor jPAMATOs npozstnA. 



KPAT02 KAI BIA. 



nPOMHSETS. 

XOPOS XlKBANUnN NTM9nN. 

nKEANOS. 

in H iNAXor, 

EPMH2. 



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1? 



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HPOMHesrS ^BSMaTHH 



KP J TOS. 

Sxv^hriv ig olfiov, aßatov tlg l(}rj(UaVf 



Das Stuck spielt nicht, vrie im befreiten Prome^i» 
ttens, am Kaukasos, sondern im äufsersten Korden 
.Soropas, in einer Skythischen Gebirgsgegend, hinter 
^cher der Okeanos strömt, s. die Einleitung. An 
Quem etwas aus dem Ifintergrunde der Bühne herror-« 
tretenden Felsen wird Prometheus befestiget. 

y. 1 f/s*, Suidas und der Scholiast zu Aristoph. 
Fr6s€b. 827 is, Reisig will rrjXovpov accentuiren, als 
tos rrjXiopoy entstanden; doch s. Y. 809, £ur. Or. 
1325 9 Andr. 890 u. a. ; auch Arkad. de aocentt« 
^7S, 6. 

V. 2 :BKv^fir adjediTisch, wie V. 415, Sieb. 
Eum. 708 u. a., s. Stanley. Es wird hierdurch 

Norden bezeichnet, da die Skythen die Bewohner 
^eMelben waren, s. Strabon I, p. S4. Uebrigens li^gt 
lÜeria ein Anachronismus, wenn Stephanos Byzant. Recht 
Wt, welcher sagti iHoXovvto npotepor Nojaaiot, 
^Kv^at 6h djco Sxv^ovy Ttatöog 'HpaxXiovf, denn 
Herakles wird erst später geboren, s. zu Y. 776« ol^or 
Kid, Landstrich, vergl. Y. 416 yäS idxatov nopov 
(lud. xofcoy^y Hom. Biad. 12, 168 o6o3 iici noLinoL* 
^oi6&g; so aach dyvuä Soph. KoL 716 ^ Ant« 1136« 

1* 



/ 



[ nPOM. ^EEMSITHE. 

Sg ÖOL üCcetijQ hpsltOy tovde ütQog xitQaLg 
5 tnlnjXox^fivoig y tov XeoQyov^ ojjuLa^aij 
aSauLttvtivaig sudjiöiv d^Qiqxtoig xstgcug' 



aßatoVf Phavorin. und einige andere aßpotor , was 
man mit Hesychios durch dfcdv^pontov erklärt, yergl. 
V. 20, 270; doch ist es bedenklich gegen alle Urkun- 
den des Aischylos, gegen Sjnesios ep. p. S5 und den . 
Schol. zu Aristoph. Frosch. 827 dßporov aufinmehmen, 
xumal da es Ton einem Grammatiker, den dann andere 
ausschrieben, aus dem Gedächtnisse wegen V. 20 hin- 
geschrieben worden zu sein scheint« TergL auch Soph. 
Oid. 719 eis: äßatov opoS. ^ 

V. 8 8. über 6o\ Sk nach dem Vocatiy Soph. 
Elcktr. 150, Aias 1409, Kol. 607, And. 1087 u. a.,-«^ 
auch zu Choeph. 485, Matth. Gramm. §. 312, 8* Sk A 
entspricht dem fikr im ersten Verse. 

V. 6 hat man aus den Schollen zu Aristoph. FrSscIk 
826 ddaßarxivcar öedjiiGov iv dßßjjxtot^ itiöatS auf- 
genommen, wodurdi alle Schwierigkeit gehoben wird; 
doch scheint dies Aenderung, da gewöhnlich ddaßtctr" 
rivatS (and. ddafiayrlvots') leidfgöty (einige Hand- 
schriften niScaöiv^ Rob. niöaiS') iv (was in einigen 
UriLunden jedoch fehlt ) dßßijxrotS icirpatS gelesen 
wird. Ich habe ^e gewöhnliche Liesart mit Weglassung 
der Präposition beibehalten: mit stählernen (festen) an 
den Felsen (beim Einschlagen in dieselben) nicht zer- 
springenden Fesseln, oder mit solchen, die den Fi 
nicht zn entreifsen sind, yergl. V. 19 6v(SXvtotS x^ 
HBVfAaötf 60 ^vöejtXvteoS y 76 idi^üsfiiYGoS yvv j^j 
ötccTopavS niBaSy 154 öeößiotS ctXvtotS u. a. An dtf 
Wiederholung yon nitpaiS ist nicht ansnstolsen, yergl.,«« 
V. 767 f. /i^roV — ßijTovy 792 £ ftepd^jfg — leeptodai 
Sieb. 257 f. ^ear — ^rsotötv, 818—321 updööei^-^ 
ytpdööety 875 f. /dva — ßiivaay (and. jalvei), 4^5 — 
447 rponov — tponar, 480 — 482 g>6ßor — <p6floiy 
651 — 558 fiioof ^ ßLatv, 569 f. x^ora — x^ovo^^ 
682 ff. öv d* avtoS ^$7f ^»J^ — öv ^ auxoS yvw^tp 




I 



UPOM ^EZMSITHZ. 5 

ro <Jov yaQ ävQ'ogy xavxixvov nvqbq öilas 
%vrfc6i6i xX&il;ag fSxaöav. toiMöde rot 
agiamlag öips del %^6oTg dovvav öUtiv^ 
10 wg avdidttx^ tijv ^ibg rvgcewlda 

ötigyuVy q)dccv^Qcijtov da nctvBöd'M xqotiov. 

H0AI2TO2J. 
Kgatog Bla ts, 6q>^v fisv ivtoX'^ Jibg 



Hik. 479 f. noXt66ovxfiov — ito\t66ovx<oyy 741 f. is 
rvxta — w^, Per«. ISO — 188 no^ta — ito^^y 465 — 
468 itcat ifioS-^TtatS ifioS ^ 688 — 685 äßporoot — 
äßfiojfxoaraS , 926 — 928 Ar ' OKTal^ — in dyctäSy 
Af^uDu. 12 — 17 vTCvav — vnvm — vtcvov , 626 — 628 
toÄet — noXet, 696 — 698 noXv^fnfvor — noXv^ptfrov, 
1189 f. IqnffAivoti — ignfßdvovS^ 1260 f. ^oXtv — *dAtv, 
Choeph. 80 — SS <p6ßoS — ^oßco, 141 f. ttfS xoocffi 
apaS — XT^vde n)y TUXKtjv apdr^ 168 f. ßiXrj — ß^Xtf, 
281 — ^SS Ttarpog — ^atpoS, 284 f. ixov — hör» 
702 — 705 rd iep66q)opoLy 997 f. ptopov — j^ypovy 
1042 — 1044 ftpodi^erat — npoöi^opiaty Eum. 127 f. 
nrKov — sroyor, 576 f. 66/iayy» S. auch Wellauer zu 
Clioeph. 286, Schwenck zu Sieb. 118, Eum. 512, uns 
n Soph. Oid. 1269 , PhU. 267, 289. Ueber die Form 
niSj^tv s. V. 555 yauqnjXfdty 865 fii^^dtvy 461 
vielleicht ^evyXffdty 729 vavtpdt, 776 vielleicht aXXff' 
^tr, Sieb. 75 vielleicht ^evyXpdt dovXeixfdiy 442 
Vfftqiföv^ 585 votvtydty Pen. 185 ^ dXXjjXpdt^ 271 

f lad 828 vielleicht vatpdtv^ 452 vielleicht fiirppdtVj 

W AguD. 642 ftpog dAXijXpdt, Choeph. 564 fCvXpdt, Bum. 

|r,-f08 SHv^f/dtv^ de dialecto SophocUs p. 25 und zu 

I äoph. Skyr. IV, 4. 

I V, 7 äv^oi KSitlichste«, Theuerstes, Kleinod, wie 

j Mber. ^uxrtixrmji vergl. V. 110 f., 254, Xenoph. 
Men. IV, 8, 7. 

V. 12 KpdtoS Bia re Kinder der Styx und des 
Ptllas, 8. Hesiod. Thaog. 888 if., Hygin. Fab. Vor- 
fede, Apollodor. I, 2a 4 UdKXavtoS 6\ hal SrvygS^ 



6 nPOM. JESMSITHZ. 

iya d' aroX(i6s bI[iv övyysvij ^sov 1 

15 öi}0cu ßla q>aQayyv üCQog dv6xBLfiiQ(p> 

Tt&vtfog 8* dvayxrj tmvdi uoi tokiiav Öxsd'BiV 
i^GiQLa^eLV yccQ nargos koyovg (^agv. 



XTJS *DjteotypVj Nlxij, KpatoS^ ZrjXoi^ Bia^ Kallimach. 
in Jov. 67 dij re Birf^ to te KpdtoS^ o xa\ niXxxS 
tltöao 6i<ppov, Mb Masoulinuin betrachtet ^nrird Kpätot 
V. 42, auch Choeph. S40. Bia ist stumme Person* 
ifq)^v kann als Genltivus und Dativus genommen weru 
den; in jenem Falle heifat es euer Auftrag Tom Zeus, 
und ivtohj ist mit einem doppelten Genltivus Terbun-* 
den, doch scheint der Dativus hier vorzüglicher, und 
heifsti für eupb) ia Besdehun^ «uf euch, s, Mattlu 
Gramm, g, 387» 

V. 13 ix^ tiXoS 6if es ist schon so gut wie ab- 
gemacht. xotJÖlv ifixoSoüv Ett und nichts liegt mehr 
Tor, und nichts ist mehr zu thun übrig. 

V, 14 övyyevij 5fioV (5£c3y Reg, G.), vergL 
V«, 39* Hephaistos und Prometheus waren vom Uranos 
und der Qaia her verwandt. Pie Geschlechtsfolge wsr z 
Uranos und Gaia, Kronos, Zeus, Hephaistos; femer: 
Uranos und Gida, Themis (s, zu Y, 18), Prometheus. 

y. 15 hat Med, rv über fCpoS, Rob. beides ^poi 
ti* Vielleicht ist r^ das ächte und npoS als Glosse 
%VL streichen, vergl. Soph. Aias S40 xiovt öjjöaS^j und 
über die Bedeutung des Artikels unten zu Y. 148. 

V. 16 twvSs toXpuxr öx^^^y (gew. dxiS'Sty^ s.^ 
%n Choeph. 830) für rä$^ toAfiav^ s. zu Y. 861. 

V. 17 i^copta^etVy Person und Blomfield' evooptd-' 
ifti^i doch wird jenes durch ijeoopui^ety gerechtferti- 
get, ßapv geföhrlich, bedenklich^ wie Agam. 446, 
458 u. a« 



•;^ 



Vk 18 wendet sich Hephaistos an den Prometheus 
selbst, Hesiodos Theog, 507 ff. und Hygiik in der 



npoM. /tEZMa 



} 



\ 



SxovtA <t' Stccsv dvöXitoig %aX9csviia6i 
20 xgoiSxa60alBv<S(o rcJd' äjtavQ'QfDXcp nay^^ 
W ovts qxDVfJV, ovte tov (WQfp^v ßgotäv 
oipUj ötad^svTos S' "^Xlov <polßy tpXoyl 
XQOiäg dfiBltlfSLS ävQ'og' döfisvcj} de öoi 

71 7t0lKllBl(/L(SiV vi)^ aTCOTCQV^BV ^iiog^ 



Vorrede nennen den Prometheus einen Sohn des Jape- 
tos und der Klymene, Apollodor. I, 2, 8 einen Sohn 
des Japetos und der Asia ; s. auch Tzetzes zum Lykophr; 
1S8S» 1412 und den Scholiast. zu Apollon. Rhod. I, 
444. Bei Aischylos ist er ein Sohn der Themis, yergl. 
V. 209» 876, welche op^oßovXoS wegen ihrer Weissa- 
gungsgabe heilst, s. zu Y« 876. 

y» 20 Rob. mit einigen Handschriften vpoönatta" 
liwöcoi derselbe mit Med. roicoi statt vctycn, 

V. 21 ßpordjy^ ein Theil der Urkunden ^eoSv, 

V. 22 macht o^£z, welches hur zu ptopq>ifv, nicht 
SU q}Giyytjr pafst, ein Zeugma, s. die Ausleger zu d. 
St., Wellauer zu Choeph. 857, Ehnsley zu Eur. Med. 
672, Matth. Gramm. §. 634, 8, uns zu Sieb. 208, Hik. 
975, Agam. 1118, Soph. Elektr. 429. Doch werden 
die Worter des Sehens auch an sich oft bei Gegen- 
ständen des Gehörs gebraucht, vergl. Sieb. 101 xrv~ 
fcov öiöopxa und das. Schwenck, uns zu Soph. Aia« 
861 , Phil. 189, Aisch. Agam. 1219« ÖTQC^evtpS^ Aid. 
tfrirretnroV, s. die Herausgeber. 

V. 23 xpoiäs d/ulilfei^ av^oi. wo — • du die BW- 

tiie deiner Haut, deine weiTse Hautferbe, Verlieren wirst^ 

Aischylos denkt sich auch im Norden die Sonne so 

^'ffilDc, wie im Süden« YergL Pers. 809 d/ieißoov jcp65ra 

tofiipvpia, ßaqty, J£k. l42 tieXay^iS ijAtoxziMor 

V. 24 KotHtXd/iwv bunt gekleidet^ gestirnt, vergK 
Orph. Argonaut. 1026 vv^' ädtpoxireov, Soph. Trach. 
94, 1S2 aloXa rv^. - Pex^ Sinn istt am beifsen Tage 
wirst du dir die kühle «Kaefat»- und in 4er kalten Naobt 
^ Wanoo des Tags Wünsdien. 



■» •• 



8 nPOM. JESMÜTHS. 

25 itajpnw 9' i(6ap ijXiog Cmda nalnf* 
dsl da xov Ttfxgovrog äx^Saw Wütov 
t(fv6si, 6*' 6 kG}(jpiq6c3v yag ov nignnti ücg). 
toupöt ajCTfUDG) xov wi^av^Qmseov tgaxov ' 
Q'sog %Sf5v yag ov% vjeomiq6ö<av xoXov 

30 ßgotoiöi tvnag Sscaöag xega dlxfiig, 

4i;^' wv atsgTcij tfjvda q>QovQ^öeig xkegav 
QQ^'oötaSfiv j avTCvog, ov xA(i7ce&v yow^ 
^oXlovg $' oSvQiiqvg xal yoovg av(oq)sXBis 
^iy^* ^log yocQ dvöxagaltfitov tpgivsgy 

35 K^a$ dh tgccxig^ otftig av v^ov x^irrgf. 



-r-»^^9P 



y. 27 4er {Irretter ist noch nicht geboren , d. i. 
er soll erst noch geboren werden, doch ohne verhöh- 
nende, sondern mit bedauernder Nebenbedeatung. An 
den Herakles (s. zu V« 167) ist hier nicht zu denken. 
Vergl, auch V. 773 rfc ovv o \v6qov (ö*) iötlr 
äxovtoS ^loS; 

V. Ä8 gew. dfCtjvpGJi Med. impjpüHj was viel- 
leicht aufisunehmen war, obwohl die Sache zweifelhaft 
ist, 8, Buttmanns Lexilogus I, p. 84, aus£, Grama. 
g. 96, Anm. 9, §. 114, S. 84 f., Abresch zu o. St 
Der Sinn ist : solches hast du dir gewonnen durch deine 
menschenfreundliche Penkart. 

Y, 29 3^£oV als welcher du das Befste der Götter 
im Auge haben, und ihre Gesinnungen kennen mufstest. 

y. 3Q fcipa dhajS heimlich un4 ohne da(s es den 
Menschen zukam, 

y. 31 ^povpjfifetS nitpar, vergl, Y. 14S. IH9 
ISrl^larung dieses Ausdrucks giebt der folgende Yen. . 

Y 9t n^^^^ty Y^Yv» s. ZM Yr 396. AehnUd^ \ 
Euni. 288, 

Y. 35 y^ov seit Kurzem, ^it der Entthronung 
^s K^rpnos nämlich, Oft setzt Aischylos den SSeus und 
desses Geschled|it den alten Göttern entgegen, vergi. 
Y. 95 f., U9 ff,, 810, 889, 408 f., 487, 944, 957, 
962, S:um, t4ä, }57 f., 224, 72t, 781» 778, 805, 
840, 372 f. 



BPOM. JBSMa THS. 9 

KPATOS. 

rl tav 9£oig i%^i6tov ov ötvyeig &^ov^ 
o^i£ xo 6ov nhnftoUii, sCQovdaKev ysQas; 

H9AIST0S. 
xo ffvyyevig rot ÖBvvbvy ^ 9' ofiLiXla. 

KPAT02. 

40 ftvaqn]ii^ awpcovötslv dl täv 9tectfog l&yixyi/ 
olov XB ntSsi ov xovto dßiiicctvei^ niMovi 

H9AIST0S. 

alst XB 9^ t^Ai^ff 6v Tial Q'Qciöovg nki^g. 



V. $S fXev nun denn, s. zu Choeph. 710. 

V. 89 die Verwandtschaft (s. zu V, 14) ist ja 
nächlig (hat grofsen EinfluHs), und der Umgang; 
vorgL Sieb, 1018 detvov to xotvov öfcXdyxyoVi Eur. 
An£rom. 986 xo övyyevls ydp Öeivov. -— toi, Reg. 
h xlf nicht Übel. 

y. 41 8. über die Stellung des Frageworts V. 259, 
Agpm. 1S44 Hvpovv^' StccoS^ Matth. Granun. §. 611, 
4, und über ti so gestellt das. §. 488, 2. 

V. 4t yergl. über die Stellung der Partikel r^, 
fie man nach vtf^i erwartet hätte, zu Sieb. 498, 1059, 
Choeph. 126, Eum. 408, auch vielleicht Soph. Oid. 8S2 
fy<o X iitavtov, ovte <f dXyvyoa. Wellauer zu d. St, 
fthrt Meinecke cur. critt. p. 10 und Elmsley zu Eur. 
HmkL 622 an. Ausfuhrlich hat über den Gebrauch 
ind die Stellung von r^ gehandelt Wellauer in der Ein- 
Unngssdirift zur jährlichen Prüfung am Elisabeth. Gym- 
minm m Breslau, Ostern 1828 (auch in den neuen 
Jdubüchem für Philolo^ und Pädagogik vpn Seebode 
lad Jahn, Leipz. 1832, erst. Supplementband, drittes 
Heft, p. S80 — 406). Man hat nämlich das vor r^ 
stehende Wort zum zweiten Crliede nodun^ hinzuzu-^ 



10 nPOM. ZfESMaTHR 

KPA TOS. 

Sxog yag iyöSlv rovSs %^rfVBi6%ah* &ö de 

H9AIZT0Z. 
45 CD ^oVm iii6ri^BL(Sa x^^oiva^icc. 

KPA TOS. 

zäv vvv nagwtGiv ovdhv altia x&jnyq. 

H9AIST0S. 

ifmcLg tig avtrp; aXXog StpeXw la%uif. 

KP AT OS. 

aTCavt* l^Q&xd^ alr^v Q'soiöt ocoigavetv* 
50 ikevd'BQos yag ovtig iözi nki^ jdtog. 



denken : yvie du ja immer unbarmherzig bist, so bist du 
auch (immer) voll Kühnheit. Ueber die Ergänzung 
Ton sl s. zu y. 178. Ist die Lesart einiger Hand- 
ischriften aiei tt die ächte, so Ist es das Lateinische 
zemper fere^ s. zu V. 698 ; vergl, auch dx^^oy ti u, a., 
8. Matth. Gramm. §. 487 « 4. 

V. 46 00^ ditAjip Xoyoo mit möglichst unumwund- 
Her Rede^ um ganz oifen und frei zu sprechen, kurs 
und gut, vergl. V. 613» 977, Choeph. 117 ctTtXooS rt 
^pd^ovöou In der Redeweise dnXovS 6 XoyoS heifst 
es: keiner langen Ausführlichkeit bedürftig, kurz, vergL 
Xenoph, Anab. ¥,8, 18, Aisch, Choeph. 549, Yal* 
ckenaer zu Gur« Phoin, 472. 

V. 47 ov^W airia, vergl. ChoepL 441 ovSh^ 
d^ia, Bum. 780 ovdhv ßapvv, Soph. Trach. 778 
toy ovölv ahtop tov öov tuxhov. 

V. 49 altes geschah (ward dir zu Theil) aufset 
den Göttern zu befehlen (was blos des Zeus Sache ist, 
80 dofs dti dich also über dein lioos nicht ca beklagen 



) 



nPOM. dESMSlTHIL 11 

HOAISTOS. 
iyvcma toliSSay tcovöIv avxBinüv l%(o. 

KPATOS. 

ovxQw Isesl^ Ss6(jioe rtpds üesgißakstv; 
WS 11'^ <y' ikivvvovta stQOödsQx^y nari^g. 



hast). Etwas ähnliches 8. Choeph. 964 ff.. Aus dem 
Zosammenhange ist öol zu inpdx^rj zu ergänzen, mpud- 
Öeiv tl ttvt heifst einem etwas zuwenden, bisweilen 
auch mit dem Nebenbegriffe des Heimlichen und Un- 
rechtmäfäigen , vergl. £um. 122 ti öot Tchcpaxtat 
npäyjia nXrjy revx^^y xcend^ 768 ff., 917 f., Hik. 
S61, 977 f., 1014 f., Agam. 1328, uus zu Soph. Aias 
444. Abresch vergleicht auch Aristeid. III, p. 328 
Xiyet -uTckp StxeXtcordov dröpcov , (xpxjjv tiva npctt^ 
tBiv avtolS, II, p. 300, Thiikyd. I, 57. 58. 65. Man 
hat construirt: anocvt inpdx^V ^^oiS nXrjv xotpa^ 
vnv y und Eur, u. Br. CIV ovk iöxiv ovd'hy xo^P^^ 
dr^pauTCoi? ^eov verglichen, aber dieses Ist eher zu 
ertragen als jenes, xo^paveiv rivt findet sich Apollon. 
Argon. I, 34, U, 998 und ander>värts, wie andere 
Verba des Herrschens, s, unten Y. 942 docpor ovh 
ap^et ^eol^f Matth. Gramm, §. 360, Anm. 2. Man 
könnte^ da eine entgegengesetzte Partikel erwartet 
inrd, schreiben aTtav t' (d. i. rot, s. zu V. 702) 
bepd/^ , doch ist dies nicht durchaus nöthig, 

V. 6 1 fyvGSKU rotCiSe ich habe es hieran, bei die- 
MT Gelegenheit, erkannt. Pies bezieht sich blos auf 
V. 50* Ueber den Dativus bei den Yerbis des Erkea- 
nens, Schliefsens u. a, s, Matth. Gramm. §. 396, c, 
Xen. Anab. IV, 2 , 4 , Kyrop. I, 3» 5, auch unten V« 
336, Agam, 1319, 1339, auch vielleicht das. Y. 121 f., 
und uns zu Soph. KqU 136, 316« 

V. 63 iXti^ovra, einige iXtvvoyta^ was Bicun« 
fidd als «IterthümUcher vorzieht; ver^l, Y. 627« 



m nPOM JEüMSiTHIL 

HOAIST02L 

KPATOS. 
55 kaßciv viv^ äfitpl xeqöIv kyxQatBÜ 6^8V£t 

H9AIET0S. 
MQcdvBtai ff^ xov (lat^ rov^ov zoSb. 

KP A TOS. 



aga^öB [laXXoVy ^LvyB^ iiijScciiy %cüJt* 
datvos yccQ BVQÜv xa| äfkrixavenf xoqov, 

H^AISTOU 
W Sqoqw ^öb y^ &Uvfi SvöBTiXvtmS' 



y, 54 Hcti Si) fiuch schon, bereits, wie Hik. 424, 
493 u, a. ifdXta^ fmd. ipdXkia, wodurch ^ne Syni- 
zesis entstellen würde , und ^fiXta ; doch wird ipakia 
durch Choeph. 968 gesichert. 

V. 55 r\r für ^a, wie Hik. 701, Soph. Elektr. 
436, auch für avXQvS Sieb. 466, Choeph. 364, Soph. 
Oid. 368, luid für avtds Soph. Oid. 1532, Kol. 43* 

V. 56 &idet ein Asyndeton btatt, wie öfter sm- 
•chea Iviperntiven, vergi. V. 58, 392, 611, 939, 941, 
Sieb. 31, S44> Hik, 645, 824, Agam. 1023 f., Choepb. 
770, 1Q61, 9am. 114 f., 1$4, 175, $80 f., 1020. 

V. 57 Qv ptarai es ist nifdit erfolglos , es gelingt, 
geht gut Ton Statten, vergl. Sieb. 37, Agam. 971, 
Bum. 137, Rom. 11. 23, 510. 

V, 58 pafia^i X^kIoc laCi nirgends Spieinnm, da- 
■tt er seine Hände nicht dnrchiielieB kann. 

V. 59 sropQK, einige diesen Vers anfuhrende 
SchriflsteUer mofi^uS^ dod| hat jenes melir Autorität 
für sidu 



nPOM. /lEEMStTHS. 13 

KP A TOS. 

xal TT^vÖB iruv noQXaöov &6(paXmq^ tva 

HOAISTOS. 
TtXriv tovif Sv ovöelg Ivdlxag fiafirl^airo (iol 

KP AT OS. 

ci8a(iavrlvov vvv öqyrjvog ccvd'aSr] yvd&ov 
65 öriQvcDV äia[ixa^ %a66&ktv i^Qa^avaig. 

HOAISTOS. 

(ä dt ngop^Tjd'SV^ 0(3v VTCSQdrSVG) TCOVtOV. 

KP A TOS. 

6v Ä' av xatoxveig^ rwv Atog x li%Q&v v^bq 
ötBVBig; oTCag [i^ (Savtov oixnBig Ttots. 



V. 63 äA7;V tovde, nämlich Upo/iij^iooff. 

V. 64 ecuS^dStfffy wie bei Homeros dviStiSrlff* 

y. 65 vergl. über dtajuTtd^ mit dem Oeidtivus 
Hik. 534, 913 f., Eur. Bakch. 992, lOlS* 

y. 66 vergl. zu vnBpötiyetv mit dem Genitirus 
vnefuxXyelv (Hermann zu Soph« Ant. 626)9 vnepno- 
YÜö^at Soph. Aias 1310, vTcepfiaxetv das. 1346, 
vnepöixeiv Eum. 652, vitepoxatBiv Hik. 331, u. a. 
S. auch Blomüeld und Wellauer zu d. St. 

y. 67 av (wieder, wie auch früher), and. ovv. 
Tum., yictor. und einige Handschriften vicap ^ ötiraS 
als ein Wort, wegen vitBpötivat \. 66. 

y. 68 oitcaS ßtif daDs nur nicht, warnend, wobei 
Ban Opa oder öxoieet zu ergänzen pflegt, a. Hermanns 
Viger. p. 435, Math. Gramm. §« 519, 7, S. 999, §. 623, 
8, auch Eur. Bakch. 367« Xenoph. Kyrop. I, 3, 18« 
Anab. I, 7, 3* 



16 nPOM. /IBZMSlTHIi 

KPA T02L 
'hnav^a vvv yßQifyy tuu daäry yiQa 

olol TS ^viiTol tavd dxavtX^ötu mucav; 
85 ifsvdovviiog ös dcUuoveg lU^ofo^/^ia 
xalovöiv" av%hv yag 6€ 8d ngoiufiiets» 

nPOMHeETZ. 
xoxaiiav xs xr^cu, xovziav xh xofLOt&v 

V. 82 f. ist dne bittore Yerlidliiiiiiig endialtan, da 
Prometheus etwas tbuo soll» wozu ihm dia Macht be- 
nommen ist 9 8. zu Soph. Ant. 312. 

V. 84 hangt Torös xdrcar von r/ ab. 

V. 86 s. über die Stellung von ccurcr 68 au Sieb. 
613» über die Constniction da. ttrd riroS Matth. 
Crrunm. §. 411, 5, Anm. 2, über Kpoßüf^evS als Appd- 
laüvum Hik. 672, Find. Olymp. 7, 81. 

V. 87 rijyrfS'i Roh. und VIct. nnt einigen Hand- 
schriften tvxfSj was an sich gut ist, rergL Y. 375, 
469 u. a.9 aber Aenderung scheint, r^öde tixmjS ans 
diesem Kunststücke, aus diesen künstlichen Fesseln, TärgJ. 
Soph. Kol. 472 xparrjpis eiötr^ drSpoS evx^tpos 
Tixytj 9 auch Aisch. Agam. 242 rejyat KaXx^^y^oS oux 
axpartou Hephaistos nüt sdnen bdden Begleitern «b^ 

y. 88 ff. klagt Prometheus in seiner Abgesdde- 
denheit von lebendigen Wesen, Gegenstanden der Na- 
tur, als wären sie des Mitgefühls fähig, und zwar den 
Elementen, sein Ldd, s. zu Sieb. 536. Butler yergladit 
unter Anderem Plaut. Mercat. ProL 4 f. qui ata Noctis 
aiU Die, atU Soli, atu Lunae miserias narranS suas, 
Morelli Aristoph. Wölk. 563 ff. ^oS ungeheuerer, nn- 
eimelslicher , als Beiwort des Aithers auch Hob. Iliad. 
16, 365, Ody SS. 19, 540. Von seinem hohen Stand- 
puncte aus erblickt Prometheus Quellen und das Meer; 
ob beides auf den Decorationen sichtbar war, bleibt an- 
gewils. %ota/my wjycä, vergL zu Y. 429» 



\ 



np ÖM, /tBSMa TBS. IT 

90 avi^QiQ'iiov yi^adiitt^ ^ctiiiiijroQ ts yij, 
xal roi/ ütav6mijv ^vxXov iiXlov TtaXcS' 

SiQx^b* y otavg cclxlatöiv 
8taxvcu6(isi/og xbv iivQiet^ 



lArtMta 



y. 90 avfjpt^fiov ist dichterisch zu yiXaößa be* 
logen, st&tt zu xv/idtcov, s. das Sachregister unter 
flypalla^e. yiXadjua Lächeln, {Freundlichkeit, von dem 
BDgenehoien ruhigen WellenspieL So besonders yeXaV, 
8. Blomfield, ^e Wörterbücher, und Petit, in den niisc. 
obss. II, 18. Morelli vergleicht Hom. U. 19, 29 ytj-' 
^o6vvp d^ ^aXaööa dttötato» Der Ausdruck scheint 
1 von den, beim Lächeln im Gesichte entstehenden kleüien 
halten auf das Idcht bewegte Wasser übergetragen wor-* 
den zu sein. 

V« 91 yerändert nich die Construction ^ wie dfter^ 
I. Agam. 501, Soph. Aias 862, Matth. Gramm, g. 512, 
5. HtixXov i]Xiov , s« zu Soph. Phil. 1S55« 

V. 93 g«ht Prometheus in Anapästen über, was 
ftoch anderwärts geschieht, wenn die Rede bewegter 
ivird, oder etwas Neues beginnt, wie V. 114, Sieb« 
B05» Agam 548, Choeph. 1074, Eum« 801. Der um-* 
gekehrte Fall ist Pers. 151, Choeph. 721, Soph. PhiL 
1418. Dasselbe geschieht auch in andern Yersarten, 

' L m EhuD« 158* ahdai^iVy gew* aixioaöt^ einige 

I idaaöu 

i V. 94 fwfnteri^ Schol. iv yap roS Tlv0q>6p<fl 
>- tpüs ßivptdSaiS tpr^öl SedidSrat ovrov; vergL Hygin^ 
Astron. II, 15. Diese Angabe stimmt nicht mit Y. 776^ 
Wahrscheinlich bestimmte Zeus anfangs die Zeit von 
800OO Jahren als Dauer der Strafe, da jedoch von den 
M(uren etwas Anderes festgesetzt war (s. zu Y. 167)» 
lo hob Zeils seiden frühem Beschlufs wieder auf, wel- 
dien er auch Y. 1018 ff. abändert, und jene Zeit wurde 
lacht erfSillt. Ueber die Zeit der Strafe s. auch Stra- 
boB XI, p* 505 atB tov ^Hpakkiovi xal x6v npopL-ri" 
^ia kuöat \syojAivov jpXiddiy IttSv vöttpöV^ Gicer. 

2 



18 npoM. jBsidaTus, 

95 iQovwf ci&X&iöa' xoiovS^ o viog 

q>ev q)Bv, ro xagov xo x iscsQXoiUVOV 
Ttiiaa örevaxG>9 not utotB fwx^ov 

100 x&'l XBQfiata r^vä^ IjtvtBlXai, 

itakov xi q)i]iiL; navta XQov^ioel&cafiiU 
6KB%Qäq ra ^bU,ovt\ ovöb fU)i notalviov 
nnii ovÖBV rj^BV ' xr^v TCBXQiOiiivriV di ^jjfij 
atöav q>BfBLV ug Qa6xa, ycvfh^WAf^ Ott 

105 x6 x^s dv&yxrjg IW döi^Qi^xov ö&ivog. 



Tüsc. quaestt* II, 10 atque haec vetusta seclis glome- 
rata horridis lactifica clades nostro infixa est corpori 
Hygin. fab. 54 und 144 post trigijua annos, wahr 
schemiich yon des Prometheus Wiedererscheinen aus dei 
Tiefe der Erde (V. 1022 f.) und seiner Anscbinie4an{ 
am Kaukasos an gerechnet« 

y. 98 gew. al oii, wahrscheinlich ans Vers 6^ 
nnd 136; der Med. nnd andere g>£v g>ev^ was ich auf 
genommen habe. 

V. 99 leol noxB wie in aller Welt, s. zu V. 641 
andere TCq note^ was Aenderung scheint. S. auch zi 
y. 182. 

V. JQO imtBiXai (Reg. A Mti t^Xoa)^ Schd 
qyavijvau 

y. 101 yerbessert sich Prometheus selbst , seine 
Klage Einhalt thuend, vergl. Soph. Kol. 1132 Mcdro 
ri q)ooyGS\ 

V. 102 Ttotaivtov unvermuthet, aner\yartet. Uebe 
die Sache vergl. V. 265, 937, 1042. Doch war den 
Prometheus sein Geschick nur im Allgemeinen bekannt 
vergl. V. 268 ff. 

y. 105 ist dSrivoS Subject und Prädicat zugleicl 
(ur: Oft xo rijS drdyTitjS ö^ivoS iör dd7}pttoy 6^i- 
voS, 8. zo Emn. 684. 



aPOm AESMSITH2L 19 

1 

dkX* ovts €i/ySv^ ovte ftq öiyav rvxag 
olov TS uoi xa68* iöri' ö'vmoig yuQ yiga 
vtOQcav avavKaig taiöä' VTCa^avy^av t&Xag* 
vaQ^^OTcXriqcoxov de ^rjQwiiai Tcvgog 
HO ntiyriv Tdoütalav^ rj diödöxalog rixvTjg 
ytaöTjg ßQotolg 7t8q)rjvSy ocai fiiyag noQog. 
xoväödB xotvag d^TtlaTCTj^azav tiva^ 

V. 106 ovtB öiyav y ovte ßjj diyocv (d. L ovre 
hyny) weil beides mir schmerzlich ist, das Sprechen, 
iodem es meine Erbitterung erneuert, das Schweigen, 
indem es mir Bedürfnils ist mich auszusprechen. Yergl» 
V. 197 f., Aristoph. Lysistr. 714 aAA' aiöxpov eiTtetv 
I xal 6too7tij6cct ßapv , auch zu Hik. 366. 

V. 108 V7i£^€vy/iat y and. iTti^evyjuat und ivi- 
^svyptat (so auch der Med.), was vielleicht aufzuneh- 
men ist, vergl. auch Y. 579 ri Ttors ralöö' iva^ev^aS 
— iv Tcrjßoräidtv ; 

V. 109—111 sind eine Erklärung der Worte ^rtf* 
TcHS yipa Ttopcov in welcher de die Kraft von ydp hat» 
1 m y. 125. vap&TjHonXTjpcotov y r^v iv vdp^iptt 
^rföavpiö^eldaVy napoöov tq} vap^r^ja ixpdovto npoS 
tag In^oonvpTJöEtS tov nvpoS Hesych. Es steht pro- 
kpdsch: so dals der Funke ein Rohr fällte, um dariik 
eingeschlossen in dem Marke desselben fortzuglimmen» 
duie dals an ein Ausfüllen des ganzen Innern Raumes 
a denken ist, s. zu Soph. Elektr. 701. lieber d^ ' 
8«he vergl. Hesiod. Werk. 50 ff., Theog. 566 iF., 
MMelbst der Ausdruck iv xoi\(p vdp^rjxt gebraucht 
iit, und die Ausleger zu u. St. ^pdo/^at ich fange ao£.* 
Durch das Präsens wird die Sache lebhafter vorgestellt^- 
TcrgL Pers. 295, 299, 939, Hik. 528 fL, Agami^ 
U56 ff. u. a. 

V. 110 TtTfytjy Funken, s. zu Sieb. 566. 

V. 111 itdöTfgy and. Ttädt. Ttig^ijvEy and. 7ti<pvHe. 
Üd)er die S^e s. zu V. 7. 

y. 112 solcher Grestalt (darum) büfse ich aLi 
Strafe für mein Yergeheii damit, dafs ich unter freiem 

2 * 






Ffimnii *! Biit Banden befestiget bin. totddSa dem Slni 
nach für totovraaS , wie totdvde Choeph. 40, totol 
Agam. 305; ähnUch Eum. 480 Totavra, Pers. 5i 
Toia, Sieb. 591 ovroS. Eor. Iphig. Taur. 362 oöi 
yevsiov x^P^^ i^rjHovtiöa, Doch kann man au« 
roiddde dichterisch für roiavöe als Hypallage geset 
annehmen: für solche Vergehen büiTse ich die Straf 
dafs ich iL 8. w., "wie yielleicht Sieb. 390 tovdey lOS 
rafSe, Hik. 355 toiöde , 998 rode, Agam. 920 rt/vi 
Andere rotaoydef "was Aenderung scheint. 

V. 113 naödaXsvto^ gdv Tum., "Vict. nnd d 
neueren Herausgeber, was ich beibehalten habe, ohi 
es jedoch f)ür das ächte zu halten. Gew. TCadöaXsv/i 
voS oder itaööäXEvtoS ohne <Jv. Da ersteres für n 
fCaööaXsv^ivoS^ nicht stehen kann, so ist yielleic 
yeaööaXevjaeyoS zu schreiben, als synkopirte Form f 
feaöÖaXsvoßiero^, wie ÖEvrai, drevrai, Xov/ievoS n. 
für devsraiy öreverat, XovofievoS (s. Buttmann's am 
Gramm. 11 , p. 5), oder adjectirlsch gebraucht, \n 
wohl es dann nur durch Abwerfung der RedupUcati« 
vom Perfectnm, nicht Tom Aorlstus kommen könn 
(s. das. n, p. 10). Am wahrscheinlichsten jedo« 
würde es vielleicht für die ionische Form statt na66i 
XovpLBToS angesehen werden, s. das. I, §. 105, Am 
10, Matth. Gramm. §. 50 und §. 51, Anm. 2, m 
unten V. 648 TCoXevßievat y statt TtoXov/ieyat , IS 
eidoixvevdtr statt eldotxvovdir. Auch könnte mi 
6ed^otS TCekaddctXevjiisvo^ (Rob. dEduöidt Tcenaddi 
XjBVfihroS) oder mit Cant. 2 TtaddctXevojuevo^ lese 
und es TtaddaXBvofi' roS aussprechen, wie \ielleic 
Hik. 814 dX6/i£vat, Agam. 643, xepcoTVfcov/ieva 
s 1405 dTepofieravy Choeph. 155 dopvd^renjs , 3£ 
tsrt^iivoay 415 xixo^evGov y Eum. 257 xejvßivo 
446 i<p€^ojiiivp, Sieb. 139 'Apre/it, 346 rXjj/iove 
Argeier Br. 16 xctraXBiTtetöit s. die Vorrede zu Sop 
Kol. p. X f. Ueber hcatoytaxdprfvov s. unten a 
V, 353, dber dastpowxtor zu Choeph. 30, über er/ 



1 

-i 



I 



nPOM JBSMaTHS. 21 

a a, ia Sa" 
115 tig dxä, %lg odfict fCQOfikma (i d(pByyi^g; 

iXBto rsQ[i6vLov ItcI nayov 

xSvcav ificov Q'soQogy' tj tl d^ %'b^(ov; 

ogäts öt^i^atriv iie dv^Ttotfiov d'eoVy 

xkouar u. a. za Eum. 924. ji' v macht keine Posi- 
tim, was zu bemerken ist 

y. 114 sind a Uy ia ta Ausruftiiigen der Ver- 
wandemog und der Aufmerksamkeitserregung (ah, ah! 
ei, el! oder still! still!), denen eine kleine Pause 
forausgeht, vergl. Y. 298 Ma, 690 ia k'a, Choeph. 
873 icc, ia pLakUy Soph. Kol 1477 la la; anders^ 
BDten V. 665. 

V. 115 ax(^ herrührend von dem Sausen des Wa- 
gens (s. zu Y. 135) durch die Luft, o^ixci herrührend 
Ton den wohlriechenden Salben, womit sich die Gflt- 
tmnen zu bestreichen pflegen, vergl. Hom. Iliad. 14, 
170 ff., Hymn. 4, 61 ff., Yircil. Aem 1, 403 f. u. a. 
iehnlich Eur. Hippol. 1391 (» ^eiov odfiijs jtvevßia. 
ttipeyyijs^y'yneii £e Okeaniden Ton hinten kommen, 8. 
n V. 124. 

V. 116 ^eoövtoS , gew. ^teoöÖvtöS ^ gegen das 
MeCmm, wie.Y. 279, 599, 603, Sieb. 118. Aehnlich 
V. 767 '^ioptov 7} ßpotetov ; — xsxpajahn^, rjßi^iooVy 
ijpttSKi/ Schol. Aehnliches s. bei Blomfield ; vergl. aAch 
Sob. 179 , Agam. 1443. 

y. 117 txBto kam l^an? s. über diesen €rebraucl| 
der dritten Person zu Pers. 13, 591, Hik. 583, 598, 
850, Agam. 69, 446, C(ioeph. 297, 305, 945, Soph, 
Trach. 2, KoL 1221. 

y. 118 ^ xi 6j} ^iXcov;. oder was (sonst) nur 
wollend? Yorgl. Pars. 713, Agam. 1632, Choeph, 5ß4 
1. a., über ti unten zu Y. 517. 

Y. 119 Späte im Pluralis, da dem Promotheus 
dss Geräusch un4 der Duft nicht von einem ^inaelnoa 
Wesen herzukommen scheint. 



29 nPOm /lEHMSlTHE. 

120 tov /liog l%%Qov, Tov TcSöi Q'soig 
Ät' ccTCsy^Blag Bkö'6vQ'\ onoöoi 
tTjV jdvog avlriv ü6ov%vbv6lv^ 

tpBv €pBVy xi 7C0V* av TUvad'Löiia Tckvo 
125 sriAag olan/tSv; alQ"fjQ d' BkatpQalg 
ntBQvyiov QiTcalg vnoövQL^Bu 

V. 121 St' dnax'^Eia^ iX^ovta^ s. Blomfield zu 
d. St., Matth. Gramm. §. 580, 2, c. u. a. auch Hik. 
461 dta pidxTf^ tjxbiv riXovS nvu 

V. 122 OTtodot rrjv jdioS avXrjv eldotxvevdiv, 
eine Umschreibung der jungem Gottheiten, weiche auf 
der Seite des Zeus stehen. 

V. 124 g>ev g)Ev wiederum ein Ausruf der Ver- 
wunderung. Drei unbedeutende Handschriften al al. 
Die Okeaniden nähern sich ohne vom Prometheus sogleich 
bemerkt zu werden, da si<^ nicht von yorn, sondern 
mehr von hinten her kommen, wie man aus V. 135 i. 
schliefsen kann. Sie fahren in einem Wagen , s. za 
V, 135. av in Bezug auf Y. 115. 

V. 125 ist ^iXas: Prädicat (vergl. Fers. 670 u. a.), 
und oioDVCüv von xtvä^idjua abhängig. Wenn niXaS 
auch nahekommend, ähnlich bedeutete, wie viel- 
leicht Kerkyon Br. 89 d/KpcürlÖES^ tot rois ivGoxiotS 
fCiXaS y so komite man übersetzen: ähnlich dem Fluge 
des Raubgefteders. 6^ dem Sinne nach für ydpy s. V. 
109, 820, 887, Sieb. 41, 209, 231, 253, 415, 448, 
616, 667, 899, 928, Fers. 108, 132, 139, 529, 670, 
725, 740, 869, Hik. 77, 182, 609, 729, 778, 794, 
. 853, Agam. 88, 238, 409, 541, 611, 664, 735, 835, 
1065, 1081, 1095, 1211, 1233, 1246, 1250, 1265, 
1296, 1326, 1355, 1474, 1516, 1603, Choeph. 143, 
«36, 316, 421, 442, 483, 612, 718, 722, 810, 1019, 
1021, 1047, 1080, Eum. 8, 62, -68, 192, 291, 579, 
688, 698, 615, 760, 784, 962, 987, 998. 

V. 126 ictepvyeov nicht der Okeaniden selbst, sen- 
den der vor ihren Wagen gespannten geflügelten Thiere, 
s. za V. 136. Eben «o V. 129. 



nPOM. JESMSITHZ. 33 

nav fioi q)oß8Qov ro Ttgoöegitov, 

X0P02L 

ftijölv gioß^d'fjg ' fpiUa yccQ riSs ra|ts <ttp, d. 
mBQvyanv %oalg aiLllXavg 
130 XQOösßa rovds Tcdyov, TtcctQciag 
^Loyi^ 3tttf£tjtovöa wQBvag. 
XQOLTCvotpoqoi, de fi ixsfiipav avgat' 
octvTCov yaQ dxfi xaAv/Sog öty^Bv ävtQcov 



V. 131 fioyt^ y Wolf., Leipz. 2 und Rob. jtioXtff, 
doch in jenen beiden Handschriften mit darüber ge- 
icfariebenem y. In Pers. 6p 1 haben Wolf., Aid. und 
Rob. fioXiS statt fioyiS y welche letztere Form sich 
auch Eur. Kykl. 573, Hei. 659, Jon 1215 und 125:) 
findet. S. Krüger zu Xenoph. Anab. V, 8» 14. 

y. 133 f. ist xtvßov dxoo ein Begriff: Schlagschall, 
a. Aehnl. zu Sieb. 133. avtpaoy ftvxoi^ unserer Grotten 
lonereti. Die Okeaniden waren, wie ihr Vater (V. 284 ff.) 
ndt des Prometheus bevorstehendem Scliicksale bekannt» 
und eilten, als sie die Schläge des Hephaistos Ternahmen, 
ans Theilnahme (V. 128) herbei, hc d' iaXrf^i fiov 
xav ^epjLiepGjTttv aiScD er (der Schall) aber verscheuchte 
von mir die heifswangige Schaamhaftigkeit , d. L er 
■achte, dafs ich die Schicklichkeit, welche eigentlich 
Uerher zu eilen mir nicht erlaubte, aus den Augen setzte. 
Aehnlich Soph. El. 871 f, v<p' TjdovrjS tot, (piXtdrif, 
hdoxo/icci, ro xoöfiiov jue^ei^a, 6vv rdxet pioXuv. — 
tav ^epßiBp<^itiv aiÖdo die sich durch Errothen zu er- 
kennen gebende Schaamhaftigkcit. ^spßepwictS von 
^Epf.iep6s y welches von ^ipjxri gebildet ist, wie ßXa- 
ßepoS von ßXdßrf u. a. Auch das EtymoL Magn. p« 
447 , 1% erkennt das Wort an : ^epjuepdoTttS^ , ^epjapi^ 
Yovöa tov cJjTÄ • iidSerov rrjS alöovS napd. AiöxpXj^» 
Aehniicbes haben auch die Scholien. Doch hat Victor, 
^epiepGJJttVy und Hesych. ^e/ispoTÖSy ipaößlay dyxdvtff 
woraus man ^ejuepcoziS , ipaöula* aiöxvrtf u. a. ge- 
macht hat, welche« nicht unwahrscheiulich aich auf 



135 0vb'7jv ^ ecTtBÖfflog b%(p tczbqcdt^. 



unsere Stelle bezieht, s. Benüeii epist. ad Millium p. 76, 
4er in der Gegenstrophe d^i6ßiooS in d^itGoS Terändert, 
da Hesydiioß d^ercoS (sehr, d^ircof), d^iöfiooS rj 6vy^ 
ttatcxte^eijuivcoff ' Alöx^^XoS IIpojLiti^ffL öedjLLOjTjf hat. 
So scheinbar 'dieses auch ist, so habe ich doch, da 
das Metrum ^eine Aenderung nöthig macht, da alle 
Urkunden d^id/iGsS liefern , und bei Hesychios vielmehr 
d^iöpLoaS y d^ixooS if dvyxaraTsSreijiiivcoS gelesen wer- 
den zu müssei) ^clieiqt, die gewöhnliche Lesart beibe- 
halten, 

V. 135 d'ö^Tfv für idv^tfv. ^ ditiSiXoi bezeich- 
net die Eilfertigkeit: ohne mir erst Zeit zu nehmen, 
4ie Sohlen unterzubinden. Aehnliches s. bei Blomfield. 
Crarbitz und Morelli vergleichen Hesiod. Werk. 342 £ 
ti ydp rot 7ia\ XPV^' i^^oopiov äXXo yiyTiroci, ye^ 
tovB? ä^Godtoi ixioVj ^Godavto d\ itTfot , Theok)it. 
14, 5 dfpbieto Ilv^ocyoptpxrjs <^jcpoS xavvTtoSijtoff. 
Hier sind aber die Schwungsohlen der Götteir zu ver- 
Btehen, vermittelst welcher sie die Luft durchfliegen, 
0, zu y. 943 9 Eum. 245, Passow's Handwörterbuch 
pnter TteStÄov, Die Maschinerie erlaubte es nicht, so 
viele Göttinneu auf einmal fliegend darzustellen, waa 
der Dichter auf diese Weise beschöniget, o^go ntepfa-aa. 
auf einem fliegenden Wagen, den man sich wegen 
oIgdvcov y. 125, und weil auch Okaano^ auf einem 
Greife (y. 286, 395) herbeikömmt, wahrscheinlich mit 
Greifen bespannt, zu denken hat. Aehnlich kömmt 
auch Athene Eum. 404 (s. das.) auf einem mit Rossea 
bespannten fliegenden Wagen an, und Eur. Iph. AuL 
250 ff. heifst esi $edy JlacÄXdd' iy fioovvx^oiS ^j(_coy 
fnspcoroidiy äpfiadiy ^etSv ei^drjjjLoy re (padfia vav-* 
fidxaiS, Auf einem fliegenden Wagen geht auch Medeia 
(Kur. Med. 13^1 f. rotoyS* ^X^M^ TCatpoS "UXto? 
naxTJp dideodty i^/nv ipv/ia noXefdaS j^BpoS) ab. 
Möhr s. bei Schütz zu Q. St., bei yofs in den mythoL 
l^riefeo I, 25» p. 159 ff.» udd bei Heiadorf eu Fiat. 



nPOM JESMSiTHS. 25 

nFOMH&ETS. 

rov ^gi ^ä0dv & tUiöCoiievov 



Pliidr, p. 250 f. Auf diesem Wagen bleiben die Okea- 
Bfea audi fonefhin, wie Y. ^72, 279 ff. lehren. Ue- 
higeiis ist anzunehmen, dafs der Chor aus 12 oder 15 
Personen bestand , obgleich der Qkeanid^n nach Hesiod, 
Theo^. 949 — 364 im Ganzen 3000 sind. Es erschei«- 
sea natOorlich nur die in der Nähe wohnenden (nach 
Hesiod. Theog. 365 f. sind sie überall zerstreut), fer- 
ner war 12 oder seit Sophokles 15 die gewohnliche 
Personenzahl des Chors , endlich konnte wohl schwerlich 
eine grplsere Zahl in dem Wagen Raum haben, ja ea 
befanden sich wahrsc|ittnlich nur einige Choreuten ia 
dem Wfigen , denn sonst würde er eine zu grofse 
Schyrere gehabt haben, und die übrigen wurden durch 
Pappen oder Gomählde dargestellt, was jedoch nicht 
dnmal noth wendig war, im Fall der Wagen nicht gans; 
zum Vorschein kam. Nachdem derselbe nach V. 283 
lierabgelassen worden ist, und zwar hinter den Coulls- 
«en, so daijs der Chor nicht sichtbar ist, hat dieser 
Zeit sich aufzustellen, da er erst mit Y. 397 seineq 
Anizug hält. Uebrigens lenkt die unerwartete Ersch^i-!- 
mag des Okeanos Y. 284 die Aufmerksamkeit der Zu- 
fdiauer von dem Chore ab. 

V. 136 steht ai ai ohne Entsprechung aulserhalb 
des Verses, wie Y. 879 iXeXeXeXev u, a. 

V. 137 no^vrinvQVy s. über die Zahl der Okea- 
mden zu Y. 135. 

V« 138 stellt xh nach dem dritten Worte, s, za 
V. 616, Pers. 940. üXt^dojiiivov stellt den Qkeanos 
als um die Erde auf seinem Strome (Y. 284, 300) 
schwimmend dar^ oder es sind die Begriffe des GottM 
und des Weltstroms ia einen Terschmolzen , s« zu Sieb. 
1Ö38. 



86 MPOM. JESMaTH£. 

X^ov* axotii'^tG) ^evuatb xaiSsg 
140 ytaxQog 'SlTcsavoVy dBQx^^% IölSb- 
6%^s 11% oi(p ÖBö^ TCQOfSxogjeatog^ 
t^öäe wagayyog öTcoutsXoig Iv axQOig 

XOPOS. 

Ibv66g),' IIqo(172%^bv ' q)oßBQi d' ifioi6cv 

o66oig dvt, ou 
145 oyLlyh^i XQoöy^B srAiJ^g 

daxQvcDVy 6ov dsiKxg Bl0i8ov6y 

V. 139 f. s. über naide^ narpoS u. a. zu Soph. 
Trach. 1019, über die Verbindung von hcyova und 
naiöes Blomfield zu d. St. dspx^t*, iöideö^e nadi- 
drücklich, s. zu Choeph. 5. 

V. 141 s. über die Zerlegung von iöiSsö^e in 
zwei Verse Hermaniii elenun. ductr. metr. p. 375 f., 
uns zu Aisch. Pers. 921 , Soph. Trach. 984. oTco hat 
die erste Sylbe kurz, wie Pers. 719, 967, 968, Ag. 
12;»9; so auch Jtoto^ Sieb. 286, Hik. 880, rotoöSe 
Prom. 237, 875, Sieb: 27, Ag. 1373 u. a., roiovroS 
Pronu 954, Ag. 308, 581, 1045, 1325, 1333, 1653, 
Choeph. 287, Eum. 189, 192, 424, 638 u, a. 

V. 143 q>povpdy 6x;]öco y s. zu V. 31. ^ 

V. 145 oßux^y (zwei unbedeutendere Handschrif- 
ten ojiiix^oc) Nebel, Betrübnifs, Trübsinn, Traurigkeit, 
ri<poS XvmjS nach dem Scholiast. Aehnliches s. zu 
8oph. Ant 526. 

V. 146 elöidovdi; (Turn, mit Reg. G eldiSoi'ö»Y) 
ist dem Sinne nach auf iuoidiy ooöoiS bezogen, gleich- 
sam als wenn ijioi vorherginge. Aehnliches s. in Matth. 
Gramm. §. 434, 1, a, §. 436, 2, bei uns zu Soph. 
PlüL 498, Ant. 990, 1010, Aisch. Sieb. 171, 257, 
Hik. 37. Die Lesart einiger Urkunden ilJiöovöt oder 
eiötSovötv scheint Aendening; doch ist die des Med. 
eiötSovöa als absoluter Nominativus beachcenswerth, s. 
SU Sieb. 1^1, 547, Pec». 877, Hik. 432, 734 f., Ag. 



nPOM JEEMSITHIL 27 

f 

xitgtxig- ^QoöavdivofiEvov 
ralg äöa(i(xvtoÖ8tOL6v kv^acg* 
vaov yag olaxovofioc xQatovö' oAiJpjfov, 
150 vsoxiioig dl ö^ vo^otg Zevg dd^söfimg XQCctvvsLy 
tä tcqIv da nskcoQLa vvv aCötol, 

. nPOMH®ETS. 
bI ydg II vTCo y^v, veQ%^ev x dtSov dvttdvdt, d, 

S56, 982 f., Choeph. 243, 475/515, 612, 780, 
796, 1052, 1068, Eum. 95, 139, 264, 476, Soph. 
Phil. 553 , unser Sachregister zum Sophokles unter : 
Nominativus , Matth. Gramm. §.562, 1, Eimsley zu 
Soph. Oid. 60, Monk zu Eur. Hipp. 23. 

V. 147 TtitpatS, and. Tcitpa, 

V. 148 tai^ d8aßavto8erotdt Xvjuat^ in jener 
mit Stahl (fest) bindenden Schmach, in jener stähler- 
nen Banden Schmach, tai^ kann stehen, da der Chor 
V. 133 f. schon davon gesprochen hat, s. Matth. Gramm, 
g. 267, uns zu Soph. Trach. 475, Aias 1214, Phil. 
327, Kol. 1110, 1402. taldö' Vict. mit einigen Hand- 
schriften, wahrscheinlich well man an dem Artikel an- 
sdefs , der jedoch als Demonstrativum stehen kann, wie 
V. 15, 190, 301, 573, Sieb. 288, 388, 57«, Pers. 
627,' 739, 899, Hik. 279, 293, 618, 686, Ag. 3 43, 
1643. dSa/iavtoöitoidi hat hier active Bedeutung, s. 
zu V. 424. 

V. 149 ff. s. über die Sache zu V. 35. 

V. 150 s. über die Verbindung von 5^ 67 Choeph« 
625, 780,*" Soph. Ant. 80, PhU. 818. Hier heifst es: 
aber nun, aber defshalb. 8h 87} scheint Hik. 1012 
geschrieben werden zu müssen. d^edfJLcoS ist nicht iu 
d^etcoS zu verwandeln, s. zu V. 133. Ueber die Sache 
vergl. V. 402 und zu V. 186. 

V. 151 ra np\v KeXoopta die Titanen, vergL V. 
403 £, 406 ft 

V. 152 ff. ei ydp fi — tjkbv wenn er mich doch 
geworfen hatte, s. Choeph« 341 &, Matth. Grunin. 



»♦' 



28 nP03l JEEMSäTBZL 

tov v&cQoSiyfiovog, dg dxigavtov 
t&grtccQov ^Tcsvy öa^fioig aXvvotg 
155 ayQtag üCsXaöccs, cog fcijarore &Bogy 
fii^B xig a?J,og tolöd^ bceylq^^su 
vvv d' al^BQiov oUwyii' 6 xahtg 



§.<513, Anm. 2. Prometheus ^vünscht söch das, was 
am finde des Stücks auch erfolgt, und zwar um den 
Augen und dem Spotte der Götter entzogen zu werden. 
Vergl. auch zu V. 583. 

V. 154 £ nachdem er mich in onlosbare Fessdn 
-wild (in heftigem Zorne) geworfen hat. Einige Ur- 
kunden, namentlich die Med., haben dyploi^ , was an 
sich gut ist, vergL V. 175 i^ dypiav deö^ojv, S«ph. 
Oid. 1349 dz' dypiaS ni6aS ^ofiddoS ijtncodictS , 
aber Aenderung scheint, wegen der vorhergehenden Da- 
tive (s. zu Agam. 726), und durch das Adverbium an 
innerem Gehalte übertroffen wird. Ueber das Adrer* 
bium d}'pi(DS s. zu V. 163. Wäre zu ändern, so 
könnte man leicht axpioS schreiben, da O in der alten 
Schrift für o und a galt. dXvtoiS in dX-uxcoS xn 
Terwandeln ist kon Grund vorhanden, vergL V. 19 
^v6\vToiS x^^^V/^cxot. — firfjioze J^eoV, andere ßtifCB 
^eoS mit zweisylbigem j^eoV, doch scheint dieses ehflr 
mus jenem entstanden zu seyn als umgekehrt. Unter 
^loS ist Zeu» vu verstehen ; und steht dem Sinne nach 
für avzoSy vergl. Eum. 24 f. BpofiioS d' tx^t tov 
XiapoY^ — i^ ovT£ Bdxxcti^ iöTpaniyrj&ey 3^eoS', 
940 £, Sfcb. 257 f., 320 f., 1004 £ 

V. 156 s. über cJ» }AijKOxe mit dem Imperfectum 
izeyifSra (über die Form s, zu Choeph. 762) in der 
Bedeutung: damit sich me — erfreute, was jetzt ge- 
schieht, Choeph. 192, IVIatth. Gramm. §. 519, 6, 
Bnmck zu u. St. Ist kdne Negation beigefügt, so ist 
m ergänzen: was aber nicht der Fall wur, s. unten 
V. 761, Pers. 361 fEl, Soph. £1. 11S4, Matth. a.a.O. 

y. 157 £ jetzt abor als (s. zu V. 363) Luftge- 
sU wcbe eil Gegenstand der FVwde fiir Bttna Feinde 



nPOM /lESMStTHS. 29 

i%^QOig iatxaQiia^ ^jcov&cu 

XOPOIL 

rlg löSfe tXfjöLKaQdLog dtp, ß. 

160 d'eävy otcp tad' extxccQ^f 
rig (yd i,vva6%aXu 7ta%olg 
tBol6iy Si%a ys ^iog; 6 d' lütvxorog del, 
Q'Biiti/og dyvaiLTttov voov, 



dulde ich Armer, xivvyßi'^ einige Handschriften bei 
Stephanui Hijvvy/i\ und so Turn., welcher jedoch auch 
idyvyjii' fand. Auch Eustath. zu Iliad. ^, p. 472, 43 
tov 6^ HivvcD av^iS Ttapdycoyov to xivvööco ^ iH 
ov Kap* Aiöxv^(p cci^ipiov mvvyfia^ ro diptov et- 
ÄoAoK. Aus fehlerhaften Handschriften scheint Hesy- 
thios in^vvyfia to hevov tov öcD/aato^ y olov dxid 
xal ^8cdXov^ (pdvtadjxa dd^evlff nai dxpewv ^ und 
wjwddojjLtjy y elÖcoXov iyevo/itjv, und so auch Photios 
x^Wypta^ dxid xal eIögdXov geschöpft zu haben. In 
Aisch. Choeph. 192 hat die Mehrzahl der Urkunden 
xtfWddojUTjy statt KiWddojiXrjV. — inixocpj^iot ein Gegen- 
sttnd der Freude, s. Blomfield, iTtixapta Tum. und 
Vic*. wahrscheinlich aus dem Scholion : oadnep e^SaoAoy 
xpiflUfJLOti VTto toV depa, inixapta iceitov^coS toiS 
ijfipotS. 

V. 159 £ tXrjdtxdpBioS hartherzig, eine seltene 
Bedeutung, s. zu Ag. 419. otcp für tSdtB ÄzJr^, a* 
Xenoph. Anab. VII, 1, 28, Matth. Gramm. §. 479, 
Anm. 1. 

V. 162 ff. dieser aber bändiget (unterdruckt) groI* 
lend immerfort, sich gemacht habend unbeugsam den 
l^nn (ohne sich durch Bitten und Zureden bewegen 
zu lassen), des Uranos Geschlecht (die Titanen, zn 
denen auch Prometheus gehört). Vergl. V. 205. Wie 
httHotcoS steht V. 155 dypicoS^ Eum. 818 vTtep^ficDSy 
Soph. Ant 955 o^vxdXooS» 

V. 163 entspricht nur dann äeiä gegenstrophischen, 
wenn man Y. 182 öiöict durch die Synizesis zweisilbig 
miCBt, wie Soph. Kol. 1469. 



82 nPOM JESMShTBS. ^ 

175 X(Xta[tTjvv(5(0 y fitQlv Sv i^ ayQicy» 
öeöfLciv xakady^ Ttovvag ZB tlvuv 

XOPOS. 

Cv fiev d'Qaövg rg, ocal stcxQulIg drt, ß\ 
6vaL0LV ovÖBV licixakq^g^ 
XdKiTayav 8^ kXevd^eQoötofLeig ^ 

ifiäg ds (pQBvag TjQsd'Lös ÖLatogog tpoßog* 
SiSia yccQ aftyl öalg xvxaLg, 

•' ■ • ■ _-- .. _- 

V. 178 ist d Äü ^pötdd^ zil ergätizen, wie V. 49, 
473, Sieb. 128, Hik. 356, Ag. 916, 1372 (vielleiobt), 
Soph. Kol. 461. Sehr ähnlich ist unten Y. 320 Öv d' 
ovösTtGü taTtetvo^ j ovo' e^xsiS' naxotS, Ueberhaupt 
fehlt das Hülfsyerbum bisweilen so bei Adjectiyi« t^or 
einer Partikel und einem Yerbum finitum, z. B. £l/fl 
vor Kai Soph* Aias 813, Tor ^ Trach* 863, vor 6\ 
Aisch. Choeph. 408, Soph. Ant. 1311, eI vor ovSik 
unten V. 320, 37«, iötl vor nal Eum. 169, Soph. 
PhiL 1045, vor r^ Eum. 757, vor ^l Soph. TradL 
63, Oid. 74?, Aias 711, Aisch. Sieb. 393, Fers. 209, 
Agam. 132 ff,, vor dXKa. unten V. 186 ft, Sieb. 598 
f., vor jjLriSh Soph. Kol. 1526, vor ovdih unten V. 3S4L 
Soph. Oid. 871 , vor ovte Agata. 484 , i6xh tror M 
Sieb. 159 f., bIöI vor xal Pers» 44 ffl, 7?V vieÜeidit 
vor Hoi Soph* Ant 949, ^(Sav vor nai Pers. 500. 

V. 179 nixpaiS övaidtv ovdlv iTttxctX^S^ du giebti 
i«. deinen bittem Leiden nicht nach, vergL V* 320, za 
Soph. Ant. 469, 714. 

V. 181 T^pi^ide^ Tum, ipiSrtda, was vielleicht 
aufizunehmen ist, da hierdurch die Entsprechung ge^ 
.Hauer wird, und E zu Aischylos Zeit für e und 77 galt» 
Üeber die Auslassung des Augments s. zu Sieb. 738. 

V. 182 ff. ich bin nämlich besorgt um dein Ge- 
0chick, wie man (nämlich) nur an dieser Leiden Ziele 
dich angelandet erblicken soll, wie nur dieser Leiden 
Ende erfolgen soll« Zu diötoc (s. über dessen Messung 



s- 



nPOM. \dESMaTHS. 33 

Uta ütoTS TcSvde xovcov XQV ^^ 
rsQfia xiXöavT^ löideZv ccxtpjta yccQ 



a V. 163) djigA öat^ rvxociS ist als Erklärung noch 
Icr Satz n& nore — idtdelv hinzugefügt, wie V. 98 f. 
:o tapov f to t ETCepxojLievov nrffia dtevaxco , Ttoi 
tj) leotB ßox^tayy XPV 'tipMocTa tdovd' iTttrelXaty 
toph. Tereus lir. 5 ooS ovx Eöti nhijv ^i6> ovdsls 
ßr /leÄÄovTCDv rajxlaS, S tt xPV teteXiö^ai , vergl. 
ias 1419 L Man kann sich diese b^ld mehr, bald 
eiliger auffallende Construction durch ein dazugedach- 
■ nämlich deutlich machen. Beispiele sind auch V. 
13 ff., 211 if., 304 ff., 625 f., 705, Sieb. 614ff., 
tö f., Pers. 168 ff., Hik. 63 f., 97 f., 282,. 330, 
(3 ff., Ag. 104 ff., 360 ff., Eum. 346 ff., 403 ff., 
tl f., 958 f. u. a. nct Turn., Vict., gew. ozr^, 07ta 
A OTCoi gegen den Vers, und entstanden, weil man 
der abhängigen Rede das Relativurn, nicht das In- 
erogativum erwartete. Doch ist auch dieses nicht 
ifBWÖhnlich, s. Y. 99, wo man, wie hier, mit einem 
tliiilfi der Urkunden nff lesen kann, -uns zu Soph. 
iL 374. nkXdotvra metaphorisch, wie Eur. Hipp. 
10 TciXdat Ttorl rspjia dvötavov. Es ist mit dem 
aCttMtiyüs construirt, wie Eur. Rhes. 9S^' TpoiaS d' 
t^vöcov aörv pLTj TceXöcti Ttotl^ Aisch. Hik. 15 niXdat 
HyovS ycuav. — anix^ta unerreichbare, nicht zu 
weichende, denen man nicht beikommen kann. 8. 
oliches zu Hik. 142. ydp dem Sinne nach für da. 
sber 2^ctp in zwei auf einander folgenden Sätzen, von 
oen jeder den zunächst vorhergehenden erklärt, s. V. 
>4ff., 333, Sieb. 491 ff., 748 ff., Pei^. 164 f., 656 f., 
ik. 685 f., Ag. 520 ff., Choeph. 499 f., 744 ff 

V, 185 haben die bessern Urkunden, die Med., 
8g. L, Wolf. u. a. ov napdjjLv^ov d. i. ein nicht 
ledUches , nicht zu erbittendes , was ich aufgenommen 
ibe« da die andere Lesart, welche sich bei Aid., Rub. 
fe Vict. findet, ditapd/av^ov aus Aenderung wegen 
« seltenen, aber an sich richtigen 7tapdp,v^oS ent- 

3 



34 nPOM. JBSMaTHS. 

nPOMHßETZ. 

fuxXaxoyvmfuav 



Standen so seyn scheint, obgleidi das a der erste 
Sylbe lang seyn kann, wie in a^arccro^ dioeph. 61i 
Eom. 342, 941, Nereid. Br. 142, befr.Prom. Br. 171 
Soph. Ant. 787, Eor. Iph. Tanr. 1492, Jon 116, IS: 
878 , Bakch. 523, u. Br. CLm , 5, axdßuxcoS AiscJ 
Pers. 869, Soph. Ant. 339, dvEfionS das. 354, Trae 
953, Eur. Herakt» 781, döa^aÖroS Tielldcht Sop 
Kol. 1572 a. a. , s. Blomfield zu u. St. UebrifH 
findet sich ov and a priratiTani bisweilen so Terwed 
seit, z. B. -Choeph. 512, 637, S^h. 676, s. EUmIi 
za Eor. Med. 348. 

V. 186 f. Ott tpaxvS xäI — ÖßW, nämlidi i6t 
s. zn y. 178. TCotp* kccvToö rJ ölxcaov ix^^ ^ 
Recht bei sich, in seiner Grewalt haben, nnt demsenM 
schalten und walten können, vergL Eur. Hik. 431 yuH 
rei elf tok v6/ioy xexTTf/Uvo^ auros nap* asSti 
Soph. PhiL 139 Ttap* ota ro ^stov AioS öTofxti 
ardööeroa, Bion p. 268 ix^^ *otp' kocura ro &btatoi 
und über die Sache oben Y. 150, unten V. 402** * 

y. 188 hatte ich statt oico ßioXaxoxrtajtmw i 
Yersmalses wegen, und in der yoraussetzung, dafs J^ 
was die letzte Sylbe lang habe , ofo? fiaXooidäS. pujtXi 
xoyvojfifmiY geschrieben, und in dem yorhergehendi 
yerse ro Stxatov ixcor ZevS^^oÄX' ipatai nichts § 
ändert. Oft Befsen nämlich die Abschreiber ein Wo 
wegen der Aehidichkeit mit dem danebenstehenden au 
oder schrieben ein zweimal zu schreibendes nur einmt 
Beispiele s. im Sachregister zum Sophokles und zu ui 
serero IMchter unter: Aischylos. Die Verbindung ab 
eines gleichbedeutenden Adverbiums oder Dativus m 
einem Adjectivum ist nicht selten, s. y. 946 xor 9 
xpc^S imipietTtpor, 957 rior rioty Sieb. 547 ßieyäüi 
ßteyaXifyopuor^ Soph. Kl. 895 neptöXEtpr} xvx\<p ^ijxrf 






nPOM JEZMSiTHS. 85 

a XTjy fi' dtBQa^ivov ötoQBöag o^y^v. 
Big dg^iiov l|xol xal q)LX6ttita 

XOPArOZ. 

navt* hcocakwpov xal yevcov' rnuv Xoyov^ 
uoitp laß6v öB ZBvg STt altLcciiatVf 
15 ovtG}g dtliiog xai TttTcoag alTcl^stac' 
' dlda^ov '^(iSgy e'i n ilj} ßXajtty Xiytp, 



u 698 fcäötv 7eep{g>avro$, auch zu Sieb. 71 64 Hik. 
S, 814, Ag. 1652, Choeph. 457, Eum. 567, Soph. 
Lt. 158, Eimsley zu Eur. Med. 787. Da jedoch 
tca^ höchst wahrscheinlich eine kurze Endsylbe hat 
• zu Choeph. 682) , so habe ich blos ZevS^ als eine 
m Rande in den Text gekommene Glosse gestrichen, 
d xp dbfatov ^X^^ * aÄSi' ijJLicaS y oloo, fiaXotHO^ 
*ißfiGoy u. s. w. geschrieben, olco kann unbedenklich 
l/lambus gemessen werden, s. Aristoph. Lysistr. 81, 
•6, 998, 1259 (das. auch Dorisch oiS accentuirt), 
dr der Analogie von tcoiqj^ oIoSm, a., s. zu V. 141* 
sÜMngens entspricht dieses anapästische Gegensystem 
atem Systeme» wie oft, nur als Ganzes, nicht im 
Ittelnen, s. zu Y. 1083, Sieb. 1041, Ag. 1429, 
. 917, Soph. Ant. 110. 



V. 189 tavfQ auf die angegebene Weise, 8* V* 
f- -Vergl. V. 509. 

V. 190 dtopiöcc^ niedergelegt, gestillt habend, 
itaphorisch, s: Blomfield zu d. St., Gronovii obss. 

V. 196 «I tt pLTJ ßXaTCtif Xoycp wofern du dir 
ckt etwa durch die Mittheilung Unannehmlichkeiten 
snätest , wofern es dir nicht etwa unangenehm ist, 
\ v\ erzählen, vergl, V. 765 und piomfield's Bemer- 
mg. 

8* 

■«. 



\i6 nPOM JELMÜTHS. ^ 

IiPOMH@ETS. 

aXytiva iisv (lot xal Isyscv iörlv rads, 
Skyög öe Ciyav stavtaxy dh Sv^Jtotficc. 
Insl ra%i6r ^'^?«i^o dalfioveg xokov, 
200 öidöig X Iv alXiikoi6iv (QQodvvero, 

ol (ilv d'ekovteg ixßcclsiv eSQTjs KqovoVj 



y. 197 ^al auch noch, aufser dem Leiden selbst, 
a, zu V. ()45. Ueber die Sache s. zu V. 106. 

V. 198 ytarrax^ in jeder Hinsicht, s. zu Pers. 221; 

V. 199 beginnt die Erzählung ohne das sonst dabei 
übliche r^p , doch s. V. 228 , 792 , Hik. 1 72 , Eum 
445, 455, 616, 65Ö, Soph. Trach. 90K iTcal Tcext^ia 
quam primum , vergl. Xen. Anab. III , 1,9, IV , tf, 
9, VI, 3 (1), 21, VII, 2, 6, Hermann's Viger. p. 
403 f. , Bloinfield zu u. St^ So unten V. 228 oTtcoi 
xdxi(ST(X> Die eine Parthei war das alte Gotterge- 
schlecht, die Titanen, und an deren Spitze Kronos 
die andere das jüngere Geschlecht, mit Zeus an dei 
. Spitze. In diesem Streite bestimmte das Schicksa' 
nicUt der Gewalt, sondern der List den Sieg, s. V 
212 f. 

V. 201 ff, sind die Apposition zu Saljuore^ V. 199, 
worin ol //kv — - ol öh mit dai^ovei in gleichem Cm 
steht, s. zu Sieb. 10. Dadurch, dafs V. 200 dazi^ 
schentritt, entsteht ein Hyperbaton, vergl. Sieb. 53^ 
ff., Soph. Aias 811 f. x^P^M^'^t ^xxovoößisy ^ ov} 
^8paS dxju?) y öCfO^eiv '^eXovreS dvöpa y ', 6V (>^evdn 
^avEXv y Lobeck zu Soph. Aias p. 294. ^dprjS Aid. 
mit einem Theüe der Urkunden, ^8paS die übrigen. 
Ueber die ionische Form in iambischen Trimetern g. 
V. 226 ahtTfv Med., 592 'ivax^lfff, 680 axprfVy Pers, 
760 Med. narpy, Ag. 565 TpohjVy Choeph. 1055 'Ap- 
yeirfv» — coS ist hier mit dem Conjunctivus {avccöö^f Aid 
mit einem Tlieile der Handschriften, dvddöot die übrigen^ 
wahricheiiilich wegen dp^Etev) und Optativus zugleich 
verbunden. Jenes bezeichnet mehr die Absicht, dieaee 
den Wunsch, s. Soph. Phil. 24 f., Matth. Gramm. §. 516, 



r nPOM. dESM^THS. 37 

öxevdovteg, ag Zsvg ft^^or* Sq^blsv &Bav ' 
hnav^^ ^cö xa k(p6ra ßovlevcov. nt^uv 
205 Tttavag^ Ovqccvov tb xal X^ovog tSKvay 
ovoc i]ävvf]%'i]v y aiiivlag 8b ^riiavag 
ariiiäöavteg xccQi^BQolg q)Qovi^^a6LVy 
Sovr* afi^ox^hl nQog ßluv rs 8e6n66iLi^' 
*lfM)l Sa [irjrfiQ ovx cc^cc^ [lovov ©cfttg, 



4, Herroann zum Viger. p. 850 f., in den obss. oritt. 
p. 20 iT., Wunderlich luden obss. critt. p. 135 ff., uns 
onten «u V. 273, 463, 66!^, Sieb. 19, 56, Pers. 442, 
67B, Chocpü. 993. dijSrev «pottisrh, rovjuTtaXtv dag 
Gegentheil, 8. über beides Blomlieid, über letzteres 
«tdi Pers. 219. 

V. 204 ivrav^a im Nachsatze, wie öfter, rd 
Xäötot^ einige Urkunden r&ptötcc, 

V. 208 djiioxSrel^ Med. und eine Pari«, apiox^^y s. 
Blomfieid z. d. St., Matth. Gramm. §. 257, Buttmann^s 
ansfl Gramm. §. 119, Aura. 39. TtpoS ßlav was /?/«, 
wie V. 353, 59l4, 675, Ag. 854 und öfter; vergl. un- 
ten V. 212 Ttpoff t6 xaprapov und Blomtield das., auch 
Ag: 129 itpo$ to ßlaioy^ Matth. Gramm. §. 591. S. 
1183 £. — r^ und zwar, s. zuV. 427, 461, Sieb. 45, 
117, 146, 154, 358, 558, 871, 1059, Pers. 63, 
474, 667, 907, Hik. 40, 58, 467, 832, Ag. 10, 
121, 172, 231, 235, 277, 1066, 1392, 1508, 
1576, Choeph. 89, 92, 151, 201, 227, 489, 983, 
Aim. 11, 72, 107, 170, 306, 435, 659, 690, 795, 
942, 1022, Soph. Ant 215. So ist es auch anderwärts 
ni erklären. 

V. 209 ist ßrjtijp und Qi/iii^ durch eine Art Hy- 
perbaton getrennt, wie z. B. Soph. Oid. 903 co xpa^ 
Tureov^ — Zft?, s. zu Sieb. 122, und das Sachregister 
xom Aischylos unter x Hyperbaton. Ueber die Abstam- 
■BBg des Prometheus s. zu V. 14, 18. ovx ana^ 
Horoy^ Tergl. Soph, Oid. 689 elnov piev ovx ctKofB 



88 nPOM /lESMSiTBS. f 

210 %ai Faia^ noU,£v hvoyb&icyv iioqfpti filcty ( 

ro fiaHov y ^alvouto nQovt^B6nl%iBi^ '< 

mgov xar' l6xvVy ovSk ngogto Ttagt^gov J 

XQBhjy öolfp dl tovg v^SQlxovtag TCQarsZv. . i 



' ■ ( 

V. 210 Fona die GroDnnntter des Prometheas (•• ( 

sn V. 14), Ton weicher die Thenais die WdMagekmüit ^^ 

erhielt, s< zu Eum. 2. leoWtov ovofuttGov ßopqni . i, 

jdot eine Gestalt (Person, s. zu Hik. 481) Yon yielaa | 

Namen, welcbe unter vielen Namen yerehrt vrird, ob . 

sie gleich nur ein Wesen ist, - Die Crenitiye sind G&Or ,| 

tiye der Beschaffenheit, s. Matth. GramoL §. 316, t . ^ 

Uebrigens sind die gewohnlichsten Namen Ge, Gda, ^ 

Chthon , Ehea (s. zu Hik. 857), Demeter (Eur. Bakck ^^ 

«75 f.), Hestia (Eur, u. Br. CLXXVin). Viele Ni- 

jnen zu haben war ehrenvoll, s. Stanley und Butler n j| 

IL St, uns zu Soph. Ant 1103« ; 

V. 211 Ttpovre^sdnixst 9 der Singularis statt dev n 

Pluralis, da zwei Subjecte, Themis und Gaia, vorher- :| 

gehen, s. Y. 1095 iöopaS^ Sieb. 959 und 972 ^ i 

Pers. 310 £ MayoS^ Uprd^rfS re öHhjpäS jiirotxoS \ 

y^S ixel H(xxiq>^ttOy 312 ff. "j/itörpt^ ^ U/Kpi6tpei( \ 

TS — Tcsltat ^avcov deiXaioS^ ov /idX' evtvxiSif | 

I£ik. 24 ff. vnatoi re 5£ol — xäi Zevs öooir^p i 

tfdtos — di^atto , 124 iTte/iTte , Choeph. 241 övyyi» \ 

rotro, 285 xtr^y 716 indnov^ov^ Eum. 909 vißtetf ■.\ 

1030 ^vyxctxißa^ auch unten zu V. 1050, Soph. Tittch. i 
883, KoL 1231, Ant 1120. 

V. 212 Tiat* idxpy gewaltsamerweise. ttpoS ro i 

9tafyctpoy<t s. zu Y. 208. i 

Y. 213 kann man verstehet: dafs (nSmIich) nicht : 
durch Kraft, noch mit Gewalt, sondern durch List die 
Sieger (die welche siegen wollten) siegen sollten. Dann 

würde rovi VTtepixovtaS für rouf vtcBpl^ovrai stehen, | 
welches letztere Tum. und Yict gegen das Yersmaß 
und wahrscheinlich aus Aenderung haben. YergL über 
diesen Gebrauch Aes Partidpü Präsentis zu Soph. PhiL 
535, Oid. 292, Ant 39, Aisdi. Sieb. 213, 530, Ag. 



nPOM ^ESMaTHH 39 

215 ovx fj^Uoöav oväi ngoößis'^ac ro nav. 

XQcitlÖta Ö1^ llOV TfDV UtaQSÖttOtCDV tots 



144, Choepb. 68, 749. Aehnlicb auch Soph. Aia 
1S44 £• drdpa 6' ov dixator^ H Srdvot, ßXditteiy 
tor iöSrXor (welcher edel seyn will), woselbst man 
iidifehe. Porson des Verses wegen wtepöxovtaiy wo- 
nvf die Lesart einiger Urkunden VTtepiöxovta^ hin- 
«iciaet; auch wird das Participium Aoristi so gebraucht, 
iL lii Soph. Phil. 535, auch Aisch. Sieb. 713, 859, 
Hik. 746, 862, Ag. 1214, Choeph. 579. Doch mochten 
Ab metrischen Regeln, nach welchen man vtcepixovtaS 
mcht dulden will, zu spitzfindig seyn, s. zu Soph. 
PhiL 1423, Oid. 530, Ebnsley zu Eur. Med. 492, 
Wimderi adverss. in Sophocl. Philoct. p. 36 fiEl, und 
die Vorschlage tovi ^e\.oopiov$ ^ tovS xpctnjöovraS 
und rov^ vnetpoxovS wohl schwerlich als wahrschein- 
lich befunden werden. Am befsten aber wird wohl 
^oJüp 6\ tov^ VTCBpixovraS für rovS Sh SoXoa vTeepi-' 
XorrctS stehend genommen (s. zu Sieb. 253), so dafii 
der Sinn ist: dafs nicht durch Kraft, noch mit €rewalt 
bestimmt wäre, sondern den an List überlegenen zu 
degen- XP^V Dawes, gew. XPV V, XP^' V^ XP^f'\v^ 
0diBX blos JCPV 9 ^' 3^ Soph Oid. 548. ;tp^rat wird 
oft von der Schicksalsnothwendigkeit gebraucht 3 wie 
Soph. Oid. 823, KoL 812 u. a. 

V. 215 so wollten sie (doch) durchaus nicht ein- 
mal Rücksicht darauf nehmen, lieber ov — ovdh s. 
za Ag. 557. Ttpodß^^at berücksichtigen, ro leäv 
durchaus, überall, s. V. 630, Pers. 575, JGks 665, 
753, Ag. 168, 419, 969« 

V. 216 tdöv notpeöToitoov tots unter den damali- 
gen Umstanden, Tergl. Ag. 1023 td Xoodta tdov Tta^ 
ptdrootGov Xiyeti Aristoph. Ritt 30 xpdxi&ca tohruy 
vSv napoytoov iötl v(ßvj ^ecSr iovta upoöneöeiv 
wov fcpoi ßpitaS. 

V. 217 KpoöXaßovtt ßyxipa nach Zuziehung mei- 



40 nPOM. JEEMStTHJL 

STCovO'^ hiovti Zfivl CvfixaQaiSratBLV 
{fleug de ßovXaig Tagnägov fulaußa^r^g 

220 Tcsv^fiav xaXvmu xhv Tettkaiyev^ Kqovov 
avroiöi 6v[i(iaxouSu roiad* i| Ifiov 
6 xiDV ^säv vvQawog wwehjfiivogy 
wacalöt xotvalg talöde fi i^tjuelifoto' 
MvBCti yig xag touto ry tvQowldi 

225 voötiuaj roig wlXouSi un xsxot&ivca. 



ner Matter, nadidem nur meine Mutter auf Befraget 
denselben Rath gegeben hatte. Einige Urkunden fcpo&- 
Xaßorra, ^as mehr zn övfifCcpaöTcctnr gehören und 
einen ^^^niger guten Sinn geben Trürde. 

y. 218 steht nach einem voihergehenden DatiTtt 
wegen der Constmction des Accusatirus mit dem In- 
finitims der Accusativus hcovra, wie häufig, s. Choeph. 
695 fij Matth. Gramm. §. 556, Anm. 3. 

y. 219 d^, einige ri, pLeka^ißcc^ijs ^ and. ßeXeji- 

XajißcSvg. S. yaickenär zu £ur. Phoin. 1017, ^latth. 
das. 1010, Blomfield zu u. St. BcrSchoi: d öxoretyoS 
ötd ro ßdBoS, sdiwarzgründig , yergl. Hik. 750 xc- 
Xoaror £f rx xev^o^ iöri tcov^ das. 3 dvo npo&coßdiar 
Äatroßa^tay. So auch ßt£Xaßi7njyj}s ^ s. zu Sieb. 716. 

y. 221 ccutoiöi övßißidxoiäi , vergl. y. 1049, 
Matth. Gramm. §. 405, Anm. :$. 

y. 223 notrai^ Vergeltungen, Belohnungen, vergL 
Hik. 612. WolCund Mosk. 1 xißals, — i^Tfßidifaxo, 
zwei unbedeutende Urkunden dyTTfjjiehpccro, Ueber die 
Constmction s. zu Sieb. 1036. 

V. 224 xaS fere, nescio quomado, gewissermafsen, 
rergl. Choeph. 128, 964, Soph. EL 372 jj^ds eißii 

V. 226 ipcardr' altiay, and. ipcotitTi ß* alriav 
und ipcordt* ifi* alriav gegen das Versmafs, woraus 
man /t* ipvräx* aitiar machen könnte; doch kann 



nPOM ^EZMSITHIL 41 

ojtcDg tkii^xa rov jtatQcoov ig d'Qovov 
xad'B^ST\ evdvg öaliioöiv veiiu yaga 
230 allotötv &Xka^ Tcal ducstovxitsto 

dqxr^y ßQ0T(3v dh xäv raiatTtcogcov Xoyov 
ovx U6%BV ovd8v\ aAA* d'Cötcoöag yavog 



das Pronomen fehlen, s. za V. 337. * ahiriv Med. 
(Wcigel). üeber die Sache vergl. V. 194 f. 

V. 228 o^äjS' raxtdra, s. zu V. 199, auch Hik. 
451, Ag. 593, 1323, Cboeph. 881. 

V. 229 f. ist das Präsens yi/iet mit dem Imper- 
fectam dteötotxi^^o verbunden, wie Pers. 186 IT., 
190 S.^ Ag. 867 ff., Choeph. 421 ff. Ueber die vom 
Zeus unter die übrigen Götter vertheilten Etiren s. 
Hesiod. Tbeog. 73 f. , 885 , auch zu Sieb. 146. dte- 
&totx^^£XO er verordnete, bestimmte jedem seine Herr- 
schaft.. Vergi. V. 482 idtolxt<ja. 

V. 232 f. di6TCD(Sa$ — qnrvdat für dtdrcodca 

V. 233 <pitvdaiy gew. <pvtr}dat und tpvrevdat^ 
fl. Hik. 301 , zu Soph. Ant. 641. Uebrigens ist kein 
Grund angegeben, weshalb*Zeu8 das alte Menschenge- 
sdilecht habe vertilgen und ein neues an die Stelle 
desselben setzen wollen, wahrscheinlich um die Willkühr 
des Zeus darzustellen (V. J50, 40^). S. über dio 
Sache Ovid. Met. I, 160 ff., 182 ff. Auch ist kein 
Grund angegeben, weshalb sich Prometheus des Men- 
schengesclilechts gegen Zeus annahm, und aulser dem 
Geschenke des Feuers alles mögliche zur Verbesserung 
desselben that (s. V. 440 ff., 474 ff.). Wahrschein- 
lich ist Prometheus als Bildner des Menschengesthlechts 
aog Wasser und Erde zu denken, obwohl diese Sage 
des Alterthumtf in diesem Stücke nicht berührt wirtl. 
Im feuerbringenden Prometheus mag das Nähere ent- 
halten gewesen seyn. 



42 nPOM JESMaTHH , 

xal roTöiv ovSslg dvtißcuvs xlijv Ifuop* 
235 kym 8b xoXinyg t^egvöccfiriv ßQOtovg 

tov ^^ dva^Q<u(S&ivtag elg "AiSov fftoiUiV. 
xä TOt xoiaiöSs miiwvaiöL xa(utxo(iaty 
7ca6%HV [LBV dXysivalötVy oItcxqccCöiv d' IdsTv* 

V. 234 7£al Tötdt für xal tovtotff. 

V. 235 iyco dh toXßiyi ^ gew. ly<o 5^ (od. #^^011 
6' o) toXf^iijs (od. toXßjLTjS^f doch soll Med. iy^ 6\ 
ToXjiiTfö'f und Reg. F iyao 6 iroXßijjd' haben, weldiet 
letztere man aufgenommen hat xoXfjL^Sy was die Scho- 
lien durch roXfjripds und roXpifftia^ erklaren, und mit 
xtfi^S für ttfiTJeiS vergleichen, steht für xoXßxi^etS ^ f. 
zu Soph. Phil, 986. i^epvöccfnfir (von Ixpvsö^ca^ 
nicht von i^epvetv , da es i^etpvdda/irp^ oder weni^ 
stens i^Efwöödfxrjv heifsen müfste) steht des MetnoM 
wegen für i^eßßvöa/itfy (vergL Eur. Bakch. 258 i^e^ 
fiveto u. a.), s. Buttmann's aus! Gramm. §. 21, Anioau 
5, Matth. Gramm, g. 162, Anm. 2. Man kann ipE^ 
von ßi^etv, ipsyxoy Eur. Rhes. 785, fiiy7j6ay statt 
ißßiyfjdav Soph. Kol. 1607 u. a. vergleichen. Einige 
i^eXvödfirjy ^ und so auch der Med. in der var. lect. 
in dem Weigeli'schen Aischylos v. J. 1827, was viel« 
leicht aufzunehmen ist. 

V. 236 tov firj — pLoXziv ich errettete (bewahrte) 
sie vor dem Kommen , ver^ Xen. Anab. 1 , 3,2 /et- 
Tcpov i^itpvye tov jii} xataTtetpcoSrijyoct y IH, 5, 11 
o ydp döHoS 8vo avdpa^ i^et tov firj Hottadvratf 

IV, 8, 14 ovtoi eidtv /lovot itt i/inodaov tov ßi^ 
elvat, irSra ndXat dTtevSoptsVf Kyrop. II, 4, 89 
ditodoßovytES av ipLicodcov yiyvotvto tov firj op^r 
avtovs to oXov dtpatev/ia, Matth. Gramm. §. 640, 
nntea zu Y. 789, Doch ist auch to jxrj (so Med. und 
einige andere) richtig, d. i. ich errettete sie, so dafs sie 
nicht kamen (s. zu Pers. 283), und vielleicht das ächte. 

V. 237 rcS (to Med. bei Weigel) darum, 8. Soph. 
Oid. 511, Matth. Gramm. §. 291, a. ndfiietopLaty 
Schoi. ta?iat7ceop<iS, xataßdXXoßat^ öa/id^oßiat, vergL 

V. 306, 611, 



UPOM. ^ESMSITHS. 43 

fhnjtovQ d' hv olxxtp ütQO&B[ievogy tovtov 

tV%Blv 

240 ovx iJftcD^v avxoQj alX^ dvrjkBcSg 
(ud' ^^vQ'iit6(iat y Zrjvl dvöTckarjg Q'icc. 

XOPArOZ. 

etdfjQoipQCiv TS Tcax ^stgag slgya^iuvog, 
o6Tig, IlQO^rjd'sv, öoTölv ov 6wa6xaXa 
[wx^Oig' iyco yag ovr' av slötdelv taäs 
245 ixQV^^^f eliSidovöoi r' aXyvv&rpf, ocbuq. 

nPOMHQErZ. 
wd ^L^ tplXoig iX^Bivog bIöoqSv iyio. 

V. 239 BrvTffoiiff ir oJLXtGO Ttpo^i/ievo^ nachdem 
Uh die Sterblichen zuvor (früher) unter das Mitleid 
aar gesetzt (unter Bedauernswürdiges gerechnet) habe. 
ir obiTO) ti^eöSrca sich unter das Fach des Mitl^ds 
Mtien, des Mitleids murdig achten ; s. ähnliches in Her- 
mtLooB Viger. p. 296, und in Yalckenärs diatrib. p. 9. 
tovtov y nämlich olxxov, 

, V. 240 dXX' dvrjXsSs, Klmsley aXXa vTjXeA, 
doch 5. Lobeck zum Phrynich. p. 710 £, auch Blom- 
lidd zu u. St 

V. 241 00$* iß^vB^jutdßCtt ^ Schol. ovxodS rj iy- 
tuv^ot ivdx^^f doch richtiger: so (so schlimm, wie 
ihr seht) zugerichtet. Zrjvl övöhXsij^ Sria ein Anblick, 
der« dem Zeus, welcher ihn bewirkte, keine Ehre 
briiig;t« 

y. 242 öt8tjp6<ppcoy ^ yergl Sieb. 52, Biomfield 
n IL St., uns zu V. 1003. 

V. 246 dXyvv^rfv Med. bei Weigel und die alten 
Aasgaben, and. ^Xyvv^riyy s. zu Sieb. 738. 

V. 246 Hoä nrjv und allerdings, jawohl, wie Soph. 
KL 556, Aias 794, 990, Oid. 1005, Aisch. Prom. 1082, 
Seb. 439 u. a. iXeeiyoS kann hier vier-, besser jedoch 
durch die Synizesis dreisylbig gemessen werden; 8. de 
dialecto Sophociis p. 24 und 56. 



48 nPOM. jdEHMaTHIL 

^ndol ÖS ßaöcu rag Tt^oüSQXovöag ri^ag 
axovöa^^y ag fia^ijrs öia ziXovg ro MCP. 

275 ra vvv noyoüvti* xavra ro^ ^riUn'Ofisv]} 
^Qog a?J,0T* £UU>v ari^fcovi} SQoöil^avai. 

xoPAroz. 



Soph. KoL 1441, und wieder hemi>te!Ien Pers. 574, 
SopluOid. It^l9, auch Tielleicht xarSvpro^ statt aror- 
oövproS zu schreiben, s. zu Pers. 9ü4. 

V. ^7^ Tiidui ßdcoctf & über die Sache zu T. 135. 
Ueber das AdTerbinm xedoi^ Tras auch xiSot geschrie- 
ben Tord, s. Blomfieid zu d. St. £lio>ley \^uUte 3rMoy 
nicht übel« da der Dativus dieses Worts so Torkdmmt, 
& V. 751, Sieb. 411, £um. ^57. 479, 65:5 o. a., und 
^e<:cn der Gleichheit der O - Laute in der alten Schrift 
Tradol Gleich ist. taS TtpoöipzovöaS ri'X'O^ mein kom- 
mendes Geschick. 

V. ^7^ cJ» ßtaSrre^ einige Urkunden «J? ßid^OMTt^ 
nicht übel, s. zu V. ^01. ^xcz riXovS TolUtändig, toII- 
kommen, ganz. s. Blorafield. 

V. 374 öi'uxorröaTe sevd theilnehmend, rnm ▼. 
412 6i'}''xdurovö: f 1061 öv}'xdjiyov6a:. 

V. ^75 €. ist der Sinn: denn auf gleiche Weise, 
tiie es mich jetzt betruffen hat, irendet sich das Un- 
glück bald zu diesem, bald iineder zu einem andern, 
und haftet auf ihm; es kann also auch euch treffen, 
und dann ist ein theilnehmendes Herz ixüikommen. In 
TaiTti roi. lisio die Urkunden haben, kann die Koronis 
fehlen, s. de dialecto Sophoclis p. 41; andere Urkun- 
den Tai'Tti ro: . d. i. auf solche Weise, \>as auch gut 
ist, s. zu Soph. £1. eöK Aias 760, Phil. 604, 854, 
Oid. 27», KoL 12i»6. Aisch. Ag. 606 u. a. Zu der 
8ceUang arjOoS' «LLlor' aXloK kaun man :tp6s autoS 
4n*Tor n. a. <s. zu V. 764} vergleichen, ä. Vy^h- 
GraMm. §. 5:15. 5. 



nPOM. ^EZMa THE. 49 

xdA vvv lla(pQiß xöSl TCQecCjtvodvtov 
280 %a7wv Tcgokmovö' al^sga d*' ayvov^ 

X&ovl tyds TtskdSy tovg öovg äs stovovg 
SIKEJNOS. 



V. 279 xcA und so, und darum, yergl. V. 307, 
ffieb. 67, Hik. 170, Ag. 1532, Choeph. 125. Enm. 
299, 846, 890. xpatjcvo^vrov Reg. K und G, gew. 
Kpatifvodövrov , s. zu V. 116. 

V. 280 ^cSxov die alten Ausgaben mit einigen 
Handschriften, ^räxov Med., Wolf. u. a. , s. zu Soph. 
Ant. 987. Unten V. 833 findet sich jene Form, Ag. 
507 diese ohne Abweichung. Uebrigens ist der flie» 
gende Wagen zu verstehen, s. zu V. 135. dyvoS 
heiter. 

V. 281 itopov oioDV(Sy des Raubgefieders Bahn^ 
Pfod. OHpvoiöÖXf kalten, rauhen, schauerlichen, yergi. 
V. 15 qxxpayyt npoS 6v6xBtn^p(p ; einige Urkunden 
oxptoiööp zackigen, was Aenderung scheint, vielleicht 
wegen V. 1018 oxpiSa <pdpayya. Vergl. Sieb. 282. 

Y. 282 neXoa für TteXdöGo. 

V. 283 Biä navroS (pianavtoS Aid., Turn. Vict), 
was Y. 273 dtd riXov^, durchaus, ganz und gar, vol- 
lends 9 zuweilen auch: immer, s. Choeph. 866, Eum. 
963, Soph. Aias 705, Eur. Alkest. 891, Iph. Taur. 
1117 u. a. Ueber das Scenische s. zu V. 135. 

Y. 284 f. erscheint Okeanos , während der Okea* 
lüden Wagen herabgelassen wird, auf einem Greife 
(s. zu Y» 286) in der Luft, ohne die Erde zn be- 
rühren. Er kömmt, wie seine Töchter, aus seiner nahe- 
gelegenen Felsenwohnung (Y. 130 ff., 300 ff.). doXt^ 
pjS xeXev3rov bezieht sich auf den weiten Weg, den 
« mit «einen Gewässern um die Erde macht, s« zu Y. 

4 



■'.m 



50 nPOM. /tESMSlTHS. 

285 SvaiiBV'^fci^Bvog y ^egog öl, TlQoyLiifiBv^ 
tov TCtSQvyoTc^ rovd* olayvov 

talg 6avg dh trvjfa*^, ?<y^t, öwccXym' 
%6 th y&Q iiBf äoKäy ^vyyeveg ovtag 

138,* und die Construction ist: i}xa) npoS 6^y rip/ia 
6o\iXTJ^ He\Ev3rov dta/ief^djievo^ , d. i. nachdem ich 
des langen Weges Bestimmung durchwandelt bin (zu- 
rückgelegt habe), tippia xsXevSrov die Festsetzung 
des W^gs , den mir vorgeschriebenen, bestimmten Weg, 
vergl. V. 625 , 708 , 825 u. a. repfia von ripetv , TS- 
pEiv durchbohren, heifst das Durdibohrte, Angeheftete, 
Festgesetzte, Vorgesteckte, Bestinmite, woraus sich & 
übrigen Bedeutungen leicht entwickeln* Ueber dtccjiul' 
ßeö^oti s. Hik. 529 TToAAa ßpotdor Stapieißoßiira 
tpvXoty Nereid. Br. 140 dBX<ptyoq>6poy nediov jtorrov 
dtapieiipajieyat f s. auch zu Sieb. 836. Bas Activum 
findet sich Sieb. 316 öiajjshffat doaßiafior örvyspav 
odoVf Eur. Iph. Taur. 398 Udt}}rt6a yonav Eupao- 
TCaS diafiei'^aS y auch Choeph. 1027 f. ßiotov ötcc — 
ajueiiffst. 

V. 286 tov TCtBpxyyooKTJ rovS* olcorov diesen 
Greif, s. Y. 394 f. Wahrscheinlich war es eine Puppe, 
in der eine Person befindlich war, welche die Flfiggol 
(Y. 394) bewegte, wenn es nicht der Maschinenmei- 
ster von oben, oder die Person des Okeanos selbst mit 
Fäden bewirkte. Ueber die Greife s. Ailian. hist. 
anim. 4, 27 u. a. 

Y. 287 }i^GDßtp durch (nadi) meinen Willen* 
Hierdurch wird dem Greife Yecstand beigelegt. Yeigl. 
auch zu Y. 394. 

Y. 289 ist ro, was man als Demonstrativom zu 
nehmen hat, von der Apposition ^vy^^srhs^ getrennt, 
fi. ^ Soph. EL 135, PhiL 371, Aisch. Ag. 102& 
Doflh kann man auch ro, d. i. rode, als Accusativus 
von äSavixyxa^a. abhängen lassen, s. zn Sieb. 17, oad 
xh ydp f&r eunim^ namque nehmen, s. zu Soph. Tradk ' 
1020, Old* 1097, oder re — re als sich entsprechend 



■ ^_ 



^ 



^ 



nPOXL ^EZMSITHS. 51 

290 B&cevayxatUy xcoQig ts ylvovg 
ovx iönv Qtc) (isi^ova ^lolgav 

yvmCy 8\ xa8^ c^g Irv/x*, ovde ^dtrjv 
Xt^t'toyXtoöiSSiV Uvi fiot' q>8QS vag 
295 07j(iacv' , o tc xqi^ Cot öv^Ttgattecv 



ansehen. Dann ist zu übersetzen: denn einmal zwingt 
mich dazu, denk^ ich, so nahe Verwandtischaft. Ueber 
die Stellung von ovtooS s. Sieb. L043, Sopb. Tracb. 
745, Aias 90, 1207, Phil. 487, 690, 873, Oid, 14*7 
ü. a. Ueber ^vyyav^S substantivisch gebraucht s. 
das Sachregister unter : Neutrum. Uebrigens waren 
Okeanos und Themis, des Prometheus Mutter (s. zu 
V. 14), Geschwister, und Okeanos des Prometheus 
Schwiegervater, s. V. 551 ff. 

V. 290 x^P^^ yivovS abgesehen von der Ver- 
wandtschaft, auch wenn du nicht mit zu meinem Ge- 
schlechte gehortest; vergl. Sieb. 25 itvpoS öixoi, £um. 
404 Ttfepcäy arep, Soph. Aias 645 atep^e tovSs, 

V. 291 f. pLotpay vifieiv rtvl auf einen etwas ge- 
ben, halten, s. Blomüeld zu d. St. vd/iaiß' Vict., 
gew. vkfioifi^ Turn, fxolpdv ye vifxoifi, Ueber den 
Optativus nach Relativis ohne av s. zu Ag. 608, Matth. 
Gramm. §. 528, Anm., auch Pers. 451, £um. 645, 
726, Eur. Alkest. 110 ff. 

y. 293 coS hv/icc als wahr, oder: dafs es wahr 
ist, vergl. Soph. KoL 1097 taS dxoTtea /j£v ovh ipet^, 
«D? ipevdofjLavttS , Aisch. Ag. 436 ev Xiyovtes ärSpa 
Tov /ihr, 00^ jidxfj^ ^dpt?, 484 co^ ovt' avavboS, 

V. 294 ;fa/3tro;^A(öd(5fiIy , die Urkunden gew. 6\ 
(od. doi) x^P^^oyXcoööelv y oder x^P^'^^V^^^^^'-'*^ <^oi, 
gegen das Versmafe und nicht allgemein genug. Doch 
konnte man, -wenn Okeanos dies wirklich nur in Bezug 
wf den Prometheus behauptete, x^ipttoyXeJdÖeiv ö' 
icfareiben. Ueber den Accusativus bei ähnlichen Verbis 
\i. ftlatth. Gramm, §. 4\'2. Ueber ydp — ydp s. zu 
V, 182. 

4 * . 



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■f- 



52 npoM. jESMarns. 

ov y&Q Ttot* iQBigy (hg *£l9tBcevov 
q)lko6 i6tl ßsßcuotSQOQ öou 

nPOMH&ETS. 
ttty tl XQfii^a; xal Cv d^ novinv ifu5v 
fjTCBLg Ijtojttrig; ütag lr6X(ii]0agf Xucäv 

300 l7tmw(i6v TB ^Bvfia xal TcevQrjQsq)^ 
avtoKtit^ avxQay t^v CiSriQO^TfcoQa 
IT^aI^bIv lg alav; ^ &Bix>Qi^6(xw xv%ag 
t flieg aq>l^(Uf xal 6vvaC%ttkäv Ttaxotg^ 
öiQTCOv ^Baiia^ tovÖB tov jdufg qtLkov^ 

305 tov 6vyxata&C7]0avta trjfv tvQawldcCy 
OLCccg v%^ avrov xij^ovaiöL xdinmoyMv. 

. y. 296 not ipäifff and« nore (pv^. 

V. 298 f« ia ein Ausruf der Verwunderung, s, m 
V. 114. r£ xPVM^i ^^ giebt es? was willst duf 
vergl. Eur. Ei. 751, Soph. Ant 1049. Die Worte mA 
6v 8if — inonxrjS bezeichnen Erstaunen. ie<üS warinn, 
in welcher Absicht, s. Hik. 901, zu Soph. Phil. 1033. 

V. 300 ff. yergl über die Sache zu V. 138 
und 284. 

y. 301 xrjv dtStfpoßifTopa iS alav nach Skythie» 
(s. zu V. 2), welchem Lande oft Reichthum an Eisen 
zugeschrieben wird, vergl. z.B. Sieb. 799. Prometheai 
wundert sich nicht über den weiten Weg (s. zu V. 284), 
sondern darüber, dafs der Wasser gott auf dem Lande 
erscheint. öiSrjpofirjtaip wie V. 459 ßiovöo/ijJTcop j s. 
Blomfield zu V. 90. Ueber die Form s. Mattlu Gramm. 
§. 112, Anm. 2, über die Bedeutung §. 446, Anm» 
3, b. 

y. 302 ff. kamst du wirklich, um — zu schauen, 
so siehe das Schauspiel. Das Fragezeichen nach xctxoiS 
habe ich mit Aid. und Rob. in ein Komma verwandelt. 
Ueber die Ergänzung von ei u. a. s. zu Hik. 81, 
Choeph. Ö60. 

V. 304 ff., s. über die Construction zu y. 182. . 

y. 306 xa/iXTo^at, s. zu y. 237. 




*« '%-fm. 



nPOM. JEEMÜTHE. 63 

aKBANOS. 

oQciy nQ0(t7j^BVy Koi naocciviötti yi (Soi. 

ylvaöTCB CavtoVy xal fisd'dQiioöai tgojcovg 
310 veovg' viog yctg xai tvQavvog Iv %tolg. 
bI d* ads toaxBig xal tsdTjyfiBvovg Xoyovg 
Qii>Bi£y xa% äv 00V xal fiaxoccv dvcatBQa} 
^axäv xkvob Zsvgy Sota Col tov vvv %6Xov 



V. 307 xal und dararo, und deshalli, s. zu V. 279. 

V, 309 yivcoöHS öavroVf ort iXaTtoor ei rov 
JtoS Schol. — ßsSrdpjioöat tpOTtovS viovS ändere 
deine Denkart in eine neue uro, s. Blomfield zu d. St., 
Blattli. Grarom. §. 420, 3, auch Eum. 490 xaraörpo- 
(pal vicov ^Böfiioov, Statt jaeSrdpßodca haben einige 
Urkunden ßieSrdpjLioöoy, Rob. jue^apßo^By wahrschein- 
fich aus Aenderung, um Gleichheit der Temporum her- 
XDStellen, doch s. zu V. 379, 611, 640, 851, Sieb. 
618, 797, 806, Ag. 1164, 1353, Choeph. 279, Eum. 
631, Matth. Gramm. §. 504, I, 1. viovS proleptisch. 

V. 311 bezieht «ich auf V. 304 ff. re^TfTM^ovS 
XiyovSy vergL Soph. Alaa 584 yhaiSöa te^y/iivTf u. a. 

V. 312 vergl. über ?t6yovS frlnteir , d. i. Reden 
imtofaen, Blomfield zu d. St, Elmsley zu Eur. Med. 
1371, auch Ag. 862 ßovhijv Haraßfilnretv , 1038 
wXico fihpaöa, — xal ist mit S^axojv zu verbinden in 
der Bedeutung obgleich, s. zu Sieb. 1004. /taxpav 
arcotipco weit hoher als ich jetzt über dir bin. /la- 
xpdv für no\v u. a. (s. Matth. Gramm. §. 425, 1) 
mit dem Comparativus scheint seltner zu seyn. Aehu- 
licfa Aristoph. VögeL 1184 xadT* ov jnaxpav atcca^ev. 
Statt dvootipGo hat» Rob. mit Wolf, und einigen andern 
Handschriften dneatipco, was Aenderung scheint. 

V. 313 f. TiXvot f Aid. mit drd Handschriften 
xku%f (einige auch nKvet aus der alten Schrdbart der 
K- Laute), was vertheidigt werden kann: so soll (wird) 
dich wohl hdren. S. über äv mit dem Conjonctivus zu 



54 nPOM. JEZMUTHS. 

TtaQiivtcc jiox^ciiv ütatSidv tlvai Sokbiv, 
315 «AA', cüi takaiTtog' Sg ^xeig 6^ccg ätp^g^ 
itjzBi OB tävSs TCYiiL&ccyv aTtakkaydg. 
ccQXaV X0(X)g dov q>cdnfo^ai kiyeiv rdde' 
toiaifta iiBVtot t^g ayav vr^^ifyoQOV 
ykciöOr^gy JZjjo/xijO'gv, tani%BiQa ylvBxai. 



Choeph. 1030. Dafs die Gotter auch das Entfernte 
vernehmen können, darüber g. V. 949, Eum. 291, 397, 
Blorofield zu d. St. Aehniiches s. auch zu Hik. 90, 
Agam. 924. Da x^^oS in der Bedeutung von Bitter- 
keit nicht vorzukommen scheint, und roV vvv x^^y 
napovta fiox^Qov nicht für tov vvv Ttapovra x^^-oy 
fiox'^oov stehen kann (s. Matth. Gramm. §. 277), so 
kann jnux^oov wohl nur von Ttatdtdv abhängen, und 
Ttapovra elvai steht für napeivai (vergL Choeph. 856 
u. a., vielleicht auch Sieb. 785), wozu 6o\ gehört: s« 
dafs ich glaube, es sey dir sein jetziger Zorn da als 
ein Spiel von Leiden (als ein ganz unbedeutendes Leid), 
d. i. so dafs ich glaube, es werden dich weit schlim- 
mere Leiden treffen. Doch kann man auch mit einem 
Theile der Urkunden jxox^ov schreiben, und übersetzen : 
60 dafs ich glaube, sein jetziger Zorn sey als gegen- 
wärtiges Leid (d. L in dem Grade, wie du ihn gegen- 
wärtig fühlst) für dich nur ein Spiel. Dies ist wegca 
der alten Gleichheit der O-* Laute, und weil in den 
alten Ausgaben nach jjlox'^odv «in Komma steht, nicht 
unwahrscheinlich. Ueber nai^id 8. Blomfield zu d. St., 
Casaubouus zu AthenaL p. 70. 

V. 317 dpxata altvaterisch, einfaltig, s. die^ Aus- 
leger. Xiyeiv , einige \ey<av, tdde für ixeivaf auf 
V. 311 — 314 bezogen. 

V. 318 Totavta von der Art, nämlich viel em- 
])findliclier als die gegenwärtigen, mit Bezug auf V. 
313 f. 

V. 319 rdftixMpa Handgeld, Lohn, d. i. Strafe, 
8. Biomfield zu d. St., uns zu Soph. Ant. 813. 



nPOM ^JSSMSITHJS. 55 

320 ijv 6* ovSiTtcD rajttivogy avd^ etxBcg xaxolgy 
3C(^6g Töig ucagov^i 8" aU,a xQoCkaßBiv %iku^, 
iwxow. ifioi^s %Qi6[isvos dtdacyxoAoj, 
XQos Tcavtga 7cä2,ov ixtsveig , oQäv on 
TQaxvg fiOvaQxogj ovd' v7tBv%'vvog XQcctBt 
325 xal twv lyci [liv bI^ic^ xal TCBtQaöofiaiy ". 
idv dvvG)[i<u tävÖB 6* Bodvöai novcyv' 
6v d* ijövra^By ^tjd^ äyav laßgoötofiBCf 

ij OVX 616%^ dxQißägy cSv ütBQL006q>QG>V, Ott 

V. 320 tcatetvoS, nämlich el, s. zu V. 178. Uebri- 
geiui schliefst dieses Okeanos aus den letzten Worten 
^e$ Prometheus. Ueber elxetv HaxotS s. zu V. 179. 
Wittenb. xaxcSv, s. zu V. 256. 

V. 321 steht 8h nach dem dritten Worte, s. V. 
381, Sieb. 175, 498, 644, 581, 896, Pers. 705, 735, 
765, Jfik. 190, 296, Ag. 641, 1326 1565, Choeph. 
928 u. a. 

V. 323 ^poS xivrpa xdoKov ixteirety wider den 
Stachel lacken, sprichwörtlich für: in das Verderben 
rennen, s. die Ausleger zu d. St, Elmsley zu Eur. 
Bakch. 794. 

^V; 324 rpaxv^, nämlich &rl, b. ^ V. 178. 

V. 326 idv övvcoßat ob ich kann, s. Eur. Hik. 
397 ixiöx£S$ yr 6* dnaXkd^y ^ovov, Androm. 44 
ar (^t}y^ M^ xooXvöxf ^ayeir, Aisch. Eum. 262 äv xt 
torovS rdypS /irjtpo<poyaS övocf, uns zu Soph. KoL 
1763 , Matth. Gramm. §. 526. Das Komma nach dt;- 
vfofica fehlt auch bei Aid. und Roh. Andere scbliefsen 
iav dvvcoj^toa durch Kommata ein, und verstehen es: 
wenn ich kann, was hier wegen netpdöopioa weniger 
passend ist 

V. 327 Xaßpodto/iet , Aid. und ein Theil der Ur- 
kunden Xctvpoörojiiei, 

Y. 328 7, Aid. und Rob. y. 

V. 329 dafs einer frechen Zunge Strafe angestri- 
chen (zugefügt) wird. tcpo6tpißet<u Stobaios p. 218, 



56 nPOM. /tEZMüTHS. 

nPOMHSETS. 

330 ^rikä ö', o^' ovvsx' lyctog aklag TtVQBigy 
^vtov iiFt(x6%civ xccL tetoXfirpuüg ifun, 
' xai vvv icasov, fLi]di 6ov fiüLijödta' 



ApostoL VI, 36 und ein Theü der Urkunden 9 iepo6' 
yivetat Aid., Rob. nüt den übrigen Urkunden. Jenei 
ist ein kräftiger und der Rede des 'Htanen angemesse- 
ner Ausdruck, der sich auch anderwärts, jedoch ge- 
wöhnlich nur im Medium findet. Auch ist anstreichen 
in der Bedeutung mit Strafe vergelten in der medem 
Sprache unseres Volks nicht ungewöhnlich. VergL auch 
Agam. 385 npoötpifi^a. 

V. 330 s. über HvpEtr ohne Participium zu SieU 
382, Pers. 590, Soph. Abt 484, Matth. Gramm. §. 55S. 

V. 331 kann man ein Hyperbaton annehmen, und 
zu dem dazwischengesetzten Ticd retoÄ/iTpccoS aus nar- 
Xoov den Accusativus ndirca ergänzen, s. Fischer zu 
Welier's Gramm. III, a, p. 448, Matth. Gramm. §. 428, 
8, Erfürdt zu Soph. Ant. 533, Lobeck zu Soph. Aias 
475. Dann übersetze man: da du an Allem Theil hat- 
test und (Alles) wagtest mit mir. Doch scheint fol- 
gende Erklärung einfacher: da du an Allem Theil hat- 
test, sogar als wagender, mit mir. Dies bezieht* sich 
wahrscheinlich auf etwas im feuerbringenden Prometheus 
Enthaltenes. Okeanos scheint sich nämlich dort seines 
Schwiegersohnes lebhaft gegen Zeus angenommen zu 
haben, s. die Einleitung. Die Construction jierixsty 
tivoS xivt findet sich hanfig, besonders bei Euripides. 

Vi 332 liai und so, und darum, häufig vor 
Imperativen und Optadven, s. Pers. 1010, Sieb. 146, 
Hik. 442, Choeph. 933, Eum. 30, 671, 775, Soph. 
PhU. 889, KoL 494, 1124, 1517, Ant 491, und 
mit Bezug auf V. 330 gesagt la6ov las ab, unter- 
lasse es, nämlich dich für mich bei Zeus zu verwenden, 
vergL Soph. Kol. 593. Ueber den Imperatrvus Aoristi 
nach ^rih\ s. Sieb. 1023, Hik. 654, Matth. Gramm. 
§. 511, 3. 



* 



tlPOM. JEZMaTHZ. 57 

nivtwq yccQ ov nElöstg vtv, ^— ov yag ev- 

namaivh 6\ ccutog ^iq tt Tcr^hav^g 6dä. 

StKEANOZ. 

3S5 noXXß y* äfisivov tovg ütiXccg (pQBvovv figtwg, 
« öavtov* ^Qy(o xov Aoyoj teKiialgoftai,. 
oQUciiiBvov de fujdii^^g ävrv67td6i]g' 



y. 333 itei^etS, Med. fcei^et?, was vielleicht das 
ichte ist. Ueber das Präsens bei Voraüssagungeo s. . 
zu V. 171 , über das doppelte ydp zu V. 182. 

Yf 334 sondern siehe dich vor, dafs du dir nicht 
selbst durch diesen Gang etwa Schaden zuziehest, weil 
da dadurch Theilnahme an dem Geschicke seines Fein- 
des an den Tag legst, und seinen Beschlufs zu mifs- 
billigen scheinst, s. Y. 388. Zu Ttantcdveiv vergl. 
V. 1036. 

Y. .335 rovS niXaS andere, s. Hik. 369, Eum. 
413, 504, zu Soph. Ant. 477. 

Y. 836 MpyGo hov X6y<p rexjiaipo/iat der Wirk- 
lichkeit (deinem Schicksale) und nicht dem Scheine 
nach urtheile icl>. Ueber die Entgegensetzung you 
ip^GO und Xdya) vergl. Y. 1082 und Giacomelli das., 
Soph. Kl. 69, 357 , Kol. 782, Herodot 6, 24, Porson 
m ESur. Phoin. 512, über den Dativus bei tSHfxodpo- 
ftat u. a. oben zu Y. 51, 

Y. 337 haben einige Urkunden fxrj^ajjLcaS fi dv- 
ttditdöp^i allein das Pronomen ist nicht nothwendig, 
da es aus dem Zusammenhange leicht ergänzt wird, und 
•ft so fehlt, 8. zu Y. 226, 294, 583, 629, 773, 775, 
«eb. 17, 75, Hik. 496, 501, 502, 720, 826, 852, 
857, Ag.€31, 1157, 1212, Choeph. 74, 77, 113, 234, 
291, 561, 666, 673, Eum. 214, 435, Soph. Aias 494. 
JtKTtÖTtcty auf die entgegengesetzte Seite ziehen, ab- 
sehen, wie Aristoph. Fried. 491 ov detvor tovS fihr 
reireiVf tovS ö' dvxi^ie^v ; 



o8 nP03£ JESMÜTUi: 

uvxä yaQy avx& zjfvds doQBav ifuA 
dcSöaiv ^i\ Söts täväs ^ ixkuöai mvav. 

nPOMHeETZ. 
340 tu [dv ^ licaiv&y xovda^y Xij^io scors, — 

fifjÖBP TCovw lucrriv yaQ, ovdtv dq>fXäv 
ifiol titovfjösigy ä rt xal xovüv ^äiug. 
alX ^jövxcctBy Gavtov eoatodav l%cyv' 
345 ly& yaQ ovx, ü SvfSftv%äy tovd* eivsxa 



V. 338 avxo5 ich sage es nut Yertraaeii, Zuver- 
«fdit, Bestimmtheit, s. zu Soph. Phil. 871, Blomfield 
unten zu V. 710 (691), auch Pers. 727, Ag. 1479, 
Kor. Troad. 765, Androm. 311, Alkest. 95. 

V. 339 SötBy s. zu Ag. 1368. 

V. 340 td fikv (eines Theils) yukI atdp ent- 
spredien sich. Doch könnte man auch td. ßikv C»*, d. L 
td jiev 0dj schreiben. novSa/t^ Xjj^oa xotk n&mlich 
hcaiväy, vergl. V, 165, Soph. Oid. 731 rjvddto ydp 
tavt\ ovdixGo ^Tj^art' ix^t u. a. Med. mit zwei 
andern novSk firj ^ nicht übel, d. i. und es ist auch 
nicht der Fall, daTs — , s. Hik. 220, Soph. Aias 83/ 
KoL 1702 f., das. zu V. 844, und über novdl Soph. 
Ant 1034, EL 1304; so unten Y. 778 aal pcrfdi. 

V. 343 st tt Tictl wenn etwa ja, vergL Soph. 
Tradi. 228, Phil. 1042 u. a. 

V. 344 öautov ixTgodoir ixfoy ^ch entfernt hal- 
tend, dich nicht in die Sache mischend, vergl. Sieb. 
410 und Blomüeld zu d. St. 

y. 345 ei wenn, d. i. dem Sinne nach: da, weil,' 
s. zn Sieb. 385, 498, Ag. 908, 1012, Choeph. 178, 
Soph. Ant. 514, El. 790. Tov8* dvsna^ nämlich rou 
//£ ihj&cvx^y» Die ionische Form ^vana findet sidi 
auch anderwärts, s. Hik. 180, Eur. Androm. 4 Od, las. 
UerakL 210; vergl. iv und bIv^ ivdXtoS und d.vdXioS, 
lUö6aiv und eiAi^öetr (V. 138, 1087, 1094), ^of 



nPÜM. ^ESMSITHS. 59 

^eXotfi' Sv (OS nXsiötoiöt ntj^ovcig xv%uv, 
ov dijt* , iasl (IS xal xaöiyvi^Tov xv%ai 
rsiQovff ZdtXavrogy og tcqos eöjt^Qovg tonovg 



uid ^roSy %av6i statt ycevoS Soph. Trach. 495, 
iSfiidvooötv statt i^EXsvooöey Aisch. Pers. 747, evsipoS 
statt EvepoS Soph. Trach. 675, vielleicht auch ^eiveiv 
und S^ivetv (s. zu Sieb. 364) u. a. Uebrigens beweist 
uch der menschenfreundliche Prometh^s auch gegen 
Götter edeldenkend , die er nicht mit in sein Verderben 
ziehen will. 

V. 347 — 372 theilen die Urkunden dem Okeanos, 
V. 373 — 376 dem Prometheus zu , walursclieinlich weil 
ov dijra gewöhnlich (doch nicht immer, s. Suph. Oid. 
1377 , KoL 433 ) zu Anfang der Rede einer andern 
Person steht, und wegen der Worte inei — *'AxXavroSy 
welche beim ersten Anblicke dem Okeanos zuzukommen 
scheinen; allein richtig hat man sie mit Elmsley dem 
Prometheus zugetheilt« weil man auTserdem nicht cln> 
sieht, weshalb Typhon angeführt wird, und besonders 
wegen der V. 367 ff. enthaltenen Vorhersagung, die 
Li den Mund des Okeanos nicht pafst , und dem Zwecke 
desselben widerspricht. Prometheus will den Okeanos 
durch sein, des Atlas und des Typhon Beispiel ab- 
schrecken, sich nicht auch des Zeus Zorn zuzuziehen, 
und beschreibt besonders des Typhon Elend ausführli- 
cher. Auch ist die Personenabtheilung in den Urkunden 
oft falsch und mangelhaft, wie schon ein Blick in die 
dten Ausgaben zur Genüge lehrt. — ov öijta nimmer- 
mehr, nämlich S^i\ot/i* 4xv, So auch /t?/ drjtay s. zu 
V. 1077. nal auch, dem Sinne nach für: bereits, schon. 
xaötyvrJTov , vergl. Hesiod. Theog. 509 ffi, Apollodor. 
I, 8, 3. Er erhielt diese Strafe wahrscheinlich wegen 
seiner Theilnahme an ' dem Titanenkampfc , s. Hygin. 
Fab. IdO. 

V. 348 Tipoi: köieipovS toTCOvS nach Westen zu. 
Ueber jtpoS mit dem Accusativus, wo man den Dativus 
erwartet hatte« vergL Choeph. 907, Soph. Phil. 23 efr 
^X^t %fi>poy TtpoS avxQv tdröe ye^ Elektr. ^31» Matth. 



60 nPOM. ^ESMÜTHH 

^ötfiTCB Tctov' ovgavov tb xal r^ovog 
350 äuoig iQsldioVj ax%o$ ovh evayTCcdov. 
tov FijyBv^ TS KikMlonf ohiffycoQa 



Gramm. §.591, rj. Statt oS npoS haben Med., Reg. D 
und Rob. oS iSy woraus man 5 6t' is machen kdimte. 

y. 349 f. einen Pfeiler (Schied) des Himmels und 
der Erde mit seinen Schultern stützend (tragend), eine 
nicht leichtertragbare Last. Atlas wird gleichsam als 
eine Unterlage, auf welcher der früher wahrscheinlidi 
unmittelbar auf der Erde ruhend gedachte Pfeiler ruht, 
dargestellt, wodurch die Entfernung des Himmels und 
der Erde vergroisert wurde. Aehnlich Y. 426 ff., Kur. 
Jon 1 f., Hesiod. Theog. 517 ff, 746 ff, Apollodor. I, 
^, 3. Uebrigens kann man xiov auch für niova neh- jt 
men, als wenn auf jeder seiner Schultern ein Pfeilier 
ruhte, da anderwärts von mehrern Säulen die Rede ist, 
z. B. Homer. Odyss. 1 , 53 ^x^ ^^ ^^ idovaS oevroS 
fiaxpaS , ai yaliv te hoü ovparov dfi<pi$ ix^wötf 
Hesiod. Theog. 778 f. iiM<P^ ^^ TCartTf Ttiodiv dpyv^ 
piotöt TCpoS ovpayov iöTrjptHtca. Man hat nicht übel 
vorgeschlagen: idrtfxe jdooy ovparov te xoA x^ovoS^ 
cjßoiS ipeiöcDV äx^oS ovh evdyHoXoVy vergL Herodot«' 
4, 184 ix^^^ ^^ ^^^ dXoS tovtov ovpoS, rcS ovvoßuc 
iötiv ^AtXaS • — tovto xiova tov ovparov AAyovÖtr 
ol imxfi^piot dvat, Pindar. Pyth. 1, 36 xioDV 6' 
ovpavia 6wixBi, vt<p6edö' Akra; doch ist jene 
Aeuderung nicht nothwendig. — eSßotSy Rob. wfiotv, 

V. 361 tov rr^evif , denn er war ein Sohn der 
Ge und des Tartaros, welcher nach Beendigung des 
IHtanenkampfes die Götter bekriegte , aber endlich vom 
Zeus unter dem Aitna begraben wurde, s. den Schoiiast, 
Stanley und Blomiield zu d. St. x^ovtos heifst er Sieb. 
504. Doch kann man es auch : den ungeheueren, 
schrecklichen verstehen, s. zu V. 567. KtXtHicav obctj^ 
ropa ärtpcov, vergl. Pindar. Pyth. 1, 31 ff, BecSv 
noXkinoi^ Tv<poü^ tHatovtaxäpavo^ , tov note KtÄi- 
Titov S^phpev noXvcüvvfiov avtpov ^ Mela 1, 13 spe^ 
cump ^uam Typhoncum vocant, -— tjuia aliqtumdo 



nPOM. /tESMSiTHS. 61 

avt^av IScav wTCtsigay daiov rsQocg 
ixatovtcpta^voVf XQog ßlccv xsiQovfiBifov^ 
Tvtpäva i^ovQOVy ycäg og dvzlörr] Q^Eoig^ 



cabile Typhonh fuit, Strabon. 13) p. 626 und 628. 
Nidi ApoUodor. I, 6,3 war er in Sidlien geboren, 
nicht daselbst ^ Ktktxigi statt ir 2iH€\i^ zu 
ist. 



V. 352 Saiov unglücklich , vergl. Sieb. 260, Her- 
zu Soph. Aias 771. 

V. 353 hat man hMOXOvtaKaprfvoy y um den Ana- 
päst im zweiten Fufse zu verdrängen, in hioroyxa* 
Offvor oder hcatoyHapotvov verändert, während Wel- 
kner glaubt, Aisdiylos habe das Ungewöhnliche durch 
ein langes Wort und eine metrische Freiheit mahlenci 
bezeichnen wollen. Wahrscheinlich jedoch ist es kxa- 
Tomix* pTfvay zu sprechen, s. zu Y. 113. Uebrigens 
bdfiit Typhon auch bei Pindar. Pyth. 1, 31 kxaTov- 
taxapocvoSy 8, 20 hiaroyHpayoS , Olymp. 4, 11 und 
Aristoph. Wölk. 335 kTioetoyjiegiaXoS , was von den 
Imidert Schlangenkopfen auf seinem Haupte oder seineu 
Sdmltem verstanden werden zu müssen scheint, s. V. 
ä55;, Hesiod. Theog. 824 ff., ApoUodor. I, 6, 3, und 
Sieb. 477 £, wo hierauf wahrscheinlich angespielt wird. 
tpoff ßiav s. zu y. 208. x^^povjuevov hier mit passi' 
von Sinne, vergL Sieb. 308, und von iöoiv oixxetpu 
ibhängig. Ueber die doppelte Apposition s. zu V. 926, 
ibcr die Trennung derselben zu Sieb. 122. 

V. 354 Tvtptavay unten V. 370 Tv(pGoS y welches 
fie häufigere Form ist, aber Sieb. 475 und 493 Tv^ 
(poira, Kur. ras. Herakl. 1272 TvqxSva^, Pind. Olymp. 
4, 18 TvipaövoS, — Statt des gewöhnlichen Ttädtv 
o(, weiches gegen das Versmafs ist, habe ich näs oS 
geschrieben, woraus, freilich mit Vernachlässigung des, 
Gebrauches der Elision, leicht näö' oS und dann icoLÖtv 
U werden konnte, näs steht für fCayraoS y aus allen 
Kräften, s. zu Ag. 1564, Soph. Trach. 431, Phil. 
1209, 1342^ Oid. 1415 und m den Zusätzen zum 



64 nPOM. JBSMaTHE. 

365 lücvoviuvog qI^^ölv Alwaitug vxo. 

ocoQvgiaig d* Iv axQiog f^fuvog livdQOXtvxBi 
'^q>ai6vog, fi^cv ixQay^öovtal xats 



nungslos. Andere xap/fcspov, xapa&por, Mca^aoapoVf 
^nergl. dnriopoS und dmjcjpoS, Uebiigens siiid die 
Worte dxp^ior xal Mapjfopor SißioS eine pridicatp- 
ähnliche Apposition, welche dorch als oder wie überr 
setzt zu werden pflegt, und bald Toransteht, bald 
Bachfol^, 8. Matth. Gramm. §. 4t^8, 1 , uns za Soplk 
Trach. 771, 83^, Ant. 124, 1259. So Aisch. Prom. 
157, 471, 617, 859, Sieb. 619, 744, Per«. 72 (w^ 
Lange und Pinzger das.), 73, 146 f., 167, 6IO9 
941, Hik. 546, 671 £, 751 ff., Ag. 41, 82, 102, ^ 
380, 335, 805, 848, 1347, 1534 £, Choeph. 661 i, 
828 n. a. 

V. 364 €T£rca7eov ^aXaööioVf tau StxäXxxoö 
Schol. 

V. 365 hat man IjtvovfitvoS , was fast alle Ur- 
knnden haben, und den sehr passenden Sinn giebt: xm 
Ofen gemacht , als Ofen ^enend , wohl mit Unrecht ia 
izovpavo^ (so Reg. C und Med. bei Weigel, doch 
mit augeblich Ton anderer Hand darübergesetztem t^ 
d. L gedrückt, Terwandelt, obgleich dadurch ebenfaDl 
ön euter Sinn entsteht, der durch Pind. Olymp. 4^ 
10 aXX* (S Kporov Ttaiy oS* Mtrav cjteif hcor ifrff- 
ßiosööccr kxtrroyTietpaXa TvqtäroS oßpißiov, Pyth. 1» 
35 2iM£Xia 6' avxov xii^i 6xipra ÄaxydevTa un- 
terstützt wird. Ueber die Form ßi^göiv (Met. md 
Med. bei IVeigel fd^iöir') s. zu V. 6. 

V. 367 ivBer, d. i. i^ tSr xopv^par» Der diese 
Worte veranlassende Ausbruch des Aitna erfolgte Olymp. 
72, 2 (479 V. Chr.), vergL Mann. Par. ep. 35, Hb. 
68 , Pindar. Py th. 1 , 40 ff. und das. die Ausleger, 
Thakyd. 3« 116, auch die Scholien and Stanley aa 
n. Sc, also 6 Jahre vor der Autiuhnmg unseres Städka, 
welche nach der Inhaltsanzeige der Penier unter daa 
Archon Menon, also Oivmpw 76, 4, stattfand. 



nPOM. ^EZMSiTIIS. 65 

Ttota^ol Ttvghg daTcrovreg äyQlcctg yva^oig 
xijg xakkcxaQTtov UcxsUag lst)Qovg yvag' 
70 ^tOLoväe Tvq)(Dg e^ava^aöei xokov 

%'eQfiolg dnh'jötov ßaXsöi^ütvQTtvoov S^Aijg, 
TCccLTtSQ TCSQowfS Zrjvog rivd'QaKO^Bvog. 
Ov d* ovK aTteuQog^ ovo ifiov dtSccöKalov 

175 lycö 8b rrjv jtaQOvöav ainrAiydco tvx^v^ 
?0r' äv Jjcog tpQovrj^a Kcxpr^öy xolov. 

SIKEANOH. 
ovxovVj nQo^n]%'BVy xovto yLyvu}6KBigy ori, 
OQyqg voöovOrig b10\v 1<xxqoI koyoi; 

V. 368 8. über icorajxoi nvpo^ Stanley zu d. St., 
ich Kur. Med. 1187, über ödnreiy vom Feuer go- 
«acht, Hom. 11. 23, 183, Blomfield zu u. St. 
rpioas: yvd^oiS, vergL Choepb. 276, und das. 321 
fpoS pLaXepd yva^oi, 

V. 369 gew. XivpaS yva? von yt;^, Rob. und 
ed. (Weigel) Xevpov^ yia^ von yvriSy beides gut, 8* 
Sopli. Ant 567, doch scheint letzteres das ächte. 

V. 370 i^ava^idet transitiv, e. Matth. Gramm, 
4S3, Blomfield zu u. St. 

V. 371 ^EpjjLÖlS (and, ^epjii^^) durch heifse Ge- 
UMKe (Auswürfe) seines unersättlichen (unaufh5rli- 
sn) feuerschnaubenden Ungestüms. 

V. 373 ovH äjcetpo^f nämlich et, s. zq V. 178. 
tber die Personenabtheilung s. zu V. 347. 

V. 374 oxco$ iTtidtaöat so gut du kannst, nach 
Citem Wissen, vergl. Eum. 581 , 667. 

V. 376 Xoognjdp, einige Xojq^ijdGo. S. zu V. 657. 

V. 377 ytyvGüdxetS Med. (Weigel)^ gew. yt- 

V. 378 opyij^ (einige f/fvxris) rodovörj^ eines 
laken, leidenschaftlichen, erzürnten Gemüths. opyij 
i in der Bedeutung G^müth, Denkart, Sinn, s. Blom- 
Id EU d. St. yoöeiv nicht selten von einem leideu- 
liaftlichoa Zustande, s. Stanley und Blomfield. 

5 



66 nPOM. JßSMaTHZ. 

nPOMHOETIL V 

380 Tucl fii} 6q>Qi/yfSvra dt^ftot^ Ufpfoivji ßl^. 

SIKEANOS. 

Iv tä »QO^iuusd'ca, ÖS xal tolfiSv tlva 
OQ^S ivwöav iijiilav ; 8l8a6xk ps. 

nPOMHBErS. 



y. 379 idv (allerdings) wenn. /laX^dödp, Ald^ 
Rob., Med. (Weigel) und andere H&ndAchriften ßic^dög 
von /uxX^dtiety, nidit übeL lieber die Verbindung dw 
Aoristus und des Präsens H. zu V» 309. 

y. 380 6q)pty<Svta ^fiov schwellenden^ aufbm- 
senden , heftigen Zorn. Hesychios ; 6<pptyeöytat huu^ 
poßievov, iöxvovta» Doch ist vielleicht mit Med. tf^iv- 
66oyta ^v/i6v zu lesen, s. Schneider's Wörterbudi 
unter Öq)v^co, — iöxvcdretv ßla mit Gewalt dämpftn, 
stillen , 8. zu y. 269. iöxcdvy Wien. B , C« 

y. 381 iv too Tipo^jiätö^at xal toXßqty in wA- 
' nem guten Willen und Unternehmen. Jenem entspricht 
y. 383 Kovq}6vovv evTf^iav, diesem pi6x^oy leeptööcifi 
Statt TCpo^ßauS^ai haben Rob. und einige Urkunden 
itpojiiTj^äiö^at, was in der Bedeutung : für sich besorgt 
seyn, ebenfalls gut ist, aber weniger äufiiere Autoritlt 
für sich hat. Ueber 8h nach dem dritten Worte 8. w 
y. 321. 

y. 383 fjLox^ov Ttspiddov überflüssige, vergebliche 
Mühe, s. Soph. Ant 780 KovoS icept66o$ y auch in 
Aisch. Sieb. 1030. xov<p6vovv evrjMav den Vorwurf 
leichtsinniger (eitler, thörichter) Gutmüthigkeit, s. über 
ähnlich gebrauchte Substantiva zu Soph. £1. 619, PluL 
1423, 1446, Kol. 182, 516, Ant 468, 916, Aisch. 
Sieb. 784, Hlk. 388, Ag. 167, Eum. 476. Dafs Pnn 
metheus hier nur einen Vers statt zweier, und Okeanoi 
gleich darauf zwei hat, während dann jeder von beiden 
«inen spricht, wodurch die sogenannte SÜchomythie 



nPOML JESMSITHS. 67 

SIKEAN02L 
la lu t^de r§ voötp vo<Ssiv, hui 
385 lUQduKov SV tpQovovvta (i^ q>Qov^ doxsiv. 

nPOMHQETS. 
IfMV dox^dsi Taiijclttx^ft' dvtti toÖB. 

SIKEANOZ. 
<fcapäs f^' h olxov 06g Xoyos (triXlsi ataXiv, 

JIPOMHQETS. 
ftij y&Q öS 9q^os 6v(t6s elg ig^Qttv ßöclig. 

SIKEAN02. 
^ t^ viw &ttxovvn «aYXQcecüs idgag ; 



«■■•W««lMahBaaMMMM««aBMMHaMHW0tMMBMbiK^ltaa 



gcitSrt ^nrd» darf nicht anstSljsig erschciaen, 8. ev 
Sieb. 199. 

V« 384 T^Se ty y66(p vodetv , dnige rrjvSa n^y 
ro^Off YOöAv, Ueber yo6nv mit dem Dativns yergU 
8opL Trach. 544, Aias 207, Phü. 41 f., Kol. 766, 
B^tth. Gramm. $. 400, 7, mit dem Accosativiu Soph. 
PUL 173, 1326, Kol. 598, Ant. 1015, Eur. Herakl. 
990 oidptreiy rtjyöe rf}y ydöoy, Aisch. Per«. 668 riya 
9iXuS noryäi noyoy; eine ähnliche Verschiedenheit fin- 
det sich auch Soph. Phil. 281 f. yoöoy (yoöov, yoöijo) 
mißtyoircti .^sch. Hik. 798 Hajiyoi^ HcataS yov» 

V. 385 eu g>poyovyta ßij tppoyety doxeiy als 
wohlmeinender (während ich dich zu retten suchte) als 
mrperständig zu gelten. Med. (Weigel) u. a. tppoyav 
doxeiy, gew. dox&Ly g>poyEiy, 

V. 386 es wird sdieinen, als hätte ich dich abge« 
schickt. 

V. 388 ^pijyoS ov/io^ die Klage um mich, s. Blom- 
fidd sa d St., MatUu Gramm. §. 466, 2, auch Bub. 
S53 ijiäiöt XiraU, 

V. 389 roS yioy ^otxovvtt (so Med., Rob. und 
andnctt, Hpaxovvxt Aid. und andere) nocyxpocreU 

5 * 



66 npo»L jsrsMaTHS, 

nPOMHQBTS. 
390 tovtoo q/vXatftfov H'^ttov' &%ilHü9f^ »lag, 

SIKEJNOH 
^ tf^, ngofi'^&eV) (fviitpoga 8iSa<lxaXos. 

nPOMH0Br2. 
tfrl/Uot), tcofU^ov, eäts Tov autgovca vov». . 

SiKEJNOZ. 
oQiuoiihtp (tot xovd' l^cavlag %&yov' 
ievQov yccQ olfiov «l&iQog ipavst tnegois 

S8pa^ dem 2eiii3, s. za V. 35. Ueber ^axety und Ub-II 
liehe Verba mit dem Accosadyns s. zn Pers. 137« ffifc. ■■ 
181, Ag. 175, 651» 812, Choeph. 796, Kum. 3^ 409, - 
446, Soph. KoL 1162» Aiaa ^46^ Matth. Gramm, j 
§. 409, 4, 6. . 

V. 399 macht d&l Ajyndeioü die Rede sehf leb- k 
haft, 8, za V. 56. 

V. 393 8. Matth. Gramm. §. 388. ^ 

V. 394 die weite (Xevpor die ausgebreitete, grolic^ * 
vfie Hik. 494, vielleicht auch oben Y. 369) Bahn der i 
ICmmelsiuft streift (berührt) mit seinen Flügeln der i 
Tierschenklige YogeL Ohne dafs Okeanos den Greif V 
antreibt, begiebt sich dieses verständige Thier (sl zu 
V. 287) von selbst auf den Weg. Xsvpov ydp otjuorf 
Rob. and Yen. 2 XevpGoy yap o^pLoov^ nicht übel, 
and wegen der Gleichheit der O- Laute in der alten 
Schrift mit jener gewissermaasen eine und dieselbe 
Lesart. Doch kann ^aveiv Vielleicht auch mit dem ^ 
Accusativus stehen, s. zu S'oph. Ant. 849, Mattb. i 
Gramm. §. 330, Anm., oder man kann ai^ipoS von 
ipavei abhängen lassen, und Äsvpov olfxov als Accusa- 
tivuB des Wegs nehmen, s. zu Y. 594, 838, 964^ 
Ag. 366, Soph. Aia&28, Matth. Gramm. §. 409, 4. 
Dann ist za übersetzen: die weite Bahn hin berührt er 
die Luft mit den Flügeln. Statt i>avet hat Reg. B 



np Q14^ 4BSMS^ TBS. 69 

95 TdtQa6%B%^q olwvoQj Söfievog; Ss t* o?v 
&vaQ'iiOLS iv olxsloLöi, ^(v^^uev y&w» 

XOPOS. 

6rp, d. 



B Bande, Tom., der Scholiast als Variante und wahr« 
dieinlich auch der Med. ^aipet, was man aufgenommen 
df und vielleicht das ächte ist, wenn es nicht aus Aen* 
mmg entstand, weil der Accusativus bei i/favet auffieL 

V» 395 rerpadxeXjj^ olcovoSy 8. zu V. 286. x* 
r fftr xo\ av , ohne dais man rar zu schreiben n5- 
ig bat, da rol elidirt wird, 6. zu V. 702» Med. 
Vogel) und Cant. 1 6' it" ar. 

y. 396 xd/i3ttetr yow sich niederlegen» ausruhen, 
Blomfield zu V. 32 und zu n» St Okeanoa ver- 
&windet. 

V. 397 beginnt der in die Orchestra oder auf die 
Urne einziehende (s. zu Y. 135), oder bereits einge- 
Btene Chor einen Gesang , in welchem ich mich so 
el als möglich an die Yersabtheilung der alten Aus- 
ben angeschlossen habe» wiewohl ich vielleicht mit 
Arr Recht hätte abtheilen sollen t 

öriva) ö8 täS ovXoptivaff 

tvxa^f Ilpo/irf^evy daxpvöU 

ötoairov h* d%* Bööoov f>adij^6v 

TiEißofikva ßio$ leapetdv 

voriotS Hrey^a nccycoS^ 
g. w. xoL? ovXofiiyaS xvxaS wegeft deines nnglück- 
bea Geschicks I s. Matth. GramnL §• 368. Ueber 
fJiojiieyoS 6. zu Sopb. Ant 632» 

V. 398 ist doHpvöidtoHXoy auf ^iosr zu begehen; 
dl könnte man leicht daxpvötdrdxtoDV schreiben, 
w wegen der alten Gleichheit der 0~ Laute kaum 
le Aenderutig zu nennen ist , wiewohl an der Menge 
t Beiwörter des einen Substanüvs nicht anztuitolsen 



/' 



72 nPOM. JEEMaTHS. 

ivvotiatii6vG>v TB uaav' 

410 ^Jöiccg ßäog viforvtcu, 
(lEycÄoetovovdL ßolg ä^- 
(laöL 0vy7idfivov6v Q^vatoi' 
Kok%l8oq tB yäg ivovaot, dtp, ß\ 

415 Tcal Sxv^q oiiUog^ ot yäg 

SöXCCtOV WCOQOV d^fpl 



••^rt^r^^'t- 



V. 409 ff. und eo riele Sterbliche den (an Europa) 
angrenzenden Sitz der reinen (jungfräulichen) Aitia (alio 
den Erdtheil Asia) be-wohnen, haben mit deinen hödwt , 
beklagenswerthen Leiden Mitleid, ijtotxor anvrohneiidy . 
angrenzend, benachbart, vom Lande gebraucht wie xa- % 
poixo? , Ttpoöotxoi u. a. Hieraus läfst sich scliliefsen, 
dafs Aisctiylos den Prometheus im nördlichen, nach Asia 
zu gelegenen Europa angeschmiedet darstellen will, 8. 
die Einleitung. ayvoiS 'AöiaS der Okeanide Asia, s. 
Hesiod. Theog, 359, zu Pers. 181. Ueber Övyxdftv&y 
s. 2U V. 274. ^vatoi Med. (Weigel), gew. ^rrijtoi, * 

V« 413 f. sind die Amazonen zu verstehen) s. zu 
V» 727. Ueber xl — nai - ri ^ re s. Sieb. 14 ff., 
Pers. 29 ff. , Soph. Aias 861 f. iidxotSy and. pidxoaS^ 
vergl. Soph. Aias 365 tov iv dätoiS arpBöroy /la- 
jta^S'; Aid. fidxrj^y Rob, fxdx^y* Ißt fidxctS Genitivu«, 
8o Tergl. Mattb. Gramm. §. 339, §. 344, ist es Accu- 
sativus , so vergl. das. g- 422 , auch §. 409 , 5 , Pers. 
27 detvoi fidxrjy y Sieb. 551 dkHrjv dpidroff , Soph. 
Ant. 781 "EpaoS avtHOte ßdxav, vielleicht auch Sieb. , 
479 ivS^eoS aprjy. 

V. 415 steht Shv^jjS adjectivisch , s. zu V. 2. 
6t auf oj^itXoS als Collecdvum bezogen , vergl. V. 
810 u. a. 

V. 41 6 f. welche der Erde äufsersten Sund (den Kim- 
merisdien Bosporos) am Malotischeii See besitzen, nopov 
Turn., \ict. und ein Theü der Handschriften, ronov 
icopoy Aid., xonov Med. und die fibi igen , doch acjielnt 



nPOM. JESMaTHS. 78 

20 KavTcdöov Tcikag vi(iovTatf 



eses Aendemng, und kann schon deshalb kaum go- 
lfigt werden 9 weil Aischylos schwerlich diesö Gegend 
r die äufserste der Erde angegeben haben würde, da 
selbst in den Irren der Jo und anderwärts weit 
tiegenere anfuhrt; übrigen§ könnte auch an sich 7(6- 
}f in der Bedeutung von roTCoS gebraucht seyn, s* 
i V. 2. djiq)\ Matc^tiv Hjivay hängt nicht von 
pv6tj sondern von yäS iöxcccov nopov ab, vergl. 
iCien zu V. 731, Sieb. 136, 146, 188, 448, 460, 
rs, Pers, 195, 616, 821» 832, Hik. 572, 691 f., 
g; 323, 325, Choeph. 466, Eum. 374, 417, 1028, 
iph. Ant. 1122 IF, u. a. lieber d^q>i s. Matth. 
raipm. §. 583 , c. 

V. 418 ist an der Anführung von Arabias Helden- 
ftthe kein Anstofs zu nehmen, da Aischylos nicht die 
5Ik€r in der Nähe des Pontes Euxeinos, sondern blos 
Ukerscfaaften Asiens namhaft machen will , ohne Rück- 
eht darauf 7m nehmen, ob sie näher oder entfernter 
in dem jetzigen Aufenthaltsorte des Prometheus dch 
finden. av^oS (and. ^ror), s. zu Ag. 185. 

V. 419 leoXiöua Staat, Gebiet, Gegend, Land- 
haft, wie Pers. 481, auch von Inseln, s. zu Eum. 77. 
l>en 80 wird noXiS gebraucht Sieb. 595, Pers. 107, 
)9, 215, 503, 767, Hik. 374, 825, und itoÄx66ovxoS 
eb, 253, vielleicht auch äötv, s. zu Hik. 535. 

V. 420 KavHadov neXaS, Hieraus sieht man, 
fs die Scene nicht am Kaukasos ist, s. die Einleitung. 
ebrigens ist der einzehie Berg Kaukasos^ nicht das 
pbirge zu verstehen, s. zu V. 721. rijuovTat, Med. 
id Reg. G yißiovdtj nicht übel, vergl. Eum. 1003; 
»ph. Phil. 393, Oid. 237, 579 u. a. , zumal wenn 
■ftovrat wegen V. 410 lüerher gekommen seyn 



^ 



74 nPOM. JEEMaTHJS. 

daiog tftgatogy 6|t;- 
OQtDQOLö^ ßgifiov iv ixlxit>€ug. 
Iiovov 8^ XQoö^Bv SXXov Iv novots ix^S, 
öafiBvr' aTcafucvrodstoig 
425 Tixava IvfiaLg elöLÖoiiriv &b£v^ 

V. 421 in scharfopitziger Speerbewaffnnng tobend 
(tof Kampflust lämiend). ü^Ian hat das kriegeriflche 
S'olk der Soaneo sa verstehen » 8. Strabon XI , p. 499. 
Ueber iv s. Ag. 1244, Eunu 1014« Bnichst. 300, », 
Matth. Gramm. §. 577, S. 1140. Aehnlich Eor. Phmn. 
113 jtoÄXoiS ßiky IxicwSf ßtöpiotS 6' oxkotS ßpiitmri 
vergL auch Aisch. 8ieb. 64. 

Y. 423 fiovoy Stf einen .ranzigen eben, einen ei»- 
elgen nur. IVIan konnte mit einigen Handschriften tt 
achreiben, was wegen der alten Gleichheit der Ei-LautB 
keine Veränderung wäre, allein di} findet sich öfter mit 
/io vor verbunden, z. B. Sopb. Ant. 58, 821, Tnch. 
1063. TCpoö^er vor dir, ehe du littest. oAXov, AM. 
mit einigen Handschriften iXKosr wegen 3cg3k. ir 
TCovotS bei seinen Leiden, v^-ährend er sonst nodi leiden' 
mufs. Die Erklärung folgt Y. 426 ff. Die andern Ti- - 
tauen büfsten audi, da sie in den Tartaros ventofien 
waren, aber sie waren nicht gefesselt. 

Y. 424 dxaputyToSiroi^ XvßiaiS durch nnermüdlidi- 
(ununterbrochen) fesselnde Schmach (durch ewige Ban- 
den). Atlas wird eis gefesselt dargestellt, um sich 
seiner Strafe nicht entziehen zu können , worauf auch 
Hesiod. Theog. 517 *At\c[S ö* ovpavov evpvv 5t** 
TipoaepijS vn ay^a^^xT/^ hinzuweisen scheint Aus Bieg. 
G hat man adafiaytoditoiS aufgenommen, was aus Y. 
148 entstanden, aber auch vielleicht das Richtige seyn 
kann; doch habe ich es wegen zu geringer äufserer 
▲ntorität nicht aufgenommen, znmai da dxajiayro&irot^ 
an sich gut ist 

Y. 425 eidtSoßitjr Aid. und Rob., dötSo/iacy Tum. 
und Yict, was vielleicht aufinmehmen ist, wenn es die 
Handschriften haben, ^ecov (Rob. mit Reg. L und 
Wulf, ^ük) ist von ßorov aXXov öa/iSvra Ttrmwa 



■/ 



nPOM. JBSMaTHS. 75 

^^tXcevQ'* j Sg cihv vtuIqoxov 09hoSj 

TCQOtCUOV QVQ&VI^ TS StöAoV , 

vcitoig vaodteva^si' 
ßo^ öe nSvztog xXvdtov 



abliang%, 8. sa Eum. 1» auch zn Soph. Kol. 273. 
Liest man 5eoy» so kann man dies als Apposition zu 
'AtXctyta ziehen: den Gott Atlas, doch ist dies weni- 
ger wahrscheinlich. 

V. 426 fiEl welcher stets das übermäfsige Gewicht, 
qnd swar die gewaltige himmlische Achse , für seinen 
Eücken tief beseufzt. Ueber die Sache s. zu V. 349. 
&hroS hdfst hier drückende Last, rh und zwar^ s. 
* n V- 208 5 über die Stellung zu V. 493. vootoi^ hängt 
^ Ton vieeipoxoy d^ivoS ab, wovon es durch eine Art 
Hyperbaton getrennt ist, s. Matth. Gjamm. §. 4B9, 3. 
Vcrgl. Find. Ol. l , 92 napttpov avtßS \i^ov, vTto- 
^eyd^et tief beseufzt, vergl. Soph. Aias 322, 1001. 
Rob. und Vict. wtoßadtd^eiy wahrscheihlich aus Aen- 
demng, Hermann opuscc. I, p. 114 vTtoöteyd^eu 

T. 429 & es beklagt aber die zusammenstofsende 
(anprallende) Meerfluth, es beseufzt der Grund, — die 
finstere Erdtiefe des Aides (die Unterwelt) nämlich 
dröhnt unten, ^- und es beseufzen die Quellen der 
reinstromenden Flüsse (die aus dem Atlas hervorquel- 
lenden reinstromenden Flüsse) trauriges Leid, d. i. es 
leidet aber darunter zugleich die Meerfiuth, weil sie am 
Atlas Widerstand findet und gebrochen wird» die Erd<^ 
tiefe und die Quellen durch die sie zusammendrückende 
Last. Alle Verba, aufser vitoßpi/iet sind mit aXyoS 
obctpov zn Terbinden. Zu ßoäv n etwa^s beklagen 
TergL Soph. El. 802 f, ^vßifpitvcjv, einige ^vfifcintGov^ 
vergl. Choeph. 295. ßd^roi ißa^vS Rob., ßv^oS die 
meisten Urkunden) habe. ich aus Med. (Weigel ßd^vf) 
aufgenommen, da ßvSroC, die Meerestiefe, hier nicht pafst;. 
Ueber öh für ydp in Parenthesen s. zu Hik. 627. 
ßivxof ydi macht einen Begriff aus. nrfyoLi (Rob. und 
ein Theil der Handschriften naya\y wie V. 400 icayaiS) 
ftotOßAy findet sich oben V. 69, Eur. ras. Heraki. 

- % 



>. 



76 nPOM. ^JEZMÜTHS. 

430 tviJUt irväv, 6tEVU ßccQrog, — 

Ttr^yai d"* ayvog^vrav %&tayuäv 
ötivovöLV SXyog oIkcqov. 

nPOMH0ET£. 

fi7/rofr %hdy doTUits, yi.r(c av^adia 435 
435 öLyäv fi€, Cvwoia Sh daxtofLM tuccq 



1297. Statt y hat Med. tmd Wolt d\ Ueber dai 
Mit^efQbl lebloser Wesen s. zu Sieb. 536. UebrigaM 
ist Z11 bemerken, daTs der Begriff des Atlas aU PerMB 
und lierg verschmolzen ist; s. Aehnliches zu Sieb. 1038« 

V. 434 haben die meisten Urkunden j^ifrot, Aid., 
Turn, und Yict. mit Reg. B //'/rz. Dieses heiCst : nicht 
etwa, jenes doch nicht , oder jn nicht, vergi. T. 628, 
Soph. Kol. 1407, 1439, Ant 544 n. a. Ueber die 
Dative x^^^ff und av^aöLt s. Matth. Gramm. §. 397. 
Statt ;i7/r' haben Med. (Weigel) u. a. ////Ä*, s. über 
ovTot — ovTB (oröi), jijJTOi — /^V« ißi^^^^ ^"'M 
IMaiili. Gramm. §. 609 anführt. 

V. 435 sondern durch Nachdenken (oder Betrüb- 
nlfs) werde ich zernagt am Herzen (oder quäle ich 
mein Herz). Ueber övrvoia s. Blomäeld zu d. SL, 
über öaTcray vergL Hik. 67 1 Pasd^iscb steht es 
Odyss. 16, 9^ 

V« 436 hab« idi zwar fCpovöeXovueyor mit den 
neuem Herausgebern aufgenommen, obgleich dieses Wort, 
über welches Blomfield zu d. St., Passow im Wörter- 
buche unter TrpoötXid}, Buttmann in der ausf. Gramm. 
II, p. 120 nachzusehen sind, noch manchem Z^*eifel un- 
terliegt. Med. (Weigel) hat vcpoösjfXvpievoy and. Ttpoö» 
eXovßieroVf npo6fjXovfiByoVy auch einzelne yepoöiXXory' 
ßiEvov, fTpoödtXXovpisyoy, tcpo6t:\XovßiFyoy y itpoöeov- 
usi'ov^ und Anstoph. FrösdL 743, ^^o es sich noch 
findet, itpoöeXovpiev^ ebenfalls gegen das Versmaafs, 
doch soll eine Handschrift de« Stobalu^ , wdrlier diese 
Steile anfuhrt, npovyiXoviitv haben. Auch Hesychios : 



nPOM. ^ESMSiTHS. 77 

vQiSv iiuxvrov ^Sa jtgovasXoviisvov: 

TrpovyeXBir, npoTcrjXootic^etv , vßpiSiety^ ond npoöeXet 
(richtiger npoöekEi) ^ TtpoTCrfXcexi^et , Suidas': Ttpoö- 
ikoijjMEy^ avrl rov TcpoTtTjXcexidiojLtey ^ Tzetzess npoö- 
tXei'yy vßpi^etVy ^tyniol. Magn. p. 690, 11 r npod- 
eAj/vot, TtpovösXXely XeyoxxSt to vßpitisiv* xal ol 
'Apxade^f iitsidTj XotdoprjtiHoi eldtv* ovzcdS iv t*7rü- 
ßonjjiceTt npofiij^ioog öeö/igov (dsd/ioitov), ein SchoUuii 
XU d. St : ßiincDV ifiavrov ovrco^ vßpt^6ß.iEvov • 
tovto ydp drfXol to KpoöeXovpLsvov ^ u^ev xal ol 
*Ap9uidEi KpodsXot 17 npoöeXrjvoL (s. Passow'u >Vörter- 
bncfa unter itpo6iXrjvoS) ^ die Scholien zu Aristoph. 
Rrdflch. 743: fCpoöeXovßiev , TcpoTtrjXaxi^ojxey , iXav- 
roßey^ ixßa^Xo/iery vßpikofiev^ aTtptd^ojuev. Dio 
Ableitung ist unsicher ^ wahrscheinlich jedoch kommt 
das Wort von npOj 1$ und «Aos*, und heilst also x vorn 
einsumpfen I vorn einkothen (wie eiiiseifuen, (Miischmlc- 
ren) 9 und ist also dasselbe was TtpoTirjXaxl^siy , oder 
von TtpOf i$ und UXety (wovon Sieb. 83 iXsdsßydff 
und Pers. 289 dpxeXElcoy zu kommen scheint)» der 
alten Form von eiX&iy und iXcty (iXavveiy), und hiefse 
dannt vor sich her drängen ) stofden, treiben ^ in die 
Enge treiben, mifshandcln. Deshalb sollte man e.4 
xpovÖeXovfjievoy mit der Koronis schreiben. I)ocIi 
möchte das wahrscheinlichste an unserer Stelle TCpoeö- 
eXovßieyoy und bei Aristophanes npoEöEXovuEV scyn^ 
wa« leicht in das vielleicht ebenfalls ächte Wort npoö- 
eXeiy übergehen konnte. Dawes in den misccU. critt. 
p. 164 f., Brmick zu der Stelle des Aristophanes und 
Reisig vertheidigen TepoöeXov/iEvoy , die erste Sylbo 
durch die dem Digamma gleiche Aspiration (itpoöhXotJ- 
ßityovy TgpodvreXovßiayov') als lang anseliend, und Rei- 
sig will die Schreibart TtpodyeXEiv daraus erklären. 
Ist tepoÖeXovßievoy richtig, so ist die erste Sylbe nicht 
durch die Aspiration, oder vielmehr durch das Digamma, 
lang, sondern durch das Digamma und durch den der 
Terdoppelung fähigen IVIitlauter 6 zugleich, womit man 
dann Soph. Oid. 1005 oXcjXajaey 6v' oyte, ßir} d(p8 
näfllS^S (t'idere) vergleichen könnte, vre ebenfalls zum 



78 nPOM. JiBJSMaTBZL 

wärot %Bol(fv tolg viovg tovtoig yiQa 
tlg alkog , ij * yci f navtsXäg diagiöB» ; . 
alX avxa öi/yä^ xal yäg dSvlccv6w Sv 440 
440 vixZv Uyoijiu tav ßgotole dh sn^ftirrce 

dxovöa^% ag ^tpag, vij^lovg ovtag xo n^w^ 
Iwovg S^T^xa xal q>Qtväv hcrjßoXfwSf — 

ak)! G>v didoTC tvvouxv ilsWWfLWogf •— 445 
445 (ü Tcgäta ^hv ßUxovtsg kßXmov /uevfjVy 



t^iittmmmmmmißmimmmmtmmmfmtmm'i^mmtim»» 



Digamma noch das yerdoppelirngsfahlge p tritt. Ueh|i 
etwas Aehnliches bei Aspiratis s. zu Soph. Oid. 1207J 

V. 437 rovtotS^ mit Yerachtnü^^ g. Sopk j^ 871, ^ 
274, 301» 355, 790, zu Phil. 266} so Aisch. Choeph. 
374 ÖTvyspdöy Tovtaov. 

V. 438 8. über die Sache V. 219 ff^ 304 1, 977 1 

Prometheus sieht sich, da vorzüglich durch ihn Kronoi 
gestürzt, und Zeus König der Götter geworden 'war, 
als den Wohlthäter des Zeus und der übrigen, v<Mi dio*^ 
sem mit Ehren überhäuften ( V. 228 & ) Gdtter an/ 
ytavteXdü^ hauptsächlich, vornehmlich. 

V. 440 f. in Betreff aber des Elends unter den 
Sterblichen vernehmet, wie ich sie u. s. w. rdr ßpd* 
rols "Hrj/jLata ist absoluter Accusativus, s. Matth. Gramn. 
§. 298, 3, §. 427, Anm. 3, uns zu Sieb. 782, Choeph. 
703, Eum. 685, Soph. Oid. 273, 444, 710, Kol. lU6k 
Phaidr. Br. VII. 

y. 443 f. ist ein parenthetischer Satz, /li/ii/ny, weil 
sie gewissermafsen die Ursache meines Unglücks sind« 
Ueber den Dativus in juijuipty ovriv* dv^pooxotS i^aüfi^ 
8. Matth. Gramm. §. 387, aber auch §. 389, 3 und 
§. 390. Yergi. auch Sieb. 889 £ dtou%?ajtT7}pt 6* ovx 
djiie/i(pia q>iXotS^ 1017 Sxovö' axiöxov tTfvS* arap^ 
jiav jcoXeiy und zu Hik. 475. tSr didoon* evvotctv 
meiner Gaben Freundlichkeit, meine wohlgemdnten Gaben. 

V. 445 knüpft o¥ die Rede nach dem Zwischen- 
satze an das Frühere an, s. Soph. Trach. 562, Matth. 



nPOM. JESMÜTHS. 79 

SqyvQov slx'^ navta^ xovts nXivdvfpBig 
Soiiovg ^QoösUovgyöav, ov ^lovQylaVi 450 



ninin« §. 477> a, Ueber die Entsprechung von Ttpdoroc 
r — d^ s. zu Pers. 380. ßdtrjv umsonst, ohne Yor- 
d daraus zu ziehen, oder unverständig, ohne Nach- 
oken. Aehnlich Ag. 1613 ovx opaS qpmv rade; 
loeph. 499 ovre? yap ov tiSnrrjxa^y ovdi nep ^ardv^ 
iph. Oid* 413 6v xal öedopHoS , hov ßXinei^ Iv* 
'^uxHOVy Xenoph. Anab« III, 1, 27» Entgegengesetzt 
i'Soph. TradL 419 ^ |5ä* dyvoiaS opaSy Aristoph. 
Aam. 403 hovh ivdov ivSov iötivy und das. Berg- 
r. Auch wird angeführt JesaL 6^ 9> Matth. 13 « 13 
id 14) Lukatf 6» 10» Gataker de nov* instrnm. stylo 
68. 

t^. 446 i. oretpdtatv dXiyHtot,uopg)at6t so un- 
eher jund schwankend sich zeigend wie Traumbilder, s. 
ihnliciies zu Ag. 76. tov fiocxpov ßlov (so die bessern 
ckonden, xpovov die alten Ausgaben) nicht t das lange 
iben hindurch , was von den Mensdien ein unsterbii- 
cr Gott weniger passend sagen würde, sondern: das 
.nemde Leben hindurch« ihre Lebenszeit hindurch, 
Ihrend der Dauer ihres Lebens. So scheint auch un- 
n V. 534 tov ßaxpov ßiov ^ Soph. Phil. 305 f. 
ikkd ydp tdSe Iv rcj fianptp yevotx* av dv^paj" 
)oy. Xpoy(pi Aisch. Pers. 694 d ßtdööGoy ßiotoS ijv 
(Bi npoöGD verstanden werden zu müssen. Ueber 
Q Accusativus der Zeit s. zu Pers» 608. 

V. 448 iq)vpav eix?} ndvta sie trieben alles ohne 
eberlegung auf das Geradewohl, was unten V. 454 
irch oTBp yyaofxriS ro noiv litpa66ov ausgedrückt ist. 
eher ovxb — ov s. Cnoeph. 287 f., zu Soph. Ant. 
>8, Matth. Gramm. §. 609, S. 1225. 

V. 449 TtpodeiXovfff and. npoöifXovS, und so Med. 
RTcigel), doch mit darüberstehenden et; s. Blomfieid. 
I nnd Gebäude über der Erde zu verstehen , den dun- 



80 nPOM. ^BSMSiTHS. 

450 xat(DQvxe9 ö' ivaioVy mdx* &Bt6vQ0h 
^vQfL}]7ceg, ävtQiCOv Iv fLVXolg iLvriUoiQ. 
7jv (5' ovÖev avtolg ovte xBl^iaxog tix[iccQj 
ovt* dvQ^e^codovg vQog^ ovtb xctQ7cl(iov 
^BQOvg ßeßacoVy dlX ärsg yvwfirjg to nav 455 

455 ^7tQa6(5ov^ ^ötB öt] 6^iv avrokag lym 
ccötQCJv ^ÖBi^a, rag xb ävöxQLtovg öv0Big, 
Ticcl fir^v dguhiiov S^oxov (Soq)L0iiatav 
l^BVQOV avtolg y ygaiifidtcDV xb öw^hfSBiq^ 



kehl HühleJi: entgegengesetzt yday , ünä^ IdatTf wH' 
keine gebräuchliche Forin zu seyn scheint, obwohl t/tfty . 
Hom. 11. 18, 405, Od. 4, 772, das. 13, 170, und 25,- j 
152 (s. Buttmann's ausf. Gramm. §. 109, Anm. 9) m 
vorkömmt, und gewohnlich rerschiedene Lesarten ikh 
finden, wie Kur. Hek. 1112 ydjjsy und £'d>/ev, Kykl. 
2.S0 ydav und löar^ s. £tym. Magn. p. 438 £, Pierson 
zu Muiris p. 174. 

V. 450 ' ddövpot ) einige aTJdvpoz , und so Med. 
(Wcigel), doch in jenes Terändert; s. hierüber BIonH- 
field. . Jenes ist passender und dem Metrum nicht ent- 
gingen, da es von dem kurzen Stamme des Verbi övpeiv 
gebildet ist (s. Buttmanii's ausf. Gramm. §. 119, no. ] 
ÖÖ), wie ßkoövpoS f d. i. to ßXepLßa dvaöitwv. 

V. 454 ^epovS des Sommers in weiterer Bedea« 
tung mit Einschlufs des Herbstes. 

Y. 456 6v6Bi?y Stobaios Ekl. I, p. 4 Heereft 
odovSy was vielleicht ein Gedächtniüsfehler ist Eine 
ähnliche Stelle ist Ag. 5 ff. 

V. 457 xa\ /Mijr auch jedoch , s. zu Pers. 398. 
dpt^ßxoy die Zahlenreihe, Zahlenfolge, das Zahlensy- 
stem , Zalilenvcrhältnifs , auch wohl das ' Rechnen , s. 
Piaton Theait. p. 147, e roV dpt^jiioy Tcdvra Sixct 
ÖteAdßojiuv , Phaidon p. 104, a 6 y/iidvS tov dpi 
^ßiov aTCas y Stanley zu u. St. 

V. 458 ypajiijLidtcDv dvv^eöais der Buchataben 
ZusanuQcnsetzuug , die Schreibekunst. 



nPOM. JE2MaTH£. 81 

(Mn^fifjv^ anavtmv iiovöofiT^roQ i^yauv* 460 
460 x^l^Bv^a agcitog Iv ^vyolöt xvi6daXa 

%Vfitols^ luyt&tfov SiaSoxot (wx^liatcjv 
ysvcav&\ v(p* aQfiav^ ijyayov g)Lk7ivlovs 



V. 459 und die Erinnerung an Alles als lVIusen-> 
fflutter thätig, d. i. und wie die Erinnerung an Allefl 
all Hervorbringerin der Musenkünste thätlg sey, wie 
ne die Erinnerung an Alles zur Erfindung der Ge- 
■«^clitschreibekunst , zur Dichtkunst u. a. gebrauchen 
vmd lienutKen könnten. Wie Prometheus sich V. 442 
llfcmty di(^ Menschen ivvovS und (ppevcüv iitrjßoXovS 
* gonacht zu haben, so kann er sich auch rühmen, das 
I Gedächtnifs in ihnen geweckt, und den Gebrauch des- 
sdben ihnen gelehrt zu halben. Die Wichtigkeit des 
Gedächtnisses für die Mus^nkünste ist auch in dem My- 
thus ausgedrückt , dafs Mnejnosyne die Mutter der Mu- 
sen sey, 8. Hesiod. Theog. 53 if. , 915 ff., Jamblich. 
de "vita Pythag. c. 29 ov8\y yäp juei^oy TCpo^ imdti^- 
ßtffy^ xal ifineipiocify oia\ <pp6vijdty rov dvvaö^at 
ßinjßiorevsiy f Soph. Achai. Br.'I, 1 ^.d^a Ihepidaov 
ifTvyepa ncA avapsto^, Ueber jitovdojLtTJtcop s. zu V. 
301« An ipyaxtv (Stobaios ipydvrjv') ist nicht an- 
nutofsen, Tergl. Soph. Phil. 97. 

V. 460 KvaiSaXa Rinder, Esel, Maulthiere und 
Pferde. Das Wort wii*d nicht blos von reifsenden 
Thieren gebraucht, TergL Soph« Trach« 716. 

V. 461 f. haben statt ^evyXat6t (so die alten 
Ausgaben mit einem Theile der Handschriften) andere 
Siffvy^yöt^ was vielleicht das ursprüngliche ist, s* zu 
V. 6« ^vXBvovtct proleptisch fQr Sörs yeviö^at 6av- 
Xevorra, — t^ und zwar, und namentlich, s< zu V. 
208« Die Pferde werden noch besonders angeführt. 
Eine ähnliche Stelle ist Brüchst. 18p ^Ttoay ovcov x* 
ix^üa. xai tatipcov yovds öovS dvzlöovXu xal novcov 
ixdhitopa* 

V, 463 8. über die Elision von ai in yeVmvtai 
de dialecto Sophoclis p« 33, Matth« Gramm« §< 45, 

6 



82 HBOM. JBSMSiTHZ. 

■ 

Tinr^rovsf^ ayccl(ia f^g tmsQxlovtov x^ttfn^. 465 
iß5 Q'ccXaööoxXayxxa d' ovtig Skkog am Iftou 
Xwomtq^ evQB vavtUcav ojmfiatcu 
tOLOvta itTixavriacct^ ii^BVQiav tcHäg 
ßgorolöLVy avtog ovx ij^o fS6q)UiiL'f otfp 
Tijg vvv scaQovöijg utrifiov^g Satcdlayä» 470 

XOPArOS. 

470 nsütovQ'ag alxeg ^ft', axo(iq)aUlg tpgtvSvy 



anch unten zu V. 837, Sieb. 455, Pen. 659-, Ag. 
360 , über den CoDJunctiyiui nach Finalpartikeln obe*^ 
zu V. 201. ^ 

Y. 464 ayaXfiu tijs vTtepTtXovrov x^^^V^ so daCi 
die überreiche U^ppigkeit damit prunken kann. Bar- ^ 
über, da& man den Reichthum eines Ilausea nach def 
Zahl der Rosse, die es hält, beurtheilte, s. Biomfield 
zu d. St, auch Isokrat. de Big. p. 696 InTtotpoq^lv 
— , S rdöv evSat/iovedtaTGOv ^pyov idrlv, <potv?ioS 
6* ovöel^ Sv 7tot7J6et€Vi Plat. Lys. 5, p. 2.05 «Aov* 
rovs TE 7£al litTtorpocpiaS y Xenoph. Oikon. S, 6 und 
das. Bach. 

V. 466 Bvpe, Aid., Turn, und Vict. svper, — 
vavtiXooVt Med. ravXoxciiv oder yavTiXdxcov. — <>iP!^ 
fiata Fahrzeuge, auch von Schiffen gebraucht, s. Hik. 
32 ^vv oxfp taxvijpetp Soph. Trach. 656 JtoXvxoaxor 
oxTifJia vaoS, Eur. Iph. Taur. 410 yäiov oxw^f Med. 
1122 f. vatav dTtrjVTjVy der Dichter bei Dionys. Halik. 
de compos. verb. p. 132 (226) nXcotatS am^irg6t 
XccXxepißoXotöiy i Hom. Od. 4, 708 vrjcjy oSxvTtopoor 
imßavyi^isv y a7^' dX6$ titnoi dvdpdöi yiyvovtoa; 
auch wird aus Nonnos app,a ^aXadörfS y Tloötdrfiov 
apjiiay apfia TLoöEiddcovoS , aus Oppian. oxoS aXo^y 
aus Theodoret. oxtjjaa ^aXdtxtoVy aus Catuil. 63 (64) 
9 ipsa levi fecU volitantem flamine currum angeführt. 
S. auch Stanley, Giacomelli und Butler zu u. St. 

V. 467 f. Rob. und einige Handschriften i^evüor 
— atrcoS o ovx. 

V. 470 aixt^ , die Urkunden detxks gegen das 
Verjjmafti. äxoöqtaXeif q>p€vmr, s. Biomfield. 



J7P0 A£ JBSMa TBS. 83 

nXtt^ 9C£dco$ 9' latQog^ oörtg ig vSöov . 
möcav ä^iisig, xui ösawoy ovtc ^xsig 
evifstv imotoiQ tpaQ^Lanoig laöcfiog* 

nPOMHeETS.^ 
rä Xoiita [lov TcXvovöa &av[ia0r] itXlov^ 473 
■ 475 oXoQ rixvag rs xai TtoQOvg ifirjödiiTiv. 
! ro fta; fäyiAStoVy bX tig Big voöov xb(Soü, 



y. 471 da schwankst aber als schlechter Arzt, da 
ds in ein Leiden geratlien mathlos bist Die bei AiscKy* 
Ip-scht selten. sich findende Stellang der Partikel 6h 
^iA. dem sweitea Worte hat hier und andervtärts ( s. 
i^iieb. 208, 375, 630, Ag. 726, Choeph. 234, 818, 
lim» 68) eine falsche. In terpunction bewirkt, nämlich 
aich fcXar^ ein Kolon oder ein Punctum , was dann 
& Veränderung von o6xiS in £s rtS zur Folge hatte, 
lieber naxoS iatpoS ohne Yerglelchuugspartikel s. zu 
V. 363 , über einen ähnlichen Gedanken zu Y. 263-, 
Stanley, Giacomelli und Butler zu u. St oötii: steht 
hier mit der zweiten, wie V. 761 mit der ersten Person. 

V. 472 f. Hul deocvrov ovx ^x^^ evpEiy oTtoioiS 
fapfioHOtS iddijiioS för xal ovx ix^tS evpeiv oTCoiotS 
fapßioHotS dt) amuS idöt/io^ el^ vergl. Soph. £11. 
S32 f., Oid. 707, 767 f., 1392 f. u. a. Ueber das zu 
crgftnzende e? s« zu V. 178. 

V. 474 /iovy melu:ere Handschriften fioi, nicht 
«bei, B. la V. 620. 

V. 475 nopovSf and. 8oXovS, was, in guter Be- 
deatnng genommen, vertheidigt worden kann, aber jener 
Lesart nachsteht. ifiijöapLiiv von ßrjdeö^ai, und nichc 
mit Blomfield .zn d. St. und IVIatth. Gramm. §. 243 
Ton ßiS/iai , wa3 nur im Präsens gebräuchlich gewesen 
zu seyn scheint, mid bei den Tragikern nur im Partici- 
föm (jitopitvos) vorkömmt, s. Chueph. 42, 437, Soph. 
U. 836, während das Futurum und der Aorist. Med. 
^ /iijSeö^at weit häufiger ist 

Y. 476 to ßh^ ßiiytdTOv, s. Matth. Gramm, g* 432, 
S. 805 t eis voöov m einige is vodov- 

6* 



■ 



84 nPOM JSSÜMatH£. 

■ 

ov XQLötoVf ovSh TCUftoVf dUia ^HXQfuSxow 
XQsCf xtxtseTdlkovtOj nffLif j/ lyA tkpUfw 480 

alg tag ajeaöag i^aiiM^ovtac v66ovg* 
XQOTCovg dl ütolXovg [Mevtiac^g i&eolj[/xfa' 




V. 477 ov8i (einige ot;re) ßpoS^/ior mcht 
mal ein efsbares, als das einfachste, natfirlidiste und 
ungekünsteltste. Die Yerbindang ov8)i -— ov — - c^M 
ist zwar selten, viellacht einsig, aber richtig I 
einmal •— nicht — noch auch. Beispiele Tön 
ov B. bei Schäfer zu Lamb. Bos ellips. {/. 889. ■ 
die Yerschiedenen Arten der Heilmittel s« Blomfietf-Hv 

d. St. ^ ;-^ 

V. 478 Ttt^Tov ein trinkbares, von der alten Font 
tdety gebildet, s. besonders Blomfield za d. St. 

Y. 479 Ttpiv y* iyd Rob. mit Med. (Weigel^ und 
änigen andern Handschriften, die übrigen Ttplv iyu. AI7 
lein da ^e einzigen Btsispiele der Länge von itplr bei den 
Tragikern diese Stelle und Y. 778 sind, in beidea aber' 
die Lesart schwankt, und y', welches oft nach itfAr 
steht, wegen des y in iyoo und iyooye leicht übersejie», 
werden konnte, so ist wohl kein Zweifel, dafs ftfAf 
bei den Tragikern stets als kurz anzusehen ist. S. äoA 
Passow's Handwörterbuch unter diesem Worte, 

Y. 480 ^Ttiaov activ, wie bei Homeros; ynatfjL 
auch Soph. PhiL 698. 

Y. 461 i^afwvovtat^ Aid. mit Wolf, und einigen 
andern Urkunden i^a/ieifiorrat , nicht übel in der Be- 
deutung: sie entfernen yon sich; vergl. i^ocÄXaööny. 
S. Aehnliches zu Choeph. 564. 

Y. 488 idToixtda ich habe angeordnet, aufgestellt, 
bestimmt, festgesetzt, s. zu Y. 889. Es werden im 
Folgenden sieben Arten der Wahrsageknnst angeführt, 
nämlich die Beurtheilung der Träume , Yorbedeutungen, 
Reisevorzeichen, Yogelzeichen , Eingeweide, Brandopfer 
und der Opferflamme. Med. (Weigel) rponovS te. 




nPOfM, ^B£MaTH2. 85 

ot^Mifwa agdkog l| 6vbvq&i;<dv ä xqij 
vkao ywiöt^cur xXydovag ta övöxgltovg 485 
485 iyvmQy^ öAtolSj ivoSlovg ta &uiiß6lovQ* 
yaifißp&m%&v xa 7et^6vv oUavmv öxsd'Qäg 
duDQU(\ OLUves ta dsliol qyuövVj 



V. 483 heilit xoA in x^npiva und swar, nnd na- 
■nflich, und so, den Uebergang vom AUgoneinen zum 
Bamdem machend, wie V. 786, Sieb. 249, 423, 770, 
806, Fers. 157, mk. 429, 597, 952, Ag. 177, 824, 844, 
k7, 1216, Choeph. 3, 131, 267, 287, 845, Bum. 
ff Sopb.PluI. 1418: und zwar beurtheilte ich zuerst 
Träumen, was eine wahre Erscheinung (Wirklich- 
werden muüs, und zwar legte ich zuerst Traume 
YergL Valckenär zu Ammon. de diiferent adf. 
vocabb. p. 217, Stanley und Blomfield zu u. St. In 
etwas anderem Sinne Plndar« Olymp. 13, 94 i^ oveipov 
o avrixa r^y wtap. 

y, 484 xXffSovaS hSrbare Vorzeichen, Verkündi- 
gmigtai als Donner, Begrufsungen , Anreden, Nielsen, 
"wie Hom. Odyss. 17, 541 ff., Xen. Anab. III, 2, 

V. 485 iroSiovs: dv/ißoXovi Zeichen und Vorbe- 
Antangen oder Begegnisse bei dem Antreten einer Reise, 
wie z. B. wenn ein Hase über den Weg lauft, oder 
wenn der erste aufistofsende Gegenstand etwas Schäd- 
Bdies oder Häfsliches ist. So zeigen sich den Atreiden 
bei ihrer Abreise nach Troia zwei Adler, welche eine 
trächtige Häsin au&ehren, s. Ag. 104 ff. Vergl. Eunu 
770 oSovS d^ftovi xal itapopvi^ai itopov^ tt^irtsff. 
lieber die Vorzeichen des Xerxes s. HerodoU 7, 57. 
Mehr bei Blomfield. 

V. 486 yaiiifcovvxoi>y o^ovcor der Raubvögel. 

V. 487 bemerke man die Mannichfaltigkeit der 
Construction des Verbi dtopi^etv, Wellauer vergleicht 
Xen. Kyrop. II , 1,4 ri ovv ov xal xrjv Svvaßiiv 
iXgSds ßot, noörf ttS tj npoikovöa, hc^ ndXiv tijr 



78 nPOM. ABEMChTHZL 

wdrov &SO10C toTg vloi^ tovtotg viga 
tlg äXkog , ij * yci 9 navtsKäg di^cagiösv i 
du,* avta öi^ä* xal yag BldvlecuSi,v Sv 440 

440 vyLlv Xsyoijit. xav ßgotoig äe m^iiata 

dxov6ab% (og ötpSig^ vrjxlovg ovtag to üegiv, 
Mwovg Sd'rixa xcä (pgtväv larjßokovgy — 
le^to Ö8 (iBfL^tv oikiv* dv^gdstotg ixcav, 
akX cöv didooc ^oiav l^yoviiBvogy — 445 

445 dt Ttgäta ^Cev ßkhcovtsg kßksxov (latTiVy 



««•■AMaBiaaaMaahftMMM« 



Digamioa noch das Terdoppelnngsfahlge p tritt Uebgir 
etwas Aehnliches bei Aspiratis s. zu Soph. Oid. 1207» 

V. 437 rovtotg' mit Yerachttuig^ s. Soph. EL 271^ 
274, 301, 355, 790, zu Phil. 266} so jüsdu ChoepL 
374 6tvyep(2y tovtoov. 

V. 438 s. über die Sache V. 219 iff^ 304 f., 977 f; 
Pj^ometheus sieht sich, da vorzüglich durch ihn Kronos 
gestürzt, und Zeus König der Götter geworden war, 
als den Wohlthäter des Zeus und der übrigen, von die^g 
gern mit Ehren überhäuften (V. 228 ff.) Gatter an" 
7tayteX<2s^ hauptsächlich, vornehmlich« 

V. 440 f. in Betreff aber des Elends unter äeä 
Sterblichen vernehmet, wie ich sie u. s. w. tdv ßpo» 
toiS TCrjfiata ist absoluter Accusativus, s. Matth. Gramm. 
§. 298, 3, §. 427, Anm. 3, uns zu Sieb. 782, Choeph. 
703, Eum. 685, Soph. Oid. 273, 444, 710, KoL lUS^ 
Phaidr. Br. VH. 

V. 443 f. ist ein parenthetischer Satz. fiipLijnVy vreil 
sie gewissermafsen die Ursache meines Unglücks sind. 
Ueber den Pativus in ßiifiipiv ovriv* dv^paoTtotS ö^ow 
8. Matth. Gramm. §. 387, aber auch g. 389, 3 und 
§. 390. Vergl. auch Sieb. 889 f. Btcu^aHxrjpt Ä* ovx 
d/ie/iq)ia (piXot^^ 1017 IJtovd' antörov tTfvd* dvap" 
)^y noXety mid zu Hifc. 475. cJy didoon' sSvotaey 
meiner Gaben Freundlichkeit, meine wohlgemeinten Gaben. 

V. 445 knüpft 0% die Rede nach dem Zwischen- 
sätze an das Frühere an, s. Soph. Trach. 562, Blatth. 



nPOM JESMÜTHS. 79 

xkvovt^ ovx iJTuyvcVf äkk* ovsLQavayu 
äXlyKioy fiOQfpalöc rov pLOfHQov ßlov 
iqyuQov bIx'^ navta^ xovts 7cXLvd'vq)BLg 
doftovs üCQOiSdXovg yöccv, ov ^XovQylaVj 450 



ramnu §. 477» a* Ueber die Entsprechung von itpcSta 
!K — 8h s. zu Perg. 380. ndttfv mnsonst, ohne Vor- 
dl daraus zu ziehen, oder imyerstandig, ohne Nach- 
nken. Aehnlich Ag. 1613 ovx opaS qpmv rade; 
weph. 499 outcu ydp ov tiSryjpca^y ovdS nep Srotvoav^ 
ipb. Oid. 413 dv xal 6i6opxo^ , tcov ßX^neiS Iv* 
iMOHoVf Xenoph. Anab« III, 1, 27» Entgegengesetzt 
t'Soph. TradL 419 ^ ihe* dyvoiaS opa^, Aristoph, 
dbam. 403 hovk ivdov iv8ov iöriv^ und das. Berg- 
r. Auch wird angeführt JesaL 6) 9^ Matth. 13« 13 
id 14> Lukas 6» 10 » Gataker de nov* instrom. stylo 
68. 

V. 446 i, oretpätcDV aX{yHtot,uopq)at6t fio ün- 
cber .und schwankend sich zeigend wie Traumbilder, s. 
duilicfaes zu Ag. 76. rov fiaxpov ßiov (so die bessern 
rkunden, xpovov die alten Ausgaben) nicht i das lange 
sben hindurch , was von den Menschen ein unsterbii- 
isr Grott weniger passend sagen würde, sondern: das 
.nemde Leben hindurch« ihre Lebenszeit hindurch, 
Ihrend der Dauer ihres Lebens. So scheint auch un- 
n V. 534 Tor jnaxpov ßiov ^ Soph. Phil. 305 f. 
M.ä ydp rdde iv roJ jiiaxpcS yivott* dv dv^pco" 
lov. xp^'^fpi Aisch. Pers. 694 6 ßidddooy ßioroi fjv 
^By TtpoöGO Verstanden werden zu müssen. Ueber 

Accusativus der Zeit s« zu Pers. 608. 

V. 448 i(pvpov ebcij ndvta sie trieben alles ohne 
eberlegung auf das Geradewohl, was unten V. 454 
urcfa arep yvcojarfS ro icdv Mnpaddov ausgedrückt ist. 
eber ovte — ov s. Choeph. 287 f., zu Soph. Ant. 
>8, Matth. Gramm, g. 609, S. 1225. 

V. 449 npoöaiXovSy and. npodijXov^, und so Med. 
NTeigel), doch mit darüberstehenden Et; s. Blomfield. 

1 nnd Gebäude über der Erde zu ventehen , den dun- 



83 nPOM. JESMaTHZ. 

tnieovg^ ayaX(iut^g tmsQxXovtov x^f^Sng. 465 
465 &aXaöö6xXccy7ctu d' ovrt^ SXkog am ififtv 
Ilvojccsq^ evQS vavtUcav 6jm[iata. 
roLccvta (ttjxavi^uixz^ i^svQcitv tdläg 
ßQOtoZöLVy avtog ovx i^ro 66q)UiiL'j otip 
T'^g vvv ücaQovdijg ut7][iov^g aMcAkayä» 470 

XOPArOS. 

470 nBTtovQ'ag alxeg Jt^ii^^ dxo(Sq)aXBlg q)QSV(Sv^ 

anch unten zu V. 837, Sieb. 455, Pen. 659, Ag, 
360 , über den CoDJunctiyiui nach Finalpartikeln ob^ 
zu V. 201. 

Y. 464 ayaXßu rij^ VTtepTtXovtov xXtdijS so daft 
die überreiche U^ppigkeit damit prunken kann. Dar- 
über, da& man den Reichthum eines Ilausea nach der 
Zahl der Rosse, die es hält, beurtheilte, s. Biomfield 
zu d. St., auch Isokrat. de Big. p. 696 hcnotpoq^iv 
— , S tdöv evöatjaovedtdtGov ^pyov idrlvf <potijXoS 
d' ovöel^ Sv nonqdeieVi Plat. Lys. 5, p. ^5 srAoi;- 
rovs TS Tcal litTtotpocpiaS y Xenoph. Oikon. 2, 6 und 
das. Bach. 

V. 466 BvpCy Aid., Turn, und Vict. svpev, — 
vavtiXooVt Med. ravXoxaoy oder yavrtXdxcov. — ox^- 
fiaia Fahrzeuge, auch von Schiffen gebraucht, s. fiiL 
32 ^vv oxfp raxvijpet, Soph. Trach. 656 TtoXvxoineoiv^ 
öxxifJia vaoS^, Eur. Iph. Taur. 410 ratov 0XfiM^> Med. 
1122 f. vatav dnrjyrjVy der Dichter bei Dionys. Halik. 
de compos. verb. p. 132 (226) nXcotalS dicjjvpiSt 
XaXiiBiißoXoiötv <t Hom. Od. 4, 708 vrjdBv oSxvTtopGov 
imßaiyif.iev f a7^' d\6$ tTCnot drdpädi yiyvorrca; 
auch wird aus Nonnos apjna ^aXdöörfff, TIoöiÖTJioy 
ap/na, apfia TLoöEiddcavoS ^ aus Oppian. oxoS aX6<:, 
aus Theodoret. oxw^ ^aXdrttov, aus CatuU. 63 (64) 
9 ipsa levi fecU politantem flcanine currum angeführt. 
S. auch Stanley, Giacomelli und Butler zu u. St. 

V. 467 f. Rob. TUid einige Handschriften i^evoov 
— avtoS o ovx, 

V. 470 aixt^, die Urkunden detxhs gegen das 
Verämafti. dico(Sq>dke\s q)p€V(ov, s. Blomüeld. 



UPOKL JESMaTHS. 88 

9Xaü$ xcekog d* latgogy oiSvig ig vSöov . 
sretfcDV ä^iislg, xocl ösawoy ovtc ^x^tg 
evQBi» hnoloig q>aQiiaxoLg ladifiog. 

nPOMHeETS. 
tä Xovjca [lov TcXvovöa &av[ia0i] tcXbov^ 473 
175 OLCcg rixvag rs xai TtoQOvg ifiyadfiriv. 
ro (UV (äyiörovy ä tig elg voöov nkcot^ 

y. 471 du schwankst aber als schlechter Arzt, da 
Ufß ein Leiden geratlien mathlos bist Die bei AiücKy* 

Sicht selten «sich findende Stellung der Partikel 6h 
dem zweiten Worte hat hier und anderwärts (s. 
eb. 208, 375, 630, Ag. 726, Choeph. 234, 818, 
Mm 68) eine falsche Iiiterpunction bewirkt, nämlich 
eh TcXayqL ein Kolon oder ein Punctum, was dann 
I Veränderung von Z^xtS in &S xt? zur Folge hatte. 
iber TiaxoS iatpoS ohne Yerglelchuugspartikel s. zu 
363 , ub^r einen ähnlichen Gedanken zu Y. 263-, 
■nley, Giacomelli und Butler zu u. St oöTiif steht 
or mit der zweiten, wie V. 761 mit der ersten Person. 

V. 472 f. xal deonnqy ovx ^x^^ evpEiv OTtoioiS 
tpfiaxoiS idöijiioS für xal ovx ix^tS evpaly OTtolotS 
tpßiaKoiS öv avTuS iaötjuo^ £l, vergl. Soph. £1. 
18 f., Oid. 707, 767 f., 1392 f. u. a. Ueber das zu 
l&nzende et s. zu V. 178. 

y« 474 liovy melirere Handschriften jitot, nicht 
el, B. zu V. 620. 

V. 475 TCopovSy and. 66Xovg, was, in guter Be- 
atang genommen, vertheidigt werden kann, aber jener 
mrt nachsteht. ijirjödfMrjv von ßrjdeö^at, und nichc 
t Biomfield zu d. St. und IVIatth. Gramm, g. 243 
n ßidäfiaiy was nur im Präsens gebräuchlich gewesen 
seyn scheint, mid bei den Tragikern nur im Partici- 
m (jicSjiievo^') vorkömmt, s. Chueph. 42, 437, Soph. 
iL 836, während das Futurum und der Aorist. Med. 
n ßifjöeöBat weit häufiger ist. 

V- 476 ro /i^ ^iyuSxov, s. Matth. Gramm, g. 432, 
805 t di vodov, einige is vo^ov» 

6* 



\ 




84 UFOM /tiB^MatBÜ, 

u 

ov XQLötov, ovdl yeuftoVf dUia q}aQiuix(ap 
XQ^l!^ xazBöxiXXovtOj nffhf ]/ lyA tkpUfw 480 
480 IdBiicc TCfaöeis '^xt&v äxsöpuxtetVf 
ids tag ajeaöag ^af/i/vvovtab v66ovg, 
XQoxovg dl ütolXwg [lavttxfqg i6xolxf>6a' 



V. 477 ovdi (einige ot;re) ßpaSät/ioy mcht dn- 
mal ein efsbares, als das einfachste, natfiriidiste und 
ungekünsteltste. Die Yerbindiing ov8)i •— ov — - .o^tt 
ist zwar selten , viellacht einng , aber xiofatig I -*^^ 
eindial •— nicht — noch auch. Beispiele Ton 
av B. bei Schäfer zu Lamb. Bos ellips. p^ 889. 
die yerschiedenen Arten der Heilmittel s. BlomfieUMlv < 
d. St. ' ^ ,.-^ 

V. 478 TCtdrov ein trinkbares, von der alten Fom 
niety gebildet, s. besonders Blomfield za d. St. 

y. 479 Ttpir y* lyd Rob. mit Med. (Weigel^ und 
einigen andern Handschriften, die übrigen tepiv fyoj* Al- 
lein da die einzigen Beispiele der Länge von npiv bei den 
Tragikern diese Stelle und V. 778 sind, in beidea aber 
die Lesart schwankt, und y*y welches oft nach ir/olr 
steht, wegen des y in iyoo und iyooye leicht überselMa- 
werden konnte, so ist wohl kein Zweifel, dafs lif^ 
bei den Tragikern stets als kurz anzusehen ist. S. auch 
Passow's Handwörterbuch unter diesem Worte. 

V. 480 tJTticoy activ, wie bei Homeros; varg^ 
auch Soph. PhiL 698. 

Y. 481 i^ajuvvovratf Aid. mit Wolf, und dnigen 
andern Urkunden i^a/ieißorrat , nicht übel in der Be- 
deutung: sie entfernen von sich; vergl. i^ocXXaöÖetr, 
S. Aehnliches zu Choeph. 564. 

Y. 482 idToixtda ich habe angeordnet, aufgestellt, 
bestimmt, festgesetzt, s. zu Y. 229. Es werden im 
Folgenden sieben Arten der Wahrsagekunst angeführt, 
nämlich die Beurtheilung der Träume , Yorbedeutungen, 
Reisevorzeichen, Yogelzeichen , Eingeweide, Brandopfer 
und der Opferflamme. Med. (Weigel) tponovS X€. 



■^ ^ 



nPOfM. JBJBMaTHH 85 

vkao yivia9cir TcXydovag ra dvCTCQltovg 465 
iyvmQta* ävTolgj Ivodlovg ts ^v(iß6l(yvg* 
y€Cftifünfvx&v vs tct^ölv okavmv öxsd'gäg 



V. 483 heiljit hA in xpeptva und swar, nnd na- 
Mudich, und so, den Uebergang vom Allgemeinen zum 
Bamideni machend, wie V. 786, Sieb. 249, 423, 770, 
806, Pen. 157, Hik. 429, 597, 952, Ag. 177, 824, 844, 

f7, 1216, Choeph. 3, 131, 267, 287, 845, Bmn. 
y Soph.PbiL 1418: und zwar beurtheilte ich zuerst 
Träumen, wa« eine wahre Erscheinung (Wirklich- 
UQ werden mnfii, und zwar legte ich zuerst Traume 
■nSi YergL Valckenär zu Ammon. de diiferent adf. 
VDdbb. p. 217, Stanley und Blomfield zu u. St. In 
etwa« anderem Sinne Plndar. Olymp. 13, 94 i^ oveipov 
6' etädxa ijy vxap. 

y. 484 MXffSovaS hörbare Vorzeichen, Verkündi- 
gOBgeni als Donner, Begrüfsungen , Anreden, Nielsen, 
frie Honi. Odyss. 17, 541 ff., Xen. Anab. III, 2, 
9 IL a. 

V. 485 ivodiovS dvjiißoXovt Zeichen und Vorbe- 
dentangen oder Begegnisse bei dem Antreten einer Reise, 
nie z. B. wenn ein Hase über den Weg lauft, oder 
wenn der erste aufistofsende Gegenstand etwas Schäd- 
lidies oder Häbliches ist. So zeigen sich den Atreiden 
bä ihrer Abreise nach Troia zwei Adler, welche eine 
tr&chtige H&sin aufzehren, s. Ag. 104 ff. Yergl. Eunu 
770 oSavS a^ßJLovS xal 7tap6pyi^ai icopovS n^ivteS, 
Ueber die Vorzeichen des Xerxes s. Herodot. 7, 57. 
Hehr bei Blomfield. 

Y. 486 ya/iifcnyvxofy olaiyytSr der Raubvögel. 

V. 487 bemerke man die Mannichfaltigkeit der 
Construction des Verbi dtopi^etv, Wellauer vergleicht 
Xen. Kyrop. II , 1,4 ri ovv ov xal ttjv Svvaßiiv 
HbSoS /not, noörf tis t} npoikovöa, hc^ ndkiv tijr 



86 nPOM. JBEMSITBZ. 

Bvavvfiovg r», oeal dlaixav fjvtiva 
^XOV(f SüccdtOLy Ttal TtQog aXXrilovg rlvsg 490 
490 hx^Qccv re «oA eti^yi^^Qa wA ^wBÖglat,* 
Cstkayx^vmv rs ktwtrfca^ %aX %qomv %lva 



, yßietipav; Vergl. auch Aristoph. Frosctu 1464 ff. 
fitöcj noXitrjyy oötiS — ßpccdvS <pav&xat — , neu 
noptjiiov avWf aufserdein so Ag. 7, 435, 861, Bnin. 
181, Sieb. 187, 598. d€^to\ qfvdiv glOckverkündend 
Ihrer Natur nach. 

V. 468 evooirö/iovS 9 Rob., Viel und ein ThoA 
der Handschriften evaovv/iotf wahrscheinlich aus AuH ' 
derung, doch gebilligt von Schäfer zu den Gnomikani 
p. 367, welcher es durch xal oinyES svoavvjaot ei^ 
klärt. Eigentlich sollte der Genitirus evoovv/aaov stehen« ^ 
auf oicov($v bezogen, allein jcrijöir oicorcjy ist eine 
Umschreibung statt Ttttjvov^ oiojvov^ , worauf dem 
Sinne nach evcDVVfiovS bezogen ist, wie Soph» Ant. 
1001 f. dyv(Sx* dxovco qy^oyyov opviSroov ^ xaxtjS 
TiXä^oyteS ot6tpoa xa\ fießapfiapco/iivGO ^ s. Mattih. 
Gramm. §. 434, S. 810 f. diattav Lebensweise, Ki- 
genthümlickeit , oder Aufenthaltsort, vergl. Soph. Ant» 
1000 iv' tiy fiot 9CccvroS olcovov Xtjirjv. 

V. 489 rivet für atttve^ , wie V- 491 riva flr ^ 
tjtrctva^ 543 f. r£r, 609 ti^ u. a., & auch zu Sieb. 
417, 632, Per». 288, Ag. 1134, Kum. 261, 676, 
Soph. Ant 374, Wellauer'« lex, Aeschyleum unter tU* 

V. 490 öxipyrf^pa Zuneigungen, Freundschaften, 
vergL ChoepU. 237, Eum, 187, Eur. Hippol. 256. 
Pas Wort ist nicht mit denen auf tpov zu verwechseln, 
sondern vielmehr wie dtipyrfßia von dem ungebräuchli- 
chen ötEpyeiv abzuleiten, wie juiXitrfS^poy u. a. Einige 
Urkunden ötipyrfrpa und ^iXyrjtpOL. Ueber die Sache 
vergl. Soph. Ant. 1001 ff. 

V. 491 XeioTT^a, welche darin besteht« dafs die 
Euigewcide kelnu Knot<^n, Verhärtungen und Gewücbse 
haben. 



ilPOM. JBSMaTHS. 87 

%ok^gy loßov rs ^oiactXip/ evfiOQqdcev' 
xvlööy TS xmiM evyxakvTCtcCy tcccI iuxkquv 496 
495 66q>vv Ttvgdöagy öv^ex(iaQ^ov slg xixvrfv 
SdoHSa ^Vffeovg' ocal q)X(yy(ojcä öiqiictta 



V, 492 ixoytctf nämlich önXayxvoi, was aus 
Müiyjytiafr zu ergänzen ist : und welche Farbe habend 
de den Göttern zum Vergnügen (angenehm) seyn mucli - 
ten. itpoS ^Sovfjv 2u Gefallen, um Freude. zu errc 
foi, B. zu Ag. 277. Aehnlich steht oben V. 261 
Nid' ii6oyt}y als Prädicat. 

V. 493 verbindet r^ den Satz, und die Geuilivc 
,t XoKij^^ Xoßov stehen olme Yerbindungspartikel , vcrgl. 
wi Soph. Trach. 505, 1048, auch Aisch. Sieb. 885 f., 
Hik. 182, 190 £, Ag. 1168, Choeph. 938 f. Aehnlich 
steht auch 6\p c zu Sieb. 8;5. r^ nach dem zweiten 
WcMtte findet sich nicht selten, z. B. V. 427, 679, 680, 
Sieb. 630, 883, Hik. 274, 418, Ag. 1392. TCotHiXrjv 
evßiopqdav nicht bunte,, sondern mamiichfache Wohl- 
gestalt. 

V, 494 ff. und nach Anzündung mit Fett umliülU 
i/st Glieder und des langen Lendenstücks wies ich die 
Sterblichen ein in die schwer zu begreifende Kunst 
(des Wahrsagens aus dem Brandopfer nämlich). Dies, 
10 wie qfXoyooicd ÖTJ/iara , die Zeichen aus der Opfer- 
flanmief erhält viel Licht aus Soph. Ant. 1005 ff. Vergl. 
auch £ur. Hik. 211 ff. & d* idt' äöTjßa xov da<pc5S 
YtyyoiöTiopLev y is nvß ßXinovtBS nai Ttaxa dickay- 
Tty^av fCrvxdS fidvretS npoötjfiaivovötv ^ oIqdvg^v t* 
äxo y ApoUon. Khod. 1, 145 ißjtvpa öTJßiat' iSidB'OCi, 
Valckenär zu Kur.' Phoin. 1261, Spanheim bei Haupt 
za Aisch. Sieb. 25. Es kam dabei darauf an, ob und 
wie die Flamme brannte. Ucber dvötixj.iaptov vergl. 
Soph. Oid. 109, Eur. Herakl. 718, auch aTexfiaptoS 
Äisch. Fers. 874, über i^ßißidtGOÖu zu Hik. 453, über 
ixdpyeßia die Ausleger. Med. (Weigel) xvidy, S. 
Ülomfield. 



88 nPOM. JESMatHS. 

I 

toLcüka (ihf Sri rwvr'' Svsq^b dh x^^^^S 
TCBKoviifiiv^ Avb'QdinotöLV fitpsX'^fLazcc y 500 
500 ;i;aAx6v, öldijQov, a^yvQOVy xQv06v ts rtg 
qynöetrSv äv n&QOi^cv h^evQBlv ifiw ; 
ovöslg^ 0d(p oldcCy (irj (lurrjv q)Xv0€cc 9il(OV. 
ßga^BL 6s (iv9qi ^avta övlk'^ßdfjv uaf^s, 
Ttaöat, ta%vcu ßQinQl0f,v 1% nqofLti^iGi^. 

XOPAFOS. 

&05 f(^ vvv ßgorovs ftev (6q}iXBL xcclqov yUga, 605 



V, 500 xP^^ov te, und. XR^^^y 61 y wa» daher 
entstanden zu seyn scheint, yreii man zu dem Vorher- 
gehenden aus dem Früheren ein Yerbum ergänzte, und 
nnt xp'^^ov S^ einen neuen Satz anfing, 'Wie das Sciio-< 
lion: cog)8^:^^<xta ' iyvdpi^u^ dito ^otvov beweist, 

V. 502 ödgf* olSa iir) , einige dd<p^ 618* et ßirjy 
wahrscheinlich aus Aenderung, da ixrj mit dem Partid- 
piam durch wenn nicht zu übersetzen ist; 0, ^ 
Zusätze zu Soph. KoL p. ^5^, 

Y. 503 nccvra, Med, und einige andere rotdra^ 
was gleichfalls besteben kann, wenn man es als den 
folgenden Satz vorbereitend erklärt, s. zu Pers. 925| 
Hik, 725, 961, Ag. 539, 592. ßia^a, einige /*aJ^otf. 

V. 505 f. sey nicht jetzt (in deiner jetzigen Lage) 
den Sterblichen nützlich aufser der Zeit, für dich selbst 
aber unbesorgt in deinem Unglück, /x?} vvv gehört zu 
beiden liuperutiven, und fit} vvv wq>eXE(, steht prlgnant 
für: sprich jetzt nicht, dafs du genützt habest, sprich 
jetzt nicht \on deiner nützlichen Wirksamkeit, s. zu 
Hik, 890. Ticcipov nipa aufser der rechten Zeit, zur 
Unzeit, da du jetzt Nöthigeres zu thun hast. Doch ist 
folgende Krkiärung noch wabrscholnlichor : nun so (da 
du bereits so viel für die Sterblichen fi^ethan hust) 
nütze nicht den Sterblichen ül><-r die ]Man»en (sinne 
nicht noch mehr Nützliches für sie aus). Ueber fitf 
vvv in dieser Bedeutung s. zu Sieb. *i)i-^. Statt wS 
ist vielleicht qjS so zu schreiben. 






nPOM JEEMATHS. 89 

Cavtov d' äxijdu dv&cvxovvroq* 6g lytu 
wBXsdg Blfit f r&vSs ö' Ix 8s6ii(Sv Eu 
lv9hta, (iTjdhv [ibIov l6%vCuv ^ioq. 

UPpMHeETS. 
oi tavta tavry (lol^ %to tsleötpSgog. 510 
HO xgavav nheganaCy (ivglccig de TCi^iiovalg 
dvat^ ts xa(iq)9'Hgj ods deöficc (pvyyavoi 

xoPAros. 

tlg ovv ävceyKtig l&dv olccHOi3tQ6q>og ; 



V. 507 iti noch, dereinst nocli, viie öfter. 

V. 508 da& du nicht weniger vermögen (eben so 
grofses Ansehen und Einfluls bei Göttern und Menschen 
haben) "wirst als Zeus, 

V. 509 noch ist dieses auf diese Weise das Schick- 
sal nicht vollziehend, d, i. noch lafst meine Befreiung 
durch Versuche von meiner Seite das Schicksal nicht 
gelingen, tcaitp bezieht sich auf pir} öavtov dxjjdetf 
und wird V. 512 durch rix^^ , erklärt. reXeötpopo^ 
■teht als Verbale mit dem Accusativus taika, s. zu 
V* 906. Gewöhnlich interpungirt man nach rsXedtpopoS 
nicht, und nimmt itinpcotat activ: hat bestimmt, waa 
jedoch sehr unwahrscheinlich ist; auch pafst dann ovieoa 
nicht, da der Beschlufs schon gefafst ist. xpävat 
(Aid. und Rob. xpifvai) ninpanat heifst: die Befrei- 
ung zu bewirken iüt (mir zwar) vom Schicksal be- 
stimmt, aber u. s. w. 

V- 511 Hctfup^Eii y s. ^ V. 237. c55fi nachdrück- 
lich und den Gedanken fjLvpiaiS TtTfßiOvatS dvais xs 
xapup^els nochmals zusammenfassend. So finden sicli 
die Demonstrativa öfter, s. Ag. 1335, Matth. Gramm. 
S. 565, 1. Ueber das Präsens bei Vorhersagungen 
fc zu V. 171. 

V. 513 fragen die Okcaniden nach den Schicksals- 
goUbeiten und im Folgenden nach dem Verhältnisse 



90 nPOM. /tESMaTHH 

nPOMHeETS. 
Moigat tQliiOQipoij (iv^iiovag i ^EffLwhi^. 5 15 

XOVATOH. 
515 xoxntov aq 6 Z^Q i6tiv &69&fiatBQos i 

nP0MH@ET2L 



des Zeus znm Schicksale, ^as ihnen als G6ttinnen be- 
kannt seyn sollte. Es geschieht aber mehr der Zu- 
schauer ^vegen, und yr'nd entschuldiget, weil die Sachs 
aufserhalb der Handlung liegt, s. zu Soph. Oid. 119^ 
Kol. 68. 

V. 514 Mdtpctt rpi/iopqxn die ans drei Personea 
bestehenden Schicksalsgottinuen. Aehnliches ß. za Ag. 
442, Soph. Kol. 714. jiVjf^ioveS ^EptvKvfSr, ver^ 
Soph. Aias 1390. Jene sihd als die anordnenden, diese 
als die vollziehenden SchicLsalsgottheiten anzusehen. 
Ueber die Moiren und Erinnyen s. Blümner's Schrift: 
über die Idee des Schicksals p.' 114 it 'EptrvveS^j Med. 
'Epivveff, welche Schreibart bei Aischyios fast stets 
als Variante jener, bisweilen als die allein urkundlicho 
sich findet, und an Blomfield im Glossar, zu V. 53, 
lirunck zu Sieb. 490 und anderen Vertheidiger gefunden 
hat. Melleicht waren beide Schreibarten im Alterthom 
üblich, TcrgL zu Sieb. 557, 705, Ag. 55, Chocph. 
S79, S98, 572, 638, Eura. 325, 338, 941. 

V. 515 ist es unsicher, ob man ndt einem Thcile 
der Urkunden ap* 6 ^ oder mit den übrigen apa auf- 
nehmen soll. Beides ist gut; doch der Artikel vor Ei- 
gennamen seltner, s. Blomfield. 

V. 516 ixgwyot, and. ixqwypf lucht übel nnd 
Melleicht aufzunehmen: er sollte (wird) wohl nicht 
entfliehen. S. über av mit dem Conjunctivus zu Choeph. 
1030. ye, Aid. und andere re, ebenfalls nicht übel, 
und vielleicht das fichte, da t\ bisweilen nach mehrem 
yfdrUim (s. lu V. 138) und ia der Antwort (s. lu 



xopjroR 

npoMHekru 

xoPAros. 

nPOMH&ETS. 

S20 Rkkov X&yov iiiiivfiö^s, xoväs 8* ov8a[i(S$ 
xaiQog ysycavslv, akXa 6vyKaXv7tteog 
O0OV iiahiSta' zoväs yuQ Cai^ojv iya 



V. 948) steht, welcher seltnere Gebrauch die Verän- 
dening in ^h yielleicht veraulafstOi Ueber die Sache 

8. SU V. 167. 

V. 617 mit Venvundening : waa ist denn (anders) 
dem Zeug bestimmt, aufscr stets zu herrschen? ri für 
ti äAAo, wie oft, z. B. Y. 118, Hik. 572, 576, Choeph. 
414, 788, Eum. 123, Xen. Kyrop. I, 4, 13, Oikon. 

9, 1, Schafer zu Soph. Trach. 390, Matthiä zu Kur. 
Rek. 1232. 

V. 518 ovH av ovv nun wohl nicht; einige ovx 

V. 519 kann auch als Fragesatz genommen wer- 
deo. öejirov Wichtiges, Schatzenswerthes , für dich 
Gute«; 8. zu Choeph. 105. 

y. 520 Xiyov dem Sinne nach für Sache, wie 
oft, z. B. Ag. 1221, Choeph. 523. Eine ähnliche 
Stelle ist unten V. 1065. 

V. 521 6vyHaXv7CteQS f Wolf, und Reg. A tfvy- 
%cikvittioy^ was wuhrsclieiiillch entstanden ist, um die 
Veränderung der Construction zu vermeiden. 

V. 522 öGo^Gov bei mir behaltend, verschweigend, 
8. lu äoplu Koi. 1526. 



92 nPOM. ^ESMaTHZL 

dBö[iovg AsirUsTg tucI dvccg iTcq/vyyava. 

XOPOS. 
fiTjSafi^ o TCavta viiiwv ötp, a. 595 

525 ^slr' i^iä yvtoiuf XQ&xog 

liriä* iXiwv6amLi 9eovs 6ölcug 



V. 523 dvcc^, einige ßia^, Ueber das PräieM 
in Vorhersagungen g. zu V. 171« 

y. 524 nie möge der Alles lenkende Zeus msäaa 
Benkart seine Macht feindlich entgegenstellen , d« L wSt 
meiner Denkart unzufrieden seyn und deshalb gegan 
mich Gewalt brauchen. ^ 

y. 527 ff. noch möge ich es unterlassen, die GMtt 
anzugehen (zu begrufsen, anzuflehen und dadurch aAr 
geneigt zu machen) bei den feierlichen rinderschlacb- 
tenden (Rindern das Leben kostenden) Mahlen an des 
Okeanos Strome. Okeanos kann zwar ab Bewirther 
der Götter gedacht werden, wie bei der yerheirathnng 
einer seiner vielen Töchter, rergl. y. 553 ff., wo die 
yermählungsfeier der Hesione mit dem Prometheus er- 
wähnt wird. Auch wohnten die Götter solchen Festen 
bei, wie aus der Sage von dem Peleus und der Thetis 
bekannt ist Desgleichen erzählt Apollodor. III, 4, fi 
Ton der Hochzeit des Kadmos und der Harmonia : ndv'^ 
teS Sreol KoxccXtTCovteS tov ovpavoy, iv ry KaSjieif 
tov ydfiov evcoxovßievoi dvvßiytföay y s. Heyne das. 
Wie hier Okeanos, so wird y. 656 Inachos als Schaafe 
und Rinder haltend dargestellt. Ja man kann aadi die 
Okeaniden selbst als Opfermahle anstellend sich denken, 
ohne dafe die olympischen Götter dabei anwesend sind; 
nur mufs man dann übersetzen: durch feierliche rinder- 
schlachtende Mahle anzugehen, indem TCottviöÖBö^at 
wie npoiSvHVBUS^at oder htveiö^ctt (Theokiit. Epigr. 
7, 9 oS pLiY iit* aptap del ^vieödiv ixyeltat^ ge- 
braucht wäre. Ueber die Sache kann man yols zu 
yirgil. Greorg. 4 , p. 860 vergleichen. Am wahrschein- 
lichsten jedoch äiiid die Menschen, namentlich die Aitluo- 






nPOM. J BS MUT HS. 93 

Qolvaig 7totivi06o(ihfa 530 

ßovwovoig TtaQ* ^SluBavdio tcoqov^ 
530 ii/rid aUxoiuy ixyyoiqj 
diXa ito^ Tod' iii(iivoty 



per 9 als die Beynrther anztuiehen, vergl. Hom. II. 1, 

483 f. ZsvS yap is "jChcsavor /lex* d/ivj^oras Al^tO" 

njaS jßn^oS ißrj Ttatct dairaf ^eol d' a/ia TCayteS 

hpovron — iXtwvöcafn, Rob. iAivvdon/it, s. zu V. 53. 

^aivcaff bei den Mahlen , während derselben, wie Soph. 

TcBcfa. S68 MitvotS u. a. 'Dineavolo Turn., Yict. und 

ÜB Theil der Urkunden, 'Daieavov die übrigen, viel- 

kif^t aus V. 140. Ueber den Genitivus auf oto vergL 

2mn» 108 evpvTtopoto, 848 notafioio (gew. TCora-' 

Jtov'), Eur. Orest 820, El. 465 und yielleicht Soph« 

Ant. 100 deXioto, Eur. Iph. Aul. 1069 und Troad. 

838 Jlfndßioio f ras. Herakl. 123 7:poxv^dToio, Phoin. 

885 qmtWKoXoqxno^ Iph. Taur. 1148 yielleicht äßpo^ 

«Aovroio, Archel Br. 11, 3 ßieXajaßpoToto , Hermann 

de Orph. p. 724 fr und zu Soph. Aias 209. Hinter 

kccp' ilneocvoio stehen gewöhnlich noch die Worte 

MxrpoS aößt&cov nopov, da jedoch fünf Syiben davon 

keine Entsprechung haben, und in der Gegenstrophe 

der Sinn gut und yollständig ist, da ferner narpoS eine 

Glosse in *£hieavotOf und äößeöTov eine aus V. 138 ff. 

tov jcepl näödv 3** dXtööoßirov x^f^^' dxotßiijto» 

l^evßiatt KoadeS natpoS '£lxeavov entstandene Glosse 

m nopain zu seyn scheint, da endlich wenigstens ein 

Theil der Schollen blos nepl tov tov 'Xlnearov nopov 

and icapd tov *lhi6ayoy ohne auf natpoS und a6ße- 

ittor Rücksicht zu nehmen erklärt, und Hesychios 'D,hs^ 

ay<no nopov bietet, obgleich fälschlich an die Inseln 

der Seligen (Hom. Od. 4, 566 fEl, Hesiud. Werk. 168 

£) denkend, so habe ich itatpos äößeötor gestrichen. 

Die 5Iahie sind als unter freiem Himmel yeraustaitet 

m denken, und zwar am Ufer des Okcanos, vergl. 

dxrd^tv. 

V. 531 ist rode auf das Folgende zu beziehen. 
Ueber ijAptivot yergl. Soph. Kol. 648. 



96 nPOM. JEZMaTHH 

545 dXLyodQcevtav Sxucw ^ 550 

töovHQOv, a To ipcnäv 

dkcmv älaov 

fivog iiutSTKoSuSitivov; 

ovTCQtB %av ^log aQfiovlav 
550 ^cecwv TCageliaöL ßovkccL 

{[uzd'ov tadSf öetg ort, fit, 555 

XQOöiäoviS* öloag tvxag^ üf^ffi&i^ 



V. 545 oXiyoSpariotr Med. nnd ^nige andm '^ 
Handschriften, cXtyoBpaybfr die alten Ansgaboi alt 
den übrigen. 

V. 546 idoretpoy nut langem t , s. sa V. 540. ^ j 
Reuig zu Soph. KoL 186 arroreipor. lieber dioTtt- 
gleichung s. zu Ag. 76, auch Morelli zu u. St. 

V. 547 habe ich statt aXaor^ am & LSde m 
füllen, dXatSv dXaor geschrieben, welches in der alten 
Schreibart AAAON AAAON hiefs, und deshalb den 
Schein gab, als wäre das eine falschlich hinzagekonmeD. 
x6 qioincjy dXaaiy dXaov yivoi heilst ; das Geadüeeht ; 
der Sterblichen, welches eben so blöd- und atnapf- \ 
sinnig ist, wie dessen frühere blödsinnige Vorfidma. , 
Aeholiches findet sich häufig, i. B. Soph. Qid. 261 L , 
xoiKGOK re jzcädcjy xoiv* ay — ify dy ixZEqnmäuif 
1397 yvy ydp %coi6s x* csk xaK xeattSy evpiäKO/iait ^ 
EL 569 t tolV 61 npoö^ey evöeßei^ x^ evöeßmr 
ßXaÖToyraS ixßaXovö* ix^ify Aias 13ü4 (and Lobeck 
das. 1^91), PhiL 384, 674, Ant. 471. 

V. 648 s. über die Ergänzung des Hulfirwrbl n 
dem Partidpio nach Relatiris zu Agam. 413. 

T. 549 £ nie übefsteigt (rerletzt, Undert) Steril- 
lieber Rath des Zeus Fugung. TJfy Aid. and Rahi 
^iir^cjy Aid. und Roh. mit Wolf., Yen. 1 und 2, j^ff- 
tgJk die übrigen. 

V. 55;? ri'xa^» welche die Sterblichen gewiCi gern 
von dir entfernt hauen. 



nPOM. JEEMSITHE. 97 

x6 diauwidiov di fiot aelog Ttgo^ima 
roo BTCBLV f o tot a(iq)t, lovtga 
555 xal lexog <Sov viievalcyuv 

lotaxi yducDV, 560 

ots xav oiioxdtQU>v 



V, 653 fL als das Gegentheil (von diesem Lie(l(;) 
tber geht mir bei (stellt sich mir dar, erscheint mir) 
eben (gerade) jenes Lied, welches ich damals bei dem 

^ Bade und deinem Lager sang auf Veraiilassung der 
Bochzeit. Etwas Aehuliches s. Ag. 685 — 700. apoö-^ 
lAuöSrod tivt oder rivd findet sich öfter von unwilU 
Ubrlich sich aufdringenden Eindrücken, vergl. V. 115, 

y . 647, Soph. Aias S82, Eur. Alk. 323, iöiTCtaxo Herodot 
9, 100 f. u. a. tod*" ixeivo nachdrücklich: eben je- 
nes, gerade jenes, vergl. Soph. Ei. 1115 f., zu Kol« 
136, Matth. Gramm. §.471, IL Statt ixaly' ore 
Tor' im Med., ixelvcoTe ot* bei Aid., ixElvoye oz* 
bei Rob., ixelror' St' bei Tum., ixslv' or', ixstv* 
ata x und Ixtlvo r£, o, r' in einzelnen Handiichrif- 
ten, hat man mit Brunck ixeiro 3-' ot\ oder richtiger 
ixetvo ^*, o r* (von odta') geschrieben, doch scheint 
du von mir au-fgenommcue ixiiv', o rot' noch wahr- 
scheinlicher zu seyn. \ovtpd, Aid. und einige Hand- 
schriften Xoerpd, was eine weniger genaue Entisprechung 
bewirkt, und vielleicht daher entstand, weil man da- 
durch den Vers zu einem rein anapästischen zu maciien 

L glaubte, lieber den Gebrauch sich vor dem Beilager 

I ni baden s. Hom. Od. 23, 131, Eur. Phoia. 349 f. 

r nebst dem SchoL das., Aristoph. Fried. b38, Pollux 

f Ul, S, 43. 

V. 556 iorati Med. und einige andcie, iuTtjrt die 
flbrigen. 

V. 657 raV, Vict. rtjv. — ojioftdrpioy , denn 
Hesiqne war auch eine Okeaiiidc. Uebcr dieae als Gat- 
tin des Prometheus s. den SchoL zu Hom. Od. 10, 2, 
Tzetzen zum Lvkophr. 12b3. 

7 



98 nPOM. JEZMTatHU. 

advoig Syayeg ^Höiovav 

Iß. 

560 tlg yij; ti yivog; rlva qxS Isuööuv npotpd, 
tovds xaXivolg Iv tc&cqIvolCiv 



V. 558 fjyayB^ Aid. mit andern, äyctyes Med., 
Rob. und andere, was ich als dorische Form mit Ver- 
längerung der ersten Sylbe beibehalten habe, 0. zu 
Sieb. 738. Als ähnliche Stelle vergleicht Stanley 
ApoUon. Rhod. 2, 257 KXBtoTtdtprfv Sdrotdtv ißidr 
ddjLiov -^yov äxoitiv^ Med. (Weigel) ^HötovrfV, 

V. 559 Tti^oiv, Med. ml^oav (bei Weigel «W- 
$fcov ) , nicht übel und mit genauerer Entsprechung aU 
jenes. Uebrigens ist es mit edvoiS zu verbinden. 

y. 560 tritt Jo auf, zwar nicht in Rindsgeatalf, 
aber doch mit kleinen Hörnern auf dem Kopfe (V. 590, 
646, 676 f., Hik. 554 ff., Eur. Phoin: 255, Lykophr. 
1292, Mosch. 2, 44 ff.), und wegen der Sage, daij 
sie in eine weifse Kuh verwandelt worden sey (Apollodor. 
II , 1 , 3 ZevS — T^$ fiky xoprjS dipd/iCvoS Hs ßovr 
jüETSjiiopgxiods XsvTcrjv), wahrscheinlich in weilser Kl<d- 
düng. Uebrigens sagt Eustathios zu Dionys. Peiieff. 
92 'loa ydp jj öeXtjvjj xatd trfv toiv *Apyeioofy Sior 
"Kehtov; s. hierüber mehr bei Welcker in der AeschyL 
Trilog. p. 127 f. Ihr unerwartetes Erscheinen in der 
menschenleeren Einode darf nicht befremden, da sie 
ja von der Hera Auf der ganzen Erde umhergetrieben 
wurde, und also auch leicht an diesen Ort kommen 
konnte. Dann ist sie ein zweites vor Augen gestelltea 
Beispiel der Harte des Zeus, wodurch Prometheus um 
so bemitleidenswerther erscheint. Endlich greift sie 
wesentlich in die Handlung ein, in so fern aus ihrem 
Geschlechte »der künftige Befreier des Prometheus ent- 
stehen soll. 

V. 561 findet sich gewöhnlich nach Iv nerpivotötr 
noch ofitiotg oder toiS dpeiot^, was neben jenem nicht 




•■t 



nPOM. JEEMSiTHR 99 

Xetfia^oiiBVüV ; tlvog afixkaxltig 565 

565 a ij ia ^a' 

XqU^ ti^ av fis raXccivav olcrgog. 



bestehen kann, und eine in den Text gekommene Glosse 
oder verschiedene Lesart ist, in Avelchem letzteren Falle 
der- Vers rovSe jt^^^^ozöiv opeiotöiVy oder rovSs x^- 
XirdÜ iv opeiotdiVf oder tovSe x^i^^yolS rotöiv opdoiS 
Umten kann, Uehrigens sind die in die Felsen einge- 
adUagenen Fesseln zu verstehen. S. auch zu V. 675. 

V. 662 f. EU welcher Vergehung Strafe (zur Strafe 
Ar "welche Yergehung) kommst du um? ajUTcXaTiiijS, 
einige dfinXoTdaS, — noivdSy einige Tcoiväs oder not- 
vij^f eimge itoival^» Das erstere scheint das ächte. 
Ueber den Accusativus als Apposition eines ganzen 
Satzes 8. V. 979, zu Pers. 695, Hik. 613, Ag. 628, 
1394, Choeph. 140 (und Schwenk das.), 193, 344, 
fium. 367, das Sachregister zum Sophokles unter: 
Accusativus no. 14, Matth. Gramm. §. 410, §. 432; 5. 
Dodi lälkt sich auch noivaS vertheidigen , vergl. Soph. 
EL 563 tlvoS notvijs td noXkd nvevjiiat' iöx' ^ 
dv3d6t, 8. das. zu V. 527, PliU. 327, KoL 1166, 
1748. Der Genitivus ist durch wegen zu übersetzen, 
kann jedoch auch durch vno notvfjS erklärt werden, s. 
Matth. Gramm. §. 375, Anm. 1, uns zu Sieb. 774, 
mk. 933, Ag. 505, 791, Choeph. 390, Soph. Aias 
822, PhiL 1137. Bios an der dorischen Foi-m ist hier 
wegen der übrigen nicht -dorischen Formen einiger An- 
itofs zu nehmen, fcotvais scheint Aenderung. osr^, 
Med. und Wolf. Snot, nicht schlechter, und vielleicht 
das ächte, s. zn V. 641. 

V, 565 a ä, ia ia, Med. und einige andere a 
if 1 1, vielleicht richtiger, da hier mehr Schmerz als 
Verwunderung sich äufsert, und jenes aus V. 114 ent- 
standen seyu kann. Vergl. 'V. 690. 

V. 566 es sticht mich arme wieder eine Bremse, 
d. i. wiederum werde ich einmal duich Bremsenstich in 

7* 



100 nPOM. JESMaTHH 

^SoXov 'jiifyov yrjyevwg SXBVy w /tu ' 570 

Creistesverwimtng versetzt. Woria diese bestehe, lehrt 
das Folgende. ol&tpoS (Med. bei Weigel ot6tpotS nnd ot 
darüber von anderer Hand) scheint wegen andfurer Stellen 
in eigentlicher Bedeutung genommen werden zu müssen, 
Ist aber nicht die gewöhnliche, sondern eine besondere, 
Ton den Rindern und Pferden sehr gefürchtete und sie 
in grofse Unruhe versetzende schliuunere Art, die soge- 
nannte Rofsbremse oder Pferdewespe, Lateinisch asiliUg 
8. Virg. Georg. 1, 146 ff. Vergl. unten V. 677 £ 
o^vöTo/iOD fivaoni jcptdBretda, 881 f. olötpov Ö* apStS 
Xpist ßi' aicvpoS , Hik. 297 ßorjXdnjv fwtxnea^ xtr^ 
Tifpiov, 527 ol6rpco ipedöoßiiva, 542 f. eldtxyavtti^ 
vov ßiXei ßovHoXov TttapoevtoS ^ 549 odvvcaS xir- 
tpoßcekritois y auch unten Y. 581, 591, 599 if., 684, 
838, Wk., 16, 559 u. a. Vor tdXawav hat man nnt 
Cantab. 2 tdv (Reg. G und Cantab. 1 rijy) einsetzeo 
v?ollen, was an sich nicht übel ist, aber wahrschdnlich 
wegen V. 571 sich einschlich. 

V. 567 1 machen die ohne Verbindung neben 
einander gestellten Satze die Rede lebhaft, vergL z. B. 
Sieb. 581 ff. Bis nach Kanobos dauern die Verfolgon- 
gen, s. V. 848 ff., Hik. 300 ff, 542 ff rT^ytrovS 
eigentüch: des Erdensohnes, wie V. 351 und ander- • 
wärts, oder des ungeheueren, schrecklichen, weil die 
Kinder der Erde, wie Typhon, die Titanen> Kyklopen 
u. a. lauter Ungeheuer waren. Eben so heilst Argot 
V. 680, Hik. 295, und eben so ist das Sophokleisdw 
ytfyevrj ßovßaXtv (uub. Br. CV, 70) u. a. zu ver- 
stehen. Apullodor. U , 1 , 3 sagt : "Apyov — 'AöJÜbf- 
TttddjjS /ihv *Afii6topoS Xfyti vtov , ^epenvöriS ik 
'ivdxov, KipHcoiff dh^Jpyov xal 'lößrjvrjSy rtjs Aögo^ 
nov ^yatpoS y 'AxovöiXaoi 6^ yrjyevij (od. ix yijS 
yeyevrjöSroci^ avrov Xayet. Ueber yrjyevijs in der 
Bedeutung! ungeheuer im moralischen Sinne, gottlos, 
irc^h, wegen des Krieges., den die Kinder ider Erde 
gegen die Gotter fahrten, s. Bergler zu Aristoph. Wölk. 
855. So auch yiyaS Sieb. 406 , x^oytoS Sieb- 504, 
Döderlein su Soph. Kol. 1595. Ueber yi^yevtjs für 



npoM jESMaran loi 

r}ß<yviiat tov fivQuonov tUsogäöa ßovtav. 
ÖS xoQBUBtai dohcnf o/ufi' irioVy 
'0 Sv ovös wxx^avovta yaZa Tuv&ei, 
äXla ft€, räv täXaivaVy 
l^ ivigcjv ^sgäv xwrjystel 
wclav^ V0 t^0uv dva tav TUCQccXlav ^^afi- 

ftov ' 676 

rtox^oar s. zu Hik. 24!^. dA^ev*, gJ ^da, einige Ur- 
nden 'JAevdda, wozu der Scholiast bemerkt: o ydtß 
\£uaS nomfp ifv tov TtavoTerov , einige auch aXsv » 
/(s. XU Wk. 150) 6ät nicht übel, und vielleicht das 
idite, 8. Blomfield. Jo ruft in ihrer Verlassenheit dio 
lue, als die ihr immer nahe Gottheit, um Hülfe an, 
rgL Hik. 857 » 868, Ag. 1042 » 1046, Eum. 
»6 => 866, oder weil sie als Mutter des Argos auf 
sflen EinfluTs ausüben kann (s. etwas Aehnliches zu Ag. 
14), oder endlich, weil aus ihr die Bewohner der Un- 
rwelt aufsteigen, was ohne ihre Grenehmigung nicht 
sdiehen kann, s. zu Choeph. 120. Ueber oXeveiv 
Sieb. 88, 129, mk. 614, Matth. Gramm. S. 526. 

y. 668 ich erschrecke (näiulich) bei dem Anblicke 
• vieläugigen Rinderhirten. Sie erinnert sich nämlicfa 
iihaft ihrer bei des Argos Lebzeiten von diesem er- 
teilen Plagen. Ueber das zu ergänzende ydp s. zu 
eb. 79. eiöopdoda, einige elöidovda. Ueber g)o- 
^S^ott mit dem Participium vergl. V. 637, 697, 900 
SU ChoepL 1061. 

y. 669 öuXtov (einige doXspoy') tückisch. 

V. 572 kömmt neptav %'on nep^v, und nicht von 
\pa oder jcepaS. 

V. 573 bt rrjöttv proleptisch ssu nehmen: als 
ichteme, um keine Nahrung finden zu können, oder 
ch als Pradicat zu iffdjuptov, s. zu V. 602. dvd tdv 
tpaXiav ipdjitßioy, denn die Sccne ist ja' in der Nähe 
8 Okeanos, s. die Einleitung. Ueber den Artikel s. 
V. 148. Hvvrjyatet und itXavf drüukt das Wohc 
iÜ^igscyn aus, 8. zu Sieb. 1006. 



102 nPOM. JESMSITHE. 

575 ccxsrccg v7Cvoä6tav vo^ov, . 

ütoL noti IL SyovöL tfiUitXayxtOi «Idvot; 

Xl 7COT6 ILj 19 KqOVLS Xal, xl TSQU Xolö^ 



V. 574 vTto dabei, dazu, adverbialisch, vergL V. 
880, Ag, 922, 1188 u. a. TcrfponXaöroS mit MTadis 
bestrichen und angefügt, otoßei Med., gew. otroßei 
gegen das Versmafs, 

V. 575 VTCvoSotav ro/ior eine schlafgebende, diH 
schläfernde Welse, um mich, die ich durch das Umher- 
irren ohnehin schon müde bin, noch mehr zu ermüden, 
denn um mich wirklich ruhen zo lassen stimmt er iib 
nicht an. 

V. 576 f. ach, ach ihr Götter! wohin nur fuhren 
mich die weitumherschweifenden Irren ? ioa iao xoitot 
(auch wohl 2gJ iaoy Ttonoi'), not Tiori /i' ayovöt habe 
ich geschrieben statt i(^ ico noitoi (and. no jtoi, oder 
näo noly oder not Koi') noieoi (and. nd noiy od. ftiZ 
Ttöit od. noTCotf od. 7t(a nao^ 7t^ (and. Ttot od. TCoS^ 
}i ayov6i. Schreibt man itoitöiiy d. i. ach! so vergL 
Ag. 1042, 1046, 1071, Pers. 542, 552. %^ und 
Tti\ entstand aus der alten Gleichheit der O- und B- 
Laute, nXctvot, and. nXdvai, wahrscheinlich wegen 
V. 587. Ueber jene Form vergi. Soph. Phil. 758, KoL 
1114, Brunck zu Soph. Oid. 67, und über die Verbii^- 
düng unten V. 587 noXvTcXavoi nXdvat, 902 dvötcXA- 
vois dXotrdaii^ Soph. Ant 1277 novoi övöxovot n. a. 
S. zu Pers. 940. 

V. 578 g5 Kpovte ita% s.' Aehnliches zu Soph. Oid. 
262, aucli unten V. 592, 707, Sieb. 364, Schwenk 
zu Aisch. Eum. 280. Die Construction ist: zi noti 
ßi€, ti Tcote djuapTovöav evpcov, ivi^ev^aS iv talööe 
ntfuovcuötv j so dafs xi TCori jtie mit d^aptovdotv, 
nicht mit ivi^ev^aS zu verbinden ist, vergL zu V. 663, 
Pers. 713, Hik. 899, Ag. 622, 852, ChoopU 757, 
Soph. PhiL 1034, Ant 590. 



npoM JEjsMaTHU. les 

580 aiioQtov^ap h 7tfj(iovat<ftv ; S F. 
oUstijijXdvq} dh öelficccL ästXalav 
aaQOMOXov mds telgeig; 
«vpl q>li^oVy ij x&ovl TtaXw^ov^ 
ij jcovtloig ödxeöt dog ßoQov, 685 

euyiuecav, &vcc^' 

&ddf}v (IS TCoXvjtkavoi xXdvat 



V. 679 M^evSaS, vergl za V. 108. 

y. 580 und 601 steht S S auTserhalb des Verses, 
aadi Sieb. 308 « 320, und das. 136 » 143. 

y. 581 f. ist aus dem Voifaergehenden ri nore 
SEu erganien, was auch wahrscheinlich als Erklärung 
•an dem Rande stand, und später nach dem zweitei^ ti 
itore V. 578 in einem Theile der Urkunden eine falsche 
SteUe fand. VergL zu V. 599, 749, Ag. 558, 1633, 
Choeph. 904. oi&cprfXdtqa (s. zu V. 566) deißiatt 
für oldtpov iXavrovtoS öd/iattt s. Aehnliches im Sach- 
mgisfer unter: Adjectivum. Zu öetjuic vergl. Sieb. 
1048, Pers. 206, Choeph. 519, 581, Soph. EL 410, 
tinlmken ep. crit. p. 261. 

y. 583 ß. 8. über ähnliche Wünsche y. 152 £, 
749 £, SU Soph. Phil. 751. ^rvpl <p\i5oVf nämlich 
fik, s. zu y. 337. Das t vor g)X ist hier lang. 

y. 587 hat man addrp^ in äörp^ verwandeln wol- 
len, doch erregen die Homerischen F'ormen aödijöetevp 
ddöiptoTsS^^ addels n, a. Bedenken. Man kann j^dp 
erganzen, s. zu Sieb. 79. noXvitXctvot , and. itoXv^ 
Kkocyxxotj was eine weniger genaue Entsprechung 
giebt, und aus y. 577 hierher gekommen zu seyn 
scheint. 

y. 586 yeyv^vdxaö* Wellauer richtig staCt des 
gewdhulichen y^Kyv/iydTiaöiv. 



101 nPOM. JEHMÜTBIL 

590 x/,vBiQ q)Q'Byiia rag ßovxsQC9 mxQ^hov; 590 

nPOMHOETS. 

nag d* ov xkva r^g olötQodivntov xo(^, 
rijg ^IvaxBtag; ^ ^log %ahcBL xaixQ 
BQcstLy xal vvv Tovg vjcsQiifjxBig dffOftovQ 
'^Hqcc ötvyjjcog ytgog ßlap yvitva^euum 



V. 589 1 tlieilen die Urkunden die Worte xkuaS 
— nap^irov dem Chore za , doch gehören sie der Jo, 
welche die Aufmerksamkeit des Zeus dadurch noch melr 
erregen \sill, 8. Choeph. 439, zu Soph. KoL 160. 
g)^dyßia raS Rob. mit Med. und dnigen andern Hand- 
schriften, die übrigen qi^iyfiata räs ^ npoötp^iyßuxta 
xis y 7Cpo6q>^iy}iocxoS täs u. a. Ueber ßovxEpca s. 
«u V. 560. 

V. 591 XGÖi 8* ov jtXvost — ; Tiie aber sollte idi 
nicht hören — ¥ d. L es ist aber nicht andern möglich 
als dafs idi. höre, offenbar aber höre ich. So oft, vergL 
V. 595 no^tv — dnveiS; 934, Pers. 736, Hik. 462, 
Ag. 1633, Eum. 642. 

y y. 593 gew. 'ivaxeiTj^p Med. und einige andere 
IraxdaSy einige *lyaj({aSy Wolt *IraxiriS , s. zu V. 
678, und über die Form V. 707. ^dX^Ei wie frOher, 
so noch jetzt, vergL Y. 540 öißxfy 840 ;t^/ia^, Sieb. 
29 irvTcnfyopeiö^ca , 779 örfyet, Pers. 25 öovmn^ 
41 und 57 ixeraty 46 i^pßicjötr, 49 ÖTevrraa., 54 
nipineiy 669 IT., 785 mpay Hik. 4 f. Xtiicovöott -^ 
ipsvyofievy 172 ff. 6p<S — A£iWa9, 980 opi^ojuett, 
685 K op^, Ag. 867 ix^> 1159 ovxor ikkeUceiy 
1262 aTtctÄXaööovöty f Eum. 959 hcesnSt, 

V. 594 6tv}np:6s dichterisch lur &cvyrfnf, — 
JCpoS ßlaVf 8. zu V. 208. yv/iyd^at (einige ßid- 
S^Etai') ist hier mit dem Accusativus rovS ihreßjaifxa^ 
öpoßiovs construirt, d. i. sie giebt sich Mühe rait ihren 
überlangen Laufen, sie bemüht sicli dieselben zurück- 
zulegen , ^ie Phüostrat. Heroik. 19 , 2 <Sv ßilr ixäiva 



nPOM. JEZMSiTHZL 105 

I£i. 

id5 no&Bv Ifiov &ü TtatQos ovofl aTCveig; 

dvrtdTp, 595 
elni (loif toi (loyBQa, ttg äv, 
rlg Sga jct', (S rdXagy 
rotv raXcUjtOQov, ad* hvfia nQ069Q0BLQf 
^soövrov TS v66ov avoiiacf a$y a 

)0 iiagalvEt (is xqIoV" 

€a xivtQOLöL g)OLtaXhcCiv ; S ?• 600 

^TCiQtflluitov äs vri^tiOvv alxlatg 

Ib Masik- und Dichtkunst) yv^vd^ov, ndnetvoor 
h, Aristotel. Polit VI yeyv/ivadjuivoi tds i^etS 
Hff tds ^oXepuxds fCpd^EiS, Doch kann man auch 
8 Verbum absolut, und den Accusativus als Accusati- 
« des Wegs nehmen : sie müht sich ab auf den über- 
»ton Bahnen, was besser scheint, s. zu V. 394. 
nrgl. Hik. 298 toiydp vtv ix yfjS i^Xadev jioxpoS 
\6jico ; 

Y. 595 no^er — dicveiS: woher kdmmt es, da& 
i nenxut? s. zu V. 591. 

V. 596 ff. wer bist, wer bist du denn (apcc) 
üi du mich -^ so richtig begrüfsest? irufictt einige 

V, 599 5«otft;rov, gew. SrEoö&urov, s. zu V, 116. 
9eh kSnnte die gewolmliche Lesart vertheidigt werden, 
ran man eo durch die Synizesis in eine Sylbe zieht, 
ebrigens ist unter der Gottheit die Hera zu verstehen, 
V. 594, und unter voöoS die Bremse, s. zu Y. 566, 
9in es beziehen sich diese und die folgenden Worte 
if oidrpodtvjJTOv Y. 591. Statt der Lesart der bes- 
im Urkunden r^ habon andere öi. Aus dem Yorher- 
shenden ist tis cdv hinzuzudenken, s. zu Y. 581. 

Y. 601 hat q)otTaXlot6iy langes a, wie Eur. 
rest. 327 , und activo B(Hluutung. 

V. 602 iT. in dt;r 8prüiige fastender Ungebühr (in 
l^cmmfüigcn Sprüngen ohne Speise) fortstürmend iu 



106 nPOM. dEEMSiTHS. 

kaßgoiSvtog fJMoVj ^A#ov, - 
htixovoiASi iiT^äsec dafuZöa. 
605 dvödaiuovfov äs xlvsg^ ot, S ?, 
oV lycjy iioyoikSLVf 
dkXa ^oi togäg 606 



Hagt ging ich, ging ich, Eornigen BeschlÜMen nntai- 
liegend (durch die Anschlage der erzürnten Hern ge- 
zwungen). vri6xi6iv hat man in activer Bedeatang ge- 
nommen, doch kann es auch heiTsen: mit Hunger Ter- 
bunden, wobei ich nicht einmal meinen Hunger stilftn 
kann; vergl. Choeph. 246 vrjöttff Xt/iof IBunger wegen. 
Mangels an Nahrung, Ag. 186 ycvoal yrJ6tt6eS StQmie^ 
welche Hungersnoth herbeifuhren, 9^3 yvjccixXexyKtoS 
hc ßdxrjS novoS vrj6tiS die nachtschweifende hungor- 
erregende Anstrengung des Kampfs, 990 yrj&nv rodor 
die Hungersnoth, 1611 al njdrtdeS^ dvai das Hunger- 
leiden, auch vielleicht oben V. 573 vij&tty dvd rar 
ygapaXlav 7pd/i/xov über den Küstensand hin ^ einea 
keine Nahrung gewährenden. Einige Urkunden habea 
yrjörrjöivy was der Scholiast aus vrj und örddtS beste- 
hen läfst, so dafs es also rastlos bedeuten würde, 
'kaßp66vtoSy gew. XaßpodövroSy s. zu V. 116. ^A5or 
habe ich, um diesen Vers dem strophischen entsprec^MoA 
zu machen, verdoppelt, wodurch der Begriff des Ge- 
bens mit Affect hervorgehoben wird, wie z. B. PenL 
902 TcejjLfpcüy nißii^oa^ 910 xXdy^cDy TiXdy^oa, 947 
iAtneSt iXiTieSy 952 ßoSt, ßoje, 960 haqior, iragwr, 
977 opciS, opco n. a. Besonders geschieht dies bei Im- 
perativen. J)as eine ^K^or fiel aus, weil man glaubte» 
es sey durch ein Versehen zweimal geschrieben. Aus 
den Scholien hat mBn^Hpa^ eingesetzt, was aber Er- 
klärung ist, so wie auch V. 599 ^eodvrov durch 3£o- 
3ey dxo njfs* "llpaS oppuojihnpr erklärt wird. 

V. 605 dvöSaipiovcor 61 tiyBf (nämlich eiölr}, 
oi — ßioyovöiv; VicL, 6i tiveg ohne Frage Aid., 
Hüb,, Tum. 



I 

l 



nPOM. JEEMSiTHS. 107 

na^HVj rt fwj y^, tl y>ttQficcxov vodov* 
610 dstfoi;, e'6rf^ ofeO*«, 

nP0MH®ET2. 
li^G) togäg doi n&Vy o xt %Q\^Hq ^a&siVj 6 lo 

wöxsQ dlxcciov TCQog fplXovg dtysLV öt6(ia' 
615 m^Qog ßgotoig dor^p' ogag IlQ0(iij&8a. 

w Tcoivdv io(pEXi](ia 9v7]tol6LV q)avElgy 



V. 609 ri fiTJ X9V > einige ti fia XPV ^^*^ ^^ A^^* 
XPJ/- Man ergänze naS^etVy nnd idtl zu r/ (pdp/ia- 
xor 'yoöov. Die Worte ri /^t/ xPV sind nicht unpas- 
send, da na^&v hier nur von den Leiden der Irrfahrten 
zu verstehen ist. Jo nämlich will die Länder genannt 
'wissen 9 welche sie noch durchirren mufs, und welche 
sie idcht nothwendig zu betreten braucht, um die Gröfse 
ihres Wegs beurtheilen zu können, nicht ahndend, dafs 
ihr noch so viel bevorsteht, als I'rometheus im Folgen- 
den ihr verkündiget, s. V. 744 if. Deshalb genügt 
snm Zwecke der Jo die Beantwortung blos der ersten 
Fr^e; die der dritten ri gxip^axov v60ov liegt in 
V. 815 ff., 850 iL rZ für o n, s. zu V. 489. Die 
Aendenmg ti ßifJX^P> V ^^^^^ ^ ß^^ XPV ^^^ unnöthig. 

y. 611 tppd^e r^, and. <ppä^e rs r^, Aid. (ppd^e , 
Ük, Rob. mit Med. (Weigel) und Yen. 1 q>pdSis rc, doch 
ist die Verbindnngspartikel matt, s. zu V. b^, Ueber die 
Verbindong des Aoristus und des Präsens s. zu V. 309. 

y. 612 o riy Etym. Magn. p. 762 oTcepy was ein 
Theil der Heransgeber aufgenommen hat , doch kann t 
TOT XP verlängert werden, s. Muttb. Gramm. §• 25, 
Anm. 1. , 

y. 615 s. über die Yerbindung icvpoS ßpotc^ 
6otTJpa Matth. Gramm. §. 390, aucli zu Sieb. 13S, 
Aehulich Pers. 997 öoötv kclhov nocHtar ftocxois. 



108 nPOM. JEJSMaTHIL 

I 

xXriliov ngoiiij^Bv , rov 8lxip> naöxstg 

xaÖs; 615 

nPOMH@ETE. 

uQiiOL TthTCavyLcu, tovq ifiovg 9q7iväv mvovg, 

ISl. 

ovxow aoQoig av tiqvds öoQsav iftot; 

nPOMH0ETS. 
620 liy^ ijvtLv' alty* stavta yoQ Jtv9oio ftcv. 



V. 617 rov dbapr Tcdöx^t^ taSa; dafür (daf« da 
den Sterblichen das Feuer gabst) als Strafe duldest du 
dies ? rov steht dann für rovrov, üeber die prädicat- 
ähnliche Apposition dintjv s. oben zu V. 363. Steht 
aber rov für rivo^^ so ist der Sinn : als wessen Strafe 
duldest du dies? wer hat dir diese Strafe auferlegt? 
was richtiger scheint, theils wegen des Zusammenhan- 
ges, theiis wegen V. 623 i. 

V. 620 hat man ndvta yap jtu^oto ßov in arar 
^ ydp dv nv^oio fiov geändert, doch kann dv fehlen^ 
8. Hik. 646, 1002, 1020, Ag. 164, 258, 540, 95^ 
1019, 1135, 1301, Choeph. 340, 547, 589, BOTy 
658, 1059, 1071, Matth. Gramm. §. 515, Anm. Med. 
(Weigel) TCäy ydp ovv, was vielleicht das ächte ist 
Statt /lov haben Aid, und Rob, mit Wolfl, Yen. 1 und 
Oxf. ßioty was vielleicht das ächte ist, da ßov wohl nicht 
leicht in /loi überging. Vergl. Soph. EL 226 rivt ydp 
TCot* dv — 7tp6dg)opoy dxovöatßi' iigoS; rivt q^po^ 
vovvrt Hcdpta; oben zu V. 474, Choeph. 148, Matth. 
Gramm. §. 394, 3. Auch kann man ^oi als das vw- 
trauliche /«ol nehmen, s. das. S* 389 f., oben V. 271, 
Sieb. 205 und öfter. 

V; 621 Sx^iOtÖt, Med. &XjXCL0£V. 



I 



i 



nPOM. JEHMaTIIIL 109 

nPOMHOETS. 
ßovliviia iihv to ^dtov/Utpccldtov da xhlq. G20 

Tcoivaq Sk Tcolov d[i7eXaxf>iiickc)V ttvsig; 

nPOMHeETH 
to6övtov dQX(3 6oi 6aq)i]vliSai (uivov. 

ISL 
fi25 aeal TCQoq ys rovxoig riQ(ia Tijg liiijg nXdvrjg 
Sb^ov, zig Ucxai t^ raXaLütcoQCj} XQ^og. 

nPOMH®EriL 
XO [iiq iia&Biv 6ov xqel6(Sov ij [lad'BZv tdSs. 625 



V, 622 ßovXsv/ia^ Rob. ßovh^pia, — to Aioy 
der BeschlaTs des Zeus, versciueden von xo 8ioy der 
götüidie Beschlofs, s. V. 657, 1035, Hik. 41, 302, 
566, 1026, Hom. II. 10, 290 Jict^ed, Schäfer zu 
Bar. Hek. 460 (Porson). 

y. 624 soviel kann ich dir erklären nur, nämlicli 
was ich bereits gesagt habe, dal's Zeus diese Strafe 
aa mir durch Hephaistos wegen der Verleihung des 
Feaers an die Sterblichen hat vollziehen lassen, dpxco 
mit dem Infinitivus : ich bin ini Stande, vermag, s. Schnei* 
der's Wörterbuch unter diesem Worte. 

V, 625 xcd — ye und doch wenigstens, ripjna 
xrji ifiijS nKdvriS die Bestimmung meines Irrens, das 
mir vorgeschriebene, über mich verhängte Umherirren, 
s. zu V. 284. tipfia ist seiner Stellung wegen als 
Accusativus anzusehen, und nach Ssl^ov mit den älte- 
sten Ausgaben ein Komma zu setzen. Das Folgende 
bt nähere Angabe : welche Zeit der unglückseligen seyn 
wird, d. L welches nämlich die Daner- des Umherirrens 
nir armen seyn wird. Ueber die Construction s. zu 
V. 182. 

V. 627 jiioc^eiv äoi, eimge fujc^üv 6t* 



112 ilPOAf- JEZMÜTHIL 

ccvtJjg leyovöfjg tag TToAvqpfl'opovg '^X^Sf 
tä loL^ S' äd'koiv 00V ÖLÖax&fitG) scdga. 6^5 

nPOMIWETi: 

öov ^oyoVy 'loly ralöö^ txjtovgy^öat X&Qiv^ 
äkXcog TS TtAvtcog xal xaöLyv^ccig xcctgog' 
640 cjg tccTtoxXavöat xdstodvQaö&at %v%aQ 
avtavd'\ oTtoi (isXksL tig oY(iB0d'(u daTCQV 



V. 636 raff 7toXvq>^6povff tv^aS", vergL V, 8S9 
xijs TCoXvg>^6pov leXdvTfff, ' 

V. 637 ra Xoiicu a^Xcoy , i/rie V. 782 «ovwi^ 
td XoiTtdf Soph. Oid« 1487 td Xovcd xov wnxpov 
ßiov, 

V. 639 aXXaoi re «dvTGoS xdi Teaöiyvijtca^ «ifr- 
rpoff wie in jeder andern Hinsicht (Avie olinehin über- 
haupt), so auch als Schwestern demes Vaters, d. L 
besonders da sie deine Basen sind. Inachos und die 
Okeaniden waren als Kinder des Okeanos Geschwister. 
Ueber dXXcoff te ndvtcoS xa\ s. Pers, 675, Eum. 726; 
auch dWGDff te xai ohne navtcoS Hik. 740, Eum. 
473, Soph. El. 1324, Hermann zum Viger p. 780, 

Y. 640 ist es unsicher, ob man mit den alten Aliv- 
gaben n^Ttoövpsö^atf oder mit Med. und andern Hand- 
schriften xaTtoSvpadS^ca aufnehmen soll. Das Praeseot' 
dieses Verbi ist weit häufiger, und sicherer als der 
Aoristus ; auch ist an der Verbindung des Aonstua und 
des Präsens nicht anzustofsen, s. zu V. 309. Auf der 
andern Seite scheint ditodvpaö^at nicht ganz unge- 
bräuchlich gewesen .zu seyn, s. Blorofield zu d. St, 
und ging eher in dnoövpeö^at, als dieses in jenofl- 
fiber ; auch wird es durch die Autorität der ältesten 
Handschrift empfohlen, weshalb ich es vorgezogen habe. 

V. 641 f. deiui das Beweinen seines Geschickf in 
diesem Falle (^ivtav^a vor Verwandten), in so fem' 
man eine Tliräne von den Hörenden davontragen mag, 
enthält (ist) ein würdiges Verzögern (oder: ein wür- 
dige« Geschäft, ist der Mühe werth). Aus den befsteu 



BPOM. JESMRTHSi 113 

Urkunden babe ich oTtot aufgenommen, da oTtp^ was 
Aldus und einige andere haben, \\'egen ivtav^a ent- 
standen zu seyn scheint, damit sich da, wo entsprechen 
Dochte, not und oitot, weiche mit ol (s. zu Hik. 
844, Öfter bei Sopliokles) zusammenhängen, stehen ei- 
gentlictL nur auf die Frage wohin? bi-s wohin? 
und es lafst sich selbst in den Beispielen, wo "ein Ver-* 
Vn der Ruhe, welches die Frage wo? zu erfordern 
fcheint, stattfindet, der Begriff der Bewegung nach- 
irasen, s. Lobeck zum Phrynich. p. 43, Matth. Gramm« 
|. 611, 3, auch zu Fers. 721, Choeph. 1084. Diesen 
Bedeutungeii . im Raumverhältnisse entsprechen im Zeit- 
▼arh&ltnisse die Fragen: wie lange? bis wie lange) 
taf welche 7(öi und oTtoi ebenfalls stehen können , s. 
n Soph. El. 949 , und in geistigen Verhältnissen die 
Fragen: in wie fern ? in wie weit? wozu? (Ag. 
1109 9 Choeph. 723), wie die Lateiner quatenus ge*-' 
brauchen, und wofür wir zuweilen kurzweg wie sa- 
fBB, 0. zu Soph; Kol. 220, 376, oben zu V. 99, 
Sieb. 142, Hik. 589 f., Choeph. 523, filur. Troad. 
1029. Uebrigens findet sich tcoi und n^f (oder n^)^ 
ofcot und ony (oder oTta") oft verwechselt, s. zu V. 
M, 182, 562, Sieb. 142. 640, Choeph. 523^ 1084. 

V. 643 dnt6xEiy ungehorsam seyn, wie oft, be- 
londers bei Sophokles. 

y. 644 macht ^^ keinen strengen Gegensatz, son- 
dern fügt blos an, wie z. B. V. 22, 33, 35, 74, 
134, 150 f., 180, 267, 282, 316, 395, 398, 677, 
684,735, 862, 881 ff., 931, 1021, 1027, 1047 
t, 1084 ff., Sieb. 74, 115, 342, 364, 395, 479, 
499, 619, 528, 732, 746, 766, 928, Pers. 189, 
«48, 381, 390, 411, 413, 418, 449, 452, 488 f., 
555, 672, 587, 804, 994, 1024, Hik. 47, 63, 92, 
136, 152, 165, 174, 215, 455, 481, 556, 564, 

8 



/ 



114 nPO M ^BSMi^ THSL 

645 jc^6s6da' xakoi xal liyovif ddvgofua 
ILOQfpiqy o%Bv ff 06 ^xtxlia XQOöhctceto» 645 



610, 622 £, 754, 913, 1005, 1009, Ag. 243, 246, 
445, 617, 1417, Choeph. 262 u. a., s. Wellaueri 
lezicon Aeschylcmn unter 6i. 

V. 645 und doch trauere idi auch als erzSIdende 
(wenn ich, nachdem ich gelitten, anch noch enählen 
soll), yergl. V. 197 dXyeivd jiiv jun JoA Xi/ur 
iötlr tdde, Ueber diesen elliptischen Gebraach mMi 
nal 8. Krüger's Index zu Xenoph. Anabasis unter wAf 
auch unter V. 778. nodtot xoti findet nck biaweilea 
verbunden, und ist auch Soph. Ant. 948 eingeiedEt 
worden. Allenfalls könnte man xoii auch in der Be*- 
deutung gerade, eben nehmen, s. Sieb. 698, Pen. 
1001 , Ag. 919. Eum. 820, zu Soph. Ant. 683, n. a. 
Ueber xai in dieser Bedeutung nach Rdativis s. zn 
Sieb. 742. Statt dövpoßun hat ein Theil der Hand» 
Schriften Med. (Weigel) als Variante am Rande, atöxv" 
vojioa^ was Aenderung scheint, und weniger passend 
ist, da ein Grund sich zu schämen für die Jo in ihrer 
Elrzähiuns nicht vorhanden ist. 

V. 646 £ 8La<p^opav fiopqn/S y o^er — iKfiOöi' 
mato für o^ev 6iaq>^opd /lopgnfs — xpoöixrMa, 
Ueber 7tpo6nitB6^cti s. zu Y. 553, über die Verandenmg 
der Gestalt zu Y. 560, über die Construction Blatth. 
Gramm. §. 296, zu Sieb. 19 und im Sachregister Htm 
Aischylos unter: Accusativus. 

Y. 648 acl, Med. ah\y was vielleicht das achte 
ist, s. Y. 42, Pers. 594, 746, Hik. 957, Eum. 76,-^ 
684, 830, die Yorrede zu Soph. Oidip. p. YII. ydfi 
macht den Uebergang zur Erzählung selbst, s. V. 831, 
Sieb. 42, Pers. 251, 347, Ag. 1159, Eum. 416, 631. 
TCoXEvfiBvoti Wandelnd. Ueber die Form s. zu V. 113. 
Reg. C 7to9\Bv/ievai, auch Med. (Weigel), doch mit 
no darüber, vielleicht richtiger der Form und der Con- 
sfaruction nach, s. die Wörterbücher. Indessen s. auch 
I« Pers. 10. 



nPOM ^BSMS^TBJl 115 

lg ütagO'sviSvccg tovg iuovg TtaQTjyogow 
650 kdoi,0i, iivd'OLg' & [isy Bvdaliiov ocogr], 
tl nagd'svBV]] dagov, i^ov 6oi yccgiov 
rvx^iv [leylötov; Zevg yag [(ibqov ßslsL 650 
ütQog 0(yü ti%akjttat^ xal öwaiQBöd'at, KvjtQuv 
^bXbl' 0v d\ cJ 3tar, (irj ^jtoXaxtlöyg kixog 
655 ro Ziyi/off, äXX S^bXQ'b jCQog ABQvrig ßad'vv 



V. 650 evSaljLtcoy, Rob. mit einigen Handschriften 
tüdoü/ioVi woraus man mit Blomiield £v6at/ioy machen 
konnte. Med. (Weigel) evdcdfiQoy mit darubergesetz-« 
ten o« 

V. 652 t ZevS Iptipov ßiXn itpo$ dov ri^ahttcct 
Zeaa ist durdi einen Liebespfeii Ton dir entflammt wor- 
den. Za i/iipov ßiXoS yergl. Biomfield im Gloss. za 
Aiscfa. Ag. 232. övvaipeöBat KvTCpiv dafs Kypniif 
But ihm gemdnschaftiiche Sache mache, ihm beistehe, 
ihn za deinem Besitze verhelfe , oder : die Liebe mit 
iai auf sich zn nehmen , sich derselben mit dir zu un- 
terziehen, sie mit dir zu theilen, sich in ein Liebes- 
Terhaltnifs mit dir einzulassen, wie dwcdpeö^at tov 
xtrÖvrov riji lidxrfS bei Thukydides, ra Ttpdypuctce 
bei ]>emo8thenes , q>dvov bei Eur. Orest. 765. Im 
letzteren Falle ist KUTCpiv zu schreiben. 

V. 654/17 ^itoTiooitiöxfS , 8. zu Sieb. 1063. 

V. 655 itpoS AipvrjS ßa^vv XetjudSva zu Lernels 
(n der am See Lerne in Arges gelegenen) Niederung. 
ßet^S Xet/icov eine tief liegende , ergiebige und fette 
Aue, 8. die Ausleger. Auch läist sich Xsijxwv von der 
Wasserflache verstehen, wie novrioS Äet/iaäVj und wie 
nan Soph. Tyro Br. XV, 5 ?jtt^ — iv \£ijii(Svt Tto- 
xaßiicov KotGov iöp dnidff eüdcoXoy verstehen kann. 
Aefanlich wird auch aXjöoS gebraucht, s. zu Pers. 108. 
Dann ist zu übersetzen : zu Lernens weiter Wasser- 
fl&die, oder als Hypailage für fCpoS Aiptnji ßa^eiaS 
liißdävu genonmien (s. das Sachregister unter Hypal- 
hge): za der üefeH Lerne Was»erfläche, an das Ufor 
des 8ees. 

8* 



116 ttPOiai ^BSMUTHS. 

XstfL&vOj xotftvagßov&eaöBig vb OQog MrtQog^ 
CDS av ro ^Jlov Ofifia X&fpnöjj ütwcv^ 653 
toi,oiö8B ^caöag tvq>Q6vag ovbIqoövp 
' ^pvBLXOfiriv Svörrivog^ iiSts dii xatgl 
660 Erlriy ysycfveiv wxxitpovz ivBi^axtu 

6 a BS TB ilvico, icajci ^oSwmig tcvxvovs 

V. 656 zu dea Schaafheerdea und Rinderstandor- 
ten (Rinderställen) deines Vaters. Diese Worte ent- 
ludten die genanere Angabe des Orts, s. zu Siebb 84^9 
Pers. 114, 899, Hik. 217, 546, Mattli. Gramm. $. 438, 
S. TtolfivaS steht für Orte, wo die Heerden. wüden» 
8. Aehnlichcs im Sachregister unter: Substantira. Dab 
ein Gott, wie Inachos, der nidit etwa als MensiJi und 
König zn denken ist (s. sciT V. 639), sich Vieh h&lt» 
darf nicht anfihlien, s. zu V. 527, 671. xpoS steht 
saweilen nach seinem Casus i s« V*' 15» SieU 167 und 
^Ueicht das. V. 925. 

V. 657 damit des Zeus Auge loskomme (ablasse) 
Ton seiner Sehnsucht (namHch dordi Befriedigonff der« 
selben). Aehnlich Soph. Trach. 548 f. car aqMKp-- 
tta^y gytXsl oqf^aX/io^ avBo^ , auch Aisch. Wk» 
965 ff. Ueber ^or s. zn V. 622. ojißta^ weil nck 
das Verlangen durdi das Auge voizügiich äuCiert» ■• 
zu Soph. ^as 140, Ant. 790, allHi Trach. 527 «bA 

zu Aisch. Ag. 457. Zu XGoq}fv TergL V. 376. 

■ 

V. 658 irdpaötr Aid«, Rob., ärdpaöi Tvim^ 
Vict 

V. 659 Svretxußitfr Ich wurde bedrangt, oder idk 
befand mich mit den Träumen zusammen« hatta «ii 
ihnen zu schaffen. 

V. 660 rvjtcigiOiT', Rob. nüt Med. yvxtltpeürc. 
Bddes ist gut. ^ 

V. 661 ^cjSoonfi , Tum. und Met. ^adaSrrp^y 
was Aenderung scheint Ueber iwl mit dem Genitivu^ 
auf die Frage wvhin Y s. Mattli. Gramm. § 5ti4, ß. 



nPOM. ^BZMaTHn nr 

9t07t{f^ovg fttAAey, wg iid&y^ tl %qri 660 
igävt* ^ Xkyovra S(xI(ioölv «Qdtxsiv tpHa* 
7JX0V d* dvayyeXXovtEg cdoi.o0t6^(ws 

665 x^ffi(iovg dc^^ovg dvöxQLZcog x elQrjfiivovg» 
tHiog J' IvaQy^g /3a|ig '^X&ev 'IvaxcOy 
6atpmg IxLöxjjmovöa %al (iv&ov^evrjj 665 
l|oi dofiov TS Tcai JtdtQag dd'Blv Ifihf 
ag)Btov dkäöd'aL yrjg 1%* l6%atoig oQOtg' 

670 xü [17] &BXyf nvQ(07tov hc ^log (lo^tv 



V, 662 <dS ßi^y^ einige cJs' ßd^ot^ s. au V. 
801. ri XPV 9 Med. mit darübergeschriehenem v, waa 
irakrscheiulich für ri XPV^ gelten sollt doch 8. IVIatth. 
Ciflunm. §. 507, 2. 

V. 663 8. über die Verbindong ti dpoovt* ^ Ai- 
yortaYUiV. 501, Ag. 1639, Choeph. 311 f., 8oph. 
054. 71 f., KoL 71, Ant. 507; auch wird Eur. Hek. 
373 und Phoin. 885 angeführt Ueber die Ooiiätruction 
f. auch zu V. 578. Ttpdrxeiv ^ Med. Ttfidddstv, a, zu 
Fem. 191. öaißiodtv ist mit ^iXa zu verbinden. Statt 
qäXa hat Med. tpiXaoS oder (plXoD mit darübergeschrie- 
benem a, einige g>{Xor» 

V. 664 dvayyiXXoyts^j Ehnsley dTictyyiXXovte^, 
aodi •• Euc Iph. Taur. 761, Xen. Anab. 1» 3, 19 
«id 81 Q. a. 

V. 665 dörjßovi^ and. ddij/icDf f wahrscheinlich 
m^n &vdxpircoSi wofür Rob» und eme Handschrift 
bd Turn. dvdxpitovS haben« 

V. 666 ßd^tS ^A5£r, drei weniger bedeutende 
Handschriften '^ABre ßd^iS. 

V. 669 atpetov dXäd^at tur Sdt9 a(petor «Aä- 
6&€tti um verlassen umherzuschweifen. 

V. 670 habe ich Hei fiij BiXjf aus Aid., Hob. und 
dnigen Handschriften aufgenommen, da die Verschmel- 
nmg der unabhängigen und abhangigen Rede sehr häu- 
fig ist, s. SU Pers. 349, Soph. Aias 733, Matth. 
Gramm, g. 529,-^5, weshalb auch i^MÖtahet M^t, 



t' 



118 nPQM ^ESMSlTaS. 



toioüsde xeiö&slg yio^iov fuxvzBviiaöiv^ 670 

anovöav Stcov* dkk* iitrjvayTca^s viv 
675 ^log xcchvog utqog ßlav ngdöösiv xade» 
euOi;^ de (lOQq)!] xal ^Qsvsg 8id&CQoq>oi 
ffiav^ TceQdöti^ ö\ tag ogaz, ö^cHrdfi^ 675 



und da el mit dem Conjunctrnu gefunden 'wird« •- m 
Sieb. 365, lOU, Pers. 777, ffik. 386, Ag. 13W, 
Choeph. 178, Eom. 228, Soph« Qid. 193, wotdOMt 
man Hermann! obss. critt. p. 77 f. und de partionla <Sr 
p. 96 ff. hinzufugen kann. Doch kann aacb die Ijesart 
einiger Urkunden ^iXei die ächte seyn, da OEA^I für 
^iXsi und ^iXy g^^; ^® gewöhnliche ^i\ot jedoch 
fcheint ans Aenderong 'vregen der abhängigen Rede 
entstanden sn seyn. icrpcj^roK, Med. icvpcsToVj ml« 
leicht das ächte. Statt ix ^loS ßioXelr wollen £lmslej 
und Blomfield av jJto^ /loXeiv schreiben , da jenes tw 
nisse^ dieses verUtirum esse bedeute, wie Soph. CNd« 
307 av iX^eiVf allein die Bedeutung der Zukunft wird 
durch ay nicht bewirkt, sondern es wird die Sido 
dadurch blos als möglich, nicht als ausgemacht darge« 
stellt, weshalb hier diese Partikel besser fehlt, s. Milthi 
Gramm. §. ö98, Hennann zu Soph. Aias 1061, du 
particula av p. 179 ff. VergL auch zu Sieb. 410. 

V. 671 Sr när i^iöraöst yiroSy nicht als ftf^ 
Inachos fortzudauern aufhören sollte , denn als Gott 
ist er unsterblich, sondern wahrscheinlich soll ihn der 
Ponnerkeil in den Tartaros sohleudem, wie die Titanen, 
8. V. 151, 219 IL, besonders 1055. Dodi wünscht 
Jo V. 583 f., 749 % ganz vernichtet sa weiden, und 
wird V. 739 j^n/p/ genannt. 

V. 675 Ji6$ j^äIikoV, rergl. V. 561, Ag. $11, 
231 , Eom. 56:2. icpoS ßiar, s. zu V. 208. 

V. 676 ist fiofHpij uur Ton den Hönwm lu ver- 
stehen, s. zu V. 560. 

V. 677 L o^fvötoßi» jwwxi xP'^Mtfar, s. yu V. 566. 

-9 



nPOM. JEZMaTHS. 119 

j^ööov TtQog BvxoTov TS KsyxQBia^ Q^og^ 
680 Aiqvri^ axQfiv xb' ßovxo^og ös yy^yBi^Sy 



V. 679 evTtoTov (Rob. evTtoytov), rergl V. 814. 
Isty nfie es allerdings scheint, unter Kenchrela (als SIu- 
gnlariB Tbokyd. 4, 44, gewöhnlich als Pluralis) die 
Korinthische Hafenstadt zu verstehen , so ist der Sinn, 
Jo habe in ihrer Raserei zuerst Argos nach verschiede« 
nea Richtungen, von einem Ende und Meere bis zum 
•ndem, durchirrt, und es ist der Flufs gemeint, tou 
üdchem Pouqueyüle in seiner Reise durch Griechenland 
H, 1, p. 286 (Sickler) sagt: «bald darauf führte der 
Weg in eine kahle Schlucht, durch welche der Helisson 
oder der Strom Ton Kenchrene fiieist, welcher den 
FoCi der Grebirge von Sophiko oder der Solyglschen 
Berge umgiebt, aus denen er sich in den Golf von 
8noB ergiefst.* Sollte aber der zwischen Argos und 
Tegea liegende Flecken Kenchreai (Pausan. II, 24, 8) 
gemeint seyn, was jedoch weniger wahrscheinlich« so 
ist Tielleicht mit Schütz der Erasinos zu verstehen, und 
hier und am See Lerne der Ort zu suchen, wo Jo vom 
Argos geweidet wurde, vergl. Hik. 43, 49 f., 524 ff., 
Boph. EL 5f auch oben V. 656 f. und zu Hlk. 31. 
Ware evTtovToy die achte Lesart, so würde der Sinn 
geyns zu Kenchreias, der korinthischen Hafenstadt, gu- 
lem» d. L gutgelegenem und sicherem, Meergewässer, 
«fe ähnlich Soph. Kol. 711 doapoy ev^dXaööoyj doch 
hat es zu wenig äufsere Autorität für sich. KsyxP^^» 
Rob. und einige andere Kepxveloc^ $ was auch Verthei- 
diger gefunden hat, s. die Herausgeber. Aus unserer 
Stelle scheint Fers. 562 in einige Urkunden Keyxp^locS 
u. a. statt Kvxpeictff gekommen zu scyn. Uebrigens 
sagt der Schol. zu u. St. TtpoS tB tov ßovr r?/? Key- 
jpfii, iftt^ xpifvtf idtlr "Apyov^, xal npo^ r7/V Akp- 
vtjy rrjy fCrjyrjvy was vielleicht» wie anderes mehr, eine 
Erfindung von ihm selbst ist» 

V. 680 Aipvrj? inpr/v (andere axpav, Aid. und 
Rob. axpov^ zu der Spitze von Lerne, d. i. bis au 



120 nPONL JBJSMSiTHS. 

axQcaoq oQYftv''Aqyoq^ änagtsv, xvxvoTg 
o60OLg ÖBäoQiuogf tovg kiiovg %ata tstl* 

ßovg. ' 680 
djcgoödoxritog d' avtov algwlötog fLogog 

685 iiaötiyi ^eia y^v titgo yijg llavvoiMcu 

loLTtov xovcn/y öi^fiaivSy (itjöa {£ olxtl0ag 685 
^^aXsu [iv^OLg ipsvÖBöuv* voörnut ytiq 
cXöXiöxov elvcd tprjiu öw^ixovg koyövg» 



den Argolischen Meerbusen. Minder i/f ahrscbeinlick 
steht man die Quelle des Flusses Lerne. An der- ionif 
sehen Form axpTjy ist nicht anzustolsen, s. zu Y. 201. 
yffy£yj]^f s. zu V, 567. 

V. 681 f. ist oojidptEt Hcctd tovS i/iovS 6rißov€ 
SU yerbinden. 

Y. 68S ist aiqyylSto^ durch die Synizea^ drei- 
sylbig, s. Choeph. 330 iTCttv^ßldioS , Soph. Ant. 814 
izvyvficpi^ioS n. a. Uebrigens scheint Jo nicht zu 'Vfis* 
sen, dals Argos durch den Hermes, den ArgeiphontM, 
umkam. 

Y. 684 oiörpAxXTf^, vielleidit richtiger oidtpo- 
itXj)^, s. Hermann! obss. ad. Bucolica vor Schafei^ 
Ausgabe des Sophokles p. XIY, und Blomfieid zu u. S^ 

Y. 683 fidönyt ^eia (der Hera nämUch), s. wk 
Ag. 628. yrJY jrpo yi^i Land vor Land, vrie Aristopli. 
Acharn. 235 u. a., s. Schutz, Blomfieid u. a. zu- d. St.9 
Matth. Gramm. §. 575. 

Y. 686 £ xkuBtS du hast gehört, welche Kraft 
das Präsens dieses Yerbi nicht selten hat, s. Ag. 1217, 
Soph. Trach. 68, zu Soph. Phil. 261. So audi dxov^ 
eiYy s. zu Hik. 276. o rt, and. Iti, iLovfXiy ^ and« 
audi Med. (Welgel) itovov. Derselbe /ii/d' i/i*. 

Y. 688 ^vv^äkitt erquicke, erfreue, roduißcc^ 
8. zu V. 1071« 



•j 






ZFPOM /lEEMSktHS. 121 

X0P02. 

690 ?a fo, ciTtt%B^ q)£v* 

(yvxot\ ovjcot rivxovv lavovg 

ovä' wds 8v6%B(xxa xal dvöoiOtcc 



V. 690 £L machen entweder ak monostrophischer 
Gesang einen Abschnitt, wie z. B. der Gresang Soph. 
Tradh. 205 £f. , und wie noch öfter Anapästen, beson- 
ders bei dem Auftreten oder. Abtreten der Personen 
(«. B. V. 277 — 1^97, 560 ff., 879 ffi, Pers. 87ä ff., 
. Soph. Aias 1163 ff., Ant. 526 ff.), oder sie bilden die 
Strophe, wozu die gleichlautende Gegenstrophe nach 
V. 744 fehlt. Solche Wiederholungen finden sich Eunu 
778 — 790 = 805 — 817, 831 — 839 = 862 — 870, 
Ag. 1042 f. = 1046 f. , 1050 f. = 1055 f., s. mehr 
141 der Vorrede zu den Sieben. Dies ist nicht unwahr- 
sdieudich, da deiigleichen Wiederholungen bei Aischyios 
oft fehlen, weil ihre Zeichen übersehen oder nicht ver- 
standen wurden, und da vor V. 745 der Chor sprechen 
zu müssen scheint, wie die Worte des Prometheus V. 
745 £, welche mit V. 698 f. übereinstimmen, und in 
denselbeit besonders das Wörtchen av, so wie der Um- 
stand, dafs der Chor V. 747 spricht, andeuten. Doch 
habe ich die Einsetzung der Gegeustrophe unterlassen, 
da de nicht ganz gewifs, sondern nur wahrscheinlich 
ist. ia ia eil eil ein Ausruf der Verwunderung, s. 
.im V. 114, oder vielleicht des Schmerzes, s. zu V. 
565. Der Hiatus ist in Interjectionen nichts ungewohn« 
ficfaes. aTtexB halt' ein, steh' ab, schweige, ötGOTta Schol. 

V. 691 ovieot*y ov7tot% Aid. und andere ovTtoS" 
tot* ^ was vielleicht vorzuziehen ist. tfvxovv (Roh. 
tjvxofiTjy') ich hatte die Zuversicht, s. zu Y. 338» 
StrovS als befremdende, unerhörte, unerwartete. 

^ V. 692 jnoXeuS^at , vergl. Soph. KoL 1742 /40* 

V. 693 ovöl, nämlich tjvxow. Im Med. (Weigel) 
u, a. fehlt Hai, 

4t 



I>. 



122 nPOM. dBSMÜTHIL 

jti^lKxrcCy liiitttaj StlfKxx* d(i(pi^KBi 

695 9C6VtQ(p ^V%BLV ifVXClV IftffV ' 

nPOMH®ETS. 
stQo ys öTBvcc^sigy icccl q)6ßov nXaa tig ü' 696 



V. 694 f. d/i(piJH£t fciytpa) um die Heftigkeit zn 
bezeichnen» wie Soph. Cid. 809 dinXot^ xirtpotdi 
tL a. 9 s. zu Ag. 628. ^vx^iv erstarren machen , be- 
tauben, Yiie wir ähnlich sagen; es überläuft mich kalt. 
S. Aehnliches zu Sieb. 8165 Choeph. 77, 518, und bei 
den Auslegern zu Soph. Oid. 153. Uebrigens ist t/wx^tir 
ipvxc^y ein Wortspiel, 8. Aehnliches im Sachregister zua 
Aischylos und Sophokles unter 9 Wortspiel. 

V. 697 eldtSovda^ Med. und einige andere idt^ 
dovda f wodurch der Vers ein antispastisch • iambiscfaer 
wird; Tielleicht richtig» 

V. 698 itp6 ye advcrbialisch, doch hat Med. tepm 
yk (darüber TCpoS ys^, nicht übel und vielleicht auf- 
zunehmen, zumal da die O- Laute in der alten Schrift 
einerlei Zeichen hatten. (poßov nXia tiS el (Rob. 
qyoßov rl^ el TcXia) du bist eine gar zu furchtsam«*^ 
lieber die Form nA.ict s. zu Soph. Kol. 1158, übet 
nXio$ mit dem Genitivus und dem NebenbegrüTe des 
Vorwurfs zu Soph. Phil. 1076 und Blomlield zu u. St., 
über tls bei AdjeotiTis in der Bedeutung : etwas, ziem- 
lich, sehr, gar, ganz, zu Soph. Ant. 942, Phil. 286, 
Aias 7, auch zu Aisch. Sieb. 959, 972, Pers. 502, 
656, 691, 711, Hik. 748, Ag. 147, Eum. 374, 857^ 
Kben so t^ bei Adverbiis, s. oben zu V. 42, 
Choeph. 113. 

V. 699 inidx^^ halt' an, warte, wie öfter, vergl. 
Choeph. 899, 1061 , bu Soph. Phil. 541. 



nPOM ^f ES MSI THE. 123 

XOPArOü ^ 
700 Xiy* y ixdtSaöxB" tolg voöovöl rot yXvzVy 
to lotnov Slyog stQov^e7tl6TccöQ'aL roQ&s. 

nP0MH@ET2.^ ^ 
xriv ütQLV ye XQslav rivv6a<5%^ Ifiov nuQcc 
9Cov(pG)g' (lad^elv yägtijöäs ngtSz IxQdtsts 700 
tov dfLq>* aavz^g ad'Xov Ihrjyov^avt^g * 
705 T« XoLTcä vvv aTiOvöad"* y ola XQ^ ndd'rj 
xXiivai, ngog ^Hgag trjvös ttjv veavcdcc , 
Cv d\ ^IvaxBiov öTC^Qiiay tovg Ifioug Xoyovg 
^[lä ßccXy 6g äv rBQuai^ exiiad^ug bSoi, 705 



V. 700 rotS* yodovdt allgemein, obgleich zunächst 
nur an die Jo gedacht »ird, s. das Sachregister unter: 
Pluralis. tot, and. n (wie Ag. 95^, 974, 977 u. a.) 
Bud yap. 

V. 702 ;tp£/arv Verlangen, Wunsch, vergl. Choeph. 
476. Med. und einige andere Urkunden XP^^^^ ^*> 
d. L ;f/9£iay tot, nicht übel, da toi clidirt werdea 
kann, s. zu Soph. Aias 532, Ant. 215, auch oben zu 
V. 49, 396, Sieb. 177, 209, 534, Hik. 441, Ag. 
848 (r*fl?v), 947, 1503, Choeph. 108, 485, 654, 
1003, Eum. 164. tjrvöaö^e ihr habt euch ausgewirkt, 
8. zu Choeph. 859. i^iov notpa durch mich, durch 
meine Vermittelung, ».Choeph. 399, Matth. Gramm, 
g. 588, 4, a. Ueber die Sache vergl. V. 638 ff. 

V. 704 tov Qiixq>* kavtrj^ aS^Xor die sie umge^ 
bende, betreffende Noth, vergl. Soph. Phil. 1354 cJ td 
Ttdyt* i86yt£$ dpiq)' ijnov HtmXoi, vielleicht auch outen 
V. 1031, Sieb. 999, Hik. 377 u. a. Die Worte //a- 
^nv — i^rjyovjjLiyriS sind eine Parenthese. 

V. 705 s. über die Construction zu V. 182. 

V. 707 6v d\ Med. und andere dv t', nicht übel 
und vielleicht das ächte, s. Blomfield. Ueber 'irdx^toy. 
dxepiuJt s. zu V. 578. 

V. 708 ^vßoj ßdXe nimm dir zu Herzen,. beachte, 
^ergl. Soph. Oid. 975 fii^ vvv h' ccvzqüv piifölv if ^vp^^ 



124 nPOM. JESMaTHH 

TtQwtov iilv iv9ivd^ "^Xtov tcqoq dvtoXäg 

ßdXyS, das Horaerisclie 6v 6* irl g>p€6l ßaXkBO t^ötr 
n. a. Blornfteld fuhrt an Hom. Od. 1, 201 , Herodot. 
7, 61. Statt ßdX* hat Med. (Weigel) und Reg. G 
jid^'. — ripjuara odov die Bestimmungen des Wegs, 
den dir vorgeschriebenen Weg, s. zu V. 284. 

V. 709 beginnt die Angrfbe de« Wegs, Ufelcben 
Jo einschlagen soll. Der Dichter verbindet hierbei 
Wahres und Fabelhaftes, üeber die Irren der Jo ha- 
ben Untersuchungen angestellt besonders VoFj in den 
mythologischen Briefen Band II, Br. 17 und 18, Her- 
mann in den obss. critt. in quosdam locos Aeschyli et 
Eüripidis p. 26 ff., Jacobs zur Uebersetzung des Pro- 
metheus Im dritten Theile des Attischen Museums, Schütft 
im vierten Excurs ' zu diesem Stucke , Zeune in den 
Erdansichten oder Abrifs einer Geschichte der Erdkunde, 
Berlin 1815 und 1820, Schirlitz in seinem Handbuche 
der alten Geographie zu Fiedler's Charte über die Irren 
der Jo, Welcker ia der Aeschylischen Trilogie Prome- 
theus und die Kabirenweihe zu Lemnos, Darmstadt 1824, 
S. 127 — 146, vergl. dessen Nachtrag zur Aeschyi. 
Trilogie S. 59 , 74 , Sickler in dem Handbuche der 
alton Geographie, Einleitung p. XV ff^, Reinganum über 
den die Irren der Jo betreffenden Abschnitt der'Wel«» 
kerischen Schrift, und die in den Tragödien des Aeschy-«. 
los vorkommenden Notizen, nebst einer geordneten Ue- 
bersicht derselben in Jahu's Jahrbüchern für Philoiogio^:, 
und Pädagogik, Leipzig 1828, Band II, Heft 3, SL" 
325 -^ 349, Völcker in seiner mythischen Geographie,' 
Theii I, p. 197 ff. (vergl. di^ Recension dieser Schrift 
Ton Hermann in den neuen Jahrbüchern für Philologie 
und Pädagogik, Leipzig 1832, Band IV, Heft 3, S. 
275 — 305) und Klausen im Rheinischen Museum, 
Band III, Heft 3 und in der allgemeinen Schulzeitung 
1832 Abthlg. II, no. 79 — 84. — Einen andern Weg 
läfst Aischylos die Jo in den Hiketiden V. 526 ff. ein- 
schlagen, nämlich von Argos nach Asia über die Meer- 
enge, und namentlich durch Phrygia, Mysia, Kilikia 
und Pamj^hylla , dann am £fuphrate« liiu dur^ Phoinike 



riPOM JSSMaTHZ 125 

710 &VQiifccöa Cavv^y ^ti% avrj^ovg yvag' 
JSxvd'ccg d* dtpl^ vofi&dccg, di TrXBxtag örayag 
tesSagöLOL vatovö^ 1%^ Bvxvxkoig o%oigy 
ixfjßoXoig ro^oLöLV ibjQtrjfievoi* 710 

olg ii'^ TCBkaiBw^ atX ahövovoig ^oSccq 



lind S^a zum Neilos. Apollodoros 11» 1, 3 lälst die 
Jo zuerst an das Jonische Meer gelangen, dann durch 
Illyria über deiv Haimos und die Thrakische Meerenge 
nach Skythia und Kimmeria kommen , von da viel Eu- 
ropäische und Asiatische Länder und Meere durchirren, 
lind endlich in Aigypten einwandern. Aehnlich Hyginiui 
Fkb. 145. — iv^evd' (einige ivS^dS'') von hier aus^ 
nicht vom Kaukasos, sondern vom nördlichen Erdrande 
am Okeanosy 8. die Einleitung. -^Xiov tcpuS dvtoXds 
nadi Südosten zu. Andere dvatoXds ^ %vie Y. 793, 
iddit unrichtig 9 da auch im fünften Fufse zuweilen ein 
Tnbrachys «ich findet 9 s. . zu Hik. 373 , £um. 476, 
Bddler de verss. dochmm. p. 380 fEL 

V. 710 (^rex;te. du mufst gehen, s. Matth« Gramm« 
g. 511, 5, a, Markland zu Eur. Iph. Aul. 734, auch 
Qiu zu Sieb. 632. 

V. 711 f. sind die sogenannten Hama:Kobier gemeint, 
treidle hier westlicher als gewöhnlich gesetzt werden,. 
in der Gegend des Maiotischen Sees, s. Y. 415 if. 
Als herumziehenden Yölkem konnten verschiedene Schrift* 
•telier ihnen verschiedene Wohnsitze zutheileu. Tciödp^ 
Ikotf 8. zu Y. 268. 

. 713 to^tötv iSvpnjßiirot volt Bogen behän- 
gen, 8. die Ausleger. 

V. 714 f. stehen die Infinitive TtsXd^eir und iH- 
HBpjtr als Imperative, was auch Soph. Oid. 1466 in 
iäv fiot juiXed^at nach dem Relativum geschieht. 
IMber den Imperativus nach Relativis s. Matth. Gramm. 
J. 477, b. dXidtSvotS^ ßaxicttötv den meerumbrausten 
S^gestaden, d.i. wahrscheinlich dem Maiotischen See. 
Statt TtoSa^ haben mehrere Urkunden yvnoSaS y Med. 
(Weigel) yvnodaS mit (^v über aS, was so entstanden 



/- 1 - 



128 nPOM JBSMaTHZi 

xcctoLXU)v6t/v a(i(pl ©BQfi68ov^\ Tva 
XQa%Bla Tcovtov 2Jak[ivdi]0ia yvo^og, 725 
ix^Qo^evog vavtyöL, (Hfcovia veäv. 
730 avtal ö' odijyi^öovöi^, Tcal (lak* döfikvcDg. 



V. 727 enthalt KUtoiHiovöiv eine WeLssagopf* 
Jetzt wohnten sie in Kolchis, %^ie der Zosammeuhang 
und V. 413 f. lehren, also östlicher als später, Tergl. 
Strab6n XI, p. 503 f. QepfKadovta^ einen Flufs in 
Pontos. ^va für ixeide iva, wie oft, z. B. Soph. PhiL 
1181, Kol. 273, 405 u. a; Es ist mit ß^vat V. 7«6 
zu verbinden. 

V. 728 f. bis dahin, wo des Meeres (oder des 
Pontos, des Pontos Euxeinos) rauhes Salmydesiselies 
Gebifs (kiippenvoUes Gestade, die Scheren bei Salmy* 
desos) , unwirthbar den Schiffern , eine Stiefmutter der 
Schiffe, sich befindet, d. i. bis über den Thrakiscfaen 
Bosporos hinüber. Dafs die Reise um den Pontos Sua^ 
nos herumgehe ist deutlich genug angegeben, obgleich 
nicht angedeutet ist, wie Jo über jene Meerenge setzen 
soll, ob zu Schiffe, wie über den südlichen Ocean (s. 
zu V. 793 ) , was wegen ihrer Begleitung wahrscheüili* 
eher ist, oder schwimmend wie über die Kimmerische 
( s. V. 732 f.) , welche letztere Art jedoch gewifs vom 
Prometheus angegeben worden wäre, tpaxeta x^a^oi 
wegen der daselbst sich befindenden Klippen und UiH 
tiefen, auf welche die Schiffe vom Nordwinde oft ge- 
worfen wurden, s. Xen. Anab. VII, 5, 12, StraboB 
VII, p. 319,^ Skymnos Chios V. 723 ff., Diodor. 14, 
37 u. a. Tcovtov, vielleicht richtiger Ilovrov, — 
SaXjivÖTjdia, and. SaXpivÖTjööia, auch Med. (Weigel), 
doch bei Butler 2a\/ivdta6ia, einige auch 2aXiivdi6ia, 
Ueber die Schreibart mit 6 und dö s. Blomfield zu 
d. St., die Herausgeber zu Xen. Anab. VII, 5, 12. 
ravt^öt^ s. zu V. 6. Rob. yavti^S ^ Aid. rovrottf^i 
Eustath. zu II., JS, p. 560 und Tzetzes zum Lykophr. 
1285 vavtaiöt, — pitftfwia, s. Blomfield. 

V. 730 den Weg werden diese dich fuhren (wes- 
halb ich dir denselben nicht weiter anzugeben ndtbig 



I 



ttPOM JßEMS^THS. 129 

stvkatg 
ICtmUgtiunf ij^^igf ot> Q'gadVöTtkayX'^^S ^^ 

XutovöaH^ ixvXäif^ hiüctgai) MaKotixov * 730 
S6tcu ds ^Viftotg döaBL koyog (leyccg 
735 t^g 6^g Mgdagy Boöjtogog d' BTcdwiiod 
. x&Aiqö^ccu kmovda 6' Eigtxtnr^g niSov^ 



U -fc J ■ Jl • ■ ^mlm-^t^^m^ 



iiabe), mA dtwtif gelir ^e^tn, (weil auch du ein Weib 
luft, wie ihr ganzes Volk), otvtat nachdrücklich vor* 
lageftellt, des Gegensatzes wegen. Aehnlich Y. 81& 

V. 731 ffl da wirst äher ätt die Kimmerische Erd-» 
felige dicht {in deil eng wegigen Eingängen in den (Maio- 
tischen) dee gelangen, nach deren Zurücklegung (und 
Dnrchwanderung der Taurischen Halbinsel) du ihuthiges 
Heizeiis über den Maiotischen Sund setzen mufst* Ueber 
Ovtoi «.zu V« 84d. Unter den ö'ceVonopotS nvXcctS 
rind difs sich in das Land erstreckenden Windungen des 
Bfaiotiuichen Sees feu Verstehen. Ueber die Verbindung 
i. xa V. 416. ötei^oTiopoiS i eiiüge dttevoieopovt — 
dpcc6v6tc\dyj[y(M)S , einige ^potövdxXayxVOv* 

V. 734 Xiyot ptiyaS die ausgebreitete^ ailgemelü 
bekannte Sage. Eine ähnliche Stelle ist V. 842 f. 

V« 735 nnd Von dir (von deiner Hiiidsgestalt) den 
Nameti bekommend) wird er (der Suiid) Eiodsfurt ge- 
nannt werded« Ks. ist avXtov MaifsmiitoS zu ergänzen§ 
denn bisweilen mufs ein entferntes Subject hinzugedacht 
werden, s. zu V. 81. Boö^opoi 6\ Roh, Boöitopod t\ 

V. 736 Kticovöa Evpcoxrf^ uiöov sogleich nach 
deih Uebergange über den Kimmerischea Bosporos (Y« 
798 /^V^pov ^ ffiteipcov opoS genannt), welcher § so 
irie nördlicher der Maiotische See und der Tdnais, aU 
fi« Grenze Europas lind Asias anzusehen ist. VergL 
Rerodot 4, 46 ol 6\ 7'a.voLiV itötaßovy rov Mati^rjv 
x(d Kop^ßnia tä Ktßi^ipta Keyovdt (^tyvpiößata)^ 

9 



130 nPOM. JSSMaTHSl 

ipesiQov rj^sig *A6ul8^. Sq' v[uv Aoxet 



StraboA an mehreren Orten 9 Eratosthenes das. I, p. 
65 , Dionys. Perieget. 1 4 EvfxoTcrfv ö ' 'Aöirj^ TavcCU 
Stet fiiööov opi^eti Plin. III , 1 u. a. Zwar g^ebt 
Aischylos im befreiten Prometheus (Br. 177) den Pha- 
sis als die Grenze an nach Arrian. PeripL p. 12. Ai- 
dxvXof^ iv UpoßTj^et Xvojuivo) tov ^a6iv opov tifS 
E-upcüTCffS xal XTJS 'AöiaS icoiet* — • 

ty fjLEV Sidvjiioy x^ovoS EvpcoTttjS 

fLtiyav ij8' (gew. t^ 5') 'AöiaS ripjiiova $a6rr. 
Vergi. Prokop. de bell. Goth. 4 , p. 379 a^Ad xcti 
rpaya)8io7cot6s Al6xv\oS iv reo Ilpo^jj^el Xvofiivm, 
ev^vS apxopievoS xijS tpayoadlaS ^ tov notafiov ^a- 
6ty tippLorvoL HaXei yijS xe xrjs 'AöiaS xal trjS Evpoa- 
TcrjS y auch Herodot. 4, 45 ov8* ix^ dv/ijSixX^ö^at, 
iic* oxev fjLty iovöy yy — ovpiöfiata NbiXoS r§ 
6 AiyvnxioS itoxa/noS ixi^Tfy xal $ä6iS 6 KoAxQS, 
Pindar. Isthm. 2, 61, Eiir. Androm. 651 f. u. a. Aber 
dies ist nicht der Kolchische Phasis, sondern ein andie- 
rer auf der Nordseite des Kaukasos, weicher mit dem 
Araxes und Tanais verbunden vorkommt, und als Arm 
des einen oder des andern auzusehen ist, vergl. Or* 
pheus Argon. 747 f. iv^dö' 'Apd^ov ßev/ia /leyaSps- 
fthov noxapLoio , ig ov GepßiooÖGOv , idöiS "TarcäS 
XE fiiovdiv, 1050 ff., auch lex. Reg. IVIs. bei Alberti 
zum Hesychios II, p. 1496 $ddtS {^^dätS) — Ttota^ 
jwS ivöoxEpor xijs 2xvSiaS, ovttuf xaXovfuvoS y md 
oben zu V. 719. Er vertritt also die Stelle des ge-' 
wohnlichen Grenzflusses , des Tanais , der bei Aischylos 
nicht vorkommt. Der Hybristes (Hypauis, s. la V, 
719) bleibt der Jo rechts. 

V. 737 TJTCEipov 'AdtdSa Grofsasien, Hinterasien, 
zum Unterschiede von Klciiiasien, Vorderasien, der 
asiatischen Halbinsel, da Jo bis jetzt mehr dieses und 
Europa als' Grofsasien berührt hatte. Hier bricht Pro- 
metheus ab, und knüpft die Erzählung erst V. 792 
wieder an. Ucber die Quantität von 'Aötds s. zu Pers. 
S45. äpa nannej wie öfter, z. B. Choeph. 490 t 



UPOM. JBEMaTHS. 131 

o xwv ^fmv TVQccwog lg ta nav%^^ 6(i(3g 735 
ßiaiog elvcct; rfjös yccQ ^vtjty ^eog 
740 XQytfXiv (iLyrjvai, raöö' eTci^QLtl^s nK&vag, 
XLXQov d' SxvQöagy q tcoqi], rcSv öav yaiiav 
fLvr^öziJQog* ovg yccQ vvv dx/jKoag Xoyovgy 
ilvccL ÖoTtev Cob (ii^ÖBJta V ngooLiiloLg. 740 

ISl. 
la fiot (lOVf S S S £. 



V. 738 is" rd navrcc gegen Alles, allgemein statt 
gegen Alle, oder in jeder Hinsicht, ojido^, vergl, Choeph. 
381, lüum. 692, Soph. Alas 1372. 

V. 739 ^VTiry, s. zu V. 67L 

V. 740 iTteßfbitl^e er lief« zu Theil werden , da- 
durch nämlich 9 dafti er die Hera der Jo Schaden zu- 
fügen liefs. 

V. 742 f. denn was du jetzt für Worte vernommen 
hast, (diese) siehe au als gehorten sie dir noch nicht 
einmal unter die Vorspiele, d. i. denn das bisher An- 
geführte kommt im Vergleiche mit dem noch nicht Be- 
rührten in gar keinen Betracht, nicht sowohl in Anse- 
huDg der Länge der Erzälilung (denn Prometheus er- 
wähnt nur weniges und macht Sprünge, was Aischyios 
10 eingerichtet zu haben scheint, um die Zuhörer nicht 
Itt ermüden), als in Ansehung der Länge des von der 
J<^ noch Burückzulegenden Wegs. Die meisten Urkun- 
dta, auch Med. (Weigel) haben jUTfÖ* iiCoSv xpooifiiotS 
(Rob. TCpooifxiay wahrscheinlich aus Aenderung), waj» 
ebenfalls vertheidigt werden kann : als gehörten sie dir 
nicht einmal unter die Vorspiele meiner Rede. So fin- 
det sich der Dativus mit elvat gebraucht. Ueber 6o\ 
•.V. 83, Choeph. 102, 256 u. a. Aehnliche Stellen 
ÄsA Pers. 427 ev vvv rod ' Ül55t fXJ^dhcao juöovv na- 
xttKy Hik. 801 opda raSe (ppoljita «po^eva Ttovoav 
ßujcicov ijatk/v , Ag. 31 (ppoijxiov x^P^^^i^^^i Eum. 
^ xovxovS iy euxcäi g)potpad^o/iai deovS^ s. auch 
» Pers. 801. 

V. 744 id, Rob. ici lai. — 8 S 9 8> Med. und 



132 nPOM. JBEMaTHH 

nPOMHBETH 

745 ei) fi' av nküQayag xyvcqt^vjjO'^fl* xl myu 
Sgaösigy Stav xa kovjca Ttvv^&irQ koku; 

XOPArOS. 
^ f&Q n kovstov xy8s ^funrov igslg} 

nPOMHeETIk 
dvöxeliUQov ys jciXayog &tij(fas 8v^g. 745 

xl S^ IfLoi tv^ 9dQ^og, äl£ ovx iv t&fft . 



andere nur SS, Tielleicht das ächte; dann \?nrde der 
Vers ein dochmischer ohne vorgesetzten Jambus, und 
ieoy wie oft, einsylbig seyn, s. zu Sieb. 463, Per«. 
1026, Hik. 201, 748, 816, Ag. 1430, Choeph. 4S5, 
461 , 465 , Eum. 508 , Soph. Alu 890 xl. a. lieber 
die hier vielleicht einzurückende Wiederholung der 
Strophe V. 690 — 697 s. daselbst 

V. 745 av auch, auf der andern Seite, ebenfiftils, 
wie der Chor nämlich, s. V. 690 £^, oder: wiederum 3 
dann spricht Prometheus zum Chore, s. zu V. 690^ 
n^vapivx^i^ , einige xava/iox^i^if, 

y. 747 fj yap denn wirklich, nut Verwundemqg, 
wie V. 759, 976, Ag. 1339. Spricht zwischen V. 744 
und 745 der Chor nichts , so möchte ich diesen yttk 
der Jo zusdireiben, in welchem Falle tpde flLr i/iok 
stehen würde, wie häufig, s. Matth. Gramm. §. 470, 9. 

V. 748 &t}6xsifiBpoy^ Aid. und Rob. dvöx^MC^or. 
lieber yk in der Antwort s. zu V. 248. niXayoS 
Meer, Fluth, bildlich für Schwall, Menge, g. Pers. 425, 
Hik. 456, Sieb. 740, zu Soph. Kol. 1739. So auch 
TtvfuXy s. unten zu V. 887. 

V. 749 ist zu dXK* ov ans dem Vorhergehenden 
ti in der Bedeutung warum hinzu zu denken, s. lu 
V, öai. 



J7P0M JESMÜTHS. las 

750 f^fiilf* laawijv t^C^ dxo 6vuwlovxkQcig; 
ojtag nidq) ^xi^'ilfaöaj ttSv navtcw tcovcsv 

^ täs catdöas ^H'igas ^aCx^iv Tcaxdis. 750 

nPOMHeETH 

n dvihtetwg äv tovg ifiovg a&Xovg ^igotg^ 
7S5 ota S'avBllp fUv Icxw ov Ttengaiihov' 
ecfrcTj vctQ Tpf av jtfjfidtcyiß dütakXayrj. 
I VW d ovdh i&ct tigiia [lot n(f07CBi[iByov 



V. 751 niSoo öxiffatSa^ vergl. Hik. 766 Ül« Soph. 
PIbL 1001 f. Ttpät* ijnoy tod' ovrina Tthpa nitpaS 
ara^ev aljid^w neöoiVf und über niSoa oben zu V. 
872. Ueber ofCoo^ — aTnjAÄdyrjy s. zu V. 156. 

V. 762 eis ana& Med. CWeigel) , Aid. und Rob., 
iTM alterthümlicher scheint, s. auch Biomfield. Es beifst : 
mf da Mal, mit einem Male, schnell. 

V. 754 dvdiectdos <pipeiVy wie Soph. Tereus Br. 
XI, 2 oÄX* o/noS xP^civ xd ^eia ^yrjrovS ortaS 
9viutoj£ qtipttr» 

V. 755 ^avAr fihv zu sterben wenigstens , wenn 
iJidch mir anderes bestimmt ist. S. über fjihfj ellip- 
tisdi gebraucht in der Bedeutung wenigstens, ohne 
«toprochendes 61, zu Sieb. 903, 1055, Pers. 292, 
S89, 514, 546, 590, Hik. 1, 326, 429, 466, 492, 
886, 961, Ag. 125, 241, 586, 743 f., 902, 910, 
1176, 1239, 1304, Choeph. 188, 396, Eum. 470, 
60S, 663, 841, Matth. Gramm. %. 622, 6. Ueber 
die Sache s. V. 1055. 

V. 756 steht avttf wegen dndKXayri statt xovro^ 
denn es bezieht sichxauf ^aveiy, s. -Choeph. 676, Soph. 
Tiach. 483 eVxt trjv6* dpLOpxiav rifiBtS^ Aias 28, 
Matth. Gramm. §. 440, 7. Der Scholiast Tergleicht 
Rom. Batrach. 116 f. Ueber den demonstraüvischen 
Aitikfil so gebraucht 0. su Choeph. 274. 



134 nPOM JEZMSITHS. 

liüx^covy veglv äv Zbv$ iKTtißy wgowl-^ 

Sog. 753 

la. 

nPOMHOETS. 
760 fjdoL* $,v, olfiat, zi^vö' Idovöa CviupoQav. 

ISi. 

nag ^ wk av, ijug ix Jiog na^xci KooKwg; 

nP0MH@EriL 

äg tolvvv Qt/xcov xävSi Cot» ita&elv Tcdgcu 

ISl. 

stQog xov xvQKwa öKtjmgcc (fvlijQ'iq^etati 760 



V, 758 ixTtidPf and. ixjcidou 

V. 759 findet denn wirklich jemals der Fall gtatt, 
dafs Zeus von der Herrschaft verdrängt wird? ixics- 
Ösiy ctpxvS Ma ist Subject, s. zu Pers. 556, Ag. 1539» 
Choe^h. 674, Matth. Gramm. §. 542 und §. 534, a. 

V. 760 ^Äoi* Sy Wittenb., gew. 7}dotjii* äy^ iwk 
Bur, Phoin. 410 dvvatß* av statt övvai' av, 

V. 761 ÄcoS' 6* ovx av^ nämlich TfSoi/iTfVi ynib 
aber raocht' ich nicht (mich freuen)? vergl. Soph. Oid. 
987 TcS^ 8* ovx av; auch zu Aisch. Choeph. 783. 
lieber av ohne Verbum s. unten zu Y. 772 , Sieb. 
709, da9 Sophokleische Worterverzeichnifs unter Sr 
no. 8, Matth. Gramm. §. 599, 4, Hermann de parti- 
cula av p. 187. Aehnlich nco^ S* ovxi; Hik. 887, 
Soph. Oid. 567, 1015, naS^ ydp ov; Kl. 865, 1307, 
1448, Aias 1010, ircoS d* ov; Aisch. Pers. 974, 
Choeph. 119» Eum. 43*5. 

V. 762 nun so darfst du, wi^ billig, da sich die- 
ses so verhält, es vrissen, s. zu Soph. Aias 279, auch 
Pers. 166, Ag; 1366, Kur. Med. 1311 u. a. 



fr 



17F0M JBSMUTHS. 135 

nPOMH@ETZ. 
avTos stQos avTov xevo^qÖvcov ßoviajfiuTav. 

tSL 

765 jcoUa tqftjctp; öyfirjvov, el ^^ xig ßXaß^. 

XIPOMH&ETH 
yuful yäiiov roiovTov, ip leon' daxcAä. 

idoQvoVf 7; ßQotsiov; sl ^i}t6v, tpQ&ÜW. 

nPOMH&ETS. 

vi d* ZvTiv' i ov yaQ ^Jjrov av^dß^ai 

TciSs. 7üä 



-«-»i"**^^"»"^" 



V. 764 avroS nßoS avtov HEvog>p6vcoy ßovAsV" 
ßtatGOVy Aid., Rob. und einige andere avtov y nicht 
€bel, da das Pronomen nicht von npoS^ sondern von 
XBvoq>poycoy ßovXav/iatoov abhängt, denn nur wenn 
CS von der Präposition regiert wird, scheint das Re- 
flexivum nothwendig, s. Matth. Granun. §. 468, 6. 
avtov ist mehr vom Standpuncte des Zeus, avtov 
mehr von dem des Prometheus gesprochen. Vergl. zu 
Perg. 407, Choeph. 217. Einige Urkunden TtpoS av- 
xoS avtov, bei weicher Stellung (s. V. 923, Matth. 
a. a. 0.") das Refiexivum üblich ist, so dafs es also 
«poV avtoS avtov heifsen müfste , und so hat Med. 
(Weigel), nur dafs daselbst icpo statt npoS steht. Doch 
ift diese Lesart hier wahrscheinlich durch Verirrung 
einef Absclireibers in den vorhergehenden Vers entstan- 
den. npoS druckt hier das mittelbar Bewirkende aus, 
I. lü Ag. Ö99, 1423, Matth. Gramm. §. 590, S. 1179. 

V. 765 tl fJO] ttS ßkaßii, s. zu V. 196. 

V. 766 8. über totavtoS, Ss. V. 910 f., Matth. 
Gramm. §. 480, Annk 4. 

V. 768 ti 6* Svtiva; warum aber welche? für 
1« dl (ppäöcOf ovtiva ydjiiov yaß&Li Aehnliche ellip- 



4>. 



ja. 

nPOMH0BrZ, 

Q!V9* f0ttV vitf T^tfd' ^«P^QO^ Vi^f 

nP0MH®ETS> 

oi (fntttt ff^QV fvcay' av Ix itaaav Jkv9tle, 



v. >'> . ■ ■^^T— ?—gwf^"^q» 



tische R)e4ei^el|en findeii idph bisw^eq, z, B. Y, 9^7 
Sttg^S' dh X^^^ > Lulpan. de pfü^sit p. 337 fjvttva Sk 

0^cn macht eine Fülle 4er Rede, yergl. Aristoph. Yds^l 
171? ov <pcex^ My^Vf Qrphetuj Argon. 9^6 od qntr 
tQv ei^eiy ^ Xen, Anab, HI, 5» 17 evTCofior -^ iro- 
psv£0^att oben V. 7^0 evßocfo^ neß^^ Choeph. 166 
fiV^vpLßaXoy — do^öatf Wk, 89 xott^Setr ätpfjUcufrotf 
auch vielleicht Spph, Phil. 847 f. tvdpaxrfi — ^ AefH^- 
öeiv, -r- tdße Rpb, mit Med, (Weigel) , Wolf and Wh 
dere TQ^ßt Yf9ß vielleicht aufzunehmen ist, 

V. 770 ß. Aber r^ ?Q Vt «4g, üb» di« Sw4« PI 
V. 167. 

V. 77« habe id| nX/jv fyf^^ av Oo Mcd„ WoI£, 
Oxf,, Wien. C, lUg. E) ^» öfiö/icor Av^els (90 Med. 
und Rpb.) aufJ^nooimeQ, wozu co zu ergänzen kt, s. 
zn A& 413. CKT 9teht dapn fjir i<iy und ist l^vurs« i^ 
sm Ag* 610, Soph. Cid. IO5I, Koi, 1403, und.«« 
av ^berh^upt vfa P{iiL d76* Aus ^ av wird ^a>^^ wie 
i^Boy aus |^£|t av mit kurzem und langem a; luieriMU 
^ und hfifVi und als m^hr dorische Nebenform ay 
und iieaVf regelm^siger mit langem 1 &ber auch mt 
knizem a, vielleicht weil die gewöhnliche Aussprache 
es von dem andern 3r nicht unterschied. Bt auch Butt- 
mann's ausf. Gramm. §. 117, S. 291 f., Hermann's 
opuscc. IV, p. 373 j£, weicher letztere Jedoch dagegen 



4. 



JIPOM, ^ SSM» THE, m 

JA ^ 
jig ovv ü f,v0iav iozlv ^xovrog 4ti6$; 770 

' ^ ^ nnoMHeETn 

x&v ^Qv xiv' aytQV Ixyövav ^Ivta xqsöv. 

JSl, 
775 ^$ flatus} ^'ftQS ^raiis <f difcMpiiH ncofav} 

jiPOMHeErs. 

%ffltog ys yswfcv 7(q6$ Siii äXlaidiv yovatg. 



■l^»^""^^F"«»"^^^i»^^- 



Ist, und ^ber i^dv init kurzem a Jacobs in der Anthol. 
Pal, p. ^2. Mc^n überseti^e: nimmenpebr, ftufker vrenn 
ich um den Fesseln befreit (bin), PoqIi kann man 
«vc]i ar für wohl, yieHeicht nehmen und ergän- 
zten: op ^7/r' i0Tlr ciitQt^xpqq)^^ TC^rjy ^ycoy* äv sttfr 
in dedj465r Xv!^sl^f d. i. nimmermehr, aufser icl^ wohl 
(iii5cl|te eine Abwendung, ein Abwender, seyn), nach 
pie|ner Befreiung aus den Fesseln, Dann i9t Xv^els 
puUB gewöhnlich gebraucht , und über die £!rg^nzung 
emes Verbi zu av zu V. 761 nachzusehen. Ueber 
ftXifV mit dem Nominativns Tergl. Soph, Aias 1238» 
(Md. 118, Kol. 1^57 u. a. Andere Urkunden haben 
nphr Syeoy^ ar oder fCü\v av fyaoy* ^ Wpraus man 
fifiiy Y* iytioy* av maclren kann, s, zu V. 479, und 
statt Xv^slf d^q Qonjunptiyuß ^v^gi, der jedoch Aen- 
4ori|ng scheint, 

y, 773 habe ich mit Med. und andern Urkunden 
0* nagh Av^o9V ausgelassen, vergl. Y. 97 p ^.axpjfdooif 
ydp oii ni(pv7d noD , 787 roV ^tjdovr^ (euiige falsch-- 
lidi t^y kvöorra de), dpch 783 roV ^xjlvdovr* i/ii, 
Ueber die JSrgänzung der Pronomina <|berhaupt $. z^ 
V. 337. ^ 

V. 774 Ist (xutor, d. }. tov \v($ort(Kj Subjects» 
acm«<^tiyu8. 

V. 776 fehlt if' bei Aldr tmd bi Reg. A iiii4 6 
vidd übe), s. «u V. 337. 

V. 776 der dritte der Cfeschlechtsfolge nadi la 
leim andern Gliedern, d. L das dreizehnte Glied deiner 



138 liPOM. JEZMaTHIL 

ja. 

nPOMH&ETZ. 

TCcA iirjdl öavt^s ixfiftd'fti/ ii^u nivaug. 775 

117] (lOb ttQotslvcnf TtegSogy dt^ aaoiStiQU. 



Nachkommenschaft, nämlich Herakles. Die Geschlechto- 
.folge ist nach Hiket. 303 £f. , Apoll odor. II , 1 , 4 — 
4, 8 und dem Scholiast zu d. St: Epaphos (der Jo 
Sohn), Libye, Belos, panaos, Hypernmestra (s. %u 
y. 855), Abas, Proitos, ^krisios, Danae, Peneiis» 
Elektryon, Alkmene, Herakles. Ueber die Sache s. sa 
V. 167, über die Verschiedenheit der Angaben der 
Strafzeit zu V. 94» über yh (Aid, dh) in der Antwort 
Bu V. 248» über yovi^ zu Fers. 804. Statt aXXatötv 
haben andere ä^Äyötj^, Vfas vielleicht daa ächte i^ 
**. zu V. 6» 

V. 777 diese Weissagung ist nicht mehr gut sa- 
flammen zu reimen. Jo begreift den Prometheus nicht» 
da er von ihren Nachkommen spricht, und sie doch 
bis jetzt keine hat. ^ 

V. 778 auch nicht einmal deine eignen Leiden 
suche zu erfahren» d. L kurz gesprochen für: forsche 
nicht vreiter nach meinem Befreier, da ich mich nicht 
deutlicher erklären kann» ja es ist sogar besser (V. 
627 ff.)» wenn du nicht weiter in mich dringst» dir 
deine eignen Leiden zu enthüllen, ytal steht elliptiscii» 
8, zu.V. 645. xal fiTfdh wie Hovöl, s. zu V. 340. 
Auch könnte man hcA firj 6^ schreiben t aber auch nicht. 

V. 779 halte (spiegele) mir nicht etwas Erwünsch- 
tes (die Mittheilung meiner Leiden) vor, und daan 
entzieh* es mir. Ueber äta und ifCttta mit Nachdruck 
hinter dem Partidpium stehend s. Blomfield zu d. St.» 
Afatth. Gramm. §. 566, auch Choeph. 568» Eum. 438, 
654» und zu Soph. Oid. 736. 



/JPOM JE£MSiTH2. 139 

nPOMHOETZL 

780 Svoiv IvyoLV de ^oxbqco dcDQ^öoiiaL 

ISi. 

nolotV JtQüäSLloVf (UQZ01V t'l/iol 8I80V. 

nPOMHOETH 

SI8011* iXov yaQ ij ücovav rä 2,ov3t& Cot 
q)QaöfO datpivw^y ij tbv lkkv6ovz IfiL 780 

xoPAros. 

rovtov dv T^v iilv rfjSsy tfjv d* l^ol x^Q^'^ 



y, 780 ßvolv. Turn, and Vict. dvelv, doch int 
jene Form häufiger und fiicherer« 

V. 781 leoioiv für oTColotr, vergl. V. 194, doch 
kann man auch ein Fragezeichen nach TCoioiv setzen. 

V. 782 i ^ — ^ ob . — oder, s. zu Choeph. 747. 
ti^QOV rd ÄoiTtctt s. zu V. 637. <ppddoi>, Rob. ^pct» 
<knc, vrahrscheinlich aus Aenderung, damit rf — if ent-* 
ireder — oder bedeute, zov inXvdovz* i/il, einige 
fc^ iTtXvöovtd //e. 

V. 784 ist xdptv zu tr/v ptkr — tjjv 6^ bezogen 
r und nicht zu rovrayv^ Tergl. Soph. Trach. 316 //)/ 

r(öK tvpavycov Evpvtov önopd tiS jjv; Xenoph. Anab. 

IV, 1, 14 yvvaixds tcov evxpeTCcoy j V. 2, 24 dvi- 

Xxßiftey olxioL tcSv iv ds^tac, das. 2 dy^paonovS ico^ 
^ hßuxoordtovff roov iv rcJ Ilovtöo, auch zu Sieb. 525, 

677, Pers. 321, 430, 463, Hik.'56, Lobeck za Soph. 

Aias 275, Matth. Gramm. §. 442, 1. 

V. 785 8. über die Redeweise xdptv S^iäS^ai Blom* 
field zu d. St jiiTfS* drißdöff^ XoyovS und verachte 
nicht, lafs nicht unberücksichtigt unsere Worte, Bitten, 
vergl V. 207 , Hik. 364 , 625 t Auch ttfifr Xoyor 
Choeph. 504. 



144 nPOM JBZMATHH 

1 

XQ6g anoXa$ ^XöytSxäe ^lio9tißäs^ t90 

« 

ßpofiof^ xatottyi^oiriai Uv <^' ayctpteadg 
Bvöx^tfdpGü fcifitptyt dvötphpaS aqyyoa* 
ini Sk njs f>avi6öif 6 avtoS ifnfdtr ir Üpo/OfBei^ 
i^svXüßov 8h {irj 6b lepoößdXkg örojna ' 
9t:€jiiq>t^f ntkpol yap Ttofj Std ^tibrjS dtjaoL 
hielt einädiälten« allein dafii es aiu dein gefeüdtail 
Prometheus angeführt \vird4 ist noch kein hinreichender 
Grund, da dergleichen VefWechselungeti » weil man & 
Bichterstellen oft aus dem Gedächtnifs anführte, iddit 
selten angetroffen werden. Üebrigens ist unser Stück 
Hut den übrigen Stücken des AischyloS in der GrSfiw 
gleich) Bö dafs nichts zu fehlen scheint. Die Lftnga 
des Agamemnon hat eine andere BewandtniTs / es ist 
dieses nämlich das erste einer Trilogie, in welchen 
zum Verständnifs des Ganzen manches Toraiisgescfaickt 
ipverden konnte und mufste. — • Ich habe nach ^Xio&n* 
ßetS ein Komma gesetzt, und das Konuna nach ^Aol- 
^ßo^ getilgt , wodurch folgender Sinn entsteht 2 wann 
du übei'schritten hast den Strom, der Erdtheile Grenzei 
Hind (hausen) nach dem flammenden Morgen -tun Son-* 
tieüwandler« bis du des Meeres Gebrause (da^ brau-* 
sende Meer) durchfahrend (bis du Zu Schiffe) gelangt 
bist isu den Gorgonischen Gefilden Von Kisthene. Jo 
soll also dutch dai^ ostliche Asien, wahrscheinlich bia 
nach Indien ) wänderti, dann auf dem Weltmeere idtt 
das übrige Asien Und Libyen herum, bis ztt den im 
Westen befindlichen Wohnsitzen der Gorgonen schiffeui' 
bis wohin j im Osteh und Südeii näihlich, Sonnenwaadk' 
1er \70hheni Eben so kurz fafst sich At>ollodori II» 1« « 
3 iTteXäovda 6h tis SitvMoti^ kal irjv KtfiuBplBit 

vrf^aßivff ^dkadötxv EvpclntrfS te Hai *A6la$ y tüiel^ 
taiöv 7J9<tv eii Myvitx^y^, Zu i^ÄtodnßeU ist Mi 
*ü ergänzen, tergl. V. 800, Sieb. 327, Pers. '797# 
Hik. 666 f., 810 f. Choeph. 272, fium. 1028, Sopk 
Ant 966 ff. ü. a. Ueber die ConstrUction otav ira-> 
pddfff fiii^poy , nepo^ dr^oXaS IjXtodttßeif biöt Vergib 
Sot^h. Trach. 7ö0 8»' dpne nXetvjjr Evpvtw nip- 



nPOM. JBSMSITHS. 145 

Tcivtov nsQmöa y)Xol€ßov Itfr' Sv l§/x|/ 
795 TCQog rogyovBia neöUc Ktö^'^vijg , tva 



6aS %6Xty^ — > cotttf tiS dßtpixkvÖtoS EvßoiaS axpoy 
Kjfvcaoy i&nv, iv^a u. s. w., Kol. 471 f. OU, 
hav Sk tovto x^M* axT/parov Xäßa); XOP. xpa» 
vjpiS tiöiv-, — cjy u. s. w. , Kruger zu Xen. Anab. 
YU, 3, 16. Statt oTov xspaö^fS würde das Parti- 
opiiim mpaödöjf die gewöhnlichere Constructioii seyn, 
i. Bfatth. Gramm. §. S88, b. tfXioörißrjs kann in 
' actiTeiii und passirem Sinne genommen werden: in der 
Sniie, ia dar Sonnenhitze wandekid, und von der Sonne 
kbeten, die Sonne über dem Kopfe habend, wie d^ti^ 
fliff, svÖnßtjSy ^eodrtßijiS, ne^oötißrjs in Eur. Stheneb. 
Br. m, 3 ov mdodrtßijs xpoq}6s ^d\a66a^ nXcevo- 
6inß^S in Aisch. Eum. 76 xj^v nXavoötißif x^ova u. a. 
Eia ähnlicher Ausdruck findet sich I£k. 14i^ f. /u^My'^ 
^Is ^Xioxtvnoy yivoS. 

V. 794 novxov itepeSda tpXotößov^ 8. zu V. 793. 
Aid. mit Med. (Weigel), Wolf und Yen. 1 novxov^ 
^ woia dann qfXoidßov^ adjectivisch gebraucht, das Bei- 
wort seyn würde, wie q>otßoS u. a. Substantivum und 
AiQectiTam zugleich sind. Auch könnte man wegen der 
Gk&chheit der O- Laute novxoov schreiben. An der 
StiUiiiig Ton M&c* dv ist nicht anzustofsen; ähnlich 
Agam. 694 rjy n. a. 

V. 795 fcpds TopyorBia neSia KtöSn^yrjt zu den 

\ Gorgonischen Inseln im Atlantischen Okean, an der 

WflftMte Libyens y wohin sie auch von andern versetzt 

mden » yergl Hesiod. Theog. 274 f. FopyovS ^ \ at 

raioviSt niptfv nXvxov *ChieayöiOy iöx^trij^ npoS w- 

KtiSf Sr' ^EdicepiStS Xtyv<poovoij Eur. Bak<^ 988 Top" 

yiymr Aißv66ävy den Scholiast zu Pind. Pyth. 10, 

78, Mehl UI, 9, zu E., Plinius VI, 31, 36. Bei 

Boiler. Od. 11, 634 und Virg. Aen. 6, 289 wohnen 

ae sogar in der Unterwelt. Ktd^^vtfS Med. und einige 

t tadere, 2xv^iv7jf (^Sxv^ivol finden sich Xen. Anab. 

IV, 7, 18, welche aber nicht hierher gehören) Aid., 

Rob. und andere, Ktd^vffi Tom. und Vict., Smv^- 

10 



146 nPOM. /IBEMS^THS. 

td OoQTctdeg vodov6ij örivaitd aoffai 
TQBig xvxv6^Qq)oi., xoLVov ofLii' ixTfuUvaif 
iwvoäovtsgj Sg ov^* TJ^Log ngoödi^Keciu 795 
dxrlöiVj ovO"' 7j vvxxBQog iv^yq notL 
800 yteXag d^ dS£Xq>al t&vös XQSig xazajtreQoi^ 
ögoKovro^MMoL FoQyoveg ßQoto&tvyais ^ 



rtf^y Kt^JyffS und Ktv^rjrrfS die übrigen. KisÜMBe 
wird als ein Berg oder eine Stadt in Aiolis und ii 
Thrake angegeben, 8. Hesychios in Ktööipnf, Sp<^ 
zu Isokrat. Paneg. 41,p. 117 1, Q.a. Hier schBOrt 
es das Ton Mela und J^linius a. a. O. angegebene *E6iti' 
pov xipaS zu seyn, und vielleicht ist es dasselbe» 
was Kradnos bei Harpokration unter Ki6^v7f erwfihoti 
Tt^^irS' ixl tipßctxa yijS rj^iS^ Kok KuS^^rff 
opoS o^jet, 0er Scholiast sagt: Ktö^ifrrf xoXtS Ji- 
ßvijS if Ai^toniaS», 

V. 796 al ^opxiSeS die Graien, welche tod Ge^ 
burt an alt waren, s. Hesiod. Theog. 270 £L SfprauA 
xopcttf vergl. Bum. 69 ypäiat, icaXcacA %oa6s5* 

V. 797 KvnvofiopqKit wegen ihrer weifsen Haare, 
▼ergl. Hesiod. Theog. 271 ix ytrerijs xoXtaf, Aefan- 
Hch Soph. Ant. 1 14 XsvxfjS x^ovoS xtepvyt 6teyar6Sf 
Pausan. VIII, 17, 3 dstovS pi\y orojua^oßiivov^ joh 
uriaSy fidXiöra tbcoraS xvxva) XevxotTfTcu — M»vnr • 
oßi^* ixrTfjuirat, fiovo^orreSy vergL Apollodon IE, 4>" 
2, Zenobios I, 41, Ond. Met. 4, 775. 

V. 798 £ weil sie im dunkeln Westen, wahrscUi* }, 
lidi unter der Erde, oder nach einigen sogar in der Un- 
terwelt wohnen, s. zu Y 795. Aehnliche Stellen iini 
Aisch. Xanthr. Br. 159 oS^ ovre xi^tpi^ TJXiau itpoSify» * 
jutca, ovx* döripcor^ ovt oßißta ArfraiaS KOptfi, Ho* • 
Od. 11, 15, Hesiod. Theog. 759, auch zu Ag. 621. 

V. 800 xcttdxtepoi , s. Apollodor. II , 4 , 5 ^jo^ 
Ä ci TopyqvtS — nripvyas xpv^S$ ^t* f^r M- 
torto, Zenobios 1, 41. 

V. 801 öpootovtojiaXXot schlangenzotüge, auf de- 
ren Köpfen dk Büschel und Locken nicht ao« Haaren« 



JTPQM J ES MSI TBS. 147 

ag ^Pffebg oväslg b16l8cjv €|ee nvoag- 
roLOvto usv 0OC rovto (pqovQiov Aeyo. 600 
SXkfiv d &XOV60V övöxBQ^ btdQlaV 



sondern aus Schlangen bestehen , wie das Medusenhaupt 
abgebildet "wird , yergl. Choeph. 1057 £f. , Orpheus 
Lithik. 537, Ovid. Trist. IV, 7, 11 f., ApoUodor. 
n, 4, 5 elxov Sk al TopyoveS xe<paXd$ /ih^ ;repze-> 
üKetpaßiivaS <poM6i dpoHoytcav, Zenob. 1, 41. Da- 
ha haben sie den Beinamen {uiguicomae bei Ovid. Met. 
4, 698, Stat. Theb. 1, 544. 

V. 802 aS ^vrjtos ov^bIs eidiSojv ?^t xvod^, 
ver^. ApoUodor. U, 4, 5 tovS^ öh iöovra^ Xi^ovS 
igolovv, Zenob. 1, 41. 

V. 803 von solcher Art ist dieser Wachposten (die 
Graien und Gorgonen, welche diese Gegend bewohnen 
und yertheidigen ) , von dem ich spreche, ^povpiov, 
TergL Eum. 939, Xen. Anab. I, 4, 15. So Sieb. 431 
und Eum. 706 tppovpr/jiia. Man kann es auch erklä* 
feni Gegenstand der Vorsicht, yergl Eum. 909. 

Y« 804 ff. darf man nicht so verstehen, als wenn 
twifdien den Gorgonen und den westlichen Aithiopen 
& Greife und Arimaspen wohnten, sondern Prometheus 
hoU die Warnung vor diesen in Asien wohnenden Un- 
Tf^eheoem nach, da er V. T92 ff. die Wendung ge- 
braucht hat: überall wohnen gen Osten Sonnenwandler, 
F^ bis du zu den westlichen Wohnsitzen der Phorkiden 
^ gdu>mmen bist , welche sogleich beschrieben werden. 
Dm die Greife und Arimaspen im nordöstlichen Asien 
6. Über den Issedonen und unter den Hyperboreern, oder 
JP Badi Ktesias Ind. 12 in Indien wohnen ( s. Herodot. 
m, 16, IV, 13, 27, Solin. 13, Aristeas bei Jo. 
Tietzes ChiL 7, 144, Mela 2, 1 u. a.), so will Pro- 
»etiieas hier sagen : auf deinem Wege nach Osten zu 
I koaune nicht zu weit nordlich, damit du die Arimaspen 
und Grdife nicht berührst, sondern halte dich mehr 
Aidiich. o^vöTo/iov^f da sie den Schnabel und den 
Kopf eines Adlers haben« Wegen der thcilv/eläen Aehn- . 

10-^ 






1 

4 



146 ilPOM. JBSMaTHi. 

805 S^öro^ovg yäg Ztjvog aTcgaiyäs tvvaqj 



lichkeit mit dem Adler werden die Greife wahrscheinlich 
Unholde und Ungethüme, eigentlich Fänger 9 Hascher 
des Zeus genannt, wie V. 1024 ^toS imjvoS KveoTf 
daipotroS oder 6s y Ag. 134 ntavoUötv xvdk icctepoS^ 
und wie die Harpyien ßieydXaio JtoS KvvaS Ap«lloD. 
Rhod. 2, 289 nennt. Mehr s. zu Choeph. 927. axpa- 
ystSf wahrscheinlich um nicht durch Gescfar^ die tm 
ihnen bewachten Schätze {xp'^^oqwXaoeccS yfnhtaf 
Herodot. IV, 13, 27) zu verrathen. Doch kann es 
auch laut schreiend bedeuten, woraus die Ton Hesy- 
duos, Etym. Magn. p. 52, 13 und dem Lexikographea 
in Bekkeri anecd. p* 369 angegebenen Bedentoiagen 
dötepyrjSy dvdx^pvSf öxXrfpoS y o^vxoXoS u. a. sich 
ableiten lassen. Auch findet sich bei denselben das 
Wort dxpayyrji geschrieben, und auch hier hat Aid. 
mit einigen Handschriften dxpotyyeiS , was nicht fiJsch 
zu seyn scheint, da man xpdyyrfy araxpayycdyay 
u. a. findet. In KuvaS scheint aufser dem Begriffe der 
Unholde audi der der Wächter zu liegen, so wie Kly- 
taimnestra Ag. 874 ihren Gemahl öta^fi^ xvira Dannt» 
s. zu Ag. 3. TpiJieaS y gew. FpvieaS, allein die eista 
Sylbe ist lang, auch bei den Römern. ßiovrohtUi : 
Herodot. 3, 116 'jptßiadnovs, ävdpaf /tovtHpSroÄjiiovi, ' 
v«rgL IV, 13, 27, Aristeas bei Tzetzes Chil. 7» 14 
oqf^aXßior 6* Sy* hiaöxos ixet ^ap/tr« fietwtip jalr ^ 
Tlfötv Xadtotf Gellius 9, 4 u. a. 'Apt^aöxov, Herodot 
4, 27 ovvoßid^oßiey avrovS ^Kv^öxi *ApißuUhei)v5' j 
aptßia ydp iv xaXiovöt Sxv^oa, öieov 61 rdv 6q>^äk' J 
ßiov, Eustath. zu Dionys. Perieg. 31. hcxoßaßiora, ? 
Aristeas bei Tzetzes nennt sie dtpvtiovi ifocotöu — 
j[pv66ßfitrror dßig)l väßia ükovrcDVoS nopov um das 
goldffielsende Gewässer eines Fhisses des Pluton (einef 
unterirdischen, aus der Unterwelt henrorquellenden Flus- 
ses), oder einer Oeffiiung des Pluton (eines ans der 
Unterwelt heraufi&hrenden Kanahi und Quells). Von 
einer goldffielseiidea Quelle erzählt Ktesias Ind. 4. 



BPOM. /lESMSiTHE. 149 

'jigifuiöaüv tanoßaiiov\ ot xqvCo^^vtov 
olxovötv äiupl vSfia Ukovtcjvos noQOv" 805 
Tovrotg iSv fi'^ nha^s. trjkovQov da y^v 



ehnlich Stesichoros bei Strabon III, p. 148 Taprfj6- 
w notafjLov napä nrfyds diceipovas dpyvpopiSiovS» 
b Pluton blos als unterirdischer Gott, oder als Gott 
li aus der Erde gewonnenen Reichthums zu denken 
d mit dem Plutos verschmolzen sey, ist schwer zu 
gtimmen, letzteres jedoch nicht unwahrsdieinlich , s. 
rabon in, p. 147 ov ydp nXovöia fiovovy dX\,d 
A vnonXoxrcoS ^y, tprföiv (Poseidonios), 7/ AJwpa, 
^ leap* ixeivoiS (^Tovp8iravois) cüS oAif^coS xov 
^j^ovtov xonoir ovx o ''Atdr/S aAA* 6 TJXovtcov 
txoixet, auch den Schollast und Spanheim zji Aristoph. 
Dt. 727. Ersterer führt aus des Sophokles Inachos 
AauTGovoS^ ineiöodoS und rotovd' i/ior nXovrcov' 
UßigdaS ;t^pzr in dieser Bedeutung an, und yielleicht 
; dieser Begriff des Pluton der ältere. Eben so un- 
dier ist es, ob man mit Med., Rob. und andern Ur- 
ndien Tcopov schreiben, und nach väfux. ein Komma 
taen soll^ so dafs IlXovtcovoS^ nopov Apposition wird, 
Aebnliches zu Pers. 260. Oder heifst der Flufs Pluton? 
b Sieb. 360 7(6pov 'löjLirjvoy , Pers. 732 Boönopov 
(ov $rs<yu ; s. mehr das. zu V. 485. per Norden galt 
irigens für reich an Gold (Herodot. 3« 116, Solin.- 
i), welches die Arimaspen den Greifen isu entwenden 
diten^ 8. Herodot. das« 

, V. 809 knüpft Prometheus^ nachdem er V. 804 
" 609 nachträglich eingeschoben, den Faden wieder 
if indem die Verbindung ist : aus dem Lande der 
faien und Gorgonen aber wirst da zu den Westai- 
Bopen kommen. Es giebt aber Ost — und West- 
thiopen, s. Hom. Od. 1, 23 f. Ai^ioTtaS, ro\ ötx^d 
\$cdatc(u iöxo^ot dvdpcüv, oi julv dvdo/iivov ^21rfi- 
\oro^, ol d' dvtovtoS y Aisch. befir. Prometh. Br. 178 
tXxoxipavrov r« itap* 'DiHeavta Xi/ivav navto^ 
%6<pov AiSftrOncoVy iv* 6 fcaytontrii '*HXtoS aiel 
M»r' d^dvatov nd/iatoy jd"' tnnmiv ^apßiais Sda- 



150 nPOM. JE£MSIT&2: 

810 ^|£tg, %Bhcivbv grSXoVj dt itMg 'Hllcv 
valov6i ycvjyatgy Svd'a notagiog Al^lor^. 
rovtov ütagi* o%%'ag i^\ ^ag äv i^xy 
xataßa6(wvj IWa BußUvcJV oqwv S«o 810 

Toff ßiaXoKov Ttpoxoais dvcntotvet, Hik. 276 ff. 'ir- 
Sov^ — X^dva Ttap' Al^ioiptv ddruyeitoyovßiivaSf 
Ptolemaios : elöl 81 ojaolcoS ol vied tov Zcodtcotdr 
oixovvref ano dviSeco? ßixP^^ dvcrroXcor, aiecarttS 
ßiiXares rds xpoctf Ai^ioneS^ «adi Herodot, 7, 70, 
Strabon. I, p. 30 f. 

V. 810 8. über ot nach tpvXor zu V. 415. itpSs 
'HXiüv nriyaiS konnte zwar heifsen im Osten, wo dar 
Helios au&teigt, wie bei Sophokles nnb. Br. XCm, 
welcher yon der Orithyla sagt, dafs sie vom Boreas 
gefuhrt worden sey vitip re Tcovrov icdvx hc ^(^jora 
X^ovoSy NiwtoS t€ ntfyds (nach Westen), cvpayov 
X avantvxds y ^oißov re naXoaov h?}^ov g da je- 
doch dieses nicht in den Zusammenhang palst, so sind 
wohl heilÄe Quellen zu verstehen, vergL das zu V. 809 
angeführte Bruchstück des Aischylos, und Herodot. 4, 
181 , woselbst dne Jtptjrrf ^HXiov im Tempel des Ju- 
piter Ammon angeführt wird, deren Wasser bald wana, 
bald heifs i^st, vergl. Curdus IV, 7, 22 est eiiam 
aliud Hammonis nenuu : in media habe^ fontem^ a^uafll 
$oUs vocant^ und das. die Ausleger« 

V. 811 iv^a notafios AlMoif, der Nigria. SoUn. 
84 ultra adJiuc {zmnis, gui atro colore exit^ per inii' 
mos et exustus solitudines $ s. auch zu Y. 814» 

V. 812 rorrov nap* ox^aS (an den Ufern lun) 
ipiecy al£o östlich durch das Innere Libyens. 

V. 813 xaraßaö/iov Abhang, Bergwand, Abfall 
des Gebirges, bei Elephantine, s. Herodot. 2, 29. Der 
Katabathmos machte die Grenze zwischen Aigypten 
und Libyen. Vergl. Sallust. Jugurth. 17 und 19, 
Mela 1 , 8 und mehr bei Jo. Georg Walthcr d« cata- 
bathmo in dessen animadw. histt. et critt (Weifsenfels 
1748) pag. 278. Bvß\iyG}y 6pdov äxo von den By- 



t 



nPOM. /IBSMS^TUS. 151 

iffit 6Bstv6v Nstlog tiinorov gios» 
815 ovtög <y' qdiiöBv tr^v tQiycDvov kg %%&vu 
NsiXätiVy ov 6"^ rijv [laxgccv dxocxlavy 
'/ot, ütixQcnai öol re Ttal texvoLg xtlöai, 
ti5v d* ä %i 001 ipMov TB xal dvöavQS' 

toVf 815 



bfinkchen Gebirgen. Richtiger vielleicht ßvßXivojv: 
TOD d^ Bybios tragenden Gebirgen. Doch sagt Apol- 
lodor. n, 1,3 ixBi ydp ijutfvveto ('/<»)> eis rov 
BvßÄiayy ßadtXicoS yWj) ittS^ijvet tov vlov. Auch 
falurt Ktesias Pers. 33 ff., und Stephanos Byzant. eine 
fitadt Aigyptens Byblos an. Med. und einige andere 
Urkunden ßtßXivoov ^ über welche Form Biomfield ta 
d. St. nachzusehen ist. 

V. 814 NeiXoS als Neilos^ unter dem Namen 
Neiios (s. zu Hik. 699), welcher nun an die Stelle 
des Namens Aithiops tritt. Herodot. 2, 17 6 ydp 
^ NeiXoS y dp^ajuevoS ix tdov KctradovTtoov ßht 
ßiiöijy AlyvTCtov öxi^oov is ^dXaööav, 22 6 NetkoS 
/iin pikv ix AtßvrjS 8td juidoov AiS^tOTtcov , ixStSoz 
mk is Atyvntovy 31 fiiei B^ dxo köniprjS re xal jjXiov 
dvößiicoyy Solin. 32 demumque a Cataracte ultimo tu* 
Ut» est (Ua enim quaedam claustra eins Aegypti nun" 
€upant) f relicto Uimen hoc -post se nomine y quo Ni» 
gris pocatur. Dieser Ansicht scheint auch Ais<£ylo8 zu 
wyn* evitotov f>ioS y s. zu Hik. 546. 

V. 815 Ti^y rpiyoovov iS x^ova NeiXcörtr in dai^ 
sogenannte Delta» 

V. 816 tjjv jiotHfidy die von Arges weit entfernte 
Kederlassung , vergl. Sieb. 595. 

V. 817 tkxvotS in weiterer Bedeutung für Nach- 
kommen, Abkömmlinge, s. zu Pers. 214. Jo hatte 
nur ein Kind, den Epaphos. 

V. 818 t(Jy 6^ für toitaw 6i, vergl. V. 837, 
Hik. 913 u. a« 



.\ 



153 nPOM JBSSfSiTBX, 

820 {fxoX^ de nldov ^ OUa iBCaifHh:l fM». 

xopjroz. 

I%€t9 ysycovelv tijg sroAv^d'opoi; nXivug, 
iiy* sl de navx Uffnt^g^ riyilv av %aQLV 820 

nPOMHeETH 

825 rb jeäv yrogelag ijSs ri^' axi^xow 

oxcag S* av eldy fiiy (latip^ Tilvovöd pov, 
a nQiv (lolslv öbvq^ IxfiSfiox^'ipcB , tpgaömj 
TBxiitjQiov tov^ avxo Sovg [ivbcn/ ifiäv. 826 
oxlov iilv ovv tbv nXsuStov IxXa/t^Gi XoycofP, 

830 7CQV3 ccvto d' el^L tBQfia 6&v TcXavT^iiaxav. 



V. 819 iHßdy^avs du Bollst es erfahren; m ^del- 
leidit Hik. 908 l6^u 

V. 820 S\ dem Sinne nach für ydp^ s. zn V. 125. 
^ ^iX<M)y Aid. mit einigen Handschriften ^iketS, nicht übeL 

V. 822 x-qi 7Co\vq)^6pov nXdvriS, s. zu V. 636« 

V. 623 av als Partikel des Nachsatzes: dann, 
oder um den Gegensatz zwischen xyda und ijßtr stär- 
ker zu bezeichnen: uns dagegen« 

V. 824 ßißivTfdat 6i leov, nämlich tfrrtra (s. 
Matth. Gramm. §. 347, Am. 2), oder jjdttvof: (de^ 
ren) du aber vermuthlich dich erinnerst. Ueber die 
Sache s. V. 784 ff. 

V. 825 to ftäv icopeiaS tip/ia die ganze Be- 
Stimmung der Wanderung , die ganze dir bestimmte 
Wanderung > s. ZU V. 284. 

V. 826 ff. Aehnlich verfahrt Kasandra Ag. 1157 
ff. iHfjitfiox^tpiBv Med. (Weigel). 

V. 830 sondern ich werde nur (otJrd) das Wich- 
tigste (^xepßo) deiner Irrläufe beiühren (eFyUt). 



UFOM. ^EZMSITHS. 153 

ixA fag ^IQ'Eg ngog MöXoööa dthesSay 
tipf ahtüvcarov r' afi<pl ^adfivrjv^ Zva 
fuxvtua ^fOHog % l6xi ©BöTtgatov i/tog, 830 



V. 831 srpoV MoXodda öäaeSa^ also nach Epei- 
^8, von Kenchreia und Lerne aus (s. V. 679 f.), 
valindieiidich über die Korinthische Landenge, öd- 
xe8a hat hier ^ie erste Sylbe lang , wie es Aeschylos 
gebraucht zu haben scheint, der Etymologie von dd^ 
d. i. y^, und Ttiöov folgend ^ während es bei Euripi- 
des, Aristophanes und den Epikern kurz ist, wahrschein- 
lich von dem verstärkenden Öce und TtiSov abgeleitet^ 
wie ^aTteSoVy was Hesychios durch jueya M^acpoS er- 
Ulrt. Als lang ist es auch Choeph. 789, Lykophr. 
617 xov TotxoTtotov daniScJv (and. yaigiScoy^ öc/^oi- 
ßieoS^ anzusehen. Doch hat man yaTteda vorgeschlagen, 
was Stephanos Byzant. unter yd zu bestätigen scheint: 
Xiystai xal yTJiCB^ov to itpoS tois olxotS iv TtoXst 
xtfitiov, oucep oi xpayixdi did tov a q)a6\ öcopi^ov- 
T£S^, 8. Blomtield zu u. St. und Bekkeri anecd. p. 32. 
An der dorischen Form ist kern Anstofs zu nehmen, 
man lese nun Sdjteda oder yccTteda. Auch konnte man 
MoXoödia ddne8a schreiben, vergl. Eur. Andrem. 
1849 MoXoööia^ 1245 Mo\o66iav yijv, von Mo- 
hodöoS gemacht wie Hik. 536 Avdta yvaXa von Av~ 
66s, Pers. 84 2vptoy apfioc von 2vpoS, das. 303 
NeiÄov AiyvTCxiov von AlyvfCtoS, Bruchst« 122 JWJ- 
6un ixtfifioal von MvöoS u. a. Ueber den dann im 
fünften Fulse stattfindenden Tribrachys s. zu V. 709. 

V, 832 T7JV alnvvcotov dßiq>\ ^GoSoorrfv^ eben» 
^ Hik. 250 opTf Jcoöcovcti 

lag 68 am Berge Tomaros. 



l V. GOX XTjV aiTTUVC 

i falls in Epeiros ; vergl. Hik. 250 opTf Jaoöcovcda, 
^ Nach Strabon 7, p. 328 

V. 833 S^GoxoS", s. zu V. 280. &eöiepoi>xov JtoS 
des bei den Thesprotern in Epeiros verehrten und da- 
selbst Heiligthümer habenden Zeus, vergl. Aisch. Glauk. 
Er. 23 dfitpi Krjvaiov AwS aHxrjvy Soph. Trach. 238 
KtjYcd^ Jtt, Thamyr. Br. III Qpy66av öhoiadv Zff- 
voS 'A^qiöv 11. a. 



154 nPOM. /IJSSMSITHS. 

rlQag r* &7tc6toVj al ^Qo6riyoQoi dgAsg^ 
835 v(p* C3V 6v XaiiTcgäg Tcovdh^ alvixcijQlms 
scQOörjyoQSvd'Tjg ij ^log xksiv^ ddficcQ 
[lakkovö^ ^öBöd'ac* täv de nqoööaLvu 6b tt; 
evcBv^Bif olötQ^öaöu trjv aagaxtlcof 835 
TceXevQ^iyi; y^ag agog fi^av xohcov 'Pkcg^ 



V. 834 al Ttpodijyopot dpves^ vergl. Hom. Od. 
14, 327 f. und 19, 296 f. tov 6* iff jdcodcSrtp^ q>dto 
ßijjiiBvaty ocppa ^eoto ix dpvoS v^txo/ioto jdi6$ ßov^ 
X?}y ixaxovöy , Soph. Trach. 171 £. adS' tTfr naXcaar 
tprjyov avdiföcti note ^coddovt dtöÖGov ix xeXBtaSeor 
ignf, 1168 npo^ xijs natptpaS xtA TtoXvyXeiööov 
6pv6$y Apollon. Rhod. I, 526, IV, 583 und über da« 
Orakel zu Dodona überhaupt Herodot. 2, 54 ff. 

y. 837 tGüv 6h itpoööaivet de tt-, ist & aber 
etwas hiervon schmeichelhaft (angenehm)? d. L was 
dir jedoch sdiwerlich angenehm seyn kann, da deine 
Lage dadurch nicht besser wird. rtSv Sk (Aid. und 
Rob.) d. i. Tovtooy 6h, s. zu V. 818; doch kann man 
auch T6öv6e schreiben, was sich in einem Theile der 
Urkunden zu finden scheint, und namentlich aus Med* 
(Weigel) angeführt wird. Ueber die Redeweise teSv 
XI s. zu Ag. 1029. Tum. und Vict i6£6^\ ei tarda 
fepoööocirai 6e ri, was Aenderung scheint, da mm 
anstiefs, weil das Fragzeichen fehlte, welches erst Ton 
Erfurdt zu Soph. Aias p. 517 und von IVellauer Idnza- 
gefugt worden ist, obgleich die EUision des Diphthongen 
€n nicht verwerflich wäre, s. zu V. 463. 

V. 838 oiöxp^daöa^ s. z. V. 566. n/V tcopm- 
KTUxv xiXsvBoVy s. zu y. 394. Es ist aber die Käste 
des Jonischen und Adriatischen Meeres zu Terstelien. 

V. 839 xpos: ßiyav xuXxov ^PeaS bis sa dem 
frrofsen Meerbusen der Rhea, bis zum nördlichen Ende 
des Jonischen Meeres« also bis zum ^Meerbusen von 
Tergeste. Vergl. Apollon. Rliod. 4, 308 xo'Aaror i6& 
voyroto itctyiöxccTOY *lorioio ^ 327 KporirfV KoXxoi 
äXad^ ixKpo^oAprrcs f auch die Ausleger zu Hesychk» 



t/ 



nPOM dESMÜTHIL 155 

XQOvotf de tov usXlovta Tcovtvog (iv^oSy 



unter: 'Pias* novtoS (^tcovxoS oder ^opoff). Die Be- 
nennungen: Meer des Kronos, Busen der Rhea scheinen 
sich von der vorzüglichen Verehrung dieser Gottheiten 
in Italien, welches bei den Römern Saturnia tellus 
keifst, herzuschreiben. Aehnlich gesagt ist auch Soph. 
Ant 1120 naynoivov *E?i.ev6tvLaS JtjovS iv HohcotSy 
Aiscfa. Pers. 732 Boöitopov f>dov ^eov. 

V. 840 atp* ov von welchem Busen, von wo an. 
xaXtßin^.dyxTotdt durch hin und her irrende; and. 
XoXt}7cXdyxxotdi f was auch gut ist, aber Aenderung 
scheint, Med. (Weigel) naXifmXuHroiöt, üeber das 
Präsens (jetfidi^Xf) »• zu V. 692. Jo nimmt vom nord- 
lichen Ende des Jonischen Meeres eine nordöstliche 
Richtung, um zum Prometheus gelangen zu können, 
über dessen Anschpiedungsort die Einleitung nachzu- 
sehen ist. 

V. 842 'lovtoS, 8. Apollodor. H» 1, 3 7 Sk 
Mp^ov rjxev eis rov du ixeivTfS 'Jovtoy HoXnov 
ith^^ivra, und mehr bei Blomfield. 'lovtoS scheint in 
iambischen Versen die erste Sylbe kurz zu haben, oder 
fian mufs die zwei letzten Sylben durch die Synizesis 
in eine zusammenziehen, vergl. Soph. Kolch. Br. V, 4 
dici^ xifKpi^ 'loviov neXaS nopov. Lang ist es in 
dactylischen Versen, auch in anapästischen, s. Pers« 
867, Eur. Troad. 225, zweifelhaft in melischen, bei 
Eur. Phoin. 216. HeHXrjdetat, die alten Ausgaben ndt 
Med. (Weigel) xXrf^/jdetat. Jenes scheint zu bedeuten: 
es wird den Namen führen, dieses : es wird den Namen 
bekommen, s. Matth. Gramm. §. 498, a. Sonach ist 
xXif^ijdetat hier, besonders wegen ;|^poVoy tov ßiiX- 
Xovta, unpassend. Vergl, oben V. 736, und Eur, 
Troad. 13, wo die gewöhnliche Lesart xXrj^r^ösrai ist. 
Bei Sophokles findet sich xXtfBijöetat gar nicht, ob- 
gleich an der Form selbst bei den Tragikern nicht zu 
zweifehl ist, s. Elmsley zu Eur. Med. 903. 



156 nPOM. JBEMSiTBS. 

tijg 0^g noQtlag avijiia toig 7C&0i ßQOUxIbf 840 
6i](isia 6oc reis iöxl f^g lii'^g ^pQ&fos^ 
845 cjg daQxerccc nXiov xi tov TCSipaöiiipov. 

tä loma d' viilv tyde % \g tiolvov €pQa6&^ 
ig tavtov iX&Gtv täv xalaif koytav fpfog» 
U0tiv noXig Kccvaßog l0%atri %^€Vogy 845 
NslXov ngog avrä ötoiuxxc wA ycQO0jjafiaxC 

V. 843 Tergl. V. 734 f. An einen Uebergaog 
Aber das Jonische Meer ist nicht zu denken, denn da- 
von findet sich in den Worten keine Andentang, son- 
dern nur an den Weg der Jo an der Küste de^ Meerefl 
hin, s. V. 838 f. Med. (Weigel) naöiv. 

V. 844 f. für cJs* -^ i/iif ipprfv 6ipHStat xXiov 
ti tov nBq)a6fiEvov f d. i. als das, ^as bis jetzt ge^ 
schehen ist Ueber die Construction s. zu Eunu 904. 

V.' 846 vßtv tydi x* is Hotvor. Das Vorlierge- 
hende hatte Prometheus dem Verlangen der Jo gemäfii 
gesagt, das Folgende, welches von seinem Befineier 
handelt , sagt er auf Verlangen des Chors , s. V. 780 
— 790. Da aber der Befreier einer der Nachkommen 
der Jo ist, und die Erzählung daher auch letztere ndt 
angeht, so konnte Prometheus so sprechen wie er fe- 
sprochen hat. 

V. 847 ist der Sinn: meine V. 617 abgebrodiene 
Rede wieder anknüpfend. 

V. 848 iöxctTTf x^ovoS an der Grenze des Landes, 
Aigyptens (V. 815 f.), am Meere nämlich, in der Nähe 
von Alexandreia, vergl. Eustath. zu Hom. Od. d, 23, 
6* y 563. Eis ist in diesem Verse ein Anachronisvms. 
enthalten, da Kanobos vom Meneiaos, der daselbst adf- 
nen Steuermaiui Kanobos verlor, zum Andenken aa 
«lenselben erbaut worden seyn soll, vcrgL den SchoUast, 
auch Strabon 17, p. 801, Tacit. Annal. 2, 60, Mela 
IB, 7» Ueber die Sache vergl. auch Hik. 300. 

V. 849 Tepos avtoj dtoßiart dicht an der Mun- 
dung, vergl. Sieb. 510, Choeph. 907, oben V. 361, 
723, 731 u. a. 



IC. 



I 



} 



nPOH JESMaTHS. 157 

850 htav^a &/j 68 Zevg rt^6tv {fiq>Qova^ 

Incsw^iov 8b räv /liog vBwrjiiarcjv 
ti^sig XBXaLv6v''Eaaq)0Vj 6g xaQTtdöecai 650 
oöi/v nlccvv^Qovg Nstlog dgäBvet %^6v(x. , 
855 vUfiieef] d' «« avtov yhwa 7Cwtri%ovta7taiq 



V. 850 s. über das Präsens (ti^rri6iv) za V. 171, 
Aber die Sache zu V. 566 und 567. 

V. 851 0. Beispiele vom Activuin i7caq)qiy bei 
Nomfield. dtapßsl ;t^tpl mit nicht furchtbarer, milder, 
nnfter Hand, ohne dafs es dir Schmerz macht. Man 
vergleiche Nonnos Dionys. 3, 277 C, Mosch. 2, 50 
ir 6' "fjv Zevfff iieaq>c6jiievo$ jjpijLta x^ß^ ^eeip Ttop- 
ttoS 'ivaxhjSy XTjv kntanopGD napd NeiXo) in ßooS 
tfSuepdoio ndXiv jietd/istße ywäixa, Pindar. Pyth. 
9, IB . iq>a7tto/iiva x^P^ xovg^af Solon Br. 5, 61 
diffdjiieyoS ;t«/ooii^ o^ifa ti^tfö* vytij. Über die Sache 
8. zu Hik. 16 und 44. ^lyojv y gew. ^iyooy, s. Ag. 
651, Choeph. 1004, 1068 u. a., auch das. zu V. 830. 
Ueber die Verbindung des Präsens und Aori^itus s. zu 
V. 809. 

V. 852 heaoyvfioVy mit Bezug auf inacpcov V. 851. ^ 
üeber die Sache s. Hik. 45 ff. , 301 ff. Apollodor. 11, 
1, 3 sagts ZevS — avtrjv ('/co) aTtaojiioöato jnj) difv- 
EASäty» Die Genitive r^v ^toS ysyvTjfJidtGoy hängen 
▼on KBkoavov ab : den unter des Zeus Kindern schwar- 
zen, welcher sich vor den übrigen Khidem des Zeus 
durch seine schwarze Hautfarbe auszeichnet. Der Epa- 
phoa der Griechen ist nämlich der aigyptische Apis, 
dessen Farbe schwarz war, s. Herodot. 3 , 27 f. Zu 
näkatyov vergl. V. 810 oieXaivpy q)vXoy , auch Hik, 
142 f. /icXay^l^ rjXzoxtvnoy yivoS, Es ist aber hs- 
Xaayoy als Masculinum anzusehen, und mit Tcoy JioS 
yivyrjfuitGoy dem Sinne nach verbunden, vergl. Soph. 
Oid. 1167 tdoy Aatov toiyw riS ijy yeyyijjudrcor, 
Ponon und Schäfer zu Eur. Phoin. 1730. 

V. 855 Tti/iTttij dfC* avtov yivya ftBytTfxoyrd" 
noaSf die 50 Danaiden, welche das fünfte Glied bilden, 



164 nPOM. /lESMaTHJS. 

885 ^cj de dQOfiov ^igoiiav Xv66v^ 

jcvBVfiatv fiaQycjy fk&öörjg ax^cenj^* 

9oksQol ds XoyoL TCtalovö* clan} 

Ctvyv^S ytQOS TCviiaöLV erring. 885 



•ylbig zu messen ist, s. za Skb. 270. Udbcr XoocHr 
^v mit dem AccusatiTua s. die Wörtertmdier» Bflk 
Xaxti^ei tppevcu ^ 

V. 885 i^ dpoßiov gjipoßictt lA komme ab rm 
der Bahn, TerUere sie, spridbiivörtlidi für: iA Im 
nicht mehr meiner machtig, bin nidit melur bei BT 
•dbst. S. Aehnliches zn Chi^h. 609» 

V. 886 XuööTfS tcvevßictn fuipytp in (oder tut) 
der Tollheit rasendem Anhauche (Drange, Sturm). Zil 
tcvevßa vergl. Eur. Iph. Tanr. 1317 ri xvev/ia dl;/f- 
^)opäS KBxnjfuytf; Aehnlich findet sich auch xrcftj «d 
Xnßjuor, — yXojööTjS axpanjS ohne mehr za mnoi 
was ich rede. 

V. 887 f. denn yerworrene Reden stofsen in bmn 
tem Gemisch zusammen mit den Wogen der graien 
Bethdrung, d. i. denn so oft mich des Wahnsinns €ie- 
-walt ergreift, rede ich auch irre, öh dem Sinne nadi 
für yapf s. zu V. 125. ntocUiv icpos rtrt mit etwas 
zusammenstofsen, zusammentreflen, nch verbinden, Yer;^ 
Y. 928 TCtcdöaS t^8e npos TtaxoS, liveshalb ich auch 
mn unserer Stelle mit dem Med. und Paris. L xtcdovö* 
statt fCcdov6* aufgenonuuen habe, s. auch zu Soj^ 
EL 720. Aehnlich Pers. 928 ötv^iXou ^eivorrtaS he* 
axtäSy Ag. 423 ^tyyarei icpoS ijicap , Xen. Anab. IV, 
8, 3 iepo9 ras nitpaS modovxts, — 6tvyvrjiy einige 
6tvyyoiS. — w/iarca arrfS der heranwogende, unauf- 
haltsam eindringende Irrwahn, xv^ta findet sich öfter 
so, vergL V. 1017, Sieb. 64, 109, 740, 1064, Cho^h. 
IS4; auch lUXayoS^ s. oben zu V. 748. artf Thor* 
heit, Bethorung, Verblendung, YergL Sieb. 669, IfiL 
823 u. a. Jo stürmt lort 



nPOM. ^S^MaTBTl 165 

XOPOH 

tf^ 6oq>6gj ^ 6ow6g 6tp. 

890 6g ngdkog zod ißi&ta6Sf 
xal vXci0€cc duiivd'oloyrHS^ 9 
mg to xtjdevöai %oJ(f iavzov iqi6tBvu ftasciftp. 



V. 890 entfpricht dem antistrophischen nicht. 

^ Tkiklinios hat im cod. Farnes, (s. Eimsley im mof. crit. 

Gutabr. no. VII, p. 458) ^v nach dem zweiten 6oq>oC 

itiUfchWeigend gestrichen » und aber das nach itpootoS 

itebende ir yvooßi^ angemerkt: Tceptddov ffv ivxav^a 

ti ir yvoofJLOL* — 8tq i^eßXrj^rri nap Ißov' o/iotov 

yip XPV dyoct xo xaXor toi tijS 4^yrt6tp6g)ov, Und 

allerdings können ijv und iv yraojnoi in den Text ge- 

lEommene Glossen seyn» weshalb auch ich beides getilgt 

habe. Ist es jedoch acht, was wegen der dorischen 

Form (Aid. und Rob, jedoch yvoo/iy und yXooÖdp) und 

wegen des Gegensatzes yÄmöda nicht ganz unwahr- 

fldieinlich ist, so kann man in der Gegenstrophe pi^icote^ 

ßofTtori pie, \ do Moipoci^ Mdipai (s. V. 696, Soph. 

BL 1084, Trach. 1023, 1089, PhiL 797, 1188, Oid. 

«89, KoL 1099, Ant. 948), und in der Strophe Sr 

itpoStoS yvoopLOL ohne iv schreiben. Man übersetze: 

welcher zuerst dies (in seinem Sinne) erwog, und vergL 

Ariatoph. Thesmoph. 442 f. ndvta yap Xiyet Slxocta, 

%d6aS 6* tidias i^ijtadsy^ fcavra 6* ißddtadev 

ippsvi» Bfehr s. in Schneider'a Wörterbuche unter 

fiix6tdZ(o^ 

V. 892 dafs das sidi Verschwägern seinem Stande 
gem&fii bei weitem das Befste ist. Beispiele dieses Ge- 
dankens s. bei Blomfield. Auch wird Eur. Antiop» Br. 
17 x^Soff xa^' avtov tov do<p6v xxäd^oct XP^^'^ 
o. a. angeführt. Ueber na^ ' kavtov s, Matth. Gramm. 
§. 581, S. 1153 f. Man kann auch den Vers ia zwei 
lerlegen: ds to HTföevdat xa^* kavtov d | ptdtevet 
luXHp^ und so auch den in der Gegenstrophe entspre- 
dienden, in welchem Falle der zweite als ein dochmi- 
•dier ansusehen wäre. 



dvt. 



166 'nVQM. JESMSh 

Kai [ifjtB rwv ütXovrcp ötaO'pvjrtoftfe/ov, 890 
^7]ts räv yivva (iBycclvvo(Uva)v 
895 ovtcc xsQvrjtav £QCUSvBv6at yäiifav* 
[lymorey (lyjjcors 
(i , d MolQccLy Ibxb(ov jdiog 

BVVatBVQttV WOLÖ&B TCBX&vöav , 895 

firjäl TcXaö&BtTiv ya^Bta tivi täv ?| QVQavaü* 
fiOO taQßiS yag a6tBqy&voQa xag&svlccv 



V. 693 f. hängen die Genitive von yäijuar ah. 

V. 897 s. zu V. 890. . 

V. 899 nXaö^drjVy Med. und Oxf. TtXa^drfr, 
doch mit darüber^etztem d. Aus der gewöhnlichen 
Form jcsXaö^ijvca (s. Soph. Phil. 1327, Oid. 213, 
1101, Trach. 17 u. a.) entsteht durch Synkope TeXa- 
dSr^ai (Eur. Hek. 890), durch Umstellung und Za- 
sammenziehung aus TtXea^rjvai (mit ausgestolsenem <5) 
nXä^ijvat (Eur. Rhes. 911). Gewöhnlich schwanken 
die Urkunden zwischen TcXaö^ijvai und nXa^rjvca^ wie 
Eur. Andrem. 25, Rh^s. 347, 920, Troad. 203. DaCs 
die Form nXaö^ijvai falsch sey, möchte schwer zu er- 
weisen seyn. Uebrigens findet sich das Yerbum |Mbst 
seinen Zusammensetzungen häufig Ton der Liebe ge~ 
braucht, s. mehrere der obigen Stellen, auch Hik. 290, 
die Ausleger zu Soph. PhiL 677, EUnsley zu Eur. 
Med. 149. 

y. 900 ff. ich erschrecke nämlich die gatfenreF- 
schmähende Jungfrauschaft der Jo (die spröde Jungfrau 
Jo) erblickend durch Heirath (wegen einer Liebschafl) 
gebunden an der Hera (von der Hera auferlegte) an- 
State Irrsale im Elend. TapßcS eldopcoda mit Scfarödken 
erblicke ich, s. zu Pers. 670. ddtepyaropa nap^e-' 
viaVf s. Aehnliches zu Hik. 8. Mit *IovS macht es eine 
Umschreibung statt ddrepydvopa jtocpBiroy 'loi. Statt 
^dßio9 öoatTO/iiyav (Aid. /le yd/iOD 5' djttofidrrjy, wo- 
raus man /i^yec daxrojiiyay gemacht hat) habe kh ' 
ydjiGi äxtoßiyav geschrieben, wodurch das Versma(s 
richtig wird, indem f> tot oc knn ist Saneö^ai ist 



npOH ^BEMäTBS. 167 

dvöxXavoig"HQag ahmlaiQ Teovcoif. 

iliol ^ QtL fth/ oiucXog 6 ya(JLog iita)8. 900 



b!er PaMiTnm, vde Enr. ras. Herakl. 1340 a^rrj; xd- 
tco^rey ovpavov dv6fCpa&,oty Periktyone bei Stobaios 
Florileg. LXXIX, p. 458 xanoldtv aittoßevrj vfco 
dixtjff, Aiflch. Sieb. 204 oactoßievov Tcvpl dcdoo. lieber 
die Verbindung 8v6nXdvotS (V. 611) aKareiatS s. zu 
y. 576, über den Genitivus der Ursache "[HpaS- Matth. 
Gramm. $. 375, uns zu Soph. PhiL 194, 513, Ant. 
10, andi Pen. 654 f. äxn öeditotov, Hik. 152 f. und 
165 f. ätav ya^Bxä^, 550 Ttovoi^ odvyais te ^eiotS 
'^pa^, bli^HpaS vodovS y Ag. 1422 evrij^ TCapo^fci- 
VTf/ia trjS ifxrjs x^^^fj^ 9 Choeph. 179 xapÖiaS TtXvUci' 
riov x^^V^ t ^42 vvHti7cX.ayKtov op^ioov jteXevößia- 
xmv y Eum. 504 rci rcov itkXaS xand u. a. dXoixsiat 
Ttovcav Herumschweifungen im Elend, vergl. Soph. Aias 
888 tov /iaxpdSv aXatav novcov, auch zu Pers. 590. 

V. 903 ff. "weil aber mir wenigstens als gleich 
(wenn sie dem Stande gemäfs ist) die Heirath furchtlos 
ist (sicher scheint), so bin ich unbesorgt; nicht aber 
(nur nicht) möge höherer Götter Liebe ihr unentrinn- 
bares (unviriderstehliches) Auge auf mich richten. Die 
Worte i/io\ 8' ort ßiky 6f.idX6s 6 ydfxoS aqtoßoS^ ov 
6idue . haben folgenden Sinn : ich selbst sü'ebe nicht 
nach einer Verbindung mit einem höheren Gotte« tmd 
kann deshalb, weil ich so denke, tmbesorgt seyn, nur 
möge ein höherer Gott nicht wider meinen Willen Liebe 
xa nur fassen. Mann kann Ag. 908 H ndvta 6* iSs 
fCpa66otfi* av, €v^ap67JS iy<o yergleichen. An der 
Stellung von ukv ist nicht anzustofsen; es gehdrt za 
ifioly von dem es nur durch die Conjunction getrennt 
ist. Man construiret ott Sh ijiiol (lir \l 8. Wi« und 
vergleiche Hik. 744 f. öv 61 tppdret ßilv u. n. d/fo- 
XoS dem Sinne nach was V. 892 xaBr' kotvtdr» — 
fiTfShf Aid. und Rob^ fi?) 6^, vergl. Sieb, 1027« Ag. 
1480, Choeph. 10o3, Eum. 74. HpBtöÖoVGiyy BetSv 
Ipwt periphrasüsch fuir HpeiööoveS $reol ipoayt€S\ Vor 



168 nPO 4£ JBJEMa THU 

atpoßagy ov öedia* (iijSs TiQiUiöovunß 
905 &S(5v ygcjg aqnmtov ofi^ia ütgoödgaTtOi ftB. 



np ist e hier lang. icpoööpdxQt jie hiibe ^cfa mit Blom- 
field geschriel)en ; ftpoöddpxoi ßie Med., itpoödpdxg 
fis Rob., 7Cpo08pdfiot ßie einige Handschriften, icpo&- 
öipxot ßis mehrere andere, wofür Aid. und emigo 
icpoöSipxoid^ß ohne /4, und Turn, und YicL lepoödip» 
xoiTQ JUE haben, lieber den doppelten AccusatiYUS bei 
jtpoöSpaxeiy s. zu Hik. 104; doch k^nn mai| oßijia 
auch objectiv für Anblick oder Gegenstand der I^eb« 
nehmen, so dals der Sinn ist: nur möge mcht omes. 
höheren Gottes Liebe mich als nchere Beute anseheo« 
Ueber diese Bedeutung von ojn/ia s. zu Soph. PhiL 
171, auch «u Pers. 164, Ag. 409, Choeph. 234. 
Yergl auch £ur. Orest. 1020 d' idovö' hr oßfta^t 
xotyvötatrjy itpodotptv. 

y. 906 ein Unglückskampf ist solcher Kampf, cia 
cur Hülflosigkeit (zum Verderben) yerhelfender« ajro« 
ÜBfioS tcoXbjioS ein Kampf, der den Namen eines Kam- 
pfes gar nicht verdient, weil ich yiel zu schwadi bin, 
um Widerstand losten zu können. In anderer Beden«. 
tnng Eur. ras. HerakL 1 133 dnoKsfioy noXe/iov i6iuu^ 
das rijcvoiS, Aehnliches ßndet (dch oft, z. B. &xaptC 
xdptS Ag. 1525, Choeph. 40, vielldcht auch obea 
Y. 542, novot övdnovot Soph. Ant. 1276, Mzef araeS 
Pers. 666, roßiov dvo/iav Ag, 1113, iccofiaxoS dvö^ 
Motov Eum. 260, auch das. zu V. 550, 1018, Soplu 
Phil. 850, Matth. Gramm. §. 446, Anm. 4. axopa, 
Rob. und andere eis difopa, was Erklärung scheint. 
nopifjLoS steht als Verbale mit dem Casus seines Verbi, 
a. uns zu Soph. Trach. 555, Aias 1023, KoL 1015, 
Ant 783, Matth. Gramm. §. 346, Annu 3, §. 422; 
so auch oben V. 509 ravta T€Xsd<p6poS, Sieb. 83 aaSi' 
OTcXotvxoS, 275 £ 6vdevvdtopaS tedvrpoßioSf 346 
rXifßioyes evvdv^ das. V. 384 vielleicht rwcta Tcevrrpf 

— ßidyttS, 838 vavdtoXoS ^etopida, Pers. 43 f. rovS 

— öioxot, 641 dyaxo/ucof Japuor, Hik. 570 ^»vdi- 



BPOM. ^BSMSiTBS. 169 

ftiinv QfC(f (fvyonC av. 905 

nPOMH0ErS. 

rj [i'^v tu Zsvgy xalTCsg av&dSfj$ q>QBv£vj 
910 Itfrat taTCBivoSf olov k^aQvveta^ 



Sw^ yivoSy 989 f. ot itßt'/A* *Epadivov itsptvoctiratf 
kf. 109 f. *EU.dSo$ fjßav ^vß<ppova raydv ^ 967 f. 
xw — ^prjvoy avtodidaxTo^ 9 106 1 £ TtoÄXd dwi- 
^opa avToq>^ya xaxd, 1171 f. 7£^jLta leaioortoy, 1616 
thiovpoS sthijv dvSpoS, Choeph. 21 JtoaS" Ttpöitotiicoff, 
150 L xeS^vcov r' otJtotpoicov (ßdxpv) ayoS UTtevxe-» 
Tov, 805 f. qnXiot^ S/ijiadt 6vo(pspds xaXvittpa^^ 
Eom. 554 td TtoXXd 7toLvtQ(pvptov , 800 ßpaorijpaS 
(dxßds öTtepjudroov dvtf/^tipovf. Es bedeutet also 
axopo^ fCopifioS Verlegenheiten gewährend, herbeifüh- 
rend« Doch kann man ditopa auch als den Accusati,TU8 
der nähern Bestimmung ansehen und übers^tz^n : ergie- 
big, reich an Verlegenheiten. 

V. 907 ovd* ix^ ^^^ ^^ yevalfjuxv und ich weifii 
aidit, was wohl aus mir werden mochte. rU ist in die- 
ser Redeweise seltner als ri (Sieb. 141 r^ yByrjöetai; 
279 ti yirooßai; Eum. 788 « 815 r/ l^ikao; yivoo^ 
fuxt; Thukyd. 2, 52 oi av^poonot ovh ixoyteS o xt 
rivatyrahf Theokrit 15, 54 ti yevoi/ie^a;} s. Schä- 
fer's melett. critt. p. 98, Hermann's Viger p. 730, 
Blatth. Granun. §. 488, 5, auch uns zu Hik. 292, 
Ag. 913. 

V. 909 ht drohend, s. V. 167 7} /tiijy h' ißou 
-^XP^iav ^^et, Ag. 1404, 1656, Soph. El. 66, Trach. 
257, av^ddrjS fppevcov , einige avBrdSiTj qfpovtSv, 
nnd so über jenem Med. (Weigel), doch Yon anderer 
Uand. Ueber die Sache s. zu V. 167. 

V. 910 olov für Ott xoloVy s. Eum. 186, Soph. 
(Kd. 701, Kol. 814, Herodot. 8, 12 iXici^ovtsS ndyxp 
djtoUeöSrat, if ola naxd iJHovp Bdatth. Gramm. S» 480, 



.i ■ 



/ . 



170 nPOM. ^JBSMSiTBS. 

y&fiov ya^BiVj og avrov 1% tvQowUtoq. 
Q'Qovav r' &'i6tov ixßaXsL' TCcctgog 8* agoc 
Kqovov X(yt 7]8i] jeavtslSg xgat^dii^eveUy 91(J 
^V ixTtitväv '^Qato 8rivai,äv %'QOvaiv. ' 
915 totiSv8s aox^aov ixtgoTC^v ov8Blg ^säv 
Svvaiv av avtcS ücXtiv l(wv 8sl^ou, öatpwg'^ 
lya taf olSa^ % cj tgostcp. jegog tvvta vw 
^oQöäv xad'i^öd'CD y Tolg ütB8aQ(S[oLg xtv- 

TCoig . 915 
Mprbg, nvdöö&vt IvxBQOivTCVQTCvovvßiXoff 

Anm. 3. Rob. roioVf wozu Blomfield und Elmsley Y. 
922 und anderes vergleichen. Wäre dies das ächte, 
00 könnte man es auch für olov nehmen, s. zu Wk, 
605. lieber olovy oS s. zu V. 766, 

Y. 912 ^povoov r' aidrov, Rob. mit Med. (Wd- 
gel) ^pövooVt aidtov. — atdtov proleptisch für Sdte 
atdtov yiyved^ai. *— Ttaxpo^ d' dpcc^ Med. ebendas. 
und and. naxpoS t* dpa, 

V. 913 rot* rjdrj dann schon, drohend, oder: 
dann nun, dann erst, vergl. Ag. 949, Piaton Theag. 
p. 131, a c£ dik pLTJ y rote jjSrf napaxpfj^a ßovXev- 
öo^B^a, Theaitet. p. 157, c i^ax^ivtoS S!k, tot* 
^6ij dxh/fo/xaiy Phaidr. p. 255, c. Einige not* rf^t 
vras auch gut ist, aber weniger äufsere Autorität hat. 

V, 917 iyao rdS' {iHrponrjv) olda, % tß tpojt^ 
(avrij yevTJdetat), Durch die Auslassung einer entge- 
gensetzenden Partikel "wird die Rede lebhafter, 8. anch 
zu Hik. 281. TtpoS tavta darum, deshalb, bei so I>e- 
"wandten Umständen^ dem Sinne nach für: imiherliin, 
vergl. V. 994, 1045, Hik. 241, Soph. Kl. 820, Aias 
971, 1115, Cid. 426, KoL 455, 956, Ant. 958, Eur. 
Phoin. 524. 

V. 918 TiCt^TjdGOy Aid. und Rob. xa^eid^oo^ weldie 
Form abei^ -Schwerlich zu billigen ist. nedapdiotS , s. 
zu V. 268. KtvnoiS Donnern, vergl. V. 928 u. a. 

V. 919 x^poiv, and. XBpdlv, x^P^h einzelne auch 
X^fA und xetpi, doch stumnen ^e bessern in X^innv 



irP M. ^EilMSi THSL 171, 

920 !(y6Sbv yaQ avttS tarn iaaQodöst ro fi^ ov 
scBöBiv drlfiog Qttci(iat' ovk &va6%t%&. 
toiov <caXttL6tYjfif vvv ütaQaöxBvd^etav 
hc avrog avtä^ 8vö^axcitarov tegag, 920 
og di^ Tcegavvov xgelööov^ evgi^öei, tpXoyay 
\ 925 ßgovf^g b* vTtegßakkovta Tcagtegov xtvTCov, 



fiberein. Sieb. 50 haben' Aid. , Rob. n. a. faLschlich 
][Bpöiv statt ;t^pö/. — nvpTtvow habe ich aus Med. 
and einigen andern Urkunden aufgenommen, worauf x 
tach die Lesart nvpinvox/y bei Rob. und andern hin- 
weiset; Aid. und die übrigen ^vpTivoov, was die häu- 
figere Form ist, s. Blomfield zu d. St., auch Ag. 145, 
und eben deshalb sich eindrängte. Beispiele der zusam- 
mengezogenen Form sind V. 1089 dvtiTtvow ^ Soph. 
Ant. 224 dvdTCvovS f obgleich das. 588 övöitvooiS ; 
80 auch oben V. 854 nXatvßfiovS , doch Soph. Phil. 
49i avpoov, das. 540 dXko^pov^, und Trach. 844 
dXXo^pooVf Aisch. Hik. 942 dX\.o^p6oiS , Pers. 374 
^tditXooVi Hik. 938 itpovoov ^ Choeph. 733 u. a. m., 
I. auch Buttmann's ausf. Gramm, g. 36, Anm. 3, §. 60, 
Anm. 8 , Lobeck zu Soph. Aias 427, uns zu Sieb. 1 17« 

V. 920 ro fij) ov, andere Urkunden blos to fij}, 
was beides gut ist, s. zu Y. 789. 

V. 922 Totov einen so gewaltigen, vvv was ovvy 
also, nun, daher vielleicht richtiger als Enklitikon zu 
schreiben; doch s. Hik. 1028, Ag. 496, zu Sieb. 224. 

V. 923 iTC* avtoS avtcä (Aid. avtcj^, 8. zu 
V. 764. 

V. 924 oS* 8ij welcher nämlich, vergl. V, 816 ov 
«77, Pers. 482 Sv^a Ö7} , Hik. 15 toey dij , 257 td 
6?7, 570 ro dt), Sieb. 804 o'i drj, Eum. 3 Tjdrj, befr. 
Brometh. Br. 189 dq>' ov di) u. a. avpi^öot Med. 
(Weigel). 

V. 925 steht vjtepßdXXetv in der Bedeutung über- 
treffen mit dem Genitivus, s. die Wörterbücher, 
Blatth; Gramm. §. 358. Httinovp 8. eu V. 91ß. '^ 



17S nPOM. /IBSMaTHE. 

&ala66lav ra yijg nvaxvsigav voöo^f 
TQUcLvaVf cclxiiriv xrp^ IIoöBidiSvog^ ihtiSS. 
üitcdöag dl raöe jegog xawSy fux^6Btai 92& 
O^iyU %6 %* &QXBLV %oX %o dovX&LfUV Sl%cu 

xoPAros. 



V. 926 ist oS" ^7 zu rs zn ergänzen, wie Aehn- 
liches öfter. SraXaddiav ö^eda ist zu verbinden : wel- 
cher den Dreizack in das Meer zersplittern (in Stücke 
brechen nnd in das Meer werfen) wird. VergL Soph. 
Oid. 1411 ^aXdööiov ixpi^are, — yff^ ttvaxtetpecr 
voöov das erderschütternde Unheil, weil Poseidon nni 
dem Dreizacke Erdbeben hervorbrachte, nnd Fische 
tddete, s. zu Sieb. 124. yoöoS oft Unglück, Uebel 
überhaupt, z. B. Hik. 573, Choeph. 65, Eum. 479, 
933, Soph. Ant 421. Ueber die Sache vergL Pindar. 
Isthm. 8, 70 if. q)iptEpov yovov avaycta nottpoS 
texeiv novtioty ^eov, oS xEpawov te xpiödor oAAo 
ßiXoS dioS^et ;fepl rptodovtoS t' d/iat^axitov ^ ^ü 
ßitöyofiivav fj JioS nap* dSeX^poiötv, Der Sinn ist: 
auch die Hülfe anderer Gotter ist vergebens. Uebri- 
gens findet hier eine doppelte Apposition statt, vergL 
Sieb. 504 f., Hik. 524 ff., Ag. 631, 803, Choeph. 
553 £, 990 f., Eum. 322 iL » 336 ff.» oben V. 
351 ff. 

y. 928 ntaiöaS tooSe fCpo$ xax^ (andere xaxwff 
und so auch Med. bei Weigel, doch mit g5 über äSv)j. •• 
zu V. 887. 

V. 929 odov {oödov Med. und Rob., s. zu Pers. 
848) t6 t' apxstv xa\ ro öovKevetv dixa» Aehn- 
liches 8. zu Soph. Kol. 804, und über Adverbia im 
Prädicat überhaupt Matth. Gramm, g. 309, c, audi 
zu Pers. 556, Hik. 373, Ag. 315, 625, 1341, 
Choeph. 769. 

y. 930 du sprichst doch wohl das, was du wün- 
sdiest gegen Zeus aus, d. i. was du da äulsent, ist 



i 



nPOM. JESMStTHIL 17S 

nPOMH®ETI!. 
SxiQ tslsnat, xQog S' & ßovix>[tai kiym. 

XOPAFOS. 

xal XQoö6o7c£v xorj öeöütoöstv Zf^vog uva; 

nPOMH@ETS. 

xal tmvdk y €^sl SvöXotpatsQovs novovg. 936 

XOPAFOS. 

nP0MH@Er2. 
iS& tt y Sv q^oßolyiriVj 9 d'avalv ov [logötiiov; 



Termathlich nur Wunsch von deiner Seite » aber niöhi 
Sddcksalsbestiinmung. öv ^r^v , gew. 6v ^ijv, 

Y. 931 8. über das Präsens in Vorhersagungen zu 
T. 171. npo^ öh adTerbialiscb ; auüserdem aber» «• 
W V. 73. 

Y. 932 8. über Tcai zu Y. 253. Ztjvo^ xwa^ and. 
Aios nva, oder tivd ^loSj vielleicht aus V. 930. 

Y. 933 nal — ye (Rob. Tcal — 61^ und zwar, 
oder xcA heifst an sich schon und zwar, und yl hebt 
rcovd« lienror, wie V. 936. S. auch Pers. 991, Hik. 
287, 801, 454, Eum. 596, Soph. El. 992, Aias 1376, 
PhiL 38, 674, 1277, 1296, Oid. 9G3, 1132, 1319, 
1446, Ant. 577 u. a. zdovSe als die meinigen. 

V. 934 itoaS ö* ovxl tapßei^; wie ist es aber 
möglich, dafs du dich nicht fürchtest, s. zu V. 591. 
Die alten Ausgaben arcDS' ovx^ rapßeU^ was vielleicht 
iviederherzus teilen ist, da 6^ in dieser Redeweise häu- 
figer steht als fehlt, lieber inpiicxeiv XoyovS 8. ea 
Y. 312. 

V. 935 H a' ävy Med. ri 6cd. 



176 nPOM ^EEMSITHS. 

EPMHS. 

ck Tov 6o(puSr^Vy zw ^LKQmg üd^fXutffOV, 
rov i^cciiccQtovz' dg ^eovg IqnjfUffoig, 
ütOQovta zifiag, xov ütvQog TiXamjv Xiya' 945 
TcaxYiQ avcDye <f ovönvag xofistBig yaucvg 
950 avöav, ^gog tSv z hn&fvog hacvjctu »Qatovg* 



deutung yioS noch häufiger ist, s. Ag, 85, 657, 1076, 
Pers. 970, Hik. 330, 919, 985, zu Soph. PhiL 1230, 
Oid. 155. iÄ3JÄ.v^ey Med. (Weigel). 

V. 946 tov TtixpcoS ^ipxixpov den auf bittere 
Art überLitteren. Aehnliches s. su V. 188. Man hat 
Tov ^tTfpcov vnepniKpoy (s. sa Pen» 667) und rar 
xixpols vnipntxpoy vorgeschlagen; auch könnte mao 
rov TttHpoVy vxipittTipov schreiben, ^Kie Soph. EL 850 
xaycD rov9* idrcopy vTcepiörcDp, Trach. 951 raXatra, 
6v6tdXaiva xapölav, Aisch. Ag. 1209 opya,., nepiop' 
yfXiSf 1369 td6' dv , SixaiaS yr, vTtepdixcoS ßäf 
ovv , 1430t f. raS" TtoXkds^ rds mw noixds iwxoS^ 
Choeph, 878 oYßtot » navoißioi. Mehr s. zu Pen. 524« 
Doch ist keine Aenderung nöthig. 

V. 947 f. den gegen die Götter dadurch fehlenden, 
dafs du den Sterblichen Ehrengeschenke gabst, lieber 
die Participia s. zu Ag. 169. eis ^eovS ignfßiipotS 
haben mehrere Handschriften, eis S^eovS, tor ignj/U^ 
potS ist gewöhnliche Lesart, doch gegen daa Yenaiafii| 
einige tov ijßiipotS und so Med. (Weigel),- allein 
y^epoS scheint nicht für rjfiipioS zu stehen,. Med. 
(Butler) roK ijßiipovSy nicht übel : den Culturgescbenke 
yerleihenden. 

V. 949 ovdttvaS xofintis ydfiovS die Verbindung, 
"«vorauf du pochst, trotzest, dafs Zeus weifs, was Pro- 
metheus geäufsert hat, darf nicht befremden, a. zu Y. 
313. ydptovS^ Rob. XoyovS. 

Y. 950 npoS cSr t' allgemein: und durch weldia^ 
für: und durch welchen, und wer der sey, durch wel- 
chen , 6. Ag. 538 , sa Soph. Trach. 549. Doch kann 



npoM. ^ezmsithr' m 

xal taika fiiv xoi (irjSh/ cclvLTftrjQlcag ^ 
aXX avd'^ exccöt' S<pQa^s, iiriSs [loc dcxXas 
odovg, IlQOiiijQ'BVy TtQoößciXfjg * oq^q 

d', on 950 
Zeug totg toLOvroig ovxl (laX^axl^stat. 

nPOMH@ETS. 

855 öBfLvoöronog ye Tcal q)Qovrjfiatog oeXscDg 
6 (ivd'og lötLVy cjg ^ecov vjtrjgkov. . 
veov VBOC xQarsltBf xal SoKslts öti 



auch ftpo^ Qüvt* (von o6xb) schreiben und es auf 
'et/tovS beziehen, s. zu V. 1073. htnlTCtei, Roh. und 
mge andere iHßXrj^y , aus den Scholien. Der Indi- 
itirns in abhängiger Rede ist ganz gewohnlich, s. 
htth. Gramm. §. 507. 

V. 95 1 Tioi — HSV rot und zwar, und besonder^, 
od namentlich, vergl. Soph. El. 963 xai ttiovde /xev 
n jiTfHet' iXTtid^S oncoS tev^'p aorh, Xen. Anab. 
, 9, 29, IV, 6, 15 und 16, VII, 6, 17 u. a. 

V. 952 av^' ^xadt' (od. av^inadr^ k'nqfpaSle 
irich jedes für sich, deutlich und bestimmt, aus. Rob. 
it Med. (Weigel) und andern av^' ^xadtä (od. 
i^ixadta^ q>pd^e^ was eben so gut und vielleicht 
Ibst aufzunehmen ist. Ueber av^' ixadta s. Abresch 
id Blomficld zu d. St. 

V. 954 ToiS" totovtotff durch solche Prahlereien 
4 Drohungen. Es bezieht sich auf V. 949. Hermes 
äint, Zeus werde durch solche Aeufserungen nicht ein- 
schüchtert, wie Prometheus aus der Art, wie er von 
n Aufklärung verlange, ersehen könne. 

V. 956 «ff ^E(2v VTtTjpitov mit bitterem Hohne, 
C|^ Y. 985. 

V. 957 s. über die Verbindung von viov viot zu 
.188, und über die Sach^ zu V. 35. 

12 



178 nPOM. JBUMSITHZL 

vcUhv axsv^ xi(fyaii' ' &dx in tmth 

d' hym 955 
diööovg tvQawovQ aTouöovtag iß6&6faiv ; 
960 rgltov Ss tov vvv TtOLQavovvr' lieoilfOfua 
cXöxiffta wä, %&%i6ta. (iij ti öol öotuS 
tagßelv vxojcc^ööslv xb Toi)g vkovQ fittovq; 
ycoiXov yt xal tov Tucvtoß iklelsec^. 6v Sk 960 ' \ 



y. 958 yeipyapict die Burg, Feste, die Himindf- 
burg. Eastath. zu Hom. II. 4, 508 "Ojiijpo^ ßifrt((F 
trjy 'iMov äxpoTtoXtv Tlepyafiov xaXet, ol 8% rto- 
tepot TCaÖaS ras dxponoXeiS y Servius za Virg. Aen. 
1 , 99 ex quibus omnia cUta aedificia pergama vocan' 
tur, sictU Aeschylus^ vergl. Eur. Phoin. 1105 fCBpyi- 
jiioov die' op^icor, ] 183 xar axpoor iCBpydfJLeav^ a«k 
Aisch. Hik. 90 idnxei ö' dntÖGor dg>' viftMvpytuf 
navGoXEtS ßpotovS, In den Worten ovk — yö^oßOff 
ist ein die Rede belebendes Asyndeton enthalten fir 
dXXd — yö^ojurfv ohne BVage. 

. V. 959 StööovS rvpdvvovS den Uranos o3« 
Ophion, und Kronos, TergL Ag. 162 ff. UeberOplnM 
s. Apollon. Rhod. I, 503 f., Lykophr. 1192 und dii. 
Tzetze». 

V. 960 xotpayovyz\ andere fiUsdilidl rvpar* 
vot/Kr'» 8. zu Ag. 537. 

V. 961 cäöxtöta xal tdxKSta, nämlich Itateöiriä. 
— - paf n öot öoxoü; ich scheine dir doch nicht etfft? 
Ueber ßi} u. a. mit dem Indicati'\'us in der Frage f. 
V. 247, Soph. Trach. 316, zu Kol. 1498, Aisch. «ob. 
232, Pers. 336 und das. Blomfieid, Hik. 286, Af. 
671, 915. 

V. 963 itoXXov ye (Aid. nut Med. bei Vf^fjA 
und Oxf. 6^) x(A rov navtoS iXkdxoa bei mir fiÄtt 
▼iel und alles daran. Ueber die Stellung des Artikili 
8. in Sieb. 296. iAAe£;rof> steht statt des Impersoail0> 
wie V. 1008 xov xavToS Siea, s. MaUh. GriML 
$• 297. Ueber das sich Selbstfragen und Selbitant- 
nvorten 0. eu Ag, 558. 



nPOM. JESMSiTHS. 1T9 

klAfit/froi/, ijvxsQ ^X%'£99 ipcovst naXiv 

EPMHZ. 
tOLOiiSÖB (ihrtOL Tcal jcqIv av9ad[6(ia6iv 
ig rdöös 6avr6v Jtrjiiovag Tca&dQfit^^ag. 

nP0MH@ET2]. 
tijg öijg latQelag tr^ l(iriv dvöXQa^iav, 966 
öttq)(og B7tL(Staö\ ovk Sv aAAa|atft' iyd' 
t) xqbIööov yäg oliiav tyds XatQSvsiv nitQcCj 
ij Jtargl qwvav Zrjvl niCtov ayyskov. 



V. 964 kann iyxovet in transitiver und intransi- 

ler Bedeutung genonunen werden ; in letzterem Falle 

i xiXev^ov als Accusativus des Wegs anzuseilen , s. 

y. 394 , und iyxovei ndXtv durch : eile zurück zu 

enetzen. 

V, 965 cov dvtdropeis: Rob. und andere, dov av 
topitS Med., Aid. und andere, y^^& gegen den Sprach- 
brauch ist, cor av iötopyS Turn, und Vict., wahr- 
keinlich aus Aenderung, und bedeutend : was du nur 
Igst. Dieselbe Verschiedenheit findet sich auch Soph. 
id. 578. 

V. 966 kann man jtply in rotoiöSe Ttal np\v ot;- 
i^iö/iadtv gleichsam für ein Adjectiyum ansehen, s. 
i Sieb. 589. 

V. 967 ig rdöSs 6avtov ^ßovds xaBrcop/itöixS ^ 
f^. Soph. Oid. 422 f. tov v/isvaioy^ ov dofiotS 
fopfjLOv aiöinXsvöaS^ evnXoia^ tvxoov, s. auch Aehn- 
im Soph. Kol. 149, 812, Ant. 189 f., Oid. 694 ff., 
nw*. 815, Aißch. Sieb. 672, Choeph. 524, 63 9, 
>2 f. und bei Lobeck zu Soph. Aias 1072 (1083). 
> findet sich auch ueSropß^i^etv u. a. 

V. 968 f. 8. über dXAjdödeiv vi ttvoS u. a. Matth. 
iram. §. 364. 

V. 97.1 natpl deinem Vater, in Bezug auf V. 949 
»Igt. q>vycu, Aid. mit Med. (Weigel) und andern 

12* 



180 nPOM. JEZMSITHIL 

outog vßgl^sw tovg vßQltovtoQ %9&uv. 

EP MHZ. 
%Xi8av ioixag totg xccqovöl Ttgayiucöi 970 

nPOMH@ETS. 
^75 Ix^Q^S ^oi^ii: xal ös d' Iv tovtoig ixyo. 



I 



EPMHS. 
i| 9C^ft£ yuQ r6 6viLq)0Qalg Ixaitva; 

nP0MH@ET2]. 

aTtlfp koycj) rovQ navtag l%%alQ& ftmyög^ 
o<5ot na%6vtig sv xcctcovöI fi' ixUlTCoag. 975 

EPMHZ. 

g>rjvott, was auch vertheidiget werden kann in der Be- 
deutung: Anzeige machen, Bericht erstatten, s. sa 
Soph. PhU. 1193, Ant 617. 

y. 973 lepdy^aötj die alten Ausgaben itij/iaöu 

V. 974 f. jt^t^Go ; ich soll mir etwas danuf IB 
Gute thun ? Prometheus leugnet, daCs ihm seine gegea- 
wärüge Lage angenehm sey. Ueber die AnwQnsciiiim 
im Folgenden s. zu Y. 866. xal — dh aber aach» 0* 
l^ers. 149, 255, 538. 765, Hik. 186, 279, 781 U ' 
Choeph. 882, £um. 65, 406, yieileicht auch Sieb. 
755, uns zu Soph. Phü. 1363. 

y. 976 beschuldigest du denn auch mich etwa we- 
gen deines Unglücks? Ueber den Datiyus s. Mattik 
Gramm. §. 398. 

V. 977 oTtÄoS X6ya> y s. zu V. 46. 

V. 978 na^ovteS «5, vergl. über die Sache ▼• 
216 ff:, 437 £ 

y. 979 enthält der Accusativus ov fjnxpdv rodov 



\ 



nPOM. JESMSITHS. 181 

nPOMHGETZ. 
lO V060I11 ävy bI v6(St]fia tovg ix&Qovs ütvyBiv, 

EPMHS. 

nPOMEBETS. 

EPMHS. 
Tods Za)g tovnog ovh btlötatac. 

nPOMHOETZ. 
aXX indtöci^xsi %m^ h yijQOid^aiv XQ^og. 980 



M Apposition zu ßSfirfvota^ und steht für o (ro 
oAyeö^oay ov ßithpd voöos idtl, s. zu V. 562. 

V. 981 e^ijS g)op7jt6$ ovh av, vergl. über die 
tdiung y, 985, Soph. Aias 1330 ^ r^P ^^V^ ^^^ 
r SV g)por6ov* -^ npaööotS^ Aid. nut einigen Hand- 
Triften 7tpd0ö€%s:, 

V. 982 caßot haben die alten Ausgaben, auch 
M. (Wdgel) und -wahrscheinlich, noch andere Hand- 
kriften, «nicht eSyuoz, s. zu Pers. 289. Prometheus 
übt nicht sowohl über seine B^sseiung, als vielmehr 
ter die Undankbarkeit und unedle Denkart seiner 
einde, die sich besonders in ,den Worten elLTfS tpopif- 
tS Qvx äv, ei TtpdöÖQiS TcaxtSS (vergl. V, 1059) 
u^richt. xoöe ZevS tovnoS ovx Mötarai^ näm- 
k den Ausruf ooiuot, vergl. Pers. 121. Es liegt eine 
Brfadhnung des Prometheus in diesen Worten, der 
•tz seines Hasses und seiner Drohungen dem Zeus 
uien Schaden zuzufügen vermöge. 

V. 983 o yrfpdöXGOv ;tPoVoS' die Länge, der 
riauf der Zeit, s. zu Eum. 280. Prometheus spielt 
if den Zeitpunkt an, wo Zeus in Gefahr kommen 
erde, seinen Thron zu verlieren. 



182 nPOM. JEZMSITHZ. 

EPMHS. 
Tcal iir^v 6v y ovna) öcafpQovBiv hcUftaöai 

nPOMH0ETS. 
965 6\ yotg nQ06ipjdtxjv ovk av ov9r vKffQkfcrfi 

EPMHS. 
IqbZv tovaag ov8\v wv ;|^^^S^ 9Mrr^* 

nPOMH@ETS. 
xal [ifjv 6q)Bllcyi/ y Sv r/i/otft avtfß X^QW 

EPMHS. 
ix£Qft6iii]0ag d^sv mg Mxid^ Svta fie. 98£ 

nPOMH0ETS 
ov yccQ (Sv TCaiQ rs, xaw rovÄ* dvovötSQogi 



V. 984 obgleich, wie du sagst, die Zeit Allef 
lehrt, 80 hast da doch noch nicht Klugheit gelernt 
Hermes wendet den Aussprach des Prometheus auf die- 
sen selbst an. 

V. 985 du hast recht, dafs ich noch nicht Uui 
genug bin , denn sonst würde ich mich mit dir, d«r di 
ein bioser Diener bist, nicht in einen Wortwechsel eia- 
gelassen haben. Ueber ydp in der Antwort nach ei- 
nem Negativsatze , der eingeräumt wird, s. C3io^b 
169, 916, 1064, Eum. 224. 

V. 987 und dennoch konnte ioh ihm woU ab 
Schuldner meinen Dank abtragen. Spottisch für: & 
hat es nicht verdient, dafs ich ihm diesen Gefallen thue. 

V. 988 Stj^ev coS gleich als ob, wie Sieb. 299-. 
Eur. ras. Herakl. 949. Mehr s. bei Blomfield oben K 
V. 210 (202). ncdff steht hier iffldsjm folgende! 
Verse prägnant für unverständig, s. Blomfield. 

V. 990 8. über die Form TtEvÖBVS^oa statt «t;* 
iSeö^at Mattb. Gramm* §. 183. 



nPOM. /lESMSlTHS, 188 

ovK i^xiv cXxi0(i* ovdi itfjxävfjii* , otqi 
TiQoiQi^Bxai fie Zeug yByfmnjöai z&Stj 
TtQiv Sv xaXaöd^ deöfict lv(iavvi^QLcc. 990 
TtQog ravxa Qinriöd'ci) [ihv ccld'akovöa q>X^f 
995 iavxoyctBQG) ös vitpadi xai ßgow^ficcOt 
%&ovlotg xvxarca xavta xal taQaö6it(0* 
yvAfiifei, yccQ ovd^ tävSi ft% ante Ttal 

ütQog ov XQ^f*^"^ VLv BXTtBiSalv rvQawlÖog. 995 

BPMHS, 
oga vWf hX öol xam ccQoyä tpcclvBtcci, 

nPOMHeETZ. 
lOOOco^rrfft n&lai öij xai ßsßovlsvtat räds, 

^\. 992 xporpeiperat , Med. (Weigel) und Wit- 
tenb. Tcpodtpi^sTat, 

V. 994 jrpos* rorura, s, zu V. 9-17. otiSraXovöa 
(gew. aiSrdXovöa, Med. bei Weigel und einige andere 
Handschriften ai^rdWovda^ die zu Rufs verbrennende, 
einäschernde, vergl. V. 372 Haiitsp xepavrfi- Z^o^ 
ivSiJQixcojuivoS und V. 362. Man hat ai^aXov<i6oL, 
d. i. ai^aXoeÖda^ schreiben wollen, doch ist eben 
fo wenig eine Aenderung nöthig, wie Soph. Traclu 
S08 t£Kyov(Sa in tsxvovööa u. a. , was Blomfield za 
B. St ändern will. 

\^ V. 995 XevHeTetipoo Sl vtq>dStf einige jLBvxoTCti" 

fioiß 6^ viqxxüt. 

V. 996 ßpovtT^fxaöt x^o^iotS durch unterirdische 
Donner, durch Erdbeben, s. Blomfield zu d. St., uns 
m Soph. Kol. 1603. So ist auch V. 1084 i. ßpvxia 
6* ^x^ TtapajLtvxdtat ßpovrijs zu verstehen. 

y. 997 oaöta xa\ qipdöat um auch nur den Na- 
men zu nennen, geschweige die nähern IJmstande an- 
zugeben. xoLi hat hier rormindernde Kraft) «. zu fÜk. 
74, Eutn. 517. Med. (Wcigel) €ppd(Snv, 

V. 1000 ^nxai^ Med. cS nai. 



184 . IIPOM. JESMSITHE. 

EPMH2. 

^Qog täs scagovöag Tcrjiwvdg oqOwq q>QOVBiir 

nPOMH&ETS. 
ojrMg, fidrrjv fte, xvft oarog, srapijyo- 

gäv. lOOfl 

1005 yvci(itjv g)oßijQ'Blg %^i]lvvovg yBv^öO[iaL^ 
xal U%aQffi6(o xov (liycc örvyovfisvov 
yvvaLXO(iifiotg vztw(S{ia<5Lv XBQäv, 

y. 1001 roXfXTföov Kote gewinne es doch einina 
über dich, vergl. Sieb. 1045 u. a., auch Stanley si 
n. St. üeber not\ beim ImperatiTUS vergL Soph. PhiJ 
816, 1041. 

V. 1002 TCpoS xaS TCapovöa? nTjfiovciS nach Mafs- 
gabe deines gegenwärtigen Unglücks, s. Blomfield Z'v 
d. St., uns zu Soph. PhiL 887 npoS rds napovöoc 
^vfAqiopds, 

y. 1003 du belästigst mich, indem du mir verge- 
bens, wie einer Woge, zuredest. Zu ox^bI? yergK 
Soph« Cid, 446. HVfia ist Accusativus. yergL Emr 
Med. 28 f. CD$ d\ nhpoS rj ^ccXdddioS xXvdoov OKOvet- 
vov^atovfxivrj <piXcov, Androm* 638 f. ti jue npoöiär- 
Tftei^, dMav nirpav y Hvßjw XixatS gjS ixersvcorm 
Soph. Oid, 334 xal ydp av itetpov <pvdtv dv y* op^ 
yavsias, Aisch. Choepb. 929 ioiTca ^pTfvstv ÜdJdot 
TtpoS Tvußov jLidtr^v, auch Valckenär zu Eur. ffippoL 304- 

y. 1004 eideÄShoD de /irJTiote es gehe dir m» 
bei, komme dir nie in den Sinn, yergi. Soph. KoL 
1447 i^X^E fioi, Eur. Iph. Aul. 57 nai viv eidijXS^sv 
rddey Iph. Taur. 1340 eldTJA^ev rj/zäs: , Herodot. 7, 
46 eidijX^i jie Xoytddfievov xatotxrelpai, Xen. Anab. 
VI, I, 17 eidjjet avtov^ oicgoS av — dg^iKoivto, 
auch zu Aisch. Hik. 424, Soph. £1. 488. 

y. 1007 mit Ausstreckungen (Erhebungen) der 
Hände nach Weiberart, s. Blomfield zu d. St und za 



IIPOM. ^Ei^MÜTHH 185 

kv^oL (iB dBö[i(3v ttSvÖB' tov ücavtog 

Sbcü. 1005 

EPMHS. 

kiyov SoLTca noXXa %ai ^atrjv bqbiV 
ÖIO reyyy yccQ ovdsv^ ovöb ^aX&aööy iLtalg 
l(iccLgy öttTccjv ÖS <ST6fiu)v (og VBo^vyrjg 
stäkog, ßicctxi TOOL ^jtQog ^vlccg fiuxy.; 
draQ <Sq)odQvvy y dö&svsl öoq)l6(iai:i' 1010 
avd'aäla yccQ t(S (pqovovvxv (irj xakäg. 



leb. 574. Aehnllch das. V. 156 x^^potovovS Xitdi, 
-^ VTtciaö/ia findet sich auch Ag. 1258. 

V. 1008 tov JtavroS deco das fehlt bei mir alles, 
idet bei mir durchaus nicht statt, ist durchaus nicht 
Bine Sache, s. zu Y. 963. 

V. 1009 wie es scheint, rede ich bei meinen vielen 
''orten sogar (^xal auch noch, dennoch) vergebens. 
€d. (Weigei) am Rande oAä' ipeiv ßdtrfv ^ und so 
s Variante in den Schollen. 

V. 1010 teyy^ du wirst erweicht, s. Blomfield. 
DT Xitals^ hat Rob, noch 7ciap, was man aufgenommen 
id dafür ißaU gestrichen hat; doch scheint es wegen 
. 245, 379, 390, 435 u. a. eingesetzt worden zu 
jn, und hat zu wenig äufsere Autorität' 

V. 1011 f. s. Aehnliches bei den Auslegern; vergl. 
idi Ag.' 1036 f., 1629 ff., Soph. El. 1460 ff., Trach. 
260 ff., Yalckenär zu Eur. Hippol. 1223, uns zu 
K. 224. 

V. 1014 f. denn Eigensinn trägt dem Schlechtge- 
nnten für sich allein (wenn nicht .noch anderes dabei 
a statten kömmt) in keiner Hinsicht den Sieg davon 
k&nmt ihm nicht zu Gute). Ueber den Genitivus 
«gl. Pers. 843 evöoxijuov ötpatiaS ditsipatvofie^a, 
fiom. 962 ytH(i dyaBwVf Soph. Kol. 1007 ^öe tovö' 
'tcsptpipetf Xen. Hieron 4 , 1 xal TtidtecoS odtzS iXd- 
Cttfrof fistix^tt itmS ovx^ fieydXov dya^ov jueiove^ 



186 nPOM. ^EEMStTHIL 

1015 avtii xa^' mrcm ovÖBvog fisi^oy dftevsi, 
67cs^aL d', iav (iij rolg anoig XEtö^g loyoiSj 
olog fiB xBLfuiv xal xomov rgKXVfda 
ixBuf aqwxtog' XQäva[isv yoQ axQlda 1015 
fpagayya ßQOVty Tcal xiQavvUf fpXoyi 

1020 %(xxriQ 67caQai,zi n/t/de, xal x^v^h difLag 



nxu; Aristoph. Wölk. 916 ^paövS el itoAXoVy auch ic 
Sopli. Ant. 21, Matth. Gramm. $. 338. Blan hat ^£t- 
^oy in ßieiov Ten»i-aii«lelt , inrelche Verwediselung cid 
auch Soph. Aload. Br. IX, iii findet, doch ist nicbts a 
ändern. Zu avroS nct^* avror vergleicht Blomfiek 
Burypham. Pytha^. bei Stobaios CII, p. 541 Tiinla^ 
eis ydp ixaaSro^ ay^pantos avxos xa^* avror oudeL 
icary 8. anch Matth. Gramm. §. 581 zn E. and Sopk 
Cid. 63, KoL 966. 

V. 1016 ff. Terkündet Hermes dem Prometheva 
sein Schilual voraus, nicht als Wahrsager, sondern in 
Auftrag des Zeus, s. V. 1032 ff 

V. 1017 xax^ rpixvfäa des Unheils Dreifinth 
dröfache Fluth, Hauptfluth, s. Stanley und Blomfidc 
zn d. St., uns zu S^b. 742. jcaxt^y kann man and: 
zu ;ref/ififfK ziehen, vergl. Sieb. 74 iXev^ipay yifv xi 
nai KdBßxov xoXiy, Soph. Ant. 1155 Kddpov xapotr 
not %ai 66/icoy 'AjKpioro^^ Elmsley zu Bor. HenkL 
131, Ulatth. Gramm. §. 428, 4. 

V. 1018 ixttö* für iTCaötVj nahen wird. oxptSec^ 
Aid. und Roh. dxpida ^ was vielleicht als AdjecfiYÖi 
in der Bedeutung spitzig, zackig, nicht falsch ist. 

V. 1021 fcerpaia ö' dyxdXrf 6e ßaördöet deä 
Felsen Ann (umschiiefsende €!ewalt, Umschlielsoiig] 
aber wird dich halten. Der Sinn ist : Zens wird dieses 
Fels, an welchem du angeschmiedet bist, zertrünunero; 
so dafs du unter den Trümmern desselben begrabef 
werden wirst, ohne dich aus denselben herrorwindai 
za koBneo. Ueber nsTpoda dyxdXtf & tn GhMpk 



nPOM 4ESMaTHS. 187 

I 

littXQov dl (i'^Kog iTttsXBvt'^OaQ xqSvov^ 
aipo^gov ij^Bvg slg (paos' ^tog de zoi 1020 
ytcfjvog xvcDVy datpoivog alstog, ^ßQog 
1025 8iaq^aiiiq6Bi ö(6(iarog fieya ^ccxog, 

ccKlriTog SQTtcDv öaLtaksvg TtavrnihQog, 

ä80. Aid. und ilob. Ttetpal^ d' dynaX^y was auch 
gut ist: Zeus wird dich halten (festhalten) vermittelst 
4er dich umschliefsenden und bedeckenden Felstrüinmern. 
Doch scheint der Dativus Aenderung zu seyn, damit 
einerlei Subject stattfinde, üeber die Subjectsyerschie- 
denheit vergl. V. 362, 858 ff., 994 ff., HSk. 365 f., 
-Ag. 442 ff., 446 f., 1098 f., Choeph. 906, Eum. 169 f. 

V. 1022 iKxeXEvtTJ6aS wenn du zurückgelegt, 
nosgedauert hast. 

V. 1023 aipopfiov rj^eis: eis g>äoS^, und zwar um 
dann an den Kaukasos geschmiedet zu werden, s. die 
Einleitung, eis^ Aid. und Rob. mit Wolf, und andern, 
is Turn und Vict. Ueber di rot, d. i. aber doch, 
aber fürwahr, s. Sieb. 162, Pers. 498, Hik. 379 (aber 
darum, wie Eum. 538), 662, Ag. 952, 1419, 1649, 
Choeph. 485, 537, Soph. Trach. 327, Aias 1157, 
327, unb. Br. XLVII, 1, auch zu Aisch. Sieb. 115. 

V. 1024 ntrjvos xvcov y s. zu V. 804. XdßpcoS 
Aid. mit Med. (Weigel) und anderen, Xdßpoi Rob. und 
andere, was wahrscheinlich wegen der übrigen Nomi- 
native und aus der alten Gleichheit der O- Laute ent« 
stand. 

V. 1025 8. über die verlängernde Kraft von p zu 
Sieb. 311. 

V. 1026 Ttarij/iepo^. Dies heifst ge wohnlich den 
ganzen Tag* über, z. B. Soph. Trach. 660 o^ev ptoXot 
TtaydfiBpoS , Herodot. 7, 183 Ttarrj^epov (od. notnj" 
ftepov) TeXcoovre^, Aristoph. Frosch. 389 xod /i döqfU" 
XdS^ nanjjiiepov naUiod xe xal x^P^^^cli, und so er- 
klären es auch die Grammatiker. Ist diese Erklärung 
%^ die richtige, so mufs man annehmen, dafs unsere Stelle 
in Widerspruch stehe mit dem in der Uebersetaiutig , 



188 nPOM. ^ESMSITHE. 

TtekaLVoßQcatov d' ijtcccq ix&oi/inj0etai, 
tOLOvds fioxd^ov tigficc /cti^ rt TCgoödoTUCy 1025 
nQLV äv ^eäv tig ducdoxog täv 6äv xovav 



von Cicer. tusc. quaestt. 2, 10 aufbewahrten Bruch- 
stücke : iam tertio me quogue funesto die Tristi advo- 
latu, adunco lacerans unguibus, Jovis satelles pastm 
dilaniat fero, nach welchem der Adler allemal den 
dritten Tag erst kommt, obgleich die Stelle Hesiod« 
Theog- 524 f. ro 6* (rJ7t:ap) de^ero Idov dnavrij vw- 
TitoS, o6ov Ttponav Tquap idot tawölTerepoS oortS^ 
dafür zu sprechen scheint, .wenn man npoTCav rffiotfM 
verbindet; doch kann man auch oöov npoTtav in dec 
Bedeutung wieviel im Ganzen zusammennehmen. 
Auch konnten dann die Zuschauer erwarten, den Adler 
im entfesselten Prometheus zu sehen. Wollte man nav— 
ijfiepoS in der Bedeutung alltägig, alle Tages 
kommend, nehmen, in welchem Falle Hermes etwas^ 
übertreiben "vsürde, so steht nur das entgegen, dafs^ 
diese Bedeutung ohne Beispiel zu seyn scheint. Viel-- 
leicht kömmt itavrijjLEpoS nicht von ijjLiipa, sondern von 
?lpiepoS und heifst dann, ganz mild, in welcher Be- 
deutung man auch einige der obigen Beispiele nehmen 
kann, und in welcher es auch Maneth. 5, 78 näS döTffp 
^iXerai navyj^spos j'ß itovrjpoS iv yevEfj vorkömmt, 
wenn nicht daselbst Ttdv ijpLEpoS zu lesen ist. Dann 
übersetze man: ein migcladen kommender, ganz zahmer 
(wie ein zahmer Vogel sich auf dich setzender) oder 
ganz sanfter (ironisch für: unbarmherziger, grausamer) 
Gast (Schmauser). 

V. 1027 TieXaivoßpcotov proleptisch: so dafs sie 
schrecklich zerfressen wird. üeber diese Bedeutung 
von 7{£\aiv6s s. zu Ag. 1098, über die von öi oben 
zu V. 644. 

V, 1028 fir] XI y Med, iiri tot. 

V. 1029 ff. kann man so verstehen, als wenn Her- 
mes als Bedingung der Befreiung etwas aufstelle, was 
Prometheus als nicht eintretend voraussetzen konnte, 
um ■n—dfiltwii. iitfy ߣ nie werde befreit werden, vergL 



i**7i 




HPOM dESMShTHS. 189 

1030 Wicvy, Q'eXi^drj r* elg avavyrjftov iwXslv 
^dnvy Kvsq)aid r' ccfiq)l rag^agov ßad^. 
XQog tavta ßovlBv\ c5g oÄ' ov ütS7cXcc0(iivog 



zu V. 27, und was Schütz anfuhrt, Terent. Andr. I, 
^»29 verheribus caesum te in pistrinum, Dave, dfidam 
t^^que adnecerrif hac lege atque online^ ut , si te inde 
^-^cemerim i ego pro te molam. Doch ist es als eine 
^on Zeus aufgestellte Bedingung anzusehen, die durch 
^Serakles, welcher statt des Prometheus eine scheinbare 
^€ssel übernahm, und durch den Cheiron, der, vom He- 
^sddes unheilbar verwundet, seiner Unsterblichkeit sich 
Zu entledigen wünschte und für den Prometheus starb, 
«»•föllt wurde , s. Apollodor. II , 5 , 11 ^HpaxXrjS xal 
T'ov IIpopLrf^ea dtiXvöe, Seö/iov hXopLevoS tov rijS 
^AjodaSy yiott Ttapiöx^ toö Jit Xelpcova Bv7/6x8iv d^d- 
'f^^ttoy dvt' avtov ^iXovta, vergl. das. 4 dvttdovtoS 
öi ^tt Upopirj^iGo? tov ccvt' avtov yevrjöopiBvoir 
^x^dvaxov, ovtQoS dite^aye (Xelpcov) und Aisch. Sphinx 
S-r, 214 ^. t(p 8^ B,eyo3 ye öticparov, dpxoäov 6ti<poS^ 
-ß- Beöjnojy apiötoS (^iötiy) ix JlpojJLrj^iGoS Xoyov, 
IMehr s. bei Heyne zu Apollodor. II, 5, 11, p. 425 
"Ond bei Welcker in der Aeschyl. Trilogie p. 47 ff. 
^^ijöst Aid. , Rob. und einige Handschriften ; dann 
•^^üfste nach ßd^rf ein Fragzeichen stehen : und wird 
*iÄer um deinetwillen sterben wollen ? Doch kann J^-f- 
^"^i^ei aus der alten Gleichheit der E- Laute entstanden 
»«yn. Med. (Weigel) ^eXijöTf. 

y. 1031 kann man d/i(pl entweder mit dem Ge- 

^tivus verbinden, so dafs man zu xye<pata ßdSif aus 

Oem Vorhergehenden eis ergänzt, und der Sinn ist: 

^^d in die finsteren zum Tartaros gehörigen Tiefen; 

*j über djLiq>l zu V. 704. Oder man construire: xal 

<^fi<pi xrecpaia ßd^rj taptdpov und an irgend einen 

Ort in den finsteren Tiefen des Tartaros, s. über diese 

Bedeutung von d^(pl mit dem Accusativus IVIatth. Granun. 

S* 583 , c. 

V. 1032 lepoS tavta darum, defshalb, s. Blomfield, 
&^<^ Per». 815, Hik. 975. Doch kann es auch heifsen: 



190 nPOM JEZMSlTHll 

6 xoimog, akXd xal Xlav dqmiinßog^ 103C 

1035 t6 jdloVy dkka n&v Sscog xbXeL <fv dh 
üt&7CtaivB xal q>Q6vriiey (iriä* av&ixdlav 
evßovllag diielvov' "^yijäy notL 

xopjros. 

^(ilv (ikv ^Egfiijg ovx axaiga fpalvetm lOSf 
ksyuv avayyB ydg ös f^v av&adlav 
1040 iiB&svt\ Igewotv xtpf öoqyfjv evßovUav. 
neid'ov' öocpfS ydg alöxQov i^aiia^raveiv 

nPOMH@ETS. 
dSoTL toi iiot taö8' dyysXlccg 



dem gemäfs faflse deinen Entschlufs. Ueber die Stel 
liing des Prädicats s. zu Sieb. 661. 

y. 1033 TiOfinoS ^ wie dir nämlich meine Red 
erscheint, s. V. 955 f. nai Äiav eiprifuvoS gar seh 
(nachdrücklich, ernstlich) ausgesprochen (vom Zeus er 
klärt). Ueber xat Xiav vergl. Eur. Hek. 1386, Med 
626 u. a 

V. 1035 ro Jiov, s. zu V. 622. «A«, Aid 
und einige Handschriften tsäeiv. 

y. 1039 f. wiederholt der Chor das aus der Redi 
des Hermes , wovon er glaubt, dafs es bd dem Proae 
theus am meisten Elingaug finde. 

y. 1041 nsi^ovy einige ni^ov, 

y. 1042 ff. beginnen Anapästen, die man in Sy- 
steme und Gegensysteme theilen kann, nämlich: 

6v6t, d, övöT» ß, fiEöcpS. 

1042 — 1055. 1056 — 1064. 1065 — 1072. 

drttdvdt. ß, dyrtövöT. er. 
1073 — 1081. 1082 — 1095. 

Ueber eine kleine Abweichung s. zu y. 1083. eiöort 
s. über die Sache zu y. 102. 



nPOM. JEZMSttHS. 191 

od' i^Givi^BVy Ttaöxeiv Sl xaoccSg 1040 
ix^QOV vjc' exd'QcoVy oväev dstxsg.^ 
1045 XQog xaiyt hc lyioX ^iTttsö&ca fisv 
xvpog dfi(p7]7crjg ßoötgvxogy al%^Q 

% äyQicov äveiicoVy ;u^6i/a d' sx nv^'^is- 

v(OV 1045 

avtavg $ltccig Tcvevficc xgaSalvoL* 
1050 xv^ia de ütovtov tQaxsl §o&lcp 



V. 1045 Ttpoff ravra immerhin, s. zu V. 917. 
^^* ipufl livjtxeö^Go , Med. ini juot ßtTtrslöSrco , nicht 
übeL ßikv scheint 81 V. 1050 zur Entsprechung zu 
•^ Haben, während ö^ nach ai^i^p und ;t^oya verbindet. 
S. zu Sieb. 379, Pers. 451, Choeph. 368, 728, Hik. 
109, Eum. 95, 476. Die Stellung von fikv ist nicht 
aastölsig. 

V. 1046 Ttvpo^ d/i(ptJH7fS^ ßoötpvxoS des Feuers 
C^litzes) zweischneidiges Gekräusel (Geschlängel, Zick- 
zack), Vergl. V. 1085 SAtxeS 6tepo7C7JS ^dnvpou 

Y. 1047 dgyaxiXo) durch das Ungestüm 9 durch 
die Wuth. 

V. 1049 avratg pi^ai?^ s. zu V. 221. Der Sinn 
^t: der Sturm möge den Schoos der Erde bis in den 
Tartaros hinab aufwühlen. 

y. 1050 ff. die Meerfluth aber möge mit wildem 
^ogengebrause überschütten mich, und zu der himmli- 
*<^en Gestirne Zwischenräumen (bis zu dem Himmel, 
■• V. 1090), und in den Unstern Tartaros aus der 
^^ohe schleudern meinen Leib mit des Zwangs unwider- 
stehlichen Wirbeln; es wird durchaus mich wenigstens 
>>icht töden. 6vyxo^6et' i/ns Reg. E, "Wien. B, D, 

^^^X^^^^^ (ßvyx^^^ ^M^ Aid. und andere, 6vyx^^^^ 
M^ Roh., auch kann man mit Yen. 2 övyxoodeti fie 
*<:lurdben. Die Lesart des Turn, und Yict. övyxcoöBtB 
ohne das Pronomen scheint sich in keiner Handschrift 
^ finden; eben so wenig wie die gewöhnliche 6vyx^' 



192 nPOM, ^EZMaTHU. 

övyjrcööct' ifiSy tfSv t ovQCcvtoiv 
aötQdv dLoöovSy ^g ts xsXaivov 
xaQftaQOv agSriv glipsis dafiag 
tov^ov dvdyxTjg öra^galg Slvaig' 
1055 TCcivrtDg i^iB y' ov Q'avcctdiSsi. 

EPMHS. 

rotdds (IBVtOL täv (pQBV0Xl7]XtG)V 

ßovkevfiaz^ 'eTtrj t^ B0rlv dxovöccL' 

TL ydg bXXbltcbv ^tj TcagaTtatBiV , ]0ä 

bI tovd' Bv%ii ; ti %ak^ (iccvtäv ; 



dstev (so Med. bei Weigel, doch ohne Angabe, ob di 
Pronomen fehlt oder nicht) , welche aus 6vyx(^6Eis ezi^ "t 
gebildet worden zu seyn scheint. ap8rjv eigentlicl». 3 
wenn ich hinaufgehoben bin, bis an den Himmel nämlich« 
Uebrigens ist die Präposition, welche auch zu Stodoi^^ 
zu beziehen ist, erst zum zweiten Nomen gesetzt, i*- 
zu Soph. Oid. 630, Ant. 1162, Matth. Gramm. §. 59^^ 
4, auch zu Sieb, lülö, Pers. 481, Hik. 300, 80#r -» 
Eum. 692, 703 und Schwenk und Weliauer daselbstf::^ 
Zu ^ayatooöet kann Zeus das Subject seyn, s. zu 
81 , aber auch xvjia itovtov , oder nvpoS dpiqnjxti' 
ßuöxpvxoS und Hv/xa novrov zugleich. 

V. 1056 f. solche Gedanken und Worte jedpcEr^^^^ 
(oder: fürwahr) kann man von den Sinnbetliörten 
nehmen, d. i. so denken und reden Wahnwitzige. 

V. 1058 denn was fehlt denn noch am Verrückl 
seyn (dafs er nicht verrückt ist), wenn um dies di 
Flehn (wenn solches er wünscht)? S. zu V. 789, 
und über ai tovö' evxv zu V. 1059. 

V. 1059 kann man ändern: ei tovde TvxTf 9 ^^ 
XfxX^ jiaviojv ; wenn hierbei Glück (wenn ihm dieses- 
ungestraft hingeht), was läfst er fahren von seinen 
Rasereien? d. i. so wird er von seinen Rasereien nicht 
ablassen. Vergl. V. 981. ei tovSe rvxv nämlich ist 
nicht ganz unwahrscheinlich, da der Med. ei rov6 
evTvx^ , bei Weigel jedoch y tovö' evtvxif und am 




nPOM. JESMSITHIL If» 

^60 alX' ovv v[iHg y\ cct Ttrjfioövvaig 
Cvywifivovöat Tccig rovös^ roTtav 

fiij (pQBvag vfi(av i^h^'Lcaör] 1060 

ßgovriig (ivKfjfi^ drsQa^vov, 

XOPAFOS. 
Ö65 akko ti (pavBij Tcal Tcagaiiv&ov 



Elnde von anderer Hand ei ta8* evrvxrj y Aid., Rob. 
^<i andere el Ta8' evrvxf}', einige el 6^ rdS' evtvxpy 
^rn. und Vict. ei 5' evtvxy haben. Die falsche 
:lireibart ei tov8' itvxv erzeugte ei tovd' evruxfh 
Draus dann ei td8' evtvxfj aus Aenderung entstand, 
ÄfBr das in einer Handschrift über rov8' geschriebene 
rö* angeführt werden kann. Uebcr tov8E tvxv vergl. 
►ph. Kol. 1505 f. nai dot Becjv rvxyv tiS i6^Xi]v 
fKB ri}68e tijS oSov. — Dann hängt /lavit^v von ri 
9 80 dafs ri x^^^ jiiavK^v ; für ov8lv jnavicav x^^^ 
sht. Doch ist die aufgenommene Verbesserung noch 
Üirscheinlicher. Ein Abschreiber schrieb TTXH für 
ITXH, welcher Fehler dann durch Setzung der Sylbe 
über tv verbessert wurde. Hieraus wurde später 
Xü/T/, und tov8' mufste dann nothwcndig in tdö' 
«rgehen. tovöe ist genitivus obiectivus, und fiavLCJV 
ngt von ;t^A(,^ ab, da dieses Verbum auch mit dem 
snitivus verbunden werden kann, s. zu */, 256. 

V. 1060 wendet sich Hermes an den Chor beson- 
Wt aAA* ovv — ye nun doch — wenigstens. 

V. 1061 dvyHdjiivovdai f s. zu V. 274. 

V. 1062 jiietd nov ;)tf«9p£lr£ für ßeraxG^petri nov^ 
sTfiigt euch irgend wo nnders hin (um nämlich daselbst 
i bleiben), vergl. Ag. 7.>}) juietd. pilv nXeiova rixtei, 
feifegung und lluhe ist hier verbunden; jene liegt im 
'^crbum, diese in nov, \%as häufig bei den Yerbis der 
fewegung der Fall ist, s. zu Soph. Phil. 256. 

, V. 1065 äXXn rt (pc6vtv, vergl. V. 520 aXKov 
^01; uiuv7Jd^e. 

13 



VI 



196 UPOAf. JEZMÜTHS. 

6tBQon^g tci^tvQoiy ürgofiBoi de x6viv 

7CV£V[iaTa navtcjv alg aklrjktty 1085 

iStaötv avtlTCvow K7to8£txvu[Uva ^ 
1090 fyrvtBT&QaKtat 3' ald'iiQ xovtcp. 

%w%(OV0a q)oßov 0xzI%bl <pav8Qag> 
fS (iiftQog Ifiijg öeßagy a Tcavtcuv 109U 
cd&tjQ xoLVov (pciog siXlööav, 
1095 löoQag (i dg SKäixa Tcaöxo); 



V. 1087 f. ist ÖHiptjs eis &ÄX7j\a. zu verbinden: 
sie springen (fahren) auf einander los. 

V. 1090 ganz erschüttert aber ist der Luftraum 
(der Hinunel, aiBjjpf vergL V. 1094) durch das Meer, 
d. L die Meeres>vogen erheben sich hoch in die Luft* i 
8. y. 1050 ff. Aehnlich Sieb. 140 dopmivooctoS 6' J 
al^rjp Imßaivetai. 

y. 1091 lum) Jio^ev Andrang, Angriff von 
Zeus her. 

y. 1093 CD jarftpoS i}irjS CeßaS periphrastisch, f. ^ 
lu Hik. 77. i 

y. 1094 icavtcov noivov €pdoS das gemeinschaft- \ 
liehe Licht Aller, die Sonne. 

y. 1095 s. über den Singularis des yerbi nach 

E\rei Subjecten zu y. 211. Arn Ende habe ich mit i 

einigen Urkunden ein Fragzeichen gesetzt. Unter dem 1 

Einstürzen des Felsen wird der yorhang vorgezogen. * 



■■ 



IJ ebersicht 

der 

aufserdi alogischen Vcrsmafse. 



I 



Erster Gesang. 



Vorgesang von V. 88 an : 

■fünf iambitjche Trimeter, 

acht anapastische Verse, 

dreizehn iamhische Triineler, 

— -i Vi » j u JL e. iambischcr, od. — ~ — — c. 

anapästischer , 

\jSJL^\jSJL,sjJLS^KfSS e. bakchlschen 

u uw o — , w -1 u —, u ^ w _ e. iaiubischer Tri- 
meter, 

\ ^ UV Z wf, u uu st\j ^ ti. aniispastischcr oder cho- 
riambisch r dochmischer , 

zwei iambischc Trimeter, 

acht anapäbtische Verse. 



198 Uebersiclit der aofscrdiaiogischen Venmabe, 

Erste Strophe und Gegenstrophe von V. 128 an: 

,— Jlu«., Zou,Jlu-.v, J1-. vrahnch. ein 

dactylisch-tro- 
chäischer mit 
vorgesetztem 
Diiambiui , 

V/W -^ cf - , u Z — e. iambischer, 

wu Z, Jl uvj, ^ u » — e. dactylisch-troduuscher 

mit vorgesetztem Ana- 
' pästus, 

KjJL\j^^S.\i\i^ c. iambisch - choriambischer, 

-1 uu , j1 uu , -i o -. — e. dactylisch - trochäi- 
scher , 

w ^ \j ^^ ^ uu, Jl v — u, Jl — wahrsch« e, da- 

ctylisch-trochäi- 
scher mit vor- 
gesetztem Diiam- 

bus, i\ 

\j\j S yj ^^ Kj S. JL ^^ Tj S \j ^^ ^ e. iambiscb-an- 

tispastischer, 

u, ^ c>u , Jl ou , -1 u — — wahrsch. e. dactylisdi- 

trochäischer mit einer 
Anakrusis. 



Erstes System und Gegensystem von V. 136 an: 

(- ^), 

sieben anapästische Verse, 
/weite Strophe und Gegenstrophe von V, 159 an: 

. , \ iambische, 

\j JL \} «.j \j JL \i ^ 

KJ JL yj uu, T7 ou \j uu, \j S yj ^ 

uw o — ^, J: u « e. trochäischcry 

- uu .^ v;, u ^ ^ VI e. antispastischer, 






Uebenicht der aolserdialogischen Veramafie. 199 

— ^-»-wv^, -viu, ^ww e. kretisch -da- 

ctylbicher ^ 

-luu, Jluv, Jlu u, jIwu^jIu«.^ e. da- 

ctylisch- 
trochäi- 
scher. 

Zweites System und Ge^ens^-stem vod V. 167 an: 

eilf und sieben nnapästische Verse, s. zu V. 188. 
V. 277 IT.: einundzwanzig anapästische Verse. 



Zweiter Gesang. 

Erdte Strophe und Gegenstrophe von V. 397 an: 

\ß SKi^yS\j\j^S\j^^j, S^ wahrsch. e, da- 

cty liüch- trochäi- 
scher mit vor- 
gesetztem Düani- 
bus, 

xjvjJL^^^KtS^vyj^ e. anapiu» tisch - docii- 

roischer , 

Jluu,Jlu-.u, jl-. e. dactylisch - trochäi- 
scher. 



UKJJmXJ^^yjJL^ 



^ } iambisdie (anakreontische.) , 



KßKfSJL^Sxj^^ e. ionisch - trochäischcr. 
Zweite Strophe und Gegenstrophe von V. 413 an: 

Jlw-.T7, -lu^ü y trochäische, 



200 Udbenicht der aolserdialogischeii Veraouise. 

. . > choriambische. 

Nachgesang von V. 423 an: 

uJlZ., \iZu_,ujl e. antispastisch -iambi- 

scher, 

wZ,uviJluu_ e. iambisch - anapästischer , 

— Jlu— , — , Jlwu, -iu— e. dactylisch-trochäi- 

scbcr mit vorgesetzten 
lambeu, od. e. iam- 
bisch -dochmischer, 

uZv;— ,u,wZv;— ,u-£ e. iambischer, 

v^ — V _, v;u ji uvj _ e. iambisch - anapästischer, 

5 iambische. 



— u^w.Zu— c. trochäischer, 

v; ^ -£ u v»u , w <^u -i w _ , — e. hypcrkatalek- 

tischer dochmi- 
scher , 

— -i — — juJluv— e. antispastischer , 
v^ — v»— ,v^— e. iambischer. 



Dritter Gesang. 

Erste Strophe und Gegenstrophe von V. 524 an: 

— wo, Zwo, __ e. dactylischer, 

— »-» — — ,-^v/v^ e. trochäischer , 
Jl u u, Z __ e. dactylischer , 

— V j-iuu, Jluv, — e. (rochäisch - dacty- 

lischer, 

— — uu_,uvjJl c. anapästiacher , 

•^^^Tj^Skjkj^S\jkj^^ c. trochäisch - dacty- 
lischer , 



Udbcnkfat d& anberdialogischen Vensamiiie. 201 

^uu,J^uu,^ e. dactyUscher, 
Ssf^TJ^Syj^ e. trochäischer» 
.Zu.,uZ. e. iambischer. 

Zweite Strophe und Gegenstrophe von V. 544 an: 
u u .1 u u ^ e. anapästischer, 

, , ff anapästisch-iam- 



v/v» ^* yv/ — , U -i U 



bische. 



^u^u^Jlu.^ e, trochäischer, 

uu Z uu _ e. anapästischer, 

uu ^ uu ., u if e. anapästisch - iambischer , 

^ üü, Z uw, Jl uuy ^ e. dactylischer, 

J^Jlvr_,vjJlu^,«. e. iambischer. 



Vierter Gesang. 

Vorgesang von V. 660 an: 

fünf anapästische Verse, 

— -£ u — , u Z e. iambischer , od. : — — — — 

e. anapästischer, 

— Jlw— ,v, u-£w— ,u e. iambischer, 

— Zw— , — -lu— , v-i— — e. iambisch - anti- 

spastischer, od. e. 
choüambisdier Tri- 
meter, 

uJlZ, — Jlw— , uZu— , vrZ-. e. bakchisch- 

iambischer,od. 
e. dochmisch- 
iambischer , 

u ou Z u — , u uu Z u — e. dochnuscher, 

uZu— ,vZu— ,\/Z, — e. iambischer. 



202 ücbersicbt der aufserdialogtschen yenmab^ 



Jl UV, Jl w. — v; ) 



dact]f l!«ch " trochäisdie > 

mlscher. 
Strophe und Gegenstrophe von V. 574 an: 

u u^ Jl u — , u ulf Jl u «^ e. dochmischer, 

Zu.p.,,.vuJlg\r e. kretisch -dochnuscher, 

\j vu S \j r^ e. dochmischer, 

^^uuvJlvi—^uUl^^u^ e. dochmischer mit 

doppelter Anakra- 
eis, 

uviu.f,^uvv>^.u%/ujt e^ päonischer, 
\j S S^ \> S JL e. bakchischer, 

uZ^v^j.^^v/'^^u (uv>) e. antispastisch >• iam- 

blscher , 

-. Z o ^^ v, ^ uli ^ ^ ^ ei iambisch*dochmischer, 

v> uu V ^, u Z J!:! e« iambischery 

u ^ ^ v;^ ^ uu u ^, u e> antispftsÜBch-iambLscher, 

— Jl w — ^ v> uli 4 u -^ e. iambisch^- dochmischer. 



trochäische , 



iambische. 



«. Jl uwu- V. Z ^ -^ I . 

jL V «. u, j1 ^ e': t^-ochaisdier, 
\ßSS%*^jSM^^^\j-^ e. (lochmisch-kretischer, 

vier iambische Trlmefer. 



Fünfter Ge«anp; 

voQ V* €90 an (s. di« Bemerkung daselbsi): 

u Jl^ V Z u\/ V — i^ahrsch. e. iambisdi * doctimi- 

scher , 



k * 



Uebmcht der auf^erdialogischeQ Veramafipe. 203 

^vr-.,uJl^v^ p. kretisch -dochmlscher, 
v> -1 Jl u — , V uV» •! u — e. dodiniischer, 
— -lu^^uJlu^,uJlw r. lamhischer , 
jiuc»,^uu,Jlu — — , — e. dactylLieb'trochäi- 

^ Ji J, ^^ ^ S. KJ ^ e. antispastiscli - iaiubidcher, 

uJ^v—y^Ki — V e. iambiflcli-trochäucher, 

\ß±I,\j^^\jJL\}^^^ e. dodimiäcli - iambi- 

ficher. 

V. 744: ^ -^, 1 olr M w e. iarabisch-dochmiflcher. 



Sechster Gesang. 

Vorf^esang von V. 879 an: 

o uu o _ e. lambischer, 
t neun anapästbjche Verse. 

Strophe und Gegenstrophe von V. 889 an: 

j1 «-, Jl v;w, ^ ^'vi S ductylisclie , 

Jl vr ^ —, Jl vu, -£ wu^ »^ S S \* ^ e. trochäbich- 

dactyliäch^och- 
n inbcher , 

^Jlw— ,— , — wv,-iw>u,-. e. iambitfch - da - 

ctyliBcher, 

^u.«., ^vu, .iv/u,^ e. trochaisch - dacty- 

lischer , 

jlu«.^^^u^^,Jlv/^ e» trochäiischer. 

Nachgesang von V. 903 an: 

v Jl uu Vy V v/U v/u v/ e. antispastischer, 
V UV/ ^ w ux/^ ^ Jl Jl wi . f. dochmischer. 



204 Udbemchi der auiserdialogischen YrriMuBii 
w -i u _, u -£ w -, u ^ u -, u e. iambificher, 

-£w«v, ^u^^, Zu^w, Zu_ e. tro- 

chäiftchcr» 
•i uu, Z u •. V» e. dactylisch- trochäischer. 



Schlufsgesang 

▼on V. 1042 an : 
Tieniiidfiiii£Eig anapfistiscfae Verse, s. zu V. 1042. 






Bemerkte Druckfehler. 



Texte: 

5. 3 Z. 1 HPOMHGErS st. nPOMHOETS. 

h 50 iXev^epoff st. iXev^apoS* 

L 147 ist das Kolon zu streichen* 

/. 542 xip^*i st. x^pt^ ä. 

7, 551 arr. st. dvt, 

ir. 1056 ^/«l r' »t. ^/li y*. 

In den Bemerkangen: 

9. 6 Z. 12 y. E. tp über ^rpoS* st. TrpoV über r^. 
iL 1 1 vor der vorletzten Zeile fehlt : Y. 52 dedjitd rqaöe. 

Med. (\ycigel) mit Andern r^öe öeöjna, 
7, 42 Z. 17 Weigeli'schen st. WeigeliÄchcn. 
IT. 45 Z. 7 atitid/zaötv st alrtd/zaötv und hccnxid" 

ߣa6iv St. ixaiTid^aöiy, 
IT. 45 Z. 11 g>povvtj;iaToS st. gypovTjjiotroff» 
V. 63 Z. 6 35 9ein st. 359 ein. 
IT. 65 Z. 6 yJ^ st ^^v^. 
IT. 76 Z. 7 V. E. fehlt ein Komma nach ftpoöetiXv- 

fievov, 
IT. 95 Z. 7 V. E. oAxÄ st dXxd. 
7. 100 Z. 9 V. E. vtov st viov. 
7, 114 Z. 17 fehlt ein Komma vor Med. 
r. 146 Z. 17 dsTovS st. dsTovi, 
^. 165 Z. 7 V. E. 6oq)6y st. 6o<p6y» 



« 

'i;-^ * 



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Ocdrsrit bvi J. 7. ITckMrnann in Erfurt. 



«, 






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«■ 



a «* > 



AISCHYLOS 



TRAGOEDIEN, 



Griechisch^ 



mit Anmerkungen 



von 



FGoTTUEB CabXi Wilhelm Schneideb, 
Doctor der Philosophie und Professor am Gymnatium 

cu Weimar« 



Zweite! Bändchen. 

Die Sieben ^e^en Thehcd. 



Weimar, 
b«i Wilhelm Hoffmann. 

1834. 



AISCHYLOS 



SIEBEN GEGEN 
THEBAI, 



Griechisch, 



mit Anmerkunge 



von 



Gottlieb Cabl Wilhelm Schneider, 

Doctor der Philosophie nnd Profesfor am Gymnasiam 

SU Weimar» 



Weimar, 

bei Wilhelm Hoffmann. 

1834. 






4":* 



o. 






'b ich gleich schon tor eimgen Jahren in einem 
auf YeranlaBSiing einer Schulfeierlichkeit erschienenen 
8chriftchen von den epiphthegmatischen Versen des 
ALschylos gehandelt habe ') , so dürfte es doch, da 
dasselbe nicht in den Buchhandel gekommen, und die 
Sache in metrischer Hinsicht von Wichtigkeit ist, nicht 
unzweckmäfsig seyn, einen Auszug daraus diesem Stücke 
vorauszuschicken , zumal da es unter den Stücken dea 
Aischylos, die ich herauszugeben angefangen habe, das 
erste ist, in welchem dergleichen Terse vorkommen. 

Es finden sich nämlich t>ei Griechischen und La- 
teiuischen Dichtern zuweilen Verse « welche in gewissen 



' ) Der Titel desselben ist t Solemnla anniversarla Gui" 
lielmi Emesti , Vimariensium quondam ducis, die 
XXX mensis Octobris rite celebranda indicit colie« 
gium piiaeceptorum gymnasii Vimariensis, interprete 
Theophilo Carole Guilielmo Schneidtro Virnariensi, 
philosophiae doctore ac gymnasii professore. Prae- 
posSta est commentatio de epiphthegmaticis versi» 
hus Aeschylu Jenae, tjrpis Msnikü» IdDCCCXXlX. 
!23 S. in gr. 6. 



VI 

. Zwischenräamen wiederkehren, z. B. bei TheokritM in 
der ersten Idylle: 

äpx^£ ßcoHoXtxäff, Mmöai tpiXai, äpxst* doiSci^, 
und 
Xfjyete ßaoxoXtxäs, McSdat^ tte, XTJyet* doidaff, 

desgleichen in der zweiten: 

Hvy^, iXxe TV trjvov ijnov not\ doojia tov avSpa, 
' und 

(ppd^eo fiEv rov ipao^^^ o^ev ^xsto^ TCotva SeXdva^ 

ferner V bei Moschos in der dritten Idylle: 

dpxete 2txeXtxal t(2 Tciv^eoS, äpx^e Moidca, 
bei Anakreon 39: 

ot' iyoo nico tov otvov, 
bei Virgilius in der achten Ekloge: 

incipe Maenalios mecumy mea ubia^ versus, 
und 

ducUe ab urbe domum, mea carmina, ducite Daphnin, 
auch im pervigiliom Veneris: 

cras ametp qui numquam amavit, quique amavit, cras 

amet. 

In diesen Beispielen fangen die einzelnen Abschnitte 
der Gedichte jedesmal mit demselben Verse an. Eben 
80 bei Bion in der ersten Idylle, wo jedoch die wie- 
derkehrenden Verse nicht ganz dieselben, sondern nur 
ähnlich sind : 

aid^Go tov "ASoovtv • ditcoXero xaXoS *^AScovi^. 

cS/Uro xaXoS^JScoviS, iTcatäßovöiv '^Epcote^, 

aid^Go rov ^'ASooviy, inatd^ovöiv ^EpooteS. 

ai at rdv Kv^ipetavy hcaid^ovöiv^Epcott^. 

cä at tdv Kv^epetav • dn(^Xeto xaXoS "AddoviS. 

*Axco d ' dvteßoadev • djtGoXero xaXoS "y^öcoviS". 

«d* 6Xo(pvpaxo KvtCpiS, iTcatd^ovötv "Epooxe^. 

at al zuv Kv^ipttav • dTtooX^to xocXoS "Adstrtf. 



cnjrdr xdv Kv^ipeuxv iacad^ovötr "Eptotef. 
' Zuweilen jedoch schliefsen auch die einzelnen Abschnitte 
mit demfelben Verse, wie bei Catullua in zwei^und 
sechzigsten Gedichte: 

io Hjnun Symenaee io, 

io Hymen Ilymenaee^ 
in dem darauf folgenden : 

Hymen i o Hymenaee Hymen ^ ades, o Hymenae^, 
lud im fünf und sechzigsten: 

curriie ducenits sübutßmina , currite fusi. 
Dergleichen Verse nun nennen die Römer intercalarei 
nach Seryius zu Virgil. eclog. VIII , 21, welcher sagt: 
dicitur versiu intercaiaris, gut Jrequenter post aliquan» 
tulos interponitur versus, sicut intercalares dies ei 
jnenses vocantur qui interponuntur , ut ratio lunae «a* 
lisque conveniaty die Griechen nach dem Schoiiast zu 
Theokrit. Idyll. I, 64 npodöfiaxa ^ iTttjueXaoSjjjuara 
und ina)6alf auch yicileicht ötixot ^ape/ißeßXrjpiiyotf 
wir Refrains oder Schaitverse. 

Achnliches hat auch Aischylos in den melischen 
Theilen seiner Stücke sich nicht selten erlaubt, was 
der Schoiiast zu Sieb. 957 und 970 , zu Ag. 104 und 
Euro. 335 mit dem Namen itpvßvta, an der letzten 
Stelle auch durch jii£66q>^sy/jia bezeichnet. Auch der 
Schoiiast zu Aristoph. Frosch. 1307 und 1317 nennt 
solche wiederkehrende Verse iipv/ivux, yergl. Etymol. 
Magn. p. 35, 1. Ob nun gleich dieser Benennung 
nichts entgegensteht, besonders wenn man eine weitere 
und eine engere Bedeutung dieses Wortes annimmt, so 
mochte es doch gerathener seyn, um nicht dieselbe 
Sache doppelt zu bezeichnen, des Hephaistion Benen-* 
nung ixt^^eyjiaTtxd anzunehmeü, welche Hennann in 



Till 

den desmt docti^, metr, p. 29 00 defiairt; imqf^ey/m- 
Xtxa sunt inlegrae enuncituiqnes ^tropJua cuidilae, qaqn 
non €adem cum strophicis versibus complexioTW verbo- 
rum eomprehendunturf während ebenderselbe p. 28 über 
die itpvfivia sagt: iq>v fiyta sunt exclamaiiomm 
ex ttna vel pluribus vocabulis eonsianieSf quae in 
fine strophae adiiciuntur , ut irf'ie Jlatav f oa 6i0v^ 
pa/iße, Si sunt in medüs itrophis^ /uöv/iyux iHt^ 
caniur '). 

Die epiphthegmatischen Verse des Aischylos nun 
finden sich bald , jedoch seltner, mitten in den Strophen, 
bald, und zwar häufig, am Ende derselben, bald als 

^} Da dieses auch zu Anfang der Strophen geschehen 

kann y so kann man auch die Benennung npovjivta 

hinzufugen, was mit dem Auftacte in der Musik 

Aehnlichkeit hat. Beispiele sind Sieb. 136 =3 14;5: 

££, £ i' ottoßoY apjndtoov dpq>l TtoXtr xXvw, 

'i£,£i' dxpoßoXcov ö' ifcdX^ar Xt^ds ipxetec^. 

Soph. Kol. H7^« 149 f 

opa' xls ap* 7^y ; noO rodet; nov Hvpsi; 
£ i' dXctay oppdxxay äpa xoL 

ßieövpria finden sich Prom. 580 =3 601 S e. Sieh. 
j)08 « 320, Hik. 130 i» 140 S £, Pers. 116 
tos 120 da, 560 ßL s=a 568 iE dl gf£v , tfh, da, 
iqyv/ima Fers. 643 «=> 648 ijh und vielleicht da- 
selbst y. 653 =s 658 o?. Die übrigen aufserbalb 
des Maises stehenden und keine Entsprechung ha- 
benden Inteijectionen nennt man iniipioyffpiaxa, 
die aber weniger den strophischen Gesängen als 
den iambischen Trimetem und Anapästen zukom- 
men. In strophischen Gesängen können sie hocli- 
stens SU Anfange und am Ende, nie in der A&tte 
der Strophen ihren Platz finden, s. Reisig's con- 
iectanea p. 283 ff., uns su Soph. Cid. 1487, 
Pik. 862 , AgaoL 1060. 



dnsehie Vene» bald als eio mehrere Vene txmfiuMendet 
Grazes, neisteas für sich bestehend, bisweilen jedodi 
■dt den Torhergehenden Strophen syntactisch zusammen* 
hinmd, Da(s sie stets an denselben Stellen der Stro* 
phea und Gegenstrophen inederkehren und sich ent* 
«predien müssen, und ebende£ihalb gewöhnlich üMß 
tweimal stebili, bedarf kaum der Erwähnung. 

Die Beispiele einzelner Verse in den Strophen 

selbst sind folgende: Pers. 999 = 1007 Jrorororol, 

1011 n= 1017 avia, &>ta, avta, 1013 = 1019 

ixptyö*, aiepiyda jiaXa yoeSva (Schol. : idrt 81 ini^ 

^urrfpia Hai iidq>^Eyfia iirl tgov juetd 6(podp6ti]to$ 

uKKovtoov xaS rplxccS'), welche Verse der ganze Chor 

singt, während das Uebrige der Strophen und Gegen^ 

Strophen blos vom Xerxes und dem Chorführer gesungen 

inrd. Ebendaselbst V. 996 £= 1004 singt Xerxes al- 

1^ ßoa rvv drtidovTid fiot, was auch V. 1022 zum 

diittenmale wiederkehrt, aber in einer andern Strophe, 

^md also nicht als ein eigentlich epiphthegmatischer Venu 

•Bicrher gehört auch Hik. 561 &=> 569 iv^ev ieä6c$ 

ßoa 2^fiJV| wenn ich ihn andera in der Strophe ^ wo 

®r in den Urkunden fehlt, richtig eingesetzt habe« 

Beispiele von epiphthegmatischen Versen zu Anfange der 

atrophen giebt es nicht ; jedoch scheint Hik. 852 ol dt 

^cixtp V. 862 EU Anfange der Gegenstrophe wieder-* 

^olt werden zu müssen , was dann als ein solches anzu- 

^ben ist, wenn man nicht lieber 6i 61 ndtep in der 

Btrophe als ein iieiq>oov7]^a ansehen will, dem in der 

Ge^nstrophe nichts entspricht, s. Anm. 2» 

Epiphthegmatlsdie Verse am Ende der Strophen 
^ Gegenstrophen, und zwar einzelne, finden sicit 
Ben. 653 » 658 ßddxe, ndrep &xake Jctfietdi^g oi 



(wo 'neüeicht Aapti droi su schreiben ist)» Au 
1025 «. 10:^9 ico ioj IIep6\S aia $vößaroS, diese 
letztere Tom ganzen Chore gesungen, Sieb. 945 xpd 
xetdctt TtottantdSy das. d91 fco «fjpia xcerpl xdpe^hn 
beides entweder von der Antigene und Ismene soiaiii 
men und zu gleicher Zeit gesungen , oder so , dafs Ad 
tigone zuerst und Ismene unmittelbar darauf dasselb 
ßingt, Eom. 1020 = 1023 €v<paßi£iTe öl, x^P^ 
e= evfpaßelre 6\, navSa/ielf was als BeUpiel eine 
halbepiphthegmatischen Verses gelten kann, ähnlich de 
oben aus Bion angeführten, das. 1027 es 1031 oAfi 
Xv^ctre rvv int fioXnaiS ^ das erstemal mit dem toi 
hergehenden Verse syntactisch zusammenhängend, näa 
lieh: xa^^ oSov 5' oXoXv^are vvv Ini fioTacoaSy A| 
120 = 137 = 154 alKivoVy alkxvov eI%\, x6 8 
ev rixaTco dreimal wiederkehrend und Tom ganze 
Chore gesungen, das erstemal als Refrain zu dem toi 
Führer des ersten Halbchors, das zweitemal als Refiral 
zu dem Tom Führer des zweiten Halbchors , das dritte 
mal als Refrain zu dem vom Chorführer Gesungenes 
und das letztemal mit dem Vorhergehenden syntactisc 
zusammenhängend, nämlich : tolS d 6jii6<pGDyor alXivof 
aiXirov elnh, to 6' ev yixdtco. Dreimal scheint auc 
derselbe Vers im ersten Gesänge der Choephoren ein 
gesetzt werden zu müssen , den die Urkunden nur zwei 
mal haben, und die Herausgeber nur einmal geltti 
lassen wollen. Es ist nämlich der Vers 61 to-uS B 
axpavroS ix^t rv^ , yon der Chorführerin gesungen 
dann V. 66 ron der Führerin des ersten Halbchors wie 
derholt und V. 71 Ton der Führerin des zweiten Halb 
chors zu wiederholen« Kr ist gleichsam das Stichwort 

Mehrere verbunden ebenfalls am Ende der SCro 
pbeo und GegenstropheA kommen vor Sieb. 957 ^ 96 



ZI 

C3 970 — 972, cum erstenmale von der Antigone, 
tum zweitenmale Ton der Lsmene gesungen, Wk, 109 
-118= 118 — 121, das. 129 — 131 = 139 — 141 
und 150 — 154 == 163 — 167 vom ganzen Chore 
gelangen, desgleichen das. 856 — 859 = 866 — 869. 
Ke Wiederholong V. 163 — 167 fehlt in den Urkun- 
den, wie auch öfter in den noch anzuführenden Fällen. 
Ber Grund hiervon war ohne Zweifei der, dafs die 
epiphthegmatischen Verse das zweitemal nicht ausge- 
icfarieben, sondern ihre Wiederholungen durch ein Zei- 
len angedeutet wurden, wie bei uns in der Musik 
^gleidien Zeichen (da Capo und dal Segno) üblich 
i^od. Da nun die Abschreiber diese Zeichen nicht ver- 
itanden und ausliefsen, auch die zu wiederholenden 
Vene nicht zum zweitenmale schrieben, so glaubten die 
späteren Metriker und Herausgeber, es müfsten Lücken 
vorhanden, oder die Verse und Strophen versetzt seyn. 
1^ aber Zeichen dafür gebräuchlich waren, kann 
•in aus dem Vorhandenseyn folgender Zeichen, der 
Paragraphos ( — ), der Diplai (< >), der Koronis 
(* — 3 ) und des Asteriskos ( * ) schliefsen , über welche 
sniser Hephaistion vorzüglich Triklinios zu Soph. Aias 
245, 622 Br., der Seholiast zu Anstoplu Plut. 253 
1^ Küster's Note, zu den Wolken 518, und andere 
von Barnes in der Vorrede zu seiner Ausgabe des Ea-> 
ripides p. 52 f. Beck, angeführte nachzusehen sind, 
^^mt man dieses an, so erscheinen manche für ganz 
Verdorben gehaltene Chorgesänge in einem ganz neuen 
Lichte. Hierher gehört der im Agamemnon mit V. 1423 
^ginnende Gesang, in welchem die Urkunden von den 
drei, jedesmal zweimal zu singenden epiphthegmatischen 
Versreihen nur bei dem mittleren die Wiederholung cnt- 
■^ten; femer der mit V. 774 anhebende Gresang In 



den Choephoren, wq die Wiederholang hinter kemep 
der drei Gegenstrophen in den Urkunden bemerkt ist^ 
dann ebendaselbst der mit V, 938 anfieungende, am zwei 
Strophen und Gegenstrophen mit jedesmal darauf fol- 
genden epiphthegmatischen Versen bestehende Gesang, 
in welchem die Wiederholung der letzteren nur hinter 
der zweiten Gegenstrophe durch den Anfang, nämücb 
durch die Worte Ttdpa to qxioS idetv, angedeutet ist; 
endlich in den Eumeniden der vßivoS diößiioS von Y. 
315 an, in welchem von den vier Strophenparen nur 
die drei ersten epiphthegmatbche Verse hinter sidi ha- 
ben , welche die Handschriften und alten Ausgaben nur 
linter der ersten Gegenstrophe wiederholen. Die hinter 
der zweiten iStrophe stehenden und hinter der zweiten 
Gegenstrophe nochmals zu setzenden epiphthegmatischen 
Verse hängen mit dem Vorhergehenden syntactisch zu- 
sammen, wie es bei einigen der oben angeführten ein- 
Tersigen iTCup^eyfiaxiHoi der Fall war. 

Als eine Art epiphthegmatischer Verse ist auch die 
anzusehen, wo ganze Gegenstrophen mit ihren Strophen 
gleichlautend sind, gewöhnlich mit dem Namen dvoh- 
XipptS bezeichnet. Dies findet sich Eum. 778 — T9Ü 
,*=. 805 — 817, 831 — 839 « 862 — 870, Agam. 
1042 f. « 1046 f., 1050 f. •» 1055 f., in dies«« 
letzten Beispiele jedoch so, dafs an Strophe und Ge- 
genstrophe noch ein dritter, nicht gleichlautender, soOr 
dern nur metrisch sich entsprechender Vers tritt. Da* 
durch kann man versucht werden anzunehmen, dafs in 
Prometheus der kurze Chorgesang V. 690 — 697 nadi 
V« 744 SU wiederholen sey, s. das. zu V. 690, da 
dies der einzige monostrophische Gesang des Aischyloi 
0eyn wurde, dergleichen der zweite Gesang io den 
.TgarJiiniejrinnen dei Sophoklei iat. 



xin 

lA&se WiedeFholnngeii de« Aisdiyloa lafst Aristo- 

knes 10 den Frdschen durch die Person üeä Euripides 

crladien. Nachdem nSmlich dieser V. 1280 f. Kü5t. 

esagt hat: 

luA ßiijr l^xm y* <oi ewtSv dieoSelSa) kcoeov 

lukoxoioy orta, nal rcoiovvtci xctvt* dtiy 

icfat er auf einzelnen Stellen des Aischylos (s. die 

dMHen) ein Ganzes (V. 1293 ds Sv ydp avtov 

hrta td fii^ SwteßicS), tind l&Ist hinter Jedem Vene 

BDielhea epiphtbegmatischen folgern 

i^eSt' 'Jx^XeVf ri f(Qt% dySpoSd'ixToy dxovaovy 

h^KOZOV (yielleioht auch i^ hotcov) ov yteXaSreiS 

ijc* dpooydr ; 

*Epßay ßihy tcpoyovov tiojiBy yivQS ol fcepl Xtjxvay. 

iipcofcor M, r. X. 

xoMt* UxocKoy^ 'AtpiooS fcoXuxolpctve , ndv^avi 

(ßov), nah 
hjxonov X. r. A. 
^opCLfime* ^eXiödovojiiot Soßov 'AprkpidoS itiXaS 

ifjxoieov 9c r. X. 
wSpiof elßtt ^poav odtov npdtoS afdtoy dvSpc^y» 
^xoxov X, T» X. 

br imterbricht Dionysos den Euripides die zu häufige 
näderholong, vrelche er z&hlen zu wollen versprochen 
itte (^xcA /iifv Xoytov/iat ravta, rdSy '^^<pcoy Xoi* 
iir)y und auch mit den Worten dvo öot xotcco, 
^•dj^XSf tovtoo und rpltoSf AlöxoXSy öot xonot 
\rot wirklich zahlt) mcht mehr aushaltend» indem 
«agti . 

i Zev ßadtXtu y ro XPW^ ^^^ xoftGdV odor» 
iytS pLhr ovv is to ßaXavdov ßovXojxat* 
vno xw X 6 je cor ydp reo yeg)p(o ßovßaovtoof 
i ruft» vom Euripides zur Anhörung des andern 



Stasunon des ^isdiylos (jt^repav 6td6w luXjmr ix 
Tojv Kt^apcoSiK^ roßioov aipyaößhnjv^ eingeladen^ 
aus: £^ ^rj nipcaye^ wtl xovor ßiif xpo^ti^a. 
Paranf föhrt Euripides V. 1317 ß. fort: 

SfWS Uxctt£r Si^povor npaxoS, *EX^a8oS rißaS^ 

x6 g>Kctrt6^pat y to q>kctxt63rpax ^), 
Sgdyya övöajiepütVf npvtayiy xvra, nißjotct^ 

to ipXaxtoBpctt X, t, A. 
Övr 6opl xcä jepl ttpdxtopt ^ovptot opyiS^ 

to gfXotcto^pat x. r. A. 
xvpsiv nocpocöxoar itaßctis xv6\v depogHdtotfff 

to qtXaxto^pax ic r. X, 
to 6vyxXivks in* jßonnt, 
to q}XtxTr6SrpaT x. r. A. 

Doch hat auch Euripides sich der epiphtbegmati- 
schen Verse, nur nicht so häufig yne Aischyios, bedienl^ 
s. Bakch. 875 & = 895 ff., 990 £ «= 1010 ff., Joa A 
124 ff = 141 ff, und nur hinter den Strophen wid ^ 
Gegenstrophen. Eben so Aristophanes in den EUde- 
siazusen V. 953 f. = 960 1 ßii^es^ btvovßtai 6% 
^BpiäSy xai xobfioT tovh* (pjrd*) is n/y^ ttfr ißojf 
btid^cay 964 «= 967 avoiGor, aütcd^ /»* dur tn 
<A norovS ixGS» 



') Kann mat unserem: Budeldomdei, Eiapopeia, Tra* 
Unonlanim, Daldeialdei o. a« Ter^cfaen werden. 



i 

1 



Einleitung. 



Aiichylos scheint den ganzen, sich um das Labda-^ 
äengeschlecht drehenden, sehr yerschieden überlieferten 
k R. H. Klausen in der allgem* Schulzeitung 1830, 
bB Abtheilung no. 146 und 147, S. 1178 — 1187) 
■genkreis in zwei Tetralogien gebracht zu haben, von 
pnen die eine AocioS, 2(plySj OidinovS^ Nejuea, die 
■dere *ETCtd iiA QjjßaS ^ 'EXbvöIvioi, 'Eidyovoi ^ 
(p^äoi ^^rupot ausgemacht haben mögen; wenigstens 
iiden sich diese Namen als Namen Aischylischer Stücke 
flfgefuhrt , and lassen sich nach der -Reihenfolge der 
)i^benheiten am fuglichsten in diese Ordnung bringen, 
ffäcker in der Aeschylischen Trilogie p. 309 f. nimm:^ 
Ird Tiilogien an, die Oidtnodeia aus AaioSj 2q)ly^, 
OW:Xovi^f die Brjßaii aus Nsjiea, ^Enrd inl S/fßaS, 
Mvtödoct (welches Stuck jedoch wohl mit grofseror 
fidberheit zu der die Sage von der Europa umfioissendea 
Crilogie gerechnet wird), und die 'Eniyovot aus 'EAcü- 
^not, 'Apyaioiy 'Eniyovot bestehend, und führt dieses 
LSÖ4 — 377 und im Nachtrage zur TrUogie S. 144 ff. 
unter aus; indessen ist die Annahme zweier Tetralo- 
ian wahrscheinücher. Haupt im dritten Excurs zu 
1 den Sieben halt die Sieben für das Mittelglied einer 
'rilogie, deren erstes, die ganze Sage der Familie des 
pios enthaltendes Stück, Sphinx oder auch Laios, xmd 
»Ten drittes, das Schicksal der Antigene nach dem Be-> 
äbiujM des Bruders und vielleicht das letzte Gesohiok 



ITI Elnfeftang. 

ües Oldipos darstellendes Stück, PhoinSsiat odor a« 
Oidipus geheifsea habe, da öfters ein Stück mehrei 
Namen führe, und Aischylos die Geschidite der Lal 
dakiden wohl schwerlich in so vielen Stücken behai 
delt habe. Hermann ia der Abhandlung de composi 
tione tetralogiarum tragicamm 1819 (opuscnl. n, ] 
d06 £) nimmt wegen V. 692 f. äyar d* dlrj^si 
iyvxvioov qyceytaöjidroov oipetSf itaxpf^cov jpripaxm, 
ßiXTjJptot (s. onsere Bemerkung das.) an, dafs vor. dei 
Sieben noch ein Stück vorhergegangen sey, und sieh 
(den Laios» den Oidipus und die Sieben als eine Tri 
logie an. 

Der Inhalt des Laios war ohne Zwdfel die Sr 
nordung desselben durch seinen Sohn Oidipus, al 
Folge seines Ungehorsams gegen das Orakel, weldie 
ihm Kinder zu zeugen verboten hatte, s. V. 724 1 
Ob Aischylos die Sage von dem Raube des Pelopidd 
Chrysippos durch den ihn liebenden Lsdos, und von den 
deffibaib über diesen ausgesprochenen Fluche des Fe* 
lops, dafs er durch die Hand seines eignen Sohna 
sterben möge, berücksichtiget habe, ist zwar nicht ndj 
GewiCsheit anzugeben, jedoch sehr wahrsch^nlich. Bit 
Stellen s. bei Welcher S. S54, auch unten zu Y. 671. 

In der Sphinx war allem Vermuthen nach ik 
Ankunft des Oidipus zu Thebai, die Losung des Ritb" 
sels der Sphinx und deren Untergang, seine Yerbeira' 
thung mit seiner Mutter Jokaste und die Erlangung dtf 
Thebaüschen Königswürde enthalten. Die SpMnx war 
aber von der Hera yajwötoXoS den Thebaiem gesandi 
iforden, weil sie die unnatürliche Liebe des Laios sM 
Chrysippos nicht bestraft hatten, s. den ScboL za Sab 
Phoin. 1748, Apollodor. 111, 5, 3. 

Der Oidipus begriff wahrscheinlich die verhee 
fenäe Seuche zu Thebai^ nach dem vom Oidipns eis« 
geholten Orakelspruche wegen des daselbst sich aufhal« 
tenden Mörders des Laios verhängt (Soph. Oid. 100 £)f 
€ie Entdeckung des begangenen Yatermords und d« 
Blutschande, die Blendung der Augen, das Umherirrsa 
mit seinen Töchtern (Y. 760 ff.)» ^^ Yerflnchung Mi- 
liar Söhne (Y. 767 und la Y. 70), den Regiornng»- 



Einleitiing. tm 

antritt dei Bteoklea, die Yertreibniig des Polyndkei 
CV. 619 £. 986, 1036 u. a.)» und wie es scheint, 
den Tod des Oidipos (s. zu V. 959). 

Unter der Nemea, als dem Tierten Stficke der 
cnten Tetralogie, hat man sich kein Satyrspiel zu den- 
ken, da die wahrscheinlidi xusammen aufgeführten acht 
Stficke keine Unterbrechung durch ein solches Spiel ge- 
»Utteten, uhd überhaupt ein solches Ewar gewöhnlich, 
aber nicht nothwendig einer Trllogie angefügt worden 
n seyn scheint, sondern Tiebnehr eine Art Schaunpiely 
wdches die Spannung der Zuschauer milderte. Muth- 
M&dich finden wir in diesem Stücke, nachdem Polynei« 
kM nach Argos zum Adrastos geflohen, daselbst die 
Aigeia, dne Tochter dieses Königs geheirathet, und 
ds BündniTs gegen Thebai zu Stande gebracht hat, 
du Argeiscbe Kriegsheer auf dem Zuge gegen diese 
ftidt bei Nemea, vielleicht dem Sammelplatze, weilendi 
vnd die Nemeischen Spiele stiftend. Während nam- 
fich Bypsipyle, die Amme des Opheltes, des Sohnes 
4bi Priesters Lykurgos und der Nemea oder der Eury« 
4ike, die an Wasser Mangel leidenden Argeier zu eines 
Quelle führte, wurde das unterdessen im Grase zurück* 
gelassene Kind von einer Schlange getödet. Man er« 
legte hierauf die Schlange, begrub den Knaben, nannte 
Ihn, da Amphiaraos darin ein schlimmes Zeichen er- 
iauint hatte. Archemoros, und hielt ihm zu Khren, TieU 
leicht auch, um die Götter sich geneigt zu machen, jene 
Sfaele, welche einen grolsen Theil des Stücks ausge- 
Mcht zu haben scheinen. S. Apollodur. III, 6, 4» 
husan. II, 15, 2, X, 25, und die luhaltsanzeigen zu 
Fiadar. Nem. , woselbst sich die Notiz findet : aXXot 
Ä, fijv idrt oaA AlöxvXoS (roV aymva 6iB^i]Hav\ 
At' 'jpxeftopgOf toj Ne/neaS natbi. Wahrscheinlich 
Weissagte in diesem Stücke Amphiaraos auch, dafs aufscr 
^ Adrastos allo übrigen Heerführer umkommen wür- 
den, s. zu Y. 50. Vielleicht wurde auch die Gesandt- 
schaft des Tydeus an den Eteokles wenigstens erzählt, 
^ergL Piodor. Sik. IV, 65 q)a6\ tov "Adpaöxov — 
^yyelov dnoöxeikai Tv6ia npos ^EteoTiXia nepi tffS 
^a^odov. 'Evtav^d q>a6i xov phr Tvdia iye^pev- 

^ina Hoxd trjv odov wco xov ^EreoTiXiovS nfvrfj- 

4t 



itm Einleidiiig. 



Hovta ärSpdöty cacovroeS dyBXtLv hcA napMM 
elf to ^ApyoS ÖtaöcoSrTJvoct , ApoUodor. UI , 6, 5. Dal 
den Namen Hypsipyie föhrende Stück des Aischyiof 
gehörte -wahrscheinlich zur Argonautensage. 

So war alles für das sich nun anschliefsende Stück 
die Sieben gegen Thebai Torbereitet, deuea 
Inhalt dieser ist : Das Argeische Heer ist vor Thebii 
angekommen , hat in einiger Entfernung von der Staft 
ein Lager bezogen (V. 79) , und die Stadt schon dne 
Zeit lang belagert (V. 21 ff.), bis Ton den Heerfuhren 
ein Hauptangriff verabredet wird (V. 28 f., 42 ff.) Die- 
ses Vorhaben hat Teiresias, der Thebaüsche Wahrsagt 
durch Vogel- und Feuerzeichen vom Apollon erfahfei 
und dem Eteokles gemeldet (V. 24 ffl), worauf dieM 
die Bürgerschaft auf die Burg beruft. IVIit einer Rede 
des Eteokles an dieselbe beginnt das Stück, worin tf 
sie, da ein Hauptangriff bevorstehe, zur tapfem Ver* 
theidigung der Stadt auffordert (V. 1 — 38). Hienif 
tritt ein Kundschafter auf, meldend, dafs die feind- 
lichen Heerfahrer feierlich geschworen hatten, zu siegei 
oder zu sterben , und dafs sie im Begriff wären zu to- 
sen , welches Thor jeder angreifen solle. Nachdem er, 
um weitere Kunde einzuziehen, sich wieder entfenit hat, 
und die Bürgerschaft zur Vertheidigung der Stadt ab- 
gegangen ist (V. 39 — 68), fleht Eteokles zu den Gat- 
tern um Schutz far die Stadt und begiebt sich dann 
in die Burg zurück (V. 69 — 77). Jetzt erscheint der 
aus edeln Thebaiischen Jungfrauen bestehende Chor mit 
Gewändern und Kränzen , um damit die vor der Barg 
aufgestellten Götterbilder zu schmücken {s. vor V. 1]^ 
und von den Göttern Hülfe gegen die die Stadt be- 
drohenden Gefahren zu erbitten, welche er mit lebciH 
digen Farben mahlt (V. 78—163). Durch das laut« 
Angstgescfarei des Chors herbeigerufen, kehrt Eteoidei 
aus d^r Burg zurück, und untersagt demselben unttf 
Androhung von Strafen solche Aeufserungen der Furcbti 
. weil dadurch die Bürger muthlos gemacht würden* Ob 
sich gleich der Chor mit seiner durch den immer mhff 
kommenden Kriegslärm entstandenen Furcht und mit de' 
Wirksamkeit der göttlichen Hülfe entschuldiget, so n5« 
thigt ihm doch Eteokles das Versprechen ab, sich -rohs^ 



ESnleitoog, ux 

fßa 10 wollen , erlaubt Ihm aber , einen ruhigen 
(hen Gesang anzustinimen » der den Tbebaiern 
einflüfse, thnt Gelübde für die Rettung der 
und kehrt dann in die Burg zurück, um. über 
ahl der Heerführer nachzudenken, und jedem ein 
zur Yertheidigung anzuweisen (V. 16-4 — 268). 
legt der Chor in einem langen Gesänge seine 
;nisse wegen der Einnahme der Stadt dar, bittet 
Stter um Rettung derselben, und schildert das 
« Schicksal einer von Feinden eroberten Stadt 
!9 — 350). Dann tritt der Kundschafter und 
icher Zeit Eteokles wieder auf. Ersterer berich- 
reiches Thor anzugreifen jedem der sieben feind- 
Heerführer, Tydeus, Kapaneus, Eteoklos, Hip- 
m, Parthenopaios , Amphiaraos und Poiyneikes» 
das Leos zu Tkeil geworden sey, und beschreibt 
sdeu Eigen thümlichkeiten, Aeufserungen und Schild- 
i; letzterer stellt ihnen den Sohn des Akastos, 
olyphontes , Megareus , Hyperbios , Aktor , La- 
, und dem 'Polyneikes sich selbst entgegen , von 
jeden sich Tapferkeit und Sieg versprechend, 
hör theiit bei einem jeden seine Gefühle und 
lie mit, und sucht zuletzt aus Abscheu Tor einem 
len Brudermorde und aus Furcht, es möchte der 
des Oidipus, seine Söhne sollten um das Erbgut 
n, in Erfüllung gehen, den Eteokles vergebens 
rsönlicher Theiinahnie an dem Kampfe abzuhalten 
1 — 701). Nach dem Abgange desselben stimmt 
Lied an, dessen Inhalt das Vorgefühl des trau- 
Ausgangs des Bruderkampfes und die Klage über 
rschuidete Mirsgeschick des Laios und Oidipus 
}sen Fluch seinen Söhnen und der Stadt Vorder- 
ohe (V. 702 — - 773). Em Bote setzt jetzt den 
on dem Siege der Thebaier und dem Zweikampfe 
eokles und Polyneikes, der den Tod beider zur 
gehabt, in Kenntnifs (V. 774 — 802), worauf 
in einem Gesänge seinen Schmerz über den Tod 
nigssöhne, deren Leichen auf die Bühne gebracht 
I, und über die Erfüllung des Fluchs an den 
igt (V. 803 — 937). Hieran schlielsen sich die 
. der schon etwaa früher (V* 841) aufgetretenen 



%% Einleltiiiig. 

Tfichter des Oidtpiui, der Antigone imd Innena aii| 
von wddien jene die Parthei des Polyneikes , ^ese die 
der Bteoklea ergreift (V. 938-— 991), bis ein Herold 
den Staatsbesdüuls bekannt macht, daHs Eteokles ala 
Terdieidiger des Vaterlands feierlich begraben, Polyneikei 
aber als Feind des Vaterlands unbeerdigt gelassen wer- 
den solle (V. 993 — 1012). Nachdem hierauf Antigon« 
ayf das bestimmteste erklärt hat, dafs sie das letzten 
nicht zulassen,, sondern ihren onglückiichen Bruder in 
äufsersten Falle allein bestatten t^erde, so tritt dii 
eine Hälfte des Chors auf ihre Seite, während di< 
andere den Staatsbeschlufs zu übertreten nicht wagt 
(V. 1013 bis zu Ende). 

Das Stück führt auch den Titel *Eiitä iitl 0r}ßcai 
(s. besonders Blomfield in seiner Ausgabe p. 5 Leipz. 
Abdruck) und 'EteoHÄlf^ (s. unsere von den Handschrif- 
ten des Aischylos handelnde Vorrede zum Prometheu 
an mehreren Stellen). — Das Jahr der Aufführung ist 
nicht bekannt. Wenn jedoch die Angabe des Scholia- 
sten zu Aristoph. Frosch. 1053 ol 'Uipöat npotapof 
ösdtSay/jiivoi eiölv, shä ol 'Ejrra inl OfjßaS, wozu 
auch das bei V. 1058 Bemerkte gehört: Alöx^Xov 
öpäßia ovtCi) naXov^evov (die Perser)* to dl dtoc 
xal jUBta tovro ov 3r^Xovötv dxovetr npos rds Su 
daöxaXiaS , oAA* iv iöo) rc5 Tcdtd xovxo iöiöc^ 
xal to Srepov, und die des Piatarchos (s. zu V. 574)» 
dals Aristeides der Auffuhrung beigewohnt habe, richtig 
ist, so fallt dieselbe zwischen Ol. 76, 4 (in welchem 
Jahre die Perser auf die Bühne kamen, s. die Einla-* 
tung zu diesem Stücke) und Ol. 78, 2 (in welchem 
Jahre Aristeides starb, s. Nepos Alcib. 3), wahrschoa- 
lich Ol. 77, 1 — 3, da Aischylos Ol. 77 , 4 vom So- 
phokles- besiegt wurde und deshalb sich nach Sidliei 
begab, s. Marm. Par., Plutarch. im Kimon c. 8, di< 
Biographie des Aischylos. — Von dem Telestes, wel 
eher in diesem Stücke besonders glänzte , hat Athenaio 
I, p. 22, a folgende Notiz: 'AptöroxXv^ yovr g>ij6t' 
Ott TeXkötTiS 6 AiöXpXov 6pxrj6t7JS ovtooS tjy tezyt 
tTfS, SdT8 iv t<3 opx^^ctt rovS ^Entd ItA BTJfict 
4parepd notrjöoa tä npdyjiata 6t' opxfjdeooS, £ 
yjv «M wabrscheinlicb der Chorführer, und daa Ga 



ESnletoang« &ii 

flagte berielit sich besonders auf 4en ersten Cborger 
iMuig. — - Ueber die Scene and den Chor a. vor V. 1. 

Die Eleuiinier hatten, wie es scheint, ohngefiUir 
denselben Inhalt, wie die Antigene des Sophokles, n&ni* 
Bdi die Beerdigung des Polyneikes durch die Schwester, 
«nd wie die Hiketiden des Euripides , nämlich die Ans- 
Eeferang der Leichen der yor Thebai gefallenen Ar* 
geiseben Heerführer und Bestattung derselben zu Elen- 
as, vom Kreon ausgewirkt durch Thesens, dessen Hülfe 
der allein am Leben gebliebene Adrastos (s. in Y. ÖO, 
Apollodor. ni, 6, 8 u. a.) angesprochen hatte, TergL 
Plotarch. l'heseus 29 övrhcpa^e (^&rj6evS) 6\ xcA 
AipdöToo rnv dyadpeötv rdov vito ry Kccdjiiei^ tts* 
^vroar^ ovx ooS EvpiMijS iitoirjöev hr rpay<p8iqif 
juixjf tdov Qrjßodoov xpcctfjöafff dXXd ndöaS xcA 
üxeiödftevo^' ovtoo yotp ol TtXetötot Xfyovöu — ra- 
(pa\ ^% rtSv /ihv noX^cav Iv 'EXav^spooS SsiHvvvTatf 
rcSy 8^ ijysjiiovGov Tcepl 'EXavöiva^ xäi tovto &ij6i(of 
'MpddTGi) ;tafpiöÄ/^ou, xatafiaptvpovöi Sh rcjr Ev^ 
pvdöov 'ixeziSoov oi AIöxv^jov 'EXevöivtoif .iv oh 
KiA ictvra Myoov 6 QrjöevS itenoirfTotu Auch kam 
wahrscheinlich, wie bei Euripides in den Hiketiden, 
der Tod der Euadne darin vor , die sich in den Sehet* 
terhaufen des Kapaneus, ihres Gemahls, stürzte, Tiel* 
Idcht auch die Liebe des Haimon und der Antigene, 
yne beim Sophokles. Desgleichen mag des Schicksab 
der Jokaste, die in den Sieben gegen Thebai doch 
lebend erscheint (s. zu V. 907), wenigstens gedacht 
Worden seyn. S. Apollodor. HI, 7, 1. 

Die Epigonen, worauf Sieb. 883 angeipieft ra 
Werden scheint, enthielten ohne Zweifel den Ztug der 
Nachkommen der vor Thebai gefallenen Fürsten gegen 
diote Stadt, den Tod des Laodamas, der als Sohn des 
Eteukles regierte, den des Teiresias, die Flucht der 
Thebaier, und die Einnahme der Stadt, s. Eur. Hik. 
1142 ff., besonders 1213 ff., Apollodor. UI, 7, 2 ff. 
Die Erhaltung dieser Stadt war nämlich durch die Ein* 
derlosigkeit des Laios bedingt (Sieb. 730 f. Smjöxorra 
Y^vaS axep ÖQo^eiv tt6Xty)y und da dieser nicht kin- 
derlos gestorben warg molste die ^^störung erfolgen. 



t 



ler des Granunaükna , ddt Tielleicht aA Bor. Hak. 
^avoar d* Sr dif ßidXKor ^vtvxk$tBfMS if ^cSt 
dacht habe, und wahischeinHch mdit mit Unrechl 
dieser ak in demselbea Stücke enthalten iSr fyia 
piyyvoS anfuhrt, was Soph. EL 942 gefonden 
und auch die als ebenfalls aus den fifieben entle] 
Worte irc^xxo^ &pfnftat JLbgo^ yergebeu in dl 
Stacke gesucht werden, welche das untreue €ied 
Ulfs TieUeioht statt V. 80 f^H nokuS Sde Xtek 
SpoßioS btxotaSf oder statt Pers. 124 fL tcäs 

deigab. Doch ist audi der Fall möglicfa, dals 
'dru Bmdistä^e in einem oder dem andern 9i 
der Tetralogie, wosn die Sieben gegen Thebai 
k&ten, enthalten waren, und Thomas Magister 
iwr in dem eiindiien Städoe irrte. & Aehnlid« 



EHTA Eni OHBAS. 



TA TOT /iPAMATOZ nPOZStHA. 



ETE0KAH2. 

ArrEdOS KATA2K0n02. 

X0P02 TIAP^ENaN. 

I2MHNH. 

ANTirONH. 

KHFTZ. 



npoXoyi^ 61 EteoxXrjS^ ieapa6xeva^€oy tir 
ttoy BrißaUay Brjßov Hs {ppovpdv zijs noXeooS. 



E n TA Eni H B A 2. 



ETEOKAHS. 



Die mit dem Morgen (V. 29, 66, 83) beginnende 
ndiung findet statt vor der Königsbarg zu Thebai 
f, 222 und zu V. 151), vor welcher Götterbilder 
. 93 f., 167, 201 f., 233), wie es scheint j sitzende^ 
.95, 301) sich befinden, und zwar des Zeus (V. 112, 
18 ff.), der Hera (V. 138), der Artemis (V. 134 f., 
19, 431 f.), der PaUas (V. 121 f., 146 f.), des 
loUon (V.27, 132 £, 144), des Poseidon (V. 123 ff.), 
f Ares (V. 102 f., 126 f.) und der Aphrodite (V. 
16 ff.). Da der aus edlen Thebaüschen Jungfrauen 
«tehende Chor (V. 107 ffl, 155, 436 f., 774), wel- 
cr Gewänder und Kränze haltend (Y. 99 f.), um sie 
ft Göttern darzubringen, wahrscheinlich ohne Ordnung 
iftritt und ängstlich umherläuft (Y. 173), vor den 
Stterbildem niederfallen und sie berühren kann (V. 
\ it, 167, 240, 247), so scheint er erst mit V. 269 
die tiefere Orchestra einzuziehen. Die Zahl der 
boreuten war wahrscheinlich die gewöhnliche, nämlich 
nfzehn, s. zu Kum. 135. 

V. 1 KaS/iov TtoXitat Bewohner der Stadt des 
idffios (Y. 74, 114, 126 u. a.), was KaS/ietot, s. 
ich zu £um. 683. Kadmos war Erbauer von Thebai. 
bn mufs sich die Bürgerschaft auf Befehl des Kteokles 
anumucU denken, der aus der Burg heraustritt. 

1 ♦ 



EHTA Em 0HSJ2. 

o6ttg q)vX&66H TtQclyog Iv ^Qviivy xoksa^ 
oXaKa vcj^Vj, ßUtpaga [ly TcoLfiäv vxvtf 

5 sl d' av^\ o iirj ykvovtOj 6viiq>0Qct wjot, 
^EtsoKksi^g av alg TtoKvg Kata tcxoXlv 



y. 2 f. Vcicher das CScschäft (das Amt) liesorgt 
als Steuerlenker am Hintertheile des Staats (am Staatf- 
ruder) ohne die Augenlieder zur Ruhe zu bringen durck 
Schlaf (ohne seinen Augen Ruhe zu gönnen), iv tfti- 
jLLvp noXeaoS r vergl. V. 742 5 xal fcepi npvfxvar «h 
XbgdS ^ax^-d^Bif Hik. 333 alöov dv icpvpLvav koXM 
cj8 ' iötejLiuivtjv, in welclien Stellen jedoch die Bedeu- 
tung verschieden ist, £um. 16 Xf^P^^ rrjöde fcpvfjvffvifi 
äva^t 765 avdpec ^pvptvtjttjv x^ovos:, Cicer. ad fieuuL 
9 9 15 sedehamus in pupfU 

V. 4 steht «£ mit dem Optativtfs ohne av, ifie 
y. 5 und oft, um die Ungewilsheit , ob der Fall aacb 
"wirklich eintrete oder nicht, auszudrücken, aitia ^&ni 
so mifst man die Schuld der Gottheit bei. Ueber des 
Genitivus s. Matth. Gramm. §. 315, auch zu Hik» 83} 
481, 939, 1017, Agam. 452, 737, 977, 1012, Em 
582, 645, 903. »eov Med. und viele Handsduifle») 
^ecjv die alten Ausgaben. 

y. 5 wenn sich aber dagegen, was nicht gescfaelMB 
möge, ein Unfall ereignen möchte. Zu o pii^ yevoito 
vergleicht Blomfield Eiirv Herakl. 714, Jon 731, AristoplL 
Wesp. 536, Herodot. 5, 110. S. auch untea nY 
408, Ag. 1222. 

y. 6 'EraoxXhj?, s. über diese Fonii Matth. Gram«. 
§. 78, Anin. 8. tcoXvs dem Sinne nach för Tcoko, 
vielfältig, sehr, oft, vergl. Ag. 849 XeÄX?}v — rpifiOt" 
pov xXoävav i^7fvx£t Xaßojv , 853 noXXdS aptoofOi 
^Xvdav aWoi^ Soph. Achai. Br. IX, 7 c^S" o 2iöv^ 
yeoXvS ivÖTfXos: iv öol naytaxov jüajtpoS itatiifif 
Kaliimach. Hymn. auf Artemis 27 TtoAXds 61 /idoif 
itavv<S<5ato x^H^c^^» Ruch Blomfield zu u* St. 



J&nTA Em ©HBAÜ. 5 

vfivoE&' v%* ädtäv (pQoiiiloig aoXv$$6&oi^f 
olfujyiiaölv 0*', (Jv Zsvg ccXElrrti^Qios 
ixiDVV[iog yevoLTo KaS^dav utoXsL 
10 v^tag Sh xqtj vvv^ ocal rov ikkBi%ovt* txi 
^ßrjg dx[ialagy xal rov l^rjßov XQOVfpy 



V, 7 v/*y£*>f ^vie unser: beschreicn, d. i. lästern, 
; Blomfield und Andere zu d. St. q)poifiloiS leoXvßßo^ 
httS vat geräuschvollen (lauten) Anspielungen (Andeu- 
äugen ihrer Unzufriedenheit). Aehnliches bei Blomfield. 
Mm: die Sache yergl. Tadt. Agric. 27 iniquissima 
WK helloFum conditio est: prospera omnes tibi vin^ 
}iearU, adpersa uni imputantur^ 

V. 8 £ in welcher Hinsicht der abwehrende Zeus 
ledentungsvoll seyn möge der Kadmeier Stadt, in wel- 
iher Hinsicht sich Zeus in Wahrheit als ein abwehren- 
ler beweisen möge, vergl. Eum. 90 xotpta 6' oSv 
ttBWfAoS TCopifcaioS lö^iy auch unten V. 132 h(A dv, 
Ivxet* ava^, AvxeioS yevov drparcj datGn und zu 
^518. dXe^rjtijpioS (Aid., Rob. mit Med. und anderen 
tJii^ir^ptqS') ist ein Beiname des Zeus, vergl. Soph. 
U. 143 Zev aXe^TJtop, Der Genitivus ccv kann von 
tdyvjiioff abhängen, s. Matth. Gramm, g. 339, aber 
ich von ctka^rjrT^pwS mit folgendem Sinne: welche 
^eus seinem Beinamen gemäfs der Kadmeier Stadt ab« 
Uhren (von ihr entfernt halten) möge. 

V. 10 viidS für vßcSv. Oft werden das Gan^e 
■d die Theile in denselben Casus gesetzt, vergl. Prom« 
Sa ff., Ag. 435 ff., Choeph. 1029, Soph. Trach, 
147 f., Ant. 21 f:, 561 f., Kol. 1649, Aristoph. Vögel 
143 f., »latth. Gramm. §. 289, Anm. 8, §.319. dh 
\m. Sinne nach für nämlich, s. zu Choeph. 83. 
öÄ tov iÄÄeinovr' tri T]ßj]S dx/iaiaff sowohl der noch 
\n reifen Jugend ermangelnde, der noch nicht ganz 
vtffenföhige Jüngling. 

V. 11 rov h!^Tjßov xpovcp der an Alter über die 
ki^nd, über die Blüthe seiner Jahre, hinaus ist, also 
ier dem Greisenaiter nahestehende Mann. Vergl. Soph. 



EHTA Em eUBAE. 

ß^6tri(iov dXdcdvovra ^dficctog nolw^ , 
&Qav t* IVcn/^' SKaöroVy äg xi &viucqsj^£^ 

15 ßcj^oüfLf riiiag (iri ^^aXsup&ijvcd score. 



Kol. 112 XP^'^^ naXatoly 374 xpoyoo ßteUoTy 875 
Xpoyoo ßpa&vS, Aisch. Choeph. 643 xpovfa 9tXvT^. 

V. 12 ß\adtTffiov dXSaivovta öaS/iocroS noXvr 
wenn er gleich viele Sprofsllnge seines Leibes nilirty 
<wenn er gleich der Ernährer einer zahlreichen FainEft 
ist. Zu ßXdöTTf/ioS: (richtiger yielleicht ßXadTtfßtis) 
vergl. Hik« 306 , auch unten V. 515 ßX<iöT7f/jUX, n 
«roAvS" Ag. 937. 

V. 13 copav r' ix^^^' Sxadrov so vne jeder, 
der das gehöiige Alter hat, in der vollen Blüthe seiner 
Jahre steht, der waffenfähige Jüngling. Ueber xd 
— xcd — t€ s. zu Choeph. 661. In dnem Tbeile 
der Urkunden findet sich t nicht; dann mu£s man aber 
das erste xal in der Bedeutung von auch, sogar 
nehmen, und oopav statt (Spav schreiben. cSs^ n övft* 
itpETcks wie (da) es etwas aligemein anstandiges (alles 
zukommendes) ist. &S tt hat man in oodts verwuidetti 
Zu dvjinpBTckS vergl. Hik. 444. 

V. 1 5 rr/iaS" firj '^aXeup^^vai fCote für äötB it^ 
fids firj ^^aTUKp^-^vai novB , vergL Soph. El. 377 U 
Aias 786, Phü. 777, KoL 667, Ant. 447, Eur. fft 
377 f. äßxrye naxpl, voßovS ßpotoüv firj yiiaivtff* 
Die Erklärung ist unten Y. 77 enthalten. 

y. 16 y^ pnftpi dem Mutterlande, s. Hik. 857 
es 867 fiä rä, Choeph. 41 i(^ yalot fuäa^ Eof' 
Hipp. 601 00 yaia fiijrepy unb. Er. 178 jcoü ycä^ 
nijxepi auch zu Soph. Kol. 1 477. Auch in andern Vet' 
bindungen steht ßrjrrfp adjectivisch , wie Agam. 858 
firftpoS £vq>p6yrjSy 1208 ^6ov ^Tjtep' — dpdv, Zu- 
weilen heifst auch juTJttfp allein, ohne y^, Mutterlaa^ 
8. unten zu V. 398. 



1 



EHTA Em 0HBAZ. 7 

« yop VBOvg eQXovtag evguvsZ xiSa^ 
cTtavta Mxvdaoiovöa TcaLdeUcg mkov, 
tö'pi^crr' olTU&t^gag döTtidtjwogovg 
iO nytStovg^ onmg yivoLö^s jcqoc XQBog tode. 
xal vvv fuv ig x6ä[ fj(iccQ ev ginu ^tog* 
XQovov yag ^öi] rovös TCvgyrjQOviihoLg 
xaXäg ra Tclela Tcoke^og Ix ^ewv xvqbi, 
vvv d\ wg 6 iiavtig q>ri6\Vf oltoväv ßot'^Qj 



V. 17 ij ydp für iJSe ydp, vergl. Prom. 289, 
ppk EL 4, 45, PhU. 154,. Oid. 1082, 1102. Zu 
düf ipnovtaS ist vpiäS aus okcdS ysvotä^e hinzozu- 
»kea, 8. zu Prom. 337. 

V. 18 liegt in aicocvra nav8o7tov6a eine Art 
Wortspiel, s. das Sachregister unter: Rede. 

y. 19 £ nach der gewöhnlichen Construction (s. 
I Prom. 646) statt i^plrparo , onooS oixtötrfpeS 
imBrj(p6pot mdtol yivotö^e npo^ XP^oS rode, damit 
r als treoe schildtragende Bebauer (streitbare Bewoh- 
r) da seyn mochtet för einen solchen Bedarf (für einen 
Idien Fall der Noth). oixiötripaS dem Sinne nach 
r ohirftfjpas, — oitooS yivoiö^E, Aid. u. a. oncoS 
\nfi^e , was nicht falsch und vielleicht das ächte ist, 
xa Prom. 201. Ueber yiyve0^ai npoS x% s. za 
it 176. 

V. 21 vvv bis jetzt, vor der Hand, s. zu Agam. 
ÄS. SV jiinei ^BoS wie V. 35 £v teXBi ^so^. Alan 
nn ßhcetv transitiv nehmen ; gut läfst es ausschlagen, 
iifallen, ein Gott, zum Guten lenkt es ein Gott, s. 
i Hik. 391, Soph. Ant. 1144, wie besonders inifißi' 
itr gebraucht wird, s. das. und Auch. Ag. 244, Eum. 
rS; oder intransitiv: ein Gott ist uns wohl geneigt, 
igethan. 

y. 22 xpovov TovSe eine solche, eine so lange Zeit. 

y. 23 rct nXeioo mehrentheils. 

y. 24 6 fiavtis Teiresias. oidortSv ßotrfp der 
ogeilurt, yogeihalter. 



8 EUTA Em &HBAS. 

Xm^iötTjQLOvg oQVL&ag dipsvdsZ tijjvj/, 
ovrog touSvds SeöTt&trjg iiixvT£V[iA$€W 
Uyev (iByl^tfiv ütgoößol^v 'AxcctSa 



y. 25 iv ddi^ denn Teiresias war blind , hatte 
al:er von der Athene als Ersatz ein ausgezeidmet schar- 
fes Gehör bekommen, 8. Apoliodor. III, 6, 7. ro/MOK 
überlegend 9 prüfend, beurtheilend , s. Soph. Oid« 300 
und das. Musgrave, auch Hom. Odyss. 18, 216. itvfAi 
^ix^ abgesehen vom Feuer, aufser dem Feuer , lik 
Prom. 290 x^fi^^ yivov^ , woselbst man nachsehe« 
Eteokles will sagen: Teiresias habe dieses nicht blof 
aus den Brandopfern, sondern auch aus den Yogelzei- 
chen erkannt So sagt Teiresias von sich Soph. Ant 
1005 ev^v^ 8h deiöas äpiitvpwv iysvoßjLtiv ßooßiöidt 
tcafi(pXixtot6iv, Ueber die Weissagung aus Brand- 
opfern s. zu Prom. 494. Die Beschaffenheit der Brand- 
opfer liei's sich Teiresias wegen seiner Blindheit TOil 
einem Andern beschreiben, vergl. Soph. Ant. 1012. 

V. 27 jetzt aber — verkündet dieser Herr solcher 
Weissagungen, nämlich Apollon, dessen Bildsäule aufser 
andern mit zu sehen ist , s. vor Y. 1 , und zu Ag^am* 
1051. ovTO? steht mit Mnweisender Kraft, wie Choeplu 
578 rovta>^ Soph. El. 635 avaHtt tGoÖe und Kol. 59 
tovö' imcotrjv KoXofvov, S. auch unten zu V. 664. 
Oder man mufs es verstehen: jener erhabene Herr, a* 
zu V. 406, 1012, Ag. 1090, Soph. PhiL 141. Bl 
verkündet es aber Apollon durch die Weissagevogel 
und die Opferflamme. 

Y. 28 f. ein sehr grofser Achaischer Angriff (ein 
Hauptangriff von Seiten der Achaier) werde die Nacht 
verabredet , und wolle der Stadt nachstellen (werde si« 
überfallen). 'Axoctda, drei Handschriften Uxoatdaf s. 0* 
Agam. 177. Unter den Achaiern aber, unter welchen 
oft alle Hellenen zu verstehen sind, werden hier blo0 
die Peloponnesier , und besonders die Argeier gemeint« 
Vergl. Y. 306. vvjmjyopelö^at stellt die Sache äo 



EUTA Em &HBA21 9 

OQfMöd's TCavthq^ 6ov6%b 0vv xtxvtBvxUcy 
xlf^Qovte &(0Qa7tBlaj xanl öiXfiadL 

lillivovTsg tu hccgöBitSf iiri8^ ixi^kvöcnv 
)5 taQßBit^ ayav oiiilov * bv xbJ^I hBoq. 



IT, als wenn während der Nachtzeit, wo der Angriff 
vdilossen wurde, Eteokles vom Teiresias auch sogleich 
1 KenntniTs gesetzt worden sey , worauf sich Eteoklea 
idi oben Y. 2 bezieht Ueber diesen Gebrauch des 
dsens 8. zu Prom. 592. oaptißovXevöeiv , einige 
ikonden H^xtßovXevetv ^ was wegen vvTctTjyoptiä^at 
itttanden zu seyn scheint. 

V. 30 fF. nun wohlan, nach den Zinnen und Tho- 
n der Mauerthürme (s. zu V. 266) eilet, stürmet mit 
tUer Rüstung alle, föllet die Brustwehren, und be- 
ttlet die Stocke (Stockwerke, Gerüste) der Mauer- 
Arme und der Thore Ausgänge ( Oeffhungen ) , haltet 
laielbst) muthig Stand, und furchtet der Ankömmlinge 
aofen nidit allzusehr; wohl wird es enden ein Gott, 
teoldea bestimmt alles genau, wie es einem Befehls- 
iber ziemt, weshalb sich in seinen Worten Wieder- 
ihmgen finden, nämlich ^icdTi^iS ItvpycofAotGov und 
iiopoHaux. und ^iXßara itvpyo^v, nvXat TCvpyao/idroov 
od KvKßov E^odoi, Der Gedankengang ist: eilet nach 
sn Thoren und den Thürmen, welche die Thore 
Mtzen, besetzet Thore und Thürme, imd vertheidi- 
Bt euch daselbst tapfer. Ueber das Asyndeton s. zu 
rom. 56. diXuaöt, Med. ösXfiadiv» — TtvXdoy ijc' 
ßodots', yergl. V. 58, Eur. Biies. 514. fiifivovxES ev 
apöene habe ich verbunden, wie Soph. Phil. 123 öv 
Ir fiivcov vvv hbivov iv^dd* ixSaxoVf 1274 fii" 
orn xaptepeiv, — ev ^rapöelte Aid., Rob. , Turn., 
v^apöeits Vict. Beides ist gut, da Bv^apörjS (Hik. 
'38, Agam. 908, Eur. El. 526) und ev^ap6(^S (Aisch. 
fik. 241) gefunden wird. etJ ^dpöei steht Hik. 984, 
■d vielleicht ist auch daselbst V. 586 ^apöette ev zu 
'«binden. Zu /xydl tapßelx' ayav vergl V. 220, 



10 EntJ Em 0HRd£. 

öxojcovg Ss xayto hol 7catosct^Q€[g 0t(fimv 
^Tteiiiftt^ rovg ütBTCoiQ'a (ifj fucrav 68a' 

ArrEAOn 

^EtzoTcXztg^ q)iQi6rs Kadgisltov ava^, 
40 TJxG) öafpij rdxeld'sv Ik 6tq(xxw fpi^mv* 

ßoph. Trach. 89 ovdih dst^aiveiv ayocr, — teXA 
ist hier das attische Futarum. Ueber ev teXA f. n 
pers. 221. 

V. 36 6KonovS Späher, Beobachter, aufgestellt 
auf erhabenen Punkten vor der Stadt, xoeroimjpaS 
(Med. 'HOtxoTCrrjpa) Kundschafter, Spione, die sidi is 
das feindliche Lager schieichen, vergL V. 351. xaA 
in Hoiyoo setzt den Eteokles dem Volke, besonders deD 
vfiäs V 10 entgegen: thut ihr eure Pflicht, auch ich 
habe die meinige gethan, s. V. 66 , Agam. 541 , Sopfa* 
EL 643. Man könnte es auch auf öhotcovS beziehen: 
Späher aber auch (aufserdem) und Kundschafter def 
(feindlichen) Heeres habe ich abgeschickt, 8. zu Sojfhi 
Aias 495, doch ist dieses \veniger ^wahrscheinlich. 

V. 37 tovs für ovS, rergl. Pers. 43 und das Sacl- 
register unter : Artikel, fiaxav odoS nutzlos seyn duick 
ihren Weg, vergebens ausgeschickt se^n, s. zu Prom. 57* 

y. 38 ov tt pirj XrftpStoj SoXgo es ist nicht irgend 
ein Fall, dafs ich durch List gefangen werde, so 
werde ich durchaus nicht durch List überrascht werden, 
s. V; 181, 263, Hik. 727, Choeph. 898, Eum. 2«0 
u. a., besonders zu Soph. KoL 844. Während die Bür* 
ger noch beisammen sind, erscheint der Kundschafter. 

V. 39 'EreoHXee^, s. über die Form Matth. Gramm. 
§. 78, Anm. 8, auch JEur. Phoin. 532, 705. gtiptöte 
vorzüglichster, höchster, oberster, wie Soph. Oid. IH^ 
C0 (pepiöre öeönoToov , da aufser den Königen aoc^ 
anderen angesehenen Personen der Titel dvaxttS u. A* 
beigelegt wird. 

V. 40 rdxai^ev ix ötpoaov was auf der andern 
Seite vom Heere, von jenem Heere, geschieht. Auch 



I 



II 

r 

;l 
1' 

4l 



EUTA Em enbjjs. w 

Svigeg ydg iatd %ovqloi Xo%ayktaiy 
xm)^<i(payovvtBg lg fislavdetov öaxog^ 
xol &Lyyavovte$ xbqöI tavQBlov q>6voVf 



um man ix dtpatov als nähere Erklärung zu TaHst- 
er duidi Kommata einschliefsen , oder beides als ix, 
ttp(MjfAov gesetzt ansehen« qjipoov bringend, mel- 
Bod, 8. zu Pers. 244. 

V. 41 kann man d^ als dem Sinne nach für ydp 
pgt ansehen, s. zu Prom. 125. ocvtoS xaTotcctfS 
i ovtöxtTjS , s. ZU Pers 5. 

V. 42 leitet ydp die Erzählung selbst ein, 8. zu 
roffl. 648. 

V. 43 tctvpodg>ayovvTe$ i^ jisXdvSetov daxoS 
Den Stier schlachtend in ein schwarzbeschlagenes (mit 
hwarzem Eisenblech beschlagenes, oder daraus Ter- 
rtigtes, auch wohl: mit einem Rande Ton schwarzem 
isen eingefaßtes) Schild, d. i. über demselben, so 
Jb das Blut in dessen Wölbung fliefst, s. Aristoph. 
raislar. 189 cfs' dönid\ coöitsp^ g)d6% iv AidxvXtp 
»rl, ptrjXodgtayovöat (od. fi7/\odg}ayovdaf), Xenoph. 
nb. II, 2, 9 ravta ö' (Sfiodav, d<pd^avre$ xditpov 
e^ tavpov xai \wtov xal xpiov eis ddnidUy ßd- 
rorteS ol fi\y '^EXXrjveS ^UpoS, oi 81 ßapßapot Xoy- 
ir, Herodot 4, 70, Mela 2, 1, Lukian. Toxar. 37, 
omer. Odyss. 11, 35 £, die Ausleger zu u. St. , und 
»er die Construction Krüger zu Xen. Anab. IV, 3, 18. 
]XdvdeT0Vf wahrscheinlich um durch die schwarze 
arbe die Handlung ernster und feierlicher zu machen, 
eber das Wort s. Blomfield und Schwenk zu u. St. 
ergleichen kann man auch Y. 145 x^^^^odetGov da* 
iooy. Gewöhnlich trugen die Argeier heilfarbige Schilde, 
ni V. 89. 

V. 44 (povoS Blut, s. V. 48, Ag. 1236, Choeph. 
3, 69, 572, 1021, Eum. 179 u. a. Ueber die Be- 
ihrung des Blutes und der Opfer beim Schwören s. 
pollon. 2, 715 ff. und die Ausleger zu u. St. 



12 EHTA Em 0HBJr. 

45 ^JtQTi r', 'Evvcj , xccl q)ilaL(iatov ^ßüv 

Q'EVtsg, kuTta^einf ccörv Kaduelov ßUcy 
^ yr(v ^av&vrsg r^ds qwQaöuv Kpovm' 
livijiiSLa ^' avtäv tolg tBTCovötv ig öo^iovg 



H i» . I I ' 



3^ 



3t 



is 



V. 45 ha|)e ich aus Med. und zwei andern Hand- 
schriften "^p?/ r* (Stobaios "^p^ x*) aufgenommen, wo- 
für Aid., Rob. u. a. "yipTjr r' haben, ebenfalls gut, da 
beide Formen, 'Uptf und ApTfV gebräuchlich sind. Apri 
findet sich Hik. 61», 656, 674, Ag. 48, 367, Em. 
854, "JfJT/v unten V. 53, Pers. 86, doch auch an die- 
sen beiden SteUen im Med. ( Weigel) ''ApTf. S. Matth. 
Gramm. §. 90 u. a. "Aprjv ohne t' haben blos Tunu 
und Yict., wahrsctieinlich aijs Aenderung. tk bedeutet ||. 
hier und zwar, s. zu Prom. 208, üeber den Acca- 
satävus bei den Verbis 4e§ Schwörens s. Matth. Granun« l!f 
§. 413, 10, 'Evvoo, die Bellona der Römer, and \ 
Mutter, oder Amme, oder Schwester des Ares, s. ^an«» »j'^ 
heim's und Blomfield's Bemerkungen. $oßov, Rob. und || 
einige andere $6 vor, yielleicht aus Aenderung wegen -j 
des Beiworts tptXodjuatQv, obgleich an sich nicht übeli || 
da ^ovoS als Person bei Aischylos vorzukommen scheint, 
8« V. 556. Beide Wörter finden sich rerwediselt V, 
116, 226, Prom^ 355 u. a. Phobos unü Deiiuos sind '.^ 
Söhne des Ares , s. Hesiod. Theog. 933 f. , Schild de* . 
Herakl. 195, 463, Hom, Iliad. XHI, 299, XV, 119, \ 
Spanheim bei Haupt zu d. St^ 

V. 47 vergL VT 513. Aehnliche Verse kehren bei 
Ai&chylos bisweilen wieder, s. zu V. 408, Pers. 797- 

V. 48 (pvpaöeiv tporüD einweichen zu wollen durch 
Blut, s. zu V. 44. 

V. 49 firrjfxeta avtSv, nach den Schollen Scho»^' 
Icn, Bänder, Ringe, Haare u. a. , welches die Kriegt* 
vor dem Treffen den Ihrigen zum Andenken sandte *■• 
is (Med. und Stobaios ek^ vielleicht ächter) dojw^ 
nach Hause, d. i. um sie nach Hause zu senden. €^^ 
dmckt üA den Zweck aus ; ähnlieh auch Soph. EL bT^ 



I - 




EHTJ Em QHBAH 13 

50 üCQog uQii ^jiSgdörov x^Q^^v SövsipoVy daxqv 
Xsißovregy olxtog ä' oikig rjv diM ötoim* 



V yäp ^y XvötS äXXij drpar^ Tipoff olxoy, oJö* ds 
hov, Xenoph. Anab. VII, 7, 67 ^avepoff ^v oi'Hada 
■apaöxeva^ojusvoS, 8, 21 ort ndXiv Ar' avtov ra- 

V. 60 TcpoS (Rob. und einige andere «poff 5*) 
xpß* 'ASpddtov um sie auf den Wagen des Adrastos 
n legen, bestimmt für den Wagen des Adrastos, damit 
Beser sie mitnehme. A.mphiarao8 nämlich hatte geweis- 
•|t, walirscheinlich in der Nemea (s. die Einleitung), 
lafs mu: Adrastos nach Argos zurückkehren werde (s. 
len Scholiast und Apoliodor. III, 6, 2), -wefshalb die 
ibrigen Heerführer ihre Andenken dessen Wagen an- 
'ertrauten. Aehnlich steht Ttpo^ Agam. 1027 iötrptey 
fft/ pirjXjot lepoS d<payäff TtvpoSt Soph. Elektr. 930 f. 
Äehr s. in Matth. Gramm. §. 691. /iyrfjuäia x^P^^^ 
^üpoy sie wickelten, packten die Andenken mit den 
finden ein. Doch ist folgende Erklärung einfacher: 
ie hingen Andenken an sich am Wagen des Adrastos 
nh den Händen ringsherum auf. Aehnlich unten in 
Im nach V. 260 in einigen Urkunden enthaltenen Verse 
^tiüpGo npo vaojv noXeiiioov id^fj/ictca ; auch Soph. Ei. 
140 f. Jto^S" tiyt i7Cidti(peiv» 

V. 5 1 es fand aber keine Klage (keine Aeufserung 
et Wehmuth und Betrubnifs) statt mit dem Munde 
oder durch den Mund), d. i. es wurde keine Klage 
nit Uebcr 6lxto$ vergl. Hik. 57, 62, 372, Choeph. 
07, zu Soph. Kol. 1633, über droßa unten V. 475, 
61, Eur. Orest 103, 1175, auch Aisch. Pers. 555 
^oe x^P^^y Hik. 766 npoS or vitpr/ dt' vdprjXd yi-- 
^rai ;^zcJv. Stobaios dyd drdjza, S. auch unten zu 
. 188. 

V. 52 f. denn ihr eisenherziger (hartherziger) Sinn 
•hnob (war aufgeregt, tobte) muthcntbrannt, wie (der 
^On) Mord blickender (Tod und Verderben drohender, 
*ch Mord aussehender) Leuen. 6id7jp6q)pcoy , vor gl. 



16 EHTA EIÜ &HBA2. 

65 xal xwvSb xat^ov, o6tig Sxtötogf l&ße^' 
7cay(o ta Kouca iti6xov '^(isqoö7c6m>p 
oifd'cdiibv 6^(0 y xal öaqnpfslqi X6yw> 
slöas Ta xäv ^Qcc&ti/y aßkjx^s iöy. 

ETEOKAHZ. 
CD Zzv TB xal ri], xal aoluSdovxoi &&&,. 

liehe , sondern eine auf dem Lande , s. zu Prom. 881 
Ueber Hvjxa s. za Pers. 87. Aid. und einige andere 

V. 65 und ergreife (benutze) Iiierzu den rechtai 
Augenblick, welcher sehr schnell ist (vergeht), oder: 
die Gelegenheit, die sich dir am ersten darbietet, & 
erste Grelegenheit, s. Pers. 819, Soph. Oid. 344, Mattk 
Gramm. §. 445, a, §. 461, S. 858. t^yds, Äld. uad 
andere rovSe, d. i. den gegenwärtigen Zeitpunkt, mcfct 
ganz übel. oöTtS, Rob. und einige andere ooS ttS^ 
wie ProuL 471. Xoiße^ vielleicht richtiger Xaßhy vergL 
Arkadios p. 148 f. x6 6\ Xdße xal föe nap' ^fur 
ßikv ßapvvo'ytat , "jeapa Sk 'AttzTcdiS 6$,vrovrca ; docfc 
findet sich XaßB Eum. 125, £ur. Orest 113, HippoL 
1431, ras. HerakL 626. Aehnlich Eor. Jph. Tanr. 906 
9tatp6v XaßoYtaS. 

y. 66 xaycoy s. zu V. 36. tf/iepodxoxov nUaed 
des Tages spähend , da das bisher Erzählte mehr dtf 
Nachts geschehen war (s. Y. 29), jetzt aber <l 
Tag ist. 

y. 67 o(p^aXfi6y ^^go wie unser: ich wiD ^ 
Auge haben, d. i. ich will Acht haben. Tcai und f^ 
s. zu Prom. 279. öatpr^yel^ Rob. mit einigen UrkoB' 
den, daqnjvla die übrigen. Alan kann zweifeln. 

y. 68 ra rcov Bvpct^er die Unternehmungen und 
Mafsregeln der Feinde, vergl. y. 175. Der Spider 
ab, und zugleich die Bürgerschaft, um die Stadt stt 
vcrtheidigen. 

>'. 69 wird durdi die Worte eo Zev rc nal JHf 
Himmel und Enle angerufen, da Zeus den HiiiflH 



EHTA Em eHSJJS. 17 



Ge die Erde reprSsentirt. Vergl. Eiir. Phoixu 1297 
Uo Zfitf, ioi rä, El. 1177 ioo' rä xaA Zevy uns zu 
Pen. 491. itoXt66ovx.ot ^eoi Landesgottheiten, die 
in Thebai einer yorzüglichen Verehrung geniefsen und 
im ersten Chorgesange , so wie Sopb« Oid. 159 £[1 na- 
aeatiich aufgeführt werden. 

y. 70 und die Fluchgöttin Erinny« des Vaters 
(die du auf des Vaters Seite stehst und gleichsam in 
seinem Dienste Inst), die groüsimachtige. Oidipus näm- 
lidi hatte seinen Mannsstamm verflucht, aus Verzwei« 
fafaing nach Erkenntnifs seiner Blutschande, s. V. 760 
-773, nach Sophokles Kol. 414 ff., 1355 ffl, weil 
Kteokles und Polyneikes ihn, als ihren Vater, mit Ge- 
walt aus dem Vaterlande Tertrieben hatten, worauf 
loch V. 766 unseres Stücks hinzuweisen scheint, und 
U die Herrschaft Krieg führten« Andere fuhren andere 
Ursachen an, s. Welcker in der Aeschyl. Trilogie S. 358 
£, Klausen in der allg. Schulzeitung 1830, 2te Abth. no* 
H6, S. 1182 £ Der Fluch aber war dieser: das Eisen 
M&e das Erbe seiner Söhne theilen (V. 709 ff., 767 
ft, 799 £, Valckenär und Matthiä zu Eur. Phoin. 68), 
d. L das Geschlecht des Oidipus' solle vertilgt werden, 
Ind zwar im Kampfe um das väterliche Erbe (V. 672 
£ «. a. ). Die Veranlassung des Fluchs mag in dem 
Btftcke Oidipus genauer angegeben worden seyn; 8« 
(•doch zu V. 767. In 'Apoi 'EptvvvS ist Upd die all- 
gemeine, 'Eptrvv^ die besondere Benennung, und gleich- 
sam Apposition dazu, vergL V. 1042 KijpeS 'EptvvveS, 
Aehnliche Zusammenstellungen sind IJxxXXds 'ä^tjvtj^ 
•der Mktj 'A^rjvä. IloXids (Soph. Phil. 134) u. a.; 
1. auch Welcker a. a. O. S. 40. Anderes s. zu Hik. 
699, Soph. Aias 623, Ant. 929. Ueber die Verbin- 
dnng *EptvvvS icatpoS s. unten zu V. 705. Eteokles 
fleht zur Ära, dafs sie der Stadt nicht schaden möge, 
CMchsam als schade sie ihm dann auch nicht. Ueber 
^xa\ — ytai — re s. zu Pers. 214, über den Ar- 
tttel mit dem Norainativus bei Ausrufungen unten zu 
V. 122. 

2 



18 EHTA EIU eHBAS. 

' p,ri (lOL n6Xtv ys ütQV(iv6%'BV mcvmUtQWj 
q)^6yyov xeovöaVy xal dofiovg itpe&thvgf 

y. 71 ff. rottet mir die Stadt wenigstens tob dcT 
Wurzel aus ganz zerstört (dafs sie von Grund aus gaaS 
zerstört wird) durch Eroberung nicht aus, weldie HeOas 
Sprache redet, und die heimischen Behausungen, b 
yi liegt, dafs Eteokles keine gänzliche StniflosigkMt 
erwartet, npvfxvo^ev heifst mehr: von Grund am, 
ganz und gar^ yergL V. 1043, Kailimach. Hynm. tuf 
PeL 35, wie itpi/ivoS^ev , dagegen ^pv/inj^er mehrt 
Yon hinten her, vergl. Hom. 11. 15, 716, Erinna bei 
Athenai. YII , p. 283 , d , Arat. Phoin. 348 , doch 3^ 
dafür TCpv/jLvoSrev. JXerher gehört auch evTcpvßJtmjS 
Hik. 958. Unten V. 751 kann itpoitpvßva über Bord 
und Yon Grund aus, wie TCpoßßt^ay npo^iXvßiyOf 
bedeuten. navcoXe^pov ist proleptisch für S6tz 
nayooXe^pov yiyyeöSrat zu nehmen^ vergl. Agam. 
523. ö^äXcoTov, gew. ÖTftdXcotov, was einigermalJMn 
Tertheidigt werden kann, wenn man das Wort dordi 
die Synizesis viersylbig ausspricht, s. Y. 260 S^utVt 
Pers. 274, 278 daots, Choeph. 868 ö^oov, 621 ö^aiöiw; 
auch unten V. 114 vielleicht dpigcov y Pers. 851 Bfii' 
otiayy, Ag. 642 ®piffKiat. Mehr zu Eum. 1011. *£SU 
XdöoS^ g}^6yyov x^ovdav welche die Sprache von BU- 
las (des eigentlichen Griechenlandes ohne den Pelopoo-. 
nesos) über ihre Lippen strömen läfst; daher V. 15S 
noÄiy dopinorov fiij npoSw^* htepotpoavGa, ot, ötpatff 
was sich blos auf die Dialectverschiedenheit beiidit 
und dem Siane nach für fremd steht, vergL Hik. 94S 
aXko'^pooiS y Ag. 1173 aXXo^pow noXiVy Sopfa. PUL 
540 6 ö*y d\X6SrpovS y Aisch. Choeph. 558 qxavrp^ 
olöofiBv Ilapvrfööiöa, Hellas steht hier mit ehrender 
Nebenbedeutung, als Sitz der Bildung, und wahrschein- 
lich will Aischylos beiläufig die Peloponnesier verid^ 
nern. x^^y öfter von Lauten und Worten , s. die Wör- 
terbücher, dojaov^ iq)£dtiovi die zu meinem Heerdti 
meinem Besitze gehörigen, eigenen Gebäude, vergl* 
Ag. 829, Eur. Rhes. 201; auch vielleicht Soph. Tnch. 



EHTA Em 0HBAS. 10 

Üsv^iQov 8\ yriv ts xal Kadjiov noXiv 
rS ivyouit dovXsloLöi (ii^kovs öxs^bIv* 

z63Ug yoQ sv XQciaaovöa dalfiovas xUi. 

XOPArOZ. 
t^fhiiaL q)oßBQa [i^Byal* axq* örpog). 4L \ 



105. S. auch za Ag. 417. Eben 10 wird k&ttovxoS 
jAraucht) 0. zu Pers. 503. 

V. 74 verbindet S'ky B, zu Prom. 644« Aid. und 
Word. iXev^ipav te yijv te. Der Genitivus KäSfiov 
nhirt sowohl zu y^ ab zu tcoXiv, 0. zu Prom. 1017« 

V. 75 ttvyotöt dovXdotdt^ and. SovXiotdu Beide 
Wnen sind gut, s. Schwenk und Blomfield zu d. St.; 
ich Agam. 1199. Rob. und andere Urkunden ^svyXpöt 
wkdjfötf was nicht nachsteht; über die Form s. zu 
ma. 6. fi^note öx^^^^y Cgew. öx^^stVy s. zu Choepk 
10) kann man für firiicox ix^^ oder öxv^b nehmen, 
Lder Infinitivus bisweilen für die zweite Person Piu- 
ib des Imperativus steht, vergl. Soph. Phil. 1080 
iäs ö* opßiäö^at taxBiSy Aisch. Hik. 959 dißsdS^at, 
liö^h. 303 reXevT^y, Eum. 994 f. narix^tv und naß- 
i^i vielleicht auch das. V. 680 ai6ei6^att oder es 
i der Infinitivus des Flehens : und dafs ihr nie haltet 
{O0selt), wozu man vfiotS aus ht^ajjyiöiftB zu ergän- 
% hat, s. zu Prom. 337. Ueber diesen Gebrauch des 
JlBitivus 8. Blomfield zu u. St., Matth. Gramm. §. 547, 
ich unten V. 235 , Hik. 129 ff. «• 139 ff. , Choeph. 
SS f., 718 ff., Soph. Oid. 190 ff. 

V. 76 drückt 6^ den Gegensatz aus zu den ror* 
»gehenden negativen Sätzen, ^vrd Gemeinsames, was 
1 unserem und euerem Befsten dient Ueber yireö^e 
dXxif s. zu Kum. 417. 

V. 77 Eteokles in die Burg zurück. 

V. 78 beginnt der wahrscheinlich ÖJtopäÖtjv (s. 
^ 173 > zu Eum. 135) auftretende Chor, ehe er id 

2* 



» EltTA Em BHSAS. 



' \ 



p$9BZtat 6tQ(xxog ötQcetoitBÖov iMAff^ 



die Orchesträ einzieht > auf der Bohne einen ans yL 
Abschnitten bestehenden Gesang. Im ersten Terkünd« 
die drei Hauptpersonen des Chors, nämlich die Cho: 
führerin (die männliche, die Chorfuhrerin Torstellen« 
Person) und die Führerinnen der beiden Haibchon 
die Annäherung des feindlichen Heeres; im zweite 
vrendet sich der ganze Chor fufsfällig an die Göttei 
deren Bildsäulen die Bühne zieren, sie um Abwendoni 
der Grefahr bittend ; im dritten wenden die drei Haupt- 
personen ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Unterneh- 
mungen des Feindes; worauf dann im vierten der gann 
Chor die Götter nochmals im Allgemeinen um Hälft 
anruft. Ueher ähnliche Chorgesänge s. ausführlicher n 
£um. 135* Uebrigens mufs man sich denken, dals der 
Chor Von den Y. 68 abgegangenen Bürgern unterwegi 
das im Lager der F^de Vorgefallene mit kurzen TVor* 
ten erfahren hat, wie man besonders aus Y. 117 ff> 
ersieht, lieber den Chorführer Telestea s» die Einlei- 
tung, ^pio/juny einige ^pev/iat^ und statt /isydX 
axij andere /isyaXcc t Sxfj» 

V. 79 jLis^ettca es ist aufgebrochen. Zur Ver- 
bindung kann man ydp ergänzen , s. Prom. 275 , 568» 
587, Sieb. 109, 420, 571, 578, 583, 633, 680, 
708, 775, 819, 831, 910, 1018, Pers. 119, M 
642, 725, 948, 960, Hik. 4, 71, 94, 193, IJMi, 
203, 207, 222, 371, 578, 586, 64^, 704, 706, 
712, 721, 741, 801, 805, 845, 907, 911, 100«, 
1014, 1017, 1038, Aganu 36, 101, 315, 379, 481, 
499, 555, 587, 625, 651, 797, 900, 904, 929, 
940, 1013, 1023, 1054, 1097, 1123, 1188, 1192, 
1332, 1370, 1402, 1435, 1541, 1545, 1627, 1648, 
1662, Choeph. 24, 48, 63, 254, 427, 459, ^öOS, 
627, 584, 612, 751, 777, 782 = 793, 846, 853, 
858, 880, 886, 891, 893, 964, 969, 1004, 1017, 
1025, Eum. 96, 122, 143, 152, 159, 248, 255, 
297, 529, 675, 649, 663, 694, 704, 724, 728, 730, 
788, 820« 1029» 



EllTA Bm eHBAS. 21 

O $$l a^Xvg ods Aacöff stgoSgoiiog Ismitag* 

6\ Svttvdogj ^«9^5, Stviwg ayyzkog. 

HMIXOPIA. 
• iXidBfLvcig tcbSL* 6ai,otvxog dvttör. er.. 



V. 80 es 0tromt zahlreich dort (daher) Volk vor- 
■dlend zu Ross. Ueber ßeiv s. zu Per«. 87. oSe 
M Rob. u. a.) da, dort, s. zu Prom. 943; die Les* 
rt ei)8e oder d* coSe ist gegen daji Versmals und ans 
uBodening oder aus Verwechselung der gleichen 0-Laate 
Btdtanden; doch kann man gSös (Aid. coSSf was viel* 
itht ein Druckfehler für o8e ist) vertheidigen , wenn 
na AecoV als einsylbig durch die Synizesis ansieht. 

V. 81 f. ai^epia hoch in der Luft fliegend, am 
BnmeU Auf eine andere Weise konnte der Chor Ton 
dnem Standpuncte aus füglich den Staub nicht sehen, 
a der Stelle kann man vergleichen Hik. 172 op<S 
7nv, ävavdov ayyeXov dtpatov; auch Eum. 240, 
g. 482 £F. , Kur. Hippel 1076 f. » Theogn. 661 äy- 
ikoS a<p^oyyoS yom Feuer, Beispiele ähnlicher Ozy- 
4n s. zu Prom. 882. 

V. 83 ff. bauvernichtend , Felder (Saatfelder) nut 
hiea schlagend, was nähert (bringt) es (das Reiter* 
dk) mit Getöse? es fliegt, es braust aber (daher) 
leidi dem unwiderstehlichen bergschlagenden Wasser 
km an Felsen anprallenden Meerwasser). hXidsptva^ 
i wahrscheinlich zu schreiben statt iXedeptvds (Rob. 
\38£/iyd^, Reg. C iXaSd/iva^). Zwar wird iXede/A- 
ttS von den Scholiasten durch o iXocvvoov xal ötsyei^ 
9BV, rSv dejitvidov und iXavyaov i/jh ix tgov öejavioov 
<A ovH i(av xa^Bvöeiv , (poßov i/ißaXooy, nämlich 
ft»f fCppöpopioS initot aS, oder dtpatoS, erklärt, und 
I kdnnte allerdings Masculinum seyn, wie (pvydC^ ^EX- 
^ IL a. , auch einigermafsen als Nebenform für iAe- 
^HOfioS durch gwyoöejuvoS und opo$e/ivtds verthei- 
igt, und vom alten iXe%v (^A^y) abgeleitet werden, 
^Yon vielleicht Prom. 436 lipovdeXäv und Pen. 289 



2S EUTA Em eHBJIL 

tl iglfotm ßo^; ^cmätai^ ßgipH 
85 d' äfucxkov dlmv vdcecog oqowkov. 



JpX^^^tof kömmt; all^ alles dies ist sehr VBwabr- 
scfaeinlich. kXidefivaS steht für Iki^ßiaS mit des Yen- 
mafises wegen eingeschobenem Vy wie in xfnjöeßivor, 
7tooXodaߣvtf^ u, a. (s. zn Hik. 873), und ist gebildet 
wie kMvafy iXixvöpofy kXhctoXtS Ag.'676. ^/ioS 
hat darin seine erste Bedeutung Bau, und bezeiduiei 
die Anlagen und Anpflanzungen Tor der Stadt, wit 
auch dißietv gefunden wird. ne6t07tX6xTvito$ y weldM 
durch die Synizesis funüsylbig seyn könnte und dum 
dem Metrum nicht entgegen wäre, mufs doch in 7u9i 
SnXotvTCoS (von oieXt)} theils der genaueren metrischei 
Elntsprechung , theils der ungewöhnlichen, dem Kofli* ' 
•eben sich nähernden dreifachen Zusammensetzung we- 
gen verwandelt werden, zumal da ictvnoS und xvtoi 
in den Compositis oft verwechselt wird, wie s. B. V, 
65 opoxtvKov und opotweov. Der Accusativus iei6Uc 
ist vom Verbale abhängig, s. zu Prom. 906. ri Med., 
woraus re, dhy oStl, cJdl, r* 6^1, t* oSöl und okn 
geworden ist, vergL V. 102, 141 u. a« Man könoti 
auch das Indefinitum rl in der Bedeutung x etwas Bt- 
deutendes. Entscheidendes, einsetzen, s. zu Ag, 1386, 
£k>ph. EL S98, Trach. 866, Oid. 1446, 1450, «idi 
unten zu V. 1053. xP^ßtTitet habe ich statt xP^ßizrttM 
(Roh. und Vict« t' iyxpitifCTetai) y was gegen (hf J 
VersmaTs ist, und aus dem mifsverstandenen Actiffll | 
entstanden zu seyn scheint, geändert, Ueber das Acfl- 
Yum in transitiver Bedeutung s. zu Prom. 714. Wollte 
man es in intransitiver Bedeutung nehmen, mit folgen- 
dem Sinne : was (warum, in welcher Absicht) naht est 
80 kann man dafür Eur. Jon 156, Andrem. 530, ApoUoa* 
Bhod. 3, 1S86 anfuhren, ßoqi, (andere ßoä) ist Bat!- 
▼US wie y. 88 und nicht dritte Person des Veibi« 
natätat bezeichnet, wie ähnliches oft, die SchneUif* 
kait, Ueber ßpißuir s, zu Prom. 421. 6h verblndirt 
den Satz, nicht die zwei Verba, welche uhne Veriiii' 
dnngspaitikel stehen, s. zu V. 60«. So 5teht M na^ 



EHTA Em eHBAJB. 28 

läf Iciy liO^ l(Of Uo ^£ol 

%wl %\ OQOfisvov xaxov aXsv6,atB* 

XOPArOS. 

ßof vücIq xtLj^tav 6tpog>. (f. 

6 liVKaams oqwtai laog tv^ 



\m zweiten Adjectivum Choeph. 421. Aehnlich steht 
Ittli r^, 8. zu Prom. 493. opotvxov Med. und einige 
lodere Handfchriften ; gew. opoxTvnov gegen das 

V. 86 haben die meisten Urkunden ioo viermal, 
Uge drei- oder zweimal. Ueberhaupt zeigt sich 
Ml öfters ein Schwanken, s. zu V. 980» 981, 984, 
«5, 988, 990, Pers. 936, 1025, 1029, Ag. 147L 

V. 87 opofxevov^ einige o^fiopurov, s. zu V. 110* 
Mber äktieiv s. zu Prom. 567. 

.V. 88 kann vitkp tsixicoy (zweisylbig) heifsens 
peits der Mauern, vergl. Hom. liiad. 18, 228, Odyss. 
}, 257 und 14, 300, Xenoph. Anab. I, 10, 14 
lAfifSet rd vitkp tov \6<pov ri i6tiv dnotyyetKott, 
kdeicht auch Soph. Ant. 117 6tds vTtkp jueXd^poav ; 
nhrscheiniicher jedoch versteht man es: mit Geschrei, 
li Aber die Mauern herüberdringt, wodurch die Grofse 
Mdben bezeichnet vnrd. Aehnlich steht vn^p mit 
m Genitivus öfter, besonders bei Yerbis. ßoji hat 
ti letzte Sylbe wegen des darauf folgenden Vo« 
ik knrz. 

V. 89 \tvHa6ietS mit hellfarbigen, blinkenden 
•diilden, von Erz nämlich. Dadurch scheinen sich die 
orgeier von andern Völkerschaften, die dunklere und 
«nahlte Schilde trugen, unterschieden zu haben, ver^. 
Iflyh. Ant 106 tov Xsvxaöieiv 'Apyo^sv iv g>t3tot 
krca leotvdayiaf 114 Xsvxijs x^ovoS ntipvyt ötS" 
'^p^f Eur. Phoin. 1106 Xevxaöntv 'Apyeloi>y ötpat' 
jir Virg. Aen. 3 , 637 Argolici clypei aut Phoebeae 
uq^B^ instar. S. auch unten zu V« 195. 



24 EnTJ EIU 0HBJS. 

90 tQ&cngj lorl tcSXlv dM&KOV. 

tig ttQU QV(SBtect, xlg Sq' iTCaQixlöUi 
&8äp q &sav; 

HMIXOPIA. 
95 Uo iicacccQes bvböqol. 



V. 90 tvtpsjnjS Med., Rob. u. a., d. L rfisd;» 
bebend, gewandt, oder in guter Verfassung, eerüstet. 
Dieses Wort findet sich öfter bei Euripides. evxpa^f 
Aid. und die übrigen, d. i. im Waffenschmucke. Uebic 
die Verwechselung beider Wörter s. Blomfield zu d. St ' 
^tdxoay habe ich beibehalten und die Gegenstropbo 
ge&ndert; dann ist es durch die Synizesis zweisylbi^ 
8. zu Fers. 994. Es könnte aber auch eine in dM 
Text gekommene Glosse yon BvtpeitTji seyn; dann ist i 
nach svtpBnrjS nicht zu interpungiren, hii ttoXiv mit t 
oprvrat zu verbinden und in der Gegenstrophe wakr« 
scheinlich dat/iovoov in Sat/iovioov (yergl. EBk. 9S, 
Eur. Alkest. 1162, Androm. 1285, Bakch. 1386, Bd. , 
1704) zu Terwandeln« * 

Y. 93 f. Yor welchen Bildern nur, vor weldfli J 
soll ich niederfallen der Gottheiten? Tor denen dtf J 
Götter nämlich oder vor denen der Göttinnen. Uebtf I 
die Ausschmückung der Bühne mit Götterbildern s. vor " 
Y. 1. TCortitiöGi» nut dem Accusativus, wie npo^dr 
Xtety und fcpoömtreiv nicht selten, n&tepa Tor «otl- 
itiöGO habe ich «Ingesetzt, da es wegen des yorherge* 
henden icotepoc, und wegen der ähnlichen Sylbeo in 
nottitidoo Jeicht ausgelassen werden konnte ; YergL Sopb« 
Trach. 947 S. fcotep* äv, narep' ay Indtiveo, JW- 
tepa tiXea icepociripca, dvöxptt' i/iotya 6v6tdff 
u. a. 

V. 95 ach wohlthronende Selige (Götter)! Vehtf 
tSeSpot, woraus man schlielsen kuin, daJb es sitieiite 
mcht stehende Götterbilder waren, vergL m V. 299. 



EIITA EIU eHBAS. 25 

lofuv ciyaörovov; 

XOPAFOS. 

axovec* y ovx axovsv* aöal8(ov octvTtov; 

6rpo(p, y', 100 
VC&CjLiOV Xol (StBtpBüDV STO- 



V. 96 axfid^et es ist hohe Zeit , eine seltnere Be- 
mtnng. Oefter wird axfirj s» gebraucht, ßpetioor 
tiweisylbig. 6* ^x^d^^t (Aid. u. a. 5' ix^6^^y S. 
I Pen. 801) habe ich aus der Mehrzahl der Uricunden 
lijienommen , und nach anjud^st mit Tumebus ein 
iomma gesetzt. Einige dx/id^st ßpetianv ix^6^au 
Itber ixBö^at mit dem Genitivus in der Bedeutung: 
I etwas hängen, haften, is. Blomfield und Spanheiin 
ri Haupt zu d. St , Mätth. Gramm. §. 330 , uns zu 
«pL PhiL 793, Oid. 882, auch Aisch. Ag. 1649. 

y. 97 ayddtovot sehr klagend, s. zu Eum. 934. 

V. 98 ist 37 ovx wie immer durch die Synekpho- 
^ einsylbig, s. V. 184 und das. Blomfield. adTci^ 
^r xtvxov, indem Steine und Wurfgeschosse an die 
Iddlde anprallen. 

T. 99 f. mit den Gewändern und Kränzen wann, 
db nicht jetzt, werden an ein Flehen wir uns halten ? 
i L wir dürfen nunmehr, da die Gefahr immer drin- 
^er zu werden scheint, die Anrufung der Gdtter 
■ter Darbringung der for sie mitgebrachten Gewänder 
od Kränze nicht länger verschieben. Man mufs sich 
lenken, dafs bei Anrufung jeder einzelnen Gottheit 
'OB V. 111 an die Bildsäule derselben" geschmückt wird. 
ÜB wurden nämlich den Götterbildern Gewänder oder 
kUder (Hom. Iliad. 6, 271 ff.) und Kränze (Iliad. 1, 
19, Aisch. Hik. 341 f , Ag. 508 f., Soph. Oid. 912 f., 
br. Herakl. 441, Kallimach. Hymn. auf Delos 307 
ifiq>dvotöt ßapvvBtat ipov dyaXfia u. das. Spanheim) 
brgebracht. 6teq)i(jDV ist zweisylbig. üeber die Ge- 
ni&ve uitüiGov tcal dtefpiatr bei Äitdr b. Matth. Gramm. 



26 EUTA Em @ 



100 T^, ü 117] vvVf dinpl lir ocv ^oiisv; 

HMIXOPIA. 
Tcvvaop didoifica' xarayog odx ivog dofoq. 



S* 316 f., obgleich es das. $. 372 anders erldart mt^ 
über ajuipi tt ^x^^> d. i. sich mit etwas beschaftigeoi 
das. g. 583, c, Blomfield zu ii. St Aid. und Rob. 
AiTT/V, Tum. und Vict Xttay, Seidler Mtav* (vcrgL 
Hik. 781), wodurch der Vers ein antispastisch -dochni- 
scher seyn würde, und wobei die Genitive nicht fuglich 
gerechtfertiget werden könnten. AufiFallig ist aber in- 
mer der Singularis \ttjj, da nur der Piuralis Torzukon- \ 
men scheint. Vielleicht ist das Wort im Singularis it d 
viel als Xttixysia , und Photios erklärt \itj} durch sro* ^ 
pakkrj6iS. Pa jedoch Hesychios dfi<piMtrjv anfohrti 
und trjv XixaysvxTJv (activisch genommen, wie Atrtf- | 
ret/n} , wodurch Xvtij , das Femininum von ^ttps, er- . 
klärt wird) als Glosse hinzufugt, so scheint sich dies 1 
auf unsere Stelle zu beziehen, und in derselben djupir 1 
Mtav oder d/itpMctjv von dßipiXitoS wieder berge- ,' 
stellt werden zu müssen. Dann ist dazu i^tr oder ) 
6x^<iiy zu ergänzen (s, Aehnliches zu Choeph. 639)» > 
und der Sinn: nnt den Gewändern und Kränzen waaa» ■ 
falls nicht jetzt, werden wir eine flehende Haltung ha- 
ben ? d. i. es ist hohe Zeit unter Schmückung der GM* 
terbilder die Stellung und Haltung Flehender anzmieh* 
men, nämlich auf die Kniee zu fallen (Y. 167). 

y. 101 jctvnoY 8i6opxct ich gewahre (bemarfcai 
Temehme) Getös. Ueber die Yerba des Sehens statt 
des Hörens s. zu Prom. 22. ndrayot Med. und andere 
richtig, die übrigen ndtayoS ö\ xdtayov ö', ndta^ 
yov X* gegen das Yersmafs und um eine Yerbindong 
herzustellen; doch macht das Asyndeton die Rede sehr 
lebhaft Es ist i6t\ zu ergänzen, wie Y. 114, 145» 
327 f. u. a. ovx hrof d. L vieler, s. Blomfield» 
6op6s Wnrfspiefses, s. zu Y* 140. Piese prallen nSfl^ 
fich an den Schilden an. 



EHTA Em 0HBAS. 27 

%l m,uq; nooddaeigf^ 105 

TcaXalx^ov JQ^g^ tdv ySv ttiv; 

XOPJrOS KAI HMIXOPIA. 
Sv xot' ev(piXiqtav SQ'ov. 110 



V. 103 uaXedjfioov altheimischer, langst dem Lande 
^leliorender. Harmonia n&mlich, des Kadmos Gattin, 
V eine Tochter des Ares und der Kypris (s. zu V. 
0), worauf sich die dem Gotte zugeschriebene Vor* 
ibe bezieht. Statt tav redv (oder öav) yäv habe 
k def Versmafses wegen aus einem Theile der Ur-> 
Biden rar yav xtav ^ was in jenes überging, aufge- 
mmitvk, Ueber diese dterthümliche Wortstellung, die 
A auch in unserer Sprache findet (das Land dein)» 
m Pen. 725, Ag. 1198, Soph. Aias 572. 

V. 104 beginnt ein aus zwei Versen bestehender, 
|d wahrscheinlich von der Chorfuhrerin und den bei- 
B die Halbchöre fuhrenden Jungfrauen zusammen als 
die (s. etwas Aehnliches zu V. 946), gesungener 
idigesang zu dem ersten Gesangabschnitte. o) XP^^ 
tg^Jbf^ datßiov Ares, welcher dieses Beiwort auch 
ML Hjmn. 7,1 fuhrt. Auch der Athene wird es 
igelegt hetöe fCoXtv sorge für die Stadt. Die Verba 
M Sehens stehen oft mit der Nebenbedeutung des 
BMirgens und Schützens, s. Hik. 1, 73, 133, 198, 
BS, 338, 346, 517, 999, Choeph. 1, 57, 120, 243, 
98, 403, 484, 777, Blomfield unten zu V. 664, uns 
1 Soph. Phil. 836, Kol. 700; auch Substantiya, wie 
fDuetijp unten V. 622. 

V. 105 die du dir einst zu einer vielgeliebten 
■ditest, die du einst Tor andern liebgewannst, durch 
« Verheirathung deiner Tochter Harmoma mit dem 
Ulmos nämlich. £v<ptXi}tay dichterisch für evg>iXif' 
^1 rne Aehnliches dfter» 



28 EIITJ EIU 0HBJ2L 

XOPOS. 

&£ol xoluioxot xd^ovos^ fr', fte aravr^ 

<frpo(p» i' 

dovXoövvag ihteg * 115 j. 

110 Tca^ka^Bby üCvoalsZ4QBog opofisvot^. 



: 



i 



y. 106 beginnt der swdte Gesangabschmtt, s. n 
Y. 78. ^€ol ist durch die Synizesis einsyllng. M* 
^doxot Med. und Reg. L» waB ich der Vcneotspm" 
chung, der Autorität imd der seltneren Form vnffä 
statt itoXtdöovxot (einzelne icoXiöovxot und^xoXu»^ -^ 
Xot)y welches aus Y. 69 und anderen Stellen entstand«» 
zu seyn scheint, aufgenommen habe. YergL zu Y. 294 n^ 
I>er Genitivus x^ovoS hängt von xoXiS in jroAtoox» H 
ab, 8. Y. 151 f., 253, 346 f., 711, 835, 862 £, BiL {] 
26 £, 351 6c9ßidtGov itpidttot (s. das.), Ag. 79 £| i^ 
Choeph. 25, 1007, Eum. 636, 777, 930, zu Sopk i 
Ant. 155, £1. 1304, Trach. 1255, Aias 787. {t\ bt \ 
auf! auf! andere {^* (d. i. l^i), ite, was dasselbe iä, ^ 
nur dafs Dt für sich, he wegen tcarte^ steht: anfl |^ 
auf Alle! oder: auf! kommt Alle! S. zu Pers. ISCL b 

Y. 108 öov}jo6vyas (Med. u. a., SovXoövyTjS AiA^» 
Kob. u. a.) vxep um der Knechtschaft willen, oa A^ 
Wendung derselben, s. zu Hik. 852, 975. 

Y. 109 habe ich das dem Metrum widerspredMpii 
und als Glosse anzusehende ydp nach xvßia gestridMb 
8. zu Pers. 542. Ueber das zu ergänzende ydß .f* ^ 
oben zu Y. 79, über ytvßia zu Pers. 87. xroXiv, AU* 
mit einigen Handschriften noXiv gegen das YersukaA. ;ä 

Y. 110 SoxfioXotpGsv, Med. (Weigel) doxßioXwpa^t 

welche Form ebenfalls acht und riellcidit auCranehsMi ^ 

ist, Wittenb. u. Turin. doxMoXdxfor, Jenes ist ei> f 

schmückendes Beiwort: mit schrägen, schwankesAsB 1 

Helmbüschen, wodurch das furchebare Ansehen auigB' i 

drückt wird, s. zu Y. 366. nvoaiS "AptoS opopio'^ | 
setzt die Metapher fort: die Flath braust (Y. 742 t) 



BUTA mm 0HBA2. 29 

l* cJ Zsv, 9)€v q)SVy Xareg aavtBkBQf 190 
fystoL yaQ a6XLiS[ia Kad(iov 



Stadt, durch die Stünne, aber nicht durch die 
ichen, sondern durch solche, welche Ares schickt» 
t VergL V, 63 nplv HOCrouyhSat utvods "Apeo^, 
' "AttfS ^vsÄXat ^cSdtf und mehr zu Prom. 
QOßuvoVf Aid., Rob« vu a. oßpQjievov, rergL 

111 habe ich q)tVp 9>^9 welches nach Zeu 
»enähnlichkeit halber leicht wegfallen konnte, 
enstrophe wegen, wo an derselben Stelle eben- 
«er Ausruf steht, eingeschaltet. Sollte dort 
« Aischylos nur einmal <pev geschrieben haben, 
» man hier noch wahrscheinlicher Zev wieder- 
rodurch ein antispastisch-dochmischer Vers ent- 
rürde. Durch die Jnteijection drückt der Chor 
!se der Noth aus, die ihn die göttliche Hülfe 
»I zwingt, s. zu y. 154, Choeph. 780; auch 
86 f. yratep TtavteXk^ aUhochster, alloberster, 
iurscheinlicher : allmächtiger Vater. 

112 wehre ganz ab der Feinde Eroberung, 
ist in Bezug auf TcavteXkff gesagt, dpijyetv 

abwehren, wie Eur. Med. 1276 dprj^t (p6* 
tei pLot xbivoi^ y Troad« 771 naiH x* ov dv-» 

S^dvaroy dpij^t, HerakL 840 ovh dpij^* 
y 7LoK£i; 

114 kvhKovvxoi sie umzingeln sie, schliefsen 
8. V. 229 , Pers. 450 und Schneider's Wörter- 
s. O. ip6ßo$ d' dpTftcov oTtXoov Furcht aber 
att vor den kriegerischen Waffen, ich furchte 

kriegerischen Waffen, dprjtooy ist durch die 
I dreisylbig, wenn man nicht dp^oov (s. zu 

oder dpsiooVf was in der alten Schreibart 
Ny mit dpffiGov ein und dasselbe ist, schrei* 



32 EUTA Em ®HBAS. 

120 yaQ ütqoTCBiinovTai rais. 



entsteht : sieben Mannhafte aber — stellen rieh sa den 
Thoreii als Siebenteln durch das Loos bestimmt» wd 
zwar als Vorsteher (Anfuhrer) ein jeder. Vieae Woito 
konnten übersehen werden , weil sich der Yorherge^esda 
Vers ähnlich, nämlich mit Ttpoöldravrat anfangt, tmd 
zwar schon von einem sehr fnihzeitigen AbschreibeTi 
t»o dafs alle vorhandenen Handschriften derselben ent- 
behren ; s. über ähnliche Fehler das Sadiregister unter: 
Aischylos. Ttpoötdtat, nämlich dtpccToVf nidit mXoSir, 
Ueber r^ in der Bedeutung nnd zwar s.zn PnnL 
208. Statt ^xadtot kann man auch ?H(x6rof sdmShvii 
8* Matth. GramoL §. 302; wenigstens ist das eine ods 
das andere nicht unwahrscheinlich, vergL die ähnlichfl^' 
Stellen Y. 55 f., 358. Doch scheint }^dp itpoxijiXOV» ^ 
rat tai^ eingesetzt werden zu müssen. Diese Wocti j 
wurden übersehen, was um so leichter geschehen koniiU^ ^ 
wenn man annimmt , dafs te^ für täiff geschridMl , 
wurde (s. zu Pers. 801) und ca oder rat in npoMiß' T 
TCovrat durch Abkürzung über npoicifiTCov zu steba L 

rat r 

kam, so dals Tepoitißjaeovres geschrieben zn sejn sdiia; 
denn dann hatte der Vers denselben Ausgang mit Xor 
XovreS in dem yorhergehenden. Es wurde aber disf? 
ausgefallene Vers an den Rand gesetzt, imd später all 
Variante zu npiitovtas V. 117 angesehen, da /i^ 



abgekürzt mit yp., d. L ypcupsrat^ nnd ftpoxißotorvf^ 
mit TCpiTzovreS Aehnlichkeit hatte, rat aber galt dl 
Verbesserung yon TCpOTcijaTCOvre^ , und so wurde itpO" 
TcipLTtovrat angenommen. Dieses steht statt nphcord 
wirklich bei Rob., und Stephanus bemerkt: yp, «yM* 
Tti/iTtovrai drparov. Das Verbum aber ist besondtfl "^ 
wegen tcccXos sehr passend; über den DatiTus dabei fc t 
zu Soph. EL 1184, und im Sachregister zum Aisch^ -^ 
unter Dativus. raiff für ravroaS (;rvA^tf), s. lu A^ 7« r 
Ueber ydp am Anfange des Verses s. Soph* Twi 
991, Oid. 508, 1103, KoL 620, Aisch. Ag. 133» 149. 
Wegen vdAoo XaxoyteS s. zu V. 65. Uebztgens 






EHTA Em QHBAZ. 33 

rtörp. a'. 130 

fvötaoXig y^cv, JlaXXas' o d' tjmu>s 



h 



am Worte an , dafs der Chor etwas yon der Meldung 
dei KundschafterA V. 55 S. erfahren hat; wie er es 
aber er&hren habe, wird der Einbildungskraft der 
ZnKhaner überlassen, s. zu Soph. Oid. 506, auch zu 
Idich. HLk. 177, Ag. 808, 1005, wahrscheinlich jedoch 
lorch die ihn^ begegnenden Bürger, s, zu Y. 78. 

., ■ y. 121 o Zeuserzeugte kampfliebende Macht, pe* 
^pfarastisch für: o mächtige kampfliebende Tochter des 

fcSo steht xßdtoS öfter, s. Hik. 511 xaXioov 
tatov TipcfTo^f Agam. 104 o8tov xpdtoS aföiov 
*r9p€Sy ixreXicoVf 109 'Jxcndov di^rpovov Ttparof, 
97 t^dSe yijS tplXov xparos, Eum. 27 IloöetdcovoS 
patoSy Eur. Orest. 1299 c3 JtoS divvaov xpdto^^ 
821 00 KoXtovxov HpdtoS» 

V. 122 gew. ßvöiTcroXt^, aber Mosk. 1 und viel- 
t auch andere richtig f^ötTtoXi^. Es ist auf JIoeA- 
ckC bezogen und dem Sinne nach gesetzt, obgleich 
pAcoS vorhergeht. ^a^Äds ist Apposition, welche 
m jcpdtoS getrennt ist, wie V. 124 IlodeiSdcoy, 
■gl Eum. 159 if., Prom. 351 ff., Soph. Phil. 394 f., 
00 ff. u. a. ; auch zu Prom. 209. Ueber den Nomi- 
ifiyus nut dem Artikel als Vocativus s. V. 70, Pers. 
Sä, 818, Hik. 73, Ag. 497, 1647, Choeph. 807 f., 
tarn. 629, Aristoph. Ekkles. 165, zu Soph. Ant. 1096. 
litt ijonos^ haben mehrere Urkunden llnTCBto^, was 
B^ch aus V. 116 entstanden zu seyn scheint, und 
«mger sicher ist, vergl. Aristoph. Wölk. 83, 84, 
Hi. 555 ?;nri' äva^, Soph. Kol. 1070 rdv iicniav 
- 'A^dvav, Auch scheint liticioS nach dem Rosse 
Bnannt, tnnno^ zum Rosse gehörig zu bedeuten. In 
Itar. Phoin. 1701 Schwanken die Urkunden zwischen 
taiov und Innelov ^eov, Uebrigens heifst Poseidon 
itArseheinlich defshalb tnmoS ^ weil er das erste Ross 
■vorbrachte , oder weil er die Anschirrung der Pferde 
iwit lehrte, wenigstens zu Athenai (s. Soph. Kol 

3 



34 EHTA Em 0HBAS. 

^ovroiiiScav ava^, 

Ix^ßokcpj IIoöBLÖdciiVy [iijxavq^y 135 

125 llcikvÖLV q)6ßG)Vf l7tLkv0LV ÖlÖOV. 



714 f. und das. Reisig), odet ans andern Gr&nden, 
s. Pausan. YII, 21, 3, Burton, auch Spanheim bei 
Haupt zu u. St. Dafs sich (Prom. 463 £) Proircuieua 
diese Erfindung zuschreibt, hat bei einem Dich^^er nichts 
auf sich. 

y. 124 ix^vßoXbo firjx<^oi init dem Drdzack, der 
Waffe des Poseidon. Eomut. 22 (pipet dlh rpiatrccTf 
Ttorspov ifcel avtfj ;itpGjyrAi TtpoS rrjv toov ix^vfor 
^T^pay , rj «öS* iitLtrjdeiöv rovtov tov opydrov TipoS i 
rrjv Hivtjötv tf/S yfj^, s. Blomfieid zu u. St, auch ans 
zu Prom. 926. Die Götter werden oft angerufen, um 
mit ihren eigenthümlichen Waffen zu Hülfe zu kommen, 
8. V. 134 f., Soph. Oid. 200 ff. Statt üodetSäv 
(Med. und Wittenb. Hoöeidäv) habe ich der Yersent- 
sprechung wegen Ilodetddcov geschrieben, und JuifZ**^ 
(einige naxoiy^)^ was die Urkunden gleich hinter 
ixSrvßoXo) haben, nach noöeiddaov gesetzt. Ueber die 
Trennung der Apposition s. zu V. 122. 

V. 125 habe ich mit einem Theiie der Handsdinf- 
ten (poßoav (einige <p6vQiiv) beibehalten, welcher Pill" 
ralis die bei Vielen stattfindende Furcht bezeichnet nnd 
▼on keinem Aenderer herzurühren scheint. Doch iit 
auch die Lesart der bessern Urkunden tpoßov mdit 
zu yerschmähen, da der Hiatus durch das Ende dei 
ersten Dochmen, durch die Interpunction , durch die 
Wiederholung des Wortes ijtiXvötv, und selbst dadurch, 
dafs ov Tor dem folgenden Vocal als kurz angesehen 
werden kann, voUkoumien entschuldiget wird, s. Her- 
manni elemm. doctr. metr. p. 248, Seidler bei Lobed 
zu Soph. Aias p. 435 £ , de verss. docbinm. p. 86 £ 

V. 126 wird Ares nochmals angerufen (s. V. 108 
ff. ) , das erstemal von einzelnen Chorgliedern , hier il 
der Reihepfolge der Götterbilder oad vom gaazea ChovBi 



EHTA Em &HBA21 85 

xal KvütQig^ ate yhovg TeQOfidtoQf 
SXsviSov' 6B%^iv yccQ l^ aL(iaxog 
130 yeyovaiiev. Xiralg 6s &Boxlvzois 

dscvoyöav nEka^ofisö^a» 145 



Die erste Sylbe in 'Apij^. ist hier,, ipneoft, lang, vergL 
V. 226, 826, 451, Pers. 86 und über den Orund 
in PerB. 781. Ueber die Inteijection 8. zu Y. lll. 
KdSjLiov hat die letzte Sylbe wegen des darauf folgen- 
den Vocals kurz , 8. zu V. 952. Ueber die Sache 8. 

n y. 1. 

V. 127 ivapy(3$ sichtbarlich , augenscheinlich, so 
Safii man deinen Beistand deutlich erkennt; 

V. 126 8. über oial KvTtpii für Ttal 6v KweptS 
Bik. 616, JBum. 775. are als, eigentlich als welche, 
•; sa Prcni. 1073. Ueber das zu ergänzende e? s. zu 
ProsL 178. yivovS npo/xaroop des Geschlechts der 
^hebaier Urmutter, Stammmutter, indem sie nämlich 
y^aan Ares die Harmonia gebahr , die Göttin des Kadmos, 
dei Gründers von Thebai, s. auch zu Y. 103, 105. 
Ueber Tepojidzcop s. zu Prom. 301. 

Y. 129 äXevöov, s. zu Prom. 567. ydp fehlt 
fa den alten Ausgaben und einem Theile der Hand- 
idiriften gegen das Metrum. 

Y^ 130 ^eoxXvtotS ^ welches die zweite Sylbe 
lang hat, hcifst: mit gottanrufenden. Das Wort ent- 
jifricht unserm : himmelschreiend. Yergi. ^eonXvt&y 
'ttts. 4d2 , Eur. Med. 207. 

Y, 131 hat dnvovöai die drittletzte Sylbe lang, 
ide Moschos 2 , 120 Hox^oiötv ravaols yd/xtov pti- 
XoS" iJTtvovteS und das. 98 dviptvorto^ , was bei der 
Ichwankenden Quantität der Verba auf veiv nicht be- 
fronden darf. Das Futunim und die übrigen Tempora 
hiben das v an sich lang, s. auch zu Hik. 590. Aber 
Mdbst wenn v hier kurz wäre, könnte aTtvovöai be- 
itehen, da ein Aiitispast ucd ein Ditrochäus sich bis- 
"ifdleii entsprechen, s. zu Soph. Trach. 834, Ant. 804. 

3 * 



40 EUTA Em 0HBAII 

TtolBiioxQccvtov ayvov tilog, hf fL&ffUr 
öl rs iiaxatQ* Svaöö^ ^Oywx. ^qo XoXtioSf 1 
ixTccTCvlov ados Itcl^^vov. 

^ X0P02. 
150 Ifxi navahtHQ %zo\, etpotp. 



xal to Jto^ev (5. zu V. 122), oder xal AtoyevkS 
(vergl. V. 121) vennuthen, wenn etwas zu indem wäre. 
Die Worte ^loS^ev leoXejuoHpavrov dyvov rekoS madwa 
eine Umschreibung aus. Zu iv fidxcaöt /taxotipa yergL 
V. 121 <piX6jiiaxov. — • r^ und zwar, s. zu Proa. 
208. "Oyxa wahrscheinlich die Erhabene , ein Beinans 
der Thebaiischen Pallas, welche in der Nähe der Stadt 
(s. V. 483 "Oyxa JlaAAaS', ^r' dyxlittoKtS xvlca6i 
yeiteov , auch V. 468 yeltovaS fcuXaS ixcov "OyHOS 
ASfdvotS')^ vor dem Onkaüschen Thore bei dem Porfe 
Onkai COyTiai noo/itf &riß<üv, ov KdS/ioff ii3i/Kätf 
ayaXßia i8pv6ato Schoi. zu Lykophr. 1225, n 
Pindar. Olymp. 2, 47) ihr Heiligthum hatte. Nach 
^em Scholiast soll Onka der von Kadmos mitgebmcfalia 
Phoinikische Name der Pallas seyn« S. auch Pausaa. 
9, 12, Hesychios unter ""O^^a, den SchoL zu Soplt 
Cid. 20 , Valckenär zu dem Scholiast von Eur. Phdik 
1035 , Stanley zu u. St npo noXjBoaS ist von "Oyin»! 
abhängig, s. zu Prom. 416^ iTttßßvov hat wie /&i5ed9t 
V. 285, 805 die vorletzte Sylbe l»:rz, doch w&re dtf 
Metrum auch richtig, wenn sie lang wäre. S. etwM 
Aehnliches in fivöäS Ag. 1381. Die Präposition M 
in dem Verbo druckt aus, dafs die Onka nicht hkü 
ihr Heiligthum, sondern auch die Stadt schützen solL 

V. 150 beginnt der vierte Gesangabschnitt, B, 
V. 78. narocXhetSy Med. und einige andere gocrofi' 
neis, was mit gleichem Rechte aufgenommen ivecdeft 
könnte. Vergl. Pers. 841, Choeph. 65 , KaliimaA, Bb 
48 navapxios: ijeXioto» 

V. 151 f. o hödiste Burgschützer und Burgschüsto- 
rimieii dieaes Landes! riXnot bat die MittdijÜM 



BUTA Em 0HBA2L 41 

sc6hv öoqIxovov [li] TtgoStS-' 175 

9' §tB(fOip(6v(p y Otj ^Q(XX<p* 



niiy g. sa V. 1169 aber nicht teXetat, 8, zu Pen. 
'94. yäs räööa hängt von icvpyoS in levpyoqfvXcmsS 
tbj s. zu V. 106. nvpyoS bedeutet hier im Gegen-» 
itie m der Stadt die Burg Kadmeia. Derselbe Fall 
it unten V. 803 ff. , 880 fi S. auch V. 222. Vor 
IvBurg ist die Scene, und hier stehen die Gotter- 

V. 153 dopimovoVf Aid. 9 Rob. u« a, dopvTtovov. 
ÜIB kann zweifeln. 

y. 154 gew. hepotpcoraf 6tpato5y was ich des 
Mses wegen in htBpoqxüvaa ^ ol, dtpctroj verwandelt 
ibe, so dafs go in ktepotpooroo wegen des darauf fol- 
aiden Vocals kurz ist. Solche eingeschaltete Interje- 
ionen finden sich häufig, und bezeichnen das Schmerz- 
ihe des ausgesprochenen Gedanken, oft unser leider 
Mtfickend, s. zu Soph. Phil. 363, Ant. 1253. So 
vielleicht Eum. 526, 554, ai vielleicht Sieb. 733, 
boeph. 469, Hik. 258, ai at Sieb. 769, Pers. 275, 
I, ^£v Pers. 560, 568 , 2 e Sieb. 308 « 320, Hik. 
W, 140, 5 2? Pers. 939, 2 8 Prom. 605, fjh Pers. 
U» 669, h) it} Hik. 106, ico Hik. 150 » 163, 819, 
ba. 786 » 813, ioo it} Ag. 1467, od Pers. 562, 
te, 573 , ol Pers. 963 , ol ol Pers. 896 , oIlmoi Ag. 
198, notecü Pers. 542, 552, rorot Pers. 543, 553, 
«ü Ag. 1114, Eum. 781, 808, 831, 833, g^ev g)ev 
iib. 111 « 126, Ag. 1465, Choeph. 392, w Eum. 
49, Uebrigens fiel ol leicht aus wegen des vorher- 
ebenden at in hxEpo(p(6v(u>t da Ol in der alten Schrift 
kr ^ und ot galt. Auch konnte man ktBpo(poovovvrt 
tpttttjj, oder htepoq}(6v(p rs öTpatoS, d. L und zwar 
um fremden Heere (s.'zu Prom. 208), oder ktspo- 
*9tyUxS €tpata5, d. L einem Heere von anderer Sprache 
li Matth. Gramm. §. 316, f), oder htepoq>coviir(p 
iotiv) ötpat^y oder ktepo<pooyoi) t<jo (d. i. tiv\^ 
tpax<3 schreiben. Ueber die Sache s. zu V. 71. 



4S £nTA Em @HBA£. 

155 xXvets 3taQ^BV(0Vy xlvevB yccevdlxovg 

XBLQorovovg ktxas» 

loi (pikoi daliiovsgy dm^rp* ^. IBO 

Xvt}JQLOL d(i(pLßavr£g xoXtVy 

Ö£t|a^' cjg g)ilo7t6hgy 
160 (ibXbö^s 8* [bqcöv druilaVy 

lieloiievoc S' dgi^^axB' 



V. 155 xavdixov^ ^ Aid. u. a. Tuxydlxcof, ^tx^B 
vielleicht acht ist, besonders da itaydixoDS öfter so 
Adjecdvis steht, yergL V. €52, Hik. 405. 



V. 158 ist der Hiatus ivegen der Verkdranng 
Ol vor a nicht anstofäig, vergL V. 748. dp<pißayte^ 
-— dei^axe für dfi<pißjjTe xal öei^ate, vergl. Per*- 
S86 , Hik. 907. dfi<pißalvtiv steht, wie Homer. lüad. 
1, 37 und Kallimach. H^mn. auf Deios 27 mit der 
Bedeutung des Hutens und Schützens« So dji^fhcar 
Soph. AnU 1118 u. a, 

V. 159 dd^a^' gJs* tpikoftoXiSy nämlicli i6xk oder 
ovreS': zeigt, dals ihr Stadtfreunde seyd, oder xei^ 
euch als Stadtfreunde; s. über die Construction der 
Verba des Zeigens £ur. Orest, 800 leov ydp av BdSßS 
q>iXoS; Med. 548 iv rq56e öeI^oo np^ta phr 6ogA 
yeytüS, Iplug. AuL 406 Bel^EiS 61 itov ßiot xarfA 
ix xctvtov yeycoS ; Matth. Gramm. §• ^-^^s ^ niit Aul 1 
S, uns zu Agam. 100, Soph. Ant. 469. ^nAoMroAtf ' 
scheint gelesen vrerden zu müssen statt des gewShBlft' i 
chen tpiXonoXies, vras freilich für qnXxfXoXaS Tendun- 
hea seyn kann; Aid. ^rAo^roAif« 

V. 160 fWied^e d* (Reg. A y/iAfdSi j^') iifiär 
Rob. mit Med. (Weigel) und noch zwei Handschriflefl! 
gew. ßiiXeö^* hptay gegen das Versmals, und wib^ 
scheinlich aus der Construction cjS qnkoitoXiS fiiMS^ 
ieptäy entstanden; doch kann man auch <aS gnXoitdhi 
(iöTs) , ßiikBöBe 6 * iepcSy verbinden, s. zu Pron. 178. 
wenn man de^gore, ßtileö^t Sk als Gegensätse 
hea wüL 



SUTA Em 0HBA2L 43 

TcloduroK; di toi u^okeog o^Uav 185 

HV^^OQSs iörs fioi. 

ETEOKAHS. 
vaag locnm^ ^Qk^i^az^ ovk avaöxBta^ 

9 7] tavt &Qi6ra tcw, tcoXbi 6&rrJQLay 
6tQcetä TB d^oQöog täds nvQyrjQovfihG), 190 
ß^f] stBöovöag jtQog noXi66ov%c3v ^sävy 
DcvBiVf Xaxa^BiVy öotpQoviov iiL0^[i(xta; 
five' Iv xazol^Lj [ii^t^ Iv bvbötoi q)Uy 

10 ^;uvoLxog Blriv r^ ywaiTtBlc) vivBc' 
XQcczovöa iiiv yctg, ov% ofiilrjtov ^gdöogy 195 

^^^ ^ ■ 

V. 163 (piXoS^vrcov opyioov der opferliebenden, 
ifarreiohen, mit vielen Opfern verbundenen Feste, S; 
dmliches zu Hik. 666. di rot, s. zu Prom. 102S 
Aeos- (vergl. V. 197, 200, Hik. 333, Ag. 1140, 
^h* Ant. 162 u. a.) habe ich zwar aufgenonunen» 
tSL es dem strophischen Verse genauer entspricht, und 
egen der alten Gleichheit der O-Laute als keine Yer- 
idiening anzusehen ist; doch ist die gewöhnliche Le»r 
tnoXeooS, zweisylbig ausgesprochen, auch richtig, 

. y. 164 kommt Eteokles, durch den Lärm des Chon 
nrogen, aus der Burg zurück. Srpiji/iar* ovx dvoc^ 
fßta ihr unausstehliches Gezücht, vergL Soph. EL 622 
Srpi/i/M* dvatöeS^* 

V. 166 8. über Hai — re zu Choeph. 1023«. 
ipdo^ Gegenstand der Zuversicht, etwas Trost ge- 
ftlucendes, wie V. 252. So auch ^päöoS (s. zu Hik. 
)1) u. a. 

V. 167 8. über die Stellung von itp6$ zu Prom. 656. 

V. 168 s. über aveiv , Xaxd^etv zu Choeph. 5. 

wppovarv ptiörj/^ata entweder auf den Chor bezogen: 

t Gegenstande des Hasses der Verständigen, wie Eum. 

$, oder besser als Apposition zu den Lifinitiven für 

idtt öa)(ppövcor fitö?}fiata, 

V. 171 f. sind die Partidpia xpatovda und Sei" 
ada auf das dem Sinne nach in toi ywoarißtoi^ yivei 



4a EHTA Em enBAi. 

ETEOKAHS. 

190 xt ovv ; 6 vavtriQ uqu (itj 'g OgtSQtxv ^ 



246 ijs Si' äXöoS ipxerat StfyvfioSvf 765 itpoi 
yi<p7f 6i* vSpffXd yivetai x^^> 8^7 8i* äXißfit 
aXdoS — aXaSrei^, Oft so bei Euripides. lieber « 
ähnlichen Gebrauch Ton Std öxofia s. oben zu Y« 
Man hat auch 8ta(Sr6/ita ändern wollen. TCvfnyern 
Aid. nvßvysyitav i Rob. lu a. TtvptyevertSv. Vi 
£ur. Hippol. 1223 öro/ita Ttvptyevij^ Orest. 818 
ptyevei ^tctXd/ia, unten V. 922 6 — ix levpoS 6v, 
^rpccos didapoS, vielleicht auch Prom. 881 a/ 
ä7n;po^, 

V. 190 ist an dem BSatas in ri ovv; nicht ai 
ßtoßsen, vergl. V. 686, Pers. 679, 773, Hik. 296, S 
Eum. 892, Blomfield zu u. St., Matth. Gramm. §. 
S. 103, uns zu Soph. PhiL 100, Kol. 1742. Es hei 
"wie nun? ei was? Das Folgende bedeutet i der Sc 
fer findet doch wohl nicht, wenn er auf das Von 
theU floh vom Hintertheil, ein Mittel zur Retti 
wann das Schiff leidet beim Meereswogen (beim £ 
Sturm) ? Ueber äpa firj vergl. Soph. El. 446 und < 
Schäfer, Ant» 632 und das. Hermann, fxrj V^ 1 
|i^d oder ja* V^ > Aid., Rob. u. a. ßi* i^y andere 
Hs^ was nicht übel und durch die Synekphonesb 
eine Sylbe zu sprechen ist, s. Blomfield, andere 
ohne Präposition, is npdjpay (so Aid., Rob., Tn 
Tergl. I£k. 688, Soph. PhiL 482 u. a., is ^p»f 
"Vict.), um nämlich das Bild des Schutzgottes des Sd 
fes, welches daselbst angebracht war, anzuflehen, 
Stanley und Schütz zu u. St, auch Schleusneri lezi 
in nov. testam. unter TCapddrffioS. Doch waren ai 
am Hintertheile Götterbilder, s. Eur. Iph. Aul. i 
— 276. npoS für iv (was Med. bei Weij 
Paris. L und Wittenb. haben), wie öfter, a^ 
P^ra. 803. 



EUTA Em 9HBAIL 49 

XOPOZ. 

drr.ä. 195 

JCata ßgitTif xUswog ^solg^ 
1% viwadoe oz dloag VLq)0[isvttg ßgofiog Iv xvlatg* 
in tot ijQ^ijv q)6ß(p yCQog [laxuQCJV hrag, 220 
9toXBog Tv' vzegixouv ahidv. 



V. 193 icpodpoßioS eigentlich: Toraadaufend, ror* 
■Dülead, wie V. 80, dann fortlaufend oder eilig, wie 
fltph. Ant. 108. So auch hier, wenn man es nicht 
Beber : herroriaufend ^ aus den Hauisern nämlich , rer- 
iMien wilL dpxoaot alte und defshalb ehrwürdige, 
VttgL Pers. 649, 761, Enm. 728 u. a. 

V. 194 entspricht dem zweiten Antispast des stro- 
phischen Verses hier eine iambische Dipodie, s. zu V. 
896. Schreibt man jedoch B^eolöt für Sreoi^ und mifst es 
6na zweisylbig, so entspricht ein Antispast dem andern« 

V. 195 da des Schnee wetters , des verderblichen, 
idmeeigen. Brausen an den Thoren, d. i. da einem 
SAneewetter gleich die verderbendrohenden schneewei- 
Aea Argeier an den Thoren toben. Es bezieht sich 
te auf die weifse Farbe der Schilde, s. zu Y. 89, 
^ besonders die daselbst angeführte Stelle Soph. Ant. 
114. yiq}d^ findet sich zuweilen metaphorisch, yergl. 
Rhdar. Isthm. 4, 26 TpaxBta viq>ds noX^ßoio. Statt 
ftqtoßihnfS haben gute Urkunden vi<pofiiya$ (Med. bei 
Weigel yettpo/iivris mit a über 9/), was ich au%enom- 
aen habe. 

V. 196 ist 8i} tote epische Wortstellung für ro'r« 
9^, da nun, vergl. Hom. Jliad. I, 476, Y, 136, 454, 
Bl, 17, XXIII, 722, Odyss. I, 424, Hcsiod. Werk. 
450, 4Ä7, Pindar. Ol. 3, 45, Bruchst. p. 44 Heyne. 
ijL a., auch in der Yerbiiidung 6t} rote ye und dtj ßa 
tote» -— ijp^rjv ich erhob mich, brach auf, wie Hik. 
ii, Soph. Ant. 111. 

V. 197 damit über die Stadt sie luelten Schutz, 
d. i. daÜB sie der Stadt Schutz und Hülfe angedeihen 

4 



50 BJiTA Em eimAjs. 



ETEOKJHJL 



XOPAFOS. 
ovxoSv trod' i^tat ücgog 9&Sv» 



ETEOKAHS. 

&3X mv 9tcvff 



laMen mochten. %6XtoS (gew. xokMoS am der altan 
Gleichheit der 0-Laate) ist zweisilbig sn sprechaa* 
Vergl. zu V. 162. 

V. 198 die Mauer bittet abzuwehren den übU* 
liehen Speer (die feindlichen Lanzenträger, Krieger). 
Eteokles erwartet nicht sowohl von den Göttern Schutz 
und Rettung, als Ton den Festungswerken und derei 
Yertheidigern. nvpyov die Stadtmauer und die ae 
vertheidigenden Bürger, wie Soßoff, tCoXiS, 7^ u. a. 
Ueber 6tfyeiv vergl. Y. 216, 779, Ifik. 123, liher 
tvxBä^rat mit dem Accusativus Soph« Oid. 269, Ezr. 
Rhes. 703, welche Construction seltner ist als mit den 
Accusativus und dem Infinitivas in der Bedeutung : wün- 
schen, dals etwas geschehe. fCo^J/itoy, Aid., Rob. u. a. 
icoXBfdoav, nicht übel, vergl. Y. 259, doch findet foA 
Y. 213, 252 jtoXi/itov tpoßov^ 398 noX^ßtov dopv, 
541 zokB^dai ix* döiädo^, 570 noXsfiiaS vno z^oy<^ 
u. a. dopv für dopvqfopovS y wie öfter. So Sxkot^ 
ddxlsf, Xoyxn V« &•) s. zu Pers. 260. 

Y. 199 nun dies wird Sache der Gotter seyn, d.L 
meinst du nicht, dais dies von den Göttern abhangez 
wird? Ueber ovxovv s. zu Hik. 290. Zum Futuna 
ist der Bedingungssatz : wenn die Mauer abwehren Witd» 
zu erganzen, s. zu Soph. Old. 436. Ueber iörl npoS 
ttroS, es ist eines Sache, s. Matth. Granun. §. 316, d« 
Anm. , Blomfield zu Ag. 575, uns zu Soph. Aias 317» 
dXX* ovv aber ja, einwendend, vergL Soph. Aiaz 535» 
PhiL 782, Elektr. 233, Eur. Heraki. 689, Jon 1385, 
Xenoph. Kyrop. I, 4, 19 u. a. Man hat die Worte 
9wtovv tdö' i^at npos ^edav dem EteoklM siitheilai 



«HTA Em eHBAS, 51 

200 xabs t^s alovOJis «oXsog lidstxuv Xoyog, 

Collen, dAmit dieser ^ie im Uebrigen drei Verse spreche. 
iHeies ist iwar nicht nothwendig, s. zu Y. lOSS, Ifik. 
199, Prom. 383, Choeph. 440, Soph. Ant. 1278, zu- 
Dual da durch die Unterbrechung die Rede an Lebhaf- 
ti^kät gewinnt, und das EinfUlen der Chorführerin 
vua so weniger befremdet, als dieser gerade die erste 
Strophe und Gegenstrophe zugetheiit werden zu müssen 
■cheint, während der Führerin des ersten Halbchora 
& zweite Strophe und Gegenstrophe, der des zweiten 
Balbchors die dritte Strophe und Gegenstrophe zuge- 
schrieben wird; indessen ist es an sich nicht übel und 
licfat ganz unwahrscheinlich, wenn man den Sinn und 
Zusammenhang so fafst: ihr wünscht, dals die Mauer 
abwehre das feindliche Heer. Nun dann wird dies her- 
rühren von den Göttern (nun, wenn dies geschieht, 
wird man es den Göttern zuschreiben, vergL V. 4); 
aber es ist ja die Sage, dafs die Götter einer einge- 
IMunmenen Stadt sie verlassen (also Icann man ihneii 
den Schutz derselben nicht zuschreiben, und eine An- 
roibng derselben ist daher unnütz). Ueber aÄX ovy 
von derselben Person hinzugefügt, welche das Vorher- 
gehende gesprochen hat, s. Eur. Iph. Aul. 983, Hoo- 
geveen doctr. particc. Graecc. p. 37 Schütz. 

V. 200 aber es ist ja Sage, dafs die Götter der 
(einer) eingenommenen Stadt ausbleiben (dieselbe ver- 
lassen, wefshalb sie nicht als Schützer derselben ange- 
•ehen werden können). Ueber die Stellung StbovS rovf 
tijS dkov&rjS noXeoS vergl. Ag. 331 tovS icoXt66ov^ 
20v^ ^BovS rovS rijS dXovörjS yijS, Schwenk zu u. St., 
Wunderlich's obss. critt p. 160, Matth. Gramm, g. 277, 
a, uns zu Soph. Aias 1332, Kol. 1744; auch Aisch, 
Kk. 325, 546, Ag. 1619, Choeph. 350 f., Eum. 483, 
658. Ueber den Artikel in tijS dXov6r}S noXeoS s. 
Bb V. 452. Zu ixXdnaiy kann man avrrfy aus xriS 
aXovötfS icoXboS ergänzen , doch s. zu V. 201. Ueber 
den Glauben, dafs die Götter eroberte Städte verlassen 
S. Eur. Troad. 23 fEl, Virg. Aen. 2, 351, Burton, 
Sdiwcnk und Blomfield zu d. St« 

4* 



52 EHTA Em 0HSAZ. 

X0P02L 

&6b TCavTj'yvQig y (irjä* iitlSoifbi, tisnh- 
ft' ajctoiiBvov tcvqI äata. 



y. 201 ißov Hat* odüora während meines Lebens* 
Tdieot intransitiv : möge verschwunden, ansgebliebeii aeyim» 
möge fehlen, wie Soph. £i. 513 iü ov ns: fro0 ihMem^ 
ix rov8' ohtov noXvteovo^ ahtia, Aristoph. Plat. 86^^ 
fjyjcep pLYJ Xinooöiy ai dixctt. So auch im Tori| 
Verse ix^iAnetv^ wie hikdnei 7} öekrjvrj u, a. ~ 
kann man auch noXtv aus dem Vorhergehenden 
Folgenden ergänzen. 

V. 202 &8e itavT^yvpi? (Reg. L fCavdyvptS) dia— 
ser Verein, diese Versammlung; es sind die Tor deir 
Burg aufgestellten Götterbilder zu verstehen, wie V. 833 
ä ^vvtiXsuXf und v¥ie an andern Stellen dyoortoi SFtA^ 
s. zu IDk. 181. 

V. 203 f. noch möge ich * erblicken diese als er — 
stürmte Stadt und ein Heer, sie berührend mit i^ndli. — 
chem Feuer (sie in Brand steckend). Ueber das zwÄ"^ 
mal zu verstehende no^LV s. zu Eum. 684. dötvSpt^^^ 
jaovfiivTjv' (Vict. dörvSpo/iovßiirav') noXtr ist 
wie Xenoph. Anab. VI , 1 , 28 TtoXtopxEtv xoXiv y 
3, 1 97 d^ odo^ o^OTtotovfikvTj ijv, vergl. IV, 8, 8, 
1, 13, Hom. Odyss. 3, 472 olvor ivotvoxoevvxB^^ 
unten V. 838 vavöxoXoS ^ecopiöa u. a. Zu dtecofie- — 
yov ist avtfjS aus noXtv zu ergänzen, wie Aehnliche^ 
oft. Will man die Stelle so nehmen: noch möge icB* 
erblicken diese als erstürmte Stadt und das Volk er^-' 
griffen von feindlichem Feuer, so ist ötpdrevßa, wio 
örpatoS oft, vom Volke gebraucht, und naikiv xtA 
6tpdtsvpia verbunden wie noXiS xoci ötpaxoS V. 16S 
f., 284, Eum. 668, 878 f. u. a. , in dmo/teyoy ntffA 
dc^Go aber entweder ein Zeugma anzunehmen (s. so 
Prom. 22), da der Ausdruck mehr auf xSXtr nlB anf 
ärpdreviia palst, oder derselbe als sprichwörtliche Be- 



\ 



,EnTA Em SHBAS. 53 

ETEOKAHE. 

•SOS f&i^ f£ot &zovg TcaXovöa ßovKfvov xaxcSg' 

9C8i^a^la yaQ icn t^g Bvjtgccälag £30 
lnjtTjQ ywii CaniJQog. ad* Sxei, Xoyog, > 



au verstehen, da nvp oft Verderben bedeutet, 

wie z. B. Hom. lilad. 2, 340 iv nvpl drj ßovXcd ra 

ya^aiato , fojSed x * dvdpooy ; s. zu Prom. 882, Soph. 

Ant. 615, Abreschii aniinadw. ad Aesch. I, p. 19 ff. 

. hsu^ ist dann dictofiivov all Passlvum au nehmen und 

vt dem Dativus confitruirt, s. zu Prom. 900. Doch 

üt die erste Erklärung vorzüglicher. V. 204 entspricht 

öne iambische Dipodie dem zweiten Äntiäpast der Ge- 

eenitrophe, s. zu Y. 896. Doch kann man den Vers 

loch ab einen dactylisch - dochmiächen messen. 

V« 205 nicht fasse mir als Götter anrufende einen 
ftddimmen Entschlufs , eine verderbliche Mafsregel. Die 
Klärung ist Y. 218 und anderwärts enthalten, luii 
Viertnuilich, s. zu Prom. 620. 

y. 206 f. Folgsamkeit nämlich ist der Wohlfahrt 
.•tllatter als Gattin eines Heilands (gepaart mit einem 
lUtter) d. L denn v^enn Folgsamkeit dem, welcher durch 
«eine Stellung und durch seine Einsicht Rettung zu 
bringen im Stande ist, sich vermählt, ihm gleichsam 
^äie Hand reicht, so bewirkt sie Wohlfahrt, yvvri da}- 
TijpoS ist kein unnützer Zusatz, da die Befolgung der 
Jüiordnungen eines schlechten Rathgebers keine Wohl- 
£ihrt hervorbringt. Ueber M-i^ttip und yvvij in meta- 
phorischer Bedeutung s. zu Y. 333, über ersteres be- 
sonders Blomfield zu u. St., wozu man noch fügen kann 
Ag. 1208 ^öov /iTftipa, Soph. Phil. 1360 ols ydp rj 
. yvtofJiri Ttaxoüv firftrjp yivtfTai, Aehnlich verbindet 
Soph. Oid. 928 ytr^i) Si Mijtijp r}Se xgov\ xeivov ti- 
Tcyaov, Bur. Hik. 100 ywaixeS aföc /iiftipeS rhcyoov 
rtSv HarSrocvovtcov — örpati^yoSv, Zu öootrjp kann 
man unten Y« 807 noXeonS dötvet öanijpt vergleidien. 
Uebrigens versteht sich Etcokles unter daatfjpoS selb&t. 
GewShnlich sieht man yvvii als Yocativus an und zieht 



54 EIITA BilJ 0HBAS. 

XOPOS, 

fort ^Bovg 8' IV löxvg ^a9vütB{n:iQa' ian^fT^ 

210 9(^9C %cAmSg dvag vneoQ^ oftfi&tmv 

Tt^livaiiLBvav VBg)llav OQ&ot 83^ 



ÖeotrjpoS za euxpa^ia^ (s. die Ausleger sa n« St»« 
Blomfield zu Ag. 647, Mattb. Gramm. §. 429, 4, vatf 
zu Soph. Phil. 1474), Tvas jedoch einen "weniger gaten 
Sinn giebt und nicht wahrscheinlich ist, da man yweei 
wenigstens erwartet hätte, obgleich Soph. Epigon. Br* 
II, 1 c! nav 6v roXpiTJöada xtA Ttipa yvrrj^ Ar« 
Belleroph. Er. 12 (13) co nayHctxiötrj xoA Ywri ge- 
funden wird. God ' ^x^i X6yo$ so verhält sich die Sodie 
oder die Sage, so ist das Sprichwort, s. Schwenk und 
Blomfieid zu d. St., uns zu Soph. KoL 1570. Hev- 
männ opuscuL IV, p. 335 will yovrjs öcavrjpoS lesen« 

Y. 208 S^eolg, Med. und Reg. L ^eov (im erstem 
jedoch nach Weigel ot^ über o£5), was vielleicht «mfim- 
nehmen ist. Einige interpungiren mit dem Sdioliast 
iätt" Sreoiff 6', 8. zu Prom. 471. üeber im beim 
Comparativua s. Blatth. Gramm. §. 455, Anm. 6, vergl. 
auch Pers. 430, Zu xa^xmeptepa ist rj xei^apjtjictS 
oder ij nei$rapj(if zu ergänzen , je nachdem man ^taö 
oder ^€oUt liest, 

y. 209 ff. off: aber m6chte sie (die gSttliche Madit) 
im Unglück gewifs wohl einen rathlosen und die (seine) 
durch schwere Trübsal über den Augen hängende Wolks 
erheben, d^ steht dem Sinne nach für yctp^ 'U n 
Pronu 125, iv HOHOtötv (so Mosk. 2) giebt eine me- 
trisch genauere Entsprechung als die gewöhnliche Les- 
art ^ xocKouStn Statt xdv (Marcellin. vit Thuoydid. 
p, 2 t6v^ was gut ist, aber Aenderung schont) habe 
Ich t* äv geschrieben, d. i. rol av^ über welche Biinon 
zu Prom. 702 nachzusehen ist. nt^H x^kA^spoS* die bes- 
seren Urkunden riditag, einige hc x<iÄinraf , Marcellin« 
icoii x^^äff' In aßufxtxror'ncäßiß^Üm^ ilt der TM 
nach dem Ganzen (^nVtritit. JiMiMBtiinitito oft, i. n 
Pronu ^62, Hpfijii^aitMi^'WUl^^ 4M. 'tipiffii^afit' 




EUTA Em 0HBAIL . S5 

ETEOKAHU 

XOPOZ. 



9ifr) ra^tÄeey, Marcellin. JtptfjariXßiycay ysg^eÄjoSvp 
UM nan ia xfnfßivaßierdy vEcpeXäv liat Terändern wöl- 
kt m der Bedeutung: obgleich — - Wolken hängen. 
Keht Abel, doch ist der Singulans in ähnlichen Rede- 
ivoien gebräuchlich, s. zu Soph. Ant. 586. op^ot hat 
Üor iwei Bedeutungen zugleich, eine metaphorische in 
4er Verbindung mit dpijx^'^oy^ und die gewohnliche 
h der Verbindung mit veqyiXar; s. Aehnliches zu 
T. 461, 903, Hik. 67, Soph. TracL 352, Oid. 345, 
Ant 1288. 

V. 212 bereitet r^^^fi das Folgende vor, wie Pen. 
816, 348, 661, Hik. 18, 388, 419, 476, 919, Ag. 
483, 1314, Choeph. 188, und oft xp^'^P^oc, s. zu 
BiL436. 

V. 213 ipSetr^ Aid. und Rob. ipSetr. Unten 
V. 904 ip^aTTfv^ pers. 238 ip^a^, 778 ipHavtsS^ 
1015 ip^cüy Hik. 398 ^p^ai Aid. und Tum., Ep^cti 
Rob. und Vict, Ag. 911 IpSetr, 1583 ipHctty 1543 
ip^ccrta, 1639 ipSetr, 1648 ip^avta, Choeph. 508 
fy6wSy Rob. ipdoiSy Eum. 467 ip^aißiu — jeoXsßiioay 
wnpto/iiyofy wenn Feinde einen Versuch (AngrifiT) ma- 
choo. Med. noXepiicoy netpoopiivoiS (nach Weigel jedoch 
OK über otS) nicht übel: um sich mit den Feinden zu 
Besäen; s. über diese Bedeutung des Participii Präsen- 
tia za Prom. 813. 

X, 214 er<5G9, einige idoa, 

y. 215 habe auch ich dSdjiaötor in dSdjuxtov 
flipdflrt, da dieses dem in dem gegenstrophischen Verse 
J^djpnommenen genauer entspricht, und jene Formen 
ji/t venr^cfaselt werden. 



56 EUTA Em eHBAS. 

%l täda viiiB0LS ^vyBv; 

ETEOKAHK 

ovtoi q>9ov(3 iSot, dcctiiovfov tifi^ yhoQ * 
all* 6g ütoXhag ^ TcaTCOöTtXdyxvovs xi9§i 
220 Sxfilog l69by iifid' äyav isesgipoßov. 

XOPOS. 
nmalvvov xXvovCa Tcarayov afiiya ort, y\ 84 



y. 216 ist Bta ^etSv nochmaLi za erg&azen, i. 
Pen. 248. aTtoörfyet^ s. zn V. 198. 

y. 217 warum hafst Unwille so? d. i. da 
Rettung auf den Göttern beruht, warum äu&ert 
dein Unwille über unsere Anrufung derselben mit 
Feindseligkeit gegen uns, dafs du uns la schweigttXB 
uid nach Hause zu gehen gebietest? 

y. 218 ovtot die belsten Urkunden» ovtt &j^ 
meisten, s. zu Prom. 172. 

y. 220 ha]\oSf and. evxrjXo^f was nicht sa Ter— 
werfen ist, s. Soph. EI. 241, £ur. Iph. AuL 644« 
ßitfd* äyav vitepg)oßov ist eine Fülle der Rede, Tng;I» 
Pers. 780, 813, Soph. Aias 951, Eur. HerakL 389. 

y. 221 ein unerhortiBS Getöse unTermischt (eis-' 
klangslos, unharmonisch, bunt durch einander) yerneh-* 
mend. noxaiviov ist durch die Synizesis drdsylhig^ 
&fitya habe ich statt afijjivya (so gegen den Vers Olpd. 
und Reg. L), woraus die gewöhnliche Lesart cißjta (Re^ 
E oBßid) entstand, aufgenonunen. Von fJtiya ist afuycL • 
eben so richtig gebildet, wie dvdßiya und afifoyeu 
Sollte im strophischen Verse ddä/iaöroy das ächte seyBf 
Bo könnte man zur genaueren Entsprechung auch &/ity9ä 
schreiben (s. zu Pers. 887 und 1013), wie dripayUcu 
Es steht in derselben Bedeutung wie Agam. 314 fia^ 
äßiixrov, Ueber die Verbindung eines AdTerbii ait 
^Mm Subst^ntivom s. zu Choeph. 890. ^Hcht m- 
WahaadidiiUch wäre auch dßiaptf (^dfiutfre^ findet sich 



EIITji Em eUBAE. 57 

tagßoCvvcj) q>6ßm ttivS* ig äxQoittohVf 
tliiiov Sdog^ Itcoiiov. 

ETEOKAHZ. 

av %vr^0KovTag tj tBtgaiUvovg 



StV^6%'l 



Ag. 1654) statt S/ux j wenn dieses aus jenem des selt- 
neren Gebrauchs wegen entstanden seyn sollte; ja selbst 
Sjaa kSnnte bestehen, Tvenn die Lesart des Aid. u. a. 
^catayoS (wie otroßoS) richtig ist üeber apioL bei 
Participiis s. Cfaoeph. 900, Soph. El. 77, Herodot. 1, 
179, Xen. Hellen. VI, 2, 2, Anab. II, 4, 5, III, 1, 
47, m, 3, 10, IV, 1, 19, VI, 3, 5, Kyrop. UI, 6, 
59, V. 2, 17 u. 22, Matth. Gramm. S- 565, Anm. 2. 

V. 222 Tapßodvvo) q)6ß(p vor ängstlicher Furcht: 
Tay8% Aid. und Rob. tTJvö'. Gew. dxpoieoXtv gegen 
^as Yersmais. lieber die Scene s. Tor V. 1. 

y« 223 rif.iiov (durch die Synizesis zweisylbig) 
^<8o^ wegen des Alterthums, wegen des Kadmos, ihre« 
Sibauers, und der daselbst befindlichen Götterbilder. 
Der Chor glaubt hier sicherer zu seyn als anderswo, 
da er hofft dafs die Feinde, wenn sie in die Stadt 
dringen sollten, die Burg wenigstens schonen mochten. 

V. 224 fifj vvv nun so nicht, darum nicht, Tergl. 
V. 228, Prom. 505, Hik. 199, Ag. 915, Choeph. 761, 
%XL SopL Aias. 1117. Es bezieht sich auf das V. 219 
1 Gesagte. 

Y. 225 dpxaXi^ETe schnappet auf, Temchmt es 
begierig. Das Wort findet sich auch Eum. 969. 

V. 226 hieran nämlich weidet sich Ares, (nämlich) 
tn Menschenmord, d. i. denn dies bringt der Krieg 
^nmal ao mit sich. Durch rovrat wird g>oya} ßpotoSv 
VNrberMtet; es bezieht sich aber auch zugleich auf das 
Virhergehende, s. zu Hik. 557. ipovco Med., Rob. 
iLa., tp6ß<p Aid. u. «., s. zu V. 45. 



58 EIITA Em eHBAS. 

xoPAroz. 

ETEOKAHZ. 
f»i} vvv axovovtf' IfLnpaväq Smov* aya». 

XOPAFOZ. 

tfthu fCohayLa 9^9sv ag xvxXovfdvav. 



y. 227 xcA fuj^ "* T^ indessen, du Ge^rick 
abbrediend und auf etwas Neues lenkend, wie oft; 
TergL y. 3Ö4, zo Choeph. 201 , Soph. Ant 524 n. i. 
Eben so xoA fitfv ohne yL Das Ponctam nadi q>pua^ 
fiaxüor habe ich in ein Konuna yerwandeit, dandt dieitf 
yers mit y. 229 lusammenhange. 

y. 228 mm so lals es dir als hSrehde mcht ftf 
SU deutiidi merken, dals da es hörst, durch Gebehrdei 
nämlich und Ausrufungen. Aehnliches s. bei Blomfidd. 
Ueber /fi/ rw s. au y. 224. 

y. 229 hängt nüt y. 227 losammen: docb ich 
Temehme Rossgeschnaube , — gleichsam als wenn eng 
die Stadt man cinsdildsse. Die Chorfuhrerin scfaliefirt 
nämlich aus dem Temommenen Sdmanben der Rone; 
dafs die Fdnde der Stadt ganz nahe sindL 6tirt% if| 
Datiyus von öxivoSt Teri^ Eum. 520 6o9q>paräir vss 
ötivet, und zwar Dativus der Art und Weise, idt 
oben y. €1 ötaXotyfioJs ^ 553 xctxciiöi, Pers. lOSS 
yoot^f Ag. 1123 övögnira TtXtxyxjt; s. auch Mattk 
Graami. $. 400, 5, uns zu A^. 626, Choeph. 762, 10S8| 
Eum. 1008, SopL Ant. 589. Ueber öij^er toS B.wi 
Prom. 988, über xuxXovö^ai oben zu y. 114, Ab« 
den absoluten Genidrus ohne SubjectsgenitiTUS zu HiL 
113. Rob. xvjtXovßievor, Gewöholidi nimmt mit 
ürirei als ^e dritte Person des Verbi und liest itt 
Tielen Uricunden, auch der Med. (Weigel) y^^er: es 
sen&t die Stadt vom Boden her (es dröhnt der Bomb 
der Stadt), als ob man sie einschlösse, was ebenftUi 
gebilligt werden könnte, doch jenem nacfastehL yp&^ 



miTA Eni BHSAS. S9 

JSTE0KAH2L 
n ooxovy fy* &(/xsZ tiovSs ßovlsvuv jägi. 

ICOPATOZ. 
itiom** aQayfiog d' Iv miloug oqdiXseM. 255 

ETEOKÄHZ. 
oo ^liyai pajälv rävd* IqbIs wxta mohu; 

XOPAFOZ. 
d ^nrdkBitt^ fLfi ütQodtpg xvgyaiuttcc. 

i^ — . 



hüte auch für yifS stehen, wie V. 646 fitftpi^ev fSf 
"iftpoSf 822 naxpo^Ev für natpoS^ Hik. 423 Jto^ev 
k Jtd^, und 80 vielleicht Ag. 131, Choeph. 944 

V. 230 Ist der Sinn: nun dafür werde ich schon 
1 sorgen wissen, ohne dafs ihr euch dämm za beküm« 
vn habt, lieber ovhovv s. zu Y. 199. 

y. 231 steht 61 mit der Kraft Ton ydpf 8. sa 
(0B. 125. 6g>i\XsTatf s. oben Y. 175. 

V. 232 ov ffLya; elliptisch für: wirst da mcht 
brdgen? willst du nicht still seyn? YergL V. 234 
(k is pSropov; nnd das. Blomfield, uns zu Soph. 
Id. 425, Ant 575. So oux i9 xopccKocS; Aristoph. 
nt 394, Frdsch. 620. [AffBlv tgovö' ipeig naxa 
'oJav; du wirst doch nichts davon sagen in der Stadt? 
Biber ikTi^ firidih u. a. mit dem Indicativus Futuri in 
r Frage nach einer Frage mit ov s. Hermann zu 
iph. Aias 75, Ehnsley zu Eur. Bakdu 344, Matth. 
nunm. §. 498, c, ß. Doch steht fir\ u. a. auch ohne 
rhergegangene Frage mit dem Indicativus als Frag- 
rtikel, 8. zu Prom. 961. 

V. 233 gS ^wriKnot o Yerdn, Gesammthdt der 
Mter, was Y. -202 noanjrvptS. Rob. cJ ^vTri-- 



60 EHTJ Em eHBAZ. 

ETEOKAHZ. 

XOPATOS. 
'235 ^£ol flroATrm, f»; /its SovXüuis tvxew. | 

ETEOKAHZ. 
ovtTj 6v dovkols Tcafis Tcal ^6av^7toKw. 260 



Y. 234 ovH is (p^opov; s. 2U V. 232. Setik 
man nach <p^6pov keine Interpuncdon, so ist es gesait 
vrie Aristoph. Vögel 889 und Acharn. 272 ^av * is Mw 
paxafff und viie wir sagen können: vrirst du mchti 
zum Henker ! davon zu schweigen im Stande seyn ? odtf 
vrean man td8e von dvaöxfiö^ abhängen läfst: wbit 
da nicht, zum Henker! schweigend dieses aushalten? 
rdöCf nämlich iTtmxd <ppvdyjiiara und dpaypior» 

y. 235 3^£ol noXtrat städtische, d. i stadtbewoh* 
iiende, Götter. Ueber /iT/ /i« öovXda^ rvxeiy s. n 
V. 75. 

V. 236 du selbst machst zum Sklaven auch mick 
(aufser dir selbst) und die ganze Stadt (indem di 
durch dein Schreien den Bürgern den Muth .beiumnik 
und dadurch eine Niederlage herbeifährst). ' avrif äif 
B, zu V. 613. Das Aufgenommene findet sich im Med« 
(bei Weigel jedoch Ttr 6\tv statt TioXivy n. a., womf 
auch die Lesarten anderer Handschriften hinweisea. 
Einige x^pt^h xal ö^ xal noktv^ was jedoch Aendemng 
scheint. Man könnte auch avrrj 6v 6oukotS xcA, dk 
xai leädctv leoXtv, oder ocvtij dv SovkotS i/ik, äk xai 
TtSiday ttoXtv, oder avn} dh SovXoif x^/ik xcA nädixr 
noXxy schreiben, um d\ ohne Entfernung des iteht 
scheinenden K&dotv beizubehalten, welches f&r davt^ 
stehen kann, vergl. Choeph. 108, Soph. Oid. 379 Kpiear 
6i dot nrjfi* ov8h^, oAA' avros dv doL Dodi.ist 
keine Aenderung nothwendig. lieber xal — xcA auch 
-« und 8. Hik. 540 o. a. 



£772!^ Em 0HBAIL 61 

XOPArOH 
CD JUifXQtietlg Z^u, tQhlH)v ds ix^QOvg ßiXog. 

ETEOKAHS. 
ä Zsv^ ywcuxäv olov Sjeaöag yhog. 

XOPArOH 

ETEOKAHS. 
HO naXivütoiuXq av 9vyyavov6^ ayccX[iatcov ; 



\^'.V. S37 ßiXo$ den Blits» den Donnerkeil, yergL 
f. 435, 495, Prom. 358, 919. 

j^ -V, 238 yvyctix(Sy olov ooieaöatff yivo^ ; für olor 
in ytvoS ywaixwv , o ^naöaS ; 

V. 239 kann uox^pov als Nominativns und Ac- 
■■CiTiiff angesehen werden. Im ersteren Falle ist iötl 
i(i ergänzen, wie sich bisweilen der Nominaüvus in der 
llwort statt eines andern Casus findet, yergl. lEk, 
|l9, 311, zu Soph. Oid. 735, Kol. 201, 1514 f. 
k- Aocosativus würde es Ton (OTtaöaS abhängen, ohne 
IUI oSdieep ärSpsS mit Rob. u. a. in adieep avöpotS 
i Ter&ndem ist. Zu Söxep avSpeS ist alölv zu er- 
hven, vergl. V. 597 f. Boh& /ihr ovv dg>e piTfSh 
böößaXäiv nvXoaff, ovx ^^ &3rv/io9, 740 xaxdov 6', 
(Ä»p ^dXadöa, tcüji* äyat, Ag. 435 f. 6rhov6i d' 
I XiyovxeS avBpa tdv /iiv, <Js pioix'l^ iöptS, Aristoph. 
ritech. 306 i^öri ä', (Sdnep 'HyiXoxoS (M/ei), ijßiv 
^atVy Piaton Gorg. p. 458 ov8lv ydp olßat ro- 
)vrov xCcxov elvat dvS^pooTtGOf odov do^a ipevdij^f 
eindorf zu Piaton. Phaidon §. 137 , S. 235. Ueber 
ms Aehnliches bei ^ s. zu Aisch. Ag. 1362. Ueber 
la Relativum mit dem'Conjunctivus s. zu Hik. 113. 

y. 240 TtaXtrdtoßieiS du schreist wieder, mit 
Bing auf V. 233, 235, 237 gesagt. S^tyydyovd' 
yeüindxosiv scheint sich auf das Umfassen der Kniee 



62 EHTA Em »HBJIL 

XOPArOZL 
^apüjjjf yoQ yXä66(xv a^acctSai 96^00» S65 

ETEOKAlilL 
ekoviiswp (lOi 7tovq>ov d dohis tHoe» 

XOPArOJL 
i^ig av tag x&%iata^ xei xw£ fSooffm. 



deif Götterbilder zu beziehen, s. obea tot Y. 1 nl 
zu Choeph. 1068. Der Chor hat wahrscheinlich wieder 
dne bittende Stellang angenommen. 

V. 24 1 der Mathlosigkeit reifst ja die Zunfs ftrt 
die Furcht 9 d. L der Muthlose hat ja, weil er Alk 
iurchtet, seine Zunge nicht in seiner Gewalt ^ spridit 
unwiUkühriich was ihm die Furcht eingiebt. Apvjjk 
für dilruxoo, das Abstractum statt des Concretiu yap 
in der Antwort: ja denn, wie oft 

y. 242 wenn du als Bittendem nur doch ein kii^ 
tes Opfer gäbest, möchtest du doch durch meine BitiM 
bewogen, wenn meine Drohungen (V. 178 fit) Ton dir 
nicht beachtet werden, mir einen Uduien GefhUen tfauk 
ytavg^oy^ ähnlich Prom. 703 xowpmS, Pindar. IsthSi 
1, 60 xovg>a doüiS; s. auch Abresch zu d. St. In 
Gegentheil sagt Soph. Kol. 1204 ßapäar ifdorijit 
ytxäti pL8 Myortes» Ueber H nut dem Optatima fir 
bI ydp, wenn doch, TergL Y. 548, Sopk Oid. 863, 
Enr. Hek. 836 , EtymoL Magn. p. 26 , 51 , Valcknir 
zn Bur. Phoin. 316, Adoniazus. p. 237, Brunck zuEob 
Orest 1104, Abresch zn u.St, Matth. Gramm. $. 51S. 
riXoS Abgabe, Tribut, Geschenk, Opfer, TergL Soph. 
Cid. 316, Ant. 143, Eur. Danae Br. XII, 6 j»<oitfK 
ßitxpa (/iixpre) x^^P^ ^orraS riXrf. Aehnlidi PrMk 
619 ovxavv xopotS av njröe ö^ofiectr ifioi; 

V. 243 XfyotS av lur A^a, s. V. 695, P« 
641, Hik. 76, 264, 312, 442, 486, 897, 910, 1084, 
Ag. 1019, 1367, Choeph. 101, 104, 163, 508, 659i 



I 



EHTA Em 0HBAIL 6» 

BTEOKAHZ. 
tüyifiov^ CD taXaiva^ fvq gdXovg tpoßnu 

XOPAFOIL 

ETEORAHZ. 

tovt* dvt* iTcslvaiß x(nhu)g alQWiicct öi^ 

«•a^, 270 

: , ' fCttl wCQog ys tovtoig ixtog ovo* ayaXiidtcjp 



■i. 681, 877, Matth. Gramm. §. 515, y. Aehnlich 
1^ Oid. 1517 Xi^tS xa\ rot* eiöo/iai xXvcov» 
UOk kann den Sinn auch so fassen : und sogleich werde 
k'M wissen, ob ich dir den Gefallen thun kann. 

V. 844 hat diytfdov, wie man aus Y. 247 ff. er- 
litt die prägnante Bedeutung: wehklage und schreie 
Iht laut So auch V. 245 ötyda. taXcava unselige, 
jbeiomiene, s. zuAgam. 1220. Ueber das Asyndeton 
.Wt Prom. 56. 

■ V. 245 s. über das Asyndeton oben zu Y. 60. 

Y. 246 dieses Wort statt jener wähl' ich nur 
■Ime idi lieber an) Ton dir, d. i so gefällst du mir. 
ißto tovfto^p nfimUch dtyoo. . diB^ev scheint seiner 
Uhmg wegen nicht Ton tovto tovtcoS, sondern von 
\pav/iat abzuhängen, s. Soph. Oid. 1522 ßirfSajtidoit 
tätaS y* ^'Q fiov^ uns zu Soph« Phil. 935, Matth« 
tUKEDu §. 418 Anm. 

Y. 247 f. und aufser diesem (dafs du dich des 
Dien Angstgeschreies enthältst) erflehe entfernt von 
n Götterbildern das Bessere (was heilsamer ist als 
i|{stgeschrei) , dafs Helfer im Kampfe seyen die Got- 
r. hccoS oid* dyot\ßdroiiv dienen dem Chor als 
dsong die Bühne zu verlassen, was mit Y. 269 ge- 
ueht» we er in die Orchestra einzieht. 



64 EHTA Eni eHBJH 

Tca^äv dxov0a6* BoyfL&TtoVy Istscttt 0o 
250 okoXvypLov Ibqov efUfLW^ tuuAvuSov^ 
'Ekkip/LTcov voiiLö^a i^vdzdSog ßoijqf 
Q-agöog (pikoig, Xvovöa xoiinuov q>6ßov 
iyd de x^Q^S 1^019 7toh66ov%oi^ 9&h^^, 



V. 249 xaßoüv axovöaö* efSyßiaxoov ^ die V. 855 
fr. Tom Eteokles ausgeiprocben i^erden und dem ChM 
zum Vorbild und Muster dienen sollen. ouA und mtfi 
8. zu Prom. 483. tvyfmtcav Gelübde, "wegen Y. 838. 
Ueber ixeira nach dem Partidpium s. 2a Prom. 779L 

y. S50 stimme einen festlichen wohlgesinnitt 
FeiergesEDg an. oXoXvyjioS Ton dem feierlichen Wflfc* 
bergesange, -wie oft, s. die Ausleger, tußuvij d« « 
mit der Stadt wohlmeint, und nicht wie dein firflhttci 
Scbrden ihr schadet; Tielleicht auch einen sanften, nH 
higen. Aehnlich wird xpevjtievTJ^ vom Aischylos ge- 
braucht, TergL Pers. 216 Ttpev^svcoS (and. itpevßieyiD 
S* aitov tdöe, 601 KpevfjieveiS (and. evßisytts) x^^» 
671 xods: öl TCpBvfieyaS (and. npevßiemjs') iSe^äßtipt» 
Statt Ttoaavtöov haben andere iraiooridav (so a»^ 
Med. bei Weigel, jedoch natdvtdor von anderer Haiid)i 
was nicht Terwedlich ist, 8. Spanheim und Biomfidl 
zu d. St, uns zu Choeph. 336. Auch Aiscfa« Nbk 
Br. 147 (Schütz) ovöl naicovi^etau 

y. 251 eine Hellenische Weise des Opfergetanp» 
d. i. einen Gesang, i^sie ihn die Hellenen beim Opftr 
zu singen pflegen. ^EXXrfwtov kann man auch donh 
die Hypallage für ^EXXrfytxfjS gesagt ansehen« Zu jh^ 
ÖrdSoS ßoij^ TergL Soph. Ant 1019 ^6tdöaS Xttag; 
auch unten zu y. 616. 

y. 252 ^dpöoS tpikoi^f 8. zu y. 166. XvoviOL 
KoXifiiov (s. zu y. 198) q)6ßoy fahren lassend, arf* 
gebend, mindernd die I>\urcht vor den Feinden. 

y. 253 ff. ich aber erkläre, dafs des Lande« fteft- 
schützenden Gdttem , den feldbewohnenden sowohl alr 
des Marktes Aufwiehern, und der Dirke Quellen, vi 
nicht ohne den kmenos (ohne den Ismenoi aam* 



EHTA Eni @HBA2. 65 



heften) 9 wenn es wohl gelungen und die Stadt er- 
ilten üt, sie (die Städter) mit Schaafen blutig ma- 
lend (mit dem Blute der Schaafe förbend) die Opfer- 
nde der Götter, Stiere tödend (und unter Stieropfe- 
■gen) den Göttern, so gelob' ich es, Siegeszeichen 
nhen werden, der Feinde Rüstungen aber, eine Beute 
in Unglücklichen durch Speertreffung , den heiligen 
Hbäuden (dafs sie aber die den erschlagenen Feinden 
Igenommenen Rüstungen an den Mauern der Tempel 
Oiängen werden). i)/'oi 6h Xiyco ist zusammen zu 
hmen, und die Dative rdis noÄiödovxotS ^eoiS und 
n^oiS öojLioiS von ^rjöeiv abhängig. d\ dem Sinne 
ch für ydpy s. zu Prom. 125. x^^P^^ hängt von 
lAi^ in noXt66ovxoiS ab, s. oben zu V. 106. Ueber 
I Wortstellung x^P^^ 'CoiS 7toXi66ovxoiS ^eoiS vergL 
. 642, Prom. 213, Hik. 1038 f., Ag. 8, 128, 1619, 
i64, Choeph. 403, 705, Eum. 580, zu Pers. 241, 
iph. Trach. 873, Aias 1154, Ant. 382, Matth. Gramm. 
278, Anm. 1 und 2. TtoXi^ in TtoXiööovxoiS heifst 
»dtgebiet, Staat, s. zu Prom. 419. — V. 254 f. 
t eine Eintheilung der Götter nach den Orten , wo 
re Heiligthümer sich befinden, nämlich auf der Flur 
ifi^rhalb der Stadt ^ innerhalb derselben auf dem 
iarkte, und an dem Gewässer der Dirke und des Is- 
euos, enthalten. S. etwas Aehnlidies Hik. 987 fif. 
^tovoßioiSf wie Pallas Onka, s. zuV. 146. dyopaS 
tuÖTCOTtoi^ y vergl. Ag. 90 rcar r' avpavlcov, tgdv t* 
yopaiary y Eur. Herakl. 70 ixhat ovtES dyopalov 
toSy Herodot. 5, 46 Hcctacpvyovra in\ Jio? dyopalov 
n/iovt Soph. Cid. 161 "Apre/iiv , a xvxXoevr* dyor 
is ^povov evTiXia ^d66et, Blomfield zu u. St. An- 
sn steht ZevS dyopaioS ¥t\im, 961, Aristoph. Ritt. 
08, 498, 'EpfiT/S dyopäio^ das. 297, nämlich als 
mteher der Gerichtsverhandlungen. — V. 255 sind 
ie Wassergottheiten des Stadtgebiets sogleich mit Na* 
iQn genannt. kiipKri$ nr^yaiS ist periphrastisch ge- 

5 



i 



66 EHTJ Em @HBAS. 

xavQoxftovovvtag ^eolöLV^ od' bt&ixofua, 



braucht: der entspringenden Dirke, doch so, dafii J!^ 
KJjS das Gewässer und die Göttin zugleich bedeutöti 
8. zu Eam. 27. Liest man mit Aid., Rob. und einlfM 
Handschriften JlpxrjS re nrjyijs (einige TCijyäs'), m 
inrürden die Genitive Ton dem nochmals zu ergänsendoi 
htiöKonotS abhängen ; doch ist jene Lesart wahrschea- 
licher. Abresch nicht übel TtrjyyS, — ov6* caco flir J 
ov6 * avsv , vergl. Soph. Trach. 389 xal yap onft u 
axo yv(^firj^ Xiyea , KoL 900 dno fivtf}po$ und daft f 1 
die Ausleger. Aehnlich auch cot* iXidSoS u. a., s. Acif j 
974, Choeph. 594, Soph. El. 1127, Trach. 667, Sdii» I 
fer's melett. critt p. 51 f.. Lobeck zum Phrynichos pi 
10, Matth. Gramm. §. 573, S. 1129. Unter Ismenos 
ist der Flußgott, des Asopos und der Metope Sohif 
zu verstehen, s. Apollodor. III, 12, 6. Ueber Xiy» 
mitten in der Construction s. zu Hik. 601. — V. 856 
ist £v ^mrtvxovtQOV absoluter Genitivus ohne Nom«^ 
8. zu Hik. 113. — y. 257 /iTjXotdty aijiiaöOortaS 
mit Schaafen blutig färbend, d. L ndt dem Blute der 
Schaafe färbend. Die Schaafe sind gleichsam das BGt- 
tel, dafs die Heerde blutig gefärbt vrerden kdniMa» 
▼ergl. Hik. 638 f. /itjö* hnxoopiots: ttaS fCtoifUB^ 
cAfiaxi6ai niSov yas, Zn al/idödortaS und roeupo' 
TctovovircaS ist noHra$ aus tcoXbgoS zu erginaEen; U 
über dergleichen Constructionen nach dem Simi H 
Prom. 146. löxiaS für ßof/iav^, wie öfter. — V. «58 
fehlt zwischen den Participüs die VerbindungspartikBk 
"Wodurch die eine Steigerung enthaltende Rede lebhafte 
wird. An der Wiederholung von ^eotötv nach tdlS 
noXuiöovxoiS ^eötS und $f£foy ist kein Anstofs lu iMh* 
men, s. zu Prom. 6. Es wird dadurch mehr hervorfo^ 
hoben, dafs alles zu Ehren der Gotter geschieht; wtA 
steht anderwärts J^eoV nachdrücklich für avrof, i. n 
Prom. 154. Man kann auch oben V. 193 iL itil top 
ßtovaov ßphff, id6vrog SrBoU, -^ npoS ftaxaptgr hr 



! 



EJITA Ein eHBAS. «7 

SO iuqiVQa dc^cav 8ovql7ck7ix&\ ayvoig dofiotg. 
toutirl huvxoVy (irj g)Lko6t6v&gy ^sotg, 285 
fiijö' iv fuxxalotg xayQlovg aOLqyvy(iaöiv* 



rf Tergleichen. Die Worte oüS* hcevxofJLai sind aU 
•e Parenthese anzusehen , wodurch die schon in Ai^co 
iiialtene Versicherung, besonders in Beziehung auf die 
Muropfer, nochmals wiederholt vdrd, um auszudrücken, 
ib es dem Eteokles Ernst ist Aehnliches findet sich 
^ lind da. — V. 359 Med. (Weigel) iö^i^^aöt mit 
ffiber öt. — y. 260 enthalten die Worte \dqwpot 
imr dovpixXfpcra eine Apposition, und zugleich eine 
jfpallage statt Xäqyupa hqicoy SovptitXiJT^oor, Die 
(Wohnliche Lesart Sataov ist dem Verse entgegen, maa 
Ifirte denn eine Synizesis annehmen, s. zu V 71» 
m Form und des vorhergehenden TtoXefiioiiV wegen 
beint es hier unglücklich, verunglückt zu bedeuten, 
m Prom. 352. dovpiitXijx'^* habe ich aus Med« u. a, 
genommen, worauf auch öopinXrjx^* voiHü&g» L, und 
xupixtfft' bei Roh. hinweist. Tum. und Vict. Bov* 
Mkrix^' y Aid. 6ovpv7tXtjSr\ Ueber das Aufhängeii 
pT' erbeuteten Waffen und Rüstungen an den Tempel- 
Ibden s. zu Ag. 565. Nach diesem Verse findet sich 

der Med. (wovon jedoch bei Weigel nichts bemerkt 
\y und andern Urkunden noch folgender: driipoD npo 
Wv noXefJtiaor iö^ij/iata, welcher eine anderswoher 
OMmmene Parallelstelle seyn kann, s, zu V. 408, Soph. 
qL 765, oder eine zufällig einen Vers bildende Glosse, 

n.V. 404. 

«v V. 261 so bete, nicht vielklagend, zu den Gdttem. 
kttvta adverbialisch, und sich auf das Vorhergehende 
id Folgende zugleich beziehend, s. zu Hik. 557. /nif 
iXoörorcaS dient zur Erklärung von rotavraf wes- 
llb in den Ausgaben des Aid., Rob. und Turn, richtig 
idi ixtvxov ein Komma steht. 

Y. 262 und nicht in (unter) unbesonnenen und 
U«a Keuchungen. Uebcr Iv vergl. Ag. 1357 iy 
JMSfir-oißUiiyßia^rf zu l^oph. Phil. 60 u. a.« über die 

5 ♦ 



68 EHTA Eni QHBAZ. 

ov yccQ tt [icckXov (iiq ^pvyvs 1^0 ffoptfifcoy. 
Ivci d* liC Svdgas ££ 1/tol 6vv ißdSfL^ 
265 awnQlrag ixd'Qoiöü tbv iiiyav xqmov 
dg ^ate^xBls i^oSovg x&^m iioKav, 890 



Verbindungspartikel unten zu V. 296. notfpvyßUcH 
Keuchungen, d. L Umherlaufen; s. über die Stcko 
V. 173. 

y. 263 nicht nämlich um etwas mehr i/nrst da 
(dadurch) entgehen dem (dir) Bestimmten. Ueber oo 
ßiif q>vyy^ 8. zu y. 38 , über tI piaKkov unb. Br. SM J 
(Schütz) ovt* iv dtiyp tiS ij/ievo^ leap* höriq^ q>evyn \ 
n /läXkoy xov nsnpcofiivov /lopov, Soph. Aias 280. 

y. 264 ff. ich aber werde noch sechs ftlanner 1^ fl 
mir siebentem als Gegner den Feinden auf die grote 
Weise in die siebenmauerigen Ausgänge beordern g»* 
gangen, d« i« ich aber will in die Kömgsburg gehea 
und daselbst aufser mir noch sechs, den Feinden t&dn 
tigen Widerstand leistende Männer in ungestörtem Nach- 
denken auswählen und sie in die sieben Thore beordoa 
i7e\ was leicht in ^* Terwandeit werden könnte, steÜ 
hier adverbialisch in der Bedeutung: dazu, aolserdsM, 
noch; vergL Hom. U. 18, 529 xteiyov 8' hA /o^Ao- | 
ßoXTJpaSy 21 , 373 fyao 6' in\ xa\ tod* o/iovfuOf 
Soph. Oid. 183 iv 8* äXoxot, TCoXtctL z* ix\ fjuttip^ 
— ijadrovaxovdt 9 Matth. Gramm. §. 594, 1. ijiot 
6vv kßdoßio), vergl. Choeph. 240 KpdtoS ra xcA Jbai 
övr rcS rpiroif TtdvxGov ßisyi&eos Z^rl, Soph. FU» 
543 oS Tjy yeco^ 6ijS 6vv 8voiv aÄXotv q>vXo£ n. i> j 
tov ßiyay rpoitov ist mit dvtripitaS zu Verblndeii 
▼ergt V. 447 idx^/idriötat 8' dänls ov ßiixpor tpir 
Hw, 445, 620, Choeph. 270 u. a. 

y. 266 dS kTCroctetXEiS i^oSovff fvLt ÜS btti Wr 
X'Siv i^68ovS, 8. Aehnliches im Sachreg^ter unfttf: 
Ädjectivum. Die Umgebung der Stadt bestand tM 
einem Wall , in welchem sieben Thürme gemauert mr 
ren, unter denen «ich die Thore be&nden, f«||i 
V. 30 & — m/Aoff ftvpytofuitü^Vp Kur. Phoia, 187 



EUTA Em ®HBJS. 69 

1 

XOPOZ. 



I 

iftAvoi (hetä) ftpoößadet^ rexficdpstca itvpyoiiy, 252 
hxtcacvpyoS äöe yd, 755 hntaTCvpyov iff «JAtv, 
1065 td hcrdnvpya ytXei^pa yäs, 1085 kntaTCvpyoi 
iftptßoXal, ras. Herakl. 28 tjjv kjerdxvpyQV trjvda 
jfB^o^oov noXiv. Dafs Eteokles in der Burg die Be« 
SsUshal^er bestimmen will, sieht man aus V. 430, 454 
£, 487, ifvo Ton der schon getroffenen Wahl eines 
JÄeils derselben die Rede ist. Man mufs sich nämlich 
denken, dafs wahrend des folgenden Chorgesangs Boten 
in der Burg aus«- und eingehen, welche dem Eteokles 
Bericht abstatten und seine Befehle einholen. Dieses 
idrd y. 267 f. angedeutet» S. auch 9U Soph. Oid. 
183, Elektr. 1434. 

V, 267 dyyiXovS ömpjyovS Kilboteo. raxpfi^ 
bo^rovS Xoyov^ schnellstürmende Worte | eilig über- 
wachte Aufforderungen, Mahnungen« 

y. 268 q)Xiyetv entzünden, mich antreiben» XP^^ 
&o Tor Noth, weil Nath Torhanden ist. JSteokles ab 
|ft die Burg, «.. zu y. 266« 

y. 269 zieht der Chor Ton der Bühne in die Or* 
chestra ein, s. zu y. 247. Er hat zwar den Willen, 
des Königs yorschrift zu befolgen , vermag es aber vor 
l^cht und Bangigkeit nicht ganz, und ruft de&halb 
ans: es strebt (zu ruhen), vor Furcht aber wird nicht 
rohen das Herz. jueXet ist hier, da kein Bativus dabei 
steht, wahrscheinlich personell zu nehmen, so dafs niap 
das Subjeot dazu ist, s. zu Agam. 363. vTtvaodet ha- 
ben die besseren Urkunden, vTtvGaödet (vergl. Eum. 
119, 121) die übrigen. Beides ist gut, doch habe ich 
der Autorität wegen das crstere vorgezogen. Es kdmüoat 
fon vnvovVf und das Futurum bezeidinet einen wahr- 
Kbmiilich eintretenden Fall, s. zu Ag. 167* 



70 EUTA Em 0HBJIL 

^0 ytkovBg ds xagSlag fdgiiivat 

ioTCvoovöiy tagßog S95 

täv ttfiyl tBlxv ^^v* — 
dg&Tuyma d' mg ztg tkuvcw 



V. 270 ff. als Nachbarn aber des Herzens &diea 
Besorgnisse es an (zum Herzen tretende ängstliche G«» 
danken regen es auf), das Schrecken (nämlich) vregeB 
der Völker zu beiden Seiten der Mauern (wegen der 
Belagerten und Belagerer). xapdiaS ist durch die Sy* 
nizesis zweisylbig, wie Hik. 68 xapBiav^ 771 nap^iaSi 
Ag. 1446 xapöi^, Prom. 883 napöia (so Med. hä 
Wdgel), u. a. ^coTCvpovöt, nämlich avrijvf n/v xop* 
^ifxv» Nach ^GOTtvpovöi habe ich mit Aid. und Rob.« 
anch vielleicht mit Handschriften, eine Interpnnctioi .. 
gesetzt Die gewöhnliche Verbindung ^ooTtvpovöi tafh 
ßoS tov dßiq)it£ixfj Xeoäv ist des Sinnes und der Cobi* 
struction wegen anstöfsig. xdpßoS ist Apposition. 
t^y dpupl reixrj Xecov hat eine Venediser Handschrift 
richtig, rcov hat auch Reg. E , und o^/u^l reixtf da 
S.cholion und Aid., letzterer jedoch dßtpl tetxrf» IKe 
für rSv und rcov zugleich geltende alte Schreibart TON 
und das aus V. 266 iietatsixAS entstandene dfignra^ 
weiches nur ummauert heilsen kann und hier gans füsck 
ist 9 erzeugte die gewöhnliche Lesart 

V. 273 ff. die Schlange aber fürditet so, der Jui« 
gen wegen, manche Tor des Bettes schlimmen Lagerge- 
nossen ganz zitternde Taube, d. i. eben so aber, iris 
ich die sich der Stadt nähernden Feinde fürchte, ü i 
fürchtet ihrer Jungen wegen die sich dem Neste il- J 
hemde Schlange manche vor geföhrlichen Besudun \ 
ihres Nestes ganz zitternde Taube, die natürlich dii 
Ankunft der Schlange im Neste nicht abwartet. Dietf 
Worte madien eine Parenthese aus, in welcher 6\ nickt 
selten ist, s. zu Hik. 627. Ueber die Sache Tergl. V. 
485 efp^et v£oddcov coS öpoHovra Svdxtjtor, Ho** 
IL 2, 308 ff., Mosch. 4, 21 ffl, Heliodor. iütidop. S> 
82, Horat Epod. 1, 29 auis terperuium allapnu ümn^ 
Statius Achill. 1 , 212 volucrk — * hinc anxia togüti 



''. 



JSnTA Em @HBA2. 71 

« 

r5 dvöBwatogag 

scavTQOiiog asXsias' — SOO 



tgt^s, welche Stellen Blomfield anfuhrt, auch Choeph. 
19 ff. cüS* für ovtooS ; vergl. über die Stellung kg, 
)8 ti ndytcc 6' ^s Tcpa^dot/i* äv, ev^apöijS iyoif 
tth unten zu V. 375, Pers. 235, 981, £Gik. 371, 
lM»eph. 376, 500. rls" manche, s. zu Hik. 472.. ti- 
fmr hängt von vnhfy in vTgep&iöotTcSf wofilr man auch 
}tBp öiSotxe schreiben könnte, ab, wie V. 197 vjtsp^ 
it$v ti rivo^f Ag. 945 vicepTsivnv ti nvos u. a« 
kr Med., Vict. und der erste Schol. haben dvdevnf^ 
paS (nach Blomfield hat jedoch Med. dvdewTJteipa, 
tch Weigel övdevytjtopaSt aber mit,£i über o und a 
mt asy statt der gewöhnlichen, wie eine Aenderung 
wehenden Lesart SvdewTfTetpa (Reg.. G dvöewci^ 
tpOj Mead., 1 6t^€vvavTetpa)y und der Med. aTcdv^ 
\OßioS (jedoch mit <p über pt nach Blomfield's Angabe, 
fdk Butler aadvrpoipoS y nach Weigel ctTedr rpoßof, 
*di mit 17 über d und <p über /^) statt der gewöhn- 
ten Lesart ndvrpotpoS y neben wacher sich aber 
tah ftdvTpo/ioS findet. Wittenb. dTtdvrpoqfoS, Währ- 
hiinlich ist das ächte dvöevvdtopai ndvrpoßoSy was 
k auch aufgenommen habe. Pa ein Abschreiber dvö" 
tnftopoLSi geschrieben hatte, so wurde d statt 9/ an 
11 Rand ala Verbesserung gesetzt,, woraus dann ditdy^ 
fP/ior statt ndvrpo/ioS^ entstand. Zu Xexioov övdsv- 
hopaS^ vergl. Prom. 897 A€;i^iG7r J16& evrdxeipaVf 
«h ist i4elleicht a. u. St Xexfdcov statt A£;t^G)r zu 
hireiben, wodurch rixvoov Xexcdoov verbunden und 
9 pietrische Entsprechung genauer werden würde. 
ril>er die häufige Verwechselung von at und a s. zu 
MTS. 801. Indessen habe ich XexiGov nicht Terdrängt, 
k ei ebenfalls bestehen kann.. Nicht übel könnte man 
i«li V. 274 und 275 in einen vereinigen, und so in 
r iGegenstrophe. Der Accusativus övöewdtopaS hangt 
fP Verbale Ttdvrpo/ios: ab, da man tpijietv xtyd oder 
f^fiodet S. zu Prom. 906. 



72 EHTA Eltl 0HBAS. 

rol ^sv yaQ srorl ytugyovs 

ötslxovöLV* tl yivaiiai; 
280 toi d* hc^ ä[iq)cß6koi,0t,v 

IccTCtovöü ücoilraig 305 

%SQ(iaS' oKQvoBööav. 
^avtl tQoxtpf ^Loysvsvgy 



V. 277 ff. schliefsen sich wieder an V. 278 u. 
to\ jjhr die Belagerten. Ueber die Form s. zu Fcni 
18. TCavdrfpLBl, Aid. und Rob. TtaybrjfiU Ueber & 
Sache vergl. oben V. 10 ff., 30 ff. 

y. 279 ist ri yivoojxat einem Ausrufe gidck 
Ueber die Redeweise s. zu Prom. 907. 

V, 280 to\ d\ die Pelagerer. iic a/i<pißdXoi6» 
fiuf die von allen Seiten geworfenen, s. %u V. 143, und 
31omfield zu u. St., oder auf die umgebenen, von Mau- 
ern oder den Feinden, So >yird aj4(ptßcxÄXetv u. a. 
gefunden, 

y. 282 x^PM^^^ einen Steinhagel, s. zu y. 141 
OHßvoedöav die alten Ausgaben und wie es scheint eis 
Theil der Handschriften, oxpioeddccv die übrigen s. H 
Prom« 281. Jenes bedeutet schauerlich, schrecklich. 

y. 283 ff. auf jegliche Weise, Zeuslichentstandeni 
(zu Zeus Geschlecht gehörige Götter), schützt die 
Kadmosentstandene Stadt und yolk. JtoyeveiS kömat 
hier nicht von j^toS^ sondern von JioS ^ und hat deit- 
halb die erste Sylbe lang, wie bei Homeros und andern; 
auch bei Eur. Andrem. 1196 alua to JtoyevkS^ ras^ 
Herakl. 1021 ^loyeyei xopo» jiiovothcyov npoxyift» 
So Aisch. Hik. 616 S^eol ^loyeveiSy und ähnlich. SopL 
Ant. 834 f. dXX.ä ^eoS tot xai ^eoyeyy&S ^ Vß^^ ^ 
ßpotoi 7<al ^v7p:oyevetS, Unter JtoyevsÜ^ weldni 
von den höchsten und mächtigsten Göttern zu vefsta* 
hen ist, ist Zeus selbst mit begriffen, 8. zu Ag. 58S> 
Ueber Jioi in der Bedeutung Zeuilich s. la Pn* 
622. Nach ^toytvvU fteht in cinom Theile d« Qp- 



.^' 



EHTJ Em QHBAS. 73 

tcoJlw Ttai ötgazov 
15 KaSiioyBvrj qvbö^b. 

XOLOV d* d(ieiipB09s ycdag xeSov art.d. 310 

taöd' oQBLOVy ix^QOiQ dipivcBg 

tdv ßad^vx%^ov' alaVy 

vdcDQ ts 2iiQ}(.alov e^- 
W tQsq>B0zazov iCfOfLatGyv^ 



mden nodi oo SrBo\ oder blas ^Boi gegen das Vers-: 
ift. Es ist als alte in den Text gekommene Glosse 
S.JioyeyEiS anzusehen. Da nun cL durch seine Stel- 
■g, die übrigens nicht ganz faLsch wäre (s. IVIatth. 
Eamm. §. 277 zu Ende), auffiel, so strich man es und 
I bUeb noch $FEoi im Texte stehen. Ueber noXiv 
d ötpator s. zu V. 203. KaSjioysvrj bezieht sich 
Mosowohl auf TtoXiv^ wie auf örpaxov, Ueber die 
nntität von fhjeö^e s. zu V. 146. 

Y. 286 f. was für einen Boden aber werdet ihr 
\A eiotauschen, der besser ist als dieses Land? Eine 
udiche Stelle ist Eum. 843 f. Tcoioy, welches hier die 
He Sylbe wahrscheinlich kurz hat (s. zu Prom. 141), 
At dem Sinne nach für r/, wie oft, Tergl. Hik. 294, 
Ib. Br. 308 Ttoia B,vycop\s tcoyda (t^dde) HapTepG}- 
ixr; Ueber äßsißeöS^at vergl. Soph. Trach. 736 f. 
fbvS' gypivaS rcSr vvv nctpov6(2v xe^v8* dßiHifcc- 

V. 288 8. über den Grebraucb des Artikels tM 
nun, 148. 

V. 290 Med. (Weigel) u. a. evtpBtpeötcaor (and. 
hpafpiötatov ^ s. Lobeck zum Phrynich. p. 577) das 
Bdeihlichste, heilsamste, gesündeste, welche Eigenschaft 
ich andern Flüssen zugeschrieben wird, s. zu Pers. 
79, ffik« 546, oder das die Fluren durch Bewässerung 
r^Ubefruchtende, Tergl. Pers. 33, Eur. Phoin. 648 f^ 
topL-Kol. 685 iL TZGD/idtaoVj die meisten Urkunden 
If^ulriiyK, ein häufiger durch die alte Gleichheit der 
Ktf^Lwite entstandener Fehler, und gegen das VersmafiL 



74 EHTJ Em^HBAK 

o6cyv Ttjöt IIo6ti8av ' 'i^ 

Tri^oq TS xaidsg; 
XQog tad\ & noUov%o^ 
295 ^£oly roi6i fLBv ^^o) 

ütv^ov dvägolksiQav SSO 

xal xav §li^onkov axav 



Y. 291 oöcov für o6a durch Attraction. Irf6i ftitt 
des Pluralis, 8. Eum. 629., Matth. Gramm §. SOi | 
Jlodetddr Med. u. a. , nodetScay gewöhnlich. Posci« I 
don eröffnet mit seinem Dreizacke Quellen and moat 
sie in das Meer auf. 

V. 293 Trj^oS nonStS die Sonder des OkeaoM 
und der Tethys, Vorsteher und Vorsteherinnen 4er 4 
Quellen, Bäche und Flüsse. VergL Prom. IST tijS to- 
Xvxhcyov Tri^voS ixyora, 

V. 294 yepoS TccSe darum» vergl. Fers. 166, 
Eum. 545, Soph. Oid. 343 u. a. — Med. (WeigeO«-*^ 
fcoXtovxot, and. voXtöovxot^ Koh^ voXuSdovxou & si ■] 
V. 106. * 

V. 296 f. männervemichtendes und das waHoh 
wegwerfende Verderben , d. L in Menschenyerluste bft- 
fitehendes und namentlich jenes höchst schimpfliche, ii 
Wegwerfnng der Waffen sich zeigende Unglück. Des 
Gemüthe der Jungfrauen ist Wegwerfung der Wafliei 
und Flacht erwünschter als Mord und Blatver^efiws* 
Ueber das zuweilen die Kraft Yon und twar^ und so- 
tnaulich habende TtoA zwischen schmückenden Beiwör- 
tern s. V. 262, 840, Pers. 3» 33, 252, Ag. 674, 1208, 
1463 £, Choeph. 424, Eum. 559, zu Soph. Ant 588, 
auch Schwenk zu u. St. , uns unten za V. 1041 , luid 
so, wenn es zwischen xoXv* und einem andern Adjecti- 
▼am steht, s. zu V. 320. Ueber den Artikel vor dm 
zweiten Beiworte s. Prom. 963, Eur. EL 1351, Seidkr 
das. zu V. 429> Matth. Gramm. §. 268, Anm. 1. Ue- 4 
brigens steht der Artikel mit demonstrativer Kraft, fr 
das Sachregister unter: Artikel ao. 3. 



BUTA Em QHBAS. 75 

Kvdogj totg de noXitaiq 



V. 298 ißißaXovxBS hdgebracbt, zugefügt habend. 
W6^e TfvSoS moget ihr Ruhm davontragen. Der 
ptatiTus steht mit der Kraft des Imperativus, s. Hik. 
in, Ag. 312, 923^ Choeph. 163. Matth. Gramm. S. 

y. 299 ff. den Bürgern aber stehet da (zeiget eudi) 
dl als der Stadt Schützer, wie als ,woliiÖironende 
if eaern Sitzen festsitzende) zufolge (unserer) lautkla- 
ider Bitten, röis Sk xoUtcnS ist den Worten Totdt 
r ISg0 nvpytov entgegengesetzt. Weniger wahr«* 
winlich schreibt man totöBa noJdtoeiS und verbindet 
■it apoiö^B HvSo^j obgleich diese fiedensart in der 
deatong Ruhm bei einem davontragen, oder einem 
ihm verschaffen, mit dem Dativus vorkömmt, vergL 
■u li. 4, 95, Soph. KoL 459 £ Dann vtrürde j^ 
895 keine Entsprechung haben, und roiS fikr i^oo 
"pyeoy heifsen: den Belagernden wenigstens, wenn 
all nicht andern, xcd — te entspricht sich bisweilen 
jbr Bedeutung auch — und, oder auch — wie, 
welcher es ein Hysteron Proteron für r^ — xeA wie 
auch macht, und das Wichtigere vorangestellt 
rd, vergL Y. 562, Hik. 734, Choeph. 248, 581 f., 
m 75 ff., 908 f., Soph. Oid. 347, 648, Kol. 1394. 
itt frvT^peS^ was dem Metrum entgegen ist und aus 

r Lesart der Mediceischen Handschrift fivtopeS oder 

V 
topeS (nach Blomfields und Weigels Angabe) entstan- 

& zu seyn scheint, habe ich mit Blomfield fivfopeS 

Ijgenommen, wodurch das Versmafs richtig wird, eve^ 

qt (vergl. V. 95.) bezieht sich auf das V. 199 ff. 

wagte. ördS^rjTe stehet da, zeigt euch, bewährt euch 

( .— , <wie Eur. Rhes. 317 orav TCoHtaii eu ötaSrwöt 

dficveS u. a. Vergleichen kann man auch Choeph. 



76 EHTJ Em 0HBAIL 

olTctQov yaQ utoXcv oÄ* füyvytav iH/>. >Ä i 

''A'LdL üCQoiailfaLf doQog ayQov^ 1 

305 dovXeiav i^tatpaQu 6xoS(p 

820 ovpto^tatav, Ueber den Datiyns (^Xitaiöty) h 
der Bedeutung zufolge, s. zu Prom. 219, Pen. 579, 
917, Hik. 235, 493, 566, Ag. 86, 581, Eum. 830, 
640, Matth. Gramm. §. 399, Anm. 2. 

V. 303 (ad' Med. (nach Weigel jedoch mit darSb« 
stehendem rT/rd*) u. a., tjjvS* die alten Ausgaben, fiu 
Aendemng schönt und in der dorischen Form erwartet 
vrerden konnte, obgleich das Versmals nicht ganz i«r- 
"«^erflich vräre , da bisweilen ein Choriambus und cb 
Bitrochäus sich entsprechen, s. za Hik. 90« oiyv/Uart 
8. Biomfieid. 

V. 304 ''jGSt Med. (nach Blomfield aeSs^ nadi Wei- 
gel UtSa), Tum., Vict. und yieileicht einige Hand- 
schriften , die übrigen "Jida oder Mda, Jenes ist Ho- 
merisch, vergl. IL I, 3, VI, 487, XI, 55, und nictt 
falsch, da np Position machen kann. Auch aida in dtf ^ 
Bedeutung Unterwelt, d. i. Untergang, wäre richtigj- ^ 
vergl. Fers. 616 dv re xi/iJCB x<>^^ ^aXd}iovS w» 
yi]S, Ag. 275, qtpxnaoS q)pvxt6v öevp' — hußatt^t 
Soph. Kol. 1769 f. Brfßaf 6' ^ßiäs raS GjyvyM 
xi/iTpoVy EL 1349 ov td ^coxicav sreSov vtc^ei^ 
q>^rfy, Eur. Troad. 883 nefiTpo/iev vtv ^EAXdda, ud 
mehr zu Soph. Oid. 429. I>odi mochte ich 'Jtd^ Bt 
das ächte halten, worauf die Lesarten ASBa^ "Aiöa ml 
aÖ£ hinweisen, da AI (a) und E ofb verwechselt woi^ 
den ist, s. zu Pers. 801; indessen habe ich es indei 
Text aufzunehmen nicht gewagt. Der Infinitivus itpot^ 
Ofpcti ist absolut ohne Subjectsaccusativus gesetzt, wo- 
durch die Rede allgemein wird , obgl^ch man des 
Sinne nach vfids ergänzen könnte, s. zu Pers. 16L 
Auch kann man Tcpöidij^ai als Intransitivum ndunea:. 
dafs eine so uralte Stadt dem Ais (dem Verderber) 
zufalle, als Speeres (Kriegs) Beute, s. zu Ag. 1^27. 

V. 305 ff. unterjocht (nach der Ueberwältiguag) 
sa staubiger Asche vom Achaüschen Manne nadi Göl- 



EHTA Em ®HBAS. 77 

v%* dvdgog *Axccu)v ^ro&ev S30 

tag de TcsxriQoiiivag Syeö&atf I % 
viag -TB Kid ütakaiMgy 



fwillen zerstört unwürdig, SovXeiav, Ven. SovXictv^ 
za V. 75. il)aq>ap^ öitoSoS scheint mit icep^ofiivav 
irbunden werden zu müssen in der Bedeutung: durch 
ieriieerung in staubige Asche Terwaii^elt, vergl. Soph. 
lu 1033 ^poS tov8' 6\co\e ^avaölpLca neöTJjuatt 
Irch diesen yemichtet» wurde er in einen hlngestreck- 
■ Leichnam verwandelt. Ueber den Dativus statt 
V Präpositionen TtpoS^ eis u. a. mit dem AccusatiTua 
Matth. Gramm. §. 401 , 3 , und über dioXXvö^ai, 
Mpeö^ai mit solchen Präpositionen und dem Accu- 
.tivus zu Pers. 431. vtc* avSpoS ^Axotiov dichterisch 
fttt v^r' dvdp^v *Axoci(2v vergl. V. 347, Pers. 13 
JOK d* av8pa ßav^ei, Hik. 761 av8p* OTtevxTOV, 
erodot. 1, 69 tov "EXKrjva^ zu Soph. Ant 107, auch 
tfen zu V. 928. Hierher gehört auch Pers. 925 
)^fAaS hi vaoS. Mehr s. in Matth. Gramm. §. 293, 

. . V. 308 ^sxTfpcoiiivctS Med. (nach Weigel nexrjpo" 
h^ mit et über 37), nexrjpcoßiva Reg. L., xexeipGO^ 
Was gewohnlich, was aber der aufgenommenen Les- 
t bei Weitem nachsteht, worunter die Witwen und 
^Bjsen der im Kampfe Gebliebenen zu verstehen sind. 
I Med. und die übrigen befsten Handschriften , ^ £ 2 
rergL Pers. 939) die übrigen und die alten Ausga« 
B, doch in der Gegenstrophe richtig S h Diese In- 
ijectionen gehören zu Y. 308 und 320, wie der Sinn 
iweist, nicht zu V. 309 und 321, auch haben Aid.» 
ob. und Turn, »ie V. 308, in der Gegenstrophe je- 
Hch V. 321, Vict dagegen V. 309 und 320. Sie ste- 
ui aber aufserhalb des Versmalses, s. zu Prom. 580. 

V. 309 ist vlaS durch die Synizesis einsylbig, vergl« 
adler de verss. dochnun. p. 50. und zu Eur. Iph. Taur. 
II; so viov Soph« Ant. 1289, 8. auch zu Hik. 61» 
wi^mv Eum. 947« 



80 EHTA Em 0HB4Z. 

dv6tvx^ TB ^gdüöety 
aXlog d' alXov äyst, 
q)OVBvsi,, xä Sb nvQq>OQBi* 



bindung , in Trelcber nal üblicher ist als t^ (i. .]«( 
Ag. 988) vergl. Matth. Gramm. §. 444, 4, Hern 
zum Viger p. 838. svte steht hier mit dem Conjiu 
vus ohne av, wie Hom. Od. 7, 202 evr* ipöco/ier € 
Ttkeirdö hxarojJißaS, Roh. mit der Arund. Hand 
nroXiS statt TCoXiS (so Med. bei Weigel), waa 
riciitig, aber dem strophischen Verse weniger g 
entsprechend ist. lieber das Subject, in den Nebei 
gestellt, s. zu Prom. 154. Ueber £ £ s. zu V. 
über TCpdööeiv in der Bedeutung sich befinden 
Neutris der Adjectiva V. 319 ßiXreparwvBe Ttpd& 
Monk zu Eur. Alkest. 621. Ttpdddetv statt fcpa 
hat Aid., Rob. und Turn, mit der Oxf. Handschr., 
leicht aus Y. 319 verschrieben, vielleicht aber 
richtig; dann ist idtl zu ergänzen: es ist zu ie 
8. zu Choeph. 193. Med. (Weigel) ys Ttpadöetf 
zu beachten ist. Ueber die Wiederholung deflM 
Worts in kurzem Zwischenräume s. zu Prom. 6. 



y. 322 Syst als Gefangenen und Sclaven» t 
V. 308, Hik. 598 u. a. 

V. 323 s. über das Asyndeton äyeij q>orsve 
V. 60. rd öh (Med. bei Weigel rdds) anderes i 
allgemein für oi 8h wie Choeph. 59, 416. Aeh 
rdSe V. 463, 955, s. zu Pers. 1, Soph. .Oid. 1 
Anderes s. im Sachregister unter: Neutrum, xal h 
rd dh habe ich mit den bessern Urkunden ausgelai 
dann Ist (papecov in der Stroplie durch die Syni 
zweisylbig und in der ersten Sylbe kurz zn me 
wie öfter bei den Tragikern. 

V. 324 steht in den Urkunden TicatvtS B\^ 
dafs 8\ eine Entsprechung hat. Biese Partikel i 
sich zuweilen falschlich eingesetzt, weil man eine 
blndungspartikel Termifste, s. zu V. 101, Pen. 



EHTA Em 9HBJJS. 81 



S5 lucLvofiBvog d* IstvxvH XdoSaiuxg 



8&0 



60, Hik. 535, Ag. 755, Choeph. 807. IVäre es acht, 
> k^BBte «Bau in «trophiflchen Vene fiojt Sl 9uxl na-' 
Wßiiya noXiS schreiben, was aas ßooi ö ' ixxevov/iiva 
oXtff leicht entstehen konnte, da at und e oft yer* 
«cbselt werden, s. zu Pers. 801. Dieser und die rwei 
jgenden Vene enthalten dasselbe, was die beiden vor« 
■gehenden, aber in fortschreitender Tergrdfsenmg. 

V. 325 f. rasend aber stürmt heran als Volksbän« 
fender (beim Morden des besiegten Volkes) der Bann* 
irzigkeit entweihende (alle Schonung und Menschlich- 
nt bei Seite setzende) Ares (Kriegsheer), ö' intnrei^ 
Id. 6* hcitvaif einige Handschr. ^\ mtvet ^ was ia 
V Bedeutung: er stürzt einher, bricht ein, vertheidigt 
erden könnte. Doch findet sich iitttcveiv intransitiv s 
nherstürmen, einherschnauben , heranbrausen, vergL 
nh. Ant. 135 ff. oS rote ptaiyoptir^ ^vv 6p/if ßccX" 
maar ixhevn fimatS^ ix^iöraor dvi/zcov. So auch 
mr f s. oben zu V. 52 und tcvoal ApBoi , s. zu V. 
10. Ueber fitaivetv Bv6ißsiay s. au Ag. 1659. ev- 
\ßiUL nülde, Schonung, Barmherzigkeit, Menschlich- 
dt, wie evöeßelv Soph. Aias 1350, u. a., und ei;<^e* 
jS BSk. 328. "ApTjS dem Sinne nach für kampflusti* 
Ig Kriegsheer, s. zu Pers. 81. 

V. 327 S, ist der Zusammenhang; da aber in der 
ttdt Alles drunter und drüber geht, und die die Stadt 
agebende Mauer das Entkommen unmöglich macht, so 
den an der Seite ihrer von den Siegern getödeten 
Inner mit männlichem Muthe Gattinnen sich selbst, 
ft sich den Entehrungen und der Knechtschaft zu ent* 
Bben, nachdem sie zuvor ihren bis jetzt sorgsam ge- 
legten Säuglingen Todeswunden beigebracht haben, 
ie Satzverbindung ist locker, wie dfter bei Aischylos, 
das Sachregister unter: Satz, xopxopvyal bezeich- 
t den Zustand, wo Alles bunt durch einander geht, 
id alles Bestehende umgestürzt wird, Umwälzungeiw 



est EHTA Em @HßJ2L 

aorl d' S^Kciva mfoyätig* 
330 ßXaxal ö* atiitxtoBööM 



Es ist eiöl za ergänzen, norl d' daran aber, an de 

Stadt, adverbialuch, 8. zu Prom. 73. Gew. noftlmi 

Xtv (od, TtöXiv) 6' gegen das Versmafs. Der Aocm 

tiv ist eine vom Rande in den Text gekommene GliMf 

opxdva (and. opxavri^ TCvpydStiS Mauergehege , Mai 

enmigebung. Von den Belagerungswerken der Feind 

deren nirgends weiter gedacht wird, scheint es md 

verstanden werden zu dürfen, ob man gleich Eum. 68 

f. noXiY vBoittoXtv rrjvd* w^iievpyov dvteTCvpyooda 

rote dafür anführen kann. — V. 329 lautet in den Vi 

künden TCpoS dvBpoS 8' ctvrjp Sopl (Rob. vxo $op\ 

"xcdverat gegen das Versmafs, ohne passenden Zusai 

menhang und das V. 322 f. Enthaltene anstölsig wk 

derholend, welshalb ich cJp aopt statt Sopl sdurube 

zu müssen geglaubt habe. yepoS dvSpoS vom Mm 

BUS, an der Seite desselben, wie dno und hc gebrand 

wird, s. Matth. Gramm. §. 596, b. Ueber tepoS veri 

Hom. II. 22, 198 avtos 8\ nortl TttoktoS nitet* M 

wie es besonders bei der Angabe der Himmelsgegendai 

wo man es gewohnlich durch gegen übersetzt, Aifd 

Hik. 247 TCpoS övvovroS rjXLov, Matth . Gramm. §. 51H1 

X) und in der Redeweise icpoS rtvoi eJvat getade 

wird, dvijp als Mann, praegnant, vergl. Soph. Ali 

484 7/ wy eyoa puv ovx ocrtfp, ctvttf ö ctnfp, u 

das. zu y. 576, Aisch. Hik. 882, Ag. 1615, Blcaftri 

das. zu V. 10. cop ist das zusammengezogene Jdqf 

vergl. Hom. U. 5, 486 d/ivvi/ievat'oopföötv, und kipi 

te der benachbarten ähnlichen Sylben wegen ]M 

jubersehen werden, dopt aber, d. i. mit dem ScIiwhIi 

ging wegen der Aehnlichkeit des A und ^ (s. zu ffl 

186) in öopl über, xcäverat ist Medium. — V. S3 

ff. blutiges Rochein aber der Säuglinge ebengenibi 

^hnt, d. !• das Rdcheln der in ihrem Blute dnUegn 



'Hai* 



SnTJ Em 0HBAIL fiS 

a(fxcayal dl dutÖQOuSv ifudfLovtq^ 



en Ton ihren Müttern , die sie noch vor Kurzem ge- 
lugt haben, tödlich yerwundeten Säuglinge ertont 
mbpfl ßXaxal (and. ß^rixocl) alßiotoeööcct rcoy hct" 
caSriditor aprirpecpels (so Med., Roh. u. a. dptu- 
peipeU Aid. , Wolf u. a. ) steht durch Hypallage statt 
Xttxotl r(Sy alßiatoivxQDV iitt/iaöttSioov aßTttpeg}<Svm 
«ispiele s. bei Schwenk zu d. St.» auch im Sachre«- 
kter unter: Hypallage. 

;,, V. 333 Plünderungen aber sind der Durchrennim« 
n Blutsverwandte, d. i. von der Burchstürmung der 
bidt mit dem Schwerte in der Hand aber ist Plünde- 
Bg nnzertremilich. 6/icd/ioveS, s. Aehnliches bei Blom- 
dd. VergL auch Eum. 691 dißaS aöroSv qioßoS rt 
ifyyeyifif unten V. 476 und Ag. 482 xdöiS , Soph. 
ioL 1262, Ant. 192 ddeXg)6s, Hipponax bei Athenai, 
I9 p. 78 6vHi\v liiXaivav f dßxiXov xaöiyvrjrriv^ 
Hb lakym. Br. U ndroS — ewtXeiaS xaxtjp, Soph. 
ijb. Br. XLVI tapßovS ^vydrrfp. Ueber fi^trjp und 
|9iy i. oben zu Y. 206 ; über tinoS u. a. zu Eum. 533. 

; V. 334 iL zusammentritt ein Forttragender mit 
tan Forttragenden, und ein Leerer ruft einen Leeren, 
■an Theilnehmer haben wollend, weder minder noch 
k Recht begierig es wünschend, d. i. mit gleich hef- 
ger und gleich unedeler Bereitwilligkeit und Eifer 
jrinndet und unterstützt man sich gegenseitig, wie bei 
■I Fortschaffen, so bei dem Aufsuchen der Beute. 
»ßfloXei (so auch Med. bei Weigel, doch ßdWBt über 
püUS), einice ^VfißaiKsi und ^vjußdÄÄBU Aehnlich 
koeph. 456 AptjS dpet ^vptßdXXet, Jixa dix^. Es 
lifiits mit Jemand in Verbindung treten, um zu helfen; 
1 der Bedeutung zusammentreffen , begegnen , findet 
tk övßßdXXeiv Choeph. 668, Soph. Kol. 901 und 
ban 80 övußoXoi Hik. 488. Iik der Gegenstrophe 
■fe man der Entsprechung wegen rX/jptov oder tXdßov' 
Mt der allgemeinen Lesart tXrffiovBS schreiben, und 
\^ AcGOsatiye durchs in Ansehung des un^lückneUgea 

6 ♦ 



84 EIITA Eni 0HBA2. 

335 Tcal n&ifog tcbvov TcaisTy 

^pwoiiov Q'skGiv l%tw^ S60 

otrrs uuov ovt' Xöov XsXiiifiho^ 
xlv* ix tfSvS* sItucöol. Xoyog näga; 

Bettes erklaren wollen. Dies ist jedodi etwas hutt 
ziemlich unwahrscheinlich und nicht nothwendig, wena 
man tXijjiioveS wie tXiju *v€s: ausspricht und milst; s. 
zu Prom. 113. Aufserdem könnte man ^vptßoXia statt 
.^i;/£/?o^et sdireiben ; vergl. über die Diäresis Pers. 64 
rpo/nioirrat, 534 'Xo^iovöat, kg. 144 xixXico, Choeph. 
827 ^poeovöoL^ Soph. Trach. 639 naXiovtat (doch 
dreisylbig zu messen), Aias 423 i^epioa (ebenfidk 
dreisylbig), Kol. 182 ftreo, 227 ikAJ;r«>> Kl. ITT 
vTeepdx^Bo; auch zu Phil. 1103, KoL 700. 4pipuf 
in der Bedeutung: Beute wegtragen ist häufig, beso^ 
ders in der Verbindung ayetv xal qiipsiv. Uebrigcai 
drückt ipipoav qjipovti und xevoS Ttsrw die Gegensei- 
tigkeit aus, wie auch in ähnlichen ZusammenstellongeB. — 
y. 337 ovxB fjLtiov ovt* föov weder minder noch nAt, 
d. i. mit eben so grofsem Eifer ab Unrecht, idov steht 
adverbialisch und bedeutet wie anderwärts, so besondtfl ' 
bei Participien; auf rechtmäfsige Art, nach GeMU^ 
edel, vergU Soph. Ant 373 fiL ßjajre fiot xccakätuS 
yivotto , fiiqt ' l6oy q>pov6ov (recht denkend), of tA 
ipdet, Aisch. Choeph. 861 f. vxo S' evvoiaS xdaS täof 
einovö' dvvöeojiiat; das Participium XBXxßifdvoi^ (aai 
XeXrf/ifiivoi , und so auch Med. bei W^el, and. !»• 
KtßiiivoS') steht hier absolut, wie das Homerische hikaf' 
{iivoS, und bezieht sich auf q}ipQay und TtevoS lagkkk 
V. 338 was aus diesem zu verrnnthen bt GnaA 
da? d. i. welcher Nachtheil daraus für die BeaiegtH 
entsteht, kann man sich leicht denken« tira ist Nm- 
trum Pluralis, was seltner ist, doch s. zu Soph. TraA 
1197. Med. (Weigel) rZ* mit darübergesetitBai ti/. -* 
ix rttivBe daraus, defshalb, a. zu Ag. 1196. ht tM>' 
dnaöat , wie tsxpiodpeö^at hc tivoi u. a. » a. Blatth: 
Gramm. §. 396 , 2. XoyoS Grund , in welcher Bedsa- 
tung es sich besonders in den Redeweisen hi tivoi l^ 
rov (Choeph. 510), iß ovöiyos koyau u. a. findet 



EIITA Eni eHBAZL 85 

«awoSaxog di xaQXog drt.y. 

40 xafucdig %B6Giv akyvvti 

Jiav, — 365 
fCoXXd d' axottogrugtog 
vag doötg ovridavolg 
iv ^o^locg ipoQslrau 
ß duotdsg dl xttLvoxi^^ovBg vicciy 



y. 339 ff. allerhand Frucht aber auf den Boden 

fUen (geschüttet) schmerzt aufstofsend (wenn sie in 
Augen fallt) ; betrübt aber ist das Auge der Haus- 
pierinnen. 7ivpi}öa^ steht absolut und dem Sinne 
wh für evpsSrelC, ivie es eine Glosse erklärt So 
JIiüV, 8. zu Hik. 777, 'und Xax<oy, s. oben zu V. 55. 
ehnlich auch Soph. Kol. 225 ri not* avthta xvpdst; 
.1. tetxpor traurig, betrübt, vergl. Choeph. 76, 
jiph. Ant. 423 ^mpäs opvt^oS. — ^aXap^oKoov 
*": Haushälterinnen , Schaffaerinnen , Schliefserinnen, 
^aÄapLoS auch Yorrathskammer bedeutet. Vergl. 
Od. 7, 8 und das. den Scjholiast. Der Satz nt- 
6' ofifjta ^aXafiri7c62iGoy ist ein parenthetischer, 
K äKyvret erklärt, indem er angiebt wer darüber 
{bn^rz empfindet, lieber 8\ darin s. zu Hik. 627. 

V. 342 ff. viele aber buntyermischte (unter einan- 
w gemeugte) Gabe der Erde (Segen des Bodens, 
aldfirüchte) wird in nichtswürdigen Ergüssen getragen 
wbwimfflt in den schmuzigen Gössen der Strafsen da- 
{}• jeoXKd für noTikr), was sich auch in einigen Ur- 
jjpden findet Sh verbindet, s. zu Prom. 644. Eine 
Idiche Stelle ist Ag. 988 f. noX^.a toi dddiS ix 
M d/iq>t2iaq>tj^ te xal i^ dXoxoov ixstemy,. 

V. 345 fL Sclavinnen aber sind unerhört unglück- 
li als junge, duldend das Bett speererrungen vom 
um, der glücklich ist als feindlicher Oberer, d.4' 
i unglücklichsten aber sind weibliche Gefangene, wenn 
rnoch jung sind, da sie geschehen lassen müssen, 
üi ihr Bett durch Kriegsgewalt genommen wird von 



86 EHTA Em 0HBAS. 

dvögog svtvxowtog ds 

dvÜllBVOVQ VXBQfciQOV* 

iXnlg l6ti wxxsQov tiXog notBip, 
850 nccyxiMvötov äXyicDV IzL^QiAw. 



«««iaMMpH^H«n*B«aM>MMaaMMMi^HBaaianaM«^p^^^a^^BPM^papi 



dnem als feindlicbeni Sieger glücklichen Manne, wn« 
vow^ßoveS überaug unglücklich, inrie Soph. Trach. 1277 
itrjjuaTa xatvona^rj, unten V. 785 npäyoS reoxoTor, 
Per9, 25^ twchcc vedxota. Auch au&er der ZiuaK- 
mensetzung haben HotvoS^ vioff und tfoTcdvtoS oft 
4!e Bedeutung des Uebenpäfsigen. r\ijfLoref «teÜ 
als Verbale mit dem Casus seines Yerbi, s. zu Vnm* 
9Q6 , und ist t^jll V^S^ auszuspredien , s. oben zu V« 
334* Die Grenitive kann Toan dlürch vit' dyBpoS u,i,w, 
erklaren, St das Sachregister unter; Qenitivus, oder 
vielleicht Qoch wahrscheinlicher sie Yon dem in alx/ut' 
^carof enthaltenen Substantivum abhängen lassen, M 
dafs die Construction ist: dXcotrjv oilxMV ov^poS^ U 
oben zn V. 106, cly^poS kann man dichterisch flr 
iiyöp<Sr nehmen, s. zu Y. 305. avxv^ovvtoS ist Ge« 
gensatz zu v-o^ivoierifiovB^ nnd ds dvöjievovff v^epfd* 
fiov Gegensatz zu riat, -<- v^epxipov steht snbftai* 
tivischs s« zu Prom, 874, Doch kann man övöpiercvl 
auch vom Comparativus abhängen lassen; der glüddidi 
^ einem Feinde überlegener. 

V. 349 t ihre (der Sclavinnen) Hoffnung ist, dtlk 
das nächtliche i^iel (der Tod) komme, ganz klägtiehea 
Leiden entgcgenfluthend (widerstrebend» begegnendi 
abhelfend), WTCtepoS vom Tode, wie vvH^ s. vu Choeph, 
57* Aehnlich das, 719 xov yv^tQv den Todten, oA 
Soph. KoL 1558 ivw^cLcov &yi}i^% besonders aber Bff« 
HippoL 1388**Aöot; /liXaiva ir&Kt%p6s t* dvdyKa^^ 
itoty7<Xav6xsay, and, nayxXavXGav. Man hat auch Vit 
eis interpungirt, und ooi BvÖßBvovS vxspxipov (Srttlft 
s. zu y. 312) iXTiig idxt verbunden; so dalji, woii 
der Feind siegt, die Hoühung ist, dals u. f. w., fiM 
weniger gefallt, obgleich fiSff oft wie Sota steht, !• 

$oph. Trach, 445 «r, d n — ßtcfoerdf ei/Up na^n» 



EHTA Em 0HBJS. 8T 

HMIXOPION. 

o toi xaxwetrig, cS^ Iftol dox£^ (StQcctov 375 

MovSy duoHGiv TtoiMtliiovg pfoag Tcodäv, 

HMIXOPION. 

xal {iriy ava^ od' avrog, OIöItcov rJxog,' 
155 tW aQtlxoXXoVy ayyikov Xoyov fuc^elv* 

«(ro/ioi, auch unten zu Hik. 592, Ag. 311» 329, 
•ph. Ant 761. 

V. 351 — - 353 spricht der Führer des ersten, 
• 854 — 356 der des zweiten Halbchors, td scheint 
er, 'wie V. 354 xal iirjv und unser doch, zur Ab- 
»chung der Rede bei einer neuen Erscheinung, auf 
eiche aufmerksam gemacht wird, gebraucht zu seyn* 
:p4xr(nf hängt von nev^rto ab. Statt q>ipet hat Wolf. 
ipety, 'nicht übeL Ueber den Infinitivus bei aii 
fVU u. a* i. zu Pers. 184. 

Y« 353 zur Eile antreibend die ihn hergeldtenden 
NVtragenden) Röhren (Gebeine, Knochen) seiner Füfse. 
mxeov da er antreibt, den Grund der im Yorherge« 
■iden enthaltenen Yenuuthung angebend, jyoa^ die 
Muren, was am Wagen die Naben sind, s. zu Y. 1 38« 

Y* 354 f. doch sieh, da kommt der Herrscher selbst 
n eigner Person), des Oidipus Sohn, recht passend, 
m) des Boten Meldung zu vernehmen. Eteokles kommt 
Indich aus dem Palaste zurück, s. zu V. 266. Ueber 
kI yerfv s. z.u Y. 227, über das Uebrige vergL Soph. 
nt. 1257 xal iiffv ob* avaQ ccvtoS itpifxst, Trach. 
i iyyvs 6' o8' avroS dptinovS S^poDÖxet dojnov^, 
id. 531 cojtoS 6' o8* rjSrj öooßdroov ^^gö nepS^ 
nr. Iph. Taur. 724 ywrl yctp ffSe däoptdtoov föe» 
ipff axLnAk unten V. 84ä, Pers. 146 u. a. tono^, 
id. thco^, beides gut. el6\ Aid. und Rob. sU^ wo« 
ins man eis gemacht hat eldt steht hier mit Präsens* 
)deutung, vergi. Y. 682 eldt^ Prom. 550 leotpe^iadi, Ag. 
194 nc^ifyit Eum. 237 npaöei^tif Buttiiiann*s ausf. 



88 BUTA Em eHBAZ. 

öxtwd^ ÖS xal tovd* ovx ajcaQTi^u TtoddL 380 

ArrEAOS. ^ 
IkyoLfi* avy tlddg bv^ xä tcSv IvautUav^ 
mg t* Iv TtvXcug exaötog sUijx^ JcaXov. 



Gramm. §. 108, Anm. 23, Matth. Gramm. $. 504, S. 
dpriKoXKov für xaipov y i? 6ior u, a. adverbialiflch; 
vergl. Soph. Aias 34 naipov d' itpijxet^ , 1168 tuA 
ßiijv i^ avzov naipov oi'öc nXriöiov ndpetöir^ 1316 
Hotipov Uy iXtfÄv^c^S, Oid. 1416 f. aXX' ojv inatr- 
teiS is 8iov 7tdps(S^' ode Kpitary x6 npdööetv nA 
XQ ßovXevstv y Ant 386 o8' ix ^oficov difoßßoS eU 
8iov itEpf u. a. Aehniich steht das Wort Choeph. 
^76 oTCGoS av dptixoXKa övfxßodvy rdöe. — puxää^ 
für S6ts jua^dr, n. zu Ag. 1049. Liest maa eU 
dfitiHoXXov , so heifst o$6i es ist da, vergl. Hik. 797 
od§ iidpKxii vaioS yaios^ Ag. 1067 xkatoneva xaHi 
ßpiqnj 6<payds, Choeph. 1057 aide TopyovGOfV düofr 
g>atoxit<aye^ , Soph. Kol. 32 cos: dvrjp o$£, Ant. 5S6 
Ha\ firfv npo jcvXgov yd ' 'idßiTpnf , 626 o6e jiijy £r^ 
ßoDVy Eur. HippoL 171 aAA' i]de xpotpoS yepctid tpi 
^pdöv xijySe nofii^ovö* i^oa pteXdS^pGov , und der la- 
finitiTus hängt von oSe ab, s. zu Soph, KoL ll8$f 
Matth. Gramm. $. 471 , 12. 

Y. 356 die Eile aber auch dieses ordnet nicht U 
den Fufs, d. L vor Eile aber Sietzt auch dieser ddi 
Fufs nicht nach dem rechten MaCse, sondern er macht 
übermälsig grofse Schritte, Vergl. Soph. EL 871 1 
wp* iföovijs xot, q}tXxdxffy dt6üxo/iatf x6 xoößtuf 
fuSrBtöa, 6vy xdxet /loXetv. Ein Scholion erklbt 
dnapxi^ richtig ; apxtov xal oXoxXijpor zotd nA 
^ x6 xa^eöxrjxoS ayeu 

Y. 357 Xiyotßi' av bescheidner als MHoa^ vttgl 
Y. 454, 550, Hik. 354, Ag. 722, 816, 874, Mattk 
Gramm. §. 515. So auch ^iXot^' äv, ß.iu Wk, 20(h 
nXvotpt' dvf s. zu Ag. 254. 

Y. 358 und zwar wie an den Thoren jeder tstbStlH 
•ein Logs , d. l und swac für welches Thor Jeder Eiar 



EHTJ Em eHBAS. 89 

o fuivrts' ov yäg 6q)ayut ytvsvai xaka. 385 



dne durch das Loos bestimmt wurde, eis ir xvXoaS 
ir cäs ir nvXotiS, 8. zu Eum. 114, Soph. KoL 903, 
bttL Gramm. §. 485. So audi ojeoos Ag. 967. rl^ 
li zwar, 8. zu Prom. 208. ndXor (einige sraAco, 
m y. 55, und näXov) nicht das geworfene oder ge- 
ilgene Loos, sondern die Bestimmung durch das Loos, 
ilji. Pers. 765. In den Namen der Thore und ihrer 
vth^ung stimmen die Schriftsteller nicht ganz über- 
pi Apoilodor. in, 6, 6 sagt: xal TtvXcov hctä, ot;- 
»r, "AöpaötoS jLthv xapd xds ^OpioXoot^aS nvXaS idtrf, 
'oKotyBvS 8h napd tdS 'flyvyias, 'j/i<p{apaoS dh napd 
is npotriöas , ^Imcofii^aav 8\ napd xds 'OyitatdaS^ 
hXvreixTfS 6h icapd xds ^Tipi^xaS, Tlap^svoicatoS 6h 
(^Mx xds *HXhctpaSy TvdevS Sh napd xds KprjviSaS. 
; andi Eur. Phoin. 1111 fL und Barnes, Vaickenär 
k Porson das., Pausan. IX, 8, Stat. Theb. 7, 353 ff., 
^gin. 69 , Heyne zu der angeführten Stelle des Apol- 
Wos, Schütz zu u. St., O. Müller in der Creschichte 
faUen. Stamme I, p. 486 1, Dr. Schöne zu Stendal ia 
« «llgem. Schulzeitung 1830, Abth. II, no. 20. Ue- 
Hr die Argeischen Heerführer s. Eur. -Phoin. 1111 ff., 
3L 861 — 902, Soph. Kol. 1313 ff., Barnes zu Eur. 
hoin. 127, Reisig zu Soph. KoL 1308. 

V. 359 kann pihy dem 6h im folgenden Verse ent- 
mchen; doch kann auch 6h V. 405 sich darauf bezie- 
m, 8. zu V. 999, Pers. 345, 540, Ag. 1, 40, 788, 
186, Passow's Handwörterbuch unter /ihr A, 2, 6. 
Ijpotxiöt (Med. bei Weigel Upoiriötv'), vergl. V. 377, 
aus. IX, 8, 3, den Schol. zu Eur. Phoin. 1116: in- 
hfS^^S ydp vno 'jHptöiov cSxT/dev o UpotxoS Hs 
is &TJßaS nXrjöioy xovxtov xdov nvXeov, Wie V. 360 
id 374 lehren, flofs der Ismenos in der Nähe dieses 
luirs, und durch dasselbe ging nach Pausan. IX, 18, 
4^ Weg nach Chalkis. 

9^^ V. 361 6 ßidvxiS Amphiastos. 



i: 



9a EHTA Em eUBAIL 

fUiSriiißQLvaig xXayycclöi^v tag dQOXtoVf ßof, 



V. 362 1 Tydeus aber ipvütbend und nach Kaapf 
begierig giebt, ^ie durch mittägige Klänge (Zischm) 
eine Schlange, durch Geschrei es zu erkennen, ßu» 
6r}fJißptyoLiS HXayyäiötv durch Zischen und Pfeifen u 
Mittag, zu welcher Zeit die Schlangen am lebendigitoi 
und gefahrlichsten sind, während sie zu kälteren Zeiten 
trag, erstarrt und weniger gefahrlich sind. Man Ter« 
gleiche ApoUon. Rhod. 4, 1505 f., Nikand. Theriak. 
371, Virgil. Georg. 3, 425 ff., Ovid. Met. 2, 175, 
Statins Theb. 5, 505 ff. Diese Worte gehören nur n 
noS dpdxoovj nicht zu TvSevSf ßooty obwohl das Pr&di- 
cat zu dem Yergleichungssatze zu ergänzen ist: wie 
eine Schlange, ^e wüthend und nach Kampf begierig 
ist, durch mittägiges Zischen ihre Wuth und ihre Kampf- 
begierde äufsert und laut werden läfst. Aehnlicfa ge- 
hört der Dativus zur Yergleichung Ag. 381 ff ntoiw 
6^ XctÄxov tpoTCov tpißoo ts xal TcpoößoXal^, ßßXaß' 
nijyTJ^ TciXst dixatoo^ds. Zu ßoa ist to fiapywrta 
Ttal jLtdxrjS XeXt/ijiiiror elvat aus juapydSv tccA ßuqpfi 
XeXtjujLisvoS zu ergänzen , 'v\'ie Aehnliches öfter. Uebcr 
ßoav tt durch Geschrei etwas zu erkennen geben, i, n 
Prom. 355. 

V. 364 haben statt ^dvBt andere ^hei (einSge 
ö^ivei)^ allein ein Präsens S-iveiv läfst sich nicht mit 
Sicherheit nachweisen, s. 31omfield zu d. St., Blmsiey n 
£ur. HerakL 272, Buttmanns ausf. Gramm. §. 114* ^ 
148 f., obwohl Sreivsiv als mehr ionische Dehnung vei 
^ivetv angesehen werden könnte, s. zu Prom. 345« 
Die Redeweise ^tlvBiv ovsiSet ist mit Xiyinf iaKttv^ 
Soph. Aias 501, H^KHoif ßdWjEiv' das. 1944, dpdööttf 
6vei&e0ir das. 724 (s. Lobeck das«) u. a. zu vergld- 
chen. dh fugt hier an, s. zu Prom. 644. ßidrtty Olr 
9(\ei6ffr 6o<pSv den weisen von Oikles erzeugten Seher 
Aniphiaraos; s. Aehnliches zu Prom. 578. Man kann Mch 
fidvttv adjectivisch nehmen, a. «i V. 551, oder inter- 



I 

I 



EHTA Em BHUAZ. 91 

touevv^ dihfSv tgelg Ttata^ovg Iwpavg 390 



VBg^n fidvttVf OixXelStfr dotpov; doch findet sich 
^tv ObiktUotr Pindar. OL 6, 19, Nem. 10, 16. 
id. und Rob, haben richtig ObiXtÜiTfr^ Turn, und 
Ict 'OiH^eidrfy, Unten Y. 591 haben die alten Ans«' 
iben *OWiiQvf, was Homerische Fonn iat, 8. Botha 

I o. St, Barnes zu £nr. Hik. 925. AehnUch findet 
dl gewöhnlich o'i^V statt oi^vS o. a. 

V. 365 dafs er be wedele (auf eine feine Art, doreh 
19 Vorgeben der ungünstigen Opfer nämlich, hinzuhalten 
idie) Tod und Kampf aus Feigherzigkeit. Das Yer-» 
Ui Öedvetv heifsts bewedeln, becomplimentiren, Com<* 
imente mit etwas machen , d. i. auf feine und artige 
Üse etwas aufhalten und verzögem. Es ist vom 
mde gesagt, der durch sein Wedeln um die Füfse 
in Gang erschwert. Yergl. Y. 686 r£ ovv it* Sv 
wlroifiey dXi^ptov uopov, 

. y. 366 rpuS xctTadxiovff X6q>ovS die drei dichten 
rUhungen, die drei dichthaarigen Helmbüsche. Hottd'- 
loof beschattet, schattig, weil wegen der dichten 
aure die Sonne nicht dazwischen scheinen kann, wie 
\ti6ttS^f 6ddxiof (s. zu Pers. 306) u. a. Man kann 

II Wort jedoch auch activ nehmen: die drei beschat^ 
öden, den Helm oder selbst das Gesicht verhüllenden 
ehnbüsche, | wodurch die Grofse derselben und die 
eftigkeit des Schütteins bezeichnet wird, das so stark 
fc, dafs sie sich bis in das Gesicht herab biegen und 
Uselbe den Blicken auf Augenblicke entziehen. Auf 
Here Stelle scheint Aristoph. Aoharn. 964 xpadocivosi^ 
tM TUXtaönLovS Xoq>ovt anzuspielen. Tydeus will 
icdi das Schütteln der Helmbüsche Schrecken erregen) 

hierüber, so wie über die dreifachen Helmbüsche 
fptXo^ä) Blomfield zu d. St. Ueber doxptoXo<pot s. 
Mm BU Y. 110, über den activen Gebraudi Bur. Phoin. 
S6 L ;t^oi/^(//90fdiv ipveöt xaraöxiotötVf Soph. Kol. 
650 ofifidtoav iidöHtov x^^P* ctvtixovta npaxiff» 
ehnUehe» s, auch asu Ifik, 634« 



92 EHTA Em 0HBJ2L 

raXxrßMXOi, xXa^ovöi, xdäciivsg g>6ßov, 

f^Ct Q V7tBQ(pQ0V Ö'^ll' Itc' äöTtldog tOÖBj 



V. 367 xpdrovS ;t<x/ra)//a des Helmes Haar, dte 
dem Helme das sind, was dem Haapte das Haar. Dio 
Helmbüsche waren früher wenigstens von Pferdebaarai. 
V7e* d&xiSo^ unterhalb des Schildes, d. L lünter dm 
Schilde, hinter demselben heryor|, nicht unten darai 
hängend; yergl. Ear. Rhes. 383 f. jto/iTCOvf HOodcn^O' 
HpotovS napd nopnaxatr xeXaöovvTaSf und zum fol- 
genden Verse. Ueber diese Bedeutung von vtüo Yetff, 
Choeph. 77 öaxpvcD S' v<p* ei/iaTatVj Matth. Gnouik 
§. 592, ß, roS für tovroo auch in der Mitte der Rede, 
s. zu y. 179,' 454, 892,' 1052, Choeph. 390, Enm. 7, 
132, 690. Statt d^ roJ hat Med. 6' iöoo (bei Weigd 
jedoch am Rande yp*, 8^ toS')^ was vielleicht aufEuneb- 
Bien ist: inwendig lunter dem Schilde, aus dem^ Innen 
des Schildes hervor, vergi. zu V. 542. 

y. 368 x^^V^'^^^9 einige x^W^^^^^« ~~* ^ 
^tovBS Glöekchen, Schellen, Klingeln, die man am Schil- 
de, namentlich an den Biegein desselben befestigte, ver^ 
£ur. Rhes. 383 f. hXvb xal xoßiJtovS xeodooroxpatoüS 
TCapd TCopndxGOV (von den Biegein des Schildes haahf 
an denselben befestiget, so dafs sie beim Andrücken da 
Schildes an den Leib nicht tonten) xeXadovrraS^, Sopk 
XL Br. LXX, 2 (piÄtnitot xal xepovÄxol, övv ödan tt 
xeodooroTtpota) naXatörai, Auch die Köpfe der Roiia 
vrurden damit behangen, vergL Eur. Rhes. 306 & Töff 
yoa 6'f ooS in* aiyidoS äeäSy x^^Vf M^oonotS fcnb- 
xoiöi TcpoöSeroff, noX\.oi6t dvv xtoöeaötv ixtvxei fi* 
ßoVf den Schul, zu Aristoph. Frosch. 990 KvxroüS 
arouDK xal MijavoyaS xco8<Mivo<paXapojcooXovff: iteoA- 
Xoirtof qnföiVy ort jtapijvsyxe (^AiöxvXoS) ;(ps0/f/yov^ 
xcoScadi xivaS * x^tovaS iv roiS qxxXdpoiS xok xoAl- 
yotS tdav Inneov ixoy^o^^* Ueber xXa^ovöt (paßaTf 
d. L sie klirren Furcht (fürchterlich), sie flölsen dncdh 
ihr Getön Furcht ein, s. zu Prom. 355w 

y. 369 — 372 ist m vorgesetzter panaäntiich« 



i 



£IITA Em &HBAE. 98 

rO ipXiiyov^^ viC aiStQoig ovgavov tetvyidvovy 
XafmQa ds navükXrjfvog Iv (liöa öoku 395 
stQiößuftov a&üQCJv^wxtog 6q)d'cA(i6gfXQE3CBir 
toiavt* älvciv ralg vstegKOfixo!^ öayaig 



tz, der eigentlich nach V. 373 stehen sollte, 8. za 
394 und über Aehnliches zn Pers. 699. öh steht oft 
t der Kraft von ydp in Parenthesen , s. z. Hik. 627. 
ifxppov indem Tydeus durch das Sinnbild sagen will, 
fs er alle übrigen so überstrahle, wie der Mond die 
lern Gestirne, öijfia -Sinnbild , vergl. V. 380, 386, 
4, 501, 573, 625, 641. rode folgendes, wie oft 

y. 370 den durch Gestirne flammend dargestell- 
I HimmeL wc* aötpoiS entweder für vn* aöxpoov^ 
ItfattL Gramm. §. 395, Anm., oder: unter Sternge- 
uner, während desselben, wie vno dctSiy Xafucd^t u. 
Man kann auch die Worte (pXfyorvSr* vn' aörpotC 
occyov als Apposition durch Kommata einschlieüsen» 
1 XEtxxyfiivov mit dem Vorhergehenden verbinden. 

V. 371 xavöihjro^ der Vollmond, der volle Mond, 
'gh PoUnx IV, 20, 157 öehjvrj^ öxtjßotta' firjvoBt-- 
r, dßupixvptofff ijuitoßtoSy icavdiAjjro^ ; gewohnlicher 

Zeit des Vollmonds, z. B. Soph. Oid. 1090, An« 
^ Acham. 84. 

V. 372 als vorzüglichstes der Gestirne, als AxLgß 
* Nacht, vergL Soph. Aias 672 vxmroS alayrjs xu» 
oC, Eur. Phoin. 546 vvxxoS dipeyyls ßXk<papoy^ Pin- 
r. Olymp. 3, 36 hönipaS 6<p^aXfi6vf Soph. Ant. 104 
\f6iaS aßiipai ß\ig>apoy^ Aristoph. Wölk. 285 o/ijjuk 
^ipof» Anders steht HsXaa^i vvxtoS oßißia Aiscfa. 
n. 420, woselbst man nadiiehe. itphcei sticht her* 
1^ glänzt, prangt. 

V. 373 f. so ausgdassen mit den überaus prahlenden 
iffen (während oder trotz dieses Tobens mit dem, 
, übermäisig stolzes Zeichen führenden Schilde) horcht 
(merkt er auf das Zeichen zum Aufbruch) an den 
am des Flusses nach Kampf sich sehnend (vor Kämpf- 
te yeber dXunr f. Blomfieid zu d. St., über da* 



96 EITTA Em 0HBA21 

%&% av yhotto luivtig gj *vota xwl* 
885 d ydg ^av&vxb vv^ Ix* 6qAccXfU)l!g scldoty 
T(p tot, q)iQovrtß 0^f(' vTci^Hoyacuv tois 410 



• 



^ 



fidvnS heifst hier Verspürerin , Empfinderin oder ttf- 
Bpürend , empfindend. So steht Y. 388- ßunrceuöeta 
und Theokrit. 21 , 44 f. xal yap ir vicvotS fcäöt 
waov äprcos ßioivteverat, ixBva xpyoov» 8. aiidi n 
Hik. 255. 7f 'voia die Unvernunft des Tydeua, welcbe 
«ich in der Wahl des Sinnhildes zeigte. Statt if 'rak 
hahen andere ij avota^ Tum. ij dvoia; da jedock 
hierin die Synekphonesid nicht stattfindet » s. de £iL 
Sophoclis p. 56 £, so ist nur ij *voia zu billigen, t» 
das. p. 31, woselbst man Soph. Ant. 1195 und Kr» 
Br. II. 2 r/ 'AijS^etct^ unb. Br. X, 2 ij 'ßia^ria ( gew. \ 
dfxa^ia') hinzufugen kann, lieber die Aooentnatki 
dvoia statt dvota vergL Soph. Trach. 350 dyroia ß 
ix^9 £ur. Andrem. 521 xal ydp dvoia ^ Eustath. n 
Hom. Odyss. p. 1579, 27, Bekkeri anecd. p. 384 
ayvota' rrjv reXer/raiav hctdvovötv, Buttmanns aatf 
Gramm« §. 34, Anro. 4. Matth. Gramm. S* ^8> ^ ^ Ik 
r^ota. Meinecke ad Menandr. 333, 578. S. auch» 1 
ten zu V. 677. In Soph. * Phil. 129 toS av ä^nim 
Kpoöp ist die Sache der Position und der Lesart ayrob h 
wegen zweifelhaft Auch Soph. Tereus Br. VU, 5 f ^ 
"voia rpig>£t kann Positionslänge stattfinden, nrl ntf 
avTcS^ doch mit verhöhnender Nebenbedeutong: dMB 
gewissen, TergL Soph. EL 1406, 1410 wo tliT, Akl 
572, wo nrhs so gebraucht ist. 

y. 385 iL ist der Sinnt im Fall er nialicb «i* 
kommen sollte, mochte ihm das Sinnbild bedeutoiigfVBl 
werden, und er selbst wird an sich semen UebaflMik 
▼erspüren, er wird empfinden, dafii sein Uebeemath iha 
selbst zum Schaden gereichte, el xiöot kaan bmi 
auch übersetzen: da fallen aiöchte, s. la Pron. 345 i 
dann würde Eteokles weniger zweifelhaft nden. rv6 
Todesnacht, s. zu Choeph. 57, Stanley lu u. St. dk 
Öoh einige neöp^ s. zu Prom. 670. toi In WaolMlit 
s. zu y. 532, BSk. 61^ Ciioeph. 543« W¥k flffl^^ 






EHTA Em BHBA2L 97 

yhßovü^ Sv oQ&fSg ivdtxcag r' hc(Swiio^f 
xavtog 7ia>&* avtov tny vßQiv (lawefuöetM» 
iym dh TvdsZ %tSvov ui&taxov tOKOv 

fLcii,* BvyBvij TSy xal xov Alöx^^S ^9^ 

vov 415 

yovg* 



!, PfalL 853. d^ji' vnipxopmoY (einige vicipxi^ 
'), «. zu y. 369. toöe jenes, -wie Agam. 953 u. a« 
ffZi irBhitoS re in Wahrheit und mit Recht. Einige 



n 8. ZU Y. 382. 

V. 389 'Aöraxov toxov den Melanippos (s. V. 
')-i \f eichen auch Apollodor. I, 8, 5 f., III, 6, 8, 
laniaa IX , 18, 1, Statins Theb. 8, 719 ff. am 
{tischen Thore dem Tydeus entgegenstellen. 

V. 390 rovSe dort, dorthin, s. zu Prom. 943, oder 
ik. die Hypallage for xdSvdB stehend, s. zu Prom. 
I. was selbst wegen der alten Gleichheit der O-Laute 
n eine Aenderung wäre. Aufserdcm konnte man es 

als duien solchen, nämlich <pBpiyyvov (V. 378), 
■en, s. zu y. 464, Soph. Aias 114, Ant. 449 u.a., 
• mit Setzung eines Komma nach toxov y als nach- 
Uidi hervorhebend, s. zu y. 1024, Fers. 301. Ag. 
, Choeph. 51, Soph. Trach. 82, 288, Cid. 243, 
, Ant 1263, Alet. yil, 2, Matth. Gramm. §. 472, 
•. xpoötdtjjv nvXaojidtGov^ s. zu y. 377. 

Y. 391 bezieht sich evyevrj des Zusammenhangs 
en mehr auf die Denkart als auf die Abkunft xov 
^yrrfi ^porov periphrastisch für: die thronende, 
(heue, ehrwürdige Scham, Bescheidenheit, vergL 
1^ 511 t ioi Jixa, Uo ^povot r' *Eptwv(ov und 
itotfph. 638. 

7 



c 



98 EHTA Em 0HBA2. 

idöxQwv yicQ ccQyog^ (irj xaKog d* bIvoi q>ML 
öna^äv 8* cctc' dvSQtSv^ av'jiQijg kfOBtöato, 



V. 399 im Entehrenden nämlich onthätig, pflegt 
er doch nicht feig zu seyn. Ueber die Conströctioi 
8. zu Prom. 178. Aehnlich Th^ognis 1131 ei^^ dif 
ipyoov ahSxpf^i^ diea^i)s nah, dsfjyoS. 

V. 394 öicafitQov die* dvSpdov von den gesäetn n 
Männern. Kadmoft tödete bei der Gründung der Stadt k 
Thebai den eine Quelle bewachenden Drachen dea Aroi^ ii 
und säete auf Befehl der Athene die Zähne desselbeii ! 
woraus Männer entstanden, die sich jedoch sogleidi Ml !s 
auf fünf (cov "JfnjS ig^eiöaro) tödeten. Die Uebrigge- 
bliebenen hiefsen Echion, Udaios, Chthonios, Hypere- h 
nor und Peloros, welche unter dem Namen öxofltiA i 
zu den Stammvätern der Thebaler gehorten, & d« v 
Scholiast zu Enr. Phqin. 949, Apollodor. III, 4, I| 
Hygin. 178, Ovid. Met 3, 136 ff. u. a., auch Sopk j^ 
KoL 1534, Eur. Phoin. 946 f., ras. Herakl. 4 £&, 952£ L 
und dfter, auch unten V. 456. 61 steht hier fSr ydß. ^ 
und ist mit seinem Satze Torangestellt, 8. zu Y» 9€1 ^ 
Ueber die Construction s. zu Y. 396. 

V. 395 fii^Qo/ia als Spross., s. zu V. 735. Ab P 

Accusativus genommen, würde es heifsen: aeinen Ur- p 

Sprunge nach, dvevtat er ist aufgegangen, entipni» |b 

sen, wie Soph. Oid. 1405 ndXiv aveite rcevtov 0gip' !^ 

/ia u. a. 61 fugt an, s. zu Prom. 644. 4 

V. 396 MeXaviTtTto^y s. zu V. 389. ipyor wM * 
durch efpyetv rsxovöp jutftpl noXißitov öopv «rklirt * 
Die Construction ist nämlich ipyor 6^ (^MeÄarhgtov), ! 
fXpyuv noXifitov 66pv TEHOvdp jJ^plj — 6xapitm9 * 
6' (ydpf s. zu y. 394) an:* dv6pmy, dv "AptfS i^iOatOg ] 
fd^/i' dvslrat, xdpta 6* iör' iyxo^ptoS MüioattMr 
xos , — iv HvßoiS ApriS Kptvn* Jbirf 6* (^ydp) o- 
ModjiQuy xdpta vtv npoöriXXixoct : sein Werk bÜhk, 



i 



EHTA Em BHBAS. 99 

nwehna der Mutter, die ihn gebahr (dem Matter- 
de), den feindlichen Speer, — von den gesaeten 
imem nämlidi, deren Ares schonte, ist als Sprofs 
gegangen, and gar sehr einheimisch Mefamippos, — 
d beim IVürfeln Ares Torziehn; die Dike nämlich, 
teverwandt gar sehr, läfst ihn (durdi mich) hinsen- 
• ir TcvßotS bei den IVürfeln, d. i. beim Würfeln, 
n Würfelwerfen, Tergl. Eur. ICk. 330 &ÄÄa ßXi}' 
r' ir TcußotS ßäkttv^ Rhes. 183 ifvxrfv npoßdX- 
X* ir Ttvßatöt dodfioroS, Aehnlich in alea^ auch 
ojVg0 (Valcken. zulüülim. Br. p. 15, 262) u. a. 
ler die Redeweise kann man noch Soph. unb. Br. 
XXIV, 2 dtl ydp ev xixtovötv ol Jtoi xvßot, 
dcenar zu Eur. Phoin. 1235, Erasmi adagia I, 3, 
k a. vergleichen, xpival er wird auswählen , vor- 
mtkj dem Werke und Unternehmen des Tydeus näm- 
, er wird es gutheilsen und begünstigen; s. sa 
m 460. 

V. 397 ist ein parenthetischer Sati, welcher den 
md enthält, welshalb Ares das Unternehmen des 
anippos billigen wird. Ueber 8h mit der Kraft von 
> s. zu Hik. 627. ojuaijiooy Tidpra^ dem Ares näm- 
, denn Ares und Dike sind Kinder des Zeus, s. zu 
S44. Die Lesart 6ixxf 6' o dadjiKov ist ein ndfs- 
^er Yerbesserungsversuch. Auch ist die Erklärung: 
ihm gar sehr verwandte Recht (das gute Recht sei- 

nahen Verwandten, der Erde, aus welcher sein 
JUBTOter erwuchs) sendet ihn sich hin, weniger wahr- 
BDÜch, obgleich öIktj optaljutatr für öixij opiodßorofp 
r nach einer Glosse für to tijS övyyeveias dixatov 
Uliget werden kann, vergi. Soph. Ant. 794 toÖM 
toS drSp£y ^vvoaptor, Kol. 1387 övyyerei x^ph 
. Phoin. 824 övvaißiov eis XixoSy Orest. 411 6vy* 
rif tpoytjjiy Troad. 51 ai 6vyyevelS ofiiXica u. a., s. 
I zu Choeph. 193. irpoötiÄXetat sie läfst ihn hin- 
ten, durch mich nämlich, vergL Soph. Oid. 434 
A^ ö' dv olxovi tovS ijLtovS iötaXd/irfv , audi 
uötiXXeö^M, Diese Bedeutung liegt im Medium. 

T * 



100 EHTA Em &UBJ2L 

änytLV tBxovöy iiijtqI icoiifUM d6(/ir* 

XOPOS. 

Tov aiiov vvv avtlaaXov eitvffiv 6tp.tL 
400 9sol doüVy 6g dvTccdcog xoXBc^g 

ngoiiaxog oQwtcu' r^giGi d' atiuani* W 
woQOvg fioQovg vxsq fpÜLcw 



y. 398 s. über etpyetv rtri n Matth. Gnunk % 
394, über fiijtrfp in der Bedeutung Mutterland, ifst^ 
Soph. Kolch. Br. IV tf ßXa&coS — xo^^^'^'ß^^ 
oxXotdt ßiTftpo^ i^Sv, auch oben zu Y. 16, ibcr 
noXijMov 86pv zu V. 198. 

V. 399 tdv äßiov drtlieaXov nnsem (den ym 
uns gestellten) Gegner, vvv kann zwar dem Siaiie 
und dem Metrum nach bestehen , doch gäbe rov ififf 
VW eine genauere Entsprechung. Beides heifiitt m 
denn. 

y. 400 C0^ wie oder da. Im ersteren FaOa ilt 
ovt&S vor evtvxBtv zu ergänzen, s. zu y. 633: k 
dem Mafse wie (als) er mit Recht u. s. w. StxidmS iit 
besonders in Beziehung auf y. 397 gesagt; doch lam 
es auch auf die ganze Eigenthümlichkeit des Mdaif- 
pos gehen. 

y. 401 ff. ich zittere aber davor, blutbringoiiiB 
(todbringende) Bestimmungen über Freunde, mcfadeA 
sie umgekommen, zu sehen, d. i. mit Ents^tMO. abtf 
würde ich nach und aus dem Untergange der Uiifri|tt 
erkennen, dafs die Götter yerderbiiches über lie be* 
schlössen hätten, rpijico idiö^at^ Terg^ Soph. KsL 
128 aS tpifiofiev Xeyeiv u. a. ai/iarfftpopovS^ ßtopovSf 
▼ergl. Choeph. 365 ^avatrf<p6pov alöccK. Ueber /uh 
poxßS in der Bedeutung Geschicke, Bestirnnrangen, ^eigL 
Soph. Ant. 1330 u. a. jiopovS vfchp qfiXaav ist S 
verbinden : Bestimmungen in Ansehung der Freunde^ B» 
Matth. Gramm. §. 380, Anm. 4. oXoßiiroov nacUoi 
•ie ungekommea, denn agit dann konnte das von te 



I 



EIITA Em 0HBA2. 101 

ArrEAOS. 

Xcci£, 



ttem Verhängte erkannt iverden. jdidd'a»' -erkennen, 
lehen, wie oft. 

y. 404 mochte ich erklären: mit diesem (gegen 
m, ^egen den Tydens) mögen so (dnrch den Mela- 
fo$ glücklich zu seyn verleihen die Götter. Durch 
r — d^ wird besser Tydens und Kapanens entge- 
■gesetzt, 80 dafs ßikr Y. 359 hier nochmals wieder- 
t und dem 6h Y. 405 entgegengestellt ist, s. zu Ag, 
By oben zu Y. 359 ; auch wird das Pronomen de« 
ostratiyum oft auf einen entfernteren Gegenstand 
logen; über den eine Rücksicht auf etwas bezeich- 
iden Dativus s. IVlatth. Gramm. §. 387. Bei der 
vdhnlichen Erklärung: diesem (den Melanippos) md- 
I so glücklich zu seyn die Götter gewähren, ist au- 
p ßikv auch ovTooS anstöfsig, da es nicht füglich als 
Budipartikel (s. Matth. Gramm. §. 513, Anm. 4, 
How*s Handwörterbuch unter diesem Worte) genom- 
1^ und nur einigermafsen in der Bedeutung: als sol- 
B, als Gegner des Tydeus oder als rechtmälsigem 
rtbeidiger der Stadt, gerechtfertiget werden kann, 
ileicht ist der ganze Yers eine Glosse zu Y. 399 f., 
dajihy wegen 8h Y. 401, und ovrooS als Correlati- 
■ zu oSs^ Y. 400 gesetzt wurde ; daher auch die 
iederholung der Worte evtvx^ty B^sol döiev, wie auch 
fu St. die meisten Urkunden gegen das Yersmafs ha- 
u S. anch zu Y. 260. 

V. 405 s. über dh zu V. 359 und 404. ix' 'H- 
etpcctötr xvXatS, nach Pausan. IX, 8, 3 von der 
)ktra, des Kadmos Schwester, so genannt; verg^. 
dl den Schol. zu ApoUon. Rhod. 1, 916, den Sdio- 
it zu Eur. Phoin. 1136 Kajeavsvff npo6rjye koxov 
' 'HXsHtpcaS nvXatS, woselbst der Name anders 
l^eleitet wird, u. a. Erwähnt wird das Thor auch 



■1 



103 EHTA EJU 0HBA2. 

ylyag S8* allog^ rov yedgog i^yiihov 430 



Enr. Phoin. 1563, Hik. 651, Bakch. 779; s. auch ob« 
zu V. 358. ethjxBv er wurde durch das Loos bestuHli 
ft. zu V. 55. 

V. 406 dieser andere (zweite) Recke, als der ▼<»• 
her genannte gröfser. yiyas nicht sowohl wegen sei- 
ner Leibesgrölse, als wegen seiner furchtbaren Wildheiti 1 
8. zu Prom. 567. Aehnlich wird Hippomedpa Bn« 
Phoin. 129 f. yiyayri yt^yeritgi Ttpodoj^otoiTy und Kt- , 
paneus selbst das. V. 1135 ovx S\aööoy "JpeoS dS 
fJLaxxiy q>povQÖv genannt, oda jener bekannte, berfthntfl^ 
s. zu V. 27. aXkoS oft bei Aufeählungen, vergL Pen r 
752 aWoS S* ixeivov nai^ rod' ipyov rfwöe^ Wu 
212 ^Eß^fjS od' aXkoS, Eum. 6 Titotvls äXXjf laä 
X^ovoS y Eur. Jon 161 ode npoS Brv/iiXaS SXhS 
ipidöst HüHvoS u. a., auch in Verbindung mit BfivtaptS 
und andern Zahlwörtern, s. Markland zu Eur. Hik. BH 
wozu man Soph. El. 708 BotcoToS aAAoS*, dhuttof 
iHnXijpcüv oxoy f&gen kann. Zuweilen steht £ULof 
wenn es im Ganzen nicht mehr als zwei sind» & B« 
ITik. 223 Zevff aXXoS, Choeph. 507 rdö* £UUk, Sopk 
Ei. 739 TOT* &XXo^, aXXoBr' Srepofff Xenoph. Aptb* 
rv, 8, 2 &\Xov noTafiov. Durch aXX.oS wd kitf 
auch Tydeus als yiyaS bezeichnet, tov ndpoi Xsüity* 
}Uvov jLtei^oor, da Tydeus nach Hom. IL 5, 801 
ßUHpos jiky irjv 8i/iaSy dXKa jiaxtpnjfff TergL anck 
Quinctiliah. institt 3,7, Statins Theb. 1 , 417. 

y. 407 ov TiUT* äv^ptoTCor tppor&t, a. Afthttlifiki* 
bei Blomfield. 

V. 408 81 sondern, TergL Y. 448, nfudvat Mei 
(nach Weigel mit a über a^, doch yon anderer HaaQ 
u. a., gew. Hpdvot, doch scheint der Aor. 2 nicht w- 
lukommen. BSn ähnlicher Yen ist Y. 531 xvpymS 
«BUtM V^^AM ^ffifdrot »i4$. & Ober 4«r^ 




\ 



BIITA Em &HBAS. 103 

[0 xal jm} mlovtagy qnjölvy ovSi xrjfu jdtog 



Bn Verse oben zu V. 47. Wenn er fehlte » so würd« 
nicht Temiifst, zumal da er als ParalleUtelle zu Y. 
2 an den Rand geschrieben und später an seinem 
xigen Orte in den Text eekommen seyn kann, s. zu 
260. Uebrigens ist an tvxtf nicht anzustofsen, vergL 
ph. Ant. 328 tovro ydp rvxTf xptreL 

y. 409 t vergl. Eur. mk. 498 oofioöev {Kcaea- 
vf) TtoXtr leipösiVf ^eov B^iXoytos, ijv te /in S^iXp» 
iber r^ — * xal. für sipe — sive s. zu Soph. Ant. 
9, Matth. Gramm. §. 626, 8. 1276. So auch 9ial 

xal Eur. KykL 351 x^ S^iA^t ^?^ MV ^^^Vf und 
A einmal gesetzt, s. unten zu Y. 1053. So auch 

— ehe, 

Y. 410 f. und dafs ihn nicht des Zeus Zorn, der 
f den Boden gefahren, davon entfernt (zurück) halte. 
r jJtoS iptv prägnant für den Blitz des Zeus, ^vie 
r Beisatz nidan öxifipaöav zeigt. Aehnliches findet 
li häufig, verfl. unten Y. 455 xo/iTiov , Hik. 516 
y fuXavo^vy ärav , zu Soph. El. 1383, PhiL 7^ 
I Sachregister zum Aischyios und Sophokles unter ; 
ibstantira. Man kann auch Eum. 797 f. v/ieis ö'k 
' yy ryde fxrj ßapvv xotov öxrjipTföSre vergleichen. 
aber leiSoo s. zu Prom. 272. öxiJTnetv öfter vom 
iederüahren des Blitzes. ni8a> öxifipaöa findet sich 
eh Prom. 751. Ueber ixTtodcDV ö;t^5«v s. zu Prom. 
t4, über ixTtoScov und ix TtoScöv (Aid.) zu Choeph. 
L Rob. ijüTCoSdoy , and. ijiTtoöoiv nicht übel: dals 
cht — hindernd ihn davon abhalte, vergl. Soph. Oid. 
SB owdiov dih icotov ijuTioSojv — elpye rövr* i^ei- 
Yixi; 445 «$' napcov öv y ifxno^aov oxXbiS. Ueber 
[ts^eiv (gew. öxiSretv^ s. zu Choeph. 830, über das 
Uende av zu Prom. 670, über die Sache Eur. Phoin. 
ISl f. htofjticaöB (^KanavBvS) , ßiffd' av ro öefirov 
dp viv eipyd^eiy JtoS , ro ßij ou xat* axptov 
MpydpKor kküv koKiv; auch Eur. Kykl. 319. 



•^ 



104 BUTA Em BHBAS. 

tag d' aötgaTcdg tz xal xspcnn^^otig ^o2ag 
tUiSfllißQivoLöi, ^aiauöi, XQO0'g7ca68V» 
{%€t ÖS 6ijiia yviivov avdga sevfq^ofov* 
415 fpXiyBt, de lafinag dta xsq(Sv ^TcXuSnivtif 
Xqv0oig Si q)avsC yQ&ii[ia6L ücq^öo Tci* 

Kiv. 440 




V. 412 f. geht die Rede aus der abhängigen ii 
die unabhängige über» wie V. 628 ff. und öfter, xt* 
pavHovS ßokäs der Donnerschläge Würfe, die (•• 
worfenen Donnerschläge. judTffißptvoiöt ^ Med. (Wei- 
gel) fu6rifißpivot6ty y wie Y. 428. SrdXxeöt, Mei 
^dXxeötVf was vielleicht aufisunehmen ist, obwohl jeo« 
bestehen kann. npoöf^TOicöey habe ich aus Med. stitt 
npoöehiaöey aufgenommen, s. de dialecto Sophodis ^ 
10. Dieselbe Urkunde hat unten Y. 427 i^fpcadfUrof 
und Choeph. 626 pHctdev ; auch Hik. 280 ist die ge- 
wöhnliche Lesart fxaöa (Rob. dnaöa}, Ag« 1217 
iSpxccdjLtiva (Farn, i^etxadjuiva), 

Y. 414 6^M^ >d8 Sinnbild, s. oben zu V. 969i 
yvjiiyoy einen unbewaffneten, wodurch die YerachtniK 
der Gegner bezeichnet wird( entgegengesetzt ist Yi 
448 ärijp oitXitTfff, 

Y. 415 es flammt aber (nämlich) eine Fackel, dndk J 
die Hände gefertiget (die ihm, dem Manne auf dfli 
Schilde, von dem Yerfertiger in die Hände gegeb« 
worden ist). Dieser und der folgende Yers ^enen wti 
Erklärung ton ituptpopov, Ueber die Subjectsrersdii»* 
denheit in diesen beiden Yersen vergl. Y. 496» 525| 
636, 604 f., 629 f., Hik. 647, Ag. 716, 1098 € u. i. 
6^ dem Sinne nach für ydp , s. zu Prom. 125. 6ii 
f^p^yf 8* zu Y. 115. Die häufigere Bedeutung: Ter- 
Mittelst der Hände , vergl. Hik. 185 , Soph. KoL 470, 
Alt 916, 1258, Matth. Gramm. $. 580, 2, b, ist lutf 
aidü passend, coTcXtößirrf , s. Aehnliches zu Y. 494. 

V. 416 ist xpvöols ypdßi/iaöt DatiTUs des Iffittsb 
dar Art und Weise, fpwrü, nämlich yvfmi 



BIITA Em eHBAH 105 

ETEOKAHZ. 

ouA xtßdB xiQÖBi, xiQÖog SUio tlxtnm* 
SO xav tot luxtcUtov dv8Qa0i tpQOVTjfL&XiOV 



y. 417 constroire man nipMe^ rls Svdtijöitctt 
w^Ss gfwri, und nehme nififta prägnant t sende hin, 
B Heere nfimlich, nm anzufragen, la(k anfragen; 
rfe^ Soph. Oid. 305 t ^oißoS -^ nißfaöir ^ßilv 
xhetßMifiry auch das. zn Y. 87S und zu Ant. 161. 
r Kundschafter giebt dem Bteokles den Ratb, nicht 
bat den Gegner des Kapaneus zu bestimmen, sondern 
aiwillige aufeufordem. tis fär o6ttS , s. za Fron. 
9* ^vörtföeratt s. zu V. 491. 

y. 418 Tio/iTtd^ovta 9 Med. (yon neuerer Hand, 
dl Butler) und Yen. 8 HO/iKadacyra , nicht übel. 
«h Weigel hat Med. Hojaxdöavza und ^ov über 
r Ton anderer Hand. 

y. 419 auch von diesem Gewinn wird andrer Ge- 
rn herrorgebracht, d. L auch dieser als ELampfgenosse 
B Polyneikes gewonnene Mann wird schlechten Yor- 
fl gewähren. Die Erklärung ist im Folgenden ent- 
ftn. xal roSSe xipSet ist in Bezug auf den früher 
lihnten Tydeus gesagt. nipSei ist das Abstractum 
tt des Concreti, wie in der ähnlichen Stelle Pindar. 
tii. d, 142 xipSet (der Gewinnsucht) 8h tl fiiXa 
ho TeepdaXiov reXi^et; Aehnliches s. im Sachregi* 
r unter : Abstractum. aAAo anders als man erwartet, 
lUmm, schlecht, s. zu Hik. 386. rixTerat mit grd- 
rer GewUshrit als das Futurum, s. zu Prom. 171. 

y. 4S0 f. (denn) fürwahr der thorichten Gedan- 
I Ist den Menschen die Zunge wahre Angeberin, 
L denn fürwahr, dafs er ein unverständiger Mensch 
I hat er anderen durch seine Zunge (durch seine 
ifitfprecherischen Reden) deutlich zu erkennen ge|s;e- 
k Man kann ydp ergänzen, s« sa Y. 79. dväpäöt 



106 EHTA Em ßHBJS. 

^ fXm66^ dlri%i^g ylvstat xanjyogog. 445 
Ka9C(XP€vg d' anüktZ dgav naq^xsvacfidvog 
^Bovg drl^aVy xajtoyviivcc^cav 0v6ua 
XCcqS {lataltc dvrjtog (3v lg ovqovov 
425 niiMUt yeycovä Zijvl xvpalvovr' S^' 



ist im Cregensatze za ^eovS V. 423 gesagt, ^ie Adui- 
liches oft. Wollte man es dem Sinne nach fär ayöpeh 
gesetzt nehmen, Bo wäre dies zwar an sich nicht fdfcl^ 
vergl. Hik. 270 ojeooS tod' vjjIv idttr 'Jpy&tov riroS, 
828 f. ivSrsv da^dfjLevor ^ooqnjTov alfia ßpormäi 
^aAAei, Ag. 1463 f. ^ /ifyav obioti rotöSe dadfunm 
Ttal ßapvfirjviv airei^, Choeph. 125 x^ovüa xa6U 
Xiprißces jSporoiS, Soph. El. 1066 <S x^ovia ßpotoUt 
tpdfxa, Aias 1266 f., PhiL 98 f., Matth. Gramm. % 
389 n. a. , aber die dadurch entstehende allgemei« 
Rede hier unpassend. yXdodd', Med. (Weigel) yXtStt, 
— xatijyopoS (Rob. mit einigen Handschriftea Öt^- 
öxaXoSf was Erklärung ist) Angeberin, Anzeigerin, Ver- . 
rätherin, vergL Ag. 264 ev ydp <pp<yyoih^oS ip^ \ 
^ov Hoxrjyopeu 

V. 422 ff. droht aber Kapanens, za handeln bereit^ 
als Götter verachtender, und sendet er, abmühend des 
Mund, mit thörichtcr Freude als Sterblicher gen Hiliad 
zum Zeus laute aufbrausende Worte, dann vertraue Sc!» 
dafs ihm u. s. w. Ueber die Ergänzung einer Bedfifr- 
gungspartikel s. zu Hik. 81, Choeph. 560, woidbik 
auch über 6^ im Nachsatze nachzusehen ist. ^p^ if*" 
peöxevaößtsvo^ im Begriff etwas zu unternehmen, vergL 
Eur. Herakl. 691 pjj tot ji' ipvxe 6p fv itocpedhev- 
aöpivov, Oefters so bei Xenophon. ^eovS dxteiiußf 
ohne die Götter zu achten, so dafs er dabei Gering- 
schätzung der Götter zu erkennen giebt. 7uA nnd oar 
'mentlich, und besonders, s. zu Prom. 489, Pers. 7S6. 
dnoyvpvd^oov öro/ia den Mund abmühend, ansfrengni i 
is ovpotyov — Zt/vi gen Himmel zum Zeus, das Bt- ^ 
sondere nach dem Allgemeineren , vergl. Soph. Ant 833 i 
tiXoS ye ßevtot devp' ivhajöev poketv 6ol, zu Ei» | 
S98, auch Caes. belL m, 1» 18 «o triduo legio oeimi 



u 



EUTA Em BHBAIL 107 

• Ttheoid'a £' avt(p |t)i/ ibm tov ievQq>6Q0v 450 

avriQ £' In avtfßy xsl örofia^yos i<St Syav, 
M) €ä&cnf tixaKtai lijficCf IIokvq)ovtov ßlä^ 



l eum venüf hl a. yeycord (gew. yeycor^ od. ye^ 
wrd) laute, so dafs sie Zeus leicht yeroehmen kann. 
^fudroYt' imf aufwogende, stöbe» fibermüthige 
arte* 

y. 426 8. Aber Sl zu V. 422 , tind über den Da- 
üi bei den Verbis des Kodimens zu Sopb. Ant. 296. 
m ähnliche Steile ist Prom. 358. rov icvptpopov 
9€cvr6v den feuerfuhrenden, feuerentiialtenden, ieuri- 
a Donnerstrahl, wie Soph. KoL 1658 nvpqtopoS ^eov 
torf'oV, Oid. 200 Tttrpipopcov dötpanäv , 206 tdf 
ptpopovS 'jprijiitdoS atyXa^ u. a. 

V. 427 £ ist in Bezug auf V. 412 £ gesagt 
|>er die Form i^iptad/iivor a. daselbst ßieörfßxßpU' 
Itft^ Med. (VVeigel) ^6rj^ßpivot4ty^ wie V. 413. 

Y« 429 auch wenn er (Kapaneus) mnndschnell ist 
HHehr, d. i. wenn er gleich noch so sehr grolsprahlt ; 
^ über ötoßiapyoS Soph. El. 607, Eur. Med. 525. 
bleicht auch : auch wenn er (Polyphontes) allzu 
pidfaul ( wortkarg ) ist Beide- entgegengesetzte Be- 
ttungen kann ötoßiapyoS haben, da sie sich auch in 
YoS finden, und Y. 393 dafür zu sprechen schont 
auch Schütz zu u. St Wollte man ändern, so könnte 
a auch ötoßx* ctpyoS schreiben. Ueber die Undcut- 
ikeit der Beziehung s. zu Agam. 1587. Zu dv^p 

avroS — Tiraxtaci vergL Y. 487. 

Y. 430 cd^oov Xijtia feurig an Muth, wie Eur. 
es. 499 Xrifia dpHovvtoos ^paövS u. a. at^(»v nt 
jectiTum, nicht Participium, s. Soph. Aias 22 und 
mfield zu u. St. JIo\v(p6vtov (^IIokvtpovTa OxL 
l'Ald.) ßia periphrastisch , wie oft, Tergl. Y. 55 1» 
S, 559, 602, 623, Choeph. 647, zu Soph. 
iL 314. 



108 EHTA Em eUBAZ. 

q)BQiyyvov ^QovQfri(ia ngoiSvcanfioUcg 455 

XOPOS. 

oXoiS'* og üColsi luydk' iTeevretai^ ort. d, 
435 KBQtxwov ik pLiv ßhog iavöj^Q^OLf 



V. 431 £ eine sayerlässige Wadie dordi der 
gchützenden Artemis wohlwollende Gesinnungen und oit 
Hülfe anderer Gotter. qtpovfjTffia Wachposten, d. L 
Wächter, Schützer, die Sache für die Person, s. ii 
Prom. 803. Die Anführung der Artemis scheint örtfidm 
Grund zu haben. Wahrscheinlich hatte die Göttin ttf 
dem Elektrathore ein Heiligthum und ist in so fen 
Schützerin desselben. Aehnlich V. 147 ff. iv ßidxcoA 
ts ßjidxatp' avaöö* ^Oyxa npo xoXbooS, hctdxvkov 
iSoS imß/ivovt vergL V. 483 ff. Die Artenns wmdi f 
unter dem Beinamen Eukleia zu Thebai verehrt, «ad r 
hatte als solche nach Soph. Oid. 160 f., PiutareL 
Aristeid. 20 auf dem Markte, nach Pausan. IX, 17, 
1 Yor dem Proitischen Thore ein Heiligthum. Ditf 
schliefjst jedoch ein anderes vor dem Elektrathore nicfat 
aus, da auch Pallas zu Thebai als Onkaia und Ismerfi 
zwei Heiligthümer hatte, s. zu Soph. Oid. 20. Uebcr 
den Pluralis evvoiatöt TergL zu Hik. 475. 

V. 433 s. über eiXijxota zu V. 55. 

y. 434 welcher gegen die Stadt grofspraUt 
Ueber den Dativus der Richtung, s. das Sachregistsr 
unten Dativus, zu Soph. Ant 1233, Matth. Grana« { 
& 401. 

V. 435 ist plv nicht in vir zu Terwandeln, Tei|L 
Hik. 968, Choeph. 615, Eum. 631, Soph. Tradu S86| : 
Achill. Br. 3, 2, Eur. Iph. Taur. 1250 u. a. 

V. 436 it bevor in mein Haus er stürmt, oid 
mit die jungfräuUchea Sitze (Gemächer) AbencbreilHh 



BIITA Em 0HBJ2L 109 

ArrBAOS. 

wä, fiipf xov kvT^^^ Xaxovra ngog icvXmg 
10 A^|g) * tglttp vaQ 'EtBoxXci tgltog ncilog 
i^ VTtÜQv ^dr^öev tv%aXiiov xoavovgy 465 



n Speere je es ausleert. sraoAtxtur McdX/adk^ yergL 
oeph. 67 ö^yovxt 6* ovtt yvßqttxtSv kScoÄioor axoff, 
9BL 649 noXev/uvat is nctp^evoavaS rov$ ißovfm 
m, ic£koS öfter Jungfrau bedeutet, so heilst nooXato$ 
gfräulidi. vnepxoTtai) hat man des Sinnes und Vers- 
tkes wegen statt VTtsoKOjinco richtig aus einer Hand- 
arift aufgenommen. Das Wort ist mit dem Genitivus 
rbididen vrie vnipoxoSy vTteprehj^f vTeepremj^, Aus 
lemistios wird angeführt y (^öxoTCtd') v'^tfXotatrj ti 
|s ftai vjeBpxoTcret tov ovpayov^ Ueber itpiv -^ 
U B. zu Hik. 37. 

Y. 439 xal jurjv und allerdings , Jawohl, s. sa 
IB. 246. ivxev^ev hierauf, ferner. Xaxovta^ b» 
▼•55. 

V. 440 rpit^ — tpiro^, s. %n Prom. 405. 'Eireo- 
p, vergL Soph. KoL 1316 und Stanley xu a. St. 

V.441 i^ vittiov xpdvovi aus dem umgeschwenkt 
, beim Schwenken schräg oder verkehrt gehaltenem 
ime. Ueber die Art zu loosen s. Stanley zu d. St» 
mfield zu V. 55, uns zu Soph. Aias 1274. Ueber 
Auslassung des Augments in TtifSTföev s. die Yorreda 
Soph. Aias p. XI. 

y. 442 jcvXatdt Nfjtqjdtf 8. über die Form zu 
IB. 6, über die Sache den Scholiast zu Eur. Phoin. 
11 if dno NrjtBoS xijs *A/iq>ioyoS xal NtoßrjS f if 
i viarcd eiötv * 6 6h ^epexvÖTfS (auch Pausan. IX, 
iura NfjtSoS tijs Zij^ov ^vyatpos. 



113 EHTA Em 0HBAIL 

ETEOKAHU 

455 xal 8'^ ytB7tsiim\ ov ho^ltcov Iv %sQolv Ixoitf, 
MeyaQBvSy KqIovxos Cstsgiia, tov ömcQrtm 

fhovg^ 480 



V. 454 ich mSchte wohl (ich werde) schon dnel 
Bolchen schicken, nifinoiß* av dem Sinne nach fir 
aijiiipcOf s, zu y. 357. tovSe einen aolchea, nfimÜeh 
tpepiyyvov n6\eoo$ aiedfyyetv rijöSe öovXetov ^v/iff 
8. zu V. 390. Zu dvv tvxv ^^9 ""* einigem (zu»* 
liehen) Glücke, nicht ohne einiges Glück, Tergl. Gho^ 
134 dvv tvxv ^i^^> Soph. Cid. 80 iv rvxg yk tf 
öcotTJpt , Aias 853 dvv rdx£t rtvl, Eur. Iph. Tanr. tt 
tvxv ^^^^ u* &• Doch kann man auch die Lesart A 
TflS, d. i. 61 tovto), billigen, s. zu Y. 367. Auch & 
Aenderung 8i rot, welche wegen der alten Gleicfahofc 
der O-Laute kaum eine Aenderung zu nennen ist, giebt 
einen guten Sinn, s. zu Prom. 1023. Mit 6vy tvj§ 
6i t^ u. s. w. verbessert Eteokles seine Rede seÜHKf 
da er der Sendung des Megareus für den Augenlißdk f 
nicht eingedenk gewesen war; s. Aehnliches im Sadh 
xegister unter : Scenische Gegenstande, lieber dia Sackt 
8. zu y. 266. 

y. 455 s. über xal d^, d. i. auch schon, so ehflli 
mitten in der Rede Hermann's Yiger p. 829, über dil 
Elision in nine/iTCt' statt ^hcejuxtat zu Prom. 4€S* 
ov Hojiftov iv x^polv ix^'^ ohne Prahlerei (etwas Pul- 
lendes, ein Schild mit prahlendem Sinnbilde und k 
Schrift) in den Händen zu halten. Ueber die präffnantB 
Bedeutung s. zu y. 410. Aehnlich y. 520 ov joff 
dxoßiTtaöroS y* iq>i6xaxui icvkai^„ 

y. 456 s. über den Megareus, auch MendkMH 
genannt, welcher sich für Thebai freiwillig aufopftitib 
indem er sich in die Brachenhöhle stürzte, zu Sofk 
Ant 1287. tov öitaptdav (Med. nach Butler Utf 
tSnafSTOv^ nach Blomfield tov öieaptovj nach We(H 
ebenfalls tov ^xofitou, aber adt von andeinr Hai 



BHTA Em BHBA& 113 

ßoSuov ipoßfj%tlg in nvXwv %(o^6Bcai* 

SO ii xal öv' ävÖQS xal nohöfi' ht äö^dog 
eXwv, kawvQoig däiia xo0iii]6sif leazQog» 485 



ir ov in d^taprov gesetztem cJy) yivovS bezeichnet 

\ Ganze, vergl. Musgrave zu Soph. Ai^ 190 Br.» 

tth. Gramm. §. 321 , 6 , auch Xenoph. Anab. VI, 

5. Ueber die önaprol s. zu V« 394« Yielleichi 

xov öTcaprov das ächte. 

y. 457 ßiapyoovy im Med. (Weigel) steht toq 
erer Hand oy über mv. 

V. 458 ix zvXdSy x^PV^^^f ^* ^^^ ^® Sacho 
V. 377. 

y. 459 tpoq)da nXtfpoSöst X^oyl, 8. Aehnlichea 
Btanley und Blomfield zu d. St 5 auch bei Valcke» 
SU Eur. Phoin. 45. Vergl.^ unten V. 530. 

y. 460 8v' ay8p8 (einige aySpas'), den Eieokloa 
den Mann auf dessen Schilde. 

y. 461 steht hXcay in zwei Bedeutungen, des Tö* 
( und Wegnehmens, zugleich, wie Soph. Trach. 

eis — Evpvroy ^' iXot, tfjy ^* vipiitvpyov 
oÄiay, S. oben zu Y. 209. XaqivpoiS 8<apiu ho^ 
^et TCatpoS y 8. über die Sache zu Ag. 565. 

y. 462 TiojiiTta^* iic* aX\.Gs prahle an einem 
sm, gehe zu einem anderen Prahler über. Der 
blende Bote ist gleichsam das Organ und der 
Vertreter des Prahlenden selbst. Aehniich V. 1032 
XpyB. — pirj8e jxot (p^ovei (xojUTtadjjtatcoy') Xkyoay 

enthalte mir die Prahlereien nicht vor, wenn du 
bist 9 yerschweige sie mir nicht. Der Schol. : \iyE 
PK HojLtaooÖT^y Tcal fiTfÖhr aTCOxpvipp jue tdoy aX^ 
'■ dXaSoreiGoi^* 

8 



lU EHTA Em 0HBji£. 

X0P021 

ixsvxoiiat Stj tads /xk; BvtvxBiVy ha (ftp.ß. 
veQOfittx^ ififSv doiiGiVy tolASt di 8v&pv%ä,v, 
465 6q d' vTCBQavxa ßd^ov0LV inX stc6Xst 

liawofisvif q)Q6VL , rdg viv 491 

ArrEAOs. 

%ixa{fto$ SkloSy yeltovas jtvXas l^ov 



V. 463 f. ich wünsche nun, dafs dieses (wir) g^ück« 
lieh sey, o Yertheidiger meines Hauses , jenen ibtf 
unglücklich zu seyn. 61} fehlt in Cant. 2, Aid., Bfk 
rdde für TJjttä^, s. zu V, 323, Pers. 1, andere täk 
aus Aenderung wegen roiöty und gegen das VersniiL 
Igo, welches hier einsylbig ist (s. zu Prom. 744), ge- 
stärkt, wie oft, die Anrede, und enthält die AuffiiriB* 
rung an den Yertheidiger, den Wunsch zu erfüllen. ■ 

y. 464 ist Megareus zu verstehen , vergL auch T. 
399 ff. Ueber die Anrede Abwesender s. zu Ag. 8S| 
Choeph. 825, Soph. Trach. 204, 634, 1269, KoL 1561, 
Ant. 331, 1097, töidL öe den Feinden. Der Datir« 
ist Ton ixevxo/ica abhängig (vergl. Ag. 489, 1590)i 
welches Yerbum hier also auf doppelte Weise zngkädk 
construirt ist, s. zu Y. 903. i 

Y. 465 ff. ist der Sinn: Zeus aber möge überds I 
eine ihren Prahlereien angemessene Yergeltung yeiUi- I 
gen. coS — tcjS ähnlich Soph. Aias 840 f. ßd^ovevM 
Reg. A, gew. ßd^ovS*. Med. und Arund. «nSU^V 
gew. icoXsty Rob. itoXiv. | 

Y. 466 ßatvojLtiva, die meisten Urkunden Jtatf9' f 
Jiiirp. — vlv für avrovs, s. zu Prom. 55. i 

Y. 467 ZevS yefihcop der vergeltende Zens. Ur \ 
601 mit dem Nebenbegrifife der Bestrafung, wie irirs 

ein Einsehen haben, gebrauchen, vergL zo Fers. 9€5| J 

HiL 388, Ag. 1569, Kum. 499, 529, Soph. KoL 701. | 

V. 468 xhaptos äKXoS, s. zu V. 406. ] 






* 



BHTA Em BHB4IL 115 

^JbcxoiUdovvog 6piiia xal (Uyag tvjtog* 
Sim ds xoXXip^f äcxtdog xvtcXgv Uym^ 495 



y. 469 das der Athuia Onka (dem HeUigthnme 
ilben) nahe Thor (durch das Loos erbalten) habend. 
Onkaische Thor Üefs auch das Ogygiscbe, s. Por- 
zu Eur. Phoin. 1150. Ueber die Pallas Onka 
ben zu V. 146; über den prägnanten Gebrauch 
Samens der Göttin statt ihres Heiiigthums s. zu 
64. 

V, 470 hat *lTCnofiidovroS die zweite Sylbe lang, 
ist wahrscheinlich 'iTtxojijuiSovToS zu sprechen, 
lieh V.. 529 nap^avoTtäioS , Soph. Br. CIV 'AX- 
SotaVf Eur. Kykl. 203 jdtdwdoS, auch yielieicht 
. Aias 210 TeXevtavToS, ß, zu Choeph. 1058, 

Hermann*s elemm« doctr. metr. p. 44, Matth. 
im« §. 19 zu E. Ueber die Umschreibung *l7C7eo~ 
vtoS öx^pLa s. Blonifield zu d. St, uns zu Soph. 

S23, 954. Periphrastisch steht auch 'innojiidov- 
liyaS tvicoS (einige HtvnoS} ^des Hippomedon gro- 
Gepräge, grolse Figur. 

V. 471 vor der grofsen Hellfläche aber, des Schil- 
liela mein' ich,.schauderte ich, als er sie umschwang. 
renk vergleicht Hom. Iliad. Yll, 219, XI, 485, 
[ , 128 qfipeov öaxo^, ijvte TCvpyov und zu Eum. 
US dem hörnernen Siegfried §.72, er nahm zu 
ter Hände ein'n Schild, als ein Scheu- 
;fior. aXooS hängt wahrscheinlich mit dXia (^iXia) 
enwärme zusammen, bedeutet eine sonnige Fläche» 
f sonnigen Hof, und wird besonders von der Tenne, 
lekanntlich im Freien war, und von dem Hofe der 
e gebraucht, wie das Lateinische area, Yorzuglidi 
ist darunter eine kreisförmige sonnige Fläche zu 
eben (auch die Tennen waren rund, yergl. Nikand. 
\ p. 12 rpoxoed^ctv aXoova, Varro de rc rust. 
II aream esse oportet — potissimum rotundam et 
am paullo extumidam, ut si pluerit, non consistat 
,; auch Ammian. Marceil, 24, 2 areis medietas in 

8* 



116 EHTA pm ßHBAIL 

tfpQiü^aj diMJdavtog' ovU &XX40Q IpcS, 
6 öijiiatovQyog S* ovtls BvtsX'^g Sq* tff^ 
06t ig To£' ^oyov wjtaös ücgog äöaldfy 
475 Tvfpiav' Uvra nvQstvoov dia ^6fLa 

sublime consurgcns tereti ambitu Argolici scati spedei 
ostendcbat, Aveshalb sie auch Slvoi hiefsen, s. Ruhnkei. 
cp. crit. p. 79), so dafs die Uebertxagung auf da 
Schild Ulli so eher geschehen konnte, der wegen 8&sM 
Glanzes (s. Schütz zu d. St., uns zu Y. 89) unter d» 
hellen Flächen gezählt -wird. Uebrigens hängt der Ae- 
cusativus ct^.co TtoXXrjv yon i(ppi^a ab , und no'hX^ I 
steht für fiByahjv y wie öfter. döTtido^ xvxXjot Aiy» 
ist Erklärung , in welcher Xiyco oft so steht , besondA , 
bei Eigennamen, z. B. V. 591, Ag. 1005, Choq|k ^ 
248, Eur. Hei. 1689 <ppovpa. nap* *Axtiqv retaßäi% 
vijöov Xfy^cD ; s. Valckenär zu Eur. Phoin. 994, LobaA 
zu Soph. Aias 570, nebst den addend., Matth. Graaii 
§. 432, 4, u. a. Doch finden sich unter den dft 
angeführten Beispielen auch dieser Stelle ähnliche. 

V. 472 ist ötvj^docvto^ absoluter Genitivus, wo« 
autov zu ergänzen ist, s. zu Hik. 113. ovx aXM 
ipoo nicht anders werd' ich reden, d. L der von wk 
gebrauchte Ausdruck ist der rechte, den ich lucht Bit 
einem andern, der richtiger wäre, werde TertausdHl 
können. So ovx aAXco^ Xiyco Eur. Hek. 302, OiMk 
708, Rhes. 271, HeL 1112, Elektr. 1035. Wollte Btt 
ipco als Präsens oder in Präsensbedeutung nehmen (s. M 
Pers. 985), so könnte man es übersetzen: nicht aodieilj 
(als es wirklicb ist) , nicht unüberlegt spreche ich. * ^ 

V. 473 äp * ^v (and. mn}p') war also , war dar- 
nach, war gewifs. apa bezieht sich auf das FoIgendiBk 
wozu ovttS £vrBX.7JS ap' t]v gleichsam Nachsatz iit 
Ueber ap* ^v rergl. Watth. Gramm. §. 505, 8. 

V. 474 der dieses (folgendes) Werk hinzuthat ■ 
dem Schilde. Saadev Med. (VVeigel). 

V. 475 s. über die Fonn TvqxSva la Prom. S5^ , 
über die Küne des s ia Urta vn Ghoeph. 148» tt* 

^ ♦ . 



BUTA Em eHBAJS. 117 

XiyvifV fdXoLvaVy alokijv ütvQog naöiv* 500 

0(pS(ÜV Sb 7CkBXXavai6L ütSQldQOfAOV xvtos 

3too6f]8ccq)i0tac TcoiXoyäöroQog tcvxIov. 
atrcog d\ iTti^laka^sv ^ Svd^Bog 8*^Aqbv 
ßccxxä stQog äXxiiVj ©vLag Sgy ipoßovßXhccn/. 
touyväs ipfotog tcslqccv bv qyvXaxxe&i^' 505 
^ßog yaq ^di] ngog TtvXaig xoiMa^au 



'orm TCvpTCvooY tu Prom* 919, über dtd dto/ict 
za V. 51. 

F. 476 aloXrjy bewegliche. 7Cvp6$ xadtVf s. za 
•3. Es wird dadurch ausgedrückt, dafs Typhon 
' und Rauch zugleich von sich gebe. 

V, 477 f. mit Schlaugenwindungen (mit yerschlnn- 
i Schlangen) aber ist die darumlaufende Fassung 
issung, Umgebung, Rand, ftvS) belegt des hohl- 
igen Kreises (Schiides), lieber die hundert Schlan- 
luf dem Haupte des Typhon s. zu Prom. 353. 
jSdq>t(Staa, vergl. V. 523 ^po6/i€^7ix<xyrfM^^^V^ 
otS , und zu V. 494. üeber tivxXov ver^L V. 
cuxXk), 

7. 479 iv^eof "Apet begdstert Tom Ares ; Med. 
rel) und Wien. C "App, andere aprp^ (Wolf, aptv, 
tpstv, Yen. dp' ijy), nicht übel: kampfbegeistert, 
htlnstig, s. zu Prom. 413. öl dem Sinne nach 
idendy s. zu Prom. 644. 

7. 480 ßocHxqi npoS aXKfjv er stürmt zur Schlacht 
r dXnri in dieser Bedeutung s. Y. 551, 859, Hik* 
Heath zu u. St. Oft so bei Euripides. Gvtäif 
^vdSf in welcher Form v immer kurz zu seyn 
it, s. Y. 817, Blomfield zu u. St. Die Yerglei- 
: bezieht sich auf ßaxxo^. Ueber (poßor ßMnoov 
Prom. 355. 

7. 482 Schrecken wird nämlich bereits an d,em 
I geprahU , d. L Schrecken nämlich wird beräts 
Thore durch sein Praiilen eingefldfst, s. zu 









\.t 



118 EttTA Em eHBAS. 

ETE0KAH2. 

ytgmov fihf "Oyxa Ilakkagj ijz' ayxtactohi 
stvXacöL yelvGiVy civägog ix^alffovö vßqiv 
485 bXq^sv veo<föiSv cig ÖQcixovta övörtfiov' 
'TTtigßios 31 y xedvog OlvoTCog tOTCog^ 610 
avi^Q Tccez^ avÖQcc Toikov ygi^y &ÜMnf 
i^toQijöai (loigav Iv XQst^ '^v%rigj 



y. 483 npcStoVy and. np^ta^ woraus man nit 
grofser Wahrscheinlichkeit Ttpdot' av machen kann, m 
dafs äy mit dem Indicativus Futori efp^et Teibnnda 
'wird, 8. Hermann de particola av pag. 28 fL Anck 
weiset die Lesart eUp^oi auf av bin. Ueber leputw 
(lepcota) fikv — 6'k s. zu Per». 380. "Oyxa IlaXlaif 
8. zu V. 146. TJt* dyxiTtToXtS TtuXaiöt ydtoor all 
weiche (da sie) Stadtnachbarin (ist) dem Tbore nnfeiii 
^te y 8. zu Prom. 1073. dyj({7troXii ^ vergl. Soph. Ali 
970 Iv* dyxinoXiS noXioS "ApTjS — • ^8ev. 

y. 484 ixSraipovö' , einige Urkunden weisen 9d 
ixS^paivovö' hin, s. de dialecto Sophodis p. 14 £ 

y. 485 etp^et, s. zu y. 483. Einige dp&ou 
Man ergänze avtov ^ und vergleiche über die Küm 
der yergieichung zu Pers. 416, über das Bild oben a 
V.^ 273 , über SvöxtMoS zu Pers. 558. Med. (Wci^d) 
dvtSXtjiioy mit e über t> d. i övdxstjior, und so Ali 
and Rob. 

y. 487 dvTjp HOT* avSpa rovrov pptöif er wssk ; 
als Mann gegen diesen Mann (als dieses Mannes Ge- 
genmann) auserwählt, yergl. y. 429. Es ist n&inBdi 
an einen Zweikampf zu denken, s. zu y. 377. Ueb« 
die zum Theil schon getroffene Wahl der GegenkäapAr 
a. zu y. 266. 

* y. 488 erforschen die Bestimmung beim Bedürfiaft 
des Glücks , d. i. versuchen sein Glück bei einer Sache, i 
wo es auf Glück ankommt, i^tötopijöat waa nofiSt' * 
ö^at. Zu ^ xp^^ '^XTfS kann man Soph. Aiai 96S 
iv xp^^ Sopof Teiqi^dcäeii. ] 



SnTA EDI eHBAS. il9 

Hau/i^og.^ 'Egfi'^g a BvX6yag 6vvrfyaytv* 
ijptqog yäg av^q dvdgly rä l^&e^6^ai^ 516 
ivvolöBtov Sk xolB[ilovg in* d^ktdtDV 
&aovs' 6 iilv ydq nvQXvoov Tvq)(Sv* MxBi, 



V. 489 ist ovr* elSoS auf das V. 470, olke 3t;- 
auf das V. 479 ff., ov^' oicXgov öx^^tv auf das 
71 iL über Hippoinedon Angeführte bezo^n. IMe 
rt ovd' okXgov öxidiv verdient Beachtung, ovra 
Sre — ovte ist zwar häufiger als ovte — ovts 
*vde (auch nicht, noch auch), letzteres aber nicht 

V. 490 Hermes (ein glückliches UngefShr, ein 
Jiches Zusammentreffen der Umstände, eine glück« 
Fügung) aber hat sie wohtüberlegt (mit gutem 
de, passend) zusammengeführt (mit einander su 
«fen bestimmt). Hermes wurde bekanntlich als 
dhei^ unerwarteten Glückes und Gelingens angese- 
eind leitet auch Lebende, s. za Choeph. 578^ Bunu 
Soph. Phil. 133. 

y. 491 Feind ist nämlich der Mann dem Manne, 
lern er zusammentreffen wird (beide KämpfeiP näm- 
lind einander Feinde), dvijp hat hier a lang, «• 
ph. 721, Eum. 117, 310, 677, 767, de diaL 
oclis p. 46 ff. u. a. Ueber die Verlängerung in 
chen und anapästischen Versen s. zu Prom. 639. 
iur fiS, wie oft. Für tovroo kann es nicht genom- 
werden. ^v0tj}($£Tat in feindHcher Bedeutung wie 
17, 654, 

V. 492 mitbringen aber werden beide auf deit 
Iden feindliche Götter (aber auch die Gotter, die 
iiif ihren Schilden mit in den Kampf bringen wer- 
nnd dnander Fdnde). 

' V. 493 s. über rap in zwei auf einander folgen- 
ttUawn zn Prom. 182 , ,über Tv(pwva das. zu V. 
f WfiKvooY stellt den Typhon als kämpfend dar. 



> 



lao sniA Eni qhbae. 



495 



^Tst^^Up Ss Zeug TCaxriQ hC d^iäSog 
»ovTCCD tig bIös Znpfa %ov viKf&iUvop. 520 



8. Prom. 370 ff., und Gber dea Kampf deMelben «K 
Zeus das. V. d54 ff. 



V. 494 f. dem Hyperbios aber ist Vater 
auf das Schild stehend gesetzt, durch die Hand du 
Creschofs (den Donnerstrahl) flammen lassend. ötaMoS 
stehend, als Kämpfender nänüich, wie Zeus ebenCnllf 
abgebildet wurde. S. auch zu Pers. 236. i/tfrot «r 
ist gesetzt worden, befindet sich. So wird das Wort 
▼on Tempeln u. a. gebraucht. Sitzend dargestellt daif 
man sich den Zeus nicht denken. Aehnliche Ausdrftdn 
sind y. 415 ooTtXtößh^t 474 djTtaöe, 478 lepodufii' 
iptdtatf 502 tvxooyf 523 npoöjießirjxciyrfjJih^f 68S 
npoöfiBfirfxoiyrfßiivov ul a. Ueber did x^po^ >• sa ^• 
115, über ßiXoS zu Y. 237, über ßiXof q>Xfym 
(einige ipipoov und Mxoov) vergl. Soph. Aias 673 ipfy^ 
yoS g}Xiyety; so XdfiTCeiy n. a., s. zu Ag. 752. 

V. 496 und noch nie sah einer den Zeus irgendtf» 
besiegt, d. i. und auch diesmal höchst wahrscheinlich 
als Sieger. Der Sinn ist: der kämpfend dargestellt 
Zeus ist aber gewils nicht als ein besiegt werdendtf 
anzusehen, da er nirgends als solcher erscheint, weoa 
man es auch dem Bilde selbst nicht ansehen kaan. 
Ueber die Veränderung der Construction s. zu V« 
415. bUb^ Cant 1 und Rob. oUs^ Med. (Weigd) 

V, 497 von der Art also ist die Zueignung bt 
G5tter, d. i. von der Art (feindselig) also ^nd St 
Ton den beiden Gegnern zu ihren SchutzgSttani erifttl- 
ten Götter, /iivtot fafst das VorhergehendB miamNihi 
yergl. Ag. 632 roiGov8e jxivtot nmjuxnor 6fiitKyiihm% ^ 
Soph. Ant 913 xot^^B fxivtot p Ao^om^^afdM' i^ ' 
vJjticj, KpiovTt tavr' Sdo^' ^iSHStP**^ .*i .f- "* 
iepo6q)iX€ta , oindoodif SUAaL ' ^^^^^dC j^ ' ,^ 




EHTA Em QHBAH 121 

»dos tav TiQcczovvtav 6* iöiiivy ot d* ^&^ 

öcoiihfcn/, 
el Zsvs ys Tvipo xaQfCBQmBQog fi&xQf 



y. 498 fL finden sith in den Urkunden nicht fa 
leiben Folge. Die aufgenommene Ordnung Lst die 
prüngliche im Med. (Weigei), wodurch folgender 
D entsteht: wir halten es aber mit den Siegenden» 

lindem mit Besiegten, da Zeus wenigstens dem 
phon überlegen im Kampfe, und er dem Hyperbioa 
h Aussage des Sinnbildes, Gebührendes ein- 
ben za wollen so von Menschen als widerstehen- 

(dals er auf diese Weise, durch Erschlagung mit 
i Blitze nämlich , widerstrebende Menschen nach Ge- 
r bestrafen werde), ein erhaltender Zeus wohl werden 
fate, als (da er) auf dem Schild^ befindlich. V. 501 
i&lt in abhängiger Rede die Inschrift des Schildes, 
»er npa66eiv zivä ti s. zu Ag. 1648, über die 
igen Einzelheiten unten. Diese Ordnung ist von 
ider Hand durch die vorgesetzten Buchstaben ß, y^ 
y in die gewohnUche (V. 501, 499 ^ 500, 502) 
vandelt worden und so in die meisten Urkunden 
rgegangen. Wäre diese die ächte, so wäre der Sinn, 
idem Einoi ye^ nach Weigel, von anderer Hand in 
1^ öl verändert und so in die übrigen Urkunden 
)mmen war: wir halten es aber mit den Siegenden, 

mit Besiegten, und wahrscheinlich ist es (deshalb), 

solches Geschick haben werden die sich entgegen- 
enden Männer, wenn (da) Zeus wenigstens dem 
»hon überlegen im Kampfe (ist), und (er) dem Hy- 
uos, nach Aussage des Sinnbildes, ein rettender Zeus 
1 werden möchte als auf dem Schilde befindlich. 
le Sätze sind nicht streng logisch geordnet, vielmehr 
^n die Verse in folgender Ordnung stehen: 

p6^ t<Sy HparovvtooY 6* id/ihvy ol 8* tjödoD/iivtHiy, 
l ZevS ye Tv(p(3 TiapxepojtepoS fiixV 
1x6^ 61 itpä^eiv ävdpaS coö* dvtiötditOL^y 
'Teepßica te Ttpos Xoyov rov 6'^jxatoS 
smfp yhfotz* äv ZevS ix* ddziöo^ tvx<^y* 



'-% 



182 SnTA Em BEB AS. 

500 ^TjtBQßitp XB XQog Xoyov tov &matog, 525 
bIxos ys nga^Biv avdQag md* avtuttatas. 



Und 80 stehen sie in Regg. A und B, wiewoiil ▼ieUetcht 
blos durch das Vergehen der Abschreiber, die wegen 
der gldchen Anfange der Verse eixoS^ nnd ei den mit 
eb^oS anfangenden Vers übersahen nnd ihn dann, um 
den Fehler einigermalsen \neder gut zn machen, nach- 
setzten. Dies scheint aus der in jenen Handschziftai 
enthaltenen Lesart ei ZevS re herrorzugehen, 'vveldis 
b^ jener Stellung der Verse nicht stattfinden knnn« 
I<(immt man jedoch an, Aisdiylos habe wirklich die Vene 
in der Folge geschrieben, wie sie jene beiden Uikmir 
den haben, nnd schreibt man U Zev^ yey so ist wo- 
niger dagegen zu erinu^n; nur müssen ^e zwei letaEtsa 
Verse so übersetzt werden: und zwar möchte dem Uy- 
perbios, nach Aussage des Sinnbildes, ein Retter werden 
wohl Zeus als auf dem Schilde befindlich. Ueber r^ in 
der Bedeutung und zwar s. zu Prom. 208. üViU 
man die gewöhnliche in der Mehrzahl der Urkunden 
sich findende Versfolge beibehalten und Tertheidigen, 
so würden in derselben die gleichartigen Sätze durch 
eine Art Attraction und Hyperbaton neben *>iiMiiMl*r 
gestellt seyn, statt dafs jeder Vordersatz zu sönea 
Nachsätze hatte gesetzt werden sollen. Aehnliches fin- 
det sich zuweilen, z. B. Soph. Trach. 83 ff. -^rbi 
^ ÖeÖGoößU^a, ^ idmojUTy öov Mcapoi i^oXeaXätoS^ 
iairov ßiov öfsÖcarcoSy woselbst man ebenfalU Anstoff 
genommen hat; Ant. 1158 f. rvxrf ya(i op^m^ xo^ 
Tvxfl xctrafifiixet tot evtvxovrra ror re 6v&cvxovri 
dek, Xenoph. Anab. III, 5, 15 ^ Sh JCpoS fo Äl 
Sovöd xe xal *Exßatcera ipepot, iv^a ^epi^tr (u 
Ekbatana) xal iap^str (zu Susa) Xfyetca ßaMeiS, 
nndi unten V. 797 iH Ueber srpds' riroS* ehrat vi 
eines Seite seyn vergl. Rom. Od. VI , 207 , XIV, 5T, 
HerodoC 1, 1:24, Hermann*s Vicer p. 659 n. n. TU» 
Plnrale rar xpcttowTOir nnd TfööcjuiraoT ^ noraa tg 
Zeos nnd Typlion zn verstehen sind , stehen diditeriKk 
•tui der Singnlue, a. das Sachregister ater': nanfii- 



EHTJ Em &HBJS. 128 

öm'qQ yhoix* äv Zsvg ist* daatdog w^tiv. 

XOPOS. 
abcoi^a TOI/ ^ioQ dvttwTCov ^fyvta di/se. ft. 



[>er den einmal gesetzten Artikel 8. va Fers. 859, 
. 915, 429, Choeph. 680, Matth. Gramm. S- ^68, 
B. 1, über das im Gegensatze ausgelassene Prono- 
1 rjfuis zu Ag. 1430. yk nach eixoS hebt den Be- 
BT ypn ehioS herYor ; liest man aber bei Billigung der 
föhnlichen Versfolge diky bo reiht es an, 8. zu Fron.. 
L dyttötdraSf and. dyttfphaff, — ei steht dem 
ne nach für: da, weil, s. zu Prom. 345, und ist 
enteren Gliede ohne Hül&yerbum gesetzt, wie oft, 
sweiten Gliede aber mit av und dem Optativus, 8. 
Ag. 908. ei ZevS ye habe ich aus Med. u. a. statt 
ZevS te aufgenommen, obwohl re vertheidigt werden 
in« 8. zu Prom. 42. npoS \6yov tov öij/iatos nach 
isage des Sinnbildes , des auf dem Schilde des Hy<* 
bio8 abgebildeten Zeus. .Sieht man V. 501 nidit 
den Inhalt der Aufschrift an, sondern, billigt man 
•gewohnliche oder die dritte Art der Versfolge, so 
b man sich denken, dafs auf dem Schilde ZevS öoaetrfp 
i oder etwas Aehnliches stand. Auch auf andern 
lüden waren Aufschriften, vergU V. 416, 450, 628 
yivoir* dv, einige yirotro , was vielleicht Aende- 
ß ist» Ueber tvyxdvetv in der Bedeutung; sich 
uiden, seyn, ohne Partidpium» s. zn Soph« Ant. 
L, Matth. Gramm. S« 553, d, Anm* 1$ auch 
MD. 340. 

Y. 503 fT. ich vertraue , dafs der des Zeus Gegner 
»ende unfreundlich auf dem Schilde (dalsHippomedoB,. 
Icher des Zeus Gegner als unfreundlichen, in seiner 
freundlichen Gestalt, auf dem ScMlde fuhrt),, dis 
dentsprossenen Gestalt, ein Gottheiten verhafstes Bild 
1 Sterblichen, den langlebenden Gottern vor dem 
lore den köpf senden werde (um den Göttern €re- 
gthuung zu geben , mit seinem Kopfe büfsen werde)« 
ftot^a, Rol^ TcheQtSia dij. — ixflvtd habe ich zwar 



134 BHTA Bia BHBAH 

&q)tXoiß Iv CccTtUy tov x^inflov äiftag, 
505 dcd(io6inf l;|^^^oi/ BXTcaöiia ßgozolöl %^ 

doQoßlouSt d'eov0i, 530 

TCQoiStz 7Cv}iäv ^tpdk&v U^hvv* 

ArrEAOs. 

ovtcDg yivovxo. tov äs stiiimov av ÜyOf 
sUiintai^i ngo&cax&ivta Bo^giccig scvIcuq, 



' unverändert gelassen, doch sdiemt Aischylos ix<^^' i 
geschrieben zu haben, wodurch die metrisdie Entspre- 
chung genauer wird; auch steht in der Strophe am 
de)rseiben Stelle eine Inteijection. Man übersetze danns 
der, welcher des Zeus Gegner hat, ha unfreundlidi, 
auf dem Schilde, tov x^oviov des Erdensohns, dem 
ein solcher war Typhon, s. zu Prom. 351, oder des 
Ungeheuers, des Schrecklichen^ s. das. zu V. ^67. 
Ueber die doppelte Apposition s. zu Prom. 926. Nach 
rh haben die Urkunden noch xal, was dem Sinne und 
dem Versmalse entgegen ist, und daher entstand, weä 
man die Dative Sapoßiotöt ^eöidt mit den vorhergebea- 
^en verbinden zu müssen glaubte, öcepoßiotöt ^e<Mf 
vergl. Soph. Oid. 1099 tojr /iocxpatoSyoov ^ Ant. 987 
Moipca /laxpctioovesr , Aiscbyl. Psychost. Br. 264 /iä- 
otpaicaryoS ßiovj zu Prom. 533. SrEoiötv wäre de« 
strophischen Verse noch genauer als ^eöiöt. Der Dt- 
tivus ist der dativus commodi. HBq>aXay ionffeir dea 
Kopf abwerfen, einbüfsen werden; s* Aehnliches n 
Agam. 1423. 

V. 508 ovtcQf, einige ovtGi% doch findet ndi 
auch ovtcoS vor einem Consonant, vergl. Hik. 32$, 
Choeph. 364, Soph..PhiL 888, Kol. 1279» auch viel- 
leicht Ag. 928. av ferner. 

y. 509 habe ich mit den bessern Urkunden JBo^ 
filai? (and. BopiatS , Reg. L BoßßdatS') beibehalte!, 
obgleich es nicht unwahrscheinlich ist , dafs Aischyloi 
BoßfiaiatS schrieb, da at oft in £ verdorben wurde, 
s. zu Pers. 801, und diese Form nicht blos analog 



EHTA Em 0HBAS. 125 

10 zvfiß&v xccz' amov ^uyyBv&ug ^AfL^^lovog" 
0(iw6t d^ alju^ur^v^ r(v ^xzi^ (iSllov &£ov 535 
Ceßmß stBitoiä^S 6(i(idt(ov #' vxiQfCSQOVy 



bildet ist, y/vie^Ep/taw^, sondern auch im Gebrancbe 
vresen zu seyn scheint. Da jedoch auch Boßfieioff 
htig gebildet ist, "wie auJser Anderem ^Epßsiov be- 
llst , und Ton den Adjectivis auf £^05* auch eine Form 
r £0^ möglich ist, s. zu Eum. 683, so läfst sich Boß^ 
ttS rechtfertigen. Aehnlich findet sich neben BopetoS 
jph. Kol. 1240 u. a.) eine Nebenform BopeoS, vergl. 
ilipp. Epigr. 68 in der Anthoiog. 7/ Bopiov Sxv^ 
ff, wofür man Boßßaiov SnvMyS lesen wiU, Arat. 
linom. 250 ßopico, Diodor. Jun. 1, 2. hat Boßßaiig 
id. Boßßeip) ÄcdXaTn, Was an unserer Stelle das 
dliche Thor genannt >yird, heifst bei ApoUodoros, 
uanias und Statius "Tipiötoa , s. zu Y. 358. 

V. 510 rvßißov xat* avtov, s. zu Prom. 849. 
tyevovffy denn Amphion war ein Sohn des Zeus und 

Antiope, vergl. Eur. ras. Herald. 30 'Afupiov' ^dh 
^ov, ihyovco ^toS. Dieser Thebaiische König lag 

seinem Bruder Zethos in einem Grabe, s. Pausan. 
,17, 3 Zri^rao Sk pLvfjfia xai 'Ajiig>{oyi iv xotvcS 
> Xcojiiatt ov ßiiyay und den Sdioliast zu Eur. 
»in. 147 (wo Parthenopaios djig>l jav^jna rov Z^- 
» nspa) HOivd$ jiihv d/Kpolv 6 tdcpoS Zi^^ov 7uA 
piovoS, 

V. 511 f. ofiw6t 6* alxMVV er schwort aber bei 
Lanze , s. über die Construction V. 45 f. , Soph. 
ich. 1185, Ant. 265, Matth. Gramm. §. 413, 10. 
►er die Sache vergleiche man Eur. Phoin. 1671 idroo 
ipos opmov ti fioi ^i(pof, Hom. II. 1, 234, Ammian. 
reell. 17, 12, Virg. Aen. 12, 95, Valer. Flacc. 3, 
. 7Jv ix^i die er hat, d. i. bei seiner Lanze, vergL 
m. 315, Soph. Trach 623, 1208. ^läX^.ov ^eov 
nv nBTCoi^GjS d/ijiidtoov ^' VTteptepov dafs mehr 
ein Gott sie zu ehren (sey) überzeugt und höher 
die Augen, öißeiv für dißetv elrat, öSTttrjv tivaiy 
jl. Agam. 8P9 ff. (Sw?jyop6v f*' ix^iff <piKoY roV 



126 EHTA Em QHBAS. 

^ fi'^ Xayt&^BLv &6tv KaduBleyiß ßla 
^liog. Tod' avd^ /x^ßog 6|, 6qb6mcv 



svtvxovvT* avev ^^ovov difietv, Eor. Oreit. 554 

iXoytödpLfjv ovv rdo ysvovS dpxTfyitp ftaÄXov y! 
dßjLvvotL rijs VTtoötadijS tpoqxxS ^ anch zu Agam. 12. 
S. auch Xen. Anab. V, 7, 34, Oikon. 17, 9 und 11, 
Matth. Gramm. §. 531, S. 1036. nsKoi^taS stdit 
prägnant für: sagend, dafis er überzeugt sey, s. za^k. 
890. Allenfalls konnte man auch dißetv yon ^x^ ^ 
iiangen lassen: die er im Stande ist (weifs) mehr alf 
einen Gott zu ehren aus Vertrauen, und hoher als die 
Augen. Dann würde l'^ez prägnant stehen für : er sbl^ 
dafs er im Stande sey. Zu uix^irfv fioXKov ^eov ä- ^ 
ßety vergleicht man ApoUon. 1 , 466 fE^, Virg, Aea. 
10, 773, Stat. Theb. 3, 615, 9, 549, Justin. 43, 3, 
vrozu man noch Soph. Phil. 657 Ttpoöjcvdcci (^to^) 
äönep ^EoVy Aisch. Choeph. 55 ro d* evrox^iy^ tod' 
ir ßpototS ^EoS re nal ^eov nXiov hinzufügen kann; 
2U ofißidreov vniprepov Tlieokrit 11, 53, CatulL 9, f 
b> quem plus illa oculis suis amabtUy 14, 1 und 108| y 
S , auch Oppiaa. Hai. 1 , 703 q>deoS yXvxepooTepa 
(rhcyd) iia\ ßiototo, 

V. 613 7f firjy eine Formel beim Schworen, vergj. < 
Soph. Trach. 1185 ff. oßvv ^los vvv tov ßie gwöa^' 
tos xdpa, — 37 /i7}y ijnol ro Xex^h^ ipyov hcre^jär, 
und Blomfield zu u. St. ßux ^loS wider Willen def 
Zeus, s. zu V. 594. Rob. und zwei Handschriftea 
ßioL öopoSy durch die Gewalt seines Speeres^ mcht 
fibel, aber wohl nicht acht. 

V. 514 prfXpüS i^ opedxoov von der jagdliebtt- 
den Atalante, s. Soph. Kol. 1320 ff., Eur. Phoin. 152, 
1160, Hik. 888, auch ApoUodor. lU, 6, 3, IX, 2, 9. 
Die gewöhnliche, auch im Med. (Weigel) sich findend 
Lesart juarpoS ist vielleicht nicht zu verwerfen, da nch 
diese Form auch anderwärts in iambischen Trimeten 
findet, s. de dial. Sophoclis p. 26. Auch Choeph. 996 
ist fiarpoSt Pers. 211 jxdxEp (statt iiäxtp')^ und Bor* 
Orest. 48 ßiorpoxroyovvtccS Variante. 



k 



li 



BUTA Em BHBAE. 127 

fftslx'B^ d* JovXos &Q^^ 8i.cc xcc(yr]t8mv^ 540 
wQccg wvoviSijgy zagqyvg ävriXXov^a 9'qI^ 
6 8* GffioVf evtl ütaqO'evov inciwuov 
q>Q6v7jiicCf' yoQyov d' ofiii* Ixaav n(foöl^aTMj 



V. 515 ßXddtfj/ia 7taXkinpQi>poVy vergL Stat. Theb, 
S51 IL palchrior haud ulii triste ad discrimen itnro 
Uu et egregiae tanta indulgentia formae, nee deraht 
od, Teniat modo fortior aetas, Eur. Hik. 889 notU 
p^evoTtoao^f &l8oS i^oxootatoS» — ctvdponcaS 
fp ein männlicher (zom Manne werdender) junger 
an, s. Biomfieid. Ueber die Formation a« sa 
im. 377. 

V. 516 6h dem Sinne nach für ^dp , a, za 
m. 125. 

V. 517 ßpa^ qyuovöTfS^ nämlich avror, tov foi;- 
. — raptpvS kann zu lovXoS und zu J^pl^ gezogen 
den. Im ersteren Falle übersetze man: e^ sprofst 
r der Flaum — dicht als aufsteigendes Haar, d. L 
dicht zu nennen ist, in so fern es das erste Haar 
im letzteren: es sprofst aber der Flaum, — ein 
ites au&teigendes Haar, ein dichtes Erstlingshaar« 
n ist rap<pv$ dvriXXovöa ^pi^ Apposition, >• 
nliches zu Pers. 524, und tapqwS dichterisch für 
ipsta gebraucht, wie ^rjXv$ u. a., s. zu Ag. 1204t 
!• 615, das Sachregister unter: Masculinum, Matth« 
mm. §. 119, Anm. 4. Doch scheint jene Erklä- 
l Torzüglicher. Der volle Bart bezeichnet die Mann- 
ceit. 

V. 518 oStt Ttap^rivGov iiemvvßov nicht dem 
B;frauennamen entsprechend, eine Beziehung auf sei- 

Namen Parthenopaios, d. i Jungfernkind; vergL 
h. Kol. 1320 ff. Ueber inaSvvpioS s. zu Choeph. 
, auch oben zu V. 8. 

y. 519 fugt Ük an» 8. zu Prometh. 644» 
I. 550. 



128 BUTJ Em eBBAJS. 

590 0f& fu^ AocoiiTeaötog y* ItpUstatai tnuimq' 
ro y&Q noXhog ovsiSog Iv xaXxTilatqf 54; 
€ciKBv KVTcXotäy 0(6iiatog Tcgoßi^fuct^ 
2jq)l/yy* dfioöirov n:Q06ue(ii]xavi][iBV7iv 
yofLtpoLgy evcaiuaf Xccfiutgov SxxQoverov dsua^ 

525 tpiQSL d' vq> avvg q>äxa^ KaSfiÜGriß sva^ 



y. 520 er aber — tritt lunza, tritt jedoch nkk 
obno zu prunken heran zum Thor. aHOßfCaätoS b» 
^eht sich hier, wie man aus dem Folgenden rii^ 
nicht auf das mündliche Prahlen, sondern auf das stols 
Bild auf seinem ScIiHde. Aehnlich V. 455 ov xoßjoa» 
iv x^poiy ixcov. Ueber die Verbindung TCpoöidteBCm 
•— ig^iöratat TtvXaiS s. zu Pers. 524. 

V. 523 yrpodjLis/ttfX^^^M^^^V^ yojjiqxnS angekiinsteUi 
am Schilde künstlich und unbemerkbar befestiget uSi 
Nieten, Nietnägehi. Vergl. Aehuliches zu V. 494. Wb 
aufgenommene Lesart findet sich in den befsten Urkun- 
den, andere 7epod/Lis/i7jx(xv£v^h^7fy, Dieselbe VerBcbiB- 
denheit ist auch V. 625. Ueber die passive Bedeutong 
dieser Form s. zu Ag. 941. 

y. 524 ist ivGD/iay d. i. er führte sie, mit h 
XOtÄXTiXdta) öccHSi zu verbinden. Das Imperfectum be- 
zeichnet nicht blcs die Dauer , sondern anch die Glckh« 
zeitigkeit der Handlung während der Anwesenheit dfll 
Kundschafters; s. zu Pers. 508, 644, Ag. 1183, Mat& 
Granun. §. 497, a. Exxpovötoy erhoben gearbeitet. 

y. 525 pepet , nämlich 2<ply^> S. über die Ver- 
änderung des Subjects zu V. 415. Eine ähnliche Stelle 
ist Eur. Phoin. 1144 f. ix Ss XEixicov jxidcov 6pdx€f9* 
«f ig)£pov texvct KadjueicDV yvd^ot^. — vg>' avrjf 
einige Urkunden V7t' aihrj y an sich nicht übel. Jeoei 
ist nachdrücklicher und mehr vom Standpunkte dei 
Subjects, dicäes weniger nachdrücklich und mehr von 
Standpunkte des Erzählers aus gesprochen, also «il 
unter sich selbst und unter sich uatenchiedea. 
Vergl. V. 910 ncdda tov ocvtäs (aura^) TCoOtv avtf 
{avux od. avtu) ^e/iira, Ag. 1053 dßiqfl xi3v cm^lS 



SnXA Em 0HBAZ, 129 

Xf]. 550 



h^O xcoio5r, 1358 jis^ifxey avrov xdJAa» 1361 

reo toy avtov ^jnov op/icdvet Tteöar, 1391 föv* 

• avxov (ceutov) yiaiSa, 1575 UrpevS — &vi6t7fyf 

:ov r' d8€Xg)6v — 7}v8p7fXat7j6ev , Soph. El. 966 

iovijv avToa (aiJrcü) öaq^rj, TracL 42 ifioi mxpds 

WotS avxov npoößaXaaVj 384 rd öh Xu^pcä' oS 

i^ /ii} TtpBTCovt* otvrtp HotHa y Oid. 612 tov nap* 

rjö ßiotovy Kül. 1396 naiöl toU avtov (avrov), 

w Br. XV, 2 jjvix' dv xi£ id^XoS cSy avt^ öw* 

7; auch £1. 456, Trach. 778, Matth. Gramm. §• 

t, Anm. 3, zu Eur. Iph. Aul. 800 ia den addend« 

n. VII, p. 508. (pcotay KadjiEiaov iva einen Mann^ 

Kadmeier einen, d. i. der einen der Kadmeier vor- 

It Ueber die Apposition KadjisiGov iva zu qxSta, 

SU V. 602. Verbindet man qx^ra KaSjueicov iva 

e dazwischen gesetztes Komma, so steht es dem 

de nach für gxiotmv KaS/ieicov iva, wie Soph. Kol. 

(pvyrjv 6i xov fiT^nco yeveö^at qxoxoS avoöiov 

^Govy woselbst man nachsehe ; s. auch zu Prom. 784. 

I der Mann ein Thebaier war, konnte man zwar 

it aus dem Bilde cnrkennen, aber es war zu vermu- 

1, da die Sphinx eine Plage des Thebaierlandes war. 

V. 526 so dafs am meisten gegen diesen Mann 
diosse (s. zu V. 140) geworfen werden, yon den 
der Mauer stehenden (V. 30 ff.) Thebaiern nämlich, 
che wegen des für sie schmachvollen, leicht erkenn* 
en (V. 524) Bildes gegen den Parthenopaios am 
itm aufgebracht sind. Dafs der Angriff gegen die 
lern bereits begonnen hatte, sieht man aus dem, was 

Chor im, ersten Gesänge sagt. Auf diesen Vers 
leht sich V. 543. lieber coS für Sdxs mit dem 
oitivus s. zu Pers. 503. 

y. 527 gekonunen (zu seyn) aber scheint (er) 
it um verhöken zu wollen den Kampf, d. L um zu 
mitteln} dals der Kampf durch Uebereinkunft und 

9 



130 EHTJ Em eHBJS. 



& nag^BvoTcalos ^Aqkuq^ — b 8\ toiiö- 

avriQy — 
530 iiitoixog ''jdQyBc tf* ixzlvcov xaXdg TQoq)agf 



Entschädigung Yenniedeii werde. Ennius bei Cicero de 
offic. 1, 12 nee cauponantes bellum, sed bei liger antet^ 
▼ergl. Aisch. Hik. 903 ff. iX^oov hängt von iotjcsr 
ab, s. Matth. Gramm. §. 555, Anm. 2, die InfiutiTe 
aber von iX^coVy s. zu Agam. 1049. 

y. 528 und nicht um des langen Weges Gang n 
beschimpfen, durch Feigheit und Mangel an HeideB« 
thaten nämlich, ö' ov für ovSl, vergi. V. 381, Wt, 
904, und über Aehniiches zu Ag. 755. Man kann auch 
Soph. El. 336 Hai /ii} doxeiv juev Spar tty nTjßairttf 
d^ jjlt} vergleichen. hbXev^ov nopov wie Xen. Anak 
V, ö, 4 nXij^oS rijs xataßdöeco^ rrj? odov u. a. 

V. 629 habe ich aus Med. und Wolf. 6 Jlap^i» 
yoTCaioS aufgenommen. Der Artikel ist hier gut, di 
der Name des Mannes im Obigen Y. 514 f. und 518 
schon so gut wie genannt ist. Der Anapäst im zweitn 
Fufse wird durch den Eigennamen entschuldiget; eboi 
80 Eur. Hik. 889 itdis Uap^evonaioS, und im viert« 
Fufse Phoin. 1113 o tijs Ttvvayov JJap^evoncäai 
ixyovo^. Mehr s. zu Soph. Kol. 1 , und über die 
Aussprache (^Uap^' vonbäoS) die Vorrede dazu p. XL 
Läfst man jedoch den Artikel mit den übrigen Urkondca 
weg, so ist die zweite Sylbe lang und Jlap^eryoitoSoi 
7XL sprechen, s. oben zu Y. 470. Die Worte 6 A 
totoäö * dvjjp machen eine Parenthese , in weldier A 
dem Sinne nach für ydp steht, s. zu Hik. 627: ff 
nämlich ist ein solcher (ein Arkadischer) Mann. 

V. 530 sondern als Eingewanderter Arges vergel* 
tend gute Pflege. Ueber die Sache vergl. Eur. HiL 
890 *ApHds iikv rjvy i,\^Gov d' iit^ *Iydxov fioat 
9oaSev£rai xat'^ApyoS» Der Scholiast zu u. St. sagt: 
A(ov6t9V qwyov öpdöaS 6 TLap^evoTtatoS ^IS^ApffA 
itpvyi^. Aehniiches wird vom Tydeus enUiIt^ & n 



BDTJ Em 0HBJ2. ISl 

xvffyotg inuUi toZöd\ et (lti oegatvoi Ov- 

6g. 555 

ETEOKAHS. 

tt ydg tv%oiw ov q)oovovöt XQog Q'smv 
avtoig ixelvoig avoölotg xofma0(ia0i,v"' 
^ X* av navciketg ütayTtaxas r' oXolato* 



S54, und Xen. Anab. IV, 8, 25 sagts dXoyro S)t 
txovttov STcapttdtTjv y oS" itpvye ftoaS Ixt öSv 
y^eVf maida axoor natooctavojv ^wJX'ff Ttatd^a^* 
vdbnlich interpungirt man durch ein Komma nach 
itxoS, doch 8. zu Prom. 471. ixrivoov tpotpai^ 
kehiiiiches oben zu Y. 459. Uebrigens hcafst da« 
t>um: abtragen, vergelten, wie Hik. 421 £ "Apei 
vBiv ofioiov av ^ifitv. Mehr s. zu Ag. 1297* 
er haivany in der Bedeutung: yergelten wollend 
i Prom. 213. 

V. 531 s. über diesen Vers zu V. 408. Sollte 
1er mitUnre,cht stehen, so wurde hccivcov im Tor* 
ehenden Verse mit iASaiv V. 527 verbunden wer« 
müssen : sondern gekommen um abzutragen, toiöd p 
. und einige ödr , wie V* 408» HpaLvot > einige 
Yoty s. das. 

V. 532 iL wenn sie doch erlangten was sie den« 
(was sie gegen uns im Sinne haben, nämlich un« 

Untergang) von den Göttern wegen eben jener 
losen Prahlereien! wahrlich dann mochten sie wohl 
; elend und ganz schlimm umkommen, ti ydp utinam^ 
Atth. Gramm. §. 513. äv g>povovöt für tovtooy 
»povovdu — npoS ^edov ist mit tvxotey zu ver- 
en, vergl. Choeph. 414 f., Soph. Aias 527 u. a» 
Dative geben die Ursache an und sind durch we« 

zu übersetzen, s. Matth. Gramm. §. 398, b, das 
treuster unter : Dativus. Ueber avrols^ ixBivoiS ä* 
J. 613. HOfiTtdöpiaöiy y and. ytoßndößaou — ^ 
b^ für 1/ roz ay, s. zu Prom. 702. Diese Partikeln 
B& buiweilen im Nadisatze» i). am Soph. Kol» 1862. 

9 "^ 



132 ßnTJ Em 0HBJS. 

SS& ^dti^v Sb kcA t(^d\ ov Xeysig top 'Jlfxada 
dvrjQ axofi^ogy velg d' oga v6 Sgaöifiov, 5^ 
"j^xtoQy ddskq)og tov ^agog XsiByuivov^ 
Sg ovx laöBt, ykaööav iQyfidtcDV arsQ 
E6(o nvXäv ^lovüav dkdalvetv Tucxdj 



m» 



So auch to\y s. ob^n "za V. 385, auch r* ccr^ oSk 
ctv y s. zu Ag. 848. Ueber die Verbindung eine« Ad- 
Jectivi und Adverbii vergl. Soph. El. 1019 avToxstfil 
jnot fiovT^ te, Traciu 786 Ttiöovds nal juetdpöioS ili. 

V. 535 idtiv xal t(pds es giebt (es ist gefunda) 
auch für diesen. In den Worten t^6 % ov XiyeiS tif 
*Apxdda ist der Accusativus tov 'Apxdda durch Attiir 
ction zu ov bezogen, statt t(p8s rc5 'jpxäöi, ov MyaS, 
8. Hik. 1008 f., zu Soph. 'e1. 155, Matth. Gram 
§. 474. 

y. 536 s. über die Veränderung des Subjects n 
V. 415, wodurch zugleich eine Art Hyperbaton entsteht) 
8. zu Prom. 201. dpa kennt, versteht; ähnlich Soph. 
Trach. 419, Oid. 293' u. a. Uebrigens wird der Hand 
dichterisch geistige Kraft beigelegt, vergl. Soph. iÜai 
489 ^€oU ydp dod ' iöo^i Ttov, xal 6y fidXiöta x^H*^ 
Trach. 898 xal tavr' itXij ttS x^^P yvvatxsia Tcriöca; 
El. 484 ovd' d — yevvs — Qdjuvaöret) y Phil. IISQ 
CO to^ov, Tf Ttov iXeetvov op^S ^ Kol. 1708 dA yip 
o/ipta de roS * i/iov dtevei öaxpvov , Eur. Iph. AiiL 
970 rdx' sl'öetat didrjpoS u. a. , s. auch unten zu V. 
642, 709, 880, Prom. 88, 429, Hik. 688, 826, 851, 
Ag. 37, 773, 1228, 1631, Soph. Ant. 1116. 

V. 537 tov ndpoS XeXsyjuivov des Hyperbiof. 

V. 538 f. welcher nicht zulassen wird, dafs ebi 
Züngle ohne Hindemisse (ungehindert) in die Tlnn 
hereinströmend (hereinströme und) nähre die Noth (jt^ 
tfere Bedrängnisse vermehre). yXcoddar eine ZiB|K 
d. L ein Prahler, der Theil statt des Ganzen, TOfL 
Soph. Kol. 794 ro dov 8* dqnxroti 6evp' vxoßkiff^ 
6r6fia. Es bezieht sich dies auf V. 511 ff. und 6Si* 
ifiyfidxtar &rep ohne Dämme, Bindemisse, 8. wa 8<f^ 



ßnXA Em ®HBA£. ^ 133 

> ß^i* Bl^aim^'at d'rjQog lx%l6tov dccTCOvg 
slxm q>BQOvta Tcoks^iag 1%^ a6%lSog^ 565 
^ "^üäi^f^ ü^Gi TG) q)BQovrt, (lifiipstaty 
Ttvxvov XQOV7J011OV tvy%avov6^ inb ntiäav* ' 



840, oder ohne Thaten, s. Blomfield za u. SU 
Bedeutung scheint hier auch wegen fiioväav Tor- 
icber. idoOf einige i^cD, 

V. 540 f. noch dafs eindringe ein de« wilden feind- 
sten Ungethüms (der Sphinx) Bild Tragender auf 
Uidiem Schilde. In j^poV ix^ldrov ddxovS ist 
^S adjectiyisch gebraucht, wie Soph. Trach. .680, 
\ 6 ^rjp KivtotvpoSf wenn man nicht vielmehr 
Q eine Art Apposition annehmen will, in welcher 
allgemeine und Besondere in gleichem Casus neben 
ider gestellt wird: das Kentauros-Thier, des feind- 
sten Raubthiers, s. zu Hik. 862. Auch kann man 
}S ^;t3i^ror daxoS nehmen : das feindseligste Unge- 

von einem Thiere, wie Eur. Hippel. 646 atp^oy/a 
f 577pcJv, s. auch zu Choeph. 785. Man könnte 
ich verstehen: des Thieres vom feindseligsten Bifs, 
am schrecklichsten beifsenden Thieres (s. Matth. 
am. §. 316, f), allein SaHoS" für drjyjna bt sehr 
•ber und durch Pindar. Pyth. 2, 97, Nikand. Ther. 
(vergl. Etym. Magn. p. 245, 36) nicht i^u erwei- 

ehiGOy die meisten Urkunden €ix(5. 

V. 542 f. welches (Bild) von Aufsen dem drin es 
;enden zürnen wird, da es häufiges Geklatsche (viele 
ülende Würfe) erhält unterhalb der Stadt. ^ "^oo^ 
habe auch ich statt i^oo^sv aufgenommen, da es 
[laus nothig scheint, und wegen der alten Gleichheit 
E- Laute kaum eine Aenderung ist. Mit einiger 
rscheinlichkeit könnte man auch i^ooSs 8' Mto 
\t i^oo^ev ö* ddao) schreiben. Ueber die Form 
H s. zu Choeph. 796. i^oo^er von der äu&eren 
\ des Schildes, sl^dco inwendig am Bügel des Schil- 
8. ZU V. 367. eidco t(p q>ipovti für rcS aldto 
}yrt, 8. zu V. 253. Durcli ^dft^Btat wird dem 



134 EHTA Em BHBAS. 

9mv 9Bl6vTGyv 99v &hfiw^a$fi^ hfA. 



^de geistige Thätigkeit beigelegt, s. sa V. 53G. 
Uebrigens bezeichnet das Futariim einen wahrscheinlich 
eintretenden Fall , ohne gerade nothwendig auf die Zv- 
konft allein zu gehen, s. zu Ag. 167. nwcyov f and. 
nvHpovj nicht übel, nporrfd/iov. Med. (Weigel) vaaA 
and. xpottd/iovy ein öfterer Fehler, z. B. V. 626, 
930, 1040, Pers. 43. vTio nroXiv unter den Mauern 
der Stadt, s. zu Eum. 942. Pas hier Gesagte bezieht 
«ich oben auf Y. 5^6. 

V, 544 mit der Gotter Willen also modit' ich 
wohl Wahrheit reden. Der Zusammenhang ist: da die 
Feinde vregen ihrer gottlosen Prahlereien verdient haben, 
dafs die Götter sie yernichten , und auch Parthenopaios, 
^e die übrigen , einen tüchtigen Gegner bekommeo 
hat, so kann ich wohl, wenn sonst nur die Götter 
wollen , jenen mit Wahrheit einen schlechten Erfolg 
voraussagen, dav habe ich geschrieben statt 6* är 
(so Med. bei Weigel) oder av, welches beides gegen 
das Versmafs ist, da Sv als lang nicht erwiesen werdeO 
t^ann» obgleich dieses Dindorf zu d. St. und an andern 
Orten aus verdorbenen Stellen darzuthun sucht» I. 
Bermanni opuscull. IV, p. 377 ff. öav aber steht 
durch die Krasis für 6ij av, wie ixei^dv für ixa^^ 
S^f 0. tu V. 716, Dasselbe ist auch vielleicht nach 
den Andeutungen der Urkunden mit Hermann a. a. (X 
1^ 381 f. Sopb. £1. 314 statt xav einzusetzen. Nicht 
unwahrscheinlich würde man a. u. St. auch av 6* mt 
Wellauer schreiben » welches wegen der ungewöhnlich«* 
ten Stellung leicht in das metrisch falsche 6 ' av über» 
gehen konnte; 6. über d^ an falscher Stelle au HiL 
809 1 und über diese Conjunction nach dem drittel 
Worte zu Prom« 321, Dann würde av zum Participiai 
gehören, wie eben die Stellung desselben swisdM 
itk^vxaav und fi^ beweisen würde, zumal da der Optt- 
tiTus ohne av bestehen kann ; vergl Soph. Oid. 1469 f. 
X'^pd^ t av Siycov doxoiß* ^x^tv dq)äSf Kol. 1565 ff. 



\ 



I 



;»i' 



EHTA Em &HBJS. 135 

XOPOi;. 

i htvattai Xovog dcd (Sttj^bov, ' erp. y. 
TQLxog d' OQ^lag nl6xcc[iog tötatai^ 670 
fuyaka (iByaXijyoQcav 

IV 6'h SodjiiGoy dixatof otv^ot, auch Aisch. Hik« 
. Sollte d ' Einschiebsel seyn, vrie es denn in einem 
ile der Urkunden fehlt, so konnte man 3ecJy J^e* 
teov a V dXtf^evöatfjL' iyoj ändern : welches, wenn 
Grotter wollen, ich wohl mit Wahrheit sagen möchte. 

Relativum würde sich dann auf alles Vorhergehende 
ehen. Ueber die Schreibart a V für a av s. de 

Sophoclis p. 32. Dieses bat auch Hermann opuscull. 

p. 384 vorgeschlagen, der weniger wahrscheinlich 
nterpungirt: vno TtroXiv, ^egjv ^eXovxGov* cTr 
^evöaiß' iyco. Andere Vorschläge anderer Jiind 
^er annehmlich. 

V. 545 es dringt die Rede durch die Brust» d. L 
lurchschneidet mir der Bericht das Herz. Vergl, 
;ph. 376 £ tovto öta/iTceplS cS^ bie^* anep te 
}S u. a. 

V. 546 in die Hohe aber des Haares Crelocke 
;t , d. i* und das lockige Haar sträubt sich, dafs e» 
seht steht. S. über Aehnliches zu Soph. Kol 1.622, 
ifield zu u. St op^ias steht proleptisch ,, t. zu 
n. 433, Soph. Trach. 106 » Oid. 57» Kol» 1195, 

963, 

V. 547 f. gewaltig Grofsprahtendes Mrend gottlosw 
ner, d. i. indem ich kräftige (starke) Kraftäufserun- 

gottloser Männer vernehme. Ueber die Verbindung 
rXa /leyaXrjydpGDV s. zu Prom. 188. fAeyocXrfyO' 

ist das Neutrum und steht substantivisch, s. das 
iregister unter: Neutrum. Will man es als Mascu- 
Q ansehen , so würde der Sinn seyn : von gewaltig 
sprahlenden gottlosen Männern vernehmend, reden 
nd. Ueber xXvEiy xivoS in dieser Bedeutung s. 
Ä. Phil. 427, Kol. 307, Ant 1182. Doch ist jene 
lärung vorzüglicher. xXvwv ist absoluter Nomina- 
i, 8. zu Prom. 146. Butler vergleidit Thukyd. 7, 



i 



186 EHTA Eni 0HBJS. 

%kvcy» dvoölcw avÖQiSv. bI &£ol, 
9sol tovöd* dUöBiav iv ycf. 

ArrEAOS. 

550 Stcvov layotfi* äv avSQU öoipQOvitftatop 
dixiqv T Sqlözov, (lävtiv ^AiMpi&QBfD ßlav * 575 



48 y<al rcnS ßjh^ 2vpotxovöiot^ nal ^vfifidxotS xetra* 
fcAi/^iS iv rc3 avtixa ovk oMyrj iyiveto^ — opmmS 
u. 8. w. Uebrigens steht das Mascalinum des Pardci- 
pimns im Singnlaris bisweilen yon einem Weiberchorei 
vergL Hik. 751 ff. fieXaS — ysttovdov und dpacstijs 
djiTCraS oöoSy 824 f/ioov — evösßcoVf 835 npoXßooL 
na^oay, 843 Sxgov, 870 cdviöaS , Choeph. 622 rieant, 
Bur. Hippol. 1105 ff. ^vvsöiv 8e ttv' iXiddi hev^€BI9 
Xsinojuai, iv re tvxai^ ^vatSv xal iv ipy/iaiSi 
Xevööcavy Androm. 422 Gjxxetp* dxovöas^ , aüdi n 
Aisch. Hik. 263 , 446 , Donriile zum Chariton p. 29S. 
Aehniich scheint Hik. 762 wde gebraucht zu seyn. 

y. 548 f. wenn doch die Göttec, die Götter diese 
vernichteten im Lande (dafs sie nicht wieder lebendig 
in ihr Vaterland zurückkehren). Med. richtig ei ^ecH, 
$reolp worauf auch die gewöhnliche Lesart el^e oi ^eoi 
Idnweirst, was nur Schreibefehler ist Die Lesart cü^ 
yäp ^eol ist Aenderung. Der Cher wiederholt ^eolp 
i??eil er auf die göttliche Hülfe das meiste Gewicht legt 
Ueber ei mit dem Optativus in der Bedeutung von uü* 
nam s. zu V. 242. iv yd, Aid. und Rob. iv yp. 

V. 650 Xiyot/i* dvy s. zu V. 357. 6fo<ppori6car 
tov habe ich aus Med. u. a. aufgenommen , was we^ j 
äptötov sehr gefallt Doch kann auch öfoq^pori^tefiQß^ 
vertheidigt werden, s. zu Y. 579. 

V. 551 dXHTJv aptötos im Kampfe sehr trefiBdf 
8, zu Prom. 413. Ueber dXHrj s. oben zu V. 4WL j 
In pLovttv 'AjLtg>iapeci> ßiav steht fiavtiv adjefetiriiA .'i 
vrie Soph. Amphiar. Br. II d nivvotjjpTfS rövÖ^ /ua^' 
reeos xopov u. a. , auch vielleicht oben V. 364, mA 
Eugldch als Femininum, wie oft yergleichen kua 



EHTA Em etlBAJS. 137 

Oiiol&tcfLV ÖS TCQog nvlaig tevayfiivo^ 

TcaTcoiüi ßd^st nokku Tvdeog ßiav 

tov aväQOtpovrijVj rov noXhcng taQ&TCVOQa, 



anch Choeph. 896 qA,Xtax' Aiyiö^ov ßiaSVehet 
Synizesb in 'A/itpidpeco yergl. Soph. Kol. 1315, 
liai. Sophodis p. 55. 

V. 552 *0/ioXGotötr f nach dem SchoL za Bnr. 
In. 1126 80 genannt, entweder Tom Homoloeos, 
m Sohne des Amphion, oder von der HomoloiAy 
r Tochter des Amphion und der Niobe. Letztere 
abe haben auch die Scholien zu u. St, Tzetzes 

Lykophr. 520, Hygin. Fab. 69. Von Homole leitet 
ler Pausan. IX, 8, 3. 

y. 553 fif. im Bösen nennt er oft des Tydeus Ge» 
; den Menschenmörder, den Stadtaufiruhrer, da er 
iüglich für Argos des Unheils Lehrer als der ESrinnys 
^ge, als Gehüife des Phonos, und ein dieses Unheil 

Adrastos Rathender gewesen sey. HOHoitÖt ßa^ct 
\d schimpfend nennt er oft, er schimpft oft. xa* 
it drückt die Art und Weise aus, s. zu V. £29, 

steht dem Sinne nach für xaK(^S ; vergl. Eur. 
B. 717 ff. TToAAa rrjv ßaöiUd' kdtiav 'Atpetdcpy 
(oS ißa^s, Hesiod. Werk. 184 j^i/iipovrat 6' äpa 
t ;taA£jroiS' ßd^ovteS iTceddu 

V. 554 sind die Worte rov dvSpotpovtt^^ f tdv 
BooS tapdHtopa dem Sinne nach auf TudkooS ßiay 
»gen, wie Aehnliches oft, s. das Sachregister unter: 
Btruction. Ueber den Artikel bei dem Nomen nach 
[)is des Nennens s. Matth. Gramm. §. 268. Man 
teht tov dvSpocpovTTfV von der Blutschuld des Ty- 
(, wegen welcher er aus Aitolia nach Argos floh, 
rL Soph. Achai. Br. VÜI, 3 ovd' d$ 6 TvSsds 
poS alfjut övyyevovs HtelvaSt iv "Apyat ^iroi 

oini^etat, Eur. Hik. 148 Tv8evS jAv dlfia 6vy^ 
te q>Bvy(jDV x^ovoS, Oineus Br. I KaXvdojvoff, 
ev aljjLU övyysvks (pvycov TvSevS — ^xfjöey 
'OS, Diodor. Sik. 4, 65, Apollodor. I, 8, 5, Sehol. 



140 EHTA BUI ®HBAS. 

I 

tl tdiov ioyov ^al &B0L6t ütQ06q)dlgf 
TtccXov r' axovöat xal Uysiv ue^6tiQoig^ 
ütokiv aatQfpav xal ^eovg tovg lyysvetg 
565 noQd'slv, ötQatevfi^ Inaxtov IfißeßXjiTcata. 
lifjtQog ts itriY^v tlg xataößiöSL öIkjj; 590 



V. 518, Ag. 1051, Soph. Aias 428, Valckenär fp 
Herodot p. 439, 64, Elmsley za Eur. Bakch. $(^ 
Fähse im lex. graec. in tragicos unter AiaS^ u. a. A 
fogt an, 8. zu Prom. 644. Ueber did ötojLia a. obea 
au V. 51. 

V. 562 rotoy iftyov solch eine That, we du 
thust Die Erklärung folgt Y. 564 f. xal ^eotöt andi 
den Gottern , nicht den Menschen allein. So elliptiMii 
6teht nal oft. Ueber xcd — re s. oben zu V. 298. ' 
Uebrigens ist die Rede ironisch -sarkastisch. 

V. 563 dxovöat xal Xiyeiv ^ vergl. Pers. 917, 
Soph. Kol. 189 f., 1288. 

V. 564 ^eovS ro-uS iyysvst^ die LandesgoUer, 
prägnant, statt ihrer Bildsäulen, Altare und Tempel, j 
vergl. V. 468 f. yeirovas nvXaS ix<^^ "OynaS 'A^d- 
yaS , Pers. 596 tdvtaia ^s^v y Hik. 78 £ (pvyd6vf 
fiv/ia daifiovGov öeßaS, 181 tdovö' dyooyioov ^eeSf 
vergL mit V. 234, 321, 342, das. 209 tcavde Botifii- 
vwVf 451 in tcovSe — ^sdoy, 697 tdavSe — J^ec^i 
Ag. 501 rovS* dycoviov9 ^eovS ^ 507 öcd/ioveS dvt^' 
Aiot^ 830 ^eolöt npdüta ös^toDöo/iat , Cho^ph. 1068 
Ao^iov TtpQöS^tyoav , Xen. Anab. VI, 1, 11 iv tcäS 
npos tovs ^eovS npo668oiS u. a., besonders Soph. 
Ant, 199 ff. oS (IIoXvvsiHTfS) yijir TtarpoSav xai ^eovS 
rovS iyysvetS (pvyds xaTeX^oov ^ ^^iXfjde pHkv tvfJL ' 
vpjjdat xatdxpaS y woselbst man nachsehe. • 

y. 566 und die Mntterquelle vrird welches Reckt 
.ansldschen ? d. i. und welcher ein Recht habende Tffini 
■das Hauptmittel dazu unterdrücken und unwirksam -■§* 
ichen? Ein Mittel, dafs Polyneikes zu seinem Reckie 
gelangen kann, ist zwar das Argeierheer, das Haupte 
Hutiei aber sein Vaterland, ohne dessen Beistand er 



SIITA Em @HBJZ 141 

I 

saetglg ds yata, C^ vno tfMvdng doQl 
alovöa, nag öot 0'6(i(MXXog yBvrfistaii 
iyoya (ih di} vifvds mavä %Q'6va 



{' Recht nicht auf die Bauer erlangen kann. Die 
iarung folgt in den nächsten Versen. jarftpoS Ttrjyrjr 
ein Begriff: die Mutterqnelle , Hauptquelie, wo^ 
I urftpoKoXiS Tergleichen kann. So gebrauchen ^ivirs 
^rkirche, Mutterfaf^en u. a. nrjyrjv steht aber 
nsdi und zwar für Tcrjyrfr SiTtrjSy was man aus tis* 
7 ersieht; vergl. ProuL 109 icvpös mfyijv^ Per«. 
: dpyvpov nrjyr}^ 729 xaxcov Ttrfyrjy Pindar. Pyth. 
532 Tiaydv inicov^ Xenoph. Kyrop. VII, 2, 13 al 
^aiy aS nrjyds <pa6i rtSr xceXdov elvaty Piutardi. 
par. Thesei cum Romulo c 6 itapiöxs TCTjyrjv rijS 
ccv^tS evvoias xal ötjyd/ieooS toiS Ttpdy/iaötv u. a. 
aößsvvvvat wird auch von Flüssigkeiten gebraucht, 
jl. Ag. 866, 936, und so ößswvvat und exstinguere. 
»rigens bezeichnet das Futurum einen wahrscheinlich 
xetenden Fall, s.^ zu Ag. 167, und daher mit einem 
geworte das Gegentheil, vergl. Ag. 936 rls 6i vtr 
aößiöet; Pers. 93 f. 6oX6firittv ö* oacdxay S^eov 
dvrjp ^oToS dXv^€t ; u. a. dijcrjy die Sache statt 
Person, wie Aehnliches oft. 

V. 567 f. ist die Erklärung des Vorigen: das Va- 
and nämlich, auf deinen Betrieb durch den Speer 
rch Kriegsgewalt) genommen, wie wird es dir Bei- 
id werden? Es wird dich in deinem Rechte gegen 

Eteokles nicht schützen, sondern diesem vielmehr 
(tehen, wenn er dich wieder zu verdrängen sucht. 
I Polyneikes Schuld bestand darin, dafs er von einem 
rankt, nicht an diesem allein, sondern an seinem 
äen Vaterlande Rache zu nehmen suchte, s. V. 1036 

was er selbst V. 616 ff. ausspricht Er mufste 
mehr seine Mitbürger zu Schiedsrichtern in seinem 
site mit dem Bruder auffordern, fcatpls d^, einige 
^poS t8 wegen jjTjtpoS te im vorigen Verse. Sk 
i Sinne nach für ydp, s. zu Prom. 125. 

V. 569 f. s. über y\ fji\y 6t}, nun zwar «venig- 



144 BHTA Eni ®BBAS 

ETEOKAHZ. 

g)Sv xov ^vvaXXaööovtbg oqvi&oq ßifotoHg 
580 dixaiov avdga tol6i 6v(S0Bßs6tBQOLg. 

iv TCavtl TtgaysL d* iW ofiiHag xax^g 605 
%axLOV ovÖBV, xaQjtog ov xofu^r^og* 
atfjg agovQU &dvcctov kxxagsCL^scccu 



V. 579 f. ach über das einen gerechten Mann vSi 
den ungewöhnlich ruchlosen Sterblichen zusammenbrin- 
gende Geschick! opvi^ Vogelzeichen, Vorzeichen, Ge- 
schick, vergl. Soph. Oid. 62 opvi^i alöicpy Aisch. 
Kabeir. Br. 83 opvtB^a d ' ov TtotcS de trjs ijxfjS oSov, 
Pindar. Pyth. 4, 33 TistvoS opvtS, 8, 70 dpdwoS 
ofyyixo^. So auch oIgovoS und nrepov (Hik. 317), & 
Stanley zu u. St., die Ausleger zu Soph. Kol. 97, ■ 
Arist. Plut. 63, Spanheim zu Kallimach. Pall. 124. 
Hierher gehört auch unten V. 819 und Eur. EGppoL 
759 övdopvis:, Eum. 770 ndpopytS, Ueber den aocii 
im Med. (Weigel) sich findenden Comparativus SvM- 
ßtötipois (ein Theil der Urkunden dvöösßeötdtoiS) 
vergl. V. 650, 639, Pers. 694, Ag. 1544, CSioepi 
177, Eum. 470, Matth. Gramm. §. 457/ 

V. 581 s. über die Stellung von dh zu Prom. 391| \ 
iber TcäS mit einer Negation Eum. 825 , 883 , Sopk. \ 
Ant. 175. 

V. 582 Frucht ist nicht davonzutragen, und Notiea k 

davon ist nicht zu ziehen, ov iur ovte, Eän ähnlidief i 

Asyndeton findet sich Hik. 721 ywij ßiovw^siö* ovISkrj i 

cvx iye6t'''Ap7jS ; s. auch zu Ag. 543. * 

V. 583 der Sünde Feld zieht sich Untergang da- 
raus, d. L der Ort nämlich, wo Sünde wuchert, adit i 
sich dadurch seinen Untergang zu. Auch hier ist keiM 
Verbindungspartikel, wodurch die Rede an Nachdnuk 
gewinnt, vergl. z. B. Prom. 566 £f. Man kann yiß 
ergänzen, s. zu V. 79. Ueber äpovpa s. zu V. 7^ 
xapnit^eiv bedeutet entfruchten, abpflücken, wie bfli 
Dioskorid. 3, 37 Kapiti^ovöi d\ avtijv (trjv öiKtOfh 
vor'i iv ^ipet hcA ip^rancop^, und in Mediimi 



EHTA Em 0HBJR W5 

17 yAg ^;wBt(Sßcig xXovov svösßiqg ävTjg 
vavtyöc &SQ(iols Tcal TtavovQylq: xivly 



rfch entfnichten , den Ertrag von etwas genieJGsen» 
Theopompos bei Athenai. VI, p. 261, a otoßai 
rovS ktaipovS ov TcXelovaS ovtaS Hat' iheivov 
Xpovov OKTaHoöicoy ovh iXdtrco Hapuci^eö^ai 
ij pLvpiovs ^EAXjjvcov tovS trjv dpidtrjv xal nXel- 
' x^9^^^ XBXtTjfiivovS f aussaugen, die Kraft einer 
e in sich aufnehmen und verzehren, wie mehrmals 
rheophrastos Tiapiti^eö^ai xtjv yr^v von zehrenden 
Icbsen. Auch bemerkt PoUux YII, 149 avto 5^ 
uxpTtovö^at xai xapniöaö^ai Sovxv8i8rjS Xiyet, 
3r Bedeutung befruchten findet sich xapiti^eiv bei 
Bakch. 406 av (IIdq)ov) ixocrodro/zot ßapßdpov 
uov fioai xapniS^ovöiv dvofxßpoi , Helen. 1344 
oi6i 6* dxXoa Tceöla yaS ov xapni^ovö' dpotoii 
f (p^dpei (die Demeter) yEvedv, Die Composita 
1 sich in der Bedeutung entfruchten, abpflücken» 
XTtoxapTti^etv bei Clemens p. 105, ixxapiei^sö^ott 
agen bei Theophrast. de caus. plant. 4, 9 hcTchtet 
öS", taxv Sh ixxapTti^etat td iddqnj^ xa^dnef» 
{ßiv^oS y und eben so bei demselben iTCtxapni^B" 
An unserer Stelle erklärt ein Scholion ixxapTti^ 
. durch ixqyuety dem Sinne nach richtig. Ver-. 
len kann man Eur. HippoL 431 f. ro 6(^<ppoy 
ftavraxov xaXov, xal do^av iöSrXijv iv ßpordiS 
i^erat (and. xopti^etai') , und was den Sinn be- 
Aisch. Pers. 807 f. vßpiS ydp i^av^övö' ixdp-^ 
ötdxw atTfS y o^ev TtdyxXavtov i^aja^ ^ipoS» 

V. 584 ist V, welches die alten Ausgaben haben 
lern ^ V. 587 entspricht, nicht in Tf zu verwan- 
ydpy darum, also, s. zu Pers. 164. 

V. 685 a. über die Form vavt^öt zu Prom. 6. 
nS hitzigen, verwegenen, frechen, 8. Blomfield 
St Ttarovpyl^ tivz für Ttavovpycp rivl, das 
Bictum ffkr das Concretum, wie Soph. Oid. 1248 
vpyiav. Beispiele 8. auch bei Blomfield zu 

10 



148 EHTA Em ©HBAZL 

595 tstvcvdt^ ütoiiTCrjv, rrjv (laxQav TCoXiv iu>XsiVy 
/diog %^Bkovrogy övyxaQ^Blxvö^rjöBrai. 620 
dox(3 filv ovv (jq)B ^rjÖB ütQOößakeZv rnkfu^j 
ov% oSg ad^v^og, ovöb iT^fiatog ocaTCjiy 
dkX' qIöbv, äg 6(pB xq^ tBlByf^öav (uixflf 

600 bI xttQTtbg %6tai d'Böqxxroiöu Ao\iov, 

(piXBi Sb övyav i] XkyBvv vcc Tcalgi^a' 625 

V. 595 teivovöi TtoputTjv wenn sie ausdehnen dei 
Zug, -wenn sie ihren langen Zug antreten, denn ei 
sind ja mehr als einer. Der Dativus hängt von övy- 
na^e^xvö^i^dstai ab, wodurch das Ungerngehen ab- 
gedrückt wird. Tjjv fiaupccv noXtv jnoXeiv um in dtt 
entlegenen Staat, in die Unterwelt, zu gehen. JkM 
Hades werden öojxoi, itvXaiy anx^y Xifitfv u. a. n* 
geschrieben, s. zu Soph. Ant. 1270. Zu fiaxpdr Teq). 
Prom. 816 trjv fiaxpay aTtotxiav. üeber TtoXtSk 
der Bedeutung Staat s. zu Prom. 419. Statt noXif 
haben andere Urkunden TtaXiVf was unpassend iit p 
ßioXsiy für £öt8 /ioXeiv, 

y. 597 ich glaube nun zwar, dafs er nicht einnil 
angreifen werde das Thor, und zwar aus keinem as- 
dem Grunde, als weil er weifs, dafs er in der ScUackt .^ 
fallen mufs. p,ly ovv hat ojxgoS öh V. 602 zur Kvl* 
üprechung. 

V. 598 nicht weil (als wenn) er muthlos, voA 
nicht aus des Willens Uebelkeit (aus Abneigung) , son- 
dern (weil) er weifs. S. über ähnliche ConstructioiM- 
Teränderungen zu Y. 239 , und über die MannichfaltiS' 
keit der Rede zu Prom. 487. Zu cüS a^vfioS (so B^ \ 
bei Weigel u. a.) ist iötl zu ergänzen, s. zu Pw* \ 
178. Die Lesart äSrvjnov scheint Aenderung. ^ ^ 
olSer kann man nochmals ooff hinzudenken. ^ 

V. eOO^xapTtos: Erfolg, Erfüllung, vergl. Kb* 
714 /iT/ö* aKapncorovS (xpi]öiiovf\ Tctiöat, Piadtf« . 
Isihm. 8, 101 iTtioov dl xapTCoS ov natiq^^e,. « 

Y. 601 Yerbessert «ich Eteokles selbst:, dodkirf , 
an der ErfaUimg nicht zu swiufeln, da Loodaa m Ukmt 



'i 
t 

\ 



EHTA EIU 0HBA2L 149 

figoirta rov vovv, öccQTca ö* '^ßaöav q>v6B^ 
noääKSQ o[ip.a, xsIqu ö' ov ßgaövvtca^ 



pflegt, oder wenn er spricht, Treffendes (Eintref- 
es. Wahres) spricht. Ueber das Seibstverbcssem 
Rede s. zu Ag. 1240, über öiyav if Xiyetv td 
na u. a. Blomfield za u. St und zu Choeph. 574. 
eicht versteht man noch wahrscheinlicher nicht den 
as, sondern den Amphiaraos, der dann den ^pa* 
'oßiotöw dvdpdöi y. 594 entgegengestellt werden 
te. 

V. 602 f. s. über g)G0Ta, J.ad^ivov^ ßiotv Her- 
I zu Soph. El. 45, Matth. Gramm, §. 430» 6, auch 
y. 525 , Choeph. 556 f. u. a« Doch sieht man 
»cht richtiger AaÖ^ivovS ßiav als eine dazwi- 
{gestellte Apposition an, und verbindet dann <p(Stct 
>6^evov, s. zu Ag. 277. ytvXcopov ist Pradic&t. 

V. 604 yipovrcc rov vovv einen Greis der Ein- 

nach, s. Aehnliches zu Hik. 308» ödpna 6' 

dar (pvöei aber mit einem Leibe, jugendlich an 

•, der in der Jugendblüthe steht. Vergl. Ag. 72 

d naXatai u. a. Ueber den Accusaüvus der Be- 

Tenheit, den man sich durch ein hinzuzudenkendes 

ta erklärt, vergl. Hik. 545 ff., Ag. 721 ffi, zu 

i. Trach. 1056, Matth. Gramm. §. 427, b. qrvdBi 

Alter nach, vergl. Pers. 433 dxjaaiot <pvÖtr, Soph. 

1295 ^r q)v6ei vsajtBpoSy Ant. 727 trfXixovda 

ipvötv. Statt (pvösi haben andere q)ipa,- was 

ierung scheint; letzteres steht auch iin Med^ (Wei- 

von anderer Hand über jenem. 

y. 605 fufsschnell ist das Auge (rasch ist sein 
c), mit der Hand aber säumt er nicht. Ueber di« 
ndemng der Subjecte s. zu y. 415. Ueber srodo- 
Tergi Choeph. 571 nod§6xei ;i:^/lxei;/iaTi , u» Br. 
fo tot Haxov ,fCo6<äjess ipxBxai ßpfitols. 



150 EHTJ Em 0HBJS. 

nuQ* &07ClSog yviivad'ev a^Tciöai dogv. 630 



V. 606 Tom Schilde weg entblofist zu reilken den 
Speer. Man liat sich den Lasthenes ruhig dastehend 
EU denken, und zwar mit dem Speere hinter dem Schilde^ 
um der linken Hand, welche den Schild tragt, eine 
Stütze zu geben und die rechte Hand frei ' zu haben. 
Im Kampfe hielt man den Speer in der rechten Hand. 
Auch andere Waffen trug man hinter dem Sclulde, 
vergl. Hom. lUad. 13, 611 o 8* vtt' d^TtidoS elketo 
naXrjy d^ivrjv evxot'hioy^ Quint. Smyrn. 1, 158 5«- 
ovS ^itXet' uHOvtaS vtc' döTtiSa; doch scheint Aristopk 
Vögel 390 nal to dupv XRV > '^^^ oßeXiöHov ^ vep»> 
Ttatelv Mxovta? jjpiäs rcov otcXcöy ivtoS y nap* avt^f 
Tj}y ;|^t;r/9üry nicht so verstanden werden zd müssea, 
8. die Ausleger das., eher Tielleicht Soph. Aias 1407 
tov vTcaörtidioy xod/iov, Uebrigens ist Ttap' adfriSoS 
äpTtddai 86 pv gesagt , wie das Homerische (pdöyarov 
ipvdddjLtevos napd jxrjpov u. a. yvjj^i^co^ihr steht pro- 
leptisch für : so dafs der Speer nicht mehr vom Schilde 
bedeckt wird. Zu dpTtddat öopv, d. i. hastig ergrei« 
!en, vergl. Eur. Troad. 747, Bakch. 628, Phoin. 141S, 
Aristoph. Vogel 359 , Xenoph. Anab. VI , 1 , 8 , HoM» 
niad. 16, 814 ijc XP^^^ dpnd^as 86 pv jueiXtror iLti 
Man könnte auch nap' döniSoS verstehen: von da p 

II 

* 

X2 






Schildseite her, von der linken Seite, wie i7(* ddxiSa 
nach der linken Seite zu heifst, vergL Hesych. h* 
ii6ni8ay eis euaovvjiaf Arrian. Takt. p. 54 xcA rijS 
TiHöecaS in\ 86 pv fikv naXeixat rj if 8e^idy ira ntp 
%6 86pv iörl tgS oTfMtp' itc' dd7(i8a 8h ij ijA ti 
^td » ivoc q>epei tj^y ddici8a , Xenoph. Anab. IV, S| 
86 nap' döniÖaS napa'yay6ytas trjy ivGOßorlay M '»« 
4pd\aryos:, IV, 3, 29 iTtl 86pv , Histor. Gr. VI, S) Ki 
18 eis 86pv j Aisch. Ag. 116 x^poS ix dopt^TtoXrov, > 
8o wurde nap' ddniSoS besonders dann zu nehnei t*2 
seyn, wenn man 86 pv als Schwert erklärt« wie wahr* in 
«cheinlich Ag. 1120 ijnol Sk fdfiyet dx^ßdf äft^ftjßtü 
^opl^ und Pers. 312« Eben so wird fyxo^ gdbrncht 
8opb. Aiit 1^6» Bar. Alkest 77, s. 9a Sojpk äSu 






\ 



BHTJ EIU eHBAS. 151 

fi'eov Sh S(3q6v l0tiv tvtv%uv ^Qowyvg, 

X0P02. 

^ttXvovttgy 9'Bol, 8v%aiag Xitag dyt. y\ 

f^fietsQag tskBL%'\ tag noXtg Bvtvxfjy 

> Soqlnova xax' iKtQBXov- 
t' ig yäg kytcfiokovg ' nvQyav ä' SktoQ'BV 635 
ßcckcav ZBvg 0q>B xdvot xegaw^. 



nnd ßiXoff, s, zu Choeph. 155. Dann heifst yvß'- 
^hy entblofst, gezogen, \\'ie Pindar. Nem. 1 « 80 
rov tpdöyavov hoXbov rivdööcov u. a. Doch 
int die erstere Erklärung vorzüglicber« 

V. 608 ff. erhörend, Crotter, unsere gerechten 
sn macht, damit die Stadt glücklich sey, der Kriegs- 
i Uebel abgewandt zu des Landes Angreifern; 
erhalb aber der Mauern (ohne dafs sie in die Stadt 
gen) möge treffend Zeus sie töden mit dem Blitz- 
ile. In Med. (Weigei) steht dixaiaS XitßaS if/i8- 
t^f und darüber von anderer Hand dtnaiovs XoyovS 
:ipovS, "Vielleicht ist dmalovS littds ?}/i£tipas: das 
tte , und dtxaiaS Aenderung wegen \itds: (einige 
civS'). Jenes ist dichterisch, s. Matth. Gramm, g. 
, Anm. 1. rjfietepaS i einige ijßetapov$, — So- 
)YCt xand für TCoXefiioov Ttovcov Ttand, s. Aehnliches 
lachregister unter : Adjectivuäi. ixtpinovr' is yaS 
\6\ovS habe ich geschrieben statt ixtpinovrE^ ydS 
loAovS (and. ydS TCpd$ inifjioXovS , weil eine Prä- 
tion nöthig schien). iHrpinovra ist Prädicat und 
t intransitiv, wie Eur. Bakch. 797 f. tpsv^elö^B 
XBSy Hai toö' aidxpoVy (xÖTciöa^ ^vpöotöt Bon-' 
' ixtphCBiv f (den Thyrsosstäben ausweichen) ;käA- 
dtovS ; 8. zu Soph. Ant. 1095. ixro^Ev^ and. 
jdj^er, was eine weniger genaue Entsprechung 
Jit, und eher aus jenem entstand als umgekehrt; 
anch Fers. 852, Choeph. 468. ndvot^ Med. 
rot. 



159 EIITJ Em 0HBJS. 

ArrEJOü. 

r^ ißdofiov Sfj tovd' Ig)' eßSoitacg ^Xcug 
ks^G), tov avtov 00V xaölyvijtov, scoIbl 
615 otag y* ägätai tcccI ocar^xBtaL %v%ag* 

ytvQyots ixBiißds TcajtvxijQVX^Blg x^ovl 640 



V. 613 ff. für Xi^aa Sij , ota? ys rvxai 6 ^ßSo^ 
ßioS — dpdtca. IJeber rorös in der Bedeutung dort 
8. zu Prom. 943, und über die Verbindung rovd' i<p' 
kßdojuaiS TtvXaiS unten V. 696 jnj} "AJ^S* odovS 6v 
rdöö' icp' bßdo/iaiS nvXat^, Soph. Phil. 163 oo^ 6ti- 
ßov oyjasvst rovde neXaS itov, zu Aias 402, KoL 78. 
Unter dem siebenten Thore ist hier, wie V. 696, 782, 
wahrscheinlich das Dirkaische (Kprivoaai t} ^tpHcaat 
TtvXai) zu verstehen; 8. zu V. 358. Auch sagt Bor. 
Phoin. 1130 6 öoS 8s Kprjvaiatöt HoXxjvebcrjS TCvXati 
äpr/v ^podrjye, Aehniich das. V. 1141 taiff 6* kßSo' 
fiaiS *'A8pa6toS ir TCvXatdtr rfv, — avtov dov für 
ÖBOvtov ; so avto^ dv Eum. 194, Eur. Helen. 1273, 
Soph. El. 1470, Oid. 379, 957, avtr} dv oben V. 236, 
Choeph. 109, avxov da Prom. 86; auch avtoS fyooye 
Ag. 31, avt7j ßioi Choeph. 136, avtov jus 221, 272, 
Soph. Phil. 1315, avtol i^pisis Eum. 767, avtoidvi^ 
TJ/uv Hik. 397, Choeph. 172, avto tovto Soph. Pfcil,^ 
77, avtov ixsivov Trach. 287, avtov ixsivov Aisdk 
Choeph. 204, avtdis indvoiS oben V. 533, u. a., >• 
Matth. Gramm. §. 148, Anm. 2. TtoXei nicht sowohl: 
der Stadt, als yielmehr: gegen die Stadt gewendet 
S. über den Dativus der Richtung das Sachregister 
unter: Dativus und Matth. Gramm. §. 401. olaS y\ 
einige blos olaS, 

V. 616 ff. nachdem er (nämlich) auf die Mauern 
gesdegen und als in die Acht Erklärter dem Lande deo 
Siegsgesang entgegengejauchzt, mit dir zusammenzutref- 
fen , und todend zu sterben daneben , oder bliebest da 
lebend, als einen (ihn) so entehrenden Vertreiber dicb 
mit Verbannung auf eben diese Weise bülseii za lassen. 
Polyneikes wünscht also nach Eroberung der Stadt (i* 
sa V. 567) einen Zweikampf ndt seinem Bruder y ind 



i 



EHTJ Em eHBAL. 153 

f 

öol öviMfBQBö&aL, ocal Tctavcov %'avstv nilccg^ 
ij fcövr' äuiiaöt'^Qa roäg <?' dv8Qi]Xanp; 
q>vyy tov amov tovÖB tlöaö^av xffOTtov. 



's, wenn er in demselben falle» auch Eteokles falle« 
sr wenn dieser den Tod nicht finde, auch er den 
d nicht finde , und Verbannung mit Verbannung Ter« 
te. So nur glaubt er Tollkommene Genugthuung zu 
uigen, nicht ohne Einwirkung des über ihm walten- 
i Vaterfiiuchs, s. V. 635 ff. lieber die Verbindung 
' Verse 616 — 630 mit dem Vorhergehenden s. zu 
»m. 182. iTtixjjpvx^slS und dXaaötßov n&täv* iice^^ 
iX<x6aS sind Gegensätze; wie Polyneikes dem Lande 

Geächteter Terkündiget worden ist, so gedenkt er 
;egen sich dem Lande als Sieger anzukündigen, iictn 
ovx'^^i^ in die Acht erklärt, s. Abresch zu u. St, 
sphanus im Thesaurus unter hnxrfpvtrco und Valesiug 
n Harpokration p. 464 Leipz. Abdruck. Man könnte 

auch in Verbindung mit dem Folgenden erklären: 
1 nachdem er sich angekündiget dem Lande (als Er- 
iger der Mauern) durch Anstimmung des Siegsgesangs, 
•gl. Soph. Ant, 131 ff. ßaXßiöcDV iz* axpoov rjdtf 
trjv opjuc^yt' dXaXd^at. Der Aoristus Passivi hat 
ireilen die Bedeutung des Aoristi Medii, vergL Ag, 
80 imXex^V^, Eum. 638 öetxHf 9 Eur. Troad. 480 
uj^rf/v, zu Soph. Ant. 111, Matth. Gramm. §. 495, 

§. 496, 6. 

V. 617 dXcDÖtßov TtcadvcCf vergl. Ag. 10 aA<ü- 
uov ßd^iv; auch oben zu V. 251. 

V. 618 steht övßq)ipE6^ai in feindlicher Bedeu- 
ig. In HtavGov ^aveiv liegt, dafs Polyneikes zwar 
irben wolle, aber nicht ohne seinen Bruder, s. Aehn- 
hes zu Ag. 527. An der Verbindung des Präsens 
d Aoristus ist nicht anzustofsen, s. zu Prom. 309. 

V. 619 f. ist das am Leben Bleiben des Polyneikes 
sht durch ein besonderes Wort bezeichnet, aber es 
igt schon im ganzen Gedankeo, denn sonst könnte 



J 



154 EHTA Em 0HBAIL 

. , / . 

rotirfJr avrar, xal ^zov^ ysvs^llovg 645 
HaXst jcoTQipag y^g^ l7tom;iJQag kvcäv 
rciv iDV ytviö^ai 7t&y%Vy IIökwslTcovg ßUx. 
%%zi 8i xaivoütrjyeg sv^^cov iS&ncog^ 
625 ÖLTtXovv ts 0ima wcQoöiUfiijxccvij^BVOV* 

XQvö'^Xatov yaQ aväga^ rtvrrjötTjv läslv, 650 
ayst, ywiq ng öaxpgovcDg riyovjUvri. 



er ja den Bruder nicht Verbannen ; man inüfste es dem 
in roo$ enthalten annehmen: ebenfalls, nicht mindo", 
Tergl. Hik. 664. Doch ist wohl dtt/iaöTTJpcc tok eng I 
EU verbinden, s. zu Choeph. 890. Dazu ist dvdprfXd- 
np^ prädicatähnliche Apposition : der du ihn so sehr aa 
der Ehre gekränkt habest als Vertreiber, s. zu Prom. 
S63. Ueber tov avtov tovds rponov vergl. Soph. 
Phil. 128, 1256, Ant. 1076, Aias 687. 

V. 622 yijs Med. u. a. Die Lesart yaS scheint 
wegen der ähnlichen Endungen der Nachbarwörter 
entstanden, inoicxijpaS Beachter, Vollzieher, s. zo 
V. 104. 

y. 624 ev^exov schongemachtes, schönes, des 
Polyneikes Würde entsprechendes, worauf auch V. 626 
XpvöTJXcctov hinweiset. Viele Urkimden, auch Med« 
(Weigel) ^vhvhXqv y vielleicht aus V. 572, 

y. 625 diTcKovy ein aus zwei Figuren bestehendes. 
itpoö/iejiiijx^yVM^ov Med. (Blomfield, npoöfiefafxar 
yevßJiiyov Weigel, wahrscheinlich aus Irrthum) u. a., 
npoöfießfix^v^vfiivor die alten Ausgaben , s, su 
V, 523. 

V. 626 tBvj(rj6t7jy {Selv bewaffnet aozuschaoen, 
der dem Ansehen nach ein BewafTneter ist Andere 
revxtätijr , s. Blomfield zu d. St. t^ und t finden sieb 
oft verwechselt, s. zn V. 542, Bum. 181 u. (u 

V. 627 6ooq>p6v(ai tjyovßhn^ anstandig varanfe- 
■hend, wie es der Dike angemessen ist, und nicbt nadi 
Art «iwr dakchantin. 



EHTA Em 0HBA2L 155 

0tQoq>äsit 



y. 628 fP. behauptet sie aber nun Dike zu seyn, 
e die Schrift spricht, werde aber zurückfuhren diesen 
uin, und er vmrd die Stadt erhalten und im Vater* 
use Einkehr, so sind solches die Erfindungen jener 
BS Polyneikes nämlich und seiner Parthei, nicht die 
»danken und Aussprüche der Dike). Die Rede geht 
s der abhängigen in die unabhängige über, wie oft, 
zu y. 412. Auf dem Schilde könnte gestanden ha- 
n JiHTf nard^ y ' ävSpa u. s. w., oder ohne Rück- 
;ht auf Metrum Jbcrf jLthv eijjly xcctd^oo 8' avdpoc 
s. w. lieber die Ergänzung einer Bedingungsparti- 
1 zu qyjjöl s. zu Hik. 81. ö' äpcc findet sich auch 
>ph. Trach. 962 verbunden, 

y. 629 Xfyaiy Med. A^^ei, wahrscheinlich durbh 
srirrung in den folgenden Vers, der mit ^^et anfangt9 
itstanden. Aehnlicb unb, Br, 316 coS \iyei yipov 
^dfißxa, auch unten y. 642 f. natayeiv aus der 
erbannung zurückführen, wie y. 642, Ag. 1697. 
ehnlich HoctkpxB0^ai und Tnxxievat, s, zu y. 975. 

y. 630^8. über die Subjectsveränderung zu y. 415, 
id über rl nach dem zweiten Worte zu Prom. 493. 
inige Tiatpcoav statt TtarpcocDV, — Ttcctpcacov doo/id- 
lov iniörpocpds Einkehr, Aufnahme im Vaterhause, 
er gl. Eum. 547 ^EvorißovS im6tpocpds da>/xdxQov und 
lomfield zu u. St. 

y. 631 s. zuy. 628. Setzt man, wie gewöhnlich, 
ach iict6tpoq>d? eine grofsere Interpunction, und über- 
etzt man; von der Art sind die Erfindungen jener, so 
aTs es sich nicht bios auf das zuletzt Erzählte, son* 
tem auf alle sieben Argeischen Heerführer bezidit, so 
forde dieser yers wenigstens hinter y. 692 an setaE«n 



156 EHTA Em ®HBA2. 



seyn , da letzterer wieder in Bezug auf den Polyneikes 
gesagt ist. Aufserdem aber würde V. 628 anders er- 
klärt werden müssen und manches Anstöfsige enthalten. 

V. 632 du selbst aber mufst nun wissen, welchen 
(gegen den Polyneikes) zu senden gut scheint (wessen 
.Sendung räthlich und yortheilhaft scheint), yvoa^t da 
mufst wissen, wie V. 634. Ueber diese Bedeutung des 
Imperativus s. zu Prom. 710. xivct für ovttva^ s. za 
Prom. 489. doxel Med. u. a., doxeii die übrigen. 
Beides ist gut; Letzteres heifst» wen du senden zu müs- 
sen glaubst, s. zu Ag. 12. 

V. 633 f. wie du niemals diesem Manne (mir) Bot- 
schaften halber Vorwürfe machen wirst, so mufst da 
selbst wissen zu verwalten die Stadt, d. i. denn wie 
ich mich auf das Kundschaften verstehe, so mufst da 
dich auf die Staatsverwaltung verstehen. Man kann 
ydp ergänzen, s. zu V. 79. drdpl tofds für ißiol, 8. 
SU Prom. 747. Ueber den Genitivus s. Matth. GramoL 
§. 368. 61 steht oft nachdrücklich im Nach- und Ge- 
gensatze, und zwar wenn im ersten Giiede Zeitpartir 
Jkeln stehen, wie iTtei Soph. Cid. 1267, Aisch. Cho^k 
616 f., auch zu Pers. 388, evte Choeph. 1053, svt' 
av Ag. 12 ff., cJs" Pers. 405 ff«, otav — tT^viTcavta 
Sl Soph. El. 294, oder Bedingungspartikeln, wie Pers. 
164, Ag. 543 f., 1030 f., Eum. 875 fL, Soph. Oid. 
302, 477 — 481, Ant 234, auch nach Paiticipiis, 
welche die Stelle eines Bedingungssatzes vertreten, s. 
«u Ag. 1564, oder Yergleichungspartikeln , wie SopL 
El. 27, Trach. 116, Ant 426. Aufserdem vergl. Pai- 
«ow*s Handwörterbuch unter d'k , Hermann^s Viger. p. 
785 und 845, Matth. Gramm. §. 616, S. 1247, Butt- 
mann zu Demosth. Meid. Excur. XII, p. 147, Schäfer*« 
melett. critt. p. 59 u. a. Man kann dabei ovtsdS od« 
an ähnliches Wort ergänzen, s. zu V, 400, Ghoeph. 
a54. Die Wiederholong der Worte dv d ' auroS yv^^i 



EIFTA EJU 0HBA2L 15X 

ETE0KAH2L 

iS d^BOficevig rs xal &ecSv (liycc Ctvyogf 
CO» navdccKQvtov dfiov OldCütov yhog* €60 
äfiOL, TCaxQog 8i] vvv aQoi teXBö(p6(f0L 
&kk' ovts TcXalsiv ovT^ 6dvQB(S%^aL ütgists^, 
fi^ xal tSKVfod^ dv^(poQ(DtB^g yoog* 



nicht nur nicht anstofsig, fi. zu Prom. 6, sondern 
auch eine gewisse Kraft, vergL Soph. Oid. 46 = dl» 
5opb, Trach. 689, Ant 1246. Ueber yvoo^t s. zu 
532, über vavxXrjpatv TtoXtv , d. i. der Herr dei* 
itsschiffes seyn, vergL Soph. Ant 994 totyäp St* 
^ rip^de vavTiXrjpöiS tcoKiv, Der Bote wahrschein« 
ab. 

V. 635 f. o gottbethorter (von der Erinnys zunf 
äermorde angetriebener, s. zu V. 671) und derGöt-* 
grofser Abscheu (Polyneikes) ! o meine ganz bewei- 
jwerthe Abkunft vom Oidipus (o ich höchst bewei- 
jwerther Abkömmling des Oidipus) ! ^eoav dtvyoS 

Göttern Gegenstand des Absehens, vergi. Choeph» 
7, £um. 644, Biomüeld zu u. St. Ueber die Sache 
u V. 671. Ueber die Stellung von d/iov (Rob. 
Vf Aid. cojuov) vergl. Hik. 517 ro rtpos ywaiHGoV 
.ai<patoy dj^itspov yevoSy Choeph. 424 npoxrftoY 
\v xal Ttavd^Xiov xdpa, Soph. Ant. 860 tov r« 
'leavroS dfiexipov Ttot/iov TcXstrolS AußdocKidatdiVp 
ktr. 94 u. a. 

V. 637 weh mir! des Vaters Fluch vrird also nun 
illt. Ueber die Sache s. zu V. 70, über 6i) vvv 
ih. El. 947, Aias 995. Man kann auch 'Apal schrei- 
: des Vaters Aren sind also nun vollziehende, was 
leicht vorzüglicher ist. Ueber den Genitivus s. za 
705. 

V. 639 damit nicht gar erzeugt werde unerträg- 
eres Geheul, des Chors nämlich, s. V. 164 fEl fii) 
i, 8. zu Eum. 176. t£Hvco^^, vergl. Soph. Oid» 
f a. a. 6v6<popGatepoS f einige 6v($<popoStaxo^ , •• 
V. 679. 



160 EHTA Em 0HBAIL 

oBt' Iv tQOtpaiöLV, ovt* iqyrjßyöavrä xo, 

650 out' Iv TCatQcoag ^i'^ %^ov6g xaxiwxf^ 
olfial VW avt(S vvv TtaQuötatsiv neXag» 67f 
7} dijz^ Sv bXi] TCaväUmg ipsvdciwfiog 
^1x1], ^;w(yüöa qxotl nccvtokfiq) (pQivccg4 
tovtoig TtsjtoiQ'cSg sI^l xal ^örTjöofiai, 

655 avrog' tlg äkXog ii&Xkov IvÖLKaregog; 



Srarjtciv is alyXon^ nat^ JtoS cSStra g)svyoov ^ ijwktt 
Ueber firjtpo^ev s. oben zu V. 229. 

Y. 647 noch während des Aufziehens (im Kindei- 
alter), noch als er Jungling geworden je (noch jemals 
im Jünglingsalter). Ueber ovre — ncOy noch jemals^ 
▼ergl. Soph. Oid. 492, Ant. 813 f. 

V. 648 noch bei des Kinnes Zusammenlesung (An- 
häufung) des Haars, d. i. noch als er anfing Mann za 
-werden. övXkoy^f Med. (Weigei) ^vXXjoy^^ doch Bit 
6 über ^. 

V. 649 TtpoötLiCB sie redete ihn an, eine Auszeick- 
Äung, vergl. Eur. Hik. 958 f. ov8* "Apte/ztS Xoxfä 1 
Tipoögi^iy^ait* av tds drexyovS ^ Hippol. 85 f. tfol * 
(Aptijiitdt) Hai ^vvetfit xoll XoyotS dfielßo/iait jtXumr 
pilv avöj}^, ofifia ö' ovx opoSv to dov; auch Schwenk 
und Blomfield zu d. St. xaTrj^teaöaxo sie hat ihn ihrer 
werth gehalten, unter ihre Lieblinge gezählt. 

V. 650 ovt^y einige Urkunden oüö*. — foxxsnh 
TCLf Uebelhaltung, d. L Bekriegung. 

y. 651 vvv Ttapa&rareiv Med. u. a., 6v}acaptt^ 
ifrctteiv einige, vvv övfiitapaötatnv Aid. 

V. 652 jj dijta ja wahrlich. 

y. 655 s. über fiäXkov mit dem ComparatiTiu Sk 
S71, Abresch und Blomfield zu u. St, Matth. GfaoiL 
S. 458, Passow's Handwörterbuch unter pidka. — Ih» 
dtxmtepoS berechtigter. 



BHTJ Em 0HBJ21 161 



y. 657 bemerke man das Fehlen der Yerbindangs* 
kel in ix^poS 6vy ixS^P^S nach r^ — xcA, was 
tylos hätte yermeiden können , wenn er xdx^po^ 
(rieben hätte. Doch ist keine Aenderung nöthigt 

man ix^poS ix^P^ nicht als eignes Glied, son- 
als Beiworter zu apxorti apxaov nnd xaötyvTJTO» 
t ansieht! einem feindlichen AnfEJirer und feindli« 

Bruder werde ich als feindlicher Anführer und 
lieber Bruder mich entgegensteilen, oder: wie als 
tirer, so auch als Brüder einander Feinde werden 
susammentreffen. övv — öTifdojica ist eine Tme« 
rergL Hik. 178 £ TB^etfiivoS copi'Q ^vv opyy u. a. 

ist zu einem aus dem Gefolge des Königs gesagt, 

die Fürsten erscheinen auf der Bühne meistens 
Begleitung, s. das Sachreg^ter unter: Scenische 
nstände, und zu Choeph. 703, Soph. Phil. 45. 
rscheinlich war es sein Waffenträger, und tpipB 
; nicht : hole die Schienen aus der Burg herbei, son- 
bringe sie her ; denn jener stand natürlich in eini« 
SntfernuDg. 

V. 658 die Schienen, Vorkehrungen gegen Spitze 
Steine. Eteokles verlangt die Beinschienen, nicht 
renn er schon mit der übrigen Bewaffnung yersehen 
, sondern weil die Beinschienen unter den Waffen- 
en zuerst angelegt wurden, indem das dazu nöthige 
en des Oberkörpers aufserdem sehr erschwert wor- 
wäre, s. Iliad. III, 330, XI, 17, Hesiod. Schüd. 
Dafs der Waffenträger nach Anlegung der Bein« 
nen, wobei er yieileicht dem König half, ihm auch 
ihrigen Waffenstücke (s. die eben angefahrten Stei- 
einzeln reichte, und Eteokles sich Tor den Augen 
Dhors und der Zuschauer rüstete, was nicht ohne 
nng war, versteht sich von selbst. aixMi}^ ist ans 
D Theile der Urkunden (so auch. Med. bei Weigel) 
tdxunr nothweadig anzunehmen , welches wegea 

11 



162 SnTA Em 0HBJIL 

XOPAFOS. 

fi'^j fptktfxx* avögäv^ OIöItcov tkiogf yhij 
660 oQyriy ofiolog xä xaxuit^ cevd(0(iivqff 

oAA' avögccg Uq^blolöi, Kad(uUyug a^ 685 



der andern Accusatiye entstand ^ indem man meinte^ 
der Konig müsse mehr Waffenstucke als die Beiasdue- 
nen ausdrücklich fordern. Statt nerpoüv habe ich xi* 
* rpQov accentuirt, da es von nirpoS, der Stein, nicht 
von nhpa, der Fels, kommen mufs ; yergl. aul'ser Ande- 
ren Pers. 458 Ttifpotötv (and. Tiitppöiy) ijpäööavro, 
befr. Prom.Br. 182 VKpdht yoyyvXoov Tchpoov^ Em; 
Orest. 59 itirpoov (so die Handschriften, nerpöSv dis 
alten Ausgaben) ßoXds , Phoin. 1150 itsxptüv (Pon* 
nitpcov) dpayfioiS, Des Steinschleuderens wird V. 143, 
280 ff. gedacht Zu beachten ist jedoch die Lesart 
ntepdSv y die dann bedeuten v^Tirde: des Fliegenden, 
d. i. der Steine und Wurfepiefse (s. zu V. 140), aber 
nicht der Pfeile, deren in diesem Stücke nicht gedacht 
mrd, und welche keine acht griechische Waffe nvarea 
(s. zu Pers. 81). S. Aehnliches zu Eum. 176. Ueber 
ntepov in der Bedeutung Geflügel s. zu Eum. 403* 
Uebrigens kann man vergleichen Alkaios bei AtbeoaL 
XIV, p. 627 XajjLTtpai xva/uSe^ ^ äpnoS iöxvpo^ ßi* j 
Xevfff und über TtpoßXtjjuata mit dem Genitivus Soph. .1 
Aias 1212 npoßoXd ßeXiooVy Matth. Granun. §. 354, /• ^ 

Y. 660 opyrjy opioioS wie Soph. Aias 1153. Ob 
avSoo/iivGo als Medium mit activer Bedeutung, wie 
Prom. 768, Eum. 375, Soph. Aias 773, PhU. 130, 
852, Pind. Ol. 2, 166 u. a. , oder als Passivum n 
nehmen sey, ist hier zweifelhaft. In jenem Falle heifüt 
es : dem sehr schlimmes sprechenden, nämlich mit seinen 
eignen Bnider auf Leben und Tod zu kämpfen, s. V. 
618 ff., im zweiten: dem sehr schlimm benamten, ffii ' 
KaHcow/icordtGo , ra5 övöcow/icototüo ^ s. zu V. 558| 
denn anders kann es dann nicht füglich genommen wer* 
den. Doch hat die erstere Erklärung mehr für sich. { 

V. 661 ist aXtff Pradicat und mitten in das Sab» 
jeet durch ein« Art Hyperbaton hineingesetxti mt Sopk 



k 



VOff, 



OV7C iöu ys XBQag tovds xov iivdö(icexo$. 



.891 f. ovxl vrß yäp SXtS novoS tovtotöt dW'- 
tr ijiolf Eur. Jon 1508 td ndpoiSrev aXtS xaxa^ 
Aisch. Prom. 1032 f. ioS od' ov nenXaduh^oS 6 
toS, Herodot. VIII, 140, 2 xoA. ydp övva^tS valft 
oooitov Tf ßa6i\jj6s iön a. a., 8. zu Hik. 601. 

y. 662 is x^^P^^ iX^eiv handgemein werden, s. 
ifield zu d. St. alßia 7ia^dp6toy reinigendes Blut, 
, eines Ferkels, s. zu Eum. 276. Eben so ist viel« 
t daselbst 449 alpLoctoS xa^apCiov zu nehmen. 

V. 663 f. denn reinigendes Blut, — zweier gleich- 
ger (biutsyerwandter) Männer Tod aber (nämlich) 
t statt so (auf diese Weise, wenn du eben so ge- 
bist, wie dein Bruder) als selbstmordender, — 
bt es nicht als Ziel dieser Befleckung, d. L denn 
Verbrechen des durch solche Gesinnungen entste- 
en gegenseitigen Brudermords kann durch kein Rei- 
igsmittel getilgt werden, und bleibt daher auf dir 
deinem Bruder haftend. Vergl. V. 720 «V av 
xpfiovs Ttopoi; zu Choeph. 68. Ueber 6^ in pa- 
letLschen Sätzen s. zu Hik. 627. Behält man die 
lung der Urkunden avroKtovoS bei, so ist der 
: Tod, während man selbst mordet, s. Aehnlichea 
achregister unter : Adjectivum , und über die Sache 
18, 716 f. u. a. Auch kann man es durch die 
illage als für avtoHXovotv stehend ansehen. Nicht 
srachten an sich ist auch die Lesart einer Hand- 
rt ocütoHTovcüS y zumal wegen der alten Gleichheit 
3 -Laute; s. über die Verbindung ^dvatoS ouro- 
odS zu Choeph. 890. Schreibt man avxoHXovoS, 
i\£%t es : Tod durch selbstvoilbrachten Mord , wie 
'Biv jiopov u. a. gesagt wird, s. zu Choeph. 435, 
r avxoTctovot u. a. ist zu Ag. 1061 nachzusehen« 
iöri ye nipaS habe ich geschrieben statt qvx i6xt 
tS (and* zipas')j da nipaS ohne ye metrisch falsob 

11 ♦ 



164 SnTJ EIU 0HBAIL 

ETEOKAHS. 

665 äiitBQ Tcaxöv ipegst xig alöxupijg SxtQj 

i&ta * ftoi/ov yoQ xigdog Iv tsdvipcoöt, 690 
Ttcaiäp Sa % al6xQ(Sv oiktv* evTddop knug» 



ist) und yrjpaS keinen Sinn g^ebt. Wafandieinlidi 
in einer der ältesten Handschriften yh übersehen wor* 
den, wodurch ovx iött nipaS in einen grofsen TbeO 
der Urkunden kam. Durch das in einer Handschrift 
ivieder eingesetzte and zwar über die Zeile geschriebene 
yk entstand ovK iött yijpaS^ denn man konnte yz leicht 
als Verbesserung von na in nipaS ansehen, Bumal da I 
in der alten Schrift JS für e und rf galt Uebrige« 
hebt yh wie oft den vorhergehenden Begriff hervor. 
itipaS findet sich auch Pers. 624. Die gewohnlidia 
Interpunction und Erklärung unserer Stelle kann dtf 
Sinnes und der Constniction wegen nicht gebilfigt 
werden. 

y. 665 ff. wenn anders Unglüdc davonträgt oner 
ohne Schande (wenn man anders nur einen rühmlichen 
Tod findet), so mag es seyn; allein nämlich Gewina 
ist unter Todten (denn gut hat man es nur unter Tod« 
ten , denn der Zustand unter den Todten ist besser ab j 
unter den Lebenden), feigen aber und schändliches 1 
(nicht auf Ehre haltenden) wirst du keinen Ruhm »• 
schreiben, xaxoy euphemistisch für Tod, vrie Y« 701 
staxa u. a. g}ipet, and. g}ipot, nicht übel und viel* 
leicht das ächte; s. über stxep mit dem Optadvos s« 
Hik. 909. tls macht die Rede allgemein, obgleich 
Eteokles zunächst von sich nur spridit, s. zu kg. 551. 
iv (einige £v) te^njxodt (Med. bei Weigel re^ri/xiH 
6ty) unter Todten oder bei Todten, auf der Seite d« 
Todten, vergl. Prom. 440 rdv ßpordis m^fictta^ Chocphi | 
55 f. x6 d evtvxsiyt roS' iv ßpotoiS ^eof xt M 
^eov itXioy, Eum. 973 noÄXeov too ir ßpotolS SxoS^ 
Bfik. 465 v^6toS iv ßpotdtS <p6ßoS , Soph. Kol. S36 
dttvä ö ' iv TinvolS ta vvv u. a. n cd^xp^ halM 4 
die alten Ausgaben und vielleicht auch die Handidtflf- ^ 
ten, nicht taSöxpur, obgWcli beides riiolitig lit» i. it 



. EUTJ Em eUBAZL 165 

XOPOZ. 

tI lUfiovag, tixvov ; fiip;L öl ^viionifi^ ^tp. d. 
9rig doQlfiagyog ata q)eQBT(0, wxkov 
' d' Sxßcci* iQGnog aQxdv, 



SophocHs p. 38 f. lieber die Constnictioii s. tn 
360, über euxkdav (gew. svTikEiay) unten asu 

177. 

y. 668 ff. wa« erstrebst dn, Kind (Thenrer)? 
icbt reilse dich fort zombefriedigende speerwüthendo 
rheit « sondern verwirf der schlimmen Begierde An- 
. r£ jai/ioraS ; worauf bestehst du? yergl. Hom. 
51, 31ä jiti/iovev 8' oye loa ^eoidiv. Ueber die 
sde tixvoy s. zu Chocph. 260, über ^/lozkifS^j}^ 

TergL Ag«. 686 tsXeöölgfpoov firjyis^^. auch ra Soph« 
. 324, Koi. 774. dopi/iapyoSj einige Öapvjiiapyof^ 
y einige aTTf, Ueber die Bedeutung von &ta a» 
^roffi. 887. tpepstoo, yergl. Choeph. 1032 tpipoväi 

vtKQopLSvoy (ppivaS dvöapxtot vu 8^. 

y. 671 könnte man unter S^eo^ den Phoibos mos 
373 verstehen, oder das Schicksal, weiche Bedeu- 
; das Wort auch anderwärts hat, und vermöge seiner 
aologie (von Srico, xl^ijfitf alsa die anordnende, 
letzende Macht) haben kann ; richtiger aber versteht 

wohl wegen der übrigen Reden des Eteokies^ die 
I Ära genannte Erinnys , so daik. der Sann ist ^ da 
Sache (den Untergang) sehr betreibt eine Gott- 

(die Erinnysy, sa mag gelangen mit gutem. Winde 
luell) zu der ihm bestimmten Kiuth des Kokytos (in 
Unterwelt, in das Schattenreich) als ^n dem Phoi- 

verhafstes (zumal da es- auch- den übrigen Gdttem, 
lentiidi dem. Fboibos verhafst geworden ist,, also 
X von dieser Seite keinen. Beistand zu .erwarten liat) 
z (vollends) des Laios Geschlecht Zum. yerstand- 

dieser und anderer Stellen diene Folgendes ; Pelopl 
be dem Laios wegen des von diesem unnatürlich ge- 
leA und deüshalb geraubten Chrysippos geflucht, 
k.aemer eignen Nachkommenschaft getödet ca werden) 



166 BJITA Em 0HBAS. 

ETEOKAHS. 



Ja nach dem Schol. zu Enr. Phoin. 66 sogar ^ixp^ 
TtaiScDV elrat~ro xaxov ^ wefshalh er sich lange Zeit 
des Umgangs mit seiner Gattin Jokaste enthielt. Da er 
jedoch endlich Nachkommen ifvunschte, so befragte er 
dreimal (s. unten V. 728) das Orakel des ApoUun, er- 
hielt aber jedesmal zur Antwort, dafs ihm zwar ein 
Sohn nicht versagt sey, dafs er aber dann dem Tom 
Schicksale (dessen Schlufs also ein bedingter v^ar, wie j 
Sfter, s. zu Prom. 167, Eum. 723) genehmigten Fluche ' 
des Pelops gemäfs sich in demselben einen Mörder er« 
zeugen, und er die erste Veranlassung zu dem Unglüdn 
seiner > Nachkommenschaft und der Stadt Thebai seyn 
werde; denn wenn gleich diese nicht ohne Schuld wt- 
Ten, so wäre doch alles spätere Unheil durch die Kin- 
derlosigkeit des Laios vermieden worden. .Vergl. Eur. 
Phoin. 13 ff., besonders 18 ff. jui} ÖTceipe Texroor 
aXoxa datjiiovcDv ßla' ei ydp rsHvcodetff itald'j dno- 
kxiveL ö' 6 gn)$, xal näs <5oV ohioS ßfjösran öt' 
at/zaroS, den Orakelspruch vor Soph. Konig Oidipus: 

Adte AaßSaxiSrff TtaiSoov yivoS oXßiov aitEiS. 
ÖQodco rot <ptX6v viov* dt dp Ttanpoofiirov i6ti 
öov nai86s x^P^<^d^ Xitcbiv <pdoS. cSs' ydp Ivevöt 
TiSvS KpovidrfSy IliXonoi ötvyepat^ dpai6t TciätföaS, 
cv q)tX6v ^p7ca6aS viov 6 6' tjv^ato 6ot tdöi 

Ttdyta, 
Soph. Oid. 711 ff. xPV^ß^^ Y^P vX^e Aatco not*, — 
coS avrov jj^et jtioipa npoS xatdoS^ ^avsiv , o6tiS 
yivoir* ijiov ts h^mbIvov itdpa, auch unten V. 724 
ft, besonders 730 f. ^vrf6xovta yivvaS atep öc^^e» ^ 
noXtv , so wie V. 808 ff. In unserm Stücke erscheint 
als die nächste und hauptsächlichste Ursache des Unter- 
gangs des Eteokles und Polyneikes der Vaterfluch (V. 
637, 691, 706 f., 767 ff., 802, 821 f., 925, 959 
«s 972), vollzogen von der die Brüder zum Zweikampfll i 
treibenden Erinnys oder Ära (V. 70, 635, 677, 681 1C| 
709 ff., 748 f) 77di 813 f^ 866 f.» 933* 960 •• 979, 



JBIITA Em ßllRA^ 167 

Xta xcer' ovqov xviia Kokvtov ht^m 
{tolßip CtvyfjQ^ev Ttäv xb Adb>v yivog. 



L ff.)y die hierbei weder an den Moiren (V. 958 

)71), noch an den übrigen Göttern (wie dem Zeus 

27, dem Ares V. 891, 924, der Ate V. 935) Geg- 

findet, da sie sich des sündhaften Geschlechts aii^ 

hmen keinen Grund haben, vielmehr dasselbe has- 

(V. 635, 684), ob sie gleich ibre Thatigkeit stören 

Len (V. 681 IL), wovon die Eumeniden des Aischy- 

3in Beispiel geben. Die entferntere und Nebenur- 

e aber ist die durch Uebertretung des Orakelspruches 

ApoUon vom Laios bewiesene Geringschätzung, 

he der Gott noch an dessen Nachkommen durch 

ilnahme an deren Vernichtung rächt (V. 673, 724 

r82 IL, 795 f. 823). Bafs die Stadt noch gerettet 

• 9 deren Einnahme und Zerstörung besonders der 

r fürchtete (z. B. Y. 746 f.), verdankt sie vorzüg- 

der Ruchlosigkeit der feindlichen Anführer » welche 

Grutter durch ihre Prahlereien zu ihrer eigenen Ver-^ 

Lang und zur Vereitelung ihres Unternehmens gleich- 

herausgefordert hatten (s. das Gespräch des Boten 

des Eteokles V. 357 — 658). Erst in den Epi- 

tn erfolgt die Zerstörung der Stadt, nachdem sie 

h Nichlbestattung der feindlichen Leichen Schuld 

sich geladen hatte. Dieses deutet der Chor, nach- 

er bereits von der Rettung der Stadt benachrichtig 

worden ist, V. 824 £ durch die Worte piipißtva 

i/i(pl TCtoXiv y ^aö(pat*, ovh ajiißXvverat an. 

V. 072 f. hcct' ovpov mit Fahrwinde, mit gün- 
3m Winde, unaufhaltsam, rasch, s. Biomfield zu d. 

^vfia Kgdhvxov periphrastisch : zu dem wogenden 
:ytos. Ueber den Accusativus ohne Präposition bei 

Verbis der Bewegung s. Matth. Gramm. §. 409, 
a, das Sachregister unter: Accusativus. Xaxov 
ost, durch das Sclücksal bestimmt, s. zu V. 55. 
ßoi öxvyrj^lv y s. zu V. 671. näv ist beson- 
I von dem Manncsstamme scu verstehen, •« so V. 
.1- 



168 BJrrj EIU 0HBJS, 

XOPOS. 

cSfto9(än7S 0* Syav ZfUQOs ^ot0ii- An. i. 
675 f £( mxQ6x«(f3tov dvdQoxxccclav xsläv 

ttt(Uctos ov 9s(utST0v. 700 

ETEOKjtHZ. 

Isyovöa üiQÖog ^q&itqov vaxhqov ii6(fOü» 



V. 674 schreibt der Chor die Schold dem Eteo- 
kies und seiner Begierde za, während dieser dieselbe 
der Fiuchgottin und deren Drangen beimiüit. So and 
im Folgenden. 

V. 675 f. einen bitterfmchdgen Menschenmord U 
Tollenden nicht erlaubten Biutvergiefsens. mxpoxap* 
nov wegen des damit verknüpften Verlustes des eigenes 
Lebens und wegen der unentsühnbaren Schuld (V. 663 
ff.). atjuaroS ov ^ejJii6tov (so Med. richtig, nach 
Weigei jedoch mit r über 6ty gew. ^ejitxtov) ist Geni- 
tiyus der Beschaffenheit : Menschenmord von uneriaubteA 
Biutrergiefsen, wobei das Blutvergiefsen kein eriaubtoi 
ist, s. Aehnliches im Sachregister unter: GenitiTV» 
Doch kann es auch absoluter Genitivus seyn mit n 
ergänzendem ovtof, s. zu Y. 312 t da das Blut nicbfc 
ein erlaubtes (ist). Der Reg. B hat als Variante d^i* 
idötoo statt w S^sjiitdtov, s. zu Pronu 185. 

V. 677 ff. des ganz lind gar schmählidi mir ge^ 
neigten Vaters Ära sitzt ja vor meinen trocknen thränea- 
losen Augen, nennend Gewinn frühem als spätem Tod 
(den einem späteren ruhmlosen Tode vorhergehendai 
früheren Heldentod, vergl. V. 665 ff., 680 f.) ^AJiov 
ctiöxpa fiot naxpoS y des mir nicht so, wie es eine« 
Vater ziemt, wohlwollenden Vaters; ähnlich Soph. KL 
1154 fJtfjtrfp d/tijtoop, 1194 fn^rrip xaXältai, /tnrfA 
d* ovdhy i^tdoi u. a. Der Genitiv hängt von Jpi 
ab, 8. zu V« 705. aiöxpd (so Med. bei Weigei) steh* 
adverbialisch. Die Lesart ix^pd scheint Aendernimi 



* BJITA Em 0HBA21 169 

XOPOS. 



:anden wegen des Gegensatses qdXov, Ueber die 
vechselung beider Wörter s. Blomfield su d. St. 
Mt steht adTerbialisch und gehört sa gdXov cAöxpct^ 
LSoph. Trach. 1263 toS ifdxocfnoy teXico^ denov" 

ipyov, Aisrh. Eom. 313 f. npobctopef atfjiaxoi 
XEXiooS iq)dyrifjuyy auch yielleicht das. 943 ^a- 
IS XBXeooS 6ta7tpdö6ov6ty» Gewöhnlich sieht man 
MX als Femininum zu 'Jpd an» «nd wäre dann Ne- 
»rm Yon reJisia; doch ut dies sehr nnwahrschein- 

obgleich evTtXna und evxXeia (V. 667)« &voicc 
dvoia (s. zu V. 382), ^üa und dla (s. zu Hik. 4) 

nebeh einander gefunden wird, s. Matth. Gramm. 
), 3, b und c, Spitzner's Versuch einer kurzen 
eisung zur gr. Proso^e §. 17. Nur Eur. Rhes. 
^Efctopeia x^^P kann als Beleg angef^rt werden, 

Aisch. Pers. 581 ist ßadtXela (gew. ßadiXeta') 
6xvS, und Hik. 800 dvtotv statt ömay zu schrei- 

Ueber ^aXnöt s. Buttmann's ausf. Gramm. §. 612, 
53, über idtoriXEia bei Nonnos 6, 154 yergl; 
:iineia ü. a. , es ist also eine besondere poetischd 
snform für das Femininum statt löxotBXrfi^ und 

nicht mit riXsta zusammengestellt werden. ^TjpoiS 
TudxotS Sßijiuxdt vor den trocknen thränenlosen Ai^ 

d. i. ohne dafs sie y6r Wehmuth sich mit Thrä« 
füllen. Der Dativus steht proleptisch. Ueber die 
e TergL V. 638. Eteokles glaubt die Tiell^cht 

den Zuschauem sichtbare Ära zu sehen, wie Ores-> 
llhoeph. 1057 fif. npoxBpor (nämlich ßiopory vdri-- 
ßiopov (and. ßopov , wie man auch sagen kann), 
L Soph. El. 1266 ieppaöas vTißpTipcev täs ndpoS 
xdpiToff, zu Ag. 869, Prom. 784, Lobeck zu Sopk 

275. 

y. 680 aber werde du nicht angetrieben, aber 
du dich nicht von der Ära dazu bewegen* Zu 
Folgenden kann man ydp ergänzen, i. zu V. 79* 
ii bezieht sich besonders ftuf V. 667* 



irO EHTA Em 0HBJ2L 

6% ßtov Bv xvQT^öag, ji^Xavaiylg d* ovh 705 
döc Sofixv 'EQLVvvgj ov ccv kx XBq£v 

ETEOKAHU 
flrzoig (iw rjSf] nag xaQi](iEk7^(is&a^ 



V. 681 ßiov ev xvpijöa^ das Leben wohl gewon- 
nen habend, d. i. wenn da dir das Leben durch Yi^- 
meidang des frevelhaften Brudermordes erhalten haiL j 
fuXavatyls^ s. zu Ag. 1098» Eum. 50. ^ 

V. 682 £. mit schwarzer Aigis (unheilbringend) 
aber wird nicht kommen eines Hauses Erinnys (zu dem]^ 
aus dessen Händen die Götter Opferung annehmen, d. l 
SEU einem reinen, nicht mit Schuld beladenen Maiuie, 
der durch Opfer sich die Gunst und den Schutz der 
Gotter gegen die Erinnys zu yerschaifen sucht & 
Aehnliches zu Hik. 350. Es liegt darin, dafs Eteokles 
statt durch Brudermord Schuld auf sich zu laden, lieber 
sni Opfern seine Zuflucht nehmen möge, um der Straft 
jäer Erinnys zu entgehen. Uebrigens ist die Rede all- J' 
geraein, ob sie gleich zunächst auf den Eteokles gehd '^ 
Aehnliches öfter, etöt kann wie gewöhnlich mit dtf 
Kraft des Futuri , aber auch als Präsens : es köntftf "^ 
d. L es pflegt zu kommen, genommen werden,, s. n 
V. 354. dojitcoy Med. (Weigel) und Reg. A richtig« 
gew. dd/iov , gegen das Versmafs und aus der altei 
Gleichheit der O- Laute wegen sidt entstanden. Ueber 
^ofJLQOv 'EptvvvS 8. zu V. 813. ov Sv habe ich des 
Versma£ses wegen statt ovr* av geschrieben, welchei 
wahrscheinlich um den Hiatus zu entfernen entstand. 
Dieser aber hat keinen Anstofs, da ov kurz zu mei- 
Ben ist. Einige Urkunden otav, was aber Aendenui| 
scheint. 

V. 684 i}6rf ncaS schon gewissermafsen* 

V. 685 al« Gunstbezeigung aber von unserer Seite ^ 
%nfd ei', wepn wir umgekommeii ^ geschätzt» d. L ak 



EHTA Em ©HBAS. 171 

tl ovv ?r' äv öalvoifiBv oUd'Qiov hoqov; 710 

XOPOZ. 

liov dvt, ß ^ 
irjfiatog avTQOTCala XQOvla (Utcd" 

ptvBviKXTi,, — vvv d^ hl ieL 



>mmenes Geschenk Ton mu. wird aber nur unser 
geschätzt und anerkannt von den Göttern. X^pttf 
. Bezug auf die letzten Worte des Chors gesagt. 
'Otv/id^£Tcxi vergl. V. 764 i^ccv/icudav, 

V. 686 s. über den Hiatus in r£ ovv zu V. 190, 
ÖaivEiv jnopov zu V. 365. 

V. 687 ff. jetzt, da sie dir nahe steht , *• nach-* 
die Gottheit durch des Eifers endliche Umwendung 
wandelt, wird sie gewifs wohl nahen mit blühen- 
I Hauche (mit belebenderem Anhauche oder mit 
erer, günstigerer Gesinnung, — jetzt, sag' ich, 
t (tobt) sie noch. Zwischen rvy, ors öoi napi-^ 
iv, — vvv d' iti ^«, was zusammen gehört, 

eine Art Parenthese, Tergl. zu Ag. 177, £um. 
Matth. Gramm. §.616, S. 1247, §. 631, S. 1298, 
iber vvv — vvv d\ Choeph. 687 ff., Soph. Tracfa, 
., Oid. 258 ff., El. 783 ff. Ueber vvv ots u. a. 
r. 1311, Soph. El. 936, Trach. 688, Xenoph. 
. UI, 2, 15 und 16, Hermann zu Soph. Aias 789. 
ger wahrscheinlich versteht man es hier elliptisch 
'vv ^6riv Ute jetzt ist der Augenblick (die Zeit, 
i^all) wo, wie Uik. 616 und wie ähnlich Hom. U. 
J8 vvv ö*, iva Hoi <So\ nkv^roS ivi (ppaöi pivpiov 
womit man coS^ (iöriv) ote in der Yergleichung 
amenstellen kann, itapiötixxev (einige Tcapiötrf^ 

vergl. y. 678 Ttpoöi^dva, und über die Sache 2a 
71. Das Subject ist die Erinnys, man mag es 
ans dem Vorhergehenden (s. zu Prom. 81), oder 
lern folgenden daipicoy ergänzen« b» cq Euiub 940^» 



172 EUTJ Em 0HBJ2. 

ETEOKJHS. 
lUt^^^^ V^Q OlSvTCov xaxsvyfuxtit, 715 

Q^hig^ ^<xtQ(pa)v x(ftiii&eGW daxijQU)u 



inel ^etaXXotxroS f nS^nüeh iö'A, vergL Soph« KiL 
1454 ind fihv irepay woselbst man nachsehe, drtpo' 
7Cai(X. (Aid. und Turn, iy zpoitai^^ eigentlich dordi 
Gegenwind y Umdrehung, Umwendung, Wechsel, TergL 
Ag. 212 (pp&roS Tcvioav dv66eßrj tponaiotr, Choepk. 
766 dXX' H rpoTCaiav ZevS kcckwy ^6a fcork, SopL 
nnb. Br. CV, 167 xponaia (gew. xpinata od. rpmuadU 
fj ivavria xvoff aus Pbotios and Etym. M. löesS h 
gewifs wohl, wie oft. Ttvevpta Geist, Gesinnung, yergll 
Hik. 29 aiSoio) nvsvfiart x^potS^ 154 &= 167 xdlU' 
ycov ix fCvev/iato^, Soph. Kol. 612 nvevßa rautoTf 
Aias 558 xov<poiff Ttvev^aötVf Eur. xas. HerakL 216 
Star ^eov dot TCvevfia pieraßaXov tvxp- Doch ist 
die Bedeutung Anhauch auch hier yielieicht beiznbdial- 
ten, vergl. Eum. 132 £E1 und mehr das. zu Y. 5(1 
Ueber ^tlv yergL Schwenk zu d. St» 

y» 691 es brausten nämlicb auf des Oidipus Air 
wünscfaungen, d. i. von dem Aufbrausen der £riDB|l 
Bind idie aufbrausenden Flüche des Oidipus ^e YeitB^ 
lassung. i^i^eöccy habe ich aus guten Urkunden statt 
i^^öevy was Aenderung scheint, auigenommen. S. 
über den Pluralis des Verbi beim Neutrum im PloraHf 
Person zu Eur. Hek. 1149 und 1141» Matth. Gnuna. 
S» SOO; auch zu Pers. 821. 

V. 692 f. nur zu wahr aber sind der Traum»* 
fcheinungen Gesichte (Gestalten, Bilder), welche dk 
väterlichen Güter theilten, d» i. dafs aber da» BrauBi 
der Erinnys nicht erfolglos seyn, sondern den Brudv- 
kampf wirklich zu Stande bringen wird» davon mA 
mir die erblickten Traumerscheinungen, welche das vi- 
terliche Erbgut theilten, und von der Erinnys herrlk- 
ven (s. zu V» 703 und 704), ein sicherer Beweis. El 
«riid dadvrdi di6 V. 687 ff ausgesprochwie BaiBm»% 



EJiTj Em &HSAS, m 

\ 

I 

XOPArOJL 
mbIOvv yw€u^^ xcUtcbq ov ötifyew Sjui^ 

ETE0KAH2. 



jhoTB beseitiget. EteoUes gedenkt hier eines mit 
^uche des Vaters übeiekistiiDmenden Traumes, von 
em noch nichts erwähnt worden ist, ohne dafs 
gerade anzunehmen braucht, es sey in einem frü- 

Stücke (s. die Einleitung) bereits davon die Rede 
»en, zumal da ja Eteokles seinem Charakter gemäfs» 
üe Bürger nicht besorgt zu machen (V. 173 f., 
ü, 244), den Traum bisher verschwiegen habea 
e. Etwas Aehniiches findet sich Pers. 725 ff. 

ivtmvicov qtavxaöpLdtcov (so Med. bei Weigei« 
) hat ein Theil der Urkunden tpad/uxtoov iw» 
^y was jedoch Aenderung scheint, s. Porson ZU 

Orest. 401. öatjjptoif Med. doT^ptot, naoh 
d dotaptot mit a über o. 

IT. 694 yvvat^lf Med. ywai^iv. Ueber den 
luch von oßGoS s. Matth. Gramm. .$. 566» 3, uns 
ers. 287, Eum. 470, Soph. KoL 953, über dio 
oben y. 169 fil 

7, 695 Jiiyott' av für 'kkyotxz Svf was für A^ 
steht, s. zu y. 243. >tSv avrj rtS*, wovon es eine 
ung giebt, was ich erfüllen kann, und nicht so 
, wie ihr bisher geäufsert habt. So Med. mit 
n andern Urkunden, die übrigen dSv ävvttS oder 
Sy was eine dem Metrum widersprechende Aende* 
oder Erklärung ist; vergl. Kalliuiach. Hymn. auf 
90 tcov d* dfco ndfxicav avtoS ävrfv ixöXovöaSp 
Juos &v(xVf awötv ; avTf , avvötS xcti npä^ii; 
f awötv; avooVf dvvoor. Mehr s. über da^ 
m avav bei Blomfield zu Choeph. 786 (790), 
k und Dobree zu Aristoph. Wesp. 369, uns za 
659. av öl (so Aid., Rob., Tum., avdl Viot) 



176 BIITJ Bm 



705 aatQog BVTCtcdav *Eqiwvv^ 

x^6av tos xsQi^fiovg 790 

naxagag ßXccilfUpQovog OlSmoda* 

9Cai8oUx(OQ %Qig ad* &v(ivvsu 

ihog öh icX^Qovg Imvtofi^ drt» d. 

710 XaXvßog Skv&wv aitoiatog^ 

Tctsdvav yqvnKxxodakag^ 7S5 

TCixQogj cS(i6q>0{ov öldagog, 

X^ova vaUtv dutTtiqkag, 



y. 705 des Vaters angeflehte Erinnys, d. L & 
gleichsam im Dienste des Oidipus durch dessen Ann- 
füng derselben stehende Erinnys. Dann hangt ncetfiiS 
von 'EptvrvS ab, wie oft, vergL V. 70, 637, 677| 
866 £, Ag. 58 £, 1407 £, Choeph. 402, 927 £, 1063, . 
8.oph. KoL 1299, 1434, Eur. Med. 1389. Oder: dis |: 
Tom Vater angeflehte Erinnys ; dann hängt naxpoi tob 
tvxtcda ^h, wie vielleicht Ag. 1360 tov naxa ji^wili 
^Abbovy rexpoSv öootf/po^y evxtalav ;t^piv, EpigcuL 
Br. 46 tpitrjy Jiog öootijpo^ evxTodav Aißa, s. Mattk 
Gramm. §.345 u. a. naxpoS, des Vaters des EtaoldlM 
nämlich, s. zu Choeph. 912. ^Epirriv, Aid. undfldÜL 
*Eptvvv: s. zu Prom. 514« 

V. 707 OldtnoSa, Aid. mit Oxf. OlSheoSof, doch 
Ist jenes die seltnere Form, vergL V. 866, 1042, Sopk 
Cid. 495, Ant. 380, Matth. Gramm. §. 68, 9. 

V. 708 der kinderverderbende Zwist da treibt fie 
(die Erinnys) an. Man kann ydp erganzen, s. n V. 
79. matöoXitGop statt natdoÄhapa, s. Matth. GxaaA 
$. 112, Anm. 2. 

V. 709 ff. ein Fremdling aber theilt (den S8bMi 
des Oidipus) die Loose (ihre Antheile) zn^ mn Chaljbtf 
aus der Skythen Heimat, das der Besitzungen Gfltfl^ 
theilende bittere , hartherzige Eisen , ein Land mi bi- 
wohnen sie verioosend (anweisend), wieviel wohl gan^ 
7*odten inne zu haben (seyn mochte), der weiten Fiani 
untbeilhaftig (ohne dals ihnen das grofse ThibMeriiai 



\ 



Ji 



£17X4 Sm &HBAS, 177 



rhttl ^mrä), Dqs Eisen, worunter hier die fernen 
sen^pit^eii zu yerstehen sind, denn mit Lanzen td-* 
n sich die beiden Brüder (V* 890, 940 f., 976, 
658, 669, 1003), wird hier personificirt, wie 
iliches anderwärts, b. oben zu Y, 536« Pie Skyw 
, und namentlich die Chalyber, galten als gute Sir* 
ereiter, yergl. Prom. 716 £, Xenoph. Anab. Y, 5, 
ßioS Tfv toU nXd^toiS avrtoy (der Chalyber) 
0t6TfpHag (s, Krüger das.) , und Skytlua fOr reich 
Sisen, s, zu Prom, 301, Auch kann man Y. 693$ 
999, Eur, Phoin, 68 nachsehen. xXijpovi Loose» 
eile, s« zu Fers, 866. Ueber die Nominativform 
vßo9 s. Stanley und Blomfieid zu d. St, Eimsley 
ur, HerakL 1 62. Hteccvcov hangt von dem in XPV" 
tSairaS enthaltenem XPVP^^^^ &h, 8. Aehnlicbes 
zu Y. 106. Zugleich ist xredvcov xprip^xtct eine 
cbreibung. öidapof: , Wolf., Aid, und Tum, öiStf^ 
Im Folgenden ist die Construction ; dlCtJdjXocS 
roiJf), dfxoipovS tcov fiByd\ßov n^Hooy ^ Ycdsiv 
'Ä; onoöav ar nai q}^ifJLivoiS Tcaxkxtiv (eTj/), 
)r den Accusatlvus bei dta7(äX\stv yergl, Soph. BL 
f, ^rdvxeS S\ o3^' avTovS oi xetayßiyQi ßpaßsIS 
wts iitffXav, nctl xariötTf^av 8i<ppov^ , über da« 
[cipium Aoristi mit der Kraft des Futuri s. zd 
U 213, über den Gedanken vergl, V, 801 S^ovdt 
r ^aßcoöiv iv Xixcpxl X^oroSf zu V. 887, 928, 
U Kol, 786, Blomfieid zu u. St onoöav, Aid. und 
I. QTcdöTfVf Med, onS^otf, vielleicht aus Versehen 
sn (p^ißiivoiSf nach Weigel jedoch onoöav. Die 
ikel ciy fehlt im Med. u. a, Ueber die Ergänzung 
^tf s. zu Soph, Trach, 161, über dv ohne Yer- 
zu Prom, 761 , über 7ia\ in der Bedeutung eben, 
ie unten zu V, 742. gy^rt/iivot^ , gew. tp^tpL^" 
h S^g®"* d^" Yersmafs. djualpovS bezieht sich auf 
'OC^ was aus naidoXixcop Y. 708 herauszuneh-« 

ist 

12 



178 EIITA Em BHBJS. 

hcA d' av avtol xtavaöiv, 6tp. ff. 740 
ccvtodaiXTOt &ävo0iy 
Tcal %%QvLa xovtg xly 
[isXafiTcaylg al[ia qxUvuyir^ 
720 tlg av xad'OQfiovg xogo^; 



y. 716 fit. wenn sie aber yielleicfat selbst getddot 
haben, selbstgespaltet (durch wechselseitige Dnrchbob- 
mng) gestorben seyn sollten , und erdiger (der Erde) 
Staub getrunken haben sollte das schwarzgeronneM 
Mordbiut, wer wohl n. s. w. iTtel d' av habe idi 
aus Wolf, und Mosk. 2 statt inetddvf was leichter am 
jenem als jenes aus diesem entstand, aufgenommen, zuaal 
da die metrische Entsprechung es zu verlangen scheiof^ 
und 61 nicht wohl fehlen kann, heeiddv hat die letzte 
Sylbe lang, da es aus iitetöi} av durch die Krasis zi- 
sammengezogen ist, s. zu V. 544. Ueber inel ar 
nit dem Conjunctivus in der Bedeutung der Zukunft s. 
Matth. Gramm. §. 521, S. 1006. Eben so ixetSoP ) 
Xen. Anab. II, 3, 29, VH, 1, 6, svt' av Pers. 286, 
Choeph. 734 n. a. , auch in abhangiger Rede , s. n 
Pers. 356. avtol tctdvcaöiv (and. TtxdvcDöt) zeigt a% 
dafs sie den Mord mit eigenen Händen, nicht durch db,^ 
Hände anderer volibriiigen, worin eben die Schuld Uegid 
Der Sinn : wenn sie aber yielieicht selbst einander ^^ 
tödet haben sollten, liegt mehr in der Sache, als ia 
den Worten; s. auch zu Soph. Ant 56. Roh., Tunk 
und als Variante bei Stephan. avroHtovfaS ccutodcäth 
TOI, an sich nicht übel, s. zu Prom. 188. Dann wSie 
aber in der Gegenstrophe V. 725 napßaöiav zu schni- 
ben. Man hat avtoHtov^öiv ändern wollen. Uebtf 
avto8aiiHtot s. zu Ag. 1061. fieXafinayhs für fukoqir 
fttfyks (oben V. 624 HotvoTnjyks) j wie Ag. 383, ift 
es dickschwarz, ganzschwarz bedeutet. Hier heilst «f: 
schwarzgeronnen, durch das Gerinnen schwarz gewor* 
den; s. Aehnliches zu Prom. 219. 

y. 720 wer wohl mochte Reinigungen gewähre! t^ 
d. i. so möchte sie wohl niemand zu reinigen von dir* 
Schuld im Stande seyn, 0. zu V. 663. Vielleicht iK 



BJITJ Em 0HBJS. 179 

tt$ Sv 6q>8 Xov€si9v; m 745 

vcovoi S6giG)v vBOb naXa^ 

ol6i fSv^iiiyBiQ xcatoTs' 

Udkaiyivil yaq Xiya %a^ 

Qaißccölav oTcvnoivüv, — ort, ff, 

iAwof, d' 1^ X{ilxwf fih/sip — 750 



■ > ' i I ' . 1. -j i 1 1 II > 



esart xa^apfiir (so Bfed. bei Weigel, bei Bauer 
i xd^apfia mit darüber^escbiiebeiiein ok) 4ie 

J. 721 fP. kann man, mid vielleicht noch wahr« 
lieber, auch so abtheilen: 

tis av 6(pe Xovdetev; (o tcovoi So/ioay 

vkot TtaXatoiöt öv^/iiyels xopioiif, 
i der Gegenstrophe: 

ßiBÖOßqtaXoiS Uv^iHOiS xp^^'^P^otSf 

ST^rjöKorra yivvaS ätep öoS^ety noXtv, 
ist die Messung "w^, ytS.J.yt^^TJJLs}^. 
' Öq)8 Xovöetev ; ist Ton dem gebräuchlichen Ab- 
in der Leichen zu yerstehen, das den beiden Sdh- 
m Oidipus wegen der auf ihnen haftenden Schuld 
nrcht vor eigner Befleckung niemand zu Theil 
1 zu lassen wagen wird, vergl. Soph. Ant, 90}y 

Kol. 1598 f., £1. 1138 f. u. a. 

. 724 ff. die län^t geschehene nämlich nenn* 
e scharfbestrafte Ueb^rtretung, — denn bis ins 
Crlied dauert sie (in ihren Folgen fort), — da 
r, naXociyevTJS von fachen ist seltner f vergl. 
[ed. 421 TtaXatyeviisov (ßotdävp — napatßftöioiv 
t>ei IVeigel ftapaßa0iav) hat man in ^apßaöiav 
jm wollen (wie Hik. 1017 7Capßoct6$ ^ Ag. 962 
Uv, Eum. 768 napßaivovät u. a.), s. zu V. 716. 
^ort wird der Stellung der Worte wegen am 
mit coTCUTtotvoy verbunden und zu fcdkaiyBvii 
$dacht, 8. zu Eum. 684. cokotcoivoS steht hiep 
ich, wie Hik. 93 aicoivot, Pie Bedeutung schneU-' 
; paÜBt aber nicht, sondern man mufs es nehmen i 
estraft, \ne Philipp, Epi^« 16 (Antholo^.) «u^yv« 



178 EHTA Em BHBAIL 

insl d' Sv avtol xt&voCw^ 6tp. /f. 740 
ccvtodaCxtot Q'ocvGiöiy 
Tcal x&ovla xovcg xly 
lieXafiTtayeg aliia tpoLviov^ 
720 %Iq av xcc%'aQ(iovg x6qo&; 



y. 716 S, wenn sie aber vielleicht selbst getddei 
haben, selbstgespaltet (durch wechselseitige Darchbob- 
rnng) gestorben seyn sollten , und erdiger (der Erd«) 
Staub getrunken haben sollte das schwarzgeronneM 
Mordblut, wer wohl o. s. w. iTtel d' av habe ich 
aus Wolf, and Mosk. 2 statt instdav^ was leichter ans 
jenem als jenes aus diesem entstand, aufgenommen, zuml 
da die metrische Entsprechung es zu verlangen scheint, 
und 61 nicht wohl fehlen kann, inetddv hat die letzte 
Sylbe lang, da es aus ineidr} av durch die Krasis zt- 
sanunengezogen ist, s. zu V. 544. Ueber inai ar 
nit dem Conjunctivus in der Bedeutung der Zukunft s. 
Matth. Gramm. §. 521, S. 1006. Eben so ixetSdr 
Xen. Anab. II, 3, 29, VH, 1, 6, evt' av Pers. 286, 
Choeph. 734 u. a. , auch in abhängiger Rede , s. n 
Pers. 356. avtol xtdrcoöty (and. xtdrcoöt) zeigt Uf 
dafs sie den Mord mit eigenen Händen, nicht durch db 
Hände anderer vollbriiigen, worin eben die Schuld Hegt, 
Der Sinn : wenn sie aber yielieicht selbst einander ^ 
tödet haben sollten, liegt mehr in der Sache, als ia 
den Worten; s. auch zu Soph. Ant 56. Rob., Ton. 
und als Variante bei Stephan. avtOHtovGaS avtoScäfh 
rot, an sich nicht übel, s. zu Prom. 188. Dann wSie 
aber in der Gegenstrophe V. 725 napßaöiav zu sdmi- 
ben. Man hat avtoHtov^ötv ändern wollen. UebflT 
avro^ociHtot s. zu Ag. 1061. fieXafiTcaykS für ßukafh 
m/yls (oben V. 624 HaivoTcrjyls) j wie Ag. 383, ift 
es dickschwarz, gaiizschwarz bedeutet. Hier heilst est 
schwarzgeronnen, durch das Gerinnen schwarz gewor- 
den; 8. Aehnliches zu Prom. 219. 

y. 720 wer wohl mochte Reinigungen gewährest 
d. i. so möchte sie wohl niemand zu reinigeo von dc* 
Schuld im Stande seyn, a. zu V. 663. YieUeicht iK 



BJiTj Em emAs. 179 

%tg Sv 6tpB Xovtfsav; m 745 

vtovoi Sogicov vioi naXa^ 

ol6t övfigivyetg xccxoTs* 

UaXaiytvil yäq Xiya na^ 

QaißcciSlav dxvnotvov, — drr. ff, 

viwof, d' 1^ %{ilxov fih/Sip — 750 



■ > ' i I ' I. j i 1 1 II > 



esart xa^apfiiy (so Bfed. bei Weigel, bei Bauer 
I Ha^apßia mit darüber^escbiiebeiiein ok) 4ia 

J. 721 fP. kann man, mid vielleicht noch wahr« 
lieber, auch so abtheÜen: 

ris av 6(pe Xovöetev; (S TCovot S6/iOoy 

vkoi TtaXatotdt öv^/iiyeiS xooiotf, 
I der Gregenstrophe : 

ji8öojLi<paXotS Ilv^tHoiS xßV^'^P^otSt 

^yrjöxovTa yivvas ätBp doS^sty noXtv* 
ist die Messung "w^, uJlZu^yX/Zu—, 
' Öq>e XovöBiev ; ist Yon dem gebräuchlichen Ab- 
sn der Leichen zu verstehen, das den beiden Sdh- 
is Oidipus wegen der auf ihnen haftenden Schuld 
nrcht vor eigner Befleckung niemand zu Theil 
1 zu lassen wagen wird, vergl. Soph. Ant, 90}, 

Kol. 1598 f., £1. 1138 f . u. a. 

'. 724 ff. die läncst gesph^hene nämlich nenn* 
e scharfbestrafte Ueb^rtretung, — denn bis ins 
Qlied dauert sie (in ihren Folgen fort), — da 
r. näXaiyeyj]S von Sachen ist seltner f vergL 
fed. 421 TtocXaiysyiqov (ßotdär, — napaißotöiay 
bei IVeigel ftapaßa0iocy) hat man in napßaöiav 
jrn wollen (wie Hik. 1017 TCapßocTOft Ag. 962 
Isv, Eum. 768 napßaivovät u. a.), s. zu V. 716. 
Tort wird der Stellung der Worte wegen am 
mit coTCUTtoivoy verbunden und zu TeaXatysrrj 
idacht, 8. zu Eum, 684. drcoTCoiyoS steht hiep 
ich, wie Hik. 93 aicoivot, Pie Bedeutung sdineU-' 
; paust aber nicht, sondern man muDs es nehmen i 
estraft, vne Philipp. Epi|;n 16 (Antholo^.) ^nv'» 



180 Enrj Eni 0HBjI& 

I 

^jiaoXXcJvog BvtB jlälog 
ßlq^j TQlg elnovrog iv 
He^ofig>dXoLg Ilv^i^noiS 
730 XQ7j6ri]QiOLg ^ %viq67uyina yir- 
vag atBQ Cfi^v tcoXw^ 



Sipctopa ßivtfv. — V. 726 ist dn pareotheüi 
in welchem öh für ydp steht, 8. zu Hik. 627. l 
gens entspricht hier einJOüamboB einem Choriambi 
SU Soph. Phil. 1102, auch zu Choeph.^382. aioM 
schiecht, Glied, wie Soph. Aias 645 av (atav) \ 
xiS iäp&psv aiaoy JiaHtdär atep^a xovSe^ audi 
y. 756 , Choeph. 438. Die drei GUeder sind : ] 
Oidipus und das Bruderpaar Eteokles und Polyn 
Aehnliche Stellen sind V. 823 , Soph. Ant. 585 f. 
ovd\y iXXsimt, yeveäs inl nXrjSro^ ^pftor; s. 
das. y. 2 f. , 856, zu Eum. 924, Spanheim zu i 
Butler yergleicht Exod. 20, 5 aTtoSidovS djia 
itatifioay inl tbiva iooS rpitTfS xal tetdprtjS y 
xwJS pitöovöi ßie, 

y. 727 ff. da dem ApoUon Laios zuwider, nai 
er dreimal gesagt in dem mittelpunktigen Pythi 
Orakel , sterbend ohne Nachkommenschaft erhalte i 
Stadt, nachgebend dennoch von Freunden ausgeg 
nen Unbesonnenheiten (schlechten Rathschlägen)^ 
selbst Untergang erzeugte, den Tatermorderischen 
pus. Die yerbindung ist : evts Ad'ioS — iyalvctti 
ßopoy avTGj, — xohqSv 8\ hv/i* äyet, ohne dal 
dem Ende der Strophen und Gegenstrophen der 
vollständig geschlossen ist, s. Prom. 533, PerSi 
Hik. 48, 414, 567, 1036, Ag. 168, 184 (das. i 
224), Choeph. 349, Eum. 1021, den mit y. 63! 
ginnenden Gesang in Soph. Trach. u. a* *Ajt6X} 
ßicjL wider des ApoUon Willen, s. zu y. 594. eui 
indem, s. zu Soph. Kol. 8i. rpls" tiitortoSf we 
Lüos um so weniger dem Orakel entgegenbandeln i 
Das Nähere war vielleicht in dem des Laios P 
tragenden Stücke enthalten. juedojucpdXoif ^ da D< 
und insbesondere dai Orakel daselbst ai« WMi 



EnTJ Em 0HBA2i 181 

KQceefjd'Bls d* Ix q>Uov äßovXUug, etp, y. 



gldcluam als Nabel der Erde galt, Tergl. Choeph. 
S Eam. 161, Soph. Oid. 480, 898, Eor. Phoin. 

Med. 668, Orest. 331, 690, Jon 5, 223 (s. Bar- 
das.), 462, Find. Pyth. IV, 131, VI, 3, VIII, 85, 
17 ü. a«; aoch niw zu Aisch. Eum. 40. Ueber die 
«iiiing dieses und des nächsten Verses s. ssu V. 721. 
fxorta, Vict ^döHOvra, ob mit Handschrifibeii 

nicht, ist ungewils; Med. (Wc'^O ^^d^ovri 
7 über a. •— doo^eiv mit grSfserer Bestimmtheit 
joSdetv, besonders bei Vorhersagungen, vergL Soph. 

91, Matth. Gramm, g. 504, 3, Torzfiglich im In- 
ivQS, s. feu Prom. 171. Der Untergang der Stadt 
gte später durch die Epigonen, s« zu V* 671. 

V. 732 s. über den Zusammenhang zu V. 727. 
dt seinem Satze kann man elliptisch nehmen t Jedoch 
; aus eignem Antriebe, sondern «bewogen durch 
ichte Eingebungen von Seiten seiner Freunde, 0. 
'ersr 550 ; noch wahrscheinlicher jedoch nimmt man 
Is Partikel des Gegensatzes nadi vorhergegangenem 
icipiaisatze (tpls einovtoS), s. zu Ag. 1564. Ueber 
Verbindung ix q)iXooy dßovXiaiS (mehrere Urknn- 
dßavMoi) Tergl. Soph. Ant. 1219 i^ d^vßiov 6B' 
:ov xeXsvöjLiaöty f das. 95 rifv i^ ipiov ßvößoi/^ 
', Aisch. Hik. 151 //j/yiS" ix ^ec3v, 1042 fAtfxccvalS 
") ndpotf Ag. 160 To iidxay dxo tppovtidoS, 1339 
ajpiotdty i^ oifitmyßdtoav t 1620 dno tpSroyyijS 
ff Choeph. 418 aöaytot ix luxxpoS iött ^fioS; 
i ZQ Fers. 365, Ag. 1259, Soph. PhiL 407. Aischy- 
itellt die Sache so dar, alff wenn dem Laios von 
sn Freunden die Ueberzeugung yon der Unzuver- 
gkelt und Nichtigkeit der Orakelsprüche beigebracht 
den sey, welche Ueberzeugung auch Jokaste dem 
ipus Soph. Oid. 707 ^ 946 £L beizubringen sucht, 
jedoch Bur. Phoin. 21 f. 6 ö* yjSov^ 6ovS dff te 
X^y neöcoy iditetpev 7]j.äy Koida (vergL den 
(At zu Aristoph. Acham. 242), und Apollodor. lU, 
7 6 dl oiyco^eiS 6vyi}X^6 ty ywatxl sagen, so 



183 BnTA Sni 0HBAIL 

ytatgoxtovov OldtTCodcL 
7o5 o&tB (iTj ütgog ayvav 



T60 



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hat man unsere Stelle yerstehen woUen: überwfilt^ 
durch Angenehmes (durch die Lust) aus Uabesonnenheiti 
indessen kann ix gfiXoar besonders weil kein Artikfll 
dabei steht, kaum so erklärt werden» Uebrigens lifiit 
sich beides vereinigen) wenn man unter dßov^iatS mcbfc 
allein den schlechten Rath, sondern auch den dem Laioi 
unbesonnenerweise beigebrachten Rausch yersteht. Ueher 
den mit der vorhergehenden Gegenstrophe nicht geschloi- j 
eenen Sinn s. eu V. 727. 

y. 733 iyelvato Rob. mit einigen HandschrifteB, 
^sivaxo gewöhnlich, aber gegen das Versmafs. Yv^ 
leicht ist diy yeirato 2u lesen, wie ähnlich V. 769, 
und über so eingeschaltete Interjectionen überhaupt xv 
V. 154. So erklärt sich die sich auch im Med. (Weigel) 
findende Lesart dßovXi^ und yeivato. Ueber die Ver- 
wechselung von at und e s. &eu Pers. 801. jnhv ent- 
spricht dem 6h V. 740. jiiopor Verderben , Untergang 
für Verderber, Mörder, vergl. Choeph. 477, 1083; 
daher auch leaiSojiopot das. V. 1077. Aehnlich miteo 
V. 7ö9 Hfipa. 

V. 734 hat man OiSlitoSa in OidmoSav (so ab 
Variante im Reg, B) geändert, doch ist dies nicht 
durchaus tlothwendig. Ueber die Form vergl. Eur. 
PhoiUi 811, woselbst jedoch auch einige Urkunden 02- 
6tn6Bav haben. Moirisi OiSiieow 'ArttHtSSf Oidtxo^ 
6tfv *£AA^fxe5^> (and. Oidixovr xal **EXhivei) OUÜ- 
Koöa Hotvov^ 

V. 735 ff. als welcher nicht auf heiligem Ad^ 
gesaet eu haben , wo er erwuchs , blutigen Keim es 
ertrug, d. 1. weichet seiner eignen Mutter Schoos nnt 
tatermorderischen (mit eines Morders) Saamen befrack« 
tet sa haben nicht ertragen konnte» und deüüialb rfdi 



1 



EUTA Em GHBJS. 183 

fkXtty — TtccQavoM öwSyB 



Augen beraubte und geinen Stamm verfluchte , s. 
^60 ff. Ueber odte s. zu Prom. 1073. juif steht 
iiadi RelatiTis und ut mit hAM zu verbinden. Statt 
itpoff haben mehrere Urkunden jirftpoS, Med. und 
. L fJUXtpoSy was Aenderung scheint. TtpoS dyvdv 
vpay auf unberührbaren , nicht zu entweihenden 
terschoos. äpovpa, yergl. Soph. Oid. 1257 /ttfr 
ay 6' oTtov xixot dueXrjv Spovpotv ov te xcA 
'wv, 1208 ff. cS ßify'og Xtfirjy avroS fjpxBÖev natSl 

fcatpi SraXaßiTfitoAßj Ttedetv, tccSs Ttors, niäi no^ 
tatpfaai ö' aXoxaS <pipety f^y' idwddB^rföav is 
}yde; 1497 f. tfjv rexovöay ifpoöty, o^ev xep 
jV iöndpTfy Eur. Orest 552 ro 6Kipfi' apovpa 
oiXaßovö' aXXov 7t dpa, Phoin. IS ßii} öKeipe ri- 
y dXoxa Satjuovoov ßioty Aisch. Chocph. 538 tov 
iy x^poy ixXdnety i/iol, Soph. Ant. 569 dpoS" 
tt ydp jt«r^pcöv el6\y yvai; auch oben zu V. 

und Spanheim zu u. St. fii^av , yergi. oben Y» 

fti^Güfia, Soph. Ant 600 yvy ydp idxdtaS vTtkp 
CS" terato to <pdoS iy Oi8iitov öojaoi^. So audi 
9/ia u. a. EtXat Med. und Mosk. 1 hXrf, dodi in 
n nach Weigel mit a über ?;. Ueber tXijyat mit 

Participium vergl. Ag. 1011 itpa^iyta tXrjyat^ 
, El. 943 tXr}ya£ de dpojday a V iy(^ icapatyidas. 

V. 738 f. verkehrter Sinn (nämlich) führte zusam- 
als Gatten Geistesbethorte , d. L der Unverstand 
Kreon, welcher dem das Räthsel der Sphinx Lösen- 
als Preis die Witwe des Luos und die Konigswürde 
gesetzt hatte (Eur. Phoin. 47 ff., Apoliodor. III, 5, 
. a. ) , vereinte als Gatten Sohn und Mutter , dio 
Geistesbethörung nicht einsahen, welche Verbindung 
eingingen. Die Worte sind eine Parenthese, in wel- 
' man ydp ergänzen kann, 8. zu Ag. 547. dvyäya 
V9, dvyaye od. dvvdyaye) dorisch für dvvijye, vergl. 
eph. 73 iddyoy, Prom. 558 äyaye^ (and. rjyaye^, 
I. 65d &yayoVp vielleicht auch V. 542 äyayev. 



184 EHTJ Em ensjzL 

740 xoKcSv ^f SöitBQ %&X(X66a, xvft' Syü^ iSrcy. 
%b iiev nvtvov aXXo d* &bIqbi 765 



64S &pxBf 847 ayw (and. ayo¥\ 853 Siov^ Cböepk 
782 ^paS (and. odpaS und dfpa^* <Jvva^£^ weichet 
an sich auch richtig ist, w&re die augmentlose Fora, 
wie Eur. ßakch. 5ö3 f. övvaysr^ iüsch. Choeph. 961 
£. a^evy Prom. 181 ipiS^töe (Tum. statt Tfpi^tae)^ 
425 Bl^tSofjLTjVy Fers. 879 utpeks (s. das.)« Soph. PUL 
682 iöibov (gew. ^di^of^), Aias 909 alßdx^^ (and. 
i/iax^O> s. Matth. Gramm, g. 160, S. 292. Dieselbe 
Form findet sich auch in iambischen Trimetem, i. B. 
Ag. 1592 oÄJöSTf, Prom. 246 äkyvy^rjy (and. ijAyvr- 
^rjv, zu Soph. Ant 402, die Vorrede zu Soph. AiM 
p. XI, und in trochäischen Tetrametern, wie Ag. 1646 
VTiapxe* Statt tppevdXeiS hat Med. q>pevoiÄJf^ dock 
Biit darübergeschriebenem ei oder et^» Ueber den edt 
der Strophe nicht beendigten Sinn s. zu V. 727. 

V. 740 indem Laios •— sich selbst Verderben er* 
zeugte ) *^ von Uebeln aber, wie ein Meer (so grofii 
wie ein Meer ist) , eine Fluth herbeiführt Ueber den 
Zusammenhang s. 2u V. 727 und 733, über die Ver« 
gleichung Hik. 455 HotUaSt^ 61 nXijSoSy notafioS St, 
&eipXBrat, Soph. Trach. 117 ff. to 6' av^et ßioxao 
TtoXvnovov, codTtep TtiXayoS KpTJdtoVf Eur. Orett 
343 f. öetyiav novoüv, caS* »oVroü, XaßpotS oXe^pi^ 
otötr iy Hv/iadt, auch zu Prom. 748, über £dmp 
^aXadday wofür man cSdxep ^dXaddcty erwartet hättöji 
oben zu V. 239. 

V. 741 TO ßikv mtrov die eine (zum Theil) alt 
gesunkene, sith wieder gelegt habende und vorüberge- 
gangene. Es sind die Schicksale des Laios, des Oidi- 
pus und der Stadt, die durch die Sphinx und durch 
die Pest litt, zu verstehen. Ueber ittTvor von der 
Fluth vergl Ag. 554. Bei äXXo d" deipet (nämlich 
S AdtoS) ändert sich die Oonstruction » vergl. V. 797 
£, Ag. 1144 f., 1300 ty Choeph. 58 f., Kur. Med. 
1316, Matth. Gramm. §. 631, 4. Etwas Aehnlidmi £■• 
det fiith auch b^ th Kokf 0^ eq Bunu 470t 



\ 



EHTJ Em eHBA2L 185 

(ivav xoXBog xa%kalu. 
liBtcc^v d' dlxci Sl* oXlyov 
i tdvsi, nvqyog Iv bvqsi^ 
iiSoiTta oh övv ßccötlevCi 770 



1 

. V. 742 vergl. V. 777 f. tpixocXov eine dreiklaoige, 
»paltige, aus lauter dreifochen Wogen bestehende, 

eine sehr hohe und heftige Fluth, was rptxv/iicc^ 
L Prom. 1017. nal steht elliptisch, wie oft; welche 
t blos um das Geschlecht des Laios, sondern auch 
die Aufsenseite der Stadt wogt ; s» das Wortregister 
jf : xcd. An anderen Steifen kann xal nach Eelativis 
ik eben, gerade, oder durch hur, nur immer 
ique) übersetzt werden; jedoch palst auch öfter die 
eutung auch, wie an unserer Stelle, vergl. Prom. 
6 o ri xai iteiöet^y Ag. 826 ot(a dh xaX 8£t (pctp" 
•Gov natooviaov ^ 1493 onoi ok xa\ Ttpoßotirooy^ 
eph. 553 i Hai Ao^laS i<pi]ßt6ev ^ oben V, 714 
6av av Hai g^^iuivotS Hatix^iy^ vielleicht auch 
p 285 riv QoS fjLdktöxu xai <paxt$ noXKrj xpctrsi, 
h. Phil. 297 9(0^1 o xai öoo^et /i' dsl, Trach. 
oda> wtp xai (ppovelv olöey fiovff y Aias 917 
tS xai q)ikjoSy £<i. 1301 &d* onooS xai dol (piXoVy 
I 1336 ^ rav^ oiecodnep Hai 6v 9^V, Kol. 77 
ov ptiv* ovnep xdqidvrjS ^ 185 o xt Hai 7t6Xt9 
}o<pev aqnXoy^ 1699 okoxb ya Hai xor iv x^fiolr 
BiXoy i Phaidr. Bruchst. VUI, 2 fi5 (ßpoxoS) Hai 
's- igiop/iijdot Handy Hermann^s Viger p. 525, Matth. 
mnu §. 620, 2. nepi npvßvay xüA-BgoS um das 
tertheil der Stadt, d. i. um die Aufsenseite derselben, 

Hik. 333, s. oben zu V. 2. npvfiva ist nicht Llos 
Hintertheil, sondern überhaupt das äufserste Ende, 
Rand, der Bord, wie man aus npvfivoS ersieht { 
auch y. 751 in nponpvfiva» 

V. 744 ff. dazwischen (zwischen der UnheikflaÜh 
. der Stadt) aber zieht als Schutz durch Wenig«i 
irch einen kleinen Raum) sidd hin dk MaAtt aa 



186 EHTJ Em eHBAIL 

TÜBieu, yaQ nakaitpaxGyv 'jigcA 6tp. f. 

ßagsTaL xaraXXayal, td d* oXoa 
750 rell6(isv* ov xccQiQXBtaiy 



Breite, und ich furchte, daüs ndt den KSnigen (dea 
Eteokles und Polyneikes) die Stadt bezwungen "vrarde. 
aXxd ist prädicatahnliche Apposition , 8. zu Prom. 363ir 
6t' oXiyov reivet sie zieht sich durch einen kleinei . 
Raum hin. Sonst hebt 6t' oMyov in einem kleinfla 
Zwischenraum, in der Nähe, vergl. Eur. Phoin. 1101 
f. GöS" raS voöovyrt tetxicov etrf 6op6s dXxij 6t* oXi- 
yov y Thukyd. 3, 21 hi 8\ tcdv TCvpyGav^ oirccov 6t 
oTdyov ÄÄt aVcoBrev öteyavcDV, trjv qwXaxijv iKoti- 
ovvtOy 7, 36 is rrjv yrjv ^ xa\ ravnp^ 6t* dXiyov, i 
9icti iff oXiyov xar* avro ro örpaTOTtsSor ro kocvtäTf ' 
euch nach kurzer Zwischenzeit das. 6, 11 ei — 6t' 
oMyov aTtiX^rot/iev, und als Umschreibung: kurz, daiL 
4, 95 6t' oXiyov fikv rj napaivedtS yiyvetat. Uebcr 
teiveiv in intransitiver Bedeutung vergl. Hik. 87 £ 
6avXol ydp ^panldcov 6döHioi re reiyovdiv ledpoty 
Pers. 64 r}jiisp6Xey6oy reirovra xpovov Tpo/iiorrat, 
Kur. Bakch. 934 hovx ^^V^ ninXcov ötoXidei v%o 
d<pvpotdt reivovötv öi^sv ; auch Composita davon fin- 
den sich so gebraucht, z. B. öiareivety, iKtdveiv, na» 
patsiveiv u. a. , auch vielleicht Ag. 1081 KpotUm 
X^^p (A^fip*) ^Ä x^P^^ opeyo/iiva, das Simplex aber 
Torzügiich in teiveiv aXs rivUy reivetr ayctv (zu Soph. 
Ant. 707), rsiveiv juanpav (zu Ag. 894) u. a, ir 
evpet an Breite, was die Breite betrilft, s. zu Choeph. 
480. Diese Worte sind mit 6t' oXiyov zu verbinden. 
lieber die Sache vergl. Hik. 925 fttfpyoov ßa^eia pnj^ 
jfar^, Hom. Iliad. 12, 4 f. teixo^ vnep^Ev evpv u. a. 
6\ nach 6a8oixa fugt an, s. zu Prom. 644. 

V. 748 f£ die Längstverkundetes (den alten, den 
Laios gegebenen Orakelspruch) nämlich yollziehenden 
Aren sind schwere Versöhnungen, dem Verderblichen 
aber, wenn es aufsteigt (wenn es da ist) entkommt ' 
nicht, sondern über Bord (oder von Grund aus) Abwer- 
ftuig trägt (erduldet, eriddet) erfinderlacher Männer 



BltTA Em ®HBA£. 187 

XßoOQVUva 8* hxßoXdv (pegu 775 

avdgav älqrtjiStav 
okßog ayav naxpvQ'Blg* 



■*M 



rms angeschwollener (aufgehäufter) Seegen, d. !«. 
a die Rachegdttinnen sind schwer zn Tersöhnen, nnd 
den daher auch sicherlich den alten Orakelspruch 
ziehen, dem Verderben aber, wenn es beyorsteht, 
iVNi selbst Uuge und nodi so glückliche Menschen 
Lt entgehen, sondern hülsen ihr Glück ein, wie des 
Ipus Beispiel bewiesen hat, wefshalb auch jetzt, wo 
derben bevorsteht, für die Konige und die Stadt 
;htheil zu bef&rchten ist tiXstat, Cant tiXHotf 
ifalls gut, Vergl Ag. 1407, Eum. 382. Auch im 
L soll tiXetot über tiA^iat oder riXsie, nach Wei«' 
Jedoch tiXna und at über a stehen. fcaXatq)dr<sov 
L (Weigel), Oxf. und Aid., was tou xiXeioti abhän- 

ist GeW. itaXceupoTot ^ wodurch folgender Sinn 
iteht: die als vollziehende langstgepriesenen Straf«* 
dunen. Die Aren oder Erinnyen waren nämlich alt, 

gehorten zu dem altern Gottergeschlechte , s. zu 
a. 50, 69, 389. Aehnlich Soph. Kol. 1381 17 Tca- 
^ottoS AiycYi, Ueber die Verbindung riAMat naXal" 
rot den Beinamen vollziehende längst führende s. zu 
BL 874. Der Diphthong ot vor a wäre dann kurz, 
n V» 158. ßapelat xatocAXayal schwere Versöh- 
gen, d. L schwer zu versöhnen. Das Abstractum 
t des ConcretL Ueber die Sache vergl. Eum. 384 
naprjyopot ßpotdis^ 918 dvdapidrovif u. a. rd 
d ist Accusativus, von TCapipxetai abhängig, vergL 
. Alk. 698 napEX^tav ti}y leeTtpcojuivTp^ tvxrp^, u. a. 
TCpvfiva steht adverbialisch , wie oft die Neutra der 
ectiva, s. das Sachregister unten Neutrum, und ist 
ixßoXdy zu verbinden; über die Verbindung eines 
erbii mit einem Substantivum s. zu Choeph. 886 
das Sachregister unter : Adverbium. Ueber die Be- 
tung von TtpoTtpvpiva s. zu V. 742 und zu V, 71. 
[leicht ist auch nponpvfxva d* infioXar zu schreiben, 
• nponpv^ivovg inßoXds vorbordige (überbordige) 



188 £177^ Eni enBJS 

ttv* avögcSv yag toöovS* l9'ceviiaö4}iv Art.i. 
755 d'£oly Tcal l^wicxioi Sh stoXeos» 

aolvßotos r' akh ßgotäv, 780 



■«•■i 



Abwerf iiDgen, s. fea Hik. 104| wanaX da ion Bled. (Wei* 
gel) ursprünglich ixßoXjdov stand « welches in hißokoa^ 
Terändert worden ist. Das Bild ist von den See&hrem 
hergenommen 9 die sich genftthiget sehen« die liadnng^ \ 
oder' wenigstens einen Tbeil der Ladung, über Bord n 
werfen, s. zu kg. 982« , Üeber ixßoXi} vergl. Demosth. 
gegen Leokrat. p. 592, c icXnv ixßoXij^f tjy 2v oi 
CvfiTcXot '^fftpidd/aerot xotvp ixßaÄXoiytoa, ^ Septuag« 
Jonas If 6 9t(Ä hißoKrjv inotTJöarro r65y öTcevar 
tcSv iv rcS jrAo/ö) Us tr}v ^dXa66ctv tov HOVqftöSr^ 
vat dn^ avTcoVy Apostelgesch. 27 ^ 18 ^g)odpG5^ ik ' 
Xetjia^oßUvcor TpucSv^ ry h^ij^ htßoKijy iieotovrra. 
Auch wird aus AristoteL Nikom. lll angeMhrt: roiov- 
xdv 6i tot dvßßaivet xal napi tas iv xoU ;t«i//<»dir 
ixßoXd^, Statt dX(prfötcoy habe ich aus Med. dXgni' 
dräy aufgenommen, worauf auch die Lesart anderer 
Urkunden dXqnfötdoov hinweiset ayav ohne üble Ne- 
benbedeutung , s. zu Eum. 934. Ueber xaxvv^ds s. 
Blomfield zu d. St ; auch Pindar. Pyth« 4 , 267 fcXav- 
tov niodvGDV, 

V« 754 8. über ydp nach einem mit ydp bweiii 
l^geleiteten Satze zu Prom. 182. toöoy^*, Rob. to* 
ÖoYf was aufeunehmen wäre, wenn V. 748 naXaiqHXXOi 
die ächte Lesart Seyn sollte« i^av/iafkty schätzfeeOf 
auszeichneten, was V. 757 rtov^ s. zu V« 68d* 

V. 755 aber auch die Heerdverbundenen (NCtbe- 
Wohner) der Stadt. ^wi(Stiot tcoXbqoS die mit uns ihre 
fieerde, ihre Wohnungen, ebenfalls in Thebai haben. 
Der Versentsprechung wegen habe ich 6\ nach ßvyl- 
6xtot eingesetzt Auch weiset die Lesart des Ox£ und 
Aid. j^eol d\ Hai darauf hin. Uebet xal ^^ 6^ s. sa 
Bik. 186 und Prom. 974. 

V. 756 und das vielweidige (ausgebreitete Wohn- 
sitz« habende» weithin wohnende) Geschlecht der Steib- 
Uchea« €dtä¥ Geschlecht, ». eu V» 724. 



BUTA Bm 0HB4S^ 189 

Söov tac^ OlSlaovp xlop, 

ivaojtaJ^avSQov 

%ii(^ atphkovta XiOQag§ 

Inti S* äotUpQov €tp, L 

tyivBto idlsog a&klaw 765 

fdfMDVy kc* alyau Svöq)0Qi5v 

fuuvoiisvq^ HQaSUf 



V. 757 8. über xotB Tor dem Participiimi zu Choeph. 
L In xioy fehlt das Aogmentam, mde dfter ia den 
Drgefiängen. 

V. 758 drapnaSdySpoty dichterisch für aväp* 
BayöpoVf s. Matth. Gramm. §. 116 , Anm. und das 
ahregister unter: Femininum. An der dreifiichen Zu« 
imensetzung ist kein Anstofa zu ndmien, Tergl. V« 
2 dnpiToqwpto^, Hik. 672 evxotvoßnfTtff Bum. 387 
iodoitodicaXa u. a., vrohi aber V. 83 an jeeSton^a* 
MOS, Es ist die Sphinx zu verstehen, 

y. 759 XTJpa, s. zu V, 733, x<^P^^f ^^ i^it 
pa verbunden werden kann, wird seiner Stellung 
gen besser von dqteXovta abhangig gemacht; s. über 
^aipsiy ti rtvoS zu Soph« PhiL 935^ Matth« Gramm* 
418» Anm« 

y. 760 ff, als aber geistesgesund geworden war 
r arme hinsichtlich der unseligen Heirat, vollbrachte 
m Schmerz übelgestimmt durch sein leidenschaftliches 
rz doppelsehige (beide Sehen oder Augensterne be« 
ffende) XJebel er mit vatermorderischer Hand« und 
fce umher (mu£ste vertrieben umherirren), indem die 
•serkindlichen (die stärkere, Kindesliebe beweisenden 
ichter) seine Augen waren. Die Ehe des Oidipus 
t seiner Mutter erscheint, da sie mehr eigene Schuld 

I Oidipus war und noch bestand 9 als das Hauptmotiv 
r Blendung, und so auch y. 735 ff,, wahrscheinlich 

II der Vatermord schon l&ngst vollbracht und vom 
los verdient worden war, so dafs Oidipus nur als 
ILdeher der Schicksabbestimmung sich betrachtete, 
'.blendete sich aber, um dem Anblicke seiner in Blut« 



190 BIITA Em &HBAS, 

4 

765 scoctQoq)6vcp x^Q^9 ^^^ 

7CQH00(ytUvoDv $' offfiarcov lxX&f%9fi^ 790 



— >■* 



schände erzeugten Kinder kq entgehen, «, Soph. (Kl 
1375 IT., Eur. Phoin. 59 ff. aptitppoov gesund wm 
Verstände , s. Biomfieid zu d. St. fiiXeoi für 6 juiXeofg 
rergl. Pers. 282 dvöTTfroff, 317 dsUaioS, 455 Svötif' 
rcov, 705 ra;iaff, Ag, 329 dvdöai/iove^t 1107 rjOoi- 
vaS, zu Soph. Kol. 1580, Matth. Gramm. §. 275. 
Die Genitive d^Xlnov yd/ioov hängen von dpxiq^pmf 
ab, s. Matth. Gramm, g. 339, §. 346, denn nur in 
Betreff der Heirat war er geistesbethort (^(ppevtoXifi^ 
gewesen, s. V. 738 f. dv6q)op6oy juatro/iirqi xpaSif 
zur Krtragung und Geduld unföhig gemacht durch sdn 
zur Leidenschaftlichkeit gestimmtes, ungestümes Herz, 
s. zu Hik. 499. Statt 8i8v/ia naxd, was weder die 
Blendung der Augen hinlänglich bezeichnet, noch dea 
antistrophischen Verse entspricht, habe ich dtdv/idxnt 
Oiaxd zu schreiben gewagt, dxrj ^ die Schärfe, schdnt 
auch wie das lateinische acies die Sehe, den Augen* 
Stern zu bedeuten, und also mit yÄjjvTj und xoptf gleich- 
bedeutend zu seyn, ob ich gleich diesen Gebrauch durdl 
Beispiele nicht erweisen kann. Doch wird aus Aüianoi 
dn/ii} 6/i/iidrooy angeführt, was verglichen werden kann» 
da dx^ und dx/irj eines Stammes sind. Uebrigens 
konnte öiövfidxsa xocxd in öidv/ia xand der Aehn» 
Uchkeit der Nachbarsylben und des unbekannten Wortes 
wegen leicht übergehen. Etwas Aehnliches findet sidi 
unten V. 830 in 6i8v/iav6pea (ßiSv/i' dvopsa, Mü* 
/idvopa) xaxd, — iriXedev Med. , iriXeöe gewöhn« 
lieh, natpoiporoo x^p^ mit der Hand, die bereits einen 
Vatermord vollbracht hatte. rcJv xpetdöorixvcov (Med. 
bei Weigel t65y xpdööcorixvcov y and. raSv xpeidd» 
xixvoov und tcav xpetöddrcov rixrcov) ofifidtcov sind 
absolute Genitive ohne Participium des Hülfisverbi, 8, 
SU V. 312. xpetddoTexvGoy ist aufzulösen durch Hpst6^ 
Öoy^or xkxywvy s. Aehnliches zu Agam. 377. Die Tddi- 
ter des Oidipus , Antigene und Isneiie, yrerden die bet« 



EHTA em 0HBJS. 191 

f 

vhtvoig d* &7t^ dgaiag dyr. i. 

ifprl%&v iaiitotovg XQOtpag^ 
dl dtj ^MCQoyXdöifovg aQag, 



Kinder genannt» weil sie ihren blinden, in der Ver« 

rang umherirrenden Vater nicht yerliefsen) s. des 

tkokles Oidipiis auf Kolonos. d^ reiht an, s. za 

D. 644. Vor opipidtGov steht gewohnlich noch an , 

aber gegen das Yersmafs ist, und aus dem folgen- 

Verse hierher versetzt worden zu seyn scheint. 

im Reg. A fehlt es. oßfiatGov ^ vergl. Soph. Kol. 

f. ov ydp dv ood* d\X.otfi{ot? oßjuaötv elpnoVf 

TpiXov o/ißia, Ant 988 ffi fjxojaev hoivtjv oöov 

i^ hvoS ßXeitovte'^ toIs tvq>Xöi6i ydp avrrf xi-^ 

^oS ix npoTfyrjtov TiiXet u. a. iitXdyx^% «. über 

Sache Sophokles Oidipus auf Kolonos» £ur. Phoin« 

^ Apollodor. III, 5, 9 u. a. 

V, 767 iL Kindern (einem Theile seiner Kinder, 
n Söhnen nämlich) aber sandte wegen schwacher 
nger) Pflege er zu grimmige, ach! ach! bitterlau« 
j Fluche. tixyoiS nach rcov HpEi66othivGov be*- 
net : einem Theile der Kinder. Statt dpaiaS habe 
des Versmafses und Sinnes wegen dz' dpaid^, 
tpo(päi statt rpoq>ds geschrieben. die* wurde 
lehen und an den Rand gesetzt, später aber Tor 
ttcor an unrechter Stelle wieder eingeschoben, well 
glaubte, es gehöre dorthin. Es drückt aber die 
nlassung aus, s. Matth. Gramm. §. 573, 9. 1130 f.^ 
ra Soph. Ant 691. Ueber dpaioff s. Schneider'9 
verbuch unter diesem Worte. Die Söhne des Oidi^ 
waren weniger um ihren Vater besorgt als seine 
ter, indem sie seine Verbannung nicht hinderten 
h. Kol. 427 ff., 1354 ff.) und zur Erleichterung 
Iben nichts beitrugen (das. V. 445 ff., 1365 ff.); 
ch Apollodor. III, 5, 9. Euripides Phoin. 63 ff., 
iL läfst den Oidipus seinen Söhnen fluchen wegen 
r Einkerkerung, worin ihm Diodor. Sik. 4, 65 und 
erfasser der beiden Inhaltsanzeigen unseres Stückes 
1. Andere fuhren andere Ursachen an, 0« Atbenai. 



192 EIITA Em eUBjfS. 

770 xal 6(ps 6iditoov6ii(p 

StfCLpiqUf noT8 laxuv 795 



XI, p. 465 f., den SchoL nt Soph. KoL 1375, «• 
auch auf unsere Stolle mit den Worten: rd 8^ napa- 
nXrjdta ttS heoKOKü fcal AiöxvXoS iy xaiS *Eactd hä 
B?jßatS Eücksicht genommen ist. Die nähere Angabe 
war sicher in dem Stücke des Aischylos, dem OidipWi 
enthalten, iqnjHsr (einige äqnfx^, yielleipht auch dind 
das am Rande stehende an* entstanden) könnte ia des 
strophischen Verse eine noch genauere Entsprechng 
finden f Mrenn man dort lytyto statt iyiveTo adnl^ 
B. Matth. Gramm. §. 228, S. 442 z. E., ohne dift 
diese Aenderung jedoch nothig ist, iinxoTov^ dpaSf 
vergl. Prom. 604 invKotoiöi ßiijSeöt, oben V. 706 
nept^vfjLQv^ TtotxdpoL^i unten zu Y. 785, und 3ch^irQBck 
EU d. St* 

V. 770 f. und zwar dafs sie durch eisenschm« 
gende Verhandlung (durch SLampf) einst erlooittea üi 
Besitzungen, xat und zwar, die Flüche näher aog»* 
bend, s. zu V. 810, Prom. 483. Allenfalls könnte nu 
es durch auch übersetzen; dann würde es heüseis 
dafs auch sie durch Kampf in den Besitz des Erbgutat 
kämen, wie er selbst durch Vatermord dazu gelaagt 
sey, dtdijpovo^o^ nimmt man gewöhnlich für: not 
dem Eisen theilend , doch scheint die Bedeutung : &tiar 
schwingend sicherer und Yorzüglicher. Man kann X^' 
povofioS u. a. yergleichen. diaxBipioc für duxxdpM 
wird durch iyxBipioc für iyx^i^iS vertheidiget Ueber 
6i(xxe{pi6iS vergl. Thukyd. 1, 97 TtoXißicp te Ttal Äio- 
X£ipi(5£i T(^v npaypidrGDYt Pollux V, 156, auch Spts- 
helm zu u. St. Die Aenderung -(^($drpovo/<G0 dtd Jtfi 
noxe XaxBiv HtTJ^ata, worin StaXax^^f^ durch & 
Tmesis getrennt seyn soll, ist sehr unwahracheinBiA, 
da man nicht wohl einsieht, woher das ^ an ^tdg^etp^ 
gekommen sey, und da das Metrum dasselbe bleibii 
wenn Aischylos ohne Tmesis didaporojiai X^P^ *^ 
dtaXaxeiv xr^/iatoc schrieb. TCorh dereinst, wenn Mch 
lücht auf der Stelle , da die Söhne anfangs aehr inri- 



BJITA Em 0HBAZ. 19S 

xr^fittTtt' vvv 6s TQim 

fiq teUöy xcciitlflxovg ^Egiwvg. 

ArrEAOs. 

9tuQ6HtBy TtalSsg |[t^ 'tsQ(ov ts9'Q(Xß[ihaL* 
i xoXls ücig)BvyBv ^ds dovXsiOV X'^yov» 



ifvaren, s. Soph. Kol. 367 £ So steht TAnr^ oft« 
«r den Fluch s. za V. 70. 

Y. 773 TtaßiiiTCovi die fuCieinknickende 9 zu Bo- 
werfende; vergl. Hesychios: xaßiTCeöiyowof , 17 

rvv^j dno rov xäjLinTBtv td yovata tf^v dßiap^ 

ovxtav y auch Eum. 367 ff. 

y. 774 tritt ein Bote auf , wahrscheinlich nicht 
elbe, welcher schon früher dem Eteokles Bericht 
sstaitet hatte. Statt des sinnlosen ßitfripGov habe 
/<!/ ^tipoov geschrieben, d, i« seyd getrost, Mädchen, 
.t von andern (Fremden, Nicht -Thebaiem) aufer- 
sn , also : ihr einheimischen, Thebaiischen Madchen, 
jungen Mitbürgerinnen. Vergleichen kann man Eur« 

693 aXKaiiv xpaqiBiS dq>' (djndtcov y Aisch. Ag. 
3 ^ovxov nipav tpaq>Bl($aVy Soph. Oid. 1123 
n rpa<pels u. a.; auch den Gebrauch yon ovx ^^ 
' (od. ovx aWaov') nipa xXvezv . u, a, , s. zu Pers, 
Oefter werden die IVIitbürger angeredet, z. B. 
psS 7Co\tT<xi Ag. 833 u. a., (J ndrpaS QrißrjS 
\Hot Soph. Oid. 1524, w yäi TCatpiaS noXitat 
, 806. Ueber die Elision yergl Soph. Phil 985 
^piev^i Kol. 195 ^ *öJ9^oJ; Phil. 654 öov "vena, 
».V. 696 /177 "AJ^^ff, Choeph. 158 ßiAif '^tTtdXXcoVf 

firj "Xeyx^ u. a.; auch de dialect Sophocl. p. 35. 
^ea -des Genitivus ohne Präposition s. Matth. Gramm. 
i74, a, zn Prom. 562, 

Y. 775 kann man ydp ergänzen« s. zu V, 79. 

y* 776 gelegt haben sich der ungestümen Männer 
Uortien. Mit diesen Worten beginnt der Bote die 
ineio BSrzähliuig. fdmvHev metaphorisch. Aehnlich 

13 



* ■■". 



194 BfITJ Em 0HBJ2S. 

xoXig d' Iv tvdUf TS, wt\ 7dv9an4ov 
^cokkalOi TtXfiyalg avrXov ovx adi^ccvo^ 
6tiyBL de nv^og^ xal stvlag q>sosy'yvoLg 
780 iq)Qa^äfisöd'a iwvoiidxoLöv n(fo6tatcus» 



vrird es gebraucht von der Flath, B* zu V. 741, 
Winde Hom. Bd. XIV, 475, XIX, 202 iL a. Wenigtt 
wahrscheinlich würde man erklären : gefallen (lungdLOiB» 
men) sind die grofsprahleaden ungestümen Männer, a% 
dafs <xv8pmy o/ißpijaoov xo/iTtädjutotta periphraitiich 
für äyöpeS o/ißpt/ioi HOßjeaöavteS gesagt wäre , s. n 
Ag. 1200. Med. niittGOHB 6' (bei Weigel jedoch ti- 
fCTGOxey d'), was an sich und wegen der Güte der 
Handschrift nicht zu yerachten, ja vielleicht aufzuneh- ; 
men ist. o/ißpi/iatv, ein Theil der Urkunden oßpißiear. 
Beide Formen sind als acht anzusehen und yerhaltea 
sich wie äfißpotoS zu aßpoto? , so dafs jene die vol- 
lere ist; doch wollen Manche die erstere nicht gelten ' 
lassen. Yergl. Hermann de emend. rat. gr. gramm. pb 
81, Blomfield zu u. St., Wemicke zu Tryphiodor. 197, 
Matth. Gramm. §. 40 mit den Zusätzen dazu, oßpißut 
findet sich Eur. Orest. 1454, ojußptfiov Jon 212, und 
80 Aisch. Ag. 1385 wenigstens im Farn, und bei \ict, 
obgleich dort oßptfiov gelesen werden zu müssen scheint 
Hierher gehört auch oßpia Aisch. Diktyulk. Br. 37, 
Eur. Peleiad. Br. 8 und oßptxdXotäi Ag. 141, s. das. 

V. 777 iv evSiaSj nämlich iörl, 8. Aehnliches la 
Prom. 178. xXvSGoviov des Gewoges der die Stadt 
umgebenden Unhellsfiuth, s. V. 740 ft 

y. 778 und hat bei des Wellenschlags ^elen 8t3« 
fsen Schopfwasser nicht angenommen, d. L und obgleich 
an sieben Orten angegriffen, hat die Stadt doch nirgendi 
einen Leck bekouunen und die Feinde eindringen Iniiifn. 

V. 779 sondern die Mauer hält sie ab, s. la V« 
198; vergl. auch V. 744 f. Das Präsens druckt usi 
ue hielt ab und hält noch immer ab , s. za Prom. 59iL 

V. 780 i(ppa^dßjie6$fa wir hatten uns die Thon 
▼erwahrt; der Aoristus als Plusquamperfbotinif deck 



änTA Em @HBAS. 195 

wxXSg 5' %xBi tct nlti^t* Iv ^ nvXcifiaö^^ 805 
ras S' ißSofiagy 6 ösfivog tßdo(iccyitag 
Sva^ ^Anoklaov silBt\ OIöItcov yivzt, 



\ den Begriff der Fortdauer, s. Matth. Gramm. 
97 mit der Anmerkung. Ueber die Sache 8, zu 

;77. 

Y. 781 gehe ich xi nXetdta als Accusatiyus an, 
adTerbialisch steht , tmd mit xaXoSs eine Umschrei« 
\ des Superiatiyus bildet: schön aber steht es am 
ten (am meisten schon, ganz vorzüglich schön aber 
; es) an sechs Thoren. Häufiger steht nXEi6tc(, 
z. B. Soph. EI. 1326 w TcXeldra jncopot xai qjpe- 
njTcopievot , Kol. 720 tZ nXsiöt' iitaivois evAo- 
{svoy Ttidor, Vergleichen kann man auch td /id-^ 
a, z. B. Herodot. II, 147, VIU, 79, vit Homer. 
51 hinter xaXoS^ habe ich aus den besseren Urkun- 
aufgenommen. Im Med. steht ö ' über HaXooS Sx^u 
älbe Handschrift hat Ttv^aSjuaöiy bei WeigeL 

Y. 782 f. ist nicht zu verstehen: das siebente 
»r) aber wählte sich der ehrwürdige Siebentfahrer, 
Herrscher Apbllon ; von welcher Erklärung schon 
Dorismus in kßdojuayira^ und die Bedeutung dieses 
bs abrathen mufste. Vielmehr ist die Stelle so zu 
ren: was aber das siebente (Thor) betrifft, so 
ir sich (raffte hinweg) die Siebentföhrer (die zu 
nt Anführenden, die siebenten Anführer, die am 
nten Thore als die siebenten auf beiden Seiten 
len) der ehrwürdige Herrscher ApoUon. Ueber 
Theilnahme des ApoUon an der Vernichtung des 
Uechtes des Laios s. zu V. 671. Dem Apoiloq 
der siebente Tag jedes Monats heilig, da er an 
1 dieser Tage geboren seyn sollte, s. Hesiod. Werk, 
f., Herodot. 6, 57, Plutarch. S^mpos. VIII, 1, p. 
, den Schol. zu u. St. und zu Aristoph. Flut. 1127, 
los zu der Stelle des Hesiodos und zu Fiat. TimaL 
p. 200, Spanheim zu u. St, und zu Kallimach, 
d51, Menrsii denarius Pythagor. c. 9 (in Gro- 
thesaur, toL IX) u« a, ffieran ist aber au unserer 

13* 



196 EUTJ Em eHRAS. 

iCQcdvayiß naXaiotg Aatov dvößovXlccs. 

XOPArOS. 

785 ti d' l6xl XQccyog vaoxotov ütoXsi nXhv; 



Stelle nicht zu denken, tdff kßdoßaS ist absoluter Ae- 
cusativus , 8. zu Proin. 440 , wefshalb ich nach dieses 
Worten mit Aid. und Rob. ein Komma gesetzt habe. 
Uebrigens ist rds kßöojuaS auf das in TCvXaoßiaöt des 
Sinne nach enthaltene TCvXaSy oder auf nvXaS V. 779 
bezogen, s. zu Hik. 694. kßdoptayetrjS ist gebildet 
wie TtpGotdpxV^y npooTaycovtörtjs^, npQoroxtiötTjS , npt»' 
tonoXitriSy Ttpcoroördxrj^y devtepaycoyidrrjS , devrepo' t 
6tdt7}S y tpiraycoyiörrj^ j rpttoördtrjS u, a. eTXsto^ 
vergl. Soph. Oid. 887 xand viv ^Xotto jitotpa n. a. 

y. 784 an des Oidipus Geschlechte vollziehend dil 
Strafe für des Laios ehemalige Unbesonnenheiten. Ueber 
die Sache s. V. 724 ff. und zu V. 671. Ueber dfll 
DatiTus s. Matth. Gramm. §. 387 , über die prägnante 
Bedeutung yon övdßovXiaS zu Prom, 383. Aehnlidi 
vielleicht Hik. 389 f. vijucov eixotcoS^ ädtxct pthy xa- 
xol^ , oöioc 6* ivVOfJLOlS, ^ 

y. '785 was aber giebt^s für ein ungewöhnlieh 
feindseliges Ereignifs für die Stadt mehr ? d. L eine 
bedeutende Widerwärtigkeit kann der Stadt nun nicht 
mehr begegnen, nachdem, obwohl die allgemeine Ge- 
fahr vorüber ist, die Könige umgekommen sind, ftled. 
(Weigel) u.a. TCpäyos: , and. npäyjia. Med. (Weigel) 
u. a. veoxotov (einige vEotcxov), vergl. Fers. 252 
Haxd vaoxotocy Ag. 559 tvxff^ TtcaXiyxoTov , Find. 
Ol. 2, 36 Tt^ua noMyxoroVj Agam. 800 xdyat Vfcep' 
xocov^ u. a«; auch oben zu V. 767. Ueber die Be- 
deutung von vio^ in der Zusammensetzung 8. oben n 
y. 345. Statt Ttapov habe ich aus Med. u. a. ickhfi 
als das allein in den Zusammenhang Passende aii%i* 
nommen, worauf auch vielleicht der Accent in fuipw ^ 
bei Aid. hinweiset, AE und AP konnte leicht 
seit werden« Ueber xXhv io der Bedeotong: 



za 



EIITA Em SHBAZ. 197 

AFFE A 0.2. 
nokiQ 0s6(oötMy ßaöilBEg d^ ofw^ieoQOij 810 

XOPAFOU. 
^xancsp alua yaV a)%^ äXl^Xcav g>6v<p} 

AFFEAOS. 
Svägss TB&vSöLV Ik %tQ&v avxoKxovav. 

ter, ferner, noch, s. Pers. 628, Eum. 221, 
b. Ant. 39. 

V. 786 ff. Bote: die Stadt ist gerettet, ^e 
chsaatigen (verschwisterten) Könige aber — Chor- 
irerin: trank Blut die Erde unter gegenseitigem 
'd ? Bote: sind als Männer gestorben durch selbst- 
»jide Hände. So habe ich die Verse anordnen zu 
gen geglaubt. In den Urkunden ündet sich V. 787 
dieser Stelle nicht, sondern es folgen V. 786 und 

unmittelbar auf einander, beide dem Boten zuge- 
it; dagegen stehen nach V. 802 die Verse: 

XoXtS öiöooötaif ßaöiXeotv 8' 6jno6n6potv 

xhccoHBV alfia yai* vtc' d\Xi^\Gjy q>6v(py 
elbst sie höchst unpassend sind. Wahrscheinlich 
V. 787 durch ein Versehen aus , und wurde in Ver- 
lung mit V. 786 , um seine eigentliche Stelle nach- 
weisen, an das Ende der Seite geschrieben, woher 
. die Wiederholung des Verses 786, so wie die Ver- 
erung der Worte ßaötXhS d' ofioötcopoi in ßaöt- 
iv ö' ofioöTCopoiy erklärt. Die Form ßaijtXia^ 
jd. ßadiXicoS^t nach Weigel jedoch mit Bis über iaoS, 
» ßaöiXdS) wird durch ro^^ffS' Pers. 63, 572, durch 
nfianKhs tb nai &t]6BlS Plat. Theait. p. 169, b 
, vertheidiget. TtoXiS dsöGOörat ist nicht ohne Nach- 
ck gesagt, da, nachdem der Bote V. 775, 777 ff. 

Rettung der Stadt bereits bestimmt verkündet, die 
»rführerin V. 785 doch den Untergang der Könige 

für die Stadt höchst feindseliges Kreignifs genannt 
fce. -»• V. 787 unterbricht die Chorführerin den 
ben* i)tx Sinn ihrer Frage ist: nicht wahr, 0ie ha- 



198 EHTA EIU ©HBAH 

XOPArOS. 

tlvBg; ti d' sixag; xaQx<pQov<3 tpo^ip ioyov. 

Ar FE JOS. 
790 ^»^ovovffa vvv icxovtsov, OlSbtov ylfosj 



1 

ben sich einander getodet, wie ich torausgesehen habe? 
S. zu y. 791. Man kann v7to <p6vG0 yerbinden und 
dXKriXcoy von (p6v<p abhängen lassen, was das wahr- 
scheinlichere ist; vergi. V. 912 f. vic* d^Xa\o<poyotS 
X^p(^ly u. a., oder construiren: (povco xm* dWijXatr, 
vergl. V. 1011 ixg^opa (pikcDV vTto , Choeph. 946 t 
Tctedrcov rpißäs vno dvolr ptiadropotv. — V. 788 | 
steht dvdpai: prägnant für: als tapfere Männer, wie 
Soph. Aias 12^8 u. a., oder es dient 2ur Wiederas- 
knüpfung der unterbrochenen Rede, und bedeutet: siei 
verglw Soph. Aias 99, El. 1398 u. a. Ueber die Be« > 
deutüng Ton avtoxtovoS s. zu Ag. 1061. 

V. 789 fragt die Chorfahrerin: tivsS ; weldM 
gewissermafsen überflüssig steht, aber dadurch gerecU» I 
fertiget wird, dafs der Name der Gefallenen noch nicht 
ausdrücklich genannt worden ist, dem Chore aber es ^ 
auf Gewifsheit ankommen mufs , s. zu Choeph. 170. n 
Auch wird die Frage durch die Worte Ttapa^porä 
ipoßca Xoyov entschuldiget. Aehnliche scheinbar über- 
flüssige Fragen linden sich bei dem Vernehmen uner- 
warteter oder unglaublicher Nachrichten, s. zu Pers. 
713, Ag. 261, Soph. Phü. 333, und wo man in dit 
Aussage Mlfstrauen setzt, s. zu Soph. Oid. 1014. HO" 
pag>povco (poßcp Xoyov ich bin verwirrt vor Schrecken 
über die Meldung^ Die Chorfuhrerin weifs vor Schreckes 
und Betäubung nicht, was sie eigentlich gehört hat; 
yergl. Soph. Ant. 1183 ff. 

V. 790 <ppovov6a mit Verstände, ruhig und ge- 
lassen, s. zu Choeph. 442. Es ist dem napaq^porü 
entgegen gesetzt Oiöheov yivoS^ nämlich XB^a6tf ^ 
aus V. 788. Statt y^oS hat Med. (Weigel) Toxof, 
doch yhros darüber. 



EHTA Em &HBAS. 199 

XOPAFOS. 

ArrEAOZ. 
ovd' äiiq>iUxxas (i'^v xateönodfjiiivoi. 815 

XOPArOU. 



V. 791 ol iytü haben Med. (Weigel) und die alten 
igaben, auch wie es scheint die übrigen Handschrif- 
, nicht dt '}^oi, und so auch, wo es sonst sich findet» 
». 437, 509, Choeph. 682, 890, 896, 931. ol 
leint aufserhaib des Verses zu stehen, wie oft Inter* 
denen, wozu besonders Ag. 1230, wo der Vera mit 
iyco , iyco schliefst, auffordert. Anders habe ich 

Sache erklärt de diaiecto Sophoclis p. 36. /larrti 
l tojv HOOKov- vorausgesagt habe ich das Unglück, 
(L Choeph. 932 ^ Ttdpta ßidvxti ov'^ ovetpatoov 
ßoS u. a. Ueber die Sache vergleiche besonders oben 
663 U 674 ff., 702 ff., 716 ff., 746 f., 772 f., 787. 

V. 792 und nicht zweifelhaft fürwahr in den Staub 
.treckt, d. L ohne dafs ihr Tod zu bezweifeln ist. 
ch hierzu ist aus Y. 788 re^ä6iv zu ergänzen. 
y dfiqiüiHXtiDS , 8. zu T. 844. /ij/v, ein Theii der 
cunden iruv, 

y. 793 dort auch kamen sie ; schwer (hart) ist es 
\t fürwahr, doch sprich (rede weiter), ixei^t nrjX-' 
y dort auf der Bühne sind sie auch noch angekom« 
n, d. i. aufser deinem Berichte verkündet uns ihren 
•d auch die Ankunft der Leichen dort. Man mufs 
d nämlich denken, dafs man die Leichen getragen 
ngt, v?ie mani auch aus den beiden folgenden Versen, 
» V. 817, 827 ff. und aus dem Späteren ersieht, 
zu Ag. 1345. Tioi steht hier elliptisch, wie oft. 
X^QV Aid., Turn., « ' ^X^ov Vict, beides gut, 8. de 
Jecto Sophoclis p. 38 f. , doch weiset auf jenes die 
•art dei Med. h&j6^qv (mit darüber geschriebenem 



200 EJITA Em 0HBAS. . 

ArrEJOx 

üvt&$ adsJig)atg x^Q^lv ^cUqow* aym. 

XOPArOS. 
795 ovtcsg o SaliMov Tcoivog '^v afupow Spa. 

ArrEAOS. 
avtos ö* avakdi S^ta dvöieotfiov yivog. 



ffX) und ^e des Rob. xslASrov hin. 6* ovr aber für- 
vrahr» yne oft Ein Theil der Urkunden hat ßapia 
ph^, ofiooS (ppdöoVy i^as bestehen kann, wenn man 
firjv schriebe, andere ßapia jnhy, d^X' opicoS <ppd6or^ 
was richtig ist, wenn man ßapia durch die Synizesii 
zweisyibig spricht, doch scheint beides Aenderung. 

V. 794 so (wie man hier sehen kann) wurdet 9 
durch brüderliche Hände sie yernichtet ganx und gar» 
ovtci>S weiset auf die sichtbar gewordenen Leichen hii| 
und so auch im folgenden Verse. dösXxpatS adjectivisd^ 
TergL y. 1000, Soph. Oid. 1481, Koi. 1262, Ant. 
192. TJvaipovto^ s. Buttmann^s aus! Gramm. II, p. ^ 
127. ayav nur 2u sehr, ganz und gar. I 

y. 795 so (wie man hier sehen kann) war dar 
Gott derselbe beiden zugleich, d. i. er yerfuhr gegea 
den einen eben so wie gegen den andern. Ueber 
ovrooS s. zu y. 794. Unter 6 Saißaov ist Apolion za 
Terstehen, dem y. 782 £[1 die That zugeschrieben wird; 
s. auch zu y. 671. hoivoS^ unpartheiisch, gleichgesinnt, 
▼ergl. Find. OL 2, 90 Hotval XdptreS, Heindorf sa 
Plat Protag. p. 559. 

, y. 796 er aber vertilgt allerdings das unglüdue« 
lige Geschlecht, d. i. allerdings aber ist er es, der 
das unglückselige Geschlecht yertilgt. Ueber die Sache 
»» zu y. 795. ovr 6^ nachdrücklich, vergl. Ag. 93S, 
Choeph. 526, zu Soph. Ant. 482, Matth. GranuD. S* 
467, 1, zu Ende. Med. (Weigel) 6' diraXol, doch 
r' über 6\ Ueber die yerbindong von dk — - 6^ 



\ 



EHTA Em &UBAS. 201 

xoPAros. 

toiMvttt %atQSLV Tcal 8axQVB6d'ai, n&QCCy 820 
TtoXiv (isv SV xqaööovöaV ot d^ l%iiSt&taiy 
ÖLÖöiD ötQcctfiyiaj dLsXaxov öqyuQfjkdtqt 
Sxv&y ^iSriQtQ xtruidtcav ücafucfiölav. 



gL Soph. KoL 52 nV d' iö^^ o x^^pos 8i}t\ iv co 
ijjxajLisv y woselbst man Eur. Phoin. 423 ti ^tfpöl 
v/iäS drjt* "ASpaötoS etxadev ; und Lukian. III, p, 
5 Zweibr. Ausg. opäs Sk Bijta Tcai tov övÄXoyt" 
iy, onold <prfdtv vergleicht Hier bekräftigt öijta 
Rede der Chorführerin, s. zu Hik. 202. 

V. 797 S. sind mit der Wittenb. Handschrift der 
nrfährerin zuzuschreiben, da sie dem Boten, dem 
in Verbindung mit dem yorhergehenden Verse ge- 
hnlich beigelegt werden, weniger zukommen. Wäh- 
d sie gesprochen werden, geht der Bote ab. roiavroc 
V solches, über solche Ereignisse, die Rettung der 
jdt und den Tod der Fürsten, wie das Folgende 
er angiebt. Ueber den Accusativus bei ;t^/p€zy und 
lüchen Verbis d. Matth. Gramm, g. 414, 12, Pas- 
r^B Handwörterbuch unter x<^P<*>* Statt dctHpveöBat 
»en Med. u. a. daHpvöEöS^at (Med. bei Weigel je» 
h daxpveö^ctt und noch 6 über e)y and. öctHpv-* 
SSroct, letzteres nicht unrichtig; s* über die Verbin* 
lg dÄi Präsens und Aoristus zu Prom. 309. Uebri* 
IS ist die Medialform zu bemerken, die man durch: 
1 bethränen, übersetzen kann. Man kann xkodeö^at 
L StodveÖSrca vergleichen. Häufiger findet sich Ton 
vpved^ca und xXaieöSrat das Perfectum so ge^ 
ucht. 

V. 798 TidXtv ß\y Bv Tepdddovdav, von x^^P^i^ 
ang^g und sich darauf beziehend, s. Matth. Gramm. 
414, 12, §. 655, S. 1089. Ueber das Verhältnifs 

Sätze s. zu V. 498. Bei ol 6* intdrdtoa ändert 
li die Construction, s. oben zu V* 741. 

y. 799 f. s. über die Sache zu V. 709. JBku^ 
ht adjectivisch,.«. sq Prom. 2. 



202 EHTA EIU QHBAIL 

TtaxQog Tcaz* evxas dvüTtotitovg q)0(foviU' 

voi. 825 

XOPOS. 

CO fieydls Zbv tckI ueoXiöovXoi npocp^oi» 
dal[iovagy dl di] Kdöiiov xv^yiw$ 



V. 801 besitzen aber werden sie, was sie erhalten 
(werden erhalten haben) im Grabe vom Land« S. über « 
die Sache zu Y. 709^ Der Aoristus steht mit der Kraft 
des Futuri exacti, wie Ag. 1514 nitvovroS oIkov. 
Statt iv taq>xi hat Rob. mit einigen Handschriften kf 
rdqxp. Der Genitivus x^oro^ hängt von ^ ab, i. 
Matth. Gramm. §. 321, wiewohl er auch von ?^ov6t 
re^ert werden könnte, vergL Soph. Oid. 709 ovrex* 
iöti Öot ßpotBiov ovöhv pLavttHTJs ixoy '^^Xyv^t Matik A 
Gramm. §. 323. 

V. 802 evxdfff i» zu V. 821. q>opov/ieyot et . 
sich davontragend, es gewinnend, yergl. Eur. BL 309 
nriyds TCotafdovS ipopov/ihnj, Ueber die nach diesen 
Verse gewöhnlich noch stehenden zwei Verse s» n ^ 
V. 786. , f 

V. 803 geht die sich zunächst an die vor der , 
Burg stehenden Götterbilder wendende Chorfuhrerin fai 
Anapästen über, welche zum Ausdrucke ihrer stärkeres 
Gefühle dienen, und zu dem folgenden Gesänge gleich- 
sam den Vorgesang bilden. Ueber solche Uebergange 
s. zu Prom. 93. ßieyaKe ist alte seltene Form. Stvtt 
noXiööovxo^ f ^&s im Med. (Weigel) u. a. steht, und 
dem Versmafse entgegen ist, hat Aid. mit onem Thdie 
der Urkunden itoXiöovxo^^ welches der häufigeren und 
hier nicht diplomatisch begründeten Form noXMOvx^ 
nicht nachzusetzen ist. 

V. 604 oV 6rf die (da, insofern) ihr nämlich , das 
Vorhergehende näher bezeichnend, s. zu Prom. 924. 
ICadjLtov TtvpyovS des Kadmos Burgmauern » des Kad- 
mos Burg, die K admeia» wie man aus dem Gegensalie 



BHTA Em eHBJS. 203 

\5 tovöSs QVBeO's' 830 

stozsQov rcclQCi}, xaxokolv^o 
stoleixig aöLVsl Cov^qv; 



r Stadt 9 aus rovöSe und aus dem Sinne ersieht, 
zu V. 151. 

V. 805 s. über die Kürze des v in (ived^e zu 
146. Die Kürze der Endsyibe wird durch den eini- 
rmaDsen geschlossenen Sinn, und die Interpunction 
ergL y. 813, 1041 if. u. a.), hinreichend entschuU 
2;et; 8. Seidler de yerss. dochmm. p. 60, Uermanni 
imm. doctr. metr. p. 372 f., uns zu Soph. Ant 924; 
ch zu Eum. 991. Man mufs nämlich in dem Ausrufe 
cht eine blose Anrede, sondern vielmehr einen ganzen 
sdanken enthalten denken; Zeus und ihr übrigen als 
ihützer der Kadmosburg hier aufgestellten Stadtgott« 
iten, ihr seht, oder euch klage ich meine Verlegen* 
it Man kann V. 1041 ff., Soph.^El. 766 f. <J Zßw* 
xavxa; notepov evtvxfj ^yco^ ^ dsird ßilv, rdpStf 
'i u. a. Tergleichen. 

V. 806 f. soll ich mich freuen (Freude äufsem), 
d zujauchzen dem von der Stadt schadenabwehrenden 
stter (dem Zeus)? Ha\ steht mit der Kraft von: 
d namentlich, a. zu Prom. 483. xaTtoXoXv^co für 
tl iTtoXoAv^Go , nicht für Hai dnoXoXv^Go, Ueber 
3 Verbindung des Präsens und Aoristus s. zu Prom. 
>9. inoXoXv^Biv steht hier mit dem Dativus der 
chtnng, s. das Sachregister unters Dativus. Die 
Idsäule des Zeus ist nämlich als vor der Burg stehend 
denken, s. vor V. 1. tcoXbodS hängt von dötvel 
id nicht von öootrjpi ab, s. Matth. Gramm. §. 344, 1. 
hmijs steht hier actiTisch, wie Ag. 1314 f. döivet 
dfiovty Herodot. 1, 105, und prägnant für: keinen 
ihaden zufügen lassend, wie in der Stelle des Aga- 
smnon; s. Aehnliches das. zu V. 450. Unter öcotTJpt 
funte zwar eine unbestimmte Gottheit angenommen 
srden (vergl. V. 1003), gleichsam ab wüfste die Chor« 
hr«nn nicht, welcher Gottheit sie die Kettung der 
adt zu danken habe, s. Aehnliches V. 206 £t Ag. 



a04 BIITA Em eHBJIL 

Tj tovg fioyeQOvg xal SvtfdaliiovaQ 
arixvovs TcXavöcD TtoXsiid^ovg ; 



1627 u. a., aber höchst wahrscheinlich ist Zet;^ öamjß 
zu verstehen, zumal da nach der bei nnserm Dichter 
häufig sich findenden Vorstellung Zeus, wenn auch ein 
anderer Gott der Retter seyn sollte, doch dazu seine 
Zustimmung gegeben haben müfste und also der eigent- 
liche. Retter ist. Ueber den Gebrauch statt des Na- 
mens selbst ein Appellativum zu setzen s. zu Eom. 
1028. Dafs die Anrede 00 ßuydXe Zsv yorhergeht, 
darf nicht befremden, da diese einen Gredanken für sich 
ausmacht, s. zu Y. 805. Ueber dergleichen Uebergange 
8. zu Hik. 109. An der kurzen Sylbe und dem Hiatus 
am Ende des Verses ist nicht anzustofsen, g. zu Ag; 
S49. Ueber den spond eischen Paroemiacus g. zu Pen. 
32. Die Lesart eines Theils der Urkunden damjpif a 
geheint Aenderung, konnte aber an sich bestehen, wem ' 
man das Wort durch die Synizesis dreisylbig spräche 
und übersetzte: soll ich mich freuen und jubeln dabei - 
(bei meiner Freude) über der Stadt unschädliche (mit 
keinem Schaden für dieselbe verbunden gewesene) Ret- 
tung? Dann würde der Tod der Könige mehr als ein 
Verlust der königlichen Familie als der Stadt zu den- 
ken seyn. 

V. 808 f. oder soll ich die armen und (zwar) als 
ungeborene (schon vor ihrer Geburt) unglücklichen 
Kriegsanführer beweinen ? Ueber die Verbindung s. zu 
Pers. 524, und über dvödaljJLOva^ drhivovS zu Prom. 
874. dtbivovS kann hier nicht Idnderlose heifsen, da 
Eteokles und Polyneikes Söhne hatten, s. zu V. 883, 
und statt dvdöaißovaS dxhivovS wenigstens ra^rrpco^ 
xaS dxexvovS oder etwas Aehnliches gesagt seyn würde. 
Auch pafst die Bedeutung: als unkindliche, k<ane Kin- 
desliebe beweisende, nicht, obgleich sie solche waren, 
g. zu V. 767* Es bedeutet vielmehr: als ungeborene, 
noch kdne Kinder seyende, & Aehnliches zu Ag. 377. 
Vergleichen kann man ayovo^. Auch erklärt Hesychioi 
AtacroS durch ayovot. Ueber die Sache iu oben m 



i 



EUTJ Em 0HBJ2L 205 

[0 di 8^* oQ&£g sdxr' latowiil^^ 835 

wXovt' dösßsl Siavolff. 

HMIXOPION cc. 

CD idXatva %al raXela ötp. a» 

yeveos Oldiütov r* l^pa* 



671. Statt TCoXEßdpxovS haben einige Urkundea 
XeßdpxctSf nicht übel, doch s. Biomfield zu d. St. 

V. 810 ff. welche nämlich gerade (recht, wahr« 
Ft) nach der Benamung, und zwar als vielstreitende, 
ilounen durch unfromme Denkart, d. L in so fem 
mlich die Ursache ihres Untergangs, den sie gerade 
r eine der Benamung (Polyneikes) recht entsprechende 
eise, und zwar (nämlich) als yielstreitende , fanden, 
I frevelhafte Denkart des Laios war, der gegen den 
iPen der Gotter einen Sohn zeugte, Ueber die Sache 
EU y, 671. Auch folgt die Erklärung im Folgenden, 
ber dl dfjta s. zu Eum, 399. op^ojS xat' iicoa^ 
fdrfy (Wolf., Reg. A, Aid, und Rob, iuayyv/dav), 
rgL Hik, 45 iTCcowfdoL — svXoyooS; auch da«, «u 
80. nocl und zwar, das Vorhergehende näher be« 
ebnend, vergl V. 770, 914, Pers, 3, 65, 156, Hik. 
l, Ag, 5, Eum. 135, 24?, 577, 646, 8«7, 1009, 
ph. El. 1455, Trach. 869, Aias 748 f, Phil 1218, 
t 976, Achai, Br. UI, «, Hybr. Br. I, l, Matth. 
amm. §. 620, d, Pritsche quaestt, liucian, p. 9 ff. 
ber die Paronomasie s. zu V. 558. Obgleich die 
spielung blos den Namen des Polyneikes betrifft , so 
d doch beide Bruder hier als yielstreitende bezeich« 
^ da der eine durch den andern zum Streit gezwun- 
1 wurde ; s, etwas AehnUches zu V, 862. Ueber die 
»itlust des Bteokles Tergl. V. 654 — 701. 

V. 813 f. beginnt ein Ton den beiden Fühierin- 
1 der Halbchdre abwechselnd gesungener Gesangt o 
Lwanee (furchtbare, schreiddiche, grause), auch ak 
BmhiCTrift (nicht bloi der Gestalt iiach)| Ära des Ge- 



206 EHTA Em 0HBA2L 

815 xaxov [U Tucgdlav ti TCBQutivm xqröog. G40 

MtSV^tt tV[lß(p [IslOQj 

^lag al^aroörayBlg 
VBXQOvg xlvov0a Sv^" 



schlechtes und des Oidipus. ßiiXcnva, rergl. V. 959 
s= 972, mehr zu Enm. 50. Ueher xal s. zu V. 1041. 
In yiveoS OvSiTtov t' 'Apd ist eine Art Hysteron Pro- 
teron, indem die Nachkommenschaft des Oidipus, die 
jetzt vorzüglich in Betracht kommt, eher erwähnt wild 
als Oidipus selbst. Man könnte statt r' aus Cant 1 
und 2 y* aufnehmen, zumal da F und T oft verwedh 
seit worden sind, s. zu Hik. 298. Ueber die Yerfai»- 
dnng yEveoS 'Apd, d. i. die über dem Greschlechts 
waltende Ära vergL V. 682 öojligdv *EptwvS , Choeph* 
683 c3 8v6naXat6te tdüvöe ÖGo/idtcay 'Apd, Auch des 
Oidipus traf die Strafgöttin , vergl. Y. 748 ff. u. a. 

V. 815 schlimm (schmerzlich) befallt rings mid 
am Herzen eine gewisse Kälte (ein kalter Schauer)^ 
wegen der Furchtbarkeit und Macht der Ära t^jiml|<«ii, 
S. Aehnliches zu Prom. 694. jih (andere ßiov und 
pioi) napöiav (and. xapdloc) hat Med. u. a. Ueber J 
die Construction vergl. Pers. 157, Hik. 365, Eum. 88| " 
835 f. SS 866 f. 9 Brunck zu u. St., Matth. Grama. 
S. 421, Anm. 5, und über neptmtvnv mit dem AccQ- 
sativus das. §. 426. Mit -KpvoS kann man jAyot yer- 
gleichen. Stanley fuhrt Virg. Georg. 2, 484 und Aen. 
3, 30 an. 

V. 816 ^. bereitet hab' ich dem Grab ein Lied 
0ch habe bereits auf einen Grabgesang gedacht) , b»- 
geistert (dazu) als die bluttriefenden Todten (die hier 
liegen) ich yernahm unerträglich (auf gräfsliche -Wdsey 
durch Brudermord) gestorben. Diese Antwort wird ge- 
geben in Bezug auf das von der ChorfOihrerin Y. 806 
— 812 Gesagte. Als geschehen mufs man et «ich 
denken während der Meldung des Boten und des Gtf* 
sprächs der Chorfubrerin mit demselben. Zu Inu&r 
i^^oi kann man Find. Pyth. 12, S4 napSriyQS «iUt3fr 



BUTA Em QHBAZ. ^W7 

I 

g>6Qog 9mfovtag* rj dvöOQVi$ 
aÖB ^pvccvkla doQog* 845 

HMIXOPION ^. 

\%i%i^ai!^W ovo' iasMEV dvt, ä, 

ütatQod'BV tvxtcUa (pdttSj 



'*X^ ^dßiqxovov jlUXo^ u. a. vergleichen. Gew. «o^ 
is:; doch hat der Med. richtig Srinds ohne oaSy und 
les fehlt auch in andern guten Urkunden, entstand 
tr wahrscheinlich aus V. 480, woselbst man nachsehe. 
latoötaynS deutet auf das Voraugenliegen der Tod- 
, 8. zu Yv 793. 6vdg}6pooS Med. u. a. richtig, die 
igen övöfiopdoSy dvöqtopovS , dvöfxopovs. 

V. 819 {. wahrlich Terhängnifsvoll (unglückselig) 
diese Zusammenhausung (dieses Zusammentreffen, 
fammenseyn) des Speers. Man kann yäp erganzen, 
m y. 79. dvöopvtS kann auch so genommen wer- 
,s unter ungünstigen Anzeichen erfolgend, s. zu V. 
K Zu ^vvavXia vergl. Soph. Aias 611 Sreioi jnavioi 
fovfios, Oid. 1126. Mit grofser Wahrscheinlichkeit 
n man die Verse so abtheilen: 

VExpovS xXvovda 6v6<p6p<ioS ^avortotS* 

y dvöopvtS ade ^vvavXia Sopof, 
[ in der Gegenstrophe : 

ioj TtoXvöTovot, Toö' eipydöaöSr' a- 

mötov, '^X^e 8' aiaxtcc nrjpuxt* ov Xoyoi» 
ui ist der zweite Vers dn dochodsch-iambischer 

Torhergehendem Craticus. 

y. 821 f. ausgeführt (zu Stande gebracht) hat etf 
n Tod der beiden Brüder) und nicht entsagt (die 
luhrung aufgegeben) die vom Vater ausgegangene 
VTÜnschende Rede (der Vaterfluch). Ueber ^die Sache 
n y. 671. i^kicpoL^tir prägnant für: es bewirkte 
Ausführung, s. Aehnliches zu Ag. 450. caeevxav 
L» dnehee gew. Jenes habe ich der Autorität und 

genaueren Entsprechung wegen aufgenommen, na^ 
dam Sinne nach für zcctpoSf/B. in V. 929. 



208 EHTA Em &BBAIL 

825 &eöq)(xt\ ovx d^ßlvvetcu. 850 

Im 7C0lv(ft0V0Lf 

d' alaxrd sc^iuxt* ov koytp. 



euHtoda steht activ, wie Epigon. Br. 46 tplrtp^ JtoS 
6ücnrjpoS evHtcdav Xißa u, a., und mit übler Neben- 
bedeutung, wie evxn oben Y. 802, evxeö^cct v. a., fc 
Yalckenär zu Eur. Phoin. 70. 

y. 823 die unfolgsamen Entschlüsse aber des Luos 
hielten aus, d. i. der Ungehorsam aber des Liaios gegea 
den Apollon dauerte in seinen Folgen fort, lieber dis 
Sache s. zu V. 671. ditJpjceöaVf s. Aehnliches n 
V. 724. 

y. 824 t die Sorgen aber um die Stadt» das GofI» •* 
verkündete, >vird nicht abgestumpft, d. L die Orakd* 3 
Sprüche aber, die mich wegen der Stadt besorgt mnchs^^ 
%ind noch in voller Kraft und Gültigkeit, die GefiAc 
für die Stadt ist noch nicht vorüber. Der Spmdi nia- 
lich, welcher dem Laios zu Theil wurde, hie& V. 730^^ 
f. ^vTjöHovta yivvaS arsp doS^etv aoXtv, Ueber * 
das Nähere s. zu y. 671. juipt/iva steht objectirx 
Gegenstand der Sorge. S. Aehnliches im Sachregister 
unter : Substantiva. a/z^l itroXtv in Betreff der Stad^ | 
s. zu Ag. 694. Yor ^iöqxxt' hat ein Theil der Ur- | 
künden noch xa\j was jedoch im Med. und andern gii* , 
ten Handschriften fehlt, und ein Einscidebsel schdntf 
weil man eine Yerbindungspartikel yemulste* S. atuk 
zu V. 816. 

y. 626 iL wendet sieb der Chor an die Ldchea 
selbst, die auf der Bühne liegen (s. zu V. 793) iiil 
den Worten: ach ihr sehr beklagenswerthen , ^eses 
thatet ihr als etwas Unglaubliches (unglaublich ist da% 
was ihr thatet) ; es kaum (wir erfiduren) aber das \ßt 
jammemswürdige Leid nicht durch das Wort (dodi es 
ward ja nicht blos gemeldet^ sondern wir seben ea ai 



\ 



miT4 'Em ®HBAZL 209 

HMIXOPION d. 
tdd* ovrodijAa, aQovTCtog ayyiXov Ad- 

I ÖL^Xai idgifLvat ra dLSvfLccvoQBtt z6vGyv 855 
Tcdx* cAtotpova* M^oiqu ri* 



am Augen), ov \6yco nicht durch das Wort, son- 

i durch die T)mt, in der Wirklichkeit ; yergi. Soph, 

1453 äXKä H^TtiSst^av ov Xoytp fiovory, Aiaä 

HQV Xoyo) öH^ca fiovov^ zu Aisch. Prom. 336. 

V. 829 -* 840 "wird gewöhnlich als Nachgesang 
iieheii» doch habe ich eine Strophe und Cregen- 
ihe daraus gemacht, da die Entsprechung des Bin* 
sn deutlich hervortritt, und der Nachgesang vielmehr 
41 anhebt Eine Aenderung ist nur Y. 830 nöthig« 
ich %d lind ytoveov eingesetzt habe, rd fiel durch 
Feraehen aus, wurde an den Rand geschrieben und 
V ali Variante oder Verbesserung von rdde V. 832 
Sehen, wo es ein Theii der Urkunden statt tdda 
Bdi hat; feavtav konnte. ebenfalls als Endwort des 
es für am Rande stehend angesehen werden , und 
h später seine Stelle V. 833 hinter norot, wohin 
n füglichsten zu gehören schien, und wo es we- 
«ns Roh. nicht hat Aehnliche Fehler s. im Sach- 
ter unters Aischylos, Das Einzelne s. a. s. O. 
ffsten Verse ist ein die Rede belebendes Asyndeton : 
ist es (das Leid) selbstersichtlich (unmittelbar sich 
nd), yor Äugen ist des Boten Bericht (das yom 
A Gemeldete )f 

V. 830 & doppelte Kümmermsse sind die zwei» 
igen Kampf -Uebel der Selbsterlegung (die von 
Kwei Männern im Kampfe eigenhändig vollbrachten 
Ifrevel); zweitheilig vollendet (zu einem zweithei« 

nämlich geworden) ist dieses Leid» Ueber die 
ihme von td und ndvoor s. zu V. 829. novof 

vom Kampf, yergL Soph. Tradi. $1 rponov julv 
:6rafy ovh är dtdmn/i' äy u. a. diSvjnavopcoc 

14 



210 EHTA Em 0HBA2!. 

äXXcc yoGiV (J, tpLkaVy xaz' ovqov* 



(so Arundel. und Rob., 6i8v/M* dvopia Med. bei Weigd, 
Wolf., Aid. u. a., SlövjLi' dvopiff. Turneb. und Vict 
wahrscheinlich aus Aenderung, ersterer ötdv/iavopta als 
Variante, öiövjiidvopa Reg. A, öl8v/i' dvopa Reg. G 
und Cantabr. 1) kann mit dyaropeioS (and. dyaro- 
ptoS und dyavopEoS) Pers. 984 verglichen werden. 
Auch führt Hesychios aus Sophokles Nauplios an dvo- 
peoff TCoXeßoSf dvSpeloS, 6 npoS tovS üröpa^, Üeber 
etwas Aehnliches s. zu Y. 760. Ueber dtöv/iixropta 
xaxd für ötöv/iotv dv8polv xaxd, und über xan 
€tvro<p6ya d. i. Uebel der Selbsterlegung, s. das Sach- 
register unter: Adjectivum. Ueber avto<p6voS s. n 
Ag. 1061. dijLtotpa, vergl. Hik. 1038 xaxov xal x6 
öl/iiotpov, auch Ag. 631 öiXoyxov drrfv und zu HiL 
601. Stanley führt an Soph. Ant. 170 or* ovv ixä^ 
rot itpoS 8i7tX}jS fioipaS jttiay xa^* fjißipav coAorair 
Uebrigens kann man zu difjLoipa. reXeia rdde m 
die Conjunction ydp ergänzen, s. oben zu V. 
tiXna för tereXsöjLtira iöri. Statt rdöe oder rd A 
haben Med. (VVeigel) und andere Urkunden rd, AU. 
und Oxf. keins von Beiden, s. zu Y. 829. r£ 9«; 
was soll ich (dazu) sagen? vergl. Soph. KoL 315. 

V. 833 was aber anderes (soll ich sagen) als Ld- 
den sind des Hauses Heerdgenossen (im Hause einliei- 
misch)? ri 6' d^Äo ye, nämlich ipco. Doch kam 
man auch iörlv ergänzen: was ist aber anderes ab 
Leiden im Hause einheimisch? d. L es sind aber nor 
(nichts als) Leiden im Hause einheimisch. S. über die ': 
Redeweise zu Pers. 205. Ueber die Aunlassung von . 
fcovcov 8. zu Y. 829. novoi novoov würde helCsen: \ 
die grofsten Leiden, yergl. Soph. Kol. 1238 xctxd Kttr L' 
xtov und unsere Bemerkung das., auch zu Aisdk Pen* >' 
667. 86/iGov i<p£dTtotf c. zu Hik. 351. .)^ 

Y. 834 aber lafst in der Klagen, FrenndkflM 
Fahrwinde (Zuge) mich aeyn , d. L aber bübC mich h 
meinen Klagen ungehindert fort&hrem Gew. oUff 



ith 



EnTAEm 6HBAZ. 211 

HMIXOPION ß\ 

avr. ß. 860 

xttvXoVy Sg aliv 8i* ^A%iq(yvx^ ccfielßetM 
xav aöTovov [iskayxgoxov 

VaVÖtoXoV d'BOQldttf 



fy (die meisten Urkunden yoov gegen das Versmaafg 
ans der alten Gleichheit der O-Laüte entstanden), 
piXat^ Hat* ovpov, und dies mit dem Folgenden 
»unden; doch ist gJ als Conjunctivus anzusehen und 
I xar* ovpov zu interpungiren. Ueber den Gre- 
ich der ersten Person des Conjunctivus s. zu Pers. 
,. über HOT* ovpov oben zu V. 672. 

y. 835 rudert (betreibt) fort das um das Haupt 
indete Hände - Schlagen. Ueber die Sitte, sich bei 
igen Klagen das Haupt und die Brust zu schlagen, 
n Ag. 1121. Ueber die Anrede s. zu Pers. 660, 
r ipiödete mtvXov , d. i. betreibt das Schlagen 
iter brechen fort, yergl. Pers. 1002 ipeäö* , ipeddß 

Ütiva^' ipLTJv ;t^p«', über xpaxi ^ als Singularis 
i des Pluralis, s. unten zu V. 928, über den Dualii 
TÜv Statt des Pluralis zu Cboeph. 201. 

y. 836 ff. welches (Schlagen) jedesmal durch den 
Bron dringt, der das unbeklagbare schwarzbewim- 
B Weihschiff fahrt (trägt), das unbetretene für Apol- 
(das man nicht zu Ehren des ApoUon besteigt), 
unbesonnte, in das all fassende und unerhellte (licht- 
, finstere) Land. Es wird dadurch die Stärke 
Schläge bezeichnet aih^ jedesmal, so oft ein Schlag 
Igt, vergl. Trach. 1074, Xenoph. Anab. III, 2, 38, 
., besonders beim Artikel und dem Partidpium, s. zu 
an. 939. 8t' 'Ax^povr' a/iHßetcet nardoHOv sis 
xvfj -te X^P^oy ist zu verbinden. Man könnte zwar 
U^povr' djueißsiai für 'Ax^povta dzatieißerat 
neu, und so auch Choeph. 1027 f., Eur. Phoin. 278 
r dt ix^päs novi d/ielßrjrat x^^^o^y «• zu Prom, 
^ allein dann mrürde eich ndv^onov eis äqHWTf rs 

14 ♦ 



212 EHTA Em &UBAZ. 

tav döTißij ^AitoXkmvh, räv avaXiov^ 86S 
840 ^vSoKov slg d^pav^ ra xbq6ov* 



X^pöov weniger gut am^chliefflen« Vielmehr ist 5t' 
'Ax£^ovra für sich zu nehmen in der Bedentnng : dordh 
die Länge des Acheron, den Acfaeron hinunter, nidit: 
durch die Breite des Acheron, über den Acheron, da 
er als ein von der Oberwelt in die Unterwelt f&hraMler 
und die Klagen und Schlage der Trauernden den Tod- 
ten zutragender Fiufs zu denken ist, 8. zu Ag. 1534| 
wenn man es nicht erklären will : vemiittelst des Ache- 
ron, was hier weniger wahrscheinlich ist, Ueber hk 
mit dem Accusativus in der Bedeutung durch 8. ob€f 
zu y. 188. d/ieißeöSrat steht auch mit d^n bloMi 
Accusativus in der Bedeutung eindringen, z. B. Hob. 
Od. 10, 328, Aisch. Hik. 224, Choeph. 971, Ev. 
Alkest. 755 und yielleicht Phoin. 330, s. Wesseling tt 
Herodot. 5 , 72 , und eben so die active Form. 



Construcdon djLtaißeöB^ca als tt wird durch eida/istfleJm 
oben V. 540, und die doppelte Construction dnnl' 
Theokrit. 2, 104 ^vpaS vTckp ovSov d/iatßo/terof 
KoSl HOv<pcp vertheidlget. aöxovtyy (aöroXov als Yt« 
riante in den Schollen) unbeklagbar, nicht genug il|l 
beseufzen, von Hesychios durch fieyaXo&tovov j tob 
Scholiast durch HotKOÖrivaTccov erklärt. VergL ChoepL 
429 , 505 dvoipicoxtog , Kur. Iph. Taur. 1242 döra- 
HTos (Hesych. dötoKTov , ov xaraötd^or^ ixÄXd /W- 
dTfy^ Soph. Kol. 1251, 1646 dötaxTl, auch d&axjrqt 
u. a., 8. Abresch zu. Aristainet p. 141, Yalckeoär n 
Theokr. Adoniaz. p. 228, uns zu Prom. 882. yav 
ÖroXov (gew. yavöxoXov) gehört zu 'Axipovta mL 
regiert als Verbale den Accusativus , s. zu Prom. 906* 
Ueber die Fülle der Rede ravöroXoS S^eaofdSa s. ohm 
zu y. 203. ^eoopiSa nennt Aischylos das Schiff dflf 
Charon, welcher Name dem jährlich von Athemd mch 
Delos mit Geschenken fEbr den Apolion abgesaadtai 
Schiffe zukam (s. Meursius Theseus cap. 16, Bpanbrfa 
zu Kaliimach. Del. 314 u. a.), unterscheidet m aber 
durch die Beisätze rdy d6ttß^ 'Axd^Xeovi, rar drd'd 



EHTJ Em ®HBA£. 213 

XOPArOS. 

üCLXQOv Avttyovri x^ ri8^ *l0iiriV7if 

Q'gijvov adelffotv. 

ovK dfMpvßoXfDs olfial ö(p* igatäv 870 

ix ßc^xohccov iSxrfiiGiV ^iSuv 

aXyog iaä^wv* 



\ Ueber solche Oxymora 8. zu Prom. 883. • An 

ßfj *jix6X\coja ist nicht anzustoCsen, man mag tf 

in des folgenden a als verkürzt ansehen, oder eine 

»kphonesis annehmen, s. zu V. 1063; doch ist er- 

ts sicherer und wahrscheinlicher. *Ait6AÄ,a)vt ist 

ms commodL navöonov eis d<potvrj rs x^P^ov 

sfs" Tcayöoxov dqxxvij te x^P^oVy wie öfter auch ' »c? 

Präposition bei dem zweiten Substantivum steht, 

. Pindar. Isthm. 7, 68 Mneifit yrjpai is te rov 

HjJLOv aidova. Ueber die Yerbindungspartikel s. 

zu y. 296. ndvdoxov auf ^SGopida zu beziehen, 
ier aus mancherlei Gründen nicht rathsam. Uebri- 

wird die Unterwelt oft als alles aufnehmend be- 
inet, 8. Blomfield zu d. St. 

y. 841 beginnt der Nachgesang des ersten 6e- 
Bibschnitts. Wie im yorgesange, da wo der Sinn 

schliefst, kürzere anapästisdie yerse stehen, so 

auch hier kürzere, jedoch Monometer, gesetzt. 
Chorfuhrerin bemerkt, daüs Antigone und Ismene 
der Burg kommen, von dem Tode ihrer Brüder 
chrichtiget. Sie find als auf die Leichen zueilend 
sich auf dieselben werfend zu denken. dXXd ydp 

ja, vergl. Soph. Ant. 148, auch oft in Prosa. 
)r dX\d — yap s. zu Prom. 943. atde hier, da, 

oft, s. das Sachregister unter: Pronomen, inl 
^oS ittHpov zu einem bitteren Geschäfte, um die 
lenklage zu erheben, denn Srpijvov ddsXfpotv ist 
fende Apposition, s. zu Prom. 656. 

y. 844 iL ohne zu zweifeln (mit Gewifsh^it, sicher) 
>e ich (zwar), dafs m am Geliebte aus tiefbiuiifer 



t. 



214 EHTA Em ®HBAZ. 

xov övöKtkadov ^' v^ivov 'EQLWVog 
la%Av^ *ATda 
850 r* BX^QOV TCaväv^ l7tm>ihcHv. 875 



(tiefgründiger) Brust senden (äufsem, herrordriDgea 
iaasen) werden angemessenen (ihrfen gerechten) Schmerz. 
OVH djicpißoXoaS , vergl. V. 792, Pers. 871. ipax^v 
verbinde ich nicht mit Ik ßa^v7i6X7tGDV öttj^sgov, son- 
dern , mit a\yoS ind^iov , und verstehe darunter dl« 
geliebten Brüder. Will man es jedoch zu örrjblaf 
ziehen, so heifst es: aus liebender Brust. ix ßa^v- 
TioXnooy öttj^ecov (durch die Synizesis zweisilbig) aui 
dem tiefsten Grunde 'der Brust, wodurch apsgedrückt 
, wird , dafs der Schmerz kein erheuchelter ode^ gewölui' 
Ucher ist. akyoS kann wegen tjöbiv auch in der prä- 
gnanten Bedeutung Schmerzensruf genommen werden. 

y. 847 8i>crj es ist billig, angemessen, s. zaHl^ 
1037. Ttpotepov <prjfiT}S vor ihrem Rufe, ehe sie ihiM 
Klage erheben , vielleicht auch : vor der AufForderongi I 
ehe sie es uns heifsen. Der Chor, welcher die JLiddiai j 
früher zu Gesicht bekommen hatte, wollte in den Augett J 
der beiden Königstöchter nicht ajs unempfindlich und 
theilnahmslos gelten. 

V. 848 den mifstonigen Gesang der Erinnys, dei 
grausklingenden Gesang, welchen die Erinnys singt, d. l 
den Klagegesang über den von dem Bruderpare began- 
genen Frevel des Brudermords ; vergl. Ag. 633 , 967 
f., 1159 f., 1164 f., 1448 f., Choeph. 470, Em 
322 ff. = 335 ff., unten V. 932 ff. 

V. 849 f. theils des Aides verhafstes Lied dazn- 
zusingen, d. i. theils den ungern giesungenen Trauer- 
gesang wegen des Todes der unglücklichen Brüder 
damit zu verbinden. *Ai8a (Vict. *AtdoL) natäva dal 
Lied, welches Aides singt, das Todtenlied; yergL Eor. 
Iph. Taur.^ 182 ff. tdv iv ^^p7]voiS jnovöocy vhtv6» 
fiiXEov, rar iv ^oXjtalS 'AtSa^ vpivet, dixcc itatdya^^ 
Hik. 75 xopov, xov "AtöaS öißei, 773 "Atdov ßioAMi 



EHTA Eni QHBAZ. 215 

dvdadsXq)6tataL Ttadäv, ojtoöac 
dtQotpov Böd^ötv TteQcßdXXovtca, 
xlcUcSy iSrivofiai, xal äolog ovÖslg 
A {i^ \ ^QBvog ogd'äg fts Xiyalvuv. 

HMIXOPION a. 

• liOy lä dvöq)Qovegy dtfi» a. 880 

g)ll(ov amötoL xal xccxfSv 
dzQVfiovsg natQ(6ovg 
doiiovg iXovtsgy [lUeoif 6vv dXx^. 



§. Herald. 1027 tov 'At8a xopoy, EI. 143 M^^oC 
8ar. An der dorischen Form des Genitivus ist ia 
apästischen Versen eben so wenig anzustofsen, wio 
OiStnoda V. 866, 1042, Soph. Ant. 380, da et 
j|ennainen sind, von denen manche diese Form sogar 
;Prosa haben. 

V. 851 fr. sieht die Chorfuhrerin die Antigone 
A Ismene in stummem Schmerze sich auf die Leichen 
rer Brüder werfen, und ruft defshalb aus: ach ihr 
ilimmstverschwisterten aller, soviele einen Gürtel 
I die Kleider sich legen (unter allen Jungfrauen oder 
eibern überhaupt), ich beweine, ich beseufze euch, 
d keine Täuschung (Verstellung) ist es, daüs nicht 
n Herzen aufrichtig ich jammern sollte, ia^ steht 
berhalb des Versmafses, s. Pers. 873, zu Ag. 143U, 
msley zu Eur. Med. 95; auch das Sachregister un- 
r: Interjectionen. Eine ähnliche Stelle ist unten V. 
7 ff. Ueberhaupt wird öfter mit otcoöoS umschrie« 
n, yergl. Prom. 121, 409. S. auch das Sachregister 
ter: Umschreibung, ötpogjov, s. zu Hik. 443. xal 
m Sinne nach für : und zwar , wie oft. jiti} steht 
leinbar überflüssig« s. zu Prom. 789. ix (ppBvoS 
n Herzen , s. V. 899 f. und Blomfield zu u. St 

y. 856 ff, ach, ach unbesonnene; da ihr Freun« 
n ungehorsam und vom Unglück unzermalmt dai vä- 



216 EHTA Em 0HBJ2i 

HMIXOPION f(. 

860 fAUot d^d'' , dl iisliovg Q'ovätcvg 

evQovzo SoiMOV bei iviiy. 685 



lerlicfae Haas nehmen wolltet» unglüdueBge, mit Kampt 
Man kann anch abtheilen: 

ico, ioo 8vdq}poyBSy qnXcor Amdrot 

Ttal naxdöv affw/ioyes TCatpoiovS 
und in der Gegenstrophe t I 

itOf ico ÖGOßaroov ipnijflTOtxot , 

Oioi KtHpdff /ioyapxict^ iSovre^. 
Svd(ppoveS unverständige, unbesonnene, vergL Per^ 
544, Soph. Ant 1261 u. a. tpiXcov 0x16x01, den 
Eteokles nämlich suchte der Chor (V. 659 — 700), 
den Polyneikes Amphiaraos (V. 558 *-^ 568) von ihroi 
Vorhaben abzubringen, naxcay ätpvßoveS durch daf 
Unglück des Laios und Oidipus eben so wenig, wie 
durch den auf ihnen lastenden Vaterfluch gebeugt 
lieber den Genidvus s. Matth. Gramm. §. 345. Uebor 
das Participium Aoristi mit der Nebenbedeutung dei \ 
Wollens s. zu Prom. 213. jjlbXboi ist durch die Syid* 
zesii zweisilbig, wie V. 926. juiXeot unglückselige^ 
Frevler, wie rdXaS u. a. So V. 860, Ag. 700, Choepli. 
1016 u. a. Ueber 6vv s. oben zu V. 643. dhi^ ' 
Schlacht, s. zu V. 480. Einige alxfi^f und so ia 
Med. (Weigel) am Rande als Variante. 

V. 660 f. unglückselige jawohl, da sie uaglück» 
selige Tödttngen sich erfanden (ersannen) zu des Hansei 
Verderben (da sie nicht blos das Haus zerstören woll- 
ten, sondern sich selbst auch 2u ermorden beschlossen). 
fjUieoty s. zu V. 856. Ueber den Gebrauch von ö^a 
s. zu Hik. 202. evpovto, Aid. und Rob. evpotrta, 
vielleicht richtig, B. Matth. Gramm. §. 193, Anm. 7| 
c, fiuttmann^s ausf. Gramm. §.96, Anm. 9. öojuar 
hei Xvjitp (Cantabr. 1 und Reg. B nicht Übel At^/i^) 
könnte tswar die Folge ausdrücken: so dafs dadurch 
das Haus Schaden leidet, s. 2U Soph. Ant. 786, MatÖL 
Gramm. $. 585, S. 1166; doch wird es hier biegen 
des Vorhergehenden tcaxp^ovS ö6iiOv9 tX/irtsf &}r i 



EHTJ EIU 0HBAIL 217 

HMIXOPION L 

igsi^ftoixoi j aal yeixgccg 
(lovaQxlag U^owBg , 

x^ und des Folgenden Sooptdtoov ipetipiroixot besser 

verstanden, dafs es eine Verbindung, ein Neben- 

anderseyn bezeichnet. Ueber ini mit dem Datiyns 

der Bedeutung: aufs er 8. Matth. Gramm. §. 585, 

1167. 

V. S6S Ül ach, ach des Hauses MauersertrArome- 
, und bittre Alleinherrschaften im Auge habende 
strebende), nun seyd ihr versöhnt mit dem Eisen. 
fiotoov ipEiTJjitotxot werden beide Brüder genannt, 
fvohl diese Benennung mehr dem Polyneikes zukönmit; 
ofern aber Eteokles durch Mangel an Nachgiebigkeit 

Belagerung herbeiführte, kann er wenigstens mit- 
MUT so genannt werden. S. etwas Aehnliches zu 
810. dcoptdrcoy hängt von rolxoS in ipetijdtotxot 
V s. zu y. 106. Der Pluralis icixpds jiorapxlaf 
ickt aus , dafs jeder der beiden Brüder nach Allein- 
rschaft strebte. Aehnlich Y. 895 XaxocL Doch Ist 

Lesart des Aid. und Roh. nixpaS fiovapxiaS nicht 

übersehen, da iBovreS wegen des darin liegenden 
j^rifGs des Begehrens mit dem Genitiv construirt wer- 
I kann 9 vergl. Hom. II. 14, 37 oipeiomeS dvtrjS 
\ noXIjioto^ Matth. Gramm. §. 350, uns zu Soph. 
b. 1023. ntnpds in so fern sie durch Krieg, Mord 
L Verheerung bewirkt werden sollten. An der ganz 
elmäfsigen Perfectform dtrjAÄax^B haben einige mit 
recht Anstofs genommen. Ueber övv s. zu V. 643. 
ch V. 865 folgen gewohnlich noch die Worte ovh 

inl €ptXi(ti dXX' iitl <p6vu} ötsxpi^Tftef welche 
ne Entsprechung haben, sehr matt sind, und offen- 

als eine in den Text gekommene Glosse zn^ijörf 
'AXaxS^s dvv öt6apGi) angesehen werden müssen^ wie 
1 aus dem Scholiast ersieht. Schon Triklinios hat 
all unächt herausgeworfen} v. Elmsley im miiAk mU 



218 EHTA Em 0HßJS. 

HMIXOPION f^. 
M&Qita Ö' äkijQ'^ TCatQog OldtucoSa 

i HMIXOPION d. 

TBtVfl^EVOV drj" 
870 ^*y O^OV tBtUllflBVOV y 6(10^ 895 

öJcXayp/CDv TB jtkBVQC3^arc3V* 



Cantabr. no. VII, p. 458 (an dem Leipziger Abdrucke 
von Blomfield's Agamemnon p. 298). 

V. 866 f. ganz offenbar aber hat des (ihres) Va- 
ters Oidipodes hehre Erinnys es vollendet. oXffBij 
steht adverbialisch für aXTf^ao^ , wie Aehniiches oft 
Ueber die Verbindung naxpoS *EptvvvS s. zu V. 705, 
feber den Grenitivus Oldinoda zu V. 707, und über die 
dorische Form zu V. 849. xatevyfjLata^ was ein Theil i 
der Urkunden hinter Olöinoda hat, ist eine in deo 
Text gekonunene Glosse, hchtpavev Med. (Weigel), 
Aid. und Rob., gew. inExpave, 

V. 868 £F. durch^ die linken getroffen, — getroffeo 
jawohl, zusammen (beide) getroffen, — und (zwar) 
gleichleibigen (in demselben Mutterleibe entstandenen, 
blutsverwandten) Seiten. Diese Worte sind mit rfirj 
SitjXXax^s dvv ötddpoo zu verbinden. 6t' evosfyvßnarf 
OfioönXdyxyoov te TcXavpaopicttcov gehört zusammen, ist 
aber durch eine Parenthese von einander getrennt 
Statt tETviijaevoi 8v2r' oßoötcXdyxyoov habe ich, da 
hier, wie die Gegenstrophe lehrt, etwas fehlt, retußi- 
ßiivot dij^r' , opiov rETvßißiivot j 6 fioönXdyxyoov ge- 
schrieben. Wegen des dreimal gesetzten Terv/ifiiroi, 
was man falschlich für einen Fehler ansah, wurde teTVßi' 
fikvoi öij^' oßiov gestrichen, öijra jedoch, was noth- 
wendig schien, zwischen retv/mhroi und o/ioditXdy* 
Xyoor beibehalten. Doch ist die dreimalige WiederhcH 
lung hier an ihrer Stelle und schöa, zumal da auch 
in der Gegenstrophe 6x6voS^ fStirouH, öxirn aa des- 



EHTJ Em &HBAS. 219 



ät dt d' avtitpovcav 
d'avarav dgaL 



elben Orten steht. Eine Andeutung, dafs dati Aufge- 
lommene das ursprüngliche war, liegt auch in der 
Wiederholung der Worte tetvfjLfiivoi örß' ojnov ntkidk 
J. 894, wo sie Med. und Reg. L , obwohl an falscher 
Steile haben. Sie scheinen an das Ende der Seite ge- 
setzt worden zu seyn, um die Schönheit der Handschrift 
lurch Einschiebung nicht zu entstellen. Dafs ¥.868 
— 874 dem ersten Halbchor zuzutheilen sind, lehrt der 
i^anze Zusammenhang und auch der Umstand, dafs in 
eder Strophe und Gregenstrophe jeder Halbchor nur 
»nmal singt. Man hat jedoch die Worte tetvfißiiyot 
irj^r* — TtXevpGojudrcov und in der Gegenstrophe öre- 
^ovdt — q>lXavdpov dem zweiten Halbcbore zugetheilt, 
{wahrscheinlich weil dijra oft nach dem von einer an-* 
lern Person wiederholten Worte steht (s. zu Hik. 202), 
V70ZU besonders V. 860, 914, 964 aufforderte. Aber 
SS findet sich auch, wenn dieselbe Person dasselbe Wort 
mederholt, vergl. Soph. El. 1165 f. <S$ /i* ditoSXsdaS' 
dnoSXeöaS dijta, Phil. 759 ff. ioo , loa SvdtTfve 6v' 
Ica dvöttfve dijta 8td tcovcov ndvtcov qiaveis. Etwas 
Aehnliches s. zu Prom. 347. Ueber die Verbindung 
tetvfifiiyot 8rj^*\ ojiov retv/ijuivot , worin eine Stei- 
gerung ist, s. zu Pers. 524. ot vor o ist kurz nach 
der Regel. o/ioöTtXdyx^aov (s. zu V. 1018) TtXev-' 
pGOjxdtGOV y vergl. V. 913 x^P^^"^ 6ßo6n6poi6tv u. a. 
r^ und zwar, s. zu Prom. 208. nÄsvpcopidrcov für 
nXevpcDV , vergl. Choeph. 677. So nvXcojna V. 390, 
781, Tcvpyoofia 30, 233, 451, icinXcofjLa 1026, Hik. 
692, tpixooMa oben V. 648, ;i;azrco/ia 367, Tidpitoof-iot 
Hik. 970, jii6p(pcojita Ag. 851, 1191, Eum. 412, 5t;- 
ßioojLia Eum. 852, x^P^M^ ^g* 1^99, unten Y. 1009 u. a, 

V. 872 ff. ach, ach ihr ungeheueren, ach, ach 
wechselmordiger Tödungen Anwünschnngen ! Ueber 
dcapiovtoS s. zu Pers. 564. 8h steht häufig nach det 
Wjederholang derselben Worte. 



22Q EHTA EHI ©HBJZL 

HMIXOPION ^. 
875 Siavtalav liyuQ nXccyccv' 900 

avavddto) fiivsLf 

ctQuifp % ix ütatQog 

dtx6<pQ0vi nitiiap. 905 



y. 876 £ den durchdringenden Schlag nennst da; 
<ils am Hause geschlagen verkünd' ich sie , d. i. sie 
habeii .aber nicht blos ihr Leben verloren , was du er- 
ivähnst, sondern ich setze noch hinzu, auch ihr yater- 
liches Erbe. Den zwei Antispasten im ersten Verse 
entspricht in der Gegenstrophe ein Antispast und ein 
Biiambus, s. zu Y. 896, was man, wenn es nöthig 
"wäre, durch die Umstellung ötavtaiav TcXaydv keyet^^ 
i^der durch Annahme der B'orm o^wtpdSiot statt o^v- 
TidßSiot in der Gegenstrophe beseitigen könnte, oIh 
gleich diese Form vielleicht nicht nachzuweisen ist; 
blos evxpäStoS wird von Stephanus angeführt. dtocV" 
raiav durchdringenden, tödlichen, s. Blomüeld zu d. St 
Es bezieht sich besonders auf V. 868 Bi^ evcorv^&r 
TSTvjLLjuirot nXevpcoßdrcov, Ueber MytiS s. zu Pen, 
S66. Gew. ö6/ioi6t (einige öcS/iaöt) Hoi öcoßiaöt 
(Med. bei Weigel öajiiaöiv) nenXayfiivovS ivrhca^ 
worin die Worte xal öcS/iaöt keine Entsprechung ha- 
ben und von mir gestrichen worden sind. Sie sind eine 
in den Text gekommene Glosse zu SiavTalccv Xiy^tS 
^Xaydv, um den Gegensatz zu 86fiot6% mehr hervor 
zu heben : und zwar an den Körpern. Oft steht so 
9iai in den Scholien. Wie hier öo/iotdt nejcXayßii" 
vovS (gleichsam 6o/ioitXijxTov^ wie Prom. 1056 9>p£- 
roTtXrfxros) steht , so findet sich Pers. 974 Ctpaxifit 
§ikv rodovtov taKaS ninX/jy/iat, 

V. 877 ff. durch (ihre) unaussprechliche Wvtil^ 
und durch das vom Vater (ihnen) angewünschte mifs- 
hellige Geschick (durch die durch des Vaters Fluch 
pber sie verhängte Zwietracht). V. 877 und 878 sind 
ischiorrhogbche jambischiOy deren BcAtandtheile eio An- 



BnTA Em ®HBAL. 221 

HMIXOPIÖJSl a. 

ötBvovöL TCvgyoty 

(StBvev TcedoVf q>Uav8Q0V ' 



spast and ein Jambus sind, Tvefshalb sie, da ein Anti- 
)ast und ein Diiambus sich entsprechen (s. zu V. 896), 
»Igende Form haben können: o J!. Ü _, o -£, s. ?5U 
oph. Kol. 1733. Ueber dtxo<ppcoy TiorßioS, Zwie« 
'achtsgeschick , s. zu Eum. 90. 

y. 880 ft es durchdringt aber auch die Stadt 

«seufz, — es seufzen (also) die Burggemäuer, es 

io&et der Grund, — als Männerfreundin (aus Liebo 

i den beiden gefallenen Männern). Vergl. Ag. 464 f. 

'jpo^ 6' V7C* evayyiXov noXiv dirptei ^ooc ßd^tS% 

an mufd sich denken, dafs der Chor, der vor der 

onigsburg steht, aus der tiefer liegenden Stadt Kla- 

»tone Tcrnimmt, wie er früher den Kriegslärm ver- 

ihm, und dafs diese Worte eine Unterbrechung des 

sherigen Klagegesangs sind, der erst Yj 883 wieder 

rtgesetzt wird, dtjjxet drückt aus, dals das zuerst 

m Chore Tor der Burg erhobene Seufisen und Klagen 

ch in der Stadt Nachahmung findet x(A iCoXiv aucli 

3 Stadt, ohne sich blos auf die Burg zu beschränken. 

e Worte örirovöt icvpyot^ ötivsi jciöov machen 

le Parenthese, deren Sinn ist : es seu&t also demnach 

;ht blos die Burg, sondern auch die tiefer liegende 

adt. S. auch zu V. 868. Ueber Tcvpyoi und jciÖQV 

: die auf der Burg und in der Stadt befindlichen 

ansehen s. das Sachregister unter: Substantivum. 

pyot ist hier von der Burg zu verstehen, s. zu V. 

1 , vidoy aber von der tiefer liegenden Fläche , auf 

defaer die Stadt steht, s. zu Ag. 514. Nach ici^or 

be ich des besseren Sinnes und der genaueren Ent- 

rechong mit der Strophe wegen ein Komma gesetzt, 

dafs ^iXaydpov sich auf itoXtv bezieht, ob es gleich 

flieh zu nidov gehören konnte, doch so, dafs es 

o Sinne nach auch auf nvpyoi zu beziehen wäre, 

•gl Soph. EU. 193 f. rdöTotS ^TtcctpcooiS) — iv 



222 EHTA Em SHBA& 

(LBVEL Ttxiava T* iTtiyovoiSy 
äi' (av alvofioQOig, 010 

.885 di* <av vELxog i'jJa, 
Q'avcitov tekog. 



HoitatS Ttarpcüai^, Kol. IS 33 Ttpo^ ^fnjvaSv (pfioy- 
yioovy^ TCpoS ^ecöv ojjoyviayy, Aisch; Pers. 897 yhnrt^ 
ya ta narpwa, Hik. 509 lUi^ca 6* hcono nai Tvjpf 
ytpaxtijptoS , Elmsley cu Ear. HerakL 131, MatUk 
Gramm. §. 441, Anm. 2; Aehnliches aach bei uns zb 
Prom. 1017, Hik. 694, 727. 

V. 883 und zwar werden bleiben die Besitzmigeii 
den Nachkommen. Diese Worte beziehen sich auf V. 
876 ff., Ton denen sie durch die für sich dastehenden 
Verse 880 — 882 getrennt sind. Ueber juivetv mit 
dem Dativus s. zu Hik. 371. r^, öfter so, ^enn die 
Rede von einer andern Person berichtiget oder fort- 
gesetzt wird , 8. zu Soph. Phil. 442 , Aisch. Prom. 248. 
Statt t' haben Cant. 2 und Wolf. 6% an sich redt 
gut. iTCiyoyoiS f dem Laodamas, des Eteokles Sohne 
(Pausan. I, 39, 2, IX, 6, 6 f., Apoliodor. lU, 7, 
3), und dem Thersandros, des Polyneikes Sohne (Pausan. 
II, 20, 4, VII, 3, 1, IX, 6, 7 f., X, 10, 2, 
ApoÜodor. III, 7, 2, Diodor. Sik. 4, 66, Hygin. 71), 
aufser welchem Pausan. II, 20, 4 noch zwei Söhne 
des Polyneikes, Adrastos und Timeas, anfuhrt. Uehri- 
gens scheint Aischylos , da er den Ausdruck ixtyorotS 
gebraucht, auf den Zug der Epigonen gegen Thebai, 
der in dem späteren Stücke gleiches Namens (s. dio 
Einleitung) enthalten war, anzuspielen. 

V. 884 ff. wegen welcher (Besitzungen) den nn« 
glückseligen, wegen welcher Streit kam (entstand), 
(und) des Todes Ziel. 6td mit dem Genitiyus dr&dEk 
zuweilen die veranlassende Ursache aus, TergL Af* 
437 f. Tov d* iv (povaLi xaX^s jteöovt* aÄXotplaS 
' dtal ywaiHoS, Durch die Wiederholung 8t * aSk wer- 
den die Güter als Hauptursache hervorgehoben. ißoL 
eitstand 9 ^e TfX^B und anderes gebraucht wM. w 



EHTJ Em 0HBA2. 223 

HMIXOPION ß\ 

i[ioiQdöavto d' o^vxaQ- 
diot. xri^(iad'\ cStfr' löov kaxBtv* 
ÖLaklaxtiJQt, d' ovx 
)0 ä[iBii(pla ^Ikocg, 915 



T Bravdtov riXofff welches keine Entsprechung hat, 
be ich als eine in den Text gekommene Glosse ge^ 
riehen. Auch Y. 825 und anderwärts ist es so falsch- 
Ji eingeschoben worden. Das Asyndeton darf nicht 
ifallen, vergl. V. 915 f.; doch kann man ^ardxov 
XoS auch als Apposition zu veixoS ansehen, nur heifst 
dann nicht des Todes Ziel, wie Hom. IL III, S09, 
, 553, IX, 411 u. a., sondern: Streit, der ihren 
itergang entschied, bewirkte. 

y. 887 f. sie theilten aber jähzornig die Güter, 
n Gleiches zu erhalten, d. i. so dafs der eine nun 
en so viel als der andere erhalten hat, nämlich so viel 
■de als zu eines jeden Grabe nothig ist, s. zu Y. 709, 
sber das Yersmafs s. zu Y. 875. löov (and. l6ov, 
», Aid. l^öav} hat hier langes t, was bei den Tra- 
uern ungewöhnlich ist; doch da sie auch in andern 
ortem bisweilen die epische Quantität sich erlaubt 
ben, so möchte ich an unserer Stelle, besonders da 
in einem Chorgesange ist, keinen Anstofs daran neh<' 
in. Uebrigens führt Drakon de metris p. 35 und 
)rodianos (Hermann, de emend. rat. gr. gramm. p. 
:4) aus des Aischylos Salaminierinnen (Bruobst 200) 
.1 ijttol yivoito g>apoS löov ovpctv£, Ueber die 
irlängerung in iöo^eoS u. a. s. zu Prom. 540. Wäre 
er durchaus eine Aenderung nöthig, so könnte man 
r rl6ov XaxBiv schreiben; über ooS für möxe s. zu 
irs. 503 , über die Krasis xlöoy für x6 t6ov de dial. 
phoelis p. 39, die jedoch auch nicht gewöhnlich^ 
«wohl an sich nicht falsch ist. In jenem Bruchstücke 
ante man <päpoS üdov ov ovpava vermuthen. 

Y. 889 fL für den Yersöhner aber ist nicht Ta* 
Uosigkeit den Freunden (out dem sie Tersöhnendon 



I 



^1 



214 EHTA Em eUBAZ. 

tov dvöTcikadov ^' v^irov 'Eqiwvos 
850 t' l^^poi; TCttcciv^ i7tt[ieX7CBLV. 875 



(defgrundiger) Brust senden (äufsem, herrordring«! 
lassen) werden angemessenen (ilirtn gerechten) Schmerz. 
ovx d/i(ptß6Xa>^ , vergl. V. 792, Pers. 871. ipazdv 
verbinde ich nicht mit Ik ßa^v^ioXitcov özrf^ecov, son- 
dern . mit aXyoS iitd^iov , und verstehe darunter die 
geliebten Brüder. Will man es jedoch zu ötrjblo^y 
ziehen, so heifst es: aus liebender Brust. ix ßu^v- 
xoXTtGDV öttf^EGOv (duTch die Synizesis zweisilbig) aui 
dem tiefsten Grunde 'der Brust, wodurch ausgedruckK 
. wird , dals der Schmerz kein erheuchelter odei^ gewöbo- 
lieber ist. aXyoS kann wegen rjöeiv auch in der prä- 
gnanten Bedeutung Schmerzensruf genommen werdeo. 

y. 847 8iKrj es ist billig, angemessen, s. zu Sk) 
1037. Ttpotepov <pri)ui7}S vor ihrem Rufe, ehe sie iini* 
Klage erheben, yieileicht auch: vor der Aufforderong, 
ehe sie es uns heifsen. Der Chor, welcher die Leicböi 
früher zu Gesicht bekommen hatte, wollte in den Auges 
der beiden Königstöchter nicht ajs unempfindlich uod ' 
theilnahmslos gelten. 

y. 848 den mifstönigen Gesang der Ehrinnys, dea 
grausklingenden Gesang, welchen die Erinnys singt, d. L 
den Klagegesang über den von dem Bruderpare began- 
genen Frevel des Brudermords ; vergl. Ag, 633 , 967 
f., 1159 f., 1164 f., 1448 f., Choeph. 470, Em 
322 ff. = 335 ff., unten V. 932 ff. 

y. 849 f. theils des Aid es verhafstes Lied dazu- ' 
zusingen, d. i. theils den ungern gesungenen Trauer- 
gesang wegen des Todes der unglücklichen Brüder 
damit zu verbinden. *At8a (Vict. *AUaL) natava du 
Lied, welches Aides singt, das Todlenlied; TergL Enr. 
Iph. Taur.^ 182 ff. tdv iv ^^pjjvoiS ßovdatr rixv6ir 
ßiiXeoVy rar iv pLoXscaiS 'AtdaS vßvtt, öixot noadyair,^ 
Hik. 75 xopov, vor "AiöaS öißet, 773 "AtSov ßioAxi 



EHTA Em &HBA2. 215 

ötQotpov eöd^öLV TceQtßdklovraCf 
xlcUoy öTtvo^aCy Kai doXos ovdslg 
15 ftgj 'x q)QBv6g ögbiSs fis liyalvuv. 

HMIXOPION a. 

l(Oj Ifi 8v6q)QovzQj dtfi» d» 880 

q)ikov äxLötov xal xaTcav 

dtQVfiovss natQcßovg 

86[iovg iXovtegy fteAeot, 6vv aXx^. 



f. Herakl. 1027 rov Utda xopoy, El. 143 //^Aof 
t6a. An der dorifichen Form des Genitivus ist ia 
spastischen Versen eben so wenig anzustofsen, wie 
i OidiTtüda V. 866, 1042, Soph. Ant. 380, da es 
jjgennainen sind, von denen manche diese Form sogar 
Prosa haben. 

. V. 851 ff. sieht die Chorfahrerin die Antigone 
id Ismene in stummem Schmerze sich auf die Leichen 
rer Brüder werfen, und ruft defshalb aus: ach ihr 
blimmstverschwisterten aller, soviele einen Gürtel 
Q die Kleider sich legen (unter allen Jungfrauen oder 
'eibern überhaupt), ich beweine, ich beseufze euch, 
id keine Täuschung (Verstellung) ist es, dafs nicht 
in Herzen aufrichtig ich jammern sollte, to^ steht 
i&erhalb des Versmafses, s. Pers. 873, zu Ag. 1430, 
Imsley zu Eur. Med. 95; auch das Sachregister un- 
r: Intcrjectionen. Eine ähnliche Stelle ist unten V. 
}7 S, Ueberhaupt wird öfter mit OTtoöoS umschrie- 
jn, vergl. Prom. 121, 409. S. auch das Sachregister 
iter: Umschreibung. 6tp6g>or, s. zu Hik. 443. xal 
m Sinne nach für: und zwar, wie oft ßtr} steht 
keinbar überflüssig, s. zu Prom. 789. ix tppevoS 
in Herzen , s. V. 899 f. und Blomfield za u. St 

V. 856 S, adi, ach unbesonnene; da ihr Freun- 
m ungehorsam iind "rom Unglück unzermaimt das vä- 



« 
ß 



216 EHTJ Em eHBAS. 

HMJXOPION fl. 
860 fiilxoi 8^^' , ot yaUovs d^aväxovs 






terliche Haaa nehmen wolltet i unglüdueHge, mit Kampt 
Man kann anch abtheilen: 

icoy ha 6vög)poyeSy tpiXosfV äntdrot 

nal xandör drpviioytS Kotp^ovS 
und in der Gegenstrophe e 

itOj ioi ööOßäTöov lpmi>lxo%xot f 

yiai KtHpä^ /iorapxiotS idovte^, 
Svdq>pov£S unverständige, unbesonnene 9 vergL Pen. 
544, Soph* Ant 1261 u. a. qtiXtov ajttörot, dea 
Eteokles nämlich suchte der Chor (V. 659 — 700), 
den Polyneikes Amphiaraos (V. 558 ^-^ 568) yod ihrai 
Vorhaben abzubringen, xaxcoy atpvßoveS durch das 
Unglück des Laios und Oidipus eben so wenig, m 
durch den auf ihnen lastenden Vaterfluch gebeugt 
lieber den Genitivus s. Matth. Gramm. §. 345. Ueber 
das Participium Aoristi mit der Nebenbedeutung d« S 
Wollens s. zu Prom. 213. fiiXtot ist durch die Syni« 
zesis zweisilbig, wie V. 926. /liXeot unglückseügei 
Frevler, wie raXaS u. a. So V. 860, Ag. 700, Choepik 
1016 u. a. Ueber 6vy s. oben zu Y. 643. a}jtjt 
Schlacht, s. zu V. 480. Einige alxji^t und so ia 
Med. (Weigel) am Rande als Variante. 

V. 660 f. unglückselige jawohl» da sie Unglück» 
selige Tödungen sich erfanden (ersannen) zu dea Hauset 
Verderben (da sie nicht blos das Haus zerstören woll- 
ten, sondern sich selbst auch zu ermorden beschlossen). 
/liAeos, s. zu V. 856. Ueber den Grebrauch von 6ijta 
s. zu Hik. 202. evpovro, Aid. und Rob. evparrOf 
▼iell^cht richtig, s. Matth. Gramm. §. 193, Anm. 7» 
c, fiuttmann^s ausf. Gramm. §.96, Anm. 9. 66/uar 
inl Kvßijf (Cantabr. 1 und Reg. B nicht Übel Af^^) 
könnte zwar die Folge ausdrücken: so dafs dadufch 
das Haus Schaden leidet» s. zu Soph. Ant. 786, MaUk 
Gramm. §. 585, S. 1166; doch wird es hier wegen 
des Vorhergehenden narp^ovS öoßövt kkimi dur | 



EHTA EJU ©HBAS. 217 

I 

HMIXOPION d. 

(lovccQxlag ISovtBgj 



x^ und des Folgenden Soo/idtoifv ipetipirotxot besser 

verstanden, dafs es eine Verbindung, ein Neben- 

Landerseyn bezeichnet. Ueber iiti mit dem Dativos 

der Bedeutung: aufs er s. Matth. Gramm. §. öSö, 

1167. 

V. 869 if. ach, ach des Hauses Mauersertr^mme* 
', und bittre Alieinherrschaften im Auge habende 
strebende), nun seyd ihr versöhnt nrit dem Eisen. 
fiatfov ipetiphoixot werden beide Brüder genannt, 
ivohl diese Benennung mehr dem Polyneikes zukommt; 
ofem aber Eteokles durch Mangel an Nachgiebigkeit 

Belagerung herbeiführte , kann er wenigstens mit« 
iuur so genannt werden. S. etwas Aehnliches zu 

810. ÖGopidTOoy hängt von xoixos in ipen/dtotxot 
, s. zu y. 106. Der Pluralis nixpäs ßorapxictS 
ickt aus , dafs jeder der beiden Brüder nach Allein- 
xschaft strebte. Aehnlich V. 895 XaxocL Doch ist 

Lesart des Aid. und Rob. nixpäS [jLovapxiaS nicht 

übersehen, da i86vteS wegen des darin liegenden 
jpSB des Begehrens mit dem Genitiv construirt wer- 
I kann 9 vergi. Hom. II. 14, 37 otpeiovreS dvt^S 
i noXijiioiOf Matth. Gramm. §. 350, uns zu Soph. 
b. 102S. niHpds in so fern sie durch Krieg, Mord 
l Verheerung bewirkt werden sollten. An der ganz 
elmäfsigen Perfectform diijXXax^^ haben einige mit 
recht Anstofs genonmien. Ueber Övv s. zu V. 643. 
ch V. 865 folgen gewöhnlich noch die Worte ovh 

inl q)t\iay dXX* ini q>6y(p öiaxpiS^TjtB y welche 

oe Entsprechung haben, sehr matt sind, und offen« 

als eine in den Text gekommene Glosse zu.tiÖTf 

'^XXax^s dvv 6t6apa) angesehen werden müssen^ wie 

a aus dem Scholiast ersieht Schon Triklinios hat 

all unächt herausgeworfen} f. Elnsley im musii crit* 



218 EHTA Em 0HBJ2L 

HMIXOPION ^. 
9tiQta ä' ciXrjd'^ jtatQog Olduscoda 

Tt&tVb ^EqI/WVQ BJtSKQOVBV. 

HMIXOPION d. I 

8i* eiovvfiov t^viinivotf 6tp. ß. 

870 ^\ o^ov terv^[iBvoiy ofio* 895 



Cantabr. no. VII, p. 458 (an dem Leipziger Abdrucke 
von Blomfield^s Agamemnon p. 298). 

V. 866 f. ganz offenbar aber hat des (ihres) Va- 
ters Oidipodes hehre Erinnys es rollendet. aÄjf^rj 
steht adverbialisch für aXi^^cü^ , wie Aehniiches oft 
Ueber die Verbindung TtatpoS 'EptvvvS s. zu V. 705, 
ftber den G^enitivus OldiTtdöa zu V. 707, und über die 
dorische Form zu V. 849. xarsvyßaTay was ein Tlicil * 
der Urkunden hinter Oiömoda hat, ist eine in dea 
Text gekommene Glosse, inhipavev Med. (WeigeT)! 
Aid. und Rob., gew. inixpave, 

V. 868 ff. durch' die linken getroffen, — getroffeo 
jawohl, zusammen (beide) getroffen, — und (zwar) 
gleichleibigen (in demselben Mutterleibe entstandenen, 
blutsverwandten) Seiten. Diese Worte sind mit TfBri 
8L?jAÄax^€ dvy öiSapo) zu verbinden, dt* evoarvfKov^ 
6jiod7tXdyx^f*>^ ^£ TtXevpcojLidtGov gehört zusammen, ist 
aber durch eine Parenthese von einander getrennt 
Statt tEtviijievoi 8n^' ojnodxXdyxycov habe ich, da 
hier, wie die Gegenstrophe lehrt, etwas fehlt, rerv/i- 
ßiivot ö;/-^', ojLiov tetvfjLfjLevot y oßodfcXdyxyoov ge- 
schrieben. Wegen des dreimal gesetzten rerv/ifiirotf 
was man fälschlich für einen Fehler ansah, wurde tixvfi' 
ßiirot 6^5' ojjov gestrichen, öijra jedoch, was noth- 
wendig schien, zwischen retvji/nivot und o/xodxXdy* 
XVQav beibehalten. Doch ist die dreimalige Wiederho- 
lung hier an ihrer Stelle und schon, zumal da auch 
in der Gegenstrophe dtoro^^ dtivovöt, dtirn aa dein 



EHTJ Em &HBAR 219 



iH dt datpLovLOL^ 
cH clt d' ccvn(p6v(ov 
%av&x(ov aQaL 



elben Orten steht. Eine Andeutung, dafs dafi Aufge- 
lommene das ursprüngliche war, liegt auch in der 
iViederholung der Worte rerv/i^/aivot SifSr' oßov nach 
J. 894, wo sie Med. und Reg. L , obwohl an falscher 
Stelle haben. Sie scheinen an das Ende der Seite ge-» 
letzt worden zu seyn, um die Schönheit der Handschrift 
lurch Einschiebung nicht zu entsteilen. Dafs V. 868 
— 874 dem ersten Halbchor zuzutheilen sind, lehrt der 
ranze Zusammenhang und auch der Umstand, dafs in 
eder Strophe und Gegenstrophe jeder Halbchor nur 
einmal singt. Man hat jedoch die Worte tervptßiiyot 
iijBr' — nXevpoojidtcov und in der Gegenstrophe öre- 
}rovöt — cplXavdpoy dem zweiten Halbchore zugetheilt, 
wahrscheinlich weil 8ijra oft nach dem von einer an- 
lern Person wiederholten Worte steht (si zu Hik. 202)| 
rroztt besonders Y. 860, 914, 9G4 aufforderte. Aber 
KS findet sich auch, wenn dieselbe Person dasselbe Wort 
wiederholt, vergl. Soph. El. 1165 f. äs /i* dxGoXedaS' 
tXJCooXeöaS dTJta, Phil. 759 ff. iao , ico SvdtTfvs 6v' 
Ica dvÖtTfvs 8ijta ötd novoov itdvtoov q>aveis. Etwas 
Aehnliches s. zu Prom. 347. Ueber die Verbindung 
tervjißiiyot öijSr*', ojnov TstvjLtjiivot , worin eine Stei- 
gerung ist, s. zu Pers. 524. ot vor o ist kurz nach 
der Regel. oßoÖTcXdyxvcov (s. zu V. 1018^ nXeV" 
pcoßidToov, vergl. V. 913 ;t^pöly ojaodTiopotdtv u. a. 
r^ und zwar, s. zu Prom. 208. rcXBvpcofidtcov für 
ftXsvpmv y vergL Choeph. 677. So TtvXcojna V. 390, 
781, 7tvpra)jiia 30, 233, 451, ickicXonfia 1026, Hik. 
692, rpixoojJta oben V. 648, x^^'^^M^ 367, xdpnGOf^ict 
Hik. 970, /lopgjGojtta Ag. 851, 1191, Eum. 412, J^- 
ßiGo/ia Eum. 852, x^P^M^ «^g* 1299, unten Y. 1009 u. a« 

y. 872 ff. ach, ach ihr ungeheueren, ach, ach 
wechselmordiger Tödungen Anwünschungen ! Ueber 
ScajLioyio^ s. zu Pers. 564. 6h steht häufig nach dei 
Wjederhoiong derselben Worte. 



220 EHTA Em 0HBAS. 

HMixopioN /r. 

875 Suxvtalav Isyeig nXayccv' 900 

avavSatip iiivu^ 

agalq} % Ix natgog 

dixoq)Qovt ütotucp. 905 



y. 875 £ den durchdringenden Schlag nennst du; 
als am Hause geschlagen Terkünd' ich sie, d. i. sie 
haben .aber nicht blos ihr Leben verloren , was du er- 
wähnst, sondern ich setze noch hinzu, auch ihr väter- 
liches Erbe. Den zwei Antispasten im ersten Verse 
entspricht in der Gegenstrophe ein Antispast und ein 
Diiambus, s. zu V. 896, was man, wenn es nothig 
wäre, durch die Umstellung diavxaiar TcXaydv keyetS^ 
oder durch Annahme der Form o^vxpdötot statt o^v- 
TcdpSiot in der Gegenstrophe beseitigen könnte, ob- 
gleich diese Form vielleicht nicht nachzuweisen ist; 
blos evxpddtoS wird von Stephanus angeführt, dtocr' 
xaiav durchdringenden, todlichen, s. Blomfield zu d. St. 
Es bezieht sich besonders auf V. 868 di' evcorv/ioor 
rexvpLfiirot nXsvpcoßdtGov, Ueber XeyeiS s. zu Pers. 
266, Gew. ödjiioiöi (einige dco/iaöt} xal daoßaöt 
(Med. bei Weigel öoDjxaöiv) TtenXayßjiivovS ivrixa^ 
worin die Worte Tial öcS/iaöt keine Entsprechung ha- 
ben und von mir gestrichen worden sind. Sie sind eine 
in den Text gekommene Glosse zu öiavTauxv ^JysiS 
nXaydv y um den Gegensatz zu ddßiotd^ mehr hervor 
zu heben : und zwar an den Korpern. Oft steht so 
otal in den Schollen. Wie hier Sojnotdi TtsxkMyßxi" 
vovS (gleichsam do/ioTcXrjxrov^ wie Prom. 1056 q>p£* 
yonXrfxros) steht , so findet sich Pers. 974 Ötpaxir 
ßikv roöovzov xdXaS TciTtXjjy/iat» 

Y. 877 ff. durch (ihre) nnaussprechlicfae WiitiH 
und durdi das vom Vater (ihnen) angewünschte mils- 
bellige Geschick (durch die durch des Vaters Fluch 
(iber sie verhängte Zwietracht). V. 877 und 878 sind 
ischlorriiogische jambischiBy deren Bestandtheile dn An* 



'^ . BnTA Em &HBAL. 221 

HMIXOPIOIÜ &. 

ötBvovöL TCvgyoCy 



spast and ein Jambus sind, Tvefshalb sie, da ein Anti- 
)ast und ein Diiambus sich entsprechen (s. zu V. 896), 
ilgende Form haben können: v^^2£_,oZ, s. zu 
oph. Kol. 1733. Ueber dtxoq>pcov notfioSf Zwie« 
'achtsgeschick , s. zu £um. 90. 

y. 880 If. es durchdringt aber auch die Stadt 
eseufz, — es seufzen (also) die Burggemäuer, es 
in£zet der Grund, — als Männerfreundin (aus Liebo 
1 den beiden gefallenen Männern). Vergl. Ag. 464 f, 
vpoS d' vTc' EvayyeXov itoXiv Strptet JS-oa ßdHt^% 
An mufs sich denken, dafs der Chor, der vor der 
onigsburg steht, aus der tiefer liegenden Stadt KJa- 
stöne Tcrnimmt, wie er früher den Kriegslärm ver- 
ihm, und dafs diese Worte eine Unterbrechung des 
sherigen Klagegesangs sind, der erst YJ 883 wieder 
rtgesetzt wird, dtrjxet drückt aus, dafs das zuerst 
m Chore Tor der Burg erhobene Seufisen und Klagen 
ich in der Stadt Nachahmung findet xtA iCoXiv aucli 
3 Stadt, ohne sich blos auf die Burg zu beschränken. 
e Worte dtivovöt levpyot , ötivsi nidov machen 
le Parenthese, deren Sinn ist : es seu£zt also demnach 
zhi blos die Burg, sondern auch die tiefer liegende 
adt. S. auch zu V. 868. Ueber nvpyoi und TtiSov 
r die auf der Burg und in der Stadt befindlichen 
ansehen s. das Sachregister unter: Substantivum. 
'pyat ist hier von der Burg zu verstehen, s. zu V. 
1 , fciöor aber von der tiefer liegenden Fläche , auf 
ddier die Stadt steht, s. zu Ag. 514. Nach TtiSov 
be ich des besseren Sinnes und der genaueren Ent- 
reclrang mit der Strophe wegen ein Komma gesetzt, 
dafs gdXavSpov sich auf itoXtv bezieht, ob es gleich 
flieh zu Ttidov gehören könnte, doch so, dafs es 
n Sinne nach auch auf Jtvpyoi zu beziehen wäre, 
:^l Soph. BU. 193 f. vdötotS (^ntxrpcootS) — iv 



222 EHTA Em &HBAS. 

\ 

/ 

(iBVEi yxiava r' Ijttyovovgy 
06 ' (ov alvofioQOig, 010 

.885 di^ C3V vELxog i'jJa, 
&avcitov telog. 



HoitatS Ttarpcüai^, Kol. IS 33 lepoi ^privojv (p/ioy' 
yiGov)\ TCpoS ^ecöv ofjtoyviGiyy, Aisclr. Pers. 897 ykrrif 
ya re narpwa, Hik. 509 lUi^ca d* hcotco 7ca\ Tvjpf 
npaxTjjptoS, Elmsley cu Ear. Herakl. 131, Mattli. 
Gramm. §. 441, Anm. 2; Aehnliches aach bei uns m 
Prom. 1017, Hik. 694, 727. 

V. 883 und zwar werden bleiben die Besitzmigeii 
den Nachkommen. Diese Worte beziehen sich auf V. 
876 ff., von denen sie durch die für sich dastehenden 
Verse 880 — 882 getrennt sind. Ueber juivetr mit 
dem Dativus s. zu Hik. 371. r^, öfter so, ^enn die 
Rede von einer andern Person berichtiget oder fort- 
gesetzt wird , 8. zu Soph. Phil 442 , Aisch. Prom. 248. 
Statt t' haben Cant. 2 und Wolf. 8', an sich redt 
gut. iniyoyotS f dem Laodamas, des Eteokles Sohne 
(Pausan. I, 39, 2, IX, 6, 6 f., Apoliodor. HI, 7, 
3), und dem Thersandros, des Polyneikes Sohne (Pausan. 
II, 20, 4, VII, 3, 1, IX, 6, 7 f., X, 10, 2, 
Apoliodor. III, 7, 2, Diodor. Sik. 4, 66, Hygin. 71), 
aufser welchem Pausan. II, 20, 4 noch zwei Söhne 
des Polyneikes, Adrastos und Timeas, anfuhrt. Uehri- 
gens scheint Aischylos, da er den Ausdruck hctyorotS 
gebraucht, auf den Zug der Epigonen gegen Thebai, 
der in dem späteren Stücke gleiches Namens (s. dio 
Einleitung) enthalten war, anzuspielen. 

V. 884 ff. wegen welcher (Besitzungen) den im« 
glückseligen, wegen welcher Streit kam (entstand), 
(und) des Todes Ziel. 6td mit dem Genitivus drüdfit 
zuweilen die veranlassende Ursache aus, TergL Af* 
437 f. rov 6* iv g)ovaU xaX(^s möovt* d^XotpiaS 
ötal ywaiHoS, Durch die Wiederholung dt * oov wer- 
den die Güter als Hauptursache hervorgehoben, ißä 
ejitstand» ^e ^X^a und anderes gebraucht wird, xd 



EHTJ Em 0HBA2. 223 

HMIXOPION ß\ 
i[ioiQdöavto 5' o^vTccc^ 

ÖLaklaKtiJQt d' ovtc 
)0 diiBii<pla q)lkoigf 915 



r ^avdrov riXo^, welches keine Entsprechung hat, 
.be ich als eine in den Text gekommene Glosse ge^ 
riehen. Auch Y. 825 und anderwärts ist es so falsch- 
Ji eingeschoben worden. Das Asyndeton darf nicht 
ifallen, vergl. V. 915 f. 5 doch kann man ^ardxov 
XqS auch als Apposition zu veixoS ansehen, nur heifst 
dann nicht ^es Todes Ziel, wie Hom. IL III, 309, 
9 553, IX, 411 u. a., sondern: Streit, der ihren 
itergang entschied, bewirkte. 

y. 887 f. sie theilten aber jähzornig die Güter, 
n Gleiches zu erhalten, d. i. so dafs der eine nun 
en so viel als der andere erhalten hat, nämlich so viel 
■de als zu eines jeden Grabe nöthig ist, s. zu Y. 709. 
jber das Yersmafs s. zu Y. 875. löov (and. löov^ 
», Aid. l'öav} hat hier langes t, was bei den Tra- 
uern ungewöhnlich ist; doch da sie auch in andern 
ortem bisweilen die epische Quantität sich erlaubt 
ben, so möchte ich an unserer Stelle, besonders da 
in einem Chorgesange ist, keinen Anstofs daran neh«* 
m. ' Uebrigens führt Drakon de metris p. 35 und 
)rodiänos (Hermann, de emend. rat. gr. gramm. p. 
t4) aus des Aischylos Salaminierinnen (Bruobst, 200) 
jt ijitol yivotto g>äpoS löov ovpav^, Ueber die 
irlängerung in iöo^eoS u. a. s. zu Prom. 540. Wäre 
er durchaus eine Aenderung nöthig, so konnte man 
r tl6ov XaxBiv schreiben; über gjS* für coörc s. zu 
trs. 503 , über die Krasis xlöoy für rd l6ov de diäl. 
phoelis p. 39, die jedoch auch nicht gewöhnlich^ 
«wohl an sich nicht falsch ist. In jenem Bruchstücke 
nnte man <päpo£ t^ov ov ovpav(ß vermuthen. 

Y. 889 fi für den Yersöhner aber ist nicht Ta* 
Uosigkeit den Freunden (out dem sie yersöhnendon 



224 EHTJ Em BHBAS, 

ovd' httxuQig '^(fijg, 

HMlXOPIOÜtr a. 

CidaQOTcXaxroi äe tovg iih^dt, — 
tax* av tvg ä%oi tlvbs, -^ 
895 Tdq)(OV ütatQ(pG)v Xa'jfflL 9S0 



Eisen sind aber ihre Freande nicht Eufirieden), npct 
angenehm {ihnen) Ares (dafs sie Krieg anfingen, iia4 
ihren Zwist auf diese Weise schlichteten). dia^Xet^ 
Htrjpty dem Eisen, wie es im Folgenden selbst erkläil 
wird; s. auch V. 865, 921 ff. u. a. Aebnlich V. 897 
^a'ixrTJp, Dieser Dativus hängt von dpLBpLfpiit ab, 4 
zu Prom. 443, so wie tpiXoiS von dem zu ergänzeil" 
den i6xL 

V. 892 ff. durch des Eisens Schlag befinden A 
sich so, durch des Eisens Schlag erwarten die C^^^^X 
r— leicht wohl itiöchte einer sagen (errathen) was« — 
der Täterlichen Gräber Erlangungen. 6t8apdn\aKcd 
(and. özdrfponAwiTot und ötdTjpoitXrfxtoi ^ so andi 
Med. bei Weigel, zum zweiten Male aber ötSapoxXif 
acrot) Aa;t^l durch des Eisens Schlag bewirkte firlan- 
gungen. Ueber diese Auflösungsweise zusarnrnengesets« 
ter Adjectiva vergl. besonders Schwenk za d. St., n 
Choeph. 25, Eum. 271, Wella^rr commentt. Aesck 
p. 64, uns im Sachregister unter: Adjectifum. tpvi 
für rovrov^, s. zu Y. 367. Per angeschaltete Sats 
tax ccv ttS ditot rivas macht die Rede lebendig; 
Ueber die nach V. 894 im Med. und Reg. L nodi 
stehenden Worte tetvßßhrot di}^* onov s. zu V, 868. 
\axot\ mit Xayxdvetv zusammen zu stellen, sdNkC 
sicherer als mit Xaxodretv, obgldch die Scholien 9t 
durch dnccpal und diopv^itS (aber auch durch Mf- 
pcoöaiS') erklären, und der Sinn: Gräber in der ▼äter- 
liehen Gruft auch gut wäre, üeber den Piuralis s. so 
V. 862. Dafs Oidipus als bereits todt zu denken ley 
8. zu V. 957. 



ßnXJ. Em &HBAS. 225 

HMIXOPION /»'. 
doiiGW (idX^ dx(o ö* ig avtovg 

yoog avto^tovog avtox'qfiiav* 



V. 896 ff. ein Getön fürwahr dei Hauses aber 
ödet zu ihnen hervor der Spalter, ein Jammer an 
sfa beiseufeenswerth ai& an sich sdiädlich (fürwahr 
£i ich ein Klagegeschrei zu ihnen erhebe, wie es nur 
9 Familie der Getodeten erheben kann, bewirkt das 
aitende Eisen, ein Gegenstand des Jammers, der als 

und für sich schädlich an sich selbst schon bekla- 
nswerth ist, wenn auch die beiden Brüder nicht 
durch um das Leben gekommen wären); ab feind« 
hgesinnter aber ist er nicht freudliebend wahrhaftig, 
idern thränengiefsend von Herzen, das während ich 
thränt werde, sich verkleinert, um diese beiden Herr* 
Ler (da er, der Spalter nämlich, feindselig sich be- 
M an den beiden Brüdern, so fordert er wahrlich 
Kt zur Freude auf, sondern macht, dafs ich von Her- 
I weine um diese beiden Herrscher, und man Hers 
in Weinen sich zusammenzieht oder sich verzehrt 
1 aufreibt), dojicov dxoa einen Klageruf, wie ihn 
r die Angehörigen erheben können. /idXa bekräfti« 
id, wie Hik. 853, Hom. Od. IV, 733 ; doch ist viel* 
^t ßdv statt ßoX* zu lesen, s. zu Hik. 894, zumal 

N und A * leicht \f rwechselt werden konnten. Ist 
\' acht, so entsprechen sich eine iambische Dipodie 
l ein Antispast, s. zu Y. 194, 203, 875, 930, 
) , Fers. 260 , Hik. 824 , Choeph. 30 , Soph. PhU. 
), Ant. 843, was jedoch Pers. 1010 unstatthaft ist. 
> meisten Urkunden haben dx<o (Med. axd, Arund, 
l Hob. dxnv) is (auch Med.) oder iTc' 9 was des 
tus wegen nicht bestehen kann. Bei Weigel hat 

Med. jedoch jLidX' dxdedöa tovS npo Tti^nei. 
vas Aehnliches s. zu Pers. 380. Ich habe dxo^ 6' 
geändert. Es scheint nämlich AXOA E2 in AXOA 
? wegen des nach dem dritten Worte auffallenden 8h 
jedoch sa Prom« 321) und wegen der Aehniichkeit 

15 



226 BUTA Em 

900 daK^xscyi/ d' Ix g>QBv6gy ä 9S& 

tolvde övoiv äväxtotVm 



des J und A übergegangen zu seyn (s. zu TEk. 186); 
da nun ax^ot als unrichtig einleuchtete, Wurde dafiir 
axs^ nnd dxoi geschrieben, dieses aber des Sinnes wegea 
in oixt)y verwandelt. Man könnte auch dxoiv is ändern. 
is* avtovS! nach ihnen zu. icponejjLicet prägnant far! 
macht, dafs ich hervorschicke, erhebe ; s. Aehnlicheä m 
Sachregister unter: Yerba. Saottijp das spaltende 
Eisen, wie V. 889 öiaXXocHrrjpi, Zn yooS in objecti- 
Ter Bedeutung: Gegenstand der Klage; vergl. AehiH 
liches im Sachregister unter: Substantiva. Statt Jod« 
{ppoav habe auch ich datocppaov (wie doXi6<pp(sy% 
'vij7Ct6q>p(M)v u. a. gebildet) aufgenommen, zumal da 
wegen der Aehnlichkeit mit dem darauf folgenden # 
leicht ausfallen konnte und datq>poov ein bekannterei 
Wort war; sollte jedoch dat^paov richtig seyn, «• 
müfste man es als Molossus messen, der einem CJm- 
riambus entspräche , s. zu Hik. 58 , 837 , Soph. OÜ 
473, Ant. 865, es als dorische Form für ÖTft<pptsv 
(wie drfuxXaotof^ Eur. Andr. 105, dj^aXarcoS^ oben V. 
7*2) ansehen, und es nicht mit dem Homerischen Sod- 
tppQOv verwechseln, sondern für gleichbedeutend nut 
6a£6(pp<av nehmen. Oft werden die Adjectiva auf g>piatf 
von Sachen gebraucht, s. Schwenck zu Eum. 766. 
Ifinter diesem Worte habe ich 6' aus Med. u. a. in der 
Bedeutung von ydp (s. zu Prom. 125) eingesetzt 
qnXoytx^rjS (so Med. bei Weigel, Cantab. 2 und ArundeL, 
doch gew. (piXaya^ij^, s. zu Choeph. 796) freudlie 
bend, Freude erregend, s. Aehnliches zu ffik. 666. 
itvfiQoS steht hier bekräftigend, wie Eum. 495 hvfUU 
dctxpvx^otfv thränenvergieüsend, prägnant für : macbeBd, 
dafs Thränen fliefsen; s. Aehnliches im Sachregifttf 
unter: Verba. Man kann auch Hik. 105 xd^ea -^ 
daxpvonetij u. a. vergleichen. Aus vielen Urkondeii 
auch der Med. (Weigel) , habe ich das hier des Ge- 



SnTA Em ®UBAZ. 227 

HMIXOPION d. 

MaQtÖtt d^ üutBlv Itc* d%'lL0(4S(/Pf ort, y\ 
{ WS iQ^dtrjv utolkd (ikv icoUxaig^ 930 

|5 ^sviDV ra TcdvtGiv 6xi%as 

nokü^oQovQ iv dat 



aisatzeg wegen- nothige 8* hinter Saxpvxioov dnge- 
fest, ix <pp€vo^, 8. zu y. 854. Zu 4pfn}r fiivv^n 
rgl. Hom. Odyss. IV, 374 fiivv^ei 6i toi rjtop htod'- 
OK, 467 fiivv^Ei de /zot ivdo^ev ^top, Quint. Smyrn. 
I, 406 oSvpojLitvat fiivv^ov. Der Genitivus xoiyBB 
foiv (Soiolr Med., s. zu Per«. 706) dvdxtoiv Ut 
irch um, über, wegen zu übersetzen, 8. Matth. 
ramm. §. 342, 2, §. 368, und bangt von daxpvxio^r 
ler y^n xXaiofxivaS ab, in welchem letzteren Falle 
irch das dazwifichengesetzte juvv^ei ein H^erbatoa 
itsteht 

V. 903 ff. man kann aber sagen gegen ^e nn« 
ficklichen, dafs sie anthaten vieles wenigstens den 
Irgern, und aller Fremden (der Feinde) Reihen als 
hr Ternichteten im Kampfe. Ueber siTCeiv hei tivt 

zu Ag. 1527. ipSetr ist hier doppelt construirt: 
Ttrt und ttvd, vergl. Xenoph. Anab. V, 8, 24, 
WTos tdvavria Ttoifjdete rj tovS xvvaS noiovöt^ 
id wegen anderer Verba oben zu V. 464, Ag. 647, 
hoeph. 616, Eum. 408, Soph. Aias 709, Ant, 1288, 
obeck zu Soph. Aias 716, Matth. zu Eur. Hik. 86. 
eher die Statthaftigkeit beider einzelner Constructi(H 
m s. Matth. Gramm. §. 415, un4 über die erster« 
»sonders Eur. Med. 1292 oöa 8j} ßpotoiS ipe^aS 
$ff xomdy auch zu Soph. Oid. 1348. Man kann 
ich ip8eiv in zwei yerschiedenen Bedeutungen, nam- 
sh anthilen und machen (auch wohl niedern^achen, 

zu Soph. Phil. 686) zugleich nehmen, und daraus die 
»ppelte Construction erklären : dafs sie anthaten Vieles 
wenigstens den Bürgern, und aller Fremden Reihen zu 
»|ur yernichteten machten in der Schlapht. Uebrigens 
^bt ipdetv hier vnd anderwärts mit übler P^ebenbe« 

15* 



228 EHTA EHJ @HBAS. 

HMIXOPION (f. 

dv08alii(ov 6(piv a rsTCOviSa 
XQO xa6Sv yvvaixäVy 
oTtoöttL xBKvoyovoi ocBxXrjvtav* 
910 ^aldcc xov avtäg TtoiSiv avtqi 9'Sftiif(t, 



deutung, so auch, i;vBmi es absolut steht, wie Ag, 154S 
TCa^Blv xov ip^aytUf Soph. Kol. 539 ipe^aS ; Ovx 
ipe^a. Ueber noXKa fitv ohne entsprechendes Kk in 
der Bedeutung: Vieles wenigstens, wenn auch nicht 
Alles, yergl. Soph. Trach. 1012, Kol. 1215; auch zn 
Prom. 755. nokixoLi^ y Cäntabr. 2 ycoXltaS, Statt 
H^vmv ie (so Med. bei Weigel, Aid. u. a. ) habea 
tVolf. , Rob. u. a. ^ivcov t' iS, was ebenfalls be- 
stehen kann, da ipSeiv tt i^ ttva gesagt wird, s. 
Matth. Gramm. §. 415, Anm. 2, und das Metrum an 
dieser Stelle eine kurze und eine lange Sylbe gestattet, 
so dafs das Ursprüngliche unsicher ist. Ttavtcov drückt 
aus, dafs kein Theii des feindlichen Heeres unbeschä- 
digt blieb. icoXv(p^6povS steht proleptiscb, wenn maa 
die erstere Erklärung annimmt, iv 6ai Med. und einige 
andere Urkunden richtig statt iv öatöt u. a. , 8. Hon. 
IL Xin, 286, XIV, 387, XXIV, 739, Hesiod. 
Theog. 650. 

V. 907 d9)lr dem Sinne nach für otvtoSyf s. über 
diesen Gebrauch des Dativus zu Pers. 689, 899, Matth. 
Gramm. §. 389, f und g, 1. ä (Med. und einige 
andere ?/) rexovöoL die Jokaste, welche dieser SteUe 
nach als noch lebend gedacht werden zu müssen 
scheint. 

V. 908 Tipo na6(Sv yvyatH<av vor allen Weiben, 
mehr als alle Weiber , vergl. V. 982 , Matth. Gramm. 
§. 575, S. 1135. 

V. 909 oTtodat rtxvoyovot xinXTjvtat, s. sn V. 
851. xiHXrjvtat dem Sinne nach für eiöl^ wie oft. 

V. 910 kann man ydp ergänzen, s. BU V. 79. 
natSa xov avxäff ihren eignen Sohn, den Oidipua. 



EHTJ Em eUBAS. 229 

raöav vn^ dXkcdofpovoig 
w xegölv 6[io6^6QOL6tv, 

HMIXOPION d. 

velxeos iv xhKtvta. 



3. und Rob. avtäs , Wittenb. avtijs statt avraS, 
d Wolf., Wittenb., Cantab. 2 und Rob. avt^ (Aid. 
«1/, Tum. avtd) statt avtSi, was beides vertlieidigt 
irden konnte , s. zu V. 525. ^ejuiva, Aid. und Rob. 
$iiytf, Wolf, und Cantab. 2 ^ejxivy. 

V. 911 rovöBe hinweisend: diese hier als Leichen 
|8nden. (ade so, so elend. 

V. 912 iteXevraöav Med. u. a. , iteXevTTfdav 

tu. a. dXXaXotpovoiS Med. u. a., dXkrj^oqiovoiS 
u. a. 

V. 913 t;;ro -— x^P^^y o/iodnSpoidiv , vergl. V. 
Of. 6/iodxXdyx^o^y TtXevpoofjLdxcQV f Ag. 1491 ofxo- 
Spots iTCißßoatdiv aijLtdrcov u. a. 

^ V. 914 — 937 theilt Rob. richtig den Halbchoren 
f ob er gleich falschlich den Namen des Halbchors 
t V. 921 statt vor V. 918 stellt. Die übrigen alten 
•gaben lassen daiiir die Isniene, den Chor, die An> 
:one und dann wieder die Ismene singen. Man über- - 
ze: gleichsaatige (Geschwister) ja wohl sind sie, 
ä (und zwar) ganz unglückliche (Geschwister) durch 
lit freundliche Spaltungen , durch wüthenden Streit, 
liles Zwistes Entsclieidung. dijra, s. zu Hik. 202. 
l und zwar, s. zu V. 810. ov q)iXaiS ist nicht in 
>tkatS zu verwandeln , obgleich ov und a verwech- 
t werden, s. zu Prom. 185. lieber das Vers- 
al vergl. obeo zu V. 877, über da« Asyndeton zu 
884. 



l 



2S0 EHTA Em QHBAS. 

HMIXOPION ß'. 

920 xccQi:a d' dö oftat/xot. 

6 TCovtLO^ ietvog ex xvQog övS'Blg 9bQ 

^ijKtos öidagog^ ütacQog ££ {^ftatov 
xaxog datrjmg "Aqrigy' 
925 &Qav ütatQug ^Qog T^bslg aXfjd^. 



■ 



V. 918 ff. es ruht aber ihr Hafs; auf blutbc- 
strömter Erde aber ist ihr Leben vermischt (ihre Le- 
benskraft, ihr Blut, in einander geflossen), und gar 
sehr sind sie blutvereint. ^ood ist nicht nothwendig in 
^6a zu Terwandelo , obgleich diese Form bei den Tra« 
gikern vorkömmt und wegen der alten Gleichheit der 
O- Laute leicht in. jene übergehen konnte, s. BlomfieU 
zu d. St. , doch veiiangt das Versmafs q)ovof}vra> statt 
g>oyoßßvrGi>. Zu ^cod in prägnanter Bedeutung kam . 
man Soph. Aias 1412 f. /liXav fiivoS u. a. vergleicheBi i 
Ueber d^ mit anreihender Kraft s. zu Prom. 644. i 
Ttdpta ojiiat/iot als leibliche Brüder und vreil ihr Blot 
im Tode zusammenflofs. 

V. 922 f. der zur See als Fremdling aus den 

Feuer gekommene scharfe StahL S. Aehnliches zu V. 

188 und über die Sache s. zu V. 709. Ueber d^ nach 

■demselben wiederholten Worte s. das Wortregister 

.unter di, 

y. 925 habe ich def Entsprechung wegen itpot 
nach narpoS eingesetzt. Es konnte der Aehnlichkeit 
mit itatpoS halber, besonders wenn dieses abgekürxt ' 
geschrieben wurde, übersehen, oder seiner Steiloo^ 
wegen als faboh angesehen werden; doch 8. über die- 1 
selbe zu Prom. 656. Es heifst aber: den Fluch von 
Seiten des Vaters; ähnlich V. 822 fccapo^sv evxtala 
qidxiSy 878 £ dpodqs t* ix «ottpoS dtxotppovt sTor/iff. 
Med. (Weigel) dXrj^fj mit a über dem ersten 7. 



\ 



EHTJ Em 0HBAS. 281 

HMIXOPION a. 

i%ov6L (ioTqccv XaxovTBg, cJ lUlBOt, ärr. 6\ 
jdcoödotGiv axmv* 955 

VTCo 8b öcifiazL yag 
wclovrog aßvööog ^ötcch 



V. 926 f. sie haben ihr Theil, nachdem sie erioostf 
oh die armen, Zeusverliehene Leiden. Statt (J (im 
Med. fehlt g?) uiXeot konnte man auch gü /iiXeot 
schreiben, vrie Soph. Ant. 1319, oder die Interjectioa 
CO für sich nehmen und durch Kommata einschliefsen» 
8. Eum. 349 = 360, zu Soph. Ant. 1274; doch ist 
vreder an der Interjection noch an dem als Nominativus, 
nicht als Yocativus dabeistehenden Nominativus anzu- 
fitofsen, vergl. Pers. 719 ä jll^Xsos: , o%av aß* fjßtfv 
^vßßdxoov cfTtGoA-Ede, obgleich g3 pieXeot sogar: oh ihr 
Annen! heifsen könnte, da der Uebergang der drittea 
Person in die Anrede nicht unstatthaft ist, s. zu Hik* 
109. Die Genitive habe ich Ton XaxorreS abhängig 
gemacht, s. Matth. Gramim. §. S28, da ßiotpav jdto6^ 
SotGov dxicov weniger wahrscheinlich verbunden wird, 
indem zu fiotpav aus Y. 923 xftVß^^'^^'^ zu ergänzen ist 
und die Erklärung V. 928 f. folgt Nicht übel verbin- 
det Blomfield cJ jtiiXeot Jto^dotcor dx^oov , s. densel- 
ben zu V. 777 (761), Matth. Gramm. §. 371. Uebri- 
gens ist /liXeot durch die Synizesis zweisylbig, wie. 
V. 859, und eben so dxiaov, wie V. 955. Jtoddoraov 
drückt das Ungeheuere des Unglücks aus, s. Aehnliches 
zu Pers. 564; auch Spanheim zu u. St. Es ist aber 
Tornehmlich der Yaterfluch und der Brudermord dar- 
unter zu verstehen. 

Y. 928 f. unter dem Leibe aber wird von Erde eine 
grundlose Masse seyn, d. i. wenn sie auch nicht im Le- 
ben und als Herrscher Land unter sich haben, so werden 
sie doch im Grabe und als Leichen eine grundlose Menge 
Erde unter sich haben. S. zu Y. 709. öl ist dem Sinne 
nach für ydp gesetzt, s. zu Prom. 125. Ueber den Sin- 
gularis öco/uctt vergib V. 189 6td dtoßa, 836 dßqtl 



233 i^nTA Eni ©HBAS. 

HMIXOPION ff. 

930 Uo ^lh)lg ijtavd'löavteg 
ütovoLöl ys douovg' xzXtvt^ 
8' ai:d\ iTCriUXatav »60 



i « 



jrparl, Perg. 363 xpatos:, 448 tppd^avreS SijuxS, 
827 ^vxv 8i56vt€$ ^öori^v, Hik. 31^ Ttplv noSa — 
^Bivat^ 590 8jjßov xpatovöa' x^P oicoi nXrßvetctif 
719 ßpaxiov* ei xaTeßßtvTjpiiyov^ , 728 ov uij — 
ij/i(av x^ip' (XTtoöxoiyytaty 729 nepicppovts ayav dviipa 
juivet, Eum. 366 noSoS u. a.; auch Matth. Gramm. 
§. 293 zu Ende, uns oben zu Y. 305, Hik. 658. 
Zu yas" nXovtoS vergl. Eum. 936 f. yovos TChtv- 

V. 930 f. nachdem sie ach! mit vielen Leides 
beblümt das Haus (ihrer Familie vieles Herzeleid dar 
durch angetlian). BieiSe Worte schliefshn sich an ix<>'^ 
fioipav u. s. w. an. htctv^iöavtes Butler richtig, wie 
es scheint, statt ifcav^-^öavtes (s. zu V. 542), was 
bestehen könnte , wenn man die Lesart Bofiot aufnimmt 
und einenal Antispast eine iambische Dipodie entsprechen 
läfst, s,. zu V. 896, oder in der Strophe Iv yctici 61 
statt iv dh yaioc schreibt Ueber ijtavMe^etv i. au 
Choeph. 146. ye hinter fcdvotöt hebt den Begriff die« 
ses Worts hervor. SojxovS Med. (bei Weigel Jedoch 
mit Ol über ov) Wien. B und D , öoßiöt^ Oxf. und 
Aid., öoßiot die übrigen, wahrscheinlich wegen Ärar- 
S^T^öavteS entstanden. Vor novoiöi ye öo/iovS hat 
Med. und Reg. L noch Ttovotöt ysvedv ^ was Erklä- 
rung von doßovS ist , da dofioi hier , wie anderwärts, 
Familie, Verwandte bedeutet. Es ist aber darunter 
vornehmlich Antigone und Ismene (V. 852 f.) und Jo- 
käste (V. 907 £L) va verstehen. teXevtat am Ende, 
zuletzt. 

V. 932 ff. zuletzt aber jauchzten hier entgegen 
die Aren die scharfe Weise, nachdem gewendet la 



EHTA Em 0HBAZ. 283 

tstQOniävöv TeavtQOTcq» gyuya yhovg, 
t5 sötaxB d' ''Atag XQwcaiov Iv nvkaiSy 965 
r. iv alg l%BlvovtOy xal 

Svolv ocQccx'^öaö^ SXij^b öcdfi^cov. 



BIZ gewandter Flucht das Geschlecht, d. i zuletzt aber 
belten hier dem Hause (der Familie) entgegea ihren 
eilen Siegsgesang die Aren, nachdem Glieder des Hau- 
1 aus demselben so. Tertrieben worden sind , dalk sie 
At wieder zurückkehren können, da sie nämlich den 
)d gefunden haben, aide hier, am Hause, mit Rück- 
dit auf doßovS, Man konnte auch rBXsvtaiai 8' 
itt reXevta ö' ai6' vermuthen, worauf auch die Va- 
inte im Reg. B reXevtaia, hinzuweisen scheint. Ueber 
n Gesang der Aren oder Erinnyen (s. zu Eum. 417) 
; zu V. 848 nachzusehen, rerpajajitivov kann als 
B^um und als Passivum genommen werden» jeavtpoTtca 
seichnet, dafs an eine Rückkehr nicht zu denken sey. 
ißya ist der Dativus der Richtung, s. zu Pers. 414. 
I ist aber die Verlassung des Hauses zu verstehen. 
iber yivovS s. zu V. 1041. 

V. 935 ist der Sinn: der Ort aber, wo das un- 
IcUiche Ereignifs stattfand, ist das siebente Thor, 
reiht an, s. zu Prom. 644. rponaiov ist in Bezug 
f tstpapiijUyov TCavrpoTtoo qwya yivovS gesagt. 

y. 937 und nachdem sie zwei überwältiget, ruhte 
I Gottheit, d. L die Ate begnügte sich mit dem Un- 
^ange der beiden Fürsten, ohne der Stadt weiter 
fanden zuzufügen. Da unter öaijicov hier nur die 
e verstanden werden zu können scheint, und die 
deutung: Geschick, Schicksal weniger pafst, noch 
oiger aber an den Apollon (s. zu V. 671) gedacht 
rdeh kann, so habe ich Hpatrjöaö* statt TtpocTTJdaS 
eg. G xpctTTJdaöa) geschrieben. Ueber iXrj^B nach 
n Participium Aoristi vergl. Soph. Aias 294, Trach. 
80, Theokrit. 1, 138 u. a. Einige iXq^' p öod- 
rr, vergl. V. 687, 795. 



r 



'*- 



234 SnTA Em SHBAS. 

ANTirONH. 

I2MHNH, 
Cv d' i&avsg xataxavcaVp drt, ä. 

ANTirONB, 

940 SoqX ä* Exavag. örp. ß, 

ISMHNH. 
Soq\ 8' i&avtg. dvt. ß. 970 



y. 938 beginnen die beiden bisher in stummea 
Schmerze bei den Leichen verweilenden Schwestern' (j. 
zu y. 841 und. 851) ihren Klagegesang (Koromos), 
wodurch ein dritter, aus drei Theilen bestehender, dei 
Schlufsgesange in den Persern sehr ähnlicher Gesang- 
abschnitt entsteht. ~ Uebrigens mufs man sich denken, 
dafs Antigene bei der Leiche des Poiyneikes, IsmeM 
bei der des Eteokles auf der Bühne stehe, und daii) 
wenn sie nicht im Plurali^ sprechen , jene von jenen, 
diese yon diesem rede. Die Personenabtheilung ist in 
deti Ausgaben nicht ganz richtig. 6v habe ich der 
Entsprechung wegen eingesetzt Es konnte leicht über- 
sehen werden, da sich der folgende yers so anfön^ 
und ist beinahe nothwendig ; vergl. y. 949 £ , 973 t 

y. 939 ist ein aufgelöster Bakc^ischer , in welchen 
jedoch Hataxavtav ste^X xataHtavoov zu schreiben ist 
Derselbe Fehler findet sich auch im folgenden yerse, l| 
und öfter. 

y. 940 Soply 8. über die Sache zu V. 709. 
MHOtvESf gew. Uxrave? y s. zu y. 939. Ware & Aen- 
derung nicht zu wahrscheinlich , so könnte die gewöhn- 
liche Lesart sogar beibehalten werden , da einen 
Tribrachys in . meiischen Jamben zuweilen ^n AoA' 
|>äst entspricht! «.auch zU Hik. 8324 Soph. Tncb. 



I 



\ 



EHTA Em ©HBAE. 235 

ANTirONH. 

I2MHNH. 
fieXeoTtad'Jis. drt. /• 

ANTirONH. 

XtG} SdxQva. dtp. d'. 

I2MHNH. 
945 fro yoog, ' dvt, 6^. 



V, 942 jxaXEOTtovoS (richtiger vielleicht jueXecmo^:. 
yoS") traurig arbeitend, unglückbereitend, wie /natato^ 
novoS , dptdroTtovos: , noXvnovoS Pers. 312, u. a., 
nicht : unglückduldend , da Polyneikes yon der Antigene 
mehr handelnd , Eteokles von der Ismene mehr duldend 
dargestellt wird. Es hängt aber dieses Wort mit Sopi 
d' ijiavES zusammen 9 wie /xeXeoTCa^S mit öopl 6' 

V. 944 f. haben einige Urkunden Itoa Sdxpva, 
ftoo yooSf andere hco yooS, ttoo danpva. Ich möchte 
iroo yooS, hoo ödxpv schreiben, wodurch eine ge- 
nauere metrische Entsprechung entsteht, der Hiatus 
wegfallt, welcher jedoch durch den Personenwechsel 
entschuldiget werden kann, ein Singularis dem andern v" 
entgegengesetzt wird, der beim Neutrum im Pluralis 
seltnere Singularis des Imperativs verschwindet, und 
die Entstehung der Lesart ddxpva sich erklären läfst. 
Daß a nämlich war wahrscheinlich das A, womit die 
Person der Antigene bezeichnet wurde , und welches 
bei der schlechten Personenbezeichnung in den Hand- 
schriften an Sdxpv kam ; s. ähnliche Fehler zu V. 988, 
Hik. 804, Soph. PhiL 1410, KoL- 1701. Doch habe 
ich im Texte nichts geändert, da ires) ödxpva vor itoj 
yooS , wo es die alten Ausgaben haben und wahrschein- 
lich auch der Med., vertheidigt werden kann, beson- 
ders wenn man Sdxpva durch die Synizesis zweisylbig 
spricht, wie Soph. Ajit. 527 q>tkddehpu ndtoo ^cbtpvd :* .. 



«' 



236 EHTA EHI ®HBAS. 

ANTirONH %a\ ISMHNH. 

ytQiOKBiöccL xatccictag. dtp, tcoA dvt. L 



Xetßo/iiva o. a., s. Hermanni elemm. doctr. metr. p. 53 
und unser Sachregister unter : metrische Gregenstände. 
Der Pluralis würde dann mehr das stärkere Thränen- 
vergiefsen bezeichnen. Ueber den Singuiaris des Im- 
peratiTS beim Neutrum im Pluralis rergl. Soph. Phil. 
1003 /ii} Vi r(ß8' ^6tco rdds, Eur. Phoin. 624 Tcpoi 
ravT* I'tgo /j,Iv (and. jnot) Jtvp, itGO öh qtdöyara 
(einige {pdöyarov) j doch Aisch*. Ag. 1240 ir* (öx^- 
nrpa xal öriqyrf) is q>^üpov, — aWr/v xiv* arrjßt 
dvt' ißov nXovti^Ete, wornach man iVe ödxpvcc (ohne 
Synizesis) machen und annehmen könnte, da& tre, we- 
gen des folgenden frci), in ha) yerwandeit worden sey. 
Zu hcij yoos kann man SopL Trach. 207 Iroi} yiXayyä 
vergleichen. 

y. 946 ist der Endvers des ersten Theiles dieses 
Gesangabschnittes , und zwar ein epiphthegmatischer, 
den beide Schwestern zusammensingen (s. über etwas 
Aehnliches zu Y. 104), oder so, dafs Antigene ihn za- 
erst, und dann Ismene singt. Das Zeichen der Wie- 
derholung wurde von den Abschreibern nicht verstanden, 
8. die Vorrede zu diesem Stücke. Dasselbe ist aach 
mit Y. 991, als dem Endverse des dritten Theiles 
dieses Gesangabschnittes, der Fall. Dafs dem so sey, 
beweiset theils der Mangel einer Entsprechung an bei- 
den Stellen, theils das Yorhandenseyn epiphthegmati- 
scher Yerse am Ende des zweiten Theiles dieses Ge- 
sangabschnittes , Y. 957 — 959 = 970 — 972. Der 
Dichter hat die Hauptgedanken in diese epiphthegmati- 
schen Yerse gebracht: 1.) sie haben getödet und sind 
todt, 2.) die Urheber davon sind Moira, Oidipus und 
Erinnys, 3.) sie sind dem Yater in der Gruft beizu- 
setzen. Gew. itpoHsidetai xataxrds ohne Sinn. Rich- 
tig hat man TcpoKEiöai HatanraS geändert, et wurde 
eingesetzt, weil es als zum Yerbum gehörig angesehen 
vvurde, wahrend es wahrscheinlich dne abgekürzte In- 
tesUiiearglosse war, wodurch angedeutet werden sollte, 



EHTA Em 0HBA2. 237 

ANTirONH. 

ISMHNH. 
kftog di xagdUc 6tsvsu 975 

ANTirONH. 

IZMHNH. 
60 6v d* avts Tcal ^ava&h^. 



&£s Eteokles zu verBtehen sey. Oft haben in diesem 
^ange die Scholien die Namen der beiden Brjider, 

der eine oder der andere von den Schwestern ohne 
ennong der Namen gemeint ist. 8. etwas Aehnliches 

1 y. 985. TtpoHSidat du liegst da, nämlich todt, 
srgl. Soph. Ant. 1101 Tctiöov 6k taS Ttpoxetfiivco 
itpoVy Blomfieid zu u. St« 

Y. 947 beginnt der zweite Theil dieses Cresangab- 
hnittes. i^\ rfh wie Hik. 803. In den Persern findet 
ch diese Inteijeotion einfach, Y. 561, 569, 643, 
tö, und auch unten Y. 960 hat OxC, Aid. und Rob. 
! nur einmal /naivetat yooiöt <ppj}v es schwärmt 
chweigt) in Klagen mein Herz, s. zu Y. 988. 

V. 949 ist icQ ico zu messen TT u w .«, wie V. 
;, 856, 862, 979, 980, 983, 984, 989, 990, Prom. 
'6, Ag. 1107, 1117. Als Diiambus steht es Prom. 
•6, Pers. 936, 964, 965, Hik. 115, Ag. 400, aU 
rei Spondeen wahrscheinlich Ag. 1471, 1495, als ein 
»ondeus wahrscheinlich Pers. 1025, 1029, Choepb* 
t5« Teotvddxfwta Med. u. a. des YersmaCies und des 
tgegengesetzten TcardS^Xte wegen richtig , andere Tto* 
^äxpvte, Ueber die Entsprechung eines Antispastu« 
d eines Diiambus s. zu Y. 696. 

Y. 950 du aber dagegen (bist) auch ganz elendi 
hes 6' avre nal b, zu Ag. 546. Der Yocatiyiia 



.( 



240 EHTA Em eHBJS, 

ISMHNH. 
960 ^s ^If dvCd'Bctta xiqiuxta. ort, s. 

ANTirONH. 

ov dsl^av* ix qwyäg IfioL 

I2MHNH. 



der Schatten des Oidlpos und die Erinnys, gar grob- 
mächtig. Ueber rls* bei Adjectivis 8. zu Prom. 698. 

y. 960 wehe, wehe! schlimmschaubar (gräüslidi 
anzuschauen) sind die Leidwesen (die Gegenstäads 
unsers Leids). Man mufs sich denken, dafs Ismeoe, 
während Antigene die epiphthegmadschen Verse siogt^ 
die Leichen betrachtet habe. 7/^ einfach Qx£, Ali 
Rob., s. zu V. 947. jiTj/uxta objectiv, s. zu V. 991. 

V. 961 nicht zeigte er (Polyneikes) sich seit der 
Fhicht mir, — zurückgekehrt aber büfste er ein dei 
Lebenshauch, <— und entfernte (todete) den (dei 
Eteokles ) , d. i. ich habe den Polyneikes seit uaBßf 
Verbannung nicht wiedergesehen, und mufs ihn ni% 
nachdem er zurückgekehrt, todt und als BrudennftrdflC 
wiedersehen. Statt idei^az' ist des Sinnes wegen durch- 
aus ov dei^ccz' zu lesen ; s. über die VerweGhselaoi 
Ton 8 und ov, welches leztere abgekürzt, jenem ähn- 
lich war, zu Choeph. 1049, Auch Termilste man Tiel« 
leicht das Augmentum, welches jedoch sehr wohl fehlet 
kann. Bas Medium Ton öetxvvvai ist in der Bedeu- 
tung sich zeigen, nicht häufig; öfter findet sich M 
aTCodel^aö^at, ivöai^aö^aty ini8ei^^Bat u. a., dock 
▼ergl. Eur. Heraki. 905 öeixt^/iercov iXiyxt^v xoir^^ 
auch Aisch. Eum. 638 cJs* detx^p ģoo^ , Eur. Hiki 
1207 £. q)6ßov ydp avtoiS — öetx^eiöa ^rjösu 

V. 962 noch kam er (auch Eteokles kehrte mcU 
lebend nach Hause zurück) wie (sobald als, nachdea) 
er gemordet hatte. Vergl. Soph. Oid. 115 naXiv *p6i 
ohiov ovK i^ ' ixe^ ' oos Ate^taXff, Wie hier bträr 



I 



1 



EHTA Em QHBAS. 241 

ANTJrONH 

'I2JMHNH. 



yat in der Bedeutung zurückkehren steht, so auch 
XSÖ^at Choeph. 134, und öfter rJKEtv <, s. zu Pers. 
.5. cJs" in der Bedeutung des Lateinischen ut, Ton 
r Zeit gebraucht, ist häufig, s. Brunck zu u. St. 
ithitave habe ich aus den alten Ausgaben statt 
Thitavev (so jedoch Med. bei Wtei^) wieder auf- 
nonunen, besonders der genaueren metrischen Ent- 
ittchung -wegen« 

y. 963 gerettet (glückUch dsurückgekehrt ) aber 
bte er (Polyneikes) den Lebenshauch (sein Leben) 
. S. zu V. 961. Ueber ÖoS^d^ai s. zu Pers. 209, 
tvji' dnooXeöev (Tum.,^ Yict, dTtoo^^öe Aid., Rob.), 
n Ag. 1423. 

V. 964 ein jawohl büJste er (Eteokles) ihn (sei^ 
I Lebenshauch). Gew. aTtaoXsde (^aTCoakedev Med, 
^'Waigel, Tum. und Vict.) öijtay was dem stro- 
jich^n Verse nicht entspricht, der ein dochmisoher 
', doppelter Anakrusis (s. Seidler zn Eur. Troad, 
)) ist; delshalb habe ich aTto ^ijv* cSXede geschne- 
it was ein des Yersmafses unkundiger Aenderer, be- 
ders wegen des Torhergehenden aTiooXedeVj leicht in 

gewöhnliche Lesart verwandeln konnte. Ueber die 
lesis s. Matth. Gramm. §. 594, 2, über den Ge- 
uch von drJTa zu Hik. 202. Wollte man is'strot 
sehen Verse y' streichen, so dais ov vor e ver-r 
zt würde, und der Vers ein gewöhnlicher doch- 
eher wäre, so könnte man an unserer Stelle oSXeöA 
*' äno schreibeu und über die Stellung der Präpo'» 
on vergleichen Hom. Od. II, 174 oXiöavt* ana 
rcaß ktaipovSy was IX, 534, XI, 114, XII, 141, 
LI, 340 wiederkehrt, defsgleichen II. XIV, 7 (XVm, 
i, XXIU, 41) Xovdv äico ßpdtov, V. 308 diöa 
äno />iy6yj Xü, 195 (XV, 343) Sq>p' ol tqvS 

16 



4 



242 EIITA Em BBBAS. 

ANTirONH. 

965 fcol %6v hoötptötir. 990 

ISMUNB. 

taXav yhog. 

ANTirONR 

t&kfxv 8* ciitaL 



ivapi^oy Sic' ivtea^ Od. IV, 198 ßaXietv t ato 
9axpv aapadWf VUI, 149 öxiSocöor S' Saco xj/äcä 
^fjiov i Fischer zu Wellers Gramm. I» p* 309, Mattk 
. Gramm. §. 594» 8 t unser Sachregister unter: Prl- 
Position* 

V. 965 und todete den (den Eteokles), oder: 
und beraubte den (des Lebenshauches). S. za V» 961. 
Gew. 9ia\ tovS' (so Med. bei Weigel u«.a.9 ciiii^ 
xal To TovS') iy66(pi6Ev (so Med. das., Aid., Robi 1 
ivdögnöe Tom., A^ct), was dem strophischen Verse ent- 
gegen ist. Ich habe xtA tov ivoögnöev geschriebei. 
Ueber tov för tovtov vergl. Eum. 169, Matth. CbraaoL 
.§. 286, S. 576, unser. Sachregister unter: ArtikeL 
tovd* entstand leicht f^ roV, und to tov6* ist Er- 
klärung, weil man aus V* 963 nvev/ia ergänzte, 

V. 966 unselig das Geschlecht, d. L etwas Unse- 
liges ist es, dais sie Bruder sind* Die ESrUirung £»l{t 
V. 968. 

V. 967 unselig aber die Spitzen, d* i. etwas Ufr» 
seliges aber Ist es, dals sie des Stahles zur Beilegimg 
ihres Zwistes sich bedienten. Die Erklärung^ folgt V. 
969. Ueber das Neutrum als Pradicat s. MatSi. GraimL 
S* 437. dxij ist dn seltnes Wort, wird ab« tos 
Hesychios, Eustathios u. a«, die es durdr cdxßji} (^ 
S^pov erUaren, anerkannt Die Urkunden haben rff- 
Xava (tdAatva^ xal na^ov iad^oVf Ärod^ox, «r- 
^evf nä^o^, leaS^), nur Reg. A ha;t ifäXava na^ 
und Reg. B als Variante taXotva MoSrtf, ndt Aadw 
■^ Ming von Ttah Da num sich die Ekmv^mg tos nd 



EHTA Em 0HBJ& 243 

^ IZMHNH. 
Svötova Hi^äa^ 6(juiw(ia. 

ANTirONH. 



n dieser Stelle nicht wohl erklären kann, da die am 
leisten gebilligte Lesart rdXava ica^ov , d. i. da es 
das Geschlecht) unseliges litt, keinen recht passen- 
len Gedanken enthält, und hier die Auflösung des 
ambus wegen der Wiederholung desselben Wortes und 
les Gegensatzes mifsfällig, obgleich an sich nicht falsch 
st, zumal da die Strophe eine ähnliche Wiederholung 
tnthält (^SiTcXä Xiysivi — SitcXoc 8* opavy vergL 
/. 977 f. 6\od Xiyetv, — oXod ö* opav), da ica* 
ySvy nd^ov u. s. w. das Gepräge der Unächtheit 
;n sich trägt, und besonders der Zusammenhang mit 
Len zwei folgenden Versen hier eine Aenderung zu 
'erlangen scheint, so habe ich tdXav 8' axal schrei- 
ben zu müssen geglaubt. Nachdem TAAANjdAKAI 
dnmal in tdXava xal übergegangen war, wozu die 
Heimlichkeit von J und A, so wie das ungewohnte 
^ort dxal leicht führte, so erschien die Rede unToll- 
itändig, und man setzte nun tCcc^ov und das Uebrig« 
ils Ergänzudgsversuche ein* 

V. 968 schwerbeseufzbar sind die Gegenstände 
ler Trauer als gleichnamige, d. i kaum genug zu be- 
leofzen sind die Ton uns Betrauerten, weil sie beide 
len Brudemamen führten. Yergl. Choeph. 464 ioi 
hjörov' a<psfyta htJSij, woselbst man nachsehe. Ueber 
^v&coroS statt SvddrovoS u. a. s. zu Ag. 1928« 
vtföea steht hier objectiv, wie Hik. 319. 

y. 969 durchnäfst durch dreimalgeschwungene 
Schäden, d. i. die in ihrem Blute liegen durdi ge-» 
r^altiggesohwungene schadenyolle Speere* Pie GeniUve 
kann man durch vTto erklären, s. Matth. Gramm. §. 
345, unser Sachregister unter: Genitiyus. rpiKd\* 
rcTv drückt die Gewalt aus, womit die Speere ge» 
itaisea worden, denn das mehrmalige Ausholen und 

16* 



\' 



i* 



244 EIITA Em eHBJZ. 

IZMHNH. 
970 Ito Molgaj ßaqvSotHQa luyyegd 995 

ANTirONH. 

6v tolwv olö&a StajUQfSv* dtp. i* 

lEMHNH. 



Schwingen vor dem Stofse vermehrt die Heftigkeit 
desselben; so auch SiTtaXto^, s. Blomfield z. d. Sl 
ftrjßidtGov erhält durch das Beiwort seine speäellere 
Bedeutung: Speer; s. Aehnliches im Sachregister unter: 
Suhstantiya, auch zu Soph. KL 1400, Phil. 7, u. a. 
IXeber die Art der von beiden Brüdern gebraaditen 
"Waffen s. zu V. 709. Nach diesem Verse haben die 
Urkunden noch : 12. ( Rob. AN, ) oXoa. Xiyetv. AN. 
(Roh. I^.) oXod $' opav f was keine Entsprechong 
hat, und höchst wahrscheinlich durch Verirrung eines 
Abschreibers in V. 977 f. hierher gekommen, und uii i 
die Schönheit der Handschrift durch Ausstreichen oder 
Radiren nicht zu verderben, stehen geblieben ist« 

V* 970 -. 972 «. zu V. 946 und 957. 

V. 973 du fürwahr nun weilst es übergehend, d. 
i du , Polyneikes , hast fürwahr nun die Macht der 
Moira, des Oidipus und der Erinnys auf deinem Ueber- 
gange aus dem Leben in den Tod kennen gelernt 
ötaTtEptSv steht absolut und dem Sinne nach für: 
sterbend. Aehnlich dvveiv , teXeiv , r£Aet;r^K , ^- 
itpdööetv (s. zu Soph. Aias 1014) u. a. Stanepar 
tov ßioVy d« i. das Leben hinbringen, findet sieh £ar. 
ras. Herakl. 604, Xenoph. Oikon. 11, 7, ßiov ix' 
Ttep^v Eur. Iph. Aul. 18, ßiov — ddte nipaöiv 
TJÖif xal xara6tpoq>riv xiva Soph. Kol. 102 £ 

V. 974 du (Eteokles) aber (weifst es) um 
Nichts später (zu derselben Zeit) et erfahren habend. 



H' 



EHTJ Em @HBäJS» 245 

ANTirONH. 

T5 htel xatiiX^Bg ig jcohv. irp. n. 1000 

lUMHNH. 
dogog ys raS' avtrjQBtag. dvt, ij. 

ANTirONB. 

6Kou IsysLv. txp. ^\ 

ISMHNH. 
6h}u d' oQ^v. dvt, y- 

ANTirONH. 

l(o Im Ttovog, dtp. {. 



)ber ovSev vergl. Eum. 246 ovSlv vdtepa vbc^^ 
Perg. 989. vötepoS haben die bessern Urkunden, 
>3 übrigen vdtepov, 

V. 975 nachdem du (Polyneikes) zurückgekehrt 
r Stadt. HatipxBö^ai aus der Verbannung zurück- 
bren, vergi. Ag. 1637, ^Eo^h. 3, Eum. 462, zu 
ph. Ant. 202. So auch Hb^x-^aty fl. zu Ag. 1255, 
iL TcatdyetVy s. oben zu V. 629. 

V. 976 den Speer diesem entgegenrudernd, d. L 
lern er (Eteokles) den Speer diesem (dem Polynei- 
i) entgegenschwang. Diese Worte hängen mit V. 
4 zusammen. Ueber dopos s. zu V. 709. dvtrjpixai 
:fa Med. (Weigel), aber mit tf über dem letzten a. 

V.* 977 f. Umgekommenes ist zu erwähnen (ist 
r Gegenstand unserer Rede und Klage). — Umge- 
nmenes ist zu sehn (ist der Gegenstand unserer 
trachtung). S. zu V. 953. 

V. 979 ffi? f(ö Ttovoi Rob., doch mit der sich 
ih in Handschriften findenden Glosse u ig)' Tj/iiv 
ffßi/iivos y die übrigen £oJ Ttovo^ , was als Diiambus 
>illigt werden konnte; da jedoch der entsprechende 
gende Vers in dea meisten Urkunden id ioa fcccxct 



TV-, 



■fc 



246 EHTA Ein GHBAZ. 

ISMHNH. 
960 Uo Im xam. Art, i 

ANTirONH. 

ISMHNB. 
ngo Tcdvtov S' ifioL avt^ ui 1005 

ANTJrONH. 

Id Ici Tcal ^Qoöc} y iiioU <frp, tß. 

ISMHNH. 
Id lc9 6v0tavav TcaTcäv^ arr, iß. 



(Cantab. 2, Oxf., Aid. und Turn, ioo Tcand') lautet, 
und die Auslassung des einen iao wahrscheinHcher ali 
diQ Einsetzung desselben ist, so habe ich mit andeni 
ico iao itovos aufgenonunen. Ueber die Messung tob 
2gJ i(a s. zu Y. 949. 

V. 981 für Haas (Familie) und Land, mit V. 
979 zu verbinden. 

Y. 982 schliefst sich an Y. 980 an. icpo ich' 
vcov f 8. zu Y. 908. 

Y. 983 ach ach, und weiter (femer, aulser dir) 
mir. iw ico die alten Ausgaben und ein Theii der 
Handschriften , ioo einmal ein anderer Theil der Hand- 
schriften, ohne alle Interjection Med. (Weigel). Ueber 
die Messung von ioj ioo s. zu Y. 949. npoÖGSf Aid., 
Roh., Turn, und ein Theil der Handschriften, auch 
Med. (Weigel), ro npoöco, was gegen den Yers und 
mehr in Prosa gebräuchlich ist. Yielleicht kam auch 
ro in diesen Yers aus dem Folgenden, wo es als Ya« 
riante oder Yerbesserung über die Mittelsylbe von 5ü- 
ötdvaoy gesetzt, dvöTovoov bezeichnen sollte. 

Y. 984 ach , ach des unseHgen Unheils ! ioi ein- 
mal Arund., Ozf., Wolf, und Aid. 9v6tdv9ar Med» tt. a^ 



^- 



EHTA Em QHBAIL 247 

ANTirONH. 

985 &val txou etp. »/. 

I2MHNH. 

ANTirONH. 

UH ttcavt&v TtoXvjcovaxaxob, €tp, td\ 

I2MHNH. 
{fi} iaiiiovavtsg h/ccw' Stcf» Art, t^. 



ßvdtip^Gov Wittenb., Cantab. 2, dvÖTeorptoor Rob. mit . 
einem Theile der Handschriften, dvdtovcov Turn., Vict; 
und vielleicht einige Handschriften, s. zu V. 983, viel- 
leidit aber auch aus V. 968 entstanden, lieber dea 
Genitiyiis s« Matth. Gramm. §. 371. 

Y. 985 f. wird in den Urkunden als ein Vers, und 
swar ara^ 'EteoxXeiS dpxTjyita, ohne davorgesetztes 
ioj, was Wellaner hat, gelesen; doch fehlen im Med. 
u. a. die Worte 'EteoxXeiS dpx^ykca, Dals zwei Yerso 
daraus zu machen, und die Worte unter die zwei 
Sidiwestern zu vertheilen sind , lehrt der Strophenwech- 
sel, aber *Ete6nXBiS kann nicht bestehen, und ist offen- 
bar eine Aenderung des nicht verstandenen ita^ worin 
man den Namen des Eteokles zu finden glaubte. S. 
etwas Aehnliches zu Y. 946. Ich habe daher ava^ 
ita. dpxjjy* ita geändert: verwandter (befreundeter, 
brüdeiiicher) Herr (Polyueikes). Ism. verwandter 
Herrscher (Eteokles). Diese Worte hängen mit Y. 984 
zusammen. Wie leicht dpxvy^^ *^s ^PXW^ ^^ wer- 
den konnte , ist leicht anzusehen, lieber dpxfiyoS a« 
«u Hik. 176. 

Y. 987 ach alier unglückseligste! 

V. 988 ach besessene nchtbar von tlnhdl! d. i. 
ach mit des Unglücks Fülle augenscheinlich belastete. 
id ioi Rob. öaißiovfy gottbesessea seyn» besessen 



■*r 



I 



343 SnXA Em 0BBA2L 

ANTirONH. 

tmUoynw0q)B%i^öonsvx^ov6g; tfrp.fi. loio 

ISMHNH. 
990 IfA IfOf 07COV u[ii&tatov: dre. li 



seyn» mit dem Dativus: UebermaCs ton etwas haben, 
in et>Ya8 schwelgen, ganz mit etwas erfüllt seyn, vergL 
.Choepb. 561 ineid}} 6aifiOY& SoßtoS nooioiS und Blom- 
field das. und zu u. St Spanheim führt an Klem. Alex. 
I^rotrept. p. 3 ivtex^^j ttvl yOTjteif dat/ioreoireeS dS 
dia<p^opav. Aehnlich Pers. 817 ^soßXaßovvSr ' vTCsp- 
xoßTCGo ^pdöei. So hat auch piaiveö^at oft den 
Nebenbegriff des Uebermafses , VergL V. 947 /udvetca 
yootdt <pp7jv y Hik. 548 fxaivofihra fCovoiS oSvvcos 
re und die Ausleger zu Soph. Aias 143. Statt ir ata 
(einige blos äta) habe ich der metrischen Entsprechmig 
wegen ivccvr' axoL geschrieben, avx' konnte wegen 
der Aehnlichkeit der folgenden Sylben, nnd weil es 
vielleicht für die Abkürzung des Namens der Anti^^one, 
die den folgenden Yers singt, angesehen wurde, und 
hier also an fabcher Stelle schien, weggelassen werdeo. 
S. Aehnliches zu Y. 944. Vielleicht las auch der zweite 
Scholiast so, der so erklärt: ßiairoßiEvoiy dXoyaoS 6p- 
ßicovres Hat' aÄXfjXcov^' obgleich iyavta nicht xcct* 
dXX^Xaov bedeuten kann, und von einem wechselseitigen 
Gegenübertreten ivavtiot aXXrjXotv u. a. gesag;t wer- 
den müfste. Evetvta gegenüber, vor Augen, augenschdn- 
lieh, von Hesychios durch tpotvepooS erklärt $ vergl. 
Soph. Ant. 1299 tov 8* iravta TtpoößXinoa vexpir^ 
nnd öfter so ivotvtioS u. a. bei Homeros. 

V. 989 ach, ach! an welchem Orte werden wir 
Bie hinlegen (begraben) der Erde? icov jtJB-ovo^ ist 
EU verbinden, wie Pers. 227 nov taS 'A^ijvaS ipadiv 
iSpvö^at x^ovof, 8. Matth. Gramm. §. 324. rt^ivai 
beisetzen, bestatten, begraben, s. zu Ag. 433. 

V. 990 ioi ioi , &n Theil d«r Urkunden 
blos ioi^ 



^ 



EHTA Em ©HBAS. 249 

ANTirONHocal I2MHNH. 

Im Stella xoxqI ucccqswov. dtp. nai dyt. uf, 

KHPTS. 

ioicovvtu xecl do^avt^ äxccyyiU£vV fii xqij 
dyjfiov TtQoßovkoLS r^ads Kadfieias Ttokecos* 



V. 991 ist der epiplithegmatische Vers des dritten 
iieiles dieses Gesangabschnittes, von beiden Schwestern 
igleich , oder von der Antigone zuerst , dann Ton der 
mene gesungen, s. zu Y. 946 : ach Leid beim Vater 
hend ! Trijj^a objectiv : Gegenstand des Leides, vergl. 

960, zu Choeph. 1062. Der Singularis steht, da 
le der beiden Schwestern nur einen der beiden 
rüder meint, Antigene den Poiyneikes, Ismene den 
teokles. Ueber die Sache s. zu V. 957, auch 
. 895. Aischylos läfst den Oidipus in Thebai be* 
diget seyn, was auch in den Homerischen Worten 
.•XXm, 679 OS- Ttots ©rjßadd' tjX^s dedovnoto? 
iöiTioöao isf tdq>ov zu liegen scheint; Tergl. Pausan. 
, S8, 7, den Schol. zu Soph. Koi. 91, uns das. zu 
.^882. Nach Sophokles im Oidipus auf Kolonos und 
BT. Phoin. 1699 IT. fand er bei dem Flecken Kolonos 

der Nähe von Athenai sein Grab» Der Grabstätte 
HC Söhne des Oidipus gedenkt Pausan. IX, 18, 3, 

V. 992 tritt ein Herold auf, abgesandt von dem 
ihen Rathe der Stadt , welcher die Beerdigung des 
Dlyneikes verbietet, wodurch dieses Stück mit dem 
ch an^chiiersenden, den Eleusiniern (s. die Einleitung) 
Verbindung gesetzt wird. 8oHovvra nal So^avta 
as (noch) gut scheint und gut geschienen hat, schein 
mdes und geschienenes, vergl. Demosth. Meid. p. 0769 
3 toiavta na^oov Ttai fcdöxoov, 

V. 993 den Gemeindevorstehern dieser Kadmos* 
adt, weiche bei dem einstweiligen Mangel eines Staats*- 
>erhaupts die Regierungsgeschäfte besorgten, wahr-" 
ii^nlich die yepovdia, von welcher Soph. Ant. 159 
. die Rede uU Unten V. 1013 iteht Kad/täaiv 



■^- 



1 



250 BIITA Em eHBAZ. 

'EttOTtUa (i£V tovd^ ht* tuvoüf x^ovos 1015 
995 &a7ttBLV ido^B y^g q)Ucug wtta^xaqHog' 
tLQyav yoQ axd'Qovg d'dvatov ^Iket hv ä&Uj, 
le^cüi; gtatQciov d' o0iag av iiofiq>^s Sttg 
xh^vtpuVf QV7UQ totg viots &viqöxuv iudiv» 



9tpo6tdtat?, S. über die fCpoßovXot Spanheim m iL 
6t Der Bativus ist durch ein Hyperbaton von do- 
novYta Ha\ 6»^ayta getrennt. 

V. 994 Tovös auf die Laiche hinw^send. h 
&JVOUX. ;)^J^oroV vregen seiner durch seine Vertheidi- 
gungsanstalten und seine Aufopferung bewiesenen Vater- 
landsliebe. 

V. 995 zu bestatten durch mrunschenswerthe Be- 
grabuDg in die Erde (durch Beerdigung). q^iXatS^ da 
man sich nichts Schrecklicheres dachte, als nach dea 
Tode unbeerdiget zu bleiben, -was hinlänglich bekannt 
ist. Ueber Haxa6xaq>ai yergl. Y. 1024, Soph. Ant. 
920 ^G3d' eis ^avovtcjy ipxo/ica xataöxatpaS. 

V. 996 dpyav, dn Theil der Urkunden 6xv)^är^ 
nicht übeL Vielleicht hat Rischl in den sched. critt 
das Rechte gesehen, welcher öriyGav vorschlägt, s. zu 
V. 198. Hiervon ist aber dpyoar Glosse und örvym 
ein Schreibefehler. eiXeto er wählte sich, weihete sidi, 
übernahm, s. zu Pers. 472. Iv woXst an, bei der Stadt 

V. 997 ist aber als ein in Ansehung der vater- 
ländischen Heiiigthümer Frommer ohne Vonvnrf (rühia- 
lich) gestorben. Ueber SöioS mit dem Genitivus s. 
Soph. KoL 946 ydfiot — tiroötot rixvcov ; so auch 
dyroS^ z. B. Eur. Hipp. 316 ayrds X^H^^ cSßiaxoSf 
lOOS XsxovS dyyoT 6ifiaS, S. auch su Aisdi. Hik. 
630, Matth. Gramm. S- 339. 

V. 998 riBmpctr er ist wi^lich gestorben, als 
Gegensatz von eTXeio y welches den blosen Vorsatz be- 
zeichnet. ovTCEp ToiS riotS Bmljöxcir naÄor eine 
Umschreibung für: auf dem Felde der Ehre, Tor den 
>>»Dde in der Schlacht. S. AdmlidMi n Bon. 22. 






.".*' 



EIITA Em 0HBAS. 251 

ovtoD fih/ afupl rovS* Inictdktcu, Ifytinf' 1 020 
1000 tovtov d' ädsX^o^ xovÖB IloXwtUov^ 

VZKQQV 

^o ßaXBvv S&amoVj uQTtay^v xvölv^ 
wg ovt' dvcaStcpv^Qcc Kadfielcav %&ov6sy 
sl iiTj d'BcSv rig i(i7toäav Sötrj 8oqI 
rtß xovS*' ayo$ dl zal &avaiv Tcexti^B* 

tat 1025 

1005 QbiSv ütatQcpGWy ov^ äuiuciSag oSs^ 



V. 999 wird jithy^ yrM gchon V. 994 steht, der 
gro&eren Bestimmtheit der Rede halber, die einem He« . 
rold geziemt, nochmals vdederholt, und 6h im folgen- ^ 
den Verse bezieht sich gewissermasen auf beide jLthv, 
3» ZU Ag. 788, und über die Entsprechung von /ihv 
— -d^, während sich ein (V. 997) dazwischenatehendes 
6h nicht darauf bezieht j oben zu Y. 359. 

y. 1000 hängt die Construction von ido^\. 995 
ab, 8. zu y. 999. döeXq)ov ist adjectivisch zu nehmen» 
0. zu y, 794. rovde auf die Leiche hinweisend« 

y. 1001 i^QO vor die Stadt. Ueber die Strafe 
des Unbeerdigtlassens s. die Ausleger. 

y. 1002 ojS ovroc gleichsam als, yergl. Prom. 988, 
Soph. Aias 284, Oid. 353 u. a. dvaöxaxrjpa dem 
Sinne nach auf das periphrastisch für IloXvvsixijv VB" 
Tipov stehende IIoKvvebcovS rexpov bezogen, wie 
Aehnliches anderwärts. 

y. 1003 8opl, 8. zu y. 709. 

y. 1004 Scheu aber, obwohl gestorben, wird er 
«ich aneignen (durch diese Strafe bekommen) vor den 
vaterländischen Göttern. Ueber das Lernen im Tode 
vergL Soph. JKoL 1373 — 1379, Ant 308 — 312. 
9ial Tor Participüs heifst: obgleich, obsohon, s. Prom. 
S12, Matth. Gramm. §. 566, 3 u. a. 

y. 1005 ist das Pronomen nachdrücUich in den 
NebensatB gesetzt, «. Aehnliches zu Prom. 164. Es wird 



256 . EHTJ Em &HBAS. 



werfen bereit ist, die sie noch gar nicht kennt, wäik* 
rend sie voraussetzt, dafs die Seele de» Polyneikes 
ans brüderlichem Sinne nicht \(ünsche, dalii sie seinet- 
"wegen sich Strafe zuziehe. Die Verschiedenlieit der 
Uebel wird auch durch den Pluralis xocxdav bezeichnet 
Ueber ^iXovdcc für kxovda s. zu Choeph. 17. lieber 
die Construction xotvcDvelr rivi ttroS vergL Eor. unb. 
Bruchst III, 4 otav rtS" — ^oa6\v ai^rhrccnöt xoi- 
voovy doßioov^ Xen. Oikon. 10, 4 «^ xal TtSv öm- 
ßidtcDV xotvoovjjöovreS dXXijXoi^f IXemosth. I, p. 789 
jiij} nvpos, — fxrj ßpcotov juTfÖeva jutföeroff routo 
Tiotvooyelv , Plutarch. II. p. 538 , a cJff — /17 Aovo- 
lievoiS HotvoovEiv vöaroS j Isokrat. Archidam. p. 31> 
Cap. 16 xoivoayjjdayteS 8^ rtSv hiv6vvgdv tJmIv, Po- 
lyb. 1 , 43 ßii) Hoivoovri 6006t tols i^eXijXv^oöt tiji 
inißovXTfSy IV, 35 ol xotvoovovvtES iq^opot rrjS al- 
P£6ecd£ xoiS dradicoraiS^ j Herodian. 11, 11, 3 ixot' 
v(6vst 81 tGüv xafjLöLXcov avrötSj V, 5, 21 ols ixot* 
VGüvei tijs lepovpyiaS u. a. Statt xacxtoy hat ein 
Theil der Urkunden, auch die Med. (Weigel), tcox^, 
was wegen der übrigen Dative entstanden scheint und 
keinen passenden Sinn giebt, denn die einzig mögliche 
Erklärung : einem unfreiwilligen Uebelthäter (vergL Y. 
V. 1036) würde der Antigone einen Ausdruck beilegen, 
dessen sie sich von eineffl so geliebten Bruder hier nicfal 
wohl bedienen darf. Auch würde ^iXovda in ein IVIifs- 
verhältnifs zu axovtt xoix^ treten, da es nur Gegen- 
satz von dxovTi seyn kann. An sich jedoch ist die 
Hedeweise xotvcoveir xivt sich mit einem Terbinden, 
richtig, vergL Eur. HerakL 300 f. ot 8\ rtxJf^eiS 
xd^oo xcoiOiS ixQty<mn]6ev. 

V. 1022 rourov. Med. (Weigel) fu a. rour«, 
i)icht übel, ddpxas Fleischtheile, Fleischstücke, ovöi 
OiotXoyddtopES Xvxot mcht einmal hohlbäuchige (hun- 
gerige) Wölfe, geschweige leichter abzuwehrende Hnnde 
(V. 1001), und Raubvögel (V. 1007) > in Bezug auf 
vrelcho ov8\ hier gesengt ist. 



EUTA Em 0HBJJS, 257 

rdtpov yoQ avtip xal X(na0xuq)ag iyio^ 1045 
1025 ywT] jtBQ ov0ccj tads iiri%avri6oiiMi, 



~T. 



\ 1023 fcdöovtott ein Theil der Urkunden, und 
miter ihneii die Med. (Weigel), dTeädorrca, yraa Aen« 
derung scheint 9 die übrigen. Ueber den Accusatiyas 
liei itdöadSrat yergl. Ag. 1380 L ri Hootov j^S-ovo» 
xpe<pes iöavov 7} notov naöafiiva, Hom. IL I, 464, 
II, 427, Od. III, 9, 461, XII ,^ 364 önXdyxya ira- 
6a6^at, II. XXI, 76 JijßV'^^po^ dxtijv, Hesiod. Theog^ 
642 cöff rsHtap ö' inaöarto xal d^ßpo0iijy ipatein 
yt^v , Eratosthcn. bei AthenaL I, p. S4 OTCtaXiu xpict 
ix tiqjpTjS indöavto^ Oppian. Hai. 1, 26 Spia dopna 
nctdaö^at^ Kallimäch. Demet. 69 odöa ndöavto, S* 
auch zu Ag. 812, Eum. 172, und eben so ßodxeö^oct 
Kg, 118. Ueber ^rj mit dem Imperativus Aoristi 8. 
sni Prom. 332. Uebrigens heiDit iirj doxtidätoo nFl 
nicht bilde es sidi einer dn« 

y. 1024 fi Bestattung nämlich werde ihm und 
Begrabung ich, obwohl ein Weib seyend, herbeitragend 
mit diesem Bausch ermitteUi (möglich machen) des 
batistenen Umwnr& (mit dieser bauschigen, falten- 
reichen, weiten Schleierhülle von Batast). tdq>oy hat 
einen weiteren Begriff als Tuxradxatpds ^ und bedeutet 
alles, was zur Bestattung gehört, namentlich hier 
Wasser zum Abwaschen der Leiche (s. zu V. 721) und 
Todtenopfer (vergl. Soph« Ant. 430 f.). Pas Gewand 
«oll nämlich dazu dienen, die Grefalse unbemerkt dar- 
unter hinzutragen. Dafs Antigene aufser dem Auf- 
werfen der Erde auch die übrigen Todtengebräuche 
besorgt, liegt bei Sophokles Ant. 245 ff. in den Wor- 
ten tov vsxpoy ttS dpticoS ^dipas ßißr/xef xg^nl 
Xpcotl di'^jiar xoviv naXvvaS , xfq>ayi6tS7SdaS S 
XPV» Aehnlich steht Soph. El. 1400 iff td<poy Ai* 
ßtfta xodfJL^u Ueber xdü in der Bedeutung und na- 
mentlich, und besonders s. zu Pers. 736. xa^' 

17 



25S BnTA Em eUBAS. 

Aa(f6u nccQi&tav (t^cemi ÖQU^t^giog* 

KHPTS. 
av8(S xokvv <^s iirj ßid^söd'M tcede. 1050 




' tadxaqfaS heilst hier t alles vras zum Vergraben ge- 
hört, also Torzüglich Erde, denn an Spaten, Schaufel 
und dergleichen ist nicht zu denken, s« Soph. Ant. 
!^49 S, Diese prägnante Bedeutung erhält das Wort 
du«(h den Zusammenhang, und besonders durch g>ipov' 
da, Aehnliches s. im Sachregister unter; SubstantiTum. 
tooSe ist nicht mit avtco^ sondern mit xoXnoa zu Ter- 
binden, vergl. Soph. Aias 915 f. oAAa viv nepnctvxA 
q>dpet TtaXuipGo ttpde Tta/iTiTJÖrfr u. a. rooöe xoAjca 
ßvööivov nsnXf&iiatoi entweder durch die Hypallage 
statt x6^<*> Tovde ßvdöirov nsTcXoofjtaxoS^ s. zu Prom. 
112, oder noch wahrscheinlicher periphrastisch für 
t^8B 7io\a{ff ßvddivcö neiiXaS/uxtu Ueber xoXxoS 
ics7cX(6ßatoS 8: zu Eum. 403^ über ßvddivoS zo 
Hik. 111. 

Y. 1027 und werde ihn selbst (eigenhändig) be- 
decken (mit der herbeigeschafiten Erde, xatadnaquitS^ 
nämlich). Vergl. Prom. 583 x^<^ xdXvTpov u. a. 
fitjdi rcfi So^p ndXiv nicht aber scheine einem es 
anders, d. i. niemand aber ^aube, dafs ich es nicht 
ausführen werde. Zu fcdXiv vergL Soph. EL 1046 
xal rovr* dXrf^h^, ovdh ßovXevdy fcdXtv; u. a. /ijyÄ^ 
Aid. und Rob. jiirj 6i. 

V. 1028 dem Muthe wird bereit seyn (nicht fdi- 
len) ein ausführendes Mittel, d. i. mein Muth wird 
schon ein Ausfuhrungsmittel zu finden wissen. Man 
kann vergleichen Eum. 646 fJLrfxctvtf Xvtfjptoff y Hik. 
509 JlstSrco ö* inotto xal Tvxrj npaxri^pioS. 

V. 1029 ich sage (rathe) dir, der Stadt nicht so 
zu trotzen. tdSs Med., Rob. u. ia., rod« Aid. u. a. 
Vergl. Soph. Ant 66 «r ßid^opua tdde, 1073 in 
dov ßtd^iiövtai tdöe* 



EHTA Em ®HBA2L 259 

ANTirONH. 

KHPTS. 
tqtxjfi^ ys fievtov Sijiiog ht^pvyav wxxcL 

ANTirONB. 
tQdxuv\ a&amos d' ovtoQ oA yevy0&cak 

^HP TS. 



y. 1030 ich sage (rathe) dir, nicht üherflÜMige« 
(vergebliches) zu verkünden mir. Ueber Ttsptödd vergl. 
Soph. Ant. 780. Es kanii aber anch heiisen: dir nicht 
zukommendes, dein Amt und deine Stellung zu mir 
überschreitendes, s. Soph. Trach. 617, Ant 68* 

V. 1031 hart (unbeugsam) jedoch ist ein VoOCf 
das Uebeln entging. Es sucht sich nämlich für dio 
ausgestandenen Uebel an den Urhebern derselben (dem 
Polyneikes) zu radien , und "wird auch gegen dich 
hart verfahren, wenn du ihm widerstrebst Es ist 
diefs vielleicht eine Anspielung auf die Athenaier. 

y. 1032 rpdxyva mache es zu einem harten, d. !• 
stelle es immer hin als ein unbeugsames dar. Es steht 
prägnant, s. zu y. 462. Doch kann es auch bedeuten : 
mache es nur zu einem harten, erbittere es immerliia 
gegen mich dadurch, dafs du mich demselben als recht 
unfolgsam und trotzig darstellst 

y. 1033 kann nicht fuglich als Frage genommen 
werden, wenn er nicht matt seyn soll. Ich verstehe ihn 
so: aber (dann) wirst du einen, den die Stadt halst, 
ehren durch Bestattung, d. L bedenke aber, dafs dn 
dann einem allgemein verabscheuten die Ehre der Be- 
stattung erw^sen wirst , was dir selbst keine Ehre 
bringen kann. 

17* 



260 EHTJ Em 0HBAIL 

ANTirONH. 
^Ihi toitovd' ov dutt&cliiTicca 9soTg i 1055 

KHPTS. 
1035 üv, 9CQh ys xcigav tip/Se mvSvv^ §dkuv» 

ANTirONH. 
aa9m wxmg 9caxol6w äwTjuBlßseo. 



V. 10S4 ist achon das von diesem (das, ^as die- 
ser gethan hat) gar nicht -geehrt den Göttern? 
d. L hat er sich schon durch seine Thaten der Gdtter 
Haü^ ganz and gar zugezogen? Bei den Göttern gilt 
er noch nicht als Frevler, also werde auch ich ihn 
nicht als solchen ansehen und behandeln, wenn es auch 
die Stadt wilL rd rovde, s. Matth. Gramm. §. 284. 
ov dtateti/iTftott macht einen Begriff aus, und steht 
dem Sinne nach für ijripLadrat, s. zu Hik. 851. ^eotS 
ist dem itoÄz^ entgegengesetzt, und steht für vxo 
SretSv, Am Ende des Verses ist mit Tum. ein Frage- 
seichen zu setzen. 

V. 1035 n^, bevor er dieses Land mit Gefahr 
bewarf (überzog). Der Herold ^bt zu, dafs Fo- 
lyneikes yor der Bekriegung seines Vaterlandes den Hals 
der Gotter nicht auf sich geladen habe. ßakXeiv Ttvd 
9ar6vvG9 ist gesagt, wie Soph. Trach. 940 cl^S' rtr 
ßjuxTcäooS tjchi^ ßdXkot xax^y Aias 1244 atky i^ßidS 
xoHdiS ßaXnti icov^ Eur. El. 902 /117 fii xiS q>^6ya 
ßä\p u. a., welches nach Redeweisen wie Soph. KoL 
475 fiaXK^ ßaXaov, Eur. Hek. 574 n^v Sratvovöcat 
gjvAXoiS ißixXXov u. a. gebildet ist Dodi konnte ßa- 
XAv auch intransitiv (s. zu V. 1015) für: bevor die- 
ses Land der Gefahr zustürzte ( in Gefahr kam ) ge- 
nommen werden. Dann ist der Dativus der Dativus 
der Richtung, s. Aehnliches im Sachregister unter: 
Dativus. 

V. 1036 entschuldigt Antigone den Polyneikes da- 
mit, dals er suerst gekränkt worden sey.' Ueber xa- 



EIITJ Em 0HBJIL 261 

KHPTS. 
ttXV stg oMavtas iv&* iv6g t68* t(fyw ^v. 

ANTirONH. 

* ■ 

'!EQig XBQcdvst, fiv&ovj vötwefj &tSv^ 



ototS nra drtaßidßeö^at yergL Choeph. 119 ix^por 
dytaptüßtö^cci xaotoUf Prom. 223 naxaiöt noivalS 
raaööi ji' i^yjadifocto , Archiloch. bei TheophiL an 
Antolyk. pu 195 tor xocxcoS tt SptSvta detrotS dvta" 
ßtdßeö^at xaxoi^, uns zu Soph. Ant. 639. 

y. 1037 aber gegen alle statt gegen einen (den 
Eteokles) war dieses Unternehmen .(gerichtet). War 
Polyneikes vom Eteokles beeinträchtiget» so durfte er 
doch nicht an der Gesammtheit der Bürger Rache neh- 
men wollen. S. über die Schuld des Polyneikes SQ 
V. 567. dvy hroit kurz für ovk eis irce. 

V* 1038 bricht Antigene , welche sich imt einem 
Herolde nicht herumstreiten will, das Gespräch mit 
den Worten abs Streitsucht fuhrt zu Ende das Ge- 
spräch, der G6tter. letzte, d. L ich würde streitsüchtig 
erscheinen, wenn idi das Gespräch mit dir weiter for^ 
setzen und bis zu Ende fuhren wollte.. Es ist eine 
Art Sprichwort, wie das von Apostolios und Suidaa 
angeführte "EptS ipiv rlxTiwda Ttpod/irärca Xoyor^ 
Da Antigene eben abbrechen will, kann sich audi die 
äufsere Form des Gesprächs fuglich ändern, und An- 
tigone zwei Verse sprechen, während bisher jede Per- 
son abwechselnd immer nur einen Vers sprach ; s. auch 
zu y. 199. Uebrigens schreibt Rob. diesen Vers mit 
Recht der Antigene zu, die übrigen alten Ausgaben 
dem Herolde. "EptS steht hier in zwei Bedeutungen 
zugleich , als Streitsucht und Göttin des Streits, vergL 
Eur. Pboin. 789 tp 8' evAxxßdae, xPV^^ß<*^^V9 ^etSr^ 
npodsv^o/ieö^ct, Soph. Triptol. Br. IX, 6 ^A5er dh 
6als ^äXeta, Tcpeößiötrj ^edSy^ KoL 1375 toiaöö' 
dpcis 6q)(Sv Ttpod^e t* i^avipc* iyto, vvr t* dvctxa^ 
Tüovßai ^vßiuix<n)S iÄS^ßSr iptoL S. audi Phmi. 137 £, 



f 



263 EWA Ein 0HBJS, 

iyd dl %aiifO tSvds * fti) [taxdijyoQtu 1060 

KHPT& 
1040 ^A*' aitSßovlog Y0»\ äxsvvbM Ä* lyi 

V HMIXOPIONi. 

f^pcg 'EQLWveg, cSt* OlSmoda 

■ I ■I U I I . I I ^. ■■ " ■ ■ ' 

423 ff, Per«. 378, Hik. 666 ff., 846 ff., kg. 686, 944 
ff., Choeph. 123 f., Eum. 27, zu Soph. KoL 1043, ^as 
806, Pritsche quaest Ludan. p. 4 £ Die Eris heilst 
der Gotter letzte, weil sie Ton den Göttern selbst ge- 
ringgeschätzt wurde, wie die Erinnyen (s. zu Y. 703), 
wovon ein Beweis ihre Auscfaliersung Yon der TbeU- 
nahme an der Hochzeit des Peleys und der Thetis ist. 

V. 1040 nun so sey eigenwillig, idi aber rer- 
biete es, d. S. nun, wenn du nicht hören willst, so 
Tersuche es auf deine eigene Gefahr, ich als Herold 
mufs es aber untersagen. 1(53'', Rob. mit einem Theile 
der Urkunden fjö^* ^ s. zu V. 642. dnewinco kann 
auch heifsen : ich sage mich los , gebe dich auf, d. i. 
ich dringe nicht weiter in dich und überlasse dich dei- 
nem eignen Schicksale, wie djeayopsvetv und axa- 
neiv gebraucht wird. Der Herold ab. Antigone wahr- 
scheinlich wieder zur Leiche des Polyneikes, während 
Ismene sich Ton der des Bteokles gar nicht entfernt 
zu haben scheint. 

V. 1041 ff. habe ich unter die zwei Halbchore 
(doch sprechen nur die zwei Führerinnen der Halb- 
chöre) vertheilt, wie es der Inhalt Terlangt. Der erste 
Halbchor nimmt die Parthei des Poljneikes und der 
Antigone, der zweite die des Bteokles und der Ismene. 
In den alten Ausgaben wird V. 1041 — 1043 dem 
*Balbchore, von Rob. jedoch dem Chore» V. 1044 — 



EUTA Em SHBAE. 263 

nd ndd'o; xl Sk dgiS} xl $\ f^j^cifiafi 1065 



1048 Ton Aid, und Tnrn. der Ismene, von Rob. und 
Vict der Antjgone, V. 1049 — 1052 von allen dem 
Halbchore, V. 1053 — 1058 dem Halbchore, von Rob. 
der Anügone, V. 1059 — 1065 von Aid, und Turn, 
dem Chore, von Rob. und Vict. dem Halbchore zuge- 
theilt. Uebrigens entsprechen sich diese anapästischen 
Systeme nicht genau im Kinizelnen, sonders blos im 
Ganzen, f. zn Prom. 188: ach, ach! o groisruhmige, 
auch als stammverderbende, Keren - Erionyen (o ihr 
aufserdem, und besonders auch als Geschlechter ausrot- 
tende, hochberühmte Unheilsgottheiten, ihr Erinnyen), 
als welche ihr des Oidipodes Stamm vernichtetet so von 
Grund aus! Ueber den einen ganzen Gedanken ent- 
haltenden Aufruf an die Erinnyen s. zu V. 805. q^ev 
<pev steht aufserhalb des Verses. ßieydXocuxot weit 
und breit berühmte, hochberuhmte , s. zu Pers. 525. 
ycal steht elliptisch, wie öfter, vergl. Pers. 525 ra>v 
pteyaXccvxcov Ttal noXvdvöpcav , oben V. 813 g3 jui- 
Aatva Hai teXdot — 'Apu u. a., auch oben zu V. 296. 
Ueber die Verbindung der Adjectiva s. zu Prom. 874. 
Ueber Kijpei 'EptvrveS s. oben zu V. 70, über atta 
zu Prom. 1073 und Pers. 42, über die Form Oidt- 
Tcoda oben zu V. 849, über npvßvdSr^v zu V. 71, 
über die Stellung von ovtaoS zu Prom. 289. Wenn 
hier von einer gänzlichen Vernichtung des Greschlechts 
des Oidipus die Rede ist, so ist es nicht so zu ver- 
stehen, als wenn es mit den Söhnen desselben aus- 
sterbe, da diese bereits Kinder haben, s. zu V. 883, 
sondern es sind nur die unmittelbaren Abkömmlinge, 
nnd zwar die beiden einzigen Söhne gemeint, die allein 
der eigentliche Stamm sind; denn die Töchter kom- 
men dabei kaum in Betracht So mufs man auch V. 
€72 f., 783, 790, 796, 814, 934 u. o. verstehn. 
S. auch zu Soph. Ant 933. 

V. 1044 xi nd^od\ was soll ich (dabei) empfin- 
den! s. zu Pers« 875. ti 6^ dp<o^ Med. (Wei|;el) 
ti d' ipw; tucht übeii 8. feu Hik. 749. 



264 SnTA Em QE&AS. 

1045 ümq tolp/^6(0 fi'^B 6% itXaki/i^, 

HMIXOPION f^. 

dsl^a noh/t£v. 

Cv ys (11^ moXXfSv 7t^Sh[tfiqovü 1070 

1050 rcvl«, 9^vvog d* o täXag ayoog^ 

fiovoxXavtov SxcDV %'Qijvov adsXqf^gf 
bIclv. tlg av ovv td äl&oixo; 



y. 1046 9tc3g toX/irjdco; ^vie soll ich es über vaa/A 
gemimen? 8* eu Prom. 1001. 6^ den Polyneikei. 
Statt nX^eiv und TtXaetv^ welches letztere die Fonn 
des gemeinen Lebens ge'vvesen zu seyn scheint, habe 
ich ans Med. (Weigel) die tragische Form TtXodaif 
eingesetzt; s. auch zu Hlk. 894. 

y. 1046 i«l tvjLtßoa (einige vu/ißov^ was Aen- 
derong scheint 9 Rob. ial tv/ißcor') drüdct aus, dalj 
der Chor die Leiche nicht blos bis ssum Grabe be- 
gleiten, sondern auch den daselbst anzustellenden Be- 
gräbnirsfeierlichkeiten beiwohnen mochte. Uebrigens 
gehört inl rvjußoo nicht blos zu ßiijts npoTti/itceiVy son- 
dern auch zu /iTjte 6^ nXahtv, 

y. 1047 ist die zwdte Sylbe in Tcaitorpheo/tcct 
durch Position lang, wie Aehnliches Öfter. Auch Y. 
104S ist die letzte in cSXiöars Tor Kp lang* 

y. 1048 det^a no^t^v das Schrecknüs der Bor« 
ger, die zu furchtenden Bürger, wenn ich den Be- 
schlufs übertrete. Ueber delfia s. zu Prom. 58 1» 

y 1049 6v r^f Eteokles. 

y. 1051 fiovoxXoevrov ^rprjvov d^BXqnji durch 
die Hypallage für $rp7JfifOV ßuroTtXonitov (activisch) 
d6eX<p7}ff. 

y. 1052 weisen die sehr abweichenden Lesarten 
der Urkunden auf das Aufgenommene hin, denn s2tffr, 



EUTA EIU 0HßJS. 265 

BMIXOBION &. 

%m^ xicdovrag üolvveh^^ 1076 



Sy und tii haben die beMeren^ auch Med. (Wdgel), 
iTvährend in der gewöhnlichen Lesart elöt, xis ovy 
ravta niSfOtro das Pronomen tocvta den Schein dner 
Aenderung hat, und durch die Aufnahme desseibeti 
auch das übrige geändert werden muTste. €l6tr hat 
die Bedeutung : er wird gehen, wie oft, und so auch 
y. 1055 {ßiev f zugldch aber liegt darin: er wird da» 
Mngehen, in die Unterwelt, versL V. 672 f., Sopb. 
Aias 690 fyci ydp eifi* ixeiö , onot %opevtioy. 
Ueber diese Nebenbedeutung anderer Verba des Gehens 
f. zu Pers. 962. tu für ravta ^ s. zu V. 367 : wer 
wohl also mochte sich das einreden lassen? wer wohl 
also möchte dem Beispiele der Antigene folgen? 

y. 1053 dparcD tt mag anthnn was, mit bSser 
Nebenbedeutung, vergL Soph. Kol. 732 tjxoo ydp ovx 
€0^ Sp^y rt fiov^jj^elS, EL 336 7i,'^ ßt} öonely fiky 
6pav xt, KTjpujdvety öl ßirf, Trach, 305 //^Ä*, rf tt 
öpdöeiS, tijödi ye ^(ß^rfS Ifrt u. a. Zuweilen heilst 
dpgiy tt auch etwas entscheidendes thun, vergL Ag; 
1326. Ueber x\ s. auch oben zu y. 83. Eben so 
ipdety TZ, 8. zu y. 903. rl fehlt luer gegen das 
yersroafs in den Urkunden, und konnte wegen der 
Aehnlichkeit Ton TI und II leicht ausfallen, a. sa 
Choeph. 960 , Elmsley zu Eur. Med. 1224. Nicht un- 
wahrscheinlich ist daher Reisigs yorschlag Soph« KoL 
557 SriXoo 'aepiöS^at statt ^i^.6o tt iph^ai zu lesen 
(s. jedoch zu Hik. 748), und über etwas Aehnliches 
zu Ag. 1066. 7ia\ dem Sinne nach für ^, s. zu y. 
409. Ueber die Entgegensetzung von dpdtfo t% xak 
ßiij dpdtcö 8. zu Hik. 366. 

y. 1054 tovg xXaloytaS allgemein, 8. das Sacb* 
register unter: Mascuiinum. üoXvyeijaiyf Med. (Wcl- 
gel) IIoXvyeixTf, was trotz des dadurch entstehenden 
Uiatus acht seyn kann. 



270 Debcfsicht der an&erdiBlogiscIiai VeBna&c; 
n Vierte Strophe und Gegenstrophe von V. 106 an: 






dodnidccli^ 



üZv/— j—Jlw-., wJlTi e. lambischer/ 
.l^ZJ^uJlu-^ ^ e. antispastüeli-iambisdia, 
\tJ,S%j^^\tJLS%/^ e. dodmuscher,. 
sjsAjSo^Zi&LSü^ e. antisputisdi-dochnuflGliert 
ZSS^,mS\>^^^ e. antupastifchr-iaiiibisdiery 

^ . , , t docimuflciiet 

uuu-iv/— , u-l^u^ j 

vji^^, uZu-., ^ e. antispaflUflch-iambisdicry 
Jlu«.li, ^^ e. trochäucher. 

nL Fünfte Strophe nnd Gegenstrophe von T« 136 an: 
(uuuu)-.uO-£u-^— wO^u^ c. dochmudier, 
Jl u v>, «i ^ e. dactylischer od. e. antispaatisdier, 
%j v\j S\t ^ ^ ^ v\j S\} ^ ^ dodunÜGher, 
Zou^ e« chqriambischer, 

* . "T"**"' "" — T "" f dochmiache, 
«^u^uuu, uZuu e. iambischer. 

IV« Sechste Strophe und Gegenstrophe Ton V. 150 an: 

uJl, KtSSv^ e. iambisch-docfamiacher, 
vJ.M\j^f mSS\j^ e. antispastiacli-dodiiiusGher) 
Sv^^sAju^ e. kretischer, 
MS\ß\/\j^ ^Sv^ e« iambischer, 
u^ u . u , Jl u ^ e. trochäischeTy 

, . > dochnusche. 



icht der au&erdialogiscbea Vevama&ie. 271 
Zweiter Odsang. 

Erste Stropk« und Gegenstrophe von V» 195 an: 

^käj^v^^ v/uu.^v/.. e. dochmischer, 

JL vi 
^vvJ.\j, ÜkajwV e. antiflpastisdier» <• £ti V. 194; 

\f\Äßv'sjv.^ ^\AjJi\)^uS\i^ e» dochmkck-antispa- 

stisdi - iambischer, 
S\j^y Sv^^ — vAiJlu.* e, kretiscli* docl^pi^clieT» 
%ß{jKjsjKJK^^ JL\ß^^ e. trochäiAcheri 
drei iamblsche Trimeter» 

Sweite Strophe und Gegeniirophe ton V« 201 an: 

^uOjIu^uJIT?-. e. antbpastiSGher (n. zn V. 203) 

od. dactyliflcb^dochinUchei) 
drei iambische Trimeter. 

Iritte Strophe und Gegenstroplie Von V* 213 an : 

, ^ ' . . } dodmnsche» 

KJuKjsjKj^ S\j^ e. kretu^cher, 
drei iambische Trimetei; 

Dritter Q ^ A ä n g. 

Irste Strophe und Gegenaücophe von V* 269 an : 

xjSv^^^ vSSm^ e. ianibifich - dochmischery 
.£u., kjSSki^^ ^ e. kretiBch-dochmiftohfir, 
Sm^\)^ S^ e. txochäischer. 






iambisch - dochmlsche» 
\jSJL\j^ e. dochmischer. 



276 Udben^cht der aoberdialogisdieii Vemnalse. 

uZu^, uJlu«, wZu^ e. iamblsdier Trimeter, 
»uujm, \jJL\i^^\j e. antupastuch - iambiMher. 
Nachgesang yod Y. 841 an: 
fünfzehn anapäistische Vene. 

IL ESrate Strophe und Gegenstrophe Toa V« 656 ans 
wu v; — , Jlu — e. kretischer, 

wJlu-,, w^ü y iambische. 

Zweite Strophe und Gegenstrophe von V. 868 an: 

\jSS\f^^\jJ.\j^ e. dochmisch- iambischer, 

sfJLyj 1 . . 

JL f iambische, 

ILJl, uldi^v/-. e. iambisch-dochmischer» 

/ . } iambisch- choriambische, 

wuJlu^ e. iambischer, 

xjJLS^^yjJLbi^ e. antispastischer, s. zu V. 875, 

\j J.\jZ 2:^^X7 SJ.K/^ e. antispastisch - dochmischer, 

xjSJL^ \tS\ 

, , ^ . } antispastisch4ambische.s.zuy.877, 

vid;^u'uv;» e. dochmischer. 
Dritte Strophe und Gegenstrophe von V. 892 an: 

^ . , ^ \ iambische, 

.' # « tj r iambisch- dochmische, 

^tJLKj^^Sy»^^ e. antispastisch - trochaischef) 

s. zu y. 896, 
w ^ Z , u Z j: e. bakchischer, 
wuZZyUujlv«, .i» e« ionisch - iambischer, 



UdMnicfat der anfserdialogischen Veramaikei 277 

J.\i\j^f Sv\f^^ Sv\ß^\ 
Jluv;.,Jluu— \ choriambifche^ 

S\t\f^^\fS^ e. dioriambisch-iambiftcher. 
Vierte Strophe und Gregenstrophe von V. 914 an: 
%fS\t^^^\fJL\t^^\ßJL e. iambificher, 
vyJ^A^^ kjS \ antiuspastiscfa - iambische, 8. zu 
Mv\jSv^\fJL / V. 877f 

•£uv>», uZ« e. choriambisch «iambucher, 
\jSS^^\jJ.yß^j~- e. antispastisch-iambischeTy 
^JLuxjKß^ S\f^^ e. antLspastisch * trochuacher» 
S\i^\f^ J.^ e. trochäiscber, 
%tS, vSSsj^ e. iamblsch » dochmiachert 

"" ' "^ ""' "7 f iambische, 
flu , vZu — ,uZ I 

vJl,uZ^v;^ e. iambisch - dochmischer, 

\jS\j , uJ^u... e. iambischer. 

mi.) Erste Strophe und Gegenstrophe V. 938 tt 

Ki^jL^xj^S e. bakchischer. 
Zweite Strophe und Gegenstrophe V. 940 f. : 

Kjv'yjyj — e. iambischer. 
Pritte Strophe und Gegenstrophe V. 942 f.i 

\jv\j\j^ e. iambischer. 
Vierte Strophe und Gegenstrophe V. 944 f.: 

\jSsjT7 e. iambischer, s. zu V. 944. 
Fünfte Strophe und Gegenstrophe V. 946 : 

xßJ.S^ Ki JLS e. bakchischer» 
2.) Sechste Strophe und Gegenstrophe Ton V. 947 an : 

Zu^Oy Zu — u, Zu^ e. trochuscher^ 

^J.\j^^ \jS\j^ e. iambischer, 

T/vvH— , oJluo e. antispastisch-iambiachert $• 

zu V. 949, 
uZu — ,uZuu e. iambischer, 
Ü^\ßSS\j\f e. dochmiacher mit doppelter Anaknu^ 



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