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Full text of "Astrophel & Stella; wherein the excellence of sweet poesy is concluded. Edited from the folio of 1598"

<. 



JVo3.«> 



SIR PHILIP SIDNEY'S 

ASTROPHEL AND STELLA 



UND 



DEFENCE OF POESIE 

NACH DEN ALTESTEN AUSGABEN 
MIT EINER EINLEITUNG 

iJBKR 

SIDNEY'S LEBBN UND WERKE 

HERAUSGEGEBEN 

VON 

DK EWALD FLtiaEL 

PRIVATDOCEJSTT AN DER UmVERSITAT LEIPZIG. 




HALLE A. 8., 
MAX NIEMEYER. 

1889. 



Alfred W. Pollard 



ill Treue. 



V r w r t. 



Das Yerhiiltmss der gegenwartigen Ausgabo zii den ihr in 
England vorausgegangenen ist in der Einleitung austulirlich dar- 
gelegt; hier ist jedoch der Ort, vor allem den Dank auszu- 
sprechen, den der Yerfasser so Vielen schuldig zu sein freudig 
bekennt. In erster Linie ist es Alfred W. Pollard, Esq., welcher, 
selbst der Herausgeber der besten Ausgabe von Astrophel and 
Stella, in uneigenniltziger Weise mir mit Rath und That bei- 
gestanden hat, und dessen Yermittelung ieh die Erlaubniss des 
durch seine Dichtungen berilhmten Mr. F. Locker verdanke, zur 
Benutzung und zum Abdruck des einzig bekannten Exemplars der 
in seiner grossartigen Buchersammlung befindlichen ersten Aus- 
gabe der Defence of Poesie. 

Der Erlaubniss Lord Salisbury's bin ich verpflichtet fiir 
die in seiner Bibliothek zu Hatfield von mir genommenen Ab- 
schriften von Briefen Sidney's, wobei ich durch die Liebenswiir- 
digkeit des Herrn R. T. Gunton unterstlitzt wurde. 

Schliesslich bleibt mir noch die angenehme Pflicht, der Hon. 
Miss Mary Sidney auf Penshurst Place fur manche Mittheilungen 
zu danken, welche zum Theil leider beim Druck nicht mehr 
benutzt werden konnten. 



Zu letzteren gehort eiii Hinweis auf ein zu Penshurst noch 
jetet aufbewabrtes Dokiiment, betr. ein Chiu^cb Preferment des 
jungen Sidney: 

1564. 6. Eliz. May 8. Original Institution by the Bishop of 
St. Asaph, under his seal, of Philip Sydney, Scholar (Clericus) 
to the Church of Whyteford (Wales). 
1564. 6. Eliz. June 4. Copy of Indenture between Thomas Bishop 
of St. Asaph & Philip Sydney, Clerk, Son of Sir Henrie Sydney 
Kt. & WiUiam Mostyn of Mostyn (as surety). The Bishop 
collates Philip Sydney to the church of \Vh}i;eford on the 
deprivation of Hugh "Wliitford. 

Es ist dies ein bemerkenswerthes Zeichen der danialigen 
Zeit und als solches glaube icb es hier nachtragen zu miissen. 

Schliesslich boffe ich auch bald die Belege filr das Leben 
Sidney's in genauer Form vorlegen zu konnen, und das erinnert 
micb an die freundliche Unterstiitzung, die icb von den Biblio- 
thekaren des Britischen Museums und des englischen Staatarchivs 
in erster Linie erfabren babe, ferner aber von denen der Biblio- 
tbeken zu Gotba, Strassburg und Leiden. 

Leipzig, ira November 1888. 

Ewald FltigeL 



"Ich kann nicht iiljcr ilin init Stillschweigon himveggelien, 
iiber jenen herrlithen Stern , und jenes lebemlige Muster der Tugend, 
die siisse Freude des Gelolirten. Es war Gottes Willo, dass er in 
unserer Zeit geboren worden sollto , damit auch unserem Zeitalter ein 
Beispiel der alten Tugend erschione." 

Caviden's Britannia (ed. 1G37, p. 329). 

Sidney, as lie fought 
And as he fell and as he li\-ed and loved 
Sublimely mild, a Spirit without spot. 

Shelley's Adonais 
(Vers 45; ed. Buxton- Fomian 1, 525). 

\\ emi der edle , liebenswlii'dige Charakter und die ausserordent- 
liclie Begabung Sir Philip Sidney's schon bei Lebzeiten ilm zii 
einem allgeniein verelii'ten mid gefeierten Manne niachten, so hat 
gewiss sein friiher, jaher und ti\agischer Tod dazu beigetragen, seinen 
Namen bei der Nachwelt mit einer Griorie zu umgeben, wie sie nur 
wenigen Mannern selbst aus jener glanzenden Zeit zu Theil geworden 
ist. Aber, wenn gleich schon die Zeitgenossen von seiner diehteri- 
schen Bedeutung eine hohe Meinung hatten, und seine Werke (die 
ja erst Jahre nach seinem Tode einem weiteren Kreise bekannt wurden) 
noch bis zum Ende des 17. Jahrhunderts fleissig gelesen warden und 
noch heute ihrer Form und ilii^eni Gedankeninhalt nach eines der 
wichtigsten Denkmaler des elisabethanischen Zeitalters sind, so ist es 
doch seine grossartige mannliche und sittliche Personlichkeit , welche 
unser Augenmerk zunachst auf ihn zieht. 

Yon manchen seiner Zeitgenossen sind AVerke von entschieden 
gleicher, oft von entschieden hoherer Bedeutung, als man denen 
Sidney's zuerkennen kann, auf uns gekommen, aber — ol) nun un- 
giinstige Zeitumstande uns allzuAvenig von der Lebensgeschichte der 
einzelnen Manner Tiberliefeii; haben, oder ob deren Lebensgeschichte 
sich in einer Gesellscliaftsschicht abspielte, deren Urkunden im Wechsel 
der Jahrhunderte untergegangen sind — jedenfalls ist kaum von einer 
anderen Gestalt, welche Eolle sie auch imnier gespielt haben mag, 
in der litterarischen Bewegung der elisabethanischen Zeit ein so klares 
und vollstandiges Bild zu entwerfen; und ein Bild dabei, welches, 
selbst wenn man die blossen Urkunden sprechen liisst, ohne jede ver- 
schonende Zuthat einen Mann zeigt, der ohne Tadel erscheint. 

Fliigel , Sidney. 1 



n Eiuleitung. 

Seine Freunde haben ilm schon bei seinen Lebzeiten mit Namen 
belegt, welclie, wenn wir iiicht wiissten, von wem sie ausgingen 
\\m\ auf wen sie angewendet wiirden, uns wie pliimpe Schmeiclieleien 
erscheinen konnten; aber audi die genaueste Forschimg imd die voile 
OtVenbarung seines Wesens in den vertrauliclisten Brief en zeigt, dass 
diese bewundernden Lobeserliebimgen niclit iibertrieben sind. Als 
Mann ist iind bleibt Sidney der Edelstein^ seiner Zeit, wie schon 
der alte Naunton in seiner Schilderimg des Hofes der Elisabeth 
sagt., und zu zeigen, dass auch die litterarische Bedeutnng Sidney's 
seiner mensclilichen wiirdig ist, ist mit der Zweck des folgenden 
Aufsatzes. 

Was nun zunachst die Quellen der Lebensbeschreibung Sidney's 
beti'iiTt, so ware in erster Linie das Leben Sidney's von Sir Fulke 
Grevil, Lord Brooke (f 1628) zu nennen, welches, von Freundes- 
hand pietatvoU entworfen, noch heute trotz seiner imzaliligen Irr- 
thumer, ti'otz seines absonderlichen Stils und sonderbaren Excurse, 
durch seine Biederkeit und Treuherzigkeit jeden Leser gewinnt. Diese 
Biographie war, bis Collins seine Familiengeschichte der Sidney's 
herausgab (1746), die einzige von Bedeutung. CoUins gab zuerst, auf 
genaueres Quellenstudium (besonders der Archive zu Penshurst und 
Wilson) gesttitzt, urkundliches Material, das von Zouch (1811) ti-eu 
benutzt und hie und da erweitert wurde. Erst H. E. Fox Bourne 
fiihi-te (1862) eine wissenschaftliche Biographie grossen Stils aus. Er 
lienutzte zuerst das Material des Staatsarchivs imd ward die Grund- 
lage fur die folgenden unselbstandigeren biographischen Arbeiten. 

Die folgende Darstellung stiitzt sich wiederum in erster Linie 
auf die Urkundensammlung, welche der Yerfasser aus den Schiitzen 
des Britischen ]\Iuseums, des englischen Staatsarchivs, des Arcliivs zu 
Hatfield u. s. w. sich angelegt hat und welche er demnachst als 
"Samnilung der Briefe Sir Philip Sidnej^'s" zum ersten Male voUstiin- 
dig imd — nach Vjestem Konnen — treu zu veroffentlichen gedenkt. 



1) The Jewell of her (niimhch der Ehsabeth) times, Naunton's Fragnionta 
Regalia (1G30) ed. Arber S. 35. 



Der Yater von Pliilip war Sir lleHry Sidney,^ ein Staats- 
uiul Kriegsmann, w'le er an Umsicht und Pflichttreue den I^ulini oinos 
tiiclitigen Mannes hinteiiassen hat. Er stammte aiis einem alten, ziir 
Zeit des Eroberers in England oingewanderten Geschlccht, und sein 
Vater, der bei Heinricli VHI. in Gimst gesUmden, hatte ilim no]>cn 
einem geringen Yermogen den Landsitz Penshurst in Kent vererbt. 
Er solbst war schon al>^ Knabe in den Dienst des damaligen Prinzen 
Ediiard YI. getreten, und mit dieseni aufgewaclisen , gait er als desson 
vertrautester Freund. Er war nie von seiner Seite gewichen und in 
seinen Armen verschied der ungliickliche Fiirst zu Greenw^icli. 

Mit dem Tode Eduards YI. liatte sich zuniiclist auch seine Stel- 
lung zuni Hofe geiindert. Er hatte das beruchtigte Testament Eduards YI. 
zu Gunsten der Jane Grey mitunterzeichnet,^ that aber nocli recht- 



1) Die IIaiiptr|iielle der Lebensgeschichte Sir Hcniy Sidney's ist seia 
langer Beiicht an AValsiughain vom 1. Miirz 1583. im Loudoner Staatsarcliiv 
(S. r. Domestic Series, Ehzabeth Yol. 159. 1); auch unter den Carew Mss. zu 
Lambeth Palace 1575 — 88 No. 501 (vgl. den Auszug in Brewer & Biillen's Calen- 
dar p. 334 — 300); vgl. auch das Ulster Journal of A.rchaeology I. (159 — 1G3); 
III. (37 — 44; 91—99; 346 — 53); Y (305 — 15); YIH. (179 — 195), woselbst 
sich werthvoUe Erliiuteruugen dieses Berichtes fmdeu. 

Die alteste Biographie Sir Heniy's befindet sich in MoUneux's Bericht, 
abgedructt in HoUnshed's Chronicle (ed. 1586) 3, fol. 1548 — 54 (unmittelbar 
nach seinem Tode geschrieben, mit dem Yorzug der Frische und "SVarme). 

Arthui- CoUins' Letters and Memorials of State (Lon. 1746) bringen viele 
seiner Briefe und Berichte im 1. Bande (sowie eine auf selbstiindiger Quellen- 
forschung beruliende BiogTaphie). Ein Bild Sir Heuiy's in Holland's Heroologia 
1620 (als Nr. 16; nach einem Original in Baynaid's Castle), zoig-t ein schrjnes, 
etwas melanehoUsches Gesicht. — Uber seine Ahnen: The Pedigree of Sir 
Phihp Sidney, Compiled by Eob. Cooke, Clarenceux King of Anns (zur Zeit 
der Ehzabeth) Copied from the Original Roll in the possession of Alexander 
Nesbitt, London 1869, Privately Piinted. 

Uber Beziehuugen der Familie zu Hemy Yltl. vgl. Rutland Papers 101 
(Camden Soc. 1842); Diaiy of Hemy Machyn S. 31. 329 (C. S. 1848); dies 
Tagebuch gibt iiberhaupt betreffs einigor Ereignisse in Sir H. S.'s Lcben 
mancheu Aufschluss (S. 10. 72. 2.S8. 308). 

2) Ygl. The Chronicle of Queen Jane ed. J. G. Nichols (C. S. 1850) 
S. 91 ff. (bes. S. 100). 



IV Lady Mary Sidney. 

zeitig den Fiissfall vor Maiia unci wui'de begnadigt.i gein Schwieger- 
vater (der Herzog von Nortluimberland ) imd der Bruder seiner Ge- 
mahlin (Lord Guildford Dudley) und dessen Gemalilin selbst (Jane Grey) 
endigten auf dem Schafott, wie das die Politik der Maria mit sich 
bringen musste. 

Es scheint, als ob Sir Hem\v Sidney sich damals nach Penshurst 
zuriickgezogen hat imd dem Hoftreiben fern .geblieben ist. Jedoch 
die Gunst der Maria wandte sich ihni ungesucht zu,2 er wurde in 
alle Amter, die er unter Eduard bekleidet hatte, wieder eingesetzt — 
und ob nun aus Dankbarkeit dafiir oder urn seine Loyalitat zu bewei- 
sen, nannte er seinen am 29. Nov. 1554 zu Penshm^st geborenen 
altesten Sohn zu Elu-en seiner koniglichen Gebieterin und deren 
Gemalils: Philip.^ 

Yon Phili2:)S Mutter ist nur weniges bekannt* Sie war das 7. von 
den acht Kindern des ungliicklichen Herzogs von Northumberland, 
somit die Schwester Lord Guildford Dudley's und Eobert's, des spate- 
ren Grafen von Leicester. Sie begleitete wiederholt ilu-en Gemahl 
nach Irland und theilte redlich die Miihen und Plagen von dessen 
LeVten.-"^ Sie stand bei Elisabeth in Gunst und pflegte dieselbe treu- 
lich bei einem Anfalle der Pocken (1562), von denen sie selbst der- 
ail angesteckt \sTirde,^ dass sie ihr entsteUtes Antlitz nicht gern 
mehr bei Hofe zeigte luid sich still — in ihrer engen Wohnung dem 
St. Paul's Wharf gegeniiber ^ — der Ei^ziehung ihrer Kinder widmete. 
01) ihre Bildung geradezu eine gelehi'te war, wie die der Lady Cecil 
oder der Ladj" Jane Grey, ist nicht bekannt; die wenigen von ihr 
aufliewahrten Briefe^ — in derselben abenteuerlichen schwankenden 



1) Chronicle of Queen Jane a. a. 0. 1553. S. 13. 

2) Er war unter den Edelleuten, wclche Philip von Spanien einholteu, 
vgl. Chronicle of Queen Jane a. a. 0. S. C8. 

3) Vgl. die einleitenden Memoirs zu Ai-thiu' Colhns' Letters and Memo- 
rials of State 1746. Vol. I. fol. 98. 

4) Vgl. Molincux' Bericht in Holinshed 3, 1553. 

5) Vgl. Care\v_Papers a. a. 0. 338. 

6) Vgl. Henry Sidney's Brief an Walsingham vom 1. Miirz 1583, Carew 
State Papers a. a. 0. 359. Auch Fulke Greville berichtet das, Works 4,9. 

7) Das Haus lag in Chanell Row, s. Diaiy of Heniy Machyn S. 355. 
Uber eine and.'re (?) Wohnung der Sidney's (im sogen. Lady Tate's Housi>, 
einst das Hopitall of Seint Anthonyes) vgl. eine 26. Mai v. Eliz. (1653) datirte 
Urkunde Ashmole Mss. 1529. 

8) Dieselben sind bei CoUins abgedmckt. 



Sir Henry Sidney iu Irlaiul. v 

Oi-thographie, in welcher Elisabeth sell>st schreibt^ — enthalton, mit 
Ausiiahme des kleinen Briofleiiis an ihren Sohn, niir liitten uni Gold 
Oder Klagen wegen ihrer gedriickten iiiisseren Lagn an Oofil und don 
Secretiir ilires Gemals. 8ie zeigen eine treuherzige, l)i«H.ler(' mid sorg- 
liche Frail, dabei von heiterem Geiniltli. 

Die Amter, welche Sir Henry Sidney iintcn* Maria in Irlaiul iiino 
geliabt liatte, sein Posten als General- Gouverneur des Steuerwesens 
(seit 1556)- uiul sriii Pustcn als Lord Justice (seit 1557), wuidfii 
bei Elisabeths Thronbesteigung znniielist bestatigt, seiner Tliiitigkeit 
wurde aber bald cin weiteres Feld geuffnet, indeni er ii<»(-li jm 
December ihres ersten Regieriingsjahres zuin Gouverneur und V'icc- 
konig von Irland ernannt wurde. 

Von dieseni Jahre an hat er den grossten Thcil seines Le)»ons 
und seiner Lebenskraft diesem sclnveren und undankl)aren Posten 
geopfert. Er hatte die Folgen der Misswirthschait seiner Vorgiinger 
zii erfaliren, und es gelang ihui ducli niii' halb, Ordnung in jene 
Zustiinde zu bringen. Schlecht von der Elisabeth unterstiitzt mit 
Truppen und noch sclilechter mit Geld, opferte er dein Yateiiande 
fast sein ganzes eigenes Vermogen und trug als Belohnung zwar das 
eigene gute Gewissen davon, das Bewul'stseiii, das menschenm(')glichste 
gethan zu haben — aber von Seiten der Elisabeth erntete er nur 
schnoden Undank.^ Seine Berichte geben ein ebenso treffliches Bild von 
seiner Tliiitigkeit, wie von seinem Charakter und sind in einer klaren, 
markigen Sprache abgefasst und zeigen oft einen vortrett'lichen Humor, -^ 
obwol sie bei weitem mehr ernste und schlimme Yorkommnisse zu 



1) Die Zahl der von ihr bckannten Briefe ist gciing: 

1. die Nachsclirift an Phihp zu dem Briefc von Sir H. S. vom 

8. August 1568; 

2. Brief an Edmund Molineux (Molcnox, wie sie sckreibt!) vom 

1. Sept. 1574 bei CoUins 1, 66; 

3. an dens, vom 11. Oct. 1578 eb. 271; 

4. an dens, vom '? 1578 eb. 272; 

dazu noch der Brief an Bm-gley vom 2. Mai 1572 (im State Paper Office, 
Mss. Domestic Series, EUz. 86, 33); 5) u. 6) Gcldbittcn imter den Add. Mss. 
15914, 7; 8. 

2) Ygl. hieiiiber die Daten bei Collins a. a. 0. 84. 85. 

3) tJber Sir Hemy Sidney's gi-ossariigc Thiitigkeit in Irland vgl. Froude 
in den betr. Capiteln s. Geschichte. Uber s. ''thankless charge", vgl. Calendar 
of the Carew Mss. 1575 — 88 S. 351; imd ahnhches in jedem Briefe aus 
Irland, z. B. CoUins S. 43. 97. 98. 129. 280 ff. 

4) Ygl. Carew Mss. a. a. 0. 350. 



VI Sir HeniT Sidney in Irland. 

verzeiclmen liaben. Sie sind haiifig von bedeutendem Umfang und 
enthalten Scliilderungen und Daiiegimgen iiber die Zustande der Irischen 
Insel, welche dem bekannten Werke aiis Spenser's Feder um nichts 
naelistelien an litterarischem und kultm-geschichtlichem Werth.^ Die 
-Nvenigen Briefe an seine Familie, die uns erlialten sind, zeigen ihn 
als treuen, sorgenden Mann, der bei seinen Sohnen vor allem auf 
eine tuchtige Ei'ziehung und Bildung bedacht war. 

Der Undank der Elisabeth und die in der Natur der Sache 
liegende Erfolglosigkeit seiner aufreibenden Thatigkeit in Irland zehr- 
ten an seinem Lebensmark, und so begegnen wir haufig bitteren 
Klagen iiber sein Geschick imd bestandigen Bittgesuchen an die 
Konigin, ihn von seinem Posten scheiden zu lassen und aus dem 
"verwiinschten Lande"^ abzuberufen. Aber da sich niemand fand, 
der jenes Amt begehrt hatte, musste er ruhig weiter didden und 
bestandigen Tadel von Seiten der Elisabeth liinnehmen^ iiber seine 
"ewigen Geldf orderimgen " und seine geringen Erfolge. 

So geschah es, dass haufig der "Yicekonig" von Iiiand nicht 
wusste, woher er selbst imd seine Truppen ihre Yerpflegung nehmen 
soUten,* wahrend die Konigin (wie die Eechnungsberichte bei Nichols 
zeigen) stets Geld hatte, an Giinstlinge, wie Leicester oder Hatton, 
ihi'e Geschenke zu verschwenden. 

Sir Henry Sidney setzte jahrlich von seinem Yermogen zu, ohne 
je ein Wort des Dankes von seiner Herrin zu erhalten. "Foris 
triumpho, at domi ploro", schi-eibt er an Walsingham. ^ Die einzige 
Genugthuung war ihm, dass Manner, wie Burghley und Walsing- 
ham ihm unwandelbar treu waren und alles aufboten, seine Stellung 
ihm zu erleichtern. 



1) Yon besonderer Bedeutung sind die liingeren Berichte vom 26. Apiil 
1567 (bei CoUins 1, 18—31); vom 15. Nov. 1575 (eb. 75 — 80); vom 27. Feb. 
1576; vom 27. April 1576 (eb. 102 — 110); vom 27. Jan. 1577 (149 — 56); und 
der grosse schon erwahnte Brief an Walsingham vom 1. Miirz 1583. 

Sein Wahlspruch ist recht bezeichnend: I will never threaten (Zouch's 
Memoirs 17). — Seine Gnmdidee betreffs der Yerwaltimg Iiiands in einem 
Briefe bei Collins fol. 281. 

2) CoUins a. a. 0. 281. 

3j Thereupon received I many a bitter letter. Brief an Walsingham, 
Carew Papers a. a. 0. 338. CoUins 280. Daselbst auch manclier noch vor- 
handene "bittere Brief" der Ehzabeth. 

4) Carew Papers a. a. 0. 336. 

5) Carew Papers a. a. 0. 341. 



Philip Sidney zu Shrewsbury. vn 

Es war nothig, dies vorausziischiclven, da dcs Vaters Verhaltuiss 
zum Hofe vorn herein audi die Stelliing bestimnite, welclie dcm 
Sohne doi-t ziifallen miisste. 

Philip Sidney war das erste von 7 Kindern, von denon dor 
Tod allerdings 4 in friiher Kiudheit dahin raffte. Er war ein Jahr 
alter als seine Sch wester Mary, die spiitere gefeierte (iriifin von Pem- 
broke, mid 9 Jahi'e alter als sein Bruder Robert, der spiitere zweite 
Graf von Leicester. Er verbrachte seine Jugend zu l^enshurst im 
glucldichen Zusammenleben init Mutter und Schwester. Es sind einige 
der sclionsten Strophen Ben Jonson's,^ welclie dies alte, einfache, vilter- 
liclie Haus und das Zusammenleben der Geschwister verherrlichen. 

Der Yater war ja oft Jahrelang von England abwesend und so 
fiel der Haiipttheil der Erziehimg der Mutter zu, und dies beeinflusste 
den von Haus aus ernsten und traumerischen , weichen Sinn des 
Knabeii. Im Jalire 1560 erhielt der Vater das Amt eines Prasidenten 
von Wales,- und so kaiii die Familie nach dem romantischen Scliloss 
von Ludlow, und Philip wurde in die nicht allzii weit davon ent- 
fernte Schule zu Shrewsbury geschickt (1564).^ Von seiner Schul- 
erziehung wissen wir iiichts Naheres, sie ward von einem gewissen 
Master Ashton geleitet und wird sich in den Bahnen bewegt 
haben, in die sie Roger Aschaiii damals zu lenken bemiiht wai\ 
Philip Sidney lernte dort Lateinisch und Franzosisch, und Avenn viel- 
leicht aiich nicht sein Lehrer es that , so sorgte . doch sein Vater f iir 
die innere tuchtige Entwickelung des Knaben zum Jiingling und des 
Jiinglings zum Manne. Der beriihmte Brief, weichen der vielbeschiif- 
tigte Vater damals an seinen Sohn schiieb — es war der erste, den 
dieser iiberhaupt erhielt! — zeigt diese Sorge des Vaters und spendet 
dem Knaben in der richtigen 3Iischung Ermahming und Lob. Ein 
besonderer Gliicksumstand ftir die Kenntniss des Lebens schon des 
Knaben ist die treue Freundschaft, welche derselbe mit seinem Alters- 
genossen Fulke Greville geschlossen, ihr verdanken wir einen 



1) Vgl. das 2. Gedicht des "Forest"; Works ed. Gifford (in 1 Bde.) S. 680f. 

2) Vgl. neben den schon erwahnten Quellenaagaben auch das Diaiy of 
Hemy Machyn, 238. 

3) Der Einti'ag seines Namens in das Schulregister (aus den Sidneiana 
des Roxbui'ghe Club's 1837): Anno Domini 1564. 16. Cal. Nov. Phihppus 
Sidneius fihus et haeres Heniici Sidney, Militis de Peusarst in Comit. Cantiae, 
et Domini Praesidis confiniuni Cambriae, nee nou Ordinis Gai-teiii Mihtis. 

Darunter gleich: Foulkus Greyvell fihus et haeres Foulki Grey veil Armi- 
geri de Beauchamp Courte in Comit. Warwici, eodem die. 



VTTT Philip Sidney zu (,)xford. 

riihrenden, weim audi stilistisch unci sachlich nicht immer gleich- 
miissig wertliYollen Bericht, besonders iiber jene Jahre.^ 

Wann Philip Sidney nach Oxford kam, das hat sich bis heute 
nicht ermittein lassen. Er trat in Christ Church ein und ist jeden- 
falls im Sonimer 1568 dort nachzuweisen. ^ Und zwar finden wir, 
dass der 14jahrige Student sich schon der dunst Cecils erfreute, 
denn als Sir Henr}^ Sidney im Friihjahr jenes Jahres bei Hofe 
gewesen war, um personlich iiber seine Thatigkeit Kechenschaft ab- 
zulegen, und auf der Riicki-eise iiber Oxford^ seinen Sohn von dort 
mit nach Wales nahm, riigt Cecil diese " Entfiilu^ung " des Jiinglings, 
der bei einem der Universitat bevorstehenden Besuch der Elisabeth 
dieser hatte vorgestellt werden sollen.^ Sein Wolwollen gegen Philip 
war ein vollig vaterliches; er hatte die Lady Sidnej' mit ihren Kin- 
dem nach Hampton Coiu't eingeladen, damit dieselben daselbst das von 
Elisabeth stets prachtig gefeierte Weihnachten mitfeiern mochten, und 
damals scheinen die ersten Gedanken an eine zukiinftige Yerbindung 
seiner eigenen heranwachsenden Tochter Anna mit Philip Sidney bei 
ihm entstanden zu sein. Uber seinen "Liebling"^ Philip sclu'eibt er 
damals an den in Irland abwesenden Yater: „Ihr Philip ist hier, der 
mir mehr Freude macht, als ich olme AVeiteres auszusprechen wage, 



1) ''Yon seiner Jugend will ich nichts Wunderbaros weiter erziihlen, als 
dass ich — obwohl ich doch von Kindheit an mit ihni zusammen lebte — ihn 
doch nur als Mann kenne; mit so festem Charakter, mit solcher Liebens- 
wiii'digkeit und Herzhchkeit verhand er solche Wiirde, dass man ihn mehr 
Uebte und verehrte, als man es solcher Jugend gegeniiber zu thun pflegt. 
Stets sprach er von wissenswerthen Dingen, und selbst im Spiele suchte er 
seinen Geist zu bereichern, so dass selbst seine Lehrer ihn beobachteten und 
von ihm lernten , . . und solche hervorragenden Eigenschaften, von Natui' ver- 
hehen und dui'ch Fleiss vergrossert, Uessen (und das habe ich selbst gehort, 
obwol er mich dabei nicht sah) seinen Vater einst ausnifen, er sei das Lumen 
famihae suae" u. s. f. Fulke Greville's Life of the Eenowned Sir Philip Sidney 
(1652) ed. Grosart (in den Werken GreviUe's) 4, 10. 

2) Die Zeit des Emtritts in Oxford nach Wood's Athenae Ox. 1, 182; 
Collins 1, 98 etc. 

3) Sir Hemy Sidney landete am 6. Sept. wieder m Irland, s. Carew 
Papers a. a. 0. 341. 

4) Ygl. die Briefc CecUs aus dem Jahru 1568. — Uber den Besuch der 
Ehsabeth zu Oxford vom 31. August 1566 s. ncben den Berichten in Wood's 
Annals und Fasti auch Stow's Chronicle ed. 1606 (p. 1117); damals wurde: 
''the Comedy entituled Palemon and Arcet, made by maister Edwards of the 
Queen's Chappell" aufgefiihii; uber einen Besuch vom August 1568 geben 
die Chroniken und Annalen nichts. 

5) Brief vom 10. August 1568. 



Harvey unci S]>onser. ix 

um nicht falsche Auslegungen zii veranlassen. Er ist Avurtlig nieiiier 
Liebe, unci so liebe ich ihn dcnn a\icli, als oh cr nieiii eigener Sohii 
wiire/'i Aber wenngleicli cr ihn wie soiiioii Sohn licbto "wegeii 
seiner eigenen Trefflichlveit und seiner ganz eigenen Begabiing fiir 
alles Gute", wenngleicli er den Vater gliicklicli pries fiir soldi 
"freudevollen Solin",- war er docli zu vorsichtig und Ichnte bctrcils 
einer Yerbindung der beiden Familien jedes endgiltige Wort ab,^ und 
selbst naclidem Leicester seinem Neilen Philip eine Erbschaft zuge- 
sichert hatte und ein formlicher Heiratsvertrag * abgeschlossen worden 
war, ward die Angelegenlieit fallen gelassen. Cecil, der treflliche 
Scliatzmeiser der Elisabeth, hatte den Geiz, mit dem die Staatskasse 
verwaltet wurde, auch auf seine Privatverliiiltnisse iiberti-agen, und 
so wahlte er 1571 den Earl of Oxford zu seinem Schwiegersohn und 
nahm so zwar einen der reichsten Manner Englands in sein Hans 
auf, aber dass Anna Cecil mit diesem erbiirmlichen Gesellen, diesem 
Eaufbold, Betriiger und, wo es ging, MeuchelmOrder ^ nicht gliicklicli 
wurde, ist entschieden anzunehmen. 

Master Philip Sidney arbeitete unterdess unbeklimmert in Oxford 
weiter imter einem Doctor Thomas Thornton und Robert Dorset,^ 
deren Achtung und Liebe er sich gewann. Yon den Freunden luid 
Genossen seiner Studentenzeit ist nur Fulke Greville und Dyer^ 
bekannt; eine Ubersiedelung von Oxford nach Cambridge, wie sie 
damals allerdings nach Beendigung der Studien bei den Studenten 
Gebrauch war, ist fiii' Pliilip Sidney nicht bekannt. Ware er nach 
Cambridge gekommen, so hatte er dort schon damals Harvey 
und Spenser kennen gelernt. Jedenfalls sah er im Februar 1571 
seinen Yater wieder (welcher mit Philips Mutter mid Geschwistern 



1) Brief Cecils voni 6. Jau. 1569. 

2) As I thynk yow a happy fath[er] for so ioyofiill a sonno, 2. Feb. 1568. 

3) Brief vom 2. Feb. 1569. 

4) Ygl. die Briefe von John Thorns und N. White (vom 27. und 28. Oct. 
1569). Ein Concept dieses Heiratsvertiags im Archiv zu Hatfield, Mss. 15G, 
fol. 41. 42. tJber die von Leicester gemachten Aussichten einer Erbschaft vgl. 
den Brief vom 24. Feb. 1570 bei CoUins. 

5) Ygl. die zuin Jahre 1579 gegebenen IDokumentc in der Briefsamndung. 

6) Ygl. eb. den Brief von Dorsett (vom Juni 1576). 

7) Mit Dyer kniipfte er teste Bande, das zeigt sein Testament (CoUins 111), 
ilim und Fulke Greville (my dear friends) vermachte er ''all my books"; iiber- 
haupt mit der Famihe der Sidney's war Dyer befreundet, vgl. den Brief der 
Lady Sidney (bei CoUins 66). Wie auch spater Languet sich zu Dyer stellte, 
s. Epist. 353. 357. 378. 395. 428. 468. 473. 474. 477. 



X Philip Sidney's Reisen. 

das vergangcne Jalir 1570 in Irland zugebracht liatte)/ luid da im 
Friilijahr 1571 in Oxford eine Pest wiithete und die Collegien 
geschlossen Averden niussten,^ ist es nicht unwahrscheinlich, dass er 
mit seinen Eltern" den Rest des Jahres veiiebte — das kommende 
.lalir sollte ilin fern von der Heimath in fremde Lander fiilu^en. 

Die Litteratiir jener Epoche mit ihren zahlreichen "Anweisungen 
zum Eeisen'\^ mit ihren Reisebeschreibungen nnd Reisebriefen zeigt, 
Avie sehr man damals znr Yollendung der Ausbildung in Sitte und 
AVissenschaft fremde Lander aufzusuchen pflegte; und dass das belieb- 
teste Reiseziel der jungen Edelleute seit den ritterlichen Tagen des 
Grafen von Surrey und der schonen Geraldine Italien war, zeigt die 
grofse protestantische Opposition gerade gegen das Reisen nach Italien. 
Roger Ascham stand an ilirer Spitze. Er liebte, wie er selbst gesteht, 
die italienische Spraclie nach den klassischen am moisten, aber miss- 
ti-auische Mahnungen gegen das Land erfiillen seine Schiiften. "Wenn 
sie liingelien miissen, so sollen sie liingehen mit der weisesten Lehre, 
die der weiseste Mann* (wenn wir von den heiligen Schriften ab- 
sehen) gegeben hat: und sollen sich hiiten in der Yerzauberimg der 
Circe zu bleiben: aus der sie nur ein gottliches Mittel eiTetten kann." 



1) Vgl. State Paper Office Mss., Iiish Series 30, 50. 53. 55, ferner 31, 28; 
32, 2; von Fox Bourne herangezogen. 

2) S. Zouch's Memoirs nach Wood's Angabe. 

3) Diese Anweisungen erschienen meist in kleinem Format, so dass sie 
jcder in der Tasche mitfiihren konnte. Besonders das 17. Jahi'h. ist reich an 
jener Litteratur. Sidney's Brief an seinen Bruder (vgl. unten), sowic des 
Robert Eail of Essex Rathschlage und Secretaiy Davisons (aus dem Ende des 
16. Jahi-h.) erschienen u. a. in kleinem Duodez 1633: Profitable Instructions; 
Describing what speciall Observations are to bo taken by Ti'avellers in all 
Nations, States and Countries; Pleasant and Profitable. By the three much 
admired Robert late Earl of Essex. Sir Philip Sidney; And Secretaiy Davison. 
London, Printed for Benjamin Fisher. . . 1633. Beriihmt war besonders auch 
Samuel Purchas his Pilgrimage. London 1613 (spatere Aufl. 1617. 1625) vmd 
das (wenige Jahre nach Milton's Reisen verfasste) Work James Howell's: 
Instructions for Forreine Travcll 1642 (Neudruck von Arber). Erst spater 
erschienen (1671) Edward Leigh's Three Diatribes or Discoui'se; First of Travel. 

Zu Sidney's Zeit war ausser der Reiselust nach Italien besonders die 
nach dem Orient (vgl. Edward Webbe's Trauailes 1591) und nach America 
(vgl. Richard Hakluyt's Divers Voyages 1582) erwacht. 

4) Vgl. Scholemaster (1570) ed. Arber S. 20. 66. 70. 71. 72. 78. und 
besonders 76 ff. Einige Jahrzehnte spater schrieb Bp. Hall (1617) seine Satire: 
Quo vadis? A just censure of Travell. Das von Ascham schon angefiihrte 
Sprichwort: Englese (sic!) ItaUanato e \n diabolo incarnate (Scholem. 78) findet 
seine ParaUelc in Leigh's Diatribe p. 31. 



Philip Sidney's Reisen. xi 

"Besonders die leichtsinnigcn und aiisg-elassenen it«ilienisclien lififher, 
die man in jedeni Bucliladon kaul't,' wcrdoii gro.ssoron Scliadoii tliun, 
als alles, was in der LfAvonor Jesuitonschulo galruckt wird." Ijid 
das war die Moinung niclit nui- von doni gTosseu Gelelirtcn, sondorn 
von Mannei'n der Welt, wie Walsinghani, Sackvillo und z. B. audi 
Languet. 

Als deshalb die Frage einer zu bowilligenden Ansbildungsreise 
seines Sohnes an Sir Henry Sidney liorantrat, wurdo znnaclist (^cwiss 
ini Einverstandniss mit seinem Schwager Ijcicester, der wol tlie Kosten 
der Reise ziuii Theil getragen liaben wird) Frankreicli als Keisoziel 
gewiihlt, denn Paris, wo ja die Sache dor Iliigonotten jetzt eine 
gtinstige Wendimg zu nelimen scliien, bot durch seinen llof sowol, 
wie durch seine Universitat trefflicliste Gelegenlieit zur Aljrundung 
der Ausbildung des jungen Mannes. Nur fur don Fall, dass "die 
Welt ruhig"2 w^are, wiirden "andere Lander jenseits des Meeres" mit 
in den Reisepass geschiieben. 

Die Beziehimgen Elisabeths zum franzosischen Hofe hatten sich 
ja allerduigs diu'cli die auseinander gegangenen Vermahlungspliine mit 
deni Herzog von Anjou gelockcrt,''^ aber eine neuo Vcrljindung mit 
eineni Sohne der Katliarina von Medici, namlich dem Herzog von Alenyon, 
schien von Elisabeth begilnstigt zu Averden. Und so gingen in jenen 
Jahren Gesandtschaften liin und her zwischen Paris und London, und 
im Friilijahr 1572 sollte gerade wieder eine prachtige Gesandtschaft 
imter dem Earl of Lincoln nach Paris gesandt werden, in dessen 
Begieitung sich mancher junge Adelige befand. 

So ward audi Philip Sidney die konigliche Reiseerlaubniss 
gegeben, sein Wolil aber noch in einem Empfehlimgsbrief an A\^al- 
singham, den Botschafter der Elisabeth zu Paris, diesem besonders 
ans Herz gelegt; und am 20. Mai verliessen die Reisenden London, 
um von Dover nach Boulogne zu schiffen.^ In Boulogne wurden sie 
von franzosischen Edelleuteu empfangen und in Paris, wo sie im 
Louvre untergebracht waren, folgte ihnen zu Ehi'en Fest auf Fest. 



1) a. a. 0. 79. Yon dem Hasse gegen ItaHcn gibt Nash's Pierce Peni- 
lesse 1592 (Neiidruck der alten Shaksp. Society 1842) eine Probe, S. 24. 34. 
(0 Italie, the Academie of man - slaughter etc.). 

2) Vgl. Leicester an Walsingham 22. M[ai] 1572 mid die Urkimden in 
Colhn's State Papers I, 99. 

3) Vgl. Fronde's Hist. 9, 356. 467 ff. 10, 476 ff. 

4) Vgl. che Chroniken. Stowe 1137 (ed. 1606)-, HolUnshed (1586) 3, 
foL 1229. 



XII Sidney in Frankfiui am Main. 

Es sind keine Briefe Philip Sidney's aus jenem Jahre vorhanden; 
jedenfalls aber verkehrte er bei Hofe und gewann bald die Gunst 
Karls IX., von dem er Anfang August zum Kammerherm ernannt 
Aviu'de.i Dass er aber audi ernsteren Studien sich widinete, zeigt 
sein Verhaltniss zu Petrus Earn us, 2 den er jedenfalls bei Walsing- 
liam zuerst kennen lernte und dem er bald eine hohe Yerehrung ent- 
gegenbraclite. 

Aber von langer Dauer war weder sein Amt als Kammerherr, 
nocli sein Aufenthalt in Paris, denn die Bartholomausnacht brach 
lierein — und Sidney (welcher in jenen verhangnissvollen Tagen im 
Hause Walsingham's geborgen gewesen war)=^ benutzte die erste Ge- 
legenheit, Paris den Eiicken zu kehren. Walsingham sorgte fiir eine 
passende und sichere Reisebegleitimg , und so war Sidney, als der 
Brief Biu'gliley's und Leicester's an Walsingham^ nach Paris kam 
(vom 9. Sept.), welcher den jungen Mann nach England zuriickbringen 
sollte, schon diu-ch Lothringen nach der Pfalz gelangt und sicher 
auf deutscher Erde. ^ 

Eine Hauptzufluchtsstatte flir die fliichtigen Hugenotten war auf 
deutschem Boden Frankfui't am Main, und dorthin wendete sich auch 
Sidney,^ und ob nun dahin personlich empfohlen oder Gefahrten fol- 
gend, fand er in dem Hause des Buchdruckers Wechel ein gast- 
freies Dach. 

Der Buchdrucker Christian Wechel ist schon in der ersten Hillfte 
des 16. Jahrhunderts als " chalcographus " in Frankfiu-t zu finden 
(1530), und dessen Sohn Andreas^ hatte sich in Paris niedergelassen, 
offenbar, um dem Geschafte einen grosseren Wirkungskreis zu ver- 
schaffen, aber dort war ihm, als Protestanten , die "Ausiibung seiner 
Kunst" untersagt worden, und nach der Bartholomausnacht finden wir 



1) Vgl. das Patent in CoUin's Memoirs S. 99. 

2) Vgl, die Worte des TheopMlus Banosiiis in der Widmung (an Sidney) 
seiner Aiisgabo der "Petri Rami Commentariorum de Rehgione Christiana Libri 
Quatuor, . . . Francofui-ti Apud Andream Wechclum 1577." 

3) Enghsche Berichte iiber die Bartholomausnacht finden sich iintcr den 
Mss. im State Paper Office zum Jahre 1572. No. 545. 49. 563—67 (mit Aus- 
nahmen), 583. 584; vgl. das 58. Capitel von Froude's History 10, 119 ff. 

4) Ygl. CoUin's Memoirs I, 99. 

5) Brief von Walsingham an Leicester vom 17. Oct. 1572. 

6) Besonders boten auch die Yogesen den fliiclitigeu Hugenotten Zufluchts- 
statten, vgl. Langueti Epistolae (1646) S. 150. 

7) Ygl. Fabricius Bibhotheca Latina 4,893 u. 1,894; Baylc's Diet. (s. v.) 
und BaUlet's lugements 1, 264. 



Laiiuuet. XTTT 



'b 



ihn (1573) zu Frankfurt a. M. , wo er das viiterliche Gescliiift weiter 
betrieb imd seine aus Frankreich, ziim Theil gewiss niit ilim zugleicli 
entflohenen Glaubensgenossen als ]\Iittelpunkt eines liumanistiscli ge- 
lehii;en Kreises um sicli versammelte.^ 

In dem Hause dieses Mamies solltc Philip Sidney den Mann 
kennen lernen, der fiir seine innerc Entwickelung das nieiste gethan 
hat. Es war dies eine der interessantesten Gestalten jener Zeit — 
Hubert Languet. Die Lebensschicksale Languet's^ sind mit dor 
ganzen Gescliichte seiner Zeit so cng verwachsen, dass sie nur im 
Zusammenhange mit der Entwickelung der politischen Verhilltnisse 
fast des gesamniten Europas griindlich dargelogt werdon konnten, 
wozu hier natiiiiicli nicht der Ort ist. Aber in kurzen Zilgen muss 
das Bild dieses Mannes gegeben werden, denn von 1573 — 1580 ist 
er und sein Briefwechsel mit Sidney die Hauptcpielle ffii- des letzteren 
Lebensgescliichte. 

Languet war 1518 in Burgund, zu Viteaux geboren, aus einem 
vornehmen Gesclilecht. Er reiste in seiner Jugend durch ganz Europa, 
und so findet man ihn, nachdem er voriibergehend eine Professur des 
Biirgerliclien Eechtes zu Padua bekleidet hatte (1547), seit 1549 in 
Deutschland, woliin ihn seine lebhafte Antheilnahme an den refor- 
matorischen Ideen gefiilirt hatte. Er lebte seit jener Zeit zu Witten- 
berg, um Melanchthon nahe zu sein, und nur die alljalu'lichen Eeisen, 
welche ihn seine angeborene Wanderlust zu machen antrieb, konnten 



1) Vgl. die Briefe des Banosius; auch Laugueti Epist. 173 u. s. w. 

2) Die -uichtigste iiud jedenfalls fesselndste Darstellung von Languets 
Leben geben seine Briefe an Sidney, die schon friih (1633) zu Frankfrni a. M. 
erschienen. Dieselben wiirden nen heransgegeben von den Elzevirs zu Leydon 
1G56 (Hiibeiii Langueti Epistolae Politicao et Historicae ad Pliilippum Syd- 
naeum Equitem Anglum etc.). Nach dieser Ausgabe siud siimmtliche Gitate im 
Folgenden. Ebenfalls von biogr. Bedeutung sind die Epistolae ad loachimum 
Camerariuni (Groniugen 1646); fiir seinen Yerkehr mit Sidney jcdoch nur die 
Briefe S. 204. 234. 256. 270 von Werth); ferner die an Kurfiirst August von 
Sachsen gericliteten Depesclien: Arcana Saecuh Decimi Sexti, Halae 1699 
(vgl. bes. Brief 114; S. 291 ff.). Den ersten Biographen (wenn man von den 
Woi-ten in Camerarius Leben Melanchthons absieht) fand dieser interessante 
Maun in J. P. von Ludewig (Professor der Geschichte zu Halle) Huberti 
Langueti Yita Halae 1700. 12; neuerdings hat H. Chevreul eine treffhohe 
Monographic iiber Languet verfasst: Etude sur le XYI siecle. Paris 1852. 8°. 
(mit vorziigUchem Porirat in Radirung). Einen TlieO. des Lebens Languets 
behandelt 0. Scholz, H. L. als chursachsischer Berichterstatter und Gesandter 
in Frankreich, Halle (Diss.) 1875. 



xiY Languet. 

ilm vorubergeliend von soinem Lelirer trennen.^ Bis zii Meknclithons 
Tode (15G0) blieb er so in Witteiiberg , land nacli des Camerarius 
Scliildening imd Langnet's eignen Aufzeiclinungen war das Yerhalt- 
iiiss Melauchthons zu dem 21 Jalire jungeren Manne ein vater- 
liclies.- Languet, von Haus aus — wie Sidney — eine feine, zarte 
JS'atnr uiit einer weichen, melodisclien Stimme,^ musste sicli sofort 
durch die ]\Iilde Melanchthons gefesselt sehen,^ und seine ganzen 
Anschanungen tragen bei aller sittlichen Strenge und Mannlichkeit 
flocli den Stempel einer religiosen Duldsamkeit. So erfiillten ilm die 
unseligen Abendmahlssti^eitigkeiten, welche die Lutheraner gegen die 
Reformii-ten ausfocliten, niu* niit Trauer und Besorgniss vor den 
Folgen des Zwiespalts.^ 

Lansruet war 1565 in die Dienste des saclisiscben Km-fiirsten 
August [f 1583) getreten,"^ und in dessen Auftrag hatte er die ver- 
scbiedenen Hofe Eiu-opas zu besuclien, um von dort Berichte uber 
die europaische Lage nacli Dresden zu scliicken; mit diesem Zwecke 
war er in Paris gewesen, als die Bartliolomausnaclit ihn von dort 
vertrieb. '^ 

Er erfi'eute sich iiberall des hoclisten Yerti'auens und wahrer 
Yerelirung,'^ aber wie sein Leben sicli gestaltet hatte, war er in seinen 
Idealen und Hoffnungen docli getausclit. Und obwolil er von Natur von 
heitereni Temperament war, verbitterten ihm doch Trauer iiber sein 
zerriittetes Vaterland,^ ernste Besorgniss um die Zukunft des protestan- 
tisclien Deutsclilands und schliesslich seine Beziehungen zu dem klei- 
nen Hofe bei seiner entscliieden freieren politischen Anschauimg sein 
Alter und machten ihn lebensmiide. 



1) Besonders interessiiien ihn die scandinavischen Lander; vgl. Epist. 2L 

2) "Melanchthon hebte Din wie seinen Sohn", erzalilt Cameraiius ; vgl. 
Ludewig a. a. 0. 12. 

.3) Ludewig a. a. 0. S. 18. 

4) Er bekennt dies ausdriickhch Epist. IGG. 

5) Epist. 114. 298 u. s. w. 

(j) Vgl. das Schriftchen von Scholz a. a. 0. Epist. 32. 

7) Vgl. Epist. 110. 113. 

8) Epist. 113. Dass Languet selbst den Geniissen des Bacchus sich 
nicht unzuganglich zeigte, wo es gait mit Freunden fi-ohlich za sein, zeigen 
seine Klagen iiber eine "crapula". Epist. 153. 358! 

Oj Die Klagen iiber Eeibereien mit Hofboamten Epist. 226. Die beriihm- 
ten Vindiciao contra TjTannos (1579), welche Languet gemeiuhin zugeschriebon 
werden, dienten neben Hot man's Franco - Gallia und pjucliauan's De jure 
regni apud Scotos (1579) spjiter Milton zur Ankniipfung dor Idcen seiner 
Defensio pro populo Anghcano (vgl. Masson, Stem etc.). 



Languet's Fi'eundschaft. XV 

""Was soil ich die Nachstellungen der (katholischen) Pfaffen 
fiirchten, da ich ja selie, dass mein Lebon niemandeni iiCitzt iiiul der 
Tod mich mir aiis all dein Eleiide belreieii Aviii<le, in deiu icli dahin- 
lebe! Denn Avas gibt es Schlimmeres fiii- eiiion .Mann als die Ver- 
brechen mit anzusohen, die seit 10 oder 12 Jaliren in unsei-em olen- 
den Frankreich und den Niederlanden veriibt werdon! Ich turclito 
nicht den Hass der Pfaffen! denn Lolten mid Tod sind in Gottes 
Hand, und sie werden nicht melu' gegen micli zu tlmn verniogen, als 
ihnen von Gott erlaubt wird." ^ 

Das war die Stimmnng, in welcher der Mann niit seiner ernsten, 
gefurchten Stirn, wie sie uns ein alter Kiipferstich zeigt,^ ini Herbst 
1572 zuerst den jiingen, lebensfrohen, aber ebenfalls hilnfig molanclio- 
lischen^ Philip Sidney in Frankfurt kennen lernte. 

"Ich werde, so lang ich lel^e, den Tag preisen, an dem icli dicli 
zuerst sah; denn deine Tiichtigkeit und Begabung straldte von deinem 
Antlitz und offenbarte sich in deiner Stinime, in deiner Rede und 
deinem ganzen Aufti-eten/ imd flosste mir sofort das Yerlangen ein, 
dich zum Freunde zu gewinnen. Und wider mein Erwarten zeigte 
sich dazu die giinstigste Gelegenheit, als du — ich weiss nicht, ob 
zu deinem, jedenfalls zu meinem Gluck — hieher (nilmlich nach 
Wien) kamst, wo ich durch dein Entgegenkommen leicht erreiclite, was 
ich mit gTosstem Eifer und ohne Miihc zu sparen, mir zu erreichen 
vorgenommen hatte. Und wie ich nun dein Yertrauter geworden war, 
da sah ich in dir von Natur ein solches Streben nach allem Guten, 
dass ich seit dieser Zeit mich glucklicli gepriesen habe, dein Freund 
zu sein und dass ich, wie schlimm elie Lage meines Yaterlandes sein 



1) Episi 83 — 84. 

2) Ygl. denselben vor den Arcana etc.; auch vor Ludewig's Yita und 
Chevreul's Studie. tJber ein Poi'trJit Languets in Sidney's Besitz s. Epist. 250. 

3) Languet ermahute spiiter bestandig den juugen Freund, " frijhlicli " zu 
sein, frohe Gesellschaft zu suchen, vgl. Epist. 41. 43. 45 u. s. f. und Sidney's 
eigene Briefe sind voUer Anspielungen auf seine "melancholy times", vgl. 
Brief an seinen Bruder vom 18. Oct. 1580 (zuerst bei Collins). Durch 
Musik pflegte er sich aufzuheitern (eb.). 

4) Auch Banosius schildert den Eindruck Sidney's: Memini eo die quo 
te vidi, et corporis animique egregias dotes sum admiratus, memini inqua, 
veteris illius Gregorij, qui Anglos Eomam proficiscentes Angelos esse putavit. 
Erat in iUis pietatis studium cum corporis elegautia conjunctum . . . Pietas . . . 
quae in ipsis tuis ocidis quasi ceruitm*, mirabiles tui excitat amores: iUamque 
a te in perpetuum amari et coh convenit, quae ut ab omnibus ameris efficit, 
in der Widmung von Petri Eami Commentaria, Francof. 1577. 



XVI Sidney in Wien, 

mag, solclie Freude emi^finde , wenn ich an dich denke, wie sie mir 
nichts aiif der Welt sonst geben kann." (Ep. 109.) 

Aber Languet's Freundschaft war rdclit einseitig, denn auch 
Sidney war sicli wol bewusst, welche Erwerbung er an diesem Manne 
gomacht hatte. Yon Natm- jedem guten und tiichtigen Einfluss zu- 
giluglich, ward er leiclit von deui Netz, welches ihni Languet gestellt 
liatte,! gefangen, und folgte dem Freunde (den sclion friiher sein 
Amt als Saclisischer Gesandter dahin gefiihrt hatte) ini Sominer 1573 
nach Wien. 

In "Wien wai' Languet der geeignetste Mann, Sidney in alien 
Kreisen einzufiihren, welche ihni durch Weltbildung und Gelehrsani- 
keit niitzen konnten, und durch seine bezaubernde Liebenswiirdigkeit 
gewann er bald ini fremden Lande eine stattliche Reihe von Freim- 
den, aus deren Briefen uns manches iiber sein damaliges Leben naher 
bekanntt wird. 

Schon in seiner Reiseerlaubniss ^ stand ja, dass er ins Ausland 
ginge, "fremde Sprachen zu lernen" — und das zu thun versaumte er 
keine Gelegenheit. Das Deutsche allerdings wurde ihm zu schwer (Corr. 
208), aber ini Lateinischen erreichte er bald eine Yollkommenheit , die 
Languet riihmte, nur die lateinische Aussprache des Englanders riigt 
Languet bestandig.^ Yon seiner Lecture erfahren wir besonders, dass 
er Cicero's Briefe (in der Stimn'schen Ausgabe) dm-chnahni und seinen 
Stil daran durch Riickubersetzung iibte,^ das alles hatte Languet ihm 
gerathen, der ilin dabei vor iibertriebenen " Ciceronianismen " '^ warnte. 
Dass Sidney das Italienische ^ eifrig betrieb, brachte einmal die damals 



1) Ygl. Fulke Greville 4, 11; von Frankfurt (wo er am 20. Marz nock 
einen Wechsel aussteUte) ging Phihp Sidney siidlich, nach (Heidelberg und) 
Strassburg, ja er scheint sogar nach Basel gekommon zu sein (vgl. die Briefe 
von Argenheu aus Basel, 5. Juni 1573; von Triuncurianus (vom 5. Juh); in 
Strassburg nahm ihn Sturm freundhch auf (vgl. den Brief Burgliley's vom 
18. Juh); dass Sidney nicht mit Languet zusammen nach Wien reiste, Leweist 
u. a. del- Brief Epist. 109 (somit wird die Angabe der enghschen Biographeu 
hinftilhg); noch deuthoher aber zeigi dies Languet's Brief an Camerarius, Wien 
27. Mai 73 (p. 205), der einen ganz ausfiihrhchen Reisebericht gibt. 

2) Colhns a. a. 0. 99. 

3) Epist. 29. 35. 53. 73. 103. 131. 

4) tJber das (auf Cicero's De Oratore 1, 34) zuruckgehende) nach Stm-m's 
und Ascham's Methode besonders gepflegte Riickiibersetzen vgl. Ascham's 
Scholemaster 27 ff. und dazu Arbor's treffhche Bern, in der Einleitung S. 10. 

5) Epist. 30. 53. 

6j Epist. 107. Sidney verstand 4 Sprachen: franzosisch, lateiuisch, ita- 
henisch und spanisch (vgl. seine tJbersetzungen aus Montemayor), Epist. 54. 



Sidney in Italien. xvn 

herrschende englische Mode mit sicli, dniin alior niich seine Reise- 
pliine, welche auf Italien gerichtet waren. 

Nacli eineni ktirzeren Ausfliig in (l;is iin^ariselie Tjiind (iin August 
mid September 1573), verliess er Anfangi November Wien, imi mit 
mehreren Reisebegieitern- und Bedienten die Alpen zii iibersclireiten 
imd sich. zimiichst in Venedig niederznlassen. ^ Dort liatte er natiii-- 
lich bei dem englischen Gesandten Zutritt, aber Languet's Empfeh- 
lungen batten ihn aiicb bei dem franzosisclien Botscliafter Ferrier 
(Ferrienis, Epist. 34. 59) eingefiibrt, mid Briefe geben uns das Zeug- 
niss, dass er aucli mit Italienern eifrig verkehrte und so besouders 
seine Spracli- und AVeltkenntniss erweiterte. Languet's Briefe mit 
ihren ausfulirlichen Bericliten fiber die politischen Wandbuigen kamen 
anfiinglich — wie verabredet war (Corr. 203) — fast Avochentlidi 
und gaben ihm einmal Anleitung, seinen politischen Blick zu scliilr- 
fen,'^ dann aber Hilfe und Ratlisclilage in seinen wissenschaitliclien 
Arbeiten. Yon letzteren haben wir mancherlei Zeugniss in den Briefen 
jener Zeit. 

Er las eifrig lateiniscli und gab sich Milhe, griechisch zu lernen 
(um Plutarch und Aristoteles lesen zu konnen ).•''' Dabei unterliess er 
nicht, sich in Astronomic und Mathematik, besonders in Geometric 
weiter zu bilden/^ Languet billigte dies, warnte aber, er solle lieber 
nicht allzuviel beginnen, was er bald oder spater halb beendet liegen 
lassen miisse, Aristoteles sei zu schwer fur jemand, der nicht sein 
ganzes Leben ihm widmen konne, und seine Laufbalin ware die eines 



Deutsch verstand er nur sclilecht (eb. 119), dcshalb wiirdo or aiif dei- Keise 
in Tirol geprellt (Epist. 12)! 

1) Vgl. den ersten Brief Languet's an Sidney. 

2) Von seinen Begleitern (die Languet domestici nennt, Epist. 108) sind 
uns 3 bekannt: Lodowick Bryskott (Epist. 44. 77), Thomas Coningsby 
(Conisbaeus, Epist. 12, 28), beide vertreten die Stelle von i^eunden; und 
schliesslich Griffith oder Griffin Madox, ein Bedienter (Epist. 177. 191), 
den Sidney auch in seiuem Testament bedenkt (Collins Memoii-s 111). Madox 
ist als Leidtragender auch abgebildet auf Plate 9 von Sidney's Leichenzug 
(von Tho. Lant gestochen). 

Yon Lodowick Bryskett (der sich spater auch in Lland auszcichnete) 
sind 2 Klaggedichte auf Pliilip Sidney's Tod vorhanden. In dem einen: A 
Pastoral Aeglogue, schildort er die gemeinsame Reise. ]\Iourning Muse of 
ThestyUs ist der Titel von Bryskett's anderem Klaggedichte, 1587 eingetragcn, 
aber erst mit Spenser's Collin Clout 159.5 veroffenthcht. Vergl. Todd's 
Spenser S. 461. 

3) Epist. 8. 4) Epist. Ill; S. A. Pear's Corresp. 212. 
5) Epist. 41. 46. 63. 6) Epist. 31. 40. 41. 63. 

Flii-el, Sidney. b 



xvin Studien jener Zeit. 

Staatsinaiines, nicht die eines Gelehrten, er solle nm- lernen, Avas zur 
riclitig-en harmoiiischen Lebensfiilu'ung notliig ware. ^ Besonders vor 
der ^lathematik warnte ihn Languet, indem er sagt: "dii bist von 
Natnr zu Avenig heiter imd froh, und da in jenen Studien eine uner- 
uiessliehe geistige Anstrongung erfordert wird, werden deine geistigen 
und kor2:>erlichen Krilfte allzu selir in Anspruch genommen werden, so 
Avird dein Kori^er leiden und du wirst noch ernster werden, und je 
holier deine Befahigung ist, und je grosser deine Begierde zu lernen, 
desto grosser wird der Scliaden sein, gerade fiir dich, dessen Gesund- 
lioit von Haus aus nicht die starkste ist. "^ 

Dass Philip Sidney sich niit Astronomie beschaftigt hatte, wird 
ilun wol besonders zu gute gekommen sein bei seinem spateren Ver- 
kelu" mit Giordano Bruno. Seine Hauptstudien aber, wie seine Haupt- 
interessen galten der Geschichte und der Philosophie. ^ Denn, wenn 
ihm die Geschichte als kiinftigem Staatsmann unentbehrHch war, so 
strebte er doch seine Lebensfiihrung gleichsani wissenschaftlich zu 
begriinden. -^ Yon den pliilosophischen Autoren ist es entschieden 
Plato ^ gewesen, den er am hochsten schatzte, aber auch damals in 
Italien vielgelesene Philosophen, wie Alexander Piccolomini , Giraldi 
und Guazzo^ scheint er gemeinsam mit seinem Freunde imd Reise- 
genossen Bryskett gelesen zu haben. 

Dass er aber auch an dem heiteren , bunten Treiben , das sich 
taglich vor seinen Blicken abspielte, lebhaften Antheil nahm, ist nicht 
erst miihsam zu beweisen, er mischte sich auf dem Eialto unter das 
Yolk, wie es dem Bankelsanger oder dem Improvisator lauschte,^ und 
scliaute den bunten Matrosen zu, wie sie von der fernen Tiirkei 
kamen; da wird seine Reise- und Abenteuerlust angeregt worden sein, 
nach Constantinopel zu falu^en.^ Und der AVunsch, diese fremde Welt 



1) Epist. 40. 63. 

2) Epist. 41. 77; S. A. Pears' Corresp. 208. 

3) Epist. 42. 

4) Apol. for Poetry 30 ff. 

5) tJber Plato vgl. besonders seine Apology for Poetiy 56. 58; auch das 
25. Sonett von Asti-ophd and Stolla. 

6; Vgl. die Vorrede zu dem (sehr seltenen) Werke Biyskett's: A Dis- 
course of Civill Life; containing the Ethike Part of Morall Philosophic, Lon- 
don 1606 (nach Malone's Yermuthung 1584—89 geschiieben, vgl. Hazlitt's 
Handbook of E. E. L. 65) ; s. die Ausziige in Todd's Einleitung zu Spenser's 
Wrks. XXVI ff. Vgl. auch S. A. Pear's Corr. 204. 205 und Epist. 74. 

7) S. Apology for Poetry 61. 

8) Vgl. Epist. 136. 



Bilder Sidney's. xix 

kennen zu lernen, entsprang niclit nur der Neiigier, soiidern oinor 
gewissen Bangigkeit, iiiit welcher man damals den "grosson Turkon" 
betrachtete. Donii <lass Italicn, uiid vi.'lleiclit g-ar Deutscliland , iihcr 
kurz oder lang jenom gefalirliclioii Feindo ciii Haul) "sverdoii wiinli-, 
das erschieii damals oim^in Manno selbst \vie Ijanguct als sicluT.* 

I)er Roiseplan iiach Constantinopol Avard aufgogeb<'n, donii audi 
seine Mittel wiirden es ilini nicht ei-laul»i lialton,- wol abor vor- 
liess Sidney Mitte Jamiai- 1574 <lie Stadt, die ilin merkwiirdigor 
AVeise niclit vollig befriedigt liatte,"' iiin nacli dom ruliigeren Padua 
zu gehen, avo er sich besonders Fordorung seiner Studicn ver- 
spraeli.^ 

In Padua traf er mit dem damals seiner Reisen und Wi'ltrTlah- 
rung wegen bekannten Or a ten von Ilanau zusammen, in dem er 
oinen Altersgenossen und Freund fand, der ihm Zeit seines Tjebens 
treu blieb.^ Er kelirte Ende Februar noclimals iiacli Yenedig zuiiiek, 
um dem von Languet immer dringendor geausserten AVunsclie, dass 
er sich malen lassen sollte, zu willfahren. Am 2G. Februar sass er 
Paolo Veronese.*^ 



1) S. Epistolae 86. 87. 100. Ill u. s. w. 

2) Epist. 37. 59. 3) Epist. 15. 27. 

4) CoiT. 204. Er ging am 14. oder If), .lanuar l.")?! daliin, vgl. Corr. 20<j; 
Am 3. Feb. schreibt ihm Don Cesare Caiaffa, mit dem or in Yenedig befit-undft 
gewordeu war, iiber den Tod des Earl of Windsor Add. ^Iss. 151)14. 

5) S. Epist. 51 u. oft. 

6) Vgl. u. a. S. A. Pears' tlbersetzung der Epist.: The Convspondencr dl' 
Sir Philip Sidney & H. Languet. Lond. 1845. Die Spur dieses Gemiildes, von 
dem sich Vulcobius in Prag eine Copie maclien Hess, ist es mir nicht gelungen 
zu entdecken. Ein andres Bild Sidney's befand si<h zu AVien bei einem 
gewissen Abbudius oder Abbondius (Epist. 31); vgl. Languefs bostiindige 
Bitten um ein Bild 44. 50. 64. 108. 177 (L. hatte sogai- Dobverse zur Untrr- 
schi'ift gedichtet, ehe er das Bild erhielt). Ein anderes Bild Sidney's war zu 
Wien bei Corbettus Epist. 133. — Die friihesten Bilder Sidney's: 

1. Im Besitz des Lord Brooke (Fulke Greville) befand sich ein Portriit 

Sidney's, welches (jetzt in Warwick Castle) vor Grosart's Ausgal>e 
der Poems gestochen ist. 

2. Radierungen a) von Thomas Lant gezeichnet 1587 fiir das Titelkupf^r 

zu Sidney's Leichenzug; gostochen von Tlieodor de Bnj, jetzt in 
Photozinkotypie vor A. W. Pollard's Ausgabe von Astrophel and Stella, 
Lond. 1888. (Stich nach a) als Medallion vor der deutschen Arcadia [V], 
als Portrait werthlos.) 

b) von Reginald Elsti'ake, vgl. Walpole, Anecdotes of Painting 3,135; 

c) in Holland's Heroologia Anglica 1620 (No. 18; eb. 137). Nach- 

gestochen in Lodge's Portraits; 

b* 



XX Studien jener Zeit. 

Dann aber ging er — vielleicht mit dem Grafen von Hanau — - 
nacli Genua, zuni grossten Entsetzen Languets, welclier zum Theil fiir 
des Freundes Leben nnd Sicherheit an diesem mit Spanien eng ver- 
bundenen Hauptplatz der Inquisition besorgt war,^ zum andern Theil 
aber eine geheime Bangigkeit nicht unterdriicken konnte, Sidney 
moclite, von dem Glanze der katholischen Kirche geblendet, seinem 
Glauben untreu werden. Audi in England Avar man unbegreiflicher 
Weise unsicher, ob das lange Yerweilen des jungen Mannes auf 
italienischem Boden nicht einen Eeligionswechsel bedeute, und Languet 
driingt in jedem neuen Briefe heftiger auf Sidney's Eiickkehr wenig- 
stens aus Genua nach Venedig. 2 

Mitte April war Sidney audi Avirklich wieder in Padua ^ und 
bald darauf in Yenedig. Dort erwartete er Briefe von seinem Yater, 
urn nadi dessen Wunsdi seine weitere Reise einziirichten.^ 

Wahrend er in Yenedig noch auf diese Briefe wartete, hatte er 
Gelegenlieit, den pomphaften Einzug des neuen Konigs von Frank- 
reich^ (des davongelaufenen Polenkonigs) mit anzusehen, aber Languet 
konnte seiner Sehnsudit nach dem Freunde, um dessentwillen er 
liberhaupt nur noch in "Wien verweilte,^ nicht gebieten, er beschwort 
Sidney, doch zurilckzukehren und sich nicht in jenen Morastgegenden 
dem Hochsommer auszusetzen (Epist. 163).'^ Die Briefe Languets 
jener Zeit werden immer stimnischer: 



d) von Crispijn de Passe ("Walpole 3,139); 

e) von Yertue nach dem altesten Stich vor der Arcadia (eb. 3, 284); 

auch vor dem Titel zu Colltus State Papers; 

f) nach einem Gemakle von Isaac Ohver 1743 von J. Houbraken (in 

den Heads of Illustrations Persons ed. Tho. Birch 1756); 

g) in Lodge's Portraits; 

h) sehr zierhcher Stich in Knight's Cabinet Portrait Gallery of British 
Worthies (Weekly Yohime Nr. 69) 1845 (Stich von Cox) ; 
3. Holzschnitt (nach 1.) in der New Biographical Series (Nr. 25) der Reh- 
gious Tract Society, 1886 (vor einer kleinen Biographic verfasst von 
J. Radford Thomson). 

1) Epist. 97. 116. 

2) tJber Walsingham's merkwiirdiges Misstrauen, vgl. Epist. 170. 

3) Con-. 215. 218. 

4) Es ist nicht unwahrscheinlich , dass damals die Geldfrage mit eine 
Rolle spielte. Seine Mutter jedenfalls war damals in grosser Geldnoth, vgl. 
Add. Mss. 15914 (7 u. 8). Epist. 135. 

5) Epist. 159. 164. 6) Epist. 138. 

7) Dass Languet nicht ohne Grund besoi'gt war, zeigt Sidney's damahge 
Ki-ankheit. Sidney war ein grosser Freimd des Obstes (Epist. 120. 154) und 
des Wassertrinkens (eb. 163) und scheint sich nicht in Acht genommen zu haben. 



Sidney's fxiickkrlir na.-h Wim. xxi 

"Niclits ist fill- oinon L*<.leleii Sinn ut'laliilidior, als jono lalli- 
nirtcn Wege, aiif deiieu (lie Ma lines km ft und Tuclitigkoit goschw;k-ht 
wird und dor Geist alliniihlich znni Sklavon orniodri^: donn dieso 
elende Sklaverei ist das Ziel und Endc der I^inko, d«'ntMi du didi 
in Italien aussetzost. Ist es niclit bcssor ITii- dicii uii«l tl.-in.' 
Begabung, angemessonor doiner Horkunft, dass du froinin Ifii- d.intn 
Glaubon eintrittst, ihn init di'i- Ziingo ln«k«'nnst un<l iin IltTzm 
bewahrst, dass du die gute Saclio der rntordriickton vcrtluMdigst 
gegen Unrocht und Gewalt und dein I.i'lioii fur das Vaterland zu 
opfern dicli bestrcbstV Dies leriist du in Deutscliland l)ossor, als 
in Italien; und deshalb rufe i(.li dich iinnier aufs inMie wicder 
lueher zuriiek. " 

Und besiinftigeiid fiig-t er diesen Woiteii zu, die Sidney jedfii- 
ialls gut gemeint, aber niclit gerade nutliig gefunden liaben wird: 

"Du hast ja dies alles audi nicht aufs neue zu lernen, donn 
es liegt ja in deiner Natur; du musst es aber ausbilden und 
pflegen!"' (Epist. 140.) 

Er macht ihin schliesslidi den Yorschlag, nach Niirnberg zu 
gdien, um dort die Befestigimgskunst kennen zu It.'nu'u und sieh 
militarisdi auszubilden, und niclit ohne Seitenblick auf die Launen 
der Elisabeth, vde sie den niederlandischen Freiheitskaiupf olicr hin- 
derten, als forderten: 

"Ich lobe mil* uberhaupt den Sinn der Deutsehen, Polen und 
Diinen, welche sieh dahin bemuhen, dass selbst ihre Fiirsten gegen 
die Gesetze nichts vermogen,^ iin Gegensatz zu den anderen Vol- 
kern, "svelche theils freiwillig, theils aus Fureht sicli in solche Skla- 
verei schicken, dass sie selbst den blossen Gedanken, der Fiirst 
konne einmal unreclit handeln, fiir eine Siinde halten. " (a. a. O.) 
Dies zugleich als Probe fiir die Siniiesart Languets und seine 
gern moralisirende breite Ausdrucksweise ! 

Die ganze Absicht Sidnej^'s war es gewesen, nicht niehr lange 
in Italien zu bleiben, und so liess er sieh am G. August - zu Venedig 



1) Ygl. oben iiber die Yindiciae. lusserand (Le Koman du Temps do 
Shakespeare. Paris 1887) nennt Languet deshall* direct: notre penseur i\'VO- 
liitionaire (S. 81). 

2) Ygl. aus Add. Mss. 17 520 einen Biief des Bankiors Yetturelli vom 
25. Oct. 1574 und des Guilelmus Liiinus (State Paper Off. Mss. Foreigu Seiies 
1574. 20. Jidii). Es ist kaum nach diesen Dokumenten anzunehmen, dass 
Sidney Ende Juh (s. Fox Bourne 88) schon in Wien gewesen ware (Languet's 
letzter Brief ist 24. Juh datii't). 



xxn Sidney's Heimkehr nach England. 

den Rest seines Geldes aiiszalilen iind machte sich auf die Riickreise 
nacli Wien. Er hatte den Keim einer Krankheit daliin mitgebracht, 
die ilin zu AVien auf das Krankenlager warf. Der besorgte Freund 
pflegte ilm. 

Ini October und November unternahm er eine Reise nach Polen, 
die, Avie er selbst schreibt, interessant, aber imerfreiilicli war. Yor 
Ende November war er wieder in Wien, wo er den Rest des "Winters 
fleissig imd gesellig in der Gesellschaft Languets und seiner alten 
Freunde verbraclite. ^ Schon elie Sidney aus Italien ziu-iickgekehrt 
war, liatte sich Languet vor der iiber kurz oder lang doch bevor- 
stehenden Trennung gefiirchtet (Epist. 139), und die Trennungs- 
stunde kam naher. 

Seit 2 Jalu-en war Maximilian II. in Prag erwartet worden, zur 
Regelung der Thronfolge fiir das Konigreich Bohmen,^ und Ende 
Februar ging der Kaiser wirklich dahin. Languet in seiner officiellen 
Stellimg begleitete ilin und Sidney schloss sich dem Freunde an, um 
bis Prag wenigstens mit ihm zusammen zu bleiben. 

Dort verliess er Languet einstweilen (am 3. Marz), um mit 
Edward Wotton, den er in Wien kennen gelernt hatte, ^ iiber Dres- 
den, nach Heidelberg, Strassburg und Basel zu gehen. In Basel 
beschloss er den Plan einer Riickreise durch Burgund iiber Paris 
aufzugeben und iiber Antwerpen heimzukehren. ^ 

So war ihm Gelegenheit gegeben, nochmals Frankfurt zu beriih- 
ren und dort Languet zu sehen, welchen die Sehnsucht nach dem 
Freunde von Prag dahin gefilhrt hatte. ^ 



1) Ygl. Epist. 230. In jene Wintermonate fallt seine Freundschaft mit 
Edward Wotton — auch seine Reitstiinden bei Pietro Pughano, die er so kost- 
hch in der Apology for Poetry scMldert (ed. Arber 19). 

2) Ygl. den Brief Sidney's an Leicester vom 27. Nov. (bei AV right, 
Queen Ehzabeth & her times 1, 513). 

3) Ygl. Epist. 177. Ygl. den Brief vom 2. Marz an Doctor Jordanus 
(Marchionatus Medicus) auf der herzogl. Bibhothek zu Gotha, Cod. Chart. 

j A. N. 404. fol. 363/4. — In Dresden war Sidney am 7. Marz, Epist. 174 (Sturm 
j glaubte am 12. Marz). Bei Stui'm in Strassbiu'g war er am 20. Marz 1575 
' (Hari. Mss. 6992, 18). A^on Prag (20. Miirz) aus schreibt Krato (?) a KrafPts- 

heim (der Leibarzt des Kaisers, Epist. 79, 104) an ihn, Add. Mss. 15914, 10. 

In Basel, s. Epist. 176. 

4) Epist. 180. 

5) Languet wai" etwa am 20. Marz von Prag aufgebrochen, Epist. 173. 
177. Er hatte Sidney Geld vorgeschossen, ebd. — Damals scheint der nahere 
Yerkehr mit Banosius stattgefunden zu haben, vgl. dessen Bnefe vom 25. Mai 

( (Add. Mss. 15914, 12) und .30. Juni (Add. Mss. 18675, 4). 



Sidney in London. xxiii 

Wann die Freunde sich trennten, ist iiiclit bekannt, es muss in 
der ersteii Hiilfte des Mai geweseii soin, denn am 25. Mai war Lan- 
guet ^vieder in Prag (Ejjist. 103), wo er sich mit dom Anbliok dos 
von Paolo Veronese gemalton Bilde Sidney's trostete (187).^ Am 
31. Mai scliiffte sich Sidney in Antwerpen ein- und war Anfang Juni 
in London, was er dem Freunde in eineni herzlichen (vorlorenen) 
Briefe meldete.^ 

Philip Sidney war nach England zuriickgekehrt, gerado recht- 
zeitig, uni das Fest mit zu feiern, welches sein Onkel Leicester der 
Konigin zu Ehren (vom 9. bis 27. Juli) zu K en il worth gab. Er 
scheint mit vollen Ziigen das prtichtige, gliinzende Iloflebon genossen 
zu haben, denn die Zalil der Briefe an den Freund ist aus jenon 
Monaten eine ausserst geringe, so dass Languet sidi schon fTir vor- 
gessen hielt.-* 

Nur kui'ze Zeit war es Sir Henry Sidney vergonut, sich seines 
zurtickgekehrten Sohnes zu freuen, denn die irische Lage unter dem 
alternden und schw^achen Kegenten Fitz-AVilliam'' war von Jahr zu 
Jalir schlimmer und verwickelter geworden, und so ertheilte Elisabeth 
(zuni 3. Male) dem imgern von AVeib und Kind Scheidenden Befehl, 
die Statthalterschaft in Irland anzutreten.*^ Zu Dudley nahm er von 
der Konigin und seiner Familie Abschieil und ilberliess dom altesten 
Sohne Sorge um Mutter und Geschwister. Elisabeth — undankliar 
und geizig, wie sie sonst gerade Sidney gegeniiber gewesen war — 
scheint damals w^enigstens einen Sonnenstrahl der Gnade fiir diese Familie 
iibrig gehabt zu haben, denn sie lud Mary Sidney, die iilteste Tochter, 
zu sich nach London ein, dort den AVinter bei llofe zu verbringen. 



1) Uber das Bild s. oben; aiich Mollenis erwiihut es in seinem Briefe 
vom 26. Sept. 1575, Add. Mss. 15914, 11. 

2) Ygl. den Brief Sidney's an den Grafen Hanau, Pear's Corr. 224. 

3) Epist. 198. 

4) Robert Laneham's A Letter: whearin part of the entertainment untoo 
the Queenz Majesty at KiUingwoorth Castl, in "Warwick Sheer in this Soomerz 
Progress. 1575 ist zu bekannt, um hier in seinen Schildorungen ausgezogen 
zu werden. tJber das Schloss zu Kenilworth, wie es nach Leicester's Pljinen 
allmahlich erst entstand, ist aber ein interessanter, gJinzUch unl)eachtetor Brief 
Sir Henry Sidney's zu vergleichen, abgedruckt bei Collins, State Papers &c. I, 
fol. 34 f. (vom 8. August 1568). Anspielungen auf die Teste zu Kenilworth in 
Languet's Epist. 218; auf Sidney's ''neue"' Freunde 219. 226. 231. 

5) Ygl. Froude 10,517. Collins State Papers 1,72; Brief an "VValsingham 
vom 1. Miirz 1583 aus den Carew Papers a. a. 0. 351. 

6) Ygl. Carew Papers a. a. 0. S. 351. 



\ 



XXIV Graf Essex. 

Lady Sidney mit ihrer iibrigen Familie verlebte diesen Winter 
(1575 — 76) ebenfalls in London, jedenfalls in ihrer engen Wohnung, 
dem St. Paul's Wharf gegeniiber. 

Von dem Yerkehr, den Philip mit Burghley und Walsing- 
ham damals hatte, geben die Urkunden kein Zeugniss, wol aber 
deuten sie aiif herzliche Beziehungen zu dem tiichtigen Earl of 
Essex, der damals von seinem verlorenen Posten in Ulster (wo ihn 
die Konigin so schmahlich im Stiche gelassen hatte) nach London 
zurlickgekehrt war, um dort die eigne Sache bei Hofe "wenigstens zu 
vertheidigen und Gelegenheit zu finden, das fiir das Vaterland 
geopferte Yermogen mit ehrlicher Arbeit in irgend einem Amte wenig- 
stens theilweise wieder zu gewinnen. ^ Er war von alien geehrt — 
und bedauert, und von Sir Henry Sidney- durch offene und dringliche 
Befiirwortung empfohlen ^ — nur Leicester, damals auf der Hohe seines 
Einflusses auf die Konigin, sah seinen ehemaligen Eivalen in der 
Gunst der Elisabeth, mit scheeien Augen an. (Collins 168.) 

Ob nun Philip Sidney schon im Herbst zu C hartley, als Elisa- 
beth mit ihrem Hofstaate von Kenilworth aus daselbst zu Besuch bei 
der Lady Essex weilte, die alteste Tochter derselben, Penelope 
(geb. 1563) kennen gelernt hatte, oder ob er dieser im Winter bei 
ihrem Yater erst naher trat,^ jedenfalls fallt in jene Zeit, zwischen 
Herbst und Winter 1575, die aufkeimende Liebe zu diesem, imter 
dem Namen Stella von ihm gefeierten, damals erst 12jahi4gen 
Madchen. 

Ein Brief Sidney's an Languet, welcher dariiber berichtete, ist 
verloren, aber aus Languet's Antwort lassen sich weitere Schliisse 
Ziehen. Languet schreibt am 3. Dec. 1575 von Wien (Ej^ist. 231): 
"Dass du in deinem Alter von so schwankender Gesmidheit geplagt 
wii'st, betriibt mich: aber ich sehe, du bist nicht wol, weil es dir 
allzu gut geht! Denn feme der Heimat, wo doch alles iibrige zu 
wiinschen iibrig liess, warst du immer gesund (von jener Ki-ankheit 
abgesehen, die du hattest, nicht lauge ehe wir schieden). Hiite dich 
nur, dass du dich durch Uberanstrengung oder sonstwie, iibernimmst. 
Was du mir zum Scherze iiber eine Gemahlin schreibst, das nehme 



1) Colhns, State Papers I, 67 — 70. Ygl. Fi'oude, 10,520 u. s. w. 

2) Sir Hemy Sidney's Benehmen war nin so anerkennenswerther, als 
Essex mehr oder weniger doch sein Eivale war, s. CoUius I, 71. 

3) Sammthche Daten iiber Essex und seine Familie finden sich in Hon. 
Walter Bom'chier Devereux, Lives and Letters of the Dcvereiix, Eai'ls of 
Essex. Lend. 1853. 



Penelope Devereiix. xxv 

ich ini Ernste auf. Vertraiie iiur nieht gar zii sehr deiner Festigkoit. 
Leute, die vorsichtiger siud, als du, \N'erdeii in jonem Netze gefangen. 
Und was mich aiilaiig-t, so wiinsche ich imr, dass du iin Netze ganz 
fest sassest. Was nun audi diu-aus ^verden mag, ich bitte Gott, (hiss 
er dich gliicklich mache! Du siehst ja auch, ^vie luiser AVotton mit 
starkem mannlichen Sinne sich in jene Gofaliren gostili-zt hat, uud 
sein ^[uth miisste doch deine Kleinmiithigkeit iihonvindcii. Das 
Schicksal thut hieiin das Meiste und deshalb darlst du iiictht ghiuben, 
dass du selbst die ganze Sache lenken und leiten konntest, so dass 
es in jeder Beziehung fiir dich zum Gliick \\m\ uiid nacli deinem 
Sinne ausschlagt." 

Dieser Brief enthiilt eine nierkwiiixlige Erhiuterung in Sidney's 
eigenen Wort en (an Languet vom 1. Miirz 1579): 

"In Bezug auf sie, deren ich so unwiirdig bin, habe ich 
nieine Gedanken dir ja schon vor langer Zeit geschrieben, wenn 
auch nur kurz, und doch so gut ich damals konnte."^ 

Diese Worte — welche, \de die im folgenden herangezogenen 
Urkunden darlegen, sich nur auf Penelope beziehen konnen — zeigen 
deutlich, dass seine Liebe — erst langsam keimend, wie er sic im 
2. Sonett schildert — ihn auch 1579 noch fesselte, dass aber, aus 
uns unbekannten Grtinden Sidney das Ziel seiner Wiinsche nicht 
en'eiclite. 

Das allzu jugendliche Alter der Penelope konnte damals (d. i. im 
Winter 1575/76, aber nicht mehr 1579) eine Rolle mit gespielt 
haben, ebenso Sidney's eigene Jugeud und der Umstand, dass ihm 
ein festes Amt bei Hofe fehlte, jedenfalls aber begiinstigte Essex den 
Gedanken einer Yerbindung PhiKp Sidney's mit seiner Tochter. ^ 

Wahrend diese erste Jugendliebe sein Herz erfiillte imd er sich 
mit seiner Mutter und Schwester in das gesellige und heitere Leben 
des Hofes mischte,-^ hatte der Yater in Irland trilbe Tage durchzu- 
machen; seine Briefe sind, wie diejenigen, die er fruher aus Irland 
gesclirieben hatte, voller Klagen-^ und triiber Betrachtungen. Dass er 



1) Sidney's Brief unter den Epistolae Tigurinae (herausgeg. v. d. Parker 
Society, Ziii'ich Letters, 2d series 1845) S. 182. 

2) CoUins I, 147, Brief vom 14. Nov.; eh. 168, Brief vom 22. Mitrz. 

3) Langnet ward auf eiumal dariiber ungehalten, Epist. 231. 257. 265. 
Vhev Sidney's Tanzen (!) 230. — Damals warb der treffliche Graf von Pem- 
-broke imi Sidney's Schwester und im FriUijahr 1577 war die Hochzeit (Col- 
lins a. a. 0. 88. 182). — 4) Ygl. CoUins State Papers 1 , 30. 35 u. s. f. Uber 
die hoUow heartes der Ii'lander, 129. 



xx\T Der Tod des Grafen Essex. 

sich in dieser Einsamkeit nach. seinem Sohne sehnte, ist erklarlich. 
Hatte er ihn doch seit 3 Jaliren mir fliichtig im Sommer gesehen.^ 
Und so begab sich Philip Sidney iiber Oxford, wo er seinen Bruder 
aufgesucht haben wirdj^ nach Irland, imd war im August bei seinem 
> Yater. Es ist dabei hochst wahrscheinlich , dass er mit dem Grafen 
von Essex zusammen die Eeise machte, denn dieser schiffte sich am 
22. Juli von Holyhead aus nach Irland ein. JedenfaUs hatte er sich 
aber nicht lange mehr dieses Freundes zu erfreuen. Denn schon am 
21. August ergriff diesen in der Blllte seiner Jahre (er war damals 
35 Jahr alt) ein Fieber,^ das ihn am 22. Sept. dahinraffte. Auf 
seinem Todenbette soil er bestandig nach Philip Sidney gerufen 
haben, jedenfalls um wegen seiner Tochter Alles zu regeln. Pliilip 
war aber mit seinem Yater in Connaught abwesend und erfuhr erst am 
13. October von dem Tode des Grrafen. Da die Ursache dieses plotz- 
Mchen Todes in England allgemeines Bedenken erregte und man Gift 
vermuthete, eilten die Sidneys nach Carmarthen, wohin die Leiche schon 
geschafft worden war. Dort nahm Sir Henry Sidney einen Leichen- 
befund auf, wobei ihn audi eine irische "Autoritiit'' mit unterstiitzte. 
Die Arzte steUten zwar einen natlirlichen Tod fest, aber der Yerdacht 
Avard damals rege, dass Leicester bei diesem "natiirlichen" Tode mit die 
Hand im Spiele hatte, ^ und der Umstand, dass er sich bald mit der 
Wittw^e des Essex vermahlte, konnte eher diesen Yerdacht vermehren, 
als vermindern.^ Yon Carmarthen ging Sir Henry nach Irland zuriick,^ 
Philip scheint im November wieder in London gewesen zu sein. 
Denn Waterhouse, der Secretar Sir Henry Sidney's und treueste An- 
hanger des verstorbenen Essex, schreibt damals von London aus tiber 



1) Sir Heniy Sidney empfahl ini Marz 1576 einen Iiiander an Philip, 
Collins a. a. 168. 

2) Ygl. den Brief Dorsetts vom 12. Juni 1576 (bei Zouch). Die tJber- 
bleibsel von Sidney's Briefwechsel mit seinen Fremiden auf dem Continent 
befinden sich Add. Mss. 15914 u. 17520. Sidney's Yerkehr war ein reger litte- 
rarischer, er erhielt von Deutschland aus wiederholt Biichersendungen , Epist. 
260 u. s. w. — Ein Plan, nach den Niederlauden zu gehen, ward aufgegeben, 
Epist. 249. — Am 21. Juni schrieb er einen jetzt verlorenen Brief an Languet, 
vgl. Epist. 256. — Dies berichtigt den Irrthum Froude's 10, 581, Sir Henry 
sei mit Philip zugleich nach Irland gegangen. — tjber seine Eeise nach Irland 
s. Epist. 230. 256. 

8) Ygl. Colhns 141; Froude 10, 545; Stowe 1153; Holinshed 3, 1263/5. 

4) Leicesters Eifer, Colhns 88, beweist gar nichts. 

5) Ygl. Froude 10, 492. 545. 

6) Colhns 143. (Sir Henry war am 20. Oct. wuxWr in Dul)hn.) 



Sidney als GesaudtLj-. xxvn 

die "auf keinen Fall mehr riickgangig: zii machende Verbindiing" 
zwischen Philip iind Penelope, iiiid zwar spricht er von Philip uiid 
Leicester als in London verweilonden.'^ 

Ob nun Leicester sein milchtiges Wort gegeii dieso Verbindiing 
sprach^ (und allerdings findet sicli nirgends bci Waterhouse, deiu 
eine Unterstiitzung des Heiratsplanes von Leicester's Seite aiis sehr 
willkommen gevvesen ware), oder ob Penelope ziigerte, oder ob schliess- 
licli Philip Sidney's eigene Leidenschaft damals nicht so stark ^var, 
die Bande, die ihn an Leicester fesseltcn, zu zersprengen, oder, wie 
am wahrscheinlichsten , ob er auf bessere Zeiten filr seine Liebe 
hoffte — das ist der Nachwelt unbekannt. Jedenfalls ging des ver- 
storbenen Grafen von Essex AVunsch einer Verbindung Pliilips mit 
Penelope damals nicht in Erfullung. Und die Jahre kamen und 
gingen und betrogen Philip Sidney um das Gliick seiner Liebe und 
seines Lebens. 

Eine iiussere Ehre sollte ihm damals zu Theil werden. Denn 
Elisabeth ernannte ihn zum Gesandten an den kaiserlichen Hof zu 
Wien, wo es gait, das Beileid der Konigin bei dem Scheiden des alten 
Kaisers (Maximilian IL, f 12. Octbr. 1576) und die Gliickwtinsche 
zum Regierungsantritt des neuen^ auszudriicken. Am 7. Februar 1577 
wurden ihm seine AVeisungen ertheilt. Er sollte auf dem Wege nach 
AVien — bei den tagiich sich vermelirenden Gefahren fiir die nieder- 
landische Freiheit — mehrere deutsche Fiii'stenhofe besuchen, um die 
Stimmung der Fiirsten in Bezug auf ein protestantisches Biindniss 
gegen Sj)anien zu priifen, und besonders die Stimmung dieser in 
Bezug auf den neuen Kaiser kennen lernen. Denn Elisabeth hatte 
ja langst schon iiberall, besonders in Suddeutschland, ihre geheimen 
und oifenen Agenten'^ (Stm^m in Strassburg, Beale in Frankfurt), 



1) Collins 147. — 2) Der Gruud eines solchen Auftretens Leicesters 
ware allerdings nicht einzusehen. 

3) tJber dies Ereigniss s. Collins Memoirs 100. Fulke Gix'ville chap. 4. 
(S. 44); fenier Camden's Annales (ed. 1639) 276 ff. Stowe, HoHushed etc. 
Eine Abschi'ift der Instructions geuen to Pliilip Sidney, Esquier beingo sent 
Ambassadore to Eodulphe the 2. Emperore & his mother y Empresse, to condole 
the Deathe of y Emperor Maximillian his father: and -svithall he was directed 
to take in his waye the twoe Counte Palatines, & to condole also the Deathe 
of theire father, Dated the A^II of Feb. an° 1576, befindet sich Earl. Mss. 36, j\ 
fol. 295 — 98; eine andere Landsd. Mss. 155 (fol. 187). 

4) A^gl. die Briefe AValsmgham's in den Ziu-ich Letters (ed. Parker 
Society) 286. Der Titel dieser Leute war „agentes''; auch procm'atores /' 
Eeginae Angliae, vgl. Ziii-ich Letters (Ep. Tigur.) 132. 135. 



xxvni Sidney wieder in Deutscliland. 

aber der Tod des Kaisers Maximilian hatte doch die desammtlage 
geandert, man konnte nicht wissen, ob Eudolf die schwache und 
diildsame Politik seines Yaters, besonders den Protestanten gegeniiber, 
fortsetzen werde. So war die Kundschaft, auf welche Philip Sidney 
geschickt wurde — denn darauf kam es bei der Reise mehr an, als auf 
die Hoflichkeitsformeln zu Wien — nicht ohne politische Bedeutung. 

Tiber diese Kundschaftsreise , auf der ihn ein kleiner Hofstaat 
(darunter sein alter Schulf round Fulke Grreville) begleitete, geben 
die Briefe jener Zeit den lebhaftesten Bericht. ^ Die Glesandfschaft 
wurde ehrenvoll aufgenommen, besonders zu Heidelberg und zu Wien, 
aber das, was Sidney nach London zu melden hatte, war nicht erfreu- 
lich. Kaiser Rudolf war ganzlich in der Gewalt seiner spanischen 
und katholischen Rathgeber,^ und die Sache der osterreichischen Pro- 
testanten wurde immer hoffnungsloser ^ — und zu Heidelberg drohte 
der unselige Bruderzwist von Kasimir und Ludwig nicht niu: der 
lutherischen oder reformirten Anschauung, sondern der protestantischen 
Sache iiberhaupt zu schaden. 

Der Gewinn fiir Philip Sidney aus dieser Reise ist nicht allzu 
hoch anzusetzen. Abgesehen von der Freundschaft mit dem Pfalz- 
gi^afen Casimir und dem Prinzen von Oranien,^ trug sie ihm zwar 
den Dank der Konigin ein, aber Avas Sidney selbst am moisten erfreut 
hatte, waren die wenigen AVochen herzlichen Yerkehrs mit Languet.^ 



1) Ygl. die besonders starke Correspondenz Sidney's des Jahres 1577, 
Auch Fulke GreviUe war dabei, s. Epist, 269, und Gre^-ille's Works 4, 44. 
Collins gibt ein falsches Datum (1576 statt 1577), Memoirs S. 101. 

2) Ygl. Epist. 286 (der reformuie Pfalzgraf vertreibt alle lutherischen 
Studenten aus Heidelberg). 

3) Epist. 276. Ygl. auch Ep. 235. 269. 298. 338. Im Juni 1578 ward 
in Wien den Protestanten (die bis dahin beim Hofmarschall ihren Gottesdienst 
gehalten batten, Epist. 106) die Ausiibung ihrer Religion verboten, Epist. (276) 
u. 338. (Auch 221 : man erwartete eine Baitholomausuacht in Wien.) tJber 
den Streit der Pfalzgrafen ist auch Walsingham's Brief (Ziirich Letters 2, 286) 
zu vergleichen. An Casimir erhielt Philip Sidney personlich ein Empfehlungs- 
schreiben Leicesters (22. Febr. 1577), Cotton Mss. Galba C XI u. Titus B XH. 

4) Hieriiber s. besonders Fulke Greville Works 4, 31; Motley United 
Netherlands 1, 339 u. s. f. Sidney stand damals bei einem Kinde AVilhelms 
von Oranien Pathe, vgl. Brief Waterhouse's bei Collins State Papers 192. 
Sein Yerkehr mit Don Juan d Austria s. Fulke Gi-eville 4, 36. Ygl. den Brief 
des Johann Casimir an Sidney (von Neustadt, 12. Juni 1577) aus den State 
Papers Office Mss. Nr. 1474 (Foreign Series). 

5) Languet gab seiner Freude (Epist. 266) auch in verschiedenen Briefen 
Ausdruck, so an den Kurfursten von Sachsen (datirt Frankfurt 8. Juni 1577) 



TValsingham's Lob. xxix 

Welcher Art die Anerkennimg war, die ihm in der Heiniath zu 
Theil wurde, das zeigt ein Brief Walsinghain's (voni 10. Juiii loTT), 
in welchem es heisst:^ "Ich kann Ihnen audi die Riickkehr meldoii 
des jimgen Mannes, Hires Sohnes, der seines Auftrages sich sehr zur 
Zufriedenlieit erledigt hat. Seinen Bericht hat Hire Majestiit sehr 
gniidig aiifgenonimen und gem angehijrt, nnd den eln-envollen Namen, 
den er bei alien Fiirsten hinterlassen hat, mit dencn er zu unter- 
handeln hatte, hat einen "siissen Duft" und eine angenehme Erinne- 
rung in jenen Liindern hinterlassen. Der junge Mann liat niclit 
geringen Anlass zu gi'ossen Hoffnungen gegeben und idi zw<,'ille 
nicht, dass Ihnen diese Hoffnungen erbliihen werden, und dass die 
Friichte seiner Begabung, die er in dieser Reise an den Tag gelegt, 
nicht nur zu Ihrem und des jungen Mannes Wohle gedeihen werden. 
Nieniand hat diese ganze Reihe von Jaliren einen so ehrenvollen 
Auftrag so vortrefflich ausgefiihrt, und deshalb konnte ich nicht 
anders, als diese meine Freude Ihnen zu schreiben, denn es erfrischt 
mich, in diesen bestandigen Sorgen meines Amtes, wie den gehetzten 
Hirscli die frische "VVeide. Und so Aviinsche ich seinen Gaben alles 
Gedeihen." 

Diese Worte der Anerkennung hatten fiir Yater und Sohn crfreu- 
lich sein miissen, audi wenn sie von einem geringeren Manne, als 
Walsinghani, gekommen Avaren, aus des sen Munde aber mussten sie 
doppelt willkomnien sein; fiir den Yater ein doppelter Trost, denn 
gerade damals bracli eine neue schwere Zeit fiir ihn an. 

Seit 10 Jaliren hatte Sir Heniy Sidney in Irland seinen gefilhr- 
lichsten Gegner in dem Graf en von Orinond, der — ein Gunstling 
der Elisabeth, mit welcher er verwandt war — in seinen selbst- 
siichtigen Planen von dem gerechten, aber strengen Sinn Sidney's sich 
tiberall gehemmt sah. Mit aUen Mitteln versuchte er schon seit 
Jahren dem Namen Sidney's zu schaden durch Betrug und Aufwiegelei ; 
und vor allem durch Olirenblaserei bei Hofe^ hatte er seines Gegners 
Stellung unterwiihlt, und da die durch nothwendige Geldforderun gen 
immer leicht zu verletzende Stimmung der Elisabeth^ nicht mit Sir 
Hemy Sidney's bestandigen Klagen liber sclilechte Unterstiitzung zu- 



in den Arcana Saeculi Decimi Sexti 1, 2 (S. 291, Nr. 114); an Camerarius 
(ebendaher am 17. Juni) Epist. ad Camer. D. 235. 

1) Collins State Papers 193. 

2) Vgl. Carew State Papers 336. 338. 343 ff. 355. 357. 

3) Einige von diesen ''bitteren" Briefen der Elisa])eth bei CoUins State 
Papers 219. 226. 



XXX Philip Sidney's Schrift zur Yeiiheidigung seines Tatars. 

frieden war, beiiutzte Ormond die Gelegenlieit, urn zu behaupten, Sid- 
ney benutze sein Aint als melkende Kiih iind woUe das geforderte 
Geld in seine eigene Tasche fliessen lassen.i 

"Walsingham und jeder Einsichtige erkannte die niedere Absicht 
Ormond's, aber die Anklage war ausgesproclien , imd der Sohn war 
es, welcher, ehe noch der Yater seine Rechtfertigung an den Staatsrath^ 
schickte, in einer glanzenden Yertheidigungssclirift den Namen seines 
Yaters in um so strahlenderes Licht setzte. ^ 

Nur eine Halite dieser ersten grosseren Prosaschrift Philip Sid- 
ney's ist auf uns gekommen, sie spricht aber in ilirer Klarheit und 
Einfachheit, und dabei in ilu-er Scharfe und Unerbittliehkeit gegen 
die Liigen der Anklager fiir sich selbst. Sie ist ein Muster seines 
Stils und sucht ihres Gleichen an edleni Stolz und Freimiithigkeit. 

Ein Freund und treuer Anhanger Sir Henry Sidnej^'s, Edward 
Waterliouse, schreibt begeistert damals iiber jene "Apologie" die 
folgenden Worte, welclie keine Ubertreibung enthalten:^ 

"Noch ehe Mr. Whitten [den Sir Henry Sidney aus Irland zur 
Yertheidigung seiner Saclie nach London geschickt hatte] ankam, 
liatte ]\Ir. Philip eine Zusammenstellung aller der Punkte angefertigt, 
welche gegen die Amtsfiihrung Ew. Lordschaft in Mand geltend 
geuiacht worden waren, und dazu hatte er Entgegnungen geschrieben 
nach Art einer Streitschrift, die ausgezeichnetste derart (wenn mir 
nur irgend ein Urtheil zusteht), die ich in nieineni Leben gelesen 
habe. Die Thatsachen, die er anfiihrt, werden unterstiitzt diu-ch 
Ew. Lordschaft eignen Bericht und durch das, was Mr. Whitten 
dazugefiigt hat. Aber Niemand darf das mit ^Ix. Philip's Feder ver- 
gleichen. Ich weiss, er will das audi an Ew. Lordschaft schicken, 
und wenn Sie es lesen, werden Sie noch mehr Ursache haben, zu 



1) Carew State Papers a. a. 0. 357. Eine ebenfalls sclilau you Ormond 
gesteUte Falle war es, in Irland das Geriiclit zu verbreiteu. Sir Henry Sidney 
wiii'de bald abberufen werden, eine Erflnduug, welehe weseutlich zur Schwiichuug 
Yon dessen Autoritat beitrug, s. die Berichte bei CoUins 220. 221. 

2) Die Eechtfertigungsschrift Sir Henry Sidney's Yom 15. September bei 
CoUins 220. 

3) tJljer Philip Sidney's personliches freimiithiges Auftreten gegen den 
Giinstling der Konigin s. Collins 227. — Philip Sidney arbeitete, nachdem er 
den Gedanken, selbst nach Irland zu gehen, aufgegeben hatte (Collins 199; Yom 
26. Juni 1577) mit Waterhouse zusammen ini Interesse seines Yaters, s. die 
Briefe (v. 2. Aug.) bei Collins 202, (y. 21. Aug.) 209, (y. 15. Sept.) 225. 

4) Ygl. den Brief in Collins State Papers 228. 



Politische Plane. xxxi 

Gott fiir ihn zu beten, unci diese ineine Meinimg nicht ineiner Liebe 
zii ihm zuschreiben." 1 

Dass Philip Sidney's Gedanken von diesem einen Ereigniss ziem- 
lich in Anspruch genommen wurden, zeigt sein Sclnveigeu ^vahrond 
der ganzen Sommermonate Langiiot^ gogen ill lor. Erst am 1. Octoboi- 
schreibt er an diesen einen langon Entsclmldigungsbriof, der uns iilior- 
liaupt von seinen Planen Bericlit giebt. -^ 

Unter diesen Planen sclieint ein ehvas abenteueiiiclier ganz 
besonders Sidney's Phantasie erfiillt zu liaben: niinilich nach der von 
Frobisher entdeckten merkwiirdigen Insel zu golien, deren Erde 
Goldstaub in grossen Mengen zu entlialten scliien. Er bat wenigstens 
den Freund um Ubermittelung der buhniisclicn Bergwerksgesetze , die 
zur Bewirthscliaftung jener Insel von Nutzen sein konnten. Aucli 
auf die Mederlande waren in jenen ]\Ionaten seine Gedanken und 
Hoffnungen gerichtet^ — aV)er der Winter verfloss olme wesentlicli 
wiclitige Ereignisse. Weihnacliten hatte er zu Hampton Court mit 
Mutter und Scliwester bei Hofe gefeiert,^ aber fiir sein wahi-es Gliick 
sclieint wenig in jenen Tagen abgefallen zu sein.^ 

Auch das neue Jalir (1578) war fiir ihn ein Jalir der Entsagung. 
"Walu^end der Geist durch Aussendinge gefesselt wird, versiiumt 



Concept) abgediTickt worden, das von ihr erhaltene BiiK-h- /I 
Cotton Mss. Titus B XII, 5G4 (fiiiher 557) uikI wild in dor ' 



1) Uubogreifhcher Weise ist diese erste Prosaschrift Philii) Sidney's bis 
heute noch nicht wieder aus der Handschrift (dem von Philip Sidney selbst 
niedergeschrieben en 
stiick befindet sich Cotton 
Con-espondenz Sidney's genaii vei-offeutlicht werden. 

2) Eine an sich untergeordnetc Sache ist der Elireuliaiidfl mit dem 
frechen Earl of Oxford, vgl. die Briefe bei Colhns (vom 16. Sept. 1577) 227; 
eb. Einleitmig Memoirs S. 100; Languets Epist. 395. 400. 403; Fulke Gre- 
vdle 4, 65. 

3) Ziirich Letters 2, 289. 

4) Ziirich Letters 179. 182. Uber das Frobisher'sche Gold s. audi Cam- 
den's Amiales (Elzev. Ausg. 1639) S. 276. 

5) Vgl. Epist. 302. 315. Languet bei-ichtete erfreut seine Hoffnung audi 
an den jiingeren Camerarius, Ep. ad Camer. 257 (von Frankfuii, Mai 1578). 
Ob nicht die bestandig in den Briefeu mit Languet ei-w'ahnte "bewusste Ange- 
legenlieit" mit niederlandischen Planen zusammenhing ? Vgl. Epist. 271. 279. 
283. 300. 396. 419; s. auch Ziirich Letters 2, 292. 

6) S. den Bericht Nichols bei Fox Boui-ne 185. In jeucr Zeit war Du 
Plessis Mornay von seiuem Herm, dem Konig von Navai-ra, nach London 
geschickt, und mit ihm (der iibrigens der Elisabeth nicht hold war, Memoires 
1, 120 u. s. w.) schloss Sidney euge Freundschaft, vgl. den Brief an Languet, 
Zurich Letters Nr. 121 (v. 10. Miirz 1578 [oder 1579]). Bei Mornay's Tochter 
Elisabeth stand Sidney im Juni 1578 Pathe, vgl. Momay's Memoires 1, 119. 



xxxn The Lady of tlie May. 

er sein eigenstes Selbst zu beobachten ", ^ seufzt er im Marz 1578, 
und in seinem "innersten Selbst" mochte wol seine aussichtslose 
Liebe zu Penelope ihn beunruhigen. "Das einzige Licht finde ich bei 
meiner Mutter", schi-eibt er am 25. April ^ an seinen Yater. und dies 
einfaclie Bekenntniss erschliesst uns seine Seele. 

Seine andere Hoffnung, nacli den Niederlanden zu gehen, um 
unter Casimir in das Heer einzutreten, gab er selbst auf, denn einmal 
schien Elisabeth den Plan zu missbilligen, und dann entsprach dieser 
niclit dem AVunsche seines Yaters;^ denn dieser A^iirde nach wie vor 
von seinen Gegnern in London angefeindet und bedui^fte der Anwesen- 
heit des Sobnes in London, um seine Sache zu vertreten. In Bitter- 
keit wollte damals Sir Henry Sidney Irland Hals liber Kopf verlassen, 
und es war der Sohn, der ihn bat, auszuharren, "um desto ehren- 
Yoller zu bestehen", wenn seine Dienstzeit (im Herbst) abgelau- 
fen sei.* 

Ein Ereigniss, an sich von untergeordnetem Werthe, nicht aber 
ohne Bedeutung fiir Sidney's litterarische Laufbahn, ist seine erste 
dichterische Leistung, von der wir wissen. Es ist dies das Festspiel 
"The Lady of the May",^ der Elisabeth zu Elu-en gedichtet, als 
diese im Mai 1578 bei Leicester zu AVanstead weilte. Es ist ein 
unbedeutendes, aber doch ganz htibsches Schaferspiel , welches in der 
zarten Liebe des Schafers Espilus auf seine eigne Liebe zu Stella 
hinzudeuten scheint. Aber die einzig liemerkenswerthe Eigenschaft 
des ganzen ist, dass es frei von der in ahnlichen Festspielen liblichen, 
fast ekelerregenden Schmeichelei gegen Elisabeth ist.^ 



1) Ziirich Letters 2, 182. 

2) Collins State Papers 1, 247. 

3) Froude 10, 459; Lang. Epist. 343; Collins State Papers 1, 392. 

4) Collins 249. Seit Februar 1578 hatte Sir Heniy Sidney wieder den 
treuen "Waterhouse bei sich, Collins 235. 389. 

5) Seit der 1. Gesammtausgabe ist dies Festspiel mit der Ai'cadia ver- 
bunden gedruckt worden. Es hat den etwas langen Titel: Her most excellent 
Majestie walking in Wansted Garden, as shee passed downe into the grove 
there came suddenly among the traine, one apparreUed like an honest mans 
wife of the conntrey; where crying out for justice, and desiring all the Lords 
and Gentlemen to speak a good word for her, shee was brought to the presence 
of her Majestie, to whom upon her knees she offered a supplication and used 
this speech: (Ai'cadia 1633, fol. 618 — 24). 

6) Ein anderes merkwiirdiges Schriftstiick Sidney's aus jenem Jahr ist 
der unaifige Brief an Molyneux vom 21. Juni (in ColHns State Papers 256). 
"Wenn man sich allerdings in die Lage Sidney's versetzt, wird sein Zoru 
erklarlich, und Molyneux's vortreffliche Antsvoii und schliesslicli Sidney's 



Laoguet in London. xxxin 

Ende September ocler An fang October 1578 war Sir Henry Sid- 
ney nun endlich von seinen irischen ^[uhen erlcist. Er kehrte nach 
England zuriicki nnd Avidmete sich seinem Posten als Stattlialter von 
Wales. Dass er aber jedenfalls lijiiifig in den siidostliclien Graf- 
scliaften weilte, in London nnd bei seiner Tocliter, zeigen die Briofo 
jener Zeit. So feierte er Weihnachten zii Tjondon, bei llofe — uni 
dort die liblichen geringen Geschenke zu machen nnd die fast nocli 
geringeren von Elisabeth zu enipfangen, fiber die uns die Chroiiik 
getreulich berichtet (vgl. Nichols bei Fox Bourne, S. 213). 

Erst der Januar 1570 braclite ein freudigeres Ereigniss fCir 
Philip Sidney: den Besuch Languets,^ welclier in Begleitung des 
Pfalzgrafen Johann Casimir nach England kani.-^ Casimir hatte sich 
wegen seiner ungeschickten Kriegsfiihrung in den Niederlanden, -svoljei 
er der Elisabeth Gelder zwecklos verschlcudert , zu rechtfertigen — 
und obwol also dieser Grund seines Kommens kein erfreulicher war, 
ward sein Empfang doch zu eineni ausserst glanzenden. ^ Tiu*niere 
und Teste wurden gefeiert, die Gilden Londons wetteiferten mit deni 
Adel, den fremden Filrsten und Bundesgenossen gegen die spanische 
Sache zu feiern, und nur wenig Zeit blieb den Freunden zum ruhigen 
Genuss ihres Beisammenseins — aber Languet nahm, als er am 14. Febr. 
mit Casimir vom Hofe Abschied genommen hatte, wenigstens das 
eine Gefiihl mit.hinweg, dass der Freund auf dem rechten Wege sei, 
seine Gaben nlitzlich zu verwenden. Er Avar beruhigt, dass er Sid- 
ney's Laufbahn nun gesichert sah. Auch Sir Henry Sidney's Achtung 
und Yertrauen hatte Languet gewonnen, und eine merkwurdige 
Freund schaft verband mm auch den Vater mit dem Freunde des 
Sohnes. 



Yersolmlichkeit uud Eeiie macheu die gauze Angelegeulieit zu eiueni merk- 
mirdigen Zwischeufall in dem sonst so sanften Auftreten Sidney's. 

1) Er kehrte zunachst nach London zuriick, aber da seine dortige Y'oli- 
nimg zu klf^iu war (vgl. den ergotzlichen Brief l)ei Collins; State Papers 1, 271), 
wurde er in Hampton Court untergebracht. — Merkwiirdige Geriichte hefen 
damals um, wegen eines hohen Hofamtes, das Philip Sidney verliehen worden 
sei, Epist. 336. 

2) Epist. 356. 369. 

3) tjber Casimhs Ankunft s. Stowe (1606) S. 1160. Di<^ tadelnden Briefe 
der Elisabeth an Casimh, bei Motley, Eise of the Dutch Repubhc, S. 779; iiber 
Casimirs Ankunft eb. 780; Froude 10, 459; s. auch Camden's Annales 296/7. 

4) Eine kostliche Anecdote iiber einen Kuss d^r Elisabeth aus den Blithe- 
dale Mss. in W. B. Devereux's Lives of the Earls of Essex 1, 169 b. Fox 
Bourne 215. 

Flilgel, Sidney. C 



xxxrv Sidney's zweite politische Schrift. 

Sir Henry Sidnej^ begleitete Languet von London bis Dover und 
scMckte nnter Languet's Aufsicht seinen jlingsten Solm Robert nach 
Deutscliland , der zimachst in Sti^assburg imter Sturm seine Ausbil- 
dmig erhalten sollte.^ 

Die innere Entwickelung England s scliien in jenem Jalu^e grossen 
Gefahi^en entgegenzugehen, und Sidney theilte die Befiirclitungen und 
Sorgen jedes Patiioten. Die schon seit Jahren betriebene Spielerei 
der Elisabeth mit dem Heirathsplan des Due d'Alenr-on (nach seines 
Bruders Thronbesteigung Due d'Anjou) hatte am 24, Xov. 1579 zu 
dem Abschluss eines Heirathscontractes gefiihrt (Froude Hist. 10, 503). 
Elisabeth hatte sich durch keinerlei Yorstellungen, weder ihrer treuesten 
Diener, wie Burghlej^ und AValsingham, noch des Yolkes, bewegen 
lassen, von diesem Plane abzustehen. Die Sitzungen des Staatsrathes 
hatten hin und her beschlossen, Walsingham und Burghley, auch 
Leicester waren in Yerzweiflung gewesen und hatten sich (am 8. Oct.) 
schliesslich darein ergeben (Froude Hist. 10, 501). Am 3. November 
gab die Xonigin- ihren Entschluss kund, den "Monsieur", wie der 
franzosische Herzog allgemein genannt wiu'de, zu heirathen — aber 
sobald sie diesen Entscliluss gefasst hatte, scheint sie selbst schon 



1) tjber diesen jiingeren Bruder Sidney's, der anfauglich nieht allzmiel 
Gutes versprach, schliesslich aber doch sich als braver jnnger Mann zeigte, 
vgl. die Briefe Sir Heniy Sidney's bei CoUins 1, 246 u. 271. Die Briefe 
Phihp Sidney's vom 18. Oct. 1580 (Collins 283) und der undatirte, haufig in 
alten Absehiiften vorliegende Biief (z. B. Harl. Mss. 3638, 100) aus den Instmc- 
tions for Ti'aveUers [1633] s. oben. 

Welche Miihe sich Languet mit Robert Sidney gab, zeigen seine Briefe 
(an Hiibner vom 4. Juni '1579, in den Epist. Tigurinae 190. und vor aUeni 
Epist. 356. 369. 372. 373. 374. 376. 380. 384. 388. 391. 398. 399. 419. 423. 
432. 449. 454. Robert Sidney war erst ein '"Peusionar" Stmms in Strassburg, 
lernte aber dort zu wenig deutsch, weil er bestandig in Gesellschaft mit Eng- 

y. landem lebte (s. den nihrenden Brief Stm-ms Add. Mss. 15014); er hatte einen 
gelehrten Schlesier als Hauslehrer, bei dem er ebenfalls nichts lernte. Dann 
kam er nach Leipzig (weil es da am biUigsten sei, Epist. 419. 432), und hatte 
schliesslich ganz fliessend deutsch zu sprechen gelemt (Epist. 455. 472). Ei" 

I war Ende 1581 wieder in England, vgl. PhQip Sidney's Brief an Walsmgham 
vom 17. December (State Paper Office Mss., Domestic Eliz. 150. 85). 

2) Am 3. Noveml)er verier John Stubbes auf dem Schaffott seine rechte 
Hand wegen des von ihni verfassten: The Discoueiy of a Gaping Gulf. Where- 
into is like be Swallowed by another French mariage, if the Lord forbid not 
the banes, by letting her majestic, see the sin and pimishment thereof [August 
1579] ; vgl. Stowe's Aimals (1606) 1168; Fi-oude 501, 10,305 u. s. f. Uber 
Stubbes Gesinnung geben die in den Nugae Antiquae gesammelten Dokimiente 
Aufschluss, ed. Price 1, 149 — 161. 



Sidney's zweite politische Schrift. xxxv 

ihn Itereut zu haben, denn sie liess in dfii Ehecontmct eino Klausel 
aufnehmen, welche ihr Avenii niicli keinen geraden Weg often liess, 
so doch eine Hinterthiir, aus dor sie ontschliijifrn konnte, niimlicli: 
sie belialte sich 2 Monate vor, "das Volk zu ilborzeugen. " 

In jene Tage gilhrender Aufregung fallt Pliilij) Sidney's oftener 
Brief an die Konigin, ein Manifest nicht iiur seiner Partei,^ die 
Kirndgebiing nicht nur des "nicht zu uberzeugenden " Volkos, sondern 
die gewaltige Stimme eines gewaltigen Mannes, der Miinnerstolz vor 
dem Throne bewahrt hatte, uiid dio Wahrheit der Uberzeugnng uber 
die Gunst der Kunigin setzte. 

Die Sprache dieses Schriftstiickes - ist bei allem edeln Stolze 
doch so massvoll, und die Gesinnung des Warnenden <ln(li so treu 
und ergeben, dass die Kihiigin einen grosseren Anstoss nicht gcnoninien 
zu haben scheint. "Wenigstens wusste sie ihren Groll zu vcrV)crgon. 
Dass Sidney selbst den Hof verliess, verstand sich von selljst. Der 
vorsichtige Languet schreibt damals: 

"Ich lobe deine Geistesstarke, dass du freimfithig der Konigin ^ 
und den Deinigen gezeigt hast, was dem Staate fromnit, a])er hiite 
dich, dass du zu weit gehst und dir nicht Hass zuziehest. Beson- 
ders Lente, die iilter sind, als du selbst, werden deine Sache ver- 
lassen, denn ihnen wird es nicht lieb sein, zu denken, dass du, 
der Jiingere, ihnen an Scharfsinn nnd Beredtsamkeit iiberlegen bist. 
Und viele werden sich, wenn sie gesehen haben, dass ihr Wider- 
stand vergebens gewesen ist, nach dein Theile des Schiifes retten, 
welches fiber AVasser ist. Ich schreilte dies nicht, urn dich von 
deiner ehrlichen Meinung abzubringen, sondern mochte nur bewir- 
ken, dass du dich innerhalb gewisser Grenzen liitltst, und dass 
dein Kampf dem AVohle des Vaterlandes zu gelten und nicht der 
Begier entsprungen scheine, andere zu iiberwinden. Lass aber nicht 
ab, so lange du hoffen kannst, fih' das "Wolil des Yaterlandes ein- 
zustehen. Wenn du aber siehst, dass dein Kampf dir nur Hass und 
Missgunst einbringt und weder dir noch der aUgemeinen Sache 
niitzt, gieb iini auf und weiche der Nothwendigkeit, luid spare dicli 



1) Dass Phihp Sidney "im Aiiftragi^ " scln-iob, zeigt Laoguet's Brief 
Epist. 4(39; auch Sir Henry Sidney's vom 25. August. Froude 10, 49.0. 

2) Es ward von Collins in seine State Papei-s aiifgenommen 1, 287 ff., 
findet sich aber in vielen Abschriften, z. B. Harl. Mss. 1323, fol. 43 — 56b; 
eb. 6845 (nur Brnchstiick); eb. 444 (vollstiindige Copie) etc.; es hat die Form 
eines offenen Briefes und beginnt: Most feared and beloved, most sweete and 
Gratious Soveraigne, .... 



xxx'S'i Seine freiwillige Yerbannung. 

auf bessere Zeiten aiif, denn es wird Gelegenheit kommen, wo der 
Staat dich braucht. Die Partei Anjou's nimmt auch hier in Flan- 
dern zu, imd wenn du gegen ilui gar zii eifrig in England dein 
Schwert geschwnngen hast, kannst du kauni hier vor ihm (noch 
weniger in Frankreich, oder gar in Spanien imd Italien) sicher sein, 
deshalb bliebe dir nur tibrig, fiir den schlimmsten Fall nach Deutsch- 
land zu kommen. — Ich habe clir betreffs dieses Heirathsplanes 
[der Elisabeth] schon geschrieben, was ich denke, und bleibe bei 
meiner Meinimg. Den Fiirsten ist ein freier Sinn besonders bei 
hochstehenden ITnterthanen stets verdachtig, . . . und wenn deshalb 
die Dinge eine solche "Wendung nehmen sollten, dass es sich nicht 
mit deiner Ehre vertragt, im Yaterlande zu bleiben, und wenn du 
es nicht liber dich gewinnen kannst, so kannst du als Grund einer 
freiwilligen Yerbannimg nichts besseres vorschutzen, als den AYunsch, 
dich im Kriegshandwerk ausbilden zu wollen, dazu bist du gerade 
im rechten Alter, obendi^ein imverheirathet und ein Privatmann. " 
(Epist. 415.) 

Dies zugleich als Probe der vorsorglichen Gesinnung Languet's. 
Seine Befurchtungen gingen zum Gliick nicht in Erfilllung. Denn 
Elisabeth gab nach langem unentschiedenen Zogern und Schwanken 
schliesslich doch die Heirathsidee auf,i obwol sie noch Jahre lang das 
" Yerhaltniss " ausserlich fortbestehen liess. AYare Alencon ausserlich 
einem Leicester ahnlich gewesen, so ware wol der konigliche Ent- 
schluss anders ausgefallen, aber der zwerghafte, pockennarbige Mami, 
den Elisabeth in ihren Brief en, halb im Scherz, halb im Ernst iliren 
"Frosch" nannte, iibte nicht den Zauber auf den schwankenden Sinn 
der Elisabeth. - 

A\'ie schon erwahnt, hatte Sidney diu'ch seine Freimiitliigkeit die 
Nothwendigkeit herbeigefiihrt , vom Hofe fern zu bleiben, und die 
folgenden 8 Monate, die er in landlicher Zuriickgezogenheit meist zu 
AYilton bei seiner Schwester yerleljte,^ waren eigentlich die Ursache, dass 
sein ISTame jetzt eine Rolle in der englischen Litteratiu'geschichte spielt. 



1) Froude, der die gauze Alen9on Maniage mit Schiirfe imd Geuauigkeit 
erziihlt, 10, 505. 

2) Ygl. Fi-oude Hist. 10, 494. 505 u. s. f. Das Ardiiv zu Hatfield eut- 
halt eine Unmenge von Briefen Alen^ons etc. 

3) Schon im Marz war er zu Wilton, s. Brief an Atey, State Paper Off. 
^ Mss. Domestic 136, 74; (auch den Brief Geo. Dighy's eb. 137, 35). Am 

28. April wurde sein altester Neffe WiUiam getauft, Agl. Fox Boui'ue 263. 
Uber*dieseu Neffeu s. Languet's Epist. (vom 6. Mai 1580) 447. 



Harvey iind Spenser, xxxvii 

In jenen Monaten der Riilie entstanden zimiiclist die Bik-her der 
Arcadia, welche Avirldich von seiner Feder sind, ieriifi- die Psalinon- 
libersetzungen , die er mit seiner Schwester genieijisani unternalnn,i 
und in jene Zeit vvird wol die erste Niederschrit't seiner kostlichen 
"Vertheidigung" der Dichtkunst zu setzen sein. 

Sidney's Lieblingsgedanke ^var es stets gewesen (vgl. Epist. 458), 
fern von dem Geraiische des Hofes und seinen Verlockungen, welche 
ihm von Natiu- zuwider Avaren, in einer schonen Musse mit seinen 
Freunden das Leben zu geniessen. Und dies Gliick sollte ihm 1580 
zu Theil werden. 

Sidney hatte schon im Herbst 1578 Gabriel Harvey kennen 
gelernt mid dieser hatte ihn damals,- so viel man aus den leider so 
geriugen Andeutungen der Briefe jener Zeit schliessen kann, mit dem 
jungen, soeben aus dem Norden (von seinem diirftigen Lelu-erposten?) 
heimkelu'euden Spenser bekannt gemacht. Gemeinsame litterarische 
Neigungen, vor allem beiden gemeinsame Richtungen des Charakters, 
sclieinen die jungen Manner bald enger verbunden zu haben. ^ So 
hatte Spenser (im April 1579) sein Erstlingswerk Philip Sidney 
gewidmet, und sein Colin Clout (besonders Vers 487 ft". ) zeigt, dass 
er der Grafin von Pembroke j)ers6nlich niiher gestanden hatte. 



1) Jene in mehreren Mss. erhaltene Psalmeiiiibersetzung gelioii: uur l)is 
Psalm 43 Phihp Sidney selbst an (Add. Mss. 12048 sclireiht aiif Blatt 44: 
Hacteuus S'' Phillip Sydney), Fidke Grevilli* in seinem Brief iilxn* Sidney's 
litterar. Nachlass (Nov. 1586, State Paper Ofliee Mss, Domestic. Eliz. 195.33) 
erwahnt 40 Psahuen als von Sidney iibersetzt; die iibrigen mid zum Theil in 
fliessenderer und schonerer Form geschriebenen , sind von d(?r Hand der 
Schwester. Die erste Ausgabe besorgte John Davies [1823] The Psalmes of 
Da^id Translated into Divers and Sundry kindos of Vei"se, more rare and 
excellent for the Method and Yarietic Than ever yet hath been done in Eng- 
lish. Begim by . . . Sir Philip Sidney Knt. and finished l)y . . . the Countess of 
Pembroke his sister [soweit der alte Titel]. Tom Add. Mss. 12047 veroffent- 
lichten die Sidneiana des Roxbm-ghe Club einzelne; Grosart im 3. Bande 
seiner Ausgabe der Gedichte gibt sorgfiiltigen Abdiiick des Rawlinson Ms. 
Poet. 25 (in der Handschrift eines Dr. Samuel AVoodford, 1636 — 1700) mit 
Angabe der Yarianten eines Ms. aus Ti'tnity College, Cambridge. 

2) tJber die Beziehimgen Sidney's zu HaiTey imd Spenser vergl. den 
km-zen Briefwechsel Harvey's imd Spenser's, in Todd's Spenser. Einleitimg 
S. XIYif. , femer in Grosaii's Ausgabe von Harvey's Werken, 1. Bd.; ebenso 
in Spenser's "Works ed. Grosaii 1, 446 ff.; auch neuerdings in Gabriel Harvey's 
Letterbook 1573. 1580, aus dem Sloane Ms. 93 ed. E. J. Long Scott, fiir die 
Camden Society, 1884. 

3) Ygl. Todd's Ausgabe (in 1 Bande) S. 363. 



xxxvm Spenser und Leicester. 

Aus den merkwiirdigen , zwischeii Spenser und Harvey gewech.- 
selten Briefen erkennt man auch die Beschaftigimg der Freunde. Sie 
hatten einen "Areopag"^ gegriindet, der iiber den "Streit" zwisclien 
den classisclien Metren und dem heimischen Reim entscheiden sollte. 
Dem Reinie Avard der Krieg erklart, und die Sprache ward in die 
fui'cliterliclisten Versmasse gezwangt, Langen und Kurzen hielten 
ihren Einzug, und Hexameter erstanden, wie sie hochstens von dem 
unseligen Staniliurst noch iibertroffen wurden. Alle Mitglieder des 
"Areopags" — Sidney, Dyer, 2 Fulke Greville und vor allem Spenser 
selbst gaben zum Glilck spater diese metrischen Bestrebungen auf^ 



1) Aiieh der Kreis der Grafin von Pembroke hiildigte dem Hexameter, 
s. Abraham Fraimce (The Coimtesse of Pembroke's Emanuel 1591) u. s. w. 
Es ist nicht ohne Werth die Stelkmg Ascham's (Seholemaster 77.91), AVebbe's 
(Discoui-se of Engl. Poetrie 1586) S. 31. 57. 63. — 22. 56 u. s. f.), Putten- 
ham's (Arte of Engl. Poesie 1589; 26. 27. 28) gegen den Reim damit zu ver- 
gleichen. Das herrlichste an Hexametern findet sich in einem bei Collier lUus- 
tratious of Old English Literature (1866. I. Nr. 10) mitgetheilten Gedicht: The 
first book of the Preservation of King Hemy VH . . . 1599. Daselbst heisst es 
in der Vorrede: 

If the poet Stanihurst yet live, and feedeth on ayer 
I do request him (as one that wisheth a grace to the meter) 
With wordes significant to refile, and finely to polishe 
Those fower Aeneis, that he late translated in English. 
I doe the man reverence, as a fine, as an excellent author, 
For that he first did attempt to translate verse as a Doctor. (!) 
Die erste theoretische Auflehnung gegen diese gekilnstelten classischen Metra 
war Daniel's: A Defence of Rhyme; against a Pamphlet, entitled Observations 
in the Art of English Poesy: wherein is demonstratively proved, that Ehyme 
is the fittest Harmony of words that comports with our Language. Das 
Schriftchen ist dem Pathen Philip Sidney's (William Herbert Earl of Pembroke) 
gewidmet und voi-trefl:lich geschrieben. Es zeigt. dass zu Wilton der Reim 
gepflegt und gegen seine Feinde geschiitzt wurde. Vgl. den Abdruck in Chal- 
mers, Poets 3, 551. 

2) Uber Sidney's Freimdschaft mit Dyer s. schon oben S. 9; ausserdem 
liber Dyer's Theilnahme am Areopag Spenser's Brief; das interessante Gedicht 
Sidney's auf seine Busenfreunde ist m Davidson's Poetical Rhapsody 1602 (Xeu- 
druck V. Collier), audi in Grosart's Ausgabe v. Fulke Greville's Works 4, 225. 
Fine merkwiii'dige Ermahnung Languet's an Sidney, mit Dyer umzugehen, 
findet sich in den Epist. 474. 

3) Sidney aussert sich sehr unbefangeu iiber die Frage Apology 70 f. Er 
steht mit seiner Her^^orhebung der Bedeutung des Accentes weit iiber den 
Silbenzilhlern seiner Zeit. — Mit klarem Blick hatte auch Bacon erkanut 
(De Dign. «fe Augm. Scientiarum , 6. Buch, 1. Kap.): illud reprelu'udendum , quod 
quidam Antiqviitatis nimimn studiosi, Linguas Modmias. ad mensuras antiquas 
(Heroicas, Elegiacos, Sapphicas etc.) traducere conati smit, quns ipsarum Lin- 



Spenser iind Sidney. xxxix 

und Harvey allein blieb dein alten Steckeiipforde treu (zuiii geringen 
Scliaden flir die engiische Litteratur, denii als Dichtor spielt er weder 
seinem Geiste, nocli seinem Cliarakter, nocli schliesslich der Form 
nacli eine Rolle). 

Spenser scheint seiner damaligen Lage nacli besondcrs aul' Leice- 
ster's Gunst^ angeAviesen gewesen zu sein, und durcli diesen (und 
zweifellos durcli die Yermittelung Sir- Henry Sidney's) wurde der 
junge Dichter dem Lord Grey, als dieser ini Juli 1580 nach Irland 
als Gouverneur ging, als Secretai' empfolilen. Spenser liatte in it Lord 
Grey ini Juli England verlassen,^ und so waron die persfinlichen 
Beriilirungen niit Sidney abgesclilossen. Aber iiberall findet man 
(und zwar besonders nacli Sidney's Tode) die woltliuenden Si)ureii 
von Spenser's treuer Gesinnung gegen Philip Sidney. Yon cincr 
Herzensfreundscliaft freilicli, wie man sie in England besonders 
aiis den wenigen Denkmaleii ikres Verkelirs hat aufbauen wollen, 
geben die Berichte keine Andeutung.-^ Im Gegentheil scheint auf 
der einen Seite Spenser's stolzer, selbstbe^vusster Sinn und Sidney's 
eignes, damals in aiidere Bahneii gelenktes Denkeii, einen eigentlich 
herzlichen Yerkelu' ausgeschlossen zu liaben. Die Worte in der 
Apology for Poetry (S. 62) sind iiusserst kalt: "Dos Shepheards Ka- 



// 



giiariun fabrica respuit, nee minus aures exlion*ent. In huiusmodi re])us, sen- 
sus jiidicimn, artis praeeeptis praeponendmn . . . Neqiie vero ai's est, sed avtis 
abusus, cum ilia uaturam non pei"ficiat, sed perveiiat. 

1) Er datirt aueh seine Briefe von Leicester House aus. \'^l. die AN^oiie 
in der 10. Ekloge, in der -Glosse" zu ''The Worthy" (ed. Todd S. 390); 
liber seine Stemmata Dudleiana s. Todd's Eiuleitung XX. 

2) Ygl. Todd's Spenser, Einleitung XIX. 

3) So Fox Bourne und andere. Zuerst Grosait in seiner grossartigen \ \ 
Spenser - Ausgabe 1, 443 ff. stellt das Yerliiiltniss Spenser's und Sidney's, wie 
mir wenigstens scheint, richtiger dar. Er sagt sclion (455): the two m»m 
W'ere the complement of each other. They could scarcely have failed to 
meet, or meeting not to rmi to each other, like globes of dew. Evei'j^vhere 

I find Spenser missing and mourning his ''friend"; — kommt aber docli zu 
dem Schlusse, dass ihr Yerkehr gewT>sen sei, doeh mehr. ''formal than real, 
and distant rather than inner" (443). Spenser betont immer Sidney's '"'gent- 
leness", so in don Euines of Time und in dt-m Brief an Harvey. Die Wid- 
mimg zu den Euines of Time (1591) an Sidney's Schwester spricht mit klaren 
"Worten von einer im Keime dm'ch den Tod verniehteten Freundschaft (ed. 2p[^ 
Todd 401). — Sidney's ''gentleness" hebt ja auch Xash hervor im Pierce "* 
Penilesse (ed. Collier S. 7), der iiberhaupt ein treuer Anlianger Sidney's war 
(s. eb. S. 41 imd seine Yorrede zu Astrophel »S: Stella). Freilich alischliessend 
wird diese Frage der Freimdschaft Spenser's und Sidneys leider nicht behan- 
delt werden konnen. 



7 



XL Die Grafin ^on Pembroke. — Sidney's tiilbe StLmmung. 

lender hat viel Poesie in seinen Eklogen unci ist in der That werth, 
gelesen zu werden, Avenn ich mich in diesem Urtheil nicht taiische. 
Aber, dass sein Stil an die Form der alten baiierlichen Sprache gebun- 
den ist, kann ich nicht billigen, denn weder Theokrit, noch Yergil, 
noch Sannazaro haben diese Sprache affectirt." 

Einen sachlich vielleicht sehr berechtigten Tadel dieser Ai't hatte 
er als warmer Freund in eine andere Form gekleidet. 

Durch seine Schwester und deren litterarische Neigungen/ nicht 
ziim geringsten aber jedenfalls durch den Freundeskreis , der sich zu 
Wilton, wie zu London um ihn versammelte, ward Sidney mehr und 
niehr in litterarische Interessen hineingezogen.- Seine Liebe zu Stella 
erfiillte ihn mit jener Sehnsucht, welche durch die meisten seiner 
Sonette wie ein milder, schmerzlicher Hauch weht. Er Avar getrennt 
von dem Ziele seiner Hoffnungen, und ein uns unbekannter Grund 
(etwa eine thatsachliche ZuriickAveisung seiner Liebe von Seiten der 
Penelope?), oder eine triibe Ahnung liegt Avie eine schAvere AYolke 
iiber seinem landlichen Idyll. "Ich schreibe dir, Avie Jemand, der 
fiir sein Theil der Freude an der Welt entsagt hat" — diese Worte 
in einem Brief e an seinen Bruder (vom 18. Oct. 1580) zeigen uns 
eine Wunde, Avie sie zu tief ging, um von der blossen Ungnade der 
Elisabeth und einer Yerbannung vom Hofe hervorgebracht zu Averden. 



1) tjber Maiy Sidney Countess of Pembroke (1552—1621) und ihre Stel- 
hmg als Patronin jimger Talente fehlt eine zusammenhangende Darstellung. 
Ihre Werke (Antouius, a Tragedy 1592, tJbersetzimg des Stiiekes von Eo. 
Gamier; Poem on our Saviours Passion, erst 1862 A'eroffentlicht , u. s. w.) sind 
noch nicht genauer untersucht, noch herausgegelieu. Die Gediclite. welche ihr 
zu Ehren (von Spenser, AViUiam Browne, Chm'chyard, Stradlmg u. s. f.) gedichtet 
Avm'den, sind ebenso zahllos fast wie die ihr (oder ihrem Gemahl) gewidmeten 
Werke. Eine besondere Stelle an ihrem "-Hofe" scheint Abraham Fraunce 
eingenommen zu haben, er Avidmet ilir fast alle seine Werke, z. T. schon dm'ch 
die Titel: The Countesse of Pembrokes Emanuel [1591]; The Countesse of Pem- 
brokes Yuychurch [1591] ; dass er auch Dyer naher stand, zeigt Hazlitt's Handb. 
of E. E. L. 211 [Philip Sidney erhielt ihn zu Cambridge, eb. 212]; der Grafin 
A'on Pembroke Kreis ward zuniichst mit Sidney's (auch Spenser's, A-gl. Todd's 
Spenser, Eiuleituug XIII) Dichtungen bekannt; so konnte Eraimce zu seiner 
Arcadian Ehetorike Beispiele auch aus "•Sh Philip Sydneis Arcadia, Songs and 
Sonets" schon 1587 (?) zusammenai'beiten , vgl. den 2. Theil dieser Arbeit; ein 
latein. Drama Fraunce's hegt noch jetzt im Ms. zu Penshurst. — Uber die 
Grafin von Pembroke vgl. Gentleman's Magazine 1815 (2. Bd.). 

2) Er nennt sem Dichten selbst: my vnelected vocation, Apology for 
Poetrie 20; auch Fulke GreviUe sagt ausdnicklich (AVorks 4, 21), dass sein 
Ziel nicht war "to leave his memory in books"'; auch Astrophel 28, 14. 



Die Aixadia. xli 

Der soeben erwithnte Brief an don Briider — in seiner kr)stlic'hen 

Frische nnd briklerlichen Gesinnung- — zeigt aber, dass der eigne 

Schmerz ihn niclit iiberniannen kunnte. Er schreibt dort (Collins I, 283): 

"Halte dein Hcrz niir aufVoclit in Tup-iid und Miith! Donn 

wahrlich, mein Trost ruht in dirl Aehtc aul' dcinc liL'sundheit, 

siisser Eobert!" 

Dann giebt er ihin Anweisnngen, er solle besonders fleissig die 
Weltgeschichte studiren, ini Lateinschreiben nidit alizii iingstlicli anf 
Ciceronianismen achten, die Musik pflegen, di<3 Heitkunst theoretisch 
und praktisch iiben, niclit zn viel Geld verschwenden und sicli «'iii»3 
bessere Handschrift ange^vollnen , taglicli aid' Hieb und Stoss lechten 
und schliesslich immer frolien Herzens sein. "Gott segne dich, siisser 
Kerl, und erfiille die Hoffnungen , die icli auf dich setze! — — — 
Gott, wie habe ich gescliwatzt ! " So scliliesst jener Brief, der in 
seiner Frische und Lebendigkeit an die damals geschriebene Apology 
for Poetry erinnert. 

Ehe wir jedoch auf die Apolog}" for Poetry eingehen, muss 
wenigstens kurz der Arcadia gedacht Averdeu. Sie entstand auf 
einzelnen Blattern, Avie er selbst sagt, zu AVilton, und war lodiglich 
bestimmt, der Schwester zur angenehnien, belehrenden und erfi-euen- 
den Unterhaltung zu dieuen. Hatte er Zeit und Lust, so warf er 
fluchtig "auf losen Bogen" eine Schilderung aufs Papier, hiiufig in 
Gegenwart der Schwester, hauiig audi saudte er einzelnes zufiillig 
nach Lust und Laune Gefertigtes aus London an dieselbe. ' 

Diese Entstehung des Ganzen in einzelnen Theilen, die urspi-iing- 
lich, und nach Sidney's Ansicht iiberhaupt, nur fur die Schwester 
imd einige wenige Freunde bestimmt wai*en, zwingt von vornherein 



1) Diese Thatsacheu sind aus der Widmiing der Arcadia an seine Schwe- 
ster zu entnehmen. Diese AVidmimg (To my deai'e Ladie, And Sister, iha 
Countesse of Pembroke) steht seit der ersteu Ausi;-al)e der Arcadia vor siimmt- 
lichen Abdnicken. 

Die erste Nacliricht iiber die Arcadia, zugleich von hochstem Interesse, 
insofem als sie mis iiher die Art uud Weise, wie Sidney's Werke im Ms. cui-- 
sii-ten, Aufschhiss gibt, fiudet sich (noch bei Sidney's Lebzeiteu ge- 
schrieben!) in Edmmid Molmeux' Beitrag zu Holinshed's Chronicles, 1586, 
3. Bd., fob 1554. Sie ist vbllig mibekannt und unbenutzt gebheben, im ^^ 
2. Tbeile dieser Arbeit zu fuiden. Nachst Molineux's Nachricht diiiften Fraunce's 
Citate in seiner Ai'cadian Ehetorike (1587 die Druckerlaubniss) die fiiiheste 
Erwahiimig der Ai'cadia sehi, spater Fiilke Greville's Angaben, Works 4, 14ff. 
Jedoch wol gleichzeitig mit Fraimce's Citaten Fulke Greville's Brief vom Nov. 
1586 im 2. Theil; eb. auch iiber die Eintheilung und die Fortsetzer der Arcadia. 



XLH Der Zweck der Arcadia. 

den Kritiker, den Mafsstab des Kimstwerkes nicht an diesen "Eoman" 
zu legen. 1 Die alteste " Besprechimg " der Arcadia, von der Feder 
des Fulke Greville, gibt einen wichtigen Fingerzeig fiir die Beurthei- 
lung des Komans. "Sein Ziel war nicht die Schriftstellerei selbst, 
wahrend er schrieb : und sein "Wissensscliatz sollte nicht der Schule 
dienen, sondern beides, sein Yerstand und seine Einbildungskraft, gelten 
seinem Herzen, und sollten ihn und andere, nicht in Worten oder 
Ideen, sondern im Leben und der frischen That gut und gross 
machen. " 

So betrachtet Fulke Grreville den Eoman — oder wie er die 
Arcadia nemit: die Erzahlungen (romantiae)^ — lediglich als einem 
moralischen Zwecke untergestellt , und zwar dem scliliesslichen End- 
zweck, in der Schilderung des Eeiches des Basilius den Plan eines 
Idealstaates zu geben.^ 

Diese Endabsicht des Ganzen erklart schon, dass Schafer und 
Schaferinnen in Sidney's Arcadia eine sehr geringe Eolle spielen, und 
dass die verwickelte Haupthandlung sich eigentlich nur in der hochsten 
Gesellschaftsklasse abspielt: zwischen Prinzen und Prinzessinnen. 

Was den Stil des Eomans anbetrifft, so ist von englischen Kriti- 
kern dartiber das Ausschlaggebende schon gesagt worden: "Er ist so 
glanzend imd bestechend, dass er seine eignen Fehler verdeckt. "* 



1) Gegen die Angriffe iiber die " Geniessbarkeit " der Arcadia wandte sich 
ziierst wol Drake Shakespeare and his Times (Paris 1838) S. 267 ff. Aber die 
Opposition gegen die Arcadia ist sehr alt (vgl. Milton imten); schon Fidler 
(Worthies, 1662. 2, 75 bei Drake) hatte sich iiber Vemachlassigung dieses 
Buches zu beklagen. Aiif Horace Walpole geht alxn- die nmierdings herrschende 
Geringschatziiug zuriick, vgl. Hallam's Introd. to the Lit. of Europe, chapt. 16 
(S. 383 ff.). Schon AYaiion fiihrt (Hist. 4, 304 Anm.) aus Powell's Tom of 
aU Trades; or the Plaine Pathway to Preferment, Lond. 1631 eine Stelle an, 
welche herheigezogen zu werden verdient, in Furnivairs Neudruck (fiir die 
New Shakspere Soc. 1876) S. 173: Let them [namlich die juugen Damen] learne 
plaine workes of all kind, so they take heed of too open seammg. In stead 
of Song and Musicke, let them leame Cookeiy and Laundrie. And in stead of 
reading Sh PhQip Sidney's Arcadia, let them read the grounds of good hus- 
wifery. I like not a female Poetresse at any hand. 

2) Ygl. Fulke Grevilki's Works ed. Grosait 4, 21, his Arcadian romantiae, 
S. 15; they [namlich die Erzahlungen] were scribbled leather as pamphlets, 
S. 20. 

3) eb. S. 18, this cxtiaordinary frame of his own Common W(^alth. 

4) Vgl. Saintsbury's Elizab. Lit. 41 ff. Hier sei auf die bekannte. vor- 
treffliche Darlegung iiber den EupJiuism liingewiesen, welche Landmann in 
d. Transactions of the New Shakspere Society, 1880 — 85 (1884), 241 ff. gibt. 



Die Arcadia. XLm 

Unci der Hauptfehler desselben ist der Ilauptfoliler der Prosa seiner 
ganzen Zeit: der Mangel an voUer Natiaiichkeit und Eiiilachlieit. 
Sidney's vielgelesener Roman kann nicht mit Unrccht ein "liiiicht" 
genannt werden, und hat stilistiscli entschiedcn, gerado \veil die An- 
lianfimg der Bilder, die Yerwickelung der Siitze mit einer gewissen 
Glatte^ und Anmuth verdeckt ist, vielfach irregefilhrt. Und selbst 
wenn man einen guton Theil der Antithesen und Enallagon und ^vie 
diese gekiinstelten Rede"liguren" von den Orammatikern jener Zeit 
gepriesen werden,'- der Durchsiclit seiner Schwester und der "ver- 
bessernden'' Hand der Herausgeber zuschreiben mochte, selbst in der 
Charakter- und Gefiililsentwickelung der Hauptgestalten des Romans 
fehlt die Frische imd Lebenskraft, welche den Leser vergessen liesse, 
dass es sich um eine moralisirende Endabsicht handelt. Man ver- 
misst, wenn irgendwo, die Belblgung der Vorsclmft, welche Sitbiey 
selbst gibt: "Schau in dein Herz, und sckreibe."^ 

In diesem Mangel eines persunliclien Elementes des Verfassers 
liegt der grosse Unterschied von Sidney's Arcadia und seinen Vor- 
bildern:^ der Arcadia des Sannazaro (1504) und der Diana Enamorada 
des Jorge de Montemaj^or, welche beide mit ihren Romanen die 
eignen Ijebens- und Liebesschicksale unter der Maske des Schiifer- 
gedichts zu erziihlen versucliten. 

Aber die Fiille von Gedanken und Handlungen, welche, "svenn 
sie auch nicht mit directer moralisirender Absicht (wie dies bei Lyly 
der Fall ist) von Sidney aufgenommen wiiren, so doch leicht zu mora- 



A^gl. Sidney betr. besonders S. 273 ff. Ich giaiibe dennoch, dass die ''Abhiiugig- 
keit" Sidney's von Montemayor nicht allzii ^\■eit geht und dass meln- allgemei- 
nere Reminiscenzen an die Diana gemabneu. 

1) tJber die bei Sidney behebte Sitte, "Wortwitze zu macheu, s. Motley x 
United Netherlands 1, 377. ^ 

2) Die erste Stelle unter den Liebhabern von vielsilbigen grammatischen 
Namen nimmt Meister Puttenham ein, welcher diese Namen der grainmatisdit'i) 
Figuren ins Englische iibersetzte imd so die Kiinstelei recht volksthiimlicli 
machen wollte , s. Arte of English Poesie ed. Ai'ber, S. 206 ff. 

3) Noch am ehesten komiten die in den Prosatext eingestreuten Gedichte 
von diesem Tadel ausgeschlossen bleiben, denn sie enthalten allerdings haufig 
Stellen, wo ein warmes Gefiihl dm'chbricht. — Diese Sonette u. a. Gedichte 
(wenigstens die besten davon), welche sich in der Arcadia verstreut finden, 
scheinen urspiiinglich gar nicht fiir dieselbe bestimmt gewesen zu sein imd 
l)ilden mehr mit den Certaine Sonnets (fol. 1G33, 520 — 39) zusammen eine 
Gruppe. 

4) Eine feinsinnige Yergleichung des spanischen mid italienischen Romans 
findet sich in Tickuor's Hist, of Spanish Lit. (Boston 1864J 3, 80 ff. I' 



XTiTV Die Defence of Poesie. 

lisirendem Z^Yecke verwendet werden konnen, hat dem Buche bei 
seinen unmittelbaren Zeitgenossen nur gentitzt.^ Besonders die Damen 
der lioheren Stande brauchten ein Unterhaltungsbuch , welches ihre 
Phantasie mit den gescliilderten Yerwickeliingen und Yerkleidungen, 
und schliesslichen Entwirrungen fesselte, ohne dieselben, wie die 
iiblichen Eomane, allzusehr auf Abwege zii fiilu'en: und das leistete 
die Arcadia in hohem Grade. ^ 

Der friiheste deutsche Ubersetzer der Arcadia betont dies schon 
auf dem. Titel und hebt es ausfiihrlich in der Vorrede hervor.^ "Das 
Buch", heisst es da, "sei kein ^Tilobliches oder Ynziichtiges, sondern 
vielmehr ein recht sinnreiches, moralisches und Tugend-lehrendes." 

Wenn die Arcadia nun doch vom Schicksale der Yergessenheit 
ereilt ist, und ereilt werden niusste, so gibt die in denselben Jahren* 
wie dieser Roman vollendete Defence of Poesie^ nach Inhalt und 
Form die Gewissheit ewiger Dauer. 



1) Gegen Walpole's iibertriebene Angriffe auf die Aix-adia wendet sich 
Hallam sehr treffend Introd. to the Lit. of Europe etc. 16. Kapitel § 44 (Ausg. 
Lond. 0. J. in 1 Bde. 383). — tlber die Quellen und Yorlageu der Arcadia, 
so weit von denen iiberhaupt die Rede sein kann, s. schon Warton Hist. Engl. 
Poetry (neueste Aufl.) 4, 299, und Drake's Shakespeare (Paris 1838) 266 etc. 

^/Ebenso auch iiber die bekannten Beziehimgen Shakespeare's zu Sidney's Arc. 
S. 277 und S. 479 — 80 ff. Steevens nahm zuerst fiir die Two Gentlemen of 
Yerona, Act 4, Sc. 1, ein A^orbild an in der Ai'cadia 1. 6 (s. Ausgabe 1785, 
Yol. I, 135), wol kaum mit Grimd. Eher diirfte (vgl. schon Steevens 2,377) 
fill- Lear (Episode: Gloster imd seine Sohne) die Arcadia 2, ch. 10 (the pitifull 
state and storie of the Paphlagonian uukiude king etc.) als Yorbild gedient 
haben (s. Colher-Hazhtt's Shakespeare's Library 1,2, 337); dass fiii- Pericles 
der Pyi-okles der Arcadia gedient habe, ist von Steevens in seuiem Com- 
mentar nicht ohne guten Schein zu begriinden versucht worden. — Ein merk- 

,| wiii'diges Buch, dessen Yergieiche eigentlich wolfeil sind, ist E. M. AN'est's 
Shakesperian Parallelisms, Lond. 1865, 16. 

2) Man vgl. das Lob, welches in dieser Beziehimg F. Meres in seiner 
Paladis Tamia (emgetragen m der Stationer's Hall, Sept. 7, 1598) der Arcadia 
zoUt, und ebenda die interessante Liste der zu vermeidenden Eomane, abge- 
druckt in Arbor's Garner 2,106. Dass Milton iiber die Arcadia schon andei-s 
ui-theilte, ist bekannt. Er rechnet es unter die "vain and amatorious poems" 
und nennt die Dudelei der Dorffiedler des Bauern "Arcadieu und Monte- 
mayors", Areopagitica ed. Arber 50. 

3) Yergl. Yalentinus Theocritus von Hirschberg's Ubei"setzung, Frank- 
furt a. M. 1629. 

4) Yor 1583 vgl. CoUier, Engl. Stage 2, 342. 

5) Der Titel des iiltesten Druckes ist: The Defence of Poesie. By Sir 
Pliihp Sidney, Knight. London, Printed for "William Ponsonliy. 1595. Yon 
dieser Ausgabe ist nur ein Exemplar bekannt, in der grossaitigeu Bibliothek 



Gosson's Schoole of Abuse. xlv 

Die Yeranlassung des Schriftchens ^var dio iin Sommer 1579 
erscMenene und recht thorichterweise Pliilip Sidney gewidiuete: Schoole 
of Abuse des Stephen Gosson, der damit einen " ergotzlichen Angritt' 
auf die Dichter, Pfeifer, Schauspieler nnd Possenreisser nnd der- 
gleichen schiidlichen Raupen eines Staates" unternehmen AVfjlIte, niit 
seiner Widinimg aber an den unrechten Mann kam.^ 

"Von neuen Biichern habe ich nicht gehort, niir dass Jeniand 
ein Buch geschrieben hat imd es die Schoole of Abuse nannte und 
deni Maister Sidney ge^\ddmet hat. Damit ist er getadelt worden, 
so weit sich das mit seiner Giite verti-agt, iiberhaupt zu tiideln", das 
schreibt SiDcnser am 16. Oct. 1570 an Harvey. - 

Der Arger, oder besser der Zorn fiber die thorichte Beschimpfung 
der Dichtkunst und ihrer Jilnger fiihrte, wie Sidney selbst erzilhlt, 
zu seiner Yertheidigungsschrift. Aber im Yerlauf jenes Buchleins ver- 
gisst man sehr bald die Yeranlassung, und das kostliche Schriftchen ist 
weniger als Yertheidigimg, ^vie als Lobrede der Poesie zu betrachten. 

Ein frischer Geist Aveht durch das Ganze, man fiihlt, dass es 
von einem Dichter selbst geschrieben wurde, der mit klai'em Sinn, 
und dabei einem warmen Herzen filr den Beruf eintiitt, den er fiir 
den gottlichsten auf Erden halt. 

Sidney hat nicht aus Aristoteles und Horaz Regeln zusammen- 
gestellt,^ wie ein Gedicht zu fabriciren sei. nach Art des biederen 



des Mi\ Locker; die 2. Ausgahe (bisher stets fiii- the erste gehalten und von 
Arher als solche abgedruckt. vgl. Anhaug) hat deu Titel: An Apologie for 
Poetrie. Written by the right noble . . . Sir Phillip Sidney, knight . . . London, 
Printed for Heniy Ohiey . . . 1595. Seit fol. 1598 findet sich wieder der Titel: 
The Defence of Poesie (p. 491 — 518). Addison uennt das Werkchen Spectator 
Nr. 70: Discourse of P. — Sidney selbst (denn der Titel der Ohiey - Ausgabe 
von 1595 konnte auch vom danial. Herausgeber hemihren) nenut die Schrift 
p. 20 (ed. Ai-ber): a pittifid defence of poore Poetiy. 

1) Eigentlich gilt Gosson's Angriff besonders dem Schauspiele, s. S. 40. 41 
(ed. Ai'ber). welches wider Gottes Gebote liefe. Gosson war von Haus aus 
Gelehrter (zu Oxford gebildet), von 1576 — 78 Schauspieler, Dichter, besonders 
Dramatiker, und in seinem spateren Leben Prediger. Ygl. die wenigen That- 
sachen seines Lebens in Arber's Einl. zui- Ausg. der Schoole of Abuse. — Gegen 
Gosson geht jedenfalls auch Nash's Zom im Pierce Penilesse S. 39. 59 u. s. f. 

2) Ygl. Spensers Works ed. Todd, Einleitung XIY; Grosart's Ed. IX, 263. 
Wie mild aUerdings Sidney den Yerfasser der Schoole of Abuse behandelte, 
zeigt die Apol. for Poetiy, S. 20. (Ich nenne in Anfiihnmgen die Schrift 
Apology, weil ich nach Arber anfiihi'e.) 

3) Wie griindlich S. den Aristoteles kamite, zeigen viele Stelleu seiner 
Apol., z. B. 26. 35. 41 u. s. f. Auch die spateren Poetiken, \\ie die Scaliger's, 



XLYi Sidney und Schiller. 

Puttenham; seine Ansichten iiber Dichter und Dichtwerke sind nicht 
einseitig, wie die des pMlistrosen Webbe — Sidney tritt mit seiner 
Lebenserfalirung und seinen reichen Kenntnissen fast aller damals 
bekannten Litteraturen auf, priift, was seine Zeit ihm an Dichtungen 
darbot und beiuiheilt diese nach dem echten, poetischen Geist, der 
sie erfilllt — oder dessen sie entbelu-en. So steht er unbefangen 
dem Volkslied gegentiber und schamt sich nicht, dort, so verborgen 
und so bescheiden, eine wahre Quelle der Poesie entspringen zu sehen. 

"Wahrlich, icli bekenne meinen eignen barbarisclien Geschmack 
und gestehe, dass ich nie das alte Lied vom Percy oder Douglas 
gehort habe, ohne dass mein Herz wie von einer Tronipete erschiittert 
wurde, und dennoch sang es nur ein alter, blinder Fiedler mit rauher 
Stimme und schmucklosen Worten."'^ 

Filr einen Mann, der seiner Zeit so weit voraus eilte, war der 
alte alberne Satz, dass der Dichter ein Liigner sei, natiiidich nicht 
vorhanden; der Dichter ist ihm nichts weniger als das, er ist wahi^er, 
als der Astronom und "dessen Abetter",- der Mathematiker, denn sein 
Gebiet ist die ewige AVahrheit der menschlichen Natui', die ewige 
Wahrheit des menschlichen Herzens und seiner Ideale. 

Ein Gedanke, welcher den menschlichen Geist erst nach Jahr- 
hunderten ^vieder erfiillen und beleben sollte, ist der Kern der Sid- 
ney'schen Schrift. Schiller verlieh diesem Gedanken die gi'ossartige 
Fassung: "du nur, Genius, mehrst in der Natur die Natur"^ — mit 
einfachen AVorten sagt dies Sidney: 

"Jede Kunst hat die Natiu' und ihre AVerke zum hauptsaclilichen 
Gegenstande ("Vorwurfe"); . . , wie aber der Astronom die Sterne,... 
der Moralphilosoph die von der Natui^ uns anhaftenden Tugenden, 



waren ihin bekannt, z. B. S. 58. Der Hauptsache nach jedoch ist die Apology 
ein Ausfluss eines Idealismus, der sich an Plato genahrt liatte, vgl. Apol. 56. 

1) Ein kleiner Zopf wird — leider — diesen AVorten noch angesetzt: 
^'und wenn das Lied, schon bedeckt von dem Staub und den Spinnwehen jeues 
unci\ihsii-ten Zeitalters, so wirkt, was wiu-de es erst hi dem herrhchen Ge- 
wande Pindarischer Form vermogeu?" Apology ed. Arber 4(J. Die Stelle aus 
dem Spectator (;No. 70. 74) ist seit Percy's Citat (ed. A\^heatley 1, 8. 18 u. s. f.) 
so bekannt, dass es imnothig ist, hier auf die eigeutlich erst in Deutschlaud 
geschehene fmchtbare AV"eiterent«ickehmg des Sidney'schen Gedankens ein- 
zugehen. 

2) Apology S. 51. — Ygl. darauf bez. auch Opitz, deutsche Poeterey 
(Braune"s Neudruck) S. 11. 13. 

3) Aus dem Museualmanach von 1797; Tabulae A'otivae Nr. 67 (Gedichte 
ed. Goedecke 11, 176. 



Das Ideal. XLvn 

Laster imd Leidenschaften behandolt (folge der Natiir, sagt dioser, 
und du wirst nie irren), der Rechtsgelehrte die Gesetze, der Ilisto- 
riker die Tliaten der Mensclion . . . wio dor Arzt die Natiirliche Be- 
scliaffenheit des inenschlichen Koritcrs ori,n-iindot und was diosem 
nutzt und schadet, wie der Metaphysikor, wcnnglcicli mit iibcrlraj^^e- 
nen und abstracten Begriffen, dennoch ini <rrun<lo aiif die tielge- 
griindeten Fundamente der Natur das, was man iil-ernaliirlicli nennt, 
stiitzt — so schafft allein der Dichter, frei und jede Fesseln 
versclimaliend, einc zweite Natur, emporgetragen aiiT den Sclnvingen 
seiner Phantasie, und was er in Wirkung treten iiisst, ist entweder 
Yollendeter, als die vorliandene Xatur,i oder davon ganz unabhangig. . .; 
dennoch aber geht er dabei Hand in Hand niit der Natur, und ohne 
in den Kreis ihrer Gaben gebannt zu sein, bewegt er sicli i'roi innei- 
halb der Grenzen seines Genius." (Apol. 25.) 

Das Ideal,- w^elches den Diehter erfiillt, ist sein einziger Leit- 
stern, und dies zeigt seiner Phantasie die Gestalten, <lie er schaffen 
muss. So erstanden in dem Herzen der Dichter ein Theagenes, ein 
Pylades, ein Orlando, ein Cyrus (wie ihn Xenoi)hon schildert),-^ und 
ein Aeneas. Und diese Poetische Gabe "lasst sich nicht bei den 
Ohren herbeiziehen " (Apol. 62), sie ist iiberhaupt keine menschliche 
Geschicklichkeit imd Fertigkeit, sondern eine gottliche Gabe, der 
Genius leitet den Dichter, den kein miihseliger Fleiss etwa fordern 
kann (eb.), der Genius, welcher den Dichter das zu oficnbaren zwingt, 
was er als "Yates" schaut.* 

Und wenngleich alle librigen Wissenschaften sich die Erkennt- 
niss der Dinge zuni Ziele gesetzt haben, uni mit deren Hilfe die 
Seele aus dem Kerker der irdischen Bandcn zu befreien und ihrer 
eignen, reinen Wesenheit geniessen zu lassen,/K) tragt die Dichtkunst 
doch die Palme iiber ihre Mtbewerberinnen davon: denn wie es sich 
auf der Wagschale der Erfalirung zeigt, dass der kiihne Astronom, 
wahrend er zu den Sternen schaut, in einen Graben fiillt, und dass 



1) Vgl. deuselben Gedankeu bei Opitz, d. P. S. 13. 

2) That Idea, Apol. 26. 

3) Sidney schhesst unter die ''Dichtpr" iiberhaupt Schriftstflh'r ein, die 
nicht iu "Yersen schrieben", denn "der Yers ist nur eiu Zierrath und nicht die 
Yeranlassung ernes Gedichtes, uud so hat es viele vortreffliclie Dichter gegeben, 
die niemals m Yersen schrieben, vae andererseits Yersschiniede in tJbei-tluss 
vorhanden siud, die den Namen Dichter nicht verdienen", Apology 28; Saints- 
buiy (EHzab. Lit. 41) nennt dies "the pestilent heresy of prose poetiy." 

4) Ygl. iiber den Dichter als Yates noch die Stellen der Apol. 62. 28. 
23 u. s. f. 



XL^in Das Ideal. 

der imtersucliende Philosoioh gar nicht bemerkt, dass er selbst blind 
ist, ^ie der Mathematiker die geradeste Linie ziehen kann, wahrend 
er selbst auf knimmen Pfaden wandelt, so zeigt die Erfahi'img, welche 
uns Tiber alle Meinungen belehrt, dass alles dies nur Hilfswissen- 
scbaften (serving sciences) sind, die (wahrend jede fur sich. ihr 
besonderes Ziel hat) doch alle insgesammt dem einen hochsten Ziele 
der Erkenntniss iintergeordnet sind, welches die Griechen aqyiTe/.- 
TOVL'/J] nannten,^ worimter sie, wie ich glaube, die wahre Erkenntniss 
der menschlichen Natm- verstanden, in sittlicher nnd socialer Beziehung, 
welche auf das eine Ziel hinauslauft: sittlich zu handeln (nicht bios 
richtige Erkenntniss zu haben) . . . Und wenn sittlich zu handeln 
das Ideal selbst der Erkenntniss ist, so werden diejenigen "Kiinste"' 
(those skilles) mit Eecht iiber die anderen herrschen, welche dies 
Ideal am meisten befordern (Apol. 30). 

Nun niacht sich Sidney daran, den Nachweis zu fiihi-en, dass 
der Dichter diesem Ideal am nachsten kommt, imd selbst iiber den 
PhiLosophen und den Greschichtsschreiber siegt, welche bei dem enge- 
ren Wettstreit allein noch in Frage kommen konnten, und zwar der 
"ethische Philosoph", indem er die Kegel aufstellt, der Historiker, 
indem er die Beispiele dazu in der Weltgeschichte zeigt. Darin, dass 
beide nicht beides zugieich thun, liegt nach Sidney's Gedankengang 
ihr Mangel. Denn "wenn der Philosoph mit dorniger Beweisfiihrimg 
das nackte Gesetz aufstellt, mit so hartem und dunkelem Ausdruck, 
dass einer, der niu- der Fiihrung des Philosophen folgt, denselben 
durcharbeiten kann, bis er ein Greis geworden ist,- ehe er wirklich 
den Grund einsieht, Avarum er sittlich sein soil, ... so ist anderer- 
seits der Historiker ohne die Eichtschnur des Etliikers (wanting 
the precept) so gefesselt und angekettet an den wirkhchen Yer- 
lauf der Geschichte (dass er nicht fragen kann, wie es eigenthch 
hatte geschehen mlissen), und so gebunden an den einzelnen Fall, 
und nicht an die allgemeine hohere Wahrheit, dass sein einzelnes 
Beispiel keine praktische Schlussfolgerung zulasst und deshalb seine 
Lehre keine Frucht ti^agt." 

"Der Dichter aber — ohne seinesgleichen zu finden — vereinigt 
die Ziele beider, denn was der Philosoph als sittliches Ideal aufstellt, 



1) Diesen Ausdiiick nirrmit Fiilke Gre-^ille in seinem Lpben Sidney's auf, 
Tgl. Grosart's Ausgabe 4, 21. 

2) Ygl. den merkwiirdigen Rath, den ihm schon Languet gegeben hatte, 
betreffs seines Aiistoteles - Studiums , Epist. 63. 



Sidney wioder boi Hofe. XLix 

das zeigt er verkorpert in ciner wirklichon Oestalt (die cr ei-scliaff't), 
indem er diese von vornherein damit erfullt/' (Apol. 30 — 33.) 

Das ist das Ideal, welches sich Sidney voni Dichter und vom 
Dicliterberufe gebildet hatte, und man wird nicht zii viel sagen, wenn 
man behaiiptet, dass Sidney's eigne gesainmte Entwickelung in diesenLX 
Ideal gipfelt. Er hatte das Schriftchen rasch und flott hingeschrieben, 
und das verleiht ilim stilistisch seinen Reiz, seine Frischc und seino 
Kraft, die es nach Jalirhunderten noch behalten liat. Aber nicht nur 
die Form, sondern der Gedankengehalt ist nach Jahrliunderten noch 
werthvoll geblieben,^ er erhebt das Work fiber alle Versuche seiner 
Zeitgenossen , fiber die Poesie zu philosophiren, Versuche, welche 
meist in trockener und ungeniessbarer Moralisirung endigten. Spenser 
steht theoretisch und praktisch deni Sidne^^'schen Gedankenkreise am 
nachsten,- aber schon Ben Jonson verfallt in eine moral isironde Ricli- 
tung. Erst ^lilton wieder crfasste ein walires, grosses Ideal vom 
Dichterberuf; aber erst nach Jahrhundei-ten ward es der deutsclien 
Asthetik vorbehalten, Theorie und Praxis dieser Frage gleichzeitig zu 
vollenden. 

Fiir England kann Sidney als der frilheste und bed eu tend ste 
Asthetiker (im Schiller 'schen Sinne) gelten. 

Aber niclit allzii lange sollte es Sidney' vergonnt sein, seiner 
Musse sich zu erfreuen. Denn, ob nun Freimde imd Yerwandte 
darauf hingewirkt hatten, oder ob die Konigin aus freien Stiicken die 
Hand ziu- Yersohnung geboten hatte — im Herbst 1580 war Sidney 
aus seinem "Yerstecke" an das Tageslicht — des Hofes — gekom- 
men.^ Er war mit vollen Eliren dort empfangen worden, hatte auch 



1) Dass Sidney einzehie, jetzt merkwiirdig ersclieinonde Urtlioile oinfiihrt, 
z. B. iiber don Yorzug der nach den 3 Einliciten gebaiiten Tragodio (Apol. 63), 
darf nicht Wimdev nehmen; das Drama (ob nur dasjenige seiner Zcit?) war 
iiberhaupt seiner Sinnesait nicht recht entsprechend (not ^\^tllOut cause cried 
out against, eb.). Welch merkwiirdige Stellung er zu den tragi -comedies 
nmimt, vgl. S. 65 (dariiber auch Douce's Ilhistrations of Shakespeare 1807, 
2, 302 [on the Clowns and fools of Sh.]). 

2) Es ist ein unennesshcher Yerlust, dass Spenser's Schrift The Enghsh 
Poet nicht auf die Nachwelt gekommen ist, diese mirde auch auf den 
geistigen Zusammenhang der beiden Manner ganz neues Licht werfen. Uber 
den English Poet vgl. das Argument zu Sheph. Calendar, October, ed. Todd 
388, und Todd's Einleitung S. XY. Unbeachtet scheint bishcr die Beraer- 
kmig Webbe's iiber diesen "Enghsh Poet" Spenser's geblieben zu sein, aus 
der hervorgeht. dass die Schiift wol iiberhaupt nie bekannt geworden ist, vgl. 
Discoui-se of Engl. Poetiie, 1586 (Ai'bers Xeudruck) S. 23. 

3) Ygl. Languet's Freude daiiiber, Epist. 467. 474. 

Flu gel, Sidney. d 



L Astrophel und Stella. 

einen Sitz im Parlamente erhalten^ und scheint Anfang des Jahres 
1581 wieder im alien Geleise gewesen zu sein — aber fiir ihn per- 
sonlich sollte sich bald ein Ereigniss einstellen, das zum grossten 
Ungliick seines Lebens wurde. 

Anfang Marz war der alte Lord Eich verstorben, und dieser 
Todesfall hatte dessen Solin, einen der klaglichsten desellen jener 
Zeit, zuin Herren eines unermesslichen Yermogens gemacht. Diesen 
giinstigen Umstand benutzte ein alter Freund des Lord Eich, der 
Lord Huntingdon, eine Heirath des jungen Lords mit Lady Penelope 
Essex 2 herbeizufiihi'en, oder besser, zu erzwingen, Avelche die ganzen 
von Philip Sidney im Stillen doch nie aufgegebenen Hoffnungen, die 
Hand dieser Dame zu erhalten, mit einem Schlag vernichtete.^ 

Und um so trostloser wird PhUip Sidney's Stimmung gewesen 
sein, als er wusste, dass Penelope nicht die geringste Liebe zu ihrem 
Gemahl hegte, dass sie am Altare sich geweigert hatte, ihn anzuer- 
kennen, und dass sie schon bald nach der Hochzeit ihren kirchlich 
und gesetzlich ihr aufgezwungenen Gemahl, der sie brutal und 
schandlich behandelt hatte,* verliess — um mit Charles Blount, dem 
Earl of Devonshire, zusammen zu leben.^ 

Dies sind die wenigen Thatsachen, welche zur Erlauterimg der 
unter dem Namen Astrophel and Stella 1591 veroffentlichten 
Sonette Sidney's der ISTachwelt bekannt geworden sind. ^ Uber Sid- 
ney's Liebe zu Penelope kann natiiiiich kein Zweifel sein, nach dem, 



1) Dies — das 4. Parlament imter Elisabeth — begann seine Sitzungen 
Mitte Januar, vgl. Simonds d'Ewes Journals of all the Parliaments dui'ing tlie 
reigTi of Queen Elizabeth 1682, p. 285. — Philip Sidney's parlamentarische 
Thiitigkeit ist von Fox Bourne naher besproclien, p. 291 — 93; sie ist im Gan- 
zen ohne Bedeutung, 

2) Ygl. den Brief Huntingdon's an Burghley v. 10. Marz 1581 im Anhang. 

3) Dass zu Pfingsten die Werbung des Lord Eich noch ohne eutschiede- 
nen Erfolg war, zeigt Sonett 41 (siehe S. LIH). 

4) Ygl. das Sonett Nr. 24. 

5) Ygl. das gesammte Material liber die spatere Ehe der Penelope in 
Arbor's Enghsh Gamer I, 480 — 84. Was bei Fox Bourne und Grosart bei- 
gebracht ist, leidet von Anfang an durch eine sentimentale, und dabei unrichtige 
Auffassung der Thatsachen. Bei Fox Bourne kommt ausserdem noch die 
falsche Datirung des Briefes vom Earl of Huntingdon in Beti-acht. 

6) tjber die Art, wie Sidney's "Songs and Sonets" bei Fi'eundeu bekannt 
wurden, gibt die Yerirautheit Fraunce's mit deuselben Zeugniss. Auch die 
Yon-ede zu dem 1. (Newman) Quarto des Jahres 1591; s. den 2. Theil. — 
Dass Fraunce auch von der Arcadia eine Handschrift benutzte, zeigt schlagend 
ein trcfflicher Aufsatz Koppel's in der Auglia 10, 522 ff. 



Astrophel imd Stella. u 

was sclion oben audi iiber seine Beziehuiigen zii Penelope's Vater 
gesagt worden ist, und nach den Ausserungen in den Briefen an 
Languet und seinen Bruder. Ob aber von cinor Liebe der Penelope 
zu Sidney (obwol die Sonette von kloinen Gunstbczeigungen, ob nun 
wirklicli erwiesen, oder vom Liebhaber fingirt, oder wenigstens iiber- 
trieben, berichten) geredet werden kann, ist zweifelliaft. Denn, wonn 
Penelope wirklicli eine tiefere Liebe ^ zu Sidney gehegt liiltte, so 
liiltte sie einmal nicht Lord Rich heirathen konnen und dann — 
was besonders ausschlaggcbend ist — wilre sie nicht Jahre und .Tahr- 
zehnte lang beim Grafcn von Devonshire geblieben, als dessen wirk- 
liclie Gemahlin sie allgemein (und zwar ohne Achselzucken) ange- 
sehen wurde.- 

Philip Sidney war zwar arm — aber sein Onkol Leicester (dor 
Stiefvater der Penelope), als dessen Priisumtiverbe Philip gait, wCirde 
filr eine Yerbindung leicht und (wie wir aus seinem til)rigen Ver- 
halten dem Neffen gegeniiber ersehen) gem gesorgt^ haben; so dass 
von Sidney's Seite einer Yerbindung keine Schwierigkeit im Wege 
gestanden haben kann. Es bleibt also keine andere Annahme iibrig, 
als diejenige, das Hinderniss einer Yerbindung in dem Willen der 
Penelope selbst zu suchen,-^ und dies Ergebniss schliesst von vorn- 
herein jede moralisirende und sen timen tale Parteinahme entweder ffh' 
"Astrophel" oder "Stella" aus (wie sie in England gern vorgenom- 
men worden ist).^ Auch der Inhalt der Sonette^ — trotz der nicht 



^ 



1) Das 61. mid 62. Sonett, sowie die feurigen "Songs" (besonders die 
erst 1598 veroffentlichten Strophen dcs 8. und 10.) scheinen mir nicht stieh- 
haltige Beweise einer sclirankenlosen Liebe der Penelope zu Sidney; Pollard 
fasst sie jedoch so auf, Introd. XXYII. 

2) S. das Urkundenmaterial dai'ilber bei Arber, Garner 1, 483 if. 

3) Leicester's Beziehungeu zu Sidney scheinen sehr gute gewesen zu 
sein, und in Sidney's Briefen treffen wir imr einmal einen leisen Tadel (iiber 
des Onkels Taktik iu den Mederlanden). Ein wirkliches Hinderniss von Leice- 
ster wiirde auch filr Sidney's und der Penelope Liebe nicht uniibersteiglich 
gewesen sein. EndgfJtig kann liierin jedoch nicht gesprochen werden. 

4) Wenn von irgend einer "Schuld" Sidney's die Rede ware, so lage 
diese dariu, dass er nicht rechtzeitig seine Liebe gestand (vgl. das 33. Sonett*.// 
I might etc.) — vieUeicht erst, als er von Penelope's Liebe zu dem GrafenlJ 
von Devonshire horte; doch bewegeu sich solche Gedanken alle ohne auf 
festem Gruud zu fussen. 

5) Vgl. z. B. Grosart m der Einleitiuig LII, LIU; dariiber treffhch Pol- \\ 
lard XXY. 

6) Die Sonette lassen sich leicht iu mehrere Grappen scheiden: in So- 
nette, welche gedichtet sind, als Sidney uoch Hoffnung hegte, seine Liebe 

d* 



LH Astrophel and Stella. 

selten herrschenden Dunkelheiten einiger Stellen — gibt kein anderes 
Zeugniss, als das fiir eine imgliiclvliche Liebe, welche sich langsam, 
mit scliwerein Kampfe — und zwar mit einer edelen Unterstiitzung 
von "Stella" selbst ausgeliend^ — ziim Entsagen emporringt und 
schliesslich die sittliche Holie gewinnt, welche eines Sidney wtir- 
dig ist. 

AVie gewaltig und erhaben klingt das Jahre lang wahrende 
Eingen aus in deni Sonett, welches von Grosart zuerst an das Ende 
von "Astrophel and Stella" gestellt ist: 

Leaue me, 6 Loue, which reachest but to dust 

And thou, my mind, aspire to liigher things, 

Grow rich in that wliich neuer taketh rust; 

Whateuer fades, but fading pleasm-e brings. 

Draw in thy beames, and humble all thy might. 

To that sweet yoke, where lasting freedomes be: 

Which breakes the clowdes, and opens forth the light. 

That doth both sliine and giue vs sight to see. 

take fast hold, let that light be thy guide, 

In this small course which birth drawes out to death, 



erwideii; zu sehen (nnd dieser Gnippe gehoren die me is ten Sonette an), femer 
Sonette, welche uacli dem immittelbai'eB Verlust geschrieben sind und die 
diisterste Stimmimg almeu lassen zugleich mit trotzigem Festhalten an der 
Liebe, und endlicli (nur 2) Sonette aus der Zeit des \nedergewonnenen Seelen- 
friedens. Was die den Sonetten beigefiigten Lieder anbetrifft, so gehoren diese 
ihrem Charakter nach mehr in den Ki'cis der in die Arcadia verstreuten Lieder 
und sind nur vorsichtig zu benutzen, weil sonst leiclit die Pbantasie der That- 
sachen vergisst. Eine vortreffliche DarsteUung hat neuerdings (nach Abschluss 
dieses Textes) A. "W. Pollard in seiner Ausgabe gegeben. Er scheidet die ersten 
32 Sonette (geschrieben vor der Yerheirathung Stellas) von den folgenden, 
nimmt eine -^drkliche Gegenhebe der Penelope an und nennt die Songs die 



"Climax of the drama", XXYII. 



1) Die Sonette, welche eine Mahnung SteUa's andeuten, am sitthchen 
Ideal festzuhalten , sind 61. 62. 64. 68. 71. — Das einzige Sonett, welches eine 
feste Datirung zuhesse, ist das 41. (Having this Day etc.), vgl. die folg. S. 
"Wenn die Eeihenfolge der Entstehung der einzehien Sonette (im Grossen und 
Ganzen natiirhch) als dieselbe angenommen werden diiifte, wie sie die alten 
Drucke haben, so ware die Erklarung sehr erleichtert. Beachtuug verdieut 
jedenfalls der Emstand, dass aucb das Ms., welches Fraunco bonutzte, ziem- 
hch die Ziihluug der alten Ausgabe schon zeigt. Audi Pollard (a. a. 0. XVII) 
nimmt die Eeihenfolge als der Entstehungszeit entsprechend an, er datirt 
Sonett 22 (Juni 1580), Sonett 30 (Jan. 1581) und das 8. Lied (^^lai 1580). 



Languct's Totl. Liir 

And thinke how euill becommeth him 1o slide, 
Who seeketh lieau'ji, and comes of lieaii'iily breath. 

Then farewell world, thy vttorinost I see, 

Etrrnall Lofte maintainr flnj life in nir. 

Yon der Lebensgescliichte Sidney's fih- das folgende Jalir ist 
wenig- niu' bekannt, dcnn die Hauptquelle des Biograi)l)cn fiir <li<! 
Kenntniss von Sidney's Entwickehmg, die Briefo Languet's, h()rcn iin 
October 1580 auf — sie wiirdon gewiss eine oder die andere Andcu- 
tung iiber die Liebe zu Stella enthalten haben imd wiiren so von 
unschatzbarem Wei-the.^ 

Ein ausseres Ereigniss von untergeordneteni Wertlie, aber nicht 
zu iibergehen, well es fiir ein Sonett (das 41.) eine Zeitbestimmung 
gibt, war die am IG. April erfolgte Ankunft einer franzosischen Ge- 
sandtschaft, welcher zu Ehren Feste und Turniere gegeben wurden. 
Sidney, der Graf Arundel, Lord Windsor und Fulke Greville spielten 
dabei eine grosse Rolle, indem sie, als die "four Foster Children of 
Desire" die "Fortress of Perfect Beauty", welche unter den Fenstem 
der Konigin erbaut worden war, ilii'om Gegner abzunehmen sich 
bemtlhten.2 

Bei diesen FestKchkeiten, welche am Pfingstmontag gefeiert wurden, 
war auch Penelope gegenwiirtig, und ihr Anblick beseligie den Kiim- 
pfer — der noch keine Ahnung von dem zwischen Huntingdon und 
Burghley berathenen Heii^athsplane des Lord Rich haben mochte.^ 



1) Es ist nicht anzunehmen, dass der Briefwechsel iiberhaupt gestockt 
hatte, demi Laiiguet — der seine letzto Lebenszeit zu Antwerpen vorliradite 
— war noch rilstig genug mid schrieb nocli in seineni St(M"bejalir(^ dii^ Apologic 
ov Defense de Tres Illustre Prince Guillaume . . . Piinco d'Orauge centre le 
Ban et Edict publie par le Roi d'Espagne . . . Presente a messievi's les Etats 
generauls des Pais bas. [Leyden] 1581. Noch in demselben Jalire ei'schienen 
mehrere frauzos. Auflageu, eine latcin. Ubersetzung mid erne enghsche (zu 
Delft). — Languet starb am 1. Oct. 1581 zu Antsverpeu, die edle Gemahhn 
Du Plessis Momay's pflegte den Greis, vgl. J. P. v. Ludewig, Langueti Vita, 
Halle 1700; auch H. Chevreul's Etude sur le XAT siecle. Paris 1852; seine 
letzten Worte finden sich in den Memoires de . . . Du Plessis Momay. 

2) Die Perfect Beauty war natiirhch Ehsabeth und das Desire das Liebes- 
veiiaugen Anjou's. 

3) Die genaue Schildemng jener Feste findet sich bei Stow, Annals 
(London 1606) 1166 ff., und besonders m Hohnshed's Chronicle (London 1586) 
Vol. in, fol. 1321 ff. — Siehe iibrigens auch Froude's Hist. 11, 172; auch 
Nichols Progresses 2, 310 ff. 



Liv Sidney begleitet Anjou. 

Der Sommer jedenfalls brachte erst die Entscheidung und ver- 
nichtete seine Hoffnungen.^ 

Nur wenige Nacliricliten sind aus jener Zeit verlianden,^ im 
Sommer war er zii Oxford (mit Leicester und seinem Scliwager Pem- 
broke) und sah. dort William Grage's Meleager,^ und im Herbst 
scheint sein Bruder Kobert^ vom Continent heimgekehrt zu sein. 

Seine Bezieliungen zum Hofe ^ waren sehr gute. Es scheint sogar, 
als ob Elisabeth ihn zu gewissen geheimen Unternehmungen abord- 
nete, die ihn im November nach Gravesend fiihrten.^ 

Den "Winter brachte er fern vom Hofe zu, wol meist zu Wilton, 
und wie ein im 3. Buche der Arcadia eingestreutes Gredicht auf den 
Tod Languet's zeigt,*^ wird er in jener Zeit wieder seinen litterari- 
schen Neigungen nachgegangen sein. 

Anfang Februar des folgenden Jahres (1582) ward er mit ande- 
ren Edelleuten dazu ausersehen, den Herzog von Anjou, der zu der 
Konigin wirklichem oder nur vorgeschlitztem Kummer England wieder 
verliess, iiber das Meer nach Flandern zu begleiten. ^ Aber Sidney 
scheint sich nicht lange dort aufgehalten zu haben — sein Freund, 
Languet, war tot, und eine Wendung in der niederlitndischen Ge- 
schichte, in welcher Anjou eine Eolle spielte, konnte ihm nicht 



1) Pollard vermuthet, dass die Hochzcit in der 1. oder 2. Woche des 
April stattfand; da das 41. Sonett nichts davon andeutet, ist diese Datirong 
Tinwahrscheinhch. 

2) Die merk^^iirdigen Briefe eines W. Horlle (vom 14. Juli 1581) und 
W. E. Denny (vom 16. Jiili und 6. Oct.) aus den State Paper Office Mss. 
Domestic 149, 70; Iiish 86, 15. 

3) Vgl. Zouch's Memoirs 186. 

4) Vgl. Brief an Walsingham von Wilton datirt, 17. Dec. 1581. 

5) Das lasst der Brief an Burghley ahnen, vom 10. Oct., im Archiv zu 
Hatfield, Mss. 12, fol. 13. 

6) Ygl. Brief an Ehsabeth vom 10. Nov. (Orig. zu Hatfield 14, 19). — 
Am 1. Nov. war Alen^on nach England gekommeu, und es ist ein ziemliches 
Zeichen der Gunst der Ehsabeth, dass sie Sidney die Demiithigimg ersparte, 
seinen Feind mit ''unterhalten" zu helfen und ilin ruhig zu Wilton liess. 
Zur Neujahrscour scheint er nicht bei Hofe gewesen zu sein, s. Nichols. 

7) Das Schafergedicht auf Languet steht am Ende des 3. Buches der 
Arcadia, in der Ausgabe von 1633, fol. 397. 

8) Ygl. iiber Anjou in England Camden's Annales 298, und iiber die 
Feste Nichols Progresses 2, 346. Das Gedicht der Elisabeth im Ashmolean 
Museum zu Oxford (I grieve and dare not show etc.) s. auch Hohnshed a. a. 0. 
fol. 1332; Stowe a. a. 0. 1169; Froude 11, 216. — tJber Alenyon in den Nieder- 
landen und seine thorichten Pliine, Motley Rise of the Dutch Republic, 6. Thb, 
Cap. 5 (Ausg. Lond. 1865 in 1 Bde.) S. 853 ff. 



Sidney's ainorikanischo Landeroion. LV 

erfrenlich sein, iind so finden Avir ihn schon im Marz wieder in 
London. ^ 

Mannigfache Plane scheint er in jcneni Sommer mil seinem 
Yater gemeinsam durclidacht zu haben, welche alle die Wiedergewin- 
nung des in Iiiand veiiorenen Vermogons zum Gegcnstando hattcn.^ 
AViederliolt wendeten sich Yater und Sohn an die Konigin und ihre 
]\Iinistei', aber trotz aller Bemiihungen Walsingham's und Burghley's 
erreichten sie niclits. Nicht einmal eine gebiihrende Anerkennung 
seiner treuen Dienste ward Sir Henry Sidney zu Theil.^ 

Dass sich trotz ihrer Undankbarkeit gegen den Yater Elisabeth 
dennoch mit Wolwollen des jungen Sidney annahm, zeigt die diesem. 
im Januar des folgenden Jahres verliehene Ritterwiirde * und die ihm 
bald darauf zur Colonisation iibertragenen ungeheuren LandesfUichen 
in Amerika — und wenn nicht gerade in jcnen Monaten andere 
Gedanken Sidney' gefesselt hatten, ware es nicht unniogiich, dass 
sein Name unter denen der ersten amerikanischen Ansiedler obenan 
stlinde. 

Aber es schien, als ob England ihn damals auf die Dauer fes- 
seln sollte. Denn Ende Marz, oder Anfang April schloss er die Ehe 
mit der Tochter des vortrefflichen Walsinghara ^ — und damit gab 
er natiu'lich die doch immerliin gefahrliche imd abenteuerliche Fiih- 
rung einer amerikanischen Colonie auf. 



1) Ygl. Brief an Lady Kitson vora 28. Marz. tJber den Gedanken, seines 
Yaters Stella in Liand zu iibernehmen , s. die Briefe vom 27. April 1582 (bei 
CoUins 295); iiber sein Ansuchen um Anstellimg beim Staatsrath, den Brief 
vom 23. Jnh 1582 (a. a. 0. 296). 

2) Das zeigt der Brief an Bui'ghley v. 14. Jiili 1582 (bei Murdms 372). 

3) Ygl. die Briefe bei Collins 295. 296 und vor allem das grosse Memo- 
randum unter den State Paper Office Mss. Domestic Ehz. 159, 1 (vom 1. Marz 
1583), dessen Duphcat aus den Carew Mss. uns als Hauptquelle fiir Sidney's f 
Leben gedient hat. 

4) Ygl. hieriiber Fox Bourne 364. — Uber die amerikanischen Lande- 
reien s. Abtretungsui-kmide , Juh 1583, St. P. Off. Mss. Domest. 161, 44. — /' 
Die Yeranlassung zu seiner Rangerhohung war, dass Johann Casimir nicht 
personhch zu seiner Listallation mit dem Hosenbandorden kommen konnte, vgl. 
den Brief Casimir's v. 12. Feb. 1579 in den Cotton Mss. Galba B XI, 384. ^ 

Dass damals Elisabeth ihm die Locke schenkte, welche zu WUton mit 
Sidney's eigenhandig auf einen beihegenden Zettel geschiiebenen Gedichte auf- 
bewahi-t wird, ist hochst wahi'scheiulich. Der Zettel ist (spater) datui 1573. 
Aber wie schon Fox Boume bemerkt, war ja Sidney 1573 auf dem Continent. 

5) Ob damals audi wieder irlandische Plane in ihm auftauchten? S. den 
Brief Sh Edw. Dyer's vom 27. Marz 1583, State Paper Office Dom. 159, 47. / 



l\t: Sidney uud Giordano Biiino. 

Er verkaufte seine sammtlichen Anrechte auf jene Landereien 
im Juli an Sir George Peckliam^ — und scheint das erste Jahr 
seiner Ehe ruhig und gliicklich verlebt zu haben. Ein Amt, wie er 
es so oft erbeten hatte, fesselte ihn^ nicht, und so konnte er jeden- 
falls in Musse an der Yollendung seiner litterarisclien Arbeiten thatig 
sein. '^ Dass er einen regen Theil an der geistigen Bewegung der 
Zeit nahm, das zeigt sclion sein herzliches Yerlialtniss zu dem im 
Juli 1583 nach. England gekommenen Giordano Bruno. Die ein- 
zigen Dokumente der freundschaftlichen Bezieliungen mit dem Philo- 
soplien sind dessen Yorreden zu seinen Sidne}^ gewidmeten AVerken: 
Spaccio de la Bestia Trionfante (1584) und De Gli Heroici Furori 
(1585) — und sie zeigen, dass der gi^osse ItaHener eine herzliche 



1) tJber seine Hoclizeit ist die Zeitangahe nicht genau zu machon. \is\. 
den Brief Yom 19. Miirz 1583, in Wright's Queen Elizabeth 2, 193; I)u 
Plessis-Mornay wusste iin Juli noch nichts A'on einer Hrirath des Freundes, 
der ihm damals hiiufig geschrieben hat; vgl. seinen Brief, Memoires 2, 304. 

j^ Seine Gemahlin ist erwahnt in einem Briefe der Lady Kathaiine Pagett (vom 
13. Oct. 1584), zu Hatfield, Mss. 163, 55. 

2) Ygl. die Briefe an Burgliley vom 27. Januar (Ilavl. Mss. 0993, 35) 
und 20. Juli 1583 (Laudsdowne Mss. 39, 148). 

3) Es ist nicht unwahrscheinlich , dass in jene Zeit seine Ubei-setzung 
von Du Plessis-Momay's De la Yerite de la Eeligion Chretienne fallt. Sid- 
ney's tJbersetzung, von Fulke Greville in seinem Briefe vom November 1586 
eiW'ahnt, ward von Golding voUendet (vergl. dessen Widmungsbrief vom 

13. Mai 1587 an Leicester). Es hat den Titel: A Woorke concerning the trew- 
nesse of the Christian Religione, ^mtten in French: Against Atlieists. Epicures, 
Paynims, Jewes, Mahumetists, and other Infidels. By Philip of Mornay, Lord 
of Plessie Marlie. Begumie to be translated into English by Sir Philip Sidney 
knight, and at his request finished by Aithui" Golding. Imprinted at London 
for Thomas Cadman, 1587 (es erschien nochmals 1592 bei J. B.). — Das 

14. u. 15. Capitel dieses Werkes wui'de noch 1646 besonders (ob mit Erlaub- 
niss?) herausgegeben : The Soules Own Evidence, for its own Immoitality. In 
a veiy pleasant and learned discourse. Selected out of that excellent Treatise 
entituled, The Trewnesse of Christian Religion, against Atheists, Epicures i^tc. 
First compiled in French by Famous Phillip Mornay, Lord of Plessie Marlie, 
afterward turned into English by Eloquent Sir Phillip Sydney, and his 
assistant, Master Arthur Golden, Anno Domini 1587. And now re -published 
By John Bachiler, Master of Arts . . . London 1646. (64 S.). — 

In jener Zeit entstand wol die Ubersetzung der 1. Woche von Du Baitas 
gottlichen Wochen und "Werken, die Fulke Gre\aLle envalmt (Brief vom Nov. 
1586), und die audi von Florio (Widmung des 2. Buches seiner Montaigne - 
Ubersetzung) gesehen wurde, ja sogar am 23. Aug. 1588 fiii" W. Ponsonby ein- 
\ getragen wurde (s. Grosait's Einleitung, S. XXIX). Bis heute ist keine Spur- 
dieses "Werkes von Sidney entdeckt. 



Die Law dt>r Niedrilaiid*', Lvu 



*b 



A^erehrimg zii dem cnglischcii Edelmann liegte, und dass es niclit 
olme innero Bedeutung war, dass er gerade Sidney seiiien gewaltigen 
" heroischen Entliusiasmus"' widmete, in dem er das Ringen imd 
Streben der menscldiclien Seele nach dcni Ideale dor Scli")nlioit 
besingt. ^ 

AVenn London dem ^vandernden, lieimatlosen Manne bestiindig' 
wie ein "Paradies'' in der Erinnernng lebte, so war es entschieden 
ancli Sidney's Yerdienst gewesen, ihni London ziu- Heimat mit ge- 
maclit zu liaben. 

Aber fiber seinen litterarisclien Arbeiten liatte er die Theil- 
nalime an den politisclien Ei-eignissen des Tages nicht aufgegeben, 
und so entstand sogar eine nicht unbedeutende politische Streitschrift 
zur Tertlieidigung gegen Angriffe auf seinen Onkel Leicester. Er 
wii'd, wenn irgend jemand, die sittliche Bedeutung seines Onkels 
niclit iiberschatzt liaben, aber den Yorwurf politisclier Sclim-kerei 
konnte er aiif dem Namen eines Dudley niclit sitzen lassen. Und 
so verfasste er seine Schrift gegen den "namenlosen und schamlosen" 
Anldilger mid fordert ilm auf, dass er binuen dreier Monate sicli an 
irgend eineni Orte in Europa mit der AVaffe in der Hand Sidney 
stellen soUte, weiiii er den Alutli liabe, personlicli fiir seine freclie 
Beschimpfimg einzutreten. - (Collins 62.) 



1) Ygl. ilber Brmio's Beziehungen zu Sidney ausser dem grosseren AVerke 
von Beiti, noch besonders Brunnliofer's G. B/s WeltauscliamiDg und A'erliiuig- 
niss (1882) S. 27 ff. S. 53 u. s. f. 

2) Die jesuitisclie Streitsckiift giug von Robei-t Pai'sous aus mid erseliieu 
zuerst 8° ini Auslande (wol zu Lowen?) 1584: A DialogTie between a Scholar, 
a Gentleman and a Lawyer. (Ygl. die ^-ielen ahnlichen "Dialogues", che ihre 
eigeue Litteratm- haben, m Hazlitt's Handbook of E. E. L. 159 und dessen drei 
Foi-tsetzungen I, 127. H, 173. HI, 65) imd wurde wegen semer iiusseren 
Deckel meist Father Parson's Green Coat genannt (vgi. Collius Memoii-s 1, 61); 
es vrarde schou 1585 ins Frauzos. iibersetzt: La Yie Abominable, Ruses Trahi- 
sons, Mmires, Impostm-es, Empoisounemeuts, Paillardisv's, Atheismes, & autres 
tres iuiques Conversations, due queUe ia A"se, et vse Joumellemcut le my Lord 
de Lecestre, Machiavehste , contre Thonnem- de Dieu etc. (eb.). Es ei'schien 
mit ueuem Titel in mehreren Ausgaben (4". 8''. 12°) 1641 : Leycestei-s Common- 
wealth: conceived, spoken and pubhshed ^^'ith most earnest protestation of all 
dutifull good^^•ill and affection towards this realme. AVTiereunto is added 
Leicesters Ghost. 1641 (vgl. die Angaben in Hazlitt's Handbiichem sub v. Par- 
sons). Dass die Schrift anfanglich uur im Ms. cursu-te, aber imziihlige Male 
abgeschnelien wurde, zeigen cUe Menge Mss. derselbeu, cUe noch jetzt in den 
Bibhotheken anzutreffen sind. — Motley United Netherlands 1, 347 ff. gibt ans- 
filhrliche Inhaltsangabe der Schrift. 



Lvm Die Lage in den Niedeiianden. 

Noch von ancleren politischen Planen erfahren wir. So von dem, 
einer amerikanischen Expedition sich anzuschliessen. "Wir sind halb 
entsclilossen, an der Eeise des Sir Henry Gilbert theilziinehmen ; eine 
Angelegenheit, bei der ]\Ir. Hakluyt sehr wacker die Trompete gebla- 
sen hat."^ 

Auch eine Eeise nach Franki'eich stand ihni bevor — aus der 
schliesslich nichts wui'de ; ^ aber immer iind immer wieder trat der 
Gedanke einer Tkeilnahme an dem niederlandischen Kriege verlockend 
an ihn lieran. 

Seit dem Tode Anjon's nnd der bald darauf erfolgten Ermordung 
Wilhelms von Oranien war die Gefakr fur die niederlandische Frei- 
heit auf das hochste gestiegen, aber trotz der di'ingenden Mahnungen 
AValsingham's und selbst Burgliley's konnte sich Elisabeth nicht^ ent- 
schliessen, in der ganzen Frage off en Partei zu nehmen."^ Erst als 
Alexander Farnese, PliiLipps von Spanien Statthalter der Mederlande, 
den Generalstaaten eine Stadt nach der andern abnahm, erst als die 
Zeit immer naher kam, dass Philipp nach Unterwerfung der Nieder- 
lande auch England angreifen wiirde, entschloss sich Elisabeth, 
"geradezu" zu handeln. Das war im Juli 1584.^ Aber schon im 
October hatte das alte Zogern und Schwanken sich der Elisabeth 
wieder bemachtigt. Die Frage wurde immer aufs neue erortert^ und 
schliesslich schickte im Januar 1585 die Konigin iliren Secretar 
Davison nach den Niederlanden , der unter der Bedingung, dass 
Frankreich nicht zur Unterstiitzung herangezogen wurde, die englische 



1) An Stafford, 21. Sept. 1581. Abgedruckt bei CoUins 298. — Im 
December unterstiitzte Sidney im Parlament die Yorlage betreffs Aussendung 
Sir Walter Raleigh's, vgl. Simonds d'Ewes fol. 3-10. 41. 

2) Die fi'anzos. Reise zum Z^vecke der Coudolenz liei Heiaiich III. liber 
den Tod des Due d'Anjou (j 1. Jimi 1584) imterbheb, weil Heimich m. sich 
nicht weiter geneigt gezeigt hatte, die Gesandtschaft anzunehmen. Ygl. Fi'oude 
11, 487; das Patent Philip Sidney's Cotton Mss. Galba E YI. fol. 241. Im 
Mai 1585 finden wir Sidney um das Amt eines Master of the Ordnance au- 
halten. State Paper Office, Dom. 178, 54. 

3) Walsingham war der eifrigste Freund der Niederlande, Burgliley war 
anfanglich noch iingsthcli, vgl. Motley 1,82 — 84. 287. — Ygl. iiber die bestiin- 
digen Zenviiifnisse der EHsabeth und ihrer Minister Motley 1, 395. 431. 
440 u. s. f. 

4) Eine Rechtfertigung konnte allerdiugs in ihrer gerade damals Scliott- 
land mid Irland gegeuiiber scln\aerigeu Lage liegeu, Froude 11, 488. 

5) Froude 11, 486. 547u. s. f.; iiber die Angst vor Spanien vgl. besonders 
Froude 12, 5. 

6) Froude 11, 548. 



Sidney als riouvi'mcur von Vlissingcn. lix 

Hilfe verspreclien sollte.^ Die schwerbedi'iingtcn Staaten bewilligten 
freiidig alios unci boten der Elisabeth sogar clie Scliutzherrscliaft iibcr 
ilire Provinzen an, aber nocli immer konnte sicli Elisabeth nicht ent- 
scliliessen, ihr gegebenes Wort einzulusen. 

"Iln-e Majestat sieht es manchmal eiu (was goscliehcn miisste) 
und Avird durch die Griinde besiegt; aber das, was in ihrer Natur 
liegt, hindert den Entschlnss", schreibt Burghley im Jidi 1585.2 

Da kani die Nachricht von der Capitulation Antwerpens,-^ und 
jetzt erst war sic zu bewegen, geraden Wegs vorzugelien. Sie sandte 
Sii' John Smith an den Prinzen von Parnia*^ (am 22. August), um 
ihni zu melden, dass, wenn Philipp nicht "einen gewissen Grad der 
Duldung" liben werde, sie selbst werde einschreiten miissen, obwol 
sie keinen Elu^geiz habe, die Provinzen an sich zu bringen. 

Am 28. August (7. Sept.) ward Leicester zum Oberbefehlshaber 
der nach den Mederlanden zu sendenden Truppen ernannt, und nach 
abermaligen schwankenden Entschlussen gingen im October 1585 die 
ersten englischen Truppen nach Ylissingen. ^ 

Sir Philip Sidney wurde am 7. November^ zum Gouverneur von 
Ylissingen und Eammekens"^ (dem Fort von Middelburg) ernannt, 
schiffte sich am 16. ein und landete am 18. Nov. zu Rammekens. 

Zu Fuss, ohne Pomp und falschen Glanz riickte er an einem 
triiben Tage in Vlissingen ein,^ zum Trost der verzweifelten Nieder- 
lander. — Uber ein Jahr soUte er nicht mehr unter den Lebenden 
weilen! 

Yon dem Tage seines Einmarsches in Ylissingen gehort sein 
Leben und seine Thatigkeit nicht mehr der englischen Litteratur an. 
Seine Briefe und Berichte geben zwar fesselnde Biider seiner Thaten, 
und zeigen uns seinen Charakter und seinen Geist im schonsten 



1) Fronde 11, 550. 2) Fronde 12, 18. 

3) Am 4. (14.) Angnst 1585; s. Fronde 12, 21; Motley United Nether- 
lands 1, 314. » 

4) Fronde 12, 23. 

5) Am 21. Jnh 1585 ward Sidney seinem Onkel, dem Earl of Wai-wick, 
in der Mastership of the Ordnance beigeordnet. State Paper Office Mss. Domestic, 
James 3, 62 (bei Fox Bonrne). Ygi. S. LYIII, Anm. 2 an Bnrghley vom 
15. Mai 1585. 

6) Fronde 12, 27. Die Proclamation der Ehsabeth s. bei Motley United 
Netherlands 1, 335 ff. 

7) Uber den damals wiedenim vereitelten Plan, nach Ameiika zn gehen 
(mit Sh Fi-ancis Drake), vgi. FnLbe Greville, 7. chap. (4, 71); iiber Drake's 
Expedition Fronde 12, 32. 8) Vgl. Motley 1, 342. 



; 



LX Leicester's Hofhaltimg. 

Lichte, sincl aber doch. nur ein Theil des Stiickes Weltgeschichte, 
welches den Niederlandischen Freilieitskampf behandelt. Und als 
solclies ist die Zeit von Sidney's Anfenthalt in den Mederlanden 
zuerst von Motley erscliopfend dargestellt worden, so dass es hier 
geniigt, einzelne Daten auzufiilu'en, welclie in jenem "Werke — dann 
aber besonders in der eignen Correspondenz Sidney's aus jener Zeit 
alle nothige Erlauterung finden.^ 

Am 10. December 1585 war Leicester in Ylissingen gelandet^ 
— nnd schon sein pomphafter Einzug in die Stadt, dem Fest auf 
Fest folgte,^ zeigte, von welcliem Gresichtspunkte aus dieser Mann 
seine Stellung — damals vielleiclit die scliwierigste und verantwort- 
lichste in ganz Europa — betrachtete. Bald fehlte der Sold fiir die 
Soldaten, die Munition und sammtliclie Yorrathe waren zu Ende,^ die 
Truppen, ohnedies auf Befehl der Elisabeth vom Schlachtfelde fern 
gehalten und in die Festungen gezwangt, taglich auf dem Punkte, 
zu meutern — und jedem ernsten Angriffe des Prinzen von Parma 
Yon vornherein ausgesetzt. 

Noch am 14. Januar Avar eigentlich das einzige, was Leicester 
geleistet hatte, dass er die ihm von den Generalstaaten angebotene 
Wiirde eines Statthalters der Mederlande angenommen hatte — un- 
vorsichtiger Weise — denn, wenn es auch seiner Eitelkeit schmeicheln 
mochte, hatte dies doch die Eifersucht der Elisabeth erregt und fiihrte 
zu einem unerquicklichen Wechsel ungniidiger Depeschen der Elisa- 
beth mid schmeichelnder , elender Entschuldigungsversuche Leicesters. 
So ward frisches Yorgehen abermals verzogert — und dabei ging die 



1) Besonders auch die von der Camden Society veroffenthchte Leycester 
(C Con-espondence (ed. Bruce 1844) ist zur ErlauteiTuig von Werth. Aber das 

gesammte Material ist von Motley uud Froude abschhessend verai'beitet. 

2) Ein interessantes altes Gemiilde, Leicester's Landung in Yhssingen dar- 
"^ steUend, hefindet sich in der Haaiiemer Galerie (Nr. 181), es wurde von Yroom 

nach einer gieichzeitig genommeneu Skizze 1623 gemalt. 

3) tJber Leicester's gliinzende Hofhaltung vgl. besonders Motley. Dass 
er auch seine Schauspieleiiruppe mitgebracht hatte, ist bekannt. Uber die 
bekannte Stelle des ''Wdl my Lord of Leicesters jesting player" in Sidney's 
Brief vom 24. Miirz 1586 (Harl. Mss. 287) s. John Bruce in den Papers der 
(alten) Shakespeare Society 1844, I. 88 — 95 uud Elze im Shakespeare - Jahr- 
buch 8, 46. 

4) Noch 1592 spottet Nash im Pierce Penilesse (ed. Collier 49) liber den 
Provant of the Low-countreyes; gegen diesen provand s. auch d. Certain Dis- 
courses by Sir John Smith 1590 (in den Letters of Eminent Literaiy Men ed. 
Sh Heniy Ellis 1848 (S. 51). 



Sidney iil>eifallt Axel. lxi 

Autoritat des engiischen Heerfiihrers bei soiiien Bundesgenossen ver- 
loren.i 

Alexander Farnose liatto unterdesscii uiit !?eineii ebeiifalis sclileclit 
versorgteii Truppcn langsam iind sielier eine Fostnnp: iiaeh dor and(M'ii 
den Feinden in den ostlichen Provinzen abgenoinnion. - Er hatte 
Grave erobert und mit eineni Handstreich Megen iind Batenburg 
genoramen,-^ war aber dann nach dem oberen Lauf dor !Maas ziiriick- 
gekehrt nnd belagerte Venlo, das am 2S. Jiuii in seine }[ando fiol.-* 

Die Nacliriclit von diesen Ereignissen liatto Leicester jum go- 
zwungen, eifriger vorzugehen. Er verlegte sein llauptquartier iiacli 
Arnheim, um von dort aus nach Wiedergewinnung von Zutphen 
imd Doesbiirg^ Alexander Farnese nach den sudlichen Provinzen 
zuriickzudrangen. Aber eineni Feldherm wio Farnese war ein Tjoico- 
ster nicht gewachsen. Denn bald darauf fiel Nciiss in die Hande 
der Spanier^ und Rheinberg drohte demselben Schicksal zu ver- 
fallen. 

AValirend Eifersucht und Uneinigkeit unter den engiischen Gene- 
ralen hen'schte, ging Moritz von Oranien und Sir Philip Sidney'^ 
(von Ylissingeii aus) an ein kleines Privatunternehmen , welches 
giinstig ausschlug und die erste wirkliche Erriingenschaft der eng- 
iischen Truppen auf niederlandischem Boden w^ar. Sie setzten ilu'e 
Truppen in der Nacht vom IC. auf den 17. Juli von Ylissingen aus 
liber die Schelde nach Ter Neuzen, wo sie landeten, und nach 
eineni nachtlichen Marsch auf Axel diese Festung bald ubeiTumpelten 
und einnahmen. Der "tap fere Lord "Willoughby"^ des engiischen 
Volksliedes war mit dabei, ebenso der junge Hat ton und andere 



1) Ygl. u. a. Froudo 12. G3. 80. Nocli ausfiilirliclicr bei Motley 1, 390—438. 
Die ganze Angelegenheit maclit den Emdnick einer Comodie, in der wedor 
Ehsabeth noeh Leicester eine selir T\-iirdige Rolle spielt. 

2) Tom 16. April an belageii, erobeii am 7. Jiini; vgl. Motley United 
Neth. 2, 12. 19. 

3) Motley 2, 20. 

4) Motley 2, 21. 

5) Im August hatte Parma diese Stadte eingenommen, Froude 12, 85. 

6) Motley 2, 25 — 29. 

7) Damals hatte Sidney seinen Yater verloren, der am 1. Mai gestorben 
war (Stow 1203, Holinshed 3, 1553*; er war nur 57 Jahre alt geworden); am 
9. August soUto er auch seine Mutter verlieren, Holinslied 3, 1553**. 

8) Lord "Willoughby Ygl. Naimton's Fragm. Regaha (1630) ed. Arber, 
S. 37 ; die alte beiiihrnte Ballade in Percy's Relics (mit voller histor. Einleitung) 
ed. Wheatley 2, 238 — 41; s. auch Motley und Froude. 



Lxn Yor Zutphen. 

junge englisclie Edelleiite, welche sich die ersten Sporen verdienten.^ 
Leicester war aufs liochste zufrieden niit der Errungenschaft , die 
audi ihiii und seiner Kriegsfiilinmg zu gute kam, aber wie er selten 
anders handelte, als iibereilt, so ernannte er jetzt seinen Neffen zuin 
Commandeur des Zeeland-Regimentes und erregte so mit Reclit den 
Unwillen des alteren, verdienten Graf en Hohenlohe, dem das Eegi- 
ment liatte zuf alien miissen. "VVelche ehrenwerthe Eolle Sir Philip 
Sidney selbst dabei spielte, zeigt ein Brief von ihm an Davison. ^ 

Elisabeth blieb nach wie vor Sidney gegeniiber etwas kiihl. 
"Bei der geringsten Gelegenheit ist sie geneigt, unzufrieden mit ihm 
zu sein", schreibt sein Schwiegervater Walsingham an Leicester.^ 

Im August fand nun endlich ein thatkraftiges Yorgehen Leice- 
sters statt. Yon Arnheim aus drang er gegen Doesburg vor, und 
am 12. Sept. capitulirte diese an sich nicht selu' stark ^ befestig-te 
Stadt. Der engiische Plan war nun, auf Zlitphen vorzuriicken und 
dies durch Hunger zur Ubergabe zu zwingen. Ziitphen war eine 
wichtige Stadt, und da Deventer noch nicht in Alexander Farnese's 
Hiinde gefallen war, wiirde ein gliickliches Unternehmen gegen Ziit- 
phen das ganze Geldern befreit haben.^ 

Aber Alexander Farnese sah dies so gut als Leicester, nur ging 
er mit besserer Yorbereitung an seinen Plan, als Leicester gedacht 
hatte — welcher nach der Einnahme von Axel iibermiitliig geworden 
war.^ Die Spanier brachen von Eheinberg auf und zogen liber Wesel 
bis dicht in die Nahe der von den Englandern eigentlich nur von 
einer Seite wesentlich bedrangten Stadt Ziitphen; ihre Streitkrafte 
waren zu gering, um gegen Leicester eine offene Feldschlacht zu 



1) Ygi. iiber diese Eiunahme von Axel Motley 2, 32 — 33, imd die alteu 
Berichte bei Stowe Chronicle 1226 (daselbst Sidney's "Oration" vor dem 
Stumie), Hohnshed 3, 1554^ Camden's Annales (1639) 422 etc. 

2) Schon vor der tJbeiiragung der AViiide an ihn selbst geschrieben, am 
24. Februar 1586. — In des Braders Eegimente diente Robert als Captain, 
vgl. Harl. Ms. 285, fol. 251 — 52; Motley 2, 40. 

3) Bmce's Leycester CoiTespondence 345; sie grollte Sidney besondei'S 
wegen des Zeeland-Regimentes, und hess sich nicht iiberzeugen, dass Sidney 
dies wie "ambytyously sowght" hatte. 

4) Ygl. Motley 2, 41. 

5) Die Bewegungen der enghschen Truppen vor Zutphen sind von Motley 
meisterhaft geschildei-t. Er benutzte dabei R. W. Tadama's Geschiedenis der 
Stad Zutphen (Ainheim 1856), und mit seiner Beschieibmig kann man noch 
heute an Oit und Stelle den Gang der Schlacht verfolgen; ygl. Motk>y 2, 51. 

6) A^gl. Leicester's Biief an Burghley, bei Motley 2, 33. 



Die Todeswundo. lxiii 

wagen, unci so ging der ganze Plan Alexanders von Parma daraiif 
hinaiis, bis neue Hilfskriifte aus Spanien eintrefl'en ^vii^den, cine Ver- 
stiirkung von Truppen nnd geniigende Yornitlio in die Slndt zii lt\u<'n. 
Der zweite October war dazu ausersehen. 

Englische Kundschafter liatten aber dennocli von deni Untcr- 
nehmen goliurt — nicht jedoch von dei- Zalil der den Train bedecken- 
den Trnppen. 

Die jimgcn, englischen Edelleiite, w'iq Essex, Stanley, Pclliani, 
Audley, Philip Sidney nnd sein jilngcrcr Brnder Robert, Sir John 
Norris und andere — die Bliithe der englischen Kittorscliaft, begierig 
Abenteuer zn bestehen mid Knhm zn ernten, erhielten mit einem 
schwachen Corps den Auftrag von Leicester, gegen den spanischen 
Proviantzng vorzngehen. ^ 

Es war cin nebeliger Octobermorgen, nnd die englische Trnpi)0 
setzte sich siegesgewiss in Bewegnng. Da hob sich bald nach Sonnen- 
aiifgang der Nebel, die Engiiinder fanden sich dicht der spanischen, 
ziemlich bedentenden Trnpponmasse gegeniiber, Riickzug ware schimpf- 
lich gewesen, an eine Riickendeckimg war von dem gi'ossen Feldhemi 
Leicester iiberhaupt nicht gedacht worden. Und so blieb nnr offener 
Kampf mit der tJbermaclit, der niit beispiellosem Mnthe, aber ohno 
Erfolg gefiihrt wurde,- denn Aviihrond hinter dem Riicken der Spanier 
der Proviantzng nach der Stadt einfuhr, wtihrte es nicht allzn lange, 
so war das englische Corps zersprengt, nnd die spanischen Trnppen 
konnten sich nnbehelligt nach der Stadt ziu'iickziehen. 

Der wirkliche Verlust der Engiiinder an Trnppen z a lil war 
gering, aber schwerwiegend , denn Sir Pliilip Sidney hatte seine 
Todeswunde erhalten. 

Zn Beginn des Gefechts hatte er Sir William Pelham, den 
gi-eisen Feldmarschall , leichtbewaifnet getroffen, und mnthig — ja 
entschieden ilbermuthig ■ — hatte er die eigenen Beinschienen dem- 



1) Siehe die Schildeimgen hei Froudo 12, 87. 97; Motley 2, 4Gff.; hoi 
Stowe 1232 ff.; Fiilke GreviUe chap. 12. (4, 129 ff.). — In aller File schiieh 
Sidney nocli am Morgeu der Schlacht eine Note an A^'alsingliam , eine Fiirhitte 
fiir Richard Sniitli, einen alten Dieuer, euthaltend, State Paper Off. Foreign// 
Holl. unter dem Datmn. Niu- die Untersclnift riilni von Sidney her, und man 
sieht der Hand die File imd AufregTiug des Augenhhcks vor der Schlacht an. 

2) Die fesselnden Schilderangen schon bei Stowe. Noch ergi'eifender in 
den Briefen. — "So heiss, wie die Schlacht hei Ziitphen", war noch lange 
nachher ein spanisches Sprichwoi't, s. Motley 2, 51. 



LXiv Sidney's letzten Tage. 

selben^ abgetreten. Er hatte zur Bewimderung der Feinde und 
Freunde die feindliche Reiterei dreimal durchkreuzt - — aber beini 
dritten Male erhielt er einen Sclmss in den Schenkel, der im Anfang 
nicht gefahrlich erschien^ — aber. olj mm die Wunde wirklich 
gefahrlicher war, oder bei der mangelhaften arztlichen Behandlung 
gefahrlicher wurde — sie fiihrten am 17. October 1586 zuArnheim 
sein Ende herbei.* 



1) tJber Sidney's Leichtsinn findet man eine interessante Stelle in einem 
seiner Zeit wegen des daiin ausgesprochenen scliarfen Tadels der ganzen eng- 
Hschen Bewaffiiung verbotenen Buclies: Sir John Smytlie, Certain Discom-ses 
conceiTiing the formes and effects of diners sorts of Weapons etc. [1589] 1590, 
p. 2; Ygl. Letters of Eminent Literary Men, ed. Sii" Heniy Ellis, 1843, p. 53. 

2) Vgl. Stowe, Motley n. a. 

3) Ygl. Leicester an Walsmgham vom 2. Oct., Harl. Mss. 285, 253. 

4) Als er schwer verwimdet nach dor Sclilacht noch "Wasser verlangt 
hatte, sah er einen sterbenden Soldaten gieng aiif das ihm eben iiben-eichte 
Gefass blicken, er setzte es nicht an den Mund, sondem reichte es dem Ster- 
benden: "deine Noth ist noch grosser als meine", dies erziihlt zuerst Fulke 
Greville im 12. Kap. (Works 4, 130). Ygl. Motley 2, 50. Uber die letzten 
Wochen mit ihren Leiden, aber auch ihrer Poesie, vgl. Fulke GreviUe a. a. 0., 
femer die ErzJililung des Geistlichen Gifford (oder Giffard), jetzt leider dm-ch 

/den Brand der Cottoniana arg zerstort (Yitellius C XYU, 382 ff.), von Zouch 
266 — 72 zuerst abgedruckt. Ein anderer werthvoller Biief von dem hoUiindi- 
j/ schen Arzt "Wier, State Paper Office Mss. Foreign Series Holland, Yol. 36, am 
Fusse der letzten Worte, welche Sidney iibei'hanpt schneb, am Sonntag den 
16. Oct. 1586 (vgl. den Abdiiick dor Wiefschen "Worte Archaeologia, Yol. 28, 
35 ff. Schon Molineux bei Holinslied 1555*" benutzte die Zeilen an Wier). — 
Ein Brief Sidney's vom Krankenbette an Belerius ''A leained Divine" geschrie- 
ben und spater der Elisabetli iiberreicht, ist verloren, vgl. Molineux bei Holins- 
hed 3, 1555*. — Als er den Tod herannahen fiililte, iibei-fiel ihn eine namen- 
lose Angst, er mochte mit zerstortem Yerstand sterben, aber bald war er 
beruhigt und sagte: "Ich wollto meine Freude jetzt nicht um die ganze Welt 
hergeben", s. Gifford's Bericht. — Der Bericlit iiber Sidney's Tod bei Stowe 
1237 ist sehr mager. — Das Testament, welches er auf seinem Todtenbette 
abschloss, wurde zuerst von Collins I, 109 — 113 veroffentlicht. 

Sein auf dem Todtenbette gemaclites Gedieht La cuisse rompuo (Fulke Gre- 
viUe, 13. Kap., Woiks 4, 138) ist leider vertoren. 

Die Leiche Sidney's wurde am 24. Oct. von Anaheim nach Ylissingen 
gebracht und in der Minoritenkirche am Tower Hill am 5. jSTov. einstweilen 
beigesetzt. Die feierliche Beisetzmig zu St. Paubs fand erst am 16. Febraar 
1587 statt, und ward ausfiUirlich beschriebeu in Philip's Life and Death etc., 
abgednickt in den Sidneiana des Roxburghe Club. — Eine bildliclie Dai-stellmig 
des Leichenzugs (auf 30 Tafeln!) verfertigte Thomas Lant, Gtl, friilier wanni 
von diesem interessanten Stich 2 Exemplare auf der Bililiothek des College of 



a 



Die Klagegedichte. lxv 

Die letzten Wochen seines Lebens, so voller Schmerzen und 
Leiden, sind doch mit einer wunderbaren Glorie umgel>en. Seine 
Gattin war zu seinem Sterbebette geeilt nnd ptle{i:te ihn, und unter 
Gesprilchen liber die Unsterbliclikeit der Seele, fiber Plato und die 
Bibel verschied er — ernst, wie er in seinem ganzen Leben gewesen 
war, und doch freudig. 

An seinen Bruder Robert, den er wiederholt ormahnte, ilini mit 
seinen Thranen den Abschied niclit noch schwerer zu machen, rich- 
tete er seine letzten Worte: "Liebe mein Gediiehtniss inid vorohro 
meine Freunde; ihre Treuc wird dir zeigen, wie sie mir ergeben 
waren. Tor allem aber lerne deinen Willen vor dem Gottes zu 
beugen, und sielie in mir, wie die AVelt versinkt mit all ihrer 
Nichtigkeit." 



Nur wenige AYorte seien diesem Versuch, nacli den Briefen und 
altesten Bericliten das Leben Sir Philip Sidney's darzustellen, 
noch hinzugefiigt. 

Das kurze, und doch so ereigniss voile Leben Sidney's gehort 
seinen Thaten nach nur zur Halfte der englischen Litteratur- 
gescliichte an. Denn, wie er selbst sagt, ward or mehr "wider 
seinen Willen"^ iiberhaupt zum Dichter — und nicht ein einziges 
seiner Werke war lU'sprunglich fiir die Offentlichkeit bestimmt. Aber 
der Dichter Sidney geht nicht vom Manne Sidney zu trennen und 
gerade die untergeordnete Rolle, die seine schriftstellerische Thiitigkeit 
in seinem ausseren Lebenslauf spielt, ist bezeichnend und wichtig fiir 
die Stellung, die er in der Litteraturgeschichte einnimmt. 

Sidney gehort fiir seine Zeit nicht zu den Dichtern, die wie 
Marlowe, Greene, Shakespeare und den vielen anderen, als 
eigeutliche Dichter zu nennen sind, er ist der kleinen Klasse bei- 
zuzalilen, welche man auch in England "hofische oder Hofdichter"^ 



Arms ('S\^alpole's Anecdotes of Paiuting ed. Dallaway 1, 192), jetzt ist der eine 
davon im Brit. Museum (ausgesteUt). 

In PMMp Sidney's Grab wimle 1590 auch seiu Sch^^-iege^vate^ Walsing- ,. 
ham beigesetzt, vgl. State Paper Office Mss., Domestic 232, 43 (De Londres 
aUi 19. de Juuio 90. II Secretaiio Yalsinghamo morse alii 17. de Ai^ril e fu 
sepultato il giomo seguente alia sera neUa chiesa de St. Paido en Loudres 
apreso al coipo de Filippo Syduaeo suo genero . . . morse indebitato gi-ande- 
mente ma co gran condogUo del consigUo). 

1) Apology 21. 

2) Ygl. Hannali's Courtly Poets. 

Fliigel, Sidney. e 



Lxvi Die Klagegedichte. 

genannt hat; denn wie bei Sir Walter Raleigh oder Sir Edward 
Dyer, oder dem als Dichter vielleicht noch begabteren Earl of 
Oxford, war sein Plan nie, fiir das grossere englische Yolk zu 
schreiben. 

Erst nach seinem Tode ist er durch die Bemuhungen seiner 
Schwester und seiner Freiinde bei dem englischen Yolke eigentlich 
erst als Dichter bekannt geworden; der Ruhm, den er auf dem 
Schlachtfelde eiTungen, hat dann den Glanz, der seinem Namen als 
Dichter zu Theil wurde, erhoht, und erst spatere Geschlechter haben 
ihn als Denker erkannt und verehii;.^ 

Und als Held und Dichter lebt er in dem Herzen der 
Nachwelt. 



1) Eine Litteratiir fiir sich — ohne jeden wahrhaft poetischen TVerth — 
bilden die Klag- und Trauergedichte iini Sidney. You diesem Uiiheile sind 
hochstens auszunelimen Spenser's: Astrophel, A Pastoral Elegy upon the death 
of the most noble and valorous kuight, Sir Philip Sidney, Dedicated to the 
most beautiful and virtuous Lady, the Countess of Essex, im Auhang zu Colin 
Clouts come home again 1595 (aber schon 1591 feiiig, vgl. s. YoiTcde) und darin 
besonders das von der Griifin von Pembroke dem Binder gewidmete Lied: The 
Dolefule Lay of Clorinda (ed. Todd 453); besonders Spenser's Ruins of Time 
(1591), der Schwester Sidney's gewidmet, verdient das voUe Lob der "Wahr- 
haftigkeit der Trauer (ed. Todd 401). 

Oxford (Peplus omatissimi viri D. Sidnaei supremis honoribus dicatus 
1587, und 1589: Exequiae etc.) und Cambridge (Academiae Cantabrigiensis 
Laciymae, 1587) klagten, und eine gauze Fluth von Dichtem besangen Sidney 
und sem Ende, hiiufig mit wahrem Gefiihle, aber selten mit wahi'em BeiTif. 
Ygl. die Gedichte von Gruffith, John Pliilip, Thomas Churchyard, 
Breton, R. Nauuton, Wm. Temple u. a. in den Sidneiana des Roxburghe 
Club; Jacob I. schiieb mehrere Lobgedichte, und auf diese konighche Leistuug 
konnte Alex. Neville nicht umhin, selbst ein Lobgedicht zu machen! (eb.). 
Jacob's Klaggedicht auch in den Ashmole Mss. Nr, 47 (781. S. 150), im Katalog 
ders. ein Yerweis auf W. Harris' Life of James I. 1753 (S. 138) und Wal- 
pole's R. & N. Authors I, 118 ff. — Em Epigramm: S-" Phihpp Sydney of 
himself unter den Ashmole Mss. 47, fol. 40; eb. Ms. 818 (Nr. 38) seine Grab- 
schrift. Eine Elegy by George Whetstone on Sir Pliil. Sidney his honorable 
Life, his valiaunt death etc. vom 16. Febniar 1587 liegt im Staatsareliiv, 
Domest. Series, Yol. 198, Nr. 45, sie besteht aus 49 Strophen, die am Rande 
mit Yerweisungen auf Alexander den Grossen, die Bibel u. s. f. "geschmiickt" 
ist. (Neudruck 181 G in den Frondes Caducae by Alex. Boswell). — Audi von 
Fulke Greville und Dyer sind Klaggedichte vorhauden, des letzteren abge- 
druckt in Grosart's Miscellanies of the Fullej- Worthies Library, Yol. IV. 



Die Uberlieforuiig dcr Sonette von 

Astrophel and Stella. 



1. Das Bright Manuscript. 

a) Boseliroibuiis: dor iraiulsehrift iind alljreiiieiiie Aiijrabe 

ihres Iiilialts. 

Das sogenannte Bright Ms. ist ein kleiner Qiiartband des Briti- 
scheii Museums (Add. Mss. 15, 232), welches von seinem friiheren 
Besitzer Mi\ B. H. Bright fiir cin werthvolles Autograph Sir Pliili]) 
Sidney's gehalten wurde, aber, obwohl von sehr hohem Alter, ent- 
schieden keine Spur von Sir Ph. Sidney's eigner Handscln-ift triigt. ^ 

Es besteht aus einer Anzahl von zusamniengeliefteten Blattern 
(44 derselben sind jetzt noch erhalten), welche lose in einen grflnen, 
ursprunglich nicht dazugehorigen Deckel gefiigt sind, auf dessen 
Innenseiten sich AVorte finden, welche in gar keinem Zusammenhang 
niit deni Inhalte des Ms. stehen.^ 

Man hat bisher angenommen, dass das Ms. von G verschiedenen 
Handschriften Spuren trlige,^ jedoch, obwohl die fliichtigste Betrachtung 



1) Die Handschrift Philip Sidney's ist von so aiisgepragtem Charak- 
ter, dass man schon beim Durchbliittern eines Actenbiindels die Autographen 
Sidney's herauserkennt; keine Spur dieser Handschrift ini BMs. 

2) Denu die Worte beziehen sich auf SchneideiTechuuugen (!) des 

ehemahgen Besitzers: 

sent to fell vpon Eastere mo[nday?] 

X P 
I . . . . bough te .... payde. for aU y stuffe my 
taylor made me excepte ['?] linings for 
hose & y taffete to line 

my coate doublet 

*S: hose lace for double. 

Auf der Innenseite des Riickdeckels: 

ffraunces B[ington] of the 



sayeth whose 

gro .... the flower [whi] ch quick .... vnder 
.... those fres che and gaye and .... 

(das Punktirte vollig verblichen). 
3) Ygi. Grosart's Einleitung S. 40. Aber selbst zugegeben, dass die 
Handschiift Spui-en von drei verschiedenen Handen triige (was nicht unmog- 



Lxvni Das Briglit Manusrript. 

sofort eine offenbare Verschiedenheit der Schriftzuge darthut, ist es 
nicht ausgeschlossen , dass das gesammte Ms. von einem Verfasser 
hemihrt, der allerdings mit verschieden geschnittonen Fedem und 
(wie der Inlialt darthut) in verschiedenen Lebensjaliren daran geschrie- 
ben hatte. 

Blatt 1 — 9^ sind " philosoxjhische " Ubnngen, off en Kir eines 
Schulknaben, sie enthalten mathematische und astronomische Definitio- 
nen fiir den Lehrer sauberlicli abgeschriebon.^ 

Yon Blatt 9'' an folgen Abschriften von Gedichtcn, die dem 
Yerfasser zu Ohren oder wol mohr zu Gesiflito gekommen waren (in 
circulirenden Abschriften etc.) luid gofallen liatten. Von derartigen 
poetischen Sammelwerken ffir den ausscliliesslichen Privatgebraucli 
und mit dem ganz personlichen Geschmacke (oft Ungeschmacke) an- 
gelegt, finden sich ja zahh-eiche Exeniplaro seit dem fruhon ^fitt**!- 
alter in alien Sprachen; liir die Zeit der Elis;iV»oth gil)t u. a. das 
unter dem Namen Dr. Farmer's Chetliam Ms. oin gutes Bild, viel 
umfassender und werthvoller als unser Bright Ms. - 

Ein Yerfasser fiir die Gedichto ist in dem ganzen Ms. niolit 
genannt, entweder weil er dem Selireibor l)ckannt war, oiler weil dor- 
selbe kein Interesse darnn liatte, den Gedicliten Namon l)oizu8chroil>eii 



Hch ware), ist die erste (Bl. 1—0*) ciuo Srhiilorhandschrift, \\-io sie aus oinoin 
alten Hefte staramen konnte, das vom Schroiltor dcs spiitcren wiedor l>cmr ' 
ware. Die etwaige Autoiitilt des Ms. winl diiicli diosc Frag*' nicht in liotra 
gezogen. Denn wenn einmal angouommen ist, dass die Handschrift nicht vo?i 
Sir Philip Sidney sell)st stammt. imd wcnn fcraer dor T<'xt dor Ilandsohrift als 
ziemlich weithlos (s. imtcn) crkaiiiit ist. ist cs ^deichgiltig. wor wirklich damn 
geschriel)en hat. 

1) Es sind dies z. B. Antwortm auf »h<' am Rando bozoichnoton Aiif- 
gahen: quid circulus; quid circumferontia; (piid oontru; (juid Axis; Qurnl 
coelum sit sphericuni et rotundu, triplex est ratio: 1. Simihtudo. 2. Comnio- 
ditas. 3. Necessitas u. dgl. 

2) Zwei (auch aus Sidney's AVerkeu l».'h.'bto StelltMi cnthaltondo) Saniniol- 
biinde derart sind z. B. Harl. Mss. 677 und Had. Mss. m'u. DiosoU>cn gol 
gewissenhafte Angaben iiber die Yerfasser der einzelnon Otniifhto (Ben John- 
[mit h], Raleigh, Randolph, Tho. Carew, Donne u. s. f.). 

Harl. Mss. 677 gibt 85^' und 86" ProsastollcMi aus dor Aivadia. 
Harl. Mss. 6057 gehorte einem gewissen Thomas Crosse (d<T das Buc! 
mit einem Acrostiohon auf seincn Xamen sdinuiekto!); os ontliiilt S. 10'': 
An old dittie of S>- Pliilipp Sidneyes omitted in the pnntodo An^adia 
Philoclea and Pamela swooti^ 
by chance in one greate house did moeto .f.^ 



Das Bright Manuscript. lxix 

(wie das in anderen Sammelhandschriften derart sich findet). So wird 
es wol inimer imbekannt bleiben, auf Aven die 

Blatt 9 '' — 20^ niedergeschriebenen Gediclite ziiruckgelien. Es 
siiid dies Liebesgedichte , iin ganzeii in mangelhafter Form, mit ziem- 
licli alltagiiclien Reimen nnd sehr imbedeutendem Inhalt. Verse, 
welche (wie sclion die des ersten "Gediolits") es liochst unwahr- 
sclieinlich erscheinen lassen, dass Sir Philip Sidney ihr Yerfasser 
sei, und eher darauf hindeuten (vgl. die moralisirenden Gedichte auf 
Blatt lO*" und 11'' ff.),^ dass sie von Jemand geschmiedet worden 
seien, der wegen seiner Jugendjahre ein boses GoAvissen hatte. 

Blatt 9^ — 10"" wird von ein em Gediclite ausgefiillt, welclies 
aus 6 Strophen besteht (von je 3 Reimpaaren). Probe im Anhang. 
(An fang: A most careles content.) 

Blatt 10*' folgen in veranderter (anderer?) Handschrift 3 Stro- 
phen von je 3 Reimpaaren; moralisirende Liebesklagen bilden den 
Inhalt. Probe im Anhang. ( Beginn : Careless caste off ... ) 

Blatt ll'' in gleichen Scliriftziigen 5 Strophen (zu je 3 Reim- 
paaren). Probe im Anhang. (Beginn: I loved...) 

Blatt 11** folgt zunachst die 6. (Schluss-) Strophe zu dem vor- 
hergehenden Gedichte und dann folgen bis 

Blatt 12* filnf Sonette ilber die "vnhappie youth" und das 
"happy age." 

Blatt 12** enthalt 2 Gedichte: hapj) most hard where truth 
doth most beguyle, und: Loue by the beames of beaut}" settes 
on fyer. 
! Blatt 13" ein sechsstrophiges Schafergedicht (jede Strophe zu 

3 Reimpaaren): 

In a greene woode thicke of shade 
Sweete love there her greet feaste made. 

Blatt 13^ endlich ein Sonett, das seiner Form und seinem In- 
I halt nach iiber die anderen Gedichte der Handschrift hervorragt und 
I auch einen geringen Aufschluss ilber die Person des Yerfassers gibt. 
: Es ist ein "Abschied voni Hofe" und vom Hofleben, und wie das 
I beriihmte gleiche Gedicht Sir Walter Raleigh's, aus dem Herzen 

gcflossen und von jemand geschrieben, der mit Sehnsucht nach Ruhe 
; und nach dem schlichten, mensclilichen Yerkehr, den das Landleben 

gewiilu't, verlangte. 



1) Sieho die im Anliangc mitgetheilten Proben. 



Lxx Das Bright Manuscript. 

Da ja einmal Sonette von Sir Philip Sidney in der Handschrift 
stehen, ware es gar nicht unmoglich , dass audi diesera Gedicht ein 
Concept Sidney's zu Grunde gelegen hatte, das Original eines iins 
unbekannten Gedichts, etwa v. J. 1580, als er sich, durch den Earl 
of Oxford beleidigt, vom Hofe nach Wilton zuriickzog. 

Dies Sonett ist in einer etwas kraftigeren gothischen Schrift 
geschrieben und liier im Anliange ganz initgetlieilt. 

Blatt 14^ folgen 4 sechszeilige Strophen (von je 3 Keimpaaren), 
von denen zur Probe die 2 ersten im Anhange mitgetheilt sind. 
(Beginn: Statel}^ loue.) 

Blatt 14^, 15^ und IS'' sind leer gelassen, offenbar zur Ein- 
tragung anderer Gedichte. Auf 

Blatt 16* (im Ms. durch Nichtmitzahlen der leeren Blatter als 
15 bezeichnet) folgen 18 Verse zu je 2 auf einander folgenden 
Eeimen; vgl. den Anhang. (Beginn: All my senses...). Die Kiick- 
seite 16^ ist leer. 

Blatt 17* (nach der Zahlung des Ms. 16) folgen 4 Strophen 
von je 6 Yersen (3 auf einander folgenden Keimpaaren), iiber die 
Unveranderlichkeit der wahren Liebe; vgl. Anhang. (Beginn: Time 
changeth.) Die Riickseite 17*' ist leer gelassen. 

Blatt 18* (nach der Zalilimg des Ms. 17) ein Gedicht in der- 
selben Form Avie das vorhergehende ; vgl. den Anhang. 

Blatt 18^ ist leer gelassen. 

Blatt 19* (nach der Zahlung des Ms. 18) mit anderer Feder, 
aber wol von derselben Hand, in zwei Columnen ein etwas lang- 
athmiges Schafergedicht. ( Beginn : Neare Shep2:)lieard . . . ). 

Blatt 20* (im Ms. 19), 20" und 21* (im Ms. 20) fiiUt ein 
schwer leserliches Gedicht von 68 Versen in der Form der Lieder 
(aabccb) reimend. Grosart hat einen miihsamen und treuen Yer- 
such gemacht, dies zu entziffern ^ (1,45), aber Sinn und Zusammen- 
hang kann Niemand aus diesen Eeimen finden. 

Die Riickseite 21^ ist leer gelassen. 

Blatt 22* — 31^ (21* und 30^ der Zahlung des Ms.) folgen 
nun (also auf 20 Seiten) in einer etwas langgestreckten Handschrift 
die ersten 20 Sonette von Astrophel and Stella, in derselben 
Reihenfolge, in der sie in den altesten Quart- und Folio - Ausgaben 
gegeben sind. Die Art der Anordnung des einzelnen Sonetts ist die- 
jenige, wie sie sich schon in der altesten Folio - Ausgabe findet, d. h. 



1) Es ist dies das einzige Gedicht des BMs, welches er iiberhaupt beriihrt. 



Das Bright Mauusciipt. Lxxi 

die Octave in 2 vierzeiligen Strophen uiid das Sonett in 2 drei- 
zeiligen. Aiisserdem haben die Verse die Eigentliiimlichkeit, dass sie 
alle mit kleinem Anfangsbiichstaben beginneii \ind mit sehr inangel- 
hafter (fast mit uberliaupt keiuer) Iiiterpimction dahinfliessen. 

Dami folgen drei leere Blatter, niimlicli 32'' ii.^ 33' u/', 34' u.'' 
(in der Ziililung des Ms. einfach weggelassen) und auf 

Blatt 35" (im Ms. 31 bezeiclmet), mit gezirkelten Buchstiiben 
die Worte: 

Sweete Loue voutesafe to see the liuely jjicture of a carf^ 
minde, forlorne with grife, and ouertrubl'd passions 
Whose hai-te is vexed with continuall paynes lokinge 
for noe releefe nor Joy. 

Blatt 35** ist dann wieder leer, ebenso Blatt 3G"' und 37"', auf 

Blatt 38"* (nach der jetzigen Ziihlung 32) folgt dann das 8. Lied, 

mit der verblichenen Uberschrift: gt song). Dasselbe fiillt noch 

Blatt 38^ 39=^ ^ 40* (nach der jetzigen Zahbing des Ms. 32', 33*^", 
34*), und enthalt die im Anhange zu dieser Ausgabe abgedruckten 
3 Strophen, welche den Quartausgaben felilen. 

Blatt 40'^ und 4r (34'^ und 35*^ der Ziihlung des Ms.) sind 
Avieder unbeschrieben, aber auf Blatt 41*' und 42* (bez. 35** und 3(j*) 
folg-t mit halb diu'chgerissener Ubersclmft (Ele[uenth Song]) das 
11. Lied, welches den Quartausgaben ebenfalls fehlt; hier im An- 
hange zu finden. 

Blatt 42*^ bez. 36'') folgt (wie im Folio von 1598 u. ff.) das 
105. Sonett: Ynhappie Sight (im BMs: light). 

Blatt 43" (bez. 37*) Sonett 106: absent presence. 

Blatt 43* (bez. 37") Sonett 107: Stella since thou. 

Blatt 44* (bez. 38*) Sonett 108: When sorrow (Scliluss der 
Sonette, auch im fol. von 1598). 

Blatt 44^^ ist leer. Dann folgen im Ms. Spuren von einigen 
ausgeschnittenen Blattern. 

b) Die f berlieferuii^ der Sonette und Lieder aiis Astrophel and Stella 

im Bright Manuscript. 

Eine oberflachliche Yergleichung der Texte des BMs mit denen 
der Quart- und Folio - Ausgaben zeigt schon, dass der Text des Ms. 
mit dem des 1. Folio (v. J. 1598) in naherem Zusammenhange steht, 



1) Der Rest [ul?] ist bemi Beschneiden des Buehes weggeschnitten. 



Lxxn Das Bright Manuscript. 

als mit clem der Quartaiisgaben.^ Das zeigen schon die in den Quart- 
ausgaben fehlenden 3 Strophen des 8. Liedes, wie sie sowohl im 
BMs, als im Folio enthalten sind, audi das in den Quartausgaben 
ganzlicli fehlende 11. Lied, wie es liberhaiipt nur in dem BMs und 
dem fol. von 1598 (= fol^) iiberliefert ist. 

Eine genaue Yergleichung der Texte aber beweist diesen nach- 
sten Zusammenhang von BMs und fol^^ geradezu. Denn wenn der 
Text vom BMs mit dem des fol^ an den folgenden Stellen (an denen 
der des folj^ von dem des 1. Quarto wesentlich abweicht) iiberein- 
stimmt : 

1,9; 2,3[2].5. 6; 3,3.4.5; 4,4.10; 5,1.10.14; 7,4.6.7.12; 

8, 3. 4. 5. 6. 8. 9.11; 9, 2.5. 7.11; 10, 3.4.7.12; 11,4.5.6. 

11. 12; 13, 2. 4. 6. 8. 11; 13, 1. 4. 5. 12. 13. 14; 11, 3. 5. 12. 

13; 15,4.5.7.8.12.14; 16, 3.14; 17,2.4.8; 18, 1.3.9.11; 

19, 4. 10. 12; 20, 3. 7. 8. 10. 12. 13; 105, 5. 6. 8. 10. 11. 14; 

106, 6. 7. 14; 107, 5. 7. 8. 11. 12. 13; 108, 1. 3. 6. 7. 11. 12, 
so sind es nur die wenigen, unten nalier bezeichneten (et\va 22) 
Stellen, an denen der Text des BMs mehi' oder weniger von dem 
des folj abweicht. 

Dieser Zusammenhang diirfte wol nur auf drei verschiedene 
Arten erldaii; werden. 

1) dass der Ke visor des fol^ das BMs gekannt und benutzt habe. 

Diese Erklarungsweise wird sofort hinfallig, wemi man bedenkt, 
dass das BMs nur den Text von 24 der gesammten Sonette enthalt, 
so dass fiir die iibrigen 84 filr den fol^ nocli eine andere Quelle 
gedient haben miisste, und wenn man ferner die Art der im BMs 
an folgenden Stellen offenbar vorliegenden Copierfehler und Wortent- 
stellungen: 1,2. 1,8 (den urspriinglichen, spater im BMs selbst cor- 



1) Das Ms., welches Fi^aimce zu seinen Citaten in der Arcadian Rhetorike 
(vgl. I. Till. S. XL. Anm. 1) henutzte, zeigt ebenfalls die grosste Lbereinstimmung 
mit der Vorlage von fol^. Fraunce's Citate (er giht iiberhaupt nur Beispiele aus 
Sonett 1. [im 18. Cap.], 44. [eh.], 47. [im 29. Cap.], 89. [im 28. Cap.] und dem 
ganzen 7. Song [eb.]) stimmen meist mit M^: so 1, 1. 47, 12. 13. 14. 89, 6. 7. 
14; Song Yn, 1.4; 2, 4; 3, 1. 2; mit Qu^ nur 1, 2; selbstiindig schcint nur 
44, 8; Song YII, 8, 6. Wenn die Fi'auuce'sche Yoiiage iiberhaupt text- 
kiitisch ausschlaggehend ware, so Aviirde sie fiii- das Alter imd die Giite vom 
folj sprechen. — Auf Fraunce und seme Bedeutung fiir Sidney's Text liat 
zuerst Koeppel, Anglia X, 522 ff. hingeA\iesen. 

2) Derm mind ist nui- Schreibfehler fiir mine. 



Das Blight Mamiscript. Lxxiii 

rigirten Text); 2, 3. 10, H. 12, 2. 19, 3. 105, 1. 105, 12 1 bedenkt, 
welche beweisen, class BMs von einer geschrieheiifii Vorlage abluiiigig, 
diese haiifig gedankenlos al)schrieb. Und sollte der Reviser von fol^, 
wenn er, wie dies nothwendig anzunelinien ist (selbst ^vcnn or BMs 
gekaimt und benutzt liiitte), eine voUstiindigere Vorlage haltu, niclit 
nach dieser unmittelitar copirt und an den Stellen, wo diese Vorlage 
ihm unverstandlich war, nieht uuniittelbar seine Verbesserungen an- 
gebraclit liaben? 

Das Einschieben des BMs als eines Zwischengliedes zwischen 
folj und die Urvorlage ist soniit nieht gerechtfei*tigt. 

Dass nun 2) das BMs niclit von fol^ getreu seinen Text genonmien 
hat, zeigt einnial (a) die ganzlich von jener abweichende, bei weitem 
regellosere Orthographie , welche rait derjenigen der Briefe Sir Philip 
Sidney's zwar in einigen Fallen, z. B. der Schreibung hart iiberein- 
stinimt, aber im Grossen und Ganzen ganzlich von derjenigen Sir 
Philip's verschieden ist; (jedoch gebe ich zu, dass dies kein absolut 
sicherer Beweis ist); dann aber (b) das Auftreten von einigen Les- 
arten im BMs, welche zwar von denen des fol^ abweichen, aber mit 
denselben gieichen Werth haben,'- von denen aber die Annahme aus- 
gesclilossen erscheint, dass der Abschreiber sie einfach gegen die 
Lesarten seiner Vorlage (folj verbessert habe, denn der Sclireiber 
verfuhr (vgl. 1,2 u. s. f., oben) zu wenig selbstandig, uni die An- 
nahme einer bewussten, kritischen Verbesserung eines ihm vorliegen- 
den Textes zu rechtfertigen. 

3. Somit l)leibt zur Erklarung der gemeinsamen Lesarten von 
BMs und fol^ niu* noch eine Annahme iibrig, welche die einfachste 
ist: dass namlich fol^ und BMs aus derselben Quelle schopf- 



1) An dieser Stelle hatte der Verf. des BMs ehe er: youi- sti'ife resist 
coiTigirte, zwei Zeilen zu tief bhckend: driue so fast hingeschneb(,'n ; dann aber 
lichtig copiit. Es zeigt diese Stelle, dass das Ms. nicht etwa dictiit, sou- 
dern mechanisch copht ist. 

2) 10,2 (arguing; fol,: brabbling); 13, 13 (the; fol, : these); 13,4 (talents; 
folj: talons, besser); 10, 10 (lookst; fol^: looktst); 10, 12 (cowching; zu crow- 
ching); 10, 14 (into the heart; fol^: her hartj; 19, 14 (thy [wie auch im QuJ 
zu youi'); 20,13 (ghstering; folit glisteiings) ; 15, 14 (thereabout; folj: there- 
abouts); 16, 8 (by my loue [wie aueh im QuJ; folj: ray soide). Wir geben 
aber zu, dass BMs 10, 12 und 13, 4 vielleicht uui- falsch sein Original 
copiiie; die selbstiindigen Lesarten helmet (13,8) und Alablaster (9,2 [so auch 
QUj und Qg]) sind ohne Belang, und mogen nur in der Orthographie des 
Schi'eibers ihren Grund haben. 



Lxxiv Die Quai'tausgaben des Jalnes 1501. 

ten,i class aber BMs fliichtiger verfiihr, als der sorgfaltig 

(auch die Lesarten des Qii^, s. unten) erwilgende Revisor 
von folj.2 



2. Die ftiiartaiisgabeu des Jahres 1591. 

Im Jalii'e 1591 erscliienen drei Qiiartaiisgaben der Astropliel- 
Sonette, von deiien zusainmen dem Yerf. 7 Exemplare bekannt sind. 
Die erste Ausgabe (Qui) tragt den Titel: 

Syr P. S. 

His Astrophel and Stella. 

Wherein the excellence of sweete 

Poesie is concluded. 

(•■•) 

To the end of which are added, sundry 

other rare Sonnets of diners Noble 

men and Gentlemen 

(*) 

At London, 

Printed for Thomas Newmann. 

An?io • Domini • 1591. 

Sie enthalt auf 44 Blattern bis Seite 61 (G3) von den Astro- 
phel- Sonetten alles,^ was im Text der gegenwartigen Ausgabe ent- 
halten ist, wird aber auf Blatt 2 if. von einem Yorwort Thomas Nash's 
eingeleitet (To the worship full and liis very good Freende, Ma. Frauncis 



1) Yon sammtlichen angefiihi-ten Stellen, wo fol^ von BMs alnveicht, ist 
nur 9, 13 im fol^ ein Druckfehler festzusteUen (mind Mr mine; myne: BMs). 

2) Oder doch aus Voiiagen, welche auf dieselbe Quelle zuriickgehen. 

3) Mit Ausnalmie des zuerst im fol. von 1598 abgedruckten (37.) Sonetts 
My mouth doth water etc., und den ebenfalls erst doii abgedruckten Stropheu 
des 8. Liedes (Nr. 18 — 25), und des 10. Liedes (Strophe 5 — 7) und dem ge- 
sammten 11, Liede (das iin BMs enthalten ist). Auch die im Qu^ fohlenden, 
d. h. offenbar durch Fliiclitigkeit weggelassenen Yerse 19,8-, 30,8 9; 44, 12; 
63, 9; 85,13/4 sind in gegenwaiiiger Ausgabe nacli Qu., erganzt. Das Fehleu 
dieser Yerse hat weder Grosart noch Ai'ber bemerkt. 



Die (^Liartausgabcn dc;i JaliR's 15'Jl. Lxxv 

Flower Esqiiire, increase of all content; vgl. den Abdi-uck dersolbon 
im Anliang) und enthalt von Seite G2 an 

Poems and Sonets of Sundrie 
"•^ other Noble men and gentlemen, 

namlich Sonette und Gediclite von Daniel und dem mit E. 0. abge- 
klii'zten Eaii of Oxford. 

Auf Seite 80 nocli ein Abscliiedsgediclit (von 12 Verscn), walir- 
sclieinlicli von Nash selbst. 

Das einzige bekannte Exemplar dieser Ausgabe ist in dor Grcn- 
ville Librar}^ (Nr. 11543), im Britischen Museum (ein Exemplar, 
olme Titel, zu Penshurst; ein unvollstandiges in Trinity Coll., Cam- 
bridge). 

Die zweite Ausgabe, mit dem Titel: 

Sir P. S. His 

Astrophel and 

Stella. 

Wherein the excellence of sweete 
Poesie is concluded. 




At London 

Printed for Thomas Newman. 

Anno Domini • 1591. 

enthalt auf 32 Bliittern (d. h. liis zum Schluss von Seite 61) ohne 
die Vorrede zur ersten Ausgabe, von Seite zu Seite dieselben Sonette 
wie Qu^ (s. jedoch NB. auf S. 26), den Text jedoch in der unten 
angegebenen AVeise revidirt. 2 Exemplare dieser Ausgabe siud be- 
kannt. Das eine in der Grenville Library (im Brit. Mus., Nr. 11544), 
das andere (ehemals in der Bright- Corser Samnilung) in der Huth 
Library. 

Die didtte Ausgabe aus dem Jahre 1591 endlich (Quy), (ein 
druckfehlergeti'euer Abdruck von Qui,^ vgl. unten) tragt den Titel: 



1) Jedoch die Sonette von Seite zu Seite mehr zusammengedrangt , so 
dass das letzte Sonett im^ Qu^ auf S. 44 steht, im Qu^ (u. Qug) auf S. 45. 
Schon die 1. Seite des Qug enthalt 5 Verse mehr, als die erste von Qu^ 
(u. QU2) u. s. f. — Auch die 7 im Qu^ fehlenden Verse sind im Qu^ nicht 
erganzt, soudorn gewissenhaft weggelassen! 



Lxxvi Die Quartausgaben des Jahres 1591. 

Syr P. S. 

His Astrophel and Stella. 

Wherein the excellence of sweete 

Poesie is concluded. 

(•••) 

To the end of Avhich ai^e added, sundry 

other rare Sonnets of diuers Noble 

men and Gentlemen. 

(••■) 

Justitia 

auf 

einer 

Weltkugel. 

At London 

Printed for Matthew Lownes. 

[1591].! 

Yon diesem Druck sind zwei volistandige Exemplare vorhanden, 
das eine in Privatbesitz zu Britwell (Mr. Christie ^liller), das andere 
ehem. im Besitze von Edmund Malone, jetzt in der Bodleian Libr., 
Oxford. 

Schliesslich findet sich noch in eineni von Arber diu'chgesehenen 
Sammelbande von Kupferstichen und alten Titelseiten in der Harl. 
(Nr. 5963, und daselbst als Nr. 380) ein vollstilndiger Titel, der 
genau mit dem des Oxforder Exemplars iibereinstimmt und das 
Datum ebenfalls nicht gibt. 

tJber die Grescliichte der zwei ersten Quartausgaben (denn die 
der dritten kommt nicht in Betracht, da dieselbe ein einfacher grober 
Nachdruck der ersten ist) liisst sich mm einiges nachweisen, was bei 
der Beurtheilung audi ihres textkritischen Werthes nicht olme Ge- 
wicht ist. Jedenfalls wol die erste dieser beiden Ausgaben, also die- 
jenige mit Nash's Yorrede, hat nur ein km^zes Dasein gefristet, denn 
am 18. November 1591 wurde sie nach Stationer's Hall geschafft 
und dort dem Yerleger weggenommen. 



1) Nur in Mr. Christie Miller's Exemplar cnthalteues Datum. In dem 
Oxforder Exemplar handschriftlich dazu eiganzt [1591]. — Ilazhtt uinimt (ohne 
Quelle anzugeben) das Jalir 1595 an, vgl. Handbook of E. E. Poetry, s. v. 



Die Quartausgaben dps Jahies 1591. Lxxvii 

Wir finden (in Arber's Neiidmck der Geschaftsbiicher der Sta- 
tioner's Company 1, 555; 262'') die Eintragung: 

Item paid tlie xviij of Sept. for car- 
ryeinge of Newmans bookes to 
the hall iiii.j''. 

Item paid to Jolm Wolf when he 
lyd with an an swore to my 
Lord Treasurer beinge with her 
Maiestie in progress for the taking 
of Astrophell and stella . . . . xv\ 

Der walu'e Grund zu diesem ganzen Einschreiten Burleigh's 
liegt auf der Hand. Newman's Ausgabe war unternommen worden 
ohne den AYillen der nachsten Yerwandten Sir Philip Sidney's (und 
liier kommt wol zimachst nicht dessen Wittwe/ sondern die edle 
Grafin von Pembroke, seine Schwester, imd sein getreuer Sir Fulke 
GreviUe- in Betracht), und hatte (wenn es die erste Ausgabe war) 
besonders gerade bei diesen Anstoss erregt diu'ch die taktlose Yer- 
bindung der Sonette Sir Philip Sidney's mit denen seines Erzfeindes, 
des Grafen von Oxford. Auch Samuel Daniel mochte unzufrieden 
sein, dass seme Sonette hier zum ersten Male als Beigabe unter das 
Publicum kamen, und auch Thomas Nash's Yorwort mit seinen 
Schmeichelreden gegen die Grafin von Pembroke mochte derselben 
nicht angenehm gewesen sein. 

Ein letzter Grimd ist jedenfalls auch dabei mit im Spiele gewe- 
sen, und das ist der, dass der Text dieser Ausgabe mit seinen zalil- 
losen Druckfehlern , Yersehen und sogar Liicken nicht die Billigung 
derer haben konnte, welche die Gediclite in der besten, vielleicht gar 
der eigenhandigen Niederschrift kannten. 

Das bewog die Grafin von Pembroke (denn um diese handelt 
es sich wahrscheinlich hauptsaclilich), sich an die Konigin und an 
Burleigh zu wenden, und letzterer setzte natiuiich leicht das "taking 
in" der Exemplare durch. 

Da nun aber aus demselben Jahre, und zwar aus demselben 
Yerlage eine andere Ausgabe der Sonette auf uns gekommen ist, 
welche 1) die Liicken der erstern Ausgabe (s. oben die Angabe der- 



1) Die sieli ja liiugst wieder verheirathet hatte. 

2) Welches Interesse Sir Fiilke auch sonst am Texte der Schriften seines 
Freundes nahm, zeigi sein Brief vom Nov. 1586 (State Paper Off. Dom. 195, 33). 



Lxxvm Die Arcadia von 1598. 

sdben) ausfullt; 2) einen Theil der Druckfehler derselben beseitigt 
(andere allerdings wieder neii liefertl); 3) Lesarten bringt. -seiche 
von denen der ersten Ausgabe wesentlicli abweichen; imd endlicli 
4) die Gedichte des Earl of Oxford weglasst, so ist tein Gnmd, 
w-ariim man sich der Annahme entgegensetzen sollte, dass diese Aus- 
gabe ein Yerbesseriingsversiich der ersten ist, eine zweite genau 
dnrchgesehene Ansgabe. 

Schliesslich finden sich in Quo an verschiedenen Stellen- ausschlag- 
gebende Ab^^reichnngen voni Texte der 1. Ausgabe, welchen wir in 
der Ansgabe der Sonette Yom Jahre 1598 wieder begegnen; und da 
diese letztere Ansgabe zngestandenermassen mit Beihilfe von Sidney's 
Sch wester znstande kani, so ist man zur Annahme berechtigt, dass 
die Andenmgen znr 2. Quartausgabe nach einer Yorlage gemacht 
wnrden, welche mit der Yorlage zn eben dieser Ausgabe von 1598 
zusammenhangt. 

Ehe nun zu einer genauen Prufnng der Texte geschritten wird. 
ist es nothig, anch diese dritte nnd letzte Ansgabe von wesentlicher 
Bedentnng zn schildem. 



3. Die Arcadia you 159S. 

Die Ausgabe der Arcadia von 1598 ist die dritte des eisrent- 
lichen Romans, aber die erste Ansgabe der gesammelten "VYerke, welche 
die Sonette enthalt. Der Werth dieser Ansgabe schliesslich fur alle 
Zeiten besteht darin, dass ihr die Grafin von Pembroke ihre Beihilfe 
gewahrte, und dass sie jedenfalls mit Plan und Sorgfalt herausgegeben 
wiu'de. Das mit H. S. unterzeichnete Yorwort sagt ausdriicklich : 

To the Reader. 

The disfigured face, gentle Reader, wherewith this \Yorke not 
long since appeared to the common view,^ moved that noble Lady, to 
whose Honour it was consecrate<l , to whose protection it was com- 
mitted, to take in hand the wiping away those spots wherewith the 
beauties thereof where unworthilv blemished. 



1) Die Angabe "This Worke" zeigt deutlich, dass die eigeiithcbe Arcadia 
(in Shren beiden ersten Auflagen) gemeint war; von den Gedichten (die in 
jenen Ansgaben ja gar nicht mit erschienen waren) ist nichts gesagt. 



« 



Die Arcadia von 1598. T . VXTT 

Der Titel dieser Gnmdausgatte von Sidney's Werkon lautet: 

The 

Conntesse 

of Pembrokes 

Arcadia, 

Written by Sir 

Philip Sidney 

knight 

Now the third time 

published, -with sundry new additions 

of the same author. 

London. 

Imprinted for William Ponsonbie. 

Anno Domini • 1598. 

Sie enthalt (wie schon die erste Quartausga]>e der Areadia, 1590) 
den Widmimgbrief Sidney's an seine Schwester (To my deare Lady, 
and sister . . . auf dem 2. Blatt, § 3) ferner das schon ol»en orwahnte 
Yoi-wort von H. S. imterzeichnet (§ 4a u. b), imd schliesslich auf 
576 Folioseiten genau dassell>e, was (mit veranderter Orthographic 
und anderen unwesentlicheu Andenmgen) sammtliche spater erschie- 
nenen Folioausgaben bringen.^ 

Da diese Ausgabe jedoch als Muster gilt, sei hier ihr Inhalt 
tiu-z angefuhrt (die Zahlen sind diesell^en wie in foL 1605 u. 1613): 



1| Wir geben, aLs schou ausseriich ein Bild ihrer Abhiiugigkeit gebend, 
eine Ubersieht der Seitenzahlen: 

1605 (the 4*^ time pub^) Imprinted for Matthew TjC.wnes 576 SS. 
1613 (nennt sich auch the 4^ time pub**) 576 , 

imd mit anderer Anordnung des Textes auf den einzehien Seiten (denn die 
Reihenfolge der einzelnen Stacke ist dieselbe gebUeben) 

1621 (SoM^ the fift time pubhshed. DubUn, Printed by 

the Societie of Stationers. Cum Privilegio . . 588 SS. 
(Diese Ausga^be ist die mit Sir W. Alexanders Erganzung *'of a defect in 
the third part of this History".) 

1623. London Imprinted by H. L. for Matthi-w Lownes 

(the Sixt Timei 588 SS. 

Seit der Ausgabe von 1629 (welche sich selbst die 7. nennt) erschienen 
die Werke mit Sir Richaid Behngs 6. Buche, auf 624 SS. (ebenso die Aus- 
gaben 1633. 1638. 1662. 1674); mir war die 8. Auflage ("m Wirklichkeit der 
12. Druck von 1633 [London, bei S. Waterson und R, Young]) bestandig zur 
Seite; dieselbe hat 624 SS. und bietet den Text, w^cher bis auf unsere Zeit 
als derjenige gelten kaun, naeh dem gewohnhch citirt wird. 



Lxxx Der Text der Sonette in den beiden Quartausgaben 

S. 1 — 471 Buch 1 — 5 der Arcadia (Schluss: The end of the fifth 

and last booke of the Arcadia). 
S. 472 — 490 Certaine Sonets written by Sir Philip Sidney: Neiier 
before printed. 

(Hier folgen die ini fol. 1633 auf S. 520 — 539 gegebe- 
nen Stucke in derselben Eeihenfolge; allerdings felilt in der 
Ausgabe von 1G33 "The fire to see my wrongs" S. 473 des 
fol. 1598.)! 

Der Schluss der Gedichte: 

Splendidis longuni valedico nugis. 
S. 491 — 518 die Defence of Poetry. 

S. 519 — 569 Astrophel and Stella (die einzelnen Sonette nunie- 
rirt und die einzelnen Lieder [Songs] eingestreut, und zwar 
das 1. Lied nach dem 63. Sonett, 
„ 2. „ ., „ 72. ,, 

,, o. ,. .. ,, oo. „ 

„ 5/9. „ „ „ oD. „ 

„ iu. „ „ „ y^. „ 

„ 11. „ „ „ 104. „ (iind zwar im folj 

zuerst gedrnckt). 
S. 570 — 576 Her Most Excellent Majesties Walking in YYanstead. 



4. Der Text der Sonette in den beiden Qnartausgaben 

nnd dem Folio Yon 1598. 

I. 

Eine Yergleichung der drei Texte, die wir im folgenden der 
leichteren tlbersicht halber 

Qiii=-A, Qu2 = B, fol. 1598 = C 
bezeichnen, ergibt, dass hanfig der Text von A in B verandei-t 



1) Auc'h in der Dublinor Ausgabe 1621 unter den Cei-taine Sonets wog- 
gelassen; dagegen an seiner Stelle im 8. Buche der Arcadia abgednickt (in 
der Ausgabe von 1683: p. 284). Die Arcadia von 1598 druckt das Gediclit 

zweimal, 

1. im Text des 3. Buches der Arcadia p. 289; 

2. unter den Cei'taine Sonets p. 478, 

und zwar auf S. 473 mit dem merkwiii'digen Druckfehlor (v. 9): a lonely (wo- 
fiir p. 289) liclitig all onely; si)atere Ausgaben: alonely (von Grosart nicht 
bemerkt). 



imd dem Folio von 1598. Lxxxi 

wurde unci in C in derselben Yerandernng angetroffen wird, dass 
aber fast ebenso haufig der Text von A in B boibehalten und erst in 
C verandert wurde, und dass schliesslich an wenigen Stellen jeder 
der Texte in A, B und C von dem der anderen Ausgabe abweicht. 
Die Tafeln werden dies am iibersichtlichsten darthun und fiilu-en auch 
nebenbei zu dem merkwiirdigen Ergebniss, dass B nach dem 96. So- 
nette (obwol in der Orthographie der einzelnen Worte abweichend) 
keine Lesart mehr mit C gemein hat, sondern vollig mit A iiberein- 
stimmt; eine Beobachtung, die zu dem Schlusse berechtigt, dass der 
Corrector von B entweder keine neue Yorlage melir liatte, oder mit 
der Lesart von A zufrieden war (was einen ferneren Schluss auf seine 
Arbeit zulasst, da vom 96. Sonett an noch oin Dutzend grober Druck- 
feliler von A in B niclit verbessert sind). ^ 



n. 

Tafel derjenigen Stellen, an denen der Text jeder der di-ei Aus- 
gaben ein verschiedener ist. 

5,5. A: eyes are bound to seme 

B: „ „ found „ „ (Druckf von B?) 

C: „ „ formd „ „ 

11.12. A: in her brest to peepe, a lowting lyes 

B: „ „ „ bopeebe, or touching ^ (Druckf. von B?) 
C: „ „ „ „ or couching „ 

[(Bright Ms:) „ „ „ ^ ., cowching ^ ]. 

12, 2. A: that from her looks thy dimnesse now scapes free. 
±>: „ „ yi „ „ ciay-nets „ „ „ 

C: „ „ „ lockes ^ daunces none „ „ 

15,8. A: and wit disguised sing 
B: and deuised wit do sing 
C: and denisen'd wit do sing (auch Bright Ms.). 

20, 10. A: And staid to see the prospect of the place 

B: „ „ pleasd with „ „ „ „ 

P- flip 

26.13. A: who oft bewraies my after following case 
x> I „ „ loiesee y^ ^ ^ y^ 
C: „ „ fore-iudge „ „ „ race. 

48,7. A: Let not mine eyes be bhnded from that light 
B: „ „ „ „ „ driuen „ ^ 

C: ,, „ „ „ „ hel driu'n „ - „ 



1) Die hierzu gehorige Tafel steht S. CII dieser Einleitimg. 

Fliignl , Sidney. I 



LXXXII 



Die Texte der Sonette in den beiden Quaiiausgaben 



49, 14. A: that in the manage I my selfe delight 

B: „ „ „ y, myselfe do take delight 

C: „ „ „ ^ ^ take delight. 

53 , 3. A : "While people shoutes , indeede I must confesse 
B: While that the peopls showtes: I must 
C: "While with the peoples shouts, I - - 

53,9. A: who hard by through a window sent her light 
B: ^ - „ 7, n -n sent forth light 
C: „ „ „ made „ „ send - ^ 

58, 14. A: Euen those sad words a ioy to me did breede 
B: „ in sad mee, ^ „ _ ^ _ 

C: „ those sad words, euen in sad me did brood. 

70,9. A: shewe the force of delight 
B: shew the height of „ 
C: y, thou _ - „ 

79.12. A: Poor haps first wealth, a pledge of promised weale 
B: „ hopes „ -. , a stage , ^ _ 
C: „ , „ „ ostage 

87,8. A: And her sad wordes my sad deare sense did heare 
B: „ „ „ - - sadded ^ _ _ 

C: „ ^ „ ^ „ saddest > _ _ 

88. 13. A: In heart my sight and Louf both couj)led be 

B: „ „ r V Ti fl "ow 

C: „ „ both „ „ ,, „ _ - 

95 , 2. A : your best fiiend 

B: „ least . (Druckfehler?) 
C: „ left . 

[103, 3. A : loue's liuery 

B: loue's „ (Di-uckfehler?) 
C: loye's „ ]. 

"Wenn man tlie Abweichungen des Textes A nun ins Auge fasst, 
leuchtet es auf den ersten Blick ein, dass derselbe in einer so fluch- 
tigen Weise gedriickt ist, dass es ein Gliick ist, dass C als Vtestan- 
diges Yerbesserungsmittel seiner Yei-sehen vorliegt, dass A aber keine 
einzige schleclite Lesart darbietet, welche nicht sich sofort als Flfioh- 
tigkeit kennzeichnet und leicht verbessert Averden konnte. 

Hier folgt eine Liste der haiiptsaolilichsten, zum Thoil sinnlosen 
Yersehen dieses Textes: 

10,5: vnusde to thee statt inside to see (CB). 

8: leauo thou „ leaue lou[e] (BC). 

13: off.M-ed (AB) „ offeredst (C). 

11,10: lookst (AB) . looktst (C). 

13,2: loue and Mars in louo ., loue Mars and Louo (CB). 

13,14: scarcely (AB) , seantly (C). 



iind dem Folio von 1598. 



Lxxxin 



14.13: 


loost true cliastitie 


statt 


loose vnchastitie (BC). 


19,12: 


proue 


V 


prop (BC). 


15,12: 


you name (AB) 


7) 


your name (C). 


20,6: 


farre leueU (AB) 


V 


faire (C). 


21,9: 


Mars 


V 


March (BC). 


24,9: 


who (AB) 


•n 


whom (C). 


25,8: 


Suiiune (AB) 


1) 


Sunne (C). 


28,5: 


see (AB) 


•n 


say (C). 


38,5: 


hart 


T) 


harke (BC). 


42,14: 


best (AB) 


V 


be (C). 


43,9: 


his eye 


V 


he is (BC). 


45,5: 


Hermes late 


V 


healing (BC). 


52,10: 


lie 


n 


he (BC). 


53,4: 


euen (in A und B) auE 


)gelassen. 


58,6: 


as his strongest lined 


fill- 


at his . . . 




(BC: with strongest reasons Hned.) 


67,3: 


J To raigne (A) 
\ The raig-ne (B) 


statt 


The niine (C). 


68,8: 


Set by thy wrath 


V 


Fed by thy worth (BC). 


14: 


annoy [in Folge von 8] 


m 


eujoye (BC). 


70,4: 


loues Cupid 


V 


loues Cup (BC). 


78,5: 


harmes (AB) 


V 


harme. 


7: 


heart (AB) 


V 


hui-t. 


82,3: 


whose (A) 


V 


who (BC). 




lockt (A) 


•n 


lookt (C). 


94,6: 


wit (A) 


•n 


now (BC). 


96,1: 


Though (AB) 


n 


Thought (C). 


12: 


sights (AB) 


V 


side (C). 


99,7: 


might (AB) 


•n 


night (C). 


9: 


chirpe aire (AB) 


V 


chirpe (C) 




(das aire einfach wiederholt). 


100,11: 


sightd out words (AB) 


Statt 


[sighed] out (statt dessen C : sobd). 


101,4: 


brings itseLfe (AB) 


•n 


brags itselfe (C). 


102,3: 


No (AB) 


V 


The (C). 


5: 


yermillion eies (AB) 


71 


dies (C). 


106,4: 


saw (AB) 


V 


say (C). 


5: 


cleare (AB) 


•n 


cheere (C). 


107,12: 


For... of (AB) 


•n 


on . . . oft (C). 


108,1: 


Siers (AB) 


n 


fiers (C). 


Aus 


den Liedern: 






5. Lied 


^3,2) thought (A) 


statt 


though (C). 


7. . 


[1,4) Uttle (A) 


V 


title (C). 


9. . 


(5,4) to YS (A) 


n 


eawes (C). 


9. . 


(6,3) Muse see (A) 


V 


must see (C). 



Die Fliichtigkeit des Dnickes von A (imd haufig die imgriind- 
liche Art, mit der B die Yersehen von A beibehalt) geheii aus dieser 
Tafel hervor; Versuche, mit einer venuigliickten Lesart eineii Sinn 



Lxxxiv Die Texte der Sonette in den boiden Quartausgaben 

zu verbinden, konnten in wenigen Fallen (z. B. 94, 6) vorliegen, 
jedoch liegt die Annahme naher, dass auch diese Falle einfache 
Yersehen des Setzers waren. Besonders komisch ist es, zu beob- 
achten, wie der Setzer mit der classischen Mythologie auf schlech- 
tern Fusse steht; er mochte gern recht mit mythologisclien Namen 
prunken (21, 9; 45, 5; 70, 4; im 9. Liede 6, 3), aber verdirbt mit 
seinem Mars, Hermes, Cupido, und den Musen den ganzen Sinn; und 
Avo es sich um Narciss handelt, der allerdings von Sidney nicht mit 
Namen angefiihrt wird (82, 3), sperrt er^ denselben in ein "Wasser- 
glas (lockt in a watry glasse!), statt ihn in den fliissigen Spiegel 
schauen zu lassen (in C)! 

Wenn man den Text von B naher betrachtet, findet man, dass 
seine Abweichungen von A 1) einmal in neuen Druckfehlern bestehen,- 

2) dann in Yerbesserungen , die derselbe mit C gemein hat (siehe 
Tafel 1), also wahrscheinlich aus derselben Yorlage wie C schopfte, 

3) und schliesslich , jedoch nur in sehr Avenig Fallen, in Lesarten, 
die er ganz allein bietet und deren Quelle nicht nachweisbar er- 
scheint. Diese letztere Gruppe von Lesarten muss nun zuniichst 
untersucht werden. Sie setzt sich ausser den auf Tafel 2 gegebenen 
Fallen noch aus don folgenden zusammen: 

7,14. B: which fur who (AC). 

15,8. s. TabeUc II. 

16,3. B: soone fiir then (AC). 

28 , 3. B : for good now doe not . . . , mildernd fiir : for God's sake 
doe not . . , (AC). 

38,13. B: Conclude anew fiir Cald it anew (AC). 

40,11. B: wreake fiir wreaks (C), wrecks (A). 



1) Ubiigens dieser Fehler von B copiii. Dass die Mythologie leieht 
ein Stein des Anstosses wai", zeigt auch C (63, 9): now I do Paean sing 
(B; in A ist die Zcile voni Setzer [aus Fliichtigkeit oder weil er sie nicht 
verstand'?! weggelassen), wird daselbst zu lo (cursiv gesetzt); dieselbe cursive 
lo finden wir in A (und im 3. Quaiio getreu copirt) auch 69, 11: I, lo, I may 
say; und statt der Oceans of delight (B), steht 69,4 in A: Ouans of delight. 

2) 3,5 statelyee fiir s... Iyer; 5,5 (found fiir bound. A; fornid: C); 8,3 
(wo das were geblieben ist, jedoch nach der Fassung von B der Sing, verlangt 
war); 8,8 (preachd fiir pearchd); 9,5 (romes fiir comes); 11,12 (touching fiir 
crouching); 21,6 (giers fiir yeers); 22,13 (dainties fiir daintiest); 23,6 (deem'd 
fiir deeme); 33, 13 (pnnisht fiir punisht); 43, 4 (easeful! fiir easeful); 51, 14 
(vnfuted fiir vnsuted); 55, 1 (whole fiir holy); 60, 1 (durssed fiir cursed); 
62, 1 (piue fiir pine); 65,, 5 (hou fiir tliou); 71, 10 (doth fiir dost); 75, 4 (no 
fiir on); 76, 14 (mee her fiir meeker); 79, 5 (sight fiir fight); 95, 12 (least fiir 
leaft); 103, 3 (loues fiir loues). 



s. Tabelle E. 



und clem Folio von 1598. Lxxxv 

45,13. B: some tliriso sad Tragacdie fiir sad (AC). 

46.8. B: to feede on fiir of (AC). 
47,12. B: there fiir here (AC). 

48,7. 
53,3. 

56,14. 

65, 6. B: growne now so to be wise fiir growno now so too too wise (AC). 

72,1. B: mine fill" my. 

79,12. s. TabeUe H. 

82,5. B: that fiir which (AC). 

85.9. B: eye (im Eeim auf tye) fiir j^^^g | (AC). 

87 ,4. B : By Yron lawes fiir By Stellaes lawes (AC). 
87,8. s. Tabelle H. 

Und aus dieser geringen Anzalil von Lesarten, die B als selb- 
standige in Anspruch nehmen konnte, sind eigentlicli nur (3 von 
wirklicher Selbstandigkeit (16,3; 28,3; 45,13; 38,13; 65,6; 87,4), 
aber geringer Bedeutiing, so ansprechend manches daran sein mag; 
und dasselbe gilt von den auf Tabelle II aus B angefuhrten Lesarten. 
Diese zeigen nur, dass B (oft mit seineni rhythmischen (jefiihle) aus 
seiner neuen Vorlage und deni alten Texte einen neuen liefert, der 
weder besser nocli schlecliteri ist, als der von A oder seiner auch 
bei C verwendeten Yorlage. Dass diese in solchen Fallen neu gelie- 
ferte Lesart von B wirldich den ersten Text Sidney's gabe, ist nicht 
sehr wahrscheinlich , obwol das Gegentheil nicht bewdesen vverden 
kann, da die Gedichte in seineni eignen Autograph nicht auf uns 
gekommen sind. 

m. 

Was nun endlich den Text der Sonette in der Folioausgabe - 
der Ai'cadia von 1598 anlangt, so zeigt schon die Thatsache, dass er 
jedenfalls mit Wissen imd Willen der Grafin von Pembroke heraus- 
gegeben wiude, dass er zuverlassiger ist, als die Texte der Quart- 
ausgaben. Denn wenn der Yerleger der letzteren, Newman, sich 



1) Doch kommt dieser Fall entschieden audi vor, z. B. 53, 9. 

2) tJber den Text des 3. Quartos kann man getrost hinweggehen, der- 
selbe ist ein genauer, gewissenhaft selbst die Druckfehler copirender Abdruck 
von A. Eigene Lesarten bietet er gar uicht, wol aber an folgenden Stellen 
ueue Druckfehler: 

22, 4. 7 (wo er aus dem Fannes von A [B] Faunes macht ! Die Mytliologie ! 
24,11 (came fiir can); 26,1 (Thought fiii- Though); 31,9 (Them fiir Then); 
69, 1 (lo fiir to) ; 90, 8 (grauen fiu- graued) ; 98 , 3 (stand fiir staind). 



Lxxxvi Die Textf3 <h'V Sonott*; in don \>('\(\('n Quartausgaben 

jedenfalls giite Hand schrif ten und Vorlagen der Sonette zu verscliaffen 
gewusst hatte, die jedenfalls niir aus dem Freundeskreise Sidney's 
hatten zu ihm dringen konnen, so musste Sidney's Schwester, die in 
so engem und herzlichem Yerkehr mit ihrem Bruder gestanden hatte, 
die allerbesten Texte, oder gar die allerbeste Vorlage, namlich das 
Originalmanuscript zur Yerfiigung stehen. 

Wenn man nun den in ihrer Ausgabe gegebenen Text mit dem 
der friiheren Ausgaben vergleicht, so fallt denn auch zunachst auf, 
wie glatt sich die einzelnen Sonette lesen, Avie sie verhaltnissmassig 
sorgfaltig interpungirt sind und wie man in ihr vergeblich eine seiche 
Unmasse von Druckfehlern sucht, wie in A. ^lan findet in dieser 
Ausgabe ein neues Sonett (das 37.) gedruckt, welches eine gefalir- 
liche Anspielung auf Stella's wirklichen Namen enthiilt und in seinein 
Taktgefiihl von Sidney" jedenfalls niir seiner Schwester mitgetheilt 
worden war (und so den Weg nicht durch litterarische Freunde zu 
Newman gefunden hatte), und aueh ein neues Lied (das 11.) findet 
man zugefiigt;! es mochte wol im Ms. gefunden worden sein, viol- 
leicht ursprilnglich fiir oin oingeschobenes Lied in dor Arcadia be- 
stimmt, wurde cs nun nadi dem 10. Liede einfach eingereiht. 

Aber schon dor Umstand, dass die Sonette sich ganz in der- 
selben Reihenfolge linden, wie in don (Juai*tausgaben, ersveist, dass 
die Vorlage nicht wesentlich verschieden von der jener Ausgaben 
sein konnte (oder dass vielleicht gar dio Keihenfolge jener Ausgal»e 
in der neuen beibohalten wurde); un<l wiihrend allerdings die Zahl 
dor offenbaren Druckfehler eine geringe ist, zeigen sich doch I^sarten 
von hochst zweifelhafter Autoritiit, Lesarten, welche dergestalt den 
entsprechenden (meist nur) der ersten Quartausgabe - an AVerth nach- 
stehen, dass beinalie der Yordacht entsteht, die Revision der Gralin 
oder ihrer litterarischen Heifer („H. S.'') sei doch keine wesentliche 
gewesen. 

Da nun scliliesslich gerade an den (allerdings ja nur sohr woni- 
gen) SteDen, wo die liosart von C giinzlich an Worth unter der von 
A steht, B mit C iibcreinstimmt, nimmt dor Yei-daeht gegen die 
Treuc des neuen Textes noch eine bestimmtere Gestalt an: dass 
niimlich (allerdings nicht sicher, sondern nm* hochst walu*schein- 



1) Das 11. Lied iindot sich auch im BMs. — Die iu folj ziicrst godniok- 
tcn Stroplieu der Songs siehe auch S. 03 des folgendeu Textes und LI. Anm. 1 . 

2) Die 2. Quartausgabe stimmt in deu meisteu iheser Fiille mit C iiber- 
ein und zeigt so ein wirkhches Zuriickgelien A gegeuiiber. 



imd dem Folio von 1598. Lxxxvn 

lich) C einfach den Text von B zu Gruncle legte, ohne nochmals auf 
den Urtext ziu'tickziigehen. 

1) Die Stellen, wo C offenbare Druckfehler zeigt, sind die 
folgenden : 

9, 13 statt mine (A u. B) hat C: mind. 

15,8 „ deuis'd (B) ^ C: denisen'd. 

17,4 „ place (A) ^ C: pace (wie B u. Bright Ms.). 

39,14 ^ else rare Stellaes (A) „ C: elsewhere (wie B). 

58,3 „ giddie steps (A) „ C: guided (wie B). 

63,8 „ I do Paean sing (B) „ C : lo. 

100,13 ., sighs (AB) „ C: signs 

imd im 6. Liede (7,4): Eye iudgement of the eye 
Mr: The ., „ „ „ 

2) Die Stellen, wo die Lesart von C mit denen des friilieren 
Textes verglichen kaiiui gleichwerthig erscheint, wo dieselbe aber 
einmal dem Setzer iind Corrector znr Last gelegt werden konnte, 
dann aber vielleicht eine friiliere Eedaction des Textes zeigen diirfte 
(z. B. bei den rhythmiscli mangelhaften Yersen 16, 14; 26, 9; 48,7; 
85, 7 im Texte C): 

Sonett 8,6. too coldly (A) . . . do coldly (BC). 



scarfe (C). 

shining (BC). 

more blest (C). 

fore iudge . . . race (C). 

thou hast (C). 

soul" breathd (BC). 

fa stage (B) [Druckfehler]. 
\ ostage (C = hostage). 

like c. (C). 



22.3. maske (AB) . 

22.4. streaming (A) . 
24,4. more rich (AB) 

26, 13. foresee . . . case (B) 

40.4. that hast (AB) 
59, 11. fawning (A) 

79,12. a pledge (A) . 

91.5. by candlebght (AB) 
101 , 8. to weepe with me (AB) in me (C). 

und im 1. Liede (4, 1) of sweetnes filr all sweetnes (AB). 

3) Bietet C anch entschieden einige wenige den Sinn imklarer 
machende, wenn nicht entschieden sinnlose Lesarten. AUerdings wol 
nur an den folgenden Stellen: 

32,3. A Brophet oft of hidden mysterie (A), dafiir B und C: 

A Prophet oft and oft an historio. 
36,2. a conquord, yeelding, ransackt hart to win (A u. Bj, wofiir in C: 
a conquerd, golden etc. 
und scliliesslich 

72,14. But thou, desii-e, because thou vvouldst haue all: 

Now banisht art, but yet within my call (Pollard nennt diese 
Lesart ohne Grund „too easy"), 
wofiir 1] (audi motriscli ungloichmiissig) liest: 

Now banisht art, yet alas how shall V imd C: 

r> V :, , but yet „ „ „ ? 



Lxxxvni Spiitere Ausgaben dc^r Sonette. 

"Wenn man nicht einen Druckf elder fiii- slialt annimmt, zeigt 
diese Lesart (selbst wenn sie in einer alteren Eedaction der Gedichte 
begxiindet ware) eine entschiedene Ungleichwerthigkeit mit A. 

Es sind die in den letzten drei Gruppen aufgefiihrten Belege 
allerdings der blossen Zahl nach Zeichen, dass der Text von C mit 
melir Sorgfalt als die friiheren von A und B lieraiisgegeben wiirde, 
aber sie lassen doch nicht den Schluss zu, dass in C ein neuer, den 
alten ganzlich iiberlegener Text geboten ware; und da man sicli ver- 
geblicli in C nach selbstandigen gut en Lesarten umsieht, welche 
nicht auf dem Wege der Wortverbesserung an der in A und B gelie- 
ferten Grundlage hatten gewonnen werden konnen, wird das Urtheil 
iiber den Text von Sidney's Sonetten dahin gehen, dass derselbe 
in A im Wesentlichen vorliegt, in B verbessert wurde und 
schliesslich in C aufs neue durchgesehen, an einigen Stel- 
len vermehrt und im Allgemeinen von den Versehen, welche 
die friiheren Drucke entstellten, gereinigt wurd^. ^ 



5. Spiitere Ausgabeii der Sonette. 

Fiir alle spateren Ausgaben der Sonette, welche (seit 15 01 
nicht mehr selbstiindig veroffentlicht) in den Gesammtausgaben von 
Sidney's Werken zu findcn sind, diente der Text des Folio 1598 als 
Grundlage. Die beiden Folioausgaben von l(j05 und KJ13 zeigen 
dies ja schon rein iiusserlich (indem sie audi von der Seitenzahl von 
C nicht abweichen); und so sind es meist nur Druckfehler- oder auf 



1) Dies Ergebniss ist weseutlich verscbieden von dcm dcs letztou llor- 
aiisgebers der Sonette, Alexander B. Grosart, welclier allerdings A gegen CoUier 
(der diesen Text einfach verworfen hatte, als surreptitious) in Schutz nimmt und 
sogar auf verschiedenen Seiten seiner Einleitung (S. 30 und S. 34) das Vorhalt- 
niss von A zu B und von C zu B ziemlich lichtig kennzeichnet. ab'or bei 
seinem. Text sich nicht bestrebt, den friihesten (so weit das moglicli ist) zu 
geben, sondern den spatesten (C) abdruckt, und nicht eininal den friihesten (A) 
sorgfiiltig mid kritisch ausbeutet. 

In gegenwartiger Ausgabe ist das Bestreben gevade das entgegengesetzte 
gewesen, den fnihesten Text mit moghchster Sehouung zu erhalten und den 
spateren Text (dessen Lesarten im Apparat gegeben sind) nui- zur Verbesse- 
rung offenbarer Versehen in der Uberlieferung des friihesten zu vmweuden. 

2) Solche neue Druckfehler in der Arcadia von 1G05 si-heiut das Faire 
93, 1 zu sein; ebenso 8, 9: or fiir on (von C); 104, 12: mortall fiir morall 
(von C) in der Arcadia von 1013. Wie genau letztero Ausgabe auch Druck- 



Spatere Aiisgalien tier Soncttc. lxxxix 

den Drucker zuruckgeliende Eigenthumlichkeiten , welclie diese Aus- 
gaben von C uiitersclieiden. Dies gilt fiir die Folioaiisgaben des 
17. Jalu^hiniderts , welche in Oktav im 18. nacligedruckt wiirden (in 
3 Banden 1725 zu London mid in 3 Banden Duodez- 1739 zu 
Dublin), bis auf die Ausgaben unseres Jahrhunderts (lierausgegeben 
von Gray, Oxford 1829; Miscellaneous AVorks of Sir Ph. S. , und 
nachgedruckt Boston 1860). Dr. Bliss, der hocliverdicnte Hcraus- 
geber von Wood's Athenae Oxonienses, gab zum ersten Male (in 
seiner Ausgabe eben dieses Werkes [1, 525J sowol wie in seinen 
Biographical Miscellanies, 1813) wieder ein Zeichen zur selb standi gen 
Forschung iiber den Text Sidney 'scher Sonette. Da jedoch sich seine 
Bemiihungen nicht auf Astropel and Stella beziehen, ist hier der 
Platz nicht, auf sie einzugehen; ebensowenig auf die 1823 zuerst 
veroffentlichten Psalmen Sidney's. 

Die erste Ausgabe des Textes der Astrophel and Stella -Sonette 
von Avirklicher Bedeutung ist diejenige von Alexander B. Grosart, 
in seiner zweibandigen , fiir die Fuller Worthies Librar}^ (in 100 Expl.) 
veroffentlichten Ausgabe der gesammten poetischen Werke Sir Philip 
Sidnej^'s. 

Diese zwei Bande erscliienen dann spater leichter zuganglich in 
drei Banden (bei Chatto and Windus, 1877), aber wol in unver- 
[inderteni Abdruck. ^ 

Diese Ausgabe gibt viele Lesarten der altesten Quart- und 
FoHodrucke unter dem Text, verspricht in dem Vorwort fiir Astrophel 
den Text des fol. 1598 zu Grunde zu legen, "with a constant critical 
comparison with the 1591 separate editions and the Arcadia texts 
onwards", halt aber nicht die geringste Probe aus, da sie (vom 
9. Sonette an) fast in jedem Sonette, in den meisten sogar zu meh- 
reren Versen, Avichtige Lesarten sogar verschweigt, und obendrein 
noch falsche Angaben Iningt. Ein Yertrauen auf Grosart's Sorgfalt 
w^iirde eine kritische Untersuchung des Textes vollstandig irre fiihren. 

Die Verse, zu denen Grosart wichtige Lesarten einfach weglasst, 
sind die folgenden: 



fehler von C copirt, zeigt 9,13 (mind fiir mine), 40,3 (none fiir nowe) n. s. f. 
Einzelue kleine und seltene Ubereinstimmungen von Arc. 1613 mit A und B 
(z. B. 40,11; 102, 11) fallen nicht ins Gewicht bei der ilberwiegenden Anzahl 
der Fiille, wo es buchstablich mit C iibereinstimmt. 

1) Man vgl. eine Bemerkung 1, 58 in der clreibiindigen Ausgabe, deren 
Angabe nur auf die zweibandige passt. 



xc Spatere Ausgaheii dor Souotte. 

0,11. 11,7.8. 12,8.11. 13,1. 14,12.13. 15,7.14. 18,1.3. 
9.11. 10,8. 20,7.10. 21,1,11. 23,4.12. 24,3. 2.'^, 10. 20,7.0.13. 
27,4. 20,13.14. 30,2.3.8.9. 32,3. 34,4.14. 35,4.6.14. 30,7.13. 
38,1.2.0.10.12. 40,5. 41,10.14. 42,0.7.0. 43,0. 44,12. 45,5. 
6. 10. 14. 40, 13. 14. 47, 7. 8. 14. 48, 4. 7. 14. 40, 2. 14. 50, 1. 8. 10. 
51, 12. 13. 14. 52, 3. 10. 54, 7. 12. 10. 14. 55, 3. 5. 50, 11. 57, 12. 
58,14. 59,0.11. 00,3.9. 01,4.0.8.0. 05,13. 00,1. 07,12. 68,3. 
70,2. 71,4. 72,14. 73,8. 74,10. 75,4. 70,10.12. 78,14. 79,12. 
80,13.14. 81,1.8. 82,2.13. 83,1. 84,12. 85,10.1.3.14. 86,9.12. 
87,2.4. 88,9.11. 94,11. 90,12. 98,3.7. 100,13. 101,4. 102,1. 
103, 9. Song 1, 7, 1.1 

Arber scliliesslich gibt in seinem Englisli Garner (1. Bd.) die 
Astrophel and Stella -Sonette, jedoch oinmal ohne jede Vergleichung 
nach der Ausgabe von 1508, und dann in moderner Orthographie. 

In folgender Ausgabe sind die Lesarten vom Briglit Ms., sowie 
von A, B u. C sainmtlich zu finden und die wesontlichen (wenigen) 
Abweichungcn aus Qug und den spilteren Folioausgal»en angefiihrt; 
die Orthographie ist diejenige der ersten Quailausgabe ; Varianten der 
Orthographie sind nur in wenigen Fallen gegeben, da diese toxt- 



1) Und wclchcr Art die Auslassungcn sind, mogen einige Bcispicle 
zeigen (abgesohen von oiufachcr Weglassung der Angabc verschiedener Epi- 
theta, z. B. pittious fiir gricuous 45, 5 etc.). 

And if not nio (aus A) weggelassqn 45, 14 (statt I am not I 
in B, C). 
40,13: That lie so long may sport him with desire (A) statt des gege- 
benen (B, C): So long, though he from book mychc to desire; 
47 , 7 : some gentle pittic (A) statt (B, C) : tho' daily helpe ; 
48,4: humblenos is linckt with maiestie (A) statt (B, C): growes on 
with maiestie; 
51,1/2: the fulnes cannot staled be | of hidden thoughts (weggelassen) ; 
57,12: my priuie cares (A) statt A pretie care; 

65,13: of Fame most trucly sprcd (A) statt: if Icarnd fame truth hath 
spred ; 
06 , 1 : to fiudc (A) statt : to feede ; 
72,14: within my call (A) statt: alas how shall; 
80,13/14: der in A giinzHch von B, C verschiedoii lauteude Text; 

u. s. f. , aber hie und da ist im Grosart'schen Text eine Lesart einfach erfun- 
den, z. B. 98, 3 (deun strained steht nicht in ABC), eine Lesart von B dem 
Texte von A zugeschoben, z. B. 58, 6; 63, whd A filr eine Lesart venint- 
wortlich gemacht in einem von A weggelassenen Verso ! 103, 9 (wo A und B 
die Lesart friendly words haben sollcn, in WirkUchkeit aber: friendly windes 
haben u. s. f. 



Spatere Ausgabeii der Sonotte. xci 

kritiscli meist gar keinen Werth liaben und den Uinfang des Appa- 
rates unnothig vergi'ossert batten — mid dabei leicht die Ubersicht- 
lichkeit der Anordnimg der ^virklicli wichtigen Lesarten beeintrachtigt 
haben wmden. 

NB. Die Anordnimg des Textes schliesslich ist diejenige, dass 
jede Seite dieser vorliegenden Ausgabe genau (ancli der Seiten- 
zahlung nach) einer Seite des ersten Druckes entspriclit, bis auf die 
Anordnimg der Zeilen und die Ubergangsworte zii den folgenden 
Seiten, welche (wie z. B. dasjenige auf S. 8) textkritischen Werth 
haben konnen. 



A n h a n g. 
I. 

Uiigedriickte Gediehte aus dem Ikiuht Ms. 

1. 

A most careles content of faiior or disgrace 

I fare esteeme the Inward guyftes aboue 

The fayrest flowers fade when the^^ foregoe tlie [Sunne| 

And beauty yealdes vnto old age tlie glory she liad wonne. 

But virteu will abyed allthough the flowers faude, 

Succeeding agge will stille renewe the glory good and all. 

A most careles content of fauour of disgrace 

I passe not for those outward partes wher virteu hath noe p[e]ace, 

The fayrest coullers stayne by drappes or with the sonne/ 

And Beauty doeth no longuer byed then youtlifuU bludde will runne 

But all good guyftes last sweet, which lye cafutof make lower, - 

The glory of a virtuus lyef Increaseth euery hower &c. 



Careles caste off by [Locli im Ms.]"^ difrainde 
fforsaken but through frail [t?] ye off the mynde 
Tyme will restore when faith is founde vnfainde 
And yeeres will yelde that youtlie doth selldome finde 
Unconstante thoughtes graue yeres doe overgiue 
The tender wio-i2,-e weake wvndes asvde will driue. 

Ripe age standes faste and chaingetli not her choyce 
A faute she thinkes to have a fickle faithe 



1) Zuerst (verblichen iiud ausgestriohen: The fjiyrcst [tlouers fade when 
they forgoe the] sounc. 

2) Zuerst . . . guyftes [contiuew and faude not with the ilowers]. 

3) Etwa [loLie and her] [disdaiude statt diffraindej V 



Anlianc;. xcm 



'■is 



Oure s [...?] sliee loves, shee alters not her voice 
But bydes contente though she debaseth hathep], 
And frames her ^vinges vnto the pithe shee likes, 
Thoghe at her Avill farr higher ayer shee strikes. 

Wherefore sweete mistris thoghe you now forsake 
A seruaunte w*"^' hath helde yow as his sainte 
You maye perhapes a most vnAvorthye take 
And shee w'^ liim w'"'' maketh this complainte. 
Then will you knowe thoghe learned by your paine 
Whom do accepte and Avho^ deserves disdaine. 

3. 

1. I loued a [Loch im Ms.] but all my love was loste 
But watt you howe and where the faute was moste 
My mistris was so younge, shee coulde not loue 
Shee coulde but playe and not such earnest proue. 
Learne thearfore how you love suche yeres by me 
[That?] you play not the wanton, as did shee. 

2. Narcissus loved in vaine as well as I 
See howe oure loves, faire Ladyes, avlU agxee 
Wee servde a shadowe and a scareles(?) face, 
A shape w'"^' hadd no meanes to showe liim grace 
Our pra^^ers perste no harte but backe retiu'nde 
Ynto him self whercAv*'' himself he bm^nde. 

5. Contente shee seemde that I did love her beste 
And pleased shee was that so I still should reste 
Like as the shadowe awnsweringe by signes 
Save comforte somtymes vnto both our myndes 
Yet this much more did my sweete substaunce give 
Her handes to Kysse my harte for to releeve. 

G. But when to saye the worde I did her praye 
Narcissus shadowe lay vanishte quite awaye 
And when me thoughte I sawe the sunne to sl^ne 
The shadowe came againe to substaunce myne 
So I conclude my mistris when she will 
Can he a shadowe thoghe a substaunce still. 



1) Das in im Ms. corrigirt. 



xciv Anhang. 



4. 



Vnhappie youth whom frowarde fate dothe vexe 
Whose sweetest dayes weare oute in sadde disdaine 
Contempte consumes that tyme w''^ youthe hedeckes 
And hastenes on oulde ages lothsome ti^ajTie 
Your frounes doe frame foule sorrowes in mj' face 
Deedes of disdaine vntymely wrinckles bringe 
Your words so sharpe still spoken in disgi^ace 
Ynto my cares a dolefiill peale doe ringe 
Oh cane such sweete yelde foorthe soe bitter gale 
Can such sterne showes byde by soe mylde a face? 
Such sliarpe effectes cannot by nature fall 
But forste they are desier to displace. 

[For?] Nature woork compell not against kinde 
Sweete to be sower but followe on your minde. 

Most happye hee w*"'' spendes his youthfidl yeres 
In such good sorte as age maj^ crowne his heade 
"With wyse discreete and quiet hory heares 
Before he sees his grave ore dying bedd 
Grey heares give honoiu' to the aged fare 
A wrinckled browe showes foorth a settled mj^nde 
The aged staffe becomes the hyeste place 
Where youthe muste stande alooft and farr behinde 
Olde yeres directes olde yeres doth rule aiyghte 
Age seldom erres, experience hath Mm toughte 
Grave yeres doth guide b^^ wysdome not by might 
Where strength of youtli ofte tj^mes avayleth nought 
Old yeere likes lo[nge?], is constant where it loues 
Age is content and changeth not his choice 

etc. etc. 

5. 

ffarewell thou courte tlie house of rarest greeffe 
steppdame to youthe, a flatterer of tyme 
ifarewell thou place of discontente the [chieffe] 
Sharpe enemyes nest, true mother of all crime. 
Religions foe, to gentill liarte ^nikynde 
The harberer of proudc and Iiawty harte 



Anhang. xcv 

The state of such as wronge the vnstiffe minde 
The dene of doiibte and moulde of all my smarte, 
Adew to thee, I will forsake thy soyle 
and will repayre vnto som saffer place 
"Where trayterouse deed my truste shall neuer foyle 
Where lone is showed more then by flattering face 
If or I have founde cheefe ioye reste not w^*" crownes 
Contente in Courte not ever moste abounde[s]. 

6. 

Stately loue wh}- doeste thou stooj^e soe lowe 
At such a homly [scale] to choose w*'' me 

To farre vnmeete I would have thought to knowe 
Wliat thow couldeste doe & what thj'ne arrowes be 

1 over tooke thy marke to be so hye 
As kinges and princes not so lowe as I. 

But now I feele thow arte w'**out respecte 
Thou drawest thj- bow on beggers as on kinge 
Thow spai'est no sorte, thow doest forbore no secte 
But all w*"^' Hue thyne aiTowe sometv^mes stinge 
Young menu and maydes w"'' in there bludd are hotte 
And age ofttimes thow forssest for to dote. 

7. 

All my senses were bereaved 

When fyrste your face they perceaved 

Your eyes my harte entertayned 

as my bodd}^ it disdayned 

Eest it could not longer l)}' me 

but followe you and denye me 

Oh vse my harte as y"' thinke meete 

for still it fawleth at your feete 

Spurne not awaye by y'''"" disdayne, 

That whiche soe subiecte doth remayne 

Pryde ofte tj^mes doth bringe repentance, 

by contempt of meane acquayntance 

My heart is pleased to clyme not higher 

Then shalbe j^our leaue and desyer 



xcvi Anhang. 

As you shall fynd it maye deserve 
Soe feede it vp, or lett it sterve 
But it may be you looke soe hye 
As my poore harte you will lett l^^e. 



' Time changeth [Riss im Ms.] not mighte w*^ me 

Slighte is that love whiche dayes and doubts vndoe 
The longer t\^de, the faster shall. I be 
Strong is the holde[,] we can nott faule in tooe 
A cunninge master framed this worke so sure 
As tyme cann not decaye, nor make Jmpure. 

9. 

My yees devoutly watch Avhen it will please yo*" hande 

To openn that same glassye vayle, which dotli my lookes Tvithstande 

Shade not so sweete a sighte by suche a dustye glasse etc. 

II. 

(Zu Wilton aufljcwahi-t , s. Grosart 2, 72.) 

This lock of Queen Elisabeth's owne Hair was presented to Sir 
Philip Sidney by her Maiestys owne faire hands, on which He made 
these verses, and gaue them to the Queen, on his bended knees. 

Anno Domini 15 [8] 3.* 

Her inward worth all outward Show transcends, 

En\^ her Merits with Regret Commends, 

Like Sparkling Gems her Yertues draw the Sight, 

And in her Conduct She is alwaies Bright; 

When She imparts her thoughts her words have force, 

And Sence and AVisdom flow in sweet Discourse. 

m. 
Holinslied's Chronicles Vol. III. fol. 1554a. 

(Von dor Fcder j\[(ilinoux\) 

Not long after his returne from that iornie, and before his fur- 
ther imploiment by hir maiestie, at liis vacant & spare times of 



1) Urspriiughch 1573 datirt; s. deu 1. Thi-il, Anm. zu S. l.V. 



Anliang. xcvH 

leisure (for he coiild indure at no time to be idle and void of action) 

he made his booke which he named Arcadia, a worke 

/IT n . . . -, o • ^ , • -9^^ Arcadia. 

(though a meere lansie, toie, and liction) shewing 

such excellencie of spirit, gallant invention, varietie of matter and 

orderlie disposition, and couched in frame of such apt words without 

superfluitie, eloquent plu-ase, and fine conceipt, with interchange of 

deuise, so delightfull to the reader, and pleasant to the hearer, as 

nothing could be taken out to amend it, or added to it that would 

not impaire it, as few works of like subiect hatli beene either of 

some more eamestlie sought, choislie kept, nor placed in better place, 

and amongest better iewels than that was; so that a speciall deere 

freend he should be that could once obteine a copie of it. AVhich his 

so happie & fortunat beginnings so amplie set out both liis siiffic- 

iencie for the publike, and what he can doo in exercise priuat, that 

nianie mens eies are drawen into exceeding hope and expectation of 

his speedie further aduancement, which to the honor of liimselfe and 

his house I dailie praie for, and most eai'nestlie wish him. 

An Addidament. § This note jow. find here before set downe, 

touching Sir Philip Sidneie, being a member of the discourse made 

of his father, was brought and deliuered to the impression before 

there was either speech, or could be imagination of his fatall end, 

which soone after happened etc. 

IV. 

Die Yorreclen zur ersten Ausgabe you 
Astropliel and Stella. 



To the worship full and his very 
'K^L good Freende, llx. FnAiDfcis Flower Es- 
quire, ino'case of all content. 

It was my fortune (right worshipfull) not many dales since, 
to light vpon the famous deuice of Astrophel and Stella, which car- 
rying the generall commendation of all men of iudgment, and being 
reported to be one of the rarest things that euer any Englishman set 
abroach, I haue thought good to publish it vnder your name, both 
for I know the excellencie of your worships conceipt, aboue all other 
to be such as is onely fit to discerne of all matters of wit, as also 
for the credite and countenaunce yom* patronage may give to such 

Fliigel, Sidney. g 



xcvm Anhang. 

a worke. Accept of it I beseech you, as the first fruites of my 
affection, ^^ilicll desii'es to approoiie it selfe in all dutie "VTito you: 
and though the Argument perhaps ma^j seeme too liglit for yom- 
llgraue viewe, yet considering the worthines of the Author, I hope 
you Avill entertaine it accordingly. For my part, I haue beene very 
carefull in the Printing of it, and where as being spred abroade in 
written Coppies, it had gathered much corruption b}^ ill Writers: 
I haue vsed their helpe and aduice in correcting and restoring it to 
his fii'st dignitie, that I knowe were of skill and experience in those 
matters. And the rather was I moued to sette it forth, because I 
thought it pittie anie thing proceeding from so rare a man shoulde 
bee obscured, or that liis fame should not still be nourisht in his 
works, whom the works ^ with one vnited grief e bewailed. Thus 
craning pardon for my bold attempt, and desiring the continuance 
of your worshippes fauour vnto mee, I ende. Yours alwaies to be 
commaunded, Tho: Newman. 

Somewhat to reade for them 
that list. 

Tempus adest- plausus aurea p)oinpa venit, so endes the Sceane 
of Idiots, and enter Astrophel in pompe. Gentlemen that haue scene 
a thousand lines of folly, draAvn forth ex vno j/9wnc^o i7npudenti(E, 
and two famous mountains to goe to the conception of one Mouse, 
that haue had your eares defned Avith the eccho of Fame's brasen 
towres, when only they haue been toucht Avith a leaden j)en, that 
haue scene Pan sitting in his bower of delights, and a number of 
Midasses to admire Ms miserable hornej^ipes, let not your surfeted 
sight, new come fro such puppet play, think scorne to turn aside into 
this Theater of pleasm^e, for here you shal find a paper stage streud 
Avith pearle, an artificial heau'n to ouershadow the fair frame, and 
christal wals to encounter your curious eyes, while the tragicom^nody 
of lone is performed by starlight. The chiefe Actor here is Mel- 
pomene, whose dusky robes dipt in the ynke of teares, as yet seeme 
to drop when I view them neeie. The Argument crueU chastitie, 
the Prologue hope, the Epilogue dispaire, videte quceso, et Unguis 
animisque favete. And liere peraduenture , my Avitles youth may be 
taxt with a margent note of presumption, for offering to put vp any 



1) Grosart schlagt zur Verbesserung dieses Druckfehlers (?) world vor. 

2) Gi'osart liest hier adiis. entge^eu deiii Or. 



Anhanpj. \< i\ 

motion of applause in tho holialfo (»i' so oxcollcnt a IVwt {{\w loast 
sillablc of Avliose name sounded in the cares of iudgment, is able to 
giue the meanest lino he writes a dowry of immortality), yet those 
that obserue how iewels oftetimes com to tlieir luuuls that know not 
their value, and tliiit the cockcombes of our days, like Ksop's Cock, 
had rather liauo a Barly kernell wraj)t vp in a Ballot, then thoy wil 
dig for the welth of wit in any ground tliat they know not, I h«jp(; 
wil also hold me excused though I open the gate to his trlory and 
inuite idle cares to tlie admiration of his melanclioly. 

'Quid petitur sacris nisi tantum fama poetis?' 
Wliich although it be oftentimes imprisoned in Ladyes casks, and 
the i)resident bookes of such as cannot see Avitliout another man's 
spectacles, yet at length it breakes foorth in sjtight of his keopoi-s, 
and vseth some priuate penne (in steed of a picklock) to jirocurc his 
violent enlargement. |1 The Sunne, for a time, may masko his golden niuu :5'' 
head in a cloud; yet in the end the thicke vaile doth vanish, and 
his embellished blandishment appeares. Long hath Astrophcl (Kng- 
land's Sunne) withheld the beames of his spirite from the common 
view of our darke sence, and night hath honored oure the gardens 
of the nine Sisters, while ignis fatuus and gi*osse fatty flames (such 
as commonly arise out of dunghilles) haue tooke occasion, in the 
irdddest eclipse of his shining perfections, to wander a broade witli 
a wispo of paper at their tailes like Hobgoblins, aiid loado mon vj, 
and downe in a circle of absurditic a whole weeke, and neucr know 
where they are. But now that cloude of sorrow is dissolued, which 
fierie Lone exhaled from his dewie hairc, and affection hath \Tiburth- 
ened the labouring streames of her wombe, in the lowe cesterne of 
liis Graue: the night hath resigned her iettie throne vnto Liirifcr, 
and cleere dajdight possesseth the side that was dimmed; wherfore 
breake off yonr daunce, your FajTies and Elues, and from the iieldes 
with the torne carcases of yonr Timbrils, for your kingdome is ex- 
pired. Put out your rush candles, you Poets and Rimers, and 
beijueath your crazed quaterzayns to the Chaundlers; for loe, here he 
cometh that hath broke your legs. Apollo hath resigned his luory 
Harp vnto Astrophel, and he, like Mercury, must lull you a sleep 
with his musicke. Sleepe Argus, sleep Ignorance, sleep Impudence, 
for Mercury hath lo, and onel}^ lo Pman belongeth to Astrophcl. 
Deare Astrophcl, that in the ashes of thy Loue, liuest againe like 
the Phoenix; might thy bodie (as thy name) line againe likewise 
here amongst vs; but the earth, the mother of mortalitie, hath snacht 

s* 



c Anhang. 

thee too soone into lier chilled colde armes, and will not let thee by 
any meanes be drawne from her deadly inibrace; and thy diuine 
Soule, carried on an Angel's wings to heaiien, is installed in Henries' 
place, sole x>'*'olocut(yr to the Gods. Therefore mayest thou neuer 
returne from the Elisian fieldes like Orpheus; therefore must we 
euer mourne for our Orpheus. 

Fayne would a seconde spring of passion heere spend it selfe 
Biatt 4a. on. his sweet remembrance; but Eeligion, that rebuketh || prophane 
lamentation, drinkes in the riuers of those dispaireful teares, which 
languorous ruth hath outwelled, and bids me looke back to the 
house of honor, where fro one and the selfe same root of renowne, 
I shal find many goodly branches deriued, and such as, mth the 
spreading increase of their vertues, may somewhat ouershadow the 
Grriefe of his los. Amongst the which, fayre sister of Phojbus, and 
eloquent secretary to the Muses, most rare Countesse of Pembroke, 
thou art not to be omitted , whom Artes doe adore as a second 
> Minerua, and our Poets extoll as the Patronesse of their inuention; for 
in thee the Lesbian Sappho with her lirick Harjie is disgraced, and 
the Laurel Garlande which thy Brother so brauely aduaunst on his 
Launce, is still kept greene in the Temple of Pallas. Thou only 
sacrificest thy soule to contemplation, thou only entertainest emptie- 
handed Homer, and keepest the springs of Castalia from being dryed 
vp. Learning, wisedom, beautie, and all other ornaments of Nobilitie 
whatsoeuer, seeke to approue themselues in thy sight, and get a 
further seale of felicity from the smiles of thy fauoiu-: 
'0 Joue digna viro ni Joue nata fores.' 

I feare I shall be counted a mercenary flatterer, for mixing my 
thoughts with such figm^atiue admiration, but general! report that 
surpasseth my praise, condemneth my rhetoricke of dulnesse for so 
colde a commendation. Indeede, to say the truth, my stile is some- 
what heauie- gated, and cannot daimce, trip, and goe so liuely, with 
oh my loue, ah my loue, all my loues gone, as other Shepheards that 
haue beene fooles in the Morris time out of minde; nor hath my 
prose any skill to imitate the Almond leape yerse, or sit tabring fine 
yeres together nothing but to bee, to hee, on a paper drum. Onely I 
can keepe pace with Grauesend barge, and care not if I haue water 
enough, to lande my ship of fooles with the Tearme (the tyde I 
shoulde sa^'-). Noay euery man is not of that minde; for some, to 
goe the lighter away, will take in their fraught of spangled feathers, 
golden Peebles, Straw, Reedes, Bukushes, or anything, and then they 



AnhaDg. Ci 

beare out tlioir sayles as proudly, as if they were balisted with Bul- 
biefe. Others are so hardly bested for loading tfiat they are faiiie 
to retaile the cinders of 7^"o?/, and the shiners of broken trunchions, 
II to fill vp their boate that else should goe empty: and if they hane Biatt i"-. 
but a pound weight of good Merchandise, it shall be placed at the 
poope, or pluckt in a thousand peeces to credit their carriage. For 
my part, euery man as he likes, 7neus cuiusque is est quisque. "Tis 
as good to goe in cut-fingred pumps as corke shooes, if one wore 
Cornish diamonds on his toes. To explain it b}^ a more lamiliar 
example, an Asse is no great statesman in the beastes commonwealth, 
though he Aveare his eares vpseuant muffe, after the Muscouy fashion, 
and hange the lip like a Capcase halfe open, or looke as demurely 
as a sixpenny broAvne loafe, for he hath some imperfections tliat do 
keepe him fro the comon Councel: yet of many he is deemed a very 
vertuous meber, and one of the honestest sort of men that are; So 
that our oj^inion (as Sexhis Empedocus affirmeth) giues the name of 
good or ill to euery thing. Out of whose works (latelie translated 
into English, for the benefit of \Tilearned writers) a man might col- 
lect a whole booke of this argument, which no doubt Avoulde proue 
a w^orthy commonAvealth matter, and far better than Avit's waxe kar- 
nell: much good worship haue the Author. 

Such is this golden age wherein Ave line, and so replenisht 
with golden asses of all sortes, that if learning had lost it selfe in a 
Groue of Genealogies, w^ ee neede doe no more but sette an olde Goose 
oner halfe a dozen pottle pots (which are as it were the eggs of 
inuention), and wee shall haue such a breede of bookes within a 
little while after, as wdU fill all the world with the wilde fowle of 
good wits; I can tell you this is a harder thing then making golde 
of quick siluer, and will trouble you more then tlie morrall of ^sop's 
Glow-worme hath troubled our English Apes, who striuing to warme 
themselues with the flame of the philosopher's stone, haue spent all 
their wealth in buying bellowes to blowe this false iyvQ. Gentlemen, 
I feare I haue too much presumed on your idle leysure, and beene 
too bold, to stand talking all this while in an other man's doore; but 
now I will leaue you to suruey the pleasures of Paphos, and offer 
yoiu" smiles on the Aulters of Vemis. 

- Ende 

lours in all desire to please, Tho: JNashe. yon bi. 4^. 



Tafel 

derjeiiigeii Stellen, an welcheii der Text von A imd B gegeniiber C, 
mid von A gegeniiber B und C iibereinstimmt. 

1. A mid B ffcg-enUber C. 

I, 2. 8. 9. 13. n, 1. 6. HI, 7. V, 7. 14. VI, 5. VHI, 4. IX, 2. 7. 13. X, 3. 4. 12. 13. 
XI, 5. 6. 10. XII, 2. Xni, 4. 12. 13. 14. XIY, 5. 12. XV, 4. 5 (Df.). 12. XVI, 8. 
XVn, 2. 8. XVm. l. XIX, 4. XX, 3. 6. 12. 13. XXI, 13. XXH, 3. XXIB, 9. 

12.13. XXr\', 4.8. XXV, 3. 6. 8. 13. XXVI, 1. XXVII, 3. 4. 8. 10. XX^^II, 
5.14. XXIX, 3. 4. 7. 11.12. XXX, 2. 3. 7.10.11. 14. XXXI, 2. 7. 8.11. XXXE, 4. 
XXXin, 1. 2. XXXIV, 8. 14. XXXV, 6. 14. XXXVI, 2. 7. XXXVn fehlt in 
A 11. B. XXXVin, 2. 9. 10. 13. XXXIX, 2. 6. 10. XL, 3. 7. XLI, 9. 10. 11. 14. 
XLH, 2. 14. XLin, 4. 10. XLIV, 5. 10. XLV, 4. 8. 12. XLVI, 12. 14. XLVH, 12. 
XUX, 2.6. L, 8. 11. 13. 14. LI, 2. 5. 10. 11. LEI, 6. LW, 1. LV, 3. 4. 8. 13. 
LVI, 6. 9. LVn, 1. 8. LIX, 8. LX, 4. 11. LXI, 3. 5. 8. 9. 10. LXLI, 4. 5. 6. 10. 
LXIU, 8. LXIV, 6. 7. 11. LXV, 2. 3. 8. 9. LXVI, 3. LXVH, 5. LXVni, 5. 11. 
LXIX, 1. 2. 4. 5.13. LXX, 8. LXXI, 12. LXXII, 4.10. LXXHI, 6. LXXIV, 2. 14. 
LXXV, 3. LXXVI, 2. 6. 11. 13. LXXVII, 6. 12. LXXVIII, 5. 7. 13. 14. LXXIX, 
2. 4. 6. 10. LXXX, 6. 10. LXXXI, 1. 3. LXXXU, 3. 8. 11. 13. LXXXm, 1. 
LXXXIV, 2. 4. 6. 9. LXXXV, 10. 11. LXXXVI, 1. 14. LXXXVH, 3. 9. 
LXXXIX, 2. XC, 2. XCI, 2. 5. 8. 14. XCII, 2. 12. 13. XCin, 5. 10. 11. XCIV, 8. 
XCV, 7. 8. XCVI, 1. 2. 6. 9. 11. 12. XCVH, 2. 4. 10. 14. XCVm, 4. 7. 10. XCIX, 

2. 5. 7. 10. 11. C, 1. 3. 4. 5. 7. 8. 10. CI, 2. 3. 4. 5. 7. 8. 9. 11. 12. CU, 1. 2. 3. 4. 5. 
6. 8. 9. 10. 11. 12. cm, 6. 9. 12. 13. CIV, 2. 8. 12. 13. CV, 3. 5. 6. 8. 10. 12. 13. 14. 
CVI, 4. 6. 7. CVII, 5. 7. 8. 11. 12. 13. CVm, 1. 3. 6. 7. 11. 12. 

2. A g-egeuiiber B und C. 

n. 3. 7. in, 3. 4. 5. B', 2. 4. 6. 10. V (Versstellung). VI, 4. VH, 4. 7. 12. 
Vm, 2. .3. 5. 6. 8. 9. IX, 3. 5. 11. X, 5. 8. XI, 7. 12. XH, 2. 4. 6. 7. 11. Xm, 1. 5. 
XIV, 13. XV, 4. 5. 7. 8. 14. XVI, 14. XVII, 4. XVIH, 3. 9. 11. XESl, 10. 12. 14. 
XX. 7. 8. 10. XXI, 1. 2. 5. 7. 8. 12. XXH, 2. 4. 10. 12. 14. XXIH, 4. 12. XXIV, 

3. 9. XXV, 14. XXVI, 1. 4. 7. 9. 12. 13. XXVHI, 10. XXIX, 1. 13. 14. XXXH, 

3. 5. XXXm, 12. XXXIV, 4. XXXV, 4. XXXVI, 13. XXXVIII, 1. 2. 9. 10. 
12. 14. XXXDC, 14. XL, 5. 6. 8. XLI, 14. XLH, 6. 9. XLIH, 9. XLIV, 9. 
XLV, 2. 5. 6. 9. 10. 14. XLVI, 6. 13. XLVH, 7. 8. 14. XLVTH, 3. 4. 7. 14. XLIS:, 

2. 5. L, 1. 2. 8. 10. LI, 4. 13. 14. LII, 2. 3. LHI, 2. 4. 7. LIV, 7. 10. 11. 12. 14. 
LV, 1. 5. 8. 9. 10. 14. LVI, 3. 6. 7. 8. 11. LVH, 7. 10. 12. 13. LVHI, 3. 4. 5. 6. 8. 

13. 14. LEK, 7. 11. LX. 2. 3. 9. LXI, 3. 4. LXE, 3. LXHI, 10. LXIV, 5. LXV, 

4. 13. LXVI, 1. 0. 12. 13. LXVII, 3. 7. 12. LXVHI, 3. 8. 14. LXIX, 6. 11. 12. 
LXX, 2. 4. 7. 9. LXXI, 4. 11. 12. LXXB. 14. LXXIII, 6. 8. LXXIV, 10. LXXV, 
4. 7. 14. LXXVI, 3. 6. 7. 11. 12. LXXVII, 1. 7. 8. 13. LXXVIH, 11. 14. LXXIX, 

3. 6. 7. 11. 12. LXXX, 2. 5. 7. 12. 13. 14. LXXXI, 2. 8. 12. LXXXH, 3. 13. 
LXXXIII, 5. 14. LXXXIV, 4. 12. LXXXV, 1. 7. 10. LXXXVI, 2. 4. 7. 9. 12. 
LXXXVII, 2. 4. 8. 13. LXXXVm, 2. 4. 9. 10. 11. LXXXIX, 3. 7. 14. XC, 4. 11. 
XCI, 3. 8. XCn, 3. 14. XCm, 5. 6. 7. 12. XCIV, 1. 3. 6. 8. 9. 10. 11. 14. XCV, 
2. 6. 9. C. 5. 



T)(^r T(^\t 



.l.T 



So 11 of to 11 II (1 L i (' <l <M 



VOll 



Astroplu^l cUul Stc^lhi 

iiacli (Irr 1. Ausgabc [Qu,| V(.n l.")!!]. 



>».*. «> 



Die Yersehen imd Dnickfehler von Qu, (der ei-sten Qu.irtausj;abe, sieho 
Titel S. LXXIY) sind in oekigon Klamnieni nach denen der iilteston Aus^'al).'n 
verbessert; e^^ bedeutet Qu^: Quartausgabo 1591 (obenfalls bei Newman); Qxi^: 
Quai-tausgabe (1591? bei Lo^^'ncs); foli: Folio -Ausgab.' dor Arcadia von 1598. 
[Siehe die Einleitong S, XCL] 

Qu^ [Qu.,, folj bedeutet, dass dicse Ausgaben in der Ix-sail mit <^u, 
iibereinstimmen, aber unweseutlich in der Oithographie abweichen. 

BMs steht fiir das Bright Ms. , S. LXVn. 

ff. die Folio -Ausgaben der Arcadia von 1605. 1013 etc.. im Gegensatz 
zu dor ersten v. J. 1598 (= fol,). 



h 



/ 



-^ SIR P. S. IILS 

ASTIIOPIIKL AND 

STELLA. 



T Oiling in tructh, and fayne my lone in versn to show, 
^^ That the deere Shee, miglit take some pleasnre of my paiiie: 
Pleasure might canse her reade, reading might make her know, 
Knowledge might pittie winne, and pittie grace obtaine. 
I sought fit wordes, to paint the blackest face of woe, 
Studying inuentions fine, her wittes to entertaine, 
Oft turning otliers leaues, to see if thence would flowe, 
Some fresh and fruitfull showre, vpon mj Sunne- burnt brainc. 

But wordes came halting out, wanting inuentions stay, - 
Inuention Natures childe, fledde Stepdames studies blowes: 
And others feete, still seem'de but straungers in my way, 
Thus great with Childe to speake, and heli)lesse in my thi-owes, 
By ting my tongue and penne, beating ray selfe for spite: 
Foole saide My muse to mee, looke in thy heart and write. 

nVTOt at first sight, nor with a dribbing shot, 

■^^ Lone gaue the wound, which while I breath will bleede: 

But knowne worth did in tract of time proceede. 

Till by degrees it had full conrpiest got. 

I sawe and lik'd, I lik'd, but loued not, 
I lou'd, but did not straight what Lone decreede: 
At length to Loiies decrees, I f[o]rst agreede, 
Yet with repining at so partiall lot. 

Now euen that foot -steppe of lost libertie 
Is gone, and now like slaue borne Muscouite: 
I call it praise to suffer tyi-annie, B 1 * And 

Sonett I. Anch hn Bright Ms. 21a (Daselbst in Ahmtxrn von 4 Strophcn, rgl. Anluing). 
X. 1. inverse my love foli (/f.). — V. 2. That she (deare she) folj u.ff.: That thee (deer hee) 
im BMs. off'mbarcs Schreibemcrselwn. — V. 6. witts RMs; wittos chnifalls in Qiio ". Q1I3 {nieM 
icie Grosart am/iht in Quo witte). — V. 8. shower Qn^; showers fol , u.ff.; flowers .s/a/uZ 
vrspriviglicli im BMs {syater daselbst corrigirter Schreibf.). — V. 9. halting fourth I'.Ms; halting 
forth Ml u.ff. — V. lU. Stepdame Qu..; step -dame MiU.ff.; Stepdames Qug, — V. 13. my 
trewand pen BMs 11. folj {u. ff.). Die 'oben gegebme Lesart der 8 Quarto's von Grosart niclit 
aiigefiihrt. 

Sonett n. Auch im Bright Ms., Blait 21b. V. 1. Dpt entschieden fliessmdercn Lesart 
der 3 Quartos (m. des Bright Ms.) steht dkjenigc der fol.-Ausgg. entgegcn: Not at the first sight; 
mich witli ist ein Ri.ss im BMs ; nor with a 'di-ibhed shot fol y u. BMs ; nor yet with a dribbod 
shot spiitere fol.-Ausgcf., x. B. 1613. — V. 3. Quj u. Quo naelt knowne ein Komma; in mine of 
time yuo ?«. foil i'X-'ff-)', ui mind of triue BMs offenhar Sdtreibfrhkr. — Y. 6. but straight did 
not BMs', foil u.ff. — V. ?. fu-st Quj {xcekher nach agreede einen Punkt setxt). — I forst 
agreede Quo?*. BMs; forc'd Mi u.ff. 'Qu^: A. 2. 

Flugel, Sidney. 1 



2 Sir P. a Ms 

n. 12 And nowe imploj the remnant of mj wit 

To make mj selfe beleene tliat all is well, 
WMLe wil^L a feling skill I paint mj helL 



ni- 



^ 



T Zt Daintr wittes <ary on Iflie Sistas nine, 
^-^ That branelT masMy their fancies may be tolde: 
Or Pindefs Apes flaont in thdr phrases fine, 
Enametiog Hiear pnde with flowers of golde 

C^ els let Ifliem^ in stately glorie shine, 
Ennofailin^ new fonnde tropes, witii prohlemes old: 



r' 



^^"^ Or with strannge simfles, inricht each line, 

Of hearhes or beasles, which IndB cr Affridbs hold. 
For me in sooth, no Mose but one I know, 
1^ Phrases and ProMemes from my readi doe growe, 

And strannge things cost too deere for my poore sprites, 
How then? eoen tiras, in i^ttas face I reede, 
What lone and beauty be, then aU my deede 
14 But coppying is, what in her natore write& 

jv. T ^Ertne (alas) now let me take some rest, 

* Thou set^st a bate bdtweene my lone and me: 
If maine lone hane my simple sonle oppresk, 
Leane what thon lik^st, and deale tibon not with it 
5 Thy Scepter Tse in some olde Oaioes brest, 

Chnrehes and Sehodes are for thy seat mcxst fit: 
I doe conf(^, (pardon a fanlt confest,) 
My month too tender is for thy hard bit. 
Bat if i^t needes thon wilt Tsorpiiig bee 
m That htJde reason that is left in mee[,] 

And stilL tiie effiect of thy perswasiouB pFOone, 

I sweaire, my heart sach one shall shew to thee, 
That shiines in fleish so trae a ddtie[J 
14 That Terkne, tiion tiiy selfe shalt be in lone: 

TT is most true, what wee call Oitpids dart 

-*- An Image is, which for onr seines we came: And 



— T. 13L Uss' make mtse 9^ BM&. — V. M. vitAi a fieiisB^ ^ill BSfe ^ineW ■■iliiiifuff afe 3kJ m a » 
^Mer 'jmanisvken ^ msm Qmmmrt wweffsBaaam)}. — So>nieftt HL Im VBMs mmf BUt 23a. T. 1. 3MHk 
vsj mi. ^^n.^ eiin Emuma. — T. Il laniBilt t&ey iai ]^ar«es fine BSfe, <Qiiis wl M|«.|r- C*d^ '■'^ 
ma^ e>/n. wwnimi, .^oiir mjejiigaini tastte -vnsaiM jorei^'"* Jww? Learnt, ww Grsamt mmM: dm §mmst iai 

jit ■mm List oMmig/u^ : wot ae/miS adiumril Sm JjaoBft mam )Qia j ([«. QiftsI 'inadkrtnu jMeUMracMipf 

m^ ufinr mm <Qi<i«.: mm Qmaaart isi m wsgffsbsafm. — T. -I. fhanwliwffr -vrilfik fji a §amms l^ar 
HSmssMs Q^ soM <Qia<.. m, [miHt iar SinlmSan^ ]oed mmAl M^ tugi — T. 5. im stetdia- iolj ■.#. 
(ishdefiDar M 1633; JteJ ; stnufieiljFer Bills ([(Rim Qmsaaat. mOmMbmMi^l ; afl al l Bi y'iaff Qa, ^maU Dndt- 
fMary — T. 1. amtsffib! B^lss, IM], ; (Ab iniEKM tdar Qn, m. Qa, [esoacftit <Qf«s| liaail* dbmkd hmm 
^..MmSm-'"- iu mim (lam QmoBrit limMl). — V. iSL 4(^, aflBl ttanie am Ewma. — Soaett TV. 
in Bisi^t ^ muff mttH •£il>. Y. 2, Die widUtig^ L^aori low ami ms ^ <)a,| m» Qtma rn t 
migffstota&nl! aftolte- liietmn^enu mi^ -wM ami -wM, BMs; a IkaHs Ixtweoue aij wiD m^ vit Qm, 
w. foT. '«. r.'i : .w Z.t'^ivrt odt ^m» aaA wit,, mMi» Oraamrt dtim IjUg mmSmnM M, tmmmil wdbr 
tSsr- — V. 4, LeoiDB' wkafi- tthoQ Wses& masHi <leaBe> a«i« Idbim wiA it: BMs a. 

M.- ' I'.vidi'rimif '£'^r M&esfi. «n lik'st^i: Me tmriktskmikm mOtM ifg — wmi wmar mgrnr 

«mt^r:tdiMii^Liiru Ltimirz .:■/:■ ■■•m Onaanrtt vimfitdk mefgdatagu^ — T. & ChaRkiK «r 

Sdtewitea. <Q(m.. ». foij; c- :■ :• 1- -. I V-. ' /: . w. toll. — V. *. Qa, mmdk aecdes «m tamemm. — \. lOL 
us Mt iin tie*?' BMs imm (.ri^^Hwn imrmmimnffgmjjii JkeMl^ Blbv QVs*- M,. ijfn, kit PimaU mm Bmit 
[iffve V. 13;. — SoQ.ett! T. ImBB^ BWSa. Utnr Jb^^Kf As .^taieib: kmM mui JUkmmmmtiMmHf 
in ijfiLgy B3ti u. Mil It is muist traev ttKit efvs are ftani lOaj: foawl] to serae 
The iaiwaiti l^kAz anl l&at t&e lianaByjr fart 



Astrophel and Stella. 3 

V. 3 And fooles adore, in Temple of our hart. 

Till that good God make churcli and ('liur|c|li-moii staruo. . 
5 It is most true, that eyes are hound to soruo 

The inward part: and that the hoiiuenly part 
Ought to be King, from whoso rules who doth swenio, , - 
Rebels to nature, stiiue for their owno smart. 
Tiiie that true beautie veilue is indoo<lo, 
10 Whereof tliis beautie can but be a sliade; 

Which Elements with mortall mixture Itreede,^ 
True that on earth wo are but ]?ilgrimes nuulo, 
And should in soule, vp to our Country moue: 
14 True and most true, that I must Stella lone. 

VI. OOme Loners speake, when they their ^Fusos ontortaiiK' ^ tT^ 

^'^ Of holies begott, by feare, of wot not wliat desires, jr^ 
rnf I yOf force of heauenlj^ beames, infusing liellish paine; ^TH 

Of lyuing deathes[,] deere woundes, faire storms and flashing fyros. ' 
o Some one his songs in louc and Inur.s- straungo taios attyres, ' 

Bordered with Bulles and Swannes, pondered with goMon raiu"*: 
An other humbler witte to shej^lieards pipe retyres. 
Yet hiding royall blood, full oft in Rurall vaine. 

To some a sweetest i)laint a sweetest stile affordes, 
10 While teares poure out his inke, and sighes breath out ins woi'des, -- 

His paper pale despaire, and paine his penne doth moue. o. 
I can speake what I feele, and feele as much as they, .'^ 
But tliinke that all the mappe of my state, I di splay C^t^^^"^*'^^^^ 
u AVhen trembling voice bringes foorth, that I do StelUi louo. ^1 

vn. V\7Hen nature made lier chiefe worke, SicUa^^ eyes, 

^^ In collour blacke, whj^ wrapt she beames so Itright? 
Would she in beanij^ Idacke like Painter wise, 
Frame daintiest lustre mixte with shaddowes ligiit? 
5 Or did she els that sober hewe deuise. 

In obiect best, to strength and knitt our sight: 
Least if no vaile these braue beames did disguise, 
8 They Sun -like would more dazell than delight. j^ o * q,. 

Ought to be king, from whose rules who do [Qiu dotb] swerne, 
Rebels to nature , striue for their owno smart. 

It is most true , what wee call Cupids dart 

An Image is &c. fulgen {luich der Zdhlung ilcs Quj «. Qog die Zeilen 3. 4. 0. lO&c.). 

— V. 4. church man BMs {ron Grosart nidit angefi'ihrt). — V. 10. bo bat BMs »/. fol, {u. ff.). 

— Y. 14. Der Lesart and most true (ks Quj, Quo u. QU3 (niclU uie Urosnrt anfuhrt, bios ties 
Quo!) setxt das BMs ?/. folj ff. and vet ti-iie enlgrgm. 

Sonett YI. /m BMs auf Blatt 23h. V. 4. friesing fj-res Qu,,, ebemo [d. h. freesmjr) 
BMs u. foli/f. — Y. 5. songe BMs, song foli//;. — V, 10. oat his wordes aitul nm d/r 
Dnwkerschu-drxe im GrenvUle - Exemplarc des Quo nkht migegeben; oat his paino w/ eitK selb- 

stdndige Lesart des Qug (ron Grosart nicht angefiihrt!). Zu V. 7 n. 8 ItPinerki. Malone in 

seitmii Hamlexemplar des QU3 — Jiahe genug Uegend — am liamk: Spenser. 

Sonett YII. Im Bright Ms. mif Blatt 24a. Y. 4. misto of sha<les and light Qu, 
(m. ebenso BMs, folj ff.) im Gegensatx xu der eigenthihnUchen (ran Grosart nidd angef'uUrten) I^^art 
des Qui u. Qu,. — Y. G. To knit[t] and sti-ength BMs n. fo\ iff. — Y. 7. deames C^o, BMs, 
foli^. gegen das beames des Quj «. Qug {von Grosart nicht angefiihrt). — Y. 8. should Quo, 
Miff. ♦A. 3 im Quo. 

1* 




4 ■ Sir P. S. his 

yji. 9 Or would she her miraculous power shewe, 

That whereas blacke seemes Beauties contrarie, 
Shee euen in blacke doth make all Beauties flowe: 
But so and thus, she minding Loue should bee 

Plaste euer there, gaue him this mourning weede: 
14 To honour all their deathes, who for her Ijleede. 

Yiii. T Oue borne in Greece, of late fled from his natiue place, 
^^ Forst by a tedious proofe, that Tiu-ldsh hardned harts 
Were no fit markes, to pearce with his fine pointed darts: 
And pleasd with oiu' soft peace, staide here liis fleeting race. 
5 But finding these colde climes too coldlie him imbrace, 

Not vsde to frozen lippes, he sti^aue to finde some part 
Where with most ease and warmth, he might imploy his art. 
At length himselfe he pearch'd in Stellas face, 
Wliose faire skinne, beamie eves like morning Sunne in snowe: 
10 Deceiu'd the quaking boy, who thought from so pm-e light, 
Efi'ects of liuelie heate in nature needes must growe. 
But she most faire, most colde; made him there take his flight 
To my close hart; where while some fii'e brands he did laj^, 
14 He biu-nt vn wares his winges, and camiot fl}^ away. 

IX. /^Yeene Yertues Court, which some call Stellas face, 
^X.> Prepar'd by Natiu^es cheefest furniture: 
Hath his front built of Alablaster pm^e, 
y Golde is the couering of that statelie place. 

^ 5 The doore, by which sometimes ruiines forth her grace 
^4^ , Red Porphire is, which locke of Peaiie makes sure: 

^»- Whose Porches rich, with name of chekes indure, 

2 Marble mixt red and white, doe enteiiace. 

The Windowes now, through which this heauenly guest 
10 Lookes on the world and can finde nothing such, 
y Which dare claime from those sightes the name of best, 

Of touch they are, that without touch doe touch, 

Which Cupids selfe, from Beauties mine did di'awe: 
14 Of touch they are, and poore I am their strawe. Reason 

— V. 12. Both so and tlius; lesen Quo, BMs, folj ff., gegeniiber der Lesart But so des Qu^ u. Qug 
{nicht bet Grosart). — V. 13. euen there BMs {rereinxdte Lesart). — V. 14. Der Lesart who {des 
BMs, Qui, Qug u. foil ff.) ^^'*^ Qii" "«'hich entqegen. 

Sonett Vni. Im Bright "Ms. rt?//'S."24b. V. 2. hart Quj, BMs [harte], folj/f. (Qu„ 
Imt nicht harts , u-ie Grosart angibf). — V. 3. Is no BMs, fol ^ ff. {entsprecliend dem sing, hart) 
marke Quo, BMs, foli^. ; dart Quo, BMs, ioi^ff. — V. 4. fliing race BMs, flying XoX^ff. — 
Y. 5. these North [so auck Qu.j] clymes do coldly him embrace BMs n. folj ff. — V. G. froson 
clipjies Quo [BMs, Miff.] — V. 8: he perchd "^himself BMs tt. Miff.; he preach'd himselfo 
Quo vereinxelt und icol nnr Dmckfehler; ioyfull face Quo, Miff. — V. 9. Sunne on Qn»: sun 
on BMs M. foli/f. Die Armdia von 1613 gieht Imr or {offenbarer Drnckfehler). — V. 10. the 
waking ho j Arcadia voyi 1613 u. sjuitere (%. B. 1633); though fiir thought, Drnckfehler des Qu^. 

— V. 11. heate must needes in nature growe Quo u. ebenso [BMs, foli ff.]. 

Sonett IX. Im Bright Ms. Blatt 25a. " V. 2. choycest BMs, choisest folj (ff.) — Y. 3. 
Alablaster BMs, foli (ff.); Alabaster Quo. — V. 5. rom'es Quo: coms BMs, comes foli ff. 
Grosart schiebt dem Quo die Lesart rowes V7iter, letxteres steht aber iceder dort, noch in irgend einer 
mir bekannten Ausgabe. — V. 7. which Miff.; w^h BMs. Grosart bexeichnet das with der 
3 Qu's als mistake, aber icarum? — V. 11. lights BMs, Qu.,, f<ili/f. (von Grosart ist die Jjcsart 
sightes der Quj u. Qug einfach weggelassen). — V. 12. doth tmiolie BMs. — V. 13. mind Miff, 
vgl. Sonett II, V. 3. Das BMs hat myne und stimmt somit mit den Qu's iiberein {im 2. Sotiett 
Imt das BMs mind). 



Astrophc'l and Stella. 5 

X. "OEasoii, in faith thou art well seni'd, that still 

-*-*-' AVoulcVst brablins^ be, with seiico ami Icjuo in ine: 
I rather wisli thee cliinbe tlie Muses hill, 
Or reaeh the fruito of Natures chiefest tree; 
5 Or seeke heauens coiu-se, or he«iuens [insi|do to [s|ee: 

Why slioiild'st thou toyle, our thornie soyle to till? 
Leaiie sence and those that senues ubiectes be, 
Deale thou ^vith powers of thoughts, leauo lfo\i]e to will. 
But thou wouldst needes fi^lit both witli Louc and senee, 
10 With sworde of witte giuin^^ woundes of dispraise: 
Till downe right blowes did foylo thy cunning fence. 
So soone as they strake thee witii Strllns rayes. 

Reason, thou knewst, and otrered[st) straight to prouc 
u By reason good, good reason lier to loue. 

XI. TN truth oh Loue: with what a boyish kinde 

^ Thou doost proceede, in thy most serious waies; 
' That when thy heauen to thee liis best displaies, 
'"Yet of that best thou leau'st the best behinde. 
5 That like a Childe that some laire booke dotli linde 
With gilden leaues or colloured Yelom, playes; 
Or at the most on some faii-e picture staies, 
But neuer heedes the fruite of Writers minde. 
So when thou sawest, in Natures cabinet, 
10 Stella, thou straight lokest babies in her eyes: 
In her chekes pit, thou didst thy pittfall set, 
And in her brest to peepe, a lowting lyes. 
Pla^-ing and shining in each outward part: 
14 But foole seekst not to get into her hart. 

Lii. i^Vjnd because thou shin'st in Stellas eyes, 

^ That fi'om her lookes thy dimnesse nowe scapes free: 
K- f / That those lips swelde so full of thee they be. 
That sweet breath maketh oft the flames to rise, 
5 That in her brest thy pap well sugred lyes, 

That grace euen makes thy gracious ANTongs, that she, ^ ^ What 

Sonett X. Ln Bright Ms. auf S. 25b. V. 2. arpuincr BMs (rereinxelle. , sdbstamUge 
Lesart). — V. 3. -n-isht BMs u.Miff. — V. 4. choycest BMs, choisest fol,. — V. 5. hcauons 
in siglit to see BMs (gicbt kcinen rechten Sinn); dan vimsdu to thoo des Quj «. t/Us {xPtlchM 
nach einer undeutlicMn Handschrift gesctxt xu srin scheint) steht insido to seo dcs Qu.,,, fol , /f . 
entgcgen. — V. 6. dhoruie groundo Lesart des Qug. — V. 7. which Senses BiLs, fol , //. — V. 8. 
leaue loue to will BMs. Qiio, folj /f. Aks dem lou des Ms. (?) machle Qu, thou (ohne Sinn). — 
V. 12. For soone B3Is, folj ff., im Gegensatx xu So dcr 3 Qti's. — V. 13. Kueelodst BMs; kneel'dst 
foli/f. ; offlredst BMs, offeredst fol^^., offered Qu, m. Qu... 

Sonett XI. V. 3. the heauen BMs. — V. 5. For like a childo BMs u. fol, ff. — V. G. 
gilded Miff.; guilded BMs. — V. 7. some fine picture BMs m. fol, ff. — V. 10. lookst BMs, fol, 
u. fol 1605; looktst fol 1613. — Y. 11. thy pitfould sett BMs; pitfold folj [ff.] — V. 12. breast bo 
peepe or couching Ives iol^ff.: bopeep or cowching lyes BMs; bo -peepe or touching lyes Quo. 
— V. 13. plaing and shinning BMs. — V. 14. into the hart BMs. 

Sonett Xn. BMs 26b. Y. 2. That from her lockes, thy daunces none scapes free 
Ml u.ff.; That from her lookes thy day -nets now scape free Quo (tco das now offenbares Vrr- 
sehen; ob verlesen?) ; that from her locks thy daynties none scapes free BMs. — V. 4. That her 
sweete breath makes oft thy flames to rise folj «. ff. ; that her sweet breathe makes oft thy flames 
to rjse BMs: that her sweet breath makes all thy flames t'arise Quo; makes oft thy flames to 
rise "^ fol 1 /f. — Y. 6. That her grace gratious makes thy wrongs, that shee BMs; That her 
grace gracious makes thy wrongs, that shee Quo, [Mi u.ff.]. 



6 Sir P. S. his 

xn. 7 What word so ere shee speakes, perswades for thee: 

That her cleere voice, lifteth the Sumie to Skyes. 

Thou countest Stella thine, like those whose powres 
10 Hailing got vp a breach (by fighting well) 
Cry victory, this happy day is ours: 
Oh no, her heart is such a Cytadell 

So fortified with wit, stor'd "v\dth disdaine: 
14 That to winne it, is all the skill and paine. 



xm. 



^VyHoehus was ludge, tsvixt loue and Mars [and Loiie] 
^ Of those three Gods whose armes the fairest weare: 
loues golden shielde did Eagle Sables beare. 
Whose talents holde young Ganimede aboue: 
5 But in verde fieldes, Mars beares a golden Speare, 

Wliich tlirough a bleeding heai-t, his point did shoue: 
Each had his Crest, Mars cai-ried Venus gioue. 
loue on Ms Heline the Thunder bolte did reare. 
Cupid then sniiles, for on liis crest there lyes 
10 Stellas fayre haire, her face he makes his shielde: 

AVhen Roses gules, are borne in siluer fielde. 
Phoebus drewe wide the Curtaine of the skj^es 
To blase the last, and swore deuoutly then: 
14 The first thus niatcht, were [scantly] Gentlemen. 



xrv. A Las, haiie I not paine enough my friend, 

^^-^ Yppon whose breast, a fiercer gripe doth tyi'e, 
Than did on him, who first stole downe the fyre; 
While Loue on me, doth all his (juiuer spend, 
5 But with your rubarbe wordes you must contend, 

To greeue me worse in saj^g, that desier 
Doth plunge my well-form'd soule, euen in the mier 
Of sinful! thoughtes, which doe in mine ende. 
If that be sinne which doth the manners frame, 
10 Well stayed with trueth, in worde and faith of deede, 

Readie of wit, and fearing nought but shame; j^ 



V. 8. That her cleer voice, lif[t]s thy fame to the skyes BMs, Qus u. [folj /f.]- 
V. 11. Cry victory, this faire day all is ours Quo tind {mit verdiulcrter Orthographic) foli 
u. BMs. 

Sonett Xin. Bright Ms. 27a. 

V. 1. and Mars in loue Q^ {offcnbarer Dnickfehler); befrween loue, Mars and loue Qug, 

[folj ti.ff.] — V. 4. talons helde Qu._„ fol 1605, 1613; talents heeld BMs.; talents 

held folj. — V. 5. But in verde lielde Mars bare an Quo, cb. ioliU.ff. {wckhe 

jedoch Vert field schrcibcn) ; eb. BMs. 
V. 11. Ro.ses gueules Quo, [folj ?<./f.] ; gueles BMs {Schreibfehler). 
V. 12. curteins BMs; curtaines fol^. 
v. 13. To blaze these last, and sware devoutly then fo\ iti.ff. und cb. {mit vcrdndcrter 

Orthographie) BMs. 
V. 14. scantly gentlemen BMs, foli^./f. ; scarcely Qu^, Quo u. Quj. 

Sonett xrv. Bright 3Is. 27b. 

V. 3. Then foli {u. ff.) u. BMs; stale BMs, foli u.ff. — V. 5. ye must BMs, folj u.ff. 



Astrophol and St«'lla. 

r. 12 If it be sin whicli in fixt hai-t dooth breode, 
A loathing- <>f all l<)os|»'| |vn|cliastiti«'; 
14 Then lone is sin, and Ift me sinfull Imm*. 

\'. A7"<ju that doe search for euery purling spring, 

-^ Whicli from the rybs of old Pcntassus flowos, 
And eneiy flower (not sweetc perliaps) which gi*owcs 
Neere there about, into your Poems wring. 
5 You that d(je dictionary metlujd biing 

Into your rymes, running in ratling rowes, 
You that okl rdrardis h)ng dece;ise<l woes 
With new borne sighes, and ^vit disguised sing; 
You take wrong wayos, those far-fot helps ]»o such, 
10 As doe be^^Tay a want of inwai-d tutcli. 

And sm*e at length stolne goods doe come to liglit. 
But if both for yoiu* loue and skill you[r| name 
Y'ou seeke to nurse at fullest brest of Fame, 
u Stella behold and then begin to write. 

VI. TN nature apt to like, when I did see 

-^ Beauties Avhich were of many Carrocts fine. 
My boyling spiiits did thether then incline, 
And Loue I thought that I was full of thee; 
5 But finding not those restles flames in me 

Which others said did make theyr soules to pyne, 
I thought those babes of some pins huil did whine: 
By my loue iudging what loues pains might be. 
But while I thus with this young Lyon plaid, 
10 Myne eyes (shall I say ciu'st or blest) beheld 
Stella: now she is nam'de, neede more be sayd? 
In her sight I a lesson new haue speld. 

I now haue learnd loue right, and leamd euen so, 
u As they that beeing poysoned, poyson know. 

m. TTJ^s mother deere Cupid offended late, 

-Ll Because that Mars gi'ew slacker in her loue, ^y^^j^ 



- Y. 12. If that be BMs, iol^ff.; hartes BMs; hearts loliU.ff. - V. 13. lose vnchastitio Q2; 
lewse vnchastitie BMs; loose vnchastitie folj {u. ff.). 

Sonett XV Bri^'ht Ms. 28a. V. 2. old Parrmssus BMs, Qug «. folj (/f.). — V. 4. 
there abouts M, fffr, vo"i? Poesie Qu.. fol. u./T- ; r-esy BM.s. - V. 5. Dictionanos BM.s, Qn 
mere ^00 ^^Jp,t,^,,^,, BMs, Qu., fol,; dcessed wues BMs. - \ . 8. and demsen dvnt 

BMs, foil u.ff. (schleppend): & deuised wit do Qu.,. - V. 12. you name Qu, u. Qu„ (Druckfchler). 

— V. 14. t'endite Qu,; to endite BMs u. foli (Jf.). 

Sonett XVI. Bri-ht Ms. 28b. V. 2. Carrets BMs u. fol^ (/T.). - V. 3. sprites BMs 
foU; th4e sone enclyne BMs; soone encUne Q^^ ^^ ^^'^^ .^i^' ^^^L^l' R^'S) 
ioUu ff ■ paine foK. - V. 9. But while I foole with this xwersMol 1613 u spatere [x B. Vm). 
-'v. 14.' STwho by being poisond doth poyson know BMs iund- ebe^iso mti ainceichender Oriho- 
graphie Qu<, u. foli (ff.). 

Sonett XVU. Bri^-ht Ms. 29a. V. 2. growen BMs; growne (oliU.ff. 



8. Sir P. S. his 

. 3 With pricking shot he did not throiighlj^ moue 
To kcox^e the i^lace of their fii'st louing state: 
5 The boy refusde, for feare of Marses hate; 

Who tlu-etned stripes, if he his Avrath did proue: 
But she, in chafe liim from her lappe did shoue 
Broke boAve, broke shaftes, where Ciqnd weeping sate, 
Till that his Grandam Nature pittying it, 
10 Of Stellas browes, made him two better bowes: 
And in her eyes of arrowes infinit. 
how for ioye he leapes, o how he crowes; 

And straight therewith, like wagges new got to play: 
14 Falls to shrewde turnes and I was in his Avay. 



xvm. \\7lth what strange checkes I in my selfe am shent, 
' ' "When into Eeasons Audit I doe goe: 
And by such counts my selfe a Banckerowt know 
Of all those goods which heauen to me hath lent, 
5 Ynable quite, to pay euen Natures rent, 

AVhich vnto it by birth -right I doe owe: 
And which is worse, no good excuse can showe, 
But that my wealth I haue most idly spent, 
My wit doth waste, my knowledge bringes forth toyes, 
10 My Avit doth striue, those passions to defende 
AVith my rewarde, the spoile of vaine annoyes; 
I see my course, to loose my selfe doth bende. 
I see and yet no greater sorrowe take 
14 Than that I loose no more for Stellas sake. 



XIX. C\^ Cupids boAve, hoAv are my hart strings bent? 
^-^ That see my wracke, and yet imbrace the same: 
When most I gloiy, then I feele most shame; 
I A\illing run, yet Avheii I runne repent; 
5 My best Avittes still their oAvne disgrace inuent. 

My verie yncke, turnes straight to Stellas name: 
And yet my wordes (as them my penne doth frame) 

Accuse 



A". 4. the pace Quo, BMs, fol^M./f. 

V. 8. brake BMs, Qu._, M^iLff. {an beiden Stcllen); while Ciqnd BMs, foli. 

Sonett xvm. Bright Ms. 29b. 

V. 1. With what sharpe checkes fol ^ u. ff. ; sharp checks BMs. 
V. 3. by iust counts BMs, Quo, iol^iLff. 
V. 9. my youth doth Quo ?«. fol^ u. ff.; my youthe BMs. 

V. 11. ASTiich for reward, spoyle it with vaiuo annoyes Qu., {und so mit verdndcrter 
Ortlujgraphie) BMs «. fol^ u.ff. 

Sonett XIX. Bright Ms. 30 a. 
V. 4, while I BMs, foli. 



\.tr..|.l!.l ..,,1 s,.I|.. 

. 8 fAccuse] [themsclues tliat Ihey nvi3 vaiiioly sf>eiit.] 
For thougli she passo all thinp<, yot what is all 

lu That Yiito ine, that fare like him that Ujth 
Lookes U) the sky(.\s and in a <litili doth fall, 
let 1110 1)1-0110 my miiul yet in his groutli, 
And not in nature for best IViiitos vnfit; 

11 Scholler saitli Louo bend hithrrwanl thy wit. 

X. l^^Lye, llye my I'liendes, 1 haue my dcatln-s wound, llyo; 
-*- See there that boy, that niurtheriiij^ l>oy I siy, 
Who like a thiele hitl in a l»usli doth ly«', 
Tyll blooddy bullet i^et him wrongful! |>ray. 
j So, tyrant he no fitter place couM spy, 
Nor so fa[i]re leuell in so secrete stiiy: 
As that sweete blacko which walles thy lieaueiily eyo, 
There ho himsolfe with his shot close doth lay*'. 
Poore jJii^y^^iio'ei') passe now thereby I did, 

10 And staid to see the prospect of the phu.-c, 
AMiile that black hue from me the bad truest hid, 
But straight I saAv motions of lightning's grace, 

And there discrial the glisterings of his dart: 

11 But ere I could file thence, it pearst my hart. 



Y 



Our words, my freends me causelesl}' doe blame, 
My young minde marde who Loue doth menace so: 
That my owne w^ritings like bad seruants shew 
My wits, (juick in vaiiie thoughts, in vertue lame; 
5 That Plato I haue reade for nought, but if he tame 
Such coltish yeeres; that to my^ birth I owe 
Nobler^desiiQS : least els that to my foe 
Great expectation were a trayne of sliame. 

For since mad Mai'[c]i] great promise ma<ir to me, 

10 If now the May of my yeeres mudi decline, 
What can be hop'd my haruest time will be; 
Well said, your wdt in vertues golden myne 

Digs deepe with learnings spade: now tell mo tliis, 

11 Hath this world ought so faire as Stellu is? C. In 

— V. 8 fehlt in Quj ganxlich, wcggcblicbcn durch des Druckers Veraehen, der mil V. 7 die 8. Seile 

schloss, tnul als Uehcrganf/sicort xur imien Scite (9) Accuse untcr V. 7 srlxtr. In Qu, u<t ilnr 
Vers 8 enthaltcn wul srhUcsst die 8. Seite : Against themselaos that thoy aro vaiiioly spent; Aui-.- 
themselues foli (fol 1G05 u. 1B13) w. BMs ; Aduiso sp'iterr foL- Ausgg. (x. li. ir,:i:t). In i^n. 
fehlt die Zeile ehcnfalh. — V. 10. who fars BMs ; who fare fd ,. — V. 12. pnip my miii<lo IJ.M.h, | fol ,, 
Quo.] — Y. 13. for liest witts vnfitt BMs. — V. 14. thy writt B.Ms; yoiir wit (^u... u. fol, iff.). 

Soiiett XX. Bright Ms. S. 30b. V. 1. deafhwounrl B.Ms. — V. 3. hid in dark 
bushe BMs; in d:\rlce bush fol,«./f. — V. H. Nor so fairo leuell foli«./f. ; farre (^u, h. (^lu 
{Verschm). — \.l. which vavles BMs; voiles Qu..; vailes fol,?/.//". — V. R. There hinisolfo 
with his shot he close doth lave Qu.. (BMs, fol , ii.ff.). — V. 10. pleasd with the prospect BMs, 
foli/7". ; pleasd with prospect Qu., (ivclcher dann staid xudsilhig licst). — V. 12. ligbtniog B3Is u. 
Miff. — V. 13. And then BMs,'foli /f. ; the disterin- B.Ms. 

Sonett XXI. {Nach Soneft XX folgcn im B3Is kere Blnttrr, rgl. Etnlcttung). V. 1. 
my freend right helthfull caustickes blame Quo; my friend (right hoalthfull raustiks) blame 
foil iff-''- — ^'- 2. doth windlase so Qu.,; windlas folj iff.). — V. 3. showe Qu... u. |fol, //".] — V. '>. 
That Plato I read folj; I reade Q.,. — "V. 7. least else that friendly foe fol,; lest els that friendly 
foe Q.,. — V. 9. Mars Quj {ivol iiur Druckf.); of me folj (ff.). — V. 11. Sure you say well, your 
A\-isedomes golden myne | Digs deepe Qu._,. — Y. 12. Dig deepe foli (ff.). 



lO Sir P. S. hys 



xxn 



TN highest way of heaiien the Sunne did ride 
-^ Progressing from fa3^re Twynns in golden place, 
Hailing no maske of Clowdes before his face 
But streaming forth his heate in chiefest pride; 
5 When some faire Ladies b}^ hard promise tj^de, 
On horsebacke met him in his furious race, 
Yet each prej^ar'de with Fannes well shading grace, 
From that foes wounds their tender skinnes to hide. 
Stella alone, with face vnarmed marcht, 
10 Either to doe like him, as carelesse showne: 
Or carelesse of the welth, because her owne. 
Yet were their hid and meaner beauties parcht, 

Her daintiest bare went free; the cause was this, 
14 The Sunne that others burnt, did her but kisse. 

xxm. fTHHe curious Avits, seeing dull pensiuenes 
^ Bewra}^ it selfe in my long setled eyes: 
When these same fumes of mellancholie rise, 
With idle paines and missing paines, doth gesse; 
5 Some that know how my spring I did addresse, 

Deeme that my Muse some friiite of knowledge plj^es: 
Others, because the Prince my seruice tryes, 
Thinke that I think State errors to redresse; 
But harder ludges, iudge ambitious rage, 
10 (Scourge of it selfe, [sjtill clyming slippery place) 
Holds my young braine captiu'd in golden cage. 
fooles, farre othermse alas the case; 

For all m.j thoughts haue neither stop nor start, 
14 But onely Stellas eyes, and Stellas hart. 

XXIV. T)Ich fooles there be, whose base and filthy hart, 

^^ Lj^es hatching still the goods wherein they flow: 
Damning themselues to Tantalus his smart, 
Welth breeding want, more rich, more wretched grow. 
5 Yet to those fooles, heauen doth such wit impart. 

As what their hands doe hold, their heads doe know. ^n^ 

Sonett xxn. 

V. 2. Progressing then from I'ayre Twy-nns golden place Quo (und ebenso fol^). 

V. 3. hauing no scarfe folj u. spdtere. — V. 4. his heate in chiefest pride Qug; shining 

forth of heat in his chiefe pride Quo, [fol^ m. //".]. 
V. 7. Faunes Qug {offcnb. Druckf.); wellmading Qug (Druckfrhlcr). 
v. 10. him which open shone Quj u. foli. — V. 12. the hid Qug, fol^M. /f. 
V. 13. ,,the" 9iach free fehlt in Qus; dainties Qu.,, {ob nur Auslasswig dcs t?). 
V. 14. which others fol^, Quo. 

Sonett XXni. 

V. 4. and missing aynie Quo u. folj (ff.); do gesse QU2; do guesse folj u. ff. 

V. 5. nach how Imt "Quj ein Komma (tvie nach think in V. 8). 

V. 6. Deem'd Qu,. — V. 9. ambitions folj u.ff. — V. 10. till Qu,; still Quo, foli (ff.) 

V. 12. fooles, or ouer-wise, alas the case || Of . . . Quo; or ouer-wise: alas, the 
race || Of all mv thoughts hath folj {u.ff)- 
Sonett XXIV. 

V. 3. And damning their owne selues to Tantal's smart Quo {u. fol^). 

V. 4. more hlist folj u. ff. 



Astrojdirl an'l St.-lla. i i 

. 7 And knowiii*; loue. and l(juiii^ lay apart, 

As scattered tliinj,^s, larn! In.ni all dan^'oi-s show. 

But that rich foolc, |Nvho| i.y l)lindo Forlun»'s lot, 
10 The richest ^eni of loiio and litb enioyes, 

And can with louic abuse sui-h lK'auti«»s hlot: 
Let him depriueil ol" sweet, hut vnfelt ioyes 

Exilde for aye, fmni those hi^di trrasuivs which 
n lie knowes not[,| grow, in oncly follie rich. 



:v. rilHe wisest schollei* ol tlie wii;hl ni<ist wise, 

^ By Phoebus doomo, "Nvitli sugrod sentence Kayos: 
That vertuo if it once nieeti^ with our eyes, 
Strange llanies of loue it in our soules would rayse, 
5 But for that man with paino tliis tiutli tliscries, 

While he each thing in sences balbmcn wayes, 
And so, nor ^vill nor can behold those skycs, 
Which inward Su|nn|o to heroicke mindes displaics. 
Veiiiie of late with vertuous cai'C to stir 
10 Loue of liimselfe, take Stellas shape, that hee 
To mortal eyes might sweetly shine in her. 
It is most true, for since I did her see, 

Vertues great beautie in her face I pi-oue, 
14 And finde defect; for I doe burnc in loue. 



T 



'Hough duskie wits doe scorne Astrologie, 
And fooles can thinke those lampes of purest light, 
Whose number waies great nes eternitie, 
■ Promising wondrous wonders to inuite, 
5 To haue for no cause birth -right in the skyes, 

But for to spangle the blaeke weenies of Night, 
Or for some brau[l| within that Chamber liie, 
They shold still daiuice to please a gazers sight. 
For me I nature euery deale doe know, 
10 And know great causes, great effects procure, 

And know those bodies liigh, raigne on the low. ^ 2 And 



V. 8. sacred things foli (yf.)- — "V. 9. whom by blinde Qa, (o/fcnb. Dntckf.). 
V. 11. And came with Qug {Druckfehler). 

Sonett XXV. 

V. 3. met with foli. — V. 6. whiles folj (yf.). 

V. 8. inward Siimme Quj m. Quo; siuine fol, (/f.). — V. 9. stor fol, u./f. 
Y. 10. Loue of her selfe tooke Stellas shape, that she f<>I,. 

Y. 12. in that folj. — V. 14. theffoct Qu.j «. fol, (defect braucJU niclU schkchihin 
,, error from sound" xxc sein, u-ic Grosart mcitU). 

Sonett XXVI. 

V. 1. Thought Qug (Druckf.); dustie wit.s dare scorne fn],; duskie wits dare Quo. 

V. 3. numbers foli. Der Vers srhlksst in Quj mit Punkt, icie V. 5. 

V. 4. wonders, wonder do folj (Jf.). 

V. 7. braue Quj (Druckf.) Braule Quo; brawle fol, (/.) ; which in that Quo m. folj. 

V. 9. I doe Nature vnydle know Quoj I doe Nature vnidle know foli (ff.). 



12 Sir P. S. liys 

xx^^. 12 And if these rules did fall, proofe makes me sure, 
AVlio oft be^\a'aies my after following case, 
By onely those two starres in Stellas face. 

XXVII. T)Ecause I oft in darke abstracted guise, 
J-^ Seeme most alone in greatest company, 
With dearth of words, and aunswers quite awry. 
To them that would make naked speech arise; 
5 They deeme, and of their doome the rumor flies, 
That poyson foule of bubling pride doth lie 
So in my swelling brest, that onely I 
Faune on my selfe[,] all others doe dispise: 
Yet pride (I thinke) doth not my soule possesse, 
10 (Which lookes too oft in this vnflattering glasse) 
But one worse fault, ambition I confesse. 
That makes me oft my best fi^eendes ouer- passe, 
Ynseene ^mheard, while thought to highest place 
14 Bends all his powers, euen vnto Stellas grace. 

xxvm. "V^Ou that with allegories curious frame 

-■- Of others children changlings vse to make. 
With me those paines for God- sake doe not take, 
I list not dig so deepe for brasen fame. 
5 When I [say] Stella, I doe meane the same 

Princesse of beautie, for whose onely sake, 
The raynes of Loue I loue, though neuer slake; 
And ioy therin, though Nations count it shame: 
I begge no subiect to vse eloquence, 
10 Nor hidden waies to guide Philosophic, 

Looke at my hands for no such quintessence. 
But know that I in pm^e simplicitie, 

Breathe out the flames which burne within my hart, 
14 Loue onely leading me into this arte. 

xxis. T Ike some weake Lords neighbo[rd] by mighty kings, 

-L^ To keepe themselues and their chiefe Citties free -q^^ 



V. 12. did fayle Qu,; faUe Miii.ff. 

V. 13. foresee Quo; fore-iudge folj ii.ff.; after - following race foli Of.). 

Sonett XXVn. 

V, 3. or answers folj (ff.). 

V. 4. speech of speech arise Qu.,, folj (ff.). 

V. 8. and others do despise fol^'Of.). Xach selfe in Quj kcin Komma. 

V. 10. in his vnflattring folj iff.) 

Sonett xxvm. 

V. 5. I see Qu^ u. Quo (?<. QU3). offenbarcr Druckfehler. 

V. 10. Nor in hid waies to guide Qu.,; Nor in hid waves do fol^ (ff.). 

V. 14. reading unto me folj r(.ff. 
Sonett XXIX. 

V. 1. neighbours Quj {verdnxelt). 



Astrophel and Stella. i 3 

. 3 Doe easily yeeldo, that all tlieyr coast may l)e 
Reaclie to seme their Cami>e of iieedfull thing's: 
5 So Stellas hart liiidin^- wliat itower Luu»> hriiiLrs. 
To keepe it selle in life and libertie, 
Doth ^villing i;Tannt that in the Frontire li«' 
Vse all to lielpe liis other conqnerinf^'s. 
And thus her hail escapes, bnt thus her eyt^g 
10 Serue him ^vith shot, her lips liis llermlds are, 

Her brests his Tents, legges his tryuniphall Chare, 
Her selfe his Ibode, lier skin his Arni(»r l»raue. 
But for because my chiefest prosjiert lyes 
14 Ypon the coast, I am giutMi vp for a slaue. 

X. VITHether the Turkish new Moone mind«^l Ix;, 

* * To fill her homes vppon the Christian coast, 
How Polands king niindes without leaue of hoast, 
To warme \Wth ill made lire cold ^[usco[u|ie, 
5 If French can yet three parts in one agree, 
What now the Dutch in their full diets boast. 
How Holland harts, now so good Townes are lost 
[Trust in the shade of pleasing (Ji-ange tree. 
How Ylster likes of the same golden bitt] 
10 "Wherewith my Father made it once halfe tame, 
If in the Scottish Court be weltering 3'et; 
These questions busie wits to me d(j frame: 

I combered with good manners, aunswere doe, 
14 But know not how, for still I thinke on i/ou. 

u. TJI7ltli how sad steps o Moone thou clim'st the skyes, 
*^ How^ silently, and with how meane a face. 
What may it be, tliat euen in heauenly place. 
That busie Archer his sharpe Ari-owes tryes? 
5 Sure if that long with loue acquainted ej'es 

Can iudge of loue thou feelst of Loners case, 
I reade within thy lookes thy languisht grace 
To mee that feele the like, my state di scries. 
Then euen of fellowship Moone tell me, 
10 Is constant loue deemde there but want of wit? 0. 3, ^^e 

Sonett XXIX. V. 3. coasts folj ti. sjxitfre. — V. 4. to store fol, (ff.) — V. 7. frontiers 
foil (ff-)- — ^^- 11- triumphall cane fol, iff.). — V. 12. hor flesh f..l,. - V. 13. And I bnt fur 
because my prospect lyes Quo ffoli-l — V. 14. Vpon that coast, am giuen vp for slaue Qno; 
ani giv'n vp for a slave folj u. ff. 

Sonett XXX. V. 2. To fill his homes this yeere on Christian coast fol, u.ff.: her 
homes this yeere on Chr. c. Quo. — V. 3. How Poles right king meiuies without leaue of hoast 
foil u. ff. — Y. 4. Musconie Qu, {Dnickf.). — V. 7. be lost fol,. — V. 8 m. U sind im Qui 
vom Drucker i'lhersprungen , so dass auf V. 7 : V. 10 folgt {ohne Sinn xu grben, da Sir Philip 
Sidney's Vater wol Irland , nie aber Holland ,.half tame" gem/xcht hutte; in (^u, (auf S. 13) cixn- 
falls u-fggdassen. Im Text nach Qu., gtgcben, von dan foli (u. fol 1613) folgrndermassen ahceirht: 
V. 9. that same fol 1605, n-ie foli jedoch pleasant. — V. 10. once made it foli. — V. 11. If in 
the Scotch Comt bene weltiing vet folj u. ff. — V. 14 of you foli n. ff. 

Sonett XXXI. V. 2. how wanne a face foli u.ff. (x. B. 1G33 ; nirht wie Grosarl 
behauptet: meane). — V. 6. a Loners case foli "■ /T- ~ ^ • ''■ ^ reade it in thy foli u.ff. Am 
Ende der Zeile in Qui, Qu., cin Punlt. - V. S. thy state fol, u. ff. — T. 9. Them Quj (Druckf.). 



14 Sir P. S. his 

XXXI. 11 Are beauties there, as proiide as heere there be? 
Doe they aboue, loiie to be lou'd, and yet 

Those Louers scorne, whom that lone doth possesse? 
-Doe they call vertue there vngratefuluesse? 



xxxn. '^TOrjyJieus the liuely sonne of deadlie Sleepe, 
Jj_L Witnes of life to them that lining die: 
A Prophet oft of liidden mysterie; 
A Poet eake as hmnors flye and creepe: 
5 Since thou in me so sure a hold doost keepe, 
That neuer I with clos'd vp sence doe lye, 
But by thy worke, my Stella I descry, 
Teaching blind eyes both how to smile and weepe; 
Youchsafe of all acquaintance this to tell, 
10 Whence hast thou luorie, Eubies, Peaiie, and Golde, 
To shew he7' skin, lips, teeth, and head so well? 
(Foole aunswers he) no Indes such treasures hold. 
But fi'om thy hart, wiiile my Sire charmeth thee, 
14 Sweet Stellas Imasre I doe steale to me. 



xxxm. 



I Might, vnhappy word, (woe me) I might. 
And then would not, nor could not see my blisse: 
TjU now, wrapt in a most infernall Night, 
I finde, how heauenly day (^vTetch) did I misse; 
Hart rent thy selfe, thou doost thy selfe but right. 
No lonely Paris made thy Helen his, 
No force, no fraude robd thee of thy delight. 
Nor Fortune of thy fortune Author is; 
But to my selfe, my selfe did giue the blow, 
While too much wit forsooth so troubled me. 
That I respects for both our sakes must showe. 
And could I not by rysing morne fore -see. 

How faire a day was neere, (o punisht eyes) 
14 That I had beene more foolish, or more wise. 



10 



Come 



V. 11. as here thoy be foli u.ff. 
Sonett xxxn. 

V. 3. A prophet oft, and oft an historie Quo, fol^w. yf. 

Y. 4. fly or foli u.ff. 

V. 5. so sure a power doost keepe Quo [foli ff-] 

Sonett XXXni. 

V. 1. me foliM. ff. 

V. 2. or foliM. ff. 

V. 4. wretch I did misse eb. 

V. 12, And yet could not Qug, foli u.ff. 



c* 



Astrophol and Stella. 1 5 

'^Ome lot mo writo, and to wliat end? to « 
A burthoned liart (how can woiils oasi^, wm.n aro 
The glasses of thy daily vt'xing ciire?) 
Oh, CTuell fights well i)ictured forth doe ideaso, 
5 Art not asliam'd to publish thy disease? 

Nay, that may hrecdc my famo, it is S4» rair», 
But ^^^ll not wise men thinke thy words fonde waro? 
Then be they close, and they shall none displwiKC, 
Wliat idler tliiiit; than spoako and n«»t be he;inl? 
10 What harder tiling tlian smart and not to s|)eakc? 
Peac« foolish wit, with wit my wit is manh'; 
Thus write I while I doubt to write, and wnsiko 

My harmes in ynkos poore losse, porliaps some findc 
14 Stella.s groat power, that so oonfusM my iiiind»\ 



w 



Hat may words sa}'? or wliat may woitis not s.'iy, 
Wlioro truth it solfe must s]>oako like flattoryV 
Within wluit lx)undes can one liis lyking stay, 
Where Natiu'e doth with excellence agree? 
5 What Xe^tors counsell can mj- flames allay. 

Since Reasons selfe doth blow the coles to me? 
And ah, what hope that liope should once see day, 
Where Cupid is sw^orne jiage to Chastitie; 
Honour is honoured, that thou dost possesse 
1^ Him as thy slaue, and now long neeilie Fame 
Doth euen grow rich, meaning my Stellas name, 
Wit learnes in tlice perfection to expresse. 

Not thoic by pmise, but praise in thee is raise<l, 
14 It is a praise, to praise where thou art pray sod. 



^^Telki, whence doth these newe assaults arise, 
^ A conquei'd, yeelding, ransackt hart to win? 
Whereto l^iig^since , tlu-ough my long Itattn^ eyes, 
AVhole Armies of ///// beauties ontnxl in. 

And there long since, Loue thy Lieutenant lyes. 
My forces raz'd, th}' banners raisVl within; 



Of 



Sonett XXXrV. 

V. 4. Oft craell Quo. folj u. if. 

V. 8. and so none shall displease foX^u.ff. 

Y. 9 u. 10. then, . . . then folj u. ff. 

V. 14. poTTTs foil u. 1613; powros fol 1G05 (powers fd. x. B. 1633). 

Sonett XXXY. 

Y. 4. with infinite Qa.2 u. folj u. ff. 
V. 6. the cole in me folj (ff.). 
V. 14. when tliou art fol^. 

Sonett XXXVL 

V. 2. conquerd, golden foli u. ff. 



i6 



Sir P. S. his 



XXXVI 



10 



14 

xxx^^I.*) 
xxx\Ta. 



10 



14 



XXXIX. 



10 



Of conquest what doe these effects suffise, 
But wilt new warre vppon thine o^vne begin, 
With so sweet voyce, and by sweet nature so, 
In sweetest strength, so sweetly skild withall, 
In all sweet stratagems sweete Arte can shew: 
That not my soule which at thy foote did fall 

Long: [since] forst by thy beanies; but stone nor tree 
By sences priuiledge can scape from thee. 

rimpjs night wliile sleepe begins, with heauie wings 
-^ To close mine eyes and that my troubled thought 
Doth fall to sti-aj^, and my cliiefe powers are brought 
To leaue the scepter of all subiect things. 
The first that straight my fancies erroui^ brings 
Ynto my minde, is Stellas image, wrought 
By Loues owne selfe, but with so curious draught. 
That she mee thinks not oneh- shines but sings: 
I start, looke hart, harke, but what [in closde] vp sence 
Was helde, in open view it flj^es away. 
Leaning me nought but wayling eloquence. 
I seeing bitter sights in sighes decaj^, 
Cald it anew, and woed SleejDC againe. 
But him her hoast her vnkind guest had slaine. 

/^Ome Sleej^e, 6 Sleepe, the certaine knot of peace, 
^ The batliing place of wits, the balme of woe. 
The j)oore mans wealth, the prysoners release. 
The indifferent ludge betweene the hie and lowe, 
With shielde of proofe, shielde me from out the presse 

Of these fierce dartes, DispajT^e at me doth throw; 

make in me those ciuill warres to cease: 
I will good trybute pa^^ if thou doe soe. 
Take thou of me smooth pillowes, sweetest bed, 
A chamber deafe of noj^se, and bhnde of light, 
A rosie garland, and a wearie head, 

") Nicht in den Quartos von 1591; xuerst on fol. 1598, vgl. die Einleihing iind xinten. 



And 



V. 7. Of conquest, do not these... foli u.ff. — V. 13. Lon? sithence Qui; since Qu.^, folj n.ff. 
Sonett XXXVII feJdt in Quj ?<. Quo (tmd folglich auch inQn^). Uebcr die Anspiclungcn 
auf Lady Rich vgl. die Eirdeitung. 

Erster Druck in der Arcadia von 1598 (fol. 531). 



My mouth doth water, and my breast doth swell, 
My tontine doth itch, ray thouglits in laV)Our be : 
Listen then, Lordinsrs with good eare to me. 
For of my life I must a riddle tell. 
Toward Auroras Court a Nymph doth dwell, 
Rich in all beauties which mans eye can see : 
Beauties so fan-e from reach of words, that we 



Abase her praise saying she doth escell : 
Rich in the treasure of deseru'd renowne, 
Rich in the riches of a royall hart. 
Rich in those gifts which giue th'otornall crowne; 
"Who, though most rich in these and euery part. 
Which make the patents of tiiie worldly blisse, 
Hath no misfortiuie, but that Rich she is. 
fol 1633 liest vmsichtig Y . 14: rich (dagcgcn 1605, 1603: Rich). 
Sonett XXXVm. V. 1. This night Qu._,, folj u.ff., als besscre Lcsart dem Thus night 
in Quj n. Q3 vorgexogen. — V. 2. To hatch mine eyes fol, v.ff.; and the vnbitted thought Qu.,; 
that vnbitteil foli (/f.) — Y. 9. start, looke, hearke ftil,; start, looke, harko Qu., ; Qu,, cjuo: 
inclos'd \"p; oben die Lesart von fol,. — V. lO. in open'd fol,; sense fol, n.ff. -- V. 12. better 
sights Qu„ ?<. f(d, n.ff.: in sitrhts decay fol, u.ff. — V. 14. that vnkind guest Qa.> m. fol, i/./f. 

Sonett XXXIX. V. 2. the i)aiting place of wit fol, n.ff. — V. 10. deafe to noise, and 
blindo to light fol,?/. //'. 



Astroplif'l an<l Stdla. ly 

12 And if tliese things (as \)o\nfr thino in right) 
Mooiie not thy lioaiiie ,i,n-aco, thoii slmlt in luoe, 
(Liuclier then els) mre Strl/as luvM^t- s(h.. 

^f- A S good to write, as lor to iio and grr«ino, 

Strlla deore, how niudi ///// imiw.t hath wn.ught, 
That hast my minde now of the hasost hroiiglit. 
My still kept eoiii-se whilo otlici-s slrH^jie to iiioan. •• 
r> Alas, if thou, the heii^ht of Vortuos thnKin*' 

Canst but vouchsafe tlui inlluoncc of a thought, 
Ypon a wretch wlijch. Ji> n.L; ///// grace liath sought. 
Way then by thrr how ] am ouerllirownc: 
And tlien thinke thus, altliough ///// beauti.' \to 
,,, Made manifest, l)y such a victorie, 

let noblest Con(iuerers doe wreaks auoidc; 
Since then thou hast so farre su1k1u«^1 mc, 
Tliat in my hart I uiTer still t(. /hrc, 
14 doe not let tliy Temple be destroide. 

LI IJ-^^i'"fe' ^^1'^ J'ly "ly horse, my hand, my Launcc 

-* ^ Guided so well, that I obtaind the prize, 

Both by the iudgement of tlie Knglish e^'os. 

And of some sent by that sweet eiunie P'munce, 

Horsmen mv skill in horsmanship advaiince, 

Towne folke my sh-ength: a daintier Judge ajtplies 
His praise to slight, which from goml vsc doth rise: 

Some luckie wits, impute it l)ut to chaunce: 

Others, because from both sides I doe tiike 

My blood, from them that doe excel 1 in this, 

Thinke Nature me a man at Armes did make. 

How farre they shoote awry; the true cause is, 
Stella lookt on, and from her heauenly face. 
Sent forth her beames, which made so faire a race. 



10 



14 



/^ Eyes, which doe the Spheres of beautie moue, 

^-^ Whose beames all ioyes, whose ioyes all vertiies \}o: 



D. Who 



— V. 14. then else - where Stellas f< •! , ff. 

Sonett XL. V. 3. That hast my fol,, fol. ir.05, 1613 i/. »/«/«•/• ff4.. x. /?. 1033; 
Grosart legt dem fulj die LesaH Th<ni hast untfr, nlnw jnlrs IMit ; none of the i>asost Tol, u.ff. 
V. 5. Alas if from tlie heiirht of Vertues throaiio. 

Thou canst vouchsafe the influence o| n thonirht 

Qu.3 %ind {mit anderer Orthographic) fol, 'u.ff. — V. 7. that loner f"b m/T"- — V. 11. wreake Qn-.; 
wreckes folj ?<. sjx'itere. 

Sonett XLI. V. 6. Towne-folkes fol, u.ff. — V. 9. of both sides fol, u ff. — V. 10. 
from them who did excell fol,?*. ^. — V. 11. man of armes M^u.ff. — V. 12. they .shot 
fol J v.ff. — Y. 14. the beames Qu., ?/. fol, u.ff.; so faire my race fol, u.ff. 

Sonett XLII. V. 2. ^\Tiose beames be ioyes fol,«.^. (1606 lii.ist irrthiimlirh ioyes 
das erste Mai aus). 

Flusrel, Sidnev. 2 



1 8 Sir P. S. hys 

XLii. 3 AVho wliile they make Loue conquer, conquer Loue, 
The Schooles where Venus hath learnd Chastitie; 
5 ej^es, where humble lookes most glorious proue, 

Onely loue tasting of j'oiu' crueltie. 
Doe not, doe not, from me, poore me, remoue, 
Keepe still my Zenith, euer shine on me; 
For [though I] neuer [see] them, but straight waies 
10 My life forgets to nourish languisht sprights: 

Yet still on me (6 eyes) dart downe your rayes; 
And if from Maiestie of sacred Lights 

Opi)ressing mortall sence, m}^ death proceede: 
14 Wreekes tryumphs [be], which Loue hie set doth breed. 



XLm. 



Tj^Aii'e eyes, sweet lips, deere hart, that foolish I 
-*- Could hope by Cupids helpe, on you to pray: 



Since to himselfe he doth your gifts apply. 

As his maine force, chiefe sport, and easefull stay. 
5 For when he will see who dai'e him gainesay. 

Then with those eyes he lookes, loe by and by. 

Each soule doth at Loues feete his weapons lay, 

Glad if for her he giue them leaue to die. 

When he will play, then in he?' lips [he is], 
10 "Where blushing red, that Loues selfe them doe loue. 

With either lip he doth the other kisse; 

But when he will for quiets sake remoue 

From all the world, her hart is then his roome, 
14 Where well he knowes, no man to him can come. 



XLiv. IVT^ words I know doe well sette forth my minde, 
-^'-^ M}' minde, bemones his sence of inward smart: 
Such smart maj^ pittie claime of any hart; 
Her hart, sweete hart, is of no Tj^gers kinde, 
5 And yet she heares, and I no pittie finde. 

But more I cry, lesse grace she doth impart; 
Alas, what cause is there so ouerthwart, 
8 That Noblenes it selfe makes thus vnkinde? 



V. 6. Onely loued tyi-ants iust in crueltie Quo ?<. (foli onit wenigen ortJiographiscJien Ande- 

rungen); V. 7. Doe not, doe not, from poore me once remoue Quo; Do not, 6 do 

not from poore me remoue fol ^ u. ff. 
V. 9. thoughts eye neuer sees them Qui (rereinxelte Lesart , etiras gexumngen 'xu rceht- 

fertigen); oben die Lesart von Qug, fol^ iff.). 
V. 14. trj'umphs best Quj ti. Quo [tcenn man die Copula daxu ergdnxte, gdbe dies denselbefi 

Sinn, %vie die im Text aiifgenommene Lesart des foli). 

Sonett XLm. 

V. 4. choise sport ifA^u.ff.; easefull stay (Druckfchler des Qu«). 

V. 9. then in her lips his eye Quj {ivol nur Versehen, da ein Reim xu Kiss feMen wiirde). 

V. 10. doth loue fol^w. /f. 



Astrophol and Stella. 

I nuicli (loo gcsse, yet findo no ti-uth hut thi>. 
That when tlie broath of luy cninplaints d.M' tourh 
Thoso daiiitio tlooros viito (lu- Court of Hlissr, 
[The heaneiily nature nl" that |.laeo is such:! 

That once come there, the sohs of niy annovc«, 
u Are metaniurjfliosM strai^^lit t<> tunos nf iov.s. 

i-\'. ^Tclla oft sees the very face of woes 

^ - Painted in my l.ewrineklfxl stormie faco: 
But cannot skill to |)ittie my disi^nico; 
No[tl though tlie cause heerof hrrsrlfr shr kn()W(\s. 
5 Yet jhaaring] late a fahle [which | di.j shew, 
Of Loners neuer knowne, (a j>ittious ruise) 
Pittie thereof got in her breast such place, 
As from her eyes, a Spring oi" tean^s did fh.w. 
Alas, if Fancie drawne by fained things, 
10 Though false, yet with fi-ee ston? more gnice d..th bnT^le 
Tlien Seruants wreck, whore new doubt h(»nnr bring.'s, 
Than thinke my Deere, tliat in me t/ou doe re<^l.' 
Of Loners mine some sad Tragu'die: 
u And if not me, i)ittie the tale of me. 

,vi. 7 Curst thee oft, I pittie now the Ciuse, 

^ Blinde hitting Boy, since shcr that thee and me 

Rules with a bccke, so tyranniseth thtv, 

That thou must want or ibode or dwelling place; 

5 For she protests to bannish thee her face. 

Her face (o Lone) a roge then shoukPst tliou Imv. 

If Loue learne not alone to lone and see, 

Without desire to feede of further grace. 

Alas poore wagge, that now a Scholler art 

10 To such a Schoole-mistris, whose lessons new 

Thou needes must misse, and so thou needes must smart; 

Yet deere, let me his pardon get of ijou, 

That he so long may sport him witli desire, 

u Till without Fuell, fvoul can make bote fire. ,. i aim . 

^" ^ l>. -. W liat 



'9 



Sonett XLIV. V. 9. no truth saue this Quo fol, u./f. — V. 10. doth tach fol, (ff.) — 
V. 12 felilt im Nash Quarto {tind in dessm Nachdruck, dem Qug), utid ist im Text tuwJt dtm Qa, 

eingetragen. — V. 13. mine annoyes MiH.ff. 

Sonett XLV. V. 2. in my heclowded Quo ?/. fol, u./f. 

V. 4 u. 5. No though thereof the cause hrr .telfe shoo knowos. 
Yet hearing late a fable which did show 
Quo u. ebenso {mit AnsiuOwu eitus beginnfuden Not [stall NdJ) fol. ?/. ff. In Qu, laulrt drr Vrm 
u-ie oben, bcginnt jedock mil No. — V. 5. Yet Hermes late a fable who did fhow Qu, inifrhr. 
Versehen). — V. 6. a grieuous case Qu2 ?<• fol, u. ff. — V. 7. itrate in her breast fol,. — V. 8. 
Dcr im Textc gegebenen I^esart von Qui ?<. Quj sleM die df.<t 1. fol (m. ff.) gt-gniHlicr: That from that 
sea deriud, teares spring did flow. — V. '<». by ymag'd things Quo u. (imag'd) M^u.ff. — 
V. 10. with free scope Qu. n. folj {u.ff.). — V. ll! that you in mo fol, iff.) — V. 12. Then fol,. — 
V. 13. some tlirise sad Traga^die Quo. — V. 14. I am not I, pittie the tale of mo Quo «. tol, iff.) 

Sonett XL VI. V. 6. a roge tliou then should'st liee Qu„ n. fol, Ui. ff.). — V. 8. to feo*le 
on fuilher gi-ace Quo (fol 1598 &c. wieder of). — V. 12. his pardon fol, u.ff. — V. 13. So long 
though ho from booke mich to desire Quo u. {mil der Orlliograjihie mychei fol, u./f. — V. 14^ 
thou Qu,, Quo, QU3. 



20 Sir P. S. hys 

XLvn. T^T'Hat, haiie I thus betraide my libertie; 

^ * Can those blacke beames , such burning markes engraue 
In my free side, or am I borne a slaue, 
Whose necke becomes such yoke of tyrannie? 
5 Or want I sence to feele m}' miserie, 

Or spirit, disdaine of such disdaine to haue, 
'^ Who for long faith some gentle pittie craue, 
Yet get no ahnes, but scorne of beggerie. 
Yertue awake, beautie but beautie is; 
10 I may, I must, I can, I will, I doe 

Leaue following that which it is gaine to misse, 
* Let her goe: soft, but here she comes, goe to, 
Ynkind, I loue you, not, (woe me) that I 
14 Must make my hart thus giue my tongue the lye. 

XLvm. OOules ioy, bend not those morning stances from me, 
^ "Wliere vertue is made sti^ong by beauties might, 
Where loue is chastnes, scorning youthes delight, 
And humblenes is linckt with maiestie; 
5 What euer may ensue, ah let me be 

Copartner of the ritches of that sight: 
Let not mine eyes be blinded from that light; 
Oh looke, oh shine, 6_JLet_me^_die_jind see. 
For though I oft mj^ selfe of them^einone, 
10 That thi^ough my hart their beamie darts be gone. 

Whose ciu-elesse woundes euen nowe most freshly bleede; 
Yet since my deaths woimd is already got, 
Deere killer, spare not thy sweete cruell shot, 
14 A kind of gi'ace it is to kill with speede. 



XLIX. 



T On my horse, and Loue on me doth trie 

^ Our horsmanship, while two strong works I proue, 

A horsman to my horse, a horse to Loue; 

And now mans wrongs in me poore beast discry. 

The raines wherewith the ryder doth me tie 

Are reuerent thoughts, wliich bit of reuerence moue, 

Cm'bde 



Sonett XL^^I. V. 6. sprite folj w./T". — V. 7. tho dayly helpe I craue folj [u.ff.]; the 
daily helpe I crane Quo {tcol Dnickf.). — V. 8. May get Qug «• foli. — V. 12. Let her do 
foil u. ff. (Druckf.?); but there she Quq. — V. 13. Vor dem not kein Komma in fol^ (ff.) 
not, (0 mee) that eye Qu2 [u. ioliU.ff.]. 

V. 14. Doth make my hart giue to my tongue a lye: Quo; 

,, ,, ,, heart giue to my tongue the lie: folj (1605 u. spdtere); 
,, )) n ,, to giue ,, ,, ,, ,, Arcadia v. 1613. 
Sonett XLVin. V. 3. paine doth learne delight Quo u. foliU.ff. — V. 4. growes on 
with maiestie Quo w. growes one with foli, fol 1613; growes on fol 1605. — V. 7. mine eyes be 
driuen from Quo; be hel-driu'n fol^ u.ff. — V. 12. ray death -wound folj ?/. /f. — V. 14. to 
slaye with speede Quo u. [foli u.ff.]. 

Sonett XLIX. V. 2. Our horsemanships while by strange worke I proue folj iff.); by 
strange work Qu,. — V. 5. my ryder Qu2 u. foli (my Rider, ivie ff.). — V. 6. liumbled thousrhts 



10 



Astrophel aud Stella. 2 I 

Ciirbde in with feare, but witli gilt lx>s8o alxjue 
Of hofje, wliicli makes it soeme fairo to the eye: 
The waiidc is will, thou faiicio saddle art, 
Girt fast by memory; and while I spurro 
My horse, he spurres with sharpti desires my liart, 
He sits me fast how euer I do sturre, 

And now hath made me to his hand so rij^ht, 
11 That in the manage I my selfc delii^ht. 

L. ^TcUa, the fulnes cannot staled be 

^-^ Of hidden tlioughts, \vithiii my panting brest : "5^ 
But they doe swell and struggle forth of me, 
Till that in words thy figure be exj)rest; 
5 And yet as soone as they thus formed be. 

According to my Lord Loues owne iKjhest 
With sad eyes I their weake proportion see 
To portract what within this world is blest. 
So that I cannot chuse but write my minde, 
10 And cannot chuse but put out what I write, 

While those poore babes their death in l)irth doe find; 
And now my penne these lynes had dashed <]uite, 
But that they stop his furic from the same: 
14 Because theii* fore -front beares sweet Stellas- name. 



LI. 



TDArdon mine eares, both I and they doe pray, 
-*- So may you?' tongue still flauntingly proceede. 



To them that doe such entertainments neede; 
So may you still haue something new to say. 
5 On sillie me, doe not yow burthen lay 

Of all the graue conceipts your braino doth breeder 
But find some Hercules to beare (insteede 
Of Atlas tyrde) your wisedomes heauenly sway, 
For me[,] while you discourse of com-tly tydes, 
10 Of cunningst Fishers in most troubled streames, 
Of straying wanes when valiant errour guides; 

D. 3. Meano 



V. 14. That in the manacco, my selfe do take delight Qu., ; That in the Slanage my selfe 
take delight foli; takes fol 1605. 1613 (u.ff.), (Druckfchler?). 
Sonett L. 

V. 1. Stella, the fulnes of my thoughts of theo 

Cannot be stayed within my panting brest: Quo «. {mit andercr Cjrthogr.) folj u.ff. 
V. 5. they so Quo, fol^ iff.). 
V. 8. To portrait that which in this -world is best foli; best fiir blest auch Quo {der sonst 

u-ie Qui liesf). 
v. 10. what I write Quo u. fol^ u.ff. 
V. 11. these iol^ u.ff. 
V. 13. stopt foil u.ff. — V. 14. bare folj u.ff. 

Sonett LI. 

Y. 2. flauntingly Qu^m. Quo; fluently iolxU.ff. 

V. 4. somewhat Quo u. Mi u.ff. — V. 5. not the burthen fol ^ u.ff. 

V. 10. Of cunning fol j m. ff. 

Y. 11. straying wayes folj [u.ff.]. 



22 Sir P. S. his 

LI. 12 Meane while my hart confers with Stellas beames, 
As pittie tis so sweete a Comedie, 
B}^ such \Tifitted speech, should hindered be. 



Ln 



A Strife is growne betweene Yertue and Loue,''"/" 
AVliile each pretends, that Stella may be his; 
Her eyes, her lips, Loue saith that he owes this, 
Since they doe weare his badge, most fii-mely proue; 
5 But Yertue thus that title doth disproue. 

That Stella (o deere name) that Stella is, 
That vertuous Soule, sure heyre of heauenly Blisse: 
Not this faire outside, which our hai't doth moue; 
And therefore, though her beauty and her grace, 
10 Be Loues indeede, in Stellas selfe he may 
B}'' no pretence claime any manner place. 
YYell Loue, since tliis DemmTC our sute doth stale, 
Let Yertue haue that Stellas selfe, yet thus, 
14 That Yertue but that body graunt to vs. 



Lin. 



TN Mai-tiall sports I had my cunning tryde, 
-*- And yet to breake more Staues I did adi^esse 
YYhile people shoutes: indeede I must confesse. 
Youth, luck, and praise, filled my vaines Avith pride; 

5 When Cupid hauing me his slaue discride. 

In Mars his liuerie, prauncing in the presse, 
Now what sir foole said he (I would no lesse) 
Looke heere I say, I lookt and Stella spide: 
"Who hard by, through a window sent her light; 

10 My hart then quakt, then daz'led were my eyes, 
One hand forgot to rule, th' other to fight. 
No Trumpet soimd I heard, nor freendly cries; 
My foe came on, and beate the ayre for mee, 

14 Till that her blush, taught me my shame to see. 



Liv. T3Ecause I breathe not loue to euery one, 

-L^ Nor doe not vse sette Colom^s for to weare: 



Nor 



V. 13. And is euen woe that so sweet Comedie 

By such vnfuted speech, should hindered be: Quo. 

mii Verbesscrung des Dnickfehlers ATifuted {aus dein Quo); 

And is euen irkt that so . . . unsuted: folj ff. 

Sonett LU. Y. 2. Stelkh must be his Qug u. Miff. — V. 3. Her eyes, her lips, her 
all, saith Loue doe this Quo u. foli u.ff. — V. 5. Quj hxit imch thus ein Komma. 

Sonett Lni. V. 2. more Staues I did mee adresse Quo (und daraus offenbar gcbcsscrt 
und in Wohlkiang gebracht:) staues did me addresse im folj ^l.ff. — V. 3. While -vnth the peoples 
shouts I must colifesse foli?<. /?^. ; TVliile that the peopl's showtcs: I must confesse Qu.,. — 
V. 4. praise euen fild my veines . . . foli; euen filld Quo. — V. (3. In Marscs liuerio fol, ff. — 
V. 7. AVhat ntnv sir foole Qu., u. folj (ff.). — Y. 9. tlirough a window sent forth light Quo nnd 
daraus gcbcsscrt: made a -n-indow send forth light folj Of.). — V. 10. wore mine eyes foli {ff.) 



Astrophel and Stella. 23 

. 3 Nor nourish spociall locks with vowod haire, 
Nor giuo each sj»eec'li a full point r.f a u^rono, 
5 The Cuui-tly Nyiiiphes aL'<{uaint«M| witli tin? iiiuiio 

Of them, which in their lij>s Iy>\ies Stamlanl Ijcare: 
"Wliat he, (say they of me) n()|.| I dare sweai-e 
lie cannot loue: no, no, let liim alone. 

And tliinke so still, so Stella know my mindo. 
10 Protest indeede, I know not Oitpids dart; 

But how faire Maides, at lengtli this true siiali find. 
That his riglit badge, is le«u-ned in the hart. 

Dumbe Swans, not chattering Pyes doe Ivouors j)i'oue, 
It They loue indeede, who darc not say they loue. 

V. T^IE schoole of Patience, fie, your L«.'NS(in is '>^ 
^ Far far too long, to learne it witliout l>ooke: 
What, a whole weeke, and get not half a lookeV 
And thinke I should not your large prec^epts misse, 

o VVlien I might reade these Lettei*s fayre of })lisse. 
Within her face each vertue I could brfxjke, 
From what the leaden counsels that I tooke: 
As of a freende which meant not much amisse. 
But now alas, that I doe want her sight, 
10 AVhat doost thou thinke that I can euer take. 
In thy colde st[uf]fe, a plilegmatick delight? 
No Patience, if thou wilt my good, then make 
Her come, and heere with patience my desire: 
14 And then with patience bid me beare my fire. 

VI. IVT^ses, I oft haue crau'd your holy ayde, 

-^^ With choisest flowres, my speech t' engarland so. 
That it disguisde, in true (but naked) show, 
Might winne some grace in your sweet skill an-aide; 
5 And oft whole troupes of saddest words I said, 
Striuing abroade, a forraging to goe, 
Yntill b}' yoiu" inspiring I might know, 
8 How the blacke banners might be best disphiid. 



Sonett LIV. V. 3. lockes of vowod hairo fol, ff. — V. 7. now I dare swfaro (^Uj m. 
foil u.ff. — V. 10. Professe in deetle I do not Cupid's art Quo u. fol, u./f. — V. 11. But you 
Qu._, u. Ml iff.). — V. 12. is but wome in tho hart Qa™ m. fol, u.ff. — V. 14. in defd, who 
quiie to say they loue Quo w. fol, u.ff. — Zu Vera 1 u. 'J schrirh Anthony nVx*/ in scinrm 
handexemplar des Quo: Amor levis loquif, ingens silet. 

^^ Sonett LV (Fie..., steht im spntcren fol. von 1598 (ff.) an SUUe von No. 56 Mvses..., 

toie letxtcres an Stclle von Xo. 55 dcr bciden Quarto.^.) — V. 3. without one peece of lofjke Quj 
[u. foil "• ff-]- ^ • 6. AVich in fttr face teach vertue, I could bro<>ke, 

Somewhat thy leaden: Qu._, u. [fol, u./f.]. 
V. 7. which I tooke Qn.,, folj u.ff. — V. 8 fefiU das of im Qu.,; that meant Quj "• f'^'i (ff-)- — 
Y. 9. now that I alas," doe want folj (ff.). ~ V. 10. cuertake im (^u, in cine in Worte. — 
Y. 11. strife Quj {nur gcxxcungen xu crkldren); stuffe Quo, fol iff. 

Sonett LVI. V. 1. I oft inuoked your holy ayde folj (mit Verhesserung dcs offmharcn 
Druckfehlcrs ran Qu.. (icelcher sonst u-ic folj litst): whole *ayde. Im Qu, !<teht holy, nirJU whole, 
icic (rrosart hehaupUi). — V. 3. despisde foli iff.). — V. 4. in your sweet grace folj u.^. — 
Y. 8. their blacke banners Qu.. u. fol^ {der jedoch banner liest, trie ff.). 



24 Sii- P. S. his 

But I meane now no more your helpe to proue. 

No other sngering of speech to tiy, 

But on her name vncessautly to cry. 
For let me but name Jier whom I doe loue, 

So sweete sounde sti-aight my eares and hart doe hit, 
14 That I well finde no eloquence to it. 

Lvu. WT'Oe hauing made with many sighs his owne 

'^ Each sence of mine; each gift, each power of minde 
Growne now liis slaues, he forst them out to finde 
The thro west words, fit for Woes selfe to grone, 
5 Hoping that when they might finde Stella alone, 
Before she could prepare to be vnlvind, 
Her soule {armed with such a daintie rinde,) 
Should soone be hurt with sharpnes of the mone. 
She heard my plaints, and did not onely heare, 
10 But them so sweet, shee did most sweetly sing. 
With that faii-e brest, making Woes darknes cleere, 
My priuie cares I holpe to her to bring. 

To tell my grief e, and she with face and voice, 
14 So sweetes my paines, that my paines me reioyce. 

Lvm. T^Oubt there hath beene, when with his golden chaine 

^-^ The Orator so farre mens harts doth bind: 

That no place els their giddie steps could find; 

But as he them more slack [or] short did raine, 

5 AVhether with words his sou'raigntie he gaine, 

Clothed with fine tropes [with strongest reason Kn'd]. 

Or els pronouncing grace, wherewith his minde 

Prints his owne forme liuely, in rudest braine. 

Now iudge by this, in pearcing phrases late 

10 The Anatomic of all my woes I wrate, 

Stellas sweete breath the same to me did reede. 

Oh voyce, oh face, mauger my speeches might. 

Which wooed words, most rauishing delight, 

14 Euen those sad words a ioy to me did breede. _ 

Deere 



V. 9. But now I meane no more your helpe to trye, 
No other sugering of speech to proue 
Qu^ ?<. so (mil anderer Orthogr.) io\^ {jedoch in Y. 10): Nor other sugring of my speech to proue. 
— "v. 11. incessantly fol^. — V. 13. mine eare and heart folj (ff.). — V. 14. That I well finde 
no eloquence like it Quo u. folj. 

Sonett LVJI. " V. 1. many fights folj iff.). — V. 4. The thorowest fol^ (#.). — V. 7. 
arm'd but vn\h fol^ iff.). — V. 8. be pierc'd with sharpnesse foli {ff.). — Y. 10. But them, so 
sweet is s/tc, most sweetly sing Quo u. [folj ff.']. 

V. 12. A prittie case I hoped her to bring, 

To feele my griefe: Quo {u. bios orthographisch abxcdchend) folj (//".). 

Sonett LYIII. Y. 3. els their guided steps can find Qu., ?/. [folj u.ff-] — Y. 4. as he 
[Quo: as in them, Drnckf.] them more shorte or slacko doth raino Qu._, ?<. [fol^ w. //".]; more slacker 
short Qui {wol nnr DruckfeJilrr fur slack or short?). — Y. 4. this sou'raigntie Qu._, u. [folj.] — 
Y. 6. as his strongest linde Qu^ {imrkimrdigc Lesart, die obcu durch die entschicdcn bcsscre d(s Quo 
rrsetxt ist); dcr fol^ licst uie Quo, nur hat er den Plural (wic so hdufig): reasons. — V. 8. 
liuely forme Quo u. folj. — V. 13.' With wooed woe, most rauishing delight Qu._, u. folj ebcnso 
ijedoch "Which w' w., mie ff.). — Y. 14. Euen in sad mee a ioy to me did breede Quo; Euen 
those sad words, euen in sad me did breed folj (ff.). 



Astrophol an<l St«'lla. 25 



D 



10 



Eere, why make you iiiure of a iIoj;g»* than m«'? 
It" ho duo hjiie, ahis 1 burne in louo; 
If he waitc well, I nouor tluMiro woiiM nioih-; 
If he bo faiie, yet but a ilo^go am bo; 
Little he is, so litth' \vi>rth is lie: 

He biu-kes, my songs |thJin|o| ()|\s|n(' voyixs oft doth pn.u.-; 

Bidden, (perhaps) he fotcheth tlirr a glouo; 
But I vnbid, fetch euen my soulc to thrt. 
Yt't while T languish, him that l><»some flips, 
That lap doth lap, nay lets in spigiit of spiglit 
This fanning mate tast of those sugn^l li|»s: 
Alas, if ijou graunt onel}' such deliglif 

To witlos things, then Lojie I liopr, (>in(t! wii 
u Becomes a clogge) will soone eas<> nu' nf if. 



X. \\^Hen my good Angell guides m*' to the place 
'^ AVhcre's al my good; I doe in Strlla s»»e, 
That Heaueuly ioyes tlinjw [ ] onely downe on me 
Thundred disdaines, and Lightning of disgi*ac;e; 
5 But Avhen the ruggedst step of Fortunes race 

Makes me fall from Iter sight, then sweetly she, T i^^ C C. 
With Avords, wherein the Muses Treasures be, 
Shewes loue and pittie to my al»sent case. 
Now I (with beating long, by hardest fate) 
10 So dull am, that I cannot looke into 

The gi'onnd of tliis fierce loue, and louing hate; 
Then some §o,od body tell me how to do, 

AMiose presence absence, absence presence is: 
14 Blest in my ciu'se, and ciu"ssed in my blisse. 



/~\Ft with true sighes, oft with vncalle<l teares, 

^ Now with slow words, now with dumbe eloquence, 

I Stellas eyes assailde, [inuadej her eares, 

But this at last is her sweetest defence; 

That who indeede a sound affection beares, 

So captiues to kis Saint both soule and mind, 

E. 1. That 



Sonett LIX. V. 2. If he do loue, I borne, I burno in loue: fol, (/T".)- — V. 0. Drr 
im Tcxte aufgenatninencn Lesart rowQuo und fol, stcht die dcs Qu,: in one voice gtgenubcr, jrden- 
falls Druckfehler. — Y. 11. This sour- breath' d mate taste ... Q.. u. (m abwcichendcr Cjrthographic) 
foil n.ff. 

Sonett LX. V. 2. where' al my good I doe in Sklla see Quo u. {fol,]. — V. 3. That 
Heauen of ioves Quo ?<. folj. — V. 4. lightnings of disgrace fol i iff.). — V. 'J. I witt- beaten 
long Quo u. foil (wif- beaten). — V. 11. lovely hate foli (ff.). — V. 12. how I do fol, iff.). — 
Y. 14. durssed Druckfehler des 2. Qu. fiir cursed. 

Sonett LXI. Y. 3. assaid folj; inuade her eares Qu^ ». fol,: I closde her eares (,ru,. 
— Y. 4. sweete breath'd Quo u. M^. — Y. 5. in felt affection fol, (ff.). — V. 6. soole and 
sence Qu.j u. fol^ (Jf.). 



26 Sir P. S. his 

LXi. 7 That Avholie Hers, all selfnes hee forbeares. 

Thence his desire he learnes, his Hues course thence, 
Now since this chast loue, hates this loue in mee; 
10 With chastned niinde I needes must shew, that shee 

Shall quickly me from what she hates remoue. 
Doctor Cupid, thou for me reply: 
Driuen else to graunt, hj Angell Sophistry, 
14 That I loue not, without I leaue to loue. 

Lxn. T Ate tyr'd with woe, euen ready for to pine 
-*-^ With rage of loue, I call my Loue vnkinde. 
Shee in whose eyes, loues fj^es vnfelt doe shine, 
Sweetlie saide; I true loue in her shoulde finde. 
5 I ioy, but sti-aight thus watred was my wine: 
That loue she did, but wdth a loue not blinde. 
Which would not let me, whome she lou'd decline 

From Nobler coui'se, fit for my birth and niinde. 
And therefore b}^ her loues Authoritie; 
10 Wilde me these Tempests of vaine loue to flee: 
And Anchor fast my seKe on-. Yertues shore. 
Alas if tliis the onelie mettall be, 
Of loue newe coyn'd to helpe my beggery: 
14 r>s, Deere, loue me not, that you may loue me more. 



^ 



Lxm. I^H Grammer rules, oh now your vertues showe, 
^^ So Children still read you with awfull eyes, 
As my younge Done may in yoiK precepts mse, 
Her gi'aimt to me by her owne vertue knowe. 
5 For late with hart most hie, with ej^es most lowe; 
I crau'd the thing which euer she denies. 
Shee lightening Loue, dis^^laj^ing Venus skyes. 
Least one should not be heard twise, said no no. 
9 [Sing then my Muse, now I do Paean sing] 
10 Harken Enuy not at my high triumphing: 

But Grammers force with sweete successe confirme. 
For Grammer sayes ah (this deere Stella wa}^) 
For Grammer sayes (to Grammer who sayes naj^) 
14 That in one speech, two negatiues affirme. 



No 



— V. 8. Then his desires he foli (ff.). — V. 9. since her chast mind full iff-)- — ^- 9- I straight 
must shew folj u.ff. 

Sonett LXn. V. 1. piue Quo {Druckfehler). — Y. 2. I cald my Loue foli u.ff. 
Y. 3. S)iee in whose eyes, loue though vnfelt doth shine 

Sweetelv saide; 1 true loue &c. : Quo «. folj {der jcdoch Sweet liest, trie ff.). 

— V. 6. hut loued a Loue fol^ (jf.). — Y. 10. Wild me those Tempests of... Quo; to flie foli- 

Sonett LXni. Y. 8. Least once folj. — Y. 9. in Qui (?<. Qug) urggciasscn : in Qug 
icie im Texte; now lo Pean sing folj (ff.) {ohm Sinn). NB. Durch diese in Qus eitigeschobene 
Zeile 9 endet S. 26 in Qu., andcrs als in Quj, so dass von kin- an bis Scite 29 (initrgriffcn) die 
Seitcn nicht melir den gleichm InhoU habcn. — Y. 10. Heauens enuy Quo u. [fol J. — V. 12. 
(6 this deare Stella nay) foli {Druckf.) (ff.). 



Astrofihol ari-l St.-Ua, 

IV. 1V^^ n^<^i*e my doere, no moro tln^hc Counsels try, 
^^ <> giiie my passions loauo to ninne their nu.-o: 
Let Fortune lay on me her worst ilis^rare. 

Let Folke orechargile with Itr.iinc apiinst me cry, 
5 Let Clomles be dimme, my fate lH'r»»;iues myno eyes, 
Let me no steps Ijut of lost lalK)ur try, 
Let all the eailh in scorne nx-onnt my race; 
But doe not -svill me from my louo to fly. 
I doe not enuye An'stotlrs wit, 
10 Nor doe aspire to Gtsar^ bleeding; fame: 

Nor ought to care though some aUjue mo sit; 
Nor hope nor Avisli an other eourst* to fnuno: 

But that which once may winne thy cruell liai1, 
14 Tliou art my wit; and thou mv vrrtuf art. 

V. T One, by sure proofe I may call thee vnkinde, 
^^ That giues no better cares to my iust cryes: 

Thou whom to me, such my good turnes shouldst I'imlc, 
As I may well account, but cannot prise. 
5 For when nak'd boy, tbou couldst no harlx>ur finde . 

Li tliis olde world, (uiwno now so too t<^) wise) \ 

I lodg'de thee in my heart; luid being blinde 
By nature borne, I gaue to thee my eyes. 

Mine eyes, my light, my life, my haii, ahus, 
10 If so great seruices may scormxl be: 

Yet let tliis thought thy Tygirsh courage 2»asse, 
That I perhaps am somew^hat kin to thee; 

Since in thine amies, of Fame most truely spretl, 
14 Thou bearst the Ai-rowe, I the Arrowhed. 

^'i. \ ND doe I see some cause of hope to fmde? 
-^^ -Qr doth the tedious bmilian of long woe 



Li weakned mindes,~Tpiicke ai»prehension bi"ee3o 
Of euery Image which may comfort showe. 

I caimot bi-ag of word, much lesse of deede, 
Fortimes \s4ndes still with me in one sorte blowc: 



E. 2. My 



Sonett LXR". NB. Zicischen 63 u. 64 schiebt fol, (/?".) den 1. Son? cin. 

V. 5. mv face breake in my eye Quo w. folj {der jedoch mine eye lirM, trie ff.). 
V. 6. labour trace foli [ff.). —\. 7. 'in scorne Quo; recount my case folj (/.)• 
V. 11. Nor ought do care folj u.ff. 

Sonett LXY. 

V. 2. That giu'st no better care folj u.ff. — V. 3. tumes shr.uld bind, fol, u.ff. 

V. 4. As I may well recount, but none can prise Quj "• ['"^i ^-ff-] 

V. 5. hou couldst Quo (das t aiisgefaUcn). 

V. 6. now so to be wise Quo. — V. 8. mine eyes folj u.ff. 

V. 9. mv heart, mv life, alas, folj u.ff. 

X. 13. Since in thme armes, if leamd fame truth hath spred Qu„ «. [folj]. 

Sonett LX^^. 

V. 1. some cause a hope to feedo Qu., u. folj u.ff. 

V. 2. biurdn foli/f. — V. 3. apprehending fol, ff. 

V. 6. Fortunes wheeles still with me in one sort slowe Quo «. [fol, m.^.]. 



2 8 Sir P. S. his 

LXM. 7 My wealth no more, and no wliit lesse my neede, 
Desier, still on stilts of feare doth goe. 

And yet amids all feares, a hope there is 
10 Stolne to my hart: since last faii*e night (nay day) 
Stellas eyes sent to me the beames of blisse, 
Looking on mee, |(]I looke an other^ way [ )] : 

But when mine eyes l)[]acke to their heauen did moue: 
14 .A They fled with blush, w4iich guiltie seem'd of loue. 

Lxvn. XXOf)e aii; thou true or doost thou flatter me? 
-^^ Doth Stella now begimie, with pitteous qjq 
The raigne of this her conquest to espie? 
AVill she take time before all wracked be? 
5 Her eye speech, is translated thus by thee. 

But failste thou not in x^hi-ase so heauenly hye? 
Looke ore againe, the faire text better prie; 
What blushing notes dost thou in Margent see? 
What sighes stolne out, or kild before full borne 
10 Hast thou found such and such like arguments? 
Or art thou els to comfort me forsworne? 
Well how so ere thou doost interpret my contents, 
I am resolu'd thy error to maintaine: 
14 Eather than by more trueth to get more paine. 

Lxvm. ^Tella, the onely Plannet of my light, 

^ Light of my life, and life of my desire, 
Cheife good, whereto my hope doth sole aspire; 
World of my wealth and heauen of my delight. 
5 Why doost thou spend the Treasure of thy sprite 
With voice more fit to wed Amphyons Lyi-e? 
Seeking to quench in me the noble fyre. 
Set by thy w[or]th, and kindled by thy sight. 
And all in vaine, for while thy breath so sweete 
10 With choisest words; thy wordes mth reasons rare: 
Thy reasons firmely set, [on] Yertues feete, 



Labour 



V. 9. amid foli u.ff. 

V. 12. while I looke other way Quo; while I lookt other way fol^ u. ff. 

V. 13. backe QU3 u. iol^; blacke Quj. 

Sonett LXVn. 

V. 3. The mines of her conquest fol ^ u. ff. 

V. 5. eyes - speech fol lU. ff. 

V. 7. Looke on againe Qu., u. folj ff. — V. 8. in Margine folj u.ff. 

V. 12. how so thou interpret the contents Qug u- fol^ ff. 

Sonett LXVni. V. 3. doth onely 'spire Quo u. {mit vcrcinderter Orthographic) fol^ u.ff. 

V. 5. treasures fol^ u. ff. 

V. 8. Fed by thy worth Quo u. fol^ ff. ; Set by thj' wrath Qu., {das Sub.^t. scheint cin Irr- 

thum, {icird aber durch die Lcsart vo?i V. 14. annoy gercchtferfigt). 
V. 8. blinded by thy sight folj u. ff. — V. 9. most sweete Qu., «. [fol^ ff.]. 
V. 11. Thy reasons ! . . are vertues feete Quj u. Quo (oben die Lcsart dc^ foli). 



Astrophol and Stella. sg 



12 Labour to kill in mo this killing c^are 

thinke I then, what Paradise of ioy 
14 It is, so fairo a vortue to |enj(>y«'|. 



O", 



ioy, too hi<::h for my Louo still to showo, 
)h blisso, fit for a nobler s«'at than moo, 
Enuio put out thine eyes, loast tliou (1<m^ s<n' 
What [Oc^a;i| of d.'liLrht, in me doth tlowe. 
My friend that ott saw'st throuirli all maskos, my woo, 
Come, come, and let me }«jure my scdfe in tlux^: 
Gone is the winter of my miserie 
My Spring appeares, [o] see what heere doth ^owo, 
For Stella hath with woi-dos (when' faith doth sliino) 

10 Of her liigh hart y;iucn me the Monarehie: 
[I I o I] may say that she is mine. 

And though she giue but this condicionally. 

This Realnie of blisse, whilr vcrtues rx)ui-so I takf, 

11 No kings be Crownd, but they somf <nii.'ii;m! niak«' 

X. 1\/T^' Muse maj" well gnidge at my heiiuonly ioy, 
^'-'- Yf still I force her thus in woe to weej>o: 
She oft hath drunke my teares, now hopes t'enioy 
Nectar of mirth; since I Joueji \Cuj) d<»| koej)o, 
5 Sonnets be not bound Prentice t<j annoy, 

Trebbles sing high, so well as bases deepe: 
Griefe but Loues winter liuerie, the boy 
Hath cheekes to smile, so well as eyes to weope. 
Come then my Muse, shewe the force of delight 
10 In well raisde noates; my pen the best it may 

Shall paint out ioy, though l)ut in blacke and whito. 
Cease eager Muse; peace pen, for my sake stay, 
I giue 3'ou heere my hand, for truth <>f this: 
14 Wise silence is best Musique vnto blisse. 

SI. YI7H0 will in fayrest booke of nature knowe, 

* * TTnw Vovfnp iTinv bpef Indfrdp in I^onntio 



How Yertue may best lodgde in Beautie bee. 



E. 3. Let 



V. 14. so faire a vorhio to enjoye Quo m. (folj ff.] ; to annoy Qu,. 
Sonett LXIX. 

V. 1. for my low stile to show fol,; my lo still Quj (DrucXfehler). 

V. 2. a nobler state then me fol, ff. 

V. 4. Ouans Qu, (Druckffhkr, uhne Belnng); "What (Ireans . . . in mo doth flow© Qu,; 
"What Ocmns of . . . in me do flowo fol, ff. 

V. 6. my self on thee Quo u. [fol, ff.\. 

V. 11. And Jo, I Qu, {merhr. Druckffbler ; vom Setxer, dnn lo ge\nss rrcht mythUogvtch 
, mid gelehrt rorkamf) ohen die Lesart von Qu^, fol, ff. 

V. 12. thus conditionly fol, ii.ff.; thus aueh im tjuo. 

Y. 13. vertuous foli?<.^. 
Sonett LXX. 

V. 2.- in sad rsTues to creepe Quo ?/. [fol, u.ff.]. 

V. 4. loues Cupid keepe Qu, {vgl. den dhnlichen Irrthum 69. 11) ohen die Lesart ron QUo. 
tol^ ff. — V. 7. Uuerie i's Quo u. fol, u.ff. — V. 8. as weU as fol, u.ff. 

Y. 9. shew the height of delight Qu.,; shew thou height fol, u.ff. 



30 



Sir P. S. his 



Lxxi. 3 Let Mm but learne of loiie to read in thee, 

Stella, those faire lines which ti*iie Beautie showe. 
5 There sliall he finde all vices ouerthrowe; 

Not by rude force, but sweetest soueraigntie 
Of reason, from whose light, the night birdes flie: 
That inward Sunne in thine eyes shineth so. 
And not content to be perfections heir, 
10 Th}" selfe dost striue all mindes that way to moue : 
Who marking thee, which art indeede most faire. 
See while thy beautie driues my hart to lone. 
As fast th\' vertue bends that loue to good: 
14 i^- But, ah. Desire still cries, giue me some food. 



Lxxn. 



10 



14 



TPvEsire, though thou my olde companion art, 
^-^ And oft so clinges to my pure Loue; that I 
One from the other scarcely can discry: 
Wliile each doe blowe the tier of my hart; 
Now from thy fellowship I needes must part. 
Venus is taught with Dians wings to flye, 
I must no more in thy sweet passions lye: 
Yertues golde now, must head my Cupids dart, 
Seruice and honour wonder w^ith delight, 
Feare to offend, well worthy to appeare: 
Care shining in mine eyes, faith in my spright, 
These thinges are left me by my onely deare. 

But thou Desire, because thou w^ouldst haue all: 
Now banisht art, but yet within my call. 



Lxxm. 



LOue still a Boy, and oft a wanton is, 
Schoolde only by his Mothers tender eye: 
What wonder then if he his lesson misse. 
When for so soft a rod deare play he tiye. 

And yet my starre, because a sugred kisse, 
Li sport I sucke, wliile she a sleepe doth lye: 
Doth loAwe, naye chide, nay threat for onely this: 
Sweet [,] it was saucy loue, that prest so nye. 
But no sense serues, she makes her wi\ath appeare 



In 



Sonett LXXI. 

V. 4. true goodnes Qug ?<• foli (goodnesse). 

V. 7. those night-birds fol^u.ff. 

V. 10. Thy selfe doth stiiue Quo {vereinxdt). 

V. 11. Who marke in thee what is in dcede most faire, 
So while thy beautie: Quo ?<. [fol^ ff.]. 
V. 12. drawes the heart to loue fol ^ u. ff. 
Sonett LXXII. NB. Hier ist in M^ff. der Second Song cbigesehohen. 
V. 1. mine olde Quo. 

V. 4. doth blow M]u.ff.\ doth blowe Quo. — V. 10. will wortliio to appeare fol i «.//". 
V. 14. Now banisht art, yet alas how shall? Quo u. 

,, ,, ,, but yet alas how shall foli (geschrauht). 

Sonett LXXni. 

V. G. I suckt foil. — a sleepe didQ Uo, foli (ff.). — V. 8. (Qu, nach Sweet ohm Konwia). 
Loue, not humble I t'oli v. ff. 



Astrnph«'l and St««lla. .^ ! 

10 In Beauties throne, see now wlio ilaros como nooro 
Those scai-let Judges, threat iniiy; hlinxldie |»aiiie. 

heauenly Foole, thy most kisse worthy fac' 
Anger invests with sueh a h»uely gnux», 

It Tliat Angers seir«' T nct'd.'s luust kisse Ofpiine. 

V. T Neuer draukf of At/anij/jH' w«'ll, 

* Nor neuer did in sliade of Trnijir sit: 
And Muses sconie witli \'ul,t,'-ar ln-.iines to ilwcdl, 
Poore Lay -man 1, tV.r sacred rites vnfit. 
5 Some doo I lieare of l*oots fury tell. 

But (jod wot, wot not wliat they ineane by it: 
And tliis I sweare by blaekest brooko of hell, 

1 am no Piekepurse of an otliers wit. 

HoAv fals it than, tliat witli so smooth an fasc 
10 My thouglits I spoake? And wliat 1 speaks 1 showr 
In verse; and tliat my verse best wittes doth please, 
Gesse we the cause. What is it this? fie no. 

Or so? Mucli lesse. How thou? Sure tlius it is; 
14 My lips are [sweet], inspir'd with Stellas kisse. 

V. (^F all the kings that euer heere did raigne, 

^-^ Edward namde fourth, as first in pniise T nannv 
Not for liis faire outside, nor well linde braim\ 
Although lesse guift[sj are fethers of high fame. 
5 Nor that he could young wise, wise valliant fiiime 

His Syres reuenge, ioynde witli a kingdomes gaine: 
And gaind by Mars, could yet mako Mars so tame, 
That ballance waide what sword did late obtiiine. 
Nor that he made the Flower deluce so fraide, 
lit Thougli strongly hedgd of bloody Lyons pawes: 

That wittie Lewes to him a triliuite paide; 
Nor this nor that, nor any such small ciiuse, 
But onely, for this worthy king duret prone, 
14 To loose his Crowne, rather then loose his Loue. 

She 

Sonett LXXrV. 

V. 2. Nor euer folj. 

V. 10. And -what I spoake doth flowo Qug u. (fol, u.ff.]. 

V. 14. are sure inspir'd Qu,, Qa-.,, Qug. 

Sonett LXXV. 

V. 4. guift Quj; Although less guift imp feathers oft no famo i.s/ fyjiart drs Qu,, dts^m 
Druckfchler fol, berichtigt: . . . guifts inipo feathers <.ft on Fame; bet treUetn nichi 
so einfach wie Qui. 

V. 7. could yet mad Mars so tame Quo u. foli ff. 
"V". 8. Orthogr. Abiceichvjig : vreigh'd foli^. 

y. 9. ebetiso: Flower de lys Quo; Flouredeluce fol,, f..l IGOo; Flooro-delnco fol 1G13; 
Flower de - luce spcit. fol. x. B. 1633. 

V. 13. woi-thv knight fol, [ff.]. 

Y. 14. rather' then fayle his Loue Quo u. Tfol, If.]. 



32 Sir p. S. his 

Lxx^^. OSee comes, and steight theremth her shining twins do moue 
^ Their raies to me: who in her tedious absence lay 
Bath'de in cold woe; but now appeares my shining day, 
The onely light of ioy, the onely warmtli of Loue. 
5 Sliee comes mth light and warmth, Avliich like Aurora proue; 
Of gentle face, so that myne e^'es dare gladly play 
With such a rosy Morne: whose beames both fresh and gay 
Scorch not; but onely doe darke chillinge spirits remoue. 
But loe, wMe I doe speake it groweth noone with me, 
'^ 10 Her flamy glittering lights increase with timeand place: 
My heart cryes oh it burnes, mine eyes now~dazIe3~n5e : 
No winde, no shade, no coole: what helpe then in my case? 

But with short breath, long lookes, staide feete and waking hed, 
14 Praj^ that my Sunne goe downe with meeker beames to bed. 



Lxxvn 



rrihose lookes, whose beames my joy, whose motion is delight, 
^ That face whose lecture shewes what perfect Beautie is: 
That presence which doth giue darke hearts a lining light [,] 
That grace, which Venus weepes that she her selfe did misse. 

5 That hand, w^hich without touch, holdes more than Atlas might. 

Those lips, which makes deathes pay a meane prise for a kisse: 
That skin, whose passing hue scomes tliis poore tearme of white. 
Those words that doe sublime the quintessence of blisse. 

That voice wiiich makes the soule plant himselfe in the eares, 

10 That conuersation sweet, where such high comforts be: 

As constru'd in true speech, the name of heauen it beares. 
Makes me in my best thoughts, and quiet indgements see, 
That in no more but this I might be fully blest: 

14 Yet ah, my mayden Muse doth blush to tell the best. 



LXX^Tn. 



/^H how the pleasant aj^res, of true Loue bee 
^-^ Infected by those vapours, which arise 
From out that noysome gulfe: wiiich gajDing lies 
Betweene the iawes of hellish Jelousey. 
A Monster, others harme[], selfe misery. 

Beauties plague, Yertues scui'dge, succom- of lyes: 

Who 



Sonett LXXM;. Y. 3. Benighted in cold "n-oe Quo, folj ff. ; but now appeares my daj 
f(Axff- — V. 7. whose beames most freshly gay Quo u. foli it.ff. — V. 8. sprites folj n.ff. — 
V. 10. flamie glistring lights foli u.ff. — V. 11. ah Quo {nicht icic Grosart behmipM: oh); al 
foil '^-/T- — ^- 12. no shade can coole Qu2 u. fol^ it.'ff.; and walking hed Quo u.ioX-^ii.ff 
Grosart nuicht die nicht uble Conjectur: aching; abcr die nrspriinglichstc aller Lesarten in Qn 
geniigt ja rollkommdi. — Y. 14. with me her Quq (Druckfehler). 

Sonett LXXYII. Y. 1. whose beames be ioy Quo ?/. folj iff.). — V. 3 schlifsst in 
Quj ohne Komnm. — Y. 4. doth misse Quo, folj /f. — Y. 7. whoso past -praise Quo; passo-prais( 
foil "• fol 1C05 & 1613 u. spdter {nicht icie Grosart anfiihrt: past-praise). — V. 8. which do< 
sublime Quo «. folj. — Y. 11. constord fol^ u. fol 1G13; fol KJUo: constrod; spiiterc fol. hal>ei 
trie Qu , . — "Y. 12. quietst fol i u. fol 1613 (fol 1605 : quitest). — Y. 13. but tliese Qu o m. fol ^ u. ff. 
mightt Quj {Dritckf.}. 

Sonett LXXYIII (in den Qu's schlecht iiherliefcrt). Y. .5. others hamies Quj u. Qu..,. 



A^trr.j.ii.i ana .^i.iia. 

.7 AVho his owne ioy to liis (Avno [lnirt| apjilyeM, 

And onely cherrish dr.tli witli iniin 
Who since ho hath hy natui-os sjMiiali ui.i..-, 
10 So peai-sing pawes as spoylo whrn th.'y .•inhri.-.-. 
So nimble feete as stints thou^'li still cu thurn 
So manio eyes as s»M>kin^' tli.'ir ownf w«ie 
So ample eares, that niMier j^mkI n«'\s«\H knowi'. 
14 Is it not ill that such a beast wants hornt-s? 

X. ^Weete kisse, thy sweetes I faino would Kwo<'t«»ly inditp, 

^ - Which euen of sweetnes sw(^^t<'st sw.'.'tiT art: 
Pleasing consort, where each sensf holdrth jwirt, 
\\[hic]i] coopling Doues guides Vmus clianot ri^'ht, 
5 Best charge and brau'st reti-aite in Cupids fight, 
A double key, Avhich oj>en»'tli to tlio liarts. 
Most ritcli when most his ritdies it impaii.- 
Nest of yong ioyes, Scholemaster of delight. 
Teaching the meanes at once to take and giue, 
lu The friendly fray Avhere blows do wound and Ih^Io, 
The prettie death while each in otlirr litu', 
Poore haps first wealth a pledge of proniisixl woalo, 
Breakfast of loue, but loe, loe whei-e sh**** is, 
u Cease we to praise, now ]>i-aip we** for a kisse. 

:x. OWeet swelling lip well maist tii«>u swell in jtrid*'. 
^^ Since best wittes thinke it best thee to admire. 
Natures praise, vertues stall, Cupids cold fir»'. 
Whence words, not words but heauenly gi-aci's slyde, 
'} The newe Per?iassKs where tlio (iracrs byde: 
Sweetnes of Musique, Wisedomes l)eautitier, 
Breather of life and [fastner] of desire, 
Wiiere Beauties blush in Ilonoi-s gi-aine is dy<Ie. 
Tims much my heart my mouth comiteld t<^) sjiy: 
10 But now, s])ite of my heart my tongue will stay, 

Loatliing all lyes, doubting this tlattrie is 
12 And no spurro can this restie race refniine; 



33 



K. Wh.n- 



V. 7. to his owne heart applves Qn, «. j-. ntfn die lyttari v>m f..l, If. \ 

foil "/T. (i»i Rclm aj</" Jelousie). - V. 11. still, thmiph ful,. - V. 1?. ?,><• «*'Vini- •• 
— V. 13. as neuer good fol^. — V. 14. euill foli. — V. 14. such a '' 

Sonett LXXIX. V. 2. sweetest swootor Quj". Q"i; - 
V. 3. Pleasintc'st consort Quo u. [fol,] ; holds a part ()xi.. u. fd,. _ \ . I, W 
foli/T". With Qui, Quo. — 'V. 5. in Cupids .^ijrht (^... ilmirkfrhUr^''). - ^ 
to the hail Quo ?«. (opens to the heart) t'd, /f. — V. 7. imp-irte V",: impar*. t-ii " // ' • ••- 

blowes buth wound and heale foli u.ff. — V. 12. Poore h..|>os fir>t wealth </n, u. M, n.f.. 
a stage of Quoj ostatre folj u. ff. 

Sonett LXXX. Y. 2. Since best wittes thinke it witt Qn, (fiml wit ^rmig »*»""^<' 
Orthographic foli^. — V. 5. the Graces Quj; the Muses Qu.> «. f^d,. ^ ' ^■■^'■*- ^-r^"- ptf^ 
Sweetner folj u.ff. — V. 7. fastner qu.u. fol,. — V. 9. cinpdd my ■ 

V. 10. my mouth will stay fol, u.ff. — V. 12. And no spnrm ran In- i «• 

ebenso Qiio {jedoch this fiir his). 

Fluirel. Sidney. •-• 



34 Syi- P. S. his 

Wherefore to trie if that I said be true, 
How can I better proue then with a kisse? 



LXXXI. 



10 



14 



/^ Kisse which doth those ruddie gems impart, 

^-^ Or ioyes or fruits of new found Pan-adise, 

Breatliing all blisse and sweetnes to the hart, 

Teaching dumbe lips a nobler exercise. 

kisse which soules[,] euen soules together ties 
By linkes of loue, and onely natures Art, 
How faine would I paint thee to all mens eies, 

Or of thy gifts at least set out some part? 

But shee forbids, with blusliing words shee sales, 

Shee builds hir fame on higher seated praise: 

But my heart burnes, I cannot silent be, 

Then since deare [life] you faine would haue me peace, 
And I (mad with delight) want wit to cease, 
Stop you my mouth with still still kissing me. 



Lxxxn. 



10 



14 



IVTYmph of the garden where all beauties be, 
■^^ Beauties which doe in excellence surpasse, 
His who [I till death lo[o]kt in a watiy glasse. 
Or hir whom nak'd the Troian boy did see. 
Sweete garden Nymph which keepes the Cherry tree. 
Whose fi'uit doth far the Hesperian fast surpasse, 
Most sweete faire, most faire sweete, doe not alasse 
From comming neere these Cherries banish mee, 
For though full of desire, emptie of wit, 
Admitted late by your best gi^aced grace, 
I caught at one of them a hungry bit. 
Pardon that fault, once more graunt me the place. 
And so I sweare by the selfe same delite, 
I will but kisse, I neuer more will bite. 



r^ Ood brother Phillip I haue forborne you long, 
^^ I was content you should in fauour creepe, 
While craftely you seemed your Cut to keepe. 



As 



v. 13 u. 14. Without how farre this praise is short of you, 

Sweete lipp you teach my mouth with one sweete kisse. 

Qug u. foil (^^si allerdings lip). Bei weitem einfacher die von Givsart nicht migefuhrte Lesart 
fles Quj. 

Sonett LXXXI. V. 1. which doest foli?/./^. — V. 2. Or Gemmes or fruits Quo ^^. 
[fol I u./f.] — V. 3. sweetning fo\ ^u./f. — Y. 8. at least shade out Quo u. foli ?/.//'. — V. 12. 
deare life you faine Quo u. fol^ u.ff. 

Sonett LX^XXIl. V. 2. in excellencie passe Qug m. folj. — V. 3. His whose Qtii; 
His who tiU death lookt in a watrie glasse fol^ u. cbenso Quo (jcdoch mit Beibehalhing des 
Druckfehlers vmn 1. Quarto her: lockt). — V. 4. Or hirs Quo; hers folj u.ff. — V. 5. that 
keepes Quo (vereinxdt). — V. 6. th'Esperian folj «.//". — V. 8. those fol^ u.ff. — V. 11. an 
hungry bit" Quo (; folj = Qu^). — V. 13. And I do sweare euen by the same delite fol^ u.ff. 
{Am Sclduss von V. 14 in Qu^ ein Kcnnma!) 

Sonett LXXXUI. V. 1. I haue borne you long ioXyU.ff. 



10 



Astro|.lu-l nntl Stt-lla. 

As though that fairc soft hand did you grait wnmg: 

T boare ^vith oiuiy, yot I lioaro youi 
Wlieii in liir n«>(;ke y<ju did louo dir. , i-jm-, 
Nay, (more foolo I) olt sulTnxl you tf> H!ty>p\ 
III lillios nest Avhere Ijouos selfo liej* a' 
^Vllaty doth lii.u:li phico anihitious thou^nt> uu^ui'Ui/ 
Is saucinos reward of ciirtesie? 
Cannot sucli gmce your silly solfo contnnt. 
Hut you must noedes witli tlioso lijis Idllin^ l>oy 

And througli tliose lij»s (hink<' X»\:tar fmni tii.ii i-u..:, 
Loaue that Si/r [Phlp/t] lest |MfT| y<»nr ii»yk«' U* \snuiff 



i5 



H 



Igli way since you my cliicto J')nui.'<sus l>o, 
And that my Muse to some caivs not vninoeti% 
Tempers hir words to tram j ding liorsos fcetc. 
More often tlian a Cliamber mellodio, 
h Now blessed you beare onwards blfsstNl ni<% 

To hir where my heart siifeliest shall inoete, 
]\ry Muse and I must you of duety gre«?tc, 
With thanks and wishes wishing tliankfully; 
Bo you still carefuU kept by publiko hoedc, 
10 By no encrochment wrongd, noi- time forgo t. 

Nor blam'd for bloud, nor shamM for sinfull d'^Hl.'. 
And that you know I enuie you no whit, 

Of highest wish, I wish you so much bliss«\ 
:4 Hundreds of yeares you Stclhis feeto may kis.se. 

iv I>Eliold my heart the house that ih(^. r(.ntains, 

J-^ Bew\are full Sailes drown not thy (ottering liargo, 
Least ioy by nature apt (spirites to enlarge) 
Thee to thy wracke beyond thy limits straines, 
5 Nor doe like Lords wliose wcake confnst^l bniin«*s, 
Not pointing to fit folks each vndcrchargo, 
Sti'iue in themselues each office to discharge, 
With doing all leaue nothing done but paine, 
9 But giue apt seruants their due place; l»'t eie8 p 2. S.-.- 



I 



v. 5. I bare folj. 

V. 14. Leaue that Syr Phillip lest youi- necko be wniiii: : Qa i ; 

Leaue that Sijr Phipp lest off your necko bo wrunij: <^j: 
Leaue that sir Phip, least off your nocke bo wpH.nir: fol,. 

Im fol 1 ff. folgt nach dem 83. S>virn ilrr Thinl Soiw. 

Sonett LXXXR'. ,, „ *_ .i..„ , ,^, 

V. 2. not vnsweet foli u.ff. - V. 4. More oft than to a . . . fi.l, : M'7« "J^ «*^ .' " 
V. 6. Where I niv heart Quo n. fol,: safelost fol, ./. fol lOl.'l: sAfe left W r. IW' 
V. 9. Be you still fairo, honourd by publiko heed fol, u.ff. 
V. 12. I enuy you no lot Quo «. fol,. 

Sonett LXXXV. , , ,k -.^ 

V. 1. 1 see the house my harte thy selfe containo Quj ". fol, (liean). 
V. 3. sprites fol,, ohne Kkimmern. 

V. 4 H. 5. reiint im Quo ». fol, : straine aiif braino {mcM fol). Ai^^^gmd aU 

V.7 . WTiile euery office themselues wiU discharge Quo u. fol, ti.^- <»»«*'« /»•««»«» «• 
QtH). _ Y. 9. let eye Quo {im Reim auf das daseib.<d foigende tje). 

3* 



56 



Syr P. S. his 



LXXXV. 10 



14 



Lxxx^^. 



10 



14 



:vn. 



10 



14 



:^Tn. 



See beauties totall sum found in theii' face, 

Let eares heare speacli which will to wonder tves, 
Let breath sucke vp those sweets, let arines imbrace. 

[The Globe of weale, lips Loues indentures make: 

Thou but of all the Iringly Tribute take.] 



A 



Las whence comes this change of lookes? If I 



haue chang'd deserts, let mine owne conscience be 
a still felt plague to selfe condemning mee. 
Let woe giype on my heart, shame load mine eyes: 
But if all faith like spotles M-mme lye 
Safe in my soule (which onely doth to thee 

As his sole obiect to felicitie 

With wings of Loue in aire of wonder flie.) 
[]ease your hard hand, tlireat not so hard yom^ slaue, 
In lustice, paines come not till faults do call: 
Or if I needes (sweet ludge) must torments haue, 
Seeke some thing else to chasten mee withall. 

Than those blest eyes where all my hopes do dwell, 

No doome shall make ones Heauen become his Hell. 

\\7Hen I was forst from Stella euer deare, 
*^ Stella^ foode of my thoughts, [hart] of my heart: 

Stella, whose eyes make all my temples cleare, 

Bj' Stellaes lawes, of duetie to impart, 

Alas I found that shee with mee did smart: 
I sawe that teares did in her eyes appeare: 
I sawe that sighes her sweetest lips did j)art: 

And her sad wordes my sad deare sense did heare. 

For mee, I weepe to see Peaiies scattered so: 

I sighd her sighes, and wailed for her Avoe: 

Yet swamne in ioy such loue in her was seene. 
Thus while the effect most bitter was to mee, 
And than the cause nothing more sweet could be, 

I had beene vext, if vext I had not beene. 

I (^^^t Traytoiu' absence dar'st thou counsell mee 

) ^-^ From my deare Conquerour to runne awaie. Because 



— V. 10. See beauties totall summe summ'd in their face Qug w. folj; dasselbe mit Verhessening 
des their xu her. — \. 11. which vrit to -wonder Qug u. foli; ties foli; tye Qug (s. oben). 
V. 13 u. 14 fehlen im Qu^. 

Naeh Sonett 85 im folj {u. ff.) der Fourth Song. 

Sonett LXXX^^. V. 1. came Miff. — V. 2. desert Qu., n. foli. — V. 4. eye Quo ii. 
folj. — V. 7. obiect of felicitie Quo u. folj. — V. 9. ease your hand, treat not so hard Quo «• folj. 
Quj: Cease (Druckf.) — V. 12. Yse something else Quo u.foliU.ff. — V. 14. should fo]\ u./f. 

Naeh Sonett 86 im fol^ (u. ff.) der 5. bis 9. Song. 

Sonett LXXX"\T[. V. 2. hxirt of my heart Quj (scfmnt ein Vnsehen): Qn.,: hart of; 
folj, : heart of. — V. 3. tempests foli xi.ff. — V. 4. to dejiart Quo u. fol^ u.ff. ; By Yron lawes Qu., 
(vereinxelt). — V. 8. And her sad words my sadded sense did heare Qu.,; My saddest sense 
foil u.ff. — V. 9. I wept full (deutet dieser Tempusiceelisel auf rerschicdene Ja'hre der Redaetion der 
Gedichte?). — V. 13. And nothing than that cause more sweet could be Quo u. fol^ u.ff. {jedocii 
then the cause). — Sonett LXXXVEQ. V. 2. my deare Captainnesse Quo u. fdiiU.ff. 



Astrophel and Stella. 

vin. Because in braue urmje here marchoth shee 
That to entice mee proffers i>r»'sont jjavi*. 
5 Is Faith so weake, or is siuli furco in the**? 

When SiiniK' is lii.l, can Starros mvh Uwu 
Cannot Heauens f()0<le once felt koojK) Ktonmckh ln*» 
From base desire on earthly <*atos to pr.ii**? 
VYhen absence ^vith her inistes obscuifs hor iir'hf 
10 M3' Orphan sense slides to the iiiwanl Right. 

VYlitM-o moinorie feeds foorth tiio lioamos of I/nip, 
That Avhere before hoart NtuM uFjd py«>s did son 
In heart my sight and Lou.- l»o(li couplMJ U.. 
n Vnited p(jwres make eche the stronp^er jii-oii*-. 

!Cix. jlV^O^^' *^^^^ of absence the most yrksomo night, 
1^^ A^Yith darkest shade doth oiierconn* th»' daio: 
' Since Stdlars eyes that wont giue nuM? my dai«\ 
Leaning my HfAnisphere o'l'ocast with ni^dil : 
5 Each day seemes long, and longs for long stai«xi night: 
The night as tedious, wooes thapproch of day: 
Toyled with dustie toyles of busie day, 

Languisht with horrors of the silent night. 
Suffering the euils both of daie and night: 
HI Wile no night is more darke than is my daie, 
Nor no daie hath lesse quiet than m\' night: 
With such bad mixtm'e of my night and daio, 
That lining thus in blackest Winter night, 
u I feele the gleames of hottest Somnieis dale. 

x<\ ^Tella, thinke not that I by verse seeko fame, 

^ \Y\io seeke, who hojje, who louo, wlm like, but then: 
Thine eyes my pride, thy lips mine historic. 
If thou praise mee, all other praise is shanif. 
^ Nor so ambitious am I, as to frame 

A nest for my yong praise in Liiwrell tixN-, 
In ti'ueth I sweare, I wish not there shoidd \to 
8 graued in my Epitaph a I'oets name. 



37 



V. 4. That to winne mee oft showos a present payo (^u, u. (w rtraiukrUr tiri^i^rafkk 

foil). — Y. 6. hid: vcrdruckt in Qu.,. 
V. 9. Tiish absence Tvhile thy mistes orlypso that light Q«, u. {in rrrnnd. (trOmyr.i W,. 

V. 10. 3Iy Orphan sense fives to Qn-,; rlwttsn {jrdnrh Hies) f<>l, u.ff. 

V. 11. Where memorie settes foorth t^Uo; momory sets f<M>rth f<>l, u.ff. 
Y. 13. In hart both sight and lone now coupled be: fol,. 
„ „ my „ „ Lone „ „ „ Qa,. 
Sonett LXXXIX. Y. 2. ouercome my day folj u.ff. 

Y. 3. Since Stella's eyes wont to'^giue mee my day Quo u. fol, u.ff. 

Y. 4. leaues mee in night Quo n. (jedoch leaue) fol, u.ff. 

Y. 7. Tj-r'd Avith the dustie toyles Quo u. fol, (Tired) u.ff. 

Y. 14. the flames of hottest Qn.^ u. fol, «. /f. 
Sonett XC. Y. 2. who loue, who luie but thee fol, u.ff. 

Y. 4. If thou praise not, all other praise Qn^ u. f'>l, u.ff. 

Y. 8. Grauen QU3 {vereinxeU). 



38 Syr P. S. his 

xc. 9 Nor if I would could I iust title make 
10 That anie laud thereof to me should growe 

Without my [plumes] from others wings I take; 
For nothing from my wit or will doth flowe: 
Since all my wordes thy beautie doth indite, 
14 And Lone doth hold my hand, & makes me write. 



xci 



Q^Tella, wliile now by honours cruell might, 
^ I am from you (light of my li[fe]) misled, 
And whiles faire you, my Sunne thus ouerspred 
AVi^habsence vale I Hue in sorrowes night, 
5 If this^cTarke ^3lace yet shewe by candle light 
Some Beauties peece, as amber collourd hed, 

Milke hands, rose cheekes, or lips more sweet more red, 
Or seeming iett black, yet in blacknes bright. 
They please I do confesse, they please mine eyes, 
10 But whie? because of you they moddels be; 

Moddels such be wood globes of glistering skj'es: 
Deare therefore be not iealous ouer me. 

If j^ou heare that they seeme my heart to moue, 
14 Not them, no no, but you in them I loue. 



xcn. 



13 E your wordes made (good sir) of India7i ware, 
-*-^ That you alloAve them mee by so small rate. 
Or do you the [Ljaconians imitate. 
Or do you meane my tender eares to spare, 
5 That to my questions you so totall are? 
AVhen I demaimd of Phoenix Stellaes state, 

You sale (forsooth) you left her ^^'eU of late. 
God, thinke you that satisfies my care? 
I woidd know whether shee did sit or walke, 
10 How cloathd: how waited on: sighd shee or smilde: 
Whereof: with whome: how often did shee talke: 
With what pastimes, times iorneys sliee beguild? 
If lier lips daine to sweeten my poore name? 
14 Sale all: and all well said: sale still the same. 



fate 



V. 9. Ne if I would foli u.ff. 
V. 12. Without my Plumes Qug u. (plumes) foli. 
Sonett XCI. 

V. 2. light of my light Qui u. Quo. ~ V. 3. And that fairo vou Quo u. folj u.ff. 

V. 4. Vailo foil ^<-/f- — ^- o. yet shew like candle light fol', v.ff. 

V. 8. seeing gets blacke folj u. ff. ; but in blacknes bright Quo u. M^ (jedoch blacknesse) ?<. ff. 

V. 14. 6 no fol I u.ff. 

Sonett XCU. 

V. 1. Indean Qug. — V. 2. allow me them foliU.ff. 

V. 3. Or do you cutted Sparianes imitate Quo u. folj. Im Qu^ u. fol r. 1605: curted; 
the Caconians Quj {offenbarer Dnickfehlrr fur Laconians) ; "fol 1613 (/f.) hal^tn u-icder 
outted. — V. 9. whether she sit or walke folj v.ff. {das did ansgehssen). 

V. 12. with what pastime, times journey folj u.ff. — V. 13. daignd ioliU.ff. 

V. 14. all Avell said: still say the same Quo u. fol^ u.ff. 



Astroph*! iuid Stella. 39 

ir. i~\ Fate or fault, curst child of my Wins. 

- YVliat sobs can pue \voi\lc.s j;nif»' iii ^lio^l ." 

VAHiat iuke is Mack »'ii(>ut,'h to jwiint my 
Through hum', \vr»'t«-li uiee, euen Stfila vextxl is: 
5 Yet Trueth, if Caitiwcs hrath lui^'lit «all lh«*» hin, 
YVitnes ^vith mee, that 1 foolo stumhliii^ ffll: 
For ciirelesncs did in no manner ^^row**, 
But ^vit confustl with too nuicli can* did mitiHC. 
And do 1 tlitMi my solfo tliis vain«» scus«? j;-iuo: 
10 I do s^veete Loue, and knowo this hurm<'<l Uiee, 
The Avorld quit mee, slial 1 my selfo forgiucV 
Onely with paines tliy paines thus esiHeil bo: 

That all thy luirtes in my liearts wrack*' 1 n-*-*! 
u I cr^'e thy sighs (my deurc) ih\ f.at.-^ 1 1.1.,.^] 

v. /^ Reefe find the words, for thou ha«t made my vain«» 
^^ So darke witli mistie vapours which ariw 
From out thy heauie mould, that (Mien mine eyes 
Can scarce discerne the shape of mine owno juiino: 
o Do thou then (for thou canst) do thou complain- 

For my poore soule which [now] that sickm-.s in«'.s, 
YYliich euen to sense, sense of it sclfo denies. 
Though harbengers of death and of his tnuno, 
The execution of my fate forbeares, 
10 As of a Caitife not vouchsaft to die: 

Yet shewe thy hate of life in lining toares: 
That though in wretchednes thy life doth lie, 

Thou maist more wretclicd be than nature bcare«: 
li As being plast in such a wTotcli its T. 

:v. A^Et sighes, deare sighes, indeede true friends you are, 
J- That do not leaue your best friend at the wurst: 
But as you with my brest I oft haui^ niu*st: 
So gratefull now you wait vpon my euro. 
5 Faint coward loye, no longer tiirrie dare. 

Seeing hope did j^eeld when this woe strake him tirst, Ik-h^'ht 



Nach dem 92. Sondt folgt im fol , (/. 1 drr 10. Sonj;. 

Sonett XCm. V. 1. Fato, o fault fol,: U Kairo o fault. f..l lOiT, V. :,. »• • 
io],ff.; may caU thee fol, u.ff.; this fiir his Ou, u. f-1. "-/T^- (x^'r,u,rh.^trn M xu x.. _ 
- V. 6. Witnes with mee, that my f..wle sttimhlin.; s*., i¥Tom.^. Qu, u. lf"«i "ffJ ,.^,1^ 
I haue Oiue I and know this) harmed thoe fol, u./f- - V H. Tho words qu.U' me W, (M. 
1613 /f.: worlds). - A'. 12. my paines thus Qa, «■ /'''i "•5- .. _ ... . , 

Sonett XCn'. V. 1. my braine (^o «. fol, (m.//.). ^ -3 ^^ >"» ' 

Ml u.ff. — V. 6. which wit that sicknes Qu, (unver.slouiHirh , dr^halb du /^ . 
foil angenonimen). y 9 Qj. if the lone of plaint yet mind f<irboares, 

V. 10. As of a Caitife worthie so to dye -, j n- >a/,jlw »..»4 

QU2 «. ehemo fol, [jcdoch: Or if thy loue of plaint yet mine, und ^nt dm DrurkfiAJfr inin« 
verbessernd). y 11 Yet waye thv selfo and wayle in cao.'^full teares: Qn,. 

Yet waile thy selfe and waile with „ ^ : 'o'l »••»■ . . 

Y. 13. Yet slowest more wretched than thy nature beares QU; «• fol, (r*** "«>'• * • "• 
By beins: plast Quo ti. foli {jednch placed) n.ff. „ ^. .-_^jL-4a« LesartenY - 

Sonett XCY. Y. 2. least friend Quo: left fol, u.ff. {aUea dra armelmlKart Loarvn). 

Y. 6. Seeing hope yeeld Quo "• foli- 



4Q' Syr P. S. his 

xcv. 7 Delight exclaims he is for my fault curst, 

Although my mate in Armes himselfe he sware, 
Nay Sorrow in as great a rage as hee, 
10 Kills liis owne children Teares, finding that they 

By Loue were made apt to consort with niee, 
Onely ti'ue Sighes, you do not go away: 

Thanke may you haue for such a thankfidl part: 
14 Thank worthiest yet, when you shall breake my heart. 

xc^a. ri^Hough[t] with good cause thou lik'st so well the night, 
^ Since kind or chaunce giues both one [liverie], 
Both sadly blacke, both blackly darkned be: 
Night bard from Sunne, thou from thyne owne Sunnes light 
5 Silence in both displaies his sullen might: 

Slowe Heauens in both do hold the one degree, 
That full of doubts, thou of perplexitie: 
Thy teares expresse nights natiue moysture right, 
In both a wofull solitarines: 
10 In night of Spirits the gastly power [s] sturr. 
And in our sprites are Spirits gastlines: 
But but (alas) nights si[de] the ods hath furr. 
For that at length inuites vs to some rest, 
14 Thou though still t^^'d, yet still dost it detest. 

xc\Ti. X^/a7^ that faine would cheare her friend the Night, 
-■-^ Doth shewe her oft at full, her fairest face. 
Bringing with her those starrie Njanphs, whose chace 
From heauenly standing hurts eche mortaU "wight. 
5 But ah poore Night in loue with Phoebus light. 
And endlesly dispairing of his gi*ace, 
Her selfe to sheAve no other ioy hath place, 
Sylent and sad in mo[u]rning weeds doth dight: 
Euen so (alas) a Ladie Dians peere, 
10 With choise delight and rarest company. 

Would faine driue clouds from out my heauie cheere ^ . 

V. 8. Delight protests he is not for the accorst fol^ u.ff. {woraus spdtere foL, x. B. 1633, 

for thee machen). 
Y. 9. Though oft himselfe my mate in arme he sware folj u.ff. 

Y. 10. Nay Sorrow comes with such mayne rage as hee, 

Kills . . .: Quo ti. (mit wenig vcrdnderter Orthogr.) fol^. 
Sonett XCYI. Y. 1. Though Quj, Quo" w. fol 1605 %i. spiltcre fol.-Ansg.; folj u. 1613: Thought. 
Y. 2. libertie Qu^ m. Quo {ivol nur Dnick-, odcr schon Schrcibfehkr?). 

Y. 6. Slow heauinesse in hoth holds one degree fol^ {dnc gute, uml vkllckM der der Quarto's 
v(jrxuxiehende Lesart) . — Y. 9. In both amazeful solitarinesse folj, was die spdtcrcn 
foil, mit Absatxe a mazefull, rcrselien {x. B. 1633). 
Y. 10. Ill night of sprites the gastly powers to sUir fol i ff. 
Y. 11. In thee or sprites or sprited gastlinesse: folj rt.ff. 
Y. 12. nights sights Qu^ «. Quo (offenbares Verschen). 
Y. 13. at length yet doth inuite some rest fol^ u.ff. 
Sonett XCYII. Y. 2. Shewes her oft at the full folj 7i.ff. -- Y. 4. hits each mortall Might 
fol 1 M. ff. 
Y. 8. in mooming weeds Quj {oben die gcwohnliclie Orthogr. aus foli cingesetxt). 
Y. 10. delights foli. 



u 



Astrophel and StoIU. ^1 

But woe is mee, though ioy her solfo wero H\iet\ 
Slioe could not shewo my Miiul l.raino waii.vs of ioy 

Wlule I (lispaire niv Suiiik's liL-hf l.. .ni-.v 



III. \ IF 1)0(1 th<^ lioM \vhor«' ioyes |»ejui; Homo do see: 

^ *^ The feold whore al my thou^jhts to war U» Iraiml, 
How is thy grace by my stninp* lurtmio sUiiiul? 
How thy low shrowdes by my sighs stonnod bo? 
With sweet soft shades thou oft inuitest me<) 

To steale some rest, but wiftch I am ♦•oiistniin.^l, 
Spurd with Loues spurr, this hrld ,V shortly nuri.-I 
With Cares hard hand, to turue an«l toKSo in thee, 
While the blaok horrors of tlie silent night, 
10 I'aint Woes black face so liuely in my sight, 
That tedious leasure markes echo wrinckhxl lino: 
But when Aurora brides out l*luirhtus daunii*, 
Mino eyes then onely winke for spite iMM-chainn'O, 
u That wormes should haue their Sunne, & I want min<\ 

X. A\^l[en farre spent night pei-swades e;u-h mortal oio 
^* To whome nor Art nor Natuie gniunt^nl liu:ht: 
To lay his then marke wanting shaltes of sight, 
Closil with their quiuei*s in Sleeps armorio; 
5 With windowes ojjo then most my heart doth lye, 
Viewing the shape of darknes and delight. 
And takes that sad hue, with wliich inward |ii|iL'iit 
Of his mazde powres [] keepes iust harm(j?iy: 
But when bii-ds cliirpe [ ] and [that] sweeto ain.' whi<h is 
10 i\[ornes messenger with rose enameld skyes 

Calls each wight to salute the heauen of blisse; 
Intombd of lids then l»uried are mine eies, 
Forst by their Lord who is asliamd to find 
u Such light in sense with such a darkn^l niiml. 

c. i\^^ teares, no teares, but shoures from Iniiiutios skies, 

^^ Making those Lilies and those Hoses gmwe, q YY 



V. 14. my Sunnes sight fol , u. ff. 
Soiiett XCYIII. V. 3 If sen snmmtikhr Ausgg. (x. B. dif 2 Quarton u. fol,, f.il !• 
soireit mir hekannt: staind , stained &c., utul nichl si mind. irf> r,' 
ron foil dugH't. Dcr Qu.t hnt den Dntckfthler stand 
Y. 4. thy lee shores folj m. spntere. 

V. 7. (Spurd w-ith loues spur, though jr<dd and shortly ramJ 
With cares hard hand): fol, ". simUctc. 
V. 10. so liuely to my sight folj w. sjxitere. 
Sonett XCIX. V. 2. graunteth fol, u.ff. — V. 5. my mind doth lie fol, u. ff. 
V. 7. Takes in that sad hue, which with th' inward ni;:ht 

Of his mazde powers keepes pertit harmony: fol, u.ff. 
inward might: Dnick-fc filer von Quj w. Quo. 
V. 8. he keepes Qui, Qu.,, QU3. ■ ^ i /■ 

V. 9. But when birds chirpe aire and sweete aire, wich is Qu, m. Qqj (mU nffrfU>ar nuf 
Irrthum bemhender Wkderholung von aire) ; But when birds charme and that sweete 
aire which is folj u.ff. — V. 10. to salute the lloure of blisse fol,. 
Y. 12. In tombe Mi u.ff. — Sonett C. Y. 1. but raine foljU./f. 



42 Syr P. S. his 

c. 3 V Vhich aie most faii-e now fairer needs must show, 
VVliile gratefull pitty Beauty beautifies, 
5 Oh minded sighs that from the breast doe rise, 

V Vhose pants doe make vnspilling Creame to flow, 
Winged with woes breath so doth Zephire blow 
As might refresh the hel where my soule fries. 
Oh plaints conseru'd in such a sugred phrase, 
10 That eloquence enuies, and yet doth praise, 

YYhile sigh[e]d out words a perfect musicke giue: 
Such teares, sighs, plaints, no sorrow is, but ioy: 
Or if such heauenly sighs must proue annoy, 
14 All mirth farewel, let me in sorrow line. 

CT. ^Tella is sicke, and in that sick-bed lyes 

'^ Sweetenes, that breathes and pants as oft as she: 
And Grace sicke too, such fine conclusions tries. 
That Sicknes br[a]gs it selfe best grac'd to bee. 
5 Beautie is sicke, but sicke in such faire guise, 
That in that palenes Beauties Avhite we see, 
And Ioy which is vnseuer'd from those eyes. 

Stella, now learnes, (strange case) to weepe with me, 
Loue moues thy j)aine and like a faithful page, 
10 As thy looks sturre, runs vp and downe to make 
All folkes prest at thy wil thy paine to swage. 
Nature with care seeks for hir darlings sake, 

Knowing worlds passe, ere she enough can finde 
14 Of such heauen stuffe to cloath so heauenly minde. 

cu. TXTHere be those Roses, which so sweetned earst our eies? 

^' YYhere [] those red cheekes, which fair increase did frame 
[TheJ hight of honor in the kindly badge of shame, 
YVho hath the crimson weeds stoln fro the morning skies? 
5 How doth the coullour fade of those vermillion [d]ies 

Which Nature self did make and self engra[n]e the same? 
I would know by what right this palenes ouercame 
8 That hue, whose force my heart in so great thraldome ties? 

Gallens 

— V. 3. now more then most faire show folj w. spdtere. — V. 4. graceful! pitty foliM. /f. — 
V. 5. honied sighs folj; from that hrest Quo ?<• folj. — V. 7. Wing'd with -whose breath, so 
pleasing Zephires blow foli- — Y. 8. As can refresh fo\i u.ff. — V. 10. That eloquence it self 
enuies your praise ioliU.ff. — V. 11. WhUe sobd out words fol^ u. spdtere; sightd Quj, Qug 
(Druckfehler). — V. 13. such heauenly signes folj ?/. spdtere. 

Sonett CI. A". 2. Sweetnesse, which breathes folj u. spdtere. — V. 4. brings it selfe 
Qui u. Quo. — y. 5. in so faire guise fol^ u.ff. — V. 7. which is inseparate from fol^ u. spdtere. 

— V. 8. to weepe in me folj. — V. 9. Loue moues thy paine folj (nicht ivie Grosart gibt: 
mones) fol 1633: moves. — V. 11. comes vp and downe folj (?/. spdtere). — V. 12. Nature with 
care sweates for her darlings sake fol, u. spdtere; seeke for his darlings sake Qu.,. — V. 14. to 
cloath so heauenly ainind fol, (spdtere: so heavnly a mind), etu-ris unrhythmisch . 

Sonett OIL V. 1. Where be those Roses gone, which sweetned so our eyes foli«./f. 
V. 2. Where those red cheeks, which oft with faire encrease did frame \ The height ... fol^; 
VYhere be those Quj, Quo unrhythmisch. — V. 3. No hight of honor Qu, ?/. Quo {ohne Sinn). 

— V. 4. from my morning skies folj u. spdtere. — Y. 5. How doth the colour vadei of those 
vermillion dies foij {so das an Stdle des d ?m Qui irrthihnlkh gesetxte e rerbcssrrnd . was Quj 
gedankeyilos abgedruckt katte). — Y. 6. self engraue Qu, (w. Quo), Druckfehler fiir self engrane; 
and selfe engrain'd fol^. — A'. 8. my heart still vnto thraldome ties folj u.ff. 



Gallens adopteil sonnes, nvIk. hy a !>oaton wav 
Their iudi^'omonts liackiicy on, the fault of si<kiHrs biy : 
But ftM'ling jtroofe makes in*' s;iy, they inistak** it h»i?^- 
It is liut l<»ue that makes this |»a|»or jKTft^'t uh.: 
To write therein mon' fresh tlic storie of /V/i///#i, 
14 Whiles Beauties reddest incke Vctnis for him doth Ktir. 

<iii. r\ Ilaj.pio rUamrs that <lidst my StrUa l^^ire, 
^^ I saw tht^^ witli lull luany a smiling' lino 
A"l>(in tliy elu'erefull face loues IJiiery wraiv, 
While tliose faire Plannets on thy stn^ames did shin**, 
5 The boat for ioy could not to daneo forl»ciire, 
While wanton winds with heautie so diuino 
Kauislit, staid not, til in her p)ldtMi hain> 

Tliey did themselues (o swetitost prison) twin*'. 
I And] faine those friendly windes therc would th«Mr stiiy 
10 llaue made, hut forst by Nature still to tlic. 

First did with puftinc: kisse thoso Lo<-kos display: 
She so discouered, blusht. From window I 

with sight thereof cride out; Ah faire rlisprace, 
14 Let honours selfe to thee graunt hii^hest place. 



10 



E 



Nuious wits what liath becnt' mine offence, 
That with such poisoned care my wits you marke, 
That to each word, nay sigh of mine you harkc, 
As gi'udging me my sorrows elorpience? 
Ah, is it not enough, that I am thence: 

Thence, so farre thence, that scantly anie sparke 

Of comfort dare come to this dungeon darko 
Where rigorous exile lockes vp al my sense: 
But if" I b}' a happie window passe, 
If I but Starres vpon mine Armour beare 
Sicke, thirstie, glad (though but of empty glasse) 
Your morals note straight my hid moaning thero, 

From out my ribs a whirlewind ]»rouos that 1 
14 Doe Stella loue [:] fooles, who doth it denie? 

G. 2. Unhappie 



V. 9. adoptiue sonnes fol , «. ff. — V. 10. the fault on fol , u. ff. (1605. 1G13. 1633 ; nirht 

wie Grosart angiht). 
V. 11. feeling proofe anch fdi, 1605. 1613. 1»133, Qu,, Qu,, Qu, (fol, nirhi vir GroKort 

nngiht: pulse); they mistake it furre fol, u. spaterf. 

V. 12. loue which fol, u.ff.' — V. 14. sturre fol, (in drr Otihngr. auf furro jnMtmd). 
Sonett cm. V. 3. ioyes liuery fol, u.jf.: loues Liuerj" Quj ikimnU bios Vcrsfhen staU Ioue», 
des Qui, sein). 

V. 6. with beauties fol, u. spafere. 

X 9 And faine those Aeols vouth fol, u.ff.: But faino Qu,, ii\in. 

V. 12. She so discheueld blusht fol,, lGOf>. 1613 (dishevelled f.-l ir^33). 

A'. 13. faire fol, ff. — V. 14. Let Honor selfe fol,. 
Sonett CrS'. V. 2. with such poysonous care my l<x»kes you marke fol, u.ff. 

Y. 8. Where rigours exile fol, ti.ff. 

V. 12. Your morall notes straight ray hid meaning teare fol, u.ff. 

Y. 13. ribs, and puffing proues that I folj u.ff. 



44 Syr P. S. his 

cv. TTNliappie sight and hath shee vanisht by 

' So neere, in so good time so free a place; 
Dead glasse dost thou thine obiect so imbrace, 
As what my heart still sees thou canst not spie, 
5 I sweare by hir Loue and my lacke, that I 

Was not in fault that bent my dazling race 
Onely vnto the heauen of Stellaes face, 
Counting but dust that in hir way did lie: 
But cease mine eies, your teares doe witnes well, 
10 That you guiltles therefore your necklace mist, 
Curst be the Page from whom the bad torch fell, 
Curst be the night which did your w^ill resist. 
Curst be the Cochman that did driue so fast, 
14 "With no lesse curse then absence makes me tast. 

c\i. f\ Absent presence Stella is not here, 

^^ False flattering hope that with so faire a face, 
Bare me in hand that in this Orphane place, 
Stella I sa[y], my Stella should appeare, 
5 YYhat saist thou now, where is that daintie c[h]eare 

Thou wouldst mine eies should helpe theii- famisht case: 
But how art thou? now that selfe felt disgrace 
Doth make me most to wish thy comfort nere. 
But heere I doe store of faire Ladies meete, 
10 Who may with charme of conuersation sweete 
Make in my heauie moid.d new thoughts to grow: 
Sure they preuaile as much with me, as he 
That bad his friend but then new maimed to be 
14 ]\Ierrie Avith him, and so [] forget [his] woe. 

cyh. ^Tella since thou so right a Princesse art 

^ Of all the Powers which life bestowe on me, 
That ere by them ought vndertaken be, 
They first resort vnto that soueraigne part; 
5 Svfeete for a time giue respite to my heart, 

YVhich pants as though it stil should leape to thee: * ^ 

Nach dem 104. Sonett folgt im foli (ff.) der 11. Song; vgl. den Anhang. 

Sonet t CV. Inch im Bright Ms. (36b). 

V. 1. Vnhappie light BMs. — V. 3. thy obiect BMs w. foli. 

Y. 5. I sweare bv her I loue and lacke that I BMs u. foli. 

V. 6. who bent thy dazling BMs u. foli- — V. 8. what in the way did ly Bils u. folj (lie). 

T. 10. guiltles thereof your Nectar mist BMs u. fol^ (mit andercr Ortliographie). 

"V. 12. your strife BMs u. folj u.ff. 

Y. 13. the Cochman wch did driue B>Is; fiir that liesi audi folj: which. 

Y. 14. no worse curse BMs u. folj (m. ifol 1613 m. //".). With no . . . fol^ m. spdiere (1605 
jedoeh with no lesse curse). 
Sonett CYI. Im Bright Ms 37a. 

Y. 4. I say Bils, fol^ u.ff. ; I saw Qu^ u. Quo. 

Y. 5. where is that dainty cleare Qui«. Qug {nur gexxciingcn xu erklfircn). 

Y. 6. Thou touldst BMsftoldst folj u.ff. — Y. 7. But thou art gone BMs n. foli. 

Y. 14. and so his forget woe Qu^ {irrthiimliche UmsteUung dcs Setxers); and not thinke of 
his woe B3Is u. folj (/f.). 
Sonett CVn. Ln Bright Ms 37b. Y. 5. for a while BMs, fol^M. ff. 



Astroplu'I an<l -^^ i' • ^j 

vn. 7 And on my thought giuo thy Lieiitonan<-i. 

To this great cause, whicli nee<les lM)th wit ami An, 
And as a Queene who fn.m h«'r ijn«s«Mi«i' s««nds 
10 Whom shee enipkjies, dismisso fn>m thee my wit, 
[Till itj haue ^vrought that thy own.» will att««inlM, 
[On] soruants shame of[t| Maisters l»lam<» doth sit. 
let not Fooles in m»' tliy works ai^pn.u.-, 
14 And scorning say, see what it is to l<ni«». 



CVIII 



Vl^hen sorrow (vsiiig my nwii.- (ijiors iiu;;hi ) 

^ ' Molts downe liis lead into my lM»yling l.r.-t 
Through that darke Furnace? of my hoart opjM 
There shines a ioy from thee my onely light: 
5 But soone as thought of thee breeds my delight. 
And my young soule once tluttei-s to liir n«st, 
Most dead dispaire my tlaiiy vnhidden giH'st, 
Clips strait my wings, strait wmps mo in his night. 
And makes me then bow downe my head and say, 
10 Ah what doth Phoebus gold that wn-trh auaile 
YYhom Iron darts doth keepe from vse of daie, 
So strangely (alas) thy works on me pn-uaile, 
That in my woes for thee, thou art my ioy: 
14 And in my ioj'es for thee, my onel' anoy. 



V. 7. on my thouehts BMs «. fol , u.fjf. - V. 8. Wth %•»•» nnd art HM« u. f..l,. 

V. 11. Till it haue wrou^lit HMs u. U<\^ u. ff.: Still to haao wn.iik'ht (^, m Vu, (•**»• 

gekiinstelt). For sonia?iLs shamo of Maisters Mamo <loth sit (>«//t fifi (^,, yo,; 

obcn wie folj. — V. 13. thy workes n-jiroiio fol,. 

Sonett C\1II. Jm Bright ^Is 38a. 

V. 1. Von der Lesart dcs BMs utid dtr fol, urirht dif den (^u, nur durch dtn h 

Siers f't'ir fiers ab (den Quo und (^iig uUrwhinrnt. 
V. 3. to my heart BMs w. [fol, u.'ff.\. 
V. 6. And 'mv vounsr soul flutters to thee his ne«t HM- u ri, 



V. 7. Most nide' dispaire BM.s u. fol,. 

Y. 11. "^Tiom iron doores doo keep HMs; dooros do koepo fol,. 

V. 12. thv works in mee BMs; in mo fol,. 

V. 14. onely B^Is u. fol, (only). 



46 Syi- P. S. his 

Other Sonnets of variable verse. 
First Sonnet. 
T^Oiibt you to whom my Muse these notes intendeth, 

Whicli now my brest surcharge! witli musick lendeth? 
To you, to you all song of praise is due, 
Onely in yoic my song begins and endeth. 

2. Who hath the eyes which marrie state with pleasure, 
Who keepes the key of Natm-es chiefest ti-easure: 

To you, to you al song of praise be due, 
Onely for you the heauen forget all measure. 

3. V Vho hath tlie lips where wit with fairenes raigneth, 
YYho womenkinde at once both decks and staineth: 

To you, to you all song of praise be due, 
Onely by you Cupid his crowne maintaineth. 

4. Who hath the feet whose steps al sweetnes planteth, 
YVho else for whom Fame worthie trumpets wanteth: 

To you, to you, all song of praise be due, 
Onely to you her scepter Venus granteth. 

5. Who hath the brest whose milk doth patience nurish, 
YAHiose grace is such, that when it chides doth cherish: 
To you, to you al song of praise be due, 

Onely through you the tree of life doth flourish. 

6. YYho hath the hand which without sti'oke subdueth 
YYho long hid beautie with encrease reneueth: 

To you, to you al song of praise is due, 
Onely at you al enuie hopelesse endeth. 

7. YYho hath the haire which most loose most fast tieth, 
YYho makes a man line then glad Avhen he dieth: 

Lesarten der Licder (ygl. Einleitung). 

[In den Quartausgdben shuL die Lieder Sonnets genannt; in fol. 1598 (ff.) 
1. Lied. getiaiier als Songs bexeichnet.) 

Strophe 1, V. 2. orecharg'd to musick foljM. ^. 

2, V. 3. all song of praise is due foli- — V. 4. the heau'n forgate foli. 

3, V. 1. wit in fairenesse foli; passions nourish fol,. — V. 3. praise is due eb. 

4, V. 1. AVhose step of SAveetnesse eb. — V. 3. praise is due eb. 

5, V. 2. Womankind fol iff. — V. 3. praise is due eb. 

6, V. 2. who long dead eb. — V. 4. hopelesse rueth eb. 

7, V. 1. -which Icjosest fastest tieth fol^. 



Astrophc'l ami Rtrlla. 47 

To you, to you al song of praiso is due, 
Onely of you tlie flattrer iioiier lieth. 

8. Wlio hatli the voj-ce which soulo from sonses Hiindcrs, 
Whose force but yours the Ijolt of Ijciiutic thuiuh-rsV 

To you, to yoti al song of praise is <lu».», 
Onely with you no miracles are wonders. 

9. Doubt you to whom my Muso tlioso ni»i«-^ int-ti'i.tn, 
YVhich now my breast orechargil witli musicko lendt'tli? 
To you, to you al song of praise is due, 

Onely in you my song begins and endetli. 



Secotid Sonnet. 

LTAue I caught my heauenly luel 

Teaching Sleepe most fairo to be: 
Now wil I teach her, that she 
YVhen she wakes is too too cruel. 

2. Since sweete Sleep her eyes hath cliarmed. 
The two onely darts of Lone; 

Now Avill I with that Boy proue, 
Some play while he is disarmed. 

3. Her tongue waking stil refuseth, 
Giuing franklio niggard no: 

Now wil I attempt to knowe, 
What no her tongue sleeping vseth. 

4. See the land that waking gardeth, 
Sleeping grants a free resort: 

Now vnl I inuade the fort. 
Cowards Lone with losse rewardeth. 



But 



strophe 8, V. 2. bolts folj. — V. 4. you not fol,. 
„ 9, V. 2. orecharg'd to Musicke lendeth fol,. 



48 Syr P. S. his 

5. But (0 foole) tliinke of the danger 
Of her iust and high disdaine, 

Now will I (alas) refraine 

Loue feares nothing else but anger. 

6. Yet those lippes, so sweetly swelling, 
Do inuite a stealing kisse; 

Now but venture will I this, 

YYlio will read must first learne spelling. 

7. Oh sweet kisse, but ah shee is waking, 
Lowring beautie chastens mee. 

Now will I for feare hence flee, 
Foole, more Foole for no more taking. 

Third Sonnet. 

TF Orpheus voyce had force to breathe such musicks Loue 

Through pores of senseles trees, as it could make them moue; 
If stones good measure daunst the Thebane walls to builde, 
To cadence of the tunes which Amphions Lyre did yeeld, 

More cause a like effect at leastwise bringeth. 

stones, o trees, learne hearing, Stella singeth. 

2. If Loue might sweeten so a boj^ of Shepheards brood, 
To make a Lyzard dull to taste Loues food: 

If Eagle fierce could so in Grecian maide delight. 
As her eyes were his light, her death his endlesse night: 
Earth gaue that Loue, heauen (I trow) Loue refineth, 
Beasts, 6 Birds, looke Loue; for Stella shineth. 

3. The beasts, birds, stones, & trees feele this, & feeling loue: 
And if the ti-ees, nor stones stirre not the same to jDroue, 

Nor beasts, nor birds doo come vnto this blessed gaze; 

Know 

2. Lied. 

Strophe 6, Y. 3. Now will I but venture this foli {Uinstellutig) . 

3. Lied. 

Strophe 2, V. 1. shepheard brood fol^. — Y. 2. loue's daintie food folj. 

Y. 4. As his light was her eyes folj. 

Y. 6. beasts, o birds looke, Loue, lo, Stella shineth folj. 

,, 3, Y. 1. The birds, beasts foli. 



Know that smal Lone is <iuick, an<l <,n-oat Ix)UO (idth ainazo; 
They are ama/.M, Imt y(»u with i-ejis<iii ariiuNl, 
eies cares of nini, Ik.w an' you cluirincil? 



Fourth Sonnet. 

/^Noly Jotj, now lierc you arc, 

I' it to hcare and ease my euro; 
Let my whispering voyoe ohtaiuf 
Sweete rewards for sharpest paine: 
Take me to thee, and tlieo to mo»^: 
Ko 7io 710 110, ni// Drarr let hrr. 

2. Niglit hatli closdc all in Ikt cloke, 
Twinckling starres loue thouglits prouokf. 
Danger hence good care doth keejx', 
lealoxie himselfe doth sleepe: 

Take me to thee, and tliee to mee: 
No no no no, my Dearc let bee. 

3. Better i)lace no wit can findo 
Onjnds knot to loose or binde, 

These sweete flowers, our fine bed too, 
Ys in their best language wooe: 
Take me to theo, and thfo to nice: 
No no no no, my Dearc, let bee. 

4. This smal liglit the Moone bestoes, 
Semes thy beanies for to disclose, 

So to raise my heart more hie; 
Feare not, els none can vs spie: 
Take me to thee and thee to mee: 
No no no no, my Dcare, hi bee. 



5. That you heard was but a mouse, 
Dumbe Sleepe holdcth all the house, 

4. Lied. 

Strophe 1, V. 4. Sweete reward for sharpest paino foIi- 

,, 2, V. 4. Jealouzie itselte folj. 

„ 3, V. 2. Cupids Yoke folj. — V. 3. on fine eb. 

,, 4, V. 2. but to disclose folj. — V. 3. my hap rani-e hie folj. 

Fliigel, Sidney. 



11. Yet 



50 Syr P. S. his 

Yet a sleepe (me thinkes) thej^ say, 
Yong fooles, take time while you may: 
Take me to thee, and thee to mee: 
No no no no, my Deare, let bee. 



6. Niggard time threates if we misse 
This large offer of our blisse, 
Long stay ere she graunt the same: 
Sweet then, while ech thing doth frame 
Take me to thee and thee to mee: 
No no no no, my Deare, let bee. 



7. Your faire Mother is a bed, 
Candles out, and curtaines si)red; 
She thinkes you doo letters write: 
V Vrite, but fu^st let me endite. 
Take me to thee, and thee to mee: 
No no no no, my Deare, let bee. 



8. Sweete, alas, why stiiue you thus? 
Concord better fitteth vs; 
Leaue to Mars the force of hands, 
Your power in your beautie stands. 
Take me to thee, and thee to mee: 

No no no no, my Deare, let bee. 



9. YVoe to mee, and doo you sweare 
Me to hate but I forbeare? 
Curst be my destnies all. 
That brought mee so high to fall: . 
Soone with my death He please thee. 

No no no 7io, my Deare, let bee. 



The 



Strophe 5, V. 4. Yong folic os folj. 

,, G, Y. 3. ero he graunt the same folj. 

,, 8, Y. 4. Take thee to me, and mo to thoo foli. 



Astrophel and Stella, «; i 

TItr fifth Sotnirt. 

\\f'U\\o fauonr IVmI my hope, doli^ht with h«»j)f> wan hrou^ht, 
Tliought wail.Ml (.n (|.'lit,rlit, k siH->ach i!i<l ft«l«»w thouj;hL 
Then drew my toni^uc and {..mi i-OfonJH vnto tliy ^lorio; 
I thought all words were lost tliat were not Ki)ont <»f th****, 
I thongiit oach jilaco was dark*' hut whero thy li^htn would lx», 
And all eares woi-so then deafTo, tliat liard not otit thy 8t4»rio. 

2. [ said lluiu Wert most l'aii-t\ and so ind('<'<l thou art: 
T said tliou wcrt most swecte, swoete poyson to n>y hart; 

I said my soule was tliino, o would 1 th»'n had lie<l ; 
I said thy eyes were st^uros, thy hroasts thf milken way, 
Thy fingers Oupids sliafts, thy voyct^ the Angtds lay: 
And all is said so wHI. that no man it donioil. 

3. But now that hope is lost, vnkindnos kils <lolight 

Yet thought and speach do Hue, though [J motamorphisdo (piite, 
For rage now rules the reynes, wlii(;h guided were l)y pleasure^ 
I thinke now of thy faults, wh<' late wrote of thy praise, 
That speech falls now to hlame which did thy honour niise: 
The same key open can, which can lockc vp a treasure. 

4. Then thou whom jiaitiall heauens cfjnspir'd in one to fnimo 
The proofe of beauties worke, tho inheritance of fame. 

The mansion state of blisse, and iust excuse of louei's. 
See now those feathers pluckt wherewith thou flewst most hie, 
See what cloudes of reproach shall dark(^ thy honoui-s skie; 
Whome fault once casteth downe, hardly high state recou<'rs. 

5. And 6 my Muse, though oft you luld her in your lap, 
And then a heauenly Childe gaue her Amhrosian pap, 

And to that braine of hers your highest gifts infused; 



Since she disdaining mo. doth you in me disdain<\ 



11. 2 SutTer 



5. liiod. 

Strophe 1, V. 3. Then srew mv tongiio foli. 
,, 2, V. 1 & 2. thon art fol i. 

Y. 3. that I then had lyed f«>li. — V. 4. I said thino oyos fol,. 

Y. 6. And all I said so well, as no man it denied fol,. 

,, 3, Y. 2. thought metamf)rphisd Qn,?/. Quo; folj : metanu.rphosd. 

Y. 4. who late thought of thy praise fol,. 

4, Y. 1. Thou tlien foli. — Y. 2. Beauties worth, th'inheritrix of fame fol,. 

Y. 3. The mansion seat fol,. 

Y. 6. YHiose owne fault cast him downe folj. 

„ 5, Y. 3. TOur hidnest {sic!) gifts fol,: fol 1613 Z?'. : kindest. 

4* 



52 . SjT P. S. his 

Suffer not her to laugh, and both we suffer paine: 
Princes in subiects wrongs must deenie themselues abused. 

G. Your client poore, my selfe, shall Stella handle so, 
Reuenge, reuenge, my Muse defiance trumpet blowe, 
Threate, threat what may be done; yet do no more but threaten: 
Ah, my sute granted is, I feele my breast doth swell; 
Now Childe, a lesson new you shall begin to spell. 
Sweet babes must babies haue, but slu^ewd girles must be beaten. 

7. Thinke now no more to heare of warme fine shining snow. 
Nor blushing Lillyes, nor pearles Eubie hidden row. 

Nor of that golden sea, whose wanes in cuiies are broken: 
But of thy soule fraught with such vngratefulnesse. 
As where thou soone mightst help, most there thou dost oppresse 
Yngi-ateful who is cald, the worst of ills is spoken. 

8. Yet worse then wors[t], I say thou art a Thief e. A thiefe? 
Now God forbid: a thiefe, and of worst thieues a thiefe; 
Thieues steale for need, & steale for goods, wliich pain recouers 
But thou, rich in all io^^es, dost rob my goods from mee, 
"Which cannot be restorde b^^ time nor Industrie: 

Of foes the spoyle is euill, farre more of constant loners. 

9. Yet gentle English thieues doo rob, and will not slay; 
Thou English murdring thiefe, wilt haue hearts for thy pray. 
The name of murdrer now on thy faire forhead sitteth, 

And euen while I do speake my death wounds bleeding bee. 

Which I protest proceed from onely cruell thee. 

Who may and wil not saue, murther in ti^ueth committeth. 

10. But murthers priuate fault seemes but a toy to thee. 
I lay then to thy charge vniustice[,] Tirannie, 

If rule by force without all claime, a Tyi-ant sheweth; 
For thou art my hearts Lord, who am not borne thy slaue, 
And which is worse makes me most guiltles torments haue, 

Strophe 5, V. 5. while both we suffer paine folj. — V. 6. wrongd foli; vrron;? Quo- 
,, 6, Y. 3. Threat'n what may be done, yet do more then you threat' n fol,. 
,, 7, V. 1. warme fine odourd snow folj. — V. 4. so fraught folj (Quj n. Quo Uscn Soule 
xu-eisilbig). -- V. 5. most faith dost most oppresse fnl,. — V. (>. nf euils folj. 
,, 8, V. 1. worse Quj, Quo: worst fol,. — V. 3. & steale but goods whiche paine recouers 
full. — ^ • ■i- rich in all ioyes doest rob my ioyos from me fol,. 
V. 5. by time or Industrie foli. — V. 6. spoyles Quo; far woree fol,. 
,, 9, V. 1. rob, but will not slay folj. 

,, 10, V. 1. But murder eb. — Y. 2. ^miustest Tyrannie folj. 
Y. 4. for thou doest lord my heart fol,. 



A.stiuphi'l ami .St«-ll:i. 53 

A rightfiill Prince by vnrightfuU deeils a Tynuit ^njwoth. 

11. Loe you grow pnnid witli tliis, fur Tyrants niako|| folki' Lh>w: 
Of foule rebellion then I do appeacli tliee now, 

Rebels by Natures lawes rebel by way of reason; 
Thou sweetest subiect wert l>onu.' in tli»' Realnie of I.on.', 
And yet against thy Prince, thy force dost daily jtrouo, 
No vei-tue merits praise, once toucht with blot of Treason. 

12. But valiant Rebels oft in fboles mouths purchas*- fam.\ 
I now tlien staine thy white witli blackest blot of sham*-. 
Both Rebel to the Sonne, and vagrant from the Mother; 

For wearing Venus badge, in t^uery part of thee, 
Ynto Dianaes traine thou ru una way didst tlio: 
Who faileth one is false, though trustie to another. 

13. What is not this enough, nay farrr worse commeth here: 
A Witch I say thou art, though thou so faire ap])eare. 

For I protest mine eyes neuer thy sight enioyetli. 
But I in nice am chang'd, I am aliue and dead. 
My feete are turn'd to rootes, my heart l»ecommeth lead. 
No witchcraft is so ill, as which mans minde desti'oyetli, 

1-4. Yet Witches may repent, tliou art lane woi*so than tliey: 
Alas, that I am forst such euill of thee to say: 
I say thou art a Diuel tliough cloatlul in Angels shining: 
For thy face tempts my soule to leaue tlio heauens for thee, 
And thy words of refuse doo powre euen hell on mec: 
AVho tempts, and tempted plagues are Diuels in true defining. 

15. You then \aigrateful theefe, you nuulhering Tyrant you, 
You Rebel runnaway to Lord and Lady vntinie. 
You witch, you Diuel (alas) you still of me beloued, 
You see what I can say; mend yet your fro waitl minde, 
And such skill in my Muse you reconcil'd shall finde, 
That b}^ these cruell words your praises shalbe proued. 

H. 3. The 

Strophe 10, Y. 6. bv vnright deeds fol^. 

,, 11, V. 1. tyrans make folke bow foli: makes Qu^. — V. 3. Rebell by Natures law, 

"Rebell by law of reason fulj. 

,, 12, V. 2. white with vagabiinding shame fol,. 

,, 13, V. 3. my sight neuer thy face eniuyeth foli. — V. ». «<. euill folj. 

,, 14, V. 4. to leaue the heau"n for thee folj. 

V. 6. ^Vho tempt and tempted folj. 

,, 15, V. 6. That all tiiese crueU words foli- 



54 Syr P. S. his 

The sixth Sonnet. 

/^ You that heare this voice, 
you that see this face. 
Say whether of the choice, 
Deserues the better place, 

Feare not to iuclge this bate. 
For it is voide of hate. 

2. This side doth Beautie take. 
For that doth Musicke speake, 

Fit Orators to make, 
The strongest iudgements weake. 
The barre to plead the right, 
Is onely true delight. 

3. Thus doth the voice and face, 
These gentle Lawiers w^age, 

Like louing brothers case, 

For Father's heritage. 

That each while each contends. 
It selfe to other lends. 

4. For Beautie beautifies 
With heauenly [hew] and grace. 
The heauenly harmonies; 

And in this faultles face 
The perfect beauties bee, 
A perfect harmonic. 

5. Musicke more lustie swels 
In speeches noblie placed, 
Beautie as farre excels 

In actions aptly graced. 

A friend each partie drawes. 
To countenance his cause. 



Loue 



6. Liod. 

Strophe 1, V. 4. Desonies the former place folj. 

,, 2, V. 5. their right folj. 

,, 4, V. 2. heauenly hew and grace folj; view Quj, Qu.,. 

,, 5, V. 1. loltly swels folj. 



Astruphul aud 8tolla. 55 

C). Loue more affected seemes 
To Beauties lonely li^ht, 
Ami AVonder more esteeim's 
Of Musicks womlrous might; 

But both to both so bent, 

As both ill b<)th an- sjiont. 

7. Musicke doth \vitii«.'s call 
The eare, his truth to tiit.-: 
Beauty brings to the hall 
The iudgement of the eio: 

Both in their obiects such, 
As no exceptions Uu-h. 

8. The common Sense Avhicli might 
Be arbitrer of this, 
To be forsooth vpright, 
To both sides i)ai-tiall is: 

He laies on tliis chiefs praise, 
Chiefe praise on that he laies. 

9. Then [Rjeason Princesse hie, 
Whose tlu-one is in the minde; 
Which Musicke can in skie, 
And liidden Beauties finde: 

Say, whether thou wilt crowne 
With limitlesse renowne. 

The scuenth Sonnet. 

'Hose senses in so euill comfort their stepdame Nature laies, 
That raiiishing delight in them most sweete tunes doth not raise, 
Or if they doe delight therein yet are so cloid with wit, 
As with sententious lips to set a [title] vaine on it: 

let them hear these sacred tunes, & learn in wonders scholes. 
To be (in things past bonds of ^^'it) fooles, if they be not fooles. 

Who 



w 



strophe 7, V. 4. Eye - iudgement of the oye foli. 

„ si V. 2. Arbiter foli. - Strophe 9, V. 1. reason Quj. 



Liod. 



Strophe 1, V. 1. euill consort folj; ill consort: Fraunce, s. S. L^^XH. 

V 9 (\n not raise fol. — V. 3. vet are so closde with wit folj. 

y\ 4. a little vaino Qu^ u. Quo {Druckfchlcr) ; title fol, (auch Fraunce). 



56 Syr P. S. his 

2. YVho haue so leaden eyes, as not to see sweete Beauties showe: 
Or seeing, liaue so wooden wits, as not that worth to knowe; 

Or knowing, haue so muddie mindes, as not to be in loue; 

Or louing, haue so frothie hearts, as easie thence to moue: 

0, let them see these heauenly beanies, and in faire letters reed 
A lesson, fit both sight and skill, Loue & fii^me Loue to breed. 

3. Heare then, but then with wonder hear; see, but admiring see; 
No mortal gifts, no eartlily frutes now here discerned bee: 

See, doo you see this face: a face, nay image of the skyes, 
Of which, the two life-giuing lights are figured in her eyes: 
Heare you tliis soule-inuading voyce, & count it but a voyce, 
The verie essence of their tunes, when Angels doo rejoyce. 



The eighth. 

TN a groue most rich of shade; 

Where birds wanton Musicke made: 

Male then young his pide weedes shewing. 

New perfumes with flowrs fresh growing. 

2. Astrophel with Stella sweete. 
Did for mutual comfort meete: 

Both within themselues opj^ressed. 
But either in each other blessed. 

3. Him great harmes had taught much care, 
Her faire necke a foule j^oke bare: 

But liir sight liis cares did Ijanish, 
In his sight hir yoke did vanish. 

4. AVept they had, alas the while: 
But now teares themselues did smile. 

While their eyes by Loue directed. 



Interchangeablie reflected. 



Sighd 



Strophe 2, V. 4. so frothy thoughts folj, eb. Fraimce. — V. 6. to reede Druckf. b. Frauiice. 
,, 3, V. 1. but adoring see ful^, cb. Fraunce. 

V. 2. now here descended be fol^; discended : Fraunce. 
V. 6. of those : Fraunce. 



8. Lied (auch im Bright 3Is. 32a). 



Strophe 1, V. 4. new perfum'd BMs \>i. foli]. 
„ 2, V. 1. Astrophil B:Ms. 

V. 4. But each in tho other blessed folj. 



\-tr..j.la'l aii<l Stt-lla. 57 

5. Sighd they liad; but now betwixt 
Sighs of Avoo were gUul siglis niixt: 
With arms t-rost, yet testifying 
liestles rest, and lining dying. 

♦j. Thoir eares hungrio of oacli wtml 
Which the deare tongue would alTonI, 

But their tongues restraind from walking, 
Till their harts had ended talking. 

7. But when their tongues could not speak, 
Loue it selfe did silence breiike: 

Loue did set his lips asundei-, 
Thus to si»eake in louo and wonder. 

8. Stella, iSouereigne of m\ iuy. 
Fair Triumphres in annoy: 

Stella, Starre of heauenly tire, 
Stella, load starre of desire. 

9. Stella, in whose shining eyes 
Ai'e the lights of Oiipids skyes, 

YYhose beames where they are once daileil 
Loue therewith is straight imparteil. 

10. Stella whose voyce when it speakes, 
Senses all asunder breakes: 

Stella, whose voyce when it singeth, 
Angels to acquaintiince bringeth. 

11. Stella, in whose bodie is 
Writ the caracters of blis: 

VA^hose sweete face all beauty passeth, 

Sane the minde which it surpasseth. 

1. Graunt 



strophe 5, V. 1. Siph they did BMs u. fo!j. 

V. 2. Si^hes o"f woes B3Is u. [fol,]. 
,, 8, V. 2. Faire Trinmpher of annoy BMs u. fol,. 
,, 9, V. 3. where thev once are darted B31s m. fol,. 

,, 11, Y. 1. brginnt jh^BMs S. 33a. — Y. 2. Writ each character of hlisse fol, (utul mii 
oi-thofjr. Inderungrn BMs). — Y. 3. "\Yhoso face all, all beauty BMs u. fol,. — 
Y. 4. Saue thy mind BMs u. fol,; yet surpasseth Bils u. folj iff.). 



Syr P. S. his 

12. Graunt, 6 graunt, but speach (alas) 
Failes me, fearing on to passe: 

Graunt to me, what am I saying? 
But no sinne there is in praying. 

13. Graunt (6 Deare) on knees I pray 
(Knees on groimd he then did stay) 

That not I, but since I proue you, 
Time and place for me [may] moue you. 

14. Neuer season was more fit, 
Neuer roome more apt for it: 

Smiling aire allowes my reason: 
These birds sing; now vse the season. 

15. This small A\Tnde which so sweete is, 
See how it the leaues doth Ms; 

Each tree in his best attjTing, 
Sense of Loue to Loue inspiring. 

16. Loue makes earth the water drinke, 
Loue to earth makes water sinke: 

And if dimib things be so wittie, 
Shall a heauenly Grace want pittie? 

17. There his hands (in their speach) faine 
Would haue made tongues language plaine: 

But her hands his hands compelling, 
Gaue repulse, all grace ex[c]elling. 

18. There withall, away she went, 
Leaning him with passion rent, 

YYith what she had done and spoken, 
That therewith my song is broken. 



strophe 12, V. 3. Graimt, 6 me folj u. BMs. 

V. 4. no fault BMs u. folj. 

,, 13, V. 3. but since I lone you BMs u. folj. 

V. 4. for me may BMs u. foli; nere moue you Quj, Quo; obcn die Lcsart v. folj. 

,, 17, V. 3. his hands repelling BMs u. folj. 

V. 4. excelling folj; expelling Quj, Quo. 

Nach Slroplie 17 folgen in fol. 1598 (ff.) noch 8 Strophcn; s. Anlmng. 



AstrupliL'l and iStclla. 59 



The ninth Sound. 

i^Oe, my Flocko, goo got you lionco, 
Seeke a better place of loeding, 

Where 3^011 may liaue some dcfonoo 

From tlie stormes in my breast bleeding, 
And showers from mine eyes [)i-()C('<'ding. 

2. Leauc a wretch in whom all woe, 

Can abide to keepe no measure; 
Merrie Flocke, such one foregoe, 
Ynto whom mirth is displeasure, 
Onely rich in measiu'es treasure. 

3. Yet, alas, before you goe, 

Heare your wofull Masters storie. 
Which to stones I els would showe; 
Sorrow onely then hach glorie 
When tis excellently sorie. 

4. Stella, fairest Shepheardesse, 

Fairest, but yet cruelst euer; 
Stella, whom the heauens still blesse. 
Though against me she perseuer, 
Though I blisse inherit neuer. 

5. Stella hath refused mee, 

Stella, who more loue hath proued 
In this caitiffe hart to bee, 

Than can in good [eaws] be moued 
Towards Lambkins best beloued. 

6. Stella hath refused mee 

Astroijhel that so well serued. 

1. 2. In 



9. Liod. 

Strophe 1, V. 4. Fro the stormes folj; in my breast breeding cb. 
,, 2, V. 5. in mischiefe's treasure folj. 
„ 4, V. 1. fiercest shepherdesse foli ri. 1613. — V. 2. Fiercest but yet fairest euer foli- 

u. 1613. — Y. 3. whom o heauens foli. 
,, 5, V. 4. Than can in good to vs be moued Quj, Quo {schwerlich gut xu crkldrm, deS' 
halb die Lesart dcs fol^ angeixmnmen). 



6o. Syr P. S. his 

In this pleasant Spring [must] see 

While in pride flowers be preserued, 
Himselfe onely, winter starued. 

7. Why (alas) then doth she sweare 

That she loueth me so deerl}^; 
Seeing me so long to beare 

Coales of lone that bnrne so cleerly: 
And yet leaue me hopelesse meerly. 

8. Is that lone? forsooth I trow, 

If I saw ni}^ good dogg grieued, 
And a helpe for him did know, 
My loue should not be beleeued. 
But he were by me releeued. 

9. No, she hates me (welaway) 

Faining loue, somewhat to please me; 
Knowing, if she should display 

All her hate, death soone would seaze me, 
And of hideous torments ease me. 

10. Then my deare Flocke now adieu: 
But alas, if in yom* straying 
Heauenly Stella meete with you 
Tell her in yoiu^ piteous blaying. 
Her poore Slaues [vnjiust decaying. 

The tenth Sonnet. 

/^ Deere Life, Avhen shall it bee. 

That mine eyes thine eyes shall see. 
And in them thy minde discouer. 
Whether absense haue had force 
Thy remembrance to diuorce 

From the image of thy Louer? 



if 



strophe 6, V. 3. Spring (Muso) see Quj, Quo {schiverlich xu verthcidigen gcgen die gegebene Lcsart 
von folj). 

,, 7, V. 1. Why alas ilnth she then sweare folj. 

V. 5. helplosse iolj. 

,, 9, V. 3. For she knowos, if she display folj. 

,, 10, V. 1. Then adieu, dcore flocke, adieu foli. 

V. 5. uniust folji, die Quarti: iiist. 



Astniplwl nii<l Rt«'lla. 6 1 



2. 0[rj if I my selfe iiiule not 
By thine absence oft forg(jt. 

Nor debard from Roautios ti-iiasun.*. 
Lot no tonf^nie Jispiro to tell 
In what higli ioyos I shall dwell, 

Onely thouj^^ht aimes at tlio pleasure. 

3. Thoiio-ht therefore will 1 sond thee 
To take vp the place for mee, 

Long I will not after tarrie: 
There vnseene, thou maist be bold 
Those faire wonders to behold, 

Which in them my hoopes dfM» carrio. 

4. Thought, see thou no placo forbeare, 
Enter brauely eueriewhere, 

Seaze on all to her belonging: 
But if thou wouldst garded bee, 
Fearing her beamos, take with thoo 

Strength of liking, rago of longing. 

5. my Thoughts, my Tlioughts surcease, 
Yoiu- delights my woes encrease. 

My life fleetes with too mudi thinking: 
Thinke no more, but die in moo. 
Till thou shalt reuiued Itee, 

At her lips my Nectar drinking. 

Finis Svr P. S. 



Poems 



10. Li 0.1. 



Stiophe 1, V. 2. may see folj. 

,, 2, Y. 1. iV I: Qu,, Qiio; ohm dir lysnrt rou (»] ^. 

V. 2. After i)artinLc, auf,'ht forgot f">l,. 

„ 3, Y. 1. 1 will send thee f<.li. 

Ztmsclmi Strophe 4 u. '> fok/m im folio liJifS (ff.) ivtch 3 Strophrn: s. AtiJmng. 

„ 5, Y. 1. my thought my thoughts folj. - - Y. 2. Thy delights eh. 

Y. 3. My life melts with eb. 



NB. L)f Quj folf/en mm von S. 02— SO die Poems and Soiifts of 
sundrie other Noble [men aud Gentlemen. 



[62] 2 Sonette aus den Certaine Sonets. 

[Cix.] rilHou blind mans marke, thou fooles selfe chosen snare, 
Fond fancies scum, and dregs of scattred thought, 
Band of all euils, cradle of causelesse care. 
Thou web of will, whose end is neuer wrought. 

Desire, desire I haue too dearly bought. 
With j)rise of mangled mind thy worthlesse ware. 
Too long, too long asleepe thou hast me brought. 
Who should my mind to higher tilings prepare. 

But yet in vaine thou hast my ruine sought, 
10 In vaine thou madest me to vaine things aspire, 
In vaine thou kindlest all thy smokie fire. 

For vertue hath tliis better lesson taught, 
Witliin my selfe to seeke my onelie hire: 
1* Desiring nought but how to kiU desire. 

[CX.] "T eaue me 6 Loue, which reachest but to dust. 
And thou my mind aspire to higher things: 
Grow rich in that which neuer taketh rust: 
What euer fades, but fading pleasure brings. 

5 Draw in thy beames, and humble all thy might. 
To that sweet yoke, where lasting freedomes be: 
Which breakes the clowdes and opens forth the light. 
That doth both sliine and giue vs sight to see. 

take fast hold, let that light be thy guide, 
10 In this small coiu'se which birth drawes out to death, 
And thinke how euill becommeth him to slide. 
Who seeketh heau'n, and comes of heau'nly breath. 
Then farewell world, thy vttermost I see, 
1* Eternall Loue maintaine thy life in me. 

Splendidis longum valedico nugis. 

y. 8. ^STio should: so mtch _ spatere fol. (%. B. 1633) ; Grosart Ikst, ohm AniorUdt anxu- 
fuhrm, shouldst. 

KB. Diesc beiden Sonette {aus den "Certaine Sonets. Written by Sir 
Phihj) Sidney: Neuer before printed" des fol^ (jenovnuen) xiicrst ron Qrosari 
an das Endc von Astrophel and Stella gesetxt. folj auf fol. 489 u. 490. 



Anliaim" /ii dm Licdrrii. 



Zum <'?. Jjirdc. Nach Stmji/ir 17 fnli/rn in /nl. 1,j:jSi//.j Jttlijriidr 
8 Strophcn (ini BMs ;}3'' ynit <>rtho(/rnj)h. AhnriclimKfrnf : 

[fol. 557.1 Then sho spako; hor spooch was such, 
As not oaros, hut hart did tuch: 
AVliih' such wiso slio h)U<; dfiiied, 
And yet lou«' she si^'nifiod. 

Astiophol sjiyd sho, my louo 

Cease, in these eHVcts, to prouo: 
Now be still, yet still heleeuo \m\ 
Thy griefe more then death would ^'ricue mw 

If that any thouj^ht in mo. 
Can tast comf<»rt hut nf thee, 

Let me fed with hellish anji^uish, 

loylesse, hopelesso, eudlesse languish. 

If those eyes you praised, ho 
Halfo so (ieerc as you to mo. 

Let me home returne, starke Mind«'(| 

Of those eyes, and blinder minded. 

If to secret of my hai-t, 
I do any wish impail, 

"Where thou art not formost plaeofl. 

Be both wish and I defaced. 

If more may bo sayd, I say, 
All my blisse in thee I lay; 

If thou loue, my loue content thee. 

For all loue, all faith is meant thoo. 

Ti'ust Die, while I thee deny. 
In my selfe the smart T try, 

Tyran honour doth thus vso theo, 

Stellas selfe might not refuse thee. 

[fol. 558.] Therefore, Deere, this no more mono. 
Least, though I Icaue not thy loue, 
AVhich too deep in mo is framed, 
I should blush when thou art named. 

Zum 10. Liede. Nach Strophe 4 foUjcn in fol. 159S (/f.j foUjnidr 

3 Stropken: 

[lol. ,5<;2.i 

Thinke of that most gratefull time, Thinkc of my most Princely power, 

When my leaping heart will clime When I blessed shall deuowor. 

In my lips to haue his biding, AVith my greedy licr.rous sences. 

There those roses for to kisse. Beauty, musicke, swcetnesse. louo 

Which do breatb a sugred blisse, While she doth against me i.rouc 

Opening rubies, pearles deuiding. Her strong darts, but wcake defences. 

Thinke, thinke of those dalyings. 
When with Doue like murmurings. 

With glad moning passed anguish, 
Wo change eyes, and hart for hart. 
Each to other do depaii:, 

loying till ioy makes vs languish. 



[64] Anhang zii den Liedern. 



Das 11. Lied lautet in fol. 1598 {auf fol. 567 [auch BMs 35""]): 

ELEUENTH SONG. 



[fol. 567. 
(foil). 



T/^VHO is it that this darke night, 
* ' Vnderneath my window plajiieth? 
It is one who from thy sight, 
Being (ah) exild, disdayneth 
Eueiy other vulgar light. 

2. YVhy alas, and are you he? 
Be not yet those fancies changed? 
Deare when you find change in me. 
Though from me you be estranged, 
Let my chaunge to iiiine he. 

3. Well in absence this will dy, 
Leaue to see, and leaue to wonder: 
Absence sure will helpe, if I 

Can learne, how my selfe to sunder 
From what in my haii doth ly. 

4. But time will these thoughts remoue: 
Time doth worke what no man knoweth, 
Time doth as the subiect proue. 

With time still the affection groweth 
In the faithful Turtle done. 

5. AYhat if you new beauties see, 
"Will not they stir new affection? 

I will thinke they pictui*es be, 
(Image like of Saints perfection) 
Poorely counterfeting thee. 

[BMs 36*] 6. But your reasons purest light. 

Bids you leaue such minds to noiuish? 
Deere, do reason no such spite, 
Neuer dotli thy beaut;^^ florish 
More, then in my reasons sight. 

7. But the wrongs loue beares, will make 
Loue at leng-th leaue vndertaking; 

No the more fooles it doth shake, 
In a ground of so fu-me making. 
Deeper still they driue the stake. 

8. Peace I thinke that some giue eare: 
Come no more, least I get anger. 

Blisse, I will my blisse forbeare. 
Fearing (sweetej you to endanger. 
But my soule shall harbour there. 

[fol. 568.] 9. Well, be gone, be gone I say. 

Lest that Argus eyes perceiue you, 
vniust[est] fortunes sway, 
TYliich can make me thus to leaue you, 
Anf from lowts to run away. 



Strophe 5, V. 1 lifsi Grosart we new ohne Angabe der Quelle, nach der ohen gegebenen 
wsprutiglichen Lesart. Anch im BMs you. — Str. 7, V. 3 it doo BMs. — Str. 9, V. 3 viiiust foli ; 
vniustest BMs. 



THE 



DEFENCE OF 



P o e s i e. 



By Sir Pliillip Sidney, 



Knight. 



Lo 11 (In II. 
Piiiited for William Punsoiiliy 

1595- 



Der Titel cler 2. Ausgabe ist: AN || APOLOGIE || for Poetrie. || Written 
by the right noble, vci-tii- || oiis, and learned, Sir Phillip || Sidney, Kiiight. 1| 
Odi profammi vulcjus, et arceo. \\ AT LONDON, I| Printed for Jlcnry Olncy, 
and are to be sold at || his shop in Paulos Church -yard, at the signe || of the 
George, neere to Cheap -gate. || Anno. 1595. 

Die Widmung u. s. w. der 2. Ausgabe s. am Schluss. 

Fliigel, Sidney. 5 



I 



tJber das Verhaltniss dor hier zum ersten Male wiederabgodruckten, 
bei Ponsonby (1595) erschienenen Ausgabe zu der in Arber's trefFlichen 
Neudrucken gegebenen, welche der Drucker Olney (1595) zuerst heraus- 
gab, bieten die folgenden Eintragimgcn aus den Biichern der Stationers' Com- 
l)any die nothige Auskunft: Ponsonby, der Yerlegor auch dor Arcadia von 
1598, wclchcr mit Sidney's Schwester in goschiiftlicher Beziehung stand, hatte 
das "Werk schon im November 1594 angenieldet, im April 1595 war abor dem 
Drucker Olney, der sich irgendwie in Besitz einos dor damals cursirenden 
Manuscripte gesctzt hatte, ebenfalls die Druckerlaubniss ertheilt worden. 
Olney hatte sich aber dann mit Ponsonby geeinigt. Ob Olney's Ausgabe der 
Zeit nach (aber es handelt sich hior wol nur um einige Wochcn) nieht den- 
noch die erste ist, ist zwcifelhaft; die rechtmiissige (seit 1598 aufh in die 
Wcrke iiborgegangoiic) Ausgabe ist entschieden Ponsonby's. — Eintragung im 
Kogister der Stationei's' Company (zum 29. Nov. 1594): 

William Entred for his copie under the handes of 

Ponsonby. the AVardcns a booke Entituled A treatise 

in commcndacon of Poetric or the Defruer 
of pospy irrittcn hij Sir P/tillip Sidney. 

Eb. zum 12. Ai)nl 1595 (das Eingeklammortc spiitor dick ausgcstrioheni: 
[ilcurio Entred for his Copie under the handes of 

Olney. ^jj^, Wardens a booke entituled An 

Apnhtyiv for Poetric] 
This belougcth to Mastei* Ponsonby by a former 
Entrance and an agremeut is made be- 
tween them whereby Master Ponsonby 
is to enjoy the copie according to 
the former Entrance. 



The defence of Poesie, by 

Sir Philip Sidney Kniijht. 



TY/'Hen the right vertuoiis E. VV. and I, were cat the Emperoiirs s. i [li,. 

Court togither, wee gaue oiu' leliies to learne horsemansliip of 
Ion Pietro Pugliano, one that with great commendation had the place 
of an Esquire in his stable: and hee according to the fertilnes of the 
Italian ^vit, did not onely affoord vs the demonstration of his practise, 
but sought to enrich om- mindes mtli the contemplations therein, 
which he thought most precious. But with none I remember mine 
eares were at any time more loaden, then when (either angred with 
slow paiment, or mooued with om^ learnerlike admiration) hee exer- 
cised his speech in the praise of his facultie. He said souldiers were [lo 
the noblest estate of mankind, ^ and horsemen the noblest of souldiers. 
He said, they were the maisters of warre, and ornaments- of peace, 
speedie goers, and strong abiders, triumphers both in Camps and 
Comis: nay to so Ynbleeued a point he proceeded, as that no earthly 
tiling bred such wonder to a Prince, as to be a good horseman. 
Skill of gouernment was but a Pedanteria^ in li comparison, then Avould s. 2 [B]. 
he adde certaine praises, by telling Avhat a peerlesse beast the horse 
Avas, the onely seruiceable Courtier without flatter}^, the beast of most 
bewtie, faithfulnesse, courage, and such more, that if I had not bene 
a peece of a Logician before I came to him, I thinke he woidd [20 
haue perswaded mee to haue wished my selfe a horse. But thus 
much at least, with liis no few words hee draue into me, that selfe- 
loue is better then any guilding, to make that seem gorgious wherin 
our selues be - parties. Wherin if Pidianos ^ strong affection and weake 
arguments will not satisfie you, I wil giue you a nearer example of 
my selfe, who I know not by Avhat mischance in these my not old 
yeares and idlest times, liauing slipt into the title of a Poet, am 
prouoked to say somthing vnto you in the defence of that my vnelected 
vocation, which if I handle with more good will, then good reasons, 



1) Olney: Ende von B. 2) Olney Uest are. 3) Olney: Puliano his. 

5* 



68 Defence of Poesie. 

beare with me, since ^ the scholler is to be pardoned that folio weth 
the steps of his maister. And yet I must say, that as I haue iiist 
cause to make a pittifuU defence of poore Poetrie,^ wliich from 
almost the highest estimation of learning, is falne to be the laughing 
stocke of children, so haue I need to bring some more auaileable 
proof es, since ^ the former is hj no man bard of Ms deserued credit, 
the silly later, hath had euen the names of Philosopliers vsed to the 
defacing of it, with great daunger of ciuill warre among the Muses. 
And first truly to al them that professing learning enuey* against 

10] Poetrie, may iustly be obiected, that they go very neare to vngrate- 
fulnesse, to seeke to deface that which in the noblest nations and 
s. 3 [Bo], languages that are knowne, || hath bene the first lightgiuer to ignor- 
ance, and first nurse whose milke^ litle & litle enabled them to feed 
afterwards of tougher knowledges. And will^ 3^ou play the Hedge- 
hogge, that being receiued into the den, di-aue out his host? Or 
rather the Yipers, that with their birth kill their parents? Let learned 
Greece in any of his^ manifold Sciences, be able to shew me one 
booke, before Miisams, Homer, «fe Hesiod,^ all three nothing else but 
Poets. Nay let any Historic bee brought, that can say any writers 

20] were there before them, if they were not men of the same skill, as 
Chyheus, Linus, and some other are named, who hauing bene the 
first of that country that made pennes deliuerers of their knowledge 
to the^ posteritie, [mjay^^ iustly callenge to l»ee called their Fathers 
in learning. For not onely in time i\\Qy had this prioritie (although 
in it selfe antiquitie be venemble) but went^^ before them, as causes 
to draw witli their charming sweetnesse, the wild vntamed wits to 
an admiration of knowledge. So as Amphimi, was said to mooue 
stones with his Poetr}', to build Thebes, and Orpheus to be listned 
to by beasts, indeed, stonie and beastly people. So among the 

30] Bomans, were Liulus, Andronicus, and Ennius , so in the Italian 
language, the first that made it aspire to be a treasiu'e- house of 
Science, were the Poets Dante, Bocace, and Petrarch. So in oiu* Eng- 
lish, wer Gower, and Chawcer, after whom, encoraged k delighted 
with their excellent foregoing, others haue followed to bewtify our 
mother toong, aswel in the same kind as^- other arts. This did so 
notably shew it selfe, y the Philosophers of Greece diu-st not a log 

S. 4 [Riicks. ^. e 

von B„]. time apear to y world, but vnder y mask^^^ of poets. || So Thaie-s, 

1) 0. sith. 2) Nach Po schlicsst Olimf die Rikkseite mn B. 3) O. sith. 4) 0. inueieh. 
5) 0. by little. G) 0. will they now play." 7) 0. ot her. 8) 0. Hesi.vlus. 9) 0. their. 
10) 0. may; die crste Atisgabc: na\ {[>ruck-f.). 11) 0. f^chlifust hicr R,. 12) 0. as in other. 
13) 0. masks. 



Defence of Poesie. 69 

Empedocles, and Parmcnides, sang their naturall Pliilosupliio in verses. 
So did Pithagoras and Phocillides , their niorall Councels. So did 
Tirteus in Avarre matters, and S0I071 in matters of pollicie, or ratlier 
they being Poets, did exercise their delightfull vaine in those points 
of highest knowledge, which before them hue hidden to tlie world. 
For, that wise Solon was directly a Poet, it is manifest, liauing 
written in verse the notable fable of the Atlantkk Ihmd, which was 
continued by Pluto. And truly euen Plato whosoeuer well considereth, 
shall finde that in the body of his worke ^ though the inside & strength 
were Philosophic, the skin as it were and bcautie, dependal most of lio 
Poetrie. For all stands 2 vpon Dialogues, wherein hee faines-^ many 
honest Burgesses of Athens speak* of such matters, that if they had 
bene set on the Eacke, they would neuer haue confessed them: be- 
sides his Poeticall describing the circimistances of their meetings, as 
the well ordering of a banquet, the delicacie of a walke, with enter- 
lacing meere tales, as Gyges Ring, and others, which, who knowes^ 
not to bee flowers of Poetrie, did neuer walke into Appolos Garden. 
And euen HistoriograpJiers , although their lippes sound of things 
done, and veritie be ^^Titten in their foreheads, haue bene glad to 
borrow both fashion and perchance weight of the^ Poets. So Herodotus [20 
entituled his Historic, by the name of the nine Muses, and both he 
and all the rest that followed him, either stale,' or vsurped of Poetrie, 
their passionate describing of passions, the many particularities of 
batteles, which no man could affirme, or if that be denied me, long 
Orations put |1 in the mouthes of great Kings and Captains, which it s. 5 [B3] 
is cei-taine they neuer pronounced. So that tridy neither Philosopher, 
nor Historiographer, could at the first haue entered into the gates of 
populer iudgements, if they had not taken a great pasport of Poetrie, 
which in all Nations at this day where learning florisheth not, is plaine 
to be scene: in all which, they haue^ some feeling of Poetr3\ In [3f> 
Turkey, besides their lawgiuing Diuines, they haue no other writers 
but Poets. In our neighboiu' Countrey Ireland, where truly learning 
goes^ verie bare, yet are their Poets held in a deuout reuerence. 
Euen among the most barbarous and simple Indians, where no writing 
is, yet haue they their Poets who make & sing songs which they 
caU Arentos,^^ both of theyr Auncestors deeds, and praises of their Gods. 
A sufficient probability, that if euer learning come among them, it 
must be by hauing their hard duU wittes softened and sharpened 



1) 0. schliesst hicr B.. Rikkseitc. 2) 0. standetli. 3) 0. faineth. i) 0. to speake. 
5) 0. knoweth. 6) 0. of Poets'. 7) 0. stole. S) 0. schliesst hicr Bg. 9) 0. goeth. 10) 0. Areytos. 



yo Defence of Poesie. 

with the sweete delights of Poetrie, for vntill they finde a pleasui-e 
in the exercise^ of the minde, gi'eat promises of much knowledge, 
wil little persuade them that know not the frutes of knowledge. In 
Wales, the true remnant of the auncient Brittons, as there are good 
authorities to shew, the long time they had Poets wliich they called 
Bardes: so thorouw all the coquests of Romans, Saxons, Daties, and 
Normans, some of whom, did seeke to ruine all memory of learning 
from among them, yet do their Poets euen to tliis day last: so as it 
is not more notable in soone beginning, then in long continuing. 
loj But since the Authors of most of our Sciences, were the Bomanes, 
3. 6 [Riicks. ^j^(:[ jjofore them tlie Greekes, let vs || a litle stand vpon their author- 

von Bo]. _ 

ities, but euen so farre as to see what names they haue giue vnto 
tliis now scorned skill. ^ Among the Romanes a Poet was called Vates, 
which is a much as a diuiner, foreseer, or Prophet, as by his con- 
ioyned words Vaticinium, and Vaticinari, is manifest, so heauenly a 
title did that excellent peojjle bestowe vppon this hart-rauishing 
knowledge, and so farre were they carried into the admiration thereof, 
that they thought in the chanceable hitting vppon any of^ such ver- 
ses, great foretokens of their following fortunes were placed. AVhere- 

20] upon grew the word of Sortes Vergiliancc, when by suddaine opening 
Virgils booke, they lighted vppon some verse of his,^ as it is reporte<l 
by many, whereof the Histories of the Empcrours Hues are full. As 
of Alhinns the Gouernom- of our Band, who in his childhood met 
Avith this verse Arma amens capio, ncc sat rat ion is in ar?nis: and 
in his age performed it, although it were a verie vaine and godlesse 
superstition, as also it was, to thinke^ spirits were commaunded by 
such verses, whereupon this word Channes, deriued of Cartnina eoni- 
meth: so yet serueth it to shew the great reuerence those wittes 
were held in, and altogither not without ground, since both by^ the 

30] Oracles of DeJplios and Syhillas prophesies werc^ whoely deliuered 
in verses, for that same exquisite obseruing of number and measure 
in words, and that high flying libertie of conceit propper to the 
Poet, did seeme to haue some diuine force in it.^ And may not I 
,g ^ presume a little farther,^ to shewe the reasonablenesse of this worde 
nicht boz. Vatis,^^ and say that the || holy Dauids Psalms are a diuine Poeme? If 
I do, I slial not do it without the testimonj" of great learned me, 
both auncient and moderne. But euen the name of ^^ Psalmes wil speak 

1) 0. exercises. 2) 0. schlicsst hkr B., Fiickscite. 3) 0. aiiy such verses. 4) 0. o\ 
his malvinu: Avhoroof tlie histories etc. 5) 0. to thinke that spirits. ir>) 0. h'isst h\ uv<f. 
7) Arber licst whore, jcdoch hat scin Original 0. were. S) 0. schlicfst hicr B4. 9) 0. further. 
10) 0. vatos. 11) 0. Idsst of weg. 



Defence of Poesie. 7 i 

for me, which being interpreted, is nothing l.ut Songs: tli.'ii tliat it 
is fully Avritten in nieeter as all learned llcbritkms agree, althougli 
the rules be not yet fully found. Lastly and principally. Ids hand- 
ling his prophecie, which is meerly Poeticall. For what else is tlio 
awaking his musical Instruments, the often and IVco chaunging of 
persons, his notable Prosopopeias, who lie maketh you as it were see 
God comming in his maiestie, his telling of the beasts ioyfidnosse, 
and hils leaping, but a heauenly poesie, wheriu almost he shewcth 
himselfe a passionate louer of that vnspeakable and euerlasting bewtie, 
to be scene by the eyes of the mind, onely cleered by fayth? Hut |io 
truly now hauing named him, I feare^ I seeme to prophane that holy 
name, applying it to Poetry, which is among vs throw no downe to 
so ridiculous an estimation. But they that with (piiet iudgements 
wil looke a litle deeper into it, shal find the end & working of it 
such, as being rightty applied, deserueth not to be scourged out of 
the Church of God. But now, let vs see how the Greekes named 
it, and how i\\Qj deemed of it. The Greekes named- him 7col7ji;/^i\ 
which name, hath as the most excellent, gone through other languages, 
it commeth of this word tvoleIv'^ Avhich is to make: whcrin I know 
not, whether b}' luck or wisedomo, we Englishmen haue met with 120 
the Greekes in calling him a Maker. Which name, how high and 
incomparable a title it is, I had rather were knowne by marking the 
scope II of other sciences, the by any^ partiall allegatiu. There is no nicht i.fz. 
Art deliuered vnto^ mankind that hath not the workes of nature for 
his principall obiect, Avithout which they could not consist, and on 
which they so depend, as they become Actors & Plaiers, as it were 
of what nature will haue set forth. So doth the Astronomer looke 
vpon the starres, and by that he seeth set^ downe what order Nature 
hath taken therein. So doth ' the Geometritimi, & ArUhmititian, in their 
diners sorts of quantities. So doth the Musitlans^ in times tel you, (.w 
Avhich by nature agree, which not. The natural Philosopher thereon 
hath his name, and the moralP Philosopher standeth vppon the 
naturall vertues, vices, or 1^ passions of man : and follow natiu-e saith he 
therein, and thou shalt not erre; The Laivier faith, what men haue 
determined. The Historian what men haue done. The Gramarian 
speaketh onely of the rules of speech, and the Rhetor itiari, and 
Logitian, considering what in natm^e Avil soonest prooue and perswade 



1) 0. I feare me I etc. 2) 0. The Greekes [Ende von Riiekscitc v. B4] called him a Poet. 
3) 0. Toioin. 4) 0. my partiall. 5) 0. to. 6) 0. seeth, setteth downe. 7j 0. doe. 8) 0. the 
Musitian. 9) Ponsonby driwkt vor moral! eine Klammer. 10) 0. and. 



72 Defence of Poesie. 

thereon, giue ^artificial! rules, which still ^ are compassed \vithin the 
circle of a question, according to the proposed matter. The Phi.ntian- 
wayeth the nature of a mans bodie, <fe the nature of things help- 
full, or hurtefull vnto it. And the Metaphisicke, though it be in the 
second & abstract Notions, and therefore be counted supernaturall, yet 
doth hee indeed builde vpon the depth of Nature. Onely the Poet 
disdeining to be tied to any such subiection, lifted vp with the vigor 
of his owne inuentio, doth grow in effect into-^ another nature: in 
making things either better then natiu-e bringeth foorth, or quite a 
s. 9 [Cj. new fonnes such as neuer were in natm-e: as the Heroes, H Demigods, 

11] Cyclops, Chymeras, Furies, and such like; so as hee goeth hand in 
hand with natiure, not enclosed within the narrow warrant of her 
gifts, but freely raunging^ within the Zodiack of his o"WTie wit. 
Nature neuer set foorth the earth in so rich Tapistry as diuerse Poets 
haue done, neither with pleasaunt riuers, fruitfull trees, sweete smel- 
ling flowers, nor whatsoeuer els may make the too much loued earth 
more louely: her world is bra sen, the Poets only deliuer a golden. 
But let those things alone and goe to man, for whom as the other 
tilings are, so it seemeth in him her vttermost cuiming^ is im- 

20J ploied: & knowe whether she haue brought foorth so true a louer 
as Theagencs, so constant a friend as Py lades, so valiant a man as 
Orlando, so right a^Prince as Xenophotis Cyrus, so^ excellent a man 
euery way as Virgils Aeneas. Neither let this be iestiugly coceiued, 
bicause the works of the one Ite essenciall, the other in imitation or 
fiction: for euerie^ vnderstanding, knoweth the skill of ech^"* Artificer 
standeth in' that Idea, or foreconceit of the worke, and not in the 
worke it selfe. And that the Poet hath that Idea, is manifest, by 
deliuering them foorth in such excellencie as he had^ imagined them: 
which deliuering foorth, also is not wholly imaginatiue, as we are 

30] wont to say by the that build Castles in the aire: but so farre sub- 
stancially it worketh, not onely to make a Cyrus, which had bene 
but a particular excellency as nature might haue done, but to bestow 
a Cyrus vpon the worlde to make many Cyrusses. if they will learne 
rg ^()^ aright, why and how that Maker made liim. Neither let it be deemeil 
nicht bcz. too sawcy a comparison, to ballance the highest point of 1| mans wit 
with the efficacie of nature: but rather giue right honor to the 
heauenly maker of that maker, who hauing made man to his owne 

1) O. schlicsst hier C. 2) 0. Phisition. 3) 0. Insst into uvg. -l) 0. ranciriR onely 
■within. 5) Ohen Olnaj's Lesart. Ponsonbv trrdrnckt: comminur. 6) 0. sehlicsst hicr C Riick- 
scitc. 7) 0. any. 8) 0. of the A. 9) O". hath. 



Defence of Poesie. 73 

likeues, set him beyond and oner all the workes of that second 
nature, which in nothing he sheweth so much as in Poetry; when 
with the force of a diuine breath, he bringeth things foorth^ surpas- 
sing her doings: with no small argimients- to the incredulous of that 
first accursed fall of Adam, since ^ our erected wit maketh vs know 
what perfectio is, and yet our infected wil koepcth vs fro^ reaching 
vnto it. But these argumets will by fewe be %Tiderstood, and l)y 
fewer gTaimted: thus much I hope wil be giuen me, that the Greeks 
with some probability of reason, gaue^ him the name aboue all 
names of learning. Now let vs goe to a more ordinarie opening 1 10 
of him, that the truth may be the*^ more palpable: and so I hope 
though we get not so vnmatched a praise as the Etimologic of his 
names wil graunt, 3^et his verie description which no man will denie, 
shall not iustly be barred from a principall commendacion. Focsie 
therefore, is an Ai^t of Imitation: for so Aristotle termeth it in the'^ 
word f^ili^irjOig^ that is to say, a representing, counterfeiting, or figuring 
forth to speake Metaphorically. A speaking Picture, with this end 
to teach and delight. Of this haue bene thi-ee generall'* kindes, tlie 
chiefe both in antiquitie and excellencie, were they that did imitate 
the vncoceiuable ^ excellencies of God. Such were Dauid in his Psal- [20 
mes, Salomon in his song of songs, in his Ecclesiastes, and Prouerbes. 
Moses and Dehor a in their Homines, and the wryter of lohe: Which 
beside other, the learned Emanuell \\ Tremelins, and F. Junius, ^^ doo s. 11 [C- 
entitle the Poeticall part of the scriptiu-e: againste these none will 
speake that hath the holie Ghost in due holie reuerence. Jii this 
kinde, though in a full wrong diuinitie, were Orpheus, Amphion, 
Homer in his himnes,^^ and manie other, both Greeke'^^ and Eo7nanes. 
And this Poesie must be vsed by whosoeuer wiU follow S. Faules^^ 
counseiU, in singing Psalmes when they are mery, and I knowe is 
vsed with the frute of comfort by some, when in sorrowfull panges [30 
of their death bringing sinnes, they finde the consolation of the neuer 
leaning goodnes. The second kinde, is of them that deale with mat- 
ters Philosophicall, either moraU as Tirteus, Phocilides,^^ Cato; or nat- 
lu-all, as Lucretius, and Virgils Qeorgikes; or Astronomicall, as Manilius, 
and Pontanus; or historicall, as Liican: which who misHke, the 
fault 1^ is in their iiidgment quite out of tast, & not in the sweet food 



1) 0. forth far siirpassins-. 2) 0. arsniment. 3) 0. sith. 4) 0. schliesst hier C3. 
5) Ponsonby rerdruckt rane. 6) 0. lasst the %ceg. 7) 0. in his word. 8) 0. seueraU. 9) 0. in- 
conceiuahle. lOj 0. Tremilius and Franciscus Iiinius. llj 0. hynmes {Arber s hymes tst 
Druckf.) 12) 0. Greekes and Eomaines. IB) 0. S. James his counsel!. U) 0. and Gate. 
15) Pons, setxt naeh fault Komma. 



74 Defence of Poesie. 

of sweetly vttered knoAvledge. But bicause tliis second sort is wrap- 
ped within the folde of the proposed siibiect, and takes not the free^ 
course of his owne inuentio, whether they properl}^ bee Poets or no, 
let Gramarians dispute; and goe to the third indeed right Poets, of 
whom chiefly this question ariseth: betsvixt whom and these second, 
is such a kinde of difference, as betwixt the meaner sort of Painters, 
who counterfeyt onely such faces as are set before them and the 
more excelent, who hauing no law but wit, bestow that in colours 
vpon you, which is fittest for the eye to see, as the constant, though 

10] lamenting looke of Lucretia, when shee punished in her selfe anothers 
S.12 [Riicks. faiiite:2 whcrcin hee painteth not [| Lucretia whom he neuer saw, but 
painteth the outward bewty of such a vertue. For these third be 
they which most properly do imitate to teach & delight: and to 
imitate, borrow nothing of what is, hath bin, or shall be: but range 
onely reined with learned discretion, into the diuine consideration of 
what ma}^ be and shoidd bo. These be they that as the first and 
most noble sort, may iustly 1)0 termed Vates: so these are waited on 
in the excellentest languages and best vnderstadings, with the fore 
described name of Poets. For these indeed do meerly make to imitate, 

20] and imitate both to delight & te<ich, and delight to moue men to 
take that goodnesse in hande, which without delight they would flie 
as from a stranger; and teach to tnake them know that goodnesse 
wherunto they are moued; Avhich being the noblest scope to which 
euer any learning was directed, yet want tliere not idle tongues to 
barke at tliem. These be subdiuided into sundr}^ more sf^eciiill deno- 
minations. The most notable be the Heroick, Li/rick, Tragick, Comick, 
Satyr ick , lambick, Elcgiack, Pastorall, and certaine others: some of 
these being tearmed according to tlie matter they deale with, some 
by the sort^ of verso tliey liked best to write in, for indeed the 

30] greatest part of Poets have apparelled their poeticall inuentions, in 
that numbrous kind of writing which is called vers. Indeed but 
apparelled verse: being but an^ ornament and no cause to Poetrie, 
since ^ there haue bene many most excellent Poets that neuer verse- 
fied,*' and now swarme many versefiers that need neuer answere to 
the name of Poets. For Xcnophon wlio did imitate so excellently as 
s. 13 [C3.] to giue vs effigiem iusti imperii, the || portraictm*e of a iust Empyre 
viider the name of Cgrus, as Cicero saith of liim made therein an 
absolute lieroicall Poeme. So did Heliodorus, in his sugred inuention 

1) 0. the coui-SG. 2) 0. schlirsst hicr C3. 3) 0. sort* of verso*;. P O. schlirsst hirr C, 
Rikkseitc. 5) 0. t>itli. 6) 0. versified umi versifiers. 



Defence of Poesie. 75 

of that picture of loue in Thcagcnes^ & C/tarklca, iiiid yet botli those 
wrote 2 in prose, which I speake to shew, that it is not ryniin^^ and 
versing that maketh a Poet, (no more then a long gown niaketh an 
Aduocate, who though he pleaded in Armour, should bo an Aduocat 
and no souldier) but it is that faining notixl)le images of vertues, 
vices, or what els, with that delightfidl teacliing, which nuist bo the 
right describing note to know a Poet by. Although indeed the 
Senate of Poets hatli chosen verse as their iittest raiment: meaning 
as in matter they passed all in all, so in manor to go bey<jnd them: 
not speaking table talke fashion, or like men in a dreame, words as U«' 
they chanceably fall from the mouth, but peasing^ each sillable of 
cache word by iust proportion, according to the dignitie of the subiect. 
Now therfore it shal not be amisse first to way this latter sort of 
poetrie b}^ his workes, and then by his parts, and if in neither of 
these Anatomies^ hee be condemnable, I hope we shall obteine a more 
fauom-able sentence. This puiifying of wit, this em-iching of mem- 
orie, enabling of iudgement, and enlarging of conceit, which commoly 
we cal learning, vnder what name so euer it come forth, or to what 
immediate end so euer it be directed, the finall end is, to lead and 
draw vs to as high a perfection, as our degenerate soules made c^t 
worse b}' their clay -lodgings,^ can be capable of. This according to 
the inclination of*^ man, bred manv formed impressions. For some 

-^ S. 14 (Riicks. 

that thought || this felicity princixjally to l:»e gotten by knowledge, v..ii C3]. 

and no knowledge to be so high and heauenly, as acquaintance with 

tlie stars; gaue theselues to Astronomie: others, perswading theselues 

to be Demygods, if they kne^v the causes of things, became natiu-all 

and supernaturall Philosophers. Some an admirable delight drew to 

Musicke; and some the certain tie of demonstration to the Mathematicks : 

but all one and other hauing this scope to knowe, & knowdedge to 

lift vp the minde from the dungeon of the bodie, to the enioying (30 

his owne diuine essence. But when b}^ the baUance of experience it 

was found, that the Astro7i07Jier looking to the stars might fall in' a 

ditch, that the inquiring^ Philosopher might be blind in him self, & 

the Mathematician, might draw forth a sti-aight line with a crooked 

hart. Then lo did proof e, the ouerruler of opinions make manifest,^ 

that all these are but seruing sciences; which as they haue^*^ a priuate 

end in themselues, so yet are they all directed to the liighest end 



1) 0. Theagines and Cariclea. 2) 0. writ. 3) 0. peyzing. 4) 0. schlksst imch A Ana- 
tomies]. 5) 0. clayey lodgings. 6) 0. of. 7) 0. into. 8j 0. enquiring. 9) 0. schhcsst 
hier C^ Riickseite. 10) 0. they haue each a. 



76 Defence of Poesie. 

of the mistresse knowledge by y Greeks [called] ^ dQyiTe/.TOviv.ii], 
which stands, as I thinke, in the knowledge of a mans selfe, in the 
Etliike and Politique consideration, with the end of well doing, and 
not of well knoA\ang onely. Euen as the Sadlers next ende is to 
make a good Saddle, but his further 2 ende, to serue a nobler facultie, 
which is horsemanship, so the horsemans to souldiery: and the soul- 
dier not onely to haue the skill, but to jjerforme the practise of a 
souldier. So that the ending end of all earthly learning, being 
verteous^ action, those skils that most serue to bring forth that, haue 
10] a most iust title to be Princes ouer al the rest: wherin if we ca 
s. 15. 1C4] ghe-v^^ the Poet is worthy to || haue it before any other competitors: 

nicht bez. /. i i i n? -7 

among who principalis challengers step forth the moral Philosophers, 
whom me thinkes,^ I see comming towards me, with a sullain grauitie, 
as though they could not abide vice by day -light, rudely cloathed, 
for to witnesse outwardly their contempt of outward things, with 
bookes in theii* hands agaynst glorie, whereto they sette their names: 
sopliisticaUy speaking against subtilitie, and angry with any man in 
whom they see the foule fault of anger. These men casting larges 
as they go of definitions, diuisions, and distinctions, with a scornful 

20J interrogatiue, do soberly'' aske, whether it be possible to find any 
path so ready to leade a man to vertue, as that which teacheth what 
vertue is, & teacheth it not onely by deliuering forth his very being, 
his causes and effects, but also, by making knowne his enemie vice, 
which must be destroyed, and his combersome seruant passion, wliich 
must be mastered: hy shewing the generalities that contains' it, and 
the specialities that are deriued from it. Lastly by plaine setting 
downe, how it extends^ it selfe out of the limits of a mans own 
little world, to the gouernment of families, and mainteining of pul> 
like societies. The Historian, scarsely giues-' leisure to the Moralist, 

30] to say so much, but that he loaden with old Mouse -eaten Records, 
authorising himselfe for the most part vpon other Histories, whose 
greatest authorities are built vppon the notable foundation Heresay,^^ 
hauing much ado to accord differing writers, and to pick truth out 
of partiality: better acquainted with a 1000. yeres ago, the wdth the 
nicht bez. present age, and yet better knowing how tliis world goes, then || how 
his owne wit rimnes,^! curious for Antiquities, and inquisitiue of 
Nouelties, a Avonder to yoong folkes, and a Tyrant in table talke; 



1) fchlt bei P. ; mis 0. ergrinxt. 2) 0. farther. 3) 0. vertiious. 4) 0. if -wee can shewe 
tlio Poets noblonos, bv settins; him before his other Competitors, amonir whom as principall 
cliallontrers stop fortli 'the etc. 5) 0. thinketh. 6) 0. schlicj^st xach so ; berlie dif Scitc D. 
7) 0. contayiioth. 8) 0. oxteiuleth. 9) 0. giueth. 10) 0. Hoarc-say. 11> 0. nuuieth. 



Defense of Poesie. 77 

denieth in a great chafe, that any man for teadiing of vertiio, and 
yertues^ actions, is comparable to him. I am Testis teinporum, Liw 
veritatis, Vita memcn'ue, magistra vitae, Niineia vetustatis.- Tlio Diih- 
sopher saith he, teacheth a dispntatiue vertne, but I d(j an actiuo. 
His vertue is excellent in the dangerlesse Academ>j of Plato: but 
mine sheweth forth her honourable face, in the battailes of Marathon, 
Pharsalia, Poidiers, and Agincourt. Hee teacheth vertue by cei-taine 
abstract considerations: but I onely bid you follow the footing (jf ^ 
them that haue gone before you. Olde aged experience, goeth beyond 
the fine witted Philosopher : but I giue the experience of manj^ ages, iio 
Lastly, if he make the song Booke, I put the learners hand to the 
Lute, and if he be the guide, I am the light. Then would lie alleage 
you innimierable examples, confirming ^ storie by stories,-* how much 
the wisest Senators and Princes, haue bene directed by the credit of 
Historic, as Brutus, Alphojisus of Aragon (and who not if need be). 
At length, the long line of their disputation makes ^ a point in this, 
that the one giueth the precept, & the other the example. Now 
whom shall we find, since ^ the question standeth for the highest forme 
in the schoole of learning to be moderator? Truly as mee seemetli, 
the Poet, and if not a moderator, euen the man that ought to carry (oq 
the title from them ' both : & much more from all other seruing 
sciences. Therfore compare we the Poet wath the Historian, & with 
the moral Philosopher: and if he goe beyond them !| both, no other s. 17 [dj. 
humaine skill can match him. For as for the diuine, wuth all reuer- 
ence it is euer to be excepted, not onely for hauing his scope as far 
beyonde any of these, as Eternitie exceedeth a moment: but euen 
for passing ech of these in themselues. And for the Lawier, though 
lus bee the Daughter of Iiistice,^ the chief e of Vertues, yet because 
hee seeks ^ to make men good, rather formidim pcmce, then virtutis 
amore: or to say righter, doth not endeuour to make men good, but [30 
that theu' euill hurt not others: hailing no care so he be a good 
citizen, how bad a man he be. Therfore as our wickednes maketh 
him necessarie, and necessitie maketh him honorable, so is he not 
in the deepest truth to stande in ranck with these, who al endeuour 
to take naughtinesse away, and plant goodnesse euen in the secretest 
cabinet of oui^ soiiles: and these foure are all that any way deale in 
the 10 consideration of mens manners, which beeing the supreme know- 



1) vertuou^ "^^ 0. I am Lux vitae, Tempormn madstra, Vita memoriae, Nuncia 
vetuslalis, etc. [Schluss von D Riickseite]. 3) 0. conferring. i) 0- storie 5) U. maketh. 
(3) sith 7) 0. schliesst hierJ).. S) 0. schiebt hier ein: and lashce. 9) 0. seeketh. 10) U. that. 



78 Defence of Poesie. 

ledge, they that best breed it, deserue the best commendation. The 
Philosopher therefore, and the Historian, are they which would win 
•the goale, the one by precept, the other by example: but both, not 
haning both, doo both halt. For the Philosopher, setting downe with 
thornie arguments, the bare rule, is so hard of vtterance, and so 
mistie to be conceiued, that one tliat hath no other guide but^ him, 
shall wade in him till he be olde, before he shall finde sufficient 
cause to be honest. For his knowledge standeth so vpon the abstract 
and generall, that happie is that man who may vnderstand liim, and 

10] more happie, that can apply what he doth vnderstand. On the other 
s. 18 [Rucks, side , the Historian wanting the precept, is soil tied, not to what 
should be, but to what is, to the particular truth of things, and not 
to the general reason of things, that his examjtle draweth no neces- 
sarie consequence, and therefore a lesse fruitfull doctrine. Now dooth 
the peerlesse Poet performe both, for whatsoeuer the Philosopher 
saith should be done, hee giueth a perfect pictiu^e of it by- some 
one, by who he presupposeth it was done, so as he coupleth the 
generall notion with the particuler example. A perfect picture I say, 
for he 3^eeldeth to the powers of the minde an image of that whereof 

20] the Philosopher bestoweth but a wordish description, which dotli 
neither stiike, pearce, nor possesse the sight of the soule, so much 
as that other doth. For as in outward things, to a man that had 
neuer scene an Elephant, or a Knioceros, who should tell him most 
exquisitely all their shapes, cullour, bignesse, and perticuler mai'ks, 
or of a gorgious paUace an Architecture, with declaring the full 
beawties, might well make the hea^rer able to repeat as it were by 
roat, all he had heard, yet should neuer satisfie his inward conceit, 
with being witnesse to it selfe of a true liuely knowledge: but the 
same ma, assoon as he might see those beasts wel painted, or that 

30] house wel in modell, shuld straightwaies grow withoiit need of any 
description, to a iudicial comprehending of them, so no doubt the 
Philosopjher with his learned definitions, bee it of vertues or vices, 
matters of publike policy, or priuat gouernment, replenisheth the 
memorie with many infallible grounds of wisdom, wliich notwith- 
standing, lie darke before the imaginatiue and iudging power, if they 
s. 19 [Do], bee not illuminated or figm-ed forth by the spea 1| king picture of 
Poesie. Tiilly taketh much paines, and many times not without 
Poeticall helpes to make vs know the force, loue of our country hath 

1) 0. schUesst hier Riickseite von D.... 2) 0. in. 3) 0. schiiesst hier D3. 



Defence of Poesie. 79 

in vs. Let vs but heai-e old Anchwes,^ speaking in tlio niidde.st ol" 
Troies flames, or see Vlisses in the lulnesse of all Calipsoca dolightos, 
bewaile his absence from barraino and beggei-ly Ithaca. Anger tlie 
Stoikes say, was a short madnesse, let but SopJiodes luring you Aiaj- 
on a stage, killing and whipping sheepe and oxen, tliinking them tlie 
Army of Greekes, with their Cliieftaines Ayatnetnuon, and Mcnelaus: 
and tell mee if you haue not a iiKjre fanuliar insight into Anger, 
then finding in the schoolemen his Genus and Difj'frcwe. See 
whether wisdome and temperance in Vlisses and Diomcdes, valure in - 
Achilles, friendship in Nisus and Eurialus, euen to an ignorant man iiu 
carry not an apparant shining: and contrarily, the remorse of c(»n- 
science in Oedipus; the soone re2:)enting pride of Ayameiuuoti ; the 
selfedeuoiiring crueltie in his Father Atreus; the violence of and>ition 
in the two Theban brothers; the sower sweetnesse of reuenge in Mcilra;^ 
and to fall lower, the Terentian Gnato, and our Chawcers Pandei- so 
exprest, that we now vse their names to signifie their Trades: And 
finally, all vertues, vices, and passions, so in their owne naturall 
states,^ laide to the view, that we seeme not to lieare of them, l»ut 
clearh^ to see through them. But euen in the most excellent deter- 
mination of goodnesse, what Philosophers counsaile can so readely IiX) 
dii'ect a Prince, as the feined Cirus in Xenophon) or a vertuous man 
in all fortimes: as Aeneas in Virgill) or a whole Common -wedth, Ji^s.jo [Rucks, 
the Way || of Sir Thomas Moores Eutopia. I say the AVay, becimse v..n i),]. 
where Sir Thomas Moore erred, it was the fault of the man and not 
of the Poet: for that Way of patterning a Common -wealtli was most 
absolute, though hee perchaimce hath not so absolutely performed it. 
For the question is, whether tlie fained Image of Poetrio,-'^ or the 
reguler instruction of Philosophic, hath the more force in teacrliing? 
Wherein if the Philosophers haue more rightly shewed themselues 
Philosophers, then the Poets haue atteined*^ to the high toppc of tlieir [30 
profession (as in truth ^ Mediocrihus esse ptoetis, nan Dii, non homines, 
non concessere column(e\ it is (I say againe) not the fault of the Art, 
but that by fewe men that Ai't can bee accomplished. Certainly 
euen our Sauioiu' Chiist could as weU haue giuen the morall common 
places of vncharitablenesse and humblenesse, as the diuine narration 
of Diues and Lazarus, or of disobedience and mercy, as that heauenly 
discom-se of the lost childe and the gTacious^ Father, but that hys 
through searching wisedome, knew the estate of Diues bm-ning in 



1) 0. Anchises. 2) Hier scMiesst 0. D3 Rikks. 3) 0. Medsea. 4) 0. (vyl. Arher) seates. 
5) 0. Poesie. 6) 0. obtained. 7) 0. schliesst hier D4. 8) 0. cratioas. 



8o Defence of Poesie. 

hell, and of Lazarus'^ in Abrahams bosome, would more constantly as 
it were, inhabit both the memorie and iudgement. Truly, for my 
selfe (mee seemes) I see before mine eyes, the lost childs disdainful 
prodigalitie , turned to enuj' a Swines dinner: which by the learned 
Diuines are thought not Historical acts, but instructing Parables. 
For conclusion, I say the Philosopher teacheth, but he teacheth ob- 
sciu^ely, so as the learned onely can vnderstand him, that is to say, 
he teacheth them that are alreadie taught. But the Poet is the foode 
s. 21 [D3]. for the tendrest stomacks, the Poet 1| is indeed the right populer 

10] Philosopher. AVhereof Esops Tales giue good proofe, whose prettie 
Allegories stealing vnder the formall Tales of beastes makes ^ many 
more beastl}^ then beasts: begin to hear the soimd of vertue from 
those ^ dumbe speakers.^ But now maj^ it be alleadged, that if tliis 
imagining of matters be so fit for the imagination, then must the 
Historian needs surpasse, who brings ^ 3'ou images of true matters, 
such as indeed were done, and not such as fantastically or falsly 
may be suggested to haue bin done. Truely Aristotle himselfe in his 
discourse of Poesie, plainly determineth this questiu, saying, that 
Poetrie is q>LXoooq)iOTEQ[o\v'^ and 07ZOvdaiOTeQi\o\v, that is to say, it is 

20] more Philosophicall, and more'' then history. His reason is, because 
Poesie dealeth with yMd-oXov,^ that is to say, with the vniuersall con- 
sideration, and the Historic with za^' r/MOTOv the perticular. Now 
saith he, the vniuersall wayes what is fit to be said or done, either 
in likelihood or necessitie, which the Poesie considereth in his im- 
posed names, and the perticular onely marketh^ whether Alcihiades did 
or suffered this or that. Thus farre Aristotle. Which reason of his, 
as all his is most full of reason. For indeed if the questio were, 
whether it were better to haue a perticulai* act ti'iily or falsly set 
downe, there is no doubt which is to be chosen, no more then 

30] whether you had rather haue Vespaciatis picture right as he was, or 
at the Painters pleasure nothing resembling. But if the question be 
for your owne vse and learning, whether it be better to haue it set 
downe as it should be, or as it was; then certainly is more doctrin- 
.^ able, the fained Cyrus in Xenophon then the true^^ Oyrus in lustin: 

von D3]. and the |1 fained Aeneas in Virgill, then the right Aeneas in Dares 
Phrigius: as to a Ladie that desired to fashion lier countenance to 
the best grace: a painter shuld more benefite her to purtmit a most 



1) 0. being in. 2) 0. make. 8) 0. those. 4) 0. schliesst hier DtRiicJis. 6) 0. bringetlu 
G) Ponsonby seixt in bcidcn Wortcn ein w; 0. Philosophoteron and Spondaioteron. 7) 0. more 
studiously serious. 8) 0. Katholou u. Kathekaston. 9) 0. marks. lOj Bet O. Ende i\m E. 



Defence of Poesif. 8i 

sweete face, writing Canidia vppoii it, tli^n to paynt Cauldia as sheo 
was, Avho Horace sweareth, was full ill faiiuiinxl.i if tUe Poet doc 
his part aright, he wil shew you in Tantalus, Atrcus, and siutli liko, 
nothing that is not to be shunned; in Ci/nts, Aruras, Hisses, each. 
thing to be followed: where the Historian, bound to tr-ll things as 
things were, cannot be liberall, without hee will bo Tooticall of :i 
perfect patteme, but as in Alexa^idei' or Scipio himselfo, shew doings, 
some to be liked, some to be misliked; And then how wil you dis- 
cerne what to folloAv but by your owne discretio, which you hud 
without reading Q. Curtius. And Avhereas a nian may fay, though (i<» 
in vniuersall consideration of doctrine, the Poet preuailoth, yot that 
the Historic, in his saying such a thing was done, doth warrant a 
man more in that he shall follow. The aunswere is manifest, that il' 
he stand vpon that Avas, as if he should argue, because it- rained 
yesterday, therfore it should raine to day, then indeexle hath it sonio 
aduantage to a grosse conceit. But if hee knowe an examj^le onoly 
enformes a coniectured likelihood, and so goe^ by reason, the Port 
doth so farre exceed him, as hee is to frame his example to that 
which is most reasonable, be it in warlike, politike, or priuate mat- 
ters, where the Histm'ian in his bai-e, was,^ hath many times that !20 
which Ave call fortune, to ouerrule the best wisedome. Manie times 
he must tell euents, whereof he can yeeld no || cause: or if ho do, ^^^f.ht p 
it must be poetically. For that a fained example hath as nmch force 
to teach, as a true example (for as for to niooue, it is eleare, since ^ 
the fained may be tuned to the highest \e\ of passion) let vs 
take one example wherein an*^ Poet and a Historian did'' concur. 
Herodotus and lustin doth^ both testifie, that Zopirtis, King Darius 
faithful seruaunt, seeing his Maister long resisted Ijy the rebellious 
Babilonians, fained himselfe in extreame disgrace of his King, Ibr 
verifying of Avhich, he caused his own nose and eares to be cut ofl', [:« 
and so flying to the Babilonians Avas receiued, and for liis knoAvne 
valour, so farre credited, that hee did finde meanes to deliuer them 
oner to Darius. Much like matter doth Liide record of Tarquinius, 
and his sonne. XenopJion excellently faineth such another Stratageme, 
performed by Ahradates in Cyrus behalfe. Now Avould I faine knoAve, 
if occasion be presented A^nto you, to serue yom- Prince by such an 
honest dissimulation, Avhy you do not as Avell learne it of Xenophons 
hction, as of the others veritie: and tiiily so much the better, as 



0. : 1) foule and ill fauoured. 2) it hath. 3) schliesst liier E Rucks, i) bare A'A'as. 
o) sith. 6) a Poet. 7) doe. 8) do. 

Flugel, Sidney. 6 



82 Defence of Poesie. 

you shall 1 saue your nose by the bargaine. For Abradates did not 
counterfeyt- so farre. So then the best of the Historian, is subiect 
to the Poet, for whatsoeuer action or faction, ^vhatsoeuer counsaile, 
pollicie, or warre stratageme, the Historian is bounde to recite, that 
may the Poet if hee list with his imitation make his owne; bewtifying 
it both for further teaching, and more deligliting, as it please ^ him: 
g ^j^ .jjj.^^g hauing all fro Dante his heue to his hell, vnder the authority of 

von Dj. his pen. Which if I be asked what Poets haue done so |1 as I might 
Avel name some, so-^ yet say I, and say again, I speake of the Art and 
10] not of the Artificer. Now to that which commonly is attributed to 
the praise of Historic,'* in respect of the notable learning, is got-^ b}' 
marking the successe, as though therein a man shuld see vertue 
exalted, k vice punished: truely that commendation is peculier to 
Poetrie, and farre off from Historic; for indeed Poetrie euer sets^ 
vertue so out in her best cullours, making Fortune her well -way ting 
hand-mayd, that one must needs be enamoiu-ed of her. AVell may 
you see Vlisses in a storme and in other hard plights, but they are 
but exercises of patience & magnanimitie, to make the sliine the 
more in the neare following prosperitie. And of the contrary part, if 
20] euill men come to the stage, they euer goe out (as the Tragedie 
writer answered to one that misliked the shew of such persons) so 
manicled as they litle animate' folkes to follow them. But the Hist- 
ori[an]^ beeing captiued to the trueth of a foolish world, is many 
times a teiTor from well-dooing, and an encoiu-agement to vnbrideled 
wickednes. For see wee not valiant Milciades rot in his fetters? The 
iust Phocion and the accomplished Socrates, put to death like Tray tors? 
Tlie cruell Seuerus, Hue prosperously? The excellent Seuerus miser- 
ably murthered? Sylla and Marine dying in their beds? Pompey and 
Cicero slain then when they wold haue thought exile a happinesse? 
30] See we not vertuous Cato driuen to kill himselfe, and Rel)ell Ccesar 
so aduanced, that his name yet after 1600. j^eares lasteth in the 
highest honor? And marke but euen Ccesars owne words of the 

s. 25 [E]. forenamed Sylla, (who in that onely did ho || nestly to put downe 
his dishonest Tyrannie) Litteras 7ieseiuit: as if want of learning 
caused him to doo well. He ment it not by Poetrie, which not con- 
tent with earthly plagues, deuiseth new punishments in hell for 
Tyrants: nor yet by Philosopliy, which teacheth Occidendos^ esse, 



0.: 1) schliesst hierY.^. 2) pleasoth. 3) yet say I. 4) Histories. 6) gotten. 6) setteth. 
7) 0. schliesst nach ani E., Riicks. S) Historian aus U (Ponsonby hat Histories. 9) Ponsonby : 
occidentos {Druckfehler). 



Defence of Poesie. 83 

but no doubt by skill in History, for that indeed can affoord you » 
Cipselus, Per lander, Phalaris, Diotiisius, and I know not how iiuiny 
more of the same kennell, that speed well inou^'h in their abliomin- 
able iniustice- or vsuriDation. I conclude tlierfore, that he excelleth 
liistorie, not onely in furnishing the minde with knowledge, but in-' 
setting it forward to that which deserues^ to be called and accounted 
good: which setting forward and mouing to well doing, indeed set- 
teth the Lawi^ell Crowne vpon the Poets'^ as victorious, not onely of 
the Historian, but ouer the Philosopher, howsoeuer in teaching it 
may be questionable. For suppose it be gi-anted, that which 1 sup- 1 10 
pose with great reason may be denied, that the Phihsoplier in respect 
of his methodical proceeding,*^ teach more perfectly then the Poet, yet 
do I thinke, that no man is so much <fi?.0(filooo(fog, as to com- 
j)are the Pliilosopher in moouing with the Poet. And that moouing 
is of a higher degree then teaching, it may by this appeare, that it 
is well nigh both^ the cause and^ effect of teaching. For who will 
be taught if hee bee not mooued with desire to be taught? And 
what so much good doth that teaching bring foorth, (I speake still 
of morall doctrine) as that it mooueth one to do that which it doth 
teach. For as Aristotle saith, it is not yvootg., but Ttqa^ig must l»e l-''^ 
the frute: and how TiQaStg can^ be without being mo II oued to prac- ^'^ '^'"^^ 
tise, it is no hard matter to consider. The Philosopher sheweth you 
the way, hee enformeth you of the particularities, as well of the 
tediousnes of the way, as of the pleasaunt lodging you shall haue 
when your iourney is ended, as of the many by turnings that may 
diuert you^^ from yoiu- way. But this is to no man but to him that 
will reade him, and reade liim with attentiue studious painfulnesse. 
AVhich constant desire, whosoeuer hath in liim, hatli alreadie past 
halfe the hardnesse of the way: and therefore is beholding to the 
Philosopher but for the other halfe. Nay truly learned men haue [30 
learnedly thought, that where once reason hath so much ouer -mast- 
ered passion, as that the minde hath a free desire to doo well, the 
inward light each minde liath in it selfe, is as good as a Philosophers 
booke, since 1^ in Xature we know it is well, to doo well, and what 
is well, and what is euill, although not in the wordes of Art, which 
Philosophers bestowe vppon vs: for out of naturall conceit, the Philo- 
sophers drew it; but to be moued to doo that which wee know, or 



1) vom- 21 0. vniustice. 3) 0. schliesst hier E3. 4) 0. deseraeth. 5) 0. Poet. 
6) 0. doth. ' 7) both fehlt bei 0. 8) 0. and the. 9) 0. cannot. 10) 0. sMksst hier Ej 
Riicks. 11) 0. seeing. 

G* 



84 Defence of Poesie. 

to be mooued with desire to know. Hoe opus, Hie labor est. Now 
therein of all Sciences I sj^eake still of humane (and according to 
the humane conceit) is our Poet the Monarch. For hee doth not onely 
shew the way, but giueth so sweete a prospect into the way, as 
will entice anie man to enter into it: Nay, he doth as if your ioiirney 
should lye through a faire vineyard, at the verie first, giue you a 
cluster of grapes, that full of that taste, you may long to passe 
s. 27 [Eoj. further. Hee beginneth not with obscure definiti |1 ons, which must 
bliu're the margent with interpretations, and loade the memorie with^ 

10] doubtfulnesse : but hee commeth to you with words set- in delight- 
full proportion, eitlier accompanied with, or prepared for the well 
enchanting skill of Musicke, and with a tale forsooth he commeth 
vnto you, with a tale, which holdeth children from play, and olde 
men from the Chimney corner; And pretending no more, doth intend 
the winning of the minde from wickednes to vertue; euen as the 
child is often brought to take most wholesome things by hiding them 
in such other as haue a plesaunt taste: which if one should begin 
to tell them the nature of the'^ Alices, or lihaharhruw they should 
receiue, wold sooner take their phisick at their eares then at their 

20] mouth, so is it in men (most of which, are childish in the best 
things, til they bee cradled in their graues) glad they will be to 
heare the tales of Hercules, Achilles, Ci/rii^,^ Aeneas, and hearing them, 
must needes heare the right description of wisdom, value, ^ and 
iustice; which if they had bene barely (that is to say Philosoj^hically) 
set out, they woidd sweare they be brought to schoole againe; that 
imitation whereof Poetrie is, hath the most conueniencie to nature of 
al other: in somuch that as Aristotle saith, those things which in 
themselues are horrible as, cruel battailes, vnnatural monsters, are 
made in poeticall imitation, delightful. Truly I haue knowne men. 

30] that euen with reading Amadis de gaule, wliich God*' knoweth, want- 
eth much of a perfect Poesie, haue found their hearts moued to the 
exercise of courtesie, liberalitie, of especiallv courasre. Who readeth 

S. 28 [Rucks. . ' 7 ir c ^ 

von Eo|. Aeneas carrying olde Anchises on his backe, that wished not || it were 
his fortune to performe so excellent an Act? Whom doth^ not those 
words of Turnus mooue (the tale of Turnns hauiug planted liis 
image in the imagination) fugientem luce terra videbit? Vsque adeone 
mo)'i Tnisei-um est? Wlier the Philosophers, as they scorne to delight, 
so must they bee content little to mooue; sauing wrangling whether 

1) 0. schliesst hicr E4. 2) Bei O. nnd Pons, set; Arber dmckt sent. 3) O. of Aloes, or 
Rhubarl). 4) 0. aiul A. 5) O. valiue. G) 0. schliesst hkr \\.^ Rucks. 7) O. doe not the words. 



Defence of Poesie. 85 

Virtus^ be the chiefe or the oncly good; wlicther the coiiiemi)Uitiiic 
or the actiue life do excell; which Plato & Boetkis- well knew: and 
therefore made mistresse Pkilosopkie verie often borrow the masking 
raiment of Poesie. For euen those hard hearted euill men who 
thinke vertiie a schoole name, and know no other good, but indulgerc 
ge7iio, and therefore despise the austere admonitions of tlic Philo- 
sojjher, and feele not the inward reason they stiind vpon, yet will l>o 
content to be delighted, which is al the good fellow Poet seemeth 
to promise; and so steale to see the forme of goodnes, (which scene, 
they cannot but loue) ere themselues be aware, as if they tooke a 110 
medicine of Cheries. Infiuit proofes of the straunge effects of this 
Poeticall inuention, might "^ be alleaged: onely two shall seruc, wliich 
are so often remembred, as I thinke all men know them. Tlie one 
of Menejiius'^ Agrippa, who when the whole people of Ro7ne had 
resolutely diuided themselues from the Senate, witli apparant shew 
of vtter ruine, though he were for that time an excellent Orator, 
came not amog them vpon trust either^ of figuratiue speeches, or cun- 
ning insinuations, and much lesse, with farre fet Maximcs of Plu'lo- 
sophie, which especially if they were Platonike, they must haue 
learned Geometrie before || they could well haue conceiued: but for- s. 20 [E,] 
sooth, he behaiie ^ himselfe like a homely and familiar Poet. He telleth 
them a tale, that there was a time, when all the parts of the bodie 
made a mutinous conspiracie against the belly, which tliey thought 
deuoured the frutes of each others labour: they concluded they would 
let so vnprofitable a spender starue. In the end, to be short, for the 
tale is notorious, and as notorious that it was a tale, with punishing 
the belly they plagued themselues; this applied by him, wrought 
such effect in the people, as I neuer red, that onely ^ words brought 
foorth: but then so suddaine and so good an alteration, for vpon reti- 
sonable conditions a perfect reconcilement ensued. The other is of [30 
Nathan the Prophet, who when the holie Dauid, had so far forsaken 
God, as to confii-me Adulterie Avith murther, when he was to do the 
tendrest^^ office of a friend, in laying his owne shame before his eyes; 
sent by God to call againe so chosen a seruant, how doth he it? but 
by telling of a man whose beloued lambe was vngratefully taken 
from his bosome. The Application most diuinely true, but the dis- 
course it seKe fained; which made Dauid (I speake of the second 



1) Yertue. 2) Ponsonljy verdruckt: Poetius. 3) 0. schlksst liier F. 4) Ponsonby: 
Menemius {Drnckf.) 5) 0. Idsst eitlier wcg. 6) 0. behaues. 7) 0. that euer words. 8) 0. scMusst 
liicr F li'dckscitc. 



86 Defence of Pocsie. 

and instrumentall cause) as in a glasse, to see his own filthinesse, as 
that heauenly Psalme of mercie well testifieth. By these therefore 
examples and reasons, I thinke it may be manifest, that the Poet 
Avith that same hand of delight, doth draw the mind more effectually, 
then any other Art doth. And so a conclusion not vnfitly ensue, ^ 
o onrD- 1-. tliat as vertue is the most excellet resting place for all worldly learning 
von E3]. to make his end of, so Poetry, being the |1 most familiar to teach 
it, and most Princely to moue towards it, in the most excellent 
worke, is the most excellent workeman. But I am content, not 

10] onely to decipher him by liis Avorkes (although workes in commen- 
dation and 2 dispraise, must euer hold a-^ high authoritie) but more 
narrowly will examine his parts, so that (as in a man) though 
altogither may carrie a presence ful of maiestie and bewtie, per- 
chance in some one defectuous peece, we may finde a blemish: Now 
in his parts, kindes, or species, as you list to tearme them, it is to 
be noted, that some Poesies haue coupled togither two or three kindes, 
as Tragicall^ and Cornwall, whereupon is risen, tlie Tragicomicall, 
some in the-^ maner haue mingled prose and verse, as Sanaxara^ and 
Boetius, some haue mingled matters Heroicall and Pastoral!, Imt that 

20] commeth all to one in tliis question, for if seuered they be good, 
the coniunction cannot be hurtfull: therefore perchance forgetting 
some , and leaning some as needlesse to be rememlired [,] " It shall not 
bee amisse, in a worde to cite the speciall kindes, to see what faults 
may be found in the right vse of them. Is it then the Pastorall 
Poeme which is misliked? (For perchance where the hedge is lowest 
they will soonest leape oner,) is the poore pipe disdained, which 
somtimes out of Mocliheus^ mouth, can shewe the miserie of people, 
ATider hard Lords, and^ rauening souldiers? And again, by Titerus,^^ 
Avhat blessednesse is deriued, to them that lie lowest, from the good- 

30] nesse of them that sit highest? Sometimes vnder the prettie tales of 
Woolues and sheepe, can include the whole considerations of wrong 
nicht gez. doing || and patience; sometimes shew, that contentions ^^ for trifles, can 
get but a trifling victory, wher perchance a man may see, that euen 
Alexander k Darius, when they straue who should be Cocke of thys 
worldes dunghill, the benefit they got, was, that the afterliuers may 
say, HcBC memini cC- vidum frustra contendere Thirsim.^^ Ex illo 
Coridon, Coridmi est tempore nohis.^'^ Or is in the lamenting Elegiack, 



1) 0. onsueth. 2) 0. or. 3) 0. an. 4) 0. schlkssf hirr F„. 51 0. in the like. 6) Pons. 
Sanazzar. 7) Pons, cinen rxnU : 0. rin K(yt)tma. 8) 0. Moliheus. 9) 0. 01. 10) 0. Titinis. 
11) 0. contention. 12) 0. Thiisin. 13) 0. scMkssi hicr F., Rucks. 



Defence of Poesie. 87 

which in a kinde heart would mooue ratlier pittie then Ijhime, wlio 
bewailethi with the great Philosopher Heraclitiis, the weakenesse of 
mankinde, and the wretchednesse of the world: who surely is to bee 
praised, either for compassionate accompanying iust causes of himon- 
tations, or for rightlie painting out how weake be the passions of 
wofulnesse? Is it the bitter but wholesome /rtmfti.?/^ wlio-' rubbes the 
galled minde, in making shame the Trumpet of villanio, with boldo 
and open crying out against naughtinesse? Or the Satiru-k, wlio 
Onme vafer vitium ridenti tangit amico, who sportingly neuer leauetli, 
tilP he make a man laugh at follie, and at length ashamed, to laugh [lo 
at liim self; which he cannot auoj-de, without auoyding the follie? 
who while Circimi 2>^'(^ordia ludit, giueth vs to feele how many 
headaches a passionate life bringeth vs to? How when all is done, 
Est Vluhris animus si nos non deficit cp.qims. No perchance it is 
the Comiek, whom naughtie Play -makers and stage -keepers, have 
iustly made odious. To the arguments^ of abuse, I will after answer,^ 
onely thus much now is to be said, that the Comedy is an imitatio 
of the comon errors of our life, which he representeth in the most 

.,.,., „ ,, , , . S.32 [Riicks. 

ridiculous <fe 11 scorniuil sort that may be: so as it is impossible that von e, 
any beholder can be content to be such a one/^ Now as in Geo- [l'o 
metric, the oblique must be knowne as weU as the right, and in 
Arithinetick , the odde as well as the euen, so in the actions of our 
life, who seeth not the filthinesse of euill, wanteth a great foile to 
perceiue the bewtie of vertue. This doth the Comoedie'^ handle so in 
our priuate and domesticall matters, as with hearing it, wee get as 
it were experience what is to be looked for of a nigardly Dcmea, of 
a crastie Dauus:^ of a flattering Gnato, of a vain -glorious Thraso: 
and not onely to know what effects are to be expected, but to know 
who be such, by the signifying badge giuen them by the Comrjcdietit/-* 
And litle reason hath any man to say, that men learne the^^ euill by [30 
seeing it so set out, since as I said before, there is no man lining, 
but by the force truth hath in nature, no sooner seeth these men 
play their parts, but wisheth them in Pistrinum, although perchance 
the sack of his owne faults lie so behinde his backe, that he seeth 
not himself e to^i dance the same measiu-e: wherto, yet nothing can 
more open his eies, then to see^^ his owne actions contemptibly set 
forth. So that the right vse of Comwdie,'^ wiU I thinke, by no bodie 



1) 0. bewailes. 2) 0. which. 3) 0. vntil. 4) 0. argument. o) 0. answer after. 
6) 0. schliest Fg. 7) 0. (wie aiich untcn) Comedy. 8) 0. liest {nach Arber) Danus. 

9) 0. Comedian. 10) the felilt bei 0. 11) to fehlt bei 0. 12) 0. finde. 



88 Defence of Poesie. 

be blamed; and niucli lesse of the high and excellent Tragedie, that 
openeth the greatest woimdes, and sheweth forth the Vlcers^ that are 
couered with Tissue, that maketh Kings feare to be Tyrants, and 
Tyrants manifest their tyrannicall humoui'S, that with stumng the 
affects of Admiration and Comiseration ,^ teacheth the vncertaintie of 
this world, and vppon how weak foundations guilden roofes are 
s. 33[F]. builded: || that maketh vs know. Qui scodptra'^ sceuus duro imperio 
regit, Timet timentes, metus in aiithorem redit. But how much it 
can moue, Plutarch yeeldeth a notable testimonie, of the abhominable 

lu] Tyrant, Alexander Pherams, from whose e3"es a Tragedie well made, 
and represented, drew abundance of teares, who without aU pittie 
had murthered infinite numbers, and some of his owne blouds: so as 
he that was not ashamed to make matters for Tragedies, yet could 
not resist the sweete violence of a Tragedie. And if it wrought no 
further good in him, it was, that he in despight of himself, withdrew 
himselfe from hearkening to that which might mollifie his hardened 
heart. But it is not the Tragedk they do mislike, for it were too 
absurd to cast out so excellent a representation of wliatsoeuer is most 
woorthie to be learned. Is it the Lyrirkc that moste displeaseth, 

20J who with his tuned Lgre, and well accorded voice, giueth praise, the 
reward of vertue, to vertuous acts'? who giueth^ morall prec^ptes and 
natm-all Problemes, who sometimes raiseth vp liis voyce to the height 
of the heauens, in singing the laudes of the immortaU God? Cer- 
tainly I must confesse mine'' owne barbarousnesse, I neuer heanl the 
old Song of Percy and Duglas, that I founde not my heart mooue<l 
more'' then witli a Trumpet; and yet it is sung but by some blinde 
Crowder, with no rougher voyce, then rude stile: wliich being so 
euill apparelled in the dust and Cobwebbes of that vnciuiU age, what 
would it worke trimmed in the gorgious eloquence of Pindare? In 
voQ F]. Hungaric I haue scene it the manner at all ieastes, and oilther sucJi 
like' meetings, to haue songs of their Ancestors Vcilure,*^ which that 
right souldierlike nation think one of'' the chiefest kindlei-s of braue 
courage. The in.Qom.^QYdXA.Q^^ Lacedemonians, did not onelie carrie that 
kinde of Musicke euer with them to the field, but euen at home, as 
such songs were made, so were they all content to be^^ singers of 
them: when the lustie men were to teU what they did, the old men, 
what they had done, and the yoong men Avhat they would doo. And 



I) 0. {nach Arber) Yicei-s. 2) 0. schlksst F3 Riicks. 3) 0. sceptra. 4) 0. eiues. o) 0. my. 
li) 0. scliliesst l\. 7) like fchlt bci O. S~> 0. valour. Oi oup of [(hit bri 0. lOi 0. incom- 
parable. 11) 0. to be the singei-s. 



Defence of Poesie. 89 

where a man may say that Pindare many times prais«'th highly 
Yictories of small moment, rather 1 matters of sport then vortue, as it 
may be answered, it was the fault of Wiq Poet, and not of the Poetrie; 
so indeed the chiefe fault was, in the time and ciistomc of the 
Greekes, who set those toyes at so high a price, that Phillip of 
Macedon reckoned a horse-race wonne at Olympus, among his three 
fearefull felicities. But as the vnimitable Pindare often did, so is 
that kind most capable and most lit, to awake the thonghts from the 
sleepe of idlenesse, to embrace- honorable enterprises. Their ^ rests the 
Heroically whose verie name^ I thinko should daunt all backbiters, iio 
For by what conceit can a tongue bee directed to speake euil (jf that 
which draweth with him^ no lesse champions then AcJiillcs, Ciriis, 
Aeneas, Turmis, Tideus, Rinaldo, who doeth not onely teache and 
mooue to a truth, but teacheth and mooueth to the most high and 
excellent truth: who maketh magnanimitie and iustice, shine through*' 
all mistie fearefulnesse and foggie desires. Who, if the say [1 ing of ^-^ '^M 
Plato and Tiilly bee true, that who could see vertue, woulde bee 
woonderfullie rauished with the loue of her bewtie : This man setteth ^ 
her out to make her more louely in her holliday apparall, to the eye 
of anie that will daine, not to disdaine, vntil they vnderstand. But '-'" 
if any thing be alreadie said in the defence of sweete Poetrie, all 
concurreth to the mainteining the Heroicall, which is not onelie a 
kinde, but the best and most accompKshed kinde*^ of Poetrie. For 
as the Image of eacli Action stiiTcth and instructeth the minde, so 
the loftie Image of such woorthies, moste enflameth 'Mhe minde with 
desire to bee woorthie: and enformes with counsaile how to bee 
woorthie. Onely let Aeneas bee worne in the Tablet of your memorie, 
how bee gouerneth himselfe in the ruiiie of his Countrey, in the 
preseruing his olde Father, and carrying away his religious Ceremonies, 
in obeying Godsi<^ Commandement, to leaue Dido, though not onelie [30 
aU passionate kindnesse, but euen the humane consideration of ver- 
tuous gratefulnesse,!! would haue craned other of him: how in stormes, 
howe in sports, howe in wane, howe in peace, how a fugitiue, how 
victorious, how besieged,i2 how besieging, howe to straungers, howe to 
Allies, how to enemies, how to his owne. Lastly, how in his in- 
warde selfe, and howe in his outward gouernment, and I thinke in 
a minde moste ^^ preiudiced with a preiuticating humour. He will bee 



1) 0. matters rather. 2) 0. imbrace. 3) 0. richtig: There. 4) 0. schhesst 7 ^ Rocks. 
o) with it. 6) 0. throusrhout. 7) 0. sets. 8) Pons. : kindes. 9; 0. inflaraeth und informes. 
10) 0. the Gods. 11) 0. schlicsst G. 12) 0. besiedged, besiedgmg. 13) 0. not. 



90 Defence of Poesie. 

■ " "^ ^' founde in excellencie fruitefiill. Yea as Horace II saith , Melius Chri- 
sipiw & Ch'antore: but truly I imagin it falleth out with these Poet- 
whippers, as with some good women, who often are sicke, but in 
faith they cannot tel where. So the name of Poetrie is odious to 
them, but neither his cause, nor effects, neither the summe that con- 
taines him, nor the particularities descending from him. giue any fast 
handle to their carping disprayse. Since ^ then Poetrie is of al humane 
learnings 2 the most ancient, and of most fatherly antiquitie, as from 
whence other learnings haue taken their beginnings; Since ^ it is so 

10] vniuersall, that no learned nation doth despise it, nor^ barbarous 
nation is without it; Since ^ both Pomane <fe Greeke gaue diuine names 
vnto it; the one of prophesying, the other of making; and that 
indeed, that name of making is fit for him, considering, that where 
as other Arts retain themselues within their subiect, and receiue as 
it were their being '^ from it. The Poet onelj^,-^ onely bringeth his 
own stuffe, and dotli not learn a Conceit out of a matter, but maketli 
matter for a Conceit: Since ^ neither his descriiDtion , nor*^' end, con- 
taining any euill, the thing described cannot be euil ; since ^ his effects 
be so good as to teach goodnes and^ delight the learners of it; since 

20J therein (namely in morall doctrine the chiefe of all knowledges) hee 
dooth not onely farre passe the Historian, but for instructing is well 
nigh comparable to the Philosopher,^ for moiling, leaueth'^ liim behind 
him. Since 1 the holy scripture (wherein there is no vncleannesse) 
hath whole parts in it Poeticall, and that euen our Sauior Christ 
vouchsafed to vse the flowers of it : Since ^ all his kindes are not 
s. 37 [F3]. onely in theii- vnited formes, but || in their seuered dissections fully 
commendable, I thinke, (and thinke I thinke rightly) the LaA\Tell 
Crowne appointed for tryumphant^^ Captaines, doth worthily of all 
other learnings, honour the Poets triumph. But bicause we haue 

30j eares asweU as toongs, and that the lightest reasons that may he, 
will seeme to waigh gi'eatly, if nothing be put in the counterballance : 
let vs heare, and aswell as we can, ponder what obiections^^ be made 
against this Art, which may be woorthie, either of yeelding, or ans- 
wering. First truely I note, not onely in these i.i[i\oouovooi ^^'^ Poet- 
haters, but in all that kind of people who seek a praise by dis- 
praising others, that they^^ do jirodi gaily sped a gi'eat many wandring 
words in quips, and scoffes, carping and taunting at each thing, 

1) 0. sith. 2) 0. leaminir. 3) 0. nor no b. 4) 0. schUcsst G Rikks. 5) nicht bei O. 
fi) 0. his cnde contaynetli. 7) 0. and to deliirht tho leamors : Sith ... 8) 0. and for. 
9) 0. leaues. 10) 0. tr>-umphinir. 11) 0. may bee. 12) Ponsonby : inoouoiaoi \ Olney : 
Mysoniouyoi. 13) 0. scMksst hier Ct._,. 



Defence of Poesic 91 

which b}^ stm-ringi the spleene, may stale the hraiiie from a through 
beholding the worthinesse of the subiect. Those kind of obiections, 
as they are full of a- verie idle easinesse, since ^ there is nothing of 
so sacred a maiestie, but tliat an itching toong may rub it seife v{)on 
it, so deserue they no other answer, but in steed of hiughing at the 
least, to laugh at the ieaster. We know a phiying wit can praise 
the discretion of an Asse, the comfortablenes of being in debt, and 
the iolly commodities^ of beeing sicke of the plague. So of the con- 
trary side, if we will turne Ouids verse, Vt lateal virtus, proxiynitate 
mail; that good lye hid in nearnesse of the euill. Af/rip/ia will be (lo 
as mery in shewing the vanitie of Science, as Erasmus was in com- 
mending of foil}": neither shal any man or matter, escape some touch 
of these smiling Eaylers. But for Erasmus and Agrippa, they ^^^'^ s {siHUci 
an other foundation then || the superficiall part would promise. Marry von ¥^\. 
these other pleasaimt fault-finders, who will correct the Verbe, before 
they vnderstande the Noivne, and confute others knowledge before 
they confirme their owne, I would haue them onely remember, that 
scoffing commeth not of wisedome; so as the best title in true Eng- 
lish they get with their meriments, is to be called good fooles: for^ 
so haue our graue forefathers euer tearmed that humorous kinde of (20 
iesters. But .that which giueth greatest scope to their scorning 
humor, in ryming and versing. It is akeadie said (and as I thinke 
truly said) it is not ryming and versing that maketh Poesic. <Jne 
may bee a Poet ^^dthout versing, and a versifier without Poctrie. But 
yet, presuppose it were inseparable, as indeed it seemeth ScalUger 
iudgeth truely, it were an inseparable commendation. For if Or at to, 
next to Ratio, Speech next to Keason, be the greatest gift bestowed 
vpon Mortalitie, that can not bee praiselesse, which doth most polish 
that blessing of speech; which considreth^ each word, not onely as a 
man may say by his forcible qualitie, but by his best measured (30 
quantity: caiTying euen in themselues a Harmonic, without per- 
chaunce number, measure, order, proportion, be in our time growne 
odious. But laie a side the iust praise it hath, by being the onely 
fit speech for Musicke, (Musicke I say the most diuine striker of 
the senses) Thus much is vndoubtedly true, that if reading be foolish 
without remembring, Memorie being the onely treasiu-e ' of knowledge, 
those words which are fittest for memory, are likewise most con- g 3,^ ^^^ 
uenient for knowledge. Now that Yerse far excee || deth Prose in nicht gez 



1) 0. styrring. 2) 0. of ver>-. 3) 0. smce. 4) 0. commoditie. 5) 0. schliesst Go 
Riicks. 6j 0. considers. 7) 0. treasiuer. 



g2 Defence of Poesie. 

the knitting vp of the memorie, the reason is manifest, the words 
(besides their delight which hath a^ great affinitie to memorie) being 
so set, as one^ cannot be lost, but the whole woorke failes: which 
accusing 3 it selfe, calleth the remembrance back to it selfe, and so 
most strongly confii-meth it. Besides one word, so as it were beget- 
ting an other, as be it in rime or measured verse, by the former a 
ma shall haue a neare gesse to the follower. Lastly euen they that 
haue taught the Art of memory, haue shewed nothing so apt for it, 
as a certaine roome diuided into many places, w^ell & throughly 

10] knowne: Now that hath the verse in effect perfectly, euerie word 
hauing his natural seat, which seat, must needs make the word 
remembred. But Avhat needes^ more in a thing so knowne to all 
men? "Who is it that euer was^ scholler, that doth not carry away 
som verses of Virgil, Horace, or Cato, which in liis youth hee learned, 
and eue to his old age serue him for hourely lessons; as ''Percon- 
tatorem fugito nam garrulus idem est, Dum tibi quisq.; jjl^Ji^et o-ednh 
hirba sumasJ But the fitnes it hath for memorie, is notably prooued 
by all deliuerie of Arts, wherein for the most part, from Grammer, 
to Logick, Mathematickes ,^ Phisiek, and the rest, the rules chiefly 

20] necessarie to bee borne away, are compiled in verses. So that verse 
being in it seKe sweet and orderly, and being best for memorie, the 
onely handle of knowledge, it must be in iest that any man can 
speak against it. Now then goe we to the most impoi-tant imputat- 
ions laid to the poore Poets, for ouglit I can yet learne, they are 
. . ,„ .. , these. First, that there beeing^ manie other more frutefull knowledges, 

5. 40 [Rucks. ' '-' 

von Fj. a man || might better spend his time in them, then in this. Secondly, 
that it is the mother of lyes. Thirdly, tliat it is the nurse of abuse, 
infecting vs with many pestilent desires, with a Sirens sweetnesse, 
drawing the minde to the Serpents taile of sinfull fansies;^^ and herein 
30] especially Comedies giue the largest field to e[r]re,ii as Chaivcer saith, 
how both in other nations and in oiu-s, before Poets did soften vs, 
we were full of courage giue to martiall exercises, the pillers of 
manlike libertie, and not lulled a sleepe in shadie idlenes, with Poets 
pastimes. And lastly and chiefly, they cry out with an oj^en mouth 
as if theyi- had ouer shot Pob in hood, that Plato banished them out 
of hys Commonwealth. Truly this is much, if there be much truth 
in it. First to the first. That a man might better spend his time^ 



1) 0. srblicsst G3. 2) 0. one worth. 3) 0. accusetJi. 4) 0. noedeth. 5) O. a sdioller. 
B) 7) Dicser Satx fchlt bei 0. 8) 0. Mathematick. 0) 0. schlir-s' <t nn.Ls 10, o (:^uc^ 
11) Ponsonby : eare. 12) 0. as if they outshot Robin. 



Defence of Poosie. 93 

is a reason indeed: but it doth as thej^ say but pclere prbwipiutu. 
For if it be, as I affii-me, that no learninji; is so good, as that wliicli 
teacheth and moueth to vertue, and that none can l»oth teacli and 
nioue thereto so much as Poesie,^ then is the conclusion manifest; 
that incke and paper cannot be to a moi-e profitable i»ur]»oso imployod.- 
And certain!}^, though a man should graunt th«Mr lirst assumptinn, it 
should foUo^v (mee thinks) very vnwillingly , that good is not goml, 
because better is better. But I still and vtterly deny, tliat there is 
sprung^ out of earth a more fruitful!^ knowledge. To the second there- 
fore, that they should be the principall lyers, I answere Parad&xically, |io 
but truly, I think truly: that of all writers vnder the Sunne, the 
Poet is the least Iyer: and though he wold, as a Poet can scarcely 
be a Iyer. The Astronmner wdth his cousin the Geometrician, can s ii hi- 
ll hardly escape, when they take vpon them to measure the height of 
the starres. How often, thinke you, do the Phisitians lie, when they 
auerre things good for sicknesses, wdiich afterwards send Charon a 
great number of soules drownd in a i)otion Ijefore they come to his 
Ferrie? And no lesse of the rest, which take vpon them to al'tirme. 
Now fer the Poet, he nothing affirmeth,^ and therefore neuer lieth: 
for as I take it, to lie, is to affinne that to bee true which is false. f20 
So as the other Artistes, and especially the Historian, affirming manie 
things, can in the clowdie knowledge of mankinde, hardly esciipe 
from manie lies. But the Poet as I said before, neuer affirmeth, the 
Poet neuer maketh any Circles about yom^ imaginatio, to coniure you 
to beleeue for true what he writeth: he citeth not authorities of 
other liistories, but eue for his entire, calleth the sweete Muses to 
inspii-e vnto him a good inuention. In troth, not laboring to tel you 
what is, or is not, but Avhat should, or should not be. And there- 
fore, though he recoimt things not true, yet because hee telleth them 
not'' for ti-ue, he lieth not: ^vithout we will say, that Nathan, lied in [30 
his speech before alleaged to Dauid, which as a wicked man durst 
scarce say, so think I none so simple wold say, that Esope lied in the 
tales of his beasts: for who thinketh' that Esope wrote » it for actually 
true, were w^el worthie to haue his name Cronicled among the beasts 
he A\Titeth of. What childe is there, that coming to a Play, and 
seeing Thebes w^ritten in great letters vpon an old doore, doth beleeue 
that it is Thebes? If then a man can arriue to« the childes age, to^^^^^^^ 
know that the Poets persons and dooings, are but jj pictures, what von g]. 



1) 0. Poeti-v. 2) 0. employed. 3) 0. sprong. 4) 0. schlksstG ^. 5) 0. affirmes. 
6) 0. schliesst Ct4 Rucks. 7) 0. thinks. 8) 0. wi-it. 9) 0. at that childs. 



94 Defence of Poesie. 

should be, and not stories what haue bin, they av^II neuer giue the 
lie, to things not Affirmatiuely, but Allegorically, and figuratiuelie 
written; and therefore as in historie, looking for ti'uth, they may^ go 
away full fraught with falshood : so in Poesie, looking but ^ for fiction, 
they shal vse the narration, but as an imaginatiue groundpl[o]t - of a 
profitable inuention. But hereto is replied, that the Poets giue names 
to men they write of, which argiieth a conceit of an actuall truth, 
and so, not being true, prooueth^ a falshood. And dooth ih.Q Lawier 
lye, then when vnder the names of lohn of the Stile^ and lohn of 

10] the Nokes, hee putteth^ his Case? But that is easily answered, their 
naming of men, is but to make theii* picture the more liuely, and 
not to build anie historie. Painting men, tliey cannot*' leaue men 
namelesse: wee see wee cannot plaie at Ches[se],' but that wee must 
giue names to our Chessemen; and yet mee thinkes, he were a verie 
partiall Champion of truth, that would say wee lyed, for giuing a 
peece of wood the reuerende title of a Bishop. The Poet nametli 
Cyrus or Aeneas, no other way, then to shewe, what men of their 
fames, fortunes, and estates, should doo. Their third is, how much 
it abuseth mens wit, training it to wanton sinfulnesse, and lustfull 

20] loue. For indeed that is the principall, if not oneh' abuse I can 
heare alleadged. They say the Comedies rather teach then reprehend 
amorous coceits. They say, the Liriek, is larded with passionat 
Sonets^ the Elegiack, weeps the want of his mistresse. And that euen 
s. 43 [Go], to the Heroical, Cupid hath ambatiously || climed. Alas Loue, I would, 
thou couldest as wel defend thy selfe, as thou canst ofTend others: 
I would those on Avhom thou doest attend, could either put thee 
away, or yeeld good reason why they keepe thee. But grant loue 
of bewtie, to be a beastly fault, although it be verie hard, since ^ 
onely man, and no beast, hath that gift to discerne bewty, graunt. 

30] that louely name of loue, to deserue all hatefull reproches although 
euen some of my maisters the Philosophers, spent a good deale of 
their Lampoyle in setting for the excellencie of it, graunt I say, 
what^ they will haue graunted, that not onelie loue, but lust, but 
vanitie,^^ but, if they list scurrilitie, possesseth man}^ leaues of the 
Poets bookes, yet tliinke I, when this is graunted, thej' will lindo. 
theyr sentence may with good manners, put the last woi*ds foremost: 
and not say, that Poetrie abuseth mans wit, but that, mans wit 



1) ffhlt bei 0. 2) Pons, plat (Druckf.). 3) 0. prooues. 4) 0. John a slile ami John a 
noakes. 5) 0. puts. G) 0. sclilksst H. 7) Ponsonby. chestes (Druckf.). 8) 0. sith. 
9) 0. what soeuor. 10) 0. schlicsst H. Riicks. 



Defence of Pocsie. 95 

abuseth Poetrie. For I will not denie, but that mans wit may make 
Poesie, wliich should be [£]Zz«(7rtz/},i wliich some learned Imue defined 
figuring foorth good thing to be (favraair/Jj: wliicli dotli contrariwise, 
infect the fancie with vnworthy obiects, as the Painter 2 should giue 
to the eye, eyther some excellent perspectiue, or some fine Picture, 
fit for building or fortification, or containing in it some notable 
example, as Abraham sacrificing his Sonne Isaack, ludilh killing IIolo- 
f ernes, Dauid fighting with Golias,^ may leaue those, and please an 
ill pleased eje, with wanton shewes of better liiddc matters. Put 
what, shal the abuse of a thing, make the right vse odious? Nay iio 
tiaily, though I! I yeeld, that Poesie may not onely be abusei:!, ^^^^t ^■^*'*^|^.'".^ 
that being abused, by the reason of his sweete charming force, it 
can to more hurt then anie other armie of words: yet shall it be so 
farre from concluding, that the abuse, should giue reproacli to the 
abused, that cotrariwise, it is a good reason, that whatsoeuer being 
abused, doth most harme, being rightly vsed (and vpon the right 
vse, ech thing receiues^ his title) doth most good.'' Do we not see 
the skill of Piiisicke, the best ramper^' to our often -assaulted bodies, 
beeing abused, teach poyson the most violent destroyer? Doth not 
knowledge of LaAv, whose end is, to euen & right all things, being f2o 
abused, grow the crooked fosterer of horrible iniuries? Doth not (to 
go to the highest) Gods word abused, breede heresie, and his name 
abused, become blasphemie? Truly a Needle cannot doe much hurt, 
and as truly (with leaue of Ladies be it spoken) it cannot do mucli 
good. With a swoord, thou maist kill thy Father, and with a swoord 
thou maist defende thy Prince and Countrey: so that, as in their 
calling Poets the fathers of lies, they said nothing, so in this their 
argument of abuse, they prooue the commendation. They alledge 
herewith, that before Poets began to be in price, our Nation hath set 
their hearts delight vppon action, and not' imagination, rather doing [3<^) 
things worthie to be written, the Awiting things fit do be done. 
What that before time was, I tliink scarcely Spbix^ can tell: since ^ 
no memorie is so ancient, that hath the precedens of Poetrie. And 
certain it is, that in our plainest homelines, yet neuer was the Albion 
Nation without Poetrie. Marry tliis Argument, though it be leuildi<^ 
against || Poetrie, jQi is it indeed, a chain -shot against all learning s. 45 [G3] 
or bookishnes, as they commonly terme it. Of such mind were 



1) Ponsonby: oiy.aOTixt) (Drnckf.) 2) 0. that should. 3) 0. Goliah. 4) 0. con- 
ceiuetli. 5) 0. schliesst Ho. 6) 0. rampire. 7) 0. not vpon. 8) O. Sphinx. 9) 0. sith. 
10) 0. leaueld. 



96 . Defence of Poesie, 

certaine Gothes, of whom it is^ written, that hauing in the spoile ot 
a famous Cittie, taken a faire Librarie, one hangman belike fit to 
execute the frutes of their wits, who had murthered a gi-eat number 
of bodies, woulde haue set fire in it. No said another verie grauely, 
take heed what you do, for while they are busie about those toyes, 
whe shall with more leisure conquere their Countries. This indeed 
is tlie ordinarie doctrine of ignorance, and many wordes sometimes I 
haue heard spent in it : but bicause this reason is generallj^ against al 
learning, as wel as Poetrie, or rather, all learning but Poetrie, be- 

10] cause it were too large a disgression to handle, or at least too super- 
fluous, since 2 it is manifest, that all gouernment of action is to be 
gotten b}^ knowledge, and knowledge best, by gathering manie know- 
ledges, which is reading; I onely with Horace, to him that is of 
that opinion, lubio'^ stultum esse libenter: for as for Poetrie it selfe, 
it is the freest from this obiection: for Poetrie is tlie Companion of 
the Camps. I dare vndertake, Oiiando Fiirioso, or honest King 
Arthure, will neuer disj^lease a souldier: but the quidditie of Ens, & 
Prima materia, will hardly agi'ee witli a Corcelet.'* And therefore as 
I said in the beginning, euen Tiirkes and Tartars, are delighted with 

20] Poets. Homer a Greeke flourished, before &i'eece flom-ished: and if 
to a slight^ coniecture, a coniecture may bee apposed,'' trul}- it may 
seem, that as b}^ him, their learned me tooke almost their first light 
of knowledge, so their actiue men, receiued their first motions of 

^.4G [Riicks. 

von G.,]. II courage. Onely Alexanders example may serue, who by Plutarche 
is accounted of such vertue, that fortune was not liis guide, but his 
footestoole, whose Acts speake for him, thougli Plutarclw did not: 
indeede the Phamix of warlike Princes. This Alexander, left his 
Schoolemaister lining Aristotle, behinde him, but tooke dead Homer 
with him. Hee put the Philosopher Callisthenes to death, for Ms 
30] seeming philosophicall, indeed mutinous stubbornnesse, but the chiefe 
thing hee was euer' heard to wish for, was, tliat Homer had bene 
aliue. Hee well founde hee receiued more brauerie of minde by the 
paterne of Achilles, tlien by hearing the definition of fortitude. And 
therefore, if Cato misliked Puluius, for ciuying Ennius with him t«^ 
the fielde, it may be answered, that if Cato mislikeil it, the Noble 
Fuluius liked it, or else he had not done it, for it was not the ex- 
cellent Cato Vticencis,'^ whose authoritie I would much more haue 
reuerenced: but it was the former, in truth, a bitter punisher of 

1) 0. schllesst H._, Rvcks. 2) 0. sitlv. 3) 0. Tubeo. 4) 0. Corslot. 5) O. schltes.ot H3. 
6) 0. opposed. 7) 0. oner was. 8) 0. Uticeiisis. 



Defence of Poesie. gj 

faultes, but else, a man that had neiieri sacrificed to the Graces. Hee 
misliked and cried out vpon all Greeke learning, and j^et being foure 
score- yeares olde beganne to learne it. Belike feai-ing that /V///o 
vnderstood not Latine. Indeede, tlie Romane lawes allowed no ijer- 
son to bee carried to the warres, but hee that was in the soiildiers 
Eole. And therefore though Cato misliked his vnmusteral person, 
he misliked not his worke. And if liee had, Scijno Na.sira (iudg(xl 
by common consent the best Romane) loued liim: both the other 
Scipio brothers, who had by their vertues no lesse || surnames, then '.."jci.'t J.'/ 
of Asia, and Affricke, so loued him, that tliey caused his bodie to (lo 
be buried in their Sepulture.-^ So as Catoes^ authoritie beeing but 
against his person, and that answered w4th so farre greater then 
himselfe, is herein of no validitie. But now indeede my burthen is 
great, that Plato his name is laide vppon mee, whom I must con- 
fesse, of all Philosophers, I haue euer esteemed most worthie of 
reuerence, and with great reason, since ^ of all Philosophers, hee is 
the most Poeticall: yet if hee will defile the fountaine, out of which 
his flowing streames haue proceeded, let vs boldly examine with 
what reasons hee did it. First truly, a man might maliciously obiect, 
that Plato being a Philosopher, was a naturall enemy of Poets. For [20 
indeede, after the Philosophers, had picked out of the sweete misteries 
of Poetrie, the right discerning true points of knowledge: they foorth- 
with putting it in methode, and making a Schoole Art of that whicli 
the Poets did onely teach by a diuine delightfulnes , beginning to 
spurne at their guides, like vngratefull Prentices, were not content 
to set vp shop *^ for themselues, but sought by ^ all meanes to discredit 
their maisters, which by the force of delight being barred them, the 
lesse they could ouerthrow them, the more they hated them. For 
indeed, they found for Homer, seuen Cities straue,^ who should haue 
liim for their Cittizen, where many Cities banished Philosophers, as [30 
not fit members to Hue among them. For onely repeating certaine 
of Euripides verses, many Atheniens^ had their Hues saued of the 

J- ^ '^ S.48[RUck 

Siracusans, where the Atheniens^ themselues thought i| many Philo- yon G4]. 

sophers vn worthie to Hue. Certaine Poets, as Simonides, and Pindarus 

had so preuailed with Hiero the first, that of a Tyrant they made 

him a iust King: where Plato could do so little with Dionisius, that 

he himselfe of a Philosoj^her, was made a slaue. But who should 

do thus, I confesse, should requite the obiections made against Poets, 

1) 0. neuer well. 2) 0. 80. 3) 0. Sepiilcher. 4) 0. Cato his a. 5) sith. 6) 0. shops. 
7) 0. schliesnt H^. 8) 0. sh'oue. 9) 0. Atlieniaas. 

F 1 ii g e 1 , Sidney. 7 



98 Defence of Poesie. 

with like cauillations against PhilosopJiers : as likewise one should 
do, that should bid one read PhcpArus, or Symposium in Plato, or 
the discourse of loue in Plutarch, and see whether any Poet do 
authorize abhominable filthinesse, as they doo. Againe, a man might 
aske out of what Common - wealth PZ«/o doth^ banish them, in sooth, 
thence Avhere he himselfe alloweth communitie of women. So as 
belike, this banishment grewe not for effeminate wantonnesse, since ^ 
little should Poeticall Sonnets be hurtful, when a man might liaue 
what woman "^ he listed. But I honor philosoj)hicall instructions, and 
10] blesse the wits which bred them: so as they be not abused, which 
is likewise stretched to Poetrie. S. Paul himselfe,"* sets a watch -word 
vppon Philosophie, indeede vppon the abuse. So doth Plato, vppon 
the abuse, not vpon Poetrie. Plato found fault, that the Poettes of 
his time, filled the worlde with wr[o]ng opinions of the Gods, making 
light tales of that vnspotted essence; and therfore wold not liaue the 
youth depraued with such opinions: heerin may much be said; let 
this suffice. The Poets did not induce such opinions, but did imitate 
those opinions alreadie induced. Frtr all the Grcche stories can well 
testifie, that the verie religin of that time, stoode vpon many, and 
s. 49fHj. many fashioned Gods: not taught |! so by tlie Poets, but folio wetl 
according to theii' nature of imitation. AVho list, may roade in 
Plutarch, the discourses of Isis and Osiris, of the cause wliy Oracles 
ceased, of the diuine prouidence, & see, wliether the Thfohgy of that 
nation stood not vpon such dreams, wliich the Poets indeede super- 
stitiously obserued. And truly since ^ they had not the light of Christ, 
did mucli better in it then the Philosophers, who shaking off super- 
stition, brouglit in Atheiwie. Plato therefore, whose authoritie I had 
mucli'^' rather iustly cilsture,'^ then uniustly resist: ment not in general 
of Poets, in those words of which lulius Scaliger saith: Qua autho- 
30] ritate, harbari quidatn, atq. hispidi abuti velint ad poetas e rep. Eri- 
cjendos. But only meant, to driue out those wrong opinions of the 
Deitie: wherof now without further law, Christianitie hath t<akon 
away all the hurtful beliefe, perchance as he thought nourished by^ 
tlion esteemed Poets. And a man need goe no further then to Phio 
himselfe to known liis meaning: who in liis Dialogue called Ion, 
giuoth high, and rightly diuine commendation vnto^ Poetrie. So as 
Plato, banishing the abuse, not the thing, not banisliing it, but giuing 



0.: 1) (lid. '2) sitli. 'A) srhfir<i!if ]\ ^ 7?»Vr/,-.«. 1) achirhf htcr rw : (who yet for tho 
croilito (1I roots) iilloilfretli twiso two Poets, ami one ol tliem by tho name ol" a Prophot, sottetJi 
a \v. oto. T)) sith. (i) sriilirsst hicr 1. 7) constor. S) hy the then. 9) to. 



Defence of Poesie. gg 

due honour to^ it, shall ho onr Patron, and not rnir adversarie. For 
indeed, I had much rather, since'- truly I may do it, Khe^s' their 
mistaking of Plato, ^^lder Avhose Lyons skinne they would make an 
Aslike^ braying against Poc5/;'e, then go about to ouerthrow his autlior- 
itie; whom the wiser a man is, the more iust cause he shall Undo 
to haue in admiration: especially, since ^ he attributeth vnto Poesie, 
more then my selfe do; namely, to be a verie inspiring of a diuine 

in S..V>|'i'»t-ks. 

force, farre aboue mans |1 wit; as in the forenamed Dialogue is ajipanint. v..n H). 

Of the other side, who would shew the honours, liauo Iteno l»y tli<' 

best sort of iudgements graunted them, a whole sea of examples [lo 

woulde present themselues; Alexanders, Ccusars, Scipioes, all fauorers'* 

of Poets: Loelms, called the Eomane Socrates himselfe a Pod; so as 

j)art of Heaidontimorumenon in Terence, was supposed to bee made 

by him. And euen the Greeke Socrates, whom Apollo confirmed to 

be the onely wise man, is said to haue spent part of his olde time, 

in putting Esopes fables into verses. And therefore, full euill should 

it become his scholler Plato, to put such words in his Maisters mouth 

against Poets. But what needs ^ more? Aristotle writes the Arte of 

Poesie, and why, if it should not bee written? Plutarche teacheth 

the vse to bee gathered of them, and how, if they should not bee [20 

reade? And who reades Plutarche s either Historic or Pliilosophie, shall 

finde, hee trimmeth both their garments with gardes of Poesie. But 

I list not to defend Poesie, with the helpe of his ^ vnderling Historio- 

graphie. Let it suffice to haue shewed,^ it is a fit soyle for praise 

to dwell vppon: and what dispraise may set vppon it, is either easily 

ouercome, or transformed into iust commendation. So that since ^ the 

excellencies of it, may bee so easily and so iustly confirmed, and 

the lowe creeping obiections, so soone trodden downe, it not beeing 

an Art of lyes, but of true doctrine; not of effoominatenesse , l)ut of 

notable stirring of courage; not of abusing mans wit, but of strength- [30 

ening mans wit; not banished, but honored by Plato; |1 Let vs rather s. 5i [Ho]. 

plant more Lawi^els, for to ingarland^ the Poets heads (which honor 

of being Lawreate, as besides them onely triumphant Captaines were,-^ 

is a sufficient authoritie, to shewe the price they ought to bee heldi^ 

in) then suffer the ill sauouredi^ breath of such wrong speakers, once 

to blow vppon the cleare springs of Poesie. But since 2 I have runne 

so long a Carrier in this matter, me thinkes before I giue my penne 

a full stoppe, shall be but a litle more lost time to enquire why 



0. :l)vnto. 2) sith. 3) Asse-lDce. 4) schlksst I Rucks. 5) need. 6) her. 7) Let it 
suffise, that it is. 8) engtu-laml our Poets. 9) schliesst I.. 10) to be had in. 11) ill - faiiounn?. 

7* 



lOO Befpnoe of Poosie. 

England the Mother of excellent mindes should be growne so hard 
a stepmother to Poets, who certainely in \vit ought to jjasse all 
others, since all onely proceedes ^ from their with, beeing indeede makers 
of themselues, not takers of others. How can I but exclaime, Musa 
mihi causas memora'^ quo numine loiso, Sweete Poesie, that hath 
aunciently had Kings, Emperours, Senatours, great Captaines, such, 
as besides a thousandes "^ others, Dauid, Adrian, Sophorks, Ger- 
manimis, not onelie to fauour Poets, but to bee Poets: and of oiu* 
nearer times, can present for her Patrons a Robert, king of Sicill, 
101 the gi'eat king Fraunces of Prance, King lames of Scotland; such 
Cardinals as Bembiis, and Bihiena; suche famous Preachers and 
Teachers, as Beza and Melanchthon; so learned Philosophers, as 
Fracastorius, and Scalirjer; so great Orators, as Pontanus and Muretus; 
so pearcing wits, as George Buchanan: So graue Counsaillours, as 
r, .^r^.. , besides manie, but before all, that Hospitall of Frauncf ; then whome 

S.o2 [Rucks. ' ' ^ 

von iToi. I thinke that Realmo neuer brought forth i; a more accomplished iudge- 
ment, more firmely builded vpu vertue:^ I say these with numbers 
of others, not onely to read others Poesies, but to poetise for others 
reading; that Poesie thus embraced in all other places, should onely 
20] sinde in our time, a hard welcome in England I thinke tlie verie 
earth laments^ it, and therfore deckes '"• our soyle witli fewer I^wrels 
then it was accustomed. For heretofore, Poets haue in England also 
flourished: and which is to V)e noted, euen in those times, when 
the Trumpet of Mars did sound' lowdest. And now that an ouer- 
faint quietnesse should seeme to strowe the house for Poets. They 
are almost in as good reputiition, as the Mountehanekes at Venice. 
Truly euen that, as of the one side, it giueth great praise to Poesie, 
which like Venus (but to better purpose) hath rather bo troubled in 
the net with Mars, then enioy the homelie quiet of Vulcan: so semes 
30] it for a peece of a reaso, wliy thoy are lesse grateful! to idle Eng- 
land, wliich nowe can scarce endure the paine of a penne. Vpon 
this necessarily followeth, that base men with seruill wits vndertake 
it, who thinke it inough if they can be rewarded of the Printer: and 
so as Epaminondas is said with the honor of liis vertue, to haue 
made an Office, by his exercising it, which before was contemtible, 
to become highly respected: so these men^ no more but setting their 
names to it, by t|^eir owne disgracefulnesse, disgrace the most grace- 
lull Poesie. For now as if all the Muses were got with childe, to 

1) 0. proceedetli. 2) ronsonbv vcrdrwkt: meinoria. 3) 0. thousand. 4) 0. schlusat Tj 
7?;Hx. .'".) 0. laineiitoth. G) O. docketh. 7' T-.t- -''•' • -■•>"•) ^Jhurif^ s> nion /W,// /« / o. 



Defence of Pocsie. loi 

bring 1 forth bastard Poets: Avitliout any comiiiissioiu tlicy d<>o iiasso- 
oiier the Bankes of Helicon, till they make the Readers mon? ^v(\lrie 
then Post-horses: while in the mean tyme, H they Queis meliore lido s. 5:mii.|. 
finxit prcecordia Titan, are better content, to suppresse the out-flo^v- 
ings-^ of their mt, then by publisliing them, to be accounted Kniglits 
of the same order. But I, that before euer I durst aspire vnto the 
dignitie, am admitted into the company of the Paper-hlurrers, do findc 
the verie true cause of oiu* wanting estimation, is want of desert, 
taking vppon vs to be Poets, in despight of Pallas. Now ^vllorein 
we want desert, were a thank -woorthie labour to expresse. J hit if iio 
I knew I should haue mended my selfe, but^ as I neuer desired the 
title, so haue I neglected the meanes to come Ijy it, onely ouer- 
mastered by some thoughts, I yeelded an inckie triljute vnto them. 
Marrie, they that delight in Poesie it selfe, should seeke to knowe 
what they do, and how they do: and especially looke themseluos in 
an ^'nflattering Glasse of reason, it they bee enclinable-^ vnto it. For 
Poesie, must not be drawne by the eares, it must bee gently led, or 
rather, it must lead, Avliich was partly the cause, that made tlie 
auncient- learned affirme, it was a diuine gift, & no huniaine skil: 
since '^ all other knowledges, lie readie for any that haue "^ strength of 120 
Avit: A Poet, no industrie can make, if his owne Genius be not carried 
into it.^ And therefore is^ an old Prouerl)e, Orator fit, Poeta nasrAtur. 
Yet confesse I alwaies, that as the fertilest ground must be manm-ed, 
so must the highest flying wit, have a Dedalus to guide him. That 
Dcdakis, they say both in this, and in other, hath three wings ^^ to 
beare it seKe vp into the ayre of due commendation: tliat is Art, 
Imitation, and Exercise. But these neither Artificiall Rules, nor 

. . S.»l[Riicks. 

imitatiue paternes, we much comber j] our selues withall. Exercise yon H3]. 
indeede we do, but that verie fore-backwardly; for where we should 
exercise to know, we exercise as hauing knowne: and so is oure 
l)raine deliuered of much matter, which neuer was begotten hx know- [30 
ledge. For there being two j)rincipall parts. Matter to be expressed 
by wordes, and words to expresse the matter: in neither, wee vse 
Art or imitation rightly. Our matter is Quodlihet, indeed though 
wrongly performing Quids verse Quicquid conabar^^ dicere versus 
er[a]t:'^'- neuer marshalling it into anie^^ assured ranck, that almost the 
Readers cannot tell where to finde themselues. Chawcer, vndoubtedly 



0.: 1) schlicsst I3. 2) poste. 3) out -flowing:. 4) But I, as I neuer. 5) inclinable. 
6) sith. 7) hath. 8) schlicsst I., Riicks. 9) it is an old. 10) Ponsonby verdnickt: -wrings. 
11) Ponsonby verdnickt: conabor. ' 12) 0. u. Pons. : erit {Dnickf.}. 13; 0. into an. 



I02 Defence of Poesie. 

did excellentlie in his Troihis and Creseid: of wliome trnlie I knowe 
not whether to meruaile more, either tliat hee in that niistie time 
could see so clearly, or that wee in this cleare age, walke so stumb- 
lingly after him. Yet had hee great wants, fit to be forgiuen in so 
reuerent an ^ Antiquitie. I account the Mirrour of Magistrates,'^ meetly 
furnished of bewtiful partes. And in the Earle of Surreis Lirkkes, 
manie thinges tasting of a Noble birth, and woiihie of a Noble minde. 
The Sheepheards ^ Kalender, hath much Poetrie in his Egloges, indeed 
woorthie the reading, if I be not deceiued. That same framing of 

i^J his style, to an olde rusticke language, I dare not allow : since ^ neither 
Theocritus in Greeke, Virgill in Latine, nor Sanaxara^ in Italian, did 
affect it. Besides these, I doo*^ not remember to haue seene but fewe 
^ (to speak boldly) printed that haue poeticall sinnewes in them. For 

nicht gez. proofc wliercof, let but moste of the Verses || Ijee put in prose, and 
then aske the meaning, and it will bee founde, that one Verse did 
but beget another, without ordering at the first, what shoidd be at 
the last, wliich becomes a confused masse of words, with a tingling 
sound of rjTiie, barely accompanied with reasons.'^ Our Tragidies, and 
Comedies, not without cause cryed out against, obseruing rules, neither 

20] of honest ciuilitie, nor of skilfull Poctric. Excepting Gorhoduckc, 
(againe I say of those tliat I haue seen) which notwithstanding as 
it is full of stately speeches, and well sounding plirases, clyming to 
the height of Seneca his style, and as full of notalde morallitie, 
Avhich it dootli most delightfully teach, and so obtaine the very ende 
of Poesie. Yet in truth it is verie defections in the circumstaunces, 
which greeueth mee, because it^ might not remaine as an exact mod- 
dell of all Tragidies. For it is faultie both in place and time, the 
tAvo necessarie companions of all corporall actions. For where the 
Stage should always represent but one i^lace, and the vttenuoste time 

30] presupposed in it, shoidd bee both hy Arislotlcs precept, and common 
reason, but one day; there is both manie dayes and^ places, inartiti- 
cially imagined. But if it bee so in Gorhodwke, howe much more in 
al the rest, where you shall haue Asia of the one side, and A/frirkc 
of the other, and so manie other vnder Kingdomes, that the Player 
when he comes ^^ in, must euer begin with telling where he is, or 
^ „ ^„.. , else, the tale will not be conceiued. Now ve shall haue three Ladies, 

S. 00 [Rucks. ' 

von Hj. walke to gather |j flowers, and then we must beleeue the stage to be 
a garden. By and by we heare newes of sliipwrack in the same 

1) fehlt M 0. 2) 0. schliesst I4. 3) 0. Shepheards. 4) 0. sitl\. 6) 0. Saiiazar- 
6) 0. doe I. 7) 0. reai>on. 8) 0. schliesst I^ Rikks. 9) 0. many places. 10) 0. comnietli. 



Dt'fenco of Pot'sir. 103 

place/ then we ai-e to blame il" we accq.t it lu.t for a Ivuck. Vpoii 
the back of that, comes out a hidious monster, witli lire and smoke, 
and then the miserable beholders are bound to tiike it IVn- a Cane: 
while in the meane-time, two Ai-mies flie in, represented with lourc 
swords & bucklers, and the what liard hart wil not recoiuc it lor a 
pitched field. Now of time, they are much more liberall. For ord- 
inarie it is that two yoong Princes fall in loue, after many traucrses 
she is got with childe, deliuered of a faire boy: lie is lost, growetli 
a man, falleth- in loue, and is rcadie to get anotlier cliilde, and all this 
in two hom^es space: which how absurd it is'^ in sence, euen sence (lo 
may imagine: and Ai-te hath tauglit and all auncient examples iustified, 
and at tliis day, the ordinarie players in Italic, will not erro in. 
Yet will some bring in an example of Eunuches^ in Terence, that 
conteineth matter of two daj^es, yet far short of twentie yeares. True 
it is, and so was it to be played in two dayes, and so fitted to tlie 
time it set foorth. And though Plautus liaue^ in one place done 
amisse, let vs hit it'' with him, and not misse with him. But they 
will say, Iioav then shall we set foorth a storie, which contiiines' 
both many places, and many times? And do they not kn<jw, that a 
Tragidie is tied to the lawes of Poesie, and not of Historic: not IJ'j 
bounde to follow the storie, but hauing liberty, eitlier to faine a quite 
new matter, or to frame the Historic, to the most Tragi call con- 
ueniencie. Againe many things ma}^ be told which cannot be shewed: 
II if they know the difference betwixt reporting and representing. As s. sofii 
for example, I may speake though I am here, of Peru, and in speech, 
digresse from that, to the description of CaUecut: But in action, I 
cannot represent in without Pacolets Horse. And so A\'as the manner 
the Auncients tooke, by some Nuntius, to recount thinges done in 
former time, or other place. Lastly, if they ^\\\ represent an Historic, 
they must not (as Horace saith) beginne ab ouo, but they must come [30 
to the principall poynte of that one action whi^h they will represent. 
By example this w^il be best expressed. I haue a storie of young 
PoUdorus, deliuered for ^ safeties sake, ^viih great riches, by his Father 
Priamiis, to PoUmnestor^ king of Thrace, in the Troyan warre time. 
He after some yeai^es, hearing the ouerthroAve of Priamtis, for to 
make the treasure his owne, mm-thereth the Childe, the bodie of the 
Childe is taken vp, Hecuba, shee the same day, findeth a sleight to 
bee reuenged moste cruelly of the Tyrant. A\Qiere nowe would one 



0. : 1) aiid then. 2) falls. 3) schlicsst K. 4) Euniichus. 5) hath. 6) hit with. 
7) contaijieth. Sj schlicsst K Riiclcs. 0) Pons. Foiiiiiiiestor {Druckf.). 



I04 Defence of Poesie. 

of our Tragedie writers begin, but ^Wth the deliuerie of the ChildeV 
Then should hee saile ouer into Thrace, and so spende I know not 
howe many yeares, and trauaile numbers of places. But where dooth 
Euripides? euen witli the finding of the bodie, the rest leauing^ to 
be told by the spirite of Polidorus. This needes^ no further to bee 
enlarged/^ the dullest witte may conceiue it. But besides these grosse 
absurdities, howe all their Playes bee neither right Tragedies, nor 
right Comedies, mingling Kinges and Clo\sTies, not because the matter 
von 1]. so carrieth it, but 1| thrust in the Clo\\Tie* by head and shoulders to 

10] play a part in maiesticall matters, with neither decencie, nor dis- 
cretion : So as neither the admiration and Commiseration, nor the right 
sportfulnesse , is by their mongrell Tragicomedie obtained. I know 
Apuleius did somewhat so, but that is a thing recounted with space 
of time, not represented in one moment: and I knowe, the Auncients 
haue one or two examples of Tragicomedies, as Plaiiius hath Am- 
phitrio. But if we marke them well, wee shall finde, that they 
neuer, or verie daintily, matche home Pypes and Funeralls.^ So fal- 
leth it out, that hauing indeed no right Comedie, in that Comicall 
part of our Tragidie, wee haue nothing but scurrilitie, vnwoorthie of 

20] any chaste eares, or some extreame shewe of doltishnesse , indeede 
fit to lift vp a loude laugliter and nothing else: where the whole 
tract of a Comedie, should be full of delight, as the Tragidie shoulde 
bee still maintained, in a well raised admiration. But our Come<lients "^ 
thinke there is no delight ^^ithout laugliter, which is verie wrong, 
for though laughter may come Avith delight, yet commeth is not of 
delight, as though delight should be tlie cause of laughter. But well 
may one thing breed both togither. Nay, rather in themselues, they 
haue as it were, a kind of contrarietie : For delight wee scarcely doo, 
but in tilings that haue a conueniencie to our selues, or to the gen- 

30] erall nature: Laughter almost euer commeth of tliinges moste dis- 
s. 58 [lo]. proj^oiidoned to our selues, and nature. De |1 light hath a ioy in it, 
either permanent, or present. Laughter hath onely a scornfuU tick- 
ling. For example, wee are rauished Avith delight to see a faire 
woman, and yet are farre from beeing mooued to laughter. Wee 
laugh at deformed creatiu-es, wherein certainly we cannot delight. 
We delight in good chaunces, wee laugh at mischaunces. We delight 
to heare the happines of our friends and' Countrey, at which hee 
were worthy to be laughed at, that would laugh: we shall contrarily 

0.: 1) leauinar the rest. 2) need. 3) inlarged. 4) thrust in Clownes. 5) srMU-sst Ko. 
6) Comedians. 7) or. 



Defence of Poesie. 105 

laugh sometimes to fiiiilo 11 matter ([iiite mistakrMi, and goo ^ downo 
the hill against the hyas, in the mouth of some such men as ior the 
respect of them, one shall be hartily sorie, [yet]- lie cjinnot chuse Imt 
laugh, and so is rather pained, then deliglited with laughter. Yet denie I 
not, but that they may goe well togither, for as in Alexauders i)i(;ture 
well set out, wee delight without laughter, and in twentie mad 
Antiques we laugh without delight. So in Hercules, painted witli 
his great beard, and furious countenance, in a'' womans attyre, si)in- 
ning, at Omfhales commaundement, it breedetli Injtli delight and 
laughter: for tlie representing of so straunge a power in Loue, pro- 110 
cures ^ delight, and the scornefulnesse of the action, stirreth laughter. 
But I speake to this purpose, that all the ende of the Comiwill i)ai-t, 
bee not vppon suche scornefull matters, as stirre laughter onelie: but 
mixe with it, that delightfull teaching whiche is the ende of Focsic. 

S.50 IRiicks. 

And the great faulte euen in that poynt of laughter, 1| and forbidden v,,„ i..]. 
plainly by Aristotle, is, that the}^ stirre laughter in sinfull things, 
which are rather execrable then ridiculous: or in miserable, which 
are rather to be pitied than scorned. For what is it to make folkes 
gape at a wretched Begger, or a beggarly Clowne: or against lawe 
of hospitalitie, to iest at straungers, because they speake not English i-'o 
so well as we do? What doo we learne, since ^ it is certaine Nil 
habet infoelix paupertas durius in se, Quam quod ridicidos liomincs 
facit. But rather a busie louing Courtier, and^'a hartlesse threatening ^ 
Thraso; a selfe-wise seeming Schoolemaister, a wrytransformed"^ Tra- 
ueller: these, if we saw walke in Stage names, which we plaie 
naturally, therein were delightfull laughter, and teaching delightful- 
nesse: as in the other, the Tragidies of Buchanan do iustly bring 
foorth a diuine admiration. But I haue lauished out too many words 
of this Play -matter; I do it, because as they are excelling parts 
of Poesie, so is there none so much vsed in England, and none can [^^J 
be more pittifully abused: Avhich like an vnmannerly daughter, shewing 
a bad education, causeth her mother Poesies honestie to be called in 
question. Other sorts of Poetrie almost haue we none, but that 
Lyricall kind of Songs and Sonets; which Lord, if he gaue vs so 
good mindes, how well it might be employed, and with howe heauenly, 
fruites,^ both priuate and publike, in singing the praises of the im- 
mortall bewtie, the immortall goodnes of that God, who giueth vs 
hands to write, and wits to conceiue: of which we might wel want 



0. : 1) schliesst Ko Rucks. 2) fehlt bei Ponsonby. 3) in womans. 4) procureth. 5) sith. 
6) ohm and. 7) schliesst' K^. 8) A awry - transformed. 9) fruite. 



lo6 iJefenco of Poesie. 

words, Lilt iieuer matter, of which, we could tui'iie oui' eyes to iioth- 
s. 60[ia]. ing, but we should || euer haue new budding occasions. But truly 
many of such Avritings, as come vnder the banner of vnresifstable 
loue, if I were a mistresse, would neuer perswade mee they were in 
loue: so coldly they applie firie speeches, as men that had rather 
redde Louers writings, and so caught vp certaine swelling Phrases, 
which hang togither like a man which once tolde me the winde was 
at Northwest, 1 and by South, because he would be sure to name 
winds inough, then that in truth they feele those passions, wliich 

loj easily as I thinke, may be bewraied by that same forciblenesse, or 
Energia, (as the Greeks call it) of the writer. But let this bee a 
sufficient, though short note, that we misse tlie right vse of the 
materiall point of Poesie. Now, for the outside of it, which is words, 
or (as I may tearme it) Diction, it is euen well worse: so is it- that 
hony- flowing Matrone Eloquetice, apparrelled, or rather disguised, in 
a Courtisanlike jjainted affectiition. One time with so faiTC set woixls, 
that'^ many seeme monsters, but must seeme straungers to anie poore 
Englishman: another time, witli coursing of a letter, as if they were 
bound to follow the method of a Dictionary: an other time, with 

20J figm'es and flowers, extreemelie winter- starued. But I would this 
fault were only peculiar to Versefiers, and liad iiot as large possessiu 
among Prose -Printers: and, wliich is to be meruailed among many 
Schollers, & which is to be jiitied among some Preachers. Truly I 
could wish, if at least I might be so bold to wish, in a thing bcj'ond 
the reach of my capacity, the diligent Imitators of Tulhj, & Dcmo- 
sUienes, most wortliic to be imitated, did not so much keepe, Nixolian 

S. 61 [Riicks. ' ' ^ ' 

von I3]. paperbookes || of their figm-es and plirases, as by attentiue translation, 
as it were deuoure them whole, and make them Avholly theirs: For 
now ^ they cast Suger and spice, vppon euerie dish that is serued to 
30J the table: like those Indians, not content to weai*e eare- rings, at the 
fit and naturall place of the eares, but they will thrust lewels tlu*ough 
their nose and lij)pes, because the}' will be siu-e to be fine. TiiUy, 
when he was to driue out Catiline, as it were with a thunderbolt of 
eloquence, often vseth^ that figure of repitition as Viuit d'- vincit, imo 
ill tfenatum, Venit itno, in scjiatum venit tC'C." Indeede enflamed,'^ with 
a wellgrounded rage, hee would haue his words (as it were) double 
out of his mouth: and so do that artificially, wliich we see men in 
chollcr doo*' natui-ally. And we hauing noted the grace of those 

0.: 1) srhlirsst K-^ Rikl,s. 2) fclilt bei 0. 3) thoy may soome. 4) scMcsst K4. 5) Ubcd. 
6) Viuit, vuiit? imo Soniituiu vonil etc. 7) iiillamod. 8) mou doc iu chollcr. 



Defence of Poesie. lO";' 

words, hale them in sometime to a lamiliar Ei)istle, when it were^ 
too much choller to bo chollericke. How well store of Shnilitcr 
Cadcnses doth soiinde with [the grauitie of the Pulpit, I wouldo hut 
iiuioke Demosthenes soiile to tell: who with u rare daiutinesso vsetli 
them. Truly they liaue made mee thinke of the Sophister, that witli 
too much subtilitie would proue two Egges three, and thougli lie 
might be counted a Sopliister, had none for liis labour. So these men 
liringing in such a kinde of eloquence, well may they obtiiine an 
opinion of a seeming finenesse, but perswade few, wliich should be the 
ende of their finenesse. Now for similitudes]- in certaine Printed dis- iio 
courses, I thinke all Herberists,^ all stories of beasts, foules, and hshes, 
are rifled vp, that the}^ may^ come in multitudes to waite vpon any 
II of our conceits; which certainl}^ is as absurd a surfet to the eares, s. gl'IM 
as is possible. For the force of a similitude, not being to proue any 
thing to a contrar}^ disputer, but onely to explaine to a willing 
hearer, when that is done, the rest is a moste tedious pratling, rather 
ouerswaj^ing the memorie from the purpose whereto they were applied, 
then anie with enforming^ the iudgement alreadie either satisfied, or 
by similitudes not to be satisfied. For my part, I doo not doul»t, 
when Antonius and Crassus, the great forefathers*' of Cicero in elo- [2<j 
quence, the one (as Cicero testifieth of tliem) pretended not to knowe 
Art, the other, not to set by it (because Avith a playne sensiblenesse, 
they might winne credit of popular eares, wliicli credit, is the nearest 
steppe to perswasion, which persAvasion, is the chiefe marke of 
Oratorie;) I do not doulit I say, but that they vsed these knacks' 
verie sparingly, which who doth generally vse, any man may see 
doth dance to his owne musick, and so be noted by the audience, 
more carefull to speak curiously, then^ truly. Vndoubtedly (at least 
to my opinion vndoubtedly,) I haue found in tUuers smaP learned 
Courtiers, a more sound stile, then in some professors of learning, of [3(j 
which I can gesse no other cause, but that the Courtier following 
that which by practise he findeth fittest to nature, therein (though 
he know it not) doth according to art, thogh not by art: where the 
other Ysing art to shew art, and not to hide art (as in these cases 
he shuld do) flieth from nature, & indeed abuseth art. But what? 
me thinks, I deserue to bo pouded, for sti-aj'ing from Poetrie to Orator y: 



1) 0. to too {Drxickf.). 2) 0. Uisst den eingeMammcrkn Zu-ischmsatx offcnbar aus Vcr- 
schen cms: How for similitudes in certaine printed discourses &c. Anch bci Pons, ist die Arwrdmtng 
ehcas nnklar : dcr ganxe oben cingeklammerte Abschnitt ist daselbst an falsche Stclk geschobcn. Oben 
nach dcm Texte non fol. 1598. 0. : 3) Herbarists. 4) lasst may iccg. 5) infonniDi,'- 6) schlwsst 
K^ Ritcks. 7) tracks. 8) to speake tiTdy. 9) smally. 



io8 Defence of Poesie. 

s. 63 [Rucks. 1^^^^ both luiiie such II an affinitie in the wordish considemtio . tliat I 

von I^J- 

think this disgression will make my meaning receiiie the fuller vndei- 
standing: which is not to take vpon me to teach Poets how they 
should do, but onely finding my selfe sicke among ^ the rest, to shew 
some one or two spots of the common infection, gTOwne among the 
most part of writers: that acknowledging our selues somewhat awry, 
wee may bende to tlie right vse both of matter and maimer: 
whereto oiu* language giueth vs gi-eat occasion, beeing indeed capable 
of any excellent exercising of it. I knowe some wil say it is a 

10] mingled language: And why not so much the better, taking the 
best of both the other? Another will say it wants- Grammer. Nay 
truly, it hatli that praise, tliat it wants- not Grammer; for Gram- 
mer it might haue, but it needs it not, l)eing so easie in^ it 
selfe, and so voyd of those combersome differences of Cases, Genders, 
Moods, & Tenses, which I thinke was a peece of the Tower of 
Bahilons curse, that a man sliould be jiut to schoole to learne his 
mother tongue. But i'or the vttering sweetly, and properly the con- 
ceit^ of the minde, Avhicli is the end of speech, that hath it eipially 
with an}" other tongue in the Avorld. And is perticulcrly happy in 

20| compositions of two or throe wordes togither, neare the Greeke, farre 
beyond the Latine, which is one of tlie greatest bewties can l»e in a 
language. Now of versefying there are two sorts, the one auncient, 
the other moderno. The auncient markeil the (piantitio of each Bil- 
lable, and according to tliat, framed liis verse: The moderne, obseruing 
onely numljer, (with some regard of tlie accent; the chiefe life of it, 
s. 64|Kj, llstandeth in that like^ sounding of the words, which we call Rime. 
Whether of these be the more'' excellent, wold bear many speeches, 
the ancient no doubt more tit for ]\Iusick, both words and time^ ob- 
seruing (piantitie, and more fit, liuely to expresse diuers passions by 

30J the low and loftie sounde of the Avcll-wyed siHable. The latter 
likewise with liis rime striketh a certaine Musicke to the eare: and 
in fine, since ^ it dooth delight, though l)y another way, it obtaineth'-^ 
the same piu-pose, there being in either sweetnesse, and wanting in 
neither, maiestie. Truly the English, before any other A'ulgare lan- 
guage, I knoAv is fit for both sorts: for, for the auncient, the Ifnlian 
is so full of Vowels, that it must euer be combred with Eli^ioth'^. 
The Duch, so of the other side with Consonants, that they cannot 
yeeld the s^^'eete slyding, fit for a Verse. The French in his whole 



0. : 1) schlk.sst L. 2) wanteth. 8) of it. 4) conceits. 5) scMksst L Riicls. 6) most. 
7) tuno. 8) sith. 9) obtaines. 



Befenco of Poesie. lOQ 

language, hatli not one word, tliat hath his accent in the hist sil- 
lable, sauing two, called AnteiJenultima ; and little more hath the 
Sjjanish, and therefore verie gracelesly may they vse Da/tiles. The 
English is subiect to none of these defects. Now for^ Kinu', thou,<;li 
we doo not obsenie quantitie, yet wee obscrue the Accent verie pre- 
cisely, which other languages, either cannot do, or will not do so 
absolutely. That Ccesiira, or breathing place in the midst of the 
Yerse, neither Italian nor Spanish haue: the French and we, neuor 
almost faile off. Lastly, euen the verie Rime it selfe, the Italian 
cannot put in the last sillable,"- by the Fhxwth named tlie Masculine (lo 
Rime; but still in the next to the last, which the Frewh call the 
Female: or the next before that, which the Italian^ Sdrwcioln: The ^, ,..,„.. , 
example || of the former, is Buono, Suono, of the Sdrucciola is Femina, \<>u k\. 
Semina. The French of the other side, hath both the Male, as Bon, 
Son, and the Female, as Plaise, Taise. But the Sdrucciola, he hath 
not: where the English hath all three, as Du, Trew, Father, BatJier, 
Motio7i, Potion, with much more which might be saj'd, but that 
alreadie I finde the triflings'^ of this discourse is much too mu(;h 
enlarged. So that since ^ the euer praise woorthie Poesie is lull of 
vertue breeding delightfulnes, and voyd of no gifte, that ought to be iJo 
in the noble name of learning: since ^ the blames layd against it, are 
either false or feeble; since ^ the cause why is not esteemed in Eng- 
land, is the fault of Poet- apes, not Poets. Since ^ lastly, our tongue 
is most fit to honour Poesie, and to bee honoured by Poesie, I con- 
iure you all, that haue had the euill luck to read this inck- wasting 
toy of mine, euen in the name of the nine Muses no more to scorne 
the sacred misteries of Poesie. No more to laugh at the name of 
Poets, as though they were next inheritors to fooles, no more to iest 
at the reuerent title of a Rimer, but to beleeue with Aristotle, that 
they were the auncient Treasurers, of the Grecians diuinitie; to be- m 
leeue with Bemhus, that they Avere first bringers in of all Ciuilitie; 
to beleeue with Scalliger^' that no Philosophers precepts can sooner 
make you an honest man, then the reading of Virgil; to beleue with 
Clauserus, the Translator of Cornutus, that it pleased the heauenly 
deitie by Hesiod and Homer, vnder the vaile of Fables, to giue vs all 
knowledge, Logicke, Rhetoricke, Philosophie, naturaU, and moraU, and ^^^^^^ ^^.^^ 
Quid non? To beleue with me, that there are many misteries || con- [k^] 
tained in Poetrie, which of purpose were written darkly, least by 



0.: 1) for the. 2) schlicsst T.o. 3) the Italians terme. 4) trillinuues. 5) sith. 
Gj schlicsst kkr Ij.j Rilckseite. 



1 1 o Defence of Poesie. 

prophane wits, it should be aljused: To beleeue with Landin, that they 
are so beloued of the Gods, that whatsoeuer the}' write proceeds of 
a diuine furie. Lastly, to beleeue theinselues, when they tell you 
they will make jon immortal, \)y their verses. Thus doing, your 
name shall florish in the Printers shops. Thus doing, j'ou shall be 
of kin to many a Poeticall Preface. Thus doing, you shalbe most 
faire, most rich, most wise, most all: you shall dwel vpon Super- 
latiues. Thus doing, though you be Ubertino ixdre natus, you shall 
sudeinly grow Herculea^ proles. Si quid mea carmina possunt. Thus 
doing, your soule shall be placed with Dantes Beatrix or VirgiU 
Anchises. But if (fie of such a but) you bee borne so neare the dull 
making Cataract ^^ of Nilus, that you cannot heare the Planet -like 
Musicke of Poetrie; if you haue so earth -creeping a mind, that it 
cannot lift it selfe vp, to looke to the skie Poetrie, or rather, by a 
certaine rusticall-'^ disdaine, wil become such a mome, as to be a 
Monius of Poetrie: then, though I will not wisli vnto you the Asses 
eares of Midas, nor to be driuen hy a Poets verses as Bubonax was, 
to hang himselfe, nor to be rimed to death as is said to be done in 
Ireland, jQi thus mucli Curse I must sent you, in tlie l»ehalfe of all 
Poets, that wliilo you line, you line in loue, and neuer yet Aiuour, 
for lacking skill of a Sonet: and when you <lie, your memory die 
from the earth, for want of an Epitaplie. 

FINIS. 

1) 0. Hercules (Druckf.). 2) 0. Catai)liracts. 3) U. scliliesnt L3. 



A n li a n g. 

T. I)io AVidmuiiir /u Oliicy's Ausiralx'. 

To Ihc Reader. 

rpiIE stormie Winter (deere ChyLlren of tho Musos, Avhicli liatli so 
^ long- held backe the glorious Sunshine of dinine Poesie, is heere 
hy the sacred pen -breathing words of diuine Sir Phillij) Stdnn/, not 
onely chased from our fanie-inuiting Clynie, l)ut vltorly for euor 
banisht eternitie: then graciously regroet the jierpotuall spring of 
euer-growing inuention, and like kinde Babes, eitlier enabled \)\ \vit 
or power, help to support me poore Midwife, whose daring aduenture, 
hath deliuered fro Obliuions wombe, this euer-to-be-admired wits 
miracle. Those great ones, who in theselues haue interrVl tliis l)les- 
sed innocent, wil with Aesculapius codemne me as a detractor from 
their Deities: those who Prophet -like haue but heard presage of his 
coming, wil (if they wil doe Avel) not onely defend, but praise mee, 
as the first publirpio l:)ewrayer of Poesies Messias. Tliose who neitlier 
haue scene, thereby to interre, nor |1 heard, bj' wliich they might be RUficsoit.- 
inflamed with desire to see, let them (of duty) plead to be my 
Champions, sith both theyr sight and hearing, by mine incurring 
blame is seasoned. Excellent Poesie, (so created by this Apologie,) 
be thou my Defendresse; and if any wound mee, let tliy l)eautie 
(my soules Adamant) recure mee: if anie commend mine endeuored 
liardiment, to them commend thy most diuinest fury as winged in- 
couragement; so shaft thou haue denoted to thee, and to them 
obliged Henry Olney. 

II. Constable's Lobg-edielit aiif Sidney Yor OIney's Aiisffjibe 

(ini Exemplare der Groiivillc Library [11545] vor Olncys Widmuiig, iin 
Exemplare des Brit. Miis. [C. 34, f. 12] dagogen nacli dei'selbcn). 

Foure Sonnetts written by Henrie Constable 
to Sir Phillij) Sidneys soule. 

Glue pardon (blessed Soule) to my bold cryes 
If they (importimd) interrupi thy song. 

Which nowe with ioyfull notes thou sing'st, among 

The Angel -Quiristers of heau'nly skyes: 
Giue pardon cake (sweet Soule) to my slow cries, 

That since I saw thee now it is so long. 

And yet the teares that vnto thee belong, 

To thee as yet they did not sacrifice: 
I did not know that thou wert dead before, 

I did not feele the griefe I did susteine, 

"The greater stroke astonisheth the more, 

"Astonishment takes from vs sence of paine, 
I stood amaz'd when others teares begun. 
And noAv begin to weepe, when thej^ haue doone. 



[i 12] Anhang. 

O Weet Soule which now with heau'nly songs doost tel 
^ Thy deare Redeemers glory, and his prayse, 
No meruaile though thy skilful Muse, assay es 
The songs of other soules there to excell: 
For thou didst learne to sing diuinely well, 

Long time before thy fayre, and glittering rayes 
Encreas'd the light of heau'n, for euen thy layes 
Most heauenly w^ere, when thou on earth didst dwel: 
When thou didst on the earth sing Poet -wise, 
Angels in heau'n pray'd for thy company. 
And now thou sing'st with Angels in the skies. 
Shall not all Poets praise thy memory? 
And to thy name shall not tlieir works giue fame 
When as their works be sweetned by thy name? 

TT^Ven as when great mens heires cannot agree: 
-■-^ So eu'ry vertue now for part of thee doth sue, 

Courage prooues by thy death thy hart to be liis due, 
Eloquence claimes thy tongue, and so doth courtesy, 
Inuention knowledge sues, Judgment sues memory. 

Each saith thy head is his, and what end shall ensue 
Of this strife know I not, but this I know for tnie, 
That Avhosoeuer gaines the sute, the losse haue wee 
Wee, (I meane all the world) the losse to all peilaineth, 

Yea they which gaine doe loose, and onely thy soule gaineth, 
For loosing of one life, two Hues are gained then: 
Honor thy courage mou'd, courage thy death did giue. 
Death, courage, honor, makes thy soule to line, 
Thy soule to line in heau'n,, thy name in tongues of men. 

/"^ Reat Alexander then did well declare 

^^ How great was his vnited Kingdomes might, 

When eu'ry Captaine of his Ai^my might 

After his death with mighty Kings compare: 
So now we see after thy death, how far 

Thou dost in worth surpasse each other Knight, 

When w^e admire luni as no mortall wight, 

In whom the least of all thy vertues ai'e: 
One did of Macedon the king become, 

Another sat in the Egiptian tlu'one. 

But onely Alexanders selfe had all: 

So curteous some, and some be liberall, 
Some witty, wise, valiaunt, and learned some. 
But King of all the vertues thou alone. 

Henry Constable. 



Halle a. S., Buchdiuckeiei des Waiseiihauses. 



oiWD.._, ^ .. SEP 23 1970 



PR Sidney, (Sir) Philip 

23^2 Astrophel and Stella 

A7 



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