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Full text of "Anleitung zum studium der Mycologie, nebst kritischer Beschreibung aller bekannten Gattungen, und einer kurzen Geschichte der Systematik"

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Till NiAX' York Rotanicai. Gardhn 
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Anleitung- 



zum 



Studium der Mycologie. 



Anleitung^ 



zum 



Studium der Mycologie, 



nebst 



kritischer Beschreibung aller bekannten Gattungen, 

und einer kurzen Geschichte der Systematik. 



Von 



A. €. J. Corda, 



Custos am bölim. N. Museum. A. M. d. k. b. G. d. W. , des V. z. 
Erm. d. G. u. v. a. G. G. etc. etc. etc. 



Mit acht Tafeln Abbildungen. 



Bei Friedrich Ehrlich. 



Zu fingtnen lisch ist Welt und Leben, 



MK. MMeine, 



SEINER HOCHGEBOREN 



llcrrn Herrn 



mimm \m mnmM, 

Landstand des Königreiches Böhmen , Ritter des königh schwedischen 
Polarstcruordens, Mitghed der Gesellschaft des vaterländischen Museums, 
der Privatgesellschaft patriotischer Kunstfreunde, des Conservatoriums 
der Musik zu Prag , des Vereins zur Ermunterung des Gewerbsgeistes 
in üöhmen, und der Landwirthschaftsgesellschaft in Wien; Herrn 
der Herrschaft Senftenberg, etc. etc. etc. 



Q O ^j> ^^ ■ y 






mW^ui';.; i^vü 



Euer Hochgeboren! 



Jbihe ich auf Befehl unseres allerhöchsten und 
mächtig-s ten Kaisers die Reise um den Erdhall 
beginne, lassen Sie, geehrtester Baron, mich hier- 
mit noch üfl'enllich meinen geringen Dank aussprechen. 
Es ist ein Dank, wie ihn ein armer Gelehrter geben 
kann, jene innige herzliche Dankbarkeit, die vom 
Herzen kömmt und zum Herzen gehl, ein Dank, der mir 
stetig bleiben wird, da Sie allein es waren, der mich 
im Vaterlande der öfl'entlichen Welt gab, und durch 
Rath und That meine gesellig-e Bildung" bedeutend 
erweitert hat. Sie waren es, der mich vom Schreib- 
tische und aus der dunkeln Bodenkammer in die hö- 
heren Kreise des Lebens zog, eine Menge Richtungen 
für meine einzelnen Studien bezeichnete, und auch 
die hier folgenden fragmentarischen Blätter hervoriief. 
Betiachlen Sie, hochge borner Baron, dieselben, 

1 * 



wie sie sind, sein sollen, und wie sie enlslanden. Sie 
sind nnd sollen eine fra^nienlarische AnleilunjL;- und 
kein i.ehr])ncli sein; sie sollen dem Anrang:er und Lieb- 
haher eine compendiöse Lihersicht der Gruppen und 
ihrer Erscheinungen in gedriini;ten Bildern, mit sorg-- 
fälligen Ahhilduni^cn begleitet, geben, möglichst lern 
Ton sichlender oder beissender Krilik. Zur Erreichung- 
dieses Zweckes habe ich die g-emeinslen milleleuro- 
piiischen Eormen als Typen gewählt, damit solche der 
Liebhaber und der Schidcr leichter aullinden und ver- 
gleichen kann. Icii habe last alle bisher bekannten 
Gallungen abgebildel, und als dritte Abtheilung- des 
Buches eine kritische, lateinisch geschriebene Aulzäh- 
lung der Gattungen folgen lassen, welche als eiklü- 
render Text /ui- /.weiten Abtheilung- dienen kann. In 
der Einleitung habe ich Ihiem hohen Wunsche g-e- 



mäss eine kurze Uibersicht des MIkroskopes und sei- 
ner Anwendung in Bezug auf Mykologie gegeben, ohne 
dessen Theorie zu berühren, welche nolhwendig in 
ein Lehrbuch der Physik gehört , wo sie Jedermann 
suchen und auch finden wird. 

Schenken Sie, hochgeborner Baron, mir ferner 
Ihre so werthe Liebe und Gnade, auch dann noch, wenn 
ich rastlos den durch die hohe Huld Seiner Durch- 
laucht des Fürsten Mette mich mir vorgezeich- 
neten Weg durch ferne Welttheile und fremde Völker 
wandere^ und nehmen Sie, Hochedler, diese frag- 
mentarischen Zeilen als die geringsten Zeichen meiner 
nie erlöschenden Verehrung und Dankbarkeit! 

Prag, den 1. August 1842. 

Der Verfasser. 



V o rir o r t. 



JLrer Verfasser ist genötliigt, sich wegen der verspäteten 
Erscheinung dieser Schrift zu entschuldigen. Das Buch selbst 
war schon im Jahre 18 il geschrieben, und im October des. J. 
war bereits der Druck der zweiten Abtheilung vollendet. 
Nur die acht, gewiss mühsamen Steinlafeln waren erst theil- 
weise beendet, und ich arbeitete rastlos, um sie meinen Ver- 
leger übergeben zu können. Ein fast vierwochentliches, jede 
Arbeit störendes Unwohlsein verzögerte leider die Vollendung, 
die in Folge desselben erst Anfangs Juni beendet wurde. 
Und kaum sind die Tafeln dem Drucker übergeben, da werden 
durch Fahrlässigkeit eines Arbeiters vier derselben zertrüm- 
mert, und ich sehe mich neuerdings gezwungen, diese eigen- 
händig zu radiren, im Falle ich das bereits angekündigte 
Buch wirklich erscheinen lassen will. W^er so wie ich, bei 
seinen Bilderwerken alle mechanischen Arbeiten selbst machen 
muss, der nur wird meine traurige Uiberraschung würdigen, 
und begreifen, dass die zweite Arbeit weniger schnell wie die 
erste gehen konnte. Man lege daher das späte Erscheinen 
dieser Schrift nicht dem Verleger zur Last, der eben so wie 
ich, durch so unvorhergesehene Zufälle missmuthig gemacht 
worden ist. 

Das Buch selbst soll eine oberflächliche Anleitung zum 
Studium der Mykologie abgeben, und ich habe oft absichtlich 
eine Menge Erscheinungen nur skizzirt, um die weitere Aus- 
führung dem Fleisse des Schülers oder Lesers zu überlassen. 



VIII 

I)ip AhltiKlunj^cn sind gedrängt, aberkenntlich nnd brauchbar, 
und ich habe vorzüglich auf Gattungskunde hingewiesen, 
welche die liasis jeder reellen Natuikunde ist Uiber die 
Form des Ruches brauche ich mich niclit zu entschuldigen, 
da ich nui- fiir verniinfligc Leser und fleissige Schüler ge- 
schrieben habe, und es für unnütz halte; naseweisen und 
unwissciulcn Kritikern, und dunuudreisten wissenschal'tlichen 
Knaben, welche beide Raccn Deutschland in unserer Zeit 
leider zun» Uiberfluss l)esitzt, Rechenschaft über mein Wirken 
zu geben; deiui ich niüsste mich schämen, mit knabenhafter 
Unverschämtheit und blöder Dreistigkeit irgend welche Art 
von Allianz zu schliessen, oder als Mitglied ihrer, auf Gegen- 
seitigkeit gegründeten Lobassccuranz eintreten zu wollen. 
Das Publikum kümmert sich um Lob oder Tadel eines 
Dritten wenig, und kauft, was ihm nützlich; und ich lioffe, 
dass diese Rlätter eben so gut wie die auf die bitterste "NA'eise 
getadelten fccnrs fitn^crnm abgehen werden, xuid werde es 
abermals <\vn. Hohn verdienenden allweisen Herren Rezen- 
senten nicht zum Geschenke bringen, damit sie so gefallig 
sind, und es tadeln. 



Prag i\Qn (. August 18 i2. 



(vOrdu. 



I. Abtheilung. 



Einlcitimg in die Kunslspraclie und Orgaiiographie. 



Einleitung. 



Jjie fast unzählbaren Formen der Gewächse , welche der Laie 
und der Gelehrte mit dem Namen Pilze , Schwämme und Schimmel be- 
zeichnet, sind durch Eigenlhümlichkeit der Gestalt und des Baues von 
allen anderen Gewächsen höchst verschieden^ sie ändern aber auch unter 
einander ebenfalls so viel ab, dass man bisher keine bestimmten Unter- 
scheidungscharaktere für diese Gruppen hat auffinden können, ein Fehler, 
welcher allenthalben erscheint, auch ausserhalb den Naturwissenschaf- 
ten , und die Beschränktlieit unseres Wissen und unserer Auffassungs- 
kraft zeigt. Unsere Definition wird daher eben so fragmentarisch sein, 
wie alle früher gegebenen, und um dem Anfänger einen auffassbaren Be- 
griff der Pilze und der hingehörenden "Wesen zu geben, rathen wir ihm, 
unsere hier gegebenen Tafeln fleissig durchzublicken , denn da sind alle 
bekannten Hauptformen derselben abgebildet, und wir bezeichnen sie als 
Gewächse mit einfachem zelligcmBaue, ohne Spur von wirklichen porösen oder 
Spiralgefässen, und ohne deuth'ch geschiedenen Holz-Rinden- und Markkör- 
per. Ihr Wachsthum ist gleich dem aller Pflanzen exogen, und ihre Früchte 
bilden sie entweder an der Spitze fädiger Organe ("Basidien), oder in hoh- 
len, röhrigen Schläuchen, und diese Früchte sind kleine, ans einer ein- 
zigen oder aus mehreren Zellen gebildete Körperchen, welche man Sporen 
nennt, und durch deren Aussaat die Art fortgepflanzt wird. Alle uns 
bisher bekannten Pilze wohnen auf modernden organischen Resten oder 
auf lebenden kränkelnden Pflanzen. Einzelne Gattungen und Arten er- 
scheinen zu allen Jahreszeiten und in allen Klimaten, die Grosszahl der- 
selben ist aber an eine warme Temperatur bei feuchter Atmosphäre gebunden, 
und daher erscheinen die Pilze in unseren Breiten vorzüglich im Früh- 
jahre und im Herbste. Unter den Wendekreisen und unter den Tropen 
müssen andere Verhältnisse statt finden, und die Pilzvegetation soll dort 
■wohl das ganze Jahr vorlianden sein , aber vorzüglich häufig sollen die 
Pilze vor und nach der Regenzeit erscheinen. Aber nicht allein die 
Witterung bedingt das Erscheinen der Pilze, auch elektrisch- atmosphä- 
rische Entladungen befördern dasselbe, und noch mehr hängt die Zahl 
der Arten von der Vielfältigkeit der Vegetation ab, denn fast jede Pflanzen- 
art hat ihre eigenen Parasiten, welche sowohl auf der lebenden Pflanze, 
als auch auf ihren faulenden Resten wohnen^ und eine genaue Betrachtung 
dieser Verhältnisse zur Zahl imserer Pilzarten in Europa lässt auf eine 
unermesslich reiche Pilzvegetation in den Tropen schliessen. Aber so 
lange, als Gelehrte und Regierungen das Studium der kryptogamischen 
Gewächse als ein zwar schönes, aber minder nützliches Studium betrachten, 
und die , die Tropengegenden bereisenden Naturforscher nur nach AfTen 



\1I 

iMiiI n.iiiineii j.i^cii, so laii^e wonlcn wir über eine der, iiir den organi- 
hchcii lliiusli;ill wich liyst eil rilaii/.engruppeii, wenig eiialiren. 

Die Pilie waclisen vorzii^lieli in der Atmosphäre, und nur wenige 
Allen, wie der l'ilz, «eleher die Hefe bildet, u. e. a. wolmeii in flüssigen 
Stollen. Die GrosszabI der Pii/.e wobiil , wie schon oben erwäbnl , auf 
I'llaiizen- und Thieiiesten , und sie selicinen vorziiglicli bestimmt zu 
sein, diese Kesle völlig zu zerstören und in Humus zu verwandeln. Ohne 
vorhergehende Pilzhihhmg verweset fast kein organisches Gebilde, jedoch 
haben die meislen der lelzleren zu ihrer Zerstörung wa'lireiid der Ver- 
wesung eigene Pilzarten ])eslininit, so wie aucli Krauklieilen der Pdanzen 
gewisse stete Pilzbildungcu bedingen oder hervorrufen. Um daher eine 
Grnsszahl Pilze zu finden , wird man vorzüglich solche Localilaten be- 
suciien müssen, wo organische Wesen einer langsamen Zerstörung unter- 
liegen , und da die Pil/.e vorzüglich auf vegetabilischen Resten leben, so 
wird man in Wäldern auch die grösste Ausbeute erhalten. Ich will 
hier versuchen, dem Anfänger einige Winke zur Aufsuchung der Pilze im 
Allgemeinen zu geben , da für eine speciellc Anleitung hier weder Raum 
noch Ort ist. 

Aul'suchen der Pilze. 

Da die gcsammten Pilzarien in Rczug ihres Wohnortes m zvyei 
<iru|)|)en zerfallen, so wird es auch leicht sein, die einzelnen Arten die- 
ser Gruppen, je nach ilireni Wohnorte zu suchen. Für diejenigen Arten, 
welche auf leben<len J'flanzen wohnen, ist jede Art einer Anleitung über- 
flüssig, indem man sie nur an ihren Mutterpflanzen suchen kann; dabei 
iiiuss aber stets auf die I^agc, in welcher die Pflanze wächst, Rücksicht 
genommen werden, und Pflanzen an gedeckten, srhatligen oder feuchten 
Orten werden mehrere Parasiten enthalten. Bei Pflanzen, deren Rlälter 
am Roden hegen, untersuche man stets die untersten, da diese gewcihn- 
licli Parasiten besitzen. Besitzt ein Strauch oder eine Pflanze ein Jahr 
Parasiten, so kann mau fast regelmässig daraufbauen, dieselben Parasiten 
das nächste Jahr an demselben Orte wieder zu finden , vorzüglich wenn 
man die Zeit der Entwicklung berücksichtigt. Für die holzbew<ihnenden 
Arten kann ich nur den guten und stets bewährt befundenen Rath er- 
lheilen, bei keuiem Plankenzaune, keinem liegenden Ijalken, Wasserröhre, 
oder abgefallenen Aestchen vorbei/.\igeh.'ii , ohne die genauesle Unter- 
suchung zu veranstalten. Jeder ausgelnilille Raum, jeder faule Stock, in 
Wäldern jede Grube und jeder Reisighaufen , so wie in Gärten die lii- 
.sclien, noch nicht umgeworfenen Goinposlhanfen , jeder Schindanger 
(wciclie leider fast Nöilig verschwunden sind), die allen Schindel- und 
Slrolidäehcr unleisuciie der Anfänger rastlos, und nach kurzer Zeit wird 
er e ne Uibung im Auflinden erreichen, dass eine mehrstündige Excursion 
iu die naclisie Umgebung seines Wohnortes so reich seyn wird, dass 
mehrere Tage, olt W<>< heu, zur Reslimniung und Untersuchung der mit- 
gebrachten Schätze kaum hinreichen werden. Auf jedem , auch dem 
ödesten Land.striche lassen sieh reichlich lohnende mykologischc Studien 
machen , und da für den Anlänger unsere Wälder durch das Laubsam- 
meln weniger ergiebig sind, so nehme er vorzüglich Thiergärtcn und Parke 
für seine ersten U nicrsuchungen, um reichliche Ausheule und Uibung im 
Suchen zu erhallen, llulwcitlen, AV iesen, Waldländer und Itrachen sind 
nebst St'ippt'lfeldern Norzüglicii zu berücksichtigen, und an den Stcin- 
geröUen, n% eiche die Urschiefer und Kieselschiefer bilden, gehe man nicht 
vorbei, denn .sie beherbergen stets schöne Slaubpilze, vorzüglich Gcastrum 
vulffare u. ^ . a. in. 



XIII 

Fleischpilzc sind vorzüglich in Laubwäldern nnd in gemischten 
feuchten Waldparüen daheim , und zu ihrem Aufsuchen habe ich mich 
stets der Weiber und Riader der Landleute oder eines eigens abgerich- 
teten Burschen bedient, und hierzu ist besonders das Forstpersonale 
einer Gegend um Rath zu fragen , da diese Leute die genaueste Local- 
kunde ihrer Forste, und vorzüglich der alten und neuen Holzschla'ge 
besitzen müssen. Ein vorjähriger Holzschlag ist für den aufmerksamen My- 
kologen ein wahrer botanischer oder Cultur-Garten, mit dessen Ausbeutung 
man stets zufrieden sein wird. 

Für Excursionen empfehle ich folgende "Werkzeuge dringend : 1. 
die gewohnliche Botanisirbüchse, an der Seile zu öffnen. 2. Einige kleine 
Handbüchsen von Blech. Hierzu habe ich stets mit Vortheil die blecher- 
nen Rauchtabaksdosen verwendet. Sie dienen zum Aufbewahren seltener 
und sehr kleiner oder gebrechlicher Gegenstände , und 3. ein starkes 
spitziges Messer mit einer Feder zum Sperren. Ferner trage man starkes 
geleimtes Papier in Octav-, Quart-, Halb- und Ganz -Folio -Format ge- 
.schnitten und geordnet bei sicli, um alle einzelnen Funde gut einzupacken, 
und hierdurch das Reiben und die Sporenaussaat einzelner Pilze, und ein 
dadurch herbeizuführendes Verderben der anderen zu verhüten. Nach 
beendeter Excursion werden die so einzeln verjjackten Gegenstände auch 
leichter zu ordnen und schneller auszusuchen sein , um sie zur Aufbe- 
wahrung vorzubereiten. Die 



Aufbewahrung- 



der Pilze für die Sammlungen ist ein oft und mülisam verliandclter 
Gegenstand. Die , Blätter und lebende Pflanzen bewohnenden Arten 
werden wie alle Pflanzen getrocknet; nur ralhe ich solche nie scharf 
zu pressen , sondern bloss in ein altes Buch zu legen , und lang- 
sam zu trocknen , sollen sie noch zu späteren Untersuchungen geeignet 
sein. Die auf Holz und Aestchen oder Rinden wohnenden Arten legt 
man in belieljigem Formate in Papierkapsehi in's Herbarium, und die 
Holzpilzc und grossen trockenen Lycoperdii u. a. bcwabrt man in Schach- 
teln oder Kästen auf. Diese letzteren alle ratbe ich früher stets gut aus- 
zutrocknen, und dann zu sublimatisiren. Die Sublimatlösung mache man 
schwach, ohngcfähr 10 Gran auf eine Mass wo mö'glich sehr fuselreiclien 
Weingeistes, denn das Fuselöl scheint die pilzbewohnenden Insekten eben 
so wie der Sublimat seihst, zu versclieuclien. Die Flt-ischspilze hat man 
verschiedenartig für die Herbarien zubereitet. Alle Arten, so bisher vor- 
geschlagen wurden, taugen nichts ! Ich will hier die Tränkung mit 
Tag, etc. die Aufbewahrungen in W^eingeist , Chromsäure etc. gänzlich 
übergehen, da sie unausführijar und untauglich sind, und nur die von 
Klotzsch angewendete Methode berühren , wo man den sehr fleischigen 
Pilzen die Substanz ausschneidet, die Hut- und Strunkhälfte und einen 
Längsschnitt, parallel den BläUern , Röhren oder Stacheln geführt, trock 
net, und auf Papier heftet Kleinere und leicht trockenbare Pilze trock- 
net man an der Luft und presst sie leiciit. Die Methode ist leicht aus- 
führbar; aber man glaube ja nicht, nach so präparirten Pilzen später 
eine der Zeit genügende Bestimmung oder Beschreibung machen zu kön- 
nen! Dieses ist unmöglich, und solche Sammlungen sind recht schön; 
aber ihre wissenschaftliche Anwendung ist sehr beschränkt. Die beste 
Methode, Pilze jeder Form und Grösse, vorzüglich aber Fleiscbpilze, für 
unsere Studien zu erhalten, ist, sie zu zeichnen, und mit Wasser- oder 
Oelfarben richtig und gut zu malen. Ich mache es jedem Mvkulogen 



XiV 

rur crsliMi l)(«linfjniss, gut und rirhlig zeichnen zu können, denn dadurch 
wiiil ihm iiiciii nur das Sliidiiini srlhst nusscrordcnllich erleichtert, seine 
li<<)li;i< hluni;cn i;f\vimien au Uinlanfj und au Vertrauen , sein Seh- und 
AiiHa.s.sunj;s\ crni(){^i'n wird }»cscii.ii fi , un<l was wescntHch wiclilig ist, er 
wird »lie Arheilcn und Jiildcr seiner Vorganger und Zeitgenossen nicht so 
i>hiin|> uihI unverslandhch aui'fassen, wie wir es tägh'ch bei gewissen INalur- 
iiisiorikeru , und dt;r grossen gesiclilssinnesarmen INIasse des Volkes seilen. 
L'ihcrdiess ist dem Naturlorscher nur dann das Mikroskop ein nulzhi ingen<les 
AW'ikzeng, wenn er ein lüciitigcr Zeichner ist, und alle nach mikroskopi- 
schen Untersuchungen gefertigten ßcsciiieibungen erklare ich hier odcntlicli 
für unbrauchbar, sobald sie einer tüchligen sie begleitenden Abbildung 
ermangeln. "Wir niiissc-n in unserer so bewegten und vorwärts strebenden 
y.c'n , uns' solclies fa<len, die Wissenschaft beengenden, häufiger noch sie 
direkt hirulcrnden Geschwätzes entledigen , vorzüglich wenn es in jener 
uuverschä'mtcn bid)enhaften Form gcsciiieht, wie es einige nord- und siid- 
ileutscheAuswiii Hinge, die sich leider Gelehrte nennen, angestimmt haben. 

Für (idVnlliche Sammlungen oder für Liebiiaber empfehle ich gut 
gefertigte AN achs- oder Gypsfigiircn , sie müssen aber nacii der Natur, 
tmd nicht nach schlechten Schäflerschen oder missverstandc^en BuUiard- 
schen FJildern (wie TralliiUks Sammlung) gefertigt seyn, und die Methode 
sie zu fertii^cn, wird man bei jedem Wachs- und Gypsarbeiter erlernen 
können. Wir em])fehlen «niscren hohen Regierungen , welche für das 
W ohl und die Gesuiidiieil ihrer Unterthanen so uncrmüdet besorgt sind, 
die Anlegung öirenllicher, in Wachs, oder Gvps modellirter Pilzsammlun- 
gcn , weiche alle im Lande vorkommenden schädlichen und essbaren 
Pilze ctithailen sollen, und welche an jedem IMuscmn der IS'^aturi^cschic/ite, 
an jeder Lfhikanzcl der Botamh , der IMcücria nicdica und P/inrmidiT^nosie 
luid der I\Jcdicüudj)oUzci aufgestellt sein sollen. ]3ie hohe österreichische 
Regierung ist mit trefflichen Veroidnungen in dieser Hinsicht vorausgeeilt, 
und inth.-ni wir auf «lie bei Kro/i/hhulz (1. Heft |). 26) vorgezeiclmclcn 
lieslininniiigcn und Wünsche verweisen, hoHen wir, dass tlie Anlogung 
solcher Sainmhingen und öirenlliclier Vorlesungen an Oesterreichs Uni- 
versitäten und Lyccen nicht mehr ferne sevn dürllen. 

jNachdem wir von dem Aufsuchen »ind Aufbewahren der Pilze für 
mvcoliigische Sammlungou gesprothen , glanbeti wir, dass hier in einer 
Anli'iiMiig zur ."Mykologie die Auil)cwahi niigsnielhodcn für den häuslichen 
Gehrauch, die Schädlichkcil luul Niitzliciikcil der einzelnen Arten inid 
ihre Kennzeichen auszuscliliessen sind , und wir verweisen den Anfänger 
auf Kniiidtliolz : iE s s b a r c, s c h ä d 1 i c li c und v e r d ä c h t i g e S c h w ä m- 
ni e« , in welcliem Ircffliciu-ri IJuciie, mit grossen Kosten und Scharfsinne 
alle Krfahrungrii gesainniell wurden , iim sie dem Laien und Anfänger 
deutlich und siclier zugänglich zu maiiicn. A\ ir haben nun die 

Iiislinniente und ihren Gebrauch 

bei wissenschaftlichen Untersuchungen der Pilze im Allgemeinen zu 
schildern , cnthallen uns dabei aber jeder eigentlichen optischen Schil- 
<leruug. Die weseiillichslcu Iiislruniente für mykologische Untersuchun- 
gen sind Lupen (Loupen) und .Mikroskope. Von den erstem einpfeiilen 
wir eine Lupe mit 2 — 3 Gläsern , welche einzeln zum Suchen und 
für sehr schwache Vcrgrössernngen zu gebrauchen sind. Für stärkere 
Vergrösscrungun (IG — 24 Diameter) fanden wir vorzüglich bequem, 
und für Kxcursioiu'u höchst anwendijar die unter dem Kamen nC'o- 
drüigton I.cits» gefertigte zusammengesetzte Lupe ( Taf. A. Fig. 15.), 



XIX 

Mitlo liolil gcsclilidcn , und «liircli eiw sehr tli'mr.cs planes Gins l)c<lcckl 
wcrdiMi knnn (s. Fiij;. Hl. Dinscs Glas «licnl , um an der Luil Iciclit 
veitiockncndo oder zcrf;illende (jcgcnsl.inde oinzuschlicssen , und ist bei 
UntcrsLicliung der MucediiKien (Sclnnimolarlen) nie zu vernachlässigen, i 

Die grossen Mikroskope von Ptnssl oder Schick besitzen sechs 
Objoclivc, welche jedocli nur in folgenden Verbindungen anwendbar sind : 
Object 1 und 2 sind einzeln (s. Fig. IG) oder 1+2 verbunden anwend- 
bar (^Fig. 17). Die dritte Verbindung (Fig. 18) ist 1+2+35 die vierte 
(Fig. 19) 3+4 + 55 die fünfte (Fig. 20) 4 + 5+6. Diese letztere gibt 
mit allen Ocularen verhältnissmassig die stärkste Vergrösserung, hat aber 
den kleinsten /ucv/ä; daher ratlien wir Anfängern, vorerst die Verbindung 
Fig. 19 zu gebrauchen, welche mit starken Ocularen sehr starke Vergrös- 
serimgen gibt, und einen viel grösseren l'hcus besitzt, wobei weniger Ge- 
fahr für Verletzung der Objective statt findet. Die Vergrösserungen an- 
zugeben finde ich hier überflüssig, und in wissenschaftlichen Werken 
lächerlich 5 nur ratbcn wir den Anfängern sich für mykologischc, physio- 
logische oder zoologische Untersuchungen kein Mikroskop anzuschaflen, 
dessen stärkste Vergrösserung unter 800 mal diametral ist. Diese letztere 
Vergrösserung reicht aber zu allen Arbeiten ziemlich gut aus. Auch er- 
suchen wir sowohl Anfänger wie andere Forscher, nie die Zusammen- 
setzung der Objective und Oculare in jenen Nummern, die sie bei sei- 
nem Instrumente führen, z. B. II. — 1 -|- 2. (u. s. w.) zu verzeichnen. Es 
war einst nutzlose Sitte , und Schwachköpfe thun es noch und eben so 
nutzlos , da sehr wenige oder auch wohl gar kein anderer Forscher ihre 
Guckkästen kennt, fiir die dabei erreichbaren Zwecke aber bürgt weit vor- 
züglicher und brauchbarer eine gute Messung eines constanten Organes. 

Als Weben -Instrumente bei mikroskopischen Untersuchungen be- 
zeichnen wir noch folgende als vorzüglich wichtig : 

Messer. Scalpelle , und zwar ein gerades (Fig. 21) und zwei 
bauchige (Fig 22 , 23) , nebst einem sehr guten Piasirmesser (Fig. 24). 
Dieses letztere soll eine vollkommen flache Klinge besitzen, und als vor- 
züglich gut sind Messer der hier abgebildeten Form von Zimmermann in 
Wien, Spittelberg N. 133, nur leider sind solche selten bei ihm vor- 
räthig. Die Scalpelle sollen feste Klingen und starke, gut fassbare Griffe 
haben , da runde , sechseckige und bleistiflälinliche Grille au einem zum 
Gebrauch ]>estiuimten Messer völlig zweckwidrig sind. 

Nadeln, vorzüglich sehr spitzige und scharfe sind dem Myko- 
logen unentbehrlich. Wir ratlien auf sehr lange Erfahrungen gestützt, 
CS sclialfe sich jeder Anfänger drei bis vier Slifte , wie die Damen 
zum Tambouriren (s. Fig. 25) haben, bei, und fasse in dieselben gute engli- 
sche Nähnadeln, für welche der Stift selbst als Nadelbiiehschen dient. 
Diese Stifte gestatten das augenblickhche Wechseln der Nadeln ohne 
Aufenthalt, welches fest geniachte Nadeln nicht gewähren. Auch .schaue 
man sich stets eine hinreichende Zahl sehr dünner, kleiner, runder Glas^ 
scheibchen (s. Fig. 27), welche ich «Deckgläschen« nenne 5 sie sind zum 
Rei'.cken und leisen Quetschen sehr zarter Objecte höchst wichtig, und 
der Mykolog wird selbe eben so wenig, wie der Infusorienforscher entbehren 
können. Ein höchst nothwendiges Instrument für den Mikroskopiker 
.:nd Naturforscher überhaupt , ist eine gute und erprobte Studirlauipei 
Wir ha!)en nach mehr als zehnjähriger Erfahrung und täglichem Ge- 
brauche die einfache Lampe mit Flasche (Fig. 28. b.) , einem Brenn,-' 
cylinder mit Schraube (a.), und mit einem Müchglassturz (^.): als die 
bräuchbai'ste erkannt, und haben unserer so beschränkten Tageszeit willen 
fast alle unsere BcoJ)achtiingen , Zeichnungen und namentlich fast alle 
Gravirungcn und Radirungeu für die Icones f'ungoium , die Prachtßorat 



x\ 

dir die y-'/o/vi ,1ei /'uiwi/l uml «lusscs Biioli hoi dem Liclitc eiiitr \on 
St'iinvitfscr iii IJerliii ^(•|).nilcn L;imi)C geai heilet, welclic wir auch im 
Ihld»- daisUlllcu. Alle iiiiscie Freunde , denen wir solche Lanjpeu ein- 
jifohlen haben, waren uiil diesen vullkoinnien zufrieden. 

Ausser den liier aufi,'<fiihrfCM lustninicnleu bedarf der ^likroskupi- 
kcr noch eines grossen J )a<bs|>iusels zum Ileiiiijien der Ohjeclive und 
Ocuiare, einif^er 1 ', — 2 Zoll im Durchmesser liallenden runden Schei- 
ben M>a starkem S|>icgilj;lase, für welche Herr Pliissel in ^^'ien sehr 
brauchbare plaucouvexc Glaser gibt 5 eine weisse, auf der Rückscilc gc- 
sw.ür/.le Klfeiibeinplado , Messer, Scheeri.n, Schleifsteine, Ab/.iehriemen, 
Pinzetten, und einen in Linien (Pur. Dl.) gellieÜLcu Zollslali von 100 L. 
Länge. Die Anwendung des jMikroskojjcs bei wissenscliafllieiien Unter- 
suchungen lasst sich schwer beschreiben, für die tnlersucliung der Pike 
will ich hier jedoch einige wenige "Winke geben, die der Aufanger ja 
nicht übeisehe, da sie oll wesentliili zur richligen Auffassung der Kr- 
scheiimngcn beilragen. INicht das Mikroskop allein niaclu den iSatur- 
forscher, die IJibung und der Vcrsland mit dem W issea vereint , sind 
es, die ihn bilden, und das Instrument ist ein willenloses todtes Werk" 
zeug, und man glaube ja nicht, wie einige bornirtc äkcrc Forsclier unserer 
Zeit, es reiche hin, einen Guckkasten zu liabeu, und dabei bubeuhaft 
unverschämt und anmassend zu sein , um die reichen Erlahrungcn An- 
derer in gemeinster und rohestcr Form negircn zu dürfen, weil eigene 
Blindheit, Dummheil und Arroganz, gepaart mit Ungeschicklichkeit und 
Frechheit, -verhindern, die Resultate der jüngeren Forscher aufCiudeu zu 
wollen. Uibcihauj)t ralhen wir dem Anfänger, sich durch keine Receu- 
sioncn und andere derartige Verkiciuerungs- , Klatsch- und Schim[)l- 
Anstalten irre leiten zu lassen, er sehe mit eigenen Augen, und nur dann 
kann er sich gegen absichtlichen Betrug sichergestellt wissen. Alle zu 
imteisuchenden Gegenstände untersuche man wo möglich frisch oder 
lebend, und jedes derselben trocken, und dann bcltuclilct. 

Alle Schritte, die zur Untersuchung und mikroskopischen Analyse 
gemacht werden, müssen stets einer der Hauptaxen des Organes, welches 
untersucht wird, parallel sein. Schiefschnilte sind stets unbrauchbar. 

Alle schleimigen und gallerligeu Substanzen zerlege man behutsam 
mit zwei ISadeln , so auch viele Ueischig-zellige Substanzen, z. 15, die 
Fleischmasse junger Lycnpcrdactlcn. 

Alle Schnitte mache man wo möglich so fein und zart, dass sie 
mit oder ohne Befeuchtung unter dem .AIikrf>skope durchsichlig werden. 
Die gesammten (nnio- und /h/'hornrcelcn untersuche man zuerst 
trocken, so auch alle Schimnul-Arlen , unter dem Deckglasc, dann erst, 
naclidem die Lagerung der Sporen richtig erkannt und gezeichnet wor- 
den ist, befeuchte man sie mit einem reinen klaren Tropfen Brunnen- 
wasser, und beobachte dabei die Anheftung, den Ursprung und die Zer- 
streuung der Sporen. 

Alle Gewebe, Fäden, Stiele, Ilaargcflechte und Sporen muss man 
später feucht untersuchen , um die Zcllbildung , Theilung und den In- 
lialt deutlich und scharf zu sehen. 

Die Sporenmassen der Staubpilzc untersuche man bei ihrer Reife 
feucht. 

Die Fruchtlagcr allerPilze, welche Schläuche besitzen, miisen fein 
geschnitten, mit der Nadel oder dem Quetschcr behutsam präparirt und 
uass untersucht werden. 

Die Fruchtlager aller Familien, welche Basidicn tragen, schneide 
man behutsam und ohne Betastung ihrer Oberfläche in Parthien '/, — 2 
Linie dick, und untersuche sie trocken, oder auf einem sehr gering be- 



XXI 

feuchteten Träger, und erst naclitlem man die Gestalt der Basidien , die 
Sterigtnata und die Anlieftiing der S[)oien deullicli gesehen , befeuchte 
man sie mehr, um den Bau der Sporen vollkommen deutlich zu machen. 

Als letzten und wesentlichsten Rath bezeichnen wir dem Anfänger 
die Anwendung mittlerer Vergrösseriuigen vorzüglich folgender Zusammen- 
setzung der Objectivgläser: 1 + 2 + 3 (s. Fig. 18) und 3 + 4 + 5 (Fig. 19), 
und nur in sehr dringenden Fallen und nach längerer Uiburig schreite 
er zu Anwendung der stärkeren und sLärk.steii Vergro'sseruiigen. Auch 
wechsle er bei denselben Objecten mit verschiedenen Vergrösse- 
rungen , und bemühe sich bei schwMchereu Vergrösserungen dieselben 
Details zti sehen, wie bei grossen. 

Nachdem wir eine kurze Skizze über das Mikroskop und die 
dringendsten Winke für seine Anwendung gegeben, wollen wir eine mög- 
lichst kurze und ausreichende Schilderung des Baues und der Organe 
der Pilze versuchen. Hier beengt uns der nolhwendig begränzte Raum, 
um den Preis und die Compcndiosita't des Buches nicht unnütz zu ver- 
grössern und zu beschränken. 

Anatomlsclier Bau der Pilze. 

"Wir setzen hier voraus, dass derAnfänger alle phytotomischen BcgrifFe 
der Zellen und der Gewebe mitbringe, oder sich dieselben aus den Lehr- 
büchern der Phytolütnic von Kieser, Link, Sprenf^cl , JMeycn oder Trc- 
viranus erwerbe. 

Alle von uns bisher untersuchten Pilze bestehen aus einem ein- 
fachen Zellgewebe , welches unter mannigfachen Formen auftritt, und 
nur bei einigen wenigen Flcischpilzen haben wir in jüngster Zeit ein 
Systtm von Saflgcfässcn enideckl. 

Eine grosse Reihe der niederen Pilze besteht aus einfachen Zellen, 
wclcl'.e die 'Präger oder die Sporen in niainiigl'acher Form und Art büden, 
wie ein Blick, auf Tafel //. geworfen, hinreichend darthun wird. Beiden 
My elomyceten und U} mciiornyceten aber sehen wir die Zellen, in Häute 
und fleischige IMassen vereint , luid im letzteren Falle bilden sie 
eben solche Gewebe wie die Zellen der höheren Pflanzen. Fertigt 
man ferne Querschnitte des Stieles von ^garicus pelasilorjuis (s. Taf. 
11. 11. Fig. 31) , so sieht man ein Gewebe , aus rundlichen neben 
einander lagernden Zellen gebildet , deren Wände deutlich geschie- 
den und dick .'■ind , und welche sowohl im Querschnitte (Fig. 31) 
als auch im Längsschnitte (Fig. 32) Interzcllulargäiige , welche theil- 
weise mit Luft gefüllt sind , zwischen sich lassen. Die Gewebe a ieler 
Fleischpilze, z. B. der 'I'äublinge , IMistblätterscbwämme und der IMilch- 
blutterschwämme sind grosszcllig , während jene der Holzpilze verworren 
und undeutlich zeilig erscheinen, weil die einzelnen sie bildenden Zellen 
fadenförmig und unregelmässig verwebt sind, daher auch ältere Forsclier 
dieses letzlere Zellgewebe «Filz- oder Pilzgewebe« nannten; wir aber legen 
solche überflüssige neue TSameu für alte Sachen gern zur Seite. 

Bei den Milchblätterschwämmen finden wir zwischen dem Zellge- 
webe lange, verschlungene und verästete Röhren (T. 77. Fig. 22, 23), welche 
körnigen circulirenden Saft führen , und bei genauerer Betrachtung den 
Lebenssaftgefässen der höheren Pflanzen sowohl im Baue, wie auch in 
der Funktion gleichen. Der Saft bewegt sich in denselben mehr oder 
minder schnell, aber es ist sehr schwierig, Präparate zu fertigen, bei wel- 
ciien man noch einige Sekunden lang das (jirculiren des Saftes sehen 
kann, indem die Pilzgewebe vom Wasser so leicht durchdringbar sind, 



und das Wasser den Saft dieser Gefasse aiigcnhJicklich coagulirl , und 
dieses (iorinnen äimclt ahcrmaLs dem Gcriimca des Safles der Ficus- 
artcn heim Austrillc aus den Gef.isse.n. 

Wir lial)cu hei «Icn l'ilzeii l)isl)er mir zwei deutlich unterscheid- 
bare anatoniisciie (iewehcsysleme «.-tildeckl , das Ol) e rli a u is y s t ein, 
mit welchem wir die haiitailigc f)l)Ciste Zolischichle der Pilzorgaiie he- 
zuichnen, und welche keine Stomatien, und auch selten Inlercelhdarjioren 
oder Lücken hat, und <1 a s 1' a reo ch y msys tem, worunter wir alle 
massenlialien Gewehe begreifen. Beide Systeme sind hei den ver- 
schiedenen Pilzarten aus mannigfachen Zcllenformen gebaut , die wir 
hier aufzuführen für unnütz (luden. 15ei<le Systeme bilden alle Organe 
der Pilze , und ihre einfachsten Organe lassen sich auf die einfach- 
ste organische Bildung der Zelle zurückführen, imd durch die Re- 
nroducliun dieser Systeme ist auch ausschliesslit h «las Wachst hum be- 
dingt, und alle uns bekannten Erscheinungen des Wachsthums in der 
Pilzwelt lassen sich in folgende Formen bringen. 

Schon im Jahre 183G haben wir auf die beiden 'wesentlich unter- 
scheidbaren ^Vachslbumsformen im Plianzenorganismus aufmerksam gc- 
Diachl, und sie 1. als Wachstinmi durcli Inlussiisceplio ^Interpo.silion der 

ElenicntarstoHe); und 
2. als Wachsthum durch Juxiapusilio der Elementar- 
organe bezeichnet. Die erstere W^achsthumsform sehen wir deutlich im 
Wachsihumc iler Sporen, einfachen Zellfaden , Schla'uchc , Blasen, S|)0- 
rangien und den Zelkstielen erscheinen, wo sie abermals nach zwei Axen 
des Organcs mehr oder minder überwiegend aid'tritt. So verlängert sich 
der einfache Zellstiel acmi^e/i, oder blos an seiner Spitze, die Spore aber 
wächst sowohl nach ihrer Hohe, als auch gleichmassig nach ihrer Dicke, 
oder peripherisch, und zwar bloss durch Aufnahme der Elementarstoilc. 
T)icse erste Art des W achslhums ist gleichsam tlie primäre , denn sie 
bildet alle jene Elementai'organe, durch deren Juxlaposition die zweite 
Art des Wachsihumes allein bedingt wird, da durch sie die erslercn 
wachsen, und nur in lolo den Wachslhum des Organcs bedingen. Wir 
mochten <]er leichtern Fasslichkeit willen diese erstere Art »Zellwachs- 
tlium» nennen , wenn wir nicht fürchien müssten, schwache (ieister irre 
zu leiten , dass der Wachsthum der Zelle ausschUessend dadurch mög- 
uiiiglich wird. 

l^er Wachsthum durch Juxtaposition der Elementarorgane bedingt 
ilie nach Aussen erfolgende Vergrosserung eines Organcs oder eines 
lndi\ iduunis , und er zerfallt abermals in denjenigen, welcher nur an 
der Spitze eines Organcs vorgeht, und welchen man terminalen Wachs- 
Üuun nennt, und in s(dchen, welcher gleichzeitig, und oft ausschliesscnd 
an der ganzen AussenUächc tbirch Auflagerung neuer Substanz vor sich 
gehl, und den man exn-^cncn ff'achsihuta nannte. Bei fast allen grosseren 
Pilzen kann man beide Abarten dieser Form beobachten, vorzüglich werden 
ledrige oder holzige Arten der Gattungen Jheleplioni, Poljfjnrus und 
II} ilniini <len acrogencn, nur am Rande des dünnen Hutes erfolgenden 
\Va<hstIiwni ver.sinnlicheu , indem man leicht die einzelnen Zonen ent- 
stehen luid sich ausbilden sehen kann. Die vorzüglichsten Beispiele 
hierzu diiiften J'ohi>nju.s tuciäus und Trameles Pini sein. Den exogenen 
^Vachslhum wird man als sich überlagernde totale Massenvcigrössening 
vorzüglich von der Frnchllagernäche, hei den meisten mehrjährigen Holz- 
pilzen, sehr leicht und irelllieh aber am P'thfn>/usfJoniuccus, der alle 
alten Ohsibäuuic bewohnt, im Frühjahre und Hershte sehen können. 

Die iibrigen Lebenserscheinungen der Pilze sind sehr einfach, und 
die meibleu zeigen ausser Wachsthuui und Vermehrung keine ahsondcr- 



XXIII 

(ichen Erscheinungen. Nur einige unlerinilifctlii; RIii/.omori)Iien , der 
Agaricus olcnrius und einige indische Pil/.e Icnchlen im Dunkel mit 
pliosphurischem Lichte. Wir woJlen nun liier eine. klirre, SJäzze der 

.(! -istf .iriU\']<\ ii:ni'ili|' 

Organographie 

der Pilze folgen lassen, und gleichzeitig damit <lie Kunde der uülhigslen 
der Mykologie cigeulhiimlicheu KunsLworle verbinden. 

Die Wurzel 

und ihre stellvertretenden Organe sind bei den Pilzen aus Fadenzellen 
gebildet, und ahnein sehr wenig den Wurzeln der Gef;iss|(fiauzen in Form 
und Bau. Wir w<jllen hier ihre wesentlichen Abarten aufzählen, ohne, wie 
bereits oben gesagt, in eine Sichtung des Ganzen einzugehen. Bei vielen 
Parasiten bemerkt man nni den Sitz des Pilzes einen ])Iassen oder fär- 
bigen, weissen, rolhcn, gelben, oder grünen Fleck, welchen die Mykologen 
»Ulaculti, F 1 e ck« nennen. Er entsteht bei genauer Untersuchung entweder 
durch Subslanzfärbung der Umgebung des Pilzes, oder durch die zarten 
W^urzelstelle vertretenden Fasern, welche die umliegende Substanz diircli- 
weben und verfärben. Bei vielen holzbewoliiienden Arten kömmt diese 
Färbung zugleich mit der »Umschreibung, Circii/nscriiJlioa vor, und 
ist dann eben so wie liei Parasiten auf lebenden oder todlen Blä't- 
tern durch theilweise Zerstörung der Substanz bedingt. Die Circum- 
scriplio nennt man eine dunkle Linie, welche den Platz, auf dem der 
Pilz wolint, gewöhnlich kreisförmig umschliesst, und gleiclisam von der 
anderen Substanz abscheidet. Sie besteht fast stets aus sehr verdichteten 
kleinen Zellen oder Zellfasern, und nur selten gelingt es ihre Struclur 
deutlich zu sehen. Die fädigen Formen des Wurzelgeflechles der grös- 
seren Pilze bade Traltiiiik mit dem Namen If/yceliiuii belegt , und der 
auch bcibehalleu wurde, so lange es bei Fleischpilzen vorkömmt. Bei 
den Entophylen und Parasiten aber hat man die fädigen wurzei- 
förmigen Geflechte, ;ius denen sich die Sporen oder Flocken entwickeln, 
mit dem Namen »F a d e ngc f le ch t e, If)phnpo(luini, fJy/>/insnia, und 
auch oft als Hypolhallusa bezeichnet. Alle drei Worte sind als 
synonym zu belrachlen, nur wird das letztere oft auch fur haut- 
ähnlicbe Wurzelgebilde gebraucht, wobei aber stets die Beschreibung 
desselben alle Zweifel über seinen Bau löst. Verdickt sich das Wurzel- 
geflcchte polsterarlig , so nennt man es wohl auch Hypnsiromn, Bei vie- 
len Pilzen uitt das Fadengeflechle endlich in wirklicher W^urzelform auf, 
wie bei den Phalloideen, Clalhrace'en und vielen Blälterschwänmien, und 
in diesem Falle wird es «Wurzel, lindixu genannt. Eine ausführ- 
hchere Terminologie der Pilzwnrzel haben wir bei Kiombholz 1. p. 53 
gegeben. 

Der Stengel und Stamm 

und seine stellvertretenden Organe sind folgende; 

Der Faden, floccus vcl filum (s. Taf. B. Fach 7 — 14), ist 
eine einfache lange Zelle, oder er ist aus mehreren Zellen gebildet, und 
erscheint bald kriechend wie bei den Sporotricbacecn und Bactridiaceeu 
(Taf. B. Fach 7 — 9j, ode • aufrecht, wie bei den Ilelmiu'hosporiaceen. 



XXIV 

PsUoniact'en uiul Sporoili-en (F;irli 10 — H). Kr kann cinfncli inid ver- 
äslct, eiii/.ollii; (Jloccus conti innis) «»ilrr un^elhcill, Mclzclli;; (//. srpi/iliis') 
oder gcllu'ill sein , und er tr.if^l strls cjir Sporen. Wenn ilic Spo- 
ren ein Kiipfchcn bilden, wie hei den Puh ;icli(li;en, Slilbinen unil Aspi r- 
gillinen (Fach 16 — 20. Taf. C. 21 — 22) und bei den Mucoroidren 
und l'ilobolidecn nennt man ihn Slicl (.Sli'iies vd pctliccllus). Wir win- 
den ihn nur dann Sliel nennen, wenn er aus vielen nebeneinanderliegen- 
den Fasern besteht, wie bei Pciiconia. Jede einzelne Zelle, aus welelier 
der meliizeliige Stiel oder Faden besteht, nennt man Glied {y/rlicu- 
liis , gcinculus) und die die Zellen trennende Querwand, .S'c/jlum, 
obgleich Aiele IMykoIogen diesen iel/.leieu Ansdnick auch iih iiir yfrticuliis 
gebrauchen. Alle stengelartigen Organe der höheren Pilze nennen die 
Myknlogen Stiel (Sli/>cs) , vorzüglich wenn sie fleischig wie bei u-li\ari- 
cits und Boletus, oder lederartig wie bei den Lvcoperdac('cn tmd Sclero- 
derniaccen sind. Bei den Pliysareen und den Stenionitideen nennt man 
die hornartigen Träger der Peridien ebenfalls Stiel. Hei den Phalloideen 
und Jiatlareen sitzt <lie innere Fruchtliüile auf einem fleischigen stirlarligen 
Körper, welcher ihre unmillelbarc Varhiiigernng nach unten bildet, und 
den frühere Forscher Stiel oder SlijKs , wir aber Jiccc/'triciiluin sii- 
piti forme oder Trager nennen. Einen dem Stiele vollkommen gleiriien 
Körper von heterogener Substanz und flacher, warzenförmiger, seilen 
kegliger Form nennen wir Triiger, Stronia, und er ist vorzüglich bei 
den Tul)erculariaceen (Taf. G. 08), den Coryneacecn, Tremellinen, vielen 
Sphaeriaccen und Agyriaceen und bei einigen Coiiioinvceten stark ent- 
wickelt. Sehr zarte Träger werden vorzüglich bei lUatlpilzeu und (lo- 
niomyceten oft auch mit dem TNamen Jlriiostroriui bezeichnet. Rei allen 
diesen Rencnnnngen und den ihnen zu Giunde liegenden vagen liegrillen 
wird der aufmerksame Anfänger doch stets aus der Beschreibung auf die 
kritische Bedeutung des Begriffes schliessen können. Es wäre uns ein 
Leichtes geworden, eine strenge Terminologii- einzuführen, aber wir 
scheuen jede Art von Kamjif mit unseren verehrten Collegen und einigen 
cckelhaften Zopfgelehrten, und wünschen, ilass man solche ]Neuerungen 
durch den Gebrauch einführe, da überdiess auch die neuere Zeit in der 
krvplogamishen Kunstsprache Abenteuerlichkeiten der unnützesten und 
hi(heili<lislen Art genugsam her\ oigeinacht hat. ^Ver sich über den 
Sliel und seine Formen genau belehren will , tier studire fleissig die bei 
KrornbhuLz im ersten Hefte seiner Essbaren und schädlieheu Schwäuime 
von uns gegebene Terminologie. 

Die Hüll - Organe 

umhüllen entweder den ganzen Pilz in sciiter Jugend vö'llig oder nur 
einzelne Theile desselben. Sie sind höchst a erschiedener TN';itiir und hel- 
len bald den ganzen Pilz, bald nur seine Fruchthülleii bilden. INicbl alle 
derselben umschliessen bestimmte Organe des Pilzes völlig, viele dersel- 
ben tragen diese letzteren nur auf einer ihrer Flächen, und sind nur in 
der Jugend in sieh selbst geschlossen, oder vom f'^cluriL universale bedeckt. 
f dum universale oder allgemeine Pilz hülle nennen wir ein 
bei allen uns bekannten Pilzen in der frühesten Jugend -vorhandenes 
Fasergewebe , welches sehr zeitlich und gewöhnlich gänzlich verschwin- 
det, und dessen Resle bei vielen Fleiseli[>ilzen als oberste Schichte 
des JlJtcdiums zurückbleiben Alle faserigen , spä'ter gänzlich oder thcil- 
wcise \ersch\vinden(leii Häute, welche einzelne l'ilztheile umhüllen, 
ueuueu die Mykulogen rduni pariiule. Es erscheint zuerst deutlich 



XXV 

bei einigen Hyphomycelen als Schleier des Floccus , z. B. bei HcUco~ 
ma ß/ulleri. (Taf, B. 11. Fig. 4) und bei Ceratocladiuni niicmsper- 
nium (Taf. B. 15. Fig. 1) , und bei einigen Spbaeriacoen , z. B. bei Ily- 
poxylon vuli^are lost .sich dasselbe in gleichaiüge, zarte, sporcniihnliclie 
Körner auf. Bei den Fleichpilzen : Agaricus, Boletus, Hydiiuni, und bei 
den Phalloide'cn erscheint es als äusserstes Felum , welches dann die 
Mykologen P^olva , Wulst, nannten, und dieses umschliesst den Pilz 
in" der Jugend völlig (s. Taf. 2, Fig. 52, und Taf. //. 77. Fig. 12, 13, 
16, 17), Bei -vielen Fleisclipilzen und naaienllich bei den Phalloideea 
kömrat am Stiele eine zweite Hüile vor, welche man Schleier (^f^elum 
stipitis) nannte. Bei Phallus imjnuliciis ist es dop|)eIt, nemlich ein äus- 
seres (^V. Slip, cxlcniuin) uncl ein inneres, in der Struukhölile vor- 
kommendes (f^el. slif). iiUcnuuii). Ist bei den Blätter- und Kühren- 
sehwa'mmen dieser Strunkschleier bleibend und constant, oder ringför- 
mig, so nennt man ihn Ring (^^Jimulus). Uiber den Ring uvid die 
Fruchtliülle s. ebenfalls Kroinhholz l. c. p. 40. IJei Ilyinciiopliallus fin- 
det man zwischen dem Strunkschleier und dem Hute noch ein anderes 
Organ häutiger oder netzartiger Natur (s. Taf. F. 52, Fig. 7, 8, q), wel- 
ches wir Involucrum nannten. Von den hier genannnten Hüllen sind 
manche doppelt, ja selbst vielfach vorhanden, wie die Widst der Phal- 
loide'en, die wir aber richtiger als cia Pciiaiuni exlcnium bezeichnet haben, 
(s. Icoiies /img, P^. p. 11.) 

Zu den Organen, welche die Frucht unmittelbar beschützen, oder 
in ihrem Hohliaunie zeugen , gehören : 

Das <Spor(ingiuni oder die P^csicida. Dieses ist eine zarte Hülle, 
welche man bei den Mucoroideen , Aecidiaceen und Al|)hilouior- 
phe'en findet, und welche unmittelbar die S[>oren oder Schlauche ein- 
schliesst. Sie besteht gewöhnlich aus einer einfachen Blase, selten ist sie 
zelliger Te.vtur. Wenn dieses Organ derb, hautähnlicb, ledeiig , oder 
fleischig ist, so nennt man es Pcridiiun oder Peridie, und als solche 
erscheint es bei den Physareen, Relicuiariaceen. Lycoperdaceen , Sclero- 
dermaceen, Geastrick'en, Phalloidcen u. v. a. Als solches ist es einfach 
{^P. sittiplcx), doppelt (P. duplex), oder vielfach {P. mulUplex), und dann 
werden stets ein äusseres (P. extenuttiL), inneres {P. inlernuru) und ein 
mittleres (P. medium vel inlermediurn) unterschieden , wie bei Geaslcr, 
Plecostojiia und Pliallus. Das Peiidium oder die Peridie kann sehr ver- 
schiedener Te.Klur oder Form seiu , und oft umschliesst es viele kleinere 
'deiner Art, welche erst den Sporenbrei enthalten, und diese kleinereu 
nennt man Peridiolen oder Sporangiolen (Pcridiolum, iSporangioluni) , wie 
man bei den Pisocarpiaccen (Fach 40, 11) den Nidulariaccen (Fach 42) 
und den Carpoboiis (Fach 44) sehen kann. Diese Peritliolen liegen ent- 
weder unmittelbar im äusseren Peridium, oder sie sind in Zellen (Cellulae) 
wie bei Pisocarpium (s. Taf. D. 40, Fig. 8. 13) eingeschlossen. Das ganze 
Peridium nennt man dann oft ein Pcndiuin inlus cellulosurn. Bei einigen 
Familien, z. B. den Tuberaccen, umschliesst das äussere Peridium eine 
derbe Fleischuiasse, welche unregelmässigc Zellen bildet, die von der Sub- 
stanz der Peridie in Form verschieden gefärbter Adern umschlossen 
werden, und ein solches Peridium nennt man ein Peridium inlus vcnosuru 
(Uterus F/ics.\ und die von der Peridie gebildeten unrcgelmässigen Scheide- 
wände der eingebetteten Sporenmasse Adern {J^eiiae). Die Peridie 
(im AllgemeinenJ öffnet sich sehr mannigfach, sie ist bald an der Spitze 
durchbohrt, bald unregelmässig zerreissend, sternförmig aufspringend, 
oder sie reisst ringsum deckeiförmig. Bei den Cribrariacecn verschwindet 
der obere Theil derselben völlig , und nur am Grunde bleibt sie in Ge- 
stalt eines Bechers zuriick , und diesen becherförmigen Rest nennt man 



XXVI 

(\-iilfin,lium. Bei tlcn Pilzen, ilcrcn Spnrciibrei gallerlartij,' ist, und 
ilic man als Sclcroniycctcs oder als •Sctcroi^uxterc.i bezciclincl , kommt 
eine stets sehr kleine, gesellige Peridie vor, die oft hornartig ist, und 
wciclic <lie Mvkologon Pcrithccitun nennen ; es besitzt hoclisl a crscbie- 
dcne Goslaiten (s. 'l'af. F. 54 — (iO), und gehl ans dem Kiiglichcn und 
Flaselienloi inigen allmülig in das INapflVirmige über. Seine Formen ergeben 
siel» aus allgemeinen tcruiinologisclien Normen. Es öHtiet sich unregel- 
miissig (zerfallt), oder es ist durchbohrt, dieses springt dcckelforniig, stern- 
förmig oder rissig auf. 

Die bisher bezeichneten Fruchthüllen sind bis zur Sporenreife und 
Aussaat stets geschlossen , und nun gehen wir zu jenen oben crwiihnteu 
Formen über, ■welche nur in der Jugend geschlosscu sind, sich aber längst 
vor der Reife der Sporen öffnen und gleichsam blos die Triiger des 
Fruchtlagers sind , und in einigen Formen wirklicli nur als solche er- 
scheinen. Die erste dieser Formen ist der 15 edier Ciipuhi (s. 
Tafel G. fi3, 64), welcher wirklich napf- und becherförmig ist, in der 
Jugend durch Conlraclion seines Randes oder durch ein besonderes 
P'eluni geschlossen ist, und dem napfförmigcn Pcräliccium in der Form 
sehr gleiciit. Der Becher kann sehr vielgestaltig, sitzend, vereinzelt oder 
gesellig, und Aon sehr verschiedener Gestalt und Sul)slanz sein, welche 
abermals mit den gewöhnlichen Kunstausdriicken l^ehandelt werden. Er 
geht durch Verflachung und Umbiegung seiner Ränder nacli aussen und 
unten allm.ilig in die Keule (Clavd) (s. Fach 00, 05. Taf. C) über, 
und diese letztere dnrcii Verlängerung ihrer Ränder nach unten in den 
Hut (Pilcus) (s. Fach 07, 7."), 77). Die Keule kann einfach oder ästig 
sein, aber sie trägt stets das Fruchtlager an der Aussenfläche, welche die 
einzig mögliche Obcrfläclie ist. Den Hut aber kann das Frnchtlager bald 
an der Obeifläche (Aussenseite), wie bei den Helvellact'<-n (Fach 07) 
oder an der Unterflä'che (Innenseite), wie bei den Anricnlarineen , Hvd- 
nci, Polyporei oder Agariciui tragen. Die Gestalt und Bildung des Hutes 
ist eben so mannigfach w ic seine Substanz, und wir verweisen hier aber- 
mals auf die ausführliche terminolcgischt- Schilderung liei Kronihholz (l. 
c. 1, p. 31). Der Hut kann sehr oft aucl bloss aus einer einfachen aus- 
gebreiteten Haut bestehen, ja selbst mit seiner oberen Fläche an seinem 
Wohnort aufgewachen sein, ohne darum die Bedeutung des Hutes zu 
verlieren, ja es wäre vernünftig, wenn man die gcsammten Organe der 
Hvmenomyeeten . welche das Fruchllager tragen, Hut nennen würde. 
Bei denjenigen Pilzen , welche ihr Fruchllager in der Höhle einer Spor^ 
aiigi(!, Peridie oder Perilhecic ciiischliessen, linden wir noch einige Organe, 
welche tiieilweise dem Hute oder auch dem Fruchllager angehören, und 
welche wir A [> p e n d i c u la r- O rg a n c nennen wollen. Die wichtigsten 
derselben sind das Säulcheu und das Haargellcchte. 

Das Säiilclien (Culamella)^ 

befindet sich stets in der Mille des Sporenbreies und der Peridie, und 
CS ist meisienihcils eine Fortsetzung des Stieles. Man findet es bei 
einigen Physan'en , Stemonilideen xmd Podaxineen (s. Taf. C. 29, 32, 
30) u. V. a., und aus, oder an ihm entspringt gcwölinlich 

Das IlaargefleclUe (Capillitlavi). 

Dieses nnigibl oder iluichwebl die S]Kirenmasso , und die einzel- 
HCU S}«oicu werdcu lucibtens au den Fäden des HaargeUcciitcs gebildet. 



XXVII 

Wir kennen drei Hauptformen tlessclben : 1. das einfacJie Ha ar- 
ge 11 eciitc (Capillitium sirn/}lcx vel ramosum), vf eichen ans einfachen oder 
astigen Fasern besteht (s. Taf. C. 28, Fig. 4, 6, 29, Fig. 2G) , welche 
verfilzt, aber nicht netzartig verbunden sind. Es durcliwebt unregclmässig 
die Sporenmasse. Das 2te ist das netzartige Ha a r gell echte 
{Cainllitiiim rcticulatum) , bei welchem die Faden netzartig verbunden 
sind. Es findet sich bei den Cribrariaceen vorzüglich häufig, und um- 
scliliesst gleichsam die Sporenmasse. Die dritte Form ist das elastische 
Haarge l'l echte (Capillitium dateratum), und dieses findet sich nur bei 
den Trichiaceen. Es wird nur durch einfache Röliren gebildet, welche in 
ihrem Hohlräume spiralig gewundene Fasern enthalten (s. Taf. C. 30, Fig. 
2,3, .5, 6). Dem HaargcSechte analog sind bei den Sclcromyccles die 
Paraphysen, und bei den Hymenomyceten die Stcrigriiala . welche beide 
wir bei dem Baue des Fruchtlagers genauer betrachten werden. Wir gehen 
nun unmittelbar zur Betrachtung des Fruchtlagers über. 



Das Fruchtlager (Hijmmiiim^ Pulpa, Niideas) 

ist bei den verschiedenen Pilzfamilien sehr verschiedenen Baues , und es 
bildet oder enthält stets die Sporen. Die bisher beobachteten Haupt- 
formen sind folgende: 

1. Die Sporenschichte (^Slratuni sporaruni, Aceivulus), wo die 
Sporen in pulverige Massen oder Rasen zusammengehäuft erscheinen, 
wie man vorzüglicli bei den Coniomycetes sieht. Ferner findet man die- 
selbe Form des Fruchtlagers als derbe oder pidverige Sporenschichte 
bei den Tuberculariaceen wieder, wo sie von dem unterliegenden Fruclit- 
lager und seinen Basidien m Grosszahl erzeugt und aufgehäuft wird. 

2. Das zerstreute Fruchtlager (Stratum sporarum diJfusiiTii) 
finden wir bei den Sporotrichaceen, Bactridiaceen, Helminthosporien und 
Psiloniaceen, wo die Sporen an den Spitzen der Fäden oder ihrer Aeste 
gezeugt werden, abfallen, und dann unrcgelmässig eingestreut sind. 

3. Das Sporenköpfchen (Capüulum sporaruni) findet man als 
einfaches Sporenconglomerat bei den Polyactideen, Arthiobotrydeen, Stil- 
binen und den Cephalocladien. Sind die Sporen aber in Schnuren oder 

'R.etlen vereinigt , so nennen einige Mykologen dieses Köplchen dann 
Pinsel (Pcnicillui'')^ und wir finden es bei den Sporodeen, Aspergillinea 
und Dendryphiaceen. 

4. Ist das Fruchtlager innerhalb eines Peridiums oder einer Spo- 
rangie gelagert und vor der Sporenreife verschlossen , so nennt man es 
Sporenbrei (Pulpa). Man findet ilm in höchst verschiedener Gestalt 
bei allen Dermatogasteres , und seine Sporen werden auf viererlei Weise 
erzeugt, nämlich: a) Als Ausscheidung aus dem Schleime, welcher die 
Peridien erfüllt, z. B. bei den Mucoroido'en und einigen l'hysareen. 
b) Im Räume der Peridien bildet sich während dem Erstarren des Sporen- 
breies ein Haargeflechte, und an diesem letztern werden die Sporen ent- 
wickelt, wie bei den Trichiaceen, Criljrariaceen und Stemonitideen u. 
V. a. c) Oft ist im Hiihlenraume früher ein wahres Fruchtlager gebildet, 
welclies entweder auf wahren Basidien , wie bei den Lycoperdacceu und 
Hynienangiaceen , die Sporen in grosser Zahl entwickelt, und wo dann 
bei der Sporeurcife die Basidien zerfallen und verschwinden , oder es 
bind nur einfache Fäden, welche wir als Basidien betrachten müssen , da 



xxvni 

sie tlic Sporen an ihrer Spil/.o bilden, wie hei tlcn Niilulariac<'en und 
den Carpobolis. Jici der letzten Furui difses Fruc:htl:if;er» i>c'silzl das 
Hymenium walire Sc^lilauche , und ist <]cui Fiuclulagcr der Hclveliaci-en 
gleicli f,'el)aut. ^Vi^ kennen es erst bei den Tuberaceen , und es bildet 
den Uibcrgang zum 

5. Kernförmigen Fruchllagcr (^lYucleus), welches bei den 
Sclcrdgastcrcs vorkömmt, und als dessen Tvpus die S|>haeriaccen zu 
betrachten sind. Auch liier fnideu wir abermals zwei Furnien, deren 
eine die Sporen in Schlauchen entwickelt, wie die Al|>hitouiyrj>hi'cn, 
Sphaeriaci'en uiul Hysteriaci'en, die andern aber auf fadeiiförniigen I3asi- 
dicn , wie die Si)liaeroiiemen, IMelanconien , Sporocadeeu und l'hrai^nio- 
Irichaeecn. Iicide letzte Arten des Friiehtlai;crs kiinneu auch in Jjezug 
zur l'eridie otler Perithecic , von welcher sie umschlossen werdeu, be- 
trachtet werden , und sind ilirc Sporen dann in IJezug der Textur und 
Farljc sehr verschieden von der Substanz ihier Hiillorgane, so sagt man, 
der Sporenbrei oiler Kern sei he te r ogen (Pn//>a vcl Diuch^us licLcro- 
genus') , ist er aber gUichlMr ])ij,' und ähnliili , so nennt man ihn homo- 
gen. Der Sporeiibrei (^Puljia) kann auch zellig (Putfja ccllulosn), z.H. 
bei den Lycoperdaceen und Scleroderniaci'en , oder sie kann adrig 
{^Pulpa venusii vcl vcnis percursa) , wie bei den Splanchnouivcelen, Tube- 
raceen und Hymenangiacecn , sein. Der Sporeubrci wird im Alter 
entweder pulverig (J'. piilvci aceti') , oder er zerfliesst (P. dif/luaia'), 
wie bei deu (.>lathraci'en und Phalloideen. Jiei den Lvcoperdaeceu uiul 
einigen ihnen verwandten Familien ist der Sporeubrci ursprünglich flei- 
schig xuul zellig, iMid während der Rasidicn- tuid Sporeiibildnng wird er 
saftii;, fast zerfliesscnd , und wirklich breiartig, worauf er bald erstarrt 
und bei der Sporenreife pulverig wird. An jedem jungen I5o^iste kann 
der Anfänger am Fenster seiner Stube diese Umwandlungen deutlich und 
leicht sehen. ''i'' 

6. Besieht ein Fruchtlager aus Schläuclicn oder Basidicn, und ist 
es auf dem Hute eben imd (lach ausgebreitet, so ueinit mau es ein aus- 
gegossenes [//j/iiciiiuin cjlu<:um^j, luid mau sieht dergleichen Fruchllager 
bei den Pyronemecn , Hypochnus und den kriechenden Thelephoren. Ist 
dieses Friu;hllagcr vollkommen eben imd glatt , so nennt man es Ifyiiie- 
iiiiini i^luhrum ; wenn es warzig ( //. verrucofiiini) , und wenn es unrogel- 
mässig reissl, so nennt man es zerrissen (//. riinosuiii), 

7. Oft erheben sich auf der Flache des Fruchtlagers mehr oder 
minder regelmässige, Stachel- oder zahuförmige Fortsätze, welche man 
S ta c h e 1 n (,7<.-H/cjy nennt, wenn sie nuid siiul, und wenn sie flachgcdrükt 
tind nu'hr oder minder zahnförmig sind, Zähne (Dvntcs'), und nach der 
Gestalt <lieser Fortsä"tzc nennen ihe 3Iykologen das Fruchllager ein 
stachliges (Hymenium acidcatum') , oder ein zähniges {Jiym. dciiln- 
lum.~). Leide Arten gehen mannigfaltig in einander über, wie man leicht 
bei den Hydn(-en sehen kann. Die Stacheln und Zä'lme sind aber nur 
Fortselzun;;en der Ilnisnijstanz , unil auf ihrer Anssenüäche sind sie mit 
dem eigentlichen Fniciiliager bekleidet. 

8. Die (jaltinigen Boletus, wozu z. B. der Ilerrnpilz (/?. ediilis) 
gehört, und Fistuliua, besitzen ein eigenthümlich gebautes, aus neben- 
einander liegenden Röhren gebildetes Fruchtlager, welches die Röhren 
entweder getrennt, wie bei Fistuliua, oder trennbar, wie bei Boletus, hat. 
In der Jugend siiul »liese Röhren {'Dilndi) geschlossen, bei der Sporeii- 
reile öll'ueu sie sich au dei S]>ilie , und das eigcuüüche Fruchtlager he- 



XXIX 

findet sich an der innern Wand der Rölire, und trägt viersporige ßasi- 
dien. Man nennt die Form mit gesonderten Rölncn und die mit an ein- 
ander liegenden, das röhr ige Fruchtlager (^Ifymenhuu tubulosnm). 

9. Bei den Polyporen ist das Frnchtlager mit kleinen , NadelsticJi 
ühnlichcn Löchern oder Poren {Pari) bedeckt, welclie oft lang und tief 
sind, und dann den Röliren des fVülieren Fruchtlagers ähneln, al)er ihre 
Wände entstehen und bestehen aus der Hutsubstauz , -welches dort nicht 
der Fall ist , und sind wirklich imtereinander verwachsen. Man nennt 
diese Form das porige Fruchtlager {Hfnieiünm porosuni). Werden 
die Poren gross , so werden sie oft auci» regelmässig sechseckig ,^ wie bei 
Favolus und Hesagoria. Oft dehnen sicli dieselben seiir ungleichförmig 
in die Iheite und Länge, und ])ilden bucht.ige , neben einander liegende 
Gruben, welche durch eine blattartigc, gemeinscliaflliche Scheidewand 
getrennt sind; diese Form findet sicli vorzüglich bei Daedalea und CJy- 
clomyces, und man nennt es 

10. das buchtige F r u c h 1 1 a g e r ( T/Vwie/z/u??! sinuosuni), Aic ein- 
zelnen Vertiefungen Buchten (Mnuli), und die Zwischenwände Blätt- 
c h e n (^Lnniellidae), Hier sowohl, wie bei dem porigen l-'ruclitlager, ist 
die innere Wand jeder Pore oder Grube mit dem Fruchtlager , welches 
Basidien trägt , bekleidet. Bei den Morchehi (Taf. G. 67, Fig. 13.) ist 
das faltige oder gewellte Fruchtlager {Hymenium undulatuni) oft mit reihig 
gestellten Gruben und graden , herablaufcnden Rippen (Costae) versehen, 
und diese Form nennt man 

1 1. das r i p p i g e oder gerippte F r u c h 1 1 a g e r {Hyni. costa- 
tuni). Oft sind die Rippen oder Falten des Fruchtlagers nicht vollkom- 
men ausgebildet, und bilden gleiclisam hervors])ringende Adern , welche 
oft vielfach verästet sind, so nennt man ein solches Frnchtlager 

12. ein adriges (Hym. venosurii). Sind- seine Adern klein und 
netzartig untereinander verbunden, so nennt man es adrig-genetzt (//. 
veiioso- reticulatuin). Sind die Adern aber lang und faltenförmig , wie 
bei Cantharellus cibarius, dann nennt man es 

'" 13. faltiges Fruchtlager {Ilym. plicatum) , und die Adern 

selbst Falten (Plicae). Diese Form bildet den XJibergang zu der folgen- 
den, und wir betrachten sie als aus niedrigen und verä".steten, gleichsam 
rudimentären Blättern gebildet Eriieben sich diese Blätter , dass ilire 
Dicke vielmal kleiner als ihre Höhe (n. a. Breite) ist, so bilden sie 

14. das blättrige Fruch tlager (Z(}v7t. lamellosimi), und dessen 
Blätter (^Laniellae) sind oft von verschiedener Länge, welche man fol- 
gends bezeichnet. Sind alle Blätter gleich lang, so heissen sie gleich 
(X. aequales) , sind von je zweien das eine kürzer, so nennt man sie 
zweireihig (Z. didyniae) -^ sind sie von drei verschiedenen Längen, so 
nennt man sie dreireihig (L. tridymae) , von vier, vier reih ig (X. 
tetradymae), und von mehr Reihen nennt man sie viel reihig (L. poly- 
dyniae). Nach iiirer Richtung stehen die meisten strahlig (L. radiatae) 
vom Strünke nach der Peripherie des Hutes, und nur eine Gattung,-Cy- 
clomj^ces , hat die Blätter concentrisch (L. concentricae) , nämlich dem 
Blattrande parallel verlaufend. Eine andere Gattung, Schizophyllum, hat 
die Blätter der Länge nach gespalten (Z. longitudinaläer ßssac) (Taf. H. 
77 Fig. 3). Alle bisher bekannten Blattpike besitzen Basidien , welche 
auf beiden Flächen der Blätter stehen und viersporig sind. Die übrigen 
Eigenschaften der Biälter gehören in's Gebiet der allgemeinen Termine- 



XXX 

I(){;ic , iinil sind uamonllicli I)ci Kronihholi (/. <•.) wi-illaufig abgcliaiiJclt 
wortlen, dalicr wir sie liier aiif/,ufiilircii l'iir ül)crfliissig ilnden. Wir gehen 
nun zu (lern 



Baue des Fruchllagers 

ül)er und zur Scliildoriing dor dasselbe bildenden Organe. Alle uns 
bfkannlon Formen des Krucbllagers lassen sirli narli ihrem mikrosko- 
|iisrb('ii l'aue in zwei lleihen iheilen , nämlich in S c li 1 a ii eh ( r a g e n d e 
[/{jrii. tlicciiphora vel {t.u-i>f)/toni) und in li as i «1 i e n ir a g e n d c (öj." Y 
basüiiof)/iora). Die Schliinche oder die Basidicn sind aber im Frucht- 
lager Tioch von anderen (ieliilden umgelieii , n.'indirh die Schläuche von 
cini'arhcu oder ästigen Fäden, die man 1' a r a p li y s e n nennt, unil die 
IJasidien am Grunile von kurzen, die Stelle der IVii a|>liyseu vertretenden 
Zellen, die ich B a s i 1 a r z e 1 1 e n nannte. Diese J5asilarzellen si-ht man 
deutlich bei feinen Querschnitten der Blätter, z. B. bei yl^aricus petasi- 
/(jrriiis, Taf. K. 77, Fjg. 26 c. c, wo sie auf der Blattschichte b. b. des 
cigenthiiinlichen Parcnchyms liegen, während die INlitte des Blattes ^ou 
den herablaufenden IIut|>arencliyme a. , innerste BlatLschichte genannt, 
gebildet wird. Zwischen diesen Basilarzellcii ilnden sich die JJasidieu und 
l'ollinarien eingelagert, und sie bilden gleichsam deren Träger. Bei vielen 
Schlauch|>il/.en Gnden wir unter der Sclilauchschiohte ebenfalls eine ei- 
gentliiiniiiche Zellgewebeschichle , welche die erstere trägt, eingelagert, 
und wir bähen tliesclbc in unseren Iconcs /'uiii^orum bereits bescliriebi-n, 
und P 1 a c e n t a r- oder '1' r äge r schi chte genannt, und man fmdet 
sie vorzüglich leicht bei PltacidiunL , Ilyslciiunt und Pczizn. Wir ver- 
stehen unter S p o re n schla u ch , Schlauch {^tsciis) einen hohlen, 
häutigen Sack, welcher in seinem llohhanme die Sporen oder 'l'hecen 
erzeugt und enthält. Alle von uns untersuchten Schläuche bestanden bei 
mehr denn tausend Pilzen , aus einer einfachen Haut Man will zwei 
Häute gefunden haben, es durften wohl aber nnr die äussere und innere 
WaTid einer und derselben dickern Scldauchbaut gewesen sein, l^ie 
Schläuche öllncn sich an der Spitze , und entlassen bei der F^uchtreife 
die S])oren , oder stossen sie in Gestalt eines feinen Dunstes gewaltsam 
aus. Neben den Schläuchen, imd sie gleichsam umhüllend, findet man 
zahlreiche, feine, gegliederte oder glicderlose, an der Spitze gewöhnheh 
verdickte Fäden, welche man Nebenfäden oder Paraphysen (P«- 
raphyscs) nennt, und zwischen welchen die Schläuche entstehen. 

In den Schläuchen liegen die Sporen neben oder über einander 
und gewöhnlic^h nackt , in seltenen Fällen jedoch sind mehrere derselben 
von einer gallertigen Scheide umgeben, welche bei der Sporenreife ver- 
schwindet, und aufgesaugt wird. AV ir fanden diese Scheide zuerst 
bei Pciisporium vidi^are (Tafel F. ö.'). Fig. 4, 5J und nannten sie Spo- 
renscheide (l'lieca). Beiden Basidien tragenden Friichtlagerformen 
nuissen wir den verschiedenen F'ormen der Basidien sel!)st einige Aul- 
nierksamkeil widmen, und bemerken hiermit., dass wir alle irägerlör- 
migen Organe, welche au ihrer Spitze (also exogen oder 
acrogen) Sporen erzeugen, als Basidien oder ihnen ana- 
loge Organe betrachten. INIitbin smd als die niedrigste Form der Ba- 
sidien die einfachen ZelllViden zu betrachten, welclie bei den Canumaceen 
im Träger vorkommen, an ihrer Spitze die Sporen bilden, und bei der 
Sporenreife entweder als Stiel der S|>oren mit letztern abfallen, oder sie 
abwerfen und im Träger zurückbleiben. Die andere eben so niedrige FVirm 
der cinfaclien fädigen Basidien bilden die Stiele der Torulaceeu , welche 



XXXI 

die SporenkcLlcn tragen, und ans ihre Spilze die Sporen (acrogcn) bilden. 
Die drille Form bilden die frucbllragenden Acste und Spilzen der Faden 
{Flocci fertilcs) der Hyphomyceles , welche ebenfalls die Sporen bibleo 
und bis zur Reife tragen. Die vierte Forin l)ilden die warzenförmigen 
Fortsätze an den Köpfchen und Knoten der Polyaclidcen und Stilbini, 
und sie ähneln völhg den Formen der Rasidicn , welche man bei einigen 
Gastern- und Myelom}cetes und hei einigen Tulierculariaceen , Corynea- 
ceen und Isarieen findet. Jede dieser Formen trägt nur eine Spore, und 
besteht aus einer langen, einfachen oder ästigen Fadenzellc. Die höhere 
Form biklet die mehrsporige Basidie, welche stets zwischen anders gebau- 
ten Basilarzellen entspringt, und am Gipfel zwei, vier oder seclis dünne 
stiebnrli"c Träger (Sterif^mata) entwickelt, welche die Sporen bilden und 
tragen. Der Körper der' Basidien (s. Taf. G. 72. Fig. 16, 19, TJ. Fig. l.'j, 
18) ist eine helle, walzige oder konische Zelle, welche entweder durch 
unniiltelbare Verlängenmg die Sporenträger {Stcrigmalu) bildet, oder sie 
sind mit ihrer \erdicktcn (knolligen) Basis der oberen Fläche der Basidie 
eingesenkt. Diese Sterii^inata sind entweder warzenförmig und sehr kurz, 
wie bei Scleroderma (Taf. //. 7, 8, Fig. 13, 14) oder sie sind fädig, pfriemen- 
förmig, oft auch an der Spitze geknöpft. An der Spilze aller Sterigmuta 
werden ausschhessend die Sporen dieser Pilzreihen gebildet, worauf wir 
bei der Spore zurückkommen. Die Slerigmata sind gleichsam Aeste der 
zusammengetzten Basidien, wie diese letzteren auch als einfache Slerigmala 
ohne Basilarzellen betrachtet werden können. Bei den Basidientragenden 
Fruchtlager-Formen hat man zwischen den Basidien bei vielen Fleischpilzen 
auch noch andere eigenthümliche blasige Organe bemerkt, welche zwischen 
ihnen vorziiglich bei den Blällerschwämmen (^Agnricus Sect. Coprinus) 
auf der BlatLlläche zerstreut .sitzen, imd welche wir vermöge einer mannig- 
fallig nachgewiesenen Analogie PoUinarien {Pollinaria) genannt haben. 
Wir haben sie hier vorzüglich deutlich bei Boletus (Taf. H. 75, Fig. 11) 
und bei Agariciis (Taf. H. 77, Fig. 26 e. Fig. 29 u. Fig. 30) abgebildet, 
luid machen aufmerksam , dass sie einfache Zellsacke sind, welche einen 
getrübten flüssigen Inhalt besitzen und ihn später durch eine Oeffnung an 
ihrer Spitze entleeren. Wir haben sie weitläufig im 3. Bande der Icones 
fungoruni p. 44 abgehandelt, rmd hier möge diese kurze Note genügen. 
Es gibt zwei Formen derselben, nämlich die, hier abgebildete, welche 
den Inhalt in ihrem Hohlraum verschhesst, und ihn .sjiäter endeert. Die 
zweite, sehr selten vorkommende Form besteht aus einer centralen, die 
Axe bildenden Zelle , um welche nach oben die bei der früheren Form 
den verschlossenen Inhalt bildende Masse nackt aufgelagert, schmierig, 
verschieden gefärbt und im Aller zerfliessend ist. Leicht und gut zu finden 
ist diese Form bei Boletus bovinus und Polyporus Schweiiiitzii. Bei den 
Schlauchpilzen kommen zwischen den Paraphysen oft dickere schlauch- 
ähnliche Zellen vor, welche eine körnige flüssige Füllung besitzen , welche 
von jener junger sporenbildender Schläuche sehr verschieden ist , und 
welche später entleert wird. Man hat diese Organe auch mit den PoUi- 
narien verglichen und sie auch so genannt. Sie kommen jedoch selten vor. 

Die Sporen (Sporae), 

Sporidien (<$^>o/iJ!M7ra), auch Keimkorn genannt, haben einige Myko- 
logen , unter anderen auch ich (zum Aergerniss hohlköjifiger Gelehrter) 
mit den Samen höherer Pflanzen verglichen, vmd sie schlechthin als Samen 
der Pilze anerkannt. Durch die Spore ist allein Aussaat und Fort[i(lanzung der 
Art im Reiche der Pilze bedingt, und sie keimt bei der Aussaat eben so 



XXXI 1 

gut, wie alle Samen und Sporen vieler nietlerer Gewächse. Alle uns he 
kannten Pil7.s]>(ircn werden entweder auf Tiasidien oder in Schl;inclien t;e- 
Jjjldel, und beide haben wcsenllieh diii.s^'lbeii liau. Wir liahen bei den Sporen 
die Sporenhaut, den Kern und flüssigen Inhalt, ilirc An- 
hefluiij,' und ihre Enistchuncj zu bcirachlen. iMit welchen unlogisclicn 
und wirklich wahnsinnigen Ideen man Iriiher die Pilzspore belraclitel niul 
\erl)iinden lial, lassen wir als knrz.siriitii;«' Ausbeute der ijulcn allen wissen- 
schal'Üiclien Spielzeit, an deren lOnde wir wohl ])ald stehen, dabin^cstelll 
seio, und bemerken nur, dass wir bisiier an allen Sporen die obigen Eigeu- 
schaflcn sichtbar entdeckten. 



Bau der Spore. 

a. Die Spore nh au irAy)/.9^>(i/(>;7H'| besieht ])ii den meisten Sporen aus 
einer einfachen Z/cilhaiit ohne Tevtui-, nur ilie zusannneiif^eselzten 
S]>orenformen haben mehre einfache /eilen aufeinander oder neben- 
einander gesetzt. Dei Liedo, einigen J.vcopcrdacecn und bei Tuhcr 
ist sie wirklich zelligen I3aues. Sie ist glatt, gestreift, fallig, viel- 
fliichig, dornig oder warzig. Seilen besteht sie aus zwei Hauls hieh- 

. ten, wie bei /lyt/rtz/co/;;'«///, wo die anssineSchicliLe durchsichtig, die in- 
nere aber braun und fast undurchscheinendist. Sehr oftist die Sporen- 
haut so zart imd dem Sporeukeru so fest aidiegend, dass es schwer 
wird , sie deullieh zu sehen. IManehmal ist ihre Aussenflache mit 
einem kluiigcn IJiberznge bedeckt, sehr selten mit einer Schleiin- 
schiihte. Die zweite Sporenhanl wird oft auch Jüidospoi iiim ge- 
nannt. Bei allen auf Masidien gebihlelen Sporen linden .sich am 
Punkte ihrer früheren Auflieflurig .Spuren einer Durchbohrung oder 
ein kurzes durciiijohrles W'.irzclun als unniillelb.ire Verlängerung des 
JC/nx/xtruiins. Diese Oellniing haben wir JJi Ins , Fenslerchen, 
INabel, genannt, liei den Schlauchpil/.en seheint es zu fehlen, we- 
nigstens habe ich es noch nicht ünueu können. Dieses Fensler- 
chen dient zugleich, die Anheftung der .Spore zu ermitteln, iiuleni 
man sieht. <>h es axensl.indig oder seitlich ist. Bei der Anheituiig 
werden wir darauf /urüekkonmien. 

b. JedeSpore enthalt im llohiiauiiie des /:)n'vyyo;7«w.v einen Ke rn, S po- 
renkern (A^uclcus). Er ist bei den meisten Pilzen starr, selten 
gallertig o<lcr flüssig. Er ist gewöhnlich kleiner als die Sporenliaut, 
und in vielen Fallen ist er gekrümnil, oft völlig eingeiolll, und dann 
erscheint er oft wie dnrehbohri. In den zusammengesetzten .Sporen 
hat fast jede .S]>orenzelle einen Sporenkern, wie man vorzüglich gut bei 
Puccinia sehen kann. Es besteht aus einer fast wachs.ihnliciien Sub- 
stanz , und ist fast stets texliirlos, nur bei .5>ei,'-o<io,Y"'/mm scheidet er 
.sich in viele Paithien, gleichsam Zellen bildend. In der Jugend 
scheint er flüssig mid klar zu sein, im Alter ist er grosstentiKils durcli- 
siclitig, und nur bei einigen Polyaclideen getrübt und milcliweiss. J*",r 
ist seilen gef.irbl , und da nur in gewissen INuancen von gelblieh, 
rötblieh und braun, lloinarlig und fest i.st er mir bei Tuhcr. Bei 
sehr vielen Pilzsporen werden neben ihm im R.iume des Jy>iM[>()iiiwi.<! 

c. Oellröpf che n (Gutlula oleosa) ausgeschieden, oft nur ein, oft 
viele Tropfen. Vorzüglich leicht sichtbar sind sie bei Pezi:a , wo 
man sie bei oberll.icblicher Betrachtung lange für die wirklichen 
Sporen, und die Sporen für eine Art StiiiriiUinii oder.Seheide [Tfircti) 
hielt. Sie scheinen ilei; Sporen luid vielen Pilzen (z. B. den Irüfleln) 
den eigenlhümlichen arouiatischcn Gerucii und Geschmack zu geben. 



XV 

■welche aus zwei auf einander gekiltelen Kegeln (a.) besteht, in eine 
silberne gestielte Kapsel gefasst, und mit dem seitlich zu öffnenden Deckel 
(b.) -versehen ist. Am Stiele befindet sich ein Ring (c.) , um die Lupe 
an einer Schnur tragen zu können. Sie ist vorzüglich brauchbar, da sie 
durch den Deckel schnell und sicher geschlossen ist, und bei einiger Ui- 
"nng, sehr gute Bilder und starke Vergrösserungen gewiihrt. Dem Anf.in- 
gei' rathcn wir , selbe stets schief mit dem Metallrande aufzusetzen, l)is 
marj hinreichende Uibung erworben hat. Man kann grobes Zellgewebe, 
groiSe Sporen, Basidien u. d. m. mit ihr trefflich sehen, vorziiglich wenn 
man dünne Schnitte derselben auf Glas oder eine andere Lupe mit etwas 
Wasser anklebt, und den Horizont oder eine weisse Wand, oder ein Blatt 
Papier als Hintergrund nimmt. 

Von den drei bekannten Mikroskop- Arten sind für mycologische 
Untersuchungen nur die dioptrischen Mikroskope von Chevalier, PiössL 
Scliiek und Oherhnuser zu empfehlen. Die katoptrischen Instrumente von 
yiinici sind gut, aber sie sind sehr theuer, ihre Bilder sind minder scharf 
als jener von Plössl und Schick, und sie sind bei 6 — 8 Stunden langen 
Beobachtungen höchst unbequem für die Präparation. Als Aushidfs -In- 
strument, und zur einfachen Bestimmung der Sphnricii benützt man auch 
das einfache Mikroskop, welches aber zu grossen und sehr feinen Unter- 
suchungen untauglich ist. Wir werden hier mit der Beschreibung des ein- 
fachen Mikroskopes (Taf. A. Fig. 1) beginnen. Es ist gewöhnlich in 
einem kleinen , leicht tragbaren Kasten von Holz aufbewahrt, auf dessen 
Deckel der Trager [n. i^.) mittelst der Schraube (h.) befestigt wird. Der 
Ti.'iger best«ht aus dem Stege a. , welcher am Fusse mit dem Gelenke 
£;•. bewiglich verl^unden ist. Am Gipfel des Trägers ist die Stnnge d. be- 
festigt, welche die Linse c. trägt, und seitlich beweglich, und oft auch 
verschiebbar ist. Der Objectivtisch c. ist durch die Rurbe b. am Stege 
auf und ab bewegbar, und ist bei ft. dmchbohrt , damit der Lichtstrahl 
des Sjiiegels f. das auf dem Tische liegende Oiiject von unten treffe, 
Für Objectenscheiben ist die obere Platte des Tisches durch Andrücken 
des Federstiftes /. aufhebbar, und zwischen beide Platten kann dann der 
Schieber befestigt werden. Das einfache Mikroskop ist ein ziemlich ent- 
behrlic!ies W^crkzeug für den Mykologen. In Deutschland verfertigen 
Plö'sxt iu AVien und Schick in Berlin die vorzüglichsten einfachen Mi- 
kroskope. Von den uns bekannten Instrumenten- Arten wollen wir nur 
foljiende drei dioptrische Formen beschreiben , welche alle applanatische 
Objective besitzen, und welche wir durch lange eigene Erfahrung als vor- 
züglich brauchbar bezeichnen müssen. Jedoch sei hiermit keineswegs ge- 
sagt, dass andere Instrumente nicht eben so gut verwendbar wären. Das 
erste dieser grössern Mikroskope ist das 

Mikroskop von Selliaue , bekannter unter dem TVamen il/. i'oh 
Chevalier (Taf. A. Fig. 2). Mr. SeUique war der erste , der ein Mikro- 
skop mit applanatischen Linsen durch den trefflichen Optiker Chevalier 
in Paris bauen Hess , und welches 3Ir. Frcsnel seiner Trefl'lichkeit wegen 
eines ausführlichen Berichtes würdigte. Ein Dreifnss (b.) trägt die Säule 
(<■/.), an welcher vermittelst eines Gelenkes (c.) die Stange (/. ) , welche 
das Rohr und den Tisch trägt, befestigt ist. Das Rohr (der Tubus) be- 
steht aus drei Auszugröhren (d. e. f.) , deren oberste (f . g.) dient, um 
durch einfaches Ausziehen und Verlängern des Rohres ein grösseres Bild 
zu erhalten. Oben sind die Oculare (if.) einsetzbar, und unten werden 
stets ilrei zusammenhängende Objectivlinsen befestigt. Der lisch (i. Ä.) 
ist durch die Kurbe (c.) an der Stange auf und ab schiebbar, und hat 
eine Blende (A.) und oben einen Objectenhalter (/.) in Gestalt einer ge- 
krümmten Feder. Der Beleuchtungsapparat wird durch das sphärische 



XVI 

i'risma (o.) vermittelt, welches durch «icii Ring (//.) am Rolne befestigt 
werden kann. Diese Mikroskope geben klare schone Bilder, und wurden 
erst spät durch die Instrumente Aon Plössl in Wien und von Schick in 
Ilerlin (iberlrollen. Jetzt baut Cfievalicr ebenfalls so gute Instnimenle wie 
jene dcntsche W crksl.'iUcn, nur sind sie tlieuerer. Da die C/fera/t'f/'schen 
rnstrunuMile etwas versrliiedcn vm unseren deutschen gebaut sind, so 
haben wir 7,ur oberlbichlichcn Erklärung ihres Baues die schemalische 
Figur des Strahlendurchgangcs von Fresnel beigefügt (s- Fig- 29), und sez- 
zen die ErklJirting des grossen Physikers ebenfalls hierher: »Um die Er- 
kl.'iriing des Slr.ihlendurcbgangcs zu \oreinfachen, setze man hier nur eio 
einziges (Jbjectiv voraus, und ist Fig. 29 o. z. die Axe des Instrumentes 
und /'. der Rand des J)iaphragma des Objeclivs m. n., und den Pfeil o. 
als Bild setze nia» etwas weiter als der Bri"nu|tunkt des Objectivs ru. n. 
reiciil. Die Strahlenpariic des Bildes oder IMViles r>. wird, nachdem sie 
(las Objecliv ///. n. dnichlaufen, die Axe o. =. schneiden und auf die Un- 
terlla'che des concaven Glases p. q. fallen , aber ohne sich nach innen zu 
wenden, wird sie nach a. auf die Unlcrflache des planconvexen Glases 
a.h.c. des Oculares fallen, und nachdem sie dieses durchlaufen, trillt sie 
das zweite ]>lanconvexc Ocularglas /". g., dessen Axe i. mit der Axe des 
crstcren in gleicher Richtung, und dessen Brennpunkt etwas kürzer als 
der Brennpunkt z, des ersten Ocularglases a. h. c. ist. Durch das zweite 
Ocularglas werden die Strahlen noch mehr convergent, und trefTcn in 
dem unicrhalb des Brennpunktes liegenden Auge zusammen, wo das un- 
tere Bild (der Pfeil o.) umgekehrt erscheint«. Dieses Instrument hat den 
Vortheil, dass mau durch Emporziehen der Rühre (^Fig. 2 /'. c), und durch 
die hiermit bewirkte Enlferiumg des Objectives vom Ocuiare ein schein- 
bar grösseres Bild crha'lt. Plössl sowohl wie Schick ^ eifert igen trellliche 
Instrumente, wesentlich nach einem und demselben Principe, und Obcr- 
hniiscr in Paris verfertigt nacii demselben Principe, aber in anderer Ge- 
stalt sehr gute Instrumente. Wir haben nie mit ijbcrliäuscr sehen Instru- 
menten gearbeitet, aber zwei nach jener Form gebaute Instrumente von 
Scliich (s. Fig. 3.) sind sehr brauchljar, uiul ilurcli ihre bc(jueme Bauart 
i'iii- Reisen sehr zu empfehlen. l'^in solches Insliiimenl besteht aus dem 
INIetallkasten (Fig. 3. «.), dessen oberer Theil den Tisch {1>A bildet, und 
daselbst mit einer matten Ilyalithplatte bedeckt ist. Die OelTnung für das 
Liciit des Spiegels (e.) kann durch einselzjjare Blenden (s. Fig. "2G) ver- 
engt oder vergrössert werden, und die Blenden selbst sind durch den 
Hebel (/. c. auf und ab schiobbar. Der Kasten selbst hat vorne eine 
Oell'nung (/") für das einfallende Licht, und der Spiegel (e ) kann durcli 
eine äussere Kurbel gedreht werden. Die Stange {h. ,^^), an welcher die 
feinere Bewegung des Instrumentes erfolgt, besteht aus zwei runden in 
cin.inder gcrsohlilienen Cvlindern, welche durcli eine Feder eiitiornl, und 
durch die Schraube h. gen.ihert werden köniu-n. An der Stange beiludet 
.sich der Träger /., welcher vorn eine gespaltene Hülse A. enthält, in 
wclc!:er der Tubus /. mit der Hand auf- und abgeschoben werden kann. 
Am Tubus sind nach oben die (Jculare vi. einscliicbbar, und unten wer- 
den die applanatischen Linsen n. aufgeschraubt. Die ojiiische Conslruc- 
tion ist genau jene <ier/-'/fy:s.vc-rschen oder .3'c/</eA\schen Instrumente. Schick 
verfertigt zu den Mikroskopen nach Oberhäusers Construclion einen sehr 
brauchbaren Objectentisch (s. Fig. 4) zum Suchen kleiner Objectc. Er 
besiebt aus zwei runden durchbohrten ]Metalli)latlen, deren untere a. auf 
dem Tische des Mikroskojies befestigt wird, und welche seitlich zwei, nach 
rechtwinklig sich schneidenden Axen gestellte Schrauben d. d. besitzt, 
welche in zwei Seclanlcn c. c. der oberen bewegbaren Scheibe b. 
eingreifen, und diese sammt der daran gelagerten Scheibe b. je nach der 



XVII 

Richtung tler Sclirauhen verschieben, \v(il)ei die Kuilje p. , durch die 
heiler /. ges[iannl, den glei(-hin;issigcn Gang der Sclieibe bedingt, und 
dieselbe riickwarl.s scbiel)t. ]<ei Besebrci]>ung des folgenden Instrumentes 
werdi-n wir den 'lisch von Carry bcschreil)en. Die grossen Mikroskope 
der Herren PlössL in Wien und Scliiek in Berlin sind nach derselben F<nm 
gebaut, und nur sehr unbedeutende Abweichungen, wie Einschraul)en 
oder Aufslecken der Oculare u. s. Kl. ni. unterscheiden die Instrumente 
beider Optiker, aus deren Anstalten die mir bekannten besten Instrumente, 
sowohl in optischer, wie auch in niechanischet ]5eziehung hervorgegangen 
sind. Unsere Abbildung und Beschreibung (s. Fig. 5) sind nach einem 
.5'6-Ait-A'schen Instrumente, welches wir seit fast zehn Jahren selbst be- 
sitzen, gefertigt. Die Siiule a. wird durch einen zusammenlegljaren Drei- 
fuss b.b.b. getragen, und trägt am Kopfe mittels eines Kniegelenkes c. die 
dreiseitige Säule ü. , an welcher Tubus und Tisch beweglich befestigt sind. 
Der Tubus s;. wird durch das Charnier e. und die Kurbe f. am Stege 
auf und ab bewegt, und unten werden ihm die Objeclive i. aufgeschraubt, 
oben aber ist er gefedert, und die Oculare h. werden einfach eingesteckt. 
Unten trägt das (Jharnier k. den Tisch p. m., und dieser wird durch eine 
sehr flache und feine Schraube /. A., die zum genauen Einstellen derOb- 
jecle dient, langsam auf und ab bewegt. Der Tisch besteht nach meiner 
ausdrücklichen Forderung aus einer einfachen viereckigen Platte rn., 
unter welcher die Röhren jj. für den Objcctenhalter (s. Fig. 7), und der 
Trichter n. der Blende o. befestigt sind. Unterhalb des 'Tisches ist der 
Spiegel (j. befestigt. Die Blendung (Fjg. 9) dieses Mikroskopes bestellt 
aus cuicr schwarzen Scheibe , welche mit drei bis vier verschieden gros- 
sen Löchern ilurcbboiirt ist, und welche sowohl zur Dämpfung, so wie 
zum Wechseln des Lichtes hö'chst brauchbar ist. Am festen Vorderfusse 
des Instrumentes wird mittelst eines Loclies die Stange r. der Beleuch- 
tnngslinse t. befestigt, weiche mit ersterer durch zwei Kugelgelenke, 
durch die Schraube s. verbunden und einstellbar., zusammenhängt. Zu 
diesem Instrumente gehören fünf Oculare und sechs Objective, ferner ein 
Tisch nach Carry (s. Fig. 6), welcher aus zwei verschiebbaren Platten a. 
besteht, welche durch seilliche Stege und Kurben b. c. auf, ab, seitlich 
und rückwärts, und durch gleichzeitige Verbindung dieser Bewegungen nacli 
fast allen denkbaren Schnitten eines Kreises bewegt werden können. Für 
Anfänger sind solche Tische sehr brauchbar, geüble Forscher linden sie 
überflüssig. Ferner gehört hierzu die Klemme oder der Objectenliaiter 
Fig. 7, dessen breiter Hinterrand den Knopf zum Anfassen (Fig, 7. n.) 
und die beiden Stifte b. b. enthält, mittelst welchen er auf den 'Tisch des 
Mikroskopes befestigt wird. Die beiden seitlichen Schienen c. c. sind 
elastisch , damit sie den unterhalb liegenden Objectenträger d. an den 
'Tisch fest andrücken. Diese Klemme ist nur bei horizontaler Stellung 
des Mikroskopes nützlich , sonst ist sie völlig entbehrlicli. Die Pinzette 
(Fig. 8) ist mittels des Sliftes «. und des Stabes mit dein Gelenke b. am 
Mikroskoptisch zu befestigen , und das eine Ende des Instrumentes tr.-igt 
die Fedcrpinzelle c. , wälirend der Stiel d. in eine feine Spitze ausläuft, 
um feine Gegenstände zu spiessen oder zu halten. Für den Mykologcn 
ist dieses ganze Instrument überflüssig. Ein sehr wichtiges Instrument 
für den Mjkologen ist das Mikrometer Fig. 10, und zwar das Schrauben- 
niikrometer. Es wird durch die Stifte c. c. , welche in Schrauben endi- 
gen, mit Hülfe der Schraubenmutter d. am Mikroskoptisch befestigt, und 
die sehr feine Schraube a. b. führt die obere als 'Tisch dienende Platte 
des Mikrometers durch das Gesichtsfeld, mithiu auch das auf ihr ruhende 
Object. Die Schraube besitzt bei S'chichs Instrumenten 100 Umgänge auf 
einem Pariser Zoll, und jeder solche '/j^^Zoll grosse Umgang wird auf der 





XMII 

Siliiilx' h. in 100 £;].i(lic'riicilf £:j llicill, nillliiii isl jede Kiiilicil «loiSrliciliC 
der JOO X 100. Tluil ciiH-s Zolles, otlcr '/,no„n ^^""- Atircincm an .licS(li(uI)o 
anscliliesscnden JNoniiis sind aber 9 Tlioilc der Sclicibc io zehn gleiche 
Thcilc f^elheüt, oder jeder 'I'lieil der Seheihe wird durch Verscliielmng 
am iNonius in zehn'i'lieile ijilheill, welche noch dciillicli ahh-sl):ir sind; da 
aber jeder Tlicil der Scheibe gleich '/,„„„„ Zoll war, so ist jeder Thcil 
des TNionius gleich '/rnooon Zr)IIi.heil, und eben so viel wird der lisch des 
Mikromelcrs dnrcli Verschiebung eines INoniuslheiles durch das Sehfehl 
gelahrt. In den Ocidaren belindet sieb .iber ein Mikroinelerfadeti (Spinn- 
gewebefaden), welcher als fixer Punkt liir den zu messenden (Gegenstand 
dient, imd <lie IMessung geschieht folgends: Das Mikrometer wird des 
bequemen Ablesens wegen genau auf gcsleill, und nun wird mit Iliilfe 
der Drehscheibe der zu messende Gegenstand genau an eine Seite des 
IMikrimielerfadens gestellt , hierauf dieht man die Mikrometerscheibc be- 
hutsam so lange, bis das andere Ende ih.'s zu messenden Gegenstandes 
genau an der anderen Seile des Fadens steht, imd liest nun die gemes- 
sene Länge am INonius und an der Scheibe ab. Ist die IMessung und das 
Inslnimenl richtig, so muss, Avenn man den Mikiomeler aid' zurück- 
stellt, der Gegenstand genau wieder an der andern Seile des Fadens, wie 
vor der Messung stehen. Mein von Svliick gefertigtes Mikrometer gibt 
nach zehnjährigem la'glichcm Gebrauche bei jeder Zahl Messungen vor- 
und rückwärts noch keine Differenz! — Das Mikrometer ist für den 
Mykologen für die Bestimmung der Grösse der Sporen uncnihchrlicb, 
und wir haben in unseren Icoiics fungnnir/i die Grösse der Sporen stets 
in Decimalien des Pariser Zolles ausgedrückt, und es wäre höchst wün- 
schcnswertb, wenn alle mikrometrischen Messungen nach Decimal-Theilen 
des Pariser Zolles, als einer allbekannten Grö'sse, ansgefiibrl würden. Je- 
dem Mykologen cni|)fehlen wir das Schraubenmiki omeler , da alle Mes- 
sungen mit Glasmikronictern nur nahe Schälzuiigen , und mithin sehr 
unzuv erbissig sind. Ein anderes sehr empfehleuswcrthes Instrument ist 
das Cnmpressorium. Wir selbst haben bisher nur das Piirlu'n/e^ sehe (Fig. 
11) und das alte Schick^ sehe Biicliscn -C()nij)rc.K.<;oriurn (Fig. 1'2) benutzt, 
aber auch das ne\ie , uns noch unbekannte .VrV/M'A'sche Cnni/)rc.<!snrinm 
scheint sehr empfehlenswerth. Jedes Conipressoriiint dient zinu Zercjuet- 
sclien sehr kleiner, dem anatomischen Messer unzug.'inglicher Thcile. Das 
Pitrhinjc' sehe Coniprcssrtrium (Fig. i\) besteht aus zwei kleinen, düntien 
Glasscheibchen a. , welche genau plan geschlin'en , und durch eine 
Schraube c. und mittels zwei Plallen und einem Stab h. aufeinander ge- 
stellt, und vollkommen genä'hert werden köiiium. Zwischen beide Glas- 
scheibchen {(!,') kömmt der zu «[uetschendc Gegenstand. In Dresden 
werden sehr irell'liche IiisliunuMite der Art gefertigt, und das von mir 
gebrauehic eriiiell ich duicb die (Güte des Herrn i lofratbs Carus, dem ich 
bierinil, meinen Dank sage. Das alte .i'(,7(u7>'sclie i'nruprvssoriiirn besteht 
aus einer einfachen llüchsc (s. Fig 12), welche zwei grosse, aber dünne 
Scheiben enthält , die durcli einen seitlichen Stift und Einschnitt ara 
Verschieben gehindert, und durch die Schiaube des Deckels einander 
willkürlich ^'en.ihert werden kö'inien. Es ist zum ( )uetschen weicher oder 
lleiscliiger Substanzen sehr brauchbar. Bei den Oberhöuscr' sehen und 
l^liissVsehen Mikroskopen findet man eine Collectivlinse (Fig. 13.) zur 
Beleuchtung opaker Gegensl.inde, deren Fuss n. die verschiebbare Stange 
h. enthalt, welche die bewegliche Iviiise c. trä'gt. Diese Linsen sind vor- 
züglic^b bei Lain|)enlicht sehr brauchbar , und fast eben so gut als Che- 
valicrs s|»härisches, aber auch theueres Prisma (s. Fig. 2 o.). 

Bei allen uns bekannten neueren Mikroskopen findet man längliche 
Gläser zum Auflegen der Objeclc, und darunter auch eines, welches in der 



XXXIII 

wovon man sich, wenn man grössere Sporenmasseii von Cäoma- 
ceen, Helvellaceeii oder Agaricineen sammelt,, kaut oder destillirt, 
bald ühei/eugcn wird, und wobei sich Genicli oder Geschmack dem 
getrüblen Doslillate mittheilen, ohne jedoch Oei abzusondern, da 
wohl die Sporenmenge bei den von mir gemachten Versuclien zu 
gering war. 

Alle uns bekannten Sporen kann mau in Bezug ihres Baues in 
folgende Gruppen bringen : 
1. Einfache Sporen {Sporne simplices , contümae) , deren Epispo- 
rium nur aus einer Zelle besteht, «md wenn es zellig ist, nur eine 
Höhle für den Kern bildet. 
1. Zusammengesetzte Sporen (.Sporne coniposilne, sepintne, cel- 
lulosae), wo die Sporenhaut mehrere Höhleu bildet, und mehrere 
Sporenkerne umscliiiesst. 

Diese letzteren können der liänge und der Quere nach getheilt 
sein (Sporne longiludinalilcr Ael transver.sim sejitalae). Sie sind zweizeilig 
(Sporae didymae), dreizellig (Sporac tridymae vel tricoilae) , oder viel- 
zellig (Sporae polydymae). Die Theilung der Sporen ist bei den ein- 
zelnen Gattungen Tind Gruppen sehr constant , nnd daher vorzüglich zur 
Familien- und GaüungsbilMung zu gebrauchen. Nachdem wir die we- 
sentliclislen Erscheinungen des Baues der Sporen betrachtet haben, müs- 
sen wir auch zu ihrer 



Anlieft iin^' (Adhaesin) 

übergehen, wobei natürlich A^on Sporen, welche auf Basidien oder analo- 
gen Organen gebildet worden sind, nur gesprochen werden kann, da die 
Anheflung der Sporen im Schlauche noch nicht ermittelt werden konnte. 
Alle auf Basidien gebildeten Sporen sind denselben oder den Sterigmen 
auf zweierlei Weise angeheftet, nemlich die Spore steht auf der Spitze 
des sie tragenden Organes senkrecht auf, und ihre Axe liegt genau in 
der Axe des Tragers, und diese Stellung und Spore nennen wir gleich- 
axig (trepanotrnp oder orüiotrop') , oder die Spore ist der Spitze des sie 
tragenden Organes seitlich angeheftet, und ihre beiden Axen kö'nnen mit- 
hin nicht zusammenfallen, oder beide Oigaue sind gegenseitig l)elracluet 
ungleich axig. und wir nennen solche Sporen ungleic haxig (pleiiro- 
trop oder l-eterotrop^ 

Zur Anheftung der Sporen gehört deren Reihung zu Ketten oder 
Sporenketten (Cnleiiae), wie sie bei den 'J'orulaceen , Sporodeen und 
Aspergillinen vorkommen, wo die Sporen entweder unmittelbar aufeinan- 
der geheftet sind, oder wo sie durch Zwisciienglicder (Istlimi) verbunden 
werden. Bei allen diesen Ketten ist die älteste Spore die oberste oder 
äusserste, iiud die jüngste die unterste an der Basidie oder <lein Faden- 
träger unmittelbar aufsitzende. An die Anheftung der Sporen schliesst 
sich unmittelbar deren 



Genesis 

an, da erstere nur durch letztere bedingt werden kann. Wir haben zwei 
Formen der Genese der Spore genau zu unterscheiden , nämlich n. die 
der Spore im Schlauche , und b. die, der an Basilarorganen gebildeten. 
Beide Formen sind sehr verscliieden, und wir bezeichnen die erste Form 
der Sporenbildung als endogen, und die zweite als exogen. 



XXXIV 

Die endogene, oiler die Bildung der Spore im Schlauche, liissi sich 
in Kürz.e i'olgends si-jiildern. lu der friihe.stfn Jnf^cud ist das Fruclu- 
lagcr einer Pcziza oder Morcliel noch wachsnrlig, und Jiald darauf hegin- 
nen sicii die Paraphysen zu sondern , und /.wischen denselben findet 
dann der aufmerksame ßeohachler dickere , fast keulige, durchsichiige 
Körper, welche er l)ald als die jungen werdenden Schla'nche erkennt, 
und die sich aucii hald verdicken. Sie sind mit einer klaren weissen 
Fliissigkcil gelullt, welche siih s])a"ler gelblich verfaibt, oder sich milchig 
trübt, und nun eine ausserordentliche Menge kleiner puttkla'hnlicher Kör- 
perchen entwickelt, welche den Inhalt des Schlauches \öllig cifiillen und 
sich bei starker Vergrö'sserung als rastlos bewegende Iiio\vn\c\\c >Iole- 
kiJe erkennen lassen. Bald nacldem diese Moleküle i\i:i\ g.'inzen Scldanch- 
inhalt eifüllt haben, bemerkt man, dass sich in der körnigen Fiillimg 
mehre (6 — 8) grosse, rundhclie, hellere Körperchen ausgeschieden haben, 
die an Umfang und Lichll>rechungsvermögen schnell zumihmen , und 
hald darauf als grosse gelbliche Oell rupfen erscheinen. iNun beginnt ge- 
wöhnlich auch die SclilanciifiilbiDg mehr zu co.iguliren, und bei sehr star- 
ker Veri;rösserung sieht man deutlich, dass der Scblaucbinbalt nun aus 
einer Flüssigkeit, aus grösseren und kleineren Körnchen, und aus grossen 
hellen gelben Oeltropfen besteht, und dass sich zwischen je zwei Oel- 
tropfen der Schauchinhalt von der Schlauchwand trennt, und gleichsam 
zusanmienzieht. Bald hieiauf beginnt sieb um jeden Oeltropfen eine 
hellere Zone zu bilden, indem sich die Körnchen der Füllung an 
der Stelle, wo sich die Einschnünmg bildete, anhäufen, und <juere 
Streifen bilden , die sich enger an die Scblauchwand legen. In der den 
üeltro|)fen umgebenden helleren Zone erscheint nun pbitzlich die sehr 
zarte , kaum sichtbare , den Oeltropfen umscbliessende Sporeidiaut, 
und nach ihrer Bildung lösen sich die Körnchen der Schlaue fiillung 
allma'lig auf, und verschwinden sammt der Flüssigkeit, wobei die Scblaucb- 
haut dicker und consisleuter zu weiden scheint, und kurz \or der Spo- 
rcmeil'e ist, bis auf wenige Körnchen, fast die ganze Füllung des Schlau- 
ches mit Ausnahme der Spoieii verschwunden. Wahrend jener Vorg.'inge 
erstarrt die Sporenhaut allmalig, und \ erfärbt sich, wenn die Spore far- 
big ist; und wenn sie einen festen Sporenkein liat, so entwickelt er sich 
fast gleichzeiiig mit den Oeltropfen und dei- Sporenhanl , und \erdiehlel 
sicIi nun siclitlieh. 15ei der Sporenreife erscheint die .Schauchböiile leer, 
und die von ihr umschlossenen Sporen werden hei der geringsten Be- 
rührung, durch eine an der Spitze des Schlauches entstandene Oeilnung 
mit (jewalt ausgestossen und erscheinen dann in Ge.slalt einer sehr zarten, 
sich kräuselnden Rauchwolke über dem Fruebllager. Bei grossen Scliiissel- 
nilzen, denM(Mcbeln unii llel\ eilen kann man dieses Ausslussen derSj)oren 
durch Berührung oder sehr zartes Reiben der S« bluuchschiclile zu wie- 
derholten INIalen hervorbringen. Im Scidancbe selbst liegen die Sporen 
entweder über oder lu^ben einander, und gewöhnlich liegen die über ein- 
ander liegenden Sporen nach einer mehr odi'r minder parallelen Richtung. 

Die Genese der auf liasilarorganen gebildeten S[)oien ist einfacher. 
Die Spitze <les Floccux oder des Sicrii^uia schwitzt ursprünglich einen 
Tropfen ans, welcher alsl)ald erstarrt , und nun sich allniälig vergiösseit, 
und während des AVachsthnms sieht man allniälig die Absfheidnug der 
Sporenhaut, des Spoienkernes und des Oelli'o[)fens, wenn die Spori; derglei- 
chen sichtbare besitzt. Sind die Sporen gefärbt, so geschieht deren Färbung 
während ihres "Wachsthumes allniälig, und mir durch die Verfärbung der 
Sporen wird die Verläibnng der Blatter und des Hymeniums überhaupt 
bei den Blätter- und I^öcheischwämmen bewiikt. INacli dem Urspiunge 
der Sporen kann man sie in Be/ng zu den sie erzeugemlcn Organen eix'ii- 



XXXV 

falls in zwei Abiheilungen reihen, und wir haben früher schon die im 
Schlauche gebildeten Sporen als endogen, und die am Basidium ge- 
bildeten als exogen betrachtet. Die zweite Abtheilung oder die exogenen 
Sporen müssen wir wieder nach ihrer Anheftung betrachten, und dann 
entspringen sie an der Spitze des Trägers und sind acrogen oder 
spitzs tan dig, oder sie entspringen scillicli, und dann nennt man 
sie pleurogen. Beide Begrirte sind grössteniheils mit trepanotrop und 
pleurotrop synonym und bedürfen keiner weiteren Erklärung. 

Nach der Sporenreife werden dieselben bei allen uns bekannten 
Pilzformen auf mannigfaltige Weise ausgestossen und ausgesäct, und bei fast 
allen Familien, aus denen wir bei einzelnen Arten keimende Sporen zu 
beobachten Gelegenheit hatten, haben wir folgende allgememe Vorgänge der 



Aussaat 

beobachtet. Bringt man Pilzsporen in eine feuchte Atmosphäre unter eine 
Glasglocke, und reicht ihnen die zur Keimung nöthige Wassermenge, so wird 
das iynspniium binnen wenig Stunden sich an irgend einer Stelle dehnen und 
dort einen hellen, einfachen, spater sich verästenden Faden bilden. Diesem 
ersten folgen bald mehre und beginnen ein Fadengeflechte [Mycelium) zu bil- 
den, in welchem durch Schematomorphose der Spore eine mehr oder minder 
derbe Substanz als Centrum entsteht, aus der sich nach Tagen oder Wo- 
chen, und bei den Fleischpilzen oft erst nach Jahren ein neuer Pilz ent- 
wickelt. Durch die Bildung der Fäden aus dem Episporiam wird der Spo- 
renkern gleichsam absorbirt und verbraucht, so auch der Oellropfen. 
Wir sahen diese Dehnung des Episporiunis bei sehr vielen Pilzen, und 
nur an den Sporen des Perispnrium vulgare sahen wir die Sporenhaut 
platzen. Zellige oder getheilte Sporen entwickeln aus mehreren , oft aus 
allen Zellen Kernfäden. Jeder Anfänger kann auf reinem weissem Filtrir- 
papier , befeuchtet, mit den Sporen besäet, und unter eine Glasglocke 
gebracht, zahlreiche Keimversuche mit Pilzsporen anstellen, und wird bei 
einiger Uihung die hier beschriebenen Resultate sehen und erhalten. 

Die Lichencn haben neben den Sporen noch Gonidien oder Gem- 
men, durch welche sie sich fortpflanzen können, und gewöhnlich leichter 
und sicherer als durch Sporen fortpflanzen. Bei den Pilzen ist 

Gemnienbiklimg 

eine sehr seltene Erscheinung, und bei mehr als drei tausend Arten, 
welche wir bisher der mikroskopischen Analyse unterworfen haben, sa- 
hen wir nur zweimal, nämlich bei Ascophora elegans und bei Penictilium 
glaucum, wahre Gemmenbildung. Die Gemmen beider Pflanzen sind spo- 
renähnliche Körper , und bei den ersteren entwickeln sie sich in seillich 
gestellten Sporangiolen , und jede derselben enthält zwei bis vier eirunde 
durchsichtige Gemmen, welche aus einer einfachen Haut, analog dem 
Episj)niium , und aus einigen Oellropfen bestehen. Sie sind der Aussaat 
wie die wahren Sporen fähig, und keimen mit gleichen Keimfäden. Bei Pe- 
nicillum glaucum entwickelt das Hyphopoiliuni öfters kurze, pfriemenförmige, 
ungegliederte Stiele, welche an ihrer Spitze eine kurze Kette, aus drei, 
selten vier sporenähnliclien Gemmen bilden. Die unterste derselben ist 
gewöhnlich zwei bis drittheilig oder zellig , und grösser als die Sporen, 
die anderen sind aber kuglich und kleiner. (S. Jcoiies fungorum I. p. 21 
m. 14, 4h). 

3 ♦ 



W.WJ 



\ (M hreiluni: dei- Pilze. 



Wir kciiiicn tun selir wcuij^c Arlcii aus den lionen, und 



nur 



•wenige Gegenden Eiiro[)a's sin<l liinreiclieiul unlersticlil , dnlier für eine 
geogiaj)liis(hc Vertlieilung der Arien oder (iinppen aid' der Erde iiocli 
gar kein Maleiial vorliegt. Alle ileisende .sj)rc(licii xon dem Roiclilliiini 
lind der N'ersciiicdcidieil der l'ilzarten, welche jedei- 'l'ag nnlcr denWen- 
dekrcMsen dem Foisciier glcielisani vorfiilirt, aber last alle iiahen <Hesen 
iinsclieinbareii Wesen wenig oder gar keine AuCmerksamkeiL gewidmet. 
Alle l)i.slier erhaltene Residlate sind: 1. dass die 'rrojienwelt. eine sehr reiche 
und vielgestaltige Pilzwell besitzt; 2. dass fast alle Familien des Aordens 
im Süden ihre zahlreichen Reprasenlanlen haben; und .3. dass einige 
europäische Arten, z. B. der l'liegenschwamm, der (>iiam])ignon u. a. 
über die ganze uns bekannt gewordene Erde verbreitet sind. AV^ir lioireu 
unseren ßemiihungen eine so glückliche Richlnng geben zu können, dass 
binnen wenig Jahren reiche geogra[)hische Entdeckungen im Gebiete 
der Mykologie gethan sein wertlen. 

INicht nur unsere jetzige Pflanzenwelt hat l'ilze , auch die Vorwclt 
bat Zeugen jibres Vorhandenseins aufbewahrt. Herr yhlulj'h Rroiii^niart 
war der erste, der H]alt|>arasiten bcmeikte, aber sie leider nicht beschrieb. 
Bald darauf beschrieb Prof. (ro/ifx'it den Jixcijuiliics Acesü, welciier auf 
Hynu:unj)liylliics Zobelii beobachtet wurde. Herr Prof. Liiqer beschrieb 
einen I/y-xlcrites laliyriiiiliit'ornus (s. Taf. J\ 5i). Fig. 0, 31) ans tertiärem 
Thonschiefer aus Rndnlxtj in Croatien. Ferner wurden zwei Ilv>-leiien 
und eine Jt/iiznrnorp/iii entdeckt , ein Xylonitli:.'! unihdiciiUis Liiis. ^^^ctll- 
myces tmleililuv anus , tni uloiilcs und cninxylimis Cni^.^ und JÄndliy und 
Tliithiit haben aus der Steinkohle einen Poly/xiiiles .ß<ni'mr/«m beschrieben. 
Die von Dr. GrJnilz abgebihleten Sclfiotilt's sind nur (jonglomerationen 
des Sandsleines in <lie \erwesende weiche jMasse des imischlossenen 
Holzes. Eine genaue \N urdigung dieser vorweltlichen Pilze gehört nicht 
iiierhcr. Der 
i-M i 

iNulzeii der Pilze in der ^'atlli• und Ge-selLscliafl 

ist mannigfach , und wir werden hier nur einigi; Umrisse d»;r bis |etzt 
darüber erworbenen Kenntnisse geben. Die iNalur scheint sich der Pilze 
vorzüglich zur Zerstörung und Dniwandlnng sowohl pdauzlicher wie auch 
ihieiisclier R(rsle im Humus zu bedienen. Die 3/}cclut der Fleisch- und 
Hol/pilze luid die A\ ur/.elstcllo verli elenden (iewebe der Sclcroi^dslcres 
und C<)/ui)nf)'cetcs durchbohren die Zellen <lcr härtesten Holzarten, und 
erzeugen im li<'htleeren Räume »ler Holzzel'en monströse Bildungen, welche 
jiuf mehr oder minder abeuleueiliciie AN'eise als selbständige J^il/.e unter 
dem jNameu IS'yctomyccs besciii iehen worden sind. Duich diese Durch- 
webuiig mit so hygroskopischen Iclu'nslh.'itigtMi Fasein geht die Zerstörung 
der Hölzer mit sehr grosser Raschheit \orwärl.s, inid eine genaue Beob- 
achtung der Zimmenuig der Gruben in unseren Bergwerken wird von «1er 
Alt und Afacht dieser Zerstörung durch Pilze einen ^ iel deullicheren Be- 
grill' als die besti- Beschreibnng geben. Eine zweite wichtige Eischei- 
nuhg ist ilie Gähruiig. sowohl die geistige als aucii die laiilige, we che 
beide durch Pilze herbeigeführt und unterhalten werden. Die geistige 
Gablung wird durch eine 'Jorala- Ali, welche wir langst schon ToruLi 
ccicvisiac genannt hatten, he<lingt, und welche in «1er Bierhefe in neuerer 
Zeil CoLiiiiui il - L<i(niii ln'tHich bt-obaililcle und besthi ieb. Sie wurde 
ilann nnuüt/.er W eise Sacehai onivces gelaufl, und eine IVienge unhaltbarer 



XXXVII 

Allen ungeschickt iinlerscliieden. Unsere gemeinen Scliimmelarten, Asco- 
pliora Mucedo , I'enicilliuiii glaucura und Coremnim vulgare bringen in 
Flüssigkeiten und uiiterlaiicht a'linliciie (Gebilde, wie die sogenannten Sac- 
cbaiomyces hervor, erzeugen aber lauhge G.'ihnuig. Die Algologen haben 
schon lange Zeit her keimende nidtislröse l'ilzluldLingen (Hygrocrocis 
und Leptomilus) , ja seilest ßaumwolilasern und farbige VVoUfasern (von 
Matrosenjarken stammend ?) als Algen beschrieben (Leptoniitus Pulegii, 
Salviae, Rubi Idaci und L. polychrous) , luid einige neuere JNaturforscher 
(?) haben diese 3Iissgeburten und dahin gehörende Analoga auch in die 
Mykologie einschwa'rzen wollen , wo wir sie ernstlich zurückweisen wer- 
den , da dieser Wissenschaftszweig keinen Exerzierplatz für die Unwis- 
senheit abziis:;cben bcslimmt ist. 

Der iVJensch hal die Pilze als INalirungsniiltel oft und vielfach in 
Anspruch genoniuien^ und einige gifligc Pil/.c (z.B. den Fliegenschwamm) 
in der IMeilizin mit mehr oder minder Glück zu benülzen versucht. Die 
Lehre von den essbaren und schädlichen Schwammen, und ihre Anwen- 
dung als Heilmittel , gehört aber in kein Haiulbuch der Wissenschaft, 
und wir verweisen den Anfa'ngcr daher vorzüglich auf die trefflichen Bü 
eher von Ktombholz, Lctellier, Lenz, Roquet und Vittadini, welche mehr 
oder minder alle zur Zeit bekannten Resuhate zusaminengestelll j und 
kritisch gesichtet, oder neue Versuche veröfrenllichl haben. 



IL Abtheilung. 

Kurze Geschichte der Systematik,' 

nebst 

einem üiberblick unsers Systems, und der üibersicht der 
mykologischen Literatur 

bis zum «falire 1§4I3« 



Kurze Geschichte der Systematik. 



IJie von den andern Pflanzen so völlig verschieden 
gebauten Pil/.e haben schon frühzeitig die Aufmerksamkeit 
der Gelehrten auf sich gezogen, und mit dem Beginnen 
wirklich systematischer Anordnung der üljrigen Pflanzen, 
sehen wir auch die ersten Versuche, die Pilze zu ordnen, 
auftreten. 

Die Griechen und Römer haben nur einzelne, vorzüg- 
lich geniessbare oder schädliche Pilzformen erwähnt , die 
Araber dieselben völlig unbeaclitct gelassen, und in den 
ersten christlichen Jahrhunderten und in der schwärmerischen 
Finsterniss des Mittelalters finden wir überhaupt keinen 
Schriftsteller, der sich mit der Systematik der Pflanzenwelt 
beschäftigte. Auch in der Periode der wieder auflebenden 
Wissenschaften blieben die Pilze unbemerkt, und erst am 
Ende des sechzehnten Jahrhunderts (1583) war es Andreas 
Caesalpinus, welcher in seinem berühmten Buche: De Plan- 
tis, in der 15. Klasse und vierten Ordnung die Pilze behan- 
delte Er beschreibt folgende 1 6 Gattungen : 

Tuber, Scoroglia, 

Peziza, Fungus marinus, 

Fungus, Gallinaceus, 

Boletus, Fungus panis similis, 

Suillus, Lingua, 

Prunulus, Digitellus, 

Prateolus, Igniarius, 

Familiola, Agaricum. 

Man ersieht deuthch, dass der vulgäre Name Fimgus 
auch in diesem ersten Versuch einer Anordnung üljerging, 
und dass die ganze Keihe wahre Pilze und Seethiere 
umschloss. 

Fast hundert Jahre später erschien Joannis Uaji Metho- 
dus plantarum, Londini 1682, dessen Editio emendata et 



XLIi 

aiicla nOO folj^le. Die Pil/c l)ildcn die ersle klusse seine;» 
Systems mit lolyenden Gatlunjj^cn: 

F u n g i. 

1. Pileali lamclliiti: Fungi. 

2. Pileati laiiu-llis carenl. : Fungi. 

3. Pileis dcstiluti: Funi,'oides, Peziza, Agaricus. 

4. Pulverulcnli: Fungi. 
ö. Subtcnanci: Tubera. 

Im.Talrie 1710 stellte Boerliave die Pilze im Index plan- 
rum lioiti Lugdimo-Ralavi in die zweite Klasse I. Abtheilung 
seines Systems mit folgenden Gattungen: 

Fungus, Agaricus, 

Fungoides, Lycoperdon, 

Merulius, Tuber. 

Im Jahre 1719 schrieb J. P. de Tournefort seine Insti- 
tutioncs Kci herbariae, worin er die Pilze und Moose in die 
1 7. Klasse überschrieben »de herbis et suffruticibus, quorum 
flores et frucius vulgo desiderantur« stellt^ und folgende 
Gattungen aufführt : 

Fungus (Agaricus h. t.), 

Fungoidcs (Pczizae spec). 

Boletus (Bolcti et Morchcllae sp.), 

Agai'icus (Polypori), 

Lycopcrdon (I.vcopordacei), 

Goralloides ((Mavariae spec), und 

Tidjcr (Tubera). 

Im Jahre 1729 ersdiien Micheli's klassisches Werk : 
Nova planlarum gencra. Kr folgte der Methode Tournefori's, 
aber ein reiches Beobachtungslalent und ein noch reicheres 
Wissen sind diesem ersten Mykologen eigen, und er war 
auch der erste, welcher allseitig die Lebenserscheinungen 
der ganzen Pilzgruppen auffasste, seinen Beobachtungen über 
hundert Quartscilen widmete, eine lür jene Zeit grosse Zahl 
natürlicher, heute noch voUgiiltiger Genera bildete, und 
■12 Quarttafeln mit treulich gezeichneten Figuren und mit- 
unter bewundernswerthen Analysen veröffentlichte. Er war 
der erste, welcher die Sporen und ihre Anheftung und Aus- 
saat deullich cikannle , und das Fruchtlagcr als Ghai-akter 
zur Bildung der (Gattungen anwendete. Fr bildete nebst den 
bei seinen \orgiingern vorkonnncndcn Galtungen noch fol- 
gende : 



XLIH 

Suilius (Boletus li. t.), Erinaceus (Hydnuni), Fungoida- 
ster (Asterophora) , Phallus^ Pliallo-Boletus (IVlorchellae 
joileo libero), Boletus (iMorcliellae pil. adnat.), Fungoi- 
des (Pezizae et Helvellae spec), Ciavaria (Clav, sini])!.), 
Coralloides (Clav, ramosae), Byssus, Aspergillus, Bo- 
trytis^ Puccinia (Podisoma h. t.), Clathrus, Clathroides 
(Arcyria), Clathroidastrum (Stemonitis), Mucor, Lyco- 
gala, IMucilago (Aethalium Reticularia et Physara), Ly- 
coperdon, Lycoperdoides (Polysaccum) , Lycoperdoi- 
dastrum (Sclerodenna und Elapliomyces), Geaster, Gar- 
pobolus (Sphaerobolus), Tuber, Cyathoides (Cyathus, 
Nidularia). 
Miclieli war der einzige Rlykologe der ganzen ersten 
Haltte seines Jahrhunderts, und sein Buch ist ein unentbehr- 
liches Hillsinittel auch für unsere Zeit. 

Gleditsch gab im Jahre 1753 seinen Methodus fungo- 
rum heraus , worin er fast ganz der Form Micheli's treu 
bleibt, dessen Figuren copirt, und eine Zahl deutscher Pilze 
beschreibt. Er bildete aus Clathroidastrum Mich, die heutige 
Gattung Stemonitis und benannte sie, und der Name der 
Dillen'schen Gattung Peziza wurde für Cyathoides angewen- 
det, und für Fungoides der Name Elvella. 

Zwei Jahre später erschien Battara fungorum agri ari- 
minensis historia 1755, und enthielt ein von Micheli's Anord- 
nung etwas abweichendes System. In der allgemeinen, mit 
grosser Umsicht gearbeiteten Einleitung (De fungis praefatlo) 
sind nebst einer Abhandlung über allgemeine Pilzformen fünf 
für jene Zeit geistreiche Capitel enthalten, welche über Lite- 
ratur, Nützlichkeit, Schädlichkeit und systematische Anord- 
nung vieles Brauchbare enthalten. Seine Abbildungen und 
Beschreibungen sind aber minder gut, und seine Benennun- 
gen minder brauchbar als die Micheh's. Wir übergehen 
seine Systematik, da sie wesentlich nichts beachtenswerthes 
Neue enthält. Die von ihm bezeichneten Gattungen sind 
folgende: Coralloides, Ciavaria, Boletus, Fungus, Leucomy- 
ces, Pseudofarinaceus , Polymyces, Omphalomyces, Monomy- 
ces, Hydrophorus, Bulla, Tuberaster, Ceriomyces, Lycoper- 
don, Agaricus. In die Grosszahl dieser Gattungen gehören 
Boleten und Agarici, und nur wenige Gattungen sind strikt 
umschrieben. 

Mit der Herausgabe der Linneischen Schriften beginnt 
für die Botanik eine neue Periode. Durch das Systema Na- 
turae 1735, den Methodus sexualis, die Genera plantarum, 
das Corollarium generum, die Philosophia botanica, wurden 



Xf.lV 



slrcniifc Bezcit'linun^^cn clei" Gaflunij und Arl mit finem 
(luUuni^s- und Arlnanieii cinyet'iiliit, und die Galluiij^cn 
scliärlor uniscliriel)en. Die Pil/e bilden im Sexualsvsiem 
(s. Fundanienta botariiea p. 483.) die lünfle Seeliua der vier 
und zwanzigsten Klasse (Crvptogamia) mit folgenden Galiun- 
gen: Agaricus, Boletus, Ilydnum, Pliallus, Livella, Clavaiia, 
Clathrus, Peziza, J.ycoperdon, IJyssus, iMuctn'. Al)er die Klar- 
heit der Hcobaclitungen und Darstellungen I\li(lieli's ver- 
sclnvindcl, die Pilze werden höchst ob(>jflächlich und stiel- 
mütteilich behandelt, und zwischen Linne und Tode hegt die 
Zeit der inykologischen Finsterniss. 

Im Jahre 1781 gab Giesekc ?,Linnei Tennini botaniei; 
Classium mcthodi sexualis generumque plantaruui rharacteres 
compcndiosi'< zu Hamburg heraus, wo die Pilze in zwei 
Scelionen zerfallen und die Gattungen in folgender denk- 
würdiger Form liehandelt werden : 



Fungi. 

Agaricus 
Boletus 
Hvdnum 
Phallus 



*Pileati. 

Pileus subtus lamellosus, 
Pileus subtus porosus, 
Pileus suljtus aculeutus, 
Pileus subtus laevis. 



Clathrus 

Helvella 

Pcziza 

(^lavaria 

Lycoperdon 

Mucor 



**Pileo destituti. 
= Fungus canccllalus. 



turbinatus, 
campatudatus, 
(jblongus, 
globosus, 
vesicularis stipitatus. 



Auf Veranlassung 



der k. 



bayerischen Acadeniie der 
Wissenschaften erschien von 1770 — 179:? »J- Christ. SchänVr: 
Fungorum, qui in Palatinatu et Bavaria circa Ratisbouam 
nascuntur, icones. Tom. IV«. Ein Werk, das sich durch 
zahlreiche, wenn auch nicht glänzende Abbildungen auszeichnet, 
und neben Bolton, Sowerby und Bulliard genannt werden 
muss. Er kannte nur die Linneischen Galtungen, 

Im .fahre 1772 erschien zu Prag »J. A. Scopoli, Dis- 
sertationes ad scicnliam naturalem pertincntcs« , worin er 
vorzüglich die Planlac subterraneae beschreibt und abbildcl. 
Seine Einlljeilung ist folgende: 



XLV 



Ordo I. Plaiitae subterraneae generis nianifesli. 

Miirilag(i. Miclieli. Lycogala. IMicli. 

Stenionifis. Gled. Mvicor. AJi<lj. 

Hyssus. Dillen. Usnea. Dill. 

Clavaiia. Miclieli. Monina. Adans. 

Sphaeria. Ilaller. Elvella. Gled. 

IMcrulius. Haller. Poria. Adans. 

Boletus. Linne. l^etronia. Adans. 



Agariciis. Linne. 



Ordo II. Plantae subterraneae generis obscuri. Filamento- 
sae^ aggregatae ex fibris. 
Fungus. Ycter. 

Später gab Scopol! in der Introductio ad Historiam 
natiu-aleni, Pragae n77 p. 360. folgende neue Anordnung 
der ihm bekannten Pilzgattungen: 

|Tribiis XXXVI. Battarae (Fiingoideae). 

Gens I. 

Fructificationibus expositis. 

Liehen. Merulius. 

Valsa. Polyporus. 

Khella. Hvdnuni. 

Agai'icuni. Anianiia. 

(Havaria. Boletus. 

Gens IL 

Fructificationibus inclusis. 

Phallus. jMucor. 

(Uathrus. Botrytis. 

Peziza. Mucilago. 

Lycoperdon. Tremella. 

Im Jahre 1780 begann die Publication von Bulliard 
Ilerbier de la France, avec 600 planch. col. Paris. 4. Ein 
Buch, welches sich durch correcte, trelfliche Abbildungen 
aus/eicliiiet. Er kannte folgende Gattungen: Tuber, Reticu- 
laria, IMucor, Trichia, Sphaerocarpus, Lycoperdon, Nidularia, 
ilypovylon, Yariolaria, Clathrus, Ciavaria, Tremella, Peziza, 
Phallus, Auri(ularia, Helvella, Ilydnum, Fistulina, Boletus, 
Agaricus. 

Im Jahre t7(S3 erschien zu .lena »Batsch Elenchus fun- 
gorum«. 4. Mit guten, zahlreichen Abbildungen. Er bildete 



XLVI 

ebenfalls ein System ohne bemerkenswerthe Neuerung, und 
kannte nur die Linat'ischen Gattungen. Gleichzeitig erschien 
IJolton Ilistoria iungoruin, circa Halifax sponte nascontium. 
Ilalilav 1788 — nill. Er bildete eine grosse Anzahl Pilze in 
jedoch selten entsprechenden Figuren ab, und kannte eben- 
falls nur die Linncischen Gattungen. 

Im Jahre 1700 erschien zu Lüneburg »Tode Fungi 
mecklenburgenscs sclccti.« i. Ein Buch voll der trefflichsten 
Beobachtungen und der seltensten und schönsten l>ilzformen, 
durch Scliärfe der Beobachtung und correcte Zeichnung der 
Abbildungen fast noch uniibertrolfen. Er bildete folgende 
Gattungen: Spermodermia.Mesenterica, Acrospcrnmm.Slilbum, 
Ascophora, IMedusula, Tubercularia , Helotium , Tvmpanis, 
Myrothecium, Volutclla, Ilysterium, Vermicularia, Sclerotium, 
Pyrenium, Xylostronia, Chordostylum, Pilobolus, Theleboms, 
Sphaerobolus, Alraclobolus. Fast alle diese Gattungen sind 
bis auf unsere Zeit Ijrauchbar geblieben. 

Im Jahre 1793 erschien Alexander von IIunil)oldt's 
Florae fribergensis specimen, worin vorzüglich die Pilze der 
Frciberger Schachte und Baue beschrieben werden. Wir 
finden folgende Gattungen verzeichnet: Agaricus , Boletus, 
Hydnum, Thelephora, Gymnodermia Humb. Octospora, Cera- 
tophora H. Ciavaria, Aphotistus IE Sphaeria, Tremclla, Pe- 
ziza, Aecidium, Stemonitis und Lycoperdon. Man niuss be- 
dauern, dass Ceratophora, Gymnodermia und Aphotistus von 
neueren RJykologen noch nicht mikroskopisch untersucht 
wurden. 

Von IMicheli bis hierher kann man alle mvkologischen 
Arbeiten gleichsam als unvollendete Versuche, als Skizzen, 
betrachten , wobei allerdings Einzelnhciten ueistisf auf-refasst 
wurden. Aber weder äussere Form, noch innerer Bau der 
wenigen l)ckannten Pilzformen, waren hinreichend studirt und 
verglichen worden, um darauf eine vci'allgcmcintc svstemati- 
sche Anordnung dieser Pllanzengruppe bauen zu können-, 
erst mit Persoon wurde eine metliodische Pilzkunde gestiftet, 
und nur ein Mann, wie der mir unvergessliche Freund und 
Rathgcbcr, welcher alle Ansichten und jede praktische Thä- 
tigkeit in sich aufzunehmen verstand, war befähigt, eine so 
scliwierige und dabei doch ärmlich untersuchte Gruppe in 
ein systematisches Ganzes zu verschmelzen. Einen glänzenden 
Beweis seltenster Auffassungsgabe sahen wir in dem Tenta- 
men l)isj)ositionis metiiodic. fungorum, welches 1 7i)7 erschien, 
Klasse, Ordnung und Gattung wurden nach Einru'isciu'r Weise 
gesondert und geschildert, dabei eine grosse Zahl tüchtiger 



XLVH 

Gattungen und Arten Jjeschrieben, und gleichsam hier, in 
den Observationibus und im Commentar zu SchäiFer's bayeri- 
schen Schwämmen bereitete er den Stoff zu dem goldenen 
Buche unserer Zeit, zur vSynopsis methodica fun- 
gorum ((.iottingen 1801) vor. Hier beschreibt er mit Klar- 
heit und Sorgl'alt 71 Gattungen und eine grosse Summe 
Arten. Dieses Buch blieb verdienter Weise durch zwei üc- 
cennien Handbuch aller Mykologen, und in der ganzen Zeit 
(von 1801 — 1817) könnnt keine beaclitcnswerthe systematische 
Arbeit über diesen Zweig der Naturwissenschaften vor, welcher 
nicht die Sxnopsis fungorum zu Grunde gelegen wäre. Per- 
soon's Anordnung und Gattungsbildung ausführlich zu schil- 
dern, würde hier zu viel Raum und Zeit nehmen, die leider 
zu karg uns zugemessen sind ; iiberdiess ist die Synopsis ein 
unentbehrliches Handbuch für jede Art mykologischer Arbeiten, 
und der geistreiche Leser wird die Klarheit des Originales 
besser als unseren Auszug auffassen. Während in Europa 
Persoon's Arbeiten eine neue Bearbeitung unserer mykologi- 
schen Schätze hervorriefen, erschien zu London vom Jahre 
1797 bis 1809: Coloured figures of english Fungi or Mush- 
rooms, by James Sowerby, mit 439 Tafeln trefflicher Ab- 
bildungen. Aber ausser einigen Arten hat dieses allerdings 
fast unentbehrliche Buch die eigentliche Systematik um nichts 
bereichert, ja es gab nicht einmal Beschreibungen zu seinen 
guten Abbildungen. 

Im Jahre 1809 (1810) gab der G. R. Link Observatio- 
nes in Ordines plantarum naturales heraus (s. Schriften natur- 
forschender Freunde zu Berlin, 3. Jahrg.), wo zuerst die 
mikroskopischen Formen aufgefasst und eine Zahl neuer 
Gattungen gebildet wurden. Er nannte die Klasse: Anandrae, 
und bildete IV^ Ordnungen: L Epiphytae, U. Mucedines, IH. 
Gasteromyci, IV. Fungi, welche nach den Ansichten der Zeit 
brauchbar waren, und gleichsam das Feld der mikroskopi- 
schen Mykologie eröffneten. 

Im Jahre 1817 erschien das »System der Pilze und 
Schwämme«, von Dr. Nees von Esenbeck. Dieses 
grosse Buch hat durch seine 46 reich ausgestatteten Kupfer- 
tafcln der Mykologie unendlich genützt. Der Verfasser hat 
mit grossem Fleisse Copien fast aller damals bekannten Gat- 
tungen grösstentheils nach deutschen Mustern zusanunen- 
getragen, und der Anfänger wird den zweiten Band mit den 
Abbildungen stets trefflich benützen können, vorzüglich wenn 
;ihm die in Sturm, Schäffer, Pcrsoon, Batsch, Schmiedcl und 
Tode zerstreuten Abbildungen, niclit zu Gebote stehen. Der 



Text ist nach der .Mode jerioi' Zeit j^efertigt , und der edle 
Verfasser war l^arleii^äni^er jener Schule, die sieh die »iNatur- 
philosopliische« nannte. Die uiikroskopischen Arbeiten sind 
hier und hei Link mit grosser Umsicht zu benutzen, da die 
angewandte Optik hinter der eigentlich praktisciien jener 
Zeit zurück war. 

Im Jahre 1821 erschien der mykologische Codex un- 
serer Zeitj nämlich das Systema mycologicum , von Elias 
Fries (Gr\-])hiswaldiac 1821), und wiu-de in den dreissiger 
Jahren beendet. Dieses Buch ist ein Denkmal unserer Zeit, 
sowohl durch die Art der Auffassung des Gegenstandes , als 
auch durch die tüchtige und reiche Artenkunde und die 
Linneisch - musterhaften Differenzialchai-aktere der Species. 
Wenn wir auch mit der sogenannten philosophischen Tendenz 
der Einleitung und mit dem gewiss unnatürlichen, und 
gewaltsam gegliederten Systeme niclit einverstanden sein 
können, so müssen wir doch unmittelba?- behaupten, dass 
der erste und zweite Hand dieses .Meislerwerkes ein stetes 
Muster wissenschaftlicher Auffassung sein werden. Auch ist 
es bis heute das einzige Ruch, welches eine allgemeine Uiber- 
sichl allei- bekannten Arten gibt, und daher allein schon un- 
entbehrlich. Es wird lange noch das einzige Handbuch 
bleiben, und wie gross sein innerer Werlh ist, erhellet schon 
daraus, dass es auch nach dem Erscheinen der l^^picrisis 
syslematis mycologici derselben Verfasseis noch vollauf seinen 
Werth und seine stete Anwendung behalten hat. Dieses 
letztere Buch scheint fragmentarisch entstanden zu sein, und 
im Vergleich zu der im Svstema mvcolo"icum befoliiten 
Klarheit habe ich es auch nur als eine sehr brauchbare ency- 
kloj)ädisch- fiagmcntarische Aibeit betrachten können. Die frü- 
her so kiitiscli-biauchbar aufgefassten Gattimg(!n sind hier 
künstlich zerspalten, und die mikroskopische Analyse ist so- 
wohl hier, wie auch im dritten Bantle des Svstema mycolo- 
gicum etwas cigenthümiich vernachlässigt. Die Gattungen, 
welche die AN'erkc; von i\ces und Erics einführten, finden die 
Leser in misercr HL Ablhcihmg hinreichend gewürdigt, da- 
her wir sie hier übergehen nuissen, um unnöthige Wieder- 
holungen zu veiineiflen. 

Im Jahre 1822 erschien zu Erlangen Persoons Myco- 
logia europaea. Ein Buch , welches Persoon im höheren 
Alter schrieb, und welches in Bezug auf Klarheit utul Anord- 
nung weit hinler der Sviiopsis zurückblieb. Die Diagnosen 
sintl kurz, meist undeutlich und fast ausschliessend wohl 
nach getrockn(!len einzelnen Exemplaren gelertigt. Der 



mikroskopische Theil ist noch mehr veriiaeliln.ssiyt^ wie loci 
seinen Vorgängern ^ und seine systemalisehen Grundlagen 
wurden uns liier nie klar. Das Bueli besitzt einige treffliche 
Abbildungen und viele neue Fleischpilzc , welche es unent- 
behrlich machen. Der zweite !')and erschien I<S25, der dritte 
1828. Leider blieb es unvollendet. 

Zu der von Willdenow besorgten Ausgabe der Linne- 
sehen Species plantarum schrieb Herr Link die Fortsetzung 
im ersten Theile des sechsten Bandes. In diesem leider un- 
vollendeten Buche wurden die Arten der Ilyphomycetes und 
Gymnomvcetes mit gründlichem Wissen und grosser Umsicht 
bear])eitet, und das erstemal deren Charakteristik auf mikrosko- 
pische Unteisuchungen basirt. Dieses Buch ist heule noch 
für jene beiden Gruppen das unentbehrlichste Uilfsmitteh vmd 
v.'ird selten unbefriedigt lassen. 

In dem bei Levrault erschienenen Dictionnaire des scien- 
ces naturelles j vol. 33^., gab Herr Adolph Rrongniart eine 
Uibeisicht der damals bekannten Pilzgattimgen unter dcn\ 
Titel: Essai d'une Classification nat;;relle des Champignons, 
ou Tableau mcthodique des genies rapportes jusqu'a pre- 
sent ä Celle famille. Er bildete fünf Familien, als: Lredi- 
nees, Mucedinees, Lycoperdacees, Champignons proprement 
dits (Fungi; und Hvpoxylees, Fünf Tafeln nach Bulliard, 
Turpin, Persoon, Dittmar u. a. gestochener Abbildungen be- 
gleiten diese brauchbare Arbeit, und da die Diagnosen der 
Gattungen französisch sind, so ist diese Schrift für der latei- 
nischen Sprache unkundige Personen sehr zu empfehlen. 

Zu gleicher Zeit ei'schien das Svstema orbis vegct;djilis 
pars I. von Elias Fries. In diesem schönen Buche legte der 
Altmeister der Mykologie abermals seine Ansichten über die 
Gesammtmenge der ihm bekannten Pilzgaltungen nieder, und 
versuchte mühsam sein Vieral ieders vs tem zu entwickeln. 
Er zahlt und diagno.stisirl 25G Gattungen mit allerdings kurzen 
Bemerkungen, und bemüht sich in der Einleitung nalur- 
philosophische Motive der mykologisehen Betrachtung einzu- 
flechten. Auch hier sind die Gattungen der Fleischpilze der 
beste Theil dieser tüchtigen Arbeil. 

Im Jahre 1827 erschien der vierte Band des Syslema 
vegetabilium, curante Curtio Sprengel. In diesem Werke 
gab mein edler, väterlicher Freund und Lehrer eine aller- 
dmgs sehr unvollständige Aufzählung der damals bekannten 
Pilze , aber die kritische Uibersichl der Gattungen, und die 
wahrhaft präcisen Linneischen, meisterhaften Diagnosen diirftcn 
lange hin als unerreichtes Muster bündiger Kfirze und Scharfe 



L 

.stehen hlelljen. Jeder Aiiiaiii^ei wiid mit grösstem Nutzen 
dieses eonij)endiöse^ Irefniclie lUicli j,^eJ)rauclien. 

Im Jahre 1828 erschien als Srhliissheft von Grevillc'sScot- 
tish crypiogamic Flora.eine Synopsis generum et speeierum je- 
nes Bilderwerkes, und darin wurde ein gewissermassen höchst 
eigenthiimliches System entwickelt, welches einige Grundtypen 
Jes Friesischen enthält, die ganze Ileihe der Pilze in zwei 
Klassen: I. Fungi, II. Byssaceac eintheilt, und in letzlerer 
Klasse der philosophischen Ansicht des Orbis vegetahilisl folgt, 
ohne jedoch irgend eine feste Bahn zu verfolgen, da der 
beniitzle StolT zu geringe war. Mir hahen diese svstematische 
Anordnung nicht ühergehen wollen, da die Abhildungen des 
Hauptwerkes theilweise sehr brauchbar und schön ausge- 
stattet sind. 

Im Jahre 1833 schrieb Herr Wallroth im zweiten Bande 
der Flora cryploganiica Germaniac ein neues System der 
Pilze, welches sich durch eigenthiimliche Künstlichkeit, un- 
nütze Unitaufung aller Ordnungs- und Gruppennamen, und 
durch eine totale willkührliche l mformung unserer alten Kunst- 
sprache auszeichnet, sehr wenig neue Beobachtungen enthält, 
und dem Anfänger der gezwungenen, mit Gräcismen über- 
ladenen Sprache willen leider unzugänglich bleibt. Der Ver- 
fasser kannte auch einen Theil der neueren Literatur viel 
zu wenig oder gar nicht, um Genüge zu leisten. 

Im Jahre 1836 erschien: Flore generale des Environs 
de Paris, par Clievallier. Tom. I. Dieses Buch enthält gleich- 
falls ein neues System , stützt sich Avesentlich auf deutsche 
und schwedische Vorarbeiten, und zeiclmet sich dadurch 
vorzüglich aus, dass hier das erstemal versucht wurde, die 
so heterogenen Formen der Pilze in einzelne Familien zu 
zerspalten. Leider fehlten dem Verfasser hinreichende mikro- 
skopische Vorai'beiten, um äusseren imd inneren Bau der 
nieticren sowohl, wie der höheren Formen benutzen zu 
können, aber einzelne seiner Familien zeigen eine hinreichende 
Umsicht und l ibcrsicht der damals bekainitcsten Beobach- 
tungen. Die Abbildiuigen, welche den Text begleiten, sind 
grossentheils schlechte ('opicn und unbiauchbar. 

Im Laufe des Jahres 1830 erschien eine lang ersehnte 
Arbeit über die Gattungen des Pflanzenreichs unter dem 
Titel : («cnera ])lantarum sccundum ordiiu's naturales dispo- 
sita, auctore Slephano ländlicher. Diese grosse Arbeit gibt 
eine höchst vollständige Uibersicht der (Jatfungen der Pilze, 
deren 273 aufgezählt werden, mit zu Grundelegung der 
Arbeiten von Fries. Der geniale Verfasser bildet folgende 



LI 

fünf Ordnungen : Gymnomycetes, IJypliomycetes, Gasteromy- 
cetes, Pyrenomvcctes und Hymenomycetes. Die Diagnosen 
sind klar und scharf, und zeichnen sich vorzüglich durch 
die beigefügten nützlichen und kritischen Citate aus, und 
durch den grossen bibliographischen Uiberblick , den sie 
gewähren. Das Buch ist unentbehrlich. 



Wir haben nun bis zur neuesten Zeit alle wichtigen sy- 
stematischen Arbeiten mykologischen Inhalts betrachtet, wobei 
wir allerdings nur die wesentlichsten Erscheinungen hervor- 
gehoben haben, da eine genauere Würdigung der mykologischen 
Systematik an einem andern Orte chronologisch folgen soll, 
und hier der Raum für historische Betrachtungen der Art 
so beschränkt wie möglich sein muss, um dem Anfänger, für 
den diese Blätter geschrieben sind, wichtigere Betrachtungen 
nicht zu entziehen, und Raum für eine kurze Uibersicht der 
hier gegebenen Systematik und der abgebildeten Gattungen 
zu gewinnen. 

Betrachten wir nun die einzelnen Oidnungen, Familien 
und Gattungen, welche vmsere hier gegebene systematische 
Anordnung umschliesst, genauer, um dem Anfänger prakti- 
scher Seits die Principien zu zeigen, welche einem sogenann- 
ten Evolutionssysteme zu Grunde liegen, und erlauben uns 
zugleich über diejenigen Gattungen, deren Abbildungen uns 
zu geben vergönnt war, comparative Bemerkungen zu ma- 
chen, so werden wir vor allem uns nach einem Organe um- 
sehen müssen, welches in allen wirklich normal entwickelten 
Pilzen vorhanden ist, und welches anschliessend oder vor- 
züghch bestimmt ist, die Species, als Ganzes, zu erhalten 
oder fortzupflanzen. Im Pflanzenreiche hat man bei den 
Gefässpflanzen den »Samen« als dieses Organ ausschliessend 
anerkannt, und ihm mit vollem Rechte diejenige Wichtigkeit 
beigelegt, die man in der Natur selbst, als auch in der An- 
ordnung der Klassen, Familien und Gattungen angewendet 
und anwendbar gefunden hat. Ganz entgegengesetzt verhielt 
es sich und verhält es sich theilweise noch in der Pflanzen- 
reihe , Avelche man mit dem Namen »Kryptogamen« bezeich- 
nete. Da fand man alles anders, anfänglich wunderbar, dann 
wieder unscheinlich, endlich unwahrscheinlich, und da eine 
genauere Kenntniss dieser Pflanzenreihe stets nur Eigenthum 
einiger wenigen Geister war, so blickte die Masse der For- 
scher mit lächerlichem Hochmuthe auf jene Geister und die 
ärmlichen Wesen hin, mit denen jene sich so eifrig beschäf- 

4 * 



IJI 

tiylcn. Ijoscliränkllieil des (icistcs iiiul der lüfahrmi^ sclilicsst 
y;oinc jode Art iiriivci selh'r l'orscluirii; und \ Cr^loiciuin^" aus, 
und so kam es cndlidi, dass den kryploganiisclicn Gewachsen 
eines iliicr Oii;aiie nach den andei ii ahyeleui^net Avurde, 
und bald landen sich kh^nhche, lurchtsanie Geislelienj welelie, 
an Kriechen und l)lindcn Chuiben gewohnt, die dielatorisclie 
Sprache der born rien Masse als AValirheit anerkannten und 
zum Schaden der ^^ issenschaft einfiihrten. Ich weiss wohl, 
dass eine Men^'c solcher Alinialuryeisler noch lebt, und 
(iaile \u\i\ llt)hn in läehei-liehster Form auf mich ausschulten 
wild, aber die AVissenschail yilt mir mehr, als das so fade 
(beschwatze ihi'es Lobes oder Schiinpres! — l rul so halten 
die Kry|)lOi;amen, nnd voi/.üylich die Pilze, keinen Samen 
mehr, sondern nai" Sporen, die man als nackte Keime be- 
ti achtete, obgleich jede auch verkümmerte Logik und wenij-er 
nachliissigc IJetrachlung- des Ca'i.',enslandes, das ausj:;esprochene 
Princij) als Lächerlichkeit, und ilie Nacktheit der Sporen, als 
Lnwaluheit dargethan hatte. Die Spcne ist nun aber gerade 
ilas Or^an , welches bei allen als selbststiindige Wesen an- 
erkannten l*il/,en in stets gleicher Form vorkönnut, und uns 
schon dadurch so wichlig erscheint, dass es stets der letzte 
/weck des Wachsthums des Pilzes ist, wie auch, dass schon 
viele Pilze, und vorzüglich die ganze erste Oidnung. die 
(loiiiomycetes, fast allein der Masse nach aus diesem Organe 
gebildet werden. Die Spore ist übcrdiess dasjenige Organ, 
duieh welches die Art erhalten wird^ indem es durch Aus- 
saat Pil/.c derselben Ait erzeugt, wie der Same der Gei<iss- 
pOanzen; sie j)esteht überdiess stets aus zwei wesentlichen 
Organen; der äusseren Hülle, Sporendecke, Sporen- 
Jiaut I J-'j)fspcn'i/m) , und aus dem innern, von dieser erstc- 
ren umschlossenen Sporenkerne [Nuc/d/s). Neben dem 
Spoienkerne fintlet man überdiess in der Höhle der Sporen- 
haut noch Oel tröp fehen odei* S chlei m. Wir überlassen 
es tler Zukunl't, diese einzelnen Theile mit dvn Theilen des 
Samens höheriM* Gewächse zu vergleichen, und deren organo- 
graphische Idcnlilät zu zeigen, betrachten aber die Spore als 
Sa.iien dei- Pilz(>, und legen in der Anordnung der Ord- 
nungen. Fansiliea und Gattungen dej' Pilze den wesentlichsten 
Werth auf dieses Organ. 

Die, nach der Spore in Ilelracht zu ziehenden Organe 
sind die Träger, als: Sti|)es, Capillilium, Floceus, Basidie und 
Ascus, und sie weiden zur Abtheilung der Ordnungen strenge 
verwendet werden müssen, da sie <liejenigen sind, welche 
die Sporen zeugen, tragen und stets vcjihanden sein müssen. 



LH 

wenn S[)oic'ii viir'iaiiden situl. Die Mfillcti - biklendcn (^rj^atic 
und deren Formen, können mit dem L'abitus ais Aushills- 
kennzeielien zin- Gat'.üngsbiiduriy- verwendet werden. 

Wenn wir die Sporcnentwicklüng bei der yesannnten 
Pilzmasse betrachten^ und dabei vorzüglich mit auf ilire Ein- 
lagerung- Rüeksielit nelnuen, so erhalten wir die vier, schon 
allen Irüheren Forschern durch den nnsseien Habitus theil- 
weise bemerkbar gewordenen Ordnungen, welche wir in aller 
Kürze folgend diagnostiziren können: 

Bei der ersten Ordnung linden wir die Sporen aid" 
einem mehr oder minder deutlichen Trager frei entwickelt, 
nackte Häui'chen bildend, welche nur von der Oberhaut der 
Mutterpflanze, wenn es Parasiten sind, lose bedeckt werden, 
später aber dieselbe durchbrechen. Die S})oren dieser ganzen 
Ordnung sind entweder einfach (s, Taf. B. Fig. 2. 3.), zu- 
sammengesetzt (s. 4.) oder rosenkran/.förmig gereiht (s. 5. 6.), 
oder alle Arten leben entweder auf lebenden oder faulenden 
Organismen. Unsere Vorgänger haben dieser Familie auch 
noch eine Reihe krankhaft veiänderter Pilze imd phyto- 
exantheinatischer Formen angereiht, welche nicht als selbst- 
ständige Organismen zu betrachten sind, die wir aber in der 
ersten Faujilie unter dem INamen Byssini (s. III. Abth. pag. 1) 
zusaiumenstellten, um nicht Anlass zu nutzlosen Zänkeieien 
zu geben. 

Diese ganze Ordnung hat INees COMOMYCETFS ge- 
nannt , und wii- haben dieselbe in fünf Familien geschieden. 
Die erste Familie umfasst die 

I. Byssini (s. III. Abth. p 1). Die hierher gezählten 
l^ilze bestehen aus lockeren, undeutlichen oder starren, ge- 
gliederten Fäden fs. Taf. B. Fig. 1), welche auf faulenden 
Substanzen oder lebenden Pflanzen wachsen. Folgende Gat- 
tungen sind bemerkenswerth: Byssus (III. Abth. ]). 2;. Ihre 
Arten wachsen in Kellern und Bergwerken , bilden zarte, 
fädige, weisse Gewebe von höchst verschiedener Grösse und 
Form , und zerfallen und schwinden am Tageslichte. Die 
gemeinste Art ist Byssus plumosa Humboldt (s. Taf. B. 1. 
Fig. 1). Die Gattungen Lanosa, Tophora, Herpotriclium, 
Fibrillaria , Capillaria Dematium und Ozonium findet man in 
der III. Abtheilung beschrieben, und sie bilden den 1. Tribus 
dieser Familie oder die eigentlichen Bvssaceen. Den zweiten 
Tribus bilden die Phylleriac»-en (s. III. Abdi. p. o), welche 
auf lebenden Blättern wachsen, und krankliafte Schematomor- 
pliosen der Pflanzenzclle sind (s Icon. l'ung. V. p. 17). Die 
l)eid(Mi wichtigsten Gattungen sind: Erineum (III. Vblh. p. 5. 



UV 

Tal". B. 1. Fii,^ 2 — ö) iiiit ungegliederten Fäden. Auf Linden- 
bl.'iüern wächst Er. Tiliae (Fig. 2) als kleine, gelblich-braune, 
oCt blaue Rasen, mit an der Spit/.e eingerollten Fäden (3), 
die einfach sind, während Kr. bolryoccphahnu Fig. i) aus 
Amerika und liv. alncuni (Fig. 5), auf uascrei' llrle wachsend, 
ästig sind. Die andere Gattung ist Scp to tiich um (s.B. 1. 
Fig. 6 — 8), niit gegliederten oder zelligen Fäden, und eben- 
falls auf Blättern wachsend. Fast alle Arten dieser Gattung 
sind in fremden U eluheilen zu IJause, so S. Copuil'erae i^Fig. G), 
S. Linocierae (Fig. 7) und S. lamcllosum (Fig. 8). Wir hoden 
nun zuversichtlich, dass diese ganze Familie der Pathologie 
anlicimfallcn, und aus der Mykologie gcsirichcn werd(Mi wird, 
da sie nur krankhafte Produkte sind , unil keine Spur von 
Sporenhildung zeigen. Die zweite Familie sind die 

II. Caeomaceen (III, p.ß). Alle Pflanzen dieser Gruppe 
sind Paiasiten, und besitzen einen eingesenkten, flockigen, 
undeutlichen Träger, und einfache ungetheilte Sporen. Die 
vorzüglichsten Gattungen dieser Reihe sind: Protomyces, 
zwischen dem Zellgewebe deslleracleuni S|)hondylium (s. Taf. B. 
Fig. 2. Fig. 1) lebend, und aus orangegelben grossen Sporen 
mit deutlichem Sporenkeru imd glatter Sporenliaut (Fig. 2) 
bestehend, einzige Art: Pr. macrosporus. Ferner: Cacoma 
(III. p. 8) auf Blättern aller Pflanzen lebend (s. Fig. 3) mit 
eingesenktiMn Iiägcr, kurzgesliclten glatten, später freien und 
dornigen oder warzigen Sporen (Fig. -i:, und die Sporen- 
häufchen sind stets von der zerrissenen Blatlhaut uinüeben. 
A. A. (i. Salicis, auf \A'eidenblättcrn ist gelb. Uredo (III. p.q. 
Taf. B. 3. Fig. 3. 1) bewohnt die Fruchtknoten, und ver- 
wandelt ihren bihalt in schwarze Sj)orcnmassc (Fig. 3). Die 
Sporen (Fig. i) haben eine zellige Sporenhaut, welche einen 
einfachen schwarzen Sporenkern unjschliesst. Uredo utri- 
culosa (Fig. 3, 4) wohnt auf l'olvgonum - Arten. Lsti- 
lago (III. p. (j.) bewohnt die Fruchtknoten der Gräser, (s. 
Taf. B. 3. Fig. 1), ist schwarz pulverig, uml hat helle, 
sehr kleine, kugliche S})oi*cn (Fig 2). Die a. Art ist Ustilago 
segetum. hier auf Hafer. E chinb o tryum (III.p. 10) bildet 
dunkle Rasen (Taf. B. 3. Fig. 5, 6, 7) und wohnt auf den 
Stielen der Aspergilli (Fig. C) als kleine Häufchen, die aus 
nach oben spitzig verlängerten getüpfelten Sporen (Fig. 7) 
bestehen. Di(; abgeb, Ai'L ist Echinobolr. atrum. Gymno- 
sporium (III. j).' 10. Taf. B. 3. Fig. 8, 0, 10, llj bildet 
leichte kleine Staubrasen (Fig. 8. 9), welche oft einen dunkle- 
ren Träger (Fig. 10) im Querschnitt zeigen, und einfache Sporen 
(Flg. 11) mit einem deutlichen Keine besitzen. G. Arun- 



LV 

dinis wohnt auf faulendem Rohr. Fusidium (III. 1. c.) 
Fig. 12, 13) bildet ähnliche Rasen (12) und besitzt spindel- 
förmige Sporen (Fig. l'^). F. clandestinum , auf faulen Ei- 
cheln. Myxosporium (III. p. 12. Taf. R. 3. Fig. 14. 15. 
16), bildet safrangelbe derlie Massen (Fig 14), deren Sporen 
(Fig. 15) durch hellen Schleim zusammengekittet sind, eirund, 
mit glatter Sporenhaut und dunklem Sporenkerne (Fig. 16). 
M. croceum wohnt auf Holz. Die dritte Familie begreift die 

III. Phragmidiaceen (III. p. 13. Taf. R. 4.). Die her- 
gehörenden Pilze sind Parasiten, und ihre Sporen sind zwei- 
oder vielzellig. Die wichtigsten Gattungen sind: Dicoccum 
(III. p. 13), auf Holz kleine Pünktchen (4. Fig. 1) bildend, wel- 
che aus einem schwarzen Sporenhaufen (Fig. 2) und einfach 
getheilten Sporen (Fig. 3) bestehen. D. minutissimum ist 
schwarz. Puccinia (III. p. 15) wohnt auflebenden Rlättern 
und durchbricht die Oberhaut, Auf einem flockigen Träger 
stehen gestielte zweizeilige Sporen (Fig. 4. 5. 6), jede Zelle 
einen Sporenkern enthaltend. P. Retonicae und P. Prunoruni 
(Fig. 4. 6) wachsen auf den gleichnamigen Pflanzen, P. va- 
riabilis (Fig. 5) auf Leontodon Taraxacum. Dictyosporium 
(III. p. 16) bildet schwarze Rasen auf Holz (s. Taf R. 4. Fig. 7) 
und besteht aus aufrechten, vielzelligen, zungenförmigen Spo- 
ren (Fig. 8. 9), welche stiellos sind. Einzige Art : D. elegans. 
Ph ragmidi um (III. p. 16) wohnt auf Rlättern der Rosen, 
Himbeeren und Potentillen; schwarze Rasen enthalten wal- 
zige, vielzellige Sporen auf langen Stielchen (s. Taf R. 4. 10. 
11. 12), welche unten verdickt sind. Auf Rosen: Ph. bul- 
bosum (Fig, 10), auf Rubus: Phr. mucronatum (Fig. 11), auf 
Potentilla canescens: Phr. Potentillae (Fig. 12). Triphr agmium 
(III. p. n) , gleichsam eine dreizellige gestielte Puccinie, auf 
einem Träger sitzend, auf Blättern der Spirea : Tr. Ulmariae (Fig. 
13). Hierher gehört auch Rryomyces (Taf H. 78. Fig. 1 — 2). 
Auf lebenden Moosblättern bilden sich missfärbige Häuf- 
chen (Fig. 1), welche aus spindelförmigen vielzelligen Sporen 
bestehen. Die Gattung ähnelt sehr der folgenden, und dürfte 
wohl mit ihr vereinigt werden. A A. Rr. Orthotrichi. Auf mehre- 
ren Arten Orthoti ichum. Sporidesmium (III. p. 16). Unge- 
stielte vielzellige Sporen auf Holz: Sp. ciliatum (Taf R. 4. 
Fig. 14), bildet dünne Rasen. Die Sporen dieser Familie sind ein- 
fach getheilt und nicht rosenkranzförmig gereiht, wie die der 
nächstfolgenden zwei Familien. 

lY. Familie: Torulaceen (s. Ifl. p. 18). Hier sind 
die Sporen in Ketten oder Fäden fast rosenkranzartig gereihet, 
und die Fäden zerfallen im Aller in die einzelnen Sporen 



LVI 

s. Tal' 13 ö). Die Sporen sind einf'acli. Die wichtii^sten 
Gatlungen sind: Siridiuni (III. p, I8j s. Taf. H. b. Fj^. 1. 
2 3), bildet auf dünen Rosenzweigen kleine dunkle Häuf- 
chen (Fig. 1), welche aus Fäden bestehen, deren S|>oren 
(Fig. 2 3) clui-ch dünne, helle Zwischenglieder verbunden 
sind. Die einzi-e Ait: S. marginatum, ist oüvengriin. Torula 
(lil. p. 1<S) s. Taf. Vi. h. Fig. i 5. 6). Diese Galtung besieht 
iuis einfachen, aneinander gereihten Sporen ohne alle Zwi- 
schenglieder. Sie ist die verbrcitetste in Bezug der Arten, und 
liochwichtig in der Haushaltung der ^atur, indem sie alle 
faulenden Substanzen zerlegen hilft, und die Grundlage der 
geistigen Gährung : die Hele, bildet. Von ihren Arten bil- 
deten wir nur zwei ab: T. licibaruni Fig. i Auf einem sehr 
Jiurzeu weissen Stiele bilden sicti die schwarzen kuglichon 
Sporen Die Fäden sind theilweise kriechend, und man findet 
sie allenthalben auf faulenden krautartigen Pflanzenstengeln 
als schwarze schmutzende Rasen. T. alta (Fig. h. G bildet 
schwarze, straffe, fast rosshaarslarke Fäden (Fig. 5.), welche 
auf fliiiicn (aidenden Aesten der Erle, und auf Stengeln der 
INessel sich finden , und aus festverbundenen flachen S])oren 
l)estehen, welche einen Ocltio])feneinschliessen Fig. 6). Speira 
(in. p. 19) s. Taf. B. ö. Fig. T». liier sind die Sporennulen 
zu fast Hufeisen - ähnlichen Blättern vereinigt, und zerfallen 
im Alter. Einzige Ait Sp. toruloides, auf Holz,, selten. Gyro- 
ccrusjn. p. 19)s. TafB. 5. Fig. 8. 9. 10 Auf einem harten 
ausgebreiteten Träger stehen gewundene Sporenfäden (Fig. 
9. 10), deren Sporen hornartig und fest verschmolzen sind. 
Bddet schwarze Flecke iFig. 8) auf faulenden Reben; einzige 
Art: G. Ammonis. — Helicomyces (III. p. 19; Taf. B. 5. 
Fig. 11. 12. 13. Die länglichen, fast walzigen Sporen sind zu 
scSineckenarlig gcringelleii Fäden vereinigt (s. Fig. 12. 13), 
und |)arasitiren auf den Stengeln anderer Pilze oder Schim- 
nielai ten. Abgb. Ait: II. auieus. Wir haben hier alle Gat- 
tungen dieser Familie al)gcbiKlet. 

V. l'amilie : Septoncmcae. (HI. p 20). Die Sporen 
sind getheilt und zellig, und ebenfalls in Schnuren vereinigt. 
Sic besitzen oft ein Fadengeflechte oder einen Träger. Die 
vier hieihei- gehörenden (^attungen sind: Bispora (III. p. 
20) Taf. B. Fig. 1. 2. Die Sporen sind zwei/ellig. B. iMeti- 
zelii bildet schwarze Rasen (Fig. 1), und hat eiförmige, dunkle, 
fast schwäre .Sporen, (^emein. Die Fäden siml kinz 
)Fig. 2), das Slielchen ebenfalls. Sej)ioncma (HI. p. 21) 
Taf B. (J. Fig. 3. Die Fäden sind ästig, die Spoien viel- 
zellig, färbig. S. vhidc. Giiinlich , auf H(;l/. Ti'imuiato- 



LM! 

stroma (III. p. 29) Taf. 15. (5. Fi^- 1. 5. Die Fäden (Fiy-. h) 
bestehen aus länglichen, dunklen, vielzelligen Sporen, und 
bilden über den weissen, fast fleischigen Träger (Fig. 4) eine 
dicke, schwarze, staubige Decke. A. A. T. Salicis. Aul'Weidenäst- 
chcn. Alternaria (ÜL p. 21) Tal". B. 6. Fig. 6 7. Die Fä- 
den dieses Schimmels wachsen auf anderen Schimmeln, hier 
auf Ilelniisporium tenue, und bestehen aus flaschenförmigenSpo- 
len (Fig. 1), welche unten braun und zellig' sind, deren obe- 
rer Theil aber hülsähnlich verlängert und weiss ist. Abgeb. 
Art: A. tenuis. Gemein. Wir haben alle Gattungen dieser kleinen 
Gruppen abgebildet, und sehen in den Torulaceen gleich- 
sam die Sporen der Caeomaceen, in den Septoneuieen aber 
die Sporen der Phragmidaceen kettenartig gereiht. Da 
diese Familie die Ordnung der Conioinvcetes schliesst, so be- 
merken wir einstweilen , dass diese Ordnung diejenige ist, 
welche die kleinste Zahl Familien und Gattungen umschliesst, 
aber eine desto grössere Zahl Arten. Uiberdiess kennen wir 
aus den Tiopen fast a;in' keine Pflanzen dieser Ordnung, und 
daher hinkt jede Vergleich ung. 

Die zweite Ordnung umschliesst alle jene Pilzformen, 
welche INees von Esenbek unter der Benennunir HYPIIOMY- 
CFTES umfassle. Wir haben diesen treiflichen Namen bei- 
behalten, und die Gi'cnzlinien nur dahin abgeändert, dass 
mm alle Fadenpilze, welche einen fädigen oder stielartigen 
Träger l)csitzen, deren Sporen aber nackt entwickelt werden 
und nackt bleiben, dahin gehören. Frühere Forscher hatten 
Stilbum und Mucor zusammengestellt, ohne auf den so höchst 
heterogenen Bau lUicksicIit zu nehmen. Diese Ordnung um- 
fasst folgende Familien, deren drei erstere kriechende Fäden 
besitzen : 

VI. Familie: Sporotrichaceae (III p. 28) Taf. B. 7. 
Die Fäden sind niederliegend, selten aufsteigend, kriechend, 
und getheilt. Die Sporen eingestreut, einfach. Kamularia 
(III. p. 21) Taf. 15. 1. Fig. 1. Fäden unter der Oberhaut der 
Pflanzen, die Sporen tragenden Aeste steigen durch die Haut- 
poren an die Oberfläche, sind kurz; die Sporen eiförmig- 
trüb. Abg. Art: R. pusilla. Selten. Sporotrichum (III. p. 
2.")) Taf. B. 7. Fig. 2. Die Fäden kriechend, ästig, gedieilt; 
Sporen homogen, einfach, eingestreut. Auf faulenden Sub- 
stanzen. Abgeb. Art : Sp. Hippocastani, roseninithlich, auf fau- 
lenden Kosskastanien. C hrvsosp o ri um (III. p. 26) Taf. 
B. 7. Fig. 3. Fäden kriechend, ungetheilt, ästig, Sporen lie- 
terogen, frei, goldgelb. Abg. Art: Cli. Corii. Auf brasiliani- 
schen Biilfefliäuten. Mcmnonium (III. p. 28) Taf. B. 7. Fig. i. 



LVIII 

Die Fäden kriechend, weiss, ästig. Die Sporen spindel- 
förmig, schwarz, undurclisiclitig. lunz. Art : M. eirusiiin. Fusi- 
sporium ([11. p. 2h) Taf. B. 7. Fig. 5. Fäden ästig, krie- 
chend, gclheilt. Sporen einfacli, homogen, spindellönnig. Ahg. 
Art: Fus. arachnoideum. Auf faulenden Pflanzen. Mero- 
sporium (III. p. 28) Taf. B. 7. Fig. 6. 7. Die einfachen 
spindeiförmigen Sporen sind mit den kurzen, getheilten Vä- 
den (Fig. 7) in kleine Knäulchen (Fig. 6) zusanunengehallt, 
und trennen sich im Wasser. Finz. Art: AI. minufum. Schwarz, 
auf der inneien Seile der Rinde der Fichte s. selten. 

VII. Familie: CEPHVLOCLADIA. (III. p. 29) Taf. 
B. 8). Die Fäden sind kriechend , und tragen auf kurzen, 
aufrechten Aestchen die einfachen Sporen in Köpfchen ge- 
ballt. Zygodesmus i III. p. 30; Taf. B. H. Fig. 1. 2. Die 
Fäden bilden ein filziges (iewebe , sind ästig , getheilt ; die 
Aestchen tragen eine terminale Spore, sind kurz (s. Fig. 2); 
die Spore ist dornig. Abgb. Art: Z. fuscus. Braun, auf Holz. 
Acremonium (III. p. 3(1) Taf. B. 8. Fig. 3. Die Fäden un- 
getheilt, kriechend, ästig. Die Aestchen kurz, pfriemenförmig, 
mit vereinzelten Sporen. Abgeb. Art: A. fuscum. Braim, auf 
faulenden Pflanzenstengeln. Myxotrichum (Ul. p. 3t) Taf. 
B. 8. Fig. 4. 5. (). Die Fäden ästig, kriechend, getheilt 
(Fig. 4). Die fruchtbaren Aestchen (Fig. h) mit einem Köpf- 
chen schwarzer Sporen bedeckt. Die Sporen eiförmig , oft 
kettenartig verbunden (Fig. G). Einz. Art : M. murorum, schwarz; 
auf feuclilen Mauern, selten fructificirend. G onat o t r iclium 
(III. p. 31) Taf B. 8. Fig. 7. 8. 9. Die Fäden kriechend, 
getheilt, knotig; die Knoten mit den kurzen, pfriementörmigen 
Aestchen bedeckt (Fig. 8), welche kleine, graue, heterogene 
Sporenköpfchen tragen. Die Sporen (Fig. 9) eiförmig, klein, 
liell. Einz. Art: G. caesium. Auf faulenden Aesten h.iufi:r. 
Diese Familie repräsent irt luiler den Familien mit kriechen- 
den Fäden die Polvactidcen und Stilbini. 

VIII. Familie BACTRIDIACEAE ;III. p. 32) Taf B. 9. 
Die Fäden sind kriechend; die Sporen zellig. Gleichsam 
die Septonemeen - Spore auf kriechendem Fadengeflechte. 
Didymaria (III. p. 32) Taf B. !). Fig. l. Aus den Poren 
der Oberhaut der Pflanzenblätter brechen kurze niederlie- 
gende Fadenträger, welche grosse zweitheilige Sporen tra- 
gen. Einz. Art: D. Ungeri. Auf Banunculus polyanlhemos 
von Pr. l nger entdeckt. Selten. Tric h ot hecium (III. p. 32) 
Taf B. 9. Fig. 2. Die Fäden kriechend, ästig, gcdieilt Die 
Sporen homogen, vielzellig. Abg. Art ; Tr. candidum. \\eiss. 
auf faulenden Aesten Scolicotrich um (III. p. 33) Taf. 



LIX 

B. 9. Fig. 3. Fäden eiriiacli, hohl;, ungetheilt. Sporen zwei- 
zeilig. Einz. Art : Sc. virescens. Grünlich, auf faulenden Aesten. 
Ilelicotrichuni (III. p. 33) Taf. 15. 9. Fig. i. Fäden krie- 
chend, ästig, getheilt ; Sporen spiralig gerollt, fadenförmig, 
vielzellig. Einz. Alt: II. pulvinatum: Bräunliche Basen, mit 
gleichfarbigen Fäden und helleren Sporen. Auf modernden 
Aesten, s. selten. Bactridium (III. p. 34) Taf, B. 9. Fig. .t. 
Fäden kriechend, getheilt; Sporen vielzellig, j^ipfelständig, an 
den Enden hohl und hell, in der Mitte mit trüber Flüssig- 
keit gefüllt. Abg. Art: B. candidum, weiss; auf moderndem 
Holze. Soredospora (III. p. 34) Taf. B. 9. Fig. 6. Die 
Fäden gegliedert, ästig, zart. Die Sporen zusammengeballt, 
ungleich, vielzellig, hornartig. Einzige Art: S. graminis. Braun. 
Auf ti'ockenen Blättern des Bromus tectorum selten. 

Unter den Familien mit liegenden oder kriechenden 
Fäden repräsentirt diese gleichsam die Helniinthosporiaceen, 
welche wir hier auch unmittelbar anschliessen , da sie uns 
auf solche Art den naturgemässesten Uibergang vermittelt, da 
sie nur durch die aufrechten Fäden, die aber bereits Stiel- 
Form und Bedeutung annehmen , verschieden ist. 

IX. Familie: IIELMIlNTHOSPOBIACEAE (III. p. 25) 
Taf. B. 10. 11. Die Fäden sind aufrecht, und die Sporen 
sind zellig. Gattungen sind folgende bemerk enswerth : C 1 a d o- 
sporium (III. p. 35) Taf. B. 10. Fig. 1. Fäden getheilt. Spo- 
ren endständig, homogen, ungleich zellig, einzelne einfach, 
früher kettenartig gereiht. Abg. Art : Gl. herbarum (Taf. B. 
10. Fig. 1) bildet grünliche, schmutzige Rasen auf modern- 
den Pflanzenstengeln, s. gemein. Azosma (III. p. 35) Taf. B. 
10. Fig. 2. Fäden einfach, ungetheilt; Sporen heterogen, zellig. 
Abg. Art : A. helminfchosporioides ; braun , auf Fichtennadeln. 
Leptotrichum (III. p. 36) Taf. B. 10. Fig. 3. 4. Kleine 
kugliche Rasen enthalten einfache ungetheilte Fäden , welche 
am Grunde die zweizeiligen Sporen zusammengeballt um- 
schlicssen. Abg. Art : L. glaucum. Grau. Auf moderndem 
Holze, selten. Coccosporium (III. p. 37) Taf. B. 10. Fig. 5. 
Kurze, 4 — 5gliedrige, helle Fäden, haben grosse, heterogene, 
zellige, hornartige Sporen eingestreut. Einz. Art : G. n)aculi- 
forme. Fäden hell lichtbraun, Sporen dunkel schwarzbraun. 
Pol} thrincium (III. p. 37) Taf. B. 10. Fig. 6. Die Fäden 
sind einfach , ungetheilt , aber gliederartig eingeschnürt. Die 
Sporen endständig, zweizeilig. Einz. Art: P. Trifolii , auf 
lebenden lUättern unserer Kleearten gemein , kleine schwarz- 
braune Flecken bildend. Septosporium (III. p. 38) Taf. 
B. 10. Fig. 7. Fäden aufrecht, getheilt; Sporen heterogen. 



lA 

7,elli{i^, jjfcsticll. Ab{^. Art: S. bulholrichmii. Scliwarzc Uasea 
auf II(ilz.sj)äl)rion. Fäden an dof Hasis verdickt. Hei mini liy- 
sporiuni (IH.p. 37) Tal". 15. 10. Fit?. <S. Fäden gedieill, Sporen 
homogen, endsländii;-, viehiieilii;. Abi^. Art: H. niaeroeaipuni. 
Grosse scbwarze Rasen auf modernden llasclnuss/weii^cn , s. 
i^emein, braun. IM vs f ros |)o r i u m (III. p. -37) Taf". H. 10. 
Fig. y. Dünne, ijfei^liederLe Fäden tragen an ihrer Spil/.e sehr 
grosse, flaehe, vielzellige, braune > heterogene Spoicn. Abg. 
Art: M. StenT])hyliuni. Auf laulendcn einjährigen l-fianzen 
(Spargel etc.) dünne, reiCihtdiche Ras<'ti bildend, brami. 
Amphitrich u m flll. ]). oH; Tal. -H. 11. Fig. 1. Finlache 
zellige Fäden stehen aul" einem hornartigen, polslerforniigen 
Träger, und haben zweitheilige und einlache, heterogene 
Sporen eingestreut. Abg. Art : A. olivaceuni. Olivenbiaun, 
auf Holz. Tii])osporium flll. p. 39) Taf. \^. II. Fig. 2. 3. 
Die rrnchtbarcn Fäden stehen aulrecht, sind getheilt , und 
tragen sternförmige, fussangelähnliche , 3 — 4spilzige, viel- 
zellige Sporen (3). Abg. Art: Tr. elegans. liraune Hasen auf 
Uiikenholzspänen. Helicoma (HI. p. 39 Tal". H. 11. I'^ig. i- 
Fäden zellig, hornarlig, mit einem zarten Schleier bedeckt. 
Sporen schneckenailig gewunden, verwachsen. Abg. .\rt : H. 
MüÜeri, schwarze Uasen auf modernden Aeslen bildend. H e- 
licosporium (III. p. 3!)) Taf. H. 11. Fig. 5. Fitifache, diirme, 
geringelte Fäden, «'ntwickeln an ihrer Sj)itze eine fadenförmige, 
schneckenförmige, elasti.sche , 3 — i zellige Spore. A. A. H. 
obscurum, schwarz; Sporen grau; auf Holz. Cladolrichum 
flll. p. 39) Taf. ]\. II. Fig. 0, unten gctheille , oben geglie- 
derte Fäden , enl wickeln terminale Spoi-enketten, welche aus 
zweizeiligen , in der IMilte eingeschnürten Sporen bestehen. 
A. A. VA. polysi>orum Olivengrün. Auf Holz und Fil/en sel- 
ten. Mydonotrichum (III. p. 3G) Taf. M. 11. Fig. 7. Ge- 
ringelle, undurchsichtige Fäden imd spindelförmige getheilte 
Sporen sind mit einem gefärbten Schleim umgeben. .\. A. M. 
atrum , Fäd(ui schwarz ; Sporen braun , hell ; Schleim gelb. 
Mydonosporium (III. ]). iO) Taf. B. 11. Fig. 8. Fäden ge- 
theilt, einfach, an der Spüzc kurze Sporenketten, aus zweizei- 
ligen S|)orcn beslehend, enihaltenil, und mit einem fäi-bigen 
Schleime umhüllt. A. A. M. olivaceum. Olivengrün. Auf Pflan- 
zenstengeln im Fiühjahre, selten. 

Diese Familie isl glcMchsam eine mit einei' stielarligen 
Basis (l'loccus) versehene (iruppe der Phragmidiaccae . unil 
man sieht, da.ss sich der in i\vn Coniomycetcs ausgcsprocliene 
Tvpus des Sporenbaues constant wiederholt. 

X. Familie: PSILOM ACFAK. TU. p. il) Taf. B. |-2. 



lAI 

13. Zwischen cleii aiirrcchten Fäckni finden wir einfache Spo- 
ren eiiiaestreut. Die IMlanzen wachsen alle auf nioclerncien 
Organismen, und bilden dünne zarte Rasen. Die wichtigsten 
Gattungen sind: f'silonia (Ili. p. il) Taf. 13. 12. Fig. 1. 
Einfache gegliederte Fäden tragen endständige einfache Spo- 
ren. A. A. ['s. atra^ schwarze Rasen, dunkelhraune l'äden, 
fast weisse eiförmige Sporen; auf Holz. A seimotiichum 
(IIL p. 41) Taf. B. 12. Fig. 2. Einfache, hornartige, ungetheilte 
Fäden, haben zwischen sich heterogene, spindelförmige Spo- 
ren und Bläschen eingestreut. A. A. A. Ossium. Braun. Auf 
modernden Knochen. Ilalysium (llI. p. 41) Taf. B. 12,Fig 3. 
Fäden gegliedert, rosenkranzförmig. Sporen einfach, hete- 
rogen, früher seitlich angeheftet, dann abfallend. A. A. H. 
atrum. Schwarze Rasen, braune Fäden und Sporen , gemein. 
Chloridium (IlI. p. 42) Taf. B. 12. Fig. 4. Einfache, helle 
Fäden haben zwischen sich spindelförmige gekrünniite Sporen. 
A.A. Ch. Festucae, weisse Rasen auf lUättei'u der Gräser, sel- 
ten. Arthriniuni (III. p. 42) Taf. B. 12. Fig 5. Aulrechte, 
schwarz und weiss gegliederte, später niederliegende F'äden 
mit sehr grossen, spindelförmigen, undurchsichtigen Sporen. 
Einz. Art : A. caricicola. Auf Riedgräsern. (] a m p t o u m (III. p. 
42) Taf. B. 12. Fig. 6. Auf schwarz und weiss gegliederten 
Fladen finden wir an der Spitze dunkle, gekrünmite , kalfee- 
bohnenähnhche Sporen gehäuft. Einz. Art: C. cuivatum. Ra- 
sen schwarz. Auf Gräsern. G on a tosp orium (III. p. 42) 
Taf. ß. 12. Fig. 7. Auf einem zarten wachsaitigen Träger 
stehen knotiggegliederte, weisse F'äden, mit eckigen, ein- 
gestreuten, schwarzen Sporen. A. A. G. puccinioides. Auf 
Riedgräsern. Ghaetopsis (III p. 43) Taf. B. 12. Fig. 8 — 12. 
Pfriemenförmige, getheiltc Fäden sind an der Basis winkel- 
förmig veräs'et, und tragen auf diesen kurzen Aestcn ein- 
fache Sporen. Abg. Arten: Ch. fusca. F'ig. 8. i). Fäden braun; 
Sporen (9) eiförmig,weiss. Ch, stachyobolai Fig. 10. 1 1. 12'. Fäden 
braun; Aestchen hell, verästet (12.), Sporen walzig und weiss 
(IL). Auf Holz. Botrytis (IH. p. 43) Taf. IJ. 13 Fig. l. Fäden 
ästig, getheilt. Sporen endsländig, .später eingestreut, homogen. 
A. A. B. Haplaria. Weiss, Sporen kuglich ; auf modernden 
Wasserpflanzen, Zygosp orium Mont. (Taf. H. 78. F'ig. 
.3 — 9). Die Fäden sind einfach, getheilt, und besitzen am 
Grunde einen kurzen, gespaltenen, hufeisenförmigen Ast 
(Fig. 4 5, G. 7. 8), welcher an seinen Spitzen zwei einzelne, 
einfache, heterogene Sporen (F"ig. 8. 9) trägt. A. A. Z. os- 
cheoides, braun. Sporen weiss. Auf lllättern aus Cuba. (Gesen- 
det von Herrn Montagne. Menispora Ml. p. 44) Taf, \'. 



LXII 

13. Fig. 2. Fäden gcthelll. Die Sporen endst.indig, heterogen, 
sj>indelförniig, gekriiinnit, frülicr biischelförniii? vereinigt, spä- 
ter zerstreut. A. A. M dliata. Rasen und Fäden lielitbraun; 
Sporen weiss, und beiderseits mit einer langen Wimper ge- 
ziert. Auf Holz, selten. Oedemium ([11. p. 4G) Taf. B. 13. 
Fig. 3. Starke geringelte Fäden enthalten zwischen sich dun- 
kle Knäule, aul' welchen die S])oren befestigt sind, und danrf 
abfallen. A. A. O. atrum, schwarze Hasen auf Holz, selten. 
Sporen Aveiss und kuglich. Ospriospori um (III. p. i6) 
Taf. IJ. 13. Fig. 4. Einfache, geringelte, dunkelgefärbte Fäden 
haben licUe, kleine, unregelmässige Hläschen eingestreut, welche 
ursprünglich eine Schleimmasse mit den einfachen kuglichen 
Sporen enthalten. Abg. A. O. atrum. Fäden schwarz"; Blas- 
chen gelb; Sporen kuglich weiss. Auf Holz und modernden 
Stengeln, s. selten. Uli inotri chum (III. p. iC) Taf. H. 13. 
Fig. ö. Einfache, gethcilte, oben warzige Fäden, mit einfachen, 
den Warzen angehefteten heterogenen Sporen. Einz. A. Rh. 
Simplex. Braun. Auf Holz, s. selten. Trichostroma (III. p. 
A i) Taf. B. 13. Fig. G. Auf einem warzenförmigen, horiiarti- 
gen Träger stehen homogene, aufrechte, geiingelte Fäden, 
welche heterogene einfache Sporen eingestreut haben. A. A. 
T. purpurascens. Schwarz; Sporen weiss, kuglich; Flecken 
roth. Auf Holz, selten. Medusula (III. p. 47) Taf. B. 13. 
Fig. 7. 8. Ein fleischiger Träger ist mit heterogenen, ge- 
theilten Fäden dicht bedeckt, zwischen welchen einfache Spo- 
ren eingestreut liegen (8). Ab. A. IM. ochracea. Ocherfarb, 
sitzend (Fig. 7j in grossen Rasen, auf Holz , selten. Fäden 
oft gabiig, liell, Sporen eiförmig (Fig. 8.). 

XI. Familie: SPOKODEAE (III. p. 47) Taf. B. 14. 
Die Fäden sind hier aufrecht. Die Sporen in Ketten verbun- 
den und seitlich oder unten befestigt, einfach. Wir kennen 
nur zwei (Jatiungen: Sporoduin (Hl. p. 4 7) Taf. 15. 14. 
Flg. 1. 2. Fäden aufrecht, getheilt. Die S|)orenladen sind 
kurz, unten und seitlich unregelmässig angeheftet. Die Sporen 
einfach und heterogen. Einz. A. Sp. conopleoides. Fäden aus 
der Blattliaut hervorbrechend (Fig. 1), bräujdich, einfach. 
Sporen (Fig. 2) kuglich. G onatorrhodum (IH. p. 48, Taf. 
B. 14. Fig. 3. 4. Die Fäden aufrecht, getheilt, knotig. Die 
sporentragenden Aestrhen sind den Knoten eingesetzt, kurz, 
keilförmig, getheilt ; die S])orenketten einfach. Sporen einfach, 
selten getheilt (s. Fig. 4) Abg. A. G, speciosum. Ohvengrün, 
auf modernden Stengeln, selten. 

XII. Familie: CKRATO(XVDlA (III. p. 49) Taf, B. 1=S. 
Fäden sind aufrecht, einem Basilarträger angeheftet, oder 



LXllI 

mit einem basidientragenden Schleier bedeckt. Basidien fa- 
denförmig, kurz, einfache Sporen tragend. Wir kennen nur 
3 Gattungen dieser scliönen Gruppe. Gera tocladium (III. 
p. 49) Taf. B. 15. Fig. 1. 2. 3. Die hornartigen Pfaden sind ge- 
theilt, und verästen sich an der Spitze (Fig. 1) vielfach. Unten 
sind sie mit dem zarten weissen Schleier bedeckt, der die Basi- 
dien und Sporen trägt. Die Basidien (Fig» 2) sind flaschenförmig, 
und die Sporen walzig (Fig. 3). A. A, C. microspermum. Fäden 
unten schwarz, oben gelb; Sporen weiss. Auf Aestchen der 
Hainbuche selten. Gyrothrix (III. p. 49) Taf. B. 15. Fig. 4. 
Fäden aufrecht, ungegliedert, ästig, am Grunde derselben liegt 
der wachsartige Träger, auf welchem kurze Basidien stehen, 
welche längliche Sporen tragen. A. A.G. podosperma. Schwarz; 
Sporen und Träger gelblich. Auf trockenen Aesten selten. 
Tricholeconium (III. p. 50) Taf. B. 15. Fig. 5. 6. 7). Träger 
scheibenförmig , fast gerandet. Die Fäden aufrecht , gelheilt, 
Basidien gedrängt, wal/.ig, zart (Fig. G); Sporen gehäuft, spin- 
delförmig (Fig. 7). Abg. A. Tricholeconium fuscum. Bräunlich ; 
auf Holz. 

Xlll. Familie: POLYAGTIDEAE (III. p. 51) Taf. B. 
IG. n. Die Fäden sind hier eigentliche Stiele, indem sie in 
Köpfchen vereint die Sporen tragen. Diese letzteren sind end- 
ständig und einfach. Diese Familie besitzt die schönsten For- 
men unter allen dieser Ordnung. Poly actis (IM. p. 51) 
Taf. B. 16. Fig. 1. 2. Auf getheilten, an der Spitze ver- 
ästeten Stielen stehen Köpfchen aus einfachen Sporen (Fig. 2) 
Abg. A. P. Mucedo. Weisshch. In Glashäusern gemein. Sta- 
chylidium (III. p. 52) Taf. B. 16. Fig. 3. 4. 5. Ein ge- 
gliederter, wirtelig-verästeter Stiel trägt auf den Endästen 
Sporenköpfchen (Fig. 4), aus einfachen Sporen (Fig. 5) ge- 
bildet. A. A. St. characeum. Weiss, auf faulenden Substan- 
zen, selten. Botryosporium (III. p, 53) Taf. B. 16. Fig. 
6 — 9. Auf einem peitschenförmigcn Stiele stehen kleine 
spiralig gestellte Aestchen (Fig. 8) auf Warzen, und tragen an 
ihrem Ende auf vier oder fünf Terminalspitzen, die traubigen 
Sporenköpfchen (Fig. 7) aus einfachen Sporen gebildet (Fig. 9). 
A. A. B. elegans. Auf modernden Pflanzen. Sceptro- 
myces (III. p. 54) Taf. B. 16. Fig. 10—13. Der Stiel ge- 
gliedert, an der Vereinigung der (ilieder stehen wirtelfönuig 
vier Aeste, welche Sporentrauben (Fig. 11) tragen, deren ein- 
zelne Köpfchen (Fig. 12) aus langgestielten Sporen (Fig. 13) 
bestehen. Abg. A. Sc. Opizii. Grau, auf modernden Pflanzen, 
in Glashäusern selten. Verticillium (III. p. 54) Taf. B. 17. 
Flg. 1. 2. An einem getheilten Stiele stehen wirtelige Aest- 



LXIV 

clien, und jctlcs clcrselljoii tiäi^t oino einzelne Spore (Fiy;. 2.) 
Abi^. A. V. cylindrosporuni. Aul' modernden l^ilzcn, l^crono- 
spora (Ml.'p. öi) Tat'. I?. 17. ^ii,^ 2. 3. Stiel einfaeh, ver- 
nstct, ungctheik. Sj)oren endstäiidij^, mit gespailenem Sporen- 
kerne. A. A. P. Rumicis. Auf lebendem Sauerampfer, selten. 
Aerostala-mus ([11. p. hh) Taf. H. 17. Fi-. 4. 5. G. Stiel 
gctbeilt , Aesle vmd Aestclien wirtelförmii^ ü:cstcllf. An der 
Spit/e der Aeste sieben Sporenknäule, doi en Spoien m-- 
spriinglieb endslandig , in Sebleim <;eliüllt und cinfacb sind 
(s. Fig. .'i. 6). Abi,^ A. A. olivaceus. 01tveni;riin. Auf modern- 
dem IIol/. Aemosporium flll. p. .SG) Taf. B. 17. Vis;. 7. 
8. 9. Der i,U'tbeil(e, oben N'ei'äslele Stamm trägt doldenfornu'ge 
Aeste, welche an i]er S])ii7.e kopförmig verdickt sind (Fig. 8), 
und wo auf kurzen , staebelförmigen Spitzen die kurzgestiel- 
ten Sporen (Tig, 9) stehen. Abg. A. A. botryoid cum. 
Weiss. Auf modernden Aestchcn im Winter, selten. 

X(V. Familie: AUTUKOHOTRYDKAE. (III. p. .07) Taf. 
ß. 18. Die Stiele sind fädig, aufrecht. Die Sporen sind zwei- oder 
inehr/ellig, und in Köpfclien gehiiufl. I's sind nur vier 
Gattungen bekannt: C e j) b a 1 o th ec i um (III. ]). hl) Taf. 
B. 18. Fig. 1. 2. Fäden einfach, aufrecht, ungedieilt, am Gi- 
pfel Sporenköpfclien tragend; Sporen (Fig. 2) sind eingeschnürt, 
und die zwei/ellige Sporenhaut umschliesst mn- einen Sporen- 
kern. A. A. (1. roseum. Iloseni-oth. Auf S])haeria adusta sel- 
ten. Rrachycladium (III. p. :)7) Taf. B. 18. Fig. 3. i. Ein- 
lache, oben veiäsiete und gegliederte Fäden tragen längliche, 
endständige, vielzellige, ({uergetheille Sporen (s. Fig. 4). A. 
\. Br. penicillatmn. Ih-aun. Auf trockenen Pflan/.enstengeln. 
Stachyobotrys (II!. p. 57) Taf. B, 18. Fig. :>. G. 7.8. Stiel 
ästig, getheiil; an den Spitzen der Aeste sieben ganz kleine, 
war/enförniige, wirlelig geslcllle Aeste (!'ig. 7), um welche 
sieh ein g<Mueitisehaftliches, aus s|)irah"g gehäufltMi, zweizeiligen, 
homogenen Sporen (l"'ig. 8) gebildetes köpfciien (Fig. G, la- 
gert. A. A. St. alra. Schwarze Rasen, auf modernden Vege- 
tabilien, s. seilen. Artbrobotrvs (III. p. hS] 'l'af. B. 18. 
Fig. 9. 10. II. Der Stiel ist nub-eebi, gelbeilt, kno'ig (Fig. 10); 
an di^n knolen stehen auf spiralig gestellten Warzen die em- 
zelligen, aber zweitheiligen .Sporen (Fig. 11) in Köpfchen ge- 
l)allt (Fig. 9) Der Sporenkern ist einfach. A. A. Ar. supcrba. 
Weiss, zart. Selten. 

XV. Familie: STILBIM. (III. p.58) Taf. B. Fig. 19. 20. 
Auf einem aufrechten, ladigen, fleischigen, oder bornartigen 
Stiele sieht ein Sj)orenköplehen, de.ssen einfache Sporen ent- 
wedcF- aus der Spit/e des .Stieles, advr ans den das Köpfchen 



LXV 

bildenden Basilarfädcn gebildet werden. Die bekannten Gat- 
tungen sind: Hyalopus (III. p. 58) Taf. B. 19. Fig. 1. 2. Stiel 
einlach, ungctheilt: Sporen einfach (Fig. 2). Auf modernden 
Lebermoosen wohnt die Art : H. muscorum , und ist weiss. 
Haplo trieb um. (III. p. 59) Taf. B. 19. Fig. 3. 4. Wie die vo- 
rige Gattung, nur ist der Stiel getheilt. A. A. H. capitatum. Auf 
moderndem Holz, mit eiförmigen röthlichen Sporen (Fig. 4). 
Gemein. Bei diesen beiden Gattungen wird das Sporenköpf- 
chen von dem Stiele nicht mitgebildet, oder bildet kein ei- 
genes Köpfchen als Grundlage der Sporenschichte, wie })ei 
den nun folgenden Gattungen: Sporocybe (III. p. 59) 
Taf. B. 19. Fig. 5.6.7. Hier bildet der getheilte Stiel (Fig. 6) 
ein Köpfchen durch Verdickung seiner Endzelle, auf welcher 
die Sporen (Fig. 7) ruhen: A. A. Sp. Desmazieri. Schwarz, 
auf moderndem Papier, selten. Cep h alotrichum (lII.p.GO) 
Taf. B. 19. Fig. 8. 9. Ein fester, zellig - faseriger Stiel trägt 
ein mit Fäden durchwehtes Sporenköpfchen. Zwischen den 
Fäden liegen die grossen, warzigen Sporen (Fig. 9) A.A.Geph. 
niacroceplialum. Auf modernden Pflanzen, selten. Periconia 
(III. p. 60) Taf. B. 19. Fig. 10- 17. Wie die frühere Gat- 
tung gebaut, aber es fehlen die den Sporen eingewebten 
Fäden, und die Sporen selbst haben eine glatte Sporenhaut. 
A. Arten sind: P. bulbipes (Fig. 10. 11). Braunschwarz, mit 
am Grunde knolligem Stiele und kuglichen Sporen (Fig. 11). 
P. bvssoides(Fig. 12. 13), braun mit kuglichen Sporen (Fig. 13). 
P. minutissima (Fig. 14. 15). Der Stiel getheilt und hell; das 
Köpfchen vielzellig, Sporen braun und kuglich (Fig. 15). P. 
podospora (Fig. 16. 17). Stiel schwarz; Köpfchen länglich; 
Sporen kuglich, braun, mit einem kurzen, hellen Stielchen 
(Fig. 17). Leben sämmllich auf modernden Pflanzen. D ora- 
le myces (IM. p. 60) Taf. B. 19, Fig. 18. 19. Der zellig- 
faserige oder getheilte Stiel trägt ein sehr langes cylindrisches 
Sporenköpfchen mit terminalen heterogenen Sporen. A. A. 
D. viridis. Köpfchen hellgrün. Stiel weiss; Sporen gefärbt, 
eiförmig (Fig. 19). Auf moderndem Holze. Cephalospo- 
rium (IIL p. 61) Taf. B. 19. Fig. 20—22. Auf einem krie- 
chenden, parasitischen Fadengeflechte stehen die kurzen, un- 
getheilten, dornartigen Stielchen (Fig. 20), welche die kleinen 
Sporenköpfchen (Fig. 21) mit den einfachen Sporen (Fig. 22) 
tragen. C. macrocarpum. Blassröthlich. Auf Schimmelarten, 
selten. Rhopalomyees (IIL p. 61) Taf. B. 20. Fig. 1—3. 
Stiel einfach , hell , ungetheilt , an der Spitze in einen zelli- 
gen Kopf erweitert (Fig. 2). Auf jeder Zelle steht eine Warze 
und auf dieser die einfache, heterogene, braune Spore (Fig. 3). 



L XVI 

Auf modcrnclcn Pfliin/on, solton, w<>hnt die A. A. TUi.elcg^ans. 
Still) um (111. p. Ol) r.'ir, n. 20. l'"i^. 4. ö. 6. Der fasL'riji^e 
Stiel isL ;ui flcr Spitze kcHilij^ verdickt (Fig. ö), und mit den 
einlachen mit Schiein» /usannnengekillelen Sporen {Viv:;. (>) 
hedeckl. A. A. Si. iiililoi-m'e. Schwarz; Köpfchen weiss; Spo- 
ren hell. Aul" modernden Vi\my/.cn. Graphium (111. p. 61) 
Tal". B, 20. Fiic. 1 — !); i^anz der vorii;"en(iaLluni; i,deich, nur 
ist das K()j)rclien aus ])inselarlig verbundenen Fasern (Fis^. 8) 
i>el)ildet, welche die acroi^encn Sporen (Fis;. 5)) trai^en. A. A. 
Gr. tnacj'ocarpum. Stiel schwarz , KÖ])ri-hen und Sporen 
weiss. Auf modernden Pdarrzcn. (^ e ra t o p o d i um, (111. p. 62) 
Tal'. B. 20. Fii^. 10 —12. Der faserijif-zelliye Stiel ist an der 
Spitze in einen fast scheibenförmigen Träger (Fig. 11) aus- 
gebreitet , welcher den gallertigen Sporenkopf trägt. Die 
Sporen sind heterogen, länglich (Fig. 12). A. A. (]. album. 
Stiel schwarz, Kopf und Sporen weiss. Auf Holz, selten. Gi- 
liciopodiuju (111. p. 62) Taf. B. 20, Fig. 13. U. Der Stiel 
ist fleischig, oben verdickt. Sporen zusammengeballt, gelatinös, 
einfach, gelärht, heterogen. A. A. (]. sanguineum. Stiel 
haarig, weisslich ; S|)()rcnköj)fchen (Fig. 1 i) drachenblutrotlr, 
Sporen etwas gekrünmit. Auf modernden Pflanzenstengeln, 
selten. :uq<'. ollr.h^ -jni'j fridi.:! l.-dl'V, fcjcocj«^. '.»ib uiw .n')bi 'i 
XVI. Familie. ASPFBOmUNI (III.' p.' G3) Taf. C. 21'. 
liier ist der Stiel einfach, ungetheilt, gliedrig oder faserig zu- 
sammengesetzt, und an der Spitze vcrastet oder mit einem Köpf- 
chen versehen. Die Sporen sind einfach, und in lange, den. 
Kö])fchen oder Aestcn angeheftete Ketten vereinigt. Wn* 
kennen nur folgende sechs Gattungen: R hodo cephalus, 
(Hl. p. 63) Tal. G. 21. Fig. 1. 2. Stiel ungetheilt, an der 
Spitze kurz, verästet. Sporen einfach. A. .\.R. candidus. Weiss. 
Sporen kuglich [Vis;. 2). Auf modernden rilanzen. Penicil- 
lium ^111. p. 62) faf. G. 2l. Fig. 3. 1. Der Stiel ist gctheilt, 
oben pinselföimig verästet. A. A P. bievipes. Weiss, auf nip- 
dernden Wa.sserpflanzen. Briarea (III. p. 63) Taf. i'Cli ^2.1^ 
Fig. 7.8. Der Stiel gegliedert, einfach; Sporen einfach. A.A. 
Briarea elegans, mit kuglichen Sj)oi'cn (Fig. 6), wohntauf mo- 
dernden Gräsern. As))ergillus (111. j). 63) Taf. G. 21. Fig. 
1. 8. Der unget.heilte Stiel tiägt ein rundes Köpfchen, aul 
welchem die Sporenketten gedrängt stehen. Sporen einfach, 
war/ig (Fig. 8). A. A. A. i^laucus. Graugrün. Der gemeine 
grüne Schimmel ; findet sich auf allen modernden Substanzen. 
Stysanus (III. p. 6i) Taf. G. 21. Fig. 9 — 12. Der Stiel ist 
fadig-zellig, oben verdickt, keulig, und mit den vorstehen- 
den Spitzen der Zellläden bedeckt (Fig. lO), auf welchen 



LXVII 

die kurzen Sporenketten (Fig-. 11) stehen. Die Sporen sind 
einCuch, und keimen an der Spitze mit zarten Fäden (Fig. 12). 
A. A. St. Stemonitis. Stiel schwarz, Sporen grau, elliptisch. 
Auf modernden Pflanzenstengeln. Coremium (III. p. (M) 
Tat". G. 21. Fig. 13—16. Der aufrechte Stiel ist faserig, und 
seine ästigen Fasern bilden oljen ein pinselförmiges Köpf- 
chen , dessen Fäden sich wirteiförmig verästen (Fig. 14. 15), 
und jeder Ast trägt eine Sj)orenkette, aus einfachen Sporen 
(Fig. 16). A.A. C vulgare. Stiel weiss oder hocligelb, Sporen 
grünlich. Gemein auf allen faulenden Substanzen. ;-; 

i^r.i XVII. Familie: DE\DHYPHIACE/VK. (III. p. 6.S) Tal. C. 
22.' Der Stiel aulrecht getheilt. Die Sporen in Ketten ver- 
einigt, getheilt. Wir kennen nur zwei Gattungen dieser Fa- 
milie: Dcndryphium (IIL p. 65) Taf. G. 22. Fig. 1. 2, 
Stiel oben verästet, auf jeder Astspitze eine Spo7'enkette. Die 
Sporen (Fig, 2) lang, vielzellig. A. A. 1). atrum. Schwarz; 
Sporen braun. Auf modernden Pilzen und Holz, selten. — 
Dactylium (lU. p. 6.5) Taf.;:0. 22. Fig. 3. 4. Der Stiel an 
der Spitze mit kurzen heterogenen, roseiikranzähnlichen Aest- 
chen versehen, welche die Sporenketten tragen. Die Sporen 
(Fig. 4) sind sehr lang und quergetheilt. A. A. D. fumosum, 
braunschwarz, auf modernden Umbelliferenstengeln, selten. •' 

Hiermit endigen die uns bekannten Familien der zwei- 
ten Ordnung, und gleichsam die gesanunten Faserschimmel j 
oder alle jene Formen, welche ihre Sporen nackt entwickeln. 
." ■ , . liv» l.viii'.'iM l.iui ,';r;:l nil):; 

Wir trehen.nuniZui* i ,,, i. i, „ ■\,, . , • 

ni. Ordnung, den MYELOMYGETEIV iibcr. Alle Pilze 
dieser grossen Ordnung haben die Sporen und Fruchtorgane 
ursprünglich in einer Hülle , oft höchst verschiedener Form 
verschlossen, welche Hülle man bald Peridie , Sporangium 
oder Perilhecium nennt, je nachdem es bei den einzelnen hier- 
her gezogenen Gruj^pen früher der Fall war, und wie es die 
einzelnen Forscher früher einführten. Wir nennen diese ge- 
schlossene Hülle, wenn sie zart und blasig ist, Sporangium; 
wenn sie häutig ist, l'eridium; wenn sie hornartig, Perilhe- 
cium; und bei den Phalloidcen, Batarrccn, Lysuroideen und 
(^lathraccen : Volva. Wir halben zwei Sectionen dieser Ord- 
nung gebildet, deren ersterc alle jene Formen umschliesst, 
welche eine blasige oder häutige Peridie haben. Die zweite 
Section uu)schliesst alle jene mit einer mehr oder minder 
hornartigcn Hülle, die wir Perilhecinm nannten. 

I. Unterordnung: DEllMATOGASTEUES (Iil.i).66). 
Sie umschliesst lölgende F'amilien : .' irjiii uiJüitj 



LXVIIl 

!, XVIII. Familie: IMUCOHOIDEAK. (III. p. 06) Taf. C. 
23. 24. Die Sporangii-n sind blascnlöriniij, gestielt. Olt ein 
Centralsäiilclien. Zwiselien den Sjioren keine Fäden. Diese 
Familie /crlalll in drei sehr natiirlielie Gruppen, je naeli dem 
Baue der Sj)()ranj,Men. I. (iruppe : Gra lerom ycetes (III. 
1. c.) : mit üben steLs geölVneter Peridie. Hieiher folgende 
Gattungen: Cal yssosp orium (III. p. 6ß; Tal". (], 2'-l. Fig. 
1. 2. 3. Der Stiel laseiig, fast liornartig, und dmchbolirt 
als Säulclicn die braune becherförmige Sporangie. Sporen 
grau , kugehg. A. A (]. bieolor. Auf trockenen Pflanzen- 
Stengeln ; selten, in Suni])fgegendcn. Hemiscyphe (III. p. 07) 
Taf. C '2'ri. Fig. i. ö. 0. Hier ist der Stiel getheilt; die l'c- 
liilie becherförmig, kurz, mit einem giossen eiförmigen Säul- 
chen (Fig. ö) und einfachen Sj)oren (Fig. G). A. A. IL slil- 
boidea. Weiss, auf faulendem Obst. Gratcromvccs (III. p. 
67) Taf. C. 23, Fig. 7. 8. 9. Ein ungelheiller Stiel enveiteit 
sich in einen eiförmigen olfenen Becher (Fig. 8) olme Säul- 
chen, mit einfachen Sj>oren (Fig. 9). A. A. O. candidus. Auf 
modernden Pflanzen seilen. Didymocrater (III. p. 67) Taf. 
C 23. I'ig. 10. 11. Auf einem getheiltcn Stielchen mit seit- 
lichen (ienmien stehen zwei olfene becherförmige Sporangicn 
neben einander. A. A. D. elegans. Weiss, mit kugliclien Spo- 
ren (Fig. 11). Auf modernden Gräsern. II. Gruppe: Muco- 
roideae: mit geschlossener Sporangie. i\Iucor (III. p. 68) 
Taf. C. 23. Fig. 12 — lö. Die Sporangie steht auf einem un- 
gelheilten Stiele, und l)esitzt ein mittleres, kugliches Säul- 
chen (Fig. li), auf welchem die einfachen Sporen (Fig. 1 ö) 
stehen. Im Aller reisst die Sporangie. A. A. M. macrocar- 
pus. Stiel weiss. Sporangie (Fig. 13) kuglich, dunkel; Sporen 
(Fig. lö) sj)indelföinüg. Auf lebenden Blätterschwämmen. 
Rliizopus (III. p. 68j Taf. C. 53. Fig. 16 — 19. Auf einem 
kiuzcn Stiele mit kriechendem Fadengeflechte stehen kugliehe 
Sj)orangien (lig. 17), mit grossen, kugliclien Säulchen (Fig. 
18} und kettcnlörmig gereihten einfaclien Sporen (Fig. 19). 
A- A. I\h. nigricans. Sporangicn schwarzbraun, auf modern- 
den Substanzen und auf anderen Schimmelarten parasitisch. 
Ascophora (III. p. 69) Taf. C. 2i. Fig. 1—4. Die blasige 
Sporangie rcissL im Alter und zerfliesst. Das Säulclien ist 
kuglich, und sliilpt sich im Alter gewölinlich Imtförmig um. 
Die Sporen (Fig. 4) sind zusammengekettet, den Säulchen 
angewachsen. A. A. Asc. Mucedo. Sliel einfach; Sporangie 
grau, auf modernden Köipein gemein. Thelactis (III. p. 69) 
Taf. C. 2i. I'ig. 6 — 8. Die einfache Sporangie sieht auf 
einem getheiltcn Stiele, an dessen Gliedern wirlelförmige Aeste 



LXIX 

mit Gemnienblnschen stehen. A. A. Th. flava. Ki^. .'>. C>. 
Sporangie kuglich , goldgelb; Sporen (Fig. 6) eiförmig; Tli. 
violacea (Fig. 1. H), Sporangic oval, violett; Sporen (Fig. 8) 
eiförmig. Beide Arten aus Brasilien. Helicostylum (III. 
p. 69j Taf. G. 2i. Fig. 9. 10. 11. Auf einem kriechenden un- 
gelheilten Faden .stehen die kurzen, spiralig gekrümmten Stiele, 
mit je einer abfallenden kuglichen Sporangie an der Spitze. 
Die Sporangie (Fig. 10) fällt ab, und enthält 4 — h eiförmige 
Spoien (Fig. 11). A. A. H. elegans. Weiss, auf moderiKlen 
Dachschindeln, selten. Syzygites (III. p. 70) Taf. C.2i.Fig. 
12 — 16. Die gablichen Endspitzen des Stieles bilden zwei 
seitliche opponente Blasen, welche verschmelzen, und zwischen 
sich die braune kugliche Sporangie (Fig. 12. 13. 14), welche 
in der Mitte rundum aufspringt, erzeugen. Einzelne Sporan- 
gien sind oft auch nur einfach (Fig. l.b) und nicht aufsprin- 
gend. Die Sporen schwimmen in einem feinkörnigen Schleime 
imd sind eiförmig (Fig. 16). A. A. S. mcgalorarj)us. Oliven- 
braun. Auf modernden Pilzen, gemein. III. Gruppe: Diam- 
phoreae: Die Sporangien ölVnen sich mit einem Deckel. 
Einzige bekannte Gattung: Diamphora (MI. p. 7l) Taf. C. 
24. Fig. n — 19. Auf dem oben gabiigen, gcthcilten Stiele 
stehen an jedem der beiden Aeste seitlich angeheiiete Spo- 
rangien mit einem konischen Deckel. Sporen (Fig. 19) eiför- 
nug, zweizeilig (?) A. A. D. bicolor. Sporangie braun, dun- 
kelgelb. Aus Brasilien. 

XIX. Familie: PILOBOLIDEAE (Ilf. p. 71) Taf. C. 20. 
Der Stiel ist an der Spitze oder seitlich mit Sporangien 
besetzt, welche elastisch abgeworfen werden, einfache häutige 
Blasen sind , und Sporen ohne Säulchen und Ilaargeflechte 
enthalten. Diese kleine Familie enthält folgende Gattungen: 
Pil Obolus (l!l. p. 71) Taf. C. 20. Fig. 1. 2. Stiel keulig, 
hohl, Saft haltend, mit endständiger Spoi-angie und einfachen 
eiförmigen Sporen (Fig. 2). A. A. P. crvstallinus. Weiss, durch- 
sichtig. Sporangie schwarz , Sporen weiss. Auf Kuhmist 
häufig. Pycnopodium (III. p. 72) Taf. C. 25. Fig. 3 — h. 
Der Stiel ist fleischig, derb, keulig, an der Spilze steht die 
linsenförmige, hornartige Sporangie, welche elastisch abge- 
worfen wird. Sporen (Fig. h) einfach, weiss. A. A. P Icnti- 
gerum. Stiel goldgelb , Sporangie olivengrün , fast schwarz. 
Auf Menschenkoth, s. selten. Chordost ylum (III. p. 72) 
Taf. C. 2ö. Fig. 6. 7. 8. Ein aufsteigender, keuliger, fleischi- 
ger Stiel ist an der Spitze napfförmig ausgehöhlt, und in der 
Vertiefung steht die zarte häutige Sporangie (Fig. 7) , w<^leho 
einfache kugliehe Sporen (Fig. 8) enthält. A. A. Gh, Todei. 



LXXi 

Auf motleirKlen, Blättorn, sellon. CauIog;asf.er (III. p. 72j 
Taf". C. 2p. Ki^-iO. 10, U. J>er Sliel i&t flcisdiij^, kouüt', und 
trix^l d\(i mit liaki^^cn Ilaaren besetzlcn .Sporani;iert (l''ig. 10), 
seitlich ani,'olicri('i. I>ic Sporen ('l•"ii,^ I 1 ) siiul kii^lich. A. A. C- 
cliordustvloides. Aul modernden IMhm/entheilcn, s. selten. 

XXi Familie: AECIDIACKAK. (lU. p. 73) Tal. C. 26. 
Die Galtuni2;en dieser Familie weiden unter der Oberhaut der 
Pllan/en i;('l)ildel , und durchhiechen tlieselhe. Sie besitzen 
einen liidij^en, seltener fleis(hi<'('n 'rräi;('.r, dei- sich im Zell- 
gewebe der Mntlci pfhinzen entwickelt, und aul welchem die 
/ellii^e Sporanf^ie steht. Sie ist Irüher geschlossen, dann gc- 
üflnet., und besitzt am Crunde den aus aulrecliKui, ladent'ör- 
mi^en Zellen ^'('bildeten Träger, aul welchem die einlachen 
zusanniicngckeltelcn Sporen entwickelt werden. F<.)lg(!nde Gat- 
tungen haben wir als Hepräsentanten abgebildet: Aücidium 
(III. p. 73) Taf. C 2(). Fig. 1, 2. Die Sporangie springt am 
Seheitel lappig oder J)ccherrörmig auf, und die Sj)oren sind 
einlach und rar])ig, A. A. Aec. Tussilaginis, Spor(;n (Fig. 2) 
orangerotli. Aul' der Unterseite der lUiilter der Tussilago al- 
pina und Fariara häufig. Kocstelia (III. p. 74) Tat". C. 20. 
Fig. 3. i. Die kegeUörnnge, häufige Sporangie reisst der 
J.änge nach sieblörnjig, und bleibt am Gij»(el geschlossen, 
und an der Hasis ist sie von einem napITörmigen, lleisehigen> 
früher geschlossenen Trägo- umgeben. Die; Sporen sind be- 
terogen, einfach, gelarbt. A. A. K. cancellafa. S])oren braun 
(Fig. i). Auf lUättern der Apfelbäume, («raphiola illf. 
p. 71) Taf. (1 2(>. Fig. 5. G. 7. <S. Der Träger, dcji die Ent- 
decker äusseres Sporangium nannten , ist vierkantig , später 
vierlappig, lederartig; das eigentliche Sporangiinn (Fig. ö. 6; 
ist vier- bis sechslappig, und jede Lappe spaltet sich in seine 
ein/einen Zcljfäden (s. Fig. 7), welche alle an der IJasis der 
Träger angeheftet sind (s. Fig. 8), und zwischen ihnen liegen 
die kleinen kuglichen wS])oien. A. A. Gr. J'bocnicis. Aul 
lUältern des Phoenix dactylilera. Hierher gehört noch (]ron- 
arlium, welche (iattuuii wir aber nur iiiv ein kleines, wal- 
ziges Aecidium betrachten, bis bessere Untersuchungen ims 
hierüber belehren. iirriotfiM^i/, 

\\I. Familie: IMIYSAHEI. (HI. p. 75) Taf. C. 27.28. 
2-). Das l'eiidium ist einfach oder doppelt, mit oder ohne 
SäuK:hcn. S])()ienmasse mit oder ohne llaargeHechte. Sporen 
einfac;h. Diese reiche, grosse Familie zcilallt je nach dem 
Iiaue ihrer Peridien und der Ilaargcllechle in diei (irupjien, 
deren ersten zwei ein n)ehr oder minder unregclmässig sich 
ulliicfulcs, die drille aber ein mit Deckel sieh olfnendes Per 



riciium besitzen. I. Gruppe: Peridium einfach ; kein 
Haargeflechte. Gattungen : Eurotium (III, p. 75) Taf. C. 
27. Fig. l. 2. 3. Die zarten Peridien ruhen auf einem leidi- 
gen Träger, und enthalten kugliclie Sporen. A. A. E. her- 
bariorum. Träger weiss oder rostfarb ; Peridien goldgelb; 
vSporen (Fig. 3) weiss. Auf modernden Pflanzen, vorz. in 
Herbarien. Myriococcum (III. p. 75) Taf. C. 27. Fig. 4 — 6. 
Unterscbeidct sich von der vorigen Gattung nur durch die 
aussen fädige Peridie (Fig. ö) und die eckigen Sporen (H ig. 6). 
A. A. M. praecox. Peridien roth ; Träger weiss. Auf modern- 
dem Holze, selten. Dichosporium (III. p. 7G) Taf. G. 27. 
Fig. 7 — 9. Peridie gebrechlich, Sporenmasse dunkel. A. A. 
D. album. Peridie weiss, kuglich (Fig. 7); Sporenmasse schwarz 
(Fig. 8); Sporen kuglich, braun (l'ig. 9). Auf Rinden unserer 
Zapfenbäume. Perichaena (III. p. 77) Taf. G. 27. Fig. 
10 — 13. Hier reisst die hornarlige , dünne Peridie rundum 
fast deckelartig (s. Fig. 11). Die Sporenmasse ist licht getnrbt; 
die Sporen (Fig. 13) sind einfach und klen'g, A. A. P. stro- 
bilini. Braun ; Sporen goldgelb ; auf Tannzapfenschuppen, 
gemein. Licea (III. p ^78) Taf G. 27. Fig. 14— IG. Unter- 
scheidet sich von der frübel^en Galtung nur durch das un- 
regelmässig zerfallende Peridium. A. A. L. suberea. Peridie 
schwarz ; Sporen (Fig. 16) ' schwefelgelb. Auf modernden 
Pflanzenresten. Tubulina (III.p. 78) taf. C. 27. Fig. 17 — 19. 
Hier sind die walzigen , papierartigen Peiidien traubig ver- 
eint, leissen unregelmässig, und die Sporen (Fig. 19) sind 
kuglich. A. A. T. fragiformis. lloth. Auf modernden Pflanzen, 
s. selten. Onygena (III. p. 78) Taf. G. 27. Fig. 20. 21. 22. 
Die häutige gerundete Peridie wird von einem A'ollen, star- 
ken Stiele getragen. Die Sporen sind einfach , eiförmig 
(Fig. 22), durchsichtig. !A.A. O. equina. Auf Pferdehufen auf 
Schindangern, s. selten. II. Gruppe: Zwischen den 
Sporen finden wir ein fädiges H aargei'lech te. 
Hierher gehören: Angioridium (III. p. 79) Taf. G. 28. 
Fig. 1 — 4. Die Peridie ist papierartig , zusammengepresst, 
mit einem Längsrisse sieh öffnend. Sporenbrei dunkelfarbig; 
Sporen mit Zellkörperchen gemengt. A. A. Ang. sinuosum. 
Peridie seitlich zusammengedrückt (Fig. 3) ; Sporen kuglich, 
schwarz. Auf modernden Pflanzen selten. Phyisaruni (HI. 
p. 79) Taf. G. 28. Fig. 5 — 10. Die einfache Peridie öft^net 
sich unregelmässig; kein Säulchen; Fadengeflechte einfach, 
fädig. Sporen gefärbt. A. A. Ph. brvophilum (Fig. ö. 0.). 
Schwarz, kurzgestielt, mit kuglichen Sporen. Auf Moosen und 
Lebermoosen. Ph. aureum (Fig. 7. 8 ) Stiel lang, schwarz, Pe- 



LXXII 

ridie nickend, goldgelb. Sporen (Fig. 8) schwarz , kiiglicli. 
Auf Holz. Ph. virescens (Kig. i). 10) sity.end , l^eridic grün, 
Sporen (Fig. 10) sclnvarz, kuglich. Auf" moderndem Holze. 
Triohulius (III. p. 80) TaC. C. 28. Fig. 11 — 13. Peridie 
häutig, rundumrei.ssend, gestielt. Sporen (Fig. 13) ketten- 
artig gereihet, Haargeflechte fädig. A. A. Tr. Schmiedelii, 
Stiel weisslich , Pcridie roth, dann hraun. Auf der Erde, 
selten. Leoearpus (III p. 80) Tal". C. 28. Fig. 14—15. 
Aeussere Peridie hoinarlig, gebrechlich, glänzend, die innere 
häutig, die äussere verwachsen. Haargellechte doppelt, das 
starke verästet und genetzt , das feinere fädig und durch- 
sichtig. Sporen dunkel geinrbl. A. A. L. vernicosus. I^eridie 
gestielt (Fig. 1 i. lö) zerfallen:, Haargeflechte weisslich, Spo- 
ren kuglich, braunschwarz (Fig. lö). Auf lebenden und mo- 
dernden Pflanzen, häufig. Das genetzte Haargeflechte zeigt 
auf nahe Verwandtschaft mit den Cribrariaceen. (]ioniuni 
(III. p. 80). Taf. C. 28. Fig. IG. 17. Ist ein gestieltes Phy- 
sarum mit doppelter Peridie und cenlralem, kopfVörmigem 
Säulchen. Sporen einfach mit F'adengeflechte : A.A. C. Iridis. 
Peridie grau, weiss getüpfelt. Stiel gelb; Sporen schwarz- 
braun, Säulchcn weiss. Auf motlernden und lebenden Pflan- 
zen. Diderma (III. p. 81). Taf. C. 28. Fig. 18.19.20. Pe- 
ridie doppelt, liäutig, zerfallend, sitzend; Säulchen kopflör- 
lörmig ; Ilaargeflechte fädig, Sporen einfach, dunkel. A. .\.D. 
globosum. Grau, Säulchen weiss, Sporen kuglich. braun- 
schwarz. Auf moderndem Laube. Leangiuni (III. ]). 81) 
Taf. C. 29. Fig. 21. 22. a. Die häutig -gerundete Peridie 
zerreisst unregelmässig ; die Sporenmasse schwarz ; Säulchen 
kopfförniig weiss ; Ilaargefleclite fädig. A. A. L. lepidotuiu. 
Bräunlicl), gestielt ; Sporen eiförmig (Fig. a). Auf modern- 
dem llol/.e , selten. P ol ysc h ismi um (III. p. 81) Taf, C 
29. Fig. 23 — 36. Das einfache eiförmige Fig. 23) Peridium 
schlitzt in schmalen Streifen bis zum (irunde (Fig. 2i), und 
die dimkle Sporenmasse besitzt ein ästiges Ilaargeflechte und 
kugliche Sporen (Fig. 2G) und ist am Grunde der Peridie 
an ein kopICörmiges kleines Säulchen (Fig. 2.")) befestigt. A.A. 
J'. Trevelvaiiii. Hraun; Sporen schwarz ; auf modernden Pflan- 
zen und lebenden Moosen, s. .selten. — Die III. Gruppe 
besitzt an der Peridie ein wahres Deck eichen, 
welches sich schon durch seine Struktur und Anhcflung von 
der Peridie unterscheidet; hierher gehören: Craterium 
(HI. p. 81) Taf. C. 29. Fig. 27— 30. 'Die becherförmige Pe. 
ridie ist gestielt, und nach oben ist sie verengt und mit einem 
beleroge.'ien Deckel geschlossen. Das Haargeflechte (Fig. 28. 



LWIU 

30) ist zart, verästet; die Sporen einfacli, ji^efarbf. A. A. Cr. 
vulf^are (Fig. 2 7. 28). Dunkelbraun; Sporenniasse schwarz; 
Deckel weiss, eingesenkt. Cr. pyrilorme (Fig. 29. 30), Licht- 
braun; Sporenmasse grau; Deckel weiss, oberflächlich. Auf 
modernden Pflanzentheilen, seilen. vStegasnia (III. p. 82) 
Taf. G. 29. Fig. 31. a. h. Peridie flachgedrückt, einlach, 
mit einem heterogenen, gerandelen Deckel versehen ; Sporen 
hell, gelarbt; Ilaargeflechte einfache Fäden. A. A. St. de- 
pressum. Dunkelbraun, eckig, der Deckel ist zackig und 
faltig gerandet (Fig. «.) ; .Sporen eiförmig und sammt dem 
Ilaargeflechte (Fig. 6) goldgelb. Auf moderndem Holze. 
IV. Gruppe mit einfacher Peridie, und mit spira- 
lig eingerolltem elastischem Säulchen. Einzig be- 
kannte Gattung ist Cirrholus (III. p. 82) Taf. C. 29. Fig. 
32. a. c. Peridie sitzend, häutig, zart, wird von dem elasti- 
schen, heterogenen, grossen Säulchen durchbrochen. Sporen 
klein, kuglich. A.A. C. flavus. Peridie kuglich, gelb ; Söulchen 
rosenroth (Fig <?,); Sporen gelb (Fig. r.). Auf modernden Pflan- 
zen in Brasilien. 

In der ganzen grossen Familie finden wir die als Grup- 
pen bezeichneten Typen in liezug auf Bau und Sporenentwick- 
lung sehr verschieden , und es dürfte zu hoffen sein , dass 
nach genauer Kenntniss der hierher gehörigen tropischen 
Formen diese Familie naturgemässer in mehrere andere zer- 
fallen werde. 

XXII. Familie: TBIGHIACEI. (III. p. 83) Taf. C. 30. 
Die Peridie ist einfach, reisst am Gipfel unregelmässig, und 
umschliesst ein Ilaargeflechte mit homogenen einfachen Spo- 
ren. Die Fäden dieses Haargeflechtes sind aber wahre Schleu- 
derer (Elateres), welche einen oder viele parallel gewundene 
Spiralfaden enthalten. Die einzige Gattung Trichia ge- 
hört hierher, und der Familiencharakter dient zugleich als 
Gattungscharakter. A. A. Tr. pyriformis (Fig. 1 — 3), ist ge- 
stielt, braun. Das Haargeflechle besteht aus einfachen Ela- 
teren (Fig. 2), mit glatter Scheide und mehreren parallel ge- 
wundenen Spiralen (Fig. 3). Die Sporen sind rothbraun. Tr. 
Neesiana (Fig. 4 — 6) , Peridien sitzend. Elateren dornig (Fig. 
.0. 6.) Sporen kuglich. Tr. pyriformis. Peridie keulenförmig, 
olivengriin (Fig. 7.) Tr. chrysosperma (Fig, 8), Peridie kug- 
lich, sitzend, ockerbraun. Haargeflechle und Sporen goldgelb. 

XXIII. Familie: CHIHRARIACEAE. (III. p. 8i.) Taf. 
G. 31. Peridie einfach, kein Säulchen; das (ivalhodium an 
der Basis der Peridie ist napfTörmig, und in seiner IMitle oder 
am Rande sind die Fäden des genetzten Haargeflechtes be- 



LXXIV 

feslij;!. Die Sporen .sind einfach. Foli^'ende drei Caltungt'n 
wui'den Ijislier cntdeckl : Arcvriu (III. p. 8i.) Tai'. (>. 30. 
Fig. 1 — i. Die zarlc Peiidie (Fif;. li reisst aui (irunde nii 
und /ernilll. Das Ilaari^eflcehtc (Fi«;. 2. A) ist genetzt, /art, 
Sporen sind kuglieii. A. A. A. punicea (Fig. 1 — 2). Purpur- 
rotli. A. flava iFig. o — i), gell): Ilaai-gclleclite später lihn- 
gend, Sjjoren knglicli. Auf modernden IJannistuniplen, (Iri- 
braria.(|[I. p. 8i) TaC. {]. 31. Fig. 5 — 1. Peridie cinfaeh, 
zerfallend; das (^vatliodinm ist selialehenrörnnir und träi't das 
pei'iplieriselie genetzte Ilaargelleelile, dessen Faden an den 
\ erhindnngsslellen versehnudzea (Fig. (Ji siad. i)ieSj)oren sind 
kiigliel). A. A. (>r. aurantiaeafFig. .t^ 7.) braun; Sporen orange- 
gelb. Auf moderndem Holze. Dietv dium (III. p. Hb) Taf. C 31. 
Fig. <S — 11. Das liäulige Peridinm zeilallt. J)as (Ivatliodiuni ist 
kurz , und in ihm winzeln die iioinartigen, derben, gekrümmten 
Stäbe, welciic durcli zarte Querfloeken (Fig. 10 verbunden, 
das in der Mitte genabelte Ilaargeflechte bilden. Sporen 
(Fig. II) sind einl'aeli. A. A. D. umhilicatnm ; schwarzbraun; 
Sporenmasse lothhraun. Auf moderndem Holze, selten. 
..;-..: XXIV. Familie: STFMOMTIDFAF. (HI. p. Hö) Taf. C. 
32. Die einlache gestielte Peridie zerfällt. DerStiel verlängert 
sich zur Säule und durchbohrt das auf ihm wurzehule llaar- 
geflechte. Die Sporen sind heterogen und einfach. Wir ken- 
nen ])isher nur folgende zwei Gattungen: Stemonilis 
(III. p. 8:)) Taf. G. 32. Fig. 1 — (;. Diese Gattung unter- 
scheidet sich von der folgenden IjIoss dadurch , dass das 
Säulchen und Ilaargeflechle aus einer gleichartigen , hörn* 
artigen Substanz gebildet sirul. A.A. St. typhoides i Fig. I — 4.) 
braun; die Spitze des Säulchens verästet sieh im Ilaargenechte 
(Fig. 2), welches in der i\liltc (Fig. 3j grössere Lücken als 
an der Peripherie bildet , wo die Maschen enger werden. 
Sporen (Fig. i; sind J^uglich. St. ovata 'Fig. ö. (i.). Hier ist das 
Haargeflechte kurz und grau. Auf moderndem Holze. D i a- 
ebea (III. p. 86). Hier ist das Säulchen kreidenartig und 
das Ilaargeflechte hornarlig. A. A.D. elegans (Fig. 1 — 11;. Auf 
dem kreidigen, weissen, kriechenden llyj)hopodium stehen die 
kurzgestiellen Peridien (Fig. 7) vereinzelt, sind walzig (Fig. 8) 
und irisirend bleigrau. Die Peridie zerfällt , und das Ilaar- 
geflcchte (Fig. !)) ist schwarz , und wurzelt mit wenigen Fä- 
den in dem weissen Säulchen (Fig. 10). Die Sporen (Fig. 11) 
sind kuglich und keltenarlig zusauuuenhängend. Auf modern- 
dem Lauhe, selten. ui.^ '•..;» 
XXA. Familie: TIIICHODKUMACFAF. (III. p. 86.') 
Tai. C 33. Das Peiidium ist unrcgelmässig, flockig -ladig, 



l.XXV 

selten liautarlig;, und seine inneren Fäden treten als Haar* 
geflechte in die mein- oder minder schmierige, gefärljte Sjk)- 
renmasse. Die Sporen sind einlach. Hyphelia (III. p. H7) 
Taf. G. 33. Fig. 1 — 4. Das Peridium ist iirux'gehnässig aus- 
gegossen, flockig, gebrechlich und zerfallend; die Sporen 
sind einfach, das Haargeflechte verästet (s. Fig. 3. i). A. A. 
H. rosea (Fig. 1 — 2). Peridie weiss; Sporen kuglich, rosen- 
roth. H. terrestris (Fig. 3 — i), Peridie weiss ; Sporen ocher- 
farl). Erstere auf moderndem Lauhholzc, letztere au( nackter 
Erde, gemein. Triclioderma [Ul. p. <S7) Taf. C 33. Fig. 
5 — 8. Peridie flockig, später verschwindend. Sporenmasse 
dick, grün, am Grunde Ton einem flockigen Polster (Fig. 1) 
gestützt. Sporen einfach. Haai-geflechte ästig. A.A. Tr. viride. 
Früher weiss, dann grün. Auf allem, lireun- und anderem 
Holze höchst gemein und auifallend. ->' s! 'ii.'" ' -'iM ■.:>. 

XXVI. Familie: AKTIIALLNI (;ill. p. 88.) Taf. C. 3i. 
Die Peridie ist einfach oder dopjielt, und nach innen fächeiig 
oder iaitig. Sporen sind oft einem Haargeflechte eingestreut, oder 
frei, gefärbt, einfach. In der Jugend sind die Pilze dieser 
Gruppe eine gestaltlose , gallertige oder fleischige Masse. 
Spumaria (II!. p. 88) Tai. C. 3i. Fig. 1 — 3. Die l>eridie 
glatt, kalkig, zerfallend; die Zellblättchcn (Fig. 2) verästet, 
aufsteigend, gewunden. Sporen einfach, kuglich (Fig. 3). A.A. 
Sp. alba. Peridie weiss; Blätlchen grau; Sporen schwarz- 
blau. Gemein. Acthalium (IH. p. 88.) Taf. (j. 34. Fig.4 — G. 
Peridie flockig-häutig, zerfallend, gebrechlich, innen zellig 
(Fig. 4. 5). Die Zellen mit einfachen Sporen ohne llaarge- 
llechte (Fig. G) erfüllt. A. A. Aeth. flavum. Gelb; Sporen braun. 
In Lohbeeten, gemein. Ptychogaster (HI. p. 88) Taf. (1. 
34. Fig. 1 — 10. Peridie fleischig, fest, fast gestielt, innen 
unregelmässig zellig, die Zellen geschichtet, Spoien gefärbt; 
Haargeflechte ästig (s. Fig. 10). A. A. Pt. albus, flockig -haa- 
rig, weiss, innen (Fig. 8) concentrisch geschichtet; Zellen 
länglich (Fig. 9) ; Sporen eiförmig, ocherfarb. Auf der Erde, 
sehr selten. 

XXVII. Familie: RETICULARIACEAE. (III. p. 89) Taf. 
C 35. Peridie einfach, kalkig, gebrechlich oder häutig. Haar- 
geflechte ladig, oder genetzt. S])orenmasse gefärbt. Folgende 
Gattungen geliören hierher: Keticularia (III. p. 89.) Taf. 
C. 3.Ö. Fig. 1 — 2. Peridie glatt, kalkig, gebrechlich. Ilaar- 
geflechte am Grunde befestigt, aufsteigend, verästet. Sporen- 
brei schwarz, S|)oren (Fig. 2) einfach. A. A. R. umbi-ina 
(Fig. 1. 2). Peridie weiss, Sporen schwarzbraun ; llvpothallus 
häutig, silbejglänzend. Gemein, auf bemoosten Baumstrünken. 



lAXVI 

Dipl.thoriinn (III. p. HD) TaC. C. 3.''.. Fi- :{ - i. Pc 
lidie lest, last leclorartij;^. Haaiii^eflcclite an der Innern Peri- 
dienfläche ctiLsprinj^end, i^enet/.t (P'ij;. i). Sporenmassc i^efiirbt; 
S|)oien einfach. A. A. 1). Ilavo-f'uscuin. Ilypotliallus zart, 
gelb. l^M-idic bräunlich. Sporenmasse ocherlarb. Sporen 
klein, kui^hch. 

XXVIII. Familie: LVCOPKUDACKAF. (III. ]). 00) Taf. 
C. 3G. Die Peridie ist Irüher Ueischij^, spater lederarlif;, ein- 
lach oder viellach. Der Sporenbrei früher j^allertijif , oder 
fleischig -zellii^-fridierif;. Das Ilaargeflechte ist ladig. In den 
Zellen der Flcischmassc werden die Hasidien entwickelt, 
welche auf vier Sterigmaten die Sporen tragen, im Alter ver- 
schwinden und die leifen, gefärbten Sporen zwischen dem 
Ilaargeflechte liegen lassen. Die Sporen sind einfach , oft 
gestielt. Die vorzüglichsten (Gattungen sind: Lycogala (III. 
p. Dl). Taf. C. Zh. Fig. 1 — 2. ' Peridie doppelt, äussere 
pa])ierarlig, innere sehr zart, diu'chsichlig. Sporenbrei früher 
flüssig puijmrroth, später pulverig, ocherlarb. Sporen acro- 
gen, kuglich. Ilaargeflechtfäden mit warzigen Hasidien besäet 
(s. Fig. 2). A. A. L. epidendrum. Auf moderndem Holze, ge- 
mein. Bovis ta (III. p. 91) Taf. C. 36. Fig. 3 — 6. Taf. II. 
78. Fig. 10. 11. Peridie doppelt, äussere fleischig, abfallend, 
innere papicrartig. Sporenmasse früher fleischig, zellig (Fig. 4), 
dann Basidien mit vier Sporen entwickelnd (Taf. II. HS 
Fig. 10) und ein Haargeflechte, welches mit kleinen geknöpften 
Haaren (Taf. 11. 78. Fig. 11) besetzt ist. Im Alter zerfallen 
die Fleischzellcn, und dann liegen die Sporen einem doppel- 
ten Ilaargeflechte eingestreut (Fig. ö), deren eines aus dicken 
gefärbten Fäden , das andere aber aus sehr zarten , hellen, 
genetzten Fäden besteht. Die Sporen sind eiförmig, der Spo- 
renkern ist in der Mitte durchbohrt, der Stiel ist lang und 
heterogen (Fig. 6). A. A. IJ. plumbea : kuglich, früher weiss, 
später bleigrau; Sporen braun. Gemein, in der Kbene aut 
Feldern und Wiesen. Lyco])erdon (III. ]>. Ol) Taf. (]. 36. 
Fig. 7-11. Peridie einfach oder vielfach, die äusseren Pe- 
ridicn zerfallen oft , die innere verflicsst mit dem vStrunke 
und bleibt. Die Sporenmasse ist früher fleischig, dann 
saftig und zuletzt staubartig ; sie besitzt Irüher Zellen 
(Fig. 8), in welchen das Ilaargeflechte und die IJasidien 
(Fig. — 10) mit den Sterigniaten und Sporen entwickelt 
werden, die bei der Verflüssigung dei- ganzen Masse \er- 
schwinden, und wo dann nur die kleinen Sjiorcn (Fig. II) und 
das getheilte Ilaaigcflcclite zuiiickbleibt. A. A. L. giganteum. 
Scliulihoch, gclblichweiss. Sporemnasse olivengelb. Jn Wein- 



LXXVI[ 

gärten. T u 1 o st om a (III. p. 92) Taf, C. 36. Fig. 12. 1 3. Ist eigcnt- 
lieh ein mit einem langen Stiele und fast knorpliger Periciic 
versehener Lycorperdon, sein Haargeflechte aber ist einfach, 
ungctlieilt, und die Sporen (Fig. 1 3) gross. A. A. T. brumale. 
Auf nackter Erde an steinigen Orten, selten. 



XXIX. Familie : SCLERODEHMACEAE. (III. p. 94) 

Taf. C. 37. 38. Peridie dick oder häutig, oft korkig oder 
hornartig. Die Sporenmasse ist früher fleischig, später flüssig 
oder pulverig , oft enthält sie früher Basidien , oder Schläu- 
che mit 2 — 6 Sporen, bei der Reife aber nur einfache oder 
zellige Sporen mit und ohne Haargeflechte. Die vorzüglich- 
sten Gattungen sind: IMelanogaster (III. p. 94) Taf ('. 
37. Fig. l — 3. Die fleischige Peridie ist innen zellig und 
die Zellen (Fig. 2) enthalten einen Schleim mit schwarzen, 
einfachen Sporen (Fig. 3). A. A. M. tuberilbrmis. Braun, in- 
nen schwarz. Wurzelfasern glänzend schwarz. In der Erde 
an Baum- und Haide-Wurzeln, selten. Phlyctospora (III. 
p. 95) Taf. C. 37. Fig. 4 — 6. Peridie lederartig, innen zellig. 
Die Zellen mit dunkler Sporenmasse erfüllt (Fig. 5). Die 
Sporen haben eine zellige Sporenhaut und einen dunklen 
Kern. A. A. Phl. fusca. Unter den Rasen in Wäldern, selten. 
Ceratogaster (HI. p. 95) Taf. C. 37. Fig. 7 — 10. Peridie 
später hornartig, deren innere Schichte flockig -zellig und 
blätterig ist (Fig. 9). Die Sporenmasse ist licht gefärbt. 
Haargeflechte einfach; Sporen einfach (Fig. 10) A. A. C. 
maculatus. Schwarzbraun, mit grauen Flecken Sporen ocher- 
gelb. Unter der Erde, selten. El ap ho myces (HI. p. 96.) Taf. 
C. 37. Fig. 11 — 13. Taf. H. 78. Fig. 19 — 25. Die dicke 
Peridie ist ausserhalb mit einer gefärbten Rinde bedeckt, und 
dick (Fig. 12). Die Sporenmasse enthält in der .Jugend 
Schläuche (78. Fig. 20 — 25) mit zwei bis sechs Sporen, 
die im Alter zerfallen, und dann zwischen dem ästigen Howi- 
gefle(hte (78. Fig. 19) die schwarzen, kleiigen Sporen (37. 
Fig. 13) enthalten. A. A. E. vulgaris. Gemeine Ilirschtrüflel. 
(37. Fig. 11 — 13). In Wäldern unter Moos etc. , gemein. 
Auf Tafel H. 78. Fig. 19 — 22. haben wir Haargeflechte, 
Schläuche und junge Sporen von derselben Art, in Fig. 
23 — 25. von El. varicgatus abgebddet. Pompholyx (III. 
p. 96) Taf. C. 38. Fig. I — 5. Die Peridie ist lederig, 
innen geädert, genetzt. Die Adern fleischig. Die sphärisch- 
tetraedrischcn Sporen (Fig. 4. 5.) haben ein weites Hylum 
und sind der Fleischsubstanz der ZeUen eingesetzt. Wohl- 



LWVIII 

schincckcncl. A. A. 1\ sapiclimu Unlcr der Eide, selten. 
Sclcroderniii (Hl. p. IXi). Tal". C. 38. Fig. 6- [). Taf. H. 
78. V'i^. 12 — 18. Die lederartii^^e I'eridie ist innen zellig^ (18^ 
Vi^. 12) und. die Zellen sin«! in der .Ius;end mit Basidien (Fig. 
13. 1 i.) erliillt, welelie vier kurze Slerii^mata mit Sporeri 
trai;en. In der .Jui^cnd sind die Sporen ])la.siy; (Fij^. lö), spä- 
ter werden sie dorniij (^'ft- 1^)» ""^1 bei der Reife unduieli- 
sieiitii; und kleiiij (Fig-, 17. 18), und das Haari^cflcehlc ist faserig 
(Fig. 7.!).) A.A. Sei. venurostun iTal. (]. 38. j'ig. 15. 7). 13 raun»- 
lieh; Sporcui selnvar/. Aul' drv Eide. Sei. eitrinuni. (Taf. (]. 38^ 
Fig-. 8. 9), gelb mit braunen Seluippen ; Sporen schwarz. Gemein. 
Sei. vulgare^ von dem die frühere nur eine Abart ist, ist so ge- 
mein, dass wir es unnöthig abzubilden landen; nur di(> Zellen 
(Taf. 11. 78, Fig. 12) die basidien (Fig. 13. li) und die 
Knlwieklung der Sporen (Fig. 15 — 18) haben wir abgebildet;* 
Calosloma (in. p. 97) Taf. C. 38. Fig. 10. Die Peridie 
gestielt und do])pell . die äussere gezähnt, aufspringend, die 
innere zart ; die Sporen einem Haargelleehte . eingestreut. 
A, A.. <L .einnabarinuni. Uolh. Aus Amerika. \>iu! -mmk.M n : 
.;:(!! 'Diese Familie wird bei genauerem Studium ihres mi- 
kroskopischen IJaues noch nolhwendig in mehrere andere 
zerspalten wertlen, und einige ihicr Catlungen werden wahr^ 
seheinlieh zu dcii IMsoearpiaeeen und Tubeiaeeen gehören. -•' 
XXX, Familie: PODAXIDEAF. 111. p. 98.) Taf. C, 39; 
Die einfache oder doj)peke Peridie bat im Centrum ein Säul- 
eben, an welchem strahlendes Ilaargcflechte mit den S])oren 
l)efestigt ist. Alle jjekaimte (Gattungen dieser Familie gehören 
fremden WeltthcileH an, und sind sehr unvollständig unter- 
sucht. Die wiehligslen Gattimgen sind: (^yelod er ma (III. p. 98) 
Taf, (.]. Fig. 1 — i. Die Peridie ist gestielt und doppelt; das 
Säulchen (Fig. 2) knoplförmig. zur Mitte reichend, und von 
seinem Kopfe gehen die slialVen , starken Fäden des Ilaar- 
gellechtes (Fig. 2.3) zur inneren Wand .der innei'en Peridien- 
baut, und ihnen sind die kleinen, kuglichen Sjxn'cn (Fig. 4) 
eingestreut. A. A. {]. indieum. Aus Ostindien, (.hiuloglos- 
sum (III. \). 99) Taf. C. 39. Fig. ."). Die Peridie ist gestielt, 
seitlieb aufspringend. Das Säulchen durchlaufend. Das Haar- 
gelleehte dem Säulehen angeheftet. A. A. C. transversarium. 
Aus (Carolina. 

■•.: XXXI. Familie: PiSOCAKPIACKAE. (III. p. 99) Taf. 
C. 'iO. Taf. D. il. In einem i>emeinschafllichen verschieden- 
artigen Pendiuni liegen gehäuft oder in Zellen eingelagert 
häutige Sporangiolen, welche die Sporen als Pulver mit oder 
ohne Haargelleehte enlhalLen. Folgende sind die wichtigsten 



lAxrx 

Gattungen: Polyangium (III. p. 100) Taf.C.40. Fig. 1—3. 
Die genieindschaflliche Peiüdie ist blascncilmlicli und hell, 
und enthalt 4 — 5 eiförmige orangegelbe Sporangien, welche 
platzen (l'ig. 3) und die Sporen entlassen. A. A. P. vitellinum. 
Aul' moderndem Ilol/.e , s. selten. Endogone (\U. p. 100) 
Taf. C. 40. Fig. 4. Die aussen flockige l'eridie enthalt kleine 
kugliche, eingelagerte Sporangiolen mit kuglichen Sporen 
(Fig. 5). A. A. IL pisiformis. Auf der Erde, selten. Cilico- 
carpus (III. p. 101) Taf. C. 40. Fig. 6 — 10. Die flockige 
Peridie verschwindet und ist mit einer ästigen Wurzel ver- 
sehen. Die Sporangiolen sind zahlreich, flockig (Fig. 7. 8) 
und die einfachen Sporen (Fig. 10) sind von einzelnen Fäden 
(Fig. 9) der Sporangiolen durchwebt. A. A. C. hypogeus. 
Ocherfarb. Auf Wurzeln der Knabenkräuter, s. selten. Tes- 
ticularia (III. p. 101) Taf. G, 40. Fig. 11 — 14. Die ge- 
meinschaftliche Peridie ist hornartig , dünn, und umschlicsst 
im Inneien (Fig. 12) eine Grosszahl kleiner Sporangiolen, 
welche die kuglichen Sporen mit einzelnen Fäden durchwebt 
(Fig. 13. 14). A. A. T. Cyperi. Auf Gypergräsern. Arach- 
nion (III. p. 101) Taf. D. 41. Fig. 1— G. Die äussere Peri- 
die ist zellig (Fig. 4), die innere (Fig. 3) papierartig- korkig; 
die Sporangiolen klein, gehäuft; dieS})orcn (Fig. 6) eiförmig. 
A. A, A. album. In Garolina. Polysaccum. (III. p. 102) 
Taf. D. 41. Fig. 7 — 14, Die äussere Peridie ist geschichtet, 
derb, innen zellig (Fig. 8); in jeder Zelle (Fig. 13) liegen 
ein oder zwei Sporangiolen (Fig. 9 — 11), welche die dunkle 
Sporenmasse . (Fig. 12) enthalten, und sich herausschälen 
lassen. Die kuglichen Sporen (Fig. 14) besitzen eine warzige 
Sporenhaut und ein grosses Fensterchen, und sind mit Hu- 
dimentalzellen gemengt. A. A. P. crassipes. Peridie braun; 
Sporangiolen gelb; Sporen braun. Auf Berglehnen und in 
Wäldern, gemein. Mitremyces (III. p. 102) Taf. D. 41. 
Fig. 15 — 19. Die harte, papierartige Peridie (Fig. 14) sitzt 
auf einer faltigen, starken, stielförmigen Wurzel , und besitzt 
nach oben eine sternförmige IMütze; sie ist hohl (Fig. 16,17. 
18), und umschliesst eine einzige, kleine, kugliche Sporan- 
giole (Fig. 16. 17), welche kugliche Sporen enthält (Fig. 19). 
A. A. M. lutescens. Stiel rothbraun; Peridie braun; Mütze 
hochroth. In Garolina. 

XXXII. Familie: INIDULARIAGEAE. (III. p. 103) Taf. 
D. 42. In einer gemeinschaftlichen, früher geschlossenen, 
später beclierförmig geöllneten i^cridie liegen linsenförmige, 
fleischige Sporani,Molen, deren Sporen zwischen einem fädi- 
gen Haargeflechte liegen. Aus dieser eigenthümlichcn Familie 



LXXX 

sind nur folgende zwei Cattungen bekannt: Cvalhus (III. 
p. 10:i) Taf. C. 42. Fig. 1 — 2:5. Poridic becherförmig und 
mit einem heterogenen , deckelförmigen Schleier (Fig. 2. 10) 
geschlossen. Die Sporangiolcn sind genabelt und mittelst fä- 
diger [Nabelschnüre (Fig. i — (!. 1 i. lö. 20.21) an die innere 
Wand der l^eridie befestigt; ihre Sjjorangiolenhaut ist flei- 
schig, doppelt (Fig. 7. l(j. 22) und geht nach innen unmit- 
telbar in das Uaargeflechte (djer, zwischen welchem (Fig. 9. 
22) die einfachen Sporen (Fig. 8. 17. 2'i) liegen. A. A. C. 
striatus (Fig. 1 — 9). Aussen haarig , braun , innen gefaltet, 
bleigrau; Sporangiolcn grau ; Sporen länglich, stumpf. (]. cru- 
eibulum (Fig. 10 — 18), ledergelb; Sporen klein, eiförmig 
(Fig. 17). IJeide auf Hol/, und modernden Pflanzenstengeln. 

C. campanulatus (Fig. 19 — 23), grau; Sporen gro.ss, eiförmig. 
Auf Wegen, in Gärten, selten. Nidularia (HI. p. 103) Taf. 

D. 42. Fig. 24 — 27. Ganz der früheren Gattung ähnlich, 
aber ohne Schleier, und die Sporangioh'n sind nicht genabelt 
und nur seitlich der innei-euPeridienwand angeheftet. A. A. !N. 
granulifcra. Aussen bräunlich -gelb , innen weisslich; Sporan- 
giolcn klein, blutroth. Auf Holz, selten. 1 H' 

XWIII. Familie: GKASTKIDEAE, (III. p. 104) Taf. 
D. 43. Die Peridie ist vielfach, und die äussere reisst stern- 
förmig auf und rollt ihre La])pen nach aussen um; die in- 
nere Peridie aber ist sitzend oder gestielt, und springt an 
der Spitze mit einer oder mit vielen Oelfnungen auf. Dem 
Haargeflechte sind die Sporen eingestreut. Folgende drei 
Gattungen sind bisher bekannt: (ieaster (III. p. 10 i) Taf. 
D. 43. Fig. 1 — 11. Die äussere Peridie ist mit einem flok- 
kigen Schleier bedeckt, welcher ihr fest angewachsen, und 
später verschwindet; sie reisst sternförmig, ist aus mehreren 
Schichten gebildet, und tiägt in der iMitle die innere blei- 
bende Peridie, welche an der Spitze unregelmässig, oder fa- 
serig reisst. DasHaargeflechte ist ästig, mit heterogenen gros- 
sen Sporen. A. A. G. vulgaris (Fig. 1 — ö), in der .Jugend 
(Fig. 1. 2.) kuglich, klein, im Alter sternförmig, (l'ig. 3. 4), 
fleischig -zähe , bräunlich oder grau; Peridie grau, Haarge- 
fleclite weiss (Fig. iS); Sporen warzig, braun. Auf dürren, 
steinigen Hügeln, s. gemein. Man findet sie leicht zwischen 
dem GeröUe nach leichtem Regen. G. Sowerbyi (Fig. 6 — 9). 
Die äusserlichc weissliche Peridie bricht aus der Erde (Fig. G. 7.) 
und reisst sternförmig ; die innere Peridie ist sitzend, und hat 
einen gewinipcrten lAlund, Selten, (i. limbatus (Fig. 10); äus- 
sere Peridie viellappig, fleischig; innen sitzend, dünn, grau, 
vielzähnig aufspringend. Selten, in Wäldern. G. Schmicdelii 



LXXXI 

(Fig. 11). Aeusse're Peridie rauh, fleischig, lichtbraungelb, spater 
innen rissig ; innere Peridie langgestielt, grau, mit kuglichem 
gewimpertem Munde. Selten. Pleco Stoma (III. p. lOi) Taf. 
D. 43. Fig. 12 — 15. Gleicht der früheren Gattung völlig, 
nur bildet der Schleier ein im Boden hallendes , viereckig- 
lappig aufspringendes Organ, auf dessen Lappen die Spitzen 
der äusseren Peridie stehen , und das Haargeflechte besteht 
aus einfachen, spmdelförmigen Fäden (Fig. 14), mit eingestreuten, 
sehr kleinen Sporen. A.A. VI. fornicatum. Schleier gelblich; 
Peridie innen bräunlich; innere Peridie rauh, braun; Mund 
gezähnt. An Berglehnen unter Fichten. IMyriostoma. (III. 
p. 105) Taf. D. 43. Fig. 16 — 17. Schleier und äussere Pe- 
ridie wie bei Geaster ; die innere Peridie steht auf vielen 
kurzen , säulchenförmigen Stielen , und ist an der oberen 
Fläche mit 10 — 30 kleinen Oeffnungen durchbohrt. A. A. M. 
coliforme. Selten, in England und Frankreich. 

XXXIV. Familie: CABPOBOLI. (III. p. 105) Taf. D. 
44. Die Peridie ist einfach oder mehrfach, aufspringend, und 
die einfache kugliche oder längliche Sporangie emporschleu- 
dernd. Die Sporen sind acrogen und einfach. Es sind nur 
folgende Gattungen bekannt: Atractobolus. (III. p. 106) 
Taf. D. 44. Fig. 1 — 7. Die becherförmige, einfache Peridie 
ist mit einem gebuckelten Deckel (Fig. 2. 5) geschlossen, und 
umschhesst die spindelförmige Sporangie (Fig. 5. 6. 7), 
welche sie bei der Sporenreife herauswirft. A. A. At. ubiquita- 
rius. Auf moderndem Holze und Pflanzentheilen. Thele- 
bolus (IIL p. 106) Taf. D. 44. Fig. 1 -11. Die einfache 
Peridie ist krugförmig- bauchig, und an ihrer Oefinung sitzt 
die fast kughche Sporangie (Fig. 3. 5. 10), welche sie dann 
wegschleudert (Fig. 4), worauf sie schlüsseiförmig (Fig. 7. 8. 11) 
Jwird. A.A. Tb. stercoreus (Fig. 1 — 8). Safrangelb. AufThier- 
koth, selten. Th. terrestris (Fig. 9 — 11). Orangegelb mit weis- 
sem Hypothallus. Auf modernden Substanzen, selten. Sphae- 
robolus (III. p. 106) Taf. D. 44. Fig. 12 — 20. Ein flockiger 
Schleier deckt die äussere, fleischige Peridie, welche an ihrer 
Spitze sternförmig reisst, und dabei die innere, ebenfalls so 
gerissene Peridie elastisch umstülpt (Fig. 17), wodurch die 
Sporangie hinausgeschleudert wird. Die Sporangie (Fig. 19) 
ist häutig, kuglich, klebrig. Die Sporenmasse ist gallertartig, 
schmierig, die Basidien (Fig. 18) sind fädig, ästig; die Spo- 
ren (Fig 20) länghch. A. A. Sph. stellatus. Gelblich oder 
orange; Sporangie braun. Auf modernden PflanzenstofTen, 
vorzügüch in Sägespänen , in Holzgärten. 



LXXXIi 

XXXV, Familie: SPLAINCHINOMYGETES. (III. p. 107) 
Taf. D. io. Das stets geschlossene^ einfache Peridium ist innen 
zellig", oder geadert._ Zellen oder Adern sind fleischig. In den 
Zellen oder Adern findet man einfache Sporen unmittelhar 
den Basilarzellen, ohne Basidien, angeheftet. Diese Familie 
mnfasst Pilze, welche man als Triiireln ohne Schlauch- und 
ohne Basidienhildung hetrachten kann. Wir kennen nur drei 
Gattungen: Splanchnomy ces (III. p. 107) Taf. D. 45. 
Fig. 1 — i. Peridie einfach, glatt, unten gefaltet, innen flei- 
schig. Die Adern (Fig. 3) hohl, ästig, später mit Sporen er- 
füllt. Sporen (Fig. 4) zahlreich, klein, einfach. A. A. Spl. 
roseolus, rosenroth, unter der Erde an Baumwurzeln, s. sel- 
ten. Octaviania; (III. p. 107) Tat. D. 45. Fig. 5 — 6. Peri- 
die einfach, sitzend, unten wurzelnd, innen fleischig - zellig, 
die Zellen länglich - eckig. Die Sporen mit warziger Sporen- 
haut. A. A. Oct. asterosperma. Peridie weisslich, Zellen dun- 
kel; Sporen braun. In der Lombardie. Hymenogaster 
(III. p. 108) Taf. D. 45. Fig. 7-9 Peridie einfach; Zellen 
gedrängt; die Sporen [(/.) stehen auf den Basilarzellen [b. c ), 
zwischen welchen die Zelladern («.) liegen, welche sie tragen. 
Sporen (Fig. 9) einfach, mit dunklem Kerne. A. A. H. Bul- 
liardii ; Peridie braun, Sporenmasse schwarz. In Wäldern, selten. 

XXXVI. Familie: TUBEBACEAE. (III. p. 108) Taf. 
D. 4G. Das derbe fleischige Peridium ist nach innen mit 
fleischigen Adern durchwebt, und auf diesen Adern und in 
ihren Fächern findet man ein aus wSchläuchen und Para- 
physen gebildetes Fruchtlager, analog jenem der Helvella- 
ceen, welche sie in der Ordnung der Gaster omycetes auch 
repräsentircn Folgende Gattungen sind wichtig: Hyster- 
angium (III. p. 109) Taf. D. 46. Fig. 1—4. Peridie häu- 
tig, innen fleischig, adrig -lacherig; Adern gewunden, zart 
(Fig. 2), innen nnt zarten, 6 — 8 sporigen Schläuchen (Fig 3), 
welche einfache Sporen (Fig. 4) enthalten. A. A. H. clathro- 
ides. Gelblich, aussen haarig -faserig, innen grünlich -Aveiss. 
Geruch durchdringend. In der Erde in Wäldern, selten. 
Genea (III p. 109) Taf. D. 46. Fig. 5 — 7. Peridie gefaltet, 
hohl, fest, und zwischen den Wänden (Fig. 6» a. c.) ihrer 
Falten liegt stets eine Schichte des Fruchtlageas (/>.), welches 
aus Schläuchen mit warzigen Sporen (Fig. 7) und feinen, fä- 
digen Paraphysen besteht. A. A. G. verrucosa. Peridie dun- 
kelbraun. In der Lombardie häufig. Sphaerozosma (III. 
p. 109) Taf. D, 46. Fig. 8 — 11. Peridie dick, innen mit ei- 
nem isolirten Kerne, mit Schläuchen (Fig. 9. 10) und Para- 
physen, und mit dornigen Sporen (Fig. 1 1) erfüllt , und un- 



Lxxxiir 

ten mit einer braunen, filzigen Wurzel versehen. \. A. Sph. 
fuscescens. Peridie fleischfarJj , sich bräunend; Fruclitlager 
fleischfarb. Im Sandboden, selten. Balsamia (III. p. 110) Tal'. 
D. 46. Fig. 12 — 15. Peridie weich, fleischig, innen geädert. 
Das Fruclitlager (Fig. 13) hat sacklörmige Schläuche mit 
walzigen, glatten Sporen (Fig. 14. 15), und getheilte, ver- 
wachsene l*araphysen. A. A. B. vulgaris. Ledergelb, später 
rothbraun, innen gelblich. Essbar. In der Louibardie. Rhi- 
zopogon. (III. p. 110) Taf. D. 46. Fig. 16—18. Peridie 
lederig - fleischig, innen geädert. Das Fruchtlager besteht aus 
langen Schläuchen (Fig. 1 7) niit 6 — 8 dornigen Sporen und 
zelligen dichtverweblen Paraphysen. Von der vorigen Gat- 
tung nur durch die Sporen verschieden. A. A. Rh. magna- 
tuni. Gelblich -lederfarb, wohlriechend, essbar. Gemein. Tu- 
ber (III p. 111) Taf. D. 46. Fig. 19—22. Peridie fleischig- 
häutig, warzig ; innen dunkel geädert. Fruchtlager (Fig. 20) aus 
Schläuchen, welche unregehnässig in die Zellsubstanz eingelagert 
sind, und vier Sporen (Fig. 21. 22) mit zelligem Episporium 
enthalten. A. A. T. cibai^ium. Peridie schwarz; Adern weiss; 
Fruchtlager braun. Wohlriechend. Essbar. Gemein. 

XXXVII. Familie: HYMENANGIACEAE. (III. p. 113) 
Taf. D. 47. Peridie fleischig, innen zellig- adrig. Das Frucht- 
lager den Adern eingebettet, und ausBasidien mit zwei oder 
vier Sterigmen bestehend. Spoi^en gestreift , einfach , oder 
dornig. Gattungen sind nur folgende drei bekannt, und sie 
repräsentiren in der Gruppe der trülTelähnlichen Pilze 
gleichsam die Fleischpilze mit Basidien. Gautiera (III. p. 114) 
Taf. D. 47. Fig. 1 — 3. Peridie äusserlich und innerlich zellig- 
porös, unten mit einer faserigen Wurzel versehen. Das Frucht- 
lager (Fig. 2) besitzt kleine zweisporige Basidien. Die Sporen 
(Fig. 3) sind längs gestreift und kurz gestielt. A. A. G. mor- 
chellaeformis. Ochergelb. Selten. H y m e n a n g i u m (III . p. 1 1 4) 
Taf. D. 47. Fig. 4 — 10. Peridie fleischig -lederig, innen aderig- 
zellig. Fruchtlager aus einfachen, 2 — 4 sporigen Basidien be- 
stehend. Sporen einfach, glatt. A. A. II virens (Fig. 4 — 6). 
Peridie blassröthlich, später schmutzig -bräunlich ; innen grün- 
lich -weiss; Basidien viersporig (Fig. 5); Sporen länglich, 
elliptisch (Fig. 6). Gemein. H. albuni. (Fig. 7—10). Weiss, 
unten wurzelnd , innen ochergelb ; Basidien (Fig. 9) zwei- 
sporig; Sporen (Fig. 10) verkehrt -eiförmig. Selten. Hydnan- 
gium (III. p. 104) Taf. D. 47. Fig. 11 — 13. Ganz der vo- 
rigen Gattung gleich gebaut , nur sind die Sporen dornig 
(s. Fig. 13). A. A. H. carneum ; röthlich, innen gelblich; 
Basidien zweisporig (Fig. 12). Selten. 

6 * 



LXXXIV 

XXXVIII. Familie: CLITIHIACEAE. (III. p. 115) Taf. 
E. 48. Die äussere Peridie ist einlach oder vieilach, lappig 
aufspringend, am Grunde olt mit einejii kurzen Säulchen 
versehen und wurzelnd. Die innere Peridie ist fleischig, und 
aus säulenartigen oder netzartig verbundenen Stäben beste- 
hend , welclie innerhalb den Sporenbrei tragen oder um- 
schliessen. Die Sporen sind einlach. Es sind nur folgende 
Gattungen bekannt: Laternea (III. p. llö) Taf. E. 48. 
Fig. 1. Aeussere Peridie einfach; innere Peridie aus drei 
Säulen bestehend, welche an der Spitze verschmolzen sind, 
und daselbst an der Innern Seite den Polster mit der Spo- 
renmasse tragen. A. A. L. triscapa. Auf St. Domingo. Coleus 
(III. p. 115) Taf. E, 48. Fig. 2 — 6. Aeussere Peridie doppelt, 
mit einer zwischenliegcnden Schleimschichte ; im Grunde ein 
kurzes Säulchen (Fig. 3). Innere Peridie an der IJasis röhrig, 
oben 4 — 8säulig, die Säulen an der Spitze zu einem Netze 
(Fig. 5) verschmolzen, an dessen innerer Seite die schleimige 
Sporenmasse haftet. A. A. G. hirudinosus. Aeussere und in- 
nere Peridie gelblich; die Säulchen und das ^ctz (Fig. 5) 
hochroth ; Sporenmasse dunkel. Bei Toulon. Clathrus (III. 
p. 116) Taf. E. 48. Fig. 7 — 12. Die äussere Peridie ist leder- 
artig, lappig- reissend, oft innerhalb genetzt, und mit einer 
Schleim schichte bedeckt; die innere Peridie ist fleischig, säu- 
lig oder netzartig, und umschliesst in der Jugend völlig den, 
ihren Hohlraum erfüllenden grauschwarzen Sporenbrei, der 
später zerflicsst. Spoien einfach. A. A. Cl. (Colonnaria) co- 
lumnatus (Fig. 7), innere Peridie roth ; stinkend. Aus Carolina. 
Cl. cancellatus (Fig. 8 — 11). Aeussere Peridie gclbhchweiss, 
innere hochroth oder weiss; Sporenbrei graubraun; Sporen 
(Fig. 11) ellij)tisch. In Südeuropa, stinkend. Cl. ciispus (Figl2), 
dem früheren ähnlich , mit nach innen gekraust - gefalteten 
Maschen. Aus Indien. 

XXXIX. Familie: LYSÜROIDEAE. (III. p. 116) Taf. 
E. 49. Die äussere Peridie ist wulstlörmig, die innere stiel- 
oder becherförmig, an der Spitze strahlig gespalten, und auf 
den Strahlen oder an der inneren Peridienfläche die Sporen- 
masse tragend. Gleichsam ein oben gespaltener Clathrus 
oder Phallus. Es sind folgende drei Galtungen bekannt: 
Calathiscus (s. Taf. E. 49. Fig. 1. 2). Die äussere 
l^eridie häutig, innen mit Schleim erfüllt; die innere Pe- 
ridie an der Spitze in zwanzig Lappen gespalten, bauchig 
erweitert , und nach innen liegt an der bauchigen Er- 
weiterung ein schwarzer Ring , welcher die Sporenmasse 
trägt. A. A. C. Sepia. Aeussere Peridie weiss, innere rosen- 



LXXXV 

roth. Aus Indien. Ascroe (III. p. 117) Taf. E. 49. Fig. 3. 
Die äussere Peridie ist wulstförmig , die innere säulenartig, 
und am Gipfel in vier bis fünf gabiige Aeste gespalten, wel- 
che an der inneren Fläche faltig sind und die Sporenmasse 
tragen. A. A. A. pentactina. Indien. Lysurus (Hl. p. 11 6) 
Taf. E. 49. Fig. 4 — 8. Die äussere Peridie ist wulstförmig; 
die innere säulenartig, kantig, und an der Spitze in fünf 
gleiche Lappen gespalten. A. A. L. Mokusin. Aeussere Peri- 
die zart, weiss. Innere Peridie unten blassroth , oben hoch- 
roth; die Aeste purpurrolh und mit der grünen, klebrig- 
schleimigen Sporenmasse bedeckt. Aus China. 

XL. Familie: BATARREAE. (IIL p. 118) Taf. E. 50. 
Die äussere Peridie ist wulstförmig, einfach oder dreifach; 
die innere Peridie ist lang gestielt, hutförmig, und ihre dop- 
pellen Häute reissen am Rande des Hutes, und bedecken die 
Sporenmasse mützenförmig ; diese letztere ist später pulverig 
und mit einem Haargeflechte durchwebt (Fig. 5). Die Sporen 
sind einfach. Wir kennen aus dieser denkwürdigen Familie 
nur eine Gattung mit zwei Arten. Batarrea (III. p. 118) Taf. 
E. 50. Die äussere Peridie ist vielfach oder einfach, so auch 
die Hülle der inneren; demnach zerfällt die Gattung in zwei 
Abtheilungen : I. B a tt arr ea. Fig. l — 3. Aeussere Peridie drei- 
fach ; die Hüllen der inneren doppelt. A. A. B. phalloides. 
Braun. In England und Sibirien, selten. IL Haplocnemis. 
pig- 4 — (j. Aeussere Peridie einfach, Hülle der inneren ein- 
fach, mützenförmig. A. A. B. Gaudichaudii. Aus Peru. 

XLI. Familie: PHALLOIDEAE (IH.p. 118) Taf.E. 51. 
Taf. F. 52. Die Peridie ist ein- oder vielfach, wulstförmig, 
und wird oben von der inneren gestielten , hutförmigen Pe- 
ridie durchbohrt. Der Stiel ist oft geschleiert. Der Sporen- 
brei ist der äusseren Fläche der hutförmigen Peridie aufge- 
lagert, enthält viersporige Basidien und später nackte, in Schleim 
versenkte Sporen. Es sind folgende Gattungen und Arten be- 
kannt: Cynophallus (IIL p. 119) Taf. E. 51. Fig. 1 — 8. 
Aeussere Peridie doppelt, mit einer zwischenlagernden Schleim- 
schichte. Der Stiel walzig hohl (Fig. 2. 3.) ohne deutlich 
gesonderten Hut. In den Falten (Fig. 4) des oberen Strunk- 
theiles liegt der grüne Sporenbrei, der früher die Basidien 
(Fig. 5. 6) und dann die Sporen (Fig. 7) enthält und zer- 
fliesst. A. A. G. caninus (Fig. 1 — 7). Gelblichweiss, Sporen- 
masse grün oder roth. In Europa, s, selten, C. canariensis 
(Fig. 8). Peridie grubig. Stiel dünn, Hut gross, faltig. Auf 
den canarischen Inseln. Dictyophallus. Taf. E. 51. Fig. 
9 — 11. Peridie wulstförmig, doppelt, Gallerte umschliessendj 



Lxxxvr 

der Stiel genetzt, hohl (Fig. 9—11); der Hut halbCrci, der 
Rand abstehend (Kig. 10). A. A. D, aurantiacns. l\'ridie weiss; 
Stiel nnd llu( orangegelb. I'ondiehery in Indien. Suublum. 
(III. p. 119) Taf. E. öl. Fig. 12. 13. Peridie lappig rcissend. 
Der Stiel stark, kantig, mit aufgcwachseneni, hutrörmigcni, 
innerem Peridimn, welehes seehsseitigc Zellen (Fig. 13) be- 
sitzt, welehe den Sporenbrei enthalten. A. A. S. periphrag- 
niaticmn. Amerika. Phallus (III. p. 119). Taf E. F. .Sl. 52. 
F'ig. 14 — 21. Fig. I— r>. Die äussere Peridie doppelt, mit 
zwisehenlie^ender Selileimschichle. Die innere Peridie hut- 
röimig, gestielt, geneizt, und mit der zähen, naeh Nees von 
Esenbek's Mittheilung, früher Basidien enthaltenden Sporen- 
iiiasse bedeckt. Der Stiel hohl und innen und aussen ge- 
schleiert. A. A, Ph. rubicundus. Taf. E. h\. Fig. li. Stiel 
rodi, Hut braun. Aus Carolina. Ph. Hadrianii. Fig. Ih — 17. 
Wie der stinkende Phallus (s, 52. Fig. 1 — 6). Der Stiel soll 
jedoch mit grauen Flecken gesprenkelt sein. Unserer Ansicht 
nach ist diese Art durch eine rohe Abbildimg und falsche 
Beschreibung aus Ph. im])udicus entstanden. In Holland. Ph. 
roseus. Fig. 18 — 21. Peridie seitlieh reissend. Küthlich. In 
Aegyptcn. Ph. impudicus Taf. F. 52. Fig. 1—6. Hut grün; 
Stiel weiss; heftig und durchdringend widrig riechend. Ge- 
mein. Hymenophallus (III. p. 120). Taf. F. 52. Fig. 
7 — 11. Peridie wulstförmig; innere Peridie gestielt, hutförmig; 
der Stiel geschleiert, und an der Spitze mit einer besonderen 
hautartigen oder genetzten Hülle umgeben. A. A. II. duplica- 
tus. Fig. 7. Hut gelb; Hülle grau; Stiel weiss. Stinkend. In 
Carolina. II. indusiatus. Fig. 8 — 10. Hut grim, gerandet 
(Fig. 9); Hülle, Schleier, Stiel weiss; Sporen spindelförmig 
(Fig. 10). Aus Biasilien. Ph. Daemonum. Fig. 11. Hut isabell- 
gelb; Stiel weiss; l^eiidie schmutzig grau; Hülle klein ge- 
netzt. In Ostindien und den Sunda-lnscln. 



II. Unterordnung: SCLEHOG \STERES (III. p. 120). 
Hierher rechnen wir alle Pilze, welche ein hornartiges 
Peridium (Perithecium genannt) besitzen, welches einen Kern 
mit Schläuchen oder mit Basidien umschliesst. Folgende Fa- 
milien gehören hierher: 

XLII. Familie: ALPHITOMORPHEAE (III. p. 120) 
Taf. F. 53. Peiidie einfach, und mit einem faserigen oder 
fädigen Träger gestützt. Die Sporen einfach, und in 
Schläuchen oder in Sporangiolen eingeschlossen. Gattungen: 
Antennaria (III. p. 120). Taf. F. 53. Fig. 1—3. Peridie 



LXXXVII 

einfach , aufspringend. Träger strahlig. Sporen einfach. A. A. 
A. laevigata. Braun. Sporen (Fig. 3) eiförmig. Auf Holz. 
Lasiobotrys (III. p. 121). Taf. F. 53. Fig. 4 — 7. Peridien 
entwickeln sich unter der Oberhaut der Blätter (Fig. 4), 
sind häutig, und mit kurzfädigen Trägern gestützt (Fig. 5. 6). 
Die Sporen (Fig. 7) sind einfach. L. Lonicerae. Braun. 
Auf Blättern des Geisblattes. Pleuropyxis (III. p. 121). 
Taf. F. 53. Fig. 8 — 10. Die Peridien sitzen auf aufrechten 
einfachen Fäden seitlich (Fig. 9). Sporen spindelförmig, ge- 
krümmt (Fig. 10). A. A. PI. microspcrma. Schwarz; auf Holz. 
Pisomyxa (III. p. 121). Taf. F. 53. Fig. 11 — 13. Peridien 
häutig; die Sporen einfach (Fig. 13), in schleimige Sporan- 
giolen (Fig. 12) gehüllt. Der Träger strahlig. A. A. P. raco- 
dioides. Träger schwarz ; Peridie gelb. Auf Blättern in Bra- 
silien. Erysiphe (III. p. 122). Taf. F. 53. Fig. 14—18. Wie 
die vorige , nur umschliesst die Peridie vier Schläuche (Fig. 
15, 16, 17), ohne Paraphysen, deren jeder einfache Sporen 
enthält. A. A. E. hicornis. Auf lebenden Blättern des Ahorn. 
XLIII. Familie: SPHAEBONEMEAE (III. p. 122). Taf. 
F. 54. Die Perithecie verschieden gebaut. Der Kern aber 
ist schleimig oder pulverig , und enthält einfache Sporen, 
welche ohne Schläuche und ohne Basidien gebildet worden 
sind. Gattungen: Goniothyrium (III. p. 123) Taf. F. 54. 
Fig. 1 — 3. Die häutige Perithecie reisst imregelmässig , und 
enthält eiförmige Sporen (Fig. 3). A. A. C Pini. Braun; 
Sporen weiss. Auf Nadeln der Fichte im Winter. Sacci- 
dium (III. p. 124) Taf. F. 54. Fig. 4 — 5. Perithecie schild- 
förmig. Kern schleimig mit eiförmig^cn Sporen. A. A. S. 
Chenopodii. Auf lebenden Blättern der IMelde. Apiosporium 
(HI. p. 125) Taf. F. 54. Fig. 6—7. Perithecie oben durch- 
bohrt. Kern früher schleimig, später pulverig, und fädig ge- 
reihte Sporen enthaltend (Fig. 8). A. A. A. polymorphum. 
Schwarz. Auf Weidenholz. Dilophospora (III. p. 126) 
Taf. F. 54. Fig. 8. 9. Perithecie einfach, oben durchbohrt, 
der Kern enthält lange walzige Sporen (Fig. 9), deren Ende 
mit fädigen, ästigen Anhängseln versehen sind. A. A.D. Gra- 
minis. Auf Gräsern. Septoria (III. p. 127) Taf. F. 54. 
Fig. 10—11. Perithecien eingesenkt, mit einfachem Halse. 
Die walzigen getheilten Sporen werden in Banken ausge- 
stossen. A. A. S. Ulmi. Schwarz. Auf Blättern der Ulme. 
Sphaeronema (III. p. 128j. Taf. F. Fig. 54. Fig. 12—13. 
Die einfachen Perithecien haben einen verlängerten Hals, 
und stossen den schleimigen, aus einfachen Sporen bestehenden 
Kern aus. A. A. Sph. verrucosum. Schwarz, warzig; Sporen 



Lxxxvin 

(Fi^^ 13) eiförmig. Polystigma (III. p. 128.) Taf. F. 5i. 
l''ii;-. li — lli. Die einfachen l'eritliecien (Fig. 1 i. \h) in einen 
fleischigen Träger versenkt, ohen mündend , und der sclilei- 
mige Kern enthält nehen den einlachen Sporen aucli Fäden 
(s. Fig. IG;. A.A. P. luivum. Orangegelh. Auf Ichenden Blät- 
tern des Prunus Padus, gemein. iM ioro th\ rium (HI. p. 
128). Taf. F. Fig. 17—20. Eine schildförmige', in der Mitte 
durchhohrte Pcrithecie (Fig. 17. 19) deckt eine Menge sack- 
förmiger schlauchähnlicher Peridien (Fig. 18), welche ge- 
theilte Sporen (Fig. 20) enthalten. A. A. IM. microscopicum. 
Auf Gräsern. Acrospermum (III. p. 127). Taf. F. 54. 
Fig. 21 — 23. Eine lange, keulenförmige, ohen durchbohrte 
Perithecie enthält einen sclileimigen Kern, welcher aus sehr 
langen, stabförmigen Sporen besteht (Fig. 22). A, A. A. com- 
pressum Fig. 21. 22. Schwarz, auf ilolz. A. gracile. Fig. 23. 
Braun. Auf Holz, selten. 

XLIV. Familie: SPIHF.RIACEI (III. p. 130) Taf. F. 
55. 56. Die an der Spitze durchhohrte oder zerfallende l^eri- 
thecie birgt einen Kern, aus sporentrngenden Schläuchen 
gebildet. Folgende Gattungen sind wichtig zu merken : 
Perisporium (III. p. 130) Taf. F. 55. Fig. 1 — 7. Em 
doppeltes, innen fleischiges Perithecium umschlicsst einen 
bloss aus Schlauchen gebildeten Kern , und zerfallt später 
unregelmässig. Die Schläuche (Fig. 4) sind häutig, und 
umschliessen andere viersporige schleimige Thecen (Fig. 5), 
welche später verschwinden, und die zu vier gereiheten 
Sporen (Fig. 6), welche endlich zerfallen, zurücklassen. 
A. A. P. vulgare. Schwarz. Auf modernden Kürbisschalen. 
Melanospora (III. p. V31) Taf. F. 55. Fig. 8—12. Eine 
häutige Perithecie mit verlängertem Halse umsrhiiesst einen 
später pulverigen, schwarz gefärbtenKern, dessen Schlauche 
(Fig. 9) später zerfallen, und die Sporen zurücklassen. A.A. 
M. ehionea. Fig. 8 — 10. Perithecie haarig; Sporen (Fig. 
10) eiförmig. AulINadeln der Kiefer. M. Zaniiae (Fig. 1 1 — 12.) 
Sporen länglich, an den Spitzen warzenftirmig verlängert, 
schwarz. Auf I5lätlern der Zamia horriJa , selten. Sphae- 
ria (^III. p. 132) Taf. F. 55. Fig. 12- 17. Pciithecie horn- 
artig, mit selileiniij^em Kerne, welcher Schläuche mit ge- 
theilten Sporen und einlachen Paraphysen enthält. A. A. 
Sph. acuta. Fig. 12. 13. 14. 16. Schwarz, Spoien einfach, 
gekrümmt, getheilt, gelb. Auf faulenden Pflanzenslengeln, 
s. gemein. Sph. Doliolum, Fig. 15. 17. Perithecie gedrückt, 
kurz, gerändert, schwarz. Sporen eihirmig, quergetheilt. 
Auf modernden Pflanzenresten. Chaetomium (III. p. 132) 



LXXXIX 

Taf. F. 55. Fig. 18—22. Die oben durchbohrte Perithecie 
ist mit langen Borsten bedeckt, und mittelst eines fädigen, 
zarten Hypothalius aufgeheftet. Der Kern enthalt Schläuche, 
welche später verfallen, und einfache Sporen zurücklassen, 
welche ausgestossen werden. A. A. Ch. murorum Fig. 18 20. 
Grau, Borsten eingerollt, Schläuche keulig (Fig. 19); Spo- 
ren eiförmig, hell (Fig. 20). Auf feuchten Mauern, selten. 
Ch. affine. Fig. 21. 22. Schwarzgrün, Borsten steif; Sporen 
eiförmig gespitzt, dunkel (Fig. 22). Selten, auf modernden 
Blättern. Pemphidium ("lll. p. 133) Taf. F. 55. Fig. 
23 — 28. Die schildförmige Perithecie ist an der Spitze mit 
einer kleinen, später zweilippipen Warze (Fig. 24 — 26) ge- 
krönt. Der Kern enthält keulige Schläuche (Fig. 27) mit 
ästigen Paraphysen, und einfache, spindelföimige Sporen 
(Fig. 28). A. A'. P. nitidum. Flecken rauchfarb, Perithecie 
schwarz. Auf Funden und Blättern der Maximiliana regia 
und Attalea Maripa. Gucurbitaria (III. p. 134) Taf. F. 
55. Fig. 29 — 33. Die einfachen, hornartigen Perilhecien 
stehen auf der Oberfläche des Trägers (Fig. 30 — 32), und 
ihr Kern enthält Schläuche mit gelheilt-zelligen Sporen und 
einfachen Paraphysen (Fig. 33). A.A.C. elongata. Schwarz; 
Sporen gelb. Auf dürren Aesten der Robinien. Poronia 
(III. p. 135) Taf. F. 56. Fig. 1—4. Der Träger ist becher- 
förmig, und aussen mit einer dunklen Oberhaut bedeckt. 
Die Perithecien sind der Scheibe eingesenkt (Fig. 2), und 
enthalten Schläuche (Fig. 3) mit dunklen Sporen (Fig. 4). 
A. A. P. pezizoides. Schwarz, Scheibe weiss. Auf Pferde- 
mist. Hypoxylon (III. p. 135) Taf. F. 56. Fig. 5—8. Der 
ästige, fleischig-holzige Träger hat die Perilhecien in der 
Mitte an der Basis derAeste eingesenkt (Fig. 5. 6), welche 
einfache Schläuche (Fig. 7) mit einfachen Sporen (Fig. 8) 
enthalten. A. A. H. vulgare. Schwarz; Aeste an der Spitze 
grau bestäubt; Fleisch weiss. Gemein, auf faulenden Baum- 
stöcken. Thamnomyces (III. p. 136) Taf. F. 56. Fig. 
9 — 12. Auf einem aufrechten, ästigen Träger stehen die 
Perithecien oberflächlich, oder sind achselständig, mit viel- 
sporigen Schläuchen (Fig. 11) und. einfachen Sporen (Fig. 
12), A. A. Th. rostratus. Aus Cayenne. Acrosphaeria 
(in. p. 136) Taf. F. 56. Fig. 13—17. Auf der Spitze eines 
einfachen oder ästigen Trägers steht eine einzige Perithecie. 
Die Sporen sind einfach. A. A. A. annulipes. Fig. 13 — 16. 
Schwarz. In Brasilien. A. collabens (Fig. 17). Schwarz. Aus 
Guyana. Xylaria (III. p. 136) Taf. F. 56. Fig. 18—20. a. 
Ein keuliger Träger hat an der ganzen Oberfläche die 



xc 

Perilliccicn (Fi<^. 18. 19) eingesenkt. Der Kern hat die 
ScliUiuche stralilig^ gestellt, und enthalt einfache Sporen 
(Fig. 20 rt). A. A. X. polvniorpha. Schwarz, innen weiss. 
Gemein an alten Baunistcicken. Cordyceps (III. p. 130) 
Taf. F. nO. Fig. 21 —26. An der Spitze eines nackten Trä- 
gers sind nackte Perithecien (Fig. 26) zu einer Keule ver- 
einigt, und ihr Kern enthält Schläuche (Fig. 23) und Pa- 
raphysen (Fig. 20) mit stabförmigen , quergelheillen Spo- 
ren (Fig. 24). A. A. G. Hiigelii. FMcischCarb. Auf Raupen 
aus Neu-Seeland. 

XLV. Familie: MIXANCOINIACEAE (III p. 138) 
Taf. F. 57. Perithecien vielgestaltig, und einem Kern um- 
schliessend, dessen einfache Spuren auf fadigen Basidien 
entwickelt werden. Die Sporen sind acrogen, und die äusseie 
Sporenhaut ist stets einfach, so auch der Sporenkern, nur 
bei Stegonosporium ist er quergetheilt, und der Sporen- 
brei wird bei allen Gattungen dieser Familien in Ranken 
entleert. Gattungen sind bekannt: C rvp tos p o ri u m (III. 
p. 138) Taf F. 7. F^ig. 1 — 4. Pcrithecie einfach, kein Säul- 
chen, Basidien kurz (Fig. 3); Sporen spindelförmig, ge- 
krümmt (Fig. 4). A. A. Cr. Neesii. Auf Aesten der Erle, 
unter der Epidermis. Nemaspora (III. p. 138). Taf. F. 57, 
Fig. 5 — 9. Perithecie häutig-zcllig einem Träger eingesenkt 
(Fig. 6). Kern weiss, mit kurzen Basidien (Fig. 8) und ein- 
lachen spindelförmigen Sporen. A. A. IN. Salicis. Auf er- 
frorenen Aesten unserer Weiden. Melanconium (III. p. 
139). Taf. F. 57. Fig. 10 — 1 i. Perithecie häutig, zart, mit 
einer fremdartigen weissen Säule durchbohrt (Fig. 11.), mit 
schwarzem Sporenbreie, kurzen fadigen Basidien (Fig. 12, 
13) und Sporen mit einfachem Sporenkerne (Fig. 14). A.A. 
M. Juglandis. Auf abgestorbenen Aesten der Wallnuss, 
gemein. Stegonosporium (III. p. 130). Taf. F. 57. Fig. 
15). Wie die vorige gebaut, mit oder ohne Säulchen; 
Sporen mit ganzer Sporenhaut und zelligem Sporenkern; 
mit fädigen Paraphysen. A. A. St. pyriforme. Schwarz. Auf 
Aesten der Ahorn-Arten und der \N'allnuss. 

XLVI. Familie: SPOROCADEAE (III. p. 1 iO) Taf. 
F. 58. Diese kleine Familie gleicht im Baue der Peiilhecien 
der vorigen völlig. Der Spt^ienbrei ist gefärbt , die Spo- 
ren sind acrogcn und auf kurzen Basidien gebildet, ver- 
einzelt oder wirtelständig , und quergetheilt. Es sind nur 
folgende vier Gattungen bekannt: Sporocadus (III. p. 
140). Taf. V. 58. Fig. 1 — 4. Perithecie einfacli, hornartig 
oder häutig, am Gipfel durchbohrt. Basidien einfach (Fig. 



XCI 

3, 4), stielförmig, mit Paraphysen um^^eben. Sporen quer- 
getheilt. A. A, Sp. rnaculans. Abgestorbene Flecke auf den 
Blättern der Gamellia japonica werden von dem Pilze be- 
wohnt. Gemein, in Glashäusern. Angiopoma Taf. F. 58. 
Fig. 5,a — 7. Perithecie häutig, sitzend, oben fast deckei- 
förmig aufspringend. Basidien stielförmig, die walzigen, 
braunen, quergetheilten Sporen (Fig. 7) tragend. A. A. 
A. campanulatum. Schwarz, Sporen braun. Auf Samen des 
Bromus sterilis. Pestaiozzia (III. p. 141) Taf. F. 58. Fig. 
8 — 9. Die eingesenkte hornartige Perithecie ist oben durch- 
bohrt. Die Basidien sind stielförmig, und die quergetheilten 
Sporen (Fig. 9) tragen an der Spitze drei lange, oft rück- 
gebogene Wimpern. A. A. P. Guepinii. Auf trockenen Blät- 
tern der Camellien und Magnolien. Prosthemium (111. 
p. 141) Taf. F. 58. Fig. 10—12. Die einfache, hornartige 
Perithecie ist eingesenkt. Der Kern ist früher gallertartig, 
dann trocken, und enthält einfache, fädige, mitParaphysen 
umgebene Basidien (Fig. 11), welche wirtelig gestellte Spo- 
ren (Fig. 1*2) tragen. A. A, Pr. betulinum. Schwarz. Auf 
Birkenästen, s. selten. 

XLVII. Familie: HYSTEBIACEAE (III. p. 142). Taf. 
F. 59. Die einfaclie oder zusammengesetzte Perithecie springt 
entweder einfach mit einem oder niehreien Längsrissen 
oder mit einem Deckel auf. Der Kern ist scheibenförmig ; 
die Schläuche röhrig oder keulenförmig. Sporen einfach 
oder zellig. Die wichtigsten Gattungen sind: Hysterium 
(III. p. 142). Taf. F. 59. Fig. 1—4. Perithecie Miornartig, 
der Länge nach aufspringend (Fig. 2). Kern wachsartig; 
Schläuche (Fig. 3) mit einfachen Sporen (Fig. 4). A. A. H. 
Bubi. Auf faulenden Stengeln der Brom- und Himbeere. 
Hysterangium (III. p. 143) Taf. F. 59. Fig. 5—8. Feri- ^q 
thecie wie bei der früheren; Kern fest, Schläuche (Fig. 6) 
eingewachsen , mit zelligen Sporen (Fig. 1). A. A. H. puli- 
care. Auf Baumrinden. Sporomega (III. p. 143). Taf. F. 
59. Fig. 9—12. Perithecie gleich der früheren. Der Kern 
besteht aus Schläuchen ohne Paiaphysen (Fig. II), welche 
lange stabförmige Sporen (Fig. 12) einschliessen. A. A. Sp. 
degenerans. Auf Stengeln der Moosbeere, selten. Glonium 
(IIb p. 144) Taf. F. 59. Fig. 13—17, Die strahlig-ästige 
Perithecie (Fig. 14, 15) ist unten stie'artig verschmälert, 
und sitzt auf einem fädigen, veifdzten Träger (Fig. 13) ; 
springt längs auf, und ihr Kern enthält Schläuche mit 
zweizeiligen Sporen (Fig. 17). A. A. Gl. Mühlenbergii. 
Schwarz. Aus Carolina. Actidium (III. p. 141) Taf. F. 59. 



\»i. 



XGII 

Fig. 18 -21. Die Perithccie ist sternformig-ästig oder schei- 
benförmig, und springt slrahlig auf. Der Kern ist waclis- 
arrig. A. A. A. hysterioides (Fig. 18, 19); schwarz. Auf 
Tannenholz. A. Haenkei (Fig. 20. 21), scheihenförrnig, 
schwarz, gerunzelt. Aus Mexiko, auf den Blättern eines 
Slyrax. Hhytisma (III. p. 145) Taf. F. o9. Fig. 22—24. a. 
Peiithecie scheihenConnig, gerunzelt, rissig aufbrechend, 
innen vielzellig (Fig. 23). Der Kern wachsartig. Schläuche 
einfach (Fig. 24). vS])oren einfach (Fig. 24, «). A. A. Rh. 
acerinum. Auf lebenden Blättern der Ahorn-Arten, s. ge- 
mein. Der Pilz reift erst am abgefallenen , fast modernden 
Blatte. Phacidium (III. p. 14 5) Taf. F. 50. Fig. 25—29. 
Die Perithccie öllnet sicli sternförmig mit mehreren Lap- 
pen (Fig. 25 — 27), und der scheibenförmige Kern enthält 
keulige Schläuche (Fig. 28) mit einfachen Sporen (Fig. 29). 
A. A. Ph. coronatum; schwarz, Scheibe leichenfarb. Auf 
modernden Fichenblättern. 

Herr Prof, Unger beschreibt auch eine fossile Gattung 
dieser Reihe unter dem Namen llvsterites labvrinthiformis 
(s. Taf. F. 59. Fig. 30. 31), welche wir kopirten, aber keine 
Diagnose geben können, da die Beschreibung dieses Blatt- 
pilzes zu dubios ist. Auf Blättern aus tertiärem Kalkschiefer 
von Radoboj aus Croatien. 

XLVIIL Familie: PIIRAGMOTBICIIIACEAE (III. p. 
146) Taf. F. 60. Die Perithccie öllnet sich mit einer Längs- 
spalte oder sternförmig , und der scheibenförmige Kern 
ist schleimig oder pulverig, und seine Sporen werden auf 
fädigen Basidien entwickelt, sind einfach oder zellig, ver- 
einzelt oder rosenkranzformig gereiht. Folgende Gattungen 
sind wichtig zu merken: Labreila (IIL p. 146) Taf. F. 
60. Fig. 1 — 3. Perithccie länglich, sich längs öffnend (Fig. 
1. 2). Basidien kurz, warzeiifrirmig. Sjioren einfach, spin- 
delförmig (Fig. 3). A. A.L. Punctum; schwarz, Scheibe und 
Sporen weiss. Auf moderndem Holze. Endotrichum (IIL 
p. 147). Taf. F. 60. Fij^. 4 — 6. Perithecien öffnen sich 
längs; der Kern ist pulverig, und die einfachen Sporen 
sind mit einem Fadengeflechle (Paraphvsen ?) durchwebt 
(s. F. 6). A. A. E. xylographicum. Schwarz. Auf Holz. 
Schizothecium (HL "p. 147) Taf. F. 60. Fig. 7—10. Die 
l^erithecie ist konisch, und schlitzt nach ihrer ganzen Höhe 
seitlich (Fig. 7), ist aussen iiaarig, und innen allenthalben 
mit den kurzen stieKörmigen Basidien besetzt (Fig. 8. 9), 
welche von noch kürzeren Paraphysen umgeben sind. 
Sporen gestielt, dunkel, einfach (Fig. 10). A. A. S. fimi- 



XCIII 

colum, Schwarz. Auf Kuhmist, selten. Pili di um (III. p. 148) 
Taf. F. 60. Fig. 11—16. Die Perithecie ölTnet sich stern- 
förmig- lappiy, der Kern scheibenförmig, und enthält spin- 
delförmige gekrümmte Sporen. A. A. P. dryophyllum 
Fig. 11 — 13. Perithecie schwarz, glänzend (Fig. 11); Kern 
weiss, gallertig (Fig. 12); Sporen stumpf (Fig. 13). Auf 
Eichenbläitein, s. selten. P. hemisphaericum. (Fig. 14 — 16.) 
Perithecie kuglich, schwarz, vier- bis sechslappig aufsprin- 
gend (Fig. 14); Kern weiss (Fig. 15); Sporen spitzig (Fig. 
16). Auf modernden Laubhölzern, s. selten. Excipula (HI. 
p. 148). Taf. F. 60. Fig. 17—20. Perithecie becherförmig, 
früher geschlossen, dann geöffnet. Der Kern scheibenför- 
mig; Basidien fädig, kurz (Fig. 19) ; Sporen spindelförmig 
lang (Fig. 20), einfach A. A. Ex. Vermicularia. Schwarz, 
borstig. Kern weiss. Auf modernden Pflanzenresten. Phrag- 
mot/ichum (III. p. 148). Tal. F. 60. Fig. 21—23. Die 
Perithecie reisst der Länge nach. Die Basidien sind kurz, 
fadenförmig, und von gleichgcbildeten Paraphysen um- 
geben. Sie tragen die Sporenfäden , welche aus oktaedri- 
schen zelligen Sporen (Fig. 22. 23) bestehen. A. A. Ph. 
Chailletii. Schwarz; Sporen braun. Auf Schuppen der Za- 
pfen der Tanne, s. selten. 



IV. Ordnung: HYMENOMYCETES (IIL p. 149). Diese 
grosse Ordnung umfasst sechzehn Familien, welche we- 
niger an Galtungen reich sind , als die Familien der frü- 
heren Ordnungen, aber grossen Artenreichthum darbieten, 
Sie kommen alle in der Bildung ihres Fruchtlagers darin 
überein, dass sie eine besondere Haut, das Hymenium, bil- 
den, in und auf welchem die Sporen zeugenden Organe 
liegen. Sie zerfallen in zwei grosse Gruppen, je nachdem 
ihr Fruchtlager Schläuche oder Basidien trägt, und in 
beiden Gruppen können wir bereits typische Entwicklungen 
von niederen zu höheren Formen nachweisen, so gering- 
fügig unsere Kenntnisse dieser Gruppen auch noch sind. 
Wir kennen bisher nur wenige tropische eigenthümliche For- 
men , und eine Grosszahl der hierher gehörenden Gat- 
tungen scheint über die ganze Erde verbreitet zu seyn. 

L Gruppe: ASGOPHORI (IIL p. 149) Taf. F. G. 
61 — 67. Das Fruchtlager dieser ganzen Gruppe besteht aus 
neben einander gelagerten, theilweise mit Paraphysen um- 
gebenen Schläuchen, welche die Sporen beherbergen, und 



XCIV 

bei der Reife dieselben in Dostnlt eines feinen Raiiohes 
ausslossen. Folgende sieben Familien gehören hierher: 

XLIX. Familie: I>Y1U)M:MKAE (III. p. 149) Taf. 
F. ßl. Das Frurhilager ist ausgebreitet, ungerandet, wachs- 
artig oder fleischig. Die Schläuche sind röhrenförmig, die 
Sporen einfach. Die hierher gezogenen Pilze sind kriechend, 
oder unter der Oberhaut der l'flanzen lebend und hervor- 
brechend. Sie srellcn gleichsam die Auiiculaiini dieser 
Gruppe dar. Wir kermen zwei (iattungen: Pyronema 
CHI. p. H9) Taf. F. Ol. Fig. 1-5. Fruchtlager unregeU 
ni.Tssig ausgebreitet, wachsartig, gefärbt. Die Schläuche 
O'ig' 2» 3) achisporig; die Paraphysen keulig iVi^- ^) i die 
Sporen einfach C^'K- "*)• ^' ^' P* Marianum ; karminroth, 
weiss gerandet. Auf alten Kohlenmeilern , an Brandstellen 
in Wäldern. Cryptomyces. Taf. F. Gl. Fig. G — 11. Her- 
vorbrechend , kriechend C^'n« 6» '^)> fleischig. Schläuche 
walzig, sechssporig (Fig. 8. 9), mit zarten, einfachen, fa- 
digen Paraphvsen (Fig. 10); Sporen einfach, Oeltröpfchen 
enthaltend (Fig. II). A. A. Gr. Wauchii. Auf Aesten der 
Weiden, seilen. 

L. Familie: AGYRIACEAE (III. p. 150) Taf. F. 62. 
Der Träger ist warzenförmig, sitzend, und an seiner gan- 
zen 0!)erfläche mit dem Fruchtlager bedeckt, und dieses 
letztere ist abermals mit einem häutigen Velum versehen. 
Das Frucbtlager ist bleibend, mit eingesenkten Scldäuchen 
und einfachen Sporen. Diese kleine Familie besitzt nur 
eine Galtung: Agyrium (III. p. 150.) Taf. F. 62, zu wel- 
cher der Familiencharakler aucb als Gattungscharakter 
passt. A. A. A. caesium. Fig. 1—5. Weisslich, mit walzigen 
Schläuchen (Fig. 3), länglichen Sporen (Fig. 5) und durch- 
bohrtem Velum (Fig. i). Auf IIolz, A. rufum. Fig. G — 9. Iler- 
voibrechend (Fig. 1. 2); die Schläuche sind in die ver- 
wachsenen, fleischigen Paraphysen versenkt, sackförmig 
(Fig. 8) , und die Sporen länglich (Fig. 9). Farbe braun- 
roth , innen ist der Träger weiss. Auf Holz, selten. Diese 
Gattung bildet gleichsam die Tubercularien unter den 
Schlauchpilzen. 

LI. Familie: PATELLARIACEAE (III. p. 151) Taf. 
G. 63. Kleine, schüsselförnn'oe Pilze mit Schläuchen und 
Paraplnsen und zelligen Sporen, Hierher gehören: Cryp- 
todiscus (III. p. 151). Taf. G. 63. Fig. 1—4. Scbüs'sel- 
l'örmig, hervorbrechend, gerändert. Fruchtlager wachsartig. 
Sporen quergctheilt. A. A. Cr. pallidus. Hervorbrechend ; 
Rand weiss: Fruchtlager orangegelb. Auf Holz. Mellitio- 



xcv 

sporium (III. p. 151). Taf. G. 63. Fig. 5—8. Von der vo- 
rigen Gattung nur durch die hornartig-häutige dunkle Cu- 
pula (Pig. 6), die grossen Schläuche (Fig- ^) und die viel- 
zelligen Sporen (Fig. 8) unterschieden. A. \. M. versicolor. 
Länglich, hervorhrechend ; das Fruchllager spangrün. Auf 
moderndem Laubholze. 

Die ganze Familie unterscheidet sich von den Pezi- 
zeen durch die zelligcn Sporen, und daher können wir 
die früher als Typus betrachtete Patellaria alrata nicht 
mehr für eine Patellaria erkennen, da sie einfache Sporen 
und den Bau eines Cenanginm hat. 

LH. Familie: PEZIZEAE (IIL p. 125). Taf. G. 64. Be- 
cherförmig, mit einem oberen Fruchtlager, dessen Schläuche 
röhrig, und die Sporen einfach sind. Diese grosse Familie ver- 
dient eine monographische Bearbeitung mit zu Grundlegung 
tüchtiger mikroskopischer Analysen und vollkommen guter 
Abbildungen. Folgende Gattungen sind zu merken wichtig: 
Propolis (in. p. 125) Taf. G. 64. Fig. 1-4. Die Cupula 
ist eingesenkt , randlos, und mit dem dicken Fruchtlager 
bedeckt (Fig. 2) ; die Schläuche (Fig. 3) sind von einfachen 
Paraphysen umgeben , und enthalten stabförmige Sporen 
(Fig. 4). A. A. Pr. phacidioides. Unter der Oberhaut mo- 
dernder Blätter des Arbutus Uva ursi. Stictis (HL p. 125). 
Taf. G. 64. Fig. 5—8. Die Cupula länglich, sich öffnend, 
eingesenkt; das Fruchtlager wachsartii,' ; die Schläuche(Fig 1) 
von Paraphysen umgeben ; die Sporen (Fig. 8) einfach. 
A. A. St, versicolor. Die Cupula braun, am Rande lappig; 
das Fruchtlager weiss; die Sporen länglich, gekrümmt. Auf 
moderndem Weidenholze, selten. Volutella (III. p. 125) 
Taf. G. 64. Fig. 9 — 11. Die Cupula präsentirtellerförmig 
und oben mit einem trommelfellähnlichen, am zurückge- 
rollten Rande befestigten Schleier (Fig. 9 — 11) geschlossen. 
A. A. V. volvata. Pilz bräunlich , Schleier weiss. Auf ver- 
trockneten Aesten der Schlehen. Peziza (III. p. 153). 
Taf. G. 64. Fig. 12—19. Die Cupula früher geschlossen, 
dann geöffnet, das Fruchtlager besitzt Paraphysen und 
Schläuche, welche die Sporen ausstreuen, ohne ausgestossen 
zu werden. Die Sporen einfach. A. A. P. Acetabulum (Fig, 
12 — 14), grau, Fruchtlager bräunlich, der Stiel grubig, die 
Schläuche (Fig. 13) keulig, achtsporig; Paraphysen einfach; 
Sporen eiförmig, einen grossen und mehrere kleine Oel- 
tropfen (Fig. 14) enthaltend. Auf der Erde in Gärten. 
P. pulchella (Fig. 15) gestielt, wollig, weiss, innen orangegelb. 
Auf faulenden Aesten, gemein. P. radiata (Fig. 16) weiss. 



XCVI 

Rand spitzig gc/älint. Auf modernden Pflanzen, sollen. 
P. selosa. (Fi{^. 17). Eingesenkt, sitzend, orangegclb, aussen 
und am Hände mit langen braunen Horsten umgeben. Auf 
moderndem Holze. P. leucoloma (Fig. 18. 1',)). Sitzend, 
aussen weiss, zartwoliig, Fruehtlager hochroth. Auf der 
Erde im Garten häufig. Bulgaria (III. p. 103). Taf. G. 
64. Fig. 20 — 23. Die Cupula ist gerandet, aufgetrieben, 
innen gallertartig, aussen rauh und fallig. Das Fruclitlager 
ist scheibenförmig schwarz. Die Schläuche (Fig. 21. 22) 
mit einfachen Paraphysen umgeben , achtsporig ; die Spo- 
ren (Fig. 23) schwarz. A. A. B. incjuinans. Aussen rauli, 
schwarzbraun, fallig, Fruchtlager schwarz. Auf faulenden 
Eichenstöcken. Ascobolus (III. p. Iö3). Taf. G. 6i. Fig. 
24 — 29. Die Cupula ist gerandet, wachsartig; das Frueht- 
lager besieht aus Paraphysen, zwischen welchen die Schläu- 
che liegen, welche bei der Sporenreife aus dem Frucht- 
lager herausgestossen werden (Fig. 27); sie sind achtspo- 
rig (Fig. 28); die Sporen (Fig. 29) scliwarz. A. A. Asc. 
furfuraceus. Grünlich, durchscheinend. Auf Kuhmist häufig. 
Cenangium (III. p. i5i). Taf. G. Gi. Fig. 30—33. 
Die Cupula ist häutig-hornaitig, früher geschlossen, später 
geöfi'net ; das Fruchtlager wachsartig ; die Schläuche (Fig. 
32) dünn, mit Paraphysen umgeben; die Sporen (F"ig. 33) 
einfach. A. A. C. ferruginosum. Aussen braun, dunkel , in- 
nen gelber. Auf Aesten der Kiefer. Tvmpanis (III, p. 
154). Taf. G 64. Fig. 34-39. Viele Pilze sind auf dem- 
selben Träger verwachsen (s. Fig. 35), und jeder Ast des- 
selben endigt in eine früher geschlossene (Fig. 36), später 
geöffnete Cupula, welche das dunkle Fruchllager (Fig. 37. 
38) trägt. Die Schläuche (Fig. 39) sind walzig. Wir fauden 
keine Sporen. Der ästige Träger bildet gleichsam den 
•Uebergang zur nächstfolgenden Gattung. A. A. T.. conspersa. 
Träger aussen und innen schwarz, Fiuchtlager gelblich- 
schwarz. Auf Aesten der Vog(!lbcere (Scn'bus Aucuparia). 
Cordierites (III. p. 154) taf. G. 64. Fig. 40-42. Der 
hohe ästige Träger ist gebrechlich, und trägt an der Spitze 
seiner Aeste eine am Bande eingerollte Cupula (Fig. 41). 
Die Sporen (Fig. 42) sind einfach. A. A. C. guianensis. 
Schwarzgrau, bereift. yVuf moderndem Holze, aus Cayenne. 
MII. Familie: (iEOGLOSSEAE (III. p. 156). Taf. 
G. 65. Fleischige, keulenförmige Pilze, an der Keule mit 
dem begränztcn schlauchtragenden Fruchtlager bedeckt. 
Sporen getheilt. Es ist aus dieser kleinen Gruppe nur eine 
Gattung bekannt: Geoglossum (III. p. 156) Taf. G. 65. 



i 



xcvn 

Ihre Arten sind alle schwärzlich gefärbt, und ihre Schläuchfi 
sind sackförmig (Fig. 3. 7), und enthalten viele slabtürmige, 
getheilte Sporen (Fig. 4. 8). A. A. G. glabrum (Fig. 1 — 4). 
Braunschwarz; Fleisch faserig, etwas heller gefärbt. Besitzt 
keine Haare. G. hirsulum (Fig. 5 — 8). Rauh, feinhaarig, 
die Haare an/Fruchtlager entspringen zwischen den Schläu- 
chen und Paraphysen (Fig. 7), sind schwarz und pfrieinen- 
förmig; die Schläuche sind sackförmig, und enthalten viele 
parallel gelagerte, 10 — 20zellige braune Sporen (Fig. 8). 
Beide Arten kommen auf sumpfigen Wiesen vor, und sind 
ungeniessbar. 

LIV. Familie: LEOTIACEAE (III. p. 156). Taf. G. 
6ß. Kopfförmig-keulige Pilze, mit oberständigem oder unter- 
ständigem, wachsartigem, streng abgegränztem, glattem 
Fruchtlager, mit Schläuchen, Paraphysen und mit unge- 
theilten einfachen Sporen. Alle uns bekannten Pilze dieser 
Gruppe sind gestielt. Folgende Gattungen sind wichtig: 
Vibrissea (III. p. 156). Taf. G. ßß. Fig. 1—4. Die Keule 
kopfförmig, nach unten eingerollt (Fig. 2. 4), gerandet. 
Das Fruchtlager gefärbt , und bei der Sporenreife treten 
die Schläuche empor, und machen es gleichsam sammtartig. 
A. A. V. truncorum (Fig. 1 — 2). Köpfchen flach, goldgelb. 
Stiel weiss. V. Persoonii (Fig. 3. 4). Köpfchen gewölbt, 
roth , Stiel grünlich. Beide Arten auf faulenden Baum- 
stöcken, s. selten. Mitrula (III. p. 157). Taf. G. 66. Fig. 5. 
Die Keule aufgeblasen, eiförmig, an der Basis dem Strünke 
enge anliegend. Sporen einfach, in walzigen Schläuchen 
(Fig. 5. a). A. A. M. Heyderi. Bräunlichgelb. Auf modernden 
Fichtennadeln, s. selten. Spathulea (III. p. 157). Taf. G. 
ßQ» Fig. 6 — 10. Die Keule spatellormig, flach, an der Seite 
etwas herablaufend (schief aufgesetzt), wachsartig ; die 
Schläuche vielsporig (Fig. 9) mit gekrausten einfachen 
Paraphysen umgeben. Die Sporen stabförmig (Fig. 10). A.A. 
Sp. flavida. Stiel weiss, Fruchtlager gelb. In Wäldern. 
Cucu Ilaria Taf. G. 66. Fig. 11 — 14. Hut ausgebreitet, 
an der ünterfläche mit dem wachsartigen, begränzten 
Fruchtlager bedeckt, dieses ist gefärbt, und später zart 
gefaltet. Wir besitzen keine Analyse dieser seltenen Pilze; 
beide Arten nur in England beobachtet. A. A. G. helvel- 
loides Fig. 11 — 12. Hut gelbbraun, am Rande eingerollt. 
Fleisch dicht, weiss. Fruchtlager orangegelb. Stiel weiss, derb. 
C. infundibuliformis Fig. 13, 14. Hut grünlich-schmutzig; 
Fruchtlager weisslich. Stiel blass olivengrün. Fleisch derb, 
weiss. Leotia (III. p. 157). Taf. G. ßß. Fig. 15 — 19. Hut 

7 



xcvm 

keulig, fast kopfföriDiij ; Fiuchtlagcr begrenzt, fleischig 
oder gallerlarlig, gefärbt. Schläuche (Fig. 16.18) lang, wal- 
zig, achtsporig; Sporen (Fig. 17. 19) einfach. A. A. L. lu- 
brica Fig. lö — 17. Keule grün, Suel gelb. L. uliginosa. 
Fig. 18 — 19. Keule orangcgelb. Stiel weiss. An schaltigen, 
feuchten Orten unter Laubholz. 

LV. Familie: IIKLVELLACEAE (III. p. 158). Taf. G. 
67. Fleischige essbare Pilze, mit mützenförmigein, keglichem 
oder lappigem Hute, auf dessen Oberfläche das waclisartigc 
Fruchtlager liegt, welches aus langen achlsporigen Schliuichen 
mit Paraphvsen besteht. Sporen einfach. Bisher sind nur 
folgende drei Gattungen bekannt. Verpa (III. p. 158). 
Taf. G. 67. Fig. 1 — 3. Hut glockenförmig, frei (Fig. 1. 2), 
glatt. A. A. V. Kronibholzii. Hut braun , gebrechlich, 
Schläuche (Fig. 3) achtsporig, Sporen eiförmig, vStiel 
fleischfarb. Selten in Wäldern. Helvella (III. p. 158) 
Taf. G. 67. Fig. 4 — 12. Hut mutzen förmig, lappig, grubig, 
gefaltet. Schläuche achtsporig (Fig. o. 6). A. A. H. clastica. 
Fig. 4 — 6. Hut blassledergelb. Stiel weiss. H. crispa (Fig. 
7 — 8). Hut blass, gefaltet. Stiel grubig, weiss. Sporen ei- 
förmig (Fig. 8). H. indata (Fig. 9). Hut grubig, rothbraun, 
gebrechlich. Stiel röthlich. II. Klotzschiana (Fig. 10, 11). 
Hut braun, zvveilappig ; Stiel ledergelb, Sporen eiförmig, 
einen Oeltropfen enthaltend. H. atia (Fig. 12). Hut zwei- 
lappig, oben und unten schwarz; Stiel schwarz. Alle Arten 
auf der Erde in Wäldern. Morchella (III. p. Iö8). Taf. 
G. 61. Fig. 13 — 16. Hut mit netzförmig verbundenen Adern 
bedeckt. Schläuche (Fig. 16) achtsporig; Sporen einfach. 
A. A. M. conica C''"'»* '^)' *^"'- I^cgelfönuig, mit dem Stiele 
verwachsen, graubraun. Stiel weiss. IM. bohen)ica. Fig. 
14 — 16. Hut mützenlörmig , frei, gelbbraun. Stiel weisslicli, 
markig, später hohl. Heide auf der Erde; wohlschmeckend, 
werden mMorcheln, Maurochen« genannt. 



II. Gruppe: BASIDIOPHORI (III. p. Iö9). Das Frucht- 
lager trägt ein- oder vicisporige Basidien. Die Sporen sind 
acro- oder pleurogen. Die Glieder dieser zweiten Gruppe 
sind am vollständigsten und am längsten bekannt. Sie 
bilden neun Familien, und umfassen mikroskopische und 
auch die grössten der bekannten Pilzformen. Die Galtungen 
sind nicht mehr so reichlich , und die Gestaltung der 
Früchte ist schon sehr beschränkt, aber um so zahlreicher 
sind die Arten , und namentlich die Gattung Agaricus 



XCAK 

dürfte wohl die artenreichste Pflanzengattung auf dem Erd- 
balle sein. Die bekannten Familien sind : 

LVI. Familie: TUBEHGULÄRIACEAE (IH. p. 159). 
Taf. G. t)8. Kleine, hervorbrechende, oder oberflächHch auf- 
gewachsene, ausgegossene oder kugliche , oft vielgestaltige 
Pilze, deren einfache Sporen auf fadigen Basidien stehen, 
welche letzteren auf einem träger -ähnlichen Organe be- 
festigt sind. Die Sporen sind einlach; gallerartige , feste, 
selten staubige Sporenmassen bildend , welche das aus 
Basidien bestehende Fruchtlager bedecken. Sie sind acrogen, 
selten kettenförmig genihel. Frühere Systemaliker stellten 
die hieiher gehörigen Galtungen zu den Goniomyceten, die 
Basidienbildung und den anatomischen Bau übersehend. 
Die wichtigsten Gattungen sind: Uymenula (III. p. 160) 
Taf. G. GcS.' Fig. 1—4 Der flache, gerandete Träger (Fig. 2) 
ist oben mit fadenförmigen, aufrechten, gedrängten Ba- 
sidien (Fig. .S) bedeckt, welche einfache Sporen tragen 
(Fig. 4). Die Substanz ist fast wachsartig. A. Ä. H. vulgaris. 
Weiss. Auf vorjährigen vertrockneten Stengeln der (Nessel 
häufig. Myrothecium (III. p. 160). Taf. G 68. Fig. 5 — 8. 
Wie die vorige gebaut, aber der Band ist wollig , und in 
der Jugend überdecken diese Wollfäden den ganzen Pilz. 
Die Basidien (Fig 7) sind fädig, die Sporenmasse ist brei- 
artig, die Sporen (Fig. 8) sind walzig. A. A. M. Verrucaria. 
Wollfäden weiss; Fruchtlager und Sporenmasse grün. Auf 
faulenden Pflanzen, selten. Ph vmalos t r o m a (Hl. p. 160) 
Taf. G. 68. Fig. 9—10. Träger blasig, zerfallend (Fig. 9). 
und später sind Izwischen diesen Zellhlasen die Sporen 
(Fig. 10) eingestreut. A. A. Ph. stercorarium. Weiss. Spo- 
ren eiförmig. Auf vertrocknetem Bindskoth, häufig. Mela- 
nostroma (III. p. 160) Taf. G. 68. Fig. 1 1-12. Der Träger ist 
hornartig, die Rinde durchbrecheud, die Sporenmasse fest, 
weiss; Sporen (Fig. 12) spindelförmig oder walzig. A. A. 
M.minutum. Weiss ; Träger schwarz. Auf abgestorbenen Aest- 
chen, seilen. Gliostroma (III. p. 161). Taf. G. 68. Fig. 
13 — lö. Träger polsterförmig, faserig -galleitartig, ganz mit 
der Sporenmasse umgeben (Fig. 14). Sporen (Fig. 15) ei- 
förmig. A. A. Gl. pezizoides. Weiss. Auf moderndem Poly- 
stigma (Sphaeria) lyphinum, selten. Chroo ström a (III. p. 
161). Taf. G. 68. Fig. 16. 17. Der Träger ist gallertartig, 
durchsichtig, gelb; die grosse Sporen (Fig. 17) sind ihm 
später eingesenkt. A. A. Gh. pini. Gelb. Auf modernden 
INadeln der Fichte etc. Crocysporium (III. p. 161). Taf. 
G. 68. Fig. 18—20. Der Träger besieht aus getheillen ein- 

1 * 



lachcM Fäden, welche an ihrer Spil/.e die Sporen tragen 
(s. Fig. li)). Die Sporen sind unten vomFensterclien durch- 
bohrt. A. A. Cr. Aegerita. Weiss. Sporen verkehrt eiförmig. 
Aut laulendem IJolzc am Ifer der Bäche. F p i c o c c u m 
(III. p. 142). Taf. G. 68. Fig. 21—23. Der Träger ist flei- 
schig, zeMig, kuglich (Fig. 21), und die Sporen sind an 
seiner Oberfläche mittelst kurzer, sliellVirmiger liasidien 
befestigt. Die Spoicn (Fig. 22. 23) sind sphärisch-tedrae- 
drisch, und die Sporenhaut ist meist warzig. A. A. E. her- 
baruu). Kleine dunkle Punkte sitzen in rolhen Flecken, mit 
dunklem röthlichem Träger und braunen Sporen ; häufig. 
Dacryomyces (111. p. 102). Taf. G. G8. Fig. 2i — 2(5. Der 
Träger gallertig, sitzend, aus langen, ästigen, getheilten 
Fäden bestehend, deren Spitzen die Basidien bilden, und 
die zusammengeketteten Sporen (Fig. 2(j) tragen. A. A. D. 
lacrvmalis. Ilothgelb. Auf Tannen- und Fichtenholz. Periol a 
(III.' p. 102). Taf. G. 68. Fig. 27. a, b, c, d. Der zellige 
Träger ist an seiner Oberfläclie mit dem Fruchtlager bedeckt. 
Die Sporen werden von den Endgliedern der kurzen ketten- 
förmigen Basidien (Fig. d) gebildet, zwischen welchen 
lange, ästige, ungetheilte Fäden stehen (Fig. b. c). A. A. P. 
hirsuta. Ochergelb; selten. Chaetostronia (Ili. p. 162). 
Taf. G. 68. Fig. 28 — 31. Der Träger ist sitzend oder ge- 
stielt, gänzlich oder nur oben vom Fruchtlager bedeckt; 
dieses letzlere ist wachsartig , utid ist aus fädij^en Basidien 
(Fig. 29. 30) gebildet, zwischen welchen zellige Borsten 
stehen. Die Spoien (Fig. 31) sind spindelförmig. A. A. Ch. 
Buxi. Bosenrolh , auf nioderriden Blättern des Buxus sem- 
pervirens. Fusarium (111. p. 163). Taf. (i. 68. Fig. 32 — 3ö. 
Der Träger ist flach, fleischig, und oberhalb mit fädigen 
Basidien (Fig. oi) und einer dicken Sporenschichte (Fig. 
33) betleckt. Die Sporen spindellöi-mig (Fig. 3ö). A. A, 
F. GeoTi^inae. Fleisclirolh, nnregehnässig ausgegossen. Auf 
modernden Wurzeln der Dahlien. Tubercularia (III. 
p. 163). Taf. G. 68. Flg. 36 — SO. Der Träger ist fleischig, 
warzenlöiinig, kuglich oder stielförmig, und oben verdickt. 
Das Fruchllager besteht aus aufrechten fädigen Paraphysen 
und Basidien (Fig. 38. 31)), welche oberhalb mit der festen, 
gefärbten Sporenschichte bedeckt sind. Die Sporen sind 
einfach (Fig. 40). A. A, T. vulgaris, hochi'olh , aus der 
Binde hervorbrechend. Gemein, auf modernden Aesten, 
auf Pdbes rubrum. Ditiola (III. p. 163). Taf. G. 68. Fig. 
41 — 44. Der fleischige Träger ist nach oben kopfförmig, 
unten wurzelnd (Fig. 42), und das Köpfchen ist mit dem 



Gl 

Fruclitlaj^er, dieses letztere aber mit ein em'zarteu Solileier be- 
deckt. Das Fruchtlager hat kurze, fadenförmige Basidien 
(Fig-. 43), welche an ihrer Spitze die vereinzelten eiförmigen 
Sporen (Fig. 44) tragen. A. A. D. radicata. Fleischfarb. 
Auf moderndem Tannenholze. 

LVII. Familie: GOHYNEACEAE (lll. p. 164). Taf. 
G. 69. Der Träger ist mit dem oberflächlichen Fruchtlager 
bedeckt, faserig, fleischig, oder zellig. Die Basidien sind 
fädig oder slielförmig. Die Sporen qnergetheilt, zwei- bis 
vielzellig. Folgende (^attungen sind bekannt: Selenospo- 
rium (III. p. 164). Taf. G. 69 Fig. 1—3. Wie Fusarium 
gebaut; die Sporen (Fig. 3) aber quertheilig , vier- bis 
sechszellig. A. A. S. herbarum. Fleischfarb , verbreitet, ge- 
sellig. Auf modernden Stengeln der Umbelliferen und 
Asperifolien. Exosporium (III. p. 165). Taf. G. 69. Fig. 
4 — 6. Träger hornartig, warzenförmig, hervorbrechend 
(Fig. 5), oben mit keuligen Sporen (Fig. 6) bedeckt. A. A. 
E. Tiliae, klein, schwarz; Sporen braun. Auf allen abge- 
fallenen Aeslchen unserer Linden, höchst gemein. Dam- 
nosporium Taf, G. 69. Fig. 7—10. Der Träger warzen- 
förmig, und an der ganzen Aussenfläche mit gedrängten, 
gestielten, spindelförmigen, quergebänderten Sporen (Fig. 
9. 10) bedeckt. A. A, D. Bulliardi. Gelb. Auf modernden 
Baumstöcken, selten. Coryneum (III. p. 165) Taf. G. 69. 
Fig. 11 — 16. Der Träger ist hervorbrechend, polsterig oder 
scheibenförmig, fleischig-zellig, und oben mit stiel förmigen 
Basidien und zelligen Sporen bedeckt. A. A. G. umbonatum 
(Fig. 11 — 13). Schwarz; Sporen (Fig. 13) hell, mit Paraphysen 
umgeben. Auf Birkenästchen selten. G. disciforme (Fig. 
14 — 16). Schwarzbraun; Sporen braun, Basidien weiss, oft 
ästig (Fig. 16); keine Paraphvsen. Auf Aesten der Birke 
selten. Podisoma (III. p. 165). Taf. G. 69. Fig. 17—22, 
Der gallertig-fleischige Träger besteht aus sehr langen, gewun- 
denen, einfachen, ungetheilten Fäden, welche an ihrer Spitze 
die Sporen tragen, mithin Basidien sind. Die Sporen sind 
zweizeilig (Fig. 22), und vorzüglich an der Aussenfläche 
des Trägers gelagert (s. Fig. 19), aber in der IMilte (Fig. 20) 
und auch am Grunde (Fig. 21) der Trägersuhstanz findet 
man Sporen eingestreut, welche durch den Basidienwachs- 
thum endlich an die Aussenfläche gelangen. A. A. P. fuscum. 
Gesellig, keuüg, braun; Basidien ungetheilt, weiss, einfach; 
Sporen braun. Bricht aus der Binde der Aeste des Wach- 
holders hervor. Gleichsam eine Puccinia mit gallertarligeui 
Träger. 



eil 

LVIII. FainlJie: TREMKLUNAE (III. p. 166). Taf.C. 
70. Dir Trüger ist ^'allerlartig, unregelmnssig, lappig, kuglich, 
keulig oder scluissellönnig, und an der Oberfläche mit 
einem Fruchllagcr aus einzelnen l'adigen Basidien mit ein- 
fachen lerminalen Sporen bedeckt. Wichtige Gattungen 
sind: Corync (111. p. 166). Taf. G. 70. Fig. 1 — 4. Gestielt; 
der Stiel ist aufrecht, oben keulig, verdickt, und mit dem 
Fruchlliiger bedeckt. Die Basidien sind in Schleim einge- 
senkt , ästig (Fig. 3. 4). Die Sporen einfach. A. A. C. tur- 
Linata. Stiel schwär/lich; Fruchtlager «eisslich. Auf mo- 
derndem Holze, selten, llyperomyxa (IM. p. 166). Taf. G. 
70. Fig. 5 — 9. Der Träger ist aufsitzend , galleilartig, und 
ganz mit den Fäden der Basidien und den Sporentrauben 
durchwebt. Die Basidien sind dünne, mit einer Schleiin- 
scheide umgebene Fäden , an deren vSpitze die Sporen- 
trauben stehen (Fig. (S). Die Sporen sind einfach, dunkel 
(Fig. 9). A. A. H. stilbosporoiaes. PunktRirmig, schwarz 
(Fig. 0. 6). Trägerschleim weiss, hell; Sporen verkehrt ei- 
förmig, schwarzbraun. Auf dem Holze des Corvlus, selten. 
Nematclia (III. p. 167). Taf. G. 70. Fig. 10. 11. Der 
polsterige Träger ist aussen mit dem Frux^htlager bedeckt, 
und sein Kern ist fleischig und weiss. Die Basidien sind 
einfache, oft kriechende Fäden, welche die grossen Sporen 
(Fig. 11) an ihrer Spitze tragen. Das grubige Fruchllagcr 
ist schleimig. A. A. Nematelia virescens. Grünlich. Auf 
Kichenäslen im Frühjahre. Exidia (III. p. 168). Taf. G. 70. 
Fig. 12 — 17. Becherförmig, selten ausgebreitet; Fiuchtlager 
fest, gallertartig, oben oder innen stehend, aus verwebten 
Para])hysen mit einzelnen zwischenstehendcn Basidien (Fig. 
15. 1()), welche sich über die Oberfläche erheben (Fig. 14) 
und ein/eine Sporen tragen. A. A. Ex. Auricula -ludae. 
Becherförmig, aussen haarig (Fig. 13), innen braunrolh, 
getrocknet schwarz, Sporen (Fig. 17) länglich, gekrümmt. 
Auf dem gemeinen Holler, häufig. 

LIX. Familie: ISABIEAE (III. p. 169). Taf. G. 71. 
Keulige, ästige oder Iraubige Pilze, deren Oberfläche mit 
einfachen, fadenförmigen Basidien, ohne deutliche Para- 
physen oder BasilarzcUen bedeckt ist, und welche einfache 
terminale Sporen tragen. Auch diese Familie wurde von 
früheren Schriftstellern iheils zu den Schimmelarten, theils 
zu den Hvphomyceten gestellt, wohin sie ihrer Frucht- 
bildung nach nicht gehört. Sie sind die einfachsten Keu- 
lenpilze, an die wir sie auch unmittelbar anschliessen. 
Folgende Gattungen sind vorzüglich wichtig: Ceratiuui 



cm 

(III. p. 169). Taf. G. 71. Flg. 1 — i. Der Pilz ist ästig, 
galleriartig , an der Oberfläche mit einfachen Basidien be- 
deckt (Fig. 3. 4), welche einer Warze aufsitzen, und eine 
einfache Spore tragen. A. A. C. hvdnoides. Weiss, zart; 
auf faulenden Baunistöcken gemein. Isaria (III. p. 169). 
Taf. G. 71. Fig. 5 — 7. Keuhge oder ästige faserige Pilze, 
deren Faserzellen an der Oberfläche der Aeste unmittelbar 
in die Basidien (Fig. 6. 7) übergehen. Sporen einfach. A. 
A. Is. ciirina. Weiss, oben goldgelb, oft ganz gelb, und 
die Aestchen weiss. Auf vermoderten, vertrockneten, vor- 
jährigen Blätterschvvämmen häufig. Anthina (III. p. 170) 
Taf. G. 7l. Fig. 8. 9. Aestig, fast fadenförmig, oben pin- 
selförmig getheilt , und an der Oberfläche mit Fasern und 
Basidien und Sporen (Fig. 9) bedeckt. Die Gattung ist 
höchst dubios und unsere Abbildung derselben und der 
beiden Arten der nächstfolgenden Galtung sind entlehnt, 
und daher wenig brauchbar. A. A. A. subulata (Pterula Fr.). 
Weiss, oben gelblichbraun. Auf feuchtem Boden bei Angers 
in Frankreich. Pterula (III. p. 170). Taf. G. 71. Fig. 10—12. 
Keulige, äsiige, an der Spitze pinselförmig-getheiltc Pilze. 
Eine brauchbare Analyse der Gattung fehlt. A. A. Pt. peni- 
cillata. Fig. 10. Hochorangeroth. Auf modernden Pflanzen, 
Pt. flamea (Fig. 11. 12), fast feuerfarb, nach oben ausge- 
breitet, die Aeste an der Spitze gelblich. Auf modernden 
Eichenblättern, s. selten. 

LX. Familie: GLAVARIAGEAE (III. p. 17!) Taf. G. 
72. Keulige oder ästige Pilze, welche auf ihrer Oberfläche 
ein Fruchtlager mit Basidien tragen. Die Basidien sind 
lädig, einfach, oder viersporig. Die Sporen sind einfach. 
Die wichtigsten Gattungen sind: Pisti Ilaria (III. p. 171) 
Taf. G. 72. Fig. 1 — 3. Kleine gestielte keulige Pilze , wo 
der Stiel sich gleichsam zur Keule erweitert. Die Basidien 
sind einfache Zellen, und tragen einzelne Sporen (Fig. 3). 
A. A. P. pusilla. iWeiss. Auf faulenden Blättern. Sclero- 
mitra (Sturm. III. 2. p. 59) Taf. G. 72. Fig. 4 — 7. Gestielte, 
kleine, keulige Pilze, deren Keule mit einem gefärbten, 
heterogenen Fiuchllager, mit gabiigen Basidien, pfriemen- 
ftirmigen Sterigmaten und einfachen Sporen bedeckt ist. 
A. A. Sei. niicans. Stiel weiss; Fruchtlager hochroth. Ge- 
mein, auf vertrockneten Pflanzenstengeln, v, auf Eryngium. 
Typhula (III. p. 171) Taf. G. 72. Fig. 9. 10. \i. Pilze, 
deren Stiel aus einem heterogenen Knollen entspringt, sich 
oben keulig verdickt, und mit einem vvachsartigen Fruchf- 
lager bedeckt ist, dessen Basidien gabiig sind. A. A. 



CIV 

T. ervlliidpus (Fig. 9). Knolle braun, dunkel, hornartiii;; Stiel 
rotlibraun ; Keule weiss. T. filiforniis (Fig. 10). Knolle licht- 
braun , Stengel unten haarig, nach oben allniälig verdickt, 
weiss. T. scierolioides (Fig. 11). Knolle rolhbraun; Stiel 
und Keule dick, kurz, weiss. Alle auf faulenden Pflanzen- 
resten und Holz. Caloceras (III. p. 172). Taf. G, 12. 
Fig. 12 -li. Kin gabligvcrästeter, knorplig-gallertiger Pilz, 
mit schmierigem, zerfliessendem l'ruchtlager und fädigen, 
vielfach verästeten Basidien, auf deren As^spitzen die ein- 
fachen Sporen stehen (s. Fig. 14). A. A. C. viscosa. Wurzel 
weiss , oben hochorangegelb. Auf faulenden Hauniwurzeln 
in fetter Walderde, i^^emein. Ciavaria (HI. p. 172.) 1 af. 
G. 72, Fig. 15 — 20. Fleischige, keulige oder ästige Pilze, 
deren Oberfläche mit dem wachsartigenF'ruchtlager bedeckt 
ist. Die Basidien (Fig. 10. 1'.)) haben vier Sterigmata , und 
die einfachen Sporen sind pleurotrop (Fig. 17. 20). A. A. 
Gl. Botrytis (I'ig. 15 — 17). Fleischfarb, Spitzen der Aeste 
gezähnt, röthlich. Cl. pistillaris (Fig. 18—20). Fleischfarb, 
später ochcrgelb, keulig, einfach. Beide Arten aufderFrde 
in Wäldern, gemein. Alle Arten der Galtung sind essbar. 
llericium (III. p. 172). Taf. G. 72. Fig. 22, 23. Ein (lei- 
schiger Strunk zertheilt sich in unzählige gedrängte, runde, 
pfriemenförmige Aestchen. A. A. H. Fritiaceus (Fig. 22). 
Weiss, fleischig. — H. coralloides (l'ig 23). \ ieliach ver- 
äsfet, weiss. Beide essbar, an Laubhölzern, vorz. anJuglans 
regia. Sparassis (III. p. 173). Taf. G. 72. Fig. 21. Ein 
grosser, ästiger, fleischiger Pilz, dessen Aeste blattartig 
ausgebreitet, lappig und kraus sind. A. A. Sp. brevipes. 
Ochergelb, Fleisch weiss, wohlschmeckend. In Wäldern. 

LXI. Familie: AUBIGULAHIM (III. p. 173). Taf. G. 
73. Verschiedengestaltige, lederarlige Pilze mit einem glatten 
Kruchtlager, welches aus nebeneinander gelagerten Basi- 
larzellen und aus grossen viersporigen Basidien besteht. 
Die Sporen sind einfach. Oft finden sich zwischen den Ba- 
sidien auch Pollinarien in Gestalt einfacher, sackförmiger 
Zellen. Folgende Gattungen sind wichtig: Ilvpochnus 
(III. p. I7i). Taf. G. 73. Fig. 1. Flach ausgebreitet, häutig, 
faserig, mit einem unvollkommenen Fruchtlager. A. A. H. 
rubrocinctus. Bosenrolh mit hochrothem Rande. Auf China- 
rinden, häufig. Phlebia (III. p. 17 i). Taf. G. 73. Fig. 2. 
Ausgebreitete, kriechende, gallertig-wachsartige Pilze mit 
einem oberen, später unregelmässig warzigen, faltig-kam- 
migen Fruchllagcr. A. A. Phl. merismoides. Weinroth ; auf 
Moosen. Thelephora (III. p. 175) Taf. G. 73. Fig. 3—10. 



cv 

Das einseitige Fruchllager ist zusammenliängend, oder es 
zerreisst in kleine Parthien (¥\^, 10), und seine Basidien 
(Fig. 4. 8) sind viersporig-, die Sporen einfaclu A. A. 
Th. caryophyllea (Fig. 3 — 5). Gestielt, nach oben lappig, 
braun. Auf der Erde in Wäldern. Th. hirsuta Fig. 6 — 8. 
Hut haarig, gebändert, Fruchtlager orangegelb. Sporen 
eiförmig. An modernden Stöcken häufig. Th. mesenterica 
(Fig. 9), sitzend, oben gebändert, sclimutzig weisslich, 
unten grubig violet. Am Birkenstöcken, gemein. Th. (Cora) 
gyrolophia (Fig. 10). Gelblich, papierartig, und das Frucht- 
lager zerreisst in kleine Inselchen. Auf Baumstämmen aus 
Amerika. Merisma (III. p. 175) Taf. G. 73. Fig. ll — 15. 
Lederartige, ästige Pilze, deren ganze Oberfläche mit dem 
Fruchtlager bedeckt ist, mit viersporigen Basidien und 
einfachen Sporen, mit warziger Sporenhaut. A. A. M. foe- 
tidum (Fig. 11 — 13). Dunkelbraun, Aeste flach, kammförmigj 
stinkend. M. truncatum (Fig. 14 — 15), klein, fast einfach, 
keulig, oben verdickt, braun. Beide Arten in Wäldern. 
Quepinia (III. p. 176) Taf. G. 73. Fig. 16. 18. Ein gallert- 
artiger, fast spatelförmig-keuliger Pilz, der das Fruchtlager 
auf der einen Fläche der Keule trägt. A. A. G. Spathu- 
laria (Fig. 16. 18). Stiel und Fruchtlai^er orangegelb. Auf 
der Erde. Aus Carolina. Helotium Taf. G. 73. Fig. 19 — 22. 
Ein gestielter Pilz mit centrischem Hute, welcher auf der 
Unterseite ein glattes Fruchtlager hat. A. A. H. glabrnm. 
(Fig. 19—20). Weiss, glatt. H. hirsutum (Fig. 21. 22). Haarig. 
Auf moderndem Laubholze, s. selten. Cyphella Taf. G. 73, 
Fig. 23 — 26, Gleichsam eine Peziza, deren inneres Frucht- 
lager aber Basidien und Pollinaricn (Fig. 26) enthält. A. A. 
C. Digitalis (Fig. 23). Hängend, braun, innen gelblich. Auf 
Tannenrinde. C.Taxi (Fig. 24 — 26). Klein, weiss, haarig Auf 
Taxus baccata bei Paris. Cratarellus (III. p. 175) Taf. IL 78. 
App. Fig. 26 — 29. Gestielte, trichter- oder trompetenförmige 
Pilze, welche an ihrer Unterfläche das wachsartige Frucht- 
lager tiagen, welches zwei- und dreisporige Basidien besitzt. 
Die Sporen sind einfach und pleurotrop. A. A. Cr. cornu- 
copioides. Hut schwarzbraun; Fruchtlager bleigrau, bereift. 
Gemein, auf der Erde in Wäldern. 

LXII. Familie: HYDNEI (HI. p 176) Taf. G. 74. Das 
Fruchtlager dieser sehr verschiedengestaltigen Pilze ist borstig, 
stachlig oder gezahnt, und auf den einzelnen Stacheln oder 
Zähnen stehen die Basidien. Die Sporen sind einfach. Die 
wichtigsten Gattungen sind: Grandinia (III. p. 177) Taf. 
G. 74. Fig. 1 — 2. Die Arten dieser Gattung bilden krusten- 



CVI 

förmige Ueberzüge mit warzigei- , stacliliger oder körniger 
Oberfläche. Die IJasidicn sind einfache, verfilzte Fäden, mit 
einzelnen, terminalen vSporen. A. A. (i. cruslosa. Weiss. Vor- 
züglich häufig auf alten Dachschindeln, Odontia III. p. 117) 
Taf. G. 74. Fig. 3. 4. Das Fruchtlager ist stachlig, und jeder 
Stachel ist an der Spitze mit einem Bündel ästiger Borsten 
versehen (Fig. 4). A. A. O. barba jovis. Weiss, Spitzen und 
Borsten der Stacheln gelbbraun. Auf modelnden Fichenästen, 
s. selten. Radulum (III. p. 177) Taf. G. 74. Fig ö. G. Ein 
kriechendes Ilydnum mit minder entwickelten, oft zahnför- 
migen Stacheln. A. A. R. orbiculare. Ausgebreitet, weiss. Auf 
modernden Laubhölzern, gemein. Irpe.\ (III. p, 177) Taf. 
G. 74. Fig. 7 — 9. Das Fruchtlager steht auf der l ntcrseite 
des Hutes, ist zähnig, die Zähne sind höchst ungleich, und 
sind am Grunde netzartig oder blätterig unter einander 
verbunden. A. A. Irp. pendulus. Fig. 7. 8. Hut gelb, schup- 
pig-haarig ; Zähne weiss. Auf Nadelholz. Irp. canesccns. Fig. 9. 
Hut und Zähne gelblich grau. Im südlichen Europa. Hvd- 
num (III. p. 178) Taf. G. 74. Fig. 10—19. Das Fruchtla'ger 
ist stachlig, seine Substanz mit der des Hutes gleich; auf 
der äusseren Stachelfläche stehen die viersporigen Basidien; 
die Sporen sind einfach. A A. H. membranaceum. Fig. 10. 11. 
Kriechend, braun, die Spitzen der Stacheln weiss; auf fau- 
lenden Acstcn. H. Auriscalpium (Fig. 12 — lö.) Gestielt, Hut 
seillich, dunkelbiaun, haarig; Stacheln grau, lang; Basidien 
viersporig; Sporen kuglich. Auf faulenden Fichtenzapfen 
häufig. H. cervjnum (imbricatum Linn). Vig. 16 — 19. Flei- 
schig, wohlschmeckend, gestielt. Hut braun, schuppig; Sta- 
cheln grau, rund, spitzig, Basidien viersporig; Sporen warzig. 
Fleisch röthlich, grau verfärbend. In Wäldern. Sistotrema 
(HI. p. 178) Taf G. 7i. Fig. 20—23. Hut nach unten mit 
dem zähnig1)läftrigen Fruchtlager bedeckt; die Stacheln flach- 
gedrückt, blallartig, ungleich, oft längs eingerollt oder unter- 
einander verflossen. A. A. S. confluens (Fig. 20 — 22.) Weiss, 
fleischig. In Wiesen und Wäldern, selten. S. occarium (Fig. 
23 . Sit/.end, halbirt, sannulhaarig, weiss; Stacheln flach, ge- 
bogen , fleischfaib-gelblich. Auf Baumstrünken im südlichen 
Europa. 

LXIII. Familie: POLYI'OUEI (III. p. 178) Taf H.75.76. 
Das Fruchtlager dieser Gruppe ])esteht aus Röhren, Poren 
oder Gruben, deren Wände an der Innenseite mit Basidien 
bedeckt sind. Die Basidien sind viersporig; die Sporen ein- 
fach. DieCiattungen sind: Fistulina (III. p. I79j Taf. H. 7o. 
I'ig. 1— l. Das Fruchtlager steht auf der Unterseite des Hu- 



CYII 

tes^ ist frülier warzig, daiin rölirig, und die einzelnen Röhren 
sind frei, und innen sporentragend. A. A. F. hepatica. Der 
Fleischschwamni, essbar. Fleischroth , Fruchtlager weiss , die 
Substanz; rothgestreÜt., wie Fleisch. Auf Eichen häufig. Bo- 
letus (III. p. nO) Taf. H. 75. Fig. 5 — 12. Die Pilze sind 
fleischig; der Hut ist gestielt, an der Unterfläche das Frucht« 
lager ti'agend (Fig. 6); die Röhren (Fig. 8) sind trennbar von 
dem Hutfleische und auch unter einander nur leicht ver- 
wachsen, da jede ihre eigene Wand hat. In der Jugend 
stehen in der Röhre nur PoUinarien (Fig. 10); bei der Reife 
auch Basidien (Fig. 9. il) mit vier einfachen gekerbten Spo- 
ren. Viele Arten der Gattung sind essbar, andere äusserst 
giftig. A. A. B. scabcr. Hut braun, trocken; Fruchtlager 
weiss; Stiel voll, aussen weiss, und mit schwärzlich-ver- 
fnrbten Faserbüscheln zart bestreut. Polyp orus (III. p. 180) 
Taf. H. 75. Fig. 13—22. Das Fruchtlager besteht aus feinen 
Poren, Avelche unter einander und mit der Substanz des Hu- 
tes völlig verwachsen sind. An der inneren Porenfläche stehen 
viersporige Basidien. Fleischige und korkige Pilze, von denen 
die letzleren oft vieljälnig sind, und dann über das Iriiliere 
Fruchtlager das neue legen, und das erslere in Ilutsubstanz 
umwandeln. Die fleischigen Arten sind oft essbar. A. A. 
P. ovinus (Fig. 13 — 15.) Gesellig, oder in Rasen wachsend, 
weiss, flei.«:chig, essbar; Basidien viersporig, Sporen eiförmig 
(Fig. 15). Auf der Erde in Wäldern. P. umbellatus (Fig. IG — 18). 
Aestig, fast doldig; die Acste rundlich, weiss, mit dem zarten 
Fruclitlager bedeckt; der Hut trichterförmig, braun, am 
Rande eingerollt. Poren flach, Basidien (Fig. 18) viersporig; 
Sporen länglich. Essbar. Wird Eichliaase genannt. In Wäl- 
dern, in JMoosboden. P. versicolor (Fig. 19 — 22). Zähe, fast 
holzig, gehäuft, sitzend, gebändert, fast sammthaarig; Frucht- 
lager weiss; Poren kurz; Basidien viersporig (Fig. 21), Spo- 
ren eilörmig-länglich (Fig. 22). Auf faulenden Baumstöcken 
der Laubhölzer, gemein. Porothelium (III. p. 180) Taf. 
H. 75. Fig. 23. Der Pilz ist ausgebreitet, kriechend, früher 
warzig, dann röln ig-porig. A. A. P. subtile. Weiss, am Rande 
oft gefasert, mit verlängerten, horizontalen Poren. Auf der 
Rinde des gemeinen Wacliholders, sehr selten in Deutschland. 
Cellularia (Bufl. Herb. A\i) Taf II. 75. Fig. 24— 2G. 
Der becherförmige Hut ist auf der Unterseite mit kugelför- 
migen , sehr kleinen, in die Substanz versenkten, poren- 
ähnlichen Höhlen (s. Fig. 25. 2G) versehen, welche keine Röhren, 
wie beiPolyporus bilden; in diesen Höhlen liegt das Fiucht- 
lager. Der Pilz ist holzisr-lcdcjig. Im südlichen Frankreich 



CVIÜ 

kömmt die einzige Art: C. cyathiformis Bull, vor, und ist 
von neueren Forschern übersehen worden, ilire Analyse sei 
eine Au%ahe für Frankreichs IVlvcolog^en. (^eriomvces 
(HI. p. 180) Tat". H. Ih. Fig. 27—28. Der ganze holzig-kor- 
kige l^ilz ist innen und aussen von grossen Kanälen imd 
Zellen durchzogen, welche mit dem Fruchllager ausgekleidet 
sind. Die Sporen (Fig. 28) sind einfach. A. A, C. Fisclieri, 
schön zimmlhraun, die Lage unter dem Fruchllager ist dun- 
kelbraun. Selten, auf Tanncnbalken. Favolus (III. p. 181) 
Taf. II. 75. Fig. 29. 30. Ein fleischig-zäher, gestielter oder 
seitlich befestigter Pilz, dessen Fruchllager aus sechsseitigen, 
wachsartigen Zellen gebildet wird , welche die IJasidien ent- 
lialten. A. A. F. glaber. Sammtarlig, dunkelbraun. Aus Guinea. 
Hexagona (III. p. 181) Taf. H. 75. Fig. 31-35. Wie die 
vorige Gattung gebaut, nur sind die W.inde der sechsseitigen 
Zellen (Fig. 32. 31) mit der Hutsubstanz fest A erwachsen und 
gleichartig. Die Sporen (Fig. 35) sind einfach. A. A. II. api- 
aria (Fig. 31. 32). Schwarzbraun, gebändert, und mit bor- 
stenartigen Fasern bedeckt. Von der Insel Ilawak. II. (lar- 
michelii (Fig. 33 — 35). Ausgegossen, weiss, zart, Zellen klein. 
Auf Holz, selten in England, Böhmen. Trametes (III.p. 181). 
"Wie die vorige Gattung gebaut, nur sind die Poren kurz 
und unregelmässig , früher sehr klein, später sich erweiternd 
imd gross, rund, unregelmässig, buchtig oder auch zerrissen. 
Bildet den Uebergang zu Dacdalea. A. A. Tr. Pini (Fig. 30. 37). 
Rauh, braun; Poren früher weiss, dann braun. Auf Nadel- 
hölzern häufig. Tr, gallica (Fig. 38). Hut stricgelhaarig, 
schv.arzbraun; Fruchtlager lichter braun, Poren gross (1 — H 
Linie breit), rund. Auf Nadelhölzern in Frankreich. Daeda- 
lea (HL p. 182) Taf. H. 76. Fig. I— ß. Das Fruchtlager ist 
buclitig, selten buchtig-blätterig, und die Wände der Zellen 
entspringen aus der Hutsubstanz, und sind holzig, gebogen, 
strahlig oder unregelmässig verbunden; die Basidien (Fig. 5) 
sind viersporig; die S])oren (Fig. 6) einfach. A. A. D. quer- 
cina (l'ig. l. 2). Ledergelb, korkig, fest; Buchten unregel- 
mässig. Auf Eichenstöcken, sehr gemein. D. sepiaria (Fig. 3 G), 
rauhhaarig, braun. Buchten graubraun. Gemein, auf allen 
Barrieren aus Nadelholz an unseren Strassen. IMerulius (III. 
p. 183) Taf, IL 76. Fig. 7 — 13. Fleischigledrige, ausgegossene 
Pilze, mit wachsartigem , unregelmässiggefaltetem Fruchllager, 
mit viersporigen Basidien und einfachen Sporen (Fig. 9. 10). 
A. A. IM. destruens (Fig. 7 — 10). Ausgegossen, übelriechend. 
Band weiss oder weisslich ; Fruchtlager klein, faltig, grubig, 
ochergelb, staubend. Sporen koffecbohnciiförn)ig. In Häusern 



au Dielen und Holzwerk , liöehst schädlieh. M. retirugus 
(Fig;. 11). Häuiig, zart, ledergelb. Auf Moos und faulenden 
l'flanzentheilen, selten. M. bryophilus. (Fig. 12. 13). Klein, 
weiss, napfförmig, oben strahlig-gefaltet, die Fallen gabiig. 
Auf Moosen, selten. Epirhysium (III. p. 183) Taf. H. 76. 
Fig. 14 — 17. Becherförmig, und innen mit dem gefalteten, 
wachsartigen Fruchtlager bedeckt, dessen Falten (Fig. 17) gabiig 
verästet sind. A. A. Fp. argenteum. Weiss; auf Schweinekoth, 
s. selten. Gyclomyces (III. p. 182) Taf. II. 76. Fig. 18—20. 
Das Fruchtlager ist buchtig-blätterig, aber die verästeten 
Blätter laufen nicht strahlig, sondern dem Bande des Hutes pa- 
rallel (s. Fig. 19), und bilden langgezogene Maschen. A. A. 
C. fuscus. Auf Bäumen aus Mauritius. 

LXIV. Famlie: AGABICINI (III. p. 184) Taf. H. 77. 
Das Fruchtlager ist blätterig oder adrig. Die Blätter und Falten 
sind mit dem wachsartigen Fruchtlager bedeckt, welches stets 
aus einer Basilarzellenschichte (Fig. 26. c, r), denBasidien [d], 
den PoUinarien (t), und der Miltelsubstanz {a. b. b) besteht. 
Die Sporen sind einfach. Nur folgende fünf Gattungen sind 
bekannt: Schizophyllum (III. p. 184) Taf. H. 77. Fig. 1 — 4. 
Die strahlig gestielten Blätter verästen sich gablich, und 
sind der Länge nach so gespalten, dass zwei äussere halbe 
Lamellen eine oder drei andere ebenfalls an der Spitze ge- 
spaltene Lamellen (s. Fig. 3) umschliessen , von welchen die 
mittlere innere dann die längste ist. Die so verbundenen 
Blätter sind am Grunde fleischig-verdickt, und neben einander 
liegend bilden sie unmittelbar den Pilz , der keine eigene 
Hutsubstanz hat. An den Spaltflächen sind die Blätter haarig, 
und an der inneren Fläche tragen sie kurze, viersporige Ba- 
sidien (Fig. 4) mit einfachen Sporen. A. A. Seh. commune. 
Weisslich , wollig. Auf allem Lindcnholze, s. gemein , und 
über die ganze Erde verbreitet. Cantharellus (III. p. 184). 
Taf. H. 77. Fig. 5 — 11. Das Fruchtlager auf der Unterseite 
des Hutes, als aderförmige, gablichverästete, niedrige, stumpfe, 
faltenähnliche Blätter (Fig. 6. 7), welche zahlreiche vier- 
bis seclissporige Basidien (Fig. 8 — 10) tragen. Die Sporen 
sind pleurotrop und einfach. Nur ein Agaricus mit niedrigen, 
verästeten Blättern. A. A. G. cibarius. Orangegelb. In Wäl- 
dern, s. gemein. Essbar. Agaricus (III. p. 185) Taf. H. 77. 
Fig. 12 — 32. Das auf der Unterseite des Hutes stehende 
Fruchtlager ist blätterig, die Blätter sind strahlig gestellt, 
und beide Flächen derselben sind mit den viersporigen Ba- 
sidien bedeckt. Diese Gattung ist wahrscheinhch die an Arten 
reichste Pflanzengattung, da schon mehr als 1200 euro- 



pciische Arlf»n (loiselljcn Ijckannl sind, utid noch hnigc nidit 
alle Gegenden hinreichend dnrchsucht, und der Süden von 
Europa so viel wie völlig undurcliforscht ist. Wir hahen hier 
nur einige Arten als Typen abgebildet: A. (Amanita) vagi- 
natns (Fig. 12— lö). Hut gepuckelt, am Rande gestreift, blei- 
grau, weiss oder ochergelb. Stiel rund, hohl ; Blätter weiss. 
Wulsthaut stiefeiförmig. Sehr giftig. Aufwiesen, in Wäldern. 
A. (Amanita) cacsareus. Der Kaiserling (Fig. 16 — 17.) Hut 
gewölbt, fleischig, hochorangeroth , mit weissen, eckigen 
Lappen , als Reste der Wulstliaut bedeckt, am Rande ge- 
streift. Blätter, Stiel, Fleisch und Ring hochgelb. Wulst liänlig, 
gross, weiss. Wohlschmeckend, doch sehr dem Fliegenpilz 
(A. muscarius) ähnlich, der sich von ersterem durcli das 
weisse Fleisch, die weissen Blätter und die knollige W'ulst 
unterscheidet. A. (Lepiota) excoriatus (Fig. 18- 19). Der 
Hut reisst an seiner Oberfläche in unregelmässige Schuppen, 
ist gebuckelt, weiss; die Blätter sind weiss; der Stiel ist 
rund, hohl, weiss, am Grunde knollig verdickt; der Ring 
ist beweglich. A. (Russula) foetens (Fig. 20 — 2i). Der Hut ist 
fleischig, fest, gelb, am Rande gestreift, Blätter weiss, mil- 
chend ; Stiel und Fleisch weisslich. Dieser Pilz besitzt wirk- 
liche Saftröhren, welche Milchsaft führen, verästet und viel- 
fach verschlungen sind , und in welchen der Milchsaft sich 
bewegt, gleich jenen in den Gelassen der höheren, milchenden 
Pflanzen (s. Fig 22. 23). A. (Coprinus) petasiformis (Fig. 
25 — 32). Der Hut ist fast glockenförmig , früher fingerhut- 
förmig , gelb , am Rande gestreift , und zart bereut. Die 
Blätter sind früher weiss, dann rölhlich, und bei der Sporen- 
reife verfärben sie sich schwarz , und zerfliessen. Der Stiel 
ist hohl und weiss. Wächst gesellig in Bergwerken und Kel- 
lern am faulenden Holze. Montagnites (A ctin ocn emis). 
Der mit einer Wulst oder mit einem Schleier bekleidete 
Strunk verdickt sich am Gipfel ohne einen eigentlichen Hut 
zu bilden , und aus seinem Bande entspringen die strahlen- 
förmigen, kurzgestielten, hackmesserförmigen, völlig verein- 
zelten, freien Blätter, welche mit dem Fruchtlager bedeckt 
sind , Basidien und einfache Sporen tragen. !M. Candollei. 
Bei Montj)ellier in Frankreich. Wir verdanken eine Zeichnung 
dieser schönen Gattung unserem hochverehrtem P'reunde 
Herrn Dr. Montagne. 



Wir haben nun den systematischen Theil beendet, und 
hiermit gleichsam eine fragmentarische Einleitung für die 
dritte Abtheilung dieses Buches gegeben, um dem Anfänger 



CXI 

zwei Richtungen naturhistorisclier Anschauung zu bieten. 
Aber sowohl die eine wie die andere dieser Riclitungen 
konnten hier ebenfalls nur fragmentarisch aufgefasst werden-, 
und um sich eine richtige Idee zu bilden, wie eine vollendete 
Beschreibung einer Gattung und Alt gemacht werden solle, 
so ersuchen wir die Beschreibungen des Agaricus (Amanita) 
muscarius hei Kromholz, Heft II. p. 7—16, ferner Prosthe- 
mium betuhnum und Phallus impudicus in unseren Icones 
fungorum, III. p. 24. V. p. 71, nachzulesen. Eine philoso- 
phische Betrachtung der Pilze wird in unserer praktischen 
Zeit jeder vernünftige Leser uns erlassen Wir gehen mithin 
unmittelbar zur Ucbersicht der Literatur, welche für myko- 
logische Arbeiten mehr oder minder nothwendige Werke 
früherer und gleichzeitiger Schriftsteller anzeigen soll, über, 
ohne auf wirkliche Vollständigkeit Anspruch machen zu 
wollen, denn solche kann ein armer, mittelloser Natur- 
forscher wohl kaum schreiben. Wir haben auch alle uns 
bekannt gewordenen Aufsätze aus Zeitschriften und anderen 
nicht rein botanischen Werken aufgenommen, sobald wir sie 
für wichtig oder beachtenswerth erkannten. Nur wenige Auf- 
sätze dürften uns entgangen sein, und jene, welche wir nicht 
im Original sahen , haben wir in den vorzüglichsten Ueber- 
setzungen oder Auszügen aufgenommen. 

Zugleich erlauben wir uns die, der französischen Sprache 
kundigen Leser auf eine meisterhafte Schrift »Esquisse or- 
ganographique et physiologique sur la Classe des Champi- 
gnons. Par Dr. Montagne. Paris. Chez Arthus Bertrand. 1841« 
aufmerksam zu machen. Alle bisher bekannt gewordenen, 
wichtigen Erscheinungen und Entdeckungen im Gebiete der 
Physiologie und Organographie der Pilze sind hierin bei 
jeder einzelnen Classe oder Ordnung scharfsinnig und viel- 
seitig aufgefasst, und da die Art der Darstellung gewandt, 
leicht und angenehm ist, so wird der Leser unbemerkt wei- 
ter geführt, ohne dass Ermüdung oder gar Widerwillen her- 
beigeführt würde. Man erlaube uns das schöne Buch als 
eine Ergänzung unseres Versuches zu betrachten, und sollte 
uns wirklich von nun an eine glücklichere Sonne durch 
Unser trübes Leben leiten wollen, und uns unserer bittern 
Brodsorgen entheben , dann würden wir versuchen, dieses 
schöne Schriftchen unseren deutschen Freunden und Lesern 
in unserer Muttersprache wieder zu geben. 



Uitocrsiclit der liiteratur. 



^bhildiingen der Schwömme. 3 Hefte. Berlin 1793. 
^danson. Familles des planlcs. Paris. 1703. 

— Sur an mouvciiiciil .spontanee observe dans la plante apjielli'c Tre- 
mella, v. Hisioire de 1' Academie royale. 1707. ll.J. M. 415. 

Afzcliiis, Beschreibung der Schwamnigallung Helvella. Abhandl. der k. 

schwed. Academie. Leipzig. Toni. IV. ]>. 291. 
udlbertiiü et Schweinitz. Conspeclus fungoruin in agro nieskiensi crescer.- 

tium. 8. Lipisiae 1805. 
jlscherson. Dissertatio de fungis venenalis. Berolinae 1827. 

— Fruktifikations-Organe der höheren Pilze. Froriep.s jNolizen 1836. 185. 
Balsamo. Dr. et de IS'oiaris, Dr. Enumerazione delle piante criltogame 

In der Bibliot. itaiiana. 1831. p. 270. 
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Batscli R. J. G, Elenchus fungoruoi. Halae 1783. Continunlio L — II. 

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Baylc-Biirelle. IJescrizione esatta dei funghi nocivi e sospelti con flgure. 

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Bellardi. Sur une nouvelle espece d' Agaric. Römers Archiv f. d. Bota- 
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Benevemiti. De rubiginis , frumentum cornimpenlis causa. Verhandl. der 
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Bergius. Besclireibung eines Schwammes am weissen Kolil. Abhandl. der 
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GXIX 

ßJüUer, Rcsclireilmng eines neuen Scliwammes , der zum Leimen dient. 
Abhandl. dorVuiigl. scliwed. Acad. XXIV. ]05. 

— Das JMulU'ikorn. s. Frorieps Notizen. XLIII. 80. 

MüU€i\C. A^ Ciy[)togamorum et Ci y|)tngamiae defiuitiones. Goetlingae. iSfl.'j. 
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"' -)- imä Henry. Das System der Pilze. 1. Hell. Boun. 1837. 

— Beitrag zur Geschichte der im Wasser -wachsenden Schimmel. 
Bot. Zeit. 1824. 273. 

-t— Bületi fomentarii Pcrs. varietas singuhiris. Nova Act. Ac. C. L. 
Tom. X. 235. 

— Plantarum myceloiJearum in horto mcdico Bonnensi ob.servalarum 
evolütio. Nova Act. Ac. N. C. L. C. Tom. XVI. 89. 

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N. C. IX. 227. 

— Aliliandlung iiber die Galtung Gymnosporangium. Bot. Zeitung. 
1826. p. 373. 

-t— De Polyporo Pisachapani, fungorum Javanicorum specie cpistola. 
Nov. Act. Ac. XIII. 1. 

— Versuch über die Forlpflanzvmg der Pilze und Schwämme durch 
ihre Sporidien. Nit einem Zusätze von F. Ehrenberg. Bot, Zeit. 

•" 1820. 527. 

— Fungi, vid. Reliquiae Haciikeana. Tom. I. p. 1. 2. 

— et IS'wggeratfi. lihizomorphen in den zartesten KUiften des Ge- 
steines und der Stciiikolile wachsend. Nova Act. Acad. XII. 87.5. 

— Nocf^geralh und Bisclio/ . Die unterirdischen Bhizomorphen , ein 
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— Irones piclMc spccicnun larioruni fmigonim. Paris. 1803. • 

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— INli'iuoiie sur Ics Vessc- Louj)S ou Lycopcrdon. vid. Jourualj^e 
Bolaiiique. Tom. IL p. 5. . 1 '"' 

-:- Tiaiu- des Cliainpignons conicstililcs. Paris. 1818. DciKschc Aus- 
gabe: Al)liandlting id)t;r die cssbaren Sclnviiuiaie. Von Dr. Dicr- 
baeb. licidell)erg. 18-2-2. 
• — ■ ()I).scrvalions, in FreycinelVoyagcautoiuMbi.M'ndc Paris. 182G. [>. 1G9. 

Pcy-Miiicll. Uibcr die Sclivvännue. Licblenl). Mag. V. 15. 

Pliilijij'nr, Traite snr la Carie el le Cbarbon. V»-rsaillcs. 18.37. 

Pliodms. Dr. Deulscidands crvplogamisclie Gcwiiciise. (GiflpilKc !). Berlin 
I ;1838. — Eine erbärndioiie, prablende C.onipilalion voll r(difr Uu- 

•wissenbeit und niedriger lln^ ersebiimlbeil ! — JJliiller für Lill. 

Pltmcr. Traclaliis de Uslilagine l'ruinenti. Tubingae. 1709. 

Pohl. Die essbaren vScliwaninie Dculscblands. Bot. Zeil. IV. 273. 

Puäcatt. Beseiireil)ung einer neuen Gallung Scbniar<n7.er-Pilze Gr.TpbioIa. 
Mil einer NaebsebrÜL von Kunze. Bot. Zeil. 182(5. 278. 

Prislley. Sur la jiroduriioii et Tusage des Cbampignons. Aclji Acad. 
Pelropobl. I. Pari. I. 83. i '/ 

Biiddi. l^riltogauiae Brasiliense. IModcnn. 1822. 

Hämisch, Dr.", Einige neue Arien Blallpilze , s. W^cilcnweber's Beilr. I., 

,.t . P- ^■2;''- 

" — IMvkologiscbe Bemerkungen, A. a. O. IT. p. 276. 
Jleaiinmr de. Boletus raniosus Coralloides l'oetidus. Ilistoirc de 1 Aca- 

di'uiie royale. 1713. M. 92. 
Rdchcnhach. Ziibereilung uml Auibewahrung der Pilze für's Herbarium. 

Bot. Zeit. 18.30. p. 265. 
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Roth. Tcnlamcn Fbirae germanicae. Toni. III. Lijps. 1788. 

— ('atalecla botanica. Lipsiae. 1797. ' 

Rüthmiuin. Ein selt,sanu;r , in Smoland gefundener Pilz. Abhandl. der 

k. scliwed. Arad. IV. 2.5. 
Iloulin. De Tergot du IMais. Ann. des Srieno. nai. XIX. 2*9. 
Rubel. Fr. De Agarico oHleinali. Vind. 177». vid IMiscellan.ausir. II. ji. 25. 
Sainl-Hdnire. Mr. ytiig. de, Dcscriptioii d'un Cbam|)igiion bresilien 

(Foelidaria). Ann. des Seienc. nal. 1835. III. p. 191. 
Schaclfer. Abbildungen und Bescbreibungen sonderbarer Scliwiimme. 

Regensburg 1761. ^ 

— Der Gieblscbwanim nyt griinsebleimigeui Ilnic. Regensburg. 1760. 

— Icones l'ungorum , (pii in Palalinalu el Bavaria circa Ralisbonam 
naseunlnr. Tom. IV. Ralisboii. 1770 — 1792. 

dcfdcc/iinidii/d. Dr. Flora berolincnsis. Rerol. 1823. 

— Anliang zur Abiiandlung des Herrn Wallrolli über das Genus 
AI|)bil<)morpiia. s. Verbaiidl. naiurf. Freunde zu Berlin. 1819. I. 
1. j). Iti. 

— ICiineiim. Persoim. Bearbeitet von . s. Denkscbriflen der k. bot. 
Gesellsebafl zu Regetjsburg. 11. tHii. y. 7.'5. 

— Fungoiuni novoruni el descriploium illuslralio. Liiuiea. 1836. 1. 
71. 235. 219. 601. 612. 



CXXI 

.ichlolleihavh. Obscrv. botanica de Fupgo, pcciiliari. Ada lieivwt, 

IV. 49. 5.3. ,.,;.. s" 

LS'chmalz. Dr. Commeutatio botanica sisteiis tlescrijilioiieui FisUiIinafe 

henaticae et Agarici volemi. Fr. Lipsiae. 18'29. 
Schmiedcl. Icones plantarum et analyses partium. Edjt, II, Eilangae, 

1793 — 97. 
Schmidt. Schnelligkeit des YCget. "Waclislhums bei Bovisla gigantca. 

Fr.oiieps Not. XLII. p. 184, = 

J'cÄOTi?3. /. MykologischeBeobaclitungcn. vid.Linnca 1842 XVI.iiand-p. 141, 
Schröder. Systematische Sammlung kryptogamischer Gewächse, (jollin- 

gcn. 1795. 

— Wova genera plantarum, Lips. 1797. .•^^V■!Y 
Schrank. Fr. de Paula. Bemerkungen über einige seltenere Pflaru.en, 

Denkschriften der k. bot. Gcsellscii. zu Regensburg. II. Band. I8"22, 

p. 21. p. 71. (Bolet. sotericus et cochlearifbrmis). 
Schumacher. Enumcratio plantarvim in partibus Saellandiac septemtrio 

nalis et oricnlalis. Hafniae. 1801. 
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der Leipz. Naturf. Geselisch. 1. p. 20. Leipzig. 1822. 

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Tom. V. P. I. p. 3 - 16. 

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act. of the Americ. Philosoph. Soc. for 1832. 

ScopoU yint. Flora carniolica. Ed. II. Viennac. 1772. 

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scriptae et depictae. Pragae. 1772. 

Serctaii. Mr. Mycographie Suisse. Vol. III. G6ne'vö. 18331' ' ■■'•'';" 
Sowerhy . J. Colourcd figures of english Fungi or Mushrooms. London. 

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treide. Frorieps Notizen 1832. I. 262. 

Steinheim. Daedalca pleuropus. Neuer Pilz bei Hamburg. Okcn Isis. 
1831. II. 1011. 

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Strauss. Uiber die Gattungscharaktere der Galtung Urcdo und Pucciuia. 
Botan. Zeitung. IV 42^. 

— Uiber die Persnonschen Pilzgattimgen : Stilbospora , Urcdo und 
Pucciuia. Annalen der Weiterauer Gesellschaft. II. 79. Vv 

— Peziza caryophyllea. Bot. Zeitung. IV. 139, 

.\\W\\ 
Tode Fungi meklenburgenses selecti. P. II. Lüneburg. 1730. 

— Pilobolus crystallinus. la den Schriften der Berl. Gesellsch. Nal. 
Freunde. V. p, 46 . \-. 

Tournefnrt., Pittnii, Institutioncs rci her!ariae. Tora. IIb Paris. 1719. 

— Sur les Champignons. Ilistoire de rAcadcmie royale. 57. M. 72 , 
Trachsei Bemerkungen über die Blatt- und andere Schmarotzer - Pilze. 

Botanische Zeitung. 145- 
Trallinih. Fungi austriaci iconibus illuslrali. Manip 3. Viennae. 180.5. 
-t— Essbare Schwämme des österreichischen Kaiserstaates. 8. Wien 1809. 
— Die essbaren und schiMlichcn Scliwamme in Wachs modellirt. 
\Vicn 1809 - 10. 
Trcidcpuhl. Observalioiies, vid. Roth Calalccta II. p 224. 



CAXII 

Trog, Vcrzcicliiiiss Act in <1<t lJnij;t'f;finl \i>n Tlniii vcrkoihriiCiKTon 
Scluv.'imnic. Botaii. Zicilmif^. IS.'5'2. S'-^- 

Troj'el. Uibcr das iMultiTkorn tiiul dm Urand im Korne, Mit Aiimer- 
mcrkungcii von Ai)ilg;iard. Scliriflcn der naiiirfi.)rsclicudeu Ge- 
sellscii. m Kopcnl.;.g<Ti. I. 2. Ahllil. .38. nniv.r 

Trüffel, Die, deren JNalurjjcschichle, Forljiüanzuiig uud Zucht. "Weimar. 

■ ' 18;}8. 

Tulasnc. L. IL et C. Ohservatioris siir le gcnre Elaplumiyces. Aniiales 
des Sciences. 1841. .Tnillet cl AoiU. p. .5. 

— De la Frnclificalion de Scleroderrna, cöniparce .1 Celles <l«s Lyco- 
perdon et des Bo>ista. Aiiiiales des SciiMiccs. J81"2. Jainicr. [>. .'i. 

Tully. If'iU. On tiie Ergol oi Kvc Silliman Amciic. Journal. II. i^. 
Turpm Organngrapliie rcgiilalei ül)scr^■ations .sur T f)rganisalioa lissu- 

laire , ■ l'accroissemcnl et Ic niode de reprodiiction de la Tndlc. 

^id. .Mcmoires dvi INIuscum d' liisloirc naturelle. 1827. Tom. XV. 

p. 343. .-..., ..>J .;, 

Lngcr, Prof. Die Exantheme der Pflanzen. AVien. 183.'». 

— Püufluss desIJodcns auf die N'eilhciiuiig der (jewiichse. AVieu, 183G. 

— Beitrag zur vcrgleichctideii l'aihologie, Wien. 18-10. 

— Chlori.s protogaea. Leipzig. 1811. ' 
l'tiilliint. Botanicon parisiense. Leod. 1727. 

f'utiiilini , Dr. Aniaiiitaruiu illustralio. Mcdiolani. 182r>. 

— IMouographia Tuberaccanuu. JMedioUini. 18.'JI. 

— Descrizione dei funghi maiigcrecci piu couuuuiii dcIT Ilalia. Con 
XLIV Tav. in ram. e colorat. IMilano. 18.3.") 

f'iviani, Dr. Prof. I funglii d' Ilalia e principalmenle le loro .spccie 
mangerecci, vclcaose e sospetle. Fasciculi I. — V. Geuova 1834. 
(50 Tafeln.) 

Jf'ullroth. Dr. Nalurgeschiclite des Mucor Erysiphe. Verhaudl. der Ge- 
sellsch. nat. Freunde in Berlin, 181!). I. 1. p. 0. 

— Flora crvptogauiica geruianici. l'oui. 11. iN'nituherg. 1833. 

— Knollenhrand der KartolFel. .s. Liunea. XVI. p. 332. 
JJ'^einrnann. Ohservationcs nivcologicae ad floraiu Petiopolilauain .s[iec- 

tatites. Bot. Zcilun". i832, "'MD. 

— Hynieno- et Ga.stcroniycetes liucusquc in impeno ro.s.sictj ohstr- 
vatos. Petr(jpoli 183(5. 

Wirtgeii. Mykologische Beobachtungen über das Vorkommen der Pilze 

in den iMonateu Oclobcr uud JNovember 1834. Bot. Zeitung. 18.'J.'>. 

p. 305. 321. 
JVitliii^. Narkotische Eigenschaften des Fliegcnschwauimes, Bot. /ci- 

tung. 1820. p. 107. 
Jf'ollJ. J. Ph. De Tubcribus Terrae esculenlis, scu Trillolis , et ])ecii- 

liari eos investigandi modo. Acta Acadcm. Caes. Leop. C^arol. 

vin. 12. 

JVulfcn. Fr X. Plantae rariores carinthiacac. vid. Misccll. aiislr. II. j». 

2.'). 183. Collectaneae au.striac. 1. p. 186. 
'/.anlcdcsclii. Descrizione dei funghi drlla })rovincIa Bresciano. 1820. 

(Extra- Abdruck aus dem Diario physieo - niedico ticin. 1820.). 
Zenker, Dr. Uibcr einen neuen Pilz auf der rdattoberfl.icbe der (.'auiellia 

japonica. Bot. Zeit. 1831. p. 211. 
Zuingcr. Fr. Uibrr den jetzigen Zuslaud der Mykologie. Bot, Zeit. 

181!). II. 3'J7. 



III. Abtheilung. 

Kritische Beschreibung aller bisher bekannten 
Gattungen der Pilze. 



:*MfOii'Jfi. 



t*".hrTr: ' 






CXIII 

Ballon. Historia fungoriim circa Halifax sponlc nasccntium. Hallfax 1788 — 
91. Deutsche Ausgabe: Geschichte der merkwürdigsten Pilze Yon 
Wildenow und Nees. Berlin 1795. Wir rathen Jedernian /.ur Aa- 
chailang der Original-Ausgabe. 

Borch C. de. Leltres sur Ics trull'es du Piemontc. Milan 1780. 

Bosc. M. Me'moire sur quelques especes dp Chamjjignons des parties 
nieridionales de I'AmL'rique scptentrionale. Berlin, Gesell Naturf. 
Freunde Magazin. Berlin 1811. V. p. 83. 

— Brand im Weizen und d. Mutterkorn, s. Magazin der neuesten 
Erfahr, der gesammt. INaturkunde. Berlin 1811 — 12. 

Boucher. Description de deux nouvelles especes d' Urediuees. Annales 

de la Socict. Lin. a Paris. 1825. 
Bowniann. Account of a new Plant of the Gasteromycetous Order. Vid. 

Linn. Transact. XVI. p. 151. 
Brondeau M. Planlae ciTptogamicae agen. Paris. 1828. Fase, I. c. tab. 
Brongniart Ad. Essai d' une Glassiücalion naturelle des Champignons. 

Paris. 1825. 

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quil determine dans oes plantes. Annal. des Scienc. nat. XX. 171. 

Bulliard Mr. Herbier de la France. H. Vol. arec GOO. planches col. 

Paris 1780. Unentbehrlich! — 
Buxhaam. De propagatione fungorum per radiccs. Comcnt. Acad. Petro 

polit. m. 204. 
Candolle A. l\ de. Flore francaise. Tom. VI. Paris. 1805. 

— Sur l'Agaricus tubaeforniis de ScIiaelFer. Frorieps Notizen. 182G. 
I. 182. 1839. I. 347. 

— Bemerkung über die Gattung Rhizomorpha Bot. Zeit. II. 250. 

• -^ Memoire sur le genre Sclerotium et en particulier sur l'Ergot des 
Cereales. Memoire du Museum Tom. II. 1815. p. 401. 
-- Memoire sur les Rhizoctoncs. M('m. du Mus. T. II. 1815. j). 209. 
^— Memoire sur les (Champignons parasite. I. Mem. sur Ic genre Xy- 
loma. Memoire du INIus. III. 1817. p. 312. If. Mt'm. sur les gen- 
res Astcroma , Polysligma et Stilbospora 1. c. ]i. 328. 

Carus. Beobachtungen über Pvronema Marianum. Acta Acad. N. Cur. 
Vol. XVII. P. 1. p. .367. 

' — Beiträge zur Geschichte der unter Wasser sich erzeugenden Schim- 
mel- und Algengattungen. Nova, Act. Acad. XI. 491. 

Cavalier et Sechier. Description d' une nouvelle cspece de Champignon 
(Colus). Ann. des Scienc. nkt; 1835. III. p. 251. 

Cesati f^inc. Freiherr et Dr. Crivelli. Ai'f'^'flbtngzweier neuen Arien Muce- 
dineen : Botrytis Bassiana und Mucorradic;ins. Linnea X.183G ]>. G09. 

Cibot Rev. P. Fungns Sinensium Mo-ku-sin descriptus. Novi Commcnt. 
Acad. Petropolit. 1775. Tom. XIX. p. 373. 

Ciina, Relazione e tavola sinottica dei funghi commeslibili piu communi. 
Bergamo. 182G. 

Chevallier. Flore generale des Environs de Paris. Tom. I. 1836. 

Clusius Cnr. Rariorum plantarum historia. Antwerp. 160 1. 

— Fungorum in Pannoniis obscrvatorum brevis historia. 1612. 
Corda. Icones fungorum huc usque cognit. T. V. 1836 — 1842. 

— Prachtflora europ. Scliimmelbildiing. Leipzig. 1839. 

— Uiber Spiralfasern im Haargefleehte der Trichien. Prag. 1837. 

— Die Pilze Deutschlands, in Sturm's Deutschlands Flora. II. III. 
1829 — 1841. 

— Mykologische Beobachtringen s. Weitenweber's Beitr. I. p. 80. 
Cordier, Dr. Quide de l'amaleur des Champignons. Paris. 1826. 

8 



CXIV 

Cromc. Bemerkungen üher <lic Enlsleluing <Icr Schwämme. Annalcn der 

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Curlis Cuil. Flora Loniliiieusis. Lond. 1777. 

Dassicr et J. B. Nnulit. Traile des Cliam])ignon.s comcsübles et vc'noncux 

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Dcscourtilz E. Les Cliampignons comestiblcs, suspecUs et vi'noneux, .ivec 

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DeUllc. Der Schwamm des Oclhaums (Agaricus olcarius) und seine Plios- 

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Delongclmmps. Concordaiirc de Persoon avec De Caudolle et avec Fries, 

et des figures des Cliampiguons de ßulliard avec la nonienclature 

de Fries. Paris. 8 1820. 
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1837. Tom. VI. p. 242. 
^— Rccherches niicroscopiijues el physiolog. sur Ic gcnre ]Mycoderma. 

Annales des Scienc. iial. X. 42. 

— Sur Ic Sclerolium stercorarium. Annales des Scienc. X. 14j. 

— Sur le Sporcndoiiema Casei nouvcau genrc des INIuccdinces. Ann. 
des Sc. 1. c. 

-^ Observalions sur 1' Oidium leucoconium. Annal. des Sc. 1829. 
XVil. p. 98. 

— INTonographie du genrc Nemaspora et du geiu-e Liberlella. Annal. 
des Scici.c. 1830. XVH. p. 269. 

— Iconographie de deux Plantes crvplogaraes. Annal. des Scienc. 
1830. XIX. p. 434. 

— Sur le Ljcoperdun radiatum el TAgaricus radians. Annal. des 
Scienc. nät. 1828. XIII. p. 20G. 

— jNoliee sur quelques plantes crvptogames nouvellemcnt decouverles 
en France. Ann. <les Scienc. 18;}(>. Tom. VIII. p f). 1840. Juillet. p. 8. 

— Sur un genre nouvcau de 1' ordre des Pyrenomycetes. Annal. des 
Srienc. 1840. Juill. p. 5. 

— Huilii'-me Nolicc sur «juehpies plantes Cryptogames. Annales des 
Sc 1841. Mars. p. 129. 

— Neuvii'-mc Notice etc. Annal. 1842. Fevrier. p. 91. 

— Descriptions el Cgtires de six Hvphomyceles ine'dites. Annal. des 
Scienc. 1834. II. p. 69. 

Dcsvaux AI. Planlcs trouvees dans le Haul-Poitou, Journale de^ot. 1809. 
Tom. I!. p. 307. 

— Sur le gcnre Mycenaslrum , du groupe des Lycoperde'cs. Annales 
de Sc. 1842. IMars. p. 143. 

Dikson Jnc. Fasciculi platilaruni cryptogamicarnm Brittanniae. Lond. 1785. 

Dillc/iius, Hisloria niuscoruni. Oxoniae. 1741. 4. 

Dämm: Die Pilze. Tom, I. in Sturm's Deutschlands Flora. 181.3 — 1817. 

— Duo gcnera Futigorum. Schraders Journal 3. Band. I II. Slk.p. 55. 
Dryaiulcr. Disserl. fmigos rcgno a (•gct.'il)ili vindicans. Lond. Golii. 1776. 
Duby. Botauicon galiicum. Tom. II. Paris 1828. 

— Noiice sur quelques Cryplogames nouvellcs des environ de Bahia 
(Biesil.). Aunales des Srienc. 1836. (1837.) Tom. V. p. 253. 

T)uchaiiny, Noiice sur Ics cliam|)ignons mali'aisans. Paris. 1808. 
I)ufuur , Lfon. M. INotiec sur deux Chyploganies (Hclolium iiirsutum el 
Tribiidiiim iiysleriimm) Aunales des Scienc. 1828. XIII. p. 319. 



cxv 

Duffnir, Leon. M. Notice sur deux esp6ccs du gcnrc Ciavaria. Aanales 

des Scienc. 1840. Avril. p, 232. 
Durieii de Maisoniicuve. Sur le Piloboliis crystallinus. Annales des Scienc. 

IX. 221. 
Dutrochet.' Observations sur les Champignons. Acad. des Scienc. Paris. 

Se'ance du 3. mars 1834. Nouvellcs Annales. III. p. .59. 

— Sur Torigine des Moisissure. Annales Scienc. nat. 2. Serie. Tom. I. 
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Dinml. Bemerkung über einige Blä'lterschwiimme. Bot. Zeitung VI. 302. 

Eatan, Notice of the Boletus igniarius. Silliman Americ. Journ. VI. 177. 
£hrenherq Chr. G. Syzigites, eine neue Schimmcigattung. Verliaud. nat. 
Freunde zu Berlin. 1820. I. 2. p. 98. 

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Eisenliardt. Die Gattung Phragmidium und Puccinia Potenlillac in Bezug 

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Ellroth. Chr. Th. Schwamm-Poinona. Bayreutli. 1800. 
Endlicher Pr. Genera plantarum. Vindob. 1836 — M. 

— Mantissa botanica. Vindob. 1842. 

— Iconograpiiia generum plantarum. Vind. 1836. 

— Flora Posoniensis 1830. 

English Botany, or coloured figures of british plants by Edw. Smith 
and Jam. Sowerhy. Vol. 20. Lond. 1790 — 1814. 

En.üin. De Bolcto suaveolente. Linni-. Eilangae. 1784. 4. 

Eschweiler Fr G. De fructificatione generis Rliizomorplwie commcntalio. 
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Eversmann. Neuere Entdeckungen über die Schwämme. Andre ökono- 
mische Neuigkeiten. Prag. 1811. 

Fee. A. L. Essai sur les Cryptogamcs des ecorces exotiques ofl'icinales 
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— Memoire sur le Croupe des Phylleries. Paris. 18.34. 

Fellner. Prodromus historiae fungorum agrivindobonensis. 8. Viennae. 1775. 
Field. On the origin of Ergot. Silliman Americ. Journ. IX. 359. 
frischer. Anleitung zur Trüfleljagd. Carlsruhe 1812. 
Flörke. Verschiedene Arten des Brandes im Getreide. INIagazin der nalur- 

forschenden Gesellschaft zu Berlin. IV 29G. 
Flora Danica , vel Icnnes plantarum in regnis Daniae et Norwcgiae nas- 

centium, ad illustrandam Floram Danicam. Hafinae 1766 — 1842. 
Frank de Frnnkenau. Fungu$ quercus insulae Mocnac monstrosus. Ver- 
handlungen der Leopold. Academie. f. 245. 
Fries, Elias. Systema Mycologicum. Tom. I. — III. Gryphiswaldiae. 
1821 — 18.33.- 
-+- Systema orbis vegetabilis. Tom. I. Lundae. 1825. 
-^ Elenchus fungorum. 8. Vol. I. — II. Gryphiswaldiae. 1828. 

— Eclogae fungorum. 8. Linnea. V. c. Tab. col. 

-*— Epicrisis systematis mycologici. seu Synopsis Hvmenomycctum. 
Upsaliae 18.39. Aus diesem Werke sind die Genera Hymenumy- 
cetum und die Monograpliia generis Boleti extra abgedruckt. 

— Fungi vesci et nocivi Sueciae. 

— Fungi Guineenses. Die beiden letztem Schriften sind nicht im Buch- 
handel und mir unbekannt. 

8* 



CXVI 

y^/'ies, Agaricos synonymos in Pcrsoonii Mycologia europaea. T. III. clSys- 

tcmads siio mycologico rcconciliat. Linaca. 1830. V. p. 689. 
. , — - Om Rost och Brand. Lund. 1821. 
Fiuik. Die kryptoganiisclion Gewächse des Fichtelgchirgcs. In Ilefti-n. 

Galama. Verhandeling over het IMoederkorn. Groningen. 1834. 
QeqffroY le jeune. Sur les Trun'e.s. Histoire de rAcademic royale-dc 

Paris. 1711. .')0. M. 29. 
Gleilitsch , J. Tli. IVIelhcxlus fungorura. Berol. 17r)3. 

— Sur Ic Carpoholus de INIicheli. vid. Collcclion academiqne conccr 
nant Phistoire naturelle etc. Dijon Auxerre et Paris. 17.').') — 1774. 
XII. 84. •.;;;•!../.-. 

— Krzeugung der PfilTerlinge. vid. Hamhnrgisches Magazin VIII. -109. 

— Nutzen der durchsiclitigen Körperchen des 3Iicheh"us^an4en Schwäm- 
men, Hamburger Magazin. IX. 470. '. ■ 

Cmclin. Reschreibmig der Milchblätlcrschwämmc im Ilerzogthume Baden. 

Karlsruhe. l!^25. 
Oöppcit. Fossile Farrenkräuter. Breslau. 1830. 
Grevülc. Scouish cryploganiic Flora Vol. VI. 1822 — 1828. ^ 

— Descriplions o( thc Esculent Fnngi of Grcat Britain, wilh Obscr- 
valions. Wernerian Society M. Vol. IV. II. p. 39. 

— Descriptions of Sevcn New Scottish Fungi. Mem. of ihc VVern. 
Sog. IV. I. p. 67. 

TJaherle. Uiber das Entstellen der Sphaeria lagcnaria. 8. Erfurt. 180G. 

— Das Gewächsreich (Pilze und Schwämme). ^VÜ•imar. 1806. 
Uallcr yilh.nb. Ilistoria Mipiuni lieh etiae in<]igenaruin. Tom. III. Hern. 1768. 
Uaync. Gemeinnütziger LlnlerricIiL über die schädlichen und nnlzlichcu 

Schwämme. Wien 1830. 
Hedwig. Stirjies cryptoganiicae. Fase. III. Lips. 1778. 

"- Theoria genrralionis et fructificationis iilantarum cryptqgamicarum. 

Lij.siae. J798. • ■'^ ° .. 

Hermes. BeobacliUnigcn über die Enlslehuns des Mullerkorns im Roggen. 

Neue Schriften der Gesrilsch. iiat. Fieunde zu Berhn. I. 244. 
Hilchoch. E. Rey: Physiology of the Gyropodiuuj coccineum. vid. Silliman 

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Ord. I. 

COWOMYCETES. NEES ab ESENB. 



Farn. I. BYSSINI. 

Vid. Icones fung-. IV. p. 1. üb. Syn. omn. 

Ch. Fungi fibrillosi, septati vel continui; sporis nullis. Evo- 

lutio incompleta. 

Kritik: Wir bezeichnen diese Familie als solche, um 
keinen Vorwurf von andern hochgefeierten Mycologen zu 
erhalten, welche diese Familie und ihre Gattungen als ent- 
wickelte Pilzformen betrachten, während wir zur festen Uiber- 
zeugung gelangt sind, dass die Gattungen der ersten Ab- 
theilung entweder krankhafte Schematomorphosen der Pilz- 
substanz höherer Ordnungen, oder auf niederer (primor- 
dialer) Entwicklung stehen gebliebene Glieder höherer 
Pflanzen sind. Die zweite Abtheilung umfasst nur krank- 
hafte Umbildungen der Zellular- und Epidermidalgebilde 
der Gefasspflanzen. 

Tiib. 1. BYSSACEAE. 

1. MYCOMATER. Fries. S. Orb. V. p. 200. »Mucus coagu- 
lesccns, subviscidus (saepe coloratus), e vulncribus 

1 



arborum diffliicns, in quo flocci tcncrrinii vcl granula 
nidulantur.« 

Krit. Der vage Charakter umfasst eine grosse Summe 
Primordialgcbilde, wo im Bildungssafte fadige oder körnige 
Substanz entsteht und niedergeschlagen wird. Uibcr Ge- 
stalt und Bau der Fäden und Körnchen, so wie über ihre 
allgemeine oder gegenseitige Anheftung und Genese ist 
nichts gesagt, daher uns die Galtung und ihr gegebener 
Character dubios sind. 

2. BYSSUS. Vaill. Bot. p. Humboldt. FL subt. Frib. p. Gl. 

Hypha Pers. Myc. 1. p. 63. »Flocci dccumbenies ra- 
mosi, ad tactum difflucntes fugaces. Fungi aut subtcr- 
ranei aut in locis suffocatis et cryptis vegetant, colore 
plerumquc albi.« 
Abb. Ilumb. 1. c. Tab. 11. Fig. 7. IVees s. Fig. LXXIII. B. 
Krit. Wir kennen bisher noch nicht den Bau der 
Fäden, und in den hier gegebenen Charakter sind Bezeich- 
nungen aufgenommmcn, welche in keiner systematischen 
Nomenclalur erscheinen sollen. Prof. Fries hat im Syst. 
orb. veget. p. 309, dem von Linne ebenfalls gebrauchten, 
von Baron von Humboldt, Persoon, Nees und Link aber 
kritisch beleuchteten Namen einen neuen Charakter und 
höchst dilfcrente Pflanzen unterlegt, und daher übergehen 
wir diesen Charakter, da sich sonst leicht grenzenloser 
Wirrwarr einschleichen dürfte. Die von Humboldt und Per- 
soon verzeichneten Arten finden sich in allen Schachten 
und Bauen unserer bohm. Bergwerke. 

3. LANOSA. Fries. S. Orb. Yeg. p. 317. »Fibrae arach- 

noideae, tencrrimae, subfugaces, sed non deliquescen- 
tes, e constitutione aeris (meteorica?) illico natae.« 

Krit. Die von Prof. Fries als Typus gegebene L. 
nivalis, haben Avir sehr oft im Frühjahre gleich nach Ver- 
schwinden der Schneedecke gesehen. Die Fäden sind ge- 



tlieill (septalae) und können allen erdwohnendcn Schimmel- 
formcn angehören. Ihr meteorischer Ursprung ist unter 
der Schneedecke (wo ich sie auch gesehen habe) sehr 
zweifelhaft. Mit dem als »alter Weibersommer« bezeichne- 
ten Spinngewebe vom 10. August 17ol dürfen sie nicht 
verglichen werden, da letzteres thierischen Ursprungs ist, 
und noch manchesmal auf kleinen Waldstrecken vorkömmt, 
und von mir selbst gesehen worden ist. 

4. TOPHORA. Fries S. O. V. 313. «Fila libera, virescentia, 

septata, in caespitem implicata.« 

Krit. Diese Gattung ist dubios. Farbe und Rasen, so 
wie die Theilung der Fäden, erinnern an Oscillatoria. 
.Jedenfalls ist es kein Pilz. 

5. IIERPOTRICIIUM. Fries. S. Orb. veg. p. 313. Protonema 

Ag. Syst. Alg. p. 43. »Fila radicantia!, viridia, in 
Stratum velutinum intertexta.« 

Krit. Einige Arten dieser Gattungen sind Cotyledo- 
narfasern der Moose, andere wuchernde Wurzelhaare der 
Moose und Farren ! — Ist fernerhin gänzlich zu streichen, 
da man einzelne Organe der Individuen anderer Familien 
nie als selbstständige Arten vernünftigerweise betrachten 
soll. Ein gleiches gilt von der Gattung Phlegmatium Fr. 
N. et S. Orb. V. p. 314. — 

6. FIBRILLARIA. Persoon Myc. europ. 1. p. 52. »Rhizoi- 

dea, fibrillosa, vage ramosa, libera, farcta, subfarina- 

cea (alba).« 

Krit. »Fibrillariae P. sunt initia fungorum radiantium 
V. c. Polypori, Ilydni fimbriati, intra cortices nascentia.« 
Fries. S. Orb. V. p. 217. — G. R. Link's Arten kennen wir 
nicht. 

7. CAPILLARIA. Pers. 1. c. p. 50. Fila laevia, tenuissima 

(capilliformia), solida, matrici (Hgno aut foliis) arcte 

adhaerentia. (Color fusco-nigricans).« 

1* 



Krit. Capillaria nigra sali ich nie. C. Arnndinis, C. 
Phytolaccac und cpidcnnidis sind wuchernde Ilypolhalli, 
und C. grammica, ist die umschreibende Linie des Ilvpo- 
thallus eines Scleromyccten. Wir können diese Gattung 
fernerhin streichen, um so mehr, als ich den INamen auf 
eine Ilyphomycetcn-Gatlung übertragen habe. Actinonema 
Pers. gehört auch hier her, aber M. Libert hat bereits die 
Früchte entdeckt, und daher stelle ich Actinonema Lib. 
unter die Scleromycetes. 

8. DEMATIUM. Link Obs. p. 19 Spec.pl. l.p. 13t. «Flocci 

decumbentes aequaliter ramosi intricati non septati.« 

Racodium Pers. et Auct. 

Krit. Der Herr G. R. Link hat eine Zahl Arten kritisch 
und scharf umschrieben, die wir grösstenthcils gesehen 
und untersucht haben. Im Gattungscharactcr kann man die 
Ausdrücke »aequaliter ramosus» und «intricatus« streichen, 
da es Arten giebt, denen diese Charaktere fehlen. 

9. OZONIÜM. Link. sp. l p. 137. »Flocci decumbentes ra- 

mosi irv ramos majores minorcsque appositi, tenuiores 

septati.« INot. Flocci ramosi quidem sunt, at ramificatio 

in ramos majores et minores, quibus genus hoccc 

distinguitur, appositione floccorum et separatione efll- 

citur, Uli ramificatio ncrvorum in foliis separatione va- 

sorum fieri solet. Dubium genus, ea enim floccorum 

appositio in fungis majoribus locum habet, ita ut Ozo- 

nia thallo radicante aliorum fungorum orta videantur.« 

Krit. An Ozonium fulviun hat Letellier (Figures 

des Champignons Taf. (572.) Früchte beobachtet, aber so 

unvollständig und unkenntlich abgebildet, dass wir selbe 

nicht deuten können. Sollten diese keuligen Spitzen Ra- 

sidien zeigen, so müsste diese Gattung neben Dacrina, 

Anlhina oder Scorias gestellt werden. Wir sahen diese 

Früchte an den höchst häufigen Arten (Oz. auricomum und 

O. sluposum) nicht. 



Am Sclilusse dieser Reihe sollten wir die Gattungen 
Ceratonema und Rhizomorpha betrachten. Ceratonema ist 
aus degenerirten Stielen einiger Agarici und Sphaerien ge- 
bildet, und muss daher mit Acrotharanium (s. Fries S. Orb. 
vegct. 215. e.), welches ebenfalls PrimordiaJbildung hö- 
herer Pilzarten ist, als Gattung gestrichen werden. Rhizo- 
morpha ist aber eine selbständige Pilzform , wenn man 
nicht alle Wurzeln alter Bäume auch dahin stellt, und 
nach der bei Greville (Scott. Crypt. Flor. llf. Taf. 154.) 
abgebildeten Frucht eine Scleromycetc. Schade, dass 
keine brauchbare Analyse gemacht wurde ! — 

Tiib. 2. PHYLLERIAGEI. 

11. CHAETOSPORIUM. Corda ap. Sturm. 13.p.65. Taf. 33. 
Chrysomyxa. Unger Beiträge zur vergl. Pathologie. 1840. 
4. c. ic. Flocci entopliylli, dein nudi, erecti, caespi- 
tosi, stromate floccoso immerso sufTulti, epidermide 
cincti. 

Krit. Wir bezeichneten die Gattung im Jahre 1833 
und wählten lür die Fäden den falschen Ausdruck : Spo- 
ren; aber Abbildung und Beschreibung konnten alle Zweifel 
über die Gattung beseitigen. Prof. Unger gab 1840 die 
zweite Art und bildete den Hypothallus oder Träger gut ab. 

ERINEUM. Persoon Syn. p. XIX. Corda Icon. IV. p. 1. üb. 
Syn. omn. Flocci epiphylli, continui, gregarii vel cae- 
spitosi, simplices vel ramosi, colorati, subdiaphani. 

Abb. Corda 1. c. IV. V. Taf. I. 

Krit. Nach unseren in diesem Bande gegebenen 
Beobachtungen erscheinen di« Arten dieser Gattung als 
Verlängerungen der Zellen der Epidermis, und es bleibt 
der Laune des Einzclnmenschcn anhcimgestellt, ob solche 
späterhin in eine systematische Aufzählung aufgenommen 



werden sollen oder nicht. Wir geben nur Thatsachen, denn 
Theoreme bauen ist lächerlich. 

12. SEPTOTRICHUM. Corda Ic. %. IV. p. 4. Er. sp. Auct. 
Flocci epipliyili, septati vel celhilosi, siniplices vel 
ramosi, filiformes vel capitali, rarius raembranaeei, lo- 
bali vel lacerati. 
Abb. Corda 1. c. T. IV. Taf. IT. 

Krit. Ein Theil der Artensumme ist hier durch Ver- 
längerung der Epidermidal- und Parenchymzellen entstan- 
den, der andere Theil durch Wucherung und Schemato- 
morphose der Haare. Was wir ferner von Erineum gesagt, 
gilt hier eben so strenge. 

Warum wir Taphria, Grumaria und Phyllerium nicht 
restituirt, erhellt deutlich aus der hier gegebenen Natur- 
geschichte der Erinea. Der IName Taphria war früher schon 
in der Zoologie vergeben. 



Fam. II. CAEOaiACEAE. 

Corda in Opiz Beitr. p. G37. Icones fung. IV. p. 7. 

ubi Syn. 

Parasitae ; sti'omate spurio, floccoso, frustuloso vel gela- 
tinoso; sporis simplicibus. 

13. SPILOCA.EA. Fries S. O. V. p. 198. »Sporidia simplicia, 
subglobosa, sibi invicem et matrici adnata; cpidermis 
tenerrima pellicula seccdente nuda.« 
Abb. Corda ap. Sturm IL Taf. 32. 

K. Wir geben hier die Fries'sche Bezeichnung, da 
wir selbst bei schwedischen und deutschen Exemplaren 
keine Sporen gefunden, noch die hier verzeichnete Diagnose 



bestätigt gefunden haben. Ob Spilocaea Sciipi generisch 
hierher gehört, bleibt so lange zweifelhaft, bis eine aus- 
führliche Analyse die Gattung versinnlicht. Ob Naevia Fries 
1. c. hier verwandt ist oder zu den Scleromyceten gehört, 
ist zweifelhaft, da Punkte nur mathematische Grössen 
sind, die sich nicht naturhistorisch klassifiziren lassen. 

14. PAPULARIA. Fries S. Ohr. V. p. 195. «Sporidia globosa, 

simplicia, conglutinata, sub epidermide discreta mor- 
lua, nunquam rupta collecta. Stroma vix ullura.« 

Eine einzige unvollkommen beschriebene Art auf 
Buchenblättern: P. Fagi Fries, ist entdeckt, von mir aber 
leider noch nicht gesehen worden. 

15. PHYLLOEDIUM. Fries S. O. V. p. 195. «Sporidia globosa 

simplicia, materia grumoso-gelatinosa in corpus soli- 
dum persistens, cum epidermide plantae (annuae) con- 
natum, conglutinata. Plantis mortuis vivisque innata.« 

K. Eine mir gänzlich unbekannte Gattung, welche 
dem Charakter gemäss hierher gehört, obgleich mich die 
im S. O. V. p. 196 gegebene Bemerkung: (Sclerotium, 
Xyloma. S. M. II. p. 2G1.) beunruhigt, indem ich alle dort 
verzeichneten Sclerotia kenne, und in ihrem Baue keine 
Bestätigung der obigen Diagnose finde. 

16. HYPODERMIUM. Link Sp. II. p. 88. »Sporidia non di- 

dyma nee septata materia grumosa conjuncta non pe- 
dicellata sub epidermide rumpentia.« Link. 

N. Ich zweifle, diese von mir nie gesehene Gattung 
hier gut placirt zu haben; die Schärfe der gegebenen Be- 
zeichnung rechtfertigt wohl diese Stellung. 

17.SGHIZODERMA. Kunze. Fries S. O. V.p. 194. »Sporidia 
globosa, simplicia, cum stromate granulös© congluti- 
nata, discoideo-erumpenlia. Sub epidermide perenni.« 
Fr. 1. c. 



8 

N. Die einzige Art: Schlzodcrma pinastri, ist noch niclit 
kritisch untersucht und uns unbekannt. 

18. PROTOMYCES. Unger. Sporae enlophytae, simpllces, 
coacervatae, semper immcrsae; cpisporio firmo, dla- 
phano; nucleo granuloso, colorato; matrici spuriae 
immersae. 

K. Prof. Unger hat diese schöne Gattung durch 
trefniche Abbildungen (Exantheme der Pflanzen, Tab. V. 
Fig. 27. Tab. YI. Fig. 28.) erläutert, nur wäre eine Ent- 
wicklungsgeschichte der Sporen, so wie auch ihre Aussaat 
und Verbreitung wünschenswerth. 

19. PHYSODERMA. Wallroth Fl. germ. II. p. 192. pari. Corda 

Icones III. p. 3. ' »Sporidia siniplicia (sphaerica) insig- 
nia ex massa sporacea opaca, parenchyma herbarum 
vegetarum penetranlia, grumulosquc convexos s. gib- 
bosos epidermide velatos informanlia. »Ilypolhallus 
spurius fibrosus; fibris erectis.« 
Abb. Corda 1. c. Taf. Fig. 8. 

N. Der Sporenbau unterscheidet diese Gattung strenge 
von Caeoma. s. Icon fung. 1. c. c. ic. 

20. CAEOMA. Link Spcc. plant. II. p. 1. Corda Ic. fung. IV. 

Hypothallus entophvtus, epidermide primum tectus, 
fibroso-floccosus, infra floccoso-radiculosus. Flocci in- 
tertexti. Sporae acrogcnae, primum tectae, dein denu- 
datae, simplices, apodes vcl pedicellatae; cpisporio 
simplici, continuo, glabro vel araicto; nucleo plerumque 
colorato, subccracco, saepius guttulis olcosis repleto. 
Abb. Corda 1. c. Taf. III. Fig. 25. 

K. Eine grosse reiche Gattung , deren Endogencse 
noch sehr genau zu erforschen ist, obgleich Prof. Unger 
und Levcille vieles Denkwürdige darüber bekannt gemacht 
haben. 



21. UREDO. Persoon Syn. 1. p. 214. Corda Icon. II. p. 2. 

eniend. Ilypothallus spurius floccosus; accrvuli cnto- 
vel epiphytij sporis simplicibus (nori septatis); episporio 
celluloso; nucleo simplici obsuro. vid. l. c. 
Abb. Corda 1. c. Taf. VIII. Fig. 12. 

N. Hieher gehört Caeoma utriculosum Link. Ob die 
fruchtbewohnenden Caeomata der Gramineen und Carices 
nicht theilweise Arten dieser Gattung bilden, bleibt noch 
zu untersuchen. 

22. USTILAGO. Fries. Syst. III. p. 517. Ic. fung. IV. emend. 
p. 8. Hypothallus spurius. Sporae entophytae, coacer- 
vatae, dein erumpentes et destruentes, simplicissimae, 
liberacj episporio tenui; nucleo farcto, niedio cavo; 
hylo nullo. 

Abb. Corda 1. c. Taf. III. Fig. 26. 

N. Die gesammten Arten des Brandes gehören hier- 
her und haben in der Tropcnvvelt zahlreiche Repräsentan- 
ten. Ust. Maydis besitzt Oeltröpfchen anl Sporenkern und 
eine warzige Sporenhaut. Vielleicht ist es Sporisorium 
verwandt. 

23. SPORISORIUM. Ehrenberg in Link. Sp. IL p. 86. »Sporae 

continuae, non pedicellatae, in acervos entophytos con- 
gestae; floccis septatis acervo immixtis. Hypothallo eva- 
nido, floccoso-radiculoso.« 

N. Gramineen und Ranunculaceen sind nebst den 
Helleboreen die einzigen bis jetzt bekannten Familien, wel- 
che von Parasiten dieser Gattung bewohnt werden. 

24. SEPEDONIUM. Link. Obs. L p. 16. Corda Ic. fung. IV. 
p. 7. emend. Hypothallus primarius floccosus, dein 
evanescens; floccis ramosis septatis intertextis. Sporae 
entophytae, dein eraersae, globosae, acrogenae, dein 
libcrac et acervatae; episporio simplici membranacco 



10 

liispido; nuclco subceraceo, ^loboso, intus cavo. Spec. 
funyicolac, coloratae. 

Abb. Corda. 1. c. Taf. III. Fig. 23. 

26. ASTEaOPIIORA. Dittmar Schrad. Journ. III. pag. 66. 
Corda Iconcs. IV. p. 7. emend. »Ilypolhallus prima- 
rius floccosus persistans; floccis scptatis dein sece- 
dentibus. Sporac entopbylac, niesogenae , simplices ; 
episporio aculeato, aculcissubfui'catis; nucleo ceraceo.« 

Abb. Corda 1. c. Taf. VIII. Fig. 24. 

26. ECIIINOBOTRIUM. Corda. Slurm's Flor. D. III. II. p. :>!. 

Pracbtflora p. 17. Icon. fung. III. p. 2. »Sporae para- 
sitantes nudae, siinpliccs (non septatae), basi in pul- 
vinulos connatae ; a})iculo subulato; episporio vcrru- 
coso, nucleo firmo. Stroma nulluni.« 
Abb. Sturm Tab. 2G. Pracbtflora Taf. VIII. Fig. 10—13. 
Icon. in. Taf. 1. Fig. 6. 

27. FUSIDIUM. Link. spec. II. p. 96. Corda Ic. fung. III. 
p. 2. emend. Sporae simplices in acervulos nudos 
pulveraceos superficiales conglobatae; episporio sim- 
plici continuo ; nucleo bomogeneo mucoso ; slromalc 
gelatinaquc nulla. 

Abb. Icon. 1. c. Taf. I. Fig. 7. 

K. Wir kennen nocb die cigentlicbe Sporenentwick- 
lung nicbt. Bei F. aureum sab icb einzelne Sporenreiben 
kettenarlig entwickelt. 

28. GYMNOSPORIUxM. Corda ap. Sturm. 13. p. G9. Ic. fung. 
II. p. 1. Sporac superficiales, conglobatae, simplices; 
episporio glabro, nucleo firmo; stromate evoluto nullo. 

Abb. 1. c. Taf. VIII. Fig. 1. 

29. LEUCOSPORIUM. Corda in SlurnVs Fl. 13. p. 67. Spo- 
rae simpHccs, farinaccae, fruslubs cellulosis angulatis 



11 



mixtae, in acervulos superficiales absque gelatina con- 
globatae; stromate evolulo nullo. 
Abb. l. c. Taf. 34. 

N. Uns ist nur L. Tesiculiferum bekannt, und die 
den Sporen eingestreuten unregebnässigen Zellen sind sebr 
beachtenswertb, da wir ibre Function nocli nicbt kennen. 

30. ILLOSPORIUM. Mart. FL erlang, p. 325. Ic. fung. III. 
p. 1. Sporae coilomorpbae, subregulares, muco sub- 
involulo vel irregulariter acervatae, in granula Con- 
globatae, tballo spurio vel nullo sufFultae. 

Abb. Icon. 1. c. Taf. I. Fig. 1 — 3. 

K. Diese Gattung besitzt kein Pseüdoperidium, wie 
wir bereits durch genaueste zahlreiche Analysen nachge- 
wiesen haben, und sie ist nur mit der folgenden Gattung 
nahe verwandt, von welcher sie sich nur durch die ober- 
flächliche Entwicklung unterscheidet. 

31. CHROMOSPORIUM. Corda ap. Sturm. III. II. p. 119. 

Sporae entophytae, minutissimae, simplicissimae, irre- 
gulariter dispersae coloratae, Stroma spurium nulluni. 

Abb. I. c. Taf. 56. 

K. Man hat höchst unerfahren diese Gattung für 
Gonidien der Flechten (welcher?) gehalten; wer aber den 
Bau der Gonidien, ihre Grösse und ihre Lagerung auch 
nur einmal oberflächlich gesehen hat, wird solche Ver- 
gleiche nie aussprechen. Chr. roseum ist der Typus der 
Gattung. 

32. CONISPORIUM. Link spec. II. p. 99. Corda Ic. fung. 
I. p. I. Sporae nudae, superficiales, apodes vel bre- 
vissime pedicellatae, rarius stromatae spurio sufTultae, 
liberae, continuae. 

Abb. Icon. 1. c. Taf. 1. Fig. 1 — 5. 



•'^tit^ixu'' 



12 

N. Wir haben diese Gattung im Sinne des Herrn 
G. R. Link aufgcfasst. 

33. CONIOTHECIUM. Corda Ic. fung. I. p. 2. Sporac sini- 
plices in globulos corneos irregularilcr conghilinatac, 
et acervulos elTusos vel solitarios rarius stroniatc spu- 
rio sulTullos referentes. Color obscurus. 
Abb. 1. c. Taf. 1. Fig. 19-29. 

K. Ob die Arten dieser Gattung, welche einen Trä- 
ger besitzen, späteriiin nicht getrennt werden müssen, 
bleibt noch zu untersuchen. Die Sporen sind bei einigen 
Arten eigenthünilich und unregelmässig, selten kettenartig 
verwachsen. 

34. COCCULÄRIA. Corda ap.Slurm ITI. II. p. 127. 

Sporidia membranacea, opaca, libera; episporio impellu- 
cido continuo; nucleo granuloso dein pulveraceo. 
Stroma spurium atrum, s. macula alra, lignum incpii- 
nans. 
Abb. 1. c. Taf. GO. 

K. Stellung und Bau der Gattung bedürfen einer 
kritischen Revision. 

» 

35. ENT0MYCLIU3I. Wallroth Fl. g. er. II. p. 189. »Sporidia 

fusiformia cylindi'ica continua subacqualia rccla non 
septata libera epigena, intus massa sporacca coacla, 
slrian» longiludinaleni saturatiorem, folliculo utrinque 
pellucido inclusam mentiente repleta caque voluli 
striata.« 

K. Wir kennen die Galtung und ihre einzige Art 
nicht, und erkennen in der Stria longitudinalis den Sporen- 
kern, und im Folliculus das Episporium. 

36. MYXOSPORIUM. Link sp. IL pag. 98. Corda Ic. III. 
p. 2. üb. Syn. »Sporae siniplices muco matricali im- 
mcrsac, coluralae, stralosac vel cirrhalim conglobatae. 



13 

Episporio glabro, simplici, nuclco firmo, subceraceo 
colorato.« 
Abb. Icon. 1. c. Taf. I. Fig. 4. 5. 

K. Den alten Persoon'schen Namen Nemaspora ha- 
ben wir auf die Grosszahl der Arten der Synopsis fungo- 
riim übertragen, und sind der trefflichen Ansicht des Herrn 
G. R. Links gefolgt. Die wenigen bekannten Arten sind 
trefflich charakterisirt, nur fehlt noch die Geschichte der 
Entwicklung der Sporen. 



Wenn wir die Familien der Pilze kritisch übersehen, 
so ist diese hier geschlossene die tiefcntwickeltstc, indem 
selbst ihre Sporen nur aus einfachen Zellen bestehen, wel- 
che einen freien Kern als Keimkern umschliessen, und ihr 
Träger tritt stets als untergeordnetes Organ auf. Aecidium 
und die verwandten Gattungen haben wir getrennt und zu 
den Gasteromyccten gestellt, wohin sie ihr eigenihümliches 
selbstständiges Peridium und ihre Sporenbildung verweist- 



Farn. IIL PHRAGMIDIACEAE. 

Corda Icones fung. I. p. G. II. p. 4. III. p. 4. IV. p. 9. 

Parasitae epi- vel entophytae ; sporis compositis, cellalosis 
vel septatis; stromate spurio, membranaceo vel nullo. 

37. DICOCGUM. Corda ap. Sturm. III. p. 117. 
Icon. fung. II. p. 5. Fries Syst. III. p. 47G. 

Sporae didymae vel cellulosae, in acervulos superficiales 
conglobatae ; stromate nullo. 

Abb. Icon. 1. c. VIII. Fig. 22. 



14 

N. Wir begrenzen die Gattung und scheiden die 
melirzelligen Arten aus, welche wohl zur dubiösen Gal- 
tung Slilbospora gehören dürften. 

38. STILBOSPORA. Persoon Syn. p. 96.(?) Link 
spec. II. p. 95. Fries Syst. III. p. 483. (pari.) einend. 

»Sporidia septata non pcdicellata sub epidermide planta- 
rum mortuarum erumpentia.« 

K. Wir zählen hierher St. macrüsperma ; St. angu- 
stata; St. dryophylla (Dicocc. Corda. Ic. I. Taf. II. Fig. 104), 
St. tricoila (Fig. t05.), und schlicssen die anderen von 
Fries u. s. w. verzeichneten Arten aus. Dass Persoon diese 
Gattung zwischen Sphaeria und Ilysteriuni stellte, bleibt 
denkwürdig, da ich in neuerer Zeit bei zwei seiner Arten 
ein wahres Perilhecium fand. 

39. DIDYMOSPORIUM. Nees ab Esenb. Syst. 
p. 33. Corda Icones emend. I. p. 7 II. p. 5. 

Sporac didymae, (vel cellulosae), primum epidermide tectac 
dein diffluentes et erunipentes vel libere evolutae, slro- 
mate carnoso vel gelalinoso suffultae. 

Abb. Icon. 1. c. Taf. VII. Fig. 23. 

N. Did. elevatum Link p. 94. ist ein wahres Melan- 
conium, s. Ic. fung. III. Taf. IV. Fig. 60. 

40. FUSOMA. Corda Icones. L p. 7. IL p. 5. 

Sporae cpi- vel entophytae, tectae vel liberae innatae, fu- 
siformes, septatae ; slromate nullo. 

Abb. Icon. II. Taf. VIIL Fig. 24. 

N. Sie repräsentirt in dieser Familie die Gattung 
Fusidium, von welcher sie nur durch die getheilten Sporen 
unterschieden ist. Mehrere Arten parasiliren ebenfalls auf 
Hyphomyeeten, wie es die meisten Fusidia thun. 



15 



41. SEIMATOSPORIUM. Corda ap. Sturm. III. Heft 

1 3. pag-. 79. 

Sporae coacervatae, oblongae, septatae, stromatc hetero- 
geneo piano sulTultae, dein ex epidermide emorlua 
ramulorum erumpentes. 
Abb. Icon. 1. c. 40. 

K. Der Träger unterscheidet diese Gattung von Stll- 
bospora, die fehlende Perithecie von IMelanconium. Mit 
Didymosporum kann es fast vereinigt werden, wenn die 
Genese der Früchte gleichartig gefunden werden sollte. 

42. APOTEMNOUM. Corda ap. Slurm III. 13. 

pag. 77. 

Sporae septato - arliculatae vel cellulosae, gelatinae im- 
niersae. Stroma nuUum. 
Abb. 1. c. Taf. 39. 

K. Die Schleimlage, welche als Bindungsmittel der 
Sporen vorhanden ist, unterscheidet diese Gattung strenge 
von den benachbarten. Die ungleiche Entwicklung der 
Sporen und ihr Zerfallen in gleichsam gehackte Stücke 
ist der Beachtung werth. 

43. PUCCmiA. Persoon Syn. p. 225 Corda Ic. 

IV. p. 9. 

Hypothallus entophytus floccosus, epidermide tectus, sub- 
tus floccoso-radicatus. Sporae acrogenae, sessiles vel 
stipitatae, primum tectae, dein nudae, uni- rarius bi- 
septatae, septis transversalibus. Episporium stratosum 
vel simplex, glabrum vel verrucosum; nucleis binis 
rarius ternis, curvatis, annuliformibus vel cavis, sub- 
ceraceis. 
Abb. Icon. 1. c. Taf. 111. Fig. 27. 

K. Die Genesis der Sporen und den anatomischen 

Bau gaben wir im vorigen Bande der Icones. 



16 

44 . SPORIDESMIUM. Link Obs. 1 . p. 39. ementl. 

Sporne didymac vcl cellulosae, in accrvulos superficiales 
vel semiininicrsos conglobatae; stromate spurio vel 
nullo. Episporium subcorneum, nucleo cellulari sub- 
ccraceo, gutlulis olcosis saepius mixto ; slipitc continuo 
vel heterogeneo. 
Abb. Icon. fung. IV. Taf. VI. Fig. 74. 

K. Das von Pr. Nees und mir abgebildete Sp. atrum 
unterscheidet sich von den bei Greville (IV. 19 i.) abge- 
bildeten spezifisch, und unsere Art dürfte wohl einer ande- 
ren Gattung angch()ren. 

45. HYMENOPODlüM. Corda Icon. I. p. 7. 

Sporae fasciculares, erectae, septatae, clavatae, obtusac 
vel fusiformes, stromate membranaceo, effuso, icnui- 
ter celluloso, superficiali adnato dein libero, sufTultae. 
Abb. Icon. 1. c. Taf. II. Fig. 121. 

N. Bisher ist eine einzige seltene Art bekannt. Die 
Sporen stehen sehr zerstreut, und der Träger ist stark 
entwickelt und braun. 

46. DICTVOSPOPvIUM. Corda in Weitenwebers 
Beit 1836 1. 1. p. 87. 

Sporae linguaeformes, crectae, planac, reticulato-cellulosae; 
celldlis seriatis; gultulis rcpletis. Stroma spurium, he- 
terogcneum, granulosum, efTusum. 
Abb. Icon. fung. II. Taf. Fig. 29. 

N. Die in Hinsicht des Sporenbaues denkwürdigste 
Gattung unter den Pilzen. D. elcgans. ist sehr gemein. 

47. PHRAGäIIDIUM. Link sp. II. p. 84. Corda Ic. 
fung. IV. p. 19 üb. Syn. 

Hypostroma nulluni. Sporae parasitantes, libere evolutae, 
multi-septatae, slipitatae; septis firmis transversis; cel- 



17 



•~ Ullis nucleo ceraceo cavo replelis ; stipite longo, hete- 
rogeneo, ad basim bulboso, continuo. 
Abb. Icon. fung. 1. c. Fig. 70 — 72. 

48. TRIPHRAGMIUM. Link spec. II. p. 84. Corda 
Icones. IV. p. 22. 

■ Hypostroma erumpens, dein pulvinatum, carnoso-cellulo- 
sum; sporis primum immersis, dein adnatis super- 
ficialibus, e cellulis ternatis connatis, pedicellatis. Cel- 
lulae sphaerico — tetraedricae; episporio primum albo, 
dein corneo, colorato, verrucoso; nucleo ceraceo dein 
cavo ; stipile brevi, tenui, heterogeneo, albo. 
Abb. Icon. fang. IV. Taf. VI. Fig. 73. 

N. Beide Gattungen haben wir in den Icones fungo- 
rum ausführlich i^ewürdigt. 

49. ASTEROSPORIUM. Kunze. Bot. Zeit. 1819. 

1. p. 225. 

Sporidia coacervata, stellata, septata, stromati heterogeneo, 
floccoso-granuloso incumbentia. 
Abb. Nees. Syst. II. Fig. 17— B. 

K. Es ist aus dem gegebenen Gattungscharacter die 
Stellung dieser Gattung nicht ermittelbar. Entspringen die 
Sporen auf Basidien, wie der flockige Träger vermulhen 
lässt, so gehört die Gattung in die Reihe von Prosthemium. 



18 

Fam. IV. TORULACEAE. Corda. 

Fungi c sporis concatenatis continuis compositi, floccifornies, 
hyphopodio vel stromate spuriis vel nuUis sufl'ulti. 

50. SIRIDIUM. Nees ab. Esenb. Syst. 1817 p. 5. 

»Sporidia opaca, isthmis filiformibus concatenala, oblonga, 
innata, acervis orbiculatis erunipunt.« 

Abb. Nees. Syst. 2. Taf. 1. Fig. 19. 

K. Diese Gattung wurde bisher nicht wieder ge- 
funden, und CS fehlt die Entwicklung der Sporen und eine ' 
strenge Anatomie. Der Bau der Sporenfäden verweist ganz 
auf Phragniotrichum. 

51. TORULA. Persoon Obs. mjc. 1. p. 25. Corda 
Icones. lY. p. 23. üb. Syn. nuni. 

Flocci e sporis simpHcibus concatenati, hyphasmate spurio 
vel nullo suffulti, vel pedicello flocciformi innati. Epis- 
porium simplex. Nucleus firmus, rotundatus vel cur- 
valus; guttulis oleosis raris. Interstitia nulla. 
Abb. Ic. fung. I. Fig. 124—139. II. Fig. 3i— 43. III. Fig. 
13—15. IV. Fig. 75—80. 

Sect. CHALARA. Corda Icon. II. pag. 9. Stroma efFusum, 
grumulosum; floccis siniplicissimis, hyphopodio lagcni- 
fonni uniioculari sufTultis, et e sporis cylindricis 
compositis. Ligni- et corlicicolae. 

Sect. CYLINDROSPORIUM. Greville Syn. p. 1. Flocci sini- 
plicissimi ; sporis cylindraceis ; hyphopodio floccoso, 
repentc, entophyllino. 

Sect. AINTENNARIA Link. Nccs. Stromate gelatinöse lobato, 
floccis sporarum ramosis. 



19 

Scct. TORULA. Pers. I. c. Flocci e sporis dein seccn- 
dcnlibus coloratis compositi ; episporio firmo clause ; 
nucleo guttulis oleosis farcto. 

K. Diese Gattung ist äusserst artenreich, und ver- 
dient eine monographische Bearbeitung. Ol) für die, unter 
dem generischen Namen »Fumago« verzeichneten Arten eine 
besondere Section gebildet werden kann, niuss noch strenge 
untersucht werden. 

52. SPEIRA. Corda Icon. fung. I. p. 9. 

Flocci e sporis simplicibus contentrice — connati, in laminam 
soleae ferreae similem dein secedentes. Stroma nulluni. 
Abb. Icon. fung. l. Fig. 140. 

N. Die Theilbarkeit der Sporenfäden unterscheidet 
diese Gattung von Dyctiosporium , mit welcher sie , abge- 
sehen vom Baue, einige Achnlichkcit hat. 

53. GYROCERUS. Corda Icones fung. I. p. 9. 

Stroma effusum, irreguläre, e stratis duobus formatum: 
Strato inferiore corneo , superiore carnoso - celluloso, 
floccis tecto. Flocci erecti, inserti, spiraliter tortuosi, 
fragillimi ; sporis depressis, disciformibus, opacis, sim- 
plicibus. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 141. 

IN. Diese Gattung hat in der Familie noch keinen 
Verwandten, und neben Helicomyces stehend ist ihre Farbe 
und der Sporenbau der Fäden sehr auffallend. 

54. HELICOMYCES. Link Obs. 1. p. 19. Corda 
Icones fung-, 1. p. 9. emend. Prachtilora. p. 29. 

Sporae parasitantes, libere-evolutae, septatae, floccifarmes 
vel helicomorphae, sive primum spiraliter involutae, 
dein expansae et secedentes. 
Abb. Prachtflora. Taf. 14. Icon. fung. I. Fig. 142. 

9> 



20 

K. Wir kennen drei Arien: H. roseus, ve^elus 
und aureus. Die Sporen sind ladenförmig und daher oft 
undeutlich gliedrig. Wir können die Gattuni^ nirgend an- 
ders als hier einreihen, aher auch hier steht sie sichtbar 
nicht natürlich, und wir wollen doch noch keine neue 
Familie für diese einzige Gattung gründen, um so mehr 
als wir die Genese derselben noch nicht kennen. 



Farn. V. SEPTONEMäEAE. 

Corda Icones fung'. Tom. IlT. p. 5. Pliragmotrichaceae 

part. ol. 

Flocci e sporis seplatis vel cellulosis compositi; stromate 
vel hyphopodio spurio vel nullo, vel carnoso-tubercu- 
loso. 

55. BISPORA. Corda Icones fiing. 1. p. 9. 

Flocci fasciculatim-congesti, hyphopodio pedicelliformi, he- 
terogeneo, brevissimo suüulti, erecti, dein inclinali et 
intcrtexti, e sporis didymis concatenati. Interstitia nulla. 

Abb. Icon. fung. I. Fig. 143 — IdG. 

K. Diese Gattung unterscheidet sich von Torula 
durch die zweizeiligen Sporen , wie sich Puccinia von 
Uredo unterscheidet. Die Farbe der Arten ist meist dunkel, 
ja selbst tief schwarz, und schwach durchscheinend. Eine 
Art hat vieltheilige Sporen. 



56. SEPTONEMA. Corda Icon. fung. I. II. p. 9. 

Flocci crecti, simplices vel ramosl, hyphopodio filiformi vel 
nullo, vel stromate spurio grumuloso sufFulti, e sporis 
transverse-septatis dein secedcntibus compositi. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 147. II. Fig. 44. 45. 

N. Die Fäden dieser Gattung zerfallen sehr schnell, 
und leicht in die einzelnen Sporen, oder in Trümmer, 
welche dann unregelmässig verfilzt erscheinen. 

57. TRIMMATOSTROMA. Corda Icon. I. p. 9. 

Stroma superficiale, placentiforme, carnosum, tectum floc- 
cis polymorphis, irregulariter intertextis, e sporis plus 
minus curvatis, polyseptatis, concatenatis compositis, 
et dein secedcntibus. Interstitia sporarum nulla. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 148. 

Eine einzige Art dieser denkwürdigen Gattung ist 
bekannt. Leider konnte ich nicht die Genese der Sporen 
untersuchen! 

58. ALTERNARIA. Nees ab Esenb. Syst. IL p. 72. 
Corda Prachtfl. p. 13. Icones fung. III. p. 5. Torula 
Fries. Syst. III. p. 500. Macrosporium Fries. Syst. p. 
373. 1. c. 

Flocci parasitantes, erecti, moniliformes , e sporis lageni- 
formibus, infra cellulosis, supra in Collum continuum 
heterogeneum attenuatis, concatenati. 
Abb. Icon. fung. IIL Fig. 16. Prachtflora. Taf. VIL 

K. Die einzige mir bekannte Art dieser Gattung ge- 
hört zu den schönsten Formen dieser Reihe, und zeichnet 
sich sowohl durch Sporenbau, den Parasitismus auf Hy- 
phomyceten, als auch durch ihre Keimung aus, wie wir in 
den Icon. fung. l. c. zeigten. 



22 

Die kleine Familie gibt abermals einen deutiiclicn 
Beweis, wie strenge die Natur den Sporenbau durchfübrte, 
und wie leicht sich bei gründlicher Forschung die Familien 
trennen lassen, und dabei gegenseitig einander repräscn- 
tiren. 



Ordo II. 

flYPlIOMYCETES. IVEES. 



Farn. VI. 
SPOROTRICHACEAE. Corda. 

Icon. fung-. 1. p. 10. II. p. 10. IV. p. 26. 

Flocci repentes septati vel continui ; sporis simplicibus 
dein inspersis. 

59. RAMULARIA. Unger Exanth. Taf. II. Fig. 
12. emend. 

Flocci enlophyllini, repentes, continui, dein erumpentes. 
Sporae acrogenae, simplices; nucleo firmo. 

K. Diese schöne Gattung des klarsehenden Unger 
verdient alle Berücksichtigung. Die zweite Art (Rainularia 
didvina) haben wir getrennt und zu dem Bactridiaceen ge- 
stellt. 

GO. TUBURCINIA. Fries Syst. mjc. III. p. 439. 

»Sporae rotundatae, inaequales, opacae, sporidiis minimis 
pellucidis secedentibus farctae, plantis putridis innatae, 
floccis raris tcnellis intertextis evanescentibus primo 
adhaerentcs.« 



24 

K. Wir haben den Characler wörtlich entlehnt, um 
keine Missverständnisse herbeizuführen; nach unserer An- 
sicht müsste man ihn folgends emendiren : Flocci repentes, 
tenelh , evanescentes, sporis acrogenis dein intcrtextis, 
simphcibus, inaequahbus: episporio simpHci, nucleo firmo. 

Bisher fehlt eine Abbildung einer Normart! 

61. ATHELIA. Persoon Myc. Europ. 1. p. 83. 

»Flocci intertexti, tenues, medio in pelliculam levem spo- 
rulifcram condensati (saepius fissilem). Dcpresso-appla- 
nata.« 

K. Die Gattung ist dubios und so oberflächlich be- 
schrieben, dass es gut sein wird, sie aus unseren syste- 
matischen Anordnungen zu streichen. 

62. ACROTHAMNIUM. Kees Syst. p. 71. Link 
spec. I. p. 28. 

»Flocci ramosi intricati enodes nudi apicibus tantum sep- 
tatis. Sporidia e cellulis delapsis exorta simplicia.« 
Abb. Necs. Syst. Fig. 71. 

K. Wir haben ebenfalls diesen Character wörtlich 
entlehnt, weil wir diese Gattung noch nicht selbst vollkom- 
men untersucht baben. 

63. ALYTOSPORIUM. Link. spec. I. p. 23. 

»Flocci ramosi toti septati. Sporidia nuda (absquc appcn- 
diculo) simplicia (non septata nee didyma) agglutinata 
thallo.« 
Abb. keine. 

64. CAPILLARIA. Persoon Myc. 1. p. fjO. Corda 
Ic. II. p. 12. emend. 

Flocci continui repentes ramosi; sporae continuac simplices 
floccis inspersae vel adhaerentes. 
Abb. Icon. fung. II, Fig. 53. 



25 



K. Diese Gattung muss bei genauerer Betrachtung 
der Arten der folgenden Gattung, mit dieser nothwendig 
vereinigt werden. 

65. SPOROTRICHÜM. Link spec. 1. p. 1. Ic. 
fung-. 1. p. 10. Aleurisma Link. Obs. IL p. 38. 

Flocci ramosi, intricati, septati; sporis simplicibus, liberis 
homogeneis. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 159. Nees. Syst. Fig. 45. 46. 
Greville Sc. Cr. Flor. II. Taf. 108. 

66. DENDRINA. Fries S. 0. V. 1. p. 186. S. 
Myc. m. p. 453. 

»Flocci effusi,, tenuissimi, a sporidiis discreli, in maculam 
matrici adglutinatam contexti. Sporidia matrici innata, 
simplicia, globosa, pellucida.« 
Abb. keine. 

K. Wir können aus den Gattungs- und Artencharacte- 

ren uns keine Vorstellung von der Gattung verschaffen, 

aber so viel ist gewiss, dass Chromosporium roseum Ca. 

nicht hieher gehört! — 

67. rUSISPORIUM. Link spec. 1. p. 30. Cor da 
Icon. I. p. 10. II. p. 10. 

Flocci repentes, ramosi, septati, pellucidi , intertexti ; spo- 
ris fusiformibus vel ellipticis , homogeneis, diaphanis. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 161—163. II. Fig. 47. Nees. Syst. 
IL Fig. 40. B. 

K. Wenn einige Arten nicht eine besondere Sporen- 
entvvicklung zeigen, so fallen sie der Gattung Sporotrichum 
anheim. 



2G 

G8. CIRCINOTRICHUM. Nees ab Esenb. Sysl. 
p. 19. Link spec. 1. p. 35. Persoon M. E. 1. p. 19. 

«Flocci simplices circinato-intricali nudi non scptati. Spo- 
ridia fusifonuia siniplicia.« 
Abb. Nees. Syst. II. Fig. 66. *. 

N. Diese Gattung bedarf einer strengen mikroskopi- 
schen Analyse. 

69. PLECOTPJCHUM. Corda. Sturm Fl. 13. p. 87. 
Sporae simplices continuae hyalinae, floccis heterogeneis 

coloratis, continuis, simplicibus, subraraosis, intricatis 
inspersae. 
Abb. Sturms Flora. III. 13. Taf. 44. 

K. Auch hier ist die Genese der Spore noch mangel- 
haft bekannt. 

70. MIAINOMYCES. Corda. Sturm Fl. 13. p. 83. 

Sporae simplices oblongae , floccis homogeneis continuis 
simplicibus radiatis intcrtextis agglutinatae. 
Abb. Corda ap. Sturm I. c. III. 13. Fig. 42. 

N. Die Sporen scheinen hier aus einer ursprünglich 
klebrigen Substanz gebildet zu werden, welche sie später 
anleimt und endlich verschwindet. 

71. CHRYSOSPORIUM. Corda. 1. c. 13. p. 85. 

Sporae continuae coloratae, floccis heterogencis, continuis, 
hyalinis intcrtextis inspersae. 
Ahb. Corda ap. Sturm. 1. c. 13. Taf. 43. 

K. Diese Art hat bei oberflächlicher Anschauung 
Aehnlichkeit mit Sepedonium, aber sie ist anders gebaut und 
gehört strenge in diese Familie. Die Sporen sind gross. 



27 



72. CHROMELOSPORIUM. Corda, I.e. 13. p. 81. 

Sporae continuae, coloratae, gelatinae immersae, floccis 
heterogeneis, articulatis, repentibus, ramosis, hyalinis 
inspersae. 

Abb. Corda ap. Sturm. I. c. 13. Taf. 41. 

K. Wir haben eine deutliche Schleimmasse gefunden, 
welche die Sporen und Flocken einhüllte, und nur durch 
diese und durch die ungefärbten kuglichen Sporen unter- 
scheidet sich diese Gattung von der nächstfolgenden. 

73. NEMATOGONUM. Desmaziferes Hyphom. ined. 
Ann. des Sc. 1834. II. 2. p. 69. 

»Flocci erecti aut decumbentes, simplices vel subramosi, 
seplati et articulali; articulis remotis inflatis. Sporidia 
vage inspersa, nuda (absque appendiculo), simplicia 
(non septata), thallo non adglutinata. 
Abb. Desmazieres 1. c. Taf. 2. Fig. 1. 

N. Die Sporen der einzigen ocherrothen Art sind 
beiderseits zugespitzt und durchsichtig. 

74. MYXONEMA. Corda Ic. fung. I. p. 10. 

Flocci simplices, radiantes, continui, sporis globosis simpli- 
cibus inspersi et muco arctc conglutinali. 

x\bb. Icon. fung. I. Fig. 150. 

N. Mit unbewaffnetem Auge besehen ähnelt die Gat- 
tung und Art sehr Myxosporium croceum Link, indem der 
Schleim eine eigene Firnissdecke bildet, unter welcher die 
Faden und Sporen liegen. 



«8 

75. COLLETOSPOUTllM. Link spec. p. 25. Icon. 
liing. 1. p. 10. enieiid. 

Flocci continui, atri vel obscuri, inlricali; sporis siniplicihus 
in globulos congloballs, homogeneis, massa vesiculosa 
niixlis. 
Abb. Corda Icon. I. Fig. 15C. 157. 

N. Oft fehlt die blasige zellige Masse gänzlich. 

76. MELANOTRICIiüM. Corda ap. Sturm Fl. 13. 

p. 89. 

Sporae continuae pellucidae globosae, floccis heterogeneis 
intricatis suberectis annulatis inipellucidis inspersae. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. III. 13. Taf. 45. 

N. Die Flocken der Art sind völlig undurchsichtig, 
die Sporen in ungeheuerer Zahl vorhanden. M. microsper- 
mum bewohnt Fichtenholzspähne. 

77. MEMNONIUM. Corda. 1. c. 13. p. 91. 

Sporae continuae impellucidac fusiformes, floccis hetero- 
geneis continuis coloratis diaphanis ramosis intricatis 
inspersae. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. III. 13. Taf. 46. 

N. Die völlige Undurchsichtigkeit der Sporen hat 
uns gcnöthigt, solche als ungctheilt (continuae) zu betrach- 
ten. Die Flocken sind blassbräunlich gefärbt. 

78. MEROSPORIUM. Corda ap. Suirm. 12. p. 15. 

Sporae simplices, continuae, fusiformes, floccis septatis 
abbreviatis irregularitcr inspersae, in globulos erectos 
conglobatae. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. III. 12. Taf. 23. 

K. Diese Gattung unterscheidet sich von allen an- 
deren der Ordnung und Familie durch die Eigenschafl, 



• 29 

dass Sporen und Flocken gleichsam trümmerweise in aut- 
rcclit stehende Klümpchen fest zusammengeballt sind, wei- 
che in Wasser sich trennen. Ich habe keine Idee von der 
Genese der Sporen, noch von der der Flocken, und die 
einzige bekannte Art ist höchst selten. 



Fam. VII. 
CEPHALOCLADIA. Corda. 

Corda Icon. fung. II. p. 11. 

Flocci repentes, ramosi; ramulis solitariis, dichotomis vel 
verticillatis, apice sporis solitariis vel capitulis spora- 
rum ornatis. Sporae acrogenae, continuae. 

79. MONOTOSPORA. Corda 1. c. I. p. 11. 

Flocci abbreviati, repentes, articulati, monilioidei, ramis pe- 
dicelliformibus, continuis, apice sporam heterogeneam, 
solitariam simplicem referentibus. Sporae simplices co- 
loratae dein deciduae, floccis inspersae: episporio pri- 
mura albo, pellucido, dein colorato, fragili, infra hylo 
instructo ; nucleo granuloso dein aterrimo , membrana 
propia diaphana tenui vestito. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 169. 

K. Diese Gattung ist gleichsam die erste Stufe der 
Entwicklung, und die einzelne Spore und der kurze un- 
vollsländig entwickelte Träger verweiset auf die tiefstehen- 
den Hyphopodia der Coniomycetes. 

80. COCCOTRICHUM. Link spec. I. p. 25. 

Flocci ramosi, septati, colorati. Sporae acrogenae simplices, 
opacae, in globulum primum coactae dein floccis in- 
spersae. Abb. keine. 



30 

N. Wallroth hat die Gattung mit zwei schönen Arten 
bereichert, die sich alle durch intense gefärbte Sporen 
auszeichnen. hQ/ti_^ 

81. AJMPHIBLISTRUM. Corda Icon. fung. I. 11. 
Flocci intricati, septati, reticulatim conjuncti, verrucis minu- 

tissiniis, irregulariter positis, sporidiferis obsiti, intus 
guttulis oleosis repleti. Sporae simplices acrogenae, 
verrucis insertae, hylo instructae, pellucidae, intus nu- 
cleum viridem , muco et guttulis oleosis circumdatum 
referentes. 
Abb. Corda Icon. fun<r. Fiir. 166. 

K. Der grüne, scheinbar harzige Sporenkern ist bei 
dieser Gattung die auffallendste Erscheinung. Er ist dunkel 
gefärbt, und scheint durch das weisse, wasserhelle Epispo- 
rium eigenthümlich durch. 

82. ZYGODESMCS. Corda. Icon. fung I. p. 11. 
IV. p. 26. 

Flocci repentes, ramosi , intricati, scptati vel geniculato- 
contracti, et dein per ramos vel geniculos transversa- 
liter exsertos conjugati, s. alter floccus cum altcro co- 
pulatus. Raniuli sporidiferi erecti vel verrucaeformes. 
Sporae acrogenae, simplices, dein irregulariter insper- 
sae; episporio membranaceo, nudo vel setoso ; nucleo 
firmo. 
Abb. Icon. fung. I. Fig. 164. 165. IV. Fig. 81. 

83. ACREMOMUM. Link Obs. 1. p. 13. Spec. 1. 
p. 74. 

Flocci repentes, ramosi, seplati, ramulis (secundariis) spo- 
ridiferis verticillatis vel irregulariter positis, subulatis 
armati. Sporae apicibus rainulorum secundariorum pri- 
mum adfixae, dein maturac deciduae , simplices. 
Abb. Icon. l'ung. I, Fig. 167. 168. INces Syst. II. Fig. 39. 
Grevillc Sc. Cr. Flor. III. Tai. 124. 



31 

K. Die Gattung gehört wegen der kriechenden Flo- 
cken, und der einzelnen aufsitzenden Sporen strenge hier- 
her. 

84. MYXOTRICHUM. Kunze M. H. 2. p. 108. 
Icon. fuiig. II. p. 11. 

FJocci raniosi, repentes, septati, ramis fertilihus globulis 
sporarum conglutinatarum heterogenearum coronatis. 
Sporae primuni irregulariter concatenatae et con- 
glutinatae , atrae, ex apicibus ramulorum ortae, con- 
tinuae. 
Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. X. Fig. 52. 

K. Wir haben die Gattung genau umschrieben und 
ihre Entwicklungsgeschichte zu erläutern gesucht. 

85. GONATOTRICHUM. (Gonjtrichum.) Nees N. 

A. A. C. L. C. N. Cur. IX. p. 244. Icooes fung. I. II. 

p. 11. 

Flocci ramosi repentes, septati, hinc inde nodosi: ramulis 
verticillatis fertilibus nodis impositis septatis, apice 
globulo sporarum coronatis. Sporae acrogenae, sim- 
plices, in capitula globosa irregulariter conglutinatae. 
Abb. Nees 1. c. Taf. 5. Fig. 14. Nees jun. Syst. Taf. 7. 
Corda Icon. II. Taf. X. Fig, 51. 

Diese Gattung bildet gleichsam den Typus dieser 
ganzen kleinen Gruppe , zu welcher wohl noch manche 
andere Gattung der Sporotrichaceen zu gehören scheint. 



SS 



Fam. VIII. 
BACTRIDIACEAE. Corda. 

Corda. Icon. fung-. 1. p. 12. 11. p. 10. 

Sporae compositae (septatae vel cellulosae), floccis repen* 
tibus inspersac. 

86. DIDYIMAIUA. Corda. /i^^'-^^ /^'^<«->—- ^— - 

Flocci entophyllini, repentes, continui, sporis acrogenis, 
heterogeneis, didymis, dein inspersis. 

N. Ramularia didyma ünger (Pflanzen-Exanth. Taf. II. 
Fig. 10.) ist der Typus der Gattung, die sich durch ihr 
Nisten in lebenden Pflanzen und die ungctheilten Fäden 
von Trichothecium unterscheidet. 

87. TRICHOTHECIUM. Link spec. 1. pag. 28. 
Corda Icon. 1. p. 12. II. p. 10. emend. 

Flocci ramosi intricati septati. Sporae homogcneae septatae. 
Abb. Corda Icon. I. Taf. III. Fig. 170. 

A. SUBGEIN. ANODOTRICHUÄI. Corda Ic. 1. c. 

Flocci intricati vix septati , primum repentes ; ramis dein 
adscendentibus inlrioatis; sporis subfusiformibus sep- 
talis, rarius continuis mixtis. 

Abb. Corda Icon. II. Taf. IX. Fig. 48. 

B. SUBGEIN. ACROTIIECIUM. Corda. 1. c. 

Flocci repentes septati ramosi ; raniulis adscendentibus, 
sporam solilariani acrogenani referentibus. Sporae 
septalae continuis niixtae, fusiformes. 

Abb. Corda Icon. II. Taf. IX. Fig. 49, 



33 



88. EPOCHNIUM. Link spec. pl. I. p. 32. 

»Flocci ramosi intricati toti septati. Sporidia septata.« 
INees Syst. Taf. III. Fig. 40.? — 

K. Wir können diese Gattung nicht von Trichothe- 
cium unterscheiden. Allerdings haben wir noch keine 
der beiden Arten lebend gesehen, und alle unter diesen 
Namen uns mitgetheilte Pilze waren falsch bestimmt, und 
verdorbene Cladosporia. In der Abbildung von Herrn Pr. 
Nees sind die Sporen ungetheiit und kurz gestielt. 

89. SCOLICOTRICHUM. Kunze mjc. Heft. 1. 

pag". 10. 

Flocci decumbentes, intricati, continui, sporidiis uniseptatis 
obscuris (heterogeneis?). 
Abb. Kunze 1. c. Heft I. Tab. 1. Fig. 5. 

K. Wir sahen die einzige Art dieser Gattung nie. 
Die Flocken sind stark, röhrig, und ihre Wand ist dick. 

90. HELICOTRICHUM. Nees N. Act. Ac. L. C. 

C. IX. p. 246. Link spec. 1. p. 33. 

»Flocci ramosi intricati enodes nudi apicibus tantum sep- 
tatis. Sporidia spirahter involuta subseptigera.« 
Abb. Nees 1. c. IX. Taf. 5. Fig. 15. Nees jun. Syst, Taf. 7. 
K. Wir sahen die Sporen vieltheilig. 

91. MYXOCLADIUM. Coicla Icon. fung. L p. 12. 

Flocci simplices , articulati, repentcs, gelatina granulosa 
conglutinati, sporis tridymis heterogeneis inspersis. 
Abb. Corda Icon. L Tab. III. Fig. 172. 



92. BACTRIDIUM. Kunze myc. tlefle. I. j). 5. 
Link spec. pl. 1. p. 34. 

»Flocci raniosi toti septati. Sporidia (septata) extremitalibus 
hyalinis, nicdio matcria grumosa referto.« 
Abb. Kunze I. c. Taf. IL Fig. 20. 21. Nees Act. Ac. N. 
C. IX. Taf. 1. Fig. 3. Taf. II. Fig. 21. Nees jun. Syst. 
Taf. 4. 

K. Da wir keine Art dieser schönen Gattung le])end 
gesehen haben, so verweisen wir auf die trefflichen Erhiu- 
terungen, welche die oben citirten Herren von den Arten 
derselben gegeben. 

93. SOREDOSPORA. Corda Icon. fun^. 1. p. 12. 

Flocci articulati, ramosi , repentes, intertexti, hinc inde 
acervulis sporaruni tecti. Sporae conglobatae, hetero- 
geneae, cellulosae, apiciljus floccorum innatae. 
Abb. Corda Icon. I. Taf. III. Fig 173. 



Die kleine Gruppe repräsentirt die Ilelminlhospo- 
ria unter den Ilyphomyceten mit kriechendem Fadenträger, 
und einzelne Gallungen beider Familien gleichen sich in 
Bezug auf Sporenbau bedeutend. 

Trichothecium und Cladosporium haben gethcilte 
und ungetheiltc Sporen gemischt, und bilden die Uibergänge 
zu den Sporotrichaceen und Psiloniaceen. Helicotrichum 
und Hclicoma haben die spiralig gewundene Spore gemein, 
und Soredospora ist ein niederliegendes Mystrosporium. 

Bei allen Galtungen dieser Reihe ist der Träger 
minder selbstsländig entwickelt, und die Zahl der Gattun- 
gen ist, so wie auch die Zahl der Arten minder reich. 
Allerdings kennen wir nur die Arten weniger Punkte 
Deutschlands und Oesterreichs, daher wir keine gültige 
Scblussfolgc auf Zahl und Verbreitung ziehen können. 



35 

Farn. IX. 
HELMINTHOSPORIACEAE. Cda. 

Icon. fung. 1. p. 12. IL p. 13. III. p. 9. IV. p. 27. 

Flocci erecti. Sporae septatae vel cellulosae. Stroma nul- 
lum, rarius corneum spurium. 

94. BLASTOTRICHUM. Corda. Icon. II. p. 10. 

Flocci continui, ramosissimi, adscendentes vel fluitantes; 
ramulis sporis solitariis continuis globosis vel obovatis 
Iransverse septatis ornatis. 

Abb. Corda 1. c. Taf. IX. Fig. 50. 

K. Die Entwicklung und der Bau der Gattung ist 
eigentliümlich, und Leptomitus ähnlich. Mit Cladosporium 
hat es die eigenthümliche Entwicklung getheilter und un- 
getheilter Sporen gemein. 

95. CLADOSPORIUM. Link spec. L p. 39. Icon. 
fiing. HI. p. 9. 

Flocci erecti septati. Sporae acrogenae, homogeneae, irre- 
gulariter septatae, simplicibus mixtae, primum conca- 
tenatae, dein irregulariter inspersae. Stroma plerumque 
spurium vel cellulosum. 
Abb. Nees Syst. II. Taf. V. Fig. 64. B. Nees jun. Syst. 
Taf. 1. Corda Icon. I. Taf. ill. Fig 202—116. III. Taf. 
I, Fig. 24. 

9G. AZOSMA. Corda vid. Sturm's Fl. D. IIL Heft. 
12. p. 35. 

Flocci erecti, simplices continui, hyalini; sporis heteroge- 
neis septato-cellulosis irregulariter inspersis. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. Taf. 18. 

3* 



36 



97. LEPTOTRICHr.M. Corda. 



Flocci subsimplices, diaphani, toniiissimi, subiilati, continui, 
erecti; sporis didymis numerosis, heteroi^eneis, arcte 
conglobatis; episporio firino, liyalino ; nucleo oblongo. 
Abb. Corda Icon. fung. Tom. V. Taf. II. Fig. 16. 

98. HELMINTHOSPORIUM. Link Obs. T. p. 8. 
Corda Icon. fang. II. p. 13. III. p. 10. Praclitilora p. 7. 

Flocci erecti, septati; sporis homogeneis primum floccis 
innatis dein deciduis et inspersis, transverse septatis 
et polydymis. Stroma homogcncum verum nullum, vel 
' subgelatinosum, vel rarius velum tenuissimum fugax 
representans. Fungi obscure -colorati, greges lale cx- 
pansas formantes. 
Abb. Nees Syst. II. Taf. V. Fig. 65. Corda ap. Sturm. 
III. 11. Taf. 10—15. Corda Ic. I. Taf. III. Fig. 177- 201. 
III. Taf. II. Fig. 2G. Praclitflora. Taf. IV. 

99. MYDOJNOTRICHUM. Corda ap. Sturm 1. c. 
12. p. 37. 

Flocci erecti, rigidi, subulafi, impollucidi. Sporae heteroge- 
neae, fusiformes , septalae, muco colorato iuuiiersae. 
Abb. Corda ap. Siurm. I. c. Taf. 19. 

100. MACROON. Corda ap. St. 1. c. III. 13. p. 93. 

Flocci primum erecti, dein dcolinali intricati, ramosT, 
annulati; sporis hcterogencis oblongis transverse-sep- 
tatis , diapiianis, dein irreguiariter inspersis. 
Abb. Corda ap. Sturm, III. 13. Taf. 47. 

K. Diese Galtung ist gleichfalls ein Helminthosporium 
mit niedergebogenen Fäden, aber die Sporen scheinen nicht 
acrogen zu seyn und die geringelten Flocken unterscheiden 
hinreichend. 



37 

101. COCCOSPORIUM. Corda ap. Sturm 111. 12. 

pag". 48. 

Klocci erecti, simplices, 4—5 articulati; spoi'is heleroge- 
neis magnis cellulosis ; episporio corneo colorato ; 
nucleo firmo. 
Abb. Corda. 1. c. 12. Taf. 25. 

K. Diese Gattung ist durch ihre Sporen ausgezeich- 
net, und diese letzteren für Insenktcneier zu betrachten 
ist nur lächerlich. 

102. POLYTHRINCIUM. Kunze Myc. Heft. 1. 
p. 13. Corda Icon. III. p. 10. 

Flocci erecti, caespitosi, continui, rarissime septati et mo- 
niliformes; sporis solitariis, acrogenis, didymis ; epis- 
porio simplici hylo basilari instructo et guttulis oleosis 
repleto. Stroma spurium, tenue, cellulosum. 
Abb. Kunze 1. c. Taf. I. Fig. 8. Corda ap. Sturm III. 

II. Taf. 9. Corda Icon. III. Taf. II. Fig. 25. 

103. DIPLOSPORIUM. Link spec. I. p. G4. 

»Flocci sporidiferi erecti ramosi toti septati. Sporidia 
didyma s. septo Iransverso discreta.« 1. c. 

N. Von der Normart dieser Gattung besitzt man 
noch keine Abbildung. Wir haben eine zweite Art hieher- 
gezogen und im fünften Bande der Icones fung. Taf. II. 
Flg. 17. abgebildet. 

104. MYSTROSPORIUM. Corda Icon. fung. 1. 
p 12. 11. p. 13. III. p. 10. 

Flocci erecti vel adscendentes, simplicissimi, septati vel 
torulosi. Sporae acrogenae, solitariae vel agglomeratae, 
cellulosae. 
Abb. Corda 1. c. I. Taf. III. Fig. VA. II. Taf. X. Fig. 61. 

III. Taf. II. Fig. 27. 



38 



K. Ob diese Gattung nicht mit der folgenden Wall- 
roth'schen zusammenfällt, ist ohne Analyse und gute Ab- 
bildung der zweiten nicht zu unterscheiden. Da wir Stcm- 
phjlium nicht gesehen, so schreiben wir die Diagnose 
der Flora crypt. germ. ab, und beweisen hiermit, dass 
Floccus und Uypha W. synonym sind. 

105. STEMPIIYUUM. Wallrotb Flor. germ. crypl. 
II p. 300. 

»Ilyphac simplicissimae breves articulatac nodulosac, vertice 
incrassato sporidium ovatum subangulatum longitudi- 
naliter transvcrsimquc septatum, veluti multilocularc 
suslinentes.« 1. c, 

106. SEPTOSPORIUM. Corda ap. Sturm. 1. c. 
12. p. 33. Icon. fiing. I. p. 12. 

Flocci erccti pauci-septati. Sporae heterogeneae , cellulo- 
sae, pedicellatae; pedicello scptato heterogeneo. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. Taf. 17. Icon. I. Taf. HI. 
Fig. IIb. 176. 

107. TRICHAEGUM. Corda Icon. I. p. 15. 
Flocci erecti, septati, stromate effuso vesiculoso innati; 

sporis heterogeneis, magnis, cellulosis, conglobalis, in- 
spersis, 
Abb. Corda. 1. c. I. Taf. IV. Fig. 217. 218. 

108. AMPlllTIUClIllM. Nees. N. A. A. C. C. L. 
IX. p. 248. Corda Icon. fung. I. p. 16. einend. 

Flocci erecti septati , basi stromati spurio homogeneo, 
corneo, celluloso, innati; sporis simplicibus vel didymis, 
helcrogcneis, inspersis. 
Abb. Nees. I. c. Taf. 6. Fig. 17. Corda. Icon. I. Taf. 
IV. Fig. 221. 



109. TRIPOSPORIUM. Corda Icon. fung. 1. p. IG. 
Prachttlora europ. Schimmelbild. p. 21. 

Flocci steriles erecti septati, ramis solitariis plus minus 
patentibus, fertilibus brevioribus, apice sporam solita- 
riani, stellulatam, bi-, tri-vel quadrifidam, dein plerum- 
que brevissime pedicellatam gerentes; radiis oblongis 
acuminatis septatis. Hyphasma effusum, repens, sep- 
talum. 
Abb. Corda Icon. I. Taf. IV. Fig. 220. Taf. X. 

110. HELICOMA. Corda. Icon. I. p. 15. 

Flocci caespitosi, erecti, septati, velati; sporis beterogeneis, 
spiraliter involutis, helicomorpbis, septatis; spiris inter 
se connatis; episporio tenui; nucleo gultulis oleosis 
farclo. 

Abb. Corda 1. c. Taf. IV. Fig. 219. 

111. HELICOSPORIUM. Nees. era. Corda. Ic. 1. 
p. 15. Sturm I. c. 11. p. 39. 

Flocci erecti, caespitosi, subulati, arcte-septati; apice con- 
tinui, diaphani. Sporae acrogenae, filiformes, septatae, 
spiraliter involutae , dein sese elastice expandentes. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. Taf. 15. 

N. Wir können hieher nur Hei. obscurum rechnen. 

112. CLADOTRICHUM. Corda ap. Sturm. I.e. 12. 
p. 39. Icoij. fung. Lp. 12. IV. p. 27. Pracbtfiora p. 47. 

Flocci erecti, septati vel supra articulati, ramosi, ramis 
ramulisque sporidiferis. Sporae didymae, acrogenae, 
liomogeneae, concatenatae, catenas breves formantes. 

Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. Taf. 20. Icon. fung. IV. 
Taf. VJ. Fig. III. 83. Prachtflora Taf. XXIII. 



40 

113. MYDONOSPOIUUM. Corda ap. Sturm, l. c. 

pag-. 95. 

))Sporae simpliccs, liomogeneae, discolores, didymae, ex 
apicibus floccorum erectorum , septatorum, muco in- 
volutoruni decedentcs.« 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. 13. Taf. 48. 

N. In dieser Gattung wiederholt sich die Sporen- 
bildung von Cladosporium mit der Kettenbildung von 
Cladotrichum, aber Fäden und Sporen sind einem gefärb- 
ten löslichen Schleime eingesenkt, welcher die Rasen gleich- 
sam zusammenkittet. 



Diplosporium und Stemphyhum sind die einzigen 
Glieder dieser Familie, welche ich nicht gesehen habe, und 
deren Untersuchung und Abbildung dringend zu wünschen 
ist. Die Familie selbst ist sehr natürlich, und alle ihre 
Gattungen sind, bis auf wenige höchst ausgezeichnete, künst- 
lich gebildet und haben oft Uibergange, so z. B. Ilelmin- 
thosporium und Cladosporium, wo letzteres sich nur durch 
die Ungleichheit und Unregelmässigkeit seiner Sporen 
unterscheidet. 



41 



Farn. X. PSTLONIACEAE. Corda. 

Icones Tuni;. 1. p. IG. II. |3. 12. HI. p. 7. IV. 

pag. 27. 

Flocci erecti, continui vel septati, stromate nullo vel spurio 
sufTulti ; sporis continuis (non septatis) dein inspcrsis. 

114. PSILOMA. Fries Syst. Orb. Veg. 1. p. 187. 
Corcla Icon. IV. 1. c. 
Flocci erecti septati, sporis acrogenis simplicibus continuis 



insp 



ersis. 



Abb. Corda Icon. I. Taf. IV. Fig. 227-230. IV. Taf. VI. 
Fig. 84. 

115. COLLETOTRICHUM. Corda ap. Sturm IIL 
12. p. 41. 

Flocci erecti impellucidi (septati?) subulati. Sporae conti- 
nuae, fusiformes, heterogeneae, hyalinae, cavae, gela- 
tinae coloratae immersae. 
Abb. Corda ap. Sturm 1. c. 12. Taf. 2t. Icon. fung. IV. 
Taf. VI. Fig. 85. 

116. ASEIMOTRICHUM. Corda ap. Sturm, l. c. 
pag. 43. 

Flocci erecti (fasciculatim juncti) colorati continui. Sporae 
continuae fusiformes, heterogeneae, massa vesiculosa 
diaphana colorata mixtae. 

Abb. Corda ap. Sturm 1. c. 12. Taf. 22. 

117. HALYSIUM. Gerda Icon. fung. I. p. 17. 
Flocci erecti, articulati, monilioidei : sporis simplicibus, 

continuis, heterogeneis, coloratis, primum lateraliter 
innatis dein deciduis et inspcrsis. 
Abb. Corda 1. c. I. Taf. IV. Fig. 234. 



42 



118. CHLORIDIOI. Link spec. I. p. 38. Coida 
Icon. Lp. 17 III. p. 7. 

Flocci erecti continui (non septati); sporis simplicibus con- 
tinuis, hasi accumulatis vel irregulariler inspcrsis. 
Abb. Nees Syst. Taf. V. ¥ig, 64. Corda Icon. I. Ta(. IV. 
Fig. 235—238. III. Taf. I. Fig. 19. 

119. AllTHRIMUM. Kunze myc. Heft 1. p. ü. 
Link spec. I. p. 43. 

Flocci caespitosi, erecti, simplices, pellucidi, nuiltiscptati; 
septulis crassiusculis atris. Sporidia fusiforniia, obscura, 
inspersa. 
Abb. Kunze 1. c. Taf. I. Fig. 4. Nees jun. Syst. Taf. 7. 
In Bezug des Sporenbaues wiedersprecben sich die 
Diagnosen von Kunze und Link. Letzterer sagt: Sporidia 
fusifornu'a floccis multoties crassiora transversiin et lon- 
gitudinaliter obscurc scptata. 1. c. Wir haben die Gattung 
noch nicht untersucht. 

120. CAMPTOUM. Link spec. 1. p. 44. Corda 
Icon. IIL p. 7. 

Flocci erecti septati; articulis alternis nigris opacibus tumi- 
dis et albis diaphanis; sporis primuni apicibus flocco- 
rum innatis, dein inspersis, naviculaefonnibus, curvatis, 
coloratis. Stroma spurium subdisciforme superficiale 
atrum. 
Abb. Corda Icon. IIL Taf. I. Fig. 17. 

121. GONATOSPORIÜM. Link spec. L p. 44. 
Corda Icon. III. p. 8. 

Flocci Stromati spurio ceraceo innati, erecti, septati; septis 
nodulae formibus; sporis heterogeneis, acrogcnis, polv- 
morphis, angulatis, subconcatcnatis, dein irregulariler 
dispersis. 
Abb. Corda Icon. Tom. IIL Taf. I. Fig. 18. 



43 

122. BOTRYTIS. Link spec. I. pag. 53. Icon. 
fung-, I. p. 18. III p. 9. Prachtflora, p. 35. 

Flocci sporidiferi erecti septati ramosi; ramis ramulisque 
septatis; capitulis sporaruni nuUis. Sporae acrogenae, 
homogeneae, solitarim evolutae, simplices, continuae, ad 
apices vel latera ramulorum irregulariter accumulatae 
vel inspersae. 

Abb. Icon. fung. I. Taf. IV. 244—246. III. Taf. I. Fig. 23. 
Prachtflora. Taf. 17. 

Wir haben diese so oft gemissbrauchte Gattung 
emendirt, und vorzüglich durch ihre Sporengenesis strenge 
von den folgenden Gattungen geschieden. 

123. CHAETOPSIS. Greville Scott, crypt. Flor. 
IV. 236. Corda Icon. I. p. 18. III. p. 8. 

Flocci erecti, septati, subulati, infra verticiilato-ramosi, supra 
simplicissimi et flagelliformes. Sporae continuae cyiin- 
dricae, ramulis inspersae, et ex eorum apicibus Orientes. 

Abb. Greville 1. c. IV. Taf. 236. Corda Icon. I. Taf. IV. 
Fig. 242. 243. III. Taf. 1. Fig. 21. 

124. STREPTOTHRIX. Corda Prachtflora der 
Schimmelbild. p. 27. 

Flocci erecti, septato-articulati, virgato-ramosi ; ramis ramu- 
lisque alternis, articulatis, spiraliter tortuosis; sporis 
simplicibus, terminalibus, apiculo suffultis, aut axillari- 
bus sessilibus hylo adfixis; nucleo firmo, guttularum 
oleosaruni pleno ; episporio crasso, 

Abb. Prachtflora Taf. XIIT. 



44 

125. CAMPSOTRICIIL'M. Eluenb. .laliibucli der 
Gewächsk. 2. p. bl. Icon. fung-. IV. p. 28. 

Flücci erecli, septati, hypliasinati repenti vel hypostroniate 
spurio innati; sporis heterogeneis, simplicihus, nuine- 
rosissimis inspcrsis. 
Abb. Ehrcnb. Jahrb. 1. c. Taf. F. Fig. 4. Horrae ph\s. 
beroh Taf. 17. Fig. 2. Corda Icon. IV. Tal. VI. Fig. 
86-88. 

K. In der Prachtflora europäischer Scbimmclbildun- 
gen liabcn wir hieher auch Gyrothrix gezogen, welclics in 
eine andere Famihe gehört. 

12G. MEAISPOPvA. Persoon Myc. europ. I. p. 32. 
Corda Icon. fimi^-. I. p. 16. IL p. 12. III. p- 8. 

Fiocci erecti septati. Sporae heterogeneae, acrogenae, fusi- 
formes vel cylindricae, continuae, primuni fasciculatim 
junctae, dein floccis irregulariter inspersae. 
Abb. Corda. Icon. I. Taf. IV. Fig. 222—226. II. Taf. X. 
Fig. 54—57. III. Taf. I. Fig. 20. 

K. Ob Menispora aurea Ca. hieher oder unter die 
vStilbini gehört, ist noch zu entscheiden. 

127. SPOROPHLEUxM. Nees in Linkii spec. 1. 

pag-, 45. 

»Fiocci suberecti simplices septati. Sporidia fusiformia sini- 
pHcia (non septata).« 
Abb. Sprengel Grundzüge der wiss. Pflanzenkunde Taf. 
5. Fig. 5. 

K. Wir schreiben diese Diagnose ab, und gestehen 
offen, dass wir nach ihr diese Gattung von Menispora 
nicht unterscheiden können, da eine kritische Untersuchung 
noch felilt, und wir auch noch keine deudiche und brauch- 
bare Abbildung kennen. 



45 



128. COELOSPORIUM. Link spec. I. p. 46. 

»Flocci aggregati non septati rainosi et subramosi. Sporidia 
inspersa cava.« 1. c. 

Abb. Uns ist keine bekannt. 

K. Wir kennen die Gattung nicht, und haben keine 
Vorstelkmg welche Form eine »Spora cava« haben uiuss. 
Alle Sporen sind hohl, wenn man ihr Episporium und 
dessen Höhle in Betracht zieht; aber auch diese Höhle ist 
ausgefüllt und dann nur der Sporenhaut, nicht aber der 
Spore als generischer DifTerentialcharacter eigen. Es wäre 
dringend zu bitten, dass die Herren Naturforscher von 
allen dubiösen Gattungen gute Abbildungen veranlassten! 

129. GLIOTRICHUM. Eschweil. Syllog. plant, ad 
Flor. Ratisb. p. 166. Fries Syst. III. p. 378. 

»Flocci continui, opaci, tenerrimi, primitus mucosi, dein 
rigescentes, assurgentes. Sporidia globosa, simplicia, 
e gelatina orta subadglutinata.« 
Abb. Eschweiler 1. c. Taf. I. Fig. 2. 

K. Eine gute Analyse der Arten sowohl, wie eine 
kritische Darstellung der höchst dubiösen Gattung fehlt 
noch. Die einzige abgebildete Art sieht dem Hypothallus 
der Scieromyceten (z. B. Pisomyxa) höchst ähnlich. 

130. BALANIUM. Wallr. FL g^erm. er. II. p. 159. 

»Flocci continui vage-ramosi opaci, ad extremitates di- 
chotonias, corpuscula spoiomorpha obovata in basin 
sensim tenaala et veluti pedicellata sustinentes, de- 
niumque excutientes.« 

Abb. Wir kennen keine. 

N. Zur Verdeutlichung der Gattung wäre eine gute 
Abbildung dringend nothwendig. 



4ß 

131. GONGYLOCLADIUM. Wallr. Fl. 1. c. 160. 

»Flocci erecti sinipliccs septati e basi tenuata inde sensiin 
tumentes et veluti in tubercula subrotunda inflata ar- 
ticulati, primum continui dein sensim inatjis constricli 
inque articulos subrotundos dilabentes.« 

N. Die frübere Note gilt auch hier. Mit Oedemium 
ist diese Gattung nach der gegebenen Diagnose nicht 
identisch, fi^ ^/^UHt ^r#«,»w,..- ^«^^y - 

132. OEDEMIUM. Link spec. I. p. 42. Corda ap. 
Sturm 111. 2. p. 21. Icon. fun^. I. p. 17. 

Flocci erecti annulati vel septati ; sporis simplicibus pri- 
mum globulo communi, libero superficialiter innatis, 
dein deciduis, bomogeneis. 
Abb. Corda ap. Sturm. III. Taf. 9. Icon fung. I. Taf. IV. 
Fig. 238. Nees jun. Syst. Taf. 7. 

133. OSPRIOSPORIUM. Corda 1. c. III. 12. p. 47. 

Flocci erecti, inipellucidi, annulati. Sporangiola irregula- 
riter inspersa membranacea diaphana sporis continuis 
simplicibus in gelalina nidulantibus plcna. 
Abb. Corda ap. Sturm. 1. c. 12. Taf. 24. 

N. Ob diese Gattung nicht in die Nähe der Mucedi- 
neae gehört, ist ungewiss, indem ich die äusserst zarten 
Sporangiolen nie befestigt fand , und die Schleimhülle 
der Sporen, so wie der höchst einfache Bau der lezteren 
dieser Meinung entgegentreten. 

134. RHINOTRICHUM. Corda. Icon. fung-.I. p. 17. 

Flocci erecti, septati, supra verruoosi ; sporis simplicibus 
verrucis innatis, dein deciduis et hylo instructis. Epi- 
sporium hyalinum. Nucleus firmus plenus. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. IV. Fig. 232. 



47 



135. TRICHOSTROMA. Corda ap. Sturm IIT. 2. 
p. 131. Icoii. fung-. I. p. 17. 

Stroma verruciforme, corneum, floccis rigidis, homogeneis, 
ereclis annulatis tectum. Sporae simplices continuae 
floccis inspersae. 
Abb. Corda ap. Sturm 1. c. III. 2. Taf. 62. 

136. MEDUSULA. Tode Fung. mekl. I. p. 17. 
Corda Icon. I. p. 18. emend. 

Stroma spurium carnosuni, floccis septatis heterogeneis 
erectis tectum. Sporae simpHces, floccis inspersae. 
Abb. Tode 1. c. I. Taf. III. Fig. 28. Corda Icon. I. Taf. 
IV. Fig. 240—241. 



Farn. XL SPORODAEAE. Corda. 

Flocci erecti; sporis simphcibus concatenatis in filamenta 
monihformia lateraliter adnata. 

137. SPORODUM. Corda Icon. I. p. 18. II. p. 8. 

Flocci erecti seplati. Filamenta sporarum abbreviata infra 
irregulariter adfixa. Sporae simplices; episporio conti- 
nuo, nucleo curvato vel spiraliter intorto. 

Abb. Corda Icon. I. Taf. IV. Fig. 247. III. Taf. I. Fig. 22. 

K. Die Gattung erscheint höchst eigenartig, und ver- 
eint gleichsam Torula mit den Flocken einer Psiloniacee. 
Die Sporen sind ursprünglich verwachsen und trennen sich 
später vollkommen. 



48 



137. SPO^DVLOCLADIUM. Marl. Fl. eil p. 351. 
Link. spec. 1. p. 79. 

»Hyphasma riuUmn. FIncci sporidiferi erecti sitnplices aut 
subramosi monillfonnes. Sporidia latcralia opposila 
aut verticillata.« 
Abb. Ilofrmann Flor. germ. 11. Taf. 13.? — 

K. Die Galtung ist höchst ungenügend gekannt. 
Nach G. R. Link's Reschreibung sollte man ein Dactvlium 
oder ein Dendrvphium dahinter vennulhen, aber die »Ha- 
muli verticillati quaterni« widerlegen alle unsere und auch 
andere melir oder minder verständige Meinungen. 

Diese kleine Gruppe ist gleichsam wieder eine Reprä- 
sentativ-Form in unserem Systeme. Wie in der niedersten 
Reihe der Coniomyceten die einfache Spore in der Fa- 
milie der Caeomaceen, die zusammengesetzte Spore in 
den Phragmidiaceen, die kettenartig gereihte einfache in 
den Torulaceen, und die kettenartig -gereihte zusammen- 
gesetzte in den Septonemeen ausgesprochen ist, so finden 
wir denselben Rau auch in den Hyphomycetcn mit auf- 
rechten Flocken, wo den Caeomaceen die Psiloniaceen, 
den Phragmidiaceen die Jlelminthosporicn, und die Toru- 
laceen den Sporodaeen entsprechen. Nur die Septonemen 
haben keinen reinen Repräsentanten, aber der Uibergang 
dazu findet sich in folgender Gattung, die wir aber noch 
zu dieser Familie zählen, um die Familien nicht überflüssig 
zu häufen. 

138. GONATORRHODl M. Corda Prachtllora p. 5. 

Flocci erecti, septati , nodulosi ; ranmlis sporomorphis, 
minutis, vcrticiliatim congeslis, septatis, nodulis adfixis, 
apice sporashomogeneasconcatcnatas, simplices, rarius 
didymas gerentibus. 
Abb. Corda 1. c. Taf. III. 



'!//"/) c, 



65 

Farn. XVII. 
DENDRYPHIACEAE. Corda. 

Icon. fung. IV. p. 32. 

Stipes erectus septatus, ramosus vel simplex. Sporae com- 
positae septatae, in filamenfa moniliformia concatcnatac, 
capitulo stipitis vel apicibus floccorum ramulorumque 
innatae. 

180. DENDRYPHIUM. Wallrolh Flor. gevm. IV. 
p. 300. Corda Icon. fung. I. p. 21. IV. p. 33. 

Stipes simplex, dein supra ramosus vel dichotomus, sep- 
tatus; ramis ramulisque apice nionilioideis; sporis 
acrogenis, septatis, in filamenta moniliformia concate- 
natis; episporio externo communi continuo , inlerno 
cellulari; nucleis firmis dein cavis. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. VI. 279. IV. Taf. VII. Fig, 95. 

181. DACTYLIUM. Nees Syst. II. p. IG. Icon. 
fung. IV. p. 32. Prachlflora p. 45. 

Stipes erectus, flocciformis, simplex, corneus , septatus, 
apice capitulo minuto incompleto e floccis radialis 
moniliformibus , abbreviatis , sporidiferis terminatus. 
Sporae acrogenae clavatae, septatae, digitatim accu- 
mulatae et inter se concatenatae. 
Abb. Nees Syst. Taf. IV. Fig. 58. Nees jun. Taf. 4. Prachl- 
flora Taf. 22. 



Oido III. 

MYELOMYCETES. Corda. 



Subord. 1. DERMATOGASTERES. Corda. 



Pam. XVIIL MÜCOROIDEAE. Cda. 

Icoii. fung-. II. p. 19. III. p. 15. 

Sporangia vesiculiformia, pedicellata vcl stipitata. Columella 
centralis vcl nuUa. Sporac simpliccs, sporangio inclusac, 
nuUis floccis mixtae. Ilyphasma clTusiim vel nulluni. 

Scct. I. CRATEROMYCETES : sporangio supra scnipcr 
aperto. 

182. CALYSSOSPORIUM. Corda ap. Sturm. 12. 
p. 53. 

Sporangium rudinientalc cyalhifornic. Capilulum sporaruni 
infra peridio cinclum, supra nudum, e sporis continuis, 
diaphanis, heterogencis conglobalum, stipite rigido, 
impellucido, annulato, lieterogenco, medium percurren- 
te. Sporac globosaCj minulae ; cpisporio tcnui; nucleo 
firmo. 

Abb. Corda ap. Sturm 1, c. Taf. 27. Nees jun. Taf. 6. 



67 

K. Die Gattung ist gleichsam eine Periconia, deren 
Sporenkopf in einem Napfe sizt, und von dem Stiele 
säulchenartig durchbohrt ist. Der Rand des unvollkommenen 
Sporangiums ist stets gelappt. 

183. HEMISCYPHE. Corda ap. Sturm. 1. c. p. 55. 

Sporangium inferum cupulaeforme, tenuc; hyalinum. Capi- 
tulum oblongum, conglobatum. Columella cupulae in- 
sidens, centralis, magna, ovata, sporis continuis, ho- 
mogeneis, arcte conglobatis tecta. 

Abb. Corda 1. c. Taf. 28. Nces jun. Taf. 5. 

184. CIIATEROMYCES. Corda ap. Sturm. 1. c. 

pag. 59. 

Sporangium cyathiformc, ovoideum, hyalinum, terminale, 
solitarium, semper aper tum ; stromate orbiculari, inte- 
gro ; stipile continuo longo. Sporae continuae homo- 
geneae diaphanae. 
Abb. Corda 1. c. 12. Taf. 30. 

N. Diese Gattung ist gleichsam der einfrüchtige Di- 
dymocratcr. 

185. DIDYMOCRATER. Mar tius Flor. Erl. p. 363. 
N. Act. N. C. X. p. 510. 

Sporangia acrogena, geminata, cyathiformia, semper aperta; 
ore integro. Sporae minutae, continuae. Stipes simplex, 
erectus, septatus, latere gemmiparus. 
Abb. Martius N. Ä. N. C. 1. c. Taf. 46. Fig. 8. 9. Nees 
jun. Taf. 5. 



h* 



68 

Scct. II. MUCOROIDEAE VERAE: sporangio elauso. 

186. HYDR01>II0RA. Tode Fimg. mekl. 2. p. 5 
Fries Syst. III. p. 313. (?). 

Sporangium tcnue, sporis simpliribus continuis replcluni. 
Columclla spuria. Stipcs erectus siniplex continuus. 
Ilyphasma effusum vcl nulluni. .. . 

Abb. Tode 1. c. Taf. 8. Fig. Gö. 

K. Wir haben nach Ilydrophora fimclaria Fr. und 
H. minima Tode, einen neuen Gatlungscharakter entworfen, 
erkennen aber die Gattung als eine künstliche, welche 
später mit Mucor zusammen ("allen muss. 

187. MUCOR. Midieli N. gen. pl. p. 215. Fries 
S. III. p. 317. Corda Icon. II. p. 21. 

Sporangium terminale membranaceuin dein ruptuni. Colu- 
mella centralis, capituliformis, stipile contiguo. Sporae 
simplices, prinium columcllae radialim innatac, dein 
liberae; episporio glabro ; nucleo guttulis granulisque 
farclo. Stipes erectus continuus, hyphopodio ramoso 
vel nullo sufTultus. 
Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. XII. Fig. 84. 

188. RHIZOPUS. Elirenb. Nov. Acl. A. C. N. C. 
X. p. 198. Corda Icon. II. ]). 20. ren. 
Sporangium terminale membranaceum , persistcns, dein 

irregularitcr ruptum. Columclla centralis capituliformis, 
globosa. Sporae columcllae primum innatae dein li- 
berae, inter se concatenatac, continuae ; episporio 
utrinque hylo instruclo; nucleo famo. Stipcs erectus, 
simplex , continuus , hyphopodio radiato stolonifero 
sufTultus. 
Abb. Ehrenb. 1. c. Taf. XI. Nees jun. Taf. 5. Corda Ic. 
1. c. Taf. XII. Fig. 83. 



69 

189. ASCOPHORA. Tode fiin^^ mekl. 1. p. 13. 
Fries Syst. III. pag-. »309. Corda Icoii. II. pag-. 19. III. 
p. 14. Thamnidiuiii Link Obs. I. p. 45. 
Sporangiuni vesiculiforme , tenue , clausuni , dein ruptum 

et difTIueiis, stipite continuo vel septato sufTultum. 
Columella capituliformis , centralis, dein nuda et basi 
plerumque collabescente subcampanulata. Sporae co- 
lumellae innatae, concatenatae, simplices; episporio 
siniplici, hylo instructo et nucleo firmo farcto. 
Abb. Corda Icon. fang. IF. Taf. XI. Fig. 78—82. III. Taf. 
II. Fig. /j3— 44. Tode fung. I. Taf. III. Fig. 22. 

K. Die strenge Untersuchung der Arten der Gattun- 
gen Mucor und Ascophora kann allein den hier herrschen- 
den Wirrwarr in der Artbestinimung lösen. Oberflächliche 
Beschreibungen schaden nur. 

1 90. THELAGTIS. Marl. N. Act. A. C. X. p. 509. 

»Flocci erecti apice sporangiferi superne simplices et ad 
basin ramis verticillatis apice sporidiferis.« 
Abb. Mart. 1. c Taf. 46. Fig. 4-7. Nees jun. Taf. 5. 

N. Ein schönes Genus, welches sich von Ascophora 
durch die wirtclständigen Gemmen -tragenden Aestchen 
unterscheidet, welche an der Gliederung der Zellen des 
Stieles stehen. 

191. HELICOSTYLUM. Corda Icon. V. pag. 18. 
Tab. II. Fig. 28. 

Hyphasma decumbens, ramosum, continuuni. Stipes erectus 
spiraliter incurvus, simplex, dein declduus. Sporangium 
acrogenum, stipiti adfixum, dein deciduum, irregulariter 
rumpens. Columella nulla. Sporae irregulariter con- 
globatae, continuae, episporio simpHci ; nucleo firmo, 
guttuhs oleosis repleto. 
Abb. Corda 1. c. 



ro 

192. MELIDIUM. Eschvveil. Illii/.onioiph. p. 33. 
Fries Syst. IIT. p. 330. 

»Flücci Sülidi , conligui, rainulls latcralibiis poridiolis glo- 
bosis pcrsistcntibus terminatis. Sporidia qualcrna pel- 
lucida.a 
Abb. Eschwcilcr 1. c. Fig. 10. 

193. AEROPHYTON. Eschw. Syll. ad flor. Rat. I. 
p. 163. Fries Syst. III. p. 328. 

»Flocci coenotocii articulali, apice clavati; clavulis pcri- 
diola subrotunda adhaercntia gerentibus. Sporidia mi- 
nutissima.« 
Abb. Eschweilcr 1. c. Taf, 1. Fig. 1. Nees jun. Taf. 5. 

194. CEPHALEUROS. Kunze in Fries Syst. myc. 

III. p. 327. 

»Flocci fertiles erecli, simpliccs, non scptati, apice demum 
clavato peridiola plura subterminalia profcrentes. Spo- 
ridia discreta.« 

Von dieser Galtung fehlt leider eine Abbildung. 

195. SPORODINIA. Link spec. I. p. 94. Corda 
Icon. I. p. 22. 

Stipes ercctus , conlinuus, dicliotome-ramosus. Sporangia 
solilaria, terininalia, stipiti contigua, menibranacea, den 
circumscissa. Columclla magna. Sporae siniplices, lio- 
mogeneae, columcllae innatac. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 284. 

19G. SYZYGITES. Ehrenb. Verb, nalurf. Freunde 
zu Berlin. 1820. I. II. p. 98. Corda Prachlfl. p. Ad, 
Azygites Fries 1. c. 330. 

Stipes creclus, conlinuus, simplex, supra ramosissinius, ramis 
ramulisipic di-vel tricholojnis; ramis fertilibus forci- 



71 



patis, ramulos binos internos, oppositos, cystomorphos, 
clavatos gerentibus, dein in unum coalesccntes et inter 
se sporangiolum corneuni, aut unum aut duo gene- 
rantes. Sporae pulpae immersac, sparsae, siniplices. 

Abb. Ehrenb. 1. c. Taf. 2. 3. Nees jun. Taf. 5. Gorda 
Prachtflora Taf. XXIV. 

Sect. in. DIAMPHOREAE; sporangio operculato. 

197. DIAMPHORA. Maitius Nov. Act. 1. c. X. 
p. 511. Link Spec. I. p. 100. 

»FlocciVrecti basi radicanti-ramosi, medio siniplices, apice 
bifidi. Sporangium in utroque apice laterale, opercu- 
latuni. Sporae aliae septatac ellipticae, aliae minutissi- 
mae globosae.« 

Abb. Martius 1. c. Taf. 46. Fig. 9. Nees jun. Taf. 5. 



Farn. XIX. PILOBOLIDEAE. Cda. 

Icones fung. I. p. 22. 

Stipcs rectus supra vel latere pcridiolo demum elastice 
exploso coronatus. Sporae siniplices, pulveraceae, nullis 
floccis interspersae. 

198. PILOBOLUS. Tode Fung. mekl. I. p. 41. 
Icon. fung. I. p. 22. 

Stipes rectus, clavatus, cavus, hydrophorus, apice sporan- 
gio siniplici , beterogeneo superficiali innato. demum 
elastice exploso coronatus. Sporangium fragile opacum 
dein supra irregulariter ruptum, pulpam primum gela- 
tinosam dein pulvcrulcntam includens. Sporae sim- 



72 



pliccs; cpisporio tcnui, niiclcü firmiusculo. Hyphasma 
cfTusum, tenuc. 

Abb. Pcrsoon. Obs. 1. Taf. IV. Fig. 9—11. Nees scn. 
Fig. 81. Nees jun. Taf. 5. 

199. PYCNOPODIUiM. Corda Icön. I. p, 22. sub 
Pilobolo. 

Stipcs clavatus carnosas plenus, sporangio lentiformi dein 
exploso coronatus. Sporangium lieterogeneum. Sporae 
minutae, beterogcncac, globosac, episporio nucleoque 
vix conspicuo. Ilypbasma beterogcncuni efTusuni. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 286. 

200. CHORDOSTYLUM. Tode fung. mekl. I. p. 37. 
Icon. fung. I. 22. 

Slipes adsccndens carnosus, subclavatus, supra pezizoideus, 

protrudens sporangium membranaccuni, senii-immersum 

primum vclatuni dein nudum. Sporae farinosae, sirn- 

plices, floccis nullis interspersae. 

Abb. Tode 1. c. Taf. VII. Fig. 54. Corda Icon. I. Fig. 285. 

201. CAULOGASTEPv. Corda ap. Sturm. I2.p. 61. 

Stipes ercclus, longus, simpicx, flexuosus, carnosus, clavalus, 
peridiolis lateralibus irregulariler adnatis. Pcridioia 
ovata, ferc libera, mcmbranacca, cxlus ccbinato-pilosa. 
Sporae beterogeneae, globosae, simplicissimae, nullis 
floccis intertextae. 
Abb. Corda ap. Sturm III. 12. Taf. 31. 



Diese kleine Familie ist den eigcnllicben Schimmeln 
sehr verwandt, al)cr es fehlt allen das Säulehen, und die 
Sporeiibildung ist eine verschiedene. Tode hat die von 
iiim gekannten Gattungen sehr lielllich charaktcrisirt. 



73 

Farn. XX. AECIDIACEAE. Corda. 

In OpitzBeitr. 1828. p. 637. Icon. III. p. K). V.p. 18. 

Sporanglum enlophytum^ dein eruinpens, primum clausuni 
dein apertum. Sporae stromali basilari, centrali innatae, 
concatcnatae, acrogenae. 

202. AECIDIUM. Pers. Syn. fung. p. 204. Corda 
Icon. fung". III. p. 15. V. p. 18. 

Sporangium niembranaceum, semi-immersum, supra deliis- 
cens, ore stellato vel dentato, dein poculifornie, infra 
stromate celluloso insidens, et intus Stratum basidio- 
phorum sporidiferum includens. Dasidia confertissima, 
simplicissima, cellulaeformia, cylindrica; sporis conca- 
tenatis glol)osis simplicibus; episporio hyalino; nucleo 
firmo granulöse, guttulis oleosis rcpleto. 
Abb. Unger Exantb. Taf. IV. Fig. 21. 22. Corda 1. c. 
Taf. III. Fig. 45. 

203. CRONARTIUM. Fries. Obs. I. p. 220. Kunze 
Myc. HeCte. II. p. 98. Unger Exantb. p. 303! — 

Sporangium membranaceum, tiibulosum, dein supra aper- 
tum; stromate tenui; sporis pulpae immersis, congluti» 
nalis , appendiculatis, simplicibus, episporio tenui; 
nucjeo viscido, guttulis oleosis repleto. 

Abb. Unger Exantb. Taf. IV. Fig. 23. 

N. Ausser Unger bat kein früberer nocb späterer 
Forseber diese Gattung untersucbt, und alle Diagnosen 
derselben verratben völlige Unkenntniss des Gegenstandes. 
Die ein/ige bei Kunze gegebene ist gut. 



74 

20i. KCESTELIA. Rebeiit. iieoni. p. 350. Un-er. 
l. c. p. 30 1 ! — em. Clglides. Cheval. Flor, de Par. 
pag-. 384. Corda Icon. V. p. 19. 

Sporangium niembranaceum, dein canccllato-fissum, basi 
slromali carnoso heterogeneo seniiimmersum, intus 
Strato sporidigero albo; sporis pulveraceis, hetcroge- 
ncis , acrogcnis , simplicibus; cpisporio firmo; nuclco 
granuloso. 

Abb. Brongniart Essai. Taf. t. Fig. I. Corda Icon. V. 
Taf. III. Fig. 29. 

205. GRAPHIOLA. Poit. Ann. des Sc. 1824. p. 473. 
Trichodesmium. Cbeval. Flor, de Paris, p. 382. 

»Sporangium scssile ovatum duplex: exterius compactum 
coriaceuni ; interius membranaccuni inciso - partitum 
patcns , extcriore longius, filis clongatis simplicibus 
crcctis l'asciculatisquG e fundo nasccntibus ; sporulac 
copiosae niinutae globosae.« Cb. 1. c. 

Abb. Poiteau 1. c. Taf. 26. Fig. 2. Cbcv. I. c. Tat. 11. 
Fig. I. 

N. Das Sporangium oder Peridium exterius , ist 
nacb der von Poiteau gegebenen Abbildung ein boclient- 
wickelter, napfartiger^ IViiber gescblosscner Träger, dessen 
Analoge wir sclion in Rocstelia saiien. In ihm entwickeln 
sich aber eine, drei oder auch fünf nach oben pinselförmig 
geschlitzte Sporangien. Die Sporen und der Bau der 
Sporangienhaut sind leider nicht untersucht. 

Ob sich ferner Cenlridium Chev. unterscheiden lässl, 
oder Typusform der Aecidixi ist, kann ich noch nicht 
enträlhseln. 



75 

Fam. XXL PHYSAREI. Fries. 

Syst. Myc. III. p. 75. Corda Icon. fung-. II. p. 23. 
III. p. 17. IV. p. 36. 

Peridium simplex, duplex vel cortlcatum, interius persistens. 
Columclla praesens vel nulla. Capillitium floccosum, 
vagum, columellae vel peridio adnatum vel nulluni. 
Jjporae floccis capillitii inspersae, conglobatae, sim- 
plices. Stipes saepius praesens vel nulius. Hypolhallus 
Primarius gelatinosus, dein induratu.s membranaceus 
vel floccosus; floccis radialis, ramosis, continuis. 

Scct. 1. SPORAE FLOCCIS NULLIS IINTEKSPERSAE. 

206. EÜKOTlüM. Link. Diss. I. p. 31. Corda Icon. 

IV. p. 36. 

»Hvpothallus floccosus, radiatus; floccis suffultoriis raraosis 
continuis. Peridium membranaceum cellulosum, simpli- 
cissimum, irregulariter dehiscens. Stipes nulius. Capil- 
litium nulluni. Columella nulla. Pulpa sporarum alba; 
sporis simplicibus; episporio glabro, nucleo firmo.« 
Abb. Necs scn. Taf. VIII. IX. Fig. 91. 92. Corda Icon. IV. 
Taf. VH. Fig. 29. 

207. MVRIOCOCCUM. Fries Syst. II. p. 304. 

Hypotballus floccosus, intertextus crassiusculus, peridia pri- 
mum obtegens dein secedens ; floccis ramosissimis, 
tenuissimis continuis. Peridia numcrosa, globosa, con- 
globata membranacea. Sporae conglobatae, polymor- 
phae, subgelatinosae. Columella capillitioque nulla. 
Abb. Corda Icon. T. V. Taf. 111. Fig. 39. 

K. Wenn der melir oder minder entwickelte Hypo- 
tballus liier niclit ausnabmswcise zur Galtungsbildung be- 
nutzt werden soll, so ist diese Gattung von Eurotium niclit 
zu trennen! — 



76 

208. CLISOSPOIUUM. Fries N. Fl. S. p. 80. S. M. 

3. p. 334. 

»Peridiola nicniljranacca, sessilia, irregularlter dcliiscentia. 
Sporidia globosa, minima, numerosissima, primo gela- 
linosa, dein difTlucntia pellucida. Flocci nulli discreti." 

IN. Ich kann mir keine sinnliche Vorstelking von 
dieser Gattung bilden, und eine Abbildung fehlt. 

209. AEGERITA. Persoon Disp. p, 40. Syn, p. 681. 
Corda Icones. I. p. 21. 

Pcridium mcmbranaccum vel floccosiun, tenuissimum, fa- 
tiscens, basi incrassatum et stroma spurium vel nulluni 
referens. Pulpa sporarum pulverulenta, floccis inter- 
textis nullis; sporis simplicibus. 
Abb. Corda 1. c. I. Taf. Yll. Fig. 295. 

210. DICHOSPOrUUM. Nees. Syn. gen. Mycet. p. 
LXII. Syst. II. p. 28. 

Peridium membranaceum, ex granulorum stralo dein sece- 
dcnle compositum, corticatum. Sporidia conglobata 
colorata ; capillitio nulio. 

IN. Wir haben einen neuen Repräsentanten dieser 
Gattung im fünften Bande der Icones Taf. III. Fig. 31. ab- 
gebildet. Sie hat grosse Aehnlichkeit mit Physarum, und 
keine Säulolien. 

211. TIPULARIA. Chcval. Flor, de Paris. I. p. 344. 
Hallerophora. Endlich. Gen. plant, p. 25. n. 295. 

»Peridium hberum adnatum subglobosum tomentoso-glandu- 
loso-subvillosun), intus pulveraceum (i — o appendieibus 
concoloribus e peridio exorientibus), pulvere nudo.« 
N. Diese Diagnose enthält Widersprüche. Das Pulver 

sind Wühl die S[)()ren. 



77 

212. ASTEROTHECIUM. Walliolh. Endl. Gen. n. 
296. p. 25. Stephanoma. Wallr. flor. II. p. 269. 

»Peridium subglobosum tenuissime niembranaceum , pilis 
septatis adpressis strigosum, demum apice collabcnte 
scutellato-deplanatum. Sporidia globosa, ambitu vesi- 
cuUfera, angulato-stellata, libera super dlscuin cfTusa.« 

K. Von dieser Gattung- giebt es leider noch gar 
keine Abbildung, durch welche sie irgend verdeutlicht 
werden könnte. 

213. AMPIIISPORIUM. Link Diss. II. p. 40. 

nPeridium subglobosum, demum compianatum, menibrana- 
ceuni, tenue. Sporidia globosa sub peridio periphae- 
rica, alia in centro collecta fusiformia.« 

K. Verhält sich die doppelte Sporenform auch in 
Bezug ihrer Lagerung so, wie der Charakter sagt, dann 
wäre die Genese der Sporen höchst wichtig zu erforschen. 
Ausser Link sah noch niemand die Gattung. 

214. PERICHAENA. Fries Syst. 0. V. 1. p. 141. 
S. M. III. 190. Corda Icon. V. p. 19. 

Peridium papyraceum circumscisso - operculatum, simplex. 

Sporae discolores, simplices, magnae, confertae, floccis 

nullis interspersae, furfuraceae; episporio crasso, nu- 

cleo finuo. 
Abb. Greville Scott. Cr. Fl. Taf. 252. 275. Corda Icon. 

V. Taf. III. Fig. 30. Nees sen. Taf. YIII. Fig. 101. Nees 

jun. Taf. 8. 

K. Wir haben eine neue Diagnose entworfen, da alle 
früheren falsch sind. Der Pilz hat keinen Deckel, denn die 
Nath fehlt, und das Peridium reisst nur deckeiförmig. 



78 

215. LICEA. Schrader Nov. plant, gen. p. IG. Fries 
Syst. Myc. III. p. 193. Icon. fung-. III. p. IG. 

»Peridium lenuc, mcmbranaccum, laevc, irrogulariter dc- 
hiscens. Sporidia coacervata, laxa, nullis floccis inlcr- 
texta,« extus granuloso-furfuracca. 
Abb. Corda Icon. III. Taf. III. Fig. 46. 

216. TUBULINA. Peis. Sjn. p. 197. 

Hypothallus menibranaceus pcrsistens. Pcridia simplicia 
tubuliformia, caespitosa, hypodiallo innata. Sporac sim- 
plices, nullis floccis intcrspersae. 
Abb. Nees jun. Taf. 8. Greville Cr. Scolt. fl. Taf. 308. 

217. OSTRACOGOCCUM. Walliolh Fl. gerni. 
crypt. III. p. 261. 

wPeridium (Sporodocliium) sessilc sub^lobosuni tcstaccmn 
durissimum nitidum, sporidiorum globosorum nigroriini 
arclissime coactoruni farciminc foelum illudque dein 
mediotcnus s. utrinque tenuando transniillcns.« 
N. Es giebt leider keine Abbildung. 

218. ONVGENA Pers. Sjn. p. 203. Fries Syst. 
III. pag. 206. 

»Pcridium capitatum, stipitatum, c floccis contextis crusto- 
sum,"varie ruptum , denium evanescens. Sporidia ro- 
tundata (haud angulata), in Stratum compactum coacer- 
vata« nullis floccis intertexta. 
Abb. Persoon Obs. II. Taf. VI. Fig. 3. Neos sen. Fig. 121. 
Nees jun. Taf. 10. 

K. An diese Gattung hat Pr. Fjies seine Gattung 
Institale"^p. 210. gereibet, über wclclic Berkeley in der 
Englisli Flora. Vol. V. P. II. p. 323. hinreichende Auskunft 
ertheill , wodurch wir befugt sind, dieselbe zu streichen. 



79 

Sect. U. SPORAE FLOCCIS IINTERSPERSAE. 

219. MYROSPORIUM. Corda ap. Sturm. 12. 
pag-. 63. 

Peridium membranaceum , sessile , dein irregulariter rup- 
tum. Sporae continuae hyalinae floccis ramosis laxe 
intertextae, gelatinae immersae. Fungi semper mucidi, 
subgelatinosi, purpurei. 
Abb. Corda 1. c. Taf. 32. 

220. LIGNYDIUM. Link. Obs. I. p. 24. 

»Peridium (Sporangium) globosiusculum, membranac exlen- 
sae adnatum. Peridium simplex, membranaceum, rum- 
pens, intus floccis adnatis. Sporidia coacervata, floccis 
discreta. 
Abb. Nees sen. Fig. 93. Nees jun. Taf. 8. 

221. ANGIORIDIÜM. Gieville Flor. Scott, crypt. 
Prodr. pag. 12. 

»Peridium indeterminatum, simplex, papyraceum , fragile, 
verticali-compressum, rima longitudinali rumpens. Spo- 
ridia corpusculis (floccis) erectis , crassis , linearibus 
(plicis obsoletis ?) coacervata.« 
Abb. Greville 1. c. Tom. VI. Taf. 310. Nees jun. Taf. 9 

222. PHYSARUM. Pers. Disp. p. 8. Syn. p. 1G8. 
Fries Syst. III. p. 127. Corda Icon. I. p. 22. 

Peridium simplex membranaceum, irregulariter apertum, 
hypothallo spurio sufl'ultum; columella nulla; capillitio 
floccoso ; floccis primum reticulatim junctis vel furcatis ; 
sporis discoloribus, liberis, rarius pedicellatis, simpli- 
eibus. 
Abb. Corda 1. c. Taf. VI. Fig. 287. Nees sen. Fig. 108. 



80 

223. TRICHULTUS. SclinnMd Icon. el Analyses 

plant. Edit. II. Tom. I. p. 91. 

Peridium mcmbranaccuni, plcruniquc clrcunisclssum. Flocci 
ramosi, sporis concatenalis, siinplicibus globosis in- 
spersi. Slipes sImplex plicatus , liypotliallo mcmbrana- 
ceo innatus. 
Abb. Sclimidcl Icon. I. Taf. XXIV. Fig. I— VIII. 

22 i. TRIPOTRIGIIIA. Corda. Icon. I. p. 22. 

Peridium simplcx , membranaccum , irrcgulariter apcrtum, 
hypotballo spurio sufTullum, scssile; cohuiiclla nulla; 
capillitio floccoso; floccis primuni rcticulatim conjimc- 
tis, dein secedentibus; sporis siniplicibus betcrogencis, 
pedicellatis, primum floccis innatis, dein libcris. 

Abb. Corda. 1. c. Taf. VI. Fig. 288. A. 

225. LEOCARPUS. Link Obs. I. p. 25. emend. 
Peridium duplex, externum corneum, fragile, internum 

membranaceum, tenuissimum, externo adnatum. Capilli- 
tium duplex reticulatum, dein secedens; floccis cras- 
sis fragilibus coloratis ; lenuioribus albis filamentosis. 
Sporae simplices, obscurac ; episporio glabro; nucleo 
incurvo colorato. 
Abb. Corda Icon. V. Fig. 32. Nees sen. Fig. 110. Nees 
jun. Taf. 9. Grcvillc Sc. Cr. Fl. II. Taf. 111. 

226. ClONIUM. Link Obs. Lp. 28. Enerlhonema. 

Bowmann in Trans, of tlie Linn. Soc. X\T. p. 153. 

Peridium duplex, cxtus furfuraceum, persistens; inteiius 
membranaceum irregularitcr apertum. Capillitium floc- 
cosum, floccis columellae et versus basin adnatis. Co- 
lumclla infra peridium capitata. Sporae simplices, dis- 
colores coacervatae. 
Abb. Nees sen. Fig. 106. Nees. jun. 9. Fig. 1. 8. 9. 



49 



K. Das Auftreten von getheilten und einfachen Sporen 
in denselben Sporenfaden ist höchst beachtenswerth und 
erscheint als normale Bildung höchst selten. Warum ich 
die Basilarästchen »raniuli sporomorphi« genannt habe, er- 
hellt aus der Ansicht der Abbildung. Die Galtung ist strenge 
von Spondylocladiuin geschieden, und es verriethe liöchst 
oberflächliche Kenntnisse und völlige Taktlosigkeit, wenn 
man beide etwa zu vereinigen suchen wollte. Doch An- 
sichten dieser Art sind leider in der Mycologie zu Hause, 
und so lange wenig beobachtet, viel bekrittelt, noch mehr 
geschrieben und nichts gethan wird, werden sie auch 
heimisch bleiben. 



Farn. Xn. CERATOCLADIA. Cda. 

Flocci erecfi, velo hymenomorpho amicti, vel stromati 
spurio basidiophoro innati. Velum basidiophorum. 
Basidia simplicissima; sporis acrogenis simplicibus. 

140. CERATOCLADIUM. Corda Prachtfl. p. 41. 

Flocci erecti, septati, raniosi, infra cornei et velo pellucido, 
hymenomorpho, basidiis lagenifonnibus , sporam sim- 
plicem baculiformen gerentibus amicti, supra ramosis- 
simi ; ramis, ramulisque pellucidis, nudis, septalis, 
plus minus tortuosis vel spiraliter involutis. 

Abb. Prachtfl. Taf. XX. Icon. fung. V. Taf. II. Fig. 19. 

141. GYROTHRIX. Corda. Campsolrichum. pari. 
Corda Prachtflora, p. 25. 

Stroma spurium duplex , strato superiore ceraceo sporidi- 
fero, inferiore floccigero, corneo; floccis erectis con- 



50 

tinuis, infra corneis, supra in ramos cirrhalos, sacpiua 
inter se confluenles, pcUucidos divisis. Sporae fusi- 
formes, continuae; episporio hyalino ; nuclco firmo. 
Abb. Piaclitn. Taf. XII. 

K. In der Prachiflora habe ich diese Galtung mit 
Campsotrichum Ehrb. vereinigt. Da ich nun aber lezteres 
sehr genau kennne, so sehe ich die Unnatur dieser Zu- 
sammenwiirfelung ein, und trenne beide Gattungen kritisch. 

142. TRICHOLECONIUM. Coida Icon. fung. 1. 
pag. 17. 

Stroma discoideum, subniarginatum, carnoso-fdirosum, tcnuc, 
floccis erectis septatis confertis tectum. Rasidia erecta, 
numerosa, conferta, simpHcia, sporis stratosis ad basin 
floccorum congh)balis tecta. Sporae honiogeneae, sim- 
pUces. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. IV. Fig. 239. V. Taf. II. Fig. 20. 

K. Diese Gattung hat im äusseren Habitus mit der 
von Prof. Ehrenberg gegebenen Abbildung des Sarcopo- 
dium circinatum (s. Sylv. Myc. Berol. p. 23. Fig. 4. A. B.) 
so grosse Aehnhchkeit, dass ich sie lange für völlig iden- 
tisch hielt. Aber der grösste Beobachter aller Zeiten kann 
die unzählig vorhandenen Sporen nicht übersehen haben, 
und seine Diagnose lautet höchst different, daher wir sie 
hier gleich zu Erleichterung der Unterscheidung, und (A)n- 
statirung unserer (iatlung folgen lassen : »Sarcopodium : 
Fibrae longae cylindricae annulatae moUes, slromati vesi- 
culoso molli innatae , sursum liberac persistentes.« 1. c. 

Farbe, Grösse, Form, Flocken und Stroma stim- 
men zwar bei Sarcopodium circinatum (1. c.) und bei Tri- 
choleconium roseum in gewissen Alterssladicn völlig über- 
ein, aber Pr. Ehrenberg's höchst kritische Diagnose scheint 
alle Zweifel zu beseitigen. 



51 

In dieser kleinen Gruppe ist die Bildung eigenlluim- 
Jicher sporenzeugender Organe auffallend, da dieselben 
völlig den Basidien der Treniellinen gleichen. Es ist hiemit 
gleichsam die Wiederholung der Formen der Fruchtbil- 
dung in höchst differenten Familien ebenfalls so angedeutet, 
wie wir bei der vorhergehenden Familie bereits erwähnten, 
und im Jahre 1837 vor der h. Versammlung der Natur- 
forscher zu Prag sehr ausführlich in freien mündlichen 
Vortrage umfassender entwickelten. Für die reelle Ausroh- 
rung jener gleichsam geahnten Anschauung ist bei der 
geringen Zahl unserer euroj)äischen Pilzformen, der Ober- 
flächlichkeit der bisherigen Bearbeitung, so wie bei dem 
starren zwecklosen Hängen an Gewohntem und Beque- 
mem, noch keine Zeit, aber ich hoffe noch die ersten 
Versuche dazu entwickelt zu sehen, da die Einfachheit und 
und Constanz der Bildungen hier nur solche Vergleichungcn 
zulässl. 



Fam. XIII. 
POLYACTIDEAE. Corda. 

Icones fung. II. p. 14. III. p. 11. 

Fungilli byssini, niinuti, laete-colorati, tenuissimi, fugacissimi. 
Flocci erecti stipitiformes. Sporae in capitula apicibus 
floccorum ramulorumque innata congestae, conlinuae, 
acrogenae, episporio, hylo el nucleo instructae. 

143. POLYACTIS. Link spec. pl. I. p. G2. Icoii. 
fung. I. p. 18. II. p. 14. Pracliltlora. p. 33. 

Flocci stipitiformes, erecti, septati ; supra ramosi. Sporae 
in acervulos capituliformes apicibus ramorum flocco- 

4 * 



!>2 



ruinque insertos accuniulalae, simplioes; opisporio li\lo 
basilari instruclo et nucleo firmo. 

Abb. Icon. fung. I. Taf. V. Fig. 2i8— 250. II. Taf. X. Fi-. 
64. 65. Prachtflora. Taf. XVI. Nees sen. Fiir. 57. Nees 
jun. Tat. 4. 

N. Die Gattung wurde von Link trcfTlich umgränzt, 
und wurde von uns stets im reinsten vSinne aufgel'asst. Ihr 
Typus: Polyactis vulgaris, ist sehr gemein. 

144. CLADOBOTRYUM. jXees Syst. pag. 55. 56. 
Corda Icon. I. p. 21.'^' 

Stipcs genicuhito-septatus, ramosus; ramis apiculo tenui 
sterili instructis; sporis siniphcibus ad basin apicuH 
ter- vel quaternatim adfixis , dein deciduis ; hylo sub- 
conspicuo et nucleo subccraceo. Hyphasma eflusum 
vel nuUum. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 271. Nees Sen. Taf IV. 
Fig. 54. 

N. Die Gattung ist durch die Anheftung und Stellung 
ihrer Sporen höchst ausgezeichnet, und mit keiner ande- 
ren cumulirt worden. rTr<Tr»r\^K> a \r 

145. STACHYLIDIUM. Link Obs. I. pag. 73. 
Spec. I. p. 77. Corda Icon. fung. I. p. 21. 

Stipes erectus, arliculatus, supra verticillalo-rainosus ; ra- 
mulis geniculalis et articulalis; sporis apicihus ramu- 
loruni innatis, conferlis capituluni fornianlibus siiupli- 
eibus , hvlo basilari instruclis et nucleo gelatinoso 
farctis. Hyphasma radiciforme, effusuni. 

Abb. Icon. fung. \. Taf. VI. Fig. 278. Nees sen. Taf. IV. 
Fig. 56. Greville Sc. Fl. V. Taf. 257. 



33 



.^ .146. GONATOBOTRYS. Corda. Prachtfl. p. 9. 

Flocci erecti septali nodulosi; nodulis clistantibus verru- 
cosis; verrucis spiraliter dispositis et sporas solitarias 
simpliccs congloljato -racemosas gerentibus. Sporae 
homogeneae uniloculares; episporio simplici, basi hylo 
acuminalo instructo , nucleoque ceraceo diaphano 
farcto. 
Abb. Prachlflora. Taf. V. 

147. BOTRYOSPORIUM. Corda ap. Sturm III. 3. 
11. p. 9. Nees jiin. Syst. 1. p. 27. Prachtflora, p. 39. 

Flocci erecti, flageliifornies, simplices vel dichotomi, sep- 
tati , supra rainulis brevibus aculeiformibus instructi. 
Ramuli spiraliter positi , verrucis articulatim - innati, 
apice cuspidibus quinque sporidiferis, et capitulis spo- 
rarum quaternis quinisve ornati, racemum elongatum 
et densuiii aemulantes. Sporae acrogenae, regularitcr 
in globulos coacervatae, simplices; episporio hyalino; 
nucleo firmo. 
Abb. Sturms Flor. 1. c. Taf. 5. Nees jun. Syst, Taf. 4. 
Prachtfl. Taf. XIX. 

148. CLONOSTACHYS. Corda Prachtflora p. 31. 

Stipes erectus, simplex, continuus, supra articula*us, ad 
articulos verticillato-ramosus. Ramis ramulisque qua- 
ternis; ramulis subulatis, apice subcapitatis, sporis 
spiraliter positis spicam aemulantibus tectis. Sporae 
simplices; episporio hyalino; nucleo curvato. Hyphasma 
repens. 
Abb. Prachtfl. Taf. XV. 



34 

liO. SCEPTROMYCES. Corcla ap. Sturm 111. 3. 
11. [). 1. 

Flocci subsiniplices, geniculali, vcrlicillato-ramosi, raniis 
brevissimis, racemosis. Racemi oblong! , glomerulali. 
Sporae siniplices , continuae , slipilatae, glomeralac. 
Color glaucus. 
Abb. Slurm. 1. c. Taf. i. Nees jun. Taf. 4. 

N. Diese kleine Gruppe gehört unter die sonder- 
barsten und schönsten der ganzen Ordnung, und die oft 
wiederkehrende Spiralslelhing ihrer Organe zeigt auf hö- 
here Entwicklung. 



150. VERTICILLimi. Nees Svst. p. 57. Corda 
Icon. IL p. 15. 

Stipes erectus , septatus , hyphopodio ramoso suffullus, 
ramis ramulisque verticillalis. Sporae siniplices apici- 
bus ramulorum singulatim insertae ; episporio hvalino, 
h\lo basilari instruclo et nucleo libero, firmo, farcto. 

Abb. Nees sen. Taf. IV. Fig. 55. Corda Icon. fung. 1. c. 
Taf. X. Fig. G8. Sturm 1. c. Taf. 8. 

151. PERONOSPORA. Corda Icon. I. p. 20. 

Stipes erectus continuus , non septatus, supra ramosus, 
infra hyphasmatc sufTultus. Sporae siniplices, apicibus 
raniorum singulatim insertae, basi hylo instructae, nu- 
cleo ad medium bifido vel integro. 
Abb. Icon. fung. 1. c. Taf. V. Fig. 273. Tom. V. Taf. II. 
Fig. 21. 

Diese zwei Galtungen haben wir nur einstweilen 
hiehergcstelt. Sie weichen vom Faniiliencharactcr haupt- 
sächlich durch ihre stets vereinzelten Sporen bedeutend ab. 



^ 55 

152. ACTNIOCLADIUM. Ehrenb. Jahrbuch der 
Gew. 2. p. 51. Link. spec. I. p. 50. Nees jun. p. 43. 

»Flocci basi simplices apice umbellatim ramosi erecti se- 
gregati. Sporidia prinuim apicibus accuniulata, dein 
vage inspersa simplicia.« 
Abb. Ehrenb. 1. c. Taf. 5. Fig. 3. Nees jun. Taf. 7. 

N. Wir haben diese Gattung ihrer Form wegen hier- 
her gestellt, vielleicht mit Unrecht, und Prof. Ehrenberg 
wird wohl die Güte haben, über ihre Stellung gefällige 
Auskunft zu geben. 



153. ACROSTALAGMUS. Corda Icon. fung. IL 

p. 15. m. p. n. 

Fungi hyphopodio repente sufTulti, stipitibus erectis sep- 
tatis, ramis ramulisque verticillatis apicibus globuHs 
sporarum ornatis. Globuli sporarum primum guttulis 
gelatinosis immersi, dein nudi; sporis acrogenis, radia- 
tini aggregalis, continuis, hylum saepius referentibus. 
Abb. Icon. fung. II. Taf. X. Fig. 66. G7. III. Taf. II. Fig. 31. 

154. GLIOCLADIUM. Corda Icon. IV. p. 30. 

Hyphopodium spurium. Stipes ereclus septatus, supra pe- 
nicillato-ramulosus, ramis ramulisque septatis, capitulo 
solitario gelatinoso tectis. Sporae acrogenae, irregula- 
riter coacervatae, simplices, strato mucoso cinctae. 
- Abb. Icon. fung. 1. c. Taf. VII. Fig. 92. 

N. Die Schleimschichte der Sporen ist dicker als 
die Spore, hell, und dient zum Zusammenballen aller 
Sporen in das glänzende Köpfchen, welches sehr an die 
Stilb ini erinnert. 



56 

155. ACMOSPORIUM. Corda Icon. fg. III. p. U. 

Ilypliasnia rcpcns seplatuin. Slipes erectus septatus, infra 
simplcx , supra rainosus; raniis ramulisque cyniani 
lürmantibus , apicc incrassatis et capilulis globosis 
aculeis iibique tcctis, inslructis. Sporae acrogenae, 
apiciilis capiluli innatae, subconcatenatae, subpedicel- 
latae, siniplicissiniac. 
Abb. Icon. fiini;. 1. c. 'iaf. II. Vig. 32. 

N. Die Gattung ist durcb den Bau ibrcr Sporen- 
köpfchen höchst denkwürdig und steht völlig vereinzelt. 

156. CORETHROPIS. Corda PjachtQora. p. 1. 

Slronia erectuni, primum siniplex subclavatum, dein supra 
niultifiduni , e fibris longissimis, simplicibus, intricatis 
constipatum, infra raniulis fertilibus heterogeneis obsi- 
tum. Ramuii fertilcs septati, cornci, ramosi, bi- vel tri- 
fidi, apice raniulis brevibus subverticillatis, et sporis 
simplicibus heterogeneis in capitula conglobatis ornati. 
Sporae acrogenae, heterogeneae, decolorantes, simpli- 
ces 5 episporio siniplici diaphano, intus nucleo et gut- 
lulis olcosis repleto. 
Abb. Pracbtfl. Tai. I. 



Diese schöne und grosse Familie besteht aus sehr 
heterogenen Elementen, und wir sahen uns genöthigt, sie 
in mehrere Abtheilungon zu gliedern, deren kritische 
Charaktere ausser dem Plane dieser Aufzählung liegen, und 
hier zu viel Raum füllen würden. Die ganze Familie, wie 
einzelne Abtheilungen zeigen viele Uebereinstimmung in 
Form und Bau, und selbst Corcthropis erscheint nur als 
eine gleichsam potcnzirte Polyactis, auf einem faserigen 
Astschwanim-älmlichcn Träger verpflanzt. 



57 

Farn. XIV. ' 

ARTHROBOTRYDEAE. Cprda. 

Fungilli byssoidei, laete coloraü vel obscurl. Flocci erecti, 
stipitifornies, ramosi vel nodosi. Sporne in capilula 
apicibus floccorum vel nodulorum , raniulorumque 
innata congestae, septatae, acro- vel pleurogenae, epis- 
porio, hylo et niicleo firmo. 

157. CEPHALOTHECIUM. Cöicla Tcon. fung. II. 
pa^^ 14. 

Hyphasma efl'usum , repens, ramosum , intrlcaUim; floccis 
spoiidiferis ereclis, continuis, slmplicibus, capitulum 
terminale sporarum referentibus. Sporae didymae, epis- 
porio albo; hylo apiculato; nucleo finno. 
Abb. Icon. fung. 1. c. Taf. X. Fig. 62. 

158. BRACHYCLADIUM. Corda Icon. II. p. 14. 

Hyphopodiuiii nulluni! Flocci erecli, infra siniplicissimi, 
supra ramulosi, septato-nionilioidei; ramis ramulisque 
capitulum sporidiferum formantibus; sporis acrogenis 
transverse septatis. 

Abb. Icon. fung. 1. c. Fig. 63. 

159. STACHYOBOTRYS. Corda Icon. I. p 21. 

Slipes septatus, ramosus; ramis apice ramulis verticillatis, 
mamillaribus, brevissimis, capitulum formantibus coro- 
natis: sporis didymis homogeneis, spiraliter positis et 
capitulo innatis. 

Abb. Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 278. B. 



58 



160. ARTHROnOTllYS. Corda Pracliin. p. 43. 

Flücci erecli, simplices, scptati, nodiilosi; nodulis glomeru- 
liferis verrucosis; verrucis spiralitcr positis, et sporas 
solitarias , dein in gloinerula agj;regalas sustincntibus. 
Sporae verrucis innalac, acrogcnae, didymae, epis- 
porio bicellulari, livlo basilari apiculifornii et intus nu- 
clco solitario simplici, firmo , instructae. 
Abb. Prachtnora Taf. XXf. 

Wie die Polyactidcen, so zeigt auch diese kleine 
Gruppe sehr verschiedene Typen, welche auf spätere 
Scheidung derselben hinweisen. Cephalolhecium erinnert 
an die Stilbini; Brachycladiuni ist ein ästiges geköpftes 
nelminthosporiuni;Stachyobotrys hat keinen analogen Typus 
in einer andern Familie, und Athrobotrys ist gleichsam 
eine Gonatobolrys mit zweizeiligen Sporen. Doch ist nur 
das Episporium zweizeilig, Sporenkern und die Sporcn- 
hühle einfach. 



Fam. XV. STILBINI. Corda. 

Icon. fung. II. ]). 16. III. p. 13. IV. p. 29. 

Hyphopodium spurium vel nulluni ; stipile crecto, filamen- 
toso, fibroso, floccoso vel corneo: sporis simplicibus, 
continuis , m capitula terminalia irrcgulariter coacer- 
vatis vel conglutinatis. 

161. IIYALOPUS. Corda Ic. II. p. 16. IV. p. 29. 

Slipes crcctus, cavus, iiliformis, conlinuus vel septatus, 

hyphopodio spurio vel nuUo suflultus, apice capitulo 

sporarum ornatus. Sporae simplices conglutinatae acro- 

geneae. 

\bb. Ic. fg. IV. Taf. VII. Fig. 89. Icon. I. Fig. 266-271. 



59 

16t?. HAPLOTRICHUM. Link spec. (. pag. 52, 
Cüida Prachlllora. p. 23. Icon. fung-. III. p. 11. 

Ilyphasma elFusum , repens, septatum; slipilc crecto, fer- 
tili septato, capitulo continuo, simplici, solitario, spori- 
difero terminat(i. Sporae hylo instructae, capitulo inna- 
tae, erectae, confertae, simplices; episporio hyalino 
simplici; nucleo farcto. 

Abb. Nees. Sen. Fig. 4. Icon. fung. 1. c. III. Fig. 28. 
Prachtflora Taf. XI. 

163. SPOROCYBE Fries S. O. V. 1. pag. 170. 
Syst. myc. III. p. 340. (emend.) Icon. fung. IV. p. 29! 

Hyphopodium repens, ramosum, septatum. Stipes simplex, 
erectus, flocciforniis, septalus, capitulo sporarum ho- 
mogenearum ornatus ; sporis siinplicibus acrogenis ; 
episporio firmo ; nucleo pleno, guttulis oleosis repleto. 

Abb. Icon. fung. IV. Taf. VII. Fig. 90. 

N. V\'ir haben im IV. Bande der Icones eine Sporo- 
cybe abgebildet, und von der Diagnose im Syst. myc. 
III. p. 343. irre geleitet, dieselbe zu jener Sporocybe 
Desmazieri gezogen. Nun finden wir aber von dem Herrn 
Entdecker M. Desmaziers selbst im Annal. des Scienc. 
183G. Taf. 1. Fig. 3. diese von Fries getaufte Art abgebil- 
det und erkennen darin Periconia Stemonitis Pers., welche 
Herr Prof. Fries im III. Bande des Syst. myc. p. 280 unter 
den Persoon'schen Namen ebenfalls aufführt und als Art 
beschreibt. Wir haben diese Periconia zu Stvsanus ee- 
stellt, daher ersuchen wir, das Fries'sche Synonym noch 
dazu zu stellen, und unsere Sporocybe Desmazieri, als 
innige Anerkennung dem grossen belg. Mycologen geweiht, 
als Normart der Gattung zu betrachten. Welche heterogene 
Wesen die anderen bei Fries verzeichneten Arten der 



60 

CJaltiinjj Sporocybe sind, werden wir wohl näclisLensliand- 
grciflicli anschaulich zu machen versuchen! — .,; 

164. CEPHALOTRICriüM. Link spec. II. p. 111. 
Cörrla Icon. 1. p. 19. 

Stipes erectus, flexilis, celluloso-fibrosus, floccosus; capi- 
tulo homogeneo, e floccis radialis sporis conglulinatis 
inspersis composito- Sporae heterogeneae, pediceilatae, 
vel hylo inslruciae; episporio glabro vel verrucoso; 
nucleo firmo. 
Abb. Icon. fung. I. Taf.V. Fig. 253. 254. 

165. PERICOISIA. l^ersoon. Syn. p. 686. Corda 
Icon. I. p. 19. 111. p. 13. einend. 

Stipes floccitormis , septatus vel compositus ; capilulo 
sporidifero nudo; sporis conglobalis, homogeneis, fa- 
rinosis, siniplicibus ; episporio diaphano , glabro; nu- 
cleo firmo vel gullulis repleto. Vcluni niucustpie nullus. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. V. Fig. 255— 26 1. 111. Taf. II. 
Fig. 37-30. V. Fig. 22. ,. , 

166. DORATOMYCES. Coida Icon. fg. I. p. 19.' 

Weifenweb. Beilraeg. 1 p. 83. ,, 

Slipcs erectus ccliuloso-septatus, subulatus, capitulo spora- 
rum elongato pulveracco ; sporis heterogeneis, conti- 
nuis, sfipite hyloquc et floccis nullis. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. V. Fig. 262 A. — 263. 

167. PIIYCOMYCES. Kunze niyc. Ilft. II. p. 113! 

»Flocri (stlpiies) decunibenles continui simplices flaccidi. 
Sporidia oblonga circa vesiculani pyriformeni apici 
insidonicin iM)!lecla.<i 1. c. 
Abb. Kunze 1. ^•. i al. II. Fig. i), i\ees jun. 1 al. 5. 



Gl 



168. CEPHALOSPORIÜM. Corda Ic. 111. p. 11. 

Hyphasnia repens, ramosum conlinuum; floccis stipitifor- 
mibus, subulatis, continuis, capilulis sporarum ornatis; 
sporis simplicibus. 

Abb. Icon. fang. III. Taf. 11. Fig. 29-30. 

l Alf . 

169. RHOPALOMYCES. Corda Praclitflora p. 8. 

Stipes erectus , simplex, contlnuus , siipra capitulo homo- 
geneo, globoso, celluloso ornatus; celluh's sexangulari- 
bus, medio cupulatim- depressis, et apiculo verruci- 
fonni sporidifero instruclis. Sporac simplices hetero- 
geneae, apiculis capltuli solitarim insertae; eplsporio 
diaphano, corneo, liylo basilari instructo, et, nucleo 
granulöse gultubs (deosis farcto. 
Prachtflora, Taf. II. 

170..STILBUM. fodefün'gr mekU 1. pag. 10. 
Corda Icon. fung. I. p. 20. II. p. 16. III. p. 13. 

Stipes conipositus, apice clavatus vel capitatus, Strato rnu- 
coso sporidiorum tectus. Sporae continuae, bbere- 
enatae, conglulinalae; episporio tenuissimo vix conspi- 
cuo; nucli^q i^rmo, pleno vel incurvo. 

Abb. Icon. fung. I. Taf. V. Fig. 272. B. III. Taf. II. Fig. 
41. 42. ^ 

171. GRAPHIÜM. Corda Icon. I. p. 18. II. p. 16. 

!"• P- 13. ^^^/, 

Stipes erectus, fibrosus, supra capitatus, penicillato-flocco- 

sus ; floccis continuis in sporas continuas homogeneas 

primum niucosas dein pulveraceas siccas secedentes. 

Abb. Icon. fung. l. Taf. V. Fig. 251. II. Tai; XI. Fig. 69. 

70. III. Taf. 11. Fig. 40. 



G2 



172, CERATOPODIUM. Coida Icon. 1. p. 19. 

Slipi*s ereclus opacus cclluldsus, siipra in capltulum ola- 
vatum, dein discoideuni gelatinosum expansum. Sporae 
simplices helerogeneae, gelalinae imnicrsae. 

Abb. Icon. %. I. Taf. V. Fig. 26i. Alb. et Scbw. Taf. 4. 
Fig. 7. Nees sen. Taf. VII. Fig. 87. B. Nees jun. Taf. G. 

173. CILICIOPODILM. Corda ap. Sturm. III. 12. 
p. 75. Icon. fung. IV. p. 30. 

Stipcs erectus , carnosus , supra incrassatus. Capitulum 
sporarum terminale, sporis acrogenis, simplicibus, ge- 
latina congbilinatis farctum. Fungi amoenc - colorali. 



stipile firmo floccoso vcl hirsuto. 

bb. Icon. 
Taf. 29. 



Abb. Icon. fung. IV. Taf. VII. Fig. 91. Sturm's flor. I. c. 



Ob hierher nicht noch der von Herrn Dcsma/.iers 
beschriebene und abgebildete Aspergillus clavatus (Ann. 
des Sc. 1834. 2. PI. 2. Fig. 4.) gehört, ist noch zu ermit- 
teln. Zu den Aspergillinen kann er nach jener Abbildung 



nicht gehören. 



Fam. XVI. ASPERGILLINI. Corda. 

Icon. fun^^ I. p. 18. II. p. 16. III. p. 12. 

IV. p. 31. 

Stipes erectus, filiformis vrl compositus, simplex vcl ra- 
mosus. Sporae simplices, in filamcnla moniliformia 
concatenatac, capilulo stipitis vcl apicibus florcorum 
ramiilorumqnc innalae. 



G'A 



174. RHODOGEPHALUS. Coida Ic. %. I. p. 21. 

Slipes ereclus, continuus, non septatus, apice in ramulos 

simplices , capitulum formantes divisus. Flocci spora- 

runi apicibus ramulorum singulalim innati. Sporae 

simplices continuae. 

Abb. Icon. fiing. 1. Taf. VI. Fig. 282. 111. Taf. II. Fig. 33. 

175. PENlClLLIUxM. Link spec. I. p. 69. Corcia 
Icon. fung. I. p. 21. II. p. 17. 

Stipes erectus , byphopodio ramoso suflultus , septatus, 
supra penicillato-ramulosus, ramis raniulisque septalis. 
Sporae concatenatae , simplices, floccos monilif'ormes, 
apicibus ramorum insertos formantes. Hyphasma elTu- 
sum, ramosum, ramulis exsertis, ereclis , subulatis 
genimiferis. Gemmae sporomorphae, simplices et dein 
concatenatae. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 280—281. II. Taf. XI. 
Fig. 74. 75. III. Taf. II. Fig. 34. IV. Taf. VII. Fig. 93. 
V. Taf. II. Fig. 23. 

176. BRIAREA. Gorda ap. Sturm. III. Heft. 11. 
p. 11. Icon. fung. I. p. 21. 

Stipes erectus simplex geniculatus. Capitulum nulluni. Spo- 
rae simplices hyalinae, in filamenta longa moniliformia, 
nutantia, ad apicem floccorum penicillatim conglome- 
rata, laxa, positae. 
Abb. Sturm 1. c. Taf. G. Nees jun. Taf. 4. Greville Sc. 
Fl. I. Taf. 32. 

177. ASPERGILLUS. Micheli gen. n. PI. p. 212. 
Link sp. 1. p. 65. Gorda Icon. II. p. 18. IV. p. 31. 

Hyphasma elTusum, binc inde geniculato-conjugatum. Stipes 
ereclus, simplex continuus, cavus , capitulo globoso. 



64 

Capitulum fibris (basldiomorphis) radialis , brevibus 
vel koiloinorphis confertis toluni tcctuin. Sporae sim- 
plices, liylo insfructae, nueleo farctae concalenatae in 
floccos simplices, capilulo fibrarum innatos. 

Abb. Corda Icon fung. II. Taf. XI. Fig. 70 — 77. IV. Taf. 
Yll. Fig. 94; — V. laf. II. Fig. 24. 

, 178. STYSANUS. Corda Icoii. fung. I. p. 24. II. 
p. 16. IIT. p. 12. Praclitflora p. 15.:: .ij 

Slipes ercctus, fibrosus vel carnoso-cellulosus, apice incras- 
satus, capitulum hcmisphaericum vel cylindricum vcr- 
rucosum gerens. Sporae simplices homogcneae , in 
floccos moniliformes, verrucis capituli (fibrarum apici- 
bus) singuiatim innalos concatenalac. 
Abb. Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 283. A. B, II. Taf. XI. 
Fig. 72. III. Taf. II. Fig. 36.Prachlfl. Taf. VIII. Fig. 1—9. 

179. COREMIUM. Link Obs. I. pag. 19. Corda 

Icon. II. p. 17. Praclitflora p. 53. 

Stipes erectus, simplex, c floccis ramosis compositus, supra 
capitulum sporophorum floccoso-penicillatum formans; ^ 
floccis septatis, fertilibus vcrticiliato-ramosis, sterilibus 
sinjplicibusque mixtis. Sporae acrogcnae, simplices, 
concatenalac. Catenae sporarum apicibus floccorum 
raniulorumque ferlilium insidentes. 

Abb. Icon. l^^. U. Taf. XI. Fig. 73. IVaehlll. Taf. XXV. 



TTT. 



81 

227. DIDYMIUM. Link Obs. I. p. 26. (Schrad. 
gen. pl. et Fries. S. ]M. p. 113. part.) 

«Peridium subglobosum duplex, utruinque menibranose- 
crustaceum, fragile ruinpens. Flocci intus versus basin 
adnati. Columella intra peridium. Sporidia coacervaLa.« 

Abb. Nees sen. Fig. 104. Nees jun. Taf. 9. Fig. 1 — 6 

228. DIDERMA. Link Obs. I. p. 26! — 

»Sporangium (Peridium) subglobosum aut difTorme, duplex 
utrumque niembranaceum, rumpens; externum saepe 
squamulatim fatiscens. Flocci intus versus basin adnati. 
Columella nulla. Sporidia coacervala.w 
Abb. Nees jun. Taf. 9. 

229. LEANGIUM. Link Obs. L p. 26! 
»Peridium simplexmembranose-crustacemn, rumpens. Flocci 

■ interne versus basin adnati. Columella intra peridium. 

Sporidia coacervata.« 
Abb. Nees sen. Fig. 109. 

230. POLYSCHISMIUM. (Leangimn Trevelyani 
Corda. Greville Scoll. crypt. flor. 3. 132.) 

Peridium simplex niembranaceum, dein., in lacinias aequales 
stellatim-fissum. Columella basilaris, minula, capitata. 
Capillitium ramosum, subrcticulatum. Sporidia coacer- 
vata, discolora, simplicia. 
Abb. Greville I. c. Taf. 1-32. Nees jun. Taf. 9. 

Sect. m. PERIDIUM OPEllCULATUM. 
^ 231. CRATERIUM. Trentepobl ap. Rotli. Cat. 2. 

p. 224. Link Ob. L p. 29. Fries Syst. IIL p. 148. 
Peridium simplex cyathiforme, stipitatum, supra operculo 
finiio heterogeneo, plerumque marginato clausuni. Co- 



l 



82 

lumella niilla. Capillitium rcliculatum. Sporae simplices, 
discolores coacervatae. 
Abb. Nees sen. Fig. 120, Nees jun. Taf. 9. Greville Sc. 
Cr. Fl. Taf. 05. 

232. STEGASMA. Yid. Icon. fun^. V. Tab. llf. 
Fig. 34. 

Peridium depressum, angulatum, simplex, congrcgatum, 
membranacco-corneuni, marginatuni, operculo hetero- 
geneo et marginalo clausuni. Flocci filiformes irregu- 
lariter inspersi. Sporae coloratae, simplices, cpisporio 
glabro , nucleo firnio. 

233. CYLICHNIUM. Wallr. flor. crypt. j^erm. IT. 
pag. 2G7. 

»Peridium (Sporidochium) vasculare, sessile, epipliloeodes 
tenuiter membranaceum fragile, primum sporidiis con- 
globatis globosis liberis majusculis pcllucidis foetum, 
operculo planiusculo conformi obturatum idque de- 
mum circumscissum abjiciens, demura efl'oetum ollare 
persistens.a 

N. Von dieser Gattung existirt ebenfalls keine Ab- 
bildung. 

Sect. IV. Peridium simplex; columella cirrbata, elaslica. 

234. CIRRIIOLUS. Martins in Act. Acad. Nat. 
Cur. X. 10. 

»Peridium simplex, globosum, membranaceum, demum ir- 
regulariter ruptum, columella spirali elasticc prosiliente. 
Sporidia minutissima, globosa, floccis liaud intcrtexta.« 
Fries, S. M. III. p. 199. 
Abb. Marl. 1. c. Taf. XLVI. Fig. 10. Nees jun. Taf. 9, 



• 83 

Die GatUingen, und auch die von uns hier bezeich- 
neten Gruppen dieser FamiUe sind untereinander sehr 
verschieden, und es dürfte späterhin wohl nothwendig 
werden, dieselben zu zerlegen. Die Gruppe der Crateria 
und Cirrholus sind so dilTercnt, aber wir konnten sie nir- 
gend besser und schicklicher unterbringen, und wir hoffen, 
dass in den Tropenländern bald eine Grosszahl denkwür- 
diger Gattungen dieser Familie gefunden werde, welche 
dann zur Eiläuterung und inneren Gliederung wesentlich 
beitragen dürften. 



Fam. XXII. TRICHIACEI. Fries. 

Peridium persistens, membranaceum. Columella nulla. Ca- 

pilhtium e floccis liberis, non inter se reticulalim 

conjunctis implexis compositum, elateratum. Sporae 

capillitio inspersae, simplices; episporio firmo, nucleo 

I subceraceo. 

23S. TRICHIA. Haller bist. helv. 1. p. 114. Pers 
Syn. p. 17G. Corda Icon. fang-. IL p. 22. I. p. 21. 

Peridium subsimplex, membranaceum, apice irregulariter 
ruptum. Columella nulla. Capilhtium libere evolutum, 
elateratum, dense implexum. Elateres simplices, poly- 
spiri, vaginati, dein elastice sese expandentes. Sporae 
primum adnatae vel inter se tetraedrice connatae, dein 
liberae; episporio membranaceo simplici; nucleo ce, 
raceo, guttulis oleosis repleto. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Fig. 288. B. C. D. II. Taf- 
XII. Fig. 85. IV. Taf. VII. Fig. 96. 



84 

Diese kleine Familie wirJ nur durch dieses einzige 
Genus gebildet, und ist durch die Spiralfaser seiner Flo- 
cken so ausgezeichnet, indem hier das alleinzige Beispiel 
des Erscheinens wahrer Spiralfaserzellen in der ganzen 
Klasse der Pilze auftritt. 



Farn. XXin. 
CRIBRARIACEAE. Corda. 

Peridium simplex. Golumella centralis nulla. Cyathodium 
basilare spurium vel cupuliforme, margine vel intus 
capillilio firmo reticulato ornatum. Sporae simplices, 
capillilio inspcrsae. 

23G. ARCYRIA. Peisoon Sjn. p. 182. Icon. fun^. 
n. pag. 23. 

Peridium simplex, membranaceum,basi circumscissum, parte 
superiori fugacissima. Capillitium e floccis dcnse im- 
plexis cyathodio spurio innalis, reticulatis dein con- 
tortis, compositum. Sporae simplices, capillitio insper- 
sae, primum concatenatae dein liberae; cpisporio sim- 
plici, nucleo firmo. 

Abb. Nees. sen. Fig. 114. 115. Nees jun. Taf. 9. Brong. 
Ess. Taf. 3. Fig. 4. Greville Sc. er. Flor. III. Taf. 130. 
IV. Taf. 309. Corda Icon. II. Taf. XII. Fi?. 80. 



•D" 



237. CRIBRAPvIA. Scbrader nov. plant, gen. p. 1. 

3. Corda Icon. IV. p. 35. 

Peridium sim])lex, membranaceum, fatisccndo dimidiatum, 
stipitatum. Cyathodium floccis periphericis reticulatis 



85 

capillitii innaluin. Sporae in pulpam coacervatae, sim- 
plices; episporio membranaceo ; nucleo firmo, dein 
cavo. 
Abb. Schrad. 1. c. Taf. I — III. Nees sen. Fig. 116. Nees. 
jun. Taf. 9. Corda Icon. fung. IV. Taf. YII. Fig. 98. 

238. DICTYDIÜM. Sdirader uov. plant, gen. p. 11. 

Peridium siinplex, niembranaoeum, supra fatiscendo subdi- 
midiatum, stipitatum. Cyaihodium capillitii baculis sim- 
plicibus corneis, periphericis, medio inflexis et inter 
se floccis simplicissiniis heterogeneis horizontalibus 
connexis, innatum. Sporae in pulpam coacervatae, sini- 
plices; episporio tenui; nucleo firmiusculo dein cavo. 
Abb. Schrader I. c. Taf. IV. Fig. 1. Nees sen. Fig. 117. 
Nees jun. Taf. 9. Greville Sc. crypt. Fl. T. III. Taf. 153. 
Corda Icon. Tom. V. Taf. III. Fig. 36. 



Farn. XXIV. 
STEMONITIDEAE. Corda. 

Peridium simplex, stipitatum. Stipes columellae centrali 
contiguus. Capillitium reticulatum, columellae adnatum, 
sporis repletum. Sporae primum inter se condtenatae, j fH 
dein liberae; episporio simplici; nucleo heteirogeneo. 

239. STEMOMTIS. Gleditsch Meth. p. 140. Icon. 

fg. IV. p. 24. 

Peridium simplex, membranaceum, fugacissimum; stipite 
setaceo , hyphopodio effuso membranaceo suffultum« 
Stipes peridium penetrans, colume llam centralem for- 



86 

mans. Capillitlum reticulatuni, rigidum, columcllae ho- 
niogencum et innatum ; sporis primum concalenatis 
dein liberis inspersis. Episporium membranaceum. Nu- 
cleus firmus; guttulis oleosis sparsis. 

Abb. Nees sen. Fig. 118. Nees jun. Fig. 9. Greville Sc. 
Cr. Fl. III. Taf. 170. Corda Icon. fung. II. Taf. XII. 
Fig. 87. IV. Taf. VII. Fig. 97. V. Taf. III. Fig. 37. 

240. DIACHEA. Fries Syst. Myc. 3. p. 1. 55. 

Peridium simplex , membranaceum, subpersistens, dein 
frustulatim deciduum, stipitc tereli byphopodio cal- 
careo repente amicto sun'iiitum. Columella centralis, 
stipite contigua, floccoso-grumosa, calcarca. Capilliliuni 
e columella radians, lieterogcneum, reticulatum, sporis 
simplicibus, arctissime conglobalis inspersum. 
Abb. Bull. berb. Taf. 502. Fig. 2. Brong. Ess. Taf. 3. 
Fig. 5. Corda Icon. V, Taf III. Fig. 38. 



Fam. XXV. 
TRICH0DER3IACEAE. Fries part. 

»Peridium figura varium, c floccis plus minus laxe contex- 

lum, raro membranaceo-unitum, in medio evanesccns, 

ll '. fugax. Sporidia sub peridio in slrato peripberico aut 

• discoideo coacei'vata, saepius compacta, nullo capillitio 

genuino intertexta, simplicia, pulveracea. — Contexlus 

subfloccosus.« l. c. 3. p. 200. 

Wir baben aus dieser Familie die ihr differcnteu 
Glieder in andere Familien gebracbt, und werden die 
.drei hierher gehörigen Gattungen strenge nach Herrn 
Prof. Fries beschreiben. 



87 

241. HYPHELIA. Fries Syst. orb. 1. p. 149/Syst. 
i«yc- 3. p. 211. 

»Peridium effusum , indeterminalum, e villo in pelliculam 
cohaerentem contexto , fragillimum, in medio evanes- 
cens ; priniitus discrete obtegens. Sporidia admodum 
laxa, coacervata, floccis haud intertexta. Thallus radia- 
tus aut evanescens.« 1. c. 
Abb. Persoon Obs. niyc. I. Taf. II. Fig. 8. Nees jun. 
Taf. 10. 

242. TPJCHODERMA. Pers. disp. fung-. p. 12. Syn. 
p. 230. Fries Syst. 3. p. 214. 

»Peridium indeterminatum, subrotundum, e floccis raraosis 
septatis implexls laxe contextum, haud discretum, de- 
nium in niedio evanescens. Sporidia minuta, sicca, in 
disco conglobata. Vegetatio floccosa; flocci saepe inter 
sporidio intrant.« 1. c. 

Abb. Nees sen. Taf. VI. Fig. 74. Nees jun. Taf. 10. Gt - 
vill. Sc. er. Fl. V. Taf. 271. 

243. OSTRACODERMA. Fries Syst 3. p. 213. S. 
Orb. veg. 1. p. 150. 

Peridium rotundatum, crustaceum, glabrum, tenue, fragile, 

in medio fatiscens. Sporidia coacervata, nullis floccis 

intertexta , laxa. — Thallus nullus conspicuus. — 1. c. 

Wir kennen leider diese lezte Gattung dieser Familie 

nicht, und können daher über die Abwesenheit eines Ga- 

pillitiums kein Urlheil fällen. Auch fehlt eine Abbildung. 



88 

Farn. XXVI. AETHALINI. Corda. 

Peridiuni simplcx vcl duplex, varium, intus loculosum, 
vel varie plicatum, Sporac nudae vcl floccis inspersae, 
simplices, acrogenae. Status priniarius gelatinosus aut 
carnosus. 

214. 8PUMARIA. Persoon Syn. 1G2. Fries Syst. 
III. pag-. 94. 

«Peridium indeterminatum, simplex, crustaccum, flocculoso- 
cellulare, fatiscens. Sporidia ambiunt plicae menibrana- 
ceae, adscendentes, varie effiguratae. Flocci interni 
nuUi.« 
Abb. Nees sen. Taf. \IU. Fig. 94. Nees jun. Taf. 8. Gre- 
ville Sc. er. Flor. V. Taf. 2G7. 

245. AETHALIUM. Link Diss. I. p. 24. Fries Syst. 
111. p. 92. , 

»Peridium indeterminatum, membranosc cellulare, fragile 
fatiscens, extus Strato floccoso evanescente corticatum, 
intus cellulosum, e floccis in strata membi'anacca coa- 
litis. Sporidia compacta, in cellulis demum cvanes- 
centibus coaccrvata.« 
Abb. Nees sen. Taf. YIII. Fig. 92. Nees jun. Taf. 8. Gre- 
ville Sc. er. Fl. Tom. V. Tab. 272. 

246. PTYC^HOGASTER. Corda Icon. II. p. 23. 

Status Primarius refert massam carnosam, siccam, extus in- 
tusquc homogcneam. Peridium crassum carnosuml.sub- 
stipitatum, intus lamelloso-cellulosum, stratosum; strata 
irregularia, fertilia sterilibus mixta. Cellulae e floccis 
conglutinatis compositae, simplices, flexuosae. Sporae 
acrogenae, primum floccis innatae, dein irregulariter 
inspersae, simplices. 
Abb. Corda Icon. Tom. II. Taf. XII. Fig. 90. 



89 

Diese kleine Familie uinschliesst drei in Hinsicht auf 
den Bau gesonderte Gattungen, deren Genese aber sehr ähn- 
lich, und deren erstere ein Peridium externum fugax, die 
zweite ein P. ext. floccosum adglutinatum, die dritte aber 
ein Peridium carnosum besitzt. 



Farn. XXVIF. 
RETICULARIACEAE. Corda. 

Peridium simplex , indeterminatum, calcareum fragile vel 
membranaceum, intus floccis reticulatis vel furcato- 
ramosis. Sporae coloratae simplices conglobatae, nu- 
merus ae. 

247. PiETlCULARIA. Bull. bist. p. 85. Fries Syst. 
III. p. 83. Corda Icon. fiing-. II. p. 23. 

Peridium indeterminatum, simplcx, fragile, tenue, irregula- 
riter secedens, hyphopodio membranaceo homogeneo 
suffultum. Capillitium floccosum, peridio innatum, floccis 
ramosisj erectis vel intertextis. Sporae simplices; epis- 
porio membranaceo nudo; nucleo heterogeneo coloralo. 
Abb. Albertini et Schw. Consp. Taf. III. Fig. 3. Greville 
Sc. FL II. Taf. 106. Corda Icon. II. Taf. XII. Fig. 89. 

248. DIPHTHERIUM. Ehrenb. Sylv. myc. p. 26. 

»Peridium subglobosum aut hemisphaericum primo flexile 
dein membranaceum crassum rigidum in hypothallo 
simili. Capillitium adscendens ubique peridio affixum, 
utriforme flexuosum inaequale ramoso-appcndiculatum; 
appendicibus clavatis aut anastomosantibus. Sporidia 
parva conferta« simplicia. 
Abb. Ehrenb. I. c. Fig. III. Nees jun. Taf. 8. 



90 



249. ENTEPJDIUM. Ehrenb. in Link's Jaliib. II. 
p. 5-1. Wallrolli Fl. germ. III. p. 336. 

»Peridium membranaceum plicatum. Sporidia in globulos 
congcsta , fibris in membranulas confluentibus inter- 
slincta floccisquc dcstituta, simplicia; nucleo firmo.« 
Abb. Ehrenb. 1. c. Taf. I. Fi?. 5. 

Neuere Naturforsclier haben die drei Gattungen die- 
ser Gruppe verschmolzen , aber dieser Versuch ist miss- 
glückt, und die schönen Entdeckungen Ehrenbergs lassen 
sich in gar keiner Form mit Reticularia verbinden, da 
selbst ihre Genese eine andere ist, und Capillitium und 
Sporen so höchst verschieden sind, wollte man auch die 
so dillerenten Peridien übersehen. 



Farn. XXVIII. 
LYCOPERDACEAE. Corda. 

Opiz Bcitr. 1828. p. 037. 

Peridium primum carnosum, simplex vel multiplex, dein 
membranaceum. Pulpa primum gelatinosa vel carnoso- 
ccUulosa dein pulveracea. Capillitium floccosum. Ba- 
sidia conglomerata, stcrigmatibus quaternis vel nulhs 
coronata. Sporae acrogenae, numcrosae. 

Das Verschwinden der Basidien ist hier wohl zu 
beachten, und die ursprüngliche Form der sporenbildcn- 
dcn Masse kann zur naturgemässen Trennung dieser Fa- 
milie zweckmässig benüzt werden, wie wir es bereits im 
Jahre 1828 vorschlugen. Der erste Entdecker der Basidia 
tetraspora in dieser Familie ist Herr Vittadini, welcher in 
der Monographia Tuberacearum i. 1831. p. 83. Zeile I. 
Taf. V. Fig. IX. e. dieselben abbildet. 



91 

1 250. Sect. I. LYCOGALACEAE. C. I. c. p. 63 7. 

Pulpa primum fluicla, dein gelatinosa colorata. Peridium 
duplex. 

1. LYCOGALA. Micheli ^en. I. p. 216. Persoon 
Syn. p. 157.! Fries Syst. 3. p. 79. 

Peridium duplex, externum papyraceo-fibrosuni , internum 
lenuissinunii diaphanum. Cnpillitium fibrnsnni, ramosum 
floccis continuis basidiis niinutis confertis verruecifor- 
mibus tectis ; sporis aeiogenis globosis siinplieibus ; 
nucleo spurio. 
Abb. Nees sen. Fig. 9C. 97. Nees jun. Taf. 8. Greville 
Sc. Fl. I. Taf. 38, Corda Icon. V. Taf. HI. Fig. 40. 

Sect. II. LYCOPERDACE[. Corda. 1. c. 
Pulpa primum carnosa; dein cellulosa, emolliens , basidiis 
sterigmatibus qualernis vel ^edicelliformibus simplici- 
bus coronatis repleta. Peridium multiplex. 

251. ßOVISTA. Persoon Syn. p. 136. Fries S. 
M. 3. p. 21 (non Rostkov.). 

Peridium duplex, externum subcarnosum crassiusculum, fra- 
gile, dein secedens, internum papyraceum persistens. 
Pulpa carnosa, basidiis pedicelliformibus repleta, dein 
pulveracea. Capillitium firmum intertextum, Sporae 
simplices. 
Abb. Persoon Syn. Taf. III. Flg. 4. Nees jun. Taf. 10. 
Corda Icon. V. Taf. VI. Fig. 47. 

252. LYCOPERDON. Tournef. J. R. H. p. 563. 

Pars. disp. p. 6. Fries Syst. 3. p. 26. 

Peridium duplex vel multiplex. Peridia externa dein ple- 
rumquc sccedentia, interna membranacea persistentia 



92 



dein evanescentla, basl pulvinulo vel stipite compacto 
confluentia. Pulpa carnosa, ccllulosa, dein emoUiens 
et pulverulenta. Gelkilae capilliiio intcrtextac, basidiis 
clavalis sterigmatil)iis quaternis coronatis dein evanes- 
centihus replctae. Capillitiuni septatuni, sporis minutis 
siniplicissimis. 

Abb. ^ees sen. Fig. 125. 126. Nees. jun. Taf. 10. Gre- 
ville I. c. T. VI. Taf. 304. Corda Icon. V. Taf. TV. Fig. 40. 

253. GOUPILIA. Mcrat Noiiv. Flore des Environs 
de Paris. 1. 1834. p. 91. 

y>Pcridimn simple (?), arrcndi, ä hcrds scudes au scrnmel evase 
et pcrcux du pt'diculc ; ccntcnanl une substance mclasse 
des l'crigine, dnenant presque liquide Urs de la dcslruclicn 
(par fcnte) du chapcau.v. 

Wir haben diese dubiöse Form hier herbezogen, da 
sie bisher in keiner systematischen Aufzählung aufgenom- 
men wurde, und empfehlen sie den Mycologen Südeuropas 
dringend. AVir haben auch die Diagnose nicht übersezt, 
um des Verfassers Worte strenge wiederzugeben, und jede 
Deutelei zu vermeiden. Auch haben wir keine Abbildung. 

254. TULÖSTOMA. Persoon Disp. pag. G. Syn. 
pag. 139. 

Peridium duplex, basi discretum, stipitatum, supra ore 
subcylindrico cartilagineo apcrtum. Capillitiuni flocco- 
sum, ramosum. Sporae simplices. 

Abb. ^ces sen. Fig. 130. Nees jun. Taf. 11. Greville Sc. 
Fl. VI. Taf. 340. 

255. SPADOINIA. Fries Syst. Mye. 3. p. 203. 

»Receptaculum stipitatum, mitraeforme, discretum, snperne 
rugosum, Strato sporidiorum compacto-pulveraceo Ic- 



93 

naci (primitus (peridio) velato?) tectum. Stipes cellu- 

loso-rcticulatus.« 1. c. 

K. Da keine Vulva vorhanden ist, so kann diese 
Gattung nur hierher gehören; wäre aber eine solclie doch 
vorlianden , so müssle sie neben Battarea stehen. Prof. 
Fries hat diese schöne Gattung viel zu kurz beschrieben. 
Es existirt keine Abbildung! — — 

256. PILACRE. Fries Syst. Orb. 1. p. 364. S- 

Myc. 3. p. 204. Weinmarin Hymen, ross. p. 632. 

»Peridium capitatum, subtus umbilicatum, persistens; su- 

pra membranaceuni, tenerrimum, fatiscens. Sporidia 

simplicia (haud angulata), in Strato supero peripherico 

compacto coacervata.« 1. c. 

K. Auch hier gilt die oben gegebene Bemerkung. 
Leider existirt weder eine Abbildung noch eine Analyse, 
und wir waren noch nicht so glücklich, beide Gattungen 
zu sehen. 



Herr Roslkovius hat im 18. Heft der Sturm'schen 
Flora die Gattungen Lycoperdon und Bovista so eigenartig 
zerschnitten und verwechselt, dass wir leider nicht umhin 
können, diese Zertheilung hier zu berühren. Der Pharma- 
copole-Name »Bovista« wurde auf verstäubte Exemplare 
mehrerer Lycoperda (z. B. giganteum etc.) im Sinne der 
Droguisten übertragen, und für Lycoperdon: Bovista (pu- 
silla) und Lycoperdon neu gebildet, Bovista Persoon aber 
in Sacke a umgetauft, und aus einigen langgestieltenLy co - 
perda's (z. B. echinatum etc.) ein neues Genus: Langer- 
mann ia (mit neuen Artnamen) gebildet. Diese ganze Um- 
taufung und Zerstückelung war überflüssig, und die Analysen 
und Diagnosen sind so kahl, unvollständig und unbrauchbar, 
dass kein verständiger Gelehrte uns Vorwürfe machen 
kann, dieselben unberücksichtigt gelassen zu haben. 



94 

Farn. XXIX. 
SCLER0DER31ACEAE. Corda. 

Opiz. Beilr. 1828. p. G37. 

Peridium crassum vel coriaceum, rarius subcrosum Tel 
corneuni, siniplex vel multiplex. Pulpa prinium car- 
nosa, dein pulveracea vel fluida, capilliiio sporisque 
simplicibus lepleta. 

257. HYPERRHIZA. Bosc. Berl. Mag. Y. p. 88. 
Fries Syj't. 3. p. [36. emend. 

»Peridium suherosum, irregulariter dehiscens, absque cor- 
tice discreto, intus solidum, angiolis oblongis contor- 
tis, in quibus nidulantur sporidia soluta pulverulenta. 
Rotundatae, extus rd)rillosae ; (ibrillae, tcrram petcnles, 
priusquam eam inlrent, in caudicem connatae.« Fr. 1. c. 

Abb. Bosc. 1. c. Taf. VI. Fig. 52. Nees sen. Fig. 14(5. 
Nces jun. Taf. 12. 

K. Ausser der robcn, von Böse gegebenen Abbil- 
dung bat kein neuerer Forseber diese Gattung unlersucbt 
und gesellen, »llyperrbiza« Klolzscb, gebort gewiss zu Me- 
lanogasler. 

258. MELANOr,ASTER. Corda ap. Sturm. 11. 

p. 1. Octaviania. Viltadini. Monogr. p. 15. pari. 

Peridium simplex carnosum, intus cellulosum, cellulis irre- 
gularibus conferlis minutis muco aterrimo sporis farcto 
rcpletis. Sporae cuneatae, supra rotundatae, infra acu- 
minatae, vel oblongae, utrinque attenuatae, simplices, 
atei'riniae. 
Abb. Corda 1. c. Taf. l. Nees jun. Taf. 12. 

K. Hjperrbi/.a liquaminosa Klotzscb 1. c. Taf. 468. 
(Octaviania ambigna Vitt. 1. c. p. 18. Taf. IV. Fig. VII.) ist eine 



95 

schöne zweite Art, welche sich durch die Sporen trefflich 
unterscheidet, und die ich M. Klotzschii , dem tüchtigen 
Mycologen zu Ehren, henenne. Oh Argylium Wallroth und 
Bulliarda Jungh. auch hieher gehören, ist bei der so 
unsicheren Analyse, wenn man dieselbe so noch nennen 
darf, wohl nicht zu entscheiden, obgleich der jüngere 
Nees auf Taf. 12. des Systemes der Pilze eine Abbildung 
gibt, welche aber unser systematisches Wissen über die 
Gattung nicht erweitert. 

259. PHLYCTOSPORA. Corda ap. Sturm. III. 19. 
20. p. 51. 

Peridium simplex, coriaceum, intus carnosum dein cellu- 
losum. Cellulae farctae irreguläres. Sporae aggregatae, 
compositae , decolorantes , substantiae immersae; epi- 
sporio celluloso hyalino; nucleo globoso colorato. Ca- 
pillitium et basidia nulla, Fungi subterranei. 
Abb. Corda I. c. Taf. 16. 

260. CERATOGASTER. Corda ap. Sturm. 1. c. 

Peridium indehiscens coriaceum dein corneum, cortice 
nullo , Strato interno floccoso - celluloso vel lamelloso 
albo. Capillitium laxum album; floccis continuis. Sporae 
coloratae, simplices, hyahnae, cortice scabra vestitae; 
hylo punctiformi; nucleo spurio. Fungl minuti, duri 
subterranei, mycelio atro vel spurio insidentes. 
Abb. Corda 1. c. Taf. 12. Vitt. Mon. Tub. Taf. IV. Fig. V. 
Tulasnc. Ann. des Sc. 1841. Juillet Taf. I. Fig. 1. Taf. 
Iir. Fig. 2. 



S6 



261. ELAPHOMYCES. Nees. Fries Syst. 3. p. 21. 
Corda ap. Slurm III. 19. 20. p. 21. 

Peridlum indehiscens, crassuni, carnoso-coriaceuni dein du- 
rum, extus cortice colorata vestitum. Capillitiuin laxum, 
septis periciio in ccntrum uteri irregularitcr direc- 
tis ac complicalis divisuni. Sporae priniuni tetraedrice- 
connatae (an ascis inclusae?) dein libcrac, alro-fuscae, 
simplices cortice furfuracea vestitae ; hylo spurio ; nu- 
cleo firmo. Fungi subcrosi, subterranei, subarrhizi. 

Abb. rs'ees jun. Taf. 10. Corda 1. c. Taf. 1 — 11. Tulasne 
1. c. Taf. I. Fig. 3. 46. II. Fig. 7. i. 11. 6. 35. 9. 10. 
IV. Fig. 3. Fig. 1. Fig. 2. 

2G2. POxMPHOLYX. Corda ap. Sturm. 1. c. p. 47. 

Peridium siniplex, coriaceum, intus vcnoso-reticulatum. Venae 
carnosae. Sporae simplices, venarum parcncbymati 
irregularitcr inimcrsae, sphaerico-tetraedricae; episporio 
simplici, verrucoso, basi bylo maximo instructo. Fungi 
luberiformes, subterranei, aromatici, sapidissimi. 

Abb. Corda 1. c. Taf. 15. 

2G3. SCLERODEKMA. Pers. syn. p. 159. Fries 
Syst. 3. p. 4 4. Acligea. Rafinestpie. 

Peridium radicatum, subsimplex, coriaceum , plerumque 
innato-corticatum, irregularitcr debiscens , dein intus 
cellulosum. Flocci peridio undicpie adnati, cellulas 
formant minutas, in quibus glomerula sporidiorum ni- 
dulantur. Sporae simplices. 
Abb. Nees sen. Fig. 123. Nees jun. Taf. 10. Brong. 
Ess. Taf. 4.! Greville Sc. er. Flor. II. Taf. 66. 



97 



264. CALOSTOMA. Desv. ßrongniart Essai d'une 
Class. nat. des Champig-nons. 1825. p. 71. 
Peridium stipitatum, duplex, liberum, apice orificio regulari 

dentato apertum, internum tenue, irregularitcr ruptum; 
capillitio filainentoso, sporis insperso. 
Abb. Persoon in Desv. Journ. de botanique II. p. 5. Taf. 
II. Fig. 2. 

265. DIPLODERMA. Link Diss. 2. p. 44. Fries 
Syst. 3. p. 21. 

»Peridium duplex, exterius lignesoens, clausum , iuterius 
discretum papyraceum. Capillitium floccosum, sporis 
concoloribus inspersis.« 
Abb. Mir ist keine bekannt. 



Die letzten beiden Gattungen ähneln sich im Baue 
sehr, und bedürfen beide dringend einer kritischen Unter- 
suchung und Bestättigung. Wir haben bis heute bei keiner 
Gattung dieser Familie Schläuche oder Basidien entdeckt, 
aber wir wollen solche durchaus nicht irgend einer der hier 
verzeichneten Gattung absprechen, und Ceratogaster und 
Elaphomvces besitzen deren in der Jugend gewiss. Die 
Herren Tulasne bilden in der oben cilirten Abhandlung 
diese Schläuche Glaphomyces Beveillei, granulatus, muri- 
catus und aculeatus ab. 

Ob hierher nicht die beiden Gattungen Mylitta und 
Anixia Fries S. M. IFI. p. 225. 226. gehören , ist aus der 
mangelhaften Diagnose nicht zu entnehmen. Neben Ceno- 
coccum und Antennaria gehören sie aber nicht. Wir wollen 
beide Diagnosen treu, aber rücksichtslos abschreiben. 

266. MYLITTA. Fries S.O. V. p. 154. S. M. 

m. 226. 

»Peridium induratum, extus verrucoso-furfuraceum , inler- 
nam massam compaclaiu siccam hclcrogeneam corti- 



9^^ 

cans. Sporidia in maculis amplis difTormibus indeter- 
minalis discoloribus, rccentibus sub<,^elatinosis, siccis 
subcorneis, intcrnam niassani varie^alam reddentibus, 
nidulanlia. Subterraneac, fibrillis radicibus arborum 
inhaerentes.i» 

Abb. Es ist keine publizirt. 

267. AMXU. Fries. V. p. \IA. S. :\!. III. p. 220. 

»Peiidium carnosurn , intus deniuni caMiin apiceque dehis- 
cens. Sporidia siniplicia , pulpae carnoso-succulentac 
hinc inde inimersae. Libere evolutae, terrestres, thallo 
contexto floccoso radicanles.« 

Abb. Es ist uns keine bekannt. 



Fam. XXX. PODAXIDEAE. Corda. 

Pcridium simplex vel duplex. Coluniclla centralis , firnia. 
Capillitium floccosum vel fibrosuni. Sporae sinipiic.es 
capillitio inspersae. 

2G8. CYCLODERMA. Klolzsch. Linnea 1832. 7. 
pa-. 203. 

»Peridium duplex, cxtcrius coriaceum, mnlic, interius dis- 
cretum, papyraceum, tenuissimuni. Colutnella scvpbi- 
forniis, ccntro infero peridii interioris adnata. Ciipilli- 
tium radialuni coluineliam et peridium interius jun- 
gens, sporidiis minutis inspersum. Radiculosum ; radice- 
crasso , incurvo, subrapiformi.« 
Abb. Klotzscb. i. c. Taf. IX. Fig. B. 



99 

269. PODAXON. Desv. Fries Sjst. 3. p. 62. 

»Peridium discretum, basi a slipite dehiscens, percursum 
slylidio denium denudato. Sporidia congiomerata, floc- 
cis stylidio adfixis intertexla. Fungi radicantes, stipitati, 
peridio subclavato.« 
Abb. Bosc in Ann. de la Societ. d'histn. at. I. Taf. 11. 
Pluni. fil. Taf. 168. Fig. M. 

270. CAULOGLOSSUM. Greville Edinb. philos. 
Journ. Fries Syst. 3. p. 60. 

Peridium simplex, cum slipite conliguum, dein ad latera 
lacerato-dehiscens, percursum columella floccosa, cui 
inspersa sporidia. Fungi clavueformes, stipitati; radi- 
cantes. 
Abb. Bosc in Berl. Mgz. V. p. 87. Taf. 6. Fig. 9. Nees 
sen. Fig. 129. B. 



"Wir sind in Bezug der beiden lezten Galtungen stren- 
ge den Diagnosen von Pr. Fries gefolgt, da wir keine der 
beiden Gattungen kennen. Ob Catachyon Ehrb. verschieden 
von Podaxon ist, und dann als vierte Gattung hergezo- 
gen werden müsste, können wir nicht erörtern, da uns 
nicht das Glück zu Theil wurde, dieselbe untersuchen zu 
können. 



Farn. XXXL 
PISOCARPIACEAE. Corda. 

Icoii. fung'. II. p. 24. 
Peridium simplex vel multiplex, membranaceum, carnosum 
vel floccosum, stipilalum vel liberc evolutum, intus 

1* 



100 

cellulosum vel caviini. Cellulae sporangiolls liberis vel 
innatis, propriis repletum. Sporangiola aggregata, rarius 
solitaria, simplicia, intus sporis floccis inspersis repleta. 

271. POLYANGIUxM. Link. Obs. I. p. 42. Dillmar 
ap. Sturm. 111. 1. p. 55. Fries Syst. 2. p. 30 i. 

Peridium externum sessile, subglobosuni, byalinum, dein 
apcrtum, intus cavuni , cellulis nullis. Sporangiola 
pauca, libera, aggregata, mcmbranacea colorata, niassa 
grumosa farcla. Sporae — ? 
Abb. Ditmar 1. c. Taf. 2". Nees scn. Taf. 13. Fig. CXXXl. 
Nees jun. Taf. 1 1. 

K. Ist diese Galtung kein Insekten-Nest? — Eier? 

272. ENDOGONE. Link Obs. L p. 33. Fries Syst. 

pag. 295. 

Peridium subglobosum extus floccosum, intus grumosuni. 

Sporangiola niinuta, globosa membranacea, sporidiis 

repleta. Sporidia minuta globosa.« 
Abb. Nees sen. Syst. Fig. 195. Nees jun. Taf. II. 

273. CEMTOPHORA. Humboldt Fl. Frib. p. 112. 

(excl.) (Cit. Auct. oran.) 

Peridium externum verum nulluni sed stromaticum, cla- 
vaeforme et irregulariter ramosum, lobatum vel expla- 
natum , tomentosum , intus sporangiola minutissima 
includens. Sporangiola composita, loculifera, mem- 
branacea subsolitaria: loculis radiato-stellalis, pulpa 
cinerea repletis. Sporae pulveraceae simplices , nullis 
floccis interspersae. 

Abb. Humboldt 1. c. Tat. I. 

K. Hoffmann und Pr. Fries haben diesen sehr sel- 
tenen und ausgezeichneten Pilz zu Polyporus gezogen, und 



101 

sterile Formen desselben haben mit der Abbildung vergli- 
chen allerdings einige Aehnlichkeit, aber die Identität eines 
degenerirten Polyporus und dieser Galtung ist dadurch 
noch gar nicht angedeutet, noch weniger aber bewiesen, 
daher wäre grössere Behutsamkeit, und weniger diktatori- 
sches Absprechen sehr oft heilsam. Wir sahen ihn einmal 
aus den tiefsten Läufen (13. und 14.) von Przibram, und 
erkannten gleich die trellliche Ilumboldt'sche Darstellung 
als wahr. , 

274. CILICIOCARPUS. Coida ap. Sturm. 11. p. 5. 

Peridium externum, floccosum, fugax, basi radice ramosa 
alba sufTultum. Sporangiola numerosa, in glomerula 
laxe aggregata, globosa, extus intusque floccoso-fibril- 
losa, pulpa gelatinosa repleta. Sporae simplices, con- 
tinuae coloratae , dein pulverulentae. 

Fungi subterranei, epiphyti, radice stipitiformi, ramosa alba, 
subcarnosa. 
Abb. Corda ap. Sturm III. 11. Taf. 3. 

275. TESTICULARIA. Rlotzsch. Linnea. 7. 1832. 
pag. 202. 

»Peridium sessile, papyraceo - corneum, tenue , farinoso- 
floccosum, ovatum, vel cyhndricum, clausum , dein 
apice irregulariter rumpens, sporangiolis rotundato- 
ovatis, nudis farctis. Sporae simplices, rotundae, fusco- 
pallidae, filis simplicibus sparsis intertextae.« 

Fungi epiphyti, in glumis Cyperacearum. 
Abb. Klotzsch 1. c. Taf. IX. Fig. A. 

276. ARACHNION. Schwein. Fung. Carol. in Leip. 
Schrift. 1. p. 59. 

Peridium cortice externo tenui evanescente, interno sube- 
roso irrcgidariler rupto, sporangiolis minutis, numcro- 



an 

sis , appressis scd non cODnexis , liberis rcj)letuiii. 
Sporae pulveraceae simpliccs, coloratae. 
Abb. Schwcinilz 1. c. Taf. 1. Fig. II. 

277. POLYGASTER. Fries Syst. 1. p. 29r). 
»Peridium subrotundum , sessile, flocculoso - tul)erculosum, 

rumpens intus cclluloso-carnosum, e sporangiis iiiajus- 
culis subglübosis aggregatis compositum. Sporidia coa- 
cervata.« 
Abb. fehlt. 

278. POLYSACCüM. De Cand. et Desporles 
Rapp. voyag. II. p. 80. Corda Icon. II. p. 24. 
Pcridium commune stratosum^ carnoso-coriaccum, dein fra- 
gile et irregulariter apice ruptum, stipite crasso car- 
noso suflfultum, intus cellulosuni. Sporangiola solitaria/ 
niembranacea, extus floccosa, in ccllulis nidulantia, 
sporis simplicibus, bylo basilari instruetis, floccis laxe 
intertextis replcta. 

Abb. Nccs scn. Taf. XIII. Fig. 131. Nees jun. Taf. 13. 
Corda Icon. fang. II. Taf. XII. Fig. 91. V. Taf. IV. 
Fig. 41. 

279. MITREMYCES. INees Syst. p. 136. Schwei- 
nitz F. Carol 1. c. p. GG. Fries Syst. 3. p. 63. 
»Peridium papyraceo-corneum, ore determinalo, .«squamis 

coloratis clauso; extus calyptra basi disrupla squa- 
mosumj intus in ambitu inane, centro gerens sporan- 
giolum globosum, discrctum, solis squamis ostioli ad- 
fixum. Sporidia sporangiolo interiori inclusa , füis de- 
stituta, conylomcrata.« Radix ampla discrcta, stipitifor-" 
mis, e tendinibus coralloideis cartilagineis anastomo- 
santibus conlorta. 
Abb. Schweinitz 1. c. Taf. I. Fig. 1. 2 — 6. Nees jun. 
Taf. U. 



103 

Fam. XXXII. 

NIDULARIACEAE. Corda. 

Fries Syst. 2. p. 296. 

Peridium primum clausuni, dein calyciforme apertum, intus 
sporangia plura colligens. Sporangia lenticularia clausa, 
funiculo adfixa vel libera, carnosa. Sporae basidiis 
floCTyfornrüjus inspersae, simplices. 

280. CYATHUS. Haller lielv. 3. pag. 127. Pers. 
sjn. pag. 236. 

Peridium cupulifornie, supra primum velo hetero^eneo, 
suboperculiformi clausuin, dein apertum, fovens spo- 
ran^iola funiculis innata carnosa, lenticularia semper 
clausa , umbihcata. Pulpa sporarum carnosa. Sporae 
simplices, floccis subramosis inspcrsac, acrogenae. 
Abb. Nees sen. Fig. 132. 133. Neesjun. Taf. 11. Greville 
Scot. Crypt. Flor. 1. Taf. 34. 

281. NIDULAKIA. Bull Champ. (ü. Fries Syst. 2. 
p. 297. pari. 

Peridium primum globosum, dein apertum, velo deslitutum. 
Sporangia absque umbilico et funiculo , margine ad- 
fjxa, dein libera, lentiloinnia vel globosa. Pulpa car- 
nosa; sporis acrogenis , simplicibus. 

Abb. Nees Syst. Taf. XIII. Fig. 133. C. Neesjun. Taf. 11. 
K. Beide Gattungen sind leicht und sicher zu unter- 
scheiden, um so mehr, da das Velum bei Cyathus sehr oft 
einen wahren, am Bande wulstigen Deckel bildet. Das Pe- 
ridium ist, so wie auch die Sporangien, eigentlich nicht 
einfach, sondern aus mehreren Schichten, die man füglich 
als verwachsene Peridien betrachten kann, gebildet. Bei 
Cyathus striatus ist diese Bildung vorzüglich leicht erkenn- 



104 



l)ar, denn die äussere, briiunc, liaarige Schichte ist strenge 
von der grauen gefalteten, inneren gesondert, und leztere 
ist ol)en gerändert, um dem heterogenen Schleier zur 
Anheftung zu dienen. Oh die Sporen hioss acrogen zu den 
sie durchwehenden Fäden sind, oder ob sich auch Spuren 
von Basidien finden werden, bleibt kritischer Untersuchung 
noch zu erörtern, 

# 

Farn. XXXIII. 
GEASTRIDEAE. Coida. 

Peridium multi])lex, externum dein stcllato-fissum, carno- 
sum, velo separabili vel innato amictum, internum 
pieinljranaceum stipitatum vel sessilc, supra osculis va- 
riis apertum. Capillitiuni firmum, spoiis simplicibus 
repletum. 

282. GEASTER. Micheli Gen. nov. pl. p. 220. 

Velum peridio exlerno innatum, flocculosum, dein evanes- 
cens. Peridium externum crassum, stratosum, coriaoeo- 
carnosum, discretum in lacinias plures radianles paten- 
tesque rumpens ; interius membranaceum, apice ostio- 
latum vel dein perforatum. Pulpa dein pulverulenta 
colorata, Capillitium ramoso-floccosum ; sporis simpli- 
cibus hetcrogeneis ; cpisporio aspero ; hylo spurio. 
Abb. L^ees Syst. Fig. 127. Bull. Champ. Taf. 238. Corda 
Icon. fung. V. Taf. IV. Fig. 42. 

283. PLECOSTOMA. Desvaux. Joiirn. bot. 1. c. 
Velum externum pcrsistens, floccoso-mendjranaceum, dein 

supra in lacinias plures rumpens. Peridium externum 
coriaccum discretum, laciniato-stellatum, laciniis plu- 



105 



ribus, reflexla apicibus vel innalis; internum apophy- 
satum, stipitalum membranaceum vel papyraceum, ore 
fimbi ialo vel dentato apertum. Pulpa colorata, capillitio 
firmo. Capillitlum e floccis simplicibus fusiformibus 
continuis inlei textum, sporis simplicissimis , minutis, 
coloratis. 
Abb. Nees Syst. Fig. 128. Nees jun. Taf. 2. Corda Icon. 
fung. V. Taf. IV. Fig. 43. 

284. MYRlOSTOiAIA. Desvaux 1. c. taf. 2. Ad. 

Brongn. Essai, p. 69. Duby Syn. p. 853. 

Peridium externuin crassum, stratosum^ discretum, in la- 
cinias plures inaequales radiantes runipens; internum 
membranaceum, stipitibus pluribus distinctis brevibus 
suffultum, apice osculis pluiibus rotundis dchiscens. 
Pulpa colorata; capillilo floccoso; sporis simplicibus. 

Abb. Dickson Crypt. Britt. I. p. 24. Taf. 3. Fig. 4. So- 
werby Taf. 313. 

K. Wir werden später diese strenge Sichtung durch 
genauere Nachweisung rechtfertigen. 



Farn. XXXIV. 
CARPOBOLl. Fries. Corda. 

Peridium simplex aut multiplex, rumpens, dein urceolatum, 
protrudens sporangium solitarium simplex discretum, 
liberum, basidiis flocciformibus, sporidiis acrogenis 
simplicibus refertura. 



U)ß 



285. ATRACTOBOLUS. Tode Inng'. mekl. I. p. 4 5. 
Fries Syst. II. p. 305 

»Peridiuni sessile cupulaoforme, apertuni, sed iiifia mar- 
f^inem liberum operculo uiubonalo tecto clausuni. Spo- 
rangiuni fusiforme, simplex, clausuni , e fundo peridii 
cupulaeformi, operculo propulso prosiliens. Sporae 
mucosae , siiiiplices.« 

Abb. Tode 1. c. Taf. VII. Fig. 59. 

286. THEFEBOLUS. Tode fun-. mekl. L p. 41. 
Fries Syst. 11. p. 3()G. Alb. et. Scbw. p. 70. 

Peridium simplex, sessile, subrotundum, urceolato-ventrico- 
sum, protrudens vesiculam s. sporangiolum globosuni, 
papillaeformeni, ore excuticns. Sporae mucosae sim- 
plices. Substantia carnoso-gelatinosa. Velum parliale 
fugax. 
Abb. Tode 1. c. Taf. YII. Fig. 5G. Nees scn. Syst. 
Fig. 363. 364. 

287. SPHAEROBOLUS. Tode fun^. 1. p. 43. Fries 
Syst. 11. p. 309. Grcville Sc. Crypt. Fl. 3. 158. 
Peridium duplex, primum vclo floccoso fugacissimo tectuni; 

externum carnosum demum supra stcllalim fissum; 
internum membranaceuni, supra stellatim fissum, de- 
mum elaslice inversum projiciens sporangium simplex, 
membranaceuni, globosum. slrato viscoso iccUim. I^ulpa 
gelalinosa, viscida. Basidia floccosa, ramosa, continua. 
Sporae acrogenae simplices. 
Abb. Tode 1. c. Taf. VII. Fig. 57. 58. Mielieli gen. Taf. 101. 
Nees sen. Fig. 122. Nees jun. Taf. IL Grcville 1. c. 
Taf. 158. Corda Icon. V. Taf. VI. Fig. 48. 

K. AtracLobolus und Thelebolus bedürfen noch einer 
genauen x\nalyse, da wir über ihre Entwicklung, und über 



107 



ihren Bau iiherhaupt nichts wissen. vSphaerobolus habe 
ich in diesem Pjande zu analysiren versucht, und hoffe in 
Bezug auf Sporengenese einiges Neue zu hefern. 



Fam. XXXV. 

SPLANCHNOMYCETES. Corda. 

Peridium simplex clausuni, intus ceJhilosum vel venosum, 
celhihs venisque carnosis. Basidia vel asci nulh. Sporae 
numerosae simphces. Fungi subterranei. 

288. SPLANCHNOMYCES. Corda ap. Sturm. 11. 
p. 3. Nees jun. Syst. p. 63. HysLerangiiiin. Vilt. 1. c. 
p. 1 3. p. pari. 

Peridium simplex, subglabrum, basi phcalum, intus carno- 
sum, venis cavis anastomosantibus sporisque repletum. 
Sporae minutae, numerosissimae, simphces, conlinuae 
hyahtiae. 

Abb. Corda l c. Taf. 2. Nees jun. Syst. Taf. 10. 

289. OCTAYIANIA. Vittadini I\[onogr. Tub. p. 15. 
emend. 

Peridium simplex, rotundatum, sessile, basi appendicibus 
radicahhus instructum, extus laeve , intus carnoso- 
cellulosum. Cellulae confertae , ol)longae. Parieies 
ceUijlarum tenues albidi, mutabiles. Sporae simphces; 
epispoi'io aspcro granuloso-stellato. 
Abb. Vitt. 1. c*. Taf. III. Fig. VII. Taf. Y. Fig. IX. a. 

K. Octaviania asterosperma dürfte die eigentliche 
Grundform dieser Gattung bilden. Wir sahen leider keine 
Art dieser Gattung frisch! — 



108 

290. HYMENOGASTER. Vlltadinl Monogr. p. 20. 

Peridium subglobosum, laeve, arrhizum , liasi tarnen ra- 
dicali instructuni, clausuni, indehisccns. Substantia 
interna vix venosa, boniogenca, manifeste cellulosa, 
et basidiis simplicissimis, cellulaeforniibus aequalibus 
tecta. Sporac simplices, ovoideo-fusiformes, solitariae, 
binc inde apicibus basidiorum innatae. Episporium 
simplex, nucleo coniposito, guttulis oleosis pleno. 
Abb. Vitt. 1. c. Taf. III. Fig. V. Taf. V. Fig. V. 

K. Wir betracbten Ilymenogaster BuUiardii als Typus 
dieser Gattung welclie sieh schon an die Hymenangiaceae 
anschlicsst. Diese leztcre Familie aber besitzt wahre Basi- 
dien, und ihre Sporen sind an Sporenträgern befestigt, 
welche den Zellen des Hymeniums dieser Familien fehlen. 



Farn. XXXVI. 
TUBERACEAE. Fries, em. Corda. 

Peridium clausuni, stratosum , carnosum, intus venis vel 
loculis carnosis plenuni. Vcnae hvmenopliorae. Hyme- 
nium inclusum, ascophorum, paraphysophorum. Asci 
tubulosi, clavati vel sacculiformes, sporis heterogeneis 
repleti. Sporae simplices ! episporio simplici vel coni- 
positü. Fungi subterranei, rarius epigei. 



iOl) 



,. 291. HYSTERANGIUM. Vittad. Mon. Tub. p. 13. 

Peridium stratosum, semper clausuni, laeve vel fibrillosum, 
menibranaceum, intus carnosum. Caro tubulis s. venis 
plus minus flexuosis inlricaüs, intus hymenophoris, dein 
subgelatinosis composita. Hymenium tenue , ascis con- 
fertissimis linearibus, sex vel octosporis compositum. 
Sporae simplices oblongae. 

K. Wir betrachten H. clathroides Vitt. 1. c. Taf. IV. 
Fig. 2. als Typus dieser ausgezeichneten Gattung, mit wel- 
cher gleichsam diese Familie beginnt. Die Gattung ist halt- 
bar, und es wäre eine noch bessere Analyse zu wünschen, 
die ich aber leider nicht geben kann, da mir Original- 
exemplare fehlen. 



292. GENEA. Vittadini 1. c. p. 27. Klotzsch apud. 
Ditr. Fl. Preuss. 474. 

Peridium rotundatum , difTorme, tuberoso-plicalum, sub- 
cavum, apice pervium, Stratum externum verrucosum 
vel floccosum, internum crassum, hinc illinc duplicato- 
intrusum. Hymenium venoso-plicatum ascis cylindricis, 
sex vel octosporis, paraphysibus filiformibus septatis 
mixtis. Sporae simplices ; episporio verrucoso, simplici, 
crasso. 

Abb. Vittad. 1. c. Taf. H. Fig. 7. Taf. Hl. Fig. XHI. XVIII. 
Taf. V. Fig. I. Klotzsch 1, c. Taf. 474. 

293. SPHAEROZOSMA. Klotzsch ap. Ditlr. 1 467. 

Peridium rotundatum, crassum, subtus stipitato-radicatum, 
intus aecjuale, hymenio replelum. Hymenium molle; 



110 



ascis subclavalis octosporis; par<nphy.si})us filiformibus, 
simplicibus conlinuis ; sporis siinjjlicibus ; episporio 
ecliinato crasso. 

Abb. Klotzscb 1. c. Taf. 467. 

K. Diese Gattung ähnelt der früheren sehr, und 
bedarf einer noch strengern Analyse. Die strunkartige Ver- 
längerung der Wurzel an der liasis des Peridium ist für 
sie charakteristisch. Sie ist gleichsam eine trüfTelförmige 
einfache Sphaeria ! — 

294. BALSA^ilA. Vittad. Monogr. p. 30. 

Peridium molle, sessile, arrhizum, semper clausuni, cellu- 
loso-carnosum. Cellulae venosae, plicato-tortuosae, hy- 
menio amicto. Hymenium simplex, subpilosum; ascis 
sacculiformibus, nanis, stipitatis, paraphvsibus confertis 
interspersis. Sporae 6 — 8, simplicissimae, cylindraceae, 
utrinque rotundatae, laeves; episporio membranaceo, 
nucleo guttulis oleosis repleto. 
Abb. Vittad. 1. c. Taf. I. Fig. II. Taf. V. Fig. VI. 

K. Diese Gattung gleicht im äusseren liau und dem 
des Fleisches ganz der Gattung Khi/.opogon, aber die 
Typusbildende Art : B. vulgaris, besizt andere Sporen, 
und ihre »Adern üfTncn sich mehr; einzelne Paraphysen 
treten über die Oberfläche, wodurch das Hymenium fein- 
haarig wird, und die Schläuche ähneln jenen von Tuber 
viel mehr , als denen bei Rhizopogon. 

295. RHIZOPOGON. Fries. Gast. p. 5. S. Myc. 
p. 293. Corda ap. Suiriii. 19. 20. p. 43. Clioiromyces 
A'ilt. 1. c. p. 50. 

Peridiwu simplex, glabrum, clausuni, arrhizum, carnoso- 
coriaceum, intus venoso-cellulosum. Hvmenium asco- 
phorum perfccium, venis cellulisque inclusum. Asci 



lil 

clavati sex- vel octospori. Sporaehomogeneae, simplices 
verrucosae vel aculeatae; episporio hyaline; nucleo 
spurio guttulis repleto, 

Abb. Corda ap. Sturm. III. 19. 20. Taf. 14. Icon. fung. 
V. Taf. V. Fig. 44. 45. 

K. Die Gattung enthält nur die alten von Pr. Fries 
aufgestellten Typen: Rhizopogon albus und luteolus, nebst 
mehreren von Vittadini als Trüffeln (Tuber) bezeichneten 
Arten, namentlich: Tuber Borchii, magnatum, excavatuni, 
niicrosporum, nilidum, und den Choiromyces meandri- 
formis und gangliiformis, welche beiden lezteren synonym 
mit Hhizopogon albus sind, obgleich die auf Taf. IV. Fig. X. 
gegebene Abbildung und Analyse desselben (ihrer geschieht 
im Texte keine Erwähnung) durch die dunklen Sporen 
gleichsam eine Uibergangsform zu Tuber bildet. Die von 
Prof. Fries verzeichneten Rhizopogon virens und aestivus 
sind Arten der Gattung Hynienangium, da ihr Hymenium 
Basidia tetraspora, und Sporae sterigmatibus innatae enthält. 
Wohin gehört Tuber maculatum \'itt. 1, c. Taf. III. Fig. XVT? — 

296. TUBER. Micheli gen. nov. plant, p. 221. Link 
Disserl. I. p. 33. Fries Syst. Myc. IL p. 289. Turpin 
Memoire du Mus. 15. Tab. 13. Vittadini Monogr. p. 31. 
Corda ap. St. 19. 20. p. 37. Aschion. Wallroth Fl. 
germ. crypt. IL p. 865. 

Peridiwm verrucosum, carnoso-coriaceum , clausum, arrhi- 
zum , primum fibrillis mycelii tenuissimis tectum, dein 
nudum, intus carnosum, celluloso-venosum; venis tor- 
tuosis, nigrescentibus, carnosis; ascis iriegulariter in- 
spersis, sacculiformibus stipitatis. Sporae l — 5, colora- 
tae; episporio obscuro, celluloso; nucleo firmo gra- 
nulis repleto. Paraphyses nullae. 
Abb. Corda Icon. fung. V. Taf. V. Fig. 46. 



K. Der Sporcnbau unterscheidet diese Galtung hin- 
länglich von Khizopogon und den Veiwandten. Die Spore 
gleicht in Bezug des Baues sehr jener von Phlvctcspora, 
aber ihre Entwicklung und ihre Unihiiilung ist diderent. 
Wir haben im fünften Bande der Icones die Genese 
der Sporen abzubilden versucht, und dabei auf die DilTc- 
renzen, welche zwischen unserer und Turpin's Abbildung 
stattfinden, aufmerksam gemacht. Picoa Vittadini iMonogr. 
p. 5i. scheint mir eine junge Trüflel zu sein, deren Grund- 
form noch zu erörtern bleibt, denn die im Texte bei der 
systematischen Beschreibung nicht erwähnte, auf Taf. V. 
Fig. IV. gegebene Analyse zeigt »Sporangiola«, deren Spo- 
ren nicht entwickelt sind. Bei Tuber cibarium sind die 
jüngsten kaum entstandenen Schläuche ebenfalls rundlich, 
wenn auch nicht kugelrund, wie hier; aber man spreche 
diese obige !\leinung nicht als meine Uiberzeugung an, da 
ich keineswegs das »Stoma quod in superficie contenti 
sporidii observatur (f.)« übersehen habe. Sind die »Sporan- 
gia« getauften Körper bei Picoa keine Schläuche, sondern 
Sporen, dann muss erst sorgfältigst die wahre Stellung 
der Gattung ermittelt werden. 

Prof. Fries stellt neben Bhizopogon auch noch Po- 
Jygaster (S. IM. II. p. 295.), da wir aber aus der gegebenen 
Diagnose kein sinnliches Bild uns schaffen können, so 
müssen wir dieselbe einstweilen als dubi()s bezeichnen, 
da sie eben so gut hieher, wie in die Pisocarpiaceae ge- 
hören kann. 



297. IIYDXOCARYO.X Walliolli Fl. er. genn. IL 

pag. 860. 

»Peridium (Pyrenium W.) naucosum, nuciforme, depresso- 
globosum, inflatum s. intus gyroso-plicalum, hypogacum, 
inlra tegminis subcoriacei laminas utrinque conformes. 



113 

ascis folliculatis speclosis, a pariete utroqiie assur- 
gentibus ereciis, sporidia sphaerica seriato -connata 
hyalina 10 — 12 continentibus, veluti pulpam gelatinosam 
coactis foetum.« 1. c. 
Abb. fehlt. 

K. Diese Diagnose erinnert an Genea. Vilt., aber 
die Sporidia seriato-connata haben wir bisher noch nie 
im Schlauche gebildet gesehen, und so noch viele andere 
Zweifel. Man wird mit diesen wunderbar unklaren , phra- 
senreichen Diagnosen nie fertig, und aus eben diesem 
Grunde haben wir hier diese Gattung auch nur abge- 
schrieben, und enthalten uns jedes Urtheils. 



Fain. XXXVIf. 
HYMENANGIACEAE. Corda. 

Peridium clausuni, intus celluloso-venosum, carnosum ; cel- 
lulis venisque intus hymenio basidiophoro tectis. Ba- 
sidia Strato celluloso hymenino emersis 2 — 4 sporis; 
sterigmatibus innatis, acrogenis; episporio firmo; nu- 
cleo vesiculoso vel guttulis rcpleto. 

N. Diese Familie müssen wir in der Reihe der 
trüffelähnlichen Pilze als diejenige betrachten, welche in 
Bezug ihres Fruchtbaues die Hutpilze repräsentirt, wäh- 
rend die eigentlichen Tuberaceen einen Fruchtbau haben, 
welcher ganz dem der Helvellaceen gleich ist. Es steht zu 
yermuthen, dass der noch völlig unbekannte Fruchtbau 
der Bat'.arei und Clathraceae diese Familie mit jener der 
Phalloideae verbinden dürfte. 

8 



114 

208. GAUTIERA. Villad. Monogr. p. 25. Klotzsch 
ap. Dil. Flor. Pr. 464. 

Peridium rotundatum indehiscens, extus intusque celluloso- 
porosum, subalvcolalum, basi radicatum. Cellulae hy- 
menio basidio])horo vestitae. Basidia plcrumque bi- 
spora, nana, sterigmatibus minutis arniata. Sporae ova- 
tae basi in apiculum longiim attenualaei episporio pli- 
cato, longitudinalitcr striato vel lessellato. 
Abb. Vitt. 1. c. Taf. III. Fig. VI. Taf. IV. Fig XIII. Klotzscb 
J. c. Taf. 4G4. 

299. HYlMEiNAAGIUM. Klotzsch ap. Dielr. Fl. Pr. 
382. 466. Rbizopogi spec. Fries. 1. c. 

Peridium simplex carnoso-coriaceum, laeve, basi subradi- 
culosuiii, rotundatum, intus carnosum, celluloso-veno- 
sum ; cellulis hvmenio basidiophoro lenui, dein deco- 
lorante vestitis ; basidiis bisporis vel tetrasporis, ste- 
rigmatibus subulatis; sporis acrogenis simplicibus ; epis- 
porio laevi. 

Abb. Klotzscb 1. c. Taf. 4GG. 382. 

300. HYDNAjNGIUM. Wallrolh ap. Dietr. Fl. 465. 

Peridium simplex carnoso-coriaceum, intus carnosum, cel- 
luloso - venosum; cellulis hvmenio vestitis: basidiis 
plerumque bisporis; sterigmatibus subulatis; sporis 
simplicibus globosis; episporio echinaio vel verrucoso. 
K. Diese letztere Gattung ist nur durch den Sporen- 
bau von Hymenangium verschieden, und ob ein Episporium 
aculeis vel verrucis armatum hinreicht, eine neue Gattung 
rfiturgemäss zu bilden, weiss ich nicht. 
Abb. Klotzsch ap. Dietrich Fl. P. Taf. 465. 



113 

Farn. XXXVIII. 
CLATHRACAEAE. Corcla. 

Perldium externuni multiplex rarius simplex, dein laciniato- f**^ 
ruptum vel irregularitcr apertuni, basi rarius columella 
instructuui. Pcridium intcrnuni carnosuui, e ramis cla- 
thratis apice conjunctis compositum, intus fructiferum. 
Pulpa viscida sporidifera, dein diffluens. Sporae sim- 
plices. Basidia — ? 

301. LATEKKEA. Turp. All. Fig-. 2. Brong-. Ess. 

p. 92. Clathri spec. auct. Colonnaria. Raflinesque. 

Peridium externum volvaeforme, simplex, dein laciniato- 
apertum, internum e columellis 3 — 4 apice conjunctis 
carnosis simplicibus compositum, apice pulvinulo car- 
noso infero sporidifero instructis. 
Abb. Brongn. Essai. Taf. 7. Fig. 2. 

N. Laternea triscapa ist Typus dieser scbönen Gat- 
tung, und es ist Scliade, dass wir noch keine genaue 
Analyse einer Art besitzen, welche auch zur Kenntniss 
dieser ganzen merkwürdigen Gruppe beilragen durfte. 

302. COLEUS. Cavalier et Sechier Noiivelle espc- 

ce de Champ. Ann. des Sc. lÜ. p. 251. ' '^taj,' 

Peridium volvaeforme, radicatum, lobato-rumpens , centro '^^-ii^ 
columelliferum , membranis duabus gelatina disjunctis 
compositum. Peridium internum e ramis carnosis 4 — 8 
compositum. Rami erecti, in basim infundibuliformem 
inferne coadunati, superne tanlum anastomosali par- 
vumque clathrum efl'icientes. Pulpa mucosa sporidi- 
fera interius apice lixa clathrique lacunas obturans. 
Abb. Cavalier et Sechir 1. c. 1835. Taf. 8. Fig. 1 — ö. 
N. Eine der schönsten Entdeckungen, welche unserer 
Zeit in Südeuropa gemacht sind. 

8* 



U6 

303. CLATHRUS. Micheli Gen. p. 214. IV. 1. c. 
pag. 287. 

Peridiuni externum volvacforine , radiculosum, coriaceum, 
globosum, intus reticulato-plicatum, dein laciniato- 
dehisccns. Peridium internum carnosum, rotundatuni, 
sessile, e rainis pluribus conjunctis cancellatum, in- 
cludens "olatinam nieram et massam farinaceo-uvidam 
sporidiforam, quac receptaculo pronascente, coUiqucs- 
cit et didluit, dcmuni cavum. Coluinclla nuUa. Basidia? 
— Sporae simplices. 
Abb. Nees sen. Fig. 2Gt. Miscbeli gen. Taf. 93! Brogn. 
Essai. Taf. 7. Fig. 3. Corda Icon. fung. V. Taf. M. 

Fig. 49. 

N. leb verdanke der Güte des Herrn Prof. Endlicber, 
dass ich befähigt bin, eine neue Untersuchung des Cla- 
ihrus cancellatus nach in Weingeist aulbewabrten Exem- 
plaren, dem k. k. INaluraUenkabinclte zu Wien gehörig. 
Hefern zu können. 

^t-o4^f('-^ > —^ — 

Farn. XXXIX. 
LYSUROIDEAE. Corda. 

Peridium externum volvaeforme; internum stipitiforme, su- 
pra in radios pulpae rmictos, dein stcllatos, expansum 
Basidia? — 

204. LYSURUS. Fries. Syst. II. p. 285. 

«Peridium externum sessile, volvaeforme, radicatum, rotun- 

datum, primo includens peridium internum stipitiforme 

in mucoso liquore, dein rumpens. Peridium internum 

pronascens, mucum absumit relicta tantum quasi ver- 




ii7 



nicis tinctura; parte infera stipitiforme sufTultum et 
contiguum, supra partitum in lacinias 5 aequales, 
simplices, integias, liberas extus pulpa sporidifera 
tectas. — Pars stipitiformls a peridio externo discreta, 
pentaedro-prismatica, fistulosa, cellulosa.« 

Abb. Cibot. Acta, petropol. XIX. 1775. Taf. V. 



305. AS#ROE. Labillard. Voy. p. 145. Endl. Au 
taf. 50. Gen. pl. 357. Berkeley. Eng-. Flor. p. 227. 

Pcridium extcrnum volvaefornie, sessilc rotundatum, rum- 
pens; internum stipitiforme, carnosum, cavum conti- 
niium, quadri-quincpiefidum, laciniis apice bifidis, stel- 
lato -patentibus. Pulpa mucosa laciniis intus et supra 
adfixa. Basidia? — Sporae ellipticae. 

Abb. Endlicher Attacta. Tab. 50. Endlicher Icon. gen. 
Taf. l. 

K. Diese kleine Gruppe bildet den alhnähUchen 
üibcrgang von den Clathreen zu den Phalloideen, indem 
sie das gethellte Peridium mit der Stielform völlig ver- 
schmilzt. Ob beide Gattungen dieser Gruppe auch in Be- 
zug auf Sporenbau sehr verschieden sind, bleibt späteren* 
Forschern zu zeigen vorbehalten. Schade, dass von der im 
Royal Garden in Kew in Erde aus Neuholland gewachsenen 
Ascroe rubra keine Abbildung publizirt wurde, und unseres 
Wissens keine strenge Analyse gefertigt ist. 



ti^/U i'i 



f -^ t€^ 



Farn. XL. BATAUREAE. Corda. 

Peildiiim externum volvaefornie, radicatum; internurn longe 
slij)italuni,pileuni vclaluin siipra pulpa amiciuni formatis, 
dein inegularilcr ru|)tum calyplratuin. Pulpa colorata, 
dein pulveraeea, capillitio rcliculato interspersa. Sporae 
siinplices , subangulatae. 

304. LATARREA. Peis. Syn. p. J IIJ. Mont. v. 
Anna), de Sc. Tom. II. p. 7G. Gaud. II. p. 73. l)en- 
dromjccs.LIbosch. Monoi;-. Yienuae. 1810. c. ic. 

»Peridiuni e niembrana duplici, yelalina distcnta, compositum, 
volvaeformc, lobato-dcliiscens; discretum a receplaculo 
pronascente stipitato, piiealo, superne villoso-pulvcru- 
lento, peridii membrana interiori disrupta calyptrato, 
«Pulpa primum succulenla, dein pulveiacea, colorata; 
capillitio (?) reticulato ; sporis siinplicibus. Peiidium 
sub terra neum radicatum. 
Abb. Pors. Syn. Taf. 3. Fig. 1 — 3. Nees sen. Fig. 257. 
Nces jun. Taf. 1 1. 

K. Aucb liier fehlt noch eine sehr gute Abbildung 
und Analyse. 



Fam. XLI. PHALLOIDEAE. Fries. 

Peridium scssile, volvaeforme, radicatum, duplex, gelatina 
distentum, apicc runipens. Receptaculum stipiliforme 
supra pileatum , pleruuKjue velafum, elastice pronas- 
cens. ab peridio discretum. Pulpa pilco adfixa, primum 
carnosa, dein diffluens, colorata; basidiis tetrasporis 
sterignialibus armatis; sporis simplioibus, acrogenis. 



119 



307. CYNOPHALLUS. Fries eniend. S. M. IT. 
pag-. 282. 

Peridium volvaeforme radicatum. Receptaculum stipitiforme, 
cavum, supra impervium, pulpa capituliformi tecluni. 
l^ileus verus nullus. Basidia polyspora. Sporae oblon- 
gae. Velum nulluni. 

Abb. Nees Syst. Fig. 260. Berkeley Annales des Sc. 
1839. Sept, Taf. II. Fig. 19—24. 

308. SBIBLUM. Klotzsch vid. Hooker Bot. Mise. 
LXXIX. U. p. 164. 

Peridium volvaeforme sessile, radiculosum^ lobalo-rumpens. 
Receptaculum crassum stipilif'orme, cum pileo subglo- 
boso contiguum et concretum. Pulpa mucosa, massa 
farinacea sporidifera intermixta. Pileus bemisphaericus, 
ramis cancellato-anaslomosantibus obliquis et confluen- 
libus, crispus. 

309. PHALLUS. Mich. gen. p. 201. Fries Syst. II. 
p. 281. 

Peridium volvaeforme, radicatum, c membrana duplici, ge- 
lalina distenta, compositum, dein lobalo-rumpens, Re- 
ceptaculum stipitiforme, listulosum, celluloso-cribrosum, 
extus intusque velatum , vclo fugacissimo, membrana- 
ceo, tenui ; apice pileo campanulato, reticulato, pervio, 
inferne nudo, supra pulpa carnosa, dein diiriuentc 
amicto. Sporae in strata congestae, muco primum firmo, 
dein diffluente immersae, simplices. Basidia nulla. 
Abb. Nees sen. Fig. 259. Gorda Icon. fung. Taf. Vif. 
N. Hierher gehören bloss Phallus impudicus und ro- 

seus Den. als ächte Arten. Lejophallus, welche als Section 

Pb. IJadriani und Ph. rubicundus enthält, durfte vielleicht 

als Abtheilung hieher gehören. 



120 

310. HV3IEA'0rtL\LLUS. ^ees Syst. p. 251. 

^ >- Peridiuin volvaeforme duplex vel simj)Iex, radicatuni, dein 
lohafo-ruptum. Receptaculuni stipiliforme , fjslulosum, 
celluloso-cribrosuni, velo externo proprio nieinbrana- 
cco fugacissimo amictum; supra pileo pervio, campa- 
nulato, libcro, rcliculatOj marginalo, pulpa dilTluente 
tecto. InvoIutTum proprium sub pileo apici stipitis 
innaUini, magnum, amj)luni, campanulatum, reüforme, 
inIVa liberum. Sporae simplioes. * 

Abb. Necs sen. Fig. 258 (?) Brongn. Essai. Taf. 7. Fig. 1. 
Corda Icon. fung. V. Taf. VIII. Fig. 51. 



Siiboid. 11. SCLEROGASTERES. Corda. 

Farn. XLIF. 
ALPHITOMORPHEAE. Corda. 

Icon. fung-. L p. 23. 

Pcridium simplex, corncum vel papyraceum, slromate fila- 
mentoso, byssoideo, efiuso suirultuni. Sporae siiDplices, 
spoiangiolis et ascis inclusac vel liberae. 

311. AINTEN?sARlA. Link (Sp. I. p. 118) eniend. 
Corda Icon. I. p. 23. 

Peridium sessile, astomum, papyraceum vel membranaceum, 
friabile, irregulariler ruptum; pulpa pulverulenta; sporis 
simplicibusj conlinuis , liberis, floccis mucoque nullis. 
Slroina ed'usuu); floccis repenlibus, septatis, peridio 
subuis stellalim innatis, plerumque brevioiibus gonidioi- 
dcis, monilÜbnnibus , ad basin peridii mixiis. 
Abb. Corda Icon. funj). I. Taf. VI. Fig. '289. 2ÜÜ. 



121 

K. Antennaria cellaiis (Racod. Pers.), laevigata, und 
Tela sind als Typen der Gattung zu betracliten. 

312. LASIOBOTRYS. Kunze M. H. II. p. 88. 

Peridia aggregata hypoplileoidea, membranacea , basi stro- 
mate brevi filanientoso, stellato-innato sulTulta. Pulpa 
gelatinosa, sporangiolis globosis, sporidia ovato-oblonga 
foventibus, repleta. 

Abb. Greville Sc. crypt. Fl. IV. Taf. 191. Nees jun. Taf. 5. 

K. Wir kennen diese Galtung nur aus Prof. Kunze's 
Beschreibung, und der guten, aber leider die Fruchtorgane 
ganz vernachlässigenden Abbildung Herrn Greville's. 

313. PLEUROPYXIS. Corda Ic. fung. I. p. 23. 

Peridia membranacea, dein secedentia, floccis stromalis 
simplicibus, adscendentibus, septatis lateraliter adnata, 
intus sporis simplicibus, fusiformibus, liberis repleta. 

Abb. Corda Icon. I. Taf. VI. Fig. 291. 

K. Strenge genommen, ist diese Gattung von Anten- 
naria nur durch den Sporenbau und den Träger ver- 
schieden. Allerdings geht bei Antennaria der Träger gleich- 
sam aus der Pcridie hervor, während sie hier nur einfach 
seitlich angeheftet ist. 

314. PISOMYXA. Corda Icones I. p. 23. 

Peridia membranacea, sessilia, stromati radiato innata, 
dein ostiola aperta, intus sporis simplicibus, in globulos 
gelatinosos liberos conglobatis repleta. Stroma radiatum 
e floccis annulatis ramosis, pseudothallo membranaceo 
diaphano adnatis constipatum, efTusum, coloratum. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. VI. Fig. 292. 



laji 



3ir.. EPvVSIPHi:. lledsv. fil. ap. De C. Flor. Fr. 

2. p. 272. Icones f'img-. II. p. 28. 

Ilyphopodium efTusum vel nulluni. Perilhccinm stromate 
racliato floccoso proprio sulTultuin, mcnibranaceum, 
clausuni, dein apcrtum. Asci quatuor vel octo ; para- 
physibus nullis; sporis continuis, episporio hyalino, 
glabro, nuclco firmo, gutlulis oleosis farcto. 

Abb. Corda Icon. fung. T. II. Taf. Xlll. Fig. 1)9. 100. 

K. Das Ilyphopodium ist selten ursprüngliche dem 
Pilze zugehörige Bildung; gewöhnlich wird es durch de- 
struirte Fadenpilze, vorzüglich durch Arten de** Galtung 
Torula (Sect. Oidium) gebildet. Es scheint Hedingniss zu 
sein, dass allen Arten ein anderer Fadenpilz vorausgeht, 
auf welchem sie nisten. Nur bei E. guttata und E. Perispo- 
rium habe ich noch keinen solchen Vorgänger angetroUen. 

Podosphaeria Kunze ist nur eine Erysiphe, die sich 
in Bezug auf Fruchtbau von sehr vielen verwandten Arten 
durch INichts unterscheidet. 

Wir haben hier noch den Ausdruck »Peridiuni« 
nach Fries beibehalten, da er uns sehr gut dünkt, und 
»Perilhecium« sich eigentlich durch nichts wesentliches, 
als durch die Härte unterscheidet. In den folgenden Fami- 
lien werden wir lezteren Terminus, jedoch nur des Her- 
kommens wilhm, beibehalten. 



Farn. XLIII. 
SPHAEIlO^EI>lEAE. Corda. 

Perilhecium nudum vel amiclum, simplex vel compositum, 
dein ostiolalum. INuclcus gelalinosus. Asci vel basidia 



123 



nulla. Sporae gelatinae immersae, siinplices, dein ostiolo 

erumpentes. 

N. Wir zerfallen hier einstweilen und nothgedrungen 
die Pyrenomyceten von Pr. Fries in fünf Familien, deren 
erstere vier die ehemaligen Sphaeriacei umschliessen, die 
fünfte aber alle Gattungen mit einer rissig aufspringenden 
Perithecie enthält. Auch in dieser Gruppe lassen sich die 
Familien strenge durch den Sporenbau scheiden, indem 
sie alle in solche zerfallen, deren Sporen ohne Schlauch 
und Basidie gebildet werden, in solche mit Schläuchen, 
und endlich in solche mit Basidien, ganz analog dem bei 
den Gasteromycetes und den Hymenomycetes vorkommen- 
den Fruchlbaue. Man tadle unsere Systematik nicht darum, 
dass wir so strenge die Analogien des Fruchtbaues ver- 
folgen, denn an einem anderen Orte werden wir zeigen, 
dass jedes andere Organ eben so gut ausgereicht hätte, 
und dass alle anderen Organe die Bildung der Frucht 
bedingen, und von ihr gegenseitig bedingt werden. Uiber- 
haupt dürfte einst ein wahrhaft natürliches System sich 
dadurch wesentlich auszeichnen, dass es nach einem ein- 
zigen Organe alle seine Differenzen bilden kann, und da- 
durch dürfte es abermals den Charakter eines künstlichen 
Systemes erhalten! — In der Iconographie der Scleromy- 
ceten wei'den wir diese Ansichten entwickeln, und mit 
Beweisen belegen, und dann erst die Familien deutlich 
und schaif sichten. 

316. COMOTHYRIOI. Corda Icon. IV. p. 38. 
Perithecium membranaceum, circumscissura vel irregulariter 
ruptnm. Asci nulli. Sporae simplices coacervatae, dein 
liberae : episporio simplici ; nucleo dein cavo. 
Abb. Corda 1. c. Taf. VIII. Fig. 105—108. 



1S>4 

317. SACIDIUM. Nees in Kun>.e's Mjc. Ilefl. II. 
pag. 64. 

»Pcrithccium sculifornie osliolatum , sporldia subglobosa 
pellucida obtcgens. Epi[)hy11um.« 

Abb. Nees 1. c. Taf. II. Fijj. 2. 

N. Eine sehr unvollständig beschriebene Gattung, 
die kein neuerer Forscher, ausser Pr. Fries, weiter be- 
rücksichtigt bat, und die eine genauere Untersuchung 
verdient. 

318. LEPTOSTROMA. Fries S. M. 2. p. 597. S. 

O. Y. 1. p. 1-22. 

»Periihecium innatum, superum, scutiforme, aslomum, nu- 
cleuiT) tenuissimuni obtegcns, demuni totum secedens. 
Sporidia siniplicia innata.« 
Abb. Fries Obs. 1. Taf. 1. Fig. 6. 

319. PHOMA. Flies S. M. II. p. biß. 

Perithecium spurium, tcnuissinuim , dein poro pertusum. 
Nucleus grumosus; sporis simplicibus, dein cjeclis. Asci 
nulli.« 

320. LEPTOTllVIUmi. Kunze Myc. IJelL Jl. p. 79. 
Icon. fung. Tl. p. 25, 

Perithecium dimidiatum, scutiforme, carbonaccum, dein 
circumscisso- solutum. Nucleus gelatinosus , slromate 
spurio suffultus; ascis nuilis, sporis fusiformibus con- 
tinuis. 
Abb. Icon. fung. U. Taf. XII. Fig. 02. 



125 

321. SPHINGTRINA. Fries. S. 0. Veg-. l.p. 120. 

»Perithecium integrum, prinio clausuni, dein ore orbicu- 
culari apertum, intus fovens sporidia globosa, in disco 
coacervata.« 
Abb. Bull. Herb. Taf. 444. Fig. 1. 

323. STRIGULA. Fries. S. 0. V. p. 111. 

»Peritliecia carbonacea, globosa, farcta , ostiolo rinioso- 
inaequabili. Nucleus siccus, ul videtur fatiscens. Stroma 
corneum, subcffiguratum.« 
Abb. fehlt. 

323. ACTINOTHYRIUM. Kunze Mjc. Hefte. IL (^-^^ 
pag. 81. Tcon. fung. III. p. 20. 

Perithecium scutiforme dimidiatum , adpressum, radiato- 
fibrosum, oblegens nucleum fibrillosum. Fibrae in 
sporas fdiformes, continuas secedentes. 
Abb. Corda Icon. fung. III. Taf. IV. Fig. 57. 

324. APIOSPOPJUM. Kunze Myc. Hefte. 1. p. 8. lUf 

Icon. fung. II. p. 26. 

Peiithecium firmum carbonaceum vel membranaceum, hy- 
phopodio floccoso spurio sullultum. Nucleus sporaruni 
primuni gelatinusus, dein pulveraceus. Asci nulli. Sporae 
simplices primum concatenalae, deinliberae; episporio 
hyio basilari instructo, nucleo guttulo oleoso repleto. 

Abb. Icon. fung. II. Taf. XIII. Fig. 96. 

325. MICROTHECIUM. Corda. Icon. V. c. ic. U-^. 

Perithecium membranaceum, tenuissimum immersum, asto- 
nmm, endophylum ; Strato interiori gelatinoso, sporo- 
phoro, albo; sporis dein liberis, atris, continuis, sim- 



i2G 



plicibus; C])l8pono corneo , glabro ; nucloo gultulis 
olcosis repicto. 
Abb. Corda Icon. fung. V. Taf. A FFI. Fij>. 53. 

IN. Wohiil im Flciscbe des lkhi/.üpo|^oti albus. Ent- 
deckt von Dr. Zobel. 

326. ASCOSPORA. Fries S. 0. V. p. 112. 

»Peritbccia innata, osliolo siniplici. Niicleus granuloso-j;cla- 
tinosus, prinio farctus ascellis (thecis Auct.) oblongis 
globosisvc, denium difTluens, subcirrbosc cxpulsus. In- 
nata.« 
Abb. Iclilt. 

N. Die »Ascelli« sind wobl nur Sporen, und sie 
werden wobl aueb nur eine einzige Form in derselben 
Species besitzen? — Mr. Montagne bezeicbnct bei einer 
Art die Sporen als Soblaucbsporen ; diese Art dürfte da- 
ber durcbaus dem Fries'sclien Cbarakler widersprecben 
und zu Dotbidea zu bringen sein. A. a. (3. jn. d. 

327. HERCOSPOPvA. Fries S. 0. V. p. 119. 

»Perithcoium immerso-innatum, ostiolo siniplici. Sporidia 
septata, opaca, globulo ciirboso erumpentia.« 
Abb. fcblt. 

328. niLOPIIOSPOPvA. Desmaziores Nouv. -en. 
Annalcs des Sc. N. .hiiilel. 1840. p. 7. Taf. 1. Fig. 11. 

»Perilbccium rotundatuni, clausuni, ostiolo perforatuin. Asci 
nuUi. Sporidia cylindi'ica, utrinque appendicibus fili- 
forniiljus radialis coronata.« 
Abb. 1. c. c. Taf. 1. Fig. II. -/4t- 

N. lune sebr sonderbare Sporenform, über deren 
Entwicklung, Anbcllung und bau noeb so u)anciie Zweifel 
obwalten. 



127 

-n'^' 329. SEPTORIA. Fries Nov. Fl. S. p. 78. S. 0. V. 

pag-. 119. 

Perithecium innatum , ostiolo simplici. Sporidia cylindrica, 
septata, pellucida, cirrho rudi erumpentia.« 
Abb. Greville Fl. scott. Taf. 112. 

330. ACROSPERMUM. Tode f. m. 1. p. 8. Corda 
Icon. III. p. 27. 

Peritbecium erectum , elongato-clavalum, apice perforatum, 
extus coriaceum , intus carnosuni; nucleo fibroso-fila- 
mentoso; sporis continuis basidiomorpbis, baculiformi- 
bus, rarius parapbysibus continuis mixtis. 
Abb. Icon. funi;. III. Taf. V. Fig. 73-75. 

331. ZYTHiA. Fries S. 0. V. p. 118. 

»Peritbecium molle, inembranaceum, liberum, includens spo- 
ridia mucosa, dein irregulariter erumpentia in globulum 
congulata.« 

Abb. fehlt. 

332. COCCOBOLUS. Wallroth FL germ. crypt. II. 
p. 752. 

«Perithecium (Pyrenium) tenuiter membranaceum nigrum, 
lalitans, insculplum, cubilibusque coarctatum, simplex, 
pulpa gelatinosa fluxa farctum , eaque dein ex vertice 
dimoto prominulo denuoque contracto propulsa sphae- 
rica limpida superficiali, mox (siccando) coacta vesicae- 
formi, ascidiis exilissimis sphaericis gelatinae innatanti- 
bus foeta, extus gelatinosa coronatum.cc 

Abb. fehlt. 

N. Ich habe kein Urtheil über diese Gattung. 



128 

333. SPHAEllONEMA. Fiies. S. 0. V. p. 118. 
Corcla Icon. IV. p. 39. 

Perithccium utriculosuiu, membranaceum vel coriaceo-cor- 
neum, in Collum ])Ius miniis siibulalum productum vel 
perforalum, intus pulpa sporaruni rc{)let,um. Asci nulli. 
Sporae gelalinae ininicrsae et dein erunipentos in i^lo- 
bulum denium fatiscentem induratae, sinipliccs, intus 
nucleo subceraceo. 
Abb. r.reville Sc. crypt. Fl. IV. Taf. 189. Corda Icon. 
in. Taf. V. Fig. 72. IV. Taf. YlII. Fig. 111 — 116. 

334. POLYSTIGMA. Persoon ap. Moiig. et. Ncstl. 
n. 270. Corda Icon. 11. p. 29. 

Stroma carnosum. Peritbecium imniersuni vel scmiinimer- 

suni, nienibranaccum, apicc pertusum. Äsci nulli. Nu- 

clcus sporaruni gclatinosus ; floccis " crectis continuis, 

sporis sini[)licibus numorosis homogeneis inspersis. 

Abb. Greville Sc. crypt. Fl, Taf. 120. Corda Icon. II. 

/ Taf. XIII. Fig. ^Oi. 

335. MICROTIIYPJUM. Desmaziores v. Annales. 

des Sc. 1811. Mars, p 137. 

Stroma superficiale, scutiforuie, siniplex, membranaceum, 
adpressum , centro perforalum, obtogens perilliecia 
sacciformia, numerosa , radiatim posita , tenuissima, 
byalina, osliolis confluentibus. Pulpa mucosa. Sporae 
.septatae (?). 

Abb. 1. c. Taf. 14. Fig. 1. 

N. Die schöne Abbildung verdeutlicht die Gattung 
trefflich, und zeigt, dass die von Herrn Desmazieres als 
Asci bezeichneten Organe eigentlicii Pcrilhecien sind, in- 
dem sie alle am Zentrum des Trägers münden, ihr sak- 
förmiges Fndc nach aussen richten, und unregelmässig 



129 

» 
gelagerte Sporenmassen enthalten. Ob die Sporen wirklich 

zcUig sind, muss ich bezweifeln, und die sehr schwache 
Ver^rösserung, bei welcher die Abbildung gefertigt wurde, 
unterstützt diesen Zweifel, wie auch die ungleiche Zellthei- 
lung derselben. Microthyrium ist ein Actinothyrium mit 
hcäutigen Perithecien, und von Ceurhospora durch den 
schildförmigen Träger und die zarten Perithecien unter- 
schieden. 

336. CEUTHOSPORA. Greville Sc. er. Fl. n. 69. 
Fries S. 0. V. p. 119. Corda Icon. I. p. 24. 

Stroma immersum, extus excipulo corneo cinctum, intus 
carnosum. Perithecium solitarium, simplex vel cellu- 
losum, immersum, supra perforatum, collo superficiali, 
libero, articulato-adfixo plerumque ornatum; nucleo ge- 
latinoso dein cirrhoso-propullante ; sporis liberis con- 
tinuis numerosis. 

Abb. Greville 1. c. Taf. 253. 254. Corda 1. c. Taf. VII. 

Fig. 296. 



Die Glieder dieser Familie sind in Bezug ihres dif- 
ferentialen Charakters hin und wieder noch schwankend. 
Man kann sie gleichsam als die ersten aufdämmernden 
Formen für kritische und consequentere Unterscheidung 
betrachten, und erst dann, wenn das oberflächliche Be- 
schreiben in unserer Wissenschaft gänzlich abgeschafft, und 
für Wort mach er ei gute Abbildungen und kri- 
tische mikroskopische Analysen unbedingt ein- 
geführt sein werden, wird man zu einer natürlicheren 
und richtigeren Gattungsbildung der Pyrenomycetes schrei- 
ten können. 



9 



Pam. XLIV. 
SPHAERIACEI. Fries. 

Perithccium nudum vel amictum, superficiale vel imraersum, 
simplex vel compositum, dein ostiolatum. Nuclcus 
. gelatinosus vel carnosus, ascophorus. Asci fixi, persi- 
stentes vel dein liquescentes, paraphysibus plerumque 
mixli, Sporae variae, 

337. PEBISPORIÜM. Fries Syst. 0. V. p. 161. 
Corda Icon II. p. 26. 

Perithecium hyphopodio floccoso spurio suffultum , extus 
carbonaceum intus carnosum, primum clausuni dein 
irregulariter ruptum vel seccdens, nucleo sporarum 
gelatinoso dein pulveraceo repletum. Asci clavati, pa- 
raphysibus nullis, primum innati , dein libcri, thecis 
sporidiferis cylindricis dein secedentibus farcti. Sporae 
thecis inclusae, dein concatenatae, simplices p. h. 
llberae; episporio firmo corneo, nucleo guttulis oleosis 
farcto. 
Abh. Corda Icon. fung. H. Tat. XIII. Fig. 97. 

338. ASCOCHYTA. Libert. Exs. I. p. 8. 

»Perithecia jolundata stromate communi juncta, vel solitaria 
poro plus minus dilatato aperta; asci gelatma juncti 
subciirhoso rejecti ; sporidia globosa.« 
Abb. keine. 

339. ASTEROMA. De Cand. fl. fr. 6. 163. Chevall. 
Fl. Par. 1. p, 447. emeiid. 

»Perithecia spbaerica minima prinio solitaria demum seria- 
tim confluentia, in maculas conferta, fibrillis flexuosis 



131 

anastoniosantibus innata; nucleus materia mucosa re- 
pletus.« Sporae continuae. 
Abb. Chevallier l c. Taf. 11, Fig. 28. (male). 

340. CHEILARIA. Libert. Exs. I. p. 8. 

»Perithecia dilFormia, rotundata, rima dehiscentia; asci ge- 
latina juncti subciirhose rejecd; sporidia globosa.« 
Abb. keine. 

341. SPOROTHECA. Gorda ap. Sturm. IIL 2. '£ 
pag. 113. 

Perithecium membranaceum immersum , stromate spurio 
albo columellaeformi sufFultum, pulpa atra repletum. 
Asci tubulosi utrinque obtusi oetospori, dein erumpentes. 
Sporae continuae. 
Abb. Corda ap. Sturm 1. c. Taf. 53. 

342. SPLANCHNONEMA. Corda ap. Slurm. 

Stroma immersum corneum , intus peritheciis loculosis, 
rarius solitariis, pulpa gelatinosa atra repletis. Asci 
gelatinosi, dein erumpentes et diüluentes. Sporae sep- 
tatae atrae. 

Abb. Corda 1. c. Taf. 54. 

343. MELANOSPORA. Corda Icon. d. 24. 

Perithecium membranaceum, superficiale, simplex, collo 
elongato, includens nucleum pulvereum heterogeneum 
dein ex collo hiato transmissum. Nucleus primum ge- 
latinosus; ascis clavatis, gelatinosis, dein diffluentibus, 
octosporis. Sporae simplices continuae; episporionudo ; 
nucleo colorato et guttulis oleosis repleto. 

Abb. Corda 1. c. Taf. VH. Fig. 297. 



482 

344. CHAETOMIUM. Kunze myc. Hefte 1. p. 15. 

Corda Icon. iuiv^. 1. p. 24. II. p. 29. III. p. 37. Am- 

phitrichum. C. Spreng-el Spec. pl. etc. 

Peritheciuni carljonaceuni, dein ore apcrlum, cxtus pilis 
opacis vestituin, hvpothallo plus minus cvoluto fibril- 
loso radiato suirultum. Nucleus gelalinosus, dein dif- 
fluens, orepropullulans. Asci clavati sudultorii gelatinosi, 
dein diffluenlcs. Sporae siniplices, dein pulverulentac, 
übscurae. 
Abb. Corda 1. c. I. Taf. VII. Fig. 293. II. Fig. 103. 

345. MELIOLA. Fries S. 0. Y. p. 111. (excl. Syn.) 

Peritliecia Cornea, globosa, fibris septatis innatis imposita, 
ostiolo longissirao. Asci distincti convergentes.« 
Abb. keine. 

346. SPHAERIA. Haller Hist. III. p. 120. Corda 
Icon. IV. p. 40. Fries S. M. II. p. 319. 

»Peritliecia rotundata, intcgra, clausa, solitaria 1. stromati 
communi juncta, singula apice ostiolo perforata, intus 
nucleo molliori fluxili vel deliquescente, exsiccata, 1. 
gelatina sine lege rejecla evacuata. Asci elongati, pa- 
raphysibus immixti, convergentes, deliquescentcs. Spo- 
ridia varia subannulala. Fr. 1. c.« 
Abb. Greville Scott, crypt. Flor, IV. Taf. 239. 

347. DISCOSIA. Ljbert. Exs. 345. 

»Peritheciuni innaluui scutilorme ostiolo perforatum ob- 
tegens ascidia fusiformia utrinque in productionem 
filiformem protensa, sporidiis globosis.« 
Abb. Tode fungi mekl. II. Taf. IX. Fig. 73. 

N. Typus der Gattung ist Sph. Artocreas Tode. Wir 
haben sie noch nicht untersucht. 



133 

348. OSTROPA. Fries. S. O. V. p. 109. 

»Perithecium rotundatum, per velum innatum erumpcns, 
rima transversali marginata fissuni. Asci diffluentes.» 
Abb. keine. 

349. HYPOSPILA. Fries. S. O. V. p. 109. 

»Perithecia globosa regularia, plura velo discreto innato 
lecta, poro aperta. Asci convergenteSj mox diffluentes. 
Abb. fehlt. 

350. DICHAENA. Fries S. 0. V. p. 108. "'^'*r'/ 

«Peritiiecia rotundata, inaequalia, plura per velum discre- 
tum innatum erumpentia , irregulariter dehiscenlia.« 
Abb. Fee Meth. Lichenum Taf. I. Fig. 4. 

K. Ob diese Gattung wirklich aufzustellen ist, und 
ob sie zu den Pilzen oder Flechten gehört, dürfte zweifel- 
haft und schwierig zu enträthseln sein. uJUlu 

351. GIBBERA. Fries S. O. V. p. 110. 
»Perithecia rotundata velo destituta, apice irregulariter ri- 

mose rumpentia» Asci erecto-convergentes, diu per- 
sistentes.« .'- 'I /■^ i^H' / 
Abb. fehlt. 

352. PEMPHIDIUM. Montagne Ann. de Sc. nat. 
Decembre 1840. p. 329. 

»Peritheciuni proprium nulluni. Pseudoperithecium superum 
convexum, scutiformc, atrum, ab epidermide nigrefacta 
formatum, apice papillula, interdum bilabellulata coro- 
natum. INucleus gelatinosus subopalinus. Asci erecti, 
elongati, fusiformi-aciculares, sporidia octona confor- 
mia continua continuentes. Paraphysae continuae ra- 
mosae.« 
Abb. 1. c. Taf. 19. Fig. 19. 



i34 

^ . 353. DOTHIDEA. Fries. Syst. myc. II. p. 548. 

S. 0. V. p. 112. 

Perithecia Cornea stromati immersa et confluentia, ostiolata, 
gregaria. Nucicus gelatinosus, ascis paraphysibusque 
continuis repletus. Sporae simplices. 

Abb. Nees Syst. Fig. 311. 312. Tode fung. mekl. II. 
Fig. 98. 

.^ 354. CUCURBITARIA. Grev. scot. crypt. Flor. C. 

syst. p. emend. p. 195. 

Perithecia Cornea, ostiolo perforata, libera in superficie 
Stromatis Cornea plana tenui aggregata. Nucleus gela- 
tinosus; ascis clavatis vel tubulosis , paraphysibusque 
niixtis ; sporis 6 — 8, transverse septatis, longitudinaliter 
plicatis, heterogeneis. 
Abb. Greville Scott, crypt. Flor. IV. Taf. 195. 

N. Wir betrachten Sphaeria elongata (Grev. 1. c. 
Taf. 195.) als Typus der restaurirten Gattung. 



^ 



355. CORYNELIA. Fries. S. M. II. p. 534. S. O. V. 
pag. 110. 

»Perithecia carbonacea, elongata, cava, medio constricta ; 
ravitate superiori ascigera, primo poro pertusa, dein 
anipliata inaequali-aperta. E stromate erumpentes.« 
Abb. Fries Obs. II. Taf. VIII. Fig. J. 

356. HYPOCREA. Fries 8. 0. V. p. 104. part. 

»Perithecium membranaccuin. Asci filiformes. Sporidia sim- 
plicia, pallida, flocci 1. globuli instar erumpentes. Car- 
nosae, laete coloratac, plane superficiales supra ma- 
tricem tantuni suffusae 1. floccis adhaerentes.« 
Abb Nees Syst. Taf. XL. Fig.304. 305. Monlagnc Annal. 
des Sc. Avril. 1810. Taf. 9. Fig. 4. 



135 



^ 357. VALSA. Fries. S. O. V. p. 107. 

»Perithecia membranacea, nucleo fluxili. Asci subclavati. 
Sporidia pellucida, subsimplicia , gelatinae instar pro- 
fusa. Immersae, plus minus erumpentes ; perithecia 
serapcr obtecta, ostiolo elongato. Yelum discretum 
nulluni.« 
Abb. Noch keine Analyse abgebildet. 

' 358. PORONIA. Fries. S. M. p. 329. S. 0. V. 

pag. 106. 

Stroma cupuliforme carnosum extus excipulo atro amictum. 
Discus albus marginatus, stomatibus punctatus. Peri- 
thecia sub disco immersa, Cornea, gregaria vel plus 
minus regulariter dispersa; collo brevi. Nucleus gela- 
tinosus. Asci fixi, paraphysibus mixti. Sporae coloratae 
simplices, 6 — 8, dein erumpentes. 
Abb. Nees Syst. Taf. XLI. Fig. 313. 

359. HYPOXYLON. Bull, (non Fries S. 0. V.) 
emend. 

Stroma erectum, carnoso-lignosum, ramosum, merismoideum, 
primum velo farinaceo heterogene© obduclum, dein 
subnudum. Perithecia ad basin ramulorum immersae 
corneae, ostiolo colloque brevi perforatae. Nucleus 
gelatinosus. Asci tubulosi; sporis simplicibus atris; 
episporio glabro; nucleo guttulis oleosis repleto. Para- 
physes continuae. 
Abb. Hoffmann Crypt. Y. I. Taf. 5. Fig. 1. Sowerby 
Taf. 55. Micheli Gen. nov. pl. Taf. 55. Fig. 1. 

K. Wir betrachten Sphaeria Hypoxylon als Typus 
dieser Gattung, welche sich wesentlich durch die sterilen 
Spitzen der Aeste von Xylaria und Gordyceps, so wie durch 
die eingesenkten Perithecien von Thamnomyces unter- 
scheidet. 



iSG 



360. THA31K0MVCES. Elireiibei- Hör. phjsic. 
Berol. pag-. 80. 

Slronia ercctum, ramosum, corneum; pcritheciis lateralibus 
vel axillaribus, CDiersis, perforatis vcl collo hrcvi in- 
structis, corneis. [Suclcus gclatinosus. Asci tubulosi. 
Sporac hcterogeneae. 
Ab!), Ehrenb. 1. c. Montagne Annal. des Sc. 18iO. Avril 
Taf. G. Fig. 2. 

30 1. ACROSPIIAERIA. Corda viel. Montagne Ann. 
de Scienc. 1834. ]I. p. 75. 

Perithccium simplex, solitariuni, terminale, slipite longo com- 
posito sufTuhum. Kucleus primum gclatinosus. Asci — ? 
Sporae simplices. 

Abb. Montagne 1. c. Taf. 9. Fig. 6. 1834. IL Taf. 4.Fig. i. 

N. Als Typus dieser schönen Galtung bezeichnen 
Wir Thamnomyces annuhpes und Hypoxylum coUabens. 
Montagne. 

362. XYLARIA. Fiies pari, emend. 

Slroma clavatum, supra ferlile, carnoso-hgnosuni, priuiuni 
velo farinaceo hcterogeneo obductum, dein nudum vel 
hirsulum. Perithecia cornea, gregaria, vel regulariter 
dispersa, immersa, collo brevi ostiolata. Nucleus gc- 
latinosus; ascis radialim positis, tubulosis , octosporis, 
dein gelatinosis difflucnlibus, paraphvsibus niixtis. Spo- 
rae corneae, laeves, conlinuae; nucleo guttulis oleosis 
repleto. 

Abb. Corda Icon. V. Taf. VIII. Fig. 52. 

363. COROYGEPS. Fries part. emend. 

Stroma slipitifornie, supra capitatum vel frucliferum. Pe- 
rithecia prinuiui velo spurio fugaci tecta, dein nuda. 



137 



SLipcrficialia , mcnibranacea vel carnosa, ostiolo per- 
Ibrata. Nucleus carnosus , dein diflluens. Asci lubu- 
Josi fixi; sporis longis filiformibus scptatis. Paraphyses 
simplices vel ramosae. 
Abb. Corda Icon. fung. IV. Taf. IX. Fig. 129. 



Als dubiöse Gattungen dieser Reibe bezeicbnen wir 
Depazea Fries, Podostrombium und Collacystis Kunze, und 
Rbizoniorpha Reb. — Von erster und letzter Gattung 
kennen wir nocli keine wahren Früchte , und von den 
beiden andern Gattungen besitzen wir bisher nur den 
Namen ohne Diagnose. 

Unmittelbar hieran schliesst sich die Familie der 
Sclerotiaceae, an deren unten folgenden Gattungen noch 
keine Fruchtorgane aufgefunden werden konnten, daher 
wir auch gezwungen sind, diese ganze Gruppe als du- 
biös zu bezeichnen. Wir geben nur eine nominelle Auf- 
zählung der hierher bezogenen Gattungen, da eine Wieder- 
holung der Diagnosen nur Raumverschwendung wäre. 

1. Xyloma. Pers. 8. Pyrenium. Tode. 

2. Nosophlaea. Fr. 9. Genococcum Fr. 

3. Strumella. Fr. 10. Rhizoctonia. D. C. 

4. Dryophilum Schw, 11. Pachyma. Fr. 

5. Sclerococcum Fr. 12. Mylitta. Fr. 

6. Acinula. Fries. 13. Anixia. Fr. 
1. Sclerotium. Tode. 

Rei genauerer Untersuchung, und nach glücklichem 
Auffinden ihrer Früchte, werden viele dieser Gattungen an 
ganz andere Familien anheimfallen: aber alles bis jetzt 
darüber Rekannte berechtigt uns vollkommen , dieselben 
als dubiös zu bezeichnen, und interim aus der Reihe 
kritisch besser bestimmter und untersuchter Gattungen 
auszuschliessen. 



138 

Fam. XLV. 
MELANCONIACEAE. Corda. 

Pcrithecia siniplicia vel composita, libera vel immcrsa, 
dein poro pcrtusa, vel irregulariter aperta. Nuclcus 
carnosus vel gelatinosus, simplex vel loculosus, ple- 
rumque columella sufTultus, basidiophorus. Basidia 
simplicia, monospora. Sporae hetcrogcneae vel homo- 
geneae, simpliccs; nucico vario, simplici vel loculifero. 
Episporiura scmper simplex! — 

364. CRYPTOSPORIUM. Kunze. M. IL 1. p. 1. 
Corda Icon. II. p. 26. 

Perithecium cpidermide semper tectum, carnoso-membra- 
naccuin, dein perlusum ; nucleo gelatinoso, Strato 
verrucoso-fibroso sufTultum. Basidia flocciforniia brevis- 
sima, Strato fibroso immersa, monospora. Sporae sim- 
plices , e basidiis strati sudLÜtorii ortae, continuac, 
fusiformes; cpisporio pcllucido; nucleo gelatinoso, gra- 
nuloso, guttulis mixto. 
Abb. Corda Icon. fung. Tom. II. Taf. XII. Fig. 95. 

K. Die Gattung ist gleichsam eine einzellige Gylispora, 
welcher der Träger und das Säulchen fehlen. Eine Art 
besitzt heterogene Sporen und bedarf einer neuen stren- 
geren Analyse. 

365. NEMASPORA. Persoon Obs. 1. p. 80. Corda 

Icon. III. p. 26. Cjlispora. Ehrb. S. M. ß. p. 28. 

Fries Syst. II. p. 540. 

P erithecia cellulosa membranacea, cellulis difformibus tenui- 
bus, Stromati grumoso vel cortici imraersis, circa colum- 
nam centralem hcterogcneam circinantibus, subconnatis, 
apicc junctis, in tubo communi dehisccntibus, collo 



139 

perforante discum erumpentem, unde ostiolum solita- 
riuni. Nucleus gelatinosus. Basidia filiformia continua, 
paraphysibus niixta. Sporae acrogenae, continuae, nu- 
merosissimae, pulpam formanles. Pulpa sporulosa per 
osliolum commune in cirrhura expulsa indurescens. 
Abb. Gorda Icon. fang. III. Taf. IV. Fig. 68—71. 

K. Wir haben im dritten Bande der Icones diese 
Gattung genauer untersucht, und Unterabtheilungen gebil- 
det, welche das Anordnen der Arten erleichtern, aber nie 
zu Gattungen erhoben werden können. 

366. MELANGONIUM. Link spec. II. p. 89. Cda. 
Icon. III. p. 21. Trichoconium. Corda ap. Sturm. 13. 
pag. 37. 

Perithecium membranaceum, extus floccosum, conicum, 
immersum, centro columellae heterogeneae perforatum, 
supra irregulariter apertum. Basidia filiformia, aggre- 
gata; sporis solitariis acrogenis. Pulpa sporarum dein 
atra, erumpens. Sporae simplices •, episporio duplici, 
externo albo, membranaceo, hylo instructo , interne 
colorato , corneo; nucleo firmo simplici, continuo, 
guttulis oleosis repleto. 
Abb. Corda Icon. fung. III. Taf. IV. Fig. 58—60. 

367. STEGONOSPOPvIUM. Corda Icon. III. p. 22. 

Perithecium immersum, membranaceo-floccosum, tenuissi- 
mum, dein supra irregulariter apertum. Stroma colu- 
mellaeforme vel nulluni. Pulpa sporarum atra, dein 
erumpens. Basidia filiformia, paraphysibus mixta. Sporae 
acrogenae ; episporio continuo uniloculari ; nuclep 
transverse-septato vel celluloso. 
Abb. Corda Icon. fung. Hl. Taf. IV. Fig. 61. 62. 

K. Das ganze einzellige Episporium, und der zellige 
Kern unterscheidet diese Gattung von denen der nächsten 



140 

Familie, tlorcn Spoi-cn alle eine vielzcllii|;c Spore liaben, 
mit wahren Zellen des Episporiunis. 

368. DlLOl^HOSPORA. Desniazieres Nouveau ^-enr. 

de Pyrenomycetes. Annal. des Sc. .luillet. 18iO. p. G. 

»Perillicciinn rotundatunij clausuni ostiolo perforatum. Asci 
nulli. Sporidia rylindrica, utrinquc appcndicibus filiror- 
mibus radiato-coronata.« 



Abb. Desm. 1. c. Planch. I. Fig. II. 



/■ 



N. Diese Gattung ist so eigenartig, dass ich ihre 
rechte Stellung kaum ermitteln kann, wenn die als Spo- 
ridien abgebildeten Körper wirklich solche sind. 



Farn. XLVI. 
SPOROCADEAE. Corda. 

Perithecia libera vel immersa, simplicia, dein apicc poro 
pertusa. Pulpa sporarum ßrnia, dein erumpens. Basidia 
filiformia; sporis acrogenis, coniposilis, hetcrogeneis, 
solitariis vel verticillato-acumulalis. 

369. SPOPvOCADUS. Corda Icon. III. p. 23. 

Perithecium corneo-coriaceum, immersum vel superficiale, 
dein supra perforatum vel irregulariter aperium. Ba- 
sidia simplicia, continua; sporis terminalibus, solitariis, 
transversc septalis, heterogencis, dein erumpentibus. 

. Abb. Corda Icon. fung. III Taf. IV. Fig. 63—66. 

K. Diese Gattung unterscheidet sich von der nächst- 
folgenden nur künstlich durch die Oeffnung der Perithecie 
und die drei Spitzen an der Endzelle der Sporen, welche 
hier mangeln. 



14t 



370. PESTALOZZIA. Nolaris Exs. ex Desmaz. 
Aimal. de Sc. 184 Mars. p. 182. 

Perithecium immersum, corneum, supra mammillatum, per- 
tusum, dein circuin circa irregulariler secedens. Nu- 
cleus prinium gelatinosus dein pulverulentus. Basidia 
filiformia, slipitil'ormia; spoius acrogenis, solitariis, trans- 
verseseptalis, cuspidibus ternis subulatis terminalibus 
ornatis. 
Abb. Annales des Sc. Mars. islo. Taf. 4. Fig. 1 — 3. 

371. PROSTHEMIUM. Kunze M. H. 1. p. 17. 

Corda Icon. fung. III. p. 24. 

Perithecium immersum, corneum, tenue, simplex. Nucleus 
primum gelatinosus dein siccus. Paraphyses simplicis- 
simi, conferti. Basidia filiformia, stipitiformia, continua, 
simplicissima, sporis verticillatis, acrogenis, transversa 
septatis, heterogeneis, coronata. 

Abb. Corda Icon. fung. III. Taf. IV. Fig. 65. Kunze 1. c. 
Taf- 1. Fig. 10. Brongn. Essai. Taf. 1. Fig. 7. 



Diese kleine Familie repräsentirt unter den Kerri- 
schwämmen in Bezug ihres Sporenbaues gleichsam die 
Hymenomycetes und es bleibt denkwürdig, dass die Pyre- 
nomyceles alle drei Formen der Sporenbildung enthalten, 
und gleichsam hierdurch schon in natürliche Gruppen zer- 
fallen. Auch die lezten beiden Gruppen, die Hysteriaceen 
und Phragmotrichiaceen zerfallen gegenseitig durch die 
■verschiedene Sporenentwicklung. 



14a 

Fam. XLVII. 
HYSTERLiCEAE. Corda. 

Perithecium simplex vel compositum, corncum, dein rimoso- 
apcrtum, rarius operculatum. Nucleus dein disciformis, 
ascophorus. Asci tubulosi vel clavati, sporis simplici- 
bus vel compositis; paraphysibus mixtis. 

1. STEGIACEAE: Perithecio operculato. 

372. STEGIA. Fries Obs. myc. 2. p. 352. 

»Perilhecia orbiculata, sessiiia , cupulaeformia, aperta, sed 
infra marginem liberum operculo convexo denium de- 
ciduo tecta, unde circumscissa. Nucleus ex ascis erec- 
tis, paraphysibus immixtis primo ceraceofarctus, dein 
evacuatus. Sporidia globosa, simplicia.« Fr. S. M. p. 532. 
N. Eine Abbildung fehlt, die bei Pr. Fries (Obs. 

myc. II, Taf. 8. Fig. 2.) giebt nur den äussern Habitus. 

2. IlYSTERIACEAE : Perithecia rima longitudinaU dehis- 

centia. Spora simplices. 

373. AILOGRAPHUM. Lib. Exs. ITI. p. 272. 

»Perithecium elongatum dimidiatum innatum simplex ramo- 
sumve rima longitudinaU dchiscens, nucleo discifero 
pellucido albido-hyalino lineari persistente; asci mi- 
nuti fixi paraphysibus immixti; sporidiis simplicibus.« 

N. Eine Abbildung fehlt. 

374. MYSTERIUM. Tode Mekl. 2. p. i. 

Perithecium sessile, simplex, rarius ramosum, dehiscens 
rima longitudinali, primum clausa dein aperta. Nucleus 
disciformis, subpcrsistens, ceraceus dein gelatinosus. 



143 

ascophorus. Asci clavati. Paraphyses simplices. Sporae 
baculaeformes vel oblongae, simplices; episporio tenuis- 
simo membranaceo. 

Abb. Corda Icon. fung. V. Taf. IX. Fig. 54—59. 

375. SPOROMEGA. Corda. 

Perithecium simplex, corneum, rinia longitudinali dehiscens. 
Nucleus discoideus, ceraceus dein diffluens. Asci cla^ 
vati, te-traspori. Sporae simplices, bac<|ulßformes ; epis 
porio duplici, externo gelatinöse, interno spurio mem 
branaceo. Paraphyses nullae. 

Typus: Hysterium degenerans. Fries ap. Kunze Myc. Hefte. 
2. p. 60. (Exsicc. Sclerom. Svec. n. 40!). 
Abb. Corda Icon. fung. V. Taf. IX. Fig. 60. 

376. LOPHIUM. Fries. Obs. myc. 2. p. 345. S. 
M. 2. p. 533. 

»Perithecia verticalia, compressa, submembranacea (?), 
clausa, rima longitudinali dehiscentia. Nucleus ex ascis 
erectis, paraphysibus immixtis, sporidia simplicia exigua 
includentibus , mox in pulvereni fatiscens, evacuatus.« 
Paraphyses continuae, ramosae. 
Abb. Greville Sc. Crypt. Flor. Som. III. Taf. 177. 

3. GLONIACEAE: Perithecia Cornea, dura, rima longitudi- 
nali dehiscentia, simplicia vel ramosa. Sporae com- 
positae. 

377. HYSTEROGRAPHIUM. Corda. 

Perithecium sessile, simplex, corneum, durum, rima longi- 
tudinali dehiscens. Nucleus carnosus. Asci tubulosi, 
paraphysibus conglutinatis immersi; sporis compositis, 
septatis, heterogeneis. Stroma nullum. 
Abb. Corda Icon. fung. V. Taf. IX. Fig. 61—62. 



i44 

378. GLONllTM. Miihlcnb. Gat. fung. Card. Ab. 
der Leipz. Ges. 1852. p. 50. no. 258. Taf. 1. Fig-. 1. 
Kunz^ iMyc. llefle. 1. p. 45. Taf. 2. ¥v^. 2i. ! — 

Peritheciuni corncum, radiato-ramosum, rima longiludinali 
raniosa dehiscens. Nucleus prinmni carnosiis dein ge- 
latinosus. Asci erecti clavati, parapbysibus niixti. Sporac 
didyniae. Slronia fibrillosuni, irrcgulariter expansum. 

Abb. Kunze myc. Hcfic. I. Taf. IL Fig. 24. Schweinitz. 
Fung. Carol. Taf. l. Fig. 1. 

4. CLIOSTOMEI. Fries S. O. V. p, llß. pari. Perilhecium 
simplex vel composilum, rimis pluribus parallelis vel 
Stellatis dcbiscens. 

370. GLTOSTOMITM. Fries S. O. Y. p. 116. 

»Pcrithecium rotundatum, integrum, rimis pluribus trans- 
versalibus arcte clausis dehiscens. Subiculum nulluni.« 
Abb. Acharius in Y. Ac. Handl. 1815. Taf. G. Fig. 5. 

380. ACTIDIUM. Fries Obs. Myc. 1. p. 190. S. 

Myc. 2. p. 595. 

»Peritheciura sessile, rotundatum, subclausum, intus farc- 
tum, a centro versus marginem in rimas canaliculatas 
dehiscens. Asci erecti, fixi, tenuissimi, cylindrici, per- 
sistentes, sporidiis simplicibus rotundatis. Subiculum 
nulluni.« 
Abb. Fries Obs. myc.I. Taf. 3. Fig. Reliquiae Hacnkeanae. 
Tom. I. Taf. I. Fig. 1. 

0. PIIACIDIEI. Fries S. O. Y ]i. 117. Peritheciuni, simplex 
vel compositum, dein slellato- vel irrcgulariter lobato- 
apertum. Nucleus discoideus, ascophorus. 



145 

381. PHACIDIUM. Fries Obs. myc. 1. p. \Cu. 
Corda Icon. fung-. III. p. 31. 

Perithecium sessile, subcoineum, simplex primo clausuni, 
dein dehiscens a centro versus ambitum in lacinias 
plures. Nucleus disciformis', ceraceus. Asci efecti, cla- 
vati vel tubulosi , paraphysibus continuis inimixtis. 
Sporae simplices; episporio tenui; nucleo firmo. 
Abb. Greville Scott, crypt. Flor. I. Taf. 52. Corda Icon. 
fung. III. Taf. V. Fig. 81. 

382. HETEROSPHAERIA. GrevilleFI. crypt.Scott. 
103. Fries. S. 0. V. p. 115. 

Perithecium corlaceo - corneum, dein liberum, stromate 
spurio fibrilloso basi cinctum, dein supra in lacinias 
tenuissimas a centro versus ambitum dehiscens. Nucleus 
crassus carnosus, infra firmus, supra hymenio tenui 
tectus. Asci tubulosi; sporis continuis. Paraphyses sim- 
plices. 

Abb. Greville 1. c. II, Taf. 103. 

N. Ich habe diese so gemeine Gattung nie fruktlfizi- 
rend gesehen, so zahllose Male ich sie untersucht habe, 
daher habe ich die Fruchtbeschreibung früheren Schrift- 
stellern entlehnt. Wir zweifeln sehr, ob die Gattung nicht 
zu Phacidium mit mehr Recht zu bringen, als isoUrt aus- 
zuscheiden sei. 

383. RHYTISMA. Fries S. M. II. p. 565. S. 0. 
V. p. 117. Icon. fung. IV. p. 45. Cryptomyces Grev.? 

»Perithecium simplex, subdimidiatum, primo clausuni, dein 
in rimas flexuosas 1. transversales frustulatim runipens, 
a nucleo discretum.^ Nucleus compositus submultilocu- 
laris, perithecio rupto sistit hymeniura, placentaeforme 

10 



146 



carnosum subpersistens. Asci erecii fixi subclavali, 
sporidiis simplicibus uniserialibus referti, immixtis pa- 
raphysibus.« 

Abb. Greville Scott, crypt. Flor. 11. Taf. 118. Corda 
Icon. fung, IV, Taf. IX. Fig. 130. 



Diese kleine Familie enthält sehr verschiedene Ty- 
pen, auch dann noch, wenn man sie nach meinem Bei- 
spiele in kleine Gruppen zerspaltet. Alle hier aufgezählten 
Gattungen sind noch nicht kritisch untersucht, und einige 
noch gar nicht, oder sehr schlecht abgebildet. 



Farn. XliVIII. 
PHRAGMOTRICHIACEAE. Cda. 

Icon. fung;. II. p. 9. 

Perithccium corneum vcl meuibranaceum, dein longitudl- 
naliter vel stellatim fissum. Nucleus discoideus, basidio- 
phorus. Basidia filiforniia vel stipitiformia, dein ple- 
rumque secedentes. Sporae simplices vel compositae, 
solitariae vel concatenatae. 

Sect. I. LABRELLULINI: Basidia spuria secedentia. Sporae 
simpUces, dein liberae et pulverulentae. 

384. LABRELLA. Fries S. 0. V. p. 364. Corda 
Icones fung. II. p. 25. III. pag. 30. 

Perithecium carbonaceum , rima longitudinali dehiscens, 
nucleo sporidifero foetum. Basidia stinitiformia brevis- 



i47 

sima. Sporae clavatae vel fusiformes, continuae, erectae. 
dein liberae ; eplsporio tenui; nucleo firmo. Paraphy- 
ses nullae. 
Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. XII. Fig. 93. III. Taf. V. 
Fig. 80. 

385. ENDOTßlCHÜM. Corda Icon. U. p. 25. CUi-^a 
Perithecium carbonaceum, innatum vel immersum , dein 

rima longitudinali, rarius irregulariter dehiscens, inlus 
nucleo sporarum colorato, floccis continuis intertexto. 
Basidia spuria dein secedentia, tnonospora. Sporae 
heterogeneae, siniplices, irregulariter inspersae. 
Abb. Corda 1. c. Taf. XII. Fig. 94. /« 

Hieran wollen wir noch folgende dubiöse Gattung 
reihen, deren eigentlicher Standort noch durch strenge 
Untersuchung ermittelt werden niuss. 

386. SCHIZOXYLON. Fers. Fries S. 0. V. p. 121. 

•>Peritheciuni integrum, prinio clausuni, dein a centro ri- 
mose dehiscens, obtegens sporidia (annulata?) stroniati 
discoideo innata. Erumpenlia.« 
Abb. fehlt. 

Wir betrachten das Stroma discoideum als einen 
Nucleus, welcher wahrscheinlich Basidien enthält, da ihm 
die »Sporidia innata« sind. 

387. SCHIZOTHECIUM. Corda Ic. fg. IL p. 29. 

Perithecium superficiale, membranaceum, dein lateraliter 
fissum. Nucleus gelatinosus coloratus. Basidia minuta, 
stipitiformia, lateraliter adnata, monospora. Sporae dein 
liberae, pedicellatae, heterogeneae, siniplices, coloratae, 
gelatinae nuclei immersae. 



Abb. Corda Icon. 1. c. Taf. XIII. Fig. 105. 



10* 



148 

Scct. II. EXCIPULEAE: Rasidia filiformia, firma, monospora. 
- ;ii Spörae fusiformcs, lioniogeneae, numcrosac, simplices. 



-^ ,.388. PILIDIÜM. Kunze M. H. 2 p. .92. Fries S. 
O. V." 1. p. 121. ^''^ ^/•/^^^^^«' ^^-^/ 

»Pcrithcciuin innatum, licmispliacricum , rimls pluribus a 
cenlro ruptum, sporidiis fusiformibus refcrtum.« 

Abb. Kunze myc. Hefte. II. Taf. II. Fig. 5. 

,389. EXCIPULA. Fries S. M. IL n. 189. S. O. V. 
p. 117. Corda Icon. III. p. 29. emend. Yermiculariae 
spec. Lib. Exsic. IV. 347. 

Peridiecium cupulaeforme , immersum , corncum , primo 
clausuni, dein longitudinalilcr dehiscens vel discoideo- 
apertuin. Nucleus discoideus, liymenomorphus, cbasidiis 
erectis, continuis, filiforniibus, paraphysibus mlxtis com- 
positus; spoi'is siniplicibus, copiosis, gelatinac inimcr- 
sis, dein diflluenlibus. 
Abb. Corda Icon. fung. III. Taf. II. Fig. 77 — 79. 

Sect. III. PIIGRAGMOTRICIIIACEAE: Basidia pedicellifor- 
mia. Sporae compositae, concatenatae. 

•^ 390. PHRAGMOTRICHUM. Kunze M. H. 2. p. 84. 

Fries. S. 0. Y. p, 191. Corda Icon. III. p. 30. 

Perithecium cornco-carbonaceum, erumpens, clausuni, dein 
longitudinalilcr fissum; stroniate basilari, infra granu- 
loso-fibroso, supra basidiis pcdiccUiforniibus, paraphy- 
sibusque continuis intcrtcxto. Sporae concatenatae, 
compositae. Flocci sporarum ramosi vel simplices, 
sppris septato-cellulosis, interstitiis fiiiformibus conca- 
tenatis. 
Abb. Kunze 1. c. Taf. II. Fis;. 4. Corda Icon. fung. III. 



Taf. V. Fig. 80. A. 



►^K)||^^ 



M(A 



IV. 
HYMEIVOMYCETES. Nces. 



Ordo L ASC« 

Hymenium ascophoriim. Asci tubulosi entospoi'i. 
Sporae eiitogenae. 



Farn. XLIX. 
PYHONEMEAE. Corda. 

Hymenium ascophoriim horizontaliter expansum immargi- 
natum. Asci entospori. Sporae simplices. 

391. PYRONEMA. Caius in Nov. Act. Ac. Nat 
Cur. XVII. tab. 27. Corticii spec. Fries Epicr. p. 560. 

Hymenium indetcrminatum, ceraceum, immarginatum. Asci 
tubulosi, octospori, paraphysibus continuis mixti. Spo- 
rae simplices. Fungi resupinati, colorali, ceracei, dein 
subgelatinosi. rnoDci 

K. Diese Gattung ist durch ihr Fruchtlager höchst 
denkwürdig, und sie stellt in der Reihe der Schlauchpilze 
gleichsam die Gattung Thclcphora aus der Reihe basidien- 



150 

/.ougendei' Pilze dar. (ileichsam das Hymenium einer Ilel- 
vclla ohne Strunckbildung frei entwickelt. Zu Cürticiiini 
gehört sie sicher nicht, indem Gorticium ochrolcucuni, 
evolvens, laxum, sahcinum, sarcoides, giganteum, roseum, 
sulfureum, cimamonceum, coerulcum, keine Schläuche 
(Asci), sondern Basidien besitzen. 

Abb. Carus 1. c. (opt.) Nees jun. Syst. 1. Taf. VI. 

392. MIDOTIS. Fries Epic. p. 556. 
»Hymenium infcrum, ceraceum, crassum, glabrum, laevissi- 
simum, contiguum (exsiccafione vage rimose ineissum), 
a pileo separabile. Asci ampli, entospori, sporidiis se- 
riatis Pezizarum! Fimgus carnoso-lcntus, determinatus, 
glaber, azonus, Geoglossi in hoc ordine analogon.« 
Abb. fehlt. 

N. Wir schreiben ab, da wir die Gattung nicht 
kennen! 



Farn. L. AGYRIACEAE. 

Corda Icon. fung-. 11. p. 36. 

Stroma verruclforme, sessile, carnosum, superficie hymenio 
undique tectuni. Velum superficiale, hymeninum, mem- 
branaceum vel spurium. Hvmcnium persistens, para- 
physophorum. Asci immersi. Sporae simplices. 

393. AGYRIUM. Fries S. M. IT. p. 251. Corda 
Icon. fung. II. p. 36. 
, Stroma verruciforme, hymenio ascophoro ubique tectura. 
Velum projigerum, tenue. Asci ampli. Sporae simplices. 
Abb. Corda Icon. fung.U. Taf. XV. Fig. 12''. 128. 



151 

Fam. LI. PATELLARIACEAE. Cda. 

Icoii. fung. II. p. 37. 
Fungi cupulati; hymenio supero ascigero; sporis septatis. 

394. CRYPTODISCUS. Corda Icon. II. p. 37. 

Fungi sessiles, immersi, erumpenles, cupulati, limbati vel 
immarginati; hymenio supero ascigero, Strato proligero 
sufTulto; ascis clavatis, paraphysibus continuis mixtis. 
Sporae transversa septatae. 

Abb. Corda Icon. 1. c. Taf. XV. Fig. 129—130. 

395. MELLITIOSPOIUüM. Corda Icon. fung. II. 
pag. 37. 

Cupula carnosa, iinmersa, dein crumpcns, hystcrina, pri- 
mum clausa dein aperta, limbata; hymenio disciformi; 
ascis clavatis, dein maturescentibus emersis ; paraphy- 
sibus numerosis filiformibus continuis; sporis longitu- 
dinaliter et transversa septatis, cellulosis. 
Abb. Corda Icon. fung. Tom. IL Taf. XV. Fig. 13t. 

396. PATELLARIA. Fries S. M. IL p. 138. 

Cupula coriaceo-cornea, niarginata, patellaeformis. Hyme- 
nium atrum firmum , dein pulverulento-fatiscens. Asci 
firmi , paraphysibus mixti. Sporae transverse-septatae, 
helerogeneaa. 

Abb. Nees sen. Abb. Fig. 265. B. 



Fam. LH. PEZIZEAE. Fries. Corda. 

Icon. fiing-. II. p. 38. III. p. 38. 

Fiingi cupulati; hymenio supero ascig^ero; ascis tubulosis, 
sporis conlinuis. 

397. PROPOLIS. Corda Icon. fun-. II. p. 38. 

Cupula disciformis, imniarginata, immersa, dein denudata, 
liymenio ceraceo crasso tecta. Asci clavati, anipli. 
Sporae continuae, baculil'ormcs, parallelae. Parapliyses 
filiformes continuac. 

Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. XV. Fig. 132. 

398. STICTIS. Persoon. Obs. 2. p. 73. Corda Ic. 
IL pag-. 38. '•""' 

Cupula immersa hysterina, dein erumpens limbata; hyme- 
nio discoideo, ascigero ; ascis tubulosis dein emersis ; 
sporis simplicibus. Paraphyses filiformes continuae. 
Abb. Corda 1. c. Täf. XV. Fig. 133—134. 

390. VOLUTELLA. Tode F. Meckl. 1. pag. 28. 
Fries. S. 31. 2. p. 173. 

»Cupula hypocratcriformis , stipitata , margine rcvoluta, 
apcrta, sed vclo partiali heterogcneo tecta. Hymenii 
»rcplctura unguinosa, in resinam coagulanda, commi- 
nucnda.« Substantia coriacea.« 

Abb, Tode 1. c. Tom. I. Taf. V. Fig. 43. 

N. Wir können nicht umhin, auf alle von Tode ge- 
bildeten Gattungen aufmerksam zu machen; da der grösste 
Theil seiner Beobachtungen, und viele der von ihm be- 
schriebenen Arten noch dubiös sind. 



153 

400. PEZIZA. Dill. gen. 74. Corda Ic. III. p. 38. 
Rhizina Fries S. M. 2. p. 32. Solenia Pers. Syn. 
p. 335. Fries S. M. 2. p. 200. Bulgariae et Patellariae 
spec. Fries. S. M. 2. p. p. 

Cupula primum clausa, dein expansa, aperta, intus hyme- 
nio ceraceo ascigero tecta, Asci lubulosi, sporis con- 
tinuis repleti, et paraphysibus non septatis, filiforniibus 
intermixti. Sporae siniplices; episporio pellucido; nu- 
cleo firmo, guttulis oleosis repleto. 

Abb. Corda Icon. II. Taf. XV. Fig. 135. III. Taf. VI. 
Fig. 95. 96. V. Taf. IX. Fig. 64—69. 

401. BULGARIA. Fries S. M. 2. p. 166. 

»Cupula orbiculata, marginata, ventricoso-turbinata , primo 
clausa, mox aperta planiuscula, intus gelatinosa, extus 
subrugosa. Hymenium discoideum, laeve, persistens, 
nudum, glabrum. Asci anipli, distincti, immersi, demuni 
cum sporidiis elastice erumpentes , paraphysibus per- 
sistentibus immixti. Sporae simplices, heterogeneae, 
nigrae. Velum tenuissimum fugax. Substantia tremel- 
loso-gelatinosa, elastica, crassa.« 
Abb. Schmiedel Icon. Sub. 69. 70. Nees Syst. Fig. 296. 

402. ASCOBOLUS. Persoon Syii. p. 676. Fries 

S. M. 2. p. 161. 

Cupula submarginata, orbiculata, disco patellaeformi. Hy- 
menium discoideum, ceraceum. Asci tubulosi vel cla- 
vati, demum elastice dissilientes. Sporae heterogeneae/ ^j**^ 
continuae, atrae. Paraphyses simplices. 
Abb. Nees Syst. Fig. 297. Greville Sc. crypt. Flor. VI. 
Taf. 307. (opt). 

K. Ascobolus Trifolii Bernh. Manip. IV. p. 27. Taf. 6. 
Fig. 5. Fries 1. c. p. 165. ist Puccinia hybrida Corda.—! 



io4 



403. SAREA. Fries. S. O. V. p. 86. 

"Gupula lenticularis, subtus excavata, ceracea. Asci fixi, 
persislenles.« 1. c. 
Abb. feblt. 

404. CYPHELLA. Fries S. M. 2. p. 201. emcnd. 
Cupula membranacea, concava, pendula, liymenio interno. 

Asci tubulosi. Sporae simplices. 
Abb. Albertini et Schweinitz Consp. Taf. ö. Fig^. 1. 

N. Wir befrachten C. Digitalis als Normart, und ge- 
stehen offen ein, keinen wesentlichen Unterschied 
zwischen dieser Gattung und Pcziza bisher erkannt zu 
haben. 

405. CENANGIUM. Fries S. M. 2. p.lTT.S. 0. V. 
p. 115. Dermea. Fries S. O. Y. p. 114. 

Cupula coriaceo-cornea, primum clausa, dein ore subcon- 
nivente aperta. Ilvnieniuni firnium, laeve, persistens, 
discolor. Asci tubulosi, tenuos. Sporae simplices. 

Abb. Greviilo Sc. crypt Flor. IV. Taf. 197. Corda Icon. 
Y. Taf. IX. Fig. G3. 

406. TYMPAINIS. Tode fung. Mekl. 1. pag. 23. 

Fries S. M. 2. p. 173. 

Cupula corneo-coriacea, marginata, cyathiformis. Hymenium 
tenue, primum vclo partiali teclum, demum una cum 
ascis tenuibus fixis fatiscens. Sporae continuae. Slipes 
sacpe ramosus. 
Abb. Grcville Scot. crypt Flor. VI. Taf. 338. 

407. CORDIERITES.Montagne. Annal. Sc. N. 1840 
pag. 330. 

Cupula aperta, marginata, slromati ramosissimo , carbo- 
nacco, Iragili insidens. Margo involutus Hymenium 



155 

discoideum ceraceum flocculosum, dein sporis pruina- 
tuni. Sporae continuae. 
Abb. Mont. 1. c. Decembre. 1840. Taf. 19. Fig. 11. 

N. Der ästige Stiel einer Typanis ist gleicbsam das 
andeutende Glied der cladonienartigen Zerlheilung des 
Stieles bei Cordieriles. Ob wirklich keine Schläuche vor- 
banden sind, wie Herr Montagne angiebt, dürfte bis zur 
Untersuchung frischer Individuen unentschieden bleiben. 
Wir ersuchen Herrn Montagne , den in »ites« endigenden 
Namen wo möglich zu ändern, da solche Appendicular- 
bildungen bisher glückhcher Weise in der Mykologie nicht 
eingeführt sind , zu sehr schädhchen Missbräuchen Anlass 
geben dürften, und überdiess die Endigung »ites« , aller- 
dings in anderer Ableitung und Sinne, leider schon schlecht 
genug in der Petrefaktenkunde gebraucht wurde. Neue 
gute Namen machen ist bei dem unendHchen Reichihume 
und der Biegsamkeit der griechischen Sprache so leicht! — 



156 

Farn. Uli. GEOGLOSSEAE. Corda. 

Icon. fiin^. II. p. 3.^. 

Fungi clavati, slipilali, carnosi. Clavula hyiiionio subniar- 
ginato ascigcro tccla. Asci tubulosi; paraphysibus scp- 
tatis. Sporac septalae! 

408. GEOGLOSSUM. Pers. Obs. M. 1. p. 11. 
Fries S. M. 1. p. ^^87. Corda Icon. IL p. 35. 

Fungi clavato-capitati; clavula hymenio discrcto, ascophoro 
tecta. Asci erecti tubulosi v. clavati, sporis filiformibus 
longissimis septatis rcpleti, paraphysibus scptalis im- 
mcrsi, 

Abb. Corda ap. Sturm. III. Heft. 14 — 15. Taf. ö9. Icon. 
fung. II. Taf. XV. Fig. 124. 



Farn. LIV. LEOTIACEAE. Corda. 

F'ingi clavato-capitati. Hymenium superum, capituliformc, 
submarginatum , laeve, dein plerumcpie tenuiter plica- 
tum. Asci clavati, paraphysibus mixti. Sporae continuae. 
Stipes plerumque cavus. 

409. VIBRISSEA. Fries. S. M. 2. p. 31. 

Pilcus capitatus, hemisphacricus, marginatus, subtus con- 
cavus, centro stipite suü'ultus, supra hymenio vestitus, 
margine primo undiquc stipili adnato, mox libero. 
Hymenium laeve, nudum, ])crsistens, dein vcro ex ascis 
paraphysibusque erumpenlibus vclutlnum. Sporae sim- 
plices. Velum nulluni. 
Abb. Alb. et Schw. Consp. fung. mcckl. Taf. 3. Fig. 2. 
Pers. Myc. curop. Taf. 11. Fig. i). 



157 

410. MITRULA. Fries. S. M. I. pa^. 491. S. 0. V. 
p. 89. Heydeiia. Fries. 1. c. p. 492. h. 1. 

Pileus clavaeformis , ovoideus, laevis, subinflatus, hymenio 
undique vestitus, basi stipitem discretum arcte ambiens. 
Asci elongati, tubulosi. Sporae simplices, 
Abb. Bulliard. Herb. Tab. 463. Fig. 3. Sowerby. Taf. 293. 
Pers. Syn. Taf. 3. Fig. 13. Batscb Cont. I. Fig. 132. 
Nees sen, Syst. Fig. 160. 

411. SPATHULEA. Pers. Com. p. 34. Fries S. 

M. 1. p. 490. S. O. V. p. 89. Corda Icon. fung-. II. 

pag. 36. 

Pileus clavato-spatbulatus, undulatus, adnatus, latere utrin- 
que in slipitem decurrens, superne hymenio ceraceo- 
carnoso, colorato, ascophoro tectus. Asci clavati ; sporis 
longissimis, paiallelis, baculiformibus, continuis, subcur- 
vatis ; paraphysibus continuis crispatis. 

Abb. Nees sen. Fig. 156. Corda Icon. II. Fig. 125. 

412. LEOTIA. Pers. Com. de fung. clav. p. 31. 
Corda Ic. lt. p. 36. III. p. 37. Geoglossi spec. Auet. 

Pileus stipitatus, carnosus vel gelatinosus, capitatus vel 
clavaeformis, supra infra margineque hymenio vestitus 
intus plenus, undulato-plicatus vel glaber et laevis. 
Hymenium ascophorum, laeve, dein diffluens, colora- 
tum ; ascis tubulosis ; paraphysibus ramosis capitatis. 
Sporae continuae, octonae. Velum nulluni. 

Abb. Cda. Ic. H. Taf. XV. Fig. 126. III. Taf. VI. Fig. 49. 
V. Taf. IX. Fig. 71. 



lös 

Farn. LV. HELVELLACEAE. Fries. 

S. M. II. p. I, Corda Icon. fung;. II. p. 3G. 111. p. 37. 

Fungi mitrati carnosi; pileo libero vel innato, supra hv- 
nicnio ascophoro tecto, glabro, lacunoso vel reticulato ; 
ascis tubulosis; sporis continuis. 

413. YERPA. Swaitz Y. A. H. 1815. p. 129. 
Fries S. M. II. p. 23. Corda ap. Sturm. D. Fl. III. I. 
pag;. 1. 

Pileus campanulatus, laevis , glaber, integer, centro stipite 
cavü sufTultus, supra undique hymenio coloralo tectus. 
Ascl lubulüsi; paraphysibus continuis; sporis octonis 
continuis. Substantia carnoso-membranacea. 
Abb, Corda ap. Slurni. 111. P. II. Taf. 1— G Kronibli. 
Ic. Taf. V. Fig. 29—33. 

414. HFLVELLA. Gled. Melb. p. 3G. Fries Syst. 
M. II. p. 13. 

Pileus niitraeforniis, deflexus, plcrumque lobatus, subinfla- 
tuSj sinuosus, supra bvnienio colorato ceracco asco- 
pboro tectus, infra glaber, über et centro stipite cavo 
sulTultus. Asci longi tubulosi. Parapbyses filiformes 
continuae. Sporae octonae, continuac; episporio glabro. 
Abb. Krombbolz Icon. Tal". 19. Fig. 13—29. Taf. 20. 
21. (opt.) 

415. MOllCIIELLA. Dill. Gen. p. 74. Fries. S. M. 
II. p. b. 

Pileus campanulatus, über, vel conicus, totus adnatus, co- 
stato-reticulatus; reticuüs celüiloso-lacunosis. Hyme- 
nium supcrum ceraceum coloratum. Asci tubulosi ; 



io9 



sporis octonis simplicibus. Paraphyses conlinuae. Stlpes 
cavus. 
Abb. Krombholz. 1. c. Taf. 15. 16. 17. (opt.) 



Diese erste Abtheilung der Hymenomycetes ist im 
Verhältniss zu der zweiten sehr klein, und auch die Gattun- 
gen haben mit Ausnahme der Gattung Peziza sehr wenige 
Arten. Wir sprechen allerdings nur von wenigen europäi- 
schen genauer untersuchten Localitäten, da die übrige 
Erde für diese Familiengruppe fast völlig unbekannt ist. 
Schade, dass diese so herrlichen Gruppen noch keinen 
vermöglichen Monographen gefunden haben! — 



Oido IL BASIDIOPHORI. 

Hymenium basidiophorum. ßasidia mono- vel polyspora. 
Sporae acrogenae vel pleurogenae. 



Farn. LVI. 
TÜBERCÜLARIACEAE. Corda. 

Icones fung. IV. p. 32. 

Fungi minuti, superficiales vel erumpentes, carnoso-cellu- 
losi vel stromatomorphi, cupulati vel pileolati, supra 
Strato hymenino sporidifero tecti; basidiis filiformibus 
vel clavatis, continuis vel septatis, homogeneis vel he- 
terogeneis, apice sporidiferis. Sporae coloratae, con- 
catenatae, dein pulverulentae vei conglobatae, simplices. 



160 

41(). imiENULA. Fries. S. M. II. p. 533. Xeon, 
fung'. IV. p. 33. 

Stroma adnatum, applanatum, marginatum vcl margine 
ciliatum, Strato livmeriino tectum. Ilynicnium c basidiis 
filiCoriDibus , conlinuis, apice sporidiferis compositum, 
sporis continuis numcrosis tectum. 
Abb. Corda Icon. II. Taf. XIV. Fig. 110—112. III. Taf. V. 
Fig. 95. 86. 

417. MYROTIIECIUM. Tode f. M. 1. p. 25. Fries 
S. M. III. p. 210. Corda Icon. fung. II. p. 31. 

Stroma efTusum, disciformc, marginatum, carnosum, margi- 
ne floccis delicatuhs laxis continuis dense intertextis 
cinctum. Hymenium superficiale, e basidiis filiformibus 
continuis , acquabbus compositum , sporis acrogenis, 
continuis, cybndricis, numcrosis, stratoso-conglobatis 
tectum. 
Abb. Corda Icon. II. Taf. XIV. Fig. 109. 

418. PHYMATOSTROMA. Corda Ic. fg^ 1. p. 5. 

Stroma cffusum, carnoso-ccllulosum; ccUulis dein seccden- 
tibus. Basidia minuta, filiformia, dein sccedentia. Sporac 
stratosae, simplices. 
Abb. Corda Icon. 1. c. Taf. I. Fig. 82. 

419. MELANOSTROMA. Corda Icon. I. p. 5. 
Stroma immersum, corneum, basidiis vix conspicuis mmu- 

tissimis tectum. Stratum sporarum heterogencum dein 
diffluens. Sporac simplices acrogenae. 
Abb. Corda Icon. 1. Taf. 1. Fig. 85. Sturm 1. c. II. Taf. 61. 



161 

420. GLIOSTROMA. Corda Icon. fung. I. p. 5. 

Stroma pulvinalum, gelatinoso-fibrosum, hymenio undique 
tectum, Basidia spuria floccilormia. Sporae acrogenaie, 
copiosissimae , globosae. 

Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. I, Fig. 86. 

421. DERMOSPORIUM. Link. Obs. II. p. 32. Sp. 
pl. II. p. 107. 

»Sporidochium subglobosum clhctum strato sporidiorum 
simplici denso.« 

»Sporidochia parva capile aciculae duplo minora, sed ob 
copiam facillime agnoscenda duriuscula diu persistentia. 
Sporidia Stratum tarn densum circa sporidochium confi- 
ciunt, ut membrana aniictum videatur. Affine Tuber- 
culariae, at strati sporidiorum indole sat diversa.« 1. c. 
Abb. rVees Syst. Taf. II, Fig. 25. (Sporen.) 

Wir schreiben ab, da wir weder die Pflanze noch 
eine Abbildung kennen. 

422. CHROOSTROMA. Corda Icon. I. p. 5. 

Stroma effusuni, gelatinosum, marginatum, glomerulis spo- 
rarum hinc inde adspersuni. Sporae simplices; epis- 
porio membranaceo; nucleo guttulis oleosis repleto. 
Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. I. Fig. 84. 

423. CROCYSPORIUM. Corda Icon. I. p. 5. 

Stroma globosum, compositum e filis septatis simplicibus 
radiantibus basidiomorphis, et in sporas soHtarias acro- 
genas , simplices, primum adnatas dein liberas abeun- 
tibus. Sporae diaphanae, episporio simplici, basi hylo 
instructo ; nucleo gelatinoso, guttulis oleosis repleto. 



Abb. Corda Icon. fung. I. Taf. I. Fig. 87. 



11 



16Ji 

424. EPICOCCUM. Link Obs. II. p. 32. Corda 
Icon. fung-. III. p. 32. 

Stroma celluloso-carnosum, niaculae efTusae plerumquc in- 

sidens. Basidia pcdicelliformia, abbreviata. Sporae acro- 

genae siinplices, spbaerico-tetraedricae; episporio gla- 

bro vcl reliculato. 

Abb. Corda Icon. I. Taf. 1. Fig. 88—93. III. Taf. V. Fig. 82. 



425. DACRY031YCES. ]\ees Syst. I. p. 89. Cda. 
Ic. II. p. 32. 

Stroma innatum , gelatinosum, sessile, intus floccis assur- 
gentibus septalis, supra basidiomorphis sporidiferis tote 
repletum. Sporae acrogenae, concatenatae, simplices, 
maculis transversis vel grumulis internis notatae. 

Abb. Icon. fung. Tom. II. Taf. XIV. Fig. 103— 115. Nees 
sen, Fig. 90. 

426. PERIOLA. Fries. S. M. II. p. 266. Corda 
Icon. fung-. II. p. 30. 

Stroma cellulosum, sessile, undiquc slralo hymenino tectum. 
Basidia abbreviata, torulosa, flocciformia, sporis acro- 

genis concatenatis. Flocci steriles ramosi vel siinplices, 
septali, laxi, basidiis intermixti. Sporae angulosae, con- 
calenatae, simplices. 
Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. XIII. Fig. 106. 

427. CHAETOSTROMA. Corda Icon. fung. H. 
p. 32. III. p. 32. 

Stroma vcrruciforme vcl pediccllatum, rarius cupuliforme, 
erectum, undique vel supra Strato bymenino tectum, 
carnosum, cellulosum, plerumque hyphopodio floccoso 



163 

sufTultum. Hymenium ceraceum, tenue, setis rigidis, 
iongis ornatum ; basidiis filiformibus, tenuibus , conti- 
nuis; sporis continuis fusiformibus vel ovoideis, dein 
irregulariter adspersis. 
Abb. Sturm. III. I. Taf. 58. 59. Icon. fung. II. Taf. XIII. 
Fig. 107. 108. III. Taf. V. Fig. 83. 

428. FUSARIUM. Link spec. II. p. 104. Corda 
Icon. fung. III. p. 33. 

Stroma immersum, erumpens vel libere evolutum, carno- 
sum vel celluloso-corneum vel floccosum, supra Strato 
basidiorum sporidiorumque conglobatorum tectum. Ba- 
sidia filiformia, continua ; sporidiis acrogenis curvatis, 
continuis, dein stratosis acervatis. 
Abb. Icon. fung. I. Taf I. Fig. 35 — 62. 

429. TUBERCULARIA. Tode fung. Meckl. 1. 
p. 18. Corda Icon. I. p. 4. II. p. 32. III. p. 32. 

Stroma verruciforme , globosum vel stipitatum, carnoso- 
floccosum, cinctum vel superne tectum strato hyme- 
nino crasso fibroso; basidiis paraphysibusque erectis, 
continuis, filiformibus , sporis simplicibus, acrogenis, 
primum concatenatis et dein conglutinatis numerosis- 
simis obtectis. 

Abb. Icon. fung. I. Taf. I. Fig. 63-80. II. Taf. XIV. 
Fig. 116—118. III. Taf. V. Fig. 84. 

430. DITIOLA. Fries S. M. II. pag. 169. Gerda 
Icon. fung. II. p. 33. 

Stroma carnosura, capitatum vel clavatum, radicatum, Capi- 
tulum indeterminatum, strato bymenino decurrente velo 
involuto dein libero tectum Hymenium superum tenue; 
basidiis filiformibus, brevibus, floccis intermixtis, mono- 



11 



* 



164 



sporis. Sporae acrogeneae simplices. Velum? spurium, 
cellulosuni , fugax. 
Abb. Corda Icon. fung. II. Taf. XIV. Fig. 119. 



Zu dieser Familie dürften vielleicht auch noch fol- 
gende dubiöse Gattungen zu zahlen sein, deren vollstän- 
digen Bau wir noch nicht kennen. 

Blennoria Fr. M. — Pyrenium Tode. 

Volutella Fries (non Tode) und Spermodermia Tode. 



Fani. LVIL CORYNEACEAE. Cda. 

Icon. fung. lY. p. 46. 111. p. 36. 
Stroma carnoso- fibrosum , vel gelatinoso-filamentosum, 
ccllulosum, erumpons, cxpansum, cupulatum, pulvina- 
tum vel clavatum. Hymenium superficiale e floccis suf- 
fultoriis et basidiis filiformibus compositum. Basidia 
dein pedicelliformia. Sporae acrogenae, heterogenae, 
septatae vel cellulosae ; episporio plerumque duro, 
subcorneo; nucleo firmo. Paraphyses saepius desunt. 

431. SELEiXOSPORIUM. Corda Icon. fung. I. p. 
7. II. p. 6. III. p. 34. 

Stroma immcrsum, erumpcns vel libere evolutum, carno- 
sum, celluloso-corneum, vel floccosum, supra hymenio 
et Strato sporidiorum conglobatorum tectum. Basidia 
filiformia vel incompleta. Sporae acrogenae, fusiformes, 
transverse septatae, dein diffluentes. 
Abb. Corda Icon. I. Taf. II. Fig. 111. II. Taf. IX. Fig. 
30—33. III. Tal. VI. Fig. 88. 



165 



432. EXOSPORIUM. Link spec. pl. II. p. 120. 

Stroma subcorneum verruciforme, setis paraphysomorphis 
rigldis septads corneis tectiim; sporidiis clavatis longe 
pedicellalis seplatis rarissimis. 

Abb. Nees sen. Syst. Taf. II. Fig. 30. Nees jun. Taf. 3. 
Greville Sc. crvpt Flor. IV. Taf. 208. 

Wir können nicht umhin, auf diese so gemeine Gat- 
tung aufmerksam zu machen, als deren Repräsentanten 
wir Ex. Tiliae mit Recht betrachten. Alle von uns ange- 
stellten, und indem wir diese Zeilen schreiben, wiederholten 
Analysen, haben kein eigentliches Resultat gegeben. Wenige 
Male sah ich zwei bis drei eigentliche Sporen, deren Stiel 
man als Rasidie betrachten konnte , und die metamorpho- 
sirte Dornen des Trägers waren. 

433. CORYNEUM. Nees Syst. pag. 34. Corda 
Icon. III. p. 36. lY. p. 46. 

Stroma pulvinatum vel disciforme, erumpens vel super- 
ficiale, carnoso-cellulosum, supra hvmenio e basidiis 
pedicelliformibus sporidiferis continuis vel septatis 
tectum. Sporae acrogenae, heterogeneae, septatae vel 
cellulosae. Paraphyses continuae vel septatae vel nullae. 

Abb. Nees sen. Taf. II. Fig. 31. Nees jun. Taf 3. Corda 
Icon. III, Taf. VI. Fig. 91. 92. IV. Taf. X. Fig. 131. 
V. Taf. IX. Fig. 73. 

434. PODISOMA. Link Obs. 1. p. 7. Corda Icon. 
III. pag. 36. 

Stroma carnoso-gelalinosum, intus fibrosum e basidiis 
sporaruni implicatis, conglutinatis, fasciculatim junctis, 
longissimis continuis compositum. Sporae acrogenae, 
primum immersae dein emersae, superficiales, didymae 



166 



vel cellulosae, heterogeneae; episporio colorato corneo; 
nucleo firmiusculo. 

Abb. Gorda Icon. III. Taf. VI. Fig. 93. 



Farn. LVin. TREMELLINAE, Fries. 

S. M. II. p. 207. Corda Icon. II. p. 34. 
III. p. 31. 
Stroma gelatinosum, globosum, efTusum, irregulariter ex- 
pansum, cupulatum, clavatum vel mitraturn. Stratum 
e floccis sufl'uJtoriis basidiomorphis, sporidiferis steri- 
libusque niixtis, compositum, dein plerumque diffluens. 
Sporae acrogenae, homomeres, simplices. 

435. CORYINE. Nees Syst. I. pag 137. Coida 
Icon. II. pag. 34. 

Stipes erectus carnoso-gclatinosus, nudus, supra clavatus 
et Strato hymenino tectus. Basidia ramosa, muco im- 
mersa. Sporae acrogenae, minutissimae , continuae. 
Abb. Corda 1. c. II. Taf. XIS. Fig. 120—122. 

436. IMYXARIUM. Wallr. Fl. geiin. II. p. 260. 
»Sporidoeliiuin ovalum tenerrimum raembranaceum, spori- 

diis globosis albis jugiter conglobatis (siccando) gru- 

mosis farctum, massa mucilaginosa amorpha circumflua 

exceptum.« /?/</,../'-, . ' . '- /• ' '. ^^,X:- ■ . ..'.^-.t-. 

N. Ich schreibe nur ab, da ich nicht enträthseln 

kann, wohin diese Diagnose zu stellen sei. 

437. HYPEROMYXA. Corda Ic. fung. III. p. 34. 
Stroma indeterminatum, gelatinosum; basidiis filiformibus 

ramosis, continuis, muco proprio vaginaeformi invo- 



167 

lulis, apice subincrassatis. Sporae in capitula termlnalia 
conglobatae, heterogeneae, muco proprio involutae, 
continuae ; episporio firmo. 
Abb. Corda 1. c. Taf. VI. Fig. 89. 

488. MYXOMPHALOS. WaHrolh Flor, ciypt. II. 
p. 520. 

»Ascoma gelatinosum punctiforme piano -convexlusculum, 
ascis globosis saturatioribus minutissimis cum pulpa 
circumflaa coactis undique farctum.« 
Abb. fehlt. 

N. Aus der kurzen Diagnose scheint uns die hier 
gegebene Stelking der Gattung nicht unnatürlich, wenn 
sie selbst constatirt ist^ und die einzige Art derselben keine 
Agyrium ist. Die Asci sind vielleicht Basidien, und wir 
dürfen hier eben so wenig, wie anderwärts in der Fl. germ. 
den Ausdruck »Ascus« scharf und speziell auffassen. 

439. TREMELLA. Persoon Syn. 026. Fries S. 
M. II. p. 210. Epicr. p. 588. 

Stroma gelatinosum, molle, homogeneum, subpellucidum, 
multiforme, ifndique hymenio tectum. Basidia filiformia. 
Sporae acrogenae, simplices. 
Abb. Bull. Champ. Taf. 406. Fig. A. C. Persoon Icon. 
et Descript. Tat. 8. Fig. 9. 

440. NAEMATELIA. Fries S. M. II. pap. 227. 
Corda Icon. fung. III. p. 35. 

Stroma gelatinosum, undique fructificans, glabrum, nucleum 
carnosum compactum, heterogeneum includens. Stra- 
tum hymeninum gelatinosum; basidiis fdiformibus, inter- 
textis. Sporae acrogenae simplices, dein in ambitu 
dispersa. 
Abb. Corda 1. c. III. Taf. YI. Fig. 90. 



441. HIRNEOLA. Fries S. O. V. p. 93. Swartz 
Flor. ind. Occ. III. p. 1933. 

»Stronia (Ueceptaculum) coriaceum, cupulacforine, liyme- 
nio supero papilloso pubescente.« 
Abb. fehlt. 

442. LEÄIALIS. Fries. S. 0. V. p. 93. 

»Stroma (F\eceptaculum) ceraceo -gclalinosum (raro coria- 
ceum?), cupulaeforme, submarginatum, hymenio supero 
laevi demum sporidiis secedcntibus pruinosuni.« 
Abb. fehlt. 

N. Wir haben keine Idee vom Baue beider Gattun- 
gen, noch von dem Orte, wohin sie wirklich gehören. 
Fries stellt sie vor Exidia. 

443. EXIDIA. Fries. S. M. II. pag. 220. Epicr. 
p. 590. Corda Icon. fung. III. p. 35. 

Stroma cupulaeforme, plicatum, coriaceo-gelatinosum, tre- 
mulum, intus hymenophorum. Hymenium calloso-gela- 
tinosum, e basidiis filiformibus, monosporis continuis, 
dein emergentibus compositum. Sporae acrogenae sim- 
pliccs; episporio laevi, nucleo firmo. 
Abb. Corda ap. Sturm III. 19. 20. Taf. 6. Icon. fung. III. 
Taf. IX. Fig. 137. 



169 

Fam. LIX. ISARIEAE. Corda. 

Icon. fung. IV. p. 47. 

Fungi clavato-ramosi vel brotyosi; hymenio peripherico 
siniplici; basidiis cladomoiplns siiiiplicissimis conlinuis 
sporis sirnplicibus acrogenis. 

444. CERATIUM. Alb et Schw. Consp. p. 358. 
Corda Icon. fung-. IV. p. 47. 

Receptaculum clavato-ramosum, polymorphum, gelatinosuin, 
cellulosum, dein diffluens, basidiis monosporis super- 
ficialibus, heterogeneis, filiformibus, verrucis innatis 
teetum. Sporae acrogenae, siniplices, diaphanae. 
Abb. Corda Icon. I. c. IV. Taf. X. Fig. 133. 

445. ISARIA. Persoon Coment. p. 99. Corda Ic. 
fung. IV. pag. 47. 

Receptaculum clavatum vel ramosuni, e fibris dense intri- 
catis coalitum vel celluloso-earnosum. Sporae simpli- 
ces acrogenae, amphisphaericae, basidiis sirnplicibus, 
longis, continuis suffultae. 
Abb. Corda 1. c. Taf. X. Fig. 132. 

446. BYSSOCAULON. Montagne Ann. des Scienc. 
m. 1835. p. 355. 

»Receptaculum byssinum filiforme decumbens ramosum, 
floccis inordinate divisis, in sicco crispescentibus, 
sporidiiferis contextum. Sporidia subglobosa (viridia) 
floccorum axillis con.uestim adfixa.« 

N. Wir stellen dieses Genus, von welchem leider 
keine Abbildung existirt, hierher, und erkennen in den 
floccis sporidiiferis die Basidien. 



170 

447. DACRINA. Fries S. 0. V. p. 173. 

»Receptaculum e floccis ramosis intricaluni, persistens, Va- 
lium. Sporidia globosa, e guttulis roridis coagulata, 
sculcllo 1. poro exceptis." 
Abb. fehlt. 

448. SCORTAS. Fries S. 0. V. p. 171. 

»Receptaculum gelatinoso-corneum, floccis lubulosis sub- 
parallelis farctum, botryoso-ramulosum, fibrillis granu- 
losis obsitum. Sporidia immixta.« 
Abb. fehlt. 

449. ANTHINA. Fries S. 0. V. p. 169. 

»Receptaculum clongalum, continuum, sursum dilatatum, 
coriaceum, superficie floccis parallelis adnatis con- 
texta. Sporidia obsoleta.« 
Abb. Nees jun. Syst. Taf. 6. (male.). Roth Catal. 2. Taf. 8. S> 
Fig. 1. Taf. 8. Fig. 2. Pars. Icon. pict. Taf. 24. Fig. 1. 

450. PERIBOTRYOi\. Fries S. M. III. p. ^jsr 
»Receptaculum rotundatum, sublobatum, e floccis teherri- 

mis ramosis laxis maxime intricatis formatuui. Sporidia 
globosa, simplicia, in floccis periphericis ramosis ra- 
cemoso-congesta.« 
Abb. fehlt. 

N. Wir kennen die Gattung nicht. Das verwandte 
Triclinium Fee, welches gemein auf Chinarinden ist, können 
wir nur für einen Thallus lichenosus erklären. 

451. PTERULA. Fries S. 0. Y. p. 90. Penicillaria 

Chev. Fl. Par. I. p. 111. Duby Bot. Call. II p. 7G0. 
Receptaculum clavatum, simplcx vcl ramosum, cum stipite 
confluens, apicibus penicillatis. 
Abb. Bull. Ghamp. Taf. 348. Fig. 3. 



i71 



452. AMPHICHORDA. Fries S. 0. V. p. 170. 

»Receptaculum filiforme, elongatum, ramosum, intus solidum 
filamentosum, Strato sporidifero laxe farinaceo corti- 
catum.M 
Abb fehlt. 



In Bezug der Anordnung dieser kleinen Gruppe 
finden wir nur zu erinnern nöthig, dass, ausser Isaria und 
Ceratium, alle anderen Gattungen derselben noch nicht 
hinreichend kritisch untersucht, und noch keine derselben, 
als solche, gezeichnet ist. Die hier abgeschriebenen Dia- 
gnosen sind daher schwankend. 



Farn. LX. CLAVARIACEAE. Cda. 

Icon. fung. II. p. 35. III. p. 52. 

Fungi ramosi vel clavaefornies ; hymenio superficiali, laevi, 
basidiophoro; basidiis firniis uni- vel polysporis; sporis 
conlinuis simplicissimis. 

453. PISTILLÄRIA. Fries S. M. 1. p. 496. Ep. 
p. 586. Corda Icon. II. p. 35. 

Fungi niinuti clavati; stipite cylindrico supra in capitulum 
oblonguni hymenophorum dilatato. Hymenium cera- 
ceum, basidiis simplicissimis vel furcatis; sporis acro- 
genis, pleurotropis, continuis. 
Abb. Corda Icon. II. Taf. XV. Fig. 123. 

454. TYPHULA. Fries Obs. Myc. 11. p. 296. S. 
M. 1. pag. 494. Ep. p. 584. (Phacorrblzae spec.) 
»Fungus subbyssinus, stipite fiiiformi flaccido, clavula dis- 

creta terminatus. Hymenium tenue, ceraceum« basidiis 



172 



furcatis; sterigmaiibus lorigis subulatis; sporis pleuro- 
tropis, continuis. 

Abb. Sowerby fung. Taf. 2ö3. 386. Greville Sc. Crypt. 
Flor. I. Taf. 13. II. Taf. 93. 

455. CRINüLA. Fries S. M. 1. p. 493. Epicr. 
fung. p. 485. 

»Fungus corneus, simplex, capitatus. Capituluni s. bymenium 
apiceni stipitis ambiens, heterogencuni, discretum e 
ccraceo gclatinosum cum sporidiis difflucns.« 
Abb. fehlt. 

45G. CALOCEPvAS. Fries S. M. 1. pa-. 485. 

Epicr. pag'. 580. 

Fungus gelatinoso-cartllagineus, ramosus, furcatus vel sim- 
plex. Hymenium indeterminatum, contiguum, viscidum, 
dein deliquescens. Basidia filiformia, continua, ramosa, 
muco involuta. Sporae acrogenae, oblongae, coloratae, 
continuac. 

Abb.Persoon Comment. fung. clav. Taf. I. Fig. ö. Sowerby 
Taf. /jO. Icon. fong. Y. Taf. X. Fig. 74. 

457. CLA VARIA. Vaill. par. p. 39. Fries S. M. 1. 
p. 485. Epicr. p. 571. Corda Icon. fung-, III. p. 52. 

Fungi carnosi, ramosi vel clavati ; hymenio superficialis 
ceraceo, sicco, persistente ; basidiis tetrasporis, sterig- 
matibus subulatis; sporis continuis, plcurotropis. 
Abb. Nees Syst. Taf. XVI. Fig. löO. 152. 155. Icon. fung. 
III. Fig. 136. V. Taf. X. Fig. 75. 76. 

458. HEIUCIUIM. Fries S. 0. V. p. 88. Epicr. 
fg. p. 519. Ilydni, Blerismae, spec. Fries 1. c. p. 511. 
Fungi supra subulato-ramosi; ramis ramulisque teretibus. 



173 



aculis, ceraceis, hymenoplioris. Ilvmenium ceraceum 
tenue, basidiis mono- vel tetrasporis. Sporae simplices. 
Abb. Nees sen. Taf. 28. Kronibholz Abb. Taf. 51. Fig. 
1 — 7. (opt.) 

459. SPARASSIS. Fries S.' M. 1. p. 464. Epicr. 
pag. 570. 

Fungus carnosus, crassus, ramosissimus: ramis frondosis, 
laciniatis; laciniis foliaceo-coniplanalis, utrinque hymenio 
vestitis. Hymenium ceraceum, basidiopborum. Sporae 
continuae. , 

Abb. Krombholz Abb. Taf. 22./Lenz Scbw. 2. Taf. XII. 
Fig. 34. :r I i-ir^^ Ji/^i^^'f^^ h yyUtrv^^Z. 1 

Ob in diese Gruppe Apbotistus. Humb. Flor. subt. 
Frib. p. 118. gehört, sei zu untersuchen eine Aufgabe für 
Freibergs Naturforscher. In unsern böhmischen Bergwerken 
ist dieser sonderbare Pilz mir niemals vorgekommen. 



Farn. LXI. AÜRICULARINI. Fries. 

S. 0. V. p. 81, Epicr. p. 530. Corda Icon. 
III. p. 51. 

»Hymenium inferum amphigeneumve, contiguum, horizon- 
tali-expansum, primitus laeve aut raro costatum et 
vulgo laevigatum persistens.« Basidia amphigena, firma, 
sterigmatibus plerumque coronata. Sporae acrogenae, 
simplices. 



174 

460. HYPOCHNUS. Fries S. M. 3. p. 289. Epicr. 
p. 5G9. Ehrenb. Hör. Phys. Berol. p. 84. Hyphodenna 
Wallroth Fl. germ. II. p. 576. 

Fungus plano-expansus, menibranaceus, sed totus e floccis 
fibrosis contexlus, supra (Vuctiferus. Hymenium inconi- 
pletum. Basidia monospora, subulata vel verrucilorniia. 
Sporae simplices. 
Abb. Nees jun. Taf. 6. Fee Crypt. exot. Taf. I. Fig. 1. 
N. Die Arien der Gattung müssen sehr beschränkt 
werden, und auch dann noch ist sie nur durch die Substanz 
von Thelephora verschieden. 

461. PIILEBIA. Fries S. M. 1. pag. 426. Epicr. 
pag-. .526. 

»Hymenium amphigcnum, ceraceo-molle, glabrum, conti- 
guum, jam primitus in cristas corrugatum; rugis con- 
fertis interruptis persistentibus, acie integerrimis ubi- 
que ascis perfectis tectum. Resupinato- elTusae, udae 
subgelatinoso-ceraceae, siccae cartilagineae.« 
Abb. Greville Scott. Crypt. Flor. V. Taf. 280. 

K. Wir haben noch keine Art dieser Gattung unter- 
sucht, und können daher weder ihre Basidien, noch die 
Sporen beschreiben. 

462. CONIOPIIORA. De Cand. der. fr. 5. p. 34. 

Fries S. 0. V. p. 83. 

»Pileus menibranaceus, tenuis, resuplnatus, moUis ; hyme- 
nium cum pilco homogeneum et concretum sporulas 
in accrvukis pulvcrulentos numerosissimos concentri- 
cos dispositas gerens. — Fungi facie sterili omnino 
adhaerentes, orbiculati, rugoso-tuberculosi.« 
Abb. tehlt. • ^■(^)>^i'^^i'<-^-'/'<-'i^'-^'-" i^'~<^<^<f^^' 



175 

K. Wir erkennen hierin nur reichsamige Arten der 
Gattung Tlielephora. 

463. THELEPHORA. Ehih. Gr. n. 178. Fries S. M. 
1. p. 428. Epicr. p. D34.^Slereum, Auricularia, Cora, 
Corticiura, KneifTia. Fries Epicr. p. 529. 545 — 566. 
Corda Icon. fung-. III. p. 51. 

Hymenium cum pileo homogeneum et concretum, unilate- 
rale, setulis vel papillis subrotundis, obtusis, sparsis 
obsitum 1. omnino laeve, undique basidiophorum. Ba- 
sidia firma, emersa, sterigmatibus quaternis. Sporae 
acrogeneae pleurotropae, simplices. Pileus coriaceus, 
persistens, rarius regularis; contextu floccoso, cellu- 
loso, carnoso vel fibroso. 

Abb. INees Syst. Taf. 64. Corda Icon. III. Taf. IX. Fig. 134. 
V. Taf. X. Fig. 79. 

464. MERISMA. Persoon. Syn. p. 582. 

Fungus coriaceus, ramosus; ramis ramulisque compressis, 
frondosis laciniatis vel truncalis utrinque hymenio ve- 
slitus. Hymenium tenue, subceraceum; basidiis utrinque 
obsitum. Sterigmata quatuor. Sporae acrogenae, sim- 
plices ; episporio verrucoso; nucleo firmo. 

Abb. Greviile Scott, crypt. Flor. I. Taf. 46. Corda Icones 
fung. V. Taf. X. Fig. 77. 78. 

465. CRATARELLUS. Fries Epic. fung. p. 531. 
Cralarelli spec. Pars. part. Gomphora. Fries S. 0. V. 

pag. 88. 

Fungus stipitatus tubae-vel infundibuliformis, subtus hyme- 
nio tectus. Hymenium subceraceum discolor; basidiis 
tetrasporis; sterigmatibus longiusculis. Sporae acroge- 



176 



nae, pleurotropac; episporio simplici, nucleo flrmo, 
involuto. 
Abb. Persoon. Älycol. Europ. 11. Taf. 13. Fig. '3. Kromb- 
bolz Abb. Taf. 46. Fig. 10—13. Corda Icon fung. V. 
Taf. 1. Fig. 80. 

•iGG. GUEPINIA. Fries Elcncb. pa-. 30. Epicr. 
pag-. 566. 

»Fungus gelatinosus, sublremellinus , intumescens, siccus 
contrahitur subcartilagincus. Hymenium distinctum, dc- 
finite inferum, laeve , immutatum persistens (ne rimo- 
sum quidem), ascis tenuissimis filiformibus sporidüs sub- 
solitariis terminalis.« 
Abb. feblt. 

K. Wir sahen dieses Genus nie, aber die Diagnose 
ist deutlich, und aus der Beschreibung der Asci erhellet, 
dass es Basidien sind, welche endstündige Sporen tragen. 



Zu dieser Gruppe dürften Gymnoderniia. Humboldt 
Flor. subt. frib. p. 109. und Gausapia. Fries S. O. Y. p. 302. 
zubringen sein, wenn es nicht einfache Arten anderer Pilze 
oder der Gattung Thelcphora sind. 



Farn. LXII. HYDNEI. Fries. 

S. O. V. p. 80. Epicr. p. :)04. Icon. fung. 111. p. .M. 

Hymenium effiguratum, aculeatum, dcntalum, cristatellum vel 
setoso-tuberculatum, strato basidiophoro ceraceo tec- 
tum. Basidia firma, sterigmatibus evolutis teminaJibus 
et sporis coronata. Sporac simplices. 



i i 



467. GRANDINIA. Fries. Epicr. p. 527. 

»Hymenium amphigenum, contiguum, ceraceum, papilloso- 
verrucosum aut potius granulosum, granulis globosis 
hemisphaericisve integris obtusis apiceve excavatis con- 
fertis regularibus glabris persistcntibus.« Basidia fili- 
formia, intertexta, monospora. Sporae conünuaCj dein 
basidiis interspersae. 

Abb. Nees sen. Syst. Taf. 32. Fig. 247. 



468. ODOKTIA. Fries Epicr. p. 528. 

Hymenium superum , e fibris contextum concrescentibus 
in verrucas papiüosas, rai o aculeiformes, apice cristato- 
multifidas penicillatas. Basidia filiformia, monospora, 
emergentia. Sporae simplices. 

Abb. Bulliard Herb. Taf. 481. Fig. 2. Sowerby. Taf. 328. 

469. IRPEX. Fries Elench. 1. pag. 142. Epicr. 
pag. 521. 

«Hymenium inferum, primitus dentalum. Dentes varii, firmi, 
subcoriacei. acuti, cum pileo omnino concreti, seriatim 
1. reticulatim disposili basique lamellosis (in sessilibus) 
porosisve (in resupinatis) concatenali.« Basidia . . . . ? 

Abb. Alb. et Schwein. Consp. Fung. meck. Taf. 6. Fig. 7. 

470. RADULÜM. Fries El. 1. p. 148. Epic. p. 524. 

»Hymenium amphigenum, tuberculosum. Tubercula rudia, 
difformia, vulgo elongata et cylindrica, obtusa, ceraceo- 
carnosa, sparsa fascilulatave. Asci perfecti.« 

Abb. Greville Scott, crypt. Flor. V. Taf. 278. 

N. In dieser Diagnose sind ebenfalls Basidia für 
Asci zu setzen. 

12 



«7H 

471. HYDNUM. Liniie ijcn. pl. 107G. Corda Icon. 
(img. III. p. 51. 

Hvmcniuin cum pilci substantia homogeneum et concretum, 
aculeatuni. Aculei extus basidiophori. Basidia firma, 
sterigmatibus (plerumque quaternis) et sporis simplici- 
bus homogeneis ornata. Pileus slipitatus 1. sessilis, 
vel resupinalus, raro regularis. Substantia floccosa 
exsucca. Velum nulluni. 
Abb. Nees sen. Syst. Tat. 33. Fig. 240—244. Krombholz 
Abb. Taf. 49. 50. opt. Corda Icon. fung. III. Taf. IX. 
Fig. 135. V. Taf. X. Fig. 81. 

472. SYSTOTPiEMA. Persoon Syn. p. 551. Fries 
S. M. 1. p. 426. Epicr. p. 520. 

Hymcniun» inferum, dentato- vel aculeato -lamellosum ; la- 
mellulis irregularibus, inordinatis, rarius subconfluen- 
tibus carnosiusculis, bymenio subceraceo undiquc ve- 
stitis. Basidia fnma tetraspora. Sporae continuae. 
Abb. Bull. Gbamp. Taf. 453. Fig. 1. Sowerby Taf. 112. 
Greville Scott, crypl. Flor. V. Taf. 248. 



Fam. LXIIl. POLYPOREI. Fries. 

Epicr. p. 408. Icon. fuiig. III. p. 49. 

Fungi pilcati vel stratosi. Hymenium primiLu3 effiguralum, 
tubulosum vel porosum. Basidia firma, tubulis vel pons 
inclusa. Sporae acrogenae, pleurotropae, heteromeres, 
simpliccs ; episporio hylo basiliari instructo ; nucleo 
firmo. 



179 



473. FISTULINA. Bull. Cliamp. p. 314. Fries S. 
M. 1. p. 369. Epicr. p. 504. 

Hymenophorum inferum, primuni verrucosum dein tubulo- 
sum ; tubulis inter se liberis primum clausis dein aper- 
tis intus hymenio tenui vestitis. Basidia emersa firnia. 
Sporne simplices. 

Abb. Greville Scott, crypf. Flor. V. Taf. 270. Krombbolz. 
Taf. 44. (opt.) 

N. Diese Gattung kann nur mit ünrecbt zu der Fa- 
milie der Stachelpilze gebracht werden ; sie ist ein wah- 
rer Boletus, dessen Röhren völlig frei untereinander ent- 
wickelt sind. Die äussere Fläche dieser Röhren besizt keine 
Spur eines Hymeniums , sondern einzelne Fasern ihrer 
Substanz trennen sich, und bilden einen flockigen Uiberzug. 



474. BOLETUS. Linne. Gen. pl. 1075. Fries S. 
M. p. 385. Epicr. p. 408. Icon. lung. III. p. 49. 

Fungi pileali carnosi. Hymenium e propria substanlia 
formatum; a pileo discretum, totum e tubuHs carnosis 
parallelis in Stratum pcjrosum connexis compositum. 
Tubuli integri a se invicem separabiles, longi, cylin- 
drici, angulati, pervii, intus basidiophori. Basidia sterig- 
matibus quatuor ornata ; sporis acrogenis, pleurotropis, 
simpjicibus. PoUinaiia firma tubulosa. Slipes centralis, 
velatus vel nudus , saepe reticulatus. Pileus seniper 
carnosus. 

Abb. Nees Syst. Taf. 26. Fig. 204—207. Krombholz Abb. 
Taf. 31 — 38. (opt.) Corda Icon. fung. IIF, Taf. IX. Fig. 
126—131. V. Taf. X. Fig. 82—85. ap. Sturm. III. 19. 
20. Taf. 1. 

12* 



jyo 



475. POLYPOKUS. Mich. n. gen. pl. 118. 110. 
Fries S. M. 1. p. oil. Epicr. p. 427. Icon. fung. lü. 
pai;-. 50. 

Ilymcniuin cum pilei substantia homogcncum et concretuni, 
poris subrotundis perlusum, dissepimenlis tubulorum 
tenuibus intus basidiophoris. Basidia firnia, sporis con- 
tinuis, acrogcnis, pleurotropis. Pileus carnosus lentus, 
subsessilis vel resupinatus, passim slipitatus, sub- 
stantia floccosa sicca. 



Abb. Neos sen. Syst. Taf. 27. 28. Corda ap. Sturm 111 
14. 15. Taf. G2. G3. Icon. A 
133. V. Taf. X. Fig. 87. 88. 



14. 15. Taf. G2. G3. Icon. fung. III. Taf. IX. Fig. 132. 



476. POROTIlELimr. Fries Obs. M. 2. p. 272. 

»Fungus totus e mycelio contcxtus, rcsupinato-expansus, 
submombranaceus, e quo prominent papillae, primitus 
distinctae, mox poroso -apertae, dcmum elongatae tu- 
bulüsae. Asci tenues.« Epicr. p. 503. 
Abb. Sowcrby Taf, 387. Fig. 1. Necs sen. Syst. Taf. 29. 
Fig. 224. 

N. Die Asci sind Avahrscbeinlich Basidien. In der 
Epicrisis p. 503 stehen: Asci tenues, und im Systema my- 
cülogicum I. p. oÜG: Asci nuUi. — ? Wir sind in Bezug des 
Namens dem Systema O. V. gefolgt, welches Porotiielium 
Eschweiler in Porodolhion (p. 2G2.) transmutirt. 

477. CERIOxMYCES. Corda ap. Slurin. III. 2. p. 16. 

Fungus lignoso-subcrosus amorphus vel explanatus poris 
magnis irregularibus inter se anastomosantibus utrin- 
que hymenophoris percursus. Hymenium tenue; basi- 
diis spuriis fiHforniibus; sporis simpHcibus. 
Abb. Corda ap. Sturm. 14. 15. Taf. Gl. 



i8i 



N. Eine höchst seltene und eigenthiimlich aussehende 
Gattung, welche genau von ähnlichen Monstrositäten zu 
unterscheiden ist, da sie ein Fruchtlager hildet. Die Ab- 
bildung bei Sturm ist unvollständig. 



478. FAYOLUS. Fries El. fung. pag. 44. Epicr. 

pag. 498. 

»Fungus carnoso-lentus, hymenio reticulato-celluloso sive 
alveolato. Alveoli radiantes, e lamellis dense anasto- 
mosantibus formati, elongati, parietibus duplicatis. Asci 
perfecti, sporidiis didymis albis.« 

Abb. Mich. Taf. 70. Fig. 5.? Linnea. Tom. V. Taf. 11. 
Fig. 1. 5. 

N. Die Asci sind wahrscheinlich Basidien. Sind die 
»Sporidia didyma« zweizeilige Sporen, oder stehen sie paar- 
weise? — 

479. HEXAGONA. Pollini pl. nov. p. 35. Epicr. 
pag. 496. 

»Hymenophorum descendens in Iramam cum pilei sub- 
stantia omnino concolorem et similarem. Pori jam 
primitus dilatati in alveolos amplos subhexagonos, lig- 
noso-induratos, parietibus firmis contiguis, nuniquam 
laceris. Asci obsoleti, subemersi, sporidiis simplicibus. 
Fungi sessiles, suberoso- 1. coriaceo-indurati, epixyli.« 
Abb. Klotsch. Linnea. XU. Taf. 10. Fungi Guineen. Fig. 
8. 9. 10. Pahsot. Flor. Ovar. Taf. 1. 

1^ N. Die Asci subemersi sind gewiss Basidien. 

480. TRAMETES. Fries. Epicr. p. 488. 

»Hymenophorum inter porös omnino immutatum in tramam 
cum pilei substantia persistenter similarem descendens. 



i82 



Pori cum piloo prorsns concioti , ]iriino iiiininii , ilcin 
aperti, oblusi, inle^ri, aequalcs, rotundi 1. lineares, nee 
labyrinthiformes lacerive. Fungi suberosi lignosive, ar- 
borei, seniper diniidiati, priniilus vulgo flagrantes nee 
umquam aciduli.« 

Abb. Bulliard. Herb. Taf. 421. Fungi Guin. Fig. 14. 15. 
IG. 17. Nees Syst. Fig. 222. Sowerby. Taf. 228. Kromb- 
holz Abb. Taf. 4. Fi". 2ö. 



'D* 



481. DEDALEA. Pers. Syn. pag. 499. S. INI. 1. 
p. 331.Epicr. p. 492. Lenzites. Epicr. p. 403. 

Hymenium sinuosum. Sinuli cum pilei substanlia suborosa 
homogenei et concreM, firnii, profundi, elongali, varii, 
nunc lamellulas anastomosantes , radiantes plerumque 
flexuosas vel contortas, nunc porös elongatos flexuosos 
referentes, ubique basidiophori. Tiasidia emersa, firma; 
sterigmatibus quaternis; sporis acrogenis, pleurotropis, 
simi)licibus. 
Abb. Nees Syst. Fig. 227. Sowerby. Taf. 181. Bull. herb. 
Taf. 352. Corda Icon. fung. V. Taf. X. Fig. 89. 90. 

482. CYCLOMYCES. Kunze. Sieber Crvpt. exs. 
no. G3. Fries. Linnea. V. p. 512. Epicr. p. 495. 

Hymenium sinuoso-Iamelloideum. Lamellulae concentricae, 
hie inde anastomosantes, papyraceo-lignosae, basidiis 
ubique vestitis. Sporac simplices. Fungus dimidiatus, 
coriaceo -lignosus, sessilis, tenuiter zonatus, habitu 
Dadaleae scpiariac. 
Abb. Kunze 1. c. Taf. l\. Fi% 3. Krombholz. Abb. Taf. 4. 
Fig. 17. 18. Hoocker Botanical Miscell. Taf. LXXIX. 

N. Die Blättchen der Sinuli laufen dem Rande des 
Hutes parallel, und dieser Pilz ist das einzige bekannte 



183 

lieispiel dieser Lamellenrichtung. Ich glaube , wir werden 
auch Fleischpilze mit ähnlichem Baue des Fruchllagers 
finden. 

483. EPICHYSIUM. Tode fung. Meckl. IL p. 1. 

»Fungus sessilis, rotundato-concavus ; seminibus ecaudato- 
globosis, distichis, filamento ramoso, aream internam 
obrepenti, affixis.« Gupula sessilis membranacea ; hy- 
menio inlerno venoso , venis venulisque ramosis sub- 
furcatis intricalis ; basidiis firmis, sporis acrogenis. 
Abb. Tode 1. c. Taf. Vlll. Fig. 60. Necs Syst. Taf. YII. 
et XIII. Fig. 90. 

N. Die Basidien und Sporen beschreibt der treffliche 
Tode mit folgenden Worten sehr gut: »Assurgunt inde 
filamenta ramosa argentei coloris ac nitoris, quae spirarum 
fere in modum discum fungi anfraclibus suis ad oram usque 
vestiunt, et, ut lente admota elucescit, corporibus minu- 
tissimis, ut videtur, globosis, contiguis , aeque argenteis 
colore nitidisqne, quae pro seminibus habeo, utrinque la- 
teri aflixis, stipantur.c» Mir erscheint die Gattung wie ein 
becherförmiger Merulius. 

484. LASCHIA. Fries. Linn. Y. p. 533. Epicr. 

fung. pag. 499. 

»Funerus gelatinoso - tremellosus , siccitate membranaceus, 
subtus favoso - reticulatus 1. alveolatus. Alveoli cum 
pileo omnino homogenei, tenues, flaccidi. Asci nulli.tt(?) 
Abb. fehlt. 

485. MERULIUS. Haller h. heh. p. 150. Fries 
S. M. 1. p. 32G. Epicr. f. p. 499. Corda Icon. fung. 
m. pag. 49. 

Pileus effusus, stratosus, a mycelio floccoso contexto for- 
matus, indclerminatus, hymenio ceraceo, molli> con- 



184 



tiguo in superficie plicis obtiisis rcticiilato incomplete- 
poroso , demiini gyroso oblusoquc dentato. ßasidia 
conferta, stcriginalibus quatuor coronata. Sporae sim- 
plices acrogenae, plcurotropac. 
Abb. Nees. Fig. 238. Krombh. Abb. Taf. 46. Fig. I. 2. 
Corda Icon. fung. III. Taf. VIII. Fig. 125. 



I\. Ob die drei lolztcn Gaüungcn nicht in eine einzige 
verschmelzen soUen, bleibt der Zukunft zu entscheiden 
vorbehalten. 



Farn. LXIV. AGÄRICINI. Fries. 

Corda Icon. fung-. I. p. 2.'). HI. p. iO. 

üvmenophorum lanicllosum vcl venosuni. LamcUae vel 
plicae utrinquc hymenio ceraceo tectae, basidiis emer- 
sis polysporis, antheridiis superficialibus ; sporis sini- 
plicibus, acrogenis, pleurotropis. 

486. SCIIIZOPIIVLLUM. Fries. Obs. m. 1. p. 103. 
S. M. 1. p. 330. E])icr. 102. 

»Fungus excarnis, aridus. Lamellae coriaceae, ramoso-fla- 
belliformes , acie longitudinaliter fissae, lanielluiis dis- 
cretis extrorsum revolutis patulisquc. Sporidia alba.« 
Basidia . . . . ? 
Abb. Greville Sc. crypt. Flor. II. Taf. (U. Krombh. Abb. 
Taf. 4. Fig. 14. 15. 16. 

487. CANTHARELLUS. Adanson. Fries S. M. 1. 
|>. 310. Epicr. p. 3G4. 

»llymenophorum infcrum, in traniam floccosam descendens 
immutatum. Lamellae ceraceo-carnosae, crassae, tumi- 



185 

dae (h. e. pllcaefornies) , subramosae, acie obtusa, 
valleculis intcr lamellas simul fertilibus. \sci perfecti, 
sporidiis globosis albis. Fungi carnosi 1. niembranacei, 
putrescentes, velo nullo.« 
Abb. Nees Syst. Taf. 3t. Fig.- 233-234. 236. 239. Kromb- 
holz Abb. Taf. 4. Fig. 8. 9. £0. Taf. 45. Fig. 1— U. 
13-18. Corda Icon. fung, III. Taf. 8. Fig. 123. 124. 

N. Die Asci perfecti sind wahre Basidien mit vier 
oder sechs Sporenträgern. Die Sporen sind einfach end- 
ständig und ungleichaxig. 

Uiber den Werth dieser so künstlichen Gattung 
haben wir uns bereits im dritten Bande der Icones fun- 
gorum (pag. 48.) ausgesprochen. INach neuerer Untersuchung 
entschwinden alle haltbaren Unterschiede^ und wir hoffen, 
man möge Cantharellus bald nur als Abtheilung der Gat- 
tung Agaricus betrachten, wohin ebenfalls »Piuthea« gehört, 
die wir gleich zur Seite legten. 

488. AGAIIICUS. Linne Gen. pl. p. 492. Fries S. 
M. 1. p. 8. Corda Icon. fung. III. p. 40. IV. p. 48. Ama- 
nita. Pers. Syn. p. 246. Agaricus. Epicr. fung-. p. 2. 
p. 596. Coprinus. p 600. Bolbilius. Cortinarius. p. 600. 
Paxillus, Gompliidius, Slylobales, Hyg^ropborus, Lac- 
larius. p. 601. Russula. Nyctalis, Marasmius, Lentinus, 
Panus, Xerotus, Trogia, Lenziles. Epicr. p. 602. Fun- 
gus, Volva, Petrona, Keuma, Gelona, Amanita. Adans. 
Rhipidium Wallr. Ruthea. Opatowsky. 

Fungi pileati; pileo subtus lamelloso ; lamellis ulrinque 
hymenio ceraceo amictis. Hymenium cellulosum, mem- 
branaceo-ceraceum, tenue, e cellulis erectis stratosis, 
basidiis tetra- vel polysporis et antheridiis cystoideis, 
emersis, subliberis vel superficialibus compositum, per- 



186 



sistens vel diffluens. Basidia eniersa, supra sterigma- 
tibus sporarum verticillatis coronata. Sporae acrogenae, 
simplices ; episporio hylo basilari itistructo ; nucleo 
firnio et plerumque gullulis oleosis rcpleto. 

Abb. Nees Syst. Taf. XIX— XXI. Krombholz Abb. Tal". 
1—3. Corda. Sturm. 14. 15. Taf. 49—05. Heft. 19.20. 
Taf. 2—5. Icon. fung. I. Taf. VII. Fig. 300. Tom. III. 
Taf. VII. Fig. 97-122. Tom. IV. Taf. X. Fig. 134—139. 
Tom. V. Taf. X. Fig. 91—9";. 



Nachdem hier die Reihe der untersuchten und unter- 
scheidbaren Gattungen geschlossen ist, bleibt uns noch eine 
grosse Reilie solcher zu verzeichnen, welche höchst du- 
bios, unenträthselbar, oder auch noch nicht beschrieben 
sind. Wir werden solche nach den betreffenden Autoren, 
die sie gebildet, aufführen, und uns dabei jedes Unheiles 
und jeder Meinung enthalten, wie wir solches auch nur 
als redlicher P'orscher können, da wir keines dieser, oft so 
sonderbaren Wesen untersuchten, obgleich wir ahnend 
singen möchten: 



Holt einen grossen Sarg. 

Bryomyces. Mont. Uromyces. Ung. 

Cilicia. Fries. Synalissa. Fries, 

Cora. — Synconis. — 

Diplodia. — Thermutis. — 

Saccothecium. — Trichosporum. — 

Spermoedia. — Cyrtocnon. Link. 

Chaelocphye, Corda. ()j)hiolrichu;n. Kunze. 

Bryocladiinu. Kunze. Podostrombium. — 

CoUacystis. — Sphinclosporium. — 



187 



Neuroedium. Kunze. 
Amphiphylum. Schwein. 
Coenocarpus. Rebentiscli. 
Lateradea. Raspail. 
Dicarphus. Raff. 
Stemaslrum. Raff. 



Closterisporium. Schw. 
Hydronema. Carus, 
Acinophora. Raffin. 
Rimella. Raff. 
Serratia. Rergam. 
etc. etc. etc. 



180 

' • , ■• •• ' .IhD 'i'A) \yiln fi/T^.nfnr»]/l 

.:■•..! '■■•)!'ul(lA n;).hj'^ ■■■ 

• f .. }J] ''M ;J'? T'^'-^ VI ,' 

:Nräclifril#e. 

"Während des so, zufällige verspäteten Druckes dieser 
Schrift haJjen sich neue Entdeckungen gehäuft, welche wir 
notliwendig hier nachtragen müssen. 

Farn. IL GAEOMACEAE. lU. p. 6. 

INr. 8. a. S c h i n z i a. Naegeh Botanische Beiträge, s. Schlechte. 

iti .'M.Linnea. 1842. 3. p. 281. . Erscheint als gestielter Proto- 

l! myces in den Wurzelzellen von Iris. Die zweite auf 

'' ErYsil3C Corvli wachsende Art kann dvuchwegs nicht 

mit der Seh. cellulicola in dasselhe Genus gebracht 

werden. Die Gattung ist zweifelhaft, so lange sie niclit 

;'j besser untersucht wurde. ^^ 

Farn. III. PiniAGMIDIAGEAE. III. p. 13. 

Nr. 44. Sporidcsinium. p. IG. Hierher gehört Bryo- 
myces Mont., und die auf Moosen lebenden Arten 
könnte man als besondere Gruppe bezeichnen. 
Fam. X. PSILONIACEAE. III. p. 41. 

Nr. 123. a. Z y g o s }) o r i um. Montagne, i n Piam. de la Sa- 
gra Ilist. nat. de Cuba. Gryptog. p. 303. Annales des 
Sc. 1842. Fevrier. p. 120. 

Flocci erecti, septati, simplices, basin versus hinc uni- 
cum ramum continuum, fertilem, sursum recurvum, bifidum 
et soleae ferreae similerii emitentes. Sporae binae, acro- 
genae, continuae, heterogenae, apicibus ramuli bifurcäti insi- 
dentcs. 

Abb. Mont. 1. c. Taf. XI. Fig. 2. Corda Anleitung. Taf. 
H. 78. Fig. 3-9. ■ 

Fam. XXVIII. LYCOl^ERDACEAE. Ifl. p. 90. 

Nr. 251. a. Hippoperdon. IMontagne 1. c. p. 319. An- 
nal. 1. c. p. 121. 
»Peridium papyraceum persistens cortice unito aut raro 
secedente , nunquam sponte nee determinate dehiscens. 
CapiUitium peridio undique adnatum in cellulas laljy- 
rinthiformes vel polyedras totum contcxtum sporidüs- 
que inspersum laevibus aut aspcris subpedicellatis.« 
Abb. fehlt. 

N. Zwei Arten, eine aus Cuba, die zweite aus Madagas- 
kar sind bekannt. Wir liofl'en unsei* verehrter Freund Dr. 

12 



:I90 

IVIoningnc wird die flüto lia])on, li'lcliiige Analysen der Gat- 
liinj^ in guten Abhildiitii^on iiiil/.uflicilen. 

Farn. XXIX. SCLEUODKllMACF^AK. Ilf. p. Hi. 

rVr. 20 L a, IM vcc nastruiu. Desvaux.Sur le ironrc Mvc. du 
gioupc des Lvcoperdöes. Annal. des Scicnc. Mars 1813. 
p. 113. 
»Peridiuin in initio carnosum, dein soliduin; cortice duplici : 

cortex exferiör tcnuis, fraiiinine delansus : cortex in- 

lenor crassus, induralus, ])ersistcns, substellatini erum- 
pons; pars inleritn' ])cridii carnosa alba, dein dense 
stu|)()sa i'usca, adhaerens, apicc fibroso-pulveracea.« 
'■Abb. ft'blt. :i.>':.- , , . ij Vi M,,' .).i \ ii t .i) c'j .i; y, .i/. 

-"''■ Die Gattung wurde ans SH'crodefmd: cioriiim Gräves in 
l')ul)y Hot, gall. II. p. H!)2. (Lycoperdon coriiini. Guorscnt 
ap I), Cand. Flor. Fr. Suppl.; n; 716) gebildet, und bedarf 
zur Bestättigung einer mikroskopischen Analyse. 

Fa 111. XXXIX. LYSmOIDEAE. III. p. llfi. 

Nr. 204. a. Cala tliiscus. iMont. Secondc Ccnfur. de PI. 
cell. exot. Annal. des Sc. 1811. Novcmbre. p. 278. 
Peridium extern um simplex, sessile, leve ; internum recepta- 
culiforme, infra stipitifbrme , siipra inflatum, cupulare, 
et margine in lacinias vigijiti clongatas, crcctas, subu- 
lalas , apice involulo-cirrlK)sas divisuiii. Pidpa atra in 
medio receptaculi interni annulum angnstum fbrnians. 

Abb. Mont. 1. c. Taf. 16. Fig. 2. 3. Corda Anleit. Taf. 
F. ii). Fig. I. 2. 

Nr. 201. b. Lysuriis. 1. c. III. p. 116. 

Fam. XU. PIIALLOIDEAE. III. p. HS. 
.; JNr. 307. Gynophallus. p. 119. 

Nr. 307. b. Dicty ophallus. (Pballiis auranliacus. IMont. 
1. c. p. 277). 
Peildiiim volvacrornie, duplex, externmn meinbranaroum, 
internum gelalinosum , loctiduui. Rece[)laculum siipiti- 
I'ornie, cavum, cupula basilari insidens , cribi'osuni, 
reticulaluni, supra ])ileolo fere t(^lo adnato onialnni. 
Sporidia — ? in superüciein pileoli \cnoso-reticulati 
nidulantur. 
Abb. IMoiitagne, See. Cent. v. Aiinales des Sc. 1811. Novemb. 
Taf. 16. Fig. 1. Corda Anleit. Taf. E. 51. Fig. 9-11. 
N. Dieses scliöne (jenus stammt aus Pondichcry, wo 
es Herr l^errottet entdeckt und ge/.eiclinel bat. 
Faul. XIJV. SI>llAi:r,I\CEI. III. j). 130. 
Nr. 3.")2. Pemph id i u ui. I. c. [). 133. 



191 

Nr. 352. b. Micropell is. Mont. Plant, cell. cxol.Ann. des 

Sc. 1812. Fcvrier. p. 122. 
Perithecium dimidiato-scutatum, orbiculatum (applanatum) 

poro centrali pcrtusum. Asci clavati erccti, sporidia 

seplata hyalina foventes. 
Abb. Mont. in de la Sagra Ilist. de Guba, p. 325. Taf. XII. 

Fig. 6. 

Farn. XLVI. SPOROGADEAE. III. p. 140. 

Nr. 3G9. Sporocadus. 1. c. 

Nr. 3G!). b. Angiopoma. Leveiile Description de quel- 
ques especes nouvelles de Champignons. Annal. des 
Sc. 1841. Octobre, p. 235. 
»Perithecium membranaceum subcorneum, cyathiforme , ore 
circulari dchisccns , epiphragmate fugaci tectum.« Nuc- 
leus coloratus: basidiis stipilifoi-mibus, continuis; sporis 
acrogenis, heterogeneis, transverse-scptatis. 

Abb. Leveiile 1. c. Tat', l i. Fig. 1. Gorda Anleit. Taf. F. 58. 
Fig. 5. a. — 7. 

Farn. XLVII. IIYSTEPJAGEAE. III. p. 142. 
Nr. 37G. Lophium. 1. c. p. 143. 

Herrn I. Desmazieres ist es gelungen, Schläuche und 

Sporen bei dieser Gattung aufzufinden, und wir emmendiren 

daher hier ihren Gharakter : 

Peritiiecium verticale , corncun), compressum, substipitatum 
mytilliforme, rima longitudinali dehiscens. Nuclcus gela- 
tinosus, et ascis clavatis, sporis plenis et paraphysibus 
simplicibus vel raniosis continuis repletum. SjKirae 
baculiformes longissimi, transverse septati , utrinque 
attenuati. *^^~r 

Al>b. Desm. Ann. des Sc. 1842. Fevrier. Taf. 5. Fig. inf. 
1 — 3. (Asci). 

Fam. XLIX. PYIlONEMEAE. III. p. 149. 
Nr. 391. Pyronema. 1. c. 

Nr. 391. b. G r y p t o m y c e s. Greville Scott. Grypt. Fl.IV. 200. 
Fungus effusus , oninino adnatus, erumpens, planiuscuhis, 
carnosus. Hymenium omnem superficiem occupans, 
atrum; ascis clavatis, paraphysibus continuis mixtis ; 
sporis continuis. 
Abb. Greville 1. c. Taf. 206. Gorda Anleit. Taf. F. Gl, 
Fig. 6—11. 
Fam. LII. PEZIZEAE. III. p. 125. 

Nr. 404. a. Gyttaria. Berkeley v. Magazin of Nat. liist. VII. 
p. 43G. Endl. Mantissa botanica. p. 1. 

12 * 



192 

»Ilcccptarula cnmosa , golallnosa. In stroma coniniimp sub- 
j^lohosum, cpiderinide crassiuscula vcslilmii aj;j:^ret;ala, 
l)a,si stipififnrnii, jjramilala, (;uj)iila periplierica , primo 
clausa, gclalina distciita , dciiium opidcniiido nipta 
apci'la. llvinenium, niaryinc cxcepto, separal)ile. Asci 

.1 anipli, denuiin iiheri , paraphysibus immixtis. Veluin 
persislcns, tandcm rupLuiu, niai-jj^ine plus minus reflexo. 
Sporidia pallida.« 
Abi), (cldl. 

Nr 40 i Ist bier zu .streichen und auf p. ITö zwischen ■Mcrisina 

und Cratarellus zu setzen. S. weiter unten den iVachtrag Cyphelhu 

Farn. LIV. LEOTIACEAE. III. p. löG. 

Nr. 412. b. Cucu Ilaria. n. g. 
Pilcus stipitatus, firmus, carnosus , niarg^ine acuto involutus, 

itifra hynicniü glabcrrimo , ceraceo ascigero vostitus 

Sporae simplices. 
Abb. Corda Anlcit. Taf. G. G6. Fig. 11 — 1 i. Sowerby 

Taf. 153. Taf. i02. 

Farn. LVII. CORYNFACEAE. III. p. IGi. 

Nr. 433. Coryneum. III, p. 165. 
Nr. ViZ. b. Damn osporiuni. n. g. 
Stroma superficiale, carnoso-gelatinosum, pulvinaliim, supra 
hvnienio undicjue tcctum. Basidia siin[)licia brcvia, 
pedicelliformia, continua , sporis acrogenis , transvcrse- 
sej)tatis, fasciatis. 
Abb. Hulüard Herb. Taf. 499. Fig. IV. Corda Anleit. Taf. 
G. 09. Fig. 7 — 10. 
Gleichs.iin ein gallertartiges Coryneum , das sich so- 
wohl durch die Textur des Trägers , wie auch durch den 
Bau der Sporen hinlänglich unterscheidet. 

Farn. LVIII. THEMELLLWE III. p. 16G. 

Nr. 437. Hyperomyxa. III. p. IGG. 

Nr. 437. a. Myriocephalum. Notaris Micromycetes Ita- 
liae. Exs. 
Stroma indeterminatum , gelatinosum; basidiis filifornubus, 
inmiersis, simplicibus. septatis, apice sporiilifeiis. Sporae 
in capiiula leiniinalia eggregatae , simplices, nudae ; 
episporio lenui : nucleo fiinio involuto. 
Wir haben diese schrme (Jallunir vom Verfasser und 
Entdecker selbst erhalten, niul werden sie im sechsten Bande 
der Icones fungorum abbilden. 



193 

Fam. LX. CLAVARTACEAE lü, p. llt. 
Nr. 453. Pisti Ilaria. ll[. I. r, 

Nr. 4o3. a. Scleroniitra. (]orda ap. Sturm III. 2. p. 59. 
Taf. 27. Anleit. Taf. G. 72. Fi^. 4 8. 
Fungi minuti, clavato-mitrati. Hymenium heterogeneum, colo- 
ratum, marginatum; basidiis raris, lurcalis; sporis acro- 
genis, pleurotropis , simplicibus. 
Im sechsten Bande der Icones fungorum werden wir 
diese Gattung genauer würdigen. 

Fam. LXI. AURICULARINI. III. p. 173. 

Nr. 461. Phlebia IIl. p. 174. 

Nr. 4GI. a. Phlebophora. Leveille Espece nouv. de 
Champ. Ann. des Sc. Octobre 1841. p. 238. 
»Hymenium inferum tenax, venosum, cum pileo carnoso- 
coriaceo concretum; venis dichotome-ramosis.« 
Diese Gattung ist höchst unvollkommen beschrieben, 
und bedarf /u ihrer Constatirung nothwendig einer guten 
Abbildung und Analyse. 

Nr. 463. Thelephora. III. p. 175. 

Nr. 463. a. Cymato derma. Junghuhn in v. d. Hoeven 
et Vriese Tijdsch. VII. p. 290. Montagne Ann. No- 
vembre 18 il. p. 320. Endlicher Mantissa. p. 1. 
»Receptaculum pileatum, coriaceum , ramis e ccntro basilari 
undique versus ambitum divergentibus dendroideo-ra- 
mosissimis, basi teretibus funicularibus, apice explana- 
tis , lobulatis compositum et concretum , ideo ambitu 
elegantissime fimbriato-lobulatum, subtus papillis aculis 
conlertis immersis undique obsilum.« 
Eine 'l'helephora mit einem ästig-adrigen Fruchtlager. 
Leider fehlt eine brauchbare Analyse und jede Abbildung. 

Nr. 464. Merisma. III. p, 175.' 

Nr. 464. a. Cyphella Fries, s. Anleit. III. p. 154. Nr. 
404. Leveille Espec. nouv. in Ann. des Sc. Octobre 18il. 
p. 239. 
Cupula membranacea, concava , pendula; hymenio interne 
basidiophoro; basidiis tetrasporis; sporis acrogenis pleu- 
rotropis; pollinariis sparsis , conicis. 

Abb. Alb. et Schw. Consp. Taf. V. Fig I. Leveille 1. c. 
Taf. 15. Fig. 6. Corda Anleit. Taf. G. 73. Fig. 23—26. 

Nr. 466. Quepinia. III. p. 176. 

Abb. Scliweinitz Consp. fung. Carol. Taf. II. Fig. 1 — 3. 



Corda Anleit. Taf. G. 73. Fig. 16. 18. 



1 



o 



194 

Nr. iGG. a. Ilclotiiini. Tode fungi mekl. I. p. 22. Pcr- 

soon Syn. p. 679 (Spccies dubiae , subtus fructificau- 

tes !) excl. Sp. 1 — i. Dubv bot. Gall. p. 7öo. excl. Spec. 

1. 2. 4. 5. Fries S. O/V. I. p. 92. Kndlicbcr Gen. 

p. 35. N. 411. Pcronac spec. Pers. Rlyc. Europ. II. 

p. 3. part. 
Fungus ininutus slipitatus; pileo pulvlnato, subtus bymenio 

ceraceo vcstito; velo spurio. Basidia . . ? 
Abb. Tode fang. Tai". IV. Fig. 3:i. 3ü. Auleit. Tat". G. "3. 

Fig. 19—22. 

Farn. LXIII. POLYPORKI. IIL p. 178. 

Nr. 476. Porotbelium 1. c. p. 180. 

Nr. 476. a. Ccllularia. Bulliard Herb. 41i. 

»Ge Cbanipignon est coriace, dans Ic preniler ägc il sc 

prescnte sous une forme etroite plus on nioins allongee, 
et il est arrondi ou un peu tcnninö en pointe ä son 
somnict, ä mesure qu il avance en age il se creuse, ä 
sa parlie supericure au point d'avoir dans son parfait 
dc'veloppcment la forme de ces goblcfs anliciucs; sa 
surface superieure est zonee, fortement drapee et douce 
au toucher ; sa chair est blanclie , cotonneuse et par- 
seniec dans pres de la moitio de son epaisseur de pe- 
tites loges seminales de grandeurs differentes et dispo- 
sees Sans ordre les unes au dessus des autres , on 
n'appereolt a la surface externe du cbampignon qu'une 
partie de ces loges.« 

Abb. Bull. 1. c. Taf. 414. Corda Anleit. Taf. H. 75. Fig. 
24—26. 

Wir erlauben uns unsere vcrcbrten Collcgen Frank- 
reichs auf dieses schöne Genus aufmerksam zu machen, und 
uns zuBulliards guter Abbildung eine tüchtige mikroskopische 
Analyse zu erbitten. 

Nr. 477. Ceriomyces, III. p. 180. 

Nr. 477. a. Gloeoporus Montagne in Rani, de la Sagra 
Hist. de Cuba. p. 385. et Ann. des Sc. Feyrier 18 i2. p. 126. 
»Fungus heterogencus. Ilymcnophorum coriaccum; contextu 
floccoso-cclluloso. Hymenium tremellino - gelatinosum, 
candidissimum, hymenophoro contiguum, punctis pori- 
formibus imprcssum, siccum contractum, tum pori nisi 
oculis armatis inconspicui, udum gelatinosum porosum. 
Pori rotundi, aequales, superficiales, obtusi. Fungus 
dimidiatus polyporeo - auricularinus.« 
Abb. Mont. 1. c. taf. XV. Fig. 1. 
c i 



195 

Nr. 481. Dacdalea III. p. 182. 

Nr.f481. a. Junghuhnia. Corda, Laschia Jpnghuhn Prae- 
missa in flor. crypt. Javae, s« Moni. Annales des Sc, 
Novemhre 1841. p. 317. Aschersonia Endl. Add. p, 103. 
»Hymenium lamelloso-rimosuni. Lanicllae tcnuissimae, seriatim 
approximatae, anastomosantes, basi venis transversalibus 
connexae, margine ci'enatae Toveas anguslas seu rimas 
elongatas labyrinthicas referentcs.« 

Abbildung : keine bekannt. 

Wir liaben den Gattungsnamen Laschia in Junghuhnia 
umändern müssen, da Prof. Fries bereits im Jalu-e 1830 
eine Gattung dieses Namens gründete. 

Nr. 488. Agaricus. III. p. 185. 

Nr. 488. a. Montagnites. Fries Epicris. p. 240. Agaric. 
spec. De Cand. Hör. frane. (5. p. 45. 

Pileus verus nuUus. Stipes vaginatus vel vclatus , supra cla- 
vato-incrassatus, truncatus, Lamellae radiantes, pedicel- 
latac , liberae, cultrirormes, pedicello brevi teniii mar- 
gini stipitis adfixae, arescentes. Basidia firma. Sporae 
heterogeneae, simplices, atrae. 

Wir verdanken die genaue Kunde dieser schönen Gat- 
tung und ihre hier angehängte Adbildung der Güte unseres 
hochverehrten Freundes Herrn Dr. Montagne , und beeilea; 
uns dieselbe noch mitzutheilen. 

JMontagnites Candollei Fr. betrachten wir als Normarl, 
und geben in Fig. 1. des unten l'olgenden Holzschnittes eine 
verkleinerte Figur desselben. Die Atihel'tung und Form der 
niesserförmigen Blätter kann man an Fig. 2 und 3 deutlicli 
sehen, und der vergrösserte Durchschnitt eines Blattes (s. 
Fig. 4) zeii;t Beste der Basidien und die abgefallenen, auf- 
gestreuten Sporen. Diese letzteren sind eiförmig (s. Fig. 5), 
und sie besitzen eine deutliche Sporenhaut und eine dunkle 
Farbe. 

Die Gattung erinnert an Ascroe und Lysurus, wo 
ebenfalls der ganze Fruchtträger der Phalloidöen in Lappen ' 
spaltet, während hier der Hut verschwindet, und die spei- 
chenartig - gestellten gestielten Blätter frei und selbstständig 
erscheinen. 

Montagnites betrachten wir daher auch als das vollstän- 
digst entwickelte Glied der uns bisher bekannt gewordenen 
Gattungen der Agaricini. 

13* 



196 




Montagnites (Actinocnemis) Candollei Fr. 



Wir verzeichnen liier noch drei von Herrn Junghuhn 
in der Praemissa in Floram crvplogamicam Javae insulae. Ba- 
tavia. 1838, beschriebene dubiose Gattuni;en, da uns diese 
Schrift im Wege des Buchhandels, aller Mühe ohngcachtct, 
zu erlangen vergebens war. 

Corallodendron. Jungh. »Flocci carnosi , crassi, liberi 
ramosissinii j persistentes, apice capituliferi. Capiiula 
globosa e sporidiis collectis priniuni massa gclatinosa 
junctis, dein farinaceis.« 
Abb. 1. c. Fig. 5. 

Wir können uns keine richtige Idee dieser Gattung 
bilden, und unterlassen daher zu entscheiden, ob sie zu 
den Isarieae, oder zu den Stilbinis zu steilen sei, 

Trichoskytale. Corda. Trichocoma, Jungh. 1. c. (n. De 
Candolle). 

»Receptaculum basilare sesslle, suberosum, rotundato-cupu- 
latum, persistens, niargine in peridiuni productuni. Pe- 
ridium molle , e floccis laxe contcxtum, fugax, priino 
fungum onmino involvens, dein floccoso-evanescens. 



197 

Flocci copiosissimi , receptaculo vertlcaliter immersi, 
elongati stricti , comosi , in capillitium cylindricuni per- 
sistens collecti, sporidiis mixti.« 
Abb. Jungh. 1. c, Fig. 7 

Wahrscheinlich eine Physareae, neben Cionium oder 
Polyschismium stehend. 

Trieb amphora. Jungh. 1, c. 

»Peridium cupulaefornie , crustaceo - membranaceum , dein 
undique rimoso - dehiscens , furfuraceum, Coluniella 
nuUa.u 
Abb, Jungh. 1. c. Fig. 9, 
Ebenfalls eine Physareae. 



Nachtrag zur Literatur. 



Bryant. ^/i.^Historical Account of two Lycoperdons. Norwich. s. a. 

ßluller O, F. Bemerkung einer sonderbaren Ausstäubung bei einigen Ar- 
ten d. Keulenschwämme. Berliner Beschäftig. I. 152. 1775. 

Reichard. Beschreib, zweier Becherschwämme. Berliner Beschäftig, 1777. 
III. p. 214. 

Tulasne. Mrs. Sur les genres Polysaccum et Geaster. Ann. des Sciences 
Sept. 1842. p. 129. 

Die H, Tulasne haben bei beiden Galtungen Basidien entdekt. 

JVoodwards. Essay towards an History of the british Stellated Lyco- 
perdons, V. Transact. of the Linn. Soc. T. 2. p. 59. c. lab. 



Erkläruiior der Abbildiiii«:eiK 



r')h Auf Tafel ^. sind alle Instrumente vcrltleinert ; bei den übrigen 
Tafeln sind folgende Abkürzungen angewendet; jNG. Natürliche Grösse; 
Tg. Vergrossert; vk. verkleinert; st. stark, sl;iiker; Dscli. Durchscbniu, 
durchgeschnitten; Lscli. Längsschnitt, liiiigs durchschnitten; Qsch. (Quer- 
schnitt, quer durchschnitten ; Sp. Sporen. 

Tafel A. 

Fig. 1. Einfaclies Miskroskop nach PIössl. 

— 2. Zusammengesetztes IVIikroskop von Sellique, gebaut von Chevalier. 

— 3. 3Iikroskop nach Oberhiiiiser, gebaut von Schick. 

— 4. Der Tisch dazu von Schick. 

— 5. Grosses Mikroskop, wie solches PIössl in Wien und Schiek in 

Berlin bauen. 

— 6. Der Tisch von Carry. 

— 7. Die Klammer mit dem Objeclträger. 

— 8. Die TSadelpinzette. 

— 9. Die Blende des Schiek'schen grossen Mikroskopes, (Fig. 5.) 

— 10. Das ScIirauhenniikroMiftcr nach Schiek. 

— 11. Der Ouetscher nacli Purkinje. 

— 12, Ein Qucischer älterer Bauart von Sdiiik. 

— 13. Beleiiclitnngslinse mit Fiiss. 

— 14. Eine hohlgeschlifrene Glasscheibe, mit aufgcschhU'euem Glas- 

deckel. 

— 1.'). Eine Codriglon Lcns, von Carry in I-ondon. 

16-20. Die Objective der Schiek'schen und Plösselschcn Mikroskope 
in ihren verschiedenen brauchbaren Combinationen. 

— 21-23. Scalpellc, deren Khngen 20-25 Par. Linien lang sein sollen. 

— 24. Ein ilaclies Rasiiniesser von Zimmermann in "Wien. 

— 25. INadel mit Tambourirslift. 

— 26. Eine Blende zu Oberhäuser's Mikrcskopen. 

— 27. Ein dünnes Deckglas. 

— 28. Eine Lampe zum Heobachten und Zeichnen. 

— 29. Schemalisches Bild für den Gang der Lichtstrahlen im Mikro- 

skope von Chevalier. 

Tafel B. 

Fach 1. Byssini. Fig. 1. Byssus plumosa. vkl. Fig. 2. Erineum Tiliae. 
]NG. Fig. 3 Fäden dess. vg. Fig. 4. Fäden des Er. botryocephalum 
vergr. Fig. 5. Fäden des Er. alneuni vg. Fig. 6 Septotrichum 
Copaiferae Päd. vg. Fig. 7. Sejjt. Linocierae Fad. vg. Fig. 8. 
Sept, lamellosum. Fad. vg. 



i99 

Fach 2. Caeomaceae. Fig. 1, Qsch. ans dem Stiele von Heracleum Sphon- 
dyliuQi mit Protomyces macrosporus. vg. Fig. 1. Sporen st. vg. 
Fig. 3. Lsch. eines Rasen des Cacouia Salicis "vgr. Fig. 4. Eine 
Spore St. vgr. 

— 3. ,, ,, Fig. 1. Eine Haferbliitlie mit Ustilago scgetum. NG. Fig. 2. 

Sporen vergr. Fig. 3. Ein Fruchtknoten des Polygonum Hvdro- 
piper dsch. mit Dredo utriculosa. NG. Fig. 4. Eine Spore vg. 
Fig 5. Echinobotryuni atriim. NG. Fig. 6. einzehie Rasen vg. 
Fig. 7. Eine Spore st. vg. Fig. 8. 9. Gymnosporium Ariindinis. 
NG. Fig. 10. Ein Rasen durchsch. Fig. it. Sporen st. vcrg. Fig. 
12. Fusidium clandcstinum auf einer Eichel vk. Fig. 13. Sporen 
vg. Fig. 14. Myxosporium croceum NG. Fig. 15. Ein junger Ra- 
sen vg. Fig. 16. Sporen vg. 

— 4. Phra^midüiccae, Fig. 1. Dicoecumminutissimum. NG. Fig. 2. Ein 

Rasen dsch. Fig. 3. Sporen vergr. Fig. 4. Pnccinia Betoiiicae. Spore vg. 
Fig. 5. P. variabilis. Spore vg. Fig. 6. P. Prnnorum.Spore vg. Fig. 7. 
Dictyosporium elegans. NG. Fig. 8. 9. Sporen vg. Fig. 10. Phrag- 
midinra bulbosum. Sporen vg. Fig. 11. Ph. mucronaluni Sp. vg. 
Flg. 12. Ph. Potentdlae. Sp. vg. Fig. 13. Sporen von Triphragmiuni 
Ulmariae vg. Fig. 14. Sporen v. Sporidesmium ciliatnra verg. 

— 5. Torulaceae. Fig. 1. Rasen des Siridinm marginatum. NG. Fig. 2. 

Ein Rasen vg. Fig. 3. Sporen vg. Fig. 4. Sporenkette vonTorula 
lierbarum vg Fig. .5. Sporenketten v. T. alta. vergr. Fig. 6- Eine 
solche St. vg. Fig. 7. Sporenket. von Speira tondoides. vg. Fig. 8. 
Gyrocerus Ammonis. Rasen NG. Fig. 9. Ein Rasen dsch. Fig. 10. 
Sporenkette vg. Fig. 11. Ein Rasen des Helicomyces aureus, vg. 
Fig. 12. 13. Sporen vergr. 

— 6. Septoncmeue. Fig. 1. Bispora Menzeli, ein Rasen NG. Fig. 2. 

Eine Sporenkette vg. Fig. 3. Sporenketten von Septonema vi- 
ride vg. Fig. 4. EinRa'^en von Trimmatostroma Salicis, durciisch. 
und vg. Fig. 5. Sporenketten dess. vg. Fig. 6. Sporenketten der 
Alternaria tenuis vg. Fig. 7. Eine Spore vg. 

— 7. Sporolrichaceae. Fig. 1. Eine Spaltöffnung der Oberhaut der 

Poa nemoralis mit der hervorbrechenden Ramularia pussilia vg. 
Fig. 2. Fäden und Sporen von Sporotrichum Hipriocastani, vg. 
Fig. 3. Fäden und Sporen des Chrysosporiuni Corii vg. Fig. 4. 
Fäden und Sporen des Memnoniuni etfusura. vg. Fig. .5. Faden 
und Sporen d. Fusisporium arachnoidcum vg. Fig. 6. Rasenhäuf- 
chen V. Merosporium minutuni vg. Fig. 7. Sporen und Fäden dess. vg. 

— 8« Cephalocladia. Fig. 1, Fäden und Sporen des Zygodesmus fu.s- 

cus vg. Fig. 2. Aestciien und Spore st. vgr. Fig. 3. Fäden und 
Sporen v. Acremonium fiiscum vgr. Fig. 4. Fäden und Sporen 
von Myxotrichum murorum vgr. Fig. 5. Ast mit d. Sporenkopf- 
chen St. v. Fig. 6. Sporen .st. vgr. Fig. 7. Fäden v. Gonatotri- 
chum caesium vgr. Fig. 8. Ein Wirlel mit Aesten uud Sporen- 
köpfchen Vi;r. Fig. 9. Sporen vgr. 

— 9. Bactridiaceae. Fig. 1. Fäden u. Sporen der Didymaria Ungeri, 

vgr. Fig. 2, Fäden und Sporen von Tricholhecium candidum 
vgr. Fig. 3. Fäden u. Sporen v. Scolecotrichum virescens vgr. 
Fig. 4. Fäden u. Sporen v. Hclicotnchum pulvinatum vgr. Fig. 5. 
Fäden u. Sporen v. Bactridium candidum vgr. Fig. 6. Fäden u. 
Sporen v. Soredospora Graminis vgr. 

— 10. Hclminthosporiaceae, Fig. 1. Fäden und Sporen v. Cladosporium 

hcrbarum vgr. Fig. 2. Fäden und Sporen v. Azosnia helnünlho- 



sporioiflcs vgr. Fi^. 3. Ein Rasen v. Lcptotiichiim glaucum vgr. 
Fig. 4. Faden n. Sporen vgr. Fig. T), Faden u. Sporen t. (>occ<)- 
sporium nianiliCornie vg. Fig. G. Faden u. Sporen v. Polytlnin- 
ciuni Trifolii vg. Fig. 7. Faden u. Sporen v. Scptosporium bul- 
botrichum vg. Fig. 8. Faden u. Sporen v. Helniinlhosporium 
macrocarpum vg. Fig. 9. Faden u. Sporen v. Mystros|)oriuni 
Slempliylivjm vg. 

Fach 11. Jlcbitinihnspnrinccac. Fig. 1. F.iden und Sporen v. Amphitrichum 
olivacciim vg. Fig.2. Faden u. Sj)oren v. Trij)osporiiun elcgansAg. 
Fig. 3. Eine Spore dcss. vgr. Fig. 4. Faden u. Sporen v.Helicoma 
Miiilen\g. Fig. 5. Fäden u. S|)oren v. Helicosi)oriuni obscurum vg. 
Fig. 6. Faden u. Sporen v. (Jladotrichum polysporum vg. Fig. 7. 
Faden n. Sporen v. Mvdonotrichum atruni vgr. Fig. 8. Faden u. 
Sporen v. IVIydonosporiuni olivaceum vg. 

— 12. Psiloniaceac. Fig. 1. Psilonia atra vgr. Fig. 2. Aseimotrichura 

Ossium vgr. Fig. 3. Fiiden n. Spore v. Halvsium alrum vgr. 
Fig. 4. Fäden u. Sporen v. Ciiloridium Feslucac vgr. Fig. 5. 
Fäden u. Spore v. ArUiriiiium caricicola vgr. Fig. 6. Fäden u. 
Sporen v. Camptoum cinvatum vg. Fig. 7. Fäden u. Sporen v. 
Gonalüsporium puccinioides vg. Fig. 8. Chaelopsis fusca vg. 
Fig. 9. Aeslchen und Sporen. Fig. 10. Ch.stachyobola vg. Fig.il. 
Spuren. Fig. 12. Ein Aeslchen vg. 

— 13. „ ,, Fig. 1. Fäden u. Sporen v. Botrytis Haplaria vg. Fig. 2, 

Fäden u. Sporen v. IMenispora ciliala vg. Fig. 3. Fäden u. Spo- 
ren V. Oedemium alrum vg. Fig. 4. Fäden u. Sporen v. Osprio- 
sporium atrum vg. Fig. 5. Fäden u. Sporen v. Rhinotrichum 
simplex. Fig. 6. Trichoslroma purpurascens vg. Fig. 7. Medusula 
ochracea vg. Fig. 8. Fäden u. Sporen st. vg. 

— 14. Sporoileae. Fig. 1. Sj)orodum conopleoides auf der Obcrliaut 

eines Grases vg. Fig. 2. Stiele und Sporenketten st. vg. Fig. 3. 
Gonalorhoduin speciosum vg. Fig. 4. Sp(jren sl. vg. 

— 15. Ceratncladia. Fig. 1. Ceratocladiuin microspermum vgr. Fig. 2. 

Eine Basidic mit Sporen Fig. 3. vg. Fig. 4. Gyrothrix podosper- 
nia vgr. Fig. 5. Triclioleconium luscuin vg. Fig. (>. Basidien dess. 
vg. Flg. 7. Sporen dess. vergr. 

— 10. Po^y 'clidcac. Fig. 1. PolyaclisMucedo. vg. Fig. 2. Sporen vg. Fig. 3. 

Slacliyiidiuni ch?rarcnin vg. Fig. 4. Ein Sporenk(>[)fchen. Fig. 5. 
S[)oren vg. Fig. ö. notryosporiuni elcgans vg. Fig. 7. Sporeiikopf- 
chen vg. Fig. 8. Ein Aeslclien niil Sporen vg. Fig. 9. Sporen st. 
vg. Fig. 10. Scef)lromyces Opizii verg. Fig. II. Ein Ast mit 
einer 'J'rauho aus Sporciiko'jilVben. Ag. Fig. 12. Ein Sporenkö'pf- 
clien zerdrückt, vg. Fig. i'A. Sporen. 

— 17. ,, ,, Fig. 1. Verticilliuni cylindrosporum vg. Fig. 2. Ein Ast und 

Sporen vg. Fig. 2. Peronospora Runiicis vg. Fig. 3. Eine Spore 
ders. vg. Fig. 4. Acroslaiagmus olivaceus vg. Fig. 5. Aeste mit 
einem Sporenköpfchen vg. Fig. 6. Sporen st. vg. Fig. 7. Acmo- 
sporiuni botryoideum vg. Fig. 8. Si)orcnkopfchen vg. Fig. 9. Spo- 
ren vg. 

— 18. yirthiobotrYtledC. Fig. 1. Ceplialolhecium roseum vg. Fig. 2. 

Sporen vg. Fig. .3. Brachyciadiuin peniciilatuin vg. Fig. 4. Spo- 
ren vgr. Fig. .3. Slachyobotrys atra vg. Fig. 6. Sporenköpfchen. 
Fig. 7. Die Spitzen des Astes. Fig. 8. Sporen. Fig. 9. Arthrobotrys 



201 

superba \g. Fig. 10. Ein Knoten des Stieles mit Sporen. Fig. 
11. S[)oren vgr. 

Fach 19. SUlbüii. Fig. I. Hyalopus muscorum. vg. Fig. 2. Sporen vg. 
Fig. 3. Haplotrichum capitatum vg. Fig. 4. Sporen vg. Fig. 5. 
Sporocybe Desmazieri vg. Fig. 6. Der Kopf des Stieles. Fig. 7. 
Si)orcn vg. Fig. 8. Ccplialolrichum macrocephalum vg. Fig. 9. 
Sporen und Faden vg. Fig. 10. Periconia bulbipes vg. Fig. 11. 
Sporen. Fig. 12. P. byssoides vg. Fig. 13. Kopf des Stieles und 
Sporen. Fig. 44. P. minutissima vg. Fig. 15. Kopf des Stieles 
und Sporen. Fig. IG. P. podospora, vg. Fig. 17. Stielkopf und 
Sporen. Fig. 18. Doratomjccs viridis, vg. Fig. 19. Sporen. Fig. 20. 
CephaIos])orium maorocarpum, vg. Fig. 21. Aestchea mit dem 
Sporenköpfchen. Fig. 22. Sporen. 

— 20. ,, ,; Fig. 1. Rhopalomyces elegans. vgr. Fig. 2. Der Kopf des 
Stieles vg. Fig. 3. Sporen vg. Fig. 4. Stilbum piliforme vg. Fig. 5. 
Sporenköpfchen vg. Fig. 6. Sporen. Fig. 7. Graphium mäcrocar- 
pum vg. Fig. 8. Sporenköpfchen vg. Fig. 9. Sporen. Fig. 10. 
Ceratopodium album vg. Fig. 11. Der Stielkopf vg. Fig. 12. Spo- 
ren vg. Fig. 13. Ciliciopodium sanguineum vg. Fig. 14. Köpfchen 
und Sporen vg. 



Tafel C. 

Fach 21. Aspergillini. Fig. 1. Rhodocephalus candidus vg. Fig. 2. Spo- 
ren vg. Fig. 3. Penicillium brevipes vg. Fig. 4. Sporen vg. Fig. 5. 
Briarea elegans vg. Fig. 6. Sporen vg. Fig. 7. Aspergillus glaucus 
vg. Fig. 8. Sporen vg. Fig. 9. Stysanus Stemonitis vg. Fig. 10. 
Spitze des Stieles mit den Sporenketten vg. Fig. 11. Sporen. 
Fig. 12. Eine keimende Spore. Fig. 13. Coremium vulgare vgr. 
Fig. 14, 15. Aestchen mit Sporenketten vgr. Fig. 16. Sporen. 

— 22. Deitdrypliiacetic. Fig. 1. Dendryphium atrum vg. Fig. 2. Eine 

Spore vg. Fig. 3. Dactyhum fumosum vg. Fig. 4. Eine Spore vg. 

— 23. Dlucornideae. Fig. 1. Calyssosporium bicolor vg. Fig. 2. Sporangie 

A'g. Fig. 3. Sporen. Fig. 4. Hemiscyphe stilboidea vg. Fig. 5. 
Sporangie und Säulchen vg. Fig. 6. Sporen. Fig. 7. Crateromy- 
ces candidus vg. Fig. 8. Die Sporangie Igdsch. Fig. 9. Sporen. 
Fig. 10. Didymocrater elegans vg. Fig. 11. Sporen. Fig. 12. Mucor 
macrocarpus vg. Fig. 13. Sporangie vg. Fig. 14. Columella vg. 
Fig. 15. Sporen. Fig. 16. Rhizopus nigricans vg. Fig. 17. Spo- 
rangie vg. Fig. 18. Columella. Fig. 19. Sporenketten verg. 

— 24. ,, ,, Fig. 1. Ascophora Mucedo vg. Fig. 2. Die Sporangie. 

Fig. 3. Die Columella. Fig. 4. Die Sporen vg. Fig. 5. Thelactis 
flava vg. Fig. 6. Sporen. Fig. 7. Tb. violacea vg. Fig. 8. Sporen. 
Fig. 9. Helicostylum elegans vg. Fig. 10. Sporangie. Fig. 11. 
Sporen vg. Fig. 12, 13. Früchte von Syzygites megalocarpus vg. 
Fig. 14, 15. Sporangien desselben. Fig. 16. Sporen vg. Fig. 17. 
Diamphora bicolor ING. Fig. 18. Dieselbe vg. Fig. 19. Sporen vg. 

— 25. Pilohnlitleae. Fig. 1. Pilobolus crystallinus vg. Fig. 2. Sporen vg. 

Fig. 3. Pycnopodium lentigerum vg. Fig. 4. Die Spitze des Stieles 
mit der Sporangie. Fig. 5. Sporen vg. Fig. 6. Chordostylum To- 
dei vg. Fig. 7. Sporangie und Stiel durchschn. Fig. 8. Sporen vg. 



202 

Fig. 9. Canlogasler chorJoslyloides. vg. Fig. 10. Die Sporangie 
Fig. 11. Sporen vg. 
Fach 2G. Aecidiaceae. Fig. 1. Aeciclium Tussilaginis durchschn. und vgr. 
Fig. 2. Sporen st. vg. Fig. 3. Roestelia cancellata verg. Fig. 4. 
Sporen vg. Fig. .5. Grapliiola Plioenicis noch ungeöH'nct, vergr. 
Flg. G. Dasselbe (picnhuilischn. Fig. 7. Ein Individuum geöfriiet, 
vg. Fig. 8. Längschnilt des>>clben yg. 
— 27. Physarei. Fig. I. Eurolium herbariorum vg. Fig. 2. Längsschnitt 
vrg. Fig. 3. Sporen vg. Fig. 4. INIyriococcuni praecox vg. Fig. 5. 
Eine Peridie vg. Fig. (j. Sporen vg. Fig. 7. Dichosporiiim allmm 
vg. Fig. 8. Dass. durclischn. Fig. 9. Sporen vg. Fig. 10. Peri- 
li, chaena strol)ilina vg. Fig. 11. Dies, aufspringend. Fig. 12. Dies, 

zerfallend. Fij^. 13. Si)oren vg. Fig. 14, 15. Licca subcrca vg. 
Fig. 16. Sporen vg. Fig. 17. Tubulina fragiformis nat. Gr. Fig. 18. 
Peridien vg. und durciiscbn. Fig. 19. Sporen vg. Fig. 20. Ony- 
gena equina vg. Fig.21.Dics. laiigsdurclischn. Fig. 22. Sporen vg. 

28. „ ,, Fig. 1,2. Angioridium sinuosuni vg. Fig. 3. Langsschn. der 

Peridie. Fig. 4. Sporen und Korpuskeln verg. Fig. 5. Pbysarum 
brvophilum scliw., vg. Fig. 6. Haargeflechle und Sporen verg. 
Fig. 7. Ph. aureum vg. Fig. 8. Sporen. Fig. 9. Ph. virescens vg. 
Fig. 10. Sporen und "Haargdlechte a g. Fig. 11, 12. Trichuhus 
Schmidelii vg. Fig. 13. Sporen und Haargeflechle vg. Fig. U, 
Leocarpus vernicosus vg. Fig. 1.5. Sporen und Haargeflechle vg. 
Fig. 10. ("liotiium Iridis vg. Fig. 17. üass. durchschn. Fig. 18. 
Didernia globosum. Fig. 16. GeoH'net mit dem Säulchen. Fig. 20. 
Dass. durclischu., mit Säidchcn , Peridienhauten , Haargeflechle 
und Sporen vg. 
— 29. „ „ Fig.21. Leangium lepidolum vg. Fig. 22. Dass. durchschn. 
Fig. a. S[)oren und Haargeflechle vg. Fig. 23. Eine geschlossene, 
Fig. 24. eine geöirnete Peridie von Polyschismium Trcvelyaui vg. 
Fig. 2.'j. Eine leere Peridie mit dem Säulchen vgr. Fig. 26. Sporen 
und Haargeflechle vg. Fig. 27. Craterium vulgare sciiw., vg. 
Fig. 28. Sporen und Haargeflechle. Fig. 29. Craierium pyriforme 
vg. Fig. 30. S|)orcn und Haargeflechle vg. Fig. 31. Slegasnia de- 
pressum vg. Fig. a. Der Rand des Peridicndeckels vg. Fig. b. 
Sporen und Haargeflechle vgr. Fig. 32. Cinhohis flavus vgr. 
Fig. a. Geschlossene Peridien. Fig. c. Sporen vgr. 

30. Trichiacd. Fig. 1. Trichia pvriforinis vg. Fig. 2. Sporen und ene 

Elater vg. Fig. 3. Ein Thefl des Elalers st. vg. Fig. 4. Trichia 
Neesiana vg. Fig. 5. Sporen und l-'.ialeren vg. Fig. 6. Ein Stuck 
des Elalers st. vg. Fig. 7. Trichia clavata vg. Fig. 8. Trichia 
chrysosperma vg. 
_ 31. Cnbrarüicei. Fig. 1. Arcyria punicea vg. Fig. 2. Capillilium und 
Sporen vg. Fig! 3. A. flava vg. Fig. 4. Si)oren und Haargtllcchle 
yg. Fig. 5. Cribraria auranliaca vg. Fig. 6. Haargeflechle. Fig. 7. 
Sporen vg. Fig. 8, 9. Dictydium umbilicalum vg. Fig. 10. Haar- 
geflechle, Fig. 11. Sporen vg. 
— 32. Stcmnnüideae. Fig. 1. Stemonitis typhoides schw. vg. Fig. 2. 
Durchsclin. des Haargeflechtes vg. Fig. 3. Ein Theil dess. st. vg. 
Fig. 4. Sporen. Fig. 5. Stemonitis ovala vg. Fig. 6. Haargeflechte 
dess. vergr. Fig. 7. Diachca clegans. Fig. 8. Ein Pilz vg. Fig. 9. 
Ders. mit dem' Capillilium vg. Fig. 10. Ein Theil des Capilli- 
lium v§r» Fig. 11. S[)orcn vgr. 



Ji03 

Fach 33. Trichodcnnnveac. Fig. I. Hyphelia rosea NG. Fig. 2. Sporen und 
Haargeflechlc. Fig. 3. H. terrestris KG. Fig. 4. Sporen und 
Haargeflechte vg. Fig. 5, 6. Trichoderma viride vg. Fig. 7. Dass. 
durchschn. Fig. 8. Sporen und Haargeflechte vg. 

— 34. ^cthalini. Fig. 1. Spumaria Mucilago WG. Fig. 2, Bliitterzellen und 

Sporenbrei vg. Fig. 3. Sporen st. vg. Fig. 4. Aelhalium flavum 
vkl. Fig. 5. Zellen des Peridiums mit Sporenbrei vgr. Fig. 6. 
Sporen vg. Fig. 7. Plychogaster albus vkl. Fig. 8. Ders. durciischn. 
Fig. 9. Zellen des Peridiums mit Sporenbrei vg. Fig. 10. Sporen 
und Haargeflechte vg. 

— 35. Rcticnlarinceae. Fig. 1. Reticularia umbrina vkl. Fig. 2. Sporen 

und Haargeflechte, vg. Fig. 3. Diphtheriutn flavo-fuscum verkl. 
Fig. 4. Haargeflechte und Sporen vg.. 
' — 36. Lycoperdacetie. Fig. 1. Lycogala epidendrum T\G. Fig. 2. Sporen 
und Haargeflechte vg. Fig. 3. Bovista plumbea vkl. Fig. 4. Zellen 
der Sporenmasse vgr. Fig. 5 Sporen und Haargeflechte vg. Fig 6. 
Eine Spore st. vg. Fig 7. Umriss des Lycoperdon giganteum 
vkl. Fig. 8. Zellen der Sporenmassc vg. Fig. 9, 10. Basidien mit 
Sporen und Haargeflechte vg. Fig. II. Reife Sporen und Haar- 
gcflcchle St. vg. Fig. 12. Tulostoma brumale NG. Fig. 13. Sporen 
und Haargefleclite vgr. 

— 37. Sclerodermaceae. Fig. l.Melanogaster tuberiformis halbvkl. Fig.2. 

Zellen und Sporenbrei. Fig. 3. Sporen im Schleim vgr. Fig 4. 
Phlyctospora fusca vkl. Fig. 5. Zellen mit Sporenbrei vg. Fig. 6. 
Eine Spore st. vgr. Fig. 7. Ceratogaster maculatus, halbe ]\Gr. 
Fig. 8. Ders. durchschn. Fig. 9. Ein Stück des Peridiums vgr. 
Fig. 10. Sporen und Haargeflechte vg. Fig. 11. Elaphomyces vid- 
garis, halbe NGr. Fig. 12. Ders. durchschn. Fig. 13. Sporen und 
Haargeflechte vgr. 

— 38. „ „ Fig. 1. Pompholyx sapidum vkl. Fig. 2. Ders. durchschn. 

Fig. 3. Zellen mit Sporen vg. Fig. 4. Eine Spore v. oben. Fig. 5. 
Dieselbe v. unten, vrgr. Fig. 6. Scleroderma verrucosum vrkl. 
Fig. 7. Sporen und Haargeflechte. Fig. 8. Sei. citrinum vkl. Fig. 9. 
Sporen vg. Fig. 10. Calostoma cinnabarinum verkl. 

— 39. PodaxiJeae. Fig. 1. Cycloderma indicum verkl. Fig. 2. Dass. 

durchschn. Fig. 3. Haargefleclite. Fig. 4. Sporen. Fig. 5. Caulo- 
glossum transversarium vkl. 

— 40. Pisocarpiaceae. Fig, 1. Polyangium vitellinum vg. Fig. 2. Dass. 

mit zerfallender Peridie vg. Fig. 3. Eine Peridiole mit Sporen vg. 
Fig. 4. Durclischnitt der Endogene pisiformis vrgr. Fig. 5. Eine 
Sporangiole mit Sporen. Fig. 6. Ciliciocarpus hypogeus NGr. 
Fig. 7. Eine Peridiole vgr. Fig. 8. Dieselbe zerdrückt mit Sporen. 
Fig. 9. Haargeflechte. Fig. 10. Sporen vgr. Fig. 11. Testicularia 
Cyperi NGr. Fig. 12. Dieselbe durchschn. vrgr. Fig. 13. Eine 
Peridiole vgr. Fig. 14. Sporen und Haargeflechte vergr. 

Tafel D. 

Fach 41. Pisocarpiaceae. Fig. 1, 2. Arachnion album KGr. Fig. 3. Inneres 
Peridium^Fig. 4. Aeusseres Peridium. Fig. 5. Fadengeflechte. Fig. G. 
Sporen vg. Fig. 7. Polysaccum crassipes vkl. Fig. 8. Längsschn. 
desselben. Fig. 9, 10, 11. Sporangiolen. Fig. 12. Längsschnitt 



204 

eines solchen. Fig. 13. Sporangiolen in den Zellen des Peridiiims 
liegend. Fig. 14. Sporen mit Zellrudimenlen des Haargcflechtes 
vg. Fig. l^}. IMilremvccs lulesceiis "vkl. Fig. 16, 17. Peridie und 
Sporangioluin geolFnet. Fig. 18. Die sternförmige purpurrotlie 
Mütze am Peridiiim. Fig. 19. Sporen vgr. 
Fach 42. JMdulaiiaccae. Fig. 1, 2. Cyathus striatus NGr. Fig. 3. Längs- 
schnitt desselben. Fig. 4. Eine Sporangie v. oben ges. Fig. 5. 
Dies. V. unten, vg. Fig. 6. Dies, durchschn. Fig. 7. Textur der 
doppclun flaut der Sporangien und des Fruchtlagers, vg. Fig. 8. 
Sj)orcn. Fig. }). Faden des Funieulus vg. Fig. 10 — 18. Cyathus 
crucihulum, Fig. 10 — 11. Junge Individuen; Fig. 12. Alte, reife 
Individuen; Fig. 1,3. Längsschnitt dcss. Fig. 14. Eine Sporan- 
giole vg. Fig. 15. Dies, durchsclm. Fig. 16. Doppelte Haut der 
Sporangie mit der Fruchtschichte vg. Fig. 17. Sporen und Fädea 
Vg. Fig. 18. Fäden des Funiculus vg. Fig. 19— 23. Cyathus cam- 
panulatus. Fig. 19. Ein Pilz in nat. Gr. Fig. 20. Eine S[)orangie 
v.untenges. Fig. 21. Eine Sporangie durchschnitten. Fig.22. Tex- 
tur der doppelten Sporangienhaut mit dem Sporenbrei vg. Fig. 23. 
Sporen st. \g. Fig. 24 — 26. Widularia granulifera; alte und junge 
Individuen INGr. Fig. 27. Ein reifer Pilz längsdurchschnitten. 

— 43. Gctistridcnc. Fig. 1 — .5. Geaster vulgaris. Fig. 1, 2. Sehr junge 

Pilze; Fig. 3. Ein reifer Pilz mit aufspringender äusserer Peridie, 
Tkl. Fig. 4. Ein reifer Pilz mit aufgerollter Peridie. Fig. 5. Spo- 
ren und Haargellechte vg. Fig. G — 9. Geaster Sowerbyi. Fig. 6, 7. 
Junge, aus der Erde hervorbrechende Individuen. Fig. 8, 9. 
Reife Pilze. Fig. 10. Geaster limbatus vcikl. Fig. 11. Geaster 
Schmidelii vkl. Fig. 12 — 15. Plecostoma fornicatum vkl. Fig. 13. 
Durchschnitt der inneren Peridie ; Fig. 14. Haargeüechte und 
Sporen; Fig. 15. Sporen s. st. vrg. Fig. 16 — 17. Myriostoma 
coliforme vkl. 

— 44. Carpnboli. Fig. 1 — 7. Atractobolus ubiquitarius. Fig. 1. NGr.; 

Fig. 2. ein Pilz sammt Deckel vg. Fig. 3 — 4 Geößnete Pilze vg. 
Fig. 5. Ein Pilz sammt Deckel und Sporangiolum , längsdschn. 
Flg. 6. Sporangiolum vg. Fig. 7. Dass. durchschn. Fig. 1 — 8. 
'Jhelcbolus stcrcorcus. Fig. 1. NGr. Fig. 2 — 3. Junge Exemplare 
vg. Flg. 4. Ein Pilz, der die SporangioJe ausst(>sst. Fig. 5. Ein 
Pilz mit der Sporangiolc durchschn. Fig. 6 — 8. Alte Pilze vrgr. 
Fig. 9. Thelebolus terrcstris NGr. Fig. 10. Junge Pilze vrgr. 
Fig. 11. Ein aller Pilz. Fig. 12 — 20. Sphacrobolus stellatus. Fig. 12. 
NGr. Fig. 13, 14. Junge Pilze. Fig. 15. Ein sich dlFnender Pilz vg. 
Fig. 16. Ein junger Pilz durchschn. Fig. 17. Ein reifer Pilz, die 
Sporangiole auswerfend. Fig. 18. Textur der doppelten Sporan- 
giolenhaut, der flockigen Basidien und Sjioren, vg. Fig. 19. Spo- 
rangiolen vg. Fig. 20. Sporen vg. 

— 45. SpLinchnoniyccIes. Fig. 1. Splanchnomyces roseolus NGr. Fig. 2. 

Ders. durchschn. Fig. 3. Die Adern der Substanz schw. vergr. 
Fig. 4. Sporen vg. Fig. 5. Octaviania asterosperma, der Pilz an- 
geschnitten. Fig. 6. Sporen vrg. Fig. 7. Hymenogaster Bulliardii 
NGr. Fig. 8. Ein Schnitt des Fruchtlagers vg. Fig a. Substanz 
der Ader , b. c. Basilarzellschichte , d. die Sporen. Fig. 9. Die 
Sporen s. st. vrgr. 

— 46. Tuberacciic. Fig. 1. Ilysterangiura clathroides durchschn., NGr. 

Flg. 2. Adern vg. Fig. 3. Durchschnitt der Schlauchschichte des 
Fruchtlagers vg. Fig. 4. Sporen vg. Fig. 5. Genea verrucosa NGr. 



S>05 

durchsclin. Fig. 6. Durchscim. der Peridie a. c, und des Frucht- 
lagers b. mit Schläuchen und Paraphysen vg. Fig. 7. Eine Spore 
vg. Fig. 7. Sphaerozosma fuscescens INGr. , durchsclin. Fig. 9. 
Die Schlauchschichte vg. Fig. 10. Ein Schlauch und Paraphysen 
Tg. Fig. 11. Sporen vg. Fig. 12. Ein Theil von Balsamia vul- 
garis NGr. und durchschn. Fig. 13. Das Fruchtlager durchschn. 
Fig. 14. Ein Schlauch Agr. Fig. 15. Sporen vgr. Fig. 16. Ein 
Stück von Rhizo])ogon magnntum NGr. Fig. 17. Ein Schnitt vom 
Fruchtlager vg. Fig. 18. Sporen s. st. vg. Fig. 19. Ein Theil von 
Tuber. cibarium NGr. Fig. 20. Ein Schnitt des Fruchtlagcrs vg. 
Fig. 21. Ein Schlauch. Fig. 22. Sporen vg. 

Fach 47. Hymenangiacene. Fig. 1. Gautiera morchellacformis vkl. Fig. 2. 
Basidien mit Sporen dcrs. Fig. 3. Zwei Sj)oren s. st. vg. Fig. 4. 
Hymenangium virens vkl. und angeschn. Fig. 5. Basidien dess. 
Fig. 6. Sporen st. vg. Fig. 7. Hymenangium album NGr. Fig. 8. 
Ders. durchschn. Fig. 9. Basidien; Fig. 10. Sporen vg. Fig. 11. 
Hydnangium carneum vkl. Fig. 12. Basidien vg. Fig. 13. Sporen 
S. St. vrgr. 



Tafel E. 

Fach 48. Clatliraceae. Flg. 1. Laternca triscapa. Fig. 2 — 6. Coleus hirudi- 
nosus. Fig. 2. Wulstartige Peridie INGr. Fig. 3. Dies. v. innen, 
um das Saulchen und die Zellen zu sehen. Fig. 4. Die innere 
Peridie. Fig. 5. Die Spitze der inneren Peridie mit dem Netze, 
■wclclies den Sporenbrei tragt. Fig. 6. Ein einzelnes Säulclicn des 
inneren Peridiums. Fig. 7. Clathrus columnatus '/j INGr. Fig. 8 — ■ 
11. Clathrus cancellatus (ruber Mich.). Fig. 8. Ein junger Pilz 
mit geöffneter äusserer Peridie vkl. Fig. 9. Ein junger Pilz durch- 
schnitten. Fig. 10. Ein reifer Pilz, ^/^ vkl. Fig. 11. Sporen vrg. 
Fig. 12. Clathrus crispus vkl. 

— 49. Lfsuroi'leae. Fig. 1. Calathiscus Sepia vkl. Fig. 2. Ders. durch- 

schnitten. Fig. 3. Ascroe pentactina vkl. Fig. 4 — 8. Lysurus 
Mo-ku-sin. Fig. 1. Ein junger Pilz mit geschlossenem Peridium. 
Fig. 5, 6. Reife Pilze vkl. Fig. 7. Ein geöffnetes Peridium inter- 
num ; Fig. 8. Der Stiel des inneren Peridiums durchschn., vkl. 

— 50, Batarreae. Fig. 1. Batarrea phalloides vkl. Fig. 2. Die Peridie 

durchschn. Fig. 3, Die hutförmige innere Peridie und der Stiel 
durchschn. vkl. Fig. 4. Batarrea (Haplocnemis) Gaudichaudii 
längsdurchschn., verkl. Fig. 5. Haargeflechte und Sporen vergr. 
Fig. 6. Sporen st. vrgr. 

— 51. Phalloideae. Fig. 1 — 7. Cynophallus caninus. Fig. 1. Ein Pilz halb 

vkl. Fig. 2. Ein junger Pilz in der eiförmigen Peridie durchschn. 
Fig. 3. Die Spitze des Receptaculum, welche die Sporenmasse 
trägt, durchschn. Fig. 4. Falten, in welchen die Sporenmasse 
liegt, vgr. Fig. 5, 6. Basidien vgr. Fig. 7. Spore st. vgr. Fig. 8. 
Cynophallus canariensis vkl. Fig. 9. Dictyophallus aurantius halb 
vkl. Fig. 10, 11. Der Hut längsdurchschn. Fig. 12. Simblum peri- 
phragmaticum vkl. Fig. 13. Zellen des Hutes mit der Sporen- 
masse vgr. Fig. 14. Phallus rubicundus vkl. Fig. 15, 16. Phallus 
Hadriani vkl. Fig. 17. Ein desgl. junger Pilz. Fig. 18 — 19. Ph. 
roseus vkl. Fig. 20. Die Basis des Receptaculum. Fig. 21. Die 
Peridie. 



206 



Tafel F. 



Fach 52. PluiUoideac. Fig. 1— G. Phallus impuJicus. Fig. 1. Ein Pilz mit 
noch gcschlosstMuuPciidic vkl. Fig. 2. Fin ri-ii'ur Pilz vkl. Fig. 3. 
Ulms, dmchschn. Fig. 4. Duiclischiiitl der gi:iulzlcn Falten <les 
Hiilcs und des Sporenhreies vgr. Fig. .5. Schleim- und Sporen- 
sciiichle des Spoienhrties vgr. Fig. 6. Spmcn st. vgr. a. Hut- 
haiil, h. Schlcimschiclilc, c. Sporenschiclile, d. äusserer Slriink- 
Schleier, e. Wurzel und Polster, i. der ]Na])f, 1'. i'itisscri; Haut 
des Peiidiums, g. Srhleinischiclite dess., h. innere Haut dess., k. 
der Hut, 1. derlSahcl. Fig. 7.HynQenophallus duplicatus vkl. Fig. 8. 
Hymenoph. indusialus vkl. Fig. 9. Hutrand dess. vgr. Fig. lO. 
Sporen dess. vgr. Fig. 11. H. Daemonnin vkl. 

— 53. ^Iithitarnorplicac. Fig. 1, 2. Antennaria laevigata vgr. Fig. 3. 

Sporen dcrs. vgr. Fig. 4. Lasiohotrys Lonicerae. Ein Rasen 
unter der üherhaut vgr. Fig. 5. Ein einzelner Pilz vgr. Fig. 6. 
Ein Pilz dnrchschn. Fig. 7. Sporen dess. vgr. Fig. 8. Pleuro- 
pyxis microspernia vgr. Fig. 9. Eine Pcridie vgr. Fig. 10. Spo- 
ren vgr. Fig. 11. Pisomyxa racodioides vgr. Fig. 12. Gallertige 
Sporangiolen vgr. Fig. l3. S|>oren vgr. Fig. 14. Erysiphe hi- 
cornis vgr. Fig. 15. Querschnitt der Peridie mit 4 Schlauchen. 
Fig. 16. Längsschnitt derselb. Fig. 17. Ein Schlauch; Fig. 18. 
Sporen vgr. 

— 54. Sphaeroncmcac. Fig. 1. Coniothyrium Pini vgr. Fig. 2. Ein Peri- 

ihecium zerdrückt und Fig 3Ü Sporen vgr. Fig. 4. Saccidiuni 
Chcnopodii vgr., zerdrückt und seillich Sporen entlassend. Fig. 5. 
Dass. durchsciin. Fig. 6. Eine Pcrithecie von Apios|)oriuni ])oly- 
morphum vgr. Fig. 7. Sporen dess. vgr. Fig. 8. Dilopliospora 
graminisvgr. Fig. 9. Sporen dcrs. Fig. 10. Septoria Ulmi durchschn. 
vgr. Fig. il. Si>oren. Fig. 12. S|>hacronema verrucosuin vgr. 
Flg. 13. Sporen dess. Fig. l4. Polystigma fulvum durchschn. vg. 
Fig. 15. Eine Perilhec ie <hirclischi). Fig. IG. Sjioren und Fäden 
vgr. Fig. 17. 3)icrothvrinni niicroscoj)icuin . Peiithecicu - Deckel 
V. oben, vgr. Fig. l'S. Die einzelnen Perithecien vgr. Fig. l9. 
Durchschnitt des ganzen Pilzes vgr. Fig. 20. Sporen dess. vgr. 
Fig. 21. Acrosperniuni coinpressum vrgr. Fig. 22. Sporen vrgr. 
Fig. 23. Acrosp. gracile mit Sporen vgr. 

— 55. Spliaeiiaccae. Fig. 1—7. Perispoiium vulgare vgr. Fig. 1, 2. Pcrith. 

.schw. vgr. Fig. 3. Perithecie durchschn. vgr. Fig. 4. Ein Schlauch 
vgr. Fig. 5. Sporen mit der Schleimscheide vgr. Fig. G, 7. INackte 
Sporen. Fig.8. Meh.no.spora chionca, Peiilh. vgr. Fig. 9. Scidauch. 
Fig.10.Sporen.Fig.il. iMelan. Zamiae, Peiith. vgr. Fig. 12. unten 
Sporen vgr., Fig. 12. oben, Spliaeria acMita, Perilh. vgr. Fig. l3, l4. 
Sporen. Fig. 1G'. Schläuche und Paraphysen vgr. Fig. 15. Sphaeria 
Dolioluni vgr. Fig. 17. S|>orcn und ein Schl.iuch mit zwei Para- 
physen vgr. Fig. 18. Chaclomiuni nnuorum vgr. Fig. 1 9. Ein 
Schlauch vgr. Fig. 20. Sporen vgr. Fig. 21. Chaetom. alfine vgr. 
Fig.22. S])orcn dess. Fig. 23. Pemi)hidium niiidum NGr. Fjg.24, 
25. Mündungen der Perithecien vgr. Fig. 2G. Durchschnitt eines 
Pilzes vgr. Fig. 27. Ein Schlauch und Paraphysen vgr. Fig. 28. 
Eine Spore vgr. Fig. 29. Cucurbilaria eloiigaia ZSGr. Fig.30. Dies. 
im Durchschuitl vgr. Fig. 31. Perith. vgr. Fig. 32. Eine Perith. 
durchschn. Fig. 33. Schlauch, Para])hyse und Spore vgr. 

— 56. „ „ Fig. 1. Poronia pezizoides INGr. Fig. 2. Durchschnitt, und 

vgr. Fig. 3. Schläuche; Fig. 4. Sporen vgr. Fig. 5. Hypoxylon 



807 

vulgare NGr. Fig. 6. Durchschn. und Tgr. mit Peritheeien. Fig. 7. 
Schlauche; Fig. 8. Spoien vgr. Fig. 9. Tiiamnomyces rostratus 
]\Gr. Fig. 10. Eine ganze und eine durchschn. Perithecie vgr. 
Fig. 11. Ein Sclilauch; Fig. 12. Sporen vgr. Fig. 13. Acrosphaeria 
annuhpes NGr. Fig. 14. Ein Pilz vgr. Fjg. 15. Perithecie durch- 
schnitten. Fig. 16. Sporen vgr. Fig. 17. Acrosph. coll:ibens NGr. 
Fig. 18. Xylaria polymorpha vkl. und langsdurchschnitt. Fig. 19. 
Eine Perithecie clurchschn. Fig. 20. Ein Schlauch vgr., a. Spo- 
ren vgr. Fig. 21. Cordyceps Hügehi vkl. Fig. 22. Eine Perithecie 
durchschn. Fig. 23. Ein Schlauch; Fig. 24. Eine Spore; Fig. 25. 
Eine Paraphyse vgr. Fig. 26. Die Spitze des Trägers mit den 
Peritheeien schvF. vgr. 

Fach 57. Melanconiaceae. Fig. 1. Cryptosporium Neesii vgr. Fig. 2. Die 
PerilJiec. durchschn. Fig. 3. Basidien und Sporen vgr. Fig. 4. 
Sporen. Fig. 5 — 9. INemaspora Salicis. Fig. 5. Ein Pilz v. obenvg. 
Fig. 6. Ders. durchschn. Fig. 7. Ders. querdurchsclm. Fig. 8. 
Basidien und Sporen, Fig. 9. Sporen vgr. Fig. 10 — 14. Melan- 
conium Juglandis. Fig. 10. Pilze in NGr. Fig. H. Ein Pilz 
ilurchschn. vgr. Fig. 12. Ein feiner Schnitt der Perithecie mit 
der Basiiarschichle vgr. Fig. 13. Basidien vgr. Fig. 14. Sporen 
vgr. Fig. 15. Slcgonosporium pyriforme. Ein Pilz durchschnitten 
und vgr., daneben dessen Sporen und Paraphysen vgr. 

— 58. Spnrncndeae. Fig. 1. Ein Blattfragment mit Sporocadus macu- 
lans NGr. Fig. 2. Ein Pilz durchschn. vgr. Fig. 3. Basilarschichte 
mit Sporen vgr. Fig. 4. Eine Spore st. vgr. Fig. 5. Angiopoma 
camf)anulatum; a. Peritheeien NGr. Fig. 5. Eine Perithecie vgr. 
Fig. 6. Eine solche geöffnet; Fig. 7. Sporen dess. vgr. Fig. 8. Pe- 
stalozzia Quepinii, Perith. vgr. Fig. 9. Sporen ders. vgr. Fig. 10. 
Prosthemiura hetulinum, einePerith. durchschn. und vergr. Fig. li. 
Das Fruchtlager vergr. Fig. 12. Sporen vergr. 

— 59. Hystcriaceae. Fig. 1. Hysterium Rubi vgr. Fig. 2. Dass. durchschn. 

Fig. 3. Ein Schlauch vgr. Fig. 4. Sporen vgr. Fig. 5. Hysteran- 
gium pulicare vgr. Fig. 8. Dass. quergeschnitten; Fig. 6. Ein 
Schlauch und Paraphysen vgr. Fig. 7. Sporen vgr. Fig. 9. Spo- 
romega dcgenerans, Perithecie vgr. Fig. 10. Dies, durchschnitten. 
Fig. 11. Schläuche; Fig. 12. Eine Spore vgr. Fig. 13. Glonium 
Miihltnbergii NGr. Fig. 14, 15. Peritheeien vgr. Fig. \&. Dies, 
quergeschn. Fig. 17. Schläuche und Sporen vgr. Fig. 18. Acti- 
dium hysterioides, zwei Peritliecien vgr. Fig. 19. Dies, durch- 
schnitten. Fig. 20. Aclidium Haenkei vgr. Fig. 21. Dass. durchschn. 
Fig. 22. Rhytisma acerinum NGr. Fig. 23. Durchschn. Fig. 24. 
Schläuche und a. Sporen vgr. Fig. 25, 26. Phacidium corona- 
tum vgr. Fig. 27. Eine Perith. durchschn. Fig. 28. Schlauch; 
Fig. 29. Sporen vgr. Fig. 30. Hysterites labyrinthiformis NGr. 
Fig. 31. vergr. 

— 60. Phra^motrichaceae. Fig. 1. Labrella Punctum vgr. Fig. 2. Dies. 

durchschn. Fig. 3. Sporen vgr. Fig. 4. Endotrichum xylogram- 
micum vgr. Fig. 5. Eine Perith. durchschn. Fig. 6. Fäden und 
Sporen vgr. Fig. 7. Schizothecium fimicolum vgr, Fig. 8. Eine 
Perith. quergeschn. Fig. 9. Ein Thcil dieses Schnittes st. vgr. 
Fig. 10. Sporen vgr. Fig. U. Pilidium dryophyllum vgr. Fig. 1*. 
Eine Perith. durchschn. Fig. 13. Sporen vgr. Fig. 14. Pilidium 
hemisphaericum , Perith. vgr. Fig. 15. Eine Perith. durchschn. 
Fig. 16. Sporen vgr. Fig. 17. Excipula Vermicularia vgr. Fig. 18. 



Eine Perilhccie durchscliii. Fig. 19. Basidicn und Sporen vgr. 
Fig. 20. Sporen st. vgr. Fig. 21. Phragmoirichum Clraillclii vgr. 
Flg. 22. Ein nurchschniti des Fruclulagers vgr, Fig. 23. Ein- 
zelne Sporen vgr. 
Facl» 61. Pyrnncnicac. Fig. 1. Pyronenia IMarianum NGr. Fig. 2. Ein 
Diucli-,cliiiilt der Sclilaii<lis(liiclue vgr. Fig. 3. Ein Sciilaucli ; 
Fig. 4. Sporen; Fig. 5. Eine l'araplivse vgr. Fig. G. Crypioniv- 
ccs Wauchii IN Gr. Fig. 7. Der Pilz durclisclin. Fig.* 8. Ein 
Durchschnitt des FruchtJagers vgr. Fig. 7. Ein Schlauch vgr. 
Fig. 10. Eine Paraphyse vgr. Fig. H. Sporen vgr. 

— 62. ^f^yriaceac. Fig. I. Agyriuni caesium vgr. Fig. 2. Dass. durclischn. 

Fig. 3. Ein Durchsclinitt des Fruchllagcrs vgr. Fig. 4. Ein Sliick 
des Vehim vgr. Fig. 5. Sporen vgr. Fig. 6. Agvr. ruf'nm vgr. 
Fig. 7. Durchsclinitt des Pilzes vgr. Fig. 8. Em i)urchscliu. des 
Fruchtlagers mit den Schläuchen vgr. Fig. 9. Sporen vgr. 

Tafel G. 

Fach 63. PatcUariaceae. Fig. 1. Cryptodiscus pallidus schw. vgr. Fig. 2. 
Ders. durchschn. Fig. 3. Schlauch und Paraphvsen vgr. Fig. 4. 
Sporen. Fig. .5. ]\Ielliliosporiuni versicolor vgr. Fig. 6. Ein Durch- 
schnitt dess. Fig. 7. Ein Schlauch und Paraphysen vgr. Fig. 8. 
S[)oren st. vgr, 

— 64. Pezizeae. Fig. 1. Propolis phacidioides vgr. Fig. 2. Ders. durch- 

schnitten. Fig. 3. Schlauch mit Para])hysen; Fig. 4. S[)oren vgr. 
Fig. 5. Stictis versicolor vgr. Fig. G. Dies, durclischn. Fig. 7, 
Ein Schlauch mit Paraphysen, Fig. 8. Sporen vgr. Fig. 9, lO. 
Volutella volvata vgr. Fig. 11. Dies, durchschn. Fig. 12. Peziza 
Acetabulum vkl. Fig. 13. Schlauch und Paraphvsen dersclh. vgr. 
Fig. 14. Sporen ders. vgr. Fig. 15. Peziza pulcliella vgr. Fig. 16. 
Peziza radiata vgr. Flg. 17, Peziza setosa vgr. Fig. 18. ]\-ziza 
leucoloma vgr. Fig. 19. Dies, durchschn. Fig. 20. ßulgaria in- 
quinans vkl. Fig. 21. Paraphysen und Schlauche des Frucht- 
lagers vgr. Fig. 22. Ein Schlauch vgr. Fig. 23. Zwei Sporen vgr. 
Flg. 24, 25. Ascobolus furfuraceus vgr. Fig. 26. Ein Pilz durch- 
schnitten. Fig. 27. Ein Schnitt de» Fruchtlagcrs vgr. Fig. 28, 
Ein Schlauch; Fig. 29. Sporen vgr. Fig. 30. Ceuangium f'errugi- 
nosum vgr, Fig, 3l. Ein Pilz durchschn. Fig. 32. Ein Schlauch 
dess, vgr, Fig. 5^. Sporen vgr. Fig. 34. Tynipanis conspersa 
schw. vgr. Fig. 35. Ein Durchschnitt des Rasens vgr, Fig. 36, 
Ein einzelner Pilz vgr. Fig. 37. Ein Pilz durchschn. Fig. 38, 
Ein Schnitt des Fruchtlagers vgr. Fig. 39. Ein junger Schlauch 
vgr, Fig, 40. Cordierites guianensis NGr. Fig. 41. Ein Pilz 
durchschn, vgr. Fig. 42. Sporen vgr. 

— 65. Geoglosseae. Fig. 1. Geoglossum glabrum, Fig. 2. Ders. durchschn. 

Fig. 3. Ein Schlauch mit Paia|)hvsen vgr. Fig. 4. Eine Spore vgr. 
Fig. 5, 6. Geogl. hirsutum ISGr. Fig. 7. Ein Schnitt des Frucht- 
lagers mit Paraphysen, Schlauchen luid Borsten; Fig. 8. Eine 
Spore vgr. 

— 66. Leotiaceac. Fig. 1. Vibrissea triincorum NGr. Fig. 2. Ders. durch- 

schnitten. Fig. 3. Vihr. Persoonii vkl. Fig. 4. Ein Pilz in NGr. 
Fig. 5, Mitrula Heydcri NGr,; a. Schlauche vgr, Fig. 6, 7, 8. 
Spathulea Üavida NGr. Fig. 9. Schlauch und Paraphysen ver. 



.J 



209 

Fig. 10. Spore vgr. Fig. 11. Cuciillaria helvelloides vkl. Fig. 12. 
Der Hut tlurchschn. Fig. 13. Cucull. infundibiilii'ormis vkl. Fig. 14. 
Der Hut durchschn. Fig. 15. Leotia lubrica NGr. Fig. 16. Ein 
Schlauch vgr. Fig. 17. Eiue Spore vgr. Fig. 18. Leotia uligiuosa 
INGr. Fig. 19. Sporen vgr. 
i67. Hclvellaccae. Fig. 1. Verpa Kroml>hoIzi vkl. Fig. 2. Der Hut 
durchschn. Fig. 3. Ein Schlauch mit Sporen vgr. Fig. 4. Hel- 
vella elasiica vid. Fig. 5. Ein Schlauch ders. Fig. 6. Sporen vgr. 
Fig. 7. Helvella crispa vkl. Fig. 8. Sporen ders. vgr. Fig. 9. 
Helv. inllata vkl. Fig. lO. Helv. Klotzschiana vkl. Fig. 11. Eine 
Spore vgr. Fig. 12. Helv. atra y\\. Fig. 13. Morchella conica vkl. 
Fig. 14. Morch. boheniica vkl. Fig. l.'i. Hut und Stiel derselben 
durchschn. Fig. 16. Ein Schlauch mit Sporen vgr. 

■ — 68. Tuberculariaceae. Fig. 1. Hymenula vulgaris NGr. Fig. 2. Ein 
Pilz durchschn. und vgr. Fig. 3. ßasidien und Sporen vgr. Fig. 4. 
Sporen vgr. Fig. 5. Myrothecium Verrucaria INGr. Fig. 6. Ein 
Pilz durclischn. und vgr. Fig. 7. Basidien und Sporen vgr. Fig. 8. 
Sporen vgr. Fig. 9. Pliymalostroma stercorarium durchschn. und 
vgr. Fig. 10. Sporen und Blasenzellen dcss. vgr. Fig. 11. Mela- 
nostroma minutum durchschn. und vgr. Fig. 12. t>poren dess. 
vgr. Fig. 13. Glioslroma pezizoides vgr. Fig. 14. Dass. durchschn. 
Fig. 15. Sporen vgr. Fig. 16. Chroostroma pini vgr. Fig. 17. 
Sporen dess. vgr. Fig. 18. Grocvsporiiun Acgerila vgr. Fig. 19. 
Basidien mit Sporen vgr. Fig. 20. Sporen vgr. Fig. 21. Epicoc- 
cum herbarum durclischn. und vgr. Fig. 22. Eine Spore dess. 
von oben, Fig. 23. Eine dergl. von der Seite gesehen, vergr. 
Fig. 24. Dacryomyces lacrymalis NGr. Fig. 25. ßasilarzellfa'den 
des Tragers vgr. Fig. 26. Eine Sporenkette vgr. Fig. 27. a. Pe- 
riola hirsuta NGr. , b. Der Pilz durchschn. und vgr. , c. ein 
Stückchen des Fruchtlagers vgr., mit Sporenkelten und Fa'den, 
d. Eine Sporenkette und Sporen vgr. Fig. 28. Chaetostroma 
Bux.i vgr. Fig. 29. Der Pilz durchschn. und vgr. Fig. 30. Basi- 
dien und Sporen dess. Fig. 31. Sporen vgr. Fig. 32. Fusarium 
Georginae vgr. Fig. 33. Ein Pilz durchschn. und vgr. Fig. 34. 
Basidien und Sporen vgr. Fig. 35. Eine Spore vgr. Fig. iö. Tu- 
bercidaria vulgaris NGr. Fig. 37. Dies, durchschn. und vergr. 
Fig. 38. Das Fruchtlager ders. durchschn. und vergr. Fig. 39. 
Sporenkette und Paraphyseu ders. vgr. Fig. 4^. Sporen vgr. 
Fig. 41, 42. Ditiola radicata NGr. Fig. 43. Das Fruchdager vgr. 
Fig. 44. Sporen ders. vergr. 

— 69. Coryneaceae. Fig. l. Selenosporium herbarum NGr. Fig. 2. Ein 
Durrhschnilt vgr. Fig. 3. Sporen. Fig. 4. Exosporium tiliae vgr. 
Fig. 5. Dass. durchschn. Fig. 6. Sporen vgr. Fig. 7. Damno- 
sporium BuUiardi NGr. Fig. 8. Dass. vgr. Fig. 9. Fruchtlager 
dess. vgr. Fig. 10. Eine S])ore st. vgr. Fig. 11. Coryneum um- 
bonatum NGr. Fig. 12. Ein Pilz durchschn. vgr. Fig. 13. Sporen 
vgr. Fig. 14. Coryn. disciforme vgr. Fig. 15. Ders. durchschn. 
und vgr. Fig. 16. Sporen mit Basidien vgr. Fig. 17. Podisoma 
fuscum NGr. Fig. 18. Ein Pilz liingsdurchschn. Fig. 19. Textur 
lind S]iorenlagerung an der Spitze und Aussenfla'che. Fig. 20. 
Dies, in der Mitte, Fig. 21. Dies, am Grunde der inneren Sub- 
stanz des Pilzes im Längsschnitte. Fig. 22. Sporen vgr. 

- 70. Tremellinae. Fig. 1. Coryne turbinata vgr. Fig. 2. Dies, durchschn. 
Fig. 3. Schnitt aus dem Fruchdager vgr. Fig. 4. Basidien und 

14 



210 

Siioren vgr. Fij;. 5. Hyperomyxa slilbosporoitles IN'Gr. Fig G. 
Kill Pilz vj,'r. Fig. 7. Ein Diirchsclinitl s. si. \gr. Fig. H. Basi- 
tlicn mit bporciUrauljen und ilcr Sclilciiiisclioiile vgr. Fig. 9. 
Sporen vgl-. Fig. 10. TScmatelia vircscens TSGr. durclisclinittcn. 
Fig. 11. Basidien und Sporen vgr. Fig. 12. Exidia Auricula Judac 
vld. Fig. 13. JMes. durclischn. Fig. 11. F^in Tiieil derOhcrllache 
des Fnidillageis mit den hervursicliiMidon liasiiliuii und S[ioren 
vgr. Fig. 15. F^iii j)iuchs(liuiu des Fi uclillagei.s vgr. Fig. IG. 
Eine Basidie mit. einer Spore vgr. Fig. 17. Eine Spore vgr. 
Fach 71. Isaricae. Fig. 1,2. (^cralium liyduoidcs vgr. Fig. .3. Dcss. Ober- 
flaclie uiit Basidien und Sporen vgr, Fig. -1. lune Ba'iidie mit 
einer Sj)uie sl. \gr. Fig. .j. Isaria ciliina vgr. Fig. G. Die S|)it2e 
eines Astes ders. mit Basidien und Sporen vgr. Fig. 7. F^inc J5asi- 
die mit ciuer Spore vgr. Fig. 8. Antliina subulata jNGr Fig 9. F^in 
Tlicil derAussenfläcbe ders. vgr. Fig. 10. Plerula penicillala jNGr. 
Flg. 11, 12. Plerula flammea NGr. 

— 72. Clnvariaccuc. Fig. 1. Pislillaria ])usilla j\Gr. Fig. 2. Bies. vgr. 

Fig. 3. Basidieu und S[)oren vgr. Fig. 4. Scleromilra niicans 
]\Gr. Fig. 5. Dies. vgr. Fig. G. Durchschn. der Keule vgr. 
Fig. 7, 8. Basidien und S[)oren vgr. Fig. 9. Typliula eiylliropus 
WGr. Fig. 10. Typli. Gliformis jNGr, Fig. 11. l'ypli. seieroiioi- 
des Agr. Fig. 12. (>aIoceras viscosa IN Gr. Flg. 13. Ein (^uer- 
.schnitt des Fruehllagers Agr. Fig. 14. Basidien und Sporen vgr. 
Fig. 15. Ein Ast von Clavaiia Botrytis JNGr. Fig. IG. F^ine Ba- 
sidie ders. vgr. Fig. 17. Sporen vgr. Fig. 18. (^lavaria pistillaris 
' g NGr. Fig. 19. Basidie ders. Fig. 20. S[)üre ders. vgi-. Fig. 21. 
Sjiarassis brevipes vkl. Fig. 22. Hericium Eiinaccus ^kl. Fig. 23. 
Ein Ast von Heric. coralloides NGr. 

— 73. yluiiculniini. F^ig. 1. Hv])ocliniis rubrocinctus NGr. Fig. 2. Phle- 

J)ia mcrisinoidcs NGr. Fig. 3. Tliele[)liora carvopliyllea vkl. Fig. 4. 
Eine Basidie ders. Fig. 5. Sporen vgr. Fig. G. TJiel. liirsiiia \ kl. 
Fig. 7. F]in Pilz durclischn. F"ig. 8. Basilarzeilen i\es Friicht- 
lagers mit einer Basidie und Sporen vgr. Fig. 9. Thcl. mesen- 
lerica vkl. Fig. 10. Thel. ((]ora) gvroloj)liia a kl. , Untenansicht 
mit dem Fruclilluger. Fig. 11. ^ferisma foetiduni, einige Aestc 
in ^Gr. Fig. 12. Eine Basidie dess. Fig. 13. F'iiie Spore dcss. 
vgr. Fig. 14. Merisraa truncatum NGr. F"ig. 15. Eine Basidie 
und eine Spore Agr. Fig. IG — 18. Guepinia spalliulaiia IN Gr. 
Fig 19. Helotium glabrum KGr. Fig. 20. Ders. Agr. Fig. 21. 
Hcloiium liirsutiim vgr. Fig. 22. Längsschuitt dess. Fig. 23. Cy- 
phella digilalis NGr. Fig. 24. Cypli. Taxi INGr. Fig. 2.'>. Dies, 
schw. vgr. Fig. 2G Ein Durchschnitt der Hutsubslanz mit den 
Basidien und Pollinarien Agr. 

— 74. Hrdnei. Fig. 1. Grandinia crustosa NGr. Fig. 2. Ein Querschnitt 

ders. mit der lioupe gesehen. Fig. 3. Odontia barba Jovis NGr. 
Fig. 4. Stacheln ders. vgr. Fig. 5. Raduhini orbiculare NGr. 
Fig. G. Stacheln dess. vgr. Fig. 7. Irpex pendulus vkl. Fig. 8. 
Durchschn. dess. ni. d. Stacheln. Fig. 9. Ir|)ex canescens vkl. Fig. 10. 
Hvdnnm meinliranaceum NGr. Fig. II. Stacheln dess. vgr. l'ig. 12. 
Hydn. auriscalpium NGr. Fig. 13. Dcrliul dess. durchschn. Fig. 14. 
F)in Stachel vgr. Fig. 15. Basidien a gr. Fig. IG. Hvdnum ccrvinum 
durclischn. u. vkl. Fig. 17. Slachclii dess. vkl. Fig. 18. Basidien 
vgr. Fig. 19. S]>oreu vgr. Fig. 20. Sisloircnia confluens vkl. Fig.21. 
Yai\ Tlicil des Hutes durchschnitten. Fig. 22. Einige blallförmige 
Zähne l\Gr. Fig. 23. Sistotr. occariuni vkl. 



Jiii 



Tafel H. 



Fach 75. Polyporci, Fig. 1. Fislulinaliopalica vkl. Fig. 2. Ein Theil ilcs Hutes 
diiiclischn. \'kl. Fig. 3, 4. .Iiingc u. alle Röhren des Fiuciitlagcrsvgr. 
Fig. T). Boletus scaber A'kl. Fig. 6. Langssclin. des Hutes; Fig. 7. Mün- 
dungen deiRölircn; Fig. 8. die Röliren ; Fig. 0. Ansicht der inneren 
Wand der Röhren mit 2 viersporigen l]asiilien unrl 2 Polliuarien. 
Fig. 10. Querschnitt einer jungen Röhre mit Poliinarien scliw. 
vgr. Fig. 11. Eine ßasidie und Polhnarien st. vgr. Fig. 12. Sj)0- 
ren vgr. Fig. 13. Polyporus ovinus vki. Fig. 14. Durchschnitt 
det Hutes; Fig. 1.5. Eine ßasidie dess. vgr, Fig. IG. P. unibel- 
latus; Fig. 17. Der Hut durchscliu. Fig. 18. F^ine ßasidie vgr. 
Fig. 19. Polyji. versicolor vkl. Fig. 20. Ders. durchschn. Fig. 21. 
ßasidie dess, vgr. Fig. 22. Sporen vgr. Fig. 23. Porothehum 
subtile. Fig. 24. Celhüaria cynthiforniis vkl. Fig. 25. Ein Hut- 
durchschi). Fig. 26. Ders. vgr. Fig. 27. CeriomycesFischeri INGr, 
Flg. 28. Sporen dess. vgr. Fig. 29. F'avolns glal)cr ^'k\. Fig. 30. 
Fruchllager dess. Fig. .31. Hexagona apiaria. Fig. 32. Fruchl- 
lager dess. Fig. 33. Hexag. Caruiicheliana JNGr. Fig. 34. Frucht- 
lager dess. vgr. Fig. 35. Sporen dess. vgr. Fig. 36. Trametes 
pini vkl. F^ig. 37. Durchschnitt des F'ruchtlagers. F'ig. 38. Tram, 
gallica vkl. 

— 76. Poh-porei. Fig. 1. Dacdalea quercina vkl. Fig. 2. Durchschnitt 

des Fruchtlagcrs. Fig. 3. Daed. saepiaria NGr. Fig. 4. Durch- 
srhnilt dess. Fig. 5. ßasidie dess. vgr. Fig. 6. Spore dess. vgr. 
Fig. 7. Merulius destruens vkl. Fig. 8. Durchschn. dess. Fig. 9. 
Basidien dess. Fig. 10. Sporen dess. F'ig. 11. Merul. retirugus 
NGr. Fig. 12. iMerul. bryopiiilus NGr. Fig. 13. Ders. vgr. Fig. 14. 
Epichysiutn argenteum IVGr. Fig. 15. Ders. vgr. Flg. 16. Ders. 
durchschn. Fig. 17. Das Fruxhtlager dess. vgr. Fig. 18. Cyclomy- 
ces fuscus V. oben. Fig. 19. Ders. mit dem Fruchtlager v. unten. 
Fig. 20. Querschnitt der ßliitter dess. vgr. 

— 77. Agariciiii. Fig. 1 , 2. Schizophyllum commune INGr, Fig. 3. 

Durchschnitt des Fruchtlagers Agr. Fig. 4. Basidien dess. vgr. 
Fig. 5. Caiilhaiellus cibarius vkl. Fig. 6. Durchschnitt dess. Fig. 7. 
Duichschnilt der Falten dess. Fig. 8— 10. Basidien dess. Fig. 11. 
Eine Spore dess. vgr. Fig. 12. Agaricus Aaginatus, jung. F^ig. 13. 
Ders. entwickelt vkl. Fig. 14. ßasidie dess. Fig. 15. S[)ore dess. 
Fig. 16. Agaricus caesareus vkl. F^ig. 17. Ein junges Exemplar 
dess. durchschnitten vkl. Fig. 18. Agaricus excoiiatus vkl. Fig. 19. 
Hutdurchschiiitt dess. Fig. 20. Agaricus foetens vkl. Fig. 21. 
Hutdurchschnitt dess. vkl. Fig. 22, 23. Parenchym dess. mit 
Lebenssaftgefassen vgr. Fig. 24. Basidien dess. vgr. Fig. 25. 
Agaricus petasii'ormis, Hutdurclischiiilt dess. Fig. 26. Ein Blalt- 
durchschnitt dess. vgr., a. b. Paieiichym , c c. Basillarzellen, d. 
Basidien, e. Polliuarien. F'ig. 27. Paienchym b. , Basillarzellen c. 
lind Basidien d. st. vgr. Fig. 28. Eine Spore dess. vgr. Fig. 29. 
Die Blatlfläche des Fruchtlagers v. oben ges. F'ig. 30. Eine PoUi- 
narie st. vgr. Fig. 31. Querschnitt des Stengelpareuchyms vgr. 
Flg. 32. Längsschnitt dess. vgr. 

— 78. yfppciiiiir. Fig. 1. ßryomyces Orthotrichi vgr. Ein Blatt von Or- 

iholiichain mit dem Pilze an der Spitze vgr. Fig. 2. Sporen 
dess. vgr. Fig. 3 — 9. Zygosporium oscheoides vgr. Fig. 3. Ein 
steriler Fadcu ; Fig. 4 — 7. Fruchtbare F.idcn ; Fig. 8. Ein frucht- 

14* 



212 



tragender hufeisenförmiger Ast; Fig. 9. Eine Spore. Fig. 10. Ba- 
sidie von Rovisla ])luinl)ea vgr. Fig. 11. F.'idcn von Haar;;c(lerlile 
des Bovista ]>liinil)ea vgr. Fig. 12. Sporeiizellen von Sclerodej ina 
vulgare vgr. Fig. 13, 14. BasiJicn dess. ^g^. Fig. lö — 18. F.iii- 
wicklung des S[)oreu dess. vgr. Fig. 19. Haar^cüeclite 5 Fig. "20, 21. 
Schläuche und Fig. 22. junge S|)ore von Elaphomvccs vulgaris 
Tgr. Fig. 23 — 25. Schläuclie und Haargefleclile von FJapliomvcos 
vulgaris vgr. Fig. 2(3. Cralarellus cornucojiioides ^kl. Fig. 27. 
Ders. längsdurchsclinilten. Fig. 28. Basidien dess. vgr. Fig. 29. 
Sporen desselben vergrössert. 



Index« 



AMjildungen CXII 

Acervulus XXVIT 

Acinophora. Raff 187 

Acinula Fr 137 

Acmosporium. Corda. LXIV. 56 

Acremoniuui. Link 30 

Acrogen XXXIV 

Acro'spermum. Tode. LXXXVIII. 127 
Acrosphaeria. Corda. LXXXIX. 136 
Acrostalagmiis. Corda. LXIV. 55 

Acrothamniiim. INees 24 

Acrodieciuiii. Corda 32 

Acddium. Fr XCL 144 

Aclioocladium. Ehrenb. ... 55 
Actinolhyrium. Kunze. . . . 125 

Aculciis XXVIII 

Adanson CXII 

Adern XXV 

Aecidiaceae .... LXX. 73 
Aecidium. Pers. . . . LXX. 73 

Aegerila. Pers 76 

Aerophyton. Eschw 70 

Aethalini LXXV. 88 

Aeihalium. Link. . . LXXV. 88 

Afzelius CXII 

Agariri'.ii CIX 

Agaricus. Linn. . . , CIX. 185 
Agvriaceae .... XCIV. 150 

Agvrium. Fr XCIV. 150 

Ailographum. Lib 142 

Albertini et Schweinilz . . CXII 

Ale^risma. Link 25 

Alpliitomorpheae . LXXXVI. 120 
Allernaria. Wees .... LVI. 21 

Alytosporiura. Link .... 24 

Amphihlistrum. Corda ... 30 
Amphicorda. Fr. ..... 171 

Amphiphytum. Schwein. . . . 187 

Amphisporium. Link .... 77 



Amphitrichum. TVees .... 38 
Amphitrichum. Spreng. . . . 132 
Angioridium. Grev. . LXXI. 79 
Angiopoma. LeveiUe . . XCL 193 

Anixia. Fries 98 

Annulus XXV 

Anodotrichum. Corda .... 32 
Antennaria Link LXXXVL 18. 120 

Anthina. Fr CIH. 170 

Apiosporium. Kunze. LXXXVII. 125 
Apotemnouin. Corda .... 15 
Arachnion. Schwein. LXXIX. 101 
Areyria. Pers. . . . LXXIV. 84 
Arthrininm. Kunze . . . LXI. 42 
Artlirobolrydeae. . . LXIV. 57 
Arthrobolrys. Corda . LXIV. 58 

Articuhis XXIV 

Aschersonia. Endl 195 

Asclierson CXII 

Aschion. Wallr lU 

Ascobokis. Pers.. . . XCVI. 153 

Ascochyta. Lib 130 

Ascophora. Tode . . LXVIII. 69 

Ascophori XCm. 149 

Ascospora. Fr 126 

Ascroe. Labill. . . LXXXV. 117 

Ascus XXX 

Aseiniotrichum. Corda . LXI. 41 
Aspergillini .... LXVI. 62 
Aspergilhis. Mich . . LXVL 63 

Asteronia. De Cand 130 

Asterophora. Ditlm 10 

Asterosporium. Kunze ... 17 
Asterothecium. Wallr. ... 77 

Alhelia. Pers 24 

AtractoboUis. Tode .LXXXI. 106 
Aufbewahrung der Pilze . . XIII 
Aufsuchen der Pilze .... XII 

Auricularini CIV. 173 

Aussaat der Pilze . . . XXXV 
Azosma. Corda .... LIX. 35 



2i4 



B. 



Bactridiaccae . 
IJaclridium. Kunze 
Balaiiium. Wallr 
Balsaiiiia. \ui 
Balsaino 
Baiiks . 
Basidien 
J5a,si(li()[)Iiori . 
Batscli . . . 
Baitarra . . 
ßaiianca. Pers. 
Baltaneac. 
Bau dir Pilze 
Bauhimis . 
Bayle - Barelle 
Becher . 
Bellardi . . 
Beiicveiiuii 
Bergius 
Berkeley . 
Bispora. Corda 
Bivona - Beiiiar( 
Blastotricliiim. C 
BI.itLer . . 
BlaiLchen . 
Blennoria. Fr, 
Blume . 
B(")hnu;r. 
Boerhave 
Bolhiiiiis. Fr. 
Boletus, jjiiin 
Bokon , . 
Borcli . . 
Bosc . 



orda 



Boii yospori'im. 
Botrytis. Jäuk 
Bouclier 
Bovista. Pers. 
Bowraann . 
Braclivciadiuin. 
Briarca. (^a. . 
Brondcau . 
Brogniart. Ad. 
Bryanl . 
Bryocladium. Kui 
Bryoiiiyccs. ]VIont 
Buchten 
Hulgaria. Fr. 
Buliiard 
Eiixl>auni 
Byssaccae . 
Byssini . 



LVIII. 32 

. LIX 34 

. . . 45 

LXXXIII. 110 

. . CXII 

. . CXII 

XXX 

XCVm 159 

. . XLV 

XLIII. CXII 

LXXXV. 118 

LXXXV. 118 

. . XXI 

. . cxn 

. . CXII 
XXV. XXVI 

. . cxn 

. . CXII 

. . CXII 

. . CXII 

. LVI. 20 

. . CXII 

. . . 35 

. . XXIX 

. . XXIX 

. . . 1G4 

. . cxn 

. . CXII 
. . XIJI 

. . . 185 
CVU. 170 

XL VI. ex in 
. . cxni 

. . ex III 



LXin. 53 
LXI. 43 

. . cxm 

LXXVI. 91 

. . cxni 

LXIV. 57 
LXVI. 63 
. . CXIII 

xLix. cxni 

. . . 197 
. . .180 
. 1H6. 191 
. . XXIX 
XCVI. 153 

XLV. cxni 
. . cxin 
... 1 

. LIII. 1 



Byssocauion. Miuit 109 

ßyssus. Vaiil LIU. 2 

C. 

Caeoma. Link .... LIV. 8 

Caeoniaceae LIV. fi 

(lacnocarpus. Rcbcnt . . . .187 

Caesalpinus XLl 

Calatliiscus. Mont. . LXXXIV. 192 

Caloeeras. Fr CIV. 172 

Calostoma. Dcsv. . LXXVIH. 97 
(^alyssosporium. Ca. . LXVIII. CG 
Cam[)louni. Link . . . LXI. 42 
(]ani|)soirichum. Ehrenh. . . 44 
Candollc .... 
Cantharellus. Adans 
Capiljaria. Pers. . , 
(^a])illitiuni . . . 
(]apiliduiM sporarum 
Carpojjoli .... 

Carus 

Catacliyon. Ehrenb. 
(>atena 



Caulogaster. Corda 
Grev 



CIV. 

Lxxvni. 

LXVIII. 
. LXI. 

h. . . 
. . (jxin 

CIX. 184 
. .3. 24 
. . XXVI 

. .xxvn 

LXXXL 105 

. . cxin 

... 99 

. xxxin 

LXX. 72 
LXXVHI. 99 

. . cxin 

CVn. 194 
. . XXV 
XCVI. 154 
. . . 137 
... 74 



Cauloglossuni 

(ja\alicr 

CelhWaria. Bull. . 

(^ellulac 

(^enangium. Fr. . 

(^enococcuni. Fr. 

(A'ntridiuui. (>hev. 

Ccplialeuros. Kunze .... 70 

Cepiialoclalia . ... LVIII. 29 

(^epiialosporiuni. Corda LXV. Gl 

Ce|)lialotii(^cinn). Corda. LXIV. .57 

Ce|)halotriciuini. Link LXV. GO 

Ceratiuui. All), et Schw. CIL 169 

Cerioniycts. Corda . . CVIII. 180 

(^eratocladia .... LXII. 49 

Ccralocladiuiii. Corda LXIII. 49 

Oralogasler. Corda LXX VII. 95 

Ceratouenia. Pers 5 

(>eratoph(>ra. Iliuub 100 

Ceralopodiuui. Corda . LXVI. 62 

Cesati cxm 

Ceuthospora. Grev 129 

Cliaet<ic'\ phe. (^oida .... 186 
Cliactoniiuui. Kunze LXXXVIII. 132 
Chaclopsis. Grev. . . . LXI. 43 
Chaetosponuin. Corda , . . 5 
Cliaetostronia. (>orda . . C. 162 

Clialara. Corda 18 

(lieiiaria. Lib 131 

Chevalier XV 

Chovaliier L. CXIII 



215 



Chloridium. Link . . . LXI. 42 

(ihoiromyces. Vitt HO 

(^Iiordoslyluin. Tode . LXIX. 12 
CjIironiclo.s])oriiini. Corda . . 27 
Clnouiüsporiniii. Corda ... 11 
Chiooslroma. (]orda . XCIX. 161 

Chiysomyxa. Ung 5 

(.Jhiysosporium. Corda LVII 26 

Cibot CXIII 

Cilicia. Fr 186 

Ciliciocarpus. Corda LXXIX. 101 
Ciliciüpotlium. Ca. . . LXVl. 62 

CiQia cxni 

Cioiiium. Link . . . LXXII. 80 
(.iirciiiotrichum. Nees .... 26 

Circumscriplio XXIII 

Cirrholus. Mart. . LXXIII. 82 
(^ladobotryiim. Nees .... 52 
(-llados])oriuni. Link . . LIX. 35 
CladoLricIuim. Chorda . . LX. 39 
Clallnaccae . . . LXXXIV. 115 
Claliirus. Mich. . . LXXXIV. 116 

Clava XXVI 

Ciavaria. Vaill. . . . CIV. 172 

Clava riaceae CHI. 171 

Clioslomei 144 

(^lioslomum. Fr 144 

ClisosporiiiQi. Fr 76 

Clonostacliys Corda .... 53 
(]lojileri.sporium. Schwein. . . 187 

(^lusiiis CXIII 

Coccuholus. Wallr 127 

(^iOCfosporluai. l^orda . . LIX. 37 
(joccothrichiuu. Link .... 29 

(^occularia. Corda 12 

Codringion - Lens XIV 

(jocl<)sj)orium. Link .... 45 
tloleus. Cavah . . LXXXIV. 115 

Cullacystis. Kunze 186 

(ioUelosporium. Link .... 28 

CoIIetolhrichum. Ca 41 

Colonnarin. Rall 115 

Cohmu-lla XXVI 

(^oui[)res,sorium XVIII 

Conionivcctes LIII 

Coniophora. De C 174 

< jOniolhecium. Corda .... 12 
Coniolhyrium. Corda LXXXVIL 123 

<.jOni,s]iorium. Link 11 

Copriuus. Fr 185 

Cora. Fr 186 

Corallodendron. Jungh. . . . 196 

Corda CXIII 

Cordicr CXIII 

(^ordicriles. MoiU. . . XCVI. 154 



Cordyceps. Fr XC. 136 

Coreminm. Link . . LXVH. 64 
Corcthropis. Corda .... 56 

Corlinarius. Fr 185 

Corync. Nees .... CIL 166 

Coryneaccae CI. 164 

Corynelia. Fr 134 

(]oryncuin. Nees . . . CI. 165 

Coslae XXIX 

Cralarellus. Fr CV. 175 

(jralerium. Trentii. . LXXII. 81 
Crateromyccs. Corda . LXVIII. 67 
Crateromjrcetes . . LXVIII. 66 
Cribraria. Schrad. . LXXIV. 84 
(hihrariaceae . . LXXIV. 84 

Crinula. Fr 172 

Crivelli CXni 

Crouartium. Fr. . . • LXX. 73 

Crome CXIV 

Crocysporium. Corda . XCIX. 161 
(^ryplodiscus. Ca. . . XCIV. 151 
Cryptouiyces. Grev. . XCIV. 193 
(]ryplosporium. Kunze . XC. 138 
Cucullaria. Ca. . . . XCVII. 194 
Cucurbilaria. Grev. LXXXIX. 134 

Cupida XXVI 

Curlis CXIV 

Cyadiodium XXVI 

Cyathus. Hall. . . . LXXX. 103 
Cy cloderma. Klotzsch. LXXVIII. 98 
Cyclomyces. Kunze . . CIX. 182 

(^ylichniuni. Wallr 82 

(jylindrosporiiim. Grev. ... 18 
(jymalodcrnia. Jungh. . . . 193 
Cynophallus. Fr. . LXXXV. 119 
Cyphclia. Fr. . . CV. 154. 193 

Cyrlücnon. Link 186 

Cytispora. Ehrenb 138 

Cytlaria. Berk 193 

I>. 

Dacrina. Fr 170 

Dacryouiyces. Nees . . (L 162 
Dactyhum. Nees . . LXVIL 65 
Daedalea. Pers. . . . CVIII. 182 
Damnosporium. Corda . CI. 194 

Dassier CXIV 

Davis CXIV 

Delille ........ CXIV 

Delongchamps CXIV 

Demalium. Link 4 

Demazieres CXIV 

Dendrina. Fries 25 

Dendromyces. Libosch . . .118 
Dendry})liiaceae . . LXVIL 65 



Jil6 



Dendrvpliium 
DeiiLes . . 
De 
Dt 



W. 



Dcrraatogastercs 



LXVII. 05 
XXVllI 

. Lxvn 

. . IGl 

. ex IV 

, CXIV 

LXXIV. 86 

LXIX. 71 

LXIX 



71 
. . .187 
. . . 133 
LXXI. 76 
. LV. 13 
LXXIV. 85 
LXXXV. 192 
16 
81 



^crinos|)orium. i^ 
Descourlilz . . 
D(;s\aiix 
Diarlica. Fr. . 
Diaiiij)h()ra. Märt. 
Diaiiijilinrcae . 
Dicaiplius Rair. 
Dicliaena. Fr. 
Dicliosporium. Nees 
Dicoccuni. (^.orda 
DH'l\(liiim. Sclirad. 
Dictvoplialliis. Corda 
Diclyosporium. Corda . . L\. 
Didcrma. Link . . . LXXH 

Did\iuaria. Corda 32 

Diilyniimn. Link 81 

Didymocrater. Marl. . LXVIII. 67 
Didvmosporium. Nees ... 14 

Diksun CXIV 

Dilophospora. Desm. LXXXV'II. 

126. nO 

Dilleuius CXIV 

Diplitherium. Ehrenb. LXXVI. 89 

Diplodcrma. Liük 97 

Diplotlia. Fries 186 

Diplosporium. Link . . • . 37 

Discosia. Lib 132 

Diliola. Fries C. 163 

Ditniar CXIV 

Doralomvces. Corda . LXV. 60 

Dothidca. Fr 134 

Dryander CXIV 

Drvopliyllum. Schwein. . . . 137 

Duby ' CXIV 

Duclianoy CXIV 

Dufour, Leon CXIV 

Dnrieu de Maisoaucuve . . CXV 

Dulrochet CXV 

Duval CXV 

Eaton CXV 

Ecliinobolryum. (>orda . LIV 10 

Elireni)erg CXV 

Ehrharl CXV 

Eisenhardt CXV 

Elapliomvces. Nees LXXVIL 96 

Ellrodi, ; • . CXV 

Endlieiier L. CXV 

Endogone. Link . LXXIX. 100 
Endosporium .... XXXII 



Endolrichum. Corda 

Enslin 

Enleridium. Ehrenb 
Eiitomyclinm. AVall 
Epicoccuni. Link 
E])iclivsium. Tode 
E|)ispoMiini 
Epochniiun. Link 
Erincuni. Pcrs. . 
Erysiphe. Hcdw. 
Eschweilcr . , 
Eurolinm. Link . 
E\ersniann . , 
Excipula. Fr, 
Excipuleae 
Exidia. Fries . . 
Exosporium. Link 

F. 



XCIF. 147 

. CXV 

. . 90 

. . 12 

C. 162 

CIX. 183 

XX XU 

. . 33 

Lin. ü 

LXXXMI 122 
. . . CXV 
. LXXL 75 
CXV 
! XCIII 148 
. . . . l-fS 
. . CIL 168 
. . CL 165 



Faden XXIII 

Fadengeflechle XXIII 

Fallen XXIX 

Favohis. Fr CVIII 181 

Fee CXV 

Fellner CXV 

Fensi ereilen XXXII 

Fihriliaria. Pers 3 

Field CXV 

Filnni XXni 

Fiseher CXV 

Fisinliua. I3nll CVI. 179 

Fleck xxm 

Floccus XXni 

Floerkc CXV 

Frank CXV 

Fries XL VIII. CXV 

Frnchtlager . . . XXVIL XXX 

Funk CXVI 

Fusarium. Link C. 163 

Fusidium. Link 10 

Fusisporium. Link . . LA III. 25 
Fusouia. Corda 14 



(jralama .... 


. . . l.XVl 


Gansapia. Fr. 


.... 176 


Gautiera. Vitt 


. LXXXm. 114 


Geasler. Mich. 


. LXXX. 104 


Geasirideae 


. LXXX. 104 


Geniiuenbildung . 


. . . XXXV 


Genea. Vitt. . . . 


LXXXII. 109 




. . . XXIV 


Ctc'o 11 rov" - . - 


. . . CXVI 


Geoglosseae 


. XCVL 156 



217 



Geoglossum. Pers. . . XCVI. 156 

Gieseke XLIV 

Gihhera. Fries 133 

Gleditsrh .... XLin. CXVI 

Gleichaxig XXXIII 

Glcoporus. Mont. 194 

Glied XXIV 

Gliocladium. Corda .... 55 
Gliostroma. Corda . . XCIX. 161 

Glioiiiclium. Eschw 45 

Gloniaceae 143 

Glonium. Müiilenb. . XCI. 144 

Gnielin CXVI 

Göj.pcrt CXVI 

Gomphidius. Fr 185 

Gomphora. Fr. 175 

Gonatoholrvs. Corda .... 53 
Gonalorrhüdiim. Corda LXII. 48 
Gonatosporiuiu. Link . . LXI. 42 
Gonatotrichum. Corda LVIII. 31 
Gongylocladium. "VVallr. . . . 46 
Gonytrichum. Nees .... 31 

Gou|)i!ia. IVleral 92 

Grandinia. Fries . . . CV. 177 
(^raphiola. Poit . . . LXX. 74 
Grapliium. Corda . . LXVI. 61 

Greville L. CXVI 

Grumaria. Fries 6 

Gullula oleosa .... XXXn 
Gyuinodermia. Humb. . . . 176 
Gyninosporium. Corda . LJV. 10 
Gyrocerus. Corrla . . . LVI. 19 
Gyrothrix. Corda . . LXIII. 49 



H. 

Haargeflechte ..... XXVI 

Haherle CXVI 

Haller CXVI 

Halysiiini. Corda . . LXI. 41 
Haplotriclium. Corda . LXV. 59 

Hayne CXVI 

Hedwig CXVI 

Helicoaia. Corda . . . LX. 39 
Hcliconiyces. Link . . LVI. 19 
Helicosporiiim. Nees . . LX. 39 
Helicostylum. Corda . LXIX. 69 
Helicotrichum. Nees . LIX. 33 
Helminlhosporiaeeae . LIX. 35 
Helminthosporiiim. Link LIX. 36 
Helotinm. Tode .... CV. 193 
Helvella. Gled. . . XCVIII. 158 
Helvellaceae . . . XCVIH. 158 
Hemiscyphe. Corda LXVIIl. 67 



Hercospora. Fr 126 

Hericium. Fr CIV- 172 

Hermes CXVI 

Herpotrichuin. Fr 3 

Hcterosphaeria. Grev 145 

Heterolrop XXXIII 

Hexagona. Poll. . . . CVIH. 181 

Heyderia. Fr 157 

Hirneola. Fr 168 

Hippoperdoa. Mont 191 

Hitschock CXVI 

Hol] CXVI 

Holmskiüld CXVI 

Huoker CXVI 

Hoppe CXVI 

Hudson CXVI 

Humboldt .... CLVI. CXVI 

Hut XXVI 

Hutton CXVII 

Hyalopus. Corda . . LXV. 58 
Hydnangium. Wallr. LXXXHI. 114 

Hydnei CV. 176 

Hydnocaryon. Wallr 112 

Hydnum. Linn CVI. 178 

Hydronema. Carus 187 

Hydrophora. Tode . LXVIH. 68 
Hygrorrocis. Ag. . . . XXX VII 

Hygrophorus. Fr 185 

Hylus XXXn 

Hymenangiaceae . . LXXXIII. 113 
Hymenangium. Klot. LXXXIH. 114 

Hymenium XXVIII 

Hymenogaster. Vitt. LXXXH. 108 
Hymeuomyceles . . . XCITI. 149 
Hymenophallus. Nees LXXXVi. 120 
Hymeriopodium. Corda ... 16 
Hymenula. Fries . . XCIX. 169 
Hyperomyxa. Corda . . CIL 166 

Hyperrhiza. Bosc 94 

Hypha. Pers 2 

Hyphasma XXIIl 

Hvphelia. Fries . . . LXXV. 87 
Hyphomycetes . . . LVil. 23 

Hyphopodium XXIII 

Hypochnus. Fries . . CIV. 174 

Hypocrea. Fries 134 

Hypodermium. Link .... 7 

Hypospila. Fr 133 

Hyposlroma . . . XXIII. XXIV 

Hypothallus XXIH 

Hvpoxylon. Bull. . LXXXIX. 135 
Hysterangium. Vitt. LXXXH. 109 

Hysleriaceae XCI. 142 

Hysieriuni. Tode . . . XCI. 142 
Hysterographiuni. Corda . XCI. 143 



2iS 



I. J. 

Jaquin CXVI 

Illosporium. Marl 11 

Inslnmicnlc XIV 

Involucnim XXV 

Irpex. l'V CVI. 177 

Isaria. Pers C;ni. 169 

Isaricao CAI. 109 

Islhnuis XXXIII 

. CXVII 

... 195 

Jussicu CXVII 



Juiiglnilin . 
Junghuhnia. Corda 



Kern XXVIII 

Kerncr CXVII 

Keule XXVI 

Klotzsch CXVII 

Kraj.f CXVII 

Kroiiibholz CXVII 

Kunze CXVII 



I.. 



R 



OS 



Labrella 
Lal)rclliiliiii 
Lactarius. Fr. 
Lagger . . . 
Lamellae 
Lamellulae 
Lampe . 
Lanosa. Fr. 
Langermaniiia. 
I>ang.s'lorf . 
LarlxM' 
Laroclie 
Lascliia. Fr. . 
Jjascliia. Jungh 
Lasioholrys. Kim 
Lateratlea. Rasp 
Laternea. Tur|). 
Lcangiiini. Link 
Lenialis. Fr. . 
Lentinus. Fries 
Lenz 

Lenzites l""r. . 
Leoearpiis. Link 
Leotia. l'ers. . 
Leoliaceae 
Leplomiliis. Ag. 
Leploiliyriuin. Knn 
IjCptoslronia. Fr. 
Ijeplolriclmni. Cor( 
LetcJlier . . . 



k. 



XCIL 146 
. . 146 
. . 185 
CXVII 
. XXIX 
. XXIX 
. XIX 
. . 2 
. . 93 
CXVII 
CXVII 
CXVII 
. . 183 
. . 195 
LXXXVIL 121 
187 
115 
81 
. . 168 
. . 185 
. CXVII 
. . 185 
XXII. 80 
XCVII. 157 
XCVII. 150 
. XXXVIII 
. . 124 
. . . 121 
. LIX. 3ti 
. . CXVII 



XXXIV. 
LXXiL 



Leucosporium. Corda ... 10 

Leveilie CXVII 

Liberi CXVn 

Licea. Scbrad. . . . LXXI. 78 

Lignidiuni Link 79 

Lijnngh CXVII 

Lindlev CXVII 

Link ..... XLvii. cxvm 

Linne XLIII. CXVII 

Lo])binm. Fr 143. 193 

Lvcogala. Micb. . LXXVI. 91 

Lvcogalaceae 91 

Lvcoperdaceae . LXXVI. 90. 91 
Lvcoperdon. Tournef. LXXVI. 91 
Lvsuroidcae . . . LXXXIV. llG 
Lysiuns. Fries • . LXXXV. 116 

Macbridgc CXVni 

Macroon. Corda 30 

Ma.ula XXIII 

IVIarasniius. Flies 185 

IMarcet CXVHI 

Maisiliiis CXVUI 

IMaiüus CXVIII 

Mavcr CXVIII 

IMfdiisuIa. Tode . . LXIL 47 
Melanconiareae .... XC. 138 
INIelaiiconinm. Link . . XC. 139 
Melanogaslcr. Cortla LXXVII. 94 
IMiianospora. Corda LXXXVIII.131 
3!flan<)slroina. (^orila . Xi^X. 100 
IMelanoli icliiuii. Corda ... 28 

INIcliiliiini. Kscliw 70 

INIeliola. Fries 132 

Melliliosporium. Corda XCIV. 151 
IMemnoninm. Corda . LVH. 28 
IMenispora. Pers. . . . LXI. 44 

Menizel CXVIII 

Meial CXVIII 

Merisma. Pers (>V. 175 

rNlerosporiiim. Corda . LVIII. 28 
ISIernlins. Hall. . . . XVIII. 183 

Messer XIX 

iMeyen CXVIII 

Miainomyces. Corda .... 26 
INIieiieli '..... XLII. CXVIII 

IMicropellis. Mont 193 

IMierolbecimn. Corda .... 125 
lMicrülhyiium.Desm.LXXXVIII.128 

IMidolis. Fries 150 

IMikronieler XV II 

IMikrosku[) von Oberhiinser . XVI 

— » piössi . . . xvn 



ai9 



Mikroskop von Scliiek . . . XVII 
— » Sellique . . . XV 

Miqi.ei cxviri 

Miircmyces. Necs . LXXIX. 102 
Miliula. Fries . . . XCVII. 157 

MliulV CXVIII 

Moniiicr . . ... CXVIII 

Moiiotospora. Corda .... 29 

Montagiic CXVIII 

Moniagniles. Fries . . . CX. 195 

Monti CXVIII 

Morchella. Dill. . . XCVII I. 158 

IMüiigeot CXVIII 

Moynier CXiX 

IMii'ller CXIX 

Müller, C. A CXIX 

Müller, (). F CXlX 

INIucor. Mich. .■ . LXVÜI. 08 
Mucoroideae . . . LXVIII. GG 

Mycelii.m XXIII 

Mycena''Lriini 192 

JVlvcomaler. Fries 1 

]Mytl()nos])oriuai Corda . LX. 40 
Mydonolricliiim. (]orda . LX. .36 
IVlyclomycetes . . . LXVII. 06 

JM\lilta. Fries 97 

Mylius CXIX 

Myrioccphalum. Not 194 

INIyriococcum. Fries . LXXI. 75 
Myriostoma. Desv. , .LXXXI, 105 
JMvrosporium. (]orda .... 79 
Myrotheciuni, Tode . XCIX. ICO 
Mystrosporiiim. Corda . LX. 37 

IMyxarium. Wallr 106 

M vxocladiuni. Corda .... 33 

Myxomplialos. Wallr 107 

INivxoiiema. Corda 27 

Myxosporium. Link . . LV. 12 
Myxotriclmm. Kunze . LVill. 31 

ar. 

Nabel XXXII 

Nadeln XIX 

Na.gcii , . . . CXIX 

Naemalelia. Fries . . . C>iä. 167 

Nchel CXLX 

Nebenf'aden XXX 

Neeker CXIX 

Necs von Esenbeck XLVIL CXIX 
Neniaspora. Pers. . . . XC. 138 
Nenialogonium. Desm. . . .27 

Nesiler CXVIII 

Weiirocdiiim. Kunze , . . .187 
Nidularia. Bidl. . . . LXXX. 103 



Nidulariaceae . . LXXLX. 103 

Noso|)hlaea. Fries 137 

Noulet CXIV 

Nucleus . . . XXVIIL XXXII 
Nyctalis, Fries ...... 1^5 

NycLomyces. Hart. . . . XXXVI 



o. 



Oberhäuser . . . 
Oclaviania. Vitt. 
Odonlia. Fries 
Oedemium. Link 
Oeliropfen d. Sporen 
Organograpliie 



Onygena. Pers. . 
Opatowsky . , . 
Ophiolrichum. Kunze 

Opiz 

Oitholrop .... 

Osbek 

Ospriosporiunfi. Corda 
O.stracococcum. VV all 
Ostracoderma. Fries 
Ostropa. Fries 

Otto 

Ozonium. Link . . 



. . . XVI 
LXXXn. 107 
CVL 177 
LXII. 46 
XXXII 
. XXIII 
LXXL 78 
. CXIX 
. . 186 
. CXIX 
XXXIII 
. CXIX 
LXn. 46 
. . 78 
. . 87 
. . 133 
. CXIX 
. . 4 



P. 

Pachyma. Fries 137 

Palisot CXIX 

Panus. Fries 185 

Pa[)ularia. Fries 7 

Parajihj'scn XXX 

Pateliaria. Fries 151 

Patcllariaceae . . . XCIV. 151 

Paxillus. Fries 185 

Paulet CXIX 

Peniphidinm. Mont. LXXXIX. 133 
PeniciUiuui. Link . . LXVI. 03 

Pcnieillus XXVII 

Peribotryon. Fries .... 170 
Perichaena. Fries . . LXXI. 77 
Periconia. Pers. . . . LXV. 00 

Peridium XXV 

Peiidiolum XXV 

Periola. Fries C. 102 

Perisnorium. Fries LXXXVIII. 130 

Peritheciiim XXVI 

Peronospora. Corda . LXIV. .54 
Persoon .... XL VI. CXIX 
Pestalozzia. Not. . . XCI. 141 

Pe^■soncll CXX 

Peziza. Dill XCV. 153 



220 



Pezizeae .... 

Pliaci.lici .... 

Pliacidiiiin. Fries 

Phalloideae . . . 

Phallus. Mich . . 

rhili|i[)ar .... 

Phli-liia. Fries 

Plilebophoia. LeveilJt 

Plilyclospora. Corda 

Phoehiis .... 

Phonia. Fries 

Phragmidiaceac . 

Phrat^midiuin. Link 

Phragmolrichiaceae . XC-II. 146 

PhragnioLriohura. Kunze XCHII. 148 



. xcv. i:t2 

.... 144 
. XCTI. £45 
LXXXV. 118 
LXXXVI. 119 
. . , CXX 
. . CIV. 174 
... 193 
LXXVII. 95 
. . . CXX 
.... 124 
. . LV. 13 
. . LV. 16 



Polvporei CVL 178 

PolVponis. Mich. . . CWU. 180 
Pnlysaccum. DeCand. LXXIX. 102 
Polyschismiiim. Corda LXXII. 81 
Poiystigma. De Cand.LXXXVin.128 
Polytluiiicium. l^iinze . LIX. 37 
Pon.i.hoIyx. Corda . LXXVH. 96 
Poren XXIX 



Plivllenacei . . . . 
Phvileniim. Fries . . 
Phvlloediuni. Fries 
Phvmaloslronia.- Corda 
Plivcomyces. Kunze 
Physarei . . . 
Physarum. Pers. 
Physodcrma. WaUi 
Picoa. Vill. . . 
Pilacre. Fries 
Piletis .... 
Pilidium. Kunze . 
Pilobolidcae 
Pil()l)olits. Tode . 
Pil/.hiille . . . 
Pinsel .... 
Pisocarpiaceae 
Pisoniyxa. Corda 
Pisüllaria. Fries . 
Placentarschichte 
Planer .... 
Plecostoma. Desv. 
Plecotrichum. Cord 
PleurogCM . 
Pleuropyxis. Corda 
Pleurotrop 
Plicae .... 
Plössl .... 
Podaxideae 
Podaxon. üesv. . 
Podisoina. Unk . 
Podos[)haeria. Kunz 
Podoslromhium. Ku 
Polil .... 
Poileau . 
Poliinarien . 
Polyaclideae 
Polyaclis. Link 
Polyangium. Di Im 
Polygasler. Fries 



Lin. 



xcix. 

LXX*. 
LXXL 



5 

6 

7 

160 

60 

7.T 

79 

. 8 

. 112 

. 93 

XXVI 

. XCni. 148 

. LXIX. 71 

. L\1X. 71 

. . . XXIV 

. . XXV II 

LXXVIil. 99 

LXXXV II. 121 

. . cm. 171 

. . . XXX 

. . . CXX 

LXXXL 104 

.... 26 

. . XXXIV 

LXXXVIf. 121 

. . XXXIII 

. . . XXIX 

. . . XVII 

98 

99 

165 

. 122 

. 186 

. . CXX 

. . CXX 

. . XXXI 

LXIII. 51 

LXin. 51 

LXXIX. 100 

. . .102 



LXXVIII. 
'. *. CL 



nze 



F 



Ung. 



Pori . . . 
Poronia. Fr. 
Porothelium 

Pristley 

Propolis. Corda . 
Prosthcmiiim. Kunze 
Prolomvees 
Proloneuja. A^ 
Psilonia. Fr. . 
Psiloniaceae 
Pteiula. Fr. . . . 
Ptychogaster. Corda 
Pucciuia. Pers. . . 

Pulpa 

Pycu<)j)odium. (]orda 
Pvronema. Carus 
Pvronenieae 
Pyrenium. Tode 



. . XXIX 
LXXXIX. 135 
CVIL 180 
. . CXX 
xcv. 152 
XCL 
LIV. 



LXL 
LXL 

. ein. 

LX XV. 
. LV. 



141 

8 
3 
41 
41 
170 
88 
15 



. xxvn 

LXIX. 72 
XCIV. 149 
XCIV. 149 
. . .137 



Quepinia. Fr. 
Querwand . 



a. 



R. 



CV. 176 
. XXIV 



Raddi CXX 

Radix XXIII 

Radulum. Fries . . . CVl. 177 

Rajus XLI 

Raniisch CXX 

Ramularia. Ung. . . LVIIL 23- 

Rcauniur (. A X 

Rcci])iaculum XXIV 

Rcichenhach CXX 

Rclicularia. Bull. . . LXXV. 89 
Rcliculariaceac . . . LXXV. 89 
Rhinolrichum. Corda . LXII. 46 

Rlii])idiuni. Wailr 185 

Rhizina. Fries 153 

Rhizoclonia. De Cand. . • • 137 

Rhizomoiplia. Reh •* 

Rhizopogon. Fr. . LXXXIII. 110 
Rhizopus. Khrenb. . LXVHI. 68 
Rhodoccphalus. Corda LXVl. 63 
Rhopalomyees. Corda LXV. 61 
Rhyüsma.'Fr. . . - XCII. 145 
Ring XXV 



22i 



Rimella. Raff 187 

Rippen XXIX 

Rohren XXVIII 

Roestelia. Rebent. . . LXX. 74 

Roques CXX 

RostkoYius CXX 

Roth CXX 

Rothmann ......•• CXX 

Rouhn CXX 

Rubel CXX 

Russiila. Pers 185 

Ruthea. Opat 185 

Saccothecium. Fr. . .gi.^ . . 186 
Saccidium. Nees LXXXVll. 124 

Sackea. Rostk 93 

Säulchen XXVI 

Saint Hilaire CXX 

Sarea. Fr 154 

SchäfFer .... XLIV. CXX 
Sceptromyces. Corda . LXIII. 54 

Schiek XVII 

Schinzia. Nag. [ 191 

Schizophyllum. Fr. . . CIX. 184 
Schizothecium. Corda XCII. 147 

Schizoxylon. Pers 147 

Schlauch XXX 

Schlechtendahl CXX 

Schleier XXV 

Schlotlerbach CXXI 

Schmalz CXXl 

Schmiedel CXXI 

Schmidt .... CXVl. CXXI 

Schmitz CXXI 

Schizoderma. Kunze .... 7 

Schrader CXXI 

Schrank CXXI 

Schumacher CXXI 

Schweinitz CXXI 

Sclerococcum. Fr 137 

Scleroderma. Pers. LXXVIII. 96 
Sclerodermaceae . LXXVII. 94 
Scierogasteres . . LXXXVI. 120 
Scleromitra. Corda .... 193 

Sclerotium. Tode 137 

Scolicotrichum. Kunze LVIII. 33 

ScopoU XLIV. CXXI 

Scorias. Fr. 170 

Sechier CXIII 

Secretan CXXI 

Seimatosporium. Corda . . . 15 
Selenosporium. Corda . CI. 164 
Selliquc XV 



Sepedonium. Link 

Se])tonema. Corda . . . LVI. 21 

Septonemeae LVI. 20 

Septoria. Fr. . . LXXXVIII. 127 
Septosporium. Corda . . LIX. 38 
Septotrichum. Corda . . LIV. 6 

Septum XXIV 

Serratia, Bergam 187 

Simblum. Klotzsch. LXXXVI. 119 

Sinuli XXIX 

Siridium. INees .... LVI. 18 
Sistotrema. Pers. . . . CVI. 178 

Solenia. Pers 153 

Soredospoia. Corda . . LIX. 34 

Sowerby CXXI 

Spadonia. Fr 92 

Sparassis. Fr CIV. 173 

Spathulea. Pers. . . . XCVIL 157 
S|ieira. Corda . . . LVI. 19 
Sperniodermia. Tode .... 164 

Spermoedia. Fr 186 

Sphaeria. Hall. . LXXXVHI. 132 
Sphaeriacei . . LXXXVIII. 130 
Sphaerobolus. Tode LXXXI. 106 
Sphaeronema. Fries. LXXXVlI. 128 
Sphaeronemeae . LXXXVII, 122 
Sphaerozosma.Kltzsch.LXXXII. 109 

Sphinctrina. Fr 125 

Sphinctosporium. Kunze . . . 186 
Sphondylocladium. Mart. . . 48 

Spilocea. Fr 6 

Spitzständig XXXIV 

Splanchnonema. Corda . . . 131 
Splanchnomyces. Corda LXXXII.107 
Splanchnomycetes . LXXXII. 106 

Spoiangiolum XXV 

Sporangium XXV 

Sporae XXXI 

— didymae .... XXXIII 

— polydymae . . . XXXIII 

— septatae .... XXXIII 

— simplices .... XXXlII 

— tridymae .... XXXIII 
Sporen ....... XXXI 

Sporenbrei XXVII 

Sporenhaut XXXII 

S])orenkern XXXII 

Sporenkette XXXIII 

Sporenköpfchen .... XXVII 

Sporenscheide XXX 

Sporenschichte .... XXVII 

Sporenschlauch XXX 

Sporenträger XXXI 

Sporidesmium. Link . . LV. 16 
Sporisorium. Ehrenb 9 



2*42 



Sporoca<leae XC. 140 

S|>oroca(lus. Corila . . XC. 140 
Sporocyhc. Fr. . . . LXV. 59 

Spoiodcac LXII. 47 

Sporotliiiia. Link "70 

Spoiodum, Corda . . LXII. 47 
Sporoiiic^a. Corda . . XCI. 143 
Sporoplili'iiiii. Nccs .... 44 
Spoiollieca. Corda .... 1.31 
Sporolrichaceae . . . IjVII, 23 
Sporolriclium . . . LVII. 25 
S|)renij(;l .... XJjIX. CXXI 
Spumaria. Pers. . . LXXV. 88 

Stachel» XXVIII 

Slaciiylidiuni. Link . . LXIIL 52 
Staclivoholrys. Corda . LXIV. 57 

Stamm . ; XXTll 

Slaiidinger CXXI 

Stegasma. Corda . LXXIII. 82 

Slegia. Fr 142 

Stegiaceae 142 

Siegonosporium. Corda . XC. 139 

Steinheim CXXI 

Steniasirum. Raff. 187 

Slemoiiiiideae . . LXXIV. 85 
Stcmonilis. Gled. . LXXIV. 85 

SlemplivHum. VVallr 38 

Slengcf XXIII 

Slerigmata XXXI 

Sterrbeck CXXI 

Sticlis. Pers XCV. 152 

Stiel XXIV 

Stilhini LXIV. 58 

Slilbüspora. Pers. ...... 14 

Stilhimi. Tode . . . LXVI. Ol 

Slipes XXIV 

Slratum sporarum . . . XXVII 

Strauss CXXI 

Sueploihri\. Corda .... 43 

Slrigida. Fr 125 

Slroma XXIV 

Strumella. Fr 137 

Sl3'lol)ates. Fr 185 

Slvsaiius. (]orda . . LXVI. 04 

Synalissa. Fr 180 

Synconis. Fr 180 

Syzygiles. Ehrenb. . . LXIX. 70 

T. 

Taphria. Fr G 

Tecticularia. Klolzsciu LXXIX. 101 
Tlianinomvce.s. Ehrenb. LXXXIX. 

130 

Thcca XXX 

Thelactis. Mart. . . LXVIII. 09 



Thelcholns. Tode . LXXXI. 100 
Thcle|.hora. Ehrh. . . . CIV. 175 

TiuMiMuli.«. Fr 180 

lipidaria. Chev 70 

Tode XLVI. CXXI 

Tophora. Fr 3 

Ton.la. Pers. . . . LVI. 18. 19 

Torulaccae LV. 18 

Tourncfnrt . . . CXXI. XLII 

Trachsel CXXI 

Träger XXIV 

Trägerschiehtc XXX 

Trametcs. Fr. . . . CVIII. 181 

Traltinik- , CXXI 

Tremella. Pers 107 

Tremcllinaefc CIL 100 

Trenlep'ihl CXXI 

Trepanotroi XXXIII 

Trichacgum. Corda .... 38 
Tricbamphora. Jungh. . . . 197 
Truhia. Hall. . . LXXIH. 83 
Trichiaceae . . . LXXIII. 83 

Trichocoma. Jnngh 196 

Trichoderma. Pers. . . LXXV. 87 
Triehodermaccae . LXXIV. 80 
Tricholccoiiinm. Corda LXIII. 50 
Tri(<lioskytale. Corda . . . 190 

Trichosporum. Fr 186 

Trichostroma. Corda . LXII. 47 
'l'richothccium. Link . LVIII. 32 
Triclinlins. Schni. . . LXXII. 80 
Trimmatosiroma. Corda LVI. 21 
Tiiphragmium. Link . . IjV. 17 
Tri[>osporium. Chorda . . LX. .39 
Tripotrichia. Corda .... 80 

Tiog CXXII 

Trogia. Fr 185 

Troyel CXXII 

Tuber. :Mich. . . LXXXIII. 111 
Tuberaceac . . . LXXXII. 108 
Tid)ercidaria. Tode . . . (.]. 103 
Tuberculariaccae . . XCIX. 159' 

Tubuli XXVIII 

'J'ubulina. Pers. . . . LXXL 78 

Tuburcinia. Fr 23 

Tulnstoma. Pers. . LXXVII. 92 
Tulasne .... CXXII. 197 

Tully CXXII 

Tiirpin (]XXII 

Tympanis. Tode . . . X(^VI. 154 
Typhida. Fries .... CHI. 171 

u. 

Umschreibung XXIII 

Unger CXXII 



223 



Ungleicliaxig 
Uredo. Pers. 



romvces. 



U 

Ustilago. 



Ung. 



V. 



Vaillant . . . 
Valsa. Scop. . . 
Velum partiale . 

— stipiiis 

— universale 
Venae .... 



Verbreitung der P. 
Verpa. Swarlz 
Verticilliuui. Nees. 
Vesiciila ... 
Vibrissea. Fr, 
Vittadini . . . 
Viviani .... 
Volutella. Fries . 
Volutella. Tode . 



xxxm 

LIV. 9 

. . 18G 
LIV. 9 



w. 



Wallroth . 
Weiumann 



CXXII 

. . 135 

. XXIV 

. XXV 

. XXIV 

. XXV 

XXXVI 

XCVIII. 158 

LXIII. 54 

. . XXV 

XCVII. 156 

. CXXII 

. CXXII 

. . .164 

XCV. 152 



L. CXXII 
. CXXII 



Wirtgen CXXII 

Wilting CXXII 

Wolf CXXII 

Wood ward's 197 

Wulfen CXXII 

Wulst XXV 

Wurzel XXIII 

Wurzelgeflechte XXIII 

X. 

Xerotus. Fr 185 

Xylaria. Corda . . LXXXIX. 136 
Xyloma. Pers 137 

z. 

Zähne XXVm 

Zantedeschi , . . . . CXXII 

Zelle XXV 

Zenker CXXII 

Zuinger CXXII 

Zwischenglied .... XXXIII 
Zygodesmus. Corda . LVIII. 30 
Zygosporium. Corda . . LXI. 191 
Z^thia. Fr 127 



Wiclitig^c VerbossGPiiiigeu. 



Seite 
XIII 

XIV 

xxx 

XXX 

L 

» 

LIV 

LXIV 

LXXII 

LXKVII 

XCI 

XCV 

XCIX 

CXI 

6-2 

91 

91 

91 

97 

110 

141 

löO 

152 

154 

169 

170 

182 



Zieile von 

14 UlU. 

19 Ob. 

8 Oh. 
1 Unt. 
4 Ob. 

9 » 

9 Unt. 

10 » 

13 Ob. 

11 Um. 

14 >. 

12 Ob. 
14 Unt. 
13 



3 
9 
1 



» 
Ob. 



2 

1 » 

4 » 

14 Unt 

11 



» 

Ob. 

» 

Unt. 



3 Ob. 
15 » 

4 Unt. 



für Tag setze man Talj(. 

» missvcistaiHlciicii sci/.e man missverstanucnen 
» G. setze mau 11. 
» geben, setze man gel)cn, 
nacli Flora setze man , 
für folf^t setze man gefolgt 

Erliinbotryum setze man Echinoljoti yum. 

Arlbrobotrys setze mau Artbrobotiys 

zerfallen setze man zerfallend, 

Hörn — ■ setze man Haar — 



» 
» 
» 
» 



» liysterangium selze man Hysterograpliium. 
» 125 selze man 152 



» 
» 
» 
» 
» 
» 
» 



grosse selze man grossen 
wiciisigen selze man wicliligen 



Sliprs setze man Stipcs 

250. selze man I. 

1. setze man 250. 

Böse setze man Rose 

Cla|)homyces setze man Elaphomyces, 
streiclie bis Zeile 11. 
für 1850 setze man 1840. 
» I. setze man IL 

Ist für die Seitenzahl 125 zn setzen 152. 
Ist Nr. 40 1. ganz zu streichen, 
für brotyosi setze man botryosi. 
» 3 setze man 8. 
» FiU. setze mau Fig. 



TalA 




Taf. B. 














VieonuiCf^ee. 





Torulaceae . 




Septonemeae . 



Cajomucea!. 



Sporotrichace^e. 




Pli r.'i gm i d i a c p ae ■ 




Cephalocladia . 






Bactridiacea. 1 HelmiittltosporiaceaF. 



HflmiiUh-ospoTiaceae 





PsiloTiiaceap. 



Sporode ae. 



Cerritocladia . 



Pohraotideie. 







?.:>. ^.,. '> '«^'01^1^"^ 




S»!^-^ 







Coriia. jc. 



Tal". C. 



?i. ^"; 




Asper^llini 




PfTidryphiaceae. 




Muc oroideae 



24. 









f^'w -i'^ '-^i.i' -^ 

11% * S^J- 



Miiroroidew. 




2ö 






27. 



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niubolidrie. 



Aecidiacete 



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Flijsarex. 



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Pliy sa,i-ei. 






. 4 •*■. 



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PliysaTBi. 



Trirhiacei. 



tribrjriMCei. 



Stemoiiiti (Icp. 







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Xi VCoperdaccap . 






;;(,K'«'-''V 



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Cortta sc 



TatM). 










Fisocarpiacea- . 







(xeasti-ide«!. 



44 











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Carpoboli 



Splrt iiclinuitiyf et«s . 



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OiitUcst. 



Ti»l> eracefe. 



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Taf.E. 








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Lysuroideag. 




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Fhragmutricltacef^ ] fyroiteiiieac 1 Aäyrtaceap 



tarda- fec. 




Patellariacea- 



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Taf. H. 




New York Botanical Garden Library 

QK603.2 .C66 gen 

Corda, August Karl/Anleitung zum Studium 




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