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Full text of "Ausgaben und Abhandlungen aus dem Gebiete der romanischen Philologie"

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AUSGABEN UND ABHANDLUNGEN 

AUS DEM GEBIETE DER 

EOMANISCHEN PHBLOLOGIE. 

VERÖFFENTLICHT VON K^¥eOTEL. 



SPRICHWORTER, 

SPRIdWORTLIdE REDEMRTENCPSEIVTEIVZEIV 
BEI DEN PROTENZMOHEU LYRIKERN. 



VON 



EUGEN CNYRIM. 



MARBURG. 
R G. ELWERT'ßCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG. 

1888. 



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Herrn 



Professor Dr. Edmund Stengel 



in dankbarer Verehrung 



gewidmet. 



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Vorwort. 



Dem Thema, von dem hier gehandelt werden soll, ist, 
soviel mir bekannt, bisher noch Niemand nachgegangen, wohl 
aber ist es von Bartsch (Grundriss zur Geschichte der proven- 
zalischen Litteratur § 36) als dankenswerthe Aufgabe bezeichnet 
worden, wenn dies einmal geschehen würde. Es möge daher 
entschuldigt sein , wenn ein Jüngerer sich dieser aus mehreren 
Gründen ziemlich schwierigen Arbeit unterfangt und die Sprich- 
wörter und Sentenzen, die bei den altprovenzaüschen Lyrikern 
begegnen, zu sammeln und zu behandeln versucht. Es haben so 
ziemlich alle in Bartsch Grundriss aufgeführten Gedichte 
Berücksichtigung finden können. Die Gopien der unedierten 
Texte hatte Herr Professor Stengel die Güte mir zur Benutzung 
zu überlassen. Ausnahmsweise nur sind auch Sprichwörter 
aus der Epik eingereiht, z. B. diejenigen, welche in Raynouard's 
Lexique Roman citiert sind, sowie diejenigen, welche Hermann! 
in seiner Arbeit über Flamenca aus diesem Gedichte ausgezogen 
hatte. 

Im allgemeinen gebe ich bei den citierten Sprichwörtern 
den Text der darunter angegebenen Quelle wieder. Etwaige 
Interpretationen sind in einer hinzugefügten Anmerkung ge- 
rechtfertigt. 

Im weiteren Sinne reiht sich vorliegende Arbeit an die- 
jenigen von E. Ebert und A. Kadler über die altfranzösischen 
Sprichwörter an. 



Ausg. n. Abb. (Gnyrlin). 



Abkürzungen. 



A. A. : Ausgaben und Abhandlungen aus dem Gebiete der romanischen 

Philologie. Hrsg. v. Stengel. 
A. Dan. : Arnaut Daniel. 
A. d. E. : Amanieu des Escas. 
A. de B. : Aimeric de Belenoj. 
A. de Mar. : Arnaut de Maroill. 
A. de Peg. : Aimeric de Peguilan. 

A. d. Sest. : Albert de Sestaro. 
Ad. de B. : Ademar de Bocaficha. 
Almuc de G. : Almuc de Gastelnou. 
An. : Anonym. 

Appel : Der Trobador Peire Bogier, hrsg. v. Carl Appel, Berlin 1882. 
Arch. : Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Litteraturen, 

hrsg. V. L. Herrig. 
Aug. Nov. : Augier Novella. 

Aza'is : Les Troubadours de B^ziers par AzaXs, 2« Edition. 
Az. de P. : Azalais de Porcaraiguas. 

B. Garb. : Bertran Carbonel. 

B. d*Alam. : Bertran d^Alamano. 

B. de B. : Bertran de Born, hrsg. v. Albert Stimming, Halle 1879. 

B. de Prad. : Bernart de Pradas. 

B. de Vent. : Bernart de Ventadorn. 

Brev. : Breviari d'amor de Matfre Ermengau p. p. G. Azafe. 

c. ; cobla. 

Cad. : Gadenet. 

Ganello : Arnaldo Daniello par ü. A. Ganello, Halle 1S83. 

Cerc. : Gercalmon. 

Chr. : Chrestomathie proven^ale par K. Bartsch, 4« edition. 

D. de Pnid. : Daude de Pradas. 

Dkm. : Denkmäler der provenzalischen Litteratur, hrsg. v. E. Bartsch. 

E. Gair. : Elias Cairels. 

E. de Barj. : Elias de Barjols. 

F. de Mars. : Folquet de Marseill. 

F. de Rom. ; Folquet de Romans. 

Flam. : Flamenca, publiä par P. Meyer, Paris 1865. 

G. Ad. : Guillem Ademar. 
G. Aug. : Guillem Augier. 
Gav. : Gavauda. 

G. de Berg. : Guillem de Bergueda. 
G. de Born. : Guiraut de BomeilL 



G. de Cab. : Guillem de Cabestainh. 

G. de Gerv. : Guillem de Gerveira. 

G. del Ol. : Guiraut del Olivier. 

G. de Mont. : Guillem de Montaignagout. 

G. de Poic. : Gausbert de Poicibot. 

G. de S. L. : Guillem de Saint-Leidier . 

G. Faid. : Gaucelm Faidit. 

G. Fig. : Guillem Figueira. 

GIL IX. : Guillem IX., Graf von Poitou. 

Gr. de Cal. : Guiraut de Calanso. 

Gr. de S. : Guiraut de Salignac. 

G. Rio. : Guiraut Ri^uier. 

Hb. : Handschrift. Die Benennungen derselben sind nach Bartsch. 

Jahrb. : Jahrbuch für rom. u. engl. Literatur, hrsg. v. Dr. A. Ebert. 

Berlin. 
J. Rud. : Jaufre Rudel. 
Lamb. de B. : Lamberti de Bonanel. 
L. Gig. : Lanfranc Gigala. 
Lävy 1) : B. Zorzi ed. y. E. Levr. Halle 1883. 

2) : Le Troubadour P. de Marseill, Paris 1882. 
8) : GH. Figueira, Dissertation, Berlin 1880. 
L. R. : Lexique Roman par M. Raynouard. (Wenn ohne Angabe des 

Bandes dtiert ist der I. Bd. gemeint). 
L. u. W. : Diez, Leben und Werke der Troubadours, Zwickau 1829. 
Marc. : Macabrus. 
Matfre E. : Matfre Ermengau. 
M. B. : Mahn, Biographien der Troubadours. 
M. de M. : Meine de Montaudon. 

Meyer : P. Meyer, les demiers troubadours de la Provence. 
M. G. : Gedichte der Troubadours, hrsg. v. G. A. F. Mahn. 
Milä : De los trovadores en Espana par D. Manuel Milä y Fontanals. 
Muss. : Mussafia, Del codice Estense di rime provenzali. 
M. W. : Die Werke der Troubadours, hrsg. v. G. A. F. Mahn. 
Paul L. de P. : Paul Lanfrank de Pistoja. 
P. Br. : Peire Bremen. 
P. Gard. : Peire GardenaL 
P. d*Alv. : Peire d'Alvergne. 
P. de Buss. : Peire de Bussiffnac. 
P. de C. : Ponz de Gapduoill von Max von Napolski. Halle 1880. (Die 

römischen Ziffern bezeichnen die echten, die arabischen die unechten 

Lieder). 
P. del V. : Peire del Vem. 
P. de Mars. : Faulet de Marseilla. 
Perd. : Perdigo. 
P. f. d'ü. : Ponz, fahre d'Uzes. 

Ph. : Der Mönch von Montaudon, hrsg. v. Emil Philippson, Halle 1878 
Pist. : Pistoleta. 
P. 0. : Le Pamasse Occitanien ou choix des po^sies originales des 

troubadours. - 
P. R. de Toi. : Peire Raimon de Toloza. 

P. Vid. : Peire Vidal's Lieder, hrsg. v. Dr. K. Bartsch. Berlin 1857. 
R. : Ghoix des poesies originales des troubadours par M. Raynouard. 
R. d'Aur. : Baimbaut d'Aurenga. 

1* 



E. de Berb. : Eichart de Berbezill. 

B. de G, : Raimon de Gastelnoa. 

B. de Vaq. : Baimbaut de Yaqueiras. 

B. de Mir. : Baimon de Miraval. 

B. Jord. 2 Baimon Jordan. 

B. G. de B. : Baimon Qaucelm de Beziers. 

Born. : Bomania, p. p. P. Meyer et G. Paris. 

B. Vid. : Baimon Vidal. 

S. de S. : Sail de Scola. 

Sen. : Seneca. 

St. : Der Troubador Jaufre Bndel, hrsg. y. Albert Stimming, Kiel 1873. 

Suchier Dkm. : Suchier, Denkmäler prov. Literatur und Sprache, Halle 

1883. 
Uc B. : üc Brunet. 
Uc Cat. : üc Catola. 
Uc de la B. : Uc de 1a Baccalaria. 
Uc de SC. : Uc de Saint-Circ. 
V. et Vert. ; Vices et Vertues, Hs. citiert im L. B. 



A. Abhandelnder Teil. 



I. Begriifsweite der Sprichwörter nnd Sentenzen. 

Da wir keine zeitgenössische Sammlung von provenzalischen 
Sprichwörtern der klassischen Periode besitzen*), so bilden 
die Werke der Troubadours unsere einzige Fundgrube für 
dieselben. Recht häufig allerdings machen sich die Dichter 
diesen alten Schatz der Volksweissheil zu Nutze. Oft jedoch 
müssen wir erst entscheiden, ob wir ein Sprichwort, ob wir 
eine Sentenz vor uns haben, und es ist daher vor Allem nöthig 
für beide Arten characteristische Kennzeichen aufzustellen. Die 
hauptsächlichsten Fingerzeige nun, welche wir in dieser Hinsicht 
finden, bieten die gewöhnlich den Sprichwörtern und hier und 
da auch den Sentenzen vorausgeschickten Einführungsformeln. 
Wo diese fehlen, sind wir hinsichtlich der Unterscheidung 
von Sprichwort und Sentenz zumeist auf die beiderseitigen 
allgemeinen Kennzeichen angewiesen : Unter einem Sprichwort 
haben wir in kurze Sätze zusammengefasste Wahrheiten zu 
verstehen, welche nach Angabe der üblichen Eingangsformeln 
durch lange und oft wiederholte Wahrnehmung im physischen 
und moralischen Leben festgestellt, allgemein anerkannt und 
besonders von der erfahreneren Hälfte der Menschheit oft 
angewendet werden und deren Fortpflanzung vorzüglich durch 
mündliche Ueberlieferung stattfindet. Die Sentenz enthält 
zwar auch in nicht zu umfangreiche Sätze zusammengefasste 
Wahrheiten , die aber noch nicht durch die Erfahrung aller 
befestigt sind, sondern nur der Ansicht Einzelner entsprechen 
und auch nur von den Beleseneren citiert werden. 



1) Die von Hänel, Catalogus pg. 5, citierte Fol. Hs. in Aix: 

»Recneil des proverbes proYen9eaux« , eehört nach einer Mittheilung 

des dortigen Conservators dem 17. Jahrhundert an und hat Jean de 
Cabans, einen Dichter jener Periode, zum Verfasser. 



1. Eennzeiclien der Sprichwörter. 

Als Kennzeichen von Sprichwörtern gelten vor Allem die 
vorerwähnten Einführungsformeln, und unter ihnen sind die- 
jenigen zuerst aufzuführen, welche geradezu den betreffenden 
Satz als Sprichwort bezeichnen, also einen der für Sprichwort 

febräuchlichen Ausdrücke enthalten. Es kommen hier die 
'ormen vor: reproviers, reprociers, reprochier^ repropchier\ 
sowie proverbi und reproverbi, die beiden letzteren Formen 
in den jüngeren, die ersteren in den älteren Texten. Vereinzelt 
finden sich auch Ausdrücke wie paraula (cf. Sprw. 101, 242), 
verset (561), sowie eixemples (376), dessen analoge Form 
btspel im Mhd. zur ausgedehntesten Verbreitung gelangt ist. 
Die landesübliche Bezeichnung reproviers bedeutet eigentlich 
»Vorwurf«, und erst übertragen : »Ermahnung, Lehre, Sprich- 
wort«, eine Bedeutung, welche für die beiden anderen Aus- 
drücke proverbi u. reproverbi die einzig zulässige ist (cf. 
Anm. 12). Die hierher gehörigen Formeln sind: 

Ditz lo reprovier 526, 736, so sabez vos, si col proverbis diz 763, 
me dis un reprovier dels ancessors 867, 920, en reprocier c*auzian me 
dis 916, se ditz ben un reprochier pel mon 760, om dil repropchier 
que yers es 378, vers es lo reprochier c*om di 377, dis 11 proverbis plans 
364, ar sai eu quel reprovier ditz ver 697, aicel reproviers me ditz ver 
certamens 448, vers es so quel reprochier ditz 902, ben ditz ver lo 
proverbis que soven audit ay 681, ben uers le i)rouerbis a dir 724, le 
reprochier no dis ges ver 892, un proverbi dizon tidg 624, quel proverbis 
qes tan diz torn en mal 665, un reprochier ai auzit dir 727, aug dir al 
reprochier 312, eu Pauzi dir en un uer reprouer 640, anc non ausi lo 
proverbi 501, direus n*ay un repropschier 34, ja solom dir el reprouier 
146, sai be qu'es falhimen lo repropchiers c*om dire sol 891, del reprovier 
mi sove 876, m soven d'un repropchier qu'ieu auzi retraire Tautrier 
475, m sove d*un reprovier c*ai mantas vetz auzit contar 677, proverbis 
es 676, proverbis es comus 680, lo reprouers es fis e uers 333, el reproiers 
es vertatz 173, al repropchier m*acort qu*ai auzit dels ancessors 417, 
me vuelh tener al reprovier 365, el proverbis consent hi be 606, le 
reprouier cre 141, oresetz lo reprovier 309, il reprochier quel savis ditz 
enten 444, se mostra conoissens q^el reprochier quel savi di 584, el 
reprovier retrai certamen 465, proverbis espo 921 , 1 proverbis s'acoigna 
922, el proverbis vai nos o referman 89, el proverbis n*es guirens ses 
contendre 759, jal reproviers non Ter garens 5, lo reprouiers uai aueran 
som par 541, don lo reproviers eissi 224, noi val repropchiers 14, membre 
ti del proverbi de Costanti 919, vers es 1* eixemples de Rainart 376. 

Auch diö folgenden Einführungsformeln, obgleich sie nicht 
geradezu einen Ausdruck für Sprichwort enthalten besöeichnen 
doch mit ziemlicher Sicherheit den von ihnen eingä^eten 
Ausspruch als Sprichwort, indem sie von ihm angeben, dass 
die in ihm enthaltene Wahrheit allgemein anerkannt und be- 
kannt ist oder der Ausspruch oft angewendet zu werden pflegt : 



Hom ditz (dis, di) 1, 71, 72, 563, 893, Hom di o for lo inon 105, se — 
118, 809, eu sai e toz lo mona o — 170, el vilans — tras Taraire 163, 
una vetz me — 303, la gens laigua — 679, ben sai e conosc veraraen 
que vers es so quel vilas - 271, so hom saWatges 423, jovens — 507, 
dreitz — ... et es vertatz 761, le savis — 32, 791 nostre savis — 337, 
lo savis me — 338 ben deuria sovenir quelham dis en rizen 296, om 
dia 625, ben mel dison tuit li savi del mon 240, tuh dizo can seschai 
870, ora diran tut li desconoissen 871, diras 479, tot Tan dizet que 595, s'en 
van dizen 363, om vai dizen 425, ben pot hom dir 172, puese dir 915, 
poyran dir 607, nois poiria dreich dir 853, aug dir 54, 251, 300, 324, 
426, 664, 764, — per usatge 546, — que dretz es 548, — mainta vegada 
174, — a la gen 669, — e contendre 396, d'una re sia sert, qu'als savis 
aug dir 694, ieu aug a maintos dizer 310, ieu auzi dir a mon aviol 
186, ane non auci 970, auzit ai dir 917, 307, 121, — e vay mi remem- 
brant 849, — so sapchatz 131, — manta sazo 78, 408, — mantas vetz 
653, — soven 531, — del savi 247, ancse — 775, tostemps -— 477, auzit 
ai retraire ancse — 827, 359, non auzis ancmais parlar 472, lo savis 
retrai 858, me pari que 770, lo mouniers jutg'al moli 147, ben es paraula 
conoguda 242, tos temps fo e tos temps er 24, non es ni fo ni sera 168, 
usatges es et adurat mainz dia 745, tals usansa es bes estars 330, ben 
sabes verament y09, vers es e sabez o 64, vos sabetz 325, ja sabetz 
443, uers es que huey e ier 619. 

Während die bis hierher aufgeführten Formeln die all- 
gemeine Anerkennung des Ausspruches in irgend einer Weise 
hervorheben, ist dies in der folgenden Formel-Gruppe weniger 
klar angedeutet. Die hier in Frage kommenden Einleilungs- 
formeln Hessen schon auf nur subjective Aussprüche der Dichter 
schliesen. Entscheidend aber für ihre Zuweisung zu den 
Sprichwörtern ist entweder ihre üebereinstimmung mit anderen 
sicher verbürgten Sprichwörtern, oder ihre gedrängte oder 
bildliche Ausdrucksweise. Die hierher gehörigen Formeln sind : 

Vers es 795, ueramen 171, paraula es vertadeira 101, sert es 169, 
so es sert 799b, ben es vertatz 877, ben es dreitz 427, dreitz es en 
leial fe 110, es razos deschauzida 590, al savi cove 462 membre li 488, 
so sapchatz 480, cert sapchatz 273, sias li membrans 860, ar aujatz 
508, cre me 45. 

Eine fernere Gruppe von Einführungsformeln bezeichnen 
zwar äusserlich den sie begleitenden Ausspruch geradezu als 
einen subjectiven; zum grösseren Theile jedoch sind die Formeln 
durch Zusätze so erweitert, dass der Ausspruch dadurch dennoch 
zu einem allgemein bekannten gestempelt wird, abgesehen 
davon, dass dies der Inhalt schon thut: 

Era vos dirai 471, die vos tot Tan 816, eu die lo ver aissi cum 
dir lo solh 829, per ver t*o die 89, sai 884, be sai 746, m sai 51, oras 
en sai ben 25, ieu sai e cre 74, ben conosc e sai 213, ieu conosc e sai 
ques uers 732, eras sai be que uers es 875 eras sai ben as escien 466, 
ieu sai lo uer 400, nom sai conort mas aquel del juzeu 574, uei 424, 440, 
422, 428, uei soven 845, tostemps uei 805, ai uist 258, 437, 438, 807, 
844, uist ai e trobat en ma sort 489, proar uoill 435, proat lo ai e sai 
275, segon la mia esmansa 381, a mos entens 566. 



8 

Eine letzte Gruppe von Einführungsformeln ist die, in 
welcher die Herkunft der Sprichwörter näher bezeichnet wird. 
Aus diesen Formeln erhellt, dass es doch die mündliche Ueber- 
lieferung nicht ausschliesslich ist, der unsere Dichter ihre 
Sprichwörter entlehnlen, sondern dass ihnen und dem Volke noch 
andere Quellen offen standen , unter denen die Heilige Schrift 
und die Werke einiger vorzüglich römischer Schriftsteller , im 
Mittelalter mit dem Namen Philosophen bezeichnet , die wich- 
tigsten sind. Nach der blosen Formel zu urteilen würden wir 
also hier Sentenzen vor uns haben und werden in der That 
die meisten derartig eingeleiteter Assprüche dort aufzuführen 
sein. Da jedoch andere verraten, dass sie als Sprichwörter 
gebraucht sind, so müssen wir diesen hier ihren Platz anweisen. 
Da derartige Sprichwörter mehr im Kloster und überhaupt in 
der Schrift ihre Heimat hatten, so sind sie mit dem Namen 
gelehrte Sprichwörter bezeichnet worden. 

Wenn schon alle Teile der Bibel die provenzalische Sprache 
mit sprichwörtlichen Redensarten und Sentenzen, die zu 
Sprichwörtern wurden, getränkt hatten, so gilt dies insbesondere 
von den von Salomo verfassten Büchern : Der Weisheit, dem 
Prediger und den Sprüchen Salomonis* War doch der Name 
des Sohnes Davids im Mittelalter, gleichbedeutend mit der 
höchsten Weisheit selbst (cf. Nr. 1023 ff.). Ferner: 

(}o dis Salomos 578, cocelhs es de Salomo 816, Salomos nos es 
recomtans 87. 

Auf andere Theile der Bibel beziehen sich: 
So mostra Tescriptura 859, ieu atruep sert e Tescriptura 754, 
Jhesus dis 63. 

Einige unserer Dichter, die in den Klosterschulen ihre 
Bildung empfangen hatten, eitleren auch aus anderen Schriften 
namentlich aus klassischen Autoren Sprichwörter, deren 
weitere Verbreitung teils schon die Formeln, teils der Inhalt 
anzeigt : 

Yos sabez e trobes ho legent 55, enaissi sertamens o truep ligen 
eis libres dels aactors 672, escrich truep en an nostr^actor 811, als 
auctors ai ancse auzit dir 15, cho dizion li autor 545, us pauc verset 
romansa 561, so ditz la gens anciana 659, 451 (könnte auch »die alten 
Leute« gedeutet werden) , ai sen de Cato 446 , Ovidis ditz en un libre e 
noi men 48, Ovidy o retrai 18, nos retrajs Marcabrus 165, en Bernartz 
dis de Ventadorn 20. 

Nunmehr kommen wdr zu den Sprichwörtern bei denen 
keine Einleitungsworte uns darauf hinweisen, dass wir ein 
Sprichwort vor uns haben, sondern bei denen andere Gründe 
an Stelle der Formel entscheiden müssen. Dass auch solche 
uneingeleiteten Aussprüche wirklich als Sprichwörter aufgefasst 



9 

werden dürfen, geht zunächst daraus hervor, dass eine Anzahl 
unter ihnen auch mit Einleitungsformekt versehen vorkommt, 
nämlich: 19, 20, 33, 44, 53, 91, 92, 119, 120, 121, 164, 165, 
166, 169, 187, 214, 282, 308, 328, 332, 362, 365, 373, 374, 
409, 422, 424, 428, 445, 446, 470, 472, 478, 481, 482, 566, 638, 
639, 670, 671, 682, 698, 707, 708, 771, 792, 793, 810, 850, 
861, 862, 877, 894. 

Ebenso sind wir wohl berechtigt, diejenigen Aussprüche, 
welche mehrfach auftreten, zu den Sprichwörtern zu rechnen. 
Vers und Reim haben allerdings meist ihre völlige Ueberein- 
stimmung vernichtet. Hierher gehören die folgenden Gruppen : 
9, 10, 11; 28, 29; 56, 57, 58, 59; 106, 107; 127, 128, 129,130; 
135, 136; 148, 149; 226, 227, 228; 267, 268; 311, 312, 313; 
339, 340, 341, 343; 349, 350, 351, 352, 384, 385, 388; 414, 
415, 416; 419, 4!20, 421; 450, 452, 453, 454, 455; 458, 459, 
462, 463; 517, 518; 534, 535,536; 541, 542; 580, 581; 589, 
590, 591, 592; 644, 645; 655, 656; 657, 663; 683, 684, 685, 
686, (687, 688, 689); 716, 717; 720, 721, 722, 723, 725, 726; 
(779, 780, 781, 782, 783, 784) 785; 803, 804, 806, 807; 855, 
856, 857; 865, 866; 881, 882; 895, 896, 897, 898, 899. 

Als Mittelpunkt von Gruppen können wir hier noch hin- 
zufügen : 

37, 39, 52, 85, 156, 177, 191, 203, 211, 217, 261, 314, 
327, 357, 395, 399, 400, 432, 464, 465, 504, 530, 543, 556, 
585, 609, 703, 744, 751, 800, 819, 821, 824, 848. 

EIndlich sind noch diejenigen Nummern anzuführen, welche 
nur durch ihren characteristischen Bau, den wir in einem der 
folgenden Kapitel besprechen, sich als Sprichwörter kennzeichnen. 
Als solche Characteristica wollen wir vorläufig die gedrängte 
Kürze und die bildliche Ausdrucksweise erwähnen. Da diese 
Merkmale jedoch zu den unsichersten gehören, so werden uns 
wohl namentlich die Spruchdichter G. del Ol. etc. oder Ueber- 
einstimmung mit deutschen Sprichwörtern hin und wieder verfährt 
haben, manche Nummern als Sprichwörter hier au&ufähren, 
welche eigentlich in das Gebiet der Sentenz gehören: Es sind 
80, 81, 83, 138, 139, 140, 142, 143, 145, 161, 176, 270, 283, 
285, 289, 290, 291, 293, 294, 317, 318, 353, 366, 368, 369, 
413, 441, 442, 474, 494, 495, 498, 522, 538, 540, 547, 549, 
550, 551, 552, 560, 569, 579, 600, 601, 602, 622, 626, 629, 
633, 634, 637, 675, 678, 694, 754, 757, 758, 762, 765, 766, 
767, 768, 769, 777, 796, 797, 798, 801, 802, 805, 830, 833, 
869, 873, 883, 884, 885, 889, 890, 900, 901, 946, 974. 

Die Anzahl der Sprichwörter in den vorerwähnten pro- 
venzalischen Texten würde sich nach dieser Zusammenstellung 



10 

auf 475 beziflfern. Hierbei sind jedoch sämmtliche Wiederholungen 
und Varianten mitgezählt. Nach Abzug von etwa 100 Sprich- 
wörtern, die Wiederholungen und Varianten bilden, bleiben 
noch 375 übrig, welche den Sprich wörtersch atz der provenzali- 
schen Lyriker darstellen. 

2. Die Sentenz. 

Für die Sentenz lassen sich keine nur annähernd so sichere 
Erkennungsmerkmale aufstellen, wie dies beim Sprichwort der 
Fall war. So ist schon kein specifischer Ausdruck vorhanden, 
welcher den Begriff »Sentenz« wiedergiebt. Ganz und gar 
verschmähten es die Dichter jedoch nicht, auch einem sentenzen- 
artigen Ausspruche einige einleitende oder bekräftigende 
Worte hinzuzufügen und dann finden sich wohl die Bezeich- 
nungen: razos 108, paraula ginhoza 918, versetz 880, iuiemen 
185, welche Ausdrücke aber, wie wir gesehen, vereinzelt auch 
für Sprichwort gebraucht werden. Dasselbe muss von den 
unten angeführten Formeln gesagt werden, die Sentenzen ein- 
leiten, nämlich dass sie teilweise auch vor Sprichwörtern an- 
getroffen werden. In den hier angeführten Formeln ermangelten 
die von ihnen eingeleiteten Aussprüche der für das Sprichwort 
characteristischen Merkmale, weshalb sie nur als Sentenz be- 
zeichnet werden konnten. Es mögen auch hier die betreffenden 
Formeln folgen: 

So es sert 906, uers es 100, razos es 319, es razos 100, so es veraya 
razos 642, razos vol e dretz commanda 150, dreitz es 208, dieus e dretz 
e razos 8*acordon 872, co es ueritatz pura Ee trobem en sainta scritura 
285, si cum la letra esseigna 776, taing 632, beis taing 187, nos taing 
35, no tanh 432, es conseils senatz 537, elh sapcha de se 302, ades o 
sapchon tal e cal 908, ben sapchatz 204, cert sapchatz 576, 1009 sai 
179, 851, ieu m sai 51, cre 219, ieu uei 278, non vi 268, maintas yez 
ai uist 568, ai ben yist 199, ades proarai vos o qu*ieu hai uist 794, ieu 
die 617, 708 die veramen 654, Salomos dis 527 a, 205, co dis Salamos 
22, dis Salamos 73, escrig o truep en Salomo 96, Tevaiigelis ditz 
aquesta razo 108, segon los ditz de la Sainta Escriptura 207, so dis 
dieus qu' ieu sai ben lo ver 613, Therensis dis que savis fo 553, Seneca 
dis que saup philosopbia 910, Seneca que fon hom sabens ditz 527, so 
dis Gatos 582, so dis us verssetz de Cato 888, truep en Tescriptura qu* 
Ovidis dis 661, Ovidys retrays 17, Tolomeu det un bei iuiemen 185, 
dis en Perdigos 789, el pros coms Raimon de Toloza Dis una paraula 
ginhoza, Que retrairai per so que no s*oblit. 

Namentlich an dieser letzten Formel vermögen wir deut- 
lich den Weg zu erkennen, der von einer Sentenz eines Dichters 
zum Sprichwort, wenn auch nur zu einem »gelehrten«, hinüberfürt. 
Die Grenze zwischen Sprichwort und Sentenz ist eben eine 
sehr schwankende und unsichere, und ist darin auch der Grund 
zu suchen, weshalb ich die Sentenzen zu der Sprichwörter- 
sammlung hinzuzog: Ich wollte dadurch vermeiden, dass ein 



11 

Sprichwort, das das Aussehen einer Sentenz hatte, aus unserer 
Betrachtung ausgeschlossen würde. Dagegen kann in den 
folgenden Kapiteln die Sentenz nicht dieselbe eingehende Be- 
rücksichtigung wie das Sprichwort finden. Es würde das den 
Rahmen dieser Arbeit weit überschreiten. 

II. Bau der Sprichwörter. 
1. Satsform. 

Getreu der Natur des Sprichworts, die möglichste Kürze 
verlangt, begegnen in der Sammlung 163 Sprichwörter, deren 
Satzgefüge der einfache Behauptungssatz ist, mit dem Verbum 
gewöhnlich im Praesens; doch finden sich auch das Praeteritum, 
das Futur, sowie unbedeutende Erweiterungen eines Satzteiles 
durch ein Participium (368), oder es ist ein Satzteil doppelt 
vorhanden, wie in 9 das Praedicat. Sprw. 14 möge den 
Typus dieser Klasse veranschauligen : 

Amors fai eogal tota gen. 

Dieselbe Structur haben 10, 29, 52, 92, 145, 167, 169, 191, 
258, 261, 353, 400, 409, 415, 416, 421, 422, 428, 437, 438, 
440, 450, 478, 480, 481, 482, 541, 542, 550, 580. 638, 639, 
640, 669, 670, 672, 675, 753, 757, 787, 788, 800, 844, 845, 897. 

Eintretende Inversion, oft veranlasst durch Reim oder Vers, 
ändert wenig: 

(120) De bos faits ren deus bon gazardo. 

Inversion findet noch statt bei 39, 44, 48, 161, 289, 413, 
414, 419, 420, 451, 455, 551, 563, 634, 801, 897. 

Der einfache Behauptungssatz findet sich negiert in Sprw. 20 : 
Amors segon ricor non vai. 
Ebenso in 1, 19, 20, 37, 101, 168, 171, 172, 177, 267, 268, 293, 
362, 363, 442, 549, 579, 624, 629, 657, 761, 898. 

Diesen negierenden Sätzen sind näher verwandt als den 
affirmativen diejenigen, bei denen statt der Negation »non« 
das Adverb »greu« steht: 291, 758, 793, 883. 

Oft auch wird der Satz an das Vorhergehende durch eine 
Conjunction angeknüpft, am gewöhnlichsten durch »que*. Als 
Beispiel möge 34 hier stehen 

Dire vos n*ai un repropchier, G*ab la una ma lavon Tautra Et 
ambas los buelhs e la cara. 

Ebenso angeknüpft; sind: 53, 55, 242, 273, 324, 325, 359, 
408, 424, 426, 427, 439, 483, 526, 607, 619, 707, 754, 764, 
770, 771, 795, 811, 877, 884, 918. 

Selbstverständlich sind dabei alle Combinationen von ne- 
gierten und angeknüpften Sätzen, von Sätzen mit Inversion 



12 

und Anknüpfung, oder Inversion und Negierung sehr häufig. 
Wir fuhren hier nur noch auf 16, 18, 24, 74, 296, 471. 

Besonders mögen auch die Sprichwörter noch Erwähnung 
finden, die als Subiect ein allgemeines Pronomen haben, analog 
Nr. 39. 

Bon amor gazanh* hom ab servir. 

Desgleichen 45, 59, 106, 444, 445, 452, 848, 849, 850. 
Das Pronomen »nuils« haben 271, 533, »quascus« 15. 

Das Streben des Sprichworts nach Kürze ist am intensivsten 
ausgeprägt in den Fällen, in denen der einfache Satz durch 
Auslassen des Verbums noch verkürzt wird. Jedoch geschieht 
dies nur, wenn das Verbum sehr leicht zu ergänzen ist, und 
die Deutlichkeit nicht darunter leidet. Diese Form, die Ellipse, 
zeigt sich in 164, 166, 173, 174, 547, 561, 569, 665, 759, 799. 
Als Beispiel möge Sprw. 561 hier stehen: 

Ü8 pauc venet romansa : Am los grieus greus. 

Nicht weniger beliebt beim Sprichwort, als die vorerwähnte 
ganz einfache Bauart mit ihren Abarten, ist die Erweiterung 
des einfachen Satzes durch den Relativsatz. Wir haben als 
in diese Kategorie gehörig 147 Sprichwörter aufzuzählen. 
Der Relativsatz kommt dabei in den verschiedensten Stellungen 
vor. Er tritt zum Subject in Sprw. 474 : 

Cors qu* es ples d^aziramen 

Fai falhir boca soven. 

Diesem schliessen sich an 54, 281, 474, 545, 659, 717, 784, 
804, 824, 885, 919. 

Der Relativsatz tritt ergänzend zum cas. obl, wie bei 783 : 

Oin cuoill mantas vetz los balais, 

Ab qu'el mezeis se balaia, 

und ähnlich: 779, 781, 782. 

Sowohl beim Subject als Object findet sich ein Relativsatz 
in Sprw. 780. 

Sehr beliebt und charakteristisch für das Sprichwort ist 
die Stellung, in der sich der Relativsatz an ein vorausgehendes 
allgemeines Pronomen anschliesst, welches gewöhnlich das 
Sprichwort beginnt. Diese Form zeigt 373, wo der Relativsatz 
sich an ein indefinites »tals* angeschlossen: 
Tals se cuia calfar que 8*art. 

In derselben Weise an *tals« angeschlossene Relativsätze 
enthalten 375, 376, 377, 494, 585, 591, 796, 797, 974, an ein 
»aital« angeschlossen ist 378. Der Relativsatz schliesst sich an 
vcek an in 79, 87, 146, 240, 395, 454, 498, 530, 578, 626, 760, 
767, 775,785, 830, 871, an vquascus* 112, an »tot« 802, an »so« 
186, 213, 214, 332, 333, 518, 581. 697, 703, 893, 894. 



13 

Die relativische Verbindung »lai on« ist auch nicht un- 
gebräuchlich, cf. 28, 170, 769, 889, 890, 895, 896, 899, 900. 

Am häufigsten endlich ist die Anwendung des beziehungs- 
losen Relativsatzes, der sich nicht einen Satzteil ergänzend an 
diesen anschliesst, sondern selbst einen Satzteil vornehmlich 
das Subject bildet. Diese Form möge das Sprw. 57 veran- 
schaulichen : 

Qui non tem, non ama coralmen. 

In derselben Weise vertritt ein Relativsatz die Stelle des 
Subjects oder Objects in den Sprw. 4, 80, 81, 85, 107, 111, 
118, 119, 121, 138, 139, 141, 142, 143, 147, 156, 186, 217, 
226, 227, 312, 313, 328, 329, 333, 364, 366, 374, 396, 399, 
475, 552, 656, 664, 676, 694, 763, 856, 857, 865, 866, 867, 869, 
878, 882, 891, 914, 915; Subj. u. Obj. sind durch einen Relativ- 
satz ersetzt in Sprw. 187. Der Relativsatz folgt nach in Sprw. 
58, 72, 78, 122, 140, 148, 149, 228, 307, 309, 310, 311, 317, 
318, 369, 425, 435, 443, 448, 470, 517, 606, 833, 881, 892, 913. 
Als Spezialfälle hierzu seien noch erwähnt 308, 504, 522, 534, 
535, 536, 609. Diese Sprichwörter beginnen nämlich alle mit 
dem Ausdruck »fols es qui«. 

Zu den beim Sprichwort schon weniger gebräuchlichen 
Formen sind die Gonditionalsätze zu rechnen. Sie sind ge- 
wöhnlich durch Conjunctionen eingeleitet u. z. durch »si, can, 
pos«. Sie zeigen in sofern eine nahe Verwandtschaft zu den 
Relativsätzen, als man das »qui« derselben nur durch ein »si« 
zu ersetzen braucht, um zu dem conditionalen Satzgefüge zu 
gelangen, so das Sprw. 56: 

Si ben amas, ben tems. 

Das ihm entsprechende Sprw. nur in relativischer Weise 
ausgedrückt ist das als Beispiel zum Relativsatz angeführte 
Sprw. No. 57. Ausserdem sind noch durch die oben erwähnten 
Conjunctionen eingeleitet die Sprwr. 175, 176, 203, 224, 282, 
294, 314, 316, 330, 495, 574, 625, 762, 765, 799, 805, 808, 
864, 922. 

In Temporalsätze eingekleidet finden sich die Sprichwörter 
543, 546, 679, 680, 681, 682, 766, 916. Als Beispiel wollen 
wir 681 herausgreifen: 

Tan grata li cabra, tro pogna que mal jaj. 

Als im Bau ähnlich schliessen sich diesen noch an 105, 
477, 678, 698. 

Gleichfalls in geringerer Anzahl finden sich die Sprichwörter 
die zwei Thatsachen geben. Sind dieselben unverbunden und 



14 

dabei gleich, so kann man sie geradezu als 2 Sprichwörter 
auffassen, z. B. 285 : 

Qai dorm l'estia rivem no mol, ' 

Joves, qui col, viele vay a dol. 

Aehnlich sind gebaut: 271, 290, 343, 370, 777, 807. Sind 
die beiden gegebenen Thatsachen einander entgegengesetzt, so 
lässt sich ihre Zusammengehörigkeit schon mit grösserer 
Sicherheit erkennen. Als Beleg für diese adversative Gon- 
struction möge Sprw. 636 dienen: 

Savi s'aluenha d'autrai huis 

El fol agacha pel pertuis. 

Hierzu sind noch anzuführen 163, 165, 272, 303, 339. 

Zu den beim Sprichwort seltenern Gonstructionen gehört 
auch die Vergleichung zweier Thatsachen. Für die vergleichende 
Gonstruction der Gleichheit bietet Sprw. 501 einen Beleg: 
Daital grat n*aia el, que quen donnen sa domna baia. 

Ebenso 110, 595. 

Wird der zweite Teil verneint, so haben wir die Vergleichung 
zweier ungleichen Thatsachen. Hierfür bieten Belege 275, 584, 
799, 803. Bei weitem häufiger ist diese Gonstruction jedoch 
unter der folgenden Form (567): 

Onrada folia ual en luec mais qne sens 

Diese Form, in der die Verbindung durch »mais val, mais 
am, mais uoill, val meins, es peior« herbeigeführt ist, zeigen die 
Sprwr. 71, 357, 464, 538, 566, 567, 644, 645, 683, 684, 685, 
686, 687, 688, 689, 716, 720, 721, 722, 723, 725, 726,727, 732, 
768, 803, 809, 821, 858, 859, 860, 861, 862, 873, sowie 384, 
385, 901, 902. 

V^enn auch schon alle in Behauptungssätze eingekleideten 
Sprichwörter sich mehr oder weniger direct an den Menschen 
richten, was der Aufruf »amics« vor dem Sprichwort 44, 
»maistre« vor 442, »senher« vor 445, 481, bekundet, so wählten 
doch die wenigsten die Form des directen Heischesatzes, wie 
sie Sprw. 270 zeigt: 

De totz faitz cossira la fi. 

Ebenfalls den Imperativ zeigen: 270, 388, 453, 633, 671. 
Den Gonjunctiv hat dagegen unter andern 
(365) No8 mova qai ben estai. 

Ebenso 32, 33, 365, 589, 724, 816, 719. 

Eine diesem nahe verwandte Form ist endlich die folgende, 
in der Imperativ oder Gonjunctiv durch ein »deu*, »devem«, 
»tanh«, oder »cove« ersetzt ist: 

(64) Fis amics deu celar son corage. 



15 

Ebenso 64, 127, 128, 129, 130, 131, 135, 136, 211, 338, 
381, 433, 446, 458, 459, 460, 462, 556, 560, 600, 677, 791, 
792, 810, 872. 

2. L&nge der Sprichwörter. 

Was die Länge der Sprichwörter anbetrifft, so lassen sich 
hier nicht die Schlüsse ziehen, welche anderweitig bei der 
Behandlung der Sprichwörter in den Karlsepen oder derjenigen 
in den höfischen Epen gezogen worden sind. In den Volksepen 
haben wir die ständige Verslänge von 10 Silben, in den Kunst- 
epen gewöhnlich die von 8 Silben , während in der proven- 
zalischen Lyrik die Länge der Verse sehr wechselt, sodass ein 
Sprichwort, welches aus 2 viersilbigen Versen besteht, doch 
kürzer ist, wie ein solches, das einen zwölfsilbigen Vers füllt. 
Für die Länge der provenzalischen Sprichwörter ist daher 
mehr das Kapitel über ihre Bauart entscheidend. Doch sei 
auch hier der Volständigkeit halber Folgendes noch erwähnt: 
Unter den 475 Sprichwörtern sind 224 bis zu einem Verse 
lang, 191 bis zu zwei Versen lang, 60 länger als 2 Verse. 
Hierbei ist nur die reine Länge des Sprichworts ohne etwaige 
Einleitungsworte berücksichtigt. Am zahlreichsten nach dieser 
Gruppierung sind also die Sprichwörter von einer Verslänge 
und am geringsten vertreten diejenigen von mehr als 2 Versen. 
Die hieraus sich ergebende Norm für die Länge unserer Sprich- 
wörter würde also eine Verslänge sein. Hierzu kommt noch, 
dass unter den Sprichwörtern, welche länger als 2 Verse sind, 
sich nur wenige finden, welche sich durch Aeusserlichkeiten 
geradezu als Sprichwörter kennzeichnen, nämlich 224, 338, 
370, 417, 685, 686, 867, 921; viele ferner der über 2 Verse 
langen Sprichwörter bestehen aus mehreren indem sie aus 
einversigen oder zweiversigen Sprüchen, die meistens einen 
Parallelismus bilden, zusammengesetzt sind, z. B. 328 aus 2 
zweiversigen, 370 aus 1 ein- und 1 zweiversigen Spruche. 
Selbst viele der bis zu 2 Verse langen Sprichwörter sind aus 
2 einversigen Sprüchen zusammengesetzt, wie 131, 312, 322, 
452 etc., sodass sich die Klasse der einversigen Sprichwörter 
durch diese Auflösungen noch vermehrt, während sich die 
Klassen der mehrversigen vermindern. 

Es ergiebt sich hieraus, dass die Natur des Sprichworts 
möglichste Kürze erstrebt. Vorzüglich gilt dies für die echt 
volkstümlichen Sprichwörter, welche, je kürzer sie sind, um so 
öfter ihrer bequemen Anwendung halber citiert werden. Dieser 
Grundsatz der Kürze der Sprichwörter ist namentlich bei den 
Varianten von Belang. 



16 

Etwas andere Resultate ergeben sich, wenn wir bei der 
obigen Scheidung auch die Sentenz berücksichtigen. Alsdann 
ergeben sich unter den 955 Nummern 380 Sprichwörter, die 
bis zu einem Verse, 435 die bis zu zwei Versen lang sind 
und 140, die länger als 2 Verse. Am zahlreichsten nach dieser 
Gruppierung sind also die Sprichwörter von 2 Verslängen, 
denen die mit einer Verslänge ziemlich nahe folgen. 

8. Varianten. 

unter den 475 eigentlichen Sprichwörtern giebt es wiederum 
wohl nur wenige, von denen sich mit Bestimmtheit die ur- 
sprüngliche Version behaupten lässt. Mögen die nur einmal vor- 
kommenden Sprichwörter ganz unangetastet bleiben. V^ir 
sehen es am besten an den manchmal sehr verschiedenen 
Formen, in denen ein und dasselbe Sprichwort mehrmals auf- 
tritt. Die Gründe für die vielfachen Formen sind wohl vor 
allem darin zu suchen, dass das Material poetischen Schöpfungen 
entnommen ist, dass also die Verslänge und der Reim den 
grössten Einfluss auf die Umgestaltungen der Sprichwörter 
ausüben mussten. Einen geringeren Anteil an der Umgestaltung 
haben der Zusammenhang, die Willkür oder der Zufall. 

Manche Sprichwörter sind wohl auch schon in doppelten For- 
men gebräuchlich gewesen, bei anderen ist nicht zu entscheiden, 
welche von zwei Formen Anspruch auf das im Volke gebräuch- 
liche Original machen kann. So z. B. sind Sprichwort 164, 
165, 166 auf ein Original zurückzuführen; 165 ist offenbar 
von dem zur Breite neigenden G. del Olivier durch Zusatz 
von eys variirt, wodurch die elliptische Ausdrucksweise von 
164 und 166 aufgehoben wird, welche aber beim Sprichwort 
nicht ungewöhnlich ist: 173, 174, 561, 562, 571 etc. Es bleiben 
also noch 164 u. 166, welche auf das Original Anspruch 
machen können; 164 hat den alten volkstümlichen Marcabrun 
als Gewährsmann, 166 die Stütze durch 165 für sich. Könnten wir 
nachweisen, dass Marcabrun das Sprichwort auch in der Lesart 
166 verwendet hat, wie 165 ja behauptet, so wäre 166 das 
Original ; bis zu diesem Nachweis aber müssen wir 164 dieselben 
Rechte einräumen. Unter 167, 168, 169 ist 167 das Original, 

168 verbreiterte Satzconstruction (B. Carbonel) und Ersetzung 
von tota und a durch cadauna und vas (gewähltere Ausdrücke), 

169 Ersatz von revertis durch ressembla. Unter 28, 29, (27, 
30, 31) ist 28 die Reim- 29 die Prosa- Version des Sprichworts; 
da Prosa bei den Sprichwörter gewöhnlicher (cf. Reim u.Ällit- 
teration), so ist 29 als Original der Vorzug zu geben ; 27, SO, 
31 sind entferntere Umschreibungen. 



17 

Jede Variantengruppe in dieser Weise durchzugehen, würde 
zu weit führen. Wir beschränken uns hier darauf, die Gruppen 
aufzuführen, bemerkend dass die erste Nummer jeder Gruppe 
das Original oder wenigstens das demselben am meisten ent- 
sprechende Sprichwort in der Gruppe ist: 19, 18, 20; 29, 28, 
(27, 30, 31); 32, 33; 56, 58, (57, 59); 90, 89, 91, (92—95); 
107, 106; 111, 112, (110, 113); 128, 129, 12/; 135, 136; 148, 
149; 164, 166, 165; 167, 168, 169; 187, 186; 191, 192; 226, 
227; 251, 252; 261, 262; 281, 282; 307, 308; 312, 311, 313; 
314, 315; 324, 325; 349, 350; 351, 352; 363, 362; 373, 375, 
377, 376, 374; 409, 408; 419, 420, 421; 450, 452, (451); 458, 
459, (460); 517, 518; 524, 525; 534, 535, 536; 542, 541; 590, 
589, 592; 611, 612; 639, 638, 640; 645, 644; 656, 655; 670, 
672, 669, 400; 680, 679; 681, 682; 694, 693; 683—685, 770, 
771; 791, 793, 792; 803, 804; 808, 809; 855, 856; 859-861; 
891—894; 895, 899. Eine Anzahl von Gruppen verraten zwar 
noch die Zusammengehörigkeit ihrer Glieder, können aber durch 
die grossen erlittenen Veränderung nicht mehr als Varianten 
bezeichnet wenden: 25, 26; 44, 45; 49-54; 80, 78; 84, 85; 
138, 139; 195—199; 212-215; 254-256; 267, 268; 327—330; 
340-343; 365-366; 384—389; 391-392; 398,399; 422-424; 
543-546; 697, 698; 703, 704; 707-709; 711, 712; 822, 823. 

Auch die Gruppen der sprichwörtlichen Redensarten darf 
man nicht als eigentliche Varianten betrachten, da sie ja so 
wie so der Flexion unterworfen sind: 300, 301; 462, 463; 
484-488; 489, 490; 491, 492; 502, 503; 505, 507; 777, 778; 
779-785; 787, 788; 789, 790; 810-812 (815); 840, 841; 
874, 875. 

Herbeigeführt wurden die Varianten: 

1) Durch einen Zusatz, u. z. tota via . . . bon 89, o graszitz 
o guizerdonatz 136, eys 165, hom 350, ni malastruc 362, ben 
tost 420, falh e 536, ome 541, pogna 681, sol 792. 

2) Durch Ersatz eines Ausdrucks durch einen andern, u. z. 
segon durch per 18, qui mal fait — per mal voler 106, qualsque 
guizardo — qu'om guazardon renda 127, revertis vas — res- 
sembla a 169, mal fai — fols es 308, jois — plazers 325, en 
— per lo 350 conoicheras — conoiss hom, van mentens — so 
nientz 351, tals — qui 374, es — son 400, 669, uen — n'aura 
421, pel — busqu591, mals — sofracha 638, ve mals — creisso 
maint engombrer 640, calar — bos absteners 644, ver — vertat 
655, se trenca — l'ansa lai rema 679, tot pert — a molt petit 
de sciensa 693, deu — pot 793, cent jorn — dos mes, ser — dia 
855, US ans — cen 859, jorns — dia 861, ja — o 866, non 
dol — oblida 892, oblida — non sove 893, m dol — mi fa 
mal 899. 

2 



18 

8) Die Aenderung ergriff die Gonstxuction : 32, 58, 168, 
192, 262, 301, 313, 315, 452, 459, 518, 589, 592, 612, 686, 
792, 804, 809, 894, 896, 898. 

4) Mit Reim versehen sind: 28, 91, 126, 227, 683, 885 etc. 

5) Veränderte Wortstellung findet statt: 312, 535, 861, 
892, 897. 

6) Die Aenderung ist nur orthographischer Natur 129, 149, 
174, 376, 409. 

7) Auslassung fand vielleicht statt 895. Die Regel, die kür- 
zeste und einfachste Lesart, wenn nicht besondere Gründe für 
andere Annahmen vorliegen, als die ursprüngliche zu betrachten, 
erklärt es, dass die Gruppe, in denen Ausstossungen statt- 
gefunden haben, am kleinsten ist. 

Aus den Varianten der Sprichwörter auch auf ein Ab- 
hängigkeitsverhältnis der betreffenden Dichter schliessen zu 
wollen, ist nicht thunlich. In den meisten Fällen liegt die 
Uebereinstimmung eben in der gemeinsamen Quelle, der münd- 
lichen üeberlieferung, während nur in den seltneren Fällen 
(namentlich bei den Spruchdichtern) geradezu ein Abhängigkeits- 
verhältnis stattfindet, was gewöhnlich jedoch erwähnt wird 
z. B. 165, wo G. del Oliver Marcabrun als Gewährsmann angiebt, 
während 166 Aimeric de Peguilan das Sprichwort wohl aus 
dem Volksmunde kennt. 

4. Beim und Alliteratioii 

Da der Boden dieses Kapitels ein sehr schwankender ist, 
und der Umfang dieser Arbeit eine eingehendere Besprechung 
des Reimes nicht gestattet, so mögen die folgenden Bemerkungen 
genügen. 

Von den 474 eigentlichen Sprichwörtern haben 154, also 
etwas weniger als Vs, allerdings den Reim, doch lässt sich Ur- 
sprünglichkeit desselben mit einiger Sicherheit annehmen nur 
in 9, 118, 167, 168, 169, 308, 314, 416, 561, 645, 727, 875, 866. 
Namentlich verführen die Spruchdichter G. del Olivier, B.Car- 
bonel etc. sehr leicht dazu, einen von ihnen herstammenden 
Reim für ursprünglich zu erklären. Umgekehrt können auch 
wohl einige mit Reim erst durch Dichter versehenen Sprich- 
wörter in der gereimten Form volkstümlich geworden sein. 
Da auf jeden Fall die Sprichwörter ohne Reim überwiegen, so 
lässt sich der Schluss ziehen, dass im allgemeinen der Reim 
bei den provenzalischen Sprichwörtern ungebräuchlicher ist, als 
die Prosa. 

Dasselbe muss auch gesagt werden, wenn wir die Sentenz 
hinzunehmen. Alsdann finden sich unter 955 Nummern 370 
mit Reim, also etwas weniger als '/». 



19 

Enjambement findet sich bei 87 Nrnnmern, die meistens 
auch den Reim haben. 

Noch unbestimmbarer ist das Gfebiet der Alliteration. In 
nachweisbar ausgeprägter Form findet sie sich vielleicht in 145. 
Unbeabsichtigt scheint dieselbe vorzuliegen in 47, 80, 81, 105 
bis 107, 111. 112, 116, 138-143, 146, 561, 562, 668, 702, 840 
841, 850. 

6. Büdtr. 

Der Bilderreichtum der provenzaUschen Sprichwörter ist 
bedeutend, die sprichwörtlichen Redensarten sind fast ohne 
Ausnahme bildliche Ausdrucksweisen, sodass etwa V* der Num- 
mern Bilder enthalten. Nicht nur, dass ein Sprichwort allein 
im Bilde existiert, 916, ja auch in jeder Sprichwörtergruppe, die 
sich um einen Erfahrungssatz schsurt, finden wir sicher mehrere 
bildliche Beispiele, die den Erfahrungssatz uns in concreterer Weise 
vorhalten, als eine trockene Ermahnung oder Behauptung es thun 
würde. So ist z. B. 260ff. der Erfahrunffssatz 281 ff. die bildlichen 
Beispiele, 660 ff. der Erfahrungssatz, 677 ff. 

In mehr oder minder näherer Beziehung zum täglichen 
Gretriebe des menschlichen Lebens stehen die folgenden Bilder: 
Herr, Dienerschaft 173, 174, Herrin 383, 501, Vater, Sohn, 
Tochter, Kind 176, 163, 166, 578, 919, Jüngling 306, Jugend 
287, Nachbar 72, 224, Lehrmeister 853, 354, Verwalter 413, 
Arzt 886, 887, 413, Wucherer 696, Spieler, Spiel 597, 700, 850, 
292, Dieb 770, 771 877, Angreifer 366, Blinde, Bösewicht 561, 
Erätziffe 561, Züchtigen 759, Schlagen, Hieb 264, 118, 298, 338, 
509, 773, 774, Scheren 760, 873, 952, Ergreifen 378, 763, Be- 
kriegen 141, Jagen 318, 695, 516, Fischen 317, Reiten 924, 
Springen 462, 463, Schälen 226, Wärmen 373—377, Verändern 
926, Binden 147—149, Kaufen 110—113, 737, Erzählen 170, 
Schlafen 291, 293, Erheben 362, 363, Fallen 382 ff 707—709, 
Verbrechen 907, Friede 796, Schramme 845, Mahlzeit 665, Be- 
hagUchkeit 271, Haus 290, 622, Schloss 437, 394, Weg 500, 
Brücke 844, Hafen 817, Weinberg 289, Glocke 502, Thür 636, 
Krone 797, Tuch 809, 810, 835, Strumpf 939, 563, Lanze, Sporen 
300, 301, Messer 294, Waage 390, Krug 679, 680, Wetzstein 
869, Karren 923, Last 677, Gemälde 404, Würfel 786-788, 920, 
Mark, Pfennig 188, 687, Ruthe, Stock, Besen 87, 782—785, Korb 
789, 790, Salböl 497, Wachs 21, 523, 601, Honig, Fleisch 272, 
ES 933, Mehl 512, 526, Brot 767, Gewürzwaaren 927, Haupt, 
Glieder 175, Hand 34, 70, 364, Auge 589-592, Mund 634, 627, 
Zahn 895-899, Blut 171, Flügel 777, 778, Farben 16, 359, 874, 
875| 934. 

2* 



90 

Der Natur im allgemeinen sind entnommen die Bilder über: 
Welt 510, Sonne 520, 620, Jahr, Tag 834, 858, 862, 864, 381, 
Sommer, Winter 285, 286, 862, Welter, Sturm, Regen 422, 424, 
423, 805, 916, Hitze 540, 541, Glanz 830, 868, Feuer, Rauch 
105, 446, 758, 883, 901, Wasser 393, 500, 766, 803, 804, 870, 
Wassertropfen 281, 282, Teich 377, Fluss 762, Berg 496, 621, 
Ebene 922, Sand 506. Von den Metallen dienen Gold und 
Silber als Bezeichnung von etwas Wertvollem, Zinn, Blei zur 
Bezeichnung etwas Minderwertigen 71, 621, 689, 795, 802, 807, 
819, 826-829, Blei bezeichnet auch etwas Schweres 928, Eisen 
und Steine etwas Hartes 283, 885, 524, 525, 950. Aus dem 
Tierreich sind zu Bildern benutzt: Pferd 163, 765,849, Rind 514, 
932, Ziege 681, 682, Lamm 954, Schwein 498, Hase 514, Fuchs 
704, Wolf 798, Leopard 172, 832, Löwe 799, Vögel 683-685, 
811, Krähe 686, Rebhuhn, Habicht 515, Geier 513, Pfau 710, 
Aal 833, Spinne 248, Ameise 484—488. Aus dem Pflanzenreich 
sind zu Bildern verwendet: Hollunder 929, Klee (Dreiblatt) 552, 
Nuss442, Kohl 206, Frucht 160, 163, 355, 666, 678, 688, Blume 
379, 440, 752, Wurzel, Wipfel 161, 162, 273, 391, 392, 936, 
937, Zweig 779, Heu 820, Getreide 807, Korn, Ähre 5, 441, 
511, 600, 930, 931, Stroh 511, 602, Spreu 495, 603, 833, Same, 
Aussaat, Säen 150,' 151, 153, 155-159, 504, 505. 

m. Inhalt. 

Die Sammlung ist soviel wie möglich dem Inhalt nach ge- 
ordnet, und vermag also diese Anordnung schon einen klaren 
Überblick über den Inhalt der provenzalischen Sprichwörter zu 
bieten. Er ist namentlich insofern zu berücksichtigen, als er 
mit dem Gulturleben des Volkes in engem Zusammenhang steht 
Die Bem erkungen hierzu haben in der Sammlung an den be- 
treffenden Stellen ihren Platz gefunden. Beeinträchtigt wbd 
das aus der Sammlung gewonnene Gulturbild jedoch dadurch, 
dass die Sammlung eben nicht den gesammten damaligen 
Sprichwörterschatz des provenzalischen Volkes enthält, sondern 
nur den Teil desselben, der uns durch die Lyriker zugänglich 
gemacht oder vielmehr aufbewahrt worden ist, jedenfalls aber 
durch ihre Anschauungen hindurchgegangen, also mit denselben 
gefärbt ist. Wie subjectiv die Anschauungen der verliebten 
Troubadours manchmal sind entgegen denen der übrigen Be- 
völkerung, erhellt aus den Sprichwörtern 871, 891—894, welche 
ja die Dichter gar nicht gelten lassen wollen. Wie viel Sijrich- 
wörter werden sie also gar nicht verwendet haben, weil sie 
nicht für ihre Dichtungen passten? Die Charaktere sowohl als 
die Lebensstellungen der Troubadours waren zwar sehr verschie- 
dene, sodass wir diese Verschiedenheit und Vielseitigkeit auch auf 



21 

die von ihnen verwendeten Sprichwörter ausdehnen zu dürfen 
glauben könnten. Obgleich wir unter ihnen aber Fürsten, höhere 
und niedere Ritter, desgleichen Geistliche, Handwerker und Spiel' 
leute, die teilweise sehr niederer Herkunft waren, finden, so dehnt 
sich eine ebensolche grosse Verschiedenheit nicht auch auf die 
Dichtungen dieser in ihrer Lebensstellung doch weit auseinander- 
stehenden Männer aus, sodass dieselben sogar ihrer Eintönigkeit 
halber getadelt worden sind. In den weitaus meisten Fällen bildet 
den Gegenstand ihrer Dichtungen der Frauendienst, und klein ist 
die Anzahl der Gedichte, die sich auf anderen Gebieten bewegen. 
Dementsprechend überwiegen denn auch die Sprichwörter, deren 
Inhalt die Freundschaft, die Liebe, Dienstbeflissenheit, Beloh- 
nung, HofTnung etc. bilden über die, welche von Krieg, Gewalt, 
Verrat etc. handeln. Der Unterschied zwischen lyrischen und 
epischen Sprichwörtern tritt hier zu Tage. Stellen wir eine 
Uebersicht des Inhalts zusammen, so handeln von Liebe, Treue 
und Freundschaft 81 Sprichwörter, von Fleiss, Anstrengung, 
Beharrlichkeit 76, von Vergeltung, Dank, Belohnung 61, von 
Glück, Glückswechsel 54, von Lehre, Ermahnung, Tadel, Züch- 
tigung 50, von thörichter Hoffnung 49, von Thorheit 41, von 
Ehre, Wert, Ruhm 33, von Undank und vergeblicher Mühe 32, 
von Hoffnnne 26, von Mässigung 25, von Täuschung 24, von 
Furcht und Mut 23, von Geduld 20, von Anstand im Reden 
und Benehmen 18, von Barmherzigkeit, Milde, Nachsicht und 
Freundlichkeit 18, von Erblichkeit der Gtesinnung 17, von Hab- 
sucht und Geiz 17, von Ungeduld und Zorn 14, von Verstand 
und Weisheit 14, vom Schweigen 9, von Betrug, Treulosigkeit, 
Verrat 9, vom Lügen 7, von der Macht der Gewohnheit 7, von 
Not 6, von Stolz 5, von Gott 5, von Sterben 4, von Selbst- 
beherrschung 4, von Streit und Krieg 3, von Gewalt 2, von 
Unrecht 2, vom Schwören 2 und von Rache ein Sprichwort. 

IV. Yerwendimg der Sprichwörter. 

1. Hfinfigkeit ihrer Anwendung. 

Es gehören Bertran Garbonel 58 Sprichwörter an, dem 
Credichte Seneca 57, Guiraut de Bomelh 46, Peire Cardenal 40, 
Guiraut del Olivier 34, Peire Vidal 33, Anonym 29, Bertran 
de Born 29, Folquet de Marseill 24, Bernart de Ventadorn 23, 
Ponz de Capduoilt 23, Raimbaut de Vaqueiras 21, Gaucelm Faidit 
19, Aimeric de Peguilan 18, Marcabrus 18, Amanieu des Escas 
17, Guiraut Riquier 16, Daude de Pradas 13, Elias Cairelsl2, Ca- 
denet 12, Pefrols, Flamenca, Peire Raimon de Toloza u. Matfre 
Ermengau (Brev.) 11, Amaut de Maroill, Raimon de Miraval, 
Albert de Sestaro, Peire Bremon u. Bartolomeo Zorgi 10, üc 



Bninet, Lanfiranc Gigala, Elias de Baijols, Raimbaut d'Aurenga, 
Guillem Ademar je 9, Gui d'Uisel, Gercalmon, Folquet de 
Romans, Raimon Vidal, Sordel, Gavauda, Gausbertjde Poicibot, 
Ponz fitbre d'üzes je 8, üc de San Circ, Reimon Jordan, Guillem 
Mamet, Arnaut Daniels, Guillem de Montaignaeout, Lamberü 
de üonanel je 7, Guillem de Bergueda, Peire d'Alvernhe, Ber- 
nart de Pradas, Serveri, Guillem IX. c. de P., Johan Esteve je 
6, Perdigo, Bernart de la Barta, Guillem de Gerveira, Guiraut 
de Galanso, Mönch von Montaudon, Betran d'AIamano, Aimeric 
de Belenoy je 4, Guiraut de Sallig^nac, Uc Gatola, Peire Milo, 
V. et Vert., Blacatz, Bertran de Pqjet, Beatrk, c. de Dia, Ponz 
de la Garda, Pistoleta, Guillem de Gabestaing, Guillem Firaeira, 
Ademar do Rocaficha, Guillem de Mur, Berenguier Trobel, Rai- 
naut de Ponz, Bemart Martin je 3, Peire Rogier, Blacasset, 
Guillem Augier, Jaufre Rudel^ G. P. de Gazais, Azalais de Por- 
caraignas, Jordan Boneis, Nat de Mons^ Bonifaci Calvo, Guillem 
Durandus, Croissade contre les Albigeois, Richard de Berbezilh, 
Guillem de St. Leidier, Raimon de Gastelnou, Augier Novella, 
Peire del Poi, Gaucelm Raimon, Guillem de Biarn, Paulet de 
Marseil, Uc de la Baccalaria, PaJais, Guillem Evesques, Lantel- 
met del Aiguillon, Bereneuier de Palazol, Trobaire de Villa 
Arnaut, Arnaut de Tintinhac, Monge de Foyssan, Peire de la 
Mula, Traduction de B^de Je 2, Guillem Amieis, Peire de 
Bussignac, Jordan de Venaissi, Guiraudo lo Ros, Aimeric de 
Scarlat, Guillem de Baus, Bonifaci de Gastelnou, Lemozi, Guillem 
de la Tor, Paul Lanfranc de Pistoja, Uc de l'Escura, Almuc de 
Gastelnou, Pujol, Guiraut d'Espaigna, Sail d'Escola, Peire Imber, 
Guiraudo, Rostainh de Mergas, Bemart Tortitz, Duran sartre 
de Garpentras, Bernart Sicart de Marvejols, Bertran Albaric, 
Guillem Fahre, Guillem Godi, Bertran de la Tor, Ponz Santolh 
de Tholoza, E^squileta, Arnaut Peire d^ Agange, Tomers, Peire 
de Valeira, Bernart de Marseille, Oste, Bertran de Tot lo mon, 
Guillem Durfort, Guiraut de Lus, Ebles d'Uisel, Peire E^agnol, 
Uyuet, Vescoms de Torena, Bernart de la Fon, Bertran, Guionet, 
Richartz de Tarascon, Peire Bremon lo Tort, Raimbaut de Bel- 

S' c, Uc de Maensac, Arnaut Gatalan, Torcafol, Dalfinet, Peire 
uillem de Tholoza, Uc de Mataplana, Rofian, Guillem, Raimon 
Ferraut, Livre de Sydrac, Peire Guillem de Luzerna, Rainaut 
de Tres Sauzes, Sifre, Elias Fonsalada, Bemart, Lignaure, Au- 
storc de Segret, Aigar et Maurin, Raimon Gaucelm de Beziers, 
lo vesques de Glarmont, Guigo, Guillem d'Apchier je ein Sprich- 
wort. 

Es ist aus dieser Zusammenstellung, die 174 Dichter um- 
fasst, ersichtlich, dass wohl keiner der Lyriker ermangelt haben 
wird, sich die Sprichwörter, welche zu seinerzeit in Gebrauch 



S8 

waren, für seine Dichtungen zu Nutzen zu machen, der eine 
mehr, der andere weniger. In besonderem Grade filt dies 
jedoch, wie die vorausgeschickte Zusammenstellung zeigt, von 
den sogenannten Spruchdichtem. Die Sprüche, welche die 
provenzalische Litteratur aufzuweisen hat, sind von Bertran 
tiarbonel und Guiraut del Olivier. Femer gehört hierher ein 
»Seneca« betiteltes Gedicht, ein Auszug aus der »Weisheit Salo- 
monis«. Allerdings dürfen wir voraussetzen, dass viele der 
Spräche B. Garboneis, Oliviers und Senecas im Munde des 
Volkes lebten, indem volksthumliche Versionen entweder vom 
Dichter zu seiner Arbeit benutzt worden waren, oder die sehr ge- 
meinverständlich gehaltenen Sprüche teilweise ins Volk übergingen 
und sich dort Bürgerrecht erwarben. Deshalb sind anch die 
Sprüche zu dieser Arbeit herangezogen worden, wiewohl ja viele 
in dieser Gattung der Poesie uns aufbewahrten Sprichwörter in 
ihrer Originalität dem provenzalischem Volke nicht angehören, 
und dem täglichen Leiben der Bevölkerung vielleicht gändich 
fremd gebliebene Uebersetzungen sind. Aus diesem Grunde müssen 
wir den so importierten Spricnwörtern, wir wollen sie gelehrte be- 
zeichnen, immerhin zwar etwas Misfrauen, was ihre Popularität 
anbetrifift, entgegen bringen, dürfen dieselben deshalb aber noch 
nicht gänzlich ausschliessen. Nicht allein die Spmchdichter, 
sondern auch die eigentlichen Lyriker verwenden öfters gelehrte 
Sprichwörter, eine Trennung derselben von den volkstümlichen 
Sprichwörtern war daher nicht gut durchführbar. 

Bei den eigentlichen Lyrikern steht die Fmchtbarkeit an 
Sprichwörtern in einem als ziemlich gleichmässig zu bezeich- 
nenden Verhältnis zur Anzahl der von ihnen überlieferten Ge- 
dichte. 

8. Anwendiuiff der SpriehwOrter. 

Als diejenige Redeform, welche den weitesten Sinn im 
knappsten Gewände bietet, eignet sich das Sprichwort vor- 
nehmlich zur Zusammenfassung einer ausführlicnen Gedanken- 
reihe in einem gewissermassen die Summe derselben ziehenden 
Hauptmomente. Dem entsprechend musste die Stellung des 
Sprichworts entweder am Kopf der Gedankenreihe oder am 
Schluss derselben sein, und in der That fmden wir diese Stel- 
lung zu Anfang oder Schluss einer Strofe von den Sprichwörtern 
bevorzugt. Als Beispiel mögen die Sprichwörter Guiraut del 
Oliviers, Bertran Carboneis und Bertrans de Born dienen, von 
denen die Sammlung 121 aufführt. Unter diesen 121 befinden 
sich 28, welche den Anfang einer Strofe bilden, 40, die den 
Schluss ausmachen. 

Die am Anfang einer Strofe stehenden Sprichwörten haben 
im grossen und ganzen den Charakter einer Einleitung oder 



Ueberschrift, an welche der Inhalt der Gobia durch perque, que, 
car etc. angeknüpft ist. Es stehen von den drei genannten 
Dichtern zu Anfang der Cobla die Sprichwörter 76, 78, 87, 96, 
101, 104, 149, 165, 194, 410, 500, 503, 527, 557, 564, 588, 642, 
670, 672, 755, 777, 791, 811, 812, 839, 895, 910, 918. 

Zu Schluss der Strofen namentlich didactischer Gedichte 
finden die Sprichwörter in erster Linie Anwendung als schluss- 
bildende Moral, wie 641 oder als Zusammenfassung des vorher 
gesagten wie 599, endlich auch als Beweis des Vorausgehenden 
wie bei 168. Hierher gehören von den drei genannten Dichtern 
die Sprichwörter 26, 61, 168, 190, 220, 263, 265, 269, 291, 318. 
336, 347, 355, 362, 555, 556, 560, 599, 605, 641, 650, 663, 702, 
713, 719, 720, 748, 749, 751, 754, 759, 773, 801, 808, 855, 947, 
949, 952, 954, 980. 

Bei der Anwendung der Sprichwörter innerhalb der Strofe, 
welche Stellung ja gleichfalls sehr gewöhnlich ist, finden sie die 
meiste Verwendung als Beweis oder Bestärkung des Gesagten 
oder als Grund für eine Handlungsweise, in welchem Falle ihnen 
wohl mehr die Bezeichnung »eixemple« zukommt. Daneben 
finden sich aber auch hier viele Belehrungen und Ermahnungen, 
für welche die Bezeichnung »reproviers« passender ist. 



B. Sprichwörtersammlung. 

I. Die Liebe im Sprichwort. 

Sie wird uns vom Sprichwort als die höchste und edelste 
aller Freuden gepriesen, ohne welche das Leben keinen Wert 
hat. Zur Vervollkommnung eines Ilitters oder einer Dame war 
daher Gewandtheit in Liebesangelegenheiten oder ein Liebes- 
verhältnis selbst von ünerlässlichkeit : cf. Brev. 27865. 

1 Hom ditz que gaugz non es senes amor. A. de Peg. 29, M.G.1000, c.l. 
— 2. Non es hom senes aznor ualens. G. Riq. 10, 27. - 3. Nols hom 
non a fin pretz verai, | si d*amor no se met en plai. G.de S.L.6, M.W.11,46, 
0. 2. — 4. lal reproviers non 1er garens j an Huget quem dis en lati | que 
de lui dizon siei uezi | qu'en aisso es deconoissens, I que per amor de na 
Sansa, | estai caillors nois bobansa. R. de Mir. 30, Arch. 34, 195, c. 4. — 
5. Om ses domneis no pot valer | plus que ses gra lespics. P. d'Alv. 15, 
M. W. I. 93, c. 8. — 6. Hom ses dona re no val. Matfre E., M.G. 1, 206. cf. 
Brev. 30186. - 7 No m'a sabor dona senes amor. G. Faid. 62, M.W. II. 
91. c. 7. — 8. Domna non pot ren valer | per riquessa ni per poder | se 
jois d'amor no la spira. Cerc» 3, Chr. 47, 32. 

Allgewalt und Macht der Liebe werden hervorgehoben in 
den Sprichwörtern : 

9. Amors uens e forsa totas gens. A. de Mar. 12, c 1. — 10. Amors 
apodera e vens | paubres e manens. Ad. de R. 3, c. 3. — 11. £s ibrsatz 
per fin amor coral | que forsals rics eis paupres per engal. M. de. M. 



25 

% M. G.898, 89. — 12. Paubres e rics fai amor d'aat paratge. B. de 
yent.42. 18, L.R. 831. — 18. Aysi pot leu far fin aman I amor del petit 
CO del gran. Sordel 28, M..G. 550 c.2. — 14. Noi aal repropchiers com 8ol 
dir per afortimen: Amors fai engal tota gen. D. de Prad.8, Arch.85; 861,9. 

— 15. Als auctors ai ancse auzit dir, qu'en ben amar em quascus d*un poder. 
Perd.3, M.W.III. 69, 22. — 16. Ovides mostra chai I e Pambladura o rejtrai / 
qne non soana brun ni bat Camors). Uc Cat. 1, A. A. IIL 99, c. 10. — 
17. Ovidis retrays qu'entr'els corals amadors | non paratge i a ricors. A. 
de Mar. 19, M. W. I. 170,28. — 18. Ovidy o retrai qu'amors per ricor non 
vai. Az. de P. 1, M. W.IIl. 176, 21. — Almuc de C. 1, c. 2, Arch. 84, 403. — 

19. Ges amors segon ricor non vai. B. de Vent. 10, M.W. I, 41, c.6. — 

20. En Bernartz dis de Ventadom: Amors segon ricor no vai. A. Vid., 
Chr.219,21. — 21. Amors eguet Taignel (lo cerf D) el ors | ni per aver s*afrays. 
G. de Born. 20, Arch. 51, 5,c.5. — 22. Om non den gardar en amor | gran 
parage ni gran ricbor, | qn'amors den esser comunals | pois Puns es ves 
Tautre lejals | quar fin amors pren a amic | tan tost lo paubre com lo ric / 
e vai mais merces qe rasos | en amor, co dis Salomos. P. de Capd. 9, 
115. ~ cf.P. Vid. 11, 22. - P. del V. 1, c. 8. - 23. Maynthas vetz dreitz 
defen | so qu'amors cossen. Ad. de R. 8, c 2, R.5, 2. — 24 Tos temps fo 
e tos temps er | que grans amors no te guaran. R. d*Aur. 19, M. G- 360,c.6. 

— 25. Oras en sai ben com es de fin aman ) el senz non a poder contral 
talan. G. d'Uisel 3, Arch 82,402, c 4. — 26. Fin amors non obra segon 
sen I en nulha ren tan com segon taten. B. Carb. 88, Dkm. 28, 17 — cf. 
Gaue. Estaca, M. G. 1066, c. 8. — 27. Qui que en amor quer sen | seih 
non a sen ni mezura. B. de Vent. 16. M. W. I. 27. — 28. Lai on amor 
s'aten | vai foudatz en loc de sen. P. R. de Toi., Chr. 87, 27. — 29. Pou- 
datz uai entr'amadors per sen. R. de Mir. 31, Arch. 51, 244, c. 5. — 80. 
La foudat tenc a sen | que d'amor taing. G. Faid. 62, Arch. 88, 458, c.l. 

— 81. En amor non sec hom drecha via | qui gent no sap sen ab foldat 
despendre. Lamb. de B. 9, M. W. I. 68, c. 5. , 

Auf das Verhältnis der Liebenden unter einander, und 
zwar auf ihre Treue, Dienstfertigkeit, Geduld, Besorgnis, Ver- 
schwiegenheit beziehen sich : 

32. £1 savis dis que cel qui be volria esser amatz ames be ses bauzia. 
P. Card. 4, M. W. III. 76, c. 5. — 33. Ben ama que si' amatz. B. Carb. 
46, Dkm. 19, 8. — 84. Amors es com miega perduda f cant es trastota 
d'una part | . . . e direus n*ay, si nous sap mal, | un repropchier que 
fort m^azauta c'ab la una ma lavon Tautra | et ambas los huelhs e 
la cara. A. d. E., R. 5, 21. - cf. B. de Vent 80, 12, Arch. 88, 456. 

— 85. £ra greu fis cors enves dos latz. G. de Born. 58, Arch. 38, 
319, c. 8. — 86. Pos unam uolc dos, | mi non amet ni vos. G. de Born. 
62, M. G. 947, c. 6. — 37. Hom non pot seruir dos senhors. Pujol 2, 
c. 3, M. G. 58. — 88. Amors no vens menassa ni bobans, mas | gens ser- 
virs e precx e bona fes. üc B. 4, M. W. IIL 206, c. 2. — 89. Bon amor 
gazanh hom ab servir. R. de Berb. 3, M. W. IIL 39, c. 7. — 40. Brau cor 
s'afranh qui gent lo sier humilmen. üc de S. C. 3, M.G. 1 145, c. 5. — 41. 
Qui ben ser sidons nos esmaia | ben es razos que joi Ten eschaia. G. d'Es- 
paigna 14, c. 5, M.G. 563. - cf. Pist.4, M.W.III 192, c. 3. — 42. Amors 
guazardona servir als sieus. G. Riq. 54. 32. — 43. Fis amans deu gran tort 
perdonar | e gen sufrir maltrait per guazanhar. G. de Gab. 6, M. W. I, 
109. — 44. Amicz, sulren merceyan | conqueron li fin aman. Alb. de Sest. 
10, M. W. IIL 181, 27. — 46. Cre me tu qe merseian, | aman, sirven et 
preian | conquer hom amia. A. de Peg. 16, c. 4. — 46. Amors dona lei / 



qaom Fautnii tort blan e mercef. G. de Born. 36, M. G. 838, c. 2. — 47. 
Deziran deu hom d*amor jauzir. R. de Mir. 13, Chr. 153, 11. — 48. Ovi- 
dis ditz en un libre e no i men, | que per sufrir a hom d*amor son 
grat B. de Berb., B. 3, 456. — 49. Plus uencutz es cel qui s'afortis / 
qae cel que sap humilmen obezir | doncs ben es fols qui ab amor ger- 
reia. D. de Prad. 17, M. G. 1052, c. 3. — 50. Si meteys destrigua | seih 
quab amor guerreya. Sail de Scola 1, c. 3. — 51. Si m sai ieu d*amor 
lo melhor sen | qn^om ja de re no 8*eQ fezes iratz, | mas qu'om saubes 
son mal sufrir em patz. Peirols 1, M. W. IL 19, c. 4. — 52. Amors 
ab ira nos fay ges. P. Vid. 27, 29. — Matfre E., M. G, 1, 217. - 53. 
No s taing q'om ab amor s'azir, | pauc gazagna drutz d'ira ples. Le- 
mozi, M. W. III. 247, c. 3. ~ 54. Aug dir, canc nos iausic | drut d*amor 
acelat | quis fezes trop cuchos | nis demostres celos. Perd. 10, Arch. 36, 
447, c. 2. — 56. Vos sabes e trobes ho legent | que fort gilos es fora de 
son sent. G. de Murs 5, 21, Meyer 291. — cf. P. de Barjac, Chr. 199. 1. 
P. de C. 1, 43. — 56. Si ben amas, ben tems. Flam. 4105. — 57. Qui 
non tem non ama coralmen. R. Jord. 11, M. G.107, c. 1. — 58. Non ama 
qui non es temefos. Peire Imber 1, c.4, M. G. 750. — 59. Om non ama 
fiuamen | senes gran temensa gaia. B d'Aur. 23, c. 7. — 60. Ades tem 
hom vas so qu'ama falhir. B. de Vent. 1, 15, M. W. I. 16, c. 2. — 61. 
Temer e celar. B. de B. 39, 31. — 62 Ap selar creys hom tot dia d*amor 
ioy e hon saber. G. Riq. 40, M.W. IV. 252, 39. — 63. Solan tota uia 
deu hom son joy conc|uerer. G. Riq., M. W. IV. 262, 29 — 64. Vers es 
e sabez o que fis amics deu celar son corage. Guiraudo 1, c. 6. — 65. S. 
mezeus tray qui d*amor retray. Best, de Mergas 1, c 3. — cf. P. Vid 
11, 20. — 66. Om deu so selar e cubrir | que non tanh vezer ni auzir. 
Sordel 15, M. W. II. 252, c 6. — cf. Brev. 31833. — 67. Ni non [sab 
d*amor ben jausir | qui non sab celar e sofrir | ni ja non sera benananz / 
qui non es sofirenz e celanz. P. de G. 9. 2H5. — 68. Ieu say selar e 
sufrir so que tanh a lial aman. A. de B. 15, M. G. 897, c. 5. -- B. Carb. 
3, c. 6, M. G. 1647. — 69. Ab celar et ab sufrir grat de midons conquerria. 
G. Biq.33,20. — cf. Formit de Perpignan 1, F. 61, Ib. — Ralm. B.d'Arle2, 

F. 141, 20. 

II. Freundschaft. 

Das Sprichwort behandelt die Freundschaft von verschiedenen 
Gesichtspunkten aus, es hebt ihren Wert hervor, legt die Pflich- 
ten der Freunde dar etc. 

70. Do asforsas ha essa ma | qui pot aver amic certa. Sen., Dkm.200, 
35. — 71. Om ditz que may val en cocha | amicx que aur e tor serrada. 
A. d. E., R. 5, 22. — 72. Om ditz sa cort a clauza qui es en ben vezinat. 

G. del OL, Dkm. 36, 4. — 73. Amors forma de dos bos companhos | es 
pus forma, e dis o Salomos, | c'amors corals. B. Carb. 15, M.W.III. 156, 
41. — 74. Ieu sai e cre | mas ies non o die per me | qu'als uerais amics 
corals I non uai enan lor captals. G. de Born. 72, Arch. 51, 10, c. 6. — 
75. Enans pot hom enemicx [ aver cent qe docx amicx. An. 192, Arch. 
50, 274. — 76. Ses pro tener amic tenc per engal | cum fatz mon enemic 

ue nom fai mal. B. de B. 21, 31. — cf. B. Carb. 34, Meyer 515. — 77. 

Is amics deu gardar per un cen | mais de sidonz quel sieu enantimen. 
G. de Mont. 10, Arch. 34, 200, c 3. — 78. Auzit ay dir manta sazo/ 
c'amicx conquier qui val del sieu. G. del Ol. 6, Dkm. 35, 8. — - 79. Ja 
commanda razos | cel que ben fai deu ben trobar amis. P. Vid. II. 5 



^i 



27 

(P. Milo 1). — 80. Qoi aal a aaledors. G. Riq. 80, 45. — 81. Aisso es 
gran cortezia i qui salva que salvat sia. P. Card. 27, M. W. 11. 201, c. 2. 

— 82. A far amic fay lonc demor | mas pueiss Tama de tot ton cor. Sen., 
Dkm. 200, 15. — 83. Amicx y a et amicx. A. d. E., Mila 424. — 84. 
Aqnel es vertadiers amicx | que t'esenha com te castix, | Tamic que te 
castia t*ama j aquel creis^ton be e ta fama. Sen., Dkm. 201. 15. — 85. 
Qni bau ama ben castia | e qui conorta folor | vol, qu*om la tassa mejor. 
6. d'Uisel 18, Chr. 170, 17. — 86. Totz hom fai uas son amic engan / 
Sil autreja so quell es malestan. G. d'Uisel 17, M. G. 696, c. 3. — 
cf. An. 136, Meyer 673, IL — Montan 1, R. 5, 267. — 87. Salomos 
nos es recomtans ... | Sei que perdona sas viergas | per sert adzira 
808 efas. G. del Ol. 55, Dkm. 88, 7. — 88. Qui laycha Pefant a son 
Tol, I can el es grans, vay asson dol. Sen., Dkm. 211, 36. — 89. El 
proverbis vai nos o referman que ditz | c'als hops conoys hom tota 
via son bon amic. B. Carb. 69, Dkm. 12, 2. ^ 90. Als obs conois 
hom amic | e paren, per ver t'o die. G. del Ol. 62, Dkm. 33, 23. — 91. 
A la gran cocha conoieheras | si val tos amicx ni si Tas. Sen., Dkm. 
200, 28. — 92. Bo« amics en cocha par. A. d. E. R., 5, 24. — 93. 
Hom bos son bon companh | a sos grans ops non falb nil so&anh. J. 
Esteve 2, M. G. 195, c. 4. — 94. Fizel amic lun temps no fal | per pau- 
brieyra ni per trebal | aquel amic tenc per estranh I que a la gran cocha 
sofranh. Sen., Dkm. 202, 5. — 95. Ja Tamic no er esprovatz | en benanansa 
ni en patz; | ni Tenemic nos selara | tantost com trebalat te veira. Sen., 
Dkm. 201, 28. — 96. Escrig o truep en Salomo | c'als grans gautz nos 
demostr'amic, | ni no si sola enemicx | als grans destricx. G. del Ol. 22, 
Dkm. 87, 20. — 97. Pro auras amicx, si pro as i si hiest paubres, sols 
remandas. Sen., Dkm. 202, 11. 

III. Dienstyerhältnis. 
a. Vergeltiiiig>, Bestrafung, Belohnung, Erblichkeit des Charakters. 
98. S*om a fach ben o mal | loguiers esper tot aital. G. del Ol. 61, 
Dkm. 43, 29. — 99. Los mals eis bes son tug iutgat. D. de Prad. 12, c. 5, 

— 100. Vers es que tug l'ome que so, Fan mal que notz o ben que val. 
£t es razos que tug li mal Seran punit el be merit Nat de Mens, M. W. 
ni. 310, 7. — 101. Dieus non laissa mal a punir, paraula es vertadeira. 
B. Carb. 88, Dkm. 14, 26. — 102 AI meins a deu no s'en pot Tescobrir/ 
cel c'a rescos nos garda de faillir. Perd. 4, Arch. 84, 446, c. 5. — 108. 
Greu pot falsa mesclaigna lonc tems teuer dreita uia. UcB.6, M.G.984,c.4. 

— 104. Bes e mals cascun pareis | ja tan rescost nos fara. B. Carb. 29, 
Dkm. 5, 9. — 105. Hom di o for lo mon | quel fuecx nos fay tan preon / 

|Qe lo fums non an fortz. B. Carb. 88, Dkm. 15, 4. (cf. Hs. N. 86a.: 
'eira tota via en tal loc | unt hom non ves lo fum del foc. An.). — 106. 
Per mal voler mal pren. Peirols 22, M. W. II, 22. — 107. Qui mal fait 
mal pren. P. de C. XXII, 13. — 108. L'evangelis ditz aquesta razo que, 
qui auci murir deu eyssamens. B.,de Cast. 3, M. W. III. 187, c. 4. — 
109. Aissius uencant cum uos m*auetz sobrat. R. de Vaq.l2, M.G. 55,c. 7. — 
HO. Dretz es en leial fe c'aissi com hom compra venda. üc de S. C.15, 
M.G.1139,c2. -— 111. Qui car compra car ven a scgon la lei de piza. 
Marcll, M.G.221,39. — 112. Quascus qui car compra car venda. Bern. 
Tortitzl,c4. - cf. G.deBalaunl,M.W.lII.41,c.4. ~ Bern, de la Fon,P.O. 
395,c.6. - R. d'Aur.40,c.7. -- Ralm. B. d'ArleS, F. 144,18. — 113. Qui ben 
fai non es dreg qel car uenda. Alb. de Se8t.l2, M.G.785,c.3. — cf Matfre 
E.8, Az.l34,c.7. — 114. Guizardos rendre lai on seschai | es genta res e 
jaida on s'estrai. Cad.l7, M.G.75,c.5. — 115. Guizardos no fai hom de non 



S? 

F( 



re I e quier l'a tort qui non a fag de que. Cad.lO, M.W.III.64,c.3. — 116. 
Qai croi seru croi gi^ardon aten. Daran sartre de Carpentrasl,c.5, M.G.105. 

— 117. Drutz que ama falsamen | deu per dreg jutgamen | aver fals gui- 
zardos. G. Faid.52, M.W.n.l06,c.4. - 118. Se ditz, qui ben ser ben quer / 
e quils fals cre espera colps de fer. G. del OL, Dkm.36,17. — 119. Qui 
ben guia ben n'aura bos gazardos. Bern, de Marvejolsl, M.W,III.269,c.4. 

— 120. De bos faitz ren deus bon gazardo. R. de Vaq.3, Chr. 125,19. — 
12t. Auzit ai dir, qui ben sier ben guazardon aten. A. de Mar.3,M.W.l. 
164,c.2. — 122. Bo8 senher ren bos guizardos | qui bei ser de voluntat 
gran. Cad.9, M.W.III.57,11. ■— 123. Per servir bon senhor humilmen | ai 
uist paubre venir ric e manen. El. Cair.6, M.W.IIl.90,c.5. — 124. Ab bon 
seignor nois pert rics guizardos. R. Jord.ll,M.G.107,c.6. — 125. De ser- 
vir a bon senhor pot hom venir a gran be. Raim. de C.3,1. — cf. B. 
Jordan 8,c.5u.c.7. — Granet3,c.2, M.G.1635. - R. de Cassalas l,c.l. — G. de 
St. L.15,25,Meyer272. - Gaue. E8taca,M.G.1066,c.4. — B. de la Barta4, 
M.W.IlI.270,c.4. - Sen.,Dkm.212,7. — G. Riq.25,41. — 126. De bon luec 
aven bos guazardos. P.R. de ToLlS, M.W.I.146,c.3. — 127. De servir tanh 
qu'om guazardon renda. Alb. de Se8t.l2, M.G.784,c.4. — 128. De servir 
tanh quaisque guazardos. B. de B.4241. — 129. De servir taing caisque 
guizardos. F. de Mar8.16;30,Arch.5 1,265. — 130. Seigner deu ses plus far 
per razon j al servidor del servir guizardon. B.Zorgi 14, M.G.665,7. — 131. 
Ausit ai dir, en Guibert, so sapchatz, | de lonc servir tanh gran melhura- 
men. Bert. Albaric 1,17, Meyer655. — 182. Devers es qui son jornal ga- 
zanha | que om lo'n pac, segon qu'el jorn servi. J. Esteve, M. W.III.259l7l., 
C.4. — 133. Semblaram degues guizardonar | qui volontiers pren servizes 
ganres. Bereng.Trobell,19, Meyer514. — cf. Ugo de Pena l,c.6. — Lamb. 
deBonanel8,c.4,Arch.33,449. ~ B.Calvo 11, M.W.III,6,3. — G. de Bom.62, 
M.G.947,c.3. - G. de Berg. 3, M.G.165,c.5. — cf. 41. — 134. Qui ben fai 
tanh qu*en sia lauzatz. L. Cig.20.M.W.lII.128,c.l. — 135. Totz dos deu 
esser merceiatz. B. de la Barta5, M.G.1765,o.l. — 136. leu cre dos deu 
esser mercejatz | o ^raszitz o guizerdonatz. G .P. de Gazals7, Arch.34,401, 
C.2. — - 137. Beis tamg tant es rics lo dos c'aitals sial guizerdos. F. de 
Mars.7, Arch.51,263,c.5. — 138. Qui ben fes bes Vera datz. Guill. Fahre l,c.4. 

— 139. Qui ben fera ben trobera. P. Card.42, M.G.941,c.30. — 140. Bens 
li deu venir qui ben s'agura. B. de la Barta4, M.W.ni.275,c.l. — 141. 
Le reprouier cre que ditz, qui ben gerreia ben plaideia. R. de Vaq.13. 
M.G.55,13. — 142. Qui ben peing ben ven. M. de M.7, Ph.XIII. — 143. 
Qui ben pensa ben es sals. Alb. de Se8t.l,M.G.188,c.2. — 144. Mais 
val, mais de ben Ten revert. G. de Berg.20, M.G.592,c.5. — 145. Per 
plus pretz plus pretz es compratz. P. Card.7, Chr.175,20. — 146. Ja 
solon dir el reprouier que cel que val mais e mielz pren. G. de Bom.22, 
M.G.822,81. — cf. Ponz S. de Tholozal,c.5. — 147. Lo mouniers jutg'al 
moli: Qui ben lia ben desli. Marc. 17, Chr. 54,33. — 148. Bona fi fai qui 
ab bon arbre s lia. P. de la Garda2, M.W.III.203,64. — 149. Bona fin 
fai qu'ab bon albres lia. G. del 01.9, Dkm.36,17. — 150. Razos vol e 
dretz commanda j que qui semena que cuelha | qualsque semensa qu^es- 
panda. P.Card.61,c.8, M.W.II.2R5,c.3. - 151. Qui vol cuillir arena | primiei- 
ramen la semena e qui semena en pena | quel cueih en jauzimen. P. 
Card.27, M.W.II.200,c.7. — 152. Lor semensa frairina geta maluatz fruit 
qangrana. M arc. 36,23, Arch.33,339. — 153. Bon pretz cuoil cel qui semena 
honransa. A. de Peg.14,M.G.1181,c.6. — 154. Qui gaug semena plazer 
cuelh. üc B.l, M.G.5,c.3. — 155. De mal tuelh non cuelh | hom leu bon 
frut I ni d'avol fag bon plag | non sai retraire. P. Card.2 ,M.W.II.211,c.5. 
156. Qui mal semena mal coill. B. d*A1.5A7(a'**) — 157. Qui bon £mg 



2d 

ool reenlldr be semena | com mal semenan non er de ben ja ricx. Ser- 
Terill,MG.778,c1. — 158. Sil frugque semenas es bos | tuvenras ha bonas 
meissos. Sen., Dkm.214,11. — 159. Onrat frag de bona semensa. P. de 
Mar8.7, M.W.ni.l52,c.6. — cf. Guir. d'Espagna 12,c.4. — (Paure l,c.6: Anc no 
Tim tan malvat frug de tan bona semensa). 160. AI frag conojs hom lo 
frnchier j si com hom sent flor de rozier j al flairar ses tot lo aezer. 
P. Card.5, M.Q.214,c.2. — 161. De bona razitz es bos arbres eissitz. P. 
Vid.3,13. - 162. Cors fals de falsa razitz. Gnill. Godi l,c.4. — 163. El 
Yilanz ditz tras l'araire I bons fruitz eis de bon jardi | e d'avol caval rossi. 
Marc.l7,Ghr.54,35. - 164. Avol fils d'avol paire. Marc.l7,Chr.54,37. — 
165. So nos retrais Marcabrus de bon pair'ejs bon efan | e er eis del croi 
per semblan. G. del 01.63, Dkm.27,24. — 166. De bon pair bon efan. 
A. dePeg.l4, M.G.l881,c.6. — 167. Tota creatura revertis a sa natura. 
Marc.30, Cbr .53,27. — 168. Non es ni fo ni sera que cadauna creatara/ 
non reverte vas sa natura. B. Carb.51, Dkm.21,31 — 169. Sert es que cri- 
atnra j ressembla a sa natura. G. del 01.63 Dkm.27,28. — cf. R. G. de B. 
9, Azais27,c.4. — 170. leu sai e totz lo mons ho ditz | qa*ade8 retra hom 
lai don es issitz. An.250, Beyistad.f.r.I.39,5ö — 171. Yeramen bon sanc 
no men. B. Carb.63, Dkm.22,9. — 172. Ben pot hom dir au*ancmais filhs 
de Ihaupart no s mes en crotz a guiza de rajnart. El. Cair.9, M.W.TII. 
92,c.2. — 173. El reproiers es vertatz: Del cal seignor tal mainada. Bertr. 
delaTorl,K5,104. — 174. Auh dii mainta vegada: | De tal senfaor tal 
mainada. Brey.34588. — 175. Quan lo caps dol, van 11 membr'afeblen. 
P.SantolhdeThol.l,c.4. — 176. Pert lo filz can mor lo paire« An.l07,c.4. 

b. Freigebigkeit, Milde, Barmherzigkeit. 

Zusammengehalten mit denjenigen Sprichwörtern, welche 
den Herrn an den Lohn erinnern, möchten die folgenden fast ein 
unangenehmes Licht auf den Charakter der Dichter sowie ihrer 
Dichtungen werfen und fast den Anschein erregen, dass Be- 
lohnung und Geschenke ein Hauplzweck ihrer poetischen Thätig- 
keit sei. Peire de la Mula macht sich denn auch hierüber 
lustig: Arch.34,192»,c.2: Aquü arlot truan vant cridan dui edui: 
Datjg me que bos joglars sui. Diese Annahme mildert sich 
jedoch sehr, wenn wir berücksichtigen, dass meistens der Liebe 
Lohn erfleht oder um ein Unterpfand der Liebe angehalten 
wird, nur in einer geringeren Anzahl von Fällen aber der mar 
terielle Gewinn oder Vorteil von dem Dichter, der dann meistens 
wohl ein armer »joglar« war, im Auge gehabt wurde: 

177. Non es hom en pres ses donar. R.Vid., Dkm. 159,9. — cf. An. 
239,F.184^6. — 178. Grans corts mantenguda ses donar res no val. P. 
Br.l4, M.W.II1.253,c.4. — 179. Donan sai que conquier rics hom pretz e 
fina yalor. Esqailetal,R-5,143. — 180. Anc per pro donars senes autras 
foudatz I rix hom no fon cochaz. , G. de Born.75,c.2. — 181. Per donar 
es hom ancse | mais mantengutz e mais prezatz | e be uengutz on que 
sia. G. P. de Cazals7, Arch.34,401,c.2. — 182. Honratz es hom per des- 
pendre e pro lanzaz per donar f e blasmatz per uoler prendre | et en- 
colpat per gardar | Taver. G. de Bom.88,M.G. 844,c.l. — cf. B.Zorgil5,c.4. 
— Gull, Arch.35,10L — 183. Trop vuelas mais donar que querre. Sen., 
DknL211,80. — 184. Mieills gazaigna e plus gen | qui dona q*aicelqui pren. 
F. de Mar8.10,c.4| Arch. 51,263. — 185. Tolomeu det an bei iuiemen | qe 



30 

teng per seu zo q'il avia donat | e per perdnt zo c*auia jostat An.48,Arc]i.50, 
276. — 186. leu aozi dir a mon aviol | que qui non dona so quel dol| 
maintas vetz non pren so que s voL G.Fig.4, M.W.III. 115/23. — 187. Qe 
uol non pren, qi non dona qe dol. An.219, H8.F.211,14. — 188. Us cobes 
despen mais c'na larcs | motas ves e truep que sans Marcx | ajuda mais e 
Sans Donatz | que dieu ni dretz ni amistatz | per que fai mal qui non ser 
e non dona | e non presta si cum razos faissona. B. Carb.94, Dkm.8,2. — 

189. Anc hom escars non fo aventuros. B. del Pojet2, M.W.III.284. — 

190. Plus es francs, larcs e privatz, | fe qu'eu uos dei, 1 rics hom ab gerra 
que abpatz. B. deB.11,26. — 191. Grans gerra fai d'escars senhor larc. B. 
de B.29,3. — 192. Per gerra vey Pescars larc tornar | e per gerra vey 
tolre e donar. Blacasset6, M. W.III.246,c.l. — 193. Grans guerra qnant 
hom no i pot gandir | fai mal senhor vas los sieus airanquir. P. Gard.4, 
M.W.III.76,c.2. — 194. Anta Tadutz e de pretz lo descarga | gerra cellui 
cui hom no'n troba franc. B. de B.29,25. — 195. Mais pretz om bon dona- 
dor quan ses querre trai don avan. üc de la B.l, M.W.in.213,c.4. — 196. 
Es major merces e plus francs dos | quant hom fai ben a paubre vergonhos / 
qu'a malns d'autres qu*an en querre fianza. P. yid.32,D. — 197. Assatz 
ual mais ez es plus saboros | qan ses querre es fach auinen dos. A. de 
Se8t.l2,M.G.785,c.3. — 198. Dobla ualors | es de far bens et honors | lai 
on mestier an | anz c*om quieira ni deman. G. de Poic.3, Arch.33,457,c.4. 

- 199. Cel qi ses qere uol donar | be fai lo dos mai mil tant aprezar , 
qu*ai ben vist ses qere far ric do ] e dos qeritz merma lo meil del pro. 
G. deBorn.50,M.G.869,c.4. — 200. Gel don ten hom plus car i quant es 
pres ses demandar | ses afan e ses atendre. G. deBorn.38, M.G.844,c.3. — 
201. Trop ual mais us pauc dos leu donaz | non fai uns grans, quant es 
sobretariatz. Palais l.ci. — 202. Quan le dos es trop tarzaz | perd s*en 
souen le dos el graz. G. de Born.51, M.G.862,c.5. — 203. Trop val meyns 
dos quant es trop tarzatz. L. Cig.21,M.W.ni,125,c.4. — 204. Bella dompna 
ben sapchatz | qe mil tans ualria | us dos que hom fort uolria | sera tost 
donatz | que qui trop la tardaria | car cel qui dona viatz | fai sos gratz 
meilor. G. de Poic.3, Arch.33.457,c.5. — 205. Balomos dis »odis mou tenso 
e charitatz cobre trastoz doleiz«. Trad. de B^de, Chr.23434. — 206. Meils 
es que hom appelle ab charitat als chauls ma^jar que a vedel gras ab 
ira. Trad. de B^de, L.B.II.358. — 207. En cort de rei den hom trobar 
drechura | et en glesa merce e chausimen | e franc perdon de mortal 
faillimen | segon los ditz de la sainta escriptura. B. delaBarta4, M.W.IIL 
270,c.2. — 208. Dretz es qui merce crida i que trueb de son mal mescina. 
P. R. de Tol.12, M.G.792,c.5. ~ 209. Hom forfaitz, qan s'omelia | deu trobar 
merce, sis chastia. üc deS.C.4, M.G.1147,c.4. — 210. Servirs non val lai 
on dreitz non plaideia | ni plaideiars lai on merces sordeia. B. Zorgi 14, 
M.G.665,c.6. — 211. Merce deu trobar preyan | tot fin aman. G. Evesques 
l,c.3. — 212. Razos destrui, razos bat, razos pen ) per que val pauc razos 
ses chausimen. P. de C.XIX.85. — 218. Ben conosc e sai | que merces vol 
so que razos dechai. P. de Mars.l8, M.W.I.3 19,35. — 214. So que razo creys 
merces vai merman. A. dePeg.27,M.W.IT.160,c.4. — 215. Mantas vetz 
jutg razos a mort i que merces perdona lo tort. A. de Mar.,M.W.I.173,XX, 
32. — 216. Als vencedors es honors que merce los vensa. G. de Poic.l4, 
M.W.in.216,c.l. - 217. Qui vencut vens noi fai gran esfortz. R. Jord.6, 
M.G.81,c.l. — cf. Alegret l,c.2,M.G.18. — 218. Ben pauc fai d*ardimen | 
qui central uencut s*en pren. Bereng. de Palazol 9,c.4. — 219. Val en 
meinSi so cre | bars qui dechai aquo, que vencut ve. P. de C.XI1,7. — 220. 
Totz homs deu far perdonamen. B. Carb.24.a.58, Dkm.17,81. — 221. Quan 
lo ricT SOS menors acuelh gen | dobla son pretz el creys mais de lauiorz. 



81 

P. B. de Tol.16, M.W.l,136,c.4. — 222. Qui es leials servidors de bon cor 
enners son seignor, den ben per dreit trobar merces. Lamb. de B.8,c.6. 
— 223. Lai on es beutatz et ^retz ualens | non deu faillir merces ni 
chaozimens | Di guizardo de fin joi ses duptansa. 6. Faid.57,M.G.100,c.4. 

c. Undank. 

224. Soven de pan e de vi | noiris rics hom mal vezi | e sil tengues 
de mal aire | segurs es de mal mati | si noi met lo gazaignaire | don lo 
reproTiers eissi. Marc.l7, Chr.54,27. — 225. Pietz fai per semblan e 
maior desconoissenza I sei que uai trichan cellui quel serv. Bereng.dePa- 
lazol9,c.3. - 226. Qail sieu destrui que noi fai grand esfortz. R.Jord.6, 
M.G 8l,c.3. — 227. Qui Is sieus meteis yens | no m par sia ges grans 
afortimens. P.R.deTol.15. M.W.1.145,24. — 228. Tort fai | quil sieu dechai. 
R.deMir.83, Arch.51,244,c 3. — 229. Fai peccat quil sieu costrenh ses maleg. 
B.dePrad.3,c.2. — 230, Peccat fai qui mermal sieu. B.(lePrad.3,c.5. — 

231. Non es benestan qu*hom eys los sieus ausia. Blacatz6, M.W.II.136,c.2. 

232. Parra us rams de feunia quil sieu frauc hom lial murir fav. fil.de 
Barj.8, M.G.1024,c.5. — 233. Om non deu enrejuir lo seu e pois Tausia. 
P.deC.IV,l7. — 234. Blasm'es, dona, qui Is sieus ausi de dieu e dels 
pus connoissens. A.d.£., R.6,23. — 235. Dompna qe aucit lo seu | a cscien 
non yei \ ueis deu | e 90 es ben veritatz pura | ke trobem en sainta scritura. 
P.deC. 9.193. — 236. Qui non dona | ni perdona I als sieus ni ten pas i mal 
mejssona. P.Card. 10,M.G.760,c.2. 237. Anc hom aue greues lo^siens 
non fo noi perdes. G.dePoic.6, Arch.33,458,c.5. — 238. Er greu que non 
dechaia | quils sieus destru ni esmaia. P.Br.2, M.G.917,c.2. — 239. Quils 
sieus desenansa t el desenan pren mermansa | part lo blasme quel naten. 
El.deBan.ll, M.G.945,c.2. — 240. Ben mel dison tuit li saui del mou, que 
cel al dan cui es la seignoria. Gr.deCal.9,M.G.286,c.3. — 241. Si mor 
Tostre er lo dampnatie. An.56,6. — 242. Ben es paraula conoguda, que 
trop servirs toi guizardo. D.dePrad.l3,M.G. 1044,25. — 248. Mai ualria mortz 
que yius | qui pert sa bona sazo serven, quant seih Tes esquius | de qui 
aten guazardo. G Riq.8,19. — 244. Seryir longamen en perdon | ten hom 
per pietz que ren c'auja ni ueia. B. Zorgi 14, M.G.665,c.2. — 245. Amar 
ses pro non es frugz que engrais. G.deBerg.l6,c.4,M.G.167. — 246. Mala 
serf «cel que grat non a. B.dePrad., DknLl42,4. — 247. Om honra mal 
aisel don non a cura. G.Faid.52,c.5, M.W.II.89. — 248. Servirs ses gua- 
zardo crei que captals en sofranha. P.yid.15,27. — 249. Es jois frevolitz 
e sems | quan de servizi non ven gratz | cellui que nes mout trebaillatz. 
O.deBom. 25, M.G.823. — 250. Servirs mal gazardonatz | aicel quel pren es 
grans peccatz, | que per mal gazardonador 1 son paubre maint bo servidor. 
P.Yid.24,46. — 251. Trop servirs ten dan maintas sazos 1 que son amic 
en pert hom, so aug dire. F.deMar8.1, Arch.51,264,c.2. — 252. Es m*aven- 
gnt so c'ai auzit que dis en Folqetz Tamoros : Trop servirs. . . . B.yid., Chr. 
224,34. — 253. Pert son temps sei que vol envelhir | am seinhorieu don 
bens noi i>ot venir. Beren.Trobel 1,7, Meyer 513. — 254. Sens es e grans 
Talors I qui de brau senhor felo | se lonha ses mal resso. P.Vid. 16,28. — 
255. Assatz fai qui de mal seinporatge | si sap partir e longnar bonamen. 
P deC.3,23. — 256. Es fols qui nos desuia | de so don nos pot iauzir. 
El.deBaij.8, M.G.1076,c.l. ~ 257. Mot fai gran folia 1 qui trop am en 
perdoB. P.deC.XXII.25. 



32 



lY. Fleiss, Anstrengung, Beharrlichkeit, Hat, Farcht, 
Trägheit. 

258. Ap gens seruir ai uist mains aturs far. El.Cair.5,c.6. — 259. 
Bob servirs mi deu ualer. Lainb.deB.S,c.5, Arch.33,449. — 260. Ab bon 
esfors coDquer hom manentia. Am.P.d'Agangel,c.8, M.G.1082. — 261. 
Bo8 esfortz malastre vens. G.Ad.l,M.W.IlI. 188,14. — 262. No ßui doptos/ 
que bos esfortz nom sia pros. B.dePrad.l, Dkin.142,17. — 268. Per 
esfortz son maint home estort, que autramen foran uencut e mort. B deB. 
6,23. — 264. Ab ben ferir vens bom leu maisnada. Toiher8ePalaifii8l,c.3, 
Hs.D" 1 98b . _ 265. Ab trebalh et ab larguetat conquier reis pretz el gua- 
zanha. B.deB. 14,71. — 266. Senes trebalh no mante hom proeza. J.Esteve 2, 
M.G.195,c.2. — 267. Greu conquer hom ses afan. Peire deValeiral, F.169. 

— 268. Anc ses afan ric gazaing non vi faire. P.deC.4.101,80. — 269. 
Sols aural prez que sols sofre rafan. B.deB.4,7u. 17,21. — 270. Adura 
ben aquel ti ve | adura mal fai atertal. Flam.2063. — 271. Ben sai e 
conosc veramen | que vers es so quel vilas di | que nuils hom qu'es dius 
son aizi | trobe tot so que vai queren I e s'anc non ac malanansa | non sap 
que s*es benestansa. R.deVaq.8, M.W.I.884,c.l. — 272. Fams met en 
vianda sabor | e trebal fay lo lieyt milor | al sadol es bresca amara el 
famolent de re nos gara. Sen., Dkm.210,33. — 273. Gert sapchatz que 
grans repaus | es de foldat razitz e claus. Brev.34008. — 274. Mal temps 
fai reconnoisser dieu i e bei temps engenra vaneza. G.delOl.38, Dkm.89,10. 

— 275. Proat lo ai, sai que bos es imanz et esforz de servir per respeg 
de iauzir | et ioi ual mil dos tanz qes conquis ab affan j quel autre ioi 
non fan. Cad.8, M.G.274,c.4. — 276. Plus cars auers | dona sofrirs ses 
temers. G.deBorn.29,16. — 277. Cum plus es desiratz grans iais | mais 
ual e quant plus traina. P.Br.7, M.G.567,c.3. — 278. leu uei q'us tarzatz 
bes fai plus cor esgauzir. G.deBom.68, Arch.88,326,c.2. — 279. Tot so 
c*om ten meillor | es a conquerre peior. Cad.22, M.G.94,c.4 <~ cf . Rost. 
B.deMarseilla8,17, Meyer498. — 280. Ab espaven quer hom ric don. P.R. 
deTol.18, M.W.L146. ~ cf. G.d'üisel 8, M.W.III,44. — 281. leu aiben tro- 
bat legen | quel sota d'aigua que chai I fer en un loc tan soven | que 
trauca la peira dura. B.deVent.l6, M.W.I.26,36. — 282. La gota st tot 
s'es pauca | can catz soven, la peyra trauca. Sen.,Dkm.21l,20. ~ 283. Per 
pujar en honor porta mants cilicis. G.deCerv., Chr.805,29. — 284. Vay 
perezos a la formiga | que d'ajustar lo blat nos triga. Sen.,Dkm.210.31. 

— 285. Qui dorm Pestiu l'ivem no mol, i joves qui col, viels vay a dol. 
Sen., Dkm.212,9. — 286. Estieus paiss yvems el socor | e jovent aeu pai- 
cher vilor. Sen.,Dkm.211.10. — 287. Qui en son jovent | ben non aprent/ 
non er ja enseinhatz | can sera viels. B.Carb.14,10, Meyer471. — 288. 
Lo nualos langueiss en pansan | el pros sojoma en trebalan. Sen.,Dkm. 
218,24. — 289. En la vinha del noalos | creisso espinas e cardos. Sen.^ 
Dkm.210,28. — 290. Lo nualos vay leu casen | et en sa maiso plou 
soven. Sen., Dkm.212,3. — 291. Greu conquer hom ben terra endormen. B. 
deB. 18,40. — 292. AI flacjelos cug dir mat ses tot roc. Blaca8set6,M.W. 
III,246,c.6. — cf. R.deC.5, P.0.278,c.6. — 293. Anc a volpil dormen | non 
intret griJs en boca ni en den. El.Cair.6, M.W.UL90,c.6. -- 294. Coutel 
s'ieu no Tafil | non uol saillar al fozil. Ostel,c.6. — 295. Greu ab cor 
uolage ) fai hom ren don sia lauzaz. G.deBom.51,M.G.862,c.3. — 296. 
Bem deuria sovenir I so quelbam ditz en rizen | que nulhs hom ses ar- 
dimen | non pot guaire conquerir. UcB.2, M.G.747,83. — 297. Qui trop 



33 

sojortia e rol | son cors greu pretz äuer soL äa.219, R211,1h — 298. 
Nulhs hom noti es ten presatü | tro qu'a raaina colps pres e donatz. B* 
de BJ,39. — 299. Joves cui gnerra non pars J n'esdeven leu flacs e savaJa, 
B.deB.234. — 800^ Mais uos ualgron qe la laoza 1l asperon, zo atic 
dire. F\deRoin.9, Arch.^4,412. — et G.de Born.75,c5, — 301. Loa esperoa 
mais lan valgut a sazoti quc lan^a lü branz. Lante)n]CtdclAiguilloQjC.4. 

— 302. Elh sapcha de se | qoes anc ntila rix inaluate | üon fon per dieu 
saluatz Gde Born,75,c.3. — 303- llna vetz me dia [ <jue pros hom a'afor- 
tis I e malvatz s*espaTenta* B. deVent.B7jChr.6l,9- — 3^» Sei que per 
vergonba s mor [ e per temenaa de parlar | no 1 deuria dieus perdonaj. 
A.d.E., E.5.22. — 30ö. Pauc val tetnere. Gavauda5,c.7, - 306. Anctoa es 
tos que trop pert per temer. RCard.6, M,W.[I.214. - cf, ArntdeTiiitig- 
nacl,c.5, M.G.%8. — 307, Auzit ai dir que mal fai qui s'esmaya. Peirols 
4,28, M.W.II^O. — 80B. Es fo]s qui a'esmaia | e qui no Fteu essaja, A.de 
Se8t2, Arck51,250,c.2, — 309. Cresetz lo reprovier j qu*om noncas üi abat 
nie fier | qni no sVsai^). P,deC.lX,2y, — älO. leu aug a maintos dizer/ 
quel znon e» qui Ta rometer | ai uon de meuassa se tem^). B.Oako 17, 
M.G.619,c.2. — 31L Nos fadia qui pren. G.Faid 44,18, M,WJL99. — 312. 
Qui no troba no tria | e qui prea nos fadia. Peirols 6, M.WJLI2,7, — 
313. Ben &ab bom al meilor d'amar I aqel qe pren aqel qcs fadia. Eain. 
dePunsl,c.6, Arcli. 32,412. — 314- Si bcn güeretz trobaretz- Brev.20273, 

— 315, Ric joy e ifrao ai trobat, ] com deu avemr qui Taues queren, 
G.deSt. L.15, Meyer272,19. — 316. Die us tot tan ] e ben agieu e ben 
ajatz I e ben aurets! | ai ben eercatz. Bertr. de Tot)oinon2jCA — cf*B, 
Carb.2,c,2. — 317. Len troba qui pesca en efstanc. Gni) Lde Durfort liCJ. 

— 318, Tart pren qui iion cassa. G del 01.71, Dkm.42.1Ü, — 319* Qui 
ben comensa 1 razoa es que uensaa. Trobairede Villa Amanta, c, 5, — 320. 
La m ei tat del fatt tenc per faifca I qui de be comensar se traita. Sen., 
Dkm.214,5, — 321. Ja non er acabatz nuls fagz 1 tro sia conien&niz. G, 
de Born.5 U M,W. 1.185,49. - H22. Eu tot bon comensamen \ deu aver 
melhor fenimen. G. Magret 3, M.W.lII.242,c-4. — 323. El voluntatz val lo 
faitz mantas ves. B.Carb.Öö,Dkn),71. — 3'24. Toa temps aug dir q'uns joia 
altre n'adutz. P.R.de Toi. 18, Arcb. 35,421. — a25- Yos sabetz, dona gentil 
clara, que us plazers autre n'adutz. A,d.E., R.Y.21- — 32G. Bos comensa- 
mens mostra oona via I qui no s'en cambia P. Vid. 19^36. — 327, Aue 
8i uens quia rocre^)^ Peirols 27, M.W, II. 26,c.fJ. — 328. Uei que pretz 
Tagensa, ! qui ben feais ni comensa, | mas quis recre ni s'estrai [ si me- 
zeis decbai. G.deLuc.2,c 2, Ärch 34,109. — 329. Eu die lo ver aissi cum 
dir lo aolb | Qui ben comens e poi^sas s'en recre | melha li fora que non 
comenses re. P,Vid.37,34, - 330. Tals usausa es bes estara | qe pieitz 
fac totz hom que s'en estraia | pois comens que cel que uois n^asaia. 
R.deMirJ9, M.G,1094,c 1. — 331. Qui laissa so q'ua ben comensat | iinn 
a bon pretz per aquo qu'es paaaat, G.d'üisel l9,M,W,HL48»c,4 u. R-Vid, 



1) Unser Text ersetzt »non chai« bei Napolski durch ein »noncaa* 
der Ha. M. 

2) »Die Welt gebort dem, der sie angreifen wird und sich nicht vor 
Drohnugen i'ürchtet.* Analog ist ein italienisches Sprichwort, welches 
Bonifaci Calvo, da er ja Italiener ist, geläuüg gewesen aein mag: 11 
mondo fe di chi lo piglia. Obiger Text ist eine allerdings aebr freie 
Interpretation des unverständlichen Teites der Ha. 1. 

S| Der Text bei Mahn ist unklar, die Ueberaetzung etwa; »Sich selbst 
besiegt, wer abfällt«. 



34 

M,G.2, pg.27. — 332. Greus es trop longa entendensa | e mal com lafs so 
que comenaa. ücdeS.C.24, Arcli.34,185,c.6. — cf. B.Carb.27, Dkm.17,18. 
^- 333. Lo reprouers es fis e uers | co que dons dona e plora sers | las 
lacrimaa deuon perir. Marc.23,c.5, A.A.yiI.98. 334. Precs de domna no 
dura nias un dia. ücdelaB.l, M.W.III.212.C.3. - 335. Si den suenh 
donar qui bea comensa | qu^el comens*ab la fin | ai* acordansa | qu*el 
com^nsars es honors | qaant a la fin siec lauzors . . . el lauzors es en 
la fis I dels ben ditz e dels faits fis. P.Card.44, M.W.II,228,c.l. — 836. 
Eu del tot Eoma en be fenir | e ben fenis qui ben vieu ses mentir. G. 
delOl.43, DkTn-47,19. ~ 337. Nostre savis dis segon fi val comensamens / 
mas no fis segon comensar. Serveri, Suchier Dkm.270,527. — 338. Lo 
savis me di qe ges al meil tenzar | no den home lauzar | per son gen 
escremir | ni per colps grans | quel pretz pren al fenir. G.de 6orn.45,c.6, 
M.G.849. — 339. Comensar pot hom leuiairamen | mas a la fi son tag 
bo fag panien. ELdeBaij.lO, M.G.1081,c.4. — 340. So qu'a gent 
comensat a cap traia | quar en la fin canton lauzor yeraia. L.Cig.20, 
M.W.lIl, 128,25. — 341. De totz faitz cossira la fi. Sen., Dkm.194,27. — 
B42. La fi jiigga las mals eis bos | qael comensament es doptos. Sen., 
DkiiLl94,37 u. 209,3. — 343. leu deg mais la bona fin grazir j quar totz 
bos faitz aug lauzar al fenir. ß.deVentl, M.W.I.16,7. — 344. Totz 
hom qui ben comensa e ben fenis | lonha de si blasm'e ven lauzor. G. 
Fig.7^ M.WJIL114.1. — 345. Qui dreich sec dieus tot ben li cossen | o 
tart temps siuals al finimen. G.de Mont.10, Arch. 34,200,c.4. ~ 346. AI 
partir n'a tot lo pretz e lonor. P.Br.21, Arch.34,169,4. — 347. Ni nulhs 
hom so mi'es a far | non deuria per fag comtar. G.del 01.65,Dkm.46,33. 

— 348. De far Tobra son trop li dictator | de drechura e pauc li fazedor. 
6. Ri^Ahjbl. 349. En digz non es bos pretz saubutz | mas als fagz es 
reconogutz | e pels fags ven lo dir apres. K.d*Aur.34, M.W.1.73,19. — 
350. Ges per lo diz non er bon pretz sabuz | mais a li faiz es hom re- 
conogutz. An.l33, Arch.50,279. — 351. Als faitz conoiss hom be las 
geus I que las peraulas so nientz. Sen., Dkm. 203,13. — 352. Als faitz 
conoicheras las gens | que las paraulas van mentens. Sen., Dkm.200.29. 

— 353. Tuit maistre son chausit al labor. B.Zorgj 8, M.G.574,c.6. — 354. 
Non es maiestres bos | per sol dictar appellatz | sils faitz non fa cabalos. 
G. Kiq.30,21. — 355. Paraula qui frug non porta j a si ni ad autre es 
morta. G.del 01.27, Dkm.40,20. — 356. Ab gienh ni ab saber | no pot 
hom pretz retener | si ab faitz no Is fai o no Is creys. Cad.6, M.W.III.66, 
c,3. - 357. Val mais si faitz que si pessatz. Uc B.3, M.W.III.209,c.5. — 
353. Non cug qu*a la mort | negus plus en port aver ni arnev | mas los 
faitz que fey. P. Card.40, M. W. II.194,c.6. — 359. Auzit ai retraire / 
qu^uns temps er, 90 m*es vezaire I que il or fin e il gris e 1 vaire | n'i- 
r&nt ab lo fum tot un. üguet, Milk 323. — 360. Dant pren hom mantas 
vea en cujar. Bereng.Trobel 1,10, Meyer 518. — 361. Seih tenc per fol 
quen trop cuydar satura. Peire Espanol 3,c.2. 

V. aiiick, Glficksweohsel, Hoflbimg, Geduld. 

Der grössere Teil der hierher gehörigen Sprichwörter hat 
die Unbeständigkeit des Glückes zum Gegenstande, sie warnen 
also mehr vor ihm als einem bösen Kobolt und nur sehr we- 
nige reden Gutes vom Glück. 

m2, Asünc ni malastruc non cal mati levar. a.del01.19, Dkm.29,27. 

— 363- S'en van dizen c'astruc no cal mati levar. R.Vid.,Dkm.l76,5. — 



S64. Dia li proaarbis plana [ qe fai son pron non ereisa sos maus. An,, Ärcli, 
50,274, N.50,7. - 365. No a mova qui ben estai. Peirols9,33, M.W.1L4 
u. ÄI1.77, ArchJGjSSO, — S6(>. Qui no s mof a pauc d'enTaBidor. L.Cig,23, 
M,W.IlL125,c3 — 367. Xo fafiafas m auentura | que trop es falsa et 
escara. Sen., Dkm. ] 94,24. — ^Ji67a. Eq pauc d*ora se camja Ta Ventura. 
G.Fig., L^vy 14»pgH64. ^ 368, Ayer TeBCfiit cochadaiuent | sol viat tornar a 
Dient Sen., Dkm.211,,14. - 369* Leu ae8peii qui de leu a gazan. G.Faid. 
35, M. W.U. 1 08, C.4 — 370. Tnh dizo , can seschai | De mal venc e en 
mal s'envai , e de mal gazaahatz denierg 1 nois gauzis lo tertz eretiere. 
Brev.33042- — 371. Jeu perc caut degra gnazanbar. G.del U1.6, DkiD.35,11. 

— 372. Qui pert so que guazaubar poiria | per bon dreg a viutat earestia. 
?.Card.67, M,W.ll l%,c,2- — 'STd, Tals se ouia calfar que B'art, PXard. 
11, M.W.I1.2l0j5. — 374. Maritas vetz qui 8 cuida calfar s'art El.Cain9, 
M.W.nL2i),32, — 375. Eras sai be que vers es | tal se cuia calfar que 
s*arL A. d e Mar. ll.MW.1. 173,34. — 376. Vers es Teixeinplcs de Rainart/ 
tal se cuida chalfar, qi s'arL P.de C.9,164. — 377. Vers es lo reprochiera 
c'om di^ i tal se euia calfar que s'art. A.d.E-iH.5,*J0- — 378. Om dil re- 
propchier que uers es t Aital cuia penre qu'eB pres. Ad.E.iMiM4 22,24. 

— 379, I dous cEguard m^es com la beila flors i qii'apres lo frag amar- 
eis las sabors. J,Bonelsl, M.W. III. 311,c.4* — 380- Ab grant joi mou 
mantas ves e conieusa | 90, don om puoiss a dolor e cansire, B.de VenL^ 
Dkm. 137 ,29. — 38i, Segou la mia esmaosa | hom non deu la dia lauzar/ 
CD tro qua ven a le ucspar, Veac.deToreua l,c.4, M.G,ltß. — 382. Quan 
CQg poiar, Tom ave a dei&aendrc. P.de laGarda5, M,W.!IL202,36. — cf, 
G.Faid.l9,c.4. — 334. ün bom plus aut es pueiatz [ mais pot eu bas 
cbazer. B. 2orgi 12, M.WiII.12,c.l. — 335. Hom on plus aut es puiatz/ 
plus bas chai, &i & laissa chazer. P. Reglers 17, M.W. LI 24. — 386. On 
plus d'aut chai pretz plus fraig e peeseia. A.ilePeg.21, M.G.1173,c.3. — 
387, Vi da e pretz qu'om ve de folha gen, I on plus aut souj cazou leu- 
geiriunen. F.de MaraJo, M.W.L32G,5ö. — 388. Gar da ti onpus aut seras/ 
que major tolpa cairas ai cas. Sen., Dkm. 197/2. — 389. ün plus aut aon 
pniatz eu las honora \ cazon plus bas ab peua et abplors [ el fons d*ifferu. 
P.Card.69, M.W.IL237,cA — 390. Afor de balausa | qu'on plus aut ai 
laus u I plus bas chai son cors. P.Card.lO, M,GJG0,c.5. — cf. Morguede 
Toja8an2,c.3. — 391. La cima deuers la raiz, ücCat.lA'?, A.A.YII,99. — 
392. La raizitz tornea cima. El.Cair.4, Ärcb. 33,444 ,c,2. — 393. L'aygua 
pueia contra mon [ ab fum ab niul et ab neu | et ou plus aut es disaen, 
G.M3gretl,M-G601,cJ. - cL KdeMars.20, M,W.L324.c.5. - 394. Gel qui 
tea en ea baillia j caatel a maing demandador [ del perdre deu aver paor. 
UcdeS.C.4 M G.ll47,c 5. — 396, Cel quo mais a plus a^eemaia. P.d'Älv, 
6, Arch.51,8,c.5. - 396. Äug dir e coutendre J Qui ren uou a reu nou pot 
perdre. Lamb.de B, 5, Masa. 444,c 1. — 397. Hom peitz no pot decbazer/ 
ni degeitz no pot meina valer. P.Vid. 29,79, — 398. Maa qui pueia pua 
que uou deu dissen. A.dePeg.39, M.G.lO01,c.2. — 399, Qui trop poia 
bas diaieu. F.de Mars. 5, Arcb. 5 1,267,7. — 4U0. Totz trop son mal [401.) 
qieu aai lo ver i del aut montar ou cascus gron. G.Faid,56, M.G.446,c.3. — 
402. Trop mi sui aut mes ; per qu'ieu lern bas cazer. R.deyaq 20, M,W. 
L372,c,5. — 403. M fai d^aut en bas cbaaer, E.df Vaq,24, M.W,L377,2. — 
(Dieselbe Redensart : Gavauda 11 . c.3. - Peirc dela Mula 2, Arch. 34, 192, — 
lEaterc3, M.G.749,c.5, — ÜuillGodil.c.2. - JacmeMote 1,48, Meyer 463. -- 
ücdeS.a6,c.l. — RdeBüaä.2,M.W.IlL280,c,3. - B.Carb.53, Meyer5l6.) 
— 404, Qi es hui poderos e a'aaaiz [ denan ben leu pot esser sotraiis. An, 
211, Arcb.50,274, N,9i,56. — 405. Segon que cora naturale | am erma Pub 
el autre creya. G.delOLl,Dkm.39,4. — 406. So que Tua pueia Tautre 



36 

diBten A.dePeg,27, M.W,IT.160,c.4. - 407. So qu'als us platz als autres 
es salvatge- P.Car(J.49,M,W.[I.197,c.6. - 408. Ai auzit dir manta sazo/ 
que Tautrui dol badalha so. A.d.E., R.5,22. — 409. Autrui dol albadalhas 
aoD. Flani.2199. — 410. Atressi ve homs paares en aoteza | com lo ricz 
cLay d'aut en bas mataa vetz. B.Carb.26, Dkm, 14,10. — 411. De ben aut 
püit hi>m bais cazer | ede baia poizar contra mon. An.74, Arcb.50,281,N. 144,1. 

— 412. Tals quida hom que perda que gazeingna. Paul L.deP.l, Arch.50/279. 
N*126J1. ^ cf,Perd.,M.W.in.70,c.4. - Cad.22, M.G.94,c.3. — 413. En 
pauc d'ora camia 1 baillon. G.delBaus, M.W.III.315,c.5. — 414. En petit 
d'ora ue grana bes, | si es qui lenqueira nil deman. Arn.de Tintinhac 2,c.2, 
M.G.598. - 415. DieuB don em pauc d'ora gran be. P.Br.7, M.G.567.C.4. 

— 416. Em petit d'ora deus laora. Flam.5137. — 417. AI reprocnier 
m'acort qu'ai auzit deli annessors | qu*a temps venson vensedors | e per 
temps e per sazo | rencut fan gran yensezo. P.Vid.16,36. — 418. Greu a 
hom gran ben sei dolor \ msB ades yeus lo jois lo plor. P.d'Alv.4,M.W. 
1.102,9, — 419. Apres los mala uen los bes. El.Cair.14, Arch.33,442,c.2. 

— 420. Aprop lo mal m'eu renra bes ben tost. Cerc.4, Jahrb.I.92,47. — 
421. Aprop lo mal oaura ben tota via. RainautdePons 1;C.5, Arch.32, 
412. — 422. Vist far apres escur temps ben dar. Milo6,c.5. — 423. 
Apres la plueia fara bei &o ditz hom salvatjes. A.d.E., B.5,22. — 424. 
Müut fai gran uilanage | qui trop Heu s'espaventa | qaprojp lo brun aurage | 
nei qil douss'aura uenta. RdeVaq.27,33,M.G.712. — cf. Grt.de Quintinhacl, 
Breif.33596. — B.dcYeut.^^,40 — B.deB.9,10, — 425. Gm vai dizen: | Ben 
fenifi qui mal comenea. F.de Mar s.l0,Arch.5 1,263,40. — 426. Eu aug dire 
qu'om aavis a aazos | coDquier manhs bes soven ab esperanza. P.R.deTol. 
IS^ Ar€h.o5^421jC.3. ~ 427. Ben es dreitz que longamen | esper hom gran 
jauziraeu. G*deßoru,42j M-G.848,c.9. — 428. Ben esperans guazanha. G. 
Je Bürn.7, M,G,689,13. — 429. Ben esperan uen hom a salvamen. R.Jord. 
ll,M.G.107,cA - 430. Per bon esper enrequis paubr'om manta uia. P. 
Milo9, M,G.238,21. — 431. Greu er cortes hom que d'amor se desesper. 
Cerc.4, Jahrb. tj92, 55. — 432. No tanh quom se desesper. A.de Belenoy 13, 
M.G.995.C.2. — 433. Per nuill affar deeesperar hom nois deuria. El.Cair.lO, 
Arcb.51r249,c.4. — 434. Gel que long' atendensa | blasma fai gran fallizo | 
qQ^er an Artus li Breto | on avian lor plevensa. P.Vid., Chr. 109.13. — 
435. Proar uoill s'om couquer qui aten. G.deCal.7,M.G.719,c.2. — 436. 
Atenden fai pros hom rica conquesta. A.Dan. 17, Arch.51,140,c.7. — 437. 
Al uist fort i^ho^t pres per atendre | e mains bos uassals couquist. G.de 
Biani 1 , C.2. — 438. leu ai vist per bon atendre conquerer. Bertran 2,c.3 
ti.c.rK — 439. tJiat ai e trobat en ma sort | que d'agre potz doussor gitar 
ab breu aten. R.de Vaq.2L,c.3. — 440. Esperan vei la flors venir frug. 
F.de Mars,U, M, W.I;il8,c,5. - 441. Pus Tespigu'es issida | balaia lonc temps 
lo gras, B.de Vent.80, M.G.709,c.7. — 442. Maistre, fosca la brosta | nos 
pareifl al test uovel Cerc, Rom.VIII.126. — 443. Ja sabetz vos que mal 
trai qui aten A.deSej3t.l8, Arch.33,446,c.4. — 444. Li repropchier quel 
aaui ditz enteil | qu'onor e pretz conquer hom mal trazen. El.de Baij. 
lOjM.G.1081,9. — '1t 5, Senher, ab maltraire conquer hom guirensa. G.Riq. 
59j32h — 446. Ai snn de Cato | qu'ab gent sufrir dei sobrar | mon 
amic s'iratz mi par | qifaisai torna 1 fuecz en cendre. Bern.de laFon, P. 
0,395tC.4. — ^47. Mot Tes obs sacha sofrir | qui vol a gran honor venir. 
A.deMar., M.W. 1,174. XX [.30, — 448. Aicel reproviers me ditz ver cer- 
tamens I a buii coraig'e bon poder qui's ben sufrens. Guil.IX.ll,M.W. 
I.8,VH.1& — M9. Quia pot soffrir | ia sia sauis e membratz. G.deBorn.56, 
M.C.875,c.2. — 450. Tostemps bos sofrires uens. G.de Bom.3, M.G.817,c.3. 

— 451. lyO dis li gens anciana | qu'ab sofrir uenz savis fol. J.Rudel 5, 



( 



37 

StJL44. — 4S2, Ab eofHr yenB hom tot dia [ e'n eod mant paubre mätien. 
aPaid.44,16, M.W.ILM, ^ 453. Sufrcz e vent^erea los. D.dePrad.lO, M,W. 
UI/iäSSjC^H, — 454, Cilb venceran que mielha BoMran. R.Vid,, Dkm. 150^6* 

— 455. Per esforz veDBOii li boD sofrea* KVid-4j32. — 456, Gontie si 
nonea nai re j quesper q uenssa EoffreD. G. de Born. 42^ c.6, M-6.847. — 
457. Per aofrir son mant orgujih basat | e per sofrir aon maiit ric joi 
donal [ e per soirir uec^on liau sen gador \ que ouidis di^ elibre qß 
£on meut { que per soijrir a kom d'amor aon grat | e per sofrir aon mant 
tort msEidat, [ a sofnis fai maiDt hom onrat lauseD. Gr.deCal.lO, Arch.35, 
435,cA — Cf.48ff. 

Wenig entsprechen dem Charakter des heäs.<5blütigen Süd- 
länders di(^ Ansichten, die seine Spnchwörter über Hoffen, Ge- 
duld bei Ertragung der Mühsale des Lebens eta entwickeln, 
Maa muss annehmen , dass gegen die in diesen Sprichwörtern 
ausgesprochenen Lehren am meisten gesündigt wurde, weshalb 
das Sprichwort dieselben um so nachdrücklicher zu verteidigen 
äcli berufen fühlte. Wie uns das Sprichwort nicht genug Ge- 
duld einschärfen kann, so kann es auch nicht genug vor Un- 
geduld, Uebereilung und Zorn warnen; 

458, Hom deu gardar, soia pea, | ans qtie comeng fag lionraL G.Riq, 
!^10. ^ 459. Eq totz tat;! deu gar dar lotz homa boa aiiz quel fasaa, G.de 
Mont.l3,c.2, — fGO. Sa vis boma cant vgl enpendre | grana fatz ans del 
cumeTi&ar deu gardar luocs ez atendre, B,Carb.79,l, Meyer 473. — cf, G. 
de Bora 29,8, Revüed.Lr.l884. 1,209. — 461 Savia qiiti a pro vist e proat ^ 
sap pm cosairar can li scat. :^ea , Dkm.20G,2l, — 4G2. AI savi cove que 
a'airadea loinhan | per miels salhir enan* B,de Vent36j43, M.W. 1,40, — 
i^. Areire ae trais per miela aalbir enan. F. deMara. S, M.W.U24c.5. 
" 464. Miels aten hom en atendea | motas vetz no fa en correo. Seu., 
Dkm. 209, 19, — 465. Qai s cocba pert e conaec f\m ateu. Piet.4, M.W.IIL 
182,7. — 466. Eras sai ben az eaden ] que selb es savis qui aten 1 e aelha 
es Cola qui trop s*ir&iR. J.Rud.l, St. IV. 49, 12, — 467. El proa es folz quwit 
s'irais, GuioiietJ,c.4. — 468. Assatz es mortz tote bom que viu iratz | a 
cui aoa es jois ni plazers donatz, FdeMars.^ M.W. 1.331,1 4. — 469. Hom 
que viü iratz val meyns que ai moria. B.d'Alara. IL M.W. III, 146^50. — cf. 
MoTigedeToj83an3,c.3. - 470. Mal chanta degaug qiii es i rate. L.Cig.23, 
M.W II[.125jC.l, — 471. Era uoa dirai que non cbanta bom consiros, Ki- 
cüDzdeTarascon l,c.4. 472, H^on auzis aacmats parlar | qu'om cbant 

quan plorar denria. P.Bremon lo Tort Lc.3, M.W. L86. — 473. Maiß val 
benanaDza | gui n'a poderqii*ira ni malananea. A.deSest, 12, MG. 784,0.6. — 
474. Cors qu es ples d'azirajnen [ iai talhrr boca aoTen. P,Vid.21.'26. — 
47,x Me aoven d'ua repropchier qti'ieu auzi retraire Tautrier | Qtii amic 
Yöl de cocha s gart. A.d.E., R.5,23. 

VI. Getauschte HoffnuDg, vergebliche Liebe. 

476. Trop lung'esperanza soü ioi non aten. El.Barj.13, Ärcb.34,4t7jC.2' 

— All. Tnstemjia ü auzit dir ! qn'el mon non a tan greu martir | com 
lonc esperar quil sec fort, R,Vid., Cbr.a22,15. — 478. Maint ioi soa per- 
dut per loüc esper. Rain de Poiisl,c/2,Arcb, 32,412. - 479, Diras que 
irüp atendres iion es bos, Lamb.de B.8,c. 6, Arch, 33,149. — 480, Lonca 
atena ^enes joj^ ao yapchatz. ea joia perdutz. Blacatz7, M.WJI.138,c.3. — 
481. Segner, gran ben aon perdnt per biatenza. Blacatz 12,c.3. — 483, 



38 

Per trop loDfaa entenaio | perdon gaay solaz lar sazo. G.deBerg.l3,M.G. 
lt^5jC.4. ^ 483. Membre li qae longa enteDsios | a destorbat mainta bona 
fazenda, A.de Sestl2, 11.0.784,6. 

Eine solche getäuschte Hoffnung wird gewöhnlich mit dem 
Namen der »Bretonischen« bezeichnet, cf. 965ff. Neben dieser 
Bezeichnung findet sich dann auch eine grosse Anzahl sprich- 
wörtlicher Redensarien und Sprichwörter, die vergebliches 
Hoffen und Harren oder unnütz verschwendete Mühe und Ar- 
beit bezeichnen : 

484. Fag ai Tobr» de Taranha e la muza del Breto. ?.Vid.I5,17. — 
485. Erguels non es si non obra d'aranha. P.Vid.V.8. — 486. Non er'obra 
d'araigna. G.dePoic.4,M.deM.,Ph.pg.35,50. — 487. Sos pretz es aitals 
Cum fils d'aranha. P.Vid.6,70. — 488. Fil dVanha. G.Magret 4, M. W.III. 
24B,c2. - 489. M farai lo coQort del salvatge. R.Jord.ll, M.G.107,c.4. - 
4&0. Mei' lü conort del ealvage. R.de Beljoc 1,1. — 491. Auretz per sou- 
dada a1 partir bada fol, fol bada e 1a muza meliana. Marc.30, Cbr.53.10. 
" 4^2. Bada, fola, bada. B.Marti 3,c.3. 493. La musa port e badalb, 
selb quen amar a tizane, | questra grat mus e badalb. Marc.l4,c.6. Hs.C. 
171a, — 494. Tals bad' en la peintura | qu'autre n'espera la mana. Marc. 
äO^Chr.54,10, — 495. Si vos ii'aves joel, : autre n'a la carn e la pel. üc 
deMaeueacl,7,MeyerS74« — 496. Aqaesta mia atenduda | qu'eu fas c'ail- 
lors noLu ballanz, ] cre qu'era la remazuda | del paei que brui set anz, / 
pois no'm iasi mais la aorzitz. G.deSt.Didierl4, M.W.IL49,c.5. — 497. 
Sa erema pert quil mot lezer | qui filb d*aze bateia jorn ni cer. A.de 
Peg.4, M.G.1187,c.4, — 49Ö. La troja ten al mercal j cel quez ab deu si 
combat, P.Card., Ghr.I71|40. — 499. Qui en agursniz essonsaten, | sembia 
lo fol que Pombra pren. Sen., Dkm. 197,36. — cf. ß.de Tara8C.2,c.4. — 500. 
Per fol tenc qui loDgua via | ama pus que breu teuer. B.Carb.71, Dkm. 
10/iL — 50L Anc non auäi lo proverbi d'aital grat u'aia j el que quen 
dormej] aa donna baia. Flam.4075. — 502. £n tal sonalh | a mes batalb/ 
dou non tanh. U.deMont.S, M.W.lIL138,c.3. - 503. Fol batalb avez mes a 
voEtreaonaib. B.deß.44jI5. — 504. Folhs es qui sa samensa^spaneulocdon 
nonesperairug. Gav.l , M.G.20l,c 5. — 505. Bien gieta emar el dezertz sa se- 
meusa don fnigno sper. GaT,5,c.5, M.W.II1.27. — 506. Geta en larenaloblat 
Lanib.deK7, Arch.33,451,c.2. — 507. Si pert qui en desert | semeoa fromen 
sea arar [ ui eii calmeilh e^pan sou uoilb ( non sap gayre de Taorar. 
P.Card.4i,M.G.941^c.9. — 508. Ar auiatz de can loing trais aiga a son 
moli, P.ßr.20, Arch.34,410. — 509. Eu plane del colp don anc non fui 
feritz. P.Brem-8j F.50,18. — 510. Plagna d'aisso qieu non ai. G.deBorn. 
29,20, RevaedJ.rJ881L209. - 511. Tom ferir en la pallia, | don esper 
qel grau aallia I e noi fo laa messions. G.deBorn.62,M.G.947,c.2. — 512. 
Pur^a la pura farina del breu, V.etVert, L.R.in.281. — 513. A dur auzel/ 
toi la pel f quel qu'escorgual voutor. Marc.24, M.G.796,65. — 514. Cas- 
sava lebre ab lo bov, A.Dan.l,M.G. 426,c.l. — 515. Encaus soven so 
qu'ieu uon aus atendre | c cug penre ab la perditz Taustor | e combat so 
doDt ieu uom pueac defendre. G.Magret 1, M.G.602,6. — 516. Mon cor 
trob fol car cassa | s<i quieu nou cre qe cossega. El.Cair.2, Arcb.33,441, 
c,2. '- 537. Non a sen qui uol ateigner | lai on non pot aconsegre. El. 
Cair.4, Arcb.ij:^^444,Cv4. — 518* Qui sec so que non poiria consegre es fol- 
datz, llCarkOsti. — 519, Ieu m'en prenc so que non aus querer. Gr.de 
S,l,c.5, a3,394. — 520. Mabric say, on sols non fer. Ponzf.d'ü.2,c.l. — 
h2U Qui dona seignoria a fol obra'n axi ; cum si peyres metia al mon de 



39 

Mercuri. G.deCerv.,Chr.306,10. — 522. Pols cerai ai del trefuoill | uaa 
queren la carta fueilla. G.deCal.4, M.G.338,c.5. — 523. Combat ab quiers 
de cera | bastimens de peira dura. R.deMir.36, M.G.1112,c-3. — 521* Cel 
fabrega fer freich qi uol ses dan far son pro. R.deVaq.l8,c.l, Arch.82,401, 
— 525. Conosc en ver que bati fer freg ab martel. D.de Frad J 0» M. W. 
in.238,c.7. — cf. R.Jord.l2, M.G.108,c.4. 

VII. Thorheit 

Die Thorheiten der Menschen zu geissein hat sich ja das 
Sprichwort überhaupt als eine seiner vorzüglichsten Aufgaben 
gestellt und so auch unsere provenzalischen Sprichwörter, 
Viele der vorangehenden Sprichwörter haben schon der 
Handlungen des Thoren Erwähnung gethan und durch viele der 
nachfolgenden werden wir ihn noch gegeisselt sehen. Hier liaben 
wir es mehr mit seinem Wesen zu thmi und unserer Stellung 
zu ihm. 

526. Ära sai que maus fols pais, | so dil reproviera, farixia, P.Br.7, 
M.G.567,21. — 527. Seneca que fon hom sabens ditz c'ai&Bel es savia cla- 
matz I que mieUis sap cobrir sas foldatz | e, [527a.l Salomos dis eysaa- 
mens t que totz le pus nessis que sia | pecca al mens set vets io dia. G. 
del 01.57, Dkm.31,2. — 528. Hom non es tan pros ni tao ptesat^ i que iDon 
aia blasme de cui que sia. Cad.13, M.W.III.63,c.2. — 529. Om se fai es- 
carnir I can cuia trop saber. NatdeMons, M.W.III,809. — 530. Cel es 
fols qui cuia esser senatz. F.deMar8.16, Arch.51,265,c.4. — 53L. Auzit ai 
dir soven | qu'ades pass^om premiers per lo folhatge je pueyi tanh be 
qu'om s'an reconoissen. Jord. deVenaissil, M.W.IlJ.58,c.4. — 532, Adea 
OD plus uiu mais apren. G.d'Uisell,M.G.402,l. — 533. Nülha non a doc- 
trinal ses autrui disciplina. A.deMar.,M.W.I.176,XXIL23. — 534. Fols es 
qui no s chastia. G.Ad.5, M.W.III.201. — 535. Es fols qui no i castia. 
P.Vid.19,29. - 536. Fols es qui falh e no s castia. Pi.d'Uzesl^M.WJIL 
297,0.5. — 587. Es conseills senatz | quom de sai se ca&tej [ que sog 
tortz lai nol grev. G.deBorn.73,M.W.III.203,c.7. — 533, Mala val veser 
las autrus cases | que passar per totz los mals passes. Ben.^ Dkin.2 12,17« 
~ 539. AI faillimen d'autrui taing com se mir | per so com gart ai meteua 
defaillir. F.deMars.ll, Arch.51,66,c.5. - cf. El.Cair.ll, M.WJILQ.S.ca- — 
540. Sauis apren e fols quda. Torcafol3,9, A.A.VII.106. — 541- Lo re- 
prouiers uai aueran som par | Dome escaudat quem tem tebe ancee. Vor- 
dem, M.G.641. — 542. Escaudat tebeza tem. V.etVert, L.R.V.aiL — 
543. Fols non tem, trol mal pren. B.deVent.30,28, Arch.83,456. -^ r)44. 
Homs fols len no s chastia | tro qa pres dan angoissos. ArD.Catalan ^,cJB, 
M.G.986. — 545. Homs ques fols, cho dizion 11 autor, non er castiaz. 
P.R.deTol.l7,c.2. — 546. leu auch dir per usatge, | fols non tem tro qes 
chastiatz. Dalfinetl, Arch.34,l91,c.2. — 547. Soven apres mort penedenaa. 
A.d.E., Mild 424. — 548. Pus el eys s'a enques la fofatie 1 no m'enreptetz 
si la foldat len ye | caysi s'aug dire que dretz es. An.56,c.2. - 549. Fola 
DOS pot de folia laissar. B.d'Alam.l9, F.155. — 550. Totz temps fols a 
foliacor. Pi8toleta4, M.W. 111.192,25. — 551. Siec ben fola via fül oc. 
B.Carb.l7,c.4. — 552. Qui non sap non sap. Flam.6124. — 553. Thereneia 
dis que savis fo | que caseunatesf a son sen. B.Carb.9, M.W 111457. — 
554. Fols coue que foley | e de savi que cabaley. B.de ycnt.24, M.G. 
706,0.6. — 555. Qui repren sei on non es uertutz I mi par qti'es folh et 
per fol es tengutz. B.Carb.68, Dkm.23,29. — cf. G.dePoic,7,c,5, M,G.1309. 



— 556. Le savi non deu a1 fol contendre. B.Carb.45, Dkm. 10,3. — 557. 
Homs de be ^egon beutat | non deu penr'ab fol conten. B.Carb.54, Dkm. 
25,24. - 558. AI fbl den hom Bt>ö fotdatz laissar dire. El.deBarj.6, M.W. 
ITLc,:l — 559. Fol ia den hom a folor | respondre e saber a sen. A.dePeg.6, 
M.W.m.25l,c.4. - 560. Als uuersdeuhomesserguers. B.Carb.,Dk»n.l9,30. 

— 561. Us paue verset romftnsa: Am losgrieus greus. B.Carb. 14.34, Meyer471, 
5G2. Segon dreitura | cerca fols sa folatura, I cortez cortez* aventura | el 
vila?^ ab sa vilaoa. Marc/aO, Chr,53,34. — 563. Dis boms ades vol com- 
parihar i per natura tota cauz'ab sa par. G.del 01.20, Dkni.48,20. — 564. 
Atressi fai grau i'oldat qui ab aen renha en loc com bom fay foleyan. B.Carb.8,c.l. 

— 565. Usfals digrzeutrelafollagen | val atretan cum si uers proatz es. M.de 
M.l, ÄLG. 16,54. — 566, Yaliiiais a mos entens | en luec foudatz que sobriers 
aens. G. Ad. 7, M.W. III. 187, c. 4, — 567. Jouens dis conrada folia ual en 
luec majs que sens A.deMan20,c.2. — 568. Maintas vez ai vist gran sen 
iiozer I et aiudar mantas yqz grana foudatz. El.Cair.8, M.G.810,c.2. — 569. 
Luecx de sen, luecx de folleiar. P.f.d'üzesl, M.W.III. 297,c.4. — cf. A 
dePeg.27, — 570. Dis en Peire Rotgiers, en loc siatz fatz ab los fatz. 
R-Vid., Dkm.l7f),32. — 571. Si voletz el segle parer | siatz en luecfolhs ab 
io& fatz I et aqui meteya vos aapcbatz | ab los savis gen captener i qu'aissi 
u cove qu'om los asaai l ab ira Is ua Pautres ab jai, ab mal los mals ab 
ben los boa. P.Rogier7, M.WJ.124,c.6. — 572. Ab deschausimenz | venz 
hom loa auola genz [et ab ben qiii o sap faire | venz hom los pros eis 
leials, RG de Tot.2,c.2. — 573. Ab mal deu hom uenser felo. R.deMir. 
46, M.G.1095,c.5, — 574. No aal conort mas aquel del juzeu I que sim fai 
mal, fai lo adeiB lo aeu, RYid,35,37. — 575. Ja d'aizo no sove mos 
parere qui Bim faz mal 1 far mn ai per un dos. An.43,c.2. — 576. Coratje, 
sert sapchatz, 1 non a ben tt o qu'es venjatz. B.Carb.72, Dkm.20,15. — 577. 
CoDtrast de fol torna a malvcatat, ! c'al premier mot vos annara blasman. 
P.Card,, Dkm.Ul, 10. — Au.ll5,M.G.l261. — 578. So ditz Salomos que 
Tefan vol mal f a sei quel va caatian. Sen.,Dkm.207,15. — 579. Anc 
rascas non amet penchenar. P.Card.66, M.W.n.l82,c.6. — 580. Blasmes 
PS del fol al pro lauzors. Cad,13,M.W.III.63,c.2. - cf. An.86. — 581. 
So qel fols blasmon es lanzora. , An.240, Arch.50,273. N.LXXIX. — 582. 
Lata cau^a es tengud^al doctor, j so dis Catos, can nescis lo repren^). B. 
Carb.l2, M.W.III,! 53^11, — 683. Ben es nesis veramen | qui blasma so que 
non enten* D.dePrad,,Chr.l82j27. — 5i84. En lui es era connoissens I lo 
reprouicrs qel savi di | com non conois tant ben en si I cum en autrui son 
falhjmen. UcdeMataplanal,c.2, Arcli.34,195. — 585. Tals cuja repenre 
autrui | que Tautre pot repenre lui. P.Card., Dkm 160,15. — 586. No es 
hom aavis tro qu'en se [ sap veser so qu'e autres ve. Sen., Dkm. 196,13. — 
587. Quils autres afollia I e si meteys non castia | non obra ges adreg gua- 
zaoh. G.d'Uisell,57,M,G.187. — 588. Mal fai qui blasma ni encolpa 
autrui de so qüel porta crim. B.Carb.6l, Dkm.6,11. — 589. Lag seria si 
tu fasias | so de que los aujstres castias ... | qui Pautru huel volra 
meggar f veja si aura lo aieu dar. Sen., Dkm.213,14. — 590. Es razos 
deschauzida j qu'om veia 1 pel en Pautrui oill | et el sieu no conois lo 
trau. Cerc.2, Jahrb. 1. 93, c. 2, ~ 591 Tals conois busq en autrui buell | qen 
lo iieu trau non sa uezer. Au. 227, Arch.50,272. — 592. En lautrui oill 
aaben pel descobrir I e non aenton lo trau qen lor oill an. An.242, Arch. 
50,280. — 593. Aiael deu qui repren gardar se | com no puosca lui re- 
pendre de re i qu'enanz deu hom ai mezeis tar lial ! c'autrui apel traidor 
ni Vena!. A.dePeg.52,M.G.1223,c.2. — 594. Fis amics vertadiers deu 

1) Man kann sieber die Besserung eines schlechten Zustandes anneli- 
men, ^enn derselbe beginnt von den Unwissenden getadelt xu werden. 



41 

Premiers en si mezeis demostrar | quäl volra Tautre enaegaar. Äd.deE. 
3,c 1. — 595. Tot Tan dizet I . . . que totz homs faill assatz maia quan 
reprent, | cant el faill reprendent, que le repres. B.Garb. 14,48, Meyer 471. 

— 596. Aquo de quieu non say un mot | cugi ad autruj ejisenhar. ß. 
Marti 7,c.9. — cf. B.Trobell,35,Meyer514. — 597. Yeu o fas enaissi col 
Jogaire | que assatz mielhs, que non Joga m*ensenha. B. Carl), 85 ^ Dkm .5, 3. 

— 593. A tote gens donray conseil leaus | se tout nel aay a moo hous 
retenir, | chascun pourra triar lou ben del mal. An.ol. — 599. S*us fols 
ditz be nol deu hom mens prezar quel profieg es d'aqucl qu&l sap gardar / 
ja sia so que al fol pro non tenba I bon es d'auzir ab c'om lo ben retenba. 
ß.Carb 85, Dkm.5,5. — 600. De long sermo devem far breu prezic | que 
ben cobram lo gran segon Tespic. A.dePeg.26, Cbr. 146,10. — GOL Ben 
saup lo mel de la cera triar e lo meilz deuezir. R.d'Aur.40,o.4. — 602* 
leu tral gra de la palha. Gav.8,3, M.G.1069. — 603. Del froraen triar 
lojuelh. G. Magret 4, M.W. IL 243, C.4. — 604. Bon cossel ai li fol 
le te dona | nol mespreses per la pressona. Sen, Dkm. 200, IL — 
605. Atressi tanh als fols dire piazer | co als savis. cant se pot escbazer. 
B.Carb.39, Dkm.7,15. — 606. Li proverbis consent hi be qtie dit;; aissi: 
Fer qui non ve. D.dePrad.,Chr.l82,34. - cf. Palais 3,cJ. - 607. Poyran 
dir que de fol apren bom sen. P.Card. 87,c. 8, M.G.97a - 608. Col es fols 
qui per fol cor se guia. B.Calvo8, M.G.6l4,c.4. — 609. Fols qui en fol 
se fia. P.f.d'Uzesl, M.W.IIL297,c.5. — 610. Tost es grana onta uenguda/ 
quis pliu trop en fol compaigno. D.dePrad.l3, M.G.1044,c.4. — 611, Folbs 
es qui sos folbs buelbs cre | mayntas vetz, so mesueiaire. El.Barj.4. M.G. 
913,c.4. — 612. Fols es qui cre tot quan veson siei hüüill P.deC.XlV, 
31. — 613. Si Tuns orbs Tautre guia | non Tan amdui en la fo^sa cazer?/ 
Si fan, so dis dieus, qu*ieu en sai ben lo ver. G.Fig.S, M.W.nL113,c,2. 

VIII. Klugheit, Verstand. 

Wenn auch die damalige Bevölkerung wohl wenig von 
Wissensdurst in sich hatte, so zeigen doch die Sprichwörter, 
dass man dem Wissen und dem Verstände seine Achtung zollte. 
Es galt dies auch namentlich vom schicklichen Reden: 

614. Mais val sens que non fai manentia. G.Aug.4,Chr,74,18. — 615. 
Mai val gienh que no fa forsa. Sen., Dkm.213,5. — 616. Gel c*al saber es 
rics en sa camisa. G.Aug.4,Chr.72,24. — 617. leu die que paucx ni 
grans | no val saber qui Tavia. P.f.d'ü.l, M.W.IIT.297. - 618. Razos 
ab bon saber | deu en tot penre poder. G.Rlq.44,15. — 619. Vera es que 
huev e ier i que totz pros hom conquier | ab sen et ab saber ] Dt ab ric 
cor poder. A.deMar.,M.W.I.176,N.22.u.R.Vid.,Dkm.l6lA - 620. Salomo 
al soleladerma | lo savi que de sen no merma. Sen., Dkm. 193, 34. — 621. 
Val mais bo sen de moler | que aur ni argen. Sen., Dkm. 198, 15. — 622. 
Savia femna fa la maiso, | la fola noy laissa tuso. Sen, DkmJ 98^23. — 
623. De foudat sec dans totas sazos | e de sen sec gaugz e honors e prm. 
IIcB.3,M.W.llI.209,c.l. - 624. ün proverbi dizon tuig l que sens reecost 
non porta frug. D.dePrad., Stickney20,lltJ. — 625. Um dia que sabera 
a panc de valor | si clardatz no'l dona lugor. L.Cig. 5j M.W,ni. 
129,6. — 626. Cil sabo que miells entendut so. Rofianl, c.5, M. 
G.954. — 627. Quecs a dreig que se razo | maß uers venz qui 
bei despo. Rd'Aur.7,22, Arch.33,435. — 628. Sobre tota bea es 
saboros I gent parlar e cortes respos. G. Magret 1, M.G. dül, c.2, ~ 

- 629. Per gent parlar bocca non ca. Brev.32512. — G.Durandufi B.G.§Ö6. 

- cf. Bemart4,c.4,Arch.84,880. - Dkm.103,22. — B. Marti 6,c.9. — 630, 



42 

Oentz parlara ab avines respos | adutz amics e non creis messios. tJcB. 
3, M.W.irr .209,c.a — Aii.4, Arcb.50,275,N.96. - 631. Paraula dossa fai 
amicx | etassuaajaenemic:K. SeD.jDkm.200,31. — 632. Es razos qu'omsia/ 
de bei respos als grans et als menutz. P.Vid,34,14. — cf. An., Arch.50, 
282, N-15Ö, An.5G,€.B. — 633. Noü fass'ad autre dia | so c'a lui non vol 
fach ßia. B.Carb.78, \)km.2^^4. — 6.S4. Ades vol de Taondanza | del cor 
la bocha parlar. AdePeg.a, M.ü.ll83,c.l. — cf. B.Marti 6, c. 14. — 635. 
Saviä hum ri panc e auau J el fol ri tot jorn e s'esgau. Sen., Dkm.206,9. 

— 636, Bavi s'aluenha d^autrtti buis | el t'ol agacha pel pertuis. Sen., Dkm. 
199,15. - 687. Lo fol te son cor a la bocba | el savis estujal a la cocha. 
SeQ-,Dkin.ii07,33. - 638, De trop parlar ve sofracha. Sen., Dkm.199,22. 

— 639. De trop parlar ve mals. Cad 18,28, M.W.III.65. - 640. Eu lauzi 
dir en un uer reprouer | per trop parlar creisso maint engombrer. A.de 
Peg 50, M.G.604,i2. — 64L Per sobras de parlaria | aitals boms si des- 
ment tot dia. U.dcl 0L5, Dkm.29,9. — 642. Trop parlars fay desmentir / 
si meteys manias laazoa | so es veraya razos. G.del 01.75, Dkm.41, 13. — 
643. Que van cuidaii | trop parllan | fols es. R.d'Aur.l6, M.G.326,c.2. — 
614. Yal mais boa abstcuera \ que l'ol parlars. P.Vid.5,57. — cf. B.Carb. 
14,46, Mejer 471. — 645. Mais val calar | que fol parlar. Gll.Durandus 
B.G.§36. — cf. R.G.deBe2.9,Azai3 27,c.5. — 646. Fols es qui vol retraire/ 
so que sap que Jay a celar I e fols qui vol dir totz sos vers. P.f.d'üzes 
1, M.W.III.297,c.5. — 647. Hom coitatz de folatge I jur'e pliu e promet 
gatge. Marc, Cbr.5H,ao. — 64S. Pils, de jurar garda ta bocha | am que 
piegas dica a la cocha | lenga que jura ui ditz mal | a dieu pregar fort 
petit val. Sen , Dkni.214,23. 

Selbst Lügen ist eher gestattet als unschickliches Reden. 

649. Mai per un cen iial gen mentirs assatz | no fai folha uertatz. 
G.FaJd 32j M,G.477^c.6. — 650. Die que mais val mentir per aver loc/ 
c*aital vertatz^ per c^om perdes ganre. B.Carb.93, Dkm.9,14. - 651. leu 
uuelli maifi plasen menaouja auzir ( que tal vertat de que tos temps 
Hospir. Gr. 1oRob7, M.W.in.171. — 652. Eu volh plus volontiers j dir 
cortez'ufana | que vertat vilana. R.deMir., Chr.150,32. 

Im Uebrigen aber wird der Lüge die gerechte Verurteilung 
zu teil 

653. Mantas vetsj ai auÄit dir j que messonja nos pot cobrir | que dos 
mostre qualque sazo. t\de Mars, 23, M.W.1. 320,26. — 654. Anz uos die 
uerameu | qwe mal met e de&pen | sas novas qui trop men. G.deBorn.63, 
Arcb.33,326jC.4. — 655. Ges noa ditz vertat aicel que men. B.deB.18,23. 

— 656. Qui men no ditz ver. RVid.2,50. 

IX. Massigkeit und ünmässigkeit. 

Die hier aufgeführten Sprichwörter besagen im Allgemeinen, 
dass man in jeder Sache die richtigen Grenzen inne halten soll. 

657. Autz Gi^&aya nos fai ges ses mezura. Serveri5, M.G.770,c.2. — 
6f}Ö. Ses me^iira sens ni sabers | no val ni grans manentia. P.f.d'üzes, 
M.W.lU.297,c.4. — 659. E mans locs fai sens fraitura | don hom non 
garda mezura, | eo ditz la gens anciana. Marc.30, Chr.54,4. — 660. Reis 
den gardar ntessura ...Je dau gardar sa cort de desmesura. B.dela 
BarU4,M.W.IIL27Ö,c,3u.cS. ^ cf. B.Zorgil8. - G.deCab.4, M.G.348,c.2. 

— 661. Qui m des Monpesüer | non parlera qu'ieu truep en Pescriptura/ 



43 

qu*0vidi8 dis qu'ieu feira desmezura. B.Carb.6, M,W.IlI.257.V.c.4. — 602. 
Es fols qais desmezura i e nos ten de guiza. B.deVent.44, Chr. 63,1. — 
663. Ses mesura non es res. B.deB.45,14. — 664. Auh dir: Qui mBi des- 
pen que non gazanha | non pot esser que nol sofranha. Brev.3202&. — 
665. La sal an mes a tan gran for ) perqueu tem fort e tem aiicor | quel 
prouerbis aues tan diz tom en mal | Condugz ab carn totz esperdutz per 
sal. B.d'Alam.5,c.2. 666. Mens en val tot frutz que dessazoim. R,de 
Mir.4, M.W.II.129,c.3. — 667 Si co hom per trop si cofon, | si cofon per 
pauc eyssamen | per c*om deu el miey dreitamen i metre sou Btin ab 
tempramen. B.Carb.82, Dkm.8,12. — 668. Am mais la meitat. Guillemö, 
c.2,Arch.34,381. — 669. Tut trop son mal, so auc dir a la gen i e mal 
tut pauc sadrec o raisonatz. Sordel 26, M.G. 1274,33. — cf. G.deMoiitlS, 
C.3. — 670. Totz trops e mals. B.Carb,91, Dkm. 11,5. — 671. Fug tropi 
tostemps en tota re 1 ce ja de trop not venra be. Sen., Dkm.195,13. — 
672. Totz trops es mals enaissi sertamens | o truep ligen eis libres dela 
auctors. B.Carb.90, Dkm.18,9. 

Einige speziellere Fälle dieser Sprichwörter-Gruppe sind schon 
anderen Orts erwähnt (z. B. 251, 400, 638, 693), einige mögen 
hier noch ihren Platz finden: 

673. Trop lausar es blasmes e faillensa. Sordel 19, M.W.II.250,lO. — 
674. Trop lauzars es mentida maintas vetz senes doptansa F.Vid.16,34. 
— 675. Propris laus es foles. B. Marti 6. — 676. Proverbis ea qui trop 
a'azaisa I greu er si per amor nos laiza. Flam.1838. — Cf. Sen., Dkm.214, 
7. — B.Marti7,c.4. — Brev.28709. — 677. M sove d'un reprovier c'ai 
mantas vetz auzit contar | que aital fais deu hom levar | sul col qu'el 
puesca sostenir. A.d.E., R.V.21. — cf. P.f.d'üze8 2,c.4. — 678. Mant arbre 
fan fniyt tal per que la brancha frayn. Gl.deCerv., Chr.305,5. — 679, 
La gens laigua ditz: Tant vai lo dorcx a l'aigua \ tro que Vansa lay 
rema. B.CfU'b.29, Dkm.5,15. — 680. Proverbis es comus | que taut vay 
lo dorc a Taygua | tro que se trenca. V.etVert, L.R.II.73. - 6R1. Ben 
ditz ver lo proverbis que soven audit ay: | que tan grata li cabra tro 
pogna que mal jay. R.Ferraud, YiedeStHonorat 186,25. — 682. Tau grata 
la cabra que mal jatz. Liv.de Sydrac, fol.108, L.R.n.282. 

X. Habsucht und Gier. 

683. ün pauc auzel en mon punh que no s n*an | am mais qu'al cel 
una graa uolan. G.Faid.59, M.WJL83,c.6. — (684. Mandet dizen qu*amea 
may un petit auzel el punh que una grua uolan el cel. G.Faid., M.B.pg. 
22,13.) — 685. Mais dei donc amar e mon poing | un bei auzelet qu eu 
tengnes' I qu'al cel doas gnias o tres | qu'eu no prengues. GllAmiels, 
M.W.III.814,c.3. — 686. Mais volria una calha | estreg teuer en mon se / 
no fariä un polhe | qu^estes en autrui sarralha. Cerc.l, Jahrb.l.97,c,3. — 
687. Mais amaria seis deniers en mon ponh que mil sols al ceL R.d^Aur. 
28, Chr^9,26. — 6S8. Mais pres lo frug on ab las mas atenha 1 que cel 
ques aut on lansar me covenha. A.dePeg.3, M.G,330,c.3. — 689. Äamtz 
val maiffi guazanhar en argen | que perdr*en aur segon mon escien. A.de 
Peg.27, lii^.Il.l60,c.2. — 690. Cho son li fals cobe desconoiaen 1 cui 
cobeitataTengana per nien. P.deC.I,35. — 691. Soven fai cobeitatz falhir 
los plus lessenhatz. P.Vid. 20,31. — 692. On plus a (Pavars) e pas es co- 
beytoe i 4l cobeitatz fai lo tant enueyos | que non auria pro ab tota fnmaa. 
P.Card.afi, M.G.1241,c.2. ~ 693. Aiselque trop vol tenir I a molt petit de 
sciensa. | PeireGl.de Lazerha8,o.8, M.W.L26,5r.XI. — 694. Qui tot vol 

4* 



44 

tener tot pert. F.de Rom., Chr. 196,1 9. — 695. On plus pren qecs so que 
cassa I plus a del segre ochaia. F.de Mars. 7, Arch.51,263,c.2. -^ 696. Es 
plus renoviers cobeitos j on plus a d'aur e d'argen a se mes. P.deC. 
XXIII.37. — 697. Ar sai eu quel reprovier ditz ver: | Tos temps vol hom so 
c'om no pot aver. Peirols 20,39, M.W.II.ll. — 698. Ni tal enveja no fai 
res I com aisso qu'om no pot aver. Cerc.4, M.W.lIL303,c.2. — 700. Seih 
quäl joguar si cofon, i ades on plus pert plus aten. Gt.Faid.56, M.G.445.C.3. 
— 701. Fols qui sec totz sos volers. P.f.d'üzes, M.W.297,c.5. — 702. 
Gran foldat | fai sei que sec sa fola voluntat. B.Carb.l,c.2. — 703. So 
que non podes auer blasmatz. A.dePeg.l9, M.G.591.C.4. — 704. La volps 
al sirier dis o | quan Tac de totats partz cercat | las sireisas vic loing de 
se I e dis que non valion re. Peirols 23. Chr. 142,21. 

Sinnbilder der Habsucht und Gier sind Jude und Wolf: 
Bern, de Rovenac4,cA 

XI. Stolz. 

705. En trop d'orgoill ant gran dan maintas gens. B.de Dia, Chr. 72, 

18. — 706. Ressos es plus gens perdre per humiliar | que per orguoill 
gazaignar. G.dePoic.6, Arch.33,458,c.2. — 707. Es semblan que Torguoills 
caia ios. F.de Mars. 16, Arch.51, 265,8. — cf. B.deVenzacl,c.5. — 708. Cum 
plus dissen plus poia humilitatz | et orguoills chai on plus aut es poi- 
atz. F.deMar8.16, Arch.51, 262. — 709. Ben sabes verament | que Dieus 
puga cel c'a humilitat | e baysa cel qu'en erniel es montat. Rain.de Tres 
Sauzes 1,25, Meyer 658. — 710. Lerguelh del pau. R.deVaq.25,M.G. 
1078,0.5. 

XII. Ehre, Wert und Euhm. \ 

Die hier aufgeführten Sprichwörter zeigen, dass i^er Begriff 
der Ehre bei dem damaligen Rittergeschlecht ein «ehr aus- 
geprägter war. 

711. Reis pos viu aunitz | val meins que sebelitz. P.Vid.3,61. — 712. 
Reis aunitz val meins que pages. P.Vid., Chr.110,23. — 713. Am mais 
un pro vavassor | qu'un comte o duc galiador. B.deB.37,34. — 714. A 
baron d'aut lignatge | ual mais esser perigolatz | qel uiu aunitz ni des- 
honratz. G.deBorn.50, M.G.862,c.2. — 715. Coms que diseritatz viu gaire 
no val re. Sordel24, Chr.208,16. — 716. Ries hom joves serratz I val 
meins que mortz soterratz. P.Vid.20,47. - 717. Rieh hom q'esi d'auol 
cor I fai be lo jor qe mor. F. de Rom.2, Arch.34,226,c.6. — 718. /Eu non 
teing ffes lo plus ric per manen | qui pert vergoign'e den per aVol sen. 
P.deC.1.8. — 719. Onors val mais que avols manentia. B.delPoje<j2, M.G. 
ra.284. - cf. G.dTOsel 16, M.G.530,c.2. - B.deB.33,15u.l7,6. - Ai.dePeg. 

19, M.G.591,c.3. — 720. Mais val mortz que vius sobratz. B.deB.Jj.40. — 
cf^Blacasset, M.W. 111.246,28. — 721. Am pro mort mais qu*avol viu. P.Vid. 
IM. — 722. Mais val prous mortz qu'aols vidoira. Le trob.de villaAiDalut, Dkm. 
137,1. — cf. P.deC.I.17. — 723. Mais val mortz ondrada que uSus men- 
diguejar. Croisadec.l.A., Chr. 186,7. — 724. Ben uers le prouerbii a dir:/ 
Qui ren non a, an'ab los mortz dormir. An,236,c.l. — 725. /Mais val 
mort que vida amara. Sen., Dkm.210,20. — 726. Vida ses vaior pretz 
meyns que mort. P.Card. 4, M.W.III.76,c.4. - 727. Un reprochieil ai auzit 
dir: | piegers es sofrirs que morirs. A.d.R,Mila423. - 728. As^atz muor 
qui uiu en lonc afan. Monge de Toyssan 8,c.5. - cf. F.deMar8i,Arch.5], 



45 

270,c.5. — 729. Mieihs es per an dos | morir questar per tostemps dolo^** 
ros. B.Carb.8,c.2. — 730. Mais vuelh trop morir [ qu estar en dolor m'n 
pantays. B.Carb.13,41, Me7er469. — 731. Mars mi platz honratz morirB / 
qua nuilhs entremesclatz iauzirs. A.de6.13, M.G.995,c.4. — 732. leu conosc 
8 sai ques vers | que uiures ual mais ioi jauzir. G.deBorn.8,c.4. — 733. 
Com podetz dir que deuria | vida meils que mortz valer ia selui que no 
8 jauzis I de joi e tos temps languis. Gll.delaTorl2, M.W.III.248,c.4, — 
734. Qu! ioi ni solaz fui i a peich de mort se condui. L.Cigala9, Arcli.3B, 
299,c.2. — 735. Aunitz bes no val tant de dan honrat. (J.Riq.9,31. — 
736. Ditz lo reprovier | qu'onratz bes mal refrang. R.deVaq.20, M.W.L 
372,74. — 737. Eos pretz ja es tan cars | que nol pot conprar avars. G. 
deBorn.23, M.G.824,c.3. — 738. Terra pot hom laissar | a son filz per eri- 
tar I mais pretz non aura ja | qui de son cor uon Ta. An.,Arch.50,282jCLL 

— 739. Dis enPerdigos: En paratge non conosc ieu maire | mas qu'en a 
mais cel qui mieihs se capte. R.vid.Chr.220,8. -- 740. Pretz verays per 
mort no per son briu. G.Riq.lO,3. — 741. Malvestatz ab pretz no s'aparia 
I ni s'acordon per lo mieu escien. B.delPujet2, M.W.lII.283,c.4. — 742, 
Yida es anta e desonors i qui uon a pretz segon q'es sa ricors. Cad. 13, 
M.W.III.63.C.1. — 743. Qui mais ual mais dopta far faillida. A.Dan.l2, 
MG.415,c.5. — 744. Hom pros poit leuzieremen falhir. G.deMont.ll,Appel 
95. — 745. üsages es et adurat mainz dia | qu'om blasma plus qan i'aÜ 
cel qe val tan 1 qe dels malvaiz nos o ten hom a dan. G.d'Uisel3^ Arch. 
32,402,c.2. - Cf.Cad.,M.W.III.58,c.5.— B.Carb.70,Dkm.6,3u.M.W.III. 153,13. 
Gr.loRos7, M.W.III.171,c.2. — 746. Be sai quant hom plus savises | adonca 
8i deu mieihs de falhir gardar. P.R.deTol.l6, M.W.l.136,7. — 747. Mais 
deu esser savis encolpatz | qe fol qan fal e plus se nos castia. Au. 1^7, 
Arch.50,279. — 748. Falh le rics may cannon ditz ver | no falb paures c*o 
fay per non poder. G.del 01.53, Dkm.32,30. — 749. May fai de falhenaa 
hom entendens | can falh c'us que n'er blos. B.Carb.40, Dkm. 25, 2 L — 
750. Cant es pus cabalos senher, can falh, mais fay de falhimen. B.Carb. 
4,0.2. - 751. Qui falh vezen mal e be | falh trop may qe sei que nol ve, 
B.Carb.9,c.3. — 752. Flors on mieihs es florida | elha si franh per nien | 
quan so que mustra desmen. Cad.l2, M.G.952,c.4. 

XIU. Gewohnheit, Not, Gewalt, unrecht 

753. Costuma torna a natura. Sen., Dkm. 211,27. — 754. Ieu o truep 
sert e l'escriptura | c'avol us o bon forsan natura. G.del01.11,Dkm.4e4ä- 

— 755. Qui falh en un, semblan fai, que en plus falhis el temps que 
n*auria lezer. B.deB.6,17. — 756. A mans met cel que vas un desmezura. 
F.deMars.16. — 757. Uns mal sol un autr'aduire. D. de Prad. Chr. 181,18. 

— 758. La flam*acenduda es grieu per amortir. Peirols27, M.W.IL26,g.4. 

— 759. El proverbis n'es guirens ses contendre | que ditz: love castiar 
e vielh pendre. G.delOl.55,Dkm.38,17. — 760. Se ditz beu un repropchier 
pel mon, | sei qu'una ves escorja antra non ton*). P. Card. 57, M. W.U. 195, 47, 

— 761. Dreitz ditz que necessitatz i non a ley et es veritatz. B. Carb. 65, 
Dkm. 12,31. — 762. Quan cug a riba venir | adoncs me cove a nadar. M. 
deM.7, Ph.XlIl.63. — 763. Qui pauc troba non pot gaire penre, so eabez 
V08, si col proverbis diz. G.deCab. Biographie, Arch.50,259b. — 764. leuB 



1) Derjenige, welcher einmal geschunden hat, begnügt sich ein anderes 
Mal nicht mit Scheeren , sondern bleibt bei seiner Gewohnheit , höcH- 
stens »escorgua e ton«, so P.Card.58y M.W.II.934,16, 



46 

aug dir que ses manjar | fort petit fan li cais e mens las dens. B. Carb. 
13,9, Meyer 469. — 765. Si non pot aver caval, adonc compra palafrei. 
GIL IX.4, Chr.32,12. -- 766. Chascus beuri'ans de Taiga ques laisses morir 
de sei*). GU.IX., Chr.32,19. — 767. Seih a cuy gfans fams en prent | manja 
lo pan j que non Paban. P.d'Alv.5, M.W.I.97,c.4. — 768. Meins val d'una 
renc | zo qe per forsa tenc. P.Vid.45,c.5. — 769. Nuill dreit non a valor 
gran l lai on forsa fai son talan. F.deMars.9, M.G.59,c.3. — 770. Me pari 
/quel laire ric pend el meschin. An., Arch.50,281, N.142. — 771. Paubre 
lairon pent hom per una veta | e pen tals qu'a emblat un roci | et aquest 
dreitz non es dreitz sageta | qu'el ric laire penda 1 lairon mesqui. P.Card. 
30, M.G.605,c.4. — 772. A ma] met sei que fa ad u | so que no den far 
a negu. Sen., Dkm.202,33. 

XIV. Treulosigkeit, Betrag, Tänschang. 

773. Es pus mortals d'enguan | sos colps que non es de bran. G.del 
01.31, Dkm. 37, 8. -— 774. Mais valon colps d^amic certa | no fan baizars 
d'ome trefa. Sen., Dkm. 202, 13. — 775. Si dechay ses fallensa | quis cuj 
ab enjan fromir | que ancse ai auzit dir | qu'ab selb reman quel comensa. 
J.EsteveS, M.G.749,c.l. — 776. Qui ab going ab femna reigna | dreitz es 
que mals len aveigna | si cum la letra esseigna. Marc.18,60, Arch.33,336. 
— 777. Bona fes e mala | ab son don laora | e non garda c*ora | lo fer 
desotz Pala. G.del 01.8, Dkm.44,1. — 778. Ferir sotz Tala. A.deSest.l3, 
Arch.51,251,c.5. — 779. El cuelh lo ram, ab que s fier. B.deVent.23, 
M.W.I.30,c.4. — 780. Drutz que lonc si saplata i el eis si coill loramab 
cum lo bata. Aug.Nov.l, M.G.578. — 781. Ja non er qu*ieu eys lo ram 
no cuelha quem bat em fier. B.deVent.42,5. — • 782. Bern bat amors ab 
las uergas qu'ieu cuelh. P.Vid.36,6. ~ 783. Om cuoill mantas vetz los 
balais | ab qu'el mezeis se balaia. B.deDiel,M.W.L87,15. — 784. D'aquestas 
mas fon culhitz lo bastos ) ab que m^aucis la belazer qu*anc fos. B. de 
Vent.ll,c.4. — 785. Dex, dist lo reis, molt i fai gran foldat | eil qui nur- 
rist lo basto ab ques bat. Aigar et Maurin, Schelerpg.35,867. 

Sprich v/örtliche Redensarten für »betrügen« finden sich 
mehrere : 

786. Un dat mi plomba"). A.Dan. 11, 4, M.G.425,c.4. B.deB.29J2. — 
787. L'amors camia cubertament los daz. ücCat.l,c.7, A.A.VlI.99,c.8. — 788. 
La mala beitaritz camiet me datz. G.deBorn.33,c.5, Arch.34,397. — cf. Gav. 
5,c.6, M.W.III.27. — 789. Gardaz que vos fassatz paniers als ostes"). G.de 
Born., M.G.826,7. — 790. Tota vostra esperansa es en trazir et en faire 
paniers. R.deVaq.l, M.G.1307,c.6. — 791. Le savis dis c'om non deu per 
semblan home jutgar, si proat no Ta be. B. Carb. 60, Dkm. 11,21. — 792. 
Om non deu jutgar per sol semblan. Monge de Toyssan3,c.l. — 793. Greu 



1) Jemand, der nicht gewohnt ist Wasser zu trinken, sondern etwas 
Besseres, z. B. Wein, wird in der Not dennoch zum Wasser greifen. Die 
mehrfach gegebene Erklärung Sprüche Sal. 9,17 : »Die verstohlenen Wasser 
sind süss und das verborgene Brod ist niedlich«, ist nicht ganz zutreffend, 
sie wäre anzuwenden auf 697 ff. 

2) Die Falschspieler bedienten sich Würfel, die auf einer Seite mit 
Blei ausgefüllt waren; auf diese fiel natürlich immer der Würfel. 

3) »panier« klingt an »panar = rauben« an. 



47 

pot hom jntgar per semblan. J.Eateve, M.W. 111.260, c,3, - 794. Ades 
proarai tos o j qu'ieü hai vi st faire tracio | a horae qe n'era prezatz. 
PeiredelPoi., Dkm.135,10. - cf. adelOL8, Dkm.4S9. ^ 795, Vera es 
cargens f e ganiimeas [ fnn de cusso b^on semblar. P.Card, 42jC. 16, M,G. 
941. — 79 Ö. Tal 3 ba el cors signe de patz | que vay el coragge armatz, 
Sgd, Dkm. 2 18,28. — 797. Tals a sua el cap Corona \ ejpt>rta blanc vesti- 
men | quil voluntatz es fellorta i cum lop o serpea P.Oard/29j M.W, II. 
22t>,c.4. — 79a E3 lop e sembia ovpla. Sen , Dkm.214,2. — 799. Lo fila 
uolpiz, ca pauc sesaia, | cor de cüni) ab semblaD de leon. riordeli20, M,Gr. 
641,c.6. — 799b. Alcun son trop major de t'ama que de fach no so : so es 
Bert. GdelOl.y, Dkm.44*9. - 800. Soven aotz belh parven se rescon gran 
falsia. Sordeiao, M.W.II25:^,c.a — cf. F.deMar5,15, M,W.L327. — 801. 
Ab eemblan de bon morsel i se prenon ü glot aussei. G. delOlJjS, Dkm. 
45^31. — SOJ, Non es aura tot cant que iutz, \ tal vüs ri eii« fa bels 
salutz ' que o fa per vostre dcatris, A.d.E-, E,V.23. — 80JJ. L'aigua que 
soau seadui 1 es peier que cella que brui. B.de7eBt.29^87, M.G.68. — 
8ü4. Las aygas que nosson moveaü [ son corrompablas et oleus. Sen., X)^m. 
2lOj37, — 805. Toatemp*5 uei com ateu | la ploia quant fort troua*). Gdo 
Boni.74,c.7j Arcb Ii3,305. — B06. Eataulig iolhatz { es mes soen sotz boa 
aur I per que mais ualh e que mala dur. G. de Born. 53, M. G, SiiU, c.5. — 
907, Autre blat aj vist ab fromen l afinar [ et ab plom argen, G, Magret 3, 
M.WJlL242jC.5. — SOS. Cant es als oba aa valor visti., j ben val mala per 
Jrapa que per liata. B.CarbS(>, Dkm. 12,25. — 809. Se dia que üb draps 
mgtaa vetz | val mal per drap que per liat\ 6.CarbJ7^ Dkm. 24, 25. 

XV. Sprichwörter und spricliwartliche Redensarten 
Terschiedeuen Inhalts. 

810. Ben deu hom camiar l>on per meillor. F. deMars. 6, Arch,5 1,268, 
c.S. — 811. Eßcrich truep eu u« noatr'actor I c'om pot ben camjar per 
mellior G.(ielüJ,2ä, Dkm 33, L — Öl 2- Gel qui caüjja bon per melhor sil 
nielhs preD be lieu maia valer U. deB, 10, 1. — 813. Mos pas ades se 
cambia ] de beu en miela tota vm. RdeC*5j M.W.iri286,c.G. — 814. Far 
inielhs de be. P,Br.5,c.l. Ä.deMar,18. — 815. Ai triat per ma fe | mielhs 
de melhdr e de be. P.ßr.lG,c.2. — 816. Cocelha es de Salomo | quequas- 
cue bom d'espcro | lacliel mal e quel be prenda, MatfreE.S, Azaisl31^c.9. 

— 817. Ai lo plom e IWanh rccrezut e per fin aur naou argent cambiat. 
G.Ad, 9, M.W. in. 186, c. 5. — 818. leu non sui ies cel que lais aur per 
plom. A.DaD.17, Arch.51jU0,c.2. — 819. Prenda laur e iaja Testaiug. R, 
deMir.4ä, M.G-1090,c.6. — 820 Me torn tot mon fen en uert fuelh. G.Riq., 
M.W. IV. 1,^5. -- rt. B.deB.7,7. — 821. Qui fa iols pnuat de se, | mais 
ama prenre mal qe be, An.86. Arcb. 50,276, -- 822. Ko camial miels per 
Bordeior. Arn. deTiutinhac^, c.i^^, AJ,G,598. — 823. Nous cuges qiem biajs 
/nil mielha per lo aordeior lais. Sifrel^cG, M.G 102ü. — 8'M. Malditz es 
hom qui 1 beo laissa el mal preu. PXard.49, M W.11.197,c.3. — 825. Deu 
easer mal uoHent I aicel qe tot conois e lo peis tria. An., Arch, 50, 28'?. 

— 826. Ben bargamgf | aieu per eataing | don mou aur que foUors. G.de 
Boru.40j M.G. 845,c.4. — 827. Ab bei semblan et ab doussa corapaigüai 
me dauret gen so que ara m'eataigna. PeirolaSl, M.W. U,l8,c.2. — 828. 



1) Ejj ist anj wenigsten vom Kegeu m befürcbten, vp^eun es donnert, 
alao getäbidicb aussiebt. Ein anderes von derselben Erscbeinung ber- 
genommenea Sprichwort sagt daa Umgekehrte, el 916. 



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Em fas ciliar | que mais valgaes | qe iis argenz esmeratz estainz. 6. de 
Borü,3J,c.4, Arch.34,397. — cf. B.deB. 14,51. B.CalYo2,9. — 829. Daur fa 
eatanh. Serveri4,c.3, M.G.768. — cf. Perd.2, Arch.34,177,c.2. — 830. Ben 
laissa clartat per umbra | sei qui vas son dan s'alargua. Gay.7, M.G.1067, 
cA. — 831. Trop foleia qui sec son dan. Lamb. de B. 5, c.4, Mus8.444. — 
832. Pren di rainaut per domerc ! e laissa gran cuba per dorc | e ydria 
per ^auca dorca. Gav.7, M.G.1067,c.2. — 833. Ben camja civada per juelh 
/ e tiriäca per vere | et anguila per aneduelh I qui laissa Dieu per laia re. 
P.Card, 17, M.W.II.224,c.5. — 834. Per dar iorn pren escur ser. Gav.ll, 
C.4. ^ 835. Senher, sobre totz de colors | son li drap e qui Is sap triar 
/ falh, si compra los sordeiors. G.deBorn.l, M.W.I.187,c.8. — 836. Simals 
m'es pres no vuelh que piegz m'en prenda. P. de la Garda 5, M.W. 111,202, 
C.2. — 837. Ira de mal en pejor. B.Zorgil8,c.5, LäYy7,51. — 838. De mal 
etz estorta e peitz anatz sercan. G.Riq. — cf. A.dePeg.15. — 839. Gazutz 
sai de mal en pena. B deB.9,1. — 840. Eu fatz dun dan dos. El.Fon- 
Baladal,c,2, Arch.34,395. — 841. Sei que fai d'un dan dos | non fai ben ni 
gent äon afar. Gll.deMurs5,9, Meyer291. — 842. Sai be qu'ieum fau douar 
per un dan dos. R.deVaq.(Brev.3l530). — 843. No mespreses petita res / 
que de petit ve tot cant es 1 qui de petit amassa pro | ades na pro que 
prenga e do. Sen., Dkm.214,19. — 844. leu ai uist comenzar un pon I ab 
ima piera solamen. An. 74,5, Arch. 50,281. — 845. leu uei soven per 
gaiadü l recebre gran colteUada. An. 213, Arch. 50, 274. — 846. En grand 
affar notz pauc petit erransa. G.deBorn. — 847. En gran droit notz pauc' 
occaJKo. P.Vid.23, 16. — 848. Per un pauc pert hom soven assatz. El. 
Cair.6, M.W. III. 90, c.2. — 849. Auzit ai dir e Tay mi remembrant, | c'un 
fer pert hom per fauta d'un clavel | et per un fer, cant ben m'o vauc 
pcusantj l pert lo caval, pueis lo cors el castel . . | . . per lo mens pert 
lo mais mantas ves. An.33, Meyer519,VI. — 850. Om ques al joc s'espert 
( que per menz perdre lo mais pert. Flam. 3324. — 851. Sai que l'hom 
a perdut f molt plus tost qu'om non gazaigna. Az.deP.l, M.W.llI.176,11. 

— 852. Us mais dona mai de blasmor | qu*il fa que sen ben de lauzor. 
B,Carb.70j Dkm.6,3. — 853. Nois poiria dreich dir j que maintas vetz paucs 
peiura ] trop mais qassatz non meillura. B.Zorgil7, M.G.667,c.3. — 854. 
En amor notz una leuiaria | mais qe nei pot us granz senz esmendar. 
Bernart 4, C.5, Arch. 34, 380. — 855. Qui son bon pretz en un dia despen | 
de dos mes non ave en cobrar. B.Carb.22, Dkm.16,20. — 856. Qui despen 
tot son pretz en un ser | pueys de cent jorn no pot tan recobrar. UcB.7, 
M.W. HL 207, c. 4. — 857. Qui un jorn pert de ioi ni de be | ja recobrar 
nol poiria en iase. Palaisl,c.2. — 858. Lo savis retrai | cus iors ual mais 
cus auz : e qui prent a tugir | can so den enantir ! noUes negus enanz. 
Cad.3, M.G.302,c.3. — 859. So mostra Tescriptura i ad ops de bon aven- 
tora 1 val un sols jorns mais que cen. B. de Vent. 30, 41, Arch. 33,456. — 
8üO. Sias li membrans | que maintas netz ual mais us jorns cus ans. D.de 
Prad.lT, M.G.1052,441,c.6. — 861. Mainz val us ans d'un dia. G.Ad.5, M. 
W. 111.210, 19. — 862. Mays es manifestatz | del savi us sol dia | que la 
Iota etatz | de ceyl qui sec folia. G.deCerv.,Chr.306,37. — 863. Usa ton 
temps 4U*a greu venra | a tos obs tan bo co s'en va. Sen., Dkm. 209,31. 

— 8Ö4. Pus es fachal jornada i ja non er atras tornada. G.del01.61, Dkm. 
43,27. — 865. Qui non fes can far poiria | ja non fara quan far volria. 
Flam-524*2. — 866. Qui no fai can far poiria | non o fera cant far volria. 
B.Carb.7;i, Dkm.9,20. — 867. Us reproviers me ditz dels ancessors | qui 
temps espera e no fai quan temps ve | s'el temps li falh, ben estai e cove ; 
\ que loncs espers a manhs plagz destorbatz. G.Ad.9, M.W.IILl 86,13. — 
8ti8. No y vezetz mentrel lums es ardens | gardatz vos y quel temps es 



\f% 



49 

tenebroa ! e no y veyret« quan lo lums es rescos. TTcB.S, M.W.in.209,c.4. 

— 869. Qai de fort füzil i non uol cotel tocar j ia nol cug afillar | en un 
mol sembeli. G.deBorn.45, M.G.849,c.2. — 870. No sab trair'aiga de dar 
riu. L.Üig.5, M.W. 111.129,0.3. — 871. Ära diran tat li desconoissen | que 
cel es fols qu'am autrai mais que se. J. Boneis, M.W.III.311,c.2. — 872. 
Dieus e dretz e razos s'acordon | c'om deu mais amar si mezeis c'autre. 
6. de Mut 5,17, Meyer 491. — 873. Mais uuoill pelar mon prat cautrel mi 
tonda. G. de Born. 69,28, Arch.33,822. — 874. Faich vermelh de mon gon- 
fanon blanc. B.deB. 29,10. - 875. Farez uermelh so ques blanc. Gay. — 
876. Totas res pot hom en mal escrire. B,deVent.l2, Chr.59,30. — 877. Ben 
es uertatz que laire | cuia tuich siont siei fraire. B. deVent.29,31, M.G.68. 

- cf. G.deBorn.l, M.W.I.187,c.3. — 878. Del reprovier mi sove | qui non S 

contraditz autreia. Pelrols22,29, M.W.II.22. — 879. Si tu vols selar un 
lag plag I contra dreg be t'estara lag | car dieus ti fara parsonier i de la 
pena e del logier. Sen.» Dkm.210,7. — 880. Atrestan es vas Dieu encol- 
patz I seih que manten lairon com es lo laire. P.Card.69, M.W.II.239,c.l. 

— 881. Parsoniers es del mal quil consen. G.deMontlO, Arch.34,200,c.6. 

— 882. Qui consen iaillimen | d*aatrui e no len repren j companhier e 
parsoniers. G. de Poic. 10, c.2. — 883. La flam esconduda es greu ad es- 
cantir. P.d'Alv., L.R.II.3 12,10. — 884. Eu sai qel fuocs sabrasa per cobrir. 
F.deMar8.6, Arch.51,268,c.5. — 885. La peyra que hom ve venir | non te 
dan, qu'om s*en pot gandir. Sen., Dkm. 194,9. — 886. Folz es qui cela al 
mege son malage. K.deVaq.29, Ar eh. 35, 102^0. — 887. Sap qu'aver no 
pot secors | mas per un metje sol on cre. G.Faid.5, M.G.352,c.4. — 888. 
So dis US versetz de Cato: Senher es fols certamen | can no vol creire 
son sirven. B.Carb.9,c.3, M.W.III.257. — 889. Lai on hom a son thezor i 
wl hom ades tener son cor. B.deVent.41, M.W. L 19. — 890. Lai vir la 
forzal gein | ols huils el coratge tein. G. de Born. 10, M.G.866,c.2. — 891. 
Sai be qu*es falhimen lo repropchiers c'om dire sol | que olh non vezo, 
cors non dol. A.deMar.95,39. — cf. Brev.34138. — 892. Le repropchiers 
no dis ges ver | que cors oblida qu'ueilhs non ve. Peirols33, M.W.IL 
27,25. — 893. Seih que ditz qu^al cor non sove j de so qu'om ab los 
huelhs no ve, | li miei Ten desmento ploran. Perd.l4,M.W.IIl.74,4l. 

— 894. Quays quem oblit so que no ve soven. A.deB.3, M.G.194,c.2. — 
895. Lai vir on la dens me doL B. de B. 28, 41. ~ 896. A la den | toma 
soven l la lenga on sent la dolor. Marc.24, M.G.797,52. — 897. Sai a la 
dolor de la den vir la lengua. F.deMars.5, Arch.5 1,267. •— 898. No puesc 
sofrir I qu'a la dolor de la den la lengua no vir. G.deBorn.51, M.W.I.185. 

— 899. La lenga vu: on la dent mi fa mal. ücderEscural,c.4. — 900. 
Ab semblan cog et ab cor cru | gratar me fai lai on nom pru. B.dePrad. 
1, Dkm.142,9. — 901. Gm maiers es plus calfa 1 focs. G.Ad.l, M.W.IIL 
188,18. — 902. Vers es so quel reprochiers ditz | que bos pretz creys on 
plus luenh es auzitz. G.d'Uisell, M.G. 189,49. — 903. Cum plus dorm 
mielhs me ressida. G.deCab.l, M.W. L 112. — 905. Qui mais viu plus 
poigna de fenir. G.Faid.14, M.W.n.96,4. — 906. Hon mais m'esfors cas- 
con jom d'aver vida i pus m'aprobenc, so es sert, de la fi. G. del Gl. 43, 
Dkm.47,11. — 907. Le crims nais anz que paresca. R.d'Aur.22,26, M.G. 
626. — 908. Ades o sapchon tal e cal | qe chanz non port altre cabtal. 
Lignaurl,c.4. — 909. Nulha res non secreta sia c'o sapchan tres. B.Carb. 
öS, Dkm.24,3. — 910. Seneca dis que saup philozophia, | que mieu e tieu 
mogron discordi'el mon. G.delGl.56, Dkm.34,20. — 911. Guerra toi soven 
80 quadui patz. G.deBom.58, Arch.33,319,c.5. — 912. Amors toi mais que 
no vol dar. RdeVaq., Brev.28092. — 913. Erguelhs es grans e folors | qui 
ab plus fort de se tensa. G.dePoic.l4, P.0.218. - 914. Qu'ab plus fort 



^^ir^yr" 



50 

de si se deameswra fai gran foldat. P.deMar8.21. — 915. Puesc dir: Qui 
deretr'auti'üy cavalgua non baiza qui vol. A.d.E., R.V.22. — 916. En re- 
procier c'auzian me dis ! que tant trona tro plov *). A.Dan. 1, 39, M.G.426. — 
317. Auzit ai dir, | c'om enoios non pot morir. Brev. 33662. — 918. Ei 
pros com» Raimon de Toloza I dis una paraula ginhoza | que retrairai per 
so que DO s'oblit: | e cant yeu aug so que non ai auzit, | et yeu mepes 
so qiie non ai pessat. G.del 01.28, Dkm. 83,3. — 919. Gara ti doncs e 
membre ti | del proverbi de Constanti | que ditz: Hom que no fai la filla 
Igart se no faza la similla. D.dePrad.,Stickney71,1151. — (920. Elamdis 
un reprovier, | don, vos're dat 8on menudier | et eu revit vos a doblier*). 
G11.IX.2, Chr. 30 12.) — 921. Es digz con si gar col proverbis espo | que 
not fizes en uelay | ni en clergue ni en lay i qun pauc retray | alpremier 
trabuBtire. P.Card.9, M.G.758,c.5. — 922. Passail plan de Puoi de Doma 
I quan d'el plus prop es tant s'apil | si col proverbis s'acoigna | sil trai 
Tuoill, el pouois loil oigna | sofra e sega ab cor humil. A. Dan., Canello 
99,3i>. ™ 923. Sap mals e bes atressi I e sap com val cars al moli^). R.de 
Vaq.8. — 924. Cavalgan pogran a damas. Flam. 214. - 925. Son pelan 
la grua. Cr. CIL p. 227, Fauriel. — 926. Hom vai dins lo tertre camjan. 
AideScarlat, M.W.Ill.222,c.4, — 927. Doussa cum pimens. Marc.44,9, Arch. 
oSMi. - cf. B.dePrad.3,c.8. B.deB.38,91. — 928. Plus pesan que plom. 
P.delaKulal,Arch.34,192. — 929. Plus cau dun saue. L.delAiguillonl,c.5. 
— 930. Eüsems quol palh el gras. G.deBorn.32,26. — 931. Mesclal gran 
^ la palba. B-deB.44,26. — 932. Penre los buous e*ls boviers. Cad.6, 
M.Wjn.66,c.4. — 933. L'ou e la mealha. B.deB.44,5. — 934. Lo vert el 
madtir. B. de B. 32,61. - 935. L fetg' el fei. Pi8t.3.c.7. — 936. Cim e 
razitz. L.Cig.7jC.2. G.Fig., L6vypg.82,Anm.l3. — 937. Nol laissaran ni 
cima ni r&ntz. Austorc de Segret l,c.4. — 938. No porta soc ni sauca. 
P.Card. 18,27. — 939. Non dis ni buf nibaf. Flam.1241. — cf. B.deVenzac 
3,c.2. — 940. Meins me tenh que juzeus. P.Vid.9,23 — Not pretz un 
grapaut. Raim. Kscrivan,Cbr.3 18,36. — Nom costet un alh. B. de B. 44,1. 
R.deVftq.a2, M.W.I.360,18. An.l43, M.G.110,c.2. Arlabecca, Dkm.76,15. — 
Toz riüD los dopt un aulaigua. Palais 2, c.2. ~ Non valran una mora. G. 
deBörn.r>7, H,G.877,c.7. Adem.loNegrel,c.4. — No val una raba. R.d'Aur. 
I5,c.ij. P.dclaMülal, Arch. 34,192. — Non daria una pruna. R. deVaq. 12, 
M.G,5ti2,c.2. - Non val una poma. A.Dan. 13, Chr. 137. 19. — Ges una 
pauca Diela non me pretz. R.d'Aur.40.c.7. P.R.deTol.5, M.W.1 137,c.7. — No 
mnotz lopret^d'unafia. R.deMir.24, M.W.II.118,c.5. — Pera, Brev.29228. -> 



1) Das Sprichwort enthält eine Mahnung zur Vorsicht, etwa die, dass 
man aich nicht zu früh in Sicherheit dünken soll. 

2) »üerr, euere Würfel (Würfe) sind klein und ich überbiete euch 
nnis Doppeltec. Wenn auch der Text leicht zu übersetzen, so hat doih 
seine Auslegung als Sprichwort Schwierigkeiten. Wir werden deshalb 
»reprovJer« besser mit »Vorwurf« übersetzen, also: »Sie machte mir 
einen Vorw>irf* , sc. aus meinem schlechten Spiel. — Sonst scheint diete 
EedeutuDg des Wortes nicht so gewöhnlich gewesen zu sein, denn 
Raynouard (IV. 658. 1. no. 17) führt nur ein Beispiel an (aus Passio de 
Maria): »De reprochiers sadolatz.« 

3) Entweder ein Pfifficus, der das Gras wachsen hört, oder auch ein 
schlauer Mensch, der mehr wie gewöhnliche Menschen weiss und kann 
und daher gelegentlich dieselben auch einmal betrügt, ohne gefasst zu 
werden^ 



• ' "S W PHi^^ ^ 



51 

Negos lo pretz d*an agailen uon portava. UcderE8caral,c.5. — Ncnpretz 
una notz. Mat.deCaercil,c.5. — No val una castanha. P.Vid.6,60. — 
ün'aglan. Gav.l, M.G.201,c.3. R.(j.deB.2, M.G.19ü,c.5. — Nod valria un 
uou. A.Dan.l,c.2. G.deBorn.21,M.G.826,c.3. Marc.37, Arch. 33,340. G,Riq.87, 
43. — Non preza una mealha. An., Dkm. 76, 12. — No b tem una rusca 
devern. P.Br.6, M.W.III.254. — ßec de gau. Brey.321ö9. — No pretssuu aa- 
sanha. D.dePrad.5,c.6. — Non ual un poing de cendre, B.Zorgil5,c.3, Lövy 
2,19. — Un ponh de sal. B.Zorgi,Levyö,l2. — Non daria qü piom, Brev. 
28160. — Non val lo pres d'un dat. Rain.deTres-SÄiiÄesl,4£l, MejerÖ53. 
UcdeS.C.44,c.2. Brev.29822. - Non prezera un guan. RR.deTol.9,M.W.L 
131^. ßrev. 33528. Raim.deTor8deMars.2,c.3, M.G.323. -- Non ml TalgußE 
un clavelh. G.deSt.L., M.W.II.39.C.4. — Non es prezatz un boto* B.Carb. 
34, Dkm.91. R. G. deBez. 6, M. G. 1018, c.5. GauserandeSt L. l, c.5. B. Zorgi 
14, M.G .665,0.3. — Non pretz lo ualen d'un tros. Palai82,c,2. — Non pre- 
zar un dinier. R.d*Aur.31,M.G.620,c.6. B.Marti8,c.4. Bertr.delPojet2,c.3, 
M.G.138. ücdeS.C.44,c.2. — De dieu non tenc un pogea, Ad,5'2» MeTer673. 
- Ün sols nom prec. A.deMar.7, M.G.212,c.2. — Unbotacay^. IldeVaq-l2, 
M.G.529,c.2. 

XVI. Gott, Heilige, Geistlichkeit. 

Vor dem Wesen Gottes spricht sich im Sprichwort immer 
die grösste Achtung aus, und zwar sind es namentlich seine 
Allwissenheit und Allmacht, welche das Sprichwort hervorhebt. 

941. Dieuque no faill eure. R.d'Aur.25,M.G.l028,c.L — 942. Qu^anc 
non menti. Flani.5854. — 943. De dieu mov tot saber Halamos Efei« gutrens. 
P.Card., M.W. 11.224. — 944. Seih qu'en dieu non cre \ not\ den terra teuer. 
ücdeS.C42, M.W.II.151,c,5. — 945. On hom mais sai viu d'ans \ ses dieu, 
mais lai de sos dans. F.deRora.lO, M.W.III.99,c.2. — 94ü. Cuilauaapoblee, 
lauza dominus*). P.deC, Chr. 126,4. 

Gar nichts hat uns das Sprichwort von der übrigen hoitigen 
Familie aufbewahrt. Die sprichwörtlichen Redensarten die 
Heiligen betreffend sind auch nur in sehr geringer Anzahl vor- 
handen. Da dieselben aber bei den christlichen Nationen des 
Mittelalters eine grosse Rolle im täglichen Leben spielten, 
können wir auch bei den Provenzalen eine bedeutend grössere 
Anzahl von diesen Redensarten voraussetzen, als hier auf- 
geführt sind. 

947. EnluocSainJohan"). B.deB.26,14. R.G.deB.7,c.3. Äzaia9. — 948. 
Domna, ben aic l'alberc saint Julian | quan fiii ab vos dina vostrericostal*). 



1) Das Wort »dominus« ist wohl eine durch die Geistlichkj^it in den 
Text gebrachte gelehrte Form. Sie deutet darauf hin . diisö d;vs Sprich- 
wort seine Heimat mehr in den Klöstern und in dBr Kirt^he üla auf der 
Gasse hatte. 

2) Sain Johan. Der Lieblingsjünger Jesu hatte wohl auch im Himmel 
einen guten Platz. 

3) Saint Julian ist der Schutzheilige der Gastfreundschaft, 



^^'•/^W^ 



5^, 

GJXJ,!^* — 949. Truep que sans Marcx ajuda mais e sans Donatz | que 
dieu nl dretz ni amistatz. B.Carb.94, Dkm.82. — 950. De pejor obralha 
que nun es lo fers saint Launarz. B.deB.44,33. 

Wenn die geringe Anzahl der Sprichwörter auf diesem 
Gßbiete schon wenig kirchlichen Sinn anzeigen, so finden wir 
einen ferneren Beweis für diese Behauptung darin, dass die 
Dichter gar nicht gut auf die Geistlichkeit zu sprechen sind, 
und die auf dieselbe bezüglichen Sprichwörter weniger von 
Achtung zeugen, als vielmehr Spott und Satyre enthalten. 

Stehendes Epitheton für den Mönch ist: tondu0, TorcafolsS, 
c,3; harbuz^ Torcafols2,c.5. 

95L Ätna mais batalhas e torneis | que moDges patz. P.yid.45,52. — 
952. Aisai cum un confraire | noi es uns nol poscatz tondr'e raire | o ses 
cüiii^reuz dels quatre pes ferar. B. de B. 43,79. — cf. B.d.B.2,51 und B.de 
B.U7, 

In gleicher Weise unterwürfig und friedliebend wie der 
Möncli sind Jude, Diener, Lamm. 

9&5. Obedient plus qe serf ni iudeu. F. de Rom. 8, Arch.33,309,c.2. — 
954. Anhela me par. B.deB.45,51-52. 

Einen recht satyrischen Zug finden wir in: 
9r^5. Äusels uola mal ses pluma i e pauc ual cella ab meinz d'arzos 
|e mal tot blsbes ses coillos. G.deBerg.4, M.6.589,c.l. 

XVII. Historische Sprichwörter. 

Während die volkstümlichen Sprichwörter eine moralische 
oder allgemeine Wahrheit enthalten, macht das historische 
Sprichwort Anspielungen auf den physischea oder moralischen 
Charakter eines Landes, einer Stadt oder deren Bewohner ; oder 
auch CS ruft uns ein bemerkenswertes Ereignis ins Gedächtnis, 
einen besonderen Charakter, einen berühmten Mann, einerlei 
welcher Art die Eigenschaft sei , der er diese Berühmtheit zu 
verdanken hat. Dass sich das Sprichwort auch gern der 
Romanen entlehnter Ereignisse fabelhafter Art bemächtigte, ist 
selbstverständlich. Es sind weniger eigentliche Sprichwörter 
alK gewisse ständige Gleichnisse und sprichwörtliche Redens- 
arten, welche hierher zu rechnen sind. 

Beginnen wir mit den Anspielungen auf Völker, so sehen 
wir, dass die Sprache der Deutschen dieselbe Rolle bei den 
Provenzalen gespielt hat, welche die romanischen Sprachen, 
itwelsche« genannt, heute bei uns vertreten, nämlich die, etwas 
Unverständliches zu bezeichnen; vergleiche dazu die Ausdrücke 
»welschen« und »spanisch vorkommen«. 



1) Die beiden Heiligen sind hier bignificante Bezeichnungen für Geld 
und Geschenke. 



'"^pPE^^irr' 



53 

956. leu non enten plus que stlha d'Alamanba | qui parl'ab me. P, 
deC.XX.20. — 957. Quant la prec , ela fai im semblan | que no m'cnten 
plus que un Alaman. Pi8t.2,15. — 958. No feoten plus d'an Toesco o 
Sardo o Barbari ^). R.deVaq.7,M.W.I.262,c.6- 

Neben der Sprache der Deutschen ist es dann auch die 
der Bretonen, Griechen und Lateiner, deren Unverstandlichkeit 
im Volke sprichwörtlich war: 

959. Anc no vi Breto ni BairierJ que tan mal entendre fezes I cum 
fai home lag messorguier. P.Card, 5, M. W.U. 243. — 960* Quais quieti ai 
lengua bretona | que negus hom no m*enten, P.Card.29, M.W/ü,226,c.5. — 
961. Cascus me tenra per Breto e dira quieu chan ckizameu. B.Carb. 18^ 
C.5. — 962. leu l'enten mens quels grifos. G, Eiq.25,76, M.W. TV. 24a — 
963. L'auzel canton lor latis. Cerc,4, M.W. 111,308. — 964. Lo dous temps 
d'abril | faMs auzelhs mutz cantar, | qua*ciiii en son lati, P.deBuse., M. W. 
IIL278,c.l. Femer: Ameu8delaBroqueira2,c.L Marc.17, B.Chr.54,15. An. 
U5,Meyer520,31. 

Die Bewohner der Bretagne finden wir auch noch in einer 
anderen Beziehung sprichwörtlich geworden; An ihrem in der 
Schlacht gefallenen König Artus hingen sie mit solcher Liebe, 
dass sie an dessen Tod nicht glauben mochten und daher seine 
Wiederkunft stets erwarteten, welche HotHnung sich allerdings 
als thöricht erwies und sie dem Gespött der Nachbarn aussetzte, 
Cf. Rain.dePonsl,c-4,Arch.33,412. 

965. Per mercel prec quel aovenha 1 biI plai que ab liejs nom fos [ 
Tesperansa dels bretos. 6.Faid.l6, M.G.456,c.4. ^ 966. Contendemen fai 
deBreto. G.deMontl2,M.W.IILU0,c.6. — 967. Fag ai la miiasa del Breto. 
P.Vid.15,17. — 968. Er ma far lo conort del bertan, R.deVaq.25, M.G. 
1078, C.3. — 969. Esperar e mu^ar me fai coma Breto. P.Vid.7j6L — 
970. Anc non auzi fors de breto [ dornen taut longa atendezo. G,Ad.2j 
Arch.33,456,c.2. — 971. De bona dompna cove . . . . | que nol fassa eem- 
blar breto. G.de6erg.l3, M.G.165,c.4. — 972. Atressim £ona em reclama [ 
cum fetz lo sens bertalais | amors e ren nom dona. 6.deBQm.57» M.G 877, 
C.3; cf. G.deBom.34, M.G.833,c.4 und R. d'Äur JÖ, M.G.32a. — 973. Servirs 
qu'om no guazardona i et esperansa bretoiia I Jan de »enher escudier | per 
costum'e per usatge. B. de Vent. 28,37, M.W. 1.31. — 974. Tals cuia far 
mantenen qe sa'sperans'o bretona"). G.deBom. 74, Arch*38,305,c.4. — 975. 
Breton lor atendre. G.deBiarnl,c.3. — 876. Eu sec la trassa dd buen 
Bertolai. An.l24, Gröber ,Zt8chr.L63,70. — 977. Me men e matrai | lo bou 
bertalai | qe plus noi ateing. G.deBoni.S4, M,0.&83,c.4 ; cf. E,d'Anr/lö,c.2. 



1) Wie beliebt damals die dcutache Spracbcj wie daa deutsche Wesen 
überhaupt, bei den Bomanen war^ möeen folgende Citate noch sceigen: 
La gent d^Alamaigna . . . cor mi'n fai Taigna ab lor aargotar. Peire de 
la Caravana, M.W III. 271, c.4. Alamana trob deschau^itÄ e vilas e quan 
negus se fen d*esser cortes, ira mortals e dols et enoia ee, e lor parlat 
sembla lairar de cas. P.yid.41,9. Letzteres Citat erinnert lebhaft an 
Julian (um 350 n. Chr.), der den am Rhein gehörten Geaang der Deutschen 
als Babengekrächze bezeichnete (^isopogon. IL 56). Vgl. aut^h Chanson 
des Saxons IL 38, Auberi ed. Tobler 23 Z. 4 und Gautier Epop. fr. DP 243, 

2) Dass diese Redensart ein Verbum »bretonar« erzeugen konntei 
deutet auf ihre grosse Popularität hin« 



54 

Die historischen sprichwörtlichen Redensarten bezüglich der 
Eigennamen sind wohl zahlreicher gewesen, als wir aus den 
wenigen Überresten, die uns vorliegen, schliessen können. 

Die aus 4 Brüdern bestehende Familie der Algais finden 
wir ihrer Ränberoien wpgen sprichwörtlich geworden. 

978. Us tengues us delR Algais | en lega lo terz d'un dia. Ebles 
dTisel 3, 6. — 979, Ges en la companha Martin d*A]gai | hom pietz non 
txal UcdeS.C, Die£.L.ii.W.4?5, — 980. Vol gerra mais plus que non fetz 
Tina dela Algais. B deB.2/);^, — 981. Dieuprec que trachors . . . abais aissi 
com fes los Algais. F.Card 48,21. — 982. Fetz tala tres tracios ! que no 
feira ludaa ni gtiayneloa. P.Card .65, M.G.764,c.l. 

Wie der Volksmund uns diejenigen, die durch ihre Schlechtig- 
koit eine traurige Berühmtheit erlangt haben, als abschrecken- 
des Beispiel vorhält , so hat er auch den Guten ein Denkmal 
gesetzt zur Anfeuerung und Nachahmung für die Nachwelt. 

Als Bild der Tapferkeit, wird Roland namentlich erwähnt. 
98S, Tan fortz cum Eotlaus, Brev.29050. — 984. Valra darmas Rolan. 
LovesquesdeOlarmohtljO, Ärch. 34^414. — 985. üal armas Rotlaa. Guigo 
l,c.i5, M.Ö.355. — 986. A sufert plus cus Rolanz. G.Raim.3,c.l. Arch.34, 
413. — 9^7, Eu no m'apel Olivier ni Rothlan. G.d'ApchierS, M.W.III.276. 
— 9S8. A cor ab mais d'ardimen qu'Alixandres, Olivier ni Rotlan. Ser- 
veriS, M.W.llL320,c.7. Cf. B. de Born. 30, 21; Rostaing, B.de Mars.6,41 ; B. 
Carb.l7,c,3; Paves, Arch 34,408 ; A. de Malaspina, M.W.III.l82,c.6. 

Was die Freigebigkeit für eine bedeutende Rolle spielte, 
haben wir schon oben gesehen. So heben denn auch die Lob- 
lieder auf die Helden der Zeit, sowie die Klagegesänge auf 
ihren Tod keinen Zug der Gepriesenen mehr hervor als die 
mit Reichtum verbundene Milde und Freigebigkeit, doch finden 
wir dieser Eigenschaft wegen nur drei Personen sprichwörtlich 
geworden: Alexander, Karl und Artus. 

989. Alixandres lo reys que venquet Daire | no cre que tan dones ni 
t^n messea | ni auc Charles ni Artus tan valgues. F.Faid.22,c.2, M.W.II. 
9:?. — 990, Per dar conquis Aleiandres roais . , . ♦ e per donar conquis 
Carlefi Baivieira, F.delÄMQ]a2, ArcJi.34,192. — 991. Anc non fon tan larcs 
BDgon mon parer [Alexandres de maujar ni d'aver | ni ges d'armas Gal- 
vaina plus non ralla i m non ^aup tan Yvan de cortezia I nis mes Tristans 
d*amor bd tan d'assai. A,dePeg.lO,M W.II.168. Cf. G.Fabrel,c.4; An.239, 
F.184,4, 

Man hat das Leben des Cavaliers in Herrendienst, Frauen- 
diensl und Gottesdienst eingetheilt, daher werden wir uns nicht 
wundern, wenn auch diejenigen, welche am treuesten verliebt 
waren j einen Platz in der Erinnerung des Volkes gefunden 
haben. Und dass der Frauendienst nicht der unwichtigste der 
drei war, sehen wir aus der grossen Anzahl der auf die Liebe 
bezüglichen Sprichwörter als auch aus den vielen hier uns auf- 
bewahrten Namen treu Verliebter, die teils glücklichen, gewöhn- 
liuh aber unglücklichen Liebesverhältnissen entnommen sind. 



55 

Aus der Bibel finden Wir die folgenden Bilder von Liebe und 
Treue bei den Provenzalen zu Hause: 

992. L'am mala per saint Raphael | que Jacobs no t'ets Ka^^bel. F. 
Vid. 14,49. — 992a. leus am mais que no fetz SarraÄbram, B,Zorgi,Levy 
3,120. — 993. Vos dezir plus que deus eil d'Edoma. A-DaD., ChrJ 37,2ö. 
- 994. Am lejal e fizel | e just plus que deus AbeL P.Vid.l4|29. 

Der antiken Sage entlehnte Gleichnisse der Treue sind : 

995. Teu am la miels e may no fes priamus tibe. Gr.deS.5t M.G.946, 
C.4. — 996. L'am mais que Tusbe non amet Piraraua. R.(!eVaq,2, M.W.L 
365,c.5. Cf. Rofianl,c.5, M.G.954. - 997. Eu sui plus fis | qu'eiena paria. 
G.deBom.28,c2, M.G.949 Cf. A.Dan.16, M.G.427,28i aJordan8,c,6; Lamb, 
deB.7, Arch.83,451. — 998. Anc non amet hero tant Leandier. E. Jord. 8, 
C.6. — 999. Ahc apoloine de tir mels amar no pogra. An.5, M.G.282. — 
1000. Anc Narcissus qu'amet Tombra de se, : si be b mori, no foplüsfols 
deme. Peirols21,M.W.II.l6,c.3. — 1001. Aissim perdei cum perdet se lo 
bels Narcissus en la fon. B.deVent. Cf. G.loRoyT, M.W/172,a3. 

Aus den Romanen der Zeit selbst sind die folgenden 
Gleichnisse : 

1002. Plus vos am senes enjan | non fes Yseut sod bon amic Tristan, 
F deMars. 13,42. — 1003. Mais vos am ses bausia | nonfetzTrißtanÄS^amiR^ 
P.deC.VI.42. — 1004. Fis amans li sui trop meiMz non fod'lseut Tristans. 
P.deC.'XXIII,14. — 1005. Ainch no amet tan Triaians Vsolt la bella . . , 
F.deRom.2, Arch.34,426,c.3. — 1006. Non feiric ab son cairel trietan nizoi 
plus formen . . . B.Zorgi 2, M.G.308,c.4. Cf. R.deMir.45, M.ail22,c.4; B. 
deVent.44, Chr.63,29. — 1007. Tan vos sui ferms e leials i qe Tristans fo 
vers Ysout fals | e vers Blanchaflor Floris ac cor galiador. P, de C. 9, 
135. — 1008. Pus que floris ab blancaflor suy eu amans . . . G.Evesques 
1,0.8. — 1009. Sapciatz canc plus coralmen non amet üoris blanciflors... 
F.deRom.3,c.3. Cf. B.deDia5, M.W.I.88; R.deVaq.23, Arcb,35,413,c.6. — 
1010. Anc Andrieus de Paris, Floris, Tristans ni Amelis | no foron d'amor 
tan fis. Peirol86,c.l7. — 1011. Si tan gen muri Andrieus non amet miels 
en 8on cor quMeu . . . El.deBarj.6, M.W.in,c.4, — 1012. Amadaus ay 
mays candrieus la reyna. R.deVaq.25, M.G.1078.d Cf. G.FaidJT, M.G. 
495,c.5 ; Ugo de Pena 1, c.3 ; Jord.deCofolenl,c.6, M.G.2U ; R. deVaq. 1 ß, ; R. 
dePrad.3,c.l ; R.Jord.l3,c.4; An.l44. -- 1013. Voa am mais Landrics no 
fes N'Aja. P.deMar8.4, Lävypg.18,3. — 1014. Am vos mais que Landrics 
HO fes Aja. P.d.CXV.42. — 1015. Jeu serai de bon eelar e pus fis, si 
dieus m*ampar, que no fo Landricx a Naja. RR.deTol.3, M,WJ..134. — 
1016. Jeu Tarn mais no fetz auda rotian. G.deS.l, M.G.U85,c.2, — 1017. 
Vos am mais non fetz Seguis Valensa. B.deDia., Chr. 71/10 — 1018. leu 
am mais que non amet Valens guis de nantuelh la pieuscl ayglenttna. R. 
deVaq.25, M.G.1078,c.2. — 1019. Erex non amet herida tan ni Yseutz 
tristan. An. 92. — 1020. Anc non amet plus d*un uen cel de M od dar 
n'Andierna. A.Dan. 10, M. W.U. 73,3. — 1021. Eu lam mais qu'aimiers non 
fetz son oncle. B.Zorgi 4, M.G.573,c.6 — 1022. Aissi *1 serai fis» ses falaa 
entresenha, | cum fo'l leos a N^Golfier de las Tors"). G.Faid.lö, M.W.IL 
103,c.5. 



1) Jener Kreuzfahrer hatte einen Löwen von einer Schlange um- 
wunden angetroffen und ihn befreit. Der Löwe folgte seinem Ri*tter 
von nun an auf Schritt und Tritt und soll ihm eogar ins Meer nach- 
gesprungen sein, als er das Heilige Land verlies. 



56 

Als Bild der höchsten Weisheit hat Salomo dem Volke 
TOi^eschwebt» 

1023. Sei3 de Salomo. MatfreS, Azai8l34,c2; Aii.154; PistS, M.W.IIL 
193,c.2. — 1024. Sabor de Salamo. B.Zorm 15,c.7, Levy2,60. — 1025. Sen 
Feing salomoe. GlURaimon3,c.2, Arch.34 413 ; ücB.3. — 1026. Ai sen de 
Cato. BerQ.dekFon.,P.0.395,c.4; PeiredelPoi.,Dkni.l35,2, — 1027; Lom- 
bart de sen. G.Faid.5 ^ Arch.33,454,c.6. — 1028. La beutatz d'Ansalon. 
B Zorgi, Lövy2,59, 

Während bei unserem Volke heute Methusalems Alter 
sprichwörtlich ist, war es bei den Provenzalen Enochs: 

1029. S*ieu Tivia tan cum Enocs. G. Ad. 1, M.W. III. 188,15. — 1030. 
Viaques tan cum Helias et Enoc. Aag.Nov.2,M.W.in.l78,c.2. 

Ein sündiger Mensch wurde, wie bei uns, mit dem Namen 
Adam bezeichnet: 

1081* Adam ciyon contrafor. B.deB.27,39. 



sr 



Nachtrag. 

Während vorstehende Abhandlung im Drucke fast fertig 
gestellt war, erschien in den Romanischen Forschungen Bd. III. 
eine Arbeit von B. Peretz in Göttingen, die denselben Gegen»- 
stand behandelt, nämlich: »Altprovenzalische Sprich- 
wörter mit einem kurzen Hinblick auf den mhd. 
Freidank«. 

Wenn auch die Arbeit von Peretz und die unsere, nur 
nach dem Titel beurteilt, fast identisch zu sein scheinen, so 
ergänzen sie sich doch gegenseitig so vielfach, dass ein nachträg- 
licher Blick auf die erstere hier angezeigt erscheint. 

Fasst man das Verzeichnis der benutzten Quellen ins Auge, 
so sieht man, dass der Verfasser keinen Unterschied zwischen 
lyrischen und epischen Stoffen gemacht, sondern die näher 
liegenden Werke beider Gattungen als Grundlage für seine 
Arbeit gewählt hat. Hiermit tritt sogleich das unsere Arbeit 
ergänzende Material zu Tage, nämlich die Sprichwörter aus 
manchen provenzalischen Epen, die unsere Arbeit ja fast gar 
nicht berücksichtigt hat. So finden wir im Verzeichnis der 
benutzten Quellen : Aneliers, guerra de Pamplona (Ed. Michel), 
Flamenca (ed. v. P. Meyer), Guerre contre les Albigeois (ed. v. 
F. Meyer). Freilich sind auch hier noch immer Lücken ge- 
blieben, wir wollen nur an den Girartz de Rossilho erinnern, 
der, wenn auch öfters citiert, doch nicht im Original dem Ver- 
fasser als Quelle gedient zu haben scheint. Eän zweites er- 
gänzendes Moment für unsere Arbeit ist wohl in der Behand- 
lung der nachklassischen lyrischen Producte zu suchen, die, wie 
die Epen, für unsere Arbeit nicht direkt ausgebeutet worden 
sind, sondern nur eine sporadische sekundäre Benutzung erfahren 
haben. 

Was die abweichende Ansicht über die sogenannten ge- 
lehrten Sprichwörter, die Peretz ausgeschlossen sehen möchte, 
anbelangt, so ist unsere Auffassung bereits in der Abhandlung 
durch hinlängliche Gründe unterstützt worden. Peretz selbst 
verfahrt hierin nicht oonsequent genug, indem er Sprichwörter 

Ausg. a. Abb. (Onyrim). 4*^ 



58 

wie z. B. 16 (ab la una ma lavon Tautra), 23, 92, 176, 276 etc. 
in die Sammlung aufgenommen hat. 

Bei den nun folgenden nachzutragenden Sprichwörtern ist 
die Anordnung so getroffen, dass erstens die Sprichwörter, die 
einer unserer Gruppen leicht subsummierbar sind, deren 
Nummern erhalten nahen, zweitens die übrigen mit Nr. 1032 
u. ff. bezeichnet werden*). 

la. El ric 8*irai8 menire Tamoros dansa. B.6.335,24. — 3a. C^amors 
faill meillors meillorar. B.G.392,23. — 3b. Res non es, amors noo ensein. 
Flam. 4340. — 3c. Pueis dizon tug quant hom fai falhimen | Bern jjar 
d^aquest, qu*eii donas do enten. B.6.406,24. — IIa. Ar ai ben d'amor 
apres cum sap de son dart ferir. P.Card. 3. — IIb. D*amor son gran 
poder. M.W. 4. 210. — 11c. Amors non a seiner ni par. Flam. 3722. — 
31a. Qni ama aesena. B.G. 823,4. — 31b. Mais lai on amors tiral fren | 
E bos conseils e Tolentatz | RcTens tot sens nna foldatz. Flam. 5265. — 
68a. Mas en amor non a hom senhoratge. B.G. 70,42. — 68b. Amor non 
gaia sagramen. Chr.* 260,18. — 68c Cals es est reprovers | Que cel que 
mais TOS ama tos den estre esquerriers. Albig. 6894. - 68d. Quis toi 
repans amor si tol. Flam. 1530. — 68e. Car trop tarzar en dompnej es 
folia. BG.225,9. — 68f. . . . trop alongiers | EsTcilla falses lausengiers. 
Flam. 5004. — 68g. Plus que no pot ses aiga Tiurel peis | No pot esser 
ses lanzengiers domneis. P.Vid. S. 84. — 85a. Cel quel lauza ta folor | 
Vol que la tassas maior. Ley8lII.272. — 91a. AI gran besonh Te hom 
qui es ami. G. de Boss., Hoim.42H3. — 91b, Prosperitatz aperelia tost 
amicz, aTersitatz los proa tost. L.B.4,660. — 91c. A la cuinda pod hom 
probar | Amis de boca senz amar. Giomaledif.r. 1,38. — 97a. Car sai 
eu ben per Ter certanement | Qu'om mort ni pres n'a amic ni parent. 
B.G. 420,2. — 98a. Le mal que fas te met al bas. LeysIII.806. — 112a. 
Que car den comprar qui car Ten. B.G. 328,5. — 117a. De gran forfait 
gran Tenjansa. B.G. 10,14. — 117b. Com renda mal segon la forfaitura ( E ben 
per ben. G.Fig., L^Ty 65,59. — 118a. Car qui fai deleial obra | Segon c'a 
serrit o cobra B G.385,27. — 146a. Volpilla es aigla que Toutor pren. B.G. 
466,28. — 152a. De mals grans i Non pot issir mais bos paus. B.G.457,38. — 
153a. Qui no toI autre honrar | No toI esser honratz. Chr.*305,ll. — 155a. 
Mas de mal frug mala sabor. B.G. 323,1. — 168a. De maWatz arbre non 
pot is$iir I Mais makatz fruhs. L.R.2,112. — 163b. Qui petit semena petit 
met. L.R.4,214. — 163c. Qui hon fruyt toI aTar 1 Bon arbre deu plantar. 
Heyse, Rom. Ined. S. 13. — 166a. Quar li enfanz de lur parenz | Aprenon 
toz lur nuirimenz. S.Agnes, Sardoul39. — 174a. A tals Tassais, tal senhor. 
B.G.10,32. — 174b. Aytal salsa, aytal pebrada. L.R.4,473. — 184a. Meilers 
chauza es donars que penres. L.R. 2,358. — 184b. Tals tolh que deuria 
donar. B.G.372,5. — 204a. Si dos promes est tost datz | Si meseis dobla 
e SOS gratz. Flam. 1669. — 204b. Qui trop fai son don atendre | No sap 
donar ni dein a TOndre. Flam. 1667. — 204c. Be sabetz que segon razo | 
Lo dons trop atendutz se ven. G Fig., L^Ty 48,35. — 204d. Car s'us dons 
non sec tot promeEsa Non es mais angoissa de pessa. Flam. 1665. — 



*) Der Hauptsache nach musste ich mich beschränken die Stellen, 
so wie sie Peretz giebt, wiederzugeben, da mir die Literatur gegenwärtig 
nicht zur Hand ist, doch hat Herr Prof. Stengel die Güte gehabt eine 
Anzahl anstössige Citate zu controlieren und zu berichtigen. 



59 

2l5a. La letra ancis, e Tesperit vmfia. L.R.4,55. — 215b. Merces dls 
eisamen | De gran tort, gran perdonansa. L.R. 4,516. — 245a. Ben vei e 
sai e crei qa'es vers | Qu'amors engraiss'e magrezis. B.G.823, 15. — 
258a. Quar long servirs ab merces veiis | Lai on ne val forsa ni genhs. 
B.6. 155,23. — 258b. Per que bon cor val mais | Que forsa en totz assais. 
B.G.70,39. — 273a. Ayzina fay pecar | Et avers foUejar Leys 3, 272,152. 
— 273b. Maraizina fa peccar. ßrev.a4153. — 278c. Mals nais de mal' 
aizina. Brev. 3U08. — 327a. Mas so ditz hom | Qu*avols es qnis recre. 
B.G.356,5. — 340a. Qui ben vol comenzar bons fait, si li deu acabar car 
lo pretz li remaigna. Giornale d. f. r. 1,38. — 340b. Re no pren comensar, 
si non a bona fi. Heyse, Rom.Ined.l7. — 350a. De cortezia es leas | Lo 
dirs e tener greiis. Brev. 32236. — 352a. A Tobra conois hom Tobrier. 
Brer. ?. — 358a. Nu al mon venen e nu nos en retomen. R. 2, 104. — 
361a. Cuidars es vanitatz | E paabreza vergonha, e vergonha bontatz. 
Alb. 6591. — 367b. Fortuna ve alcuua veguada als us, et autra veguada 
als autres. L.R. 4,351. — 368a. Car avers leu Ta e leu ven. D.dePrad., 
Stickney251. — 378a. Qui geta laz si peura en lui. L.R.4,4. — 378b. Qui 
fai fossa contra son vizi, chaira en lei. L.R. 3,347. ~ 378c Qui met 
peira contra son vizi, si nafrara en lei. L.R. 4,530. — 403a. Vilas quant 
en gran ricors pueia, Tavers lo fai foUeiar. B.G. 80,27. — 409a. Pois 
cascun s'encoreilha | Del autrui joi e s'esmaia. B. G. 70,7. — 418a. Tos 
temps sec joi ir'e dolors | e tos temps ira jois e bes. B. deVent. 22. — 
460a. Qui avan non garda areyre cai. Ley83,272. — 460b. Qui non garda 
de long, mal a de pres. G.deRoss., Hofm.4727. — 477a. Trop car compra 
qui espera. L.R.3,171. — 496a. Tals cuia be 1 Aver filh de sespoza | Qua 
no y a re I Plus que seih de Toloza. P. Card. 52*). — 496b. Tal semena 
ben e gen son blat qui nol maixona. B.G. 242,77. — 496c. Tals cuia lo 
pa trobar fah | quel fromens es el cam. L.R.3,401. — 525a. Trop es de 
gren occazio | qui penna contra Tagulho. Leys 3,270. — 539a. Suavet se 
castia qui per antre se castia. L.R. 1,354. — 544a. E pent s'om tart, pois 
quant a pres lo dan. G. Fig., L^vy 64,24. — 545a. Car tos temps ai auzit 
dire | que batres non toi fol consire. Flam.l28&. — 547a. Mas com ditz 
lo proverbis, tart se son perseü | Qu'els an claus lor estable el cavals 
son perdu. Albig. 1534. — 550a. Pero d*un fat coratge | No s pot partir 
US rics pessatz. B.G.242,51. — 550b. Fol presen, fol messatge. MiU410 
Anm. — 554a, Mas costum^es tostemps que folhs foleya. B.G. 70,42. — 
563a. Cascun enaisi | Troba gens de son bas | Car greu veiretz amas | 
Far de fols ab senatz. M.W.4,160. — 563b. El mon non a neguna crea- 
tnra | No trueb sa par. B.G.234,9. — 563c Quascus auzels quier sa par. 
LR. 2,245. — 563a. Cascuna bestia ama son semblan. L.R. 2,215. — 
563e. Qu'ieu yey say e lay | Cascun auzel ab son par | Domnegar. B.G. 

♦) Von Peretz ganz falsch gedeutet (S. 428). Vgl. M. v. Mont. ed. Klein 
9,10: »Enoja me . . . marritz qu'ama trop sa sposa Neus sera domna 
de Tolosa«. Levy (Literaturbl. 1886) leugnet zwar, dass diese Stelle mit 
496a und der Erzählung der Cento-Novelle von dem Toulousaner Arzt, 
dem die Nichte des Erzbischofs bereits zwei Monate nach der Heirath 
ein Kind gebar, zusammenhänge. Er meint: »Der Zusammenhang lehrt, 
dass die hier erwähnte domna de Tolosa gerade als der Liebe des 
(ratten in hohem Grade würdig anzusehen istc. Ich übersetze aber: 
»Widerlich ist mir . . . der Ehemann, der in seine Frau zu arg verliebt 
ist, wäre sie auch eine Toulousanerin [wie die bekannte des Arztesjc. 

E. Stengel. 



60 

133,3. — 563f. Com quecs ab sa par 8*aizi. B.G.80,9. — 564a. Gar li sen 
e li joo I Ao lur temp e lur loc. A. de Mar., M.W. 1,178. - 566a. Qtt'en 
tal laeo tos valra foldatz | On sens nous poiria Taler. B.G. 256,7. ~ 
574a. Qui t6 gran maleza faire | De maldir no se dea traire. B.G.385, 
45. — 574b. Contra meDZonga sun feit de Teritat. Chr.* 6,29. — 578a. 
De fol home fei enemic | Quel castia de son destric. Dkm. S. 206. — 
582a. Totz hom que so blasma que dea lauzar | Lauz'atressi aco que deu 
blasmar. — 582b. Per qaem par folhs qui cre | Sei qui de mal ditz be. — 
582c Seguon escrich troban e declarat Paux an lo sen de cognoyscer lo 
mal. Joya8 2,94. — 587a. Tals cujas autrui galiar | Que si mezeis lass' 
e repren. B.G.872,5. — 594a. Que mantas Tes a mais de sen | Le repres 
que aquel que repren. M.G. 1285. — 597a. MaWaz pastor ha eu aital 1 
Qu'a SOS obs noz, ad antres Tal. Flam.1097. — 598a. Qil sea no pod 
cobrar mal cobrera Spaigna. Giomalel,38. — 599a. Lo mal el ben 
aprenga | El mielhs gart e retenga. M.W. 1,177. — 606a. Car cecs e 
pecs an tal maneira jQue negus non garda on feira. Chr.* 182,35. — 
624a. Quar tezaurs estoratz no Tal charbo. G. de Boss., Hofm. 8453. — 
645a. Que trop parlars | Fai pieg que peccatz criminaus. B.G.389,18. — 
652a. £ ges ades non deu hom aire Ter | SoTon Tal mais mentirs et 
escondires. B.G.80,9. — 652b. Mais Tal belha fedia | Q^us dos dezaTinens. 
B.G. 30,20. — 652c. Val mais paraula grossamen dicha | Que messonja 
polidamens escricha. L.R.4,591. — 674a. Car trop tarzar en dompney es 
folia. B.G. 225,9. — 674b. Car trop son trop aissi o trop. D.dePrad., 
Stickney374. — 676a. Qu*auzit ai dir e sai qu'es TOrs | Que trop aizes e 
trop lezers | Adas amor mais c'autra res. Flam.1824. — 687a. Am mais 
retener qn'esperar. Arch. 34, 187. — 690a. Cobeitatz tos engana j Qu'a 
Tostras berbitz tondetz trop de lana. B.G. 21 7,2. — 692a. Qu*ades on 
mais a plus quier. M.deM., Philipson24,35. — 705a. Pero d*aitan me conort 
I Que anc d'ergueil be non pres | Az ome per c'a mal port. B. G. 319,6. 
— 753a. Sempre pesca qui una pren. Flam.7384. — 754a. E fora dreitz, 
qu'aTol eissemple moc. P.Vid.S.83. — 760a. Qui rtoIs es en caza | AtoIs 
es on ques Taza. Leys 3,272. — 761a. ProTerbis es comus: A la mager 
necessitat deu hom primieyramens accorre. L.R 4,308. — 767a. Qui non 
pot mordre pessuga. B.G. 174,8. — 769a. Car forsa paihs le prat. Albig. 
1,506. — 769b. Forsa Tcnsjustizia. G.deRoss., Hofm.8223. — 797a. L'habit 
no fe pas bon religiös. L.R. 3,523. — 799a. Tal menassa c'a paor. L.R. 
4,192. — 799c. Tals cuia esser cortes entiers | Qu'es Tilans dels quatre 
ladriers. B. G. 389,5. — 800a. Tals a lo semblant effanti J Quel sens es 
de Trebellia. P.Card.53. — 809a. Com lo proTorbis ditz: Non es tot bei 
so que pro te. L. R. 4,649. — Zu 816 vgl. : Ben es fols quil be Te el mal 
pren. P.deC.ed T.Nap.1,82 und: Qui per be mal pren ... Saber pot, qu'assatz 
a de ques plaigna. id. 4,5. — 825a. Tri de dos mais lo menor. Albig. 
2493. — 844a. Qu'ieu ai Tist comensad^ tor | D*una sola peira bastir. 
B.G.242,51. — 866a. Qui no fey can poyria | Can fer toI se fedia. Leys 
2,272. — 866b. Qui pert son temps de son pro far Ges can se vol nol 
pot cobrar. Dkm. 199,19. — 886a. Pero fai fol qi non s'en plaing | AI 
mege qi lo pot guarir. P. d. C. 109,42. — 911a. Car de guerra Ten tart 
pro et tost dan. B.G.10,15. — 911b. Prop a guerra qui Pa en mieg son 
sol. L.R.4,654. — 911c. Prop al guerra qui Ta al mieich del sol | Epus 
prop Pa qui Ta setz son coissi. L.R. 1,435. — 915a. Quant hom es en 
autrui poder | No pot totz sos talans complir. B.G. 364,39. — Zu 916 
Anm,: Tan trona entro que plou (Leys 3,372). Man wird vor jedem Er- 
eignis erst hinlänglich vorher gewarnt — Zu 921 vgl: Si col proTerbi 



61 

despon: Ja not fizar ni en clertre ni en lairon. B.G. 885,9. — 943a. Ni 
anc ses Diea fi ni comensamen. G. Fig., L^vy 50.5. — 948b* Ni ja nulhs 
hoin 8*ilh estiers bes capte | Per gen tener ao dieu nos dezave. B.G. 
225,4. 

1032. Tartarassa ni voutor | No sent plus leu carn puden . . . P.Card. 
55. — 1083. Los bes d'amor venon a tart | El mals ven quasqun dia. 
P.Card.ll. — 1084. Que per un gaug nan ben cent marrimens. B.G.386,2. 

— 1035. Quascus sab son afar. B.G. 372,5. — 1036. Et hom sol dir: 
dolent celui | Que castia si et altrui. Giern, di f. r. 1.37. — 1087. Car cel 
que Paatrui serca per pendreis autruis bes | Mais li valdria mort o que 
ja DO nasques. Albig. 3542. — 1038. El pendntz es fora de consiriers. 
ß.G.97,3. — 1039. Aspra paraula escomov forceneria. L.R.4,279. - 1040. 
Membres ti qu*asatz quier qui s complaing. B.G.323,13. — 1041* Laissem 
lo boc en la corda. L. R. 2,280. - 1042. Cosel . . . queret deu chi vos 
potcoseler. ß.IL139. — 1048. Lai on hom sab cosseilh, que lailo quera. 
G.deKoss., Hofm.3026. — 1044. Bon conseil sembla espeil. D. dePrad., 
Stickneyl845. — 1045. Qu'en desconort | Aconsec hom assas per temps. 
Flam.4103. — 1046. Meyns an fe Tenfant quels peiros. B.G. 71,1. — 
1047. Entre mal e be | No haurem frachura. Leys 3,140. — 1048. Ben 
sap far paisser erba vert, | Femna quel marit iDcrima. B.G. 323,1. — 
1049. Honestaz es e cortezia | Pensar tal ren qe bona sia. GiomaleI,38. 

— 1050. So ditz lo reprouerbi e demostra la leitz: | Cui mal fis no t'i 
fis. . . Alb. 5410. — 1051. Sobre totz colz gen fols pesc*). Arch.88,435. 

— 1052. Car qui sovent sa rauba trossa | Jamals non cuyllera mossa. 
LR. 4,273. — 1058. Pueis no sap en quäl part fuga | Seih qui del fuec 
es guastaz. B.G.293,18. — 1054. Qui ben s'acusa nis repen. Gloss. occit. 
228. — 1055. Ma pauc val aquel honor que tost ven a chavon. Nobla 
leyczon, hrg. von Mätzner 203. — 1056. Juoc de mas engenra bregas. 
L.K.4,140. — 1057. Honestat non porta costaller. L.R3,537. - 10" 8. Hom 
ditz quel lops en la faula. Leys 3,270. — 1059. El repropiers dis: Sit 
m'asautas**) | Non es tot em pelz ni en gautas. Flam.8075. — 1060. Ja nuls 
hom pres no dira sa razo. B.G. 420,2. — 1061. Que riquessa ni sens ni 
cortezia Que sia el mon , nous pot de mort defendre. B. G. 167, 14. — 
1062. leii non die ges c'om en estanh | Non puesca maracde pauzar. 
LR. 4,155. — 1063. Mas so qu'es avenir no pot hom pas mudar. Albig. 
2481. — 1064. Que d'aquel colp morig dont diss la reprover | Que non 
pod om fugir adayso que dios quer .... Aneliers Guerra 4458. — 
1065. Cascuna creatura | S^alegra per natuia. L.B.2,244. — 1066. De tal 
en sai que pisson a presen, | Et, al beure, recondos dins maizo. L.R.4, 
545. — 1067. Qui a obs foc ab det lo quer. L. R. 3,30. — 1068. Quar li 
keih son drogoman j Del cor. G.Fig., Levy61,28. -— 1069. Cre far Pasca 
Nadal I Quant son XX dinz son ostal. R. 5, 104. — 1070. Ses bo mot 
pauc val la mostra. L.R.4,274. — 1071. Segon lo peccat penedensa. L.R. 
4,489. — 1072. Pensar deu hom qe pensar pens | Don posca avenir qalqe 
bens. Giornale 1,38. — 1073. Que razo es e costumier | Que sei que pert se 



*) = Peretz 158. Unverständlich. Die Hs. bietet richtig: >E quis 
vol com crit e flaug D'amor pos ieu cresc Sobre totz, calsqu*en fol pesc«. 

**) 80 Meyer in den Corrections am Schluss, also nicht das sinnlose 
mazautas, unter dem Peretz 212 die Stelle alphabetisch eingereiht 
liat. Meyer hat im Glossar asautar noch mit assaillir übersetzt, 
es ist natürlich = »passen, gefallen«. 



62 

deu clamar | E sei quel toi, pot contrastar. G. de Berg., Keller 4,24ff. — 
1074. Hyvern se ses* [ovenj areyre J Passada la festa san Peyre. Suchier, 
Dkin.in,520. — 1075. Qui tom'a maison non fuich. B.G.443,2. — 1076. Qui 
toca la pez 8*en entacha. L. R. 5,367. — 1077. En brau loc fon plantada 
planta quel frug pejura. Milä381. — 1078. Un belh plorar no fan qua- 
torze ris. B.G.70,ll. — 1079. De gran ven pauca plueia. Leys 3,280. — 
1080. Prometres taing a bou enteudedor | Et atendres a bon prometedor. 
B.G.74,8. — 1081. Tostemps dizon qua bona jent corteza | A le seinhers 
cant es bons e cortes. Meyer, Demiers tr.S.55. — 1082. E tanh sibequ'ab 
enap I Ab qui bec lai cogos | Beva sai lo suffrenz. L. R. 2,216. 
1083. Per V. sols a om la pess'el pan. B.G. 437,29. — 1084. Qui sol se 
conselha, sol se repent. L.R.2,46l. — 1085. Haias mal, haias be 1 Ab los 
tieus te capte. Leys 3, 278. — 1086. So ditz lo reproiers: Tolas de 
baratiers. L.R.2,184. — 1087. Si cobes y est del tot | Tanh se quo pagas 
tot. Leys 3,278. — 1088. Atressi com hom pot faire | De Covers morgue 
tondut I Fai hom de trachor pendut. B.G.335,48. — 1089. Quar ges nulhs 
hom no troba ben ni gen | Si no troba so c'a lui es plazen. B.G.74,8. — 
1090. Qui son vilan non aerma | En deslialtat lo ferma. B.G.80,27. 



Druckfehler. 



n** 70: Doas forsas — 85: major — 97: remandras — 151 : avena — 
185: c'aui'ajostat ■— 195: pretz* — 204: s'era . . Tatardaria — 205: de- 
leiz — 218: a'enpren — 246: Mal a — 331 : qu'a — 335: quel . . . quel 

— 397 : de geitz — 457 : uen^ on liausengador — 519 : m'enprenc — 
522: uau — 665: es perdutz — 675: Sobrelaus foUesc es — 695: ochaio 

— 740: brui — 745: a durat — 748: can non . . . nonpoder — 756: maus 
8. n« 772 — 768: d'un arenc — 770: pendel — 788: La marabeitaritz 

— 804 : nos son — 852 : quil fa qu'es en — 857 : sei temps — 922 : plan 
del . . . el puois — 1015: a n'Aja — 1020: n'Audiema. 



63 



INDEX/) 



Aban v. 767. 
abatre 809. 
abeitaritz 788. 
Abel 994. 
Abram P22a. 
abrasar, s' 884. 
abricar, s' 520. 
absteners 644. 
acabar 321, [340. 
[accorre 761. 
acendre 758. 
aconsegre 517, [1045. 
acordansa 335« 
acordar 741. 
acuilhir 221. 
[acusar 8* 1054. 
Adam 1031. 
adermar 620, [1090. 
adrec 669. 
aduire 194, 324-5, 630, 

757, 911, [676. 
adurar 270. 

afan 200, 67-9, 75, 728. 
afar 433, 841,46, [1035. 
afeblir 175. 
affolliar 587. 
afilar 294, 869. 
afinar 807. 
afizer, s' 367. 
afortimens 227. 
afortir, a' 49, 303 
afranher, s' 21, 40. 
afranquir 193. 
agensar 328. 
aglan 940. 
agre 439. 
aguachar 636. 
aguilen 940. 
[agulho 525. 
agurar 140. 



agurs 499. 

[aigla 146. 

aignel 21. 

aigua, ayga 393, 508, 
679, 80, 766. 803-4, 
70, [6^g. 

aillors 496. 

Aimiers 1021. 

aissi 109-10. 

aital 98. 

[aizes 676. 

aizi 271, s. ayzina. 

Aja 1013-5. 

aiostar 185, 284. 

aiudar 188, 568. 

ala 77 ■ -8. 

Alamanha 956. 

Alamans 957. 

alargar s* 830. 

albadalha 409. 

albere 948. 

falegrar, s' 1065. 

Algais 978-81. 

alh 940. 

Alixandres 988-91. 

[alongiers 68 f. 

aluenhar, s' 636. 

amador 17, 29. 

amans 13, 25, 43-44, 68, 
211. 

amar 15, 32-3, 56-60, 
82-5, 117, 245, 57, 
313, 493, 683-5, 87, 
713, 871-2, 992-1021, 
[31a, 68c, 563d. 

amarcir 379. 

amars a. 272, 725. 

[amas 563a. 

amdui 613. 

Amelis 1010. 



amermar 405. 

amia 45. 

amics 22, 64, 70-97, 251, 

446, 75, 594, 630-1, 

774, [91a-c, 97. 
amistatz 949. 
[araoros 1. 
amors 1-14, 18-31,38-42, 

46-54, 62, 65, 73, 431, 

57,676,782,87,912,91, 

[3a,b,31b,68a,b,d,676. 
auiortir 758. 
anar 18, 20, 105, 359, 70, 

679-80. 83, 854, 63, 

923, [368, 760. 
anc 237. 
ancessor 417. 
ancias 451, 659. 
anctos 306. 
Andrieus 1010-2. 
aneduelh 833. 
[angoissa 204d. 
angoissos 544. 
anguila 833. 
anbels 954. 
ans 860, 61. 
ansa 679. 
AnsaloD 1028. 
anta, onta 194, 610, 742. 
aondanza 634. 
aorar 507. 
apariar 741. 
[apereliar 91b. 
apilar, s' 922. 
aplatar, s' 780. 
apoderar 10. 
Apoloine de Tir 999. 
appellar 206, 354. 
aprendre 287, 532, 40, 

607, [166, 599. 



*) Die Nachweise aus dem Nachtrag sind durch vorgesetztes [ kennt- 
lich gemacht. 



64 



apres 849, 419, 22-3. 
aprezar 199. 
aprobenc 906. 
aprop 420-1, 24. 
araire 163. 
aranha 484-8. 
arar 507. 
arbre 148-9, 161, 678, 

[163a, c. 
ardens 868. 
ardimen 218, 96, 988. 
areire 463, [460. 
arena 506. 
arenc 768. 
argens 621, 89, 96, 795, 

807, 17, 28. 
armas 984-5, 91. 
armatz 796. 
arney 358, 434. 
art, 8' 373-7. 
Artus 989. 
arzos 955. 
asaiar 330, 404, 571 s. 

essaiar. 
[aspre 1039. 
[assais 258b. 
assanha 940. 
assatz 649, 848, 53, 

[1040, 45. 
astruc 362-3. 
atardar 204. 
ateigner 517, 688. 
9,tenden6a 434. 
atendezo 970. 
atendre 28,116,21,200, 

39, 43, 435-8, 43, 60, 

64-6, 76, 79, 99, 515, 

700, [204b, c, 1080. 
atenduda 496. 
atens 439, 80. 
atertal 270. 
atras 864. 
aturar, s' 361. 
aturs 258. 
aucire 108, 231, 33-5, 

784, [215. 
Auda 1016. 
Andiema 1020. 
aulaigua 940. 
aunitz 711-4, 35. 
aur 71, 621, 89, 96,802, 6, 

17-9, 26, 29, s. or. 
aura 424. 
aurage 424. 



anstor 515. 

aut 384-90, 93, 401-3, 

10-1, 657, 88, 708, 14. 
auteza 410. 
antramen 263. 
autre 22, 34, 824-5, 405, 

95, 633, [153, 367, 

539, 97. 
autreiar 86, 878. 
autrui 409, 533, 38-9, 

84-5, 88-92, 636, 86, 

[409, 1036-7. 
auzel 513, 683-4, 801, 

955, 63-4, [563c, e. 
auzelet 685. 
auzir 66, 244, 508, 99, 

651, 902, 18. 
[avan 460. 
avar 737. 

avena 151. s. Druckf. 
avenir 126, 252, 315, 

82, 776, [1072. 
aventura 367, 67a, 562, 

858. 
aventuros 189. 
aver 21, 182, 276, 316, 

58, 68, 95-6, 697-8, 

703,24,65,887, [273, 

368, 403, 692. 
[aversitatz 91b. 
avinen 197, 630. 
aviol 186. 
avol 155, 63-4, 572, 

717-9, 21-2, 54, [327, 

754, 60. 
ayglentina 1018. 
[ayzina 273, s. aizi. 
azaisar 676. 
[azautar 1059. 
aze 497. 
aziramen 474. 
azirar 53, 87. 

Bada 491-4. 
badalh 493. 
badalha 408. 
baf 939. 
bai 16. 
baillia 394. 
baillon 413. 
Baivier 959. 
Baivieira 990. 
baizar 501, 915. 
baizars 774. 



balaiar 441, 783. 
balais 783. 
balansa 390. 
balansar 496. 

ß)aratier8 1086. 
arbari 958. 

barbutz 951. 

bargaiug 826. 

bars, baron 219, 714, 795. 

bas 384-5, 89-90, 402-3, 
11, [98, 563. 

basar 457, 709. 

bastimens 523. 

[bastir 844. 

bastos 784-5. 

batalh 502-3. 

batalha 951. 

bateiar 497. 

batre 212, 525, 780-2, 
85, [545. 

bauzia 32. 

be, ben, bes 79, 84, 
98-100,4,13,18-9,21, 
25, 34, 38-44, 47, 57, 
96-9, 253, 64, 70, 78, 
87, 316, 28, 36, 45, 
65, 414-22, 25-9, 81, 
557, 71, 76, 98-601, 
27-8,71,717,35-6, 51, 
813-6,21,24, 52, 924, 
1117b, 418, 582b, 99, 
705, 816, 943b, 1033, 
37, 48, 72, 85. 

bec de gau 940. 

bei 274, 379, 423, 800, 
[652, 8U9, 1078. 

belazer 784. 

benanansa 95, 473. 

benananz 67. 

benestan 231. 

benestansa 271. 

[berbitz 690. 

Bertalais 9V2, 976-7. 

Bertan 968. 

[besonh 91a. 

[bestia 563d. 

beutatz 223, 557, 1028. 

bevengutz 181. 

bevre 766, [1066, 82. 

biais 823. 

bisbes 955. 

bistenza 481. 

blanc 797, 874-5. 

Blancaflor 1007-9. 



65 



blandir 46. 

blasmar 182, 434,577, 81, 
83, 88, 703, 45, [582. 

blasme 234, 39, 344, 
528, 80, 673. 

blasmor 852. 

blat 284, 506, 807, [496b. 

blos 749. 

bobans 38. 

bobansar 4. 

fboc 1041 

boca 293, 474, 629,634, 
637, 648, [91c. 

bonamen 225. 

[bontatz 361. 

bo8 119-26, 48-9, 53, 55, 
61, 63, 65-6, 71, 250, 
59-62, 75, 322, 26, 39, 
42-3, 49, 54, 448, 79, 
571,644,754,77,801, 
10, [152, 63c, 840, 
797, 1049, 70, 81. 

botacajs 940. 

boto 940. 

bou, buous 514, 932. 

boYiers 932. 

branz 301, 773. 

brancha 678. 

brau 40, 254, [1077. 

E^regas 1056. 
reeca 272. 
Breto 434, 84, 884. 959, 

61, 65-71. 
bretona 960, 973-5. 
breu 439, 500, 12, 600. 
brosta 442. 
brui 740. 
bniire 496, 803. 
bnin 16, 424. 
buf 939. 
büsc 591. 

Cabaleiar 5^4. 
cabalos 354, 750. 
cabra 681-2. 
cais 764. 
cal 362-8. 
calar 645. 
calfar 373-7, 901. 
calha 686. 
calmeilh 507. 
[cam 496c. 

camiar 367a, 413, 787, 
810-3, 17,22,88,026. 

Aug. n. Abh. (Onyrim). 



camisa 616. 

cantar 340, 470-2, 961-4, 
Caps 175, 340, 797. 
captals 74, 248, 908. 
captener571, 739, [943b, 

1085. 
cara 34. 
cardos 289. 
carestia 372. 
Carles, Charles 989, 990. 
carn 495, 665, [1032. 
cars 111-3,200,76,737, 

923, [112, 477. 
carta 522. 
cases 538. 

cassar 318, 514, 16, 695. 
castanha 940. 
castiar, -gar 84-5, 209, 

534-7, 44-6, 78, 87, 

89, 747, 59, [539, 78, 

1036. 
castel 394, 849. 
Gate 1026. 
cau 929. 

cauza 563, 82, [184. 
cavall63,765,849,[547. 
cavalguar 915, 24. 
[caza 760. 
cazer, chazer 281-2, 90, 

384-90, 402-3, 10-1, 

613, 29, 707-8, 889, 

[378b, 460. 
[cecs 606. 
cel 683-5, 87. 
Celan 63. 
celar, selar 61-9, 95-6, 

646, 879, 86. 
cella 955. 
celos 54, 55, 292. 
cendre 446, 940. 
Cent 856, 59, [1034. 
cera 523, 601. 
cercar, sercar 316, 562, 

704, 838, [1037. 
cerf 21. 
certas 774. 
chanz 908. 
[charbo 624. 
charitatz 205-6. 
ohast 437. 
chauls 206. 

chausimen 207, 12, 23. 
chausir 353. 
[ohavon 1055. 



cüicis 283. 
cima 391-2, 936-7. 
civada 833. 
clamar 527, [1073. 
clar 422, 589, 834. 
clardat 625, 830. 
[claure 547. 
Clans 273. 
clausa 72. 
clavel 849, 940. 
clergue 921, [921. 
cluzamen 961. 
cobeitatz 690-2, [690. 
cobeitos 692, 96. 
cobes 188, 690, [1087. 
cobrar 600, 855, [598, 

690, 866b, 1087. 
cobrir 205, 527, 653,884. 
oocha 71, 91-94, 475, 

637, 48. 
cochadamen 368. 
cochar 180, 465. 
cofondre 667, 700. 
cog 900. 
[coffos 1082. 
coiflos 955. 
[coissi 911c. 
coitar 647. 
col 677. 
colps 118, 298, 338, 88 

509, 773, 74. 
coltellada 845. 
combat 523. 
combatre 498, 515. 
comensa 335. 
comensamens 322, 26, 

37, 42, [943. 
comensar 319-21, 28-32, 

35, 37, 39-40, 44, 80, 

425, 58, 60, 775, 844, 

[340, 844. 
cometre 310. 
compaigna 827. 
companhar 563. 
companhier 882. 
companhos 73, 93, 610. 

[complaigner 1040. 
complir 915. 
comprar 110-2, 45, 737, 

65, 835, [112, 477a. 
coms 713, 15. 
comtar 347. 
comunals 22. 
condugz 665. 



66 



6onduire 7S4. 
confraire 952. 
conil 799. 
conoisseBB 234. 
conoisser 160, 351-2, 

584, 90, 825, [352, 

582c. 
conort 489, 90, 574, 968. 
conortar 85. 
conquerir, -erre 44-5, 

63, 69, 78, 260, 65, 

67, 75, 79, 91, 96, 

426, 35-8, 44-5, 619. 
conquesta 436. 
consegre 465, 516, 18. 
conseill, cossel 537, 98, 

604, L31b, 1042-4. 
[conselnar, se 1084. 
consentir 23,345,881-2. 
consire 380, [545. 
[consiriers 1038. 
coDsiros 471. 
conten 557. 
contendemen 966. 
contendre 396, 556. 
contradir 878. 
contrafar 1031. 
contrast 577. 
[contrastar 1073. 
[convers 1088. 
cor 35, 40, 82, 278, 95, 

516, 608, 19, 34, 37, 

717, 38, 99, 889-93, 

900, [258b, 606, 1068. 
coralmen 57. 
coratge 64, 448, 576, 

796, 890, [550. 
[corda 1041. 
Corona 797. 
corre 464, 550. 
corrompables 804. 
cors 82, 162, 278, 97, 

390, 405, 74, 516, 50, 

796 849. 
cort 72, 178, 207, 660. 
cortes 431, 562, 628, 52, 

[799c, 1081. 
cortezia 991, [350, 1049, 

61. 
coBsirar 341, 461. 
[costaller 1057. 
costar 940. 
costrenher 229. 
costuma 753| [554. 



contel 294, 869. 
coYenir 456, 62, 554, 

688, 867. 
creatura 167-9, [563b, 

1065. 
creire 118, 496, 611-2, 

887-8, 944, [582b. 
creisser 62, 84, 214, 21, 

89, 356, 405, 630, 40, 

902, [1051. 
crema 497. 
cridar 208. 
[criminaus 645. 
crims 588, 907. 
croi 116, 165. 
crotz 172. 
cru 900. 
cuba 832. 
cuber tarnen 787. 
cubrir 66. 
cuchos 54. 
cuilhir 150-6, 285, 97, 

779-84, [1052. 
[cuinda 91c. 
cura 247. 
cnaso 795. 
cuydar 360-1, 73-8, 82, 

412, 529-30, 40, 85, 

96, 643, 762, 877, 
[361, 496a, c, 794c. 

Daire 989. 

Damas 924. 

dampnatie 241. 

dan, dant 240,251,360, 
524, 544, 623, 705, 
35, 45, 830-2, 40-2, 
85, 945, [544, 911a. 

[dansar 1. 

dar 138, 661, 912, 90, 
[204. 

[dart 11. 

dat, daz 786-8,920,940. 

daurar 827. 

dechazer 213, 19, 28, 
38, 328, 37, 97, 775. 

defendre 23,515, [1061. 

deissendre s. dis-. 

[deleial 118. 

deleitz 205. 

demandador 394. 

demandar 198, 200, 414. 

demor 82. 

demostrar 96, 594. 



deniers, diniers 370, 687, 

940. 
dens 293, 764, 895-9. 
dereir 915. 

[deaavenir 652b, 943b. 
descargar 194. 
deschauzida 590. 
deschauzimens 572. 
descobrir 592. 
desconoissens 4, 690. 
desconoissenza 225. 
[desconort 1045. 
desenan 239. 
desenansar 239. 
[deaenar 31a. 
deseritar 715. 
desertz 505, 7. 
desesperar 431-3. 
fdeslialtatz 1090. 
desliar 147. 
desmentir 641-2, 752, 

893. 
desmezura 660-1, 756, 

914. 
desmezurar 662. 
desonors 742. 
degonrar 714. 
despendre 31, 182, 88, 

369, 654, 64, 855-6. 
desponre 627. 
deesazonar 666. 
destorbar 483, 867. 
destricx 96, 802, [578. 
destriguar 50. 
deatruire 212, 26, 38. 
desviar 256. 
[det 1067. 
dever 130-6, 40, 207, 11, 

20-3, 33, 59, 96, 304, 

33, 35, 43, 47, 71, 98, 

433, 46, 72, 600. 
devezir 601. 
dezirar 47, 277, 993. 
dia 334, 81, 452, 527a, 

633, 41, 855, 61-2, 

[1033. 
dictar 354. 
dictator 348. 
dieuB 101-2, 120, 234-5, 

74, 302, 4, 45, 415-6, 

98, 648, 718, 833, 

941-5, 49, 93-5, [943, 

1064. 
digz, diz, 335, 49-50, 565. 



67 



dir 292, 349, 96, 558. 

99, 646, 52-5, 939, 

[850, 652a, c, 1060. 
disciplina 533. 
discordia 910. 
dissendre 38-2, 93, 98-9, 

406, 708. 
doblar 221, [204. 
doble 198. 
doblier 920. 
doctor 582. 
doctrina 538. 
dol 88, 175, 86-7, 285, 

408-9, 891, 94. 
[dolent 1036. 
dolor 380, 418, 730, 

896-8, [418. 
doloyros 729. 
domerc 832. 
dominus 946. 
domna 6-3, 235, 333-4, 

501, [3c. 
domneiar 563e. 
domneis 5, [68e, g, 674. 
donador 195. 
donar 177-88, 92, 99, 

236, 76, 98, 333, 35, 

415, 57, 68, 521, 98, 

604, 25, 826, 43, 989- 

90, [184a, b, 204b. 
Donatz 189, 949. 
donz 77. 

doptar 743, 940. 
doptos 263, 342. 
dorca 832. 
dorcx 679, 80, 832. 
dormir 285, 91, 93, 501, 

724, 903. 
dos (zahlw.) 36, 70,575, 

729; (subst.) 135-7, 

95-204, 80, 835, 40-2, 

[204 b, d, 652 b. 
dous 424, 631, 927. 
doassor 439. 
draps 808-9, 35. 
drechura 207, 348. 
dreitamen 667. 
dreitz 23, 150, 208, 10, 

627, 769, 71, 847, 79, 

949. 
[drogoman 1068. 
drutz 53, 54, 117. 
duc 713. 
duptansa 223, 674. 



durar 334, 806. 
durs 281, 513, 23. 

Edoma 993. 

efant 87-8, 165-6, 578, 

[160, 1046. 
[eianti 800. 
eg[uet 21. 
[eissemple 754. 
eissir 161-5,70,224,441, 

96, [152, 63. 
Elena 997. 
emblar 771. 
emendar 457. 
enan 74, 462. 
enans 75. 
enantimen 77. 
enantir 858. 
[enap 1082. 
encaussar 515. 
encolpar 182, 588, 747, 

880. 
[encoreillar, s' 409. 
enemicx 75-6, 95-6, 631, 

[578. 
engal 11, 14, 76. 
engan, enjan 86, 773, 

775. 
enganar 690, [690. 
engenrar 274, [1056. 
engombrer 640. 
engraisser 245, [245. 
Enocs 1029-30. 
enoios 917. 

enprendre 218,460,519. 
enquerre 414, 548. 
enrequir 233, 430. 
ensegnar 84, 594-7, [3b. 
ensems 930. 
ensenhatz 287, 691. 
[entachar, s' 1076. 
entensio 482-3. 
[entendedor 1080. 
entendens 749. 
entendensa 332. 
entendre 583, 956-61, 

[3c. 
entendut 626. 
entens 566. 
entremesclar 731. 
enyazidor 366. 
enveja 485, 698, 913. 
enveios 692. 
envelhir 253. 



[erba 1048. 

Erecx 1019. 

eretiers 370. 

ereza 374. 

erguels 457, 85, 698, 

705-10, 913, 705. 
eritar 738. 
erransa 846. 
escantir 883. 
escarnir 529. 
escars 189-92. 
escaudat 541-2. 
eschazer 41, 114, 370, 

461, 605. 
escobrir 102. 
[escomover 1039. 
[escondire 652. 
esconduda 883. 
escorguar 513, 760. 
escremir 338. 
escriptura 207, 35. 
escrire 876, [652c. 
escur 367, 422, 834. 
esdevenir 299. 
esduire 803. 
esfortz 217, 26, 60-3, 

75, 455. 
esgauzir 278, 635. 
esguard 379. 
esmansa 381. 
esmayar 41, 238, 307-8 

95, [409. 
esmendar 854. 
espandre 150, 504, 7. 
espaven 280. 
espaventar 303, 424. 
[espeil 1044. 
esper 430, 78, 867. 
esperanza 426, 76, 965, 

73. 
esperar 98, 118, 427-9, 

40, 56, 77, 94, 504-5, 

11, 867, 969, [477, 

687. 
[esperit 215. 
esperon 300-1. 
espics 5, 600. 
espiga 441. 
espina 289. 
[espoza 496. 
esprovatz 95. 
[esqueriers 68c. 
esquius 243. 
essaiar 308-9, 657, 799. 



68 



esser 168, 664. 

[estable 547. 

estaing, estanh 806, 17, 

19, 26-9, [1062. 
estaignar 827. 
estanc 317. 
estar 830, 65. 
estiu 285, 86. 
[estoratz 624. 
estort 263, 838. 
estraire 114, 328, 30. 
estranh 94. 
estuiar 637. 
[esveillar 68 f. 
etatz 862. 
eyssamens 108. 



Fabregar 524. 

fach, fagz, faits 120, 
55, 320-3, 35, 41, 43, 
47, 49-58, 458-60, 767, 
99b, [340, 866. 

fadia 311-8, [652b. 

faillensa 673, 749, 75. 

faillida 743. 

fais 677. 

faissonar 188. 

falhimen 207, 539, 84, 
750, 882, [3c. 

falhir 60, 93-4, 102, 223, 
474, 586, 39, 95, 691, 
744-51, 55, 835, 67. 

fallizo 434. 

fals 117-8, 62, 867, 690, 
1007. 

falsia 800. 

fama 84, 799b. 

famolent 272. 

fams 272, 767. 

far 79, 82, 115, 347-8, 
575,89,633,814,40-2, 
64-7, 74-5, 99, 919, 
[496c, 866, 1050. 

farina 512, 26. 

fatz 570-1, [550. 

[faula 1058. 

fauta 849. 

fazedor 348. 

fazenda 483. 

fei 254, 573, 797, 935. 

femna 622, 776, [1048. 

fen 820. 

fenimen 322, 345. 



fenir 328, 36, 38, 43-4, 
905. 

fer 118, 524-5, 849. 

[fermar 1090. 

ferms 73, 1007. 

ferir 264, 81, 309, 509, 
11, 20, 606,777-9,81, 
[11, 606. 

fes 38, 777, [1046. 

[festa 1074. 

fetge 935. 

fennia 232. 

fi,fin, £835,148-9,211,23, 
335-43, 59, 906, 1010, 
22, [340b, 943. 

fia 940. 

fianza 196. 

fil 487-8. 

filhs 164, 72, 76, 738, 
99, [496. 

filla 919. 

fizar, 86 493, 609, 921, 
[921, 1050. 

flac 292, 99. 

flairar 160. 

flamma 758, 883. 

florida 752. 

Floris 1007-10. 

flors 160, 379, 440. 752. 

foc8, fuocs, fuecx 105, 
446, 884, 901, [1053,67. 

folatura 562. 

foldatz, foudatz 28-31, 
180, 273, 518, 27, 48, 
58, 64, 66, 68, 623, 
702, 85, 914, [31b, 506. 

foleiar 554, 64, 69, 831, 
[273, 403, 554. 

folesca 675. 

folhatge 531, 548, 647. 

folhatz 806. 

folia 257, 549-50, 59, 67, 
862, 69, [68e, 674. 

folor 85, 559, 826, 913, 
[85. 

fola 256, 808, 61, 87, 
451, 66-7, 91-2, 99- 
604, 16, 21-2, 26-30, 
34-6, 43-51, 54-8, 62, 
65, 71, 77, 80-1, 99, 
604-12, 22, 35-7, 43-6, 
49,62, 701-2,47,821, 
71,86,88, 1000, [550b, 
54,63,78,82bj816,86. 



fons 389. 

for, a. f. 890, 665. 

[forfaitura 117b. 

forfaitz 209, [117a. 

formiga 284. 

foraa 70, 615, 768-9, 
890, [258, 769a, b. 

forsar 9, 11. 

fort 913-4, 83. 

[fortona 367. 

fo8c 442. 

fo88a 613, [378b. 

fot 955. 

fozü 294. 

fraigner 386, 678, 752. 

fraire 877. 

[frairis 152. 

fraitura 659, [1048. 

franc8 190, 94, 96, 207. 

Fran8a 692. 

[fre 31b. 

ireich 524-5. 

freyolitz 249. 

fromen 507, 603, 807 
[496c. 

fromir 775. 

fruchier 160. 

frug, fruit 152, 55-63, 
246, 355, 79, 440, 
504-5, 624, 66, 78, 88, 
[155, 63 a, c, 1077. 

fuelh 165, 522, 820. 

fugir 858, [1053,64,75. 

fums 105, 359, 98. 

fozil 869. 



C^aiada 845. 
galiador 713, 1007. 
[galiar 587. 
Ualvains 991. 
gandir 193, 885. 
garar 272, [68b. 
gardar 22, 77, 102, 82, 

388, 468-60, 75, 539, 

93, 99, 648, 59-60, 

746, [460. 
garnimens 795. 
gatge 647: 
gau 940. 
gaugz 1, 96, 154, 470, 

623, [1034. 
[gauta 1059. 
gazaignaire 224. 



gazaignar S9, 43, 58, 

182, 84, 266, 370-2, 

412, 28, 664, 89, 706, 

851. 
gazaing, gazanh 268, 

369, 587. 
geinh, gienh 356, 615. 

776, 890, [258. 
geitz 397. 
gens, a. 114, 221, 58, 

571, 628-30, 706, [1089. 
gens, 8. 9, 14, 851-2, 

[563, 1081. 
gerra, guerra 190-4, 911, 

[911a-c. 
gerreiar 49-50, 141. 
getar 152, 489, 505-6, 

[378. 
gilos 8. celos. 
glan 940. 
glesa 207. 
glot 801. 

GolfierdelasTors 1022. 
gonfanon 874. 
gota 281-2. 
gra, grau 5, 13, 441, 

501, 600, 2, 930-1. 
granar 152. 
grant, gran 13, 201, 17, 

27,617,32,846-7, [215b, 

599,606, 1079; ganre 

650. 
grapaat 940. 
gratar 681-2, 900. 
graz 48, 69, 202, 4, 46, 

49, 457, 501, [204. 
grazir 136, 343. 
greyar 237. 
grey 537. 
griens 35, 103, 238, 67, 

91, 95, 97, 332, 418, 

81, 77, 561, 676, 758, 

863, 83. [350, 525, 63a. 
grifos 962. 
grils 293. 
gtis 359. 
gronir 401. 
[grossamen 652c 
gma 683-5, 925. 
guaire 296, 507, 715. 
gnan 940. 

EQ 24. 
r 886. 
»r 1053. 



Ghuynelos 982. 

gners 560. 

goiar 119, 608, 13. 

goirensa 445. 
uis deNantnelh 1018. 
gaiza 172, 662. 
goizardonador 250. 
gnizardonar 42, 133, 

36, 250. 
guizardos 114-30, 37, 
223, 42-3, 48. 

t Habit 797. 
[elias 1030. 
Herida 1019. 
Hero 998. 

[honestatz 1049, 57. 
bonors 198, 216, 83, 

335, 46, 89, 444, 623, 

719, [1055. 
bonorar 159, 82, 247, 

457-8, 567, 731, 35-6, 

[153. 
bonraosa 153. 
huel, buils, bnoill, oill, 

uoill 34, 589-93, 611, 

12, 890-93, 922, 1068. 
buey 619. 
Huget 4. 
bnis 636. 

bumiliar 209, 706. 
bumilitat 708-9. 
bumilmen 40, 79. 

ler 619. 

ufern 389. 

[incrimar 1048. 

intrar 293. 

ira 52, 53, 206, 571, 

[418. 
irais 466-67, [1. 
iratz 51, 446, 68-70. 
Iseut 1004 8. Tsent. 
issitz 170 8. eissir. 
iyems , y vems 285-6, 

[1074. 

Jacobs 992. 
jais 277, 571, s. jois. 
jardi 163. 
jase 857. 

lauzimen 151, 427. 
lauzir 47, 54, 67, 256, 
75, 370, 457, 731-3. 



jazer 681-2. 
lelos 292, 8. celoe. 
IOC 850, [564, 1056. 
j|oel495, juelb 603,833. 
logaire 597. 



418, 57, 68, 76, 78 

80, 732-4, [409, 18. 
jomada 864. 
lomal 132. 
loms 132, 497, 635, 717, 

834. 56-60. 
jovent 286-7. 
loves 285, 99, 567, 716, 

59. 
Judas 982. 
Juden, juzeu 574, 940, 

953. 
jugemen 185. 
Julian 948. 
jurar 647-8. 
Ijustizia 769b. 
jutgar 99,147,215,342, 

liabor 353. 

lacrimas 333. 

[ladriers 799c. 

lai, 8. 582, 921. 

lai a. 114, 589, 833, 79. 

laire 770-1, 877, 80, 
[921. 

laissar 88, 101, 331-2, 
85, 549, 58, 622, 76, 
738, 66, 816, 18-9, 
23-4,30,33,937,[1041. 

[Lana 690. 

Landrics 1018-15. 

langueisser 288. 

languir 733. 

lansar 390, 688. 

lanza 800-1. 

laorar 416, 777. 

larcs 188, 90-2, 991. 

larguetat 265. 

[lassar 487. 

lati 963, 964. 

latz 85. 

Launarz 950. 

laus 675. 

lausengador 457. 



70 



Gausengiers 68 f, g. 
Luzar 134,82,295,338, 

43, 81, 673-4, 946, 

[85, 582. 
lauzor 221, 335, 40, 44, 

580-1, 852. 
lavar 34. 
[laz 378. 
Leandier 998. 
lebre 514. 
lei 46, 111, 761. 
leials 22, 222, 572, 93, 

1007. 
lenga,lengaa 648, 896-9, 

960. 
leos, leon 799, 1022. 
letra 215. 
leu 201, 64, 90, 99, 317, 

69, 401, 24, [350, 68, 

1032. 
Ieujairamen339, 87,744. 
leujaria 854. 
levar 362-3, 677. 
lezer 497, 755, [676. 
Ihaupart 172. 
lia 147-9. 
lieyt 272. 
lignatge 714. 
lista 808-9. 
loc, luec 126, 281, 460, 

504, 64, 66-71, 650, 

59, [564, 66, 1077. 
loguiers 98, 879. 
loing 508, 704, 902. 
Lombart 1027. 
long 244, 832, 427, 41, 

76-8, 82-3, 500, 600, 

728, [258, 460c. 
lonhar, se 254-5, 344, 

462. 
lop 797-8, [1058. 
lugor 625. 
lums 868. 
luzer 802. 



madur 934. 
[magrezir 245. 
maiers, maire 85, 196, 

225, 388, 739, 99b, 

901, [85, 761. 
maint 215, 51, 58, 63, 

83, 323, 60, 426, 30, 

640, 705, 56. 



mais 144, 16, 81, 83, 
88, 95, 395, 496, 649, 
51, 64, 68, 86, 730-1, 
39, 4b-51, 849-50. 

mai(8)nada 173-4, 264. 

maiso290,622,[1066,75. 

maistre, maiestres 353-4. 

[maizonar 496 b. 

mal 51, 76, 98-101, 4, 
6-7, 55, 57, 88, 208, 
24, 27, 36, 46, 50, 54, 
70,74, 307,32,42,70, 
400,19-21,25,43,538, 
43,71,73-75,88,93,639, 
48, 69-72, 736, 51, 
56-7, 72, 76, 816, 21, 

24, 36-9, 52,76,81, 
99,923, [98, 117b, 52, 
55, 273 b, c, 460b, 
582 b,c, 99, 705, 816, 

25, 1033, 47, 50, 85. 
malage 886. 

malaire 224. 
malanansa 271, 473. 
malastre 261. 
malastruc 362. 
[maldir 574. 
malditz 284. 
maleg 229. 
malestan 86. 
[maleza 574. 
maltraire 443-5. 
maltrait 43. 
malvatz 152, 59, 302-3, 

745, [163, 597. 
laalvestat 577, 741. 
malvollent 825. 
mana 494. 
[maneira 606. 
manens 10, 123, 452, 

718. 
manentia 260, 614, 58, 

719. 
manjar 206, 764, 67. 
mans, mas 34, 70, 364, 

688, 784, [1056. 
mantener 178, 81, 266, 

880. 
mar 505. 
[maracde 1062. 
Marcx 188, 949. 
[marit 1048. 
[marrimens 1034. 
martel 525. 



Martin d' Algais 979» 

martir 477. 

mat 292. 

mati 224, 362-3. 

mealha 933, 40. 

mege, metje 886-7, [886. 

meggar 589. 

meulor , melhor 204, 

72, 79, 313, 22, 810-2, 

15, [3, 184. 
meillurar 853, [3. 
meins 397, 599, 726, 

64,68,849-50, [1046; 

al m. 527a. 
meitat 320, 668. 
meissos 158, s. messions. 
mel 601. 
mela 940. 
melhuramen 131. 
meliana 491. 
membrar 449, [1040. 
membre 175. 
men 654-6. 

menassa 38, 310, [799. 
mendiguejar 723. 
menor 221, 825. 
mensonja 651 , 653, 

[574b, 652c. 
mentir 171, 336, 52, 

649-50; 54-6, 74, 942, 

[652. 
menudier 920. 
menutz 632. 
mercat 498. 
mercöiar 44-6, 135-6. 
merces 22, 196, 207-16, 

22-3, [258. 
Mercuri 521. 
merir 100. 
mermansa 239. 
mermar 199, 214, 30, 

620. 
mes 855. 
mescina 208. 
mesclaigna 103. 
mesclar 931. 
mespresar 604, 843. 
mesqui, meschin 770-1. 
messions 158, 511, 630. 
[messatge 550b. 
messorguier 959. 
mestier 198. 
metre 3, 172, 224, 72, 

402, 97, 502-3, 21, 



71 



654, 67, 96, 756, 72, 

[98, 163b, 378c. 
meyssonar 236. 
mezura 27, 657-60, 63. 
miels 184, 99, 329, 454, 

62-4,601,26, 729,52, 

813-5, 22-3, [599. 
mieu 910. 

miey 34, 667, [911b, c. 
mirar 539. 
mol 869. 

moler v. 285; 8. 621. 
moli 147, 508, 923. 
Monclar 1020. 
monges 951, [1088. 
Monpeslier 661. 
mons 310, [358. 
mont 393, 411, 52. 
montar 401, 709. 
mora 940. 
[mordre 767. 
rnorir 108, 76, 232, 41, 

63, 304, 55, 468-9, 

716-7,20-1,25, 27-31, 

66, 917. 
morsel 801. 
mort 215, 43, 358, 547, 

722-26, 33-4, 40, [97, 

1037, 61. 
mortal 207, 773. 
[mosaa 1052. 
mo8trar 326, 653, 752, 

[1070. 
mot 577, [1070. 
mouniers 147. 
mover 205, 365-6, 80, 

804, 910, [754. 
[mudar 1063. 
nmza 484, 91, 93, 967. 
muzar 969. 



[J¥adal 1069. 
nadar 762. 
Inafrar 378c. 
nai88er907, [273c, 1037. 
Narcissus 1000-1. 
natura 167-9,563,753-4, 

[1065. 
naturals 405. 
necessitatz 761, [761. 
negu 772. 
nessis 527a, 582-3. 
nien 351, 68, 690, 752. 



niul 393. 

niz 499. 

noirir 224, 785. 

nonpoder 748. 

notz, 8. 940. 

novas 654. 

novel 442. 

nozer 100, 568, 846-7, 

54, 940, [597. 
[nu 358. 
nualos 288-90. 
[nuirimenz 166. 



Obezir 49, 953. 
oblidar 892, 94. 
obra 26, 348, 484-6, 

[118, \m. 
obrar 521, 87. 
obrier 352. 

occaizo 695, 847, [525. 
odis 205. 
oigner 922. 
oill, olh, 8. huel. 
olens 804. 
Olivier 907-8. 
ombra 499. 
omeliar s. humiliar. 
onors 719. 
ops, obs, hous 89-90, 

93, 447, 598, 808, 68, 

[597, 1067. 
or 859, 8. aar. 
ora 413-6. 
orbs 613. 

orgoils 8. erguels. 
ors 21. 

ostal 948, [1069. 
Ostes 789. 
ou, uou 933, 40. 
ovela 798. 
Ovidis 457. 



Pagar 132, [1087. 
pages 712. 
paire 164-6, 76. 
paisser 286, 526, [769, 

1048. 
palafrei 765. 
palba, pallia 511, 602, 

930-1. 
pan 224, 767, 81B, [152, 

496c, 1038. 



pattiers 789-90. 

pansar 288. 

pantais 730. 

paor 394, [799. 

par 563, [11c, 563b, c, 

e, f. 
paratge 12, 17, 22, 739. 
paraula 351-2,355,631, 

[652c, 1039. 
pareisser 104, 442, 907. 
paren 90, [97, 166. 
parer 232, 446, 555, 71, 

75, r3c. 
Paris 997. 
parlar 304, 628-30, 38- 

45, 61, [645. 
parlaria 641. 
parsonier 879, 81-2. 
part 239, [1053. 
partir255, 346,491, [550. 
parven 339, 800. 
Ipasca 1069. 
passar 331, 531. 
passes 538. 
[pastor 597. 
patz 95, 190, 236, 796, 

911, 51. 
pau 710. 
paubres 10-12, 22, 97, 

123, 96, 250, 410, 30, 

52, 748, 71. 
[paubreza 361. 
paubrieyra 94. 
pauc 201, 18, 82, 305, 

48, 66, 67a, 413, 15, 

617, 25, 35, 67, 69. 

83. 763, 846-8, 53, 

[582 c, 1055, 70, 79. 
[pauzar 1062. 
[pebrada 174b. 
peccar 527, [27.S. 
peccat 229-30, 50, [645, 

1071. 
[pecs 606. 
peing 142. 
peintura 494. 
peira, peyre 281-2, 521, 

23, 844, 85, [378c, 844. 
;Peire, S. 1074. 
[peiros 1046. 
[peis 68g. 
peitz, piegz 225, 44, 

330, 97, 734, 825, 36, 

38, [645. 



72 



peior 279, 727, 803, 87. 

peiurar 853, [1077. 

pel 495, 513, 90, 92, 
[1059. 

polar 873, 925. 

pena 151, 389, 839, 79. 

peochenar 579. 

pendre 770-1, [1038, 88. 

penedensa 547, [1071.; 

[pennar 525« 

pensar 143, [1049, 72. 

perditz 515. 

perdon 207, 44, 57. 

perdonamen 220. 

[perdonansa 215b. 

perdonar 43, 87, 215, 
36, 304. 

perdre 34, 124, 76, 85, 
202, 37, 43, 51, 53, 
306, 71-2,94,96, 412, 
17, 65, 78, 80-2, 97, 
507, 650, 65, 89, 94, 
700, 6, 18, 848-51, 
1001, [547, 866b, 1073. 

perezos 284. 

perigolar 714. 

perir 333. 

persona 604. 

pertuis 636. 

pesan 928. 

pescar 317, [753, 1051. 

[pessa 204d, 1083. 

pessatz 857, 918, [550. 

ßesseiar 386. 
3e88ugar 767. 
petit 18, 414, 16, 648, 
84, 93, 764, 843, 46, 
[163b. . 
[pez 1076. 
piiuens 927. 
Firamus 996. 
[pissar 1066. 
riza 111. 
plagner 509-10, [816, 

plagi 3, 155, 867, 79. 
plaideiar 141, 210. 
[planta 1077. 
[plantar 163c, 1077. 
plasen 651, [1089. 
plazer 154,325,407,68, 

605, 731. 
plevensa 434. 
pliu 610, 47. 



ploia, plueia 423, 805, 
[1079. 

plom 807, 17-8, 928, 40. 

plombar 786. 

plorar 333, 472, 893, 
[1078. 

plors 38\ 418. 

plou 290, 916, [916. 

pluma 955. 

plus 395, 98, 755. 

pobles 946. 

poder 8, 15, 25, 448, 73, 
618,748, 865-6, [IIb, 
866, 915. 

poderos 404. 

poges 940. 

poiar, pujar 283, 382-5, 
89, 93, 98-9, 406, 11, 
708-9, [403. 

poignar 681, 905. 

poing 683-5, 87, 940. 

polhe 686. 

[polidamens 652c. 

poma 940. 

pon 844. 

[port 705. 

portar 283, 355, 58, 493, 
588,624-5,797,908,38. 

prat 873, [769. 

precx 38, 334. 

preiar 45, 211, 648. 

Premiers 531, 94. 

prendre 106-7, 46, 82-7, 
239,50,98, 311.3, 18, 
60, 78, 437, 99, 515, 
43-4, 57, 618, 85, 759, 
63, 801, 19,21,24,32, 
36, 43, 932, [146, 84, 
378, 753, 816, 1037. 

preon 105. 

[pres, adv. 460b, 1060; 
8. 97. 

presen 550b, 1066. 

pretz 3, 145, 53, 77, 79, 
94, 221,23,65,69,97, 
328,31, 38, 46,49-50, 
56,86-7,444,87,737-8, 
40-2, 855-6, 902, 40, 
[340. 

prezar 181, 95, 298, 528, 
99, 688, 726, 94, 940. 

prezic 600. 

Priamus 995-6. 

[primieyramen 761. 



privatz 190, 821. 

pro, pron 76, 97, 199, 
245,62,364,461,524, 
99, 623, 92, 713, 843, 
[809, 66b, 911a. 

proar 275, 435, 61, 565, 
791, 94, [91b, c. 

proeza 266. 

profieg 599. 

[promeBsa 204d. 

[prometedor 1080. 

prometre 647, [1080. 

prop 922, [911b, c. 

pros 288, 303, 436, 67, 
528,72,80,619,721-2. 

[prosperitatz 91b. 

pru 900. 

pruna 940. 

puden 1032. 

puei 496. 

punir 100-1. 

pars 512. 

Quecs 627, [563f. 

querer 27, 115, 18, 83, 
95-9, 271,80, 314-5, 
519.22,[563c,692,1040, 
42-3, 64, 67. 

quiers 523. 

Raba 940. 
Rachel 992. 
rainaut 832. 
raxns 232, 779-81. 
rascas 579. 
[rauba 1052. 
raynart 172, 376. 
razita 161-2, 273, 391-2, 

936-7. 
razonar 627, 69. 
razos 22, 100, 50, 88, 

212-5, 319, 590, 618, 

32, 42, [1060. 
receber 845. 
recobrar 856-7. 
[recondre 1066. 
reconoisser 274, 349-50, 

531. 
recre 327-9, [327. 
recrezut 817. 
reculhir 157. 
refranher 736. 
reis 207, 65, 660, 711-2. 
[religiös 797. 



73 



remaner 97, 679, 775, 

[340. 
remazuda 496. 
rendre 114, 20, 22, 27, 

[117b. 
renhar 564, 776. 
renoviere 696. 
repaus 273, [68d. 
[repentir 1054, 84. 
reprendre 555, 82, 85, 

93, 95, [587, 94. 
reprovier 224. 
reptar 548. 
rescondre 102, 4, 624, 

800, 68. 
respeg 275. 
respondre 559. 
respos 628, 30, 82. 
ressemblar 169. 
ressida 903. 
resso 254, 706. 
retener 356, 598-9, [599, 

687. 
[retornar 358. 
retraire 65, 155, 70, 646, 

921. 
[revers 31b. 
revertir 144, 67-8. 
revit 920. 
riba 762. 

ricore 17-22, 742, [403. 
rics 11, 12, 22, 123-4, 

37, 57, 79-80, 90, 99, 

221, 24, 302, 410, 36, 

616, 19, 716-8, 48, 

70, [1, 550. 
riqaessa 8, [1061. 
rire 635, 802. 
[ris 1078. 
Boais 990. 
riu 870. 
roc 292. 
roBsi 163, 771. 
Rotland 983-8, 1016. 
rozier 160. 
rusca de vern 940. 

»aber 62, 849-50, 56, 
507, 29, 51, 59, 71, 
616-9,25,58, 909, 43, 
1024, [1035. 

sabor 7, 272. 379, [155. 

saborrs 197, 628. 

sadol 272. 

Ansg. n. Abb. (Gnyrim). 



sageta 771. 

[sagramen 68b. 

aal a. 143. 

sal 8. 665, 940. 

salhir 462-P., .=ill. 

Salomos 1023-5. 

[salsa 174b. 

salutz 802. 

salvamen 429. 

salvar 81, 302. 

salvatge 407, 23, 89-90. 

sanc 171. 

Sansa 4. 

sap 552. 

Sardo 958. 

Sarra 992a. 

sarralha 686. 

saue 929. 

sauca 938. 

savais 299. 

savis 337-8, 426, 49, 51, 

60-2, 66, 527, 10, 54, 

56, 71, 86, 605, 20, 

22 35-7. 
8azo'243, 51, 301, 408, 

17, 26, 82, 623, 42, 53. 
scat 461, 8. eschazer. 
Bciensa 693. 
86 s. 686. 
sebelitz 711. 
secors 887. 
secreta 909. 
segre 31, 345,477, 518, 

51, 623, 95, 831, 62, 

[204d, 418. 
Segui8 1017. 
segurs 224. 
8ei 8. 766. 

seignoratge 255, [68. 
seignoria 240, 521. 
seinhorieu 253. 
aelar = celar. 
aenibeli 869. 
semblan 225, 707, 65, 

91-3, 99, 801, 27, 900, 

[800. 
semblar 795, 98, [1044. 
semenar 150-8, 507, 

[163b, 496b. 
semenaa 150, 52 , 59, 

504-5. 
[sempre 758. 
sema 249. 
senatz 530, 37, [563. 



senher 37, 122-5, 30, 
73-4, 91-4, 222, 54, 
750, 8H8, [11 c, 174, 
1081. 

sens 25-31, 55, 254, 517, 
53, 59, 64, 66-9, 607, 
14, 19-24, 58-9, 67, 
718, 854, 1023, 25-7, 
[31 b, 564,66,820,94, 
hO(), 1061. 

aentir 160, 592, 896, 
[1032. 

ser 8. 497, 834. 56. 

aercar a. cercar. 

aerf 246. 

aermo 600. 

aerpen 797. 

serratz 716. 

aers 333. 

aervidor 130, 222. 

servir 37-42, 45, 116, 
18, 21-3, 25, 27-32, 
210,25,42-4,48,50-2, 
58-9, 75, 973, [118,258. 

servizea 133, 249. 

set 496. 

8ieu78,'l85, 93, 226-39, 
574, [598. 

signe 796. 

siuiilla 919. 

aireisa 704. 

airiers 704. 

airven 888. 

sivala 345. 

aoanar 16. 

Boau 635, 803. 

sobrar 109, 446, 720. 

Bobraa 641. 

sobrelaus 675. 

sobretaijar 201. 

aobriera 566. 

Boc 938. 

Bocorre 286. 

aofracha 638. 

sofranher 93-4, 248, 664. 

aojornar 288, 97. 

sol V. 297, 368, 757. 

8olaz 482, 734. 

aolela 620. 

spls, a. 269,940, [1084; 
8. (Sonne) 520; (Sou) 
687, [1083; (Boden) 
911b, 0. 

Bonalh 502, 503. 



74 



«ons 499. 
sordeiar 210. 
sordeior 822-3, 35. 
sort 439. 
sorzitz 496. 
sospirar tj5I. 
sostenir 677. 
fioterrar 716. 
sotraiz 404. 
soudada 491. 
80ven 281-2, 90, 426, 

74, 515, 800, 6, 94, 

96, 911, [1052. 
sovenir 296, 893. 
[Spaigna 598. 
«pirar 8. 

Isuayet 539, s. soau. 
suenh 335. 
43ufrir, sofrir 43-4, 48, 

51, 67-9, 269, 76, 

446-57, 727, [1082. 



Taing30,66,68, 127-9, 
31, 33, 37,432, 602, 
31,39,605, [1080,82, 

talan 25-6, 769, [915. 

tart 318, 45, [544, 911, 
1033. 

[iartarassa 1032. 

tarzar 202-3, 78, [68 e, 
674. 

tebe 541. 

tebeza 541. 

temensa 59, 304. 

temer 56-7, 60-1, 306, 
10, 402, 541-3, 46, 
940. 

temeroB 58. 

temers 276, 305. 

temps 103, 253, 74, 345, 
59, 417, 22,863,67-8, 
[564. 866b, 1045. 

tempramen 667. 

tenebros 868. 

tener 30, 76, 94, 103, 
224, 36, 44, 79, 820, 
61, 498, 500, 55, 82, 
99,637,62,85-6,93-4, 
718, 45, 68, 885, 89, 
90, 944. [350, 943b. 

tensar 338, 913. 

tenso 205. 



terra 291, 738, 944. 

tertre 926. 

tertz 370. 

test 442. 

testa 553. 

thezor 889, [624. 

Tibe, lusbe 995-6. 

tieu 910, [1085. 

[tirar 31b. 

tiriaca 833. 

tocar 869, [1076. 

Toesco 958. 

[Toloza 496. 

tolre 192,242,513,911-2, 

[68d,184b,545,1073,86. 
toD 760. 
tondre 760, 873, 951, 

[690, 1088. 
tor 71, [844. 
tornar 192, 368, 92, 

446, 577, 753, 820, 

64, [1075. 
torneis 951. 
tort 43, 46, 115, 215, 

28, 457, 537. f215b. 
tost 204, 610, [911. 
tostemps 24, 324, 450, 

77, 550, 651, 71, 97, 

729, [418. 
tot 9, 14, 694, 876-7, 

[1087. 
trabustire 921. 
trachors 981, [1088. 
tracio 794, 982. 
traidor 593. 
trainar 277. 
traire 195, 340, 463, 

508, 602, 870, 922, 

79, [574. 
traitar, se 320. 
trau 590-2. 
traucar 281-2. 
tray 65. 
trazir 790. 

trebaillar 95, 249, 88. 
trebal 94, 265-6, 72. 
[Trebelliä 800. 
trefas 774. 
trefueill 522. 
tres 909 
triar 312, 598,601,825, 

35, [825. 
trichar 225. 
trigar, se 284. 



Tristan 991, 1002-7, 19. 

trobar 79, 139, 207-9, 
11, 22. 71, 312, 14-5, 
17,763, [496c, 563a, b, 
674b, 1089. 

troja 498. 

tronar 805, 916, [916. 

trop 202-4, 61-2, 97, 
306, 99-400,2, 76,79, 
529, 610, 38-43, 67, 
69-74, 76, 93, 705, 
[204b, 645, 74, 76, 90. 

tros 940. 

[trossar 1052. 

tuso 622. 



Vfana 652. 

umbra 830. 

un, una 36, 324-5, 59, 
405-7, 575, 649, 729, 
55-7, 60, 72, 840-2, 
44, 55-7, 59-62, [367, 
1034. 

uoill 8. huel. 

US 8. 754. 

usanza 330. 

usar 863. 

usatge 546, 745. 



Vaire 359. 

valedor 80. 

Valensa 1017. 

valer 2, 5, 6, 8, 28, 72, 
78, 80, 100, 44, 46, 
78, 97, 201, 3-4, 10, 
12. 19, 43, 59, 75, 77, 
300-1, 5, 23, 37, 57, 
97, 469, 73, 565-6, 
614-5, 21, 44-5, 48-50, 
58, 66, 89, 704, 11-2, 
14-6. 19-20, 33, 43, 
45, 74, 806, 12, 58-61, 
940, [258, 566, 97, 
624, 52, 1037. 

valor 179, 98, 254^ 625, 
726, 69, 808. 

yaneza 274. 

[vanitatz 361. 

yassals 437, [174. 

vavassor 713. 

vedel gras 207. 

[▼egoada 367. 



75 



telaj 921. 

Tenal 593. 

Tencedor 216, 417. 

Tendre 110-13, 42, [112, 
204b, c. 

tenir 123, 25, 40, 58, 
249, 53, 70, 344, 49, 
68, 70, 81, 414, 19, 
29,40,548, 610,38-9, 
71, 762, 863, 67, 85, 
[358, 67-8, 1033, 63. 

[yenjansa 117. 

Teojatz 576. 

tenser 9, 49, 109, 216-9, 
27, 61, 63-4, 319, 27, 
417-8, 50-7, 72-3, 
627, [258, 769b. . 

tensezo 417. 

tent 393, [1079. 

tentar 424. 

yerais 340, 642, 740. 

rere 833. 

TergoDha 304, 718, [861. 

Tergonhos 196. 

[yeritat 574b. 

termelh 874-5. 

Ten a. 565, 627, 56, 



Ten 8. 646. 

vert 934, [1048. 

vertadiers 84. 

Yertatz 649-52, 55. 

yertutz 555. 

yes, yetz 323, 60, 527, 
68, 611, 53, 74, 809. 

yesprar 381. 

yestimen 797. 

veta 771. 

yezer 66, 160, 219, 35, 
44, 387,586,89,90-1, 
606, 12, 704, 11, 51, 
868, 85, 91-4, [816. 

vezi 4, 224, [378b, c. 

yezinat 72. 

yi, vin 224. 

yia 31, 63, 89, 103, 826, 
430, 500, 51. 

yianda 272. 

viatz 204, 368. 

yida 387, 726-6, 33, 42, 
906. 

yidoira 722. 

yiels 285, 87, 759. 

yierga, yerga 87, 782. 

yilana 562. 

yilanage 424. 



yüas 163, 271, 562, 652, 

[403, 799c, 1091. 
yilor (comparat.) 286. 
yinha 289. 
yirar 890, 94, 97-9. 
yiutat 372. 
[vivifiar 215. 
vivre 336, 468-9, 532, 

715,28,905,45,1029- 

30, [68g. 
yiys 243, 720-1, 23. 
yol 88, 507. 
yolar 683-4, 955. 
yolatge 295. 
voler 36, 106,86-7,213, 

475, 578, 697, 701, 

865-6, [866. 
yolontiers 652. 
yolpil 293, 799, [146. 
yolpB 704. 
Yolnntatz 323, 702, 97, 

[31b. 
voutor 513, [146a, 1032. 

Tdria 832. 

Yseut, Ysolt 1002-7, 

1019. 
Yyan 991. 



Harburg. Ünlyersit&ta-Btichdrackerei (B. Friedrielu) 



AUSGABEN UND ABHANDLUNGEN 

AUS DEM GEBIETE DER 

EOMANISCHEN PHILOLOGIE. 

VERÖFFENTLICHT VON E._STENGBL. 



DIE 

ITAPiR BEI DEN VORLÄUFERN MÖÜRE'S 

(1812—1654). 



VON 



ERNST DEGENHARDT. 



MARBURG. 
N. G. ELWERT'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG. 

1888. 



Herrn 



Professor Dr. Edmund Stengel 



in dankbarer Verehrung 



gewidmet. 



Dana mon commencement , en TaTril de 

mes joure. 
La riche metaphore occnpa mes amoura. 
Amidor. Vis. V. 7. 

Einleitung. 

Vorliegende Arbeit wurde auf Anregung meines verehrten 
Lehrers, des Herrn Professor Stengel, unternommen. Meier^) 
hatte gezeigt, in welcher Weise Moliere den metaphorischen 
Ausdruck verwandte und welche Geschicklichkeit er sich nach 
und nach im Gebrauche dieses wichtigen poetischen Mittels 
erwarb. Darnach war es von Interesse zu untersuchen, welche 
Zustände Moliere in Bezug auf die Metapher vorfand, denn 
erst dann konnte sein Verdienst um dieseloe im richtigen Lichte 
erscheinen. Aus diesem Grunde wählte ich die französischen 
Lustspiele der Periode vom Beginn des XVII. Jahrhunderts bis 
1655 (L'Etourdi) zum Gegenstand dieser Abhandlung. 

Die drei letzten Lustspiele Larivey's, deren Veröffentlichung 
in diesen Zeitraum fällt, habe ich deshalb nicht in den Rahmen 
meiner Arbeit gezogen, weil sie besser gemeinsam mit den 
übrigen Werken dieses Dichters zu behandeln sind. 

Nicht berücksichtigt wurden folgende Metaphern, da die 
Art ihres Auftretens annehmen Hess, dass ihre eigentliche, 
bildliche Bedeutung nicht mehr empfunden wurde: 

abaisser, abondance, abonder, adorer(62x), adorable (8X), apporter, 
approfondir, appuy (llX), appuyer, arracher, arrester, attacher. — 
bas, bruit(31x). — cacher, charme(31x), charmer(48X), coiivrir. — 
decouvrir, derober, dissiper, doux, dar. — echapper, eclater, älever, 
empörter, emu, enclos, enferm^, entrer, etendre. — ferme, fin, flatter, 
fond (5X), fondement (7X), fonder (14X), former. — imposer. — 
maistresse (46x), möler, merveille (29X), merveilleux (8X), miracle 
(9X). mollement. — penetrer, plein, porter, pousser, prix, prodige, 
profond. — ramas, ravir, relever, remplir, rüde, ruine (I2x)i ruiner 
(8X). — servir, 8erviteur(24x), sortir, superflu, surmonter, suspendu, 
suspens. — tirer, toucher, tomber, tourment (55X), tourmenter (7x), 
transporter, triompher (14x)- — vif (17x), voler. — 

1) cf. D.Meier: Vergleich und Metapher in den Lustspielen Molifere's. 
Diss. Marburg 1885. 

▲uBg. u. Abh. (£. Degenhardt). 1 



Dio von mir gebrauchten Abkürzungen bedeuten: 

AliioD. = Discret: Alizon. 

Ubang. = La Goraedie de Chansons. 

Com. = Du Peschier: La Comödie des Com^dies. 

Corr* =r Troterel: Les Corrivaux. 

Due d^Oaa. = Mairet: Les Qalanteries du Duc d'Ossonne. 

FiL = Lestoille: L'Intrigue des Filous. 

F. Tab* ^= Farces tabariniques. 

Plaid. = Bois-Robert: La Belle Plaideuse. 

Prov. = Montluc: La Comedie de Proverbes. 

H. t= Mareschal: Le Railleur. 

S* = Rotrou: La Soeur. 

¥, il S, = Du Ryer: Les Vendanges de Suresne. 

Visa, = Desmarets: Lea Visionnaires. 

Die \m Texte der Abhandlung hinter den Metaphern 
stehenden Ziihien beziehen sich auf deren Nummern in der 
Materialsamiiilung. 

Diejenif^t'n Metaphern, welche sich als ausschhessliches 
Eigentum eines Dichters erwiesen, sind durch ein vorgesetztes 
Sternchen gekennzeichnet. 

Folgende Ausgaben wurden der vorliegenden Untersuchung 
zu Grunde gelegt: 
fid. Fournier: Le Thäfttre frangais au XVl« et au XVII« sifecle. Deuxibme 

^ition. Paris. 
VioUet le Duc: Ancien th^tre fran9oi8. Paris 1856. 
Georges d'Harmonville: Les Oeuvres de Tabarin. Paris 1878. 

Benutzt wurden ausserdem folgende Bucher: 
Lea Oevvrea de Monsievr de Balzac. Paris 1665. 
BriiikmaDn: Die Metapbern. Bonn 1878. 
Gerusez: HUtoire de la littärature francaise. Paris 1880. 
B. T. Gottseball: Poetik. Breslau 1858. 
Hegel; Aeethelik. 
Lotheisen : Geschichte der französischen Literatur im XVII. Jahrhundert. 

Wien. 
IX Meier: Vur^'leich und Metapher in den Lustspielen Molifere's. Dies. 

Miirburg 1885. 
Vi ich er: Apethetik. 
V o I k m a n n ; Psychologie. 
W, Wacker nagel: Poetik Halle 1873. 



Characteristik der' Personen durch die Metapher. 



Pierre Troterel: Las Gorrivanx. 1612. 

§ 1. Unter den hier behandelten Stücken nimmt dieses 
Lustspiel nach Form und Inhalt eine recht tiefe Stelle ein. Mit 
Bezug auf die grobe Sinnlichkeit der Ausdrücke lassen sich den 
Gorr. wohl nur die Prov. , die F. Tab. , sowie Teile der Fil. an 
die Seite stellen. Troterel entschuldigt allerdings im »Advertisse- 
ment au Lecteur« seine lascive Sprache: Er will das Laster 
ganz unverhüllt zeigen und so den Zuschauer zwingen, es zu 
hassen. Um diesen Zweck zu erreichen trägt der Dichter indes 
seine grellen Farben stärker auf, als es nötig wäre und bringt 
Situationen auf die Bühne, wie man sie sonst wohl nur bei 
Dryden suchen dürfte. Man vergleiche z. B. Gorr. II. % 4, III. 3. 

§ 2. Fast alle Personen des Stückes zeigen in ihren Reden 
diese zügellose Freiheit der Sprache. Unter den weiblichen 
Figuren der Gorr. bildet vielleicht Glorette eine Ausnahme, 
während schon Mo live stellenweise recht derb ist [cf. chien 
(155), loctonner (410), secher (917)] und Florette sich den 
männlichen Personen des Lustspiels würdig anreiht [cf. bufle 
(146), pourceau (150), nit ä paus (193)]. Unter den letzteren 
ist nur Hilard, der in einer kurzen Rolle als weiser Berater 
auftritt, nahezu frei von Ausdrücken niederer Gattung. 

§ 3. Bragard, welcher im Personenverzeichnis als »boufifonc 
aufgeführt ist, gebraucht 26 Metaphern, von denen er nicht 
eine einzige wiederholt. Die Liste der von ihm angewandten 
Bilder besteht aber überwiegend aus sehr derben Ausdrücken, 
die vielfach dem Tierreich entnommen sind. So finden sich 
*mtdle (144) Hice (156), ferner gueule (135) musecm (136) bec 
(180) u. a. Bezeichnend für ihn ist der Ausdruck: 
» . . fleurez un peu quelques fleurs de jardins 
De peur de goziller vos tripes et boudins«. (394). 
welcher in ähnlicher Weise nur noch in Prov. von dem Be- 
dienten Alaigre gebraucht wird. Eine gewisse Ursprünglichkeit 
ist Bragard nicht abzusprechen, wie die Metaphern *fronfispice 



(430) und *pendan8 (411) zeigen; auch Hesse sich hier viel- 
leicht der obscöne Gebrauch von *belouse (606) anführen. 

Von Ausdrücken, die ihn aus seiner eigentlichen Sphäre 
heben, wäre nur zu erwähnen. 

» . . . quelque tourment, 

Qui nou8 afflige et nous 'tempeste«. (56). 

cf. dazu: eschauffer (4), *enfum6 (21), •gringotä ramage (188), niais 
(194), caquet (201), clire(274), *pourmener(295), *anticaille (447), entonner 
(452), monnoye (473), dechasser (568a), jeu (587), dancer (619), *braque- 
mard (664), *hallemerde. (667), divin (803). 

§ 4. Höher als ßragard stehen ihren Bildern nach 
Gaullard und Brillant, die beiden Rivalen. Zwar ist auch 
GauUard nicht frei von anstössigen Bildern [cf. crotte de loup 
(161) und crever (755)] doch hat er ausser diesen die feineren 
Metaphern *fauxbourgs d^enfer (548), changeons un peu de notte 
(636) und 

» . . . c^est le 8ot de BriUant, 

Qui fait du rodomont et jamais n'est vaillantc. (880). 
cf. dazu: fr^re (217), coeur (257), frotte (301), amer (384), charger 
(467), attrapper (574), diable (808). 

§ 5. Wie Gaullard gebraucht auch Brillant kräftige 
Ausdrücke, z. B. veau (147), caboche (448) und *ecumer (141). 
Doch finden sich bei ihm neben diesen die bildlichen Wendungen 
ardent (2), captiver (730), tresor (474) und andere aus dem 
hergebrachten Wortschatze der Liebhaber jener Periode, so 
namentlich coeur (257) vier Mal. 

cf, dazu: vie (228), consommer (352), chasser (568), dominer (875). 

§ 6. Almerin, Bedienter des Brillant und gewandter 
Nebenbuhler seines Herrn, hat sich allerlei Bilder aus der ge- 
bildeten Sprache angeeignet. So gebraucht er z. B. feu (6), 
glace (lOOj und assaillir (690) und zwar in völlig geschickter 
Weise. Dabei finden sich modische Metaphern wie je brusle 
(18) fars (19), doch in deren Gesellschaft zugleich die mehr 
ursprünglichen aber weniger salonfähigen Bilder je *grille (375), 
je ^roty (373). 

Für einen Bedienten nicht gewöhnlich ist ferner der meta- 
phorische Gebrauch von "^revesche (386) und imageiß^il), Ihre 
Anwendung in Gemeinschaft mit den früher erwähnten hebt 
Almerin stellenweise aus demNiveau des Bedienten. Almerin 
möchte es gern überall den Modeherrn gleich tun und wirklich 
zeigt er sich ihnen zuweilen äusserlich ähnlich. Während diese 
aber ihre Sinnlichkeit wenigstens notdürftig zu verhüllen wissen, 
bricht sie bei Almerin bei jeder Gelegenheit rückhaltslos 
hervor und zeigt sich in ihrer ganzen Gemeinheit. Hierdurch 
macht Troterel den Fehler, welchen er bei der Zeichnung des 



Alraerin begieng, dass er ihn nämlich für einen Bedienten 
oft zu gebildet reden liess, zum Teil wieder gut. — Obenan 
steht unter den von Alm er in gebrauchten niedrigen Metaphern 
das wiederholt in höchst obscönem Sinne verwandte *engin 
(517), neben welchem die doch immerhin kräftigen Ausdrücke 
bestes ä corne (132) und *croupion (181) fast verblassen. 

Durch die Worte vous estes la founique und später Je 
disois que vous estes *phenique (896), welche wohl gebildet 
klingen sollen, kennzeichnet der Dichter den Bedienten Almerin 
in komischer Weise. 

cf. dazu: vent (53), eatriller (140), coeur (257), frotter (301), presser 
(333), saoul (358), caire (376), tenir conte (487), enfiller (530), »estocade 
(646), combattre (695), piqiier (736), poindre (789), creve (755), presoher 
und sermonner (813). 

§7. Die viel umworbene Glorette ist, wie schon erwähnt, 
fast frei von Bildern niederer Art. Zwar nennt sie Almerin 
einmal bon chien (155) aber kurz darauf schon in weniger 
derber Weise plaisant *robin (189). Sonst bewegt sie sich im 
Ganzen in den modischen Metaphern; u. a. gebraucht sie em- 
brazer (11), amour vaincoeur (718) und von ungewöhnlichen 
Ausdrücken : 

»II semble qu*ä mentir il se baigne et se plong^«. (305, 306). 

» . . . vous passez le luerc de toute modestie«. (498). 
cf. dazu: clair (42), ame (227), coeur (257), sauter(291), rompre(31o), 
suoul (358), amer (384), deguise (401), poindre (739), deraon infernal 
(806), prescher (813). 

§ 8. Molive, die Mutter der Glorette gebraucht nächst 
Florette von allen Personen in Corr. die meisten metaphorischen 
Wendungen. Selir wählerisch ist Mo live nicht in ihren Bildern, 
doch häufig originell und energisch. Zum Beweise hierfür wären 
heranzuziehen : Hoctonner (410), ?nasque (403) und estre de la 
feste (i'Al). (cf. auch chienne (\b^\ endiahle (807), secher {917). 
Einer höheren Classe gehört an der nur einmal in den vor- 
liegenden Lustspielen belegte Ausdruck *l' hiver de mes ans (74), 
ebenso die Metaphern 

»De 81 grands desplaisirs, si tristes et cuisans«. (376). 
»ün chacun ä nientir . . . est fragile«. (912). 
Mehrfach finden sich bei Molive Bilder aus dem Gebiete von 
Wunden, Krankheiten und Tod; mourir (757) allein wird vier 
Mal gebrauclit. Ferner finden sich playe (734), Messer (732), 
poignant (739) und im Anschluss hieran coup (650), atteinte 
(651), sowie die Worte: 

>A peine que mon coeur en deux ne s'est fendu.« (338). 

cf. dazu: ardentement (2), muguet (129 c), vie (228), ♦maigre (267)» 
endormy (282), frotter (3ül), consommer (352), tascher (418), salle (419), 
chasser- (568), venin (766). 



6 

§ 9. Am zahlreichsten sind in den Gorr. die bildlichen 
Ausdrücke bei Florette und zwar gehören ihre Metaphern den 
verschiedensten Glassen an. In ihrem Verkehr mit Clor in de 
und Molive (cf. Gorr. I. 2, III. 2) redet Florette meist die 
gebildete Sprache, wenn sie auch zuweilen verrät, dass sie T^tot4S 
les tours du mettier^ kennt, (cf. Gorr. pg. 241). Wird sie aber 
herausgefordert, wie von Bragard (IL 2), so beweist sie in 
drastischer Weise, wie sie ihm gewachsen ist in Wort und Tat. 
Somit lassen sich die von Florette gebrauchten Metaphern leicht 
nach den Scenen gruppieren. 

In I. 2, III. 2, IV. 4 kommen Kraftausdrücke nicht vor. 
Neben chaleur (3), ardeur (1) und allumer (15) findet sich 
das seltenere Bild bruslant tison (9). — Von Ausdrücken des 
Krieges verwendet Florette z. B. assaut in bildlicher Weise, 
wobei zu bemerken ist, dass diese an sich nicht häufige Metapher 
in den vorliegenden Lustspielen nicht weiter aus einer Frauen- 
rolle belegt ist. Die Worte lauten: 

» . . . eile ne s^ait pas encores comment il faut 
Se parer finement d'un amoureux assaut«. (689). 
Hervorzuheben wäre hier noch der metaphorische Gebrauch 
von *eau (92) in 

» . . . on n^espand dessus de Teau de la raison«. 
Anders zeigt sich Florette in IL 2, in welcher Scene sie 
fieigebig mit Ausdrücken aus dem Tierreich ist. Sie nennt 
Bragard *6w/?e(i46), pourceau (\bO), nit ä pous (193) und per- 
roqtiet{\9l\ aber auch die Bezeichnungen seignore sans cervelle 
(229) und %(mchon de cdbaret (453) sind noch stark genug. 

cf. dazu: muguet(129c.), *ronger (170), deniai8er(195), rompre (315), 
pousser (384), brasser (366), faire la suoräe (381), tacher (418), sale (419) 
raestier (478), prester (502), lien (508), res8ort(518). chasser (568), atteinte 
(651), invincible(715), vaincre(719), captive (731), poindre (739), immortel 
(761), remedier (772). 

§ 10. Bei Mersant sind höher stehende Metaphern 
fast gar nicht vorhanden. Es wären nur zu erwähnen: 

»Pourveu qu'ä mon courroux une fois je rimmolle«. (821). 
» . . . ce vilain ribaut a beaucoup plus de force 
Qua nous autres vieillards, qui n^avons que *i*ecorce€. (116). 
Zahlreich dagegen sind bei ihm Bilder niederer Gattung. Wie 
Bragard den metaphorischen Gebrauch von fteZowse (606) dem 
Billardspiel entlehnt hat, so verwendet Mersant "^histoquer ißOl) 
in ähnlich obscöner Weise. Nicht minder lasciv ist die Metapher 
enfiller (530). Neben solchen fällt das Schimpfwort chienne 
(155) kaum noch auf, auch nicht der einem wenig gebildeten, 
sinnlichen Anschauungskreise entlehnte bildliche Ausdruck 
» . . . un ennuy qu'on norarae fantaisie 
Qui le jour et la nuit s'en paist et *ras8asie«. (149. 361). 
cf. dazu: *ronger (170) und dent (249). 



§ II. Hilard dagegen führt eine seiner Rolle als kluger 
Ratgeber angemessene Sprache und gebraucht , mit Ausnahme 
von etrüler (140) nur Metaphern höherer Gattung, wie avas 
(565), lacs (571), *fa%re trofee (720). 

c/. daeu: eschauffer (4), feu (6), chasser (568), guarison (773), *rhgne 
(877 a.). 

§ 12. Über den Cach6 im Prolog der dorr, ist wegen 
seines Mangels an Metaphern nichts zu bemerken [cf. pecore 
(145)] und nur wenig über den Frologueur selbst. Unter den 
neun Metaphern, welche dieser überhaupt gebraucht, befinden 
sich 4 aus dem Tierreich, nämlich 6^5^^(132), pecore (145), veau 
(147), ruminer (148), welcher Umstand mit dem allgemeinen 
Gharacter des Stückes im Einklang steht: Der Prolog leitet die 
Gorrivaux ganz zweckmässig ein. 

cf. dazu-, testoDner (416), *vai8seau (450a.), entonner (452), prester 
(502), faire gille (624). 

Zu tadeln ist an den Gorr. , dass Troterel die Gharacter- 
und Standesunterschiede der einzelnen Personen durch deren 
bildlichen Ausdruck zu v/enig hervorgehoben hat. 

Adrien de Montlac: La Gom^die de Proverbes. 1616. 

§ 13. Wenn man die fünfzehn redenden Personen dieses 
Lustspiels nach den von Meier a. a. 0. § 21 aufgestellten 
Klassen gruppiert, so würden der ersten Klasse nur Lidias, 
gentühomme plus noble que riche^ und dessen Bruder, der 
Prevost^), zugetheilt werden können. Thesaurus würde, 
trotzdem er »Docteur« ist, seiner ganzen Sprache nach der 
zweiten Klasse anheimfallen, ebenso Mac^e und Florin de, 
sowie Gapitain Fierabras der »Miles gloriosusc des Stückes. 
Bertrand, dessen Rolle zu klein ist, um seine Stellung genau 
festlegen zu können, nähert sich der dritten Gruppe, welche, 
wenn wir ihm derselben zurechnen, nicht weniger als neun Re- 
präsentanten in den Prov. haben würde. Mit diesem Über- 
gewicht der der dritten Klasse angehörigen Personen zeigt sich 
die ganze Sprache der Prov. im Einklang, wie die folgende 
Untersuchung lehren wird. Dieselbe wird auch zeigen, dass, 
wie schon in § 1 angedeutet wurde, die Sprache der Prov. 
ausserordentlich sinnlich ist und nahezu jedes höheren Schwunges 
entbehrt. Wenn ein solcher sich stellenweise anbahnt, so scheint 
es fast, als ob dadurch die Komik erhöht werden sollte, denn 
Redewendungen im höheren Stil, wie sie z. B. Thesaurus 
und Mac6e (Prov. 1. 6) sowie Lidias und Florin de (Prov. 
IL 3) bisweilen verwenden, können als solche in ihrer niederen 
Umgebung kaum wirken. 

1) Der Privosl ist im Personenverzeichnis nicht angegeben. 



8 

§ 14. Wie alle Personen der Prov. zeigt Lidias eine 
gewisse Originalität in seinen Ausdrücken, die man fast gesucht 
nennen könnte. Die gewöhnlichen Metaphern der Liebhaber 
gebraucht er gar nicht, denn das einmalige Vorkommen von 
mon coewr (257) ist ohne Belang. Dagegen sind ihm eigentüm- 
lich ursprüngliche Ausdrücke wie 

»Ma vue me fait *faux-bond«. (292). 

»il faut . . . dire notre *ratelee de ce Jargon«. (539). 

»*pour8uis ta pointe seulement«. (700). 
Gleichfalls nur bei ihm belegt ist die Entlehnung von *rentrer 
de pique noir (601 ) aus der Sprache des Spiels. Der höheren 
Sprache angehörig sind ferner einige Metaphern aus dem Ge- 
biete der Musik: *accorde^ vos flustes (631), chanson (632), 
changer de notte (636), die Redensart tenir sur le tapis (437) 
und vielleicht auch die Wendung serrer la hride (547). 

Fast alle übrigen von Lidias gebrauchten Metaphern sind 
einer niedrigeren Gattung zuzurechnen, z. B.: Vamour ne me 
troitoit plus dans le venire (286) und die Aasdrücke *coq (200) 
und caquet (201). 

cf, dazu: eclaircir (40), *boi8 (113), renard (160), bec (180), cheveux 
(232), dent (249), courir (287), ronipre (315), niange (351), *estoife (407), 
*draper (408), •enchere (481), compte (486), prester (502), planter (532), 
attraper (574), daincer (619), faire gille (624), vers (628), •jeter en avant 
(671). 

§ 15. Solche Bilder aus dem Tierreiche finden sich auch 
bei dem Pr6vost, doch tragen sie nicht den derben Character 
der meisten diesem Felde entnommenen Metaphern : *patte (137), 
*lievre (159). plumer Voison (174), öec ( 1 80). — Ausserdem liefern 
ihm Krieg und Fechtkunst einige bezeichnende Ausdrücke *ä 
beau pied sans lance (663), faire la guerre (692), treve (709), 
doch interessanter ist die Metapher Canailles. . ., ne *croupisse£i 
pas davantage et vous retire^ (90). 

Den Reiz des Ursprünglichen hat die bildliche Verwendung 
von '^poirfs d^angoisseilM), *mettre ä la lessive (SOi)^ arpenter 
(458), brisee (578), *mettre au net (785). 

c/ dazu: .*perle (107), *carrä (329), *deployer (409), fourrer (422), 
cbarger (467), tresor (474), attraper (574), mourir (757). 

§ 16. Für Capitain Fierabras ist zunächst die Herbei- 
ziehung von Begrinen aus dem classischen Altertum charac- 
teristisch; von solchen gebraucht er im metaphorischen Sinne: 

» . . le Mars des niortels«. (885). 

»Oü sont-ils ces mirmidons?« (894). 

»ces *pigm^s qui ont enleve ma Florinde« (895). 

»Je suis le phoenix des vaillans«. (897). 
Diesen Metaphern schliessen sich an bombastische Wendungen wie 



9 

» . . . tme flame qui eust peu oauser quelque fum^e au lustre de iüa gloirec 

(20. 32). 
» . . . le vent de ma parole«. (53). 
» . . . les tonneres de ma renommee (60). 
» . . . le vaillant, terrible et foudroyant Fierabras«. (68). 
Als »Kriegsheld« wirft er natürlich mit Ausdrücken aus der 
Sprache des Kriegs um sich ; aus seinen Reden lassen sich be- 
legen : *contr€Scarpe (674), *le bastion de mon coeur (675), faire 
brecfie (678), eventer la mine (680), *changeons de batterie 
(683), donner un assaut (689) und stratagemes (699). 

Auch der Sprache der Jäger bedient er sich gern und 
entlehnt ihr die Metaphern chasser (568), attraper (574), *de- 
pestrer (575), sowie die mehr farbreichen Wendungen prendre 
m trebuchet (569), crever dans mes paneaux (572) , tendre des 
ßets (573) und den glücklich gewählten metaphorischen Gebrauch 
von *fureter (579). 

Mit Bildern aus dem Tierreich ist er verhältnissmässig 
sparsam. Den Räuber Glorindens nennt er *vautour (183); 
sonst gebraucht er aus diesem Gebiete beste brüte (132) und 
caquet (201) in verächtlicher Weise, sowie *pattes (187), aisle 
(176), bec (180) und Vi/fe (182). Im verächtlichen Sinne 
verwendet er ferner avortons de la nuict (225), caboche (448X 
*boue (87), sowie testes sans cervelles (229), cracher (278)' 
epouster (299). Obwohl er eine grosse Zahl seinem Wesen 
fern liegender Ausdrücke hat [et *bander les voües {561), roollet 
(626) und achever de peindre (642)], sind docji bei ihm die 
Worte ftuflfaUend: Jl a fallu . . . que . . , Fierabras se soit 
hisse mettr^ hors de game par des mortels (635). 

c/. dazu : chaleur (3), echsuffer (4), *chaloir (5. ft), allumer (15), eclater 
(30), »tarir (91), or (109), *paille (121), etriller (140), niais (194), teste 
(^31), veue (241), coeur (257), *entraille8 (261), *abbreuver (302), »esguiser 
(320), pousser (334), appetit (350), *avaler (354), remascher (360), *bouillir 
(368), »aigre (387), *cabinet (433), *calote (434), *livre (463); »once (464), 
loyeau (472), thresor (474 j, »faire banqueroute (476), detaler (496), lien 
(508), planier (532), *virevolte (543), frein (546), chemin (552), pescher 
(564), armes (660), captivite (729), ^corcher (741), *bander les yeux (742) 
♦bouffi (752), estouffer (765), demon (806), fleau (851), *deluge (900). 

§ 17. Bei Docteur Thesaurus sollte man in erster Linie 
gelehrte metaphorische Wendungen erwarten, doch sind dieselben 
bei ihm wenig zahlreich. Immerhin lässt er in seinen bildlichen 
Ausdrücken den Gelehrten mehr an den Tag treten als der 
Docteur in Com., bei welchem tatsächlich keine Metapher 
aus dem engeren Gebiet der Wissenschaften zu belegen ist. 
Von solchen gebraucht Thesaurus: 

Ce ne sont que des *zerots en chitfre au regard de moy (787). 

Moy . . . qui suis ♦Penciclopedie de toutes lee sciences (795). 
[cf. daneben *impression (523) und *6abbath <826)]. 

Aiug. a. Abh. (£. Degenhardt), 1* 



10 

Bilder aus der Sprache des Spiels zieht er mit Vorliebe herbei: 

nous en demeurons ä deuz de jeu (587). 

*fai80ii8 partie nouvelle (592). 

^ouer ä quitte ou double (595). 

•iouons 8ur nouveaux frais ^599). 

*ia col^re tous empörte du blanc au noir et du noir au blanc (608). 
Sonderbar ist der Gebrauch von *fressure (262) als Schmeichel- 
namen und auch der von ma petite *rate (169) in ähnlichem 
Sinne. Derber klingen die übrigen Ausdrücke, welche Thes aur us 
dem Tierreiche entlehnt [cf. animal (133), *oreille d'as)ie(\iä\ 
Pecora campi (145), *faire le saut de crapaut (208)] , aber sie 
fallen ihrerseits wieder weniger ins Gewicht , wenn man einige 
seiner anderen Bilder [cf. *chier (279), *pot aux tripes (450)] 
daneben hält. 

cf.dazu: clair(42), vent(53), *8able niouvant (85), *airaiii(112), queue 
(138), cheval (139), ♦voll6e (178), *couvee (197), maistresse (219), dent 
(249), coeur (257), dos (258), *abreuver (302), coudre (311), *co88er (322), 
boire (363), cuire (376), *farine (389), trousaer (420), chausser (423), ca- 
boche (448), baston (449), »timbrä (499), river le clou (515), biais (555), 
♦sonner la retraitte (706), *tailler des croupiferes (707), ♦cbarbonner (784), 
diable (808), royaume (867). 

§ 18. Über Macee lässt sich nur bemerken, dass sie in 
ihrer Sprache nicht von den übrigen Personen der Prov. ab- 
weicht. 

cf. dazu: echauffer (4), beste (132), nid de chien (193), oison (204), 
nez (245), sauter (291), traisner (327), »bouillon (370), *gr&B (390j. 

§ 19. Bei Florin de könnte man einige modische Metaphern 
erwarten, doch verwendet sie solche gar nicht. Es finden sich 
bei ihr überhaupt auffallend wenig Bilder einer höheren Galtung. 
Als solche wären nur anzuführen die sonst nicht mehr belegten 
Kriegsausdrücke *contremine(ß8l) und *bricöUe (684) [cf. auch 
*lev^ de boucliers (693), busquer fortune (713), sowie aus 
anderen Gebieten roole (627) und *offratide (817)]. Fast alle 
übrigen von Florin de gebrauchten Metaphern gehören der 
niederen Sprache an: z. B. etriller (140), veau(li7), bec (ISO;, 
perroquet (191). caquet (201), caqueter (202). 

cjC dazu: noir (69), *reverdir (129. a), camus (248), pied (264), 
*lessive (304), rompre(315), *grater (342), masque (403), coiffer(415), *ferre 
(514), planter (532), frein (546), »depestrer (575), sain (770), »rebours 
(915). - 

§ 20. Die Magd Alizon verwendet im metaphorischen 
Sinne den ursprünglichen Ausdruck une *charretee de paröles 
(540); sonst steht sie ihren Metaphern nach |"cf. beste (132), 
bec (180), Siwul (358)], auf dem Niveau der Bedienten Phi- 
lippin und Alaigre. 

c/. daeu\ *clialoir (5.a), or (109), gru6 (186), casser (314), presser 
(333), degouste (357), chausser (423), bastir (425). 



11 

§ 31. Diese zeigen beide in ihren zahlreichen bildlichen 
Ausdrücken dieselbe Incongruenz, indem sich bei ihnen neben 
höher stehenden Bildern solche der niedrigsten Gattungen finden. 
Von Metaphern der gebildeten Sprache verwendet Alaigre 
IIb ont *call6 lears yoiles (560). 
II faut 89avoir son *rollet (626). 
Originell sind bei ihm die Redensarten : 
*daubon8 des machoires (372). 
je mettrois tes oreilles It la *compo8te (888). 
un *grenier ä coups de poing (538). 
escrimer des talons (645), 
ebenso die bildlichen Ausdrücke *jambes de fetu (120), *poteau 
(436) , *goülot (454) , mettre au croc (456) , prendre les bris^s 
(578), prendre ä la pipee (581), *donner une cassade (600). 

Von den vielen Metaphern, welche Alaigre aus dem Tier- 
reich nimmt, ist hervorzuheben: 

. . . qu'elle fait bien la chatemite (153). 
[cf. dazu: veau (147), *cochon (151), jambe ^d'allouette (187), 
*maquereaux (205) und *crapaut (208)]. Einer gleich kräftigen 
Metapher des Philipp in entsprechen Alaigre' s Worte ü a 
vomy d^injures (281). 

cf. dazu: *verre (105), ♦perle (107), *boi8 (113), repaistre (149), niais 
(194), rire (277), dechirer (313), *quarrer (329), *gratter (342), fourrer 
(422), monnoye (473), river le clou (515), ressort (518), enfiller (5:}0), 
*appeau (580), dancer (619j, *bouffi (752), rerafede (771j, diable (808), 
fondre (911). 

Die beiden Bedienten zeigen vielfach eine Ähnlichkeit in ihren 
metaphorischen Ausdrücken und haben auch manche derselben 
geraeinsam, z.B, planter (53^), beste (132), gueule{lS5), bec(lSO). 

§ 22. Philipp in eigentumlich sind die Bilder: Tu es bien 
Hessale (383), Harrelure de glabe (551), agencer *Vemplastre 
(779), Tu es un beau *frelempier (827), ebenso sind die folgenden 
Metaphern nur aus seiner Rolle zu belegen: *geler (28), *rire 
jaune (66), *debagouler (280), *tondre (321), *parement (412), 
*devider (527), *paver (550), *f rapper au but (585), *adresser 
Vesteuf (613), *ecorcheur (740), *adultere (901), *estroite (908), 
*fl(mquiere (910). 

cf. dazu: prendre la chfevre (152), crier (276), *carre (329), manger 
(351), *avaler (354), ciüre (376), huile (391), sac (455), forger(513;, jouer 
son jeu(587), quitter la partie (590), feste (617), personnage (625), mourrir 
(757), medecine (775), ecrire (783), rondement (916). 

§ 23. Von den übrigen Personen des Stückes ist nicht viel zu 
sagen. Bei Bertrand finden sich als ihm eigentümliche Me- 
taphern nur *butor (184) und '^larde (392); ausser diesen ver- 
wendet er: chaud (h),jpleuvoir (51), frotter (301), cuire (376), 
echauffour^e (605), Modomont (880). Gl a baut und der 



12 

S"« Archer entgehen sich ihres Metaphernmftngels wegen 
ganz der Betrachtung. 

cf.dazUi ClabÄut: frotter (301), pousser (834). — Archer: museaux 
de chiena (136), *plume (173). 

§24. Die Zigeuner zeigen in ihren bildlichen Ausdrücken 
einige ursprüngliche Komik [cf. Hrottain (218), quille (614), 
sowie rohe (400) und ^jou^r a la ronfle (603)J, doch sind die 
Worte : 

noua aurions bien le vent en *poupe (559). 
der Zigeunermutter nicht angemessen. 

c/. äazü: ♦plnme(173). bec(180), •griffe (182), cul (265), diable (808). 
§ 25. AuflFallend ist in der Gomedie de Proverbes der 
Umstand, dass die conventionellen Metaphern ndi* in ver- 
schwindend kleiiler Zahl auftreten. Abgesehen von Fielrabras 
[cf. chaleur (3), allumer (15), ftame (16), Um (508)] finden 
sich modische Bilder nur in dem Ständchen des dritten Aufzugs 
(cf. Prov. m. 5. pg. 221). 

cf. fwr die Musique: •flame (16), faire la ranoh^rie (482), *donner 
quinze et bisque (609), divin (803), •Venus (883) und Mars (885). 

§ 26. Es ist nicht zu leugnen, dass die Proy. viele ur- 
sprüngliche und farbreiche Metaphern enthält, aber diesem 
Vorzuge gegenüber ist geltend zu machen, dass die bildlichen 
Ausdrücke häufig mehr als derb sind und namentlich, dass 
eine Gharacteristik der Personen durch die Metaphern fehlt. 
Einige Spuren einer solchen finden sich höchstens bei Fi er ab ras. 
Alle Figuren des Stückes entnehmen ihre metaphorischen 
Wendungen den verschiedensten, ihnen teilweise ganz fem- 
stehenden, Anschauungsgebieten und daher wird eine wirklich 
characteristische Färbung der einzelnen Stände nicht erreicht. 
Lidias, der Prevost, der Docteur Thesaurus und seine 
Familie gebrauchen zwar viele metaphorische Redewendungen, 
die ihrer Stellung angemessen sind, doch daneben auch eine 
so grosse Anzahl von Bildern aus der Sprache des niederen 
Volkes, dass diese die höheren Metaphern völlig überv/uchern 
und nicht zur Geltung kommen lassen. Bei Alaigre und 
Philippin, sowie bei den Zigeunern zeigen sich anderer- 
seits vielfach Metaphern aus der höheren Sprache, die mit ihrem 
vulgären Character nicht in Einklang zu bringen sind. 

Es mag sein, dass die Absicht, in diesem Lustspiel möglichst 
viele Sprichwörter anzubringen, Montluc verhindert hat eine 
gute Gharacteristik der Personen durch ihre Sprache zu geben. 
Jedenfalls ist zu constatieren, dass eine solche bei den Figuren 
der Prov. fehlt und dass im ganzen eine Person wie die andere 
aussieht, — trotz der Standesunterschiede. 



13 

Farces Tubariniqnes. 

S 27. Es ist bis jetzt noch nicht gelungen die Ent^tehungs* 
zeit dieser Stücke genau zu bestimmen, aber so viel weiss man, 
dass sie zwischen 1619 und 1626 aufgeführt worden sind. In 
dieser Zeit verkaufte nämlich der Quacksalber Mondor seine 
Wundermittel auf dem Pont-Neuf oder auf der benachbarten 
Place Dauphine (cf. d'Harmonville a. a. 0. pg. VI) und vor 
seinem Schaugerust pflegte sich das Pariser Volk in grossen 
Scharen zu versammeln. Mondor verdankte das hauptsächlich 
seinem Begleiter Ta barin, welcher einer der beliebtesten 
Spassmacher der Zeit Ludwig's Xltl. war. Die Impromptus 
des Tabarin, dessen witzige an seinen Herrn gerichtete Fragen 
und die sich daraus entspinnenden Dialoge übten eine grosse 
Anziehungskraft auf die untersten Schichten der Pariser Be- 
völkerung aus. Doch gab es auch Galavorstellungen, bei welchen 
die vorliegenden Farcen gespielt wurden. Für solche Gelegen- 
heiten hatte Tabarin einige Gehülfen, unter welchen sich 
auch ein Frauenzimmer befand, das je nach Lage der Sache 
Dirnen oder Zierpuppen spielte und dementsprechend entweder 
den Namen Francisquine oder Isabelle führte (cf. a. a. O. 
pg. X). 

§ 28. Die vier vorhandenen Farcen Tabarins können un- 
getrennt behandelt werden; es treten nämlich in ihnen ausser 
Tabarin noch fünf Figuren auf, welche in allen Stücken den- 
selben Namen und die gleichen Züge tragen. Diese stehenden 
Personen, deren Rollen sich sicher stets in den Händen der- 
selben Darsteller befanden, sind Piphagne, Rodomont, 
Lucas, Francisquine und Isabelle. In der zweiten Farce 
tritt auch Fritelin auf, doch kommt er hier seines gänzlichen 
Bildermangels wegen nicht in Betracht. 

§ 29. Boileau gedenkt des Tabarin mit den Worten: 

»J'aime sur le thöätre un agr^able auteur 
Qui, Sans se diffamer aux yeax du spectateur, 
Plait par la raison seule, et Jamals ne la choque. 
Mais pour un faux plaisant, k grossiere äquivoque, 
Qui, pour me divertir, n'a que la salete, 
Qu'il s'en aille, s'il veut, sur deux tröteaux monte, 
Amüsant le pont Neuf de ses sornettes fades, 
Aux laquais aseembles jouer ses mascarades«. 

(cf. Art poetique. Chans. Uli). 
Man sieht es den F. Tab. deutlich an, dass sie für ein niedriges 
Publikum berechnet waren, denn ihr Gharacter ist durchaus 
vulgär. Kunstmässig sind sie nirgends, auch scheinen sie wohl 
meist aus launigen Einfällen zusammengesetzt. 



14 

§30. Tabarin zeigt einige Ähnlichkeit mit dem modernen 
Clown; sein Gharacter ist vielfach satyrisch und dem entspricht 
die metaphorische Verwendung von estriller (140), espouster 
(299) nna frotter (301). Seinen Herrn ahmt Tabarin zuweilen 
nach und entnimmt seiner Sprache z. B. die Metapher *siringuer 
des sanglots (778). Dem grossen Haufen gefiel Tabarin haupt- 
sächlich durch seine groben Zweideutigkeiten , welche sich bei 
ihm in grosser Zahl finden (cf. 1. F. Tab. pg. 230. 1.). Hierher 
gehört z. B. der bildliche Gebrauch von *6an7 ä la moutarde 
(451). Gharacteristisch für Tabarin sind auch die Metaphern 
mesurer les costes (457), "^escrimeur de dents (643) und ^estro- 
pier (754). 

cf, dazu: cendre (23), gresle (52)^ gueole (135), chatte (153), trotter 
(286), saoul (358), brasser (366), cbarge (466), descharger (469), vendre 
(483), couster (484), payer (488), marcn^ (493), eDchaisne (506), attraper 
(574). - 

§ 31. Piphagne, der ältliche Liebhaber, undRodomont 
zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein verderbtes Italienisch, 
beziehungsweise Spanisch reden. Bemerkenswert ist, dass 
Piphagne in seinem italienischen Jargon die beliebten Mode- 
raetaphern gebraucht: ardente (2), foco (6), fiamma (16j, in- 
flammao {17). Bezeichnend ist ferner der Gebrauch von incendio 
(7), *radioso (34 a.), stele (47 a.), *oppitgnar (686) und von 
va ♦ . . in *brouetto (854). 

cf, dcLZu: clartaö (45), occhi (239), cieco (244), tran8per9ao (738), 
fievre (746), remedio (771). 

§ 32. Bei Rodomont, welcher Name ein Anagramm von 
Montdor sein soll (cf. a. a. 0. pg. X l, finden sich nur 2 Metaphern, 
nämlich poerco (150) und endiahlados de Tabarin (807), aber 
bei Lucas sind sie zahlreicher und zeigen eine buntscheckige 
Mischung. Von convenlionellen Bildern verwendet er feu (6) 
und flammes (16), aus dem Tierreiche nimmt er beste (132) 
und mit Vorliebe (3x), *friquette (190). Ihm eigentümlich ist 
der Ausdruck 

Tu sens bien raaintenant *ru8ufrmct de tes debauches (840) 
neben welchem noch die Wendungen 

le ne s^ais que cracher poSsie (278) 

le pheniz des amaDs (897) 

le fierabras Rodomont (879). 
anzuführen sind. 

cf. dazu: gresle (52), casser (314), fendu (338), friande (380), miroir 
(440), marche (493). 

§ 33. Über Isabelle und Francisquine ist nur zu 
bemerken, dass die wenigen Metaphern, welche sie verwenden, 



15 

der gleichen Begriflfssphäxe entstammen und dass so der Standes- 
unterschied zwischen beiden nicht markiert wird. 

c/. Isabelle: monnove (473), ^barmomeuz (629). Francisquine: 
attraper (574), tragedie (622), rern^de (771). 

L. da Peschier : La Gomedie des Gomädies. 

§ 34. Dieses Lustspiel ist ein gegen Guez de Balzac gerich- 
tetes Tendenzstück, eine Parodie seines Stils') und seiner An- 
sichten. Nur wenn man sie von diesem Gesichtspunkt aus 
betrachtet kann man die Gomödie des Comödies in ihrer Eigenart 
schätzen. Als Lustspiel kann sie lediglich für ein Publikum 
Interesse gehabt haben, das mit Balzac's Schriften vertraut 
war, während sie dem gewöhnlichen Theaterpublikum unver- 
ständlich bleiben musste*). 

§ 35. Unter dem Docteur, der Hauptperson der Com., 
hat man sich Balzac selbst zu denken. Die Maske ist ziemlich 
durchsichtig, denn der Docteur spricht nicht allein in seinen 
langen, phrasenreichen Perioden ganz in dem rhetorischen Stile 
Balzac's, sondern es ist bei ihm auch, ganz wie bei dem per- 
siflierten Dichter, mit der Gesundheit schlecht bestellt. Das 
Lustspielmoment in Com. ist, dass du Peschier Balzac, den 
Zweifler am Glück der Ehe, als Liebhaber auf die Bühne bringt 
und dass dieser in dem rhetorischen Wettkampf um die Hand 
der Clor in de von seinem Rivalen, dem Paladin, geschlagen 
wird. 

§ 36. Fast jeder der Personen der Com. sind zudem 
Balzac'sche Phrasen in den Mund gelegt. Alcandre rät z. B. 
dem Paladin ab Clorinde zu heiraten (cf. Com. II. 1) und zwar 
folgendermassen: »/? viendra une Saison oü tu auras plus 
d^horreur de son visage que ies coulpahles ii'en ont de leurs 
juges; son front s'estendra jusques au haut de sa teste ^ Ies 
joues luy tomberont saus le menton, et ses yeux de ce tempslä 
seront de la couleur de ses levres d^ä cette heure^. Diese 
Worte finden sich mit nur geringen Abweichungen in Buch HI, 
Brief 20 von Balzac's Werken. — Clorinde weist dasLiebes- 
werben des Docteur zurück (cf. Com. IL 2) indem sie sagt; 
T^fay un pere de qui je despends, et ... c'' est un komme fan- 
tasque^ et qui me tient la hride courte: il compte tous Ies soirs 
mes cheveux pour sgavoir si je ne donne point de mes faveurs 

1) cf. Chans: Avertissement au Lecieur pg. 459, II. L^on a fait 
une Comedie de proverbes et une autre en langage de POrateur fran^ois. 

2) Das Personenverzeichnis der Com. erinnert an das der italienischen 
Commedia deH'arte: Pantalon, Docteur, Paladin etc. 



16 

ä personne<ü (cf. dazu Balzac*s Werke, Buch HI, Brief 12). 
Pantalon, Clorindens Vater, versetzt Balzac einen Hieb, 
indem er die Elie seiner Tochter mit dem Paladin unter 
folgenden Worten (cf. Com. IV. 1) gutheisst: Nayez crainte 
de faire, comme vostre voisin, des muets^ des borgnes et des 
monstres^ mais faietes-moy des enfants qui ne soient pas assez 
meschans pour desirer vostre mortj qui ayent assee de sagesse 
et de patience pour Vattendre<<. Es bezieht sich diese Stelle 
auf Balzac's Gründe gegen die Ehe, wie er sie im zwölften 
Briefe des dritten Buches ausgesprochen hatte. 

§ 87. An Metaphern ist die Com6die des Gomedies nicht 
gerade reich, doch findet sich unter den vorhandenen manches 
characteristische BiW; auch ist bemerkenswert, dass sich an- 
stössige Metaphern in dem Stücke gar nicht finden und dass 
die Mdlichen Ausdrucke meist der höheren Sprache angehören. 

§ 38. Der Docteur gebraucht die meisten Metaphern. 
— Sie sind vielfach dem Gebiete der Naturerscheinungen ent- 
nommen: ^kauffe (i), froideur (25), ombres (61), eouleurißA:\ 
W(wVe(69). Bezeichnend sind die Worte: cette eloquence . . . n^est 
pas moindre que Celle qui autrefois pertoii des foudres et des 
tonnerres (57. 60). 

Häufig verwendet der Docteur metaphorische Ausdrücke, 
die mit dem Menschen und seinem Leben in Verbindung stehen 
[cf. naistre (222), teste (231), visage (237), sem (256), *vi&iUesse 
(266), nue (268), *dormant (283)]; die Worte: la naturc encore 
*vierge rCavoit point commenc^ ä faire des monströs (215) klingen 
ganz nach Balzac. 

Die Beredsamkeit nennt der Docteur temperiere du monde 
(861), aber auch sonst gebraucht er gern hochklingande Me- 
taphern : faire naufrage (563), *encen$er (822), phantosme (832). 
cf, doßu: soleil (46), *nviage (50), *ordure (88), or (109), fer (lll), 
♦brauche (115), nourrix (349), *guise (402), fard (417), cbaryer (467), 
monnaye (473), mestier (478), conte (486), prester (502), enchamö f506), 
atraper (574), personnage (625), coup (650), armes (660), guerre (692), 
victoire (717), sain (770), remMe (771), guarir (774), pri8on(846), bannir 
(869), oouronner (868), regner (877). 

§ 39. Bei dem Paladin zeigt sich eine Vorliebe für 
ähnliche Metaphern, wie sie der Docteur gebraucht: *laneiae 
de son teint (99), source de vie (93), fleurs de rhetorique (126), 
faire nauffrage (563), donner de la *vogue (562). Seines kranken 
Rivalen gedenkt er mit den Worten : Toutes ses parties intestines 
sont en perpetuelle guerre civile (692). Modische Metaphern 
verwendet er weniger, trotzdem er Liebhaber ist. 

(if. dazu: ardant (2), saison (73), ♦fece (286), oeil (239), effacer (325), 



17 

taster (343), gouster (355), *provi8ion (397), thresor (474), mestier (478), 
compte (486), attaquer (688), vaincre (719), sainement (770), divin (803), 
*coup d'estat (841), prison (846). 

§ 40. Von den übrigen Personen der Com. ist wenig zu 
sagen. — Glorinde, deren Namen auch in den Briefen Balzac's 
eine Rolle spielt ^), gebraucht jetter des ro^es ä la teste (130 a.), 
*flestrir (129) und tenir la bride cowr^e (547) im metaphorischen 
Sinne. 

cf.dazu: aveugle (244), coeur (257), nu (268), courir(287), gou8t(356), 
compte (486), payer (488), prester (502), armer (659). 

§ 41. Philandre^), der Secretair des Docteur tritt nur 
in einer ganz kurzen Scene auf und entzieht sich somit der 
eingehenden Betrachtung; er bewegt sich im ganzen in den 
Phrasen seines Herrn. Interessant ist, dass er Cicero, den 
Balzac sich als grösstes Vorbild*) genommen hatte, excellent 
*cuismier de Veloquence (377) nennt. 

cf, dazu: viande creuse (371), *faix (465), armer (659). 

§ 42. Hydaspe*) bietet ebenfalls wenig Gelegenheit ihn 
durch seine Metaphern zu characterisieren. 

cf. dazu: saison (73), or (109), glisser (337), *fortifier (677), combat 
(696), imniortel (761). 

§ 43. Alcandre und Pantalon zeigen keine bemerkens- 
werten Eigentümlichkeiten in ihrem bildlichen Ausdruck; ihre 
Metaphern ähneln denjenigen der übrigen Personen der Com. 
cf. Alcandre: saison (73), cours (288), plonger (306), vaincre (719), 
servitude (724), gouverner (876). — Pantalon: 8oleil(46), or (109), fruict 
(125), courir (287), goust (356), baston (449), naufrage (563), armes (660). 

§ 44. Im Epilog der Com. unterzieht Griselin, der Narr 
des Docteur, diesen einer kritischen Betrachtung: Er beginnt 
mit den Worten ^) : N^est — il pas vray, Messieurs , quHl y a 

1) An Clorinde richtete Balzac die Briefe XVII— XXI des dritten 
Buches. 

2) Der Name Philandre findet sich bei Balzac: Lettres. Buch III, 
Brief 12. Der Brief ist adressiert an »Monsieur Girard, Secretaire de 
Monseigneur le Duc d'Espemon«. Diesen nennt Balzac im Laufe des 
Briefes »Philandre«. 

3) cf. z. B. Lettres Familiäres de M. de Balzac k M, Chapelain. 
Buch IL Brief 12: »L'accusateur de Ciceron, dont vous me demandez des 
nouuelles, c'est le redoutäble Schiopius. II a fait imprimer yn Liure 
a Milan, dans lequel il accuse Ciceron d'Incongruitä, & de Barbarisme ... 
Cette iniustice faite k Ciceron, seroit vne consolation ä Scaliger, s'il 
reuenoit auiourd'huy au Monde. 

4) An Hydaspe richtet Balzac drei Briefe, nämlich Buch III, Brief 
3 u. 4 und Buch IV. Brief 25. 

5) Dieselben finden sich fast wörtlich bei Balzac, Buch II, Brief 7. 
Wen Balzac mit diesen Worten verspottet ist nicht ersichtlich. 

Ausg. u. Abh. (£. Degenhardt}. 2 



18 

long-temps qii^il ne s^est veu en France un comedien de st bonne 
maison que mon maistre, que vous voyes aujourd'huy paroistre 
sur le iheatre? Später fährt er fort: Toutesfois, quelle plus 
miserable condition sgauroit-il arriver ä un homme^ apres 
avoir bien eu de la vogue et du credit , de n'estre plus en fin 
que le subject des comedies et des farces (cf. Com. V. 2). Den 
Hohn auf die Spitze treibend schliesst Griselin die Satyre auf 
seinen Herrn in dem Tone, der dem Docteur eigen ist; 
dem entsprechen auch die Metaphern, welche der Narr gebraucht, 
z. B. fleur (126) und *florissaftt (128). 

cf. dazu: comble (78), pere (211), dire (274J, eflFacer (325), *vogue 
(562), personnage (625). 

§ 45. Von einem lebhaften Dialoge ist in der »Comedie 
des Comedies« nichts zu finden; ohne Unterschied reden alle 
Personen in langen, an rhetorischen Formeln reichen Phrasen, 
. wie sie Balzac zu bilden pflegte. Der Zweck des Stückes war 
eben der, Balzac lächerlich zu machen und ihn mit seinen 
eigenen Waffen zu schlagen; diesem Zwecke mussten alle 
Figuren des Stückes dienen. 

Deshalb zeigt die »Comedie des Comedies«, wenn man das 
ganze Lustspiel betrachtet, zwar ein durchaus eigentümliches 
Golorit, doch kann man von einer characteristischen Färbung 
der einzelnen Personen durch ihre Metaphern nicht wohl reden: 
Balzac hat für alle Modell gestanden. Daher denn auch die Über- 
einstimmung einzelner Personen mit Bezug auf sonst ungewöhn- 
lichere Metaphern. Es wird z. B. gebraucht Saison (73) vom 
Paladin, Alcandre und Hydaspe, or(109) vom Docteur, 
Pantalon und Hydaspe, fleur (126) vom Paladin und 
Griselin, *vogue (562) vom Paladin und von Griselin, 
naufrage (563) vom Paladin, dem Docteur und von Pan- 
talon, pe}sonnag€(62S) von dem Docteur und von Griselin, 
sain (770) endlich vom Paladin und dem Docteur. 

Pierre du Ryer: Les Vendanges de Saresne. 1635. 

§ 46. Die in den §§ 13-42 besprochenen Stücke nehmen 
unter den hier in Betracht zu ziehenden Lustspielen gewisser- 
massen eine Sonderstellung ein. Die »Farces Tabariniquesc 
waren nach dem Geschmack des niedrigsten Publikums her- 
gerichtete Gelegenheitsstücke, denen der Name eines* Kunstwerks 
nicht gebührte. Montluc war bei der Composition der »Comedie 
de Proverbes« in der freien Entfaltung der Sprache durch 
selbstgezogene Grenzen gehindert und die »Coniedie des Coin6- 
dies« endlich war ausgesprochenermassen ein Tendenzstück, 
dessen Dialog nach einem vorhandenen Muster zugeschnitten 



19 

wurde. Die Verfasser dieser Stücke hatten also ihre StoflTe 
nicht unbefangen vom rein dichterischen Standpunkt aus be- 
handelt und diesem Umstand ist es zuzuschreiben, dass die 
Zeichnung der Charactere in Prov., F. Tab., und Com. eine 
mangelhafte und verschwommene war. Etwas besser, als hier, 
war es bei Corr. bestellt, wenngleich auch in diesem Stücke die 
Sprache an einem höheren Schwung durch das Sujet gehindert 
wurde, dessen obscöne Momente den Dialog notwendig in eine 
niedrige Sphäre hinabdrücken mussten. 

§ 47. Derartige Hindernisse für eine freie Entfaltung des 
(lichterischen Genius finden sich bei keinem der folgenden 
Stücke — die »Gomödie de Chansons* natürlich ausgenommen -^ 
und demnach sollte die Characterisierung der Personen eine 
freiere und farbreichere werden. Aber leider begegnen wir 
hier wieder vielfach einer neuen. Schranke , welche von den 
Dichtern oft mit zu sklavischer Ängstlichkeit beobachtet wird. 
Es ist diese Schranke die herrschende Geschmacksrichtung des 
Publikums. 

Oft bewegt sich der Dialog ganz und gar in den eng ge- 
steckten Grenzen, der modischen Metapher, nur hier und da 
schüchtern einen Übergriff in ein ausserhalb derselben liegendes 
Gebiet wagend. In den Liebhaberrollen ihrer Stücke zeigen 
die Dichter am augenscheinlichsten, wie sie sich völlig dem 
Zuge des Zeitgeschmacks unterworfen haben, denn in diesen 
beginnt jetzt die Herrschaft solcher Metaphern wie: fardeur, 
jfeu, flambeau,jflamey fenflammerj-fbrusler^froid, eclat^ combler^ 
chaine, lier^ trait^ -fvawqueur, '\vaincre, joug^ fcapti/\ \captivcr, 
jhlesser, blesseure, fdivin, martire^ fers. 

Allerdings finden sich die mit einem f bezeichneten Me- 
taphern vereinzelt schon in den bislang besprochenen Stücken, 
doch treten sie erst von jetzt ab in grösserer Zahl und in 
characteristischer Weise auf. 

§ 48. Gehen wir nun zu einer speciellen Betrachtung der 
»Vendanges de Suresne« über. 

Du Ryer lässt hier Personen auftreten, welche vorwiegend 
den gebildeten Gesellschaftsklassen angehören und dem ent- 
sprechend ist die Sprache des Stücks gestaltet. Sie ist fast 
frei von Bildern niederer Gattung, aber das, was wir oben von 
den Liebhaberrollen dieser Lustspiele im allgemeinen behaupteten, 
lässt sich hier im speciellen nachweisen. Das Stück behandelt 
eine doppelte Liebesintrigue und die in dieselbe verwickelten 
Figuren, also vornehmlich Tirsis, Polidor, Dorimene und 
Florice, zeigen in ihren modischen Metaphern ganz deutlich 
den Typus der Lustspielliebhaber jener Periode. 



20 

§49. So beteuert Po lidor seine grosse Liebe zu Dorimene, 
die er mon coeur (257), deesse (801) und beauM divine (803) 
nennt, mit einer Häufung der Metaphern chaleur (3), feu (6), 
flame (16). In seinen Klagen nennt er die Liehe infernalle 
flame (16) und supplice de Tarne (857); sie hat ihn verwundet 
[cf. trau (669), Messer (732)] und in Fesseln gesehlagen: 

vous rne liez les mains (509) 

Toeil qui nous captive (731) 

Je trouve dans mes fers le comble de ma gloire (848 u. 78) 

Modisch klingen auch die Metaphern *victimes (818) und sacrifice 
(819), während die Wendungen 

. . . Pamour triomphant 

Est si grand dans mon coeur, qu'il cesse d'estre enfant (213). 

Sur mon coeur amoureux ses yeux Tont *crayonne (640). 

zwar etwas geziert, aber doch ursprünglicher sind. 

cf. dazu: eschauffer (4), eclat (29), esclaircir (40) clair(42). ombrage 
(62), Saison (73), fleur (126), brutal (134), indomptable (165), voler (177), 
naistre (222;, sein (256), dire (274), parier (275), consumer (353), degouste 
(357), engager (503), fertile (534), ♦limiter (556), coup (650), attaindre (652), 
victoire (717), vainqueur (718), captif (731), imraortel (761), dieu (800), 
demon (806), autel (815), *tributaire (871). 

§ 50. Rein conventionell ist auch Tirsis; flame (16) 

findet sich bei ihm 4 Mal und feu (6) zwei Mal, dazu die Bilder 

les plus ardents baisers (2) 

Bruslant comnie je fais, je me vay mettre en cendre (18 u. 23). 

Tes discoura sont des vents, qui fönt croistre mes feux (53 u. 6). 

Wenn die Geliebte seine Werbungen zurückweist, braucht 
Tirsis die Metaphern Messer (732), martyre (810), fers (848), 
supplice (857), zu denen Ausdrücke wie douce guerre (692), 
vaincre (719), asservi (725) und captif (731) stimmen. Dass 
Tirsis in seiner Leidenschaft für Dorimene ziemlich Materialist 
ist, deutet die metaphorische Verwendung von payer (448), 
acheter (492) und Hoyer (500) an. 

cf. dazu: allumer (15), eclatter (30), soleil (46), combler (79), fruict 
(125), fleur (126), devorer (164), naistre (222), naissance C224), despens 
(185), lien(508), poli(519), chasser (568j, peindre (642), coup (650), abattre 
(656 j, rebelle (694), piquer (736), remede(771), enfer (809), idolastre (830). 

§ 51. Phile mon spielt in seiner kurzen Rolle den Welt- 
weisen in Bezug auf das weibliche Geschlecht. Die Verliebtheit 
seines Freundes Tirsis nennt er servage (726), ^ewe(853) und 
rät diesem, seine Fesseln abzustreifen: 

Si Tune t'a guery par sa legerete, 
Que Pautre te guerisse avec sa cruaute (774). 
cfdazu: embrasser (348), poly (519), chemin (552), pourtraict (638), 
cboquer (653), vaincre (719), remede (771), bannir (859). 



21 

§52. Dorimene verwendet ausser Modemetaphern wie 
ardeur (1), ardant (2), feu (6), allumer (15), flame (16), en- 
flammer (17), brusler (18), martire (810) auch /ard in über- 
tragener Bedeutung: 

Enfin pour reparer Tesprit et le visage 
C'est (rargent) le fard le plus seur . . . (417). 
cf. dazu: lien (508), vainqueur (718), servage (726), blesser (732^, 
ausserdem fruit (125), dompter (166), visage (237), respirer (269), laver 
(303), presser (333), charger (467), peindre (642), choquer (653), mourir 
(757), *noyer (760), lire (789), demon (806), regner (877). 

§ 53. Etwas frischer in ihren Bildern ist Fl or i c e; sie ist auch 
nicht mehr eine naive Schwärmerin, wie Dorimene, sondern 
sie hat schon einige Erfahrung in Liebesintriguen und weiss 
kräftig lenkend in die Fäden derselben einzugreifen. Sie ge- 
braucht von bildlichen Ausdrücken 

Tamour ouvrit les portes de mon coeur (432) 

se raettre en cbemin des delices (552). 

Tu m'auras mise au but oü vise mon attente (582) 

und daneben feu (6), flame (16), brusler (18), froideur (25) 
und froid (26). 

cf. dazu: coeur (257), vainqueur (718), martire (810), fers (848) 
combler(79), nu (268) parier (275), pousser (334), deguiser (401), *eschange 
(490), cbasser (568), trait (669), percer (738), mourir (757) guerir (774). 

§ 54. Bei den Eltern der Dorimene zeigen sich die con- 
ventionellen Bilder gleichfalls zahlreich vertreten, doch stehen 
Crisere und Doripe nicht ganz im Banne derselben. Doripe 
hat den originellen Ausdruck 

J'ay *sonde la dessus Tesprit de Dorimene (777) 
und Crisere die Worte 

Ce sont de vrays serpens en homraes transformez (207) 
neben welchen sich muguet (129 c.), animal (133), caquet (201) 
und fardeau (470) als kräftigere Metaphern finden, 

cf, Doripe: lien (508), joug (723), remede (771), ausserdem äclat 
(29), effacer (325), ornement (413), chemin (552). Crisere: ardeur (1), 
blesser (732), remede (771), guerir (774), fernef esclat (29), fruit (125), 
arracher (326), presser (333), consommer (352), payer (488), chasser (568), 
Chanson (632), escrire (783;. 

§ 55. Olenie ist in ihren Bildern ohne eigenartige Züge ; 
hervorzuheben ist aus ihrer Rolle nur der metaphorische Ge- 
brauch von chaine (505), der in den vorangegangenen Lust- 
spielen sich noch nicht belegen liess. 

cf. dazu: presser (333), armes (660), invincible (715), vainqueur (718), 
guerir (774). 

§56. Lisete, die Soubrette des Stückes, ist in ihren 
Bildern etwas lebhafter und vielseitiger, als die meisten der 



bisher erwähnten Personen in den V. d. S. Neben den mo- 
liischon Ausdrücken feu (6), flame (16), enflammer (17), brusler 
(13), froid (26), refroidi (27) verwendet sie attainte (651) und 
taire tofßce (842) in bildlicher Weise. Ihrem etwas spöttischen 
Gliaracter angemessen sind die Wendungen: 

J'aprehendois souvent de vous trouver en cendre (23) 
. . . il est comme une borne au passage plantä (532). 
Pour y mieux reussir emprunte 1 artifice (501). 

Ihr eigentümlich ist der Ausdruck 

. . . un oeil de travers *tire tout droit au coeur (583). 
cf. äami parier (275), ebmnler (336), charger (467), vainqueur (718), 
reuWe (771). 

§ 57. Einer niedrigeren Sphäre gehört an Guillaume, 
der Wüj/XT, doch finden sich bei ihm einige Metaphern der 
feinen Sprache: cet öbjet divin (803), le lis de son sein (130), 
[üf. mider (94), effacer i^^h) und gener (852)]. Auch prison 
t846) verwendet er, allerdings in anderer Weise, als die Lieb- 
haber ; 

Mon ventre en un besoin serviroit de tonneau 
Pour estre la prison de tout le vin nouveau. 

Dass Guillaume ein grosser Verehrer des Weines ist zeigt 
er noch in humorvoller Weise in seinen Metaphern: 
Je prefere aux *bai8er8 des plus belles du monde 
Les humides baisers d*une lasse profonde (347) 
(Jaressez comme moy les verres et les pots (345). 

Bezeichnend für Guillaume ist auch der Gebrauch von 
mestier (478) und payer (488). 

cf.danit fruit (125), voler(177j, charger(467), fievre(746), court (903), 
Ol' min entzieht sich der Betrachtung wegen seines gänz- 
lichen Mangels an Metaphern. 

Antoine Mareschal : Le Bailleur. 1636. 

§ 58. Der Metaphernschatz der »Vendanges de Suresne« 
hatte sicli als ein wenig reichhaltiger erwiesen, in dem Du 
Ryer vorwiegend conventioneile Bilder verwendet hatte; die 
gesuchte Zierlichkeit im Ausdruck war zur Einförmigkeit aus- 
geartet. Im Vergleich mit den V. d. S. berührt die anziehende 
Vielseitigkeit des bildlichen Ausdrucks im »Railleur« desto er- 
friscliender. 

MareschaPs Stück ist schon an sich einigermassen interessant 
durch eine fesselnde, wenn auch stellenweise nicht ganz klare 
hitrigue. und namentlich durch den Umstand, dass der Dichter 
uns vielfach Einblicke in die zeitgenössische Cultur gewährt. 
Indem er dieselbe der Satyre unterzieht führt er die Handlung 



23 

mehrfach zu wohl gelungenen komischen Scenen (cf. z. B. R. 
I, 2. I, 4); zudem ist sie mit einem oft gut pointierten Dialog 
ausgestattet. 

§ 59. Clarimand ist die Hauptfigur des Stückes und die 
Person, welche dem Lustspiel den Namen gab. Sein Reichtum 
an Metaphern ist auflfallend — er gebraucht deren 140 — und 
zwar liefern ihm die verschiedensten Anschaimngsgebiete bild- 
liche Wendungen, so dass ihre grosse Zahl nicht ermüdend 
wirkt. Selbstredend finden sich bei Clarimand viele Mode- 
metaphern [cf. ardeur (1), ardent (2), ^chauffer (4), feu (6), 
allumer (15), ßame (16), brüler (18), froid (26), noeiid (511), 
C(yup (650), attainte (65\), Messer (732), d?i7m (803), auch comhat 
(('>96), vainqueur (718)] , doch seltsamer Weise (mit Ausnahme 
von mourir) nicht die, welche er selbst als der obligaten galanten 
Sprache zugehörig bezeichnet. Als Clarimand nämlich das 
Liebesgesprach seiner Schwester Clorinde mit Amedor be- 
lauscht, sagt er: 

La *traitte, en ce che min, ne sera pas trop grande (480) 
Attends quMl ait parle d'encens, de voeux, d'offrande. 

und etwas später: 

Sil parle de son coeur, tu Tauras derob^, 

Laisse luy dire au moins je meurs, je vous proteste. 

Et tous ces autres mots qui luy seront de reste (cf.R, 1. 2). 

Mourir (757) wird im metaphorischen Sinne von Clarimand 
mehrfach gebraucht, doch findet sich auch einmal *expirer, 
allerdings wohl nur, um die Wiederholung zu vermeiden: 

Que cet honneur combat, uvant que de mourir! 

II expire pourtant . . . (756). 

§ 60. Clarimand's satyrischem Wesen angemessen sind 
die Worte: 

. . . les ruelles des licts 
♦Sempestent de leurs mots de roses et de lys (747 a. 130. 130 a.) 

sowie der bildliche Gebrauch von *Zepre(748), *conta^ion{7i9), 
*trouhler la legon (799), *oracles (898). Bezeichnend sind folgende 
Ausdrucke: 

ün essein d'avortons, que le siecle produit 

Bat l'oreille des grands, les »assiege, les suit (210.225.687) 

Ce jeune financier, en faveur de la somme 

S*e8t fait en supputant •batiser gentilhomme (812) 

Züge ZU Clari man d' s Character liefern auch die Wendungen : 
Pay jouer les ressorta des yeux et de la boucbe (518) 
Tu prends de-ja Tamorce . . . (566) 
... je scay com nie 11 laut comniencer la brisee (578) 
Courage! il *couche gros; dans Thumeur qui le pique 
Tous les termes suivront d*un depit poetique (596. 736). 



24 

Voila suivre les tons d^une commune game. 
Apres, sur cet *accord ils chanteront (634. 635) 
Aussi tost on mettra la ceruse en *campagne 
Les essences, le blanc et vermillon d^espagne (710). 
c/. auch *eclo8 (129b.), *empraint (521), *imprimer (522), sentinelle 
(703). 

§ 61. Ausdrücke niederer Gattung finden sich bei Glari- 
mand nicht, wenn man nicht etwa camus (248) hierher 
rechnen wilP) und die Worte ^): 

Le meilleur quil vous faut c'est un comte allemand 
Je veux qu'il soit cheval, et parle vieux romant (139). 

Die einmalige Verwendung von beste (132) ist ohne Bedeutung. 
cf. dazu: ^clat (29), eclaircy (40), *air (49), vent (5o), foudroyer 
(58), couleur (64), argent (108), or (109), *biche (158), *hure (163), 
niais (194), naissance (224), ame (227), visage (237), donner dans la veue 
(241), aveuglement (243), sourd (251), sein (256), dire (274), parier (275), 
cours (288), laver (303), rompre (315), trancher (317), retrancher (318), 
entrainer (328), presser (333), caresser (345), goüter (355), farcir (393), 
fourrer (422), *debHtiser (426), *etablir (427), Charge (466), »appesantir 
(471), vendre (483), payer (488), acheter (492), preter(502), engager (503), 
poli (519), fecond (533), chemin (552), chasser (568), jeu (587), pemdre 
(642), parer (649), trait (669), combatre (695), victoire (717), servage 
(726), *e8clave (727), äcorcher (741), lire (789), sacrifier (820), idolatrer 
(830), monstre (833), fers (848), reyne (866), dominer (875), court (903). 

§ 62. Amedor ist vorwiegend conventioneil [cf. feu (6), 
flame(i6), ame (227), mar^ire (810)], doch hat er als Metaphern 
nutet (71), rocÄß(84), voile (ißi), ressorts (5\8), *dresser quelque 
partie (6()4) und den derberen Ausdruck faire le veau (147). 
c/*. dazu: flambeau (14), naistre (222), effacer (325), attainte (651), 
victoire (717), asservi (725), demon (806), gouverner (876). 

§ 63. Eine vom Dichter gut ausgestattete Figur ist Beau- 
rocher. Er hat etwas von dem Gharacter eines Figaro und 

1) cf. dazu Florinde, Prov. L 7 (203. 1) und Beronte, Eil. L 2 
(527). 2). 

2) Diese Stelle ist für uns von einigem Interesse, indem sie lehrt, 
wie unsere Nachbarn jenseit der Vogesen damals von den Deutschen 
dachten. ♦— Für solche Ansichten der Franzosen sind diese Worte übrigens 
nicht der einzige Beleg in den hier besprochenen Stücken. Man ver- 

fleiche R. IV. 3: »Qui ne la connaStroit seroit bien d*Allemagne« wozu 
ournier die Anm. giebt: »C*est-ä-dire serait idiote«. Ferner Com. IL 2: 
»Faites mieux, conseillez-moy draller chercher du repos en AUemagne; 
jetez-moy dans un precipice, et puis dittes que Dieu me conduise« (cf. 
dazu: Balzac, Lettres. buch III, Brief 17) »Mais maintenant . . . les 
vertus d*Alemagne on succedö ä toutes ces sobrietez« (Com. IV. 1), wozu 
Fournier die Anmerkung setzt: »L' Allemand etoit dejä(!) le type de 
rivrogne et du mangeur« ; mit dieser beruhigt er sich aber noch nicht, 
sondern giebt auf pg. 539. 1 (Anm. 3) und auf pg. 543. 2 (Anm. 2) noch 
ähnliche gelehrte Erklärungen über deutsche Natioualeigentümlichkeiten. 



25 

weiss die Fäden der Intrigue geschickt zu schürzen und zu 
lösen. Wie Gl ar im and hat Beaurocher einen satirischen 
Zug und damit steht im Einklang seine Metapher branle de 
sortie (620) wozu die Stellen 

. . . honorons, en te jettant dans Teau 

La Seine et le Pont-Neuf des depouilles d'un veau (147). 

. . . qui donne du nez dedans le mariage (245). 

ZU vergleichen sind. 

Ausser den Metaphern orage (54), source (93), fiel (263), 
amorce (566), etouffe (765) bleibt aus Beaurocher's Rolle 
eine Reihe bildlich verwendeter Kriegsausdrücke hervorzuheben : 
Mon coeur k ce *8ignal d'une douce *^carmouche, 
¥a recueilÜT ces mots jusque dessus ta bouche (698 u. 705). 
. . . votre fortune est nautement *campee (711). 
cf. dazu: ardeur (1), feu (6), enflamer (17), froideur (25), ciel (48), 
fruict (125), naistre (222), dire(274), parier (275), *voyage (294), arracher 
(326), presser (333), charger (467), *marchatider (494). engager (503), 
ressort (518), *route (553), *dehapper (576), jeu (587), remettre la partie 
(591), traat (669), a^aaut (689\ combat (■696), victoire (717), vaincre (719), 
proye (722), guerir (774), enie» (809), *8ouple (919). 

§ 64. Mit einer gewissen Vorliebe scheint Mareschal den 
überspannten Poeten de Lyzante gezeichnet zu haben. Die 
Sprache desselben ist bilderreich und seinem Gharacter ange- 
messen, etwas hochtrabend und gesucht. — Seinen Dichterstolz 
zeigt de Lyzante in den Wendungen: 

Pour me vanger de luy j'ay forme ce tonnerre (60) 

Que mes vers soient oüis selon leur ornement!' (413) 

En quellJB seuuete se verront vos autels, 

Si Ton choque mes vers, comme vous immortels? (653) 

Je veux .... ensevelir vos noms (828) 

On. n'y treuvera pas une voyelle en *crime (838) 

Am besten bekundet sich Lyzante's hohe Meinung von 
sich selbst in den Worten,, mit welchen dieser sich bei Clytie 
einführt, (cf. R. I. 4). Sie lauten: 

L'Apollon de ce si^cle et le maistre des vers (886). 

§ 65. Deutlich ausgeprägt ist bei dem schwärmerischen 
Dichter das Streben nach erhabenen Ausdrücken, das beweist 
z.B. die bildliche Verwendung von tempeste {55\ röcÄer(84a.), 
naufrages (563)' und ebenso der Gebrauch von ^emhrazement 
{\% flamheau{\A)^ *glacer(\Q\), chaine(bOS) neben den diesen 
verwandten Modemetaphern ardeur (.1), echauffer (4), feiix (6), 
enflamer (17),. blessure (733), supplices (857). In dem »Cartel«, 
welches Lyzante für Taillebras verfasst hat, nennt er den 
Gapitain *Parque des mortds (891) und VÄlcide Occidental (893), 
welche Bezeichnungen gleichfalls zu seiner gewohnten pomp- 

Aoag. u, Abh. (£. Degenliardt). 2* 



26 

haften Ausdrucksweise stimmen [cf. armes (660), *esdave (727), 
*peste (747), ange (805), e)7fer (809), royaiime 867)]. Dass der 
Poet nicht besonders tapfer ist und Sorge trägt, sein kostbares 
Talent der Welt zu erhalten, beweist er in der metaphorischen 
Redensart 

Traistre, au moins au besoin je scauray faire gile (624). 
cf, dazu: cendre (23), ombre (61), naistre (222), presser (333), goüter 
(355), poli (519), trait (669), victoire (717), immortel (761), poison (767j, 
divin (803), bannir (859), tyran (872). 

§ 66. Eine gewisse Characterverwandtschaft mit Lyzante 
zeigt Taillebras, für den Mareschal wohl das damals beliebte 
Muster des »Miles gloriosus« benutzte. 

Taillebras ergeht sich gern in hoch klingenden Phrasen wie 
Ce nom de Taillebras dans tout le monde eclatte (30) 
Le foudre des combata, TefiFroy de Tunivers (57) 
Ma dextre, qui n*a point d*egale ni de prix 
Souffre ä peine sa •soeur, et la tient ä nidpris (216) 
Le fils aisne qu'enfanta la valeur (221) 
C'est que mon coeur *bouillonne et par la s'evapore (369) 
Que ma gloire n'en ait ni honte ni blesseure (733) 
Que diront tant de preux de qui je suis TAlcide (893) 
M^interrompre! parier! Ah! ventre! quelle audace! 
Jette ce mirmidon jusques dessus Parnas&e (894). 

[cf. auch reduire en cendre (23), grav^ (520), Ure (789)]. 

§ 67. Dazu verwendet er mehrfach Ausdrucke aus dem 
Kriege und der Fechtkunst [cf. *de taille et d'estoc (647), trau 
(669), eventer la mine (('«80), assaut (689) J und ist ausserordent- 
lich eitel auf seinen eingebildeten Kriegsruhm. Dieses beweisen 
seine Worte 

Que ne puis-je k ces mots emprunter mille oreilles! (501) 
die er spricht, als Clytie ihn Mars espagnol und genereiix 
Palladin nennt (cf. R. IV. 4). Dass es mit seiner Tapferkeit 
aber in Wahrheit schlecht bestellt ist, zeigt sich an mehreren 

Stellen : 

Cherchons un autre gite, il fait icy trop chaud (5) 

Sus! il en faut däcoudre (312) 

. . . on me roüe; au secours! (855). 

Ganz märtyrerhaft resigniert klingt 

Tais-toy, mon ame; souffre, avale ce *breuvage (365). 

§ 68. Oft zeigt sich Taillebras ritterlich galant; er 
verwendet dann Modemetaphern [cf. ardeur (1), fm (6)] und 
einige andere Ausdrücke aus der höheren Sprache: 
Mais excusez, ma reyne, 
L'araour demande seul et mes feux et ma peine, 
Le respect qui me lie oblige mon courroux (866. 509). 



27 

Ihm eigentümlich ist der bildliche Gebrauch von farfadet 
(76) und *homicide (764) ebenso der von fagotter in den Worten 
Elle (l'^pde) a mis sur les prez plus d'hommes h Tenvers 
Que les poetes du temps n'ont *fagotte de vers (332). 

Sehr derb ist die Heranziehung von vomir (281) im meta- 
phorischen Sinne; es ist dies der einzige Fall, dass Mareschal 
eine derartig niedrige Ausdrucksweise gewählt hat. Launig sind 
die Metaphern: 

Qu'il ne m'y laisse pas longtemi^s faire la gruö (186) 
Je le vay bien frotter de sa lame au vieux loups (301). 
cf.dazu: *öclairer (41), orage (54), flux (97), brutal (134), ame (227), 
parier (275), presser (333), *pincer (340), täter (343), chatouiller (344), 
deguiser (401), *chau8sure (424), naufrage (563), jeu (587), berner (612), 
*mortel (758), estouffer (765), sain (770), demon (806), boureau (849), roy 
(864), royal (865), *infu8 (913). 

§ G9. Über die weiblichen Figuren im »Railleur« ist im 
allgemeinen zu bemerken, dass die Sprache derselben ihrem 
Stande angemessen ist und dass sich bei ihnen viele Züge einer 
treffenden Characteristik finden, 

La Dupre, welche der vornehmen Halbwelt angehört, 
bewegt sich vorwiegend in modischen Bildern [cf. ardent (2), 
/cw(6), flame (16), enflamer (17)J. Bezeichnend für sie sind 
die teilweise etwas frivolen Wendungen : 

A ton goust peu de fiel *as8ai8onne une oeillade (263) 

Un baiser accorde te sembleroit trop fade (382) 

Ton gr6 m'est un miroir, oü mon front s'etudie (440) 

denen sich die Worte 

degoute d'une mesme viande 
Ce *pigeon en viendra chercber de plus friande (198). 

womit sie Clarimand's gedenkt, anreihen lassen. 

cf. dazu: fruiet (125), fiel (263), respirer (269), trancher (317), goust 
(356), payer (488), enchainer (506), peindre (642), "^contester (691), *mettre 
en campagne (710), guerison (773), geiner (852), royal (865), *prince (869). 

§ 70. Die sanfte Clor in de ist conventionell in ihren 
Bildern [d. feu (6), froid (26), coeur (257), trait (669), dazu 
glace (100), sacrifier (820) und domler (166), combatre (695), 
captiver (730), prison (846)]. Ein lebhafteres Colorit zeigen die 
Metaphern flux (97), etaler (495), bride (547j und tenir au filet 
(573). 

cf. dazu: *element (98), ame (227), *front (235), dire (274), rire(277), 
♦insensible (284), trancher (317), entrainer (328), fade (382), coüter (484), 
*borne (557), chasser (568), armes (660), sanglant (735), piquer (736), 
mourir (757), geiner (852). 

§ 71. Clorinde und Clytie sind verschieden im Character. 
Erstere ist mehr sentimental, letztere mehr practisch. Clorinde 



ist zartfühlend, — Glytie hat etwas rücksichtslos energisches 
und stellenweise ist sie ein wenig leichtfertig. 

Die beiden Gharactere so zu zeichnen war ein glücklicher 
Griflf Mareschals. Gl o rinde passt ihrem ganzen Wesen nach 
zu Amedor — Glytie durchaas zu Glarimand dem berech- 
nenden Spötter. Der Unterschied im Denken und Empfinden 
zwischen Glorinde und Glytie zeigt sich sehr klar in der 
dritten Scene des vierten Actes, in welcher La Dupr6 auftritt, 
um den beiden liebenden Frauen Ratschläge zu erteilen. Glo- 
rinde weicht erschreckt zurück vor der freien Sprache der 
Gourtisane und deren bedenklichen Anweisungen, Glytie zieht 
ihre practischen Schlüsse daraus, wenn sie die Ansichten der 
Dame aus der Halbwelt auch nicht überall billigt. 

§72. Der Gharacterunterschied zwischen Glorinde und 
Glytie prägt sich in bezeichnender Weise auch in ihren 
Metaphern aus. Es ist selbstverständlich, dass Glytie Mode- 
ausdrücke gebraucht, wie ardeur (1), feux (6), flame (16), froid 
(26), divin (803), doch treten diese angesichts der zahlreichen 
ausdrucksvolleren Bilder in den Hintergrund. — Ganz poetisch 
ist die metaphorische Wendung 

. . . le soleil, k peine en se levant de Teau, 
Tout endormi regarde encore son *berceau (282, 443) 

und auch die Ausdrücke 

. . . en mes mains vostre destin ♦balance (461) 
. . . un pech^ d'une aymable *teinture (524) 

gehören der höheren Sprache an. Diesen würde der Gebrauch 
von *^emr d la croix (856) unbedenklich an die Seite zu stellen 
sein, wenn nicht die Umgebung dieser Metapher das verhinderte. 
Die betreffende Stelle lautet: 

. . . quelques vains discours de ce lardeur de cbiens 
M'ont tenue' ä la croix par de sota entretiens. 

Dieser wenig zarten Ausdrucksweise entsprechen die dra- 
stischen Worte: 

. . . crois tu me pescher avec des vers *pouris? (564. 89) 
mit welchen sie dem eitlen Lyzante den Todesstoss versetzt. 
Unfein ist auch die Verwendung von ^flu8 de bouche (7513 
als Metapher, doch ist Glytie sonst frei von anstössigen 
Bildern. — Der Sprache des Spiels entlehnt sie *couvrir le Jeu 
(593), reynes de carte (602), neben welchem Ausdruck sie auch 
reynes d'omhre (61), gebraucht. Ähnlich verwendet sie des 
royaumes en *Vair (49). Etwas satyrisches liegt in den Worten 

L'un se *mire en sa mine, et Tautre n'en a guere (441). 
und auch in den Metaphern faire la sucree (381), Hegon (799), 
Mars espagnol (885). 



c/. dam: couleur (64), fruict (125), eflFacer (325), preeser (333), U,tit 
(425), payer (488), marcW (493), infertile (535^ filet (573), jeu (587), 
Chanson (632), trait (669), älanc6 (673), combat (696), victoire (717), 
asservir (725), etouffer (765), remede (771), lire (789), *regir (877 b.). 

§ 73. Eine Zusammenfassung dieser Betrachtungen efgiebt,dass 
dem »Railleur« nach Inhalt und Form eine höhere Stellung ein- 
zuräumen ist, als den bislang berücksichtigten Lustspielen. Der 
Dichter zeigt überall eine lebendige Frische und Natürlichkeit 
im bildlichen Ausdruck, wenn er sich auch nicht völlig von 
der Modesprache los gemacht hat. Ganz konnte Mareschal die- 
selbe auch nicht entbehren, denn in gewissen Fällen war gerade 
. die Verwendung der Conventionellen Metaphern geeignet zu 
einer Characterisierung von Personen. 

Amedor und Clorinde z. B. sind ein der Schablone ent- 
sprechendes Liebespaar mit eifersüchtigen Plänkeleien, her- 
gebrachten Geständnissen der gegenseitigen Zuneigung und 
sonstigen Eigentümlichkelten der Verliebten, und deshalb ist 
für sie der Gebrauch von Modemetaphern bezeichnend. Wo 
es aber galt scharf umrissene Gestalten zu schaffen, wie Beau- 
rocher, Glariraand und Glytie, da standen Mareschal die 
reichsten Mittel zu Gebote und er zeichnete die Personen 
durch passende Bilder aus den verschiedensten Begriffsphären* 
Und doch kann man nicht behaupten, dass er in solchen 
Fällen die Metaphern etwa zu weit hergeholt oder Ausdrücke 
verwendet hätte, die dem Anschauungskreise der betreffenden 
Figuren zu fern lagen. Einzig und allein könnte man gegen 
die metaphorische Verwendung von mettre en campagne durch 
La. Dupr6 in dieser Hirtsicht Bedenken tragen, doch kann 
dieses Bild schon als eine bekannte, allgemein verwandte 
Redensart aufgefasst werden. Zu früher betrachteten Stücken 
steht der »Railleur« noch dadurch in einem angenehmen 
Gegensatz, dass Mareschal, abgesehen von Tailleb ras' Metapher 
vomir^ obscöne Bilder vermeidet. 

Mairet: Las öalanteries da Dnc d'Ossonne. 1627. 

§ 74. Die Hauptperson dieses Lustspiels, das jedem Ge- 
fühl des Anstandes und der Moral Hohn spricht*) ist eine 
historische Persönlichkeit, nämlich der im Jahre 1624 gestorbene 
Herzog von Ossunna ^) , welcher von der Krone Spanien als 
Vicekönig von Neapel bestellt, war. Drei Jahre nach seinem 
Tode brachte ihn Mairet im vorliegenden Lustspiel auf die 

1) cf. Lotheissen a. a. 0. Band I, pg. 338. 

2) cf. Balzac: Lettres. Buch II, Brief 1. erwähnt den Herzog vofn 
Ossunna. 



30 

Bühne, als Helden von Liebesintriguen, deren öffentliche Dar- 
stellung heute eine Unmöglichkeit sein würde ^). 

§ 75. Trotzdem indes das Sujet im höchsten Grade be- 
denklich ist, zeigt sich in der Sprache des Duc. d'Oss., abgesehen 
van einzelnen Stellen, wie z. B. HL 3., doch eine gewisse 
Vornehmheit. Diese kann auch wohl als richtiger »Localton« 
dieses Lustspiels gelten, denn dasselbe spielt ganz in der feinen 
Gesellschaft und desshalb hat auch das viele Conventionelle, 
welches der Dialog des Stückes aufweist, in gewisser Hinsicht 
seine Berechtigung. 

§ 76. Der Herzog zeigt ganz die verfeinerte Sprache der 
galanten Liebhaber jener Zeit. Modisch sind z. B. seine Metaphern 
ardeur (1), feu {6)/flame (16), divin (803), martire (810) und 
nicht minder conventioneil galant sind die bildlichen Ausdrücke 
söleil (46), deesse (801), divinit^ (80% sowie die Worte: 
. . . on ne garde point le thresor de Venise 
Comme on fait ce thresor de grace et de beautä (474) 
. . . estant vous-mesme un ange de clarte 
Vostre divin aspect m'eust-il pas escarte (805). 

Ganz zur Stellung des Herzogs passt es, dass er dem 
Herrscliertum [cf. dominer (875), gouverner (87G), regner (877)J 
und tiem Kriegswesen [cf. conqueste (685), *pousser la pointe 
(701)] Metaphern entlehnt, und zu diesen stimmen solche, welche 
der Fechtkunst entnommen sind , wie mettre bas les armes 
(660 ) und 

Un bei oeil dont le doux et modeste regard 
M'a lancä dans le coeur un invisible dard (670). 
[ef. dazu accabU (655), trau (669)]. 

Den Vorzug einer grösseren Originalität hat der bildliche 
Gebrauch von faquin (654), fantosme (832), interdire (858) und 

l) Es ist auffallend, dass Mairet gerade in der Vorrede zu diesem 
bdohst obscönen Lustspiel sagte : »Les plus honn^tes femmes frequentent 
nmintenant PHötel de Bourgogne avec aussi peu de scrupule qu'elles 
feroient celui du Luxembourg« (cf. Fournier pg. 375. 1). Weiter ist 
beiiierkenswert, dass Mairet, obgleich er in seiner Pastoral -Tragicomödie 
Hilvrivnir't^ (1625) als Vorkämpfer für das streng regelmässige Drama auf- 
getreten war, im Duc d*Oss. die von ihm selbst empfohlenen Gesetze 
liiüht beobachtete. Die Einheit der Zeit ist nicht gewahrt, denn innerhalb 
24 Stunden kann Camille nicht lebensgefährlich verwundet werden, 
krank liegen und wieder als flotter Liebhaber auftreten; auch verlangt 
die Intrigue mehrere Nächte. Ebensowenig ist die Einheit des Orts be- 
oUfichtet, denn der ausserordentlich verwickelte Plan des Stückes würde 
auf einer heutigen Bühne stellenweise (cf. Act. II) Wandeldecorationen 
verlangen. Jedenfalls musste der Zuschauer, um all' dem Scenenwechsel 
foljj^eii 7M können ohne den Faden zu verlieren, eine grosse geistige Ge- 
lenkigkeit besitzen. 



31 

auch die Metaphern pleuvoir (51), amorce (566) und comedie 
(623) gehören nicht zu den ganz gewöhnlichen. 

cf. dazu-, eaclaircir (40), clair (42), esclaircisseraent (44), couUer (94), 
fniit (125), beste (132), naitre (222), aveugle (244), sentir (247), cul(265), 
nn (268), retrancher (318), effacer (325), pousser (334), chatouiller (344), 
nourrir (349), consumer (353), gouater (355), goiist (356), mesure (457), 
despens (485) , conte (486), payer (488) , engager (503), planter (532), 
bomer (558), jeu (587), joner (588), quitter la partie (590), picquer (736), 
mourir (757), estouffer (765), demon (806). 

§ 77. Almedor, der Vertraute des Herzogs, hat in 
seinen Bildern mit diesem grosse Ähnlichkeit. Von Interesse 
ist die metaphorische Verwendung von *2)öm Guichot (881) in 
den Worten : 

Certes 11 fait bon voir ces Dom Guichots nocturnes 
Le manteaii siir le nez, craintifs et taciturnes. 

Mit dem spöttischen Ton dieser Stelle stehen auch die 
folgenden Verse im Einklang, welche geeignet sind, den 
ironischen Character Almedors zu zeigen: 

II pleat de sa fenestre une influence humide 
Dont Todeur qiii part tout *embasme le chemin, 
Ne sent jamais rien moina que Tambre et le Jasmin (780) 
II n'est point toutes fois, de Tun ä, l'autre pole, 
D*endroict si difßcile oü cet oyseau (le poullet) ne vole, 
Pourveu qu*on le soutienne avec des aisles d*or (176). 
c/. dazu: feu (6), flame (16), refroidi (27), ciel (48), saison (73), 
aveugläment (243), areugle (244), ♦injure 839. 

§ 78. Emilie zeigt ziemlich dieselben Modeausdrucke wie 
der Herzog und Almedor, ausserdem die damit verwandton 
Metaphern noeud (511) und sacrifier (819). 

Von allen Personen des Stückes zeigt Emilie, namentlich 
in den ersten Acten, wo ihre Sprache sich oft zu wirklicher 
dramatischer Schönheit erhebt, den meisten Adel. In ihrem 
Schmerze um Camille sagt sie: [cf. auch saison {7S), ^augurer 
(899)] 

... je scay toutes fois qiie j'ay fourny l'esp^e 
Qui de tes jeunes ans a la trame coup^e (525). 

Dieser bildliche Ausdruck hat etwas gekünsteltes, was auch 
von den folgenden Worten zu sagen ist, die ein gröberes Bild 
enthalten : 

Clair soleil de mes jours par la mort endormy 

Dans le rouge Ocean du sang qu'il a vomy (46, 281, 282). 

Den zu eifersüchtigen Gatten, der ihren Geliebten morden 
will, nennt Emilie execrahle *vipere (206) und serpent odieux 
(207), [cf. dazu Irutal (134), monstre (833)]. 

In den letzten Acten wird ihre Figur weniger sympathisch. 
Emilie's Leidenschaft für Camille erkaltet und macht der 



32 

Liebe zum Herzog Plalz. Hiermit ändert sieh auch der Gha- 
racter ihrer Sprache ; dieselbe wird freier und zeigt hier und da 
einen spöttischen Zug. Sarcastisch gefärbt sind z. B. folgende 
bildliche Wendungen : 

Les baißers d'une veuve auront plns de *saveur, 

Perdez le goust des miewa (356, 379) 

Achevons de luy taster le pous (782). 
cf. dcLZu: feu (6), flame (16), *renflamer (17 a.), fuaiöe(20), esteindre 
(24), vent (53), »obscure (63), esblouir (242), course (289), rompre (315), 
trainer (327), esbranler (336), mesurer (457), thresor (474y, payer (488), 
prester (502), fecond (533), piege (570), jeu (587), coup (650), esveater 
(680), co^queste (685), combat (696), piquer (736), guerison (773), enchaater 
(836), Phoenix (897). 

§ 79. Eine grössere Vielseitigkeit im bildlichen Ausdruck 
und eine weniger scrupulöse Verwendung desselben zeigt Flavie. 
Die Metaphern eclat (29), pleuvoir (51), ombrage (62), sous 
couleur de vostre confidence (64), source (93) entlehnt sie aus 
dem Gebiete der Naturerscheinungen und der Anthropologie 
die gröberen Wendungen: 

Si belle occafiion de contenter ses voeux 

Merite bien plutost qu'on la prenne aux cheveux (232)> 

. . . vostre vertu m'est en si bonne *odeur (246). 

Von Kriegsausdrücken ist aus ihrer Rolle ausser den banal 

gewordenen Metaphern vainqueur (718), vaincre (719), captif 

(731) hervorzuheben 

Camille en sa lettre une *embttsche me dresse (712) 

Flavie eigentümlich ist die bildliche Verwendung von rendre 

le change (491) in den Versen 

L^occasionme donne un sujet assez ample 

De luy *rendre son change, et tromper par exemple 

und auch der Gebrauch von deschirer (312) und descoudre 
(313) im Sinne der folgenden Worte ist ohne weiterea Beleg 
in den vorliegenden Lustspielen: 

Nostre amour est de ceux qu'on doit faire durer, 
Oq bien qu'il faut descoudre et non pas deschirer.. 

Selbstverständlich finden sich bei Flavie a<uch Mode- 
metaphern, z. B. ardeur (1), echauffer (4), feu (6), neben 
welchen die seltenere Metapher *attiser (10) zu erwähnen ißt, 
ferner flame (16), nattre (222) und chaisne (505). 

cf. dazu: esteindre (24), esclaircir (40), couller (94), endormir (282), 
course (289), briser (316), nourrir (349), desguiser (401), voile (404), charger 
(467), couster (484), despens (485), compte (487), chasser (568), attraper 
(574), chanter (633), coup (650), picquer (736), prescher (813), prison (846). 

§ 80; Bei Camille fehlen conventionelle Bildler fast ganz; 
von solchen gebraucht er nur den Kosenamen mon coewr(257). 



33 

Viele Metaphern sind aus seiner Rolle nicht zu belegen 
und deshalb entzieht er sich ziemlich unserer Betrachtung. Als 
Beispiele seiner bildlichen Ausdrucksweise, mögen die Worte 
dienen : 

Octave, en bonne foy, serois-tu bien si grue 
De croire ^ue la soeur m'eiist donnä dans la veue (186.241) 
C*e8t un fnand morceau qu^une prompte vengeance (396). 
cf. dazu: brutal (134), pas (293), laver (303), rompre (315), efiPacer 
(H25), commerce (479), payer (488), marque (498), picquer (736), pHoenix 
(897). 

§ 81. Paulin und Horace*) bieten noch weniger An- 
haltspunkte zu einer Schilderung ihres Characters nach den 
Metaphern dar. Auch sind ihre Rollen, namentlich die des 
Horace [cf. brutal (134) und courir (287)] nebensachlich. 

Paul in redet ganz seinem Stande gemäss; etwas über- 
schwenglich ist er in seiner Ausdrucksweise in der zweiten 
Scene des Stückes [cf. tempes(e(55\ sacrifier (820)'], in welcher 
er den Herzog um Hülfe gegen seine Verfolger anruft und 
ihm schmeichelt mit den Worten 

. . . V08 rares vertus, de qui la renomm^e 
Est par toute TEurope esgalement semee (531). 

c/. dazu: bras (254), endormir (282), cours (288), engager (503), 
fecond (533). 

§82. Stephanille, die Zofe der Flavie, zeigt einige 
Frische in ihren kecken Ausdrücken, wofür als Beispiel die 
Verse dienen können 

Messieurs, vous pouvez bien remettre la partie (591) 
Et danser pour ce soir un bransle de sortie (620), 

welche sie Camille und dem Herzog zuruft, als diese in 
Gefahr sind, von Paul in bei ihren Geliebten überrascht zu 
werden. 

cf. dazu: mordre (171), pousser (334), fourrer (422), charge (466), 
jeu (587). 

§ 83. Fabrice, der Bediente Paulin's, hat im ganzen 
Stück knapp 3 Verse zu sprechen und kann daher nicht in 
die Betrachtung gezogen werden. 

Octave, Camille's Bedienter, lässt in seinen Metaphern 
seinen Stand durchaus nicht erkennen, da er meist Bilder ver- 
wendet, die sonst lediglich von der besten Gesellschaft gebraucht 
werden, z.B. aveuglement {M^\ cÄa«5we (505), *embusche (712). 

Auch die Wendungen 

. . . vostre amour ne vole qu'ä la jupe (177) 

Aisäment d*une intrigue une autre pourroit naistre (222) 

l) Im Personenverzeichnis steht Basüe als Vater der Emilie angegeben, 
doch führt derselbe im Stücke (cf. IV, 5) den Namen Horace, 

▲wg. u. Abh. (S. Degenhardt). B 



34 

scheinen Octave eine andere Stellung anzuweisen, als sie ge- 
wöhnlich von Bedienten eingenommen wird, zumal sich Bilder 
niederer Gattung bei ihm gar nicht finden. 

c/. dazu: fruit (125) main (255), endormir (282), fardeau (470), coup 
(650), sanglant (735). 

§ 84. Solche sind überhaupt im Duc d'Oss. kaum anzu- 
treffen und die Schamlosigkeit des Stückes kommt durch die 
Metaphern nicht zum Ausdruck. Das ist einerseits ein Vorzug, 
indem so das anstössige Element des Lustspiels etwas gemildert 
wird, andererseits aber trägt dieser Umstand dazu bei, die 
Schwächen des Stückes zu zeigen, dass nämlich Mairet hier 
durch den bildlichen Ausdruck eine scharfe Characteristik nicht 
herbeiführt und dass eine feinere Nuancierung in der Character- 
farbung der einzelnen Personen im Duc. d'Oss. nicht in dem 
Masse zu finden ist, wie wir sie bei einem Dichter, der mit 
Corneille in die Schranken trat, erwarten sollten. 

Discret: Alizon. (1635). 

§ 85. In der Einleitung zu »Alizon« finden sich die Worte : 
une dame de mes amies m'ayant fait le redt des grotesques et 
veritdbles amours de la veuve d^un pauvre bourgeois de Paris^ 
fen ay traicte Vhistoire en rime sous le nom d Alizon Fleurie, 
avec des paroles les plus approchantes de la sorte de parier 
des personnages qui y sont introduits , et chacun selon sa con- 
dition, pour rendre le sujet plus risible. Wirklich ist zuzugeben, 
dass man die Bemühungen des Dichters, jede Person des Lust- 
spiels ihrem Stande gemäss reden zu lassen, in dem vorliegenden 
Stücke wahrnehmen kann^- 



1) Der Verfasser, der sich unter dem. Pseudonym »Discret* verbirgt, 
besass einen Hang zur Satyre — das beweisen schon die Widmungen, 
welche er der ersten und zweiten Auflage seines Werkes voraufschickt. 
Die erste derselben ist an die jungen Witwen und alten Jungfern ge- 
richtet, während die zweite sich an die Butterhändlerinnen der Pariser 
Hallen wendet. In letzterer sind folgende Worte characte ristisch : >comnie 
il a pris fantaisie ä messieurs les libraires de faire revivre dame Alizon, 
qui estoit ensevelie dans le tombeau depuis plus de vingt ans, j'ai creu 
estre obligö vous en faire present, ne pouvant la mettre en des mains 
plus douces et plus coulantes que les vostres, afin que, si les vers ne 
sont assez coulans a la fantaisie de ces messieurs qui les voudront lire, 
vous les frottiez de beurre frais pour les rendre plus glissans et plus 
faciles ä passer dans leurs delicates oreilles . . . . 5Si Alizon se trouve 
rüde, vostre marchandise la peut adoucir; si ses paroles et ses coni- 
pliments sont bas, ils ont du rapport avec les vostres; si son humeur 
est ffaye et enjouee, eile a de la simpatie avec celle des dames de vostre 
quantä«. 



35 

Die drei jungen Liebespaare Pol i andre, Belange, Roselis 
und Silinde, Floriane, Clariste sind von anstössigen Aus- 
drücken frei, während Karolu und Alizon Fleurie, sowie 
leremle — natürlich auch der Batelier — häufig nach Art 
des niederen Volkes reden. Dass Alizon oft in unfeiner Weise 
komisch wird, kann wohl zum Teil darin eine Erklärung finden, 
dass die Rolle sich in den Händen eines Mannes befand, dessen 
Wiedergabe von alten Jungfern typisch geworden war^). 

Das Stück ist nicht gerade reich an Metaphern, doch findet 
sich unter ihnen manches characteristische Bild. 

§ 86. In der komischen Einleitungscene, in welcher Alizon 
Fleurie ihr Eheglück mit dem verstorbenen Gatten schildert, 
sagt sie: 

Festois son Alizon, son amour, son delice, 
Pestois sa *Penelope, 11 estoit mon *üly88e (892) 

und mit Heranziehung von Figuren aus dem bekannten Roman 

d'ürf6's: 

Chez notts toas les plaisirs estoient k Tabandon: 
Si j'estois son *A8tree, il estoit *Celadon (878). 

Zu dem Tone dieser Worte stimmt die mehrfache Ver- 
wendung des beliebten Schmeichelnamens mon coeur (257) und 
die conventioneile Metapher enflamer (17). 

Eine drollige Mischung von modischer Ausdrucksweise und 
ursprünglicher Komik zeigt Fleurie in den Versen: 
. . . ma peau, ressemblant la coine d*un jambon 
Faisant voir aujourd'huy ma face *ri8Solee 
Comme une solle fritte ou k demy bruslöe 
Rends tous mes serviteurs aussi froids qu'un gla9on (374. 26). 

Eine gesuchte jugendliche Naivität und gezierte Scherz- 
hafligkeit zeigt Alizon an verschiedenen Stellen und sicherlich 
musste diese bei der alten Fleurie komisch wirken. Etwas 
derartiges tritt zu Tage in den Worten 

Puls que raa bequenot me prend icy sans vert 

le ne puls celer ce qu*elle a decouvert. 

La mine est eventäe au temps que Ton desire 

Aussi bien aujourd'huy falloit-il vous le dire (610. 680). 
cf, dazu: eschauffer (4), bras (254), briser (316), presser (333), gouster 
(•i55), tacher (418), faire la rencherie (482), lire (789), interdire (858). 

§ 87. Alizon ist viel umworben, denn Monsieur Karolu, 
Maistre leremie und L'Armichon, der Colporteur, be- 

1) »Son titre lui est venu de l'acteur qui la jouait, et qui lui-meme 
n'est connu que par ce nom de thdätre. £1 en avait fait Tötiquette d'un 
type, celui des ,VieJlle8 ridicules*, dont aucune comödienne n'avait encore 
pris le role« (Fournier pg. 400). 



36 

mühen sich um ihre Gunst. Karolu trägt den Sieg davon, 
denn die Ehe mit ihm verspricht Alizon die grössten materiellen 
Vorteile. Und dazu weiss Karolu auch durch seine feine 
Sprechweise zu gewinnen, z. B. durch Worte, wie 
. . . Teclat de vos beautez parfaits (29) 
Dans iin sens tont parfait yostre rare eloqueace 
Des meilleurs orateurs tient la gloire en balance (460). 

[cf. noch vent (53), combler (79), naistre (222), divin (803)]. 

Einen anderen Ton schlägt Karolu seinem Rivalen lereraie 
gegenüber an. Als dieser ihn zum Kampfe herausgefordert hat, 
stellt er sich ihm äusserlich mutig, innerlich zagend gegenüber. 
Er versucht ihn durch Vernunftgründe zu bewegen, vom Kampfe 
abzustehen, indem er sagt: 

La nuict chasse souvent la folle passion (568). 

Aber als ihm dieses nicht gelingt, da spielt er den Eisen- 
fresser : 

Tu vomiras ce mot avec ce coup mortel (281). 
cf. dazu: presser (333), goüter (355), bastir (425), porte (482), moule 
(445), *8urcharger (468), fardeau (470), attraper (574 J, "jouer du reste 
(598), *avant-gardes (702), treve (709), martyre (810), *alumette8 (902). 

§ 88. Maistre leremie, in dessen Figur wieder das 
Vorbild des »Miles gloriosus« zu erkennen ist, befleissigt sich 
einer prunhhaften Sprache; als er seine Heldentaten berichtet, 
erzählt er: 

On me nommoit le grand Mars des Fran9oi8 (885) 
WOZU der pomphafte Ausdruck stimmt: 

le fus bien pr^s d'aller au royaume des Parques (867) 

Der höheren Sprache eigen ist die metaphorische Ver- 
wendung von *Cypris (884), ebenso gehören ihr an leremie's 
bildliche Ausdrücke 

Sous le visage faux d'un masque politique 
Chaque seditieux se disoit catnolique (237, 403) 

sowie j(yuer sa comedie (623), jouer ce rolle (627). Die Verse 
Les femraes de Paris, se bandans contre moy, 
M'eussent defigure; mais, par une sortie, 
Pour eviter debat, je quittois la partie (590) 

deuten an, dass es mit leremie' s gerühmter Tapferkeit nicht 
weit her ist und das bekräftigen die halb feigen, halb auf- 
schneiderisch mutigen Worte 

Karolu me fait peur, et cent fois une arm^e 

N'a point donn^ de crainte k ma droite anim^e (226). 

Aber nicht immer spricht leremie so vornehm. Nachdem 
Fleurie seine Werbung abgewiesen hat, ist sie, die vorher 
Gypris war, nur ein animal (133), und den glücklichen Rivalen 
nennt er in seiner Wut vieux *hibou (185). 



37 

cf. dazu: chaud (5), flame (16), niordre (171), enrlormir (282), presser 
(333), reiuascher (860), tburrer (422), payer (48Sj, lier (^509), fil (528), en- 
filer(530), detour (554), attraper(574j, prendre ä la pipee (581), reniettre 
la partie (591), berner (612), choquer (653), armer (659), traict (669), 
victoire (719), vaincre 719, immortel (761), guarison (773), demon (806). 

§ 89. Der dritte Verehrer Alizon's der Colporteur 
Armich on tritt nur einmal auf; seine Metaphern zeigen sich 
in den Worten: 

I'aj les Perfections de la dame Alizon 

Pour captiver chacun dans sa belle prison (730. 846)*). 

§ 90. Die drei Liebhaber bewegen sich vorwiegend im 
Rahmen der conventioneilen Umgangssprache — Roselis, 
trotz seines süsslichen Namens verhältnismässig am wenigsten. 

Poliandre's Metaphern sind der Mehrzahl nach modisch 
[cf. chaleur (3), chaud (5), allumer (15), flame (16), froideur 
(25), glace (l(X)), tresor (474), divin (803), dazu armes (660), 
vaincre (719), captiver (730)]; ausser solchen verwendet er 
s'aprivoiser (168), vagabond (297) und estre idolastre (830) in 
bildlicher Weise. 

cf. dazu: eclat (29), nieurement (122), animer (226), rompre (315), 
effacer (325), gonster (355), mourir (757). 

§ 91. Auch Belange gebraucht zahlreiche Modemetaphern 
[cf. ardeur (1), /eu (6), enflame (17), hrusler (18), froid (26), 
blesser (732)], dazu *esclavage (728), und reyne (86(i). Origineller 
ist seine Metapher 

Ce propos que je tiens ne rae semble inutile 
Pour faire voir Tetat d'un esprit bien fragile (912). 
cf, dazu: clair (42), comble (78), couler (94), naistre (222), nud (268), 
effacer (325), presser (333), conaommer (352). 

§ 92. Roselis, der von den drei Liebhabern des Stückes 
die wenigsten Metaphern verwendet, hat bedeutend mehr ur- 
sprüngliche Bilder, als seine Gollegen. Zwar gebraucht auch 
er feu (6) und die ebenfalls sehr beliebten Ausdrücke servage 
(726), martyre (810), dresser im autel (815), fcawwir (859), doch 
neben diesen in übertragener Bedeutung auch astre (47), rompre 
le ccfup (650), venin (766), phenix (897) und die ungewöhnliche 
Metapher 

Elle void dans tes feux les siens ensevelis (828). 

[cf auch: rire (277) und *rebrou88er cheinin (300)]. 



1) Literarhistorisch ist die betreffende Sceoe (i. 2) interessant, weil 
hier, ähnlich wie im »Lutrin«, V, eine Reihe damals beliebter Schriften 
aufgezählt wird. Es sind seltsame Raritäten, die hier genannt werden. 



38 

§ 93. A 1 i z n ' s Töchter scheinen manches von der 
Sprechweise ihrer Mutter angenommen zu haben. Im Vergleich 
mit ihren Liebhabern besitzen sie etwas volkstümliches, unge- 
zwungenes; nur im Verkehr mit den Modeherren bemühen sie 
sich, deren verfeinerte Sprache nachzuahmen. 

Aus Silin de's Rolle wäre von bildlichen Ausdrücken 
anzuführen : 

On nous estimeroit tout a fait imprudentes 
Si voyant le bonheur nous presenter la main (255) 
Nous ne courions aprfes par un mesme chemin (552). 
Ce bois est un sejour aimable 
Un de ses tapis nous servira de table (437). 
cf. dazu: flame(l6), froid (26), loup(l61), donner dans la veue(241), 
briser (316), gouster (355), degoust^ (357), degui8er(401), coup(650), armes 
(660), crever (755). 

§94. Ciariste verwendet mehr Metaphern als Silinde, 
und damit hängt zusammen, dass bei ihr auch die Mode- 
metaphern zahlreicher auftreten, als bei ihrer Schwester. 

Während bei dieser von den bekannten Conventionellen 
Ausdrücken nur /?ame (16 j sich fand, gebraucht Glariste 
chaleur (3), feu (6), enflamer (17) in bildlicher Weise [cf. auch 
flame (16), captiver (730)J. An Lebendigkeit gewinnen ihre 
Reden durch Bilder wie die folgenden : 

Certaine opinion oü mon ame est plongee (306) 
C'est justement fraper oü mon desir se glisse (337) 
Tu t'engages, nia soeur, dans un piäge hasardeux (570). 
[cf. dazu : guerre (692), Hruchement (792)J. Anzuführen wären aus 
ihrer Rolle endlich noch die Worte:' 

Mil apprehensions cherchent le miserable. 
Alors qu'il yeut cacher son estat deplorable, 
La tristesse est sa *mfere, et son p6re un regret (211. 212). 
cf. dazu: clair (42), *couper (319), marque (498), coup (650), lire 
(789j, empire (860), tyranniser (874). 

§ 95. Floriane ist ohne bedeutende characteristische 
Züge. Ausser einigen Modemetaphern [cf. ardent (2), chaleur 
(3), ^ame (16)], verwendet sie wo^V(69), attraper (574), atteinte 
(651) im metaphorischen Sinne. 

§ 96. Der Batelier ist im ganzen recht natürlich gezeichnet, 
nur stimmt das Lied, welches er vorträgt, nicht zu seinem Stande. 
In diesem findet sich das Bild 

Du Phare la renomm6e 
A mis sa gloire en furaäe (20) 
während seine übrigen Metaphern ganz volkstümlich sind: beste 
(132), niais (194), attraper (574). 

c/. Batelier: clair (42), Soldat: immortel (761). 



39 

§ 97. Die Metaphern des vorliegenden Lustspiels stehen 
mit dem Characler und der Stellung der sie verwendenden 
Personen wohl im Einklang und dieser Umstand trägt dazu bei, 
das Stück als ein durchaus realistisches ^) zu kennzeichnen. 

DesmaretS'Saint-Sorlin: Las Visioniiaires. (1640). 

§ 98. Dieses Werk gehört ohne Zweifel zu den besten 
unter den hier behandelten Gomödien. Die einzelnen Figuren 
der Vis. zeigen alle ein lebendiges Golorit und der Gegenstand 
des Lustspiels ist wohlgeeignet Interesse zu erwecken. Dasselbe 
hat einige Ähnlichkeit mit Moliere's »Femmes savantes« und 
man hat auch Beziehungen zwischen den beiden Stücken ent- 
decken .wollen ^). Hier, wie dort wird das Precieusentum in 
seiner Überspanntheit gegeisselt und in Folge dessen trägt auch 
der sehr reiche Metaphernschatz der »Visionnaires« ein eigen- 
artig phantastisches Gepräge. Es passt auf ihn Shakespeare's 

His words are a very fantastical banquet, just so many stränge dishes. 

(Much ado about nothing II. 3). 

§ 99. Eine Analyse der verschiedenen Charactere in den 
Vis. giebt Desmarets im »Argument« des Stückes. Wenn wir 
diese verfolgen, so müssen wir zugeben, dass der Dichter in 
der Zeichnung seiner Lustspielgestalten durch deren Aus- 
drucksweise und speciell durch ihre Metaphern recht glücklich 
gewesen ist. 

§ 100. Über Artabaze sagt der Dichter an der be- 
treffenden Stelle : »ie premier est un capitan , qui veut qu'on 
le croye fort vaillant: toutcfois ü est poltron ä un tel point^ 
quHl est reduit ä craindre la fureur d'un poete, laquelle il 
estime une chose bien redoutable; et est si ignorant, quHl prend 
toutes ses fagons de parier po^tiques et estranges pour des 
noms de demens et des paroles magiques. Ganz so , wie Des- 
marets ihn schildern will, zeigt sich Artabaze schon in den 
ersten beiden Scenen der Vis. Er ist der perfecte Aufschneider, 
j.'etreu nach dem Muster des »Miles gloriosus« oder des »Capitano 
Matamoros« zugeschnitten. 

Mit seinen Prahlereien [et auch Mars (885 )j 
le suis . . . le foudre de la guerre (57) 
... je traisne avec luoy le carnage et Thorreur (327). 

1) Als solches gewährt »Alizon« nach verschiedenen Seiten hin 
Interesse, denn es giebt das Stück ein anschauliches culturhistorisches 
Bild und enthält ausserdem vielfache Anspielungen auf zeitgenössische 

Geschichte etc. ^ „. ^^^ . , t^ r^ ttt - 

2) cf. Vis. II. 1 und F. S. II, 3, ferner Vis. IV, 4 und F. S. III, o. 



40 

Yoyant que le soleil couroit incessamment 

Tarrestay pour Jamals sa course vagabonde (287. 289. 297) 

steht seine Angst vor dem dichtenden Araidor im drastischen 
Widerspruch : 

Quel prodige est-ce cj? je suis saisi d^horreur. 
... La rage le possede; 

Contre les furieux la fuite est le remede (771) 

sagt er, als er Amidor's dichterische Kunstausdrücke vernimmt, 
und später 

. . . il fait luille grimaces 
Et '^masche entre ses dents de certaines menaces (359j. 

§ 101. Es lassen sich auf Artabaze, gerade wie auf seine 
Genossen Fierabras (Prov.), Rodomont (F.Tab.), Taillebras 
(R.) und Maistre Jeremie (Alizon) die Worte anwenden: 
Ce sont de vains Eclairs qui n^ont Jamals de foudre 

(de Lyzante R. I, 4). 
Sobald es angeht, spielt der Capitain den Mutigen und 
bemüht sich, so imponierend wie möglich zu sprechen. Mit 
Vorliebe entlehnt er Bilder aus dem Gebiete der Kriegs- und 
Fechtkunst: *desarmer (658), lancer (672), stratageme (699), 
treve (709), [cf. dazu dompter (166), coup (650), tyrannie {813)1 
Der Sprache des Spiels entstammt die Metapher: 
Nul ne s^auroit plus haut porter rambition 
Que d'oser "^envier sur ma presomption (694). 

Dem Alcidon gegenüber ist Artabaze ganz herablassend 
und gönnerhaft: 

le veuz V0U6 combler d'heur, il m*en prend fantaisie 

Et deussent tons ces rois crever de Jalousie (79. 755). 

cf. dazu: ardeur (1), ardent (2), chaleur (3), flame (16), azur (104), 

coral (106), *yvoire (172), voler (177), cours (288), »faiste (431), ♦voule 

(435), caboche (448), borner (558), ♦pourchasser (567), attraper (574), per- 

sonnage (625), fleau (851), nymphe (889), ♦broüiller (906). 

§ 102. In Amidor will Desmarets einen leidenschaftlichen 
Anhänger derjenigen französischen Dichter schildern -»qui vivoknt 
devant ce siede, lesquels sembloient par leurs termes empoullez 
et ohscures, avoir dessein d^espouvatUer le monde<. Die Satyre 
richtet sich ofifenbar gegen Ronsard und seine Nachahmer. 
Characteristisch für Amidor sind die folgenden Worte, welche 
zugleich eine Anzahl Metaphern enthalten: 

Dans mon commencement, en *ravril de mes jours (72) 
La riebe metapbore occupa mes amours: 
Puis j*aymay Tantithese au sortir de Teschole : 
Maintenant je nie meurs pour la haute hyperbole (757) 
C'est le grand ornement des magaifiques vers (413) 
C'est eile qui sans peine embrasse Tunivers (348) 
Au oiel en un moment on la void esclancde (673) 



41 

C'est eile qui remplit la bouche et la pensde. 

ma chere Hyperbole, Hyperbole mon coeur (257) 

C*e8t toy qui d'Atropoe me rendras le vainqueur (718) 

(cf. Via. V. 7). 
Wenngleich Amidor in diesen Versen ausspricht, dass er 
der Metapher nicht mehr in erster Linie huldigt , so strotzen 
doch seine Reden förmlich von solchen. 

§ 103. Viele dieser, den heterogensten A^nschauungsgebieten 
entnommenen bildlichen Wendungen sind anschaulich, manche 
von ihnen haben auch poetischen Wert, meistens aber sind sie 
zu unnatürlich. Voll Stolz sagt Amidor: 

Quel hemme enfla jamais comme moy sa jmrole (339) 
und gewiss leistet er in dieser Hinsicht Grosses; es scheint fast, 
als ob er es ängstlich vermeidet, sich einfach und schlicht aus- 
zudrücken. Als Proben seiner bombastischen Sprechweise 
können folgende Verse dienen: 

Ce grand roy qui cent rois enfanta de sa cendie (221) 

Ce torrent de la guerre? (95) 

Ce tonnerre orageux qui menace et qui gründe 

*Eflochera bien tost la *machine du monde (324, 516) 
.... quelle horrible tempeste 

Quel voile tenebreux *encourtiiie ma teste? (404. 438) 

Eole a dächaisne ses vistes ^po&tillons (507. 541). 

Auch nachstehende Phrasen haben etwas Geziertes: 
D'Helicon seulemeot j'aime le noble val 
Et l'eau *fille du pied de Templume cheval (214) 
Quand la *brunette nuict, däveloppant ses voiles 
Conduira par le ciel le grand *bal des estoiles (68. 618). 

§ 104. Derartige gekünstelte Bilder finden sich bei Amidor 
noch in grosser Zahl; dahin gehören auch die Metaphern 
*rembrunir{67), *emmaillotter (3'di), *manteau {4f)b), roie(406), 
*manoir (428), entonner (452), foryer (513), *virevolter (544), 
*empoulle (907) und besonders die wissenschaftlichen Ausdrücke 
*cacochime (750) und *paralytique (753). 

§ 105. Etwas weniger geschraubt, aber immer noch ge- 
sucht sind die Wendungen: ces Celestes *brandons (8), le ciel 
porte-flamheaux (14) ^ sowie die Metaphern a^t/r (104), coral 
(106), poil'dore (110), *ebene (131), *sapper (679), *livrcr 
hataille (697). 

§ 106. Einige Modemetaphem fehlen bei Amidor nicht 
[cf. ardeur (1), flame (16), froideur (25), froid (26), divin (003)] 
ebenso wenig einige mythologische Figuren in übertragener 
Bedeutung, nämlich Mars (885), *Melpcmene (887), *Charites 

Ausg. u. Abb. (E. Degenhardt). 3* 



42 

(888) und nymphe (889). — Neben so vielen unnatürlichen 
Bildern ist Amidor das folgende lebendigere eigen: 

Dans un mesme sujet cent beautez amassees 
Fournissent un essain de diverses pensees (210). 
cf. dazu: *fumeux (22), cendre (23), *estincelles (36), esclaircir (40), 
argent (108), or (109), ♦roseau (119), lis (i:^0), enfant (213), animer 
(226), *80urcilleux (238), *gorge (252), »venire (259), *haleine (270), vomir 
(281), »galopper (290 a.), puiser (307), verser (309), appetit (350), friand 
(380), Sucre (381), tresor (474), compte (486), trame (525), planter (532), 
chasser (568), attraper (574), trait (669), proye (722), picquer (736), 
immortel (761), poison (767), *hieroglyphe (786), *celeste (804), »sec (918). 

§ 107. Filidan »est un de ceux dont le nombre est si 
grand^ qui se picquent d'aymer les vers sans les efdendre^ fönt 
des udmirations sur des choses de neant et passent ce qui est 
de meilleur, et prennent des Galimathias en termes releves pour 
quelques helles sentences, et pour les plus grands efforts de la 
poesie^. Begierig fasst der schwärmerische Filidan Amidor's 
sinnloses Vasiur d^une bouche (104) und le coral de deux yeux 
(106) auf und verliebt sich in diese sonderbaren Attribute einer 
weiblichen Schönheit: 

. . . le seul recit m'a Tesprit enchante (836). 

§ 108. Für letztere ist er überhaupt sehr empfanglich, 
das beweisen seine Metaphern : 

Le recit m'a blessä, je mourroy de sa veue (732. 757) 
wobei auch die folgenden Ausdrücke angeführt werden können: 
ce desire me devore (164), quelque amoureuse playe (.734) und 
. . . un seul de ses regards me rend outreperce (738) 
Conventionelle Bilder sind bei Filidan sehr häufig [cf. 
ardeur (1), ardent (2), feu (6), flame (16), enflammer (17), 
vainqueur (7 18), captiver {730\ divin (80S),marfire(8\0)]; ihnen 
verwandt sind die Metaphern astre (47), Hclair (59), deesse 
(801), ""Celeste (804). 

cf. dazu: ciel (48), ♦precipiter (83), *dorapteur (167), naistre (222), 
flechir (330), taster (343), consommer (352), *enyvrer (364), couster (484), 
semer (531), image (637), *tableau (639), pourtraire (639i, abattre (656), 
trait (669), picquer (736), bannir (859), roi (864). 

§ 109. Phalante ^est un riche imaginaire<i^, in Wahrheit 
arm, an Phantasie reich. Auffallend ist es, dass er bei der Be- 
schreibung des nur in seiner Einbildung existierenden Schlosses') 
so viele Bilder aus der Anthropologie verwendet : naistre (22:2), 
*chevelu (233), sein (256), dos (258), veine (260), parier (275), 



1) Es mag Desmarets, der selbst Architect war, viel Vergnügen ge- 
macht haben, eine deiartige Beschreibung in sein Stüok einzuflecSiten. 



43 

rire (277), s'tmhrasser (348). Daneben gebraucht Phalanle 
zur prunkvollen Schilderung die Metaphern *cristal (102), 
amr (104), argent (108), or (109), tresor (474) und ausserdem 
tapis (437) und ^völliger (542) in den Worten: 
. . . Cent legers bateauz 
Paints de blanc et d'azur voltigent sur les eaux. 
cf.dazu: ardent(2), combler (79), animer (226), *epui8er (308), effacer 
(325), flechir (330), ^taler (495 J, fecond (533), guerre (692), vaincre (719), 
guerir (774), prison (846). 

§ 1 10. Melisse ist ^amoureuse d' Alexandre le Grand«i ; 
woher sie ihre Leidenschaft für den Helden des Altertums hat, 
lehren die Verse: 

ün tome de Plutarque 
M'a fourny le pourtraict de ce divin monarque (803). 

Die Begeisterung der Melisse für ihr Ideal zeigt sich z. B. 
in den bildlichen Wendungen : 

... 6 eher Alexandre, 6 prince qui m'embrase (11) 
Vainqueur de l'Orient, guerrier infatigable, 
Foudre, qui si soudain ravageä l'univers (57; 
Ce grand Alexandre . . . ce dieu de valeur (800). 
[cf. auch coeur (257), *celeste (804)]. 

Als Phalante sie ihrer Überspanntheit wegen tadelt, bricht 
Melisse in die Worte aus. 

Nommer une chimere un heros indompte? (165) 

Appeler inconnu celuy de qui Thistoire 

A descrit les beaux faicts tous *rayonnan8 de gloire (34). 

Melisse neigt zur Übertreibung und verwendet demgemäss 
meist schwülstige Bilder: devorer (164), dompter (166), semer 
Veffroy (531), fcf. dazu fruict {Ub)\ flechir {330), tancer {672), 
captiver (730)]. Weniger aflfectiert sind die Metaphern fleur 
(126) und lien (508). 

cf. dazu: ardeur (1), flame (16), eifacer (325), goüter (355), marque 
(498), tragedie (622), image (637), immortel (761). 

§ 111. Hesperie "»se croit estre aymee de tous ceux qui 
la regardenU Sie verwendet da, wo sie die Qualen ihrer An- 
beter schildert, Bilder aus dem Gebiete der Naturerscheinungen 
und der Sprache des Krieges; dazu redet sie vielfach von 
Wunden und Tod im übertragenen Sinne und entlehnt, indem 
sie sich selbst vergöttert, mehrere Metaphern dem Cultus. 

Ihre Schönheit hält Hesperie für die Ursache all' des 
Übels, das anzurichten sie sich einbildet. 



1) Das Modell dieser Figur ist wohl bei den Precieusen zu suchen, 
cf. Lotheisaen I. pg. 187. 



44 

Voyez ei j'ay sujet de repandre de pleur« 
D'accuser ma beaute, source de nos malheurs (98) 

[cf. ajsur (104), coral (106), tresor (474)J. 

Ihre Reize sind Schuld, dass sie von der gesammten 

Männerwelt angebetet wird: 

Mille voeux älancez m'entourent comme abeilles (673) 

Mea yeux k tous les coeurs *livrent une bataille (697). 

. . . tous les anians qui vivent sous les cieux 

Se trouvent asservis au pouvoir de mes yeux (725) 

le ne puis ouvrir Toeil sans faire nne blessure 

Ny faire un pas sans voir une aine ^ la *torture (733. 850). 

On s'adresse ä moy seule, et pas un seul mortel 

Pour offrir son encens ne cherche un autre autel (823. 815). 

Doch darf Hesperie keinen ihrer Verehrer mit ihrer Hand 
beglücken, denn 

Si j'en vay choisir un, quel barbare dessein? 

le mets k tout le reste un *poignurd dans le sein (668). 

Überspannt klingen bei ihr ferner die Metaphern fcon(9), 
flame (16j, brüler (18), martyre (810), sacrifices (819). 

c/. dazu: feu (6), »flotte (96), domter (166), aisle (176), voler (177), 
aveuglement (243), coeur (257 j, veine (260), plonger (306), presser (333), 
deguiser (401), compte (486), fecond (533), piege (570), attraper (574), 
coup (650), trait (669), captif (731), blesser (732), crever (755), mourir 
(757) idolastrer (831), nymphe (889) 

§ 112. Die Figur der Sestiane, y>amoureiise de la 
comedie^, ist durch ihre Metaphern wenig characterisiert. 

Sie verwendet bildlich einige Ausdrücke aus der Anthro- 
pologie [cf. hras (254), veine (260), pied (264), Vialeine (270)] 
dazu bec (180), ß (528), destour (554). 

Literarhistorisch ist ihre Rolle interessant, v/eil der Kampf 
um die drei Einheiten und den Bau des Dramas durch sie auf 
die Bühne gebracht wird (cf. Vis. II, 2 und II, 4). Sestiane 
sieht in allen möglichen Ereignissen den Stoff zu einem Drama 
und verarbeitet denselben auf der Stelle. Bezeichnend für sie 
sind die Worte, welche sie bei einer derartigen Gelegenheit 
spricht: 

II ne faudroit qu'y coudre un morceau de romant 

Ou trouver dans Thistoire un bei evenement (396. 311). 

cßdazu: couler(94), naistre (222), semer (531), chanter (633), abattre 
(656), ♦embrouiiler (905). 

§ 113. AIcidon, der Vater dieser drei Mädchen, ist nicht 
viel vernünftiger, als seine Töchter; es setzt ihn in die grösste 
Verlegenheit, dass er nur drei Töchter hat, während er keinen 
der vier Bewerber abweisen möchte, denn jeder derselben hat 
gute Eigenschaften, die für ihn sprechen: 



45 

C'est (la valeur) . . . le lustre des maieons (32) 
. . . pourray-je avec rudesse 

Te chasser de chez moy, venerable richesse 

*Nourrice des hutnains? (568. 220) 

le ne voy rien si beau qu'un scavoir admirable 

C'est un riebe tresor (474) 

Le scavoir et les biens, sans la flame amourense 

Ne peurent janiais rendre une alliance heureuse (16). 
c/. dazu: ardeur (1), flambeau (14), enflammer (17), *8plendeur (31), 
rayon(35), eclaircir (40), precipice (82), dompter (166), bras (254), fleschir 
(330), revendre (483a.), compte (486), engager (503), Image (637), atteinte 
(651), »faire la ronde (704), captiver (73ü), guerir (774), divin (808), Mars 
(885). 

§ 114. Lysandre ist die einzige verünftige Person im 
Stücke. Er erkennt die Torheiten Alcidons und seiner 
Töchter : ^ 

Pour moy, je preroy bien, si Ton n'y remedie 
Que ces nopces pourront finir en comedie (623. 772) 
Mais pour bien juger et pour faire un bon choix 
II faut dans la balance en mettre deux ou trois 
Ceux de qui le talent plus solide vous semble 
Les »peser meurement, les coraparer ensemble (460. 462. 122). 
cf. dazu: chaleur (8), descharger (469), vaincre (719), idole (829), 
ensorceler (884), enchanter (836 j, ApoUon (886). 

§ 115. Wie schon angedeutet hat der Metaphernschatz 
der »Visionnaires« eine ganz eigentümliche Färbung. Alle Per- 
sonen des Lustspiels sprechen affectiert, selten entschlüpft ihnen 
ein natürlicher Ausdruck. Die alltäglichen Bilder werden sorg- 
faltig vermieden und sogar die sonst allgemein beliebte Mode- 
metapher tritt in den Hintergrund zu Gunsten mehr gezierter 
Ausdrücke. 

Die »Visionnairesc< sollten sich alle in ihrer Überspanntheit 
zeigen und so erklärt es sich, dass die vom Dichter ihnen in 
den Mund gelegten Metaphern ziemlich denselben Typus tragen 
und dass durch sie die einzelnen Personen verhältnismässig wenig 
individualisiert sind. Vielleicht hätte der Contrast zwischen 
dem besonnenen Lysandre und den Phantasten stärker und 
häufiger markiert werden können. 

Bemerkenswert ist, dass Desmarets, der in den »Visionnaires« 
die Phantasterei seiner Zeit mit viel Geschick lächerlich ge- 
macht hatte, in seinen späteren Lebensjahren selbst zum über- 
spannten Träumer und Mystiker wurde. 

La Gom^die de Chansons. (1640). 

§ 116. Es gehört nicht in den Rahmen unserer Betrachtung 
den dichterischen und literarischen Wert dieses die Grenzen 



L 



46 

des Auslandes häufig überschreitenden Lustspiels zu prüfen. 
Es kann sich hier nur um die Frage handehi, ob der Verfasser 
tier Chans, den bildlichen Ausdruck zur treffenden Characteristik 
iaDiner Gestalten benutzt hat. Diese Frage müssen wir durchaus 
verneinen 

§ 117. Im »Avertissement au Lecteur« (cf. pg. 458) heisst 
es: »CPest tme comedie, oü il n^y a pas un mot qui ne soit un 
vers ou un couplet de qtielque chanson.<^ Das Stück lässt sich 
demnach mit einem Harlequinsgewand vergleichen, zu welchem 
allerlei notdürftig passende Flicken verarbeitet wurden. Der 
Compilator der Chans, benutzte alles, was ihm in den Wurf 
kam : alte und neue Gesänge, volkstümliche Lieder und solche, 
Avie sie sich in der feineren Gesellschaft fanden. Dieses Ver- 
fahrens rüh#t sich zwar der Verfasser: -»Puisque les plus 
beaux airs de cour sont meslez en ce lieu avec des vaudevilles^ 
c'est comme si t'on avoit mesle Vor et la soye ä la paille poiir 
raidre un ouvrage plus exquis<f\ aber sicherlich musste unter 
solchen Umständen die Characteristik der einzelnen Personen 
durch ihren Ausdruck nicht nur leiden, sondern fast ver- 
schwinden. Der Verfasser war in der freien Bewegung der 
Sprache gehemmt; er konnte, wollte er die adoptierten Schranken 
nicht durchbrechen, seinen Ausdruck nicht nach Wunsch der 
Situation anpassen. So kommt es, dass sich z. B. der »gentil- 
liomme« Alidor in seinen Bildern wenig von dem Bedienten 
Jodelet und gar nicht von dem Soldaten La Roze unter- 
scheidet. 

§ 118. Alidor verwendet wie alle Personen der Chans, 
viele Modemetaphern, namentlich tritt flame (923) bei ihm in 
ermüdender Wiederkehr auf. Neben den bekanntesten con- 
vt^ntionellen Bildern gebraucht er viele diesen eng verwandte, 
z.B. flamheaii (922), radüux (933), astre (037), lys (953), rose 
(954), cuisant (1009 2i,\ enchaisne (\02ä), ferner roy(1104) und 
tufmphe (1112). Ähnlich wie La Roze (cf. 1048) sagt er: 
*L'^mail dont la terre se peint (1046. 1049). 

Ihm eigentümlich ist der Ausdruck: 
Fay moy ton *Ixion 
Que j'embrasse une nue (1114). 

cf. dazu: feu (921), renflamer (924a.), brüler (925), langage (984), 
ühirt^ (935). soleil (936), nuict (939), *joiir (940), saison (941), »printemps 
(942), rocher (945), or (948), fruit (950), *refleurir (952), aprivoiser (959), 
aiue (974), oeil(976), aveugle (978), oreille ( 979), sein (980), *bos8u(982). 
vüix (983), parier (985), *aller (991), pas (992), *coarrifere (993), flechir 
i091}, presser (998), consumer (1006), porte (1018), einprunter (1026), 
piester (1027), chasser (1038), *iouer au fin (1043), coup (1050), atteinte 
ilOöl), armer (1053), armes (1054), trait{lö55), dard(l056), rebelle (1061), 



47 

combattre (1065), vainqueur (1068), proie (1070), asser vir (1071), servage 
(1072), captivite (1073), blesser (1075), mourir (1078), guerison (1082), 
guerir (1083), dieu (1085J, divin (1087), martire (1089), idolätrer (1094), 
enchanter (1096), tesmoin (1097), prison (1099), fers (1100), bannir (1102), 
empire (1103), couronner (1105), tyran (1106), tyrannie (1107), tyranniser 
(1108), *maistriser (1110). 

§ 119. Alidor's Bedienter Jodelet redet gerade so ge- 
biMet wie sein Herr und gebraucht gleich diesen) oft die sonst 
höheren Kreisen eigenen Modemetaphern \cl feu {9'i^\)^ flambeau 
(m^),flame (923), brusler (925), blesser (1075), *deit€ (1086), 
divin (1087), martire (1089)]. In etwas unterscheidet er sich 
von Alidor, nämlich darin, dass er mehr bildliche Ausdrücke 
aus dem Kriegshandwerk und der Fechtkunst entlehnt, als 
dieser; dem Tierreich entnimmt er die Metaphern chat (956) 
und Haupe (960). Dass er ein Verehrer des Weins ist, zeigt 
er in den humoristischen Worten, mit denen er eine Flasche 
entkorkt : 

Oste, petit coeur 

Ta *perruque blonde. 

Ta douce liqueur 

Rajeunit le monde (981. 1016). 
cf. dazu: esclater (930), *treluisant (932), rubis (947), dore (949), 
volar (964), *jumelle (971), parier (985), verser (995), poudre (996), *ficher 
(1001), consamer (1006), goust(1008), couster (1023), borner (1037), chasser 
(1038), attraper (J041), *pourtraiture (1(*45), coup (1050), atteinte (1051), 
atteindre (1052), armer (1053), armes (1054), trait (1055), dard (1056), 
attaquer (1058), assaillir (1059), guerre (1060), *e8tendar8(1063), combattre 
(1065), vaincre (1069), asservir (1071), servage (1072), orever (1077), 
mourir (1078), mort (1079), autel (1091), idole (1093), *voleur ^098), 
supplice (1101), empire (1103), tyran (1106), regner (1109), nymphe 
(1112), »espagnol (1117). 

§ 120. In ähnlicher^eise zeigt La Roze die bekanntesten 
galanten Ausdrücke, dazu fleur (951), lys (953), rose (,954), 
noeud (1030), Her (1031), deesse (1085 a.), fers (1100) und viele 
Bilder aus der Kriegssprache. 

Neben diesen fällt die Verwendung einer Anzahl Metaphern 
aus dem Tierreiche auf: chattemitte (956), ^oiseau (962), 
passereau{9&b), tourterelle{9i3^), *colombelle(%7), caqueter(969), 

cf.dazu: ardeur (920), feu (921), flame (923), enflammer (924), brusler 
(925), esteindre (927), *luire (9:11), clair (934), *printemp8 (942), röche 
(944), fruict(950), enfant (970), *engendrer (972), naistre (973), vie (975), 
oeil (976), coeur (981), endormir (986), *reveiller (987), trotter (988). trot 
(989), pas (992), *avant-ccurier (993) , laver (994), *estreindre (1000), 
pousser (1002), caresser (1004), gouster (1007), morceau (1014), fard 
(1015), fourer (1017), lict (1019), prester (1027), *amble (1035), chasser 
(1038), *rets (1040), *compas (1047), *dmailler (1048), armes (1054), dard 
(1056), conqueste (1057;, rebelle (1061), *parlementer (1062), *e8tendars 
(1063), *venir aux prises (1064), combat (1066), *capitaine (1067), captif 



48 

(1074), blesser (1075), mourir (1078), *enterrer (1080), reraede (1081), 
divin (1087), autel (1091), sacrifice (1092), empire (1103), roy (1104), 
♦nectar (1113). 

§ 121. Dass auch Matthieu conventionelle Metaphern 
hat [d.flame(d23), ftrwsier (925), soleil{93&), enchaismr {I0i% 
bannir (1102)J beweist, wie wenig der bildliche Ausdruck in 
der »Gomedie de Chansons« zur Characterisierung benutzt 
wurde. Viel zu hoch für Matthieu sind ferner dessen originelle 
Metaphern : 

Portez 8ur Taisle du silence 

Ils venoient troubler les esprits (963) 

La taverne est un •Averne 

Ou un precipice creux (943. 1116). 

Seine Verehrung für den Rebensaft bekundet er durch die 
Verse : 

C'est eatre plus beste qu'un asne 
De ne point prendre son plaisir 
Et ne point gouster la merveille 
Du doux *fredon d'une bouteille (955. 1007. 1044). 
cf. dazu: e'clat (929), caqueter (969), hujle (1011), ♦arrerage8(1024), 
semer (1033), chasser (1038), destrousser (1042), »escole (1084), tyran 
(1106). 

§ 122. Die weiblichen Figuren der Comedie de Chansons« 
unterscheiden sich in ihrem bildlichen Ausdruck wenig von den 
männlichen ; sie zeigen dieselben Fehler wie diese. 

Bei Siivie finden sich einige modische Wendungen, meist 
aber spricht sie in ziemlich derber Weise: *casser du gre^i {9i&)y 
caquet (968), caqueter (969), viande creuse (1009), *fricasser 
(1013). Ihren Character lässt sie durchblicken in den Worten: 
te veux pour y prendre appetit 
Un baiser qui morde un petit (958) 
Ces baisers froids et languissans 
Ne 89auroient chatouiller mes sens (928. 1003). 

Zarter ist ihr Bild 

Baise donc ces prez humides 
Qua Taube embellit de •pleurs (977). 
cf. dazu: feu (921), flamme (923), cendre (926), froid (928), vent 
(938), Saison (941), apprivoiser (959), naitre (973), courir (990), appetit 
(1005), tresor (1022), engager (1028), trebuchet (1039), trait (1055), divin 
(1087), ange (1088), ensorceler (1095), rond (1118). 

§ 123. Jeanne, die Freundin der Siivie, hat etwas 
Soubrettenhaft schnippisches in ihrem bildlichen Ausdruck: 
Au croc les armes je remets (1020) 
II n'a pas vaillant cinq ♦sous (1021) 
C*est ma *rente d'estre battue (1025). 

Als Schimpfwörter verwendet sie »chien de voisie (957) 
und *voleux (1098). 



49 

tf, dasu: fea (921), fiambeau (922), flamme (923), enflammer (924), 
vent (938), lys (953), rose (954), ♦caro^ne (961), ame (974), courir (990), 
♦anger (999), fade (1010), farcir (1012), river le cloud (1032), planter 
(1034), attraper (1041), rendre les armes (1054), vainqueur (1068), captif 
(1074), ♦maladie (1076), remöde (1081), divin (1087), prescher (1090), 
tyrannie (1107), Mars (1111), *Amour (1115). 

Jeanne, die Mutter Jodelet's, tritt nur in einer kurzen 
Scene (I. 7) auf und spricht ganz ohne Metaphern. 

Rotroo: La Soeor. (1645). 

§ 124. Rotrou, Lestoille und Bois Robert, die Verfasser 
der drei Lustspiele, welche zu betrachten nun noch äbrig bleibt 
(S. Fil. Plaid,), gehören unter die Zahl der bekannten fünf 
Hofdichter Richelieu's, die dem Cardinal allmonatlich ein neues 
Stück liefern mussten. Abgesehen von Corneille ist Rotrou 
der bedeutendste unter diesen Dichtern und so zeichnet sich 
auch sein hier zu behandelndes Lustspiel »La Soeurc vorteilhaft 
vor denen seiner CoUegen aus. Der Bau des Stackes verrät 
Rotrou's Streben nach der Form des regelmässigen Dramas 
und die Figuren der S. zeigen vielfach den Habitus der Lust- 
spielgestalten , wie sie später Moliere auf die Bühne brachte *). 
Die Sprache in Rotrou's Lustspiel ist meist edel und immer 
massvoll, doch ist zu bemerken, dass das hiteresse des Zuschauers 
in etwas peinlicher Weise durch das Gespenst einer vermuteten 
Blutschande rege gehalten wird. 

§ 125. Die Liebhaber des Stückes, L^lie und Eraste, 
verkörpern ganz den Typus dieser imnier wiederkehrenden 
Buhnenfiguren. Beide drücken sich stets g^ewählt aus und es 
muss hervorgehoben werden, dass sie mit den eigentlichen 
Modemetaphern verhältnismässig sparsam sind. 

Lälie entnimmt indes die meisten seiner Bilder denselben 
Gebieten, welchen die Conventionellen Wendungen entstammen: 
fiambeau (14), Um (508), noeud (511), servüude (724), asservir 
(725), sacrifier (820), bannir (859), tyran (872). 
Originell und L^lie eigentümlich sind die Ausdrücke: 

. . . cette avare *ecbo, qui respond par ta bouche 
Seroit plus indulgenie k rennay qui me touche (77) 
. . . en vain mon adresse, avec tout son effort, 
Tente de son honneur Pinexpagnable *fort (676). 



1) Man hat bei Molifere Anklänge an die S. nachgewiesen, und zwar 
in »Les Fourberies de Scapin« I, 2 (cf. S. I, 4) »Le Mädäcin malgrä lui« 
II, 6 (cf. S. III, 5) und »Le Bourgeois gentilhommec IV, 6 (cf. S. III, 5). 
Die Anffaben bei Foumier (pg. 611, 1. Anxnerk. 1. 511» 2. Anmerk. 1.) 
sind falsch. 



Ausg. u. Abb. (E, Pegenhardt)« 



so 

Ü^ Umstand, dass ia^ie sänen Vater bestandig hintergehen 
muss, lim die Geliebte besitzen zu können, veranlasst es, dass 
er einige Metaphern a^'der Theatersprache entlehnt: 

Tay Mi mon pcräoiiaage en cette oomedie (625. 623) 
. . . mon p^re revieat; toy, oomme&ee toa Me (627). 
o/. dßgu: fen (6), iftnime <16), esclairoiBsemen« (44), couleur (64), 
nuict (71), precipice (82), soorce (93), ooaler(94), eapine(il8), fruit (125), 
i-ose (130a), naistre (222), aveuglement (243), endormir (282), Heuler 
(285), cours (288), pas (293), rompre (315i e£Eacer (325), arracher (326), 
preBser (333), gouster (355), «amerttune (385), *inei8(398), *tache (418a.), 
engager (503), Her (509), d^tour (554), parer (649), atteinte (651), trait 
(669), *pour8uite (708), vainqueur (718), »bufcin (721), joug(723), captivite 
(729), l^ser (782), «assasäner (762), «empoisoimer (769), remede (771), 
lemedm (772), gaerir (774), divin (803), fers (848). 

§4§|- l^elSfrikste fallt es auf, dass er die grosse Mehrzahl 
seinef Bffder *ai!fe Jtfrei Anschauungsfeldem nimmt, nämlich aus 
dem Gebiete d^ Kriegs und der Fechtkunst, dem des Cultus 
und der Religibti und aus dem Staat^we^: Allerdings sind 
einige derselben verblasst, doch ?eigeö Ijiufeh ma^iche eine leb- 
hafterie Färbung. Zu letzteren känö öiap rechnem mrer (649), 
accabler (655), tteve (709), [et coup (6S0), arm« (659), trmt 
(€69), *t;tc^/)nc«a? (716)], ÄmmV (802/, immok^ (821), [cf. 
sacrf/?er (820)] und endlich eine ReiHp ans'äerhfRecbtsi^esen und 
dem Herrschertum hergeleiteter MetUpherü,: '^juge (845), tesmoin 
(845), hourreau (849), "^sauveraineiS^^J^ntonarque äb^olu (863), 
*offrir VJmnmage (870), [cf.dazu ffeferdWfe (858), ei^f^e (860)1. 
Zu seiner, sonstigen Ausdruckswei$0 stimmt Graßte'sqjlueklicn 
gewähltes .Bild: . i 

?of, qui brillant rayon di|^ell qui mjeclaire, 
oy, qjdi de nostre amour fidälle secrieta^e. (05. 46): . 
cf. dazu: ardeur j(l), feu (6), flame^tlÖ), enflainmör ^(17}, Äslaircir 
(40), äclaircisaemept (44), combler (79), 'fruit (125), pulser (307), ''^ffacer 
(325-), arracher (326), presser (338), tresor (474), payer (488), lieo (508), 
r61e (627), pourtrait (638), «assassiner (762). 

§ 127. Bei Anselme treten besonders die Metapheti aus 
dem Gebiete der Naturerscheinungen und dier. Anthrc^olc^b 4n 
den Vordergrund. * • ' > 'i^ 

Unter ersteren befinden sich einige conventionelle Bilder 
[cf. ardeur (1), chalmr (3), feu (6), allumer (15), flame (16), 
froid (26)] und die seltener auftretenden *brasier (13), cendre 
(23), ^eindre(U\ ''etincellant {37), enlumin^(38), ^tenebres (10) 
[cf. noch eclaircir (40), clair (42), Saison (73)]. Aus der 
Sphäre der Anthropologie verwendet Anselme im bildlichen 
Smne remistre (223), ame (227), ^üottir (242), sein (256),*^w6^ 
(271), voix (272), igarä (296), [cf. dazu parier (275), crier 
(276), coura 



§ 128. Wenn nmi zwar bei* ihm cBe M6tai)hern aus diesem 
fiebtet überwiegen, so ist Anöfelm^ doch nicht einseitig in 
seineiB bildlichen Ausdruck, soii(^erii( hat manche treffende 
Metapher, aus den verschieden^i^^d^-Mschauun^ 

I! ... 9ftiia ÜBird H fatxt o^itnr üoibj aques (417) 

■)[ De leors fileis, eIlfi^, je n*ai, pu^Qi^afiEcanchir (573) 
;. Deserts l^ousjours de glace et de| neige couverxs 

^'^ Proids et tnstes '•jo^öts dös ngfieurs ,dea hyvers (615). 

"' Ba G^ronte, raiUoiiB mais iiött jusqü'li Tinjure; 

''^'- Quel plaisir prenes-voOB 4 jrdu^lir ma blessore? (733), 

[''' Qani pathetisch, aber coriventioridl'kfingen die Worten '. 
My, c'est V0U8, o^j, mon coeur reconnoist son vainqueur (7liJ 
Au eher pourtraict qa^amonr m'engrave dans le coeur (63o. 520). 

hl seinem Zorn wird As^roe ironisch ; : i ; 

Tu yeux aaüiozifier c^.llMiJEhf indlseret;- v 

Et 80U8 an voile. Htt, i»e\ oharge^t d*infamie (404. 46%}, . 
M'a£Pro&ter h. la turque et oouvcir leur foUe 
ef. daeu: e&icer (325), presser/^S^S)» couMmmer (352), consumer 
(353), balance (460), ehargie: (^6),^ trescu: (474), coma^ (484), d^pens 
(485), engager (503), *degage» (504) , lie» (ö08), Her (509), semer (531), 
infertile (535), borner (558), attrapper (574), traiot (669), assaillir (690), 
joug (723), mourir (767), *interiHreter (791), office (842), bannir (859).: 

§ 129. An der Figur des Dieners Ergaste wird es.deut^ 
lieh, dass Rotroü, obwohl er so begabt war, doss er »ich an 
der Seite Corneille's behaupten konnte, doc^ einfe^ dter* HäuptT 
aufgaben des dramatischen Dichters noch nicht recht yferstandien 
hatte. Wenngleich et nämlich bei der Ghapä()l4risiö[*9nä. der 
einzelnen Personen' durch ihren Ausdruck, auch' dWcJf.Öen 
bildlichen, stellenweise poetisches Geschick gezeigt' ftättö^ so war 
Rotrou doch in diesem f^unkte nocli ' nichV gan?i^*t^^^ Er 

schdnt die Figur dieses schlauen und zu toll^'ft ptrqioft?« bereiten" 
Dieners mit Vorliebe behandelt zu haben -r- vieüeieht liess ihn 
aber gerade diese Vorliebe von, der richtigen Bahn abweichen. 
Ergaste ist nämlich insofern fehlerhaft gezeichnet, als er sieh) 
für seinen Stand viel zu hoch ausdrückt, Zwai* ist es auch; in 
früheren undspäjteren Lustspie^p, auc^ibeiMpJißrej zu beo|5ac|iten, 
dass die Diener ßich vieles von dier Sporache .^irer Heri^i aiiiefgnen, 
doch tritt dabei, ihr eigentlicherstand durch diesem ai^gemessen^e 
Bilder an den Tag. 

§ 180. Ergaste dagegen unterscheidet sich^st in nichts 
von den Mitgliedern der besseren Gesellsehail, die in dem 
Stücke auftreten; höchstens haben zwei seiner Metaphern einen 
derben Anstrich, und diese stehen wieder in ganz feiner Um- 
gebung: 



52 

Plus je rnmihe enfin eontre cette dismoe 
Plus ma foible raison s'egare et s^embarasse (148. 296). 
*D^hiffrant vostre vie avec d'autres critiques, 
Par tous les carrefonrs il en fait des chroniques, 
Et ne se piaist & rien tant, qu'i vous *eplucher (788. 323), 
Der Stellung Er gaste's einigermassen angemessen sind 
ferner seine metaphorischen Ausdrücke aus der Fechtkunst [cf. 
*fneUre hors d'escrime (644), escrimer (645), parer (649), faquin 
(654)]; auch dass er, Modemetaphern [cf. ardeur{l)^ ardefU{% 
chdleur{S), feu (6), ftame (16), divin (803)] hat lässt sich aus 
den oben angegebenen Gründen noch erklären; aber neben 
diesen findet sich bei ihm eine grosse Zahl von bildlichen 
Wendungen, die über seinen Stand hinausgehen. 

§ 131. Zu diesen gehören *abysme {80), gouffre (81), source 
(93), arpetUer (458), tresor (474), noeud (511), *$terae (536), 
joug (728), sacrifier (820), immoler (821), empire (860) und be- 
sonders die Worte: 

Ce vent impetneux s'est reduit en *ros^ 
Et j*aY de vostre sort avec art redress^ 
*L'edifice penchant (75. 429). 
cf.dam: vent (53), tempeste (55), noir (69), mordre (171), oeil(239), 
baigner (305), presser (333), enfler (339), *raeuble (439), charge (466), 
mestier (478), couster (484), d6pends (485), ätaler (495), marque (498), 
d^chainer (507), fertile (534), borner (558), attraper (574), personnage 
(625), röle (627), coup (650), trait (669), eventer (680), combattre (695 j, 
•soldat (714), vaincre (719), percer (738), remede (771), •dicter (798), 
«chrestien (811), office (842). 

§ 132. Orgye, der verächtlichste Gharacter des Stückes, 
liebt es in höhnischer Weise zu reden und dabei zieht er höhere 
Ausdrücke in den Staub: 

Le Garesme n^est plus, et vous prechez encore! 

Venons au fsdi de grace (813) 

Quand il faut demander, nous faisons des *8ermons, 

Mais ä restituer nous sommes des demons (814. 806). 
cf. dazu: ardeur (1), *briller (33), clair (42), pere (211), renaistre 
(223), animer (226), sourd (251), couster (484), däpens (485), bride (547), 
tragedie (622), ensevelir (828), *conseillere (843), empire (860). 

§ 133. Aurelie spricht ihrem Stande angemessen; im 
allgemeinen ist sie etwas überschwenglich [cf. nuit (71), estouffer 
(765), interdire {858)]j aber ohne characteristische metaphorische 
Wendungen. 

cf. dasu: ardent (2), fruit (125), visage (237), ^garer (296), amere 
(384), tresor (474), despens (485), traict (669), äventer (680), guerre (692), 
guerir (774), fers (848). 

§134. Bei Eroxene sind die modischen Bilder zahlreicher 
als bei Aurelie; derselben Sphäre, wie diese, entstammt die 
seltener auftretende Metapher 



53 

Mais noD, ne touche rien de oe jalouz ombraffe (62). 
c/. daeui fea (6), combler (79), aveugle (244), parier (275), presser 
(333), consommer (352), Her (509), *Btyle (796), martjre (810), empire 
(860). 

§ 135. Wie Äurelie und Eroxene ist auch Gonstance 
an bildlichen Ausdrücken ziemlich arm. Neben einigen con- 
ventionellen und diesen verwandten Bildern [cf. fruit (125), 
Um (508), lier (509), noeud (511), remede (771)] findet sich in 
ihrer Rolle die nur einmal belegte Metapher : 

Dienl quel ^interest on tire de sa perte, 
Apr^s Tavoir plear^, et qu*on Ta reoouverte (477). 
cf, dasu: ardent (2), froideur (25), combler (79), fruict (125), naistre 
(222), effacer (325), depens(485), seiner (531), borner (558), blesser (732), 
Office (842), interdire (858), ♦souverain (862), couronner (868). 

§ 136. In der 2^ichnung der Lydie, der Dienerin des 
Orgye, ist Rotrou glücklicher gewesen, als bei Ergaste. Zwar 
zeigen sich die bei letzterer Figur gerügten Fehler zum Teil 
auch an derGrestalt der Lydie, doch in bedeutend geringerem 
Masse, als dort. Lydie hat das ächte Gepräge einer Zofe und 
ihre Sprache ist ein Gemisch von erlernten Modeausdrücken 
[cf. ardeur (1), cofnbler (79), Her (509)] und volkstümlich 
witzigen Wendungen. Zu letzteren gehören die Worte: 
. . . le dos . . . me caira plus d*un jour (376) 
Anselme yient h> luy: (]|uelque trame se brasse (525. 366). 
Amour, que ton pouvoir *d^monte de cervelles (545). 
c/. ^L€LZU\ chaud (5), äteindre (24), noir (69), ♦immonde (86), source 
(93), fruit (125), cours (288), presser (333), charge (466), d^harger (469), 
couster (484), payer (488), ♦payement (489), fecond (533), chasser (568), 
lacs (571), attraper (574), nheatre (621), coup (650), atteinte (651), trait 
(669), combattre (695), sanglant (735), mourir (757), remede (771), guerir 
(774), *fable (797), monstre (833), *tribunal (837), empire (860), tyran 
(872), regner (877). 

§ 137, Die Personen des Geronte und seines Sohnes 
Horace bleiben trotz ihrer Bedeutung für die Intrigue des 
Stückes ziemlich im Hintergrund. Horace redet nur »türkisch« 
und kommt deshalb hier gar nicht in Betracht. Die Metaphern 
des Geronte sind alle farblos, mit alleiniger Ausnahme von 
Quelque trame s*ourdit, prevenez-en Tenet (526). 

cf, dazu: eclaircir (40), sein (256), presser (333), charger (467), con- 
qneste (685), blesser (732), gesne (853). 

8 138. In »La Soeur« hat Rotrou wenig Figuren geboten, 
die durch ihre Ausdrucksweise scharf individualisiert sind. — 
L61ie, Eraste, Anselme, Geronte, ebenso Aurelie, Eroxene 
und Gonstance sind Repräsentanten der besseren Gesellschaft 
und reden überall ihrem Stande angemessen, haben aber in 
ihrer Sprache keine eigenartigen, characterisierenden Züge. Bei 



54 

Erg aste lassen sich solche zwar nachweisen, aber in ausser- 
ordentlich bescheidenem Masse. Nur Ljrdie und Orgy^ bieten 
in ihren Metaphern Anhaltspunkte für ihre Gharacteristä. 

Olaode de Lestoille: L'IatriffQ« des Füms (liS47). 

§ 139. Wie »Aüzon« (und auch der »Railleurc) gewinnt 
dieses Lustspiel dadurch an Interesse, dass es einen reatist^chen 
Anstrich hat und häufig zeitgenössische Geschichte und Gultur 
berührt (cf. Fil. m, 5.) Lestoille schildert in demselben das 
Treiben einiger Pariser Spitzbuben und macht dieselben zu 
einem Werkzeug für die Laebesintrigue Lueidor's um die Haad 
der Florinde. Die Personen der Fil. lassen sich somit in zwei 
grössere Gruppen teilen: solche, die der feinen Gesellschaft an- 
gehören und die Spitzbuben mit ihren Bundesgenossen, den 
Hehlern. 

8 140. Lucidor ist vom Dichter nach der bekannten 
Schablone für Liebhaber behandelt. Die Bilder aus dem Ge- 
Gebiete der Naturerscheinungen sind bei ihm am zahlreichsten^, 
ausser den überall wiederkehrenden Metaphern feu (6), ftame (16) 
hat er edat (29), soleü (46), orage (54), mir (69). Ebenso 
wenig, wie diese haben den Reiz der Neuheit rose (130a.), joug 
(723), captif{lZ\), demon (806). Wirklich ursprüngliche Metaphern 
verwendet Lucidor überhaupt nicht, doch sind die folgenden 
Bilder wenigstens nicht ganz alltäglich: 

L'amour garde par tout ceux qui luy sont fideles 
Et pour noofi enfuir il nous onre des aisles (176) 
. . . si mon action attire yostre bläme. 
De ce mesme poignard je couperay ma trame (525). 

Ses cheveuz semez de tont d*appa8 
Ainsi qae voetre coeur ont iis lie vos bras? (531. 509). 
cf.dazu: 6claircir (40), comble (78), pourceau (150), öbloOir (242), 
aveugle (244), nu (268), rire (277J, cours (288), rompre (815), armcher 
(826), presaer (333), treßor (474), couster (484), chaseer (568), Image 
(637), coup (650), trfeve (709), sanglant (735). 

§ 141. Olympe hat meist höhere Metaphern von con- 
ventioneller Färbung: noeu (511), naufrage (563),jaug (723), 
blesser (732), *pri8onniere(8i7). Characteristisch sind die Worte: 
Vous subornez ma fille, et contre mon dessein 
Luy soufflez par Poreille un poison dans Iß sein (767). 

§ 142. Welche Bilder aus dem Tierreich von der besseren 
Gesellschaft verwendet wurden, lehren die Verse: 

L*amant dans la poursuite est un renard si fin (160) 
Que nous nVons *pouIet8 qu*il n'attrape k la fin (199) 



55 

Mais il devient *lyoii aux caresses premi^res (162) 
Nous fait trembl^ de peur, nous retient prisonnieres 
Et dans la joüissanoe il se c^ange en serpent (207). 
c/. daeu: ^laircir (40), clair(42), briser (316), cliarge(466j, emprunter 
(§01), preter (502), attraper (574). 

§ 143. Flor in de ist bilderarm, selbst Modemetaphem 
verwendet sie wenig [cf. flame (16), brusler (18), captif (731), 
f^s (848V). Als sie sich von Lucidor betrogen wähnt, sagt sie: 
Moj, soupirer pour luy! moy, Testimer encore! 
Non, non, je me reprens, je le hais, je Pabhorre; 
I*ay recouvr^ la vuS, et chang^ tout soudain 
Üne si grande estime en im plus grand dMain (240). 
und etwas später: 

le veuz rompre avee Inj pour ne plus *r6noüer (815. 512). 

Dass diese Stimmung ge^en Lucidor aber wieder einer 
gemässigteren Platz machen wird, deuten die Verse an : 

. . . mon amour est mort pour ne jamais renaistre (757). 

Pour ne jamais renaistre, ha! je mevante k tort (223) 

Un amonr si parfait renaist des qn*il est mort. 

Dans mon ooenr je le sens qui d^ja ^resnscite (776) 

Et pour Ten empescher ma force est trop petite. 
cf, dazu: öclaircir (40), aveugle (244), briser (316), ebranler (336), 
chasser (568), coup (650), choquer (653), ätouffer (765), guerison (773), 
monstre (833), regner (877). 

§ 144. Clorise, die Vertraute der Plorinde, zeigt nur 
Spuren derjenigen Frische, mit welcher diese Lustspielnguren 
meist behandelt sind: 

le seray tcmffiet^e, et sans plus de oaqnet 
D &udra me resoudre k üaire mon paquet (201). 
le vous parle aans fiu*d (417). 
c/. dagu: clart^ (45), Äloüir (242), ^garer (296), *tendre (584), peindre 
(642), »vertigo (744), martyre (810), monstre (838), fondre (911).| 

§ 145. Eine grössere Beweglichkeit im bildlichen Ausdruck, 
als die bislang betrachteten Figuren der Fil. hat Ter s andre. 
Metaphorische Wendungen aus dem Kreise der Naturerscheinungen 
überwiegen auch hier: eteindre i^)^ clart^i^), soleil {l6\ 
astre (47), ccmleur (64), noir (69), nuit (71), dazu die Mode- 
metaphem feu (6), flamme (16), brüler (18), denen sich aus 
anderen Gebieten vaincre (719) und joug (723) anreihen [cf. 
audh lien (508) und maurir (757)]. 

Hierzu stimmt der Gebrauch von caräl (106) und or (109) 
im bildlichen Sinne: 

You8 Tavez devinä, je baise quand je venx 
Le coxal de sa boucne et Tor de ses cheveux* 

Derber sind die Metaphern: 

Alles vons rejoüir et *8aoulez vos deairs (358) 

Est^ce ainsi) aao k vis, qne ron tient «a promesse (455). 



56 

c/. dazu: äolater (30), ^claircir (40), äbloQir (242), aveaglement (243), 
aveugle (244), •renverser (335), glieser (337), döguiser (401), vendre (483), 
engager (503), •fasciner (510), chasser (568), •partie (589), playe (734), 
♦tuer (759), guerir (774). 

§ 146. Ragonde verwendet, da sie viel mit der feinen 
Gesellschaft zu tun hat, eine Anzahl von Bildern aus der höheren 
Sprache [cf. Saison (73), fleur (126), vaincre (719), martire 
(810), empire (860)], meist jedoch redet sie ganz volkstümlich 
und nicht selten in derber Weise. Verschiedentlich zeigt sie 
auch ein Gemisch von höheren und niederen Ausdrücken. 
Dies ist der Fall in den Worten : 

le croy bien que d*abord qnelciue diable an souiane (808) 

Lancera oontre vous mille traits de chicane (669) 

Mais contre la juBtice ayant bien *regimb6 (142) 

II faudra qu*ä la fin ils *viennent ä jtib6. (816) 

Mais voicy ce mangeur de charrette ferr^, 

Qui m^est venu tan tost faire une ^cbauftbur^ (605). 

Volkstümlich sind die Wendungen: 

Ils me dianteront ^oüille, ils me feront desordre (633) 
Et jamais ces *inätin8 n*ont abboy^ sans mordre. (154) 
II ^ondoit sur ses oeufs et vivoit k gogo (196) 
. . . qnelqu*nn la void, soudain on en caquette. (201) 
. . . yous avez menti cent *pied8 dans vostre gorge (459). 

Von Interesse sind femer die folgenden Metaphern der 
Ragonde: 

Devant oe fanfaron, devant ce Fierabras, 
Qu*ä peine je connois qui ne me connoit pas, 
Me traiter de gaillarde, et conter des somettes! (879) 
Dieul qnel *maistre GoninI (882). 

Bei letzterem Ausdruck ist zu bemerken, dass Gonin ein 
beliebter Taschenspieler am Hofe Franz I. war. 

cßdazu: feu (6), öclat (29), clair (42), soleil (46), •cramoisy (65), or 
(109), *Yo\ (179), niais (194), donner dans la vue (241), »bouquer (346), 
döguiser (401), lever la masque (403), coiffer (415), forger (513). •filer 
(529), paneau (572), rattraper (574), nymbre (630), äventer (680), möche 
(682), »malade (743), crever (755) , mourir (757) , nräpas (763) , medecine 
(775), »latin (798), monstre (838), »avocat (844), court (903), *fesl6 (909). 

§ 147. Beronte hat viel Ähnlichkeit mit Ragonde. Wie 
diese gebraucht er viele höhere Metaphern: flambeau (14), 
allumer (15), grele{bi), glace (100); *tendr(m (117), ^ne(118), 
rose (130a), coewr (257), [cf. ferner: chaud{5), feu(ß)^ Aeindre 
(24), edat (29), Huminaire (39), fruit (125)]. 

Aus dem Tierreiche entlehnt er aisle (176), voler (177), 
bec (180), mouche (209) und aus dem Gebiete des Handels das 
originelle Bild: 

Mais vous, qu'avez-vous fait, m'ayant cd mal traitä, 
Pour avoir fait *fiullite ä vostre l&chetä (475). 



57 

§ 148. Gharacteristisch für Beronte ist seine ironische 
Verwendung von Metaphern aus den verschiedensten Anschauungs- 
gebieten. Dass er diese so häufig und unter allen möglichen 
Umstanden gebraucht lässt seine Gestalt als die am besten 
durchgeführte unter den Figuren der Fil. erscheinen. 

Für seine Sprach weise sind sehr bezeichnend die Worte: 
US m'ont poch6 d'abord un oeil au beurre noir, (S95) 
Et cassä 8ur le nez et bouteille et miroir .... 
Qu'ils m*oiit bien testonne! Suis-je pas beau garcon? (416) 
le ne me suis point vü traiter de la fa^on, 
Ma teste en mille endroits est relev6e en bosse, 
Et jamais receleur ne fut k teile *nopce; (616) 
Me prenant pour cheval ils m'ont bien toillö (140) 
Et chez moy chacun d'eux ♦jouö an Roy d^poüilld (611), 

Denselben Ton zeigen die Verse 

Si dans ce petit coin ils ni*eussent rencontr^, 
Dieu 89ait de quelle sorte ils m*auroient •accoutrö. (400) 
. . . par ce seul moyen j'ay rachetä ma vie (492) 
Qu'un *collier trop Itroit m'eüt sans doute ravie. (414) 
Troussons de peur de coups nostre sac et nos quilles (614). 

Hierher gehören auch *Zyow (162), *cawe(203), f rotter (301), 
coiffer (415), danser (619). 

c/. dazu: äclaircir (40), clair (42), combler (79), indomptä (165), 
*^cer?eler (230), 6bloüir (242), camus (248), *regorger (253), cü (265), 
dire (274), rire (277), trancher (317), »galer (341), manger (351), friand 
(380), trouRser (420), *poupine (444), döcharger (469), fertile (534), »pont 
au Change(549), attraper (574), ♦haper le taillis (577), prendre sans 
vert (610), portrait (638), atteinte (651), armes (660), *flfeche (662), lancer 
(672), attaquer (688), »grec, »arabe, *ba8^breton (794), diable (808). 

§ 149. In ähnlicher Weise wie Beronte sprechen die 
drei Spitzbuben. Namentlich hat Le Balafre die Neigung, 
bildliche Ausdrücke in satyrisch-ironischer Weise zu verwenden : 
Oü donc ce malofcru peut-il s'estre fourö? (422) 
Dans ce chambre k Tenvi nons Tavons bien ♦bour^ (421) 
Et nous le poursuivions pour Tachever de peindre. (642) 
. . . il a touB jours la cervelle en *ächarpe (781). 
cf. dazu: froter (301), moule (445), prester (502), ♦coucher de son 
reste (597), »fraper (657), combattre (695), 

§ 150. Bei Le Borgne finden sich verwandte Bilder: 
II grimace par fois comme un enfant qu*on s^vre, 
Tantost rit, tantost pleure, et pour rien prend la chövre (152). 
As-tu •cuvö ton vin? n'est-tu point yvre encore? (367) 
II a fait en secret un branle de sortie. (620) 
II boit, mais sans jamais se barbouiller *rarmet (661). 

Drollig ist das Vorgefühl, welches er von seinem mutmass- 
lichen Ende hat: 

AT)Bg. Q. Abb. (E. Degenhardt). 4* 



58 

. . . nos membres tout brisez 
Snr quelque grand chemin se trouvant exposez, 
Sont rhorreur des passans, la *batte des tempestes 
iServent d'exemple au peuple, et de •patüre aux bestes (586a. 537). 

Als weiteres Beispiel seiner Art zu reden können die Verse 
dienen: 

Ces engoule-bouteille au gozier tout de feu (6) 
Ne sont pas des mignons qui boivent pour un peu 
Et n'osent de rubis enluminer leurs trognes (103). 
c/. dazu: loup (161), nez (245), sentir (247), plonger (306), trousser 
(420), attraper (574), »partie (589), »creux (904). 

§ 151. Le ßras de Fer., der dritte des schurkischen 
Kleeblatts, schliesst sich mit seinen Bildern würdig an seine 
CoUegen an: 

Ainsi qu'ä des valets ee faquin parle h. nous (654). 
Et iious h detourne cette casaque bleug 
Qui nous mit Tautre jour cent archers k la queuS (138). 
. . . ferons-nous encor longtemps le pied de grue? (186). 
cf.dazu: fer (111), bec (180), detrousser(420a.), attraper (574), rouer 
(855). 

§ 152. Die Angehörigen der besseren Stände sind von dem 
Dichter der Fil. ganz schablonenhaft behandelt , aber bei der 
Zeichnung der Gestalten aus der Verbrecherwelt hat er aner- 
kennenswertes Geschick bekundet; namentlich sind ihm die 
Figuren der Ragonde und des Beronte gut gelungen. 

Gerade dem Umstände, dass Lestoille solche der Hofwelt 
so fern stehenden Menschen glückh'ch und mit Humor ge- 
schildert hatte, ist wohl .der Erfolg seines Lustspiels zuzu- 
schreiben*). Man weiss, dass die Königin Mutter sich das 
Stück bald nach dessen erster Pariser Aufführung in Fontainebleau 
darstellen liess und dass es von der Hofwelt eifrig beklatscht 
wurde. 

Bois-Bobert: La Belle Plaidense. (1654). 

§ 153. Das Stück ist nicht gerade bilderreich, doch ist zu 
bemerken, dass die Sprache der Plaid., wenn sie auch nicht 
farbenprächtig ist, den Vorzug ziemlicher Originalität hat, da 
die conventioneilen Metaphern hier sehr zurücktreten. Die 
Charactere, welche Bois- Robert auf die Bühne bringt, sind 
keineswegs neu, doch hat er es verstanden, ihnen wenigstens 
einige frische Züge zu verleihen und sie in manchem Punkte 
von dem hergebrachten Muster abweichend darzustellen. 



1) Launiger Weise ist das Stück einem hohen Pariser Polizeibeamten, 
Mn Charles Testu, gewidmet. 



59 

§ 154. So ist bei Erg aste nur eine einzige Modemetapher 
[cf. feu (6)] zu beobachten und von andern in der galanten 
Sprache oft wiederkehrenden Bildern lediglich remede (771) und 
sacrifier (820). Ihm eigentümlich sind dagegen die Ausdrücke : 
Vou8 commenciez desja de luy *roinpre en visiere, 
Mesnageons son humeur, car eile est un peu fiere (648). 
Sans raison on me raille et *picquotte sans cesse (737). 
cf, dazu: eclat (29), Delator (30), aveugle (244), courir (287), flechir 
(330), presser (333), coiffer (415), coup (650), lire (789), interdire (858), 
couronner (868). 

§ 155. Dasselbe spärliche Auftreten von modischen Wen- 
dungen zeigt sich bei Co rinne, indem diese von solchen nur 
feu (6) und Messer (732) gebraucht. Ausdrucksvoller sind ihre 
Metaphern : 

. . . Taage aura *meary cet esprit si charmant (123) 
Le langage du coeur est le plus eloquent (273) 

neben welchen sich sentir (247), quitter la partie (590), choquer 
(653), lire (790) in übertragener Bedeutung finden« 
cf. dazu: clair (42), borner (558), royal (865). 

§ 156. Argine, die Mutter der Gorinne, hat meist 
originelle Bilder: 

Et pour le voir de prez 
Ce mignon, ce musqud, ce diseur de ♦fleurettes . . . (127) 

. . . Descouvre son dessein, 
Nicette, et va *fouiller jusque dedans son sein. (298) 
Tu ♦r'habilleras tout, je connoy ton adresse. (399) 
De vos beaux entretiens nous sommes si berc^es, 
Qu^enfin, pour dire tout, nous en sommes lassäes. (442) 
Si nous avions le quart des grands biens qu^on espere, 
Nous ne viserions pas ä ceux de vostre pere (582). 
cf, dazu: feu (6), enflamer (17), presser (333), desguiser (401), mourir 
(757). 

§ 157. Nicette besitzt die Eigentümlichkeit aller Kammer- 
zofen, das schnippische Wesen. Dasselbe zeigt sich in den 
Worten: 

C'est Tor seul qui fait vi vre, et non les mots dorez. (HO) 
II faut avoir Tesprit bien chaussä (423), 
[cf. *estoc (114), niais (194), miche (682)]. Kräftiger sind ihre 
Redensarten: 

Monsieur, je ne suis pas si sötte ni si beste. (132) 
. . . nos cniens de clers, je croy qu'ils estoient yvres, 
Montoient nos contredits a quatre vingt dix livres. (155) 

11 auroit un peu moins de caquet, 
S'il estoit court d'esprit, ainsi que de monnoye. (201) 
Laisser luy moy pocher les yeux ä coups de poin. (395) 
cf. dazu: gouffre (81), naistre (222), courir (287), presser (333), boire 
(363), mesurer (457), court (903). 



60 

§ 158. Filipin, der Bediente des Ergaste, steht im 
Mittelpunkte der Handlung; auch erweckt seine Sprache mehr 
Interesse, als die der übrigen Figuren der Plaid. Seine Stellung 
kennzeichnet Filipin durch Metaphern, wie 

II se veut Vempluiner un peu sur vostre bourse. (175) 

... je mourrois d*ennuy, si, credule au caquet. 

Tu te laisaois duper par quelque esprit cocquet. (2ul) 

le veux estre bernö, si le voisin credule 

Ne donne dans le pi^ge. II est fort ridicule, (570) 

C'est un oyson tout franc. (204) 

Ces fines mouches-lä vous en fönt bien k croire 

Elles s^entendent mieux que deux larrons en foire (209). 

Bei weitem derber ist seine bildliche Verwendung von 
boudins (394). Zur Bekräftigung seiner Worte bedient sich 
Filipin der Metaphern demon (806), diable (808), enfer (809). 

§ 159. Characteristisch für ihn (wie in Fil. für Beronte) 
ist der ironische Gebrauch verschiedener Bilder: 
Mison & Tusurier vient de taster le pous, (782) 
Si vous n^avez argent, il ne tiendra qu'ä vous. 
Monsieur, nous avons fait la faute, il la faut boire (363). 

. . . il void que pour ce double hymen 
Sans bource delier, il n'a qu'k *dire amen (825). 

Ähnlich verwendet er faire la sucree (381), coiffer (415), 
*desgainer (665) und *rengainer (666). 

cf dazu: '^^clairette (43), naistre (222), oreille (250), main (255), rire 
(277), pousser (334), charge (466), destour (554), attraper (574), *port6e 
(586), jeu (587), joüer (588), personnage (625), coup (650), blosser (732), 
*manie (745), mettre en poudre (914). 

§ 160. Der Geizhals Amidor zeigt, wie dies bei den 
komischen Alten im Lustspiel häufig der Fall ist, ein Gemisch 
von hohen und niedrigen Metaphern. Zur ersteren Klasse ge- 
hören bei ihm die folgenden bildlichen Ausdrücke: 

C'est lä cette *Circö qui, par ♦enchantement (890, 835) 
Le perd et Tentretient dans son aveuglement. (243) 
C'est mon vaurien de fils et son valet infame 
Qui pour voler mon ht ont ourdy cette trame. (525) 
11 faut donner un frein a tes debordemens. (546) 
Avant qu'il eust connu ce charme empoisoneur, 
C'estoit un gar9on sage, il n'aimoit que Thonneur. (768) 

[cf. dazu chauffer (4), feu (6), tison (9), eclat (29)]. Recht aus- 
drucksvoll ist seine metaphorische Wendung: 

Quoyl Taffaire est donc faite? . . . Elle est bien *esbauch^e (641). 
Diesen stehen derbe Bilder gegenüber, wie: 

Ouy, reste de potence, ouy, *gibier de bourreau. (157) 
Elle a pourtant souvent plum^ l'oyson sans rire, 
La matoise qu'elle est (174). 



61 

le voy bien qa*il retoarne a son vomissement; 
Oüy, i*ingrat persevere en son d^reglement (281a.). 
c/. dazu: naistre (222), sentir (247), sourd (251), veine (260), *galop 
(290), rompre (315), retrancher (318), presser (333), embrasser (348), des- 
guiser (401), commerce (479), payer (488), lier (509), forger (513), poli 
(519), piege (570), attraper (574), coup (650), sentinelle (703), treve (709), 
piquer (736), pous (782). 

§ 161. Die übrigen Personen der »Belle Plaideuse« sind 
für die Handlung unwichtiger, haben nur kurze Rollen und 
geben in ihrem metaphorischen Ausdruck nur wenige Mittel zu 
ihrer Characterisierung an die Hand. 

Barquet entzieht sich auf Grund seines völligen Metaphern- 
mangels ganz der Betrachtung, ebenso Midan. 

Isabel le hat einige wenige Modemetaphern [cf. feu (6), 
brtisler (18)], daneben meur (122), enfanter (221), attraper 
(574), und 

On dit qu'elle leur tend de dangereux appas. (565) 
Madame, aidez-moy donc, si vous Testimez tant, 
A le tirer icy du piege qu'on luy tend (570). 

§ 162. Bei Lise, der Kammerzofe der Isabel le, finden 
sich die zu ihrem Character stimmenden Metaphern : 

Proferant ces grands mots qui aentent le grimoire, (247) 
Comment ne t'es-tu pas *demanche la machoire? (446). 

§ 163. Do rette hat zwei ihr eigentümliche bildliche 
Wendungen : 

Les chimeres qa*il *hame avec tentation 

Lay remplissent desja rimagination. (362) 

Ma foy, c'est 'paiii benit que luy faire une piece (824). 

Ausser diesen höheren Metaphern gebraucht sie solche. aus 
einer niedrigeren Sphäre, und so erhält ihr Character Ähn- 
lichkeit mit dem einer Kammerjungfer: 

n me semble desja que je voy le boi^homme 
Devorer tantost Tune, et tantost Tautre somme. (164) 
C'est Midan tout crach^, tu luy ressembles bien (278). 
cf. dazu: dögouster (357), personnage (625). 

§ 164. Falandre^) drückt sich seinem Stande angemessen 
meist in besseren Bildern aus [cf. ardent (2), fruit (125), piege 
(570), personnage (625)J, nur stimmen dazu nicht ganz die Worte : 
Ma soeur en aura six (chevaux), beaux, vigoureux, ardens, 
Qu'un malheureux procez nous a mis sur les dents (249). 



1) Falandre ist der Sohn der Argine und tritt auf: Plaid. II. 3, III. 
1, 2, 3, 6, 7; im Personenverzeichnis der Plaid, ist er nicht aufgeführt. 



62 

§ 165. Falandre's Bedienter ßrocalin verwendet einige 
feinere Metaphern r^rawe (525), joüer son röle (627) [cf. auch 
panneau (572)J und dazu einige volkstümliche Redensarten: 
Enfiii) c'eBt par gageure, il en aura dans Taisle. (176) 
Voyez un peu desja quelle moache la picque. (209) 
II ne tiendra qu'ä Vous de prendre avant soupper 
L'occasion au *poil (234). 
cf, dazu: niais (194), sou (358), mourir (757). 

§ 166. Der Voisin, welcher als besonnener Ratgeber des 
Amidor auftritt, hat einige gut gewählte Metaphern: 
Pen ay plus descouvert cent fois par ce biais 
Qu*en les questionnant (555). 
cf. dazu-. *niclie (192), donner les mains (255), fiel (263), detaler 
(496), prester (502;, joug (723). 



Unterschiede in der Verwendung der Metapher bei 
Moliere und bei dessen Vorläufern. 



RückMick. 

§ 167. Zur Erläuterung der Unterschiede im Gebrauche 
der Metaphern bei Moliäre und. den hier behandelten Dichtern 
mag die folgende tabellarische Übersicht dienen, deren Anord- 
nung in Übereinstimmung mit Meier a. a. 0. pg. 14—18 ge- 
troffen ist. Die Buchstaben und Nummern in der ersten Rubrik 
der Tabellen stehen im Einklang mit Meiers Disposition. 

§ 168. a) Metaphern, die bei Moliere von K. L, 
hier auch von anderen Klassen gebraucht werden^) 
und zwar von: 

K. n. K. ni. 

A. 1 allumer, flambeau, tison. feu. 
2a mettre en poudre. 

b gouffre. 

c tempeste, glace, source, eau. plonger, coaler. 

8 rose. lis. 

4 loup, mouche. loup. 

B. 1 testie, oeil, oreille, rire, visag^, rire. 
respirer. 



4 

5 

6 

7 

8 

9 

10 

11 

14 

17 

18 

21 

22 



bastir, fermer la porte. 

cuire, bouillir, avaler. 

ma8(]^ue, coiffer. 

miroir. 

balance. 

quitter la partie. 

endormir, pourmener. 

planter. 

frein. 

trame. 

^taler. 

tresor. 

gu^rison. 

venin. 



bastir, fermer la porte. 
cuire, avaler. 
coiflfer. 



quitter la partie. 
pourmener. 



forger. 






1) Für die Gruppen: B. 3, 12, 13, 15, 16, 19, 20, 24b, 29 fehlen die 
Beispiele. 



64 



B. 23 
24a 
25 
26 
27 



28 
80 
31 
V. 



lire. 



E. U. 



com^ie. 

prince, einpire. 

armer, arme, lancer, eventer, 

embu8che,yainqaeur, vaincre, 

invincible. 
sanglant. 
prison. 

immoler,martyre,divin,mon8tre. 
enfler. 



E. m. 



peindre. 



butte. 



prison, geiner. 
divin, enfer. 



§ 169. aa) Bei Moliere von K. L, hier von dieser 
nicht, aber von anderen Klassen gebrauchte 
Metaphern: 

A. mettre en poudre, gouffre, eau; mouche. 

B. oreille; fermer la porte; avaler; masque, coiffer; pourmener; 
med^cine; prince; butte; enfler. 

§ 170. ß) Bei Moliere von K. IL, hier auch von 
anderen Klassen werden die folgenden Metaphern 
verwendet'), und zwar von: 

E. I. E. m. 



. 1 

2a 
c 
4 

. 1 

4 

5 

6 

7 

8 
10 
12 
13 
14 
15 
18 
21 
24a 
b 
27 
28 
30 



fer. 

air, pleuvoir. 

devorer, poulet, l>ec, caquet, 

animal, serpent, niais. 
langage, nez, dents, pied, pas. 
faire la sucräe. 
manteau, r'habiller. 
fard. 

balancer, peser, retrancher. 
jeu. 
fertile. 

filet. 

ressort. 

fil. 

marchä. 

sain, resusciter. 

chanson. 
assi^ger, tr^ve. 
crever. 
bourreau. 



feu. 
fer. 

plonger. 
queue, bec. 



faire la sucräe, dauber. 



jeu. 

fertile. 

piöge. 

forger. 



peindre. 



gemer. 

§ 171. ßß) Bei Moliäre von K. IL, hier von dieser 
nicht, aber von anderen Klassen verwendete 
Metaphern sind: 

Für die Gruppen: A. 2b, 3, B. 2, 3, 9, 11, 16, 17, 19, 20, 22, 28, 25, 
26, 29, 31, y. fehlen die Beispiele. 



65 



A. fer, air; poulet. 

B. langage, pas; dauber; manteau, r'habiUer; balancec, peser^ re- 
trancher; laver; amorce; machine; sonder; bomej reausciter; Qouleur; 
conqci^te» assieger; assassiner, taer; supplice, bannlr, bourreaU; sacrifice; 
imprinier. 

§ 172. y) Bei Moli&re von K. HL, hier auch von 
anderen Klassen werdefi die folgenden Metaphern 
benutzt^), und zwar von: 

K. I. t. n. 

rocher, roefae. 
n«agQ. 
S bois, espine* 

4 caquet, animal, claevarl» pour- 
ceau, patte, glbier, serpeüt, 
oysoD« niaid, apnvoisefr. 
nezy pied, pas, eabocber dos. 
enfanter. 



B. 1 

3 

4 

6 

10 

14 

15 

17 

21 

25 
26 
27 
28 
29 
30 



naorceau. 
sac ä yin, 

reBsort. 

meetier. 
peate. 

rolle. 

roi. 

trövß, 

crever. 

de tallle et d'eatoo 

boorreatl, roner. 



Prüfer, cheval, ruminer, pour- 
ceaa, p^ore, aane, patte, 
pigeon, guenle. 

caboeh^, craohet, doa, gratter. 

QoÜMiter. 

a^onl. 



planter. 

filör doux. 
meatier. 

perdre son latin. 
rolle. 

tv^va. 



§ 173. yy) Bei Moliere von K. tu., hiier von dieser 
nicht, Wohl aber Vöh anderen Klassen gebraucht 
werden folgende Metaphern: 

A. ^QhauÄer; rocher, röche; ttuage; asne, patte, gibier, serpent, 
oyson, pjgeon, aprivoiaer. 

B. pied, pas» cracber, .do8| ^iifantef*; n^proeauj sac ^ vin: machine; 
filer floux; cheuiin; peste; perdre ßon latin; roi; trfeve; ae taill« et 
dWöc; bourreau. 

§ 174. Wie in der Abh^ndlwg über 4ie Characteristik 
der ejnzehien Personen durch die Metaph^er schon verschiedent- 
lich gezeigt worden ist, st^ht die Zeichnung der Charactere im 
vorklass%chen Lji^tspiel rripiäj;:auf einer niedrigen Stufe. Die 
Dichter waren sich noch nicht recht klar ü'her die Bedeutung 
der Metapher als poetisches Mittel und verwendeten sie häufig 
ohne tiefer gehendes Verständnis deb Wertes derselbeh. Nur 



U Für di« Gruppen: A. 1, 2b, B., 2; 5, 7, 8, 9, 11, 12, IS, 16, 18, 19, 
20, 22, ^ 24b^ »Ct. mm die Beiapiale. 



iLofg. u. Abh. (E. Degenhardt). 



66 

Mareschal (R.), Desmarets (Vis.), Bois-Robert (Fil.) 
und der Pseudonyme Dichter vonAlizon zeigten, wie wir 
gesehen haben, Geschick im Gebrauche des metaphorischen 
Ausdrucks. 

§ 175. Dass die Metapher als Mittel zur Characterisierung 
der dramatischen Gestalten wenig verstanden und demgemäss 
verwandt wurde erhellt auch daraus, dass ein Versuch, bei den 
typischen Figuren (Kammerjungfer, Bedienter etc.) gemeinsame 
Züge im Gebrauche der Metaphern nachzuweisen, keinen Erfolg 
hatte. Für die Bedienten ergaben sich gar keine Berührungs- 
punkte von Bedeutung und bei den Vertretern des »Miles 
gloriosusc (Fierabras, Rodomont, Paladin, Taillebras, 
Jeremie und Artabaze) fanden sich nur 5 Metaphern als 
deren gemeinsames Eigentum. Diese sind: remascher (F. J.), 
berner (T. J.), stratageme (F. A.), fleau (F. A.), mirmidon 
(F. T.)^ Einige andere Metaphern (z. B. Mars) fanden sich 
bei einzelnen Typen des »Miles gloriosus«, konnten aber nicht 
als ihnen wenigstens vorwiegend angehörend angesehen werden. 
Bei den »Liebhabemc würde sich natürlich eine Reihe der 
bekannten, im Laufe der Abhandlung oft hervorgehobenen 
Conventionellen Metaphern als gemeinsames Gut bezeichnen 
lassen. 

§ 176. In Bezug auf die grösste Originalität in der Ver- 
wendung der Metaphern muss Montluc in den Prov. obenan 
gestellt werden, da 127 Metaphern sein ausschliessliches Eigen- 
tum sind. Allerdings wird sem Verdienst dadurch etwas einge- 
schränkt, dass er wohl viele sprüchwörtliche Redensarten 
gebrauchte. Den Prov. stehen am nächsten R. Vis. Fil. Die 
Mitte halten S. Corr. F. Tab. Plaid., denen sich Com. Alizon, 
Duc d'Oss. anreihen. Den Beschluss macht Du Ryer in den 
V. d. S. mit 10 ihm eigentümlichen Metaphern. 

§ 177. Die französischen Lustspiele aus der Periode von 
1612—1654 sind durchweg in einer gröberen Sprache geschrieben, 
als die der folgenden Epoche: die in ihnen auftretenden Per- 
sonen der feinen Gesellschaft sind allgemein viel weniger wählerisch 
in ihrem bildlichen Ausdruck, als die in den Gomödien Moliäre's. 

§ 178. Andererseits wird aus den voraufgegangenen Be- 
trachtungen ersichtlich, dass die Dichter der vorklassischen 
Lustspiele die conventioneilen Metaphern zum Teil noch nicht 
so ausschliesslich als Eigentum der K. I. hinstellten, als dies 
später durch Moliäre geschah. Zwar werden die graciös faden 
Modemetaphem auch in den vorliegenden Dichtungen meist 
von Angehörigen der Hofgesellschaft gebraucht, doch beweist 
die obige Tabelle, dass solche und verwandte Bilder, die iJso 



67 

bei Moli^re lediglich Besitz von E. I. sind, sich hier auch bei K. II. 
finden: tison (9), flambeau (14), (ülumer (15), tempeste (55), 
eaM(92), source (93), glace (100), rose (130 a.), bouüUr (368), 
CMtre(376), Tresor (474), invincible(7i5)^ vaiwgwcwr (718), vamcre 
(719), (Kvm (803), martyre (810), immoZer (821), prison (846). 

§ 179. Sogar bei K. lU. trifft man Metaphern, die im 
klassischen Lustspiel nur der K. I. angehören: feu (6), couler 
(94), lis (130), cuire (376), coiffer (415), djvm (803), prison 

(846). 

§ 180. Auf der anderen Seite fallt es auf, wie viele Meta- 
phern, die Möllere als nur den niederen Klassen zukommend 
betrachtet, hier auch von der besseren Gesellschaft benu!zt 
werden. Am deutlichsten zeigt sich das bei den Bildern, die 
dem Tierreiche entnommen sind. Während sich bei Molifere 
nur einige Raubtiere »im Metaphern - Vokabular der hohen 
Kreise« fanden, verwenden diese hier auch: anitnal (133), patte 
(137), cheval (139), pourceau (150), gibier (157), aprivoiser 
(168), niais (194), caquet (201), oyson (204), serpent (207). 

Dem lässt sich der Gebrauch von caftocÄe (448), sac ä vin 
(455) und crever (755) an die Seite stellen. 

§ 181. Ferner führt Meier a. a. 0. von Metaphern aus 
dem Gebiete der Anthropologie als den hohen Kreisen eigen an : 
teste (^31), Visage (237), oee7(239), omße (25ü), respirer (^9), 
rire (277). Diese treten bei den Vorläufern Moliere s auch bei 
K,IL auf (cf. Tabelle); dagegen stehen beiMolifere den niederen 
Klassen nur nez (245), dents (249), dos (258), pied (264), zur 
Verfügung, und diese finden sich hier bei K.I. und K. IL wieder. 

§ 182. Das Gift, dessen metaphorische Verwendung bei 
Moliere ^^nur in den höchsten Kreisen heimisch« ist , wird hier 
auch von K. II. in diesem Sinne herangezogen. 

§ 183. Dass auch die Metaphern aus dem Rechtswesen 
und dem Gultus in den vorliegenden Lustspielen nicht lediglich 
bei den Gebildeten anzutreffen sind, beweist der Gebrauch von 
divin (803), enfer (809), prison (846) und geiner (852) durch 

K. m. 

§ 184. So lassen sich denn die hier gemachten Beobachtungen 
dahin zusammenfassen , dass die bei Moliere den höheren Ge- 
sellschaftsklassen als eigentümlich zuerkannten Anschauungs- 
gebiete bei den Dichtern der vorklassischen Periode auch von 
Personen aus den niedrigen Volk^chichten herangezogen werden. 
Andererseits legen diese Dichter zu häufig vulgäre Ausdrücke 
gebildeten Leuten aus K. I. und K. II. in den Mund. 



68 

Ein solehes Verfahren ist aber als ein fehlerhaftes aufzu- 
fassen, indem auf diese Weise die Gharacterzefchnurig: der 
einzelnen Figuren nicht scharf umrissen werden konnte, sondern 
verschwommen und unklar werden musste. 

Die frühesten Dichtungen Moli^re's kranken noch an diesem 
F^ler. wie aus Meier's Darstellung hervorgeht. Mqliere erkannte 
diese Mangel in der Verwendm^g der Metapher als poetisches 
Mittel zur sicheren Zeichnung . der Charactere und trachtete 
danach, sich von ihnen zu reinigen. 

Dass Moli^e sich wirklich vpn diesen Fehlem, befreite und 
dann die Metapher m echt künstlerischer Weise in seinen 
Bühnendichtungen verwendete ist eins der Hauptve^-diehste 
dieses unsterblichen Reformators des französischen Lustspiels. 



Matemlsiammluüg 

zn 

Les Gorrivanx, La Goiatdie de Proverbet, Farces tabarini^nes, 
La Gom6die des Gom^es, Les Tendiuiges de Saresnd, Le 
BaHleur, Les Galanteries dn dac d'Oe^ime, Alieon^ Les 
Tisionnaires, La Soearr L'Litngiie des Füens, La Belle 

Pläideuse» 

1. NatBranch^iiHuigeii^ 

1. Begarde cd je manjaue ou. d*ardear ou de foy. Filidan. VisÄJ 
(435.1.) Mfcin6T)raLn.8^/2.)n.4(»57i;)ClarimandJn 3(360.1.) V.6(^ 
^«j<m:Belange.L5(406.1.} Fw;FiadaiLL4(48ä.l.) 1V.4(449.1.) Amidor.IlW 
(444.1.) Alcidon.lV.6{451.2.} Ä-eigaste.IL2(^08.1.)An»eJiPQ.U.2(^0a.i.) Lydtf. 
IV.10(517.1.)Eraste.IV.9(517.L) — Je m'en vay souspirer Tardeur de 
mon amour. Filidan, 7w4.4(433j2.) (7orr:Floro!fte.IL^2520 — Qua jere- 
connoT bien en rardei:^r qni m^etoflamm^ Qae ce qui plai9t ä Toeil ne 
deplaist pas k rame. Dofimenß. r.<2.iS. 1.^(325.1.) J8:Clytie. ¥.5(371.1.) 
V.d.Si DoriiDene.L3 (826.1.) 2 X. I>mc d'O«»: LeDuc. 11.3 (383.2.) Flavie.IV.g 
('392.1.) — . . . j*attendray le t^mps que Ton les marira Avec autant 
d'ardeur que ma fille en aura. Cris^re. 7.d.iS. V.4(346.1.) i2:Ly«uite. 

*) Für die wörtlich? Anführung von Belegstellen war die Prägnanz 
der betreflFenden Beis]9iele massgebend, und zwar wurde das kürzere 
Citat unter sonst gleichen Bedingungen im allgemeinen dem längeren 
vorgezogen. In Ffllen, wo bei d^selben Metapher BedeutungsuAter- 
schiede vorzuliegen schienen, sinf^ mehrere Belege gfegeben, — Zur leich- 
teren Orientierung wurden die BeispiiBie aus den bei Föui^iier ge^hde^en 
Lustspielen nicht ^Ueiii nach Act und Scene, sondern auch nach Seite 
und Spalte angeführt. 



69 

in.4(36l.l.) BeauTOcher.H.i (354.1.) V.6(872.l.) Vis: Artabaze. ni.2(44X.2.) 
Klidan.IV.4(449.ä.) Meli88e.V.3(454.1.) S: Orgye.lV. 11(517.2.) 

2. Geste passion qae j^avois autrefois si ardante m'est bien pass^e. 
Paladin. Com. 11.1(241.2.) Com Brillant. 11.4(261.) i^.F.JFae». X- Piphagne. 
(233.) F.dS:Tir8i8.IIL4(336.1) Dorimene. 1.3 (325.1) IIL 4 (336.2.) AUzon: 
Floriane. V.4| 427.2.) Vis: Filidan.1 V.3(449. 1 .) Phalante.IIX.5(446.1.) Artabaze. 
IV.7(461.2.) ÄErga9te.lI.2(503.2.) PtotAFalandrelU.K 666.2.) — II a les 
yenx ardens comme un chat que Ton bema. Clarimand. .ß. 11.4(357.1.) 
JB:LaDupr^.V.2(369.2.) — Vostre fiUe, ma niepce, est ardamment 
esprise De Tamonr de Brillant, qui la voit et courtise. Florette. Corr, 
111.2(271.) Corr: Brillai^t. IV. 3 (28ö.) Molive.III.2(275.) Ä Constance.IV.4 
(515.1.) Aurelie.lV.4(515.1.) 

3. . . . Poliandre a gliss^ dans ton ame Quelque douce cbaleur de 
ramonreuse flame. (^lariste. ^K2^».IV.1(419.J.) Corr: Florette. 1.2 (239.) 
Pror: Fierabras. III. 6(223. 1 ) V.d.S: Polidor. 1.2(324.2.) Alizon: Poliandre.1.5 
(405.2.) 111.5(416.2.) Fts: Artabaze. 111.2(441.2.) Lysandre.V.9 (457.2.) ÄAn- 
8elme.I1.6(506.2.) — ... le teint blanc sans chaleurs Bessemble extre- 
mement k des ^les couleurs. Floriane. Äli^n,ll.l{AO^A,) — La boüil- 
lante cbaleur d'une amour illicite. Ergaste. ^9. 1.1.(497.2.) 

4. . . . jusques au mourir vous m'avez eschauff^e. Fleurie, Ali' 
;?on.I.4(405.1.) Com: Dooteur. 111.1(248.1.) F.d.Ä Polidor. V.3 (344.2.) E:Ly- 
zante.II.4(357.2) Clarimand. 111.7(359.2.) PZai(Z: Amidor.V. 1(576.2.) — Ces 
beauz mignons frisez, ayecque leurs moustaches Eschauffent plus le 
sang que ne fönt les pistacbes. Clarimaivd jß. 1.2(350.2.) Corr: Bragard.I.l 
(235.) Hilard.V.l(292.) Prot?: Macöe. 1.6 (202.2.) Fierabras. 11.1(206.2.) Duo 
ä'OsBiYla.Yie 111.1(385.1.) 

5. II y fait chaud. Ils sont armez comme des Jaoquemarts. Ber- 
trand. Prot?.I.3(199.1.) J8:Taillebras.ni.7(363.1.) i42ie:on:Jeremie.L3(403.2.) 
5:Lydie.V.5(520.2.) — la chaude pratique! Beronte. FiUI.2(531.1.) 
— Koselis en cela m& semble un peu trop c h a u t. Poliandre. Alizon, 1.5 
(406.2.) 

5a. Que vous en chaud quils soient verds ou gris? Alizon. Prov, 
1.6(202 1.) Prov; f ierabras.III.3^18.1.) 

6. Je voy bien que mon t'eu commence ä tous d^plaire. Ergaste. 
Plaid. 1.1(553. 1.) N.F.,TabJ: Lucas.( 235.) Piphagne.(233.) 2X. V.d.8: Polidor. 
L2(324.2.)I1.7(383.2.)Tir8i8.III.l(334.1.)Dorimene.IL6(332.2.) i2:Beaurocher. 
V.6(372.1.) Clytie.V.5(371.1.) Dmd'Ös8: Duc.1 1(377.1.) Emilie. II 4(384.2.) 
Plavie.m.l(385.2.) ^«t^ron: Ciariste. IV. 1(420.2.) Vis: Hesperie.IV.6(450.2.) 
Piiidan.I.7(435.1.) ÄLelie.I.4(501.1.j 1V.6(526.1.) Ergaste.ll.2(503.2.) Plaidi 
Corinne.I.l(ö53.1.) Amidor.IL4(563 2.) — L'amour est autrement le supplice 
de Tarne ; Son f e u n'est dans les coeurs qu'une infernalle flame. Polidor. 
7.d.ÄlIJ.^2(334.2.) F.d.ÄLi8ete.lV.l(337.2.) i?:Lyzante.I.4( 354.1.) 1V.2(364.2.) 
Taillebras.I.4(352.2)Amedoi;.III.6(862.1)Clarimand.V.3(369.2.)Dwc(fO««:Al- 
medor.IlI.5(388.2.)E^ilie.IV.6(391.1.)IV.13(394.1.)Flavie.IV.12(393.2.) ^IK- 
;8ron: Belange. V;4(427.2.) ÄAn8elme.II.6( 506.2.) Ptoii: Isabelle. 11.3(562.1.) — 
Ce visage de feu, cfe front, ces yeux ardens. . . . LaDuprä. JB.v. 2(369.2.) 
Ft7:LeBorgne.V. 1(544.2.1 — Mais il est difficile autant comme ennuyeux. 
D*aYoir im coeur de glace, et le feu dans les yeux. Clorinde. B.l.l 
(350.1.) PZa*d:Argine.I.2(554.1) — Le feu de son courroux, tant soit il 
vehement, Dans un peu de piot s'eteint facilement. Beronte. Fil.lU.S 
(537.1.) i2:Beaurocher.n.l(3544.) -- II faut que certain feu de la jeu- 
nespe passe. Oorinnß. piatd. 11.4(563.1.) — On conteroit plustost les 
fueilles des forests £t les feux qui des nuicts assistent le flambeau. 
Hesperi«; 7I$.I.6(434.1.) — Ge que vous desirez (les diamants) de cent 
f enx ^tincelle. Bagonde. Fil 113(531.2.) 



70 

7. Questo incendio (l*Amor) mi a transportao d^ sort^ que mi som 
ifesoWo de querir copulation. Piphagne. i.F. Taft. (230.1.) N.RTdb.L 
Piphagne.(2:34.) 

8. . . . les Celestes brandons Yersent aar ton chef mille dons. 
Amidor. Fi«. 111.4(444 2.) 

9. . . . je suis vostre honte, et le fatal tison Qui remplira de feu 
toute vostre maison. Hesperie. Vis. IV.6(450.2.) Com Florette.I.2(239.) 
Ptetd:Amidor.V.l(576.1.) 

10. Je vivrois avec luj comme & raoconstam^e, Fuyant en mes 
rigueurs le trop ou ]e trop peu, De crainte d^attiser ou d^esteindre 
son feu. Flavie. 2)MC(fOM.IV.12^393.2.) 

11. Amour a si bien sceu par vos yeux m*embrazer. Clorette. 
Corr. 111.3(278.) F«: Meli88eIV.2{448.1.) 

12. . . . d*an si grand embrazement A peine dans mon coeor 
en connoy-je la cendre. Lyzante. JB.IV.2(364.2.) 

13. Quelque nouvelle amour dont le feu nous consume^ Nostre 
premier brasier aisäinent se r*allume. Anselme. 5.11.6(506.2.) 

14. Le ciel porte-flambeaux d^un noir manteau se couvre. Amidor. 
Fw.L3(482.2.) B: Amedor. 111.5(362.1.) - flambeau de mes jours 
(la mbre) et source de ma viel Lelie. ÄIV.3(514.1.) — Je ne voy rien 
si beau qu*un s^avoir admirable. (3est un flambeau divin que Ton 
doit respecter, Alcidon. Fi«. 11.6(439.2.) — . . . le flambeau d*amour 
s'allume ä la cuisine. Beronte. 1^»L 1.2(528.1.) E:Lyzante.IV.2(364.2.) 

15. . . . moy qui crains sur tout d'allumer sa colere. Dorimene. 
F.d.Ä 11.7(333.1.) Corr: Florette.III.2(274.) Com: Pantalon.IV.l(253.2) Ali- 
zon: Poliandre 111.5(416.2.) — Ce petit demon avoit allumä en moy une 
flame. Fierabras. Prot?. 111.6(223.1.) FcZ.iSiTirsis. 111.1(333.2.) U: Clari- 
mand.V. 1(3681.) Fi?: Beronte. 12 (528.1.) — Lour courronx sMteignant, 
rdmitiä se r'allume. Anselme. ÄV.2(518.l.) iS: Anselme.n.6( 506.2.) 

16. Mille amans sur ce bruit k des flames si belles Ainsi que 
papillons viennent brülerleurs aisles. Hesperie. Fi«. VI.6 (451.1.) V.d.S: 
Tirsis.lII. 1(333.2.) — . . . Poliandre a glisse dans ton ame — Quelque 
douce chuleur de Tamoureuse flame. Ciariste. ilZi^onlV.lf 419.1) Prov: 
Fierabras. III 6 (223.1.) I.F.Tab: Piphagne. (230.1.) V.d S: Lisete. 1.6 (327.1) 
Florice.II.2(329.1.) Polidor.U 1.2(334. 2.) B: LaDupr6.1I.2(355.1) Amedor.m.5 
(361.2.)Olarimand.V.3(370.1)Clytie.V.5(371.1.) Duc i'0««:Almedor.II.l(38l.l) 
Flavie.lV.9(392.2.) ^H>on: Clari8te.III.3(415.2.)Floriane.V.4(427.2.) Vis: Alci- 
don.I.7(435.1)Melis8e.II.l(435.2 ) Artabaze.lV.5(450.2.) Amidor. V.7(4o6.1.) Ä 
Ergaste.L4(501.1.)l^iZ:Tersandre.ll.4(532.2.)Lucidor.IV.3(542.1.)Florinde.IV.3 
(543.1.) — Je le choisis tousjours, et ma bouche de flame Täche ä 

Sousser Tamour jusques dedans son ame. Florice. F.d Ä 1.6(327.2.) Vis: 
[ esperi6.II.2( 436.2 ) — ... par la mort de Tobject de ma flame, H 
seroit en mon choix de vous donner mon ame. Emilie. Duc(2'0«.<r. I1I.3 
(387.2.) ProriMusique. 111.5(221.2.) JV^.F. Ta&.I: Lucas. (235.) Fd-ÄTirsia. 
l.l(323.1.)II1.4(336.2)III.l(334.1)Florice.V.l(343.2.)Polidor.L2(324.1.) Dori- 
mene. 11.6(332.2.) B:Clarimand.Ll (350.1.) Amedor. ULI (359.1.) Clytie.V.4 
(370.2.) V.5(371.1.) Ducd'Oss: Duc.I.lf377.2.) n.3(383.2.) Flavie.IV.8(392 1.) 
Alizon: Jeremie.IL 4(4 11.1.) V.3 (424.1.) Poliandre. 111.6(416.2.) Silinde.IV.1 
(419.1 ) Fi«:Filidan.I.4(433.1.)I.5(433.2.)Hesperie.l.6(434.1.)IV.4(449.2.)Ami- 
dor.II.6(439.2.)S:ErgasteLl(497.2.)II.2(503.2.)Än8elme.II.6(506.1.)IV.4(5U.2.) 
Lelie.IV.6(516.1.) EVaÄte.IV.10(517.1.) F*2: Lucidor.II.6(533.2.) 

17. Tu sgaurois, si TAmour avoit pu t*enflammer, Quel tort fait 
un reproche ä qui scait bien aymer. Eraste. S. 1.3(499.2 ) B: Lyzante.11.4 
(357 2.) ßeaurocher. V.6 (372.2.) Vis: Füidan. 1.5 (433.2.) Plaid: Argine. 1 2 



71 

(554.1.) i.P. Taft: Kphagne. (230.1.) J^.F. Taft. I: Piphagne. (233.) 2X.V.d.S: 
Li8ete.L6(827.2.) ilh>on: Karolu.1.4 (404.2.) — ... quelle fureur Ten- 
flamme! Eraste. ÄIV.9(516.2.) F.d.Ä Dorimene.I.3(325.1.) i2:LaDuprö. 
IV.3(365.1.) ^Kifow: Ciariste. V.2(423.1.) — Recevez ce baiser d'une bouche 
enflam6e. Belange. ^Kiron. V.4(427.2.) F.d.ÄDorimene.II.7(332.2.) Vis: 
Alcidon.I.7(435.1.) 

17a. . . . ma douleur se renflame. Emilie.i)acd'Os«. 1.4(379.1.) 

18. Ton coeur est fait de chair, il pleure, il brusle, il ayuie. Flo- 
rice. F.d.Ä V.l(343.l.) Corr: Almerin,IL3(258.) F.d.ÄDorimene.LSi 325.1.) 
2X.IV.5(340.1.)Florice.lL2(329.1.)Li8ete.IV.l(337.2.)JB:Clarimand.n.2(355.1.) 
^/«ron: Belange.IlL5(417.1.) Fi«: Hesperie.11.2. (436.2.) (437.1.) Fii:Tersandre. 
II.4(5c2.2.)Flormde.IV.3 (543.1.) Ptoti: Isabelle. 11.3.^562.1.) - Bruslant 
comme je fais, je me vay mettre en cendre. Tirsis. F.a.Äl. 1(323.2.) 

19. J'ars, je brusle, je cuicts, je grille, je roty, Et suis tantost en 
feu tout entier converty. Almerin. Corr. 11.3(258.) 

20. Ge petit demon avoit allum^ en mo^ une flame qui eust pu 
causer quelque fum^e au lustre de ma gloire. Fierabras. Prov. 111.6 
(238.1.) — . . . le feu d'amour n*e8t jamais sans fumäe. Emilie. Duc 
{fOs».IV.6(391.1.) — Du Phare la renomm^ k mis sa gloire en 
fum^e. BateUer. ^{ȣfon. 111.3(414.1.) 

21. . . . que j*eus8e avec moy fr^re Jean Tenfum^I Bragard. Corr. 
1.1(239.) 

22. . . . les vapeurs d'un fumeux vin nouveau! Amidor. Visl,^ 
(432.1.) 

28. Yoila nostre maistre qui est tellement passionn^ de Tamour; — 
il sen va en cendre. Tabarin. i.J?l Taft (230.1.) F.d. Ä Tirsis.!. 1(323.2.) 
Lisete V.l(337.2.) i2:Lyzante IV.2(364.2.)Taillebras.lV.4(367.1.) Fi« Amidor. 
111.4(444.1.) Ä An8elme.II.6(506.2.) 

24. . . . eile a pris mes liens. Et semble avoir steint tous vos feux 
dans les miens. Tersandre. ^7.11.6(533.2.) i)i*cd'0«s:Flavie.IV.9 (392.2.) 
IV.12(393.2.) Emilie.lV.l3(394.1.) l^ii: Beronte.III.4 (637.1.) — Du jour au 
lendemain steint Taffection. Lydie. 511.7(506.2.) Ä Anselme.V.2(518.1.) 

25. II y a plus d'artifice que de frei de ur en vostre silence. Doc- 
teur. CoOT.IV.l(250.2.) 12:Beaurocher.n.2 (355.1.) V.3(370.2.) F.d.ÄFlorice. 
I.6(337.2J 2X.Ali^on: Poliandre.L5 (405.2.) Fw: Amidor. II1.4 (444.1.) S: Con- 
8tance.IV.2(543.1.) 

26. D^autres ont Tesprit fort, mais bien moins sociable, Froids 
parmy les plaisirs comme dans le soucy. Glarimand. E.I.1(352.1.) V.d.8: 
Florice I.6(327.1.)Li8ete.IV.l(338.1.)IV.2(338.1.) B: Glarimand. LI (349.2.) II.2 
(355.1.) 11.2(356.1.) Clytie. IV. 1(364.1.) Beauroclier.V.3(370.1.) Älizon: Flenne. 
1.4(405.1.) — Le coeur plus froid 89aura payer d'un bon visage. Glari- 
mand. J8.Ll(350.1.) ^?»>on:Silinde.IV.l (419.1.) Fi«: Amidor.IIL4 (444.1.) S: 
An8elme.IlL5(511.1.) — Vous viendrez froid ement me dire quelque conte. 
Cloriude. JJ.m. 1(359.1.) ^K;gfOw:Belange.I.5(406.1.) 

27. Pareille privaut^ que Ton souffroit jacQs Enflame en moins de 
rien les coeurs plus refroidis. Lisete. F.d. Ä 1.6(327.2.) 2)Mcd'0s«;Alme- 
dor.m.5(388.2.) 

28. Dis tout ce que tu voudras, cela ne me cuit ny me gelle. 
Philippin. Prov. 111.1(21 6.2.) 

29. II donne de T^clat aux maisons inoonnues. Doripe. F.d.5.II.5 
(331.2) F.d.ÄPolidor.I.2(324.2.)Grisfere.IV.6(340.1.)JB;Glarimand.III.3(360.2.' 
Z)i«C(fOss:Flavie.m.l(385.2.) ^2i£ron: Karolu.I.4(404.2.)Poliandre.III.3(414.2. 
Fih Beronte.IL8(531 .2.)Lucidor.IV.3(542.1.) IV.3(542.2.) Ragonde IV.3(542.2 
PlaicU Erga8te.I.8(558. 1) Amidor. 1.8(558.1.) 



72 

30. Oiell dans ce portrait vor-je paa Selater Tous las tnuts doBft 
Florinde a sceu me gurmonter? Toraandre. J^. 11.2 (531.1.) Prav: Fiera- 
bra8.in.3(219.2.) F.dÄTir8i8.L2(324.2.) B: TaiÜebras. 1.4(353 2.) PtetViiEr- 
ga8te.IIL7(569.2.) 

31. Padore avec respect vostre illustre grandeur, Et de voe faicts 
guerriers j'admire la splendeur. AIcidon. Kw. IV. 7(45 1.2.) 

32. Gest (la valeur) . . . le lustre de maisons. Alcidon. Vig.lVJ 
(452.2.) Pror: Fierabra8.m.6(223.1.) 

33. veritä trop forte, et qa*on ne peut celer ! Tu renais quand tv 
veux- plui brillante et plua claire. Orgye. ÄV.3(519.1.) 

34. . . . les beaux faits tous rayonnans de gloire. Melisse. Fu. 
11.1(435.2.) i 

34a. . . . Tobjetto radioao de la mea paasion. Piphagne. N.F, 
Tah.IL(2il.) 

35. . . . j^estois en soucy En quel lieü je pourrois te rencontrer 
aussi; Toy, qui brillant rayon da soleil qm m'eolaire. Eraste. iS.I3 
(498.1.) — Pourroia-ie rebutter celuy dont la doctrine Paroist comme ud J 
rayon de sagesse aiyine? Alcidon. Fi«.y.l( 453.1.) \ 

36. Ses regards sans arrest, sans nullfs estincelles. Amidor. \ 
Vis. 1.4(433.1.) I 

87. J*af cru qu'il arait beu; ses yeux ätincellants . . . Sem- { 
bloient tacitement en rendre temoignage. Anselme. <S. 1115(51 1.2.) i 

38. Ces engoulö-bonteille an goziertont de fen Ne sont pas des mignons 
qui boivent pour un peu Et n'ozent de rubis enluminer leura trognes. 
LeBorgne. F»7.V.1.(545.1.) 5f:Anselme.III.5(511.2.) 

39. Puisse mon luminaire estre steint tout It fi^it. Beronte.Fil 
IV,5(544.2.) 

40. Je viens rendre, Alcidon, yostre esprit esclaircy. Amidor. F«: 
V.7(456.i.) Pro«: Lidias.in.5(222.2.) ni.7(226.1.) V,d ÄPoli(!or.in.5( 337.1.) 
B:Clarimand.in.3(360.l.) I>t4CcfO««^Duc.n.2(382.2.)Flavie.IL4(385.1.) Ft«: 
Alcidon. IV.6(450.2J ÄEraste.I.3(499.2.) GeronteJII? (508.1.) Anselme.nii 
(510.1.)V.2(518.2.)V.4(51&.2.)(520.1.)V.7(521.2.) jFV7:Beronte.I.2(527.2.)Ter- 
8andte.II.5(533.1.) 111.5(537.1.) Florinde.II 7(534 1.) Lucidor.V 4(548.1,) 

41. . . . ce bei oeil qui m'dclaire. TaälTebras. 22.11.3(356 2.) 

42. Faut-il tant consulter en matiei'e si claire? LeDuc. I>uc(2*Os5: 
n2(383.1.) Corr: Clorette.in.2(276.) ÄOrgye.V.3(519.1.) JF\7;Beronte.I.2 
(527.2.) — n faut que je m*explique enfin pltta clairement. Corinne. 
Ptotd. LI (553.1.) Pro«: Thesaurus. Prol. (197.2.) Fd.ÄPolidor.V.S (346.2.) 
2>uocrOM:Flavie.IV.12(393.2.)^^on:Batelierm.l(412.2.)Beraiige.m.5(4l7.1.) 
Clariste.I7.2(421.20 ÄAn8elme.V.4(520.1.) JVZ:Ragonde.III.3031.2.) Olymp«- 
V.3(547.1.) 

4S. Qü'il d. la voix clairette! Filipin. Ptoid. IV.4(573.l.) 

44. . . . mon coeur repugne aux esclaircissemens. Lelie. 5. LI 
(498.1.) 2}Mcd'OM:LeDuc.n.2(383.1.) ÄEraste.1 4(501.1.) 

45. Ha! que je devois bien, imprudent qne je suis, Tirer ouelques 
clartez pour dissiper mes nuits. Tersandre. ^7.11.5(532.1.) N.F.Taib.II. 
Piphagne.(243.2.) J\7:Clori8e.n.4i532.2.) 

46. Je n^oublieray pas le suiet de ce travail afin de ne concevoir 
rien qui ne soit diene de cette belle fille; il seroit impossible ... de 
n*e8tre pöint ^chauffä de ce soieiL , Docteur. Com. IIL1(248.1.) V.d.8i 
'nrsi8jn.4(336.1.)2)Mc<rOM;Bmilie.L4(37Ö.l.)2X.LeDuc.n.l(38().2.)ÄKrR8te. 
L3(498.2.) JP'»Z:Lücidor.n.6(534.L)Tersandre.m.6(539.2.) - . . . vingt mille 
^UB d*or sont Tostre mariage. Mais quoyl si vostre mere y met un 



73 

jouT la main, Ges vingt mille soleils s'eclipseront soudain. Baffonde. 
Fa,IV.3(542.2.) 

47. J'ay chery quelque temps un astre de la cour. Boselis. Äligon. 
IV.2(420.1.) Fw:Filidan.I.7(435.1.) ^7:Tersandre.IL6(534.1.) 

4(7a. . . . madona Qlimpia ... 16 st ei ä del mia anima. Pipliafipie. 
N.RTab.I{2SS.) 

48. Merveille de dos joars, astre luisant qui brilles Dans le ciel 
des beautez, vien te monstrer k mov. Filidan. Fw.I.7(485.1.) — . . . c'est 
un ciel d'araour. Almedor. Dwcd'ösÄ. 11.1(381.2.) Ä: Beaurocher.V.3(370.1.) 

49. . . . ces exploits en Tair, que tes discours nous vantent. Cla- 
rimand 12.14(353.2.) Ä:Clytie.II.3(356.2.) 

50. J'ay Tesprit si piain de .'nuages. Docteur. Com. LI (238.1.) 

51. II ne faut pas douter que de ceste disgrace Ne pleuvent cent 
mal-heurs sur Tune et Pautre race. Plavie. 2>ucd'0»«.t.3(378.2.) Prov: 
Bertrand.I.6i 201.1.) Ducd'Oss: Le Duc.IlL4(388.2.) 

52. S'il tonibe sur mon dos une grßle de coups? Beronte. Fü. 
V.2(546,2) J^.KTa&.I:Tabarin,(236.) N.F.Tah.lL Luca8.(244.) 

53. Ces grands conteurs ne fönt rien moins que nostre conte, Qui 
laissent. au lieu d'or, du vent et de la honte. Clarimand. 12.11.2(355.1.) 
Corr: Almerin.IV.3(288.) Prot?:Fierabras.III-2(216.2.) 7.<I.ÄTir8is.III.l(334.1.) 
B:Clarimand.IV. 1(363.2) ^^tiPon: Karolu.III.3(414.1.) — Ce vent impe- 
tueux s'est reduit en ros^e: Et j'ay de vostre sort avec art redressd 
L'edifice penchant. Ergaste. ÄIV.f512.2.) — Mais encore« n'avez-vous 
point eu vent qu'ils estoient? Thesaurus. Proi?.IIL7(224.2.) Buc^Osa: 
Emilie.IV-6(391.2.) 

54. Quitte mes sens, audace, et paroy sur mon front; Que parmy 
las assaux d'un si cruel orage On n*y lise qu*ardeur, que gloire, et que 
courage. Taillebras. 12.11.4(357.1.) 12:Beaurocher.V.a (369.2.) (870.1.) Fih 
Lucidor.IV.3(543.1.) 

55. Monseigneur, cet honneur, et ceste mesme teste, Que vous me 
conservez au fort de la tempeste, Feront voir comme quoy je vous 
suis Obligo. Paulin. I>ttC d'0««.L2(378.2.) B: Lyzante.IV.2(364.2.) ÄErgaste. 
IV.1(512.2.) 

56. . . . quelque tourment — Qui nous afflige et nous tempeste- 
Bragard. (7orr.in.l<267.) 

57. . . . cette eloquence . . . n'est pas moindre que celle qui aütre- 
fois portoit des foudres et des tonnerres. Docteur. C?om.IILl(247.1.) — 
J'y suis depeint au moins comme un foudre de guerre? Taillebras. 
B.in.4(36l.l.) B: Taillebras. 1.4(352.2.) Vis: Artabaze.Ll (481.1.) Melisse. 
lV.lf447.1.) 

58. Son coeur tremble de peur, et sa bouche foudroye. Clari- 
mand. 12.nL4(361.1.) — . . . le vaillant, terrible et foudroyant Fiera- 
bras. Fierabras. Prov.III.6(223.1.) 

59. Cet Eclair de beautö vient de parestre icy. Filidap. FtÄ.rV.5 
(450.2.) 

60. Pour me vanger de luy j'ay form^ ce tonnerre (le cartel)* 
Lyzante. 12.111.4(360.1.) Prot): Fierabras. 11. 6 (215.1.) Cowi: Docteur. III. 1 
(247.1.) — Frappez, Dieux, achevez ce grand coup de tonnerre. Ly- 
zante. 12.114(357.2.) 

61. Je veux . . . leur faire veoir que ce qu'ils croioient autre .fois 
estre la pure et parfaite eloquence n'estoit que son o.mbre. Docteuri 
Com.I.l(237.1.) Com: Docteur.Ll(238.2.) 12:Lyzante.III.4(361.1.) — . Va, suy 
tes rejnes d'ombre, ainsi que Test ta foy. Clytie. 12.17.4(366.2.) 

Anag. Q. Abh. (B* Degenhftrdt). &* 



74 

62. Tant de monde en aura par tont dans le Tillage Que vons les 
pourrez voir sans donner de Tombrage. Polidor. K.d. All. 7(333.2.) 
I>tic<i*OM:Klavie.IV.14(394.2.) — Mais non. ne touche rien de ce jaloux 
ombrage. Eroxene. i9. £1.3(505.1.) 

63. II en monrra, le traisire, et si la diligence M'empesche^ d'en 
tirer one illustre vengeance üne obscure suSt. Emilie. Duo d" Ost. 
L4(379.1.) 

64. . . . Sons ooulear de nostre confidence. Flavie. Ducd'OssIYM 
(393.1.) Oom:Docteur.I.l(239.2.) i2:Clvtie.II.3(i356.1.) Clarimaiid.V.3(370.1.) 
ÄLelie.IV.6.(515.2.) JF\7:Tersandre.n.4(532.2.) 

65. . . . peutestre Glorinde estlaide en cramoisy.*) Raeonde. Fü. 
1.3(528.10 

66. Je rit jaune comme farine. Philippin. Pror.1 7(204.2.) 

67. . . . la nuict aassi-tost rembrunit ce sejour. Amidor. Fis.1.3 
(432.2.) 

68. . . . la brünette noict. Amidor. Fi8.I.4(433.1.) 

69. Accusez le destin, dont la noire malice Nous ravit le bonheur 
de vous rendre service. Floriane. Älizon, IV, 2(^19. 2.) Pror: Plorinde.IIL3 
(219.2.) Com: Docteur.Ll (238.1.) Ä Ly die. IL 7 (506.2.) Ergaste. 0.5(510.2.) 
Fü: Lucidor.I.3(528.2.) Ter8andre.ll.2(531.l.) 

70. Oh! combien ce beau jour dissipe de tenebres! Anselme. S. 
y.6(521.1.) 

71. Hai que je devois bien, imprudent que je suis, Tirer quelques 
clartez pour dissiper mes nuits. Tersandre. ^7.11.5(533.1.) — Le soir 
qui 80U8 ses loix rangeroit mon destin, Seroit suivy pour moy d^une 
nuict sans matin. Lelie. /S. 1.4(500.1.) jß:Lyzante.IIL6(362.2.) 5:Aurelie. 
111(502.2.) 

72. . . . Tavril de mes jours. Amidor. Fw.V.7(456.2.) 

73. n viendra une saison oü tu auras plus d'horreur de son yisage 
que les ooulpables n'en ont de leurs juges. Alcandre. Com.II. 1(242.2.) 
Üom:HydaBpe.Ll (238.2.) Paladin.IV.l (252.2.) V.d.8: Tirsis. 1.2(324 2.) Duc 
d'Oss: Bmilie.1.4 (379.2.) IV.13(394.1.) Almedor.II. 1(382.1.) Vis: Amidor.IV.4 
(449.1.) ÄAnselmeIII.3(510.1.) J?\7:Ragonde.I.4(529.1.) 

74. ... rhiv er de mes ans. Molive. CofT.IV.l(279.) 

75. Ge vent impetueux s'est reduit en ros^e Et j'ay de vostre sort 
avec art redressä L'edifice penchant, et presque renvers^. Ergaste. SJY.l 
(512.2.) 

76. . . . que ce farfadet pour guerir sa migraine Boive tout THe- 
lycon, puise tout THypocreine. Taillebras. JS.I.4(352.2.) 

77. . . . cette avare echo, qui respond par ta bouche. Lelie. iS.Ll. 
(497.1.) 

2. Die nnbelelite Natur (Mineralreich). 

78. Dans la saison du jasmin . . . il est au comble de ses richesses. 
Griselin. Com. V.2 (256.2.) F.d.Ä Polidor. 111.2(335.1.) ^^tfow: Belange. 1.5 
(406.2.) J?\7:Lucidor.l.3(528.1.) 

79. Le Ciel, belle Eroxene, Vous comble . . . d'heur et de prospe- 
rit6. Eraste. ÄIV.8(616.2.) F.d.Ä Florice.n.4 (330.1.) V 1(343.1.) Tirsis V.8 



*) G'est-k-dire d*une laideur du meilleur teint. Le cramoisi ^tant la 
couleur par exellence, tout ce qui ^tait »en cramoisi« passait pour exel- 
lent, pour parfait. cf.lAlbrecht, die Leipziger Mundart Leip- 
zig 1881: karmesinvergnügt = sehr heiter. 



76 

(347.1.) i4^«f(m:Karolu.V.4 (426.2.) Fw: Phalante-Hil (486.1.) ArtabaBe.IV.7 
(451.2.) ÄEroxene.IV.8(516.2.) Lydie.V.2(518.1.) Con8tance.V.5(520.2.) Pü: 
Beronte.V.4(547.1.) 

80. Source d'infirmiteZ) de^lorable vieillesse! Plus je veiix penetrer 
tes ab 78 in es profonds, Plus je te considere et plus je me confonds. 
Ergaste. 5.111.5(510.2.) ÄErga8te.IV.2(513.1.) 

81. . . . il faut bien d^pendre, et Paris est nn gonffre. Nicette. 
PtotUIV.l(571.1.) Ä Erga8te.IV.2(513.1.) 

82. J'aurois bien meritä le reste de mes jours De voir devant mes 
pieds, pour eternel supplice De la neeessit^ le triste precipice. Alci- 
don. Fw.V.l(453.1.) ÄLelie.1. 1(498.1.) 

83. Celeste beaute En quel ezces de mauz m'as tu precipitä. 
Filidan. Fw.1. 5(434.1.) 

84. Par trop de sentiment je deviens one röche. Amedor. i2jn.l 
(359.2.) 

84a. Et comment amollir ce rocher endnrci? (la maistresse.) Ly- 
zante. 12.111.3(360.1.) 

85. II est yray que je suis plus mal-heurenx qu^un chien qui se 
noye de m*estre fi^ k une femme et d^avoir 4tabli ma seuret^ sur un 
sable mouvant. Thesaurus. P*'Ot7j.6(201.1.) 

86. noire perfidie! ö sieole! 6 monde immonde! Lydie. iSLII.7 
(506.2.) 

87. II faut que je leur aille servir h, present de fleau et couronner 
ce front de lauriers, que la boue (la nlle) en l^tdinant avoit fletris. 
Fierabras. Prot2.IIL6(223.1.) 

88. II n'y a que la mort seule qui puisse mettre fin k toutes ses 
ordures. Docteur. Com.IV. 1(251.1.) 

89. Va, crois-tu me pescher avec des vers pourie? Clytie. 22.II.4 
(357.2.) 

90. Oanailles . . . ne croupissez pas davantage et vous retirez. 
Prevost. iVoi;.III.5(221.2.) 

91. Les courriers . . . ont tary de chevaux toutes les postes et les 
relais du monde. Fierabras. Prot7.IL6(215.1.) 

92. Obon Dieu! quel mal c'est! quel bruslant tison Si Ton n^espand 
dessus de Te au de la raison. Florette. CofT.I.2(239.) 

93. Voyez si j*ay suject de r^pandre des pleurs, D'accuser ma beaute, 
source de nos malheurs. Hesperie. Fw.IV.6 (451.1.) Com: Paladin.iy.l 
(252.2.) Duc d'Osa: Flavie. III. 1 (385. 1.) & Lydie. II.7 (506. 2.) Ergaste,in. 5 
(510.2.) Lelie.IV.3(514.1.) — Qu'il se hÖ.te a cercher son malheur en sa 
source! Beaurocher. E.V.3(370.2.) ÄLydie.V.2(518 2.) 

94. Va voir ce qu*elle fait et te coulle tout contre. Flavie.Duc 
d'Oss.II.4(384.1. ) Duc d'Oas: Le Duc.nL2(385.2.) Älizon: Belange. 111.3(414.2.) 
— Je luy coule ce mot jusque dedans le sein. Gnillaume. F.d.ÄlII.3 
(335.2.) — Quinze ans s*estoient coulez, sans aucunes nouvelles. 
Lelie. &I.4(500.2.) — Ils pensent que c*est Ik que se void le galant; Que 
se donne Toeillade et le poulant coulant. Sestiane. ^K^ion. V.5(455.2.) 

95. Ma femme, le torrent de la passion vous empörte. Thesaurus. 
ProiJ.I.6( 201.2.) — Ce grand roy qui cent rois enfanta de sa cendre? Ce 
torrent de la guerre? Amidor. Fw.II.4(437.2.J 

96. Une flotte d'amans vient de vous arriver. Hesperie. Fm.II.2 
(436.2.) 

97. Dans le pompe du train, dans le luxe et le flux II est vray 
qu'aujourd'huy Ton ne les connoist plus. Clorinde. ÄIV.3(365.2.) — 
... un flux d'injures nompareilles. Taillebras. 5.11.4(357.1.) 



76 

98. . . . ma ohambre est toat vostre element. Glorinde. 12.111.1 
(359.1.) 

99. Oe dien ^ui £ait les Mores . . . n*a pas le pouvoir de noircir la 
neige de son teint Paladin. Com.II. 1(242.2.) 

100. Mais il est difficile aatant comme ennuyeux D^avoir un coeur 
de glace, et le feu dans les yeax. Glorinde. 12.1.1(350.1.) Com Alme- 
rin.II.3(259.) -42teo«: Poliandre.II1.5(4l6.2.) Fil: Beronte.V.2(546.2.) 

101. . . . la crainte, Qoi me glace le sang, tient ma voix en con- 
trainte. Lyzante. 12.111.6(362.2.) 

102. . . . dans ce temps fatal Jaillit sous ses pi^ds un long trait de 
cristal. Phalante. Fw.III.5(445.2.) 

103. Ces en^oule-bouteille an gozier tont de feu Ne sont pas des 
mignons qui boivent pour un peu Et n'osent de rubis enluminer leurs 
trognes. LeBorgne. jPVI.V. 1(545.1.) 

104. . . . le ciel se fait plus pur, Et joyeuz se revest de sa robe 
d ' a zur. Amidor. Fw.I.4f 432.2.) Fi«: Amidor.1.4 (438. 1.) Pilidan.I.6(434. 1.) 
111.1(440.2.) Artabaze.III. 1(440.2.) 2X.Pbalante.IIL5(446.2.) 

105. Pour luv, il a . . . le cul de verre. Alaigre. Prot?.lII.7 
(226.2.) 

106. Vous Pavez devin^, Je baise quand je veuz Le coral de sa 
beuche . . . Tersandre. ^Z.IL6(553.2.) FM:Amidor.I.4(433.1.) Hesperie.Le 
(434.1.) Artabaze.m.l(440.2.) Filidan.III.l(440.2.) 

107. Vous avez renconträ ceÜe . . . qui est la perle des filles. Pre- 
vost. Prot?jn.7(293.1.) Proi?:Alaigre.III.7(223.2.) 

108. . . . vos cheveux sont d'or, et vostre front d'argent. Clari- 
mand. 12.IV.1(364 1.) F««:Amidor.I.4(433.1.)Phalante.m.5(446.2.) 

109. Toutefois je me trompe, et quand vostre riebesse Consisteroit 
Sans plus en Tor de vostre tresse Lucidor est fidelle, et si coitfö de vous 
Qu'il feroit vanitö de se voir vostre öpoux. Ragende. jF'ii.IV.3(ö42.2.) 
12: CIarimand.IV.l(364.1.) Vis: Amidor.I.4(433.1.) F«i:Tersandre.lI.öc533.2.) 
— Un hemme de paille vaut une femme d'or. Fierabras. Prov.ilLÜ 
(223.1.) Prot?: Alizon.II.2(208.2.) Fi«: Phalante.m.5(446.2.) — . . . cet or 
dont ces premiers siäcles estoient composez. Docteur. Com.l 7.1(252.1.^ 
(Jörn: Pantalon.III.l(248.1.) Docteur.IV.l(251.2.) Hydaspe.V. 1(254.2.) 

HO. C^est Tor seul qui fait vivre, et non les mots dorez. Nicette. 
Pto»d.I.3(555.1.) — . . . le fils poil-dorö du grand Saturnien. Amidor. 
F«s.L2(432.1.) 

111. Si de ce bras de fer une fois je Tattrape, II sera bien subtil 
et bien fort s'il echape. Bras-de-Per. FilLl(b2Q,l,) — - Aux siecles passez 
(que Ton appelle d'or pour n'avoir pas estö de fer), le peuple ne se 
conservoit dans son innocence. Docteur. Com.lV. 1(251.2.) 

112. Mais je crains que ce ne seit un somme d'airain. Thesaurus. 
Prov.I.4(2ü0.1.) 

8. Die Pflanzenwelt. 

113. Monsieur, s'il n'est ce que vous dites, au moins est-il du bois 
dont on les fait (les honnestes hommes). Lidias. Prot?.lII.7(226.1.j Prov: 
Alaigre.IlI.7(224.1.) 

114. Ce que je vous disois n'est pas de mon estoc. Nicette. Plaid. 
1.3(555.1.) 

115. Nostre belle rivibre ayme tellement cette terre qu'il semble 
qu*elle ne s'en veuille jamais eloigner, par tant . . . de brancbes, 
qu'elle y fait. Docteur. Com.III. 1(246.2.) 



77 

116. Car ce yilain ribaut a beaaooap plus de force Qae nous auires 
vieillards, qui n'avons qae Tecorce. Mersant. Corr.V. 1(292.) 

117. C*est un jeune tendron de F&ge de quinze ans, Mais qu'on ne 
peut gagner qu'k. force de presens. Beronte. ^«1.11.2(531.1.) 

118. Le espines d'amour ne sont point sans leurs roses. Lelie. S. 
1.1(497.2.) F»Z:Beronte.IL3.(531.2.) 

119. Ses deux cuisses sans cnair, ou plustost deux roseauz. Amidor. 
Fw.L4(433.1.) 

120; Pour luy, il a les jambes de fetu. - Alaigre. Proü.III.7(225.2.) 

121. ün homme de paille vaiit une femme d'or. Fierabas. Prov. 
ni.6(223.1.) 

122. . . . excusez une humeur, Qui changera sans doute en un age plus 
meur. Isabelle. PJatd.lI. 1(559.1.) — Pensez y meurement. Pouandre. 
ÄlizonlV, 2{A21.2.) FwiLysandre.1. 7(434.2.) 

128. . . . Taage aura meury cet esprit si charmant. Corinne. Plaid. 
11.4(563.1.) . 

124. Je veux leur faire manger des poires d*angoisse. Prevost. 
Proü.III.4(220.2.) 

125. Vous parlez de baisers, o'est un pretieux fruit. Guillaume. 
7.(i.ÄIII.5(373.1.) — Lesfilles sont des fruits qui ne sont pas de garde. 
Crisfere. F.d.ÄiV.9(342.2.) Com:Pantalon.llI.l(247.2.) - Mais quel fruict 
attenda-tu de cette amour extröme ? Tirsis. K.(i.iS.1.2(324.2.) V,d.S: Dori- 
mene.ll.6(332.2.) i2:LaDupr6.II.l(354.1.) Beaurocher.V.3(370.1.) Ducd'Oss: 
LeDuc.II.l(381.1.) V.8(398.2.) Octave.IV.3(390.2.) S: Aurelie.ll. 1(502.2.) Con- 
stance. 1V.2(513. 1.) Lelie.IV.7(516.2.) Lydie.V.2(518.1.) JPiZ: Beronte. 11.2 
(531.1.) — Quelque ardent et mortel que sod foudre puisse estre, ün 
fruit de ina ruine est qu'il ne peut Taccroistre. Eraste. 5.1.3(498.2.) 
E:Clytie. V.6{371.2.) Dwcd'Ow: LeDuc.lI.2(383.1.) Vis: Melisse. IV. 1(447.1.) 
S:Leiie.l.4(501.1.j2X. i'2aid:Palandre.III.l(564.2.) 

126. Mon maistre est tout remply de belies fleurs de rhetorique. 
Griselin. Com.V.2(256.1.) Com: Paladin.! V. 1(252.1.) F.(i.ÄTirsis.IIL4(836.1.) 
— Je deteste Tamour quand il donne des pleurs, Et je ne le suy point 
s'il ne donne des fleurs. Polidor. F.d.ÄIII.2(334.2.) — . . . vostre 
mere, Qui, se voyant encore en la fleur de ses ans, Se laisse cajoUer 
par mille courtisans. Ragende. JPt7.I.4(529.1.) Fw:Meli&se.IV. 1(447.1.) 

127. Ce mignon, ce musqu6, ce diseur de fleurettes. Argine. 
Ptoi(i.I.2(554.1.) 

128. ... ses discours sont tous fJorissans. Griselin. (7om.V.2 
(526.1.) 

129. Je suis plus fies tri e que les roses de Tannäe passee. Glorinde. 
Com.lII.2(248.1.) 

129a. Mon pfere . . . croyoit . . . qne nous eussions plante Pamour 
pour r e V e r d i r. Plorinde. Prot?.I.7.(204,2.) 

129b. C'est lors qu'un pucelaee est eclos pour mourir. Clarimand. 
12.11.2(355.2.) ^ ^ B 

129c. Aimer sans nostre avis, et choisir un muguet! Crisöre. 
F.(i.fif.I.6(332.1.) Com Florette.I.2(239.) Molive.V.2(295.) 

130. . . . si ma main Eust pü cacher ce mot dans le lis de son 
sein ... Guillaume. 7.^.5.1115(337.2.) i2:Clarimand.I.4( 353.1.) Fw:Ami- 
dor.II1.4(443.2.) 

130a. . . . je ne suis pas resolue ... de me dettendre d'un ennemy 
qui ne me jette que des rozes k la teste. Glorinde. C:om.IIL2(248.2.) 
~ Cette belle farouche Vous fait-elle cueillir les roses de sa boucheV 



78 



Lacidor. FaJI.ei 533.2.) U:CIarimaiid.I.4( 358.1.) iS:Lelie.I.l(497.2.) FtliBe- 
ronte.IL3(53l.2.) 

131. L'ebene de ses dents digne de mille voeux. Amidor. Vis.lA 



(433.1.) 



4. Die Thierwelt. 



132. Monsieur, je ne suis pas si sötte ni si beste. Nicette. Plaid. 
1.3(555.1.) Ducd'Oss: puc.III.4(388.1.} — . . . en s'allant eile m'appella 




5.) 

, , . . '.6(372,1.) — A tous seigneurs tous 

honneurs, beste brüte! Pierabras. Proü.II.l(206.1.) — Considerez un 
peu ces benests d'amoureux. les bestes ä corne! ö qu'on ne mV 
tient pas! Almerin. (7orr.I.3(245.) 

133. üne fiUe est estrange ayant TAmour pour maistre, Et c'est un 
animal dificile ä conaistre. Crisbre. F.d.ÄIV.6(340.2.) Prot?: Thesaurus. 
1.4(199.2.) Alizon: Jeremie.III.6(417.2.) 

134. Les brutaux comme toy seront de ton cost^. Polidor. F.d.Ä 
111.5(337.1.) i>Mcd'OM:Camille.IV.l (389.1.) Horace.IV.5(391.1.) - De lä 
vint ia secrette et forte Jalousie Qui d'un brutal espoux troubla la 
fentaisie. Emilie. Ducd'OssJA{B79A.) E: TaillebrasJlL7(362.2.) Bwd'Oss: 
Einilie.II.3(383.2.) 2X. V.6(398.1.) 

135. Tousjours gaillard, dispos et la gueule bien fresche. Bragard. 
Corr. 111.1(264.) Prot; : Philippin. 11.3(209.1.) (201.1.) (211.1.) Alaigre.II.3 
(210.1.ji.F.ra&:Tabarin(231.1.) (231.2.) 

13(5. Car, mon amy, je veux, d'une plaine abordade, Sur le haut de 
ses biens lascher une taiUade, Aprfes, d'un second coup, luy fendre le 
museau. Bragard. Corr.I.l(237.) — Les pauvres museaux de chiens! 
nous avons bien revisitä leur fripperie. 2me Archer. Prot;.IlL5(222J.) 

137. Le» veulent ou non, ils passeront par mes pattes. Fierabras. 
Prot;.II.2(207.2.) Provi Prevost.in.4(220.2.) 

138. .. , cette casaque bleuö Qui nous mit Tautre jour cent archer» 
h. la queug. Bras-de-Fer. FtlLl(526.1.) — . . . ceux qui tiennent la. 
queue de la poisle. Thesaurus. Prov, Prol.(197.2.) 

139. Vous devinez les festes quand elles sont yenues. Mais poussez 
yostre cheval. Thesaurus. Prot?.III.3(2l7.2,) — Le meilleur qu'il vous 
laut c'est un comte allemand, Je veux qu'il soit cheval, et parle vieux 
romant. Clarimand. JB.II.2.(355.1.) 

140. Me prenant pour cheval ils m'ont bien dtrillö. Beronte. Fü. 
1.2(527.1.) Corr: Almerin.L3(249.) Hilard.V.l(291.) i.^. Taft: Tabarin.( 232.2.) 
>»«. F.Fa6:Tabarin.(234.1.) Prot;:Fierabras.IL2.)208.2.) Florinde.lL3(210.2.) 

141. Par la digne morbeuf! le gallant est füre. Tenez! regardez-le! 
voyez comme il ecume. Brillant. (?orr.L3(249.) 

142. . . . contre la justice ayant bi^n regimbä II faudra qu'^ la fin 
ils viennent a jubä. Ragende. jP«7.IV.3(542.2.) 

143. . . . cela t'a passö en oreille d'asne. Thesaurus. Prot?. 1.4 
(199.2.) 

144. Ton visage, croupifere, acinquante pendans, Vieillemulle ridee* 
Bragard. Corr.lI.2.(255.) 

145. Escoutez, oyez-vous ceste grosse pecore? (le Prologueur.) Le 
Cachö. Corr. Prol. (233.) Corr: Prologueur. ProL (233.) Prot?: Thesaurus. L4 
(199.2.) 



79 

146. Mais tenez, ecoutez» yovez un peu ce buflel Oyez-vous ce 
qu'il dit? Florette. Corr.II. 2(255.) 

147. . . . honorons, en te jettant dans Teau, La Seine et le Pont- 
Neuf des depouilles d'un veau. Beaurocher. 22.11.4(358.1.) Corr: Prol. 
(232.) Brillant.I.3(244.) Prov: Alaigre.IL3 (210.1.) Florinde.III.3 (219.1.) B: 
Amedor.IV.5(367.2.) 

148. . . .je rumine enfin contre cette disgrace. Ergaste. ^.IV.3 
( 513.2.) Com Prologueur. Prol.(233.) 

149. ... im ennuy qa*on nomme fantaisie, Qui le jour et la nuit 
8*en paist. Mersant. Corr. II. 1(250.) — Prenez du vin: aussi mal de 
teste veut r e paist re. Alaigre. Proü.II.3( 210.2.) 

150. Vous estes un pourceau, voire encor plus infame. Florette. 
Oorr.II.2(254.) JV.JP. Ja&.J:Eodomont.(poerco.) (236.) JVI:Lucidor.V.4(548.1.) 

151. II faut mourir, mon petit coohon (Philippin.) Alaigre. Prov, 
1.2(178.1.) 

152. II grimace par fois comme un enfant qu'on sevre, Tantost rit, tan- 
tost pleure, et pour rien prend la ch^vre. LeBorgne. .FiM. 1(526.2.) 
Prov: Philippin.IL3(210.1.) 

153. Morbleul qu'elle fait bien la chatemite! Alaigre. Prov» 
111.3(217.2.) — la fausse chatte I (Francisquine.) Tabarin. N.RTab.IL 
(240.) 

154. Ils me chanteront poüille, il me feront desordre, Et jamais ces 
inatins n*ont abbov^ sans mordre. Eagonde. J\7.I.2( 527.1.) 

155. .. . nos chiens de clers, Je croj qu^ils estoient yvres. Nicette. 
PtoiUL3(554.2.) Corr: Clorette.II.3(260.) — Ha! la petite chienne! Ha! 
le traistre meschant! Molive. Corr.in.2(272.) Corr:Mersant.II. 1(250.) 

156. Ton visage, croupibre, a cinquante pendans, Yieille muUe ridee, 
ou plustost vieille lice. Bragard. Corr.n.2(265.) 

157. Ouy, reste de potence, ouy, gibier de bourreau. Amidor. 
Plai<i.L8(558.1.) 

158. J'ay le droit de chasser . . . Ouy, mesme jusqu'aux biches. 
Mais de Celles, sans plus, qui dans les lieux d'honneur Vous fönt, seien 
Targent, passer pour un seigneur. Glarimand. 22.11.4(357.2.) 

159. J*ay une memoire de libvre, je la pers en courant. Prevost. 
Prot?.III.5(222.2.) 

160. L^amant dans la poursuite est un renard si fin. Olympe. 
.Fil.1.4 (530.1.) — Nous avions pris la peau du renard pour attraper ce 
viel coq de docteur Thesaurus. Lidias. Proü.III.5(222.2.) 

161. . . . k pas de loup nous reviendrons. LeBorgne. Fil.IV,^ 
(544.2.) — Je venois bien icy me confesser. au loup. Silinde. Alizon.lV.l 
(419.1.) — Commentl crotte de loup, tu frappes comme un sourd! 
GauUard. Corr.Ll(238.) 

162. L'amant . . . devient lyon aux caresses premi^res. Olympe. 
JP»7.L5(530.1.) Fil: Beronte.V.6(549.1.) 

163. II a les yeux ardens comme un chat que Ton berne, La hure 
d'un lyon qui sort de sa caverne. Glarimand. 12.11.4(357.1.) 

164. J'ay couvert jusqu*icy le feu qui me devore. Tirsis. V,d,8, 
Ll(323.1.) Fw:Filidan.IILl(440.1.)V.6(456.1.)Melis8e.IV.2(447.2.) — II me 
semble desja que je voy le bon homme De vor er tantost Tune, et tau- 
test Tautre somme. Dorette. P2a»d.V.5(579.2.) 

165. Nommer une chimere un heros indomptä? Melisse. Ft«.II.l 
(4S5.2.) J?\7:Beronte. 111.6(540.1.) — . . . Pamour est indomptable. 
Polidor. F.«l.i& 1.4(326.2.) 



80 

166. Et doit-on s'estonner, si ce puissant vainqaeur, Ayant dompte 
la terre a s^eu dompter raon coeur? Melisse. F»>.IL 1(435.2.) V.d.S: 
Dorimene.l.3(325 1.) B: Clorinde.IV.3(365.1.) Fi8:Heßperie.n.4(438.1.) Arta- 
baze.III,l{440.1. ) IV.7(452.2.) Alcidon,IV.7( 452.2.) 

167. . . . venez revdre homxDaffe ä C5e domptear d'arm^es. Fili- 
dan. Fw.m.3(441.1.) 

168. II faut s^aprivoiser et frequenter chez lelles. Poliandre. 
iälMron.m.5{417.1.) 

169. Est-ce vous, mon enfant? . . . Est ce vous ma Ipetite rate? 
Thesaurus. Prot?. 111.7(224.1.) 

170. Las! que je seDs mon coeur cruellement ronge. Mersant. Corr. 
11.1(250.) Com FloretteJII 2(272.) 

171. Pour moy je voudrois bien qu'on reglast ce desordre, Et vm- 
ment, la police y devroit un peu m ordre« Stephanille. Ducd'Oss.U.l 
(391.2.) — Cette fascheuse envie a sur moy voulu mordre. Jeremie. 
ilZMron.V.l(423.1.) S: Ergaste.II.2(504.1.) 

172. Ah! vousestes amant De quelques yeuxd'azur, de quelque teirt 
d\yvoire? Artabaze. Fw.ITI.l(440.2.) 

173. Nous avons bien revisiter leur fripperie; ils n*en ont pas tir^ 
leurs brayes nettes: ils y ont laissö de leurs plumes. 2m®. Archer. 
Proi?.III.5(222.1.) Pro«: LeCoe8re.II,4( 213.2.) 

174. Mes archers petillent d*impatience d*aller p lumer roison 
Prevost. Pror.ra.4(220.1.) PZaid: Amidor.IIL7(570.1.) 

175. II se veut r'emplumer un peu sur vostre bourse. Filipin. 
Ptoui.I.4(555.2.) 

176. L'Amour garde par tout ceux qui luy sont fideles, Et pour nous 
enfuir il nous offre des aisles. Lucidor. Ft7.IV.3(542.1) — Le bruit 
que je feray . . . leur donnera des aisles aux talons. Pierabras. Prov. 
n.2(206.2.) 2>MC(f'0«s:Almedor. 1.1(377.2) FtZ:Beronte.V.6(549.2.) - Mille 
amans sur ce bruit k des flammes si heiles Ainsi que papillons TienneDt 
brüler leurs aisles. Hesperie. Fts.rV.6(451.1.) — Pourveu que, grand 
de coeur et souple du jarret, Vous fassiez k Töp^e aussi bien qu'au 
fleuret, Quelque adroit qu*il puisse estre, il en aura dans Tai sie. Be- 
ronte. J?^Z.nL5( 538.2.) Pfaid: Brocalin.III.5(568.1.) 

177. Bon courage, mes pieds, courons vite, volons. Beronte. 1^.1.1 
(526.1.) F.(f.ÄPolidor.III.2r834.2.)Guillaume.in.2 (334.2.) — Tousjours 
voloit entr'eux la victoire douteuse. Artabaze. Fi«.III.2(441.2.) Duc 
crOs«:Octave.IV.l(389.1.) Vis: He8perie.n.2(436.2.) 

178. II ne faut pas tout prendre de voll6e. Thesaurus. Prot?.n.2 
(208.1.) 

179. . . . il marche en Espagnol Et pense que le ciel est trop bas 
pour son vol. Ragonde. JP»7.1ir.2(535.1.) 

180. Je crois que tu ne s^aurois estre un moment sans avoir le mor- 
ceau au bec. Florinde. Prot?.IL3(209.1.) Corr; Bragard. III. 1(271.) Prov: 
Philippin. 1.7 (204.2.) Alaigre. 11.3(209.2.) Pierabras. II.2 (207.1. ) Florinde. II.3 
(208.2.) 111.3(219.1.) La Fille.II.4( 213.2.) Prevost,m.7f 224.1.) Fis: Sestiane. 
V.5(455.2.) Ft/: Beronte. V.2(546.2.) — Vous dites d'or, et si tous n'ayez 
pas le bec jaune. Alizon. Pro«?. II.2 (208.2.) — Quoy! souffrir qu'un 
pendart, qui devroit estre sec, Nous fasse ainsi passe'r la plume par 
le bec? Bras-de-Per. FzZ.I.l (526.1.) Prot?: Lidias.II.3(2Ö8.2.) 

181. Nous luy ferons un signe avec le croupion. Almerin. Corr- 
11.8(258.) 

182. II me beult dans le corps de ne pouvoir d^s ä, present mettre 



r 



RT-r^f 



81 

la griffe sureux. Fierabras. Proi?.II.2(208.1.) Prov:Fierabraa.IL2(2ö7.L) 
LeCoesre.n.4(2l3.1.) 

183. Je suis . . . le xnassacreur du vautour (Lidiaa) qui m'a ravy 
la proye. Fierabras. Prov.II.2(206.2.) 

184. Et euxfins, les gros butors! IIa sont armez comme dea Jacque- 
marts. Bertmnd, Prot?.I.3(199.1.) 

185. . . . c'est toi, vieux hibou, qui fus traistre ilmaflame. Jere- 
mie. Älizon.Y.S{42i.l.) 

186. Octave, en bonne foy, serois-tu bien si gruS, De croire que la 
soeur m'eust donn^ dans la veue? Camille. Ducd'Oäfs, IV. 1(389.1.) Provi 
Alizon.II.2(208.1.) — Quil ne m'y laisse pas long tciups faire la grue? 
Taillebras. JB.111.4(361.2.) — . . . ferons nous encor lonctemps le oied 
degrue? Bras-de-Fer. jra.IV.4{543.1.) 

187. n m'a tendu sa grande jambe d'allouette, et m'a fait dotiner 
du nez en terre. Alaigre. Prot?.II.3C209.3.) 

188. ! quand j*ay beu deux coups, mon amy, je fay rage Et faict 
fort bon ouyr mon gringot^ ramage. Bragard. &orrJILl(269.) 

189. le plaisant r9bin! (Almerin.) Clorette. Corr.Il.3(2Gl.) 

190. . . . j'ay une petite friquette (Isabelle) au logis. Lucas. 
>ejp.ra5.ll.(232.1,) JV^^F.ra&.I;Luca8.(235.) J^. F. Ja&,ZZ: Lucas, (241.) 

191. Vrayment, vous estes un gentil perroquet Flortnde, Prov. 
in,3(219.2.) Com Florette.n.2(2ö5.) 

192. II faut luy faire nie he. LeVoisin. PIauJ.lV.7(575.20 

193. Tu te ris donc de moy, vieux höre, nit ä poua. Florette. Carr* 
11.2(255.) — Nous sommes venus ä nid de chien, noua sorames Toles et 
ruinez. Macee. Prot7.I.6(201.1.) 

194. Que vous estes niais de vous taire aujourd'huj. Eagonde, Fü. 
lV.2f 541.1.) Com Bragar d.i. 1(237.) Prov: Alaigre.IL3( 211.1.) FierabtasilLa 
v220.1.) 5:Clarimand.L2(351.2.) u«t£ron:Batelier. III. 1(4 13.1.) Piaii: Nicette. 
12(554.1.) Brocalin.V.5(579.2.) 

195. Elle se pourroit bien laisser deniaiser A ce gentil inuguet 
de 8on eher pucelage. Florette. CotT.I.2(239.) 

196. A-t-on vü partizan faire mieux son magoV II pondoit lur 
8ur ses oeufs et vivoit ä gogo. Bagonde. jFY2.ly.3(542.2.) 

197. . . . quelques docteurs. . . . de la dernibre couv6e. Thesau- 
rus. Pror. Prol.(197.1.) 

198. Ce pigeon (Clarimand) en viendra eher eher de plus frianda. 
LaDupr^. 12.112(355.1.) 

199. L'amant dans la poursuite est un renard si ßn, Qae nous n'avons 
poulets, qu'il n'attrape k la fin. Olympe. JF\7.I.5(530.lJ 

200. . . . ce viel coq de docteur Thesaurus, Lidiaa. Pröo ,111,5 
(222.2.) 

201. . . . je mourrois d^ennuy, si, credule au caquet, Tu te In.isöoia 
duper par quelque esprit cocquet. Filippin. Ptotd^ 1.4(556,1.) Co rr: Bm- 
gard.IL2 (255.) Prov: Lidias. L7 (203.1.) Fierabras. II.2 (207,1.) Florinde, II.3 
(208.2.) (210.2.) F.d.ÄCris6re.II.6(332.1.) IV.6(34l.l.) ^ti: Clorise.1. 3(528.2.) 
PtoM?:Nicette.I.2(554.1.) 

202. . . . si quelqu'un lavoid, soudain on en caque.tte. Ragonde, 
mL5(529,2.) Prov: Florinde.IIL7(225.2) 

203. Peray-je le lyon quand vous faites la caneV Beronte. FÜ.YS 
(549.1.) 

204. C'est un oyson (levoisin) tout frano. Filipin, Plaid.Y Ai^lS.2.) 
Pm:Mac^.L6(201.1.) 

▲mg. u. Abh. (S. Degenhardt). ^ 



205. Maia, Me^ieure^ sans ceratnonie, couviez. cea niaqtier^ßiDi 
(les üoheiüieiift) de peur qu'iU ne s'eventeat. Aluigre. Pror. 111,5(222.2.) 

2UG. Ce aont de tes effortSj execrable vipere, Emilia. Ducd^O^. 
14(371^.1.) 

207. Ainai donc ce meschant sur mon lionneur se van^c. Ha! Mon- 
eienr, montrez-moj ce serpent odieux, EmilJe. Ducd'0&8.1Y.h{Z^Ll,) 
F.rf.^tCnefereJL^332,l.) MZ;OljmpeJ,5(530a.) 

208. Saute^ crapant (PMlippin), voicy U plviyel Älaigre- Prot)» 
L7(204,2,) PratJ;TheHauraBJ.5(201.1,) 

209. Maia d^oü TLent qu^au logii de cette fine mouche Heurte ce 
gentilhomme? Beronte. FilL2 {b21 .2.) P?aid:FilipinJ. 4(556.1.) - Voyei 
UB pen deeja quelle mouche la picque. Brocalin. Pfatrf. II L5 (568.2h) 

210. Un ea&ein d^avortoDS quo le si^cle produit Bat rareille d^s 
granda, les a&aiege, les auit Clarimand, it. L4(353.1.) Fis: AiiiidorJL4 
(438.2.) 

Ä. Die Person des Menschen und seine Lebenagewobnheiteii' 

211. verite trop forte . , ♦ Tu renais quand tu veux plua brillante 
et plus claire, Et te scais reproduire auaai bien que ton pere, Orgye, 
ÄV,3(519,L) AUzoniCkiisieAYAiUBX) — Que direz-vous du paavre 
Brutua» qui iua son pere pensant tu er un tyranV Griaelin. CofY.Vi 
(256,2,) 

212. Mille apprelieusiona cherchent le miserable , . , La tristesse est 
aa mfere, et eon pere un regret De n'oser deeouvrir a cbacun aon aecret 
Clariate, AlüonlY A{\i%X) 

213. VouB y verrea enfin que Taniour trioiuptiant Est ei grand dans 
iDOn coeur qu'il ces&e d'eatre enfant Polidor. F,(J.ÄIL7(333.20 - 
Je veujt Tona presenter des enfants de ma Muae. Ämidor. Vts.III.2 
(442.1.) 

214. * . . Teau fille du pied de remplume clieval. Amidor. F«- 
¥.7(456,1,) 

215. La nature ©ncore vierge n'avoit point commenci ä faire des 
monstres. Docteur. Com.IVJ.(251.2.) 

216. Ma dextre, qui n'a point d'öeale ni de prix, Soutfre ä peine «a 
Bceur. et la tient en mepria, Xaillebraa. B.y.2(369.L) 

217. Tien, pren ton appetit sur ce frfere jamboB» Gaullard, Com 
IIL1(2670 

218. II faut trouBser aas quillea et aea trottains de peur d%e 
pria. LeOoeare. Proi?JI .4(2 13,2.) 

219. . , , Vexperieuoe est maiatr esse de toutes lei a^ioncea, Hie- 
aaurus* Prov.Prol(197.2.) 

220. ♦ . . pourray-ie ftveo rudeeae Te chasser de chez moy^ venerable 
richeaae^ Nourrice des humaius, Alcidon. Fi*. V, 1(4 53.1.) 

221. Vous dites vray, Madame j on ne a'arreate jfuere Anx bniitfi 
impertinena qü'enfante le VBlgoire. Isabelle. PJaid,IL3(562.2.) -B:Tail- 
]ebrasJI.4(358.2.) Fis: Araidor.n,4(437.2.) 

222. Venise, oü j-arrivay pour mon erabarqueraent Yeid finir mon 
Toyagej et naiatre mon tourment. Lelie, Ä 14(500.2.) Com: Docteur.Y-1 
(255.2.) 2X. Vd^Sx Polidor. L 2 (324. L) Tirai8.IIL4(336, 1.) B'. Lyzaiite.D,3 
(356.2.) Aniedor,ra.5(362.1.) Beaurocber-V^Öf 372.1.) Buc d'Ossi Du cJ, 1(377.2.) 
Octave. IV.3 (390. L) Plavie, IV.8(3e2, 1.) lV.l2(y93. 2.) Aluoni Beiauge. 1.5 
(406.L) Karolü.V.4(426.20 Fi>:SeBtiane.IV*4(450,L) FiUdanJV. 4(449.3.) Ä 



83 

CoBstaace. 17.2 (513,20 (514.1.) Lelie. TV.e (516,1.) Plaid: FilipiD. 16 (557.L) 
Nice fcte. I Y:^ (5 72. 1 ,) km idor. I V.7(5 75.10 ^ - - cetit diveraeB flenn n a i fl s e n t 
aux en^irons, Phtüatite. Fiä. 1IL5 (446.1.) Com: Docteur. L l (240.20 

223. Du ainour ai parfait renaist des qu'il est ruort. f lorinde. i^L 
iai(53l.L) 6> Anseltne. V.2 (518. L) Orgye, ¥.3(519.1.) Füi FlorindeJlI.l 
(535J0 

224* C'ept eile qoe j'adore, et de qui !e« rigueura Ont donne la 
naiasance k toutes mes langueura. Tirsie, V.d.S. LI (323.10 Üf:01ari* 

mand.Y.5(37lJ0 

225. Ces petita a7 ort ans de la nuicvt . . , qui out enlere ma Flo- 
rinde . . . Fiembras. i^röt?.ü.6(215.10 ij: Clanmand.L4(35ä.L) 

226. Karola ine t'ait paur« et cent fois une armäe N^apoint donnd de 
crainte h ma droite anim^e. Jeremie. Alkony .1(422.2.) — , . , voua 
Jcvez tona deux tous aimer comme fr^ree, Sanfj jamais contte wauu a n i m e r 
vos colferes. Poliündre. AliEon. L b (4^ii.2.) Com Florette. IL 2 (2520 ^*s: 
Amidor.L4( 433.1.) Phalant^JII 5(446.10 j5:OrgyeJVJl(517.20 

227. Embrassons nouSj mon ame, il faut rire de tout. Olarimand, 
iif.V,6t372 2.) i2:Clorinde.Ll(350.1.) Ämedor.L2(35L 1.) 5: AnMime, 1V.4 
f514.202X* ^ . . . üoon eher amant et mon ame demie. Clorette. Corr. 
111,3(277.) — . , . Tarne de l'univers. TaiUebras. ij.l¥.4(36^.20 

223, « . . le brnit qua le monda pentoit Eatre tout roide niort la 
vie ainsi re^oit Molive. Corr. II 12(2720 Corr: Brillant. UI. 3 (276.) 

229. Ma valeur abborre ttop la captivitiä et le lieu de je ne ugaj 
quels luariages^ que daa taateE uaua cervellee ont inYente;^. Fiara- 
bras. rray.irL3[2J0.20 Corr: Florette. IL2( 2530 

23 Ü, Ges flloua an sont cause, iIb m^ont ecerrala. Beronte. Fü. 
01.5(538.1.) 

231. J'ay bais^ lei pieda da celny qui est la teate de toute la chre- 
atientä, Docteur. Com.ll(23S.2,) Ftöü: *'ierabraa.n.6(2l5.1,) 

232. Si belle occaaion da contenter aes voeui Marita bien plutoat 
qu'on la prenae aux cheveux. Flavie. Z)i*cd'OÄS.lII.l(386-2.) Proo: 
Lidias. 11(198.10 

233. Las arbres en aont beaux et droicts et chevelue. Pha laute, 
Fis.llL5(446,20 

234. II ne tiendra qu*ä. Tona de ptendra a^ant aonpper L'occaBion 
an poil. Brocalin. Plaid. V, 7(580,2.) 

235. Vostre secte, qui cherche oü tnieux ila paräitront Las stalle an 
diacours (lee deaira), las porte snr la front Clorinde. Ä.lV.3^365.10 

236. La chreatieut^ a chang^ dix fbis da faca. Paladin, Com. IV.I 
(252,2.) 

237. Allona, Florice, allons, peut-estre que demain Le ciel noua 
cachera son vi sage sarain. Doriraene. F.d. ÄV.l (344.1 -■ Voua donnea 
aeula an mal un viaaga da joye. Clarimand. S,L3(352 1.) — , , . la 
mort, qüe voua ave^ meepriada en toutes les formas et aoua toua las 
vi sag es. Docteur. Com. ¥.1(254.2.) ^li^on: Jaremie. 11.2 (408 .20 (409.20 S\ 
AuteLe,lIl<&02.L) 

238. Mettona-nous k Tabry d'un roch er aourcillaux. Amidor, Vis, 
14(432.2,) 

239. H aat donc k propoa de la Yoir du meeme oeil Ergaate. 
51 IV. 2(5 14. 10 " Si eile (L'Eglise) ne les approuva pas, alle forme neant- 
moina les yeux pour fiiire semblant da na les paa voir. Paladin, Com. 
m.2(249.2.) jr.F.ra6.1:PivhQgne.(occlii)(233.) 

240. J'ay reconvre la vuS, et chang^ tout soudain XJne si grande 
eitime en un plua grand dedain. Florinde. .^^2,111.1(535,1.) 



2iL Belange aiieuxemant luj donne da na 1a yene. Sitinde. 
vllt£OH.lV.l(413Z) Prov. F]0rabraB.ni.a.(219.L) jB:ClartmandJ, 2(350.2. )I1L2 
(3C0.L) Ducd:0MiC^Taine.lYX(m9.l.) i^»7:EagQiide.L4(529.1.) 

242, Je va^ rendre ma soeur tellement eübloüyä , . . Emilie. Duc 
d'OssÄY.Öißn:!.} S:Aü^e\me.yA (520.1.) FüiQ\onsellAib'^2,2.) Teraandre, 
116(533,2.) LiicidorJV.a( 543.1,) B6rontfl.V*4(547.2.) 

24S. Ah! quel aveuglementl en doutez tous encore? Hefipcrie. 
Fis. V.4 (455.1.) Ji:aarimEiiid.Ll(350.L) i>ucd7>ÄS:0cUTe. ¥.3(395.2.) 5: 
Lelie.L4(500,l.) IV.6(516.L) 2^Z:Terflandr 6.11.6(533.1.) Plaid: kmidov. VA 
(576.1,) 

244. La Fortune se piaist ä aouB eatre infidöle^ Et quicon^^ue U suit 
est aveugle comme eile. Lncidor. PVZ. 11,6(533*1.* Com: Oloi-inde.ILl 
(244 J.) l.KTabi Piphaffne,(cieco)(231.2.} Dttc d'05j:Älmedor,II,2|,38M.) Duc. 
H.3(38S.2.'l Fi;;TeraandreJIT.5(537.2.) — Traistre, oublie Erosene,e t qu^au 
sort d'Aurclie ün Berment solenDel aveuglement te lie., Eroxene, Ä 
V*7(521 .2.) DiK d'O&s: Almedor J 1,2(381 .1 .) 

245. Vous luettea voatre nea bieu avant dana nos affaires* Macee* 
Pr öl?, L 6(202.1.) if;BeaurcK;her.II.2{355.1.) — Ca coquin a bon nes» il 
prendra mieux Bon temps, Le ßorgne. JliMV.4( 543.1.) 

246. . . , voatre vertu m*dat en ai bonne. odeur. Flavie* Ditcd'Öst. 
IV.14(394,2.> 

247. . . . cea granda mots qui aentent le grimoire. Lise. PlauL 
11.3(561.2,) Due(J'Osd:LeDuc.IlI.2C336.1.) Plaid: CoriDiie,m.7(560.2.) Anü- 
dor.¥. 1(576.2.) — . . , sentant noatre partie. 11 a fait en socret un 
branle de sortie, LeBorene, FtI.IV*4(543,l.) 

24Sp Od rit d^une nobleaae et ai courte et c a m u s e. Clarimaud. E^ 
11.4(357,2,) — Me voila bien camui. Betonte, ^<l. 1,2(527.2.) Prov: FIq- 
rinde.L7(203,L) 

249. . . * j*ay mia en amere la dent que j^avoiä contre voas. Tbe- 
sauruB, JVo 17.111,7 (224.2.) — Laa! que je sena moii coeur cruellemeat 
ronge! Par lea dents d*an ennujf qu'on nomuie tantaiäie. Meraant, Corr. 
11.1(250.) — Ma aoont en aura aix (chevaux), beaux, vigoureux, ardens. 
Qu'un malbeureux procea nous a mia aur lea denta. Faiandre. Plaid. 
111.2(566.2.) Pro4'; Lydias. Ili;i (215.2.) 

250. Pour venir b. vos üub vous promottea merveilles ; Maia quand ii 
taut donner, voua n'avez plua d'oroilles. FiUpin. PMd.V. 6(580.1.) 

251. Que de ceremonie, et de Bourda complimenta ! Clarimand. E.l"^ 
(350,2.) 8:Orffye,V.4(520,l.) PfaiiiÄmidor. 1.8(5 58.1,) ^ Battez voua aour- 
dement. Clarimand, JJ.II4(350,1.) 

252. Ce mont ai merveilleux en Sicile place, . . . Vomiaaant dea bra- 
siers de sa brülante gor (je, Amidor. F(5. II. 6(43 9.2,) 

253. II regorge de biena. (le lops.) Beronte. ^(7.1 V. 5(5 441.) 
251. Eqx morta, moins d^ennemia sur iea braa me demourent. 

Paulin. Duc d'OiiS. 1.5 (ä80. 1,) Alizon: fcleurie, 1. 1 (402. 2*) Vis: Alcidon. V.l 
(458.1.) Seatiane. ¥.5(455.2,) 

255. On uouw eatimeroit tout a fait imprudentea, Si vojant le bon- 
heu r noQö pfeßenter la niainj Noiia ne eouriona aprfea par un mesnie 
chemin. Süinde, viri^D«ILl(407.2.) — . . . ai vouä secoudez tant soit peu 
leura desseine, Si pour le logement voua lour donneK leö maina Le 
baron doit encore «epouaer voatre iiUo. LeVoiain, Pia»UV,3( 578.1,) Plaid: 
Filipin,in.4(5ß7.2.) — Noua nous cognoiaaona un pcu de longue main, 
Octave. i;wcti'OÄcJ,IV.l(3S9.2.) 

256. L'estang dont le sein vaate engouffce cea canaux D'ün bruit 
continuel aemble plaindro leura maai* PhaJante, 7^.111.5(446.1-) ÄGe- 



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85 

ronte. 111.1(507.1.) An8elme.IV.4(514.2.) — Crois-ta que je te mette un 
amant dans le sein? Clarimand. £:L1(850.1.) Com: Docteur.I.l (238.1.) 
V.l(255.2.) V.d.S: Polidor.in.2(335.2.) 

257. Si contre mon devoir j'ay chery ses appas, Dorimene, mon 



coeur, ne m'en accuse pas. Florice. F.d.Ä V.l(343.1.) Corr: Gaullard.Ll 
(235.) Almerin. n.3(259.) Brillant. ni.3(276.) (278.) IV.3(287.) IV.4(290,) Clo- 
rette.m.3(277.)(278.J I V.4(290.) Pror: Lidia8.I.7(204.2.) Fierabra8.III.3(219.1.) 
Com: Clorinde.V.lf 255.1.) r.d.ÄPolidor.n.7(332.2.) ÄClorinde. LI (350.1.) 
Ducd'Ossi Camille. V.2 (395. 1.) ^Zi^cmiFleurie. n.2 (410. 1.) IV.2 (422. 1.) V.4 
(426.2.) Fi«: Melisse.I V.2 (447.2.) Hesperie,IV.6(451.1.) Amidor.V.7. (456.2.) 
JPiZ: Beronte.II.3(531.2.) — . . . il ne faut rien celer et rien garder sur 
le coeur qui nous fasse mal. Thesaurus. Prov. Prol.(197.2.) 

258. Ce lieu semble coup^ du dos d*une montagne. Fhalante. Vis, 
111.5(446.1) — La fortune m'a bien tournö le dos. Thesaurus. Prov.Ll 
(201,1.) 

259. Ce mont si merveilleux en Sicile plac^^ . . . Dans son ventre 
ensouffre n'eust jamais tant de flame Qu^une de ces beautez en versa 
dans mon ame. Amidor. Fi«.n.6(439.2.) 

260. Au milieu du parterre une grande fontaine Jette en Fair un 
torrent de sa feconde veine. Phalante. Fts.III.5(446.1.) — ... des vers, 
de vostre veine. Hesperie. Fw.IV.4(449.2.) F«: Sestiane.n.3(437.2.) Pha- 
lante.IIL4(443.1.) Ptoid;Amidor.IIL7(569.2.) 

261. Fussent-ils aux Antipodes ou dans les entrailles de la terre 
ils seront bien cachez si je ne les trouve. Fierabras. Prot?.IL2(207.2.) 

262. Est-ce vous, ma petite fressure? (Florinde.) Thesaurus. Prov. 
IIL7(224.1.) 

263. A ton goust peu de fiel assaisonne une oeillade. LaDuprä. 
12.11.1(354.1.) — Clytie en ses faveurs dissipera ce fiel. Beaurocher. JB. 
V.3(370.1.) - Parlez luy, mais sans fiel. LeVoisin. PZatd.V.6(580.1.) 

264. Nous mettons nos beautez aus pieds de vos merites. Sestiane. 
Fis.II.4( 437.2.) — Si j'eusse creu que vous en eussiez voulu abuser, je 
ne vous eusse pas tant donne de pied sur moy. Florinde. Prot;.L7 
(203.1.) 

265. . . . j'ay tantost mis bouteille sur cü. Beronte. FilJI1.6(biO,l,) 
Prot?:LaVieille.IL4(213.1.) Ducd'Oss: Le Duc.IL2(382.2.) 

266. . . . la vieillesse de PEglise est menac6e. Docteur. Com. 
IV.I(251.1.) 

267. Geste ruse est trop maigre: äd^autresl c'est en vain. Molive. 
Corr.rV.l(280.) 

268. N'appelle point devoir une amour trop conu^, Leur ame maigre 
moy m'a paru toute nue. Florice. F.d.iS.II.4(330.2.) Com: Docteur.in.l 
(247.1.) DMcd'0«fi:LeDuc.I.l(377.2.) J?\7: Lucidor.L3(528.2.) — Vous . . . 
aymerez en moy une bonte toute nue. Clorinde. Com.II. 1(243.2.) Älizon: 
Belange.II.5(411.2.) 

269. Tout respire sur vous valeur, guerre et bataille. LaDuprd 
22.V.2(369.2.) F.d.S:Dorimene.II.3.(330.1.) 

270. Des vents brise-vaisseaux Thal eine s'adoucit. Amidor. Vis, 
L4(432.2.) — Ils desirent aussi que d'une h aleine ^gale On traitte sans 
destour l'action principale. Sestiane. Fis.I1.4(438.2.) 

271. L'injustice est muette. Anselme. ÄV.4(520.1.) 

272. II me souvient de plus . . . Qu'il ne m'est de ma vie arriv^ de 
la voir, Que ces doux mouvemens, dont le sang s'interprette, N*ayent 
semble m'advertir, par une v o i x secrette De Tätroitte union dont nature 
nous Joint. Anselme. ÄV.2(519.1.) 



273. La langage du coeur est le plna eloquent, Corinne. Plaid. 
m.7(5a.l.) 

274. L'ooil TQua a cent fois dit ce qne votis dit la bonclie. Polidor, 
V.d.S. U.S (329.2.) Com Bragard. LI (239.) Com: GriaeÜn. V.2 (25(5/2.) F-dÄ 
Polidor.TL3(329.2.) J2:Clanraand.LaC350.2.) ClonncleJIL5(36Ll.) Beaurocher. 
JIL7(363.1.) Alüort:BeUngeÄlLb{4\l.h) Fü\ BeronteJlL5t537.2.) 

275' Mqd Bang veut parier mvd en ce doux luouveraent. Ero^eni?. 
ÄV.6(520.2.) F.(I.Ä:LiBete, 1.6(327.1.) Polidor, 11 1.2(335. L) Ä: Ciarimand.1 1 
{349/^. i V..f>(37 1,1,) Taillebras, Li (353.2.) Beaurocher. ILl (354.1.) Vis: Pha^ 
lante.rn..5(446.10 5: AiiBelme.llL2(508.2.) 

276. Sles boyaux crient Tengeance. Philippin. iVo^. IL 3 (209. L) S: 
ÄiiÄelme.?.4(520J.) 

277. Tu HS lea yeux rianta comme ane truye bruslöe. Alaigre. 
ProD, 111.7 t22L20 Fi*: Phaknte. 1115(4451.) Fi1:Beconte.lL3(53L2.J - 
. , , puie qae le destin ne fait plua de menace Et qu'il tourna vera aous 
une riante face. Roaelis. iiit>on.V.4(247.L) i?:CIorindeJ,2(351.2.) FU: 
Lücfdor.IL6(533.1.) P2airf: Pili pio .11.4(563. 2) 

278. C*e8t Midan tout crachet tu luy resfieuibleB bieti. Dorette. 
PiaidJ 0.5(568.2.) iVoü: Fierabras. 111.3(2194.) — ... je ne sgais que 
C r a c b e r po eaie. Lucaa. N. F^ Tab . J. (23 5 . ) 

279. 11 ne faut point tant cbier des yeux. Thesaurus Prou.LG 
(201.2,) 

260. n laut estre asseurez comme meurtriers , , . 11 ne faut den 
debagoulcr. Philippin. Prov.ULl 122LI.) 

281. Ce raont ai merveilleux en Sicile plaoö, , * . Voinissant de« 
braaiera. Amidor. Fts.lL6(439.2.) — 11 a plua vouiy d 'inj Urea contre 
voua qu'il ne passe de gouttes d'eau aous un moulin. A^Laigre Prov. 
11.3(210. L) i?:TaillebrasJV.5 (367.20 I>MC£?'OifSiEmilie.L4(379.1.) Alizon; 
Karolu.y.4{42.5.2.) 

281 a. Je voy bien qu'il retourne k aon vomiaseiuettt; Otiy, l'ingrüt 
peisevcre en aon d*ireg lernen t, Amidor, P^aMi.lV,6(574.L) 

282. Enfin, l'on voit toua-joura que maistre Jeremie N*a non plus 
qu ' aiiiref oia 1 a Tal e ur e n d o r m i e. Je re m ie . AU;son, l.Sf 404 . 1 . ) Corr : Moli ve, 
111.2(272.) E; Clytie. IV. 1 (363.20 -Dwc d[0$si Emilie. Li (379.1.) Si Lelie. L4 
(501.1.) — Ma aoeur d'autre costd croit m'&Toir endormie, Atcc sa 
confidence et fauaae preud^hommie. Flavie. Dwcd*OM.IY. 11 (393.1.) Diic 
d'Össt Panlin.Lül 380.1.) Octave-IV.3(390. 1.) 

283. Nostre belle ri viere . , . rend aea eauea dormaatea. Docteur. 
Com.lU. 1(247.1.) 

284. La couleuir en est morne, inaeuBible^ et trop fade. Cloriude 
Ä.L2(351.2.) 

285. L'eiereice, du jonr^ endort Tinquietude, Maia la ßnict eile veille 
et nou& devient plus rüde. Lelie, S1.4{501.L) 

ß. Menschlich'e Tätigkeiten. 

286. L*anaour ne me trottoit plua dana le ventte. Lidiaa. 2Vot). 
L7(2Ö4.2.) J.F.ra&:Tabarin.(230.1.) 

287. Je crois qu'au temps qui court lee ^uenona sont de tiiiae, 
Ni ce tte . Pia idiy2[ &72 .1.) — 11 court unece rtame m aladi e co ntagieu ae . 
Pantalon. Com. 111. 1 ißil.2.) Prov: Lidias. 17(204 2.) Com: Clorinde.11.2 
(24Ö.L) i)«crf'OsÄ: Horace.IV.5(H91.L) Fis: ArUvbaae.L: (431.2.) - Faite« 
qu'au piix courant cet usurier le donne. Ergaate P^aiU 1.5(556.2,) 

288. Si de ce long recit voua n'abregeai le coura Lq jour achevera 
pluB toat que ce diacoura. Lelie. S.L4{501.1.) Corr: Florette. ni.2 (271.) 



i 



& 

Com: Alcandre. 11 1 (241,1.) M: Clarimand. 11.4 (358,2.) Ducd'ÜHSi Paulin. 1.5 
(379.2.) Alison-. Belange, lV,2i 42 LI .) Fi*: Artabaze. 17.7(452.2.) S^ Aoaeliue 
ni.2(50&.l.) Ljdie,V.2{5l9,l.'l i^V^: Luddor,IV.a(542,2,) 

289, Ma aoeur ayme Camülei et c*est Tobecure aonrce Dont taut 
de maux ODt ptia et vont prendre leur courae, Flavie, Duc d'Oss All.i 
(385.1.) — Vojant (jue le soleil couroit inceasamtuent J^arreatay pour 
lauittis ga course vagabonde. Artabaze, Fig. 1.1(43!, 2.) Co rr: florette, 
111.2(272.) Ducd'Osst Emilie.l.3(379 J.J 

290. Mon fils k rhospital a'en va le grand galop, S'il les Töid 
d'iivaatage, Amidor. Piaid.Y. 1(576.2,) 

29Üa. Eole a d^cbaisn^ bgs vistea paatillojis Qui galoppent deaja 
les humides aülona. Ainidor, Fis.l.SL432.2.) 

29 L Que voua me conteoteal moü coeur dejoye en eaiite. Clorette, 
Corr,ry,4(29L) Prot?: Mac6e.lll.7(2a5a.) 

292, Ma veue me fait faux-bond, ou j'apperooia üh frfere. Lydiaa. 
ProvJU.^222X) 

293, Aüone, c^eat la raiaon qu^un laug et bon repaa Au nioins atten- 
dant mieui recompenae tea pas. Camiüe, Ducd'Oss.IVAlB^lA.) 5:Lelie. 
1.1(498,1.) 

294, Un, qui doime du uea dedanB le mar läge. Et u'apiirehende poiut 
ce perüleui voj^age. Beaupooher. iJ.IL 2(355 J,) 

295, Haye ! j'ay la migrene Log:^ en mon cerveau; comme eile a^^ 
pourmönel Bragard. Cörr.lII, 1(270.) 

296, Je me treuve moy-meanie, et m'ögare h la fois Daus Texcos 
du plaiair, Aurelie. ÄV.5(520.2.) ÄAuaelme.IU.e (512,1.) Ergaste, IV, 2 
(D13.2.) ^ti:Cloriae.n.4[532.2.) 

297, Maia^ quoy que mon humeur paroisae Yagabonde Je ne kisae 
pourtant de clierir tout le monde. Pohandre. AlizonSM^^^-^*) VisiAvior 
baaeXl(4ai.2,) 

298, Deacouvre bdu deaaeiu, Nicette, et va fouiller jusque dedana 
aoD aein. Argine. Pfoid. 1.2(554, 2.) 

299, Je le feray entrer dans un aae, et le feray epouflter par aa 
maistresBe. Tabarin. 5™^,J'.To5.(233.2.) i¥of?: Pierabraß. 11.2(208, 2.) 

300, Continuez, oa bien nous rebrouesona chemin, Roaelia. Alizon. 
111.3f415.1.) 

301, Si mondeur TEepagDol t^avoit de son coatö^ Je saia seur que le 
Türe ae verroit bien frottö, GauUard. Corr 1.1(236.) Cötr: Aluieriu.I.S 
(2490 Molive.lY. 1(280.) Prowi Ciabau 1.1.31199.1.) Bertraiid.U(199.1.) 1>'"-.F. 
Tab. Tabarin. (234,2,) N-F.Tab.Ut Tabatiu. (243 ) ifiTaillebrafl, m.7 (363,10 
Pi7:LeBalafrö.I.l (536.2.) Beronte.L 1(526.2.) 

302, Youa estei trop cbaut pour abreuver, ce eeroit tomber de 
fifevre en chaut mal. Theaaurua. Prou. 11.6 (208.1.) Pr o ü: FierftbrasJI.6 
(215,1.) 

303, , , * le aang que n'aguere ont veraö tea blesseurea^ Tout celuy 
qui t'anime et qui t en eat reste', Ne te a^uroit 1 a v e r de ta desloyaute, 
Oamille. Duc d^Oaff,rV.2(290.1.J F.i*. 5: Dorimene. 1.4(326.1.) P:Clariuiand,V,6 
[372.2.) 

304 Si je lea puia tenir, ^e lea mettray k teile le&aive qu'iU 
Toudroient avoir estö endormia pour quinze joura! Prevoat, P7'0t?.111.4 
(220,2.) — 11 eatoit tout jeune et joyeux de croire »e pouvoir 
mettre en mes bonnea graces, qui eatoient ä. !a leßsiTS pour luy, 
Flerinde. Pi^ot?Jl3 (208,2,) 

305. U aemble qu'a mentir il se baigne. Clorette. (;orf ,111.2(276,) 
— ... les yenx baignea de pleuri. Ergaate. ÄI,l(498,l,) 



S06» Seroit-il bien posaible aiaW homme comme vous . . , seplonge 
daiia une oisivitÖ pareille k celle des morts? Alcandre. C0m.II.l(24öXj 
Cörr:CloreUe. 111.2(276.) Alüon: Clari3te.lV.2(420.3.) F4.'?:HeflperieJ1.2 
(436.2.) FihLQ Borgne.V,2(54aL) 

307- II puiae dana Sophocle, ou dedans Eurjpide. Amidon YU. 
11.4(438.1.) S:ErR«teJ.3(499,L) 

308. , . . le peintre epuisa sea doctei reaveriea. Phahiate. Fis.LlL 
5(446-1.) 

309, ♦.. lee Celestes brandons Verse nt enr ton cbef mille dona. Ami' 
dor. 7*5.111.4(444.2.) Fis:Ai:iidor.ir6t43&.2.) 

311. 11 ne faudroit qu^y coudre un taorceaii de roniant Seatiane, Vis, 
11.3(437.2.) — Motu», bouche oouHuel Theeanrus, Pfou.Prol.( 197.2.1 

312. Nostre amour est de oeus: qu'on doit iairc durer, Ou bien qu'il 
faut dee coudre et non paa decbirer, Flavie. I)ucd'Oss.lVA\{^93X) — 
SubI il en faut döcoudrel Taillebraa. JJJI.4(358.2.> 

313- Voua Terrez qu'elk (Flodcde) n*eet point taut dechirä«. 
Alaigre. Prot?. 111,5.(223-1.) Diicd'Os^rFlavieJV. 11(393.1.) 

314. Son honneur e&tftnt deaja fendu, il ne foudroit paa touiber de 
trop haut pour le c aas er tout a fait. Lucas. ^""fl^,Ta&,( 232.1.) ^ Four 
du latiikf je n^j eutenda rien; mala ponr du gretfl (GTec)^ je toob en caaee- 
Alizon. Pröv.lAilW,%.} 

315. J'aj faict par cj devant ce qui m^eetoit poasible Pour rompre 
leur atnour, mais eile eÄ invincible. Florette. tförr.nT.2(2720 i2:Clari' 
mand.L8(352J.) Ducd'08SiEm\\mJYAZ(^9U,) Alisson: PoIiandre.n.3(411 j.^ 
S: Lelie-U(49S.tO Fih Luddor.IV,3( 542.2.) FlorindeJVJ(B42.2.) Plaidi Ami- 
dor.L8(558.2.) — Jo Teux rompre avec luv pour ne plua renoüer. 
Flotinde. 1^^1.111.2(535.2,) -Di*c<i'Oss:CamilleJ¥.2(390.10 — Ne nouaroDi- 
pBZ plus la teste ; eile uous fait deeja mal de voa caqueta. Florin de. 
Pror.IL3{210.2.) Cor r : Clor etteJ. 3 (246.) Proü: LidiasJ. 7(204 .2.) Florinde.lLB 
(208,2.) 

316. Briaea eur ce propoa pour en entendre un bon. Silin de. AU- 
total 1 (407.1 . ) -Dwc d^05ff:lFläyie.lIL2(387.1 .) Alizont Fleurie.I1.2(409.2.) Fü: 
01ynipe.l:5(529.2,)FlorindeJlL3(535.2.) 

317. Traachez ce niot trop inteutiotine, ClorJnde. iZ. 1,2 (35 1.1.) — 
11s trän eben t du Monsieurj et dans leurs vaing projets, IIa sont Boblc^ 
Sana fiefs^ et seignearB aaus sujets, Clarimaöd. 22.11.4(357,2.) J?:LaDuprd. 
1Y,3(365,LJ FÜt Ber onte.V. 4(547 J. ) 

318. Tous ces empescbements dont raa flame est suivie Me re tran- 
eben t TeBpoirj me font eroiatre TenTie. Le Duo. I>iicd"Oss. 1. 1(37 7."2.) 
£: Clarimandl. 1(350.1.) Ptotd; Amidor,I.8(558.1. ) 

319. . . , reiplicatioD, trop lon^e, k mon «-via^ Me fera cooper 
court pour cbanger de deria. Clariate. jlfcön.IY. 1(4 18,2.) 

320. Ma langue auasi bien esguiBÖe que mon eap^e, va dire ... au 
docteur Thesaurus que je suis le roy des nommes* rierabras. ProiJ- II.l 

"'^10 

321. Damej il faut que je m'essaye pour mieux jouer mon per* 
sonnage, afin qu'onn'ytrouve rien ä tondre. Pbilippin. Prov,nLl(216.l,) 

322. Voili qui est vuid€ auaai bitn qu'un peigne; aux autres, ceux-la 
aoBt coaaez. Thesaurus. P*-o r,ProL( 197.1.) 

3'23. D^cbiffranfc voatre vie aveo d 'autres critiquea, Par tout lea carre- 
foure il en fait des cbroniquea, Et ne ae piaist k rien^ tant qu'ä vous öplu- 
ober. Ergaate. Än.2{504.1.) 

824. de tonnere oragenx qui menaoe et qui gronde, Eflochara 
bien toit k machine du monde. Atnidor. Fiff.I.Ö(432.20 



m 

325, Les &iites des enfants bleaaent legerement; Uiielartii0T un sona- 

Eir, \m effaü*? aJBemeni ConäUöce. S. IV, 13(513.2.) Cum: Paladin, 
M l241/i ) Griaulin. V.2i2m. L) Kd^S:üoripe.Il. 5(3:1^, L) GuiMauinc. V.2 
(ML L) fl: Ämeilor. 1.2 (351. 2.) Clytie. IV. ä(H(>4, 2.) 1)«^ ÄVM: Lc Dac, V. ö 
(B97.1J CamilleV.G(:i97J0 Ji<>ott:Poliaüdre.l.5t405.2.) BclaDr^e,rV.2{431.1.) 
Ff^iPhahinteJIT 5(447.1.^ MuHöse.V.af454.L) &. LelieJJ(r*01.20 V.7{52L2.) 
Anaelmp. V.4(51R2 } Eraate. 1.3(499.2.) 

326. .rattraclieray bien toat cet amoiir de son coRnr. Criafere. F.d.S. 
rV-5(340.'J.) iJ:Cljtie.V.3.t;^.70.2.^ jS:Iielie.I.l(497.L] Eraste.L 3(490.2.) Fil: 
Laeidor. IV. 24540. L| 

327- Mala laal je criiins pour vous letj raalheura ordinaires, Que 
tr ainen t aprf^B my le« actes sanguinaires. EmiUe. I>wc £i'Oi{S.I.5(379.2.) 
iVöu:Mac<ie.II1.7(22äJj Fis: ArtabaKe.I.l{43l.l.) 

328. l/un voaa entraine aa bal, Tautre a rAcadeuaie. Clorinde. 
i? 111.1(3591.) Ä; Clarimand .11.4(358.2.) 

829. n m^a repondu, ae quarrant comme un pourceaa. Alaigre, 
JVor.n.3(209.2.) Prof: Aiaigre.L6(203J,) 111.3(217.20 Philippin,IIl.l(2l6.20 
Prevoat.in.5(222,l.) 

^5:iO. Kien ne s^aiuoit flechir UDä lauraeur tigoureuse. Phalante. Fi*. 
1I1.4(443J.) Visi Meiiaae 11/2(436.2.) Pilidaii.lV.4( 44^.1,) Alcidon. IV. 7(452.2.) 
Pfaid: ErKaöte.l.i(553.2.) ■ 

331. Fourquoj a'asflujettir aux croteaquea chinieres Ue eea emmail- 
lottea dana Jeure regles auateres- Amidor. Fw?,lL4(438.t-} 

332. Eile a Ulis siir Ua prez pluä d'hommeä k Tenvers Que les poetea 
d« tempa nWt fagott^ de vers. Taillebraa. :K.[. 4(353.2.) 

33^, Attendea donc encor» rien oe presse Vattaire. Olenie, V.d.S. 
1V.9( U2.2 ) Corr: Almerin. 11.3(2600 ^^^^'*^ Aliiton* ILl (206/2.) Fd& Dori- 
meneiV.8(341.2.) CrifimelV.9(:i42.2,)2X* Jit: ClariimndJ.U349.20 11.4(356.20 
IV-lt364J,)2X. V.6(372.1.) TaillebrasJl4(358.2.) Lyzunte 111.4 ( 361.20 Clytie. 
lV.l;;.ti:^ 20 BL'auiochei:,V.2(369.L) AlumK Belange L5U06.10 Jereujie.llLfi 
(417.2 ) Fleürie.llL3 (415.20 Karolu.V.3(424.2.)äX. Vis: Uesperie. 11/2(436.20 
S^LJdie,l.l(499-2.J V.2(518.20 LelieX4(501.1OErgaate. 11. 2(504.20 111 5(510,10 
EroxeneJ LS (505.20 Era8t«.il.6(50d.20 Geronte. 1112(507.20 Anaeloie. IV.B 
(515.20 Fih Lücidor. IV. 3 (542. t.) Plaid: Nicette. L3 (554. 2.) Amidor. 111. l 
(567.10 El g,iste.lV.2(57 1,2.1 Acgin^.lV. 1(571. L) lV.2t572.).) 

334. AchevoDs depo USA er la fourbe juaqu'au bout. Filipiu, Plaid. 
ni-4(567/2j Co»T:FloLette.lV.4(2890 Prou: CJabaut 1,3(199.1.) Prov:Fiera- 
brae. 111.3 (2 18.2 J V.d.S: Fiorice. L6 (327.2 J Dac dVssiU Dac. 111.2 (386, 10 
Stepbanniel¥.3i390.2.) 

335. Le bruit m'a renverafe, la peur m'a fait la playe, Tersandre. 
J^ULS(533.10 

336. A la fiö vos raison e ebtaalent ma eonstance. Florinde. Fü. 
1V,3(543.1J r.£?.S; Lisete.lV.2{333.2.) Duo d'Oss: Emilie.lYO3(3IH.10 

337. C'eat quöPaliuudre a glisae dans ton ame Quelque doucc cba- 
leur de raaioureuae Üame. Clariate* J.^iJOtt.lV. 1.(4 19.1.) Com; Hydaapd.l 
(;240.10 -JiimB:Fleurie.l 4vi04,2,) Fih TerdandreJ 1.5(533.10 

338. Son honneur eatant desja fendu, il ne faudroit pae toüiber 
de trop baut, Lncaa. ^-^F.Taö. 1232.1.) Com Mülive.l 11.2^272 ) 

339. . , . bien loin de Tenfler, U vidoit sa tinance, k force de 
soüffler. Ergaste, 6^:11.2(504-1.) Ft5: AmidorOY.3(449.1,) 

340. Ah.! ce trait delicat me cbatoüille et me pince. Taillebraa. 
iJ,V.2(3ö9.20 

841. Noua ^vouH vü Galae, et l'aTona bien galä. fieronte. Fillll.b 
(5BÖ.10 



1 



90 

342. J*ay eu belle escap^, car j'ay penst^ d^cetre gratt4 depuia le 
Miserere jnaques k vJtulos. Alaigre* Prou,lL3(209.2.) Pi^öDrAlaigre.ILB 
(210.1.) FloriDclelf.8(21U.2.) 

343. Elle roo täte, et veut de&aous un feint mal-heur Voir si mft 
patience egale nm valeur. TaillebraH, it.II.S(3D6.2.) Oom:Paladin.ll.l 
(24L1.) FijfiraidaD.L 5(483.2,) 

344. Je ne e^aj ^uoj de deux qui flatte iiion niartyre Et d'on secret 
plaisir chatouiUtj mm eepritSj Me force d\i.cbever le voyage eötrepriB- 
LeDuc. iJuc d'Osü. 11X'SB2.2.] E:Tailtebr ab, V. 2(^69.2.) 

345. Careesez comme moy lea verre» et les pots. Guillaume. V.d,S, 
V.2(344 l.) JS:Clariijiand.n.4(a57.2.) 

346. Faut-il que vos paren« contraignent voa dewre? * . - Bon gr4, 
mal gre leura dents, je lea fei-ois bouquer. Ragonde, 1^^.1.4(529,1,) 

347. Je prefere aui baisers des plüö belle« du monde Lea humides 
baiaers d^une ta-aae profoode. Ouillaume. F.d* 8.111,5(3 37.1.) 

348. Maintenaüt je me meure pour la haute lijperbole , , . Cest eile 
qui Sans peine em brasse l'nnivere. Auiidor. Fts. ¥.7(456.2.) V.d.ÄPhi- 
leraon m.2(S35,l.) FisrAmidor. 11.4 (43S, 2 J Phalaüte. 111,5 (446.1.) Plaiäi 
AmidorJI. 1(559.1.) 

0. Speise und Tranl. 

340. . . . des choies aeneuees qni tiourisaent ma melaneholie. 
Docteur. Oöm.V.L^ 255.2.) nucd'Öss:hQj)\i^.lM_317.l.) Flayie, 17,9 (392.2). 

850. Je cede le comique h ces esprits abjecte, ,., Au grosaier appe- 
tit d'une ame populaire, Aoaidor. Vis. 11.4. (438.1,) Prov : Fier abr as. 11 1 . 3 
(220.2.) 

35L Philippin eatsfavantjuaqu'aux deotar i1 a mang^ aon breTiaire. 
Lidiaa. Prov. tll. 1. (215. 2.) Prov. Philippin. L 7 (204. l.) Fih Beronte. IIL 5 
(588.1,) 

362. Ponrquoj? veux tu que Tage au logisla coüsom me? Anaelme. 
Än.2( 503.2.) CWrMolive, 11. 1(250.) Brillant IV .4 (290.) F.d.ÄCrisöre 11.5 
(331.2.) Älüfyn: Belange. V. 4 (427. 2) Vis: Filidan* L 5 (433.2.) Si Eroxene.Il.S 
(505.1.) 

353 la beant^ qui me fait con&umer. Dort fort bien. Le 

Duc. Ducd'Oss. 11. 2 (382. 2,J F. d. S: Polidor. 111, 2 (335.1.) & Anaelme. IL 6 
(506.2,) 

354. Qnand je reina.^chc lea reponcea dont eile m*a traitte, je les 
trouve ai aigres que je ne les pnia avaler. Fi er abr ai. P7'Oü.III,5(22LL) 
Pi-ou: Philippin.I.2(198.20 

355. Voua avez goußte de deui differpna ai^dea. Paladin. Ooffti 
IV.l (252,2.) J?:Lyzante.lV.2(364.2.) Clarimand,V.y(370.L) Di*cd'Öss:L&T*nc. 
H(a77,l.)n. 1(380-2.) Alißon: Fleurie.I.4(404.2.) Poliandre,L5. (405.2.) 11.3 
(41 0,2.) 1113(415.2) Silinde.ll 1(406.2.) Earolu,V. 4(426.2.) Fm: Melisse. lY.l 
(447.1.)IV.2(447.2.) &LeHe.IV.2(513.1.) 

356. , . - j'ay le meüme g o u b t pour les eacrits que pour les melona. 
Pantalon. Com. 111. 1 1 247,2. ) Com: Clonnde. 111. 2 (248.2.) R: La Dopt^. H. 1 
(354,1.) l^cd^O^Äi LeDQcJ.l(377.1.) £milie.V.6(396,L) 

857. Voyea le beau galand. quHl a bien de bonte I Je t'en casse, xob, 
föjj tu n'es paa degouate. Dorette. Plmd, 111.5(568.1.) Pro«; Aliaon.lll. 
7(227.2.) F.d& Polidor. IIL 5(337. 2.) Ali^oni Si lind e.llL 1(4 12.2.) 

358. ... je veux tout mon 8 a o n 1 t'estriller et frotter, Almerin* 
Corr.I.ä(249.) ComClorette,I2(243.) Prou; AHzon.lll.7(227.2.} N.F,TabJI: 
TAbfti-iii.(243.) Flaidt Brocalin. 111. 5(568.1.) 



91 

358a. Alles vous rejoüir et sa.oaIes tob deaira. Tersandre. f\m.4 
(532J,) 

359. . . . U &it milla grimaicee, St maaolie entre sm deute de cer- 
tainea menacee. Artabaae F^, 111.2(441.2.) 

360. Je lea veux accoster aoua un autre Ftaa^e , Et gar un fin dia- 

bra«,m.St22M0 

S61, ... un eniiB^ qu'on nomme fantaiaie , . . a*eii raaaaaie. 
Meraant Cor r. 11.1(250). 

^62. Les chimüreä qu'ü hume avec tentation, Luy rempliasent deaja 
rimaginatioD. Dorette. F^aid.V .5(579.2.) 

363. YoTia avez ftiit la fatit^ä, et voua voulea que les autrea la b o i v e n t, 
Thesauraa. Prot?, 1.6 (201.2.) Kaid:Nicette. 1.3 (555.1.) F»lipm.m.4(567.a) 
y.9,{-'^82.2.) 

364. . , . mon ame auaai toatj d'un doux charme eny vr^e^ S'est k 
taut de beautea innocemment livr6e< Filidan. FiÄ.I.5f433.2.) 

365. Taia toy, mon amej aouffre, avale ce breuvage. TailJebrae. 
ü. 17,5(367.2-)^ 

366. Je auiH tenii de servir mon uiaiatre , et prendre soigneuaement 
gaide aus actione qui ^ braaaent contre aon honneur. Tabaria. ^»" 
^*Tad.(234L) — L'on me vient d^avertir que nia nicpce Clotötte Brasse 
avecque Brillant une aoiitiu aec rette. Florette, Cor r. 1.2(23 9.) — Anselme 
vient k luy: quelqae triime ae brasse. Lydie. jS,IL6 1506.1,) 

367. Äs-tu cuve ton vinV n^est tu point jvre encore? LeBorene. 
2^\XV. 1(546.1.) 

368« Le sang me monte au visage^ il me bonlt dana 1e corps de 
ne pouvoir d^a a preeent oaettre la griÖe aur eux. Fierabraa. iVoö.lI*2 
(208.1.) 

369. C'eat que mon coeur bouillonne, et paar Ik a'övapore. Taille- 
bras. B.n.4(358.2.) 

370. Vrayment, je m'en vais luy donner aon bouilloa. Macee* 
Prov. 1. 5 (201.1.J 

37L Ciceron . . . ne sert jamaie que dea TJandea creuaes. Phi- 
landre. Cöm.1. 1(237.2,) 

372. Allous ä la aouppe, goulu; flacquona-noue la et daubona dea 
macboirea. Älaigre- JVöt?. 11.3(210.2-) 

373. . * . je roty Et siiia tantoat en feu tout entier converty; Al- 
merin. Cbrr. 11.3(2580 

374. , . . ma peau , reaaembiant la coine d'un jambon » Faiaant voir 
aujourd*hny ma face riaaolöe Comme une aolle tritte öu ä demy brualtSe, 
Eonda toua mea aerriteora auaai l'roida qu'un tflacon. Fleurie: ^2t^on. L 4 
(405,1. J 

375. J'ara, je bmule, je coicts, je grille . . , . Almerin. Cörr. II. 3 
(258.) 

376. Pour trop gratter il me c u i t aux onglea. Bertrand. Proi>. L 3 
(199.1.) — . . - le doa . . me cuira pluK d'un jour. Lydie. S.V. 6(521.1.) 
Corrr Almerin. 11. 3 (258). Prov; Thesaurus. 1.6(202.2.) Pbilippin,! 11. 1(216.2.) 
— Heiaal me g^ardoia-tu aur Thiver de mea ans de si granda deaplaisirs, 
ai triatea et cuiaana? Molive, Cörr, IV. 1 (279,) — Je vois bien k voa 
yeus qud vostre teste n*eat paa cuite, Thesaurus. Prot?. 1 5(200.2.) 

377. Cet excellent cuiainier de reloquonce, Oiceron. Philandr©. 
Q?OT,1. 1(^7.2.) 



92 

378. A fcon gonst peu de fiel aBsaisonne une oeilUde. Ia Dupre, 
RJlA^äU.h) 

379- Les baiBers dVne veuve auroat pltia de aaveur. Emilie, Bttc 
(J'Oss.V.e (396.10 

330. Donc je la nommerois Cyprine domte-coeur , Qui . , . du poiBon 
ßQcre d'une friande odlkde Rendroit des regardana lii poitrine malade. 
Amidor, Ki». Tl. 4 (438. 10 J^..P.Taö.U:Lucae.(241.) Ft7; Berontell.3(5;U.2v) 

381- Mais pourquoy faictes^TOus ninai de la sucree? Florette. C&rr, 
L2(2410 i£:Clytie.V.4(370.2.J Kts; Amidor- 11.4(438, 1.) PlaidtFiUytinAA 
(550.1.) 

882. ÜD baiser accorde te setableroit trop fade. La Dupr^^ All. 1 
(354. l.) it CloriiideJ.2t851.2.) 

383. Tu es bien deBsal^, tu s^aii bien qui choi&it et prend le pire 
est maudit de Vevangile. Pbilippin. Prot?. II. 3(211.1.) 

384. Helasi ce üom de mere Renouvelle en mon coeur une douleur 
amere, AiireJie. & III. 3 {508,2,) Co rr: Gauila rd. HL 1 (266.) Clor(.^tte.in.l 
(375.1 

385. dure loj du sortl Qui meales Tamertuiue h cet beureui 
trauaport. Lolie. ÄIV.2{513.L) 

386. Maitf je voua prie» au nom des bons saincta de la presche j De 
tt*estie k nia demamle aucunement reveacbe. Älmeiiu. Cd rr. 11, 3(25S.) 

387. Qviand je remoscbe les reponces dout eile m'a traitte , je les 
trouve ai aigrea que je ne les puis avaler. Fierabraa. Pröu. 111.5(221,1.1 

388. Maraut 1 ei je m'eöLois mis en colfere un demy-quart trheure, j e 
ju e 1 1 r o i s tt'& oreillea k la coiuposte. Alai^^e. P/'ö ü Jll.3(220. 1,) 

389. Deraostbenea , Cicero j et autres de meame farine . , , The- 
saurus, Pro r:Proijl93.1.J 

390. 11 dort la graese tnatinee. Macee, ProiJ. L5(2(H).2.). 

391. En aymant fort et fcrnae vous perdrez yostre hailo et vostre 
teiupB, PbJlippin. Pro«. 111. 3 (218.20 

392. . . . ila luy ont baille plua de conpa que de raovceau3 de pain. 
Je ne s^wy s'il en luoarra, mixk Üa Tont larde plue tneiiu qua lifevre en 
paste. Bertrand. PrüT?.I.6 (201.1.) 

391J. Un essein d'aTertons que le «iecle produit Bat Toreille des 
griiDdSj lea aseiege , lea suit; Paris en est i'arcy, Clarimand, J2. 1. 4- 

(353.10 

394. . . . fleurea un pea quelques fleurs de jardins^ De peut" de |?o- 
ziller TOB tripes et boudins, Bragard. Corr, IL 2 (2560 PiaidtFüpfinJ.l 
(557.2.) 

395. Laiasez luj njoy poch er le« jeux k coups de poia. Nic^t* 
p;fl*d.V.I (570,20 F^i:Bevonte.L2.( 527.1.) . .4, 

396. II ne tau droit qu'y coudre un morceau de rpmaa. Sestiane. 
FisJL3(437.2.) — C*ejst un triand morceau qu^une prompte vengeÄice. 
Caniille. Ducd'0ssJY.\[3mZ) f 

397. Voua avea faict une proviaion , . . de aftnto qui döit ftufer. 
PaladitL Com.lV^-U 252-2. J ^ 

398. Sophie eätoit le nom de ce ebnnne linible, Qui aurprfeiüant un 
coeur jiisqu'alors in^eni'ibie , En fei^t en ee repas» par aes regafda vain- 
queurs, Ua meta h ce tyran qui ne vifc que de coeurs L(^lie. 51.4 
(500,20 



^ ^ 



*^iwp^^?f^' 



98 

7. Die neidmiff. 

399. Descouvre soi^ dessein, Nicetfce, et va fouiller jasque dedana aon 
s^n . . . Tu r'habilleras tout, je connoy ton adresse. Armine. Ftaid. 
1:2(554.2.) 

400. Si dafis ce petit coin ils m'eussent reDcoiJiii:«^^ Dieu e^ait de 
<juelle Sorte ils m'auroient accoutrö. Beronte. FiX Li (526.2.) 

, 401. . . , il n'est plus de couleur Qui puiaac deguiser im si hön- 
teux malheur. Tersandre. Fi7.II.4( 532.2.) ComCloretteJV.4.(2&0.) V.d.S: 
Eiorice. 11.4(331.1.) Ä:Taillebra8. 11.4(357.1.) Ducd'Om fcHaviay.6(396.2,) 
^?j;^o»:Siliude.IV.U419 1.) Vis.LQUUX) Fil:R^^Qnde.Y,ö{b4B.2.) Ftaid: 
Amidor.IV.§(574.1.) Gerinne. V.5( 579.1.) 

, 402. Je souüre la vie en guise de penitence, Le Docteur. ConiÄL2 
(Öi4.2.) ' 

403. Sous le visage faux d'un masque politiqne, Chaque seJitieus 
sfe disoit catholique. Jeremie. Alizon.ll.2.{^09.2.) — Et qaoyl ne voy je 
pas la vilaine, hl masque? Molive. Corr. IV. 1 (280.) Pro v : Fl orinde.Il. 3 
g^3.l.) — Ne vous döguisez plus, il faüt lever ie masque^ Songer a 
fsL retraite et courir oomme un Basque. Kagonde. ^IV. 5. (518.2.} 

404. Que cette nuict est claire et qu'elle a |>eQ de v o i 1 e b ! Amedor, 
12.111.5(361.2) — Le volle de la nuict couvnra nostve honte, Flavie. 
Z>?«cd'Oss. 111.1 (385.2,) FisrAmidor. 1.3 (432.2) L4(4iJ3.1.) S: AnaelmeJLS 
(503.1.) 

405. Le ciel porte-flambeaux d'un noir mantetiu ae oouvre. Amidor. 
Ft^.L3(432.2.) 

406. Laissons nos . . . habits ä ces pauyres diabieg, k qui on donnera 
la sausse si on les trouve avec la robe du chat. Le Coesre. Prot?. IL 4 
(213.2.) — . . . le ciel se fait plus pur, Et joyeux &e rerest de sa robe 
d'qfzur. Apaidor. Fis.I.4(432.2.) 

407. Je songe qu'il y a une maison destintSe pour ceus de noslre 
esytoffe. Lidias. Prot?.IlLl(216.2.) 

408. Les oreilles liiy doivent biencorner; mala u'eyt aaaez le draper 
en son absence. Lidias. Prov. 1.7(205.1.) 

409. Je vous veux aussi conter la rencontre de certaine musique qui 
vous fora rire a gorge deployde. Le Prevost. Proy Jn.& (223. L) 

410. Parbieu! je te vay bien frotter et loctonnerl Molive. CorrlYA 
(280.) 

411. Ton visage, croupiere, a cinquante pendans. Bragard* Cmr. 
n.2f255.) 

412. Tu -ressemble mieux a un parement de gibet qu'a un quar* 
teron de pommes. Philippin. Prov.III.l(215.2.j 

413. Sans doute Palmedor espousant nostre fille Seroit un orne- 
ment pour toute la famille. Doripe. F. d.Ä 0.5(331.2.) E: Lyaante.lL4. 
(357.1.) Fi«: Amidar.V.7.(456.2.) 

414. .. . par ce seul moyen j'ay rachete ma vie, Qu'un collier 
trop etroit m'eüt sans doute ravie. Beronte. 1^?7.V.5( 549.1.) 

415. Voila que c'est, Monsieur, de vous laiä^er eoit't'er, Et de voua 
laisser prendre k ces pieges d'enfer. Filipin. Piat^. 1.4(555 2, ) Prov.Flo 
Tin'de.L7(205.1.).FiZ:Beronte;IIL4(537.1.)Ragonde.IV.3( 542.2.) P/aMiErgaste. 
TV.1(571.1.) 

416. Ces batteurs de pavö, ces marauts saus tf^fisourt^e, Vouloi^nt 
m'öter la vie aussi bien que la bource. Qu'ilG m^ont bien testonnel 
Berotite. .Fltl.L2(527,l.) Corr: Prologueur.Prol.(233.) 



9t 

417. , , , saDB fibrd 11 faut ouvrlr dos amei. Änselme. £^,11. 6(506 il.) 
fy:Clorise*iy.3(54L2.) — Cest (l'argeiit) le fard le plus eeiir que l*on 
matte en uflage. Dorimene, r.dÄrv.8(34l.2,) Com: Docteur.I,l( 239.2, } 

418. O^eBt t ach er Dostre bonneur par uDecalonmie. Fleurie^ Älison. 
11.2(409.2.) Oorr. Florette.I.2f 242.) Molive, 111.2(272 ) 

418a. . . . ö tache ^ vostre saug infatüel Lelie^ S.IV. U(516.L) 

419. ... Je B^ay qu*il me va longuement retarder^ Et de aales 
propos me poindre et brocarder. Florette, Oorr, II. 2 (263 J Corn MoUve. 
IIL2(274.) 

420. Kous trousBerona la pinte, et non paa d'avantage, LeBorgme, 
Fil.IV.5.(544.2.) Fi?:BerODte.n.3{&32.1.) — Mab dHes-moy un peu qui 
vouB avoit Bi bien trouaa^e en malle? TheBauruH. Prov, UlJ (224. l.) 

420a. II ne pafiie peraoniie eu ce tßaucüt quartier ■ Mais bI quelqu'un 
j Tient, il faut qu'on le d^trousee. Le Braa-de-Fen FaJV,4(.'>43.20 

421. Oü donc ce malotm peut-il &'eetre foure? Dans bu. chambre ü 
Ten vi ncua Tavotis bien bourtT Le Balafr^. MZ.L 1(626.10 

422. 11 n'est pae dereduit, oü rund*euxnebabüle; IIa se fourrent 
par tout Clarituaud. iZ.L4{3&3. 1.) Fro^i Alaigre.l.7(205.l.) PreyoatnL4 
(221.1.) J^Z: LeBalafre. 1.1(526.1.) — Pare ce coup fourre. Jeremie. 
^/iifon.V. 3(424.2.) — la plaisante paixl c^est une paii iourn^e. Ste- 
pbanille. Ducd'0ssy.6{W.l.) 

423. Si je chauase ma t«ate, je n'iray pas. Älizou. Prou. 1,6(202.1.) 
Prov. Theaaurua.Prol.(197.1. ) Alizon. 1.4(200 .2.) IHaid: Nicette. 1,3 1554.2. \ 

424. Ah! ventrei Yoicy bien chaussure a votre poinct! Tai lieb ras. 
J?,V.2(369.1.) 

8. Das Haus. 

425. B ä t i r sana fondexoeiit des fortunea eu aougo. Ciytie. M. II. 3 
(356.2.) /'rou: AI izon.in 7(227,1.) jlZ*>on:Karolu.in.6(4ß.J.J 

426. Vou6 ü*avez jusqu*icy döbatiöe personne. Clan m and. i2. 1L2 
(355.1.) 

427. Laura titres !es plua grands Bont au front d'unvolame, Etleurs 
biens ^tablis aur le eon et la plume, Clarimand, iJ, 1.4(353.1.) 

428. C^eat ce Dieu genitif . . . qui .. . Orden na le manoir h chacun 
element , . . Amidor. Fw, H, 6 1439.2,) 

429. . r . j^ay de voetre aort avec art redreaa^ L'edifice penchant, 
et preaque renversö. Ergaste. 5. IV. 1 (^512,2.) 

430. Qüoyi vouB m'avez donn6 deaeua mon frontiapici}! Bra^rd* 
Corr. IL 2(265.) 

431. Voua allez tre bucher du faiste du bonbeur, Ärtabaüe. Vis. 
¥.9(457,2.) 

432. ,. . Tamour ouvrit lea p ort es de mon coeur. Florice. V.d.S. 
V. 1(343.2.) — A ce folaatre amour il a ferme la porte. Karolu. Alkon. 
V. 3 (423.2.) 

433. . . ♦ . il vient de aortir un bon expedient du cabinet de mea 
plua rajea conceptions. Fiorabra^. Prot?. IIL 2 (217.1.) 

434. Ces brigands * . . quelü qu'ila soieat boub la calote du ciel 
,..ilB seront bien eacheE ai je ne Icä trouve. FierBbrafl, Prot? JL 2(20 7*2.) 

435. 11 alla se aauver dana la voüte Celeste. Artubaze. Ft^iLi 
(431.2.) 

436. Accolez ce poteau (le PrevostJ. Alaigre. Pr(>ü.llL5{222<2.) 



95 

^37. Dem prez de denx coetez fönt voir cent mille flears Qui parent 
leura tajpis de ceot vivei couleurs. Phalftnte. Fis. III. 5(445. L) Alizotv. 
Silinde,m.3(4l8.2.) FtÄ-PhalaiiteJrL5(446.1,) - Je croy qne Ponn^oublioit 
paa ä me tenir sur le tapie. Lidias: Proü. 1.7(204 J,J 

453. ...quelle horrible teinpeste, Quel 70ile teaebreai enconrtine 
ma teste? Aniidor. F«.L3(432.2.} 

439. La fille» ayant atteint V^ge de la raiBon, Eat un menble Im- 
porten de d ans une maiion. ErgasS. 5.11.2(503.2.) 

4^0, Ton gr4 in*eat un miroLr, oili mon front B'^itudie. La ünpre, 
i2LlI.l(H54.1.) — C*est nne petite friquette, le miroir de ta perfection. 
Lucas. N.F.Tab,IL{UL) 

441, L'un se mire en flft minei et Tautre n'en a güere, Clytie, JJ. 
IU(3&7.L) 

442. De vos beaux entretieoä nouti aommea ai bercees, Qu^en&u, 
pour dire tout« neue en aommes laasäea. Ärgioe. Plaidl2{b^.y.) 

44y, . . . le Boleil, ä peiue en ae Ic^ant de l'eau^ Tout endormi re- 
giirde eDCore bod berceau. Clytie. J?.1 7,1(363.2.) 

444. Que De luy montrez-TouB cette jeune p o u p i n e , Dout le teint 
est si traia et l*oeil est ai riant? Beronte, ^i.lL3(53L20 

445. II fait bau coDBerver le moule du pourpoint. Karolu, Älis^on. 
V.3(424.1.) J^i^LeBalftfr^. ¥.2.(546.2.) 

446. Proferant ces granda motB , . . Comment be t'es-tu paa de^ 
maDchö la macboire? Lise. Plaid.lVS{hQhZ) 

447. . . . bon hoiume d'anticaille, Que tu me reajoub de patler 
de bataille, Bragard. Corr.V. 1(293.) 

448 Si tu a^avoia la caboche bieo faite ■ tu Bereis dejä k Pampe- 
lune. Fierabras, Pröu.IL 1(205,2.) Oorr: Brillant. ÜI, 3(27 7,) l^röü: Tb esauraB, 
11LS(220.1.) Vis: Ärtabftae. 111.3(442.2.) 

449. Vöilk un galand bonime, et qui merite d'eatre le baaton de 
ma vieilleaae. Pentalon. Com.lV-l(253.l.) Prou:TheB&arus.L6(20t. 10111.7 
(221L) 

450, Moy qui bujs , . , le pot au tripea* Thesaurus, ProviFroX. 
(197,1.) 

450», . , . le prüfend vaisBeau d*eü BOrt voatie memoire» Le Pro- 
logueur. Corr: ProI.(232,) 

45 L Si vuuB me baillea un coup d'efltoe^ voua perceress le baril k 
la mouBtarde. Taborin. 2^'FSab.[2S^.2.) JV,r.ra&.I:Tabarin.(23f),) 

452 . . . le nombre est petit des autheurs importans CJui egache 
m*cntonner un carme magni£que, Amidor. Fi«. U- 4(438.1.) Corr.he 
Prologueur Prol(232. ) Bragard. ULI (267.) 

4bü, Allez, double Tillainl bouehon de cabaretl Florette. Corr. 
n.2^254.) 

454. Pou.rmoy, j*ai beu tanquam aponaus, j'en ay juaquea au goulot 
Akigre, FroP,lI.3f2iai.) 

455. Est-ce ainsi, eac-*t-vin, que Ton tient ba pronieiae? Ter* 
sanclre. ^7.111,6(540,1.) Prör:Philippin.II.3f2lLl.) 

4bG. IIb ont mia lenr proeedure au croc. Älaigre. ^^ot?. IL 3(209, 2l} 

10. Mass^ Gewicht und Geld. 

457. Jß m'en vay chercher cinq ou bis crocbeteuri auprlw de la 
Samar itaine, afiu de te mesurer les costea. Tabarin. 3^e,F.Fab,{2MA.} 
Ducd'Os^i Emilie.n.4t3S4.3.) DuclII 3(388.1 ) Plaid. Nioette.I,3(5&5J.) 



458. J'eiisae bien ven du inoüde pi, aniiä seavoir par oii» Arpent^ 
le Jappon, l'Egypte et le Perou. Erga«te. S. IV. l (51^* L) Prov: PreTOsL 
in.5(2äJ.l.J 

459. ... vous ave* luenti cent pieds dans voatre gorge. Eagondo. 
MI.I.ä(52e.2.) 

460. Dans uq acna tovit parfait vostre rare dotiuence Des uieilleara 
oi-ateurs tietit la gloire en balance. KarDlu. AUconAA{'iOL2.) — Mais 
p€ur bleu jugar et poür faira un ban choix Ü faul dans !a balance 
en iDettre (teux ou troiaj Cetix dp qui le talent pluts «olitJc voiiä semble* 
Lveandre. P%.L7[4ä4.3.) — De peur ... qu'il n'en taille enßo pasaer luu: 
violencöB Qui fönt de 1ä Juatice exercer lea balancea. Auselme. S.YA 
t520,l.) 

461. ...en mes raabe Foatre deatin biiiance. Uljtie. U.V. ()(37L3.) 

462. II fallt dans la balance en mettro denx ou troia ; Csux de qnl 
le talent plua solide Youa seoible, Lea peser meurement, les eoinparer 
enaemble. Ly&andre. Fi5J.7(4S4.2.) 

463. Une 11 vre de luekücolie . . . Fierabras. Prot}. UI/S (220,2.) 

464. . . , une once de debtes. Fierabraa. /VötJ.IIL8( 220,2*) 

465. II n'eat paa merveille ad eeux qui gouTernent h. Paris , » * sY 
viennent de seh arger du fair qui leur pfese. Phikndro. Cojn.Llf237/2.j 

46Ö. Tu me pourrois donner plu« que mon pesant d'or, Si je nc 
cirojois bien que tu m'aymeß encor^ Que je ne premhoia pas la ehar^e 
que j'aj prise. StephaniLle. DHcd'Oss. Iv. 3(390, L) 2^''^^ F^ Tab: Tabario, 
(233,2,)2X* Ä:Ularimand.m.2i360.LllV. 1 {m$.2.) S^Ergaete.I[.2{50S.l,) 
Lydie. ¥.2(518.2.) Anaelme.y.4 (519.2.) MZ: 01ympe.L5(529^.) Plaid:Fil]pm. 
1L4(5G4.1.}2X. 

467. Le temps Tavoit charge d'annäes et de« mconimoditez de 1a 
vieillea^e. Docteiir. Cofn.IV.l(251.1.) Corr:GM}l]iud.llU{2m.)FrQv\Frv.\mt 
111.4(220.2.1 F. d.ÄLiaete. 1.7(328.2.) DoriiiieneiV.4f329.2.) GuillÄ«me.V:Ji 
(346.2,) E: Beaurocher. II, 1 (ä54.2,) V. ;i (370. Lj Ducd'Oss: FlaTie. L 5 (S80.1.) 
S: An&eln3e.a2('^tJ3 1) G er outeJlL2 [507.2/1 

466. Noua vQÜa aurcbargez de fuveurs iDfinJea. Karolu, Äliiün^ 
V, 4 (426.2. J 

469. Lncidor . . . dechargea ea colere sur moy. Beronte, J^iMlU 
(534.1.) 1,2^. rö&:Tab&rin. (231.2.) F.dÄCriaore. 7,3(346.2) Fi^iLysandm 
V.9(457.2.) ÄLydie.V.2f519.L) 

470. qu'uue femtue pauvre est un fatdeau pesant. OctavB. Due 
(i^Ofis IV .8(390.2.) F.d.S:Ctiaere.V,8(346.2.) ^^^^on:Karölü.U.2(4l0.1 ) .. 

471. Voatre oeil a^appeaan ti t, te teint blömit eneore. ClarimaD^ 
E.n.4(358.2,) 

472. Tu ae per du le j o y a u le plus piecieux de ta maiaon (la Ellfl) 
saua TaToir jou6, Fierabrae. P^öt^ II. 1(205.2,) 

473i Vrayement, nous te lea conterons, et en belle monnoye: 
frappous, frappona ! laabelle. ^^^-^^ J^. T^fl&.(231,2.) Corr: BragardXl(2üS'j 
Com;Docteur.Il(233 t,) Prov: AI aigre. 111.7(226.2.) 

474, Vous aves fort bien fait d'oater nmdeuioiselle Floriude au cjipi- 
taiue Fierabras; c'eat im treaot dont il eatoit indig-ne. Prevoat, Früü. 
111.7(223/2.) Prov: Fierabraa. 11.2 (206.2.) Ducd'Oss: Le Duo. III, 4 1388-2.) 5^. 
Ergaste. II. 2(504. 2,) Anaelm 6.17.4(6 14. 2,) — Cea rares qualitea, ces precieui 
treeorsj Dont le Ciel earichit son esprit et aon corps. Eraate. 5. IL 6 
(506.1.) Cörr:BriIlant.I.3(24i,) Com: Paladiu.IV.l(252;2.) Ducd'Onr.L&UMC' 
1.1(377.2.) Emilie.IV,13(394.10 ^Zi>öfitFoliaiidre.IV.2(42Ll,) r(s;Amidür. 
1.4(433,1.) Alcidon, II. 01439.2.) Pha 1 ante. IH. 5 (446:2.) He&perieJV.6(45l.l.J 
S: Aureüe.ll, 1(502. \.) Fih Lucidur, m.5(589.2 J 



97 



11. Handel. 



475. Mais vous, qu'avez-vous fait, m'ayant si mal trait^, Pour avoir 
f ait faillite ä vostre Iftchetö? Beronte. 2^7.7.6(549.1.) 

476. Kamour commence ä me bander les yeux pour me faire faire 
banqueroute ä Thonneur. Fierabras. Prov. III.S (220.2.) 

477. Dieu! quel interest on tire de sa peite, Apres Tavoir 
plenree, et qu'on la recouverte! Constance. Ä IV. 4(514.2.) 

478. Le me stier d'amoureux vaut bien moins que le nostre. Gail- 
laume. V. d, S, II. 1 (329. 1 .) Corr: Florette. 1. 2 (239,241.) Com: Paladin. IL 1 
(241.1.) LeDocteur.lV.l(251.1.) ÄErga8te.IV.2(514.1.) 

479. Le commerce incogneu me donne k soupconner. Camille. Duc 
d'OM.V.5(395.2.) Plaid: Amidor.L8(558.2.) 

480. La traitte, en ce chemin, ne sera pas trop grande; Attends 
qu^il :iit parle d'encens, de voeux, d^ofilrande. Clarimand. 12.1.2(351.1.) 

481. Ostons-nous du grand chemin de peur de payer la folle en- 
chöre des fautes d*autruy. Lidias. Prot?.II.5(2l4.2.) 

482. On me verra bien fort faire la rencherie. Fleurie. Älieon. 
1.1(402.2.) Prov: Musique.III 5(221.2.) 

483. ... je leur vendray eher un plaisir si heureux. Clarimand. 
12.1112(359.2.) iVJ^.Ta5.Jl:Tabarin.(241.) Ä: Clarimand. V. 3 (369.2.) Fü: 
Tersandre.ll.3(532 1. j IL4(532.2.) 

483a. N'agueres je croyois n*avoir trop que d'un gendre; Mais, bons 
Dieux! maintenant j en ay quatre k revendre. Alcidon. Fis. V.5(455.2.) 

484. . . . Teftet trop prompt de vostre obeissance M'a coustö de 
sanglots, ö ma chere Constance. Anselme. ÄIV.4(514.2.) ^'»«.F.Ta6:Ta- 
barin.(233.1.) 12: Clorinde.Il 1.1 (359.1.) l>Mcd'OM: Flavie.IV.il (393.1.) Vis: 
Pilidan. L 7 (435.1.) S: Lelie. 1. 1 (497.1.)2X. IV.6(516.1.) Ergaste.Ll(497.2,) 
Lydie.L3(399.2) V.2(518.L) (518.2.) Orgye.V.4.(520.1.) FU: Lucidor.IV.l 
(540.2.) 

485. Les polis de ce temps 8*en fönt une science Qui s^acquiert aux 
despens de nostre patience. Tirsis. F.d. 5.1.2(324.1.) Dttcd'Oss:LeDuc. 
11.8(384.1.) ni.2(386.1.) Flavie. 11.4(384.2.) 5: Aurelie.II 1.3(509.2.) Anselme. 
111.5(511.1.) Erga8te.m.5(511.1.j ConstancelV 2(513.2.) Orgye.V.3(519.1.) 
V.6(520.2.) 

486. A ce compte vos soeurs ont perdu la pudeur? Alcidon. Vis, 
IV.6(451.2.) Prov: Lidia8.II1.7(224.1.) Com: LeDocteur.L 1(239.1.) I V.l(250.2.) 
2X. Paladin.lLl(242.1.) 111.2(249.2.) Clorinde.IL 1(244.1.) Duc d^O««: Le Duc. 
11.1(381.2.) Fts: Amidor.IV.3(449.1.) Hesperie.IV.6(451.1.)2X. 

487. On se venge deux fois quand la vengeance est prompte. Et puis 
mon frere mesme y trouvera son compte. Flavie. Duc a'Oss*lW, 11 
(393.1.) Corr: Alraerin.II.3(258.) 

488. Ainsi donc son amour et sa facilite Seront payez de fraude 
et d'infidelite. Camille. I^wcd'Os«: IV. 2 (390.1.) Ooiw: Clorinde.IL 1(243.2.) 
(244.1.) N,F. Tab IL Tabarin.(244.) V.d.S: GuilUiurae.L7(328.2.) in.5(337.2.) 
Tir8i8.Il 1.4(336.1.) V.8(346.1.) Criaere.V. 8 (346.1.) B: Clarimand. 1. 1 (35Ü.1.) 
Clytie.lV. 1(361.1.) LaDupr6.IV.3(364.2.) 2)acd'05fi:Emilie.lL4(384.2.) Ali- 
zon: Jeremie. V. 4 (425.2.) S: Eraste.IV. 8 (516.2 ) Lydie.IV. 1 1 (517.2.) Plaid: 
Amidor.I.8(558.l.) — Ce compliment tout seul me paye avec usure. 
Le Duc. Dacd'Os». 111.4(388.1.) 

489. ...le beau payement (les coups) dont il m'a satisfaite. Lydie. 
ÄV.2(518.1.) 

490. . . . leurs regurds mourans par de douces lan^ueurs Faisoient 
voir en secret Teschange de leur coeurs. Florice. F.a. 5.11.4 (380.1.) 

Ausg. n. Abb. E. Degen bar dt). 7 



«8 

491. L'occasion me donne un sujet ^ssez ample De liiy rendre on 
change, et tromper par exemple. Plavie. Ducd*0ss.lV.l\(S9S,i.) 

492. . . . bien souvent ramour s^achepte par la peine. Tirsis. 7. 
d.s. 1.4 (325.2.) B: Clarimand.1. 1(350.1.) — ... par ce seul moyen j'ay 
rachetö ma vie. Beronte. J?\7.V.5( 549.1.) 

493. On ne me vit jamais triste h si bon marcb^. Cly tie. R. 1. 3 
(352.1.) ^"•*F.Ta&:Luca8.(234.2.) i^.F. ra6.il: Tabarin.(241.)(242.)2X. 

494. Le seul ony difficile, alors qu*on le marchande Leur fait 
bonte k donner, plus h, qui le demande. Beaurocber. J?.V. 1(368.1.) 

495. Votre secte, qui cberche oü mieux ils paraitront, Les etalle 
(les desirs) en discours, les porte sur le front. (3lorinde. jß. IV. 3 (365.1.) 
Fw:Phalante.III.5(445.1.) Ä Ergaste.lV.6(515.a) 

496. Hb ont beau d etaler, je ne me donneray pas la peine de 
courir apres eux. Fierabras. Prov.III.6(223.1.) Plaid: LeVoisin.V. 1(576.1.) 

497. . . . cette foiblesse est un effet du temps, Qui pour nostre 
malbeur marque vos derniers ans. Ergaste. S. III. 5 (510. 2.) AUzon: 
Clari8te.IV.2(420.1.) 

498. Je ne demande pas . . . que nion amiti^ soit de si bonne 
marque. Camille. Dwcd'Os«. IV. 2(390.1.) Fts: Melisse.IV.l (447. 1. ) — ... 
Tous passez le merc de toute modestie. Clorette. Cor/'.II.3(260.) 

499. J'ay la cervelle trop bien t i m b r ö e pour ne pas S9avoir ce que 
j'ay & faire. Thesaurus. Prot?.L4 (200.1.) 

500. Je ne demande, Pour le luste loyer des maux que j'ay soufFerts, 
Qu'un peu de vostre temps. Tirsis. 7.d.ÄlII.4(336.2.) 

501. Pour y mieux reussir emprunte Tartifice. Lisete. F.d. 5.11.4 
(330.2.) Ä:Taillebra8.IV.4(366.2.) J?\7: Oiympe.I.5(530.1.) 

5()i2. Or doncques escoutez, prestez-nous vos aureilles. Le Pro- 
logueur. Corr: Prol.(232.) Corr: Florette. IL 2 (253.) Proi':Lidias.I.7(204 2.) 
Com: Clorinde. II. 1 (243. 2.) Docteur. IV. 1. (251. 2.) Duc d'Oss: Braille. IV. 10 
(392.2.) JB:Clarimand.IIL4(361.1.) 1^?: LeBalafre.V.2(546.2.) Olympe.V.a 
(547.1.) PtotVI:Voisin.V.6(579.1.) 

503. Eng'age tes appas, et ne retiens que toy. Clarimand. ü^. 1. 1 
(350.2) F.d.ÄPolidor.ni.2(335.1.) 12: Clarimand.I.2(850.2.) Beaurocber. V. 3 
(369.2. )V.6(37 1.2.) JDucd'Osa: Paulin.L2(378.2.) Duc.IL3(384.1.) Vis: Alcidon. 
V.2(453.2.)2X. ÄLelie.L4(501.1.) Anselme.n.6(506.2.) .Ft7: Tersandre.II.4 
(532.2.) 

604, En me calomniant, il degage ma foy. Anselme. ÄII.2(504.2.) 

12. chaine, noend, lien. 

505. Un esprit arreste dans ses cbaines fatales De mesme que les 
fous a de bons intervales. Ol^nie. F.d. iSf. IV. 9 (342.2.) Ä: Lyzante. IE. 3 
(360.1.) Diicd'Oss: Octave.lV.3(390.2.) Plavie.IV.il (393.1.) 

506. Et ringrate contrainte oü vos voeux sont geinez Enfiame vos 
desirs, plus ils sont enchainez. La Dupr6. B, IV. 3 (365. 1 .) ^« JP. Tab: 
Tabarin.(234.1J Com: Docteur.1. 1(288.2.) 

507. Les Turcs sont aujourd huy dächainez contre nous. Ergaste. 
ÄrV.2(513.1.) Via: Amidor.L3(432.2.) 

508. Plaise au Ciel seulement qu'on ne vous bläme pas De porter 
des liens bonteux k vosappas. Tersandre. 1^41.11.7(534.2.) Corr: Florette. 
1.2(240.) Prot?:FierabraÄ.lI.2(207.2.) F.d.ÄDorimene.n.6(332.2.) Doripe.IV. 
6(341.1.) Tirsi8.V.8(347.1.) ÄAnselme.II.6(506.2.) LelieIV.3(514.1.) Con- 
8taace.IV.6(516.1.) Ff7: Ter8andre.U.6(533.2.) — N'est-ce pas te confondre, 



99 

on d'un double adaltere, De ce lien sacrö profaner le mystere? Eraste. 
i8f.I.4(501.2.) Pro«: Fierabra8.IIL3(220.2) Fw: Melisse. V.3(454. 2.) 

509. . . . ses cheveux semez de tant d'appas, Ainsi que vostre coear 
ont ils liö vos bras? Lucidor. 2?¥l.n.6(533.2.) F.(I.ÄPolidor.II.3{330.1.) 
B: Taillebras.! 4(352.2.) Alizon: Jeremie.V.4 (426.2.) 8: Lelie.1. 1(498.1.) IV.6 
(516.1.) Lydie.L3{499.1.) An8elme.n.2(504.2.) ConBtance.IV.2(513.1.) Eroxene. 
V.7(521.2.) Plaid: Amidor.II. 1(559.1.) 

510. La barbe ... Et ton crotesque habit ont fascin^ ma veno. 
Tersandre. Fil.III.5(538.1.) 

511. Un amy travesty, vos parens assemblez, Vons peut-il pas unir 
de ces noeuds simulez? Ergaste. ÄI.4(501.2.) i2: Clarimand.V.5(371.1.) 
i>MccJ'05»:Emilie.IV.l3(394.1.) ÄLelie.I.l(498.1.)IV.6(516.1.)Con8tance.IV. 
2(513.1^ JP\7:Olympe.V.4 (547.2.) 

512. Je veux rompre avec luy pour ne plus renoüer. Florinde. 
Fi7.III.2(535.2.) 

18. Teclmik (bes. das Weben). 

513. Que fait-on que mensonge en Tempire d*Amour, C'est Ih qu^im- 
pnnement li toute heure il s*en forste. Bagonde. JF¥2. 1. 3 (528.2.) Prov: 
Philippm.in.3(218.2.) Plaid: AmidorI.8(558.2.) V. 1(577.1.) - . . . le fils 
poil-dorä du grand Satumien Dana Tesprit forge-vers plante le dithy- 
rambe. Amidor. Fw.I.2(432.1.) 

514. Et la bource, il ne Ta pas trop bien ferr^e. Florinde. ProvJJ 
(205.1.) 

515. Nous leur riverons bien leur clou, et leur dirons qu'il n'y 
a point de plus empecbez que ceux qui tiennent la queue de la poisle. 
Thesaurus. Prot7:Prol.(197.1.) Pror: Alaigre.I1.8(210.1.) 

516. Ce tonner re orageux qui menace et qui gronde, Eflochera bien 
tost la machine du monde. Amidor. Fta. 1.3(432. 2.) 

517. . . . le desir mon engin viendra poindre De m*aller yistement 
ä quelqu*une conjoindre. Almerin. Coir. 1.3(245.) Corr: Almerin.II.3(258.) 

518. Fay jouer les ressorts des yeux et de la bouche. Glarimand. 
B. 1. 1 (350,2.) Corr: Florette, n. 2 (256.) Prov: Alaigre. IL3 (209.2.) B: Beau- 
rocher.V.2(369.1 .) Vis: Amidor.1.4 (433.1.) 

519. Les plus polis du temps y fönt lecou d*amour. Clarimand. B. 
11.2(355.2.) F. e«.ÄPhilemon.L 1(323.2.) Tirsis. 1.2 (324.1.) iJ: Lyzante.IL3 
(356.1.) — . . . ma plume en prose estoit assez polie. Amidor. Plaid, 
111.7(569.2.) 

520. . . . mon coeur reconnoist son vainqueur, Au eher pourtraict 
qu'amour m'engrave dans le coeur. Anselme. iS.IV.4(514.2.) J3: Taille- 
bra8.II.3(356.2.) 

521. Ghassez Topinion dans son esprit emprainte. Clarimand. B. 
IU.3(360.2.) 

522. . . . la mesme main qui d^rit ma langueur, Comme sur le 
papier, l'imprime dans mon coeur. Clarimand. U.V. 1(368.1.) 

523 quelques docteurs de nou volle Impression. Thesaurus. 

Prot?: Prol.(l97.1.) 

524. N'est-ce pas un pechö d'une aymable teinture? Clytie. B. 
1V.3(365.2.) 

525. Le Ciel donne k vos jours mille felicitez. Clothon d*or et de 
soye en compose la trame. Amidor. Fis. II. 6 (439.2.) jDucd*088:Emi\ie, 
1.4(379.1.) Fi7: Lucidor. IV. 3 (542.2.) — . . . quelque trame se brasse. 
Lydie. ÄIL6(506.1.) Plaid: Brocalin.m.5(567.2.j 



100 

526. C^est mon vanrien de fils et son valet infame Qai pour me 
volar mon lit ont ourdy cette trame. Amidor. P'aW. IV. 7(575. 1.) 
iS:Geronte.III.3{509.2.) 

527. Je s^ay entraver aar le goard, ... il me tarde que j'en de vi de 
une migoufläe ä ce malautra de capitaine. Philippin. Prot?. 111.1(216.1.) 

528. Poursnivons donc le fil du duel commence. Jeremie. Alizon, 
V.3(425.1.) — Tout changement destruit cette agreable idee, Et le fil 
delicat dont vostre ame est guidöe. Sestiane. Ft5.II 4(438.2.) 

529. Je 89auray dans le nid remettre ce poulet, Et craignant son 
courroux fil er doux comme lait. Eagonde. l'il.in.3(535.2.) 

530. Si vous venez plus prbs je vous enfileray. Jeremie. Alizon. 
V.4(426.2.) Corr. Almerin. II. 3 (256.) Mersant. III.3 (279.) Prot?: Alaigre.L7 
(203.2.) 

14. Ackerban. 

531. ... vos rares vertns, de qui la renomm^ Est par tonte TEarope 
esgalement sem6e. Paulin. Diic d'Oss.I.2(378.1.) Fw:Se8tiane.n.4(439.1.) 
Meli88e.IV.l(447.2.) Ä Aii8elme.y.2(5l8.1.) Con8tance.V.6(521.1.) ^7:Luci- 
dor.II.6 (533.2.) — . . . il niedite des vers Pour semer vostre nom par 
tout cest univers. Filidan. 7*5.111.2(441.1.) 

532. . . . il croyoit . . que nous eussions plantä Tamour pour re- 
verdir. Florinde Prot?. 1. 7 (204. 2.) — II ne faut pas dem eurer icy 
plant^s comme des ächalats. Lidias. Prot?.I.7(205.1.) Alaigre.II.3(2l0.l.) 
Lidias 111.1(216.2.) Florinde.IIL3(217.2.) Fierabras.III 5(221.1.) F.d.ÄLisete. 
V.l(344.1.) i)ac d'Ü5s:LeDuc.I1.2(382.2.) Fw: Amidor.I.2(432.1.) 

533. Pour la persuader, que ton esprit fecond Assiste ce poulet, luy 
serve de second. Clarimand. Ä.V. 1 (;j68. 1.) Dacd'Oss: Paulin. 1.5(380 1.) 
Emilie.V.6(398.1.) Ft5:Phalante. 111.5(446,1.) He8perie.V.4(455.1.) ÄLydie. 
11.7(506.2.) 

534. Hien qu*^9 inventlons ton esprit seit fertile, Tu chercfaeras 
long-temps ce secret inutile. Polidor. F.(I.S:V.3 (344.2.) Ä Ergaste. IV. 2 
(513.1.) Fih Beronte.IV.5(544.1.) 

535. Vivans, si nous voulons, nos oeuvres sont utiles; Mais apres le 
trespas elles sont infertiles. Anselme. iS.V.4(519.2.) J{: Clytie.IV.3 
(364.2.) 

536. Ce mal-heureux pais, si fatal aux chrestiens, Si fertile en tous 
maux, si sterile en tous biens! Ergaste. ÄIV.2(Ö13.1.) 

537. . * . nos membres tout brisez . . . Servent d'exemplo au peuple, 
et de patüre aux bestes. LeBorgne. JPtlV. 1(545.1.) 

538. Cest un grenier k coups de poing, ce morfondu-lk. Alaiffre« 
Proi?.m.7(225.1.) ^ f F- K» 

539. Puisque nous sommes avec les loups, il faut hurler, et dire nostre 
ratel6e de ce Jargon. Lidias. Pr ot?.III. 1(216.1.) 

16. Fuhrwerk. Das Balten. 

540. A bon entendeur ne faut une charretee de paroles. Alizon. 
Prot?.1.4( 199.2.) 

541. Eole a döchaisn^ ses vistes postillons. Amidor. Fts. 1. 3 (432.2.) 

542. ... Cent legers bateaux, Peints de blanc et d'azur, voltigent 
sur les eaux. Phalante. Ft».III.5(446.2.) 

543. Faut-il, . . . que ces petita avortons de la nuict . . . ayent evente 
la mine ... et que mes stratag^mes et virevoltes n'ayent eervy qu'a 
les faire fuir comme trepillardsj Fierabras, Prot;.II.6(215.1.) 



101 

544. Qnels feux virevoltans nous redonnent le jonr? Amidor. 
Fjs.L3(432.2.) 

545. Invincible vainqueur des coeurs les plae rebelles, Amour, quc 
ton pouvoir d^monte de cervelles! Lydie. 5.11.4(505.2.) 

546. II faut donner un fr ein & tes debordemens. Amidor. PlaidJ.S 
(558.1.) Prov: Florinde.Il.3(208.1.) Fierabra8.II.6(215.1.) Plaid: Amidor IIA 
(559.1.) 

547. Jecroy, uion coeur, que cela fust cause qu'on ne vous serroit 
plus tant la bride. Lidias. Prot?. 1.7 (204.2.) — Vous scavez, que j*ay 
un p^re de qui je despends, ... et qui me tient la bride courte. 
Clorinde. Com. II. 2 (245. 2.) — Que cerche vostre main dessus mon sein 
tiraide? Mauvais, ce brasselet luy servira de bride. Clorinde. £.111.6 
(362.1.) — Ne laschez point la bride k vostre passion. Orgye. S. 
V.4(520.1.) 

16. Strasse und Weg. 

548. II se peut asseurer qu'il passera le fleuve Quicoule murmurant 
prez les faux-bourgs d'enfer. Gaullard. Corr.I.l(235,) 

549. . . . un partisan Qui voloit en un jour plus que vous en un 
an, Et qui, par un impost qu'il mit sur la vendange, A fait de son logis 
un second pont au Chance. Beronte. JF\7.IV.5(544.1.) 

550. Je crois que tu as Tes gosier pave. Pbilippin. Prov. 11.3(211.1.) 
5öl. II y a longtemps que je ne me suis donnä une teile carrelure 

de glabe. Pbilippin. Proi7.11.3(212.1.) 

552. II faut estre d'accord de tous leurs sentimens, Approuver et 
lüuer leurs moindres ornemens, .... Dire quelle couleur est et fut a 
la mode; Voila pour estre aymä le cbemin plus commode. Philemon. 
VAS. 1.1(323.2.) Prot?: Fierabras. 111.2(217.1.) 111.3(218.1.) V.dS: Philemon. 
1.1(323.2.) Florice.lV.l(338.1.) Doripe. IV.6(341.1.) JR:Clarimand.I.2(351.1.) 
11.4(359.1.) ^l*£fon: Silinde.II.l(407.2.) 

553. L*une ^pouse le iiiary; Pantre ^pouse le bien; On mettra celuy- 
ci doucement dans la roule. Beaurocher. £.V.2(369.1.) 

554. Ergasie, et viste, un mot, un dätour, une rusö. Lelio. ÄIII.5 
(510.1.) J2i^o/i:Jeremie.V.3(424.1.) Fw: Sestiane.ll.4(438.2.) Platd: Filipin, 
1.4(556.1.) 

555. J*en ay plus descouvert cent fois par ce biais Qu'en les 
questionnant. Le Voisin. PtowJ.V.5(579.2.) Prot?: Thesaurus.III.2i 216.2.) 

556. . . . ma fidelit^ Semblable ä vos beautez n'a ricn de limit^. 
Polidor. F.d.ÄlL7(333.2.) 

557. Cet outrage est sanglant, et passe un peu les bornes. Clo- 
rinde. Ä. IV. 4 (366.2.) 

558. Serois-tu bien si facile, ou si beste, Que de borner ta gloire 
en sa seule conqueste? LeDuc. i)wc<J'0«s. 111.4(388.1.) Fw: Artabaze.lV. 
7(452.1.) ÄErgaste.II.2(503.2.) An8elme.III.2(508.1.) Con8tance.lV.2(5l3.2.) 
Plaid: Corinne.V.10(582.2.) 

17. Seewesen und Fischfang. 

559. Si nous pouvions trouver d'autres langes pour nous couvrir, 
nous aurions bien le vent en poupe. La Vieille. Prot?. 11.4(213.1.) 

560. Ils ont callö leurs voiles pour ne s^avoir pas de quel coste 
vous ayez pris vos bris^es, ny quelles gens leur avoientjouecette trousse, 
Alaigre. Prot?.II.3(209.2.) 



102 

561. Allons, gnenz de TOstibre! bandez vos volles et yuidez 
d'icy. Pierabras. JProt?.III.3(220.1.) 

562. Je ne m^estonne plus . . . qu'on donne de la YOgue k beau- 
coup de foibles esprits. Paladin. Com. 111.2(249.1.) Com: Gri8elin.V.2(255.2.) 

563. Mon bien et mon honneur sont-ila pres du nan frage? Olympe. 
F*7.V.4 (547.1) Com: Paladin 11.1.(241.2.) Docteur.IV. 1(252.1.) Pantalon.V.l 
(255.1.) Ä:Taillebras.II.4(359.1.) Ly2ante.lV.2( 364.2.) 

564. Je n'ay qyx'k pescher Targent. Fierabras. Prot?. III. 3 (218.1.) 
— Va, crois-tu me pescher aveo des vers poiiris? Clytie. J?. 11.-^357.2.) 

565. Par le corbleu! je viens d'inventer un apas Qui le fera tomber 
cautement en nos lacs. Öilard. Corr.I V.2(285.) P/ai^i: Isabelle.ll.3(562.1.) 

566. . . . Tor qui gaigne tout, et par qui tout se force, A manquä 
pour ce coup de puissance et d ' a m o r c e. Le Duc. Duc d'Oss. I.l (377.2. ) 
JJ:Beaurocher.V.l(368.2.) — Tuprends da jaramorce et turessents 
Tattainte. Clarimand. P.I.1(350.1.) 

18. Die Jagd. (Das Sohiesseii). 

567. Moy que mille beautez pourcbassent ä Tenvy. Artabaze. 
Fw.IV.7(451.2.) 

568. Je t*ay yü sans te voir; mais tu m*ötes d^erreur, Et chasses 
loin de moy cette aveugle fureur. Tersandre. Pti.III.5(537.2.) Com 
Molive. II. 1(251.) Brillant. IL 4 (261.) Plorette.IIL2(272.) Hilard.IV.2(284.) 
Prot?: Pierabra8.1II.3(220.2.) VAS: Tir8i8.Ll(323.1.) 111.4(336.2.) CriserelLö 
(3:32.1. )V.8(347.2.) Florice.V.l(343.2.) P:Clarimand.IL2(355.1,) 111.3(360.2.) 
Clorinde. IIL 1 (359. 1.) Ducd'Oss: Flavie. III. 1 (385.2.) Alizon: Karolu.V. 3 
(423.2.) yis:Amidor.L4(432.2.) Alcidon.V. 1(453.1.) ÄLydie.IV. 11 (517.2,) 
F*7:Florinde.IV.3(543.1.) Lucidor.IV.3(543.1.) 

568a. Pour decbasser toute tristesse, Je veux encor boire d'autant. 
Bragard. Corr.IlL 1(268.) 

569. II vaut mieux les laisser se venir prendre au trebuchet. 
Fierabras. Prot?.II.2( 208.1.) 

570. II faut que ma douleur au dedans je retire, Que mes ressenti- 
ments, pour un temps suspendus, Laissent choir Tassassin dans mes 
pieges tendus. Emilie. i)Mcd'0«» L4(379.2.) ^ij>on: Clariste.IV. 1(418.2.) 
Ft>. Hesperie. L 6(434.1.) Plaid: Filipin. 1.4 (555.2.) V. 4 (578.2.) Amidor.ILl 
(559.1.) V.l(576.1.)(576.2.) Isabelle.IL 3(562.2.) Falandre.lIL7(569.2.) 

571. noire perfidie! ö siecle! ö monde immonde! Qui se peut 
garanlir des lacs que tu nous tends? Lydie. ÄIL7(506.2.) Corr: Hilard. 
IV.3(285.) 

572. Le voila gay, qui parle avee Jean le Veau, Achevons de les 
faire entrer dans le panneau. Brocalin. PZaid. V.5 (579.2.) Prot?:Fiera- 
bras.IL2(207.1.) Fil: Ragonde.III.4( 537.1.) 

573. Ils viendront d*eux mes mes se brusler ä la chandelle. Je leur 
veux tendre des filets, oü ils se viendront prendre commemoineaux 
^ la glue. Fierabras. Prot?.I1.2(208.1.) i2: Clorinde. 12 (351.2.) Clytie.V.4 
(370.2.) ÄAnselme.in.7(512.2.) 

574. Ah! ma soeur, quelle ruse afin de m'attraper? Hesperie. 
Vis. II. 2 (437.1. ) Corr: Gaullard. 1. 1 (236.) Prot?: Fierabras. II. 6 (215.1.) I1L3 
(218.2.) Prevost.III.4(220.2,) Lidias. 111.5(222.2.) iV^^^.Ta&.J:Tabarin.(235.) 
N. F. Tab.II: Tabarin. (243. ) Francisquine. (243Ö Com: Docteur. V. 1 (255. 2.) 
Duc d'Oss: Flavie. IV. 8 (392. 1 . ) Alizon: Floriane. IL 1 (407. 1.) Jeremie. IL 5 
(412.1.) Batelier.II1.4(416.2.) Karolu.IV.2.(422.1.) Fw: Amidor.L4(433.1.) 
Artabaze.IILl(440.1.) Ä Ergaste.L4(502.1.) Lydie.n.7{507.1.) Anselme.m.4 



108 

(510.1.) m. 6 (512.1.) Fü: Bras-de-Per. 1. 1 (526 1.) IV. 4 (543.1.) IV. 5 (543.2.) 
01ympe.I.5(530.1.) LeBorgne.V.2(546.1.) Beronte.V.2(546.2.) Ptetd: Isabelle. 
11.3(562.1.) Amidor. 11.4(663.1.) Filipiii.II.4(563.2.) 111.6(569.1.) IV. 2 (572.1.) 
— ... je veux bien mourir si j'y suis rattrapöe. Ragonde. FtlIII.3 
(536.2.) 

575. ... je ne m^en fusse Jamals depestree sans cette contremine. 
Florinde. Pro«.I.7(204.2.) Prot?: Fierabras.ll.2( 207.2.) 

576. La patience enfin nrächappe ä cette fois. Beaurocher. i2.IV. 
5(367.2.) 

577. Mon maistre contre moy s'estant mis en courronx, J^av hapä 
letaillis. Beronfce. J^tMV. 5(543.2.) 

578. Je cherchais certains Egiptiens qui pillent par tout oü ils passent ; 
mais je crois qiie j'ay quittö leur brise e. Prevost. Prov. III. 5 
(222.2.) — Or je sgay comme il faut commencer la brisäe, Par une 
occasion heureusc et fort ais^e. Glarimand. 12.111.3(360.2.) Prov: Al&igre. 
11.3(209.2.) 

579. Seigneur docteur, j'ay remuä le ciel et la terre depuis le rapt 
de vostre fifie; j'ay furet6 partout sans pouvoir decouvrir leur cache. 
Fierabras. Pro v.lll.2(21 6.2.) 

580. Peste bleu! que voilk un joli appeau de cocu. Je n'aurois 
non plus pitiö d'elle qu'un advocat d'un escu. Alaigre. Prot?.II.3(213.1.) 

581. Je vais, comme un oyseau^ le prendre a la pipäe. Jeremie. 
Aliz(m,Y. 1(423.1.) Prov: Alaigre.III.l(216.2.) 

582. Si nous avions le quart des grands biens qu*on espere, Nous ne 
viserions pas ä ceux de vostre pere. Argine. PZaid.IV.l(571.1.) V.d.S: 
Florice.I.6(328.1.) 

583. ... un oeil de travers tire tout droit au coeur. Lisete. V.d.S. 
V.l(343.1.) 

584. A quoy tend ce propos? Clorise. F«7.n.4(532.l.) 

585. Vous y estes; laissez-vous-y choir, vous avez frapp^ au but. 
Philippin. Prov.III. 1(216.1.) 

586. ... de son petit esprit Je connoy la portäe. Filipin. Plaid, 
V.4(578.2.) 

586a. . . . noB membres tout brisez . . . Sont Thorreur des passans, 
la butte des tempestes. LeBorgne. Fi2.V. 1(545.1.) 

19. Spiel und Taus. 

567. S*il me fust arrivä de Tappeller ma soeur, II Peust veuä, et d^s- 
lä mon jeu n'estoit plus seur. fimilie. I>wcd'0«s.III.3(387.2.) Prov: 
Thesaupus.Prol. (197.2.) JJrClytie. 11.4(358.1.) Taillebras.III.7(362.2.) Clari- 
mand.IV.l(364.1.) Beaurocher. V.2(369.1.) DMr(l'Ofi«:Duo.ni.4(388.2.) Ste- 
phanille.IV.3 (390.1.) — La vessie pleine de sang a bien jou6 son jeu 
quand Alaigre Pa perc^e au milieu de mon ventre. Philippin. Prov.1.7 
(203.2.) — Tous deux en cette humeur de s*aymer et se plaire Se 
donneroient beaujeu, qui les laisseroit faire. Glarimand. 22.111.2 
(359.2.) Coff : Bragard.II.2(255.) Ptoid: Filipin.V.4(578.2.) 

588. II est vray que je joug k me faire assommer; N'importe, k 
tout hazaid quitte pour se nommer. J'ay Pesp^e en tout cas. Le Duo. 
Duc d'Oss. 11.2(383. 1 .) Plaid: Filipin.IH. 1 ( 365.2. ) 

589. . . . sentant nostre partie, II a fait en secret un branle de 
soitie. LeBorgne. JF\7.IV.4(543.1.) 2^t7:Tersandre.IL3(532.1.) 

590. Les femmes de Paris . . . M*eussent defigure; mais par une 
Bortie» Pour öviter debat» je quittöis la partie. Jeremie. il}i^on.ll.2(409.2.) 



104 

Prot?: Philippin. ULI (216.2.) Dttcd'0««:Duc. 11.2(383.1.) PZmcJ: Corinne. L2 
(654.1.) 

591. Ezpr^s je yiens icv pour trouver guarison Lore que le medecin 
n^est plus ä la maison. 11 me faut ä demain remettre la partie. 
Jeremie. Alieon J.Bi^OA.1.) E: Beaurocher.V.6(a72.2.) Dwcd'Os«: Stephanille. 
V.6(397.2.) 

592. Taco nilo, pour neant, faisons partienouvelle. Thesaurus. 
Prot?.Prol.(197.1.) 

593. Mais voicy Glarimand : preparons uous un peu A le bien recevoir, 
et couvrir tout le jeu. Clytie. Ä.V.4(370.2.) 

594. Nul ne 89auroit plus haut porter Pambition, Que d'oserren vier 
sur ma presomption. Artabaze. Fi8.IV.7(452.1.) 

595. II ne faut pas tout prendre de vollee etjouer k quitte ou 
double. Thesaurus. Prov.II.2(208.1.) 

596. Courage 1 il couche gros; dans Phumeur qui le pique Tous 
les termes suivront d'un däpit poetique. Clarimand. Ä.Il.4(358.1.) 

597. Funeste ou bien heureux, j'y couche de nion reste. Et qui- 
conque viendra nae saisir au colet, Se verra salüer d*un coup de pistolet. 
Le Balafrö. J?\7.V.2(546.1.) 

598. Or BUS, c'est maintenant qu'il fautjouer du reste. Karolu. 
^K£ron.V.3(425.1.) 

599. Taco nilo, pour neant . . . joüons sur nouveaux frais. 
Thesaurus. Prov.Prol.(197.1.) 

600. Contre-faisant les bohemiens, nous pourrons facilement donner 
une cassade au docteur. Alaigre. Pro«.II.5(214.2.) 

601. Mais, pour rentrer de pique noire, parlons de nostre 
capitaine. Lidias. Prov. IT. 3 (208.2.) 

602. Ge sont revnes de carte, et qui n^ont point de corps. Clytie. 
JR.II.3(356.2.) 

603. Voicy du monde sous ces arbres, quijoueklaronfle, qui 
ont quittä leurs volans avec leurs habits, de peur d'avoir trop chaut. 
UFille. Proi?.II.4(2l3.2.) 

604. Non plus que vostre coeur m*appelle vers Clytie, Lors que vous 
y dressez sans moy quelque partie. Amedor. 12.1.2(350.2.) 

605. Mais voicy ce mangeur de charette ferrde, Qui m*est venu tan- 
tost faire une ächauffouree. Ragende. Fü.YA(biS.l.) Prov: Bertrand. 
1.6(202.1.) 

606. Que je voudrois avoir aussi-tost un escu, Voire deux, voire trois, 
dans ma pauvre fouillouse, Comme on a mis de coups dedans vostre 
belouse. Bragard. Corr.II.2(254.) 

607. C^est estre bien hardy! Mais au moins, dittes-moy, Ta-t-ilpoint 
bistoqu^e. Mersant. Corr. IV.2(285.) 

608. II ne faut pas que la col^re vous empörte du blanc au 
noir et dunoir au blanc. Thesaurus. Prot?.II. 2(208. 1 . ) 

609. Sa gloire ne court point de risque Puis qu'il a donn6 quince 
et bisque A tous les potentats. La Musique. Prot?.lIL5(22l.2.) 

610. Un jour il crüt prendre sans vert Ce brusleur de maisons. 
Beronte. Pli7.in.5(539.1.) ^«t>on:Fleurie.II.l(407.2.) 

611. Ils m'ont bien 6trill6 Et chez moy chacun d^eux joue au Roy 
d^poüilld (cf. Anm.) Beronte. 1^^.1.2(527.1.) 

612. On ne me berne pas d*une teile facon. Jeremie. Alizon.IL4 
(41 1 .2.) Ä: Taillebras.I.4(353.2.) 

Anmerkung: Jeu oü Ton enlevait pi^ce ii pi^ce les v^iementa du 
patient. 



105 

613. Holä! c^est h Florinde qu*on addresse restenf (d. h. die 
Serenade). Philippin. Prov.III.5(221.2.) 

614. Tronssons, de peur de coups, nostre sac et no8 quill es. 
Beronte. JTO.n.3(532.1.) Prot?: Le Coe8re.n.4(213.2.)2X. 

615. Deserts tousjours de glace et de neige couverts, Froids et tristes 
joagts des rigueurs des hyyers. Anselme. 5.IV.4(514.2.) 

616. Ma teste en mille endroits est relevee en bosse, Et jamais 
recelenr ne fut a teile nopce. Beronte. JFV2.I.2(527.1.) 

617. Aussi-tost que Ciorette eut dit ä vostre frfere Que son amy 
viendroit avec eile coucher, II appela Hilard, et Tenvoja chercher 
Gaullard et son adjoint, ausquels il fit requeste De venir avec eux pour 
estre de la feste. Molive. Corr. V.2(295.) Prot?: Phjlippin.lll.3(219.2.) 

618. Quand la brünette nuict, d^yeloppant ses voiles Gonduira par le 
ciel le grand bal des estoiles . . . Amidor. Fts.I.4(438.1.) 

619. II faudra qu'en charrette^ . . . J*aille sans violons d ans er au 
beut d*un bois. Beronte. FtlV. 2 (546.2.) Corr: Gaullard. ULI (265.) Prov: 
Lidias.L2(198.2.) Alaigre.II.3(211.2.) Ft7: Beronte. V.6(549.1.) 

620. II a fait en secret un branle de sortie. LeBorgne. FilJYA 
(543.1.) JJ:Beaurocher.V.6(372.2.) Dwo(l'OM:Stephanille.V.6(397.2.) 

20. Das Theater und die Künste. 

621. noire perfidie! ö siecle! ö monde immonde! ün theatre des 
jeux, et du sort, et du temps. Lydie. ÄII.7(506.2.) 

622. Ge drolle icy sera tantost bien estonnä quand il rencontra Lucas 
et Fritelin dans le sac. Pour moy, je m*en vay regarder par lafenestre 
la fin de la tragedie. Francisquine. I.F.Taft. (231.2.) 7t«: Melisse.IV.2 
(448.1.) Ä Orgye.V.4(520.1.) 

623. De toutes les nations du secours on mandie; Mais chacune h 
dessein jouant sa comedie Est contrainte k manger . . . Des chiens. 
Jeremie. ^h>on. 11.2(409.1.) jDMcd*OM:LeDuc. 0.5(388.2.) F*«: Lysandre. 
V.5(455.1.) ÄLelie.I.4(501.2.) 

624. Loin de me secourir, donc il me vient frapper? Traistre, au 
moins au besoin je scauray faire gile. Lyzante. £.111.6(362.2.) Corr: 
Le Prologueur.Prol.(233.) Prot?:Lidias.I.7(205. 1.) 

625. Je sQay encores moins cacher mes deffauts et faire le per- 
ßonnage d*un homme de bien. Docteur. Com.IV.l(251.1.) Prov: Philippin. 
m.l(216.1.) Coi»:Gri8elin.V.2(255.2.) Ft>. Artabaze.IV.2(448.1.) iS:Lelie.I.4 
(501.2.) Erga8te.IlL5(510.1.) Plaid: Falandre.m.l(564.2.) Filipin.m. 1(567.2.) 
Dorette.IIL6(568.2.) 

626. Faut-il que Tinvincible Fierabras . . . soit maintenant au bout 
de Bon roollet! Fierabras. Proi>.IL6(2l4.2.) Pror: Alaigre-IU. 1(215.2.) 

627. Que s^ay-je maintenant si ce n'est point un drolle Qui pour 
mieux m'attraper me vient jouer ce rolle? Jeremie. Alizon.ll.b{^i2,l,) 
Pfoi7:Florinde.II.3(208.2.) 8: Ergaste.I.4(502.1.) Lelie.lI.U502.2.) Eraste.II.S 
(506.1.) Plaid: Brocalin.V.5(579.2.) 

628. Je le trouve plus sot qu'un panier percä, plus effront^ qu'un 
page de cour, plus fantascjue qu*une muUe etc. . . . Yous dites Ik bien 
des vers k sa louange. Lidias. Prot7.I.7(205.1.) 

629. De leur mariage ne peut resulter qu'une harmonieuse 
Union. Isabelle, i. F. Tod. (231.2.) 

680. n enrage de voir son amour maltraitäei Son tymbre ea est 
fesl^. Bagonderi^7.IIL2(535.1.) 

iLmg. XU Abh. (B. Btgtnhavdt). 7* 



106 

681. Accordez vos flaates encore un coup. Qne disoii-on en 
mon absence? Lidias. Prot?.1.7(204.2.) 

632. Quel est le courtisan qui vous fait ces leijons? Et qui vous 
entretient de ces belles chansons? Crisfere. F.d.ÄIL5(331 2 ) i2:Clytie. 
IV.1(364.1.) — Revenons ^ nostre preraiöre chanson. Que disoit-on en 
mon absence? Lidias. Prov.I.7(204.2.) 

633. II m*a chantä goguette, et sans aucune cause. Bagonde. Fil 
111.2(535.1.) DMcd'O«5:Plavie.IV.l0(393.1.) Fts:Sestiane.n.4 (438.2.) Fü: 
Ragonde.I.2(527.1.) 

634. Amedor: Madame, vous prendrez le siege la premiere. — Clo- 
rinde: Si je fay cette faute^ et dans cette maison, C^est pour yous obeir 
plustost que par raison. — Glarimand: . . , sur cet accord ils 
chanteront. Glarimand. JS.I.2(351.1.) 

635. Ha! ventre! je desespfere quand je songe qu'il a fallu que le 
vaillant Fierabras se soit laissä mettre hors de game par des mor- 
tels. Fierabras. Prot?.III.6(223.1.) — Voila suivre les tons d*une com- 
mune gäme. Glarimand. E.L2(35l.l.) 

636. Mais tien, escoute-moy, cbangeons un peu de notte. Gaul- 
lard. Cofy.lILl(265.) Prot?: Lidias .1 7(204.2.) 

637. Valeureux fils de Mars, et sa vivante image ... Aleid on. Vis. 
IV. 7 (451. 2.) Corr:Almerin.IL3(259.) Ft«: Filidan. L 5 (434.1.) Melisse.V.S 
(454.1.) JF\7:Lucidor.IV.3(542.1.) 

638. J*ay ... Fait de vos actions un portrait raccourcy. Beronte. 
F»I.V.6(549.1.) F.d.ÄPhilemon.I.l(322.2.) iS: Eraste.I.3c499.2.) Anselme.IV.4 
(514.2.) 

639. merveilleux table au de mille dous attraits Qu'une Muse 
en mon coeur a doucement pourtraits. Filidan. Ft>. 1.5(433.2.) 

640. Sur mon coeur amoureuz ses yeux Tont crayonne. Polidor. 
F.d.ÄI 2(324.2.) 

641. Quoy! Taffaire est donc faite? ~ Elle est bien esbauchäe. 
Amidor. Ptoid.V.8(580.2.) 

642. Quant vous baisez les fleurs dont la terre se peint Vous 
monstrez k baiser celles de vostre teint. Tirsis. F.d.<S'.lII.4(366.1.) V.d.S: 
Dorimene. 11.7(332.2.) 22:LaDupre.IV.3(366.1.) Glariraand.V. 5 (37L1.) Fü: 
Glorise.n.l(552.1.) — Dans sa chambre k Tenvi nous Tavons bien boure, 
Et nous le poursuivions pour Taühever de peindre. LeBalafrä. Fil. 
1.1(526.1.) Prov: Fierabra8.II.6(215.1.) 

21. Die Fechtkanst nnd die WafPen. 

643. Jamais vous ne vistes an tel escrimeur de dents. Tabarin. 
l,F.Tab.(2d0.2.) 

644. Voicy le coup fatal qui nous met hors d*escrime! Et nous 
voila tombez d'un gouffire en un abysmel Ergaste. Ä.1V.2(513.1.) 

645. 11s nous . . . monstr^rent leurs talons, dont il n'escrimoient 
point mal. Alaigre. Prot?.m.7(224.2.) Ä Ergaste.IV.6(515.2.) 

646. Hai je me vay tuer d'un grand coup d'estocade D*un verre 
plein de vin. Almerin. Corr. IL 3(260.) 

647. Larime ne doit porter que detailleetd*estoc. Taillebras. 
5.111.4(360.2.) 

648. Vous commenciez desja de luy rompre on visiere, Mes- 
nageons son bnmeur, car eile est un peu fiere. Ergasie. Flaid.UI.l 
(569.1.) 



107 

649. Ce malheureuz yieillard, sani dessein de noui naire, Et d*ane 
ame ingenu€, a pens^ toat dätruire; Mais ton langage turo en a par^ 
le coup. Lelie. Ä IV. 1 (512.2.) ÄErgaate. IV. 2(514.1.) - II pare du 
phebus, qai lay ?aat une lame. Glanmand. ü. I. 4 (352. 2.) iSzEraste. 1. 4 
(501.2.) 

650. Vous les faites moarir par un coup de malheur. Silinde. 
Älizon. V. 2 (423. 1 .) Corr: Moli?e. IV. 1 (280.) 2X. Com: Le Docteur.V. 1(254.2.) 
V,d.S: Tirsis. 1. 4 (326. 1.) Polidor. II. 7 (333.1.) 2X. B: Clarimand.V.6. (371.2.) 
Dttcd'O«»: Emilie.I.3(378.2.) Fla vie 111.1(385.2.) Octave. IV. 3(390.2.) Ah'zon: 
Clariste. IV. 1(419.1.) Fw:He8perie.II.2(437.1.) IV.6(451.1.) Artabaze.IV.7 
(452.1.) 5:Eraste.I.3(499.1.) Lydie.I.3(499.1.) Erga8te.IV.2(513.1.) FiliLnci- 




V.6(396.2.) — II faut rompre oe coup par quelque invention. Roselis. 
AlizonÄLdiinX) 

651. . . . la crainte .. . m*attaque et lue poi-te une si sive atteinte. 
Beronte. JPi7.V.2(546.2.) Com Florette. II. 2 (252.) F.d. 5 : Lisete.V. 1(343.1.) 
B: Glanmand. 1. 1 (350.1.) Amedor. III. 1 (359.1.) Älizon: Floriane. V.4 (427.1.) 
7»s: Alcidon.V.l(453.1.) 5: Lelie.1. 1(497.1.) Lydie.V.2(518.2.) 

652. Vous 7 lirez les plaintes Que fait pousser Tabsence aux ames 
bien attaint es. Polidor. F.d. Ä 11.7(333.2.) 

653. En quelle seuret^ se yerront tos autels, Si Ton choque mes 
vers, comme vous immortels? Lyzante. JS.II.4(358.1.) F.d.Ä Philemon.III. 
2(335.2.) Dorimene.III.4 (336.2.) ^?»>ow: Jeremie.II.2(409.1.) FiZ: Florinde.1.4 
(529.1.) P?ai(l:Corinne.III.7(569.2.) 

654. Ainsi qu'ä des valets ce faquin parle k nous. Le Bras-de-Fer. 
jPi7.Ll(523.l.) 2)Mcd'0»s:LeDuc.Ll(377.1.) ÄErgaste.I1.2(505.1.) 

655. Mon ame, de chagrin et d*ennuis accabl^e . .. LeDuo. Duc 
d'Os«.I.l(377.1.) S: Eraste.1 3(499.1.) 

656. Tu releves enfin mon espoir abatu. Tirsis. F. d. Ä 1. 5 (326. 2.) 
Vis: Se8tiane.II.4(439.1.) Filidan.IV.4(449.2.) 

657. Quel bruit, chers compagnons, a frap^ nos oreilles? Le Bala- 
fre. F»7.IV.4(543.1.) 

658. L'humilit^ me charme: C'est ce qui m*adoucit, c'est ce qui me 
desarme. Artabaze. Fw.IV.7(451.2.) 

659. Gelle de qui depend ta joye et ton bonheur Delaisse ton amour 
et s'arme de fureur. Jeremie. Alieon.IlA {411, 1.) Com: Philandre. 1. 1 
(237.2.) Clorinde.n.2(245.2.) 

660. Je vous suis venu dire quMl vous faut armer des armes de la 
patience. Fierabras. Proü 11.2(206.2.) Com: Pantalon. ULI (248.1.) Docteur. 
V. 1 (254. 1.) F. d. S: Olenie. IV. 9 (342. 2.) B: Lyzante. IV. 2 (364. 2.) Alizon: 
Poliandre.l.5(405.2.) Silinde. V.2(423.1.) ÄEra8te.L4(501.2.) Ftl:Beronte.ILl 
(530.2.) — Puis est-il insolent qui ne mist bas les armes Devant la 
majest^ de vos yeux pleins de charmes. Le Duc. Ducd'Oss. 111.2 {ßS6.2.) 
— Mes yeux rechercneront des traits dans mon miroir, Dont Tagreable 
effort plein de force et de charmes Semblera le combatre en luy 
rendant les armes. Glorinde.E.L 1(350.1.) 

661. II boit; mais sans jamais se barboniller Tarmet. Le Borgne. 
Fi7.V.l(545.1.) 

662. Mais il faut au besoin de tont bois faire flache. Beronte. 
1^2.U.1(530.2.) 



108 

ees. n 7 a tantost trols henres quo je trotte k bean pied sans 
lanoe ponr descouyrir en quel canton de la ville sont certains egrillards 
de bohemiens. Prerost. lVov.ni.4l220.2.) 

664. Quoy! vous m'avez donn^ dessus mon frontispice! Si jedeguaine 
un coup mon roide braquemard! Bragard. CofT.II.2(255.) 

665. Gomme il ne se peut pas resoadre k desgainer, II faut 
qu'Ereaste emprunte. Filipin. JPIaul.V. 2 (577.2.) Katd: Filipin.V.6(580.2.) 

6o6. Je gage qa*il naistra quelque obstacle imprevu, Qai fera 
rengainer rargent qu'on anra veu. Filipin. Ptoid.I.6(557.1.) 

667. Qb,, 9a, ^al vertugoy! ma longue halle m erde! Bragard. Corr. 
V.l(293.) 

668. Si j'en yay choisir nn, quel barbare dessein? Je mets ä tont le 
reste un poignard dans le sein. Hesperie. Ft«.y.4(454.2.) 

669. Du moins sois-je asseur^ qne mes ^eux innocens, Pourlablesser, 
n*ont point de traits assez puissans. Glarimand. i^. IV. 1(363.2.) VAS: 
Poüdor.m.2(334.2.) EiClarimand.1. 1(349.2.) V.3(370.1.) Clorinde.I.l(350.1.) 
Beaurocher.II.l(354.1.) Taillebra8.II.3(356.2.) Lyzante.III.3(360.1.) Clytie.V. 
5(371.1.) DwccTÜm: Le Duo. LI (377.1.) ^Zurow: Jeremie. V. 1 (422. 2.J Vis: 
Hesperie. 1.6 (434.1.) Amidor. IL 4 (438.1.) Filidan. IV. 4 (449.2.) ÄEraste.Lä 
(499.2.) 11.6(506.2.) Aurelie.ILl(5ü2.1.) IIL3(509.2.) An8elme.III.6(512.1.) Er- 
ga8te.IV.2(513.1.) Lydie.V.2(518.2.) Lelie.V.7(521 2.) — ... quelque diabie 
en Soutane Lancera contre vous mille traits de chicane. Ragonde. Fü. 
IV.3(542.2.) F.d.5:Florice.V.l (343.1.) I>Mcd'OM:Duc.IIL2(386.1.) FwiFüi- 
dan.I.5(433.2.) He8perie.IL2(437.1.) Ä Erga8te.IV.7(516.2.) 

670. ün bei oeil dont le douz et modeste regard M*a lanc^ dans le 
coeur un invisible dard . . . Le Duo. 2>ucd'0««. 1.1(377.1.) 

671. II vous croira . . . d^s la premiäre parole que vous jetterez 
en avant. Lidias. Prot?. 111.7(224.1.) 

672. Voyez comme 11 nous lance un regard de travers. Artabaze. 
Fw.IIL2(441.2.) Vis: Meli88e.IV.l(447.2.) V.3(454.2.) Fih Beronte.V.6(549.2.) 

673. Mille voenx älancez m*entourent comme abeilles. Hesperie. 
7w.IL2(436.2.) Ä: Clytie.V.5(371.1.) F«: Amidor. V.7(456.2.) 

22. Der Krieg. 

674. . . . les caresses de quelque sultane • . . qui s^estimeroit trop 
henreuse de me baiser la contrescarpe. Fierabras. Prov. 111.3(220.2.) 

675. Elle m^eust embrass^ la cuisse pour me temoigner . . . qu'elle 
se fust sentie plus heureuse que de posseder tous les monarques de Puni- 
vers d^estre plant^e si avant dans le bastion de mon coeur. Fierabraa. 
Prot?.IIL5(221.1.) 

676. Mais en vain mon adresse, avec tout son effort, Tente de son 
honneur Pinexpugnable fort. Lelie. Ä1.4(501.1.) 

677. Vous cnerchez k vous fortifier d'hommes et d'amys contre 
le Paladin. Hydaspe. Oow.V.l(254.2.) 

678. Je te fais tort de croire que tu ayes fait breche k ton hon- 
neur. Fierabras. Prov.II.l(206.1.) 

679. Quel esclat, quel fracas confond les elemens? Jupin de runivers 
sappe les fondemens. Amidor. Ft«.I.3(432.2.) 

680. . . . il ne se peut que les uns ou les autres N'esventent 
tost ou tard leurs secrets et les nostres. Emilie. 2>ucd'0«s.IV.6 (391.1.) 
Ä Ergaste. 1.4 (501.2.) Aurelie.IIL3(508.2.) Fii; Ragonde.in.2(535.1.) - Je 
ne puis plus celer ce qu'elle a aecouyert; La mine est eventdeaa 



109 

temps que Ton desire, Pletirie. ^ftir(m.ILl(407.2.) Prot;: Fierabras. IL 6 
(215.1.) iJ:Taillebra8.II.8(856.2.) 

681. ... je ne m*eii fasse jamais depestr^e sans cette contremine. 
Florinde. Proi?.I.7(204.2.) 

682. Qai ne prendroit cecy pour nne comedie? . . . La m^che est 
decouverte, implorez sa mercy. Bagonde. J'il.IV.3(541.2,) -— Ma foy, 
tout est perdu, la mesche est eventöe. Nicette. PZat(J.V. 1(576.1.) 

683. Changeons un peu de batterie, ma bonne m^re. Fiera- 
bras. Proi?.in.3(218.2.) 

684. Je ne me veiix pas m*amaser 2i ces bricolles de discours. 
Florinde. JVov.IILl (216.1.) 

685. Mes yenx n*ont plus dessein de faire des conquestes. Geronte. 
ÄI1L3(509.1.) Duc d'0«s:LeDue.in.4(388.1.) Emilie.IV.l 2(393.2.) 

686. . . . qui cunquö se laisse oppugnar di questa fiamma .... 
Piphagne. l.F.Tah.(2^0.l.) 

687. ün essein d*avortons qne le siecle prodnit Bat Toreille des 
grands, les assi^ge, les suit. Clarimand. i2.L4(853.L) 

688. Allez, et que le Ciel rende vaine la crainte Qui m^attaque. 
Beronte. Fti.V.2(546.2.) Cow:Paladin.IV.l (252.2.) 

689. Oü sont-ils ces niirmidons qui ont si temerairement donne un 
assaut ^ mon courage? Fierabras. Prov. 111.6(223.1.) E:Taillebras.II.4 
(357.1.) Beaurocher.V. 3(369.1.) — Car eile ne S9ait pas encores comme il 
faut Se parer finement d'nn amoureux assaut. Florette. Corr.1.2 
(239.) 

690. Quelque dol specieuz, qui la puisse assaillir (lanature). An- 
selme. ÄIIL3(509.2.) Corr: Almerin.II.3(260.) 

691. Vous avez l'action et le coeur en conteste. LaDupre. B.IV.B 
(365.1.) 

692. Le sort, d^s le berceau me declarant la guerre . . . Aurelie. 
ÄIL1(502.1.) Com: Docteur.IILl(246.1.)V.l(254.1J — La faim commen^oit 
fort 2i me faire la guerre. Ciariste. ^Zt>on.IlL3(413.2.) Prot?: Prevost. 
111.7(223.1.) Fi«: Phalante.II.l(435.2.) — Mais que pourrois-je craindre en 
cette douce guerre, Si je voy maintenant mon ennemy parterre? Baise, 
baise k ton gr^ sa bouche et son beau sein* Tirsis. F.d. ÄI1I.4( 336.1.) — 
Toutes ses parties intestines sont en perpetuelle guerre civil e. Pala- 
din. Com.III.2(249.1.) 

693. Mais parlons un peu de nostre lev^e de boucliers. Nos 
gens son bien camus. Florinde. Prot?.L7(203.1.) 

694. Invincible yainqueur des coeurs les plus rebelle s. Lydie. SJLA 
(505.2.) V.d,Si Tir8is.ni.4(337.1.) 

695. Vous avez k combattre un quatrifeme accident. Lydie. ÄL3 
(499.1.) Com Almerin.IL4(262.) JSiClorinde.1. 1(350.1.) Clarimand. V.l (368.1.) 
V.5C371.1.) iS:Ergaste.n.l(502.2.) JP«7; LeBalafr6. V.3(546.2.) 

696. . . . pour faire Tessay de ta legeretä J*ai donn^ ce combat 
contre ta fermetö. Clarimand. Ä.L 1(350.1.) Com: Hydaspe.1. 1(240.1.) B: 
Clytie.L3(352.1.) Beaurocher.V.3(370.1.) Clarimand.V. 5(37 1.1.) Ducd'Oss. 
1.4(379.2.) 

697. Mesyeux h tous les coeurs livrent une bataille. Hesperie. 
Fi8.1V.6(451.1.) Vis: Amidor.I.4(433.1.) 

698. . . . Mon coeur, h ce signal, d'une douce ^carmouche, Va 
recueillir ces mots jusque dessus ta bouche. Beaurocher. JS.IL 1(354.1.) 



110 

699. Pour gagner mon amour par un beau stratageme, Elle feint 
8ur le champ uns colere extreme. Artabaze. Fi«.IV.7(452.1.) ProviFiera- 
bra8.II.6(215.1.) 

700. Ce qu'il dit et rien c'est tout un, je ne m'en mets pas d'avan- 
tage en peine; poursuis ta pointe seulement. Lidias. Prot?. IL 3 
(210.1.) 

701. Non, non, pousse ta pointe, et fais tant si tu peux Que 
Tautre vienne encor au point oü tu la veux. Le Duc. Ducd'Oss.Ul.b 
(388.1.) 

702. Pourveu que mes deux yeux me servent d'avant-gardes. Karolu. 
Alizon.Y,S(i2i.U 

703. Vou8 sgavez mollement joüer de la prunelle L'un des yeux 
contre terre, et Tautre ensentinelle. Clarimand. JJ.IL 2(355.1.) Plaid: 
Araidor.IL 1(559.2.) 

704. . . . quelque bruit, faisant icy la ronde. Alcidon. Vts.Y,2 
(454.1.) 

705. La Duprö: >... poursuy toujours! Que ne puis-je baiser encore 
ton disconrsic Mon coeur, ä ce signal d'une douce ecarmouche, Va 
recueillir ces mots jusque dessus ta bouche. Beaurocher. JB.1 1.1(354.1.) 

706. IIa auront sonn^ la retraitte et . . . ils se seront mia k 
couvert de peur de la pluye. Thesaurus. Pror.L6(202.2.) 

707. S il 89avoit ma deconvenue, il seroit . . . en chemin pour leur 
tailler des croupi^res. Thesaurus. Prot?.IL6( 201.1.) 

708. . . . j'apprends, a la fin de mes poursuites yaines, Que je ne 
puis pretendre autre fruict de mes peines. Lelie. ÄL4(501.1.) 

709. A tes tours de souplesse on ne void point de treve. Araidor. 
P/mdL8(558.1.) ProviPrevost. 111.7(227.1.) .4«t>o«:Karolu.n[.3(414.1.) Vüi 
Artabaze.III 2(441.2.) ÄEra8te.L3(498.2.) Fü: Lucidor.I 3(528.2.) 

710. Ce galland contrefait cageoUe sa compagne, Met toute k la 
loüer l'eloquence en campagne. LaDuprä. Ä.IV.3(365.2.) Ä: Clarimand. 
11.2(355.1.) 

711. . . . vostre fortune est hautement campäe. Beaurocher. JB.1V. 
5(367.2.) 

712. Si Camille en sa lettre une embusche me dresse Mon procede 
me sauve. Flavie. Z>acd'0»».IV.9(392.2.) Ducti' OjwriOctave.IV. 1(389.1.) 

713. Nous allons busquer fortune ailleurs. Florinde. Prot?. IILB 
(220.1.) 

714. la bonne balourde, et le plaisant soldat! (Anselme). Er- 
gaste. All 2(505.1.) 

715. J'ayfaict . . . ce qui m'estoit possible Pour rorapre leur amour, 
mais eile est invincible. Florette. Corr. III 2(272.) F.d Ä Olenie.lV.9 
(342.2.) 

716. .. . Famour n'estoit victorieux. Eraste. All 6(506.2.) 

717. L'Amour a maintenant dessus moy la victoire. Jeremie. Alizon. 
1.3(404.1.) Com: Docteur.V.l(255.2.) 7.d.ÄPolidor. 111.2 (335.1.) J2:Lyzante. 
IL3(35G.2.) Amedor.IIL 1(359.2.) Beaurocher. V. 3 (370. 1.) Clarimand. V.5 
(371.1.) Clytie.V.6(371.2.) 

718. Lors qu'un premier amour a gaigntS nostre coeur, Un autre a 
de la peine k s'en rendre vainqueur. Olenie. F.d.ÄlV.9(342.2.) Corr-. 
Clorette.lL3(259.) F.d.S:Dorimene.L3(S25.1.)lL3(330.1.)IV.4(339.1.) Florice. 
1.6(327.1.) V.l(342.2.) Polidor.III 2(335.1.) Lisete.IV. 1(337.2.) ÄClarimand. 
1.1(350.1.) Dwcd'Oss: Flavie. 11.4(384.2.) Vis: Amidor.II.4(438.1.) V.7(456.2.) 
Firidan.lV.4(449.2.) Ä Lelie. L 4 (500. 2.) Lydie. IL 4 (505. 2.) Anselme. IV. 4 
(514.2.) 



111 

719. Souyent eile est redaite h vaincre ses deeirs. Ragonde. Fih 
1.5(529.2.) CorrrFlorette. 1.2(241.) ComiPaladin.H. 11240.2.) Alcandre.II.l 
(241.1.) F.(I.ÄPhilemon.1. 1(322.2.) Tir8i8.III.4(336.1.) V.6(345.2.)2X. B: 
Beaurocher.V.3(370.1.)2X. 2>Mcd'0ss;Flavie.II.4( 384.2.) ^4 Zwron: Poliandre. 
II.3{411.1.) Jeremie.V.4(426.2.) Fis:Ly8andre.I.7(435.1.)V.5(4o5.2.) Pha- 
lante.III.4C443.1.)(444.2.) ÄFrgaste.II 1(502.2.) J?V/:Ter8andre.U.3(532.1.) 

720. Femmes, fiUes, sans honte, en diverses fa9ons, L^ezercent k qui 
mieux, et puis en fönt tröffe. Hilard. Corr.V. 1(292.) 

721. . . . on crut leurs yaisseauz Le debris d*un äcueili oii le biitin 
des eaux. Ijelie. Ä 1.4(500.2.) 

722. Pour nn tel iugement le beau pasteur de Troye Aux Argives 
flambeaux donna sa ville en proye. Amidor. 7w. IL 4 (438. 1 .) 2J:Beau- 
rocher.V.3(370.1.) 

723. ... aspirer au joug d'un hymen honorable. Lelie. 5.1.4(501.1.) 
V.d.S: Doripe.IV.6(341.1.) Ä Anselme. 11.6 (506.2.) Fi7:01ympe. 1.5(529.2) 
Plaid: LeVoi8in.V.l(576.2.) — . . . au i o u g de vos loix vous reteniez la 
belle. Tersandre. Fil. II. 6 (533.2. j ÄErga8te.II.2(503.2.) Fti: Lucidor.lV.3 
(542.2.) 

724. L'aymable servitude, oü ma raison s*engage. Lelie. S.IA 
(501.1.) Com: Alcandre.n.l(241.2.) 

725. . . . tous les amans . . . Se trouvent asser vis au pouvoir de 
mes yeux. Hesperie. Fi». IV.6 (451.1.) Fd.Ä Tirsis.1.2« 324.1.) i?: Amedor. 
II1.51362.1.) Clytie.IV.3(365.1.) S: Lelie.L4(500.2.) 

726. Adorables sujets de Tamoureux servage. Boselis. Alizon,YA 
(427.1.) F.d.iS':Philemon.Ll(323.1.) Dorimene. 1.3 (325.1.) JB: Clarimand.V. 5 
(371.1.) 

727. Esclave volontaire, aussi vain que constant Je baiseray ma 
chaine enoore, en la portant. Lyzante. 1^.111.3(360.1.) Ä: Clarimand.II 4 
(358.2.) 

728. Pendant les premiers feux de son dur esclavage La coquette 
tousjours lui faisoit bon visage. Belange. ^Zi;eron.I.5(406.1.) 

729. Ma valeur abhorre trop la captivitd ... de je ne 89ay quels 
mariages. Fierabras. Prot?.IIL3(220.2.) ÄLelie.II.l(502.1.) 

730. . . . la poeaie a des charmes puissans Pour . . . captiver nos 
sens. Filidan. Fi«. L 5 (433.2.) Corr: Brillant. 1.3 (243.) F.(I.*S: Polidor.III.2. 
~ " "" "" Poliandre.I.5(405.2.) 

__ _ _ iptif d'une captive. Florinde. 

FtZ.lI.7(534.2.) Oorr: Florette. 1.2 (240.) F.d. ÄPolidor. 111,2(335.1.) Tirsis. 
111.4(336.1.) V. 8 (347.1.) D«od'0«»:Flavie. IV. 8(392.1.) Fi«: Hesperie. IL 2 
(438.1.) FiZ: Lucidor.IV.3C542.20 

28. Wunden, Krankheiten, Tod. 

732. . . . l'oeil qui m'a bless6 ne me veut secourir. Tirsis. V.d,S. 
1.1(822.2.) Corr:Molive.IV.2(283.) F.d. ÄTir8i8.L7(326.1.) 111.4(336.1.) CJri- 
8fere.lL6(332.2.)V.4(345.1.) Polidor.IlL2( 334.2.^ Dorimene.IV.4( 339.1.) B: 
Clarimand.Ll(350.2.) 11.4(857.2.) IV.1(363.1.) Älieon: Belange.L5(406.1.) Vis: 
Filidan. L 4 (433.1.) L 5 (433.2.) Hesperie. 11.2(436.2.) IV. 6 (451.1.) ÄLelie.L4 
(501.1.)2X. Geronte.IlI.3(509.1.)(509.2.) Constance.IV.2(513,l.) Fil:0\jmpe. 
V.7(549.2.) PZaid:Corinne.1. 1(553.1.) Filipin.IV.6(574.1.) 

783. Que ma gloire n*en nit ni honte ni blesseure. Taillebras. 
i2.IU.4 (361.1.) i^: Lyiante.IL4(357.1.) Fi«: Hesperie. I 6(484.1.) — Ua 



112 

Geronte , raillons , mala non jusqu^li rinjure ; Quel plaisir prenez-vous k 
r'ouvrir ma blessure? Anaelme. SJII.2(508.10 

734. . . . tous les matins je . . . croy sentir au coeur quelque 
amoureuse p 1 a y e. Filidan. Vis, 1. 5 (433. 2.) Gorr: Molive. IV. 1 (280.) Fih 
Ter8andre.I1.5(533.1.) 

735. Cet outrage est a an gl an t. Olorinde. B.IV.4f 366.2.) Ducd'Oss: 
Octave.V.l(395.1.) S:Lydie.I1.7(507.1.) J^i:Lucidor.IV.3(542.2.) 

736. . . . rhumeur qui le pique. Clarimand. JS. IL 4 (358.1.) Com 
Almerin.I.3(245.) DMcd'Oss:Duc.lI.3(383.2.) Emilie. IV. 13(394.1.) FisiFili- 
dan.IILl (440.1.) Amidor.ra.4(444.2.) PZaidiAmidor.II. 1(558.2.) - Le rang 
et la beautä dont ces aoeura se picquent. Camille. Ducd'088.lV,2 
(390.1.) F.(2.iS:Tir8is.IV.5 (339.2.) E:Clorinde. 1.2 (351.1.) Clarimand. IIL 2 
(359.2.) DMcd*Oss:Flavie.V.6(397.1.) 

737. Sana raison on me raille et picquotte aans cesse. Ergaste. 
Ptotd.L3(554.2.) 

738. De quels traita de douleur, De crainte et de piti6 voua me 
p e r c e z le coeur ! Ergaate. 8. IV. 6 (516.2.) V. d,S: Florice. n.4 (330.2.) - 
. i . Tamor . . . m'a tranapergao el cor. Piphagne. i.JP.Tafe. (231.2.) 
— . . . un aeul de aes regarda me rend outreperc6. Filidan. Fm.1.5 
(433.2.) 

739. . . . quelque poignant aouey. Florette. Corr. 1. 2 (240.) Corr. 
Florette.L2(242.) 11.2(253.) Almerin.I.3(245.2.) Clorette.lL3(256.) Molive.IV. 
1(280.) 

740. C'est ce grand ecorcheur de aergent, Fierabraa. Philippin. 
Pro«.IIL5(221.2.) 

741. . . . ta voix m'^corche et Toreille et lea reins. Clarimand. 
22.11.4(357.1.) Prav: Fierabras.IIL3(219.2.) 

742. L'amour commence k me band er lea yeux. Fierabraa. Prov. 
ra,3(220.20 

743. Un malade d*amour aans eapoir d'allegeance. Bagonde. Fä. 
1IL2(535.1.) 

744. Quel vertigo voua prend et voua met hora de voua? Clorise. 
Ft7.II.4(532.2.) 

745. Mafoy, lea jeunesgens ont d*eatranges maniea. Filipin. Plaid, 
L 4(655.2.) •^' J ß K 

746. Pourn'estre plus aubjette 2i de aemblablea fifevrea (passions) 
Elle devroit dormir de meame que lea lifevrea. Guillaume. V.d.SAllA 
(336.1.) JV.:F.!ra6.II:Pipliagne.(274.) 

747. Auteur d*aventurea funeatea, Dont le fiambeau, Amour, ne pro- 
duit que des peatea. Lyzante. iJ.IV.2(364.2.) 

747a. ... lea ruelles dea licts S'empeatent de leurs mota de roses 
et de lys. Clarimand. E.L4(353.1.) 

748. II pare du phebus, qui luy vaut une lame; Sa lepre est dans 
les OS, et passe juaqu'ä Tarne. Clarimand. Jß. 1.4 (352.2.) 

749. Maia par contagion a'il faut faire la beste, Je ne puia ^viter 
d'eatre valet de feate. Clarimand. JB.V. 6(372.1.) 

750. ... ta acythique cruaute Eendit mon esprit cacochime. Ami- 
dor. Fis.III.4(444.1.) 

751. Le voila tout muet . . . Luy, qui n'avoist tantost pas moins 
qu^unflusdeboucbe. Clytie. JB.IV.5(367.1.) 

752. n est bouffi de vengeance. Alaigre. Pro«. IIL 2 (218.1.) Prov: 
Fierabra8.II.2(207.1.) 



113 

753. La catastrophe d*un aniant Ne trouve point de senüment Dans 
ton ame paralytique. Amidor. Fw. III. 4(444.2.) 

754. Je V0U8 prie, n^estropiez point mon nom. Tabarin. JS'^^F.Tab* 
(233.2.) 

755. Je veux vous combler d'heur . . . En deussent toos ces rois 
crever de Jalousie. Artabaze. Fw.IV.7(451.2.) Corr:Gaullard.III.l(270.) 
Alizon: Silinde. II. 1 ( 407. 2. ) Vis: Hesperie. IV. 6 (451. 1.) Fü: Ragonde. III. 4 
(537.1.) — ... Brillant, qui besongne en crevö. Almerin. (yorr.II.3(258.) 

756. Qae cet bonneur combat, a?ant que de moarirl II expire 
pourtant . . . Clarimand. B,V.5(371.1.) 

757. . . . le bruit que le monde pensoit Estre tout roide mort la 
vie ainai reQoit. Molive. CÄ)rr.III.2(272.) Corr: Moli ve. III. 2 (272.) Prot?: 
PhiUppin. III. 7 (227.2.) V.d,S: Florice. V.l(343.1.) B: Clarimand. II.2 (355.2.) 
V.5(371.1.)2X. ^ZwonrPoliandre. IL 3(411.1.) Ä An8elme.V.4(519.2.) Fih 
Plorinde.m.) (535.1.) Ragonde.III.3(536.2.) — ... leurs regards mourans. 
Florice. F. <J. 5. 11.4(330.1.) Fi«: Amidor.II.4(438.2.) - J'en meura de rire, 
Brocalin. Pto»d.III 5(567.2.) ComMolive.II. 1(251.) 111.2(274.) Prov: Prevost. 
in.5(223.1.) F. d. & Doriraene.I.4(325 2.)IV.4(339 2.) B: Clorinde. 1. 1 (350.1.) 
Clarimand.IIL3(860.l.) 2>Mcd'0««:LeDac.n.3(383 2.) Fi*: Filidan.l.4(433.1.) 
1.5^483.2.) He8perie.I.6(434.1.) Amidor IV.4( 450.1. )V. 7(456.2.) Ä Lydie.II.7 
(506.2.) An8elme.III.2(508.1.) JPiZ:Ter8andre.II.3( 532.1.) 11.4(532.2.) Fiorinde. 
n.7(534.2.) Plaid: Argine. IV. 1(570. 2.) 

758. Le Pama88e a-t^il pu foornir ä mon cartel . . . un stile assez 
mortel? Taillebras. E.III.4 (860.2.) 

759. . . . vostre longueur me tu 6. Tersandre. Fi?.II.3(53l.2.) 

760. Je puis bien dire en me noyant de pleurs Que je viens de 
trouver un serpent 80U8 le8 fleurs. Dorimene. F.a. 5.11.6(332.2.) 

761. II n'est pas raiaonnable que no8 pa88ion8 8oient immortelle8. 
Hydaspe. Com. V.K 254.1.) Con-: Florette.in.2( 272.) F.d.ÄPolidor.V.8(346.2.) 
B: Lyzante. U. 4 (358. 1 .) IV. 2 (364.2.) Alieon: Jeremie. L3 (404.1.) Soldftt.IV.2 
(422.1.) Fi«: Amidor.L3(432.1.) Meli88e.IV.l(447.1.) 

762. Je doute quel des deux est moin8 m^aasassiner Oudela 
retenir, ou de Pabandonner. Lelie. ÄIV.6(516.1.) S:Era8te.I.4( 500.1.) 

763. Chez mov credit est mort, et Ton n'ignore pa8 Que de mauvais 
payeurs ont cause 8on tre pas. Ragonde. JPiZ.III.3( 536.2.) 

764. Le Pamasse a-t*il pu fournir ä mon cartel Des homicides 
yers? Taillebras. B.IIL4(360.2.) 

765. . . . Panimosit^, Estouffeparmy voua la generositä. LeDuc. 
Ducd'O««. L2(378.1.) Prov: Fierabras. 111.6(223.1.) B: Taillebra8.IV.4(866.2.} 
Clytie.V.5(371.1.) V.6(371.2.) S: Aurelie.m.3(508.2.) Fih Florinde.III.l (535.1.) 

24. eift und Hedicin« 

766. . . . un infame Qui jette son venin sur Phonneur d'une dame. 
Roselis. Alizon.l,b('iOß-i,) C7orr: Molive.III.2(272.) 

767. Vous . . . Luv soufflez par Poreille un poison dana le sein. 
Olympe. 1^10.111.3(536.2.) — Qui . . . du poison sucre d*une friande 
oeillade Bendroit des regardans la poitrine malade. Amidor. Vis. II. 4 
(438.1.) ÄLyzante.I4(352.2.) 

768. Avant qu'il eust connu ce charme empoisonneur, C'estoit 
un gar^on sage, il n'aimoit que Phonneur. Amidor. P^atd.V. 1(576.1.) 

769. deplorable effet de ma triste fortune, .... Dont les plus 
chers presens me »ont empoisonnei. Lelie. iS.IV. 6(61 5.2.) 

▲tug. u. khh, .£. Degenhardt). 8 



114 ^ 

770. C'est k luy li qui vous devez scavoir gre de m'avoir oonserv^ 
rhonneur sain et entier. Florinde. Prot?. 111.7 (224. 2.) Com: Docteur. 1. 1 
(237.1.) J?:Taillebra8.V. 2(369.1.) — Je recoignois sainement qu'en la 
perte de ma vie une grande partie de la vertu de nostre siMe feroit 
nauffrage. Paladin. Com.ILl (241.2.) 

771. Le temps est, ce me semble, iin remede trop lent. Crisere. 
V.d.S. IV. 9 (342.2.) Prov: Alaigre. 11.3(212.1.) I.F.Tab: Francisquine.l 230.2.) 
N.F.Tab.L Piphügne.(238.) Com: Docteur.n.2( 244.2.) V.d.S: Lisete.L6(;327.l.) 
Philemon.III. 1(334.1.) Tirsis.III. 1(334.1.) 111.2(355.2.) Doripe.IV.6(340.2.) B: 
Clytie.lL3(356.2.) Vis: Artabaze.I.2(432.1.) 111.1(440.2.) S: Ergaste.1. 1(498.1.) 
Lydie.I.3(498.2.)2X. Lelie. 1.4(501.1.) Con8tance.IV.2(513.2.) PZawi: Ergaste. 
111.1(565.1.) 

772. . . . si Ton n'y remedie . • . ces nopces pourront fiuir en 
eomedie. Lysandre. Fi«.V. 5 (455.1.) Corr:Florette.III.2(271.) ÄLelie.L4 
(501.2.) 

773. Oü sont tant de fureurs qui pour ma guerison, Medevroient 
mettre en main le fer et le poison. Emilie. DMcd*Oss:IV.l3(394.1.) Corr. 
Hilard. IV. 1(282.) JB; La Duprö.IV.3 (366.1.) ^2«;ow:Jeremie.I.3(404.1.) Fil: 
Florinde.lI.7(534.2.) 

774. Si l'une t'a guery par sa legeretö, Que Tautre te gue risse 
avec sa cruautä. Philemon. F.d. /Sri. 1(323.1.) Com: Docteur. ULI (246.1.) 
F. d. S: Philemon. III. 1 ( 334.2.) 2X. Orisfere. IV. 9 (342.2.) Olenie.IV.9 (342.2.) 
Florice.V. 1(343.1.) J?:Beauroclier.V.6(371.2.) Fts.-Alcidon. 1.7(435.1.) Pha- 
lante.II.l(436.1.) iS:Lydie.L3(499.2.) Lelie.I.4(500.2.)2X. AureHe.U.l(502.1.) 
Fil: Ter8andre.II.6(533.1.) 

775. II faut une croix marquäe en un beau quart d*escu, pource que 
ce metail porte medecine. Philippin. Prot?. III. 3 (218.1.) Ftl: Ragende. 
(536.2.) 

776. Dans mon coeur je le sens qui deja resuscite (Vamour). 
Florinde. FiUILKbSb.l.) 

777. J'ay sondä la dessus Tesprit deDorimene. Doripe. F.d.ÄlV.6 
(340.2.) 

778. II ne fait que siringuer des sanglots. Tabarin. l.F,Tdb. 
(230.1.) 

779. Pour moi, je m'en vais faire le marmiton et bien agencer 
Pemplastre pour bailler mieux la fee. Philippin. Prot?.ITI.7( 224.1.) 

780. II pleut de sa fenestre une influence humide Dont Todeur qui 
pavt tout embasme le chemin, Ne sent jamais rien moins que Tambre 
et le Jasmin. Almedor. Ducd'Oss.II. 1(381.1.) 

781. . . . il a tousjours la cervelle en Schärpe. Le Balafre. Fil 
Ll(526.2.) 

782. Mison k Tusurier vient de taster le pous, Si vous n^avez 
argent, il ne tiendra qu'ä vous. Filipin. PZaid. IV. 2 (571.2.) Dwd'Oss: 
Emilie. V.6(396.1.) Plaid: Amidor.V.l (577.1.) 

25. Die Wissenschaft. 

783. L'on remarque en ses yeux sa bonne humeur escrite. Crisere. 
F.d.ÄIII.4(345.1.) Prov: Philippin.III.7 (223.2.) 

784. Qui dit ce qu'il s^ait et donne ce qu'il a n^est pas tenu ä 
davantage; si vous ne le voulez, charbonnez-le. Thesaurua JProv: 
Prol.(197.2.) 

785. Ds ont mis au net un pauvre prestre, qui n'avoit paa grand 
argent cach^. Prevost. Prot?. 1114(220.2.) 



115 

786. . . . ton humeur apo^yphe Fait que Pon te nomme . . . Des 
hypocondres inconstans Le ventable hieroglyphe. Amidor. Fi«. III. 4 
(444.1.) 

787. Ce ne sont que des zerots en chiflFre au regard de moy. The- 
saurus. Prot?:Prol.(197.1.) 

788. D6chiffrant vostre vie avec d'autres critiques, Par tous les 
carrefours il en fait des chroniques. Ergaste. 5.11.2(504.1.) 

789. Helas! que cet amour dout la iorce me dompte, N'est-il dessus 
mon front aussi bien que la honte. Pour le moins Polidor, mon aimable 
vainqueur Y liroit aysement ce qu'il fait dans mon coeur. Dorimene. 
F. d, S. 1.3 (325.1.) JB: Clarimand.I.l(349.1.) V.5(371.1.) TaiUebra8.II.4(357.1.) 
Clytie.V. 4(370.2.) ^?t>on: Ciariste. IV. 2 (421.2.) Fleurie.IV.2(422.1.) Plaid: 
Corinne.1 1(553.1.) Ergaste.1. 1(553.1.) 

791. . . . ces doux mou?emens, dont le sang s'interprette. An- 
selme. ÄV.2(519.1.) 

792. La crainte ä ta raison servoit de truchement. Ciariste. Ali- 
^on.IV.l(419.1.) 

793. Mais ä vous convertir perdray-je mon latin? Ragonde. 
ra.L4{529.1.) 

794. II semble . . . que de lui parier, de toucher un teton, Ce soit 
lui parier grec, arabe, ou basbreton. Bereute. JPt7.I.2(527.2.) 

795. Moy qui suis . . . Tenciclopedie de toutes les sciences . . . 
Thesaurus. Prot?: Prol.( 197.1.) 

796. C'est luy faire sur moy connoistre son empire; C'est d'un style 
eloquent . . . Expliquer mes soub^ons. Eroxene. ÄI1.8(505.2.) 

797. Laisser une beaut6 qui lui vouloit du bien, D'un peuple mddi- 
sant la fable et Tentretien, Est sans doute un exploict bien digne de 
memoire. Lydie. ÄIV.10(517.1.) 

798. Je ne S9ay quel genie, en ce besoin extreme, Me dictoit un 
Jargon que j'ignore moy-mesme. Ergaste. ÄIV. 1(512.2.) 

799. Laisse luy dire au moins je meurs, je vous proteste, Et tous 
ces autres mots qui luy seront de reste : Ah ! ce masque föcheux a trouble 
aa le9on. Clarimand. E.I.2(351.1.) JB:Clytie.IV.l(3ö4.1.) 

26. Beligion, Gnltns und Aberglaube. 

800. . . . j'ay leu de ce grand Alexandre Ce dieu de la valeur. 
Melisse. Fw.Il. 1(435.2.) F.d.ÄPolidor.IIL2(334.2.) 

801. Mon propre coeur me donne une preuve asaez ample Que ma 
deesse y löge. Ducd'O««. IL 2 (382. 2.) F. d.Ä Polidor. IIL 2 (335.1.) Vis: 
FiUdan.lV.4(449.2.) 

802. Souffrez que j'aille offrir rhommage que je doy A la divinite 
dont j'adore la loy. Eraste. ÄIL6(506.2.) 2)Mcd'Oss:LeDuc.II.2( 382.2.) 

803. Cette divine lettre a le plus doux appas que Ton y pouvait 
mettre. Clarimand. JB.V. 1 (368.1.) (7orr:Bragard. 11.2(256.) Prot?: Musique. 
1115(221.2.) Com:Paladin.ILl(242.2.) F.d.ÄGuillaume.II. 1(328.2.) Polidor. 
II.3(329.2.)2X.in.3 (334.2.) P:Ly2ante.L4(352.2.) Clytie.IL3(356.1.) UA 
(366.2.) I>wcd'Oss:LeDuc.LU377.1.) IIL2(886.2.) ^Zi^o«: Karolu.I.4(404.2.) 
Poliandre.IIL3(414.2.) Fw:Amidor;L4(432.2.) Filidan.L4(433.1.) 1.7(435.1.) 
IV.3(448.2.) Melisse.I1.3(437.2.)IV.l(447.2.) Alcidon.IL6(439.2.) ÄErgaste. 
IV.2r^^l4.L) Lelie.IV.6(516.1.) 

804. De tes membres divins la precieuse odeur Marquoit evidemment 
ta Celeste grandeur. Melisse. Fis. IV. 1 ( 447. 2.) Fw: Amidor. L 4 (433.1.) 
IL4(438.1.) Fiüdan.L5(434.1.) 



116 

805. . . . dois-tu tronyer estrange Qne cette femme t*ayine, on pia- 
tost ce bei ange? LeDuc. 2>tic(i'0M. 111.2(386.1.) JB: Lyzante.II.8(366.1.) 
Di4C(2'0»«:LeDuc.Il(377.1) 111.2.(886.2.) 

806. Cet orgueilleux demon (le rival). Lucidor. JPa IV. 3 (542. 2.) 
Corr: Clorette. III. 2 (275.) PfOt?:Fierabra8.III.6(223.1.) 7. d. S: Dorimene.II.6 
(332.2.) Polidor.ni.2(334.2.) ÄAmedor. ULI (359.1.) Tai llebras.IV. 5(367.1.) 
Ducd'Oss: LeDuc.ITI.2(386.2.) Alizon: Jeremie. ¥.1(422.2.) S: Orgye.V,4(519.2.) 
Plaid: FiliDin.n.4( 564.1.) 

807. Je pense qu'auiouvd'huy le monde est endiablä. Molive. Corr, 
111.2(276.) — Endiablados de Tabarin. Le Capitaine. 3^'RTab, 
(234.1.) 

808. Ces diablei-lli ont le nez fait comme des sergens. Alaigre. 
Prot?.III.5(222.1 ) Pror:The8auru8.I.6(202.1.) JPt7:Beronte.m.5(538.l.)(5S9.I.) 
Ragende. IV. 3 (542.2.) PiatdrPilipin. 1.6 (557.1.) — Ol je n'en deute plus, 
le pauvre diable est y vre. Gaullard. Co it.III. 1(270.) Prot?: LeCoe8re.n.4 
(218.2.) — Je veuz estre bemd, Si ce ne seroit fait de ce diable in- 
carne. Beronte. ^iUlI 6(540.1.) 

809. Voila que c^est, Monsieur, de vons laisser coiffer, Et de vous 
laisser prendre k ces pie^es d*enfer. Filipin. Ptoi'(2. 1.4 (555.2.) — . . . 
mon sort deplorable Fait un enfer da coeur d*un amant miserable. 
Lyzante. 22.111.3(360.1.) — Mon enfer est partout oü sa beaute n'est 
pas. Tir&is. F.d.Ä 1.1(323.1.) Ä Beaurocher.V.3(370.1.) 

810. Mon plus grand martire Me vient de trop aymer, et de ne 
roser dire. Dorimene. F.<I.Ä1.3(325.1.) F.d.5:Tir8is.I.4(326.1.) Floiice.1.6 
(328.1.) Dorimene. IL 7 (333.1.) ÄAmidor. 1.2(351.1.) 2>Mcd'0««:LeDuc.U.2 
(382.2) ^/i^ow:Karolu.lIL 1(412.2.) Roseli8.1IL5(417.1.) Fw:Filidan.L7 
(434.2.) Hesperie.II.2(437.l.) ÄEroxene.IL3(505.1.) Fii: Ragonde.IIL2(535.1.) 
Clori8e.lV.3(541.2.) 

811. .. . les Turcs, comme on S9ait, sont fort mauvais cbrestiens. 
Ergaste. Ä 11.2(503.1.) 

812. Ce jeune financier, en faveur de la somme, S^est fait en sup- 
putant batiser gentilhomme. Clarimand. 22.111.1(359.2.) 

813. Presque en un mesme temps, je voy que vous pechez Contre 
la modestie, et que vous la presche z. Flavie. I>MC(J'0«s.in.2(387.1.) 
Corr: Clorette.I.2( 243.) Dmc^'Ö««: Flavie. V.6(397.1.) ÄOrgye.V.4(519.2.) - 
. . . cependant que je donne Des coups k ce pendart, li nous presche 
et sermonne. Almerin. Corr .1.3(248.) 

814. Quand il faut demander, nous faisons des s er mens, Mais k 
restituer nous sommes des demons. Orgye. ÄV.4(519,2.) ÄOrgye.V.4 
(519.2.) 

815. Croyez qu'il n'est sur terre aucun objet mortel A qui plustost 
qu*li vous mon coeur dresse un autel. Roselis. u4Zwfo«.IV.2(420.2.) 
F?»: Hesperie. IL 2 (436.2.) — On s'adresse k moy seule, et pas un seul 
mortel, Pour offrir son encens ne cherche un autre auteL Hesperie. 
Fis.lV.6(451.1.) VAS: Polidor.IlL2(335.1.) 

816. . . . contre la justice, ayunt bien regimbe II faudra qu'ä la fin 
ils viennent ä jubö. Ragende. 2^MV.2(542.2.) 

817. Je suis une sainte qui ne vous guariray jamais de rien. Ad- 
dressez ailleurs vos off ran des. Florinde. Prot?.II1.3(219.1.) 

818. ... quelques rimes Qui sont de mon amour les premierea 
victimes. Polidor. F.d. 5.111.2(334.2.) 

819. Quand mesme par des voeux offerts en sacrifice A me re- 
compenser j'aurois contraint Florice. Polidor. F. d.Ä IL 3(329.2.) Vis; 
He8perie.V.4(455.1.) 



117 

820. Mon feu me pressant, je d^couvre ä Sophie Efc le coeor, et les 
voeux qne je lay sacrifie. Lelie. ÄI.4(501.l.) Ä Clorinde. 1. 1 (849. 2.) 
Clarimand. III. 2 (,359. 2.) Duc cTOsa: Paulin. 1. 2 (377. 2.) EmiHe. 1. 4 (379. 1.) 
ÄEra8te.IL6(506.2.) Erga8te.L4(501.2.) Ptei* Ergaste. IV. 1(571.1.) 

821. Si mon bras ne rimmole li ma juste colere, Je veuxbien qae 
le Ciel ne me seit pas prospere. Ergaste. iS.I.4(499.2.) Corr: Mer8ant.iy.2 
(283.) ÄEra8te.I.3(499.2.) 

822. Je me fais encenser de la sorte qu*on faisoit autrefois devant 
les singes deiffiez. Docteur. Com.Ll(238.1.) 

823. On s^adresse 2i moy seule, et pas un seul mortel Pour offrir son 
encens ne cherche un autre autel. Hesperie. Ft8.IY.6(451.1.) 

824. Ma foY; c'est pain benit que luv faire une piece. Dorette. 
Ptot<2.V.5(579.2.) 

825. . . . il void que pour ce double hymen, Sans bource delier, il 
n'a qu'^ dire amen. Filipin. Plaid. 111. 1(564.2.) 

ö26. II falloit que vous fussiez bien endormis pour ne pas entendre 
le sab bat h de ces maudites gens-lk. Thesaurus. Prov. 1.6(201.2.) 

827. Tu es un beau frelempier, c'est bien k toy quej'en voudrojs 
rendre compte! Philipin. Prov.I.7(204.1.)*). 

823. verit^ trop forte . . . Aucun siecle, aucun temps ne peut 
t'ensevelir. Orgye. iS.V.3(519.1.) i?:Lyzante. 11.4(358.1.) ilZwon: Roselis. 
111.5(417.1.) 

829. Que Tun de son Id4e en fasse son idole. Lyzandre. Fi«.V.8 
(457.2.) 

830. Enfin eile me tue et j'en suis idolastre. Tirsis. V.d.SÄllA 
(334.1.) JB:Clarimand.I.4(353.1.) .4Ziirow:Poliandre.II.3(411.1.) 

831. Thirsis vous idolastre et vous dresse un aatel. Hesperie. 
Fis.II.2(436.2.) 

832. J'ay laiss^ la meilleure partie de moy-mesme delä les Alpes, 
et ce n*est plus que mon ombre et un phantosme qui vous paroist 
oiaintenant. Docteur. Com. 1. 1 (238.2 ) — . . . ces fantosmes vains de 
constance et de foy. Le Duc. Ducd'Oss.YAißdbX) 

833. Oses-tu bien encor, monstre de mödisance, Aprfes un tel 
affront, paroistre en ma presence? Bagonde. Fi7.IlI.4(536.2.) P: Clari- 
mand. 11. 4 (358. 2.) Duc d'Oss: Emilie. 1. 4 (379 1.) IV. 5 (391. 1 .) S: Lydie.V. 2 
(518.2.) i^2:Clori8e.lI.4(ö32.2.) Florinde.Ill.l(535.1.) 

834. . . . par vos vers ravissans Vous nous ensorcelez. Lysandre. 
7»8.V.2(453.2.) 

835. C'est Ik cette Circ^ qui, par enchantement, Le perd et 
Tentretient dans son aveuglement. Amidor. Piatd. V.l(576.1.) 

836. . . . le seul recit m*a Tesprit enchante. Filidan. Ft>.V.6 
(456.1.) Di4cd*0«s:Emilie.L4(379.1.) Fi«: Ly8andre.V.2(453.2.j 

27. Bechtswesen nnd Strafen. 

837. . .. rendre compte au tribunal de Dien. Lydie. ÄV.2(518.2.) 

838. On n'y trouvera pas une voyelle en crime. Lyzante. P. 11.3 
(356.1.) 

839. Au pied d'une fenestre exposez bien souvent Aux injures du 
froid, de la pluye et du vent. Almedor. Dttcd'Oss. 11.1(381.1.) 



1) Homme de rien et de bas emploi, comme le meine qui s*occupait 
des lampes du couvent et qu^on appelait »fr^re lampierc 



118 

840. Ta Mnt bien maihtenant rasuftniot de tes ddbadcbes. 
Lucaa. LF,Tab,(2S0.2,) 

841. Je ne veux plus . . . faire des coups d'estnt qa^avec ma 
maistresse. Paladin. CW.!!. 1(241.2.) 

842. Si Tostre voiz ne peat voas rendre ce Service, Vos gestes et vos 
yeux en feront bien Toffice. Lisete. F.d.ÄI.6(327. 1.) S: Ergaate. IL 2 
(503.1.) Con8tance.IV.4(515.1.) Anselme.V.6(520.2.) 

843. . . . dangereoee colere, Foiblesse des yieux ans, manvaise con- 
seillere. Orgjre. ÄV.3f519.1.) 

844. Le miroir qu'elle prend afin de s'ajuster, Bst le seul avocat 
qu'elle ira consulter. Bagonde. FiM.4(529.1.) 

845. . . . ce secret remards, qui nons sgait tourmenter, Et piinir nos 
forfaits sans nous executer, Te8moin,juge et bourreau de nostre per- 
fidie, Yous la reproche assez, sans que je vous la die. Eraste. 5.1.4 
(500.1.) 

846. Ce papier est tonsjonrs an tesmoignage senr Que je ne cede 
pas au beautez de ma soeur, Puls que tous ses captifs, pourbien qu^elle 
les tienne, Sortent de sa prison pour entrer dans la mienne. Flavie. 
2)Mcd'0«s.IV.8(392.1.) Cow: Paladin. IL l (240.2.) iJ:Clorinde.IV.3(366.1.) 
.4W£ron:LeColporteur. L2(403.1.)2X- — ^on ventre en un besoin serviroit 
de tonneau Pour estre la prison de tout le vin nouveau. Guillaume. 
F.<2.ÄL7(328.2.) Cow: Docteur.IILl(246.2.) Vis: Phalante.IIL5(445.2.) 

847. L^amant ... Nous fait trembler de peur, nous retient prison- 
nieres. Olympe. JF\7.L5(530.1.) 

848. . . . Ton ne trouva point de veritable amant Qui n'estime les 
fers qu'il Supporte en aimant. Tirsis. F. d.Ä 111.1(334. L) F. d.iS: Florice. 
11.4(331.1.) Polidor.IIL 2(335 1.) B:Clarimand.V.5(37l.l.) Ä Lelie.I.4(501.1.) 
IV.2(513.1.) Aurelie.n.l(502.1.) J^iZiFlorinde.IlL 1(535.1.) 

849. Ah! respect, mon boureau, Entends plaindre le fer que tu 
tiens en foureau. Taillebras. E.IL4(358.1.) Ä Eraste. L4( 500.1.) 

850. Je ne puls ouvrir Toeil sans faire une blessure Nj faire unpas 
sans voir une ame k la torture. Hesperie. Fw.L6(434.1.) 

851. Ou sont-ils h present tous ces grands conquerans? Ces fleaux 
du genre humain? Artabaze. Fis.L 1(432.1.) Prot?: Fierabra8.m.6(228.1.) 

852. . . . ]*ingrate contrainte oü vos voeiix sont geinez. LaDupr^. 
E.IV.3 (365.1.) V.d, S: Philemon. III. 1 (334.1.) 2X. Öuillaume. IH. 5 (337.2.) 
l?:Clorinde.IILl(359.1.) 

853. N'as-tu quitt6 Paris TK)ur venir h Suröne Qu'ä dessein d'y 
mourir ou d*y vivre k la göner Philemon. F.d. ALI (322.2.) ÄGeronte. 
111.3(509.1.) 

854. . . . qui cunqu^ se laissd oppugnar di questa fiamma 8*en va 
tout in brouetto. Piphagne. i.JP.Ta&.(230.1.) 

855. Je Tatteindray pourtant, et le rouray de coups. Le Bras-de- 
Fer. JPi/.Ll(526.1.) 1?: Taillebras,! V.5(367.2.) 

856. Quelques vains discours de ce lardeur de chiens M'ont tenuS 
U la croix par de sots entretiens. Olytie. JB. 11.4(357.1.) 

857. L'amour ingenieux ä donner des supplices Nous fait mesme 
en souffrant rencontrer des delices. Tirsis. F.ef.iS.IlLlf 334.1.) F.d.ÄPoli- 
dor.IIL2(334.2.) B: Lyzante.in.3(360.1.)2X. 

858. Ma fiUe! ha quelle aimable et douce violence M'interdit la 
parole. Constance. ÄV.6(520.2.) Ducd'Oss: LeDxxc, II AidS^. 2. ) Alixon: 
Fleurie.V.4(426.1.) Ä Aurelie.V.5(520,2.) Eraste. 7.7(521.2.) Plaw«: Ergaste. 
L2(554.10 



119 

859. Te bannir de mon ame, d chere passion! Lelie. 5.IV.6(516.1.) 
Co»n:Docteur.IV.lf25l.2.)T^.d.ÄPhilemon.III.l(334.1.) Jß: LyzanteJ.4{353.1.) 
il2M;on:Ro8eli8.IV.2(420.1.j y»«:Filidan.III.2(441.1.) iS: Anselme. 11.2(504.20 

28. Das Herrschertnm. 

860. Que fttit-on que mensonge en Tempire d'Amour. Ragonde, 
JPtlI.3(528,2.) iiKiron: Ciariste. IV.l (418.1.) ÄLydie.L3(499.1 ) Erga8te.II.2 
(504.2.) Eroxene.ll.3(505.2.) Eraste.II.6(506.2.) Orgye.V.3(519.1.) 

861. Cette emperi^re du monde (r^öquence). Docteur. Com. 1. 1 
(237.1.) 

862. Vous estes souveraine et pouvez tout sur moy Hormis de 
m'imposer cette barbare loy. Eraste. §.V.7(52l.2) — Aurelie en ces 
lieux! 6 bont6 souveraine! Constance. ÄIV.4(515.1.) 

863. Cemonarcjueabsolu (ramour). Eraste. Ä 11.6(506.2.) 

864. Fust-il gladiateur, et le roy des filous, Je le vay bien frotter 
de sa lame aux vieux loups. Taillebras. Ä III. 7 (363.1.) F*s:Pilidan.I.4 
(433.1.) 111.1(440.2.) 

865. Coeur royal, sois moins noble, et daigne le hayr. Taillebras. 
B.1.4(352.2.) JK:LaDuprä.V.2(369.2.) PZaid: Corinne.II.3(561.1.) 

866. Adieu donc pour ce jour, reyne de ma pensde. Belange. Ali- 
eon.IV.2(421 .1 .) R: Tamebra8.1.4 (352.2.) Clarimand.II.4 ^358.2.) 

867. Mais je crains . . . que ma femme ne soit alläe au royaume 
des taupes. Thesaurus. Prov. 1. 4 (200.1.) B: Lyzante. III. 4 (361.1.) Alizon: 
Jeremie.I.3f 403.2.) 

868. Un petit rond couronnä de montagnes. Docteur. Com. ULI 
(246.2.) — Et vous pour eouronner cette heureuse journee, D'Eraste 
et d' Aurelie agräez Thymen^e. Constance. ÄV.e(521.1.) PZaidiErgaste.Ll 
(553.2.) 

869. Vous avez l'air royal, et la jambe d'un prince. La Dupr6. B, 
V.2(369.2.) 

870. SouflFrez que j'aille offrir Thommage que je doy A la 
divinit^ dont j'adore la loy. Eraste. 5.11.6(506.2.) 

871. Un bei oeil te rend son tributaire. Polidor. F.d. Ä 1.4(326.2.) 

872. Outre les cruautez et les meurtres secrets, Que ce tyran 
(Pamour) commet . . . L^inconstance peut bien estre un de ses ouvrages. 
Lydie. ÄL3(499.1.) J?; Lyzante.IV.2(864.2.) /S: Lelie.I.4( 500.2.) 

873. ... ces respects ne sont que tyrannies. Artabaze. V%8.1Y.7 
(452.1.) 

874. Dure necessit^ . . . Que vous tyrannisez le respect et Thon- 
neur. Ciariste. ^Zi^on.IV. 1(418.1.) 

875. Dieu! qu'une infame peur en cet esprit domine. Clarimand, 
E.IIL3(360.2.) Corr: Brillant.U.3(261.) DMod'Os«: Duc.I.l(377.2.) 

876. Les philosophes . . . ne doivent point avoir de passions comme 
eux, ou pour le moins ils les doivent gouverner comme des bestes 
apprivois^s. Alcandre. Co w.n.l (242.1.) E: Amedor .111.1 (359. 1. ) Dmc^'öäs: 
Duc.n.2(383.1.) 

877. La malice qui regne en cette ame hypocrite. Florinde. Fil 
IV. 3 (542.1) Com: Docteur. III. 1(247.1.) F.d.ÄDonmene. n.7(333.2.) Duc 
d'Oas: LeDuc.II.2(382.2.) 114(384.2.) S: Lvdie. 1.3(499 1.) 

877a. Jamals on n*avoit veu Tinfame paillardise Taut en rbgne 
qu'elle est. Hilard. Corr.V. 1(292.) 

877b. Patdonnez ä mon front, B*il faut que je rougisse Et qu'une 
honneste honte encore le re gisse. Clytie. J3.Y. 5(37 1.1.) 



120 

89. ErinnenuigeB ans der Literatur, Sage and Geacliiclite. 

878. Chez noofi tous les plaisira estoient ä l'abandon: Si j'estois son 
Astr^e, il estoit Celadon. Fleurie. Alizon.l.Hi02,l.) 

879. Si le fierabras Bodomont vient pour la courtiser, tranche 
lay les deux jambes. Lucas. J2«^F.Tab.{2S^.h) — Devant ce fanfaron, 
devant ce Fierabras, Qa*ä peine je connois qui ne me connoit pas, 
Me traiter de gaillarde, et conter des sornettes! Basonde. jPä.lII.3 
(536.2.) 

880. Vous le co^oissez bien: c*est le sot de Brillant, Qui fait du 
rodoraont et jamais n'est vaillant. Gaullard. Corr.1. 1(236.) Corr: Gaul- 
lard.V.l(293.) Pray: Bertrand.I.6( 201.2.) 

881. Certes il fait bon voir ces Dom Gnichots noctumes Le 
manteau sur le nez, craintifs et tacitnrnes. Almedor. Ducd'Oss.UA 
(381.1.) 

882. Dieu! quel luaistre Gonin! Ragonde. JPi^V.4(547.2.)*). 

883. Soyez sa Venus. LaMusique. Prot?.III.5(221.2.) 

884. II n'en regarde aucun, qu'avecque du raepris, Voyant qua leurs 
appas n'egalent ma Cypris. Jeremie. ^K£ron.L3(404.1.) 

885. On me nommoit partout le grand Mars desFrangois. Jeremie. 
i«txron.I.3(403.2.) Prov: Mu8ique.m.5(221.1.) Fierabra8.ra.6(223.1.) JfcClytie. 
1V.4(366.2.) Fi«: Artabaze.1. 1(431.2.) Amidor.II.4(437.2.) — Valeureux fils 
de Mars . . . Alcidon. 7w.IV.7(451.2.) 

886. £t vous, grand A pol Ion, qne cherchez-vous icy? Lysaodre. 
F«.V.7(456.1.) B: Lyzante.L4( 352.2.) 

887. AUons, ma Melpomene, et vous. manymphe, adieu. Amidor. 
Fw.I7.4(450.1.) 

888. Je saluä humblement L*honneur des triplcs soeurs, les trois 
belles Charit es. Amidor. Fw.II.3(437.2.) 

889. Sans doute il veut parier de la nymphe qui m*aime. Arta- 
baze. FM.in.l(440.2.) Fw: Artabaze.m. 1(440.2.) He8perie.IV.4(449.2.) Ami- 
dor.IV.4(450.1.) 

890. C'est lä cette Circa qui, par enchantement, Le perd et Tentre- 
tient dans son aveuglement. Amidor. PZai(2.V.l(576.1.) 

891. La Parque des mortels. (Taillebras.) Lyzante. B.in.4(361.1.} 

892. J'estois son Alizon, son amour, sondelice; J'estois saPenelope, 
il estoit mon ülysse. Fleurie. Älüon.Ll(A02.l.) 

893. Que diront tant de preux de qui je suis TA leide Qui respec- 
tent ce bras qui fut leur homicide? Taillebras. E.II.4(358.2.) JR: Lyzante. 
111.4(361.1.) 

894. M'interrompre I parier! Ab! ventre! quelle audace! Jette ce 
mirmidon jusques dessus Pamasse. Taillebras. E.L4(352.2.) Frov: 
Fierabras.III.6(223.1.) 

895. . . . ces pigm^es qui ont enlev^ ma Florinde. Fierabras. 
JProt;.n.6(2l5.1.) 

896. Je disois que vous estes phenique. Almerin. Corr. 1.3 (246.)'). 

897. Le Phoenix des amans est clos dans ce tombeau. Camille. 
Ducd'088.1Y.2iS9Q.l.) Prov: Fierabras. IL 1(206.1.) i^.F.Taft.I: Lucas. (235.) 
Duo d*088: Emilie.L4(379.1.) Alizon: Roselis.V.4 (427.2.) 



1) Fameuz faiseur de tours de passe-passe, qui suivant Brantdme, 
dans ses Dames galantes, fit Tamusement de la cour de Fran9oi8 I. 

2) Cf. Almerin: Quand on -veut parier d*un ambur ferme et rare, 
Yolontiers au phoeniz un chacun Taccompare. 



121 

898. Sans cracher, sans tousser, 6coatez ses oracles; II faut apr^s 
cela s'öcrier: miracle! Clarimand. JB. 11.4(357.1.^ 

899. Nommez -voos ordinaire an mortel accident, Qui jetie vostre 
frere en peril evident, Et de nostre famille auffure la roine? Emilie. 
Dac<«'0«^J.3(378.2.) 

900. Je desesi^re qnand je songe qu'il a falla que . . . Fierabras se 
8oit laiss^ mettre hors de game par des mortels sans avoir fait un 
deluge de sang. Fierabras. Pro«.in.6(223.1.) 

80. Vereinaelt stehende ICetaiftliern. 

901. Tu as toujours le gosier ad alter 6. Philippin. Pro«. IIL 7 
(224.1.) . 

902. Vostre visage gay, vos membres si dispos, Pont voir assez 
Teclat de vos beautez parfaites, Qui fournissent Tamour de bottes 
d^alamettes, Poor enflamer le coeur d*an amant comme moy. 
Earolu. ^;i;?on. 1.4(404.2.) 

903. . . . court d^esprit, ainsi que de monnove. Nicette. Pla%d,l.2 
(554.1.) F.d.ÄGuillaame.Y.2(344.1.) JB: Clarimand.lL4(357.2.) TOiRagonde. 
11.3(531.2.) V / -6 

904. n a le cerveau creaz. LeBorgne. .FV[.I.1(526.1.) J^liLeBorgne. 
V.l(545.1.) 

905. Car il ne voadra plus s'embrouiller le cerveau. Sestiane. 
Fm.1V.4(4ö0.1.1 

906. ... eile estoit brofiilUe en son entendement. Artabaze. Fts. 
IV.7(452.1.) 

907. . . . un vers herotque, Plein de mots empoullez, d'epithetes 
pnissants. Amidor. F»9. 1.3(482.1.) 

908. Vous avez la conscience estroite. Philippin. Proi?.III.3(218.1.) 

909. II enrage de voir son amour maltraitäe, Son tymbre en est 
fesU. Ragonde. FilllL2(bShA,) 

910 . . . ce malautru de capitaine, qui fera tousjours flouqui^re. 
Philippin. Prot?. in.l(216.1.) 

911. Je 89av qu*ä fondre en pleurs ce malheur vous convie. Glorise. 
^.1.3(528. 1.) Prot?: Alaigre.U.3(209.2.) 

912. L*etat d'un esprit bien fragile. Belange, ^lieron. L 5 (406. 1.) 
Corr: Molive.Il.l(251.) 

913. Leurs graces k ce coup vous sont-elles infuses? Taillebras. 
B.ni.4(360.2.) 

914. ... cet hymen qui met le sien en poudre. Filipin. Plaid. 
IV,6(574.2.) 

915. Tout cecy ne m'est point ä rebours. Florinde. Prot?.II.3(211.2.) 

916. Fais comme moy, qui vais tout rondement en besogne. Phi- 
lippin. Prot?.I.7(203.1.) 

917. Ne scavez-vous pas bien qu*il est si fort jallous Qu*il en s^che 
debout? Molive. Corr. 11.1(251.) 

918. Vous avez le parier grave, sec» resonnant. Amidor. Fi«. III. 3 
(442.1.) 

919. Vous le rendez traitable et plus souple qa*un gand. Beau- 
rocher. 2J.V.2(369.1.) 



▲nag. u. Abh. (E. Degenhardt). 8* 



Materialsammlung 



zu 

La Com^die de Ghansons.O 

1. Natnrerscheinnngen. 

920. . . . cette rare merveille Qui Init d*ane si vive ardeur? La 
Roze.I.3(462.1.) La Roze: 111.4(482.2.) 

921. Vous mesprisez les feux De mon amour extrÖQie. Alidor.IL2 
(470.2.) Alidor:L4(464.1.)IV.2(484.2.) Jeaiine:IV.3(485.2.) Jodelet: V.4(489.1.) 
LaRoze:IL3(471.2.)IV.3(484.2.)(485.2.) Silvia: IL 1( 468.2. )V.U486. 2.) 

922. . . . pour V08 beaux yeux, mes flambeaux, Je fay des al- 
manachs nouveaux. Alidor.L4 (464.1.) Alidor:L4(464.l.) 1.6(467.1.) Jeanne: 
111.3(481.2.) Jodelet: IIL3(480.2.) 

923. Ladouceur desaflame. Mattliien.V.5(491.2.) Alidor:Ll(460.1.) 
I.3(462.2.)L6(567.1.)IL2(470.2.)(471.1.)IV.2(484.1.)(484.2.)V.1(486.2.) Jeanne: 
IL 1 (469.1.) Jodelet: LI (460.2.) La Roze: III. 4 (482.1.) V. 2 (488.1.) Silvio: V. 1 
(486.2.) 

924. Jeune beaut^, dont les graces divines Sgavent si bien tous les 
Coeurs enflammer. Jeanne. ILl (461.1.) La Roze: 1.5 (465.1.) 

924a. nuict! . . . qui renflames le ciel de nouvelle clart^. Ali- 
dor.IV.4(486.1.) 

925. Des Theure qu'un amant Dit qu'il brusle et qu'il vous adore, 
H perd le jugement. Matthieu. V. 4 (489. 2.) Alidor: 1. 3 (462. 2.) 1. 4 (464.1.) 
11.2(470.2.) Jodelet: Ll(460.2.)m.3(481.1.) LaRoze:IV.3(485.2.)V.2(488.1.) 

926. Je n'ay 89eu me defendre D*un beau feu Qui m*a reduit en 
c 6 n d r e. Silvie. IL 1(468.2 ) 

927. Pour en esteindre ma flamme, Je ne plains pas un ducat. 
LaRoze.m.4(482.1.) 

928. Ges baisers, froids et languissans. Silvie. ULI (478.1.) 

929. L'äclat de tant de beautez. Matthieu.V.4(489.2.) 

930. . . . moy, de qui la pause esclatte. Jodelet.IL4(475.1.) 

931. Cette rare merveille Qui luit d'une si vive ardeur? La Roze. 
1.3(462.1.) 

932. . . . vos rieuz Aussi treluisans que les cieux. Jodelet. IIL 2 
(480.1.) 

933. Ses yeux gratieux Sont plus radieux Qu'une claire estoile. 
Alidor.L2(461.2.) 

934. rermettez, 6 Cloris ! que je vous chante clairement La grief?e 
peine de ce bei amant. La Roze. IV. 3(485.1.) 

935. Sa rare beaut^ . . . Donne la clartä. Alidor. IV.2(484.1.) 

936. Ce bien nompareil De voir mon soleil (Silvie). Alidor. L 2 
(462.1.) Alidor: L 6 (467.1.) 2X (467.2.) IL2(469.2.)(470.1.) IV.2(484.1.) IV.3 
(485.1.)2X. Matthieu: 11.4(475.2.) V.4(490.1.) 



1) Für die Materialsammlung schien eine Trennung der Metaphern 
aus Chans, von denen aus den übrigen hier behandelten Lustspielen des- 
halb geboten , weil sie durchgängig nicht Eigentum des Verfassers oder 
vielmehr Compilatora dieses Stückes sind. 



123 

937. Astre dont la beaat^ de ptussanoe divine Ma fortone domine 
Qae ton eloignement M*a causa de souspirs et donn^ de tourment! Ali- 
dor.V.3(488.20 

938. Le vent de ses soaspirs feroit moudre an moulin. Jeanne.IY.B 
(485.2.) Silvia: 1.4(463.2.) Jeanne:n.l(469.1.) 

939. Or que mon beau soleil ne Init Le jour ne m^est rien qu'une 
n u i c t. Alidor.L6(467. 1.) Alidor: n.2(469.2.) 

940. Enfin mon beau soleil (Silyie) . . . dissipant mes noicts, me 
redonne le jour. Alidor.IL2(469.2.) 

941. . .. la flamme Qui vient hors de Saison Tyranmser mon ame. 
Alidor.II.2(471.1.) Silvie: 1V.3(485.2.) 

942. Bon jour, mon doux printemps (Silvio). La Roze.y. 2 (487.1.) 
AHdorrV.l (486.2.) 

2. Die unbelebte Natar (Mineralreio]i). 

943. La taverne est . . . un precipice creux. Matthieu.n.4(473.1.) 

944. Vostre coeur de röche n'y resiste pas. LaRoze.lV.3(485.1.) 

945. Portez-vous un coeur de rocher? Alidor.I.4(463.2.) 

946. C'est trop faire de regrets. Je luy veux casser du grez. 
Silvie.lV.l(484.1.)»). 

947. J'ay las yeux bordez d*escarlate, Et nasum plenum rubibus. 
Jodelet.II.4(475.2.) 

948. Lieux pleins d'appas oü refleurit le si6cle d*or. Alidor. V. 5 
(492.2.) 

949. Le si^cle dorä En ce mariage Nous est assurä. Jodelet. I.l 
(462.1.) 

8. Die Pflanzenwelt. 

950. Le plus doux fruit de Tamour Se cueille quand on baise. 
Alidor.I.4(464.2.) LaRoze: 1.5(465.2.) 

951. Bon jour, ma douce fleur nouvelle. LaRoze. V.2(487.1.) 

952. Lieux pleins d'appas oü refleurit le sifecle d'or. Alidor. V. 5 
(492.2.) 

953. . . . les lys de sa joue. LaRoze. 111.4(482.1.) Alidor: 1. 4 (464.1.) 
V.l(486.2.) Jeanna:IILl(479.2.) 

954. La rose au teint vous est commune. Jeanne.III. 1(479.2.) Alidor: 
L4(464.1.) V.H486.2.) LaRoze: m.4(482.1.) 

4. Die Tierwelt. 

955. C*est estre plus beste qu*un asne De ne point prendre son 
plaisir. Matthieu. 11.4(474.2.) 

956 Ha! le meschant, malheureux chat! (Pamour). Jodelet. I.l 
(460.2.) LaRoze: 13(463.1.) (chattemitte). 

957. . . . le gros chien de voisie m'assomme quasi de coups. 
Jeanne.IIl.l(477.1.) — . . . Toute nuict faisant la grogne. M'appelle . . . 
chienne. Jeanne.IIL 1(477.1.) 

958. Un baiser qui morde un petit. Sil vie.III. 1(478.1.) 

959. II faut que je m^apriyoise Avecque catte bourgeoise. Alidor. 
13(462.2.) Silvie.I.4(464.2.) 

960. Cric, croc, taupe, masse qui boit! Jodelet. 11.4(473.1.) 



1) Casser du gr^s ä quelqu*un, lit-on dans le dictionnaire comique 
de Leroux, c'est ne rien faire de ce qu'il souhaite. 



124 

961. Tonte nnict fiusant la grogne ; M^appelle . . . o a r o g n e. Jeanne. 
111.1(477.1.) 

962. Yoilä roiseau (leverre) qui tonsjours vole. LaRoze.II.4(474.2.) 
968. . . . Taisle du nlence. Matthien.L6(467.2.) 

964. . . . Bon coeor vole parmy les medisana. Jodelet. 111.4(483.1.) 

965. Bon iour, mon passerau (Silvie). LaBoze.V.2(487.1.). 

966. Bon qour, matourterelle (Silvie). LaRoze.V.2(487.1.) 2X- 

967. Bon jonr, ma donce colombelle (Silvio). IiaBoze.V.2(487.1.) 

968. Voos n'avez que du caquet Silvie. 111.2(480.1.) 

969. Ma m^re a dit qa*elle ne voaloit pas Que jecaquetiBse avec 
les hommes. SUvie.l.4(463.2.) Mattliien:n.d(471.2.) LaBoze:n.4(476.1.) 

6. Der Mensch. 
A. Die Person des Mensehen und seine Lebensgewohnheiten. 

970. Le petit enfant Amoor. IiaBoze.II1.4(482.1.) 

971. ...je töuchois de son sein La douce enflure j um eile. Jodelle. 
IU.4(483.2.) 

972. Gonstons ce fruict qu*amoar engendre. La Boze. L 5 (465. 2.) 
LaBoze:V.5(491.2.) 

973. . . . vous sentez naistre le desir. La Boze. 7.4(489.1.) Silvie: 
V.l(487.1.) 

974. . .. c'est an corps qui n'a point d*ame Qa*une dame sans 
nn amant. Jeanne.n.l(469.1.) Alidor: ¥.3(488.2.) 

975. Bon jour, ma ch^xe viel La Roze.y. 2(487.1.) 

976. Les voeuz et les desirs sont les yeuz d*an amant. Alidor.Y.S 
(488.U URoze:V.2(487.1.) ^ 

977. Baise donc ces prez humides, Que Taube embellit de plenrs. 
Süvie.Ll(464.1.) 

978. Ce seroit tesmoisner trop aveuglement. Alidor. 1.3(462.2.) 

979. Vous fermez roreille k mes plaintes. Alidor J.4(463.2.) 

980. ... ces escueils sortis du sein de l'onde. Alidor.iy.3(485.2.) 

981. Bon jour, mon coeur! LaRoze.V.2(487.1.) Jodelle: 11.4 (473.2.) 

982. Ils sont bossus les cimetibres Des dames que j'ay fait moorir. 
Alidor.I.3(462.2.) 

983. . . . j*emprunte la voiz Du haut-bois. Alidor. 17.2 (464.2.) 

984. Parlons donc» ma ch^re esperanoe, Du coeur et des yeux seule- 
ment. Amour ce petit dieu volage, Nous apprend ce muet langage. 
Alidor. V.4 (489.1.) 

985. Je crains les canonnades qui frappent sans parier. Jodelet.!.? 
(46a2.) Alidor.V.4(489.1.) 

986. Ce n*est pas k ce coup qu*il faut faire Tendormj. La Boze. 
n.3(471.2.) 

987. BeveillonSy reveillons, reveillons ces verres! La Boze. 11. 4 
(474.1.) 

B. Menschliche Tätigkeiten. 

988. Ne trottez plus, beaux souspirs. LaBoze.IV.S(485.1.) 

989. Bastienne, vous allez trop rüde au trot. La Roze. 1.4 (464.2.) 

990. On fait courir par la ville D'assez mauvais bruits de toy. 
Jeanne.II.l (469.1.) Silvie: IV.4(486.1.) 

991. Allez tout doux, mes souspirs! Alidor.IV.3(484.2.) 

992. Suivez donc, mes souspirs, Amour qui guide vos pas. Alidor. 
IV.3(484.2.) LaRoze.IV.3(485.1.) 



135 

998. Voos oyez ses soaspin, les avant-ooariers du trespaa. La 
ßoze.IV.3(485.1.) — Pourquoy si tost, importune oourrifere? (Aurora). 
AHdor.V.l(486.1.) 

994. . . . les foesez Qa*une ean sale et bourbeuse lave. LaBoze. 
11.3(471.2.) 

995. ...je craignois de yerser L'argent de xuon escaroelle. Jodelle. 
in.4r483.2.) 

996. . . . mon coeur est reduit en poudre. Jodelet. 1.3 (462.2.) 

997. ... les tristes souspirs Dont je veux flechir. Oette cruaute. 
Alidor.IV.2(484.2.) 

998. . . . ma belle est press^e. Alidor. 7.3(488.1.) 

999. Je Toudrois avoir mang6 Ceuz-lä qni ju'en out ang^. Jeanne. 
111.1(476.2.) 

1000. . . . beaux noeus Dont eile estreint mille amoureuz. La 
Roze.m.4(482.1.) 

1001. . . . j'avois tousjoars les veux Fi che z sur mon escarcelle. 
Jodelet.in.4(483.2.) 

1002. . . . pousB^e d*nne frenaisie* LaBoze. 7.4(489.1.) 

1008. Ces baisers froids et languissans Ne 89aaroient cbatouiller 
mes sens. Silyie.IILl(478.1.) 

1004. Qu'il est bon ce piot! Qui ne le caresse est nn idiot. La 
Roze.U.4(475.1.) 

6. Speise und Trank. 

1005. Je veux pour y prendre appetit Un baiser qui morde un 
petit. SÜ7ieJILl(478.1.) 

1006. . . . Tamant non aimö void ses jours consumer. Jodelet. LI 
(460.1.) AHdor:II.2(470.2.) 

1007. ... gouster la merveille Du doux fredon d*une bouteille. 
Matthieu.IL4(474.2.) LaRoze: L5(465.2.) 

1008. Aussi dit-on que le coust Fait souvent perdre le aroust. 
Jodelet.ni.4(483.2.) 

1009. Sont Tiandescreuses que vos chansons. Silvie.IV.8(485.2.) 
1009a. C'est un tourment bien cuisant, Alidor: LI ^60.2.) 

1010. Ces mignardises sont fades. Jeanne.lII. 1(477.2.) 

1011. L'huyle (le vin) du septembre est bon. Matthieu.II.4{474.2.) 

1012. Le gourmand farcit sa hotte Sans m'en donner un morciau. 
Jeanne.m.l(477.1.) 

1013. Yramen! il vous faut des tetons? Yoire, on vous en fricasse. 
Süvie.I.4(464.1.) 

1014. La blonde a gagn^ mon ame. G^est un morceau delicat. 
LaRoze.m.4(482.1.) 

7. Die Kleldnng. 

1015. Que ce nectar est aimable! Qüe son fard nous embellit! La 
Roze.n.4(476.1.) 

1016. Oste, petit coeur (la bouteille) Taperruque blonde. Jodelet. 
IL4(473.2.) 

1017. Je me foure dans la taverne. LaRoze.II.4(473.1.) 

8. Das Hans. 

1018. Trop de haine je leur porte, (aux yeux) Gar ils ont ouvert la 
porte Aux peines que j'ay receu. Alidor.V.3(488.2.) 



126 

9. Geräte. 

1019. Je la Jette aar un lict verd (le gazon). LaBoze.II.3(472.2.) 
LaRoze:U.4(476.1.) 

1020. Au croc las armes je remets. LaBoze. 11.3(471.2.) 

10. Mass, Gewiclit, Geld. 

1021. II n'a pas vaillant cinq sous. Jeanne. 111.1(478.1.) 

1022. . . . c'estoit un tresor qu*il falloit tenir eher. Silvie.II.l 
(469.1.) 

11. Der Handel. 

1023. Trop Tamour de Jaquette Ma coust^ sans Tavoir. Jodelet. 
in.4(483.2.) 

1024. . . . il faut payer nuit et jour Les arrerages d'Amoar. 

Matthieu.II.3(471.2.)3X. 

1025. G'est ma rente d*gtre battue. Jeanne 111.1(476.2.) 

1026. ..j'empruntela voix Du haut-bois. Alidor.IV.2(484.2.) 

1027. Preßte Toreille Au recit des maux que je sens. Alidor.II.2 
(470.2.) LaRoze:V.5(490.2.) 

1028. Mais, si tu as encor ton coeur. Ne Tengage jamais, ma 
soeur. Silvie.II.l(469.1.) 

12. cliaine, noend, lien. 

1029. . . . la beaut^ qui me touche Tient nos esprits enchaianez. 
Matthieu.V.5(491.2.) Alidor: 1.1(462.2.) 

1030. Et les fdes descoeffäea Porten t enyie auz beaux noeus Dont 
eile estreint mille amoureux. LaRoze.III.4(482.1.) 

1031. Lorsqu^un seul object les lie, Ils fönt tant des langoureux. 
LaRoze.III.4(482.1.) 

13. Technik. 

1032. La petite savequiere ... Va faire river son cloud. Jeanne. 
111.1(477.1.) 

14. Der Ackerban. 

1033. . . . semer l'effroy. Matthieu.I.6(467.2.) 

1034. . . . planter comme une creste Ses comes sous son chapiau. 
Jeanne.IILl(477.1.) 

16. Fuhrwerk. Das Reiten. 

1035. AllezTamble, Bastienne. LaRoze.I.4(464.2.) 

16. Strasse nnd Weg. 

1037. Mon amitiä ne sera jamais bornee. Jodelet.III.3(481.2.) 

17. Seewesen nnd Fischfang. 



18. lie Jagd. (Das Schiessen). 

1038. Chassez la rigeur de vos yeux. Alidor. IL 2 (470. 2.) Jodelet: 
II.4(474.2.)(475.1.) Matthieu: ü. 4 (474.2.) V. 5 (493. 1 .) LaRoze: L4(473.1.)II.4 
(474.1.1 

1039. Enfin ce petit dieutelet A pris son coeur au trebuchet. 
Silvie.IV.3(485.2.) 



127 

1040. Car tous les souspirs et les larmes .... Sont des rets pour 
prendre les dames. LaBoze.Y. 5(492.1.) 

1041. Philis est attrapöe. Jodelet. 111.2(479.2.) Jeanne: 111.1(477.2.) 

1042. Le pauvre A.mour est destrouss^; Bacchas, k conps de verre, 
Voiis Ta si rudement poussä Qu^il a donnd du cal en terre. Matthieu. 
n.4(475.2.) 

19. Spiel nnd Tanz. 

1043. Madame, c'est trop jouer au fin. Alidor.IV.4(486.2.) 

20. Das Theater und die Künste. 

1044. . . . la merveille Du doux fredon d*une bouteille. Matthieu. 
11.4(474.2.) 

1045. J'apperceus venir vers moy De mes amours la pourtraiture. 
Jodelet 111.4(483.1.) 

1046. L'öniail dont la terre se peint. Alidor.V.l(486.2.) 

1047. Que craignez-vous, beaux souspirs? Allezparcompas. La 
Roze.lV.3(485.1.) 

1048. La terre s'emaille de vert. LaRoze. 1.2(461.1.) 

1049. L' am all dont la terre se peint. Alidor.Y. 1(486.2.) 

21. Die Feohtkonst nnd die Waffen. 

1050. Beaux yeux dont j'adore les co ups. Jodelet.in.3(481.2.) Alidor: 
IL2(471.l.) Jodelet: 111.3(481.1.) 

1051. Crains-tu que la piti^ de ses douces atteintes N^esmeuve 
la rigueur? Jodelet.III.2(480.2.) Alidor: 11.2(471.1.) 

1052. Je n*en suis point atteint. Jodelet.1. 1(460.1.) 

1053. Celuy qui sgait armer de la raison son ame. Jodelet. I.l 
(460.2.) AHdor: 11.2(471.1.) 

1054. Puisqu*il faut prendre les armes, Prenons Celles de Bacchus 
(lesverres). Jodelet. 11.4(476.1.) LaRoze: IV.3(484.2.) — Enfin mon amour 
rend les armes. Alidor.IV.2(484.2.) Jeanne: HLl (479.1.) 

1055. Gelinde, ta beaut6, qui n'a point de seconde, Peut d'un trait 
de ses yeux donner le jour au monde. Alidor. IV. 3(485.1.) Alidor: 1.4 
(465.1.) Jodelet: Ll(460.2.) 13(462.2.) Silvio: V.5(49 1.1.) 

1056. Ces nymphes, dont les regards Sont d*inevitables da r s. Jodelet. 
in.2(479.2.) LaRoze: IV.3(484.2.) AHdor: V. 1(486.2.) 

22. Der Krieg. 

1057. * . . sans plus dedaigner Nulle conqueste (de femmes) Oü 
je trouve h. gaigner, La, je m'arreste. LaRoze. V. 2(488.1.) 

1058. . . . cette malheureuse bände Se voit attaqu^ du sort. 
Jodelet.V.5(491.2.) 

1059. Puis il assaut (le sort), plus eile bände Sa force contre son 
effort. Jodelet.V.2(491.2.) 

1060. ... un pot qui fait la guerre Contre un verre. Jodelet.II.4 
(473.1.) Jodelet:L2(461.2.) 

1061. Belle, au plaisir de Tamour estes-vous re belle? LaRoze.1.5 
(465.2.) Alidor: n.2(470.1.)V.3(488.2.)4X. LaRoze: V.2(487.1.)(488.1.) 

I()iß2. Ma belle, yos mignardises Ne m'ont que trop tourment^; C'est 
assez parlement^. LaRoze.I.4(465.1.) 

1063. ... de Bacchus les estendars Yolent bien mieux que ceux 
de Mars. Jodeletü. 4(472.2.) LaRoze: 1.4(463.1.) 



128 

1064. Ma belle, vos mi^nardises, Ne m'ont que trop toarmeny; . . . 
n en faut venir aux prises. LaBoze.I.5r465.1.) 

1065. Arme-toY, ma raison, pour comoattre la flamme. Alidor. 
11.2(471.1.) Jodelet: 11.4(472.2.) 

1066. . . . les amonreaz combat s. LaBoze. 1.5(466.2.) 

1067. Au croc les armes je remets , Et ne reconnois desormais Que 
Bacchus pour mon capitaine. LaBoze.lI.3(471.2.) 

1068. Philandre a ravy mon coeur; Son oeil en est le vainqueur. 
Jeanne.III.l(479.1.) Alidor: 1.1(460.2.) IV.2(484.1.) 

1069. ... les verres ont des charmes Dont les Cesars sont vaincus. 
Jodelet.IL4(476.1.) 

1070. . . . vons laissez l'autre en proie aux donleurs. Alidor. 1.4 
(465.1.) 

1071. Mon ame est asservie. Alidor. 1.2 (462.1.) Alidor: V.3(488.2.) 
Jodelet.Ll(460.2.) 

1072. Vos beautez et vos appas Me retiennent en s er vage. Jodelet. 
•111.2(480.1.) Alidor: 1.1(460.2.) 11.2(471.1.) Jodelet: 1.1(460.2.) 

1073. Les attraits de vostre beaut^ . . . m*ont mis en captivite. 
Alidor: 1.4(463.2.) 

1074. Si ma langue n*estoit captive . . . . Jeanne. 111.3(480.2 ) La 
ßoze: 1.3(463.1.) 

23. Wunden, Krankheiten, Tod. 

1075. Ton bei oeil, Margot, Blesse les coeurs sans dire mot. Jodelet. 
m.3(481.1.) Alidor:! 4(465.1 ) IL 2(471.1.) V. 1 (486.2.) Jodelet: 111.2(479.2.) 
m.3(480.2.^ LaRoze:V.2(488.1.) 

1076. Je voudrois bien qu41 fast guery De ceste maladie (la 
tyrannie). Jeanne. 111.1(477.2.) 

1077. Si je ne vous espouse nn jour Or me varra crever d*amour. 
Jodelet.IIL2(480.1.) 

1078. Gependant je meurs en langueur. Alidor. IL 2 (470.2.) Alidor: 
L1(460.1.)2X. (461.1.) 1V.2(484.1.)IV.2(484.2.) Jodelet: m.3(481.1.) LaRoze: 
L5(465.1.) 

1079. La mort des beauz esprits, C'est la melancholie. Jodelet.II.4 
(474.1.) 

lOSO. Laissons Ik tons ces insensez Enterrez dedans les fossez. 
LaBoze.n.3(471.2.) 

24. Gift und Medicin. 

1081. ... je scay bien le rem^de, G*est qu*il faut faire nn amy. 
Jeanne.ITI.l(477.2.) LaRoze: V.4(490.1.) 

1082. Ma guerison n'est plus en ma puissance. Alider.II.2(470.2.) 

1083. . . . un douz transport dont je ne puis Jamals guerir. Ali- 
dor.V.3(488.2.) Alidor: 1.3(462.2.) 

25. Die Wissensohaft. 

1084. Le Cours et lesTuileries Sont les esc o les d*Amour. Mattbieu. 
n.3(472.1.) 

26. Religion, Cnltns nnd Aberglaube. 

1085. . . . ses beaux yeux . . . mes dieux. Alidor.II.2(470.1.) 
1085a. . . . la beaut^ de esse des beautez. LaRoze.I.3( 463.1.) 

1086. Un ris, une parole, Forment ta d^it^. Jodelet.1. 1(460.1.) 



129 

1087. A ton jus divin je feray earesse. Jodelet. 11.4(473.2.) Alidor: 
IV.2(484.1.)(484.2.) V.3(488.2.) Jeanne: 11.1(469.1.) 111.1(479.2.) La Roze: II.4 
(475.1.) Silvie: 11.1(469.2.) 

1088. Alidor, beau comme le dieu qui fait aimer, Poss^de encore la 
voix d'un ange pour me charmer. Silvie. IV. 3(4 85.1.) 

1089. L'excez d'un amoureux martyre Nous fait devenir fous. 
Alidor. V.4(489.2.) Alidor: 1.1(460.1.) Jodelet: IE. 2(480.1.) 

1090. Ma m^re ne faisoit tous les jours qae prescher Que c^estoit 
un tresor qu'il falloit tenir eher. Silvie.n.l(469.1.) 

1091. Pour eslever des autels U Clorinde Je ne s9auroi8 oublier 
ma Florinde. Jodele t.III. 3(48 1.2.) LaEoze: 1.3(462.2.) 

1092. Offrons nos escus En sacrifice au dien Bacchus. LaRoze.II.4 
(474.2.) 

1093. Non tu n*e8 qu*une idole. Jod6let.I.l(460.2.) 

1094. ... Tobjet dont Amour idolätre les appas. Alidor.I.2(462.1.) 

1095. Avecque vostre doux parier, Yous nous venez ensorceler. 
Silvie.I.4(463.2.) 

1096. Mes sens d*amour et de plaisir sont enchantez. Alidor.Y.S 
(488.2.) 

87. Beditswesen und Strafen. 

1097. Gessez, tristes soins, Jadis de mes peines tesmoins. Alidor. 
11.2(470.1.) 

1098. Yoleur (Famour) de qui le crime Se connoist en tous lieux. 
Jodelet.l.l(460.2.) Jeanne: m.l(477.1.) 

1099. Ma prison et mes fers sont mes cheres delices. Alidor. 1.1 
(460.2.) Alidor:V.8(488.1.) 

1100. . . . sa foy, jadis legere, Perd ce titre dans mes fers. La 
Roze.l.5(466.1.) Alidor: LI (460.2.) 1.3(462.2.) Laßoze:L3(463.1.) 

1101. Qui cherit sa maison il aime ses supplices. Jodelet. LI 
(460.2.) 

1102. J'ay banny de moy tous les plaisirs. Alidor. lY. 2 (484. 2.) 
Alidor: Ll(460.1.) Matthieu: n.4(475.20 

28. Das Herrscliertiim. 

1103. Heureux qui de Tamour ne connoist point Tempire! Jodelet. 
Ll(460.1.) Alidor: 1.2(461.2.) L3(463.1.)IY.2(484.2.)IY.3(485.1.) LaRoze: nL3 
(482.1.) 

1104. ... ses yeux sont roys de ma pens^. LaBoze.Y.2(488.1.) 
Alidor: n.2(470.1.) Y.l(486.2.) 

1105. La Gloire a son front couronnä. Alidor: 1.3(462.2.) 

1106. ... ce tyran des coeurs (Pamour). Alidor. 1.1(460.2.) Jodelet: 
Ll(460.2.) Matthieu: II.4(476.1.)2X. 

1107. Je songe aux tourments que je sens, Dont je ne puis souffrir 
la tyrannie. Jeanne. IIL3 (481.1.) Alidor: Ll(461.1.) Jeanne: ULI (477.2.) 

1108. ... la flamme Qui vient ... Tyranniser mon ame. Alidor. 
U.2(471.1.) 

1109. L^inconstance r^gne k la cour. Jod6let.IIL4(483.1.) 

1110. . . . ma libertä fut prise De ton oeil, qui me maistrise. 
Alidor.Y.3(488.2.) 

▲nig. n. AMi. (B. D«g«&bardt), 9 



ISO 

29. Erinnernn^ren ans der Literatur, Sage und Geaehioliie. 

IUI. . . . un coeur de Mars. Jeanne. 1112(479.2.) 

1112. Helas! qui me Ta ravie La nymphe qua j'aimois tant. Ali- 
dor.l.6(466.202X. Jodelet: 1112(479.2.) 

1113. Qae ce nectar est aimablel LaBoze.II.4(476.1.) 

1114. Fay moy donc ton Ixioo Que j^embrasse une oue. Aiidor. 
V.5(491.1.) 

1115. Le vollst, je le voy q^i nous donne an beaujour, Couvrant an 
coeur de Mars d'un yisage d*Amoar. Jeanne. 111.2(4 Y 9.2.) 

1116. La taverne est an Averne. Matthiea. 114(473.1.) 

1117. Bien que nous ayons changö nos pas £n des demarches 
espagnolles, Des Castillans pourtant noas navons pas Les humeurs 
DJ les paroUes. Jodelet.V.5(490.2.) 

80. VereinBolt stehende Metaphern« 

1118. ... me dy tout rondement. Silvie.V.3(488.2.) 



Index.") 



Abattre 656. — § 50, 108, 112. 

abrenver 302. — - § 16, 17. 

abysme 80. M.B. — § 131. 

accabler 655. — § 76, 126. 

aocord 634. — § 60. 

accoutrer 400. — § 148. 

achepter 492. M.B. — § 50, 61. 

adulterer 901. — § 22. 

aigre 387. — § 16. 

air 49. M.R. — § 61, 72, 170, 171. 

airain 112. R. — § 17. 

aisle 176, 963. R. — § 16, 77, 111, 

121, 140, 147, 165. 
Alaigre (Prov.), — § 3, 21, 26. 
Alcandre (Com.). ^ § 86, 43, 45. 
Aleide 893. — § 65, 66. 
Alcidon (Vis.). — §113. 
Alidor (Chans.). — § 117, 118. 
Alizon {Prov.). — §20. 
Alizon (Discret.). — § 85-97, 139, 

174, 176. 
Alizon Flearie {Mtzon). — § 85, 86. 
aller 991. — § 118. 
alloaette 187. — § 21. 
allnmer 15. M.R. — § 9, 16, 25, 50, 

52, 59, 90, 127, 147, 168, 178. 
Almedor (Dued^Oss.). — § 77. 
Almerin {Corr.). — § 6. 
alumette 902. R. — § 87. 
amble (aller 1'-) 1035. — § 120. 
ame 227, 974. — § 7, 61, 62, 68, 70, 

118, 123, 127. 
Amedor. (B.) — § 62. 



amen (dire —) 825. — - § 159. 

amer 884. M. — § 4, 7, 133. 

amertame 385. — § 125. 

Amidor (Fw.). — § 102-106. 

Amidor. (Plaid.). — § 160. 

amorce 566. M.R. — §60,63, 76, 171. 

Amour 1115. — § 123. 

ange 805, 1088. M. — § 65, 76, 122. 

anger 999. — § 123. 

animall33. M.R. — § 17,54,88, 170, 

172, 180. 
animer 226. — § 88, 90, 106, 109, 132. 
AnBelme (Ä). — § 127, 128, 138. 
anticaille 447. -- § 3. 
ApoUon 886. — § 64, 114. 
appas 565. M.R. — § 11, 161. 
appeau 580. — § 21. 
appesantir 471. — § 61. 
appetit 350, 1005. — § 16, 106, 122. 
aprivoiaer 168, 959. M. — § 90, 118, 

122, 172, 173, 180. 
arabe 794. M.R. — § 148. 
Archer (Prov.). — § 23. 
ardent 2. M.R. — § 5, 8, 31, 39, 50, 

52, 59, 69, 95, 101, 108, 109, 130, 

133, 135, 164. 
ardeur 1, 920. M.R. — § 9, 47, 52, 

54, 59, 63, 65, 68, 72, 76, 79, 91, 

101, 106, 108, 110, 113, 120, 126, 

127, 130, 132, 136. 
ardre 19. — § 6. 
argent 108. M. — § 61, 106, 109. 
Argine (Plaid.). — § 156. 



1) Hinter jeder hier aufgeführten Metapher ist zunächst die Nummer 
Angegeben, unter welcher dieselbe in der Materialsammlung zu finden ist. 
Ein M., resp. ein R. deutet an, dass der fragliche bildliche Ausdruck durch 
Meier und Willems bei Moli^re, beziehungsweise bei Regnard belegt worden 
ist. Endlich sind alle Paragraphen der Abhandlun|[ angegeben, in denen 
sich die betreffende Metapher erwähnt findet. — Meiers Arbeit ist in »Aus- 

Sben und Abhandlungen« noch nicht vollständig erschienen, sondern bis- 
ig nur als Dissertation. Auch die Untersuchung von Willems über die 
MeSipher bei Regnard liegt noch nicht im Druck vor. 



133 



armer 659, 1053. M.R. — § 40, 41, 

88, 118, 119, 126. 168. 
armes 660, 1054. M.E. — § 16, 38, 

43, 55, 65, 70, 76, 90, 93, 118, 119, 

120, 123, 148, 168. 
armet 661. — § 150. 
arpenter 458. — § 15, 131. 
Armichon {Alieon). — § 89. 
arracher 326. — § 54, 63, 125, 126, 

140. 
arrerages 1024. — § 121. 
Artabaze (Vis.). — § 100, 101. 
asne 143. M.R. — § 17, 172, 173. 
assaillir 690, 1059. — § 6, 119, 128. 
assaisonner 378. M.R. — § 69. 
assassiner 762. M. — § 125, 126, 171. 
assaot 689. M.R. — § 9, 16, 63, 67. 
aaservir 725, 1071. — § 50, 62, 72, 

111, 118, 119, 125. 
assiöger 687. M.R. — § 60, 170, 171. 
astre 47, 937. M. - § 92, 108, 118, 

145. 
Aßtröe 878. — § 86. 
attaindre 652, 1062. M. — § 49, 119. 
attaquer 688, 1058. M. — § 39, 119, 

148. 
atteinte 651, 1051. M. - § 9, 56,59, 

62, 95, 113, 118, 119, 125,136,148. 
attiser 10. — § 79. 
attraper 574, 1041. M.R. - § 4, 14, 

15, 16, 30, 33, 38, 79, 87, 88, 95, 

96, 101, 106, 111, 119, 123, 128, 

131, 136, 142, 148, 150, 151, 159, 

160, 161. 
augurer 899. — § 78. 
AureUe (Ä). — § 133, 135, 138. 
autel 815, 1091. M. - § 49, 92, 111, 

119, 120. 
avaler 354. M. — § 16, 22, 168, 169. 
avant-courier 993. — 8 120. 
avant-gardes 702. — § 87. 
Aveme 1116. — § 121. 
aveugle244,978. M.R. — § 31 (cieco), 

40, 76, 77, 118, 134, 140, 143, 145, 

154. 
aveuglement 248. R. — § 61, 77, 88, 

111, 125, 145, 160. 
avocat 844. M. — § 146. 
avorton 225. M. — § 16, 60. 
avril 72. — § 102. 
azur 104. — § 101, 105, 108, 109, 111. 

Baigner 305. R. — § 7, 131. 
baiser 347. — § 57. 



bal 618. — § 103. 

Balafrä, Le — (Ml). — § 149. 

balance 460. M.R. — § 87, 114, 128, 

168. 
balancer461. M.R. — § 72, 170, 171. 
bander (les yeux) 742. — § 16. 
bander (les voiles) 561. — § 16. 
bannir 859, 1102. M.R. — § 38, 51, 

65, 92, 108, 118, 121, 125, 128,171. 
banqueroute 476. R. — § 16. 
baril ä la moutarde 451. — § 30. 
Barquet (Plaid.). — § 161. 
bas breton 794. — § 148. 
bastion 675. — § 16. 
baston 449. — § 17, 43. 
bataille 697. — § 105, 111. 
Batelier (AUzon). — § 85, 96. 
bätir 425. M. — § 20, 72, 87, 168, 
batiser 812. -- § 60. 
batterie 683. M.R. — § 16. 
Beaurocher (R). — § 63, 73. 
bec 180. M. — § 3, 14, 15, 16, 19, 

20, 21, 24, 112, 147, 151, 170. 
Belange (Älizon). — § 85, 91. 
belouse 606. — § 3, 10. 
berceau 443. — § 72. 
bercer 442. M.R. — § 156. 
berner 612. M. — § 68, 88, 175. 
Beronte (Fa.). — § 147, 148, 152. 
Bertrand (Prov.). — § 13, 23. 
beste 132, 955. M.R. — § 6, 12, 16, 

18, 20, 21, 32, 61, 76, 96, 121,157. 
biais 555. M.R. — § 17, 166. 
biche 158. R. — § 61. 
bifitoquer 607. — § 10. 
blesser 732, 1075. M.R. — § 8, 47, 

49, 50, 52, 54, 59, 91, 108, 111, 

118, 119, 120, 125, 135, 137, 141, 
155, 159. 

blesseure 733. M.R. — § 47, 65, 66, 

111, 128. 
Boh6miens (Prov.). — § 24, 26. 
boire 363. — § 17, 157, 159. 
bois 113. R. — § 14, 21, 172. 
Borgne, Le— (Fü.). — § 150. 
bome 557. M. — § 70. 
bomer 558, 1037. MJl. — § 76, 101, 

119, 128, 131, 135, 155. 
bossu 982. — § 118. 
bonchon 453. M.R. — § 9. 
boudin 394. — § 3, 158. 
boue 87. — § 16. 

bouffi 752. — § 16, 21. 

bouillir 368. R. — § 16, 168, 178. 



133 



bonillon 370. M. -- § 18. 
bonillonner 369. — § 66. 
bouquer 346 — § 146. 
bonrö 421. M. — § 149. 
bourreau 849. M.R. — § 68, 126, 170, 

171, 172, 173. 
Bragard {Corr.). — § 3. 
branche 115. — § 38. 
branden 8. — § 105. 

branle de sortie 620. — §63,82,150. 

braqnemard 664. — § 3. 

bras 254. M.R. — § 81, 86, 112, 113. 

Bras-de-Fer. {Fil). — § 151. 

brasier 18. — § 127. 

braaser 366. — § 9, 30, 136. 

br^he 678. — § 16. 

breuvage 865. — § 67. 

bricoUes 684. — § 19. 

bride 547. M.R. — § 14, 40, 70, 132. 

Brillant (Corr.). — § 5. 

briller 33. M. — § 132. 

brisäe 578. — § 15, 21, 60. 

briser 316. M.R. — § 79, 86, 93, 142, 

143. 
Brocalin {Plaid,), — § 165. 
brouetto (brouette) 854. R. — § 31. 
brouiller 906. — § 101. 
brünette 68. — § 103. 
brusler 18, 925. M.R. — § 6, 47, 50, 

52, 53, 56, 59, 91, 111, 118, 119, 

120, 121, 143, 145, 161. 
brutal 134. — § 49, 68, 78, 80, 81. 
bufle 146. — § 2, 9. 
busquer 713. — § 19. 
butin 721. M. — § 125. 
butor 184. M.R. — § 23. 
butte 586a. M.R. — § 150, 168, 169. 

Cabinet 433. — § 16. 

caboche 448. M. — § 5, 16, 17, 101, 

172, 180. 

Cachö, Le— (Corr.), — § 12. 
cacochime 750. — § 104 
caller (les voiles) 560. — § 21. 
dalote 434. — § 16. 
Camille {Ducd'088,), — § 80. 
campagne 710. M. — § 60, 69. 
camper 711. — § 63. 
camus 248. — § 19, 61, 148. 
cane 203. — § 148. 
capitaine 1067. — § 120. 
captif 731, 1074. — § 9, 47, 49, 50, 
h, 111, 120, 123, 140, 143. 



captiver 730. M. — § 5, 47, 49, 70, 

89, 00, 94, 108, 110, 113. 
captivite 729, 1073. — § 16, 118, 

125. 
caquet 201, 968. M.R. -- § 3, 14, 16, 

19, 54, 122, 144, 157, 158, 170, 

172 180. 
caqueter 202, 969. — § 19, 120, 121, 

122, 146. 
caresser 345, 1004. M. -- § 57, 61, 

120. 
carogne 961. — § 123. 
carrelure 551. — § 22. 
cassade 600. — § 21. 
casser 314. R. — § 20, 32. 
Geladen 878. — § 86. 
Celeste 804. M. ~ § 106, 108, 110. 
cendre 23, 926. M. — § 30, 50, 56, 

65, 66, 106, 122, 127. 
cervelle 229. — § 9, 16. 
chai9ne 505. M.R. — § 47, 55, 65, 

79, 83. 
chaleur 3. M. — § 9, 16, 25, 49, 90, 

94, 95, 101, 114, 127, 130. 
chaloir 5a. — § 16, 20. 
change 491. — § 79. 
Chanson 632. M. — § 14,54, 72, 170. 
Chansons, La Coinedie de — . — § 47, 

116-123. 
chanter 633. R. — § 79, 112, 146. 
oharbonner 784. — § 17. 
Charge 466. — § 30, 61, 82, 128, 131, 

136, 142, 1?j9. 
charger 467. M.R. — § 4, 15, 38, 52, 

56, 57, 63, 79, 128, 137. 
Charite 888. — § 106. 
charret^e 540. — § 20. 
chasser 568, 1038. M. — § 5, 8, 9, 

11, 16. 50, 53, 54, 61, 70, 79, 87, 

106, 113, 118, 119, 120, 121, 136, 

140, 143, 145. 
chatemite 153, 956; — § 21, 120. 
ohatouiller 844, 1003. M.R. — § 68, 

76, 122. 
chatte 153, 956. M. — § 30, 119. 
chaud 5. M.R. — § 23, 67, 88, 90, 

136, 147. 
chausser 423. M.R. — § 17, 20, 157. 
chaussure 424. — §.68. 
chemin 552. M.R. — § 16, 51, 53, 54, 

61 93 173. 
cheval 139. M.R. — § 17, 61, 172, 

180. 
chevelu 233. — § 109. 



134 



cheveux (prendre aax ~) 

§ U, 7^ 
chbvre 152. — § 22, 150. 
chien 155, 957. M.R. — § 2, 7, 8, 

10, 123, 157. 
chier 279. — $ 17. 
choquer 658. M.B. — § 51, 52, 64, 

88, 143, 155. 
chretien 811. M. — § 131. 
ciel 48. — § 63, 77, 108. 
Circo 890. — a 160. 
Ciabaut {ProvX — fi 23. 
clair 42, 934. M.R. — § 7, 17. 49, 

76, 91, 94, 96, 120, 127, 182, 142, 

146, 148, 155. 
clairette 48. — § 159. 
Clarimand (B). — 9 59—61, 73. 
Ciariste {ÄUeon). — § 85, 94. 
clartä 45,985. M.B. — § 31 (clartaä), 

118, 144, 146. 
Clorette {Corr.) — § 2, 7. 
Clorinde (Com). — § 36, 40. 
Clorinde (Ä). — § 70, 71, 73. 
Clorise (Fä.) - fi H4. 
Clytie (R) — § 71—73. 
cochon 151. — § 21. 
coeur 257, 981. — § 4, 5, 6, 7, 14, 

16, 17, 40, 49, 53, 70, 80, 86, 102, 

110, 111, 120, 147. 
coiffer 415. M. — § 19, 146, 148, 

154, 159, 168, 169, 179. 
oollier 414. — § 148. 
colombelle 967. — § 120. 
combat 696, 1066. M.ß. — § 42, 59, 

63, 72, 78, 120. 
combattre 695, 1065. M. — § 6, 61, 

70, 118, 119, 131, 136, 149. 
comble 78. M.B. — § 44,49,91,140. 
combler 79. M.E. — § 47, 53, 87, 

101, 109, 126, 134, 135, 186, 148. 
oomödie 623. M.R. — § 76, 88, 114, 

125, 168. 
Comedie, La — des Comedies (Du 

Peschier). — § 34-45, 46, 176. 
commerce 479. -^ § 80, 160. 
compas (aller par—) 1047. — $120. 
composte 388. M. — § 21. 
compte 486. M. — § 14, 38, 39, 40, 

76, 106, 111, 113. 
conqueste 685. 1057. M.R. — § 76, 

78, 120, 137, 171. 
conseillere 843. — § 132. 
consommer 352. — § 5, 8, 54, 91, 

108, 128, 134. 



Constance (&). — § 185, 138. 
consumer 353, 1006. — § 49, 76, 118, 

119, 128. 
contagion 749. — § 60. 
conte 487. — § 6, 79. 
contester 691. — § 69. 
contremine 681. — § 19. 
contrescarpe 674 — § 16. 
coq 200. R. — § 14. 
coral 106. — § 101,105,107,111,145. 
Corinne {Plaid.). — Q 155. 

Corrivaux,Le8— (Troterel).— §1-12, 

46, 176. 
cofiser 322. — 6 17. 
coucher ffro« 596. — § 60. 
coucher de son reste 597. — § 149. 
coudre 311. M.R. — § 17, 112. 
couler 94. M. E. ~ § 57, 79, 91, 112, 

125, 168. 
couleur 64. M. — § 38, 61, 72, 79, 

125, 145. 
coup 650, 1050. — § 8, 49, 50, 59, 

78, 79, 83, 92, 93, 94, 101, 111, 

118, 119, 126, 131, 136, 140 143, 

154, 159, 160. 
coup d'estat 841. M. — § 38, 39. 
couper 319. — § 94. 
courir 287, 990. — § 14. 40, 43, 81, 

100, 122, 128, 154, 157. 
couronner 868, 1105. M. R. — § 38, 

118, 135, 154. 
courri^re 993. — § 118. 
cours 288. — § 43, 61, 81, 101, 125, 

127, 136, 140. 
course 289. — § 78, 79, 100. 
court 903. M. — § 57, 61, 146, 157. 
couster 484, 1023. — § 30, 70, 79, 

108, 119, 128, 131, 132, 136, 140. 
couv6e 197. — § 17. 
cracher 278. M. — § 16,32,163,172, 

173. 
cramoisy 65. — § 146. 
crapaut 20a — § 17, 21. 
crayonner 640. — § 49. 
creux 904. — § 150. 
crever 755, 1077. M.R. — § 4, 6, 16, 

93, 101, 111, 119, 146, 170, 172,180. 
crier 276. — § 22, 127. 
crime 838. — § 64. 
Crisöre {V.d.S.). — § 54. 
cristal 102. B. — § 109. 
croc 456, 1020. — § 21, 123. 



135 



croix (tenir k k -) 856. — § 72. 
croupi^res (tailler des — ) 7o7. — 

§ 17. 
oroupion 181. — § 6. 
croupir 90. — § 15. 
cuire 376, 1009a. M.R. — § 6, 8, 17, 

22, 23, 118, 136, 168, 178, 179. 
oaisinier 377. — § 41. 
cul 265. — § 24, 76, 148. 
cuver 367. — § 150. 
CypriB 884. — § 88. 



Danser 619. — § 3, 14, 21, 148. 
dard 670, 1056. — § 76, 118, 119, 

120. 
dauber 372. M.R. — § 21, 170, 171. 
debagonler 280. — § 22. 
d^batiser 426. — § 61. 
dtehainer 507. M.R. — § 103, 131. 
decharger 469. M. — § 30, 114, 136, 

148. 
dechasser 568a. — § 3. 
dSchiffrer 788. — § 130. 
dechirer 313. M.R. — § 21, 79. 
deesse 801, 1085a. — § 49, 76, 108, 

120. 
degager 504. — § 128. 
degouster 357. M.R. — § 20, 49, 93, 

163. 
dSgoiser 401. M.R. -- § 7, 53, 68, 

79, 93, 111, 145, 146, 156, 160. 
d6itä 1086. — §119. 
delQge 900. M.R. — § 16. 
demancher 446. — § 162. 
demon 806. — § 7, 16, 49, 52, 62, 

68, 76, 88, 132, 140, 158. 
d6monter 545. M.R. — § 136. 
deniaiser 195. — § 9. 
deiit249. M.R. — § 10, 14, 17, 164, 

170, 181. 
depestrer 575. -- § 16, 19. 
deployer 409. M.R. — § 15. 
desarmer 658. M.R. — § 101. 
descoadre 312. — § 79« 
desgainer 665. — § 159. 
despens 485. — § 50, 76, 79, 128, 

131, 132, 133, 135. 
dessal^ 383. M.R. — § 22. 
d^taler 496. — § 16, 166. 
d^tour 554. — § 88, 112, 125, 159. 
d6troasser 420a, 1042. — § 121, 151. 
devider 527. — g 22. 



devorer 164. M.R. — § 50, 108, 110, 

163, 170. 
diable 808. M.R. — § 4, l1, 21, 24, 

146, 148, 158 
dicter 798. — § 131. 
dieu 800, 1085. — § 49, HO, 118. 
dire 274. — § 3, 4f 49, 61, 63, 70, 

148. 
divin 803, 1087. M. R. — § 3, 25, 39, 

47, 49, 57, 59, 65, 72, 76. 87, 90, 

106, 108, 110, 113, 118, 119, 12&, 

122, 123, 125, 130, 168, 178, 179, 

183 
divinitä 802. M. — § 76, 126. 
Docteur, Le - (Com.). -- § 17, 35, 

38, 45. 
Dom Guichot 881. — § 77. 
dominer 875. — § 5, 61, 76. 
dompter 166. M.R. — § 52, 70, 101, 

110, 111, 118. 
dompteur 167. -- § 108. 
dor^ 110, 949. — § 105, 119, 157. 
Dorette (Plaid.). — § 168. 
Dorimene {V.d.S.). — § 48, 52. 
Doripe (V.d.S.). — § 54. 
dormir 283. M. — § 38. 
dos 258. M. R. — § 17, 109, 172, 173, 

181. 
draper 408. — § 14. 
Duo d'Ossonne {Due SOss), — § 76, 

176. 
Dupr6, La — (U.). — § 69. 

Ean 92. M. — § 9, 168, 169, 178. 
ebene 131. — § 105. 
ebranler 336. — § 56, 78, 143. 
^carmouche 698. — § 63. 
ecervelä 230. — § 148. 
öchapper 576. — § 68. 
Ä5harpe 781. — § 149. 
öchauffer4. M.R. — § 3, 11, 16, 18, 

38, 49, 59, 65, 79, 86, 160, 178. 
^chauffour^ 605. — § 28, 146. 
echo 77. M. — § 125. 
^lair 59. -~ § 108. 
äclairer 41. M.R. — 8 68. 
äelat 29, 929. — § 47, 49, 54, 61, 

79, 87, 90, 121, 140, 146, 147, 15^ 

160. 
öclater 30, 930. — § 16, 50, 66, 119, 

145, 154. 
^lore 129b. M.R. — § 60. 
ecorce 116. — g 10. 



136 



Äorcher 741. M.B. — § 16, 61. 

^corcheur 740. — § 22. 

^rire 783. — § 22, 54. 

ecumer 141. — § 6. 

6difice 429. — § 131. 

effacer 325. M.E. — § 39, 44, 54, 57, 

62, 72, 76, 80, 90, 91, 109, 110, 125, 

126, 128, 135.' 
eflocher 324. — § 103. 
ögarer 296. — § 127, 130, 133, 144. 
ölancer 673. — § 72, 102, 111. 
element 98. -§ 70. 
ämail 1049. — § 118. 
ämailler 1048. — § 120. 
embasmer 780. — § 77. 
embrasser 348. M.B. — § 51, 102, 

109, 160. 
embrazement 12. — § 65. 
embrazer 11. — § 7, 110. 
embrouiller 905. — § 112. 
embasche 712. M. — § 79, 83, 168. 
Emilie (Ducä'Osa.). — § 78. 
emmaillotter 331. — § 104. 



94, 118, 
34, 136, 



§ 125. 
\ 160. 



emperi^re 861. 
empester 747a. — § 60. 
empire 860, 1103. M.B. — 

119, 120, 126, 131, 132, 

146, 168. 
emplastre 779. — § 22. 
empoisonner 769. M.B. ~ 
empoisonneor 768. M. — 
empörter 608. M. — § 17. 
empoallä 907. — | 104. 
empraint 521. — § 60. 
empmnter 501, 1026. — § 56, 67, 

118, 142. 
encens 823. M.B. — § 111. 
encenser 822. M. — § 38. 
enchainer 506, 1029. M. B. 

38, 69, 118, 121. 
enchantement 835. — 
^chanter 836, 1096. 

114, 118. 
enchbre 481. — § 14. 
enciclopedie 795. — § 17. 
encourtiner 438. — § 103. 
endiable 807. B. — § 8, 32 (en- 

diablados). 
Qndormir 282, 986. M.B. — § 8, 72, 

78, 79, 81, 83, 88, 120, 125, 168. 
eni'ant 213, 970. B. — § 49, 106, 

120. 
enfanter 221. — § 66, 103, 161, 172, 

173. 



30, 



160. 

— §78,107, 



enfer 809. M.B. — § 50, 63,65,158, 

168, 183. 
enfiler 530. B. — § 6, 10, 21, 88. 
enflamer 17, 924. M. B. — § 81 Im- 

flamao), 47, 52, 66, 63, 65, 69,^86, 

91, 94, 108, 113, 120, 123, 126, 156. 
enfler 339. M. — § 103,131,168,169. 
enfumä 21. — § 3. 
engager 503, 1028. — § 49, 61, 63, 

76, 81, 113, 122, 125, 128, 145. 
engendrer 972. M.B. — § 120. 
engin 517. — § 6. 
engraver 520. — § 128. 
enluminer 38. — § 127, 150. 
ensevelir 828. M.B. — § 64, 92,132. 
ensorceler 834, 1095. — § 114, 122. 
enterrer 1080. M. — § 120. 
entonner 452. — § 3, 12, 104» 
entrailles 261 B. — § 16. 
entrainer 328. — § 61, 70. 
envvrer 364. B. — § 108. 
äplucher 323. — § 130. 
6pouster 299. — § 16, 30. 
^uiser 308. — § 109. 
£&a8te (Ä). — § 125, 126, 138. 
Ergaate (Ä). — § 129-131, 136, 

138. 
Ergaa'te {Plaid.). — § 154. 
Eroxene (Ä). — § 134, 135, 138. 
esbaacher 641. B. — § 160. 
esblouir 242. M. — § 78, 127, 140, 

144, 145, 14a 
eschange 490. — § 53. 
esclaircir 40. — § 14, 49, 61, 76, 79, 

106, 113, 126, 127, 137, 140, 142, 

143, 145, 148. 
eflclaircissement 44. — § 76,125,126. 
esclavage 728. — § 91. 
esclave 727. M. — § 61, 65. 
escole 1084. M.B. — § 121. 
escorcheur 740. — § 22. 
escrime 644. — § 130. 
escrimer 645. — § 21, 130. 
escrimeur 643. — § 30. 
esgoiser 320. M. B. — § 16. 
espagnol 1117. — § 119. 
espine 118. M. — § 125, 147, 172. 
essein 210. — § 60, 106. 
estendard 1063. — § 119, 120. 
esteuf (adresser Y—) 613. — § 22. 
estincelle 36. — § 106. 
estinceller 37. — § 127. 
estoc 114, 647. M. — § 67, 157, m 

178. 



137 



estocade 646. — § 6. 

estoffe 407. M.R. — § 14. 

estouffer 765. M.R. — § 16, 63, 72, 

76, 133, 143. 
estreindre 1000. — § 120. 
estroit 908. M. — § 22. 
estropier 754. M.R. — § 30. 
esventei- 680. M. — § 16, 67, 78, 86, 

131, 133, 146, 168. 
^tablir 427. M.R. — § 61. 
ötaler 495. M.R. — § 70, 109, 131, 

168. 
äteindre 24, 927. M.R. — § 78, 79, 

120, 127, 136, 145, 147. 
6triller 140. M. — § 6, 11, 16. 19, 

30, 148, 172. 
expirer 756. — § 59. 



fable 797. M. — § 136. 

Fabrice (Ducd'Oss.). — § 83. 

face 236. M.R. — 6 39. 

fede 882, 1010. M.R. — §69,70,123. 

&gotter 332. M.R. — § 68. 

foillite 475. — § 147. 

faiste 481. — § 101. 

faix 465. — § 41. 

Palandre {Plaid,). — § 164. 

faquin 654. — § 76, 130, 151. 

Parces Tabariniques. — 8 1, 27-33, 

46, 176. 
farcir 393, 1012. R. — § 61, 123. 
fard 417, 1015. M.R. — § 38,52, 120, 

128, 144, 170. 
fardeau 470. M.R. — § 54, 83, 87. 
farfadet 76. — § 68. 
farine 389. — § 17. 
fasciner 510. — § 145. 
faubourg 548. — § 4. 
faux-bond 292 — § 14. 
föcond 533. M.R. — § 61,78,81,109. 

111, 136. 
fendre 338. M.R. — § 8, 32. 
ferlll. M.R. — §38, 151, 170, 171. 
fers 848, 1100. M.R. — § 47, 49, 50, 

53, 61, 118, 120, 125, 133, 143. 
ferrer 614. — § 19. 
fertile 584. M. — § 49,131,148,170. 
feslö 909. M. — § 146. 
feste 617. — § 8, 22. 
fetu 120. — §21. 
fen 6,921. M.R. -- § 0.11,31 (foco), 

32, 47, 49, f.O, 52, 53, 50, 59, 62, 

63, 65, 68, 69, 70, 72, 76, 77, 78, 

Anag. n. Abh. (B. Begenhardt)» 



79, 91, 92, 94, 108, 111, 118, 119, 
120, 122, 123, 125, 126, 127, 130, 
134, 140, 145, 146, 147, 150, 154, 
155, 156, 160, 161, 169, 170, 179. 

ficher 1001. — § 119. 

fiel 263. — § 63, 69, 166. 

Fierabras 879. — § 32, 146. 

Fierabras (Prov,). — § 13,16,25,26, 
101, 175. 

fifevre 746. — § 31, 57. 

fil 528. M.R. — § 88, 112, 170. 

filer 529. M.R. — § 146, 172, 173. 

filet 573. M.R. — § 16, 70, 72, 128, 
170. 

Pilidan (Vis.). — § 107. 108. 

Filipin (Plaid.). — § 158, 159. 

fille 214. — § 103. 

Filous, L'Intrigue des — (Lestoilld). 
— § 1, 139-152, 174, 176. 

flambeau 14, 922. M. R. — § 47, 62, 
65, 105. 113, 118, 119, 123, 125, 
147, 168, 178, 

flame 16, 923. M.R. — § 16, 25, 31 
(fiamma), 32, 47, .49, 50, 52, 53, 
56, 59, 62, 69, 72, 76. 77, 78, 79, 
88, 90, 93, 94, 95, 101, 106, 108, 
HO, 111, 113, 118. 119, 120, 121, 
122, 123, 125, 126, 127, 130, 140, 
143, 145. 

Flavie (Ducd'Oss.). — § 79. 

fleau 851. M. — § 16, 101, 175. 

flfeche 662. — 8 148. 

flechir 330, 997. — § 108, 109, HO, 
113. 118, 154. 

flestrir 129. R. — § 40. 

fleur 126, 951. M.R. — § 39, 44, 45, 
49, 50, 110, 120, 146. 

fleurette 127. M. — § 156. 

Florette (Corr.). — § 2, 9. 

Floriane (Älizon). — § 85, 95. 

Florice (V.d.8.). — § 48, 53. 

Florinde (Prov.). — § 13, 19. 

Florinde (Fil). — § 143. 

florissant 128. M.R. — § 44. 

flotte 96. — § 111. 

flouquifere 910. — § 22. 

Aus de bouche 751. — § 72 

flustes (accorder les — ) 631. — § 14. 

flux 97. — § 68, 70. 

fondre 911. — § 21, 144. 

forger 513. M.R. — § 22, 104, 11^ 
160, 168, 170. 

fort 676. M. — § 12:». 

fortifier 677. M.R. — § 42. 

9* 



188 



foudre 57. M.R. — § 38,66,100,110. 
foudroyer 58. M. — § 16, 61. 
fouiller 298. — § 156. 
fonrrer 422, 1017. M. — § 15, 21, 

61, 82, 88, 120, 149. 
fragile 912. M. — § 8, 91. 
Francisquine (F. Tab). — § 28, 33. 
fraper 657. — § 149. 
frapper au but 585. — § 22. 
fredon 1044. — § 121. 
frein 546. MR. - | 16, 19, 160, 168. 
frelempier 827. — § 22. 
frfere 217. — § 4. 
freesure 262. - § 17. 
friand 380. — § 32, 106, 148. 
fricasser 1013. M. — § 122. 
friquette 190. — § 32. 
Pntelin (F. Tab.), - § 28. 
froid 26, 928. M.B. - § 47, 53, 56, 

59, 70, 72, 86, 91, 93, 106, 122. 127. 
froideur 25. MR. — § 38, 53,63,90, 

106, 135. 
front 235. M.R. — § 70. 
frontiapice 430. R. — § 3. 
frotter 301. M.R. - § 4, 6, 8, 23, 

30, 68, 148, 149. 
fruit 125, 950. M.R. — § 50, 52, 54, 

57, 63, 69, 72, 76, 83. HO, 118, 

120, 125, 126, 133, 136, 136, 147, 

164. 
fum^ 20 M. — § 16, 78, 96. 
fumeux 22. — § 106. 
fureter 579. M.R. — § 16. 



Oalanteries, Les — du Duc d^Ossonne. 

(Mairet.) — § 74-84. 
galer 341. — § 148. 
galop 290. — § 160 
galopper 290a. — § 106. 
game 635. M. — § 16, 60. 
GauUard (Corr.), — § 4. 
geiner 852. M. — § 57, 69, 70, 168, 

170, 183. 
geler 28. — § 22. 
g6ne 853. M. — § 51, 137. 
Geronte (Ä). — § 137, 138. 
gibier 157. M.R. - § 160, 172, 173, 

180. 
güe (faire — ) 624. — § 12, 14, 65. 
glace 100. M.R. -- § 6. 70, 90, 147, 

168, 178. 



145. 



62, 76; 
172. 



glacer 101. R. — § 65. 

glisser 337. M.R. — § 42, 94, 

Gonin 882. — | 146. 

gorore 252. — § 106. 

gouffre 81. M.R. — § 131, 157, 168, 

goulot 454. — § 21. 

goust 356, 1008. M.R. — § 40, 43, 

69, 76, 78, 119. 
gouster 355, 1007. M.R. — § 39, 61, 

65, 76, S6, 87, 90, 93, 110, 120, 

121 125. 
gouverner'876.'R. — § 43, ^" "^ 
gras 390. — § 18. 
gratter 342. R. — § 19, 21, 
graver 520. M. — § 66. 
grec 794 — § 148. 
gröle 52. — § 30, 32, 147. 
grenier 538. — § 21. 
grez 946. — § 122. 
griffe 182. — § 16, 24. 
griller 375. — § 6. 

gringotö ramage 188. — § 3. 
riselin (Com.), — § 44, 45. 
grue 186. R. — § 20, 68, 80, 151. 
guerir 774, 1083. M R. — § 38, 51 

53, 54, 55, 63, 109, 113, 118, 125, 

133, 136, 145. 
guerison 773, 1082. M. — § 11, 69, 

78, 88, 118, 143, 168. 
guerre 692, lOGO. M.R. — § 15, 38. 

39, 50, 94, 109, 119, 133. 
gueule 135. — § 3, 21, 30, 172. 
Guillaunie {V.d.S). — § 57. 
guiae 402. — § 38. 



Haieine 270. M. — § 106, 112. 

hallemerde 667. — § 3. 

haper le tallis 577. — § 148. 

harmonieux 629. — § 33. 

Heßperie {Vis,). — § 111. 

hibou 185. R. — § 88. 

hieroglyphe 786. — § 106. 

Hilard (Com). — § 2, 11. 

hiver 74 — § 8. 

homidde 764. — § 68. 

hommage 870. — § 126. 

Horace (Basile) (Ducd'Oss.). — §81. 

Horace (Ä). — § 137. 

huile 391, 1011. — § 22, 121. 

humer 362. M. — § 163. 

hure 163. — § 61. 

Hydasi^ (Com.). — § 42, 45» 



139 



Idolastre 830. M.. — § 50, 90. 
idolastrer 831, 1094. M. — § 61, 111, 

118. 
idole 829, 1093. M.B. — § 114, 119. 
imagre 637. — § 6, 108, 110,113,140. 
immoler 821. M.R. — § 10, 126, 131, 

168, 178. 
immonde 86. — § 136. 
immortel761 — § 9, 42, 49, 65, 88, 

96, 106, 110. 
itnpression 523. — § 17. 
imprimer 522. M. — § 60, 171. 
incendio 7. — § 31. 
indomptable 165. — § 49. 
indompt^ 165. — § 110, 148. 
infertile 535. — § 72, 128. 
infus 913. — § 68. 
iigure 839. — § 77. 
insensible 284. ^ § 70. 
interdire 858. — § 76, 86, 126, 133, 

135, 154. 
interest 477. M. — § 135. 
interpreter 791. —- § 128. 
invincible 715. M. — § 9, 55, 168, 

178. 
Isabelle (F. Tab.). — § 28, 33. 
Isabelle {Plaid.), — § 161. 
Ixion 1114. — § 118. 



JTaune 66. — § 22. 
Jeanne (Chans.), — § 123. 
Jeremie (AUeon). — § 85, 88, 101, 

175. 
jeter 671. M. — § 14. 
leu 587. M.R. - § 3, 17, 22, 61, 63, 

68, 72, 76, 78, 82, 159, 170. 
jeu (couvrir le — ) 593. - § 72. 
Jodelet (Cham.). — § 117, 119. 
jouer 588. — § 76, 159. 
louer au fin 1043. — § 118. 
louer h quitte ou double 595. — 

§ 17. 
jouer au Roy däpoüille 611. — 

§148. 
jouer du reste 598. — § 87. 
jouer sur nouveaux frais 599. — 

§ 17. 
jouöt 615. R. - § 128. 
joug 723. M.R. ~ § 47, 54, 125, 128, 

131, 140, 141, 166. 
jour 940. — § 118i 
joyau 472. R. — § 16. 



jubö (venir k -) 816. — § 146. 
juge 845. — § 126. 
jumelle 971. — § 119. 

Marolu {Alieon). — § 85, 87. 

liacs (tendre des — ) 571. — § H, 

136. 
lance 663. — § 15. 

lancer 672. M. - § 101, HO. 148, 

168. 
»•^ge 2j78, 934. M. - § 118, 155, 

lardä'392. M.R. — § 23. 

Latin 798. M.R. — § U6, 172, I73. 

'*ToA^^'. ^^' "-^ - 8 *2, 61, 80, 
120, 171. 

le^on 799. — § 60, 72. 

Lelie (Ä). — § 125, 138. 

lepre 748. — § 60. 

lessive 304. — § 15, 19. 

leväe de boucliers 693. — 8 19 

lice 156. — § 3. * ' 

lict 1019. — § 120. 

Lidias {Prov.). — § 13, 14, 26. 

lien 508. M.R. — § 9, 16, 25,50.52. 

54, 110, 125, 126,128, 135, 145. 
lier 509, 1031. M.R. — fi 47. 49 68 

?!A\^n''''''2^'^^*'Ä6: 

x4U, lOU. 

lievre 159. — § 15. 

limiter 556. -- § 49. 

lire 789. M. R. — § 52, 61, Q6, 72. 

86, 94, 154. 155, 168. 
lis 130, 953. M. — § 57,60, 106, 118, 

120. 123, 168, 179. 
Lisa {Plaid.). — § 162. 
Lisete {V.d.S.). — § 56. 
livre 463. — § 16. 
loctonner 410. — § 2, 8. 
loup 161. M.R. — § 4, 93, 150, 168. 
loyer 500. — § 50. 
Lucas (F. Tab.) — § 28, 32 
Lucidor (Fil). — § 140. 
luire 931. — § 120. 
luminaire 39. — § 147. 
lustre 32. — § 16, 113. 
Lydie (Ä). — § 136, 138. 
lyon 162. MR. — § 142, 148. 
Lysandre {Vis.). — § 114. 
Lyzante {B.). — $ 64, 65, 



140 



lllac6e (Prov,). — § 13, 18. 
machine 516. M.B. — § 103, 171, 

173. 
maigre 267. M.B. — § 8. 
main 255. M.R. ^ § 83, 93, 169, 166. 
maistresse 219. M. — § 17. 
maistriser 1110. -• § 118. 
malade 748. M.R. — § 146. 
maladie 1076. M. — § 123. 
man^er 351. — § 14, 22, 148. 
manie 745. — § 159. 
manoir 428. - § 104. 
manteau 405. M. — § 104, 170, 171. 
maquereaa 205. — § 21. 
marchander 494. — § 63. 
marchä 493. M.R. — § 30, 32, 72, 

170. 
marque 498. - § 80, HO, 
marquer 497. — § 94, 131. 
Mars 885, Uli. — § 16, 25, 72, 88, 

100, 106, 113, 123, 175. 
martire 810, 1089. M.R. — § 47, 50, 

52, 53, 62, 76, 87, 92, 108, 111, 

118, 119, 134, 144, 146, 168, 178. 
mascher 359. M.R. — § 100. 
masque 403. M.R. — § 8, 19, 88, 

146, 168, 169. 
mätin 154. R. - § 146. 
Matthieu {Chans.). - § 121. 
mbche 682. M.R. — § 146, 157. 
medecine 775. M.R. — §22,146,169. 
Melisse (Vis.). — § HO. 
Melpomene 887. — § 106. 
märe 212. — § 94. 
merc 498. - § 7. 
Mersant (Corr.). — § 10. 
mestier 478. M.R. - § 9, 38, 39, 57, 

131, 172. 
mesurer 457. M. - § 30, 76, 78, 157. 
mets 398. — § 126. 
meuble 439. M.R. — § 131. 
nieur 122. M.R. — § 90, 114, 161. 
meurir 123. - § 155. 
Midan {Plaid.). - § 161. 
mirer 441. — § 72. 
mirmidon 894. — § 16, 66, 175. 
miroir 440. M.R. - § 32, 69, 168. 
Molive {Corr.). — § 2, 8. 
monarque 863. -— § 126. 
monnoye 473. M. — § 3, 21, 33, 38. 
monstre 833. M.R. — § 61, 78, 136, 

143, 144, 146, 168. 
morceau 396, 1014. M.R. - § 80, 

112, 120, 172, 173. 



uiorire 171, 958. M. — § 82,88,122, 

131. 
mort 1079. — § 119. 
mortel 758. - § 68. 
mouche 209. M.R. — § 147, 158, 

16), 168, 169. 
moule 445. — § 87, 149. 
mourir 757, 1078. M.R. — :$ 8, 15, 

22, 52, 53, 59, 70, 76, 90, 102, 108, 

111, 118, 119, 120, 128, 136, 143, 
145, 146, 156, 165. 

muet 271. — § 127. 
muguet 129c. M. — § 8, 9, 54. 
mulle 144. — § 3. 
museaa 136. -- § 3, 23. 
Musique (Prov.) — § 25. 

üTaissaace 224. — § 50, 61. 
naistre 222, 973. — § 38, 49, 50, 62, 
63, 65, 76, 79, 83, 87, 91, 108, 109, 

112, 120, 122, 125. 135, 157, 159, 
160. 

naufrage 568. M.R. — 8 38, 39, 43, 

65, 68, 141. 
nectar 1113. — § 120. 
neige 99. — § 39. 
net (mettre an — ) 785. — § 15. 
nez 245. M.R. — § 18, 63, 150, 170, 

172, 181. 
niais 194. M.R. — § 3, 16, 21, 61, 

96, 146, 157, 165, 170. 172, 180. 
Nicette (Plaid.). — § 157. 
niche 192. — § 166. 
nid 193. — § 2, 9, 18. 
noeud 511. 1030. M. R. — 8 59, 78, 

120, 126, 131, 135, 141. 
noir 69. M.R. — § 19, 38, 95, 131, 

136, 140, 145. 
nopce 616. -- § 14ö. 
nourrice 220. — § 113. 
nourrir 349. M.R. — § 38, 76, 79. 
notte (changer de —) 636. — § 4, 14. 
noyer 760. M.R. — § 52. 
nuage 50. M. — § 38, 172, 173. 
nu 268. M.R. — § 38, 40, 53, 76,91, 

140. 
nuict 71, 939. — § 62, 118, 125,133, 

145.* 
nymphe 889,1112. — § 101,106,111, 

118, 119. 

Obscure 63. — § 78. 
Octave (Ducd'Oss.). — § 83. 
odeur 246. — § 79. 



] 



111 



oeil 239, 976. M. — § 31 (oochi), 39, 

Uö, 120, 131, 168, 181. 
Office 842. - § 56, 128, 131, 135. 
offirande 817. — § 19. 
oiseau 962. R. — § 120. 
Olenie {V.d.SX — § 55. 
Olympe (FiL\ — § 141, 142. 
ombrage 62. M.R. — § 79, 134. 
ombre 61. HR. — § 38, 65, 72. 
once 464. — § 16. 
oppugnar 686. — § 31. 
or 109, 948. B. — § 16, 20, 38, 42, 

43, 45, 61, 106, 109, 118, 145, 146. 
oraole 898. — § 60. 
orage 54. M.B. — § 68, 68, 140. 
ordnre 88. M. — § 38. 
oreille 250, 979. M. — § 118, 159, 

168, 169, 181. 
Orgye (Ä). — § 132, 138. 
Ormin (F.d.Ä). — § 57. 
ornement 413. — § 54, 64, 102. 
ourdir 526. M. — § 137. 
outrepercer 738. — § 108. 
oyson 204. M.R. — § 18, 158, 160, 

172, 173, 180. 



Paille 121. - § 16. 

pain benit 824. — § 163. 

paiatre. — § 10. 

Paladin (Com.), — § 39, 45, 175. 

panneau 572. M.R. — | 146, 165. 

Pantalon (Com.) — § ^, 43, 45. 

paralytiqne 753. — § 104. 

parement 412. — § 22. 

parer 649. M.R. — § 61, 125, 126. 

parlementer 1062. — § 120. 

parier 275, 985. M. — § 49, 53, f»6, 

61, 63, 68, 109, 118, 119, 127, 134. 
Parque 891. — § 65. 
partie 689. — § 145, 150. 
partie (dresser quelqae — ) 604. — 

§ 62. 
partie (feire nouvelle — ) 592. — 

§17. 
partie (quitter la — ) 590. M. — 

§ 22, 76, 88, 155, 168. 
partie (remettre la — ) 591. — §68, 

82, 88. 
pas 293, 992. M. — § 80, 118, 120, 

125, 170, 171, 172, 173. 
passereau 965. — § 120. 
patte 137. M.R. — § 15, 16, 172, 

173, 180. 



p&ture 587. — § 160. 

Paulin (Ducd'Oss.). — § 81. 

paver 550. — § 22. 

payement 489. - § 136. 

payer 488. — § 30, 40, 50, 54, 57,; 

61, 69, 72, 76, 78, 80, 88, 126, 

136, 160. 
pecore 145. M.R. — § 12, 17, 172. 
peindre 642, 1046. M.R. — § 16, 50, 

52, 61, 69, 118, 144, 149, 168, 170. 
pendant 411. — § 3. 

Penelope 892. - § 86. 

percer 738. R. — § 31 (transpercao), 

53, 131. 

pfere 211. — § 44, 94, 132. 
perle 107. - § 15, 21. 
perroquet 191. — § 9, 19. 
permque 1016. — § 119. 
personnage 625. M.R. — § 22, 38, 

44, 45, 101, 125, 131, 159, 163, 164. 
pescher 564. — § 16, 72. 
peser 462. M.R. — § 114, 170, 171. 
peste 747. M.R. — § 65, 172, 173. 
Phalante (Via.). — § 109. 
Phantome 832. — § 38, 76. 
ph^nique 896. -^ § 6. 
Philandre (Com.). — § 41. 
Philemon (F.d.Ä). — § 51. 
Philippin (Prot?.). — § 21, 22, 26. 
Phoenix 897. — § 16, 32, 78, 80, 92. 
picquotter 737. — § 154. 
pied 264. M.R. — § 19,112,170,172 

173, 181. 
pied (Mass) 459. - § 146. 
piege 570. M.R. — § 78, 94, 111, 

158, 160, 161, 164, 170. 
pigeon 198. R. — § 69, 172, 173. 
pigmäe 895. — § 16. 
pincer 340. — § 68. 
pip^e (prendre & la —) 581. — 

ß 21 88. 
Piphagne (F. Tab.). — § 28, 31. 
piquer 736. M.R. — § 6, 60, 60, 70, 

76, 78, 79, 80, 106, 108. 160. 
pique noire 601. - § 14. 
Plaideuse, La belle — (Bois-Robert). 

- § 153-166, 176. 
planter 532, 1034. M.R. - § 14, 16, 

19, 21, 56, 76, 106, 123, 168, 172. 
playe 734. M. — § 8, 108, 145. 
pleurs 977. — § 122 
pleuvoir 51. M. — § 23, 76, 79,170. 
plonger 306. M.R. — § 7, 4:^ 94, 

111, 150, 168, 170. 



na 



plume 173. M. — § 23, 24. 
plumer 174. R. — § 15. 
pocher 395. — § 148, 157. 
poerco 150. — § 32. 
poignard 668. M. — § 111. 
poil 234. — § 165. 
poindre 739. — § 6, 7, 8, 9. 
pointe (poursuivre la — ) 700. — 

§ 14. 
pointe (pousser la — ) 701. — § 76. 
poire d^angoisse 124. — § 15. 
poison 767. M.R. — § 65, 106, 141. 

Foli 519. — § 50, 51, 61, 65, 160. 
oliandre (Älizon). ■— § 85, 90. 
Polidor (Kd.Ä). — § 48, 49. 
pondre 196. — § 146. 
pont au Ghange 549. — § 148. 
porte 433, 1018. M. R. — § 53, 87, 

118, 168, 169. 
portee 586. — § 159. 
Portrait 638. M.R. — § 51, 126, 128, 

148. 
postillon 541. — § 103. 
pot 450. — § 17. 
poteau 436. — § 21. 
poudre (mettre k — ) 914, 996. M.R. 

— § 119, 159, 168, 169. 
poulet 199. M.R. — § 142, 170, 171. 
poupe 559. — § 24. 
poupine 444. — § 148. 
pourceau 150. (M.) ~ § 2, 9, 140, 

172, 180. 
pourehasser 567. — § 101. 
pouri 89. — § 72. 
pourmener 295. MR. — § 3, 168, 

169. 
poursuite 708. — § 125. 
pourtraire 639. — § 108. 
pourtraiture 1045. — § 119. 
pous (taster le —) 782. — § 78, 159, 

160. 
pousser 334, 1002. — § 9, 16, 23, 

53. 76, 82, 120, 159. 
precipice 82, 943. M.R. •— §113,121, 

125. 
precipiter 83. M.R. — § 108. 
prescher 813, 1090. — § 6, 7, 79, 

123, 132. 




prester 502, 1027. ~ § 9, 12, 14, 38, 

40, 61, 78, 118, 120, 142, 149, 166. 
Pr6vo8t (Prov.). — § 13, 15, 26. 
prince 869. M. — § 69, 168, 169. 
printemps 942. — § 118, 120. 
prises (venir aux — ) 1064. M. — 

§ 120. 
prison 846, 1099. M. — § 39, 57, 70, 

79, 89, 109, 118, 168, 178, 179,183. 
])risonnier 847. — § 141. 
Prologueur {Corr,). — § 12. 
Proverbes, La ComMie de — (Montluc). 

— § 1, 13-26, 46, 176, 
Provision 397. — § 39. 
proye 722, 1070. M.R. — § 106, 118. 
puiser 307. - § 106, 126. 

Quarrer 329. — § 15, 21. 
queue 138. M.R. — § 17, 151, 170. 
quille 614. — § 24, 148. 
quince et bisque 609. — § 25. 

Racheter 492. R. — § 148. 
radieux 933. — § 118. 
radioso 34a. — § 31. 
Ragonde (Ftl). — § 146, 152. 
RaiUeur, Le — (Mareschal). — 

§ 58-73, 139, 174, 176. 
rassasier 361. R. — § 10. 
rate 169. R. — fi 17. 
ratel^e 539. — § 14. 
rattraper 574. — § 146. 
rayon 35. M.R. - § 113, 126. 
rayonnant 34. — § 110. 
rebeUe 694, 1061. — § 50, 118, 120. 
rebours 915. R. — § 19. 
rebrousser 300. — § 92. 
refleurir 952. — § 118. 
refroidi 27. — § 56, 77. 
regimber 142. R. — § 146. 
regir 877b. — § 72. 
regner 877, 1119. M.R. — § 38, 52, 

76, 119, 136, 143. 
r6gne 877a. — § 11. 
regorger 253. M. — § 148. 
remascher 360. — § 16, 88, 175. 
rembrunir 67. — § 104. 
remede 771, 1081. M.R. — § 21, 31 

(remedio), 33, 38, 50, 51, 54, 56, 

72, 100, 120, 123, 125, 131, 135, 

136, 154. 
remedier 772. — § 9, 114, 125. 
r'emplumer 175. — § 158. 



14S 



renaistre 223. — § 127, 132, 143. 
renard 160. — § 14, 142. 
rencheri 482. — § 25, 86. 
rengainer 66^. M. — § 159. 
renflamer 17a, 924a. — § 78, 118. 
renoüer 512. — § 143. 
rente 1025. R. — § 123. 
renFerser 335. — § 145. 
renvier 594. — § 101. 
repaistre 149. M. ~ § 21. 
respirer 269. M. — § 52,69,168,181. 
ressort 518. M.R. — § 9, 21, 60, 62. 

63, 170, 172. 
reausciter 776. M. - § 143, 170,171. 
retaraitte (sonner la — ) 706. — § 17. 
retrancher 318. M.E. — § 61, 76, 

160, 170. 171. 
rets 1040. - § 120. 
reveiller 987. M.R. — § 120. 
revendre 483a. — § 113. 
reverdir 129a. — § 19. 
reveache 386. -- § 6. 
reyne 866. M.R. - § 61. 68, 91. 
reyne de carte 602. — § 72. 
r'habiller 399. M. — § 156, 170, 171. 
rire 277. M. - § 21, 70, 92, 109, 

140, 148, 159, 168, 181. 
rissol^ 374. - § 86. 
river le clou 515, 1032. - § 17, 21, 

123. 
robe 406. - § 24, 104. 
robin 189. — § 7. 

röche 84, 944. — § 62, 120, 172, 173. 
rocher 84a, 945. M.R. — § 65, 118, 

172, 173. 
Rodomont 880. - § 4, 23. 
Rodomont (F. Tab). — § 28, 31, 32, 

101, 175. 
rolle 627. M.R. - § 19, 88, 125, 126, 

131, 165, 172. 
rompre 315. — § 7, 9, 14, 19, 61, 

78, 80, 90, 125, 140, 143, 160. 
ronde (faire la — ) 704. - § 113. 
rondement 916, 1118. — § 22, 122. 
ronfle (jouer k la — ) 603. — § 24. 
ronger 170. R. — § 9, 10. 
roollet 606. - § 16, 21. 
rose 130a, 954. M. — § 40, 60, 118, 

120, 123, 125, 140, 147, 168, 178. 
roseau 119. — § 106. 
roBÖe 75. - § 131. 
RoseUs (AUzony - § 85. 90, 92. 
rotir 373. — § 6. 
rotier 855. M. - § 67, 151, 172. 



route 553. R. — § 68. 

roy 864, 1104. - § 68, 108, 118,120, 

172, 173. 
royal 865. — § 68, 69, 155. 
royaume 867. R. - § 17, 65, 88. 
Roze, La — (Chans.), — § 117, 120. 
rubis 103, 947. - § 119. 150. 
ruminer 148. M. - § 12, 130, 172. 



»abbath826. - § 17. 
sable 85. R. — § 17. 
sac 455. M.R. - § 22, 145, 172, 173, 

180.- 
sacrifice 819, 1092. M.R. — 8 49. 

111, 120, 171. 
sacrifier 820. M.R. - § 61, 70, 78, 

81, 125, 126, 131, 154. 
sain 770. M.R. — § 19, 38, 39, 45, 

68, 170. 
Saison 78, 941. M. -- § 39. 42, 43, 

45, 49, 77, 78, 122, 127, 146. 
sale 419. M. — § 8, 9. 
sanglant 735. M. — § 70, 83, 136, 

140, 168. 
saoul 358. M.R. — § 6, 7, 20, 30, 

165, 172. 
saculer 358a. — § 145. 
sapper 679. R. - § 105. 
sauter 291. M. — § 7, 18. 
saveur 379. — § 78. 
sec 918. M.R. — § 106. 
sicher 917. — § 2, 8. 
sein 256, 980. M.R. — § 38, 49, 61, 

109, 118, 127, 137. 

semer 531, 1083. M.R. — § 81, 108. 

110, 112, 121, 128, 135, 140. 
sentinelle 703. M.R. — § 60, 160. 
sentir 247. M. ~ § 76, 150, 155, 160, 

loJ. 
sermon 814. — § 132. 
sermonner 813. M. — § 6. 
serpent 207. M.R. - § 54, 142, 170, 

172, 173, 180. 
servage 726, 1072. — § 51, 52, 61, 

92, 118, 119. 
Servitute 724. — § 43, 125. 
Sestiane (Vis.). - § 112. 
Signal 705. — § 63. 
Silinde (Alizon). — § 85, 93. 
SiWie (Chans.). — § 122. 
siringuer 778. — § 30. 
soeur 216. — § 66. 



lU 



Soear, La— (Botrou). - § 124-138, 

176. 
Soldat 714. - § 131. 
Soldat {Älizany - § 96. 
Boleil 46, 936. M.B. - § 38, 50, 76, 

78, 118, 121, 126, 140, 145, 146. 
Bonder 777. M.R. - § 54, 171. 
souple 919. — § 63. 
•ource 93. MR. - § 39, 63, 79, 111, 

125, 131, 136, 168, 178. 
sourcilleuz 238. - § 106. 
sonrd 251. M. - § 61, 182, 160. 
Bon 1021. — § 123. 
soaverain 862. M. - § 126, 135. 
splendenr 31. - § 1 13. 
Btelä 47a. - § 31. 
Stephanille (Ducd'Osß.). — S 82. 
sterile 536. B. - S ^31. 
stratageme 699. M.B. — $ 16, 101, 

175. 
style 796. M.R. - $ 134. 
sucr6 381. M. - S »> 72, 106, 159, 

170. 
supplice 857,1101. M.R. - S ^% ^> 

65, 119, 171. 
surcharger 468. R. - S 87. 



Tabaiin (F. Tab.). — $ 28, 29, 30. 
tableau 639. M.R. - S ^^• 



tacher 418. 



i. M.R. - S 

. M. - S 8, 



9. 



Taillebras (Ä.). - S 66-68, 101, 175. 

tapis 437. M. - S 14, 93, 109. 

tarir 91. - 8 16. 

t&ter 343. M.R. - % 39, 68, 108. 

taupe 960. — S 119. 

teinture 524, - S 72. 

tempeste 55. M.R. — S 65» 81, 131, 

168, 178. 
tempester 50. — S 3. 
tendre 584. - S 144. 
tendron 117. — S 147. 
ienebres 70. - $ 127. 
Tersandre (Fil). - 8 l^^- 
tesmoin 845, 1097. - § 118, 126. 
teste 231. M.R. - 8 16,38,168,181. 
testonner 416. - 8 1^, 148. 
theatre 621. — 8 1^6. 
Thesaurus (Prcw.). - 8 13, 17, 26. 
timbrö 499. - 8 17. 
tirer 583. M. — 8 5ö. 
Tirsis (F.d.Ä). - $ 48,50. 



tison 9. M.B. - % 9, 111, 160, 168, 

178. 
tondre 321. M. — 8 22. 
tonnerre 60. — 8 ^^» 38, 64. 
torrent 95. M.R. — 8 17, 103. 
torture 850. — 8 Hl- 
tourterelle 966. M.R. — 8 120. 
tragedie 622. — 8 33, HO, 132. 
trainer 327. - 8 18, 78, 100. 
trait 669, 1055, M.R. — 8 47, 49, 

53, 61, 63, 65, 67, 70, 72, 76, 88, 

106, 108, 111, 118, 119, 122, 125, 

126, 128, 131, 133, 136, 146. 
traitte 480. - % b9. 
trame 525. M. - 8 78, 106, 136, 140, 

160, 165, 168. 
trancher 317. M. — 8 61.69, 70, 148. 
trebuchet (prendre au — ) 569, 1039. 

- 8 16, 122. 
treluisant 932. - 8 119. 
träpas 763. -• 8 1^6. 
tresor 474, 1022. M.R. -8 5» 15» 16. 

89, 76, 78, 90, 106, 109, 111, 113, 

122, 126, 128, 131, 133, 140. 168, 

178. 
tr^ve 709. M.R. - 8 15, 87, 101, 

126, 140, 160, 170, 172, 178. 
tribunal 837. - 8 136. 
tributaire 871. ~ 8 49. 
troföe 720. — 8 1^- 
trot 989. — 8 120. 
trottain 218. — 8 24. 
trotter 286, 988. - 8 14, 30, 120. 
trousser 420. M. - 8 17, 148, 150. 
truchement 792. M. — 8 94. 
tuer 759. M. - 8 145, 171. 
tyiubre 630. R. — 8 146. 
tyran 872, 1106. M.R. - 8 65, 118, 

119, 121. 125, 136. 
tyrannie 873, 1107. M.R. - 8 101» 

118 123 
tyranniser 874,1109. M. — 8 94,118. 



Clysse 892. — 8 86. 
usufruict 840. — 8 32. 
tisure 488. R. - 8 76. 

Wagabonde 297. - 8 90, 100. 

▼aincre 719, lOtJO. M.R. — 8 9, 39, 
43, 47, 50, 51 , 63, 79, 88, 90, 109, 
114, 119, 131, 145, 146, 168, 178. 



146 



vainqueur 718, 1068. M. — S 7, 47, 
49, 52, 53, 56, 56, 59, 79, 102, 108, 
118, 123, 125, 128, 168, 178. 

yaisseau 450a. R. — S 12. 

vautour 183. M. - S 16- 

veau 147. - § 5, 12, 19, 21, 62, 63. 

veiller 285. - S 125. 

veine 260. - % 109, 111, 112, 160. 

Vendanges, Les — de Suresne (Ryer.) 
- S 46-57, 58, 176. 

vendre 483. R. — S 30, 61, 145. 

venin 766. M. - S 8, 92, 168. 

vent 53, 938. R. — S 6, 16, 17, 50, 

61, 78, 87, 122, 123, 131. 
ventre 259. — S 106. 
Venus 883. R. - S 25. 
verre 105. R. — S 21. 
vers 628. — S 14. 

vereer 309, 995. M.R. - « 106, 119. 
vert (prendre sans — ) 610. - S 86, 

148. 
vertigo 744. M.R. - 8 144. 
vene (donner dans la — ) 241. M. 

S 16, 61, 8(), 93, 146. 
viande creuse 371, 1009. M. — §41, 

122. 
victime 818. M.R. — 8 49. 
victoire 717. M. - 8 38, 49, 61, 62, 

62, 63, 65, 72, 88. 
victorieux 716. — 8 126. 
vie 228, 975. - 8 5, 8, 120. 
vieillesse 266. — 8 38. 



vierge 215. — 8 88. 

vip^re 206. R. - 8 78. 

virevolte 543. — 8 16. 

virevolter 544. — 8 104. 

Visage 237. M. — 8 38, 52, 61, 88, 

133, 168, 181. 
viser 582. M.R. — $ 53, 156. 
visiere (rompre en - ) 648. M.R.— § 154. 
Visionnaires, Les — (Desmarets). — 

8 98-115, 174, 176. 
vogue 562. — 8 39, 44, 45. 
volle 404. M.R. — 8 62, 79, 103, 128. 
Voisin {Plaid.). - 8 166. 
voix 272, 983. M. - 8 118, 127. 



vol 179. M.R. — 8 l-*6. 
L M.R. 



8 49, 57, 83, 



voler 177, 964. 

101, 111, 119, 147. 
voleur 1098. - 8 Üi^. 123. 
vollöe 178. M. - 8 17. 
voltiger 542. - 8 109. 
vomir 281. - 8 21 , 68, 73, 78, 87, 

106. 
vomissement 281a. — 8 160. 
voüte 435. ~ 8 101. 
voyage 294. — 8 63. 
vuö 240. — 8 143. 

Yvoire 172. - 101. 



aSerot 787. - § 17. 



Marburg, Uniyersltäts-Buchdruckerel (R. Friedrich). 



AUSGABEN UND ABHANDLUNGEN 

AUS DEM GEBIETE DER 

ROMANISCHEN PHILOLOGIE. 

VERÖFFENTLICUT VON E. STENGEL. 
liüLüLlll. 



Die nmi 



IN DEN 



ALTFIUIIZ$SISCIIEK KAKLS- HD ARTDS-Enill. 



VON 



RICHARD MENTZ. 



MARBURG. 

N. G. ELWERT'SOHE VERLAGSBUCHHANDLUNG. 

188& 



Seinen lieben Eltern 



gewidmet 



Tom Verfasser. 



Alpbabetiscbes Terzeiclmiss der benntaten Obanfons und 

Bomane. 



1. Solche Gedichte die Träume enthalten: 
A. Karlsepen. 

Aiol F.: Aiol und Mirabel, her. von Förster, Heilbronn 1876 (360, 
4692, 6713.) 

Aiol N. : Aiol, ed. von J. Normand und G. Raynaud (Soci^t^ des anc. 
textes fr.) Paris 1877 (359, 4690, 6712). 

A. et A.: Amis et Amiles, ed. von K. Hoffmann, IL, Aufl. Erlangen 
1882 (866). 

An.: Ans^is de Mes hs. L Nr. 24377, Bibl. nat. Paris, nach der 
Copie von Harff (2« 16). 

A.: Auberi, ed. in Keller's Romvart pg. 203 — 243 und in Tobler: 
Mittheilungen aus altft*z. Handschriften, Leipzig 1870 (212,12). 

A. le B.: Aubery le Bourgoing p. p. P. Tarbe, Reims 1849 (71,17, 
87,23, 113,29). 

Aye: Aye d'Avignon, ed. in den Anciens poetes franc. par Guessard 
(1180, 1954, 2510). 

B.: Li Romans de Bauduin de Sebourc (p. p. M. Bocca) 2 vol. 
Valenc. 1841 (L p. 153,81). 

B. a. g. p. : Berte aus grans piös p. p. A. Scheler, Brüssel 1875 (1676). 
Cor.: Li coronemens Looys ed. in Guillaume d'Orange par Jonck- 

bloet (291). 

Cov.: Li Covenans Vivien ed. in Guillaume d'Orange par Jonckbloet 
(1016). 

D. : Doon de Mayence ed. in den Anciens poetes franc. par Guessard 
(1726, 8142). 

F.: Roman de Fierabras ed. in den Anciens poetes franc. par Gues- 
sard (6136). 

Gar.: Garin de Monglane Ms. fonds fr. 24403 Bibl. nat. nach der 
Copie von H. Müller (fol. 109^,25) 

Gauf.: Gaufrey ed. in Anciens poetes franc. par Guessard (9794). 

Gayd. : Gaydon ed. in Anciens poetes franc. par Guessard (816). 

G. de B. : Gui de Bourgogne ed. par Guessard und Michelaut in den 
Anciens poetes de la France. (751). 

G. de N.: Gui de Nanteuil ed. in den Anciens poetes ^e la France 
(1574). 

G^.: G^rard de Rossillon ed. von Fr. Michel (366,20). 

G. de. V.: Girard de Viane ed. von J. Becker in der Vorrede zum 
Rom. de Fierabras. Berlin 1829. (1893). 

(Ausg. vu Abb.« Menti.) i 



Girb.: Girbers de Metz Hs. B. (1649, fol. 56rOc349 und fol. 67r0c334). 

H.: Hörn ed. von Brede und Stengel, Marburg 1883 (730, 4656). 

H. de B. : Huon de Bordeaux ed. in den Anciens po^tes de la France 
par Guessard (593). 

H. C. : Hugues Capet ed. in den Anciens poetes de la France par 
Guessard (1456). 

Herv. : Hervis de Metz Hs. £. nach der Copie von Hub. (Tirade 13. 
Vers. 1116 und Tirade 61). 

Mort A. : Mort Aymeri de Narbonne ed. von der Soci^t^ des anc. 
teztes. Paris 1884 (310, 334, 353, 366). 

Og.: La Chevalerie Ogier de Danemarche oder Ogier TArdenois par 
Raimbert de Paris (1159, 8260, 12446). 

Ra. : Raoul de Cambrai p. p. P. Meyer und A. Longnon (Soci^t^ des 
anc. textesj. Paris 1882 (3512, 8467). 

Ren. : Renaus de Montauban p. p. Michelant, Stuttgart 1862 (112,18 
171.18). 

Rone. : Roman de Roncevaux p. p. Fr. Michel, Paris 1869 (1015, 1026, 
4224, 4263, 11731). 

RoI. : Das altfranzösische Rolandslied ed. von Th. Müller (718, 724, 
2525, 2555). 

Chans, des S. : Chanson des Saxons p. Jean Bodel ed. von Francisque 
Michel. Paris 1839. (II. p. 169 Tir. 279,10). 

V. : Voyage de Charlemagne ä Jerusalem et ä Constantinople ed. von 
Koschwitz. Heilbr. 1880 und 1883 (67). 

B. Artus- und Abenteiier-Bomaiie. 

Am. : Amadis et Ydoine p. p. Hippeau, Paris 1863 (2070). 

Bl. : Blancandin et TOrgueilleux d'amour p. p. H. Michelant, Paris 
1867 (3717, 5306). 

Bei. : Le bei inconnu p. p. Hippeau, Paris 1860 (4443, 4521). 

Cl. : Cliges von Chrestien von Troyes ed. von Förster, Halle 1884 
(3356). 

G. de P. : Guillaume de Paleme ed. von Michelant, Paris 1876 (1118, 
3991, 4705, 5182). 

Hav. : Lai d'Havelok le Danois ed. im Appendix zu Gaimar (cf. obeo) 
von Thom. Wright (397). 

M. Br. : Münchener Brut von Gottfr. von Monmouth, ed. von Hoff- 
mann und Vollmöller, Halle 1877 (1203, 3923). 

T. : Tristan, ed. von Fr. Michel, Londres 1835 (2031). 

Oc. : Octavian ed. von Vollmöller im III. Bd. von Förster's afr. bibl. 
Heilbr. 1883 (248). 

€• Erzählende Dichtungen anderer Art.*) 

AI. ; Roman d'Alixandre ed. v. Michelant, Stuttgart 1846 (p. 6 Vers 21). 

Br. : Roman de Brut p. Wace ed. v. Le Roux de Lincy, Ronen 1838 
(679, 11524). 

Gaim. : The agn. metrical chronicle of Geoffrey Gaimar ed. von 
Thom. Wright, London 1857 (194). 

Rou : Roman de Rou, ed. von Andresen. 



*) Nur vergleichsweise herangezogen. 



2. Keine Träume boten folgende Gedichte: 
A. Karlsepen. 

La bataille d' Alescans, ed. in den Anciens po^tes de la Fr. par 
Guessard. 

Bueves de Commarchis p. p. A. Scheler. Brüssel 1874. 

Li Charrois de Nymes, ed. von Jonckbloet in Guillaume d'Orange, 
Haye 1854. 

Destruction de Rome p. p. G. Gröber Romania IL 

Entr^e de Spagne in .Nouvelles recherches sur TEntr^^ de Spagne* 
p. Antoine Thomas, Paris 1882. 

El. de St. G. : Elie de Saint Gille p. p. Rajmaud, Paris 1879. 

Foulque de Candie p. Herbert de Dammartin p. p. P. Tarb^, Reims 
1860. 

Floovant ed. in den Anc. po^tes de la Fr. par Guessard. 

Gormund und Isambert, ed. von Heiligbrodt in den Rom. Stud. III 
p. 549. 

Jourdains de Blaivies, ed. v. E.- Hoffmann, Erlangen 1882. 

Macaire, ed. in den Anciens po^tes de la Fr. {>ar Guessard. 

Mort de Garin li Loherain p. p. du Möril, Paris 1845. 

Otinel, ed. in den Anciens poetes de la Fr. par Guessard. 

Parise la Duchesse, ed. in den Anciens poetes de la Fr. par Guessard. 

Prise d'Orange, ed. von Jonckbloet in Guillaume d'Orange. 

Prise de Pampelune, ed. in den Afrz. Gedichten von Adolf Mussafia. 
Wien 1884. 

Le Roman d'Aquin p. p. Jouon de Longrais. Nantes 1880. 

Bruchstück des Aspremont, ed. in den afrz. Romanen der St. Marcus 
Bibl. von Imm. Becker. 

Auberon, herausg. in den Complementi della chanson d'Huon de 
Bordeaux von A. Grarf. 

Kar] Mainet, ed. in Romania IV. von G. Paris. 

Moniage Guillaume, hrg. in den Abhandl. der I. Gl. der k. bair. Akad. 
d. Wissensch. VI. Bd. III. von Konr. Hoffmann. 

B« Artus- und Abenteuer-Romane. 

Aucassin und Nicolete, ed. von Suchier. 

L'Atre Perilleux, cf. Herrigs Archiv LH. p. 135. 

Brun de la Montagne, ed. von Paul Meyer, Paris 1875. 

L'histoire du Chatelain de Coucy p. p. Crapelet, Paris 1829. 

Li Romans de la Charette, ed. von Jonckbloet im II. Bd. seiner 
Lancelot- Ausgabe. 

Claris und Laris, ed. von Dr. Alton 1885 (für den litter. Ver. zu 
Stuttgart). 

Li Chevaliers as deus espees, ed von Förster, Halle 1877. 

Ch. au lyon : Le Chevalier au Lyon, ed. von Holland, Hannover 1880. 

Dur. : Durmart le Galois, ed. von Stengel 1873 (für den litter, 
Ver. zu Stuttgart). 

Dolopathos, ed. von Brunet und Montaiglon, Paris 1856. 

Erec und Enide in der Ztsch. f. d. A, Band X. 

1* 



Flore et Blanceflore p. p. du M^ril, Paris 1856. 

Fergus, ed. von Martin, Halle 1872. 

Gilles de Chin, ed. von Reiffenberg 1847. 

Jehan et Blonde, ed. von Suchier im IL Bd. der Oeuvres compl. de 
Beaumanoir. 

Joufrois, ed. von Konr. Hoffmann, Halle 1880. 

Lai d* Amors, Romania VII. 407 ff. 

Lai de Doon, Romania VIII. 59 ff. 

Lai de l'Espervier, Romania VII. 3 ff. 

Lai de Guingamor, Romania VIII. 50 ff. 

Lai du Lecheor, Romania VIII. 64 ff. 

Lai de Tydorel, Romania VIII. 66 ff. 

Lai de Tyolet, Romania VIII. 41 ff. 

Lais de Marie de France, ed. von Wamke, Halle 1885. 

Roman de la Manekine, ed. von Suchier, Paris 1884 für die Soci6tä 
des anc. textes franc. 

Peroev. : Perceval li Gallois, ed. von Potvin, Mons 1871. 

Partonopeus de Blois, ed. von Crapelet, Paris 1834. 

Rom. de la Violette, ed. von Fr. Michel, Paris 1834. 

Escanor von Gir. d^Amiens, ed. von Michelant 1886. 

Mesire Gauvain p. p. C. Hippeau, Paris 1862. 

Meraugis de Portlesguez von Raoul de Houdenc p. p. Michelant, 
Paris 1861. 

Messire Thibaut, Li romanz de la Poire p. p. Fr. Stehlich, Halle 1881. 

Richars li Biaus, ed. von Dr. W. Förster, Wien 1874. 



1. Jedem unbefangenen Leser der altfranzösisclien Epen 
wird die grosse Zahl von Träumen aufifallen, die in uns ihnen 
begegnen. Immer und immer wieder treffen wir sie in den 
mannigfaltigsten Variationen und in den verschiedensten Ver- 
wendungen an. Freilich haben sich ja die Dichter zu allen 
Zeiten dieses Mittels bedient, sei es, um die Seelenzustände 
der Personen zu schildern, sei es, um die ganze Handlung 
interessanter und lebendiger zu machen. Aber in dieser 
Häufigkeit der Verwendung treffen wir sie doch nirgends so 
wie in d^n altfranzösischen Epen an. Sie machen geradezu 
einen hervorragenden Charakterzug derselben aus. Dazu kommt, 
dass mit den verschiedenen Klassen von Chansons sich auch 
der Charakter der Träume ändert. Es liegt daher auf der 
Hand, dass eine eingehende Untersuchung der Träume der 
Kenntniss der altfranzösischen Epen direkt zu gute kommen 
muss und habe ich mich zu diesem Zweck der Aufgabe 
unterzogen, die in den altfranzösischen Epen vorkommenden 
Träume zu sammeln und näher zu untersuchen. 



2. y orabeiten , die ich hätte benutzen können, existieren 
nicht ; ich war lediglich auf gelegentliche Bemerkungen in den 
Ausgaben der verschiedenen Chansons angewiesen. Daneben 
aber kam mir ein Entwurf des Herrn Dr. Banning sehr zu 
statten, der das vorliegende Thema als Dissertation hatte 
bearbeiten wollen, später aber davon zurückgekonunen war.^) 

3. Als Material habe ich ausser den Artus- und 
Abenteuer-Romanen die Epen benutzt, welche zum Cyclus 
Karls des Grossen gehören und noch einige mehr isolirt 
stehende Epen, die jedoch nur zum Vergleich herangezogen 
wurden. Im übrigen bin ich stets bemüht gewesen, auch die 
gleichzeitigen deutschen Epen ^) so viel wie möglich heran- 
zuziehen und werde ich mehr als ein Mal Gelegenheit haben, 
auf verwandte Erscheinungen in denselben hinzuweisen.®) 

4. Bevor ich nun zu dem eigentlichen Gegenstand 
meiner Arbeit tibergehe, ist es nötig, zuvor zwei Punkte zu 
erledigen, die für die Begrenzung meiner Arbeit von Wichtig- 
keit sind. 

I. Man kann — besonders vom psychologischen Stand- 
punkte aus — in den Träumen einfach nur Vorempfindungen, 
Vorahnungen sehen, die der Betreffende statt im wachen nur 
im schlafenden Zustande bekommt. Damit würden die 
Ahnungen als vollständig gleichberechtigt den Träumen zur 
Seite stehen und es wäre dann meine Aufgabe, auch diese 
zu behandeln. Solche Vorempfindungen kommen in den 
Chansons in der That auch vor. Als z. B. Karl der Grosse 
dem Ganelon die Insignien eines Gesandten übergiebt und 
dieser den Handschuh des Kaisers fallen lässt, fürchten die 
Franzosen; dass aus Ganelon's Gesandtschaft Unheil erwachsen 

würde, 

Rol. (334, 335) Dient franceis: deus que purrat co estre De cest 
message nos vendrat grant perte. 



1) So verdanke ich ihm ausser manchen interessanten Einzelheiten 
auch die Anregung zu einer textkritischen Untersuchung der Träume des 
Rolandliedes und des Romans de Montauban. 

2) Die gleichzeitige lateinische Litteratur bot weniger Gelegenheit 
zur Vergleichung, da sie tür die Träume fasst ausschliesslich Visionen 
verwendet, cf. A. Ebert, Allgemeine Geschichte der Litteratur des 
Mittelalters im Abendlande. 

3) Natürlich kann man mit gutem Recht hierfür nur solche deutsche 
Epen herbeiziehen, die auch deutechen Ursprungs sind. 



6 

eine Ahnung, welche sich im weiteren Verlauf als wohl- 
begründet erweist. Aber solche Ahnungen kommen doch 
ausserordentlich selten vor, und da sie überdies niemals 
wirklich durchgeführte Bilder von dem Bevorstehenden ent- 
halten, glaube ich sie hinfort ausser Acht lassen zu können. 

n. Eine andere Frage ist es, wie man sich zu den 
Visionen stellen soll, die der Betreffende im wachen Zustande 
bei hellem Tage hat. Sind diese zu den Träumen zu zählen 
oder nicht? So hat im Bolandslied Karl der Grosse eine 
Vision: Karl befindet sich auf der Verfolgung der Sarazenen, 
aber schon beginnt es dunkel zu werden, so dass Karl 
fürchtet, die Feinde möchten ihm im Schutze der Dunkelheit 
entfliehen. Da bittet er Gott, die Sonne in ihrem Lauf auf- 
zuhalten und — seine Bitte wird erhört. Ein Engel ver- 
kündet ihm, dass Gott ihm helfen werde und fordert ihn zur 
Verfolgung des Feindes auf. Die Sonne bleibt in der That 
stehen und Karl kann das Sarazenenheer vernichten Rol. (2447) 
und Rone. (4130). *) — Einen Befehl überbringt die Vision 
im Roman de la Manekine : Hier hört Urban eine himmlische 
Stimme, die ihm befiehlt, einen bestimmten Weg zu gehen, 
dort werde er eine menschliche Hand finden. Er thut, wie 
ihm befohlen und findet die Hand der Königin, die ihr früher 
abgehauen war. Er bringt ihr dieselbe und sie heilt wunder- 
barer Weise wieder an. 

Um ein weiteres Beispiel anzuführen, so sieht Gauvains 
in einer Kapelle eine schwarze Hand, die die ganze Kapelle 
erleuchtet, dabei hört er eine Stimme, die jammert und klagt 
(Percev. 19926); so sind gerade im Perceval eine Menge von 
Beispielen — ich erinnere nur an das wunderbare Bett, das 
den darin Liegenden durch alle möglichen Spukgestalten 
erschreckt — die aber sämmtlich des Bildlichen fast ganz 
entbehren und zum grössten Theil keinem anderen Zweck 
dienen, als die Situation möglichst unheimlich und schrecken- 
erregend zu machen. In den meisten übrigen Fällen haben 
sie schon einen etwas höheren Zweck, indem sie zur Ueber- 
mittelung göttlicher Befehle verwandt werden. Aber das ist 
auch alles, eine bildliche Vorführung des zukünftigen Ereig- 



1) So schon bei Turpin! In beiden Fällen ist die Bibel zu Grunde 
gelegt; cf. Josua, Cap. 10 Vers 12. 



nisses, das wesentliche Merkmal eines prophetischen Traumes^), 
ist in ihnen nie vorhanden. Sie bestimmen nur den Betreffenden 
zu irgend einer Handlung und stehen somit selbst den oben 
erwähnten Vorahnungen nach, welche doch immerhin eine 
rätselhafte, unklare Empfindung repräsentieren, die in den 
späteren Ereigtiissen ihre Erklärung findet. 

Nur eine Vision ist mir bekannt, die sich der Natur 
der Träume ausserordentlich nähert, ich meine die Vision 
Durmart's, die nicht nur Bildliches enthält, sondern auch eine 
genaue Auslegung entbehrt. 

Durmart kommt bei Anbrach der Nacht in einen Wald. Da sieht 
er einen Baum mit hell brennenden Kerzen und darunter ein Kind, dessen 
Glanz noch das der Kerzen Überstrahlt. Erschreckt bekreuzigt sich Dur- 
mart, da hört er eine Stimme, die ihm befiehlt weiter zu gehen, wenn er 
aber jemals wieder dieser Erscheinung (merveUe) begegne, solle er den 
Befehlen, die ihm aufgetragen würden, genau nachkommen, sonst würde 
er dem Tode verfallen (Dur. 1512 — 42). Als er einige Tage darauf auf 
die Jagd reitet, begegnet ihm dieselbe Erscheinung. Eine Stimme ver- 
nimmt er, die ihm befiehlt, nach Rom zu gehen, dort werde er von dem 
heiligen Vater eine Erklftrung dieser Erscheinung erhalten. Durmart 
unternimmt in Folge dessen eine Reise nach Rom, erzählt dem Papste 
seine Vision und erhält von ihm eine eingehende Auslegung derselben. 
Der Baum bedeutet demgemäss die ganze Welt, die Lichter stellen die 
Menschen dar und zwar die hell leuchtenden die guten, die ins Paradies 
kommen, und die trübleuchtenden die schlechten, die zur Hölle fahren. 
Das Kind aber, das alle Lichter noch überstrahlt, bedeutet Jesus Christus, 
ihm soll er gehorchen. 

Das ist die einzige Vision, die sich der Natur der Träume 
nähert, sie ist von grösserer Ausführlichkeit, hat Bilder zum 
Inhalt und erfahrt nachher sogar eine genaue Interpretation, 
im übrigen aber zeigen die Visionen eine von den Träumen 
so wesentlich verschiedene Natur, dass ich mich für berechtigt 
hielt, sie aus meiner Arbeit auszuscheiden. 

5. Wenn ich in obigen von Visionen gesprochen habe, 
so sind damit immer übernatürliche Erscheinungen gemeint, 
die der Mensch in wachem Zustande — bei hellem Tage — 
gehabt hat. Nun giebt es aber noch eine ganz besondere 
Art von Erscheinungen, die ich von diesen Visionen sowohl 
wie von den Traumen geschieden haben möchte. Sehr oft 
finden wir nämlich folgende Situation vor: Der Mensch 
schläft, ein Engel tritt herzu, und der Schlafende wird durch 



1) Nur der Gattung der prophetischen Träume könnten sich die 
Visionen überhaupt anschliessen. 



8 

den Schein oder die Stinune des Engels wach, der Engel 
berichtet seine Botschaft, verschwindet wieder und der Mensch 
schläft wieder ein. — Da liegt, wie es auf den ersten Blick 
erscheint, eine einfache Vision vor, die der Mensch im wachen 
Zustande — - er ist ja wach geworden — gehabt hat. Aber 
könnte nicht der Schlafende so lebhaft geträumt haben, dass 
er am nächsten Morgen glaubt, er habe die Erscheinung 
wirklich gesehen, während er thatsächlich nur von ihr ge- 
träumt hat? 

Eine solche Ansicht, so ansprechend sie auch wäre, ist 
aber als haltlos abzuweisen, denn diese Visionen sind doch 
in ihrem ganzen Charakter, in Form und Inhalt so verschieden 
von den Träumen, dass sie durchaus nicht mit denselben 
verquickt werden können. Um das darzuthun, will ich zu- 
nächst eine Untersuchung solcher Visionen anstellen und 
auf ihre Unterschiede von den Träumen hinweisen. 

A. Die traumShnlichen Tisionen. 

6. Es giebt,,,wie oben bemerkt, eine Anzahl Visionen, 
die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Träumen haben, und 
zwar sind es die prophetischen TräumC; denen sie sich an- 
schliessen, die sinnlichen Träume sind ganz anderer Natur, 
als dass sie mit den Visionen in irgend welche Parallele 
gestellt werden könnten. Diese sind daher bei der unten 
folgenden Vergleichung von Traum und traumähnlichen Visio- 
nen unberücksichtigt gelassen. 

7. Was zunächst die Bezeichnung für die Vision 
betrifft, so bieten die Texte avision, vision und songe. 
Die Bezeichnung songe kommt nur in einem Epos vor (in 
Garin de Monglane) und da dieses Gedicht, wie unten gezeigt, 
auch in anderer Beziehung von allen anderen Epen abweicht, 
so können wir, indem wir Gar. aUen andern Epen entgegen 
setzen, songe als Bezeichnung einer Vision abweisen. Es 
bleiben demnach die Ausdrücke avision und vision. *) 
Das entsprechende Verbum „eine Vision haben" wird durch 
avoir une vision oder durch veoir ausgedrückt, meistens 



1) Als Beispiele mögen folgende dienen: Une , avision ** li yint en 
son dormant (Gayd. 329). Ce li sembloit en , vision* (Oct. 250). ,üne 
vois vint* qui Fesvilla (Gilles de Chin 1725). ,Si li dist nne vois** 
(B. II. 146, 24). 



9 

aber werden diese Ausdrücke durch andere Redewendungen 
umschrieben, wie durch une vois vint, un angeles vint, 
une vois dist etc. 

8. Was die äusseren Umstände betrifft, unter denen 
eine solche Vision eintritt, so sind es immer dieselben. Der 
Betreffende liegt im Bett und schläft, plötzlich hört er eine 
feierliche Stimme, die ihm irgend einen Befehl Gottes mit- 
teilt. So hört Bauduin de Sebourc eine Stimme, die ihm 
befiehlt, in den Wäldern Eremit zu werden (B. 11. 146,21), und 
hernach wird Croissans durch dieselbe Stimme beordert, den 
Bauduin aufzusuchen und sich ihm anzuschliessen (B. 11. 260,5). 
In beiden Fällen ist von einer Person, die gesprochen, nicht 
die Eede, die Betreffenden haben nur die Stimme gehört. 
Meistens ist es aber ein Engel, der die Schlafenden anredet 
und sie entweder durch seine Stimme oder schon durch das 
helle Licht, dass er verbreitet, erweckt. So erscheint dem 
kranken, von der Miselsucht befallenen Amis ein Engel, dessen 
heller Lichtschein ihn aus dem Schlafe weckt (A. u. A. 2795). 
Ebenso werden Gaydon (Gayd. 10655), Karl der Grosse (G. 
de B. 147 u. 4092) und Garin (Gar. 60*,54) durch den hellen 
Schein eines Engels erweckt. *) 

9. Immer treten die Engel als Boten Gottes auf, nicht 
nur, dass sie den Befehl als von Gott kommend bezeichnen, 
sonder sie kündigen sich selbst als Engel und Boten Gottes an. 

,Ne 8ui pas hons terrestre, ains sui esperitäs" 
sagt der Engel zu Karl dem Grossen (G. de B. 4097). Aehn- 
lich heisst es in Gar. (84): 

„Je ne suis hons terrestre ne Paiez pas quidi^ Ains sui angelez du 

ciel diex m'a ci enyoiö" etc. 
Meistens aber beschränkt sich der Engel darauf, den Befehl 
als von Jesus Christus resp. Gott kommend zu bezeichnen. 

««rhesus te mande, li rois de paradis" 
heisst es im Gayd. (10663) und ähnlich in G. de B. (4098): 

„Ce te mande li Sires qui en crois fu pen^s" 
und in A. u. A. (3162). In Gar. geht der Befehl von Gott 
aus (Gar. 89): 

„Ce te mande li sires qui la terre a formee." 



1) Um ein Beispiel anzufahren, citiere ich G. de B. (4092): Karies li 
empereres se coucha en son tref. Apres la mie nuit quant son songe ot 
fin^, Atant es .1. hei angre qui gete grant clart^Aussi com s'il tenist .1. 
grant chierge alum^. 



10 

Ebenso in Moniage Guillaume (835) und 6. de B. (154) — 
Während in allen diesen Beispielen Engel auftreten, erscheint 
in Gil. de Gh. Jesus Christus selber. Er erscheint in seinem 
ganzen Glänze „so hell leuchtend wie die Sonne, wenn sie am 
hellsten scheint im Sommer" (Gil. de Ch. 1731). 

10. So haben wir also entweder himmlische Stimmen 
oder Engel oder Christus selber als die Verkünder des gött- 
lichen Willens zu verzeichnen. Immer wird dabei mit klaren 
Worten gesagt: So will es Gott, dass sollst Du thun. — Das 
wäre die äussei-e Form, in der sich eine solche Vision den 
Betreffenden darstellte. 

11. Was nun den Inhalt derselben betrifiFt, so sind es 
mit geringen Ausnahmen sammtlich göttliche Befehle. 

So bekommt Bauduins die Weisung Eremit zu werden (B. IL 146, 21) 
und Croissans wird beordert, sich ihm anzuschliessen (B. IL 260, 5). 
Guillaume d'Orange wird auf den göttlichen Befehl hin Einsiedler (Mon. 
Guill. 832), Wilhelm von Oranien geht nach Genua ins Kloster und 
überlässt sein Reich seinem Sohne (Mon. GuiU. 60)i) und Gilles de Chin 
unternimmt einen Kreuzzug, wie ihm Christus befohlen (Gil. de Ch. 1725)2). 
Karl der Grosse, der lange Zeit Luiseme vergebens belagert hat, erhält 
den Befehl nach St. Jacques zu gehen und dort zu beten (G. de B. 4092). 
Gaydon eilt auf Befehl des Engels Karl dem Grossen zu Hilfe, der in die 
Gewalt seiner Feinde geraten war und in Gefahr schwebte, aus Frank- 
reich entführt zu werden (Gayd. 10650). Karl der Grosse seinerseits 
erhält den Befehl, Syrien zu erobern und dem König Vivien von Antio« 
chien gegen die Heiden zu helfen (Hol. 3991). Garin schliesslich erhält 
die Weisung, sein väterliches Erbe an den jüngeren Bruder abzutreten 
und selbst auf Abenteuer auszuziehen (Gar. 75). — Einen besonders 
heiklen Befehl erhält Amis: Dieser bekommt von dem Engel den 
Auftrag, seinen Freund Amiles zu bewegen, seine beiden Söhne zu 
töten und sich dann — Amis leidet an der Miselsucht — mit deren Blut 
zu bestreichen, nur dadurch könne er von seiner Krankheit wieder 
genesen. Nach langem Widerstreben thut Amis das, Amiles willigt mit 
blutendem Herzen ein und der Kranke wird wieder gesund. Aber durch 
ein Wunder werden auch die beiden Söhne des Amiles wieder lebendig 
(A. u. A. 860 ff.) 

XJeberall haben wir also göttliche Befehle zu verzeichnen, 
die den „Schlafenden"(?) zu irgend einer Handlung auffordern. 



1) In der jüngeren Bearbeitung des Stoffes von Guillaumes de Bat- 
paumes fehlt die Engelepisode, in Folge deren er ins Kloster geht. 

2) Den Gilles fordert Christus — Christus ist hier an Stelle des 
Engels erschienen — nicht direkt zum Kreuzzug auf, er schildert ihm 
nur die Qualen, die er bei der Kreuzigung erduldet, aber am Morgen 
findet Gilles zu seiner Ueberraschung Briefe vor, die die Erscheinung 
zurückgelassen und die ihn zum Kreuzzug auffordern. 



11 

Eine orakelhafte Weissagung auf die Zukunft die sich in 
Bildern und Allegorien ausdrückt, haben wir nirgends ge- 
funden. 

12. Allerdings kommen wohl Prophezeiungen vor, aber 
diese sind zunächst ausserordentlich selten und dann so wenig 
verschleiert, so knapp und präcis, dass sie jede Deutung 
überflüssig machen. Meistens ist dabei die Prophezeiung 
überhaupt nebensächlich. Der göttliche Befehl ist die Haupt- 
sache, und gleichsam, um den Betreffenden zur Ausführufig 
dieses Befehls anzuspornen, wird ihm irgend etwas Gutes 
verheissen. 

So muss Croissans im Auftrage des Engels dem Eremiten 
Bauduins einen Befehl Gottes überbringen, wonach er nach 
Syrien gehen solle. Hier, soj lautet dann die Prophezeiung, 
werde er erfahren, wer seine Eltern gewesen, zu Macht und 
Ansehen werde er hier gelangen und zum König von Jeru- 
salem gekrönt werden (B. IL 260,5). Diese ganze Prophe- 
zeiung hat doch weiter keinen Zweck, als ihn zu der Reise 
nach Syrien zu bewegen, also dem Befehl Gottes nachzu- 
kommen. 

Aehnlich wird Karl der Grosse durch die Verheissung 
glücklicher Nachrichten zu der Erfüllung des göttlichen Be- 
fehls angespornt: Dieser wird bei der Belagerung von Lui- 
seme von dem Engel aufgefordert nach St. Jacques zu gehen, 
um dort zu beten. Karl muss dieser Befehl sehr ungelegen 
kommen, denn er als Kriegsmann hat jetzt doch etwas besseres 
zu thun als nach St. Jacques zu pilgern. Aber die Verheissung 
glücklicher, froher Nachrichten lässt ihn dem göttlichen Befehl 
nachkommen. In der That erfahrt er bald in St. Jacques, 
dass Luiseme genommen und die Feinde vertrieben wären 
(G. de B. 4092). 

Andrerseits — hier tritt es so recht hervor, wie die 
Verheissungen nur einen Druck auf den Betreffenden aus- 
üben wollen, um den göttlichen Willen zu erfüllen — wird 
dem Garin ein baldiger Tod prophezeit, wenn er nicht sein 
väterliches Erbe an seinen jüngeren Bruder abtrete (Gar. 98). 

Ueberall also der Befehl und die Ausführung 
desselben] die Hauptsache, die Prophezeiungen nur 
secundär und im Interesse der Erfüllung des Gebots. 

13. Nur zwei selbständige Prophezeiungen liegen vor 
und diese sind noch dazu in demselben Epos vorhanden, iii 



12 

dem sich schon die eine ganz abweichende und aufiallige 
Bezeichnung „songe** fand. In Gar. (fol. 60*54) wird dem 
Garin von einem Engel verkündet, er werde in nächster Zeit 
wegen eines Mädchens mit einem tapferen Ritter, Rohars mit 
Namen, zu kämpfen haben, und ein anderes Mal verkündet ihm 
der Engel, der nächste Tag werde ihm ein so grosses Unglück 
bringen, wie ihm in seinem ganzen Leben keins mehr zu- 
stossen werde (Gar. fol. 84*21). Beide Prophezeiungen treflen 
ein, denn er hat wirklich einen Kampf mit dem genannten 
Ritter zu bestehen und andrerseits bringt ihm der in der 
zweiten Vision bezeichnete Tag in der That grosses Unglück, 
indem er seinen Feinden in die Hände fiOlt. Das sind die 
einzigen selbständigen Prophezeiungen, die in den Visionen 
vorkommen, im Uebrigen haben wir nur Befehle. Und diese 
beiden Visionen haben mit den Träumen nur das gemein, dass 
sie prophezeien, im übrigen sind sie von der Natur der 
Träume gerade so weit entfernt, wie die anderen Visionen, 
denn von Bildlichem zeigen sie keine Spur, nichts, das nach 
irgend einer Seite hin gedeutet oder ausgelegt werden könnte. 

14. Wir haben also folgende Resultate für diese traum- 
ähnlichen Visionen erhalten: 

a) Was die Bezeichnung derselben betriflft, so heissen 
sie „avision" oder „vision", nicht „songe". 

b) In Betreff der inneren Form steht fest, dass die 
Visionen sich nie in bildlicher Weise ausdrücken. 

c) Was die äussere Form betriflft, so sind die Träger 
der Vision entweder Christus selbst (einmal) oder Engel 
(das die Regel) oder himmlische Stimmen (zweimal) und 

d) ist der Inhalt einer solchen Vision lediglich ein 
Befehl Gottes. Nur 2 Visionen mit selbständigen Pro- 
phezeiungen konmien vor und diese sind nicht zu den 
Träumen zu rechnen, da sie durch a, b und c als zu den 
Visionen gehörig charakterisiert werden. 

15. Um nun ein anschauliches Bild von dem Unterschiede 
zwischen traumähnlicher Vision und Traum zu bekommen, 
wird es sich empfehlen, eine Normalvision, d. h. eine Vision, 
die obigen 4 Criterien voll entspricht, mit einem Normaltraum 
zu vergleichen. Ich wähle hierzu die Vision Gaydons — 
durch welche er bewogen wird, Karl zu Hülfe zu konunen — 
und einen Traum Karls des Grossen in G. de V. (1911). 



13 

16. a) Gaydon's Vision. Alori, dessen Bruder Gui und Ver- 
wandte desselben haben den Tod Karls des Grossen beschlossen, sie haben 
sich zu dem Zweck zunächst in Karls Vertrauen einzuschleichen gewusst 
und es erreicht, dass er sich ganz ihrer Führung anvertraut hat. Karl 
der Grosse ist damit in ihrer Gewalt; gerettet wird er aber durch Gaydon. 
Dieser schläft, nichts Böses ahnend, in seinem Bett, plötzlich erscheint 
ein Engel, vor dessen strahlender Erscheinung er aufwacht. Erschreckt 
bekreuzigt er sich, der Engel beruhigt ihn aber und sagt ihm, dass er 
von Jesus geschickt sei und ihm den Befehl zu überbringen habe, sich 
sofort zu erheben, seine Leute zu bewaffnen und Karl aus der Gewalt 
Gui's und seines Bruders zu befreien, die im Begriff ständen, ihn aus 
Frankreich zu entführen. Er solle schnell diesem Befehle nachkommen. 
Das thut nun Gaj)rdon auch, erreicht die Verräther, schlägt sie in die 
Flucht und befreit Karl den Grossen. 

17. b) Karls des Grossen Traum. Roland und Olivier haben 
sich bitter entzweit, Olivier hat Karls Heer mit 100 Rittern verlassen 
und die Anhänger Rolands, wie sie ihm gerade in den Weg kamen, getötet. 
Karl der Grosse beklagt den traurigen Streit tief. Des Nachts hat er 
aber einen Traum, der ihm baldige Beilegung des Streites verkündet 
Er sieht nämlich im Traum, wie er seinen Habicht auf der Hand hat. 
Da fliegt ein Falke vorbei und der Habicht stürzt sich auf ihn, ein 
heftiger Kampf entspinnt sich, beide bluten; Karl hat grosse Besorgnis 
für seinen Habicht, er bittet Gott, ihm seinen Habicht zu erhalten. Die 
Bitte scheint zu fruchten, denn plötzlich stellen beide die Feindseligkeiten 
ein und es herrscht Friede zwischen ihnen. Der König ist sehr erfreut 
darüber, er wacht auf und ruft einen weisen „maistre** herbei, der ihm 
den Traum auslegen soll. Dieser deutet folgendermassen: der Habicht, 
den Karl auf der Hand trägt, ist Roland, sein Lieblingskämpe, der Falke, 
auf den sich der Habicht stürzt, ist Olivier. Zwischen beiden wird es 
zu einem harten Kampfe kommen, aber sie werden sich versöhnen und 
wieder Freunde werden. Der Kaiser ist über diese Auslegung natürlich 
sehr erfreut. — Die Prophezeiung erfüllt sich in der That vollständig, 
beide Helden kämpfen hartnäckig mit einander, aber es kommt zu keiner 
Entscheidung. Da steigt ein Engel vom Himmel herunter, gebietet Frieden 
und weist sie auf Spanien hin, wo beide vereint weit bessere, nützlichere 
Thaten verrichten könnten. 

18. Um zunächst mit der Bezeichnung zu beginnen, so 
wird Gaydon's Vision nicht besonders genannt, es heisst 
einfach : 

une vois qui vint de paradis. 
Was für uns aber von Wert ist, ist der Umstand, dass Aus- 
drücke wie songe oder songer nicht gebraucht werden. 
Diese treflfen wir aber sofort in Karl's Traum, wo es anfangs 
heisst „songa un songe*' und auch später noch songer 
gebraucht wird. Grosse Unterschiede sind femer hinsichtlich 
der äusseren Form, unter der der Befehl resp. die Prophe- 
zeiung in beiden Fällen mitgetheilt wird, zu konstatieren. 
Der von der Vision befangene Gaydon sieht als einziges 



u 

lebendes Wesen nur den Engel, Karl der Grosse aber erblickt 
eine bunte Reihe von Gestalten : er sieht sich selbst mit dem 
Habicht, er sieht den Falken, sieht beide kämpfen, vor seinen 
Blicken spielt sich eine ganze Handlung ab, die ihm das 
grösste Interesse einflösst. Wie anders dagegen in der Vision : 
keine Handlung, kein lebensvolles Bild, nur eine trockene 
Auflforderung von Seiten des Engels, Karl zu Hülfe zu eilen. 

Am grössten ist aber der Unterschied zwischen beiden 
Erscheinungsarten in der inneren Form. In Gaydons ganzer 
Vision — und sie gehört zu den längsten und ausföhrlichsten 
— ist nichts bildlich ausgedrückt, alles ist in klaren, ver- 
ständlichen Worten gesagt, die keine Nebendeutung zulassen. 
In Karls Traum dagegen finden wir alles bildlich ausgedrückt: 
der Habicht stellt Roland, der Falke Olivier dar, der Kampf 
der beiden Vögel allegorisiert also nur den Kampf der beiden 
Helden. Das ganze Bild ist für Karl zunächst so unver- 
ständlich, dass er erst der Hülfe des maistre bedarf, um die 
Bedeutung des Traumes zu verstehen: ein charakteristischer 
Zug, wenn man bedenkt, wie klar und bestimmt der Befehl 
in der Vision dagegen lautet. 

Schliesslich ist der ganze Kern, der Inhalt, der beiden 
Erscheinungen ein anderer, denn, während die Vision Gaydon's 
einen Befehl repräsentirt — Karl zu Hülfe zu eilen — 
ist der Traum Karls lediglich eine^ Prophezeiung auf die 
Zukunft. — 

19. Wenn ich im Anfang dieses Abschnitts eine Charak- 
teristik der traumähnlichen Visionen gab, so weiss ich wohl, 
dass dieselbe nicht erschöpfend genug ist, aber mir kam es 
vor allem darauf an, die Eigenschaften hervorzuheben, die 
sie von den Träumen unterscheiden. 

B. Eigentliche Träume. 

20. Nachdem im vorhergehenden die traumähnlichen 
Visionen untersucht sind und dargethan ist, wodurch sie sich 
von den eigentlichen Träumen unterscheiden, ist es nunmehr 
meine Aufgabe, auf letztere näher einzugehen. 

21. Zunächst kann es gar keinem Zweifel unterworfen 
sein, dass die Franzosen jener Zeit an die Bedeutung der Träume 
geglaubt haben. Wenn z. B. ein Ritter durch einen bösen 
Traum von der lebhaftesten Besorgniss für die Zukunft erfüllt 



15 

wird, so muss er an die Bedeutung der Träume glauben. 
Ebenso wenn er sich einen Traumdeuter rufen lässt. Und 
derartigen Fällen begegnen wir ja oft. Aber es sind auch noch 
direktere Beweise vorhanden. So heisst es im Aiol, ^o 
Mirabiaus ihren Gatten zum sofortigen Aufbruch aus dem 
Kloster veranlasst — wegen emes bösen Traumes den sie 
gehabt: 

Qui consel ne vieut croire bien doit doit prendre mal cief A. N. 6741. 
Also »dem Rat eines Traumes muss man folgen, wenn 
man nicht Gefahr laufen will." Aehnlich im Aiol F. (4707), wo 
es in Bezug auf Ylaire's Traum heisst: 

Qui consel ne uieut croire bien doit estre honis. 

22. Freilich finden sich auch Personen, die von Träumen 
nichts wissen wollen, aber das sind nie die Träumenden selbst, 
sondern allemal Freunde, denen die betreffenden ihren Traum 
erzählen und die ihren Genossen nun die Furcht vor dem 
bevorstehenden Unglück nehmen wollen. Beispiele können 
das am besten erläutern. 

Dem Auberi wird im Traum ein baldiger Tod prophezeit, 
ganz bestürzt darüber erzählt er dem Lambert seinen Traum. 
Dieser sucht ihn aber zu beruhigen, er solle sich nicht äng- 
stigen, sagt er: 

,De sifet songe ne dorroie .1. boton." 
Er will ihm hiermit doch nur die Angst nehmen, er für seine 
Person mag dabei doch an den Traum glauben (A. le B. p. 114.) 
Oder ein anderes Beispiel: 

Rodmund hat einen bösen Trairni, den er seinem Freunde, 
dem Hardre, erzählt. Dieser sucht ihn aber zu beruhigen 
H. (4666). 

. . . en sunges ne crerrai FMe est devenut quancunkes sungai. 
Auch hier soll Rodmund nur beruhigt werden. Dass Hardre 
in Wirklichkeit nicht an Träume glaubt, ist damit nicht 
erwiesen. Es wären also beide Fälle als nicht stichhaltig 
abzuweisen. 

23. Ein Fall existiert in den Volksepen allerdings, wo 
der Held nicht an Träume zu glauben scheint. Ich meine 
Renaus de Montauban, der seiner besorgten Frau auf die Er- 
zählung ihres wunderbaren Traumes zur Antwort giebt: 

. . . faites pais, si m'oies. Li hom qui croit en songe a bien Den renoiö. 
(Ren. 172,1) 

Was mag den Dichter bewogen haben, dem Renaus diese 
Worte in den Mund zu legen, während er sonst doch überall den 



16 

Traum in seine Rechte treten lässt? Ich glaube annehmen zu 
können, dass das für ihn nur ein Mittel war, um den Renaus als 
einen besonders beherzten Helden schildern zu können. So zeich- 
net er sich dadurch sogleich vorteilhaft vor seinen Brüdern aus, 
die, durch den Traum erschreckt, jetzt um keinen Preis zu 
den Unterhandlungen gehen wollen. Renaus aber zeigt sich 
als echter Ritter: er vertraut auf das ihm gegebene Wort 
und ohne Waflf<gn begiebt er sich nach Vaucouleur (cf. § 146). 
Freilich weiss er, dass er sich damit in eine grosse Gefahr 
begiebt, aber ihm gilt ein Manneswort als unantastbar, was 
braucht er da auf die Warnung eines Traumes zu hören! 
Wenn nun das Unglück hernach doch über ihn hereinbricht, 
so ist die Teilnahme an dem Schicksal des Helden um so 
grösser. Es war also ein ausgezeichneter Kunstgriff, die 
allgemeinen Gesetze zu durchbrechen und den Renaus hier 
ausnahmsweise die Traumwamung nicht beachten zu lassen. ^) 

Im übrigen können wir aber für die Franzosen des XII. 
und XIII. Jahrhunderts unbedingten Glauben an die Träume 
annehmen. 

24. Fragen wir nun nach der Erklärung dieser Erschei- 
nung, so beruht dieselbe auf der damals allgemein herrschenden 
Ansicht, dass die Träume durch göttliche Inspiration hervor- 
gerufen wurden. 

So wendet sich Karl der Grosse, als er von einem Traum 
erwacht, sofort an Gott als an den, der ihm das Traumbild 
geschickt (D. 8161): 

Biau sire Dex, fet-il, qui me set conseillier Chest songe merveilleux 
aprendre et enseignier etc. 

Auch im Rol. ist eine Stelle bezeichnend für diese Auffas- 
sung. Karl der Grosse hat hier einen Traum gehabt (Rol. 
718 — 36), den er am nächsten Morgen dem Herzog Naymes 
erzählt. Im Traum ist ihm nun kein Engel erschienen, trotz- 
dem sagt er zu dem Herzog: 

Enoit m'avint une avision d'angele (Rol. 836). 
Also für ihn ist es selbstverständlich, dass ihm ein Engel 



1) In der deutschen Literatur verwenden die Dichter dieses Mittel mit 
ganz besonderer Vorliebe. So sucht üote (Nibel., 450 nach Lachm.), 
durch ängstliche Träume erschreckt, die Burgunder von ihrer Fahrt nach 
Ungarn zurückzuhalten, aber Hagen antwortet: Swer sich an troume 
wendet dem weiz der rechten maere niht ze sagene. — Aber er hätte gut 
gethan, Uote's Bat zu folgen, da ja das ganze Heer zu Grunde geht. 



17 

diesen Traum inspiriert hat und da der Engel ja immer nur 
als ein Werkzeug Gottes dient, würde der Traum demnach 
auf eine Eingehung Gottes zurückzuführen sein. — Einmal 
allerdings wird ein Traum als vom Teufel eingegeben be- 
zeichnet. In D. (8312) hat sich nämlich Karl der Grosse in 
Folge eines Traumes, nur von Garin de Monglane und Doon 
begleitet, dem feindlichen Heer entgegen gestellt, aber bald 
sieht er sich umzingelt und als er nun nirgends mehr Rettung 
erblickt, meint er, der Traum sei ihm vom Teufel eingegeben. 

Penser me fist döable que je li ai \44 i) 
Aber dies Beispiel steht mit den obigen durchaus nicht in 
Widerspruch, denn gerade der, welcher an eine göttliche In- 
spiration der Träume glaubt, wird geneigt sein, einen bös- 
willigen Traum auf Rechnung des Teufels zu setzen. 

Es steht also fest, dass man in jener Zeit die Träume 
auf göttliche Inspiration zurückführte und daher auch keinen 
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Prophezeiungen aufkommen 
Hess. 

a. Bezeichnnngr der Tränme. 

25. Wenden wir uns nach dieser Vorbesprechung zu 
den Träumen als solchen. Die Bezeichnung derselben 
lautet verschieden: songe, avision und vision. Ejsterer 
ist der bei weitem am häufigsten vorkommende Ausdruck und 
giebt auch wohl die Bedeutung unseres „Traum** am besten 
wieder, da avision und vision ja auch für Visionen gebraucht 
werden. Die Bezeichnung reve habe ich sonderbarer Weise 
nirgends gefunden. — Für „träumen" lauten die altfranzösischen 
Ausdrücke sehr verschieden: songier, songier un songe, 
veoir une vision (avision), songier une vision, veoir, 
Sambier, alles ist vertreten, rever habe ich nur ein einziges 
Mal gefunden, im Rom. de la Char., wo es Vers 6343 heisst 
Est-ce songes oü vos resvez? 

Für alle anderen Ausdrücke giebt es Belege genug: 
Si songi^s toute nuit (D. 8325). Anuit songai .1. songe (A. N. 359). 
Arndt vi une avision (Aye 1955). Anuit songai une fiere avison (A. et A. 
867). Ennuit m'iert vis (Cov. 1016). En dormant li sambloit que (B. a. 
g. p. 1678). 



1) Denn dass Gott falsche Träume einflösst, ist unmöglich, so sagt 
Karl der Grosse in D. (8167) : Onques Dieu ne gaba crestien qui Tot chier. 
(Auflg. u. Abb., Mentz.) 2 



18 



b. Die Personen, welche trftnmen. 

26. Geht man nun näher auf die Personen ein, die uns 
in den Chansons als träumend vorgeführt werden, so wird 
man bald finden, dass die Dichter in der Wahl der Personen 
nicht willkürlich gewesen sind. Heiden träumen nie, auch 
die edelsten und grössten Helden unter ihnen, sie haben 
nicht die Vergünstigung in die Zukunft zu blicken. Und mit 
Recht: sah man doch in jener Zeit in den Träumen eine 
göttliche Inspiration, wie sollten da also die Heiden, die doch 
nichts von Gott wissen wollten, dazu kommen, göttliche 
Offenbarungen und Prophezeiungen zu erhalten?! 

27. Zwei Ausnahmen sind allerdings vorhanden, ich 
meine Brut und Kou, die, obgleich Heiden, beide Träume 
haben. Aber hier haben wir ja eigentlich Reimchroniken 
und keine Chancjons de geste vor uns, so dass diese Beispiele 
als nicht hierher gehörig wegfallen würden. Ueberdies werden 
diesen 2 Heiden durch den Traum weiter keine Vortheile 
gegenüber den Christen gegeben. Sie werden nur dadurch 
bewogen, nach England zu gehen, um dort später Christen 
zu werden. Also auch hier wirken die Träume im Interesse 
des Christenthums. 

28. Selbst unter den Christen haben nicht alle die 
Fähigkeit zu träumen. Einfache Leute, unbedeutende Kitter 
träumen nie, nur die Helden und die Herrscher resp. deren 
Angehörige. Es ist bezeichnend, dass der Held jedes Epos 
auch immer die meisten Träume hat. So finden wir in der 
Aye d'Av. 3 Träume der Aye — sie ist die einzige im ganzen 
Epos, die Traumerscheinungen hat — (Aye 1180, 1954 und 
2510). Aehnlich zeigt A. le B. 2 Träume Auberi's (71,17 
und 113,29). Fast überall trifft man am meisten Träume 
bei den Personen, die dem ganzen Epos den Namen gegeben 
haben, sie sind ja die Helden der Erzählung, sie müssen 
daher auch durch die meisten Träume ausgezeichnet werden.^) 

29. Freilich eine Person drängt — in den Karlsepen — 
in dieser Beziehung alle zurück: das ist Karl der Grosse. 
Er war ja der Beherrscher so vieler Tausende, der Schirm- 



1) In folgendem führe ich eine Reihe Chansons an, deren Titel zu- 
gleich die in ihnen am meisten durch Träume ausgezeichneten Personen 
angehen: Aye, Mort. A., A. le B., Girb., Gayd., 0., H. de B., H. C, Bl. 



19 

herr der Kirche, der erste der Christenheit, was Wunder, 
wenn er vor allen anderen der G^be teilhaftig war, in die 
Zukunft zu schauen. Er hat daher auch in summa am 
meisten Träume, in manchen Epen sogar mehr, als der Special- 
Held, der der Chan9on den Namen gab. Im Rolandslied, im 
G. de V., G. de B., Ch. des S. *) ist er es allein, der durch 
Träume ausgezeichnet Adrd; überall suchen es die Dichter 
hervorzukehren, wie gerade er der Gottheit so nahe steht 
und auf ihm speciell die, göttliche Huld und Gnade ruht. 

30. Anders freilich in den Epen, die Karl's Greisenalter 
behandeln, hier ist der Kaiser bei weitem nicht mehr der 
erhabene Held, der er früher war, er ist kleinlich, schwach, 
ränkesüchtig geworden. Er hat keine Autorität mehr, kurz 
ist der direkte Gegensatz von dem, was er früher war. Jetzt 
hat er natürlich auch nicht mehr die Gabe, alles in den 
Träumen vorherzusehen, jetzt werden vielmehr seine direkten 
Gegner durch Traumerscheinungen unterstützt. Diese Gegner 
sind aufständische Grosse, die, meist durch Karl oder einen 
seiner Freunde in ihrem Recht verletzt, mit dem Schwert in 
der Paust sich ihr Recht verschaffen wollen. So Huon de 
Bordeaux, dem Karl sein väterliches Erbe entzogen, Gui de 
de Nanteuil, dem er seine Braut abtrotzen will (für einen 
seiner Günstlinge) und sein streitbarster Gegner, Renaus de 
Montauban. Alle haben Träume, die sich speciell auf ihren 
Streit mit Karl resp. seinen Freunden beziehen. So heisst 
es in H. de B. (593): 

Anuit, par nuit, quand je foi endormis, Songai .1. songe dont je suis 
asoplis etc. 

In G. de N. (1574) hat statt seiner die Braut den Traum 
(cf. § 123), und den Renaus (Ren. 171,18) will seine Frau 
nicht von sich lassen, wegen eines ängstlichen Traumes, den 
sie gehabt. Auch Aye, der Karl den ihr verhassten Berenger 
aufzwingen will, hat Träume, die sich auf ihren Gegner be- 
ziehen (Aye 1180, 1954, 2510). Wir sehen also, wie sich 
jetzt die Situation geändert hat, wie jetzt die Gegner Karls 
durch Träume unterstützt werden, während Karl leer aus- 
gehen muss; wir erkennen aber auch daran, wie sehr die 



1) Rol. (718, 725, 2525, 2555). G. de V. (1893). G. de B. (147, 751). 
Ch. des S. (II. p. 169 CCXXIX. 10). 

2* 



20 

Dichter darauf ausgingen, immer nur wahrhaften Helden die 
Träume zuzuwenden, nur diese dadurch auszuzeichnen. 

31. Es kamen oben schon Beispiele vor, wo nicht der 
Held selbst durch einen Traum von dem ihm Bevorstehenden 
unterrichtet wird, sondern seine Gattin oder Braut. Diese 
Beispiele sind sehr zahlreich, sie kommen besonders da vor, 
wo dem Helden irgend ein besonders grosses Unglück, Tod 
oder Gefangenschaft, droht. 

So in Ra. (8469), wo Beatrix ihren Gatten Bemier nicht 
nach St. Jacques pilgern lassen will, weil sie durch einen 
Traum erschreckt ist (cf. § 160). Gui de Nanteuil's Braut 
Eglantine träumt, dass sie Gui entrissen wird und macht ihn 
dadurch auf einen bevorstehenden Angriff seiner Feinde ge- 
fasst (G. de N. 1574) (cf. § 123). Ciarisse wül ihren Gatten 
Renaus nicht von sich lassen, weil sie ein böser Traum für 
sein Leben fürchten lässt (Ren. 171,18). Mabillette, die Braut 
Garin's de Monglane, wird, durch einen Traum erschreckt, 
wach und bemerkt den geplanten Ueberfall auf Schloss Mon- 
glane. Ihrem Traum hat Garin also die Rettung seiner 
Burg zu verdanken (Gar. lOQ^'ll) (cf. § 150). Mirabel be- 
wegt ihren Gemahl Aiol, schleunigst die Abtei zu verlassen, 
da ein Traum sie in den Mönchen verkappte Räuber vermuten 
lässt, die dem Aiol nach dem Leben trachten (A. N. 6712 
und A. F. 6713) (cf. § 151). 

Ueberall ist hier ein dem Gatten oder Geliebten bevor- 
stehendes Unglück den Frauen avisiert. Diese sind dann von 
der grössten Besorgnis für das Wohl ihrer Männer erfüllt 
und suchen sie von allen gefährlichen Unternehmungen 
zurückzuhalten. Manche achten nun nicht auf deren War- 
nungen, sondern gehen furchtlos in den Kampf, andere wieder 
schenken den flehendlichen Bitten ihrer Frau Gehör. Jeden- 
falls erscheint aber im letzteren Fall der Held weniger mut- 
los, als wenn er lediglich durch einen Traum sich von seinem 
Unternehmen abschrecken Hess. Er tritt hier immer fast 
widerwillig und gezwungen, nur seiner Frau zu Liebe, zurück. 
Es war ein geschickter Zug des Dichters, den Frauen die 
Träume zuzuwenden und nicht den Männern selbst. 

32. Hier können wir also in dem Umstand, dass Frauen 
Träume beigelegt sind, nur einen Kunstgriff des Dichters 
sehen, auf eine Glorificierung der Frauen — nur die Helden 
und Fürsten haben ja Träume — können wir daraus nicht 



21 

schliessen. Aber es giebt auch so viele andere Beispiele, wo 
Frauen Träume haben, dass sich daraus mit Recht eine hohe 
sociale Stellung der Frauen bei den Franzosen dieser Zeit 
folgern lässt. 

So hat Sonneheut, Gascelin's Braut, einen Traum (A. le 
B. 87,23) (cf. § 122). Aye d'Avignon hat nicht weniger als 

3 Träume (Aye 1180, 1954, 2510) (cf. §§ 125, 154, 165). 
Aude hat im Rone. (11731 — 11831) unmittelbar hintereinander 

4 Träume (cf. § 161) und Auberi's Gemahlin erfährt die 
Niederlage ihres Gatten auch zuerst durch einen Traum (A. 
212,12). Träume von Frauen finden sich ausserdem noch in 
Ra. (3516), Oc. (248), M. Br. (3923), G. de P. (4705) u. a. m. 
Sie sind, wie wir sehen, zahlreich vertreten. 

33. Die Dichter haben also mit besonderer Vorliebe den 
Frauen die Träume zugewiesen, und zwar geht das nicht nur 
aus der Anzahl der Beispiele hervor, in denen Frauen träumen, 
sondern einige Fälle beweisen das ganz eklatant. Da nämlich, 
wo irgend ein Unglück das Ehe- oder Liebespaar gemein- 
schaftlich trifft, wird immer die Frau von dem Unglück be- 
nachrichtigt. So werden Tristan und Isolde von König Marc 
zusammen im Walde schlafend gefunden. Der König will 
sie erst töten, besinnt sich aber eines anderen und lässt nur 
sein Schwert und seinen Ring zurück als ein Zeichen, dass 
er dagewesen. Von dieser Gefahr, in der das Liebespaar 
geschwebt, wird Isolde durch einen Traum benachrichtigt, 
Tristan nicht (T. 2031) (cf. § 151a). Guülaume de Paleme 
und Melior sind einmal in Gefahr ihren Feinden in die Hände 
zu fallen und wieder träumt Melior im Schlaf von dieser 
Gefahr und nicht Guillaume (G. de P. 3991) (cf. § 127). In 
B. a. g. p. ist Berte durch den Betrug ihrer Dienerin Ver- 
stössen worden, die Eltern haben davon keine Ahnung, sie 
wähnen ihre Tochter noch immer als Königin von Frankreich 
in Paris. Da hat die Mutter einen ängstlichen Traum, der 
sie bewegt, nach Paris zu reisen; der Betrug wird entdeckt 
und Berte in ihre Rechte eingesetzt (B. a. g. p. 1676). Hier 
ist doch die Verstossung der Tochter ein Unglück, das die 
Eltern beide gleich hart triflft, aber der Traum wird wieder 
der Mutter zu Teil, nicht dem Vater. Aehnlich ist es im 
Herv., wo die Entführung der Biautrix auch der Mutter im 
Traum mitgeteilt wird. Ich habe kein einziges Beispiel ge- 
funden, wo bei einem derartigen Fall der Vater oder der 



22 

Mann die Traumerscheinung hat, stets sind die Frauen die 
träumenden. 

Die Frauenrollen werden also ganz besonders mit Träumen 
ausgestattet, und ich meine, wenn man sieht, wie sonst immer 
nur die Helden und Fürsten der Träume teilhaftig werden, 
so muss man daraus schliessen, dass die Frauen sich bei den 
damaligen Franzosen eines hohen Ansehens und einer grossen 
Verehrung erfreuten. 

34. Wir haben also Folgendes in diesem Abschnitt kon- 
statieren können: 

a) Die Träume sind auf die Christen beschränkt, 
Heiden träumen nie. 

b) Unter den Christen träumen auch nur die Helden 
und Fürsten, unbedeutende Ritter^) oder gar Bürger 
träumen nie. In der Verleihung von Träumen liegt 
also eine Auszeichnung der Person. 

c) Karl der Grosse nimmt die erste Stelle unter allen 
Helden ein, er hat am meisten Träume, aber auch nur 
so lange, als er jung und rüstig ist, im Alter hat er 
nicht mehr die Fähigkeit, alles im Traum vorauszusehen. 

d) Besonders begünstigt werden die Frauen, sie haben 
verhältnismässig viele Träume, und da sonst immer nur 
allgemein verehrte Helden und Fürsten Träume haben, 
kann man schliessen, dass die Frau schon eine hohe 
sociale Stellung einnahm. 

c. Wann nnd wie oft treten Träume anf I 

35. Nachdem wir im vorhergehenden gesehen, welchen 
Personen ausschliesslich die Träume zu gute kommen, fragt 
es sich jetzt, wann ihnen diese Traumerscheinungen zu Teil 
werden. Da zeigt es sich, dass Träume fast immer kurz vor 
grossen, wichtigen Ereignissen eintreten, auf die sie dann 
prophetisch hindeuten. Wir können daher auch immer mit 



1) Eine einzige Ausnahme habe ich gefunden in Ren., wo ein einfacher 
Ritter, Godefrois de Melans, einen Traum hat; aber auch hier bleibt das 
alte Princip bewahrt, indem sein Traum nicht ihm selbst, sondern lediglich 
dem König Ton zu gute kommt. Für ihn selbst hat der ganze Traum 
gar kein Interesse (Ren. 112,27) (cf. § 132). In der holländischen Redaction 
fehlt dieser Traum Übrigens ganz, cf. Matthes: Renout van Montalban, 
Groningen 1875 in der Bibl. van Middelnederlandsche Letterkunde. 



23 

Oewissheit annehmen, dass schon wenige Seiten nach der 
Erzählung eines solchen Tmumes dass betreffende Ereignis 
wirklich eintritt. Nur selten findet sich der Fall, dass ein 
Traum lange auf seine Realisierung zu warten hat. Dann 
steht der Traum wo möglich gleich zu Anfang der Erzählung, 
um hier in schwachen Zügen schon den Inhalt des ganzen 
Epos anzudeuten. So die fortlaufenden Träume Aymeri's 
(Mort A. 310 ff.), die ja schon den Verlauf der ganzen Er- 
zählung in ihren Hauptmomenten anzeigen. 

36. Meistens wird ein Traum nur ein Mal in der Nacht 
geträumt. Es kommen aber auch Fälle vor, wo der Traum 
in derselben Nacht 3 Mal wiederkehrt. So in Gar. (109*25 ff.) 
(cf. § 150 ff.), wo Mabillette 3 Mal annähernd denselben Traum 
träumt. Die ersten beiden Träume — sie träumt von wilden 
Tieren, die durch's Fenster eindringen wollen — haben sie 
nur bewogen, nach dem Fenster zu sehen, als derselbe Traum 
nun aber zum dritten Mal erscheint, steht sie endlich auf 
und geht zum Fenster. Der Zweck des Traumes ist also 
erfüllt, sie bemerkt die Feinde, allarmiert die Besatzung und 
rettet so das Schloss Monglane. — Hier hat die wiederholte 
Vorführung desselben Traumes also eine grössere Wirkung 
erzeugen sollen, der einzelne Traum hatte sie nur erweckt, 
dem Dichter war es aber daran gelegen, sie zum Fenster 
treten zu lassen und das erreichte er durch die Wiederholung 
des Traumes. Dieselbe Tendenz, die Erzielung einer höheren 
Wirkung, finden wir auch bei den übrigen F^len: 

So in V., wo Karl der Grosse bei der Erzählung seines 
Traumes, auf Grund dessen er nach Jerusalem will, ganz be- 
sonders betont, dass ihm der Traum 3 Mal erschienen sei. 
Für ihn hat demnach der Traum damit eine grössere Wich- 
tigkeit erlangt. 

V. (69 — 71): Jerusalem requerre la terre Damne-Dieu En crois et 
la sepulcre voll aler aorer Je Tai treis feiz songiet mei i covient aler. 
Doon de Maience träumt denselben Traum auch 3 Mal (D. 
8179 ff.) und ebenso geht es — um einen etwas ferner 
liegendenden Stoff herbeizuziehen — dem Bischof Autbert im 
Roman du Mont St. Michel, dem ebenfalls derselbe Traum 
3 Mal erscheint. In H. C. (4961) wird Hugues in derselben 
Nacht auch wiederholt von demselben Traum heimgesucht, 
doch ist nicht speciell angegeben, wie oft der Traum zurück- 
gekehrt ist. 



24 

Ueberall hat der Dichter die Absicht gehabt, durch die 
mehrmalige Vorführung des Traumes eine um so grössere 
Wirkung auf den Schlafenden zu erzeugen. Ein einfacher 
Traum hätte vielleicht am nächsten Morgen schon vergessen 
sein können, aber 3 mal derselbe Traum, das musste Ein- 
druck hinterlassen. *) 

37. Im vorhergehenden hatten wir sämmtlich Fälle, wo 
ein und derselbe Traum in derselben Nacht wiederkehrt. 
Nun giebt es auch Fälle, wo die Schlafenden wohl mehrmals 
in der Nacht träumen, aber Träume verschiedenen Inhalts. 
Diese stehen dann immer in Connex mit einander; da sie 
sich nim chronologisch an einander reihen und immer die- 
selbe Angelegenheit betreffen, so hätten sie auch einen einzigen 
grossen Traum bilden können. Nur die Menge des StoflBs 
mochte den Dichter bewogen haben, das ganze zu teilen und 
mehrere Träume herzustellen. So hätten sehr wohl zu einem 
einheitlichen Traum verschmolzen werden können die zwei 
Träimie Karls des Grossen im Hol. (718 ff.), wo Karl erst 
von dem Verrat Ganelon's und dann von dessen Verurteilung 
träumt. Ganelon's Verrat ist die Ursache seiner Verur- 
teilung, beides hätte also ganz gut in einem einzigen Traum 
vorgeführt werden können. ^) Rol. 2525 liegt ganz genau 
derselbe Fall vor, ebenso in Rone, wo Aude 4 Träume hat, 
die ebenfalls eng zusammen gehören. Hier tritt es eklatant 



1) Schon in der Bibel haben wir ein entsprechendes Beispiel. Man 
erinnere sich der Berufung Samuels, wo Samuel schläft und sich im 
Schlaf vom Herrn gerufen wähnt. Er wacht auf, sieht aber nichts und 
schläft wieder ein, aber noch zweimal wiederholt sich derselbe Vorgang. 

Auch bei den Visionen ist eine dreimalige Wiederholung häufig, cf. 
Am. (2953), wo Ydoine ihren Gemahl bittet, sie nach Rom ziehen zu lassen. 
Eine Vision habe ihr verkündet, dass ihr das allein Heilung bringen 
könne.' 2952: De par Diu, en avision, M'est par IH termes aparu. .1. 
biaus hom flouri et canu. — Etwas abweichend von diesem und den obigen 
Beispielen, ist ein Fall, den G. Paris in seiner Histoire po^tique de Gharle- 
magne, p. 485, anführt. Hier erscheint Heudri, dem Sohne Pipins, in der 
Nacht ein Zwerg, der ihm befiehlt, sich bei Tagesanbruch zu erheben und 
nach Paris auf die Brücke zu gehen. Dort werde ihm etwas Angenehmes 
und etwas Unangenehmes passieren. Heudri thut es aber nicht und erst 
nachdem ihm der Zwerg zum dritten Mal erschienen ist, gehorcht er dem 
Befehl. Bemerkenswert ist, dass hier der Zwerg nicht dreimal in einer 
Nacht, sondern je einmal in 3 Nächten erschienen ist. 

2) Vergleiche übrigens die Ausführungen über diese beiden Träume 
im Anhang. 



25 

hervor, dass der Dichter den ursprünglich einheitlichen Traum 
zerschnitten hat, indem der zweite Traum z. B. ohne den 
ersten nicht verständlich ist. Im ersten ist die Rede von 
einem Falken, der sie ergriffen und auf einen Berg getragen, 
und daran anknüpfend fahrt nun der zweite Traum fort 

Rone. (11783): Sicom je sui ensom le pui port^e Oü ]i faucons m'ot 
guerpie et pos^e. 

Ohne den ersten Traum wäre der Ausdruck „faucons* im 
zweiten jedenfalls ganz unverständlich, wie überhaupt beide 
durchaus zusammengefasst werden müssen, um sie durch das 
spätere Ereignis interpretieren zu können. Alle 4 Träume 
stellen hier nämlich nicht fortlaufende Ereignisse dar, es ist 
hier die Modification eingetreten, dass je 2 auf dasselbe hin- 
deuten, dass aber die beiden letzten die Fortsetzungen von 
den zwei ersten bilden. Die beiden ersten Träume beziehen 
sich auf den Verrat Ganelon's, die zwei letzten auf die Wir- 
kung desselben, auf den Tod Roland's und Olivier's. Also 
auch hier ist in den 4 Träumen Zusammengehöriges vorge- 
führt worden, man hätte sehr wohl aus dem Verrat Ganelon's 
und dem dadurch bewirkten Tod Roland's und Olivier's einen 
einzigen Traum machen können (cf. Rone. 11731 und 11779: 
Ganelon's Verrat, sowie 11831 und 11850: Ganelon's Opfer, 
Roland und Olivier). 

Ebenso ist es in Mort A., wo alle Träume nur den Inhalt 
der ganzen weiteren Erzählung skizzieren sollen, dass hätte 
aber ebenso gut in einem einzigen Traum geschehn können. 

38. Wir sehen also, wie thatsächlich nie verschiedene 
Sachen in derselben Nacht geträumt werden, es ist immer 
nur eine Angelegenheit, die nur durch einen unterbrochenen 
Traimi vorgeführt wird. Das das eine Resultat dieses Ab- 
schnitts, das andere könnte so formuliert werden: Soll ein 
besonders wichtiges Ereignis dem Schlafenden angezeigt 
werden, so wird ihm der Traum 3 Mal vorgeführt. 

d. Unmittelbare Einwirknng^ des Traumes auf den Schlafenden. 

39. Was die unmittelbare Einwirkung eines Traumes 
auf den Schlafenden betrifft, so ruft jeder Traum schon an 
und für sich — ganz abgesehen von seinem Inhalt — das 
Gefühl des Schreckens hervor. Das ist nicht nur bei ängst- 
lichen sondern auch bei Glück verheissenden zu beobachten. 



26 

Um zunächst mit den sogenannten „bösen'' Trämnen zu 
beginnen, so trämnt Aye d'Avignon einen Traum 
dont moult ert effräie (Aye 1181), 

ebenso Guillaume d'Orange (Cor. 292), Eglantine (G. de N. 

1575), Sonneheut (A. le B. 87,23) und Girbers de Mes (An. 

2®16). Weitere Beispiele sind: 
A. F. (4692) Anuit songai .1. songe, dont forment sui maris. — Ch. des 
S. II pg. 169, CCXXIX 11: La nuit songa .1. songe don fu an grant 
iror. — Oc. (248) Et La dame qui s*adormoit Estoit en [tres] molt grant 
frecon, 

und noch eine ganze Reihe von Beispielen, die aufzuführen 

ich mir als überflüssig ersparen will. 

40. Im vorstehendem waren ausschliesslich ängstliche 
Träume citiert und da war das Gefühl des Schreckens nur 
zu erklärlich. Aber auch die Glück verheissenden Träume 
erregen anfangs Furcht bei den Schlafenden. Das Geheim- 
nisvolle, das Uebematürliche *) vor allem, was in den Träumen 
lag — die Träume kamen ja von Gott — musste die Schla- 
fenden mit Grauen und Schrecken erfüllen. So sieht Brut 
im Traum die Göttin Diana, die ihm und seinen Nachkommen 
ein reiches Land verspricht, sicherlich ein Versprechen, das 
um mit Freude erfüllen sollte. Nichtsdestoweniger ist Furcht 
und Schrecken bei ihm das vorherrschende Gefühl und so 
heisst es nun in M. Br. (1223/24): 

Li dus de sim dormir s*esveille S'est esmaiez, n'est pas merveille. 
Nur Elie, der Vater Aiols, dem in einem Traum die glück- 
liche Zukunft seines Sohnes offenbart wird, ist sofort von 
Freude erfüllt: 

Anuit songai .1. songe mout auenent, Dont li ceurs me ua mout esbau- 

dissant (A. F. 360/61 nnd A. N. 359/60). 

Im übrigen aber ist das allgemeine Gefühl bei einem Traum 
das des Schreckens und dieser äussert sich oft in sehr leb- 
hafter Weise. 

41. Die geringste Wirkung ist zunächst die, dass der 
Schlafende darüber aufwacht. 



1) So heisst es von Esmer^s Traum, dass er ,merveilleus et hideus, 
piain de mirancolie*' war (B. I. pg. 153,85). Aehnlich in D. (8143): üne 
avision vit, qui le fist merveillier und in H. de B. (594) : Songai .1. songe 
dont je suis asoplis. — Femer wird der Traum der Ciarisse „miravilleus 
et fier" genannt (Ren. 171,18), ähnlich in Bl. (5318) ein Traum ,meryillous 
et fort** und in G. de P. (3993) „estrange". 



27 

So Auberi's Gemahlin, als sie von dem Unglück ihres 
Mannes träumt: 

Lors s'esmlla moult esfraeement (A. 212,36). 
Aye d'Avignon (2521): 

La dame s'esveilla par mout grande fri9oii, 
Floire (1681): 

Paour ot, si s'esveille si mua son coraige 
und noch eine Menge anderer Beispiele, die ich mir anzuführen 
erspare. Selbst EHe, der doch sogleich von Freude erfüllt 
ist bei dem Traum, wird durch denselben so frappiert; dass 
er darüber aufwacht: 

A. F, (390) Donc m'esvellai del songe, n*eii sai auant. 

42. Es ist begreiflich, dass die darüber Erwachten Gott 
anrufen resp. sich bekreuzigen. Letzteres ist das gewöhnlichere, 
so in G. de V. (1935): 

de sa main destre s'est seigniez maintenant. 
Ferner in D. (8160): 

Lora s'esveille le roy, si se prist ä seignier 
und Og. (12452): 

Li rois s'esveille, si se prist ä signier. 
Statt sich zu bekreuzigen rufen die Träumenden auch oft 
Gott oder die Jungfrau Maria an. So in D., wo Karl der 
Grosse nach seinem Traum Gott anruft: (D. 8161). Femer 
in Oc. (256) und Og. (12453), wo es in Ms. A heisst: 

Et räclama le pere droiturier Eü le desfende de mort et d'enconbrier. 

Häufiger noch wird die Jungfrau Maria angerufen. So in 
Og. (8273): 

En haut s'escrie: Sains söpulcres, aidi^! Sainte Marie, vostre home 
consilli^s ! 
Femer in Aye (1192), Band, de Seb. (nach seinem p. 153,81 
beginnendenden Traum) und Rom. d'Aub. (nach seinem 113,29 
beginnenden Traum). 

Sonderbarer Weise sind för Jesus Christus keine Belege 
vorhanden. 

Diese Anrufungen und Bekreuzigungen sind natürlich nichts 
weiter als Aeusserangen des Schreckens, den das Traumbild 
den Schlafenden eingeflösst hat. 

Oft ist die Wirkung eines solchen Traumes noch drasti- 
scher geschildert. So zittert dem Aymeri de Narbonne der 
ganze Körper vor Schrecken (Mort A. 333): 

Tote la char me trenble. 
Die Mutter der geraubten Biautrix wird durch ihren Traum 
so erschreckt, dass sie in Ohnmacht fallt. Herv. (1127): 



28 

De la paonr oi si mon euer ire Je me pamai ne me poi contresier. 
Und Karl der Grosse wird (in Og. 1174) von dem Traum 
sogar so ergriffen, dass das Bett unter ihm zusammenbricht. 

43. Ueberall also erregt ein Traum Furcht und Schrecken 
und zwar sind alle Personen ohne Unterschied dieser Furcht 
unterworfen. Nur im Rol. wird Karl der Grosse nicht im 
geringsten von den Traumen ergriffen, hier wird es sogar 
hervorgehoben, wie er nach einem Traum immer ruhig weiter 
schläft (Rol. 724, 736, 2554, 2569). Was mag den Dichter 
bewogen haben, hier von der allgemeinen Regel abzuweichen? 
Ich glaube, dass er damit nur hat zeigen wollen, in wie 
engen Beziehungen Karl der Grosse zu Gott steht. Er hat 
ja immer so ausserordentlich viel Träume, steht dadurch also 
in beständigem Verkehr mit Gott, wie sollte da noch jeder 
einzelne Traum immer wieder erschreckend auf Karl einwirken 
können ! 

44. Eine ganze Kategorie von Träumen hat überhaupt 
keine erschreckende Wirkung, das sind die sinnlichen Träume, 
wie wir sie in den Artusromanen antreffen. Hier ist die 
Natur des Traumes ja auch eine ganz andere — der Bräuti- 
gam träumt von der Braut oder umgekehrt — und da ist es 
nur zu natürlich, dass hier keinerlei Schrecken erregt wird. 
Nur ein Beispiel habe ich gefunden, wo der Träumende doch 
von Furcht ergriffen wird. Der Biaus Desconneus träumt, 
wie er auf dem Wege zu seiner (Jeliebten, in Gefahr kommt 
zu ertrinken, in der grössten Angst schreit er um Hülfe, 
worauf er von den herbeieilenden Dienern benihigt wird ; nach 
kurzer Zeit ängstigt ihn ein ähnlicher Traum, er schreit 
wieder um Hülfe und wird abermals von den Dienern beruhigt 
(Bei. 4487 und 4557). Hier ist es aber ledigKch die Gefahr, 
die ihn erschreckt, nicht das Uebematürliche, das Mystische, 
das bei den obigen Träimien die Ursache zur Furcht bildete. 

e. Der Inhalt der Tr&nme. Traumbilder. 

45. Der Inhalt der Träume kann zweifacher Natur sein : 
entweder sinnlich oder prophetisch. Beide Arten von Träumen 
sind ihrer ganzen Natur nach grundverschieden von einander. 
Die sinnlichen Träume haben nicht die geringste Beziehung 
zu dem Folgenden, ihr Inhalt ist wollüstig, im einzelnen oft 
sogar zotig. Sie sollen nur die Liebe zwischen Bräutigam 
und Braut illustrieren, ja oft laufen sie wohl nur auf die 



29 

Erzielung eines sinnlichen Effektes hinaus ^). Es ist daher 
auch begreiflich, dass Traumbilder hier wenig oder gamicht 
vorkonunen. Ganz anders bei den prophetischen Träumen. 
Diese bestehen fast ausschliesslich aus solchen Traumbildern, 
so dass eine Charakteristik ihres Inhalts schliesslich auf eine 
Beschreibung dieser Traumbilder hinauslaufen würde. Freilich 
giebt es auch hier Träume, wo Personen 'direkt auftreten, 
ohne verbildlicht zu sein, aber meistens sind dann doch ihre 
Handlungen symbolisch und ausserdem figurieren neben ihnen 
immer noch Traumfiguren, so dass der bildliche Charakter 
des ganzen immer noch gewahrt bleibt. 

46. Wenn ich nun im Folgenden den Inhalt der Träume 
wiedergebe, so kommt es mir hier darauf an, die Figuren und 
Personen, die in den Träumen spielen, vorzuführen. Auf die 
Bedeutung derselben kann hier noch nicht näher eingegangen 
werden, ebensowenig auf die Verknüpfung derselben unter- 
einander *) - mehrere Traumbilder zusammen bilden ja erst 
einen Traum — ich stelle mir jetzt nur die Frage: welche 
Traumbilder und Personen enthalten die Träume? 

I. Die Bilder in den Träumen, 
a. Traumbilder aus dem Tierreich. 

47, Am häufigsten werden in den altfranzösischen Epen 
Tiere zu Traumbildern verwendet. Alle Dichter unserer 
Chan9ons de geste haben sich derselben in den Träumen be- 
dient, aber mit Beschränkung, mit Auswahl. Nicht alle Tiere 
waren ihnen für ihre Zwecke passend, kleine und schwäch- 
Uche finden wir nirgends, es sind immer kräftige, gefürchtete 
Tiere. Das ist auch sehr begreiflich, denn für die Träumenden, 
die doch immer Fürsten oder Helden waren, konnten nur die 
ersten im Tierreich als Symbol dienen, und da ihre Gegner 
doch immer nicht zu unterschätzende Personen waren, so 
konnten auch diese nur durch gefürchtete Tiere ihre Ver- 
tretung finden. So wurden besonders die Raubtiere hierzu 



1) Sinnliche Träume kommen nur in den Artusromanen vor, in den 
Volksepen ist mir kein einziger dieser Gattung aufgestossen, da sind alle 
Träume prophetisch. 

2) Für das alles verweise ich auf die später folgende Gesammt- 
darstellung aller Träume mit Erklärung. 



30 

verwendet und wir finden diese in ausserordentlich mannig- 
faltiger Weise vertreten, selbst solche, die nur Producte der 
Phantasie sind, wie Greif und Drache, sind herangezogen 
worden. 

48. Ueberall zeigt sich nun das Bestreben bei den 
Dichtem, den Tieren im Traum denselben Eang einzuräumen, 
den sie in Wirklichkeit haben. Das in Wirklichkeit kräftigere 
Tier erhält auch im Traum den Sieg über das schwächere. 
Nur ein Mal findet sich eine Abweichung von dieser Regel: 
im Rol. (2555), wo ein Windhund es mit 30 Bären aufnimmt. 
Danach müsste doch ein Windhund einem einzelnen Bären an 
Kraft überlegen sein, was ja den thatsächlichen Verhältnissen 
nicht entspricht. ^) Das ist das einzige Beispiel, wo der Dichter, 
der Wirklichkeit widersprechend, einem schwächeren Tiere 
einen höheren Rang einräumt als dem stärkeren. Im übrigen 
hat er sich stets beflissen, das Ganze der Wirklichkeit mög- 
lichst anzupassen. 

49. Die erste Stelle nimmt daher auch der Löwe ein: 
er übertrifft alle anderen Tiere an Kraft und Mut, auch der 
Bär kann ihm nicht widerstehen. So in Mort A. (345), 
wo ein Löwe es mit 14 Bären aufnimmt und sie in die 
Flucht treibt. Nur dem Vogel Greif ist er unterlegen: so 
wird der Löwe, der das der Aye geraubte Kind im Rachen 
forttragen will, von einem Greifen ergriffen und nach Aufa- 
leme getragen (Aye 2518) (cf. § 154). Ln ersten Beispiel 
ist der Löwe der Retter in der Not, im letzten ein Feind. 
Meistens spielt er die letzte Rolle. So in Rol. (2549), wo 
sich ein starker Löwe Karl dem Grossen in den Weg stellt, 
als er seinem Heer zu Hülfe eilen will. ^) Femer in Girb., 
wo Gerins mit 2 Löwen auf der Brücke zu Paris zu kämpfen 
hat (Girb. 1652) (cf. § 117). In Og. (1165) träumt Karl der 
Grosse, dass sich 3 Löwen anf seine Getreuen stürzen und 
Callot und den Herzog Naimes niederreissen. Schliesslich 
werden aber 2 von ihnen durch Ogier getötet, während der 



1) In Rone, kämpft an der entsprechenden Stelle ein L5we mit 100 
Bären. Hier ist also ein Löwe an die Stelle des Windhundes getreten. 
Dies Verhältnis wäre schon natürlicher, denn ein L5we konnte es nach der 
Anschauung jener Zeit wohl mit einem Trupp Bären aufnehmen. 

2) In Rone. (4240) hat Karl zuvor schon einen vierköpfigen Löwen 
niedergeschlagen. 



; 



31 

dritte die Flucht ergreift (cf. § 115). In A. (212,21) träumt 
Auberi's Frau von der NiediBrlage ihres Gatten, und da ist 
unter den Tieren, die ihn bedrängen, der gefährKchste ein 
Löwe (cf. § 156). Amis sieht im Traum einen Ritter mit 
einem Löwen kämpfen, der mit der Zeit menschliche Züge 
annimmt. Amis zieht sein Schwert und schlägt dem Löwen 
den Kopf ab (A. u. A. 871) (cf. § 152). Eglantine träumt, 
sie werde von einem Löwen entführt, gegen den Qui's Lanze 
machtlos wäre (G. de N. 1576) (cf. § 123). Isolde träumt, 
als sie mit Tristan zusammen vom König und seinem Jäger 
schlafend gefunden wird, 2 Löwen kämen, um sie zu ver- 
schlingen (T. 2036) (cf. § 151a). Im Rone, träumt Aude von 
einem Löwen, der sich auf Roland stürzt, Roland haut ihm 
aber den rechten Fuss ab, worauf der Löwe sich entfernt 
(Rone. 11760) (cf. § 161). Melier sieht sich mit ihrem Ge- 
liebten von wilden Tieren angegriffen, unter anderen von 
einem Löwen und seinem Jungen. Als sie aber in der grössten 
Not sind, kommt ein Werwolf, ergreift den jungen Löwen 
und führt ihn davon (G. de P. 4007) (cf. § 127). Im selben 
Roman erblickt die Köm'gin Felise im Traum wilde Tiere, 
unter anderen auch Löwen, die sie bedrohen (G. de P. 4726) 
(cf. § 126) und ähnlich wähnt auch Karl der Grosse sein 
Heer von Löwen und anderen wilden Tieren bedroht (Rone. 
4240. 

Ueberall tritt also der Löwe den Träumenden feindlich 
entgegen, als Freund und Helfer finden wir ihn nur selten. 
Zu Anfang dieses Paragraphen hatten wir schon ein Beispiel, 
femer finden wir ihn in dieser Eigenschaft im B. (I. p. 153,81), 
wo ein Löwe den mit seiner Geliebten ins Gefängnis gewor- 
fenen Esmeres befreit (cf. § 129). Dann in Aye (1962), wo 
sich Aye durch einen Falken und einen weissen Löwen wieder 
aus der Gewalt zweier Adler befreit sieht (cf. § 125). Und 
schliesslich figuriert ein Löwe in dem Traum der Königin 
Felise als Freund und Bundesgenosse des Träumenden (G. de 
P. 4731) (cf. § 126). . 

Nur sekundär tritt er im Rom. d'Aub. le Bourg. (71,21) auf, wo Auberi 
im Traum von allen möglichen Tieren, darunter auch von 3 Löwen ge- 
ängstigt und gequält wird. 

Das wären die wenigen Falle, wo ein Löwe im Traum 



1) Im Rol. sind die Bären nicht erwähnt an der entsprechenden Stelle. 



32 

auf der Seite der Träumenden steht, meistens zeigt er sich 
als entschiedener Feind derselben. 

Eine untergeordnete Rolle spielt der Löwe im Aiol, wo 
sich unter den Tieren, die sich in Elie's Traum vor Aiol 
verbeugen, auch der Löwe befindet (A. F. 365 und A. N. 364) 
(cf. § 102). Dieser Traum hat eine gewisse Aehnlichkeit mit 
dem der Argentille. Wie sich hier Bäume und Tiere vor Aiol 
als ihrem Gebieter verneigen, so verbeugen sich hier 2 Löwen, 
nachdem sie alle Tiere des Waldes verschlungen, demütig vor 
Cuaran (Gaim. 229) (cf. § 103). 

50. Dem Löwen an Kraft am nächsten steht der Bär. 
Er ist ebenfalls fast immer feindselig gegen die Träumenden. 
So im Rol. ^), wo 30 Bären Karl den Grossen anfallen, um 
einen von ihm gefangen gehaltenen Genossen zu befreien 
(Rol. 2558) (cf. § 133). In Rone, träumt Aude von einer 
Schaar von mehr als 20 Bären, die sie zerreissen wollen 
(Rone. 11835) (cf. § 161) und in A. (113,33) sieht sich Auberi 
sogar von 2000 Bären verfolgt (cf. § 121). In A. F. sieht 
sich Ilaire mit Aiol und Jobert im Walde von Quintefoille 
von zwei Bären angegrüBfen, die ihnen die Glieder zerreissen 
wollen (A. F. 4694) (cf. § 116). Argentille sieht Cuaran von 
einem wilden Bären und einer ungeheueren Anzahl wilder 
Füchse angegriffen. Aber Hunde und Eber kommen ihm zu Hilfe 
und reissen die Bären zu Boden (Gaim. 197 und Hav. 400) 
(cf. § 103). In Mort A. wird Aymeri von 14 Bären ange- 
griffen, die ihm sein Streitross zerreissen. (Mort A. 339) (cf. 
§ 114). Karl der Grosse sieht im Traum einen Bären und 
einen Leoparden, die ihn wüthend angreifen. Aber ein Wind- 
hund kommt ihm zu Hülfe, der dem Bären das rechte Ohr 
abreisst und den Leoparden wacker bekämpft (Rol. 727 und 
Rone. 1028) (cf. §§ 113 u. 140) ^). König Artus sieht im Traum 
einen Drachen mit einem Bären kämpfen: ersterer siegt (Br. 
11529) (cf. § 139). Karl der Grosse wird im Traum von 
einer Menge wilder Tiere bedrängt, unter anderen auch von 
einem Bären (Rol. 2542 und Rone. 4251). In Aye (2514) 



1) In Rone, sind an der entsprechenden Stelle 100 Bären erwähnt. 

2) In der hs. Ks. ist der ganze Traum ausgefallen. Ueberliefert ist 
überhaupt an Stelle von urs : vers (Eber), aber da in allen anderen Be- 
arbeitungen dieses Gedichts urs steht und an einer anderen Stelle (2557j 
in einem analogen Traum brohuns (Bären) so hat] Müller hier auch urs 
für vers gesetzt. 



33 

sieht Aye ihr Kind von 2 Bären geraubt (cf. § 154). Blanche- 
flour träumt, sie werde von einer Bärin zerfleischt (B. a. g. p. 
1678) und Sonneheut wähnt sich von Wildschweinen und einem 
Bären angegriffen. Letzterer kommt mit weit geöflEhetem 
Rachen auf sie zu und schon glaubt sie, ihre letzte Stunde 
habe geschlagen, als Gascelin erscheint und sie errettet (A. le 
B. 87,33) (ci. § 122). Im selben Epos (71,21) hat auch Au- 
beri einen Traum, in dem er sich von wilden Tieren, unter 
anderen von 2 Bären, angegriffen sieht (cf. § 121). Melior 
träumt, dass sie mit ihrem Guillaume von wilden Tieren an- 
gegriffen wird, unter anderen auch von einem Bären (G. de P. 
4006) (cf. § 127). Im selben Roman träumt dann Königin 
Felise von wilden Tieren, die sie bedrängen, und hierunter 
figurieren ebenfalls die Bären (G. de P. 4726). Da kommen 
aber — und hier haben wir ein Beispiel, wo der Bär auf der 
Seite der Träumenden steht — zwei weisse Bären mit einem 
Löwen ihr zu Hülfe (cf. § 126). Einen anderen Beleg, wo 
der Bär ebenfalls für den Träumenden eintritt, haben wir 
in Mort A. (347), wo ein Löwe mit 30,000 Bären dem von 
12 Bären bedrängten Aymeri zu Hülfe kommt (cf. § 114). 

Meistens ist der Bär aber ein den Träumenden feindliches 
Tier, das ihn oder seine Angehörigen angreift. Eine secun- 
däre Rolle spielt der Bär, wie oben schon der Löwe in A. F. 
(365) — cf. die betreffende Stelle in dem Abschnitt unter 
Löwe. 

51. Der Leopard tritt seltener auf, er ist wie der 
Löwe und der Bär meist feindlich gegen die Träumenden. 
Schwächer als die vorher erwähnten Tiere, tritt er meistens 
in Schaaren auf. In Gauf. (9795) kommt er ausnahmsweise 
allein vor. Hier träumt Robastre, dass er einen Leoparden, 
der sich in sein Zelt geschlichen, mit einen Knüppel nieder- 
strecke (cf. § 118). In Og. (8268) träumt Ogier, dass er 
von einem Riesen nebst 500 Leoparden angegriffen wird (cf. 
§ 137). In demselben Epos hat Karl einen Traum, in welchem 
ihm 4 Leoparden Herz und Glieder ausreissen wollen (Og. 
12449) (cf. § 137). In H. de B. (596) sieht sich Huon im 
Traum nebst seinem Bruder von 3 Leoparden angegriffen. 
Er selbst wird zerrissen, während sein Bruder entkommt (cf. 
§ 149). Karl der Grosse träumt (Rol. 728 u. Rone. 1031), 
er werde von einem Bären und einem Leoparden angegriffen, 
schliesslich aber von einem Windhund gerettet. 

(Ausg. u. Abb., Mentz.) 3 



34 

Unter den Tieren, die Karl der Grosse erblickt, als er 
von der Niederlage des Boland'schen Heeres träumt, sind auch 
die Leoparden vertreten (Rol. 2542 und Rone. 4252). Ebenso 
im Traum der Melier und dem der Felise, die beide unter 
den wilden Tieren, die sie bedrängen, auch Leoparden erblicken 
(G. de P. 4006 u. 4728). 

In Bezug auf Aiol verweise ich auf den betreffenden 
Abschnitt beim Löwen. Ueberall finden wir also den Leo- 
parden den Träumenden feindlich gegenüberstehen. 

52. Der Wolf kommt nur selten vor, noch seltener 
als der Leopard. Er begegnet uns im Traume des Godefrois 
de Melans (Ken. 112,28), wo sich von einer Schaar von 
1000 Wölfen 7 Wölfe abzweigen und auf Renaus sturzeu 
(cf. § 132). Im Traum der Rhea Silvia sieht die Träumende 
ihre beiden Palmen von einem Vogel und von einer Wölfin 
gegen den feindlichen Amulius beschützt. (M. Br. 396) (cf. 
§ 109). Hier wäre die Wölfin also ein Freund des Träumen- 
den. Das sind die beiden einzigen Fälle, wo Wölfe in Träumen 
vorkommen. 

53. Weit häufiger dagegen treten die Wildschweine 
auf. Sie waren besonders dazu geeignet, feindliche Heeres- 
massen darzustellen, da sie ja immer in Rudeln leben. Da- 
her wohl ihre häufige Verwendung. Von einem einzelnen 
Wildschwein ist demnach selten die Rede, fast immer begegnen 
wir Heerden von Wildschweinen. 

Um mit dem Ausnahmefall zu beginnen, wo das Wild- 
schwein allein figuriert, so träumt im Rol. (725) Karl der 
Grosse nach der einen Lesart ^), dass er von einem Eber 
und einem Leoparden angegriffen wird und diese ihm hart 
zusetzen, bis ein Windhund ihm Rettung bringt (cf. § 113). 
Godefrt)is de Melans träumt von 1000 Wölfen, die einen 
Eber verfolgen (Ren. 112,27) (cf. § 132). In A. (113,34) 
sieht sich Auberi im Traume von 2 Wildschweinen und 2000 
Bären verfolgt (cf. § 136). Karl sieht im Traum seine Jäger 
auf der Jagd nach Wildschweinen. Letztere sind aber mutig 
und halten Stand vor den Hunden. Ein besonders grosser 
Eber stürzt sich auf den Herzog Naymes, wird aber von 
jenem getötet (Ch. des S, IL 169 CCLXXIX. 10) (cf. § 112). 
In H. (4658) träumt Rodmmid, dass er auf der Jagd von 



1) cf. die betreffende Anmerkung zu § 50. 



35 

einem Trupp Wildschweinen angegriffen wird. Ein starker 
Eber verwundet sein Pferd und bringt dadurch den Reiter 
zu Fall, so dass er sich nicht mehr erheben kann (cf. § 141). 
Gaydon wird in einem Traum von Wildschweinen angegriffen, 
von denen ihn eines stark verwundet, doch tötet er es schliess- 
lich mit seinem Schwert (Gayd. 341) (cf. § 120). Aude träumt, 
Roland und Olivier ritten auf die Jagd und da würden ihre 
Hunde von einer Schaar von über 20 Wildschweinen vernichtet 
(Rone. 1190) (cf. § 161). Ciarisse sieht ihren Gatten von 
100 Wildschweinen umstellt, die ihn wüthend angreifen 
(Ren 171,21) (cf. § 146). Und ähnlich sieht Auberi's Frau 
ihren Gemahl von einer Heerde Wildschweine überfallen. 
Ein Tier, das ihn besonders heftig angreift, schlägt er nieder 
(A. 212,17) (cf. § 156). In Og. sieht sich Ogier von 100 Wild- 
schweinen angegriffen (Og. 8264) (cf. § 137). Sonneheut träumt, 
dass sie von einem Bären und Wildschweinen angegriffen wird 
(A. le B. 87,32) (cf. § 122). Schliesslich ist unter den wilden 
Tieren, die Melior und Guillaume bedrohen, auch das Wild- 
schwein vertreten (G. de P. 4006). üeberall waren bis jetzt 
die Wildschweine den Träumenden feindlich. Aber es kommen 
auch Beispiele vor, wo die Wildschweine für die Träumenden 
eintreten. So im Hav. (405) und Gaim. (199), wo Hunde 
und Wildschweine dem Cuherant zu Hülfe eilen. 

Ein solcher Fall ist aber immer nur eine Ausnahme. 
Eine untergeordnete Rolle spielen die Wildschweine im A. le B. und 
in A. F., hierfür verweise ich auf die betreffende Stelle in dem Abschnitt 
,L5we». 

54. Der Hund kommt verhältnismässig selten vor. 
Meistens stellt er, wie es in der Natur der Sache liegt, den 
Freund, den Erretter, dar. So im Rol. (730) (Rone. 1033), 
wo Karl der Grosse, von einem Löwen und Leoparden arg 
bedrängt, von einem Windhund gerettet wird (cf. § 140). 
An einer anderen Stelle träumt Karl, dass er einen levrier 
(Windhund) im Arme hält und 4 Leoparden ihm Herz und 
Glieder ausreissen wollen (Og. 12448) (cf. § 130). In A. F. 
und N. träumt Ilaire, dass er mit seinen Genossen von 2 
Bären angegriffen wird, die ihnen die Glieder zerreissen. 
Aber Gott erbarmt sich ihrer und schickt ihnen 3 kräftige 
Bracken zu Hülfe, die die Bären vertreiben und sie so aus 
der Lebensgefahr erretten (A. 4697) (cf. § 116). In dem 
Traum der Argentille wird Cuaran von Hunden aus seiner 
bedrängten Lage befreit (Hav. 405). 

3* 



36 

Einmal zeigt sich der Hund den Träumenden feindlich: 
in Cor. (295), wo Guillaume d'Orange sich von einem wilden 
Hund verfolgt sieht, den er aber schliesslich zu ßpden schlägt 
(cf. § 119). Das ist der einzige Fall, wo der Hund als Feind 
des Träumenden auftritt, sonst ist er immer ein Freund und 
Bundesgenosse. 

55. Anderere Vierfüssler. Vereinzelt kommen dann 
noch folgende Vierfüssler als Traumfiguren vor. 

Der Fuchs tritt einmal in Argentille's Traum auf, wo 
Argentille ihren Geliebten Cuaran von einem Bären und einer 
Schaar Füchse verfolgt sieht. Letztere legen sich ihm aber 
demütig zu Füssen (Hav. 400 und Gaim. 202) (cf. § 103). 
Königin Felise träumt, dass ihr 2 weisse Bären Hülfe gegen 
ihre Feinde brächten. Als sie dieselben näher betrachtet, 
haben sie sich in 2 Hirsche verwandelt und schliesslich 
sogar die Gestalt von zwei lieblichen Kindern mit Goldkronen 
im Haar angenommen (G. de P. 4734). Einen Klette r- 
affen ^) glaubt Mabillette an ihrem Fenster zu sehen und in 
einem zweiten kurz darauf folgenden Traum ist es ein beste 
haie, was sie erschreckt (Gar. 109*27 und 109^14). In Og. 
wähnt sich Ogier von 100 loiemiers, Wildschweinen und 
Leoparden verfolgt. In Rone. (11753) sieht Aude Roland 
und Olivier auf der Jagd nach einem Hirsch (cf. § 161) und 
schliesslich sieht Karl der Grosse im Traum Callos, Ogier und 
den Herzog Naymes, die ein schon erschöpftes Tier mit sich 
führen. 

56. Die Vögel. Wie unter den Vierfüsslem besonders 
die Raubtiere zu den Traumbildern verwandt werden, so unter 
den Vögeln die Raubvögel. 

57. Der mächtigste unter diesen ist nun, wie in der 
Natur, so auch im Traum der Adler. Er ist in Aiol (A. F. 
375 N. 374), wo alle Vögel sich vor Aiol verbeugen, der erste 
derselben, der alle anderen beherrscht (cf. § 102). Meistens 
stellt sich der Adler feindlich zu den Träumenden: 

So in Gayd. (333), wo sich ein Adler mit rotem Kopf 
auf Gaydon stürzt und sein Pferd zerreisst (cf. § 120). In 
B. a. g. p. (1680) träumt Blancheflour, dass sich ein Adler 
auf ihr Gesicht setzt, während eine Bärin ihren Körper zer- 
fleischt (cf. § 157). Ciarisse sieht im Traum, wie 2 Adler 



1) Im Londoner Ms. ist es ein fliegender Affe. 



37 

den Bruder ihres Gatten, Richard, ergreifen, in die Lüfte 
fuhren und an dem Zweig eines Apfelbaumes aufhängen (Ren. 
171,18) (cf. § 146). Aude träumt, dass ein grosser Adler 
ihr die Brüste ausreisse (Rone. 11785) (cf. § 161). Ebenso 
Octavian's Frau, die im Traum einen Adler erblickt, der ihr 
die Brüste zerreisst und ihre beiden Kinder entführt (Oc. 248) 
(cf. § 151b). Biautrix wird im Traum von einen Adler 
ergriffen und nach Spanien geführt, dort aber von einem 
Greifen wieder befreit (Herv. Tirade 61) (cf. § 124). Melior 
sieht im Traum, wie ein grosser, wunderbarer Adler sie sammt 
Guillaume davon trägt (G. de P. 5187) und Aye träumt, 
dass sie von zwei Adlern entführt werde, denen sie aber wieder 
durch einen Falken und einen weissen Löwen entrissen wird 
(Aye 1959) (cf. § 125). Hier kann es eigentümlicher Weise 
ein Falke mit 2 Adlern aufnehmen, was für eine höhere 
Stellung des Falken sprechen würde. Aber es steht dies 
Beispiel ganz allein da und im Gegensatz zu allen anderen 
Fällen. In den Nibelungen z. B. kann der Falke der Chriem- 
hild nichts gegen die zwei feindlichen Adler ausrichten, wäh- 
rend er im obigen Beispiel die Adler in die Flucht treibt. 
Mit Ausnahme des Traumes des Elie und der Melior haben 
wir also überall in den Adlern Feinde der Träumenden erblickt. 
Sehr oft stehen sie im Gegensatz zu den Falken, die meistens 
für die Träumenden Partei nehmen. 

58. Der Falke. Als Freund und Bundesgenosse des 
Träumenden zeigte sich der Falke schon in dem Traum der 
Aye, wo er die feindlichen Adler verfolgt und sie dem Löwen 
zutreibt, so dass der sie zerreissen kann (Aye 1961) (cf. § 125). 
In dem Traum der Chriemhild ist der Falke ja der Lieblings- 
vogel seiner Herrin, der nun den beiden Adlern zum Opfer 
fallt. In H. (731) träumt Herselot, dass ein junger Graf der 
Rigmel einen Falken schenke, den sie lieb gewinnt. In Aiol 
sieht Elie im Traum einen grossen Adler mit zwei weissen 
Falken nach Spanien fliegen. [Der Adler tritt nachher im 
selben Traum als Aiol auf] (A. F. 377 und A. N. 376) (cf. 
§ 102). Girbers träumt, dass er mit seinem Falken einen 
Schwan fange und diesen seinem König Anseis überreiche 
(Girb. fol. blr^ciS) (cf. § 163) und Aymeri träumt, dass er 
mit seinem Falken einen Enterich und eine Ente erbeutet 
habe, die ihm nachher wieder ein Trupp Bären entreissen will. 

üeberall ist der Falke hier ein Freund, ein Helfer, nur 



38 

selten zeigt er sich dem Träuraenden feindselig : so im G. de V. 
(1903), wo Karl der Grosse seinen Habicht mit einem fremden 
Falken kämpfen sieht (cf. § 135). Dann hat in Girb. (1634) 
Girbers einen Falken, der aus dem Käfig Fromond's ent- 
wichen ist. Er will ihn füttern, aber dieser reisst ihm bei- 
nahe die Augen aus dem Kopf und fliegt davon (cf. § 131). 
In Rone. (11741 und 11779) schliesslich ergreift ein Falke 
die Aude und trägt sie zu einem Adler, der ihr die Brüste 
ausreisst. Das sind die drei Fälle, wo sich der Falke den 
Träumenden feindlich zeigt. 

59. Andere Vogelgattungen kommen nur vereinzelt 
vor. So begegnen wir einmal dem Habicht in einem Traume 
Karls des Grossen, der seinen Habicht mit einem fremden 
Falken kämpfen sieht (G. de V. 1903) (cf. § 135). Der 
Milan figuriert ein Mal in dem Traume des Hugues Capet, 
wo derselbe sich von einem Milan angegriffen wähnt (H. 4957) 
(cf. § 147). 

Godefrois de Melans träumt, dass der König Yon dem 
Ren. de Montauban einen Sperber schenke (Ren. 112,25)^) 
(cf. § 132). Aude träumt, dass ihr ein Sperber aus dem 
Munde fliegt (Rone. 11867) (cf. § 161). In Aiol sieht Elie 
2 weisse Tauben aus einem schwangeren Bilde hervor- 
flattern (A. F. 389 und A. N. 388) (cf. § 102). Esmerez 
sieht sich im Traum in einem finsteren Gefilngnis, zusammen 
mit seiner Geliebten und einer wunderbar weissen Taube 
(B. I. pg. 153,92) (cf. § 129). Dem Aymeri fliegt ein weisser 
Vogel aus dem Munde, der einer Lerche ähnelt und in der 
Luft von weissen Tauben umkreist wird. (Mort A. 325) 
(cf. § 144). In derselben Chan9on begegnen wir auch einem 
schwarzen Vogel, der einem von Spanien kommenden Feuer 
vorauffliegt (Mort A. 314) (cf. § 144)^). Und im letzten Traum 
sieht Aymeri, wie zwei schwarze Eulen seiner Frau Suppen 
von Blut und Eisen vorsetzen und sie zwingen, dieselben zu 
essen. Hernach wollen die Eulen sie sogar in ein brennendes 

1) Dieser Traum fehlt in der holländischen Redaction cf. Matthes: Re- 
nout van Montalban. 

2) Bangert (Die Tiere in den altfranz5sischen Ghan9on8 de geste) pg- 
277 führt einen Traum an, worin 2 schwarze Raben die Elienor in die 
Hölle zu ihrem Vater fähren und nachdem sie eine Unterredung mit ihm 
gehabt, sie wieder zurück nach Nimaye bringen (B. I. 73,23), aber das 
ganze ist kein Traum, sondern nur ein Märchen, das Elienor ihrem Bruder 
erzählt, um ihre Entfernung vom Hause zu erklären. 



39 

Feuer werfeti. Da kommt aber Aymeri's Sohn herzu und 
tötet die Vögel (cf. § 162). Im Traum der Rhea Süvia 
schützen ein Specht und eine Wölfin die beiden Palmen 
gegen den Amulius. (M. Br. 3958) (cf. § 109). 

Ganz nebensächlich werden dann noch als Jagdbeute erwähnt: ein 
Schwan (Girb. f. blr^c^S) und 2 Enten (Mort A. 337). 

60. Häufige Anwendung haben auch die Fabeltiere 
gefanden, wie Greif und Drache, und zwar werden ihnen 
ausserordentliche Kräfte zugeschrieben. Der Greif rangiert 
sogar noch über dem Löwen: denn in Aye (2517) erfasst ein 
Greif einen Löwen und trägt ihn mit sammt dem geraubten 
Kinde nach Aufaleme, der Residenz Ganors (cf. § 154). 

In H. C. (4959) träumt der König von einem Greifen, 
der ihn nwt seinem Pferd in die Luft trägt (cf, § 147). Die 
Mutter der Biautrix erfahrt die Entführung ihrer Tochter 
durch einen Traum, in dem die Käuber durch 2 Greifen 
wiedergegeben werden ^) (Herv. 1121) (cf. § 155). Biautrix 
selber hat hernach einen Traum, in dem sie sich von einem 
Adler entführt sieht. Sie wird diesem aber durch einen 
Greifen wieder entrissen (Herv. Tirade 61) (cf. § 124). Karl 
der Grosse träumt, dass seine Soldaten von Greifen ange- 
fallen werden tmd über 20,000 davon umkommen (F. 6142) 
und in Rol. (2544) sieht er, als er von der Niederlage des 
Roland'schen Heeres träumt, unter den feindlichen Tieren 
auch 30,000 Greifen (in Rone, nicht erwähnt) (cf. § 133). 
Ueberall stellt sich der Greif also feindlich zu den Träumenden, 
Ausnahmen sind nur in Aye und im Traum der Biautrix (Herv.) 
zu verzeichnen. 

Seltener als der Greif findet das andere Fabeltier, der 
Drache, Verwendung. 

König Artus sieht im Traum einen Bären mit einem 
Drachen kämpfen; letzterer siegt schliesslich (Br. 11533) (cf. 
§ 139). Auberi träumt, ein Drache schleppe seine Nichte 
Sonneheut ins Gefängnis, aber sie werde von ihrem Bräutigam 
Gascelin wieder befreit (A. le B. 71,27) (cf. § 121). Feind- 
lich ist er auch im Rol. (2543), wo Karl der Grosse von den 
wilden Tieren träumt, die sein Heer bedrängen. 

61. An dieser Stelle werden ausserdem noch genannt 



1) In hs. T. sind 10 Greifen genannt, entsprechend der Anzahl der 
Räuber. 



40 

die Vipern und Schlangen. Erstere kommen nur hier vor, 
die Schlange findet sich aber häufiger. So figuriert sie in 
dem Traume Alexander's, wo er träumt, dass er ein Ei öffiie 
und eine Schlange daraus hervorkomme (cf. § 111). Im Gar. 
träumt Mabillette von 2 grossen Schlangen, die das Fenster 
belagern (Gar. fol. 109^10), und schliesslich sind unter den 
Tieren, die sich in Elie's Traum vor Aiol verbeugen, auch 
die Schlangen vertreten (A. F. 365 und A. N. 364) (cf. § 102). 

62. Wir sehen also, wie die meisten Tierbilder der 
Klasse der Raubtiere resp. Raubvögel entnommen sind. Zum 
grössten Teil sind sie dabei Feinde der Träumenden. Tier- 
gattungen, die ausschliesslich oder überwiegend für die Träu- 
menden eintreten, sind sehr selten. Nur Himde und Palken 
wären zu nennen, alle übrigen verhalten sich der Regel nach 
feindlich zu den Träumenden. 

ß. Traumbilder, die nicht dem Tierreich 
entnommen sind. 

63. Tiersymbole konmien in den Träumen, wie aus 
obigem ersichtlich, ausserordentlich oft vor, sie bilden fast 
ausschliesslich den Inhalt derselben und haben nur selten 
andere Traumbilder neben sich. Selbständig kommen letztere 
wenigstens nie vor, immer nur mit Tiersymbolen vermischt. 

In Og. (8266) wähnt Ogier sich im Traume von einem 
Riesen angegriffen, dem 500 Leoparden folgen (cf. § 137). 
In Aiol verbeugen sich die Bäume und Wälder vor Aiol 
(A. F. 363 und A. N. 362) (cf. § 102). AehnHch träumt 
Argentille, dass sich die Bäume vor Guaran verneigen (Hav. 
417 und Gaim. 222) (cf. § 103). Die Rhea Silvia träumt, 
dass sie ihrer Göttin ein Opfer darbringe und ihr dabei ein 
Band, dass sie auf dem Kopf getragen, ins Feuer falle. Aus 
der Asche des verbrannten Bandes schiessen 2 stattliche 
Palmen hervor, von denen eine ganz besonders gross ist und 
die ganze Welt überschattet (M. Br. 3930) (cf. § 109). Aehn- 
lich die Geliebte Robertos von der Normandie, welche im 
Traum einen grossen Baum aus ihrem Körper hervorwachsen 
sieht, der die ganze Normandie überschattet (Rou 2870) (cf. 
§ 110). In der Karlsreise träumt Karl der Grosse von dem 
Grab und dem Kreuz des Erlösers (V. 70) (cf. § 166) und 
im Rol. 720 (Rone. 1020) sieht er, wie Ganelon ihm einen 



41 

Speer entreisst (cf. § 113). Raours Mutter sieht ihren Sohn 
mit zerrissenem Gewand wieder zurückkehren (Ra. 3519) 
(cf. § 159). Aude sieht im Tranm Karl den Grossen mit 
abgeschnalltem Degen und losgetrenntem gefesseltem 
Arm (Rone. 11808). Elie träumt von einem Bilde, das Aiol 
von Spanien nach Frankreich führt und dort taufen lässt, worauf 
es schwanger • wird und 2 Tauben hervorbringt (A. F. 360) 
und A. N. 359) (cf. § 102). Im Rol. 2533 (Rone. 4231) 
träumt Karl von Stürmen, Donner und Feuerzeichen, 
die er am Firmament erblickt. Alles fallt über sein Heer her. 
Wilde Tiere und Dämone stürzen sich auf seine Soldaten 
und wollen sie zerreissen (cf. § 133). Das Feuer findet sich 
überhaupt öfters in den Träumen, so in Cor. (293), wo Guil- 
laume von einem grossen Feuer träumt, daa, von Russland 
kommend, Rom von allen Seiten ergreift (cf. § 119). Aehn- 
in Mort A. (312), wo Aymeri ein grosses Feuer von Spanien 
konunen sieht, das das ganze Land zerstört (cf. § 144). 
Aude erblickt im Traume Er df euer, die sich weithin er- 
strecken, ausserdem sieht sie eine schwarze Wolke sich über 
Spanien erheben (Rone. 11805) (cf. § 161). In Bl. (5308) 
träumt Alimodes vor seiner Niederlage, dass ein furchtbarer 
Sturm sich erhebe und alles umwerfe (cf. § 142). In Girb. 
(fol. 67r^(^42) sieht Gerin seinen Freund Hernais in einem 
brennenden Kloster von seinen Feinden belagert. Aber ein 
dichter Nebel trennt die Gegner und rettet so den Hemais 
(cf. § 128). 

Zu erwähnen wäre schliesslich noch das Ei, von dem 
Alexander träumt, das die Welt repräsentieren soll (AI. p. 6,22) 
(cf. § 111) und damit wäre die Reihe der nicht dem Tier- 
reich entnommenen Traumbilder erschöpft. 

7. Personen in den Träumen. 

64. In den prophetischen Träumen. Träume, in 
denen nur Personen auftreten und das Bildliche des Traumes 
lediglich aus irgend welchen symbolischen Handlungen der- 
selben besteht, sind ausserordentlich selten. Sie haben mit 
den sinnlichen Träumen am meisten von der eigentlichen 
Traumnatur eingebüsst und nähern sich dem Charakter der 
Visionen. Aber meistens treten neben den Personen immer 
noch Traumbilder auf. 



42 

Wenn ich nun im Folgenden eine TJebersicht der pro- 
phetischen Träume gebe, in denen Personen auftreten, so soll 
zunächst von den Fälllen ganz abgesehen werden, in denen 
die betreffende Person der Träumende selbst ist. Denn das 
ist ganz allgemein, dass der Träumende, wenn er überhaupt 
von sich träumt, seine eigene Person im Traume sieht; Bei- 
spiele, wo er sich nur unter einem Bilde sieht; sind sehr 
selten. 

So im Br. (11533), wo König Artus sich in der Figur 
eines Drachens mit einem Löwen kämpfen sieht. 

Absehen will ich auch von den Fällen, wo die Gattin 
durch einen Traum von dem bevorstehenden Unglück ihres 
Mannes benachrichtigt wird, sie sind oben ausführlich behan- 
delt, so dass sie hier noch ein Mal anzuführen überflüssig 
sein würde. 

Schliesslich will ich noch die Fälle übergehen, in denen 
die betreffende Person nur ein Leidensgenosse des Träumenden 
ist. Hier ist die Person des Freundes ganz nebensächlich, 
sie hat für die Entwickelung des Traumes keinen Einfluss. 
Mir liegt es aber daran gerade, die Fälle anzuführen, in denen 
eine Person eine selbständige Rolle spielt. 

So sieht Guillaume seinen Neffen Vivien vom Feldzug 
zurückkehren, traurig und zornig zugleich und zwar allein, 
ohne seine Truppen (Cov. 1016) (cf. § 158). Aehnlich in Ra. 
(3516), wo die Mutter Raours ihren Sohn aus der Schlacht 
kommen sieht mit einem zerrissenen Gewand (cf. § 159). 
Im selben Epos sieht Beatrix die Begleiter des — ermordeten 
— Bemier allein zurückkommen und fürchtet deshalb, dass 
dem Bemier ein Unglück zugestossen sei (Ra. 8469) (cf. § 160). 

Karl der Grosse erblickt Callos, Ogier und den Herzog 
Naymes im Traum, wie sie von 3 Löwen angegriffen werden 
(Og. 1161) (cf. § 115). Aude träumt, dass Roland von einem 
Löwen angegriffen wird, den er aber in die Flucht schlägt. 
(Rone. 11793) und hernach sieht sie 2 tote Ritter vor einem 
Altar liegen, in denen sie Oliviers und Roland zu erkennen 
glaubt (Rone. 11844) (cf. § 161). Gleich darauf aber sieht 
sie die beiden in wilder Eile daherstürmen, der Felsen stürzt 
unter ihnen zusammen und die beiden Helden fallen in die 
Tiefe (11860). Zuletzt hat sie noch einen Traum, in dem sie 
Roland und Olivier in der Kirche sieht, sich tief bis zur 
Erde verbeugend (11865). In A. le B. (71,27) träunrfi Auberi, 



48 

seine Nichte Sonneheut würde von einem Drachen in ein 
Gefängnis geschleppt (cf. § 121). Ciarisse träumt von Aallart, 
ihrem Schwager, dass ihn ein Bolzen träfe, während sein 
Bruder Richard von 2 Adlern ergriffen und an einem Apfel- 
baum aufgehängt würde (Ren. 171,25) (cf. § 146). König 
Gerin sieht im Traum seinen Freund Hemais, wie er, in einem 
brennenden Kloster von Feinden belagert, ihn um Hülfe ruft 
(Girb. 67rOc337) (cf. § 128). Doon träumt von seiner Mutter 
und sieht sie grosse Marter erdulden (D. 2246) (cf. § 148) 
und Ameri erblickt im Traum seine Frau ganz nackt unter 
einem Fichtenbaum, wie sie von Eulen gepeinigt wird. Aber 
sie wird von ihrem Sohn Guibert erlöst, der die Eulen tötet 
(Morii A. 368) (cf. § 162). 

Maugis träumt, Renaus und Aallars kämen zu ihm, jam- 
merten und klagten und forderten seinen Beistand gegen 
Karl den Grossen (Ren. 374,15) (cf. § 153). Und Blancandin 
schliesslich sieht im Traum seine Braut vor sein Bett kommen: 
sie kniet vor ihm nieder und weint bitterlich (Bl. 5580) (cf. 
§ 155a). 

Ueberall sind also die Personen, die in den Träumen 
auftreten. Freunde des Träumenden, und von deren Unglück 
werden nun die Schlafenden benachrichtigt. Die Personen 
stellen hier also inuner den leidenden Teil dar. Zuweilen 
treten sie aber auch als Feinde resp. Freunde des Träumenden 
auf, die ihn oder seine Angehörigen befehden resp. unter- 
stützen. Sie sind hier also nichts weniger als passiv. 

So träumt Auberi von einem Drachen, der seine Nichte 
Sonneheut entführt. Da kommt Gascelin herbei, verjagt das 
Tier und rettet damit die Sonneheut (A. le B. 71,33) (cf. 
§ 121). Im selben Epos (87,37) wähnt sich Sonneheut 
von einem Bären wüthend angegriflfen, als wieder Gascelin 
erscheint und sie errettet (cf. § 122). In G. de N. (1576) 
träumt Eglantine, dass sie von einem Bären entführt werde. 
Gui will sie erretten, er kann aber mit seiner Lanze nichts 
gegen das Tier ausrichten. In Karl's des Grossen Traum 
(Og. 1159) werden Callos und der Herzog Naymes von Löwen 
zu Boden gerissen. Da kommt Ogier hinzu, schlägt 2 Löwen 
zu Boden und treibt den dritten in die Flucht (cf. § 115). 
Im Chans, des S. schliesslich sieht Karl der Grosse seine Jäger 
von Ebern angegriffen. Da konunt der Herzog Naymes herbei 



44 

und tötet den Anfuhrer der Eber (Gh. des S. ü. 169) (cf. 
§ 112). 

Hier ist die Traumperson überall ein Freund des Träu- 
menden, der ihm oder seinen Angehörigen zu Hilfe kommt. 

Feinde werden dagegen nur selten in eigener Person in 
den Traum gebracht, sie werden fast immer durch ein Traum- 
bild wiedergegeben. Ich habe nur 2 Beispiele dafür gefunden: 

E^arl der Grosse sieht im Traum den Ganelon, wie er 
ihm seine Lanze entreisst (Bol. 721 und Rone. 1021) (cf. § 
140). Und Girbers erblickt in An. (2*^16) seine Feinde 
Fromond und Fromondin mit ihren Anhängern bei dem König. 
Er schliesst daraus — im Traum — dieselben hätten den* 
König für sich gewonnen, und ruft nun die Kaiserin — so 
steht im Text statt Königin — an, ihn doch vor seinen Feinden 
zu schützen. Aber diese lässt ihn schlagen und ins Gefängnis 
werfen (cf. § 164). ^) 

65. Das wären die in den Träumen vorkommenden 
Personen, es sind mit Ausnahme von 2 Fällen, immer Freunde 
der Träumenden. Und neben ihnen, das können wir an fast 
allen Beispielen konstatieren, sind immer noch Traumbilder 
vorhanden, sie sind fast nie die einzigen Figuren des Traumes 
und thun daher dem symbolischen Charakter des Traumes 
keinen Abbruch. Etwas anderes ist es mit den sinnlichen 
Träumen, wo wirkliche Bilder fast ganz fehlen, die Traum- 
figuren sind da fast ausschliesslich Personen; Tiere u. s. w. 
treten nicht auf. 

66. In den sinnlichen Träumen. Hier ist die Person, 
von welcher der Schlafende träumt, alle Mal seine Geliebte. 
Durmart träumt z. B. von seiner Geliebten: er glaubt sie zu 
besitzen und physisch zu lieben. Aber am Morgen findet 
er sich in seinem Bett allein (Dur. 4089). Genau derselbe 
Traum begegnet uns in Bei. (2444), wo Giglain von der Fee 
träumt, die er aus der Gefangenschaft des Mauger le Gris 
errettet hat. In Cl. träumt Alis immer, bei seiner Frau Fenise 



1) Zu erwähnen wäre hier vielleicht noch Berte's Traum: Berte er- 
zählt ihrem Mann, Kar] dem Grossen, sie habe im Traume Görard wie 
in füheren Tagen zur Thür hereinkommen sehen, ganz friedlich wie ein 
getreuer Unterthan. Doch ist dieser Traum erdichtet, Berte will ihren 
Gemahl nur an den Gedanken von Görard's Rückkehr gewöhnen und ihn 
friedlich gegen seinen aufrührerischen Unterthan stimmen (Gö. 366,20). 



45 

zu schlafen und hält dann am nächsten Morgen diesen Traum 
fiir Wu-klichkeit (Gl. 3356). 

In G. de P. (1118) erfährt Guillaume durch einen Liebes- 
traum, dass die hoch über ihm stehende Mälior ihn liebt. 
Er träumt nämlich, wie sie ihn bittet, sie als Freundin anzu- 
nehmen, sonst würde sie vor Liebesweh sterben. Darauf giebt 
sie sich ihm hin. — Aehnlich träumt Blancandin (3716) von 
seiner Braut: sie erzählt ihm, wie sie immer von ihm' träume 
und lässt sich von ihm herzen und küssen. 

Diese Träume sind alle mehr oder minder gleichen Cha- 
rakters. Etwas abweichend hiervon sind die beiden Träume 
des Biaus Desconneus (cf. §§ 174, 175), aber auch hier ist 
der Mittelpunkt des ganzen Traumes die Geliebte. 

Nirgends finden sich hier neben den Personen noch Traum- 
bilder, nichts, was, im Traume angedeutet, hernach in den 
Ereignissen seine Erklärung finden könnte. Die sinnlichen 
Träume nähern sich damit den Visionen, die ja auch nie 
Bildliches enthalten. Sie unterscheiden sich aber von ihnen 
durch die Bezeichnung [songe] und durch den Inhalt, indem 
die Visionen göttliche durch Engel oder Engelsstimmen über- 
mittelte Befehle enthalten, während hier alles sinnlich ist. 

f. Die Form der Träume. 

67. In einem früheren Abschnitt ist gezeigt worden, 
wie Träiune, welche von einer Person in derselben Nacht 
geträumt werden, immer zusammengehören und ein ganzes, 
einheitliches darstellen. Nur die Fülle der Ereignisse, welche 
von dem Dichter verbildlicht werden sollten, so hatten wir 
gefunden, hatte ihn gezwungen, das ganze zu teilen und 
mehrere Träume aus dem einen zu machen. Wir haben 
also darin eine besondere Form der Träume zu sehen, nicht 
ein Conglomerat von Träumen. Sie stehen gegenüber den 
auch äusserlich einheitlichen, den unzerteilten Träumen. 

68. Bei beiden Arten zeigt sich das Bestreben, den 
ganzen Traum den Schlafenden so natürlich wie möglich vor- 
zuführen. Die Tiere — und sie bilden ja das grösste Con- 
tingent der Traumfiguren — kommen selten, so zu sagen in 
den Traum hineingeschneit. Fast immer wird die Traum- 
person als im Walde jagend geschildert, wo sie dann von den 
Tieren angegriflfen wird. 



46 

So in A. le B. (71,17), wo sich Auberi im Ardennenwald 
sieht und dann von wilden Tieren träumt, die ihn angreifen 
(cf. § 121). Ebenso im Hörn, wo Rodmund im Traum mit 
seinem Hund auf die Jagd geht und daselbst von Wildschweinen 
angegriffen wird (H. 4656) (cf. § 141). Ebenso sieht sich 
Karl der Grosse auf der Jagd von wilden Tieren bedroht 
(Og. 8260) (cf. § 137). Und Ylaire träumt erst, dass er sich 
in einem Walde befindet, bevor er die Löwen sieht, die ihn 
angreifen. *) 

Nur selten kommen die Tiere ganz unvermittelt in den 
Traum, und es ist dies immer ein Zeichen von weniger hoch 
entwickelter Technik des Dichters. Was die grossen Vögel 
betrifft, so brauchen sie weiter keine Einführung, da sie ja 
nicht auf den Wald beschränkt sind. Aber oft wird auch 
hier extra erwähnt, wie die Traumperson sich im Freien 
befindet, als der Vogel auf sie herabstürzt. So in Aye (1954), 
wo sich Aye anf einem Berge mit König Ganor erblickt, als 
sie plötzlich von 2 Adlern ergriffen wird (cf. § 125). Aehn- 
lich in Herv. (Tirade 61), wo Biautrix träumt, sie schliefe im 
Freien und würde da von einem Adler ergriffen und entführt 
(cf. § 124). 

Auch bei Personen, die nicht in der unmittelbaren Um- 
gebung des Träumenden wohnen, sieht sich der Träumende 
zuvor an deren W^ohnort versetzt, ehe er sie selbst sieht. 

So in An. (2^6) und in A. und A. (868) (cf. §§ 164 
und 152). 

Alles das hat den Zweck, den Traum möglichst natur- 
getreu vor die Phantasie zu führen, denn der Träumende hat 
jetzt ein Bild vor sich, das der Wirklichkeit ganz angepasst 
ist und ihm durchaus lebensvoll erscheinen muss. ^) 

69. Im § 67 war ein Unterschied zwischen geteilten 
und (auch äusserlich) einheitlichen Träumen gemacht worden. 
Letztere können nun wieder zweifacher Natur sein. Sie 
können entweder nur aus einem einzigen Traumbild bestehen 



1) "Es sind dies nicht die einzigen Beispiele, fast alle Träume dieser 
Art sind so eingeführt. 

2) Hier wäre vielleicht der Traum Karls des Grossen zu erwähnen, 
dem im Rol. ein Engel erscheint, um ihm die Traumbilder vorzuführen. 
Der Kern des ganzen ist hier natürlich die Traumbildgruppe, der Engel 
bildet eigentlich nur Staffage (Rol. 2525 (cf. §§ 178 und 179) und Rone. 
4224). 



47 

oder aus einer ganzen Gruppe chronologisch aneinander 
gereihter Traumbilder. Die letzte Kategorie ist bei weitem 
am zahlreichsten vertreten, denn Träume mit einem einzigen 
Traumbild sind nur sehr selten. So sieht Robastre (Gauf. 9794) 
einen Leoparden in sein Zelt schleichen, den er niederschlägt. 
Hier ist nur 1 Traumbild im ganzen Traum vorhanden. Aelm- 
lich in Cov. (1016), wo Guillaume seinen Neffen Vivien mit 
schmerzerflilltem Gesicht vom Feldzug zurückkehren sieht. 
Diese Beispiele sind verhältnismässig selten, meistens finden 
wir im Traum eine ganze Gruppe von Traumbildern vor. 

70. Diese Traumbilder beziehen sich fast immer auf 
verschiedene, unter sich verknüpfte, fortlaufende Begebenheiten. 
Dass 2 aufeinander folgende Traumbilder sich auf ein und dieselbe 
Begebenheit beziehen, findet selten statt. 

In Girb. (1649) sieht Girbers sich zuerst in Paris gegen 
2 Löwen kämpfen und hernach zeigt ihm ein anderes Traum- 
bild einen Falken, den er füttert, der ihm aber entfliegt und 
beinahe die Augen ausreisst. Beide Male beziehen sich die 
Traumbilder auf seinen Kampf gegen Fromond und seinen 
Sohn. Das letzte Traumbild zeigt allerdings nur den Sohn 
an, aber es sind immer zwei unmittelbar aufeinander folgende 
Traumbilder, die sich auf ein und dieselbe Thatsache beziehen. 
Das zweite Bild wäre also ganz überflüssig gewesen (cf. §§ 
117 und 131). 

Ebenso verhält es sich mit den Traumbildern in Aude's 
Traum, die auch zum grössten Teil überflüssig sind (Rone. 
1174). 

71. In allen anderen Fällen haben wir eine Gruppe von 
Traumbildern, die sich auf fortlaufende Ereignisse beziehen. 
Diese Traumbilder rangieren dann immer in der Reihenfolge, 
in der die Ereignisse eintreten, welche sie verbildlichen sollen. 
Die Begebenheiten, welche sich zuerst abspielen und womöglich 
auch die Ursache der folgenden bilden, müssen naturgemäss 
auch im Traum zuerst verbildlicht werden. So sieht Elie 
in seinem Traum erst die wilden Tiere, die Aiol ertränkt und 
hernach erst die von ihm mit neuen Federn geschmückten 
Vögel. Ganz natürlich, denn erst musste er die Sarazenen 
(die wilden Tiere) besiegen, ehe er seinen Rittern (die Vögel) 
ihre an die Sarazenen verlorenen Länder wieder zurückgeben 
konnte. Ueberall finden wir diese chronologische Anordnung 
streng durchgeführt. 



48 

72. Die Verknüpfung der einzelnen Traumbilder unter 
einander ist meist derart, dass der ganze Traum einheitlich 
vor die Phantasie des Träumenden tritt. Es giebt aber auch 
Fälle, wo keine Verknüpfung zwischen Traumbildern vorliegt. 
So in Ren., wo Godefrois zunächst sieht, wie der König dem 
Renaus einen Sperber überreicht. Mit einem Mal ändert sich 
das Bild: er sieht einen Eber in eiligem Lauf daherkommen, 
verfolgt von 1000 Wölfen, 7 davon zweigen sich ab und 
stürzen sich auf den plötzlich auftauchenden Renaus (Ren. 
112,27) (cf. § 132). Das sind anscheinend 2 Träume, die 
nicht mit einander zusammen hängen und doch sind die durch 
sie verbildlichten Ereignisse in Wirklichkeit miteinander ver- 
knüpft. Der Dichter hat es nur nicht vermocht, die Binde- 
glieder der beiden ebenfalls in dem Traum zum Ausdrucjt zu 
bringen. Auch in Cor. (291) wechseln 2 ganz verschiedene 
Traumbilder ohne irgend welchen Uebergang mit einander ab: 
das eine zeigt ein grosses Feuer, das, von Russland kommend, 
Rom ergreift, und das andere einen Hund, der den Träumen- 
den angreift; aber von ihm zu Boden geschlagen wird (cf. § 
119). Und schliesslich hört Karl der Grosse eine Stimme, 
die ihn auffordert nach Spanien zu kommen und plötzlich sieht 
er wieder seine Truppen, wie sie von Greifen angefallen werden 
(r. 6136) (cf. § 145). 

üeberall stehen die Ereignisse, worauf sich die Träume 
beziehen, in engem Zusammenhang mit einander, die Dichter 
haben es nur nicht verständen, diesen Zusammenhang auch 
in den Träumen zum Ausdruck zu bringen. 

73. Schliesslich sei noch auf die Widersprüche, die zu- 
weilen in demselben Traum vorkommen, hingewiesen. 

In Elie's Traum (A. F. 360 und A. N. 359) (cf. § 102) 
figuriert Aiol zunächst in eigener Person, hernach sieht Ehe 
einen Adler nach Spanien fliegen, der sich daselbst als Aiol 
entpuppt und ein Bild gewinnt, das er taufen lässt. Was 
bewog den Dichter, hier scheinbar so ganz willkürlich bald 
Aiol in eigner Person, bald als Adler vorzuführen? Ich glaube 
annehmen zu können, dass diese vorübergehende Verwandlung 
nur durch die Verlegung des Schauplatzes bedingt ist. Wir 
sehen nämlich fast immer, wenn eine Person plötzlich in 
einem anderen Lande vorgeführt werden soll, Vögel auftreten, 
die dann die betreffende Person nach dem fremden Lande 
hinübertragen. Hier ist nun Aiol gleich in einen Vogel 



49 

verwandelt. Es war dies ein ausgezeichnetes Mittel für den 
Dichter, den ganzen Traum einheitlich zu machen, da er sonst 
zerrissen war. Den Aiol im Traum als auf der Wanderung 
nach Spanien begriffen vorzuführen, ging nicht, da eine solche 
Wanderung zu viel Zeit in Anspruch nahm, da war dies das 
beste Mittel, um alles in einem kurzen einheitlichen Traum 
vorzufahren. ^) 

Dieser Widerspruch in der Darstellung Aiols ist also auf 
seine guten Gründe zurückzuführen. 

Anders in Girb.: Hier träumt Girbers zunächst, dass er 
mit 2 Löwen kämpft, und unmittelbar darauf, dass er von 
einem jungen Falken angegriffen wird. Beide Traumbilder 
beziehen sich auf denselben Gegenstand, nämlich auf seinen 
Kampf mit Fromond und dessen Sohn. Warum nun ein 
Mal jeder seiner beiden Feinde, das andere Mal nur der 
junge Fromond verbildlicht worden ist, bleibt unklar (Girb. 
1649) (cf. §§ 117 und 131). 

Ein Widerspruch in der Aufeinanderfolge der Traumbilder 
findet statt im Rone. Hier sieht Aude zuerst Roland und 
Olivier tot vor einem Altar liegen und hernach erblickt sie 
die beiden in wilder Eile daherjagen, bis der Felsen unter 
ihnen zusammenbricht und sie in den Abgrund stürzen. Da 
das letzte Traumbild jedenfalls den in der Schlacht von Ron- 
cevaux gefundenen Tod der beiden Helden veranschaulichen 
soll, so müsste es entschieden vor dem oben erwähnten ran- 
gieren (Rone. 11844). Etwas ganz anderes ist es, wenn Aude 
zuletzt die beiden wieder in betender Stellung in der Kirche 
sieht. Dies Traumbild soll die Helden nach dem Tode, im 
Himmel, vorführen und da hat es mit vollem Recht seinen Platz 
nach den anderen Traumbildern. 

Das wären die wenigen Widersprüche und Unklarheiten 



1) So werden im Traume alle Entführungen von Frauen nach fremden 
Ländern immer durch Vögel ausgeführt, nie durch Vierfüssler. Die können 
ja nicht in so kurzer Zeit die Geraubten nach den fremden Ländern 
bringen, um sie dort im selben Traum wieder auftreten lassen zu können. 
Besonders interessant ist hier ein Traum der Aye; diese sieht ihr Kind 
von einem Löwen geraubt. Der Löwe repräsentiert den Ganor, der das 
Kind nach Afrika entführt. Nun kann aber der Löwe doch nicht von 
Avignon über das Wasser nach Afrika kommen! Der Dichter kommt 
nicht in Verlegenheit: er führt einfach einen Greifen ein, der den Löwen 
mit dem Kinde nach Afrika trägt (Aye 2510) (cf. § 154). 

(Aiug. u. Abh., MentB.) ^ 



50 

in den Träumen als solchen, wir sehen, es sind wenig genug 
und diese noch, abgesehen von dem letzten Traum, absolut 
nicht erheblicher Natur. 

74. Für den inneren Bau der Träume hat sich also 
Folgendes ergeben: 

a) Es giebt geteilte Träume, die mit Unterbrechungen 
geträumt werden, und einfache geschlossene Träume. 

b) Bei beiden Arten werden die Traumbilder nie un- 
vermittelt vor die Seele des Träumenden geführt. 

c) Ein Traum kann aus einem Traumbild bestehen 
und auch aus mehreren. 

d) Sind mehrere Traumbilder vorhanden, so können 
sich diese entweder auf ein und dasselbe Factum be- 
ziehen oder auf mehrere, die dann organisch mit ein- 
ander verbunden sein müssen. Letzteres das gewöhnliche, 
ersteres nur in Ausnahmefällen. 

e) Bezieht sich ein Traum auf solche ineinander- 
greifende Begebenheiten, so wird die Reihenfolge der 
Traumbilder naturgemäss durch die Reihenfolge der 
Begebenheiten bestimmt. 

f) Diese Traumbilder können mit einander verbunden 
vorgeführt werden und auch nicht. Im letzten Falle 
vermochte der Dichter nicht die verknüpfenden Mittel- 
glieder beider Fakta zu verbildlichen. 

g) Widersprüche innerhalb eines Traumes finden sich 
nur selten. 

g« Auslegung der Träume. 
I. Die Traumdeuter. 

75. Eine Untersuchung über die Bedeutung der Träume 
wird sich naturgemäss nur mit den prophetischen Träumen zu 
befassen haben, da die sinnlichen Träume überhaupt keiner 
Deutung zugänglich sind. 

Die prophetischen Träume tragen nun oft ihre Bedeutung 
so klar zur Schau, dass die Träumenden sie selbst leicht 
entziffern konnten. So entnimmt Karl der Grosse aus seinem 
Traum, in dem er das Grab des Erlösers sieht, sofort, dass 
es der Wunsch Gottes ist, dass er einen Kreuzzug nach Pa- 
lästina unternimmt (V. 67). Und Hugues Capet (H. C. 4956) 
macht sich auf einen Angriff von Seiten seiner Feinde gefasst, 



51 

da ihm im Traum ein Milan und ein Greif erschienen sind, 
die ihn angegriflfen haben. So könnte noch eine ganze Reihe 
von Beispielen aufgeführt werden, wo überall der Träumende 
selbst den Traum enträtselt. *) 

Manchmal ist aber der Traum so unklar und rätselhaft, 
dass ihn der Träumende sich erst von einen besonderen 
Traumdeuter auslegen lassen muss. Diese Traumdeuter sind 
meistens Priester, sie waren ja ziemlich die einzigen Gelehrten 
jener Zeit, sie mussten daher auch am besten Träume deuten 
können. 

So werden der Aude ihre Träume durch einen saiges 
clers ausgelegt (Rone. 11887), ebenso Karl dem Grossen von 
einem weisen maistre (G. de V. 1948) In Mort A. (381) ist 
es ein gelehrter Jude (clers und jui wechseln als Bezeich- 
nungen mit einander ab), der die Träume des Aymeri deutet. 
Ein Einsiedler ist es in A. F. (391) und in Hav. (516) und 
der Hauskaplan endlich in Ren. (112,36) und in G. de P. (4798). 

üeberall sind also clers^) die Traumdeuter; andere 
Personen nur sehr selten. Der Herzog von Naymes z. B. 
ist einer der wenigen, die auch Träume auslegen können (cf. 
F. 6150). Cuaran versucht allerdings auch, den Traum der 
Argentille zu erklären, aber seine Deutung ist falsch (Gaim. 
263 und Hav. 455). 

Heiden sind natürlich nicht fähig, Träume zu deuten. 
Ihnen werden ja überhaupt keine Träume zu teil, wie sollten 
sie da Träume deuten lernen. 2 Fälle haben wir kennen 



1) Eigentümlich ist es, wie zuweilen der Träumende sofort weiss, 
worauf sich der Traum bezieht, obgleich das Bild garnicht so klar ist, 
als dass es so ohne weiteres hätte gedeutet werden können. So in B. a. 
g. p. (1676), wo Blancheflour sich im Traum von einer Bärin zerfleischt 
sieht, während ein Adler sich auf ihr Gesicht setzt. Sofort weiss sie, 
dass das Bezug auf ihre Tochter hat ; wie sie aber dazu kommt, den 
Traum gerade auf ihre Tochter zu beziehen und auf keinen anderen, wird 
nicht gesagt. Es ist das immerhin ein Zeichen von gerade nicht sehr 
hoch entwickelter Technik des Dichters. 

2) In Rone. (11872) und in Mort A. (381) wird uns Näheres über 
diese clers berichtet. So heisst es in ersterem: Li clers fu saiges des 
qu'il issi d*anfance Et fu norris enz ou regne de France, Et sor touz clers 
sot il de nigremance. II prinst .1. livre, si a Kt sans doutance La mort 
des contes i vif* etc. Und ähnlich in Mort A.: „Sajes hom fu et de grant 
sens porpris, II ot un livre parö de toz latins Ou li art sont et li sonje 
descrit." Also beide Male ist von Traumbüchern die Rede, die sie dazu 
benutzen. 



52 

gelernt, wo Heiden träumten: in Brut und Rou (Br. 679 und 
Rou 195 u 233). Brut's Traum nähert sich dem Charakter 
der Visionen, er ist prophetisch, aber die Prophezeiung wird 
ihm in Worten von der Göttin mitgeteilt, nicht in noch zu 
deutenden Traumbildern vorgeführt. Hier bedurfte Brut also 
keiner weiteren Auslegung. Anders in den Träumen Rou's: 
da ist alles bildlich, für ihn also nichts verständlich. Und 
beide Mal wendet er sich an einen Christen und lässt sich von 
ihm den Traum deuten (cf. § 105). ^) 

Wenn wir sehen, dass die Heiden keine Träume deuten 
können, ja selbst nicht mal unter den Christen alle diese 
Fähigkeit besitzen, so muss es um so mehr Wunder nehmen, 
wenn wir in Aye (1967) eine Heidin als Traumdeuterin treffen 
(cf. § 125). Allerdings ist ihre Auslegung eine ausserordentlich 
verschwommene, unklare, aber sie ist doch richtig, und so ist 
dieser Fall als einzige Ausnahme von der Regel anzusetzen. 

Zu erwähnen wäre hier noch, dass zuweilen ein und 
derselbe Traum eine mehrfache Auslegung erfahrt, doch kommt 
das sehr selten vor. So in Häv. (455 u. 516), wo der Traum 
der Argentille zuerst von Cuaran und hernach von einem 
Eremiten erklärt wird. Die Auslegung des Eremiten ist 
natürlich die richtige. Eine dreifache Auslegung erfährt der 
Traum des Alexander, indem zuerst ein Grieche ihn zu deuten 
versucht, hernach ein sages hom de la loi und zuletzt Aristo- 
teles von Athen. Mit der Deutung des Letzteren ist Philipp 
zufrieden (AI. p. 6, Vers 21). Diese Traumdeuter finden 
vorzugsweise bei solchen Träumen Verwendung, die compli- 
cierter und verwickelter waren und von denen der Dichter 
sich sagen musste, dass der Träumende sie nicht sofort selbst 
interpretieren konnte. 

Daneben mag aber vielleicht der Grund mitgespielt haben, 
auch den Hörer sofort über den Traum zu orientieren. Ein- 
mal sehen wir dies Bestreben ganz deutlich zu Tage treten: 



1) Ich verweise hier auf den Traum Pharao's, wo die äusseren Um- 
stände ganz dieselben sind. Wie der dem Volke Gottes angehörige Joseph 
aus dem Gefängnis geholt wird, um dem heidnischen König Pharao die 
Träume auszulegen, so muss hier der — gefangene — junge Christ dem 
heidnischen Rou die Träume interpretieren. Und beide erhalten nachher 
ihre Freiheit dafür. — Die Uebereinstimmung ist eine zu grosse, als dass 
hier nicht an eine Benutzung oder wenigstens Beeinflussung gedacht 
werden könnte. 



58 

In Cor. (291) ist von dem Traum des Guillaume die 
Rede, der Traum wird erzählt und nachher berichtet der 
Dichter sofort — indem er vorgreift — das entsprechende 
Ereignis, um dann erst den Faden seiner Erzählung wieder 
aufzunehmen. Hier sollte also nur der Hörer von der Be- 
deutung des Traumes benachrichtigt werden (cf. § 119). 

Im übrigen finden die Träume nur durch die später 
eintretenden Ereignisse selbst ihre Erkläi*ung und zwar schon 
möglichst bald, da die Träume, wie wir friUier gesehen, erst 
immer kurz vor dem betrefifenden Ereignis einzutreten pflegen. 



II. Deutung der Träume. 

76. In diesem Abschnitt ist es nicht meine Absicht, die 
Träume als solche zu deuten, sondern die in ihnen enthaltenen 
Traumbilder. Meine Aufgabe ist hier, jedes Traumbild durch 
die verschiedenen Träume hindurch zu verfolgen, um so die 
Bedeutung eines jeden Traumbildes festzustellen. Die Träume 
als solche sind mit vollständiger Deutung ausführlich unter 
dem Abschnitt k wiedergegeben und muss ich hierauf ver- 
weisen. 



a. Deutung der dem Tierreich entnommenen 
Traumbilder. 

77. Wir hatten früher gesehen, dass die Raubtiere schon 
im Traum selbst sich meistens feindlich zu den Träumenden 
verhalten. Dementsprechend stellen sie auch durchweg Feinde 
der Schlafenden vor. 

78. Der Löwe. So sieht Gerins im Traum sich von 
2 Löwen angegriffen und in der That wird er auch nach 
kurzer Zeit von Fromond und seinem Sohn mit Krieg über- 
zogen. Die Löwen stellen hier also diese beiden Feinde Gerins 
dar (Girb. 1652) (cf. §§ 117 und 131). In Rone. (4240) träumt 
Karl der Grosse von einem vierköpfigen Löwen, der ihn 
bedroht, den er aber schliesslich zu Boden schlägt — es ist 
König Marsilie gemeint, der ja von Karl besiegt wird - und 
einige Zeilen darauf stellt sich ihm abermals ein starker Löwe 
in den Weg: dies Mal repräsentiert der Löwe den Baligant, 



54 

den Bruder Marsilie's, mit dem Karl nachher einen harten 
Kampf zu bestehen hat. (RoL 2549) *) 

In Og. (1165) sieht Karl der Grosse seine Getreuen von 
3 Löwen bedrängt: Die 3 Löwen stellen hier die feindlichen 
Sarazenen dar, die ersteren bald darauf arge Verlegenheiten 
bereiten (cf. § 115). Amis sieht im Traum einen Ritter von 
einem Löwen angegriffen und träumt damit von Amiles, der 
mit Hardre (der Löwe) in einem Rechtsstreit liegt (cf. § 152). 
Ein anderes Beispiel liegt in T. (2036) vor: Hier träumt 
Isolde von 2 Löwen, die sie verschlingen wollen und wieder 
sind es zwei Feinde — König Marc und sein Förster — die 
durch die Löwen verbildlicht werden (cf. § 151a). 

Eglantine (6. de N. 1576) sieht ihren Entfuhrer im Traum 
unter der Gestalt eines Löwen (cf. § 123) und ebenso Aye 
(Aye 2512) den Räuber ihres Sohnes (cf. § 154). 

Melior sieht sich in G. de P. (4007) von wilden Tieren 
angegriffen, unter andern auch von einem Löwen und seinem 
Jungen. Der Löwe ist hier der maire der benachbarten Stadt, 
der mit seinem Sohn und anderen Städtern Guillaume und 
Melior festnehmen will (cf. § 127). Im selben Roman erblickt 
die Königin Felise die sie belagernden Feinde unter dem 
Bilde von wilden Tieren — unter anderen auch von Löwen 
— die sie bedrängen (G. de P. 4726) (cf. § 126). Aehnlich 
im Traume Karls des Grossen, wo dieser von der Niederlage 
seiner Nachhut träumt: hier befinden sich unter den Tieren, 
die ihn bedrängen, auch Löwen. Letztere würden also feind- 
liche Sarazenen repräsentieren. *) 

Schliesslich träumt Auberi's Frau von der Niederlage 
ihres Gatten und da ist das gefährlichste der ihn angreifenden 
Tiere ein Löwe (A. 212,21) (cf. § 156). Der Löwe verbild- 
licht hier einen Feind, aber man kann im Zweifel sein, ob 
Huedes de Gengres oder Fouquere damit gemeint ist. Ich 
möchte mich für letzteren entscheiden, da dieser den Löwen im 
Wappen hat und es daher nahe lag, ihn unter dem Bild eines 
Löwen wiederzugeben, cf. A. (191,10), wo von einem Angriff 
Fouquere's auf Auberi vorher die Rede war: 



1) Dönges hat diesen Traum für das Rolandslied eingehend als unecht 
und später eingeschoben nachgewiesen (cf. Dönges: Die Baligantepisode 
im Roiandslied. Heilbronn 1880). 

2) Im RoL sind die Löwen speciell nicht erwähnt. 



55 

Vers Fouquere retoma de randon (nämlich Auberi) Grant cop li done 
sus Tescu au lion etc. 

In einem anderen Fall ist es ebenfalls unklar, welche 
bestimmte Person gemeint ist, nämlich in Rone. (11760), wo 
Aude von einem Löwen träumt, der sich auf Roland stürzt. 
Sämmtliche Träume Audes beziehen sich hier auf die Schlacht 
von Roncevaux, aber es giebt keine Episode aus derselben, 
die diesem Traum entsprechen könnte. Nur so viel steht fest, 
dass der Löwe hier wieder einen Feind repräsentiert. 

Ueberall dient der Löwe also zur Verbildlichung eines 
Feindes, nur selten lässt er im Traum auf einen Freund 
schliessen, dann spielt er immer auch im Traum selber schon 
die Rolle eines Freundes oder Helfers. So in Mort A. (345), 
wo Aymeri sich im Traum von 14 Bären angegriffen wähnt, 
bis ihn schliesslich ein Löwe rettet, der sie in die Flucht 
treibt. Hier ist der Löwe Aymeri's Sohn Guiberz, der nach- 
her wacker mit Aymeri's Feinden (die Bären) streitet. Diese 
günstige Bedeutung hat der Löwe auch im Traum des Esmeres, 
der sich durch einen Löwen aus dem Geföngnis befreit sieht 
(B. I. 153,81) (cf. § 129). Aehnlich erblickt Aye ihren Be- 
freier Garin in der Gestalt eines Löwen (Aye 1962) (cf. § 125), 
und auch Königin Felise sieht sich vor den sie bedrohenden 
wilden Tieren durch einen Löwen gerettet (G. de P. 4731) 
(cf. § 126). Hier verbildlicht der Löwe den in einen Wer- 
wolf verhexten Sohn des König von Spanien, der die Feinde 
hernach vertreibt. 

Dies wären die verhältnismässig wenigen Fälle, wo ein 
Löwe im Traum etwas Günstiges bedeutet. Und überall zeigt 
ihn schon der Traum als Retter an. 

Man kann also für den Löwen die Regel aufstellen : Der 
Löwe bedeutet im Traum immer einen gefährlichen Feind, 
wenn er nicht schon im Traum als Freund und Retter vor- 
geführt wird. 

3 Fälle sind in obiger Zusammenstellung nicht angeführt, 
wo die Löwen nur eine untergeordnete Rolle spielen: 

In A. le B. (71,21) hat Auberi einen Traum, wo er von wilden Tieren 
geängstigt wird, so auch von Löwen. Hier soll die durch die Tiere 
bewirkte Angst nur die Qualen repräsentieren, die Auberi auszustehen 
hat, als ihm die Wahl zwischen seinem Tod uud der Auslieferung seiner 
Tochter gestellt wird. In Aiol (A. F. 365 und A. N. 364) ferner sieht 
Elie, wie sich alle Tiere, auch die Löwen, vor Aiol verbeugen. Hier 
bedeuten die Tiere die von Aiol bekehrten und unterjochten Heiden, also 
auch hier — bezwungene — Feinde. Die beiden Löwen schliesslich, die 



56 

sich in dem Traam der Argentille demUtig dem Caaran za FUasen 
stellen die Widersacher Caaran*s dar, die sich ihm schliesslich doch alle 
beugen werden (Gaim. 229). 

79. Der Bär stellt auch durchweg einen Gegner des 
Träumenden dar. So im Rol. (2558), wo Karl von 30 Bären *) 
träumt, die ihn anfallen, um einen von ihm gefangen gehal- 
tenen Genossen zu befreien. Die Bären repräsentieren hier 
die Verwandten des Ganelon, die nachher bei Karl auf die 
Herausgabe Ganelon's dringen. Im selben Epos träumt 
Karl von einem Bären und einem Leoparden, die ihn wütend 
angreifen, aber von einem ihm zu Hülfe gekommenen Wind- 
hund bekämpft werden (Rol. 727 und Rone. 1028) (cf. § 140). 
Dieser Traum bezieht sich auf das später von Kai-1 über 6a- 
nelon abgehaltene Gericht. Der Bär verbildlicht hier den 
Ganelon, dessen Ersatzmann Pinabel (Leopard) im Zweikampf 
von Thierry (Windhund) besiegt wird. 

König Artus sieht im Traum einen Drachen im Kampf 
mit einem Bären, welch letzterer schliesslich unterliegt (Br. 
11529). Der Drache verbildlicht hier einen feindlichen Riesen, 
den Artus nach einiger Zeit in hartem Kampfe tötet. 

Auberi sieht die Truppen Gascelin's, von denen er später 
den Tod erleidet in der Gestalt von 2000 Bären, die ihn ver- 
folgen (A. 113,33) (cf. § 136) und ebenso Ilaire die Truppen 
Feraut's von Losane in der Gestalt zweier Bären, die ihn 
angreifen (A. F. 4694) (cf. § 116). 

Feindliche Truppen stellen die Bären auch im Traume 
Aymeri's dar. Hier träumt Aymeri, er werde von 14 Bären 
angegriffen, die ihm sein Streitross zerreissen: es sind die 
Sarazenen, die nachher sein Land verheeren (Mort A. 339). 
Sonneheut sieht ihren Entführer Lambert in der Gestalt eines 
Bären (A. le B. 87,33) (cf. § 122) und ebenso sieht Aye ihr 
Kind von 2 Bären entführt: es sind die beiden Sarazenen 
Ganor's, die für ihren Herrn das Kind rauben (Aye 2514) 
(cf. § 154). Blancheflour träumt, sie werde von einer Bärin 
zerfleischt, während sich ein Adler auf ihr Gesicht setze (B. 
a. g. p. 1678). Der Traum bezieht sich auf die Verdrängung 
ihrer Tochter Berte durch die Intriguen der Aliste und deren 
Mutter Macaii-e. Klar ist es nun nicht, ob die Bärin die 
Aliste und der Adler die Macaire verbildlichen soll oder um- 
gekehrt. Da nun aber die Aliste wirklich die Berte verdrängt 



1) Vgl. die beiden Anmerkungen zu § 50. 



57 

und Macaire nur ihre Bimdesgenossin ist, so möchte ich sie 
als durch die Bärin verbildlicht ansehen, da der Adler ja nur 
die Stelle eines Complicen zur Bärin einnimmt, also eine 
ganz gute Verbildlichung der Macaire sein würde. Jedenfalls 
stellt auch hier der Bär einen Feind der Träumenden vor. 

Argentille wähnt ihren Cuaran von einem Bären ange- 
^ffen, der aber von ihm zu Hülfe kommenden Hunden und 
Ebern zu Boden gerissen wird. Auch hier bezeichnet der 
Bär etwas Feindliches, da der Traum im weiteren prophezeien 
will, dass alle Gegner Cuaran's zu Grunde gehen werden, 
wenn sie sich ihm nicht beugen (Gaim. 229) (cf. § 103). 

Schliesslich figurieren die Bären auch unter den wilden 
Tieren, von denen die Schlafenden öfters träumen. Hier ver- 
bildlichen die wilden Tiere die Feinde insgesammt und die 
Bären würden also auch hier Gegner der Träumenden dar- 
stellen. 

Derartige FäUe liegen vor in G. de P. (4006) (cf. § 127), (4726) (cf. 
§ 126), Rol. (2542) und Rone. (4251) (cf. §§ 133 und 134). 

Ueberall dient der Bäi* also zur Verbildlichung eines 
Feindes, von dem der Träumende in nächster Zeit ein Unglück 
zu erwarten hat. Nur selten tritt er als Freund desselben 
auf und dann kennzeichnet ihn^ der Traum schon deutlich 
genug als Freund. So kommen der von wilden Tieren be- 
drängten Felise zwei Bären zu Hülfe (G. de P. 4727) — es 
sind ihr Sohn und dessen Geliebte Melior gemeint — und im 
Mort A. (347) vertreiben 30 000 Bären die den Aymeri be- 
drohenden 14 Bären. — Die 30 000 Bären, verbildlichen die 
Truppen Guibert's (cf. § 114). 

Das die zwei Fälle, wo Bären Freunde darstellen, wir 
sehen, schon die ganze im Traum vorgeführte Handlung liess 
keinen Zweifel an der guten Bedeutung der Bären zu. 

In einem Fall bleibt es etwas unklar, was durch den 
Bären bezeichnet werden soll: im Rone. (11835) träumt Aude 
von einer Schaar von mehr als 20 Bären, die sie zerreissen 
wollen. Der ganze Traum hat Bezug auf die Schlacht von 
Roncevaux, aber Aude ist hieran ja nicht selber beteiligt. 
Vielleicht könnte die durch die Tiere bewirkte Angst die 
Besorgnis verbildlichen sollen, die Aude für das Leben Roland's 
und Olivier's während des Feldzuges hat. Aber etwas gesucht 
bleibt die Erklärung immerhin (cf. § 76, wo im Traum des 
Auberi ähnliche Verhältnisse vorliegen wüi'den). Eine unter- 



58 

geordnete Rolle spielt der Bär noch in A. F. (365) und A. N. 
(364) und verweise ich für diesen Fall auf die entsprechende 
Stelle unter der Rubrik „Löwe**. 

80. Der Leopard schliesst sich in seiner Bedeutung 
als Traumbild den beiden besprochenen Tiergattungen durch- 
aus an. Sämmtliche Belege führen ihn als Feind des Träu- 
menden auf. So wird in dem Traume Robastre's der feind- 
liche Riese Morhier durch einen Leoparden dargestellt (Gauf. 
9795). In Og. (8268) sieht sich Ogier von 500 Leoparden 
angegriffen, die hier die Truppen seines Gegners, Karl des 
Grossen, repräsentieren. In demselben Epos träumt Karl von 
4 Leoparden, die ihm Herz und Glieder ausreissen wollen 
(Og. 12449): es sind die feindlichen Sarazenen, die schon sein 
ganzes Land verheert haben (cf. § 130). Huon sieht seine 
Feinde, Callot und Genossen, unter dem Bilde von 3 Leoparden 
(H. de. B. 596) (cf. § 149). Und Karl der Grosse erblickt 
im Traum einen Leoparden, der ihn angreift, und träumt 
damit von Pinabel, der später ihm zum Trotz die Unschuld 
Ganelon's mit der Waffe in der Hand gegen die Anhänger 
Karls beweisen will (Rol. 728 und Rone. 1031) (cf. § 140). 

Schliesslich bilden die Leoparden noch einen Teil der 
wilden Tiere, die die Schlafenden ja oft im Traume ängstigen. 
Hier bedeuten die wilden Tiere allgemein die Feinde der 
Träumenden, die Leoparden würden also einen Teil derselben 
verbildlichen. 

Rol. 2542, Rone. 4252, G. de P. 4006 und 4728 (cf. §§ 133, 134, 127 
und 126). 

In Bezug auf Aiol verweise ich wieder auf den betreffenden 
Abschnitt beim Löwen. 

81. Der Leopard stellt also immer einen Feind dar und 
zwar meistens einen Sarazenen, wie ja überhaupt die fremden 
Tiere (Löwe, Leopard) vorzugsweise zur Verbildlichung eines 
Sarazenen verwandt werden. Graevell (Charakteristik der 
Personen im Rolandsliede pg. 107) kommt auch hierauf zu 
sprechen und meint, dass „die Orientalen charakteristi- 
scher Weise durch fremde Tiere Löwe (Leopard?) 
dargestellt werden.** So allgemein; wie Graevell es aus- 
drückt, gilt es nun allerdings doch nicht, denn es kommen 
Ausnahmen vor, wo der Löwe oder Leopard keinen Sarazenen 
bezeichnet: so ist Pinabel ja kein Sarazene und ebenso nicht 



59 

Carlot (RoL 728 und H. de B. 596) ^). Von vorn herein ako 
in dem Löwen oder Leoparden einen Sarazenen zu sehen, 
wäre falsch. 

82. Der Wolf verbildlicht sonderbarer Weise in den 
beiden Tällen, wo er belegt ist, immer einen Freund des 
Träumenden. 

So im Traum der Bhea Silvia, wo eine Wölfin die Palmen 
der Rhea gegen Amulius verteidigt. Die Wölfin wird hier 
die Wölfin der Sage repräsentieren, die sich der beiden Kinder 
der Rhea annimmt (M. Br. 3961). Dann begegnen uns noch 
Wölfe im Traum des Godefrois de Melans (Ren. 112,28), wo 
Renaus von 7 Wölfen angegrifien wird. Diese Wölfe verbild- 
lichen das Heer Karls des Grossen, mit dem Renaus in Fehde 
liegt. Die Wölfe treten hier allerdings feindlich auf, aber 
doch im Literesse der Träumenden, denn er als Ritter König 
Yon's musste wünschen, dass der mächtige Renaus, welcher 
Yon schon gefährlich zu werden anfing, gestürzt wurde. So 
stellen also in beiden Fällen die Wölfe Freunde des Träumen- 
den dar. 

83. Die Wildschweine stellen meistens Heeresmassen 
dar, wozu sie sich vorzüglich eignen, da sie ja in Heerden 
leben. Sie stellen fast durchweg Feinde dar. 

Karl der Grosse sieht seine Jäger von Wildschweinen 
angegriffen, ein besonders grosser Eber stürzt sich auf den 
Herzog Naymes und wird von diesem getötet (Ch. des S. IL. 
pg. 169) (cf. § 112). Hier verbildlichen die Wildschweine 
Karl's Feinde, deren Anführer — der Eber — am nächsten 
Tag vom Herzog Naymes im Zweikampf getötet wird. 

Aehnlich repräsentieren in Rodmund's Traum (H. 4658) 
die den Rodmund angreifenden Wildschweine feindliche Truppen 
imd der Eber, welcher sein Pferd zu Fall bringt, Hom selber, 
von dem er kurz darauf total geschlagen wird (cf. § 141.) 

Gaydon erblickt im Traum seine Feinde auch unter dem 
Bilde von Wildschweinen, deren Anführer den Thibaut reprä- 
sentiert, welcher nachher von Gaydon im Zweikampf getötet 
wird (Gayd. 341) (cf. § 120). 

Auberi's Frau sieht ihren Gemal von Wildschweinen be- 
drängt: es sind die Truppen Huedes de Gengres, Joserans 



1) Ausnahmen, wo der Löwe keinen Sarazenen darstellt; Girb. (1652), 
A. (212,21) u. a. m. 



60 

und Fouqueres (A. 212,17) (cf. § 156), welche dem Auberi 
einen Hinterhalt gelegt haben. Aude träumt von Wild- 
schweinen, die Roland und Olivier anfallen : es sind die feind- 
lichen Sarazenen, die das Roland'sche Heer vernichten (Rone. 
1190) (cf. § 161). Und Ciarisse sieht ihren Gatten von Wild- 
schweinen umstellt und träumt damit von den Truppen Karl's 
des Grossen, die den Renaus verfolgen (Ren. 171,21). Schliess- 
lich sieht auch Ogier seine Feinde, die Truppen Karl's des 
Grossen, unter dem Bilde von Wildschweinen (Og. 8264). 

Einer genauen Deutung verschliesst sich der Traum Au- 
beri's. Dieser sieht sich von zwei Wildschweinen verfolgt. 
Das eine repräsentiert sicher Gascelin, aber wer das andere 
sein soll, ob Amaury oder Fouquere, ist nicht zu entscheiden. 

Einzelne feindliche Wildschweine figurieren noch im Traume 
Godefrois de Melans (Ren. 112,27) und Karl des Grossen 
(Rol. 727). Im ersteren stellt das Wildschwein — das von 
1000 Wölfen verfolgt wird — Renaus de Montauban dar, im 
letzteren den Ganelon. ^) 

Eine etwas eigentümliche Verbildlichung haben wir in 
dem Traum der Argentille, wo die Wildschweine, welche dem 
von wilden Tieren bedrängten Cuharan zu Hülfe eilen, die 
göttliche Gnade darstellen sollen, die den Cuharan alle Hin- 
demisse überwinden lassen wird (Hav. 405) und Gaym 194). 

Eine untergeordnete Rolle spielen die Wildschweine in 6. de P- 
(4007) (cf. § 127), A. le B. (71,21) (cf. § 121) und A. F. (365) u. A. N- 
(364) und verweise ich hierfür auf die entsprechenden Zeüen unter dem 
Abschnitt „Löwe**. 

84. Der Hund stellt meist den Freund, den Retter dar. 
So der Hund im Traum Roland's, der den Thierry repräsen- 
tiert, welcher nachher Karl's Sache gegen Ganelon und Pinabel 
vertritt (Rol 730 und Rone. 1033) (cf. § 140). Aehnlich in 
einem anderen Traume Karl's, wo ein Hund den Ogier, den 
Retter des fränkischen Reiches vor den Sarazenen, darstellt 
(Og. 12448) (cf. § 130). 

In 2 Fällen bedeutet der Hund die göttliche Hülfe, die 
göttliche Gnade. So im Aiol, wo Ylaire von 3 Bracken träumt, 
die ihm und seinen Gnossen zu Hülfe kommen. Der Traum 



1) ,vers* Eber steht nur in dem der Müller'schen Ausgabe zu Grunde 
liegenden Text, Müller selbst hat dafür schon .ours' eingesetzt, was sonst 
hier überall steht. 



61 

soll nur bedeuten, dass sie sich mit Gottes Hülfe schliesslich 
doch durchschlagen werden. 

So auch im Traum der Argentille, wo die Hunde die 
göttliche Gnade repräsentieren, die Cuharan alle Hindemisse 
leicht überwinden lassen wird (Hav. 405) ^) 

Nur selten verbildlicht der Hund einen Feind: in Cor. 
(295), wo Guillaume d'Orange sich von einem wilden Hund 
verfolgt sieht, den er aber schliesslich zu Boden schlägt. 
Hier dient der Hund zur Verbildlichung des Sarazenenkönigs 
Corsolt, den er bald darauf im Kampfe tötet (cf. § 119). 
Ogier erblickt die feindlichen Truppen KarFs des Grossen unter 
dem Bilde von 100 loiemiers, die ihn wütend angreifen (Og. 
8263) (cf. § 137). Doon träumt, dass ein gaignon seiner 
Frau und seinem Kinde Leber und Lunge ausreisse. Es ist 
der Seneschall, der seine Frau verführen und seine Kinder 
umbringen will (D. 1726) (cf. § 148). 

85. Andere Vierfüssler werden nur selten zur Ver- 
bildlichung vei'wandt. Einmal treifen wir z. B. Füchse: in 
Argentille's Traum, wo Cuaran erst von Füchsen angegriifen 
wird, die sich ihm nachher zu Füssen legen. Hier soll der 
Traum allgemein bedeuten, dass sich dem Cuaraji schliesslich 
alle Gegner beugen werden. Die Füchse repräsentieren hier 
also Feinde Cuaran's (Hav. 401 und Gaim 202) (cf. § 103). 
Im Gar. (109*27 u. 109»>14) glaubt Mabilette an ihrem Fenster 
einen Affen zu sehen und in einem zweiten kurz darauf 
folgenden Traum ein „beste haie": beide Male ist der Feind 
angezeigt, der Schloss Monglane überfallen will. Karl der 
Grosse schliesslich erblickt im Traum Ogier und Genossen und 
in deren Mitte ein erschöpftes Tier. 3 Löwen stürzen auf sie, 
werden aber von Ogier wieder vertrieben. — Das erschöpfte 
Tier mag Gloriande verbildlichen sollen, das spätere Streit- 
object zwischen Ogier und dem Sarazenen Karaheus. Nur 
hat — entgegen dem Traum — Gloriande zuerst dem Kara- 
heus gehört und nicht dem Ogier (Og. 1163). 

86. Die Vögel werden, wie wir gesehen, seltener zur 
Verbildlichung gebraucht. Am häufigsten treten noch die 
Raubvövel auf, gerade so wie unter den Tieren die Raubtiere 
die meiste Verwendung fanden. 



1) In dem entsprechenden Traum bei Gaim. sind dife Hunde nicht 
erwähnt. 



62 

87. Der Adler repräsentiert meist einen Feind des 
Träumenden. So in Gayd. (333), wo sich ein Adler mit rotem 
Kopf auf Gaydon stürzt. Der Adler ist hier Alori, der mit 
Thibaut ein Complott geschmiedet hat, Gaydon zu verderben 
(cf. § 120). Blancheflour träumt von einem Adler, der sich 
auf ihr Gesicht setzt (B. a. g. p. 1680) (cf. § 157): er ver- 
bildlicht Macaire, die der Aliste geholfen hat, Blancheflour's 
Tochter, Berte, zu verdrängen. 

Ciarisse träumt, ihr Schwager Richard de Möntauban, 
werde von 2 Adlern entführt — es sind die Feinde desselben 
gemeint, die ihn gefangen nehmen — und Biautrix sieht sich 
selbst von einem Adler ergriffen und nach Spanien gefuhrt. 
(Herv. Tirade 61) -^ einige Zeit darauf wird sie von Flores 
nach Spanien entführt (cf. § 124). Aye erblickt ihre Ent- 
führer, Berenger und Genossen, unter dem Bilde von 2 Adlern 
(Aye 1959) (cf. § 125) und Aude sieht im Traum einen grossen 
Adler, der ihr die Brüste ausreisst: der Adler ist König Mar- 
silie, der ihr den Geliebten (Roland) und den Bruder (Olivier) 
— die beiden Brüste — raubt (Rone. 11785) (cf. § 161). 

Ueberall ist hier der Adler der Repräsentant eines Feindes. 
Nur einmal finden wir ihn in einer anderen Verwendung, in 
Elie's Traum, wo Elie seinen Sohn unter dem Bilde eines Adlers 
sieht. Hier ist der Adler zur Verbildlichung benutzt, weil er 
der erste unter den Vögeln ist, und Aiol sollte ja als Herr- 
scher im Traum dargestellt werden (A. F. 375 u. A. N. 374) 
(cf. § 102). 

In einem Fall ist die Bedeutung des Adlers unklar : Me- 
lior sieht nämlich, wie ein Adler sie mit ihrem Guillaume 
davonträgt (G. de P. 5187). Allerdings kommen beide bald 
darauf zur Königin Felise, aber wenn der Traum hierauf Bezug 
hätte, so hätte der Adler sie doch an die Königin Felise 
abliefern müssen. Das wäre also kaum als das dem Traum 
entsprechende Faktum anzusehen, aber ein anderes Ereignis, 
das mit dem Traum irgend wie in Beziehung gesetzt werden 
könnte, wird uns hernach auch nicht berichtet. Der Traum 
bleibt also unklar. 

88. Der Falke stellt sehr oft einen Freund des Träu- 
menden dar; im Gegensatz zum Adler, der ja den Feind re- 
präsentiert. 

So der. Falke in Aye 's Traum, der die beiden feindlichen 
Adler im Bunde mit dem Löwen bekämpft (Aye 1959) (cf. § 



63 

125). Der Löwe ist hier Garin, der dem Berenger und Ge- 
nossen die geraubte Aye wieder entreisst. Der Falke muss 
demnach seine 12 Gefährten in corpore repräsentieren. 

In dem Traum der Chriemhild — um hier einen der 
deutschen Literatur entnommenen Beleg einzuschalten — re- 
präsentiert der Falke das Liebste der Chriemhild, den Siegfried, 
der den beiden Verrätern, dem Hagen und Günther (die 2 
Adler), zum Opfer fallen soll. Und im Hörn, wo Herselot von 
einem Falken träumt, den Rigmel von einem jungen Grafen 
erhält, verbildlicht der Falke das Liebespfand zweier Liebenden 
(H. 730). 

In Aiol stellen die beiden Falken, welche in Elie's Traum 
den Adler nach Spanien begleiten, 2 Genossen des Aiol dar, 
also ebenfalls Freunde des Träumenden (A. F. 377 A. N. 376). 
Und in Mort A. (334), wo Aymeri im Traum mit seinem 
Falken 2 Enten erjagt, stellt der Falke sein Heer dar, mit 
dem er grosse Beute gewinnt (cf. § 114). 

Ueberall haben wir hier in dem Falken einen Freund, 
einen Bundesgenossen des Träumenden verbildlicht. Nur selten 
stellt er einen Feind dar. ^ 

So in Girb. (1654), wo der junge Falke den Sohn Fro- 
mond's darstellt, den erbitterten Gegner Girbert's (cf. §§117 
und 131). Femer in G. de V. (1903), wo Karl der Grosse 
seinen Habicht — Roland — mit einem fremden Falken — 
Olivier — kämpfen sieht (cf. § 135). Und schliesslich in Rone. 
(11741 und 11779), wo ein Falke die Aude ergreift und sie 
zu einem Adler trägt, der ihr die Brüste ausreisst. Hier reprä- 
sentiert der Falke, der dem Adler Beute zuführt, wohl Ganelon, 
der dem Marsilie Roland und Olivier mit ihrem Heer ausliefert 
(cf. § 161). 

89. Andere Vogelgattungen kommen, wie wir ge- 
sehen, nur vereinzelt vor, sie können Freunde und Feinde 
der Träumenden darstellen, fast immer aber lässt schon die 
Traumhandlung die Bedeutung des Vogels erkennen. 

In Mort A. (366) sieht Aymeri seine Frau von 2 schwarzen 
Eulen gequält: es sind die Sarazenen, welche ihr den Gatten 
nehmen und sie dadurch in grosse Trauer versetzen (cf. § 162). 
Und im selben Epos (314) träumt Aymeri auch von einem 
schwarzen Vogel, der einem von Spanien kommenden Feuer 
vorauffliegt: er verbildlicht den amirant Corsuble, der den 
Aymeri nachher stürzt (cf, § 144), 



64 

Andere Vögel wieder zeigen Freunde der Träumenden 
an. So träumt Rhea Silvia von einen Specht, der ihre 
Palmen gegen Amulius schützt. (Der Vogel könnte der Hirte 
sein, der der Sage nach die beiden Söhne der Rhea bei sich 
aufgenommen) (M. Br. 3958) (cf. § 109). Und in einem 
anderen Traume wird die Schwester, welche König Yon dem 
Renaut zur Gemahlin giebt, durch einem Sperber verbildlicht, 
den Yon dem Renaut schenkt (Ren. 112,25) (cf. § 132). 

Ein vielfache Anwendung finden die Vögel femer, um bei 
Frauen die Geburt von Kindern anzuzeigen. Immer sehen 
die Träumenden dann, wie aus dem Munde oder dem Magen 
Vögel herausflattem. 

So im Rone. (11867) (cf. § 161), und in Aiol (A. F. 389 und A. N. 
388) (cf. § 102). 

Ebenso soll die weisse Taube, die Esmerez im Traum 
bei seiner Geliebten sieht, auf ein Kind deuten, das dieselbe 
später zur Welt bringt (B. I. 153,92) (cf. § 129). Im Traume 
Aymeri's aber, wo dem Aymeri ein weisser Vogel aus dem 
Munde fliegt, bedeutet der Vogel die zum Himmel steigende 
Seele Aymeri's (Mort 4. 325) (cf. § 144). 

Etwas unklar ist, was der Milan in dem Traume des 
Hugues Capet darstellen soll. Im Traum figuriert nämlich 
ausserdem noch ein Greif: soll nun der Milan oder der 
Greif den Herzog Asselins darstellen? Ich möchte mich för 
den Greifen entscheiden, da der ja der stärkere von beiden 
ist. Der Milan würde dann sein Heer darstellen und es wäre 
damit das Gesetz befolgt, wonach der Herr durch ein stärkeres 
und angeseheneres Tier dargestellt wird als seine Untergebenen. 

90. Die Fabeltiere. Auch die Fabeltiere werden, wie 
wir gesehen, zu Traumbildern verwandt. So figuriert ja 
im letzten Beispiel ein Greif als Repräsentant eines Feindes, 
des Herzogs Asselins (H. C. 4956). Einen Feind stellt der 
Greif auch in Herv. (1121) dar, wo die Mutter die Räuber 
ihrer Tochter Biautrix in der Gestalt von Greifen erblickt, 
die ihre Tochter entführen: 

So im F. (6142) (cf. § 145) und im Rolandslied (Hol. 2544) (cf. § 133). 
(In Rone, nicht erwähnt). 

Nur ein Mal stellt der Greif einen Freund des Träumen- 
den dar: im Traum der Biautrix, wo sich Biautrix aus der 
Gewalt eines Adlers (Flores) durch einen Greifen (ihr Gatte 
Hervis) befreit sieht (Herv. Tirade 61). 



■\^. 



65 

Erwähnen will ich noch, dass der Greif auch im Traum 
der Aye figuriert. Hier aher soll er nichts verbildlichen, hier 
dient er nur zur Verknüpfung der Traumhandlung (Aye 2517) 
(cf. §§ 154 und 173). 

Der Drache kommt 2 Mal selbständig vor, das eine Mal 
verbildlicht er die eigene Person des Träumenden (Br. 11533) 
cf. § 139) und das andere Mal den Entführer einer Nichte 
(A. le B. 71,27) (cf. § 121). Schliesslich ist der Drache auch 
unter den Tieren vertreten, von denen Karl der Grosse im 
Rolandslied seine Truppen angegriffen wähnt (Rol. 2543). Hier 
verbildlichen die Drachen einen Teil der Sarazenen, die das 
Roland'sche Heer vernichten (cf. § 133). Dasselbe ist von 
den ebenfalls hier angeführten Vipern und Schlangen zu sagen. 

91. Die Schlange ist auch sonst noch belegt: so in dem 
Traume Alexanders (AI. 6,21), wo die Schlange den zukünf- 
tigen Weltherrscher Alexander darstellen soll (cf. § 111). Im 
Gegensatz hierzu stellt in Elie's Traum die Schlange — die sich 
vor Aiol verbeugt — den untergebenen, den unterworfenen 
Sarazenen dar (A. F. 365, A. N. 364) (cf. § 102). Im Gar. 
schhesslich verbildlichen die beiden Schlangen, von denen Ma- 
bilette träumt, den Gaufre und den Cauple, die mit ihren 
Leuten das Schloss überrumpeln wollen, also 2 Feinde (Gar. 
fol. 109^0) (cf. § 150). 

92. Wir haben also, um einen üeberblick über den ganzen 
Abschnitt zu werfen, gefunden, dass die Tiere, vor allem die 
Raubtiere und Raubvögel, zum grössten Teil Feinde der Träu- 
menden darstellen, wie sie ja auch schon in die Handlung 
des Traumes selbst als Feinde der Träumenden eingreifen. 
Niemals aber kann man a priori aus dem Auftreten dieser 
oder jener Tierart auf einen Freund resp. Feind schliessen. 
Man kann wohl konstatieren, dass diese oder jene Gattung 
vorzugsweise zur Verbildlichung eines Feindes oder Freundes 
dient, aber immer muss man auf die Art des Auftretens in 
dem Traum Rücksicht nehmen. Diese giebt die beste Gewähr 
für die Bedeutung des Tieres. So fanden wir allerdings, dass 
die Hunde, Wölfe und Falken fast durchweg Freunde der 
Träumenden verbildlichen, aber wir hatten auch schon bei der 
Besprechung des Inhalts der Träume gesehen, wie diese Tier- 
gattungen gerade in der Traumhandlung stets für den Träu- 
menden eintraten. 

(Aiug. u. Abh.f Hentz.) 5 



66 



ß. Deutung der übrigen Traumbilder (nicht dem 
Tierreich entnommen.) 

93. Ogier träumt einmal von einem Riesen, der ihn 
bedroht: es ist Karl der Grosse, der ihn in den nächsten Tagen 
mit seinen Truppen angreift (Og. 8266) (cf. § 137). Sonst 
kommt der Riese als Traumbild nirgends vor. 

Bäume und Wälder im Traum bedeuten oft die ganze 
Welt; so in Elie's Traum, wo sich die Bäume und Wälder 
vor Aiol verbeugen: es soll hier Aiol als Behen-scher der 
Welt angezeigt werden (A. F. 363 und A. N. 262) (cf. § 102). 
Ebenso in dem Traum der Argentille (Hav. 417 u. Gaim. 222) 
(cf. § 103). Rhea Silvia träumt von einem Band, das ihr 
ins Feuer fällt und aus dessen Asche 2 Palmen entstehen 
(M.Br. 3930). Hier wird das brennende Band die verletzte 
Keuschheit bedeuten, während die beiden Palmen Romulus 
und Remus verbildlichen (cf. § 109). Elie träumt von einem 
Bild, das Aiol mit sich nach Frankreich nimmt und dort 
taufen lässt, worauf es plötzlich schwanger wird und 2 weisse 
Tauben hervorbringt. Das Bild ist Melior, die er nach Frank- 
reich fuhrt, taufen lässt und heiratet (A. F. 360, A. N 359) 
(cf. § 102). 

In AI. (6,22) träumt Alexander von einem E i , dem eine 
ungeheure Schlange entschlüpft. Hier bedeutet das Ei die 
Welt (cf. § 111). 

Im RoL 720 (Rone. 1020) sieht Karl der Grosse, wie 
Ganelon ihm einen Speer aus Eschenholz entreisst, wo der 
Speer seinen Neflfen Roland repräsentiert (cf. § 140). und in 
der Karlsreise (70) träumt der Kaiser von dem Kreuz und 
dem Grab des Erlösers und sieht darin eine göttliche 
Aufforderung zum Kreuzzug (cf. § 166). 

Etwas unklar ist der Traum Aude's, welche Karl dem 
Grossen mit abgeschnalltem Degen und losgetrenntem 
gefesseltem Arm sieht (Rone. 11808). Hier kann entweder 
beides auf Roland Bezug haben oder das eine auf Roland, 
das andere auf Olivier. Eine bestimmte Entscheidung ist da 
nicht zu fällen. 

In mannigfaltiger Weise werden die Sarazenen verbildlicht, 
die das Roland'sche Heer aufreiben. Diese erblickt Karl in 



67 

der Gestalt von Stürmen, Donner und Flammenzeichen, 
von wilden Tieren und Dämonen, die über sein Heer her- 
fallen (Rol. 2533 und Rone. 4231). Alles stellt also die Sara- 
zenen dar (ef. §§ 133 nnd 134). Das Feuer finden wir überhaupt 
öfter als Repräsentant des siegreichen, verheerenden Feindes. 
So in Cor. (293) und Mort A. (312), wo die Träumenden ihr 
Land von einem grossen Feuer verheert sehen. Ebenso 
deuten die Erdfeuer, die Aude im Traum erblickt, auf die 
siegreichen Feinde (Rone. 11805) (cf. § 161), während die 
schwarze Wolke, die Aude über Spanien gelagert sieht, 
auf nahendes Unglück deutet. 

Eine sehr feine Allegorie findet sich in Girb. Es soll da 
Bezug genommen werden auf die Flucht des Hemais vor seinen 
Feinden. Diese haben ihn in ein Kloster getrieben und das- 
selbe angezündet;' durch den Rauch betäubt, fallt er zu 
Boden, und die Feinde, ihn für tot haltend, reiten fort. Später 
kommt er aber wieder zu sich und kann ungehindert ins Freie 
kommen, er ist also seinen Feinden glücklich entgangen. Dieser 
ganze Hergang wird im Traum angedeutet durch ein brennendes, 
von Rittern umgebenes Kloster, in dem Hemais sich befindet und 
um Hilfe ruft. Plötzlich steigt ein dichter Nebel auf und 
trennt den Hemais von seinen Feinden. Der Nebel soll hier 
also das Misverständnis der Feinde verbildlichen, welchem 
Hemais seine Rettung verdankt. 

94. Wir sehen, wie diese Träume gegenüber den anderen, 
die ausschliesslich Tierallegorien enthalten, einen entschiedenen 
Fortschritt der Dichter bekunden. Denn indem sie sich von 
der alten Schablone lossagten und auch aus anderen Gebieten 
ihre Traumbilder nahmen, konnten sie naturgemäss ein 
weit prägnanteres und genaueres Bild von den zukünftigen 
Ereignissen im Traume geben. So sind in diesen Träumen oft 
die verwickeltsten und compliciertesten Ereignisse verbildlicht 

— ich erinnere nur an den eben erwähnten Traum in Girb. 

— die durch blosse Tierbilder gamicht oder doch nur sehr 
undeutlich hätten wiedergegeben werden können. 

7. Deutung bildlicher Handlungen. 

Neben den oben besprochenen Traumbildern treten als Traum- 
figuren auch noch die Personen selber auf, d. h. Personen, die, ohne 
verbildlicht zu sein, unmittelbar in die Traumhandlung eingreifen. 



68 

Diese Personen spielen nachher in Wirklichkeit genau die Rolle, 
die sie in dem Traum hatten, und kann ich hier also einfach 
auf § 64 verweisen, wo von der Stellung die Rede war, die 
die Personen innerhalb der Traumhandlung inne hatten. 

Einige Träume giebt es nun, die nur von Personen han- 
deln und Traumbilder überhaupt nicht enthalten. Euer be- 
schränkt sich das Bildliche auf die Handlung im Traum und 
auf die äusseren Umstände, unter denen die Personen auftreten. 
Folgende Träume wären hier zu nennen: 

Einmal der Traum der Mirabel, die von ihren Wirten, 
den Mönchen, träumt, wie sie den Aiol ergreifen und aufhängen 
(A. F. 6713 und A. N. 6712). Sie schliesst daraus ganz 
richtig, dass es Räuber wären, die Aiol nach dem Leben 
trachteten (cf. § 151). 

In Ra. (8469) sieht Beatrix die Begleiter Bemier's allein 
zurückkommen und fürchtet deshalb, dass dem Bemier ein 
Unglück zugestossen sei, und in der That erfahrt sie bald 
darauf die Nachricht von seiner Ermordung (cf. § 160). 

Guillaume d'Orange sieht seinen Nefifen traurig und zornig, 
ohne Soldaten, zurückkehren und schliesst daraus auf ein 
Unglück, das seinen Neifen betroifen. Bald darauf meldet 
ihm auch ein Bote die Niederlage Vivien's (Cov. 1016) (cf. 
§ 158). 

Raoul's Mutter sieht ihren Sohn mit zerrissenem Gewand 
wieder zurückkehren und fürchtet deswegen auch für sein 
Leben (Ra. 3512) (cf. § 159). Maugis sieht im Traum Re- 
naus und Aallars klagen und jammern und eilt in Folge dessen 
zu ihnen (Ren 375,15). In der That sind diese von ihren 
Feinden arg bedrängt und wünschen den Maugis mit seinen 
Zauberkünsten sehnlich herbei. Aehnlich träumt Blancandin 
von seiner Braut, dass sie vor sein Bett käme und heftig 
weinte (Bl. 5580). Auch sie ruft ihn hier gewissermassen um 
Hülfe an (um sie aus der Gewalt des Subiens zu befreien 
(cf» § 155a). 

Aude sieht Roland und Olivier mit ihren Pferden in die 
Tiefe stürzen (Rone. 11860), dann sieht sie dieselben als 
Leichen neben einem Altar liegen (11844) und zuletzt noch in 
der Kirche in betender Stellung (11865). Das eine Bild soll 
den Tod der beiden in der Schlacht veranschaulichen, das 
zweite sie als Leichen vorführen und das dritte sie als im 
Himmel befindlich anzeigen (cf. § 161). 



Schliesslich sieht sich Königin Felise auf einem Turm 
stehen und in die Ferne schauen. Da werden ihre Arme so 
lang, dass der rechte bis zu den Maueni von Rom reicht und 
der linke sich bis über Spanien erstreckt (G. de P. 4769). 
In der That herrscht ihr Geschlecht bald über beide Länder, 
ihr Sohn über Italien und ihre Tochter, welche sich an den 
Königssohn von Spanien vermählt, über Spanien (cf. § 107). 

Damit wäre die Reihe dieser Träume erschöpft. 

h. Incongraenzeii des Traumes nnd des Terbildliehten Ereignisses. 

96. Es war früher schon ein Fall besprochen worden, 
wo die Reihenfolge der Fakta im Traum nicht eingehalten 
wurde: es ist Aude's Traum, der der Träumenden zuerst 
Roland und Olivier als Leichen und dann erst ihren Tod vor 
Augen führt (Rone. 11844 und 11860) (cf. § 161). Doch 
steht dieser Fall ganz allein da, es ist sonst immer der Gang 
der ganzen Handlung auch im Traum genau beobachtet 
worden. 

Zuweilen aber kann man den Traum absolut nicht mit 
der Begebenheit zusammenreimen, auf welche sich der Traum 
augenscheinlich beziehen soll. Hier kann der Traum nur den 
Zweck haben, den Schlafenden zu erschrecken und dadurch 
überhaupt auip irgend ein ungünstiges Ereignis allgemein vor- 
zubereiten. So soll der Aye (Aye 1180) ihre bevorstehende 
Entführung durch Garnier angezeigt werden und das wird 
bewirkt durch folgenden Traum: 

Sie sieht ihren Gatten zurückkommen und eilt auf ihn zu, um ihn 
zu begrüssen. Dieser stösst sie jedoch zurück und schlägt sie mit seinem 
Degen. 

Aus diesem Traum kann man unmöglich auf eine Ent- 
führung schliessen, jede andere Deutung wäre ebenso gerecht- 
fertigt. Wenn Blancandin — um ein Gegenstück anzuführen 
— seinem Braut im Traum bitterlich weinend vor seinem Bett 
knieen sieht und daraus auf eine Entführung seiner Braut 
schliesst (Bl. 5580), so ist das schon immer eher gerechtfertigt, 
denn hier zeigt die Braut dem Geliebten gewissermassen 
jammernd die Entführung an, aber in dem obigen Traum 
lässt absolut nichts auf eine Entführung schliessen. 

Ein anderes Beispiel ist der Traum in An. (2*^16) : Hier sieht 
Girbers seine Feinde Fromond, Fromondin und Genossen mit 
dem König sprechen und fürchtet daher ein Unglück für sich. 



70 

In seiner Besorgnis ruft er nun die Kaiserin (so steht im 
Ms. statt Königin) um Hülfe an, aber diese lässt ihn mit 
Speeren schlagen und ins Gefängnis werfen. — Man sollte 
meinen, der Traum bezöge sich auf irgend ein Unglück, das 
Girbers von seinen Feinden und dem König zu erwarten habe: 
aber nichts von alledem, der Traum soll seinen Tod anzeigen, 
den er durch seine Neffen erleidet. Der einzige Anknüpfungs- 
punkt ist vielleicht der, dass die Neffen ihn auf Geheiss ihrer 
Mutter, einer Schwester Fromondin's, ermordet haben, die den 
Tod ihres Bruders nicht vergessen kann. Im übrigen aber 
existiert nichts Gemeinsames hier zwischen Traum und Ereignis, 
von einer Verbildlichung des letzteren kann jedenfalls nicht 
die Rede sein. 

In Girb. (fol. 56r^c^49) hat Girbers das prachtvolle Boss 
Flori in der Schlacht erbeutet, er hat es aber seinem König 
abtreten müssen, worüber er ganz trostlos ist. Da sieht er im 
Traum, wie er einen Schwan fängt und diesen seinem Herrn 
Anseis überreicht. Er erzählt den Traum seinem Freunde 
Gerins und dieser deutet ihn dahin, dass er nun bald sein 
Boss Flori zurückerhalten würde. In der That ist dem auch 
so. Aber der Traum kann weder die Erklärung Gerin's recht- 
fertigen, noch die Zurückgabe Flori's verbildlichen. Der Traum 
ist entschieden unvollständig, es hätte der König ihm den 
Schwan wieder zurückgeben müssen, dann hätte alles gepasst. 
Schliesslich stimmt auch Clarisse's Traum nicht genau mit 
der Wirklichkeit überein (Ben. 171,18), denn da ist unter 
anderem die Bede von Aallart, der von 2 Bolzen getrofiFen 
wird, und in dem Bericht der entsprechenden Schlacht wird 
nichts von einer Verwundung Aallart's gesagt. 

Zweifelhalft, ob ebenfalls zu dieser Bubrik falsch resp. 
schlecht verfasster Träume gehörig oder nicht, ist der Traum 
Karl's des Grossen in Og. (1159): hier träumt er von Ogier, 
dem ein Tier, das er mit sich führt, von 3 Löwen streitig 
gemacht wird. Dies Tier kann nun Gloriande, das spätere 
Streitobject zwischen Ogier und dem Sarazenen Karaheus, sein, 
dann stimmt aber der Traum insofern nicht mit der Wirklichkeit 
überein, als er die Gloriande als ursprünglich dem Ogier ge- 
hörig vorführt, während sie doch zunächst die Braut des 
Karaheus war und diesem erst durch Karlot abwendig gemacht 
ward. Das sind die immerhin wenigen Fälle, wo die Bege- 
benheit gamicht oder nur teilweise zu dem Tramne passt. 



71 

97. Am meisten Abweichungen finden sich aber in Bezug 
auf Zahlenangaben zwischen Traum und Wirklichkeit. Es ist 
das ganz auffällig. Bald werden Truppen durch 2 Tiere an- 
gezeigt und daneben wieder — der Wirklichkeit mehr ent- 
sprechend — durch 30 000. Treten 2 Tiere zusammen auf, 
so können sie in Wirklichkeit 2 einzelnen Rittern entsprechen, 
aber auch einem ganzen Heer. 

So sieht sich Ilaire mit seinen Genossen im Walde 
von Quintefoille von 2 Bären angegriffen und diese entsprechen 
in Wirklichkeit den Truppen Feraut's von Losane (A. F. 4694, 
A. N. 4692) (cf. § 116). 

In Clarisse's Traum werden die Truppen Karl's des Grossen 
durch 7 Wölfe wiedergegeben, die Renaut angreifen (Ren. 
112,28) und Aymeri erblickt die feindlichen Truppen in der 
Gestalt von 14 Bären. Im Gegensatz hierzu wird in F. (6136) 
das Heer der Feinde durch 20 000 Greifen dargestellt und im 
Rolandslied sogar durch 30 000 Greifen, wozu noch andere 
Tiere hinzukommen (Rol, 2544). Wir sehen also, Truppen- 
massen können durch jede beliebige Anzahl von Tieren bis zu 
2 hinab dargestellt werden. 

Auch da, wo auf eine ganz bestimmte Anzahl von Personen 
Bezug genommen wird, wird die Zahl derselben im Traum 
oft nicht festgehalten. So werden die 10 Knappen, welche 
Biautrix rauben, in dem Traum ihrer Mutter durch 2 Greifen 
wiedergegeben (Herv. 1121) ^). Aehnlich in Aye's Traum, 
wo die 12 Gefährten Garin's durch einen Falken verbildlicht 
werden, während Berenger mit seinen Genossen durch 2 Adler 
repräsentiert wird. 

Also die Zahlenverhältnisse werden nicht berücksichtigt, 
so genau und prägnant auch sonst die Träume sind. 

98. In obigen Fällen stimmte der Traum nicht mit dem 
von ihm zu verbildlichenden Ereignis. Nun giebt es auch 
noch Fälle, wo sich wohl Traum und Begebenheit decken, 
aber nicht die durch den Clerc abgegebene Deutung des- 
selben zu dem Ereignis passt. 

So erklärt der clers, welcher der Aude ihre Träume 
deuten soll: der Adler, welcher ihr die Brüste ausgerissen, 
sei eine Dame, die Roland von ihr abspenstig machen werde. 
Aber Olivier werde das nicht dulden und für sie mit dem 



1) In hs. T sind 10 Greifen genannt. 



72 

Schwerte eintreten (Rone. 1887) (cf. § 161). Tatsächlich aber 
ist der Adler Marsilie, der ihr in der Schlacht zu Roncevaux 
den Geliebten (Roland) und den Bruder (Olivier) — die beiden 
Brüste — raubt. Hier interpretiert der Dichter jedoch ab- 
sichtlidi falsch: 

«En sutre sen le songe trestoma''. 
um die Aude nicht zu sehr zu betrüben. 

Eine tatsächlich falsche Auslegung haben wir aber von 
Cuaran, der den Traum der Argentille (cf. § 103) folgender- 
massen auslegt: 

Der König werde morgen ein Fest geben, dazu würden viele Ritter 
kommen — das die Ffichse, die Argentille gesehen — der Bär, welchen 
sie erblickt, wäre identisch mit dem Bftren, der schon gestern zum Fest 
erlegt und in die Küche geschafft wäre, und die beiden Löwen schliesslich, 
die alle Tiere des Waldes verschlungen hätten, stellten die beiden Jagd- 
züge dar, die der König heute unternommen. Auch das Uebertreten des 
Meeres könne er hiemach erklären : das verbildliche nur das Ueberkochen 
des Wassers in den Kochgefässen beim Unterfeuem (Hav. 455). 

Tatsächlich sollen aber die wilden Tiere und das tiber- 
tretende Wasser die Gefahren schildern, die Cuaran zu be 
stehen hat, bevor ihm alles unterthan wird, und so wird 
der Traum auch nachher von dem Eremiten gedeutet. 

Ebenfalls falsch sind femer die beiden ersten' Erklärungen 
von Alexander's Traum, wo das Ei als unwesentlich nicht 
erklärt wird und die Schlange als ein hinterlistiger, heim- 
tückischer resp. als ein phantastischer, thörichter Mensch (so 
vom zweiten Traumdeuter) gedeutet wird, der viel Streit in 
die Welt bringt (AI. p. 7). Hier ist der Traum von beiden 
nicht auf Alexander bezogen, sondern auf einen fremden 
Menschen und damit also eine falsche Deutung des Traumes 
abgegeben. 

Einen Widerspruch enthält die Erklärung des Gaplans 
für den Traum der Felise. Diese träumt kurz Folgendes: 

Sie sieht sich von 100 000 wilden Tieren angegriffen ; da kommen ihr 
aber ein Löwe und 2 Bftren zu Hufe. Letztere verwandeln sich in 2 Hirsche, 
nehmen schliesslich menschliche Zfige an und gleichen da, der eine ihren 
Sohn, der andere einem schönen Mädchen. 

Der Priester erklärt nun die beiden Bären für die Reprä- 
sentanten zweier Ritter, die ihr gegen ihre Feinde — die 
wilden Tiere — zu Hülfe kommen würden. Bei sich würden sie 
ein junges Mädchen haben. Dieses würde also in dem Löwen 
zu suchen sein (obgleich der Traum ja ganz deutlich in dem 
einen Hirsch das junge Mädchen erkennen lässt). Hernach 



73 

wird aber von dem Löwen als von einem Ritter gesprochen, 
der im Bunde mit dem stärkeren Hirsch die Feinde vertreibt. 
Demnach ist also der Löwe einmal das junge Mädchen und 
dann wieder ein Ritter. 

Richtig ist natürlich nur das letztere, denn das junge 
Mädchen entpuppt sich ja nachher aus dem einen Hirsch. 
Wenn man dies im Auge behält, so stimmt der Traum 
auch ganz genau mit den folgenden Ereignissen überein (G. de 
6. 4798) (cf. § 126). Hier ist der Dichter also in Verwirrung 
geraten. 

Das die Incongruenzen zwischen Traum und verbildlichtem 
Ereignis — wir sehen, es, sind in Anbetracht der vielen Träume, 
die in den Chansons de geste auftreten, aussordentlich wenig. 

i. Die Anwendung der Tränme Ton seilen der Dichter. 

99. Was zunächst die sinnlichen Träume betrifft, so 
wurden diese eingeführt, um die Liebe zwischen Bräutigam und 
Braut zu verbildlichen. Häufig dienen sie auch wohl nur 
dazu, das ganze etwas pikant und schmackhaft zu machen, 
da sie zuweilen etwas sehr wollüstiger Natur sind. Jedenfalls 
waren sie immer ein gutes Mittel, die ganze Erzählung inter- 
essant und anziehend zu machen. Einen wirklich ausgeprägt 
selbständigen Zweck haben sie nur in 2 Fällen: einmal in 
Cl. (3356), wo Alis immer nur träumt, seine Frau phyisch 
zu lieben und am nächsten Tag den Traum für Wirklichkeit 
hält. (Hier hat der Traum den ausgesprochenen Zweck, die 
Keuschheit der Fenise intakt zu erhalten.) Und dann in G. 
de P. (1118), wo Guillaume erst durch einen Traum erfährt, 
dass die hoch über ihm stehende Melior ihn liebt. 

Im übrigen könnten die sinnlichen Träume ruhig ausge- 
lassen werden, ohne den Verlauf der ganzen Erzählung im 
geringsten zu unterbrechen. Die Träume sind hier nur ein 
Weiterspinnen der Liebesgedanken im Schlaf, weiter nichts. 

Anders bei den prophetischen Träumen. Diese haben 
immer einen bestinunten Zweck, nie dienen sie zur Illustrierung 
einer Liebe, sie sollen immer auf ein Ereignis hinweisen, das 
für das Leben des Träumenden oder eines seiner Angehörigen 
von einschneidender Wirkung ist. Dies Ereignis kann nun 
zuweilen schon stattgefunden haben, so dass hier der Traum 
weniger eine prophetische, als lediglich anzeigende Rolle 

(Ausg. u. Abh., Hentz.) cxc 



74 

spielt. ') Da kann dann der Träumende keine Gegenmaasregeln 
mehr ergreifen, denn das avisierte Ereignis tritt mit demselben 
Moment schon ein. 

So wird die Mutter Kaours durcli einen Traum von dem 
Tod ihres Sohnes benachrichtigt (Ra, 35 12)^ ebenso die Frau 
Bernier's von dem ihres Gatten fRa. S4(>9). In Herv_ (1116) 
träumt Biaiitrix' Mutter von der Entfülirimg ihrer Tochter, 
aber so eilig sie auch nach ihrer Heimat reist, dem avisieiten 
Unglück kaim sie nicht vorbeugen : Biautrix ist eben in dem 
Moment, als sie den Traum hatte, entführt worden. Ebenso 
geht ea der Aye, die auch ilsren Knaben nicht melir vor den 
liaubem retten kann (et § 155). 

Meistens haben aber die Träumenden noch Zeit, das dro- 
hende Unglück abzuwehren. Und so verdankt gar mancher 
einem solchen Traum seine Rettung von einer ihm drohenden 
Gefahr- 
So verdanken Aiol und Mirabel einem Traume ihre Ket- 
tung von den feindlichen Mönchen (A, F. 6713, Ä- N. 6712) 
(cL §151), In Gar. (109^25) rettet der Traum der Mabilette 
die ganze Besatzung des Schlosses Monglane, und Berte wäre 
vielleicht für immer Verstössen gewesen, wenn nicht ihre 
Mutter in Folge eines Traumes nach Paris gekommen wäre 
und den Betrug entdeckt hätte (B. a. g. p. lt>76) (cf, § 157). 
Zuweilen aber treffen die Träimienden, obgleich sie Zeit 
genug haben, keine Massregeln gegen die Gefahr. Das ist 
sehr häufig in den deutschen Epen der Fall, in französischen 
nur im Reih (171), wo Renaus trotz Ciarisses Warnungen 
doch zu dem Verhandlungsplatz geht (cL § 146). Hier wollte 
der Dichter, wie oben bereits erwähnt, den Mut seines Helden 
in ein besonders lielles Licht stellen, 

100. Die Träume werden also, um das vorhergehende 
kurz zusammenzufassen, verwendet entweder zu rein sinnlichen 
Zwecken oder zur Hlustrierung der Liebe zweier Verliebten 
(beides nur in den Artiisronianen vertreten) oder schliesslich 
zur Annoncierung irgend eines wichtigen Ereignisses, Im 
letzteren Falle haben die Träumenden teilweise noch Zeit, 



1) Diese Träume verdienen den Namen „prophetische Träume*^ daher 
ei^^ntlicli gm"n[clit. Ich habe sie aber immer hinzugezählt, weil sie im 
iShngen in ihreju ganzen Charakter den echten prep he tischen Träumen 
durch aas gleicli •äim]. 



ii^JSstr.- 



1 



75 

dem Unglück vorzubeugen oder nicht. Im ersteren Fall sind 
die Träume prophetisch, im letzteren nur anzeigend, mitteilend. 

Nun findet sich noch eine andere Verwendung der Träume : 
nämlich die, dass sie zur Einkleidung einer ganzen Erzählung 
gebraucht werden. So teilt A. v. Keller in seiner Romvart 
p. 390 ein Bruchstück aus dem Tournoiement as Dames de 
Paris par Pierre Gentian mit, in welchem der Dichter die 
ganze Erzählung als ein ihm im Traume vorgeführtes Stück 
berichtet. Ebenso im Songe de la Pucelle, wo ein Dialog 
zwischen amour und honte in einem Traume vorgeführt wird 
(cf. Keller's Romvart p. 144), Auch der Songe d'Enfer und 
der Songe de Paradis von Raoul de Houdenc und viele andere 
Gedichte des 13. — 15. Jahrhunderts sind lediglich phanta- 
stische Erzählungen, die in diese Traumform gekleidet sind. 
In den älteren Epen findet sich aber diese Art von Gedichten 
nicht. 1) 

Diese Verwendung der Träume hat sich bis auf unsere 
Zeit erhalten (ich erinnere nur an Dickens' „Christmas Carol", 
Heine's „Mir träumt von einem Königskind", Chamisso's 
„Traum" u. a. m.) und in der Tat liefern sie auch — be- 
sonders für abenteuerliche, phantastische Erzählungen — eine 
ausserordentlich geeignete Einkleidung. 

101. Was die Häufigkeit der Verwendung von Träumen 
betrifft, so ist diese in den Volksepen eine ausserordentlich 
grosse, im Gegensatz zu den Kunstepen (Artusromanen), wo 
sie ausserordentlich spärlich auftreten. Ich habe in den Artus- 
epen oft 10 000 Verse und mehr gelesen, ohne auf einen 
einzigen Traum zu stossen, während die Volksepen mit wenigen 
Ausnahmen sehr reich an Träumen sind. Es ist ganz auf- 
fällig, wie die Träume in den Volksepen immer seltener 
werden, je mehr sie sich der Zeit der Abenteuerromanen 
nähern.^) Es liegt das eben in der veränderten Denkweise 
der Leute: die höfischen Kreise glauben nicht mehr so an 
das unmittelbare Eingreifen Gottes in die Geschicke der 
Menschen. Damit war denn auch der Glaube an die ün- 



1) Ein ähnliches Beispiel dieser Art von Gedichten bietet der mittel- 
englische Piers the Ploughman ed. E. E. T. S. by Morris. 

2) Nur die Epen Guülaumes d'Orange, die doch zum Teil ein ziemlich 
hohes Alter haben, zeigen sonderbarer Weise grosse Armut an Träumen. 



76 

fehlbnrkoit der Träume bedenklich gelockert, ') der Dichter 
konnte unmöglich jßtzt noch einen so umfangreichen G-e- 
bnmch von den Träumen machen. Er musste sich sonst 
ja den Vorwurf der Fadheit und Langweiligkeit aussetzen, 
wenn er jedes Unglück durch — womöglich lange — 
Träume annoncieren wollte. Freilich Träume finden wir ja 
noch immer, aber das sind — wofern sie nicht zur blossen 
Einkleidung dienen — sinnliche Träume, — ein charak- 
teristisches Zeichen für die Aenderung des Geschmacks. 
^Äber*', könnte jemand sagen, „es existieren ja noch immer 
einige, wenn aucli nur wenige prophetische Träume in den 
Artusromanen, wie konnten die Dichter diese Überhaupt zu- 
lassen, da alle Welt doch wusste, dass sie Hrnnbug waren ?** 
Nun wir glauben ja auch nicht mehr an Träume, und doch 
sind sie oft genug verwandt worden, und sicherlich nicht zum 
Schaden der Gedichte. 

k, Inhalt und Am^lcj^ung der Träume deoi Inhalti; nach geordnet.-) 

10*2, Klie, der vütcrlUthe Freund AwVfi, hat in der Nftcht folgend« n^ 
dem Aiol (llück v**rheiBsenden Trftum: er sieht Aiol im Walde gehen, 
die Bäume und Wälder verneigen sich vor ihm und die wilden Tier«, der 
Bär, der Liiwe, der Leopard, das Wildschwein, die Sehlange, aUes bengt 
sich vor ihm und beleoltt eeitio Füsse* Aiol kann unbeschadet die Tiere 
ergreifen und in 's Wasser werfen. Da gruppieren sich alle Vögel Frank- 
reichg um ihn heruiUf er sckniQckt sie mit Federn, and sie werden fröhlich. 
Der Herrscher «Her Vögel ist ein grosser Adler, dieser fliegt jetzt mit 
zwei Falken nach Pampelona. Hier gewinnt Aiol ein wunderbar schönes 
Bild, das er mit nach Frankreich nimmt und daseihst taufen läset. Plötz- 
lich scheint das Eild dem Träumenden schwanger zu sein und zwei weig^e 
Tauben sieht er daraus hervorflattern (A. F. 360, A, N. 359). 

Moyeos interprtftiert den Traum folgendermasöen : Dass die Wilder 
sich vor Aicfl verbeugt^^n^ bedeute , dass er einet ein mgchtiger Herrscher 
werden würde. Die wilden Tieren die sich ihm gegenüber so deniötig 
zeif^en und die er ins Wasser werfe, stellten die Sarazenettj Türken und 
Ferser dar, die er besiegen und zum Christentum bekehren werde. Die 



1} Ich könnte eine ganze Reihe von Belegen aus den Artusronaani^n 
anführen, die dies bezeugen. So heisst es im Ch* au Lyon (171, @)h wo 
Kalogreant den Kex auffordertt ihn aufmerksam anzuhören: 'Cuer et oroilleö 
me doit randre Car ne vuel pas parier de songe, Ne de fable, ne de raan- 
congeJ Der Traum ist hier also mit Fabel und Lüge auf eine Stufe ge- 
stellt. Und derartige Fälle trifft man in den Ärtuaepen eehr oft. 

2) Die TräiuiiCj welche Epen eutncmmen sind, die nicht direkt äu 
dem altfranzösischen Karls- und Artus-Cyclus gehören, sind mit * be- 
zeichnet. 



77 

Vögel, die er mit neuen Federn schmücke und die darüber wieder lustig 
würden, bedeuteten die Ritter, denen er ihr verlorenes Besitztum wieder 
zurückgebe. Und die zwei schwarzen Falken endlich, die den Adler be- 
gleiteten, entsprächen denen, die mit seinem Sohne Aiol nach Spanien 
gehen würden. Hier werde Aiol in Pampelona ein schönes Mächen ge- 
winnen und zwei Söhne von ihr erhalten, die beide später eine Eönig»- 
krone tragen würden. 

In der Tat erfüllt sich die Prophezeiung nachher buchstäblich. Das 
junge Mädchen ist die Heidin Mirabel, die er aus Pampelona entführt, 
taufen lässt und heiratet. In der Brautnacht wird er aber von Macaire 
überfallen, mit Mirabel entführt und ins Gefängnis geworfen. Hier gebiert 
Mirabel Zwillinge, die Macaire in den Fluss werfen lässt, die aber wieder 
gerettet werden. Aiol befreit sich bald darauf aus der Gefangenschaft 
und stürzt Macaire's Herrschaft. Er ist damit an Macaire's SteUe König 
geworden, wie ihm ja schon der Traum prophezeit hatte. 

103. Grosse Aehnlichkeit mit diesem Traum hat der der Argentille. 
Diese sieht ihren Geliebten Guaran von einem wilden Bären und einer 
ungeheuren Anzahl von Füchsen angegriffen. Aber Hunde und Eber 
kommen herzu und vertreiben die Angreifer. Der Bär vdrd von einem 
grossen Eber niedergerissen, die Füchse kommen jedoch in Schaaren auf 
Cuaran zu, aber statt ihn anzugreifen, legen sie sich vor ihm auf die 
Erde, wie um Gnade zu erflehen. Er lässt sie binden und geht zum 
Meer. Da verneigen sich die Bäume vor ihm und das Meer schwiDt an, 
so dass er von Furcht ergriffen wird. Dann sieht Argentille zwei Löwen, die 
alle Tiere des Waldes verschlingen: Guaran flieht vor ihnen auf einen 
Baum, aber die Löwen knien vor ihm nieder wie vor ihrem Herrn (Hav. 
397). 1) Sie erzählt diesen Traum Cuaran, der eine ganz falsche Ausle- 
gung von dem Traum giebt (cf. § 98). Hernach legt ein Eremit den 
Traum dahin aus, dass die Reverenz der Füchse und Löwen nur bedeuten 
könne, dass Cuaran ein mächtiger König werden würde. Ich möchte den 
Traum noch näher dahin deuten, dass seine Gegner zu Grunde gehen 
werden (der Bär), wenn sie sich ihm nicht unterwerfen (die Füchse). 
Schliesslich wird er — das bedeutet die Verbeugung der Bäume und der 
zwei Löwen — ein mächtiger König werden, dem alle Welt gehorcht. 

104. Hier schliesst sich der Traum des Aymeri de Narbonne am 
besten an. Dieser sieht einen Löw^en mit aufgesperrtem Rachen auf 
sich zukommen. Er wird von der grössten Furcht ergriffen, aber da sieht 
er eine Hundemeute, die vielleicht die Ursache seines Zornes sein könnte. 
Der Löwe kommt direkt auf ihn zu, statt ihn aber anzugreifen, legt er 
sich ihm zu Füssen und beleckt ihm Hände und Füsse, während die 
ganze Hundemeute vor Freude bellt. Dieser Traum findet durch das 
Folgende absolut keine Erklärung und da er von 3 Träumen eingeschlossen 
ist, die sämmtlich genau gedeutet sind, während er selbst vom Traum- 
deuter gamicht erwähnt ist, so ist anzunehmen, dass er erst später ein- 
geschoben ist (cf. § 182). 

*105. Rou träumt, er wäre auf einem Berge, dem höchsten von ganz 



1) Genau derselbe Traum begegnet uns in Gaim. (194), nur dass hier 
die Hunde nicht erwähnt sind, die dem Cuaran zu Hülfe kommen. Vgl. übri- 
gens Max Kupferschmidt: Die Haveloksage bei Gaimar und ihr Verhältnis 
zum lai d*Havelok. Born. Studien XVt 



7'7^x 



78 

FrankroicL. Dort sieht or eine Quelle entspringen, deren Wasser alle 
Krankheiten vertreibt, Der Berg ist voll von Vögeln, die sich in dem 
Wasser baden und sämmtlich den linken Flügel rot ge^ht haben; als sie 
ihn eehen, verbeugen sie sich wie vor ihrem Herrn. 

Ein junger Christ legt diesen Traum folgendermaassen aus: der 
hohe Berg bedeute die christliche Kirche, die Quelle die heilige Taufe, 
welche seine ünterthan(>n (die Vögel) annehmen würden. Denn diese 
würden sich in dem neuen Lande — £ngland — ansiedeln und Christen 
werden. Und wackere Kämpen würden sie werden — das bedeuteten die 
roten Flügel (Kriegsschilder) — und viele Länder würden sie erobern. 
Ihm aber worden sie — das bedeute das Verbeugen — immer Grehorsam 
erweisen (Rom de RouK 

106. Die spütere Machtstellung des Renaus de Montauban wird dem 
Godefroifl de Melana im Traum vorgeführt: ihm beugen sich, so träumt 
er, alle Völker Frank reicht*, bis nach Ravenna hin gehören alle Burgen 
tmd Städte dem Renaüs, Da sieht er den König Yon nteben sich stehen 
mit einem Sperber in der Hand, den er als Zeichen seiner Gunst dem 
Ren AUS überreicht (Ren. 112.18). Der Hauscaplan, dem der Traum erzählt 
wird, deutet den Tniiim dahin, dass Renaus zu grosser Macht gelangen 
werde und sogar vom König dessen Schwester zur Frau bekommen werde. 
In der That erfüllt sich alles so, wie der Priester den Traum inter 
prettert hat. 

106ä. Mit dem letzten Teil dieses Traumes hat der des Herzogs 
Herselot etwas Äehnliehkeit. Dieser träumt, dass Rigmel von einem 
jungen Grafen einen Falken zum Geschenk erhielt, den sie sehr lieb und 
wert hielte. Er erzählt ihr den Traum und meint, das könne nur be- 
deuten, dnm sie bald einen Sohn von ihrem Geliebten haben werde. In 
der That ist dem auch so (H. 730). 

107. Der Königin F^lise wird die zukünftige Machtstellung ihres 
Geschlechts im Traum prophezeit. Sie sieht sich auf einem hohen Turm 
stehen und in die Lande schauen. Da wachsen plötzlich ihre Anne, so 
dass die eine Hand bis zu den Mauern Roms reicht und die andere sich 
über Spanien erstreckt (G. de P. 4761). Nach dem Caplan Moisans be- 
deutet das ihre Herrschaft über Italien und Spanien. Und zwar werde 
sie durch ihren Sohn über Italien und durch ihre Tochter über Spanien 
herrschen. In der Tat verheiratet sich ihre Tochter bald darauf mit dem 
Königssohn von Spanien, so diiss diese Prophezeiung genau in Erfüllung geht. 

*108. Dem Brut wird ebenfalls das Aufblühen seines Geschlechts 
prophezeite 

Brut will der Diana opfern, da verfällt er in einen Schlaf, in dem 
ihm Diana erscheint und auf ein Land verweist, das, fern im Westen 
gelegen, fruchtbar und reich sei. Dorthin, solle er gehen mit seinen 
ßcbaaren, denn dort werde er ein kräftiges Reich begründen können. 
Könige würden dann mia seinem Geschlecht hervorgehen, die Macht und 
Anseilen hätten und sich zu Herrn der Welt machen würden (M. Br. 1203 
und Br. 679),l) 



1) Dieser Traum weicht in doppelter Beziehung von den übrigen ab: 
einmal ist der Tr&unicnd© ein Heide und dann ist der Inhalt des Traumes 
ein Befehl. Aber der Brut ist ja überhaupt nur eine Reimchronik, braucht 
alBu unfern Regeln nicht zu folgen. — Layamons Brut, der ja auf dem 
von Wiipe beruhti zeigt dens^lb^i; Traum, 



79 

Es ist begreiffich, dass gerade schwangeren Frauen Träume 
über die grosse Zukunft ihres Kindes zu Teil werden: 

109. So im Münchener Brut, wo Silvia, die Vestalin, von einem 
Opfer träumt, das sie der Göttin darbringe. Dabei fällt ihr ein Band, 
das sie auf dem Kopf getragen, ins Feuer. Aus dem verbrennenden Band 
schiessen aber zwei stattliche Palmen hervor, von denen eine besonders 
gross ist und die ganze Welt überschattet. Da sieht sie ihren Onkel 
Amulius kommen mit der Axt in der Hand, um die edlen Palmen zu 
fällen. Aber ein Specht und eine Wölfin schützen dieselben und vertreiben 
den Amulius wieder (M. Br. 3923). Hier sind die beiden Palmen Romulus 
und Remus, welche Amulius töten will, aber von der Wölfin (die Wölfin 
der Sage) und dem Specht (vielleicht der Hirte der Sage) beschützt 
werden. Dass die eine Palme die ganze Welt überschattet, zeigt die 
zukünftige Herrschaft des Eomulus über die Welt an. 

*110. Aehnlich im Ron (2869) (II. Teil), wo das junge Mädchen, 
welches beim Herzog Robert schläft, von einem Baum träumt, der aus 
ihrem Körper hervor wächst. Der Baum wird immer grösser und beschattet 
schliesslich die ganze Normandie. Und in der That gebiert sie später 
einen Sohn, der hernach der Herrscher der Normandie wird. 

*111. Eine etwas abgesonderte Stellung — in Bezug auf die ange- 
wandten Traumbilder — nimmt der Traum Alexanders ein, der als Knabe 
von 10 Jahren von einem Ei träumt, aus dem eine grosse Schlange kriecht. 
Sie schnellt bis zur Decke empor, kreist drei Mal um das Bett des 
Schlafenden, rollt sich ein und stirbt dann (AI. p. 6,21). Dieser Traum 
wird von den ersten beiden Traumdeutern, von dem Griechen Astarus und 
dem Salios de Monmier, nicht auf Alexander bezogen (also falsch ausgelegt), 
während Aristote d* Ataine in der Schlange sofort den Alexander sieht, 
der die Welt (das Ei) erobern und sich zum Herr derselben machen wird, 
bis er schliesslich doch wieder nach Macedonien zurückkehren werde, i) 

In diesen Träumen ist stets allgemein auf das Glück und 
die Macht einer Person Bezug genommen. Meistens wird aber 
immer nur auf das Glück irgend einer speciellen — von der 
Person unternommenen oder gegen ihn gerichteten — Unter- 
nehmung hingewiesen. Diese Unternehmungen sind immer 
mehr oder minder gefahrlicher Natur und können daher auch 
im Traum nur wiedergegeben werden durch Gefahren, die 
den Träumenden oder einen seiner Angehörigen bedrohen. 
Und je nachdem nun die Gefahr glücklich bestanden resp. 
beseitigt wird oder nicht, kann man auf einen glücklichen 
oder unglücklichen Ausgang der bevorstehenden Unternehmung 
schliessen. 

112. So sieht Karl der Grosse seine Jäger auf der Jagd von Wild- 
schweinen angegriffen. Unter andern stürzt ein besonders starker Eber 
sich auf den Herzog Naymes. Dieser durchbohrt ihn aber mit seinem 



1) Hier ist natürlich der Träumende wie der Traumdeuter kein Christ, 
aber der Rom. d*Alix. braucht ja auch unsere Regeln nicht zu befolgen. 



^fl^f 



80 

Speer nnd sctneidet ihm den Kopf ab (Ch. des S. 11. p. 169 CCLXXIX,10). 
Dieser Trauin geht auch bald in Erfüllung, denn am nächsten Morgen 
entspinnt sich zwischen Salorez (der grosse Eber) — der mit anderen 
Sarazenen (die Wildschweine) die Stadt belagert — und dem Herzog 
Naymes ein Zweikampf, in dem Naymes seinen Gegner tötet. 

113. Im Rolandslied (Rol. 725 und Rone. 1015) träumt Karl der 
Grosse voü einem Bären, der ihn in den Arm beisst. Ihm assistiert ein 
Leopard, der ihn ebenfalls wütend angreift. Aber ein Windhund kommt 
Karl zu Hilfe, reisst dem Bären das rechte Ohr ab und bekämpft den 
Leoparden. Dieser Traum bezieht sich auf das über Ganelon zu haltende 
Strafgericht. Der Bär ist Ganelon, der ja Karl's Nachhut verraten, der 
Leopard ist Piiiabel, welcher später Ganelon in Schutz nimmt und für ihn 
eintritt und der Windhund ist Thierry, der den Kampf mit Pinabel auf- 
nimmt, ihn besiegt und damit Ganelon dem Gericht überliefert. 

114* Aynieri sieht sich im Traum auf der Jagd, wie er mit seinem 
Falken zwei Enten erjagt hat. Da eilen vom Berge 14 Bären herab, 
xerroisacn sein Streitross und stürzen sich auf ihn. Da kommt ein Löwe 
Lcrbei, gefolgt von 30 000 Bären (braons), reisst den einen der feindlichen 
Bären (oura) nieder und jagt die übrigen in die Wälder und Berge zurück 
(Mort A. 333). 

Dieser Traum wird von dem jüdischen Clerc Saolin folgendermassen 
ausgelegt. Die wilden Enten deuteten auf eine grosse Beute, die er 
machen würde, aber die Sarazenen (die 14 Bären) würden sie ihm 
wieder entreissen, ja mit einem Speer würden sie ihn schlagen. Der Löwe, 
gefolgt von 30 000 Bären, der sogleich 2 Bären niederreisse (im Traum war 
nur von öinem Bären die Rede) sei sein Sohn Guiberz, der ihm noch von 
grossem Nutzen sein werde. 

115. In Og. (1159) erblickt Karl der Grosse im Traum Callos, Ogier 
und den Herzog Naymes, die ein erschöpftes Tier mit sich führen. Plötz- 
lich werden sie von 3 Löwen angegriffen, die Callos und Herzog Naymes 
niederreiäsen. Aber Ogier kommt herzu, tötet 2 Löwen und jagt den 
dritten in die Flucht. In der That kommt das Heer der Christen — 
insbesondere Carlos — in grosse Gefahr, aus der sie nur durch das tat- 
kräftige Eingreifen Ogier^ö und seiner Ritter gerettet werden. Die meisten 
Heiden werden niedergemacht, der Rest flieht. 

Die 3 Löwen stellen natürlich die Sarazenen dar. Was das Tier 
betrifft, das Karl im Traum bei Ogier, Callos und Herzog Naymes sieht, 
so ist d*?&sen Bedeutung nicht recht klar. Vielleicht ist es Gloriande, das 
spätere Streitobjekt zwischen Ogier und dem Sarazenen Karaheus. 

116. llnire sieht sich im Walde von Quintefoille mit Aiol und Jobert 
von 2 Bären angegriffen. Aber Gott schickt ihnen 3 Bracken, die sie 
vor ihren Feinden schützen (A. F. 4692, A. N. 4690). 

In der Thafc werden die drei auch im genannten Walde von den 
Truppen Ferraut's von Losane überfallen. Aber die drei siegen, ver- 
tj'eiben die Feinde und nehmen Ferraut selbst gefangen. — Die 2 Bären 
bedeuten also die Truppen Ferraut's, die 3 Bracken aber stellen viel- 
leicht die göttliche Gnade dar, welche sie den Sieg über die Feinde davon- 
tragen liess. 

117* fiirbf^rs sieht sich im Traum mit 2 Löwen kämpfen, die er 
beide tütet. — Es kommt auch bald wieder zum Kampf zwischen ihm 
und Kromont^ in dem er den Sieg erringt (Girb. 1649). 



81 

118. Robastre träumt, ein Leopard, der aus der Stadt entlaufen, 
scUiche sich in sein Zelt. Er ergreife aber einen Stock und schlage 
ihn zu Boden (Gauf. 9794). 

Bald darauf wird das Lager allarmiert, die Feinde sind eingebrochen 
und im Getümmel des Kampfes kommen Robastre und der Riese Morhier 
zusammen; es entspinnt sich ein Zweikampf, in dem Robastre seinen 
Gegner tötet. 

119. Guillaume d'Orange träumt von einem grossen Feuer, das, von 
Russland kommend, Rom von allen Seiten ergreift. Plötzlich erblickt er 
einen Jagdhund, der ihn angreift. Er flieht auf einen Baum und giebt 
ihm von hier aus einen kräftigen Schlag, so dass er zusammenbricht 
(Cor. 291). 

Am nächsten Morgen kommen schon 2 Boten und melden ihm, dass 
die Sarazenen die Stadt Chartres erobert hätten. König Gaifier sei mit 
30 000 seiner Leute den Feinden in die Hände gefallen. Guillaume eilt 
nun seinen Genossen zu Hilfe und entscheidet schliesslich durch einen 
Zweikampf mit dem König Corsolt — letzterer wird getötet — den 
ganzen Krieg. 

Ln Traum würde das Feuer, das Rom zu verzehren droht, die Sara- 
zenenschaar darstellen, welche in Frankreich eingefallen ist. Und der 
wilde Hund würde König Corsolt sein, den Guillaume ja schliesslich tötet. 

120. Gaydon träumt, ein Adler mit rotem Kopf stürze sich aus der 
Luft herab und zerreisse sein Pferd. Er selbst werde von Wildschweinen 
angegriffen, deren Anführer er aber schliesslich töte (Gayd. 316). Dieser 
Traum bezieht sich auf den Verrat Thibaut's. Dieser, sowohl ein Feind 
von Gaydon als auch von Karl dem Jjrrossen, hat mit seinem Freunde 
Alori vergiftete Aepfel verfertigt und diese im Namen Gaydon*s Karl 
zugeschickt. Da aber ein Knappe voreilig davon isst und daran stirbt, 
werden die Aepfel als vergiftet erkannt, Gaydon aber wegen versuchten 
Mordes vor Gericht gestellt. Hier beweist Gaydon seine Unschuld in 
einem Zweikampf mit Thibaut, den er tötet. 

Der Adler wäre hier Alori, der Complice Thibaut's, die Wildschweine 
repräsentieren Thibaut's Verwandte, die ja vor allem auf die Bestrafung 
Gaydon*s dringen, und das eine Wildschwein, das er schliesslich tötet, 
ist Thibaut, der pa im Zweikampf fällt. 

121. Auben träumt, er wäre im Ardennenwald in der Nähe von 
Oridon. Da wird er von 2 Bäi*en und 3 Löwen angegriffen, die ihm sein 
Pelzwerk zerreissen. 30 Wildschweine stürzen hervor, zausen an seinen 
Kleidern und reissen ihm ein Stück Fleisch aus dem Schenkel. Da sieht 
er einen Drachen, den er gern getötet hätte, aber Sonneheut schützt ihn, 
deren Körper er ins Gefängnis schleppt. Da kommt Gascelin plötzlich 
herbei und stürzt sich mutig auf die Tiere. Auberi assistiert ihm und 
endlich gelingt es beiden, das Mädchen dem Drachen zu entreissen und 
in Sicherheit zu bringen (A. le B. 71,17). — Dieser Traum bezieht sich auf 
folgenden Vorgang: Lambert hat Auberi gefangen genommen und will 
ihn nur unter der Bedingung freilassen, dass er ihm seine Nichte, die 
schöne Sonneheut, ausliefere. Auberi geht darauf ein und wird dann ent- 
lassen. Sonneheut wird nun dem Lambert ausgeliefert, aber bald darauf 
wieder von Gascelin und Auberi zurückerobert. — Der im Traum genannte 
Ort stimmt genau zu der Wirklichkeit, denn das Schloss Lambert's ist 
Oridon und liegt im Ardcnnenwalde. Der Drache, der seine Nichte weg- 

(Ausg. u. Abb., Mentz.) Q 



82 

schleppt, ist Lambert, und die vielen Tiere, die ihn qnälen, sollen wohl 
nur durch die Angst, die sie bei ihm erzeugen, auf die Qualen deuten, 
die er auszustehen hat, als ihm die Wahl zwischen Tod und Auslieferung 
seiner Tochter gestellt wird. 

122. Diesem Traum schliesst sich der der Sonneheut eng an. Diese 
träumt, sie werde an einen fremden Ritter ausgeliefert, welcher sie zu 
einem Kloster führe, um sie dort als Nonne einkleiden zu lassen. Ihr 
schönes Kleid wird dabei verbrannt. Darauf sieht sie sich in einen Wald 
geführt, wo sie von Wildschweinen bedrängt wird. Plötzlich kommt ein 
Bär auf sie zu mit weit geöf&ietem Rachen, und schon denkt sie, dass 
ihre letzte Stunde geschlagen, als Gascelin kommt und sie rettet (A. le 
B. 87,23). — In der That führt sie Lambert auch zunächst in ein Kloster, 
um sich mit ihr rechtmässig trauen zu lassen. Als aber die Braut vor 
dem Altar die Heirat verweigert, lassen sich die Priester nicht darauf 
ein, und Lambert muss mit seiner Braut weiter ziehen. Sie schlagen 
in einem Thal die Zelte auf und Sonneheut muss ihr Nachtlager im selben 
Zelt mit Lambert nehmen. Schon ist die Gefahr für ihre Keuschheit auf 
das höchste gesteigert, als plötzlich Gascelin mit seinen Mannen erscheint 
und seine Braut dem Feinde entreisst. — Hier würden also die Wild- 
schweine die Truppen des Lambert, und der Bär, der sie gerade zu ver 
schlingen droht, als Gascelin erscheint, würde natürlich Lambert selber sein. 

123. Eglantine träumt sie werde von einem Löwen entführt, gegen 
den sowohl Gui's Lanze wie Speer machtlos wären. Befreit wird sie 
schliesslich von Karl dem Grossen, der Bie ihrem Bräutigem, Gui de Nan- 
teuil, ausliefert (G. de N. 1574). 

Das entsprechende Ereignis ist folgendes: Gui wir bald nachher von 
Hervieu angegriffen, und Eglantine gefangen genommen, ohne dass Gui 
es hindern kann. Kaiser Karl bestimmt nun, dass die Besitzfrage Eglan- 
tinens durch ein Turnier entschieden werden soll. Bis zur Entscheidung 
bleibe sie aber seinem Schutze unterstellt. Das Turnier findet statt, Gui 
siegt und führt seine Geliebte heim. Der Löwe repräsentiert hier also 
den Hervieu. 

124. Biautrix träumt, sie schliefe im Freien, als plötzlich ein Adler 
kommt und sie nach Spanien trägt. Aber hier wird sie dem Adler wieder 
durch einem Greifen entrissen. — Durch diesen Traum beunruhigt, will 
Biautrix einer Einladung zu ihrem Bruder Flores nicht Folge leisten. 
Auf Baudris' Zureden geht sie schliesslich doch hin. Hier wird sie jedoch 
von Flores (Adler) festgenommen und nach Tyr geführt, von wo sie 
eine grosse Gesandtschaft des spanischen Königs nach der Residenz 
geleitet, unterwegs wird sie aber von ihrem Gemahl Hervis (der Greif) 
wieder zurückerobert (Herv. Tirade 61). 

125. Aye erblickt sich im Traum auf einem Berge mit König Ganor, 
der seinen Kopf zwischen ihren Händen ruhen hat. Plötzlich stürzen 2 
Adler auf sie heran, aber ein Falke fliegt aus ihrer Heimat herüber, 
verfolgt die Adler und treibt sie zur Erde, wo sie von einem Löwen 
zerrissen werden (Aye 1954). 

Dieser Traum bezieht sich auf die Entführung Aye*8 durch B^renger. 
Dieser war mit seiner Beute nach Afrika geflohen, wo ihm aber Aye wieder 
von König Ganor geraubt worden war. Unterdessen hatte König Gar- 
nier durch einen Pilger von dem Schicksal seiner Frau Kunde bekonunen 
und war nun mit seinen Rittern aufgebrochen, angeblich, um Ganor gegen 



83 

Bärenger Heeresdienste zu leisten. Garnier gelingt es auch, Bärenger in 
der Schlacht zu töten und dessen Gefährten gefangen zu nehmen. Aher 
seine Frau kann er erst nach 3 Jahren dem Ganor entführen. 

Es würden also die beiden Adler, welche König Ganor die Aye wieder 
entreissen wollen, Berenger und seine Genossen darstellen, während der 
Löwe Garnier und der Falke Gamier*s Gefährten verbildlicht. 

126. Königin Fälise, die von dem König von Spanien belagert wird, 
träumt, sie werde mit ihrer Tochter von 100,000 wilden Tieren ange- 
griffen, von Bären, Leoparden, Löwen etc. Plötzlich kommen ein weisser 
Löwe und zwei weisse Bären ihnen zu Hülfe. Letztere nehmen beim 
Näherkommen die Gestalt von 2 Hirschen an, ja schliesslich haben sie 
sogar menschliche Züge und gleichen Kindern mit Goldkronen im Haar. 
Der grössere Hirsch hat auffallende Aehnlichkeit mit ihrem Sohn, während 
der kleinere einem schönen Mädchen gleicht. Letztere bleibt bei ihr, 
während ersterer mit dem Löwen sich auf die Tiere stürzt und sie in die 
Flucht treibt (G. de P. 4724). 

Dieser Traum erfährt eine sich widersprechende Auslegung, und 
verweise ich auf § 98, wo der Fall detailliert behandelt ist. 

127. Im selben Epos träumt Mälior, dass sie mit ihrem Guillaume 
von wilden Tieren angegriffen würde, so von einem Bären, einem Leo- 
parden, einem Eber und vor allem von einem Löwen mit seinem Jungen. 
Als sie schon in grösster Gefahr si^id, kommt ein Werwolf herbei, ergreift 
den jungen Löwen und führt ihn davon. Dann verschwindet der Traum 
(G. de P. 4004). 

Dieser Traum erfüllt sich ganz detailliert. Die Bürger der Stadt, in 
deren Nähe das Paar im Freien schläft — die beiden befinden sich auf 
der Flucht — , machen nämlich Jagd auf sie und haben sich schon ihrem 
Lager genähert, als plötzlich ein Werwolf (der verhexte Sohn des Königs 
von Spanien) den Sohn des prävot ergreift und davonträgt. Alles eilt 
jetzt dem Werwolf nach, und das Paar ist gerettet. — Der Leopard, ' der 
Bär und der Eber stellen also die Bürger, der Löwe den prävot und der 
junge Löwe den Sohn desselben dar. 

128. In Girb. (fol. 67rOc334) träumt König Tieris, er wäre auf der 
Burg Belin und sähe das Kloster St. Martin in Flammen. Eine Schaar 
Ritter umgiebt das brennende Gebäude, aus dem Rauch und Flammen 
hervorschlagen. Da hört er seinen Namen rufen und erblickt zu seinem 
Schrecken seinen Freund Hemis in dem bennenden Gebäude. Tieris eilt 
auch herbei, aber ein dichter Nebel steigt plötzlich auf, der ihn nichts 
mehr erkennen lässt. 

Dieser Traum geht ganz detalliert in Erfüllung: Hernais wird näm- 
lich einige Zeit darauf von seinen Feinden im Kloster St. Martin gefunden, 
er weiss sich aber hinter einer Thür zu verbarrikadieren, so dass die 
Feinde ihn nicht ergreifen können. Diese wollen ihn nicht entwischen 
lassen und setzen das Kloster mit Hülfe von brennenden Reisigbündeln 
in Brand. Hernais erträgt erst lange Rauch und Hitze mit grosser Stand- 
haftigkeit, aber schliesslich sinkt er ermattet nieder. Die Feinde sehen 
ihn am Boden liegen, halten ihn für tot und ziehen ab. Hernais aber 
erholt sich bald wieder und kommt ungehindert aus dem brennenden 
Kloster ins Freie. 



84 

Der Nebel, welcher die Gegner im Traum getrennt, stellt hier also 
den Irrtum der Feinde dar, dem Hemais seine Rettung zu verdanken hat. 

129. Esmerez träumt, er wäre in einer dunklen, finsteren Zelle ein- 
geschlossen, zusammen mit seiner Geliebten und einer wunderbar weissen 
Taube. 7 Jahr müssen sie dort zubringen bei Wasser und Brot, endlich 
winkt Rettung und zwar wird die Rettung gebracht von einem Löwen 
(B. I. 153,81). — Gleich darauf kommt auch der Bruder der Geliebten, ein 
sarazenischer König, sieht ihn mit seiner Schwester im Bett liegen und 
lässt sie beide ins Gefängnis werfen. Die schneeweisse Taube bedeutet 
ein kleines Kind, das Elienor im Gefängnis hernach zur Welt bringt. 

Diese Träume zeigten sämmtlich eine zum Abschluss ge- 
brachte Traumhandlung, die zuletzt doch noch immer günstig 
für die Träumenden verläuft. ZuweDen ist aber die Hand- 
lung garnicht bis zum Schluss durchgeführt, so dass man 
nicht so ohne weiteres auf einen glücklichen resp. unglück- 
lichen Verlauf der betreffenden Angelegenheit schliessen kann. 

130. So träumt Karl der Grosse von einem Windhund, den er in 
den Armen hält, während 4 wilde Leoparden ihm Herz und Glieder aus- 
reissen wollen (Og. 12446). Hier lässt der Traum nicht erkennen, ob 
Karl resp. der Windhund der Leoparden Herr wird oder nicht. — Der 
Windhund verbildlicht hier Ogier, der nachher Karl zu Hülfe eüt und 
ihn von den Sarazenen (die 4 Leoparden) befreit. 

131. Gerins träumt, dass er einen Falken, der aus dem Käfig Fro- 
mond's entwichen sei, füttere und pflege. Plötzlich aber sei der Falke 
fortgeflogen, nachdem er ihm beinahe noch die Augen ausgehackt 
(Girb. 1649). 

Dieser Traum soll auf einen bevorstehenden Kampf mit Fromondin 
deuten, wie dieser aber ausfallt wird im Traum nicht angedeutet. (In der 
That fällt er günstig für Gerins aus.) 

132. In Ren. (112,27) träumt Godefrois de Milans von einem Eber, 
der von 1000 Wölfen verfolgt wird [resp. dem 1000 Wölfe folgen]. 7 
Wölfe zweigen sich ab und greifen den plötzlich auftauchenden Renaus 
an, welcher hart bedrängt wird. 

Dieser Traum wird vom Caplan nicht ausgelegt, während der unmittetf 
bar vorangehende eine Deutung erfährt. Der Traum bezieht sich au" 
Karl den Grossen, der bald hernach den ihm verfeindeten Renaus auf 
spürt und von neuem bekriegt. Nun kann man einmal in dem Eber Karl 
den Grossen erblicken und in den 1000 Wölfen seine Truppen, von denen 
ein Teil den Renaut angreift. Aber man kann auch den Traum als aus 
zwei parallel laufenden Traumbildern zusammengesetzt auffassen, die beide 
dasselbe anzeigen wollen. Dann repräsentiert der Eber Renaus, der von 
den Truppen Karls des Grossen (die 1000 Wölfe) verfolgt würde, und 
dies Bild würde sich nachher wiederholen, nur dass hier Renaus in eigener 
Person auftritt und die Truppen Karls des Grossen durch 7 Wölfe wieder- 
gegeben werden. 

Mir scheint die erstere Deutung die bessere zu sein, wenn anch hier 
der Herr — Karl der Grosse — durch ein schwächeres Tier (Eber) ver- 



85 

bildlicht erscheinen würde als seine Untertanen, die Soldaten (durch die 
Wölfe verbildlicht)!). 

133. Im Rolandslied (2525) sieht sich Karl der Grosse zu Aachen 
mit einem Bären, den er an einer Kette hält. Da kommen 30 Bären von 
den Ardennen und verlangen die Herausgabe ihres Genossen. Aber ein 
Windhund springt aus dem Palais und stürzt sich sofort auf den grössten 
der Bären ; es entspinnt sich ein Kampf, der aber noch unentschieden ist, 
als das Traumbild wieder entweicht. — Dieser Traum bezieht sich auf Ga- 
nelon, der auf die ersten Befürchtungen Karls hin schon festgenommen 
war. 30 seiner Verwandte plaidieren für seine Unschuld und einer der- 
selben, Pinabel, erbietet sich, für G^nelon mit der Waffe in der Hand ein- 
zutreten. Keiner wagt erst, den Zweikampf anzunehmen, da erbietet sich 
Thierry, ein junger Ritter dazu (er der Windhund) und besiegt seinen 
Gegner (welcher also durch den stärksten der 30 Bären repräsentiert wird). 
Damit ist Ganelon's Schuld erwiesen, sein Urteil ist gesprochen: von 4 
Pferden wird er in Stücke zerrissen. 

134. Derselbe Traum findet sich im Rone. (4263), nur ist hier das 
Tier, das Karl gefesselt hält, kein Bär, sondern ein Löwe. Die Bären, 
die ihn angreifen, sind hier in der Zahl 100 vorhanden, und das Tier, 
welches Karl zu Hilfe kommt, ist ein Löwe, kein Windhund wie im Ch. 
de Rol. 

135. Ebenfalls unentschieden wird der Kampf zwischen Roland und 
Olivier gelassen:! Roland und Olivier haben sich heftig entzweit. Olivier 
hat Karls Heer mit 100 Rittern verlassen und die Anhänger Rolands, wie 
sie ihm gerade in den Weg kamen, getötet. 

Karl der Grosse beklagt den traurigen Zwiespalt sehr, des Nachts 
hat er aber einen Traum, der ihm baldige Beilegung des Streites ver- 
kündet. Er sieht nämlich einen Falken aus der Stadt fliegen, auf den 
sich sein Habicht stürzt. Ein heftiger Kampf entspinnt sich; beide bluten. 
Karl hat grosse Angst für seinen Habicht und bittet Gott, ihm seinen 
Habicht am Leben zu erhalten. Die Bitte scheint zu fruchten, denn plötz- 
lich stellen beide die Feindselichkeiten ein und machen Frieden mit ein- 
ander. — Eia weiser maistre legt den Traum dahin aus, dass der Falke 
den Olivier, der Habieht Roland verbildliehe, beide würden mit einander 
kämpfen, aber sie würden sich versöhnen. In der Tat erfüllt sich die 
Prophezeiung des Traumes vollständig. Beide Helden kämpfen hartnäckig 
mit einander, aber es kommt zu keiner Entscheidung. Da steigt ein 
Engel vom Himmel herab, gebietet Frieden und weist sie auf Spanien 
hin, wo beide vereint weit bessere, nützlichere Thaten verrichten könnten. 
So wird der Friede geschlossen (G. de V. 1893). 

136. In A. (113,29) sieht sich Auberi von 2 Wildschweinen und 
2000 Bären verfolget, die ihm hart zusetzen, bis er im Kloster St. Denis 
Zuflucht findet. Hier hofft er Ruhe vor seinen Yerfolgeru zu finden, aber 
auch hier dringen sie ein. Auberi stürzt zum Altar und ruft Lambert 
zu Hülfe. Die Angst lässt ihn erwachen. 



1) Um zu zeigen, wie beide Interpretationen möglich sind, will ich 
die betreffenden Verse anführen : Un sangler vi venir poignant, tot abrievö ; 
Plus de .m. leu le siuent par vive poestö. Qk s*en venoient .VII. poig- 
nant tot 8St6, Qui aloient ä cex ki outre erent pass^. 



86 

Dieser Traum lässt allerdings sicher auf Gefahren schliessen, aber 
es könnte Lambert ja noch immer den bedrängten Auberi retten. Bern 
ist nun in der Tat nicht so. Die 2000 Bären sind die Truppen Gaseelin's, 
die den Lambert verfolgen, aber statt seiner nachher irrtümlich den Au- 
beri — vor dem Altar — töten. Wen die 2 Wildschweine speciell ver- 
bildlichen sollen, ist unklar, das eine repräsentiert Gascelin, wer aber 
mit dem andern gemeint ist, ob Amaury oder Fouqueres, ist nicht zu 
entscheiden. 

137. Ein Traum, der ebenfalls — wie der vorhergehende — nur die 
Gefahren schildert, aber in keiner Weise andeutet, ob der Träumende sie 
besteht oder nicht, ist der Traum Karls des Grossen in Og. (8260). Hier 
träumt Karl, dass er in den Wald gegangen ist, um zu jagen. Da wird 
er angegriffen von mehr als 100 loiemiers, tausend Wildschweine erblickt 
er, die ihn zu verschlingen drohen. Ein Riese kommt ihm entgegen 
mit 500 Leoparden: alles will ihn in Stücke reissen. In der Tat wird 
er bald darauf von den Truppen Karl's des Grossen angegriffen, doch 
gelingt es ihm, mit seinem schnellen Pferde mitten durch die Feinde 
hindurch zu entfliehen. (Der Riese ist Karl der Grosse, die wilden Tiere 
sind seine Truppeh). 

138. In G. de B. (751) träumt Karl der Grosse, er befinde sich vor 
Paris, da sehe er eine Menge schöner Leute aus der Stadt kommen, so 
schön wie Engel. Alle werfen sich ihm zu Füssen. Dann sieht er eine 
Wolke zum Himmel steigen, die plötzlich Wasser, Hagel und Schnee auf 
sie herabschütte. 

Die schönen Leute, welche er erblickt, beziehen sich auf die franzö- 
sische Jugend, welche unter Anführung Gui's de Bourgogne von Paris 
aufgebrochen ist, um Karl — der schon seit vier Monaten vergeblich 
Luiseme belagert — Hülfe zu bringen. Gui gelingt es auch, die Stadt 
— in Abwesenheit Karl's — zu nehmen. Worauf sich die schwarze 
Wolke bezieht, ist unklar. 

139. Hier wäre der Traum des Königs Artus einzufügen, welcher 
auf der Ueberfahrt nach England von einem Bären träumt, der mit einem 
Drachen kämpft. Letzterer trägt schliesslich den Sieg davon. Hier reprä- 
sentiert — nach der Auslegung einiger ders — der Bär einen Riesen. 
Und in der Tat hat Artus nach einiger Zeit mit einem Riesen zu kämpfen, 
der Drache würde also Artus sein (Br. 11522). Hier ist die Traum- 
handlung allerdings zu Ende geführt, man weiss aber nicht, ob zu Gunsten 
oder Ungunsten des Träumenden, da nicht ersichtlich ist, welches Tier 
den Artus darstellen soll. 

140. Im Rol. (718)1) träumt Karl der Grosse, dass ihm Ganelon einen 
Speer aus Eschenholz entreisse und ihn um sein Haupt schwinge, so das 
die Splitter davon zum Himmel empor fliegen. Er bezieht diesen Traum 
selbst sofort auf Roland und dessen Heer, indem er dem Herzog Naymes 
erzählt, er habe geträumt, dass der, auf dessen Wunsch er Roland zum 
Commandeur der Nachhut gemacht habe, ihm seine Lanze entreisse. Die 
Lanze soll hier Roland verbildlichen. Derselbe Traum in Rone. (1015). 



1) Dieser Traum könnte auch erst unter der nächsten Traumrubrik 
aufgeführt werden. 



87 

Im Vorhergehenden liess die Traumhandlung nur die 
bevorstehenden Gefahren erkennen, deutete aber nicht an, ob 
der Träumende schliesslich doch ihrer Herr werden würde 
oder nicht. Meist wird die Handlung aber bis zum Schluss 
durchgeführt und deutet so auch den endgültigen Ausgang 
der Angelegenheit an. Oben waren bereits die Träume ange- 
führt, die schliesslich günstig für die Träumenden verliefen, 
jetzt mögen die mit ungünstigem Ausgang folgen. 

141. In H. (4656) träumt Bodmund, dass er auf der Jagd von einem 
Rudel Wildschweine angegriffen werde, von denen eines sein Pferd zu Fall 
bringe, so dass er sich nicht mehr erheben kann. — In der That wird 
er auch bald darauf von Hom total geschlagen. 

142. Alimodes träumt, dass ein furchtbarer Sturm sich erhebe und 
alles umwerfe (Bl. 5306). Bald darauf werden seine Truppen auch von 
Blancandin total geschlagen. 

143. Im Bol. (2525) träumt Karl der Grosse von Stürmen, Donner 
und Flammenzeichen, die er am Firmament erblickt. Die Lanzenschäfte 
verbrennen und die Schilder schmelzen. Wölfe, Leoparden stürzen hervor, 
Vipern, Schlangen, Drachen und Dämone, dazu mehr als 30 000 Greifen. 
Alle eilen auf die Franzosen, um sie zu fressen. Karl will seinen Sol- 
daten zu Hülfe eilen, aber ein starker' Löwe vertritt ihm den Weg: es 
kommt zum Kampf zwischen beiden, aber es ist unentschieden, wer 
gewinnen wird. 

Hier handelt es sich um die Vernichtung der Nachhut, die hier 
sonderbarer Weise erst dann durch einen Traum annonciert wird, als Karl 
bereits die Niederlage Bolands erfahren hat. Die wilden Tiere und Dämone 
stellen die Sarazenen dar. Der starke Löwe, der Karl in den Weg tritt, 
ist Baligant, der Bruder Marsilie's, mit dem Karl später einen Zweikampf 
zu bestehen hat und den er besiegt.!) 

144. Aymeri sieht von Spanien her ein grosses Feuer kommen, das 
sein Land verzehrt. Dem Feuer vorauf fliegt ein schwarzer Vogel, der 
sich schliesslich auf den grössten Turm setzt und den zerstört. Dann 
kommt das Feuer: der Kirchthnrm von St. Vincent stürzt zusammen und 
ein Feuerstrahl fährt ihm mitten durch den Körper und verbrennt ihm 
Fleisch und Blut. Da sieht er aus seinem Munde einen weissen Vogel 
hervorfliegen, der in die Luft fliegt und dort von weissen Tauben umkreist 
wird, worauf er verschwindet, nur eine süsse Stimme hört Aymeri noch 
(Mort A. 310). 

Der Jude und der clers — beide Bezeichnungen wechseln ab — 
legt den Traum folgendermassen aus : Das Feuer verbildliche ein' heidni- 
sches Heer, das von Spanien aus sein Land verwüsten werde. Die 
schwarzen Vögel, die voraufgeflogen (von denen aber im Traum nichts 
steht!) seien die persischen Könige, und der grösste derselben, der sich 



1) Der entsprechende Traum im Rone. (4224) zeigt vor dem Kampf 
mit dem durch einen Löwen verbildlichten Baligant noch einen anderen 
Kampf mit einem vierköpfigen Löwen, den Karl zu Boden schlägt. Dieser 
verbildlicht natürlich König Marsilie. 



88 

nachher auf den Turm setze, sei der amirant Corsuble, dieser werde ihn 
mit seinem Degen durchbohren. Der Zusammensturz des Eirchthurmes 
bedeute den Verfall seiner Lebenskraft und seines Ansehens. £r werde 
sterben und zwar noch in diesem Jahr. Der Feuerstrahl, der ihm durch 
den Körper gefahren, sei das Schwert, mit dem er getötet werde, und 
der weisse Vogel, der aus dem Munde geflogen, sei die zum Himmel 
emporsteigende Seele. 

In der Tat triflft auch alles genau ein, wie der Priester gedeutet. 

145. In F. (6136) hört Karl eine Stimme, die ihn nach Spanien ruft 
um Land und Leute von der Heidenherrschaft zu erlösen. Zugleich sieht 
er aber, wie seine Leute von Greifen angefallen werden und an einem Tag 
mehr als 20 000 davon umbringen. i) 

Karl erzählt den Traum dem Herzog Naymes und dieser deutet ihn 
dahin, dass, bevor das vierte Jahr beginnen würde, Karl wieder einen 
Kampf gegen die Heiden auszufechten habe. In der Tat erfüllt sich diese 
Prophezeiung ; wie aber der Herzog auf Grund des Traumes dazu konunt, 
den Krieg gerade innerhalb 4 Jahre eintreten zu lassen, ist aus dem Traum 
nicht ersichtlich. 

146. Kaiser Karl hat Yon den Befehl zugehen lassen, ihm Renaat 
und dessen Brüder auszuliefern. Zu schwach wagt Yon nicht dem Befehl 
zu trotzen und fordert nun Renaut auf, sich unbewaffnet nach Vaucou- 
leur zu begeben, um dort 5 Grafen auszuliefern, und sich bei dieser 
Gelegenheit mit Karl zu versöhnen. Er wüsste gewiss, dass er dann alle 
seine Besitzungen wieder zurückerhalten würde. Renaut willigt ein, aber 
seine Gattin Ciarisse will ihn zurückhalten, da sie wegen eines Traumes, 
den sie gehabt, Unglück fürchtet. Sie hat nämlich Renaut im Walde 
von Aquise gesehen, wie er von 1000 Ebern angegriffen wird. Die 
Türme von Montauban sieht sie fallen und Aallart, Renaut's . Bruder, von 
einem Bolzen tötlich getroffen zu Boden sinken. Den jüngeren Bruder, 
Richard, ergreifen 2 Adler und hängen ihn an dem Zweig eines Apfel- 
baumes auf und Renaus, der ihm zu Hülfe eilen will, stürzt vom Pferd 
Ren. (171,18). 

Trotz des Traumes geht Renaus mit seinen Brüder unbewaffnet nach 
Vaucouleur: aber hier werden sie überfallen — Richard wird schwer 
verwundet — aber die Brüder werden durch die Ankunft des Maugis 
schliesslich doch gerettet. Der Traum ist hier also nur insofern einge- 
troffen, als er von den Ebern handelt, die Renaus angreifen. In Bezug 
auf Richard erfüllt sich der Traum erst später. Einige Zeit darauf fällt 
er nämlich in die Hände der Feinde und soll sofort gehängt werden. 
Schon steht er auf der Leiter, den Strick um den Hals, als plötzlich seine 
Brüder mit ihren Truppen hervorbrechen, die Feinde in die Flucht 
schlagen und Richard aus seiner Lage befreien. — Die 2 Adler, welche 
Richard entführen, sind also Feinde, und der Baum, an dem sie ihn auf- 
hängen, würde demnach dem Galgen entsprechen. 

147. Hugues Capet träumt von einem Milan und einem Greifen, die 
ihn wütend angreifen, letzterer ergreift ihn und führt ihn mit seinem 
Pferd hoch in die Luft. Dieser Traum wiederholt sich mehrere Male 
in der Nacht. — Am nächsten Morgen schon wird er von dem verräte- 



1) In seinem ersten Teil zeigt der Traiim Visionscharakter. 



89 

rischen Asselin und seinen Schaaren angegriffen. Sein ganzes Heer wird 
aufgerieben, nur er selbst schlägt sich durch. Hier ist Asselin durch 
den Greifen, sein Heer durch den Milan verbildlicht (H. C. 4956). 

148. Grui de Maience sieht (D. 1726) einen grossen schwarzen gaignon 
(Kettenhund), wie er seiner Frau und seinem kleinen Sohne Leber 
und Lunge ausreisst. — Er träumt damit von dem Seneschall, der wäh- 
rend Guis Abwesenheit seine Frau verführen will und, als diese sich 
.sträubt, eine falsche Anklage gegen sie erhebt, auf Grund deren er 
ihre Verurteilung zum Tode verlangt. Die 3 Söhne derselben hat er einem 
seiner Untergebenen gegeben, damit er sie ertränken soll. (Dieser wird 
aber bei dem Versuch von Doon, dem ältesten der drei, erstochen.) 

149. Huon de Bordeaux (H. de B. 593) sieht sich und seinen Bruder 
von 3 Löwen angegriffen. Sein Bruder entkommt, während er selbst zer- 
rissen wird. Er bittet deshalb seinen Bruder, von der Reise nach Paris, 
wo sie ihr väterliches Erbe reklamieren wollen, abzustehen. Aber auf 
Gerard's Zureden geht er schliesslich doch hin, zu seinem Unglück : denn 
unterwegs werden sie von Carlos und Genossen überfallen. Huon wird 
getötet, aber auch Carlos. 

Ueberall konnte hier die ganze Traumliandlung direkt auf 
Unglück schliessen lassen. 

Um nun die bisher wiedergegebenen Träume kurz zu 
überblicken, so hatten wir bis jetzt: 

a) solche Träume, die aus der Traumhandlung heraus 
schon auf Glück schliessen lassen. 

b) solche, die die Traumhandlung nicht endgültig 
durchführen, sodass man nicht ohne weiteres den glück- 
lichen oder unglücklichen Verlauf der Angelegenheit 
erkennen kann. 

c) solche, die aus der Traumhandlung heraus schon 
auf Unglück schliessen lassen. 

Alle diese Träume deuten auf die Zukunft. 

Nun giebt es noch Träume, die lediglich von einem in 
demselben Augenblick eintretenden Unglück Kenntnis geben 
resp. vor einem unmittelbar bevorstehenden Unglück warnen 
sollen. 

a. Träume mitteilender (nicht speciell prophetischer) 

Natur. 

150. Der Mabilette wird der Ueberfall auf Schloss Monglane durch 
3 Träume angezeigt. Im ersten Traum erblickt sie einen Kletteraifen, 
der über die Mauer klettert und das Fensterkreuz mit seinen Zähnen 
benagt, so dass es beinahe zerbricht (Gar. 109*25). Als sie nun aber nach 
dem Fenster sieht, erblickt sie nichts Vedächtiges und schläft wieder ein. 
Aber sie hat einen zweiten Traum, in dem ein Tier (beste haie) zum 
Fenster hinaufklettert, sie sieht jedoch wieder nichts an dem Fenster und 
(Ausg. u. Abb., Mentz), g* 



90 

schläft wieder ein (fol. 109^11). Aber zum dritten Male (fol. 109cl0) 
wird sie von einem ähnliciien Trauin erschreckt. Diesmal sind es 2 
gräuliche Schlangen, die das Fenster belagern. Da steht sie endlich auf, 
macht das Fenster auf und erblickt die nächtlichen Einbrecher — Gaufroi 
und Caupelö mit ihren Mannen — , wie sie schon Leitern ansetzen, um 
in's Fenster zu steigen. Mit Steinwürfen scheucht sie dieselben zurück 
und allarmiert das ganze Haus. 

151. Aiol und Mirabel sind bei (als Mönche verkappten) Räubern 
eingekehrt, die es auf Aiols Leben abgesehen haben. Des Nachts träumt 
Mirabel von den 12 Mönchen, wie sie Aiol ergreifen und aufhängen. 
Erschreckt darüber wacht sie auf und dringt nun auf sofortigen Aufbruch. 
Sie werden allerdings von den ihnen nacheilenden Räubern doch noch 
ergriffen, aber durch ihren früheren Wirt sofort wieder befreit (A. N. 6712). 

151a. Ein Förster überrascht Tristan und Isolde, wie sie Arm in 
Arm im Walde schlafen. Er holt Tristan's Onkel, König Marc, herbei 
und zeigt ihm das Liebespaar. Dieser will zuerst beide töten, besinnt 
sich aber eines anderen und vertauscht nur als ein Zeichen seiner 
Anwesenheit seinen Ring mit dem Isolden's und sein Schwert mit dem 
Tristan's. Die beiden wachen nicht darüber auf, nur hat Isolde einen 
beängstigenden Traum, in dem sie sich von 2 Löwen angegriffen sieht. Die 
beiden Löwen würden hier also den Förster und König Marc darstellen 
(T. 2031). 

i 151b. Dieser Traum hat etwas Aehnlichkeit mit dem in Oc. (248). 
Heer hat die Mutter Octavian's einen Knappen bewogen, sich zu der 
uhlafenden Königin ins Bett zu legen. Dann eilt sie zu ihrem Sohn 
snd führt ihn an das Bett seiner Frau. Der will diese erst ermorden, be- 
sinnt sich dann aber eines besseren. — Unterdessen hat die Königin einen 
ängstlichen Traum. Sie träumt, dass ein Adler ihr die beiden Brüste aus- 
reisse und ihre beiden Kinder davontrage (sie hat nämlich von Octavian 
2 Kinder empfangen). Der Adler kann hier Octavian oder dessen Mutter 
sein. 

152. Amiles ist von Hardrez fälschlich beschuldigt worden, der 
Tochter Karl's, Belyssant, Gewalt angethan zu haben. Hardrez stellt 
sogar 60 Eideshelfer, sämmtlich Verwandte von ihm. Von der Not des 
Amiles wird nun dessen Freund Amis durch einen Traum benachrichtigt. 
Er träumt, er wäre in Paris und sähe dort einen Ritter mit einem Löwen 
kämpfen, dessen Kopf schliesslich die Züge Hardrez' annehmen. Der Kampf 
ist heftig und der Ausgang scheint ungewiss. Da zieht Amis sein Schwert 
und schlägt dem Löwen den Kopf ab (A. u. A. 866). Durch diesen Traum 
wird er auf Amiles aufmerksam gemacht, den er in Paris zurückgelassen. 
In seiner Besorgnis reist er sofort hin, tritt für seinen Freund mit der 
Waffe in der Hand ein und schlägt in dem Turnier seinem Gegner, 
Hardrez, den Kopf ab. 

153. Maugis hat sich in eine Einsiedelei zurückgezogen, während- 
dessen seine Vettern den Kampf gegen Karl den Grossen fortsetzen. 
Einmal werden sie arg von diesem bedrängt und sind schon im Begriff, sich 
ihm auf Gnade und Ungnade zu ergeben, als Maügis herbeieilt und sie durch 
seine Zauberkünste wieder aus der Not rettet. Er war nämlich durch einen 
Traum auf die gefährliche Lage seiner Vettern aufmerksam gemacht 
worden. Er hatte sie darin im Walde von Montalban gesehen, woselbst 
Renaus und Aallars zu ihm kamen und sich bitter über Karl den Grossen 



91 

beklagten. Das hatte ihn bewogen, schleunigst zu seinen Vettern zu eilen 
(Ren. 374,15). 

154. Aye wird durch einen Traum von der Entführung ihres Kindes 
benachrichtigt. Sie sieht ihre Stadt in Flammen, plötzlich erblickt sie 
ihr Kind, wie es von 2 Bären ergriflFen und in den Rachen eines Löwen 
geworfen wird. Da kommt aber ein Grreif, erfasst den Löwen mit dem 
Kinde und trägt ihn nach Aufaleme, der Residenz Ganor's. 

Dieser Traum bezieht sich auf Ganor, der in der Wut darüber, dass 
ihm Aye von ihrem Gatten Garnier wieder entrissen war, gekommen 
war, um das Kind der beiden zu rauben. — Der Löwe verbildlicht also 
König Ganor, die beiden Bären sind 2 Sarazenen, die er init der Entfüh- 
rung beauftragt, und, der Greif ist nur eingeführt, weil sich der Dichter 
sagte, dass doch ein Löwe unmöglich von Frankreich nach Afrika kommen 
kann. Da musste der Transport durch den Greifen aushelfen (Aye 2510). 

155. Aehnlich in Herv. (1116), wo die Mutter der Biautnx durch 
durch einen Traum die Entführung ihrer Tochter erfahrt. Sie sieht, wie 
ihr Gatte die Biautrix nach Spanien fahrt, um sie dort zu verheiraten. 
Da stürzen, als sie für einen Augenblick allein ist, 2 Greifen auf sie, 
und der eine nimmt sie mit sich in die Lüfte. Die Mutter bewegt ihren 
Gemahl in Folge dieses Traumes, sofort wied erumzukehren, aber, als sie 
in Tyr ankommen, ist die Tochter schon geraubt. 

155a. Blancandin sieht im Traum seine Braut bitterlich weinend 
vor sein Bett kommen und bald darauf erfährt er auch schon, dass er 
verraten und seine Braut von Subiiens geraubt worden sei. Hier teilt 
die Braut ihm gewissermassen im Traum ihre Entführung mit (Bl. 3717). 

156. Auberi's Frau erfahrt die Niederlage ihres Gatten durch einen 
Traum. Sie sieht, wie Auberi von einer Heerde Wildschweine überfallen 
wird, eines dieser Tiere greift ihn besonders heftig an, doch streckt er 
es zu Boden. Darauf wird er von neuem angegriffen. Dieses Mal von einem 
Löwen und 100 neuen Wildschweinen. Auberi kopmt in grosse Gefahr 
und wäre schliesslich sicher seinen Feinden unterlegen, wenn nicht plötzlich 
Gascelin ihm zu Hülfe gekommen wäre (A. 212,12). 

Der Traum bezieht sich auf den, Hinterhalt, den Huedes de Gengres, 
Joserans und Fouquere dem Auberi gelegt hatten. Die Wildschweine sind 
die Feinde insgesammt. Das Wildschwein, das ihn besonders ungestüm 
angreift und das er schliesslich zu Boden schlägt, ist Joserans, dem er 
im Kampfe nachher den Kopf spaltet. Die 100 Wildschweine von denen 
er dann angegriffen wird, sind neue Feinde und der Löwe ist wohl 
Fouquere. 

157. Berte, die Tochter Floire's vou Ungarn, ist Pepin von Frank- 
reich zur Gemahlin bestimmt. Sie begiebt sich nun nach Frankreich 
in Begleitung Macaire's und ihrer Tochter Aliste. In Paris angekommen, 
lässt sie sich aber von Macaire dazu bewegen, Aliste für sich auf- 
treten zu lassen, da ihr Macaire berichtet, Pipin hätte die Absicht, 
sie in der Brautnacht umzubringen. An Stelle Berte's bringt nun Aliste 
die Brautnacht mit Pipin zu, sie wird natürlich nicht ermordet, ihr gefällt 
vielmehr das neue Leben so, dass sie überhaupt nicht daran denkt, die 
Königinrolle aufzugeben. Sie lässt daher Berte ergreifen und in einem 
Walde aussetzen, wo die arme Berte nach langem Umherirren schliesslich 
in der Wohnung des Simon Aufnahme findet. Unterdessen hat Blancheflour, 
Berte's Mutter, einen Traum, in dem sie sich von einer Bärin zerfleischt 



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sieht, während ein Adler sich auf ihr Gesicht setzt (B. a. g. p. 1676). 
Dieser Traum bewegt sio, zu ihrer Tochter nach Paris zu reisen, wo sie 
den Betrug entdeckt, Aliste entlarvt und ihrer Tochter wieder zu ihrem 
Rechte verhilft. 

158. Guillaume d'Orange erfahrt (Cov. 1016) die Notlage seines Neffen 
Vivien durch einen Traum, in dem er seinen Neffen traurig und zornig 
zurückkehren sieht, allein, ohne seine Truppen. Klagend kommt er ihm 
entgegen, aber er ist sofort wieder verschwunden. — Aus diesem Traum 
entnimmt Guillaume sogleich, dass Vivien im Kampf mit den Sarazenen 
Unglück gehabt habe, und bald darauf erfährt er auch schon die Nach- 
richt von seiner Niederlage. 

159. Raoul ist von Bernier im Kampfe getötet worden. Dies erfahrt 
RaouPs Mutter zuerst durch einen Traum : sie sieht nämlich Raoul aus 
der Schlacht zurückkommen, mit einem grünen Gewände bekleidet, das 
Bernier zerrissen hat (Ra. 3512). 

160. Bernier wird hernach von seinem eigenem Schwiegervater Guerri 
auf einer Pilgerfahrt getötet. Dies erfährt Beatrix, Berniers Gattin, auch 
zuerst durch einen Traum. Sie sieht nämlich die beiden Begleiter ihres 
Mannes von der Pilgerfahrt allein zurückkommen und schliesst daraus 
auf ein Unglück, das Bender betroffen (Ra. 8469). 

161. Aude erfahrt die Niederlage des Roland'schen Heeres und den 
Tod ihres Geliebten Roland und ihres Bruders Olivier durch einen langen 
phantastischen Traum. Sie träumt, dass ein Falke sie ergriffe und auf 
einen Berg trüge. Hier sieht sie einen grossen Adler, von dem ganz 
Spanien abhängig ist. Plötzlich erblickt sie Roland, wie er mit Olivier 
von Sarragossa kommt: beide sind auf der Jagd und verfolgen einen 
Hirsch. 20 Wildschweine stürzen da hervor und vernichten die Hunde- 
raeute. Nur einer entflieht. Ein Löwe stürzt sich auf Roland, der aber 
zieht sein Schwert, J^ut dem Löwen den rechten Fuss ab und treibt ihn 
dadurch in die Flucht. Als sie nun von dem Falken auf den Berg getragen 
istji) kommt ein grosser Adler, setzt sich auf sie und reisst ihr erst die 
linke, dann die rechte Brust aus, worauf er wegfliegt. Während sie nun so 
in ihrem Schmerz klagt, kommt Karl der Grosse herbei und tröstet sie. Dann 
sieht sie, wie sich eine schwarze Wolke über Spanien erhebt und in Ron- 
cevaux alles voll von Soldaten ist. Die Erde sieht sie von Erdfeuer 
erleuchtet bis zum roten Meer und Karl den Grossen erblickt sie mit 
abgeschnalltem Degen und losgetrenntem, gefesseltem Arm. Schliesslich 
erblickt sich Aude in einem Garten, ganz nackend bis aufs Hemd. 20 Bären 
bedrohen sie und wollen sie zerreissen, da kommt aber ein Ritter herbei 
und führt sie auf einen Felsen zu einem Kloster, wo Mönche ein Kirchen- 
lied singen. Längs des Altars sieht sie zwei tote Ritter liegen, die ihr 
Olivier und Roland zu sein scheinen. Plötzlich sieht sie Karlemaines, 
wie er Olivier und Roland herbeiruft. Diese kommen in aller Eile herbei, 
aber der Felsen unter ihnen bricht und sie stürzen in die Tiefe. Dann 
erblickt sie plötzlich Roland und Oliviers in einer Kirche in betender 
Stellung, aus ihrem eigenen Munde aber sieht sie einen Sperber heraus- 
fliegen, der auf die beiden zufliegt (Rone. 11741 ff.). 



1) Die Verknüpfung ist etwas eigenthümlich, ich gebe den Inhalt 
aber genau so, wie er vorliegt. 



93 

Dieser Traum zeigt verschiedene Unregelmässigkeiten, auch in Betreff 
der Auslegung und begnüge ich mich hier daher, auf §§ 93 und 98 zu 
verweisen, wo er eingehend besprochen ist. 

Mit einem Teil dieses Traumes hat ein Traum Aymeri's (Mort A. 366) 
grosse Aehnlichkeit und will ich letzteren deshalb hier anführen, obwohl 
er eigentlich nicht anzeigender, sondern prophetischer Natur ist. 

162. Aymeri sieht im Traum seine Frau nackend unter einem Fichten- 
baume sitzen, ganz schwarz ist sie, nur der eine Arm weiss. Sie weint 
und klagt, denn zwei schwarze Eulen zwingen sie, Suppen von Blut und 
Eisen zu essen. Ja, sie führen sie darauf sogar zu einem brennenden 
Feuer und wollen sie dort hineinwerfen. Aber da kommt ihr Sohn Gui- 
berz herzu, tötet die Vögel und giebt der Mutter einen weissen Mantel. 

Der Traum wird von Saolin dahin ausgelegt, dass die Sarazenen 
seiner Frau Kummer und Schmerz bereiten würden. Ihr Witwentum 
würde lange dauern (in einein früheren Trauni war Aymeri schon prophe- 
zeit, dass er sterben würde), das bedeuteten die Suppen und das Blut, sie 
werde keinen Mann mehr ehelichen, das bedeutete der weisse Arm. Aber 
sie werde Freude haben an ihren Kindern, vor allem werde sie an Guiberz 
eine Stütze finden. Diese Auslegung des Saolin wird allerdings durch das 
Folgende als richtig bestätigt, obwohl sie teilweise sehr eigentümlich ist.i) 

Das wären die rubricierten prophetischen und anzeigenden 
Träume; nicht aufgeführt sind darunter 3 Träume, die mit 
den zu verbildlichenden Ereignissen schwer zusammen zu 
reimen sind und unvollständig überliefert zu sein scheinen 
und ferner 3 Träume, die sich den Visionen nähern. Sie 
mögen hier folgen. 

163. Girbers träumt (Girb f. 56r0c349), dass er mit Gerins in Paris 
wäre, ebenso Fromond und sein Sohn. Da hätte er mit seinem Falken 
einen Schwan gefangen und diesen seinem Herrn Ansels überreicht. — 
Dieser Traum ist nicht vollständig, wenn er andeuten soll, dass Girbers 
sein widerwillig an den König abgetretenes Ross Flori — er hat es als 
Beutestück abgeben müssen — vom König wieder zurückerhalten werde. 
Der König müsste den Schwan wieder zurückgeben (cf. § 98). 

Dieser Traum ist also nur unvollständig, in folgenden 
Träum enpasst aber Tramn und Begebenheit absolut nicht 
zusammen : 

164. In An. (2^16) träumt, Girbers er wäre zu Paris. Da sieht er 
seine Feinde Fromond, Fromondin und deren Anhänger bei dem König. 
Sie scheinen denselben für sich gewonnen zu haben und Unheil muss er 
fürchten vor ihrem Hass. Da ruft er die Kaiserin — so steht im Ms. 
statt Königin — an um ihn vor seinen Feinden zu schützen. Aber sie lässt 
ihn mit Speeren schlagen und in ein Gefängnis werfen, aus dem er nicht 
entweichen kann. — Dieser Traum soll Bezug auf den Tod Girbert's 
haben, der bald darauf von dem Sohne der Schwester Fromondins er- 
mordet wird. 



1) Denn wie Suppen aus Blut und Eisen, die mit Widerwillen gegessen 
werden, auf ein langes Witwentum deuten können, ist unklar. 



94 

165. Aye träumt, dass Garnier zurückgekommen sei, sie eilt auf ihn 
zu, aber er stösst sie zurück und will sie mit dem Degen schlagen (Aye 
1180). — Dieser Traum soll Bezug haben auf ihre bevorstehende Entführung 
durch Berenger. 

Folgende Träume erinnern etwas an Visionen: 

166. In V. (70) träumt Karl der Grosse von dem Grabe und Kreuz 
des Erlösers und erblickt darin eine göttliche Aufforderung zum Kreuzzuge. 
Dieser Traum kehrt 3 Mal in derselben Nacht wieder. 

167. In D. (8142) erscheint Karl dem Grossen zu wiederholten Malen 
ein Engel und fordert ihn im Namen Jesu auf, am nächsten Morgen 
zusammen mit Garin und Doon vor das Stadtthor zu reiten und die ganze 
feindliche Armee zum Kampf herauszufordern.^) Karl folgt dem Befehl, 
wird jedoch mit seinem Begleiter gefangen genommen und in*8 Gefängnis 
geworfen. Bald jedoch gelingt es ihnen sich aus dem Kerker zu befreien 
und mit Hülfe der anderen Franzosen die Dänen zu vernichten. 

Schliesslich möchte ich hier noch einen Traum anfuhren, 
der wohl nur fingirt ist, aber in seinen Grundzügen etwas 
an die Vision des Amis (cf. § 11) erinnert: 

168. Maugis erzählt Karl dem Grossen, er habe über Nacht geträumt, 
dass er — Karl der Grosse — ihm Fleisch schneide und ihm die Stücke 
in den Mund stecke. Dadurch sei er sofort von seiner Krankheit befreit 
worden. Er bittet ihn nun, doch das zu thun, und Karl willfahrt auch 
seiner Bitte (Ren. 254,10). 

ß. Sinnliche Träume. 

169. Durmars träumt von seiner Geliebten, er glaubt sie zu besitzen 
und physisch zu lieben. Aber am Morgen findet er sich zu seiner grössten 
Enttäuschung in seinem Bett allein. (Durm. 4089), 

170. Derselbe Traum findet sich in Bei. (2444), wo Giglain von 
der Fee träumt, die er aus der Gefangenschaft Malgier's le Gris er- 
rettete. 

171. Fenice hat wider ihren Willen den Kaiser von Konstantinopel 
Alis zu ihrem Mann nehmen müssen. Aber sie will ihrem Öliges treu 
bleiben, nur ihm will sie ihre Keuschheit opfern. Da giebt ihre Amme 
Thessalie ein Mittel, das dem Alis die Macht nimmt, sie anders als im 
Traum zu besitzen. Dieser träumt nun immer, seine Frau zu benutzen 
und hält am nächsten Morgen diesen Traum für Wirklichkeit. Dadurch 
wird die Keuscheit der Fenise in der That intakt erhalten (Gl. 3356). 

172. Der Kaiser von Rom hat Guillaume im Walde gefunden und 
ihm seiner Tochter Melior zum Pagen gegeben. Herangewachsen wird 
Guillaume der Gegenstand der innigsten Liebe von Seiten Meliors. Das 
erfahrt Guillaume zuerst durch einen Traum (G. de P. 1118). Er träumt 
nämlich, dass die hoch über ihm stehende Melior ihn bittet, sie als Freundin- 
anzunehmen, sonst würde sie vor Liebesweh sterben. 



1) Dieser Traum zeigt so ganz und gar den Charakter einer Vision, 
dass ich nicht anstehen würde, ihn zu den Vionen zu rechnen, wenn nicht 
extra immer von Karl als einem Schlafenden die Rede wäre. 



95 

173. Aehnlich träumt Blancandin (Bl. 3716) von seiner Braut: diese 
kommt nach seinem Traum vor sein Bett, beklagt sich über einen andern 
Liebhaber, den sie verabscheue und gesteht ihre tiefe Liebe für ihn, wo- 
rauf sie sich von ihm herzen und küssen lässt. 

Etwas abweichend sind 2 Träume des Biaus Desconneus 
gebaut. 

174. Li Biaus Desconneus ist, von unwiderstehlicher Liebe ergriffen, 
wieder zu der dame aux blanches mains zurückgekehrt, die er früher 
aus Pflichtgefühl heimlich verlassen hat. Des Nachts will er nun im 
Traum seine im Nebenzimmer schlafende Geliebte besuchen. Doch plötzlich 
sieht er sich auf einem schmalen Stege über einem tiefen Flusse. Der Steg 
ist zu schmal, als dass er hätte das Gleichgewicht bewahren können und 
so lässt er sich denn am Steg angeklammert herunter hängen. Aber 
seine Kräfte verlassen ihn und in seiner Angst schreit er um Hülfe. Da 
kommen die Diener herbei und finden ihn krampfhaft die Klaue eines 
Sperbers umklammernd, die er also für den Steg gehalten hat (Bei. 4447). 

Hernach hat er einen ähnlichen Traum. 

175. Wieder will er ins Zinmier seiner Geliebten eindringen, plötzlich 
senkt sich die ganze Decke des Zimmers auf ihn herab. Voller Angst 
ruft er um Hülfe. Die Diener stürzen wieder herbei und finden ihn im 
Kampf mit seinem Kopfkissen, das seinen Kopf bedeckt (4521). Beide 
Träume sind ihm von seiner Geliebten, die eine Zauberin ist, eingegeben. 

Hieran möchte sich vielleicht folgende traumartige Erscheinung an- 
schliessen, die ebenfalls ihre Entstehung einem Zauber verdankt und bei 
der man schwanken kann, ob sie als Traum oder lediglich als Halluci- 
nation aufzufassen ist. 

176. Ydoine (Am. 2035) soll den Grafen von Nevers heiraten, sie 
liebt aber den Amadis und sucht nun die Hochzeit zu hintertreiben. Zu 
diesem Zwecke setzt sie sich mit 3 Feen in Verbindung, die sie für ihre 
Sache gewinnt. Diese versetzen ihren Bräutigam in einen somnambulen 
Zustand, in dem er alles sieht und hört, aber zu jeder Bewegung unfähig 
ist. Die drei beginnen nun eine Unterhaltung über die bevorstehende 
Vermälung, alle äussern sich abfallig darüber und die eine prophezeit 
dem Grafen sogar baldigen Tod im Falle der Verheiratung. Trotzdem 

Jiält der Graf Hochzeit mit Ydoine, letztere stellt sich aber erst krank, 
dann erzählt sie ihm einen (natürlich fingirten) Traum, den sie gehabt, 
und der zu seinem Erstaunen mit dem seinen völlig identisch ist. Das 
macht Eindruck auf ihn und schleunigst lässt er sich von ihrscheiden. 

177. G^rard hat sich gegen Karl empört, und anfangs mit Erfolg 
gekämpft, später aber durch den Verrat eines Untergebenen alles wieder 
verloren. Auf den Rat seiner Frau wendet er sich nun an Karls Gemahlin, 
die früher einmal in Liebe an ihn gehangen. Diese will ihn nun bei 
Karl wieder in Gunst bringen und erzählt demselben in dieser Absicht 
einen Traum, der ihn auf die bevorstehende Ankunft G^rards vorbereiten 
soll. Sie erzählt ihm, wie sie geträumt, Gärard sei, gerade wie in früheren 
Tagen, durch die Thür hereingekommen, friedlich wie ein getreuer Unter- 
than. Das Saalzimmer sei festlich geschmückt gewesen und Gärard habe 
als Hofmarschall fungirt (Ge. 366,20). So weiss sie Karl an den Gedanken 
von Gärard Rückkehr zu gewöhnen und friedlich zu stimmen. 



Anhang 

zur Kritik einzelner Chansons de geste. 

I. Die Träume im Rolandslied. 

Benutzte Abhandlungen : 

a. Scholle in der Zeitsch. f. rom. Phil. I. pg. 26 ff. 

b. D ö n g e s : Die Baligant - Episode im Rolandsliede. 

Marburg 1880. 

c. Graevell: Charakteristik der Personen im Rolands- 

liede. Heilbronn 1880. 

d. Pakscher: Zur Kritik und Geschichte des franz. 

Rolandsliedes. Berlin 1885. 

178. Bekanntlich fehlt es bis jetzt noch an einer text- 
kritischen Ausgabe des Rolandsliedes. Alles, was bis jetzt 
nach dieser Richtung geleistet ist, beschränkt sich auf Detail- 
untersuchungen in Dissertationen und Specialabhandlungen. 
Und da sind es gerade die Träume, welche vor allem zum 
Gegenstand eingehender Untersuchung geworden sind. Ich 
will nun im Folgenden versuchen, die verschiedenen Ansichten 
auf Grund meiner Resultate zu prüfen. 

Was den ersten Traum betrifft (Vers 718), so ist Grae- 
vell erstaunt, dass ihn Karl der Grosse eine ,avision d'angele* 
nennt, obgleich doch im Traum selber nirgends von einem 
Engel die Rede war.^). Aber das ist nicht befremdend: alle 
Träume werden ja, wie wir gesehen, als von Gott inspiriert 
angesehen (cf. § 24), so konnte Karl also wohl von einer 
,avision d'angele* sprechen, ohne einen Engel gesehen zu haben. 

Der zweite Traum (725) ist bereits von Dönges für unecht 
und später eingeschoben erklärt worden. Schon der Umstand, 
dass Karl nachher ausführlich von dem ersten Traum spricht, 
den zweiten aber ganz unberücksichtigt lässt, liess diese Ver- 
mutung aufkommen. Ausserdem zeigt dieser Traum mit einem 
späteren (2555) so viel Aehnlichkeit, dass man in ihm mit 



1) Auch Pakscher lässt sich durch dies ,avision d'angele* zu der 
Meinung verleiten, dass in dem Bericht über den ersten Traum derselbe 
in eine göttliche Vision umgewandelt wäre. 



97 

Recht eine secundäre Nachbildung des letzteren erblicken 
kann. Dönges führt zur näheren Illustrierung folgende Parallel- 
stellen an: 724 : 2554 — 725 : 2555 — 726 : 2556 — (727 
und 729 : 2552 und 2551) — 728 : 2558 — 730 : 2563. 

Dies alles würde schon für eine spätere Einschiebung dieses 
Traumes sprechen. Aber auch sonst zeigt sich dieser Traum 
als unecht. Unter sämmtlichen Träumen nämlich, die wir oben 
untersucht, bot sich kein einziges Beispiel, wo ein im Anfang 
eines Epos vorkommender Traum sich auf ein erst am Schluss 
der Erzählung stattfindendes Ereignis bezog, wie es doch hier 
der Fall ist. Immer folgte das Ereignis unmittelbar darauf, 
und wir konnten mit Gewissheit annehmen, dass schon wenige 
Seiten nach einem solchen Traum das entsprechende Ereignis 
folgte (cf. § 35). Dieser Traum würde also als einzige Ausnahme 
in direktem Gegensatz zu allen andern' stehen. Sobald wir 
wir aber diesen Traum an die Stelle des Traumes 2555 setzen 
oder ihn als Paralleltirade zu demselben hinter ihm einfügen, 
entspricht er unserer Regel vollkommen. Nach 2569 also wäre 
die passende Stellung des Traumes, nicht nach Vers 724. Nun 
fragt es sich : war der Traum ursprünglich eine Paralleltirade, 
die hinter Traum 2555 stand und nur später von einem Ueber- 
arbeiter hierher versetzt wurde (cf. Graevell) oder wurde er 
direkt aus dem Traum 2555 geschöpft und in Zeile 725 ff. 
eingefügt? 

Ich kann mich nur für letztere Annahme entscheiden, denn 
der § 37 zeigte uns, dass Träume, die in derselben Nacht 
geträumt wurden, sich immer gegenseitig ergänzten, nie aber 
sich wiederholten. Eine Wiederholung fand nur statt, wenn 
ein sofortiges augenblickliches Vorbeugen der Gefahr (Flucht 
etc.) nötig war, sonst nicht. Da das nun aber hier nicht 
vorliegt, so muss ich die Ansicht, wonach der Traum 725 
ursprünglich dem von Vers 2555 gefolgt hätte, abweisen. 

179. Nun zur Interpretation des Traumes: Graevell will, 
indem er den zweiten Traum spaltet, Vers 725 — 27 als den 
ursprünglichen echten Teil des Traumes ansehen und diesen 
dann wie den ersten Traum (718—24) auf den Verrat Gane- 
lon's beziehen. Ganelon wäre hier also durch den Bären dar- 
gestellt, der Karl den rechten Arm (Roland) ausreisst. Der 
Traum wäre also dem vorhergehenden vollständig parallel. 
Solche parallele Träume aber, wenn sie auch physiologisch 
und poetisch wohlbegründet sind — wie Graevell meint — 



98 

kommen sonst nicht vor (cf. § 70). Der Traum muss sich 
auf etwas Neues beziehen, wenn er, wie doch Graevell meint, 
echt sein soll. Den letzten Teil des Traumes hält Graevell für 
später eing schoben, er soll sich ursprünglich auf das Straf- 
gericht Ganelon's bezogen haben, hernach aber von den Jong- 
leurs auf den Kampf Rolands mit Marsilie umgedeutet worden 
sein. Der Bär stellt jetzt also den Marsilie dar, dem Koland 
die rechte Hand abhaut (das rechte Ohr im Traum), während 
der Leopard den Kalifen repräsentiert, der dem Marsilie zu 
Hülfe kommt. 

Diese spätere Umdeutung ist auf den ersten Blick sehr 
ansprechend, sie beruht aber, wie sich ergeben wird, auf der 
Voraussetzung, dass Vers 728 — 36 einen selbständigen Teil 
bilden. Nun ist oben gezeigt worden, dass die Verse 725 — 27 
sich nicht auf Ganelon's Verrat beziehen, eine andere selb- 
ständige Episode, auf die sie sich beziehen könnten, giebt es 
auch nicht, folglich, schliesse ich, ist man genötigt, sie zu Vers 
728 — 36 zu ziehen: so dass die Verse 725—36 einen ganzen 
einheitlichen Traum bilden. Diesen ganzen Traum aber auf 
Roland's Kampf mit Marsilie deuten zu wollen, ist unmöglich 
(wegen Vers 726) und eine teilweise Umdeutung (von 
Vers 728—36) ist auch nicht statthaft, da dann die Verse 
725 — 27 in der Luft schweben würden: folglich muss die ganze 
Theorie von einer späteren Umdeutung abgelehnt werden. 
Der ganze zweite Traum (718—36) bezieht sich also aus- 
schliesslich auf das über Ganelon zu haltende Gericht. 

180. Die Träume 2525 und 2555 sind von Scholle noch 
beide für echt gehalten worden, erst Dönges reklamierte den 
ersten Traum für Bai. und schied ihn als später eingeschoben 
aus, indem er in dem Traum 719—23 und in dem Berichte der 
Naturerscheinungen in Frankreich bei Roland's Tod (1423 — 37) 
die Quelle für diesen nachträglich gebildeten Traum sah. Auch 
ich kann nicht daran glauben, dass ein solcher Traum ursprüng- 
lich hier gestanden. Alle Träume nämlich ohne Ausnahme 
künden den Schlafenden immer etwas Zukünftiges oder im selben 
Moment Eintretendes an, nie aber Dinge, die der Person schon 
längst bekannt sind. Hier weiss Karl nun aber schon lange, 
dass seine Nachhut vernichtet ist, er hat das Schlachtfeld 
gesehen, die Feinde vertrieben, Saragossa erobert und nach 
alledem träumt er erst von der Niederlage seiner Nachhut! 
Hier ist der Traum durchaus nicht an seinem Platz, er müsste 



99 

schon früher eingeführt werden, an einer Stelle, wo Karl 
noch nicht das Schlachtfeld erreicht hatte. Pakscher nimmt 
an, dass der Traum ursprünglich vor Vers 2398 gestanden 
hat, wo uns nämlich die Ankunft des Kaisers in Rencesval 
berichtet wird. Der Traum habe Karl ursprünglich nur von 
der Bedrängnis der Seinen benachrichtigen sollen, Karl breche 
in Folge desselben nach Rehceval auf und lange Vers 2398 
auf dem Schlachtfelde an. Die Einführung des Traumes hätte 
also einen durchaus praktischen Zweck gehabt und dies sei 
um so wahrscheinlicher, als in einer älteren Vsrion (der 
Karlamagnussaga)^) Karl in Folge dieses Traumes sofort 
nach Rencesval aufbreche, während die jüngeren franz. 
Handschriften sämmtlich Karl ruhig weiter schlafen lassen.^) 
Erst nachdem die Erzählung vom Hörn aufgenommen war, 
sei der Traum als nun überflüssig an eine andere Stelle ge- 
rückt und zur Einführung der jüngeren Baligantepisode benutzt. 
Und zwar sei nicht nur der Traum, sondern auch die Ein- 
leitung zu demselben versetzt worden, das könne man noch 
deutlich an der Tirade 186 sehen, die ursprünglich nur aus 
Versen auf -ent bestanden habe (1513 — 17), während das 
übrige Einschub sei. — Den Traum selber denkt sich Pak- 
scher allmählich entstandesi. Der Aufbau ist nach ihm fol- 
gender: Aeltester Bestandtheil 2539 — 41, dazu gehört vielleicht 
noch 2546. Dann setzte ein Cleriker 2532 — 38 ein, worauf 
schliesslich derjenige Redactor, welcher die Bestrafung Ganelon's 
erzählt, die Tirade 188 einschob, die den die Bestrafung 
Ganelon's ankündigenden Traum enthält. Er setzte dann 
auch noch 2525 — 31 hinzu und knüpfte so die Baligant- 
episode an. 

Um Pakscher's Ansichten zu prüfen, muss ich etwas 
weit ausholen. Seite 127 seiner Arbeit gibt er an, dass Ks. 
beide Traum-Tiraden 187 und 188 in der gegenwärtigen Form 
zeigt, aber ohne die Baligantepisode. Dönges hatte daraus ge- 
schlossen, dass die Vorlage von Ks. die Baligantepisode ge- 
boten haben müsste, dass Ks. dieselben aber ausgelassen hätte. 



1) Es. (Kap. 39 Anfg.): Hierauf nun, da erwachte der König und 
dachte an seine Träume und sie dtinkten ihm schrecklich, wie es auch 
war. Alsdann rüsten seine Mannen die Pferde, und als sie gerüstet waren, 
da ritten sie nach Runzival. 

2) Pak seh er hält den Bericht der Karlamagnussaga für älter als 
den in und den ühri^en französischen Texten* 



100 

ohne zu bedenken, dass die Träume mit ihr im engsten Zu- 
sammenhang stehen. Pakscher will das nicht anerkennen, 
er weist eingehend auf pag. 25 — 30 und 43 — 45 nach, dass 
Ks. seiner Vorlage überall treu gefolgt sei, so dass man das- 
selbe auch hier annehmen müsse. Schon der Schreiber der 
Vorlage von^ Ks. habe also den Fehler gemacht, die Baligant- 
episode auszulassen, aber die Träume aus seiner Quelle herüber- 
zunehmen (cf. pag. 127). 

Hinsichtlich dieser Quelle (x) nimmt Pakscher andererseits 
jedoch wiederholt an, dass sie die Baligantepisode nicht gekannt 
habe. So sagt er pag. 45: „Und sie (Ks.) steht mit der 
Auslassung von Bai. nicht allein da, auch das Carmen, auch 
der Pseudoturpin entbehren dieselbe. Wie will man diese 
wunderbare Uebereinstimmung anders erklären, als daraus, 
dass es eine Version des Rol. gab, die ohne diese Fortsetzung 
war?" Nach Seite 52 und 53 nimmt er geradezu an, dass die 
unmittelbare Vorlage aller französischen Hss. a, welche, wie 
die von Ks. aus x geflossen sei, erst die Baligantepisode hinzu- 
gefügt habe. Ebenso Seite 57, wo a als Dichter der Baligant- 
episode eingehend besprochen wird, u. s. w. Also hier tritt 
er überall dafür ein, dass die Baligantepisode erst später als 
X (von a nämlich) eingefügt ist, -lind doch haben wir in Ks. 
den Beweis, dass 'x Bai. schon geboten hat. 

Aus diesem Fehler, die gemeinschaftliche indirekte Quelle 
von Ks. und den frz. Hss. für baligantlos zu halten, ergeben 
sich nun andere, die unsere Träume betreffen. Pakscher sagt, 
die Baligantepisode ist von a gedichtet, folglich kann, sollte 
man meinen, dass der Teil des Traumes von 187, welcher 
die Anspielung auf Bai. enthält, auch erst von a eingefügt 
sei. Wir haben aber constatiert, dass der ganze Traum mit 
der Anspielung auf Bai. schon in Ks. vorrlag^) Wohl aber 
mag erst von a den Traum verlegt haben, denn in Ks. scheint 
er die ursprüngliche Stellung zu haben. 

Ein anderes Resultat würde jetzt auch für den Traum 
der Tirade 188 erzielt werden. Nach Pakscher ist derselbe 



1) Für die ursprüngliche Selbständigkeit des Traumteils 2525—31 
giebt allerdings Ks. eine sehr gute Illustration, indem sie den darauf 
folgenden, der Tirade 187 entsprechenden Traum als den „dritten** be- 
zeichnet. 



101 

von a „dem Redactor, welcher die Bestrafung Ganelons erzählt", 
eingefügt. Nun finden wir denselben Traum, allerdings in 
etwas veränderter Gestalt^), in Ks. wieder, ebenfalls unmittebar 
hinter dem soeben besprochenen Traum. Wir müssen also 
auch hier schliessen, dass ihn schon x bot und dass ihm a 
zusammen mit dem obigen Traum nur einen anderen Platz 
anwies. 

Nach dieser Richtung hin müssten Pakscher's Resultate 
abgeändert werden, im übrigen will mir die Reihenfolge, in 
welcher Pakscher sich die einzelnen Traumteile entstanden 
denkt, sehr wohl einleuchten. Nun fragt es sich aber: Bot 
X auch bereits die Nachbildung des Traumes in Tirade 188, 
wie wir sie in dem Traum der Tirade 58 vorfinden? 

Pakscher drückt sich darüber etwas unklar aus, pag. 123 
sagt er: „Der Ueberarbeiter x hat aber den Eindruck dieser 
wirklich schönen Stelle (Traum der Tir. 57) total verdorben, 
indem er in der folgenden Tirade einen anderen Traum hin- 
zufügt." Einige Zeilen später kommt er dann in Folge der 
Äehnlichkeiten, die dieser Traum mit dem von Tir. 188 zeigt, 
zu dem Schluss, dass a die Verse dieses Traumes denen der 
Tirade 188 angeglichen habe. Damit kommt aber Pakscher, 
meiner Meinung nach, in grosse Schwierigkeit. 

Traum Tir. 58 ist inhaltlich genau derselbe wie Traum 
Tir, 188, letzterer ist nach Pakscher von a gedichtet. Da 
nun auch der erstere sich auf ein Ereignis bezieht, das (nach 
Pakscher) erst von a hinzugedichtet ist (auf die Bestrafung 
Ganelons), so kann auch er erst von a und nicht schon von 
dem älteren x gedichtet sein. Wenn also Pakscher oben von 
einem Traum spricht, den x hinter Traum Tir. 57 eingefügt 
habe, so müsste das ein Traum gewesen sein, der inhaltlich und 
formell von dem jetzt vorliegenden ganz abwich und der erst 
päter von dem jetzigen verdrängt wäre, ohne auch nur eine Spur 
zu hinterlassen. Das ist aber nicht anzunehmen, zumal wenn 
wir Pakscher eine besondere Eigentümlichkeit unserer Roland 
Versionen darin zu jerkennen haben, dass sie immer den alten 
Text neben dem neuen bestehen lassen (cf. p. 20, 21 s. 
Diss.). Pakscher hätte daher die Ansicht vertreten müssen. 



1) Pakscher selbst identificiert beide Träume mit einander und sucht 
(pg. 46) die Gründe zu entwickeln, durch welche Ks. zu dieser Ab- 
weichung kam. 



102 

dass der Traum Tir. 58, welcher ja in Es. ganzlich fehlt, auch 
in X noch fehlte und erst durch a hinzugebracht wurde. 

In der That ist wohl nicht gut anzunehmen, dass x — 
immer natürlich vorausgesetzt, dass seine Auffassung von 
dem Verhältnis der Rolandfassungen die richtige ist — diesen 
entlehnten Traum schon besass, denn Es. bietet ihn nicht. 
AUerdings ist das noch nicht strikt beweisend. Es könnte 
X den Traum ja schon besessen und Es. resp. ihre Vorlage 
k ihn nur nicht aufgenommen haben. Aber das würde die 
Sache nur unnötig complicieren ; der Traum Tir. 58 ist sicher 
secundär gebildet, wir würden also erhalten: Vorläufer von 
X ohne diesen Traum, x mit diesem Traum, k ohne diesen 
Traum ; während wir sonst für diese ganze Reihe den Traum 
als fehlend anzusetzen haben. Da ist denn doch wohl das 
einfachere das bessere. 

Da wir nun andererseits in sämmtlichen franz. Versionen 
diesen Traum antreffen, in x aber nicht den Dichter desselben 
erblicken können, so muss a der Verfasser gewesen sein. 

II. Der Traum des Godefrois de Melans im Renaus 
de Montauban (112,18—32). 

Dieser Traum zerfällt in 2 Teile, der erste Teil (112,18 
bis 26) beschäftigt sich mit der Macht des Renaus, der sogai" 
Schwiegersohn des Eönigs wird; der zweite Teil (112,27 — 33) 
stellt seine spätere Verfolgung dar. Der Traum wird nachher 
von dem Hauskaplan ausgelegt, aber sonderbarer Weise der 
letzte Teil hier mit keinem Wort erwähnt, während der 
erstere eine eingehende Auslegung erfahrt. Das führt zu 
dem Schluss, dass ursprünglich dieser zweite Teil nicht 
vorhanden war, dass er erst von einem späteren CompUator 
eingefügt ward, der aber vergass, dem Hauscaplan auch diesen 
Traum erklären zu lassen. Zur Gewissheit würde die Schluss- 
folgerung werden, wenn etwa in anderen Redaktionen dieser 
zweite Teil auch fehlte. Aber leider sind mir nur zwei 
weitere Redaktionen zugänglich (Reinolt von Montelban ed. 
V. Pf äff (Litter. Verein in Stuttgart) 1885 und Renout von 
Mantalbaen ed. v. Matthes, Groningen 1875), in denen beiden 
der ganze Ti-aum ausgelassen ist. Was aber noch für Un- 
echtheit dieses Traumteils spricht, ist sein Ausweichen von 
den allgemeinen Traumregeln. Zunächst ist das Ereignis, 



103 

auf welches sich dieser Traum bezieht, sehr weit von ihm 
entfernt, denn Renaus Niederlage und Flucht wird erst sehr 
spät erwähnt. Das würde schon gegen die Traumregeln 
Verstössen. Und dann stellen sich noch weitere Unregel- 
mässigkeiten bei der Interpretation desselben heraus (cf. § 
132). Nach der einen Deutung kann der im Traum genannte 
Eber Karl den Grossen darstellen, dann wären die Wölfe 
seine Truppen, von denen ein Teil Renaus angreift. Hier 
wäre aber der Herr (Karl der Grosse) durch ein schwächeres 
Tier (Eber) wiedergegeben als seine Untergebenen (durch 
die Wölfe verbildlicht). Das widerspricht der allgemeinen 
Regel. Oder man könnte in dem Eber Renaus sehen, den 
die Wölfe (Karls des Grossen Truppen) verfolgen (112,26—28). 
Dann böten aber die Verse 112,29 — 32 eine Wiederholung 
dieses Traumes, was ebenfalls der Regel zuwider läuft. Auf 
jeden Fall also zeigt sich der Traum unregelmässig und zwar 
unregelmässig in doppelter Beziehung. Wenn man nun noch 
die geradezu auffallende vollständige Ignorierung dieser Verse 
von selten des traumdeutenden Hauskaplans in Betracht zieht, 
so kann man nicht umhin, sie als unecht und später einge- 
schoben zu betrachten. 

III. Die Träume in Mort Aymeri de Narbonne. 

182. Aymeri träumt in 4 aufeinander folgenden Träumen 
von seinem bevorstehendem Ende (Vers 310—379). Von 
diesen Träumen ist der dritte (Vers 353 — 365) unecht und 
später eingeschoben. Inhalt wie Form des Traumes weisen 
darauf hin. Während Traum I, 11 und IV nämlich in sich 
abgeschlossene Träume bilden — die allerdmgs schliesslich 
durch die Ereignisse, worauf sie sich beziehen, doch in idealem 
Zusammenhang stehen — , lehnt sich Traum IH ganz an II 
an, Traum I, II und IV sind jeder für sich verständlich, 
Traum EI aber ohne Traum II nicht. Was die Form betrifft, 
so ist die Anknüpfung von Traum II an I, wie von Traum 
IV an das Vorhergehende ganz dieselbe: 

334: Dist Aymeris: Oez seignor baron; und 
366: Oez, seignor, dist Aymeris li frans 
während Traum III sofort aus Traum II überleitet: 

353: Quant li lions (in Traum II erwähnt) ot les ors 
enchaciez 



104 

Nun könnte man mir entg( gen halten : Muss denn der Dichter 
immer dieselbe Anknüpfung wählen, kann er nicht — gerade 
zum Vorteil des Gedichts — auch Abwechslung eintreten 
lassen? Gewiss, aber dass nun gerade der Traum, der auch 
inhaltlich (und in der Auslegung) von den anderen dreien 
abweicht, diese besondere Anknüpfung zeigt, ist mindestens 
auffällig. — Oder man könnte den Traum einfach zu Traum 

II ziehen, wodurch meinen Argumenten vollständig der Bo- 
den unter den Füssen weggezogen wäre. Aber das geht auch 
nicht. Jeder der Träume füllt nämlich eine besondere Tirade 
aus, die noch zum Schluss durch einen besonderen kürzeren 
Vers markiert ist. Schon aus diesem Grunde müsste also 
von einer Verquickung von Traum II und Traum III abge- 
sehen w^erden, ausserdem würde, da Traum III hernach keine 
Deutung erfährt, dann nur der erste Teil dieses Compromis- 
traumes erklärt sein, der zweite Teil aber nicht. Also Traum 

III ist selbständig und damit unecht. 

Ein dritter Grund für die Unechtheit dieses Traumes wäre 
die eben erwähnte vollständige üebergehung desselben von 
Seiten des traumdeutenden Priesters. Dazu kommt, dass her- 
nach überhaupt von keiner Episode die Rede ist, auf welche 
er sich beziehen kann, dass der Traum somit vollständig 
gegenstandslos ist. — AuflTällig ist allerdings, dass sämnit- 
liche Handschriften den Traum III haben, aber das beweist 
nur, dass derselbe verhältnismässig früh eingeschoben ist. 

IV. Der Traum in der Chanson de Floovant. 

183. In Ch. de Floovant befindet sich in der uns über- 
lieferten Fassung eine Lücke hinter Zeile 433. Das Gedicht 
bricht mit dem Moment ab, wo Floovant, von dem Riesen 
Ferragras angegriffen, diesen so hart bedrängt, dass er nicht 
ein noch aus weiss. Guessard ^) (cf. d. sommaire seiner Edition 
p. 20) zieht nun das italienische Compilationswerk der Reali 
di Francia (II. Buch VIII Cap.) herbei und findet dort einen 
Traum des Galien, des Vaters von Ferragras, vor, der ihn 
von der gefahrlichen Lage seines Sohnes benachrichtigt. Ga- 



1) Weder Pio Rajna in seinen Ricerche intorno ai Reali di Francia 
noch Darmesteter in seiner Studie zu Floovant (Paris 1877) sprechen sich 
über diese Stelle naher aus. (Auch Bangert: Floovantsage bietet nichts.) 



105 

Heil schickt seinem Sohne sofort 4 Türken nach nnd diesen 
wird es leicht, Ploovant gefangen zu nehmen. (Floovant wird 
aber doch schliesslich von seinem Knappen wieder gerettet.) 
Guessard ist der Meinung, dass dieser Traum ursprüng- 
lich auch im französischen Text gestanden hat und es stände 
dem ja auch, was den weiteren Verlauf der Dichtung be- 
trifft, nichts im Wege. Aber ich muss diese Annahme doch 
auf Grund meiner oben gewonnenen Resultate als falsch ab- 
lehnen. Wir erinnern uns, dass Heiden in den eigentlichen 
Karlsepen überhaupt keine Träume haben und danach wäre 
es schon unmöglich, dass der Sarazene. Galien die gefahrliche 
Lage seines Sohnes im Traume sähe. Hier würde der Traum 
nach dazu dem Heiden einen direkten Vorteil über den Christen 
geben, denn nur dem Traume Galiens hat Floovant ja seine 
Gefangennehmung zu verdanken. Die Annahme eines Traumes 
würde also unseren Resultaten direkt entgegen laufen. Daher 
können wir, wenn auch der Traum in der späteren italieni- 
schen Fassung steht, für unsere altfranzösische Changon hier 
keinen Traum ansetzen. 

V. Der Traum des Girbers im „Girbers de Metz". 

184. Girbers hat das prachtvolle Ross Flori, das er sich 
im Kampf erbeutet, wider alles Recht an König Anseis, seinen 
Herrn, ausliefern müssen. Aus Zorn darüber will Girbers 
das Heer des Anseis verlassen. Unterdessen hat sich aber 
Anseis auf seiner Gemahlin Zureden eines besseren besonnen, 
er beschliesst, das Ross dem Girbert wieder zuzustellen. Dies 
freudige Ereignis wird Girbert schon vorher durch einen 
Traum avisirt: 

Er träumt nämlich, dass er und Gerins in Paris wären, 
ebenso Fromond und sein Sohn. Da hätte er mit seinem 
Falken einen Schwan gefangen und diesen seinem Herrn 
Anseis überreicht (Girb. f. 56r®c^49). Gerins deutet diesen 
Traum sofort auf Flori und meint, das bedeute, dass er bald 
sein Ross zurückerhalten werde. Und noch sind sie im Ge- 
spräch begriffen, als dem Girbers auch sein Ross wieder zu- 
gestellt wird. 

Der Traum bezieht sich augenscheinlich auf das Ross: 
der Schwan, den er gefangen, ist eben Flori, den er ja seinem 
Herrn hat abtreten müssen. Im Traum überreicht er dafür 



106 

den Schwan dem Ansei's. Aber wie nun Genn daraus schliessen 
kann auf eine Zurückei stattung des Pferdes, bleibt unklar; 
diese Zurückgabe sollte der Traum jedoch augenscheinlich 
annoncieren, der Traum ist also unvollständig, der Schwan 
muss dem Girbers wieder zurückerstattet werden^ erst daraus 
kann Gerins auf eine Zui^ückgabe des Rosses schliessen. 

Ich schliesse also, dass hinter Vers 5 von foL 57r®c* 
ursprünglich noch ein oder mehrere Verse standen, die von 
einer Zurückgabe des Schwanes handelten, die aber von 
späteren Copisten ausgelassen wurden. 



DruckfeMer-Terzeichnis. 

S. 4 Z. 17 V, u, lies: uns in statt in uns — S. 5 Z, 1 v. o.: 
Vorarbeiten d, Vombeiten — S. 5 Z» 17 v. u.: Chansons st 
Chansons — S. 5 Z. 7 v. u,; Rolandsliedes st, Rolandliedes — 
S. 7 Z, 11 V. u.: in obigem st, in obigen — S. 15 Z* 20 v. u.: 
si fet St. sifet ~ S. 42 Z. 3 v. o.: Fällen sL räUlen — S. 43 
Z. 10 V. 0.: Aymeri st, Ameri — S- 62 Z. 8 v. u.; irgendwie 
st, irgend wie — S. 73 Z. 17 v. u. : physiscli st, phyisch — 
S. 76 Z. 4 V, 0.; dem Vorwurf sL den Vonvurf — S. 82 Z. 8 
V. u,: herab st. heran — S. 83 Z. 13 v. u. : Heniais st, Hemis 

— S. 83 Z. 10 v. u.: Der Jude resp, der clera si. Der Jude 
und der clers — S. 90 Z. 24 v. o. : Hier dt. Heer — S. 90 
Z. 25 V, o.; schlafenden st. uhlafenden — S. 90 Z. 26 v. o.: 
und st. snd — S. 91 Z. 15 u. 16 v. o, ; durch st, durch durch 
^ S. 91 Z< 21 V. o.: wieder umzukehren st^ wied erumzukehren 

— S, 93 Z, 14 v. u. : Träumen passt sL Träum enpasst — S. 93 
Z. 9 V. u. : von st. vor — S, 94 Z, 3 v. u* : Visionen $t, Vionen 

— S, 95 Z. 23 V. o. : vielleicht st. vielleicht — S. 95 Z. 12 v. u. : 
ihr scheiden st, ihrscheiden — S< 99 Z» 10 v, o. ; Version 
st, Vsrion — S. 100 Z, 14 v. u.: folglich sollte d. folglich 
kann, sollte — S. 100 Z. 9, v. u.: a st. von a — S. 101 Z. 10 
V. u.: später st. pater — S. 101 Z. 8 v, u.: wenn wir mit 
Pakscher st. wenn wir Pakscher — S. 102 Z. 4 v, o> : Pakscher's 
Auffassung d, seine Auffassung — S. 103 Z. 15 v.o.: zuwider 
st. znwieder — S* 104 Z. 9 v. o.: entzogen st, weggezogen. 



\ 



Inhalt. 



Seite 

Alphabetisches Yerzeichniss der benutzten Chanfons und Romane . 1 

Einleitung 2 

A. Die traumähnlichen Visionen 8 

B. Eigentliche Träume 14 

a. Bezeichnung der Träume 17 

b. Personen, welche träumen 18 

c. Wann und wie oft treten Träume auf 22 

d. Unmittelbare Einwirkung des Traumes auf den Schlafenden 25 

e. Inhalt der Träume. Traumbilder 28 

f. Die Form der Träume 45 

g. Auslegung der Träume 50 

h. Incongruenzen des Traumes und des verbildlichten Ereignisses 69 

i. Die Anwendung der Träume von Seiten der Dichter ... 73 

k. Inhalt und Auslegung der Träume 76 

Anhang zur Kritik einzelner Chansons de geste 96 



Druck von J. Uamel in Marburg. 






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