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Full text of "Beitraege zur Geschichte der Cistercienser-stifte: Reun in Steiermark, Hiligenkreuz-neukloster ..."

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Xknia Bernardlna 



Sancti BERNAU)! 



PRIMI ABBAT1S CLARAVALLENSIS 



OCTAVOS NATALES SAECÜLARES 

PIA MENTE CELEBRANTES EDIDERUNT 



ANTISTITKS ET CONVKN'JTS lllMWIKNSKS 



PROVINCIAE AU8TRIACO-HUNGARICAE 



PARS TERTIA 

BEITRAEGE ZUR GESCHICHTE 
DER CISTERCIENSER- KLOESTER 
DER OESTERREICHI8CH - UNGARISCHEN ORDENS - PROVINZ 



VINDOBONAE ANNO MUCCCXCI 
IN COMMIS8I8 APUD ALFREDUM HOLDER 

CAB8. REG. AULAE ET UN1VEK81TAT18 BIBLIOPOLAM 



Beitraege zur Geschichte 



CISTERCIENSER-STIFTE 



REUN IN STEIERMARK 

HEIIJ<;]:NKREUZ-NEUKL08TKR ZWETTL LILIENFELD IN NIEDER- 

WILHERINU UND SCHLIERBAC'H IN OB ER- ESTERREICH 

OSSEGG UND HODENFURT IN BOEHMKN MOGILA BEI KRAKAU 

SZCZYRZIC IN GAL1ZIEN STAM8 IN TIROL 



CISTEKCIENSKRINNEN- ABTEIEN 



MAKJKNTHAL GM» MAKIEN'STERN 
IN DER KOEN. SAECHSI8CHEN LAUSITZ 



WIEN 

IN COMMI8810N BEI ALFRED HOLDER 

K. U. K. HOV- UND UMVEK.srcAK-1'S-llIirHHABNtll.BR 
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Vorwort 



Wsnn auch die Zahl der über die Cistercienser - Klöster 
der österreichisch -uruj arischen Ordensprovinz veröffentlichten Ge- 
schichtswerke keine Legion beträgt, so beweist sie doch zur 
Genüge, dass man die Bedeutung dieser Stiftungen jeweils ge- 
würdigt und die Kenntnis» ihrer Geschichte angestrebt habe. 
Aber— so viele dünne und dicke Bände auch darüber geschrieben 
worden sind, sie entsprochen doch nur in sehr geringem Mass 
den gerechten Anforderungen, welche an die Geschichtsschreiber 
unserer Klöster gestellt werden dürfen, und sind daher von diesem 
Standpunkt aus betrachtet eigentlich nur Versuche einer Kloster- 
geschichte zu nennen, von den blossen Skizzen ganz zu schweigen. 
Auf welche Momente unsere Historiographen zu reflectiren haben, 
wenn ihre Werke den vielseitigen Beziehungen eines Cistercienser- 
Stiftes entsprechen sollen, das hat der Verfasser des in diesem 
Bande abgedruckten Beitrages zur Geschichte von Lilienfeld 
(s. S. 253 flgg.) in kräftigen Worten ausgesprochen, und wer den 
hier zum ersten Male veröffentlichten Reiehthum an handschrift- 
lichem Material zur Geschichte last eines jeden unserer Klöster 
und die ansehnliche Menge der auf Grund desselben verfassten 
Vorarbeiten näher besieht, wird zugeben, dass die Herstellung 
selbst vollkommenster Werke keineswegs unerreichbar sei. Frei- 
lich lassen sich die Verfasser solcher Decennien beanspruchenden 
Arbeiten weder aus dem Boden stampfen, noch wachsen sie auf 
der flachen Hand, und die Verhältnisse der Häuser bringen es oft 
durch ungünstige Constellationen mit sich, dass selbst Kräfte 
ersten Hanges ihrem eigentlichen Beruf im Dienste des Ganzen 
entzogen werden. Wenn man indes» die Reihen der hier näher 
geschilderten Gelehrten und Schriftsteller aufmerksam betrach- 
tet, so findet man in jedem Jahrhundert hervorragende Forscher 



VI 

und auf schlimme Jahre klösterlicher Geschichte folgen wieder 
glückliche Perioden derselben, so dass man die Hoffnung nicht 
sinken lassen darf, es werde für jedes Haus die rechte Zeit und 
der rechte Mann kommen, der die von uns betonte Aufjgabe end- 
lich lösen wird, gleichwie ähnliche in der Lösung bereits begriffen 
sind. Gewiss aber sollte hiebei auf einen günstigen Zufall nicht 
gerechnet, sondern, wenn und wo immer befähigte und streb- 
same Oonventualen vorhanden sind — woran auch jetzt nicht zu 
zweifeln ist, denselben jeder mögliche Vorschub geleistet und 
vor Allem auch unter Opfern dahin getrachtet werden, dass jedes 
Haus wenigstens einen aus tüchtiger Schule hervorgegangenen 
Archivar and JJibliotliekar dauernd besitze, der — wie es in der 
alten Zeit geschah — seinen Amanuensis, bez. Amtsnachfolger 
nöthigenfalls selbst auszubilden im Stande wäre. Dass wir hiemit 
nichts Utopisches urgiren, wird jeder Confrater zugeben müssen 
und mit Freuden zur Kenntniss nehmen, dass ein Haus unter den 
besten Auspicien schon den Anfang dazu gemacht habe. Vivant 
sequentes ! Was von einer Verbindung so geschulter Männer zu 
gemeinschaftlich durchzulührenden Arbeiten, z. B. zur Heraus- 
gabe der Statuta Capituloruni-Generaliuin, eines Monasticon Or- 
dinis Oisterciensis etc. zu erwarten wäre, bedarf keines Nach- 
weises. 

Inzwischen sollten die „Kenia ßernardina", welche die 
langersehnten Beschreibungen unserer Codices endlich ins Leben 
riefen, auch in Beziehung auf die Klostergeschichte der Ordens- 
provinz eine Errungenschaft aufweisen, und wir freuen uns öffent- 
lich aussprechen zu können, dass unsere diessbezüglichen Vor- 
schläge sehr sympathisch aufgenommen und grössi enthoils in 
einer Weise durchgeführt wurden, welche auch in weiteren Krei- 
sen nicht ohne Beifall bleiben dürfte. Zunächst sollte der lite- 
rarische Apparat jeder Haasfßcschichte — sowohl derhandscliriftliche 
als der gedruckte - gesammelt, geordnet und bekannt gegeben 
werden ; wo es geschah, erkennt man den Flciss, welcher seinen 
besten Lohn darin finden wird, wenn etwa ausgelassene Druck- 
werke den resp. Verfassern angezeigt wurden. Sodann erschien 
angesichts des in steter Progression begriffenen Quellenstudiums 
der mittelalterlichen Geschichte eine Revision der Abtsreilien 
unserer Klöster als dringend nöthig. Die Form, in welcher letztere 
in diesem Buche sich darstellen, ist insofern überall die gleiche, 
als sie die .Resultate der erneuerten Untersuchungen über Beginn 



und Ende der Regierung eines Abtes oder einer Aebtissin nach 
den besten Quellen vorlegt; nur glaubte man, wo die Aufzeich- 
nungen über die Lebensdaten besonders der späteren Vorstände 
reicher flössen, ausgiebigeren Gebrauch davon machen zu sollen, 
was unbeschadet des gesteckten Zieles geschehen konnte. Wir 
sind nicht so kühn zu behaupten, dass mit dieser Studie Alles in 
dem beregten Gebiete geleistet wurde und sämmtliche hier mit- 
getheilten Daten absolut unanfechtbar seien ; unstreitig aber sind 
manche Zweifel beseitigt und schwankende Zahlen berichtigt 
worden, was der Wissenschaft ebenso dienlich sein wird, als wenn 
es den Fachmännern'gelänge, noch bedenklich gebliebene Details 
durch freundliche Mitteilungen an die bez. Verfasser klar und 
spruchreif zu gestalten. 

Mehr Neues, als für die schon vielfach und nicht ohne Kritik 
gesichteten Abtsreihen geschehen konnte, bringt unser Buch für 
die Gelehrten- und Künstler-Geschichte. Wie selten beachtete 
man in früherer Zeit die Namen der Coffcrschnubcr, jener unver- 
drossenen Männer, welche so viele Jahre ihres Lebens mühevoller 
Arbeit weihten und dadurch wahrhaftig einen Platz neben den 
Auetoren selbst verdienten ! Leider verwehrten die strengen Sta- 
tuten unseres Ordens ihnen die Unsterblichkeit des Namens und 
nur wenige aus den ersten zwei Jahrhunderten desselben sind 
bekannt geworden; die überhaupt eruirten sind hier theils in be- 
sonderer Aufzählung, theils bei Besprechung der Codices und der 
handschriftlichen Quellen angeführt worden. Vielfach theilten 
das Schicksal der Codexschreiber jene Gelehrtm, deren Werke 
nicht durch den Druck verbreitet wurden, und doch — welche 
Fluth von Namen und Werken tritt uns hier entgegen, die früher 
ausserhalb der Klöster ganz oder in Beziehung auf ihre schrift- 
stellerische Thätigkeit nur unvollständig bekannt waren! Wir 
sind überzeugt, dass die Literar-Historiker dieser Partie beson- 
dere Aufmerksamkeit, schenken und kostbare Perlen darin ent- 
decken werden. Gleiches gilt von den Künstlern, obgleich sie 
nicht ersten Ranges sind, und den Kunsthanritrcrlcrni, denen mehrere 
Stifte wahrhafte und bewunderte Meisterwerke verdanken. Und 
wie manches Prachtstück aus ihrer und der eigentlichen Künstler 
Hand mag nicht bei den Plünderungen der Abteien, auf der eiligen 
Flucht der Schatzwächter, durch Feuer und Diebeshand ver- 
loren gegangen sein! Indessen danken wir dem Himmel für das, 
was uns aus grauer Mönchszeit als Andenken an geschickte und 



vra 



fleißige Hände, an begeiferte Sänger irA Comp-Tsiteure über- 
blieb and behüten wir diese r>:hä*ize iesto sorgsamer! Und auch 
die alten Bihlk'Ak*k*-KaiHA*>j* . ile *:cL hie and da vorfinden und 
von uns abgedruckt wurden, kann man .VÄ4fr< nennen: einmal 
als kostbare Rarnä*en. dann als V-rre-Ite Z~Tgen schon mit der 
Klosterstittung beginnender und nie erstamer literarischer Thatig- 
keit. Glücklich die Bibliothekare. ienen es gegönnt ist. wenig- 
stens noch Theile jenes Seha^e^ zu hüten, der vor sechs und sieben 
Jahrhunderten ihren Vorfahren anvertraut war! — 

Diess ist der Inhal: ier Pars tertia unserer -Xenia Bernar- 
dina-, bei dessen Ausarbeitung ältere und jüngere Kräfte zu- 
sammenwirkten, denen überhaupt wi*- lern Hochw. Herrn Archi- 
var von Wilhering. P. Otto GriiM^-r^r. noch insbesondere für 
seine Mithilfe bei der Correctur. wir den verbindlichsten Dank 
aussprachen. Wenn dieser Band nicht unwürdig ist sich den 
früheren anzuschließen. **• dar? auch er dem Andenken an den 
zweiten Gründer unsere Urions, in -iessen Zeit vier der hier ver- 
tretenen Abieien zurückreichen, geweiht werden. Mögen alle, die 
noch in unseren Landen blühen, das achte Säcnlarfest seiner Ge- 
burt in gehobener Stimmung begehen und ihre Bewohner unter 
seinem mächtigen Schutz jenen Cisterciensern gleich wirken und 
schallen, denen die Ordensprovinz in diesen Blattern ein Denk- 
mal treuer und dankbarer Erinnerung setzen wollte ! — 

Wien und Baden im Juli 1S*1. 

Dr. Benedict Gsell Dr. Leopold Jananschek 

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Ar i:.a: ■-*. ^:f*-h 1i..-'.<*r :a \V> n • :-»r. l*r*>f«s»r der Theologie 



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Reun 



von dkm Stifts-Bibliothekar 



P. ANTON WEIS 



Xenia Bernardiua HI. Beitr. z. Gesch. <1. Of»t.-l."ng. (Ji»t.- Kloster 



An die Urkunden reihen sich als nicht zu verachtende Ge- 
schichtsquellen die beiden Haupt-Urbare D und C; ersteres (wie 
bereits bemerkt) von Abt Angelus im J. 1395, letzteres von ob- 
genanntem Abt Hermann im J. 1450 angelegt. Sie enthalten nicht 
bloss die trockenen Verzeichnisse der Grundcomplexe und der 
daran haftenden Giebigkeiten, Natural- oder Geldleistungen der 
Colonen, sondern auch viele historische Einschiebsel, geben Aus- 
schluss über die damalige Wirtschaftsführung, die verschiedenen 
Klosterämter mit dem erschliessbaren Umkreis ihrer Verpflicht- 
ungen, über die gestifteten Gottesdienste, die schuldigen Ehr- 
ungen und Leistungen des Klosters, die landesüblichen Maasse 
und Geldsorten u. dgl. Sie schliessen auch die beiden ältesten 
Kataloge der Achte aus der Feder des Abtes Angelus in sich und 
weisen ein liepertorium der vorhandenen Urkunden und C selbst 
einige Urkunden-Abschriften auf. Auch für die im J. 1607 dem 
Kloster incorporirte Pfarre Gradwein liegt aus dem J. 1487 ein be- 
achtenswertes Urbar mit historischen Eintragungen und vielen 
Urkunden-Copien vor. 

An diese grösseren Urbare schliessen sich einige kleinere aus 
dem 14. und 15. Jahrhundert an ; dann einige flerltnungsbürher und 
Ausgaben- Verzeichnisse aus der gleichen Zeit, die einen Einblick 
in die verschiedenen Einnahmsquellen, die Höhe des Einkommens, 
die Dienststellen und Lohnverhältnisse, die Verbrauehsgegen- 
stände und Hauseinrichtungen, die Lebensbedürfnisse und Ge- 
wohnheiten geben. Endlich ist noch das älteste Nekrolog zu er- 
wähnen, welches von Abt Anyelus in seiner früheren Stellung als 
Prior des Klosters aus dem wahrscheinlich uranfänglichen abge- 
schrieben, am 24. Juni 1390 vollendet und später bis in ? s ltf. Jahr- 
hundert fortgeführt wurde; doch hat es für die historische For- 
schung insoferne untergeordneten Werth, als für die ältere Zeit 
keine Jahresdaten angegeben sind und durch die von einer Hand 
vollzogene Abschrift der Schriftcharakter der Eintragungen aus 
früheren Jahrhunderten verloren gegangen ist. Die Urschrift wurde 
leider nicht aufbewahrt ; die Abschrift enthält aber als werthvolle 
Beigabe ein Verzeichniss der damals zu Recht bestehenden Ser- 
vitien und Anniversarien nebst einer kurzen Schilderung der 
Thätigkeit des 10. Abtes Bernhard (1265-1280). P. Alan Lehr 
(f 12. Jänner 1775) legte nach seinem eigenen Plan ein Nekrolog 
an, welches alle eruirbaren Namen der Stiftsmitglieder, Wohl- 
thäter, Conf oderirten und nächsten Anverwandten bis auf seine 



Z'-it mnfasst. Ein iiffirirtlcs Nekrolog wird weit dem J. 1724 geführt. 
Aebteverzrirknixac mit beigefügten kurzen historischen Notizen sind 
mehrere vorhanden. Sie basiren für die ältere Zeit durchaus aut 
der Ueberlieferung des Abtes Angelus, und wo sie dieselbe zu er- 
weitern suchten, hei diese Erweiterung so unglücklich aus, dass 
Bievorder historischen Kritik selten standhält; genauer und ver- 
lässlicher in ihren Angaben sind sie erst vom 17. Jahrhundert an. 

Viel spärlicher bedacht ist die iuttvrv GesiJt Irhte des Hauses, 
unter welcher man die Uebung und den jeweiligen Stand der 
Ordensdisciplin, die Feier des Gottesdienstes, die Thätigkeit der 
Mönche in wissenschaftlicher, artistischer und charitativer Rich- 
tung, — überliaupt alle Aeusserungen, Wandlungen, Hebungen 
und Henkungen des inneren Kl oster lebens verstehen mag. Ausser 
den wenig zahlreichen Visual iuniierle-tlvjHiujcn, welche für die älteste 
Zeit gar nicht und für die spätere nur lückenhaft vorliegen, zudem 
nur mit Vorsicht zu gebrauchen sind, nmss man sich mit den spora- 
dischen Andentungen begnügen, die bin und wieder in Urkunden, 
urbaren und In ventaren vorkommen; z.B.: über die Existenz des 
Anuenspitales ; über die Klostersehule, für welche erst aus dem 
16. Jahrhundert eine Üntemohteordnang erlialten ist; über den 
Stund der Bibliothek, die Theilnahme der Mönche an den öffent- 
lichen Studien u. s. w. 

Audi die linrjsuttiiiihüiitfu ilrr Ae.Ur., aus denen sich vielleicht 
iii.iinlii' Aufschlüge über diese Seite der Hausgeschichte gewinnen 
Hessen, fehlen aus älterer Zeit gänzlich und beginnen vereinzelt 
erst mit Ende des 15. Jahrhunderts. Ein Diarium fing/'. Alm- Li In- 
im .1. 175a zu führen an; es erlosch aber wieder mit seinem Tode, 

Dieses sämmtliche historische Material bis zum J. 1600 hat, so 
weit es anging, derselbe vielverdiente P. Alan Lehr in buchstäb- 
licher Wiedergabe und chronologischer Ordnung mit kritischem 
Taet und historischer Treue, unter Berücksichtigung der Landes- 
un'i i "rdensgeechiebte und Beigabe von erläuternden Bemerkun- 
gen in fünf* FoUobäudöii zusani mengestellt und als th eures Ver- 
iiiiiihiniss handschriftlich dir Stift sbibiiothek, in welcher es sich 
noch befindet, hinterlassen. An der geplanten Fortführung, die 
freilioh in der anfänglichen Ausdehnung für diese spätere Zeit 
nicht mehr möglich um l rathÜch gewesen wäre, hinderte ihn sein 
Tod. Das historische Material für diese spätere Periode ist seither 
aus den zahlreich vorhandenen Acten, Briefen, Rechnungen und 
Jnventaren zu gewinnen. 






2. Gedruckte Literatur 

(mit Uebergehung jener Auetoren, die nur spärliche Nachrichten über Reun 

geben). 

Mezger, Josephus : Historia Salisburgensis. Salisb. 1692. Fol. Pag. 1210 bis 
1216 : Catalogus DD. abbatum monasterii Runensis exempti ord. Cist. in Styria. 
(Vielfach, besonders in den Namens- und chronologischen Angaben irrig). 

Madcho, Urbanus, S. J. : Styriae colleyia et monasteria praeeipua. Öraecii 
1740. 8°. Pag. 26—31 : Runense monasterium. (Historische mit fehlerhaften 
Daten untermischte Skizze, in welcher wenigstens die Anfänge einer kriti- 
schen Behandlung zu entdecken sind). 

Pusch-Froelich : Diplomataria sacra ducatus Styriae. II partes. Viennae, 
Pragae et Terg. 1756. 4°. P. II. pag. 1—42 : Diplomatarium coenobii Runensis 
ord. Cist. ; pag. 43—54 : Series DD. abbatum Runensium ; pag. 333—353 : Ex- 
cerpta necrologica Runensia. {Abgesehen davon, dass viele Urkunden nur in 
Excerpten gegeben werden, entspricht das ganze Werk nicht mehr den heu- 
tigen Anforderungen für kritisch -diplomatische Urkunden- Ausgaben). 

(Fidler) Marian : Geschichte der ganzen österreichisclien weltlicJien und klöster- 
lichen Klerisey beyderley Geschlechtes. 4 Theile in 9 Bänden. Wien. 1780-1788. 8°. 
Band VI. 1784, S. 269—272: Zisterzienserabtey zu Rein, ehe Run, im Unter- 
steyer. S. 273—275 : Strassengel. (Dürftige, in den chronologischen Angaben 
meist irrige Skizze). 

Kumar, Jos. A. : Ilist. Almanach für Hamen. Graz. 1817. S. 34—41: Die 
Abtey Rein. 

Schmutz, Carl: Historisdt- lopographisclws Lexikon von Steiermark. 4 Bde. 
1822-1823. Bd. 3 (1822), S. 305-347: Rein. (Gibt eine Reihenfolge der Aebte 
und zahlreiche Urkundenauszüge, welche letzteren bis 1512 reichen, sich aber 
vielfach als ungenau erweison). 

Polsterer, A. J.: Graz und seine Umgebungen. Graz. 1827. S. 357—359: Die 
Waldkirche Strassengel; S. 360—372: Das Cisterzienserstift Rein. (Guter ge- 
schichtlicher Ueberblick, aber nicht in allen Angaben verlässlichj. 

Vaterländische Feierlichkeit (des 700jährigen Bestandes von Stift 
Rein). In : Der Autmerksame. Jahrg. 1829. N. 52. 

Appel, Florian Sales: Predigt bey Gelegenheit der siebenten Säcularfeyer 
seit der Gründung des Cisterzienserstiftes Hein. Gehalten ... in der Stiftskirche 
zu Rein am 26. April 1829. Graz. 

Schreiner, Gustav: Grätz. Grätz. 1843. S. 496-407: Die Wallfahrtskirche 
Strassengel; S. 497— 501: Die Cistcrcienser -Abtei Rein. (Kurzer geschicht- 
licher Abriss, leider mit manchen Irrthümern durchwebt). 

Puff, Rudolf: Steir. National- Kalender. Graz. 1844. S. 76-80 : Das Stift Rein. 

Ansichten aus der Steiermark. (Beilagehcfte zur Grazer Tagespost aus 
den Sechziger Jahren). Heft XXIX: Stift Rein. (c. 1864. Historisch-topogra- 
phische Schilderung des Stiftes, die vieler Berichtigungen bedarf;. 

Hwof, Fr.: Die alte h'ircJtc des Cistcrzicfiscrstiftcs Hein in Steiermark. In: 
Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. N. F. Nürnberg. XI. 1864. N. 1. 
8. 12 u. 13. (Dieser Aufsatz fand seine nöthige Correetur in dem folgenden). 



(Greiner, P. Ulrich): Abermals über die alte Kirche des Cistercienserstiftes 
Hein. Mittheilungen der k. k. Central- Co mmission. X. 1865. S. TTTY u. XX. 

Greiner, P. Ulrich: V t mi t in i it der Ausgaben für den Bau einer Kapelle 
(Kretizkapelle) im .Stifte Renn in Steiermark aus dem J. 1409. Anz. für Kunde 
der deutschen Vorzeit, N. F. XIII. 1866. N. 7. S. 246-248. (Die Kapelle, welche 
»1s ni'^iiiiii.Lri.'xi.riM.-ii,] iin^,.-^,i -I.jtj wird, lit-stoht noch als sog, Dreüaltigkeits- 
kapelle). 

Weis, P. Antun: Las Archiv des Cint.-Stiftes Renn. Beiträge zur Kunde 
Steiermark. Geschieht« quellen. II. 1865. S. 10—20. 

Wob, V. Anton: Dan älteste Reun. Mittlicil. des hist. Vereines für Steierm. 
XIV. 1866. S. 148-16*. 

(Ilwof, Fr.): Las Grubmal Herzog Ernst des Eisernen in Rein, Grazer 
Tagespost. 1866, N. 258, 

(Weis. P.Anton:) Hit GrubsUittc Hcrtog Ernst des Eisernen. Der Kirchen- 
schmuck. Graz. 1878. N. 6. S. 70-72. 

Weis, P. Anton : Graf Waldo von Reun und der Gau oder die Grafschaft 
Runa. Mittheil, des bist Ver. für Steierm XX. 1873. S. 27-53. 

Luschin, Arnold: Die Siegel der steierischen Abteien und Conventr. des Mittel- 
alter*. N. 81. Reun. Mitth. der k. k. Central -Co mmission. XIX. 187*. S. 251. 

lHc Reihe der Aebte des Cislcrcimserstiftes Rein, Grazer Volksblatt. 1875, 
N. 278. 

Weis, !', Anlnii: liaM'hchri/trnc-i^wfiiiix* il-i Sttßsbibii<>lhd; -ü Rrmi. 
Beitr. m Kunde steierm. Geschieh tsqu eilen. XII. 1875. S. 1-142. (Lasselbe, 
mit einigen Emendatiouen; Xriiia Bernardina. 1b91.II. Handschi iften -Ver- 
zeichnisse I. S. 1-114). 

Weis. P. Anten: Necroloijium Runense antiquum in memoriam jubilaei 
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8 



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Bergmann. Jus.; Medaillen auf brndiml- und uu~gr:rklinetc Mu,,iu d. ■ 
ösierr. Kawerstaatc* vom XVI. hin zum XI X. Jahrhundert. 9 B. Wien. IB M 6 7. 
4 8 . IL 77-81. N. LXI ! Mathia* Gälger aus Lülikh, l'rofess zu Heiligenkreur, 
dann Cisteroieriser-Abr. zu Neuklosier, endlich in Rain f 1628. 

Rieder, Jus. Kdm.: Dan Abten-Kreui beiGrntitein. (Sage ii her Abt BoflftoMr 
Stieber I94B-78), Stiria, 1847. N. 28. ß, 1(19. 

(Grneber, IMlenihard): I.cich- und Lob- Ited bev g« wohnlich drey-tiigigen 
Leiehbegüngnuss dys Hochw. BT, IL Plactdi Mallu, des fürst.l. Stift und Closter 
Rhein würdigsten Prälaten . . ., weleher den 14. Febr. 1745 in Gott wolseeligsr 
entschlaffen. Vorgetragen den 19. ersngten Monats von einem ilessuluigen 
Professen P. B. Q. Grätz. (1745;. Fol, 

Kalchberg. J. Ritt. V. : Nekrolog vher Abuvd (Joseph) Kuntsclvtk, Abt des 
SUft.es Rein (1795-1*22), In: Der Aufmerksame. 1822. N, 71, 

Rosegger. P. Rnjierl : Lud» ig l'rt>/dnn- F.dkr i:u« /iViiv.r »•'■'/, Abi. zu Kein 

(1823-18-Jl). Nekrolog. Mitth. des hist. Vex. I. Steierm. XI. 1888. S. 35-51. 

Ilwof, Fr. : Ludwig, Abi zu Kein. Mitth, des bist Ver, 1'. Steierm. XIV. 1866. 
Gedenkbuch. 8 XXV - XXV111. 

Si'iubler, P, Bonifax. : Lob- und Khren-hede, ak . . . V. !•. Guiliiluiu.-- Sptm- 
ijrr in dem mallen b'jbl. Stift und Closter uns. I. Frauen zu Rhein . . . jubilirter 
1'vvl '.-:-.. . . .die NrsilJu;;!' silinn l'iinlVizigjiiliri^eii IVii'sU'i't huiu iil.skiitele. Vor- 
getragen . . . den 5. April 1750. Neustadt 1750, Fol. 

Winkiern, .1. U|it. \<m: Hiugm/du^lie und litOnin-ihe Xaehrichten von 
den Scbiilf.i.ll.iiL und Kiiusllern, welche in dem Herzogth. Steiermark 
geboren sind . . . Grata. 1810. 8*. S. 114 : Alan Isthr, Cistercienser zu Rein 
(f 12. Janner 1775). S. 230: Auyu,tin Schrägt, Cistercienser im Stifte Rein ob 
Örätz(f 31. Aug. 1755). 

Wiuklern, J. llpt. Kdler von: lifigraph«™ dml,uurdiger Shicrmörker, 
^■b'r mark, Zeitschrift. N. F. 1840 und 1843. N. LI : Abund Kuntsclvick (Xblr.n 
Kein, f 5. Juni 1822); N. CLV1II : Alan Lehr. 

Urillwitzer, P. Alexander: Der verewigte Gründer des „Kirchen- 
sehinuek", /'. Ulrich Grcxner (j 7. Mai 1875). Kirchen sc hm tick. VI. 1875. N. 5. 

Schreiner, Igiiat., N. .1.: Nur ratio bistoricu-jioetiea uti'iu.sijuc thaumatur- 
gae imaginis in Stm\stngel. Graecii 1741. 8 e . 

Geschieh ts Verfassung des berühmten und uralten ünadenhauses auf 
dem sogenannten Slraxtcngclbcrg in Steyertnark. 2 Tnle. GräU. 1777. 8°. (Verl', 
dieses Buches soll der Stift spriostor I'. Anselm Vogel gewesen sein, welcher 
am 26. Juli 1754 als Bflpsrioj in BtaBMOgel starb. Obwohl sehr weitschweifig 
enthält, 08 doch wenig historisches Material), 



Trinnm perfcctnm oder dreifaches Heiligt.hum auf dem wund erth lügen 
Gnadenberge zu Maria Stras/hEni/ei ober Gratz in Steyermarkt, IS* Ohne ü. 
u. J. (Andui'htsbüi.-hlein, dessen historische Notizen dem vorhergeh enden 
Buche entnommen sind). 

Kuniar, .Toll. A.: Atmunaclt für Damen. 1818. S. 14-22. Marin Straxsengd. 

HJrilhviUir, I'. Alexander:) Die (iIa*gew<il>U in fjttmmilfftt KathoL 
Wahrheitslreund. 1852. S. 269 n. 270. 

Die goihtiche Kirche tu Slrawcngd in Steiermark. Beschrieben ton h'ar! 
Weis», autgenomnien und gezeichnet von dem Architekten J. Li'/ijkH. (Mit 
1 Tafel). Wien, 1858. i". Aus dem April-, Mai- und J umlieft.« des III. Jahrg. 
derMitth. der k. k. Central-L'ouim. (Gut.' mir! surch Versündige kunsthiMni i- 
-,1-Im: M"in>^t ii iiliii-. dur-li mit mauc-hcn Miiiigrln im lii.-i. '1 li-.-iU- 1. 

Ludwig Crophius Edler von Kaiserssicg, Abt zu Rein: Die geschicht- 
lichen Denkwürdigkeiten von Stnumengtl, Vorgetragen in der allgemeinen Ver- 
sammlung des hist. Vereines für Steiermark am 24. März 1N&.S. Mitth. dts hiat. 
Ver. f. Steierni. VIII. 1858. S. 99—111. (Gedrängte, l&ejsl geschichtlich genaue, 
aus den genuinen Quellen geschöpfte Darstellung). 

(Grill witrer, F. Alexander :> Die Kirch- tu Maria Strassengel ob Graz in 
Steiermark. Kurze Beschreibung vom Anfange, Wachsthum und der Wieder- 
heisielluug dieses Ünadeuortes. Graz. 1858. 8". 5. verui. Autb 1882. iMehr er- 
bauliche Darstellung mit ineisi richtigen historischen Daten). 

(Grillwilzer, P, Alexander :) J las J tibi hium :u Manu Stra^eng>!. Kalb"]. 
"Wahrheifsfreiind. 1858. 8. 234. 2«. 253. 335. W.K 38*. 408. 

!•,< Ku-rh- Mona 8lras.sengel. Grnzer Tagespost. 1888. N. 99. 

Leicht, Viiicrnz: flu Ikmidirnwi der h'ireln: Muri» SU«*" ■«;/<■/. ^i.i/.i 
Tagespost. 1881. N. 2u8 u. 302. (SSienlteb wartWoaw Artikel, gtötBtwthafli 
d.*r bebrüt von Weiss entnommen und mit oiuigeri l'liantaaiegebiblen auf- 

geputetj. 

(Graus, Johann ui<<] Weis Antun:) Maria flUrowjet Kiiehenschinuek. 
I>i83. N. 1—6. ( Enthalt die veiliisslidisten artistischen und historischen Nach- 
richten über diese Kirche). 

( Grans. Job. :) Die Hcstuvratwn der Kirtliv. von iS'lra.i-'.n'fei.Kirohenschmiick. 
1885. X. 6. 

Jele, A. : Die ulttn Gtwtgcmtihlc der Kirehe ;h Xtrasticitgtl Kirehonsehmnck. 
1885. N. 7. 



Ladwfg Crophina Kdl. v. Kiteenwleg, Abt n B«in! I MMa >■■■< 
Gradwdn. Kathol. Wahrhoitsfreund. 1851. N. 148. 149, 

Weil», 1'. Anton : faulten und Studien zur Geschichte der l'Jarrc Gradin 
Beitr. zur Kunde steieim. Geschichts quellen. XXI. 1886. S. 3-78. 



10 



B. 

Reihenfolge der Aebte von Renn. 

1. Gerlacus (Gerlach, Gerlaus, Gerlohus), erster Abt von 1130 
bis 1165. Nach der Stiftungsurkunde des Klosters (Zahn, Urkun- 
denbuch des Herzogthums Steiermark I. 175, n. 175) berief Mark- 
graf Leopold noch bei seinen Lebzeiten die ersten Mönche aus 
der fränkischen Abtei Ebrach zur neuen Klostergründung nach 
Reun, ordnete die Stiftung und bezeichnete alles zu ihrem Unter- 
halte Nöthige, erlebte jedoch nicht die Vollendung. Erst nach 
seinem am 26. Okt. 1129 erfolgten Tode wurde Gerlach, zweifellos 
durch den Vaterabt Adam von Ebrach, dem neuen Kloster vor- 
gesetzt und stand demselben durch 35 Jahre vor. Sein Tod fallt 
auf den 24. Jänner 1165. Im vorhergehenden Jahre wird er noch 
urkundlich erwähnt. (Zahn, ÜB. I. 451, n. 484). Unter ihm wurden 
Sittich und Wilheriny aus Keun besiedelt. 

2. Ortwinus, c. 1165-c. 1184. Wenn die Angabe des Nekrologs 
zum 17. November : „Ortwinus iij us abbas in Runa u , richtig ist und 
nicht etwa auf einem Schreibfehler beruht, so muss dem Abte Ort- 
win ein anderer Abt unbekannten Namens als zweiter vorgegangen 
sein, der aber die äbtli che Würde noch vor seinem Tode resignirt 
hatte. So wenig sich daher das Antrittsjahr Ortwin's mit Sicher- 
heit feststellen lässt, ebensowenig sein Todesjahr; denn während 
die Aufzeichnungen des Abtes Angelus seine Amtsdauer bis 1189 
erstrecken („Ortwinus abbas secundus institutus anno MClxv ', 
rexit abbaciam annis xxiiij, quieuit in pace"^, ist die Anwesenheit 
seines Nachfolgers Wilhelm schon auf der am 15. Dezember 1187 
abgehaltenen Synode zuLeibnitz urkundlich nachgewiesen (Zahn 
ÜB. I. 674, n. 690; Meiller, Regg. archiepp. Salisburg. 148, n. 83), 
wesshalb das Ende der Uegierungsperiode Ortwin's wenigstens 
auf dieses Jahr zurückgeschoben werden muss. Wahrscheinlich 
aber lallt es noch weiter zurück, da eine alte Aufschreibung im 
Kloster Wilhering aus dem 13. Jahrhundert den Abt Wilhelm 
bereits im Jahre 1185 thätig sein lässt. (TJB. des Landes ob der 
Ens. IL 477, n. 332). 

3. Wilhelmus (Willihalmus, Willehelmus), c. 1184- c. 1195. 
Auch die Amtsperiode dieses Abtes ist bezüglich ihres Anfanges 
und Endes äusserst ungewiss. Man kann nur sagen, dass im 



II 



im J. 1195 schon der Name s 
folgere Konrad urkundlich erscheint. (Zahn, ÜB. I. 685, n. 698 ; 
II, 24, n.!>). Im Nekrolog wird er nicht aufgeführt.; wahrscheinlich 
hatte er sein Amt bei Lebzeiten niedergelegt. 

4. Chunradus (Chonrudus, Chouradus), c. 11MB — e. 1205; so- 
weit erstreckt der Katalog des Abtes Angelus die Regierungs- 
dauer Konrad's. Als sicher kann jedoch nur gelten, dass er das 
erste Mal im J. 1 196 und das letzte Mal im J. 1202 (Zahn, ÜB. II. 
!i-2. n. 58; Font. Her. Austr. II. Bd. :j:>, p. 107, n. 84j in Urkunden 
genannt wird. Möglich, dass mit dem J. 1205 das Ende seiner Re- 
gierung gegeben ist, weil Elisabeth von Guttenberg in einem 
Schreiben aus diesem Jahre (Zahn, ÜB. II. 116, n. 72), worin sie 
Herzog Leopold VI um Bestätigung ihrer Alpenaohenkaug l„Ne- 
cistal-) an das Kloster bittet, erwähnt, dass nur der Prior und 
Brüder von Kenn mit der Bitte um Effect ui rang dieser Schenkung 
vor ihr erschienen seien, ohne dass hier eines Aht.es gf-daeh) wird. 
Abt Konrad, der im Nekrolog nicht eingetragen ist, scheint wie 
sein Vorgänger resignirt zu haben. 

5. Theodericus, a 1806 & 1810. Von diesem urkundlich nicht 
genannten Abt. dessen Tod im Nekrolog auf den 16. Juli üxirt ist, 
schreibt der öfter genannte Aehte- Katalog: Theodericus abbas 
quintufl inslitutus anno • lui. SC a G0.*V.° rexit haue domuni annis 
xüj, auienit in pace; aher offenbar unrichtig, da sein Nachfolger 
schon für den 80. Juli 1210 urkundlich beglaubiget ist. (Zahn, 
Y'B. II. lßl, n. 105J. 

6. Engelbertue, e. IBIO— c. 1227. Sein Name lässt sich in Ur- 
kunden bis zum J.1222 verfolgen (Zahn, ÜB. 11.282, n. 1Ü4). Der 
alte Aebte-Katalog dehnt seine Regier ungszeit bis zum J. 1226 
aus und fügt dann hei : Hn translatua in Ebrach quieuit in pace. 
Ob es damit seine Richtigkeit habe, ISsst sich bei der Mangel- 
haftigkeit und Unbestimmtheit der Ebraehor Nachrichten kaum 
mehr sicherstellen. (Brevis notitia monasterii B. V. M. Ebracensis. 
1738. 4°, p. 8Ü u. 168. Daraus: Ussermann, EpiscopfttuJä Wirce- 
burgensis. Typiss San-Blasianis. 17M4. 4", p. SS'J). Der Kenner 
Nekrolog enthält zwar zum 24. Februar die Eintragung: Engel- 
bertus ahhas tu Buna, welche gegen eine Berufung nach Ebrach 
sprechen würde; allein die Worte „abbas in Ruua" sind hinein- 
DOrrigirt und darum ist die ganze Notiz unzuverlässig. 

7. Lodowicus (Ladewicus, Ludwicus), e. 1227- e. 1246. Sobe- 
riebtet Angelas in seinem Katalog. Abt Ludwig wird zuerst in 



_ 12 _ 

einer Urkunde aus dem J. 1228 und zuletzt in einer vom Monat 
Mai 1237 aufgeführt (Zahn, ÜB. II. 353, n. 256 ; 467, n. 858). Im 
Nekrolog ist sein Tod am 13. Oktober verzeichnet. 

8. Rudolphus, c. 1246 — c. 1252. Dieser Abt wird weder in einer 
Urkunde noch im Nekrolog erwähnt und ist nur durch Abt An- 
gelus bezeugt. Wenn er wirklich existirte, so ist die von Angelus 
angegebene Dauer seiner Regierung bis 1£55 unrichtig. Im J. 1252 
schloss nämlich Philipp, der erwählte Erzbischof von Salzburg 
(1246-1256), mit Abt und Convent von Reun einen Tauschvertrag 
über dessen Salinengefalle zu Aussee und setzte sich alsogleich 
in Besitz derselben, ohne sich um die Einhaltung der stipulirten 
Tauschbedingungen weiter zu kümmern. Den dadurch dem Kloster 
erwachsenen Schaden und andere Schuldforderungen suchte Phi- 
lipp's Nachfolger, Erzbischof Ulrich (1256-1265), dadurch gutzu- 
machen, dass er den hochstiftlichen Zehenthof in der Pfarre Grad- 
wein an Reun abtrat. In den zwei darüber ausgefertigten Urkunden 
vom 14. April und 4. Aug. 1261 (Dipl. Run. 1. 317, n. 136 ; 319, n. 187) 
berichtet Erzbischof Ulrich ausdrücklich, dass jener nicht ein- 
gehaltene Tauschvertrag von Philipp mit dem Abte Amelrich ab- 
geschlossen worden sei. Und Ulrich konnte und musstc diesen 
Umstand genau wissen ; denn er hatte dem Abschlüsse des Ver- 
trages als Bischof von Sekkau persönlich beigewohnt und sich 
selbst als Zeuge unterfertigt. Die Regierungsdauer des Abtes 
Rudolph konnte sich daher höchstens bis in das J. 1252 erstrecken. 
Wahrscheinlich hatte er seine Würde um diese Zeit resignirt, wo- 
durch das Schweigen des Nekrologs über ihn sich erklären würde. 

9. Ammelricus (Almericus), c. 1252-1265. Der Name dieses 
Abtes ist bis zum letzteren Jahre, in welchem er zum Bischof von 
Lavant erkoren wurde, urkundlich gesichert. 

10. Bernardus, 1265 c. 1282. Der alte Aebte-Katalog gibt seiner 
Regierung eine Dauer von 23 Jahren und erstreckt sie somit bis 
1288; allein eine Klosterurkunde vom 20. Juni 1283 (Dipl. Run. 
I. 374, n. 168) ist bereits ausgefertigt „sub lleinoldo venerabili ab- 
batet wesshalb Bernhard höchstens bis zum H. J uli (seinem Todes- 
tag nach dem Nekrolog) 1282 gelebt haben konnte. 

11. Reynoldus, c. 1282-1291 (1292). Sein Todestag ist im Ne- 
krolog auf den 21. Dezember angesetzt, für welchen sich das Jahr 
1291 ompfehlen würde; da ihn aber eine Urkunde des Reuner 
Archives vom J. 1292 noch erwähnt und eine zweite vom 26. April 
desselben Jahres (Dipl. Run. I. 387, n. 178; 390, n. 179) bereits 



13 

seinen Nachfolger Heinrich namhaft macht, so muss entweder das 
Datum des Nekrologs fallen gelassen oder in der ersteren Urkunde 
Bwisoben dem actum und scriptum ein zwischen fallender Zeitraum 
angenommen werden, was jedoch kaum wahrscheinlich ist. 

12. Heinricus, 1399 B. Oktober 1303; diese Daten sind ge- 
sichert. 

13. Albero, erwählt am 25. November 1303, f 20. August 1923; 
eo weit reicht nach dam alten Katalog und Nekrolog seine Regie- 
rungsperiode. Sein Name koarari inletzi in Binar Renn .:r Urkunde 
vom 13. Dezember 1821 vor (Dipl. Run. I. 517, n. a06). 

14. Hugo (natione Australis), 1323-1331. Eine Keuner Urkunde 
vom 6. Dezember 1330 enthalt, noch seinen Namen (Dipl. Run. I. 
BIS, n. 332). Nach Angabe dos alten Katalogs hat er resignirt. 

15. Hertwicus, aus Grau, 1831 - 10. April 1349. Die letzte ihn 
erwähnende Urkunde datirt vom 21. Dezember 1348 (Dipl. Run. 
I. 642, n. 418J. 

16. Sifridus, aus dem Geschlechte der Burggrafen von Wald- 
; 148 - 10. Dezember 1307 (urkundlich). 

17. Otto, aus der Familie der Fairtiu-hrr (zu Foiraeh zwischen 
Brack und Leoben in Obersteiennark), üa aien aus dato Ge- 
Bohlechte seines Vorgängen öeifried 'dessen Neffe er gewesen zu 
sein schi'ini :il>jn ,-.*■.■ i^; luiti.-. \'on .Jugend auf im Kloster er- 
zogen starb er in der BlQtiae Beines Alturs soob im Jahre seiner 
Wahl am 18. August. 1868. 

18. Nicolaus I, tob StraasengeJ gebürtig, 1368 - 18. April 1384. 

19. Petrus, aus Wien, 1384 - 7. Juni 1399, an welchem Tag er 
wegen Altersgebrechliehkeit reBignirte, 

20. Angelus (Manse), geboren im J. 1857 zu Meissen, war 1383 
in den Orden getreten und am 7. Juni 1899 zum Abt gewählt wor- 
den. Er wtiliiuc ;il- i.i -'Silin lt. ■.!■ H i'iv.MiTs Ernst, des Eisernen, der ihn 
gleichzeitig (1415) zu seinem Etats und Kapellan ernannt hatte, 
dem Constanzer ConcÜ bei, visitirte nach geiner Rückkunft im 
Auftrage des Papstes Marti uV die Benedictiner- und Chorherren- 
Stift.- Oesterreiehe in den J. 1418 und 1419 und starb im Rufe 
hoher Frömmigkeit am 11. August 1425. Erfolgte sein Tod (wie 
Manche wollen) noch im J. 1424, so müsste sein Sterbetag gegen 
das Ende dieses Jahres fallen, da er am 20. November eine Ur- 
kunde nagelt« und eigenhändige Aufschreibungen noch vom 18. 
uii'l B6. September vorhanden sind ; dann müsste aber auch die 

Uige Eintragung im Todtenbuch an unrichtiger Stelle 



14 

geschehen sein, was kaum glaublich ist. Von ihm rührt nebst an- 
deren schriftlichen Monumenten der älteste, leider nicht immer 
verlässliche Aebte-Katalog her. 

21. Johannes I Sailer, aus Graz, 1425 — 28. März 1428. 

22. Johannes II de Claratumba, als greiser Prior zum Abte er- 
wählt im J. 1428, resignirte im J. 1438. 

23. Johannes III Aychsteter, 1433-1439, in welchem letzteren 
Jahre er wegen Zwistigkeiten mit dem Convente seine Würde 
niederlegte ; er starb in Agram am 18.0ktober unbekannten Jahres. 

24. Hermannus (Molitor), Mai 1439 - 12. Jänner 1470, Profess 
von Ebrach, behufs Beilegung der unter seinem Vorgänger im 
Kloster entstandenen Zwistigkeiten vom Ebrach er Vaterabt Hein- 
rich eingesetzt. Unter ihm wurde das in Wiener-Neustadt neu ge- 
gründete Kloster mit einer Colonie ausReun besetzt. Er sammelte 
die Privilegien und Urkunden des Klosters in einem noch vorhan- 
denen Copialbuch und Hess ein grosses Urbar, „Originale" ge- 
nannt, anlegen oder legte es selbst an. 

25. Nicolaus II, angeblich aus Uebelbach gebürtig (möglicher- 
weise aus Feldbach, weil im J. 1453 ein Nicolaus Velpacher oder 
Veldpacher als Cantor und anderweitig noch öfter erwähnt wird), 
1470-1471, in welchem Jahre er nach dem Nekrolog am 6. Februar 
starb ; das dort beigesetzte Jahr 1472 ist unrichtig, weil eine Ur- 
kunde seines Nachfolgers schon vom 8. Jänner 1472 datirt. (Dipl. 
Run. IL 504, n. 336). 

26. Christanus (Anser oder Ganser), ein Krainer, 1471 -21. De- 
zember 1480, hinweggerafft durch die Pest. 

27. Wolfgangus (Schrötl), angeblich aus Gottschee, wahrschein- 
licher aber aus Graz (vgl. Handschr. 49), erwählt im Jänner 1481, 
starb am 15. April 1515, nachdem er für die Bibliothek durch 
Büchererwerb und Pflege des Bücherabschreibens und Ausmalens 
derselben gesorgt und für das Ordenscolleg zum hl. Nicolaus an 
der Wiener Universität sich eifrig bemüht hatte. 

28. Johannes IV Lindenlaub, ein Schlesier und Profess von 
Reun, postulirt am 21. April 1515, nachdem er seit 8. Juni 1506 
der Abtei zur hl. Dreifaltigkeit in Wiener-Neustadt vorgestanden 
hatte; gestorben am 20. Mai 1529. 

29. Johannes V Zollner, ein Eindringling, früher Prämonstra- 
tenser - Propst zu Grifen in Kärnthen und durch die Tntriguen 
seines Bruders, des kön. Rathes und Kammermeisters Veit Zollner, 
nach Reun postulirt am 30. Mai 1529; er ward nach schlechter 



15 



Wirthschaft und Zerfall mit dem hintergangenen Convente im 
J. 1581 zum Weibbischof in Regensburg befördert, unter gleich- 
zeitigem päpstlichen Indult zur Beibehaltung der Abtei Reun, 
die er aber, durch eine bevorstehende kön, Untersuchung bedroht, 
am 1. August 1538 an seinen vertrauten Freund, den Viear an der 
benachbarten Pfarre Gradwein, ffippolt/l Huetttmstsiner, rcsignirte, 
nachdem er sie noch zuvor an Geld und Kleinodien spoliirt hatte. 
Erstarb fangoblich als Pfarrer zu Veitsberg bei Leoben) am 28. Fe- 
bruar 1545. 

80. Hippolyt Huettensteiner, durch den auf etwa drei Mit- 
glieder herabgeschmolzenen Convent ara i>. März 1584 erwählt 
und gestorben am 6. Juli desselben Jahres, nachdem er schon am 
21. Dezember 1588 den minderjährigen Hohn Ludwig des Hanns 
Ungnad, Landeshauptmanns von Steiermark und kön. Unter- 
such ungs-Commissärs gegen den früheren Abt Johann Zollner, 
zu seinem Coadjutor und Nachfolger mit einer demselben indess 
zu reichenden Pension von jährlichen 300 Pfund angenommen 
hatte. 

31. Ludwig Ungnad, Freiherr von Sannegg, in dessen Namen 
thatsächlich sein zum Lutherthum abgefallener Vater Hanns Un- 
gnad die Verwaltung der Temporalien zum Besten seines Säckels 
und zum grösstun Nachtheile des Klosters bis zum J. 1 549 führte, 
m welchem König Ferdinand durch Einsetzung eines wirklichen 
regulären Abtes der verderblicbenWirthschnft ein Ende zu machen 
suchte. 

32. Martin Duelacher, Pfarrer zu Cilli in Untersteier und 
gleichzeitig zu Haselbach bei Gurkfeld in Krain (welche letztere 
Pfarre er auch als Abt beibehielt), eingesetzt am 28. Juli 1549, 
ein Vertrauter und Parteigänger des Hanns Ungnad, dem er die 
Abtei gegen das Versprechen eines Bisthums (es kam aber nur 
zum Bischofstitel von Gallipolis) wieder in die Hände zu spielen 
suchte, bis König Ferdinand, der ihn am ß. Mai 156S zum Bischof 
von Wiener- Neustadt ernannt hatte, noch im nämlichen Jahre 
hinter diese Schliche kam und ihn unter Androhung seiner Un- 
gnade zur Auslieferung und Lösung aller geheimen Verträge 
und Abmachungen nöthigte. Martin resiglUrte nun das Bisthum 
Wiener -Neustadt, wurde im J. 1556 vom König zu seinem Rath 
und Kapellan befördert und starb am 1. Jänner 1559. 

33. Bartholomäus von Gradenegg, aus Bischoflaack in Krain, 
geboren 1534 (?), trat in den Orden 1550, wurde zum Abt des 



16 

Dreifaltigkeitsklosters in Wiener -Neustadt erwählt am 26. Mai 
1557 und nach Reun zurückpostulirt am 21. Jänner 1659 ; er starb 
am 13. März 1577 ; ein energischer Mann, des Erzherzogs Karl 
von Steiermark Rath, der sein Leben in Kämpfen und Processen 
um das dem Kloster Entrissene gegen die Zollnerischen und 
Ungnadischen Erben verzehrte. 

34. Georg Freyseisen, ein Krainer, erwählt am 20. April 1577, 
erzherzoglicher Rath, Vice-Statthalter und innerösterreichischer 
Kammerpräsident, gestorben am 15. August 1605. 

35. Matthias Gülger, aus Lüttich, kam wahrscheinlich im 
J. 1588 nach Oestcrreich, war Profess (1589) und Prior (1592) 
von Heiligenkreuz, im J. 1598 mit Erlaubnis« des Ordensgenerals 
Edmundus a Cruce Prior in Neuberg und auf Wunsch des näm- 
lichen Ordensgenerals am 8. Juli 1599 zum Abt des Dreifaltig- 
keitsklosters in "Wr. - Neustadt postulirt worden. (Dieses Datum 
ist in dem Schreiben angegeben, mit welchem der Ordensgeneral 
am 4. Oktober 1599 dem Abt Georg von Reun die Confirmation 
der Postulation zuspricht und aufträgt [Dipl.Run.V. 768]; in der 
im Reuner Archive erliegenden Abschrift des Confirmations- In- 
strumentes ist dagegen der 13. Mai 1600 als Wahltag bezeichnet). 
Am 30. August 1605 wurde er zum Abt von Reun postulirt. Er 
war des Erzherzogs Ferdinand und des Kaisers Matthias Rath 
und Verordneter der steiermärkischen Stände, welche eine Denk- 
münze auf ilyi prägen und ihm nach seinem Tode (am 18. Mai 1628) 
ein Denkmal in der Stiftskirche setzen Hessen. (Dieses Todes- 
datum enthalten das Monument in der Stiftskirche und andere 
schriftliche Aufzeichnungen; in dem Schreiben aber, mit welchem 
sein Nachfolger dem Ordensgeneral seine Wahl anzeigt, ist der 
15. Mai als Todestag angesetzt). Diesem Abt ist auch die Recupe- 
rirung des ausgestorbenen Cistercienser-Nonnenklosters Schlier- 
back im J. 1620 und dessen Besetzung mit Reuner Conventualen 
zu verdanken. 

36. Matthäus Mayerle, Profess zu Reun, im J. 1621 zum Abt 
von Maria -Brunn bei Landstrass und im J. 1626 von Sittich 
(beide in Krain) postulirt, wurde am 4. Juni 1628 als Abt nach 
Reun zurückberufen; er war kaiserlicher Rath und starb am 
7. August 1629. 

37. Blasius Hilzer, erwählt am 1. September 1629, resignirte 
am 4. Oktober 1648 und soll am 21. Dezember 1658 in Strassengel 
gestorben sein. 



17 



38. Balthasar Stieber, angeblich gebürtig vom hohen Plesch 
bei Renn, Profess am 12. April 1626, als Pfarrer in Gradwein am 
4. Oktober 1648 znin Abt gewählt, starb am 28. April 1678. 

39. Candidus Schillinge]?, aus Leoben, Profess am 3. Juni 1667, 
wurde als Pfarrer von Demseh-Feustriz zur Abtswiirde berufen 
am 10. Juni 1673 und starb am 28. August 1684 zu Vorau. (Auch 
der 10. September und der 10. Oktober werden als Todesdatum, 
doch mit wenig Glaubwürdigkeit, angegeben). 

40- Alan Matt, rqb Graz, Profen am 31. Dezember 1666, wurde 
am 12. November 1684 zum Abt gewählt ; seiner intendirtan Re- 
signation kam sein unvermutheter Tod am 4. Juli 1696 zuvor. 

41. Jakob Zwigott, aus Graz, Profess am 20. März 1667, als 
Administrator von Bohr zur Abtswürde erhoben am 19. August 
1696. Es starb am 20. November 1709. 

42. Placidus Mally, geboren zu Graz am 6. Mai 1670, zum 
Priester geweiht im J, 1694, trat im J. 1698 in das Kloster, wo er 
am 4. Oktober 1699 die Profeaa »biegte und am 10. Jänner 1710 
zum Abt gewählt, wurde ; er starb am 14. Februar 1746. 

43. Marian Pittreich, geboren zu Marburg in Steiermark am 
4. April 1708, Profess 19. November 1724, Priestor im J. 1781, als 
Prior zum Abt gewählt am 10. Mai 1746. Er vermehrte die Biblio- 
thek durch den Erwerb der hinterlassen en Bücherei des Erzher- 
zogs (und nachmal. Kaisers) Ferdinand (II), errichtete und be- 
förderte das philosophische nnd theologische Hausstndinm und 
starb am 23. Februar 1771. 

44. Gerhard Schobinger, geboren zu Graz am 18. Juli 1725, 
Profess am 29. September 1743, Priester im J. 1748, als Pfarrer 
in Thal zum Vorstand gewählt am 18. Juli 1771, starb am 13. De- 
zember 1794. 

45. Abund Kuntschack, geboren zu Mürzzusehlag am 19. No- 
vember 1768, Profess am 20. September 1771, Priester im J. 1776, 
als Pfarrer und erster infulirter Propst der Haupt- Stadtpläne zum 
hl. Blut in Graz zum Abt erwählt am 3. September 1795, stän- 
discher Verordneter und lebenslänglicher ständischer Ausschuss- 
rath, starb am &. Juni 1822. 

46. Ludwig Crophius Edler von Kaiserssieg, geboren zu Graz 
am 14. September 1792, eingekleidet am 16. Oktober 1813, Priester 
am 8. und Profess am 15. September 1816, 28. Dezember 1819 Pro- 
fessor des alttes tarnen t-Hchei) Bibelstudiunis in Salzburg und im 
J. 1820 in Graz, zum Abt erwählt am ö. April 1829, 1824 Direotor 



18 

der theologischen Studien an der Grazer Universität, ständi 
Aussohussrath und Verordneter, Curator des Joanneums, 182' 
Doctor der Theologie und Studiendirec.tor der technischen Leh 
anstalt am Joanneum, 1828 Rector magnificus der Graz« ("iii- 
versität, 1843 Director des hist. Vereines für Inner-Oesteneieh, 
1845 Studiendirector der st. st. Real schule, 1841» Director und 1860 
Präsident des hist. Vereins für Steiermark, 1857 decorirt mit dei 
Orden der eisernen Krone 3. Klasse, 1869 Generalvicar der nei 
errichteten österreichischen Ordensprovinz, starb hochverdie 
am 24. April 1861. 

47. Vincenz Knödl, geboren zu Mureek am 23. Februar 1821 
eingekleidet am 26. August 1843, Profess 22. September 1841 
Priester 26. .Tuli 1847, als Stii'tshof'me ister zum Abt erwählt t 
8. August 1861. Bischof). Consistorial -Rath 18. Februar 1861 
Comthur des k. k. Franz Jnsephs-Ordens 9, September 188B, sta 
am 16. Oktober 1890. 

48. Candidus Zapfl, geboren zu Reun am 28. Febrr 
eingekleidet am 20. August 1849, Profess 25. August 1852 ; seine 
Primiz feierte er am 6. Jänner 1868 ; wurde als Administrator >]•■- 
Stiftsgutes Rohr am 29. April 1891 zum Abt erwählt. Ad multt 
annos ! 



Aus Reun hervorgegangene Aebte anderer Klöster. 

Vincenz, erster Abt des aus Reun bevölkerten Sittich, 

Gebhard, im J. 1146 als erster Abt mit einer Reuner Coloi 
nach WUhiriii;} in Oberösterreich gesandt. 

Engelbert, Abt von Reun c. 1210 - c. 1227, soll um diese Zeit z 
Leitung des Mutterklosters Ehrach in Frauken berufen worc 
sein. Die Sache ist zwar etwas unklar, aber thatsächlioh wei 
Ebraeh im J. 1235 einen Abt dieses Namens auf. (Vgl. Brevis n 
titia mon. B.V. M. Ebrac. p. 89). 

Petrue, Cellerarius major in Reun, am 13. Juli 1405 nach c 
Resignation des Abtes Albert Lindecker von Sittich zürn . 
dieses Klosters erwählt (Dipl. Run. U. 42-47). 

Laurenz, Profess von Reun, bis 1419 Abt von Zirc» in Ungai 
(Vgl. Heimb, Notitia hist. de ortu et progr. abb. ad S. Gotthardtii 



_19_ 

p. 52); Abt Angelas von Renn hatte ihn im J. 1411 dem Abt von 
Pifia für die Abtei Almim empfohlen (Dipl. Run. IL 126). 

Heinrich Stemberger, Prior in Reun, im J. 1444 zum ersten 
Abt des CistercSenser-Klosters zur hl. Dreifaltigkeit in Wiener- 
YinrirfUffl bestellt und am 5. April feierlich eingesetzt ; er starb am 
B. November 1445 (Dipl. Run. n. 295-296). 

Um das Jahr 1480 war der Grosskellner (Georg?) von Renn 
nach dem klare» Zeugniss des Abtes Wolfgang von Reun aus 
dem J. 1481 zum Abt in Wr.-XwstaiU beiordert worden (... „et 
cellerarius major ad regimen abbaue b. Tri ni tätig in Nova civi- 
iat", i-acre Imperialis Maj. nove mndationis, circa hec t.empora 
MOQBXtUOdataM tüit". Dipl. Run. U. C00. 612). 

Sigismund Dorner, Prior in Renn, im J. 1494 nach der Resig- 
nation des Abtes Georg von LUimfelil dahin postulirt und am 
27. Mai [490 durch den Abt Jakob von Morimund bei Gelegen- 
heit, seiner Visitation daselbst bestätigt (Dipl. Run. IL 705. 723) ; 
er soll am 5. Dezember 1497 gestorben sein. 

Johann Lindenlaub, am 8, Juni IBOfl nach der Resignation des 
Abtes Martin vom hl. Dn-ijulti/ßrils- Kloster in Wr.-NtKttatU da- 
selbst zum Abt erwählt (Dipl. Run. II. 981 ff.), am 21. April 1515 
Al.i seines Mutterkloetera. 

Sebastian Gstalter, um S.November 1551 nach der Resignation 
■ [et Alites Gebhard nach Wr.-Nautadt postulirt, starb am 13. Ok- 
tober 1553 (Dipl. Run. HI. 479 ff.). 

Dr. Johann Fein, Renner Profess, 1553 Abt zu Wr.-Nenstadt, 
resignirle am 26. Mai 1657 and starb am 1. April 1569 im Neu- 
kloster (Dipl. Run. III. 541, 622, 723, 800). 

Bartholomäus v. Grudenegg, Prior zu Renn, wurde am 26. Mai 
1 557 zum Abt in Wr.-Nritstailt erkoren und kehrte am 21. Jänner 
1 559 als solcher in sein Mutterkloster zurück (Dipl. Run. DU. 723). 

Nikolaus Achatz wurde am 20. Dezember 1567 zum Abt des 
in Laienhände gefallenen Klosters To/m/slcu in Kroatien bestellt 
(DinL Run. III. 727); nach einer Relation des Abtes Bartholomäus 
von Renn an Erzherzog Karl vom 9. Jänner 1570 (Dipl, Run. IV. 
S41) war er auch für St, Qetthard als Abt bestimmt gewesen - 
konnte aber keine dieser Abteien in Besitz nehmen (Vgl. Heimb, 
Not. hist. etc. 71. 72). 

JohanneB Helmstorfer, Prior in Reun, zum Abt in Wr.-Neu- 
,/,(,// I, .■fordert am 24. Februar 1569, gestorben 21. Februar 1566 
(Dipl. Run. DJ. 797. 1049). 



20 

Christoph Erkl wurde am 11. März 1568 zum Abt in Wr. -Neu- 
stadt gewählt und starb (nach dem Reuner Nekrolog) am 26. Fe- 
bruar 1586 (Dipl. Run. IV. 701. 789). 

Laurenz Suppan, Prior zu Reun, wurde im J. 1 580, wahrschein- 
lich am 21. April, zum Abt von Sittich in Krain erwählt; er starb 
im J. 1601 (Vgl. Dipl. Run. IV. pars II. 197). 

Jakob Reinprecht, im J. 1601 zum Abt von Maria-Brunn bei 
Landstrass und wahrscheinlich schon 1608 von Sittich postulirt, 
starb am 18. Jänner 1626. 

Caspar Kirchleitner, im J. 1615 als Abt nach Baumgartenberg 
in Oberösterreich berufen (Jongelinus, Not. abbat, ord. Cist. L. 
IV. 81). 

Ignaz Baron von Krafft, aus Aachen, seit 1618 Profess in 
Reun, am 12. August 1618 zum Abt in Wr.-Neustadt gewählt, 
aber schon am 29. Juni 1622 zur Leitung der Abtei Lilienfeld 
verlangt, der er bis zu seinem Tod am 29. September 1638 vor- 
stand. (Vgl. Tobner: Leben und Wirken des Abtes Matthäus III 
Kohlweiss 86. n. LIX). 

Wolf gang Sommer, Prior in Reun, leitete seit 16. April 1621 
das resuscitirte Kloster Schlierbach in Oberösterreich bis 1. August 
1625. 

Matthäus Mayerle, im J. 1621 als Abt für Maria-Brunn bei 
Landstrass und im J. 1626 für Sittich erkoren, woher er am 4. Juni 
1628 zur Leitung seines Mutterklosters zurückkehrte. 

Johann Jakob Pettard, nach Wr.-Neustadt postulirt am 28. Au- 
gust 1622, resignirte wahrscheinlich am 24. April 1640 und starb 
im nämlichen Jahr auf der Rückreise in sein Mutterhaus oder 
bald nach derselben. 

Franz Keller, leitete seit 1627 als zweiter Abt das Kloster 
Schlierbach und starb am 80. Oktober 1644. 

Rupert Eckhart, im J. 1681 als Abt nach Maria-Brunn und im 
J. 1638 nach Sittich postulirt, wo er am 8. April 1644 starb. 



Codexschreiber. 

Dass im Kioater Reun das Bücher- Abschreiben, das Aus- 
schmücken und Binden derselben von alter Zeit her betrieben 
wurde, dafür Hegt ein Zeugniss in einem Rechnungsbuch des 
Cellerarius aus den J. 1478-1479 vor, worin Ausgaben für das 
„scriptorium, vmb t'el, vmb puckel auff pücher, vmb puckel ad 
collectaneuin, vmb 1 sawhaut pro fr. Leonhardo, vmb 6 heutt 
pergamen, vmb cinober, lasur" u. dgl. wiederholt notirt sind. Als 
Sih/nUr aber haben sich in den Handschriften nur "Wenige ge- 
nannt und aus diesen sollen hier diejenigen erwähnt werden, 
welche gewiss oder doch muthinasNlich dem Stifte angehörten. 

XIV. Jahrhundert. 

Wnlfingus schrieb den Cod. 92, einen Ordenskalender und 
das „Rationale divinorum officiorum" des Wilhelm Durant ent- 
haltend. 

XV. Jahrhundert. 

Georgius de Patavia vollendete am 16. Oktober 1406 die Ab- 
schrift der Predigten des Soccus im Cod. 79 ; doch ist nicht ganz 
sichergestellt, ob dieser Schreiber Reun angehörte. 

Abt Angelas (1390— 1425) schrieb im J.1410 den Tractat {2 im 
Cod. 63) „de tollendo schisinate in eccleBia" und wahrscheinlich 
auch Heinrich Seuse's .Horologium sapientiae" (Cod. 66. n. 8). 
Noch vor seiner Erhebung zur iibtlichen Würde schrieb er im 
J. 1893 das nun älteste Todtenhuch des Klosters und im J. 1395 
das älteste vorhandene grosse Urbar. 

Petrus Patriarcha schrieb im J. 1418 die „Coneordautia evan- 
geliorum" des Zacharias Chrysopolita (im Cod. 670 der Grazer 
Universitäts - Bibliothek, nach der Schlussschritt in demselben: 
? Liber iste finitus est sub a. d. millesimo cccc" xviij per manus 
fratris Pvtri Patriarche subprioris et cantoris tunc temporis in 
Runa". Mitth. des H. Prof. Dr. Jos. Neuwirth in Prag). 

Johannes Schadwienner (aus Schottwieu?) schrieb im J. 1458 
eigentlich nur das Register zu dem „Malogranatum" des Königs- 
saaler Abtes Gallus (Cod. 34 a). Er besuchte in Vertretung des 
Abtes Christian im J. U7J das General- Capitel in Citeaux und 



_22_ 

kaufte auf der Rückreise beim Buchdrucker Schüssler in Augs- 
burg die nun seltene Glosse des Johannes de Turrecremata über 
die Psalmen um einen ungarischen Gulden. Im J. 1476 kaufte er 
das Werk des Aegidius von Rom „De regimine principum" (Augs- 
burger Druck vom J. 1473) um 12 Schillinge. Er ist im Todten- 
buche unterm 27. Oktober als Senior des Klosters eingetragen. 

Laurentius Currifex (Wagner) aus Leoben schrieb im J. 14G1 
die „Summa confessorum u des Dominicaners Johannes von Frei- 
burg (Cod. 96). 

Lucas M...ger schrieb im J. 1469 die Predigten des Domini- 
caners Johannes Herold (Cod. 70). 

Leonhardus schrieb c. 1470 den ganzen Cod. 6, wie aus der 
Gleichheit der Schritt zu erschliessen ist, obwohl er seinen Namen 
nur dem Tractat N. 8 beigesetzt hat. 

XVII. Jahrhundert. 

Fr* Jacobus (Pick f 15. März 1663) schrieb im J. 1647 das 
„Processionale ordinis u (Cod. 196). 

XVIII. Jahrhundert. 

P. Ludwig Aicher (f 11. März 1770) schrieb das 1. 2. 5. und 
8. Buch von Graf Max von Mohr's „Die fürstliche Grafschaft 
Tyrol 1 *, vielleicht auch das ganze Werk, wiewohl nur diese Bruch- 
stücke davon auf uns gekommen sind. 



E. 

Gelehrte, Schriftsteller, Aerzte, Künstler und Kunst- 
handwerker. 

Hermanus, Mönch im 12. Jahrhundert, Verfasser der „Sermones 
de festis domini, de b. virgine et de sanctis a . (Cod. 94). 

Magister Joannes Bela starb nach dem Todtenbuch als No- 
vize am 80. November im Laufe des 14. Jahrhunderts. 

Heinricus medicus, Mönch und Diakon, starb nach der glei- 
chen Quelle in der ersten Hallte des 15. Jalirh. am 25. Jänner. 

Abt Ängelus (1895)— 1425) verdient hier Erwähnung als der 
erste, der einen Abtslcataloy in 2 Redactionen, einer längeren aus 
dem J. 1405 und einer kürzeren aus dein J. 1415, nach den im 



23 



Hause vorhandenen Urkunden mit einer chronologischen Zusam- 
menstellung derselben überliefert hat, welcher auch einzelne sonst 
unbekannt gebliebene historische Notizen enthält. Dass er in 
manchen Angaben unrichtig ist, gereicht ihm insofern« nicht zur 
Schuld, weil ihm damals das auswärtige, erst in der Neuzeit reich- 
lich gesammelte und veröffentlichte Urkunden-Material nicht zu- 
gänglich war. Ihm verdankt das liaus auch das nun älteste Todten- 
iiitr/, — vollendet am 24. Juni 1390, und das älteste r/rosse Urbar 
aus dem J. 1395. Als Mann tiefer und echter Frömmigkeit dürfte 
er auch manchen ascetischen Tractat geschrieben haben, ohne 
sich aus Demuth als Verfasser zu bekennen ; wenigstens hat ein 
von ihm verfasstes salbungsvolles (nilwt für das Wohl des Hauses 
sich bis heute erhalten. 

Abt Hermann (1489—1410) hinterliess ausser dem l ' 'opiulburh 
der Urkunden und einem Urbar einige Semtones (Cod. 70). 

Wolfgangus deGreczverfasste im. .1.1473 „Excerpttnleerfiiitittm" 
undimj.1477 „OtMIUMMIMrti gNMgM II. < Iffreliiliifm" (Codd. 1.203). 
Ob man unter diesem Mönch den spateren, ob seiner Gelehrsam- 
keit gerühmten Abt Wul/ijanij (1481—1516) zu suchen habe, lässt 
sich nicht mehr erkunden, da aus der nämlichen Zeit noch 3 Con- 
ventualen desselben Namens im Todtenbuch eingetragen sind, 
niimlirh zum 16. Oktober 1480, am 16. Februar 1487 und in der 
Schritt des beginnenden 16. Jahrh. unterm 16. April ein Wolff- 
gangus Steyrer, sacerd. et mon. 

Fr. Rupertus. Dieser runss in der 2. Hälfte des 15. Jahrh. die 
Aaxm-hMitrkiniii 'l.r Umiilm-Itrifli'.n mit Miniaturen auf Goldgrund 
betrieben haben, weil iu dem schon erwähnten Kechnungs- oder 
Ausgaben-Buch aus den .1. 1473—1479 mehrere Posten unter dem 
Titel „aurifabro pro fratre Ruperto" vorkommen und gerade aus 
dieser Zeit eine ziemliche Anzahl nett, ausgemalter Handschriften 
erhalten ist. Ein Rupertus collerarius ist im Todtenbuch unterm 
■i(). März 1503 verzeichnet. 

Fr. Jacobus fertigte den iiisr/,nit:h-n, ligurenreichen Uurhaltar, 
welchen Abt Matthias Ottiges im J. 1622 in der alten Still skirch* 
errichten Hess, der aber beim Abbruche derselben im J. 1742 mit 
ihr verschwand. P. Alan Lehr, der das Schnitzwerk noch gesehen 
hatte, beschreibt es folgendermassen : „Praesentabat B. V. M. in 
coelos assumptam, infra 12 apostolos, a lateribus s. Benedictum 
et Bernardum, supra ecclesiae doctores, in medio matrem dolo- 
rosam. Totutn altare cum permagnis statuis erat opus sculptile, 



J4 _ 

variis coloribus, optimo densoque auro exornatum" (Dipl. Run. 
I. 96). 

Adamas Winter, ein Oesterreicher, Profess am 5. Juni 1611, 
gestorben als Prior am 13. Jänner 1656. P. Alan Lehr bemerkt 
von ihm in seinem Nekrolog: „Edidit opera musicalia" . 

Robertus Schiringer, Profess im J. 1645, Priester 1651, ge- 
storben als Propst (Superior) in Strassengel am 2. Jänner 1681. Im 
Nekrolog heisst es von ihm: „Defensionem philosophiae dedit. 
suo ded. abbati u . Das Büchlein ist in Duodez gedruckt und fuhrt 
den Titel : „Assertiones ex universa philosophia, quas praeside ß. P. 
Philippo Miller S. J. . . . defendet pro suprema doctoratus philo- 
sophiae laurea consequenda . . . Fr. Robertus Schiringer, s. ord. 
Cist. itunae prof., mense Aug. die 28. a. 1648. Graecii, haeredd. 
E. Widmanstadii. 1648 a . 

Nivardus a Scblening, ein Steiermärker, Profess am 30. Mai 
1647, Cantor, gestorben 25. August 1665. Nach P. Alan Lehr's 
Nekrolog soll er geschrieben haben „traetatum de ßjeemptione Cist. 
a potestate episcoporum et de potestate abbatum u a. 1659 ; allein 
diese Arbeit ist heute weder handschriftlich noch gedruckt vor- 
findig. 

Augustin Schragl, ein Steiermärker aus Pols, geboren am 
28. Jänner 1688, Profess !>. September 1708, Priester 10. April 
1712, Baccalaureus Theologiac, bekleidete verschiedene Aemter 
im Hause, darunter wiederhol!, das Priorat, und wohnte als Prior 
im J. 171*8 dem General -Capitel des Ordens in Citeaux bei. Er 
starb als Propst in Strassengel am Hl. August 1755. Ein geschäfts- 
tüchtiger und frommer Ordensniiinn. Die Handschriftensammlung 
der Bibliothek verwahrt von ihm noch folgende vier Werke: 
1. Protoeoff, worinnen aller Stollen vnndt vornemben Dicasterien 
Titulaturen begriffen etc. 1724 (Cod. 1:58). 2. Formular ia de pro- 
eessu in eleelionibus et visdationibus regulnribus in ord. Cist. 1752 
(Cod. 121). 8. Cmiipendium reguläre de statu monastiro seu vita mo- 
nasteriali . . . conscriptum a. d. 1758 (Cod. 201). Eine Anleitung 
zur klösterlichen Vollkommenheit. 4. Psalteriam morale seu brevis et 
succineta psalmorum et canticoruin explanatio . . . compos. a. d. 
1754 (Cod. 122). Auf dem grossen in Oel gemalten Porträt Schragl's, 
das über dem Eingange zur Stiftsbibliothek angebracht ist, sind 
jedoch 7 Werke von ihm mit folgenden Titeln verzeichnet: De 
offic. praelator. et visitationib. in online taciendis; Compendium 
constitutionum Pontif. ; lnvectiva sententiarum ; Comment. in 



psalinos ; Theologia mystica seu traotat. de tribus viis purg., illiim. 
et unit. ; Traetat. aBeet, in regulam 8. Benedicti ; Diarium rituum 
monast. Run. (Vgl. dazu: Winklern, Biogr. und liter. Nachrichten, 
Grätz. 1810, K. 230). 

Bruno Paltauff, geboren zu Graz am 3. Februar 1691, Profess 
2. November 1710, Priester 1. September (?) 1715, ge3torbeu aul 
26. Jänner 1735. Das Tod ten buch bemerkt von ihm; Diversissimas 
artes ex opera manwim in bonum eeclesiae, monasterii et confratrum 
exereuit annis 25 vere charitative. 

Fr. Innocentius Mayr, geboren zu Eisenerz am 7. März 16dl, 
Profess 15. August 1712, gestorben 10. Mai 1748; scheint nur die 
niederen Weihen erhalten zu haben, da er Kleriker genannt wird ; 
Kegenschori, Organist, Komponist. 

BernardUB Grueber, zu Pfannberg bei Frohnleiten in Steier- 
mark geboren am 5. April 1634, Profess 3. September 1715, Priester 
1719, Baccalaun.-us form, der Theologie, wiederholt Prior, ge- 
storben 29. November 1757. Er hielt die Leichenrede auf den Abt 
Placidue f> B. B). 

Josephus Spizhofer, geboren zu Graz 23. Mai 1702, Profess 
16. Oktober 1718, Priester 1725, Magister Philos. und Baecalaureus 
Tbeol., trug auch die letztere seit 1750 durch 5 Jahre an der Haus- 
lehranstalt vor, versah dann nacheinander mehrere Pfarren und 
starb am 20. Dezember 1 7ii5. Er verlasste in zierlichem Latein die 
Epitaphien der vrrsturlit itrtt Miltirüiler von Abi Pluciduis angefangen 
und schrieb im J. 175S im Auftrage des Abtes Marian die Bio- 
graphien der seit seinem Eintritte verstorbenen C'apitulurtn, wo- 
von aber nur noch drei vorbegen, nämlich des Abtes Placidua, 
des P.Edmund Gietl (f 10. November 1717) und des P. Wolfgang 
Permeittinger(f 11. Mai 1726). Im Nekrolog steht die Anmerkung: 
Virt'uiteruditioiie etscientiaclarusetvulgo Joseph sapiens dictus. 

AI an us Lehr, geboren zu Graz am I.Februar 17011, Profess 
2. November 1727, Priester 1732, Organist, Cantor, Subprior, 
PfaiTvifstr zu Bemräoh, dann Cellerar und Spiritual; gestorben 
12. Jänner 1775, Er schrieb vom J. 1758 an das iür die Hausge- 
schichte unentbehrliche und unsterbliche Werk: „Collectaneum 
seu diplomaturium Hanense omuiuin privilegiormn, antiquitatum 
et actionum, quao ... in monasl.erio Runensi . . . ord. Cisfc. in 
Stiria . . . gesta Euere". Es umfasst 5 starke Foliobände und reicht 
bis zum J. 1600 (HS. 107). Ferner legte er ein Nekrolog an, welches 
in 3 Theile getheüt - 1. die eruirbaren Namen und Daten aller 



Mitglieder des Hauses vom Beginne an, 2. die der Conföderirten 
und 8. die der Stifter, Wohlthiiter und An vor wandten zusammen- 
st.'llt und bis gegen 1770 reicht; endlich führte er ein Diarium 
(Tagebuch für die flausgeschiehte) vom J. 1753 bis gegen dai 
J. 1770. Alle diese Arbeiten sind handschriftlich vorhanden. 

Fr. Mauritius Tauffer, geboren zu Mainz am 17. September 
1692, Proteus 2. November 1727, gestorben 22. Oktober 1776, vei 
fertigte dos ühonjustiihlr, für die neue Stiftskirche. 

Bonifacius Sembier, geboren zu Gmünd in Kärnten am l.Jätinei 
1716, Profeaa 30. September 1736, Priester 1740, Magister der 
Philosophie. Er lehrte die Theologie durch zwei Jahre im Haut 
und durch weitere zwei im Dreifaltigkeits-KlosterzuWr.-Neustadt 
und versali dann nacheinander die Plärren St. Pankraz, St. Bar- 
tholomii, St. Stephan und Gradwein, überall in dar schriftlichen 
Anlage von Wirl/tsr/mfla - Iwttrwtionvii, fiottesilieust- Ordnungen, 
Pfurr-Mrmurab'Uien u. dgl. Zeugen seines Ordnungssinnes zurück- 
lassend. Von Gradwein kehrte er aus Gesundheitsrücksichten im 
J. 1781 ins Kloster zurück und starb hiernach achtjähriger Kränk' 
lichkeit am 14. Dezember 1789. Von ihm. erschienen (so viel be- 
kannt ist) zwvi 1'rniiiffm im Drucke: Der mit der Ehren-GroB cIcm 
Alter und Pries terth um begnadete Sohn Abrahams, d. i. Lob- und 
Ehren-Rede als au hohen Fest der jährl. Kirchweyh V. P. Guil- 

lelmus Sprenger zu Rhein . . . jubüirt. Proi'ess . . . die Erstlinge 

seines 50jährigen Priesterthuins abstattete . . . den 5. April 1750, 
Neustadt, gedr. bei Samuel Müller, Fol. ; und : Die mit der Ehren- 
Crone des Alters von Gott gozierte prieaterliohe Gewalt und 

Würde, d.i.Kurtze Ehren-Rede, als der hoch w HerrP. Colin 

banus Presinger, ord. d, P. Ben., in dem hochlöbl StÜt St. Lai 

precht würdigst, Senior und derzeit Pfarrherr zu Köilach, diu 
Jubelfest seiues SOjähr. Priestertum alda feierlich begangen dei 
13. Oct. 1754. Grätz bei den Widmanstätterisch. Erben 4°. 

Candidus Foregger, zu Seckau in Obersteier geboren 
11. Februar 1718, Profees 21. September 1738, Priester 1742, ( 
tehrtcr. Er warDoctor der Theologie, die er auch mit der Philo 
sophic durch fünf Jahre au der Hauslehranstalt vortrug, worau: 
er in verschiedenen Aemteru verwendet wurde. Im J. 1760 « 
scheint er als Examinator cacsareus theologorum in universita 
Graecensi juratus; am 7. Februar 1763 wurde er- damals Prior- 
zum theologischen St udien-Director an der Grazer Uiiivn-sitat. u 
zugleich zum immerwährenden k. k. Commissär für das Seminai 



27 



imdConvißt ernannt; im J. 1770 zum Eeotor niagnificua gewählt; 
im nächstfolgenden Jahre stand er im Ternavorschlage für das 
Universität*- Kanzleramt. Er starb als Pfarrvicar von Gnu I wein 
am 25. März 1786. 

Patritias Elsasser, geboren zu Marburg in Steiermark am 
81. Mai 1725, Profess 13. Dezember 1750, Priester 1753, obwohl 
immer kränklich doch ein tüchtiger und thätigi-r Musiker, der sich 
als Tenorist, Violinist und Flötenspieler, ebenso als Compositetir 
auszeichnete. P. Alan Lehr, selbst Musiker, schreibt von ihm : In 
ariis, syinplioniis, parthüs componendis praestans, pro clioro figu- 
rali et ehorali aasiduus operariuw. Kr starb am 15. März 17G6. 

Gerardus de Angelis, geboren zu Stainz am 21. Jänner 1756, 
Profess IG. Mai 1779, Priester 1778, durah zehn Jahre Organist an 
der Stiftskirche, starb als Pfarrvicar in Gradwein am 14. Dezem- 
ber 1817. Das Todteiibucli nennt ihn Musicus praestantissimus. 

Hieronymus Hausgenoss, geboren zu Graz am 39, November 
1785, Prol'ess 88. Dezember 1806, Priester 10. September 1807, in 
der Seelsorge verwendet bis 1848, dann Privatlehrer in Graz bis 
1868, starb zu Bern) um 2. Juli 1874 und hinterliess haiul schrift- 
lich viele lateinische und deutsche Gelegenheitsgedichte und Uelur- 
aetnmgen aus der alten el assischen Literatur. 

AloisiUS Schantl, geboren zu Graz am 12. September 1785, 
Profess 16. Oktober 180!», Priester y. September 1808, Seelsorger, 
von 1824—1880 Prior, dann Plärrvicar in Uebelbach, wo er am 
18. Jänner 1868 starb. Tüchtiger Zeichner, besonders von Land- 
karten und Situationsplänen; er schrieb eine Chronik der Pfarre 
St. Bartbolomä (die er von 1814-24 verwaltet hatto) und ver- 
taaste einen brauchbaren Aebtekatatbg, legte auch an den Pfarr- 
orten Beinei' Wirksamkeil nützliche CeUechaum an. 

Bernardus Kutisch, geboren zuWessely in Böhmen am 29. No- 
vember 178'J, Profess 2'J. Dezember 1813, Priester 8. September 
1816, tbeils in der Seelsorge, theüfl wiederholt als Regenschori 
thätig, gest. IG. Mai 1874. Ausgezeichneter fh-ijanist, Violinist, 
Tenorist und Compositeur, setzte Festgedichte, C an taten, Kir- 
chenlieder und Motetten in Musik. 

Abt Ludwig Crophius Edler von Kaiserssieg (e. die AebteJ. 
Audi literarisch tln'itifi hinterliess er handschriftlich: -Disserta- 
tio de ooueordia intor recensionem librorum sacrorura utriusque 
foederis historico-grammatico-criticam et inter eorundem re- 
censiouem dogmaticam uaranda". Im Drucke erschienen: Die. 



ifeseleichttiehrn Dnikirrhilvibitttt vuti St rassetif/rl. Vorgetragen in der 
allgem. Versammlung des bist. Vereins für Steiermark am 24. März 
1858. Neun Eriifinungsn-dnH und .\>is}>rtnhen in den allgemeinen Ver- 
sammlungen des bist. Vereins für Steiermark, abgedruckt in den 
Mittheilungen dieses Vereins (I-X, 1849-1860). Itede gebalten 
bui der Eröffnung der st. st. Realschule zu Griitz 184G (abgedr. 
im Erörlhungsberiehtel. Hede, gehalten bei der Eröffnung der (er- 
weiterten) vollständigen st. st. Realschule zu Graz am G.Oktober 
1856 (abgedr. im 5. Jahresber. dieser Lehranstalt). Bericht über 
die Vuiksmissdm in (Iruihrein im J. 1851 (im Kathol. Wahrheits- 
freund. 1851. N. 148 u. 149). 

Stephanus Teplotz, geboren am 12. Dezember 1795 zu Warns- 
din in Croatien, Priester am 10. September und Profess 28. Okto- 
ber 1819; Professor der Moraltheologie in Prag seit 25. Juli 1828, 
Doctor Theologiae 22. JuJi 1824, kais. Rath 23. März 1844, an die 
Wiener Universität übersetzt 184:), in Ruhestand getreten 17. Juli 
1857, gestorben 23. Juli 1877. Er war Kenner der meisten euro- 
päischen Sprachen uiid ein frommer, unermüdlich thiitiger Or- 
densmann. Er veröffentlichte folgende Schriften: Ethica chrisUana. 
Faacic. I. et II. Pragae 1831-1834 (unvollendet). - Andachlsbiuh 
zur Verehrung des hl. unbefleckten Herzens Maria. Prag, Haase. 1845. 
De ehrintiavtn: pliilosupliiae ei ad .societatis hnuntuuc suspilatrui tuen- 
dam. Oratio academica, ijua a. 1850 in C. li. universitate Vindo- 
bonensi ethkam oatholico- Christian am docendi niunus auspicatuw 
est. Viennae, Braumüller. 1850. Auch hiuterliess er handschriftlich 
eine metrische. irbtrscl-mig und Erilimmg de,- l'mlwen nebst einer 
i'.rlluniu'i dn- laarekutiselien Litanei in lateinischer Sprache, 

Alexander Grillwitzer, geboren zu Graz am 30. Oktober 1808. 
Profess 29. Dezember 1831, Priester 29. Juli 1882, Doctor Theo- 
logiae am 28. Mai 1 88», Prior, Deehant und Novizenmeister 27. No- 
vember 1845, i'.-b. geistl. Rath 20. November 1853, Consistorial- 
rath 8. Dezember 1875, Ritter des k. k. Franz- Josephs -Ordens 
22. September 1879, Jubelpriester. Er liess folgende Sehrijhn 
drucken ; Katholisches (iehrthbueh für die Jugend. Grätz, Lampel. 
1841. - Die Lehre, von den Engeln. Grätz, Lampel. 1843. 12°. Die 
Seiniunaeii t<}id Weihiiiujen der kath. Kirche nach ihrem Geiste und 
Inhalte dargestellt. Augsburg, Rieger. 1&47. - Jesus mein Alles. 
Kathol. Gebetbuch für die Jugend. Graz, Tendier. 1858. (Davon 
erschien auch ein Auszug in 12").-- Die Kirche ,:u Maria Strass- 
■ „.fl üb Graz in Steiermark. Graz, Tendier. 1858 (6. Aufl. 1882). 






Abdlard, Arnold von Ilre.icia und der hl. Bernhard oder falscher und 
wahrer Portschritt im Gebiete der Wissenschaft und des öffent- 
lichen Lebens. Graz, durch Kienreich. 1863. - Port-Regal und 
Vlairvaw oder Christi. Freiheit in Lehre und Leben. Graz, durch 
Kienreich. 1 8 f > Ti . - Peter dir Fhr/rürdii/r und drr Id. Umihard. Ein 
Bild dauerhafter Freundschaft in HturmbewegterZeit. Graz, dun li 
Kienreich. 1868. - Der WWtfil Kremiim oder im Kreuze das Heil. 
Graz, durch Kienreich. 1868. (Diese vier Bändchen bilden ein 
populäres Leben des lil. Bernhard mit Beziehungen und Anwen- 
dungen auf die Uebel und Verirrungen unserer Zeit). — Die /d/d- 
licken Durste/luw/en in dm rmnivhm Katakomben als Zeugen für die 
Wahrheit der ohristkathol. Lehre. Mit 78 Abbildungen. Graz, 
Vereinsbuchdruckerei. 187G. - Dir rhristlirhc. I'cliijiiin err wirft nicht 
die Liebe zum Schönen in der Natur. Eine Frühlingsstudie. Graz, 
Selbstverlag. 1W77. - Die Kunst r.ds Verherrliehuna (lattes. Rede. 
Graz, Styria. 1880. — Er lieferte ausserdem viele Aufsätze für die, 
faltig. Zeitschriften; Kathol. Wahrheit« freund, Grazer Volksblatt 
und Kirchenschmuck. Handschriftlich vorhanden : Erinnerungs- 
semen aus meiner Keine (nach Salzburg, Baiern, Vorarlberg und 
Tirol) 1828, und : Erinnerungen aus einer Heise nach Deulschlaml, 
Belgien, Hotland und Frankreich im J. 1855. 

Carolus Brezelnik, geboren zu Graz am 10. März 1813, Profess 
24. September 1835, Priester 81. Juli 1836, Katechet und Sakri- 
stan, gestorben 25. März 1842. Er richtete als tüchtiger Natttr- 
lii*f<iriker das naturhistorische Museum ein, ordnete und katalogi- 
sirte die Mineraliensammlung, legte ein steiermärkisches Herbar, 
eine Schmetterlings- und Küfer- Sammlung an, von denen aber 
die eretere im Laufe der Zeit zu Grunde ging und die letztere im 
J. 1848 an eine öffentl. Lehranstalt in Graz vergabt wurde. 

Rupertus Rosegger, geboren zu Marburg in Steiermark am 
7. April 1819, Profess 25. August 1841, Priester 31. Juli 1842, 
Pfarrvicar von Deutsch-F-nustriz 1. September 1851, decorirt mit 
dem silbernen Verdienstkreuze mit der Krone 1856, gestorben 
20. Dezember 1887, Musiker, Dichter und Kunstästhetiker; Mitglied 
des hist. Vereines für Steiermark, des christ!. Kunstvereines der 
Diöcese Seckau, des Diöcesan-Cäcilien-Vereines. Im Drucke er- 
schienen: Die Dichter Steiermurks im XII. und XIII. Jahrhunderte 
und ihr hiBt. Interesse. (Mitth. des hist. Ver. für Steierm. V. 1854, 
82—87). — Lwiimg Crophius Edler von Kuiserssieg, Abt zu Rein. Ne- 
krolog (Mitth. des hist. Ver. für Steierm. XL 1882, 35-51). - Licht- 



30 



und Danket Dichterische Versuche. Graz, Meyerhoff. 1888. 12°. 
(Herausg. nach seinem Torte von einigen seiner Verehrer). Ausser- 
dem kriUarh-nffhiinloiii.trlif ui"i l;un.<lti.stfietiwlie An!siil.:e und Feuifle- 
loii'irtikel in der Wiener Kirche nzeitung, im Grazer Volksblatt und 
im Kirchenschmuck. BandsckrifiHch hinterliess er: Natu 
Kunstbüder ohm Bauen (eine Frucht seiner dahin im J. 1854 unter- 
nommenen Reise) und eine Chronik der Pfarre Deut seh- Fettstt 
| unvollendet). 

Columban List, geboren zu Mureck am 20. August 18)8, Prof« 
2. Oktober 1843, Priester 28. Juli 1844, verwaltete seit I.Mai 18: 
die Pfarren Stillung, Tebclbachuii'l Sr.St.'plian. bis er am 26. Ol 
ber 1875 ins Stift zuriickkidiric, wn i>rnl> Nt.\ i^mm-ister I IS7U-8. 
und Excurrcns nach Strassenge! wirkt. Er ordnete und kataloj 
sirte die Mi<nzstimndun<i des Stiftes und schrieb eine ükrowh\ '1 
Pfarre Stübing. 

Anton Weis, geboren zuWien am 5. Juni 1834, Profess 20. A 1 
guet 1855, Priester 20. Dezember 185<i, Stiftsbibliothekar, Mitgli 
des hist, Ver, für Steiermark, des ohrist]. Kunst- und des Ciicüien- 
Verains der Diöcese Seckau. Im Druck erschienen | ausser d 
unter der gedruckten Literatur über das Kloster bereits aufj 
führten Stücken): Einig/- versehoilene Burgen im Murt-luilr (Mit) 
des hist. Ver. £ Steienn. XXXII. 1884, 97- 114); Laura, und hi 
l«/-i^:< im Kirche iisihmuck ; FeuiUetonariikel, literar. Jnae i o m m 
Rezensionen im Grazer Volksblatt, im Wahrheitsfreund und 
Anzeige-Blatt für den katli. Clerus der Kirchenprovinz Salzbi 
Seiträge war „Allgemeinen deutschen Biographie*. 

Dlrich Greiner, geboren zu Sn-aden am 20. Februar 1881, P: 
fess 20. August 1855, Priester 27. Juli 1866, Prfifect der Stil 
kleriker in Graz von 18f52 - 1867 und abermals seit 14. Oktob« 
1874, in der Zwischenzeit Missar zu Strassengel, gest. 7. Mai 187. 
Mitglied des hist. Ver. f. Steicrm., Zeichner, versuchte sieh am 
im Malen, hrt/ni-wlrtr im .1. 1870 den christl, Kunstverein der 
Seckau und dessen Organ den „Kirchenschmuck" , für welchen er 
zu seinem Tode als wirklicher Redacteur t. tätig war und in desS' 
Dienst er sich seine Todeskrankheit holte. Er hielt seit dem 
1871 den Theologen des Düicesan -Priest erseminars Vorlesungen 
Über christl. Kunst und schrieb nebenbei populäre Au/sätst/ür den 
„Feierabend", WandschrifUkh sind vorhanden: h'eiseerinnrrungen 
ans dem •/. IBM und ein hist. Versuch : Die l'/arrkinln :.n 
das einstige Bergwerk und das Heidengebäude daselbst 



stüboii 

0872). 



31 



Heinrich Schopper, geboren zu Gamlitz am 9. Juli 1845, 
Profess 24. September 1868, Priester 18. Juli 1869, Pfarrviear in 
Stübing SO, März 1860, in St. ! Iswald 18. April 1882, seit 22. No- 
vember 1883 Subsidiär zu Rojach in Kärnten. Ein eifriger JHmt&H*, 
der sich auf allen Instrumenten und zugleich im Generalbaas und 
in der Compositionslehre ausgebildet und sich sowohl im Stifte 
als auch an den meisten Orten seiner Wirksamkeit um die Hebung 
der Kirchenmusik verdient gemacht hat; besonders durch Er- 
richtung und Leitung von f'iii-U.ien - Vereinen, unter denen der von 
Eojach in grosser Blüthe steht und auch eine Organistenschule 
unterhiilt. Musil,a(i.iih< ('oiii/insitinnen: Vier liturgische Vespern, 
vier- und sechsstimmig für Ostern, Weihnachten, Pfingsten und 
Allerheiligen juxta rifum Cisl.erciensem ; Messe in hon. assumpt. 
Ü.M. V. für 2 Alt, 2 Tenor und Bass ; Bearbeitung zweier Messen 
viin Johannes de Cleve (einem Meister des XVI. Jahrh.) aus dem 
handschriftlichen Codex 101 der Renner Bibliothek; acht stimmige 
liturgische Responsorien, Motetten und Tantum ergo; weltliche 
Lieder, Märsche und Salonstücke für ganzes Orchester. Im Drink'' 
erschienen arrh/iolw/wlte und kunsthistorisrhc Aufsätze im Grazer 
Vo\knhlB.ttuml drnkirrli/nmiisik'i/i.-"'fiv Attfuiitzrim Kärntner Volks- 
blatt (1885. 1886). Zu baldiger Veröffentlichung bestimmt sind 
folgende Arbeiten : Der < >ri-hesterdirigint ; ein Hilfsbuch zur Orien- 
tirung auf allen Holz- und Blechinstrumenten; Kirehlü-he Denk- 
male im Laventthale. 

Franz Sah Bauer, geboren in der Stiftspfarre St. Pankrazen 
am 28. April 1849, Profess 6. November 1873, Priester 12. Februar 
1874, Kegenschori. Er vermehrte das naturhistorische Museum 
mit einer selbstgeschafi'enen wnitholvgischt n Sammlung und lieferte 
Ai'f.tiiti' fn,- die Zeitschriften; Mitteilungen des steierm. Jagd- 
schutz -Vereines (1885. N. 16. 17); Mittheilungen des ornitholog. 
Vereines in Wien vom J. 1885 an; Ornis, Internationale Zeit- 
schrift für Ornithologie in Berlin, vom J. 1886 an. 

Gabriel Malis, geboren zu St. Peter a. d. Saan in Untersteier 
am 25. November 1845, Profess 9. April 1874, Priester 25. Juli 
1874, Doctor Tbeologiae am 2 J . November 1877, Missar und Beicht- 
vater in Strassengel, schrieb einige Heeensionen in das Grazer 
Volksblatt und den hist. Aufsatz: Die Abtei Rein (in: Brunner, 
Ein Cistercienserbu<-h. Würzburg. LB61, S. :554-402). 

AmbroB Gasparitz, geboren zu St. Peter am Ottersbach am 
8. November 1850, Profess 9. August 1875, Priester 12. September 



32 

1875, Doctor Theologiae 13. November 1888, Stiftsarchivar und 
Novizenmeister 10. September 1884, seit 5. Jänner 1888 Kaplan 
in Deutsch - Feustriz, Mitglied des hist. Ver. f. Steiermark. Er 
verfasste die hist. Aufsätze : Das Kloster Reun in seinen Verwaltungs- 
organen und „Hans Ungnad" (s. die Literatur der Stiftsgeschichte) ; 
ferner : Burg und Herrschaft Waldstein bei Peggau in Mittelsteier- 
mark. (Ein Vortrag, s. Grazer Volksblatt XXII. 1889. Beil. N. 262). 
Deutsch-Feistritz und Peggau mit den nächsten Burgen. Geschicht- 
lich dargestellt. Graz, 1890. 8°. VI-222 S. 



II 



Heiligenkreuz- 
Neukloster 



Xenta Bernardina I1L Beitr. s. Geach. d. Oeat.-Ung. Ctst.- Kloester 



Heiligenkreuz 



Dr. Benedict Gsell 



Quellen zur Geschichte des Stiftes Heüigenkreuz. 
Literatur. 

Wenn wir die QueUen zur Geschichte des Stiftes und die Lite- 
ratur über dasselbe hier übersichtlich zusammenstellen, so soll 
damit ein Anspruch auf Vollständigkeit weder in der einen noch 
der andern Richtung erhoben werden. Das Stift hat einen Zeit- 
raum von weit über siebenhundert Jahren durchlebt, hat an allen 
freudigen und traurigen Schicksalen des Vaterlandes redlich seinen 
Theil mitgetragen, ist mit einer grossen Anzahl von Corporationen 
und Familien des Landes in nähere oder entferntere Verbindung 
gekommen, hat in allen Angelegenheiten des Ordens, dem es an- 
gehört, meist eine wichtige ehrenvolle Stellung eingenommen, so 
dass ich fast sagen möchte, alle Quellen zur Geschickte des Landes 
könnten auch für die Gesrhirlite </« Huntes aufgezählt werden. Das 
zu thun Hegt aber weit ausser den Gränzen dieser Publikation. Es 
soll hier nur versucht werden, jene schriftlichen oder gedruckten 
Werke — soweit sie nach rleissigem Forschen zu unserer Kennt- 
niss gekommen sind - aufzuzählen, welche unmittelbare Belege 
zur Stiftsgeschichte enthalten. Sicher ist uns manche Arbeit un- 
bekannt geblieben und Manches absichtlieh nicht aufgeführt, weil 
einzelne aufgefundene Notizen oft zu unbedeutend schienen, zu- 
mal dieselben auch in andern, hier wirklich angeführten QueUen- 
schriften sich vorfinden. 






36 

Dasselbe gilt auch von der sonstigen Literatur über das Stift. 
Grössere und kleinere Werke, Zeitschriften, Reisebeschreibungen, 
in welchen geschichtliche Nachrichten oder topographische Schil- 
derungen, Andeutungen über stiftliche Baulichkeiten u. dgl. sich 
finden, sind so zahlreich, dass es — wenn nicht unmöglich — doch 
äusserst schwer wäre, sie alle hier in langer Reihe zusammen- 
zustellen. Es sollen daher nur die Hauptwerke, seien es Einzel- 
schriften oder Sammelwerke, angeführt werden, welche wirklich 
Bemerkenswerthes über das Stift in irgend einer Beziehung ent- 
halten. Bei grossen Sammelwerken mit vollständigen Registern 
mussten wir, um den uns zugewiesenen Raum nicht zu sehr zu 
überschreiten, einfach auf die letzteren hinweisen. Nach diesen 
wenigen Worten zur Sache. 

I lauptqudle für die Geschichte des Stiftes ist das reiche Archiv 
desselben. Von der Stiftungsurkunde des h. Markgrafen Leopold — 
welche als kostbares Cimelium aufbewahrt ist — bis herauf zu den 
neuesten Verhandlungen sind wohl die meisten wichtigen Docu- 
mente und Aufzeichnungen in demselben hinterlegt. Ist auch der 
Verlust manches hochinteressanten Stückes, wie des ältesten Ne- 
crologiums, tief zu bedauern, so sind doch noch prachtvolle Ur- 
kunden der österreichischen Fürsten sowohl aus der gefeierten 
Familie der Babenberger als auch aus dem erlauchten Habsbur- 
gorhause, wie nicht minder der Könige Ungarns aus dem Arpaden- 
Stammo in vorhältnissmüssig reicher Zahl vorhanden; mehr als 
800 andere Pergament-Urkunden geben Zeugniss von dem be- 
wegten Leben des Stilles bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, um- 
fassende Fnseikel enthalten die Belege zur Geschichte des Stiftes 
bis zur Gegenwart; nicht bloss seine vielfachen Beziehungen zur 
Aussenwolt ., sondern auch die verschiedenartigsten Vorgänge im 
inneren Leben dos Klostors finden reichliche Aufklärung. 

Das Archiv ist oingot heilt in 89 sogenannte Rubriken. Die Per- 
sonulungelegonheiteiudieGeschiehte des Stiftes im engeren Sinne, 
jode einzelne zum Stift«» einst oder jetzt noch gehörige Besitzung, 
jede Pfarre haben ihre Rubrik; ebenso sind die Acten, welche 
den t )rden im Allgemeinen oder die einzelnen Stifte betreffen, mit 
welchen lleiligenkreuzin nähere Beziehungen kam (die Aebtevon 
II eil igen kreuz waren ja häutig General -Yicare), in besonderen 
Abheilungen aufbewahrt; umfassend ist die Rubrik bezüglich des 
mit lloiligonkrouz durch anderthalb Jahrhunderte vereint gewe- 
senem St i0 es St. Gotthard. Landes- und St euer -Angelegenheiten, 



37 



Contributionen und — mit Bedauern sei es gesagt — die das Stift, in 
Folge schwerer Cal am! täten last fortwährend belastenden Schul- 
den bilden den oft recht traurigen Inhalt anderer Rubriken. 

Die alten Urbare oder Grundbücher, von denen das Stift eine 
ziemliche Anzahl besitzt und von welchen wir unten einige der 
ältesten besonders anrühren werden, enthalten neben den in mehr 
als einer Richtung wichtigen und interessanten Aufzeichnungen 
üher die früheren Besitzverhältnisse und die Beziehungen zu den 
Unterthanen auch die in neuester Zeit mit grossem Fleiss und 
besonderem Sachverständniss gesammelten Panthaiiiimje im Ori- 
ginal, wie auch viele Absehritten von Urkunden, deren Original 
nicht mehr vorhanden ist, und zahlreiche gleichzeitige Notizen 
historischen Inhalts. 

Aus dem XVII. Jahrhundert sind die von den Aebteu Mirhad 
und ('lini'n.s eigenhändig geschriebenen Memorabiikn für die 
Gesi Li< lite des Stift« von hohem Werth; ihr Beispie! wirkte an- 
regend auf audore Mitglieder dos Hausos, wovon die vielen aus 
eben jener Zeit stammenden, handschriftlich vorhandenen Samm- 
lungen von geschichtlichen oder archäologischen Daten Beweis 
geben. Im Au fange dieses Jahrhunderts bat P. Hwruttyiitti* RßSsltr 
eine vollständige Geschichte des Stiftes zu verfassen unternommen 
und hiezu wohl alle ihm bekannten Quellenschriften benutzt, aber 
dieselben leider nur selten ausdrücklich genannt, w esshalb die 
Bestätigung der Wichtigkeit seiner Angaben doch erst anderweitig 
gesucht werden muss. 

Aus älterer Zeit sind mehrere ' "alaloi/i privifrifiorum monaatrrii 
vorhanden, wobei das Wort „privilegia" im weiteren Sinne ge- 
nommen werden muss, da auch StifUnigsbriefe, Kauf- und Ver- 
kaufsverträge u. s. w. verzeichnet sind ; ein eigenes •iualburh oder 
über tundationum mit einer Abschritt aller älteren Urkunden 
besitzt das Archiv leider nicht. Ein vollständiges Repcrtoriion 
iirrhtni in zwei starken Foliobanden stammt auB der Mitte des 
vorigen Jahrhundertes, und zwar von der Hand des iieissigen und 
verständnissvollen Archivars P. Tlteo/ihil Heimb, der auch die 
oben angedeutete Ordnung durchführte. In neuester Zeit ist ein 
Zettelkatalog über das ganze Archiv angefertigt worden, der die 
Arbeit Heimb's vielfach ergänzt. 



ätrs- 

: 



1. Handschriftliche Quellen. 

Officium BursarÜ. — In nomine summe et indiuidue trinitatis Amen, .• 
domini M"cct:ij"\xxi" si'riptus est. presens Über sub reverendo in ehristo patr 
et domino doraino Johanne ubbate inon. sanete et uiuitice crucis reperietur to- 
tum O/Äcium Burmrij ibidem sc uenerabilis frntris Bartholomei per i 
rentium Sacra itnperiali auctori tat« publicum notariua (sie). Mit vielen eingetr 
genen Urkunden, Angaben derBesit/tit.'l liml zahlreichen Notizen. MS. ii 
chive des Stiftes. 

OfHcinm Citmerarii. In nomine sanete et indiuidue trinitatis Amen. -. 
anno domini M*GC00*XXX1* Scriptum est presens Über Sub reverendo in x" p«- 
tre et domino domino Johanne Ähbate lnouij sanete crucis in quo insertuui est 
totura Officium Cnmvrarij si: ucucmbilis tVaiiis Bartholomei (der Name nu>- 
gelöscht) per nie laurencium sacra imperial! aueturitate publicum notarium. 
Enthält die Besitzungen des Stiftes in der so;;. ,, Waldmarch" V. U.W.W, r 
Pantaidingen, Landaehafia-Ordnungeii, Angabe dm Bcsitztitel u 
Archive des Stiftes. 

I 'i'kii'iiHti über die Besilzimgen diesseits der Donau. In dem nainen 
der heyligen driualtikayt Amc-n. Nach ein ist i gepuerd vierlzehen hundert Jar 
darnach im AIils vnd dreyskigsien jar Iiii- weil der Krwirdig geistJeich lierr 
Abbt jolainnit gewaltig was des hochgelobtten golshuus /.v dem I, 
chreutz in Österreich, durch mich Laureiitium Sle^l "Heu sHneil.. - 
macht das gruntpuch der tzins vnd rent des ytzgenanieti gotzhuns hindi 
derTunnav. Grosser Folioband von 871 Bll" Mit Abschriften v 
Urkunden und verschiedenen Anmerkungen zur üesehichte des Stiftes, fc 
im Archive des Stift.es. 

Grundbuch des Wiener -Stil'lshofeN. In dein nam der lieyUgen abritt! 
chait vnd in demmim der lobsameu Kiinigin Jiinkchl'rawn M:irii im d.i.- 
gemacht vnd veruewt Do man «all von c.risti gepuerd M"< :ci c" vnd darnach 
in dem XXJmtt" jar darin man vindet yeden wie er die nach geschriben Grünt 
wesifctet als dann die gegenw ürlig Tutel auszayget. der zuegeh&rung vnsers 
hoffs ze wyenn. Aeusserst wichtig mit. vielen eingetragenen Urkunden. Inter- 
essant für die damaligen Verhaltnisse der Stadt Wien. MS. im Archive- d 
Stiftes. 

l'rbarium von Müiichendorf. In dem Namen Gottes Amen. Nach Christi 
gehurt vier/ebenhundert vnd in dem zway vnd lünl'/i-isteuj.ir, Ist geschribeu 
das grundtbuch vber Rjuit vnd zins, so halt das Closter zum heiligen Creut* 
in dem Ambt zu Minkendorl). - Mit vielen Urkunden und dem Pantaidi 
dieses Amtes. MS. im Archive des Stiltos. 

Grundbuch über Puttenstein, Weiwcnbaeh, (Jaden, Alland. Ein für iL 
Geschichte und Besitzverhältnisse dieser dem Stifte dienstbaren Orte hoc 
interessantes Buch, welches zum Theil bis zum .1. 1368 zurückreicht, Auf den 
Deokeln sind Pergament blauer mii Visit titionsherichieti des Abtes Heinrich 
aus dem J. 1284, des Abtes Ulrich aus dem J. 1301, des Abtes Johannes aus 
dem J. 1918 angeklebt. MS. im Archive dos Stiftes. 

Panthci düngen. Handschrift des Archivs mit den „Panthadungen" 
Wülflleiuadorf, Winden, Put tostorfi', Münchshi dl', Höfflein,Pauiug.iritei. 
lach, Erdtprusl, Nidetsultz, Dlriohskhüorcheu, Pluifstelteu, Münrketidt 




nseis 

Jiter- 

.*. 

aidiug 

'u.a.. 

hoch- 



Das erste Pantheiding über WilfMnsiiorf slummt aus dem J. 1240. Der Codex 
selbst gehört dem 15. Jahrhundert an. Sowohl Kaltenbäek als Winter be- 
nutzten diese Original -Handsehrifl bei Herausgabo ihrer "Werke über die nie- 
derösterreir.hischen Weisthümer. 

Catalogus alphabeticus Fiat r um Monasterii Sanctae Crncls, exvetu- 
stis monuinentis collect us, und Collectio veturum ofricialium Sanctae Cruois 
Monasterii usque ad annum 1600. kl. Fol. MS. des Archivea. (Enthalt werth- 
volle Auszüge aus dem alten, leider verlornen Neerologium und aus anderen 
Urkunden), 

Corona abbat um S. Crueis sub saeculo deeimo septimo a Christo nato 
ex annuis eorum actis eoncinnatapor Rd. Fr. Fr. Albericttm (H Ott ner) ejusdem 
monasterii Professum ac Prioreni, anno 1685 et usque ad finem hujus saeouli 
cotitinuata. (Enthält die in L-sführlicliL-n Biographien der Aebte Paul, Christoph, 
Michael II, Clemens). MS. im Archive des Stiftes, 

Corona FratruraProfessorum in SanctaCruce saeculo deciiuo septimo 
a Christo nato spituus et exspirans. Per Rel. Fr. Pr. Albericvm (Höffner) ejus- 
dera monasterii Professum ac Priorem contexta. 4°. 104 B1L MS. im Archive 
des Stiftes. (Enthält ausführliche biograph. Notizen über mehr als 200 Con- 
ventualen). 

Corona Ufltcialium Sanctae Crueis saeculo decinio septimo a Christo 
nato per R. P. Alheriatm, ejusdem inoii. Professum ac Priorem anno 1685 
combiiiata. M. S. 4". Die angegebenen Daten sind sehr verlässlich. 

Corona r'ratruui Sanctae Crueis, ■ | ■ ■ i saeculo deeimo oetavo a Christo 
nato professioneiu religiosam emiserunt, per K. P. Alberictim ejusdem loci 
Professum et Secretarium combinari coepta. M. S. 4". Die Aulzeichnungen 
gehen nicht über die ersten Deceiuiien des Jahrhunderts. 

Corona Offlcialiuui Sanctae Crueis saeculo decinio oetavo a Christo 
nato perR. P. Alheriatm ejusdem monasterii Professum et. Ordinis Secretarium 
cembinari coepta. M. .S. Ist mit vielem Fleisse angefangen, umfasst aber nur 
die erste Hälfte des Jahrhund ertes. 

Michael Schnabel, Abt :Mfmurnii7ia,i|naecIrcastatum monasterii Sanctae 
Crueis, Universum Ordiiiem Cisterciensem atque politiam ab anno 1637° acta 
fuere a Fr. Michaile Schnabel, Abbate S. Crueis breviter adnotata. Cod. M. S. 
in Arch. S. Crueis. 4°. 

Notitia universalis Monasterii Sctae Crueis Ord. Cisterc. in Austria 
inferior), a quo nimirum et quando fundatum, qualiter dotatum, privilegia- 
tum, quorum sepulturis celebre, a quot abbatibus ab origine sua hueusque 
gubernatum, quando et quo titulo unumquodque bonum in specie ad illud 
deveuerit, quisve status modernus (am ipsius monasterii quam bonorum, quae 
modo possidet, annui proventus et redditus, conscripta a Dno Abbat: Clemente 
anno Christi 1671, regiminis vero sui a° 18"° amore gratae (ut speratj posteri- 
taüs. 4". M. S. SS. 412. In Bezug auf Angaben älteren Datums nicht immer 
ganz verlasslicb. 

P. Georg Strobl : Abbatia Sanctae Crueis Austriaca Sao. Ord. CiBterciensia 
polygonice avithenticas ac at.lanticas Arcliivalium instrumentorum, monu- 
mentalium fragmentorum minutias intet atque relianiu perapeeta a P. Fr. 
Geurgio Strobl, atque a religioso ibidem Conventu submissae devotionis et 
aggratulationis ergo Natali Clementiuo consecrata an. 1679. (Cod. M- S. kL FoL 



*0 



ohart. Archivii. 174 BD. Enthalt die Geschichte des Stiftes mit vielen i 
außen aus Urkunden). 

(ieneral.Prothueoll, aulgerichtet auf befehl des Abtes Cfemtns, in vre 
alles, so eich . . . bei dem Cluster . . . und allen Gütern, Herrschaften, Döi 
seit . 1000 . . . zugetragen . . ., der Posteritet zur Information soll eingetragen 
werden. M. S. Lederband. gr. Fol. 466 Bll. Ein für die Geschichte des Stiftes 
im 17. Jahrh. äusserst wichtiges Quellenwerk; greift auch häutig in das 
16. Jahrh. zurück. 

P. Georg Strobl, Prof. S. Crucls: Cadrofolium Sanctae Crucis cenotaphi- 
cum, hou est: Mausolkum Valüs nemorosae magnaticum atque niaecenaticum 
trophoealiter nee non triumphaliter illustratum per... anno lti»7, M. S. Fol. im 
Archive des Stilles. Mit Abbildungen sämmilicherürabniäler und Denksteine. 
P. Daniel Si'bi'Uring : Ephrnwidtn abbatialci seu acta et gesta DU. Gerardi 
Sacri Cist. Ordinis antiquissimi Monasterii B. M. V. ad Sanctam Ciucem ab- 
batis . . . Vicarii generalis . . . compilatae authore et Script ore P. Daniele Scheu- 
ring. Ord. Cist. ad B. Crucein professo et rerum Ordinis Secretario anno 1722. 
M. S. Fol. 

P. Ambrusins Seywitz: Klenchu* VeitepMH» fUtpituli Crucentis iu Valle 
Nemorosa, oa qua (teri pol.uii diligentia oougestus a P. Ambrotio (Seywiz nob. 
de Mnggeiitlial), ejuadein loci Professo anno Salutis 1749. M. S. 4". 82 beschrie- 
beno Bll. Archiv. (Wenn wir in der Scries ubbatum uns auf Seywiz beruf« 
80 ist dieser Elenehua gemeint), 

P. Aiubin-iii'- Seywitzi Serie* qiiantnni iuilagari potuit aecurata 
loruni Dominorum ubbatum in aancla C'ruce, supposito sibi ordiuu succedi 
üum; id est lloverendissimorum Patrum nostrorum, qui totius regirainis 
zeloso Spiritus fervorc portarunt pondus diei at aestus, quorum pietates D' 
defucriint, et mun qiirjniiu spintuali MUuiin: pivipodicm permanent bona, 
anno fundationis nostrao ll'll (!) usque in praesentis temporia cursum 17( 
M. S. im Arohiv. Fol. HB SS. mit sehr vielen Hin Weisungen auf die Acten 
Archives und andere Quellen. Reicht jedoch nur bis 1560. 

Actorum Faeultalls tlieologicae Universilatis Vlennfluifl lihri tres 
qtiorum primus ab a, 13% usq. ad a. lii'i sc uxteudit, seeundus an. 1508 attüo- 
gil, tertius 1549 terminat. curante . . . Petru de Pauli ... ad S. Dorotheam 
Canonico Regulari , . . ex tribusrndieibiis uutogruphis deseripti per fr. Xystum 
Schier Ord. Erem. S. P. Aug. 1758. M. S. Fol. 3 Vol. im Wiener UniversitÜts- 
Archiv. Das unter der Leitung der Aobt« von Heiligenkreuz stehende Colk 
ffiura St. Nicolai war lange Zeil ein integiirender Tbeil der theol. Fakultät 
und die Cinlercienser hatten alsugleicb lud deren Giiinduiig lebhaften Einiluss 
aufdasgesammte theol. Studium. — Ein sehrgeuauer Ausrugau 
soweit sie die Cisterctenser und insbesondre Heih^enkreuz betreffen, ist 
das Arohiv des Stiftes vom Schreiber dieses angefertigt. 

P. Juan um llapt. Bürger: (.'olUrlifna litMoricue personarum et rtntm 
(rucenxium ab anno fundationis nostrae ad praesentia usque tempora pro 
IHm mir MtitU ux variis instrmnentis erutae aP. Joaiiur Bapt, Burger, " 
Cist. ad S. Crttcem in Austria et S. Üotthardum in Hungaria Professo a. D. 
1777. 84 Bll. Pol M.S 

P. Hleronymin* Kontiert Annale' Vallis nemorosae Amtriueae, seu adutu- 
bratio Monaslerü B. M. V. ad S. Crucem a primis ejus ounabulis ad haec usque 



ulrüt 

«USB 

cten, 
itfür 



41 



tempora, nempe ab anno fundationis 1134 usque ad annum 1800, refereus 
continuam Abbatura seriera cum coaevis eorum ecclesiae et saeculi revolu- 
tionibus. Opus in tres librns elistiricium a l'r. UtFronymu Jd/sakr, ejusdem S. 
Crucis prol'essr.', eompilatum. 2 Vol. Fol. M. S. in arehivio. 

Amialiiim ('islercü Pmnaiiensis reliijuiac, congostae ab A. R. P. Bene- 
dict!) Hayder, loci Professo Sacurdute et descriptae a P, B.[ernardo] Q.friinn] 
ejusdem Coenobii Professo M. S. Fol. Lm Archive des .Stilles Heiligen kreuz. 

Bei der innigen Verbindung /.wischen Hciligenkieuz und Baunigaiteu- 
berg — Mutter und Tochter — fandet sich in diesen „Reliuuiae" reiches Ma- 
teriale auch für die Geschichte von Heiligenkreuz. 

P. Benedict Huyder stiub nach einer im M. S. selbst enthaltenen Notiz 
nach Aufteilung des Stiftes am 1. Jjümei 1S08 zu Keuraarkt; P. Beraard 
(jrünn als Pfarrer zu Baumgmteiiberg am 27. März 1809. 

K loste rraths-Arehiv der k. k. n.-ü. Regierung (StatthaltereiJ. Enthält 
äusserst wichtige Aktenstücke zur innei eil Geschichte des Stiftes und zwar 
Fascikel 290 vom J. 1591-1594, Fase. 291 vom J. Iu00-ltil2, Fase, 292 vom 
J. 1613-1623, Fase. 293 vom J. 1624—1756. In dem letzten Fase, finden sieb, 
die Acten zu den Wahlen der Aebte, Stift a-Inventare u. s. w. — Eil) weiterer 
Fascikel mit der Bezeichnung: Khr-ttr Heil. Kreta lui.iciculu.\ aej/timw. enthält 
Acteustücke zur Regierung des Abtes Alberik vom J. 1766-69. 

Vervollständigt und ergänzt weiden diese Dokumente durch diu Hand- 
schrift des k. k. Haus-, Huf- und -Staalsurehivcs H. 127. 1', und zwar Blatt 
428-462, 499-509, 510-531. 

Von säramtliehen Acten sind vollständige Auszüge für das Stiftsarehiv 
durch den gegenwärtigen Stifts- Archivar angefertiget. 

Das Archiv des k, k. Itcichs- Finanzministeriums (k, k. Holkammer) 
enthält unter L. C. Fase. 10. wichtige Acteustücke zur Geschichte des .Stiftes 
Heiligenkreuz, besonders seiner Besitzungen in Ungarn vumEnde des 15, Jhd. 
bis 1749. 

Ein Verzeichjiiss sämmtlic.hei' Acten und Auszüge aus denselben sind vom 
Schreiber dieses für das Stiftsarchiv angefertiget. 



2. Gedruckte Literatur. 

II und a Snltzenmuott, Wiguleus : Metropolis finU-iliiinjenm ewa notisChri- 
stophori Gewoldi. Monachn, 1620 Fol. Tom. I. S. 10, 107, 308-309 ; Tom. II. S. 76. 

Jotlgelinils, Gtispar: Aolitiae abbatütrum Ortiinis Ci.«tcrcicn#ix per Univer- 
sum i^rbem. Col, Agrtpp. Iß40. {Libri IV. Pars I). Die auf Heil igen kreuz bezüg- 
lichen Daten sind dem Verfasser initgetheilt vom Abta Michael Schnabel, 
welcher in seinen „Memo rabi IIa" wiederholt bemerkt, er habe „exaetam ht>- 
rum privilegiorum, monumentonini eto uotitiam Cas^aro Jongelino, Ord. 
historiographo Antveipiuni 1'138" geschickt, qui monasteriu Oi'diuis describere 
et typo commendare intendit. 

Mrtiirlijiic, Angelus: dder ä m iü i m len rerius Eeolasüstioorniii AnnaNim a 
condito Cistercio auetore Fratre Angelo Manricjue Tamj IV. Lugduni, sumpt. 
Haered, G. Boissat et Laurent. Anisson. 1642—59. Fol. Für Heiligenkreuz 
müssen wir auf den Real- und Personal -Index der einzelnen Bände ver- 



Crux Austriaca hoc est Monasterium Vnllis nemorosae ad Sanctam Cru- 
oem üi Austria . . . Domino Claudio Yausain, Abbat.i Cistercii totiusque Ordi- 
nis Capiti generali . . . per D. Leopoldum Fundatorem ejusque Filios exhibit« 
et consecrata. Anno, quo I'erdinandus IV augustus ex viia diacessit (1654). 
Viannae Austria« apud Matrh. G'osmerovium. »4 Bll. 4, 

Nach der Anrede an den Kaiser ist das ganze Uapitel vom Abt« Micha«! 
bis zum letzten Novizen unterzeichnet: 33 Patres, 9 Fratres, 6 Fratres 
verai, 5 Novit». 

Conf. Mayer, Wien 's Buch druck er- Geschichte I. 260 n. 1566. 

Vjscll, l'aruliis de: Bibliotheca scriptorum sacri Ordinis Cistercienais. 
Coloniae apud Joannen* Biisaeum. 1656. 4°. S. 243 cul. 2, Abt Michael Schna- 
bel; S. 250 coL I. Nieolaus S. Crucis in Austria monaehua; S. 
Gründungsjalii' von HfiligenkreiiB. 

fiiUliiwi-, Bulinslaus S. .!.: MixcclUinea hixtorica rcyni IMiemiae. Decadis L 
lib. VI. aufhöre Bolmslae Balüino S. J. Pragae, Typis Jotinnis Arnold de Do- 
broslawina a. 1684. ß. 51-54. 

Sai'tiiruis, A.: Cislerciuin Ilia-Tertiuni. Vetero-Pragae 1700. Heiligenkreux: 
S. 424, 4.52, 555, 573, 669, 794, 1091-94. 

Fixing, P. Kaymund, Ord. Praed. : Uie entwichenen Wolckeu- und Feuer- 
Säulen, das ist Lob- uodLeichen-Predig bei den Exeijuien oder Leichenbegäng- 
nissdesHochwürdigeii ...Herrn Mari au i .'Schirmer vonSchirmihal, döB..Stifl't 
zum H. Creutz . . Abb ten . , den 13. J ulii anno 1705 vorgetragen von . . . 1*. F. R. F 
Prediger Ordens, SS, Theo]. Magistro. Gedruckt zu Wionn bei Leopold Voigt. 

StritviiiH, Burcardus GutthrllliiH : /(mim germanicarwn Seriftmt aliquot 
iWy»n». Editio 3"", Argentorati 1717. 3 Bde. In Bezug auf Heiligt 
siehe; I. 429 ff. Chronicon Australe antiquura, und 470-490: Australis histo- 
riae pars plenior de gcsl.is sub Rudolpho, Adulplio et Alberto Caess. ab 
1270-1303. 

Fe«, It'Tiiardiis: Thcmiurim unectiutorum novüsimus, seu vele 
luentorum, praeeipue ucclesia»lic<.>nim ex germanica pi itisaimum bibliothecis 
adornatu collectio receutissim«. Aug. Vind. et Graecii, Veilh 1721. III Tomi. 
Vide: Tom. 1. pag. III, XLI1. LVU, LXXI1I, LXXXVII; Observationes 
praeviae p. VI, n. !0. — Tom, 111. Dissertatio isagogica pag VI, X. — Pars 
p. 2; Pars II. p. 142. 

t'iz, lliTiiurdiis: Codex lHjilumtitico-lnstoricu-cpistolurüt. Augustae Vind. 
Graecii 1729. Die Urkunden, welche auf Heiligen kreuz Bezug haben, sind so 
zahlreich {wir zählen mehr als 60 Stück), dass wir sie liier nicht einzeln an- 
führen können. 

Peas, Hieriiiiy ums: Scriptorcs reruut austriucamm veterev et gen umi. Li psiae. 
Gleditsch. 1721— 45. III Tom. Fol. Dieses Sammelwerk bietet reiche Quellen 
für die ältere Geschichte von Heiligenkreuz ; freilich müssen die einzelnen 
Qu eilen schrillen einer eingehenden Kritik unterzogen werden. 

llueber, Pllilihertns: Awilrvx ex arclticU M<.lli-c:-iixil)iix itlu-trutu,. Libri III. 
Lipsiae 1722, Fol. Lib. I. c I. S. 10 n. 9; c IL S. 12 n. 3; S. 13 n. 3; c III. S. 22, 
31,68 n, 38, 10H n. 10; S. 170 n. 90. -Lib. II. Abbildungen von Siegeln: Abt 
Heinrich vom J, 1273, Tab. VI n. 3 und n. 9; Abt Johann vom J. 1428, Tab. 
XXIII n. 4 i Convent-Siegel ibidem a. 5 ; Abt Georg vom J. 1447, Tab. XXVI 
n. 2; Abt Ulrich vom J. 1561, Tab. XXXV n. 2. 






le. 



Lb. 

I 



43 



Peikhart, P. Francisetiw, S. J.: Klag-Rede über den traurigen Todt-Fall 
des Hochwürdigen . . . Herrn Gerardi, des . , . Stitfts zum heiligen Creutz im 
Wald . . . Abbtens . . . ., vorgetragen den Kl. Heumonath des I72Ö Jahrs, als 
an dem ersten Tag seiner drey-tägigen Leich-Beslngnuss . . von P. F. P, der 
Gesellschaft Jesu Priestern, der hoheuMetropolitau-Kirchen zu St. Stephan in 
Wienn gewöhnlichen Dom -Prediger. Wk-im, gedruckt bei Andreas Heyingei', 
UniversitiLts- Buchdruckern. Fol. 12 S. mit 2 Kupferstichen, 

I.iink. Bernardus: Ann'tUx Auslrio - Clarawilka-it*. Vi i; nna e 1723, typis 
Wolfgangi Schwendunann. Fol. II Tom. Die Gründung des Stiftes Zwettl 
durch Heiligen kr« uz und das daraus entspringende, durch alle Jahrhunderte 
ungetrübt gebliebene innige Verhüllt ihn zwischen Tochter und Mutter geben 
dem Verfasser vielfachen Anlass, in seinen Zwettler Annale», die bis zum 
J. 1645 reichen, auch die Geschicke de.-- Suiten Heiligenkreuz und die gegen- 
seitigen Beziehungen zu berühren und zu erzählen. \',~. wüte ein umfangreicher 
Auszug aus den Annalos noth wendig, wenn wir alle die Gelegenheiten an- 
fuhren wollten, bei denen Linck HuiligeakreiM activ oder passiv auftreten 
lässt. Wir müssen daher von dein Aufzahlen dfit BitWlhtriten aliseheu und 
den Forscher über Hoiligonkreuz auf den reichen Inhalt verwaisen. 

H uiisi* jus, Marens, S. J.: (Icnauniac .^ucrac Tomi HL Augustao Vitid. 1727 
bis 17M. Schlüter et Happach. Tom. I. 235, 21t'J, 306, 310 (Conradus Episcopus 
Pater, fititU Leop<ddi Pii Marchkmisj, 313, am, 335, 344, 349, 381, 3 l JU, 4(J3, 440, 
443, 46!i,477, 4MU, 561,-Tom, II. 801. 

Ludewig. Jo. Petrus a: Ji- liijumc manufcriytürvm oiunistari diplomatum 
acnionumentoriiin iuediturumadliuc; ex inuseo Jo. Petri a Ludewig. Franco- 
iurti et Lipsiao 1720—41. XII. Tora. 8". Tom. IV. 254— 58; 265-68. 

Kanthaler, t'hrjs(istiimii.~: i'mti ('■am/Hlilicn.'ei'. Lineü,Ilgor 1747. Toni. II 
in IV part. Fol. Das Materiale für die Gesehielitu von HeiÜgenkreuz, wolches 
Hanthaler in diesen werthvollen Fastis her beiges chatten hat, ist so umfang- 
reich, dass auch nur eine kurze Angabe der bei rollenden Stellen zu widthinri- 
würde, um hier Platz zu linden. Ea muss uns daher gmügeu, auf diu genauen 
Register der einzelnen Theilu zu vorweisen. 

Hcrrgi.lt. Manjuardus: Murmmtntu Atujwtue JJoinuiAuslriucaeiu tjuinque 
tomos divisa , . . opera et studio M. II. . Vicnnae Austriae, Kaliwoda 1750. 
Tom. I. enthält, viele Urkunden aus dem Archive des Stiftes. Tom. III. pars I. 
S. 5 n VIH. eine Urkunde des Abtes Willing vom J. 1339 in deutscher Sprache 
ex archivo arcluducali ; Tom. IV. pars prior p. 36—64 die sehr interessante Ab- 
handlung: Scpuluretum Abhatiue S. Crucis prolibus posterisque S. Leopoldi 
consecratum. Dazu ]iars II. tab, VI. 

Stuiiit iiiitcr. P. Anton. S. .1. ; Leich- und Trauer-Rede über den schmerz- 
lichen Todfall Roberti, der . . . Stiftern zum Heiligen Creuz in Oesterreich 
und St. Ootthard iu Ungarn . . . Abbtens .... als dessen Leich-Besinguuss 
den 23. Herbstmonatbs . . . fever] ich gehalten worden ; Verlasset und vorge- 
tragen von P. A. S., S. ,1., der hohen Metropolitan Kirchen zu St. Stephan . . . 
gewöhnlichen Dom- Prediger. Wienn, gedruckt bei Franz Andre Kiichberger 
Uni versitats- Buchdrucker. 1755. Fol. 23 SS. 

Collectio Suripturutn reruni Ustorleo-moutstteo-MclMluttMiwi 
variomrn religiös omm ordinnm Toinus II. . . . curante Michaelc III ad exem- 
ptas InBulas Wengenses Cann. Kegg. Ulmae Suevorum Prnelato. Ulmae, 



u 



Sumptibus Gaumiania 1756. — Sup/ilcmentum Bru.vchianum sive Centuria 
Clinda monasteriorum Germania«, quam ex Caspaxis Bruschii 
edidit Daniel de Nessel, J. C. Sac. Caes. Maj. Consüiarius et, Bibliotii 
aulicus. (S. Vrucis Coenobium Cviterc. insliluli p. 152—154). 

Heimli, 1*. Theopliilits: Notitia bistorica de Ortu et Progressu Äbbatiae 
sacriOrdmisCiaterciensisB. M. V. ad S. Gotthardum dietae, etininoiyto Hun- 
gariae regno sitae, e variis cum proborum Seriptorum, tum maxime Archivi 
San-Crucensis, Monuinentis eruta. Dum a devicto ibidem Turcarum exercitu 
Annus saecularis ageretur et regularis noviter ereeta ejusdem Äbbatiae Basi- 
lica sacris Heligionis usibus initiaretur. Collccta jussu Reverendiasirai . . D. 
Alberiei Friz, ejusdem S. et exempti ürdinis ad S. Crucem in Austria et S. 
Gotthardum in Hungaria Abbatis . . . studio Patris Theophili Heimb, dict.i 
monaslerii et Ordinis prol'essi, p. t. Secretarii. Viennao, U'pia Francißci An- 
dreae Kirchberger, Univ. Typographi 1764. Fol. 172 SS. Bringt die urkund- 
liehen Belego iiln'i dii.- Bemühungen der Aebk; von Heiligenkreui zur Wieder- 
herstellung dieser Abtei. 

Lainhaclii']-. Philipp; (ie-termilii>ihe- hihriiyntim "der Stauisgeschii 
der Länder Of:sterreich, Steyer, Krain uüd der win.iisiheii Mark, von dem 
Todesfälle Friedrich des Streitbaren, letzten Herzuge von Oesterreich und 
Steyer des babenborgjsi'lien Geschlechts, bis an! die Einsetzung der neuen 
Herzoge des Durchlauchtigsten Hauses Habsburg, mit Urkunden erwiesen 
und ausgeführt von PI. . . L. ., der Stadt Wien Sekret ür. Wien, gedruckt mit 
von (ihelen'schcn Schrifton 1773. (S. 38-89. Anh. der Urkunden S. 17, 27. 
197- 198). 

Vogel, Joannes Nie. de : Sptcimen Btbliotliecae Germamat Auxlriacae, sive 
notitia seriptorum remmauslriacarum,quotquol auclori innotuerunt, 2 Partes 
in III Voll. 8. Opus Posthumum curanto Josepho Wendt de Wendtenthal. 
Viennae, Littoria Gheleniania 1779. Pars I. p. 95-9Ö, 118, 269 (Anton Wolfi'- 
rathJ;Pars II. Tom. II. p, 1 89-190 (Abt Paul SchÖnebner), 253, 329; Tom. 
p. 798 (Reise dea Abtea Robert in das h. Land). 

Sleinliacli, DU» : Diplom<Ui8che Sammlung hixlorischer Merhwiiriligkeiten ai 
dem Archive des gräflichen Cisteretenser Stiftes Saar in Mähren. 2 Tbl., 
Wien und Leipzig 1783. 8*. S. 105 n, XXX; S. 222 n. I; S. 224 n. XXXVII, 

(Fidler) Marian: Geschichte der ganzen i/sterrekhuehen l-lönlerlichen 
weltlichen Klcrüey, Wien 1787. 8°. 4. Thl., 8. Bd. S. 879-385: Zisterziem 
Abtey und Stiftskloater zu Heiligenkreuz im Waldthale. 

Rauch, Adrianus; Herum austi-ittcarum Scriptoren, qui lucem publieam 
haetenus non viderunt, et alia uionunienta diplomatica nondum edita 
eruit et edidit A. R. Gier. Regul, Scholaruin piarum. 3 Vol. 4°. Vindobonae 
apud Josephntn Mtaiiel 1793. 

Viele aul Heiligen kreuz bezügliche Daten enthält dasChrenicon clau3tro- 
Htobiirgensi: Vol. 1. S. 41—126; Anonymi Chronicon austriacuin Florianense 
inr.ipiens a S. Leopoldo Marchione et desinens a Oh, 1310, S. 215—232; die 
Reim-Chronik von Hans Ennichel 8. 278; Gencalogia veterum marchionnm. 
et Ducum Austriae atque Styriac S. 374-380. — Vol. II. Anonymi Chronicon 
Auatriacum S. 209-812.— Vol. III. Codex CoroniuuB S. 895-510 ; n. ES (S. +48) 
und n. XI (S. 455). 



ler- 




45 



Monument» Boica. Monachii 17(13-1872. (Vol. XXVIII. Pars TT. S. 267 
n. 46, S. 377 n, 60, 8. 492 [Verzeichniss der Pfarren]. Vol. XXIX. Pars H. S. 95 
u. 81, 8. 96 B. 82, S. 97 n. SU, S. 155 n. 158, 8. 344 d. 19). 

Archiv für Urographie, Historie, Staat«- unil Kriegskunst (Hormayr). 
Wien, gedruckt und im Verlage bei Anton Strauss. 1810 und ff. Jahrg. 1818 
n. 6 n. 7 (Leopold der Glorreiche), n. 61 (Markgraf Conrad von Oesterreich 
von Friedr. Blumberger); Jahrg. 1821. S. 438—39 (Aloiä Primisser in Heiligen- 
kreuz); Jahrg. 1822. (Kleinere Notizen über Heiligenkreuz in Keiblinger's 
Aufsatz: Melk, die Älteste Rurgdtrr Babonherger in Oesterreich): Jahrg. 1823. 
n. 77 u. 78 und Fortsetzungen in n, 79-81 : Incerti auctoris Chronicon rerum 
per Aus tri am vicinasque regiones ;iestarum ah anno 1025—1282. Ex cod. m. s, 
Bibliothecae reg. Munichenais. 

Kivher, Maximilian: ,lf rkiriir'li'jr Xrhkksak /(■•■: Stifte mal ihr Stu/l! 

Klosteneuburg. Mit 382 Beilagen, 7 Kupfertafeln und einer Tabelle. Wien, 
Leop. Orund 1815. 2 Bde. 8". Bd. LS. 44; Bd. II, S. 101-1 14 (Auszüge aus den 
beiden ältesten Todtenbüchern des Stiftes Klo st erneu bürg). 3. 130, 141, 397. 

Hanlbaler, Clirys<i*ti>mus'. Kecenxu* iliptnmutiro-ij'.-ni-ulO'iicun Arcliivii Cam- 
piUliennS.il. Tom. Fol. Viennae.Sumpt.Car. Ferd, Bcck,Tv[>is Ant.mii Strmiss, 
1819. 

Tora. I. P. I. Üb. I. paff. 8. 9. 11. 12. 85. 95. 96. 97, 103. 106-109 (enumeran- 
tur abbat es S. Crunis, <|ui in docume litis arehivii Campilil. inveniuntur, additis 
notisegregiis); 111. 112. 115. 133. - Lih, n. png. 165. 187. 209. -Tom. II, Aj.- 
jiendis 1. paji fL'6 i- 1 (abbat es San-Crucenses, in veUisto Campilil. necrolo- 
gio nomin at.i). 

Archiv der (iesell.ich.irt für ältere dentsefie lieschichtsknnde zur Be- 
l'i.rd.'iuiig einer Gesanimtausgabc dur Quellenschriften deutschec Geschichte 
des Mittelalters ; herausgegeben von J, Lambert Büehler und Dr. Carl Georg 
DümgefFraiikf.a.M.lWl!!). Nachrichten über Heiligenkreuz finden sich II. Bd. 
S. 464; in. Bd. 3.84, 565; VI. Bd. S. 182-184; X. Bd. S. 594-600. 

Jahrbücht-r der Literatur. Wien, Gerold. Bd. 24. 1823. Anzeigobtatt S. 
38—41. (Merkwürdige Handschriften der Stifte Altenburg, Herzogenburg und 
Keiliijen XfVK*. Mitgetheilt. von .lob. Fräst). 

Bd. 31. Anzeigeblatt S. 44-67 ; Bd. 32. S. 20 u. ff. ; Bd. 39. Anzeigeblatt S. 
35; Bd. 40. Anzeigeblat.t S. 33; Bd. 45. Anzeigeblatt S. 1-55; Bd. 58. 8. 181 
Anton Wolfradt) ; BiL87. Anzeige blatt 34-44. (Blumberger über Conrad, Sohn 
Leopolds des Frommen). 

Historische und topographische Darstellung von Baden und dem 
Stifte Heiligenkreuü mit ihrer Umgebung; mit besonderer Rücksicht aut 
Plärren, Stifte. Klöster, milde Stiftungen unil De.nkmiik-r. Herausgegeben von 
einigen Freunden der Geschichte. Wien 1825. InCommissionbei Anton Doli. 8". 

Der 4. Bd. enthält unter Anderm: S. 1-8. Pfarre Allacht (Allandi aus den 
Urkunden des Stiftes; S. 8—19. Pfarre Gadeu v. P.Theodor Kraft, Capitu- 
laren des Stiftes Heil igen kr eu* : S. 19-22. Sparbach; S. 14G-I47. Tallern; 
S. 175-237. Stift und Pfarre Heiligen kreuz, bearbeitet, von P. Malachias Koll, 
Capitularen des Stiftes Heiligenkreuz und d. Z. Pfarrer von Pfaffstätten ; S. 
245-248. Pfarre Müncheudorf: S. 255-2(i3. Pfarre Pfaflstätten : S. 263-2Ü9. 
Localie Raisenmarkt ; S. 870-276. P&rre Sittendorf; S. 279-280. Localie Sulz; 
3,300-312, Pfarre Triiinau. -Siehe: Katholik. Bd. 21. 3. 359-364. 



46 



Fe.jer. Ueorgitts: Codex Diplomatien« Hunguriae ecelesiastievs ac civilis. Stu- 
dio et opera G . . . F . . Bibliothocarü regü. Bndae, typis typogr. regiae Uni- 
versitatia ungaricae 1829 u. II'. 44 VoJ. 8. In diesem mit ungemeinem Fleisae 
zusammengetragenen und geordneten Wr-rke findet sich eine reiche Ausbeute 
von Documenten, die sich auf den Cistercienaer-Orden, insbesouders auch 
auf Heil igen kreuz und .seine Besitzungen in Ungarn mit Einschluss 
Gotthard beziehen. Der Raum vorbietet uns die diesbezüglichen Urkundi 
welche die Zahl 100 weit übersteigen, hier einzeln anzuführen. 

Koll, P. Malachiaa; Dax Stift HeiUgenkreiu in Oexterreich V. O. W. W. mit 
den dazu gehörigen Pfarreyen und Besitzungen dimmt dem vereinigten Stifte 
St. Gotthardt in Ungarn. Topographis«!] ge.-chichilioh dargestellt von Mala- 
chias Koll, Capifular dieser beiden Stifte. Mit 5 Ansichten. Wien 1834. In Com- 
missien in der Fr. Beck'sehim Universitäts- Buchhandlung. 8°. Siehe: Keib- 
linger's Recenaion in der est erreich lachen Zeitschrift für Geschichte und 
Staatskunde. Jahrg. 183.*>.n. 13-18, und Pletz; Neue thec-1. Zeitschrift. X. Jahrg. 
1. Bd. S. 215-232. 

Chronicun lireve mon Asterion! m Ord. ('isterc. ad Snnctam Oneein in 
Aiistria et ad St. (ioitliarduni in Ungarin. Adjecta aerie otnnium nobilium 
benefuetorum ibidem sepultoruin imacum catalog'» relipioaorum omnium, qui 
ab anno 1534 et ultra usque nunc ibidem vixenmt et adhuc vivunt. Vindo- 
lionae. 1834. Typia Viduao Antonii de Haykul. (Der Verfasser iat P. Malachiaa 
Kollj. 

Koll. P. Malaeliias: S. Crucis Profesaus und Hotmeister: Die doppelte 
$iicularfcii;r der vereinigten Cistercienser-Stifte Heiligetikreuz und St. Oott- 
hard. (Pletz: Neue theol. Zeitschr. 1834. 7. Jahrg. 2. Bd. S. 271-274). 

Licbnowsky, FÜrwt K. M.: Geschieht* de- //«Ms Hamburg, Wien ll 
Schaumburg und Comp. Auf Hciligeukri'uz beziehen sieb folgende UrkiUH 
deren Regeaten daseibat angegeben sind: Bd. I. n. 7*3, 1056; Bd. II, 
ßd, III. n. 389, 161, 853: Bd. IV. n. 1838; Bd. V. n. 165, 1480, 2093, 3756. 

Bergmann, JuHff ; Medaillen auf beruhmti und auv/czeiclmete Männer 
österreichisch'-)] Kuiserstaatua vom XVI. bis zum XIX Jahrhunderte. 2 
4°. Wien 1844. Tendier u. Schäfer. (Siehe : Ü. Bd. 11, 13, 24-29, 30-31, 35-42, 
72, 76, 77-81.) 

Knlrenhnfk, ,1. F.: Die Fan- und btrittuirtiii-tbiicher in Österreich unter der 
Jinne. Herausgegeben von J. P.Kaltenbiick, k, k. geh. Hof- und Hausarchivar. 
Wien 184Ü. Gedruckt bei den Edlen v. Ghelen'schen Erben. (Enthält im I. Bd. 
S. 1—84 die Pantaidiiiiil.uther &M Klosters Heiltgenkreu; 

Fontes rerum Aiistriacanini. Herausgegeben von der histor. Commissi« 
iler kaiserl. Akademie der WissenschHt'ten in Wien. 2. Abtheilung: Dipli 
tmia Bt acta. Wir verweisen ausser den zwei Bänden XI und XVI, weh 
'li>' Dlrkunden des Stilles Heiligi'iikieuz enthalten, noch auf Band I. S. 
n. XX.XVT ; Band II [. Liber Fundat. mon. Zwetlensis : Band IV. Codex Tradi- 

iii ui ET.lesiae Cnllet;iatae Claustroneob. ; Band VI. Das Stiftungsbuch 

HoMeii Bt'.Bern*rd;Baod VIII. Das Saalbuch des Benedictiner-Stiftes Gött- 
weig.BandX. UrkLindenbuchdesStil'tesKb>aiei'neuburg:Barid XVIII. Urkun- 
den der Beiiet!icnii--i'-Abu i Unserer lieben Frau zu den Schotten : Band 
Urkunden der Ben edictin er- Abtei in Altenburg und Necrologium des 
Chorherren-Stiftes St. Pulten u. s. w. 



"st 

en, 



Band XXL 

des Aug.- 



47 



Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissenschaften. Historisch- 
philologische ClasBe. Jahrg. 1850, S.810; Jahrg. 1852,8. 515-616; Jahrg. 1858, 
8. 435, 455-, Jahrg. 1858, S. 91-126; Jahrg. 1868, S. 80-82; Jahrg. 1864, S. 849, 
371 ; Jahrg. 1866, S. 365 ; Jahrg. 1867, 8. Ö75 u. s. w. 

Meiller, Andreas von; Hegesten zur Geschickte der Markgrafen und Her- 
zoge Oesterreiehs nun dem Hauxe liabenberg, Wien, Braumüller, 1850. 4°. Die 
zahlreichen Hjfligenkreuzer-Urkunden sind nach dem Tudex leicht aufzu- 
finden. 

Pertz, Henricua: MonumenUt Grrmunia« historica. Himnoverne 1851. Scri- 
ptorum Tomus IX. Continuatio Smovnw&aii L pag, 62(1-628, II. pag- 637-646 ; 
Auctarium Sancrucense pag, 73'2 ; Continuai i>> Mauern '-en^is III. pag, 732 bis 
735. — Confer die ungemein lehrreiche Abhandlung Friedrii'h SNi.^i.'iiutii's über 
WaHenbaoh's Annales AustTiae (Pertj; Mon, XI) in ihrem Verhältnisse zu den 
früheren Ausgaben von Pez und Rauch (Arch. zur Kunde österr. Gescluchts- 
quellen XIX. Bd., S. 117-145). 

I Irkandenbuch des Landes Ob der Enns, herausgegeben vom Verwal- 
t.ungs-Ausschuss des Museum Frandsoo-Owolimin] zu Linz. Wien, aus der 
k. k. Hof- a. StaaUdruckerei 1852 ff I. Bd. S, 496, n. 27; IL Bd. S. 206, n. 140, 
S. 192, n. 129, S. 397, n. 270, S. 513, n. 359; HI. Bd. S. 13S, n. 137, S.394, n. 427, 
428; IV. Bd. 8. 188, n. 204, S. 288, n. 252 ; V. Bd. S. 193, n. 198, S. 284, n. 298, 
S. 342, n. 354, B. 363, n. 372, S. 377, n. 386, S. 505, n.511, S. 54«, n.553; VI.Bd. 
S. 189, n. 184; VII. Bd. S. 23, n. 24, S. 202, n, 2B7, S. 842, n. 335, 8. 343, n. 336; 
Vni. Bd. 8. 865, n. 372, S. 758, n. 736. 

Weis, Johann Nep.: Urkunden da Ci*tercim>er - Stiftes Heiligenkreuz im 
Wiener Wahl'. Herausgegoben von Johann Nep. Weis, Hofmeister und Stift s- 
Archivar. 2 Bde. Wien. Aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. 1856 u. 1859. 
(Fontes rerum austriacaruin. Diplom, et acta Bd. XI n. XVI). Bd.I enthält die 
Urkunden vom J. 1136-1299; Bd. II vom .1. 1300-1399 nebst einem Anhange 
mit 22 ürk., das Cistereieuser-Nouneii-Stift St. Nicolau.s zu Wien betrettend 
von denen einzelne ebenfalls auf H'-iliKun kreuz Bezug haben. 

Sara, Karl von ; Die mittelalterliche Sn'je! <\vr Abteien und Regularstifte 
in Oesterreich unter der Enns. Wien 1859. 4" mit 26 Holzschnitten. 

Meilirr, Andreas v. : Regenten cur Geschichte der SaUburger Erelnxcltöfe. 
Gesammelt und erläutert von Dr Andreas v. Meiller, Wien, Druck und Verlag 
von Karl Gerold's Sohn. 1866. 4°. (Heiligenkreuz : S. 135, n. 34 ; S. 136, n. 85 ; 
S. 140, n. 53; S. 200, n. 185; 8. 224, n. 236; S. 229, n. 263, 265 ; 3.285, n. 291; 
S. 246, o. 334 ; S. 267, n. 440). 

Gsell, Benedict: IM" (iülUnlmch <h:s Vistercirnfir-Stifttx Heiligenkreuz aus 
dem Ende des dreizehnten Jahrhunderte. Herausgegeben und mit anderen stift- 
liehen Urkunden verglühen von Dr Benedicl Gsell, Hofmeister und Stifts- 
Archivar. Wien 1866, Verlag von Mayer & Co. 8°. 8. VTU u. 156. Gibt höchst 
wichtige Aufschlüsse über die ältesten Besitzungen des Stilles und ihre Er- 
werbung. 

Schalte, Johann Fried. Kitter von ; Die liechtehawinchriften der Srifts- 
bibliotheken von Göttweih Ord. 8. Bened., Heiligenkreuz Ord. Cistere., Kloster- 
neuburg Can. Regul Lateran., Melk Ord. S. Bened., Schotten in Wien Ord. 
8. Bened. Wien 1868. gr. 8". Gerold. 8. A. aus Sitzungsberichte der pbiL-hist. 
CLasae der kaia. Akad. 57. Bd. Dezember- Heft, S. 559 ff. 



48 



dtiurus 
10-121, 

«digirt 

w. 1870. 



Beitrüge zur Kunde steiermürkisrher lj esc hichtsun eilen. VI. Jahrg. 
1869. S. 111 ff. Jianteiding des Klosters h. Kreue in St. Peter bai Judenburg. 

Foxlinfter, Daniianus : MonatUrioiogiai Begmi Hungariat Libriduo, totidem 
tomis comprehensi. Recognovit, ad lidem fontium revocavit et auxit M&urus 
Czinar. Vindobonae et Strigonü. Car. Sartori 1869. Tom. I. pag. 96, 120-1! 
240; Tom. II. p. 89. 

Blatter des Vereines für Landeskunde von Niederiist erreich. Ri 
von Dr. Antun Mayer. Wien, Verlag und Eigenthum des Vereines. Jahrg. 1870, 
S. 65 (Pfarre Alland); Jahrg. 1874, 8. 31 ff; Jahrg. 1875, 8. 117 ff: Jahrg. 1876 
(Geschichte des Stiftes Siiusenstein von A. Erdinger mit vielen Beziehungen 
auf Heiligen kreuz) ; Jahrg. 1877 (\V.'iiif'<'chsungen des Stiftes Heiligenkreuz 
von 1619—1722. Von W. Neutnann. Dieser Jahrgang ist überhaupt reich an 
Notizen über Heiligenkreuz) : Jahrgang 1879, 8. 103 ff. Nachtrage zu Meüler's 
Regosten der Babenberger. Von -loh. Wendrinsky ; Jahrg. 1880, S. 315, Jahrg. 
1881, S. 1 ff. Die Grafen von Peilstein, Burghausen und Schala von Jon. Wend- 
rinsky (Heiligenkreuzer Urkunden); S. 123 0". Verschollene Ortschaften in 
Niederösterreieh von Stefan Neil!. (Fortsetzung im Jahrg. 1882 und 1883). — 
Ausserdem findet, sieh eine üborgroseo Anzahl hieher gehöriger Daten in i 
verschiedensten Aufsätzen, die wir dea Raumes wegen unmöglich einzeln 
führen können ; wir verweisen auf die ausführlichen Register di*r eitizeli 
Jahrgänge und auf das im .1. 1882 i-rsrihieneue ILni|''[. -■■ i . 

Potthast, Augustinus; ItetftMn I'oittifi'.-um ICumaiiorum inde ab anno post 
Christum natum 1198 ad a. 1304. Berolini 1873, II Tomi. Aui'Hoibgenkreua 
beziehen Hich die Regesten : Vol. I. n. 302!!, 4699, 4904,6215, 6766, S8H, 8907, 
7208, 7291, 7449, 7643, 7657, 8259, 8262, 8264, 8542, 8936, 9832, 9836, 9843, 9844, 
9900. - Vol. II. 11581, 11586, 15032, 16321, 16325. 16830, 16840, 19594, 19862, 
24484. 

Kahdelm, Heinrich : Dax Stift Heiligentrau «tr Zeit des zweiten Türkenein- 
fa.Ua 1683 (S. A. aus Blätter für Landeskunde, VIII, Jahrg. 1874, S. 31-83). 

Zahn, .[.: i'rkmtiienbuch <tr* /lcr:withutf Steiermark, Graz 1875—79, 
8». I, Bd., S. 303, n. 296, 8. 397, n. 408, S. 456, n. 489, S. 600, n. 630 ; H. Bd. S. 52, 
n. 24, 3. 158, n. 118, 8. 256, n. 196, 8. 318, n. 227, S. 440 n. 336. 

■lanniiNchek, Leupoldus: Originum Gisterciensium Tom. I. Vindoboi 
in commissis apud Alfredura Hoelder 1877. S. VUI, XII, LXVI, 5, 36 (i 
fundationis diligeutissime eruitur), 73, 262 (n. 683). 

Zeisberg, 11. K. ; Fragmente eines Necrotogs des Cistercienser Stiftes 
genkretu in Niederösterreich. Zeitschrift für die österr. Gymnasien. Wien 
I. Heft. 

Weiss, Karl : GeMhichlmjuellen der Stadt Wien, herausgegeben im Auftrage 
des Gemeinderathes der kais. Hnupt- und Residenzstadt Wien von . . . Wien 
1877, 2 Bde. Viele daselbst angeführte Dokumente geben eine nähere Auf- 
klärung über Verhältnisse und Personen, die in den stiftlichen Urkunden er- 
wähnt werden, so Bd. I. S. XLI (hier soll es wohl heissen „Jahrtag" nicht 
Jahrgang), LXI, LXXIII, 33, 195 n. XCV. - Bd. II. S. 160 n. CLXXXI, S. 261 
und ff., S. 805 (Familie Greif), 807 (Familie Paltram), 309 (Familie PuUus, 
Eslam), 810 (Familie Würtfel), 811 (Familie Tirna). 

Weiss, Karl; Geschichte der Stadt Wien von..., Archiv- und Bihlioi 
Director der Stadt Wien. 2 Bde. 2. Aufl. Wien 1882. Verlag von Karl 



. S. 52, 

■bona* 

; - 

»1877. 



33, 107, 111, : 



>, «5,511,557,; 



-IL Bd. 



t'apitulnm insignis Ecelesiae eiillegiatne Posoniensia ad S. Martinnm 
Bp. öl im SS. Sahatorcm. 'Instar Manuscripti] Posonii 1*80, Typis Caroli 
Angermayer. (Der Verfasser ist Carolus Rimely. Canc-nicus). Ueher den Be- 
sitz des Stiftes in Pre-ssburg, Katharinon-Capelle. S. 101, 187-188. 

Knauz, Ferdinandns: M'/numtnla Ecelesiae StfJfftmimHw. Jussu et surnptu 
Eminem i ss irni .;t Rev.-tendissimi Domini Joannis Cardinalis Simor, Prinoipis 
Primatis, Archiepiscopi Siri^r.nii-iisi.^ cot. cot. Ordine chron, dispoauit, disser- 
tationibus et uotis illnst.isvit Dr. Eerdinandus Knauz, Abbas de Szerfel, Eccl. 
Metrop. Strigon. Quottfous, Arohidiaconus Comaromiensis et Bibliothecae 
Praefect.us, Academiae Soiuntiarum Hungaricae Socius Ordinarius. Tum. II. 
Strigonji 1882. Typis deseripsit Gustavus Bunärovits. (Pag. 82. Abtsiegel von 
1297, Urkunden auf Hailigenkreuz bezüglich p. 402, n. 410; p. 404, n. 418; 
p.579, n.628;u. 646, n. 718: p. 736, n. 840: p. 794, n. 926). 

(isell, Benedict : ÖM Stift fteiUggttkrtUi ItHci HÖH BMlAM^M -in Jahre 
1683. Aus dem Archive dos Stilles Heiligen kreuz. Mitgetheilt in : Studien und 
Mittheilungen aus dem Benediktiner- und dem Cistercienser- Orden. Jahrg. 
INR. I. Bd. S. 284-294; II. Bd. B. 81-80 und 330-343. 

Pichler, t, S.: Die BaMmryer Stiftung Cisteveionser-Abtei Neuberg in 
Steiermark. Ihre Geschichte und ihre Denkmale. Von... Wien 1884, 8°. Im 
Selbstverlag '1"> V.'M.is.-.r-.. I'i:| SS. NVuborg ist eine Tochter des Stiftes 
Heiligenkreuz: der Verfasser dieses Werkes bat vielfach das Archiv von 
Heiligenkreuz benutzt und somit auch die Beziehungen beider Stifte zu ein- 
ander Ott berührt. 

Winter, linst av j MJMJyflgfelWi'eMK*» Weiithümer. Im Auftrage der kaiser- 
lichen Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Gustav Winter, 

7. Bd. 1, Theil. Das Viertel unter dem Wiener Walde, Mit einem Anhange 
westur »arischer Weisthümer. Wien 1.S86. Wilhelm Bniumüller Rothengrub 

8. 162-ltiÜ; Wirilach 8. 170-176: Flatz S. 218-225; St. Johann auf dem Stein- 
t'elde S. 24:{-247 ; Pottenstein S. 385-388; Trumau 8. 409-416: Minkendorf 
S. 417-418; Wültleinsdorf 3. 448-454; HöHein S. 454-456: Heiligenkreuz 
S. 456-472; Alland S. 472-180; Sulz. Grub, Siegenfeld, Preinsfeld und Maier- 
ling S. 480-483; Sittendorf und Dornbach S. 484: Prattstätten S. 532-530; 
i;.y!.ii S. 555-567; Sparbach, Weissenbach und Brühl S. 568-571: Winden 
S. 102«- 1039; Ncu-Eugen oder Münichhof S. 1040-1043; Podersdorf S. 1044 
bis 1045; Kaiser-Steinbruch S. 1045-1050; Weinern S. 1050-1052. 

Stell, Benedict; Cistercicnserstifl He&gtn&rm*. (In: Ein Cistercienser- 
Bucli. Geschichte und Beschreibung der bestehenden und Anführung der 
aufgehobenen Cistercienserstitie in Oest erreich - Ungarn, Deutschland und 
der Schweiz, von Sebastian Brunner. Würzburg. Wörl. Heiligenkreuz : S. 52 
bis 116). 

(iwll, Benedict: Öfter Maiuillen du Stiftes HeiHgenkreut. Vortrag in 
der Versammlung der Numismatisch, n Gosollschaft in Wien am 15. Februar 
1887, gehalten von dem P. Hofmeisterund Archivar.. .(Monatsblattder numis- 
matischen Gesellschaft in Wien n. 48 u. 40). 

Archiv Tür Kunde Ssterrell 'bischer t;eschi<-hts<|iir]len. Herausgegeben 
von dui- zur PI leg« vaterländischer Geschieht.' aui'^oshellten CommisMnn der 



50 



kais. Akademie der Wissenschaften. Wien. Gerold. Theils grössere Abhand- 
lungen und Berichte, theils kürzere Notizen, die sich auf Heiligenfcreuz be- 
ziehen, sind so zahlreich, dass wir nur im Allgemeines auf diese hochwichtige 
Sammlung verweisen müssen. 

Notizenlilatt. Beilage zum Archiv für Kunde östorr. Geschieh tscjtn 
Herausgegeben von der histor, Commission der kais. Akademie di 
schaften. Wien. (Wir müssen auch hier auf den Index verweisen und hei 
nur hervor Jahrg. 1851, S. 299, n. 19: 8.881, n. 56; Jahrg, 1858, S.45I b1 

Becker, M. A. : Hernxlein in Nieiknixlnrri'irJt, sein Gursgebiet und das Land 
im weiteren Umkreise, Mit Unterstützung Sr. kais. Hoheit des durchlauch- 
tigsten Herrn Erzherzogs Leopold herausgegeben von M. A. Becker. Wien. 
Holzhausen 1889. Ein Prachtwerk erster Klasse, 2 Bde. Fol. Im IL Bde. 
2. Abth. S|";i.i. II'.' Topographie linden sich viele werthvolle Aufzeichnungen 
über die nach Heiligenkreuz-Neukloster gehörigen Ortschaften: Allund, Aro- 
atein, Dachenstein, Emmorberg, Gnden, Heiligenkreuz, Maierling, Maiersdi 
Muthmannsdori',riallstiU.ii»ii,P['eii]slid'i, H iiiscnmarkt, Sattelbach, Mchwi 
see, Siegenfeld, Strelzhof, Thallern mit einer sehr reichen Quellenangabe. 

Mitthciluiigcii ni dem Vaticnnischen Archive, Herausge, 
der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Wien 18^9. In Uomm 
bei F. Tempskv. (Bisher nur der erste Band erschienen). I. Bd. 8. 338, 
S. 379, n. 872; 8. 401, n. 889; S, 408, n, 398; S. 411, n, 399. 

Wurzbach, Coiistant v. : Biographisches Lexicun lies K'ii-< elluiuv 
rtkh. Siehe Artikel : Georg Eaphael Donner, 3. Bd. S. 866 ; Georg Hell 
berger. 8. Bd. 8, 284; Johann Herbeck. 8. Bd. S. 323; Ulrich Molitor, Abt 
Heiligenkreuz, 18, Bd. S, 468; Adam Gl. Reviczky, 25. Bd. 8. 88 
Schlucker, 80, Bd. S. 148; Sucher Josef, 40. Bd. S. 2fi6: Szeker Alois Joac 
41. Bd. S. 28; Daniel Tobe.HK, üommeiidator -Abt von Heiligenkreuz, iö, 
S. 214; Joh. Nep. "Weis, 54. Bd. S. 121. 

WeiskiTii, Friedrieh Wilhelm : Topographie ruiv Xietitrrjsttrreicii, in wel- 
cher alle Städte, Markte, Dörfer, Klöster, Herrschaften, Landgüter. Edelsiwe, 
Freyhöfe, namhafte Oerter u. dgl. «ngezeiger weiden. Wien, Kurz bock 1769. 

I. Bd. 8.29 Alach (Aland); S. 182Gaden; S. 250-254 Heiligenkreuz; 3 
Mitterau; S. 415 Minkeudorf. 

Visclier, »iitlhäiis: Ttipugraphia Archnhiuilff Austritte in/, nwdernae 
Controfee und Beschreibung »llovS'ätt.Clöstei' und Schlösser, wie -ie .m' 
stehen in dem Krtzhertzogtumb unter esterreich. Hervorgebracht im Ji 
1672 durch mühsamen Fleiss Georg Matthaei Vischer. Fol. Mit viel» 
Baligeschichte des Stilles und seiner Besitzungen interessanten Abbüdunj 
So im V. U.W.W. Gadon n. 34, Clostar Heiligen Greyz n, 45, Johanns! 
n. 49, Neukloster n. 71, Rothengrub n. 86; Tallern n. 104; Trumao u. H 
Wildegg n. 120; V. U. M. B, Niederleis n. 58. 

Neueste tiesch teilten und Beschreibungen der mer kwürdigstcnlioi 
hliu*er, Stille, Kloster, Wallfahrtskirchen, Gnadenorte, Calvarienbt 
ßrabmäler und GoltesiLcker in der Österr. Monarchie. Briinn 1821. (Heilig! 
kreuz, 11, Thl.S, 2SO-243). 

Voyajre pitti)res<|iie en Antriebe par le Comic Alexandre Lahorde. 

II. Tom. Paris, Diderot, 1881. Im 2. Bde. wird dasCistercienser-Snir H^iligen- 
kreuz mit seinem altgotiuschenKapitelliaus, Kronzgang, Brunnen und mir den 



51 

Gräbern der Babenberger ausführlich besprochen. fHormayr'a Arohiv, Jahrg. 
1829,8,288). 

Seh «eick hart, Kr. Ritter roa Siekiiigen : Darstellung de* Erzhertogthums 
Oexttrrcich Unter der Enm, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, 
SohlSw, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten., topographisch- 
ste ist i seh -genealogisch- historisch bearbeitet von . . . Wien 1831—83. 7 Bde. 
8°. In Comtnissiou in der Schmidt'schen Buchhandlung. I. Bd. AUand 8. 16 bis 
18, Arnstein 8. 32-37, Dombach S. 203, Enzersdorf am Gebirge S. 261-265, 
Fnlk-nbergS. 828-329; II. Bd. Goaden 8.8-9, Grub 3. 83-84, Gruberau S. 85 
bis 88, Gundramsdorf S. 98-105, Heiligenkreuz S. 173-189, Johannstein S. 305 
bis SOS ; IH. Bd. St. Laurenzen S. 84-87, Mauer S. 206, Mayerimg S. 228-330. 
Mayersriorf S. 230-232, Müuchendorf S. 287-290, Muthmanusdorf S. 291-293, 
Neukloster S. 316-318: IV. Bd. Pia »statten S. 265-269; V. Bd. Preinsl'uld 
S. 17-18, Priventhan 8. 27-2«, Raisenmarkt S. 06-69, Rothengrub 8. 142 bis 
148; Sattelbach S. 183-184 ; VI. Bd. Schwechatbach S. 51 -12, Siegenfeld S. 92 
bisM.SittendorfS. 108-1 12, Sparbach S. 124-128, Stangau S. 139, Sulz S. 196 
bis 199, Tallern 8. 202-204, Trumau S. 279-283; VII. Bd. S. Valentin S. 50-51, 
Wildeck S. 184-186, Wüglerin S. 198, Würflach S. 215-219. Ausserdem viele 
kurze Notizen bei scdcb'.m Orten, die mit Hui li^en kreuz in irgend eine Ver- 
bindung kamen. 

Sihmicil. Adolf: Witnx Umgebungen auf 'zwanzig Stunden im Umkreise. 
3 Bde. Wien, bei Gerold 1835. (Heiligenkreuz : 3. Bd. 2. Abth!., bearbeitet 
von Josef Feil. S. 322-377. - Eine der besten Beschreibungen von Heiligen- 
Bericht über die iisterreielii-'cheu lirahniHler des Klosters Üpiligen- 
kr che, Zistercienser Ordens in Cnter-Oesterreich von Marquard Herrgott, 
ddo. 9. Mai 1739, nebst einigen Anmerkungen von Fr. Theodur Kraft, Prof. ad 
8. Crucem ddo. 20. Nov. 1801. Eingesendet, von P. Malachias Koll. (Oester- 
reichische Zeilächrift für Geschichte und Staatskunde. 3. Jahrg. 1837. S. 242 
mit Fortsetzungen). 

Feil, .los.: Ih.e fftirii<etie <l:r Siiß-Urche tu HeMgenkreuz, aus Anlass des 
Erscheinens einer Steindruck- Abbildung von Hawelek. (Wiener-Zeitung vom 
26. März 1840). 

Kessel, Fr. Gu»t. Ad.: Baden Im Wien und dessen Umgebungen sammt allen 
näheren und entfernteren Ausflügen ; nach .1, Ad. Krikel's topograph, Nach- 
lässen bearbeitet von Franz Gustav Adolph Ressel. Mit einer Karte. Wien 
gedruckt u. im Verlage bei A. Pichler's Witwe. 1851. 8 U . (Heil igen kreuz 8. 232 
bis 241). 

Mittelalterliche Ktiiistdetikmale im iistcrreichischeii Kaiserstaates. 
Herausgegeben von Dr. G. Heider, Prof. R. v. Eitelberger und Architecten 
.1. Hieser. 4°. I. Bd. Stuttgart 1856. Heiligenkreuz, S. 1— II. a) Historische Ein- 
leitung. UeberdieF-igunthümlichki-iteniniBauederKliister und Gotteshäuser 
des Cistercienser-Ordeiifc, dann GrüinUui^sjahr und Baugeschiuhte der Abtei 
Heiligenkreuz, von Jos. Feil; b) Beschreibung des Stiftes von Dr. G. Heider 
sammt VI Tafeln. 

f'aniesina, Albert; dUtigeotdlde aus dem XII. Jahrhundert im Kreuzgange 
des Ofstantanmr - Sl iti OB llfligenkrmz im Wiener - Walde. Mit 32 Photo- 
lithographischen Tafeln Wim, aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. In 



Commission bei W. Bmumiiller 
buche» der k. k. Cenwal-Ci 



fai 



'. S. A. aus dem III. Bde. des J&hr- 

;ur Erforschung und Erhaltung der 



Sackfii, Eduard Freili.v, : ArthtkÜOgitchtr Wegweiser durch datVierUl unter 
dem Wimer Walde von Nieder- Ousterreich. Mit erläuterndem Test von Eduard 
Fivihcmi von Sticken. Herausgegeben vom Alterthums- Vereine zu "Wien. 
Wien. In Commission bei Prandel und Ewald 1866, 4° S. 13-18 mit vielen 
Abbildungen und Tafel IV-XIII. 

Atlas kirchlicher Denk mal er dei Mittelalters im Bstorretcfa tacke* 
Kaisers! aale und im ehemtili^cn L'J!iikivili.sch-vcN..-i.iiti]isdieii Küiii^reiclie. 
Herausgegeben von der k. k. Centrnl-Commtssiori zur Erforschung und Er- 
haltung der Baudenkmale, IS Lieferungen, gr, Fol. Wien 1847—72. [ICt iefat 
vielen Abbildungen stift lieber Baulichkeiten). 

Nenmann, Willi. Ant.: Handwerk und Kunst im Stifte lleiligenkrew vom 
XVU. bis zur Mitte des XVIII Jahrhunderte, Aus dem Archiv« 2m Stiften 
von Wilh. Ant. Neumann, Oapitular von HeiligeiikreiiK, Prof. u. Dr. der 
Theologie. 4". S. 40. S. A. aus den Mittheilungen dos Alterthuina 
18. Jahrg. 

Berieht« und Mittheilungeii des AI tfrtlinms- Vereines in Wh 

Fol. Fast in ji-dctii Biunl' 1 liiid»'U ^- i ' ■ 1 1 kürzen- < >>ii ■ r lungere Hinweise mit' 
Geschichte, die Gebäude und Kunstwerke dei Si it'it.s : wir müssen daher auch 
hier auf die Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Bände verweisen. 

Mittlieilunsen der k. k. Central - 1'ominissiun für Erforschung und Er- 
haltung der Kunst- und historischen Denkmale. I. Bd. S, 83 [Kirche in Heili- 
genkreuz), S. 105 [Chor und Fenster v. Sacken); ii. Bd. S. 13*1 (Bogenfries des 
Seitenschiffes der Kirche v. A. Essenwein); III. Bd. S. 14-2—143 (Kreusgang 
v. W.Lübke) ; IV. Bd. S. 122 u. ff. Darstellung von Glücksrädern in einer Hand- 
schrift des Stiftes von Dr. Gustav Heider; S. 313-822. Die Zeitbestimmung des 
Chores der Kirche und des Dormitoriums au Heiligenkreuz bei Wien von 
Aug. Essenwein; VI. Bd. S. 16.5-178. Zur Feststellung der Bauzeit des Chores 
der Abteikirche KU Heiligenkreuz in N.-Oe. von Josef Feil; S. 103 (Elfenbein' 
tafel des hl. Gregor am Schreibpult und das byzantinische Madouneubikl in 
Heiligenkreuz v. A. Essenwein. VIII. Bd. S. 168. S. 134, 135, 168, Kleinere No- 
tizen finden sich; \TJ. Bd. S. 50 'Fussboden); VIII. Bd. S. 28 (Die segnende 
Hand im Stiftswappen); XIV. Bd. S. 72ff {Grundriss der Kirche von Dr. K. 
Dohrae); XVII. Bd. (Restaurirung der Kirche von W. Naumann); XVIII Bd. 
S. 11911'. (Gruft der Babenberger von K. Lind). Neue Folge: VII. Bd. S. 79 
{A. Camesina in Hei 1 igen kreuz) ; XI. u. XIII. Bd. (Avanzo's Bericht, über 
Res tau ri ru ngs h r bei Um ) , 

Topographie vnn Nieder »sterre ich. Herausgegeben vom Verein für 
Landeskunde von NiedcrÖsterroich. Wien 1877 u. ff. 4°. Verlag des Vereines. 
Bd. I. S. 335, 340, 358, 405, 504, 507, 534, 551, 560, 587, 594, 662, 968, 666-669, 
672, 679, 684-05, 089, 692. - Bd. II 1. Abth. S. 23, 6$, IM, 2. Abi*. B, H 
Alland, S. 73 Arbesthai, S. 79 Arnstein, S. 118 Baden, S. 130 Baumgarten an 
der March, 8, 135 Herren -Bau mg arten, S, 180 Blumenfhal, S. 345 DonÜMCh, 
3. 417Ebershnmn, S, 590 Enzersdorf a. d. Fischa, S. 509 Enzersdorf am Ge- 
birge, 9. 635 Enzesfeld a. d. Trie=itiiig, S. 673 Erdpress, S, 708 Ernstbrunn. - 



53 

Bil. ULB.S, 15, 17, 53, 54 Feldsberg, S. 82 Fölling, S. 112 Fischamen-l. .>. _>-;., 
Füllenberg, S. 2ö2 Gaden, — Weiteres ist bis jetzt nicht erschienen. Wichtig 
i.ii )iu»i.iinl«rij ruf Quelleoaogftbe bei den tunzelnen Artikeln. 

Lind, !>]-. Karl: MilUhtlterlw/m finib'lenl-mnk in HHliiie.ukfwi. Besprochen 

von Mit 28 Te.xl-lllu.sti'iitu.ri.'vi. (Bei-ichi« und Mittheil ungen des Alter- 

th ums- Verein es BD Wien. Bd. 24. S. 188-190). Siehe : O österreichisch es Jahr- 
buch. Für den üsterr. Volksschnfteii- Verein, geleitet und herausgesehen von 
Freih. v. Kellert. 5. Jahrg. Wien 1881, S. 177-318, und 8. Jahrg. 8. 27-80. 

Der Heiliginkreimpr Hochaltar. (Besprochen im „Fremdenblatt", 1887. 
25. September). 

l>.-r Cib.irien»lliir im Stift* Hi-iligriikrniE. Mit 2 Tafeln. (Zeitschrift 
des österr. Ingeniem- und Architekten- VefräiM 1888. 8. Heft). 

II «ine nimm, L, v. : Ihr. (imbxt-ittc (i.rtrui!'\ von Bmunsehiceig, ihr TocJUer 
h'i'i.-., ,- Ijilliur.i, im Klottcr Ueilif/t:nl;ri:»: bei Wien. (Foisdningen zur deutschen 
Geschichte. XXII. 818-ffl). 

Lülikr, Wilhelm : Geschichte ihr deuUcfatn Kunst von den frühesten Zeiten 
bis mir Gegenwart. Stuttgart. Yerfaff von Ebner und Seibert. 1888. (Ueber 
HeiligenkrexK. 5. Lief. S. 2H— Ülti). 



Reihenfolge der Aebte. 

Nicht eine Geschichte der Aebte des Stiftes Heiiigenkreuz - 
die ja eine Geschieht» des Stiftes selbst wäre — sondern die 
leumässig sichergestellt« Reiheniolge derselben soll hier geboten 
werden. Verzeichnisse der Aebte sind wiederholt gedruckt, aber 
die angeführten Daten nicht immer genügend begründet worden. 
Der Gefertigte hat es nuii versucht mit Hilfe der im stiitlichen 
Archive sieh vorfindenden l'rkunden und anderer glaubwürdiger 
Quellen diese Reihenfolge, so weit es ihm möglich war, mit einiger 
Sicherheit festzustellen. Schwierigkeiten boten die ersten vier 
Jahrhunderte theils wegen Mangels an Quellen, theils wegen von 
einander abweichender Angaben derselben. Jede etwaige Berich- 
tigung wird daher dankend entgegengenommen. Ueber dieWalilen 
und die Regierungsdauer der Aebte in den letzten dn.-i Jahrhun- 
derten sprechen sich die im Archive aufbewahrten Acten so be- 
stimmt aus, dass darüber auch nicht der mindeste Zweifel auf- 
kommen kann, daher für diese Zeit eine weitere Begründung über- 
flüssig erscheint und die gewissenhafte Versicherung, die An- 
gaben stützen sich hier auf vollkommen verläaaliche üoeumente, 
d. Beginnen wir nun die Reihenfolge selbst. 



54 



1. Godeschalk, 113-1 (U3ö)-U47. - Die noch vorhandene Stif- 
tuugsurkunde ') des frommen Markgrafen Leopold ist ausgestellt 
im J. 1136, anno regni domini Lotharii VIII", welches Jahr mit 
8. Juni 1 136 zu Ende geht. Nach dein Wortlaute dieser Urkunde 
muss zur Zeit ihrer Ausstellung der Convent schon als bestehend 
angenommen werden, die eigentliche Gründung „sensu patTum* 
ist daher mitgrösster Wahrscheinlichkeit in das Jahr 1134 oder 
höchstens 1135 zu versetzen.*) Godeschalk stand aber schon beim 
Auszuge aus Morimund als Abt au der Spitze seiner Brüder, und 
somit ist auch sein Regierungsantritt bestimmt. Ausserden beiden 
im Urkundenbuche des Stiftes Heiligen kreuz a | angeführten Ur- 
kunden erscheint Abt „Gotschalck- noch in einer Urkunde des 
Herzogs Leopold V aus dem J. 1141.*) Der Herzog nimmt auf Bitten 
des Abtes „quem Iooo patris ampleotimur" die Stiftung Ottos 
von Machlant, das Kloster Baumgarten borg, in Keinen besonderen 
Schutz. -Das Todesjahr Godeschalka setzt Hanthaler 6 ) in seinem 
Ortilo in das J. 1141, was ich aber aus den unten bei Abt Conrad 
angeführten Gründen nicht annehmen kann. Alte Stiftskataloj 
führen, wenn auch ohne urkundlichen Beleg, das J. 1147 an 
zwar entweder den 5. Dezember °J oder den 13. Dezember. *J 

2, Conrad I, 11-18. — Die Frage, ob der sechste, heiligmüssige 
Sohn des h. Leopold, Gründers von Hoiligenkreuz, Mönch und 
Abt daselbst gewesen ist, wurde am gründlichsten untersucht von 
Blumberger*)und leider nicht bejahend beantwortet. Wenn dieser 
in der vaterländischen Geschichte so bewährte Forseher den Ar- 
chivar des Stiftes HeÜigenkreuz aufforderte, doch ans dein Ar- 
chive des Stiftes Docuinente zur Herstellung der wahren Si 
läge vorzubringen, so müssen wir gestehen, daes ausser der uralt 



,Ar- 



') Weis, Urk. des Cisl.- Stiftet, Heiligen kreuz. Wien. 1856. 1. 1. (Pontes M 
Äustr. Dijrfom. etActaXI,.. - *} Jauausehek,Orig.Cist.T.I.36,n.86.— J .Wi-K 
I. c. n. 2 und 3. — ') Kurz, Beitr. zur Gesch. des Landes ob der tinns. II I. 3Ö2, 
u. 1 j l'rit.z, Gesch. des Kl.-Baumgartenberi,'. SeiL-Abdruck uns dem XU. Bde. 
den Arch. f. Kimde öät.err. üesehiehlsii Kellen, S. !■. ; Meiller, Rcgesten der 
Babeub. 27, n. 18. — >; Fasti Camp. I. z4(J. _ ") Catal. alphak l'ratrum tuon. S. 
Ur.M. S. — *) Abt Clemeun: uot.itia universalis mon. S. Cruc. ; Sevwit.z: series 
abl.uL. M. S. im Archive di B Stiftes. - "| Jahrb. der Literatur, Bd. 87, Jahrg. 
1839, AuzeigeblaU. 6. M— 44. Wi-l. den Aulwilv. dieselben Verfassers „Mark- 
graf Conrad in Oest.erreieb um Zeit Hi.-j7.oj:>, Heinrich .lasumirgott" in Hor- 
tnayr's Archiv, Jahrg. IB18, S. 238-240, und Stütz : Markgraf Conrad ia den 
Urkunden des Stiftes Wuldhauseii und im Salbuche /.u Göttweig, (Der öaterr. 
Geschieht sli.il ■Nuher, tanuagegeben von J. Chniel. Wien. 183ÖJ. 



55 






Btrftfltradition, die dann in den spateren Verzeichnissen derAebte 
Ausdruck gefunden hat, auch heute ein über allen Zweifel sicherer 
Beweis sich nicht erbringen lässt. Das Stift besitzt nur zwei Ur- 
kunden Conrads, 1 ) aber aus der Zeit, da er bereits Bischof von 
Passau war, als welcher er im J. 1148 erwählt wurde. Aus der 
ersten, ausgefertiget circa 1150, ist allerdings die gnädige Gesin- 
nung Conrads gegen das Stift ersichtlich. Herzog Heinrich und 
„trat er ejus Chunradus pataviensis episcopus" schenken dem 
Stifte das Predium Minkendorf zu ihrem und ihrer Vorfahren 
Si-Wi'tihrili*, und hier wiiiv wenigstens eine entfernte Gelegenheit 
gewesen, die frühere Beziehung Conrads zumStifte alsAbt zu be- 
rühren, allein diese wird auch nicht leise angedeutet. Die zweite, 
später (1163?) ausgestellte Urkunde bot hiezu gar keine Veran- 
lassung. Das alte Necrologium des Stiftes, in dem vielleicht Con- 
rads Erwähnung geschah, ist Hingst verloren gegangen, nur Bruch- 
stücke haben sich vorgefunden.") Die alten Chroniken, deren eine 
ganz grosse Anzahl ans Tageslicht gezogen wurde um! die so viel 
von den Söhnen Leopolde und gerade auch von Conrad zu erzählen 
wissen, lassen uns über den wichtigen Umstand, dass dieser Alu 
von Heiligenkreuz gewesen sei, im vollen Dunkel. Dieses absolute 
Schweigen der alten Chronisten muss jedenfalls schwere Bedenken 
erregen. Wie BJamberger nachgewiesen, bat erstBnuehiu» 1 ) 155» 
die Notiz, daaa Conrad ein Ordenamann von Seiligenkren* ge- 
wesen, W •'dlinllirii.il Ivniiliiiss gebracht, ohne jedoch anzu- 
geben, woher er dieselbe genommen. Sie wurde, wie es scheint 
ohne weitere Prüfung, von den späteren Geschichtsschreibern 
Hund,') Haiisiz 1 '') u. s. w. aufgenommen und bis auf unsere Tage 
nacherzählt. Uauthaler hat allerdings in seinen Excerpten ex Ri- 
cardo und in seinem Ortüo eine grosse Menge bisher ganz un- 
bekannter Sachen zur Kenntn issnahme vorgelegt. Ich will das 
scharfe Urtheil, welches der ausgezeichnete Verfasser der Yi Annales 
Austriae", der Jesuit SigismundCalleg, in der Vorrede zum ersten 
Tludle seines Werkes '') aussprach, und welches der ebenso ge- 
lolurte Chinel 7 ) wiederholte und zu seinem machte, und dem auch 

l )Wein, I.e. S. 6 und 7, n. 4 und y. — ';Zeissberg: Fragmente >-;■■■ .- N 
logs des Uist. -Stiftes Heilige n kreuz ii» N.-Oe. Zeitschr. Rir die österr. Qyran. 
Wien 1877. Ht't. 1. - ■) Colltclio Boript rerum biatorioo-moiiastico ecd< 
süearuiri. Uhn 175G. II. Supplementum llru.scliiiuiu.iu. S \b'A. — ') Metrop. &&• 
lisburg. Monachii 1880) p. B09, — ''JUermaniiie Mime tom. 1. J>. JS1Q. — *) Sigis- 
mumlua Callea S. .1. Aanalea AuaUiae. Viennae 1750, Praetatio ad Lectorem 
jtag. 3 seqq. — ') SitaLiugsber. d. k. Akad. d. Wisseusuh. Julug. 1*50. S. BIO U'. 



Blumberger seine Zustimmung gab, hier nicht anführen; ich will 
nur offen gestehen, dass ich, so sehr ich Hanthaler in vieler Be- 
ziehung hochachte und sehätze, in Bezug auf die lüeher gehörigen 
von ihm veröffentlichten Nachrichten über den „CtmrWhw «'</»..- 
in Satteldach" ihm keinen Glauben schenken kann. Die weiteren 
Gründe, die Blumberger aus der Stellung Conrads als „£'(*/"//<"■■■■<■■ 
atriae" als „l'racposiius Tt-ajccfensin" und „liililir-ltriiHri,*).-" 
führt, dürften vielleicht doch noch einer strengen Prüfung unte 
zogen werden ; es geht aus denselben nur hervor, dass Conrad i 
den Jahren 1139-1142 noch nicht v nwnarhw griseut" war. Wie! 
tiger ist allerdings die Urkunde aus dem J. 114V) m welche! 
Conrad einfach als Bruder des marchio angeführt wird ; aber aut 
dieser Umstand dürfte nicht absolut unvereinbar damit möb, • 
Conrad damals schon Abt in Heiligenkreuz war. So sehr iofa DJft 
die gründliche Darlegung Blumberger'e anerkenne, so möchte icl 
doch in. pietätsvoller Berücksichtigung iler Tradition meines Hai 
Stm >Jie Frage über Aht Conrad heute noch nicht für völlig abg> 
schlössen erklären, und nehme darum an- ich gestehe es noch •■ 
mal offen, blos auf Grund dieser Tradition, Conrad sei Ende in 
oder Anfang 114* Abi von Heiligenkreuz geworden, und d&i 
Prag' an ulieii Jleiller's*) wolle einstweilen noch aufrecht bleibet 
Gegen Ende des letztgenannten J ahres wurde Conrad Bischof voi 



3. Heinrich I, 114s— llt*5. Da Conrad gegen Ende i 148 auf den 
Biachofsstuhl berufen wurde und ein längeres Interregnum in der 
noch jungen Abtei nicht leicht anzunehmen ist, bo dürfte die Wahl 
Heinrichs vielleicht noch in dieses Jahr gesetzt werden. Narai 
lieh erscheint er erst nach geraumer Zeit, und zwar in der Sti: 
tungsurkunde des Schottonklosters in Wien im J. 1168,*) 
Zeuge kommt er noch vor in den J. 1103 und 11H4,*) dasletztemal 
wird sein Name genannt in der Bestätigung^ Urkunde des Papstes 
Lucius HI. ddo. Verona 7. September HHä. ;, J Alte Stittskataloge 
setzen seinen Tod auf den 15. Dezember 1185. Das Necrnlogiurn 
Claustro-Neou. hat am 30. Mai : „Heinricus abbas S. Crueis-, auch 
im Necrol. von Keun lesen wir zu demselben Tage: „Houricus 
abb. primus s. Crucis", ebenso in dem von Meiller im Auszuge 
edirten Necrologium der Propstei St. Andrea an der T raison aus 

l ) Fischer, Schicksale doa 86. Kloaterseub. 11. n. 144. — ') Heg. der B 
S. 349, c 1. - ", Font. ror. austr., Dipl. et acta. XVIII. S. 3. — *) L 
Clarav. y. 2ii9 und SUA — ", Weis, 1. c. S. IS, n. 1Ü. 



^ahl 
eut- 



57 

dem 13. Jalirh., ') was aber mit der zuletzt angeführten päpstlichen 
Urkunde nicht stimmt, Necrologien sind überhaupt nicht immer 
eine vollkommen vei'lässliche (Quelle bei Angabe VOH flfwWujJWI ; 
es wird uns diess noch einigemal ersichtlich werden. Als Sterbe- 
tag wurde oft der Tag eingetragen, an welchem die Nachricht 
über den Tod eintraf, oder an welchem der Bote vom Sterbehaus 
expedirt wurde, in welchem letzteren Falle die Uebereinstimmnng 
der Neurologien auch bei Klöstern, die weit von einander ent- 
fernt waren, leicht erklärbar ist. 

4. Marquard, 1186—1203. Der Anfang der Regie rtingszeit fallt 
sicher nicht später als 1186; denn im nächsten Jahre erfolgte die 
dedicatiomcinasterü, und diese feierliche Handlung lässt sich ohne 
Abt kaum denken. Im Chron. Claustroneob.") heisst es im J. 1187: 
„dedicaturn est inonasterium sancte crucis a venerabili cardmali 

Theobaldo OBtiensis et velletrensis ucciesie episcupo 1.1. Ka- 

lendas Februarü prima obdouiada quadragesime in die sabbati". 
Kichtig HOÜte es hcissen: „septuagesime 1,4 . Den Tod Manjuanls 
setzt Ortilo in das Jahr I21"i i ) mit den Worten: „Ubiit Dominus 
Marquardus Abbas S, Crucit- V. Kai. (Jetohr., cui Dominus Wern- 
herus successit J ; allein hier ist er entschieden im lrrthum, wenn 
wir nicht ohne allen (.irund annehmen wollten, Marquui-d habe 
lange vor seinem Tode resignirt; denn sein Nachfolger Werner 
erscheint bereits im J. 1207 urkundlich als Abt vonDeiligenkreuz. 
Alte Stiitskutaloge lassen Marquard im .1 . 1202 sterben, der Cata- 
logus Alphabeticus im Stiftsarchive, Abt Clemens in seiner uotitia 
univ., Seywitz in seiner Series abbatum ncimeu das J. 120J und 
letBtwei dun 1. Dezember. 

5. Wernherus, 1208- 1228. Eine ältere Urkunde, in welcher ALl 
Werner genannt wird, als die obenerwähnte aus dem J. 1207, 
können wir nicht vorbringen. Sie findet sieh im Saalbuche des 
Stifte* üottweig.*) Die Aebte Wernher von tteiligenkieiiz und 
lÜcher von Zwettl, die Frühste Sigbard von St. Polten und Otto 
von St. Florian, und Conrad, Pfarrer von Rusbaeh, entscheiden als 

erwählte Schiedsmänner einen Streit zwischen den Aebten itegi- 
nold von Melk und Wezelin von (iöltweig über den rechtmassigen 



') Ärch. f. Kunde öäLurr. Ue^oLicliLsq. Bd. XIX. ö. 4i.>2 mit dem Beisatze 
Meiller's ,,-f 1185". - *) Rauch, rer. auslv. .seript.. vol. 1. S. H. Vergl. Pez, Script, 
tom. I. S. 439 &'. und Pidtrami, Chrou. uustr. ad amiiiui Uö7 ebendaselbst. 
S. 704. - ») Fasti lom, I. p. LI. S. 703. — *) Font, rer. austr. Dipl. et acta. Bd. VIII. 
Ö. 988, 



58 



Besitz von Mein zu Gunsten des Letzteren, ddo Krems 1207, und 
Herzog Leopold bestätigt in einer eigenen Urkunde desselben 
Jahres, 1 ) in welcher wieder doinnus Wernherus abbas de saneta 
cruee ausdrücklich genannt wird, diesen Entscheidungsspruch. 
Ala Todesjahr Werners wird fast einstimmig genannt 1227. Das 
Cliron. Claustroneob. und dasChron. Paltr. 1 ) nennen 1228. Letz- 
terer sagt irrtliümlieh; Dominus Benedictes (!) abbas 8. Crucis 
obiit. Die Monumenta Boica Vol. XXIX pars II p. 344 n. XIX 
bringen eine Urkunde ddo Crcms 1229. 7 Dec, laut welcher Abt 
und Prior von Zwcttl mit dein Abte von Heiligenkreuz als Dele- 
girte des apost. Stuhles auftreten, doch fügen die beiden uioioa 
hinzu, sie können nur in ihrem Namen sprechen, „cum tereius 
conjudex uoster mortuus esBet, videlicet Abbas sanete Crucis", 
unter welchem offenbar unser Abt Wernher gemeint ist. Der 
Sterbetag wird aber sehr verschieden angegeben; llanthaler J ) 
hat: Ichbus (lü) Nov.; das Necrol. Olaustroneob. 18. Oct., das 
Lilienfelder Necrol. lg. Oct., das Necrol. Runense 6. Oct., s. . 
witz in seinem A übte -Verzeichnis« 15. Aug. 

6, Egilolfus, 1227-1242. Heine Wahl zujn Abt lallt gegen End' 
1227; denn in einer Urkunde des Herzoge Leopold nach de] 
21. Juli 1227 i } kommt Eglulf noch als Subprior vor, was mit < 
■^gerührten Daten über den Todestag des Abtes Werner iilun-ie- 
stimmt. Als Abt erscheint Eglulf zuerst auf einer Urkunde Ulricl 
von Wiltieinsdorf, welcher der Abtei Heiligenkreuz gewiaee 
Büteogene Grundstücke zurückstellt circa i.2'M. b ) Die Letzte im 
Aiilii vi- vorhandene Urkunde mit Beinern Namen ist datirt H-i- 
ligenkreuz i. November 1241. °) Das Chron. Ghuistroneob. ') sagt 
zum .1. 1242: Egiolfus sanete crucis abbas obüt, wiederholt aber 
diese Nachricht zum J. 124ü mit dem Beisatze; et dominus Pilgri- 
mus substituitur,") wobei offenbar auf diese Letztere Notiz des 
Nachdruck gi-Irgt wird. Dieselben Worte finden sich iibri' im 
Chron. Leob.") zum J. 1231), jedenfalls unrichtig. Die Necrol. von 
Willi.'mig, 1 ") Kl osten leub arg, Renn ") und Lilienfeld nennen ut 
Todestag den IB. Mai (1248?), die Stifts kataloge aber den 2-1. De- 
zember 1242; wahrscheinlich wird die Rotula de defuneto ab bäte 

') Font rer. nuat.r. Dipl, et acta. VIII S. 283. — ') PeK, Script, t. I. o. 489 u. 
c. 704. - >) FasÜ t. I. 8. 707. — ') "Weis, 1. c. S. 66, n. B5. - 8 ) ibidem. L o. S. 77, 
n. 66. -«; ibidem. 8. l(J5,n. 90. - ') Hauch, vol. J. 8. «4. - a ) ibid. 8. 86, - »j l'ez, 
eoript. tom. 1. c. 810. — ,0 J Stülz : Geschichte des Ci.st -Stiftes Wilhering. Linz 
1840. S. 437. — "j Necrol. Run. awtiq. 1691. 8. 6. Im Register ist das Sterbejahr 
mit 1242— 124Ü Ije/eiulmet, weither Zeiüaum besubriiiiJct werden muss. 



erstandein in den auswärtigen Neerologen bezeichneten Tagex- 
pedirt worden sein. 

7.PilgrimnsI, 1243-1249. Pilgrim war seit 1287 Abt von Baum- 
gartenberg und wurde, wie Pritz berichtet, 1 ) im J. 1242 als Abt 
nach Heiligen kreuz pustulirt; wahrscheinlich aber kam er erst an- 
fangs 1243 dahin. In den BtifÜioheU Urkunden erscheint er das 
erstemal im J. 1245 als „abbas monasterii sanete crucis praesidens 
feliciter",*) während Eglolf als pie memorie aliquando abbaa an- 
geführt wird. Die letzte stiltliehe Urkunde mit seinem Namen ist 
aus dem J. 1247. Pilgrim ertheüt dem Albero von Lei», welcher in 
schwerer Krankheit Mönch in Heiligmkreuz zu werdeil beschlos- 
sen hatte, auf dessen Bitte die Erlaubnis» zum Austritt aus dem 
Kloster. a ) Bei Hanthaler erscheint er im gleichen Jahre am 12. Juli 
noch als Zeuge auf einer Urkunde des Abtes Beithoid von Lilien- 
feld.*) Ebenso am selben Tage auf einer Urkunde des Bischofs 
Küdiger von Passau ddu. Passau \i. Juli 1247.'"') Ein alter Sritis- 
katalog bezeichnet als seinen Sterbetag den 12. Juli 1249. 

8. Berthold, 1249—52. Auf einer Schenkungsurkunde der Die- 
mud von Wüdek im Zwettler Süftungsbuche") erscheint Abt Per- 
thoidus schon im J. 1246 als Zeuge, was mit den oben angeführten 
Urkunden, insbesondere der Heiligenkreuzer vom J. 1247, nicht 
stimmt, selbst wenn wir annehmen, Abt Pilgrim habe vor 1249 
resigrürt. Es dürfte also bei Linck doch ein Irrthum beim Ab- 
schreiben unterlaufen sein. Wie sein Vorgänger wurde auch Ber- 
tliol-l als Abt von Baumgartenberg nach Heiligenkreuz berufen, 
nach Pritz im J. 1250;') ob er aber, wie ein alter Katalog sagt, 
dahin wieder 1252 zurückgekehrt sei, ist zweifelhaft. Jedenfalls 
regierte er nur ganz kurze Zeit. Im Archiv ist eine einzig«/ Ur- 
kunde mit seinem Namen vorhanden ddo. Brück a. d. L. 2. Mai 
1250. H ) Die Necrol. Campil. und llilar. setzen seinen Tüll auf den 
27. Juli, wahrscheinlich 1252. 

9. Heinrich II, 1252-1259, „cfccbw mmwitlustis" , wurde noch im 
J. 1252 abermals als Abt von Baumgartenberg, also der dritte in 
«MMrBeihe, nach Heiligenkreuz postidirt. 1 ') Die in unserem Ar- 
chive vorhandenen Annale« iPomariensei 'MS.) nennen daaj. 1253. 
In den stiftlichcii Urkunden erscheint, er das erstemal als abbas 



')l. e. S. 21. -■; Weis, I. d. 8. 111, a. 105. — ■] ibidem. S. 114, n, 108.- 
'. Fasti tom. 1. 1>. II. S. 952. - •) U.-B. des Laiides o. d. E. Bd. 3, S. 139, a. 137. - 
•) Lib. i'und. man. Zwutl. (Kontos rer, Austr. Dipl. et acta III.) S. 122. - ») 1. c. 
SL 31. - »j WoiH, 1. c S. 119, n. US. - ") Prite, 1. c. Ö. 22. 



ign»- 
»chon 



S.Crueis im .T, 1254.') Auf einer Schenkungsurkunde des obe 
Kämmerers von Oesterreich Otto von Bertlioldsdorf aus d< 
J. 1259 heisst es noch „ad instantiam abbaris Hoinrici", 11 ) al 
schon in der nächsten Urkunde aus demselben Jahre*) erscheint 
er in der Reihe der Zeugen als „Hcinricus •/noiulum abbat sanete 
crucis" : er hatte also in diesem Jahre resiguirt. Bei der Gründung 
von G-oldenkron 1263 trat er jedoch als Abt an die Spitze clervon 
He lügen kreuz dahin entsendeten Kolonie, legte nach 17jährigcr 
Regierung im J. 1280 abermals seine Würde nieder und starb als 
einlacher Mönch im J. 1284 in Heiligenkreuz. 

10. Sifrid, 1259-1261. Er muss unmittelbar nach der Ren 
tion Heinrichs zum Abte erwählt worden sein; denn er wird acl 
imj. 12&9 auf einer stiftlichen Urkunde genannt, in welcher er 
die Stiftung eines Jahrestages von Seite Heinrichs von Merawancb 
bestätiget,*) und dea Anonymi Qhxonicon AuBtr.*) sagt: „Soden 
anno (l'J61t) in die Sancti Gregoni (12. Mart.) electus est dominus 
Sylridus in abbatem in saneta cruce et in annunciacione (25. Mart.) 
in Zwetel ab Ottone patavieusi episcupo eunsecratus est". Er starb 
nach kurzer Regierung im J. 1261. Sein Todestag wird wie< 
sehr verschieden angegeben. Ein alter Stiftekatalog nennt 
14. April, das Neer. Gampil. den 1. Oktober, das Necr. HJL fl j 
B. Oktober; denselben Tag bezeichnet das Obron. Zwetl. 
indem es ad aimum 1261 sagt: „Obiit Sevlridus abbas S. Ol 
in Öotava S. Michaelis »exta teria" (!}; oasChroii. Ulaustron. 
„Pie meioorio Si&idua abbas sanete Crueis obiit in oetavu 
Michaelis, ipie tuue l'uit V" [■■na-, was richtig ist. 

11. Pilyj im II, 1261-1262. Weder über Beine Wahl noch 
seinen Tod liegt irgend eine Urkunde vor. Dass er aber, trenn 
sehr kurseZeit, vielleicht kaum ein Jahr, regiert habe, bestä 
eine Urkunde ddo. 26. April 1263, in welcher Alber der Stui 
von Trau tiuansduifenicii Vergleich zwischen Abt Pilgrim otttd 
Gemeinden St. Marem und Wilfleinsdorf als durch ihn vermitl 
bestätiget.'' 1 ) Die Urkunde setzt eine längere Verhandlung 
tmd sn ist i's walirseheiidich und erklärlich, dassder Abschluss 
Streites erst nachdem Tode Pilgrims erfolgte. Seywttz setzt 
Wahl noch in das J. 1201 und seinen Tod auf den 27. April 

')Weis, 1. c. S. 127, n. 125. - *) ibidem. 1. u. L S. 144, n. 140. - ') i_„ 
b. 145, n. 150. - «J Ibidem. 8. 146, n. 151. — »j Kauoh, Script, vol. II. ö. WL 
*) Stülz, l c. S. 44S. - ') Pez, Script. I. o. 983, - ") Raach, l. c. vol. I. H. 94, u. 
voL IL S. 251 ex Anonymi chron. austr. - ») Weis, 1. c. S. 157, l " "' 



12. Heinrich III, 126-2-1284 ist der erste Abt, Hessen Zunamen 
wir kennen: Heinrieh Sehinweis. Er iat wahrscheinlich derselbe 
Heinrich, von dem es in der eben genannten Urkunde heisst: 
„der di Zeit hotmatster waz auf dem Munichshof . Die alten 
Chroniken sagen alle, er sei gewühlt worden am 15. Jiinner. Pal- 
trami chron. Anstr. 1 ) hat zum J. 1262: „Hoc anno Haynricus factus 
est Abbau in Saucta Cruce in die Mann abbatis : in tlio vero Ascen- 
sioniB Domini conseeratus est in abbatem*. Das Chron. Leob. setzt 
noch hinzu: „indieMauri, ciuetuncdominicahabebatur".*) Ebenso 
das Chron.Clauatroneob. 9 ) Ein Verkauf 's vertrag zwischen der Abtei 
Klein-Mariazell und dem Stifte Heiligenkreuz ddo. IS.November 
1283 ist die letzte Urkunde, die wir von ihm vorweisen können.*) 
Die Urkunde deB Hugo Turs von Lieh teuf eis vom !). Juni 12B4 ß ) 
dürfte sich auf einen früheren Verkauf und eine an das Stift ge- 
machte Hchenkung, die nun trat zum Absehluss kam, beziehen, 
da am 18. Februar 1284 schon Sichard als Abt genannt wird. Bein 
Todestag wird im LilicnfehlerTodtenbneh angesetzt am 28. Jimi, 
ein alter Stiftskatalog nennt den 29. Juli; Seywitz hat in seiner 
Seriea abbatum den 1. Jänner (1284 1, welche Angabe die richtige 
zu sein scheint. 

13. Sieghard, 1284-1289, Seywitz gibt seinen Wahltag an mit 
16. Jänner. Wie schon erwähnt, erscheint er bereits rm 17. Fe- 
bruar 1284 als Abt. Heinrich von Chunring beurkundet einen Ver- 
gleich zwischen seinem Diener Liupold Rud und dem Abte Sieg- 
hard von Heiligenkreuz wegen eines Mausen in Prunsendorf.' 1 ) 
Die letzte Urkunde, in der Sieghard genannt wird, ist datirt Baden 
6. Dezember 1289. T ) Als Todestag wird angegeben im Necrol. 
CQass&ün. der 12. Februar, im Lilienfelder Necrol. der 18. Fe- 
bruar, in pervetusto necrol. Admont.") und im Necrol. Hilar. der 
14. Februar, in einem alten Stiftskataloge der 16. Februar ( 1890). 
Zeissberg") bemerkt hiezu ganz richtig: „Am 16. Jänner 1290 
wird bereits ein anderer Abt genannt. Ist obiges Datnm der Todes- 
tag, so muss Sieghard abdieirt haben". 

Es folgt nun eine Reihe von Aebten, die meistens nur ganz 
kurze Zeit regiert haben, von denen daher auch nur wenige oder 

') Pez, Script., vol. I. c. 704. — *) ibidem, g. 826. — •) Rauch, L a, vol. I. S. 95. 
Vgl. Contin. S. Crucis. II. Mon. Germ. SS. IX. 045. - *) Weis, I. c S. 233, n. 
255. - ») ibidem. S. 236, n. 259. — •) ibidem, 1. c. S. 235, n. 258. — 'j ibidem. S. 
260, n. 289. - ■) Pez, Script, vol. II. o. 199. - •) Todtenbuch des Cist.-Stltles 
Lilienfcld. S. 46. 



02 



gar keine Urkunden oder sich widersprechende Notizen vorliegt 
so dass eine Sicherheit der Daten sehr schwer herzustellen i 
Wir vi Tauchen •'$ iKichMi'iglirhk&it, unsere Angaben zu begründen. 

14. Berthold II, 1290- 1292. Wie oben bemerkt wurde, BffBcheial 
Berthold als Abt schon am IG, Jänner 1290.') Bebischius von 
Boberau verkauft dem Stifte drei Mausen zu Ringerndorf. Eine 
weitere Urkunde mit seinem Nam-m liegt nicht vor. Ob erresignirt 
hat oder früh gestorben ist, ist nicht zu erweisen. Seine Regierung 
war jedenfalls kurz, denn sein Nachfolger wird schon im März 
des J. 1292 genannt. 

15. Benzo, 1 292- 1294. Wir zweifeln nicht, dass unser Abt Benno 
derselbe ist, welchen Nicolaus IV über Verwendung Herzog Al- 
brechts von Oesterreieb, „qni pro eo super hoc suppliciter per suas 
litteras nos rogavit", durch den Bischof (Bernhard) vou Passau 
wegen „defeetus natalium quem patitnr de snbdiaeono genitus et 
eonjugata", laut Urkunde ddo. Orvieto 1290, HO. Juni *) diBpensirt, 
_quod defectu non obstante praedicto ad omnes reguläres adinini- 
strationes et praelaturas et ad abbatiam dicti ordinis assumi possit". 
In diesem päpstlichen Schreiben wird er bezeichnet: „Benzode 
Wormacia, presbyter, monachus mnnasterii S.Crucis in Austria".— 
Als Abt von Heiligenkreuz wird er, wie erwähnt, das erstemal 
angeführt unterm I (>. März 1292 in dem Verkaufsbriefe des Dietmar 
von Baumgarten über einen Mausen zu Hadersdorf an Heiligen- 
kreuz,') Wenn es nun im Chron. Claustroneob.*) ad annum 129! 
und gleichlautend im Anonymi Ohron. Austiv') heisst: ^Eodei 
anno Magister Pentzo, Nix-retarius Alberti Ducis Austnae. Mflpj 
secratus est in abbaten! S. Orucis", so lässt sich daraus wohl r 
gütige Verwendung des Herzogs um die päpstliche Dispens e 
klären, aber in Bezug auf die Jahreszahl ist ein entschieden' 
Irrthum vorhanden; denn wenn wir auch annehmen wollten, ■ 
handle sich in der angeführten Stelle nicht um die eferftö Um&tt 
um ilit- mii.ti-rriUii) in abbatem, so steht selbst dieses in Widei 
spruch mit andern stiftÜchen Urkunden. Schon am 11. Novembi 
1294 erscheint Bertholdus als Abt von Heiligen kreuz,") Eine Na- 
mensverwechslung zwischen Benzo und Berthold kaiui nicht a 
genommen werden, denn in allen folgenden stiftliohen Urkunden r ] 

') Weis, l. o. 8. 261, n. 291. - ') Mittheil, aus dem Vaticanischen Arohiv« 
herausgesehen von der k. Akad. d. Wissen seh aftou, Wien 1889. L Bd. S. 408, 
n. 396. —•) Weis, 1. c. S.2G8,n. 300. -•) Teü, Script, vol. I. S. Peru M.U. SS IX 
Cont. Vindoh. S. 718. - •) Rauch, 1. o. vol. II. S. 290, - *) Weis, 1. o. 8. 274, n. 
307. - *) ibidem, n. 308, 811, 318, 314. 



r Bertholdus genannt.; so auch in einer Urkunde des 
Klosters Garsten vom 10. October 1295; ') ebenso erscheint in ein« 
Urkunde des Frauenklosters S. Bernhard *) Abt Berthold als _abbas 
de sancta cruce etvisitatornoster". Wir haben hier Urkunden aus 
verschiedenen ' toten und zu verschiedenen Zeiten ausgestellt aus- 
drücklich mit dem Namen Berthold. Wenn aber Abt Penzo im 
lib. iünd. mon. Zwettl. 9 ) noch am 11. und 20. Jänner 1297 als 
Zeuge angeführt wird, so sind wir wohl zur Annahme gezwungen, 
Penzo habe nach kurzer Regierung resignirt und seine später 
vorkommenden Zeugensehaften stammen aus der Zeit nach seiner 
Resignation. Diese muss auf Grund der angeführten Urkunden 
vordem 11. November 1294 angesetzt werden. Eine Resignation 
auch nach kurzer Regierung ist in den damaligen Zeiten nichts 
Ausserordentliches. 

16. Berthold HI, 1294-1297. Sein Regierungsantritt ist vor dem 
zuletzt genannten Tage anzusetzen. Die letzten Urkunden mit 
seinem Namen sind aus der ersten Hälfte des J. 1297 und zwar: 
aj der Johanniter-Orden beurkundet den Rückkauf eines Hofes 
durch Abt Berthold ddo. 6. März 1297; 4 ) b) Richter und RathzuWr.- 
Neustadt beurkunden den vollständigen Ankauf einer Badstube zu 
Wr. Neustadt, 1. April 1297 ; r ') c) Richard von Tribuswinchel ver- 
kauft dem .ajjt Perhtolde undderSamnunge- mehrere Gülten ddo. 
Wien 24. April 1297;") (// das Capitel von Gran geht mit Abt Ber- 
thold einen Gütertausch ein 24. Juni 1297. 1 ) Dennoch wird schon 
am 28. Jänner 1297 Ulrich als Abt von Heiligenkreuz angeführt. 8 ) 
Wenn wir nicht annehmen wollen, dass bei der letzten Datirung 
zum Beginne des Jahres noch das eben abgelaufene Jahr (1297) 
statt des schon begonnenen (1298) gesetzt wurde — welche An- 
nahme aber höchst bedenklich ist, so Hesse sich der Name Ber- 
thold in den oben angeführten, nach dem 28. Jänner datirten Ur- 
kunden, welche säm rötlich Kauf- und Tauschgeschäfte betreffen, 
damit erklären, dass diese Geschäfte noch unter AbtBerthold ein- 
geleitet wurden, und darum unter seinem Namen erscheinen, wegen 
seiner kurzen Regierungsze.it aber der wirkliche Abschluss unter 

') Urk.-Buch des Landes o. d. F.. Bd. *. S. 228, n. 252. - «) Zeibig, das Stif- 
t.ungsbuch des KL S. Bernb, Pont. rer. MIStr. Dipl. et acta VI. S. 237. - ') Font. 
rer.austr.Dipl. et acta Ul.S. 400 ii.401. — *) Weis, I.e. S. 285, n. 319. - 5 ) ibidem 
S. 286, n. 320. — ") Urk. des Stiftes Schotten. Font. rer. auatr. Dipl. ot acta. 
XVIII. S. 94. - ') Archiv des Stiftes Heil igen kreuz. Rnbr. 48. fasc. 9, n. 6. Vgl. 
Monument* Eocl. St.ng. II. S. 404, n. 413. - 'I Weis, 1. c. S. 284, n. 318. 



Abc Ulrich ■srfolg^«*. D02L i«: a.- :i ü-r eine Dükers Resignation 
Berioli* zi-:i- 2-inz *-!«««**: *il-:«e^. Diese niüsste jedenfalls an- 
geüorr^iec -ar-ri-r^. v-~ i-rr in X-=eroL toii Lilienfeld und Wil- 
herlug ar.g~flLr> T->:-=*^e - 27. J^li - vom J. l» 7 gelten aolL 

17. Ulrich I, : -2* 7-: 304. >*rir: Rrgi-rr^ngsMitritt Ällt sicher in 
das J. 12*7 *l i z-srar. obig^ Ersilmzz «^ srichnältig angenommen, 
in den Anfang i«r5ä^".b^n- Als Ze^e erscheint er zuletzt im J. 1304 
.in Tigilia piriäcador.is :=. Lora* iozüni abhatLsScotorum-. 1 ) Im 
Chron. Paltrar^i -i h-ri«- -* ä i ir^.^n 1 f*34 : .Eodem anno Domi- 
nus abbas Ulrich ■?*:;:"» :n ?:s resignaco regiminis officio sueces- 
sorem habuit Doniinuni 'T^onrl^n". 

18. Georg I, 1301-130*. Sein-* Wahl darf wohl unbedingt noch 
in «las J. 1304 gesetzt weri-r._ .Ab: Jörgen- erseheint noch am 
2. Februar i:-;0»» ') und am 14. Mai 1307 .Apt Gorgen-. 4 ) Weiteres 
findet sieh nicht üb^r ihn. S*ywi:z gib* als Todesjahr an 1308" 
Strobl in seiner Abbaria S. Cm:- iM. S.i 1309, und nennt dieses 
Jahr zugh-ir-h .primuin r**gimini> air.iuni Joannis abbatis^. — 

19. Johann I, 13*:»:»- im 7. In *rin*rstit:-ichen Urkunde erscheint 
er zum erstenmal am •>. Februar 1310. Kapot von Urfar verkauft 
dem .herren Apt Johanne- vine Gülte zu drichskirchen. 5 ) Die 
letzten Urkunden mit seinem Namen sind aus dem J. 1317. Als 
Siegler erscheint .her Jansen Abbt von dem heiligen Chraevtz a 
am 25. Juli 13l7/ ; ) und am 30. September 1317 7 ) bestätiget Karl, 
König von Ungarn dem -rrar»*r Johannes abbas* den Besitz von 
Vogeldorf und Potsdort'. In allen st itt liehen Autzeichnungen heisst 
es, Abt Johann habe in diesem Jahre resignirt. Sein Tod wird 
gesetzt in den Monat Dezember (7. alii 13.) 1321. — 

20. Otto, 1317-1328. In stittliehen Urkunden wird Abt Otto 
oft genannt vom Jahre 1318 bis Anfangs 1328, und zwar zum 
erstenmal« am 2y. September 1318. Vor dem Domkapitel von Raab 
erscheint „trater Christian us -nuneiusdomini Ottoiris abbatis u . 8 )- 
Die letzte Urkunde des Archivs ist datirt: T rautin ansdorf 6. Jän- 
ner 1328. Die Brüder Stuchsen von Brunn bestätigen einen Ver- 
kauf an die Abtei von Heiligenkrouz.*') Lichnowsky bringt in 
seiner Geschichte dos Hauses Habsburg 10 ) ebenfalls eine Urkunde 

") Lih. fand. mon. Zwetl. S. 321. — *; Pez, Script. I. c. 704. — ») Weis, II. 
S. '20, ii. 23. - 4 ) ibidem. 8. 22, n. 25. — 6 ) ibidem. S. 25, n. 29. - •) Ürk.-B. des 
liiuifiuH <>. d. K. V. 8. 103, n. 198. - 7 ) Weis, 1. c. II. S. 50, n. 56. - 8 ) ibidem. 1. c. 
Bd. 2. S. -V), n. «1. - 9 ) ibidum. S. 117, n. 114. - *»,» Rogesten zum Bd.3.S.CC0C, 
ji, 7(il. Aus dorn k. k. g. Aroh. 



dang dieses Jahres. Abt Otto und der Convent von 
h. Kreuz verschreiben sich dem Herzog .Albert wegen Abhaltung 
einer ewigen Messe und Jahrestag für den von ihm erhaltenen 
Blutbann in Niedersulz, ddo. 22. Februar (oder 18. Jänner) 1328, 
Cathedra Petri o. 0. Später wird Otto nicht mehr genannt. Ein 
alter Stiftsk atalog setzt seinen Sterbetag auf den 7. März 1828, 
das Lilienfelder Neer. hat den fi. April. 

21. Pilgrim III, 1828-1829. Von diesem Abt ist gar keine Ur- 
kunde vorhanden, die den Anfang oder das Ende seiner Regierung 
näher bezeugen würde, und doch wird er ohne irgend einen Zweifel 
in allen Stiftskatalogen als Abt von Heiligenkreuz angeführt. 
Strobl bringt in seiner „Abbatia" als Beweis seiner Regierung 
einen Auszug aus einem alten Grundbuchs über Wilfleinsdorf', in 
welchem es heisBt: „Herr Pilgrim Abbt zum heil. Creuz vergundt 
Herrn Martin Stuchsen von Traut mansdorf eine grosse Wiese . . . 
Uiess ist geschehen, da man zahlet nach Christi geburth im Tau- 
senten drey hundert und achtundzwainzigisten Jahr". Bis jetzt 
konnte ich dieses Grundbuch nicht auffinden. 

22. Jakob, 1329-1882. Obwohl Abt Jakob nur kurze Zeit re- 
gierte, ist er doch gut bezeugt. Noch aus dem J. 1329 findet sich 
eine rtiftliche Erkunde mit seinem Namen. Jakob, Abt von Hei- 
ligenkreuz, überlädst tauschweise ein Lehen zu Prellenkirchen au 
Leopold Rinderschineh ddo. Ib. August L899. 1 ) Im Urkunden- 
buclie des Landes ob der Enns *) findet sich der Gegenbrief des 
Abtes Jakob ddo. Heiligenkreuz 21. tSepteinber 1329 zu dem im 
3eiIigeola«uzer- Archive befindliehen St iitungs briet' Otto's des 
Tursen vom gleichen Datum. a ) Jakob ist der Sohn ehrsamer Bür- 
geraie Ute aojWr. -Neustadt mit dem Zunamen Heckler. Bertha, ge- 
nannt die Heckleriu. Bürgerin in Wr.-Neustadt, verkauft mit Zu- 
stimmung ihres Sohnes Jakob, Abtes zu Heiligen kreuz, '.■'* Pfund 
Gülten um - : ) Pfund Pfennige dem deutschen Hause zu Wien, ddo. 
Wi\- Neustadt iii. Oktober 1382. *) Abt Jakob hatte diese Urkunde 
mit seinem Siegel versehen, welches leider fehlt; sie ist auch die 
letzte bekannte Urkunde Jakobs. Alte Stiftskataloge nennen den 
26. Nnv.-mber 1889 als seinen Sterbetag. 

23. Wulfing, 1398-1949. Ein in unseren Urkunden oft genann- 
ter Abt. Ein alter Stiftskatalog bezeichnet als seinen Wahltag 



') Weis, L c. II- S. 125, n. 122. - •) Bd. V. S. 548, n. 5S3. - ') Weis, II. S. 1 

123. — *) Petenegg, Urk. des deutschen Ordens -Central -Archive 9. Wien M 



(3G_ 

den 1. Jänner 1383. Die erste Urkunde, in der ^Prüder Wulfin- 
gen ze den Zeiten apt ze dem Heiligen Chreutz* genannt wird, 
ist datirt am 1. November 1333, 1 ) die letzte am 6. Dezember (an 
sand Xiehelstag) 1342.*) "Wenn das Xecrol. Campil. den T.März und 
ein alter Stiftekatalog den 10. März als seinen Todestag angeben, 
so wird wohl das J. 1343 gemeint sein. Eine Schwierigkeit ent- 
steht aber daraus, dass sein Nachfolger 

24. Leopold, 134*2—1347 (ein Profess des Stiftes Lilienfeld und 
nach Heiligenkreuz postulirt) schon am 23. November 1342 als Abt 
erscheint. 3 ) Diese Schwierigkeit könnte dadurch beseitigt werden, 
wenn wir in der oben angezogenen Urkunde vielleicht richtiger 
statt „sand Nichelstag a lesen würden „sand ilichelstag u ; die 
Schriftzüge der Urkunde sind nicht gerade entgegen. Aber selbst 
dann müssten wir noch, die Richtigkeit des angegebenen Todes- 
tages des Abtes Wulfing vorausgesetzt, annehmen, dieser habe 
wenige Monate vor seinem Tode, also vor dem 23. November 1342 
resignirt. Leopold regierte sicher bis in die zweite Hälfte des 
J. 1347. Im Urkundenbuche des Landes ob der Enns findet er sich 
noch am 8. Juni 1347. 4 ) Bei Weis kommt er das letzte Mal als 
Abt vor am 7. Juli 1347 5 ) in einer Urkunde des Domkapitels von 
Raab. Im stiftlichen Archive ,; ) ist aber noch eine Pergament- 
Urkunde aulbewahrt, und zwar ein transsumptum Colomanni, 
episcopi Jaurinensis ad instantiam Leopoldi abbatis S. Crucis 
ddo. Jaurini 24. April 1348. Dieses spätere Datum kann damit 
erklärt werden, dass der Bischof zwar r ad instantiam Leopoldi ■* 
die Urkunde transsumirte, aber die Ausfertigung selbst erst nach 
dessen Tode vollzog. Fräst bringt als Ergänzung zu Linck die 
Notiz aus dem Z wettler Codex 84 und zum J. 1347 : „Item dom- 
nus Leupoldus abbas S. Crucis, de campoliliorum receptus, obiit 
subitaneamorte". 7 ) Diese Nachrieht findet Ergänzung beiPertz: *) 
„in itinere ad Novos montes apoplexia tactus in lteichenau obiit 
7. Septembris u . Er wollte sich zur Einweihung des vollendeten 
Baues von Neuberg dahin begeben, fand ab'er am Wege den Tod. 9 ) 

25. Conrad II mit dem Zunamen Chietzlo, 1347—1857. Er dürfte 
bald nach Leopolds Tod erwählt worden sein, denn am 2. Februar 

■) Weis, II. ö. 158, n. 155. — ") ibidem. S. 179, n. 177. - 8 ) ibidem. II. S. 
178, ii. 176. - *) Bd. 7. 8. 23, n. 24. - ö ) 1. c. S. 201, n. 197. — «; Rubr. 56, fasc. 1, 
n. 15. — 7 ) Arcli. f. Kunde österr. Geschichtsq. Jahrg. 1849. S. 382. — 8 ) Mon. 
Genn. torn. XI. S. 674. Cont. Novim. - 9 ) Pichier : Abtei Neuberg. Wien 1884. 
ö. 57. 



67 



Lisritf wird er schon in einer Urkunde Conrad? des Löher von Dreis- 
kirchen als Abt genannt. ') Die letzte Urkunde mit seinem Namen 
hat das Datum Wien Hl. November 1357. Irnfried von Clemens 
verkauft dem „Harren Prnder < 'I muralen- , Abt von II eiligen kreuz, 
.■ine Gülte auf einer Mahle zu Erdpmst.-) Dm Il>-iligeukrcuzer 
Neerol. nennt als seinen Todestag den 19. Dezember, 

26. Colomann I, 1358-1377. Die älteste Urkunde mit seinem 
Namen findet sich im Stiftsarchive mit dem Datum 14. August 
1358. Heinrich von Pottendorf verkauft „herren Prüder Chol- 
niann" Gülten zu Enzersdorf an der Fischa. 3 ) Sonst kommt sein 
\;iini> häufig vor. Die letzte Urkunde, die noch in seine Regier- 
xmgszeit fallt, ist ein Burgrechts- Revers vom 8. März 1377 mit 
seinem Namen „Herrn apt Cholmann",*} Nach einem alten Stifts- 
kataloge starb er 70 Ja.hre alt am 11. September 1877, womit auch 
die Todtenbücher von Lilienfeld' 1 ) und Reun 11 ) übereinstimmen. 
WiedetOUtn nimmt im Neerol. des Chorherrenstiftes St. Polten J ) 
den am 10. Jänner dort eingetrageneu Cholomanus irrthümlich 
als unsern Colomann I au, wie er auch dessen Regierungsantritt 
viel zu weit zurückversetzt, indem er ganz kurz sagt: „Abt Col- 
inann I regierte von 1347 bis 1877 4 . 

27. Colomann II, [871—1892. Ein langes Interregnum hat nicht 
stafctBBfbsdsn. Am 2. Februar 1878 erscheint Behau wieder ein Abt 
Ofdaauas uf einem Yerkaufsbriofc des Thoman von Leesdort'.") 
L'eber das Ende seiner Regierung sind die Angaben verschieden, 
("rkiindlich kommt er noch als Abt vor am 11. November 1392 in 
■ ■iuein Grumldienst- und Zeheut-Revers der Gebrüder Wedel.") 
Strobl gibt nun in seiner „Abbatla S. Cmcis" ganz ausdrücklich 
au: „ex dissidio Conventus de dignitatis officio exauthoratus est 
1392 in festo S. Nicolai". Andere Doeumente haben eine mildere 
Auffassung und sagen: „resignavit 11 . Was das Richtige ist, ist 
schwer zu entscheiden. Im Archive ,0 ) findet sich noch eine Con- 
firmatio priviltgiorum des Stiftes durch König Sigismund „ad 
ni.-tiinriara Colomanni abbatia" ddo. l. Juni 1394, was wohl auf 
den resignirten Abt bezogen werden muas. In Necrologium 
Kunense antiquum heisst ea zum ;). Jänner: „D. Cholomannus 



') Weis, II. 8. 204, n. 199. - •) ibidem. S. 238, 
228. — *) ibidem. 3. 316, o. 282. - •) Font. rer. 
142. — *) Necro). Runense aiitiqtium 189L 8. lü 
et acta. XXI. 453. - -) Weis, II. S. 319, n. 285. - 
"■) Rubr. 48, fasc. II, n. 1. 



n. 224.--) ibidem. 8. 243, n. 
austr. Diplom, et acta. XU. 
— ') Fontes rer. austr. Dipl. 
•) ibidem, n. 8. 384, n. 326. — 



_68 

quondam abb. in st. Cruce u . Im Lilienfelder Todtenbuch lesen wir 
am 10. Jänner: „Choloinannus senior quondam abbas in s. Cruce*. 
Damit stimmt dann auch das Necrol. von St. Polten überein, ohne 
dass alle diese das Jahr seines Todes angeben. 

28. Nicolaus I, 1302-1402. Ob er noch Ende 1392 oder Anfangs 
des nächsten Jahres zum Abt gewählt wurde, lässt sich nicht be- 
stimmen. Genannt wird er zuerst als Abt am 6. Oktober 1398. 
Die Oisterc.-Abtei Sedlecz verkauft an Abt Niclasen von Heiligen- 
kreuz einen Weingarten zu Komeuburg. 1 ) Die letzte Urkunde des 
Archives mit seinem Namen, ein (lerichtsbrief, trägt das Datum 
Wien 7. Dezember HOL 2 ) Bürger (Profess des Stiftes Heiligen- 
kreuz und fleissiger Sammler historischer Notizen) gibt in seinen 
handschriftlichen Aufzeichnungen an, er sei 1402 gestorben: 
Eössler hat dagegen in seinen Annales S. Crucis (M. S.): „se Omni- 
bus curis terrenis subducens abbatiae renunciavit a . Dieses findet 
in der Geschichte seiner letzten schwer bedrängten Regierungs- 
jalire gute Begründung und wird durch das Necrol. Runense be- 
stätigt, welches am 20. Juni eingetragen hat: „Nicolaus quondam 
abbas in s. Cruce". 

29. Albert, 1402—1-114. Unter den vielen urkundlichen Zeug- 
nissen erscheint Abt Albert das erstemal auf einer von ihm, ge- 
meinschaftlich mit den Aebten Berthold von Heilsbronn und Jo- 
hann von Kaisersheim, an den Abt von Lilienfeld ausgestellten 
Quittung über die richtig bezahlte Ordenscontribution ddo. Lilien- 
feld '.». Oktober HÖH. 3 ) Aus dem letzten Jahre seiner Regierung 
1-114 bringt Lichnowsky ein Uittschreiben des Abtes Albert und 
des Conventes zu Ileiligenkreuz an Herzog Albrecht von Oester- 
reich um Hilfe des Klosters Schulden auszurichten, in die sie r am 
meisten dez chriegs zu herczog leupolcz zaiten und voll Jaren von 
der Weingarten wegen zerfallen u , ddo. 1'). August 1414. 1 ) Dieses 
Gesuch erklärt es, warum es von Abt Albert heisst, er sei vel taine 
vel moerore gestorben. Sevwitz bemerkt in seinem Cataloge, Abt 
Albert habe resignirt und sei als cellerarius am 15. Juli 1415 ge- 
storben. Im Archiv") ist eine Bulle Johann XXIII ddo. Constanz 
15. Jänner 1415 an den Abt von Orednitz in der OlmützerDiöcese, 
er möge r ad querelam Alberti abbatis de S. Cruce a eine Unter- 
suchung pflegen. Wahrscheinlich hatte Abt Albert diese Klage 

M Weis, II. S. 385, n. 327. — *: Ruhr. 30, fasc. I, u. 2. — 3 ) Hanthaler, Fasti 
tom. II. p. II. S. 35. — 4 ) Geschichto des Hauses Habsbur^. Regesten zum 
Bd. V. S. CXXXVI, n. 1450. — ö ) Rubr. 56, fasc. VII, n. 3. Orig. 



persönlich angebracht, da er auf dem Constanzer Concil anwesend 
war. '} Die Untersuchung, wenn sie überhaupt vorgenommen wurde, 
fand ihn jedoch nicht mehr als Abt. 

30.PetTU8 mit dem Beinamen Ferreo.8. 1416-1417. Urkunden 
von Petrus als Abt konnte ich nicht auffinden, ausser dass er in 
allen Katalogen als solcher autgeführt wird. In den Acten der theol. 
Facultät *) heisst es zum J. 140G, 17. Jiinner: „ad instantiam Dni 
Alberti abbatis S. Crucis in Austria Dnus Fr. Petrus de S. Cruee 
dietus ferreus admiseus est ad legend am bibliam ordinarie et in- 
eipei'e debuit a geuesi-, und zum J. 1412, es habe am Feste nati- 
vitatis B. M. V. der Baccal aureus Fr, Petrus de S. Cruce die Fre- 
digt gehalten. IinNeerol. des Chorherrenstiftes St. Polten s ) ist am 
4. Mai zu lesen: „Magister petras ferreus nion. des. cruceeonfr. n." 
Strobl sagt, Petrus sei gestorben exordio aiuii 1417. Hössler beruft 
sieh aui'das alte Stifts-Neorol., in welchem eingetragen war: „anno 
1417 sexta nonas i. e. 2. Jitlii obÜt L). Petrus abbas hujus mona- 
sterii". 

31. Johann II, aus der adeligen hessischen Familie de Spanberg 
(abÜ Spangenbecg), 1417- 14i.!"i. Aus den ersten Jahren seiner Ji'e- 
gieiung liegt, keine Urkunde mit seinem Namen vor. Erst im J. 1422 
begegnen wir bei Liehnowsky 1 ) einem Verziehtbriei'e des „Bruder 
Sans Abi und runventes- von Heiügenkreuz aul' verschiedene 
Gülten und Beträge gegen den Herzog Albrecht, der sie darum 
von den Juden geledigt, ddo.Wien 19. October USB. Er wohnte 
demOoncilium von Basel bei, wie durch ein Euijifelduugssehreiben 
lies Enshersogfl Albrecht V an die Väter lies Uoneils bestätigt ist 
dilo. 16, März 14;s4. ; ') Zuletzt finden wir ihn in einer Urkunde d> s 
■ !■ ms. Imh < Irdena, dureh welche er und der Kointhurdes deutschen 
Hauses zu Wr.-Nenstai 1t Schiedsrichter erwählen zur Sehlichtung 
eines Streites iibei' Weinzeheiit, ddo. ->H. November 1434.") Abt 
Johann reeignirte, wieSeywitz sagt, in pervigilio visitantis Virgi- 
nia 146b. Er trat später in den Carthäuser-Orden und stai'b als 



') Hanthaler. Fasti, II. p. II. 8.69. — ") Aetorum facultatis theologicae 
libri tres. MS. gegenwärtig im L'niv. Archiv. Lib. I. Fol. 5. Cf. Emest Ap- 
i'alior: Scriidores ant. ao celeberr. Univ. Viennae 1740. Pars I. S. 8-9, — 
") L. c. S. 517. - ') Reg. zum Bd. V. S. CLXXXVI11, u. 2093. - ", Sitzungs- 
berichte der kais. Akud. VIII, Bd. 1«52. S. 649. In dem Cod. 80 unserer Biblio- 
thek findet sich die gleiclizeit ige Anmerkung: „Anno Dni 1434 ego Fr, Henri- 
cus Pasler itii in ooudlio Baaihensi unncum Duo raeo abbatet — *) Petenegg 
1. c. S. 503, u. IÖ92 mit dein Siegel „Iris Jolms abbatis in S. Cruce". 



70 _ 

Prior in der Klause Vallis Josaphat am 27. Juni 1447. ') Was Hau- 
thaler *) und naeli ihm Erdinger s ) über die Wahl eines Abtes Jo- 
hann im J. 1482 schreiben, stellt sich nach den angeführten Daten 
als ganz irrig heraus. Hanthaler scheint immer, wenn er es braucht, 
rechtzeitig eine alte Urkunde zu finden, und wenn er sich freut, 
durch eine solche Entdeckung Ordnung in die Reihe der Aebte zu 
bringen, so muss ich gestehen, dass er mit derselben eher einen 
Wirrwarr hineinträgt. Wie leicht Wiedemann die Sache nimmt. 
können wir auch hier sehen, wenn er in dem Necrol. des Chorherren- 
Stiftes S. Polten 4 ) den am 8. März genannten Johannes abbas mo- 
nasterii s. crucis in austria Ord. Cist. sofort ohne weitere Nach- 
forschung als unsern Abt Johann II liinsetzt. — Bemerkenswert^ 
ist es, dass in dem genannten Necrol. an diesem Tage nicht we- 
niger als 15 Priester und Conversi von Heiligenkreuz aufgezählt 
werden. 

32. Heinrich IV, 1435-1 142. Er erscheint zuerst als Abt auf 
einer Urkunde des Capitels von ltaab ddo. 24. Jänner 1437. & ) Zu- 
letzt wird er genannt in einem Decrete König Friedrichs ddo. 
Nürnberg *J. Mai 1442, durch welches dieser die in seiner Abwe- 
senheit bei der Krönung aufgestellten Anwalte für die Regierung 
in N.-Oe. ihres Amtes entliebt; unter diesen ist auch unser Abt 
Heinrich. ) Seywiz und üössler sagen mit Berufung auf das leider 
verloren gegangene Necrologiuin, Abt Heinrich sei noch in diesem 
Jahre gestorben. 

33. Georg II, 1442—1447. Die erste Urkunde mit seinem Namen 
stammt aus dein,]. 1444. Kr kauft verschiedene Grundstücke von 
Otto Scheibeben, Fleischhacker und liath der Stadt Wien, ddo. 
7. Juli 1444. 7 ) Die letzte bekannte Urkunde ist datirt G. Dezember 
1147. Der Zechmeister der alten Zech zu (-iumpoldskirchen bestä- 
tigt, dass diese die Hadstube an Abt Georg zurückgegeben habe/) 
Georg hat noch in diesem oder sicher im nächsten Jahre resignirt. 
In einer Lilienfelder- Urkunde ddo. Wien *2.~). Mai I44i> 1 ') erscheint 
Georgius quondam abbas als Zeuge ; er testirt r primo loco in charta 
Joannis tunc abbat is actualis**. 



l ) Bll. f. Landeskunde. Jahr«. 1877. S. 167. — 2 ) Fasti tom. II. p. II. S. 163. — 
a ) Geschichte des aufgehobenen Cist.-Stiftes Säusenstein in den Blättern für 
Landeskunde. Jahrg. 1876. S. 151. — *; 1. c. S. 485. — ft j Orig. perg. Rubr. 48, 
läse. 3, n. 8. — 6 ) Einf. Abschr. Rubr. 4, fasc. 8, n. 13. — 7 ) Orig. perg. Rubr. 89, 
fasc. 13, n. 5. — H ) Rubr. 25, fasc. 6, n. 7, Orig. Perg. — •) Hanthaler, Rec. di- 
ploin. tom. I. S. 107. 



71 

34. Johann III, 1447-1151. Gar lauge kann das Interregnum 
Bach 'lein Tode Georgs 1 ii ■ 1 1 1 gewesen sein, wie aus den oben an- 
gefahrten Urkundi'n sieh ergibt. In der zuletzt genannten Urkunde 
wird Johannes „sacrae paginae professor" genannt. Nach dem Uni- 
versität a-Cataloge Petri de Pauli ') wurde er 1434 zum Doctor der 
Theologie promovirt. Es heiset dort: „Fr. Joannes Abze/m, profes- 
sus in Brunbach ürd. Cist., qui priue fuit uiedicus, abbas postu- 
latus ad S. C'rucem u . In den J. 1487 und 143!» war er Deean der 
theol. Fakultät. "Weitere ehron. Daten lassen sieh nicht aufbringen. 
Sey witz und StrobI sagen : propter seneetutem resignavit i i E i . 

35. Johann IV, I45l-145fmit dem Zunamen Po/cy. ErwarPro- 
less des Klosters Ebrach. Ob die Beilegung eines Streites wegen 
einer Mühle iuMödhng zwischen „Abl.it Johannes 11 und Wolfgang 
PotenbruiunT ddo.")..Iuli 14. r ,l *f noch unter Johann III oder unter 
Johann FV erfolgte, ist hei Abgang näherer Daten kaum zu be- 
stimmen. Wir finden Urkunden mit seinem Namen bis zum J. 1459, 
in welchem auch er n-signirt haben soll; zuletzt erscheint er als 
Abt am 11. August 1469. Er sendet die von den einzelnen Klöstern 
gesammelten Coiitrilniiioiiru im Betrage TOD 15a 11. sammt einem 
Hi liebte über den Zustand der einzelnen Ordeushäuser an den 
Generalabt.*) In dem Necrol. Ebracense heisst es zum 1. Juli: 
^Habetur commeinoratio admodum Tieverendi Domiiü Joannie 
Polaei, abbatis mon. S. Crucis in Austria, recepti de Ebrach, SS. 
Theol. Professoris eximii, probabilitir ohiit circa mumm 1 -icj-. 1 ) 

36. Laurentius, 1 lüii— 14(Ü, ist einer jener Aebte, wie sie auch 
in andern Stiften vorkommen, von denen wohl der Name als Abt 
nahet steht) eine Urkunde aber nicht vorgelegt werden kann. Eine 
alte Aufzeichnung im Archive sagt von ihm : „Ejus memoria ex 
unica solum epistola eruitnr, quae scripta est a Senatu urbis Pata- 
viensis, cui titulus praefixus legitur: den Erwirdigni Geistlichen 
Herrn Abbt Larenzen Gottshaus zu den Hey). Ohrenz in Oea&er- 
reieV; allein auch dieser Brief ist. gegenwärtig inohl mehr ab- 
zufinden. 

37. Georg III, l M>\! - l 170. Er ersehriut : da.« erste Mal in einem 
lateinischen Briefe der Aebtissin Hcliolastiea in Ybbs ddo. 
9. September 1462 an Abt Georg, in welcher sie ihn bittet, den 
P. Bartholomäus, der bisher Beichtvater der Klosterfrauen war, 

') Cod. M. S. in bibl. mon. S. Cruois, n. 5*2. - ') Rubr. 24, läse 1, n. 4. - 
•) Rubr. 60, fasc. 4, n. 10. — *! Brevis notitäa mon. B. M. V. Ebraceusis. Rom. 






. 



zurückzurufen, da sie mit P. Christian zufrieden seien. ' | \ 
wird er genannt in der "Wahl Urkunde des Abtea Ebetfaai 
Baumgartenberg „in die S. Viti (15. Juni) 14,70.*) Lang hat er 
diese Wahl kaum überlebt; denn in einem Schreiben des Abte;; 
Guillerrnus von Morimund an den Abt von Renn ddo. 2. Juli 1 170 
wird diesem „demortuo DD. abbate sauetae crucis" das Hecht 
theilt, ut novae elertioni praesideat, 3 ) 

38. Georg IV, 1470-1478. Die Wahl des neuen Abtes muss 
erfolgt sein ; denn durch Gerichtsbrief ddo. 20. August 1470 
scheidet der Landmarsehall Georg von Pottendorf in einem Streit. ■ 
zwischen Friedrich Zengcrvon Leesdorf und dem Stifte Heiliges- 
kreuz zu Gunsten des Abtes <jcory. K ) Die letzte Urkunde mit 
Namen findet sich aus dem J. 1477 und zwar ddo. Heiligenkr' 
7. August. Abt Georg berichtet an den Generalabt Johanne« ül 
den Zustand der Kloster in Oesterreieh, Steiermark, Kärnten 
Baiern. *) Ein alter Stifts-!. »talog setzt seinen Todestag uuf <\, 
24. März 147». 

39. MatthäuB Kronberger (alii Kramperger), 1478—14»% K 
der erste Abt, von dem nähere Daten aufgezeichnet und. r]r 
geboren zu Asperu an der Donau 1484, machte (nach Strobl's 
batia S. Crucis) im J. 145S Prof.-ws, ('.•ierie L4G1 Beine Primiz und 
wurde in festo exaltationis S. Crucis (14. September) die domiuica 
1478 zum Abt gewählt. Diese letztere Angabe stimmt aber nielit. 
Das f'estum exaltationis S. Crucis fiel 1478 nicht auf eiuen Sonn- 
tag sondern auf einen Montag, wohl aber war das Fest inventionis 
S. Crucis (3. Mai) ein Sonntag. Wenn nun Abt Georg ain 34. Miiiv. 
gestorben war und die Wahl nicht lange verschoben wurde, so 
konnte sie schon am u. Mai stattfinden, Strohl hat wahrscheinlich 
die Feste verwechselt. Und in derThat richtete Abt Matthäus schon 
unterm 1. September (in dieB. Aegidii) 117:-- ein Circularachreiben 
an die Oisteroienser-Aebte wegen des Studiums im Collegium St. 
Nicolai/) Die Süitskütaloge geben den i^<. März 1493 als seiueu 
Sterbetag an. Im Necroi. des Choriierreiisi ili.es Sl , Pulten •) findet 
sich am 15. Februar „dominus matheus ahbas de s. cruce conti, n.- 
Nach einem Interregnum von fast einem Jahre wurde ,■ 
Nachfolger gewählt: 

') Kubr. 70, t'asc. 7, n. 1. - ') Kubr. ÜÖ, t'aaci. 4, n. 1. Pritz, 1. c 8. 40 lässt 

den Abt Eberruvrd noch im J. 146!l gu wühlt werden. — ') Kubr. 60, fisc. 5, 

«) Orig. Perg. Eubr. 29, fasc. 4, n. 1. - •) Ruhr. 59, fiwe. 5, n. 8. - *) Kubr. T 

fiiBC 4,n. &-')!, o.8. 476. 



Bat- 



73 



40. Michael I Aigner, 1488—1516. Er war geboren zu Mödling 
in Niederösterreich. lieber Minen Wahltag kann kein Zweifel sein; 
rlag noch vorhandene iiistruinentnm electionis ist clatirt Heiligen- 
kreuz,dominica4uinrjuagesima{ 17. Februar) 1-193. Die Wald wurde 
vollzogen praeside Caspare abbate Novomontensi et assistentibus 
Colomanno abbate Zwetl. et Martino abbate ad SS. Trmitatein. 1 ) 
Üb er einige Zeit vor Beinem Tode reaignirte, wie alte Kataloge 
angeben, oder ob er, wie sein späterer Na mens ['olger Abt Michael 
in seinen Meinorabilien sagt, „exauthoratus est", lässt sieh nicht 
bestimmen. Erste res ist jedoch wahrscheinlicher; theils persön- 
liche Kränkungen, die ilun widerfuhren, theils die trostlose Lage 
des Stiftes mochten ihn hiezu bewogen, ,)r.Ienfalhi nahm seine 
Regierung Anfangs 1516 ein Ende. Als sein Sterbetag wird ge- 
nannt der 11. (alü 13.) August. 

41. Bernhard Medrizer, 1516—1819. Als sein Wahltag wird der 
l. Mai I51ü angegeben, was dadurch Bestätigung findet, dass es 
bei der am gl. Mai erfolgten Uebergabe des stiftliehen Inventars 
durch Abt Johann von Keun ln-isst: „ahbati Bernardo nuper cano- 
nice eleeto".') Von schwerer Krankheit gedrückt resignirte. er am 
•2-.'. November 1519 und starb nach Angabe alter Kataloge am 
27. Jänner lö22, welchen Tag auch das Necroi. von St. Pulten 
angibt. 1 ) 

42. Wilhelm, 1519—1528. Er war geboren zu Augsburg {Augu- 
stanus, filius figuli) und seit 150M Abt zu Baumgartenberg.*) Als 
solcher war er bei der Wahl in liciligenkreuz erschienen, aus der 
er selbst als Abt hervorging. Die im Stiftsarehive aufbewahrte 
und in Bezug auf die Vorgänge bei da* Waid interessante Postu- 
lations-Urk unde vom 99. November L519 sagt, dass die Wahl oder 
vielmehr Postulation vorgeiiomuien wurde _post liberam abbatis 
Bernardi gravi ter decuinbcntis resignationcm praesi deute Joanne 
abbate Runeusi, assistentibus Erasuiu abbate Zwetlensi et Uui- 
lielmo abbate Baumgartenberg. nsi-. *) Die letzte [Jrixmde defl 
Archive» mit seinem Namen ist datirt am -21. März (feria VX ante 
Dominieam Judicu) 1528. Abt Wilhelm siegelt als Grundherr einen 
Kaufvertrag zwischen Christoph von Rauhenegg und Gerwerk 
Auer. B j Kurze Zeit darauf (31. Mai) resignirte er und kehrt-- nach 
Baumgartenberg zurück, wo er bald darauf starb. Er hiiiterliess 
kein besonders gutes Andenken in Heil igen kreuz. 

>) Hnbr. 3, &se. 2, n. 4. — *) Rubr. 4, läse. 8, n. 5. - *) 1. c. S. 465. - ■) Priw, 
L o. S. 4L — »j Ruhr. 3, fasc. 2, n. I. - •} Rubr. 29, läse. 5, n. i. 






7t 



erst 

■tifW 
Tage 



43. Johann V Hartmann. 1638—1686, Suevus axTrajaoto Ai.ro- 

m'ano (Ueberlingcn). Er dürfte bald „poat discessum, potius post 
fugani antecessoris- (wie sieh Seywitz in meinem Kateloge aus- 
drückt) gewühlt worden Bein, da von einem lungeren Interregnum 
nirgend* dir Kede ist, obwol sich aus dem J. 1528 keine Urkunde 
von ihm vorfindet. Die Stittskataloge wagen einmüthig, er habe am 
1. Juli 153t> resignirt und sei am 15. Oktober desselben Jahres ge- 
storben. Das Lilienfelder Neerol. hat seinen Sterbetag am 28. Ok- 
tober. Es findet sich allerdings noch ein Kaufbrief eines stiftliehen 
Unterthans zubinden „cum consensu D. abbatis Joannis u ddo. 
8. Juni 1587.') Wir müssen also annehmen, dass der Kauf mit 
Beziehung auf den früher ertheilten r ,consensus L ' des Abtes eret 
später zum Absehluss kam. 

44. Hieronymus Feigl, 1 686- 1 54:-). Nach denselben alten Stii 
katalogen wurde er schon am 3. Juli 1536, also nur einige Tage 
nach der Resignation seines Vorgängers, zum Abt gewühlt. El 
stammte ebenfalls aus Schwaben, geboren zu Dünkelspühel, und 
machte „die S. Magdalenae" 1520 Profess. Hieronymus war der 
eiste inf ulirte Abt von Heiligenkreuz. Die letzten Urkunden fallen 
in den Anfang des J. 1648, Am I). Februar d. J. erhielt er von Kaiser 
Ferdinand den Befehl, mit dem Abte von Mariazell die arg zer- 
rütteten Zustände im Stifte Lilienfeld zu unteren t-hen und in Ord- 
nung zu bringen,*) und Haut lialer s ) berichtet: „ Hieronymus prae- 
sedit electioni Matthaei I. abbatis nostri veluti authoritate oi 
naria, ignaro invitoque posteaD. abbat e Runensi die 12.Februi 
1543". Bald darauf (yuo die?) resignirte er selbst und zog sii 
nach Wilhering in die Einsamkeit zurück, wo er am 11. Ji 
1551 starb. 

45. SigiBmund, 1543-1544. Er war Profess das Stiftes Zw. 
und als solcher zum Abt von Heiligenkreuz postulirt. Aus Beim 
kurzen Regierimgszeit von kaum einem Jahre sind nur weni| 
Documente vorhanden. Erstarb zu Wien im stiftlich-.-n Hofe 
fangB 1544. 

46. Simon Demius (Them), 1544-1647, geboren zu Saal 
N.-Oe. Als Abt erscheint er schon am 10. März 1544 ; er überlä 
eine Gülte zu Leobersdorf an einen dortigen Holden auf Lebens- 
zeit gegen Erlag von 32 Pfund.*) Wenn Linckin seinen Annalen s ) 



') Bubr. 52, («sc. 4, 
107. — *) Hubi'. 29, 11 



4. — V Hubr. 68, fasc. S, n. 6. - 
j. t, ii. 18. — »; tom. 11. S. 422. 



s j Eec. dlpl. tom. 1. 



75 



Behau im J. 154!( uueern Abt Simon als solchen anführt, so dürfte 
doch ei»e Namens Verwechslung mit Sigisinund angenommen wer- 
den, du dieser noch Anfang? 16*4 urkundlich vorkommt. Nach 
einem alti'ii Kataloge starb Abt Simon am 18. Juli 1547. 

47. Conrad III Schmid (Faber), IM7— 16B8. Naeb Seywit« war 
er 1510 zu Ueberüngen geboren und von Abt Johann V im J. 1534 
nach Heiligeukrcuz gerufen. Das Kapitel ad SSS, Trinitatem in 
Neustadt wäldte ihn in» J. 1540 unter dem Vorsitze des Abtes 
Hieronymus von fieiligenkreus zu seinem Abt. Abt Michael be- 
richtet in seinen Memorabilien, Conrad sei ain 16, Juli 1547 als 
Abt nach seinem Mötterstifte Heiligenkreuz zurück berufen wor- 
den. Auch Hanthaler ') sagt: „Conradus, eleetus abbas Neosta- 
diensis 1540, eineuso laudabiü septennio ad S. Umcem postulatus". 
Wenn in. der kirohl. Topographie vonOesterreich i j berichtet wird, 
Conrad liabe am U.Mai 154b seine Würde zu Neustadt resignirt, 
so ruuss diess insoweit richtig gestillt, werden, dass er sicli schon 
vor diesem Termine als Abt von Ueiligeiikreuz zeichnete, denn 
bereite am 24. April 154a stellte er als solcher einen Schuldbrief 
an das Kloster Baumgartenberg aus.-'j Sein Tod liillt in die erste 
ll;i|]ic des J. 155«. Am 15. Februar ertheüt er noch an den Wiener 
Bürger Wolfgang Sinnich eine Baubegünstigung in Wien. l ) Einige 
Kataloge nennen als seinen Sterbetag den 5. Juni. 

[Jeher die nun folgenden Aebte liegen im Archive so bestimmte 
Doeuinente vor, da« kein Grand vorhanden ist, sie zu bezweifeln. 
Die Angaben können mit voller Beruhigung als vollkommen siehst 
angenommen werden. 

48. UlrichU Müller (Molitor), L658-1B84. Geboren 15215 zu 
Ueberüngen in Schwaben trat er in vigilia palmarum 1548 in das 
Noviziat und machte im folgenden Jahre Proiess. Am 4. März 1558 
wühlte ihn mit Zustimmung des Kapitels sein Vorgänger Conrad 
zu seinem Coadjtxtor, und dieses nach dem bald darauf erfolgten 
Tode Conrads am 2. Juli zu seinem Abt. Er starb am 24. (alii 25.) 
April 1584. A ) 

49. Johann VI Ruerf (Ruof), 1SB6— 1B99. Nach dem Tode des 
Abtes Ulrich wurde das Stii't über ein Jahr lang durch Matthias, 
Kapitular des Klosters Süusenstein. administrirt. Der ehemalige 

1 ) Rec. dipl tom. L & 111. — *)Bd. 13. S. 38. - ») Orig. Perg. Rubr. 19, fasc 
1. — *) Rubr. 16, fasc. 10, n. 1 1. — *) Vergl. über diesen thatkrüitigen Abt : Berg- 
mann, Medaillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer. Wien 1857. II. 
94-49. 



Benedictiner von Melk uml nunmehrige Abt von Zwettl wurde im 
J. 1535 Abt von Heil ige «kreuz. Nach Linck ') nennt er sich noch 
am 19. Oktober 15H5 Abt von Zweit). In II eiligen kreuz wurde ihm 
das sliltliehe Inventar übergeben am 19. Dezember 1586. *) Nach 
einem vielbewegten Leben starb er auf einer Reise nach Prag im 
Pränioustratenser-Kloster Bruek am 28. März löiiü und wurde in 
Heiiigenkreuz am 14. April begraben. 

50. Paul Schönebner, iuoi-1613. Nach dem Tode des Abte 
Johann trat abermals ein Interregnum von beinahe zwei Jahn 
eiu. Als Administrator fungirte der Prior Paul Schönebner, welehei 
bei der am l "i. Jänner liiOi stattgei'un denen Wahl zur Abtsw 
erhoben wurde. Geboren zu Zwettl in Oesterreich machte er 15 
ProfeM und feierte 15Ö7 seine Primiz. Am 23. Juli 1(501 wurde er 
infulirt. In Folge arg lie ['abgekommener Vermögensverhältnisse 
wurde er ain 23. September 1610 suspendirt und am 22. Februar 
1613 gänzlich abgesetzt. Das kais. Decret wurde am 21. März dem 
Com eilte publicirt. Die Administration war dem P. Joannes Da- 
mianus Mt-creiizius übertragen worden, welcher jedoch schon am 
■20. September 1613 an der Pest starb. Wenige Tage darauf", am 
4. Oktober, erlag auch Abt Paul derselben. Am 15. Oktober 1613 
wurde F. Christoph Schäfer als Administrator eingesetzt. 

51. Christoph Schäfer, 1615-1687. Kr war geboren zu Ohnüts 
um das J. 1578, machte in der Geueralabtei Citcanx das Noviziat 
und trat dann in das Stift Heiiigenkreuz ein, wo er im J. 16W die 
feierlichen Gelübde ablegte. Am IM. Jänner 1G15 wurde 
Abt gewählt, am 35. März benedicirt und installirt. Nach ech wert 
Krankheit starb er zu Wien am 10. August 1687. 

52. Michael II Schnabel, 16S7-1GBB. Geboren zu Pfaffstätte 
am 17. September 1601 fand er schon als Knabe Aufnahme i 
Stilti', machte am 1. Jänner 1624 Profess und feierte seine Pri 
im September 1681. Wonige Wochen nach dem Tode des Abtes 
Christoph, am 3. September 1637, wählten die Kapitularen den 
noch jungen Mann zum Abt. Am 20. September wurde er instal- 
lirt und am 25. November infulirt. Er starb nach glorreicher 
Regierung am 24. März 16äs. Das Lilienfelder Todtenbuch hat a 
diesem Tage : r ipsa domiuiea Oculi videre desiit mundmn Kmua 
DD. Michael Schnabel, Viearius Generalis, Abbas S. Cru.is-. 

53. Clemens Schauer, 1658—1698. Geboren zu Wien 
bruar 1R29 legte er die feierlichen Gelübde ab am 1. Jänner 16- 

'j Annal. Clarav. tom. II. S, 487. - ') Ruhr. 10. tose. 3, n. 2. 



77 



brachte sein erstes hl. Messopfer dar am 2 f«. Mai 1654 and wurde 
nach Wenigen Jahren, am 11. April 1658, zur Abtswiirde erhoben 
praeside Matthaeo abbate Cainpililiorum und am 28. Juni instal- 
lirt. Nach langer ruhmvoller Regierung ging er im stattlichen Hofe 
zu Wien am Hl. März 1896 in die ewige Kühe ein. 

54. Marian I Schirmer von Schirmthal, 1698-1706. Er er- 
blickte das Licht der Welt zu Brunn am Gebirge in N.-Oe. am 
21. November 1660. Die feierlichen Gelübde legte er ab am 4. Juni 
1(573 und feierte die Primiz am 20. August 1676. Kauz kurze Zeit 
nach dem Ableben des Abtes Clemens, am 23. April 1698, wurde 
er zum Abt erwählt, „confirniatus et benedictua a Matthaeo III 
(abbate Campil.) juramentum ei solitum deposuit". 1 ) Er starb 
ebenfalls in Wien am 27. Juni 1705.") 

55. Gerhard Weixelberger, 1705-1728. Er war geboren zu 
Mauer in N.-Oe. am 20. November 1660, machte in Heiligen kreuz 
Profess am 17. Mai 16K2nnd feierte seine Primiz am 23. April 1685. 
Zum Abt wurde er gewählt am 21. Juli 1705 praesideute Alexan- 
dra abbate Neostadiensi et assistentibus Martino abbate Neomon- 
tensi et Mariano 0, 8. B. de Cellis Marias in Austr. inf. Nach 
schwerem Leiden beschtoss er seine segensvolle Regierung am 
26. Juni 1728. 

56. Robert Leeb, 172s- i7.'.5. Seine Vaterstadt war Wien, wo er 
am 26. Juni 1688 geboren wurde. Die feierliche Prof'ess legte er 
ab am 24. August 1 704 und brachte das erste h. Messopfer dar am 
3. Jänner 1712. Die Wahl zum Abt fand am 13. September 1728 
■tatt. Am 7. Oktober erfolgte die kais. Bestätigung, worauf er am 
8 1 . Oktober installirt wurde. Durch Diplom des Kaisers Karl VI 
vom 29. Juli 1734 vereinigte er die Abtei St. Gotthard mit Hei- 
ligenkreuz. Er starb zu Wien am 15. August 1755. 

57. Alberik Fritz, 1766—1787. Geboren zu Oberhollahrunu in 
N.-Oe. am 1. August 1704 machte er am 3. März 1726 im Stille 
Profess und feierte seine Primiz am 15. Mai 172H. Zum Abt wurde 
er erwählt am 13. Janner 1756. Di" kais. Confirmation erfolgte 
unterm 1U. Jänner. Sein sorgenvolles Lehen endete 20. April 17*7. 

Nach seinem Tode war als Commendatar-Abt der Klosterneu- 
burger-Capitular Daniel Tobenz in Aussicht genommen; doch 
wurde davon abgegangen und der Stiftspriester P, Maximilian 
Mayla als solcher eingesetzt, welcher mit P. Marian Keutter als 

'! Hanf haier. Rec. dipl. S. 108. - ') Durch ein Versehen ist, ir 
buche S. 9S der 24. Juni als Todestag angegeben. 



78 



Prior und P. Michael Zacke als Kanzlei-Director das Stift aduii- 
liistrirte, bis 1 T'*0 die Vornahme einer neuen Abtswahl erlaubt 
wurde. 

58. Marion II Reutter, 1790—1805. Reutter war geboren so 
Wien viii 10, Jänner 1784. Im Taufpro toeolle von St, Stephan heisst 
es wörtlich: ,Baptizat,us 11. Januarii 178*. Parentes Josephus 
Georgius Reitter, kais. Hofkompoaiteur und Capellmeister bei 
St. Stephan und Anna Theresia consors. Patrinus Augustissimus 
Carolina Imper. per x 11. D. Bernardus (!) Morso, Cauunerdiener". 
Die feierlichen Gelübde legte er ab am 2. Juli 1751! und priinizirte 
am 88. Janner 1757. Zum Abt wurde er gewählt am 10. Novem- 
ber 171'0. Er atarb am 21. Oktober 1H05. Nach rnd inmonatlichem 
Interregnum folgte 

59. Nicolaus Kasche, 1808— 1824. Er stammte aus Preussisch- 
Srhlesien und zwar aua GrOBS-ÜIogau, wo er am 18. November 
17G4 geboren wurde. Prof'ess am 22. November 1778 brachte er 
sein erstes !i. Messopfer am 27. März 1780 dar. Zur Abtswürde 
wurde er erhoben am (.;, August 1806. Leben und Regierung endigte 
er zu Wien am 4. Februar 1S24. 

60. Franz Xav. Seidemann, L824-1841. Er erblickte das Licht 
der Welt za Backendorf in Ungarn am 15. Mai 1781, machte aui 
21. Oktober 1804 Profess, feierte am T.April 1806 Beine Primi/. 
Beine "Wahl zum Abte erfolgte am 28. Juli 1824. Ganz unerwartet 
starb er am 7. Jänner 1841. 

61. Edmund Komäromy. 1841-1877. Geboren zu Güns in Un- 
garn am 22. Dezember 1H0Ü legte er die feierlichen Gelübde am 
25. i fetober 1829 ab und primizirte am 22. August 1880. Als junger 
Theologie-Professor wurde er zum Abt gewählt am 1. September 
1841, Nach einer Regierung von beinahe 36 Jahren unterlag ex 
i'hit-iii mehrjährigen Leiden und starb gesegneten Andenkens am 
10. April 1877 zu Wien. 

Nach seinem Tode machte die kön. ung. Regierung alle An- 
strengung, um die Abtei St. Gotthard wieder von Heiligenkreuz 
zu trennen, und in Folge dessen entstand ein fast zweijähriges 
Interregnum. Als Administratoren fiingirten in dieser Zeit P. Eina- 
uuel Weiniger, Prior, P. Heinrich Grünbeck, Kämmerer, und P. 
Florian Erritz, Pfarrer in Alland. Nach dem am 10. Oktober 1877 
[dürzlieli erfolgten Tudi- '1-.^ !\ Prior* Inii IM i.'ii.--li,-i ( ;*.:!!, S 
hofmeieter in Wien, in die Administration. Durch Uebereinkom- 
men vom 25. Juni 1878 (bestätigt von Sr. k. u. k. Majestät i 



79 

30. Juli und vom hl. Stuhle am 18. Dezember desselben Jahres) 
wurde die definitive Trennung beider Abteien ausgesprochen und 
so konnte zur Wahl eines neuen Abtes geschritten werden, 

62. Heinrich V Grünbeck, IHT^i. Er ist geboren su Wien am 
24. November 1818, Profess am 1. November 1843, primizirte am 
-1. August 184-1. 2um Abt wurde er gewählt am 19. Februar 187». 
Seit 16, Uezember 1881 ist die Abtei ad SSS. Trinitatem in Neu- 
stadt mit He iligeti kreuz vereinigt. - Henricus regnet diu et ieli- 
eiter! — 



Professen von Heiligenkreuz, die zur Abtswürde in 
andern Klöstern berufen wurden. 

(Dio an der Spiiz-.' stallende Zahl bezeichnet das Jahr der Berufung) 
1138. Hermann, •■rsli-r Abt der von Heiligen kreuz naeli dem Klo- 
ster Zwettl ausgewanderten Colonie. t 1147. 

1141. Fridericns, erster Abt von Baumgartenberg, war mit l itcu, 
dem Sohne Leopold des Heiligen, in Morimund in den Ci- 
stercienser-Orden getreten und von dort mit dorKründuugs- 
Colonie nach Heiligen kreuz geschickt worden, f 1156. 

1142. Erster Abt des von Heiligenkreuz besiedelten Klosters Ci- 
eailor in derDiÖceseFünikirrhen. Her Name ist unbekannt. 

11117. Der crstr Abt des gleichfalls von Heiligenkreuz bevölkerten 
Closteni M'irii nberif in Ungarn, Ob Conrad, dessen im J. 1222 

Erwähnung geschieht,, der erste Abt gewesen sei, lässt sieh 

nicht bestimmen. 
120«. Okerm erster Abt des Tocbterstiftes Lilienfeld, j 1208. 
1208. Gebhard, zweiter Abt von Lilienfeld, war mit der ersten 

Colonie von Heiligen kreuz ausgezogen und in Lilienteld 

zum Prior bestellt worden, f 1227. 
1227. Otto, Abt von Lilienteld, war noch einer aus der im J. 1206 

von Heiligenkreuz eingewanderten Colonie. f 1238. 
1246. Ernest, als Prior von Heiligenkreuz zum Abt von Wilhering 

berufen, f 1270 (Stiilz: Gesch. v. Wilhering S. 18-26). 
! 2ti3. Henriette „quondam abhas S. Crucis u erster Abt dos Tochter- 
stiftes GoIdenkron(SpineaCorona).K. Reihenfolge der Aehte 

von Heiligenkretu n, 9. 



80 



1272. Walther, Abt. von Baumgartenberg, f 1275. Hayder Anna). 
Poraar. sagt von ihm : „adeo huic domui (Poraar.) benefecit, 
ut secuudus fundator monasterii viderftur". 

12*7. Rapoto, Abt voti Baumgartenberg. f 125J8. 

1327. Henrieus Spanhalb, erster Abt des Tochterstiftes Neuberg 
in Sr^iei'Diark. f 1388. 

1330. Otto, Abt. von Baumgartenberg, resignirte noch in demselben 
Jahre und kehrte nach Heiligenkreuz zurück, 

1389. Nicolaus von Peugen, Abt von Zwettl, kehrte im J. i:;:"2 in 
sein Mutterstitt zurück. 

1454. Theodorich, Abt von Sedletz, f 1465. 8. Steinbach: Merk- 
würdigkeiten des Cist. -Stiftes Saar. PraguAVien 1783.S. 105. 

L506, Wilhelm, Abt von Baumgartenberg. S, Reihenfolge der 
Aebte von llciligonkrimz n. 42. 

1540. Conrad Faber, Abt von Neukloster, im J. 1648 ala Abt in 
Bein Mutterstift zurückberufen. Ibid. n. 47. 

1547. Georg Reichard, als Prior von Heiligenkretut zum Abt von 
Säusenstein und von dort im J. 1548 als Abt von Liüenl'eld 
postuürt. f 1556. 

1 548. Matthias Zünser, als Prior von Heiligenkreuz zum Abt von 
Neukloster erwählt, f 1551. 

1561. Martin Steingaden, Abt von Zwettl, exanctomtiis a. 1567. 

1567. Lorenz Hengenmüller, Abt von Zwettl. f 1577. 

1569. Matthias Mai'quad, Abt von Säuseustein und von dort im 
J. 1574 als Abt nach Baumgartenberg postuürt, f 1670. 

1574. Matthias Keller, Abt von SSusenstein. f 11, Jänner £596. 

i:>$-2, JacobRoll, AbtvoiiBaniugartenberg. Erwarseit 1584 Üoad- 
jutor lies Abtes Matthias II von Säusenstein in der Verwal- 
tung des herrenlosen Klosters Baumgartenberg und gelangte 
daselbst im J. 1582 zur Abtswürde, starb jedoch noch vor 
erlangter Benediction. S. Pritz, Gesch. v. B;iun)garteuberg. 
Wien 1853. S. 48. 

15D1. Thomas Schmoll, als Administrator von Neukloster zum 
Abt von Neuberg postuürt. f 22. Dezember 1600. 

1600. Matthias Gülger, als Prior von Heiligen kreuz zur Abtei im 
Neukloster berufen und von dort am 21. August 1605 als 
Abt in das Stift Reun postuürt. f 1628. S. Bergmann. Me- 
daillen berühmter Männer H. 77 ff. 

1602. Petrus Rauch, Profess 1560, als Administrator von Vil- 
hering zur Abtswürde in Lilienfeld erhoben, f 84. Dez. 1606. 



16TB. 

1676. 



91 

Maximilian Tieffer, Profess 15'jT, als Prior von Heiligen- 

kreuz mit kaiserl. Genehmigung zum Abt in Baumgarten- 

berg eingesetzt, f <16. Oktober (Pritz: 16. November) 1611. 

Anton Wolfrath, Profess von Heiligenkreuz im J. 1604. als 

Abt nach Wilhering berufen und im J. 1613 mit päpstlicher 

Dispens Abt von Kremsmünster, im J. 1681 zum Bischof von 

Wun und Reich stursten ernannt, f 1. April 1689. 

Georg Stephanides, machte das Noviziat in Citeaux, Profess 

in Heiligeiikieuz im J. 1604, als Abt nach Baumgartenberg 

postulirt. f 24. Dezember 1614. 

Johannes Seyfried, machte das Noviziat in Citeaux, und im 

J. 1604 Protess in Heüigenkreuz ; als Abt von Zwettl po- 

sinliir. t g, September 1625. 

Johann Theodorich Benzius, Protess 1618, als Prior nach 

Wellehrad berufen und von dort im J. 1687 als Abt von 

(ioldenkron postulirt. f 4. Juli 1661. 

Matthias Comes de Palff y, Profess 1 . Jänner 1 624, als Prior 

von Heiligenkreuz zum Erzabt des Benedictiner-Siiltos 

Martinsberg in Ungarn ernannt. | 24. März 1647. S. Fux- 

liotier, Monasteriologia Regni Hung. I. 125. 

Bernhard Breil, Profess 162S, Baccalaureus der Theologie, 

Prior in llciligenkreuz, zum Abt von Neuklos ter erwählt und 

von dort im .1. 164:i zur Abtswürde nach Baumgartenberg 

postulirt. f 80. Dezember 1683. 

Caspar Asam, P ro fo u fl 1<<M, als Prior von Heiligenkreuz zur 

Alitwwürde nach Siiiwustein berufen, f 21. August 1676. 

Benedict Wiersberg, Profess 1661, nach dem Tode des Abtes 

Caspar zum Abt von Süusenstein postulirt. f 7. August 1687. 



Schriftsteller, Künstler, Kunsthandwerker. 

Der älteste bekannte Schrittsteller des Stiftes ist Abt Sifridus 
(l-J.vi-läGl). In der Stiftsbibliothek (cod. 220; findet sich ein 
. i \,iitiitriit>un swp* r ( 'anonem",zu dem der Codexschreiber, der noch 
dem 18. Jahrhundert angehört, hinzusetzt: „quod fee.it abbasSifri- 
dttfl i|uondam pater hujus loci". Diese Worte scheinen wohl an- 
zudeuten, dass Sifridus als Abt diesen Commentar niederschrieb, 
als vollkommen sicher aber kann es nicht behauptet werden. 



82 

Ein anderer namentlich angeführter Schriftsteller — wenn wir 
ihn so nennen wollen — gegen Ende des 13. Jahrh. ist Frater 
Erchengerus. Er ist der Verfasser des leider verloren gegangenen 
alten Necroloyium, wovon in der kais. Hofbibliothek ein Fragment 
sich vorfindet, welches Professor Dr. Zeissberg herausgab. Denis 
führt dasselbe in seinem Catalogus bibl. pal. Vindob. num. 2288 an: 
„Necroloyium Fratris Erchengeri monachi sanctue Crucis, saec. XIII. 
expirante". Da Erchengerus auch als Zeuge auf stiftlichen Ur- 
kunden erscheint, kann sein Zeitalter näher bestimmt werden. 
Auf einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Nicolaus ddo. 
12. April 1277 (Weis, Urk. d. Stiftes Heiligenkreuz I. Anh. 313 n. 12) 
erscheint er als „sacerdos et monachus" ; auf einer Schenkungs- 
urkunde Wulfings von Arnstein ddo. Heiligenkreuz 13. Dezember 
1284 (ibid. 239 n. 262) und auf einer Urkunde des Abtes Sighard 
ddo. 23. Mai 1285 (ibid. 241 n. 265) wird er „runter" genannt. 
Weiteres über ihn ist nicht bekannt. 

Gutolfus, monachus S. Crucis, saec. XIII. Confessor et quoti- 
dianus consultormonialium Cisterc. in monasterio s. Nicolai extra 
muros urbis Vienn. (S. Pez, SS. II. 246 ff. und 287). Er soll später 
Abt von Marienberg in Ungarn gewesen, doch in sein Mutterstift 
zurückgekehrt und daselbst gestorben sein. Die Bibliothek besitzt 
folgende Werke von ihm : 

1. Vita S. Bernardi, metrisch bearbeitet (Cod. n. 167). P. Theophil Heimb 
hat dieses Werk mit Anmerkungen in Druck herausgegeben. S. unten Theo- 
phil Heimb. — 2. Dejiorationes ex diirrsis grammuticorum summis. Eine latein. 
Grammatik, welche er für die Cistercienser-Nonnen zu St. Nicolai geschrie- 
ben hat. (Ibidem. S.Topographie des KrzherzogthumsOesterreich. Wien 1835. 
XIII. 246: Hanthaler, Fasti. II. 147). — 3. Dialogus S. Agnetis Virginis et mar- 
tyria cum quodam monacho Cisterc. Ord. (Cod. n. 300). — 4. Opus de cogno- 
scendis accentibus, editum a fr. G. (ibid.). — 5. De mysteriis rerum gestarum cete- 
m testamenti libri IX. (ibid.). — 0. Expositio oratio nis dominicae ibid.). 

Anonymus monachus ordinis Cisterciensis monasterii S. Cru- 
cis : Narratio yeneahyiae posterorum S. Lcopoldi, Awtriac Marchionis. 
Der Verfasser lebte zu Ende des XIII. Jahrh. — Gedruckt bei Pez 
SS. I. c. 573-576. S. auch: Vogol, Speciinen Bibl. Germ. Austr. 
Pars II. 329. 

Nicolaus Vischel. Pez (SS. I. c. 706) sagt von ihm : „Eruditus 
coenobita monasterii S. Crucis . . . floruit saec. XIV., doctioribus 
sui aevi hominibus merito annumerandus, qui pluribus ecriptis . . 
Ordinem suum et Ecclesiani illustravit*. Zwei seiner Werke er- 
schienen später im Druck u. z. : 



1. CiiKtimiatw de* i'hronkon Attutriumm von Pallntm Vtttiu (die Jahre 1302 
bis 1810 umfassend) ; gedruckt bei Poz 1. c. — 2. Imayo bttitae Virginia (Cod. 84, 
n. 1); gedr. August« per Antonium Sorg circa 1500. Fol. 

Als Manuscript besitzt die Bibliothek : 1. Libii XII de hmdibu* B. M, V, 
il'.'d. 85, 3). — 2. De incarntitione Vrrbi contra Katharos Manichacorura sequa- 
ii- -\\-- di- divtna et humana essen tia (Cod. 84,2,1. — '&. De *c$ opcribtu Abujatl 
(ibid. n. 3). — 4. Dt n. Eueharistia (ibid. u. 4); ans dem Prolog ist ersichtlich, 
dass dieser Tractat tUr den „Prior et lector Augustinianorum in Paden" ver- 
I'asst war. — 5. Tractattt* conlru t-rrlido* Judneos (ibid. n. 51, Siehe iiberVischel : 
Trithemius, Catal. SS. Eccl. Basileae 1494. f. lOO.-Csrolus deViachr Bibl. 
scriptt. S. Ord. Cist. Col. Agripp. 1656, o. 250. 

Fr. Ambrosius de S. Crnce. Ueber seine Lebensumstände ist 
nichts Näheres bekannt. In dein Sammelwerke: „Kleinere Quellen 
zur Geschichte Oewterreichs, herausgegeben von Tb. G.v.Karajan" 
Wii-n. Karl Qerolda Sohn 1859 (auch unter dem Namen „Sylvester- 
Spenden eines Kreises von Freunden vaterländischer Geschichts- 
forschung* bekannt) veröffentlichte dieser aus einer Handschrift 
des Stiftes Klosterneuburg die Aufzeichnung des Fr. Ambrosius 
unter dem Titel: De actis jartarontm sah ilure. I'mlolpiio. Die ein- 
leitenden Worte geben genau die Zeit der Abfassung an: „Anno 
domini millesimo CCCXII in quadragesima scribo ego frater Am- 
brosius istud in mnnasterio sanete crucis, quod aeeidit ante quin- 
que annos utputo, sub duce Austrie Rudolphe filio Alberti regis 
Koinanorum". 

Paul Schönebner, (s. Reihenfolge der Aebte n. 50). 

In der Hofbibliothek zu Wieu ist eine handsehriftliehe ICxpliaitio tabulae 
hii-rojli/phioie .\\mtriacae a Paulo Abbate et Conventu S. Crucis Imp. Matt bitte 
oblat« (10 BU. 4*. sub n. 8305) aufbewahrt, in welcher mit Hinweisung auf eine 
dein Kaiser Matthias überreichte Stammtafel der Ursprung des Hauses Habs- 
burg aus den Familien der Anicier, Probus u. s. w. dargethan wird. Diese 
j/tetmtt' ist leider nicht aufzufinden. Der Abt spricht in der „explicatio" 1 auch 
von einer „>>yUtTu< gmtofogito*, in welcher er diesen Nachweil ausführlich 
Illingen will; doch scheint dieselbe nicht zu iSrandegekominenzusein, sie findet 
sich wenigstens nicht vor. Die Explicatio ist gewidmet : Matthiae II Anicio, 
Probe, Olybrio. Perleonio. Frangipanio, Habsburgio. Austrio, Regi Hungariae, 
Hegi designato Bohemiae, Patri Patriae. Den Schluss machen die Worte : F. 
Paulus Abbas et Conventus Monast. D. Virg. ad Sanctam Crucem DD. mdcviii. 
Eiu zweites gleichzeitiges Ksüinplni- ist ebendaselbst unter der Signatur : r Rec. 
1519 (alt 7412)" zu linden. -8. Vogel: Spec. Bibl. Germ. Austr. P. U.S. 190. 

P. Johannes Bapt. Jurmann, „vir pius, laboriosus et otii im- 
patiens" — so nennt ihn die Corona Fratrum, war geboren zu Lai- 
bachim J. 1602, Profess am 31. März 1630. "Wir finden ihn in den ver- 
schiedensten Stiftsämtern beschäftigt. Er starb in seinem 56. Le- 
bensjahre am 28. April 1658. Wie unter den Aebten Michael II 



_84_ 

und Clemens eine vielseitige literarische Thätigkeit im Stift« be- 
merkbar ist, fand auch P. Jurmann bei all seinen Anitsgeschäften 
Zeit zur Abfassung einiger recht werthvollen Arbeiten, welche 
als Manuscript in der Stiftsbibliothek aufbewahrt sind. Sie führen 

den Titel : 

1. Quodlibetum, eine Art Encyclopädie historisch-dogmatischen Inhalts in 
3 Bänden, wovon leider der erste verloren gegangen ist (gegenwärtig Codd. 
n. 864 und 365) ; 2. Usus et ordinarium unacum minori Chart Directorio (Cod. n. 
375) ; 8. Ums 8. Ord. Cist. (Cod. 493). 

Abt Michael II Schnabel (s. Reihenfolge der Aebte n. 62. f 1658), 

selbst ein gelehrter Mann, Doctor der Sorbonne, lieferte 1688 dem 

Historiographen des Ordens Jongelinus für dessen „Notitia abba- 

tiarum" alle auf Heiligenkreuz bezüglichen Notizen, wofür ihm 

dieser dankbar sein Werk widmete (S.Carolusde Visch, Bibl. 248 

c. 2). Er hinterliess handschriftlich : 

Memorabilia etc. (8. : Handschrift!. Quellen zur Gesch. von Heiligenkreuz,'. 

F. Johannes Simonis, geboren zu Möllerstadt in Franken am 

21. September 1608, Profess 20. August 1635, gest. 4. Jänner 1683 

als Senior des Stiftes. Er hinterliess handschriftlich : 

Regula S. P. noatri Benedicti, ex plicata a Rel. P. Joanne S. Ord. Cisterc 
mon. ad S. Crucem professo et Subpriore a. 1667. 'Cod. Bibl. 347). Ein Stit'ts- 
katalog aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts sagt von dieser Erklärung, 
dass sie wegen ihres trefflichen Inhaltes „usque modo novitiis praelegi et 
dictari solet". 

P. Alberik Maczak, geboren n;0'.» zu Iiatibor in Schlesien, 
Profess am 20. August 1631. Er starb am u. Mai 1661 im Wiener- 
Stiftshofe in Folge einer schmerzlichen Operation. 

Er war ein ausgezeichneter Musiker und Composi t eur, besonders 
geistlicher Gesangsstücke. Bei der Anwesenheit des Kaisers Ferdinand III im 
Stifte im .). 1639 überreichte l\ Alberik demselben drei von ihm comi»onirte 
Musikstücke: Ave Maria mit dem oft wiederholten Dominus tecum, Psalm 19. 
Exaudiat te Dominus und l'salm 141. Voce mea ad Dominum clamavi. Der Kaiser 
honorirte ihn mit 20 Goldstücken und beauftragte seine Capelle mit der Auf- 
führung. Er veröffentlichte auch ein Werk unter dem Titel: Cultus harmonicu*, 
Viennao Austria»*, exoud. Matthäus Cosmerovius 1049. Fol. 

P. Bernard Girard, 1617 zuBambevillein Frankreich geboren, 
legte im J. ir>43 in Heiligenkreuz die feierlichen (Gelübde ab. Er 
vollendete seine Studien an der Wiener-Universität. An den Ge- 
neral-Abt mit einem Auftrage geschickt gewann dieser ihn lieb 
und behielt ihn mit Erlaubniss des Abtes bei sich. Er erscheint 
später als Prior von Loroy (Locus-Begius) und Seminar-Director 
von Bourges. lieber sein Ende ist nichts bekannt. Gedruckt ist 
von ihm : 



85 



Tttatruin Softm/Hot, in i]iio Regina Phil osophor um Diva Parthono-Marlyr 
Catharina, inclytae Facultatis Philosophicae in . . . Viencenst Universität« 
Columen et Tutet* supremum honorem iluxit et gloriam. Excitatum in Ü. Ste- 
phen! Basilic» |>er R, 1'. F. Bernardum Girard, in S Cruc.e Cisterc. Religiosum, 
ac Philosoph. Magistrum, cum in ejusdem Facultatis Senatum lectus esset. — 
Viennae Auslriae. Typis Mltthlfd CosmeWVÜ in Aula Coloniensi 1649. 14 S. 
4°. (Eine Rede in sehr schönem Latein über die höh» 1 Warf« der Philosophie). 

Abt Clemens Schäifer (1658-1693), wohl einer der verdienst- 
vollsten Aebte des Stiftes, der trotz schwerer Schicksalsschläge — 
ich erinnere nur an das verhiiugnissvolle Jahr 16Ö3 — das Stift in 
den best < n Verhältnissen nach jeder Beziehung seinem Nachfolger 
hinterliesB, Ueberaeine für < li >- Geschichte des Stiftes wichtigen 
Schriften siehe : Handschriftliche Quellen ete. 

P. Henriette Liste, geboren zu Osnabrück am 11. November 
162'J, Prof'ess am 99. September L6BI, Priester 20. August 1668, 
hospitirte melirere Jahre in Kaitenhaelaoh und wurde daselbst. 
Prior; muh Beinei Rückkehr war er durch einige Jahre Grund- 
bue Iisführer. Er starb am 4. Aprii 167'J. Von ihm stammt eine Fest- 
schrift unter dem Titel: 

Fenli*unilitx IV. Cntx Aurtritiv , hoc est, Moiiasterium Vallis Nemorosae 
ad S. Crueem in Au.st.ria . . . Domino Claudio Vaussin, Abbat! Cistercii totius- 
qne Ordinis Ca[>iii Generali . . . per D. Leopoldum Fundatorem Ejusque . , 
Filios . . exhJtiita et uonsecrat«. Anno, qu,i Fordinandiis quartus augustus ex 
vi tu discessit (1664). Viennae Austriae, apudM.atth»eumCosmerovium,S.C. M. 
i v|! i^i ;i|!li iiili. I". 14 uiiiiiuii. BlI.Nui.'li einer Anrede au den Kaiser ialdas ganze 
Kapitel vom Abte Michael bis /um letzten Novizen unterzeichnet, 33 Patres, 
9 Fratres, 6 Fralres Conversi und 5 Novitii. Der Markgraf und Gründer des 
Stiftes. Loopi ibl der Heilige, und seine Sühne werden besungen ■. K. K. L-niv,- 
Bibl. in Wien, S. Mayer: Wiens Buchdruckergeschichte I. 260, n. 1565. 

P. Norbert Theurkauf, geboren zu Wien am 1 5. Juli 1687, Pro- 
iess am 15. August 1667, Priester am 1. Jänner 1(163. P. Norbert 
wurde ftls Verwalter des Stiftsgutes Johaunsteiu 1888 von den 
Türken gefangen fortgeführt, ohne dass je eine Nachricht, über 
sein weiteres Schicksal in das Stift gekommen ist. Er ist der Ver- 
fasser eines in Gegenwart Kaisers Leopold im J. 1677 im Stifte 
aufgeführten Dramas unter dem Titel: 

Epitoaut PictatL' Gaaaraae, Sive Anlaufens l'ius, Augustus, ljuem Caesa- 
riis Majestatibus Leopolde f et Eleonorae Magdalenas Theresiae, Dum haec 
supra Horizontem Vallis Nemorosae, seu Monasterü Sanctae Crucis Cister- 
ciensis Ordinis, primumsuagratiariim lujuiriasiiargere,eiindeni(iue suaAugu- 
-tis-imu ]irai'M;titia serenare diguabatur. In Scenam dedit Humilis ejusdem 
loci Abbat, cum Reliposo suo ibidem Conventu, in submissam reverentuiui 
et i'ritnam d übt tarn aggratulationem Anno salutis nostrae MDOLXXVIi Mense 
Aug. Die 6. — Viennae Austriae. Typis Joanuis Uhristophori Cosmerovij. EL 






86 

C. M. Typographi Aulici. ö ü . 87 num. S. Dasselbe Drama ist auch in deutscher 
Ausgabe 1677 bei Oosmerovius gedruckt. (S. Mayer : Wiens Buchdruckergesch. 
Wien 1883. 1. Bd. S. 307, n. 1980). 

P. Alberik Höffner, geboren zu Neisse in Schlesien am T.Sep- 
tember 1641, trat im J. 1661 in das Stift, legte im folgenden Jahre 
am 29. September Profess ab, studirte nun Philosophie und Theo- 
logie in Wien und primizirte am 18. September 1668. Es gibt kaum 
ein Officium des Stiftes, welches Höffner nicht mit voller Gewissen- 
haftigkeit versehen hat. Die grössten Verdienste erwarb er sich 
als unermüdlicher Sekretär des Abtes Clemens und des Ordens. 
Er war auch ein treuer Begleiter des Abtes auf der Flucht zur 
Zeit des Türkenkrieges im J. 1683. Das Amt eines Priors verwaltete 
er vom J. 1682-1693, welche Stelle er auch durch ein Jahr(1700) 
im Stifte Neuberg einnahm. Für die Geschichte des Hauses im 
17. Jahrh. sind seine Aufzeichnungen, die mit minutiösem Fleisse 
zusammengestellt sind, von sehr grossem Werthe. Er hinterliess 

folgende Manuscripte : 

1. Corona abbatuiu S. Crucis saec. XVII. 

2. Corona Fratrum Professorum in S. Cruce saec. XV1L 

3. Corona Officialium S. Crucis saec. XVII. 

4. Corona Fratrum S. Crucis saec. XVIII. 

5. Corona Officialium S. Crucis saec. XVIII. S. Handschiiftl. Quellen zur 
Gesch. 

6. Ponarium variis aniinae cibariis instructum (Cod. Bibl. n. 863). 

P. Georg Strobl, zu Dux in Böhmen am 24. März 1644 geboren, 
trat nach zurückgelegten Vorstudien in Heiligenkreuz in den 
Orden und machte am 80. Dezember 1668 Profess. Seine theol. 
Studien vollendete er nun in Wien und primizirte am 6. Jänner 
1673 im Stifte. Er fand vielfache Verwendung theils in der Seel- 
sorge (Steinbruch, Podersdorf, Mönehhof). theils in der Admini- 
stration (Waldschaffer, Wildegg. Johannstein). Seine alten Tage 
brachte er als Defieient in Tallern und Truniau zu, doch kehrte er 
1713 in das Stift zurück und war Beichtvater der Conventualen; 
er starb als Senior des Stiftes am 12. Mai 1717. Da er auch wieder- 
holt die Stelle eines Bibliothekars versah (zuletzt 1702-1705) 
und „otii inimicissimus" war, so lässt sieh erklären, wie er die 
vielen noch vorhandenen Schriften, die von einein ungewöhnlichen 
Fleisse Zeugniss geben, verlassen konnte. Bei der Invasion der 
Türken 1688 ergriff er mit den übrigen Mitbrüdern die Flucht, 
besuchte seinen Bruder, der Abt des Pramonstratenser- Klosters 
Siloe war, und lebte dann als hospes mit Erlaubnis» seines Abtes 



87 



bis 1686 im Cisterc.-Stifte Langheim. Das Archiv besitzt von ihm 
folgende wertli volle Manuscripte: 

1. Abbntia Sanctae Crucix Austriaca etc. S. Handschrift!. Quöllen zur Gesch. 

2. Caxtro«olium Sanctae Cracis cenotaphicum etc. S, Handschriftl. Quellen 
zur Gesch. 

8. Mitrtrpuiis tnemornbilitTr monumentales, id est: Austria regulariter infu- 
lata, sub quadruplici dirersae religiouis patrocinio ordine alphabetico per 
dialogiiui declarata, seu monasteriorum Austriae descriptio. 16* Bl. gr, Fol. 
Hü- Mai.uscript enthält eine kurze Geschichte folgender Klöster: Sühotten- 
stiit, St. Dorothea in Wien, Neukloster, Hei ii genkreuz, Maria-Zeil, Kloster- 
neuburg, St. Andre. Hemogenburg, St. Polten, Lilien i'eld, Göttweig, Tirnatein, 
Melk.Säusenstein, Zwettl, Alteiiburj;. Pernesg. Geruj.Bnum^aittuberg.Wald- 
hausen, Seitenstetten T Gleink. Garsten, St, Florian, Kremsmünster, Lambach, 
Schüerbach, Willi triu;;. Sohlegl, Bngelszell, Monsee. Mit vielen, wie es scheint 
naturgetreuen und darum interessanten Abbildungen der Klöster. 

4, Scrutinium hint<iricwn ri> ret-n nucotjui: statu rd(/i< iMiSüusensteiii). 1699. 
Las Manuscript lielindet sich inueli Erdinger, Geschichte des aulgeliobenen 
Cisterciensiir-Stii'tus SiLiiNCustoin. BUuur des Vereines l'iir Landeskunde von 
N.-Oe. Jahrg. 1876. S. 89. Anm. 4) im Ptanarchive von Säusenstein. Vidi;: 
Vogel, S|.ecimen Bibl. Genn. Austr. pars I. p. 118. 

5. Svccilefiium Hibholhmic lAini/ln:imicne siitninarium, per Goorgium Strobl, 
8. Crucis proressum. eompilatum, Cod. Bibl. S. Crucis, n. 380. 

ij. Miciltyniiit miii'nil'hr nwnuin'jnticuiii. (iesrbichleduo Klosters Langheim, 
Gewidmet d. m AM (.Uin.ii.- '23. Nov. I6Ö6. Cod. Bibl., n. 191. Vergl. Quellen 
zur Gesch. von Heiligenkreuz. 

Im Wilheringer Archiv : Abbatia Hilarieusis hintoricü propusii-a. 1692. 

P. Florian Reiche!, geboren am '23. Dezember 1649 zuLan-h. k 
in Schlesien, legte in Heiligenkreuz am -2. Juli 1669 die Gelübde ab 
und brachte nach Vollendung der theolog. Studien daselbst sein 
Bxstea M. Messopfer dar am 2. Juli 1674. Beim Herannahen der 
Türken im J. I6n3 zur Flucht gezwungen zog er in seine Heimat, 
wo er die Pfarre Johannesberg versah und dann den Dienst eines 
Feldkaplans im kais. Heere übernahm. Im J. 1686 kehrte er ins 
Stift zurück. Als ausgezeichneter Sänger und Musiker wurde er 
als Snceentor angestellt und versah nebenbei die Klosterpfarre. 
ImJ. 1691 stellte sich eine Geisteszerrüttung ein, die über ein Jahr 
anhielt. Er wurde daher 1H92 uach Besserung dieses Zustandes auf 
einige Zeit iu seine Heimat entlassen. Doch hier überfiel ihn ein 
heiliges Giclitleiden, dass er zu jeder Thätigkeit unfähig wurde. 
Die Aebte Clemens und Marian unterstützten ihn in jeder Weise, 
bifi 8t UO 2ö. April 169B zuGlatz seiner Krankheit erlag. Er wurde 
in der Gruft des Jesuit eu-Col legi ums daselbst feierliehst begraben. 
Die Bibliothek besitzt von ihm eine mit vielem Fleisse verfasste 
Handschrift (cod. 343) unter dem Titel: 



88 

iJefinitiones, ordinationesque Sac. Ord. Cisterciensis, in capitulis tum gene- 
ralibus tum particularibus ad observandum propositae. In celeber. Aust. infer. 
S. Crucis coenobio con scriptae et in die e alphabetico locupletissimo donatue 
per F. Florianum Reichel, ejusdem monasterii professum indignissiinum anno 
1673. 4°. 719 S. Text und 15G S. Index. 

P. Johannes Bapt. Payr, geboren zu Wien 1651, Profess 4. Juni 
1678, zum Priester geweiht August 1G77. Er war grösstenteils 
in der Seelsorge beschäftigt, theils auf den verschiedenen Stifts- 
pfarren, theils alsBeichtvater des Conventes ; in den letzten Jahren 
seines Lebens — er starb als Jubel-Profess am 2. November 1726- 

war er Bibliothekar. Er hinterliess als Manuscript : 

Quodlibet praedicabile, practerijo studio, praesenti labore, futurae utilitati con- 
scriptum. 174 Bll. 4°. (Cod. n. 409). 

P. Daniel Scheuring, geboren zu Wien am 13. Dezember 1665, 
machte auf Koston des Stiftes seine philosophischen und theolo- 
gischen Studien und legte am 1 8. Mai 1 087 Profess ab. Zum Priester 
wurde er geweiht 161)1. Nachdem er vielfach theils in der Seel- 
sorge, theils als Novizenmeister und Bibliothekar verwendet wor- 
den war, wurde er 1716 Prior in Baumgarten berg, kehrte aber 
schon im folgenden Jahre in das Stift zurück und Abt Gerard 
bestimmte ihn, den fleissigen Schreiber, im J. 1717 zum Stifts- und 
Ordens-Secretär, was er bis zum Tode des Abtes 1728 blieb. Abt 
Robert ernannte ihn zum Stiftsprior, doch übernahm er 1784 
zum zweiten Male das Secretariat. Hoch betagt zog er sich nach 
St. Gotthard zurück, feiorte aber doch im Mutterstifte am 7. Mai 
1741 seine Sekundiz. Nach St. Gotthard zurückgekehrt wurde er 
am 13. August desselben Jahres durch einen Blitzstrahl, welcher 
in sein Zimmer fuhr, so erschreckt, dass er noch am selben Tage 
starb. Er hatte einen wahren Bienenfleiss im Sammeln und Auf- 
zeichnen von Daten, die auf die Geschichte des Hauses und des 
Ordens sich bezogen. Archiv und Bibliothek bewahren umfassende 
Manuscripte von seiner Hand. Sie führen folgende Titel: 

1. Ephemeridvs abbutialts seu acta et ytsla 1)1). Oerardi etc. Siehe: Quellen 
zur Gesch. 

2. Favus mellv* Cistercicnsis oder Trienender Honigseim d. i. Ausführliche 
Lebensbeschreibung deren Heiligen, Seeligen auch berühmbten Männern, 
Jungtrauen und Witti'rauen des. . Cisterzienser Ordens, zusammengetragen 
. . . und beschrieben von P. Daniel Scheuring . . . Anno 1738. 2 Bde. Fol. mit 
1910 S. (Codd. n. 504 und 505). 

3. Ager virtutum limi. Dni. Jiobati S. C O. in. B. M. V. in valle nemorosa 
abbatis, conscriptus et oblatus a P. Daniele Scheuring, S. O. C. ad S. Crucem 
professo, ibidemquePriore indigno. 1 Bd. Fol. mit Zeichnungen von Giulliani. 
1733. Der metrische Theil ist von P. Theophil Heiinb. 



4. In der Bibliothek Att Stit'tes Lilienfeld ist aufbewahrt ein von ihm im 
,T. 1728 gescliriebener und dem damaligen Abt von Lilienield Chrvsiistomus 
Wiser als General vicar gewidmeter „Actus [•(•ifiidtmia vi tieetioni» abbatiali/. 

uxta ritum in Online Cütcrcienfi conmetum". 

Gedruckt wurde meines Wissens nur eine Predigt; 

5. FILIVf IjtChrIMnv orallont tDJtl's, d, i. Augustinus, grosser Kirchen- 
lehrer, als ein durch das Gebet neugebobmes Thriinen-Kind. In einer Lob- 
rede in dem hocblöbl. (Jollegiat Stift.,. ZU Waldhauseu in Oberost erreich 
vorgesteliet durch K. P, Danielem Scbeuring . . , d. Z. Prior au Baunig&rten- 
berg. Link! bei Franu Zacher Auinger 17IG. 

P. Christophorus Eosenberger, geboren zu Trier 2ß. Novem- 
ber 1079, studierte auf Kosten des Stiftes Philosophie und Theo- 
logie zu Wien, Profits 1. November 1696, leierte seine Piimiz 
Ü. Jänner 1704, gestorben 2. März 171!» zu Gran in Ungarn, WO er 
sich in den letzten Lebeu.-ij ahreu an dun Missionen bethidligie. 
(-ledruekt sind von ihm: 

Icones autonomasticae, ph±t't<A<Ht<L(ic, juriiiican in celeburrimo . . . Athenaeo 
S. et exerapti Ord. Ciat. B. M, V. ad S. Crucern a P. Chris tophoro Kosenberger, 
ibidem Protesso et Protessore elucubratae: Aaseiliones physiologicas pio- 
pugnantibu.i reHgit.sis irairibus Koeho Bebein, Ladb-Iao Frieweis et Mariano 
Dictmuns, pnietati loci prolijssis il Philosophia« .-.twliosis, anno quo de pie- 
tatis et literanim studiosi^ convenienter inlelligitur jiequens textus Apoca- 
lypticus : DcVs ILLVMInublt ILLos. 22. 5.— Viei.iiae Austritt«, typii Joannis 
Jacobi Kürnar, Procerum lypographi. 12 Bl. Fol. 

Itoncs autonoituixtictie l'sitc. wie üben] : A.-*üL'ftiiH»;S phibibigicas pro- 

pugnantibus etc. (wie obenj .anno quo Keligiosu Pbilosophia cum regio 
Psalte Deum, scieni.iamm Dominum, depi ucatur inqutens: DoCe Me IVstl- 
t'ICatlones tVas. Vif-nnae Austritte etc. wie oben. 11 Bl. Fol. 

P. Christian Eberl, geboren zu Baden 16M3, Prof'ess am 22. Juli 
170'-', feierte seine Priiniz am 15. April 1700. In Folge seiner viel- 
fach erprobten Tüchtigkeit llIs Seelsorger und Oekonom wurde 
er im März 1787 als Administrator im Stifte Baumgarteiiberg an- 
gestellt, welches Amt er bis 1741 verwaltete. Er starb als Jubel- 
priester am 25. Juli 1754. Als Novizenmeister verfasste er sehr 
gehaltvolle 

Meditationvs j,rtj .hvi mitttte Umpvrvm, hebiloinadarum et diel um a Dominica 
prima adventus usque ad sa^rum Pascha. (Cod. n. 431). 

Im Drucke erschien von ihm: Zir.r.i *iltlirh uu/fyrrichtt Si'iuhn JJt/rica imrf 
Tuxcana. Das ist: BmMfthu und Benttlittu*. Khrenrede zu Baumgarteiiberg 
am Feste des hl. Beniard und am Secundiztuge des P. Benedict Blindenöcker, 
Profess daselbst. Lintz bei Job, Adam Auinger 1738. 

P. Robert Leeb, geboren zu Wien am 2a. August 1688, Profess 
24. August 1704, feierte seine Priiniz am S.Jänner 1712, wurde am 
lS.September 1728 zum Abte gewählt, starb am 16. August 1755. 



90 



Reihenfolge der Aebte mini. 60). Als nach 
witzer Frieden (17 ls| eine kaiserl. Gesandtschaft unter der Lcit 
des Damian Hugo Graf von Vinnondt nach Oonatantinope] 
schickt wurde, schloss sich P.Robert mit Erlaubnis seines Abtes 
dem Gefolge an und besuchte 1719-1720 die hl. Lande. Die Ori- 
ginalbriefe, die er während dieser Zeit nach Haus schrieb, sind 
im Archive aufbewahrt. Nach den Aufzeichnungen seines Tagi 
buches erschien : 

Itu-wHtibula Vertu incartiati ti ledutu* inorientix Ihcrosolymix a . . Doi 
Roberto ... arduo olim itinere in Palaestinain Euscepto pervestigata 1719 
1720; ex autographo Itüieris ejusdem Diai'io tideliter descriptaet publicij' 
facta operä Patrmri Gittere. Campililü degentium. 1731. gr. 8". - Davon 
eine deutsche Uebnisrixuiii; angtri'iirtigl : ..Ar Andächtige l'ilyrxm oder Wahr- 
liaßiige vnil Mt:r>. u-uriiuit Ikschreihting der ftri.-c, welche . . Herr Robert us Leeb 
zum heil. Creuz nunmehro Ahbl in das heilige Land und nach Jerusalem glück- 
lich hinterleget. Aus dem Lateinischen insTeutsche übersetzt von Jasumler. 
Nürnberg bei J. A. Schmidt. 1740, 8"; 8 Bl. u. 176 S. und » Bl. Register. {( 
Vogel: Spec. KU. üerm. Austr. pars II. nag. 793). — Als MS. ist vorhandi 
Sciathcrivn cosmievm seil horologium solare pur globum teraqueum 
natural) tioctem diomipie dividente lempus designana. (Cod. n. 488). 

P. Paulus TJlsesa, geboren zu Wien am 4. Juni 1686, Prof« 
am 8. September 170fi, Priester 29. Juli 1710, vir spiritualibus a] 
prjme di-ilitus, wurde nach vielseitiger Verwendung 1728 der ei 
ständige Pfarrer in Gaden. Er starb als Jubefpriester am 16, J; 
uer 1765. Gedruckt erschien: 

Theologia umuri* puOl'a projmynata. Viennae Austriae, typis Ajuiae Fran- 
ciscae Voigtin Viduae. IT08. 

P. Sigismund Augenstein, geboren zu Wien 22. Februar 1693, 
Profan 16. August 1713, Priester im J. 1717, war fast immer 
der Seelsorge beschäftigt und starb im besten Mannesalter 
12. Juni 1 7 :-! zu Truinau. Er veröffentlichte: 

1. Fatnts distillanx, seu malleae virtutes m neo-electo Reverendissimo 
Domino Bohrt« pieeltigiatae et in SolenmÜs soleinni suaelntu.li 
Ejusdem oblatae, dicatae, dedicatae. Anno a partu Vkgineo 1728. Vit 
Au.-,iriae, Tyiiis Joanne Bapt. Söhligen, Univ. Vienn, Typographi. — 
Schlüsse: P. S. A. S. C. P. 12 Bl. Fol. 

2. Her mit vier und eaanteig Crimen gezierte Einzug. Das ist: Maria die 
Himmels- und Erden- Königin, einziehend in den Himmel. In der Schloss- 
kapelle zu Kl. reich Mlrirl' am Moos* gehalten am Feste Maria Himmelfahrt 
1729. Wien bei Joh. Bapt. Sehilgen 1729. 

P. Carolus MayT, geboren zu Wartenstein in N.-Oe. 1701, Pro- 
fesB am 19. März 1724, primizirte am 20. August 1726. Als i 
zeichneter Ordensniann wurde er zum Amte eines Priors in 
genkreuz und später in St. Gotthard berufen. Durch eine Ei 



1693, 
ier in 
;r am 

boiiori 

TZ 



91 



von Jahren wirkte er als Professor der Theologie für die jüngeren 
Ordensbrüder und schrieb als solcher eine Theulwjin WloraHi in 
3 Bänden, welche in der StH'tsbibliothek als Manusoript vorban- 
den ist (Codd.n. 490-492). Er starb hochbetagt am 17. November 



P. Melchior Pfeiffer, geboren zu Wien am 18. Janner 1709. Nach 
am 15. August 1737 abgelegter Profess feierte er seine Primiz am 
12. August 1732. Er wurde vielseitig theils in der Seelsorge, theils 
bei stiftlichen Offizien ah Novizenmeister, Küchen- und Keller- 
meister, Waldsehufi'er u. s. w. verwendet. Ein Liebling des Abtes 
Robert starb er ain 27. März 1 759. Im Druck ist erschienen : 

Panegyricwi Diso Jounni Evtmgdütuc conuii antiquissimae ac celeberrimae 
Universitatis Viennensis Senat u pupuloquc Academioo: cum in Metropoli- 
tana Divi Stephani BasiUoa inulyta Facultas theologica cjuadem Tmelaria 
sui annuam ad aras metnoriaiii n-coleret, . . dictus a tteverendo ac Knli^toüo 
Domino Melchkue Pi'eill'er, Sucri ac Exempti Ordinis Oisterciensis . . . Moiia- 
oterü B. M. V. in Valle nantoTOM »d B. Crucam Profus«, SS. TliHologiae in 
tertium annum auditore. Anno partae salutis MDCCXXX Majo. Vionnae 
Austriae, typis Mariai* Theresia« Voigtin, Universitatis Vieiinensia Typo- 
graphae. 10 B], Fol. 

P. Theophil Heimb, geboren zu Kreuzing m Ober-Oest. am 
29. Oktober 1706, legte am 25. Jänner 1730 die feierlichen Gelübde 
ab und primizirte am 24. August 1732. „Viriilteris addictissimus" 
war er Professor der Theologie in Heil igen kreuz uud Baumgar- 
tenberg, später Orden« -Sekretär unter den Aebteti Robert und 
Alberik, und nachdem er auch als Pfarrei zu AI uneben dort* und 
Niedersulz verdienstvoll gewirkt hatte, wurde er Hoiineister und 
Archivar des Stiftes in Wien. Mit grossem Fleisse ordnete er das 
Archiv und legte ein vollständiges Itepertorium über dasselbe an, 
welches, 2 Foliobändc um fassend, eine genaue Uebersicht über 
die Urkunden und Acten enthält. In der Hauptsache ist im Archive 
noch heute seine Anordnung beibehalten. Er veröffentlichte durch 
den Druck: 

1. henturdvi Uutolphi Munachi, WH tita KHuNftM 1'. N, liemartli, primi 
Clara Valien sis abbatis, Ecclesiae doctoris mellitiui. Olim per M. (iutolfum, s. 
ord. cisterc. monachum, ad Sanctam Crucem in Austria profossUm, deeimo 
terlio saeculo uietrice conscripta, nunc vero oh venerandam antiquitatem 
üruditirinisqui; elagaattam o pervatusto M. S, eruta et publici iuris (acta ac 
qua additionibus liistoric i* qua miüRellaueis uotis illuMrata a Theophilo 
Heimh, prael'ati ord. et monasterii prol'esso.et ss. Theo'ogiao proteseore. 
Anno 1743. NodBÜMgM, bypü Andreae Bielinzü. 2 Bde. 4". 

2. Notitia hütoriea de urtu et proijn^u Abbaliae aotri (Mtatt Ctitercitwng 
B. M. V. ad ü. Gottltardum dictut etc. S. : Quellen zur Uesch. des Stiftes. 



92 

3. hankrede von empfangenen GuttJutten, als auf— Verordnung Sr. hochgräfL 
Excellenz Herren Leopold Maria von Dietriclistein an dem hohen Fest- 
tage des hl. Erzengel Michael den 29. September 1767 in der Klosterkirche 
deren — Capuzitier zu Oberhollubrunn das erste Jahrhundert nach Errichtung 
des Closters auf das feyerlichste gehalten worden. Abgefasset und vorge- 
tragen von P. Theophil Heimb, d. Z. in dem wienerischen Heiligen - 

Creutzerhof Hofmeister und Secretario. Gedruckt bei Franz Andre Kirch- 
berger, Univ. Buchdrucker. 

4. Als Manuscript ist in der Bibliothek aufbewahrt : Ascesis novitia, seu L me- 
ditationes de variis materiis, II. de Passione Domini, tandem ILL de instru- 
mentis bonorum operum. Ex regula S. P. Benedicti usque ad instrumentum 
14. inclusive. Congestae et tum ex s. scriptum tum SS. PP. compilatae a. F. 
Theophilo Heimb, S. O. C. ad S. Crucem in Valle Nemorosa. 8 Bde. 4°. (Codd. 
n. 438-440). 

P. Edmund König, geboren zu Baden in N. Oe. 3. Oktober 1710, 
wurde als siebenjähriger Knabe in das Stift aufgenommen, legte 
am 24. Jänner 1730 die Profess ab und primizirte am 21. September 
1784. Litteris addictissimus (sagt der Katalog) wurde er Professor 
der Theologie in Heiiigenkreuz und Baumgartenberg, Ordens- 
sekretär, Prior und Administrator in St. (xotthard, später Prior 
und Novizenmeister in Heiiigenkreuz. Ein grosser Verehrer der 
hl. Maria starb er an einem Festtage derselben, 8. Dezember 1772. 
Drei Predigten sind von ihm im Drucke erschienen: 

1. Trost- und Ehrenrede über die toundcrbarliclie Macht und Barmherzigkeit der 
Jungfräulichen Mutter (iotten Maria, da von Errichtung ihres Gnadenbildes in 

dem herrlich neu erbauten Gottes-Haus des sogenannten Hafner-Bergs unter 
dem Schutz des Stiftes Maria Zell in Oest erreich 0. S. B. den 26. Juli als an 
dem Festländer hl. Annae anno 1753 das erste Saeculurn begangen wurde. 
Vorgetragen von A. K. ac Eximin P. Edmunde) König, des h. Cist.-Ord. zum 
heil. Creutz Proiesso und p. t. Sub-Priore. Wien, gedruckt bei Leopold J oh. 
Kaliwoda, Kays. Keichs-Hof-Buehdruckerei. 

2. Lob- und Ehrenrede über Leben und Tod der heiligen Jungfrauen und 
Mfirtyrin ('aeciliae, als eine hoohlöbl. alihier in Wien aufgerichte musicalische 
Congregation in der hohen Metropolit an-Kirchen bei St. Stephan das gewöhn- 
liche Titular-Fest ihrer Schutz-Frauen den 22. November mit jährlich feier- 
licher und prächtiger Andacht begienge. Verlasset und vorgetragen von P. Ed- 
mundo König. Wien, gedruckt bei .loh. Peter v. Ghelen, Kais. Königl. Hof- 
Buchdrucker. 

3. Trost- und Ehren- Hede Über den mächtigrn Schutz Mariae, da in dem — 
Stillt Maria Zell in Oest erreich Ordinis Saneti Benedicti dessen uraltes und 
andächtiges Maria -Bild auf den herrlichen buhen Altar des neu erbauten 
Gottes-Haus übersetzet und bev zahlreicher Menge des Volcks der hohe Ge- 
burtstag dieser Jungfräulichen Mutter den £. September im Jahr des Herrn 
1759 auf das feyerlichste begangen wurde. Verlasset und vorgetragen von 
P. Edmundo König. Wieun, gedruckt bei den lieyingcrischeii Erben. 



93_ 

P. Ambrosras Seiwitz, Edler von Muggenthal, geboren zu 

Wien am 12. August 171R, Profess 81. Mai 1734. Priester 15. Mai 
1740, gestorben zu St. Gotthard am 29. April 1757. Er sammelte 
mit Fleiss und Verständniss aus älteren Urkunden Daten rar Ge- 
schichte der Aebte und des Stiftes. (S. Handschriftl. Quellen zur 
Geschichte des Stiftes), 

P. Caspar Hayscnink, geboren zu Annaberg in Oesterreich am 
30. Juni 172t>, legte am 8. Dezember 1745 Profess ab und primi- 
zirte am 2h. September 174:», war Pfarrer in Niedersulz, wurde 
aber bald als Novizenmeister und Subprior nach Hans berufen. 
Nach Wenigen Jahren wurde er Prior und verwaltete dieses Amt 
bis in sein höhn« Alter. Es heisst von ihm: ,a nimia discretione 
confratribus nommendatus, abbati apprime chanis". Er starb als 
Senior des StifV.es am 21. August 18015. Von ihm ist eine Predigt 
gedruckt: 

lintschi.'iil J'rtlml di-e /.ir'-r ;tri-ilfit dir h'-iUijrn /.Vwn/i Murin Muijdtdewi 
und Chrüta dem fpiltliulmn Krliwr. Li' i I'-imii Wulil-Ehrwürden PP. Franzia- 
caoeni zw Ent/ersdorl' zu iterci leyerlichen Fost-Begäiignus-; den 22. Juli 1754 
in einer Lobrede verfasset und vorgetragen von P. Casparo Hayschinck, 
Wienn, gedruckt liey Frantz Aniln: Kin:hlni:;i) , Univ. Iiur-hd rucke m. 

P. Marian Reutter, geboren zu Wien am 10. Jänner 1734, legte 
die feierlichen Gelübde ab am j. Juli 1".'>3 und feierte seine Priiniz 
am 23. Jänner 1757. Vir scientiis clarua et animarum curator ze- 
losus. Nachdem er längere Zeit als Theologie-Professor gewirkt 
hatte, trat er in die Seelsorge, wurde vom Abt, Alberik zum Prior 
ernannt, und nachdem das Stift die Wahlfrei h ei t im J. 171)0 wieder 
erhalten hatte, erhob ihn das Kapitel zu seinem Abt. Er starb 
allgemein betrauert am 21. Oktober 1806. Im Drucke erschien: 

1. Panaj'jwu* Itiuti Jrmit >u Hrinuii-IHnt dictum (u. s. w. wie oben bei : Melchior 
P tirilier) oratore Reverendo Mariano Reutter, Sacri ao exerupti Ord. Cist. in 
monasterio B. M. V. Vallis nemorosiie ad S. Crucem in Austria et ad S. Gott- 
hardum in Hungaria Protesao, AA. LL. et Phil. Magist.ro, SS. Theologiae in 
certium aniivun Auditore, ejusdemqui: pro prima Leuna Candida to . Auno X'o'i 
Mense Majo. Viennae Aushhie, in typr^iapheo Kaliwodiaiio. ',< Bi. Feil. 

2. Lob- und Ehren- Utile auf dir h. Juiir/fruu und Miuh/nn Cuecilia, als eine 
h.uhl'.'lili'ini alHer in Wien aulgerkdite inusicalische Congregation in der 
hohen Metropolitan -Kirche bey St. Stephan da- gewöhnliche Tituiar-Fest 
ihrer Schutz- Frauen am 22. November 1763 . . begieng. Verfasset und vorge- 
tragen von P. Marinno Reutter . . Wien, gedruckt bey Johann Jakob Jahn, 
UniversitäLs Buchdrucker. 

Clemens Scheupflug, geboren zu Heiligeukreuz am iö. Mirz 
1781, legte am 2. Juli 1753 in die Hände des Abtes Kobert die 
Ordensgelübde ab, erhielt am *2H. Oktober 1785 die Priesterweihe 






91 



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und starb als professus jubilatus am 29. Jänner ISOü. Er war ein 
ausgezeichneter Organist und Musiklehrer und fruchtb.iicr 
Compositeur. ImMusikarchive des Stiftes ist eine grosse An- 
zahl seiner Corupositionen (13 Requiem, 14 Hymnen des Brevi 
il verschiedene Compositionen für die Fasteuzeit, diverse G: 
duale, Offertorien u. a.) aufbewahrt, von denen ein nicht unbedei 
tenderTheil sich den besten Kirchen- Werken anreihen liesse. Ganz 
vorzügliches Lob verdient sein „Vcni Creator Spiritus", welches 
noch jetzt bei Ablegung der Orden s-Prol'ess - als ganz dii 
Feierlichkeit angepasst — verwendet wird. 

P. Hieronymus Rössler, geboren am 31. Dezember 1782 zu 
Elias bei Warasdin in Croatieu, studierte zu Tyrnau bei den Je- 
suiten und wurde nach absolvirten juridischen Studien Ersieher 
in einer gräflichen Familie in Oestetreioh. Im Alter von 28 Jahren 
trat er in das Still Heiligen kreuz, legte am 8. September l?SI Bem« 
Profesa ab und primizirte am 5. April 1763. Ununterbrochen wurde 
er nun auf fast allen stiftlichen Pfarren in der Seelsorge ver- 
wendet, am längsten — 26 Jahre — in Podersdorf. Hier verfasste er 
bei seinem von aller Welt abgeschiedeneu Leben die unten ange- 
führten Werke. Wegen eines Fehlers im Gehör kehrte er 1805 in 
seinem 73. Lebensjahre in das Stift zurück, wo er bis zu seinem 
Lebensende als Novizenmeister thätig war. Er hatte eine gute, 
poetische Anlage und bei seiner Gewandtheit in der lateinischen 
Sprache war es eine grosse Freude für ihn, bei allen festlichen 
Anlässen, insbesondere bei dem Geburts- und Namensl'este des 
Abtes uud der Mitbrüder, diese mit einem lateinischen Gedichte 
zu begrüssen. Ein Fall im Zimmer verursachte einen Beinbrm 
und unter unsäglichen Schmerzen starb er nach kurzem Krank« 
lager am \r>. Oktober 1828 im 91. Lebensjahre. 

Seine vielen literarischen Arbeiten sind mir im Manuscripte vorbanden. 
Ausser einer grossen Anzahl lateinüi her Gedidite — wie oben erwähnt — <.-■■)- 
faste er in schöner lateinischer Spruche Abhandlungen übe» •-, 
OegOUtSttde der Mural, Uogmutik. des Rechtes u. s. W. in Briefform. Ebenso 
hinterliess er Predigten auf die Sonn- und Festtage <le# Jahn.- in doppelter 
Reihen folge. Seine Hauptwerke, Ulli' welche er viele Jahre verwendete, sind 
geschichtlichen Inhaltes. Er vertagst o : 

1. Anntiles VnUis nemrirosiie Au-Irincir ■ ■■!--, S.: Handschriftl. Quellen 
Oeseh. des Stilles, 

2. Series rrnim ijrxlnrum rr'.'ewir* H ineaili, collect a ex authoribus dii 
-a<'ii- et profanis, continens pontitices, coniülia, ritns ecclesiae. imperatores, 
reges, regnomm vicissitudines, scriptr.res, scientiarura cnlturam, bell» etc., 
eonstans libris tribus, qnoniui fjuilibet sex stecula complectitur. initio sumto 



hte 
ach 
en- 



95 

ab ascenskme Dommi, compilatore quodara S. O. C. ad S. Crucom proftsSfl 
anno 1782. 111 Bl. Fol. (Cod. n. 551). 
Ausserdem sind vorhanden : 

3. Cotltctiones praecejitorum moralinm. Eine Moraltheologie in tatein. Hexa- 
metern. 2 Bde. 4". (Cod. n. 409). 

4. Die SunnUiyüelitm und Festtäglichen l-'.fi'iiij-liiii in liniiicn nr/tt^el. (Ent- 
h&tt das erste halbe Jahr. 1. Advent-Sonntag bis 6. Sonntag nach Ostern,) 
(Cod. n. 618}. 

5. Ordn kistoriae juris Cialis, Eine Geschichte des Civilrechtes in latein. 
Hexametern. (Cod. n. 497), 

VergL, über Rössler : Ignatius de Luca : Das gelehrte Oesterreich. Ein Ver- 
such. Wien 177R. Ghelen'sch« .Schritten. Zweiter Theil 1778 gedruckt hei 
Trattner. S. 48. 

P, Johann Bapt. Burger, geboren zu Wien am '22. April 1745, 
Profess am 20. August 1766, Priester 1. Oktober 17ß!>, war einig« 
Jahre Professor der Theologie um Stifts-Inetitut itnri starb als 
Administrator den Stitt.sgutes Münchbot' am '28. März 1807. Das 
Archiv bewahrt eine Sammlung ziemlich verläßlicher Notaten 
zur Stiftsgeschiente unter 'lern Titel : 

Collect iotihs bifjioriwi'j peisonarum et reriim San-Crucensitim etc. S. Hand- 
schrift!. Quellen zur Gesih. dos Stiftes. 

P. Petrus Keinz, geboren zu Thava in N.-Oe. am 7. März 17ö8, 
Profess am 1. März 1772, Priester am 8. April 1776, gestorben am 
17. Mai 17'Jl. Nach den an rler Wiener Universität abgelegten 
Rigorosen für die theologische Doctorswürde Hess er drucken: 

Theses ex umversa Theologia, quas . . . anno salutis MDCCLXXVI mense 
Manio die II. publice propugnandas suseepit. Viennae Austriae. Ex Typo- 
graphia Oerokliana, 

Er lehrte hierauf' als Professor am theologischen Stiftsinstitnt 
bis zu seinem Tode. 

P. Theodor Kraft, geboren zu Aub in Franken am 19. Februar 
1166, war Capitular des Stiftes Ebrach, wo er am Iß. Juli lti'JO Pro- 
fan machte. Nach Aufhebung seines Stiftes fand er Aufnahme in 
Heiligenkreuz und erneuerte daselbst am 8. Oktober 17!>s die Pro- 
fess. Hier wurde ihm das Amt eines Novizenmeisters und Kleriker- 
Präfecten übertragen, später übernahm er die Pfarre Gaden. Zu- 
letzt war er Kanzlei-Director im Stifte. Er starb am 8. September 
182FS. P. Theodor war ein Mann voll Energie und grossem Wissen, 
Im Drucke erschien von ihm : 

1. Die Pfarre Guden. Versuch einer pragmatischen Geschichte, (Kirchl. 
Topographie von Oesterr. 4. Bd. S. 8—19). 

2. Bericht über die österreichischen Grabmüler des Klosters Heiligcnkreu: von 
Marquard Herrgott mit Anmerkungen ven Fr. Theodor Krnft, (Oesterr. Zeit- 
schrift f. Gesch. und Staatskundo. 3. Jahrg.). 






96 

P. Georg Alois Szekär, geboren zu Komorn am 5. Juli 1752, 
trat nach absolvirtem Gymnasium am 18. Oktober 1768 zu Kesz- 
thely in den Franziskaner-Orden und wurde am 24. September 
1775 zum Priester geweiht. Er studierte nun weiter 1776 und 1777 
Philosophie in Grosswardein und Pest und war in den folgenden 
drei Jahren Professor der Philosophie am Lyceum in Stein am- 
anger. 1781 wurde er Prediger in der Burgkapelle zu Ofen und 
zugleich 1782-83 Religionslehrer in Pest. 1784 wurde er als 
ungarischer Prediger nach Neutra versetzt, kehrte jedoch im fol- 
genden Jahre wieder als Lehrer an der königl. Schule nach Pest 
zurück. Vom J. 1786 bis zum J. 1704 wirkte er theils als Lehrer 
und Feiertagsprediger am Gymnasium in Steinamanger, theils als 
Erzieher in der adeligen Familie Szegedy in Oedenburg. In diesem 
Jahre trat er am 7. November als Noviz in das Stift Heiligen- 
kreuz und legte daselbst mit päpstlicher Dispens am 8. November 
1705 die feierlichen Gelübde ab. Nun wurde er von Seite des 
Stiftes als Lehrer an das Lyceum in Steinamanger geschickt, trat 
aber im J. 17oo als Feldkaplan in die kais. Armee über und machte 
als solcher die Schlacht bei Marengo mit. Nach vielfachem Wech- 
sel seiner Stationen in Ungarn und Italien starb er am 26. Sep- 
tember 1810 zu Klausenburg in Siebenbürgen. Wurzbach (Biogr. 
Lex. Bd. 41. S. 28) hat alle Quellen angeführt, die über sein viel- 
bewegtes Leben und .seine literarische Thätigkeit Aufschluss 
geben. Eine ausführliche Arbeit über Leben und Werke des Joa- 
chim Alois Szeker aus der Hand eines Cistercienser-Ordensbruders 
erschien als Programm des Stuhlweissenburger kathol. Obergym- 
nasiums vom Schuljahre 1887/88. Seine Publicationen erschienen 
alle in ungarischer Sprache, und zwar: 

1. Magyar ok ereibit',, a regi *'\s mostani Magyaroknak nevezetesebb tseleke- 
deteivel együt. «1. i. der Ursprung der Ungarn, verbunden mit den merk- 
würdigsten Thaten der alten und neuen Ungarn. 2 Bde. 8". Pesth und Komorn 
1701. 2. Autl. Pesth 18<'7. Wurzbach bemerkt hiezu: Diese ihrer Zeit nicht ge- 
ring gehaltene Schritt ist das ei\>te in ungar. Idiom herausgegebene Ge- 
schirhtr>\verk der Magyaren. 

2. Manngoi csalrit vs azt Hmjdüzn köntyül uUnaok, d. i. die Schlacht bei 
Marengo und die derselben vorangegangenen Umstände. 1 Bd. 8°. 77 Bl. 
Pesth 1800. 

3. Hudy tutlomtiny. mellynek nemely to tzikkeyeit kezirasba foglatta egy 
nevet elitkolni akarö tudos «'s nagy mrltosagu hazafi. Eredeti valosaga- 
ban kiadta es bevezetessel magtol dotta, d. i. Ueber einige vorzügliche 
(Tpgenstände der Kriegskunst, aus den Papieren eines kunstverständigen 






(ungenannt sein wollenden) gelehrtun Ungar, mit einer Einleitung versehen 
VOH...I Ud. 3". 321 Bl. Parti 1807. 

4. Magyar Bobinsoti, 3, i der ungar. Hofabuea 1 Bd. 8 Ü . Pesth 1809. 144 Hl. 

P. Malachiaa Koll, geboren zu Baden in N.-Oe. am 14. Oktober 
1783, war Sängerknabe des Stiftes, studierte weiter in Wien und 
legte am 21. Oktober 1804 die Profess ab, Im J. 1806 zum Priester 
geweiht war er anfangs Pniiect der rtüngerknaben, wurde dann 
an das Gymnasium in Neustadt versetzt und hierauf als Professor 
des Bibelstudiunis des A. und N. Testamentes und der orientali- 
schen Sprachen an der etiftlichen Ilaushdiraiistalt bestellt. Unter 
Abt Xaver wurde er Kammerer und KanzIeidireetuT und endlich 
Hofmeister und Archivar in Wien. Nach der Wahl des Abtes 
Edmund im J. 1841 übernahm er die Pfarre Münchendorf, wo er 
nach kurzer Wirksamkeit am 4. Dezember 1844 starb. Koll war 
in der Geschichte des Hauses sehr bewandert. Nach seinem Tode 
fanden sich viele Aufzeichnungen, Notizen, Auszüge aus den 
Acten des Archives vor. die einen grossen Fleiss beurkunden. 
Seine gedruckten Arbeiten zeigen zwar manchmal eine gewisse 
Flüchtigkeit und zu wenig eingehende Kritik; doch zollen die 
Wn-m-r-Jahrbücher der Literatur (Band 32 8. 20) seinen archiva- 
1 istdien Arbeiten gebührende Anerkennung. (Vergl. auch Keib- 
Hnger's Bericht in der österreichischen Zeitseh. f. Geschichte und 
Siiiiuskunde, Jhrg. 1885 Nr. 13-18. ; ferner: Der Katholik. Bd. 21. 
S. 359-864 ; Pletz : Neue theol. Zeitschr. 10. Jhrg. Bd, 1. S. 215 bis 
233). Durch Druck wurde veröffentlicht : 

1. Zur l'u-.r rltr fini/^irji'thnrint l'riflenriirde den Hoch- und "WohlehrWÜr- 
digen Hart) P. /'.'u;ir!h-rt Bdiwati Kapitularen der Cint. -Stifte Heiligenkreuz 
um! St. Gutthardt, emer. Priov und d. Z. Administrator der Stiftaherrechait 
Tromu Ini Siit'teHvili^.-nkivMz am 1j.N\.v.ui1.lt 1828. Im Namen aller Stula- 
kii[.iruhLivn demselben elirfiii'dit.-.i'ull gewidmet v. P. Mulachiaa Koll, d. Z. 
Siii'L-küminerar. Eine Cautate in Musik gesetzt von r'ranz Xav. Fischer. 
\V\iisenvet u-ulter Wien. _;edr. iui Steyrerhof Nr. 727. 

2. Im Bit. IV der historischen and topo<tr<ij>la*:ht n Darstellung van Butten und 
■t, ,„■ Si,ji. 1 1, :!,.,. Hkrmtt (Wien 1825 bei Doli) sind folgende Darstellungen von 
Kol! :SparbachS. 10— S2-. TaltcrnS. M-Ul .Stiftand Pfarre HeiligenkreutS. 175 
!>is337:jyüi«:Ärtii/or/S 245-248: l'faiptiitU» S iUh-2& ■ Uai-^nmurktS 2(j;-i l.is 

26t .■'■"!■, „it,,/ s.'.'Tn-'JM:. s'„; ; S, 279-280; Trui»oitS.ü09-312.(S. Quellen etc.). 

3. Die iloj.jii/tt Sdeuhrfaür der vm miften Cütercit nter-Sttfh Hi ■■'■■ 
und St. titdthard (S. Quellen zur üesoli. des Stiftes). 

1. Dm Stift Hettigenh-euz in OattmhA im V. ('. W. W. etc. (Ibidem). 

ö. Chronicon brece monatteriorinii Ord. Otiten ■ vm ,7 /•■/ 

Gottliardum in Ungaria. (Ibidem). 



98 _ 

6. Zur Weüie dir siebenten Säcularfeyer des im Jahre 1184 vom heil. Leopold, 
Markgrafen in Oesterreich. gegründeten Zisterzienser Stiftes Heiligenkreuz, 
den 14. September 1834, von Malachias Koil. Kapitular dieses Stiftes. Eine 
C an täte in Musik gesetzt von Johann Gensbacher, Kapellmeister am fürst- 
erzbischöflichen Dome zu St. Stephan in Wien. 

7. Predigt zur Feier der Heiligsprechung des heiligen Alphons Maria Liguori 
in der Kirche der Frauen-Congregation des All erheiligsten Erlösers zu Wien, 
den 24. November 1839, gesprochen von P. Malachias Koll. Wien 1839. Gedr. 
bei Leopold Grund. 

P. Augustin Holzer, geboren zu Weikersdorf nächst Baden in 
N.-Oe. am 25. Oktober 1787, war Sängerknabe im Stifte, trat später 
in dasselbe ein, machte am 26. November 1809 die feierliche 
Protess und feierte am 8. September 1811 seine Primiz. Nachdem 
er durch einige Jahre Präfect der Sängerknaben gewesen, wurde 
er ununterbrochen in der Seelsorge verwendet; zuletzt wurde 
er Gutsverwalter in Niederleis. Die letzten Jahre verlebte er 
kränklich in St. G-otthard, wo er auch am 24. Oktober 1861 starb. 
Er schrieb recht verwendbare Predigten, die wiederholte Auflagen 
erlebten, u. z. : 

1. Homiletische Predigten auf alle Sonntage und die gewöhnlichen Festtage eine» 
kath. KirchenjaJires. Mit vielen eingefiochtenen, auterbaulichen Geschichten 
aus der hl. Schrift und den Legenden der Heiligen. Zum Gebrauche für Land- 
pfarrer und auch Frühprediger in Städten. 2 Jahrg. 2 Bde. Wien, Doli. 1840. 8°. 

2. 24 Fastenbetrachtungeti auf die 6 Freitage der hl. Fastenzeit durch 4 Jahre, 
über das heil. Kreuz, die Busse, das Leiden Jesu, die letzten Worte. Wien 1848. 
Doli. gr. 8. 

8. Die citri stkathol. Glaubens- und Sittenlehren nach ihrem Zusammenhange 
ausführlich und leichtfasslich in lOtf Christenlehren für das Landvolk ver- 
fasset. Wien 1844. 2 Bde. 8". Braumüller und Seidel. 

4. Kurze leicht fassliehe Volkspredigten auf alle Sonn- und Festtage eines 
ganzen kathol. Kirchenjahres. Mit sehr vielen eingetlochtenen u. s. w. ^wie 
oben 1). 2 Bde. 8°. 1842. Brauniüller und Seidel. 

5. Neueste leichtfassliche Vol/cspredigten auf alle Sunn- und Festtage u. s. \v. 
(des ganzen Predigt -Werkes 3. und 4. Bd). Wien 1844. Braumüller und Seidel. 
(S. Sion. 10. Jahr^. Lir. Anzeiger, S. 11). 

P. Joseph Doczy, geboren am \). März 177 ( J zu Mariahilf bei 
Stuhlweissenburg in Ungarn. Nach vollendeten Vorstudien trat 
er in das Clerical-Seminar zu Stuhlweissenburg und wurde im 
J. 1803 zum Priester geweiht. Seine Vorliebe zum Ordensstande 
brachte ihn nach Heiligenkreuz, wo er am 1. November 1814 die 
feierliche Profess ablegte. Einige Zeit war er Präfect der Sänger- 
knaben, wurde aber dann lange Jahre in der Seelsorge ver- 
wendet. Im J. 1848 kehrte er als Subprior und Spiritual in das 
Stift zurück, wo er zugleich die Novizen und Kleriker in der 



99 



ungarischen Sprach« unterrichtete. Seine letzten Jahre brachte er 
wegen Kränklichkeit in dem milderen Klima von St. Gotthan I als 
ein weit und breit beliebter und verehrter Beichtvater zu. Am 
r>. März 1856 besfhlnss er daselbst sein Leben. Er war ein ungemein 
gewandter Lateiner und hinterliess als Manuscript mehrere Bände 
Predigten und Meditationen in lateinischer Sprache. Im Druck 
v en"itl't-nrlichte er folgende Werke in ungarischer Sprache : 

l.Evnipa tckintrh jdvuvnU' temeeeeti, miveletii'-sKormilnyiallftuotjaban. 
Szerkezielle Doczy Jeizsef. . Az egesz mußk&hoz Europa földWpe magyar 
nyelven. 12. köt fn. 3. r., Betsben 1829-31. Nyomt. na. Haykul Äntal betüi. 

.'. UofftfOrotttdg tftkellAtei mutatö könyve. Beteben 1880, Nyom. Haykul 
Autal betfll 

8. Ä wen( f'JliH UMortö, azaz Leeb Robert cziszterczi szerzetes stb. utaziza 
;i ?z. fiddre BS a sz. Gotthardi ezii-ätiTezi uinl ii—i lunokiii viss/anyerese. 8°. 
306 1. Eaztergom es Peat 1882. Beimel Jozsef. [S. Petrik Geza, Bibliographia 
Hunyariae. Budapest»» 1888. L 548). 

Als Mauuscript ist in iler Bibliothek auf bewahrt: Vestigia Ci.itercii florcntis. 
Direiwa ex auctorihus dotecta per Josephuiu Doczy. Anno 1SL5. 208 S. Ge- 
sch.* cht liehe u Inhaltes. 

P. Maximilian Prock, geboren zu Kaumberg in N. -Oe. am 
98, Juli 17'Jö, kam frülizeitig als Sängerknabe in das Stift. Erzeigte 
schon damals ein besonderes Talent für Musik. Nach abgelegter 
PtofflM (1. September 1820) und erlangter Priesterweihe (IB. No- 
vember 1821) wurde er Kleriker-Präi'ect und spater Professorder 
Moral -Theologie an dem theologischen Institute des Stiftes, wel- 
i'hvs Amt er bis zu seinem Tode (28. April 1877) ununterbrochen 
mit aller Hingebung an den ihm Hebgewordenen Lehrstoff inne- 
hatte. Nebenbei betneb er mit Begeisterung Musik, er spielte meh- 
rere Instrumente, als besonderen Lieblingbehandelte erdas Violon- 
oell. Er versuchte aich auch als Cowposifew. Hei 0. A. Spina er- 
schienen von ihm ■ 

Wanderbilder (Gedichte seines Bruders Ferdinand) in Musik* gesetzt und 
den Abte Edmund KomAromy gewidmet, i Lieder für eine Singstimme mit 
Pianofortebegleitunn. Im Musikarchive sind mich einige Variationen für Vio- 
line oder Violoncello mit Begleitung eines Streichquartette! aufbewahrt. 

An löslich seiner Jubelprofeu (1870) verlieh ihm Se. Majestät das goldene 
Verdienstkreuz mit der Krone und im .T. 1873 ernannte ihn Cardinal Rauscher 
zum geistlichen Rath. 

P. Johann Nep. Weis, Geschichtsforscher und Numismatiker, 
geboren zu Rieht erhol' in Böhmen am 2&. November 1796. Er 
studirte Gymnasium und Philosophie in Bud weis, wurde am 21. Ok- 
tober 1816 in Heiligenkreuz eingekleidet, machte am 17. Septem- 
ber l820Profess und feierte am :J0. September 1821 seine Primiz. 



100 



Weis wirkte nun als Präfect am stiftlichen Knaben-Convi 
Durah seinen Freund Krones wurde die Liebe zur Ntunitm 
iu ilun geweckt, welche der Abt Xaver bestens unterstützte, in- 
dem er ihm die bereits bestehende stiftliche Sammlung zuwiw 
und den weiteren Ankauf von werthvolk'ii Münzen bereitwilligst 
gestattete. Abt Edmund übertrug ihm gleich nach seiner Wahl 
im J. 1841 die Hofmerater-Stelle in Wien und damit auch das 
des StiftsarchivarB. Nun trat er in regen Verkehr mit berfllmi 
Sammlern und Gelehrten {wie : Chmel, v. Meiller, Bergmann, 
rujan, Camesina, Feil, Sava u. a.) und wusBte, abermals von 
Edmund kräftigst gefördert, die stiftliche Münzsammlung mit 
gezeichneter Sachkenntniss zu vermehren. Mitten unter diesen 
Arbeiten erlag er unerwartet einer heftigen Lungenentzündung 
am 1. Dezember 1858. Als Archivar veröffentlichte er: 

Urkunden th* Stiftes Heiligenkreuz bi* zum Ende des 14, JahHumi ■■ 
BÜHiltn. (Fontes rerum aust.riaearum Bd. XI und XVI). — Auch Bergmann ver- 
dankt ihm zahlreiche Noti/en für seine „Medaillen biridiiiiltr Miimur" (s. Bd. II. 
S. 28 u. ff). - VwgL Wurzhaeh, biogr. Lox. Bd. 54. S. 121. Prazske noviiiy, d. 
Präger Zeitung 1858, n. 289. — Böhm. Conversations-Lexicon, redigirl 
Dr. Franz Lud. Bieger und J. Mal y. Praj: 1872. Bd. XI. 8. 294. - In se 
Nachläse fanden sich viele, mit ungemeinem Fleiss gesammelte, sehr wei 
vuUe Aufzeichnungen zur Geschichte des Stiftes. 

P. Eugen Strack, geboren zu Wien am 31. Mai 1801, Profess 
am 19. September 1824, Priester 8. September 182ä, gestorben 
B0. März 1864. Er verdient mit Recht hier genannt zu werden ; als 
langjähriger Uiblitdiiefair hat. er ganz allein und eigenhändig einen 
ttlphafirtisfhen Kululwi über die ganze Büchersararalung und Theile 
von Fachkattthi/iii angelegt, die alles Lob verdienen. 

P. Adolf Reindl geboren zu Niederleis am 28. Mai 1812, Pr. 
fess am 21. August 1886, feierte seine Primiz am 20. August 1837. 
Er war Zögling des Stiftsconvictes in Heiligenkreuz und seinem 
Ordenshause mit grosser Liebe ergeben. An dem theol. Institute 
daselbst wirkte er längere Zeit als Professor des Bibelstudiums 
des A. T. und war zugleich Bibliothekar. Er wurde Prior und starb 
als Administrator des Stiftsgutes Niederleis am 8. Jiuii 1865, be- 
graben zu Heiligenkreuz. Während seiner Professur varfflsstfl OT 
eine recht verdienstlich mit vielem Fleiss gearbeitete: 

Darstellung de* Stifte* Heiligenkreuz mit besonderer Rücksicht aufutineM 
tliek (19 Bogen 4"), die aber Manuscript blieb. — Im Druck erschien bei 
legenheit der sechshundert] ährifirn Trauerfeier des Ausstevbens der Babi 
berger: Memoria Friderid IL Selliai-i Ultimi de •tir/ic babenbergiea in c 
nanctae Crucü mib eletitto titjiide tumulati, QuauioeeaHionesollenitiraexeqi 



d.i. 
nem 



101 



post VI'"" 1 depositionis saeculum celebrataium diu XX V ill. Novembris 
MDCCCXLVI recoluR Professus S. Crucis. Yiemiae. Typis Caroli Gerold. 4". 

Florian Erritz, geboren zu Heiligenkreuz atn 25. April 1808, 
begann und vollendete seine Vorstudien von den Aebten des Stiftes 
unterstützt, legte am 21. August 1886 seine feierlichen Gelübde 
ab und primizirte am 20. August 1837. Nachdem er kurze Zeit als 
Cooperator an der Stiftspfarre angestellt war, wurde er Professor 
des Bibelstudiums des N. T. und Novizenmeister. Im J. 1848 über- 
nahm er die Pfarre Alland, wo er bis zu seinem am 9. Februar 1887 
erfolgten Tode ungemein segensreich in treuester Pflichterfüllung 
wirkte. Cardinal Rauscher ernannte ihn im J. 1878 zum f. e. geist- 
lichen Rath und He. Majestät zeichnete ihn durch das goldene Ver- 
dienstkreuz mit der Krone aus. Nach dem Tode des Abtes Edmund 
war er einer der Stifts-Administratoreu. Im Druck erschien von 
ihm verfasst: 

Die StHgxjirtchunij Marien*. Predigt bei Gelegenhoit der hundertjährigen 
Feier der Errichtung des Marienbildes in der Pfarrkirche zu Sulz. Gehalten 
am Maria Nameiisfeste, den 10. September 1848, von P. Florian Erritz. Wien 
1848, gedr. bei den P. P. MecbiUrieten. 8*. S. 12. 

Prtdiyt b<im_i't,i fit, <<!:„• •i,i:i<ij<iu n,i' ii I'j'm r-J>ii,ihi„,u um ■'.:',. Noviünbui IST!.: 
in der Pfarrkirche zu Alland, Wien 1S73, Druck und Verlag von Ludwig Mayer. 

P. Gustav Lorenz, geboren zu Reisenberg in N.-Oe. am 2. Mai 
1810, Profess am 21. August 1SS7, brachte sein erstes Id. Messopfer 
dar am ü. August 1888. Nach mehrjähriger Verwendung als Pro- 
fessor am Gymnasium in Wr. ■ Neustadt wendete er eich der Seel- 
sorge zu ; in das Stift zurückgekehrt wurde er Waldschaflher und 
Subpnor und hierauf Administrator des Stiftsgutes Mutichhof; im 
J. 1879 wurde er abermals WaldschatTner und Subprior. Im Druck 
erschien : 

Predigt am Feste de* hl. Leopold zur I-'cür des fünfsittiährigen Pruattr-Jubi- 
liium dttP, Ma.rim'lttni l'rvrk. Psofewan der Moral-Theologie, in der Stifts- 
kirche zu Heiligenkreuz, gehalten von P. Gustav Lorenz, Bubprior.Wiea 1871. 
Druck vou Ludwig Mayer. 

P. Benedict Gsell, geboren zu Wien am 28. Jänner 1828, trat 
nach den in seiner Vaterstadt zurückgelegten Vorstudien am 
17. September 1842 in Heiligenkreuz in das Noviziat, legte am 
22. November 184G Profess ab und primizirte am 1. August 1847. 
In demselben Jahre kam er als Candidat für die theo!. Doctors- 
würde nach Wien, versah dann von 1848-1852 das Lehramt dos 
Bibelstudiunis des A. T. und der orientalischen Dialekte und bis 
1860 jenes fies N.T. ; nebenbei war er Novizenmeister, dann Biblio- 
thekar und Präfect der Kleriker. Am :■'■. Mai ls»3 /.um DoctO* tlttf 






102 



Theologie an der Wr. Universität: promovirt trat er IS53 Bis Sfil - 
glied in das theol. Doctoren-Collegium ein, welches ihn wieäei hoM 
(1860 und lr>84) zu seinem Decan und nach dem Ableben des 
Dr. Häusle zu seinem beständigen Notar am 11. HSxx l^T <-i- 
wühlti'. Inzwischen ward er im J. 1860 aJa Stilit-holim-ister und 
Archivar nach Wien versetzt. Bei Gelegenheit iler Ordens-Retbnn 
wind-' er an der Seite s.unes Abtes als Delegirter des Kapitels zur 
Ordens- Versiimmlung nach Prag im J. 1859 und nach Rom im 
J, 1869 entsendet. Ueber Antrag des Ordens -Generals Theobald 
Cesari wurde er von Sr. Heiligkeit Pius IX. am 10. Februar 1874 
zum Consultor 8acrae Congregationis Indulg. et Relinj. ernannt. 
Nach dem Tode des Abtes Edmund und des Priors Emanuel wurde 
er in die Administration des Stiftes berufen, erbiell imJ. 1881 
den Titel eines fürst erzbi schön, geistl. Bathea und wurde im .1 . 1 889 
von Papst Leo XIII. mit dem Ehrenkreuze pro Ecoleaia t.t Ponri- 
fice in Gold ausgezeichnet. Von ihm ist in Druck erschienen: 

1. Veber Ktosttrscltutcn, mit besonderer BcrüchnchUyutig der Ci.ilereu.nser. Ab- 
handlung, gedruckt in der Zeitschrift liir Ui^giisamnitt; kuthol. Thevl. i : 
gegeben von der tbeol, Fakultät zu Wien. III. Bd. 2. Heft. 1852. 8. '-' 

2. Predigt zur siebenten SäCtlar/tür der Bencdtctincr Abtei „Unserer lieben 
Frau zu dett SchAlen' 1 . Guhalieu am '■>. Mai !■-■>. 

8. Predigt bei Gelegenheit der Sebtnditfeier dtt hockte. Herrn 1' i 
Sitnüla. Gehalten in der Stii'tski rohe am 1. Jänner 1060, Druck von L. Ifft] I r 

4. Predigt an Feste du keil. Benedict, an welchem Se. Gnaden der hochvr. 

Herr Othmur llelfcrstorfer als neugewahltur Abi das eiste Mal pontil 
Vorgetragen in der Stiftskirche hei den Schotten 1861. Wien bei Mayer und 

5. Predigt bii G>hgi ,il,,U du .ii'n/ni Sm ulnnnisr der Schlucht bei St. Got 

hard und der tretend« Einweisung da Stiftskirche datetttet, behalten am l.i 
gust 1S64. Wien bei Ludwig Mayer. 

f>. Iki.- fiiiiutihuili df. ci-iui •iixi-stifte» tieiligenkrtue au» dem Ende d 
dreizehnten Jahrhunderts. S. : Quellen zur Gesch. des Stiftes, 

7. l'ndigtbei Gelegenheit da- zi<;;thundrrij,thritjen Gründungsfeier der Vor 
Leojioldstudt, gehalten am Sonntag in der Üotave des hl. Leopold, 5 
bat HiTu, (In der Sammlung BÜmmtlioher Predigten tuilüsslich dieser Fei 
Wien 1871. Druck und Verlag von F. Lipetdauer). 

Ü. Beitrag ;ur Ge-tcliichte der lic/urmdion in Xi<di ■■(.'•./. midi. Aus ii 
Archive des Stiftes Heiligen kn-uz. (Oestarrelohisuhe Vierteljahrschrift f 
katholische Thvohigie, hurHLisgegeWt) um Di Theodor Wiedeman 
1873. S. 1B5-2Ü4). 

9. Beitrag zur I.ebensge.v:hiclde des Antun Wal/rudt, Abiea \ 
münster, Fürstbischofs von Wien. Aus dem Archive dt 's Still ,es Heiligeiiki 
(Studien u, Mittb. aus dem Ben.-Ordon III. 331-345, IV.41— 18 u. 255 

10. Ha> Stift Heiliijenkreu; und seine Beeitrungen m Jahre 1683. S. : C 
zur Gesch. des Stiftes. 



108 



11. ( i*iii\i: -i ■■<! -.Slii'l Ih-iiujitikrtu: iiii,,CiKti.'rcietiser-Sucb u , herausgegeben 
von fllllwllilll Bronner. S.: Quollen zur Ge.sch. des Stiftes. 

12. Ueber -Medaillen de* Sliftcx Heilüienkreuz, S. : Quellen rat Gesch. des 
Stiftes. 

18. VerzeichnUs der }tand*chriftin in der Bililiolhek des Stiftes Heiligen- 
kreuz in „Xenia Bernardina" II. 115-272. 

14. Beil r<>ne zur Geschuhii- des Stiftes Heiligenkreuz in „Xenia Beniardina" 
IU. 33-112. 

Da Benedict Gsell durch mehrere Jahre Mitarbeiter der Wiener k&thol. 
Literat ur-Zeilung türBibelexegesi:' des N. T. wur. hut dersolb..' auch für diese 
sowie für die sub 1 und S bezeichneten Zeitschriften viele Keeonsionen und 
kritische Berichte eingesendet. 

P. Emanuel Weiniger, geboren am 1. Juli 1820 zu Gross- 
Meseritsch in Mähren, trat nach zurückgelegten Gymnasial- und 
phüosoph. Studien in das Klerikal-Seminar in Brunn und von 
dort in das Stift Heiligenkreuz, wo er am 25. März l£47 Profess 
machte. Seine Primiz feierte er am 13. Mai 184.7. Bald darauf 
übernahm er die Lehrkanzel der Pasf.oraltheologie an der sitt- 
lichen Hauslehranstalt,, die er durch lange Zeit ehrenvoll versah. 
Nebstbei wurde er Novizcnmeister, Kleriker-Prafect, Subprior 
und endlich Prior. Stiftspferrer, Rural-Dechant und f. e. geistl. 
1 ' : ■ i i ■ . Naoh dexa Tode des Abtes Edmund wurde Bar Administrator 
des Stilles, erlag aber einem Herzleiden am 10. Oktober 1877. 
GedrußW ist von ihm eine Predigt: 

Die Wallfahrt <!<:r Gl'hihiiini coli Ih-iliijenkrtu; und liaixenitttirkt im zwei* 
hundertjährigen Jubiläum nach dm Gnudenorle Maria-Gutenstein. Predigt, 
gehalten von E. W., Prior des Cist.-Stiftes Heiligenkreuz. Wien 1M6Ö. Druck 
und Verlag von Ludwig Mayer. 

P. Stephan Pfeiffer, geboren zu "Wr.-Neustadt am 24. August 
1825, vollendete daselbst seine Gymnasialstudien, legte im Stift« 
Heiligenkreuz am 19, Mai 1860 die feierlichen Gelübde ab und 
priinizirte noch in demselben Jahre am 15. August. Er wurde 
alsogleich zum Lehramt bestimmt und iungirte vom J. 1852 bi8 
1Ö69 als Lehrer am Gymnasium in seiner Vaterstadt, wurde hier- 
auf als Onracts-Prfifeot in das Stifl zurückgerufen, welche 
Stelle er bis jetzt einnimmt. Durch Allerhöchste Ent Schliessung 
vom 12. September 1888 wurde er in Anbetracht seiner langjäh- 
rigen Verwendung im Lehrarn te durch das goldene Verdienstkreuz 
mit der Krone ausgezeichnet. 

Im Programme des Gymnamums zu Wr. -Neustadt für das 8cltu(jahr 1867 ver- 
öffentlichte er eine Abhandlung unter dem Titelt „GruwlzUge der ErHehumj 
und de» Unterrichtes bei den Römern". 



104 

P. Ladislaus Rutrich, geboren zu Dörfl nächst Guus in Ungarn 
am 18. November 1828, trat am 27. August 1846 in das Noviziat, 
legte am 21. April 1851 Profess ab und brachte am 1. Jänner 1852 
sein erstes hl. Messopfer dar. Bis zum J. 1861 war er Professor 
des Bibelstudiums desA.T. an der stiftlichen Lehranstalt, wurde 
1861 Pfarrer in Sulz, 1868 in Steinbruch und wirkt als solcher seit 
April 1879 in Winden. Er veröffentlichte eine recht brauchbare 
Schrift unter dem Titel : 

Sacrae Supellectilis materia, mcnsura proprxa et nitor, apposit«, nova mensura 
metrica, cum notis edidit P. Ladislaus O. C, parochiae adm. in Kö'banya, Dioec. 
Jaurin. Cum permissu Superioris. Vieniiae 1877.Sumptibuseditoris.TypisLu- 
dovici Mayer. 

P. Wilhelm (Anton) Neumann, geboren zu Wien am 4. Juli 
1887, Profess am 25. September 1859, primizirte am 15. August 
1860. Im nächsten Jahre übernahm er die Lehrkanzel für Bibel- 
studium des A. T. und der semitischen Dialekte an der theol. Or- 
denslehranstalt im Stifte ; nachdem er die theol. Doctorswürde er- 
rungen, wurde er im J. 1875 a. ö. Professor eben dieser Dialekte 
und der höheren alttestamentlichen Exegese an der Wiener Uni- 
versität. Das theol. Doctoren-Collegium erwählte ihn im letztge- 
nannten Jahre zu seinem Decan. Im J. 1882 erhielt Neumann den 
Titel und Charakter eines o. ö. Professors, wurde f. e. geistl. Bath 
und im J. 1887 wirklicher ordentlicher Professor, im Studienjahre 
1890 91 fungirte er als Decan des theol. Professoren-Collegiuins. 
Zweimal unternahm Prof. Neuinann längere wissenschaftliche 
Reisen in das heilige Land und zwar im J. 1869 und im J. 18b4; 
aber auch Dänemark, England, Deutschland und Italien durch- 
reiste er zur Durchforschung der wichtigsten Bibliotheken (im 
Interesse der franzüs. Gesellschaft de fOrient latin) und Museen 
(zum Behüte der Herausgabe fies den Braunschweig- lüneburgi- 
schen Reliquienschatz beschreibenden Werkes). Kr ist Correspon- 
dent der k. k. Central-Coiuinission iür Erforschung und Erhaltung 
der Kunst- und historischen Denkmale, Correspondent des k. k. 
österr. Museums, Ausschussinitglied des deutschen Palästina- Ver- 
eines in Leipzig und des "Wiener Alterthums - Vereines, Mitglied 
der deutseh-morgenländischen Gesellschaft in Leipzig und Halle 
unrl anderer wissenschaftlichen Vereine. Als literarische Publika- 
tionen führen wir an : 

1. In der Wiener Vicrteljahresschritr für kathol. Theologie erschienen: 
Innominatus V. (5. Jahrg. S. 211—282). Psatdobnlu, Innominatns VI. (7. Jahrg. 
S. 397-4W), PhW}>i>us (11. Jahre:. S. 1-78). drei imodirte. mittelalterliche 



105 



Pilgerschriiten über das hl. Land. Ebendaselbst (.10. Jahrg. S. 1—201 erschien 
ein Aufsatz unter dem Titel : \Fddi fiira und Umm-Tuba, ein Ausschnitt aus 
dem Tagebuche der Pilgerfahrt im J. 1869. 

2. In der Tübinger theol. Vierteljahrsscbrift ISrJP und 1874 ausführliche 
Besprechungen Über die Werke des Titas Tobler. 

3. Vortrag über das Votk der Drusen (1877) und den Emir Faehreddin (1878). 

4. In der Wiener orientalischen Zeitschrift Aufsätze und Rezensionen. 
(lief friedlicJie Kreiutug.— Hans Prut;. — Sepp.— Ueber die Brieflaube. — Seide 
im Mittelalter. - Aus/lug nach S. Sabu u. s. w.). 

5. In den Blättern des Vereines für Landeskunde von N.-Oe. : Wcinfech- 
snngen de* Stifte» Heiligenkreu: in den J. ItilU-TiUU. (Bd. XI. S. 166-171). 

6. In den Mitt hei hingen des Alterthums- Vereines : Kunst und Gewerbe im 
Stifte Eeiltgenkreut vom IT. bis tur Mitte des 1H. Jahrhunderts (Jahrg. XVIII) ; 
Pilgerfahrten älterer ostenewhi.^her l-'iir*te-ntiit* ilem llnwm ILdidiarg (Jahrg. XX), 

7. Diverse Aufsätze in den Mittlieilungen der k. k. Central- Commimion. 

8. In der Zeitschrift des österr. Ligen! eur- und Architekten- Vereines 1882: 
Die Grundidee des MOMJItnbaMU. — Bergbau im Buclte Hiob. 

B. In den Arcbives de l'Orient latin (Tom. I und II) : a) Variantes tu Arcul- 
fus; b) über belardus de Ksculo; c) eine neue Ausgabe des I.uelolfus de Sud- 
heint;d) Bunhurdi de Monte Bim dewiplio Terrae Sanctae, textus praevius (als 
Grundlage einer kündigen kritischen Ausgabe ; e) Anonymi Lubecensü Proio- 
gus Arminensis, quem arte heliographica redditum uumptibus Societatis illu- 
strandis Orion tis latini DBOnumenlis H. I'. üuillelmus Ant. NeumannOrd.Cist. 
praeiatJone ornabat, Genevae. J. B. Fick 1885 (tire ä 80 Exempiaires, dont 50 
aur peau de velin), 

10. In der Zeitschrift des k. k. Österr. Museums : Aufsätze über Rtliquiare, 
«ber <len Messkelch. 

11. Viele Aufsätze in den von ihm redi.uini.'u Zi-iiHehi-ifton : Dombauvereins- 
blatt und S. Leopold- Bin tl. Organ d^s christlich-religiösen Kunstvereines in 
N.-Oe. 

12. In der Zeitung „Das Vaterland'- 1SH5: U'ere-chayin'n Palästina- Bilder 
und sein Katalog. (Separat-Ab druck bei L. Mayer;. 

13. Der Eeli<ptien*iliaL' des //«««'■ Brau «-•':li irrig- Lütuburg. Beschrieben von 
Prof. Dr. W. A. Neumann O. Cist. Mit 144 Holzschnitten von F. W. Bader. 
Wien. Alfred Holder 1891. 

Prof. Neumann lieferte auch kürzere und längere Kecensioueu für die Wiener 
kath.Literaturzeitung, für Lützow's Zeitschi', für bild. Kunst, für das Reperto- 
rium für Kunstwissenschaft, für die Zeitschrift des deutschen Palast in a- Ver- 
eines, für die Linzer theol. Quarlalschrift, für das literar. Centralblatt u. a. 

P. Eugen Bill, geboren zu Neutit.schein in Mähren am 6. März 
1845, trat, am 20. August 1864 in das Stift Heiligenkreuz, inachte 
am 18. Juni ISH'-i Profusa und feierte seine Primiz am 22. August 
desselben Jahres. Er übernahm im J. 1876 die Professur der Reli- 
gionslehre am k. k. Mtaatsgy minist um in Wr.-Neustadt, welche er 
noch gegenwärtig innehat. Seit 1885 ist er zugleich Bibliothekar 
und Cuötos des stiitlichen Museums im Neukloster. Im Druck 
erschien : 



Predigt, gehalten bei der Primii-F, Wer da hochv. Herrn P. Max Pöltl, Cister- 
cienser-Ordenspriesters von Heiligen kreuz, zu Kottingbrunn am 31. Juli 1881 
Wien 1881. Selbstverlag. Drück von Ludwig Mayer. 

Predigt, gehalten bei der ContecraUon de* Iloelialtur* in der ütu't.*lirch t 
II. Bycnfe-nu am 8. September 1887. 1888. Druck von AntonKlinger in Wieni 
Neustadt. 

Verieiclinüs der Handschriften in iler Bibliothek des Stifte« Neukloster 
Wiener-Neustadt, iu „Xenia Bernarditia" II S. 273—291. 

Ohne Namen der Auetoren, aber sicher von Mitgliedern 
8tiftes vert'asst, erschienen im Druck: 

Castra Ilomini Exercituum nive Hex Ana, Consilio gravis, Industria velox, mi- 
litans pro aris et foois, quem Au^u.stissiinis Caesareis Majestatibus Leopoldo I 
et Claudiae Felici, dum huec Austriae Aurora V allein Nemorosani radiis suis 
elementissimis illuslrare, suaque Praosentia (et spe) Monasterium Sanctae 
Crucis CisTfciviöiiHi Onliiiis <";ondeeorare primitiis eondignabatur. In Sceuam 
dedii rlumilis elusdun loci Abb»., cuid religiöse suo ibidem Conventu. In sub- 
missam reverentiam et primam debitain aggratulationem, Anno Salutis no- 
strae 1674. Mense Novembris Die B. Viunnae Austriae. Typis Joan. Christ oph. 
Cosmerovü. S. C. M. Aul. Typogr. kl. 8*. Tu num. S. Ein« schöne Bearbeitung 
der Bibel nach Paraüp. üb. 8. cap. 14. 

(S. Mayer: Wlen's Buchdruckorgosoliiohte S. 300, n, [WA) 

Mixtum AuntriiKum. Seu Sub Persona Achillis draraatiee deduetus 
Natus Serenissimus Austriae Arebidux, Gaudium Mngni Patris Magnae 
Leopold! Primi, Eleonorae Magdalena« Theresiae, Super hoc Nato Fillo suo 
Principe. Scenice obumbratum. In Leone Magno OrienUUis Imperii Cmmm, 
Quod mixtum Huniili Devotioue . . . Üedicat Clemens Abbas, in Sancta Cruee 
Cist. Ord. cum Keligioso suo ibidem Conventu. Anno salutis nostrae 167! 
Mense (Aug.) Die (24.) Viennae Austriae, Typis Joaunis Christophori Cosi 
rovü, 8. C. M. Typographi Aulici. 12". 83 nüm. S. 

(Mayer ibidem. S. 311, n. 2037,. 

C'ensus Gtnethliacus, seu Caius Martius Coriolanus, quem Reverendissi- 
mo . . . Domino Clement! , Sac. Cisterc. Ord. ad Sanctam Crucem Abbati vigi- 
bmÜsaimo, per utramque Aus tri am. Ungariam et Styriara ejusdem Sac. Ord. 
Visitatori ac Vicario Generali, Sac. Caes. Mnjesr. Consiliaiio .... pro 
eiusdem Nataüs Diei applausu liliali obsequio in scenam dedit Hei 
suus ibidem Conveut us. Viennae Austriae. Typis Joan nis Christophori Ol 
rovü, Sac. Caes. Majcst. Typogr. Aulici 1681. 

PorticuH JuMaei. seu Columnaa Religion is ac Virtutis quinque, quas Vi 
tabilis, ReligiosusacDoctissinius Pater Leopoldus Fidelis, Monasterii B.I 
ad S. Crucem proi'essus, dum proi'essionis novo voto se Deo dieavit, a V 
rabili einsdem Mona.iterii Conventu ob meritoi-um suorum l'asciculum 
promeritus ftiit. 

(P. Leopoldus Fideüs, zu Donne im Eisass im J. 1627 geb., Profes 
1647, Priester 1654, gest. 1698). 

Virtut t'oronatu, die gekrönte Tugend, das ist : David, der an Tugend, 
und Treu Uns zum Beispiel Allen sey ; aus dem ersten Buch di 
an dem heil. Char-Freytag in einer musikalischen Vorstellung 



: 



s Nuper 
.Ikub 

' "ü »LH. 

asare. 
I67S 



107 



ii Versammlung in dem Stift zum hl. Creutz Sac Ord. Cist. vor- 

n Musik gesetzt von . . Fr.inz Pruneder, Sült sorganist en, den 
. 1TS9. - Wien, gedruckt bei Johann Baptist Schilgen, Nieder- 
Oes'erreichischen Landschaft: s-Buchdrucfcem. 

VirtHS triuinphans, das ist: diu allzeit obsiegende Tugend, in Jasone, jenem 
heldenmüthigen Eroberer des goldenen Widdei -Fells abgeschildert in Chris!» 
dem ^uten Hirten, suchend das veiloln ue Schind (dir Seele) in denen wüsten 
Einöden dieser sündhatf'ten Welt . . . Vorgestellt . im Stifft zum h. Creutz. Izi 
Musik verfasset, . von . . Frantz Pruneder . im Jahr . . 1741, 

Petra viryii /« rcu.--.-ti ut/Hiis /inilmo/iin uduv der du reh die Bur-s-Thriinen des 
verstockten Sünders besanft'tigte Zorn Gottes. In denen wider Gott und Mi\v- 
sen ... murrenden, best rafften, büssenden und endlich von der Straff befreyten 
Israeliten. Vorgestellet an dein heil. Char-Freytag Abends . . in dem Stifft zum 
hei!. Creut/ . . . und in die Musik verfasset von , . Francisco Pruneder. Wien, 
gedruckt bey Johann l^nat/ lliviri^ir. IT52. 

Trauer und Jltts* Gedanken alur die KcaiHjeti-ütt Geschieht des Leydew und 
S tirim u Jesu Chrixti. Abgesungun an dum heil. Char-Freytag Abends in dem 
Stifft zum heil. Creutz im Walde im Jahr 17r.(i. Wienu, gedruckt bei denen 
Keyinge rischon Erben, in der Koiuer-Slrass. 

Iterataeprofctslbiil* < on< m iMIii •.vLeMnla, seu juUlaeum uueomiasticum, 
quod jubiliieis hoii<.>ribiis Kiviiuiidi.-v'-iiLii .... Domini Ktdieiii, Sacri et ... . 

exempti Ord. Cist., inonasterioruui B. V. Muriae ad S, Crucem in Austritt 

et ad S. Got.thardum in Hunguriu Abbatis . . dedieabant , . tilii Crucenses Jn 
CoeptlsCaLenÜls seploMbils. Viemiue, lypis FiancisciAndrenrKirchberger, 
Univ. Typogr. 10 Bl. Fol, 

Applausus pro stCHndumm pririidtnruiii ••dcimu die, uxiiibitus honoribu.s He- 
verendissimi . . . Doinini Atbmct FfiU, Abbatis in Valle neinorosa ad S. Cru- 
cem in Austria et ad ft. Gotthardum in Hunguriu, Visiiatoris ac Vicarü gene- 
ralis, Sacerdotis jubilaei die 1 *>. Maji a. 17.9. Vindolionae, typis JoannisTho- 
nnn; noh. de Trattueni, Tvpographi et Bibliu|udae Aulici. 

Applauss sur Khre der iwcytcn Profession des hoehwiirdigen . . . gnädigen 
Herrn Marianus Reuttcr, des uralten Stiftes zum heiligen Kreutze des heil. 
Zisterzienser Ordens Abt, den 2. Julius hu Jahre 18(13 leserlichst begangen. 
Von daaigen Conventualeu gewidmet. Press buig, gedruckt bei Georg Aloys 

Prabyttrattis vcnerabtlis ordo in primitiis iiuhoatus, deducitur et dedicatur, 
cui afl'ectiis additur pro die Hominis. In honorem Revereudissimi , . , Doinini 
Nicolai Kasche, Abbatia . . . mon. S. Crucis in Austria et S. Gotthardi in Hun- 
gariaS. O. Cist.,S. C. R. et. Apost,. Maj. Consiliarii, inciytorum Statuum inl'eri- 

oris Austräte a seleciinribus ooDBilib Deputat! actualis aConventu Mona- 

sterii S. Crucia. Die 27. Martii 1838, Viennae, Typis Caroli Gerold. 7 Bl. Fol. 

Afftctue gruluz Patriae et publicum communis boni, u,uem declurat Rmo, 
eximio ac Doctissimo Dno Francisco Freindaller, Doctori Theo]., Professori 
emerito Dogmatices in C. R. Lyceo Lincensi, et nunt Decano, Ccmsiliario 
Eppalis Consistorü Lincensis et parocho in Vocklabruck sincerus eultor tjui- 
dam religiosus S. O. Cist. mon. S. Crucis protussus. Vindobonae 1S20. Typis 
B, Ph. Bauer. 4 Bl. Fol. 



reo. 
i am 



nend. 
ais zu 



Schliesslich wollen wir noch einige Conversen anführen, die 
sieh als Kitnsthr oder Kiinxtliand/mhr in neuerer Zeit bemerk- 
bar machten; aus alter Zeit sind uns leider keine Namen bekannt, 
obwol es unzweifelhaft ist. dass Ordensbrüder bei Herstellung der 
prächtigen Bauten und Kirchen-Einrichtungen thätig waren. 
Ueber Pflege der Kunst und des Kunsthandwerkea im XVII. 
theilweise im XVIII. Jahrhundert hat P. Wilhelm Neumann 
richtet (s. Literatur des Stiftes). 

L Fr. Stephan Molitor, geboren zu Schlichter in Hessen 
•27. September 1642, Profess am 6. Jänner 1670, gestorben zu Wien 
am 12. Dezember 16U5. „I'irfur in lluribus j/raecipm: />nn/r,nh- <■.:,- /- 
lens". Abt Clemens erlaubte dem talentvollen Mann im April 16S4 
zu seiner besseren Ausbildung nach Venedig zu gehen, wo er biB 
zum Sommer 1686 verblieb. Von dort zurückgekehrt war er einige 
Zeit in Wien in dem Atelier des Malers Andrian Bloem beschäf- 
tigt, hospitirte dann in Baumgartenberg und kehrte im J. 16nö 
nach Heiligenkreuz zurück, alle seine Zeit der Kunst widmend. 
Im J. 1692 ging er abermals nach Wien und blieb daselbst bi 
seinem Tode. Begraben wurde er in Heiligenkreuz. 

Der gleichzeitige P. Alberik HÖffner sagt in seiner i\ 
Fratrum von ihm : „Naturalem florum formam, ealorem et elegan- 
tiam ad admussim expressit L . Auch mehrere Gemälde im stift- 
lichen Kreuzgung, Seenen aus dem Leben des h. Bernhard dar- 
stellend, die erst in neuester Zeit entfernt wurden, sollen Schö- 
pfungen seines Pinsels gewesen sein; auch ein schönes Antipen- 
dium in der Kirche von Maierling. war seine Arbeit. 

2. Als geschickter Holzschnitzer und Maler wird erwähnt Fr. 
Conrad Meterich, ein geborner Mährer, Profess am 15. Februar 
1648, gestorben am 5. November 1657. Ueber seine Arbeiten 
nicht viel bekannt; er soll bei den Herstellungen in der Bibliol 
thätig gewesen sein. 

8. Fr. Augustinus Weiss, geboren zu Muosbrunn in N.-Oe. am 
8. August 1664, Profess am 15. November 1698, gestorben am 
12. Jänner 1783, wird wiederholt als K egre<jhis scit/ptor'' angeführt. 

4. Fr. Wolfgang Seh win, geboren zu Oberschwabach in Franki 
am 26. Juli 1698, Profess am 25. Jänner 1780, gestorben am 18. S« 
tembev 1757, wird „arcularius artifici'jfnis" genannt. 

5. Fr. Johannes Brombach, geboren zu Meiseen (quo anno ?), 
legte im J. 1615 Profess im Stifte ab und starb am 22. August 
1640. Er war ein „arrului-m.i i»sii/n /..■■ und fertigte mit Hilfe der 



en ist 
othek 

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l am 
ührt. 
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- 



109 



zwei unten (6, 7) genannten Conversen die neuen Cborstühle ex 
ligno nuceo an, rlie im J. 1630 vollendet wurden. Unter seiner 
Ueberwacbung wurde auch von dem Bildhauer Abraham Her- 
mann aus Wien ein Tabernakel für den Hochaltar der Stiftskirche 
im J. 1681 hergestellt. .Seine Gehilfen waren: 

6. Fr. Nivard Spindler, „*adjrfw excetkvs", Profese: im J. 1629, 
gestorben am 7. Juli 1647. Von seiner Hand waren insbesondere 
die Bilder des neuen Chores, das Leben des hl. Bernhard darstel- 
lend, und andere Arbeiten in der Kirche angefertigt. 

7. Fr. Georg Sollinger, ebenfalls ein tüchtiger „sculptor". Pro- 
fesfl im J. 162;t, gestorben am 12. November 1660 auf dein Stifts- 
gute Mönchhof und ebendaselbst in der Pfarrkirche begraben. Er 
scheint ein etwas unruhiger Kopf gewesen zu sein; denn er wurde 
im J. 1646 ganz aus dem Hause entlassen, kehrte aber bald reu- 
müthig zurück und erneuerte im J. 1649 seine Gelübde. 

Die zuletzt genannten drei Fratres hatten bei der Herstellung 
des unter Abt Michael errichteten Hochaltares, welcher den 
Stammbaum aller nach der Kegel des hl. Benedict, lebenden Or- 
den zur Anschauung brachte, einen bedeutenden Antheil. 

Ebenso wirkten in voller Eintracht die beiden nachfolgenden 
Laienbrüder zusammen. 

8. Fr. Caspar Schrezenmaier, geboren am 13. August 1698 zu 
Eschingen in Schwaben, Proiess am 19. März 1724, hochbetagt 
am 4. April 1782 zu St. Gotthard gestorben. 

9. Fr. MathiaB Gusner, geboren rm 7. September 1694 zu Alland, 
ProfeflS am 15. August 1727, gestorben zu St. Gotthard am 7. März 
1772. Sie arbeiteten verdienstvoll an der inneren Ausschmückung 
der neuerbauten iüißslcirelir m St. Gotthard, jener als KtHMttitt Her, 
dieser als vortrefflicher Maler. Die schöne Kanzel mit eingelegter 
Holzarbeit und die übrigen Tischlerarbeiten in der Kirche und im 
Stifte wurden von Schrezenmaier oder wenigstens unter seiner 
Leitung ausgeführt. Gusner stellte die Gemälde für sieben Altäre 
her : Maria Himmelfahrt, St. Joseph auf dem Todtenbette, die bJ. 
Könige Ungarns: Stephan, Ladislansund Emerieh,dannSt.Bern- 
hard und St, Gotthard. Ebenso sind die Fresken der Kuppeln: die 
triumphirende Kirche und tue Schlacht bei St. Gotthard darstel- 
lend sein Werk. Mit Recht sagt daher Heimb (Notitia historica de 
ortu et progressu abbatiae ad S. Gotthardiun p. 189) von diesen bei- 
den verdienten Männern : „Quorum seniculorum seu penicillo seu 
dolabrae quidquid pulchri artificiosiciue in S. Gotthardi Basilica, 



110 

Refectorio, Bibliotheca, ambitibus etc. fors oculiun delectare pot- 
est, sculptoria si opera excipias debemus". Auch in Heiligenkreuz 
sind noch werthvolle Arbeiten dieser beiden Laienbrüder vor- 
handen. Von Schrezenmaier sind die Stalla im Chore, von Gusner 
die Fresken im Kapitelhause hergestellt. 

Die genannten ^opera sculptoria 11 wurden ebenfalls von einem 
Familiär i$ unseres Stiftes, Josef Schnitzer, „Svevus ex Wangen* 
(f 24. Juli 1769), ausgeführt. Ein Katalog aus dem J. 1768 sagt von 
ihm: „onines seu ex lapide seu ex ligno in St. Gotthardo existentes 
statuas elaboravit. Iino paene in omnibus nostris ecclesiis atque 
grangiis variae Sanctorum imagines ab ipso affabre sculptae cer- 
nuntur a . 

1 0. Fr. Lucas Trogner, geboren zu Landeck in Tirol am 29. Jän- 
ner 1702, Profess am 20. Mai 17:U, gestorben am 28. Juli 1769. Er 
war ein Schüler Giulliani's und wurde unter diesem Meister ein 
tüchtiger Bildhauer ; ganz sicher stammen von seiner Hand meh- 
rere der Statuen am stiftlichen Kreuzwege her, wie er überhaupt 
lange Zeit die Aufsicht über diesen hatte. 

11. Fr. Bernhard Sagmüller, geboren zu Lilienfeld am 19. Au- 
gust 1685, Profess am 2. Februar 1716, gestorben am 25. Oktober 
1 7 50. Ein ausgezeichneter Kunsttischler, der unter Abt Gerhard last 
alle die eingelegten Holzarbeiten für das Refectorium herstellte. 
Auch die in allerneuest er Zeit abgetragene Kanzel und die Tischler- 
arbeiten an den Altären St. Stephani und St. Benedicti wurden 
von ihm und Schrezenmaier gemeinschaftlich angefertigt. Noch 
vordienen gerechte Anerkennung : 

1 2. Fr. Lucas Barth, geboren zu Oettingen in Baiern am 2-1. Ok- 
tober 1742, Profess am 15. November 1771, gestorben am 9. Juni 
18015; und 

l:>.Fr. Caspar Willer, geboren zu Arnstein in Franken am 13. Mai 
1770, Profess am 29. September 17D7. gestorben am 7. Juni 1820, 
beide sehr geschickte Kunsttischler: von ihrer Hand rühren die 
schönen Holzeinrichtungcn in der Sakristei der Stiftskirche und 
im Priorate mit den vielbewunderten Holzmosaiken her; auch 
sonst trifft man in den stiftlichen Kirchen und Pfarrhöfen vor- 
zügliche von ihnen angefertigte Holzarbeitern 



Aeltestes Bücherverzeichniss aus dem XII. Jahr- 
hundert. 

In der Pergament-Handschrift Nr. 205 aus dem XII. Jahrhun- 
dert, |s. Katalog) ist auf den ersten zwei nicht gezahlten Blättern 
(Fol. 1 vo und Fol. 2) das älteste Biicherverzeichniss von Heiligen- 
kreuz in Charaeteren desselben Jahrhunderts erhalten. Das erste 
Blatt war dem Deckel angeklebt. Nach den Eingangsworten ist 
es „sitb d. Q." geschrieben. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir 
diese Buchstaben mit. „dominus Ood schal cus" auflösen, imd wir 
hätten dann ein Verzeichnis* von Handschriften vor uns, welche 
schon unter dem ersten Abt des Stiftes Korlmndm gewesen sind; 
denn das Wort, .,<t/»nrrij>ti" dürfte kaum so verstanden werden, als 
ob alle diese Bücher unter Abt Orodschalk auch im Stifte (jesckrie- 
hi:u worden wären; sie sind vielmehr als „skA '/. Q." vorhandene 
r, r* irintel worden. Ein anderer ,,</. li." liisst sich aus den Stifts- 
urkunden nicht auffinden. Der nächste „d. ff." (dominus G-eorgius) 
regierte Anfangs des XIV. Jahrb., wahrend unser Verzeichniss 
unzweifelhaft einer rirl frühen n Z«it angehört. Dasselbe ist in fünf 
Rubriken abgetheilt, die durch grössere oder kleinere Zwischen- 
räume ersichtlich gemacht sind. Die Worte, die wir hier zwischen 
Klammern ( ) geben, stehen im Text mit etwas kleiuerer Schritt, 
aber von derselben Hand, öfter der Zeile, Die Zeilen laufen über die 
ganze Breite des Pergaments (19 cm.). Die Itiindbuchstaben sind 
hie und da schwer zu lesen oder gar weggeschnitten. Das Ver- 
zeichniss lautet wörtlich : 

Fol. 1 vo (XVII uoluminu de libris au^ustim). Isti sunt libri 3. Crucis sub 
iL G. conscripti. Augustinus super psalmos In tribus uoluminibus. Sermones 
eiusdem de uerbis domini in uno uolumine (et contra arrianos). Itein de scri- 
pturis ueteribus et nouis et de e. trinitate contra arrianoa in uno uolnmine. 
[dam de Christians doctriiia in utio uolumine. Idein super Johannen) in uno 
uolnmine. Idem de sevmone domini in inoute habito et ad aimplicianum epi- 
scopmn de libris regum, idem ad paulinam de nidendo deo et idem ad dulci- 
ciuro de VIII ijuestionibus tt disputado atasdom de predestinacione in uno 
simnl uolnmine. Idein de bono coniugali et de s. uirginitate et de uiduitate ad 
hilianam et sermo eiusdem ad probam et de agone ehristiano et de opere mo- 
nachomm in uno simul uolumine. Idem de s. trinitate. Idem de ciuitate dei 
tot us. Idemstipergertesim in uno uolumine (dem contra t'austuw. Idem de Öde 
ad petrum, idem de regulis eeclesiasticis. liber eiusdem exortatorius. Idem 
super epistola {II V) Johannis. 

(Zwischenraum von t'iini Zeilen) 



[Isjta sunt opera Jeronimi. Epistole Jiaroninii (in uno uolumine). Idem 
super ysayam(uolumen II et super Iheremiani (uol, I) et super Ezecbifdem j'Ii. 
Idem super V prophetas Johel »mos zachariam ionam Mularhiain 
lumine. Idem super VII prophetas danielem Osee abdiam Micheam Naum So- 
phouiain Aggeum et exposicio eiusdem super ecclesiasten in uno uolumine 
Idem contra Jouinianum et appolo.get.icum eius ad pamamachium t-t idem ad- 
uersus helindium de perperua uirginitute B. Marie et, quidam aermones eius et 
epistole pauli et senece et Epistola baeearü in uno simul uolumine. Item Je- 
i Super hehralik'ns qutstiones et Über proemiorum ueteris ac noui 
□ editus et über eiuS'leiu super Interpretation es hebraicorum 
ar eius de locis simul et in eodom uolumine habetur Über Eu- 
cherii lugdmit-iisis «piseopi (vald* utilis) ad ueranum episcopum de signitka- 
cionibus quorundam latinorum nomimmi et über de uita uel obitu s&nelorum 
et defloracio ysydori in nominatissimis nominibus legis et euangeliorum in 
eodem uolumine. Item Jeronimus de ordiuibus i'ück^iasticis er idem in ma- 
theum. Item ecclesiastica.Historia ab eo edita. Idem super ecclesiasten. Epi- 
stola ad thesi tot item. Diatogus eiusdem sub nomine Atici (I E R) etCritoboli 



Fol.JJ.Hecs 

super exodum i 
omelie eius in ie 



Mn 



Über i 



i illustribus, Über eiusdew contra 



it opera Origenis. Liber omeliamm eius in genesim et omelie 
(uno uolumine). Item exposicio eiusdem super leuiticuin et 
i navein uno uolumine. Idem super Canticain (uno uolumine). 
(Zwischenraum von zwei Zeilen) 
Hec sunt opera Gregorii. Moralia iob in IIJl uoluminibus et omelie eius 
super ezechieleui in uno uol. . . . ginta omelie eius in uno uolumine et 
sicio eius super cantica et idem in ezechiele de ediricio. past[orali 
(Zwischenraum von drei Zeilen) 
Isti sunt alü übri. Alcuiuus I uol.j Beda super cantica (I uol.) Ambro: 
super beati immacnlati i in uno uol.j ct. dt: .s[i|i;r:iiiiento?] Idem de or'riciis in 
uno uolumine. Rabanus, super librnra tperse) regum. Prosper de uuatuor uir- 
tutibus (unum uol.) Omelie (I uol.) Vite patrum et collaciones ct. dicta eorum 
in duobus uol. Olosc canticorum et uita s. ba|silii] (in uno uol.). Item regula 
s, basilii et regula s. augustini et angelica regula et reliquorum patrum in 
uno uol. Epistole iuonis [de institu]cione nouiciorum et dedicaciom 
et alü sermone[s] eius simul. Hugo de archa noe. Item sententie ... de nouo 
testamento. Liber anselmi archiepiscopi (cantuariensis) Cur Deus homo et 
apollogia tiomini bernardi abl.atis (clareual lentis) t't ilic|taj crissostoini de ua- 
turis bestiarura et libetlus aupradicti anselmi de cogntcione uite et tmeMMfl 
eiusdem de libero arjbitrioj in uno simul uol. Item sententi« diaeraoram in 
unum collecte. Item Hb. III. Hugonis de aacraraentis. Iteru Excerpu> . , in 
duobus paribus libellis. Duodedm prophere simiili glosati. Lamentaoioues 
Hieremie et cantica glosata. Item Matheus Johannes Marcus Lucas glosali. 
Oloae super psalterium. Item sermones leonis pape. Item Sentent '.. 
.■i di^juituciK judei cum ehrist iauo simul. Item r'oitnula honeste uitc i 
dam] abusiva seculi et sermone« ipiidam et synouima vskiori episcopi in uno 
libello. Item lucidariua. Hincmarus liber sermonum. beda super 
e.pistolas. Idem super apocalipsim. 



e* po - 

rosius 



Neukloster 

F. Benedict Klaffe 



Reihenfolge der Aebte. 

Das goldene Zeitalter des Ordens von Citeaux neigte bereit« 
dem teinle zu, aber noch immer trieb der gesegnete Baum neue 
Zweige, die an Lebensfrische und Fruchtbarkeit mit den Sprossen 
aus der Jugendzeit des Ordens wetteiferten. 

Dem Ausgange des Mittelalters, dem wirre nreichen Zeitalter 
Frin/rirh IV, 'hs Fri^ljf.rthii-n, geholt die Stiftung des Ncukfosters 
in Wr.-Neustadt an. 

Schon 1442 hatte der Kaiser wiederholt sein Verlangen geäussert, 
unmittelbar neben der kaiserlichen Burg in Wr.-Neustadt ein Klo- 
BtoE des „Ordens von Zittl J zu stiften. Der Abt des Stiftes Kenn, 
wvleher ihm während seiner oftmaligen Residenz in Graz vortheil- 
haft bekannt worden war, wurde vom Kaiser als Vermittler für 
Krrichtung der beabsichtigten Stiftung erkoren. Der Beginn des 
nächsten Jahres, 13. Jänner 1443, brachte dem Kaiser in Folge jeuer 
Vermittlung die Zustimmung des Ordensgenerals, des Abtes von 
Citeaux, Joannes Vion de Qoixeio. Neben der kaiserlichen Burg in 
Wr.-Neustadt hatte jedoch der Dominikanerorden das Kloster ad 
Sanetissimam Trinitatem inne, dessen Stillung dem Herzog Leo- 
pold VEI, dem Glorreichen, um 1227 zugeschrieben wird. Der Or- 
densgeneral der Dominikaner. BarthoJomätts Texery, willfahrte dem 
Wunsche des Kaisers und vertilgte die Uebersiedlung seiner Or- 
dflOBgUMMBeaMibAA WBdeniTrmitatiskloster in das ..:» 8t, Pettran 



dvr Sperre" in Wr.-NeoBtadt, welches bisher Dominikaner-Nonnen 
innegehabt hatten. Letztere nach Wien „zur liimmvlpfortc über- 
setzt überliosseu ihr bisheriger; Heim den Ordensiröi lern, welche 
von ihrem P. Prior Martin Schwarz auf (jeheiss des OrdensgeneraJs 
dort eingeführt wurden. Friedrieh fügte dem bisherigen Besitze 
der U ebersiedelten die Güter der früheren Nonnen und noch eine 
besondere Begabung hinzu. Der Weg zur Verwirklichung der Ab- 
sicht Friedrichs war nun geebnet. 

Die Stiftungsurkunde, Bulla anrea,iür das jüugste Cistei- i 
stift in Oesterreich wurde vom Kaiser ausgestellt. 1 ) Es behielt . I - ■ i ± 
bisherigen Namen: ad sanetis$itm:tm Trinituftnn und bekam fortan 
neben diesem die Benennung Neukloster. Der Abt des Stiftes 
ficM«, Hermann Moli tor. bisher Vi nnittler zwischen dem erlaucht. ■]] 
Stifter und dem Ordenageneral, entsandte die erste Colonie der 
Cistercienser ans seiner Abtei nach Wr. -Neustadt und wvrde <<•- 
mit Vater-Abt der neuen Stiftung. Er bestimmte den bisherigen 
Prior seines Stitt.es tlriurirh Slrrnhiri/i-r (auch Strengberger) zum 
ersten Abt der neuen Ordensiiiederlassuug. Die Reihenfolge der 
XXX VH (XXXVIII ?) Aebt.e des Stiftes Neuklosters wird sich 
nun folgendermassen entwickeln: 

1. Henriette I Sternberger (Strengberger), El,*) 1444, einge- 
führt am 15. April 1444, f 8. November 1445. 

Kaiser Friedrich zeichnete die Söhne des hl. Bernardus und 
ihren ersten Abt dadurch aus, dass er sie persönlich in ihr neues 
Heim einführte und zwar am Palmsonntage des J. 1444. Kirch- 
Hcherseits hatte der Erzbischof von Salzburg, Friedrich v. Emer- 
berg, damals Diücesaubischof von Wr .-Neustadt, die Sanktion 
dieser Stiftung erwirkt und rar Einführung und Weihe der neuen 
Ordensgemeinde und ihrer Heimstatt den Bisehof von Chiemsee 
Sylvester entsendet. Leider war dem ersten Abte nur eine kttCM 
Amtszeit verliehen, kaum hinreichend, um sich in die ungt-wnhn- 
ten Verhältnisse gehörig einzubürgern. Schon am 8. Nov. 

*) Die Bulla aurea im Stit'tsarcbiv, über ohne die beze lehnende Kapsel. 
Sonstige hieher gehörige Urkunden im Stiftsarchiv. Lad. 100,2. und Cistall,. 
Fase. 8 und 9. „Primus abbas P. Heuricus Strengberger, Uonasterlf B. M. V. 
de Riiim prot'essus, a Dnc. Hennamio 24" Runensi abbat« Neoatadiensis abba- 
tiau denominalur, eoque comitante cum 12 religiosonu» Kunensium colonia 
■|iim Kiemsenensen),aCelais8imo Principe Friderioo archlepiMOpfl 
Saliahurgansi delegatum anno 1444 15. aprilis in dominica [lulmanun solem- 
niter, atijue ab ipsomet Auguatisaimo^mpöratore Friderico IV 1 " personaliier 
instullfttiu-". - '1 El. ■- eleot.ua. 



IIB 



1445 nahm ihm Gott iio Sorge für das Stift ab. Im Kapitelhause 
des Neuklostere bezeichnete bis zum vorigen Jahrhundert eine 
Steinplatte die irdische letzte .Ruhestätte des ersten Abtes mit den 
Worten: „Anno Domini 1445 obiit Reverendus in Christo Pater 
ac Dominus Henri cum, prinms hu jus Monasterii Abbas. In die rV* 
Coronatoram. Cujus anima requiescat in pace". 

2. Godefriduß, Godfrid von Otterstet, Post. 1 ) 19. März 1446, 
f 1460, Auf diesen, wahrscheinlich mit Rücksicht auf des Kaisers 
Wunsch vom Abte des Stiftes Maulbronn im Bistbume Speier em- 
pfohlenen, von dem Kapitel des Neuklosters „postulirten 1 ' Pro- 
ieans jenes Stiftes übertrug der Stifter seine Huld.*) Godfrid 
hatte in seinem Ordenshause das wichtige Amt eines Oberkäm- 
merers innegehabt. Unter diesem Abte erhielt unsere Stiftskirche 
1447 vom Kaiserden herrlichen altdeutschen Flügelaltar, welcher, 
ein beachtens wertlies Kunstwerk, nunmehr stilgerecht renovirt, 
in der Metropolitankirehe zu St. Stephan in Wien nächst dem 
vielbewunderten Grabmale Friedrichs IV jetzt sich befindet. Der 
Papst übertrug unserm Abt im J. 1451, gemeinschaftlich mit den 
A übten Hennann von fltim und Gerhard von Viclrhuj die Visitation 
der Cistercienserklöster. Am 11. Juni 1451 konnte Godfrid mit 
dem Kaiser den hl. Johannes Capistran begrüssen, welchen Fried- 
rich nach Wr-Neustadt geladen hatte. Eiuanderer hoher Freuden- 
tag für das Stift war der 12. März 1453. An diesem Tage wurde 
VIMQ Bruder des Kaisers, Herzog Albreeht VI, der Grundstein 
zu der noch bestehenden Stiftskirche gelegt. Als Todesjahr des 
vnriii.'fflichen Hüters des jungen Stiftes lässt die Hauschronik 
das Jahr 1460 gelten und bezeichnet im selben Jahre noch als 
seinen Nachfolger 

3. Georg I, welcher jedoch nur wenige Tage die Leitung des 
Stifte« geführt haben kann. Von ihm ist nur bekannt, dass er wie 
sein Vorgänger die Pfarre St. Peter in Laibach, welche zur Dota- 
tion des Stiftes gehörte, um denselben Pachtschilling an Michael 
Terlitz übergab. 

4. Joannes I, El. 14. Juni 1460, f 1482 (?). Er war aus der Mitte 
der Brüder im Stifte durch Wahl hervorgegangen, Papst Pius II 
gestattete ihm ausser dem schon früher gewährten Gebrauche der 
Pontificalien, Kelche und Altäre für andere Kirchen weihen zu 

') Post. = postulatus; inst. = installiUus ; [iraes. = praesentatus. — *) Stift«- 
Hrchiv, Cisla II. Fase. 4—15. „Insfitutio Godet'ridi ulibatia ;>er alibatem Hallen- 
sern 1446". 



116 



dürfen (S4i November 14U1). In dieses Jahr lallt auch die Stillung 
des Bi e ihum« Laibach, von welcher hier Erwähnung gemacht wer- 
den muss, weil mit derselben eine wesentliche Aeuderung in der 
Dotation des Neuklosters eintrat. Daher wurde wohl auch der 
Abt des Neuklosters Joannes gemeinschaftlich mit dem Vater- 
Abte Hernuinn von Reun bei der Ausfertigung der Sriitungs- 
urkunde dieses Bist.hums am 6. Dezember 1481 zu Graz von 
Friedrich beigezogen. 

Die Pfarre St. Peter in Laibach, welche in der Stiftungsurkunde 
dem Neukloster zugedacht war, wurde nämlich der Dotation des 
Bisthums daselbst einverleibt. Als Ersatz dafür gab der Kaiser 
dem Stifte Neukloster die Pfarre St. Micha-/ zu Jfonspttrti in Kraii 
sammt drei Filialen, deren Erträgniss freilich das der Laibacl 
Pfründe überstieg, in der Administration jedoch keine Erleii 
terung, eher grossere Schwierigkeiten bot,') Nach unsäglichem 
Verdrusse und erheblichen Verlusten waren daher die Nachfolger 
des Abtes Johannes darauf bedacht,, diese Pfründe mit einer näher 
gelegenen zu vertauschen. 

Der härteste Schlag traf das mühsam emporstrebende Neu- 
kloster unter dem Abte Johannes am 3. September 1467. An diesem 
Tage entschlief die fromme Gemahlin des St.it'iers, Kaiserin Khn- 
mru, für diese Welt. Am 11. September 1407 wurde die irdisch« 
Hülle der Kaiserin in der Stiftskirche beigesetzt. Hier wollte 
/■,'/<vji(..ra gleichem iiu Siduittmi 'k'S \vYilu;ges<:henkes ihres kaiser- 
lichen Gemahls, des erwähnten gothischen Flügelaltars, in der 
Nähe der Grabstätten ihrer drei vorausgegangenen Kinder den 
Auferstehungstag erwarten. Die Grabmale befinden sich rückwärts 
des Hauptaltars der Stiftskirche. Abt Johannes hatte mehrere 
Prälaten wählen anderer Stifte geleitet und war 1474 zum Mit- 
schiedsrichter in Wien bestellt worden. Die Hauschronik gibt 
(abweichend vom Diplomatarium Runense) 14S2 als Todesjahr 
dieses Abtes an.') 

Bier möge ein kurzer Hinweis auf das erwähnte Diplomatarium 
Runense von P. Alanus Lehr Tom. II. p. 600 gestattet sein. Um 
das Jahr 1480 war der Cellerarius major von Beim (Georg r) nach 
den ausdrücklichen Worten des Abtes Wolfyaiuj (14S1-1515) zum 
Abt im Neukloster befördert worden. Wolfgang schreibt nämlich 



ich- 



') Vgl Urlmrium der Pi'arr-Mouw[Hir{;, Aui^ericht ii 
Abt Bernhard Schwindel: Archivskat. Lad. 69. 



-■)V«1 



117 

in einem Gerichtsakte vom 28. September 1481: „Necpernostros 
fratres conventuales de hoc negotio potuimus .... inibnnari, cum 
potiores, quibus totius monasterii cura et administratio eommissa 

erat ex hac luce morbo peBtifero, antequam ad hoc regimen 

praefeeti easemus, lnigrarivnt, videlicet dominus abbas, Prior, 
Custos, Granarina, Rector capelle in Strassindl et alii tres utile» 
fratres et Ce.Marius major ml rei/imen abhalinr $. Trinitnlis in Nora 
ämtate, sacrae imp. maj. novae fundationis, circa haec tempora 
accommodatus fuit".') 

Da jedoch weder die Hauschronik des Ncuklosters noch die er- 
wähnte Aul Zeichnung im Stiftsarehive Penn, so lK-achteuswerth 
letztere iat, mit Bestimmtheit berichten, dass jener Cellerarius 
major thatsächlich die Würde eines Abtes in unserem Stifte über- 
nommen habe, auch eines Oberhauptes im Neukloster zwischen 
Joannes I und Andreas I nirgends gedacht wird, dürfte die An- 
nahme gestattet sein, dass im Mutterstifte zur Besetzung der Ab- 
tt'nsU-lle im Neukloster zwar Vorkehrungen getroffen und etwa 
der Cellerarius major in Aussicht dazu genommen, wegen der 
grassirenden Pestseuche jedoch an der Ueberniihme verhindert 
worden sei. Es möge daher in der Reihenfolge der Aebte wie bis- 
her genannt werden : 

5. Andreas I, El. 1483, f 1487 (?); allein die Chronologie ist mit 
dieser Annahme noch keineswegs über allen Zweifel gesichert, 
Selbst Bernard Schwindel in seiner „Geschichte des Stiftes Neu- 
kloster" (S. 1 ») gibt obige Jahreszahlen an, während er im „Katalog 
desStiftsarchivs^jManuscriptl den Abt Andreas erst 1487 BrwtthH 
werden und kaum ein Jahr diese Würde innehaben lässt, 

Auch dem Nachfolger war nur eine kurze und sehr bedrängte 
Regie rungszeit beschieden. 

6. Petrus, El. 1488, t 1489. Er ging aus der Zahl der Conven- 
tualen hervor, starb schon am Ende des folgenden Jahres und fand 
in der Abteikirche sein Grab. 

Die Ordensfamilie blieb nun 10 Monate lang verwaist. Matthias 
Corvinus war a,m f>. April 1490 in Wien gestorben. Wr. -Neustadt, 
welches vom Usurpator zur Ungarischen Freistadt war erklärt 
worden, beeilte sich, genieinsam mit dem Stifte dem rechtmäs- 
sigen HerrschiT, Friedrich IV, mittelst besonderer Botschaft uaih 



') Mit th eil 1114,' den hoehw. Stit'tsbibliothekars i 
Weis. 



BÜft« Bnm, l'- anton 



118 



Linz die altbewährte Treue zu bezeugen. In neu erstarkter H< 
nung auf günstigere Zeiten land im Neukloster die Abtswahl si 
Als Erkorenen begrüssten die Brüder: 

7. Martinus, El. 1. November 1430, f 1505. Unter diesem AI 
erhielt Neukloster den letzten Beweis väterlicher Fürsorge vi 
erlauchten Stifter, welcher im J. 1493 das bedrängte Stift mit r J . 
ansehnlichen waldreichen (Inte uutl Amte Slrass/tof unweit Nei 
kirchen begabte. Dasselbe Jahr brachte aber auch dem Stifte di 
grössten Trauertag seit seinem Bestehen. Am 19. August 1493 
starb der Kaiser zu Linz im Alter von 78 Jahren. Nur noch kurze 
Zeit sah Martin die allmälige Erstarkung des Stiftes infolge 
mehrerer Legate; er starb (oder reaignirte) im J. 1505. 

Die Conventualen suchten abermals ihr neues Oberhaupt 
dem Wege der Postulation. Ein Profess aus dem Muttersti 
vormals Prior in demselben (?), damals Cellerarius major im Neu- 
kloster : 

8.JoannesnLindenlaub,(El.a.Juni 1506, resig. 21. April 1615) 
wurde zum Abte begehrt. Dieser, ein Sehlesier von Geburt, er- 
freute sieh neben dem Vertrauen seiner Mitbrüder besondei 
Gunst des Kaisers Maximilian. Das Mutterstift Jleun verlor 
15. April 1515 seinen hochverdienten Abt Wolfyang und die Co; 
ventualen daselbst reclauiirten wenige Tage nachher, 21.Api 
1515, unseren Abt Joannes in ihr verwaistes Stift. Daselbst sti 
er, tief betrauert, am 19. Mai 1529. 

9. Michael, El. 1515, f 1524. Nach dem Seheiden Joannes 
postulirten die Brüder im Neukloster nach Haustradition ein« 
Conventualen aus dem Stifte Felis (Pilisium) in Ungarn. Der Bi 
rufene berechtigte zu bester Hoffnung, allein politische W'i: 
und Gähmngeu und die hereinbrechende kirchliche Eevolutii 
erschwerten die Regierung des Stiftes. Müde der irdischen Wan- 
derung entschlief Abt Michael 1524. Während seiner Regierung 
starb am 8. Jänner 1519 zu Wels der ritterliche Kaiser Maximilian. 
Sein Leichnam wurde am l. Februar unter dem Hauptaluir de* 
Burgkirche zu Wr.-Neustadt beigesetzt, von den Bischöfen von 
Wien und Neustadt eingesegnet. AbtMichael und 20 Cistercienser 
nahmen an der Trauerfeier Antueil. 

10. Gregorins, EL 1525, f 1588 ein Mitglied unseres Sti 
betrat mit der Annahme der Würde eines Oberhauptes im Nen- 
kloster einen überaus dornenvollen Weg. Die fortwährenden Tür- 
kenkriege machten an die Stitte und Klöster ungewöhnliche 



auf 



ienser 

tiftee, 



119 

Forderungen an Geld und sonstigen Lasten. Schon 1526 rannte 
Gregor alle Pretiosen und sonstige werthvolle Kleinodien des 
Stiites ausliefern, und endlich gar wegen Unmöglichkeit, die 
Rückstände eines Zwangsanlehens abstatten zu können, ius Ge- 
iangniss wandern. 

Auch unter den Mitbrüdern entstand eine Erhebung gegen 
Abt Gregor. Diese beschuldigten ihn der Mi s s wir! lisch aft und Un- 
redlichkeit. Die benachbarten Pauliner gesellten sich den An- 
klägern bei. Die Untersuchungen blieben jedoch ohne Erfolg; die 
Anklagen waren eben grundlos gewesen. ') Diesem Abte verdankt 
das Stift die Anschaffung der ersten Orgel für die Stiftskirche. 

11. Joannes III, El. IB. Mai 1538, f 1540. Aus dem Kreise der 
Mitbrüder im Neukloster. Da im Mutterstifte kein eigentlicher Abt 
war, sondern ein weltlicher Commendator, Johann Ungnad, als 
Administrator schaltete, wurde Joannes von einer weltlichen Coni- 
missionin sein Amt eingeführt. Nach seinem Ableben 1540 seheint 
das Stift Heiligenkreuz sich der trostlosen Lage im Neukloster 
angenommen zu haben. Der dortige Abt Hieronijmiis leitete als 
Visitator der Cistercienserstifte in Oesterreich die Abtawahl im 
Neukloster. Aus dieser ging ein Profess von Heiligenkreuz als 
Oberhaupt unseres Stiftes hervor: 

12. Conradus (Faber), EL 16. Juli 1540. Auch er wurde nur von 
einer weltlichen Commission iu sein Vorsteheramt eingeführt. Die 
Zustände des Klosters waren nach Aussen und im Innern küm- 
merlich und traurig. Die drückenden Beitrage wegen der Türken- 
gefahr wuchsen zur Zeit Conrad's zu unerschwinglicher Höhe, 
während die Einkünfte des Stiites riesig in die Niederung stiegen. 
Zudem hatte der ordensfeindliche Geist, des Luthertums bei den 
Bürgern wie im Stifte schnelle Aufnahme gefunden. Das Stift 
zählte in seinem ersten Centenarium, 1544, ausserdem Abt Conrad 
nur noch den P. Prior als einzigen Conveutualen ; doch Hessen 
bereits wieder sieben Aspiranten des Noviziats auf Mehrung des 
Personal stau des im Stifte hoffen. Diese wurden von einem W'elt- 
priester unterwiesen. Dem thatkräftigen Abt Conrad wäre die 
Hebung des tiefgesunkeneii Neuklosters sicher tu Kürze gelungen ; 
allein das in jener Zeit nicht minder hilfsbedürftige Htilitjt -nkn-itz 
reclamirte im J. 1547 seinen ehemaligen Conventualen als Abt 
des eigenen Stiftes. 



') Siehe: Articuli jnrjuisitionis < > 



a Gregorium 1533 im Stiftsarchiv. 



120 



13. Matthias I Zünser, Post. 14. Mai 1648, f 1551, Dia« 

aein Vorgänger aus Ueberlingen am Bodensee gebürtig, bisher 
Prior in Heitbjenkrruz, wurde, weil die traurigen Zustände im 
Mutterstifte Reun fortdauerten, durch ein Schreiben des dortige» 
Commendators und eine landesfürst liehe Coinmiasion eingerührt. 
Ueber die kurze Verwaltungszeit dieses Abtos geben fast nur 
zahlreiche Quittungen über bezahlte Türkensteuem und Klagen 
über Schmälerung der Einkünfte, zumal der Pfarre itoilwpag, 
Nachricht. Unter ihm kam seit langer Zeit wieder die erste Stif- 
tung, die von Nicolaus Engelhart,, an das Neukloater. 

14. Gebhardus Georg, El. 16B1, Resig. 1551. Diesem Abt war 
die kürzeste Frist in seiner Würde beschieden. Kränklich, wie er 
war, vor der schweren Bürde zurückschreckend, entsagte er nach 
wenigen Monaten dieser Stolle. Die Conventualen postulirten 
ihren neuen Vorsteher wieder aus dem Mutterstifte. 

15. Sebastianus Gstalter, Post. 3. November 1 551 ; f 24. August 
1558, gebürtig aus Schwaz in Tirol, folgte dem Begehren. 1 ) Nach 
Bruschius war derselbe in der lateinischen Literatur vorzüglich 
bewandert, hatte als Knabe in der Kapelle des Kaisers Maximilian 
von berühmten Tonkünstlern Unterricht in Musik und Gesang 
erhalten und galt überhaupt als ideal angelegter Ordenamann. tief 
gute Hoffnungen erweckte. Er starb jedoch oder resignirte (?) zu 
früh, um eolche zu erfüllen. 

Eine ähnliche Annahme, Wie sie oben bezüglich des Cellerunns 
major von Reun um 1480 ausgesprochen wurde, finden wir um 
diese Zeit wieder ais statthaft. Nach dem Ableben des Abte.- 
Sebastian war nämlich vom Mutterstifte Reun, im J. 155a, Dr. Jo- 
annes Fein zum Nachfolger desselben in der Prälatur des Nen- 
kloeters beordert worden. Die Chronologie des Neuklosters Treick) 
von derdesStiftesReun bedeutend ab. Vergleiche: Diplomntarii 
Runense Tom. 171. 541, 622, 723, 800. 

16. Dr. JoanneB Fein, Post. 1553, resig. 26. Mai 1557. f l. April 
1559 im Neukloster. Dem Diplomatarium Runense somit folgend 
reihen wir hier diesen der Zahl unserer Achte ein. Dr. Fi 
früher Erzpriester in Unter-Steiermark und Pfarrer zu Gradwein, 
dann Profess in Reun und folgte im nämlichen Jahre 1553 dem 



eilt 

um 



') Nach Bertiard Schwindel, „Gesch. des Stilles Neukloater", S.40 soUS 
liasfian (Jstalter (Gstal Liier) Prüfe»* des NouklosttTK p'wcsen sein. 



12 



Abte Sebastian in der Pralatur des Neuklosters. Wegen Alters und 
Geldsorgen resignirte er. Ihm folgte : 

17. Bartholomaeus von Grudenegg, Post. BS. Mai 1557, resig. 
21. Jänner 155D, j 1577. Er trat aufGeneiss des Abtes vom Mutter- 
stifte um Tage der Resignation des Vorgängers im Neukloator Bein 
Amt als Oberhirt an, und wird als besonders eifriger Förderer ili-r 
wissenschaftlichen Bildung seiner Professen und der Schule ge- 
rühmt. Bereitwillig folgte er aber schon nach zwei Jahren dem 
Begehr seiner ehemaligen Mitbrüder, kehrte nach Beim surftet 
und wirkte daselbst als Abt segensreich bis 1577. 

18. Joannes IV Helmstorffer, Post. 24. Februar 1659, f 1566. 
Der in sein Mutterstift heimgekehrte Abt Bartholomaeus veran- 
lasste als Pater immediatus eine vorschriftsmäßige Wahl im Neu- 
kloster. Beisitzer derselben waren die Aebte Ulrich II von Heili- 
genkreuz und Johannes II von Lilienfeld. Alu erwählter Abt ging 
der bisherige Prior iu Beim P. Joannes hervor. Bedrängniss und 
Noth waren nach seinem im J. 1666 erfolgten Ableben so gross, 
dass an die Neuwahl eines Abtes nicht gedacht werden konnte; 
daher trat eine Administration des verarmten Klosters ein und die 
durch eine kais. Commissi od eingeleitete Visitation bestätigte die 
klägliche Lage desselben (h. August 1566). Der „Klosterrath" be- 
auftragte am 18. November 1567 den Abt liartltolomflux von Renn, 
dem verwaisten Neukloster wieder einen Abt zu bestimmen. Dieser 
empfahl den Professen seines Hauses : 

19. Christophorus Arkl (am ih Aerkl), l'raes. 7. Dezember 1567, 
post, 11. März 15C8, f (nach dem Reimer Nekrolog) 36, Februar 
1686. P. Chrisiophorus war Praepositus in Strassengcl und scheint 
in keiner Weise der schwierigen Aufgabe, die er zu lösen be- 
rufen worden, gewachsen gewesen zu sein. 1 ) Er schied aus der 
Zeitlichkeit, das Neukloster imitrem und äusserem Verfalle über- 
lassend. Die Aebte der Cistercieuserstifte Niederösterreichs wur- 
den daher vom Klosterrathe insgesammt angegangen, auf eine 
„qualificirte ehrbare Ordensperson - bedacht zu sein, welche zur 
Besetzung der vacanten Abtei zur heiligen Dreifaltigkeit sich 
eigne. Aus den für diese Würde anempfohlenen Cisterciensera 
hob Erzherzog Ernest besonders jenen hervor, welcher sich der 



') Vgl. „Instituiio Äbbatis Christoph 
fem RiiDenseni 1MB", im StüVsarchiv. 



i assumpti per nMia- 



122 



Befürwortung des Abtes Georg (Freyseysen) von Rani erfreute, 
nämlich : 

20. Laurent! us Lombardei (Laimbrod), 1 ) El. 27. Mai 1 58G, inst. 
17. Juli 16ö6, f November 1590. Er war aus Laibach gebürtig, 
eine Reihe von Jahren im Stifte Sitlt'rh Profess, einige Zeit Prior 
daselbst gewesen und erfreute -sieh besten Leumundes. Dennoch 
zögerte man ihn sofort in sein hohes Amt endgiltig einzuführen, 
prüfte vielmehr erst seine administrative Fähigkeit. Laurentius 
bestand diese, wurde als wirklicher Abt eingesetzt und brachte 
nun bereitwillig für das verarmte Neuklostor materielle Opfer aus 
den ansehnlichen Ersparnissen früherer Jahre, während welcher 
er in Steiermark eine einträgliche Pfarrpfründe innegehabt hatte, 
in der Hoffnung günstigerer Zeitverhältnisse. Abt Laurentius 
erlebte sie jedoch nicht, Nach seinem Tode trat abermals eine 
Administration des Stiftes ein. Die Aehte Nieder Österreichs em- 
pfahlen zu derselben dem Erzherzoge Ernest zunächst den Prior 
des Stiftes IleUigenkreuz, P. Thomas S<lnn-!l. Er bewährte sich in 
der Verwaltung des Stifte!?, so dass er bald auch die Administra- 
tion im Kloster Neuberg und später die "Würde eines Abtes da- 
selbst erhielt. In der Leitung des Neuklosters folgte mm auf An- 
ordnung des Abtes von Beun und mit Zustimmung des Erzherzog« 
Ernest als Administrator der Conventual von Beun (iionj { lu. No- 
vember löui). Dieser rechtfertigte das in ihn gesetzt« Vertrauen 
so sehr, dass er in die Beihe der Aebte des Neuklosters eingeführt 
wurde und folgt darum als : 

21. Georgius II Gorian, Inst. ö. August 1598, resig. 2>i. Juni 
1598. Seiner feierlichen Einführung folgten nur zu bald traurige 
Tage, unfruchtbare Jahre ; das Unheil wurde vollendet durch die 
Pest (1590), welche die ohnehin geringe Anzahl der Conventuahii 
im Stifte noch verminderte. Die Bedrängniss des Neuklosters 
wuchs mit jedem Tage, so dass es dem bekümmerten Vorsteher 
desselben sicher willkommen war, als die Mitglieder des ver- 
waisten Cistercieuserstiftes Vkiring in Kärnten ihn am 26. Juni 
1ö:ib zu ihrem Abt erwählten. Nach einer abermaligen längeren 
Administration drang der Ordens-General Edmund in den Abt 
von Beun, die beiden wahlfähigen Oonventualen dieses Stiftes 



') In deD Archivalieu des Neuklosters stets Laimbrod, in jeneud es Stiftes 
Renn immer Lomliardo geschrieben, Küimti- diesi.' abweichende Solu. 
nicht der TJnleserlichkeit vieler Urkunden jener Zeit entstammen? 



Stiftes die Wahl eines neuen Oberhauptes vornehmen zu lassen. 
Diese postulirten den Processen von Heiligenkreuz: 

22. Matthias II Gilger, IT. Dezember 1600, resig. 1605, f sis 
Abt in Reun 18. Mai 1628. Derselbe stammte aus Lüttich, kam 
1 691 nach Heiligen kreuz, nahm daselbst das Urdenskleid und wurde 
später zum Prior bestimmt. Auf seiner 1599 unternommenen 
Heise nach Frankreich besuchte ex mCiteaux rlen General-Abt des 
Ordens, welcher ihm fortan gewogen blieb und ihn hochschätzte. ') 
Matthias wäre der kräftige Restaurator des Neuklosters geworden, 
wäre er nicht ebenfalls demselben durch die Wahl zum Abte 
in lieun zu früh entzogen worden. Im Neukloster fand schon am 
25. April deB nächsten Jahres die Wahl seines Nachfolgers statt. 
Aus dieser ging hervor : 

23. Balthasar Fabricius, Post. 2r>. April 1006, resig. 1618. 
Dieser, auf Anrathen des Abtes von Reun postulirt, war zuBrizen 
in Sachsen geboren, Prior im Stifte Neuberg und wurde seiner 
Jugend wegen vorläufig nur als Administrator des Stiftes be- 
stätigt. Er waltete seines Amtes von Mai 1606 bis 1. Jänner 1608 
dergestalt, dass er am letzteren Tage als Abt in sein hohes Amt 
eingeführt wurde. Er erwirkte dem Stifte eine bedeutende Summe 
für das unter Abt Matthias dem Stifte Reim übertragene Gut Rohr 
und erwarb im J. 1614 die ansehnliche Pfarre St, Laurenz am Stein- 
feld, welche bisher dem Kloster Reun lneorporirt war. Vom Ge- 
neral des Ordens zum Gawratvicar in Österreich ernannt folgte 
Balthasar dem Rufe seiner Hitbrüder im Stifte Ntuhcr;/, die ihn 
im J. 1618 zu ihrem Abt erwählt hatten. 

24. Ignaz Baron vom Kraut, Post. 12. August 1618, resig. 
39, Juni 1622, t als Abt in Lilicnfcld 29. September 1688; aus 
Aachen gebürtig, seit 1613 Profess im Stifte Reim, Seine Berufung 
zum Abt ins Neukloster fand auf Wunsch des Kaisers Matthias 
statt. Leider folgte Ignaz schon am 29. Juni 1622 dem Rufe zur 
Leitung der Abtei Lilienjcld. In der Geschichte beider Stifte bildet 
seine Thätigkeit als Abt herrliche dhnujiunktt.*) 

25. Joannes Jacob Pettard, Profess des Stiftes Reun, post. 
28. August 1622, resig. 24. April 1640, j auf der Rückreise in sein 
Mutterkloster 1640 (Vj. Stets kranklieh, müde und verdriesslieh, 



■) S, : Conlirmatio Abbfttis Mathiae Gilger per ordinis Genera lern una cum 
epistolis Vicarii generalis ad abbatein de a, 1599 u. 1601 im Stittsarchiv. — ') In 
des l'ikundeu des Neuklosters als „Edler", in Reun als „Daran" angeführt. 



124 



scheint er dem Wunsche der Conventualen nachkommend sein 
Amt niedergelegt zu haben. Unter ihm war im J. 1633 Herr- 
schaft und Schloss Tarhenstein für das Neukloster angekauft 
worden. 

26. Bernardus I Breil, Post. 24. April 1640, inst. 17. Mai 1640. 
resig. 21. April (?) 1649 und wurde Abt im Stifte BouMffOrimbtrf. 
Er gehört, zu den ausgezeichnetsten Aebten unseres Stiftes. Sohn 
des Ortsrichters Brei! in Pfaffstätten hatte er im Stifte Heiligen- 
kreuz die Ordensprofess gemacht, vorzügliche Studien zurück- 
gelegt, den Magistergrad in der Philosophie und den als Bteotr 
laureus in der Theologie sich erworben. Im kräftigsten Mannesalter 
stehend berechtigte er, entsprechend seiner bisherigen vielseiti- 
gen Thätigkeit in der Seelsorge wie im Lehrfache, zu den besten 
Erwartungen für das arme Neukloster. In der That lebte das Btifl 
wie neu gekräftigt wieder auf; allein Feuer, welches am 21. Marc 
164!) das Stittsgebäude einäscherte, Krieg und Pest, welche Stadt 
und Laild plagten, vereitelten gross tentheils die rüstige AiKu 
dieses Abtes. Die ehrenvolle Postulation in das Cistercienserstift 
Baumgartenborg mochte ihm daher nicht unwillkommen sein. 

Nach dem Abgange desselben übertrug die unter dem Vorsitze 
des Abtes von Keun vorgenommene Wahl den Pastoralstab im 
Neukloster dem Abte : 

27- Robertus I Notius, El. 9. September 1049 ; f 4. Juni 1663. 
Gebürtig aus Lützcl im Elsass, daselbst auch Profess, war Robert. 
auf kaiserliche Anordnung der Abtei Michelstein im Stifte Halber- 
Stadt vorgesetzt worden, später jedoch verdrängt in das Neukloster 
übersiedelt. Hier wurde er im J. 1642 für die Pfarre Eisenstadt 
präsentirt. In dieser dem Protestantismus anheimgefallenen Ge- 
meinde hatte Robert etwa 7 Jahre äusseret umsichtig und erfolg- 
reich pastorirt. Seine Wahl zum Abt. wurde schon am 16. September 
vom Kaiser bestätigt.. Mit ihm schien eine günstigere Zeit für das 
Stift zu beginnen, die Besitzungen wurden erheblich verl - 
auch gemehrt, aber der hurt Kassebestand des Stiftes beim Tode 
des vortrefflichen, aufrichtig betrauerten Vaters der Ordensfaimlie 
reichte kaum zu einer standesgeinässen Leiehenbestattung hin. 
Würdiger Nachfolger Roberts war: 

28. Matthaeus Eisenbart, El. (inst. ?) 23. August 1668, | 23. Juni 
1688. Er stammte aus Baiern, war, obgleich bereits Senior des 
Stiftes, erst. 51 Jahre alt und seit 30 Jahren Profess. Die Plärre 
St. Laurenzen hatte Matthäus durch 20 Jahre verwaltet, Niobl 



125 

ohiie Hindernisse war er siegreich der Wahlurne entstiegen, denn 
neben ihm waren auch sieben Stimmen aui' den Abt von Zirez, 
Martinas Ujtaluky, gefallen. Mit Energie führte er die Leitung 
und Verwaltung seiner Abtei, die unter ihm fast zu einer Stufe 
von Wohlhabenheit, gelangte. Türkennoth, Zwangsrlarlehen, end- 
lich auch Pestseuehen verkümmerten und trübten jedoch dem 
wackeren Matthäus den Lebensabend, 

29. Alexander Standthartner, El. 12. Dezember 1683, Inat. 
1684, 1 18. Februar 1707. Von 17 wahlberechtigten Conventualen 
hatte Alexander 13 Stimmen erhalten. Fester Jlannesmuth, wel- 
chen er während der Türkenhelagerung Wiens, wohin er in Sults- 
angelegenheiten kurz vorher geeilt war, zum Vortheile seines 
Hauses bewiesen, hatte ihm das Vertrauen der Mitbrüder ge- 
sichert, dessen er nach allen Eichtungen im höchsten Grade sich 
würdig erwies, so dass die dankbare Hauschronik den Abt Ale- 
xander mit vollem Recht als Vater und Regetierutor unsere Stiftes 
rühmt. Von der hohen dunst des Kaisers Leopold I versicherte 
ihn ein kostbares Pectorale. Gleicher Auszeichnung erfreute er 
sich von Kaiser Joseph I. 

30. Robertus II Lang, VA. 9. April 1707, resig. 1728, -f- in St. 
Laurenzen 1730. Aus KL-Höflem in Ungarn gebürtig hatte Robert 
iu78 im Neukloster die Ordensgelübde abgelegt und staud uun 
dem Stifte als Prior vor. Das Stiftsarchiv bewahrt über ihn 
mehrere höchst ehrenvoll« Zeugnisse über vorzügliche Leistun- 

- gen in der Seelsorge (Lad. 7*1). Bei der Wahl hatte er von 23 Stim- 
men 15 erhalten. Abt Robert hatte von seinem Vorgänger Ale- 
xander den Plan übernommen, die Abtei St. ilottharä in Ungarn 
an das Stift Neukloster käuflich zu bringen, doch führten seine 
Bemühungen den erwünschten Erfolg nicht herbei. Wegen der 
Unzufriedenheit eines Thcilcs der Conventualen und der ge- 
schwächten Gesundheit ivsignirte Abt Robert; Convent und der 
Abt von Renn willigten ein. Nur kurze Zeit genoss Robert die 
erwünschte Ruhe in St. Laurenzen, er starb 1730 daselbst. Ein 
Qrafcotein kündete demWanderer seine irdische Ruhestatt mit 
den Worten an: ... . yui poet laudabüissimum XXII annorum 
reginieu, ut secUrius moreretur, resignata pastorali eura, hoc in 
loco sibi et Deo vivere curavit useme ad 20. Maji 1730, aetatis 
74 annorum. 

31. Raimondus Jungwirth, El. 15. Oktober 1728, f 22. Fe- 
bruar 17-211. 



126 



32. Benedictus Hell, El. 4. April 1721), + 10. Jänner IM*. Di* 
umsichtige Regierung dieses Abtes bildete die viel verheisscn.le 
Einleitung zu einer der schönsten Glanzperioden in der Geschieht« 
linsers Stiftes. Die nächste Wahl übertrug nämlich die Abtsm-it;- 
nieu einem der tüchtigsten Mitbrüder, welchem Gottes Segen in 
Fülle zu Theil wurde. 

33. Josephue Stübicher, El. 20. November 1746, f 10. Febrnar 
1775. Gebürtig von Fladnitz in Untersteier hatte P. Joseph die 
wichtigen Hausämter als Küchen- und Hofmeister, als Subprior 
und später als Pfarrer in Muthmannsdorf gewissenhaft v*?rwn.Iitr. 
mm als erwählter Abt berechtigte er zu grosser Hoffnung für 
das Stift; er übertraf jedoch die kühnsten Erwartungen. Mit 
der gewissenhaft gepflegten Ordensdisciplin im Stifte wettaiftrffl 
wissenschaftliches Streben der jüngeren Conventualen, welchen 
eine ansehnliche Bücherei im freundlich einladenden Saale ge- 
schaffen wurde. Gehäbiger Wohlstand kehrte ein, wie er vorher 
dem Stifte fremd war; reichliche Stiftungen und andere Wid- 
mungen bezeugen das Vertrauen, welches dieser Abt rIL. 
genoss. Ein Haussprüchlein rühmt ihm nach, dass unter seiner 
thätigen Hand Alles zu Gold geworden. 1 ) Des treuen, sachkun- 
digen Gehilfen an solch reichgesegneter Thättgkeit für das Neu- 
kloster, des wackeren Stiftshofmeisters P. Bernardua Soiiiiiur, sei 
hier anerkennend gleichfalls gedacht. 

34. Albericus Stingel, El. 1775, f 24. Jänner 1801. Gebürrig 
von Wien (1728) hatte P. Alberik das Ordensldeid der Ciater* 
cienser 174* im Neukloster sich erbeten und 1750 sein Erstungs- 
opier gefeiert. Während der ersten Jahre seines Priesterthunis 
hatte er sich reiche Erfahrungen in der Seelsorge gesammelt und 
wurde bald darnach zu besonderen Vertraue nsamtem in dai 
berufen. Ihm fiel nach dem Ableben des Abtes Joseph „des Ein- 
zigen" auch das herrliche Erbe, die Weiterführung des wohlge- 
ordneten Neuklosters zu, welches in hoher Gunst selbst des kaiser- 
lichen Hauses stand und des besten Rufes bei den Männern der 
Wissenschaft sich erfreute. Nicht nur zählte das Stift Gelehrte 
von Ruf unter den Conventualen, sondern stand auch mit solchen 
auswärts im vielfachen Verkehre. 1 ) Am 21. Mdffe 1782 bezeugt*; 

*) Dom un sj<ezeichn eren Abte Joseph eine besondere Biographie zu widmen 
gehörte seit Jahren zur Lieblingsnuigabe des Schreibers dieser Skizzen. — 
') Hier seien nur erwähnt ; der bücherkiuidige Verfasser des Katalogs der 
Stii'tsbibliothek, P. Friedrich Maierhoi'er; dann P. EuRenius Kubitsohek 



1-27 



Abt Alberik seine Ehrfurcht und Liebe dam hl. Vater Pius VI in 
Wr.-Neustadt. Im Jahre 1800 feierte er sein fünfzig) Ihriges Prie- 
sterjubiläum, nachdem er kurz vorher das 350jährige Bestehen 
des Neuklosters begangen hatte. Mit diesen Festlichkeiten war je- 
doch der Höhepunkt der Wohlhabenheit des Stiftes wieder über- 
schritten und diese eiligen Schrittes im Niedergänge begriffen. 
Die klösterliche Ordnung war gelockert, ohne welche die Pflege 
der Wissenschaft sich als ohnmächtig erwies. Der greise allge- 
ehrteAbt sah bekümmerten Blickes den Wohlstand unseres eigen- 
artigen Stiftes sinken, als er, 77 Jahre alt, am 24. Jänner 1801 ent- 
schlief. 

35. Antonius I Wohlfahrt, El. 18. Mai 1801, f 4. Jänner 1886. 
Zu Neustadt im J. 175(i geboren hatte er im J, 1780 den Conven- 
tualen des Neuklosters sich eingereiht und wurde von Abt Alberik, 
der die reiche Begabung des jungen Religiösen erkannte, in das 
von Joseph II errichtete Generaleeininar gesendet. Damit ist zu- 
gleich die kirchlich-religiöse Gesinnung des späteren gelehrten 
Abtes Wohlfahrt und die theologische Richtung im Stifte ge- 
kennzeichnet. Nach der im genannten Institute genossenen Er- 
ziehung wendete sich P. Anton ausschliesslich der It e lehrt enl auf- 
bahn, dem Unterrichte zu, wurde Professor in St. Polten und ins 
Stift heimgekehrt Religionslehrer des jungen Erzherzogs Karl 
Ambros, späteren Primas von Ungarn. Sehr anerkenuenswerthe 
Bemühungen hatte Abt Anton um Errichtung der tktolögüchen 
LtkrattttaÜ im Stiffr fl-ili-fitt.Mttz (1802) und de« Gymnasium,« für 
Wr.'Saatadi im Neukloster mit günstigem Erfolge gemacht. 

Innig befreundet mit dem patriotisch-dynastischen Dichter, La- 
ilislaus Pyrkcr, beherbergte unser Stift unter Abt Anton oft diesen 
berühmten Abt von LiUi-nfvltl. Nach langen) Leiden (vollständiger 
Lähmung derFüsse) entschlief Abt Anton 80 Lebensjahre zählend 
am 4. Jänner l83(j. (Siehe auch : Ein Cistercienserbuch, von Seb. 
Brunner, S. 2U8-271). 

36. Antonius II Bilimek, EL 20. Juli 183<i, f 12. Mai 1839. Die 
kurze Regierungszeit des mit dem besten Willen ausgestatteten 
Abtes wurde durch Parteigetriebe unter den Conventualen in 



Dr. Theologiat ; P. Malaehias Zemann, Dr. Philosoy>hJae und 1,1781) Dr. Theo- 
logiiie: P. Raimund Pelz, Professor an der Universität in Freiburg: P. Auton 
Wohlfahrt; P. Dominik Pniekner, Direotor der Hauptschtile: P. Johann 
Harrer u. s, w. 



128 

Folge gelockerter Ordensdisciplin bedeutend getrabt Die Wahl- 
taxen für denselben beliefen sich auf die hohe Summe von 6818 £L 
2 1 /, kr. 

87. Bernardus Schwindel, El. 9. Oktober 1889, f 9. Deeember 
1856 in Wien. Gebürtig ausNeudörfl in Ungarn im J. 1787 hatte er 
als Conventual des Stiftes am 10. Juni 1810 die Priesterweihe em- 
pfangen und zeichnete sich sowohl durch classische Bildung als 
auch durch Vorliebe für Oekonomie aus. In ersterer Besiehung 
hatte er eine Ausgabe des Harens für höhere Schulen besorgt und 
die Stiftsbücherei mit belletristischen Werken ansehnlich be- 
reichert; in letzterer Hinsicht versuchte er eifrig dieBewirth- 
schaftung im Stifte selbst und als Pfarrer von St. Laurenten in 
der Pfarre zu verbessern, ohne jedoch erhebliche Erfolge zu er- 
reichen. Abt Bernhard verschaffte dem Stifte noch eine überaus 
glänzende Festfeier des vierhundertjährigen Bestehens desselben 
1844. Das künstlich aber unklug verdeckte Siechthum des Neu- 
klosters trat nach seinem Tode in erschreckender Weise zu Tage« 
Fast rathlos erkannte das Kapitel den Abgrund, au welchen das 
Stift gerathen war. Ein Hoffnungsstrahl für die Bettung des Hau- 
ses scheint die Conventualen noch zu einer Neuwahl ermuthigt 
zu haben, die gegründete Erwartung, dass der Erkorene mittelst 
des Vermögens seiner Eltern wenigstens materielle Hilfe brin- 
gen könnte. 

38. Benedictus H Steiger, El. 18. Oktober 1857, resig. behufs 
Vereinigung des Neuklosters mit dem Stifte Heiligenkreuz auf 
Grund kaiserlicher a. h. Entschliessung vom 17. März 1880 und 
des hl. Stuhls vom 19. November 1881, f 12. Juli 1889. 



B. 

Notizen über literarische Thätigkeit im Stifte 

Neukloster. 

Bei den fast ununterbrochenen Kämpfen des Stiftes „um sein 
Dasein" und bei der meist geringen Anzahl der Mitglieder konnte 
die Pflege der Musen wohl nicht in solchem Umfange betrieben 
werden wie in jenen Cistercienserstiften, die sich günstigerer 
Verhältnisse erfreuten; abhold waren jedoch die Conventualen 
des Neuklosters den Wissenschaften zu keiner Zeit. Schon kurz 



nach der Stiftung (1444) wird einer allerdings noch recht beschei- 
denen Büchersaminlung nebst einigen Handschriften Erwähnung 
gethan. Ein noch vorhandenes Manuscript, die ältesten Rtiftungs- 
brief'e und andere Urkunden enthaltend, dürfte, wenn nicht dem 
ersten Abte Heinrich, so doch einem der nächsten Nachfolger des- 
selben sein Entstehen verdanken. Die Schrittzüge der ersten 
Blätter deuten bestimmt auf die zweite Hälfte des XV. Jahr- 
hunderts. 

Sobald ruhigere, den Wissenschaften holdere Zeitverhältnisse 
dem Neukloster vergönnt waren, bethätigto sich in demselben 
auch regeres Streben und Schaffen auf literarischem Gebiete. 
Unmittelbar neben der oftmaligen Residenz Friedrichs IV und in 
volkreicher bedeutender Handelsstadt gelegen genoss das Neu- 
kloster äusserst selten jenes stillen Friedens, der so wohithuend 
zu wissenschaftlichen Arbeiten einladet; dennoch gibt die in der 
That auxerlesctie liilrhcri-i d<'s Stiftes mit ihren Ineunabeln, Mann- 
scripten und zahlreichen werthvollen Werken aus alter Zeit gar 
rühmliches Zeugniss von der opferwilligen Pflege der Literatur 
sowohl von Seite der Aebte als auch der Ordeusgenossen, 

Dürfen wir einer Augabe von Jirtisrkius Erwähnung thun, so 
müssen wir den Abt deB Neuklosters Sebastian Gstaltner (1551 
bis 1552) zu den fielefirten von Huf zählen, da er denselben als in 
der lateinischen Literatur ganz ungewöhnlich bewandert schil- 
dert und dt.'ss.'ii Kunstrichtung in der Musik rühmt. Ein wahrer 
literarischer Raritäten-Schatz, aus der Zeit Friedrichs IV stam- 
mend, wurde noch zur Zeit des Abtes Laureutius (1586—1590) im 
Stifte pietätsvoll gehütet.: das neue Testament „mit rjuldenen Suek- 
>.',i/ir//- auf Pergament gesehrieben, der Einband mit silbernen 
B i ■ sei i lägen, versehen mit vier Löwen (waren vielleicht die Sym- 
bole der heiligen Evangelisten?), und dann ein Buchstabir- und 
Lesebuch auf Pergament, }'luttet~TaJel im Inventar von 1586 ge- 
nannt, bestehend ans 50 Blättern, mittelst derer Friedrich in seiner 
Jugend lesen gelernt. Beide Raritäten sind leider nicht mehr vor- 
handen. 

Wie die eigentliche Blüthezeit des Neuklosters hinsichtlich sei- 
ner materiellen Lage in die Regierungsneriode des Abtes Joseph 
Stübicher (1740—1775) fällt, so begann auch unter diesem Abte 
die sorgfältigste Pflege der Wissenschaft im Stifte. Den werth- 
vollen literarischen Erzeugnissen nicht nur im theologischen 
Bereiche sondern aus fast allen Zweigen profaner Wissenschaft 



schuf er ein wahrhaft vornehmes H«ra durch Herstellung Ae$ 
eleganten Bil/lhthckssaales, dem er in Kürze äusserst werthvolle 
Bücherschätze zuführte, Von ihm selbst dürfte unter And erm ein 
Manuscript, ein nettes Büchlein, die Ceremonien bei der feier- 
lichen Weihe der Kapelle und ihrer Altäre im Streizhofe — einer 
LieblingSBoli<'.i[)l'üi]{;dii'ScsAl'li'S--.'iiUialtend,herft:iiinnen,p|'_--S''i] 
lokaler Werth durch die Angabe der Namen der dabei Mtttirenden 
und dienenden St.iftsmitglieder nicht zu unterschätzen ist. Für 
Erwerbung der Prii'uthiii-Itwi <l<s Hisrhufs von Wr.-Xi:it$(tnlt. <-•■'!• <• 
von Ihilha'il, brachte Abt Joseph ein für das karg dotirte Stift 
sicher überaus grosses Opfer von 6000 Gulden, und noch hielt der 
Verkaufer »ich für Lebenszeit beliebiges Benützungsrecht der- 
selben vor. Für den jungen Nachwuchs seines Kapitels wusste der 
Abt auch Gelehrte zu gewinnen. Bin physikalisches Kabinet bot 
zeitgemässe Anleitung zu naturwissenschaftlichen Studien im 
Stifte selbst. Die Inschrift über dem Eingang zum Büchersaale 
sowie das wohlgetroffene Porträt im Saale rühmen den Abt Joseph 
als Mäcen der Wissenschaft und deren Literatur. 

Als vielseitig wissenschaftlich ausgerüstet trat dann Abt Albe- 
rik Stingelf 177,1—1801) in die Fussstapfen des Vorgängers und er- 
warb sich nebstdem einen weit bekannten Ruf eines theoretisch 
und praktisch gebildeten I'oniofo'jn» und Bienenzüchters. Als solcher 
galt er besonders als Forderer rationeller Pflege edler Obstbaum- 
zucht, von welcher nicht nur die Garten des Stiftes und der Pfarren 
sondern auch mancher Bürger- Gar ton dankbar berichten. Dies- 
bezügliche Literatur, eigene aus Erfahrung und Beobachtung ge- 
sammelte Aufzeichnungen fanden willkommene Herberge in der 
Handbücherei des Abtes Alberik, dem es stets zu besonderer Her- 
zensfreude gereichte, die erhabene Gönnerin unseres Stiftes, die 
grosse Kaiserin Maria Theresia, in den wohlgepflegten Obstgarten 
des Stiftes geleiten zu dürfen. 

Als wohlbewanderter Kenner und Pfleger der Mineralogie wid- 
mete er freie Stunden mit Vorliebe diesem Fache, sammelte und 
erwarb käuflich seltene Exemplare und seiner Mühe verdankte 
eine ansehnliche Mineralien- und Conchiliensammlung ihr Ent- 
stehen im Neukloster, welche zur Ausbildung eines späteren 
Conventualen, des P. Dominions Bilimek, zu einem Mineralogen 
und Botaniker von beinahe Europäischem Huf wohl den ersten 
und erfolgreichen Anstoss gegeben hat. Erwähnung verdient hier 
ferner P. Friedrich Maierhofer, damals Stiftshofmeister, welcher 






131 

alle verfügbare Zeit durch mehrere Jahre mit der nur Fachmän- 
nern bekannten mühsamen Arbeit, der Verfassung eines Bücker- 
katategi für die Stiftsbibliothek, lobwürdig ausrollte und die 
Frucht dieser mühevollen Arbeit in dreifacher Abschrift in drei 
ansehnlichen Folianten niederlegte, L'eberhaupt kann jene Zeit 
üls äusserst günstig für wissenschaftliches Streben und Arbeiten 
im Neukloster bezeichnet werden. Anregend für die jüngeren 
StitWgeistliehen mögen in dieser Hinsicht auch Lehrer und Ge- 
lehrte im Hofstaate des Krshttrsoiß Fertlinatul, General-Gouver- 
neurs der Lombardei, gewesen sein, der mit seiner Familie einige 
Zeit im StÜ't residirte und den gelehrten Mal theser- Ordensritter 
Fürsten <iu>i.:a<ia als Hofmeister der Prinzen, und den bekannten 
Uehersetzer der Aeneide, Abbate Somit, ais Lehrer gewonnen 
hatte. Aber auch im enger« Kreise hatten die jungen Con- 
ventualen ältere Vorbilder. /'. Kmjen Kniulsrhri/ hatte schon im 
Jahre 1776 den theologischen Doetorgrad sich errungen und im 
nächsten Jahre war, wie im wissenschaftlichen Wetteifer, ihm 
F. Mulachias Zemann als Doctor der Philosophie gefolgt, am im 
J. 1781 auch in der Theologie derselben Ehre würdig zu werden. 
Ein anderer Profesa des Stiftes, P. Hn'mnmtl Feh, hatte nachein- 
ander den Lehrstuhl der Patrologie in Lemberg, dann den der 
.Mural zu Freiburg inne. Diesen reiht die Stiftsge schichte mit Recht 
au: P. Anton Wohlfahrt, welcher als Religion sichrer in der erz- 
herzoglichen Familie wohlgelitten und geehrt war. Nachdem er 
in dem von Joseph H errichteten Generalsemiriar in Wien seine 
theologische Bildung erhalten hatte, erwarb er sich als Professor 
des Bibelstudiums an der bischöflichen Lehranstalt zu St. Polten 
auch das Doetorat der Theologie an der Wiener Hochschule. Mit 
dem späteren Abte Anton Wohlfahrt) 1801-1836, begann im Stifte 
eine hervorragend e Begünstigung sogenannter claesischer Studien, 
wohl zum Theile auf Kosten der theologischen Disciplinen. Das 
im Jahre 1804 eingerichtete höchst zeitgemässe Gymnasium des 
Stiftes erforderte entsprechende Lehrkräfte im Orden, die als 
sogenannte Classenlebrer eine mehrfache wissenschaftliche Aus- 
bildung benöt.higten. In der T hat hatten schon mehrere junge 
Mitglieder des Stiftes unter Abt Aiberik dem neueren Schulplane 
gemäss sich in Wien ausgebildet, am an der neuen Hauptschule 
iler Stadt, zu wirken, wie F. Dominik Prttfkner, P. Alberik Sobotlca, 
F. Florian Sil 'tun -k, F. Johann Harr»; l'iir das Suftsgymnasium er- 
wies sich aber besonders geeignet F. Bernhard Srlt'ri)iil-I, welcher 



ausser mehreren modernen Sprachen die lateinische mit grosser 
Vorliebe und Gewandtheit pflegte. Er veröffentlichte eint- i'ür 
Schulen bestimmte Ausgabe des Horaz mit Anmerkungen, culti- 
virte auch deutsche Belletristik und Hess eine reiche Blütlieu- 
sammlung aus zahlreichen Schriften der verschiedenen Classiker 
als Manuscript zurück. Ungewöhnlich fruchtbar war die Feder 
Bernhard Sehwindel's an Manuscripten von Vredigfi h, GeUgmht -'•- 
reden und sonstigen, nicht, selten nur}] die Politik streitend rn An- 
sprachen, die er selbst vorgetragen und deren einige dem Druck 
überlassen hatte. Auch Mahnredm an Slialirmalr, Exh orten, wie 
für den zweiten Sonntag nach Pfingsten : .. / '<\h<r den Leidtiaim* : 
am fünften Sonntage in der Fasten ISMO: „FÖB dnit BinaMSSitJMI 
über die Begeht des Anstandet"; au die Bürgerschaft Neu--. 
„liede bei der Fahnenweihe für das B&rgercorps am :'■'■- JwU I8i7* : 
eine ähnliche Rede bei der l''ulrtH!Hir<'ihr. :n Xrttiilnrrhi-n um ,' 1. .SVy- 
tember 18-tH, dann Trauungsreden, neben Kasten- und Seooiufis- 
predigten, auch eine „Taufrede" beherbergt das stifilielie Arebiv 
von ihm theils gedruckt, theilä in Manuscripten. Als besonders 
werthvoll für die Stiftsgeschichte rauss eine mühsame Arbeit 
Sehwindel's, der „Katalog über rille Akten des Aniiiv.s im Stift-: Xm- 
kloster, verfasst vom Abt Bernhard Schwindel und vollendet im 
Jahre 1852", hervorgehoben werden ; ein Manuscript in Quart- 
format, welches, obwohl beim grossen Brande in "W ürflach arg 
beschädigt, immerhin noch an vielen Stellen brauchbar ist. Aus 
diesen Stichproben deHiterarisehenThätigkcit des hochbegabten, 
überaus fieissigen Mitgliedes des Neuklosters lässt sich auch an- 
nähernd ein Schluss auf dessen Wirksamkeit als Abt des Stiftes 
(1839—1856) ziehen. Abt Bernard begünstigte nach Kräften, ja 
über die Kräfte deB Neuklostors die h um aiüafci scheu Studien der 
jungen Conventualen. 

Von nicht gewöhnlicher theologisch-philosophischer Bildung 
war P. Ernest Winter, t 11. Dezember 1886. Als Eeligionspro- 
fessor im k. k. Obergyinnasium des Stiftes verfasste er geistvoll" 
Exhorten meist in stilistisch correcter Form, die an den be- 
rühmten Dr. Em. Veith erinnert. Derartige Vortrüge arl 
1*. Entest H'/ii/er mit sichtlicher Vorliebe für Veith, Förster, iltr- 
Boher, kurz nach mustergiltigeii Kanzelrednern, mit grosser Sorg- 
falt und dem Bildungsgrade der Studierenden im Obergyninasium 
angemessen aus. Nicht selten erntete er dafür Anerkenmu 
k. k.Landesschulen-Inspectors, des ausgezeichneten Schul mi 



Dr. Eni; von der Burg, welcher oft den Exhorten beigewohnt 

hatte. Bei dem reichen Wissen Wintir's nicht nur auf theologischem 
und philosophischem Gebiete sondern auch in Bezug auf kirch- 
liche Kunst, und bei seinem geläuterten Geschmaeke in den edel- 
sti'ii und reinsten Richtungen der sogenannten „schönen Literatur" 
wusste er diesen Ausarbeitungen auch meist das Gepräge seines 
eigenen Genius initzutkeiien und ihnen eine Art Originalität zu 
schaffen. Oeffentlich literarisch tbtitig hervorzutreten, Blüthen 
oder Früchte eigener Pflege und stillen Schaffens durch den Druck 
luiizutheilen, Hess P. Ernest sich nur (meines Wissens} einmal 
bewegen, als er den Abt Benedict Steiger nacii dem Chorherren- 
Stifte Klo.-/' ri'i ttluti'/ begleitete, um daselbst am Feste des heiligen 
Leopold die Festprodigt zu halten, welche alter Gepflogenheit 
g/eaaÜM demDraob überlassen wird. Abt Wtciger hatte dasPonti- 
ficuLiint daselbst geleiert. Die erwähnte Festpredigt erschien bald 
darauf im Druck und wurde in der Reihe anderer St. Leopolds- 
predigten auch von Engelbert Fischer (188if) neu aufgelegt. Be- 
redtes Zeugniss für die tiefe und vielseitige literarische Bildung 
unseres P. Ernest Winter sowie für dessen edlen literarischen Ge- 
schmack lieferte uns dessen auserlesene Bücherei nach seinem 
Heimgänge in die Ewigkeit, durch welche die Stiftsbibliothek 
einen werthvollen Zuwachs unter dem Namen : „ Winteriana" er- 
halten hat. 

Auch P. Dominik Bilimek hat (meines Wissens) ausser einigen 
Berichten in naturwissen seh ältlichen Fachblättern nur hand- 
schriftliche, immerhin beachtenswerthe Verzeichnisse und Notizen 
aus der Botanik. Minrrului/it uutl Numismatik, sowie eine ansehn- 
liche und gut geordnete Miinztnsamntltmg, die nunmehr im Stille 
Heiligenkreuz sich befindet und zu welcher er einen Katalog ver- 
tagst hat, hinterlassen. 

P.Bernard Otter, Heligioiislehrer an der Realschule und an der 
Lehrerbildungsanstalt zu Wr.-Neuetadt, schrieb zahlreiche 8mm- 
sionen und JlesprrrhuHi/cn über pädagogische Werke und Fach- 
blätter im „Correspondenz -Blatt lür den katholischen Clerus 
Oesterreichs", 



P, Maximilian Fellegger, Professor am k. k. Staatsgymni 
in Wr. Neustadt, veröffentlichte im Jahresprogntmm 1^76 eine Ab- 
handlung aus dem Gebiete der Mathematik: ^Br tt u g VHjJB&tai 

(Icw'l'jpjHthlrr flachen' . 



184 

P. Edmund Kamprath, d. Z. k. k. Gyronaaial-Director m Mies, 
veröffentlichte j e eine wissenschaftliche Arbeit in einem Programm 
des k. k. Staatsgymnasiums zu Wr.-Neustadt und im Programm 
des k. k. Gymnasiums VTH. Bez. in Wien. Zahlreiche gediegene 
Besprechungen und Recensionen aus seiner Feder über pädagogi- 
sche Werke und Zeitschriften des In- und Auslandes brachte das 
„Oesterreichische Literarische Centralblatt u in Wien« 

P. Benedict Kluge, d. Z. Pfarrer in Würflach, wendete sich mit 
Vorliebe geschichtlich-literarischen Arbeiten, der Kanzelbered- 
samkeit, sowie der katholisch - conservativen Tagesliteratur in 
seinen Mussestunden zu. Dem kunstreichen altdeutschen Flügd- 
attare in der Stiftskirche, einem Kunstwerke des fünfzehnten Jahr- 
hunderts, widmete er zuerst genaueres Studium und veröffent- 
lichte eine längere ausführliche Abhandlung über denselben nebet 
Abbildungen in den „Mittheilungen des Alterthums- Vereines 
zu Wien" . Eine Abhandlung über die berechtigte Stellung der Beb- 
gionsurisscnschaft in den Gymnasien ersohien von demselben in 
einem Programm des Stiftsgymnasiums in Wr.-Neustadt. In den 
Blättern des Vereines für Landeskunde machte er mehrere Pan- 
taidinge, Urbarbücher so wie „einen Beitrag zurJustitpflege im Mittet- 
atter u aus der Pfarre St. Laurenzen am Steinfeld bekannt. Die 
Linzer theologische Quartal schrift brachte von ihm eine ausführ- 
liche Beschreibung dreier alter Missale in der Stiftsbücherei des 
Neuklosters, dann mehrere Aufsätze über und aus der Pastoral, 
sowie Besprechungen theologischer Schriften und Bemerkungen 
über kirchliche Baukunst. In grösserer literarischer Arbeit unter 
dem Titel: „Stimmen der Vorzeit des Stiftes Neukloster" in den 
Mittheilungen der k. k. Central-Cominission in Wien, Jahrgang 
1877, wurden von ihm sämmtliche Grabmale und Gedenksteine in 
der Stiftskirche mit den betreffenden Aufschriften, ihrer Form, 
sowie deren Kunstwerth beschrieben und zum Theile mit Abzeich- 
nungen dargestellt. Ueber einzelne Insassen der Grabstätten wur- 
den geschichtliche Notizen hinzugefügt. In den „ Weckstimmen u 
1880 legte er eine kleine Erzählung aus der Seelsorge in Würflach 
mit dem Titel: „DediantbUeld" nieder. Das „Cistercienserbuch von 
Dr. Seb. Brunner" enthält eine gedrängte Geschichte des Stiftes 
„NeuMoster" aus derselben Feder. 

Das „Oesterreichische Jahrbuch" 1886 würdigte eine Arbeit 
von demselben über Bürgerleben in halbvergangener. Zeit mit dem 
Titel : „Der Poet" der Aufnahme. 



Von seinen Kanzelvorträgen wurden dem Druck überlassen : Zwei 
Kirchweihpredigten, in der Stadtpfarrkirche ad St. Andream zu 
Neumarkt in Schlesien vorgetragen; „Der gute Hirt u , gehalten 
zu Maria-Kirchbüchl ; Primizpredigt: „Des Priesters Würde und 
Gefahr", vorgetragen in der Praemonstratenser-Stiftskirche zu 
Schlaegl, u. a. Am Gedeihen des „Correspondenzblatt" nimmt 
er seit dessen Erscheinen regen thätigen Antheil. 

Im Wiener Diöcesanblatt erschienen in zwei Jahrgängen „Apho- 
rismen aus der Greschichte der Pestperioden in der Erzdiöcese u . Das 
Gesammt-Elaborat : „Geschichte der Pest in Niederösterreich" 
wurde mit anderen Manuscripten beim Brande des Pfarrhauses 
am 11. Juli 1889 ein Opfer der grossen Feuersbrunst. 



III 



£WETTL 



VON 



STEPHAN ROESSLER 

AB T DES 8T1FTB8 






1. Handsehriftlidie und gedrückte 

Literatur zur Geschichte des Stiftes 

von Mitgliedern desselben 
nach deren Alter geordnet. 



1. Anonymi. — Anonymi Chronica» Zweit, vetustum, s, Schriftsteller von 
Zwettl, Anonymi N. 2. 

2. Anonymi Latein. Iteimciironik über die Chuenringer, s. das. Anonymi N. 3. 
::. Anonymi Itfricripth uiii/inis . .. I'undatoris monusUrii Zuitt,, s. dus. Anonymi 

N.4. 

4. Anonymi Nicrologinm Zwetl., s. das. Anonymi N. 5. 

5. Idem, s. das, Anonymi N. 6. 

6. Anonymi Bericht, wie dir. Stadt Zictttl cum Stifte kam, s. daa. Anonymi N, 7. 

7. Anonymi Fragm. Iiist. monast. Zwetl., s. das. Anonymi N. 8. 

8. Anonymi Zwetl. Chmn. Zwetl., s. daa. Anonymi N. 11. 

9. R|udigeriJ abbat™ ejiistola ad S. Hildegardm, s. Schriftsteller N. 12. 

10. Kliru. Liber redilu ii m monast. Zwetl. et J.ibtr fundationum monasterii Zwetl., 
k. das. N. 13. 

1 1. Pitbull. Nouum reyistrum Jiursurit Zwetl., s, das. N. 16. 

12. Zehrtiier. Zur Stifivjeschichte unter Juli. Ituof/ etc., a. das. N. 24. 
IA HHkl. Aufzeichnungen und Briefe, s. das. N. 25. 

14. Linck. Annaleg AuKtrio-Vlaravallenscu. — Stiefftung des . . . Ctosters Zwetl. — 
Diarium. — Von der Stießlung des Cl. Zwetl. Spitals. — Famtliae quorun- 
dam . . ., qui monaiUrio Zwetl. benefecentnt. — Notitia von Mariac Capdlen 
bty Rafings. — Deutsche Annalen des St. Zwettl. — Migratio nostra a. 1645. — 
tytomodo mon. Zwett. per Succuin hostet» oecupatum fuerit — s. das. N. 33 (1. 
2. 3. 4. 6. 7. 9. 10. 11;. 

16. Bernard. Diarium etc., s. das. N. 39. 

16. Elsner. Diarium etc., s. das. N. 48. 

17. Zauungg. Annotationen od CTflM HtWM annales etc., s. das. N, 50. 

18. G »enger, Mncmonica Monumentorum m mon. Utarae-Valtü etc. — Annales 
Zwetl.— Anmorckhungen, xo äch bey Cl. Zwethl craignet. — Annott. super 
fundat. mon. Zwethl., s. das. N. 51 (1. 2. 3. 4). 

19. i'Hiuij;!. Diarium, s. das. N. 52. 

20. Lew. Hccatombe triplex hon. Mclchioris abbatis. — Poetae Nortici Carmen 
meculare ad Mahnt Chmim-Vallan a. 1738 - B. das. N. 57 (1. 2). 



_140_ 

21. Rollmann. Adversaria etc., 8. das. N. 58 (1). 

22. Schlöglhöck. Anfang ...der Wallfahrt nach M. Bäfing, s. das. N. 60. 

23. Wirer. Memorab. Buch von St. Wolfgang, s. das. N. 64 (5). 

24. Sigl. Acta monasterü Zwetl., s. das. N. 66 (2). 

25. Haggenmüller. Gesch. des Stiftes Zwettl. — Apparates ad hist. famiHae 
Chuering. — Denk-Protokoll etc. — Hadmarus de Cuofam. — Material, sm 
Gesch. der Chuenringer, s. das. N. 68 (4. 5. 6. 8. 11). 

26. Gamerith. Predigt bei der Primie des P. Jos. Schmid etc., s. das. N. 72 (1). 

27. Hasslinger. Geschichtliche Beschreibung des Stiftes Zwettl. — Las Archiv des 
Stiftes Zwettl. — Verzeichniss der Aebte und Geistlichen desselben — s. das 
N. 78 (6. 7-9. 10). 

28. Pfeiffer. Selbstbiographie, s. das. N. 75 (2). 

29. Schmid. Notieen tu Zwettl, s. das. N. 76 (2). 

80. Mayer. Notieen zu Zistersdorf, s. das. N. 77. 

81. Fräst. Beimchronik. — Bruchstücke über die Chuenringer. — Beitr. zur Gcsch, 
des Zwettlhofes in Wien. — Der bestrafte Kirchenraub. — Seenen zu ZwetÜ im 
Sqjähr. Krieg. - Abtei Zwettl. - Hist. top. Darstellung des Dekanates Gr. Gt- 
rung8. — GeschicIUe des Stiftes Zwettl — Handschriften in der Bibliothek zu 
Zwettl. — Urkunden und geschichtl Notizen in denselben. — Das Stiftungen* 
buch des Cist. Kl. Zwettl. — GeschicIUe von Gobatsburg — s. das. N. 78 (L 8. 
5. 6. 11. 15. 28. 25. 26, 27, 80. 31). 

82. Steininger. Aüocutio occ. renov. profess. P. Adalberti Pfeiffer, s. das. N. 80. 

88. Mehr. Kanzelrede bei der Secundiz des P. Adalbert Pfeiffer, s. das. N. 81. 

84. Kammerlocher. Zur Geschichte von Sdiweiggers und Edctbach, s. das. N. 82 
(1. 2). 

85. Bodensteiner. Predigt auf die Jubelprimiz der PP. Joseph Schmid, Baimund 
Will und Theodor Bauer, s. das. N. 83. 

86. Brawenz. Lateinisches Gedicht über die Stiftsgeschichte von 1738—1838, s. 
das. Nr. 84. 

87. Janauschek. Memoriae P. Jon. Schmid. — Führer durdi die Geschichte und 
Merkwürdigkeiten des Stiften Zwettl, s. das. N. 87 (1. 6). 

38. Lang. Führer durch die Forste des Stiftes Zwettl, s. das. N. 89. 

89. Rüssler. Geschichte des Stiftes Zwettl in N. Oesterreich. — Las TürkenjaJtr 1683 
und das Stift Zwettl. — Der Orgelbauer Fr. Jacob vom Stifte Zwettl. — Abt 
UlricJi II und das Wiener Bürgerspital. — Ute Stiftskirche und der KircJten- 
thurm im Stifte Zwettl. — Vcrzeicliniss der Handschriften des Stiftes Zwettl. — 
Literatur, Aebte, Gelehrte, Kataloge des Stiftes Zwettl — s. das. N. 92 (3-9). 

40. Feyrer. Kurzgefasste GeschicIUe der Kirche von Mariu-Moos in Zistersdorf, 

s. das. N. 99. 

41. Reymond. Ritter Hadmar's Abschied von den Möticfien eu Zwettl, s. das. 
N. 103 (1). 

2. Gedruckte Literatur von fremden Verfassern. 

Berichte und Mittheilungen des Wiener -Alterth.- Vereines. (Das.: 

Die „Cistercienser-Abtei" Zwettl V. 66, 67, 7 1 , 74, 234 ; Aebte : Bohuslav 88 ; 
Bainer 1 18 ; Kapitelkreuz 88 ; Kapitelsaal 83 ; Elfen be in figuren 86 ; Flügelaltar 
87 ; Kirche 74, 83,85; Kreuzgang 73, 84, 85; Kreuzpartikel 88 ; Krummstab 78; 



141 



l'saiterium 89,99 ; Sü (tun gen buch 99. - Kirnhe in St. Wo] tgang V. 1 12.- Kirche 
und Tauist ein in Schweiggers V. 113. — Dominik Acaneo; Zwettl und seine 
Restauralionsbestrebungen XXII. 28—35. — L. N. W.; Ein arc biologisch er 
Auatiug (Ueber die Kapelle in Kammern) XXIII. 19-22. - Hermann von Rie- 
tet!; Die Restaurationen im Stifte Zwettl. Mit einer Doppeltere! XXIII. 243 
bis 247). 

Boczek, Antonius : Codex diplomalicus et epi-slotarü Moruviae, X voll. 1836 
seqq. Olomucii et Brunae. 4°. (Diplomat« Zwi'itKmsiii [» rmultis locis). 

Erdinger. Maria Rating. Nach einer unged ruckten Huiidsohrill des Abtes 
Johann Bernard Linck von Zwettl 1'ißG : „Nütit.iaodi'.i' histurischc Beschreibung 
Unserer lieben FrKwea dir OlorwÜrdigsteu Jungfruwen und Mutter Gottes 
MarifteCapellen bei Undings gelegen, so ein Filial auf die dem Kloster Zwethl 
incorporirti'u Pümv Winäigstaig gehörig", geschildert von Anton Erdimjer 
(in: Wiedemann, Oesterr. Vierteljahrs seh ritt 1870, |>. 251-294). 

Friess, Gottfried Edmund : Die Herren aon Kucnrinr/. Wien 1874. Wilh. 
Braumüller. 8". (Für Zwettl S. 22 t'olgg.i. 

Geschichtliche Beilagen zu den t:i.nsi*t(>rial-rnrreiiden der Diüccse 
St. Pulten. St. Polten, Verlag des bischön. Consistoriums. I. 1878 llgg. 8". 

(Das.; Viaitationsbericht des Dekanates Zwettl 1590, I. 192-195: Windig- 
steig, Schweikers, Waltenstain, Schomm. Bdelbaeh. — 

Visitationsbi rieht über die Planer des Dekanates Zwetll vom Jahre 1611.— 
I. 197-200 : Herr Abt zu Zwettl. Edlhach. Schönau, Schweickhers, Windiach- 
sreig. Saligenstat). 

(ininelli, Carolus; Gwmmtt» Austriaeae seu TopQgnpVat ptn prior. Vin- 
dobonae typ. Joan. Thcmae Trattner 1752. 4". (ib. p. 98). 

Heider. Gustav, Rudolph von Htelherger, J. Hiener: Mittelalterliche 
Kunstdenkmale de« österreichischen Kaiserntaates. 2 Bd. Stuttgart, Ebner und 
Seubert 1858-18fi0, 4°. (Das. : Sacken, Zwettl II. 37-57 mit 5 Talein). 

Hengiill: MoiiuiHriiii) ,iui/iir,tae. tluotan Anatruicnr in V rumosdivisa. Viennae 
Austr. ap. Leop. Jo. Kaliwoda. 1750—1752. Fol. 

(Das. : Ueber Zwettl t I. 208. IV. 991. 

Kerscbb»nmei'. Anton : Geschichte dts Büthums St. Pötten. 2 Bd. 1875-1676. 
In Comm. bei Braumüller in Wien. B*. .Das. ! 

Zur Geschichte der Pfarren ttc. des Stiftes Zieetth Edelbaeh I. 166, 169, 233, 
284, 519, 641. - Etzen I. 300, 524. - Geraten I. 201. 28+. - GabaUburg I. 169. 
179, 231, 237, 299, 304, 306, 826, X13. :139, 342, 396, 488, 519, 521, 637. - Gross- 
SbMmh 1. '228. - Gross- Wol/ger« I. 157. - Sulingsladt I. 169, 299, 524, 641. - 
Windiyateia I. 169, 234, 274, 277. 279, 800, .106, 342, 466. - Wol/gang 1. 158, 446, 
524. - Wurmbrand I. 201. 447. — Zütcrxdorf I. 446. DL' 231). 

St. Leopold-Blatt. (Restauration im Stifte Zwettl. 1888. N. 11). 

Maria Zintcrsdurfciisi* oder Bericht von Ursprung des Gnadenbildes zu 
Zistersdorf, Mit 1 Cupter. Orems 1775. 

.Martern', Kdmiindiis. et, Uisinus Durand -V'tfntm scriptorumet monumento- 
rnm hhttini.ijrum Ampl>**tm<i Collect*!). IX IL. Parisiis ap. Muiitalant 1724—1783. 
Fol. .Das.: 

Fiir Zwettl: II. 10LN-1025. Epistola R|udegeri] abbatis Zwetalensis et Re- 
nun B. Hihh>iTflrdis\ 



142 



Mnver, Anton: Geschieht', der ijei*ti<ien Cwftur in Nicd.-Qe.'tcrreich. Wien 
1878. 4°. (Das. : 

Brettl, Cistercienstrklostrr. SS. 3,8,27.81, 30, -11, 48, 50, BT, 74, 75, 7ö. 191, 221. 
240, 243, 269. 314, 304. - Abtkotaloij. S. 215. - Annale«. S. 318, - 
S. 267. - Bibliothek, S. 188,218. - Khsterkirelie. S. 54, 56. - Reimchromk. S. SB 
235. - Saalbuch von S. 214. Liber fundationuni moin..~teni Zwtr.le.usis von Abt 
EU^l'r^-Vi'n.-S,,,^ r d-m,h,H<-,-,,n' l r-i>iji:,.-S:,ßu,, ; ,~bi,d,.A.±n.- Tudtfn- 
/.»r/,. S.21Ö. -DieStiits-Pt'arre.n:f;(lelbachS.74,269.314. Etzen 8. 74. G..U-L-- 
burg S. 6, 44, 74. Uross-Schönau S. 6, 41, 52, 314. Gross- In Mrodorf 8, 1 
72, 74. St. Woltgaug S. 8, 74. Salingstadt S. 74. Schweiggers S. 6,41, 74. Windig- 
steig S, 74, S14. Zistersdort'S.6, 41,58, 74,95,269). 

Mittheiltingen für Geschichte der Deutscht- u in Böhmen XXI LI. l-;4 
(S. 115). 

Mnmitnenta SflrmUlM Historie». Ed. Perta (etc.). 

(Daselbst: Annale* Awtriat, c\. Wattenbuch. [Scriptt. IS]: 

Continuatio ZicetlcmU [., a. 1140-1170. p. 482: 537-538 ( Hundsehritt ZwettJ 
N. 102).- 

AucUirium Zwetlensc, a. 1024-1160, p. 588-540 (hei Pez, Scriptt. I. 507 als 
Chronkon Zwetl. vetustius). — 

Continuatio Zwcttcnsis IL, a. 1170-118!». p. 541-544 (Handschrift Zwettl 
N. 102). - 

Continuatio Zwetlennis III., a. 1241-1329, p, 654-669, - 

Antutles Zieethnm*, a. 1-1349, p. 677-684 (bei Pez, Scriptt. I. 526—546 al> 
Chronicon Z«i;tl. i'i'.'.jut.iii* ii Christo naio usq. ad ann. 1349). — 

Continuatio Zwettmxis IV., a. 1348-1386, p. 684-689 (bei Pez, Scriptt. L 
972— 1L01 unter dem Titel : Anonymi coeuobirae Zwetl. chronicon ab anno 
Christi Uti- 1'ibO ; bei li.iii'li, Scriptt. Her. Austr. als Chronicon AuüM-ianiim 
DOoaoUl Zwel.lensis, II, 303-334: coli. 220-212). - 

Kakndarium Ztoetk*m unnoruin 1243-1458, p. 689-698.- 

A'inaltn ZmtlaMU brcvüsimi [1239-1281. 1461) Vol. XXIV. p, 63. i früher eJ. 
Wattenbaeh, Archiv für ältere deutsche Gesch. -Kunde, X. 610). 
(Aus der Roman- Literatur:) 

Miihlbuctk KiuL 1. liwhnur von C/mcurini/ett uder die Gründung tle* Kloster» 
Zirtttl'ai L'iiti'i-i'istci-rfic!]. Ein hisioi -ischüsG-miildii ausdem Mittelalter v«»jr- 
läudischer Begebenheit en. Wien, Bauer und Dirnboeck 1839. 8°. 246 SS. 
Titelkupler. 

2. Die Tatjekbnich: bei Xieettl udrr Heinrich c-n Scrbunj. Eine bist. -roman- 
tische Geschichte aus den Zeiten der ersten Markgrafen von Oesterreich. 
Das. 2 Th. in 1. Bd. 8°. 1839. 147 SS, Titelkupier. 

Oesterreich lache Blatter für Literatur und Kunst, 1858. N. 10. S. 59: 
Der SehniUaltar aus dem Stifte Zwettl. 

Pniiiatky arih. a niatop, 1. 333, über den alterth um hehr n AlUir von Zwettl 
in der Augustinerkirche in Wien. 

Prlmisser, Alois: Kunstnachrichtm über Stift Zwettl (in : rlormayr'B Archiv 
für Geogr. Hist. Staats- und Kriegskunst 1821. XII. 555-667), 

Primisser, Alois, und Jos. Freiherr von Hormayr: Kunst und Alterth um 
in Oesterreich, ZwttUl (in: Hormayr's Taschenbuch 1848, 831-337). 



143 



R^b], io&et: Führer durch Zuyttl und da-iKmnpthat mit seinen Umgebungen. 
Mit 6 Illustrationen, Wien, 1884. Verlag des österr. Touristen- Club. (Das. S. 15 
bis 21: Das ^>r « t't Zwettl, seine Sehenswürdigkeiten und seine Geschichte). 

Reil, F.: Der Wanderer im Waldvkrtä, Bräun, Jos. Georg Trassier 1823. 8". 
(Ueber Stift Zwettl S. 202-215, 260-276). 

Sara: Besehreibung den Abtei- Siegeh und einen Conventxitgck des Cister- 
cienser Stiftes Zwettl (s. Jahrbuch der k. k. Central-Commission für Bau- 
denkmals, III. 1859. S. 247-248). 

Maria im Weingarten. Cranachis'/hes Bild in Zistorsdorf. (s. Mitth. der 
k. k. Central-Comm. für Erf. der Baudenkmale, VIII. 236). 

Scbrodl, Karl : Pussawi Sacra. Passau, M. Waldbauer 1879. 8°. ^FiirZwettl: 
8. 140... ,238... ,273... ,413...). 

Schweickhardt, Ritler v. Sickingen, Fr.: JJ:ir-Oltun<i •/(■.* Erzherzogthumii 
Oc-terrtich unter der Enm. 34 Bde., 1831-1841. Wien, Schmidt, 8 Ü . — Für 
Zwettl: II. 270-304; III. 3-142; Beschreibung des Stiftes HL 176-193; Ort- 
schaft Stift Zwettl V. 244-246; Stiftsherrsehaft V. 247-304; VI. 8-16. 

Tangl, Michael (Archiv beamtet im k. k. Ministerium des Innern): Studien 
über das Stiftungsbuch <ha Klosters Zwettl. (In : Archiv f. öst. Gesell. LXXVI 
8 e . 2. Hillfte, S. 261-348. Wien 1890). 

Topograpliie von Nied^r-OeMtPrreich. Herausgegeben vom Verein für 
Landeskunde von Nieder -Oesterreich I. 1865 seqq. (Für Zwettl: I. 517, 535, 
560; II. 60: Zwettlhof in Wien; 62: Zwettlhoi'am Bauernmarkt und Marga- 
rethenhof). 

Traxler. IleimaMund- des iiolitifchtn Bezirke* Zwettl. Zusammengestellt 
unter Mitwirkung von Fachmännern und der Lehrer des Bezirkes von Josef 
Traxler. Allgemeiner Theil. ZwctÜ 1888. Druck und Verlag der Buchdruckerei 
von Ludwig Hauswirth und Otto Neugebauer. (Für Zwettl: S. 248 folgg.). 

Vogel, Joh. Nicolaus de: Specialen hibliothecae Germaniac Austriaca? sive 
Notitia scriptorum rerum Austriaciirum quotquot auefori innotuerunt. III tt. 
Vietinae, litteris a Ghelenianis 1779—1781. 8°. (Das.: Nonnulla de monasterio 
Zwettl,). 

Weiss, Karl : Gesehiehts- Quellen der Stadt Wien. I. Abth. 1. 2. Bd. Wien, 
Holder 1877. (Für Zwettl I. 75). 

Wurzbacfc. Constantiu v. : Biographischen Ltxicon des KaUerÜiums Oester- 
r:«-h. Wien, L. C. Zamarskt 1M56 fgg.8 ü . (Das für Zwettl die Biographien von : 
Joh. v. Frost: IV. 345; XV. 73. -Hugo Tuvso XVI. 78. - Weigl Nivard LIII. 
2S9. N. 8). 



144 



B. 

Die Aebte des Stiftes ZwettL 

Quellen 

welche bei Zusammenstellung des vorliegenden Abts-Kataloges vorzüglich 

benützt wurden. 

1. Die Codices MSS. N. 84 und 102 der Stiftsbibliothek. 

2. Liber fundationum monasterii Zwettlensis (citirt: „Stiftungenbuch u oder 

„Stltgb."). 

3. Linck: Annales Austrio- Clara- Vallenses. 

4. Linck: Stifftung des würdigen Closters Zwettl, und: „Deutsehe Annalen des 
Stiftes Zwettl«. 

5. Gsenger: Annotationen super fundationem Monasterii B. M. in ZwethL 

6. Hasslinger: Geschichtliche Beschreibung des Stiftes Zwettl. (Dass auch die ein- 
schlägigen Arbeiten des P. Johannen non Frost und die Archwahen des Süßes 
zu Rath gezogen und benützt wurden, ist selbstverständlich). 



1. Hermann (1 138-1 147), kam Ende 1138 (circa adventum) mit 

12 Mönchen aus dem Mutterkloster HeHujerikreuz in Zwettl an. 
Ueber das Todesjahr desselben stimmen die Quellen nicht über- 
ein und werden als solches die Jahre 1147 und 1156 angegeben. 
Doch wird seit Linck an dem Jahre 1147 festgehalten und zwar 
mit vollem Becht, da ein gleichzeitiger und gewiss competenter 
Zeuge, der im Jahre 1140 zum Priester geweihte Z wettler Mönch, 
welcher die im Codex 102, Fol. 2(17 vo— 268, enthaltene und bis 
lKüt reichende Chronik verfasste, den 28. Dezember 1147 als 
Todestag des ersten Abtes anführt mit den Worten: „Hermannus 
pri mus abbas in Zwetl obiit V. kal. ian. Jiukerus eligitur~. In 
der im Cod. 84, Fol. 5, enthaltenen „Series abbatum" wird das 
Jahr 115() als Todesjahr Hermanns, oder vielmehr als Jahr, in 
dem der zweite Abt Rapoto gewählt wurde, angegeben: „1. fuit 
hermannus anno d. 1189, 2. Rapoto 1156 U etc. Das Gleiche findet 
sich im Stiftungenbuche Zwettl's Fol. 185vo, doch ohne Angabe 
der Jahreszahlen; beide Quellen stammen aber erst aus dem 
XIV. Jahrhundert, haben also bei weitem nicht den Werth und 
die Beweiskraft der erstangeführten gleichzeitigen Quelle. Der 



145 



im Cod. 84 und im Stiftungen buch vorkommende Jahres- Unter- 
schied ist höchst wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die 
zwei unmittelbaren Nachfolger Hermanns nicht als ra/it-mu/r 
A'hlc starben und daher nach ältestem Ordensbrauch in der 
Series abbaturo nicht angeführt wurden; andererseits waren aus 
jener Zeit keine wichtigeren, ihre Namen verewigenden Urkun- 
den vorhanden. Der unmittelbare Nachfolger Hermanns war also 

2. Ruker {Rakerus; 1147-1149). Ob derselbe, was nicht un- 
wahrscheinlich und wie man aus der oben angeführten Aufzeich- 
nung des Zwettler Chronisten schliessen könnte, unmittelbar nach 
dem Ableben seines Vorgängers, al30 noch in den letzten Tagen 
des J. 1147, oder aber im Jänner 1148 gewählt wurde, lässt sich 
nicht mit Bestimmtheit angeben. Er regierte nur oder kaum zwei 
Jahre und starb 1149; der Chronikschreiber referirt ganz kurz 
vom J. 114!l, ohne Monat und Tag anzugeben: „Kukerus abbas 
obiit. Poto eligitnr". 

3. Poto (1148— 1 166). Dieser Abt wird gleich seinem Vorgänger 
in keiner vorhandenen Urkunde aufgeführt und in keinem der 
spateren Abtskataloge genannt. Erat Linck weist in seineu An- 
nalen ihm den gebührenden Platz an und beruft sich dabei mit 
Recht auf die von uns bereits citirte Chronik des Codex 102, 
welche ganz kurz das Jahr seiner Wahl und seines Ablebens be- 
richtet. Zum J. 115f> heisstes daselbst: .Poto abbas obiit Rapoto 
eligitur". Poto starb im Jänner des genannten Jahres, da sein 
Nachfolger 

4. Rapoto 11150—1174) in einem Confirmation abriefe des Pap- 
stes Hadrian IV vom 13. Februar 1 156 bereits namentlich angeführt 
.-rs'lioint (Stiftuugenbucli Fol. 13; Linck I. 167). Von diesem an 
Stämmen alle Quellen bezüglich der Namen und der Reihenfolge 
der Zwettler Aebte vollkommen überein und nur bei den näheren 
Angaben über Wahl, Ableben, Abdankung oder Absetzung ein- 
/i'hh-] derselben kommen grossere oder kleinere Abweichungen 
vor. Auch bei Rapoto stimmen die Auetoren in der Angabe des 
Todesjahres nicht überein. Einige, so der Verfasser der chrono- 
graphischen Verse, mit denen die unter Abt Laurenz angefertigten 
Bildnisse der Zwettler Aebte versehen waren, lassen denselben 
bis zum J. 1179 regieren, während die meisten und verlässlicheren 
Quellen das J. 1174 als t>ein Todesjahr annehmen; so T-inck in 
seinen deutschen Annalen S. 6: „Abbt Rapoto ist nach vielen 
gueten werken in Gott entachl äffen anno 1 174". Derselbe führt in 



146 

seinen Annalen (I. 197) für diese Behauptung auch gewichtige 
Gründe an und es stimmen mit ihm überein alle späteren Ge- 
schichtsschreiber Zwettl's, wie ein Anonymus aus dem Anfang 
des XVIIL Jahrhundertes : „pöstquam 18 annös laudabiliter prae- 
fuisset, obiit anno 1174", und P. Ambros Hasslinger in seiner ge- 
schichtlichen Beschreibung des Stiftes Zwettl, S. 176 : „Er starb 
zu aller Leidwesen 1174". Ihm folgte 

5. Rudiger (1174-1191). In einer Schenkungsurkunde vom 
J. 1176 wird gesagt, dass Gisila, die Gemalin des Markward von 
Tige, vor ihrem im J. 1174 (jedenfalls nicht später) erfolgten Tod 
dem Stifte Zwettl „in manus Rudigeri abbatis, Gonradi prioris" etc. 
einen Weingarten in Frechau und ein Lehen in Aepfelgschwendt 
übergeben habe, welche Schenkung in angefahrter Urkunde von 
dem Gemal und den Erben der Verstorbenen bestätigt wird. Abt 
Budiger starb entweder Ende 1 1 90, wie der Verfasser der chro- 
nographischen Verse will, oder - was wahrscheinlicher ist - an- 
fangs 1191, wieLinck und die übrigen Quellen übereinstimmend 
angeben. Sein Nachfolger war 

6. Bolfingus ( Wolfingu$ } 1191-1204) — „electus a fratribus . . qui 
etiam postmodum confirmatus hoc anno abbatiam Zwetlensem 
regendam accepit" , sagtLinck zum Jahre 1191 (Ann. 1. 226). Gleich- 
falls übereinstimmend wird berichtet, dass Bolfingus 18 Jahre 
regiert habe und im Jahre 1204 gestorben sei. Ihm folgte 

7. Marquardus (1204-1227), der noch im J. 1204 gewählt wurde, 
was eine in diesem Jahre ausgestellte Urkunde (Stiftungenbuch 
Pol. 122vo; Fräst, Font. rer. austr. 440; Linck I. 248) beweist, in 
welcher er namentlich als Abt angeführt wird ; die Confirmation 
und Investitur erfolgte aber (Linck a. a. 0.) erst im J. 1205, was 
auch der Grund sein mag, dass spätere Auctoren 1205 als Antritts- 
jahr Marquard's annehmen. Als sein Todesjahr wird von dem Ver- 
fasser der chronographischen Verse 1224 angegeben und wirklich 
geschieht auch von diesem Jahre an in keiner vorhandenen Ur- 
kunde eine weitere Erwähnung dieses Abtes. Nachdem aber Abt 
Wolfgang II in seiner Series abbatum und schon vor diesem ein 
anonymer Verfasser einer solchen das J. 1227 anführen, hat die 
Angabe des auch sonst wenig verlässlichen und späteren Dichters 
keinen besonderen Anspruch auf Glaubwürdigkeit, wie denn auch 
alle jüngeren Quellen (Linck, Gsenger, Fräst, Hasslinger) das letzt- 
genannte Jahr als Todesjahr Marquard's und Erwählungsjahr 
seines Nachfolgers 



147 



8. Heinrich I «<(.* Freisinnen (12-27-1233) annehmen. "Wir finden 
seinen Namen angeführt in der den Klöstern Heiligen t re u st, Zwettl, 
Lüieni'eld nnd Baumgartenberg von Kaiser Friedrich II im August 
1-227 ausgestellten Privilegiumsurkunde. Heinrich I der Freisinger 
starb im J- 1233 und zwar nach einer iSeries ab batum Anonymi am 
24. Februar, an welchem Tage er in einer von Bischof Gebhard 
zu Melk ausgestellten Urkunde noch erwähnt wird. Ihm folgte 

9. Gotschalkl 1233 - 1248). Sein Name findet sich zuerst in einer 
im J. 1234 ausgestellten Schenkungsurkunde des Otto von Otten- 
stain (Stiftgb. Fol. 103; Linck I. 306). Er starb im J. 1248, nach 
der Aufzeichnung eines Anonymus am 20. Februar. Linck be- 
liebtet zum J. 1248(1.332): „Eodem hoc anno Dominus Gotschal- 
cus Abbas Zwetlensis obiit, cui successit serlulus pater Dominus 

10. Bohuslaus Bohemus" (1248-1258). Von dem Verfasser 
der chronographi sehen Verse wird t r einfach uoIeMVs genannt. 
Gsenger berichtet in seinen Annalen L: „Bohuölaus Bohemus 
i'ligitur anno 1248 d und alle anderen Quellen stimmen darin über- 
eiu. Dieser schon bei seiner Erwähhmg an Jahren ziemlich vor- 
geschrittene Abt resignirte im J. 1258 freiwillig und starb (nach 
einer Aufzeichnung im Cod. 84 Fol. 23) am 2. Februar 1259 : „obiit 
Domnus Bohuslaus, uuondara abbas Zwetlensis" . Dass sein Nach- 
folger 

11. Conrad (1258-1266), welcher vordem Prior war, bereits im 
J. 1258 die KbtKühe Würde bekleidete, erhellt aus mehreren in 
diesem Jahre ausgestellten, im Stiftsarchiv vorhandenen und im 
Stiftungenbuche (Fol. 82vo. 83), sowie in Linck's Annalen (I. 255. 
266) enthaltenen Urkunden, in welchen derselbe als Abt aufge- 
führt erscheint. Zum letzten Male treffen wir seinen Namen in 
einer am 23. November 126Ü ausgestellten Urkunde (Stiftgb.Fol. 
103 vo; Linck 1.380). Wie Linck (1.383), Hasslinger(203) und An- 
■ ]']■' angeben, wurde er wegen mehrerer für das Stift ungünstigen 
Vertauschungen von Gütern abgesetzt, was wahrscheinlich Ende 
1266 geschehen ist. Ueber sein Todesjahr ist nichts bekannt. 

12.Pitrolf (1267-1273) wurde entweder noch Ende des J. 1266, 
wie Abt Wolfgang („Pifcroltus abbatizavit circa aunum Domini 
1266"), oder, wieder Verfasser der chronographiechen Verse („hIC 
tenet et parVo sVa beHpore sCeptra pltroLtVs), Linck (I. 883), 
Hasslinger (204) und Andere angeben, anfangs 1267 gewählt; ur- 
kundlich erscheint sein Name erst in einem Kaufbriefe vom 24. Fe- 
bruar 1268 (Linck I. 386 ; Stftgb. Fol. 180). Linck berichtet (1. 400) : 



148 

„obiit hoc anno (1278) Venerabilis Abbas Pitrolfus post pauoos 
annos Abbatiae susceptae" etc. Diese Angabe soheint nicht richtig 
zu sein und auch der zweite Vers des Chronogramms : „Tristia ma- 
ture fata tulere virum a muss nicht nothwendig auf das Ableben 
des Abtes bezogen werden, sondern lässt auch eine andere Deu- 
tung zu. Im Stiftskatalog von Wilhering und in einer Urkunde 
dieses Stiftes vom J. 1276 kommt ein Abt Pitrolf vor, von dem im 
ersteren ausdrücklich bemerkt wird, er sei früher Abt in Zwettl 
gewesen, habe zu Wilhering 1276 resignirt und sei wieder in sein 
Stift Zwettl zurückgekehrt. Möglicherweise hat Abt Wolfgang, 
nach dessen Series abbatum Linck Obiges berichtet, bei seinen Auf- 
zeichnungen einen Schreibfehler gemacht und „obiit" statt 9 ab%ü* 
geschrieben, wobei es freilich noch immer auffällig bleibt, dasB 
derselbe nicht „Hilariam" dazugesetzt habe. . Wir müssen bis auf 
Weiteres diese Frage, welche für Wilhering mehr Interesse hat als 
für Zwettl, unentschieden lassen ; so viel steht fest, dass Pitrolf 
in Zwettl im J. 1278 bereits einen Nachfolger erhielt in der Per- 
son des 

18. Ebro (1278—1304). Das Stiftungenbuch, welches wenigstens 
in der hier in Frage kommenden Partie unter Ebro's unmittel- 
barem Nachfolger, also von einem Zeitgenossen und gewiss gut 
informirten und glaubwürdigen Zeugen geschrieben wurde, be- 
richtet (Fol. 54) über diesen Abt: „. . cepit abbatizare anno do- 
mini m°cc 1xxiii in die beate agathe virginis et martiris et usque 
ad annos incarnationis domini mille trecentos tres abbatiam re- 
gendo viriliter perdurauit", und einige Zeilen vorher wird von 
Ebro gesagt: „peno triginta tribus annis abbatizauit". Es finden 
sich hier auffallende Widerspräche. Wurde Ebro am 5. Februar 
1278 gewählt und starb er 1303, so regierte er nur 80, im günstig- 
sten Falle nicht ganz 81, aber gewiss nicht 33 Jahre. Wir müssen 
zur Klärung der Sache andere Quellen zu Rathe ziehen und alle 
diese stimmen darin überein, dass Ebro 1273 gewählt wurde und 
1804 gestorben sei. So Abt Wolfyang in seiner Series abbatum ; der 
Verfasser der chronolog. Verse (bezüglich des Wahljahres): 

„Is VeneranDVs Ebro DepIOtVs CernltVr aLter 

(Qui dignus summo Praesul honore fuit) 
und Linck (I. 404, 5G2 seqq.), welcher merkwürdigerweise die An- 
gaben des Stiftungenbuches wörtlich wiedergibt, ohne auf* den 
Widerspruch aufmerksam zu machen und denselben in gewohnter 
Weise aufzuklären, und alle neueren Quellen. Urkundlich erscheint 



148 



/ 7„ ,. murit am 29. Jänner 1274 (Stittgbch. Fol. 47 ; Linck I. 404) ; 
als seinen Totlcstan geben die Quellen den letzten Februar an 
(Stittgbch. Fol. 54; Cod. 84, Fol. 30; Linck I. 562 u. A.) - das 
Jahr aber findet sich in den ältesten Quollen nicht angegeben. 
Allein, nachdem der Tag leststeht und Ebro noch in Urkunden 
vom 20. Jänner und 1. Februar 1304 als Abt von Zwettl erscheint, 
wiihn.nd am 23. Dezember desselben Jahres bereits sein Nach- 
folger Otto urkundlich nachweisbar ist, so kann nur 1804 Bein 
Todesjahr sein und die oben citirten Angaben des Stiftungeu- 
buches von einer 83j;ihrigeu Itegierung und seinem Ableben im 
Jahre 1B03 müssen als unrichtig und die erstere wohl als ein 
Schreibfehler, die letztere aber vielleicht aus der Anwendung der 
fiteren - hierlands freilich damals nicht mehr geltenden Zeitrech- 
nung erklärt werden. 

14. Otto I (1304-1325), Dieser wurde, wie Linck (I. 563) nach- 
weist, am 1. Mai 13u4 gewählt und investirt. Urkundlich erscheint 
ex 2:-*. Dezember 1904 (Sti'tgb. Fol. 74; Linck, I. 664) und etarb, 
wie Linck (I. 67IJ, liseuger (1. z. J. 132ö), HassÜnger (240) und 
andere Quellen melden, am 7. Februar 1825. Bereite am 13. Fe- 
bruar d, J . wurde der neue Abt 

15. Gregor (i:(25-1331) gewählt, geboren in der Stadt Zwvttl, 
welcher er bald nach seiner Wahl (wie eine alte Chronik berichtet) 
li]s Fni'<lri]svi'mittk-r einen grossen Dienst erwies (Linck I. 671 
bis 672). Abt Gregor starb nach übereinstimmenden Berichten 
der Quellen am 26. Juli 1331 und bald darauf, jedenfalls noch im 
Monate August d. J., wird als sein Nachfolger gewählt der bis- 
herige Hofmeister in Krems 

16. Ditrich (1981-1886), der bereits in einer Urkunde vom 
1. September 1331 als Abt erscheint (Linck, I. 691 ; Hasslinger 246 
U.A.). Erstarb nach einer kaum vierjährigen lii'gierunganiOster- 
sountage - 9. April 1335 (Cod. 84, Fol. 39 vo; Linck, I. 698; Hass- 
linger 246; Gsenger I. z. J. 1335). Der Nachfolger Ditrieh's war 

17. Otto II Grillo (1385-1362), unter Ottol Subcellerarius, 
unter Ditrich Prior. Die Wahl erfolgte im Mai 1335; bald nach 
derselben fibergibt ilrni Eberhard von Wallsee das FiUationsrecht 
über die neu errichtete Cistercienserabtei Siiusenstein (Linck, I. 
•:.:>» : Hawsüngei' 247 u. A.) und auch eine aui 24. August 1835 aus- 
gestellte Urkunde führt ihn als Abt an. Otto ist der Erbauer des 
prächtigen gothischeu Chores unserer Stiftskirche ; er hatte einen 
Convant von 100 Mitgliedern und starb am 11. August 18e2 (Cod. 






_Jl 50 _ 

84, Fol. 79 ; Linck, I. 778). Hasslinger gibt den 8. Augu9t als Todes- 
tag an, was unrichtig und daraus zu erklären ist, dass er statt: 
„III id. Aug. u gelesen hat: ,,111. Augusti a . 

18. Eberhard (1362-1371) wurde, wie alle Quellen berichten, 
im J. 1362 und nach Gsenger (II, Fol. 8) im September dieses 
Jahres gewählt. Er resignirte im Jahre 1371 freiwillig, „um ein- 
samer und gottseliger leben zu können", wie Hasslinger (260) sagt, 
womit auch der Bericht Linck's (1. 793) übereinstimmt: „religionis 
et solitudinis amator . . hoc anno resignasse videtur". Eine Andeu- 
tung über den Todestag Eberhard's findet sich bei G senger (II. 
Fol. 10) : „Invenio in Martirologio antiquo Monasterii nostri, euin 
Calendis Junii obiisse, annus tarnen tacetur". 

19. Nicolaus I (1371-1380). Ueber 1371 als Jahr der Wahl 
dieses Abtes kann, da alle Quellen darin übereinstimmen und auch 
das Chronosticon : 

eXOoLLens faMa praoses nlCoLaVs et Vna 

cum reliquis remanet notus ubique viris 
diese Zahl ergibt, kein Zweifel sein, doch über Monat und Tag 
findet sich nirgends eine Auf zeich innig. Ebenso wenig lässt sich 
mit Bestimmtheit angeben, ob derselbe im J. 1380 freiwillig ab- 
gedankt habe oder abgesetzt worden sei ; gewiss ist, dass er 1381 
noch lebte. Bei Gsenger (IT. Fol. 12) findet sich die Bemerkung, 
Nicolaus sei nebst vielen Anderen (».in Opfer der im J. 1381 hier 
und in der Umgebung grassirenden Pest geworden. Sein Nach- 
folger 

20. Michaeli uns Tulhi (1:5*0 1 :»*<») wird bereits in einer von 
Linck (I. HOfl) auszüglich mitgctheilten, am 12. Mai i:iS0 ausge- 
fertigten Urkunde als Abt, vonZwctt.l angeführt. Ueber das Ende 
seines äbtlichen Wirkens bringt Linck zwei sich widersprechende 
Berichte. In seinen Annalen (I.s'JO) heisst. es: r abbas (Michael) 
hoc anno (KJ8i>) tertur morluus in cuiusdam Recentioris catalogo 
XV. Cal. Julii", während er in seinen deutschen Annalen (Fol. 60) 
sagt, Abt Michael 1 sei wegen SchuMeninacheiis abgesetzt wor- 
den, und nachdem er y > Jahre und 40 Tage, im ( Gefängnisse gelegen, 
gestorben. Letzterer Lerieht dürfte die grössere Wahrschein- 
lichkeit für sich haben, da auch (isenger (II. 17), Hasslinger (265) 
und Anden; Aehnliehesmit.l heilen, und es kann als bestimmt ange- 
nommen werden, Michael sei weder als Abt gestorben noch habe 
er freiwillig abgedankt, sondern er sei im Jahre i;w.» abgesetzt. 
worden, was wahrscheinlich gelegentlich einer Visitation von 



151 



Seite des Vater-Abtes von Heiligenkreuz geschah, der auch einen 
seiner Proteasen, nämlich 

21. Nicolaua II (1389-1392) dem Stifte Zwettl als Abt vorsetzte 
oder doch den Wählern mit Erfolg vorsehlug. Linck (1. 820) spricht 
die \ ■ ■nimt.hungau.s, Nicolaus habe hier alsHospes gelebt und sich 
das Vertrauender Z wettler in dein Masse erworben, dass sie bei der 
Wahl ihre Stimmen auf ihn vereinigten. Wie bei seinem Namens- 
vorgängerXicolausI Iässt si oh. auch bei diesem nicht mit. Bestimmt- 
heit eruiren, ob er 1392 (das Jahr ist richtig) freiwillig oder gezwun- 
gen aus dum Amte geschieden. Linck (1.822), Gsenger (II. 18) und 
Ihe-sliuger (267) glauben, dass er wieder in sein Mutterhaus Hei- 
ligenkreuz zurückgekehrt sei, wofür auch der Umstand Bpricht, 
dass über sein Ableben nirgends eine Aufzeichnung sich findet. 

22. AlbertI (13H2-1402), von Linck (Deutsche Annalen Fol. 
60. 61) AI brecht genannt, wurde nach übereinstimmenden Be- 
richten der Quellen im Jahre 131)2 gewählt und dankte, wie einige 
glauben, 1402 wegen hohen Alten freiwillig ab, oder wurde, was 
jedoch nicht nachweisbar ist, in diesem Jahre abgesetzt. Der Ver- 
fasser der Chronograph i sehen Verse hat jedenfalls Unrecht, wenn 
erden Abt Albert im Jahr« 1399 sterben lasst, da derselbe in einein 
Diplom vom 21. Jänner 1402 noch ausdrücklich als Abt von Zwettl 
angeführt erscheint (Linck II. 13). 

23. Heinrich II ihm Ailcntsteiy (1402-1404) erscheint urkund- 
lich in einem vom 1. November 1402 datirten Kaufbrief und in 
einer die Pfarre Windigstnig betreffenden Urkunde vom 16. Sep- 
tember 1403. Er legte die äbtliche Würde, ob freiwillig oder ge- 
zwungen ist nicht bestimmt, entweder noch im Jahre 1408 oder 
anfangs 1404 nieder, da im letztgenannten Jahre von ihm nirgends 
mehr eine Erwähnung geschieht. Nach einer Aufzeichnung im 
Cod. 84 (Fol. 56vo( starb er am 80. Mai eines unbestimmten Jahres. 
Wie Linck (II. 20), Gsenger|II. 37) und Hasslinger (272) berichten, 
soll nach der Resignation (oder Absetzung) Heinrichs 11 die Abtei 
durch 6 oder 7 Monate vacant geblieben und erst am 26. Mai 1406 
der als Pi'arrverweser zu Windigsteig exponirte Stiftspriester 

24. Ulrich IOfferll 1404- 1408(gewählt worden sein. Sie stützen 
rieh dabei auf eine im Cod. 84 (Fol. 5) enthaltene Notiz des In- 
haltes, Abt Ulrich sei 3 Jahre und 1 3 Wochen Abt gewesen und 
am Octavtage des hl. Bernhard 1108 gestorben. Doch abgesehen 
davon, dass diese Aufzeichnungen nicht immer ganz verlässlieh 
sind, finden sich im hiesigen Archiv (L. 19, V. i und 8) 2 Bullen 



152 

des Papstes Innooenz VII, Dat. Borne apud sanctum petrum XVI. 
Kai. Decembris Pontif. nostri anno primo — also, da dieser Papst 
im Oktober 1404 gewählt wurde, vom 16. November 1404, in 
welchen ausdrücklich der Abt Ulrich genannt wird. An der Echt- 
heit der Bullen ist nicht zu zweifeln und nur zu wundern, dass 
sie dem sonst im Aufspüren und Auffinden von Quellen überaus 
fleissigen und glücklichen Linck entgehen konnten. Hätte er sie 
gekannt, so hätte er die Bulle desselben Papstes, Dat. Viterbii IL 
Non. Septembris Pontif. anno primo, d. i. 1405, nicht angeführt. 
Wir glauben also nicht zu irren, wenn wir entgegen den bis- 
herigen Geschichtsschreibern Zwettl's die Wahl Ulrich I nicht in 
das J. 1405, sondern in das J. 1404 setzen und die Vermuthung 
aufstellen, dass bei der oben citirten Aufzeichnung im Cod. 84 ein 
Schreibfehler unterlaufen sei und es anstatt tres „quatuor" heissen 
soll, so dass die Wahl Ulrich's auf den 26. Mai 1404, der Tod des- 
selben auf den 27. August 1408 anzusetzen wäre. Dass letzteres 
Datum richtig, erhellt auch aus einer Aufzeichnung desselben 
Ood. 84 (Fol. 85). 

25. Nicolai» III Gretzel (1408-1410), geboren in der Stadt 
Zwettl, wurde 1408 „vinb Weihnachten", „circa Nativitatis Do- 
mini", gewählt. In Folge wiederholter Plünderungen, räuberischer 
Ueberf&lle und anderer Calamitäten war das Stift finanziell so 
herabgekommen, die Noth eine so grosso, dass Nicolaus allen Muth 
verlor, und nachdem er nur 1 Jahr und 9 Wochen Abt gewesen, 
im März des Jahres 1410 freiwillig abdankte. Er starb am 25. Sep- 
tember eines unbestimmten Jahres. Da nach seiner Resignation 
keiner der Zwettler Mönche den Muth, vielleicht auch nicht die 
Fälligkeiten hatte, die Leitung des tief verschuldeten Stiftes zu 
übernehmen, wurde dieselbe vom Abt des Mutterklosters Heiligen- 
kreuz dem Professen des Stiftes Neuberg 

26. Friedrich (1110-1424) im Juli des J. 1410 übertragen. Ur- 
kundlich erscheint er zuerst am H. August dieses Jahres. Dass 
Friedrich als Abt und zwar am 7. Oktober 1 124 gestorben sei, 
bezeugen Cod. «4 (Fol. 98vo), Linck (II. 86), Gsenger (IL 44) und 
alle neueren Kataloge. Nach einem Intervalle von einigen Monaten 
wurde anfangs 1425 gewählt 

27. Thomas Paynger (1425-1427), der das Unglück erleben 
inusste, sein Stift von den Husiten geplündert und (1. Jänner 1427) 
verbrannt zu sehen. Er starb im Stittshofe zu Wien, wohin er sich 
geflüchtet hatte, am 2. Dezember 1427 in Folge der grossen 



158 

XUmmernisse. Sein Leichnam wurde nach Ileiligenkreuz über- 
lührt und in Her Stiftskirche begraben (Linck II. 97, wo auch Hie 
älteren Quellen angegeben sind). Das Stift WW in Folge des Bran- 
des eine unbewohnbare Euine, die Brüder des zerstreuten Oonvents 
lebten in "Wien, in Krems bei den Dominikanern, in der Stadt 
Zwettl und anderwärts; daher dauerte es längere Zeit, bis zur Neu- 
wahl einea Abtea geschritten werden konnte. Im J. 1428, wahr- 
scheinlich im Dominikanerkloster zu Krems, wo sich die Mehr- 
zahl zu diesem Zwecke zusammenfand, wurde 

28. Michael II ( 1428- 1429) gewählt, der in einer Kaulsurkunde 
vom 24. Mai 1429 erscheint. Er starb bereits am 17. Juni 1429 bei 
den Dominikanern in Krems, wo er auch begraben wurde. (Die 
Quellen bei Linck II. 102J. 

29. Johann I HU Leyt (1429-1484) wurde von den immernoch 
zerstreuten Brüdern entweder in Wien oder in Krems (die Quellen 
Bind darüber nicht einig) im J. 1429 gewühlt und 5 Jahre später 
wegen eigeiuniiebtig-T, die [nteressen des Stiftes schädigender 
Verleihung der Plärre Zistersdorf abgesetzt. (Linck II. 102 ; Gsen- 
ger II. 45; Hassünger 2B0 u. A.). Ihm folgte 

30. Johann II Rastenfelder |U:ii- 1447), wahrscheinlich nach 
seinem Geburtsorte Eaatenfeld so genannt, wie sein Vorgänger 
von „ Langen lois". Monat und Tag der Wahl lassen sich nicht 
eruiren. Da er wegen IiüImii Alters seinen Pflichten nachzukommen 
nicht mehr im Stande war, bestellt« er im J. 1447 seinen Prior 
Johann von Eger zu Beinen < 'oadjutor in temporaübus und starb 
am 28. November desselben Jahres (Linck II. 168; derselbe: 
Deutsche Annalen S. 75; Gsenger II. 48; Hasslinger 282 u. A.). 
Anfangs Dezember 1447 wurde der genannte Prior und Teuiporal- 
Administrator 

31. Johann III ans Eger (1447-1451) zum Abt gewählt, der 
bereits in einer Urkunde vom b. Dezember des J. 1447 als Abt 
genannt wird (Linck II. 164). Uober seine Resignation und die 
Wald eines Nachfolgers gibt uns eine im Cod. 84 Fol. 8vo ent- 
haltene, wohl ziemlich gleichzeitige Aufzeichnung verlässlichen 
AufschlusM. Wir lesen dort : r Anncj Dra.KV300O*qmnqaagSBiBM) 
primo fuit i'est.um scti gcorgi in vigilia pasce, hoc est octavo kalen- 
das maii et in eadem scptimana Quarta ler ia ante i es tum preno- 
tatum ventsrimt tres reverendi viri, videlicei Henimnus de runa 
abbas, et gerhardus, abbas de victoria, et abbas de sancta trinitate 
nove civitatis ob causam visitandi et reformandi monasterium 



154 

Zwetl et etiam alia monasteria ordinis nostri, qui deposuerunt ab- 
batem voluntarie cedentem et in loco eius substituerunt ex comani 
et maiore electione et consensu fratrum conventualium fratrem 
vnum nomine georgium de amberga". Das „deposuerunt voluntarie 
cedentem a übersetzt Hasslinger (285) mit: „Johann wurde abge- 
setzt, was er sich gerne gefallen Hess", und gibt als Grund dieser 
Absetzung an : „weil er die Klostergüter verkaufte" ; der wahre 
Sinn aber ist, dass die Visitatoren die freiwillige Resignation nioht 
zuliessen, sondern den Abt nach Verdienst und Recht absetzten, 
G-senger (II. 53) gibt nach älteren Quellen die für den Abgesetzten 
günstigen Bedingungen an, unter denen er fortan im Kloster leben 
konnte. Es ist also zweifellos, dass 

82. Georg Johann aus Amberg (1451—1458) Ende Aprils des 
J. 1451 als Abt die Leitung des Stiftes übernahm. Er selbst nennt 
sich : „Bacalaurius in decretis, Regis Romanorum Fridrici capel- 
lanus, professus Zwethalensis u und war durch Bulle Nicolaus V 
„vicarius perpetuus u in Zistersdorf (Linck II. 175 ff.; desselb.: 
Deutsche Annalen 75 ; Gsenger II. 48 und 58 u. A.). Abt Georg 
starb nach den übereinstimmenden Berichten der Quellen am 
1. September 1458. 

33. Johann IV Waltpekh (1458-1474), geboren zu Ottensheim 
in Oberösterreich, frülier Cellerarius und Prior, wurde noch im 
September 1458 gewählt; dass die Wahl bereits am 1. September, 
dem Sterbetage des früheren Abtes, vorgenommen wurde, wie 
Gsenger (II. 56) berichtet, ist nicht unwahrscheinlich. Ueber Jahr 
und Tag seines Todes berichtet uns Fr. Georg, sein Kapellan und 
Kellermeister: „obiit Dominus Pater noster Johannes Waltpekh 
de Ottensheim in vigilia Annuntiationis Mariae Anno 1474, nocte 
hora quasi nona, etoptime viginti anniscum diiuidiorexit* (Linck, 
IL 242 ; derselbe : Deutsch. Annalen Ü13 ; (j senger, 11.59, Hasslinger 
292 ; Cod. 84 Fol. 86). Weniger genau sind wir unterrichtet über 
Monat und Tag der Wald seines Nachfolgers 

34. Wolfgang IJoachimi (1471-1490;. Dass sie noch im J. 1474 
vorgenommen wurde, bezeugen alle (Quellen und erhellt aus einer 
am 8. Sonntage im Advent dieses Jahres ausgestellten Quittung 
über eine Summe von 52 Pfund Pfennige aus den Händen des 
Abtes Wolfgang. Er starb im Alter von 80 Jahren im Zwettler- 
hofe zu Wien am 18. Oktober 1490. (Linck, IL 299; desselb.: 
Deutsche Annal. 112 ; Gsenger, II. 65; Hasslinger 299 ; Cod. 84, 
101 ; Cod. 880, Fol. 9). 



ISS 



35. CoIomamBauernfemd(l4;)0- 141)5), Beichtvater der Noimeu 
zu St. Bernhard und Hofmeister zu Rating, wurde am 10. Novem- 
ber 1490 gewählt (Cod. 830, Fol. 9 u. A.) und starb am 17. Oktober 
14y5, wie ausser anderen Quellen sein Prior und Nachfolger Wolf- 
gang berichtet : „■ . Colomanus abbas viam universae carnis ingres- 
sus est in profesto S. LueaeEvangelistae circa horam duodecimam 
v\ byoaterkia, germanice an derGelbsueht". Ihm iolgte durch die 
am 9. November 1496 vorgenommene 'Wald der bisherige Prior 

36. Wolfgang II Oertl (I4h»5-l50a) aus Gerotten (b. i Sun 
Zwettl) iu der äbtlichen Würde. Genaue Belegs für den oben an- 
gegebenen Tag der Wahl finden sieh bei Linck (11. 31h). Erstarb 
im Zwettlhofe zu Wien am 20. Februar 150» (<Jod. 84, Fol. 2ö; 
Linck II. 345). Bei der am 18. Juni 150» vorgenommenen Wahl 
wurde der Beichtvater zu St. Bernhard und Hofmeister zu Rafing 

37. Michael III (150H| gewählt., der vordem auch Prior in Stifte 
gewesen war und auf den man grosse Hoffnungen setzte ; er starb 
aber bereits am 2. August desselben Jahres und wird daher in 
einigen Abts k ata. logen nicht angeführt, (Belege für die angege- 
benen Daten finden sieh hei Linck, Q. M5j dSSSeXb.: Deutsche 
Annalen 122; Gsenger, 11. T6; HassUnger 909). Am 11. Angnsl 
1508 fand unter dem Vorsitze der Aebte Michael von lleüigen- 
kreuz und Wilhelm von Baimigartenberg die Neuwahl statt und 
fiel auf 

38. Aegidiu* (1608—1512), d"n Piarrverwescr zu Zistersdurf, 
welcher bald darauf vom Weihbisehof Bernhard von Passau in 
Gegenwart des Abtes von Hohenfurt benedicirt und intülirt 
wurde. Er starb am 1. Februar 1512 und schon am 9. d. M. wurde 
in Beisein der Aebte Michael von Heiligeukreuz und Johannes 
von Säusenstein gewählt 

39. Erasmus aus der altadeligen Familie der Leisser (151-2 
bis 1545); geboren im J. 1485, Profess am 96. Februar 1503, 
Baccalaureus der Theologie. Im J. 1520 wurde er Generalvicar 
und Visitator für Oesterreich, Steiermark, Kärnten und Krain. 
Er starb am 1. Mai 1545, wie nebst anderen Quellen Linck in 
seinen Deutschen Annalen (155) mit folgenden Worten berichtet: 
„Als nun Abbt Leyser in diesen vnfridliehen Zeiten viel auss- 
gestanden, auch das alter zunähme, hat er den 1. Maij anno 1545 
seinen Geist aulgeben. Ist also dem Gloster in der Abbtey drey 
vnd dreysig Jahr vorgestanden : Zwey vnd viertzig Jahr des Ci- 
stereienscr- Ordens Profess gewesen vnd seines alters auf G0 Jahr 



156 



kommen" etc. Nach Leieser's Ableben wurde unter Leitung • 
Abtes Simon von Heiligenkreuz gewählt 

40. Jacob Grünwald (Grienwald, 1545-1580), der bereits i 
J. 1*06 die Profesa abgelegt hatte. Da.ua Jacob im August bereits 
Abt war, ergibt sich aus einem an ihn als Abt von Zwettl gerich- 
teten Schreiben vom 14.Augustl545. Er starb ana 9. Februar 1660. 
Unter Vorsitz des Ordensvisitators, Abtes Ulrich von Heiligen- 
kreuz, wurde der Prior 

41. Joseph Scheichenpflug ( i 560- 1561 ) gewählt. Dass die Wahl 
sofort nach des Abtes Jacob Tod vorgenommen worden war, er- 
gibt sich aus einem Schreiben des genannten Abtes Ulrich an der 
Neugewählt e», gegeben zu Trumau am 29. Februar 1560, in wel- 
chem er berichtet, er habe wegen Bestätigung der Wahl sein Bitt- 
gesuch an den Kaiser gerichtet, aber noch keine Erledigung er- 
halten ; in einem zweiten Schreiben de dato Trumau 18. April 1560 
bestimmt er den 25. April d. .1. als Installatinnstag. Abt Josspfe 
starb im J. 1561 zwiaohen dem 14. März, an dem er in einem 
Schreiben noch erscheint, und dorn 10. April, an welchem Murin: 
als Abt von Zwettl zeichnet. 

42- Martin I Steinejaden (1561- 1566), geboren zu Wangen in 
Schwaben, war Profess von Heiligenkreuz und wurde von den 
wenigen vorhandenen Wäldern postuUrt oder, was wahrschein- 
licher ist, denselben aufgedrängt und im Monate Mai installirt, 
Dass er Ende Mai 1566 noch Abt in Zwettl war, erhellt aus einem 
Schreiben des Abtes von Altenburg vom 81. Mai d. J. au ihn. 
Spätere Daten finden sich nicht und es bleibt unentschieden, ob 
er noch im J. 1566 oder erst anfangs 1567 abgesetzt wurde, oder- 
wie einige meinen — freiwillig abdankte, da er ein Weib genom- 
men und nicht lerner Abt sein konnte. Er wirkte dann, ohne (wie 
es scheint) vom Glauben abgefallen xu sein, als Pfarrer m tlli-hl 
und Stein, soll aber später wieder m sein Professhaus zurück- 
gekehrt und daselbst gestorben sein. Die Zwettler postulirten 
nach siMiiem unrühmlichen Abgange wieder einen Professen von 
Heil igen kreuz und zwar den Prior 

43. Laurenz Hengenmüller (1567-1577), geboren im J. 1 535 zu 
Salem (Salmanns weil er) in Baden. Sein Wahl- und Installations- 
tag ist nirgends verzeichnet; gewiss aber war er am 8. Juni 1567 
bereite Abt, daeiiiDoctorMedieinaeLeonrod ihm an diesem Tage 
Arzeneien verschreibt. Erstarb, erst 42 Juhre alt, aml7. Novem- 
ber 1577. Die Abtei blieb darauf durch mehr als 2 Jahre unbesetzt, 



157 



während welcher Zeit P. Marcus Sagar wiederholt als Prior und 
Stiftsadministrator erwähnt wird. 

44. Johann V Ruoff (1580-1585) war ein Benedietiuer von 
Melk, durch Diplom des Kaisera Rudolf II dem Stifte Zwettl auf- 
gedrängt. P. Johann Zehetner, ein Zeitgenosse und später Prior 
von Zwettl, berichtet darüber: ^Anno salutis humanae 1680 in 
solemni festo Assumptionis B. V. Marine Matris Dei facta est 
praeter ordinem quidem constitutio novi abbatis in hoc raona- 
sterio Zwetl Ord. Cist. sed quasi lmcessitate tiebat, ex mandato Ini- 
peratoriß Rudolphi II. et dispositione Consiliariorum eeclesiasti- 
coruni, per quos adduetus est Rev. Dom. Joannes Ruoff, qui erat 
ex online S. Benedicti, et ex Monasterio Melk pmiessus". (Linck, 
II. 483 nach dem im Stiftsarchiv aufbewahrten Original). Die In- 
flation durch den Weihbischof von Passau H^ctor Wegman fand 
statt am 2. Februar 1681, Im J, 1686 wurde Johann Ruoff auf 
Betreiben Melchior Khlesl's auf die Abtei Heiligenkreuz beor- 
dert und am 26. Dezember d,J. dasei bst insttillirt, dem Stifte Zwettl 
aber gegen alles Herkommen und trotz des energischen Wider- 
standes des Kapitels, an dessen Spitze der obengenannte Prior 
Johann Zehetner stand, welcher selbst über Hie ganze Sache ein- 
gehend berichtet, em Mann als Abt octroirt, der nicht einmal ein 
Ordensmann, sondern Waltpriest« war, nämlich der damalige 
Propst und Decliant in der Stadt Z« < lil ; 

45. Ulrich II Hackl(l6H(i-l(J0T). Er war geboren am 1. Novem- 
ber 1551 zu "Wien von protestantischen Kitern, convertirte 1575, 
wurde am S3> Dezember 1677 zum Priester geweiht) primizirte am 
8. Jänner 157«, erhielt ein Oanonicat bei St. Stephan, war Pfarrer 
am Bürgerspital in Wien, wurde am -21). September 1581 als Propst 
von Zwettl installirt und nach Beförderung des Johann Ruoff auf 
die Abtei Heiligenkreuz Alu von Zwettl. Bei all' diesen Beför- 
derungen spielte sein Landsmann, Freund und Gönner Melchior 
Khlesl eine Hauptrolle. Ulrich nennt sich bereits in einer Ur- 
kunde vom 4. Februar 1585 „electus abbas in Zwettl" (!), wurde 
aber erst, nachdem alles Protestiren seitens der Wahler fruchtlos 
geblieben, am 24. April 1586 installirt. Nach vollendetem Noviziat 
legte er am 31. Februar die Profese in die Hände seines Vorgän- 
gers und nunmehrigen Abtes von Heiligenkreuz ab und wurde 
am gleichen Tage infulirt. Ulrich H starb nach einer überaus 
rühmlichen und für Zwettl segensreichen Regierung zu Wien am 
-25. November 1607 und wurde in der Stiftskirche begraben. 



158 

woselbst sein Grabstein und ein Monument heute -noch an den 
grossen Abt erinnern. 

Nach Hackl's Ableben bekam Zwettl endlich wieder «inen 
eigenen Protessen als Vorsteher in der Person des 

46. Johann VI Neuner (1608-1611). Dieser hatte im J. 1589 
Profess gemacht, wurde Subprior, später Prior und im J. 1598 als 
Abt nach Säusenstein postulirt. Am 1. Mai 1608 durch Wahl an 
die Spitze seines Professhauses berufen starb er am 10. Novem- 
ber 1G11 in Wien und wurde in der Zwettler Stiftskirche begra- 
ben. Sein Nachfolger war ein Profess des Stiftes Heiligenkreuz: 

47. Johann VII Seyfried (1612-1625). Geboren im J. 1577 zu 
Breslau erhielt er daselbst ein Canonicat, studierte in Rom und 
wurde Doctor der Theologie und beider Rechte. Er trat mit 
anderen gleichgesinnten deutschen Jünglingen zu Citeaux in 
den Orden, vollendete das hier begonnene Noviziat in Heiligen- 
kreuz, wo er nach Resignation seines Canonicats die Profess ab- 
legte. Am 12. April 1612 ward er als Abt nach Zwettl postulirt. 
Seine Installation fand sicher im Sommer des Jahres 1612 statt, 
da der Ordensgeneral Nicolaus Boucherat in einem Schreiben 
vom 21. November 1612 dem neuen Abt eine kleine Rüge dafür 
ertheilt, dass er den Gebrauch, vor der Installation und Infulation 
die Bestätigung des Ordensgenerals einzuholen, nicht eingehalten 
habe. Johann Seyfried starb am 8. September 1625. 

48. Martin II Günter ( (i'mtrr, 1625-1 um). Geboren zu Müglitz 
in Mähren legte er im .1. 1<;1 7 die Gelübde in Zwettl ab und wurde 
am s. November HI25 zum Abt erwählt, als solcher confirmirt und 
insrallirt am 7. Juni 1626. Kr starb am 2:-J. April 1689. Am 29. Mai 
desselben .Jahres fand unter dem Vorsitz des Abtes Michael von 
Heiligenkreuz und im Beisein des Abtes Petrus von Eussersthal, 
des Propstes Andreas Titel von Zwettl und zweier kaiserlicher 
Coinmissäre, welche alle den Wählern einen Protessen des Stiftes 
Salem, P. Bernard Freiherrn von Sehrattenbach, als Abt in Vor- 
schlag brachten, die Wahl statt; aber der Convent einigte sich 
mit Umgehung des vorgeschlagenen Fremden auf einen Mitbru- 
der, den Pfarrverweser in Zistersdorf, 

49. Georg II Nivard Koweindl (n>3i»-l6 15). geboren zu Mautern 
in Niederösterreioh, Profess seit 1617. Nachdem er die kaiserliche 
Bestätigung erhalten, wurde er am 1!>. Juni 1639 feierlich instal- 
lirt und infulirt. Er starb am 17. Mai 1645 im Zwettlhofe zu Wien; 
sein Leichnam wurde, da Zwettl von den Schweden besetzt und der 



159 






Convent zerstreut war, nach Heiligen!; reuz überführt und in der 
dortigen Stiftskirehe BOT Linken des Hochaltares beigesetzt. Nach 
Koweindl's Ableben wurde die Administration dem P. Ferdinand 
Metier übertragen, dem der Prior P. Cliristophorus in spiritualibus, 
der Hol'richter Tobias Zeiler in temporal ibus beigegeben wurden. 
Als Metter am 4. Oktober 164 5 zu Wien an der Pest starb, folgte ihm 
als Administrator P. Bernhard Michael Reich : doch auch dieser 
wurde am 26. Oktober in Wien von der Pest dahingerafft und am 
28. Oktober der Kämmerer P.Malachias Linck mit der Administra- 
tion betraut, auf welchen am 28. September 1646 die Wahl fiel. 

50. Johann Bernard Linck ( 164';- 1671). Seinen Klosteniamen 
Malu-kias legte er nach der Wald ab und nahm wieder seinen 
Tautnamen Johann lierwird an. Linck war ein Neffe des Abtes 
Johannes Seyfried, geboren zu Breslau am 13. August 1606, Pro- 
fess um I.November 1681, Subprior, Kümmerer und Stiftsadmini- 
strator. Am S.Oktober 1646 wurde er installirt und infulirt. Er ist 
der Verfasser der oft citirten „Annales Claravallenses 11 und starb 
am 19. November 1671. Wenn es auf seinem Grabstein in der 
Stiftskirche heisst: .,viginti sexannorum abbas", und anderwärts 
(z. B. von Gsenger) angegeben wird, Linck habe 26 Jahre und 
22 Tage regiert, so wird auch die Zeit seiner Administration ein- 
gerechnet. Bei der am 12. Jänner 1672 vorgenommenen Wahl ging 
aus der Urne hervor der Pfarrverweser von Schweiggers 

51. Caspar Bernard (1672-1695), geboren zu Wien am 9. Fe- 
bruar 1635, Profess 24. Jim! 1651, Priester 1662, installirt und in- 
fulirt am 7. Februar 1672. Caspar starb nach sehr verdienstvollem 
Wirken am 5. Mai 1695. Ihm folgte 

52. Robert Schöller (1695-1706), geboren am 9. März 1656 zu 
St. Veit inKärnthen, Profess 9. September 1685, Priester 16*7, als 
Pfarrverweser in Gross -Schönau am 10. Juni 1695 zum Abt er- 
wählt und am 12. Juni d. J. benedicirt. Er starb am 29. September 
1706 zu Wien und wurde in derStiftskirche zu Zwettl beigesetzt. 
Am 28. Oktober 1706 fand die Neuwahl statt und fiel auf den da- 
maligen Subprior 

53. Melchior von Zaunaggl 1706- 17 47 (.geboren zu Stadt Zwettl 
am 4. Jänner 1667, Magister der Philosophie, Profess am 17. De- 
zember 1690, Priester 1695, als Abt infulirt am 1. November 1706. 
Der Tod Melchtor's, eines der grössten und verdientesten Aebte 
ZwettTs, erfolgte am 28. April 1747. 



160 

54. Rainer I Kollmann (1747-1776) war geboren am 5. Okto- 
ber 1699 zu Gross-Inzersdorf in Nieder - Oesterreich, Profees am 
17. April 1718, Priester 1725, dann Subprior, Professor der Philo- 
sophie und Theologie im Stifte, Prior und wurde am 29. Juni 1747 
zum Abt gewählt, am 2. Juli d. J. benedioirt und starb am 9. Fe- 
bruar 1776. 

65. Rainer II Sigl (1776-1786), geboren am 16. Mai 1729 zu 
Iglau in Mähren, Profess 6. April 1749, Priester 1755, Küchen- 
meister, Kämmerer und als solcher bei der am 24. April 1776 vor- 
genommenen Wahl mit der äbtlichen Würde bekleidet. Die Be- 
nediction fand am 28. April statt. Nach einer zehnjährigen tadel- 
losen Regierung musste er den Intriguen einiger Confratres und 
dem damals herrschenden Zeitgeiste weichen. Er wurde im J. 1786 
unter Belassung des Titels „Abt von Zwettl u pensionirt und ver- 
lebte seine Tage in Wien, wo er auch, nachdem er im J. 1804 cor 
Ermöglichung einer Neuwahl freiwillig resignirt hatte, am 16. Mai 
1808 gestorben ist. 

In den Jahren 1786—1804 stand dem Stifte der Commendatar- 
Abt Ignaz JFewsAop/,Exchorherr des aufgehobenen Stiftes St. Polten 
und gewesener Pfarrer von Grafendorf, als Temporal- und der 
Prior P. Alois Pruckner als gewählter Spiritual- Administrator vor. 
Beide wirkten einträchtig zum Besten des Stiftes zusammen. Im 
J. 1804 erhielt der Convent die Erlaubniss, sich wieder durch freie 
Wahl einen Abt zu geben. Nach Vollzug derselben zog sich der 
Commendatar-Abt unter Verzicht auf jede Pension von Seite des 
Stiftes nach Wien zurück, wo er im Jahre 1808 starb. Die Kapi- 
tularen wählten am 17. Oktober 1804 den bisherigen Spiritual- 
Administrator 

56. Alois Pruckner (1804 -1808) einstimmig zum Abt. Er war 
am f>. Februar 1747 zu Mitterreuth (in der Nähe des Stiftes) ge- 
boren, t). November 176G Profess und seit 1771 Priester. Er starb 
am 6. März 1808, und der Fall, dass in einem Jahre 8 Aebte eines 
und desselben Stilles wie hier Rainer II, Alois und der Conmen- 
datar — starben, mag wohl einzig dastehen. 

57. Berthold Gamerith (1808-1828), geboren am 12. Dezem- 
ber 1 758 zu Altenburg in Nieder-Oest erreich, Profess 1 5. Dezember 
1782, Priester 1781), wurde als Pfarrverweser von St. Wolfgang 
am 5. Oktober 1808 gewählt und am 1 3. Oktober d. J. zu St. Polten 
benedicirt. Im Juli 1828 wegen schlechter Wirthschafb abgesetzt 
lebte er bis zum J. 1833 im Stifte Lilienfeld, dann mit Erlaubniss 



161 



der Regierung den mi Ideren Klimas wegen in Zisteradorf und starb 
am 28. August 1834. 

In den Jahren 18-28— 1834 war der Prior und Rural-Dechant 
P. Joseph Schmid Administrator des Stiftes, als der er sich ausser- 
ordentliche Verdienste erwarb. 

Die am 4. Juni 1834 vorgenommene Wahl eines neuen Abtes 
fiel auf den Pfarrverweser von Gross-Inzersdorf : 

58. Julius Hörweg (1B34-I847), geboren am 8. Juni 1784 zu 
Wien, eingekleidet 9. Oktober 1805, Profess 4. April 1809 und im 
gleichen Jahre Priester. Die Benediotion fand am Tage nach der 
Wahl statt. Abt Julius starb hochverdient am 23. April 1847. 

59.AugastinSteininger(l847-l875),geborenam 15. März 1794 
zu Merzenstein in Niederösterreieh, am 11. September 1813 ein- 
gekleidet, am 18. September 1816 Profuss und 1818 Priester, war 
Professor der Theologie in Heiligenkreuz, Subprior und Novizen- 
meister, Pfarrer in Etzen und wurde als Waldmeister am 1. Sep- 
tember 1847 zum Abt gewählt. Er wurde durch Verleihung des 
Ordens der eisernen Krone III. Classe (1860) und des Comthur- 
lir-ii/cs des Franz-Josephs-Ordens (1868) ausgezeichnet. In den 
J. 1861 und 1860 Generalvicar der österr.-ungar. Cistercienser- 
Ordens-Provinz starb Abt Augnstin am 22. August 1875. 

60. Anselm Brawenz ( 1876- 1878), geboren am 15. Jänner 1808 
zu Iglau in Mähren, eingekleidet am 19. Oktober 1827, Profess 
•28. August 1831, Priester 18S2, Cooperator in Schweiggers, 1893 
Gymnasial-Professor in Wr. -Neustadt, 18 53 Pfarrverweser in Ober- 
Stralbach, 1867 in Zisteradorf, 1871 zugleich Dechant des Wiliers- 
d orfer. Ileeanates und Oonsietorial-Rath. Am 10. Mai 1876 zum Abt 
gewählt und am 11. d. M. benedicirt starb Anselm am 21. Jänner 
1878. Der gegenwärtige Abt 

61. Stephan Rössler, gewählt am 15. Mai uud benedicirt am 
6. Juni 1878, wurde am 16.November 1842 zu Ganz (N.-Oest.) ge- 
boren, am 20. August 1861 eingekleidet, am 8. September 1865 
Profess, am 25. Juli 1866 Priester. Er war 1866-1870 Aushilfs- 
priester in Kautzen und Zuggers, 1871 Pfarrprovisor in Sieben- 
linden, vom Oktober 1871-1875 Cooperator an der Stiftspfarre, 
1875-1878 Stiftsökonom und Baudirector. Im J. 1890 wurde er 
mit dem Comthurkreua des k. k. Franz- Josephs -Ordens ausge- 
zeichnet. 



162 



C. 



Codexschreiber, Gelehrte, Schriftsteller, Künstler 

und Kunsthandwerker, 

Vorliegende Arbeit macht durchaus keinen Anspruch auf Voll- 
ständigkeit. Schon im Vorwort zum Handschriften- Verzeichniss 
des Stiftes Zwettl (Kenia Bernardina H, I. Bd.) habe ich auf den 
Umstand hingewiesen, dass unsere Vorfahren den von ihnen ver- 
fassten oder geschriebenen Werken ihre Namen nicht beizusetzen 
pflegten, und dass dieselben, wo es dennoch ausnahmsweise ge- 
schah, öfters nachträglich ausgetilgt wurden. Diese im Ordens- 
brauch wurzelnde Erscheinung trafen wir bis in die neuere Zeit, 
so dass es bei vielen der älteren, oft werthvollen Manuscripte 
unserer Bibliothek und unseres Archivs entweder gar nicht mög- 
lich war den Verfasser zu eruiren, oder derselbe nur durch genaue 
Vergleichung der Handschrift mit anderen Schriften, deren Schrei- 
ber bekannt war, oder aus dem Inhalte des Manuscriptes gefunden 
werden musste. Die Anonymi der neueren Zeit wurden in dieses 
Verzeichniss nicht aufgenommen, weil es immerhin hätte gesche- 
hen können, dass ein durch Schenkung, Vermächtniss, Kauf oder 
auf andere Weise in den Stiftsbesitz gelangtes Werk eines Fremden 
als Arbeit eines Zwettler Mönches ausgegeben worden wäre. Ist 
nun auch dieses Verzeichnis kein vollständiges, so glaube ich doch 
den Beweis erbracht zu haben, dass die (Jistercienser von Zwettl 
durch alle Jahrhunderte die Wissenschaften und Künste geliebt 
und gepflegt haben. Dass diese Liebe auch in unserer Zeit nicht 
erstorben ist, beweist wohl am besten der Umstand, dass unter 
den gegenwärtig lebenden 40 Professen unseres Hauses 18 in 
dieses Verzeiclmiss aufgenommen werden konnten. 



I. Anonymi, 

l. Anonymi Zwetlensis ffistoria Itomanorum Pontificum a Petro 
ad Coelestinum III, i. e. ad anntun Domini MCXCI, im Cod. 255 (ver- 
öfl', von P. Bernhard Pez in: Thes. Anecdot. noviss. Aug. Vind. et Graecu, 
sumpt. Philipp! Martini et .Io. Veith tratrum, 1721-1730. Fol. Tom. I. pars III. 



2. Anonymi Chronica» Zweitem vetustum ab 1075-1179 im Cod. 
84 (veräff. v. Pez: Soriptt. rerum austriac I. 518). 

3. Anonymi Ltttehiisrhr /•''■inn-finmiic Über die Clnmirini/er aus dem 
12. Jahrb.. im Cod. 8 {verüff. von P. Johannes von Fräst in Hormayr's Taschen- 
buch, XXXI. 1842. S. 4-26 ; derselbe über einen Theil dieser Chronik im Archiv 
I'iirosterr, Geschichte-Quellen, Wien 1849. 11.385—366; darselbeüber die Reim- 
chronik von Zwettl in Hormayr's Archiv IX. Nr. 64-78, S. 250-290). 

4. Anonymi Dcmripiiu urtijim's et strtnatis fundatoris monasterü 
Zmtlmtm im Cod. 35 (verön". v. Pertz : Archiv iVir alt. deutsohe Gesohiohta- 
künde, Hannover 1848. VIII, 725; Haenel : Monuroenta bistorica S. 445; Pez: 
SS. rer. aust. I, 528). 

5. Anonymi Necrolot/ium Zivetlense ab anno 1814—1450 im Cod. 5. 

6. Anonymi N'^rotonittm Zwellense ab anno 1849—1467 mit ge- 
schichtlichen Notizen im Cod. 255. (Pez SS. I. 542 unter dem Titel: Addita- 
meuta ad chroniuon Zwetlense). 

7. Anonymi Bericht, wie dir Stadt Zu-ettl vom Stifte kam (saec. XIV. 
Cod. 13). 

8. Anonymi Fragroentunj historiae monasterü Zwetl. eaec. XIV. 
im Cod. 102 (Pez: SS. 1.519), 

9. Anonymi Ckromcon twentfw saec. XTV, im Cod. 315. (Pez: SS. 
I. 524). 

10. Anonymi Zwetlensis Chronicon im Cod. 255. (Pez, SS. 1. 978). 
li. Anonymi Zwetlensis „Chronicon Zivetlense" im Cod. 536 der 

k. k. Hofbibliothek in Wien, Pap. Fol., beginnt mit 973 und geht bia 1362. 



II. Kenannle Codpxsclirpiher, (Mehrte pjc, etc. 

12. Abt Rudiger (1174-1191). EpistotaR nbbatis de Zwetel ad 8. Hitde- 
gardem (sp. Martine, Coli. II. 1024; Migne, Patrol. Lat. vol. 197. p. 290). 

13. Ebro (s. Aebte N. 13). 

liier redituum Monasterü Zicttfriitts. Pg. MS. 4". 20 Foll,, von denen Fol. 1 
bis 16 von Ebro's Hand ans dem ,1. 1280 im Archive des Stiftes {L. 26, 6). 

Abt Ebro galt auch bis in die neueste Zeit unbestritten als der Verfasser 
des für das Stift und dessen Besitzungen hochwichtigen Stiftungen buch es 
(vulgo. die Biirenhnut): .J.iber fundationum monnKterii Xwettensis" , wenigstens 
des alteTen und grösseren TWili-s desselben: »Hein nach den von Dr. Mich. 
Tangl, Archiv beamtet: im k.u k. Ministerium des Innern, im Archiv t'ur öBterr. 

11* 



1G4 

Gesch. LXXVT. 2. Hälfte S. 261-348, Wien 1890, veröffentlichten „. «««Wen 
das Stiflungibuch '!c< hh>-l<f ZtrettV wird es wahrscheinlich, daaa dieaea W« 
formell weder von noch unter Ebro, sondern erat unter dessen Nachtol 
Otto 1 (1304—1325) und Gregor (1325-1331) entstunden sei. Unzweifelhaft 
Ebro durch den oben erwähnten Liber rcdituum und die Sammlung rler Uri 
den den Grund zur „Bärenhaut" gelegt und wir möchten daher vor Absch] 
der diesbezüglichen Untersuchungen »einen von dem Nimbus einer fast 
hundertjährigen Tradition umwobenen Namen nicht gerne mit keinem 
tauschen ! 

(Der Liber fimdaHonum mowisterii Zioetl. ist verüffentlii-ht in du Foul 
Her. Austriac. Diplom. 111. Wien 1851 von dem Zwettler Stifts priester P. Ji 
haun von Fräst. Siehe diesen). 

14. Fr. Gottfried, aus Neuhaus in Böhmen, lebte unter Abt PL 
(1267-1273) und ist der Schreiber der Codd. 400 und 401, 

15. Fr. Chunrad, wahrscheinlich der in Urkunden vom 25. März und 
L September 1298 sowie vom 6. April 1305 ab Zeuge aufgeführte „Fr. Chun- 
radua, Cellerariua major", trat nach einer Aufzeichnung im Cod. Ii8 um Itt. So- 
vember 1286 ins Noviziat und iat der Schreiber der Codd, 18 und 68. 

16. Fr. Friedrich Plehlin schrieb im Auftrag des Abtei ÖttoU 

im Jahre 1346 das „JVouiim regütrum Burmrie Zwetlmm" (Pg. MS. 8*. 85 
die letzten 20 Bll. Pp. aind von anderer Hand ; Stiftsarchiv L. 26, 9; eine Ab- 
schrift davon, im Auftrag des Abtes Melchior im Jahre 1723 gemacht von 
P. Gilbert Köck, ehenda L. 26, 7). 

17. P. NiCOlaus, Subpriordes Stiftes Zwettl, wird genannt bei Linck U. 
135 i. J. 1438; er sciirieb den Cod. 219. 

18. P. Georg von Eichstaedt, Capellan des Abtes Johannes IV Wald- 
pekh (1454—1474). Von ihm wird in einem alten Veraeichnisa der s 
glieder gesagt : „Er hat vi'l MerkwUr'liijes rom Stifte <wf gezeichnet", 

19. P. Stephan Rastenfelder, unter Abt. Wolfgwigil {1495-1; 

schrieb den Cod. 336. 

20. Nicolaus de Laynsitz schrieb den Cod. «W (XY. JfcbrhAj ober 

Profesa des Stiftes Zwettl gewesen, iat nicht gewiss bekannt. 

21. P. Paulus nennt sich selbst in dem von ihm a, 1510 gach, 
Cod. 117 „predicator huiui almi cenobii 



.No- 

GrÜl 

B1L; 



22. P. Johannes Zeidlhaimer 

alten Verzeichnis-o ,,|jit;liter j ernannt 






Schreiber (und da er 
vielleicht auch der Verfkssi 




des MaricHlicdes und des Liedes vom heil. Hockt im Jahre 1519, enthalten i 
Cod. 185. 

'23. Fr. Jacob KÖnigswerth, Convers, geboren o. 1500 au Snah.1 
(Böhmen), ein berühmter Orgelbauer, der nicht bloss die bis zum Jahre 172S 
gebrauchte ansehnliche Orgel der Stiftskirehe baute, sondern auch u. a. die 
grosse Orgel der St. Stephanskirche in Wien 1545-1546 renovirte und bedeu- 
tend vergrösserte. Abt Linck sagt von ihm; „ein guetter Künstler ii 
machen vnd ein Ehr seines Professhauses vnd Klosters". (Siehe BSwlH^ 

24. P. Johann Zehetner, geboren um 1550 in MödiinK in Nie 
Oesterreieh, erhielt am 11. Juni 1574 in der Jesuiten kirche in Wien \ 



165 



Priesterweihe, wurde 16. Februar 1575 Canonkus in Pressburg, war durch 
einige Jahre Planer in Riuggers bei Zwettl und trat als solcher am 21. Mai 
15Ö1 als Noviz in Zwettl ein. Bereits am 15. August 1581 legte er die feier- 
lichen Gelübde ab und wurde uni 29. September des gleichen .lahres Prior, als 
welcher er sich um das Stift besondere Verdienste erwarb. Sein Todesjahr ist 
nirgends verzeichnet. 

Von ihm findet steh im Stiftsarchiv (L. 200, VI, 3.) ein in Linck's Annalen 
einige Male als Quelle titirtes Huch (4", 29 Uli.), das über die Getcltichte des 
Stiftes unter den Aeblen Johann Ituvj! und Ulrich llacit verläßliche und int er- 
essante Aufschlüsse bringt. Dem Lederdeckel ist die Jahreszahl 1595 einge- 
presst. P. Johann Zeheiner ist auch der Schreiber des Cod. 424 (Ordinarium 
Ciaterciense) der Stiftsbibliothek. 

2n. Dlrich Hackl (s. Äebte N. 45). 

Nebst vielen im Stiftsarchiv aufbewahrten, das vielseitige Wirken dieses 
grossen Abt^s betrertV'ndi.-n Aufzeichnungen, und Brieten findet sich von ihm 
in der Stiftsbibliothek ; „De coelibatu", 1 Bd. 4", geschrieben 1581. 

•_"i. P. Matthias Amon, trat als Profess von Wühering nach Zwettl 
über, wo er im Jahre 1597 sein votum stabilitatis ablegte und im gleichen 
Jahre zum Priestur geweiht wurde. Naben Daten über denselben finden sich 

In der Stiftsbibliothek Italien wir von ihm; 

l.Brevecompendium tarn de libm usiium, quam diflinit.itiiium 1 Bd. 4". 1604. 
2. Tabula de modo persolvendi divinum officium a festo S. Joannis Bapt. 
usqut; ad Cii cumcisioneni. I Bd. 4". ltit)4. 

-'7. Johannes VII Seifried fs. Aebte N. 47). 

Er vevfasste: 

1. „Codex Jiudt/Ißnus" (im Staatsarchiv stu Wien, Jus civ. 76, jetzt B851. 
Duvon eine Ab.selirift unt.i- dem Titel : Fnisti.lurum Rudolph! Primi Impera- 
torit Librl tres. Fol. 214 Seiten in der Stiftsbibliothek Cod. 403). 

2. A'ofae historicae in Dom. Iludolphi Primi Cucs. Autj. Kpistolas, Fol. 108 BU. 
von der Hand Seifried's in der Stiftsbibliothek Cod. 404. Im Stiftsarchiv 
(L. 288, XI) findet sich folgender, inhaltlich grossen theils mit den vorher- 
gehenden 2 Nummern übereinstimmender, in N<hweih:-.li'der gebundener Cod. 
MS. Fol. von über 500 B1L, von denen jedoch nur 215 boschrieben sind: 
„D. Uudolphi I Cur. «tri* Aur/uMt Kjiistolurum J.iliri II t'um Xotis HiAoricix Jo- 
tlnni.i Sei/ridi Abbtttis Cluraeuallis Austritte in/;/» Zartheit". Vorgebunden ist 
das sehr hübsch Ausgestattete Titelblatt des gedruckten Werkes: „l'cnnae 
Aquilinae id est 1), Hwloljihi I. t'ut*. Auij, Kpinlolut. Nunc primum ex vetusto 
M: S: codice in lucein vindicatae opera Fr. .Ioiid. Seifridi Moiiasterü Clarae- 
vallis Austriae vulgo Zwethall Abbatis. Cntoniae Ägrippinae Sumptibus An- 
thonii Uierat Bibliopolue Anno 1618". Ulis MamiBarfst ist mit fielen hübschen 
Federzeichnungen ausgestattet und nicht vim Beifited^B Huml geaelltfBlUBi 

3. Arbor Aniritma seu Grntaloijio Serenindmorum Autjwtisnimue Austritte 
Doinus PrincijJtim ab Aniciu <tn {■'</«('-» imri nohitiss,m,„pte Vrlii» Itomue Faiiitlia 
tlcducla iepUmiiHf hbris t.ipliruttt: AucUirc F. Joanne Seijrido 80mC Vratinla- 
H*mll Saeri OitkMtmtit Ordini» in Monasterio Claraevallv' Austriae vulgo Zicetlial 
Abholt . Cum Grotitt et I'tivilnjio Socio: Vacx. Ahnest, Vtcnntir Austritte in Aedibus 



166 

ZweÜuiUiHftbus sutnptibus Auctoris Typis Joannis Fidler anno 1618. Von diesem 
auf 7 Bücher berechneten Werke wurden nur drei vollendet, welche zusammen 
882 Fol. Seiten enthalten und mit Abbildungen und Wappen geziert sind. 

4. Apologia insignis de monasterio ablato Monialium S. Bemardi contra PP. 
Societatis. Fol. 314 S. (MS. im Stiftsarchiv Bd. X. L 8). 

5. Annales Austriae auctore Fr. Joanne Seifrido, Süesio Vratis lav iens i, Cid. 
Ord. in numasterio Claraevaüis Austriae vulgo Zweihai Abbott. (MS. im Stifts- 
archiv, Handschriften HL Fol. 314 S.). 

6. Wie P. Ambrosius Hasslinger in seiner Beschreibung des Stiftes Zwetti 
berichtet, verfasste Abt Joh. Seifried auch einen Commentar rar 'Regel dm JU. 
Benedictus, dessen erste 7 Gapitel schon zu seiner Zeit nicht mehr vorhanden 
waren; der Rest, den P. Ambros jedenfalls noch vorfand, dürfte in irgend 
einem verborgenen Winkel oder Nebenlocal der Bibliothek verborgen liegen, 
was auch von den Schriften der im Folgenden aufgeführten Stiftsprofessen 
gilt, denen die Bemerkung: „nach Hasslinger" beigefugt ist. 

28. P. Petrus Schönbacher aus Baiern, Profess 1612, Verfasser von 
vier lateinischen geistlichen Beden. (Nach Hasslinger). 

29. Martin II Ginter (Günter, s. Aebte N. 48). 

Er schrieb „Disputationes in universam phüosophiam naturalem*. (MS. in der 
Stiftsbibliothek. 147 Bll. 4°. geschrieben 1618). 

80. P. Adam, Prior unter Abt Martin II (1625-1639). 

Er verfasste: „Tractatus de Christo Domino". (MS. von der Hand des Joh. 
Bern. Linck geschrieben. Nach Hasslinger). 

8 1. P. Johann68 Eustachius Bayr, geboren zu Mergenthai in Franken, 
Profess 25. Dezember 1629, gestorben 2. Juli 1648, verfasste eine deutsche geist- 
liche Bede. (Nach Hasslinger;. 

32. P. Ferdinand Metter, geboren zu Budweis in Böhmen, Profess 
1631, war durch längere Zeit Vicarius auf der Stift-Heiligenkreuzer Pfarre 
Alland und starb 4. Oktober 1645. 

Er hinterliess eine lateinische Bede. (Nach Hasslinger). 

33. Malachias Linck («. Aebte N. 50j. 

Von ihm sind folgende Werke vorhanden : 

1. Annales Austrio- Clara -Valhnses, seu fundationis Monasterii Clarae-Vallis 
Austriae, vulgo Zwetl, Ordinis Cisterciensis initiuin et progressus. ubi compen- 
dioso Schemate per inodum Historiae Universalis tidcliter refertur, quidquid 
ab anno MLXXXIII. usque ad annuin MUCXLV. ex Archivio, et Chronicis 
MSS. Zwetlensibus, aliorumquo Scriptormn Authoritato erui poterat, non 
solum quod praefabam Fundationem, sed et. Fundatorum Progeniem, inul- 
torumqueNobiliiunGenealogiain, nee non de anno in an i mm notabilioresprae- 
sertim in Austria, res gestas concernit. So der volle Titel des 1723 und 1725 
auf Veranlassung des Abtes Melchior von Zaunagg bei Woltgang Schwendi- 
mann in Wien gedruckten Werkes (2 Bände, Fol.ö3ü und 047 Seiten), während 
das Manuscript, dessen erster Band in der Bibliothek (Cod. fcOl), der zweite 
in 87 Heften a 12 Blätter im Archiv aufbewahrt wird, den einfacheren Titel 
hat: Annales Austriae Clarae-Vallenses Auctore F. Maladiia Linck, Profe&Q 
Zwetlialensc. 



2. Stiefflung den icürdigen Ynser lieben Frowen Gotshauss nid Clos/er- Zirdl, 
vnd wass sonst Denkwürdigem bey denselben iurgeloften. MS. 193. S. Fol. 
(im Stiftsarchiv HS. I). 

3. Diarium ab anno 1645-1671. MS. 148 S. Fol. (im Stiftsarchiv HS.I). 

4. Von ihr StirfjhiHij ihsx Vlorter Zicdliichcn SjiUaln der Armen Leuth, wie. 
auch desselben Translation, Reparation vnd Connecration, beschrieben mens« 
Januario Anno 1666. MS. 15 Bl. Fol. (im Stiftsarehiv HS. HJ. 

5. Memorubiliu circa Dominium Tirnsluin, quod ohm xpecbibat ad Austriae 
reguloa Vhtinringios. MS. 6 S. FoL (im Stiftwchiv HS. IU). 

6. Familiac quorundam Austritte Procerum, qui Chtinringiox tel sangumc, sei 
afßnitate, cel cognatione altigerunt, eel etiam, qui tr pietale Monasterio Zwttlcrm 
benefecerunl. MS, 35 S. Fol. (im Stiftsarchiv HS. II). 

I.NotilUi, OiUr hiftorixclie Jicxclirtibunn vnscr Liehi-n Fronen ,1, rghirnürdiysteix 
Jungfratren vnd Muetter (rittlc? Mariar. ('iipMr.n 1-// Ittijing.i gelegen, so ein Filial 
aufdiedemClosterZwettlincijrporirter'fii.rr Windigste ig gehörig, dessen Fun- 
daliori. CeiiseiTiLiion. Begniidungen, [ndtil^;. iiKeii, Aii^iiieritation. Aufrichtung 
einer BruederschaU't, derselben Cojifirmaiiou vnd Aufnehmen, wie auch von 
denen Lutheranern der Ca pellen Sperrung vnd grossen Impugnution, derselben 
Ilecuperation, der alten Brued erschallt Ketu>vatioii, Jijcm-poraiioii, Erhaltung 
der Cap eilen -Platz, Erbauung vnd Erweiterung der Kirchen, Zier der Altar, 
Zunehmurig Aar KirdjUihrten, von Erledigung der hilf?i.iei:heiidt:u Betrangten 
vud dessen Wohlthater, aus denen alten vnd Authentischen Schrillten zu- 
sammengetragen von Johann Bernhardt, Abbten zu Zwettl im Jahre dess 
Herr» 1666. MS. 125 Bl. Fol. (im Stiftsarchiv L. 135). 

V. Btlutin ib. ■ fumiatwne Munuyttrii Monialiuni S, Oril. t'ijtf. primii mMaglan 
et eeeunda ad Sanctum Bemardum in Vhrueg, lilia unica Monasterii Zwetlensis, 
deiude de aliunatioue illius ao fandein da einödem contra Collegium Sodetatis 
Jesu Vienneose defensione. Anno 1650. MS. 5 Uli. Fol. (im Stiftsarchiv L. 8). 

9. Deutsclie Annalcn de* SUftct Zwettl bis zum J. 1600. MS. 138 BU. Fol.(theils 
von Linck's, theils von anderer gleichzeitiger Hand. Stiftsarchiv Bd. K. 18). 

10. MigraUo nvstraAimo IG 15. 20. Marti i facta i ei» Tagebuch aus den Jahren 
1645 und 1046 ; MS. 67 BU. 32". im Stiftsarchiv). 

11. Ilintoriu sru iwa relatio, ijuontodo MowMtcriitin Ztoctiense per Suecum 
ho'tem occupatuai et Uanventus in. dixperxiontm Ire coactun fuerit. MS. 3 B1L Fol. 
(Stittsarchiv HS. 111). 

12. Exercitaliime» tariae ligati tl tutuli sermonis (1622, 1 Bd. 8° in der Stifts- 
bibliothek). 

13. Logicu el diabetica ( 1628, in der Stiftsbibliothek 1 Bd. 4"). 

14. Fünf luieinüclte geistliche Beden. Die letzten 3 Nummern in der Stifta- 
bibliothek. 

15. tiUcidariuH pucticiii, coUrctua per Hmnannum Tirentinum, conscriptus 
per Johannen, Bernardum Linck 1623. MS. 145 BU. 16°. (Cod. 372 der Stifte- 
liii.lj.-ltü-k . 

Si. P. Adalbert Linke, geboren zu Glasserrdorl' in Sohlesien, Proiess 
am 25. Mär/ 1032, war Regenschori und Waldmeister. Er starb am 4. Jänner 
1650. 

Von ihm ist in der Bibliothek verbanden: 

1. Dt inatrnatione, 1 Bd. 4". 16211; 



2. Tractalus de divina ijrutri, 1 Bd. 4°. 1630; 

3. Introduclio Mathemutieae, 1 Bd. 4°; 

4. eine luhiiiixulif yvittlkfir Hede; 

5. P/irtostyiAia Ari*tokU$. MS. Studienhefte, 4°. circa 400 Blatter. 

85. P. Matthias Strassbttrger, geboren tm J. 1617 zu Krurnau in 
Böhmen, Profess 2. Juli 1639, Priester 1*>43. Cooperator in Zistersdorf, dann 
Granarius im Stifte, dessen Senior er durch 4ü Jahre war. Er starb am 2. April 
1700. 

Zwei lateinische geistliche Reden (nach Hasslinger). 

86. P. Gregor Winklet, gew-.^ -i zu Km man n, R 

am S. Juli 1039, primizirte um 8. Dezember 1642, war Sacrista. Kelh'i rm-i-i..-! . 
Pfarrer in Gr.-Schünau und starb am 24. Februar 1651 im Stifte Hohent'urt. 
Sechs lattini-,i:he ij^thrhc Holm iun:li Hasslinger). 

87. P. Wilhelm Dalmer, geboren zu Nikotabnrg in Mähren, Protei 
15. Dezember 1640, gestorben nach einem recht bewegten Leben zu Nikols- 
burgam 12. März 1669. 

1. Diakcticac Institutionen, 2 Bde. 4". 1642. 2. Eine lateinische geistliche Rede 
(nach Hasslingpri. 

88. P. Leonhard Mündler, geboren zu Feldkirch iu Vorarlberg, Pro- 
fess am 20. August 1042, primizirte am 7. April 1648, war Seelsorger in Schw< 
gers, Windigsteig und Edelbiich und starb am IS. Jänner 16dl. 

Eine lateinimlu yistlirhi Hak (nach Hasslinger). 

•■'■'.>. Caspar Bernard (*. Aebte N. 51). 

Diarium, scu res gestae, quaeahanno lf-12 i-el r.inn conrcnlHM cd Mimiisterium 
ipsum niitatu Aignae eventruvt, posteris pro solatio et perpetua memoria con- 
gestae opere et labore, qui haeo soribo, Fr, Caspari, ALibalis huiuS loci. (59 Bll. 
Fol. MS. reicht, bis 1693 incl. Von diesem Diarium ist auch eine wortgetreue 
Abschrift v.J. 1742, 103 S. Fol, vorhanden, die gleich dem Originale im BtiAs- 
archive HS. I aufbewahrt, wird). 

40. Fr. Sebastian Platzer, geboren zu 

1650, starb als Acolyth 13. Februar 1651. Er v. 
Kloster kaiserlirbivr HufonjitHist in Wien imd e 

41. P. Benedict Kernmayr, geboren \ 

6. Jänner 1659, Primiz 20. August 1665, Vicariu: 
steig, starb am 27. Juli 1698. 

Compendium aliquorum casum* (96 S. 12". in der Stiftsbibliothek). 

42. Fr. Alberik Kellerini, geboren zu Ronen 1623, war vor seinem Ein- 
tritt iu's Kloster Offirier lind verheirathet ; Profusa 6.Jänner 1660, gestorben 
25. Oktober 1672 |?i. 

Ein tüchtiger Maler. Von ihm stammten 5 Altarbilder in der einstigen Wall- 
fahrtskirche Mai-iu-Raling: (l.hh. Anna u. Joachim; 2. Mater dolor«* 
hh. Apostel; 4.bh. Dionysius und Katharina; 5. die hh. Leonhard, Gregor und 
Pankrazi, mehrere gute Altarbilder der Stiftskirche zu Lilienield und eine 
Reihe weniger werth voll er Bilder von Orden -hiili^un etc., die bis vor einigen 
Jahren im Kreuzgango des Stiftes angebracht waren). 



Wen 1627 1 Profess24. Angasl 
Lr vor seinem Eintritt in das 

ü tüchtiger Musiker. 

i J. 1640 in Wien, Pto&m 

in Schweiggers und Windig- 



169 

43. P. Laurenz Faber, geboren zu Lambach (Ob.-Oest.) im Jahre 1641, 

Profess am 1. November 1663, Priester lüo'7, Küchenmeister, Regenschori und 
Lehrer der Sängerknaben, starb am 10. Dezember 1Ö97. 

Kr veri'aasteimJ. ItiST ein lateinisches tlcbetbuch {2BdQ.8 ),<iaa in derStifts- 
bibliothek aufbewahrt wird. 

4 1. P. Gerard Zichi, geboren 9. Jänner 1656 zu Radolzell in Schwaben, 
Profess 25. Juli 1679, Priester 1682, starb 1. Februar 1725. 

Ein tüchtiger Musiker und K aUi /r m p h , wie mehrere von seiner Hand stam- 
mende Choral- und andere Bücher beweisen; darunter: 

1. Oura salutis, sive de statu vitae mature ac prudenter deliberandiMetho- 
dus. 12». 111 Bll, 1717. (in der StLftsbibüothek). 

2. Jus conxuctudinurium, kl. Fol. 473 Bll. ^StiftsbibliothekJ. 

3. „Otium sptrituuk" des P. Christian Kreil, 423 Seit. 8". (Äbteij. 
45.P.ConradReilk, geboren ara21. Oktober 1(155 z uGr.- Haslau (N.-Oest.), 

Profesa 15. November 1U80, Priester 1683; war Cooperator iu Zistersdorf, 
Pfarrer in "Waidenstein, zuletzt Confessarius im Stifte, Kr starb am 7. April 
1729. 

Sammlung geschichtlicher Beispiele, 1 Bd. 4 1 *, geschrieben in Wuldeustein 1696 
(in der Stifts bibliothek,. 

46. P. Malachias Klein, geboren 1654 zu Colin, Profesa 21. November 
1GBÜ, Priester 1684, Cooperator in Schweizers und ZisUrsdoif. gestorben am 
23. Juni 1714 zu Zistersdorf. 

ikfimlxines et divixitme* rinn» diKrsitmm ex auetoribux rfiirrm cvllcctae. 1 Bd. 
4°. in der Stifts bibliothek. 

47. P. Philipp Mareschall, geboren 8. August 1649 ku Brügge in Bel- 
gien, machte in Gesellschaft -li-s Graten von Wuiisseiiwolfgro.ssf! Reisen durch 
Frankreich, Spanien und Italien, war der italienischen und französischen 
Sprache vollkommen mächtig, in den Wissenschaften, namentlich in der Ge- 
schichte sehr bewandert. Er trat c. 1684 als Noviz ein, machte 9. September 
1685 die Profesa, wurde Priester NJ87 uud starb, nachdem er auch als Prior 
segensreich gewirkt, am Iß. Februar 1717. 

Er war ein tüchtiger Musiker und durch 29 Jahre Cantor. 

48. P. Martin Eisner, geboren 21. September 16H3 zu Neisse in Sohle- 
sie», nahtn 16H3 an der Verteidigung von Wien (wo er Philosophie studierte) 
gegen die Türken TheÜ, trat dann als Noviz ein, legte am 31. August 1687 
die Gelübde ab, nachdem er bereits 29. Juli 1686 an der Wiener Universität 
(wo er auch die Theologie hörte) zum Doctor der Philosophie promovirt wor- 
den war. Im J. 1693 /um Priester geweiht wirkte er als Cooperator in Zisters- 
dorf, als Subprior, Pmiessor der Theologie, Novizenmeister und über IT Jahre 
als Prior. Im J. 1717 erwarb er sich auch das Doctordiplom der Theologie. 
Dieser überaus fromme und wissenschaftlich hochgebildete Mann, welchen 
Abt Melchior u. a. auch damit betraute, die Annalm Litick'nu revidiren und für 
den Druck vor:ubcrciten, starb am 21. Jänner 1739. 

1. Diarium Anna 1714 ineeptum, reicht nur bis 1717 inel. 53 S. Fol. (im Stifts- 
archiv). 

2. 7ructatusdcmatrimonio,dcper.>onisctrebmtccteiia*ticisetcA JinderStit'ts- 
bibliothek), 



170 

49. P. Christian KreÜ, geboren 4. Febrimrl66SiaiGr.-HaaUu(N.-Oest), 
Profess 27. Juni 1688, Priester 1694, sammelte sich um die Seelsorge auf meh- 
reren Stiftspfarrei), zuletzt in Zistersdorf, und um die Oekonomie des Stiftes 
grosse Verdienste und starb 16. Juni 1788. 

„OtiumspirituaU" ss.precum, inten tionum, meditationum in — et extra Qna- 
dragesimam cum officiis parvis per hebdomadam, alüsque exercitiis diem 
fructuose transigendi, rite confitendi, devote celebrandi et pie moriendL 8*. 
428 pp., sehr nett geschrieben v. P. Gerard Ziohi 1695 (in der Abtei). 

50. Melchior von Zaunagg (b. Aebte N. 53). 

Unter seiner 41jährigen Regierung wurden nicht bloss die Wissenschaften 
im Stifte eifrigst gepflegt, auch alle Zweige der Kunst fanden hier reichliche 
und lohnende Beschäftigung. Ich erinnere nur an den Ausbau der Kirche und 
den Monumentalbau unseres Thunnes durch Mungenast aus St. Polten, an die 
vollständige Neueinrichtung und Ausschmückung der Kirche, an den Bau der 
Bibliothek, der Sacristei und Schatzkammer, und nenne nur die Namen der 
vorzüglichsten dabei beschäftigten Künstler : Paul Troger, Martin Altomonte, 
Bergmüller, Pink, Schletterer, Götz, de Ambrosy, Kanisohbauer etc. etc. Abt 
Melchior starb am 28. April 1747. 

Nebst vielen kleineren auf seine Bauten, die Disciplin u. 8. w. bezughaben- 
den Aufzeichnungen und Briefen finden sich im Stiftsarchiv : 

1. Annotationen ad Clarauaüenses vel Ztoetalenses seu poHus universae Auttriae 
Annales, 560 S. Fol. (HS. II). 

2. Annotationes verum notabilium ab Anno 1667-1706, 84 S. 4*. (V. St B. I). 
8. Annotationen etc. ab Anno 1702-1706, 58 S. FoL (V. St. B. VÜI). Da» 

Abt Melchior auch Lineas Annahm drucken Hess, wurde bereits bei Ldnck an- 
geführt. 

In der Stiftsbibliothek linden sich von Abt Melchior's Hand : 

4. Tractatus de cantractibus ; de ultimo fine hominis; de incarnaii verbi muttcrio 

(3 Bde.). 

5. Tractatus de Legibus; de Sponsalibus et Matrimonio, 1 Bd. 4°. 251 S. (1698). 

6. Tractatus de peccatis et gratia, 1 Bd. 4°. (1693). 

7. Tractatus theologici (de angelis etc.), 4 Bde. 4°. (1693). 

51. P. Bertrand Gsenger, geboren ' 25 - Dezember 1679 in Wien, absol- 
virte Philosophie und Theologie im Stifte, machte Profess am 21. November 
1697, hielt 20. August 1704 seine Primiz. Er war Küchenmeister, Cooperator 
in Zistersdorf, Hofmeister in Wien, Bibliothekar, Waisenkämmerer, und starb 
16. April 1739. 

Von ihm finden sich im Stiftsarchiv folgende Manuscripte: 

1. Mncmonica Monumentorum, seu descriptio omni um Sepulturarutn juxta 
loca sua, cjuarum notitia habetur in Monasterio Clarae-Vallis Austriae Infe- 
rioris(vulgoZwethl) tarn deFundatoribus,eorumque progenie,Benefactoribii8 
ac DD. Nobilibus: quam etiam de K.KmisDD. Abbatibus ctFratribus prae- 
fati Coenobii. Quae conscripta fuerunt Anno ab Incamato Verbo 1722. (31 FoL 
mit coiorirten Zeichnungen). 

2. Annales Zwetlenses ab anno 1706 (ad 1738) cum sepulturis; XXVIL S. 
(Sepulturae) und 339 S. (Annales) Fol. 



171 



3. Ettlidic Aninörc/chunycn, so sich vor Jahren bey den Closter Zwethl er- 
aignet. 98. 8. Fol. Damit zusammengebunden : 

4. „Annotationes super flHufaMmai jtomtttrii S. tf. JB Znwtbi, ex Anna- 
Ulms, ac aliis, praesertiin ex vetust.is MSS. codieibus collectae". 87 S. Fol. 
I. pars und «00 S. Fol. II. pars. 

52. P. Anselm Panagl, gelieren IS, Juni 1880 zu Stift Zwettl, wo er 
jedenfalls seine Studien begann. Als absolvirter Philosoph trat er in's Novi- 
ziat, legte die Gelübde um 1. November 1700 ab, studierte die Theolcgie im 
Stifte und wurde 1705 Priester. Er wirkte als Vicar in Schweiggers, als Sub- 
prior, Prior, Kämmerer, Verwalt er der Waisencasse und starb am 23. Mai 1750. 

Im Stiftsarchiv findet sich von ihm: 

IMarium ab anno 1714-1745, 25 und 13'J S. Fol. MS. - 

53. P. Gottfried Sibert, geboren zu Duben in Böhmen am B. Dezember 
1683, Profess 5. Juli 1705, studierte die Theologe in Prag, wurde 1710 (?) Prie- 
ster, wirkte in der Seelsorge zu Windigste!:;. Ur.-Srh'"Jn«u und Schweiggers, 
und starb als Professor der Theologie im Stille um 12. Mai 1755. 

In der Bibliothek findet sich von ihm ; 

TractatUH de matl'imeuio, MS. 9 Hefte. Manch ' Andere der vorhandenen 
Schritten theologischen Inhaltes, bei denen der Vorlasser oder Schreiber 
nicht genannt ist, dürften von ihm stammen. 

54. P. Richard Pruckmayr, geboren zu Wien am 1. Jänner 16B2, Pro- 
fess am 9. Juni 1715, studierte die Theologie in Wien, wurde 1719 Priester, 
dann Professor der Philosophie und Theologie nn Stifte, Nuvim'nmeister und 
Kämmerer. Er sturb am 31. Oct.ober 1736. 

1, Tractatan de iure et iwslilia, 1 Bd. 4" (1715). 

2. TractatUK de mairnatiom MS. 1 Bd. 4". geschrieben 1716. 
S. Tractatun de peceatu, gratin et merito, 1 Bd. 4" (1717). 

4. ThtantxwhmaArütotdüpMäca, c*ch P. Rieh. Pmckm 
geschrieben von Fr, Heinrich Graf von Hohenfeld 1726, 18 Hefte. 

55. Fr. Ladielaus Maleg, geb. am 16. September 1680 zu Schluckenau 
in Böhmen, Profess I. August 1717, gestorben 9. Juni 1749. 

Ein sehr geschickter Kun*Ui>c!iier, wie die noch vorhandenen Chor- und 
Beichtstühle, die Sakristei- und Hibliotheks-Kästen beweisen. 

68. P. VitaÜS Hanns, geboren 3. Oktober 1695 zu Boektliess (N .-' >e*t.), 
Profess 20. August 1717, studierte die Theologie im Stifte, leierte am 19. April 
1722 seine Primiz, war Novisonmcisi.er, Pfarrer in Zistersdorf, Cellerarius und 
Subprior und starb am 2 September 1761. 

Von ihm linden sich in der Stil'tshibljothuk: 

1. TraclatHn in t.oyieum Ari*lolelix, nach P. Baineiuo K>illmuim, geschrieben 
von P. ViUlis im J. 1737. 1 Bd 

2. Truclatua de ineffabiti ilummua: intvntatiitHÜ müleiio: de matrimonio; de 
ijrutia, peecati' H mtrito : i'i/uhe gi-uei-titc.« pT'ntum . de poenüentia ; de jure rtju- 
dtitia; de btutiludim <t m.tibn.-. Iniiii'iiii.-.. kiimiiuiikhi l'i IM, 4", 

57. P. AmadeUS Lew, geboren 14. Oktober lliöö zu Zistersdorf, Pro- 
fess 20. August 1717, studierte die Theologie im Stifte, Priester 1722, Küchen- 
und Novizenmeister, Pfarrei' zu Windigateig, wo er 15. März 1750 starb und 
in der WalliahrtMkirehe Marin Kitiing begraben wurde. 



s Vortrügen 



I'. Amadea wjir i.'iti sr.lir ln^abtcr lateinischer Dichter,« 
noch vorhandene Weilte beweisen: 

1. Ihaitombc triplex, seu Pariegyricon trecentis versibits beroidfl oompi» 
hensum et honori Reverendissimi, Perillustris ac ADijilisaimi Dni. Dni. Mel 
chioris, sacri et exempfi Ordiuis Cisteiciensis, celeberrimi ei antii|uissim 
Monasterii Clarau-ValHs Auslriau (vulgo Zwei!) Abbaris vigilantissimi . . 
uovae Tunis Zwetlens. Structoris aoterna memoria digni 
liaium, dedicatum et consecratum. 1728 (MM. 5. Bl. Fol, der geschieht Be- 
schreibung des Stiftes Zweitl von P. Ambros Hasslinger L Bd. beigebunden). 

2. I'oetac Nurtict Carmen tacatlarr. mi Matrem Cl'iram Vollem, 1738 (MS. 3 Bl. 
Fol. und 2 Bl. Fol. Annotationes, am gleichen Orte wie 1). 

3. Gtwmologiai- tthico - pocticac Centnriae decem ex variis auetoribus col- 
lectse. (MS. 8" in der Stillsbibliotbek). 

4. !:! Hefte und I Bd. 4" über i-i-tluoiim- Ih.oluyncJte JJi-c'piiiien. (In der 
Bibliothek. Studienhefte). 

58. Rainer I Kollmann (s. Aebte N. 54). 

1. Advcruaria, ,«u nolata eorum, quae ab tlectiont et per decurxum regiminu 
mei Fr. Rainen per div. minentitrdmm Abbtitt* /.ir.d. mntigtrwnt. Beginnt mit 
28. April 1747 und reicht bis 1767. MS. Fol. 162 S. (im Stiftsarchiv L. 221), 

2. Colkdama OrtHnü 1756-1777. MS. 4°. 270 S, (im Stiltsarchiv V. B. VI). 

In der Bibliothek findet sich eine grosse Menge theils von ihm als Pro- 
fessor, theils von seinen Schülern nach seinen Von 1:1-1 i, ^ehiietiener Ba- 
cher und Heile philosophischen und theologischen Inhaltes, wie: Tractatus 
in libros Physieurum Aristotelis, 1 Bd. 4°, geschr. v. P. Rainer Kollmsnn, 
Epitome theologiae, nach P. Rainer' s Vorträgen geschrieben von Stanislaus 
Wunsch, 1 Bd. b". 

5!f. Fr. Matthias Mark, geboren 1<J. Februar 1694 zu Tobl in Tirol, 
Prot'ess 1. April 1722. gestorben 6. September 1769. 

Ein tüchtiger Bildhauer, von dessen Künstlerhand ein grosser Tlnil l.~ 
Kiguralsehimiclics In der Stiftskirche, am Stiftsthiircu, in der Schatzkammer 
und Bibliothek herstammt. 

Hü. P. Humbert SchlÖglbÖk, geboren 26. April 1709 zu Freist«* 
(Ob.-Oest.), Prot'ess 29. September 1 729, studierte Theologie im Stifte, Priester 
1735, Coojierator in Gr.-Schoriau, Küchenmeister, Pfarrer in Gobatsburg und 
Windigsteig, Vestiarius, gestorben 5. April 1763. 

1. Anfang und Fortgang der berühmten Wallfolirt nach Maria* Räfing in 
Unter- Oeslcrreich — so ein Filial zu der dem Closter Zwetlil incorporirten 
Pl'arr Wiudigsteig gcln'irig. Wie auch Aufrichtung einer Bruederschafr und 
derselben Conti riiiaLion. Item allda erlangten grossen Gnaden, von denen, so 
ihr Xuilucht dahin genommen aus alten und authentischen Schriften, be- 
währten GeKcugnussen zusammengetragen von dermaligen Pfarr - Vioari. 
Anno 1757. (MS. 40 Uli. 4". im Stiftsarchiv). 

2. Traetaku theulogici (19 Studicnhefte in der Stiftsbibliothek). 

iM.P.PlacidUBAssem,geboreir29.Mär/1713/.,iGr.-Gerungs(N.-Oeet.), 
machte seine philüsophischeu Studien in Wien, die theologischen im Stift«, 
legte 21. Dezember 1734 die Gelübde ab und feierte am 6. Janner 1740 seÜM 



jt und starbSI 
uderStiftsbibliotnek). Aus 



173 

Primiz. Er wurde Professor der Philosophie im Stifte, Subprior und Novizen - 
meinter, später Prior und unter Aht Bainer Sekretär der Ordensprovi 
J. 1767 betheiligte er sich am General-Uapitel ii 

P. Placidu.s schrieb mehrere axcetische Werkelten (ii 
seiner Studienzeit sind vorhanden : 

1. Phüi/siiphia thomitHea, Salisburgi excepta, 2 Bde. 4°. 

2. Tractatus Ihtulogici, 1 Bd. 4°. 

G2. P. AngelUB Neundorfer, geboren 28. Jänner 1717 zu Wien.Profess 
13. November 1735, Priester 1741, Cooperator in Gr.-Schönau, Zistersdorf und 
an der Stiftspiarre, gestorben 31. März 1771. 

In der Stiftsbild ioMiek linden sich von ihm sehr nett geschrieben folgende 
Abhandlungen: 

1. Tractalu* ascetici pro Mnm'tiii. 1 Bd. 4". 

2. Monattiehe lielrudduntien für ulk Tage des Jahi-es. 8*. (Von den ursurüng- 
lichen 12 Bänden sind nur 6 Moiist.bände vorhanden). 

8. Tractatu* de matrimomo. 4". 277 S. 

4. Gitnciones cidedtttirtte (die Malarien Mlpliaiii.it isch gf.' ordnet). 2 Bde. 
6. Centvriae novem. 8°. 1 Bd. 1733. 

6. GrnmwKtoemKtmus. 14 Bde. 4". 1752-1769. 

7. JlimilwMW oomluta. 1 Bd. 4°. 1757. 

8. Tteligtomm ojteratm. 8". 1 Bd. ITfiti. 

9. Manuale precum. 1 Bd. 16. 1769. 

10. Alpltubetum ascettcum. 8". 1 Bd. 1770. 

«3. P. Desiderius Kandlsperger, gehören am 3, Mai 1719 wa Trais- 

mauer (N.-Oest. ,, Profess am 15. Fehruar 1739, studierte die Philosophie bei 
den Franziskanern (in St, füllen?), diu Theologie im Stifte, leierte am ß. Jän- 
ner 1744 seine Primiz, int Kellermeister, Professor der Theologie, Pfarrer 
in Windigsteig und starb am 8. August 1778. 

„Exercitiu pii meerdotis" . I Bd. 8°. 1744 (in der Stiftsbibliothek), 
b'4. P. Julian Wirer, geboren zu Gösting (N.-Oest.) am 25. August 171«, 
Pröfew 28. October 1739, studierte die Philosophie in Wien, die Theologie im 
Stifte, feierte am S.Juni 1745 seine Primiz, war Cooperator an mehreren Stifts- 
pfarren, Pfarrer in St, Woltgang. Zistet^dort', Wiridigsieig, Schönau und 
Gobatsburg, gestorben 28, Dezember 1794. 
Von ihm sind (in der Stiftsbibliothek): 

1. Advernariti r/uucdnin rrlit/ivsani iififuli'intm nmcernentia. 1 

2. 7V«c(a(in morale.1. (.'ompendia ex rtietortca et phitoxtipkui t 
moraU, 1745-1747. 2 Bde. 4 U . 

3. Sittlich Anreden. 1 Bd. 4°. 
i. Varia ex ixtriis hmitut. I Bd. 8°. 

5. Auch das Meuior/tbilioibwh der Pfarre St. Wolfgung a 
ersten Theilen von P. Julian Wircr. 

65. P. Odan Fürst, geboren zu Rastenberg (N.-Oest.) am 31. März 1721, 

Proleas am 11. November 1744, Priester 1749, war Professor der Theologie im 
Stifte, Novizenmeister, Subprior und Beichtvater, ein durch tiefes theologi- 
sches Wisaen hervorragender Mann, gestorben am 1. Mai 1793. 



1 Bd, 8°. 1745. 
t theoloyia 



] seinen 






In der Stiftsbibliothek finden sich C oll agi anhafte nach P. Odan's Vorträgen 
geschrieben : 

1. Depoenitentia, vorgetrag. 1767, beschrieb, v. P.Vinc. Rechberger, lBd.4°. 

2. De poenitentia 1767, 1 Bd. 4". (Schreiber nicht genannt). 

8. Tracttttus theologici, geschrieben von Fr. Alois Pruckn er 1771, 2 B. 4*. 

66. Rainer II Sigl (a. Aebte N. 55). 

1. Acta Monasterii mtfi rtgimint liaincri II. indigni Abliatw. (MS. 785. S. Fol. 
im Stiftsarchiv). 

2. Administration über ila» Lähl. Frauen-Stift und Kloster Imbach (MS. im 
Stiftsarchiv, 54 S. Fol.). 

67. P, Andreas Andreidea, geboren um 19. .Tanner 1729 zu Olmüu in 
Mähren, Profess ntn 6. April 1749, studierte die- Philosophie in Olmfitx, die 
Theologie in Wien, primizirte am 13. April 1755, war Cooperator in Schweig, 
gers und Zistersdorf, Professor der Theologie im Stifte, ein vorzüglicher Pre- 
diger. Er starb 21. April 1774. 

1. Phtlusojihia niiliinilix. nach Vortrügen des Jesuiten Gottfried Schok, 
Professors in Olmiitz, geschrieben 17415, 1 Bd. 4°, 

2. De Sa er w mmtik. 1 Bd. 4°. 1767. 

8. De actibux Uttmania, nach den Vorträgen des P. Andreas geschrieben von 
Fr. Alois Pruckner 1768. 1 Bd. 4 U . 

4. Dt rirttttibus iheologieix. 1 Bd. 4°. 1770. 

5. „Relitjiow operern* sive Ordo et Praxis Actionum quotidiana.ru in". M^ 
12°. 291 S. 

68. P. Joachim Haggenmüller, geboren zu Wien 29. Oktober 178i. 
studierte Philosophie und Theologie in Wien, Proteus 36. Mai 1754, Priester 
1761, Cooperator in Schwingers iuid Zist,'rwilort', Archivar und Novizenmeist«. 
Kämmerer. Pfarrer in Schweiggers. gestorben 23. Mai 1788 in Gtobaial 

Dieser h'jchiii-l'lirti- Müimi sNind in regeln Verkehr mit. vielen wissenschaft- 
lichen Uelebri täten seiner Zeit, und war u. a. ein Üeissiger Mitarbeiter von 
Freyersk'ben's und Kollar's in archivalischen Sachen. 

1. MUcellitiii ii , *m lyiriu, ijuiir ■/■niiiiil nti rem diplonuitivam, 1758. (MS. 4". 92 
Foll. im Stiftsarchiv/. 

2. Diutnbede eeUribus MSS. cmimiptt crit-irii*. Aut trlitnt <ptcimintt ttiria xn- 
ptararum. Anno 1770. MS. 6». 95 Foll. im Stiftsarchiv. 

3. Annale* I'arthemmis Din Benmrrli "rdini* Gwtercicnsit in Begno Buiunim 
nti, vulijo in Krveg. Partes II, quarum I" 1 " Initium, Progressum et Alienatio- 
nem ob Ordine ejusdem Monasterii, II"* varia Documenta (idem Mouastorium 
coucemetitia) ex Archivio Zwettlensi eruta compleotitur. MS. 1772, 381 Bl!. 
Fol. (in der Stülsbibliothek Cod. 422). 

4. Ge&cliiclite dt.i nieihriisUrrru-ltiseli'-ii Stiftes jiieettl, Zisterzienser-Orden* 
(bei Marian |Fi<ller| IX, 19-109. Wien 1788). 

5. Apparatur ad hintoriam ortus ae occasus fatoruntqttt itluxtrünimat et nobt- 
listimae familiae Chuenringianae. Monasterii B. M, V. de Clara Valie fundatneii. 
MS. 4°. 156 Foll. im Stiftsarchiv. 

6. JI 2>mitiVotolon v (ein chronologisch susammengesteUterAu^nigaii&alM 
Urkunden, Urbarien etc, über die Gorechtsamo des Stiftes in den demselben 
untertbänigen Ortschaften». MS. Pol. 174. S. im Stiftsarchiv. 



175 

7. Diplomatarium Monastcrii S. Berwirdi. MS, Fol. 168 pp. im Stiftsarchiv 

(es. m). 

8. Badmarus de Cuofarn. MS. 4 U . 7 Folt. (ebenda). 

9. Institutionen ad varios xtilos in usiim Irarrumclericurum Monasterii Zwet- 
lensis. MS. 4°. 155 pp. (Stiftsbibliotbek). 

10. Lehrsätte, vermin ftiif rw lebe» für ein Frauenzimmer bei ersten Eintritt in 
die grosse Welt ; uns ib-tii I ,, fiin/.osi'-chun der Frau la P.D.N. in das Deutschi; 
übersetzt (MS. 1 Bd. 8°. Stiftsbibb'othek). 

1 1. Matmakiur Gcxciiichtcder Chuenrimjir, mit einer St«mmttifel. MS. Fol. 70 
im Stiftsarchiv. (HS IT, 

12. Matricuüi fies llerrenstitivh in dem Enhcrzniithume OcMcrreich unter der 
Enns. MS. 8°. 108 Bl. im Stiftsarohiv. 

18. StrommuCii in Bonos s. ecripturue textun (in der Stiftsbibliotbek). 
14. Vita pmmuMüs abbitiis Joachinii 0. Ost. institutoris Co ngregati Ollis F!o- 
rensin. MS. 4°. pp. 340 in d. Stifts bibliothek. 

69. P. Johann Nep. Werner, geboren 4. August 1734 zu Eisenstadt 
in "Ungarn, Profess 26. Mai 1754, studierte Theologie im Stifte, Priester 1760, 
Regenschori, Cooperator in Schweiggers und Zistersdorf, Kellermeister und 
Vestiarius, Pfarrer in Gr. -Schön au, gestorben 11. Juni IT'IH 

Er war ein vorzüglicher Oryinist and C'"iapo*iteur. 

70. P. Bonifatius Schenn, geboren 1. September 1730 zu Gobat^burg 
(N.-Qest.), studierte Philosophie in Linz, die Theologie im Stille, Protest: 
6. Juni 1756, Priester 17'VJ, Kegi.nis';li : ii'iuiidC.uitor,Ci>ijpernror iiiSohweiggera, 

n der Stlftsbibliothek. 

71. P. Gerard Wizlsperger, geboren zu Scheibbs(N.-Oest.) am 24. No- 
vember 1743, machte am 9. November 1766 Profess und feierte am 24. Juni 
1""1 die Primiz. Er war Coopemtor in Windigsteig und Schweiggers, Pro- 
fessor der Philosophie im Stifte und starb am 30. Mai 1TX6. Ein Katalog sagt 
von ihm: „studüs indelY'ss*; deditits". 

Praxis circa Saeramentum matriuutnü, 1 Bd. 4 n . 1774 (in der Stifts bihliothek ). 

l'i. Berthold Gamerith, (b. Aebte N. 57). 

1. Von der Würde den l'i-i.~ur~ und d,.,i I'jikliti u d,-r ChrUtai yeijen die Frie- 
det. Predigt, gehalten bei der Primiz des P Joseph Xjnnid, Ci.-ti'rcH:nser« im 
Stifte Zweit], 1*04 Wien, lirnck von Scbmid 1804. 

2. Beschreibung des Bfffrfa* Zuritt V. 0. M. B. (in Verhandlungen der k, k. 
Landwirthschttfts-G.'sellscbalt. 2. Bd. 1. Heft. 1820. Wien. Das Manuskript, 
39 Bll. Fol., im Stiftsarchiv). 

73. P. AmbrOB Hasslinger, geboren 24. Juli 1768 zu Gross-Schönau 
;N.-Oest.|, machte seine philosophischen Studien in Wien, die theologischen 
in St, Polten, eingekleidet 16. Oktober 1791, Profess 31. Oktober 1792, Priester 
1795; Convicts-Präfectund Katechet, 1796 Cooperatoran der Stiftspfarre, 1797 
in Windigeteig; 1802 Theologie- Professor in Heiligenkreuz ; 1804 Pfarrer in 
Siebenlinden, 1809 in Edelbach ; 1818 Archivar und Bibliothekar, 1817-1819 
und 1882—1842 auch Novizen meisten 1820 Provisor in Wurmbrand und Gr.- 
Haselbach, 1825 in (irieshach - starb am 5. April 1846. 









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176 

Von diesem überaus fleissigen und hochgebildeten Mann existiren folget 
Manuscripte, theils in der Bibliothek, theils im Arohiv des Stiftes : 

1. Catalogus Bibliotheeae Monasterii Zwettlensis noviter ereotus anno 18 
2 voll. Fol. 

2. Real-Katalog der ZwetOer Stiftsbibliothek, verfasst v. J. 1814-1880. 86 B 
Fol. 

8. Catalogus Nummorum veterum Romanorum primae et secundae formae 
melii Zwettlensis. Erectus 1815. 2 voll. Fol. 

4. Catalogus scienHficus Bibliothecae ZwetUensis. 1816. 6 voll. FoL 

5. Verzeichnis der neueren Münzen des Kabinetts im Stifte ZweUL 1817. 2 B 
Fol. 

6. Geschichtliche Besehreibung des Stiftes Zwettl sammt einem Anhange i 
Urkunden 1880, 558 und 142 S. Fol. 

7. Das Archiv des Stiftes Zwettl Real-Kataiog, 1881-1882. 4 Bde. FoL 

8. Auszug aus dem grossen Archiv-Katalog, 1882. 1 Bd. FoL 

9. Nachtrag zum Archiv-Katalog, 1888. 1 Bd. Fol. 

10. Verzeichnis^ der Achte und Geistlichen des Stiftes Zwettt (mit biographisd 
Notizen) von der Gründung bis 1884. 1 Bd. FoL 

11. Catalogus nummorum veterum Monasterii Claravaüensis. 1889. 1 voL I 

12. Beschreibung der in der Bibliothek des Stiftes ZweUl befindlichen ersten . 
drücke, nämlich v. J. 1470-1500. 1 Bd. FoL 

18. Charwochenbetrachtungen. 12 Bde. 4°. 

14. CoUectanea de re nummaria (Beiträge zur Münzwissenschaft), 2 He 
8°. 82 S. (in der Bibliothek). 

15. Lesefrüchte. 4 Bde. 4°. 

74. P. Edmund Sagolla, geboren am 9. Oktober 1768 zu Sabschiti 
Schlesien, eingekleidet am 15. Oktober 1791, Profess am 21. Oktober Vi 

studierte die Theologie in St. Polten, feierte am 2. Oktober 1796 seine Priix 
war Alumnats-Präfect im Stifte, Pfarrer in Etzen, St Wolfgang und Ob 
stralbach und starb am 6. Oktober 1825. 

Von ihm sind in der Bibliothek 21 zum Theil recht umfangreiche Bai 
(Studienhefte) über alle tJieologüchen Fächer vorhanden ; ferner : 

Festpredigten, 10 Hefte. 

75. R Adalbert Pfeiffer, geboren 21. April 1779 zu Kaplitz in Böhm 
studierte das Gymnasium in Budweis, die Philosophie in Linz, die Theolc 
in Prag, Profess 24. April 1803; im gleichen Jahre zum Priester gewc 
wirkte er als Cooperator in Zistersdorf, als Pfarrer in St. Wolfgang, Ol 
Stralbach, Etzen, Sallingstadt und Schweiggers, als Administrator zu Gobi 
bürg, als Kämmerer und Bibliothekar im Stifte und starb 12. Juni 1855 als 
um dasselbe in kritischer Zeit hochverdienter Mann, dessen Correspond 
leider nicht mehr vorhanden ist. 

1. Reisememoiren von meiner Jugend bis Ende 1852. MS. 151 S. 4°. im Sti 
archiv. 

2. Selbstbiographie des P. A. Pf. MS. 255 S. 4°. im Sttftsarchiv. 

76. P. Joseph Schmid, geboren 17. Februar 1780 zu Stift Zwettl, 
er seine Gymnasialstudien begann, die er in Wien fortsetzte und nebst 
philosophischen Studien beendete. Am 1. October 1800 eingekleidet legt 



177 



MD 2. October 1803 die Profess ab. Das erst* Jahr der Theologie macht« er in 
St. Pulten, die drei übrigen als der erat« Zwettler an der neuerrichteten theo- 
logischen Lehranstalt, in Heiligen kreuz. Im J. 1804 zum Priester geweiht be- 
gann er sein un vergleich lieh verdienst- und segensreiches Wirken als Coope- 
rator an der Stiftspfarre, wurde IKOo Sakristei- Di n.'cku.Vestiarius und Küchen- 
mei3ter,18ö8Subprioiun<lN<.>vizenrneisrer, I81y Prior und Mtlftspfarrverweser, 
1816 Dechant, Schuld istricts- Autseher und Consistoriarrath, 1817 Pfarrer in 
Schweigers. 1*2* Stii'ls-Administrator, Prior und Stift-spfarrer, 1850 mit dem 
goldenen Yerdienstkn-iiK tmiffiOlfrfnhnrit, 18M bischöll. Ratb und Cotisistorial- 
Assessor, und starb 21. Oktober 18M /u Wien. Er schrieb: 

1. Wie k'mnen einige, unter dm him/votke übliche, den guten Sitten überltaupt 
und bewndtr' der Jugend naihthriliye Geieohnlieiten und Mi^bräudie beseitigt 
werden? (In: Frint's Theolog. Zeitschrift, IX. Jahrg. I. 100). 

2. Notizen eu Zwetll (in : Schweickhardt „Darstellung des Erzherzogt.hums 
Oesterreich u. d. E., V. O. M. B." V. 244). 

1 7.P. Alexander Mayer, geboren 7. August 1784 zu Prae.hatiz (Böhmen), 
eingekleidet 19. September 1803; die theologischen Studien machte er in Hei- 
ligenkreuz (was auch von allen Nachfolgenden gilt, wo nicht ausdrücklich 
Anderes angegeben wird); Profess 1. November 1806, Priester 1808, Coope- 
ratorin Schweiggers und Zistersdorf, Pfarrer in Ür.-Inzersdorf und Zisters- 
dorf, 1848 f. e. Consistoriul-Rat.h und Dechant des Wilfersdorfer Decanates, 
gestorben 17. September 1840. 

Xntiicniu Zi«terndor/(\n: Schweickhardt „Darstellung des Erzherzogthums 
Oe-rerrei.-h u. d. ES, V- U, M. B." VII. 278). 

W. P. Johannes von Fräst, geboren zu Wien am 8. April 1786, wo 
er die Vorstudien machte, wurde am 19, September 1803 eingekleidet, Profess 
am 8. September 1807, 1800 Priester. Er war Cooperator an der Stiftspfarre, 
1811 in Windigateig, 1813 im Stifte, 1814 abermals in Windigateig. 1815 sup- 
f.lierender Professor in Heiligenkreuz, 1816 Cooperator im Stifte und 1817 in 
Schweiggers, 1819 Archivar, 1826 Pfarrprovisor an den Weltpries teretationen 
Gmünd und Marbach am Wald, 1827 Cooperator in Gr.-Schönau und im gleichen 
Jahre Pfarrer in Ertelbach, 1832 Kämmerer. 1834 Pfarrer in Gr.-Inzersdorf, 
1837 Administrator in Üobatsburg, 1848 Pfarrer in Zistersdorf. Er wurde cor- 
respondiereii'bj* Mitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften und starb 
am 30. Aaset ISN m Nussdorf. Er veröffentlichte: 

1. Reimchroiiik, i/i-; ('Utrecitnaerabtci Zwetil und die Chuenringer betreuend 
(in: Hormayr's Archiv f. Oesch, 1818. S. 249 ff.). 

2 Hugo ltoao MM Lkhtenfds, seii.e Kinder und Enkel (Ebenda 1819 S. IS ff.). 

3. Uruch*tü,.k r wi.:,- dir Chuwrinyer (Ebend. 1819 S. 501 ff). 

4. Die Stadt Weitra in den 2 ersten Jahren des 30jährigen Krieges (Ebd. 
1823. S. 677 ff), 

5. Beiträge tut Geschichte da ZwcttUiofe* in Wien (Ebd. 1823. S. 704). 

6. Der bestrafte Kirchenraub, von zwei Chtienringem am Stifte Zwettl ver- 
übt (Ebd. 1828. S. 693 ff). 

7. Beiträge -'«r Geschichte und Ocoi/raphic des Viertels ober dem Manhartsbergc 
i Ebd. 1833. S. 477 ff). 

8. Margarethu, römische Königin und Königin von Böhmen (Ebd. 1885, 
S. 197 ö.). 






n 



178 

9. Georg WendeUn von Eehseü, Erinnerungabuch der Freundschaft. (El 
1885. 8. 817 ff.). 

10. Bastenberg (Ebd. 1885. 8. 869 ff.). 

11. Seenen zu Zwettl im SOjahr. Kriege (Ebd. 1887. 8. 881 £). 

12. Merkwürdige Handschriften der österreichischen Stifte Altenbnrg, H 
zogenburg und Heiligenkreuz (in: Wiener Jahrbücher der Literatur 18 
24. Bd. Anz. Bl. 8. 88 ff), 

18. Joh. Ben. Heyrenbaeh's Abhandlung van der öeU. Grente detLandmu 
Enns (Ebd. 8. 42). 

14. Veit GoileVs Besehreibung des Krieges in Siebenburgen 1551-1558 (E 
1826, 29. Bd. Anz. Bl. 8-27). 

15. Abtei Zwettl (in : „Malerische Darstellung von Oesterreich'' von c 
Brüdern Kopp von Felsenthal, Wien 1814-1824, 8. 129 ff.). 

16. Schloss Carlstein (Ebd. S. 227). 

17. Abtei AUenburg (Ebd. S. 287). 

18. Prämonstratenserstift Geras (Ebd. 8. 258). 

19. Historisch-topograpliische Darstellung des Deoanates SL PöUen und sei 
Umgebung (Topographie des Erzherzogthmns Oesterreich unter der Ei 
19. Bd. Wien 1828). 

20. Florian Pauke's Meise in die Missionen von Paraguai und Geschichte 
Missionen St. Xaver und St Peter (aus Pauke's Handschrift in der Zweto 
Bibliothek. Wien 1829). 

21. Die Rosenburg am Kamp (in: Hormayr's Taschenbuch 1881. S. 191). 

22. Herrschaft Wetzte mit der Ruine Dobra nebst Briefen der Kaiserin E 
nora 1687—1698 (in : „Beitrage zur Landeskunde Oesterreiohs unter der Em 
Wien 1884. 6. Bd. & 274 ff.). 

23. Historisch-topographische Darstellung des Deoanates Gross-Gerungs (To 
graphie des Erzherzogthums Oesterreich. 16. Bd. Wien 1888). 

24. Das Nonnenkloster Imbach ( in : Oesterr. Geschichtsforscher von Chmel 
533. Wien 1838). 

25. Geschichte des Stiftes Zwettl (in : Schweickhardt, Darstellung des E 
herzogthums Oesterreich u. d. E., V. 0. M. B. IL 276; III. 3 ff.). 

26. Handschriften in der Bibliothek zu Zwettl (in : Pertz, Arch. d. Ges. tür 
deutsche Gesch.- Forsch. VUI. 724 ff. Hannover 1843). 

27. Zwei Predigten: 1. zur 400jähr. Jubelfeier im Neukloster zu Wr.-Neust 
am 25. August 1844 ; 2. zur 700jühr. Jubelfeier im Stifte Altenburg am 23. ö 
tember 1844). 

28. Predigt am 6. Saeculartage des Todes FriedricJis des Streitbaren. Gehal 
zu Heiligenkreuz am 28. November 1846 (Wien, Beck 1846;. 

29. Handschriften der StiftsbiblioÜxk Zwettl (in : Schmidl's Oesterr. Bläi 
für Literatur und Kunst etc. 1846. S. 325; 1847. S. 491 ff.). 

30. Urkunden und geschichtliche Notizen, die sich in den Handschriften 
Stiftes Zwettl finden (in : Archiv für Kunde österr. Geschichtsquellen. W 
1849. IL 361 ff.). 

81. Das Stiftungenbuch des Cistercienser-Klosters Zwettl (in: Fontes rei 
austriacarum. III. Bd. der Diplomata et Acta. Wien. 1851). 

82. GescJUcJite der HerrscJiaft und Pfarre Gobatsburg (in : Hippolytus 11 
S. 41 ff). 



I: 



173 



Ausser den vorgenannten im Druck ersoluenenen Arbeiten findet sich im 
Arohiv dea Stiftes noch eine nicht unbedeutende Anzahl von Manuacripten 
dieses gelehrten und überaus Ib'issiif'/ii li^sehi^hisforsiihers, so: 

23. lieber Benützung der Archive für fiemJiuJite und du iu ihr gehörenden 
Hilfswissenschaften (G Bll. Fol. Coli. hist. Tom. II. S. 55). 

24. Atisführlicht DiplaHUaHi Sclwncmunn's, uiiy/curheittt, vermehrt und den Be- 
dürfnissen für Oexterreieh ange/xmt. 44 Bll. Fol. (am gleichen Orta 8. 168 ff.). 

25. Historisch -topographische Regesten aus verschiedenen Staats-, Kloster- 
und P fair- Archiven gesammelt a, a. O. Tom. I, II, III und IV). 

26. Glossar der älteren ürkundenspradtc, 44 S. Fol. 
::. /;,,;, „ : „ -,,r '■■ d„d,t, meiner Zeit, 108 S. Fol. 

19. P. Nivard (Wenzel) Weigl, geboren u>. September 1762 zu Em- 

mersdort'(N.-Oest JjStudii'i-i.n'rii^fjlo^itxiraUeneriilseininai' in Wien, 1790 zum 
Weltpriester der Diöcese St. Polten ordinirt, 1791-1802 Theologie- Professor 
daselbst, dann Pfarrer in Vitis, wurde 5. November 1810 als Noviz eingekleidet, 
machte unter dem Namen Nivard 10. November 1811 die Proi'ess, war dann 
Theologie -Professor in Heiligenkreuz bis 1822 und starb als Subprior im Stifte 
25, IUn L838, !■:; ., rartwffliehM Th»toft Orgwilt und Compositeur. 

1. Ueficr <l.<-, BwmhiI Ar Fkwumg (FtinVi theolog- Zeitschrift 7. Jhrg. 
I. 37 - II. 38.) 

2. Ein Wort über du Ausspendung der hl. üaeramente und aber die Beobach- 
tung der ditbei wrncschriehenm OtrmOMOt fa. a. 0. 9. Jhrg. II. 308). 

8. GeutUeht Uebungen für die hl. Charwoche (a. a. Ü 12. Jhg. 1. 293 ; II. 107). 
Nach seinem Tode erschien von ihm geschrieben: 

4. Ditrxtelluxij der j-wiliyvn Iteuvliruntj des Ehecontractes (Theol. Zeitschrift 
von Pleta 1880). 

5. Das Leben de* hl. Severin (a. a. Ü. 1833, U. 238 vi. 186*, I. 93). 

6. Predigten auf alte. Sonntage des ijanien Jalires (9 Bde. Wien 1836). 
Im Musikali'-n- Archiv den Stiftes sind von ihm vorhanden : 

Grad utile: Mentis oppressae, in Es (55). 
Offartorium : Ad te Domine levavi, in A (158). 
Hymnen : 1. Regina codi, in C (2). 
9. Ecce sacerdos (14). 

3. Pange lingua, in C (34). 

4. Vemlla regis, in F fS5). 

5. Regina coeli, in C (48). 

6. Christe redemptor in D (50). 

7. Hastis Herodes, in B (51). 

8. Regina codi, in C (57). 
Oratorium : „Erwürgt ist er". 

Im Musikalien-Archiv de.? Stiftes Heiliyenkreut Ünden sich folgende Oompo- 
sitionen Weigl's: 

1, Hymnus: infesto Epiphnnuie Domini, in B dur. 

2. „ in/estoResurrectionis Domini, in Gdur. 
8. „ infesto Assvmptionis B. M. V., in Esdur. 

4. „ infesto Ascensionis Domini, ii; Enioll. 

5. „ infesto Nativitutis Domini, in Ddur. 

6. „ Alma Redemptoris, in Esdur. 




och tind 



Weigl hat auch die Melodie »um Messliede: ,ffwr w*rf< v 
«öS Mi" eomponirt. (Zeitso f. kalb. Kirch enmusik von Haberl 1878, S. 8! 
angleichen ist von ihm vorhanden ein Unterricht im Generalbaß. Noch lind 
•leb in der Süftsbibliothek: 

1. Oonftmundm, 35 Hefte. 

2. .Exegenen, AufkUte um Abhandlungen, circa 60 Hefte. 
8. *Jv*i» canonici public* brutto »ystema". MS. 4°. 12 Hefte. 
4. Juri* teeinitutioi pubüci conspectun, •'■ Hefte. 
5, Xwdunfitt t kkllflieKe tt&d kircltenreejitliche Schriften, 77 Hefte. 
8. Predigten, 5 Hefte. 

80. Augtütin Steininger, [e, Aebte N. 59), 

AMtXXitio, aceaaionerenovukie Professioni* religiosae, efcywrw 50 ummut P. Adt 
beHi ffe&er die M. Aprilis 1853. (Viennae typis A. Pichleri viduae 18S3). 

81. P. Adolph Hehr, geboren 1. Juni 1799 zu Zet.twig (Böhmern, b 
gann seine Gymnasialstudi« < i im Stifte Zwettl und vollendet» dieselben tr 
der Philosophie in Krems, eingekleidet 20. September 1816, Profess 10, Se 
tember 1830, Priester 1822, C. m vietsprü-focl , theot Lehramtskandidat in Wie 
1838 Theologie- Professor in Heiligenkreuz, 1*24 Subsidiär bei den Suhulfc 

• in Wien, 1826 Professor in Heiligen kreuz, 1831 Doctor der Theologie ui 
suppl. Professor an der Wiyner Universität, 183« Pfarrer in Gr. -Inzersdoi 
1846 in Zlstersdorf, 1848mWindi K stei«, 1849 m Ober-Stralbach, 1852 in G« 
batsburg, 1855 Subprior, Bibliothekar und Novize iimeister, ISfifl Prior ui 
Stiftspferrer, 18B7 ProsynOLlal-Exn.rninator, 1859 Oonsiatorial-RiUh, 18 
Dechant dea Bezirkes AltpMl:< und 1802 von Qr. -Gerungs, 1866 Ritter d. 
Frwir-Josephs-OrdenB, gestorben 24. März 1878. 

1. Kantnlrr.de bei der SecwtMtFtkf de.* htu-hw. P. Adalbtrt Pfeiffer, Capituii 
des Stiftes Zwettl, am 12. Juni 1858. Wien, Aut. Plchler's Witwe. 1858. 

2. Zwei Predigten, gehalten bei der ßründlkapelle zu QobaMmrg am 3, un 
4. Sonntage nach Ostern 1855 {in : Feier der dogmat. Entscheidung . , . in d 
Diocese St. Polten, S. 140. St. Polten, Pasay uud Sydy, 1856). 

3. Flexttmes Vcrborum tum regularium tum irregularium arabicorum per omn 
formas. Plagulae 44. MS. in der Stiftsbibliothek. 

4. Grammatikalisch - exegetische. Schalten in dax alle und neue Testament. 2< 
Hefte. MS. in der SUftsbibliothek. 

82. F. Rudolf Kammerlocher, geboren 30. Juni 17S4 zu Krumb» 
(N.-Oeat.), eingekleidet 8. November 1817, Profess 10. September 1820, Priest 
1822, Cooperator an der Stiftspfarre und Lehrer im Convict, 1825 Cooperat 
in Zistersdorf, 1831 Küchenmeister, 1836 Pfarrer in Wurmbrand, 1847 Ada 
nistrator in Go batsburg. 1857 Kümmerer und Küchenmeister, 1859 Pfarrer 
Schweiggers, 1873 Consistorial-Rath. 1880 Deficient in Gobatsburg, gestört* 
4. Oktober 1882 als Senior des Stiftes und der Diocese. 

1. Zur Geschichte der Pfarre Schweiggera (in: Hippolytus 1868, Diöcesa 
Chronik u. Gesch. S. 146). 

2, Die Pfarre EdeJbach (Das. S. 483). 

83. P. Franz Bodensteiner, geboren 19. September 1801 zu Wind! 
steig (N.-Oeat.), studierte imStii'te und in Krems, eingekleidet 10. Oktober 181 
Profess 8. September 1823, Priester 1824, Cooperator im Stifte, 1828 Subsidi; 



181 



in Gr.-Gerungs, 1S27 in raten schlag, 182» in Rappottenstein, 1829 Cooperator 
in Gr.-Scböaau, 1831 Theologie-Professor in Heiligen kreuz, 1841 Pfarrer in 
Ober-Stralbach. 1849 in (ir.-Nchcinau, 18-50 in ZisterNdorf, gestorben 19. Sep- 
tember 1867. 

Predigt auf die Jubelfeier den fünfzigjährigen ['rk.'-hrtltumx der Herrtnl'P.Jo- 
ttph Sehmid. Raimund Will und Theodor Bauer, den 1. Oktober 1854. Wien, 
Wallishausser, 1854. 

»4. Anselm Brawenz (s. Aebte N. 60). 

In der geschichtlichen Beschreibung des Stiftes Zwettl von P. Ambi-ü» 
Hasslinger findet sich II, 14—19 von ihm ein aus 117 Distichen bestehende* 
tatdn. Gedieht, behandelnd die Geschichte des Stiftes Zwettl von 1738-1838, 
verfasst anlasslich der 1838 stattgefunden en Saeularfeier des Stiftes. 

86. P. Julius Zeleilka, geboren 23. Juni 1810 zu Budweis, wo er die 
Vorstudien machte. Nach in Wien vollendetem ersten Jahre der theolog. 
Studien wurde er eingekleidet 1. September 1831, Profess 21. September 1834, 
Priester 10. August 1835, Cooperatorin Schweiggers und 18Sü im Stifte, 1837 
■■■'i- und 1841 I'rtiiect, di.-s theo log Institutes in Heiligenkreuz, 1S53 
Pfarrer in Salingstadt, 1B6S Bibliothekar, 1868-1872 Pfarradministrator in 
üerungs, 187a Kümmerer und Küchenmeister, 1879 Prior, 1886 Cunsistorial- 
Rath. 

1. Die alle Wundertier in der Kirche tu llolwich | in : Berichte u. Mitth. des 
Wiener Altert h um* -Vereins 1859. S. lUOj. 

2. Bttträfft im Ntüreiek't Flora von Nied.-Uesterreieh (Wien, Gerold 1859). 

3. Üebtr die Flora de* Wuldciertels (in : Vurhaudl. des zool. botan. Vereinen 
U. 101;. 

Er verlas sie die Kataloge: 

1. der üfiiinrn-WiMiinmihfiijj des Stiftes Zwettl (1877-1879). 2 Bde. Fol. 

2. dei OssHMKnuawwdHMf (1883). 1 Bd. Fol. 

3. der Medaillen- und Xumtammiung mit historischen Anmeldungen (1868 
bis 1889). 6 Bde. Pol 

4. der Stiftsbibliothek (187(^-1888). 21 Bde. Fol. 

SG. P. Augustin Erdinger, geboren 3. April 1823 zuSteinegg(N.-Oest), 
eingekleidet 7. September 1843, Profess 8. September 1847, Priester 23. Juli 
1848, Coopuml.ir in Windigsteig, (ivmnasial- Lehrer zu Wr -Neustadt, Coope- 
rator in Zislersdorf, 1859 Pfarrer in Etzen, 1870 Holhieister in Nussdorf, 1880 
Pfarrer in Üobatsburg, gest. 15. Juli 1885 im Stifte. 

Familienchronik des Durfes Steinegg im Kampthale V. O. M. B. 21 Bog. US. 

b7. P. Leopold Janauschek, geboren am 13. Oktober 1827 zu Brunn 
(in Mähren), wo er seine Vorstudien zurücklegte, wurde am 28. August 1846 
eingekleidet, am 1. September 18&Ö Profess und am IS. Juli 1851 Priester. Er 
war 1851,2 Cooperator an der Stifts [darre, 1852/3 Subsidiär an der Wilheringer 
Pfarre Theras und 1853—1877 Professor der JÜrohextgeschichte und des Kir- 
chenrechts in Heiligenkreuz, wo er auch im Jahre 18!i6 die Vortrüge aus der 
Kunstgeschichte begründete. Li der Zwischenzeit war BT 1 B57/8, Hiirer ausser- 
ordentlicher Disciplinen und 1 »58/59 Bupplirender Professor dar Kireheuge- 
schichte au der Wiener Universität, am 1. Juni 1875 wurde er Correspondent 
der k. k. Ceutral-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und 



182 

historischen Denkmale, am 27. Mai 1876 Doctor Theologiae su Tflbingen tu 
am 9. Juni 1877 Mitglied der k. k. theologischen Facultat su Salzburg. In d 
Stift wegen seit dem Jahre 1860 fortdauernder Kränklichkeit lurückgekel] 
war er 1878-1880 Archivar, wurde am 10. Oktober 1878 durch ein Bre 
Leo XIII ausgezeichnet, am 21. März 1881 Correspondent der Rugiscfr 
Abtheilung der Pommerischen Gesellschaft für Geschichte und Alterthuxn 
künde und am 7. Oktober 1882 Bitter erster Classe des kön. Württemberg 
sehen Friedrichs-Ordens. 

Eine ansehnliche Reihe von literarischen Referaten, Nekrologen und ande 
Artikeln seiner Feder aus den Jahren 1857—1888 enthalten— ausser der zweit 
Ausgabe des Kirchenlexicons von Wetzer und Weite — die nachfolgenden Ze 
Schriften und Zeitungen : Historisch-Politische Blätter (München}, Katholise 
Literatur -Zeitung (Wien), Literarische Kundschau (Paderborn -Würzbui 
Freiburg i/B.), Oesterreichische Vierteljahrsschrift für katholische Theolog 
(Wien), Salzburger Kirchenblatt, Studien und Mittheilungen aus dem Ben 
dictiner- und dem Cistercienser- Orden (Raigern), Theologisch -praktisc 
Quartalschrift (Linz), Das Vaterland (Wien), Der Volksfreund (Sonntag 
beilage, Wien). 

Ausserdem veröffentlichte er : 

1. Memoriae plurimum reverendi ae venerabilis Patris JoaepM Schmid, man 
sterii B. M. de Claravalle professi ac sacerdotis jubilaei, prioris, paroehi 
capituli senioris ; reverendissimi consistorii episcopalis Sanhippolytani oo 
siliarii actualis et assessoris ; per districtum Magno-Gerungsensem decani 
scholarum inspectoris ; aurea cruce pro meritis decorati ; societatis oecou 
micae Vindobonensis sodalis (f 21. Oktober 1856). Viennae. Typis A. Doi 
meister (1857). 4°. max. 18 ff. (16 lateinische Dichtungen in eben so viel 
lateinischen Versmassen). 

2. Predigt über den Benedictincr - Orden. (In: Acht Predigten, gehalten z 
700jährigen Jubelfeier des Benedictincr -Stiftes U. L. F. zu den Schotten 
Wien. Wien 1858. 8°. S. 21-58). 

8. Ode Admodum Reverendo Patri Kmerico Simala, Monasteriorum S. Cr 
eis In Austria Et S. Gotthardi In Hungaria Menibro, Capituli Subseniori, T 
rocho Emerito, Aulae Regiae Administrator!, Sacerdoti Jubilaeo. (Anhang z 
Predigt bei Gelegenheit der S« oundizfeier des hochw. Herrn P. Emeri 
Simala am 1. Jänner 1860 von P. Benedict Gsell). 

4. Predigt über die Päpste. Am Feste der Geburt des heil. Johannes d 
Täufers in der Ordenskirche der EE. Barmherzigen Brüder zu Wien vorj, 
tragen. Wien 1861. J. F. Gress. 8°. 2 Auil. 

5. Originum ( lister ciensium tomus I in <juo praemissis congregationuiu don 
ciliis adjunetisque tabulis chronologico-genealogicis veterum abbat iaruin 
monachis habitatarum fundatioms ad iidem antiquissimorum fontiuin prim 
descripsit (etc.). Opus caes. reg. academia literarum Viiidobonensi subsidii 
ferente editum. Vindobonae in commissis apud Alfred um Hoelder caes. r\ 
aulae et univorsitatis bibliopolam. 1877. 4". max. \L1 -| LXXXII-f 394 i 
(cum tabula genealogica maxima). 

6. Genchichte und Merkwürdigkeiten de* Stiftes Ztnettl, (In : Führer durch < 
Geschichte, Merkwürdigkeiten und Forste des Stiftes Zwettl. Dem Nied< 
Oesterreichischen Forst - Vereine anlässlich seiner diesjährigen Excursi 



183 

überreicht vom Waldainte Stift Zwettl. Verlag des stiftlichen Waldamtes. 
ZwetU. Gedruckt bei L. HauHwirth und O. Neugebauer. 1880. 8°. 1. 1—14). 

T. Der Cixtcrcimser- Orden. Historische Skizze. Brunn. Benedict iner-Buch- 
dmckeiei. Im Selbstverlag des Verfassers. 1884. 8". 39 f 3 S. (Diese in 800 Ex- 
emplaren aufgelegte, aber seit längerer Zeit ganz ausverkaufte Schrift wurde 
liald nach ihrem Erscheinen ohne Wissen des Verfassers mit willkürlichen 
Veränderungen in's Englische übersetzt unter dem Titel : The Cülcrciun Order. 
Historie*] Sketches iranslmed kam t he (ierman of'Dr. L. Janauschek, Cister- 
r.ian Monk in (he convent of Zwettl, Lower Austria, emeritus professor of 
theology. Dublin, Browne aud Solan, printers. 1886. 8". XIV + 39 pp. Dem 
unbefugten Herausgeber derselben liesa der Verfasser aus Ordeusrücksichten 
nur eine schrili liehe Kü^e zukommen;. 

Unter der Presse: 

8. Bibliw/rri/ibiti lie.rnnrdin» in ■ji.ui Su-ncti Bernardi, primi ahbatis Clara- 
vallensis, operum tum omnium quum stiigulorurn editiones et versiones nee 
non ejusdem vitas atque traetatus de divo viro scriptos guotqaot uque *Ä 
linem anni MDCCCXIJ reperire potuil cullegii etc. — („Xonni Bernardina", 
Pars IV). 

88. P. Coloman Asaem, geboren BL April 1831 zu Gr.-Siegharts (N.- 
Oest.), stndieite zu Hern, Seitenstellen, Krems und Budweis, wurde 28. August 
1851 eingekleidet, Prol'ess am 19. August 1865 und Priester 20. Juli 1856. Er 
wirkte als Oooperatoran den Pfarren Whuligsteig (1856— 1865 1 und Schweizers 
! 1865-1867), als Pfarrer in Siebenlinden (1867-1471), 1878 als Abtei-Secrelär 
njii] Küchenmeister, 1879 wurde erStiltsplarrverwc.scr, 1"SJ Cnnsistiirial-Ratii 
von St. Polten und Dechant dos Deeanates Ur.-Gerungs. 

1. „Feierabend- Musik für die Zither - unter dem Pseudonym „Martin Grün- 
zweig". S Hefte gr, 8". Druck von E. Sieger, Verlag von A. 0. Witzendorf, 
Wien 1859. 

2. ,,!;'l<r-- .■.<■< Gull in der llidu!" Katholisches Gesang- und Gebetbuch für 
Gross und Klein, zunächst für linmme Schulkinder. Die 1. Aufl. 1867, Wien 
Mi chit batisten : die 7. vermehrte, 287 S. 32", bei Heinr. Kirsch, Wien 1890. 

:j. Sech- vitrttiiiiiHitfr l.nder tum Gebrauche bei den kireb Hellen Frocessionen 
tu Muria-J.iddine.iK und in der Clumtoche mit deutschem Text und Partitur. 
H". Wien, Mechitharisten-Buchdruckerei 1867. Verlag des bischöfl. Taubstum- 
men-Institutes zu St, Polten. 

4. Krctwi-rij- und t.'hiru;„:hen- .\ nd'ieblen mit Litunekn und Liedern. Wien bei 

Kirsch 1877, 72 S. 8". 

88. P. Hadmar Lang, geboren 13. November 1882 zu Budweis, wo er 
seine Vorstudien machte, eingekleidet 23, August 1861, Profess 19. August 
1S6Ö, Priester 20. Juli 1856, C'ooperatormOr.-Schonau, 1861 Gymnasiallehrer in 
Wr.-Seusta'it und 1868 am Stiftsconvicte, U)i5 Waldmeister, 1885 Hofmeister 
in Nussdorf, 1887 Vestiarius und Gastmeister. 

..Führer durch die Forste des Stiftes Zwettl-, dem n.-ösl, Forstvereine anlass- 
lich seiner diesjährigen Exeursion überreicht vom WaMamte Still Zwettl, mit 
einer Forstkarte. (2. Tbl. des „Führer", s. Janauschek N. 87 [6j). 

90. P. Gustav Schachert geboren 15. Juli 1834 zu Dobrusoh (Böhmen), 
Studiert« das Gymnasium in Budweis; eingekleidet 20. August 1*54, Profess 



184 

12. September 1858, Priester 24. Juli 1859, Cooperator an der Stiftspfarre und 
in Gr.-Sohönau, Lehramts-Candidat in Wien, Professor unk.k. Staatsgym- 
nasium zu Wr.-Neustadt und am Privat - Gymnasium an Stadt Zwettl, 1875 
Pfarrer in Wurmbrand, 1882 in Schweiggers und 1884 inGobataburg; 1889 Mit- 
glied der anthropologischen Gesellschaft in Wien« Mitarbeiter an der m Topo- 
graphie von Nieder-Oesterreich tt , durchforschte einen Theil dieses Landes nach 
prähistorischen, geologischen, geognostischen Funden etc. und ist im Deaitie 
einer werthvollen Sammlung von grossentheils selbst ausgegrabenen Urnen, 
Steinwerkzeugen, Broncen, Petrefacten, Waffen u. s. w. 

Mirchmnd's Geschichte der Sasaniden. Aus dem Persischen übersetzt und 
mit Bemerkungen versehen (Jahresberichte des k. k. Obergymn. in Wr.-Neu- 
stadt 1870-1871. Wien, k. k. Hof- u. Staatsdruckerei u. Meohithariaten Buch- 
druckerei). 

91. P. Emest Porazü, geboren 9. Jänner 1889 an Keltech (Mahren), 
absolvirte das Gymnasium zu Budweis, wurde eingekleidet 22. August 1858, 
Profess 9. September 1860, Priester 23. Februar 1862; in demselben Jahre 
Cooperator in Schweiggers, 1865 Gymnasial-Lehramts-Gandidat in Wien und 
1869 Professor am k. k. Ob.-Gymnasium zu Wr.-Neustadt. 

Die Eooraois tu>v icpatf {tata>v in Sophokles' Oedipua König (Gymnas. -Programm. 
1872. Wr.-Neustadt). 

Versuch einer vergleichenden griechisch 'deutschen Phraseologie mm Cm*mt*$ 
Bellum gaUicum (Gymn.-Programme 1888, 1889, 1890, Wr.-Neustadt). 

92. Stephan Rössler (s. Aebte N. 61). 

1. Anrede an die im Jahre 1856 ordinirten Priester der Diöcese 8t Pötten an- 
lasslich ihres 25jährigen Jubiläums im Stifte Zwettl am 20. Juli 1881 (in: 
Gedenkblatt zur 25jährigen Jubelfeier der hochw. Herrn Ordinanden v. J. 1856. 

4°. 5 S. Druck v. Friedrich Sommer in St. Polten 1 . 

2. Die aufgehobenen Cistercienserabttien in Oesterreich-Ungarn, Deutschland 
und der Schweiz (in : Ein Cistcrciensorbuch von Sebastian Brunner. Würzburg. 
Leo Wörl 1881, S. 15—51). 

3. Geschichte des Stiftes Zwettl in Nieder- Österreich (Das. S. 542-603). 

4. Das Türkenjahr 16 83 und das Stift Zwettl (in : Studien und Mittheilungen 
aus dem Benedictiner- und dem Cistcrcienser- Orden, IV. 1883. S. 383—388). 

5. Der Orgelbauer und Laienbruder Jacob vom Stifte Zwettl und die grosse 
Orgel in der St. Stephanskirche in Wien (Blätter des Vereins für Landeskunde 
von Nied.-Oesterreich, 1884, S. 178-182;. 

6. Abt Ulrich II Hackl von Zwettl und das Wiener Bärgerspital (in : „Vater- 
land" 1885, Nr. 94 und 95). 

7. Die Stiftskirctie und der Kirchenthurm im Stifte Zwettl. Ein Beitrag zur 
Baugeschichte des Stiftes mit einer Tafel. (Separat-Abdruck aus den Mitthei- 
lungen des Wiener Alterthums- Vereines, XXV. 1889. 4°. 10 S.). 

8. Verzeichnisü der Handschriften des Stiftes Zwettl Xenia Bernardina. 1891. 
1. S. 293-479). 

9. Literatur, Aebte, Codexschreiber, Gelehrte, Schriftsteller, Künstler und Kunst- 
lumdwerker des Stiftes Zwettl von seiner Gründung bis auf unsere Tage, und : Die 
zwei ältesten Bücher- Kataloge dts Stiftes (Das. III. 137—188). 



185 



03. P. Hugo Polly, geboten Ift, Juli 1846 ku Loibes (N.-Oest,), studierte 
zu Kriims.wiirdiicii^.-kl^idH'Ai Aii-il-i 1 N<14, Profits HO. August lC6a, Priester 
26. Juli 1889 und sofort Cooperator in Schweiggers, löT6 Professor der Pasto- 
ral-Theologie in Heil igen kreuz. 1877 Cooperator in Zistersdorf, seit 1878 Stifts- 
ökonora und Baudirectnr. 

ftcdc über den Pctcrxiifcnnig (in : Bericht über die 6. General- Versammlung 
der St. Michaels - Bruderschaft in der DiÖcese St. Pötten uu 15. August 1878 
zu Stift Zweitl, S. 10. St. Polten, Sommer 1878). 

'.'4. P.Raimund Allram, geboren 27. Ain-il 1844zu Hohoneich (N.-Oest.), 
absolvirte das Gymnasium in Krems, ward« 12. September 1865 eingekleidet, 
Profess am 19. September 1869 und 31. Juli 1870 Priester. Er war in demselben 
Jahre Cooperator an der Stifts plärre, 1871 Lehramts -Candida!, in Wien, 1875 
Professor am Privat -Gymnasium in der Stadt Zwel.il und 1876 am k. k. Staats- 
Gyranasium in Krumau und ist Heil. 1885 Stifts- Waldmeister. 

1. Die PluincrwjftiifH- Flora um Krumau. Mit einem analytischen Schlüssel lur 
Bestimmung der Familien, (Jallunytn uuil Arten (4 Programme des k. k. Gym- 
nasiums in Krumau, 1881-1884. Verlag: Gymnasium Krumau; Druck von 
Wit.^hko das. 8». 112 ßA 

2. Zur Biologie de* Fühl,,, •>•■■!„•,■, (Hisd.-Osst, Forstseilnna 1887 Nr. 156). 
S. lieber Beiiirtk-ehuftung dtr Bauernwäl d er [Kalender des deutsoh Sclml- 

vereines 1890, S. 71-76). 

4. Beschreibung der Wälder im Gcrichtsb>zir/.c ZicM. (Im Auftrag des nied.- 
Ost, Forstverein.s veriasst und zur Drucklegung bestimmt). 

95. P. Leo Boissl, geboren 13. Juli 1850 zu Amslctteu [M.-Oest.), stu- 
dierte in Krems und Linz, wurdu i/iugi-kk-idei U, September 18611, am -. S y 
tember 1873 Profess und 19. Juli 1«74 Priester. Er war Cooperator und 1876 
Provisor in Gr.-Schönau, 1877-1879 Cooperator an der Stiftspfarre und in 
DöUerebeim, und ist seither Pfarrer in Edelbach. 

LanilschafU-, Genre- und 1'oHratmahr (Autodidakt '. 

96. P. Robert Wukl», geboren 31. Oktober 1853 zu Baden, machte die 
Vorstudien daselbst und in Wr.- Neustadt, wurde eingekleidet 20. August 1872, 
ProfeM 3. September 1876, Priester 15. Juli 1877, Coo]ierator an der SJifU- 
ldarre. 1878 in Waldenstein und 188U in Windigst eig, 1881 theol. Lehiamts- 
Candidat. in Wien, 1882 Professor des Bibel-Studiums A. B. und der orien- 
talischen Dialekte 111 Iloiligeiikreuc. Ausser vur.-iidi irdenen literarischen Re- 
feraten verfasste er; 

1. Citata et remini«ccntiac ». schpturae apwi h. liemuräum (in : Studien u. 
Mitth. aus dem Benedictiner- und dem Cistercienser-Ord. X. 1889. S. 474—477). 

2. Die Flttsener nach Jus. Flacius und du* M"iiclisihmn nach der Regel ihn hl. 
Benedict (Das. XL 189tl. 223-230). 

3. Die Heilkunde hei den alten Hebräern (Das. XL 1890 s. 424— Ml). 

97. P. Stephan Zahrl, geboren 12. Oktober 1853 zu Nieder-Plöttbach 
(N.-Üesl.), legle die Vorstudien in Hörn und Krems, die Theologie in Heiligen- 
kreuz und St. Polten zurück, wurde eingekleidet 3. September 1874, Profess 
15. September 1878, Priester 13. Juli 1879, Cooperator im Stifte und inZisters- 

dorf, Au&hilfsprieater iu Allruthlt-ig, iKill'-rsliei ml All jkjIIh, und ist seit 

188U Pfarrer in G r.-Lizersdurf. 



186 _ 

„Ueber die Ersiehung der Jugend". Vortrag, gehalten in dar General -V 
Sammlung des kath. Schulvereines im Stille Altenburg (in : „Christi. Hai 
blattet. Beilage zur Kremser Zeitung, 1889 Nr. 6 ff.). 

98. P. Alexander Lipp, geboren 27. Juli 1855 zu Rudmanns (N.-Oes 
machte die Gymnasialstudien im Suite Zwettl und in Melk, die theologisch 
in Melk und St. Polten, wurde eingekleidet 4. September 1876, Profess 19. & 
tember 1880, Priester 8. Oktober 1880, Cooperator an der 8tiftsp£arre, 1881 
Windigsteig und 1883 in Gr.-Schönau, 1887 Novisenmeister und Lehrer i 
Stiflsconvict. 

1. Unsere Pflicht gegen die Veratorbenen (in : Cistercienser-Chronik, Mehrei 
1889. NN. 8-6). 

2. Die Hymnen des Cistercienser-Brevieres. Uebersetzt und erklärt. Wien 18 
Yereinsdruckerei, Verlag Heinr. Kirsch. 8°. IX + 370 S. 

8. Die Wochen-Messen im Cistcrc.-Orden. (Cisterc-Ghron. ELL 1891. N. 27. 8 

99. P. Balduin Feyrer, geboren 21. Oktober 1859 su Meisetechlag 
Böhmen, absolvirte das Gymnasium in Budweis, die Theologie in Klosto 
neuburg und Heiligenkreuz, wurde eingekleidet 7. August 1879, Profi 
2. September 1888, Priester 18. Juli 1884, Cooperator in Schweiggera n 
1886 in Zistersdorf. 

Vergiss nicht der Schmerzen deiner Mutter! Gebet- und Andachtabuch 
Ehren der sieben Schmerzen Mariens für katholische Christen jeden Stand 
Wien, Druck und Verlag der St. Norbertus-Druckeroi 1890, 16*. 619 8. i 
Anhang: „Kurzgefaßte Geschichte der Kirclic von Maria-Moos in Zistersdor 
16 S. 

100. P. Benedict Hammerl, geboren 8. Juni 1862 ssu Erdberg in Mahn 
studierte das Gymnasium in Brunn, die Theologie in Klosterneuburg u 

Heiligenkreuz, wurde eingekleidet 20. August 1880, Profess 12. Oktober 1Ä 
Priester 12. Juli 1885; dann Cooperator an der Stiftspfarre, 1886 in Schwel 
gers, 1887 in Zistersdorf, 1889 im Stifte und Lehrer am Convict daselbst. 

* 1. Die Einfälle <ltr Kurucm in die Gegend an der March in den Jahren 1? 
S bis 11 OC (in : Blätter des Vereines für Landeskunde von Kicderüsterreich 181 
|] Heil 11. S. 284- -801). 

'j 2. Zur Topograjthii- dir verschollenen Ortschaften in Nicderösterrcich. (Di 

jj XXV. 1891. I. H.). 

! 1 1 . P. Otto Becker, geboren 24. Mai 1859 zu Oberpilmersreith in Bo 

' men, absolvirte das Gymnasium in Kger, die Theologie in Klosterneubu 

■ i| und Heiligenkreuz, wurde 0. Gctoher 1880 eingekleidet, am 12. Oktober 18 

Profess und 12. Juli 1885 Priester; dann Cooperator in Windigst eig und lfi 

i in Gr.-Schönau. 

J GeschicfUe der christlichen Kirche für Volksschulen der IHöcese St. 1'ötU 

? Vereins-Druckerei in Krems 181*0. 8°. 57 S. 

[ Artikel landwirtschaftlichen Inhaltes und Feuilletons iür die Krems 

• Zeitung, für die österreichische Kauern-Zeitung etc. 

| 102. P. MaUXUß Holba, geboren 23. Dezember 1861 zu Litschau in Bc 

men, studierte im Stifte Zwettl und Budweis, wurde 20. August 1881 eing 
kleidet, am 27. September 1885 Profess und 18. Juli 1886 Priester. Seither 



187 

er Cooperator an der Stiftspiarre und Katechet an der Madchenbürgerschule 
sowie im Miidehenpensionate in der Stadt Zwettl. 

Urber dm Cistfrcienser - Choral (in : Cisterciensei'-Cli'onik, Mehreraii 1. 68 
Ua B»; iL 52-56). 

108.Fr.AlberikReimond ) ^} l o]' ( ;n30..lä]irierl866zuMaires(N,-Oest.), 
machte die Vorstudien zu Waidhofen a, d. Thaia und Hörn, winde 21. August 
1886 eingekleidet und am 8. September 1890 Proless. 

1. Ilittrr lladmar'* Abtchial RH» "dm M'-iiditii zu Xirrtt! gedieht in: Katho- 
lische Wart*, Salzburg, Pustet 1890, V. 541-542). 

2. Da, Wapptn von Heiliyad-rcu; füedicht, das. 1890, VI 288). 



Die zwei ältesten Bücher-Kataloge des Stiftes Zwettl. 

l. Im Codex N. »4, Baeo. XII, Fol. Svo: 
Hie euntinentur libri aui/wHui tjui hiihentur in zireli/. 

Augustinus super psalmos in quat.uor uolunt. I.Je sermone in monte habito 
in hu" iii.'I um im?, de uerbis apostoli in iino uol. quod sie ineipit. Sancta. et 

i Ultimi 'ImjiiKi (Juinquagiitl ü »melie iii Uli" ip>lmnuir |U nl sie ineipit.. Vocan.s 
genus human um. Omelie super tros uwaii-l. m unn uol. ijiioil sie ineipit Agil.« 



t. In Genesiiti ail literam libri XII in 

dociiinmum ot di- doetrina chiistiana i 



j diftitiicionibus ecclcsia- 
ol. Augusti: 



ad 



ilii'iü Greg'jrii in nun uol. Libri conless. XIII in 
o uol. Augustinus super Johannem in uno uol. 
uol. De trinitale libri XV in uno vol. In Genesini 
,de mandatis lib. primus. et Ysidorus super uetus 
n uno uol, Augustinus de Magistorio er t'Eissio- 
:t. Alborieus m u\: bin barismo ei Soloecismo. et 
de imagine mimdi in uuo uol. Sermones 
n uuo uol, Liber Hon in duobus uol. Epi- 



carissinium sibi C 
uno uol, Enuheridion in t 
R'.itractai.ionuin libur in uu 
cuntramanieheos libri duo et < 
lest, et triictalus aliorum in 
dorm de illustriljus viris. ct. 

' ■ iii iiiiigni. el. Honori 

ad popiilutn. vi Hcimo super Ajiol' 

stole quedam Augustini de quaiiülate atiime. et diuerse epislolo ü 

Augustinus de vera rtdigionc ad ltoiiiaiiianuni ut alia quedam Opera in uno 

uol, Augustinus de gl acta noui test. ut uliaeius Opera in uno uol. Libri XXVI. 

et Augustinus de Ciuitatc dui, 

(Fart: Gest. Bl. 184T. 8. 'JU5, 1044, 1080; den.: Ai.di. f K. Ost, Gesch. -Q. 

ILS.StU-tt&— PerU: An-b. t. i, . .1. (icsch.-K. VIII. 726; Wuttenbach: Ibid, 

X. 609. — Haeuel: Mou. hist. S. 446). 

2. Im Cod. N. 24, bdqc. XIII, FoL 809vo: 

Ist.i .sunt libri pci-tiuentes ad rhiustrum ,s. Marie in Zwetel. 

Registruni gregorii. grcgoi-ius super cimtiea ciinticorutu. gregoriua super 
Ekeohielfilll. omelie gregorii. dialogus gregorii gregorius de pastorali eura. 
moralia gregorii fria uolumina. augustinns de eiuitate dei. de eadem aurelii. 
augustinus de trinitate. augustini epi de pulmo cantioorum. über retraeta- 
tionum augustini. uugii»!iuu.s in libruni i etnicliil ionum. de opere monaeho- 
rum. eti che nili on ungustiui de libeio uibitrio. augustinua de magisterio ad 



t> 



IIB! 

I 



l\ 



188 

deodatum. augustinus super genesim ad Hteram. augustinus de diffinition 
ecclesiasticoruxu docmatum. augustinus de sermone domini in moste al 
omelie augustini de natiuitate domini. augustinus super librtun confession 
augustinus de quantitate anime et alia eius opera. exameron sei. augus 
augustinus in primum quinquagenale. augustinus in seeundum quinqui 
nale. augustinus in tereium quinquagenale. augustinus de scripturis ueter 
et nouis. augustinus super psalmun c nonum. feronimus in danielem. i 
nimus iudaci belli, ieronimusde illustribus uiris. Ieronimus super ezechiel 
ieronimus in libruin ebraicarum questionum. epistole ieronimi. ieroni 
super ieremiam. ieronimus super isaiam. Ieronimus super sex prophetas ni 
abacue sophoniara ageum zachariam malachiam. Ieronimus super sex pro] 
tas osee. iohel. amos. abdiam. ionam. micheam. liber psalmorum secun< 
traditionem sei. ieronimi translatus de hebreo in latinum. beda super lue 
. m beda super cantica cantioorum. beda de tabernaculo. beda super epistolas 

nonicas. beda super actus apostolorum et apocalipsün. beda de temporil 
ambrosius super luoam. ambrosius de offieiis. ambrosius in epistolas pi 
origenes de aduentu domini. origenes super librum numeri. origenes n 
librum iudicum. hugo super ecclesiasten. hugo de claustralibus. hugo de 
cramentis. opus hugonis in iherarchias dyonisii et deoreta pontifioum. b< 
hardus super cantica canticorum. uita bernbardi et malachie. bernhardi» 
consideratione. Ilarius contra omnes hereses. ilarius de trinitate. libri i 
nisii ariopagite. liber anshelmi cantuariensis epi. liber epistolarum cipr 
epietmart. liber cassiodori senatoris. lanfraneus contra berngarum. affii 
hystoria. prima pars flori. seeunda pars flori. cassianus. liber «^«^«1 ad 
noratum et eucherium. uita sei martini. egydii. leonhardi smaragdua. Bi 
nus super librum numeri. omelie iohannis crisostomi. prosper de oontem] 
tiua uita. honorius in dauern visice. ecclesiastica hystoria. regule sanctoi 
et synonime ysidori et uita sesi basilii cosariensis epi. sententie ysidori. u 
patrum. opusculum de actione missarum. li))ellum iohannis pauperis ehr 
1 anglicana hystoria annius seneca. Unum ex quartuor seu concordia euai 

listarum. corpus euangeliorum. glosse gerhardi in matheum. liber mach« 
orum. liber regum. duo libri matutinales veteres. tria passionalia noua. glc 
gisilberti in epistolas pauli. gisilbertus super boecium de trinitate. colli 
abbatis ]>auli de tribus generibus nionachoruni. liber epistolarum et po 
j ficum. libri antiquitatuin iose])hi. isydorus ethimoloiearum. liber honer 

\ omelie heimonis. expositio ruberti tucensis abbatis super cantica canticor 

\ Hubertus de victoria verbi. 



:i 



IV 



WlLHERING 



A. 



Quellen zur Geschichte des Stiftes 



Von 



P. Otto Grillnberger 



a) Handschriftliche Quellen. 

XII.— XIX. Jahrh. — Urkunden in den Archiven zu Wilhering, Hohen fürt, 
Heiligenkreuz, Linz und Wien. Ein Theil der in Wilhering aufbewahrten Ur- 
kunden ist veröffentlicht bei Kurz, Beitrage zur Gesch. des Landes O.-Oe. IV, 
489 ff. ; Stülz, Gesch. des Klosters Wilhering 467 ff., und im U. B. des Landes 
ob der Ens. Aus der Zeit, die letzteres Werk umfasst, sind bei 170 noch un- 
gedruckt. Die Wilhering betreffenden Urkunden des Stiftes Hohentürt sind 
gross tentheils veröffentlicht in den Font. rer. Austr. II, XXIII. 

XIII. Jahrh. — Catalogus abbatiarum Cisterciensium cum diebus et annisfun- 
dationum earutn. „Extremas illeXVI paginas et dimidiam codicis membranacei 
implet, qui ,Liber usuum sive consuetudinura cisterciensis ordinis' inscriptus 
atque numero 4639 notatus in celeberrima bibliotheca olira Middlehillensi 
doctissimi viri J. Phillipps, hodie Thirlestanensi (Thirlestane-House, propter 
Cheltenhamium in Anglia) reverendi domini Johannis E. A. Fenwick asserva- 
tur" (L. Janauschek, Origin. Cist. I, XVI). 

XIII. Jahrh. — Catalogus abbatiarum Cvfterciensium ex codice Musei Bri- 
tannici „M. S. Cotton., Faustina B. VII. Fol. 36" a W. de G. Birch editus (vgl. 
Janauschek a. a. O. XVI). 

1287. - Aeltestes Urbar des Klosters Wilhering. Pg. 4°. 26 S. Im Wilheringer Ar- 
chive. Theilweise veröffentlicht bei Stülz, Gesch. des Klosters Wilhering, 
459 ff". Ein für die Topographie Oberösterreicbs höchst werthvoller Commentar 
zu demselben aus der Feder des früheren Stiftsarchivars P. Bernhard Söl- 
linger, jetzt Stiftshofmeisters zu Krems, befindet sich im Stiftsarchive. 

C. 1287. - Aelteste Chronik von Wilhering. Pg. 4°. 1 6 S. Im Wilheringer Archive. 
Gedruckt bei Stülz, Gesch. des Klosters Wilhering 449 ff*, und im Urk.-B. des 
Landes o. d. E. II, 476 ff". Geschrieben von derselben Hand wie das Urbar von 
1287. Eine ausserordentlich werthvolle Quelle für die ältere Geschichte des 
Stiftes. Leider ist sie nicht vollständig erhalten. 

XIV. Jahrh. — Chronologia Waldsassensis. Im „Cod. bav. 91 ; Cod. lat. 1091, 
62. FoL u zu München (vgl. Janauschek a. a. 0. XVII). 



192 

XIV. Jahrh. — Verzeichnis der Cistercienserkloster in Oesterreich. Im Cod. 
Nr. 279 des Stiftes Heiligenkreuz (vgl. Xenia Beraard. II, 1, 75). 

XIV. Jahrh. — Tabula monasteriorum ordinis Cisterciensis Noviomoniana. Ein 
hölzernes Triptichon, gegenwärtig im Johanneum zu Graz (vgl. Janauschek 
a. a. O. XX). 

XIV. Jahrh. -Hs. IX, 9 der Wilhcringer Stiftsbibliothek. Fol. (Pol. 200: Ur- 
kunde über die Consecration des Andreasaltares zu Wilhering). 

XIV. Jahrh. - Hs. IX, 58 der Wilheringer Stiftsbibliothek. 4°. (Fol. 1-80: 
Viele Wilhering betreffende Formeln, ausserordentlich werthvoll für die innere 
Geschichte des Stiftes). 

XIV. Jahrh. - Hs. IX, 81 der Wilheringer Stiftsbibliothek. 4°. (Fol. 65-99: 
Einige Wilhering betreffende Formeln). 

XIV. Jahrh. - Chronik von Wilhering 1340-1358 im Cod. IX, 158 der Stifts- 
bibliothek. Von keinem besonderen Werthe. 

C. 1343. - Urbar des Klosters Wilhering. Pg. 12°. 19 Bll. Im Wilheringer 
Archive. 

C. im.-Urbar des Klosters Wilhering. Pp. 12°. 38 Bll. Im Wilheringer Archive. 

1343—1344. Fragmente des ältesten WWteringer Necrologs, früher in Hs«. IX, 
35 und 56 der Stiftsbibliothek, jetzt im Stiftsarchive. 

1344. — Heinrich, P. Prior, Tabula privilegiorum monasterii in Wilhering. }L\t 
Nachtragen späterer Hände. Pg. Fol. 130 Bll. Im Wilheringer Archive. Von 
Stülz als Copialbuch A bezeichnet. Enthält viele Urkunden, deren Originale 
nicht mehr vorhanden sind. 

C. 1344—1350. — Fragmente des ältesten Servitienverzdchnisses in Wilhering, 
früher im Cod. IX, 56, gegenwärtig im Stiftsarchive. 

XV. Jahrh. - Cod. 360 des k. k. Staatsarchive zu Wien. (FoL 21 : Fr. Con- 
radus O. C. de Hilaria Magister [1459]). 

XV. Jahrh. — Wiener Uniwrsitäts- Acten III. (Fol. 90: Wilhelmus de hylaria 
1453; Fol. 123 vo : Fr. Chunradus de bilharia wird Magister 29. III. 1459; Fol. 
132: Magister Chunradus de hilhering verlangt die Regentie 1459. Winter- 
semester). 

XV. Jahrh. — Hs. 54 der Stiftsbibliothek von Hohcnfurt enthält .,Sermones 
capitulares per totum annum*\ geschrieben von dem Wilheringer Professen 
Fr. Vitus. 

XV. Jahrh.— l.'rkundenbuch des Klosters Säutenstein. In der Hofbibliothek 
in Wien -N. 12499, Suppl. 124). 

XV. Jahrh. - Hs. X. i!) im Stifte Hohenfurt. (Fol. 13 ff.: Briefe vom Abte 
Jacob). 

XV. Jahrh. — Catafogus ubbatiarum (Jisteniensium. Im Münchener Cod. lat. 
24022 (z. z. 1022. Vgl. Janauschek a. a. O. XVII). 

XV. Jahrh. — Fleucht coenobiorum CisUrcit nsium. Im „Cod. 4781 (Philos. 
603)", Fol. 77-*7vo, der Wiener Hofbibliothek (vgl. Janauschek a. a. O. XVII). 

XV. Jahrh. — Catalogus abbaciarum et monasteriorum nostri ardini.s Cister- 
ciensis. Im Cod. „N. 13ö. Fonds de Thott in folio'* bibliothecae regiae Hafnien- 
sis 'vgl. Janauschek a. a. O. XV III). 

XV. Jahrh.- Hs. IX, 72 der Wilheringer Stiftsbibliothek. 4°. (Fol. 117-227: 
Viele Wilhering betreffende Formeln, besonders wichtig für die innere Ge- 
schichte des Stiftes). 



XV. Jahrh. - m. IX, 102 der Wilhertnijer Stiftsbibliothek. 4". (Ala Vorsatz- 
blatt eine Wilhering betreffende Urkunde vom 4. IV. 1433). 

XV. Jahrh. - Bx. IX, Kfd der Witheringer Stiftsbibhothek. 4». (Auf dem 
Nach blatte Fragm. einer vom Abte Jakob zu Wilhoriiig ausgestellten Ur- 

X V. Jahrh. - Bf. IX, 104 der Wilheringer SlifUilliothek. 4". (Als Vor- und 
Nachblatt Fragm. von Wilheriiig betreffenden Urkunden). 

XV. Jahrh. - Ih. IX, 10ß der Witheringer SliftsbibUothek. 4°. (Enthalt zahl- 
reiche Wilhering betreuende Formeln, wichtig für die innere (i '.'schichte des 
Stiftes. Mit Benützung von handschriftlichen Aufzeichnungen des P. Bern- 
hard Söllmger besprochen und theihveise odirt v. J. Hurch in den Studien 
u. MlUheüungetiausdem Bened.- und demCisterc.-Orden. XI [1890J, 104—115, 
275-290). 

XV.Jahrh,-i/s./.Y,/.^,/.r Wi!herMgerSliftstohlir>thek.4°.(V<,l2ivQ:Grüii- 
dungsjahrWilhorings; Fol. ISO: Mehrere Wilbering betre neu de Formeln, für 
die innere Geschiente des Stilles nicht ohne Werth). 

XV.JiAirh.-Ih.IX,14!)>lttWiUuringt r Hli)LdMi»Ü,tk. 12". (Auf demRüok- 
deckel, innen, Fragm. einr-r vom WilheHngcr Abte Wallln'i ausgestellten Ur- 
kunde). 

XV.-XlX.(?)A^rh.-Necrologiendes(!hmherrensti/U^Klosterneiattrg.F , ol 

1419. - üccrologiwn dt» Kloster» EhijcUicU. Fg. Fol. 102 8. Im Wil heringer 
Archive. Enthält viele Namen von Wilheringer Proteasen 

1459. — IleijUtrum mMotferionnn Ordmit O itHreim t ü Ahlernpacmse. Im kgi. 
Archiv xu München (vgl, Janauseliek a. a. 0. XXj. 

1462. — Longns, Johannes, Nterok gi wm dm Ktotttn Wilhering. Verloren 
sin.] 1-31. L, 1-11. V., 20-30. VI., 1-10. IX,, 11-31, X. Stand bis zur Mitte 
dw XVII. Jahrh. [m (Ji-l.iHm-.h. Sein wertbvoll. 

XVI. Jahrh. - Copialliuch in WiUieringer Urkunden, von Stilist mit B 
bezeichnet. Viele Urkunden des 8lifl.es sind uns nur in diesem Werke er- 
halten. 

XVI. Juhrb — Auxzuy nn, dt tu ntlen h/iuurtiriUsrhti/rt . u Wilhrrinntf wie das 
noch jetziger Zeit -tasell^l gr!:i!tt>i „iredt. Hs. Nr. Ml (Fol!. IGOff.) des Starbem- 
berg'schen Arcliives zu Kfvrditig Hriilier zu Riedeck). Vgl. Chmel, Geschichts- 
forscher I, ISS. 

XVI. Jahrb.- Adam. Johann [Abt 1626-1529), KnUtlug der SämtOhtmtt 
Prälaten. Im Pfarrarcbive v.u Siiusenstüin 

XVI. Jahrh. — Ordo Aliluttiarwn fiaerim: religiij.ii i'i.-lereiensi--, Ordinix seeun- 
ilum nrioritiitem iilndnt.ir.tnis eiijuslil.H iii-masterü — Nomina abiiHtiarum et 
Prioratuum tum Religio so rum ijuatn Miiniuliuin. — Desoribuntur monasteria 
Ordinis Cisterciensis (securidiim) Geuorationes et Filiationes. Im Cod. „Fond- 
Latin H.1NBP der Pariser Nati-.ii al- Bibliothek (vgl. Janauseliek a.a.O. XVIII). 

IMS. - Jnhnniies dr Praga, Ver:Hchnins der C'ixtercimxer-Kl'ii<ter. Im Cod. 
334 des Stiftes Heiligenkr,:uz (vgl, Ken, Beniurd. II, 1, 202 n. 334). 

1509—1M7. — (Cnpar, Abt), VeniUrdcl, wer gen Williering MM anliegende 

:■ 'iß oder tu »eelgereth gegeben hall. H". 44 S. Im Wilheringer Archive. 

Eine andere Hs. befindet sich unter den Collectanea genealogica fcjienkl's im 

ständischen Archive zu Linz. Chmel [GeaohichtsforBohar I, 155) traf eine 

solche vor etwa 60 Jahren auch im Starben» berg' sehen Archive zu Riedeck. 



104 

Das "Werk ist tiir dio äussere Geschichte des Stiftes von grossem Werthe. 
Theiiweise ediert von Hoheneck LI, III. 

1511.— 40 WiOuringer Urkunden, vidimiert durch Propst Peter von St. Flo- 
rian, i". Im Wilheriiigi-r Archiv«, 

C. 1517. - Panläding Buech des Klostars Wilhering. 4", 148 3. Im Wilhe ringe r 
Archive. 

1528.— Vrhar iks Klo-krs Wilhering. 4". Im Wilheringer Archive. 

1528-1790.- Wappen der oberö.i terrächi*chen Verordneten den Prälaten-, Her- 
ren- und PitUrstandes, sowie der la m Iexf«r*tlichcn SUidte. 9 Bde.: I. 1528-1790; 
II. 1730-1847. Fol, Im Museum Francisco-Carolinum zu Lina. 

1546— 1620. - Regelten zur Geschichte von Wilhering. Fol. Im Wilheringer 
Archive. 

1560. — urbar den Gotteshauses Wilhering. 4°. Im Wilheringer Archive. 

1575. — 8chw8talngcr, Thomas, 0ntndbuA,darm^n ga H artuw wt fffl fcgdi f 
recht frei ttigne Gült und Dienst, Einkamen, so durch Untertlianen und . !■■ 
in Oestcrreich unk r der Ennn cermmj der alten Urbar und Grundbücher . . .jährlich 
am Tag Michaeli, tUdumni, Siiiwui und Martini van den (lebArgm und Gütern 
yedient werden «oll. 4°. Im Wilheringer Archive. 

1581. — Perger, Hiilderiuh, Beschreibung der Wilheringer Weingärten tu 
Klosterneuburg. 4". Im Wilhnringer Archive. 

1582. — Vermerkt die Dienst, so vonnlbn da QotttshaMM» i Wilhuriiig) Unter- 
thanen im Lande unter der Enns jährlich um Tag Michaeli eingenomen werden. 
Fol. 96 S. Im Wilheringer Archive. 

1587, 10. n.- Inventar des Kloster* W\ll«:ring. 4". Im Wilheringer Archive. 

1592. — Fr. Benedk'tns de fllaehi, Gumalogia munasterioruin arduu 
dentis (vgl. Janauschek a. a. O. XIX). 

XVII. Jahrb. - Strein, Keichnrd, Freiherr r.n Sehwnrjtenao, Manuxcrip- 
tum gentalogicum. 15 Bde.^Im ober' ist erreichisohen Landesarchivo. rill. Bd_: 
Notizen über die Wilheringer). 

XVII. Jahrh. — Tabula mann^Uriwum ordinis ' 'i-ti rcien.-ds. In i 

XVIL Jahrh. — Tubulär momtstrriorum ordinis flistercieniis. In Reim, (vgl. 
Janauschek a. a. O. XX). 

XVII. Jahrh. — Tabula munasterioruin wiwi ordinU CisUrcien^s ab anno 
MXOVI11 t'imdatonnn juxra geiifi'iiriones ipiiiirju« linearum. Schreiber: F. 
Udalricus Honner. Alderspftcensis. Im „Cod. tat. 2882. Aid. 852, in 4", 29. Fol.-' 
der Münchener llot'hililiothck , vgl. Janauschek a. a. O. XX i. 

XVII. Jahrh. — Tabula monuntrritiruin '.'/■(crcirn-tum. Am Schlüsse: Summa 
monasteriorum 821. Haoc tabula concordat cum talndamoiiasteriiEbraoenaiB, 
quam Eev. Claudius Generalis approbavit 1654 et ex eadem descripta CuJt per 
F. Bern. Wiellinek, proi'. mon. B. M. V. de Langheimio. Im Cod. „E. VII. 7. 
In 4"" der Bibliothek zu Bamberg (vgl. .Janauachek a. a. 0. XX :. 

XVII. Jahrh. - Gedichte von Christoph von Schallenberg. In der Wiener Hof- 
tiibliolhek (F,in Gedicht an Alexander a Lacu). 

XVII. Jahrh. - Ocden, P. Nimrdiis (1654-1683), Berits abbatum Cellae 
Angelurum. In der Wiener Hofbibliothek. 

XVII. Jahrh, - Wimberg, Ah t Benedict (1676-1887), ChronikvonS 
stein. Im Wilheringer Archive. 

XVIL— XIX. Jahrb. Neerologinm Reichcrshergcnvc. In Reicher 



195 

1610.— F.neiikl. Tub. Ilartin. Frh. V-, Coltectanea genealogica. Im Mus. 
Franc. -Carol. zu Linz (Nr. 8. - 1, Fol. 98 : Urkunde ; II, Fol. 130 ti". • Auszug aus 
dem Vennerckt des Abtes Caspar I). 

1614. - Inventar des Kloster« Wühcrimj. 4°. Im Wilheringer Archive. 

1617, — lirj/ittrr il.;- WtUurimfV Vrkmiat. Fol. Im Wilheringer Archive. 
Du* Wt-rk isl . insuti-nii.! nielit. ohne Wertli, uls in demselben manche Urkunden 

verzeichnet, sind, die jetzt tV-Klon. 

1639. — Inventar des Klosters Wilhmnth 4". Im Wilheringer Archive. Wichtig 
für die Buugesehiehto des Stiftes. 

IM0. — Rii|i|inn. (jrc'iir, Ormulliuch über dir. Stift WitheringUvhen Besit- 
zungen, tlii. rim Krem* nin renealtet wurden. Fol, Im Wilheringer Amhivo. 

I6M.-Ilehie.li, P. All.ericiis, '-„pmlbuelivm Urkimüm des Stifte* Willienng. 
Fol. Im Wil!ii«i'ii!i;''i AM iv . 

1654. — 0»ü T P. Simon. Nen-t,h„j,it.m. hi ipt» »umtun ih funet'irum fundittorum, 
nlil.ntnm. PBHMUgirfm "''"'". tQHfOt&tt OiOtVM nr. nlim-iim ">nie.,rum, inclyti NWWO- 

uteriinostri BOariauit MMfAtCMMT. Mir Nachtragen bis 1840, Pol Hb, IX, 194er 
WfUwliigur BÜftsMbliothek, bn Auszüge verdSbnttiohl bei Si.ülz, Sesoh. des 

Klosters Wilhering IH'i 11'. Insoweit die Avlmil von Du lieiTnhrf, Est .sin nur 
mit grosser Vorsicht zu benutzen. 

1666- Urlmrium Uberitwwär Caspare- Avbtm (meerlrautten . . . Stiljftvnd 
Ctoster WillicriH'/s AU >■„,/ Stirn »well in ober «Iss Nider (Jesterreich der Zeit 
hallenden Ainkhonimrn, Hilden tlc. I". Im Willieringu Archive. 

1671. — Tabula monatkriorum seit ttltlitüitirtiui «wi et relifii-H-'simi ordinis 
Cixterciensis, descripta ox tabula eeclesiae lloieutisshni u<; celoberrimi mona- 

sterii Ebracensis, tnatris eeclesiae innililiiis in i.storii de Langhemio, 

approbafa a roverendissiniu ac Ülustriasimo D D. Claudio Vausfin, abbate 
Cistercii ac capite totfua ordints a. 1654 in meiwe Jnnio, quando hu» prae- 
sontia illustravit ae visitavit superiorciiu (ioimaniam. Im Cod. „E. 7. 7. in 4"' 
der Bibliothek zu Bamberg (vgl. .lanauschek a. a. O. XX). 

1680, 1. VIII.- ftmetofe, entlialtend alte landetfürstlichen Urkunden de» 
Stiftes Wilhering, Ije.üütirjt vin Ixopald I. Im Wilheringer Archive. 

1692. - Strulil, P. Georg, Abluititi !IH<irir>,.-,t, historinliter promixatvm per 
dititvyum propatita. Mit einer interessanten Ansicht des Klostors. i". Im Wil- 
heringer Archive. 

1699. — Strnhl, P. (ipiirs, (lesehichlc oon Sdusenattin. Im Pfarrarchive zu 
ftHnnffinnhiin 

XVII./XVIII. Jahrh. - Strolil, P. Georg, Mtieopati» memorabiliter monu- 
mentalis, id est: Austria regulariter ini'ulata, sub quadruple! diversae reli- 
gionis patrocüiio ordinc alpliabetico per dialogum declarata seu monasteri- 
oitim Austriae descripiio. Fol. (64 Bll. Im Stii'tsurcliive zu HeiligHikreuz. 
Enthält eine kur/.e Geschichte WUheringS. 

XVHJXVH1. Jahrh.- Hm. VI,34derWWeringerStift*bibUothck,4 , '.V.nthiat 
Willn titi.l' l-i.'ii.M'i'nde Briefe und Brieffoimaln. 

X VI1L .lahrh. — Serie* und V«rimek*im der Landeshauptleute, der Landen- 
Antr.ilte, Vi.,,/,,,,,,-. Jjtndschrtiher, Landschafts-Obereinnehmer, der Herrschaften, 
K /■>•!■ t und Pfarren in OexterrcichobderJSnns. Im oho rostfrei einsehen Landes- 
archive. 

ia* 



190 

XVIII. Jahrh.— Donschon, Panthaleon, ParvwFons,qutcrevüinfluvmm, 
i. e. Cistercium, se ipsum in compendio et abbatias utriusque sexus cum tem- 
pore ab ipso derivatas ac per orbem christianum diffüsas; item priöratus, 
collegia studiorum, praeposifcuras, hospitalia, xenodoohia atqae domos saera- 
rum militiarum sub Cistercii vexillo militantium, item plurimas alias aedes 
Cistercienses hactenus vix vol partim notas alphabetica methodo succincte 
reprae8entans ; ac qui praecipuus ejus scopus est, earum fundationes circa 
annum, dioecesim, regionem nee non et fundatorem, in quibus et nostri et alii 
scriptores non raro discropant, critice pandens. 2 Bdd. Fol. In der Würzburger 
Universitätsbibliothek (vgl. Janauschek a. a. 0. XXVII). 

XVm. Jahrh. — Tabula abbatiarum ordtni* Cisterciensw. In Stams (vgl. 
Janauschek a. a. O. XXI). 

XVm. Jahrh. — Weinberg[er], Coelestinun, Biblioth. monast B. M. V. de 
Oella Angel or um Ord. Cist. in Austr. Super., Compendium chronologicum de 
ortu et progressu monasterü B. M. V. de Cella Angelorum vulgo Engtlsieü . . . 
ex chartario et chronicis mss. dicti monasterü. Böhm, Hss. des k. k. H.- u. 
8t.-Archives zu Wien, S. 68, Nr. 161. Eine Hs. auch im Wilheringer Archive. 

XVm. Jahrh. — Weissbacher, Chronik von Engelszell, citiert von Pillwem, 
Hausruckkreis, S. 12 ff. 

1701. — Hoheneck, J. G. A. v., Epitaphia, Grabschriften und andere Monu- 
mente, welche ich hin und wieder absonderlich aber in den Kirchen der Erz- 
herzogthümer Oesterreich ob und unter der Enns zusammengetragen. Hs. 
Nr. 104 des Mus. Franc-Carol. zu Linz. 

1704. — Inventar des Kirchenschatees in Wilhering. 4°. Im Wilheringer Archive. 

1706. -Finster walder, Benedict, Ratiischlüsse des PrdkUenstandes von 1676 
bis 1706. Fol. Im Wilheringer Archive. 

1713. — Monoffterium Hilariense vulgo Wilbering seu Accurata Descriptio 
Quando nimirum hoc et a quibus fundatuin. qualitcr deinde a diversis Patronis 
successive auctuiu, quot et quos a tempore fundatioriis usque in hodiernum 
diem numeret abbaten quosvo sub bis singulis genuerit sibi rcligiosos ac Pro- 
fessos, quibus ot Hi omnes fulserint muneribus ac offieiis et tandem quando 
obierint: facta sub laudat-issimo faustissiinoque Rcgimine Rev. ml . . . Hilarii 
eiusdem monasterü abbatis . . . Anno Domini MDCCXIII. die 12. Maij. Con- 
scripta per Frau eisen m Joan u ein Bartholomej Katisbonensem pro tempore 
hujus asceterii scrihaui. Obwohl das Werk grossen Mangel an Kritik verräth, 
ist es dennoch für die Stift-sgeschichte von hohem Werthe. 

1714. — Necrologium des Klosters Engehzell. Pp. Fol. 108 S. Im Wilheringer 
Archive. Auf dem Rückdeckel, innen, eine Series abbatum monasterü Cellae 
Angelorum aus der Feder des Abtes Leopold (II) Heiland. 

1719. — Heiland, Leopold, Synopsis annalium monasterü B. V. M. ad Ceüas 
Angelorum una cum abbatum srrie. Fol. 94 S. Im Wilheringer Archive. Mit Vor- 
sicht zu benützen. 

1725. — Index abbatiarum Ord. Cist. per Universum orbem : eo ordine dispo- 
situs, quem Cistercii in capitulo generali observare solent. Schreiber : F. Godo- 
fredus B. Bibliothecarius (Loci S. Bemardi). In Bornhem (vgl. Janauschek 
a. a. O. XXI?. 

1734. -Eine kurze Geschichte von Wilhering. 4°. Im Wilheringer Archive. 
Ohne besonderen Werth. 



197 



1741. — Notitiu fundnUoni* Monasierii I:. M V. m llt/ana nU'ju Wiüiermg . .. 
cum, catalogo DU. Abbatum et FF. Profus so rum. Conscripta . . . a P[atre] 
A|l»no| A|icliingei-| H|ilariau[ I'j njfesso|. Fol. hu Williei-inK«! 1 Ardiive. i'ür 
die neuere Guse.hicbte de.-, htilli-s von li'iln'in Werthe. 

1741. — Annaies monantarii It. M. V. de Ihiaria ab anno 1741 et sequentibus. 
Fol, Im Wilheriager Archive. Olumliühereu Wer Li i,nliür immerhin interessant. 

1752. — Abrege, chranologique et historique des abbages de Vordre de Uüteaux 
tiint en France que dans les pays etrangeis disfribuees par lilialioii en diffe* 
rents Chapitrea, avec les endroits ou g'oa doit adresser les lettres pour les 
abbaves, et les dioceses ou elles sont skuees. Im Cod. „Abbayes de 1' Ordre 
de Cisteaux. Chapitre de 1738, L. 228. Chartac." der Bibliothek zu Freiburg 
i. Schw. (vgl. Janauschek a. a. O. XXIj. 

1758, — Inventar des Kloster* Williering. 4". Im Wilheringer Archive. 

1754. - Urbarium über die. sowohl zum Sli/I Willi- ring als zum incorporirten 
Spital in Ottcnsheim gehörigen verzückten Dienste in feste- SS. Üeorgii et Stepliani. 
Fol. Im Archive zu Wilhering. Die tin tragungen reichen bis 1803. 

1754—1780. — Ordnung und Frag des l'antnding, wie solchen nach allen L'ibl. 
gebrauch und llerkhoinen tn-g dem t "• ottslmii ■, Wilhering jnrlich •/•■halten ii-irdt. Fol. 
Im Wilheringer Archive. 

1765. — PacliniT, 1*. Jiiliaiiiis, Album monaslerti 11. M. V. de Uilaria valgo 
W'iUieringen . . . seu Ualalogun li. D. Abbatum et lUligioxorum huiux monaxteTti 
Professorum. Fol. Im Wilheriiigor Ardiive, Wichtig für die neuere Geschichte 
dea Still es. 

1800.-St«iglehuer, Abt ('ülestui (II von St. Emmeram), A>ta/j/iia notuiu 
digniora in celeberrimo monasterio sacri et exempti ord. Pwt. ad B. V. M. in Wil- 
Hering descripta. Ks. IX, 57 der Wilheringer St.i)'i.sbi1.ilk>t.liek. Die Abschriften 
sind nicht immer genau. 

X\ UI..XIX. Jahrb. - Haydor, Benedict».* (f 1808), Annalium CU<rcii 
Pomartensis reliqum;. Dosffliptu ■ P. 'B|i.;riiardoj G|rünnj ejusdem coenobii 
prolesso (f 180B). Fol, Im Archive dea Stiftes Heiligen kreuz. 

XIX. Jahrb.. — Tabula abbatum Bilariensium. In Wilhering, Für die ältere 
Zeit werthloa. 

XlX.Jahrh. — Lamprecht, Juli. Rv,, Skizze der Geschichte der LHtkexc Linz. 
Im Besitze des Verfassers. 

XIX. Jnhrh, — KHbliugiT, Igliü/, Materialien cur Geschichte von Sätuea- 
rfnn. In der Stiftabi bliothek in Melk. 

XIX. Jahrh. - Dclie, F. Ambrtis, Chronik der Pfarre Theras. 4". Im Wil- 
heringer Archive. 

XIX. Jahrb. — SiHlingiT, 1'. Bernhard, Btgetttn zur GesshicIUe von Eni/els- 
ttll, Säusensletn und Willtering . Im Wilheringer Archive, Die Kegesten zur Ge- 
schichte Wilhermg* (Fol S. 428) reiehen bis 1500 und übertreffen alles, was 
bisher über die ältere Üesclnchto des Stütea geschrieben worden Ist. Vielfach 
interessant für die Geschieht.« des Klosters sind auch dessen Materialien tur 
<,, ■flucht.- du- Wilh.-i-imjir l'i'arreu um! /.u einem Kataloge ihr Wilheringer Pro- 
/'essen und Aufzeichnungen aber die Itezirhungen ihr in den XcLrolugien Itll- 
hertngs vorkommenden Adeligen zu diesem Sttjte. ^-„'cii« ürug in Wilhering. 

XIX. Jaluli. — Kloilirr, P, Halamid, OhronikdcrPfarre Lconfehlen. gr. 4° 

860 S. Im flarrarchive zu Loonfohluu. 



J98_ 

1804. — Schallmeyer, P. Johanne» Kv., Notitia historico-Uieraria decodid- 
bus manuscriptis in bibliotheca monasterii Hilariensis 8. 0. C. extanUbus. 4*. In der 
Wilheringer Stiftsbibliothek. EineÜoissige, aber vielfach mangelhafte Arbeit 

b) Gedruckte Quellen 

1601. — Meixner, Sebastianus, Carmen in felicem incmgttrationem Dowuni 
Alexandri a Laeu abbatis Cremifanensis. Viennae, typis Francisci Kolb. 

1614. — Fr. Sigismundus prof. Coronoviensis, Tabula onmmm monasteri- 
orum Ord. Ost., tarn eorum quae nunc exstant, quam illorum qnae perierunt, 
cum suis dioecesibus, fundationibus, filiationibus diligenter et aocurate con- 
scripta. Posnaniae in officina Jo. Wolrabi. 

1631. — Henriquez, Chrysostomus, Fasciculus sanctorum ordinis Cistcr- 
ciensis, compleotens Cisterciensiuin ascetarum praeclarissima gesta, hujus 
ordinis exordium, incrementum, progressum, praecipuarum abbatiarum per 
Universum ordinem fundationos, ordinum militarium origines. Libri II. Colo- 
niae Agrippinae ex off. Chob'niana, suinpt. Petri Cholini. 4°. (Tom IL 485 ff. : 
Catalogus alphabeticus aliquorum monasteriorum secundum lineas etgenera- 
tiones ; unter den aufgezählten Klöstern auch Wilhoring). 

1686. — Ama poeticum litaniarum Lauretanarum dedicatum R m > Uilariensium 
praesuU 1). D. Georgia . . . cuius et liboralitato editum est. Lincii Austriae typ. 
Joann. PaltaufT. 12°. (3 sqq. : Schreiben des Abtes Georg Grill). 

1640 — Jongelinus, Gaspar, Notitia abbatiarum ordinis Ostereiern** per 
orbem Universum libros X comploxa. Acc. ManipulusHemmenrodensis librum 
unum complexuö. Coloniae Agrippinae, typ. Jo. HenningiL Fol. (IV, 31, Nr. 4). 

1641.— Jongel inus, Gaspar, Originesacprogressus ordinis Cisterciensis abba- 
tiarum et equedrium militarium de Calatrava, Alcantara, Avvnj, Montem, de Christo 
et SS. Mauritit et Jjizari. In oft". Kirekmanniana. Fol. (s. 1.). 

1642. — Manriquc, Angel us, Cisterciaanum scu vertu* ecclcsiasticorum anna- 
lium a condito Cistercio tom. II. Lugduni, suinpt. haerod. G. Boissat et Laur. 
Anisson. Fol. (48: Gründung Wilherings). 

1656. - Visen, Carolus de, lJihliotheat svriptorum mari ordinis Cistcrciensi*. 

Ed. II. Coloniae Agrippinae apti<! .Io. Biisaeiiin.4". ( Anhang: Chronologiaanti- 
quissima inonasterionuii ordinis Cistcivicnsis; darin über das Gründlingsjahr 
Wilherings). 

1674. — Vischer, G. M., Topogrnphia Austritte superioris modermte, das ist: 
Contrafee und Abbildung aller Slätt, Cluster, Herrschaften und Schlösser 
dess Krz-Hertzogthuinbs Österreich oh der Enns, welche theils nach freiem 
Aug, Theils nach der Perspectivae Kunst ad vivuni delinirt und abgezeichnet 
worden, sanibt einer Spccilieati»»n der jetzigen Herren Possessoren und Be- 
sitzer. Hervorgebracht durch Aigenhändige Midie vnd Kosten G. M. V., der 
lohl. N. O. Landschaft! geographi. <Fol.21. r >: Williering; sehr interessante. Ab- 
bildung). 

1077. — Ret teil parlier, Simon, AiuuiUs monasttrii < 'remifanenxix. Saiishurgi. 
.loh. Bap. Mayr. Fol. (237: Alexander a Laeu: 23« sqq.: Anton Wolfrarit). 

1683. — Verstockt, Gaspar, monachus Loci S. Bernnrdi, Geticalogica de~ 
duetio abbtUiarum ac monmteriurum Ord. Cist. per itnitwuin orlnm fundatomm 



di-sunipta ex variis cjusdem auclorilms: speciutirn Chrys, Htmriijuez, Aiigelo 
Manriuue el Gasp. Jnngctino, Antwerpinc, typ. Marcelli Parys. 12°. 

1(192. — Nessel, l))tiiii*l de, Sitjipkmentnm Uru^chuimim sive Gasparis Bru- 
si.-hii nupiuish.ii-jvi'niii et fi|iisi:o|iii.tiHiin ( iiTiMiLiiisLij prutcipunniin iic maxime 
ilhistriuin chronicon sive centurin mcunda. Vindobonae typ. Jo. Jac. Mann. 4". 
i.HSsijrj.: Hi!aria|Bnis<;hius hui ollenhar Quellen benutzt, die jetzt nicht mehr 
vorhanden sind, und insofern ist seine Darstellung von liohem Interesse ; im 
übrigen /ein' sich IiäiitinMuiigH «n Kritik]; O'.Hic Kinzeldateu iibcrWil bering). 

1690—1697. - I* Nain, Petrus, AWi de ßMMrftt de Vordre de Cileaux. 
Paris. (Bd. IX, Anh.: Table ehroiioliJgi>jMe des abbaies de l'ordre; darin Be- 
merkungen Über da« Grund ungsjahr Wilheriugs). 

1696 - l'.iiceiinu*. Gabriel, Germanin topti-dtr<i)ttt->.U'Miii<iUi-tjraphica sacra 
et profana. Ed. II. Franeol. ad M. ap. Laur, Kroninger. Fol. (1,95). 

1700. — Kartm-Jux, Augustinus, Oiat t KJ m n Bis-tertium seu Büstoria Elo- 
^iaiis, in rjuii Sacertirni Ordiuis Cistercienais anno Domini 1638 a Sui ori- 
gine sexies, seu Bis-Tm- Saeeularis IViinwilia iin-i-L-Tinut-ii, l'raeclara Gesta, 
Merita in Ecelesiam Orbemi|iie Ohristiamiin, Fraarogutivnc . . . Connexiones 
cum Religi'iMs Unlinibus, LViüimliloruia Series' per Terra« Austriaca m.ijuc 
cliain I'orKonauSaiicIimoniuei-c. illustres nova inethodo reeeuHent.ur. Vetero- 
Pragne, Typis Arehj-Episcopalibus in Cnile-in S. Norberti apud Woliganguin 
Wickbart. i". [668: Antonius epfsoopua prfncapB; 1U99- LllKJ: <j<. H ehichte von 
Wilheringj. 

17u2. — Scüramb, A nst-l rniiH, IJhrimicon MiiX tmt t , \mtiiiii<-, typ, Joann. 
Üco. Schlegel. (714, 7Ü0 sipp: Anton Wnllradt,. 

1708. — Sarliiiiiis. Augustinus, Vtricutuchtai L'ittcrcüm Itit-terlium. Vor 
8 Jahren in lateinischer Sprach zum Druck iicii.nl ml. »hjidzip aber mit Bev- 
liigung der Stiftung« - Historien der Clöster in ganz Teutschland vermehrt. 
Gedruckt zu Prag bey WolH'gang Wickbart. 4". (1003 f. : Wilhering). 

1717. — Marlene, Kdjiiuniliis, et L'rsimis llurand. Tlicsaurtw novus aaecilo- 
(wam. Lut. Par. sun.pl. Floruntini Delaulne etc. Fol. (IV, ool. 127«, a, 1193). 

1717. - Insprugger, Sebastian!!*, Austria Muj'pi* 'jmyraphieix dütineta 
rtntmquc mrmornlnlium hixtoria. Vieimac. 2. Bd. 8". 

1723—1725. — Liuck, Bernaidus, Ammin Austrio-f'Iaru- VqHwmW. Viennae 
Austritte, typis Wolllgangi Scbwendimann. Fol. (Enthalt viele Einzeldalen 
über Wilhering; vgl. besonders I, 542, 678; II, 592). 

1724.— Klu'M- nbi llei, Fr. Christ, v., Annalium lit-ihiiiiii'/mrum teilender 
T/ieil. Leipzig, M, 0. Weidmann. Fol. (155: Anton Wolt'rodt). 

1717 IlMllBlw. Marcus, G erm a mar sacrac tarn. 1. Aug. Vindei, sumpt. 
Ge. Schlüter et Mai-t. Happuch. Fol. (306: Gründung von Wilhering). 

1727-1747. - Hnhearuk, .1. U. A. Freiherr von, Die töbltdien Herren 
Siiuuli- dte» KrUhtrUoylhumb Uxterrcich ut> d-r Entw. 1'assn.u, gedruckt bey 
Gabriel Mangold. 3 Bdd. Fol. (II, 58, 71 f., 683, 686; III, 6, 40, 194, 197, 210, 
221, 318t, 354, 356, 421, 5041;, 5191',, 029 f., 663f., 697, 802: Einzeldaten; 
11, 825-831: Hislorischo Bescbreibung de» lrtbl. Stiftt- und Klosters Wil- 
hering. Steht mit den vorbaudeiien Urkunden vielfach im Widers] iruch). 

178. — Uropp, f. Ignaliu-, Monumcuta .lepulchrutiii wnfriwii Ebraemtis. Ac- 
eedunt aliii quaedam monumeuta historica. Wirceburgi, sumptilms l'bilippi 
Wilhelmi Fuggart, typis Marci Antonii En^iuami. 4". (92— 1U6: Exceiptuiu 



200 

neerologii monasterii Ehracensis ; 107—110: Catalogus abbatum Ebimoennum. 
Wichtig iur die Bestimmung der Reihenfolge der Wilheringer Aebte). 

1782-1744. - Raupach, B. y Evangelisches Österreich, d. i. historische Nach- 
richt von den Schicksalen der evang.-luther. Kirchen in dem Erte-Hertzog- 
thum Österreich. 6 Theile in 4 Bdd. Hamburg. 4°. 

1784. — Die in dem Nahm bisher verborgene, nunmekro entdeckte HerrUchbeü 
dess Weyland Hochwürdig- und Gnädigen . . . Herrn Born, des Hochlobl 8t*£ls 
tu Wilhering . . . Abbtens . . . den 24. May als den ersten Tag seiner Solennen 
Exequien rurgetragen. Lintz, Jos. Gasp. Leidenmayr. Fol. (Leben und Wirken 
des Abtes Bonus). • 

1784. — Champaigne, Athanasius, Ein Geliebter Gottes . . . Hüarnu, dem 
HochtöbL Stiffls tu Wilhering . . . Abbt . . . Bey seiner solennen Begrabnuss und 
zugleich gehaltenen zweytagigen Exequien den 12. Augusti 1784 in kurzer 
Trauer-Red fürgestellet. Linz, Joh. Mich. Feichtinger. Fol. (Leben und Wirken 
des Abtes Hilarius). 

1788. — (Sellner, Gnillelmus), Brevis notitia monasterii B. V.M. Ebraoensis 
S. O. Ciät in Franconia. Roinae (richtig : Ebraci), typ. Barnabo. 4°. (4 ff.: Grün- 
dung von Wilhering; 168 ff. : Wilheringer Aebte aus Ebrach). 

1740. — Manrique, Angelas, Annales Cistercienses . . . von Bonifacio Hill- 
prand . . . ins Teutsclie übersetzt, Regensburg, Caspar Memmel. 2 Bdd. FoL 
(IL, 67 : Gründung von Wilhering). 

1740. — Preucnkuber, Valentin, Annales Styrenses . Nürnberg, Joh. Ad. 
Schmidt. FoL (825 : Alexander a Lacu). 

1 747—1754. — Hanthaler, Chrysostomus, Fasti CampiUUenscs. Tomi II. Lin- 
cii, sumptibus Franc. Ant. Ilger. FoL (Appendix, 47 : Gründung Wilhering»). 

1753. — Praunseis, Benedict, Trauer- und Lobrede über den Tödthchen Hm- 
tritt des Hochwürdigsten, Hoch- Edelgcbohrenen und Hochgelehrten Herrn Herrn 
liaymundi des Uralten Welt- berühmten Stifts WiUuring . . . Würdigsten Abten . . . 
Vorgetragen den 10. Oktober 1753 als am Tag Seiner Leich-Besingnuss. Linz, 
Adam Auinger. Fol. (Leben und Wirken dos Abtes Raimund). 

1764. — Munumatta Boica. Ed. acad. seient.Maximilianea. Vol.lII. Monachii. 
4°. ('2*8: Udalrich de Willeheringen,). 

1765. — Monumcnta Boica. Vol. IV. (ÖU: Aribo von Willelieringen; 128: Ca- 
stelluni Willelieringen; 219: Oudalricus de Willeheringen). 

1772. — (irrlM'i't, Martin, Codes epistoluris Rudolf i 1. St. Blasien. Fol. 

1776. — Lipowsky, Aug. Max., Historisch-heraldische Abhandlung von dem 
Ursprung der Kloster •wappen und ob sich aus denselben ein untrüglicher Schluss 
auf das Geschlechts/eichen ihrer Stifter machen lasst? Akad. der Wissen seh. 
München. Bd. X.-(26!> IV. : Wann die österreichischen Prälaten das Geschlechts- 
wappen mit dem Klosterwappen zu vereinigen angefangen). 

1777. — Selecta historiae C'rt'm//ä;it > w.srssivecompendiosadescriptio abbatum, 
quiabanuoDCCljXX VJ1 usquo adannum MDCCLXXVll Cremifanuin guber- 
narunt . . Lincii, typis Foichtingcrianis. 4". (Alexander a Lacu ; Anton Wolfradt). 

1779. — Vogel, Jo. Nie., Specialen bibliollteeae (iernuutiac Austriacae . . . Vien- 
nae, typis Hoerlingianis. tf°. (1, 21»: Anton Wolfradt). 

1780. — l'achniayr, Marianus, 1 1 istorico-dir onolog ica »crics abbatum et reli- 
giosorum monasterii Cremifancnsis. Pars II L. Styriae, typ. Abraham! Wimmer. 
(359 sqq. : Alexander 1. a Lacu ; 392 sqq. : Antonius Wolfradt). 



201 

I78ft— 1788. — (Fidler) Maria«, Austritt ttticm. Geschichte der ganzen Öster- 
reich! sohen, klösterlichen und weltlichen Klorisey heidorley Geschlechtes. 
Aus den bluUulMWNHMl Banunl ungen des weyhiud Indien Jon. Wandt von 
Wendtenthal. VII. Bd. Wien, gedruckt mit von Uhelensuhen Schriften, 1786, 
(21-25; Wilhering, eine Zisterzicnsierabtey an der Donau liei Linz). VIII. Bd. 
1787. (226 f. : Gründung von Häusenstdn durch Wilhering). IX. Bd. 1788. (227 ff. : 
IliplomalUdie Key lagen Zum BerieM.« von ilriu /.isterzienst* in! itte Gottest.lial 

oder Seissen stein). 

1794. — Lssermann, Aemiliumis, KjiL~cuiiatits Wirccburijmsis sub lnetro- 
poli Moguntina chronologiee ut 'lipkmiat.ice illustratus. TypisSanblasianis. 4". 

1801, - Unter Ztitwuj N. 45, 75. 

1802, - tlMHprniann, Aeniiliauns, Eiiiaaiimtus Ititmbi rijeasin .-iub s.sedeapo- 
stolica Chronologie« ac diploinatie* illustrutus. Typis San-Blasianis. 4". (338). 

1803, — Morilz, Kurte Geschichte der Grafen von h'vrmbach, Lambach und 
Putten. München. 8". (]I3:Aribo de Willecherüigen). 

1809. — Kurs, Franz, Beytriige ntr Geschichte des Landes Österreich ob der 
Enntt. IV. Theil. Linz, C. Haslinger. ß*. (488-648: Sammlung der vorzüg- 
licheren Urkunden Htm Klosters Wilheringl. 

1810— 1824. — Bllchinger, .loh. Nt'|>., Gcschuhlc des Eitrstentliums Pansau. 
München. B". 

1814. — Giulge, lgmus, ToiKMfnt/ditxch-historische Bcsdireibuna aller .SW(.-, 
Markte, Xdtiösscr, i'/nrn i< and Hinterer mi rheürdiijeit GerteT 'lex Landes Oestar- 
rnch ob der Enms. Wels 1814, im Vtrlage bei Jos. Fink in Linz. HL Bd. (286 i 
Wilhering. Wiiildi.si- C- iiiinilaldou). 

1814,— Mil lauer, Maximilian, Ihr Ur*]irnn;i des fisti ritcn-t rstiftes Ituhcn/'url. 
Prag, Gotll.Haase.8 .(l, 10,21,6«: Urkunden und Nachrichten über Wilhering). 

1815, - DlabacE, Gottfried Job., Atl'jrn. Itistor. Künstler- Lexikon für Böh- 
men und zum Thal auch für Mtdircn lind Sddeiien. L'rug, Haase. 4°, (IU,S[i. 46: 
Ludwig Schlechta). 

1818. — Lrnz, Jnsef, 'l\stt>ri-.cli-t'Jii<i<ini}ihi*:hr Ihxdtri'ibtmi/ der Stadt Passatt. 
Passau.«". (86>. 

1818;!). — Millauer, Maximilian, h'ratjnente aus dem Nveruhiiium des Vistcr- 
tiMKiSUflm Hul-ni'u-t. Aldi, der böhm, Ges. iWWiss. VI. 

1821.-Mon..nienta Boica. Vol. XXIV. (08; Otto de Niest.). 

1824. - Pillwein, Benedict, B&ehreümnf Hat Pntbttiat BmtptHaH Linz 
und dtrer nududen V uujehiifj mit der iilteslen Geschichte und mit- einem Um- 
risse des hir/licr'.i.-lliimis lli-.l itn-kIi i>!> der Kun, als Kiiiluititug. Linz, -I '.»s. 
Fink. 8". (390-:[%: Das Cist.er'-ieiiser-Slil'L Wilhering. Trotz vieler Unrichtig- 
keiten nicht ohne Worthj. 

1825. — Sl. M., Eine Abteimitme des Stiftes Willienmi. Beitrag zur österr. 
Münzkunde, ttwraayr'i Archiv, Bd. XVI, Nr. 48, & 848 K 

1826.-Pillivein, lienediel, Zwei Ihnkmale in d.r Htiftskirche zuWUherinij. 
BoRuyr'a Archiv. Bd. XVII, Nr. 96, 90, ß. 524 ff. 

1827- 18»U. -VY'-y\^rs,y\.\.,S,, lll mlun : ih<<U.n- i d,,r.-<dm߀ntindl.JrkundiM, 
geschöpft aus Handschriften. '• V.M. (l,4li.'i: Aelti'si.' NudirichL über den Urt 
Wilhering). 

ISBt - MonumcnUt Bowa. Vol. XXVI11, pars II. (91 s.p).: Stift« von 
Wilhering). 



V. (276 ff.: 



1880. — Bin hner, Andrea*, Oc*d'kliUvonliaitrrn,ilv%<:nhhurj; und Manchen. 
V. Bd. 8°. (1(59: Herzog Heinrich II Verhältnis zu Wilhoring). 

1830.- Il:irlciis< hneider. I Irieh. !l»tvri.-,di-tvpogrnphisclie Dante Uung dt* 
Stiftes Krtmsmüntiter. Kiiohl. Topographie des Erzh erzogt!). Oesterr. X. (ISO: 
Alexander a Lacu ; 185: Anton Wolfradt). 

1881. - Monumentu BSHO. Vol. XXIX, pars II. (157 ; Abt Ernst). 

1831, — .laeck, Heinr. -Inach., Gallerte der vortüglichsten Kloster DeuLtch- 
lanih. I.Bd. Nürnberg, Ford. v. Ebner. 8". (56: Wilheringer Aebte aus Ebrach. 
Werthlos). 

1832. - Pillwein, Benedict, Einige Notixen über das Stift Witiiering und 
seine merkwürdigeren l'ni Inte» . Ridlers osterr. Archiv II, Nr. 138, 139. 

1882. — K. M., Lim, seine Bewohner und Umgei/end. Hidlers österr. Archiv. 
II, Nr S II. 

1888. - K,rdd. Topographie du Bnktmgtomu Oaturnlek. Bd. XIV.(276 ff 
Abi Jakob Uisl; 1*. Leonhard Schussmaun). 

1887.— Stais, Jodek, Ik» Sctibm Bkmderl <»< t9. und 17. Jahrh. 1 
bäcks Zeitschrift für ostorr. Geschichts- und Staaten kunde III. 232 fl'. 

1838-<:hmel, Josef, Der o^termehücke OmMc h h^Htlur. I. Bd. Wien, 
F. Bock. 8", (155: Li tera tu ran gaben;. 

InTHT l*i rlr. 1 t' 'i ' ■ " " r'i f'.riir 'f r duit ifii f'i rfiinfitäfawifii Ihn 
nover, Hahn. VII. 8'. (8»2 ff. : Eingehende Beschreibung der Ha. IX, (K) der Wil- 
hcringer Stiftsbibliolhek von Jos. Chmel). 

]>•'■','■>. - licridd iilu-, die tstsluntjr.n des eiihrt-tndtsdieit l'rrcincs cur Ihlduni] 
eines Museum* für diu Erzhcrzoißhum Oesterreidt ob der h'nns und tlaz Ilcrzugthum 
SaUburg. Lins, Fr. Euricli. (13: Wdheriiiger Urkunden; 95, 96: Pfennig des 
Abtes Martin Golliiü d mit Abbildung). 

1839. — KnlsUbun'j der Stifter und Klöster im ErAarMvgämm Uesterreich ob 
der Ennn und im llerzw/thiini Sul-bniy. Njl.diurger Aiui.s- und lufelligeiizblatt. 
(481: Wilheriiigj. 

lWO. - Stülz, Jodok, UettehuMe des düdercienser- Ktonter* Withtring. Ein 
Beitrag zur l.undes- und Kirchen;; r..v;liichU' nin:r, Isterreichs, l.inz, ljuinn 
Hashnger. ö". Kecensionen hierüber: Linzer Museal-Blatt 1641, Nr. 9; Hist.- 
pol. Blätter Vlll (1841), 745-7&0; Müuchener gelehrte Anzeigen 1841. Nr. W 
{vonKoch-Sternfeld); Chine], Geschichtsforscher II (1841) (.'X VI l.'.WUl. 
Tübinger Quartal schritt. 1842, 3. HufL; Wiener Jahrbücher der Literatur 
(1842), 1-32; Heidelberger Jahrbücher 1845, 2. Heft. - Eine anerkannt vor- 
treffliche Arbeit. Die Mängel, an welchen dieselbe leidet, sind vor allem lieni 
Umstände zuzuschreiben, das* dem Verlasse.!' manche ausserordentlich wich- 
tige (Quellen entgangen sind, wie die Fragmente der zwei alteren ,Si..' 
logien und die Formelbücher IX, 58, 72, 106 der Stiftsbibtiotüok. 

1840. - Topographie de« Erzhcrzogtlmm* Österreich. Bd. X VIII. Wien, Fraox 
Wimmer. 8». ,i ff'.: Kurse Geschichte Wilheriugs von Jodok Stftl»; 129 ff.: 
Pfarren des Dekanates 8t. Johann von Matthias Keisacher und Jod..: 

1840. — Spann Antun, K. V., Heinfkli ron Ofterdingen und itas Nibelmuiat- 
lied. Linz, Quir. Hasünger. 8". 03 (V. : Beziehungen der O Verdinger zu Wil- 
lieiin;; . 

1840. - State, Jiidok, lue Schaucnbergcr in Octi. o. d. E. Museal-Bl. N, 83, 

38, (Bemerkungen über ilie Beziehungen der Schal m beiger zu Wilhering). 



203 



IH40-I842. - Klein, Anlon, Gcxcltiddc dcx Christcnthum* in ÜcilcvcicK und 
Steiermark. 7 Bde. Wien, Mei.|iilhaiiHten-CongTeg«tkin.s-Bu<:hhaiiiIliing. 8". (I, 
4*: Gründung von Will. .-ring.,. 

1840. — Bericht über da* Afuwwi Francisvo-Varolinum in Line. (2, 76; Wil- 
li eringer Urkunden). 

1841. — Vereeichnixs der M.- und M.-Sammlunii dm H. Frone Jon. Frtilterrn 
MM Bretfdd-CMumuantky. Wien. (N. 11337: Medaille auf Martin Gottfried). 

IUI. — MitstaUltlatl. Zejtsehrifl für Gesehuihte, Kunst, Natur iitid Techno- 
logie Oest erreich* OD der Btona. Red. von Jon. G*i*li<'rger. Linz, Qu. Has- 
linger. 4". l'N. '-''—-'': liviiiiilurrj. v< >n Willicniigi'n, Gedichl von ,1. ,[. Reisei- 
bauet- ; Nr, 34 : Schau nb.'igi.-^h.. Ui-uluniLlor zu YVilhcring von A. lt. v. .S|'iniu). 

1841. — Prit«, F. X., Genchicldc der ehemaligen Bmedict iner-KUt t t r Gurslm 
unrf Gkink. Linz, Qu. Haslingor. H". (54: Alexander a Lucti). 

1842. — Palai-ky, Franz, Ueber Fotmrüiüdttr, Buuächst in Bezug auf böh- 
iiii».'lid (ii'Miiii-li:i\ Sondemfadruek uns den Abhandlungen der k. Ijölnn. öe- 
imUnriTwfl dci-WU-t'ii-'-lnili.'ii \ ZI. l'm^, Kvulf r-f| . 4". (L'-I7 — L''»:! : ü.i-; l'oi uiil- 

bnea du .Stiftes Wilbering |Cod. IX, 74j). 

I84B. - Beridd über ihm Utamm Francuco-Varolinwii -t* Um*. (74, 92, 110, 1 18, 
114, llti, 180, 134, 186: Wilb.-i-hj-vr l.irkunu.n). 

1843. — Nutf.i tdilfiU fn, ,,:.u t,-,ulu-tU.- /:.-., im l,i,- ,1,1,1 1,'icmlur. H^i-ausge- 
gt-ben von .1. (.'liinel. Wi«'ii, Fr. Beck. K". (N. 4: Au.sxiig<.' uns Wilbering be- 
fri'H'ciiilcu L'rkiuuli.-ii). 

■ :■: I'illm-iii, Benedict, GmcJucldt, GcoijraphM und SUUistik tk* tirz- 
l,cr; i-jt/iHiii- (tfshrriii/i ab dir Fun.-, uii-l <l,s ll,i:oi/thums XaLburtj. Hl. Thoil* 
Um, ,1. C!i. Qnandt. 8". (Einzeldateu auf S. 14, 23, 40, 07, 2*1 ; 430-448: Wil- 
li eriug). 

1843. - Ver:eidtms der M.- und M.-Sm„mlun<i im Leopold WcUlvon Wülcn- 
htim. Wien. (Nr. 11236: Modaille auf Martin Gottfried). 

1846. - Pill wein, Benedict, Lim, einst undjeUl. Linz, J. Schund. 8'. (1, 58, 
69, 209; II, 45: Bemerkungen (Aar Wilhering). 

1846-1847. - Prfts, Franz X., 'imhichte des Landes ob der Fnns von der 
Ältesten bis tut die nenn,. Zeil.. Linz, Qnirin Hasslitiger. 2 Bdd. 8". (I, 58, 50, 
275, 281, 284, 28«, 202, 297, 310, 841, 347, 856, 856, 365, 370, 372, 420; II, 8, 51, 
132, 188, 238, 283 f., 57H, 709, 725: Eiuzeldaieu über Wilhering). 

1846. — Be*chiidju>i'j ihr l'rotirt^inl- Itniijiishidt Linz und ihnr nddislen Um- 
i/i 6 m y. 8. Aull. Linz. 8". 

1847. — (PrandetHter, Juli. Kv,). Frinuerung 'in die TllOjidirige Jubelfeier 
,1,-, (.'iid raiwi.r-Slijti;-, Willi, rauj un .luhrr i/i-Hi. I.ui/. gedruckt, hui Jos. l'Y'icli- 
tfog ew mL Witwe. B°, 

1848. - Kwli-MteiiiMd, ,1. K. II. v., IHe Ihjnastie von fllJMIIM Archiv f. 
Kunde osi.err. GesHiichts-Quellen I. Bd. I. Hell, (120: Eäne Bunicrkung über 
die Abstammung <h;i- l'vnnstcn von Williering). 

1848. H&gu, I*. 'f lnMiiiui, Ijas Wirkender Ikuedtdiner- Abtei Kreimmümsler 
für Wisseniduift, Kunst und Juijnitthildnmj. Liii/, Quir. Haalinger. 8". (41: Ale- 
xander a Lacu; 47: Anton Wollradt). 

1850. — ./o/t. Bupt. Schuber. Nekrolog. Oesl*rreirluscb^ Büt^erblalt für 
Verstand, Herz und gute Laune, Nr. 102, Un, 1'. 



D. — Mi'illiT, Andrea« v., Ret/cxten atr Geschickte der Markgrafen u 
Herzoge Oestirreichn aus dem Haute Butimbcrg. Wien, Brwitnüller. 4*. (351: 
Aeble von Wilhering; 64, 79, «9, 144, 160, 165, 16ff: Wilhering betreffende 
U rku nd en au szü ge) . 

1851-1869. - ReibUnger, IgnaB, Geschichte da, Bencdictiner-Stifta, Meli. 
Wien, Fr. Beck. 2 Bde. S\ (I, 251 : Ulrich von Wilheriiig: 334, Anm. 1, 843, 
Aum. 1, 39V, Anra. 1, 416, Audi. 1 ; Einzeldaten über Wilheriiig ; II, 21, 71 ■ Wil- 
heriiiger Weingärten). 

18.51. — Fräst, Job., Liber fundationum monasteril Zwctlentis. Font-, rer 
Austr, Abth. II, Bd. 3. (58: Ulricus de Wilhering; 256, 297: Abt Ernst; 553: 
Stift). 

1852. — Meyer, Conversutimi'-Lexikmi. Hildburghausen, bibliogr. fnstit. S° 
(II. AUL. XV, 1 : Wolürath Anton). 

1862. - Still/., Judok, Heber den Grafen Ulrich von Schaunberg, den angeb- 
lichen Erzieher da Herzogs HuduI/IV. Arcbiv f. Kunde österr. Oeschicbts- 
(juellen \'III, S. 32IS ff, (828 1'.: Bemerkungen über Ulrichs Beziehungen iu 
Wilhering). 

lh.">2. — Bericht übet 1 <liti> Muwum Francisco - Varolinum m Linz. <.-•: Wil- 
lier in ger Urkunden). 

1852— 1883. — tlrkundinbuch des Lantlc* ob der Ena. Ben 
Verwaltungs-Ausschuss des Museum Francisco-Carolinum zu Lim 
Hof- und Staatsdnickorei. VIII Bdd. 8". (Vgl. die Indiees). 

1853.-PritK, ¥. X., Matricuta Fulavicnsis eon 76.0-/7/.*. Notisenblatt der 
kais. Akad. d. W. in Wien, Nr. 23-24, S. 4.'.!i^t72, 484-4%. 

1854. — Bergmann, Josef, Medaillen auf berühmte und ausgeieidinete Manne 
den Osten. Kaüentaatt». Wien 1854. 11. Bd. 8". (11: Medaille auf Martin Gott- 
fried; OK: Gr'lachtrüsmim/.e nuf Alexander a Lacu mit einer ausführlichen 
Biographie desselben). 

1854,-PritK, F. \.,(l£xchichUdc*aufgcla**eiien Vistcrcien*er- K losler* Baum- 
gartenberg. Archiv f. Klinik: österr. Geschieh ts-Quellen XII. (4: Gründung von 
Wilhering). 

1854. — BericIU über das Museum Francisco- Coro linum nt Lim. (100, 102: 
Gründung von Holieni'urt durch Wilbering). 

1855. — Der Ober'-sterrek-lier. Kalender. Linz. Fink. Fol. (174; Herzog OttoUr 
und Abt Miltner von Willmrijij;. Geliebt von .1. Sii'owy). 

1855. — Daliois, Geschickte der Abtei Moranond und der romehmtidfttn 
Ritterorden Spaniens und Portugal*. Nach der 2. Aurl. aus dam Franz 
übersetzt von Dr. K. Munster, Aschen dorrt'. (376: Gründung VOU Wilhering - 

1855. -Karlin, Wilhelm, Das Snalbuch des Itwcdicttn.r-*!,//. ■■ 
Font. rer. Austr. II. Abth. VIII. Bd. (27, 35, 53, 155, 17«: Ulrich von YV | 

1866. -Prit«, F. X., Kurse Darstellung da- Gründung aller Ktosttr und 
"hnluher geistlicher Institute in Obernsterreich von der ältesten EMI bi 
Katholische Blätter, Nr. 41-50. (Nr. 42: Will,. : in-). 

1855,- lirrnhl nt.»r </"-. M*>;>nm Fr:<,i,.i-,.<> - t.'iiroliiiitm :« Li»--. (!'D — U"': 
Wilheringer Pi oi'essen). 

1856. — Verzticlmix der von dem k. k. FML. Herrn Ludwig de Traur hinter- 
Uusctxcn M.- und M.-Sanimlung. Wiun, (Nr. 4689: G"<!ai;ht.nismüoze auf Ale- 
xander a Laau ; Nr. 4745: Medaille auf Martin Gottfried). 



20b 



1858. -HardtmiUli.J. II., Dit Abteien ObvruMerrcichivndSaUburyx.Wim.B*. 

lÜäS. — BericJUiiberdü Entstehung der WullfithrU-Kloder- und Pfarrkirche 
Maria lm\$f§$ in N.-Oe. Linz. 8°. tf<: Nachricht über P. Adam Ruprecht). 

1858. — Neurium», Josef, Beschreibung drr bekanntesten Kupfermumen. I. 
Prag. 8*. i.Xr. 1187: Medaille auf Martin Gottfried). 

1859.— Mayer, Theodor, Einige, Ilemerl.iimjen über die Familie dar Stifter 
ton Seitenetetten. Archiv I'. Kunde Gebett. Gesehiehts- Quellen. XXL 351 ff. 
(864: Herren von Williem,-). 

i-.'/i. - Proubko, Franz, faldor, Bat Obft w iwwr.atfl Hoh.-„f, i ,th fe Sffib- 
mm. Lins, Babette Burich, 8*. 

Ih.j^, — Wirmsherjrer, F.. Ai'lerihum und seine BttÜMtr. WeK Jon. Bmb> 

-".■!';:!ii;,l:sr,.MiiI.'-.\Vi']-iilij 1 rtv.>ii,\i-.l.-i-.lii-i,ii.Sl;itl„ClHi'.i"liesl.W., : alti>ni''!i 
1880. - UericW «der du* Muxeum Frunciwj-Uarolinum in Linz, (100, 107, 1 17, 

145, 149, 180; V.V.h. WUheringer Urkunden; 112; Fr. LiupoUj. 

IMil.-SlÜlji, Jod'ik, Zur Gexchiehtedrs Grafen l'irirli e-n Sehaunberg.XXl. 

Jahr.-Ber. des Museums Fr;tij<:w<:<>-Ciiri.i!iiuiiii in Linz. (Hezieliunijeii Ulrichs 

zu Willi Bring). 

1861. — BeriM Sberdaa Stumm Frmuita^Oan Vl t am ;« Um. (8, 9: Wil- 
fmringer Urkunden.!. 

1862. — Stiilz, .tmliik, liestihichte der Herren und (trafen MM Sehaunberg. 
Denkschriften der fcntaerl. Aksid. de* Wies, i" Wien. XII. Bd. 

1868.— Bendil über dun Mu-rum Franci.tco-Guroiinum zu Lim. (177, 183: 
WQharinger Urkunden , 

18H2-1864.- Erhard, Alexander, Gewhkhte der StatU Passau. Pa.ssau. 8". 

1863. — Wirinslierster. F., Ihilnii/.-. :ur Gnu-ihigie der Dgnanten vonVolktm- 
dorf. Wels, l.iiiMTin Ha;,-. Sf. (IfiS II".: Begasten von WUneringer Oifcaadpn). 

1868. — Ltim|iri-rlil. .Inlinmi, Itisturimh-Tupugraplnnvhe Matrikel oder Ge- 
-,h<rl,V,<hf ihi-rr,- : .„:h,u~- des I.nnd> ■■ ob drr £*M uls Kiliiutenuig zur Karte 
den LhikIi'-. (ili ili-r i;nn- in •.i-inii 1 Hi"-t;Jr lind Mim he ihm;; vom VIII, bis XIV. 

-i:,],il,, Wi.n, k. k. BtMUdntckerel ü: WiBwring). 

1865.— Paiigi'i'l, Mnttliin.«, I : iiundenbu l: h de- ('i*leii:nn*'r-tifle* l>. M. V. :n 
Hahmfurl in Unionen. Font. rer. Anslr. Abth. II, Bd. XXIII. (Viele. Einzet- 
•latcn üWr Willn ring). . 

1866. — ätülz, Jodnk, Die Herren und 'in- hu tun Schaanbergund ihre Gräber 
in der Stiftikirehe zu Wilhe.ring, nebst Beiehreibung der Denkmaie vm Dr. ('. Lind. 
Berichte des Alterth. -Vereines X, 1—22. 

1W6.- Bericht über dux Muxeum Francisco- Carolinum zu Lim. (229: Fisch- 
fang in der Traunj. 

1866. — Meiller, Andreus i ., Urgenten mr Geschichte drr Salzburger Erz- 
bischöfe. Wien, Karl Gerold's Sohn. 4". (493; U eher die Datierung der Urkunde 
des Herzogs Leopold V vom 24..II. 1187 |1188|). 

1867.- Theologisch-praktische (Juartulsdirift. Jahrg. XX. Linz. 8". GM t: 
Wilheringer Aetite aus Ühero starre ich], 

1867-1885. -(Fink, iMef) GuAiekU der Stadt Lim. „Der Oheröstewei- 
cher". Kalender. 8". (Enthalt zahlreiche Einzeldaten üher Wühering). 

1868. — Strnadt, Ja Hub, Peuerbach. Bericht für das Museum Francisco-Ca- 

inum zu Linz, {Zahlreiche Einseldaten üher Wilherin- auf S, 29, 1 !9. 127. 



206 

184, 185, 181, 182; 197, 198, 208, 210, 244, 246, 247, 280, 818, 314, 815; 817, 828, 
829, 848, 844, 851, 872, 456, 468, 464). 

1868. -Fönte* remm Austriacarum. Abth. II,Bd.XXVIIL (88: Wilheringer 
Urkunde). 

1868-1871. - Winter, Frans, Die Cisterdenser den nordöstlichen Deutsch- 
lands. 8 Bdd. Gotha, Fr. A. Perthes. 8°. (1, 821, 882; III, 185, 160, 206, 287, 294, 
864: Einzeldaten über Wilhering). 

1869. — Leitzmann, J., Wegweiser auf dem Gebiete der deutschen Münskundt. 
Woiasensee. 8° (655: Medaille auf Martin Gottfried; 626: GedÄchtnismünie 
aul' Alexander a Lacu). 

1869. — Wiedemann, Theodor, Das Calendarwm necrohgicmm de» Pfiffen 
Alba t von Waldkirchen. Wiener theol. Quartalschrift S. 245 ffi (Z. 11 . IX : Abt 
WJsnntho). 

1869. — Dohme, R., Die Kir dien des CistercienserordenemDeutochkndwäkrtni 
des Mittelalters. Leipzig 1869, £. A. Seemann. 8°. (Anhang: FÜiationstabelle). 

1869. — Bericht über das Museum Francisco' CaroUnum tu Lins. (Wilhering 
betreffende Nachrichten auf S. 206, 211, 218, 218, 219, 222). 

1870. - Raab, P. Isidor, Urkundenbuch des BenedicUnersHftes Seitenstitten. 
Font rer. Austr. IL Abth. XXX. Bd. (2; 4.: Udalricus de Wüheringen). 

1870. - Fontes rerum Austriacarum. Abth. II, Bd. XXXI. (145. Abt Ernst). 

1871. -Fontes verum Austriacarum. Abth. II, Bd. XXXIIL (4: Odmlrtau dt 
Wilhering). 

1872. — Programm des k. Jb. Gymnasiums zu Line. 4°. (P. Robert RlepL Nekro- 
log von Prof. Ozlberger). 

1872. - Krakowizer, Ferdinand, Heimatskunde von Oberött e r rei ch. Tim. 
V. Fink. 8°. (76 : Bemerkungen über Wilhering). 

1878. — Fries», Gottfried, Die Herren von Kuenring. Blatt, des Verein, f. 
Landesk. f. N.-Oe. VII, 97 ff. Auch als Soparatabdruck erschienen. Wien 1874, 
Braumüller. (Einige Bemerkungen über Wil heringer Urkunden). 

1874. - Blätter des Vereines für TAindcskunfle v. N.-Oe. Bd. VIII. (308 : Alrani 
von Wüheringen). 

1874. — Czerny Albin, Die Bibliothek des Chorherrenstiftes St. Florian. Linz, 
H. Korb. 8°. (41 ff. : Bemerkungen über Wilheringt.tr Handschriften). 

* 1875. - Blatte)' des Vereines für Landexkuntle v. N.-Oe. Bd. IX. (24: Ulrich 
von Wilhering). 

1875. — Zöliror, Ford., Der Tourist auf der Donau von Passau bis Lins und 
Wien. Linz, Ebenhöch. 16°. 

1875. — Bericht über das Museum Francisco- CaroUnum zu Line. (48, 61, 62, 
63: Wilheringer Urkunden). 

1876. — Czerny, Albin, Bilder aus der Zeit der Bauernunruhen in OberüsUr- 
reicli. Linz, H. Korb. 8°. (185 f. : 2 Briefe vom Abte Georg Grill). 

1876. — Wurzbach, Const. v., Biographisches Lexikon des Kaiserthums Ocster- 
reich. Bd. XXXI. (65 f : Schober Job. Bapt.; 68: Ludwig Schlechte). 

1876. - Peiller, Wilhelm, Jodok Stütz, Prälat von St. Florian. Ein Lebens- 
bild. 8°. Linz. (53 ff. : Nachrichten über die Ordnung des Wilheringer Archives 
und die Entstehung der Gesch. des Klosters Wilhering von Jod. Stülz). 

1876—1877. — Erdinger, Anton, Geschichte des aufgehobenen Cisterdenser- 
siiftes Säusenstein. Blätter des Vereines t ur Landeskunde für N.-Oe. X. XI. 



207 



Auch als Separatabdruek erschienen. (EntMtt zahlreiche Nachrichten über 
Wilhering). 

1877. - Winkler, Adolf, Die Wapptn der Städte, Märkte, und Klöster Ober- 
Österreich*. Wien. So nderah druck aus der heraldischen Zeitschrift „Adler 1 . 
(21 : Wappen der Abtei Wilhering). 

1877. — Janansehefc, P. Leopoldnn, Originum C'istcrcicnsium tom, I, Vindo- 
bonae ap. ADV. Hoelder. 4", (90 : Hilaria). 

1877. - Broker, M. A„ Die IcUten Taye and der Tod MaxxmiiiuM IL Blatt. 
des Verein, f. Lnndesk. v. N.-Oe. X, 308 ff (Einholung der Leiche des Kaisers 
zu Wilhering ILnidienfuic r|). 

1-7/ |i;iiiiin liiiiiri WatffcUg, Chronik von Krcmsmünster. Linz, kath. 
Pressverein. 8". (10 f.: Alexander a Lacu und Anton Wolfradt). 

1877. — Prüll. Laurenz, tieschiclde dr.s l'nimitn.-.tritUn.ierstii'te« Sehh'igl. Linz, 
H. Korb. tf°. (135: Abt Jacob; 137: Alexander a Lacu). 

1877. — Mittheilungen der k. k. Ccntral-Commission zur Er fO rtt h mig und Er- 
Haltung der Kunst- und historische Denkmale. N. F. [[I. Wien. (LXI. ff: Grab- 
denkmale zu Wilhering). 

1878. - Fontes rcrum Au*triacarum. Abth. II, Bd. XLI. (235: Wilheringer 
PrufMiHTnJ 

1878. - «'swrny, Albiu. IMsdlteste Todtmbtich des Stiftes St. Florian. Archiv 
f. Osten-. Gesch. LVI. 257 ff. (320, 340: Ulrich von Wilhering). 

1878.- Mittheilungen der k. k, Central-'.'ommission zur Erforxcltung und Er- 
haltung der Kunst- und historischen Denkmale. N. F. IV. (XXXIII 1*. : Grabdenk- 
male zu Wilhering; CXI: Siegel von Wilhering). 

1878. — Die xpnragistit&heu HbUter. Herausg. von der k. k. Central-Commis- 
sion zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale. 
Wien. 4". (Tafel XVII. Figur 5: Siegel von Wilhering). 

1879. - BUtter des Vereine* f*r hmdeskunde v. Jf. (Je. Bd. XU!. (307, 312 ; 
Ulrich von Wilhering). 

1879. - Schrlidl, Karl, I'assavia Sacra. Geschichte des Bisthums Passau 
bis zur Saecularisation. Passau, M. Waldbauer. 8*. 

1879. — Krimes, Franc, Ilandhur.h /Irr (irsehidde Oesteereidis. IV. Bd. Berlin, 
Theobald Grieben, 8". (BIS: Khevenhüller im Lager zu Wilhering). 

1879— 18*1. — J. Sieb wacher* grosses und allgemeines Wdppentmch in einer 
neuen vollständig geoi-dni:t' , ii und reich vrrmi.dirtoii Aullage. Bisthümer und 
Klöster. II. Bofbe: Klflsler. Bearbeitet von (iunt. A. Seiler. Nürnberg, Bauer 
und Raspe. 4". 

1880. — Cxerny, Albin, lieber Archive in Ober/isterreich. Mitth. der Centr.- 
Comm. f. Bd. 1880. (LXIV : Das Archiv in Wilhering). 

1881.- Czerny, Alhin, Zwei Aktenstücke :ur Culturgeschiditc Oberösterreichs 
im 14- Jahrh. Bericht aber das Museum Francisco -Carolin um zu Lina. (133: 
Abt Wisentho). 

1881. — Maadf Ignaz, Freistadts tl-i,i<h?l:g,.,ho:U!<- und t!/ui<lrl..l c ben. Pro- 
gramm des Staatsgymnasiuma zu Freistadt. B*. (11: Verhältnis der Baben- 
berger zu Wilhering). 

1881. - Zfihrer, Ford., Ob der Enns. Natur-, Heise- and Isbentbildtr aus 
'Jberüsterreich. Gera. Amthor. 12". 



. 



208 

1881. — Mittheilungen der k. k. CentrahCommission zur Erforschung und Er* 
Haltung der Kunst- und historischen Denkmale. Jahrg. VII. Wien. (XL VII : Grab* 
stein zu Wilhering). 

1881. — Studien und Mittheilungen aus dem Ben.-Ord. II. (II, 231 : Püege der 
Musik in Wilhering ; 265 : Alexander a Lacu). 

1882. — Kolb, Jos. v., Die Münzen, Medaillen und Jetone des Erzherzog- 
thums OesterreicJi ob der Enns. XL. Ber. über das Museum Francisco-Carolinum 
zu Linz. (143: Wappen der Abtei und Medaille auf Martin Gottfried). 

1882. — Czerny, AI hin, Der erste Bauernaufstand in Oberösterreich 1525. 
Linz, H. Korb. 8°. (10. 138: Einzoldaten über Wilhering). 

1882. — Sttllinger, P. Bernhard, Die Cistercienserabtei Wilhering (Hilaria) 
in Oesterreieh ob der Enns. Ein Cistereienserbuch von Seb. Brunner, Würz- 
burg, Leo Wörl, 498—521. Eine vortreffliche Skizze. 

1882. — Edlbacher, Ludwig, iMndeskunde von Oberösterreich. 2. Aufl. Wien, 
Graser. 8°. 

1882-1883. - Gsell, Benedict, Beitrag zur Isebensgesdiichte des AntonWolf- 
radt. Stud. u. Mitth. aus d. Ben.-Ord. Jahrg. HL, Bd. IL, S. 334-345; Jahrg. IV, 
Bd. I, S. 41-48; 255-207. 

1883. — Gsell, Benedict, Das Stift Heiligenkreuz und seine Besitzungen im 
Jahre J68'i. Stud. und Mitth. aus dem Ben.-Ord. Jahrg. IV. (I, 288, 201; II, 
332, 338: Wilhering betreffende Nach richten). 

1884. — Stauber, F. X., Historische Ephemeriden über die Wirksamkeit der 

Stände von Österreich ob der Enns. Linz, V. Fink. 8°. (100 ff. : Der Prälatenstand). 

1884. — Müllner, Alfons, Der Kürnherg. Linz. Sonderabdruck aus dem Lin- 
zer Volksblatt. 8". (Uober Wilheringer Urkunden). 

1884. — Janauschek, Dr. Leopold, Der Cisterrienwr-Ortlm.BviiTiTi.'Benedic- 

tiiier-BuHidrurkeri'i. 8". (l'>: (Jründun^sjahr von Willmring;. 

1884. — Czerny, AI bin, funige Ilh'ittrr ans der Zeil der Gegenreformation in 
Oberösterreich. Bericht über das Musrum Francisco-Carolinum zu Linz. i'89, 
40, 50, 53. 105. 101 : Wilhering betreuende Nachrichten). 

WM. -Archiv- f. östn-r. G*>sch. Bd. LXVJ. Mir,: Abt Heinrich). 

1884— 18S5. -Schiuid, Otto, G ''.schichte t/es auf gehobenen Gvttercicnser-Stiftc* 
Engthzt.lt. Stud. und Mitth. aus dem Bened.- und dorn Cisterc.- Orden Jahrg. 
V und VI. (Jahrg. V, 1. 1 10. 11«- 121. 426. 428. 429, 450: IT. IM, 139. 143. 413. 
410; Jahrg. VI. I. 124. 125. m 129. 130, 133. 135, 137, 305, 306-310, 312-323. 
325: TL 4*-53. 5X--61 : Wilhering betreuende Nachrichten). 

1885. — Studien und Mitthrilungen aus dem Jim.- und dem (.'ist.-Ord. Jahrg. VI. 
(1, 196: Vertretung Wilh(Mings aufNleroulturhist.oriseh.cn Ausstellung in Stevr; 
IT. 371 : Besprechung der Ifs. VI. 3 der Wilheringer Stii'tsbibliothek). 

1*85. — Woher, F. X.. Di*- Wöchersberger Fehde und das Nibelungenlied. 
Meran rt". (Wichtig für die Genealogie der Stifter Wilherings;. 

18*5.— Xeiiwirtli, Josef, Datirte Bildt;rhandschriften österreichischer Kloster- 
bibliotheken. Sitzungsber. der kaiserl. Akad. d. W. in Wien. CIX. (581—585: 
Das Missale des Andreasaltares im Kloster Wilhering vom Jahre 1320). 

1885. — Oesterley, ]Iermaiin,'lfV/*m'.yer durch die Literatur der Urkunden- 

Sammlungen. I. Theil. Berlin, Geo. Reimer. f554: Wilhering). 



2U9 



*, Matricula episcopatu* PuKarittui» saeculi XV. 1. 

1, 42, 17, 48, 68: Wilhering und seine Pfarren betref- 



5.-S.liinider.Piui 

Wels, Fried. Trauner. 
fande Daten). 

1885— 1889. — DannerliiiiHT, Wolf gang, Hundertjähriger Generalscliematis- 
unu des geistlichen I'craonuMiiudesdrr Üiiicw. Lut: mn I?K~>bis IS3'>. Linz, Press- 
verein. 8". I. Bd.: Personalsten«] ries Sticular- und Regular-Cleru8 ; II. Bd. : 
Di ö cesan -Nee ro logi um. 

1888. — Studien und Mittheilungen au* dem Ben,- und dem Cist.-Orden. Jahrg. 
VII. (H, 122-128 : Khevenhüller in Wilhering ; 181 : Deber Hs. IX, M der Wil- 
heringer Stiftsbibliothek). 

1886. Ilserny, Albin. Kunst und Kunstgewerbe im Stifle St. Florian. Linz, 
H. Korb. 8°. (40: Um Wilbering verdiente Künstler). 

ISSfi. Halt), löget, J 'Ifaxlrirter Führer durch Qbtroatoreieft und die angren- 
zenden Theih den Böhmtriaildf, Bayern* und Salzburgs. Wien, Pest, Leipzig, 
Hartlebens Verlag. (14: Wilhering). 

1886. — L'nil mift, Friedrich, Geographisches Namenbuch ion Oesterreicli- 
Umjam. Eine Erklärung von Lander-, Völker-, Gau-, Berg-, Fluss- und Orts- 
namen. Wien, Holder. 8". (275 : Wilhering). 

1886. - Strand!, Julius, Die Geburt des Landes ob der Emu. Linz, H. Korb. 
8". (Ueber das Datum einer Wilheringer Urkunde). 

1887. - Wiener Studien. Zeitschr. f. klass. Pbilolog. Wien, Gerold, 8», (76-78: 
[Jeher Wilheringer Handschriften). 

1887. — Studien unrt Mittheilungen MM dem Ben.- und dem Cist.-Gnl. Jahrg. 
VII. (016: Wilhering auf der Wiener Ausstellung kirchlicher Kunstgegen- 
stande). 

1887. — Linz an der Donau und MMM ('miiebiing. Festgabe des deutschen und 
Österreich! sehen Alpen Vereins. Linz. 8°. 

1888. — Studien und Mitth-i/unni-n aus dem Ben.- und dem Cist.-Dld. Jahrg. IX. 
(283 ! Ueber Hs. VI, 19 der Wilheringer Stiftsbibliothek ; 400 : Anton Wolfradt), 

1888. ~ Archiv für o*Urr. G e.iehichte. Bd. LXXU. (284 ff. : Briefe aus Hs. IX, 
106 der Wilheringer Stiftsbibliol.hek). 

1888.— Die ÖsterreicJiisch-ungarisehe Monarchie in Wort und Bild. Oberöster- 
reich UDd Salzburg. ,252 f. : Gemälde von Peitler und Altomoute in Wilhering). 

1888. -Centratblatt für Bibliothekswesen. Leipzig. V. Jahrg. (Ueber den Hand- 
schriften kntalog in Wilheringi, 

1889. — Studien und Miltheilungcn «M dem Ben.- und dem Cist.-Ord. Jahrg. X. 
(1-17: Ueber Hs. IX, 14 der Wilheringer Stiftsbibliothek). 

1889. -SU-nuiU.^HUu^JInK^nhe^brilAn: und d<7Kämd>er ; i-M!ithus.Eia 
kritischer Beitrag zu „IGnDeSBagS-FrOhUag", Linz. H.Korb. 8". (Interpretation 
von Wilheringer Urkunden ; über Air -Wilhering 

1889. - Hiiitü, J.iIl.. Zur Kritik des Nürnberger*. Linz, Mareis. 6". (Bespre- 
chung von Wilheringer Urkunden ; Lage von Alt- Wilhering). 

1889. — Kolb, Georg, Mariaiiisches Ober-isterreich. Denkwürdigkeiten der 
Marien Verehrung in Oberösterreich. Linz, Qu. Haslinger. 8°. (3U4 ff.: Wil- 
hering). Vgl. auch Theo!, prakt, Quartal schritt 1838. 

1889. - Archiv für österreichische Geschichte. I.XXIV. (842- Wilbering ur- 
sprünglich eine Benedictin erstii'tiaig; Verhältnis Wilherings zu Reun). 



210 



1889. — Erdinger, Anton, Bibliographie des Klerus der Diözese St. Pötten, 
2. Aufl. St. Polten. 8°. (üeber P. Ambros Delre). 

1889. — Zöhrer, Ferd., Die Landeshauptstadt Linz und ihre Umgebung. Linz, 
Ferd. Zöhrer. 12°. (47, 63, 64, 70-72 : Bemerkungen über Wilhering, theilweise 
unrichtig). 

1890. — Woher, F.X., Die Skiren und die deutsche Heldensage. Eine genealo- 
gische Studie über den Ursprung des Hauses Traun. Wien, K. Konegen. 8°. 
(Beziehungen der Trauner zu Wilhering). 

1890. — Czerny, Albin, Der zweite Bauernaufstand in Oberösterreich 1595 
bis 1597. Linz, H. Korb. 8°. (59 ff. : Die Pfarren des Klosters Wilhering). 

1891. — Weis, P. Anton, Necrologium Runense. Monumenta Germaniae 
historica. II, 2. 341 sqq. 

1891. — Studien und MiÜheilungen aus dem Bened.- und dem Cisterc.-Orden. 
XII. Jahrg. (17 ff: Ueber Cod. IX, 76 der Wilheringer Stiftsbibliothek). 

1891,-Grillnberger, P.Otto, Die HandscJiriften der Stiftsbibliothek tu 
Wilhering. Xenia Bernardina II. Abth., II. Bd. S. 1—1 14. 

Auf viele der unter b) genannten Werke hat mich Herr Stiftsbibliothekar 
P. Raimund Kloiber aufmerksam gemacht, was ich hiermit dankend erwähne. 



B. 

Reihenfolge der Aebte 

VOll 

F. Raimund Kloiher 

Bibliothekar. 

1. Gebhard I, 11 4G bis c. 1 1 55. Die älteste Chronik erwähnt 
nur einen Abt dieses Namens, während in 4 Urkunden von 115.") 
bis 1161 sieh ein Gebhard selbst den zweiten Abt nennt. Gewiss 
ist, dass der erste vom Mutterkloster Kenn nach Wilhering ent- 
sendete Abt Gebhard hiess. Von ihm stammt höchst wahrschein- 
lich eine nicht datirte Urkunde, der zu Folge Abt G. und die Brüder 
von Wilhering einen Tauschvertrag mit Gerold von Ciirenberth 
schliessen (Gedr. Stülz, Gesch. des Cist.-Kl. Wilhering 4 78 f.. uu»i 
Urk.-Bueh des Landes ob der Firns II. 277 N. 180). Das von Stülz 
beschriebene, nunmehr abhanden gekommene Siegel auf dieser 
Urkunde zeigt, den Abt. auf einem Stuhle sitzend und die Um- 
schrift: „r Gebhard. Abbas Wilher. u , während die noch vorhan- 
denen Siegel Gebhards II eine stehende Halbfigur aufweisen mit 
der Umschrift: „-j- Gcbehardus. Abbas De Wil. u . 

Das jüngere Necrologium bemerkt zum 1. August: „Obiit llo" 
Dns. Ifenrinus tertius huius monasterii Abbas uno tan tum anno 



211 



regnavit" ; auch im Necrologium von Admont kommt an dem- 
selben Tage ein „Haiuricus abbas" vor, welcher nach Friess (Ar- 
chiv f. öst. Gesch. 'iö Bd. 416) der dritte Abt von Wilhering ge- 
wesen sein soll ; der Abteikatalog vom J. 1718 führt Heinrich als 
zweiten Abt (1147—1155) an; die besseren Quellen jedoch: die 
älteste Chronik und das ältere Necrologium (sowie das Sirpple- 
raentuin Brusehianum) erwähnen ihn nicht. 

2. Gebhardll, 1166- 1 löO (Orig.-Urk. im Stiftsarchiv). Nach der 
ältesten Clironik wurde dem Abte Gebharri „prelationi cedenti" 
Otto substituirt. ; ob nun G<-bliard I oder II oder beide von der 
Verwaltung zurück traten, läswt sich nicht mehr bestimmen. 

3. Otto I, llöO- 1181, aus Kärnten, f lim (?), „In brevi de medio 
feotas 8 (Afilt, Clironik). 

4. Heinrich I, 1181-1185, begab sich nach Ebrach und resig- 
nirte (Chronik); er ist dort im Kapitelhause begraben (Ruppl. 
Brusch.). 

Das Kloster Renn tritt das Patern itätsrecht über Wilhering an 
Ebrach ab, welches im J. 1185 einen Convent mit dem Abte 

5. Heinrich II, 1186—1196, dahinsendot. „Uno tantum anno 
supervixit" (Clironik); er starb am 6. Juli (1186, Aelt. Necro- 
logium). 

6. Hiltger, 1188— 1108, Profess von Ebrach; er erscheint im 
J. 1186 (Chronik), am 7. März 1188—1190 (Urkunden im Stifte- 
archiv) und starb nach siebenjähriger Regierung (Chronik); ob 
nach Angabe des jüngeren Necrologium am 1. Jänner 1193, ist 
sehr zweifelhaft. Wahrscheinlich ist mit „Hiltegerus abbas", den 
das Necrologium von Admont am 5. Mai vor Syfridus, Abt zu 
Altenburg (1297-1320), anführt, unser Abt gemeint. 

7. Otto n von Niest, linrt— 1-201, aus einem edleu fränkischen 
Geschlecht«, Profess von Ebrach, erscheint im J. 1-201 (Orig.-Urk. 
im Stiftsarchiv, welche Friess [„Die Herren von Kuenring J Reg.- 
Nr. 189] in das J. 1-201 setzt); er resiguirte nach 7 Jahren und 
kehrte nach Ebrach zurück (Chronik), wo er auch begraben ist 
(Brevis notitia Monast. B. V. M. Ebrac. -209). 

8. Gottschalk, 1201—1208, Profess von Ebrach, erscheint am 
i. Februar und 19, Juni 1206 (Orig.-Urk. im Stiftsarchiv) und 
starb am 15. Juli (Aelt. Necrologium von Wilhering und das von 
Reun) nach siebenjähriger Regierung (Chronik). 

Mi.'iller (Regesten zur Gesch. der Babenberger 351) setzt nach 
Gottschalk einen Abt Ulrich, der aber ganz un beglaubigt, ist. 



9. Eberhard, 1808— 1215, Profess von Ebracb, wurde nach 
siebenjähriger Regierung und uacb dem Tode des Abtes Meiii- 
gott in Ebracb |f 24. August 1215, Gropp: Monumenta Sepul- 
cbralia Ecelesiae Ebnieensis) zu dessen Nachfolger gewählt; er 
resignirtc c. 1219. 

Die Behauptung im Supplemcntum Bruschianum n*;: _I T bi 
(sc. in Ebracb) a vulgari dicterin Meingotus dietus «V scheint 
auf einer Verwechslung zu beruhe», 

10. Conrad I, Wifi .12« (?), erscheint am i, April im 8 und im 
J. 1228 (öhunradus de Wilbarmge, U. ß. d. L. o. d. Enns II. gfl 
N. 466). 

In der inaiiken Chronik, welche bei diesem Abte abbricht, ist 
über das Ende seiner Regierung keine Angabe mehr enthalten: 
doch steht noch fest, dass er den am 28. Jidi 1880 verstorbenen 
Herzog Leopold VI von Österreich überlebt«. 

Die Nachricht den Bruschius: „..aecusatus voroCietercii, «juod 
Judaeos passus fuisset seeuni prämiere aliquoties, exauthoratua 
est anno 1234", ist kaum glaublich ; dasGeiieralkapitel weniger.-!:- 
berichtet nichts davon, und in der Chronik wird seine Wirksam- 
keit rühmend hervorgelmbuti. „Ebonn-nm, linde venerat, rever- 
sus" (Brusch.). 

11. Theodorich, LMM IV) IM1, ans dem Mutterkl oster (Suppl. 
Brusch.), erscheint im Februar und am 2. März 1287 (Orig. Urk. 
im Stiftsarchiv). Nach Bruscbius und dein jüngeren Neerologium 
wäre er am fi. Juni 1243 gestorben: n Obiit..TheodoricuB, Abbas 
huius domus, praefuit '■> annis laudabiliter 1243". Das Todesjahr 
ist offenbar unrichtig, da er als regierender Abt aus dem Leben 
schied und im Jahre 1242 schon sein Nachfolger erwähnt wird; 
der Todestag aber unsicher, da im älteren Neerologium sein Name 
nicht vorkommt. Er ist in Wilhering begraben (Hupp). Bruech.). 

12. Conrad!! 1241-1243, erscheint am 1. März 1242 (Orig. 
Urk. im Stiftsarchiv); er ist wohl identisch mit dem im Supple- 
mentum Brusch. unrichtig zu 1260—1264 angeführten Conradvm 
Leuckenber;/ aus Ebrach, wohin er nach seiner Resignation zu- 
rückkehrte. Sein Todestag dürfte der 27. Dezember sein (Aeli 
Necrol.: „Chunradus, monaehus et sacerdos in Ebera, quondam 
Abbas in Wilhering"). 

13. Heinrich III, 1243-1246 (V), aus Ebrach, erscheint im Jahre 
1243 (TL B. d. L. o. d. Enns III. 122, N. 119) und im J. 1244 
(Chronik) ; er resignirte. Auf ihn bezieht sich wahrscheinlich die 



Angiibu des alteren Neerologs zuni 24. August: „Obiit Heinrious, 
monachüsötsacerdosinEbera,quondamabl>;t;-in\Vil]iering u .Bru- 
schius und du» jüngere Neerologiuin geben als Todesjahr 124f> an. 
14. Ernest, IM* (?)— 1270(?), früher Prior in Heiligenkreuz 
(Suppl. Brusch.), erscheint vom 12. Juli 1247 (U. B. d. L. o. d. 
Enna III. 140 N. 137) bis 25. Jänner 1270 (Orig. Urk. im Stifta- 
archiv). Stiftung des Klosters Hohenfurt im J. 1968. Die Angabe, 
Ernest sei in Heiligenkreuz gestorben und im dortigen Kapitel- 
saale begraben worden, wird von P. Bernhard Söllinger (in Seb. 
Brunner's (Jistercienserbuch) mit Recht bezweifelt, da weder ein 
Grabstein von ihm vorhanden ist, noch sein Name in den Ver- 
zeichnissen der dort begrabenen Personen aus alter Zeit ange- 
führt wird. Die Noerologien von Wilhering, Heun und Lilienfetd 
berichten seinen Tod am 7., das von Eugelszell nm 6. April: „Do- 
minus Ernestus, abbas huius domus", resp. „abbas in Hylaria", 
„abbas de Hylaria", „abbas inWilhcring^alHoin Bezeichnungen, 
die keineswegs daiür sprechen, dass er resignirt hätte, oder anders- 
wo als in Wilhering gestorben wäre. 

Als seinen Nachfolger nennen die für diese Zeit unsicheren 
Quellen Conrad -■<■■« Latckenberg, lassen aber Conrad, den Nach- 
folger Theodorichs, aus; wenn wir daher beide für identisch halten, 
so werden wir durch die fehlerhafte Chronologie bei Brusr-hius 
und die schwankenden Angaben »t*i Stülz (1, c. 18, 26) in unserer 
Ansicht bestärkt. 

15-Ortolf, 1*270 (?) - 1 l* 7 : t ( V J , wird im alteren Necrologium unter 
dem 13. September erwähnt: n Ortolfus abbas" ; demnach ist er als 
regierender Abt gestorben. Das jüngere enthält wohl auch seinen 
Namen: „Urtotol t'us (!) abbas hui in- loci", jedoch mit dem unrich- 
tigen Zusätze: „praefuit annis 12, resignavit 1276". 

16. Pitrolf, l'_>73t(?) 1276, erscheint im J. 127« (Orig.-Urk. im 
Si iiisuri lii v). Der Angabe im Nuppleim-ntum Bruschianum : „Ex 
abbatcMonastorii Zw e telenaia Abbas HylariemÜB di-siigi-atur anno 
1264", widerspricht die Meldung in Linck's Annales Claravallen- 
ses I. 400 zum J. 1278: „Obüt hoc anno abbas Pitrolfus . . . 
Ebro eleclus est die b. Agathae virg. et mart. 1273"; auch der 
Auetor versitum chronologii-orum (Liuek, I. 883) sagt: 

„Hie bettet et parvo sua tempore seeptra pitrolfus, 

Tristia mature lata tulere virum". 
Pitrolf resignirte im J. 1276 |Suppl. Brusch.); dazu bemerkt der 
Abteikatalog vouiJ. 1741 : „Zwettlam reversus est; adhibuit eum 



_214_ 

deinceps . . . ßudolphus 1 . . ad intima consilia et maximi momenti 
negotia, praesertim in dissidio cum Bohemiae rege Ottocaro eius- 
que expeditioni laudatoriis ad eum datis litteris rem totam com- 
misit". ZurBeurtheilung der Glaubwürdigkeit dieser Stelle, welche 
in älteren Quellen nicht vorkommt, vgl. die analoge Nachricht über 
Peter I. 

Die noch vorhandenen Reste des älteren Necrologs enthalten 
seinen Namen nicht. Nicht unerwähnt möge bleiben, dass um diese 
Zeit (c. 1276) auf Waltherus, den ersten Abt in Fürstenzell, der 
aus Wilhering dahin gekommen sein soll (Jongelini Not. Abb.IH. 
li>), ein Fitrolf us folgte (Mon. boica V. 4). 

17. Hugo, 127(> -1280, stammte aus Straubing und war der erst« 
Profess von Wilhering, der hier zur Abteiwürde gelangte (Suppl. 
Brusch. 86, 118); er erscheint am 2. Februar 1280 (Stiftsarchiv), 
als Zeuge noch am 15. Juni 1286: „Fr. Hugo, quondam abbas de 
Wilhering" ; er resignirte im J. 1280, wurde Abt von Fürstenzeil 
im J. 1285 (wahrscheinlicher 1286), dann von Aldersbach am 
8. November 1295 und starb am 16. Oktober 1308 auf der Rück- 
reise von Citeaux in Heilsbronn, wo er begraben wurde (Suppl. 
Brusch. 69). 

18. Wolfram, 1280-1288, früher Prior in Heilsbronn, erscheint 
am 25. Jänner 1288, 25. Februar 1284-1288 (U.B.d.L.o.d.Enns 
IV. 2 N. 2, 1 5 N. 1 7, 1 00 N. 102) und starb im J. 1288 (Suppl. Brusch.). 
Im älteren Xccrologium kommt sein Name nicht vor; das jüngere, 
welches ihn am 26. Juli erwähnt, ist nicht verlässlich. 

19. Conrad III, l-jss-iaos, erscheint vom J. 12hs (Stifts- 
archiv) bis 6. Mai 18<>h (1 T . K d. L. o. <1. Enns VI. <;10 N. 47 A). 
Stiftung von Engelszell im J. 12'j:->. Er starb am 14. Juli (lä08): 
r Obiit dominus Chunradus, abbas in Wilhering, per cuius pro- 
videnciam domus jam dieta tarn in spiritualibus, quam in teni- 
poralibusmultiuii profecit** : diese Stelle des älteren Necrologimns 
wird im jüngeren irrthümlieh auf Conrad 1 angewendet: ^domi- 
nus Chunradus nomin«' j)rimus Abbas huius ilonasterii ex Ebraco 
voeatus, per cuius provideneiain haee domus ... multum profecit, 
regnavit 20 annis, dciiium Ebrar.um rediif 12:->4*; dass sie aber 
Conrad 111 betn-ile, beweist, die. Eintragung im Necrologium von 
Engelszeil am 1 J.Juli: „Dominus ( 'hu nradus abbas in Willgering"". 
Im letzteren kommt von den vor der Cründung von Engelszell 
verstorbenen Wilheringer Aebten nur Ernest vor: die ersten von 
Wilhering nach Engelszell entsendeten Mönehe. deren manche 



215 



unter ErnestProIess gemacht, hatten gewiss Grund, seinen Todes- 
tag zu verzeichnen, keineswegs aber bei Conrad I. Die betreffende 
Stelle in der „Brevis notitia Monasterii Ebracensis" 210VI: „Con- 
radus anno 1215, de quo habet Necrologium Kbracense ad dien» 
Junii 14. sequentia: Per huius viri providentiam domus Hila- 
riensis tarn in spiritualibus, quam teinporalibus multum profecit", 
ist durch Druckfehler entstellt; denn sie hat das Necrologium 
Hilariense ad diem Julü 14. zur Quelle und kommt in dem von 
Kbrach nicht vor. Das jüngere. Necrologium verlegt den Todes- 
tag Conrads 111 willkürlich auf den 1. Juli: „Obiit p. m. Conradus 
t.ertius huius monasterii Abbas 1306; praefuit (annis) 18" ... Im 
alteren fehlt diese Eintragung. 

20. Ulrich 1, 1808 -1809, früher Prior (Suppl.Brusch.), erscheint 
am 13. Jiinner lüüü (l'rig. L'rk. im tttifl.sareliiv); er starb am 
13. Jänner (Neorol. v. Engelszell) 1301). 

21. Otto III, 1305J, vorher Alt in Hohcnfurt als Otto 11, wahr- 
scheinlich Profesa von Wilhering. Na<h dem älteren Necrologium 
starb er am 20. März: „Otto abbas in Wilhering, quoudam abbas 

inAltovado" - ein geviahtigeaZengiuMför seine Existenz, obwohl 

Hfl regen der Kürze des ihm zugemessenen Zeitraumes (13. Jän- 
ner bis 20. März 1300) vielfach bezweifelt wurde. Immerhin wäre 
möglich, dass etwa Abt Otto f (o. l-'70) oder Otto LU (c. 1381) 
von llolieiii'urt gemeinl ist.: aber in Ermanglung I esterer Beweise 
müssen wir an der bisherigen lieberlieferuug (Suppl. Brusch. 
und Abteikatalog) festhalten. 

22. Wisento, 1908—1818, Profess von Engelszell, kommt vor 
vmii 1-2. April 1808 (Orig.-Urk.) bis 2. Februar 1313, in welchem 
Jahre er resigniri^uiid nueb Engaliwaü «urflBkkehrte. Am 11. Juni 
Ibl« erscheint er als Zeuge: „Fr. Wisento, quondam abbas ibidem" 
(in Wilhering). Abt von Engelszell ist er vom J. 1317- 1819; in 
diesen Jahre resignirte er. Sein Todestag ist der 12. September. 
Aelt.Necrolog: n Wisento monaehus et sacerd os in eellaangelorum, 
quondam abbas in Wilhering". Damit stimmt das Kalendarium 
des Pfarrers Albert von Waldktrclien übereiii, während das Ne- 
crologium von Engelszell seineu Tod um einen Tag früher ansetzt: 
„III. Id. Sept. obiit dominus Wisento quondam abbas IU. huius 
ecclesiae". Weil wir ähnliche Differenzen um einen Tag auch bei 
iiiid- i*'u Eintragungen bemerken (vgl. Abt Ernest und Andreas), 
so haben wir Grund, beide Aebte für identisch zu halten (gegen 
Otto Selunid: Uebersichtl. Gesch. des aufgehobenen Kloster.- 



216 _ 

Engelszell, in Stud. und Mitth. aus deinBened.- und dem Cisterc- 
OrdenV. 13fi Anm. 2). 

23. Stephan I, 1813 — 1316, Protbss von Hohenfurt (Suppl. 
Brusch.), erscheint vom 18. November 1313 (Orig.-Urk.) bis 11. Juni 
1316 (U. B. d. L. o. d. Enns V. 162 N. 168); im J. 1316 resignirt* 
er. Sein Sterbetag ist der 15. April: „Stephanusmonaehusetsacer- 
dos, quondam abbas in Wilhering" (Aelt. NecroL). Im Abteikata- 
loge kommt er nicht vor. 

24. Heinrich IV Praendl, 1316-1331. Er kommt vor im J. 1316 
(U. B. d. L. o. d. Enns V. 174 N. 180) bis 24. April 1331 (Stifts- 
archiv), in welchem Jahre er resignirte. Er starb am 22. Oktober 
eines unbekannten Jahres (Necrol. v. Engelszeil). Die „BrevisNo- 
titia Mon. Ebrac." verwechselt ihn (S. 210) mit Heinrich III. 

25. Conrad IV, 1331-1333, kommt vor am 5. März 1332 („Abt 
Ch a Formel), 12. März und 24. April 1332 (Stiftsarchiv). Was das 
ältere Necrologium zum 27. Dezember enthält: „Chunradus, nio- 
nachus et sacerdos in Ebera, quondam abbas in Wilhering-, gilt 
wahrscheinlich von Conrad II, wird aber im jüngeren auf Con- 
rad IV bezogen ; „Chunradus quartus Monachus et sacerdos in 
Ebera, Abbas liuius domus, regnavit 7 annis, obiit 138**". 

26. Hermann, 1883-1850, erscheint vom 24. April 1884 bis 
29. September 1349 (Orig.-Urk.) und starb am 11. September 
(Necrol. von Engelszell) in anno jubilaeo 1B50 (Chronik in Cod. 
ms. X. 1">*|; er wurde» im Chore der Kirche begraben. Stillung des 
Tocht.erklosters Säusenstein im .1. i:>3«;, coiifirmirt auf dem (iv- 
neralkapitel im .1. l:>;_>7. 

27. Bernhard I Hirnbrech (Cerebrifragus), i:*f>ü -i:>5«.*, er- 
scheint am 11). Mai 1:>.M (Formel Cod. ms. X. 5K), 15. August lS. r i8 
(Orig.-l'rk. im Archive von llohenfnrl ), 21. Xovember 1-557 (Orig.- 
l-rk. im Stit'tsarchiv), :». Februar und 5. Mai i:.*5i> (Formeln Cod. 
ins. X. r>s). Ki' resignirte. iin.I. l:;.v.) und starb am 1. Febr. eines un- 
bekannten Jahres : r I\al. Febr. obiit dominus Wemhanlus senior, 
dictus Hireiipivcli. (|ui rexit abbat iam novein anuis" 'Aelt. Xecrol. . 

28. Simon, l:i.V.» i3i;o, fehlt lud ISruschius und Stülz, kommt 
im Abt.cikataloge nacli Wisento vom .1. l:il2 1 :> 1 5 vor und wurde 
zuerst richtig eingereiht von P. Bernhard Söllinger(in tttd>. Brun- 
ner's r (Jistereienserbuch w *). Kr erseheint am -1. Sept. 135!», 20. Mai 
13«K) (Formel Cod. ms. X.5H), iM.Juni l;n;o (Alte Notiz aui einer 
Urkunde ^tempore domini Symonis-). Sein Todestag ist der In.Sep- 
tember (Aelt. Xecrol. von Wilhering und das von Engelszell) 18i;o. 



217 



29. Walther (Balthasar), 1360- 1366, erscheint am 4.Dezeiuli._<r 
1360 (Formel Cod. ms. N. 58), 21. Oktober 1361 bis 6. August 
1364 (Orig.-Urk.). Er starb am 14. April (Aelt. und jung. Necro- 
log) 1366. 

30. Andreas, 136f;-13G9, Profess und vom J. 13G5-136fl Abt 
von Engelszeil; er kommt vor am G. Jänner 1367— 30. Juli 1369 
(Orig. Urk.) und starb am 6. Dezember (beide Neurologien von 
Wilhering und das von Ebracli; das Eugelszeller führt ihn am 
7. Dezember an) 1369. 

31. Johann I, 1870-1881 (?), Protess von Ebraoh, erscheint vom 
25. März 1371 (Orig. Urk.) bis 24. April 1379 (beglaubigtes Trans- 
sumpt auf einem Etatgamentiblatte mit dein Heisatze : „requisitus 
et rogatns a patro abbate Joliunne in Hyhiria* ; darauf folgt noeb 
eine Urkunde vom 29. Juni 1381). Er resignirte c. 13H1 und starb 
am 9. März: „obüt dominus Johannes senior, monachus etsacer- 
dos de Ebraco" (Aelt. Necrolog); die Jahreszahl 1 3 imi in jüngeren 
Necrologhim ist unsicher. 

32. Peter I, 1881 (?) -1886 (?), erseheint am 24. Februar und 
21. April 1884 (Orig. Urk.), resignirte d. 1886 und starb am 8. Fe- 
bruar eines unbekannten Jahres: „Petrus monachus et sacerdos, 
quondaui abbas huius dumua d (Aelt. Necrolog). im jüngeren Ne- 
crologium liest man dazu die Randbemerkung: „I'raefuit annis 18, 
obüt anno 1391" ; letzlere Zahl ist wahrscheinlich ebenso willkür- 
lich als ersten.', Von ihm melden Brusehius und der Abteikatalog 
vom J. 1713: „Habuit benerieum AJbertum Austrium regem Ro- 
manorum et e'msdetu eoniugeni Elisabetham" ; beide waren wirk- 
lich grosso WbhlthÄter den Klosters, wie die Urkunden vom 
13. März I2H5, li. Jänner und 19. Februar 1881, namentlich aber 
die vom 2. Februar 1313 beweisen, wornaeh ElisabeLh dem Klo- 
ster zum iSeelgeräth für ihre Vorfahren und besondere für ihren 
lieben Herrn und Wirth Küuig Albrueht . . . jährlich 80 JMider 
dürren Salzes aus Hailstadt als Almosen schenkt. Wenn daher 
der Abtei k atalog vum J. 1711 den Anachronismus festhält und 
sogar berichtet: „Petrus I... ah .Alberto primo e stirpe Austriaca 
imperatore ad secreta oonsüia et suscepta pro bono publioo iti- 
nera adhibitus praeter alia complura benelicia ab eo largam saÜö 
massam uuotanuis in perpetuum a suceeflsorilius pcndcudani ac- 
cepit", so kann dies unmöglich von Petcri gelten. Nach obigen 
Quellen hätte er auch 18 Jahre (13U7-1386) die Abtswürde inm- 
und seinen Vorgänger Johann 1 zum Nachfolger gehabt. 



218 

33. Jakob 1, 1385-1421, erscheint vom 8. April 1886 bis 16. Fe- 
bruar 1421 (Orig.-Urk.) und starb am 12. od. lS.März 1421 (Epitaph 
und Aelt. Necrolog.); er liegt begraben in der einstigen Kapelle 
neben der Sakristei (Jung. Necrolog.). 

34. Stephan II, 1421-1482 (?), gebürtig aus Mautern; er wird 
erwähnt vom 24. Februar 1422 bis 18. August 1431 (Orig.-Urk.), 
resignirte (1481 oder) 1432 und stellt als resignirter Abt am 9. Jän- 
ner 1433 einen Revers aus. Seinen Grabstein Hess er noch bei 
seinen Lebzeiten anfertigen ; er enthält unter anderem die Worte: 
„Fr. Stephanus venerabilis senior et quondam abbas huius mona- • 
sterii u und die Jahreszahl MGCCCXXX mit einem leeren Baume, 
der nicht mehr ausgefüllt wurde. Er inuss ein sehr hohes Alter 
erreicht haben, da er erst am 14. Februar 14(>2 starb. (Beide Ne- 
urologien: „Frater Stephanus, monachus et sacerdos, quondam 
abbas huius domus 1462"). Er ist in der ehemaligen Kreuzkapelle 
begraben. 

35. Ulrich II, 1432-1451, kommt vor am !>. Jänner („Abt V a ) 
und 22. März 1433 bis 1. November 1450 (Orig.-Urk.). In der Ab- 
schrift einer auf Ersuchen dieses Abtes ausgestellten Urkunde 
ddo. Krcmsinünster anno 1430 die 21). mensis Julii scheint der 
Schreiber im Datum ein Wort nach 1430 ausgelassen zu haben. 
Ulrich resignirte wahrscheinlich bei der Visitation im April 1451 
(Formeln Cod. ms. N. loc, S. 372 und 3!»7) und starb schon am 

13. August, g. .1. (Aelt. Necrol.). 

36. Georg I, 1 4 r> l l 15-2, wird genannt vom 8. November 1451 
bis 3. April M.V2 (<>rig. Irk.); er starb am 20. August (Aelt. Ne- 
crolog: „Obiit. dominus (Jeorgius abbas huius domus et sepultus 
Wicnne ad Srntos et, tantum uno anno rexit a ) 1452. 

Die St.iltskalaloge sehalten hier einen Walt her ein, der vom 
J. 14-18 bis 1 IT)); Abt. gewesen sein soll ; diesen Irrthum veranlasste 
das jüngere Neerologium, indem es ausser dem Abte Walther am 

14. April auch einen lia.lt Im sar willkürlich am 30. August 1359 
anführt. 

37.UlrichIH, M.Vj- IKK), erseheint, vom 1. November ll.V2( r der 
neue Abt a , Formel ('od. ms. X. um S. :>:»2) bis 30. Juni 1459 
(Orig.-Trk.). 

38. Wilhelm, 1 \*\o -Mi;ii, wird erwähnt, am s. Mai 1400 (Formel 
Cod. ms. N. 72, S. 148), 20. April 1 1U2 bis ö. November 1465 (Orig.- 
L'rk.) und starb am 18. Dezember l -1 •;«; (beide Necrol. von Vil- 
hering und das von Hoheiiiiirl). 



210 

39. Conrad V Panstorf er, 1467-1470, aus Linz (Suppl. Brusch.), 
erscheint vom 14. März 1467 bis -28. April U70 (Orig.-Urk.) und 
resignirte c. 1470. Beide Necrologieu haben zum 1,9. Februar: 
„Chunradus, monachus et saeerdos, (juondam abbas^, welche 
Worte wir füglich auf Conrad V beziehen können. Die Angabe 
im jüngeren Necrologiuin zum 6. September: „A. doniini 1475 
obiit Conradus Panstorfer, patria Linctmsis, Abbas huius donius, 
praefuit utiliter annis 8", ist der bei Bnuobioa gleichlautend, der 
Tag willkürlich. Nach dem im J. 1479 angelegten Necrologium 
von HohenJ'urt („Obüt ven. pater dominus Conradus abbat in Hy- 
laria") wäre er am lö. August 1475 als regierender Abt gestorben, 
was aber nach den Daten seines Nachfolget« unmöglich ist. 

40. Ürban, (470 - 1160, erscheint am 96. Mai 1470 (Formel Cod. 
ms. N. 73, S. S8), '.). Februar I47:s bis 8, Februar 14SO (Orig.-Urk.) 
und starb am 10. März 14«0 (beide Necrologieu von Wilhering 
und das von Hohen fürt). 

41. Thomas, 14MO-1507, wahrscheinlich aus Lconlelden, mit 
dem Zunamen I)i>i.4l, wenn anders die Inschrift auf einem Steine 
über dem nordlichen Portale der dortigen Pfarrkirche: „Thainau 
dinstl anno domini M"c''<.'i "Ix.xxi" diesen Abt angeht. Er wurde 
erwählt c. 23. April 14«0 (Formel Cod. ms. N. 72, S. 4ö), erscheint 
vom 2. Mai 1480 bis 1. Mai 1507 (Orig.-Urk.) und starb um B9. Mai 
1507 (Grabstein; beide Necrologieu haben uls Todesjahr 1508). 

42. Caspar I, 1507-151», aus Mühlbach bei Wilhering, kommt 
vor vom 10. Jänner 150» bis 8. Juni 1517 (Orig.-Urk.); er starb 
am 3. April 1618 (Aelt. Necrol.) und ist im Kapitclsaale begraben 
( Jung. Necrol.). Aul' dem Grabsteine fehlen Sterbetag und -Jahr. 

43. Leonhard Rosenberger, 1518-1534, aus Linz (Stipplem. 
Brusch.), erscheint vom 12. Juli 1518 bis 15. November 1532 
(Orig.-Urk.;. Wein Todestag ist der 91. Jänner 1534 (Grabstein; 
Bruschius aber und die Si,iftsl;iitaloge haben den 21. Februar) ; er 
ruht „in abside meridionali" (Brusch.). 

44 Peter H Rinkhammer, 1534-1543, aus Ottensheim, wurde 
gewählt sogleich nach dem Tode seines Vorgängers, erscheint am 
25. Jänner 168J [StÖla 88), 21. Juli 1535 bis lt. Mai 1543 (Stifls- 
archivj, reaignirte im J. 1648 vor dem 4. Ok tober (Stiftsarchiv, Re- 
gister vom J. 15 15; und starb am 4. Mai 1514 (Grabstein, Necrolog). 

45. Erasmns Mayer, 1648- 1644, aus Nürnberg, Profess von 
Ebrach, war 9 Monate Abt; er erscheint vom 4. Oktober 1543 
lAbsi-lmlt i bü 81. Jänner 1511 (Orig.-Urk.). Nach dessen Flucht 



in seine Vaterstadt verwaltete der Landeshauptmann Balthasar 
von Presing das Kloster. 

46. Martin Gottfried, 1646—1680, aus Ueborlingen am Boden- 
see, Profess von Bauingartenberg, wurde postulirt am 6. Juni 15-15 
(Suppl. BniHchO, erscheint vom 4. März 154t; bis 5. Oktober 1558 
und starb am 27. September lüiiO (GrabsteinJ. Nach seinem Tode 
waren Administratoren: Michael Gewolf, Abt von Engelszell. bis 
zu seinem Tode am 21. Mai 15ü2 und bis 1508 der Prior und nach- 
malige Abt 

47. Matthaeus Schweitzer, 15i;k-1574, ernannt am 8. Septem- 
ber 16G8, confii-mirt am 3. April 1572. Er erscheint vom 1. Februar 
iöfi'J (Abschrift; bis 86. August 1574 (Orig.-Urkj und starb am 
B. September (Jung. Necrol.j 1574. 

48. Johann II Hammerschmied, 1674—1688, vorher Prior in 
BaumgartiMiberg, würde ernannt am ii. November 1574, installirt 
am ib. Jänner 1575, kommt vor vom «. Juni 1575 fliegest«; und 
2'J. Oktober 1 575 bis SS. September 1 588 (Orig.-Urk. und Abschritt: 
und starb am 22. Oktober 158:-! ( Urkunden]; atalogj. 

Eine Commission des Klosterrathcs enthob ihn anfangs de* 
Jahres 15*2 von der Administration, welche dem liofrithter Lau- 
renz Mundl und dem Hieronvuius Frosch, denen man nach dem 
Tode des Abtes den Prior Leonhanl Schussuiann beigesellte, unter 
der Oberautsicht der Aebte von Kremsmunster und Oarsten über- 
tragen wurde. 

49. Jacob II Gistl, 1584-1587, geboren im J. 1544 zu Weimeim 
in Baiern, Profess des Benediktinerklosters Fieeht in Tirol 1567; 
ernannt am 23. Oktober 1584, installirt am 25. Jänner 1686, ge- 
storben am 8. Februar 1587 (Necrol.). 

50. Alexander vom See (a lacu), 1587-lfiOO, zu Lugano in der 
Schweiz c. 1552 von edlen Eltern geboren, erhielt 1582 den Doktor- 
hut von der Akademie in J'avia und kam 1686 nach Oesterreich 
als Hofkaplan des Erzherzogs Ernst. In Wilheriug kommt noch 
am 24. Juli 1587 die Administration urkundlich vor; am 8. Sep- 
tember siegelt Alexander schon als Abt, obwohl er erat am 18. Ok- 
tober durch Erzherzog Ernst von der kaiserlichen Ernennung ver- 
ständigt wird ; confirmht wurde er am 2. August 1689. Im Februar 
169U wurde er ab» Abt nach Garsten postulirt (am 21. Februar 1599 
kommt er als „recena electus abbas Garstensis" vor), trat aber 
diese Würde erst am 20. März 1C00 an und blieb noch Admini- 
strator von Wilhering. So erscheint er am 31. Mai 1600 als Abt 



von Garsten und Vorsteher des Gotteshauses zu Wilhering. Im 
Juni 1600 wurde Alexander nach Kremsmünster postulirt ; er 
nennt sieh in einem Schreiben vom 12. August 1600 Abt von 
Garsten und Administrator von Kremsmünster und Wilhering; 
die neue Abtei übernahm er e. 17. März 1601. Die Administration 
von Wilhering legte er infolge einer Hofreeolution vom 12. August 
am 1. September 1600 nieder. Erstarb in Linz am 11). Mai lullt und 
wurde in Kremsmiinster beerdigt 

Admintxtrtdiireti: Prior Christoph Koller und Hofrichter Leon- 
hardMandl ; an des enteren Stelle, der am 13.Mail(i01 als untaug- 
lich amovirt wurde, trat am LS. Juli Petrus Rauch, Profi'** von 
Heiligenkreuz; dieser wurde iti Lilienfeld am 2r-. April H>02 zum 
Abte postulirt und nun BHehttltt wieder Christoph Koller (ur- 
kundlich am 20. September lfl02,) ; er starb als Prior am 1. Mürz 
1(!08 fNecrol. von Lilienfeld J. Ain 11. Jänner 1809 wurde er vom 
Prior von Lilienfeld Johann Schiller, in der Administration ab- 



51. Johann III Schiller, 1608 1611, aus Moosburg in ISaiem, 
Profess von Lilient'eld, bittet am 88. Juni Hin:!, dass man ihm die 
Abtei förmlich übertragen möge. Kr erscheint vom 12. November 
1608 („Johann von Gottes genaden Abbt u ) bis 3. März 1811 (Orig. 
Urk.), würde vom Kaiser bestätigt am 21. Jänner 160ä, benedioirt 
am 6. April 1601 und starb zu Linz am C. April Hill (Grabstein 
und Beri'dit an den Klostin-rafli vuru B. April Uli), nach dem 
älteren Neerologium am 5, April ; sein Grab ist in der Kapelle 
zur rechten Seite des Chores (Jung. Noerol.). 

Der Stif'tsk atalog vom J. 171:5 nennt als seinen Nachfolger 
PetntaHl (1611-1612) — mit Unrecht; denn bis zur Wieder- 
besetzung der Abtei fungirten der Prior Johann Lanzendorf'er und 
der Uoirieliter Augiistin Rescli als Administratoren, als welche 
sie am 24. Juli HU I urkundlich erscheinen. 

52. Anton Woliradt, 1012-1613, geboren zu Köln im J. 1661, 
Proleas von Heiligen kreuz, Doctor der Theologi.-. iiomiriirt < . 
14. April 1612, eoiilirmirt am 21. November KU2, Abt von Krems- 
uiünster 15. Dezember 16i:s-lfi3!', Fiirstbischoi von Wien 1631, 
consecrirt am 13. August 1681, gestorben am 1. April 1639. 

53. Georg II Grill, 1614-1638, Prot'ess von Baumgartenberg, 
erscheint am 15. Uktober 1>H3 als Küchenmeister in Wilhering; 
als Abt postulirt am 2. März 1614, confirmirt am ö. Mai, benedicirt 



am 3. August 1614, gestorben am V>. Oktober Efl88 und begraben 
inter choros (Jung. Neerol.). 

54. Caspar II Orlacher, 1808—1689, aus Baiern, Profess im J. 
1622, erwählt am lü. Dezember 1638, benedicirt am 23. Jänner 
163H, gestorben am 2«. November IMS im 67. Lebensjahre. 

55. Malachias Braunmüller, 1870-4880, aus Passan, ProiW* 
um 1. November KJ37, erwählt am Iii. Jänner 1670, doch noch 
Pfarrer zu Anzbaeh in N.-Oe. bis 31. März 1670 (S. Beiträge zur 
(4<'sr.h. der Pfarre Langenlebarn in ,, Geschieh tl. Beilagen zu den 
('oiisistorialkurreiifleii der Diöeese St, Pölten u III. 12~>), bestätig! 
am 21. F'ebnuir, beftedieirt am 14. April lfi70, gestorben am 8. De- 
zember 1060 (Jung. Neerol.). 

56. Bernhard II Weidner, IQftt— 1709, ftflfl Linz; Profess am 
1. November 1668, erwählt c. ü.— 15. März 1681 (Briel'desGeneral- 
vikarn im Archiv); erscheint am 8. April 1661 (Ernennung zum 
kaiserlichen Rathe), gestorben am 27. Mai 170!) im 70. Lebens- 
jahre (Neerol., Grabstein). 

57. Hilarius Sigmund, l ?<>:> 1 730, geboren zu Zwotü in Über- 
österreich am H4. Juli 1686, Profess am 1. November 1688, erwählt 
am 16. Juli 1701), resignirte am 7. Jänner 1730 und starb am 
8. AugUHt 1784. 

58. Bonns Pemerl, 1730- J7;(4, geboren zu Hohent'urt im J.ltiwS, 
Profess im J. 170G, Administrator von Engelszeil 1727-1780, ge- 
wählt am 8. Jänner 1730, gestorben am 24. April 1734. 

59. Johann IV. Bapt. Hinterhölzl, 1734-1750, geboren zu Zwettl 
in Oberösterreich am 81. August lfi!»8, Profess am 1. November 
1717, gewählt am l. und benedicirt am 13. Jnni 1734, gestorben 
am 6. Februar 1750. 

60. Raimund Schedelberger, 1750-1753, geboren zu Ottens- 
heim am <i. Februar K;y6, Profess am 1. November 1717, Admini- 
strator von Engelszell vom 28. September 1736 bis 21. Juli 17*5, 
gewählt am 6. und benedicirt am 12. April 1750, gestorben am 
14. September 1753. 

61. Alan Aichinger, 1753-1780, geboren zu Freistadt in Ober- 
österreich am 9. April 1705, Profess am l. November 1726, erwählt 
am 22. und benedicirt am 25. November 1753, gestorben am 28. De- 
zember 1780. 

62. Johann V Bapt. Hinterhölzl, 1781-1801, geboren zuZwetÜ 
in Oberösterreich am 17. November 1732, Profess am 2 1. Dezember 



223 

1754, erwählt am 22. und benedicirfc am 25. Februar 1781, gestor- 
ben am 80. Mai 1801. 

63. Bruno Detterle, 1801-1832, geboren zu Aspach im Inn- 
viertel am 28. Jänner 1759, Profess am 2. Februar 1783, erwählt 
am 15. und benedicirt am 16. September 1801, gestorben am 
18. Juni 1882. 

64. Johann VI Bapt. Schober, 1832-1850, geboren zu Ober- 
weissenbach am 15. Jänner 1783, Profess 25. Mai 1806, erwählt am 
7. und benedicirt am 8. November 1832, gestorben am 9. Juni 1850 
in Mühldorf, begraben in Wilhering. 

65. Alois Dorf er, 1851 ; geboren zu Putzleinsdorf am 14. Ok- 
tober 1807, Profess am 25. Dezember 1882, erwählt am 14. und 
benedicirt am 15. Mai 1851. 



C. 

Verzeichnis 

der um das Stift verdienten Künstler und Kunst- 
handwerker und der Schriftsteller desselben 

von 

P. Robert Keplinger 

Cooporator in Gallnenkirchon. 

a) Künstler und Kunsthandwerker. 

Otto magister noster laterum (Necrol. von 1462 zum 22. Sep- 
tember). 

Magister Chunradus murator (Necrol. von 1462 zum 30. De- 
zember). 

Magister Wolfhardus pictor de S. Floriano erscheint im Necro- 
logium von 1462 zum 19. April, f vor 22. Juli 1838 (vgl.Urkunden- 
buch des Landes ob der Ens, VI, 277, Nr. 273). S. Albin Czerny, 
Kunst und Kunstgewerbe in St. Florian, Linz 1886, 40. 

Georg Frisch, Tischlermeister zu Linz, verspricht 9. April 1617, 
bis zum Feste des hl. Bartholomäus dieses Jahres 5 Altäre „mit 
Postament und Säulen nach Art und Form der LiDzer Jesuiten- 
kirche" zu liefern. 



l!i 



224 

Hans Ueberlechner, Tischler zu Kremsmünster, verpflichte 
sich 10. August 1617, „dass er das Chor in der Stiftekirche mach« 
dass er nämlich 16 Stühle verfertige, von denen der des Abu 
zierlicher und ansehnlicher sein soll , fernere 2 Kasten und 2 Pfeile 
welch letztere als ein Stuhl berechnet werden sollen, also in summ 
19 Stücke. Die Stühle und anderes sollen mit schönem, eingi 
legtem Holze versehen werden". Dafür erhält er 152 fl. 

Hans Jacob Behmer, Maler aus Landstuhl, schliesst 18. D< 
zember 1617 nachstehenden Vertrag : Er werde 5 Altäre, die er m 
eigenen Augen im Kloster gesehen, malen, „daran die Lorben 
die Stöbe, und wo es die Zierung fordert, ganz mit gutem Gol 
matt vergolden, die geschnitzten Rahmen aber, Flügel, auch Ei 
pitäl, Piramides, Coopertement, vertiefte Muscheln und andei 
dergleichen Zieraten theils vergolden, theils versilbern, thei 
mit Nuss- und anderen Lasurfarben erheben". Fertigstellung b 
Ostern. Für jeden Altar 30 fl. rhein., ausserdem die tägliche Eoc 

Paul Peuerl, Organist und Orgelmacher zu Steyr, verspricl 
31. Juli 1619, für 1000 fl. rhein. eine grosse Orgel für die Stift 
kirche zu verfertigen. 

Melchard Commann, Maurermeister zu Ottensheim, übe 
nimmt 3. August 1 6 1 9 die Herstellung von 6 Zellen „auf demKreu 
gangamSchlafhaus u und 2. März 1628 folgende Arbeiten: „Erstlic 

soll er den hinteren Stock im Convent für allen Dingen verfe 
tigen . . . Nach diesem soll er den Stock vor der jetzigen Tafelstul 
bis ans Thor bei der Küchel um etliche Schuh aufmauern. 
Wann nun dieser Stock inwendig und auswendig allerdings ferti 
...so solle er den Mairhot' zu bauen schuldig sein .. . Umb ur 
für solche Arbeiten haben Ihr llochwürden und Gnaden Ihne 
Meister Melcharten, versprochen zu geben in baarem Geld 950 1 
H Dukaten Leikaut" und dann in Getreid zween Muth Korn". 

Thaninger, Zimmermeister, ist lf>2<> beschäftigt. 

Silvio Croce (Silvius Creuz), Glockengiesser zu Linz, sclüies 
2. September 17tt3 einen Vertrag wegen 5 für die Stiftskirche 
liefernder Glocken im Gewichte von 82 Cn. 29 W . Der Meistert 
kommt für den Cn. alten Metalls „mit Zulassung von 10 /7*Schw€ 
düng" 8 fl., für den Cn. neuen Metalls 60 fl. 

Haslinger Johann, Baumeister zu Linz, liefert 1783 mehre 
Pläne für den Thurm und leitet den Bau des Klosters bis zu sehn 
Tode, 27. Mai 1741. 



ii 



! 



225 



Josef Götz, Baumeister zu St. Nicola bei Passau, hat, wie er 
l!>. Februar 1 735 schreibt, „3 grosse Grundrisse zum Gebäu, zu zwei 
Stallungen, l Fischkalter, l Schwemme, zu dem Thurm samint 
Facade, der Orgel und dem Positiv verfertigt" und dafür 200 fl. 
erhalten, 

Johann Michael Herrstorfer, Steiimietzmeister zu Linz, reioht 
13. Juli 1735 ein Offert ein bezüglich der Steinmetzarbeiten in 
der Stiftskirche. 

Martin Altomonte malt 1737-1744 das Hochaltarbild, 6 Bilder 
für die Seitenaltäre und das Eccehomo-Bild im Oratorium. In 
diese Zeit dürfte auch das Christus-Bild im Capitelzimmer fallen. 
(Das etwas grössere, ganz ähnliche in der Grundeniannkapelle 
soll von [Joachim? Johannes?] Sandxart herrühren). 

Bartholomäus Altomonte verfertigte 1740-1741 mit dein Ar- 
chitekturmaler Francesco Messenta die Frescogemälde in der 
Stiftskirche. 

Franz Vital Dräxl, Steiiunetznieister in Salzburg, liefert nach 
dem Vertrage vom 1. September 1736 die zugerichteten Marmor* 
steine zu den -2 Musik-Chor- Pfeilern und 2 Weih Wasserbecken, nach 
dem Vertrage von 24. Jänner 1741 das Speisgitter, nach dem Ver- 
trage von 18. Oktober 1743 die zum Hochaltare nöthigen Marmor- 
steine u. zw. nach dem von Andre Altomonte verfassten Risse ; 
ausserdem das Antipendium, die Staffeln, das Lavoir in der Sakri- 
stei, die Marmorstücke zu den H Seitenaltären und (1748) zu den 
Altären in der Grundemann- und Kreuzgangkapelle. 

Franz Stadler, Bild hauer zu Neufelden, liefert 1740 einen Altar 
(in der Krankankapelle?). 

Nach Anordnung (Franz) Holzingers sollen 1741 die Stuccatur- 
arbeiten ausgeführt werden. 

Johann Georg Ueblherr, aus Wessenbrunn in Bayern, „Sr. 
Hochfürstl. Gnaden Herrn Anselms, Abten des Hochstiftes Kemp- 
ten, Hofstokadorer" ; übernimmt mit Johann Michael Feychtmayr 
aus Augsburg 1741 die Stuccoarbeiten im „Chor und Kreuz" 
und verpflichtet sich, diese nach Art des Langhauses auszuzieren, 
„auch alle erforderlichen grossen Engel, Kindlein, Köpfe und Ge- 
wölbe zu stellen und zu verfertigen". Ajn 16. November 1744 ver- 
pflichten sich dieselben, „den Hochaltar, beide Kanzeln, die Rück- 
wände gegen den Chor mit aller erforderlichen Stokador- und Mar- 
morierarbeit, femers die Figuren und Statuen mit grösstem Fleisse 
und kunstreicher Zierlichkeit zu verfertigen". Die Statuen und 



226 

Hauptfiguren hat Ueblherr mit eigener Hand auszufahren. Letz- 
terer übernimmt es 1. November 1746, „sowohl die Sakristei ab 
auch das darauf neu erbaute Oratorium saxnmt der Fensterver- 
zierung von weisser Stokadorarbeit, nicht weniger die in der 
Sakristei befindliche Niel von Marmorarbeit mit in- und auswen- 
diger Zier auf das schönste zu verfertigen 4 *. 

Johannn Georg Frueholz, kurfürstlicher Hofvergolder zu Mün- 
chen, übernimmt 1746 die Vergoldung aller in der Stiftskirche 
„specificirten Gegenstände 4 *. 

Fr. Johann Bapt. Zell, Laienbruder, geboren 27. Mai 1708 zu 

Hallgarten im Rheingau, gestorben 21. Oktober 1787, betheiligt 
sich an der Ausschmückung der Kirche und verfertigt im Vereine 
mit dem Laienbruder Engen Dunge (f 1. Dezember 1779) die Chor- 
stühle und die Kanzel im Kreuzgange. 

Matthias Dollicher verpflichtet sich 27. Jänner 1749, bis zur 
Charwoche „das heilige Grab nach dem von ihm gemachten Bus 
auf das zierlichste und mit dauerhaften Farben zu verfertigen 44 . 

Josef Altomonte ist nach dem Kellerbuch 22. Mai bis 21. August 
1751 beschäftigt. 

Johann Michael Vogl, geb. zu München, „marmoreus polio", 

wurde 16. Mai 1751 zu Wilhering begraben. 

Nicolaus Rummel, Orgelbauer zu Linz, renovirt 177 1 die beiden 

Orgeln. 

Johann Bapt. Gängl, Baumeister zu Linz, leitet von 1778 an 
den Bau des Traktes längs der Strasse bis einschliesslich der Ein- 
fahrt. Sein Polier war Matthäus Huebmer, „ein Mann in der Bau- 
kunst bestens erfahren". 

Leopold Hippel, Schlossziinmermeister aus Linz, ist 1781 beim 
Bau der Kuppel thätig. 

Caspar Modler, Stuccator in Linz, liefert 1782 die Stück- 
arbeiten im Tafelzimmer. 

P. Ludwig Schlechta, geb. zu Wittingau in Böhmen 18. April 
1753, gest. 26. März 1 786. Die Botel lobt seinen „zelus bonus, quem 
divinis in utroque choro epiniciis dedicaverat in chordis et organo*. 
Als Comp on ist schrieb er „manche schöne, gutgesetzte Fugen, 
Präludien und auch einige Concerte für die Orgel nebst anderen 
Kirchensachen". (Gottfr. Joh. Dlabacz, Allgem. hist. Künstler- 
Lexikon f. Böhmen u. zum Theil f. Mähren u. Schlesien, Prag 1815, 
HI. Bd. Sp. 46). 



227 

Michael Mayr, Steinmetzme ister zu Linz, liefert 1788 Stein- 
nietzarbeiten für die Grund euiannkapelle. 

Franz Weinwuxmb, Stift sorgan ist, componirte : „Litaniae Lau- 
retanae. Ex B pro Cantu, Violino et Organo" (Hb. im Mueikarchive). 

Norbert Metz, Baumeister aus Linz, vollendet 1835 den Bau 
des Südtraktes. 

Schneider, Bildhauer, meisselfc die Statue der Religio im äusse- 
ren Hofe. 

Westreicher, Bildhauer zu Linz, schnitzte die Sedüia. 

Leopold Breinbauer, Orgelbauer in Ottensheim, liefert 1884 
die grosse Orgel in der Stiftskirche. 

b) Schriftsteller. 

Heinrich, P. Prior: IbMa prtöhghnm ■nimurfnrfl in Wll}u.riiuj. Y%.- 
Hs. Fol 130 Bll. 

Meichsner, Fr. Friedrich, gestorben 6. Attgust c. 1400 : 

1 Processus iudidi. Hs. IX, 58, Fol. 33-118. 

2. Ein Formelbuch. Hs. IX, 74, Fol. 1-16. 

S. Tabula in Parva Naturaha. Hs. IX, 75, Fol. 2-18. 

4. Oot^orteÜO •/■liokili«. Hs. IX, 76, Fol. 1-17. 

Paesdorfer, Fr, Konrad, 88. März 1459 Magister an der Wiener 
Universität : Mehrere Formelbücher. Hs. IX, 106, Fol. 1-192, theilweise her- 
ausgegeben von Albin Czerny, Archiv t'. österr. Gesch. LXXII (1888), 284«"., 
und Johann Hurch, Stud. vi. Mitth. aus dem Bened,- und dem Cisterc- Orden 
XI (1890), 1. und 2. Heft. 

Longus, Fr. Johannes : Hftcrtfogkm dn Klosters Wilhcring. 1462. Pg.- 
Ha. Fol. 38 Bll. 

Kaspar I, geboren zu Mühlbai h bei Wilhering, 1507 Abt, ge- 
storben 3. April 1 518 : VemertM, teer gen Wüherinij seine atilie-jenden gütter 
i/extift oder -ii •iiltjr.rrtli ,\i;ij,l,m lullt. P]p.-Hs. *■'. -14 .S. 

Kempf, P. Augustin, „ Camerdorf ensis professus 1628" (Pro- 
fessen-KatalogJ ; 1683, 1685, 1686 und 1689 erseheint sein Name 
in den Matriken von Ottensheim; 1610, L& Februar unterschreibt 
ersieh: ^Fr. Augustin Prior in Wühering*. Als solcher begegnet 
er zum letztenmal» 24. August 1641. Am 19. November betref- 
fen wir als seinen Nachfolger im Priorate P. Nivard. Vom 8. August 
1644—2. Oktober 1647 kommt er als „professus in Wilhering" vor, 
1652-12. Juni \dh~t als Pfarrer in Oberneukirchen, 1659 wurde 
er zum Pfarrer in Gramastetten ernannt, am «.Oktober 1671 resig- 
nirte er auf diese Stelle und schied bald darauf, 10. Dezember 1671, 
aus dem Leben, Schrieb 1667: Purpurn arcJmwM S. Ord. Ost., in quo 
continent ur statuta et Constitution es S. Ord. Cist.. Pp.-Hs. Fol. 



228 

Hebich, P. Alberik, „professus 1644 1. Novembris aetatis suae 
21 annorum, parochus in Buchenan (1661-1659?), obiit (5. Ok- 
tober 1688) ut senior domus" (Professen-Katalog), Schrieb : 

1. Em Copiaßmeh, dessen jüngste Urkunde aus dem Jahre 1650 summt, 
Pg.-Hs. 4°. 

2. Eine Sammlung von Generalcapitel-Statuten. Pg.-Hs. Fol. 

Daz (Tatius), P. Simon, durch einige Zeit Pfarrer in Ottens- 
heim, gestorben 19. Dezember 1659: Neerologkm dee Kloeiere WU> 
hering. Pg.-Hs. Fol. 56 Bll. 

Nett, P. BernMhrd, „Lincensis, professus 1. Novembris 1683, 
obiit aetate 89 annorum (80. Jänner) 1704" (Professen-Katalog). 
Schrieb als „Cooperator am Daxberg" 1694: Wmieehqfiebuek. Pp.-Ht 

Emerling, P. Candidas, „Bavarus, professus 1692 aetatis suae 

20 annorum, sacerdos 11. Aprilis 1700, cooperator in Gramastetten 

(29. September 1710-9. März 1716), obiit in Lembaeh 9. Aprilis 

1728 u (Professen-Katalog). 1716-1719 war er Pfarrer in Theras, 

1719-16. August 1724 Pfarrer in Zwettl. Hinterliess: Mm%m$erjph 
P. Candidi Emerling. Pp.-Hs. 

Sigmundt, Hilarios, „ex Microzwetti, natus 24. Julii 1665, pro- 
fessus 1. Novembris 1688, sacerdos 24. Junii 1690, supprior et oel- 
larius monasterii, dignitate abbatiali folgere coepit ut parochus 
in Leonfeldt (16. Juli) 1709, resignavit libere abbatiam (7. J&nner) 

1730, obiit 8. August i 1734 U (Professen-Katalog). 1695 Vicar in 
Buchenau; 28. Mai— 1. Juli 161)9 Cooperator in (iramastetten; 
25. Juli 169^-1707 Pfarrer in Oberneukirchen ; 1707 -1709 Pfarrer 
in Leonfelden. Seiner Feder entstammt die bei Hoheneckü, 826 
bis 831, abgedruckte Series der Herren Prälaien van Wilhering von Anfang 
der Stifftung. 

Aichinger, Alan, „Freistadtiensis, natus 9. Aprilis 1705, pro- 
fessus 1. Novembris 1726, sacerdos 7. Maji 1730, magister novi- 
tiorum, prior (1783[?]-1742), altera vice novitiorum magister, pa- 
rochus in Ottensheim (1742 - 22. Maerz 1753), 22. Novembris 1758 
abbas electus, 25. Novembris inlulatus, professus jubilaeus 1. No- 
vembris (Andere: 27. Octobris) 1776, sacerdos jubilaeus 1. Maji 
1780, obiit 23. Decembris 1780 u (Professen-Katalog). Absolvirte 
zu Wien die Humanitätsclassen und die Philosophie; trat 1725 in 
den Orden; Primiz 7. Mai 1780; vollendete hierauf in Prag die 
theologischen Studien; verlegte sich dann in Wien 2 Jahre auf' 
die juridischen Wissenschaften; wurde nach seiner Rückkehr Be- 
neficiat in Waxenberg und dann Stifts archivar. Schrieb : 



1. Notitia fundationis mona-ttcrü de HiUir'ui. 1741. Pp.-Hs. Fol. 

2. Topographie, ih-.- Kyd, nberg.% I J p.-Hs. Pol. 

Schober, Johannes Bapt, s. Aebte ii. 64. Professor der Mathe- 
matik, zuerst am Gymnasium, später an der philosophischen An- 
stalt zu Linz, k. k. liegieruiigsrath und Director der Linzer philo- 
sophischen Facultät, gestorben :>. Juni 1850. Schrieb: 

1. Lehrbuch der Geometrie für diu k. k. Normal -Haupt schule. Hs. 4". 268 S. 

2. Mehrere jihihi'i,fhischi:, jihilvlogtsehr un/1 Ihetilttgitclit Abhandlungen, Hs. 

Reisacher, P- Matthias, „Boiofi Eggelhamensis (Tödlingensis) 
natus 21. Aprilis 1788, professus 1808 17. Aprilis, sacerdos 1809 
•25. Septeinbris, 1. Maji auppleris theologiaia inoralem et pastora- 
lem in Licaeo Lincensi 1811 usque ad finein 1814, tandem 1815 pro- 
J'essor Ordinarius publicum ibidem theologiae moralis f actus, paro- 
chusinLeonfelden 1822, decoratioiic aurea media (mittlere Civil- 
EhremnedaiilefornatusJulio 1824, consiliarius consistorialisLin- 
censis creatus Februario 1828, dein vicedecanus (1837), mortuus 
28. Aprilis 1840" (Prof essen -Katalog); fkts Uccanat St. Johann im Mühl- 
Kreise. Kirchl. Topogruphie des Kr/herzogthums Österreich. XVIII. 125 ff. 

Delre, P. Ambros. geboren 19. Jänner 1801 zu Wien, Profusa 
2. Februar 1822, Primiz 30. März 1828, Pfarrer in Thoras, gestorben 
SO. September 1860 : Chronik der Pfarre, Timm«. Ha. 4". 

Prandstetter, P. Johannes Ev-, geboren 23. November 1804 zu 
Biiurngartenberg, Profess 25. Dezember 1829, Primiz 1. August 
1880, Prior 1845—1859, Pfarrer in Biiclieiiau, gestorben 15. Jänner 
1875: Erinnerung um die 7 OfJjähriiie Jubelfeier des Cittercienserxtifles Wühering 
1846. Linz 1847. 8". 

Biepl, P. Robert, geboren 12. Dezember 1826 zu Zwettl in 
0.-Oe. ( Profess 21. September 1848, Primiz 15. August 1850, 1850 
bis 1852 Studierender der ulass. Philologie an der Wiener Uni- 
versität, hierauf bis zu seinem Tode, H.November 1871, Professor 
am Gymnasium zu Linz : 

1. JMr hl. J'Wcn-fil in tiiiflidini. Hctruditunt/CH über 'hi~ bitten Leiden und 
Sterben Jesu Christi, Linz 1858, Quiriu Haslinger. 8". 280 S. 

2. Predigt --ui* I'rimitfeier des Priester* P. Norbert Fobbe. Linz 1859, Druck 
von J. Feichtinger. 8». 20 8. 

3. Den hl. Gregor von iftlriaM Vrtluii tief <lir elastischen Studien und seine 
Bertclttiguiuj du;u. 1'ri.igriitiuu 'lis k. k. Gymnasiums '■<> Linz IsS'J. 4", 18 S. 

4. ItielieUtgen Schutzengel. Erbuitiiu^sl>üi.;lil>;ii> iiinlii; llilglieik'r iler Rosen - 
kränz br u derscliail. Linz. 18U0, Druck von J. Foichtingcr. 8°. 156 S. 

5. lieber dir (Slüek^tigkeit der Heiligen, wie der hl. Bernhard sie darstellt. 
Linzer Theo], prakt. Quart abschritt; XV (1862), 41-57. 

6. In angclum custudem hymnu.*, quem cantu ornavit Antonius Brückner. 
Uncii 1868, typis J. Feichtingur. 8°. 4 8. 



280 

7. Unier dem Nachlasse: Betrachtungen für jeden T*§ der idrmttmt 4 f . 
40 BU. 

Kaiser, P. Benedict, geboren 7. Oktober 1880 zu Gramaatetten 
in O.-Oe., Profess 15. November 1854, Primiz 8. Augast 1856, 
gegenwärtig Pfarrer in Leonfelden : Predigt am Kirchweih-Feete bei der 
Einweihung des neuen Hochaltars in Qmmastetten 1888. Lira 1888, Bnch- 
druokerei des kath. Pressvereins. 8°. 15 S. 

Kümmerer, P. Nivard, geboren 12. September 1889 zu Brock 
bei ßegensburg, Profess 20. August 1868, Primiz 10. Augast 1862, 
1862-1866 Studierender der Philologie an der Wiener Universität, 
hierauf durch 2 Jahre Supplent am k. k. akademischen Gymna- 
sium zu Wien. Ein Mann von aussergewöhnliohen geistigen An- 
lagen berechtigte er zu den grössten Hoffnungen, wurde jedoch 
1868 von unheilbarem Wahnsinn befallen, von dem ihn 17. Novem- 
ber 1880 der Tod erlöste. Unter seinem Nachlasse befinden sich: 

1. Mehrere philologische Abhandlungen. 

2. Material zur Geschichte des hl. Godehard. 

Söllinger, P. Bernhard, geboren 1 9. April 1886 zu Mitterkirchen 
in O.-Oe., Profess 1. November 1857, Primiz 10. August 1859, 

gegenwärtig Stiftshof ineister in Krems : 

1. Die Cistercienserahtei Wühermg (Hilaria) in Oesterreich ob der JEftm*. Seh. 
Brunner, Ein Cisterciens erblich, Würzburg 1881, 498—521. 

2. Zar Bestimmung der Lage von „Summerpeth". B1L des Ver.v. L k. £ N.-Oe. 
N. F. XX11I (1889), Nr. 5-8. 

8. Rvgcstcn zur Geschichte des Klosters Willicring bis zum Ausgange des 
Mittelalters. Hs. Fol. 42:j 8. 

4. Geschichte der Pfarre Tlteras. Hs. 

5. Jiegestcn zur Geschichte cun Üäuscnstein. Hs. Benutzt von Anton Erdinger, 
Gesch. des aufgehobenen Cistercienserstiftes Säusenstein, Bll. des Verein- 
f. Lk. v. N.-Oe. X, XI. 

ü. Itegesten zur Geschichte von Kngelszell. Hs. Benützt von Otto Schmii 
Gesch. des aufgehobenen Cistercienserstiftes Pingelszell, Stud. u. Mitth. aus 
dem Bened.- u. dein Cisterc.- Orden V, VI. 

7. Materialien zur Geschichte der Wilheringer Pfarren, zu einem Kataloge der 
Wilhcrinijer Pro/essen und einem Cummcntare zu den WUheringcr Necrofogit* 
und dem ältesten Urbar dieses Stiftes. Hs. 

Eidenberger, P. Gregor, geboren 11. März 1843 zu Überneu- 
kirchen in O.-Oe., Profess 1. August 1869, Primiz 8. August 1870, 
seit 18ö5 Valetudinarius im Stille : lücetudonen in der Linzer theol. pnÜ> 
Quartalschrift. 

Pillringer, P. Moriz, geboren 15. Jänner 1843 zu Linz, Profess 
1. November 186JJ, Primiz 7. August 1870, gegenwärtig Pfarrer in 
Traberg : Iiecensionen in der Linzer tlieol. prakt. Quartaischriß. 



231 

Grasböck, P. Theobald, geboren 16. September 1846 zu Leon- 
felden in O.-Oe., Profess 1. November 1871, Primiz 81. Juli 1872, 
seit 1884 Prior: Die Pfarrkirche in Gramastetten. Christliche Kunstblätter 
XXIV (1883), 41-45. 

Kloiber, P. Raimund, geboren 21. März 1847 zu Putzleinsdorf 
in O.-Oe., Profess 1. November 1871, Primiz 7. August 1872, 
gegenwärtig Bibliothekar und Kellermeister : 

1. Reihenfolge der Wilheringer Aebte. S. den vorhergehenden Artikel. Xen. 
Bern. HI. 210-223. 

2. Chronik der Pfarre Leonfelden. Hs. 4°. 360 S. 

Kaar, P. Lucas, geboren 3. Juli 1849 zu Zwettl in O.-Oe., Pro- 
fess 1. November 1874, Primiz 4. August 1875, jetzt Cooperator 
in Gramastetten : Predigt zur Primiz feier des Priesters P. Marcus Stölzl Linz 
1890, kath. Pressverein. 8°. 16 S. 

Grillnberger, P. Otto, geboren 10. März 1861 zu Oberneu- 
kirchen in O.-Oe., Profess 1. November 1885, Primiz 27. Juli 1886, 
gegenwärtig Stiftsarchivar : 

1. Zur handschriftlicJten Ueberlieferung der Quirinalien den Metellus von 
Tegernsee. Stud. u. Mitth. aus dem Bened.- u. dem Cisterc- Orden VI (1885), 
2. Bd., 371-880. 

2. Zur MarienvereJtrung im Mittelalter. Ebd. VII (1886), 1. Bd., 181-187. 

3. Marienlegenden. Ebd. IX (1888), 283-289. 

4. Zur Reformgeschichte des Benedictiner- Ordens im XV. Jafirh. Ebd. X 
(1890), 1-17. 

5. Matteo Ronto. Ebd. Xu (1891), 1. und 2. Heft. 

6. Das religiöse Bekenntnis Glaudians. Oesterr. liter. Centralblatt IV (1887), 
Nr. 24. 

7. Studien zur Philosophie der patrisUscIien Zeit. I. Der Octavius des M. 
Minucius Felix, keine heidnisch philosophische Auffassung des Christen - 
thums. II. Die Unsterblichkeitslehre des Arnobius. E. Commers Jahrbuch 
f. Philosophie und spoculat. Theologie III (lö88), 102-128, 145-162, 259-270; 
V (1890), 1-15. 

8. Praxitas' Kämpfe um die Schenkelmauern Korintfis. Zeitschrift f. d. österr. 
Gymnasien XXXIX (1888), 193-212. 

9. Polykrates und Xmophon. Ebd. XLI (1890), 1-16. 

10. Die Handsdtriften derWiUieringer Sliftsbibliothek. Xen. Bernard. II. Abth., 
II. Bd., 1-114. 

11. Recensionen im „Oesterr. liter. CentralblaU u 1887-1890. 

Keplinger, P. Robert, geb. zu Leonfelden 12. März 1862, Pro- 
fess 25. September 1887, Primiz 29. Juli 1888 : VerzeicJmis der um das 
Stift verdienten Künstler, Kunsthandwerker und der Schriftsteller desselben. Xen. 
Bern. HI. 223-231. 



II 



1 



OSSEGG 



VON 



P. BERNHARD WOHLMANN 

STIFTSBIBLIOTHEKAR 



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ii 




Literatur der Stiftsgeschichte 
a) Handschriftliche. 

1. (lerichtstiuch (Schöppenbuchj de.- ljorfe* I./tsan 1524—1687. 

2. Gtriehtsbucli da iJor/i» Janujij (Janik. Jenik) 1525-156(i. 

3. Geriddsbuch im Dorfe* Herrlich (Herioek) 1558-1643. 

4. 0«ncW*b»c/i dM Dorf* Jtrudi 1567-1664. 

5. JKemoraWteitrmc/i MM 4Mm Umittll Sci]>i«, beginnend mit £. März 
1650, fortgeführt bis, 2. Februar 1682. 

6. 3fa»prp6Ü(an6mJi du Atta fteurdicMix Littwerig, beginnend mit dem 
li.Julilölil, fortgeführt bis Endo 1707, fortgesetzt von Abt Cajetanus Hfezina 
vom 14. Juni 1749 bis 3. Jaul 1763. 

7. Wetcker, 1'. Mnlailiius, .S'rnra Abbatam munasterii ii. V. Mariae de Ostttk . . . 
a limdatioiiu usque ad ajinuni 1706, 

8. Van der Stiftung <h-* Klu*lerx :u AfOttkOM und Wrlujun-j tfnMttM nach 
Ottsegy. Ueberselziing der eheiigenannton „Seriös Abbatum". 

9. Edelmann, P. Antonius, Ilistoiia et Mrio vninumenla manasterii Ossc- 
censis. Bis 1673 meist nacb Weldtur, von 1673 bis 22. Deceinlier 17u4 in Form 
eines Tage buche.* weitergviului 

10. St-ti<'itk. 1'. Stephan ii-, ]te~/:ri/itiu üineris uMMW /!tti-iiti*nruin Mana- 
gten Ossecewis a militts Borunsiuo nbductoruiu in hello septennali auno 1759 
die lö. Noveuihris. 

11. Abseltriften aus der koni'jl. Ixtndtafel von Eintragt mgen ans den Jahren 
1542. — Abschrift ilat iJccrctes tireijursXlIl, durch welches das Kloster Ossegg 
zugleich mir. dum FrauenklosU'r Schwaa der ensbiädiollichen Tafel in X'rag 
15ÖU iueorporirt wird. 13. Juni 1880, - ßßg Schreiben de- KrJ/i-ehof* min Prag 
Jahannex Lohclius an Paul V in Suchen der Restitution des Klosters Ossogg 
vom 2. .Jänner 1614. — Schraten deutelten an Cardinal Iluryhcse in deiselt.i'u 
Angel egenh ei L Prag, 7. FobruAr 1615. — Schreiben des Vimtwiort und Abte* von 
h'rjnitjmuU Gevrgitu Urat an Ktttatr FtTitinnml II in Sachen der Ru.sl ihiirung 
des Klostors Ossogg au den Orden und Antwort Ferdinands II. — Jiefehl des 
Kaisern Ferdinand 1 1 an Cardinal llurruch, Erzbisehof von Frag. Ossegg unge- 
säumt dem (irden zu re.stituireu. Wien. 26. Janner 1624, — SehriJ'Unwcehsel der 
BribiniM/i DM Prag mit den Aebteu lAiurcnttu* und Bcncdtctux 1 wegen der 
Waldparzelle Sommert eiten. 

12. Irit trieb, P. Antonius, Annales Mvnastcrii ordini* Cisterciensis S.M.V. 
de Oiseco ineipientes ab anno lö35. Fortgesetzt von P. Wcndelin Müller. 



236 



b) Gedrückte Literatur. 

Dobner, P. Gelasius, Annalium Hagccianorum . . . pars VI. p. 613, 627, 
sqq., 689. 

Monumenta historica Boemiae. Pragae 1779, pars IV. 108, p. V. 68. 

Balbinus, Bohnslans, Miscellanea historica Bohemiae, decadis I. Über IV. 
seu Bohemia sancta. Pragae 1682, p. 148 et 149. 

Epitome historica rerum Bohemicarum. Pragae 1677, p. 288. 

Hagecii, Weneeslai, von Libotscban, Böhmische Chronik. Uebersetzt von 
Johannes Sandel, Leipzig 1718, S. 431 und 712. 

Hof mann, Gindlicb Ondfeg, Ocularia aneb Ott Sklenne StareTio Ciecha, V 
Praze 1637, str. 61. 

Hammerschmid, Job. Florianus, Prodromus Gloriae Pragenae, Vetero- 
Pragae 1717, p. 148 sqq. 

Scboettgcnius, Christianas, Analecta monasterii Ossecensis. Dresdae 1750. 

Steinbach, Otto, Diplomatische Sammlung histor. Merkwürdigkeiten aus dem 
Archive des grfl. Ost-Stiftes Saar. Prag, Wien, Leipzig 1788, S. 250-253. 

Balbini, Bohuslai S. J., Bohemia docta. Opus postumum edidit Ungar 
Raphael. Pragae 1780. Pars III. Sectio XIII. Libri manuscripti in coenobio 
Ossecensi S. O. Cist., pag. 198—209, mit einer gedrängten Uebersicht der Ge- 
schichte des Klosters. 

Langius, Paulus, Chronicon Citütnse in: Burcard Gottheit' Struvius: Re- 
rum Germanicarum scriptores. I. 1231. 

Henriquez, Chrysostomus, Menologium Cisterciense, Antwerpiae 1630, 
p. 322 et 323. 

Phoenix incineratus. Viennae Austriae 1647. Bogen D. 

Jongelinns, Gaspar, Notitia Abbatiarum Ordinis Cistcrciensis. Coloniae 
Agrippinae 1040. lib. V, p. 9 et 10. 

Riegger, Joseph von, Archiv der Geschichte und Statistik. Dresden 17y*2, 
S. 121. IX. Von den Fabriken in Ossegg. 

Sartorius, Augustinus, Cütercium Bis-tertium. Vetero-Pragae 1700. 

Schaller, Jaroslaus, Topographie des Königrcidts Böhmen. Prag und Wien 
1787. V. Theil, S. 146 bis 155. 

Sommer, Job. Gottfr., Das Königreich Böhmen. Prag 1833. I. Band, S. 145 
bis 153. 

Beyer, Eduard, Das C ister eienser- Stift und Kloster AU-Zclle, Dresden ISoo. 
S. 163-105. 

Frind, Anton, Kirehengesehiehte Böhmens. IV Bde. Prag 1864—7«, I. Bd. 
S. 318-330; U. B., 8. 209-210; 111. Bd., 8. 269-27 1 ; IV. B., 8. 300-304, 397,404. 

Erben, Carol. Jaromir, Hegesta diplomatica nee non cpistolaria BoJianiae et 
Moraviac. Pragae 1855. Pars 1'., pag. 214, 220, 227, 221», 230, 232, 230, 237, 33o, 
358, 363, 367, 449, 453, 57s, «17. 

Emler, Josepbus, Bcgesta . . . Pars 11. p. IG, 38, 183, 310, 316, 317, 330, 390, 
497, 544, 548, 004, 643, 082, 823. 

Bcliquiac Tabularum Terrae regni Bohemiae. Pragae 1870—72. Tom. IL 

p. 348, 349, 434. 

Tingl, Franc. Ant., Libri conßrmationum (fortgesetzt von Emier). Pragae, 
1867-89. 



ßorovj-, Hr. I TIrf i nl. i l iift n rti B imr Ifirflctifri nrrffitr*Tir Prfttf T Vi — ir 
1873. S. 126, 141, 142, 152, 15S, 163. Unrichtig ist die Behauptung S. 126, dass 
nur ein Theil des klösterlichen Besitzes der erzbischrirlichen Tafel iro J. 1580 
zugewendet worden sei. 

Scheinpllug, rlernard, Au<br6tun<i des Ciitcrcienser- Ordens und dessen Ein- 
lliia auf die KullunerhdltnisM: Böhmens. Viertes Programm der k. k. deutschen 
Ober-Realschule in Prag 1864. 

Das Skt. Bernard.s-t.'otlrfiium. Vierzehntes Programm der ersten 

deutschen Staats- Ob erreal schule in Prag 1875. 

Die Urkunden im Kloster- Ardiiw ;ii 'h-o/'/. Mti t li.-ilungt-ii des Vereines 

für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Vn. Jhg. Prag 1869, S. 185-1% und 
VIII. Jhg. 1870, S. 84-13. 

Bruehstüeh aus dir flach tritt*: des < 'isteicon-~vrstift's fhstytj. Mittei- 
lungen . . . X. Jhg. 8. 276-289. 

Der lieri/bau auf drm Dominium Usseijij und in seiner midisten Um- 

■jebun.j. Mittheilungen . . . XV. Jhg. S. 302—327. 

„Abt ZUmco von Omgff". Mittheiluugcn . . . XVI. Jhg. 74—78. 

Studien zur Oe-chiddt eon Oxmtij. Mittheilungon ... -X.VA11. Jhg. 1B80. 

S. 241-252 u. XIX. Jhg. S. 56-68 u. 148-160. 

DaxCi.-itrreieiis.r-tiß Omei/n .nr'/.-it h'-ascrJ'i-ephs //.Mittheilungen. . . 

XML Jhg, 8.71-85. 

Sehlrsinger, Dr. Ludwig, Stadtbuch BON Unix bis zum J. 1526. Prag 1876. 

Zwater Nnehtraij ;u<n lirthrr Shttltbiich. Mittheilungeu des Vereins 

liii Geschichte der Deutschen in Böhmen. XX. Jhg. S. 211-228. 

BlCgl, P. Meinriid, '.'i-tercici^erstift Osneijij 'in; Sebastian Brunner, Ein 
Cistercienserbuch. Würzburg. Leo Wörl 188t, S. 280-853). 

Gnieher, Bernhard, Die Kunst des Mittelalter* in Biihmen. Wien 1871-1879. 
I.— IV. 

Wotet, Bericht aber die im Jahre lti~>8 unternommene kaitsUircliäohyisdie 
Reise im we.sU. Bohnen (in : Mittheilungen der k. k. Centralcommission. Jahrg. 
1859. S. 97). 

Ein Lesepult ."u Ossein in Böhmen. Mittb. der k. k. Ceiitral-Oomiuission. 
Jahrg. 1868. S. CXIIL 

Heiifer, Eitelherger und Dieser, Mittelalterliche Kuiixtdenbnak de« osterr. 
KaüersUiates. II. S. 33. 

Ntiiwirlli, Dr. Joseph, (ienchiditt der christlichen KmiM in Biihmen b'~ •um 
Awmterben der Pfemysliden, Prag 1888. 

I'ni'i, Johann N'ep., Geschichte der Konnjt. Stadt Brüx bis sum Jahre 17 88. 
Herausgegeben von Dr. Franz Siegel. Briix 1889. 

Bhilmek, Franz. Die Aebte des Cistei-cienscr- Stifte* WaldtOtoM NM 1133 
bin 1900. Programme der K. Studien an st alt Eichst Ott 1887/88 Bft 

MJkowee, 3I.ikri.*cl..hiit>.rischi Ski. -mau.- Böhmen, Prag. S. 305-31 1. Viele 
L'tirichtigkeiton, 

Böttcher, Dr. Friedrich, Die OJirwn'wwr und ihre in Böhmen und Sackten 
hocJi bestellende Stifter. (Li: Niedners Zeitschrift für die historische Theologie 
184T, IV). 

Winter, Franz, Die Cistcmenscr des nordöstlichen Deutschlands bis lum Auf- 
treten der Bettelorden. Gotha, 1868-71. 



_238 

Janauschek, P. Leopoldns, Orig mum Oiste reiensiu m tarn, l. Vindobonae 
1877, 8. 197. 

Dndik, Dr. B., Forschungen m Schweden für Mährens Chickickte. Brunn 
1652, 8. 280. 

Wiedemann, Dr. Theodor, Geschickte der Reformation und Gegenreforma- 
tion im Lande unter der Enns. Prag 1880. IL Band, 8. 570 n. 616. 

Grunert, Jos. R., Ossegg. Dux 1886. Compilation aus Scheinpirag und 
P. Meinrad Siegl, Ein Cistercienserbuch. 

Palacky, Franz, üeher Formelbücher. Prag 1842-1847. 1. 8. 288-847: Dm 
Formelbuch des Stiftes Osek. 

Fontes rerum Austriacarum 11. Höfter, Dr. K.: Oeschicktschreiber der mm- 
tischen Bewegung in Böhmen. I. Theil S. 84 u. 490. - Ferner: VUL R 8. 46t 
u. 881 ; - XLIV. B. 8. 20. 

Andre\ Christian Carl, Hesperus. Prag 1819. 8.816-818 u. 856, 857. Oasegg. 
Berichtigung von C. H. F. v. Z— e. 

Ein Badegast in Teplitz. Prag 1816. (Prof. Mülauer). 

Bernau, Friedrich, Album der Burgen u. Schlösser im Königreich Böhmen 
Saaz 1881. 1. Bd. S. 45. 

Kieger, Dr. Frant. Lad., Slovnik nau6n$. V Praae 1866 Du V. str. 1185. 

Crbani, U. J. t Das Cistercienserstift Ossegg mit seinen Umgeb ung en. Lehv 
meritz und Teplitz 1839. 

Borov^, Dr. Element, Martin Medek, arcibiskup PraMskf. V Praae 1877. 
8. 14, 144, 159, 168, 177; 40, 48; 16, 17, 28, 61. Betritt die Zeit von 1581-90, (k 
Ossegg Tafelgut des Erzbisthums war. 

Machatschek, Eduard, Geschicttte der Bischöfe des Hochstiftes Meissm. 
Dresden 1884. 8. 185. 

Kras], Dr. Frant. ArnoSt hrabi Harrach, Kardinal sv. cfrkve fiimske' a 
knize arcibiskup Prazskf. V Praze 1885 str. 13, 167, 248, 288, 284,286,287,423, 
465, 485, 486, 489, 490, 495. 

Rilek, Tomas V., Dejiny konfiskact v. Cechdch po r. 1618. V Praze, 1882. str. 
XXIV., 91, 244, 869, 858. 1080: CXL1X. 370. 

Halhvicli. Dr. Hermann, Töplüz. EinedeutschböhraischeStadtgeschichte. 
Leipzig. 1886. S. 21, 31 fg., 34, 43, 46, 57 fg., 77, 126, 202, 291, 313, 323 ig., 418. 

Süssmilch. M. von—, gen. Hornig, Dan Erzgebirge in Vorzeit, Vergangen- 
heit und Gegenwart. Annaberg 1889. S. 270. 

Mayer, Alfred, Leiden und Drangsale des Klosters Ossegg im Kriegsjahre 1759. 
Erzgebirgs-Zeitung X. Jhgg. 1889. S. 154-158. 

Kapper, Siegfried, Dax Böhmerland. Wanderungen und Ansichten. Prag, 
1863. S. 157. 

Ohorn, Dr. Anton, Wanderungen in Böhmen. Chemnitz 1879. S. 60u.61. 

Pröckl, Vineenz, EyerunddasEgerland. 2 Bde. Falkenau 1877. II. 885,388. 

Grad], Heinrich, Monumenta Egrana (VI. Abth. des Werkes „Das Eger- 
land). 121, 217, 250, 259, 288, 30«, 307, 372, 384, 658. 

Tucha, Edmund, Die Kirchenbaustile des Mittelalters und deren wichtigen 
Denkmale in Böhmen. Selbstverlag (Klösterle 1887). 8°. S. 87, 96. 

Dohme, Dr. Robert, Geschichte der deutsdien Baukunst. Berlin, G. Orot« 
1887. S. 376, 384, 409. 



Reihenfolge der Aebte von Ossegg. 

Ein schwieriges Stück Arbeit ist es, die Itaihmj'olye dtr Atbte 
von Ossegy sicherzustellen, da die meisten Original -Urkunden des 
Klosters durch den Prager Erzbischof Carl von Lambiry (1609 bis 
1612) verbrannt worden sind. Die bisherigen „Series Abbatuin" 
lehnen sich sämmtlich an die von P. Malur.hias Welcher, Profess 
zu Ossegg, auf Grund von Urkunden im J. 170*5 aufgestellte und 
handschriftlich vorhandene Serie« an : so Steinbach, Frind, Siegl, 
Hitschfel u. A. Dem bochw. P. Richard Schütky, Archivar des 
Klosters Ossegg, ist es gelungen, in dem Gerichtsbucbe des Klo- 
sterdorfes Janegg (Janik, Jenik) einen bisher uns unbekannten 
,16/ NictUaW aufzufinden, und dran Schreiber dieses begegnete 
in Eraler, Libri conflrmationum VIII., IX. et X, ab anno U21 bis 
1486 ebenfalls ein in Vergessenheit gerathener Abt Xii-olaus aus 
der Zeit der Husiten kriege, so dass nur noch die Frage über .16/ 
OgriaCHt um 1400 zu untersuchen ist, dessen Grabstein nach Mal. 
Welcker von den beutesuchenden Sachsen 1632 im Capitelhause 
zerbrochen und von dem Generalvicar Georg Urat 1638 wieder- 
hergestellt worden ist; als unmittelbaren Vorganger des genannten 
Abtes CyriacuB nennt übrigens Welcker einen Abt Tfuwlorirk II 
und bemerkt : „ast de actis eius nihil raperitur in domesticis uoti- 
tiis 1 *. Zu Abt Johunn IV bemerkt Frinil (Die Kirchengeschiehte 
Böhmens in der Admiuistratorenzeit, IV. Band der Kirchen- 
geschiehte Böhmens, S, 302) ; „Wir müssen es dahin gestellt 3ein 
lassen, ob dieser von 1443 bis 1486 urkundlich genannte und von 
der Stiftschronik bis 14iJ-2 geführte Abt Johann immer ein und 
dieselbe Person war, und ob nicht wenigstens von i486 an eine 
Lücke ihrer Ausfüllung harrt. Jedenfalls wäre ein Abt, der volle 
50 Jahre an der Spitze stand, eine seltene Erscheinung". - 

Auf Bitten des Grafen Johannes Milyost von Maschatt sandte 
Daniel, der fünfte Abt von Wahlsaasm, i. J. 1193 eine Schaar von 
zwölf Brüdern mit dem seitherigen Prior Ruthard nach MtttdutH 
zur Gründung eines neuen Klosters. 

Aus bisher nicht ganz klargelegten Gründen übersiedelte Abt 
Ruthard nach Ossegg i. J. 1199. 



240 

I. Abt Ruthard, 1198-1205 nach Frind, Kirchengeschichte 
Böhmens; 1198-1206 nach P. Meinrad Siegl in Brunner: Ein 
Cistercienserbuch. S. 284. 

2. Hermann (Boczek, Cod. dipl. Mor. IL 4l)Urkunde ddo.V. Idus 
Jun. 1207). f 1209. 

3. Theodorich I, zuerst genannt 1281 (Erben reg. 453). f 1234. 

4. Slawko (Zlauko) von Riesenburg, Enkel des Stifters, wird im 
J. 1288 (Erben Regest. 484) zuerst als Abt erwähnt, obwohl es wahr- 
scheinlich ist, dass er schon früher zur Abtswürde erhoben worden 
war. Nach einer Urkunde (ibid.n. 437) erscheint er im J. 1239 als 
Bischof in Preussen, ist jedoch im J. 1240 wieder in Ossegg. 

5. Wynandus, 1240. (Urkunde, Erben Reg. 471). 

6. Wernherus, 1258. (Urkunde MS. in Dr. Höfler, Monumente 
des Königthums Nr. 130). 

7. Gieselbert, 1260. Nach Codex diplom. Lusat. sup. I. 77 
nehmen A[lbero] de Porta und S[iebert] de Ozzek 1264 das 
Kloster Marienstern in den Ordensverband auf. Im J. 1267 wird 
(_t. als Abt nach Waldsassen und im J. 1270 nach Altenkamp po- 
stulirt. 

8. Theodorich II, 1267. (Urk. in Dr. Höfler, Monumente des 
Königth. Urkunde N. 7 im Ossegger Archiv vom 24. Februar 1282). 
Nach Malachias Welcker wurde Theodorich 1286 nach Wald- 
sassen postulirt und starb 1:511 den 27. Februar. 

9. Conrad von Erfurt, Prot'ess von Sedletz, gewählt 128«;. ging 
im J. 1288 nach Sedletz zurück und wurde im ,1. 1292 erster Abt 
zu Künigsaal. (Malach. "Welcher). 

10. Heinrich, gewählt. 128H. Im J. 1298 kauft Abt Heinrich 
eine Zinsung in Kudelsdort*. (Codex Damascus. Fol. ort und 37). 

II. Gerwicus, zuerst im J. 1-299, zuletzt im J. 1819 genannt. 
(Chron. Auloreg. 350). 

12. Johannes I Griebel, Proteus zu Waldsassen, erwählt c. 
1820, wird im J. 1822 als Abt nach Waldsassen postulirt, f 1339. 
(Pröckl, Geschichte von Eger II. 864). 

13. Ludwig, erwählt im J. 1322, genannt 132t> bei Schüttgeniu>. 
Analeeta monast.Ossec. pag. 13, Schlesinger, Stadtbuch von Brüx 
S. i;o und 132*, JIai9.S. r>3.Naeh Frind f 1332. Ebenso bei Malach. 
Welcker. 

14. Conradll, genannt in der Locations -Urkunde fiir Por- 
seherad, 28. Jänner 1333 (Codex Damaseus. Fol. 48 und 48), iuid 
24. März 1349 (Urkunde im Ossegger Archiv Nr. 27, Schlesinger, 



241 

Stadtbuch von Brüx, 8. 32). Abt Conrad starb um das Jahr 1850. 
(Malach. Welcker). 

15. Franzi. 1352, 15. Juni kauft er das DorfSettelin. (Urkunde 
im Kloster- Archiv Xr. 30). 1361, 25. Jänner präsentirt er für 
Slakenwerd. (Tingl, über 1. coufirmationum, pag. 144). 

16. Johannes II kauft Ostermontag IB68 das Gut Pfilep, (Ur- 
kunde Nr. 35 im Üst-egger Archiv). 

17. NicolausI präsentirt 14. August 136t* für Swatobor. (Tingl, 
üb. II. conf., pag. 108). 138!) stimmt Abt Nikolaus bei, dass der 
Pleban Conrad in Zuscha die Pfründe tausche mit dem Pleban 
Ulrich in Reezicz. (Emier libr. UV. conf, pag. 205), 

18. Johannes III präsentirt l:tyi, rj. Mai für (Jwetbor. (Tingl, 
üb. V. conf., pag. 12) und 1416, 30. November für Neawieticz. 
(Emier, üb. VII. conf., pag. 212). 

Für die von Malach. "Welcker angelührten Aebte Thro-lon-b 
und Cijriant.* finden sich keine urkundÜehen Belege. Malach. 
Welcker beruft sich auf den Grabstein des Abtes Uyriacus im 
Capitelsaale mit rler Inschrift: (Jyriacus Abbas. 

19. NicolausII iMalach. Welcker kennt ihn nicht) präsentirt 
im J. 1417, 10. November für Wolewcziez (Emier, üb. VII. conf., 
pag. 246) und 14H4, 16. März für Raczicz (idem libr. VIII., IX. 
et X. conf. pag. 223), 

20. Franz II kann 1430 nicht Abt gewesen sein, wie Frind, 
Kirchengeschichte Böhmens, IV. Bd., 3. 300, und Steinbach Otto, 
Diplomatische Sammlung histor. Merkwürdigkeiten aus dem Ar- 
chive des Stiftes Saar, S, 252, angeben. Er kann erst nach dem 
16. März 1 434 gewählt worden und muss 1442 gestorben sein, da 

21. Johannes IV am 12. Juni 1442 drei Kelche dem Kloster 
Altzelle verkauft. (Beyer: Das (Jistercienser-Stift und Kloster 
Alt-Zeile, S. 163 und 684). Nach Stehibach, S. 252, wurde Johannes 
1460 Ordenscotomissär. 145:> IL». September erscheint Johannes, 
Abt von Ossegg, als Zeuge auf einer Urkunde in der Kommerner 
Geiueindelade. (Schlesinger, Stadtbuch von Brüx, S. 155). Nach 
Malach. Welcker ist Abt Johannes um das Jahr 14D2 gestorben. 

22. Michael wurde unter dem Vorsitze des Pater-Abbas Er- 
hard I von WaldBassen am 2U. September 1492 gewählt. Sein Name 
kommt vor in dem Verzeichnisse der Schulden, die bei seiner Wahl 
sich vorfanden. (Urkunde Nr. 61 im Ossegger Archiv). 1503 wird 
Michael vom Generalabt zum Visitator undCommisBär des böhm. 
Vicariates ernannt, (Urkunde Nr. 52). 



Nach Malach. Welcker wäre Äbt Michael um das J. 1519 ge- 
storben. Allein schon 1517 wird 

23. Antonius als Abt genannt. (Urkunde im Prager Capitel- 
Arehiv; Frind, Kirchengeschichte Böhmens IV. Bd- S. 303). Er 
ist wahrscheinlich derselbe, welcher auf der Schuld Urkunde vom 
J. 1492 „Prior Antonius" genannt wird. 

24. Martin, zuerst 15-25 Sonntag nach Servatü, zuletzt 1528 ge- 
nannt imGerichtsbuch des Dorfes Jenik( Jan egg). Mal ach.Welcker 
lädst den Abt Martin bis 1539 leben. Allein schon 16J8, Dienstag 
nach Petri und Pauli, erscheint im Janegger Gerichtsbueh 

25. Nikolaus III als Abt. 1686 wird derselbe im Janegger umi 
im Losaner Gerichts buch genannt. 

26. Bartholomäus wird zuerst im J. 158H, zuletzt im J. 1548 
genannt im Janegger Gt-richtsbuch. 

27- Jacobus wird zuerst erwähnt im Janegger Gerich tsbuik 
1549, zuletzt Fastnacht 1564 im Gerichtsbuch des Dorfes Herrlich. 
Malach. Welcker lässt ihn schon 1568 sterben. 

28. Balthasar wird im Herrlicher Gerichtsbuch zuerst 1 564 ge- 
nannt. Zuletzt erscheint Abt Balthasar 1579, Sonntag vor Johann 
Bapt., im Gerichtsbuche des Dorfes Bruch. NachM&lach.Welcker 
ist Abt Balthasar am 5. Juli 1573 gestorben. 

Noch 1579 wird „Andres, Herr md AU mi Künupatd, Vem xi Bt t 
im Kloster Osseg" genannt. (Brucher Gerichtsbuch); aber schon 
löbO erscheint, in. douiaolhoii Gerichtsbueh „der Herr Erj&iacty 
van Prag als Herr des Stiftes Osset/r/". 

Cori, Joh. Nep., Geschichte der kgl. Stadt Brüx, 1889, S. 181, 
erzählt, dass die Glocken der Brüxer Stadtkirche 1592 von dem 
Prager Erzbischof'e Zbynko Berka von Duba unter Assistenz des 
Ossegger Abtes Georg Xaver von Zettel, des Prager Dompropstee 
Pontanus und des Brüxer Kreuzherren-Oommandeurs Nigrinus 
feierlich eingeweiht worden seien. Demnach wäre, wie es auch 
aus dem Schreiben des Prager Erzbischofes Johannes Lohelius 
an Papst Paul V, Jänner 1614, hervorzugehen scheint, nach Abt 
Balthasar 1579 doch noch ein Abt gewählt worden, der aber die 
landesfürstliche Bestätigung nicht erlangt haben mag. Ein Georg 
Xaver kommt denn auch in den Jahren vor 1579 in den Grund- 
büchern als Subprior vor, 

Nach der Restitution des Klosters an den Orden 14. September 
1624 wurde die Abtei von dem jeweiligen Visttator und Vicartw 
Generalis verwaltet, bis am 18. März 1650 als Abt 



243 



29. Laurentius Scipio aus Qberlangenau in der Grafschaft 
Glatz, geboren 18. November 1611, Prot'esa zu Ossegg, gewählt 
wurde. Er starb am 17. Juli 1691. 

30. BenedictasI Littwerig aus Eger, gewählt 9. September 
1691, gestorben 25. April 1728. 

31. HieronymusBesneckerausEgev, gewählt 4. Juli 1726, ge- 
storben 14. Juni 1747. 

32. Cajetaims Bf ezina von Birkenfeld aus Prag, gewählt 4. Sep- 
tember 17-17, gestorben 16. Februar 1776. 

33. Mauritius Elbel aus Böhni.-Leipa, gewählt 9. Mai 1776, 
gestorben 26. Juli 1798. 

34. Benedictus II Venusi aus Klostergrab, gewählt 24. Okto- 
ber 1798, gestorben 18. Jänner 1823. 

35. ChrysostomuB Astmann aus Briix, gewählt 84. Juni 1823, 
gestorben 5. August 1884. 

36. Salesius I Krügner aus Niklasberg, gewählt 1*. Jänner 
1885, gestorben 5. November 1842. 

37. Clemens Zahradka aus Brüx, gewählt 10. Mai 1848, ge- 
storben 17. Juni 1853. 

38. Dr. Athanasius Bernhard aus Kadonitz, gewählt 15. Sep- 
tember 1853, gestorben 18. März 1875. 

39. Dr. Salesius II Mayer aus Röhrsdorf, gewählt 20. Mai 1875, 
gestorben 19. November 1876. 

40. Ignatius Krahl aus Lomnitz, gewählt 8. Februar 1877, ge- 
storben 31. Juli 1886. 

41. Meinrad Siegl aus Stengles, gewählt 26. Oktober 1886. Ad 
i null os ü im os ! 



Chronologisches Verzeichnis 

der Codexsclfreiber, der Gelehrten, Schriftsteller 
und Künstler des Klosters Ossegg. 

1. NicolaUS Kuschel. Concwucs mriae, quaa sibi ex diversis collegit. 
SV. Jahrh. Hs. N. 5. 

2. Marquard Petrus, geb. zu Prag 1609, Prof. 1638, f 1666- 

a) Freudenreiches Jubeljahr Saudi Bcmardi, so im Jahr 1664 naeli seiner 
Vanonitation das fünfte Hundert gezählt wird. VI". 1 Leiloiiiischl 1664. 
h) Tractatua de luxuria. MS. 



3. Angermayer GerarduB, geb. 1635 zu Klostergrab, Prot; 1655. f 1T01. 

Von ihm sagt der Klenchun Diimachorum (Jineeensium : „In.-iiruis pictor"*. lo der 
Filialkii-ch'.' zu Skynl befinden sieh zwei Gemälde in kunstvoll geschnitzten 
Rahmen mit der Rückschrift: „Gerardus Angermayer pinxit ruonachorum 
minimus, peoeatoruin maximue". 

4. Wetcker Malachiaa, geb. zu Komotau 1644, Prof. 1661, f 1712. 
„FtmUM nerijmit domexticox". MS. 

5. Edelmann Antonius, geb. w ynhluggenwald 1650, Prof. 1671, f 1704, 

„Prarclarun CfJfORÜto. CJMtfflrtpy j\'rtr'//0i/ii". 

6. Schuh FranCißCUS, Conversus, g.ib. ]R5S, Prot". 1677, f ÖMt, -P/kit- 

meqpowx 

7. Mihes Fridericus, geb. zu Du* 1C58, Prof, 1678, f 1722. 

ii) i>mfiic/i'-'i>rd''i-'li'ii/,l.'"\'-r^rii\v\lir.hi!. ei;;emlidie,wohlgeonlnel6 Nach- 
richt, Beweis und Unterricht von der Wichtigkeit, Observanz und Schuldig- 
keit... der drei hl Ordensgeliiljde. 4°. Colin 1710. 

b) Dax himmlische Ji-ruml/m, 8". {Gebetbuch], 

8. Sartorius Augustinus, geb. in Klostergmi. 1663, ftoj 1887, j VW. 

a) Vixtcrr-ium bi'-lcrtium, BW historin BtogiaUs, in 4ua $. O. Cist. anno 1). 

1698 usuo origine si>xieri snu Ins t.cr seeuhnis [irimimlia, incrementa recen- 

aentur. Fol. I'rague 1700. 

h) tJütUrriwa hU-lerlitim Doutsch. Pt*g 170«. 

y Ürfio ufrittutifi tditjioxoriiia virontm, t<ir;iintnn, m-üit'in iuxta ordinem tem- 
jioris compendiosa surie context-us. 8". 2 Bde. I'ragao 1715. 

d) Compendium Annalium ccdnnnxtiatrum Em. Card. Haronii, « tumo Nf, 
continuatuin per 1'. Eu.stachium Janka. 8°. 22 Bde. I'rugae 1718— 17ÄÖ. 

Idem opus. Fol. Pragae 1786. 

ej itfarianw<A«r .4««*, oder Beschreibung der marianischen Gnadenbilder 
durch die ganze Chris teil weit. Aus dem grossen lateinischen Werke R. P. GuiL 
Gumpenbcrg in Kürze ins Deutsche übersetzt 8°. 1. Prag 1717, 

ü. Speer Franciscus, geb. zu Budweis 1668, Prof. 1687, f 1713. 

uj Theses theologicae de Deo uno et Irino. 8 U . 1. Pragae 1707. 

b) De cotjnoscibilitate etfine Dominicae Incarnatiotm. 8*. 1. Pragae 1708. 

io. Besnecker Hieronymus, geb. zu Eger 1678, Prof. 1696, zum Abt 

erwählt 1726, j- 1749. 

a) Qitaestionex theologicat de virtute et xaeramento poenitmtiae. 8". 1. Pragae 
1708. 

b) Quaestionv» theologicae de virtute et sacramento Eucharistiae. 8°, 1. Prag»*. 
1720. . 

11. Worell Eugenius, geb. zu Prag 1685, Prof. 1706, f 1732. 

a) Mundus philoxophicus disputationi traditio. Fol. 1. Pragae 1719. 

b) Minutum iurixprudentiae xaerae fra/jmentum — de praeeipuis modis acqm- 
rendi et amittendi praelaturas ecclesiasticas. 4°. 1. Pragae 1722. 

cj Ordo ordinati procesmn tudiciarii 4". 1. Pragae 1723. 

d) Contractu); ratus in lege gratiae ab auetore gratiae ad dignitatem sacri- 
menti elevatus s. traetatus theologicus de magno sacramento matrimonü 4*. 
1. Pragae 1724. 



I 



245 



n et nun veriptum s. traetatus theologicus de constitutionibus, 
rescriptis 8*0.4*. I. I'.agae 1725. 

f) Trifolium amtmiai-morale seu iractatus theo), de canonici« Ordinan- 
doruin et Praeliciendorum mipedimentis, de minist rorum iudictiruveecclesia- 
sticorum |jiili;stnte t.-X cl'liviis, de itidiciorum praeparatorüö. 4°. 1. Pragae 1726. 

g) Neman* axlexiantici i. u. traetatus fcheol.-canonicus de varüs geiieribus 
deliclorum et canonici» poenis eorum. 4". 1. Pragae 1727. 

12. Janka Eustaohius, geh *u Koraotau 1693, Prof. 1713, f 1742. 
Siehe 6. Augustinus Siirimius, Oipinpendium annalium. 

a) Haupt-, Grund- uml Lehrstück de* cliristtichen fabens. Aus dem Latein, des 
Card. Bona. 8». 1, Wirreburg IW, 

b) /•'(««.- mrflis diatithinx Koligiosis i|iiiuiiriiiiii[ii<; Keligkinem contitentibna 
contiilia, remedia ac solatia spiritualia. r'ol. 1, Norimbergae 1740. 

13. Kern Marianus, geb. sn Bleiswedel 1707, Prof. 1731, f 1764. Von 
ihm sngt der Klt-iichii). : „Muwu* i-mixtiinx H twellens" Commcntariu* in Ev. 
S. Joanni*. Fol. MS, 

1 I Götz Carolas, geb. au Carlsbad 1713, Prof. 1734, f 175». 

Cmdiilittii* Ihriitiiiiini- iim-uttdurtm |"-r den • i<Jm\-i |u> di.grl icas. nee non per 
quatuor locos theologicos. Pragae, Hludky. 4°. 2 Bde. 1755—1758. 

15. Schenk Stephanus, gab, zu Schotil'eld 172Ö, Prof. 1740, f 1815. 

aj Deteriptio itincris ad monasttiiuni Kinsidlense in Helvetia anno 1755° et. 
ad aacros tres Kegus Oiloniitu usipie Osteii'liim anno 1786" liveti. 

bj lJcncriplin Ui>n.ri*uli.iidiUH r--tiijin*orum inunaslitrii Ussueuusis a cnilile Bo- 
russia) abduetoruin in hello septeuuab* die 18. Novembris 1750. MS, 

16. Seige Engelbertus, geb. 1737 in Chlumeu, Prot. 178a, f 1811. 

Erfand und verfertigte ein kunstvolles £D.froiio»ii.u/if.« I'hrirrrk,<\\.vi von dem 
gegenwärtige nOberl einer in Klostergrab, Herrn Richard Swol»>i!a, 1865 wieder 
heigea teilt worden ist. 

17. Dohnt LeonarduH, geb. 1743 i 

f 1802. 

Von ihm sagt Dlalmc; Cultfr. Joh., Alhjen 
Böhmen I. Bd, Spalte 336: „Don t Leonard, e 
Spieler, aus dem Cisteiciejiseroldeu. Als er n< 
als Priester lebte, zählte man unlei den geistlichen tiliideiu II Organisten, 
3 Violinisten, 2 Waldhoniisieu, 1 Bussetlioi nisten, 1 Klm-inetlisteu, I Fagot- 
tisten, 1 Mandoliuisteti u, I Hanno nikaspiel er. Alle diese waren Concortisten, 
joder auf seinem Ins tr um eilte". 

18. TraUtzl Jacobua, gel-, 1740 in SeidowÜK, Prof. 1771, f 1834. Siehe 
Diabar:/ Bd. 111. Sp. 873. Von ifun besitzt, die Mu^ik^lii'u-Stiuunlung mehrere 
Vwiipoxitivni-n im Style seiner Zeit. 

iy. Tenusi Benedictus, geb. 17. c ,l in Kh.slorgrab, Tro!'. 1775, Abt 1796, 
f 1823. 

Von ihm heisst es bei Ülabacz., Bd. 111. Sp. 294 : „Er spielt die Orgel, und 
Violine vortrefflich, und für beide seine LieblingBmstrumente schrieb er 
manch, e Stücke, die allgemeinen Beifall arbeiten hüben". - Et Mhxfe ! 



i faedergeotgenthel, Prof. 1763, 

HtMMarfMVi Künxthrlr.ritii.t flu 

n virtuoser Violin- uudMlindoliu- 
ii anineniSülteOs.'-ekimJ 17S" 



a) PentateuiA, oder die fünf Bucher Mosis übersehet s 
kl. Pol. 2. Prag 1820. 

h) Heiligt Geschichte. 4". 1. Prag 1821. 

20. CTO!» Joachim, geb. 1751 au Podersam, Prof. 1777, f 1826. 

Dlabace, Bd. I. Sp. 297: „Wie weit er die Spielart auf der Narmomta ge- 
bracht, davon wurde Prag überzeugt, da er im J. 1786 ein Konzert auf dein 
Nationaltheater zum Besten der Anniith gegeben, und den ungetbeilten Bei- 
fall erhalten hat. Er hat aucli einige Konzerte, sowohl für die Klarinet, als 
für das Fortopiaco, welches letalere er ebenfalls spielte, geschrieben, die aber 
noch im Manuskripte liegen. Sieh v. Kieggers Statistik von Böhmen, Heft 2., 
S. 415". — Er schnob auch: 

a) CasMOtloms, oder die. Schulen. 8". I. Prag 1800. 
l>) EtnkmitwkitMl in TaUllen. Pol. Prag 1796. 
c) Beitrag wm Methodik der Kirchemjendiieltte. 8 U . 1. Prag 1795. 
A) De tht'iloi/ica dotjmaticae dortndae prudentia. (Oratio). 8°. 1. Prag 1806. 
t.) Leichterte Mcthotk, todte Sprachen M erlernen. Prag. 
f) l'Timicprcditjten. 8°. Prag. 

Ueberdies einige lateinische und deutsche Otien in verschiedenen Zeit- 
scurüttm. 

21. Weitner InnocentiUS, geb. 1758 zu Triebscbit«, Prot", 1782, 1 1881 
Seine Schritten sind siiiuuitlich in htfoiiixc-hcr S^i-iih-, theil weise auch mit 

beigefügtem deutschen Text* geschrieben. — a) IAber moralis vitae. 1834. 176 
Seiten MS. — b) Maboth Tsraelita. Ein Drama. MS. — e) Passio Abrtüiat. in Ur. 
MS. - d) Uberpncum. (181») ohne deutschen Text. MS. - e) Genius awndi rf 
Viator. Ephemeris(18t!7; MS. — f) Sententiae inorale» in omnin totius «nui evan- 
gelia. 

22. Conrad IsidorUS, Profens zu Neuaelle, Hospes zu ' ■ - - _ ■■ geb. 17», 
Neomysta 1800, f 1854. Der Elenchus hat von ihm die Bemerkung: „Inägnü 
organista" '. Er verbesserte den Clmralgesang in Ossegg. 

28. Dittrich Antonius, geb. 1786 zu Wissotschan, Prof. 1810, 4- 1849. 

a) Mtmumenta historica Universitalis Carola — Ferdinandeae Pragetui*. 8*. 
3. (4.) Pragae 1830—44. ConiunctaoperaD. Antonii Dittrich et D. Antonii Spiik. 

b) Preces et hymni in usum stifliosaeiuoentutis.Pra^Aß 1847. — Dasselbe auch 
in MS. in Ossegg vorhanden. — Alban Stolz gedenkt rühmend des Professor* 
Dittrich. — Mit J. W. v. Uoethe stand Dittrich in brieflichem Verkehr. 

24. Mayer Hieronymua, geb. 1788 eu MariaBchein, Prof. 1814, f 1861, 
ein ausgezeichneter Organist und Musikus. 

25. Waller Adolfus, geb. 1800 zu Teptitz, Prot. 1821, f 1861. 
Historisch-statistischer Ueberbliek des k. k.Gymnasiums in Komata*. (Programm 

des Qymnasius 1851). 

26. Taft Johannes, geb. 1804 zu Prosmick, Prof. 1830, f 1889. 
Besorgte die Melodien zu Frind, Ant. : Veue lux, taetitia et tabu mea. Lät- 

meritz 1858. 

27.PettersTheodorua J geb. 1808 zu Wölmsdorf, Prof. 1884, t 1875. 

Die hl. Religion Christi befördert das zeitlicht Wohl der JfffWcMwt.(grogri1 
des Komotauer Gymnasiums 1852). 



am ] 



Vertcliitdene Predigtat, gedruckt in Mareach, Jahrbuch für Eltern, Lehrer 
und Erzieher, und einzeln erschienen. 

28. Dr. theol. Eiselt Joh. ChrysoßtomuB, geh. 1*14 zu St. Georgen- 
thal, Prof. 1888, f 1887. 

Yerfasste folgende Artikel des Kirchen ■ Lexikons von Weüer und Weite, 
I. Aufl. : Diaconat, Dom- und Ktosterschulen, Entführung, Entweihung. 

29. Dr. theol. Bernhard Athanasiue, geb. 1815 zu Radonitz, Prot: 
lSSb, Abt 1853, f 1875. 

aj Kirehcn-Laeiton von WeHer und Weite, I. Aufl.: Dalmanutha, Demos, 
Elia» Lcctta, El/tpf. Emiiiau», Em/i!ni.~i*. I n,-,',;-. Eltiimdwii'-. I'<h.e, n-m. Li',,-1- 
pfleger, Festus Porcius, Gnome, Ironie. 

b) Ueber die Lage und Bedürfnisse der allen Orden in OcMerreich zur Zeit des 
ruticanixclien Concilit. In Dr. Vering, Archiv I'. kath. Kirclirnrecht 18*9. Drittes 
Heft, S. 418—427. Verlasst 2t. Februar 1870. 

In MS. i-irlr Cty/ii/,!-!;.-,!, „ „int ExereÜUn-Vortriige. 

80. Müller Wendelin, geb. 1814 in Bohmisch-Leipa. Prof. 1888, f 1887. 
iiiMirhe Seelenspeise, il.i. Andächtige Gebete vor und nucb der bl.Communion. 
Verfasst von Dr. theol. Willi. Schindler, ehumal. Caplan in Kartliausen. Neu 
herausgegeben von einem Cistercienseiordens -Priester des Stiftes Ossegg. 

81. FaSSl Timotheus, geb. 1816 zu Malta«, Profess 1838, Professor 
und Director am Gymnasium zu Komotau. I Jeher den Enterricld in der popu- 
lären Vaterlandskunde. (Programm 1851). — i>r. Hermann Muyer. Biographische 
Skizze. (Programm 1853). — Vit ZobkomitMBtiitn und die neuen Komotouer Stu- 
dentenstißungen. (Programm 1864). — Hede bei Gelegenheit der Gerstnerfeier. 
(Programm 1871). — Beitrüge zur Geschichte tttt Komotauer Gymnasiums. (Pro- 
gramm 1871 und 1874). — Geschichte da Komotauer Gymnasiums MS. 

82. Dr. theol. Mayer Salesiua, geb. zu Röhrsdorf 181ti, Prof. 1839, 
Abt 1875, gestorben 1876. 

a) Verfasst* folgende Artikel des Kirchen- Lej-ikons von WeUer u. Weite 
I. Au!L : Dagon, Dan, Darius, IXcbstald bei den Hebräern, Ehud, Eleasar, Elias, 
Efli'"l, Ephraim, der zweite Sohn des Patriarchen Jo-ejih : Ephraim, lieh,,;,, ,,„,/ 
Waid: Ephraim, Stadt; Erbe bei den Hebräer», Erdbeben, Erstlinge, Esdrelon, 
Etam, Euphrat, EiHlmerodach, Ezwngeber, Hanna, Human, llenoch, Herodesder 
Grosse, Herodes Atjrippa I u. II, Ilierapolis, Joe}, Juir, Japheth, Jaser, Jehu, 
Jephtt,Jcremiasder Prophet, Jercmiax Klmjelkder, Juckln, Jonas, der Sohn Ama- 
tiiis, Jordan (Fluss), Ismael, Kodes und E tu U barl U , Xabitjoth, Sarepta, Scyi/ie», 
Sedecias, Sela, Scpharad, Sesak, Sicltor, Sidon. 

bj Theologia moralis MS. 

33. Zuleger Victor, geb. 1820 zu Lichtenstadt, Profess 1848, gestorben 
1855, ein hervorragender Maler und BibUdmitzcr. Von ihm sind viele treffliche 
Gemälde und Schnitzereien im Kloster vorhanden. 

34. Krahl IgnatillS, geb. 1S28 zu Lomnitz, Prof. 1851, Abt 1677. Indische 
Religion und Mythologie. Programm des Gymnasiums zu Komotau 1857.— 
Geschichte der kimigl. Stadt Komotau. Programm 1861, 186a, 1868. - Unter dem 
Pseudonym P. Peregrinus : Zwölf fromme Biller für die liebe katholische Jugend. 



Mii Zeichnungen von l'liiiKiu-. — Rom. 4Theile.— Karl. — Theodor. Meiste 
Onniltiiliw 

85. HitSChfel, P. Alexander, geb. 1826 bu Weckersdorf, Prof. 1M7. 
He-\chri:ibuwi ücx Wallfahrtsurtf Maria- ItutichiU in liolinu-n. Brüx. — Beichrti~ 
bunt/ des WilitfiAflMätHt ITmHffllll "i il^r 01/erlan.tits. — Notizen über das Cüier- 
cienserinnen- Kloster Murirnstcrn. 

ae. Angermann, P. Ludwig, gab. 1829 zu Labant, Prof. 1855, Prieswr 

1856, KatoUI; ajoho cyrto/. Bautzen 1858. 

87. Thiel, P. Dominik, geb. 1835 zu ttörkau, Prof. 1857. 

Die Miner-ilim iJöluttcn*, welche Kupfer, im<l jene, welohe Silber als weseat- 

iii'i|i-i, I Ii't-I.;i1iJ( li'.Ü '.'II I lj.llli.il. I'i ■':.f;ii!.lli dt/..-. Iv illl' .'Im.Ui I G V i IlM.tsii ( rn- 1 -• • - 

fftqyMMWU SÜW« Ar Imgegend von Komatau. Programm 1870.— Uebetie* 
kohlentxturen Kalk. Programm 188U. 

US. Lerch, P. Matthäus, Dr. theo!., gel), zu Rankowita 1«S4, Prrf 
1858, gestorben 1885. 

Das Dasein Guttut. Programm des Koinotaiicr Gymnasiums 1864. — ZA« 
Sdtopfuitg, ein Cegcnstantl 4e» Wissens. Programm 1865. — Die Vorsehung, rn 
Gegenstand des IVtssens. Programm 1K67. - Die Objekttrität der lUligion, Pro- 
gramm IWiÜ.-iAw Waum der MenschenseeU. 8°. 1. Wien 1871.- Am Traum- 

leben und »eine Ikdratung, Progrunim 18411 Und 1884. 

BS. Neuber, P. Emerich, geb. zu Neu-Ossegg 1841, l-rot. i»65, f ise». 

hikehuH und seine Stdmttuny in den ctcusini.selv.-n Hclieimnisaen. Programm 
desKomolaiiurGyiiiiiaisiiiniH 1868. 

40. Siegl, P. Meinrad, -üb. zu St-engles UHU, Prof. 1867, Abt 1866. fti* 
Cistercienscrdiß Ossegg. Skivize in Seb. Brunner, Ein Cistercionserbueb.. 

41. Ordensmann (Preinfalk, CamiUuB, Uonivrsbrudcr), Jesus, der Br<i*- 
tirjam frommer Seelen. Coimiiunionbur.h. Regensburg, Manz. 

42.LöbmannDesiderius,Dr.pliiloö.,gob. zu Scliirgiswalde (Sachsen) 
1849, Prof. 1876. 

Die Kaiserkrönung Karl IV urul ihre Bedeutung. Programm des Communtl- 
üymnasiunis in Komotau. 1885. 

König Wenzel» Thätigkeä als daitsclur König. Programm 1886. 

43. Wolf Athanasius, Kleriker, gob. zu Bratinau in Bölunen 1866, eint 
Prof. 1887. — Gedichte: Zigeunermusik. (Katholische Warte in Salzburg 1888). 
Meine Muse. Sonett. r Kath. Warte 1888). — Die Hussiten in Ossegg. Preisgekrönt 
vom Nordhdhni. Bxcursioiisclub in Bolim.-Leina 188'J. (Kath. Warte 1889).- 
Tdubchen. (Immergrün. Wamsdorf, Opitz). — Macht de» Gebetes. (Ha usblitt« 
1888, Wamsdorf, Opitz). — Verwandtet IswL. (Oeslerr. Volkszeitung 1888, 
Warnsdorfj. — Der Krcuze$*chtt~* [Deutweber Hausschatz 1889, Regensburg. 
Pustet).- Das Turnier. (Alte und Neuo Welt 1880, Einsiedeln). Poesie. [Kuh. 
Warte 1889).- 

Ilamhchriftiich vorhanden und zur Veröffentlichung angenommen sind 
folgende Gcdielde: Die Wallfahrt. (Katli. War!*). - Christus. (Kath. Warte). - 
Geisterklage. (Kath. Warte). — Hin Mutterlaut. (immergrün), — Der Mönch w» 
Heisterbach. (Kath. Warte 1889). — Der I'ostillon. (Immergrün). — Das Hetde- 
kind. (Immergrün). 



J 



249 

Prosaisches: Der Aberglaube und die katholiscJie Kirclie. (Immergrün 1889).— 
Die Jungdeutsehen und der Realismus in der neuesten deutschen Literatur. (Katho- 
lische Bewegung 1889). — Das Stift Ossegg und seine Umgebung. (Kath. Warte). 

Handschriftliches: Gerechtigkeit und Liebe. Novelle. — Der Pantheismus unter 
dem Seciermesser. — Desinfectionsmittel für die deutsclie Literatur. 

44. Rudger, Bücherschreiber und Mönch in Ossegg XIII. Jahrh. 

Neuwirth, Dr. Joseph, Geschichte der christlichen Kunst in Böhmen, Prag 1888, 
schreibt'S. 295 : „Dass in böhmischen Cistercienserklöstern Handschriften, die 
nach dem Brauche der Zeit sicher mit Miniaturen geschmückt waren, während 
des XIII. Jahrh. entstanden, beweist die Herstellung einer Bibel für das Klo- 
ster Saar durch den Mönch Rudger von Ossek, welcher über Befehl und auf 
Kosten der Mitstifter in Sibylla zur Zeit des dritten Saarer Abtes Walthelm die 
Arbeit ausführte. — Font. rer. Boh. IL, S. 584: 

Eius temporibus Botschco defungitur ipse 

Noster fundator, eciam fit byblia scripta, 

Quam monachus quidam Rudgerus scripsit ab Ozzec, 

Quam felix domina precio conscribere fecit 

De proprio, prima fundatrix dieta Sibilia." 
Sieh ebendaselbst S. 330, 331, 438. 



VI 



Lilienfeld 



VON 



P. PAULUS TOBNER 

8ECRBTAER 



m 



El 



II 



Quellen zur Geschichte des Stiftes Lilienfeld 

um] Literatur über Lilienfeld. 

Uas Cistereiensersti ft Lilienfeld, als Tochter von Heiligenkreuz 
in den ersten Jahren des 1 :i. Jahrhundertes gestiftet und seitdem, 
mit Ausnahme der vom 2-i. März 1 78!) bis 28. April 1790 währen- 
den Auflielmngsperiode, bis zum heutigen Tag« bestehend, hat. 
eine hoch interessante, weHiselreiohe, mit dum liesehicke Oester- 
reichs und seiner Regenten innig verflochtene Geschichte hinter 
sich. Nicht minder interessant gestaltete sich aber aneh im Laufe 
dieser Jahrhunderte das Leben Und Wirken der Lilienfelder auf 
dem Gebiete des Ordenslebens, der Seulsorge, der Wisserisi IiliI'i, 
der Künste, der Landeskultur, der Volkswirtschaft. 

Entsprechend dieser doppelten, einerseits nach innen (Ordens- 
angelegenheiten), anderseits nach aussen | Stellung im Lande, Ver- 
hältniss zum Lande stursten etc.) sich kundgebenden Wirksamkeit 
Lilienfeld's, neben welcher noch das durch die im Laufe der Zeit 
erfolgte Uebernahme von 17 Seelsorgegebieten von selbst sich 
entwickelnde Verhiiltniss zu verschiedenen bischöflichen Ordina- 
riaten nicht unberücksichtigt bleiben darf, lässtsich die Geschichte 
Lilienfeld's in eine äussere und eine innere theilen ; eine Kontere, 
oder besser gesagt. : weltliehe, durch die im Laufe der Jahrhunderte 
aus der Gnade der Landesfürsten, aus freigebigen Schenkungen 
ritterlicher Gönner und aus glücklichen Umständen hervorgangene 
bedeutende Besitzst eil ung, wie auch durch hervorragende persön- 
liche Eigenschaften einzelner Aebte Lilienfeld's bedingte, - und 
eine innere, geistliche, oder noch richtiger: klösterliche, Rom, Ci- 
teaux, Heiligenkreuz und spater Run» hauptsächlich, die Klöster 
des Cistercienser Ordens in Anbetracht der innigen Verbindung 
derselben untereinander selbstverständlich, die Kleister anderer 
Orden in Folge von Contudcrationen bald mehr, bald weniger tan- 
girende Geschichte, wozu schliesslich noch die Beziehungen zu 



254 

flrii Bisthümern Salzburg und Passau, in späterer Zeit zu Vi- 
lli neuerer Zeit zu St. Polten und (wegen der Erwerbung ( 
ehemaligen Cistercienserabtei in Marienberg in Ungarn) zu Es 
kommen. 

1 >cmgeniiiss Jansen sich aw-li die Quellen zur Geschiebte Lilif 
feld's in nolelie eint heilen, die der weltlichen Stellung dieses Stift 
gelten, und in solche, welche der Stellung Lilienf'eld's in derKirc 
und im Orden Rechnung tragen. 

In gleicherweise mnsste auch die Literatur über Lilient'eld 
eine das interne Leben, Streben und Wirken der Lilienfelder 1 
handelnde, und in eine den Ursprung, das Emporblühen Lilii 
feld's, dessen Ueziehungen zu Päpsten und Kaisern, zu geistlich 
und weit liehen Macht ha bern, zum Adel-, Bürger- und Baue: 
stände, zu Reichsfeinden und Rebellen, zur Reformation und iln 
Polgen, zu Nachbarn und Uiiterthanen, betreffs Ausübung \ 
tiesitzrechten oder Prozessführungen u. s. w. in'tf Auge fasser 
Literatur geschieden werden, obwol es sieh naturgemäss ni< 
vermeiden liisst, dass der Schriftsteller, welcher das eine zu 1 
handeln beabsichtigt, dabei das andere streift, ja nur zu oft streif 
miiss, um für diese oder jene Erscheinungen den Grund oder - 
Aufklärung geben zu kennen. 

Diese Quellen und diese Literatur nach beiden Richtungen 1 
ztisamiucuKteHt-n zu woll.-n, erscheint nun aus leicht hcgrcirlkl 
[irüiid.'ii th-ils lei.-ht. rh.-ils schwer: leicht, weil ich ja bloss« 
die gross-n iju.dh-uw.-rk.-. welch- die (beschichte des Landes u 



.li.iM-, 


■luelit.-.les Ordens li.liaii.leln, in .lenen dalierganz g.-tv 


iiuelivi 


i. Lili.ntH.l.lieliY.le ist. hiiiziiweiaeiiiiütliiK habe: sehw 


».Ml .1. 

hl, j 


■ ('ml'unt? dieser Werke . ni.lit zu sprechen davon, dass 
dem zur Verlufrilujr stellen) ein derartiger tuirl, wo . 


vnii Li 


Iiiiuillii-liei' lu'l.-x ui.-lir existirt, die t'itirung der gen 
i-iileld liaii.lelii.len Stollen eine so iniilievolle und nebst 


■ in jrei 


ug in ihrem Ifesultal.- mit der angewandten Mülle ni 


im V.l 
w.r.l.-i 


lalmiss.. sieli.'inli-isl. dass für den gegenwärtigen Anl 

Verden ilaruiu nur jene Wirke im folgenden angotii 
U.'.ll 11. 11, Wololle tlleils vu lil KolireiberdieSoS Selbst ReleS 


lli.il» i 


. .leu gelesenen Werken liei bestimmten Stellen als im. 


H.1 

Wi, 


eigens eilin gefunden »nnleii sind. 

Lei jodeln Stille, .las uielil ilurcli ganz aiisserorilpnlli. 


r„ K iü, 


ksriillo iiiti seine rrkuii.lonsihätze gekommen ist, se 



255 

auch bei Lilienfeld als Hauptquelle seiner Geschichte das reich- 
haltige Archiv des Stiftes zu betrachten. Einem glücklichen Zu- 
falle mag es zu danken sein, dass trotz der zeitweiligen Deponir- 
ung unseres Arehives zu Wien nach dem Wiederaufleben des 
Stilles die meisten Urkunden demselben wieder zurückgestellt 
worden sind. 

Bloss bis zum Jahre 1500 besitzen wir !i40 Originalurkunden, 
unter denen die Stiftsbrief'e Leopold's des Glorreichen (7. und 
13. Aprü 1-209, Klosterueuburg) natürlich den ersten Rang ein- 
nehmen. Sie alle sind (bis auf einige wenige aus der zweiten Hälfte 
des 15. Jahrhunderten stammende) auf Pergament und, im 13. Jahr- 
hunderte wenigstens noch, fast durchwegs in lateinischer Sprache 
geschrieben. Die älteste deutsche Urkunde datirt vom Jahre 1268: 
bis zum Jahre 121)0 sind unter 115 Urkunden nur 10 in deutscher 
Sprache gehalten, wahrend von diesem Jahre an fast nur mehr 
die von Geistlichen, vonLandosfürsten oder Behörden ausgestell- 
ten lateinisch geschrieben sind. Diese, wie die nicht minder zahl- 
reichen, meist aber schon auf Papier geschriebenen Urkunden 
vom Jahre 1500 an bis zur neuesten Zeit sind in eine Menge Ru- 
briken eingetheilt, als: Stift- und Stiitungsbriefe, Bestätigungen, 
Privilegien, Donationen, Bullen und Breven, Käufe, Verkäufe, 
Tausche, Vergleiche, Reverse, Grenzmarkungen, Pachtcontracte 
u. s. w. Innerhalb der Rubriken sind sie wieder nach dem (Orte, 
Personen und Sachen berücksichtigenden) Alphabet und bei 
jedem oft mehrere Fascikel umfassenden Buchstaben, nach der 
Ausstellungszeit numerirt, geordnet. Sie enthalten eine Fülle für 
die Geschichte der Kirche, des Landes, des Ordens und der Klö- 
ster des Landes, der Stiftsbesitzungen und Pfarren wichtigen, in- 
teressanten Material es. 

Nicht werthlos ist ferner das von H. R. v. Zeisberg kritisch 
durchsichtete alte Nekrologium. 

Mehrere Pantaidinge, Formularbücher, ein Index privilegio- 
rum, vom nachmaligen Abte Petrus Krotenthaler 1434 selbst ge- 
schrieben, dann ein „wahrhaftiger Inhalt aller Originalbrieif- 
Hcben Urkhunden. ..., welcher Auszug durch Wolff Vetterh lieber 
kolligiret und verzeichnet und von Martin Brunnquellius von 
Halberstadt, derzeit (1566) Hofschreiber, liierinn beschrieben 
worden", verdienen erwähnt zu werden. Ein „Codex III. privile- 
gioruni Campiiiliensium, eonseriptus post medium saec. XVII. 
sub Dom. Matthaeo LH Abbatu a Jacobo Gstafcoer. scriba librorum 



256 

"Wilhelmspurgensi", sehr schön auf Pergament im grössten Folio- 
format geschrieben, lässt auf zwei leider nicht mehr eruirbare 
Codices zurückschli essen, von denen Hanthaler, der sie noch beide 
benützt hat, den einen (mit 886 Seiten bis 1281 reichend) in das 
13. Jahrhundert verlegt, während der andere (bis 1470 reichend, 
Folio, 650 Seiten zählend) dem Abte Petrus Krotenthaler zuge- 
schrieben wird und mit dem oberwähnten noch vorhandenen In- 
dex vielleicht im Zusammenhange steht. 

Nicht minder erwähnenswerth sind die auf Wunsch des Abtes 
Matthaeus III Kolweiss von P. Malachias Winterlechner zu- 
sammengestellten und am 1. Juni 1694 beendeten „Annales Cam- 
pililienses tf (671 Blätter) nebst einem dazugehörigen alphabetisch- 
geordneten Personen-, Orts- und Sachregister (200 Blätter). 

Ein noch vorhandener Katalog eines dreibändigen, dem Abte 
Chrysostomus Wiser zugeschriebenen „Supplementum Anna- 
lium u , lässt durch seinen reichen Inhalt den seit der Aufhebung des 
Stiftes datirenden Verlust dieses Werkes erst recht schmerzlich 
empfinden. 

In neuester Zeit hat der unermüdliche Bibliothekar und Ar- 
chivar Lilienfelds, P. Johann Gottwald, alle Originalurkunden 
abgeschrieben und nebst den daraus entnommenen Kegesten in 
vier starken Bänden zusammengetragen, während ein (drei ge- 
waltige Foliohände umfassenden Arohivkatalog die Benützung 
d«*s Archives nicht wenig erleichtert. 

Die heilig angegrillenen Notulae anecdotae des Ortilo , die 
Chronik des Pernoldus, das Kxcerpt aus Richardus Neuburgensis 
will ich nicht einführen. I)aspro und contra ist hinlänglich be- 
sprochen worden. 

Dass die auf die Zeit nach dem ;n »jährigen Kriege Bezug haben- 
den, die Restitution unterdrückter ( 'istercienserstifte im jetziger. 
Uaiern, Württemberg und Baden behandelnden Akten, terner die 
Urkunden, welche sieh auf die Wiedereinsetzung unseres Ordens 
in seine Rechte und Besitzungen in Ungarn nach den Türken- 
kriegen beziehen, einen nicht gelingen Theil unseres Archive 
bilden, ist aus der wiederholten Berufung von Aebten Lilienfeld 's 
zur Würde des Oeneralvieariates und (-Jeneraleommissariates der 
osterreichiseh-steirischen und ungarischen Ordensprovinz erklär- 
licdi. Hin Diarium Ignatii Abbatis. oft eitirt, ging verloren. Ine 
Akten über die Aufhebungsperiode bilden allein schon cinei: 
mäehtigen Faseikel. Eine besonders nach der Aufhebung de> 



257 

Stiftes nicht ganz zu unterschätzende Quölle für die Stiftsge- 
schichte bilden die allerdings nicht allerorts und jederzeit mit 
gleichem Eifer und gleicher Umsicht geführten Pfarrgedenk- 
bücher. 






yecroliiijmm 1'timpilitietn'e mn P. Alinndns (irnebmüMer 1735, fortgesetzt 
1760 von P. Anuirlfwt Karl etc., mit Excerplen aus dem ältesten Nekrologe, 
MS. im l'i'b.rate zu LilienfrJd. 

Diarium Ablntt* Matthaei 111 vom September 1671 -81. März 1674 (Bruch- 
stiick. ItitcrpnSiiiitr.' L'iitcu iilior ■ 1 Eh ■ Wirksam b»ir des Abtes ;ils Koctor magni- 
ticus und als Stände visvordneter. wie auch über Campililiensia enthaltend). 
AIS. im Archive zu Lilionl'eld. 

T «.-dt iiit, P Huri »ii : Arial AhtmtHin fampililietviium 1762 (geht schliess- 
lich i« ein Vnraolubiiiws der uiir^i.'tiummi.'iifn Ntiilsmiigb'eder über und ist bis 
zum heutigen Tiu;e linl^oluhrt). MS. im friorai.e zu Lilienleid. 

Karl, P. Ainadens ; Bittarm enlttwfal ('amfiililiensix. 1772. MS. in der Bib- 
liothek du» Stilles Lilien IV' hl. 

Breuer nottiinc in (,'iimpum ttUnram ( kurzi> aber wnrtbvjlle und inhali.reiche 
<j«sehieliti> der A'l'ii' im I Cornelius Strauch, mit /,itliln>ii:.bi>ri Notizen über 
stiftliche H.sitKiiri^i'in 93 Si-ii.-n. MS im Archive zu Lilienfeld, wahrschein- 
lich von P, Itohrrt Az.,n, <f 82, August. 1708) herrührend. 

KloKUrrttllt-iurchte $9t k. k n.-ü. Regierung fStat.thalt.erei). 

JOBgalfWM, «Jaspar: Nolilui ablmtiarum oriiinix f 'ixtercirnxix per «m'twmum 
ortem. Col. Agripp, 1649 Libri 4. 

Manri<|iie. Angelns : l'i'l-rcfn^uvi •m r< : nH.i /•U'ckxin.-'lkiirum Annalium <i 
conrfifo Vitirrrio Tomi IV. Lugduni. 1649-59. Sumpt. haered. G. Boissat et. 
Laurent. Anisson. (1202. VII S. 9; 1206. VI. 13. 13. etc.) 

Vt»ch*r, Matthäus: Topographia Archiilucatu* Auxlriae in/er. modernae, 
aeu: Controfee uno Beschreibung aller Stadt, Clöster und .Schlösser, wie sie 
anj et zo stehen in dem Eri/.liei/ii^iiimli unt.jr Oesterreich. Hervorgebracht im 
J. 1672 durch mühsamen Fleiss Georg Matthaei Viachor, Fol. Mit den Abbil- 
dungen des Stiftes, der Arahurg, des Schlosses Heygart «n, Kreisbach, Bergau, 
Dürnbach. 

Sarturiui*, Augustinus: Cütercium ßU-Tertium. Vetero-Prage 1700. 

Per, liieren vtnns, Seriftora rerum tiustriacurum, Lipsiae, sumpt. Job. Frid. 
Gleditachii, B. lilii. 8 tomi 1721-1745, Fol. I. 685. 694. 1021. etc. 

Appendix der Ferthiiandei'schcn Annale* ixm K/terenhiller, 1722, Leipzig, 
2. Theil. p. 149. ilgnaz Kraift, Abt zu Lilienfeld). 

Liink, Bemardus: Atma lt l Austriu- Clara- Vallaines. Vieunae 172S, typia 
Wolfgaugi Schwendimu.ui>. I. 246 und an vielen anderen Stellen. 

llansizius, Marcus: Germaniac merac tomi 3. Augustae Vindel. 1737—54. 
I. 372 und an vielen anderen Stellen. 

Hau t haier. Chrysostonnis: Fasti C amp iKUm te». Lincii, Ilger 1747. 2 toini 
in 4 part, Fol. 

HauthaW. r'lirywiMoninM: Fattorum Catnpilitten#ium tom. HI. ab anno 
1501-1710). MS. SS. 175. Fol. 



,., in. ii 



17 



Herrgott, Mni'i|imril; Monummta Atiguetae domux i 
dinim. Vtennae Austriuo, Kaüwoda 175Q(entnäU iiu tom. I. pars 2. tabula VU 
die Abbildung der ehemaligen Tivmba über der Grabstätte des Stifters rem 
Lilienfeld). 

Weinkern, Friedrich Wilhelm; To/iogniphie von Nieder- Gedermch, m 
welcher all« Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlösser, Herrschaften, Land- 
güter, Kd.?lsitz<-, Freihat«, namhaft* Oerter u. s. w. nngexeiget werden Wien. 
Kurzbock, 1769, I. 360 und an anderen Steilem. 

\V idler], Marian: GenchichU der ganirn 'iitnr. UVittertichen und uvltbehn 
Klcrvty- Wien. 17*7. 8", VIII. 890. 

Haut haier, ('hry"'"* 1 " 11111 "- Jlfcnumsdijdiimatico-geneafogieUiArehitiiC'rm- 
pililienu.i. 2 Tomi Fol. Viennae, suinj.t. Cur. Ferd. Back, typis Antöu. Stnmsa. 
1819. 

Het'ZJcKka, Amhins: Hixlor. und topwjr. Ihn »Uliung von Lilienfeld uni 
meiner Umgebung mit. besonderer Rücksicht auf EtfcrTU, Stift«, Klöster etc. 
Wien 1 825, in Commission bei Antun Doli, (Ala 0. Band der bist. topogT. Dar- 
stellung der Pfarren .... im Er/h. Oni(immlilill) 

ÜUtonstht; und topogr, Ihiratillung von Baden und dem Stifte H:\Ugenlit*; 

mit ihrer Umgebung Wien 1S25, in Commissioii bei Anton Doli. 8". Dieser 

4. Band enthält, unter anderem S, 255 : Flaust iitten, berührt aber bei der Ge- 
schichte von Heiligenkreuz selbstveistiunilicli wiederholt Lilienfeld. 

Feje>, (Jeorgiiis: Codex diploavUicus Hunifariae axiesiadicu* et arüu. 
Studio et Opera G. V. Bihliothecarii reirii. Budae, typis typogr. re^iae uui- 
versitatis uugar. 1829. III. B., 42. 

Schweiekhart, Fr., Kitter von Sickiiigen: DarstetUtny den Erihtrzig- 

thums Qmtmrtim unter der Enns Wien 1831-1833, 7 Bde. 8". In Com- 

missioD in der Scbmidt'schen Buchhandlung. Wichtiger wegen der NotiieEi 
über die einzelnen Besitzungen und Ffurren des Stiftes, als wegen der Bd. IT 
211 enthalt!- hl' n (eigentlich Becziczka nachgeschriebenem Geschichte Libeo- 
felds. Im V. Bd.: 204 bis 277. 

Kuli, Malathias: Chronica» hrevt monwiteriorum ord. Ciaterc. ad s. Crucm 
in Austritt et ad s. Gottiuirdum in llunguria. Vitidobouae, typ. viduae Ant. de 
Hnykul. 1834. 8». 

Oesterrcicldiclie Nationutencijclopaidic, Wien 1835, II. 500. u. ö*. (über Han- 
thaler). 

Stanze) : Geschichte den Formiditjen fürdl. C'wtercMMWWjftoi Heinrichnu ba 
Münderberg in Schlehen. Breslau 184S. (Lilienfeld als Wiederhersteller des 
von den Türken zerstörten Zircz in Ungarn und die Uebernahrae von Ziita 
durch die Heinrichauer betreuend, obwohl manches darin irrig, so ganz tw- 
senders die CiHrung eines Abte.- Si^inund (IratJörger statt des Abies Sig- 
mund Braun u. s. w.). 

Meiller, Andreas von: Regenten cur GkucUiiiMi- Af M'irhirnfen und Her- 
zoge tJetterreichx au* dem Haute Bubenberg. Wien, Braumiiller 1850. 4" (nebst 
anderen Stellen p. 12 [7], p. 209 [95]) etc.). 

Pertz. Henricns: Monumente Gennunw: hittvriat. Hannoverae 1851. 

I.'rhindenbuch des ImmU* ub d,-r Ennx, herausgegeben vom Verwaltung 
aussclm ssi' des Museum Francisco-Carolinum zu Linz. Wien, k. k. Hof- und 
Suatsdruckerei 1852. - II. Bd. : p. 513, n. 359. - III. Bd. : p. 77, n. 71 ; p. SM, 



259 

n. 427, 428. - V. Bd.: p. 15, n. 16; p. 246, n. 268; p. 284, n. 298; p. 405, B.4IS; 
p. 410, n. 416: p. 430, n. 485 ; p. 464, n. 472. - VI. Bd.: p. 379, n. 376; p. 441, 
n.436; p. 541, n. 535. -VII. Bd.: p. 72, n. 78: p. 162, B. 163; p. 292, n. 287; 
p. 687, n. 679. 

Pritz. Fr-. X. : Gc-chidite rft's «t<ti:t:hissa<cn t'i.iteni'.-nscrklostrra Baumgtirten- 

berij in Ob.-(Jest. Wien 1853. 

Sack i' ti, Kdnanl Freili. von: Kunstdmkmak des Mittelalter*!, V. 0. W. W. 
1857. pag. 9. 

Austritt, 1857 (p. 834-344). 

Becker, H. A.: „Der Üetscher und nein Gebiet". 2 Bde. 1859, 1»60. 

Filxlioffpr, Diitiiianus: IfoMHlfririfiiji"' reyni Hunyariae libri ä; reco- 
gnovit, ad fiJem l'ontium revoeavit utau\it Maurus Czinar. Vindobonae etStri- 
gonii. Sartori 1869. II. 104. 129. 

Steiermärbischc GcschichtsqueUcn, Jahrg. 1869-1873. 

Kerschhammr. Antcui : GmckitUe in SWImh Sl. Piilttn (an sehr vielen 
Stellen). 1876. 

JanaiiMcliek, LenpoMus: Orüjiuum t'idcrciensium Tom. I, Vindobonae in 
commissis apud Alfredum Hoelder. 1877. p. VIII. XII. XIV. XXIII. 36. 181. 
212. 

Wiener Zeitung vom 28. Dezember 1*78: Dr. Lind über die Glasmalereien 
im Kreuzgange zu Lilien leid. 

ZeiBsherg, H. EL v.: Bm Todtentmch von Lilienfdd. 1878. Wien, Gerold'a 
Sohn. 

Tobiter, P. Panlus : Stittskämmerer in Lilien tttld : LiUenfeld vor äüO Jahren 
(Abt Matthaeus Ul Kolweiss und die Türken). 1883. Druck von J. Biising in 
Mödling). 

Gottw&ld, P. Johann: ]><<* Cütmicn.-terstift Lilien/M (in: „Cisterciensvr- 
bütk*. Geschichte und Beschreibung der bestehenden und Anführung der 
L(Litj{i'hiil>eiieri Cistereieiiser?<[.iHti in Oesteiraleh-Üngtm, Deutschland und 
der Schweiz, von Sebastian Bruniier. Würzburg, Woerl, S. 138—206). 

Üottwald, P. Johann : Beiträi/e :ur GeschidUe der Pfarren des Stiftes Lilien- 
fehl in di.r St. l'iittntr hiwj -• : Ainialx.-ig. Kscbi"-nnii. J ■■■«(.- Isluji 1 ^ uiii Sl.. Johann 
in der Einöde, Kaumberg. Lehenrotte, Lilien teld mit der Filiale Traisen, 
Loiwein. Meisling, Ramsau, Stratzing, Tiimitz mit. Siebenbrunn, Wilhelms- 
burg mit Kreisbach. (In: Geschichtliche Beilagen zu den St. PöUuer Consi- 
storialcurrenden II. 1884. 449-514). 

St. Leopoldblatt, Orgati des ubristl. relig. Kiwstvereines in Nieder-0 Öster- 
reich. Wien. 1887. {2. 3. 5. 7.), 1888. Nr. 12.- 1889. Nr. 1. 

MonutsbiaU des Alterthumxierrinex tu Wien. 1887. 1. Lief. 

StmMt des HL Josef, 13. Jahrgang, 1888. Wien. Septem berheft. 

Becker, M. A.; Hernstein in Nieder -Ocsterreich, sein Uutsgebiet und das 
Land im weiteren Umkreise. Mit Unterstützung Sr. kais. Hoheit des durch- 
liiui.'htigsten Herrn Erzii. Leopold herausgegeben von M. A. Becker, Wien, 
Holzbausen. 18«9, 2 Bde. Fol. Enthält viele werthvolle Notizen über Pt'aft- 
Htütten, Ramsaii, Kaumberg, Bergau, Amburg. 

Feil : Diu Schweden in Ocsterreich (in : Qiu'llen and Forschungen zur vater- 
ländischen Literatur und Kunst, p. 407 u. ff. [Cornelius Strauch, Abt von 
Lilienieldl). 

17* 



200 

Wattenbaih: Deutschland* Geschkhtaptelten, 5. Aun. IL 474 (aber Umm- 

thaler). 

Font« rerum auxtriacnrum, herausgegeben von der liisU>r. Commissi (>n du 
kaia. Akademie der Wissenschaften in WieD. VIII. 177. 288. X. 74. 184 XV 
ad a. 1225. 198. XXI. ad a. 1310. 1321. et«. 

Btätttr des Verein» für Landoikuni/r >:on yiederijsterreiai ; redigirt von Dr. 
Au ton Mayer. Wien, Verlag und Eigen thum des Vereins, (Siehe die ausfuhr- 
liehen Register der einzelnen Jahrgänge). 

Topographie eun Xiedero>lrrreicli, hera nage.; eben vom Verein lur Landes- 
kunde von WllJil j l fl ll tW I I >Jllll , Wien, 1871 u. tf.4. Vorlag des Vereines, (VM« 
den reichhaltigen Iudex). 

Beitruge cur Landeskunde iwi Oeet. unt. d. Ena». 2. Band. nag. 278 u. S. 

Steiermörkusdie* Landtstirchic (Dr. v. Zalin. — Zum 19. Mai 1318 OanUn 
1337 Beim wegen Muekontal bei Urinzing, 1338. 19. Dezember. Vorau, 15. Fe- 
bruar 1830 Vorau, 27. Mai 1347 St. Lambrecht, 12. Mai 1343 Pikfiat ätten be- 
treuend). 

Wnrxbacb, l)r. t'onst. v.: Biof/raplnechea I.uHvn de» KaiaertAmma (Jeder- 
rticli. Siehe Artikel: Hanthaler, Pyrker. 

Kehmn : llwgr. lit. Lexiwn, 2. Band, n. 34. (Pyrker). 

Siteungabt richte der hui*. Akademie ihr Wistcnschaftm. Histor. uhitol. Kla«. . 

Archiv onterr. (icfvJtichUquelkn; herausgegeben von der histor. Comniiiwu 
der kaia. Akademie der Wiaaenschatleu. Wieu. IV. 191. 419 u. s. w. 

Mittheilungen iterk.k. Central-Ctnnmusivn für EfforecJtung und Erhaltung Aer 
Kumt- und hiftortxchtm Denkmale.. V. 27. 32. Ooncordantia charitiitia de« Akra 
Ulrich) u. a. 

Berichte und Mittlteilungen de* Alterthumscemne* in Witm, 24 Bande 4'.- 
V. 28. 93. 125. XIV. 194, XVII 81. UO. 129. 133. 141. 213. 262. XXIII. 4*4* 
XXIV. 36. u. Fig. 52. etc. 

Wetzerlind Wv\te iKirchenlexicon laut Index. (Ueber Hau thaler ein Artikel 
von Eberl ; im Artikel über LadJslaus Pyrker [altere Auflage] manche« un- 
richtig). 



Reihenfolge der Aebte. 

Man sollte glauben, es müsse ein Leichtes sein, eine Serics Ab- 
baltim herzustellen ; setzt man ja als gewiss voraus, dass in jedem 
Ontenahause vom Beginn an Verzeichnisse geführt wurden, dass 
von Zeit zu Zeit theils aus dem betreffenden Stifte selbst, theils 
über dasselbe historische, die Regierungsperioden der Aebte mehr 
oder weniger präcis bestimmende Abhandlungen publicirt wurden, 
und wenn man dann in einem Stifte die stattliche und Ehrfurcht 
einflössende Reihe der Prälatenbilder sieht und überdies noch auf 



1 



einer mit einer Menge von kleinen Wappenschildern bemalten 
Leinwandfläche in solidem Rahmen die Namen der Aebte mit 
allen denkbaren Jahreszahlen verzeichnet findet, so muss man 
erst recht von der Mühelosigkeit einer solchen Arbeit sich über- 
zeugt halten. 

Aber da heißst es doch vorsichtig sein und nicht blind- 

wegs abschreiben, und wird noch dazu verlangt, dass das erste und 
letzte Auftreten jedes Abtes urkundlich nachgewiesen werden 
soll, so kommt man auf Resultate, dass man luglich ganze Reihen 
der auf den Wappenschildern so genau mit Wahl- und Sterbejahr 
angesetzten Aebte streichen könnte, weil sich eben urkiimllirh 
über selbe gar nichts findet. Da lieisst es denn allerdings fremden 
Eiter, fremde genauere Aufzeichnungen neben den nicht kriti- 
schen, viel später erst äuge leg ten ('atalogen uu-1 Serien der Aebte 
benutzen und nach Aller, ühercinstiinmendi-r Anführung eines 
Abtes zur selben Zeit und sonstigen Kennzeichen derWahrschein- 
lichkeit sich für eine Reihenfolge der Aebte entscheiden. Be- 
sondere Schwierigkeiten bieten die nicht seltenen Beman i r W lQ tm 
von Aef|,-n, da in einem Jahre zwei bis drei Aebte oft gewählt 
erscheinen. Milliliter enthält eine „Sories" in einer von keiner 
Seite bestrittenen Reihe von acht bis zehn Aebten plötzlich .inen 
Namen, von dem in allen anderen Gatalogen keine Spur vor- 
kommt. Wieder kommen die Namen von vier oder Becks Aebten 
iu ganz anderer Reihenfolge erwähnt vor. Was speciell Lt!ni/Jt:!<l 
anbelangt, isl erst vom Jahr* t56S HD die Reihenfolge der Aebte 
ganz unbestreitbar. Aber schon diu Anzahl der Aebte selbst wird 
von Verschiedenen verschieden angegeben. So wird der jetzige 
Abt Alberik lle'uimann im Schematismus von jeher als der 57. Abt 
angesetzt, und doch ist er nach Hanthaler, Becziczka und (iott- 
wald nicht der 67., sondern bereits der 58. Abt. IIa ist es allerdings 
nur der in keinem der ältereuVerzeichnisse vorfindige 22. Abt Mar- 
t'tms. derdieseVerschiebung he. wirkt. Dieser Martinus kommt auch 
auf der iniLilienielderConventgebaude angebrachten Namentafel 
der Aebte, welche wahrscheinlich aus einer Zeit stammt, in der 
man diesen Martinus noch nicht eutdeckt hatte, nicht vor. Später 
wollte man nicht mehr alles übermalen und so sind dort richtig 
nur 5 t Prälatenuameu angebracht, während wir uns einmal schon 
an die 58 halten müssen. Mag auch manches noch im nachfolgen- 
den Verzeichnisse nicht ganz der durch anderweitige Hillsmin. I 
und durch reichlichere und genauere Daten auf Grund ernsten 



Forschen» unterstütz tun Kritik genügen,— lob biete, was ich bieten 
kann. Einen im Necrolog beim 4. Oktober als quondwn Abbas ange- 
setzten VhuUnjih us vermag ich allerdings nirgends unterzubringen. 

L Okerus, ein Profess von Heiligenkreuz, von Marquard, dem 
Abte diesem Stilles, zur Leitung der neuen Klosteranlage zu Lilien- 
feld(recte : Marientbai) bestellt, wohnte der Grundstein] egung am 
10. April 1202 bei und übernahm am H. September 1206 die Zügt-1 
der Regierung, starb aber schon am 5. November 120ö. 

2. Gebhard, ein Heiligen kreuzer Profess. Er erhält, nachdem 
Innocenz III 'lie L'onb'rmationsbulle schon am 5. Februar 120$ 
ausgestellt hatte, unterm 7. und 18. April 120!» die Stiffcbriefo Leo- 
pold des Glorreichen, wird 1210 von demselben mit der kostbarvEj 
Partikel des hl. Kreuzes beschenkt, baut im selben Jahre die 
St. Magdalenenkirche vor dem Stilte für die Laien und bringt 
die Zahl der Klosterbrüder bereits auf 70. - Zuletzt ist er erwähn! 
in Friedrichs H Freiheitsbnef vom August 1227. - Gestorben ist 
er am 2fi. November 1227. 

8- Ottol, ein Heiligenkreuzer, jain setiex. Der Beginn seiner 
Regierung wird auf den IC. Dezember 1227 verlegt. Am MO. No- 
vember 1230 konnte die Consecration des nunmehr beendeten 
Gotteshauses durch Eberhard II vouSalzburgvorgenoniiii' | 
den. Leider fiel sie mit der Todtenfeier und Bestattung des Stif- 
ters zusammen. Der 20. Juli 12153 gilt als Todestag des greison 
Abtes, des Letztlebenden aus der von Heil ige nk reu z entsendeten 
Kolonie. 

4. Bertbold. Im (Jistercienserbuche wird er ein Zwettler ge- 
nannt. Er regierte vom J. 1233 bis 1271. Ottokar II von Böhmen 
bestätigt 1257 alle Privilegien. Von mehr als 40 Urkunden seiner 
Zeitperiode enthalten bloss die zwei letzten seinen Namen. Unter 
ihm fand Ottokar's unglückliche Gemaliu Margarete a zu Lilien- 
feld ihre letzte Ruhestätte. Sein Name wird noch in einer Urkunde 
vom 18. September 1271 bei einer Schenkung erwähnt, was aber 
nicht hindern dürfte, dass als Todestag der 13. Mai 1271 ange- 
nommen wird. 

5. Herwictts (1271-23. November 1276). Ausdrücklich wird er 
noch am 7. April 1275 genannt. 

6. Pauli. Er stand dem Hause vor vom Ende 1276 bis Anfang 
1277, da am 6. Mai dieses Jahres schon als Nachfolger 

7. ConradI genannt wird. Diesem bestätigte Rudolf ', der Habs- 
burger, unterm 7. September 1277 alle Besitzungen, Rechte und 



•J 



368 

Privilegien. Er resignirfe 1281 und wird I28:i noch als „q/iurtdatu 
Abbus" erwähnt. 

8. Georg I. Schon im Mai oder Juni 1281 muss er, kaum ge- 
wählt, gestorben sein. Die Urkunden dieses Jahres enthalten keinen 
Namen. 

9. Ludovicus. An dieser Stelle kommt in einem Verzeichnisse 
bereits der hier als 10. Abt angesetzte Wtithhani vor. Aber in 
einer eharta venditionis vom Jahre 1282 fertigt Ludwig als „qiion- 
ihnu Äbbos", nn<\ im Nekrolog des Abundus (.Tniebmiiller heisst es: 
r habetur ejus antiquissiina Singles in dormitorionostrointer Ab- 
bates numero IX- . Am 20, Mai 1281 wird er noch als Prior genannt : 
er resignirte also jedenfalls noch vor dem i. August 1281, weil an 
diesem Tage wirklich schon ein 

10. Weichhard als Abt angeführt erscheint. Dieser kommt am 
3. Mai 1285 zuletzt vor. Gestorben soll er sein am 29. August 
1285. „Quam plurimo» beiiefactores nactus est Weichhardus, qui 
targitione bonorum abundanter compensabant, quae ipse in usus 
pauperuin amore Christi expendebat". 

11. Conrad n (Preminger) wird am 80. März 1286 als Abt ge- 
nannt. Am 2h." Jänner 12S8 erwirbt er den Wald am Hühnerberge 
bei Baden. Nach Zeissberg soll er am 10. August 1204 gestorben 
sein. Im Nekrolog steht seltsamerweise beim 10. August: „quon- 
iluni Abbta". 

12. Albero, 1894 zweimal (doch ohne Tagesangabe) urkundlich 
erwähnt, kommt am 12. März 1302 zuletzt in einem Vergleiche 
vnr. Bedn Todestag lallt nach dem 12. Mai. Mehr als 40 Urkunden 
trugen seinen Namen. Seiner Obhut waren die wichtigsten Ur- 
kunden des Ilahsburgcrhauses während der Abwesenheit Al- 
brechtl anvertraut, bis sie 1899 in vigilia Matthias Ap. durch den 
Marschall von Üesterreich, Hermann von Landenberg, wieder ab- 
geholt wurden. Alberone gubernaiite tu.it data est capella s. Oae- 
sarii (jetzige Taiii'kapelle) 1800. 

13. Paul II. Ein Verzeielmiss sclüebt hier einen Thomas /ein. — 
Paul, nach dem 12. Mai 1302 gewählt, kommt am 24. April 1316 
zuletzt urkundlich vor. Als Sterbetag gilt der 9. Juli 1316. Zu 
seiner Zeit taucht in Urkunden zuerst der Titel „Prälat" neben 
„Abt" auf. 

14. Ottokar (vielleicht Otker, Oimrh. Eine Urkunde vom 21. De- 
zember 1316 nennt ihn bereits und ebenso eine solche vom 9. Mai 
1838. Von keinem der Vorgänger und der meisten Nachfolget 



oxistiron so viele Urkunden als vonOttokar. Mehr als 100 Brüder 
bewohnten damals das Haus. 1838 wurde die Woltgaugikapelle 
an das Kapitel angebaut. Als Sterbtag gilt der ü. November 1884, 

15. Leopold, zuerst am 5. Februar 1387 genannt, zuletzt am 
'24. Juni 1343. Von ihm haben wir 51 Urkunden. Das ewige Licht 
vor der Tumba des Stifters wurde von ihm bestit'tet. Er starb am 
7. September 1942. 

16. Otto II. Er kommt zuerst am 3. Februar 1343 vor und wird 
zuletzt am 23. April 1345 erwähnt. Als Todestag gilt der 21. Juli 
1345. 

17. Ulricus rame bereits vor dem 19. November 1845 Abt ge- 
wesen sein. Da er am 8, Juni 1851 noch als solcher genannt wird, 
am 18. Oktober 1861 aber schon ein Nachfolger erwähnt wird, 
muss er während dieser Zeit resignirt haben. Ulrich stammte von 
Nürnberg oder von einem in Wien ansässig gewordenen Nürn- 
berger Kaufinauu. 26 Urkunden deuten auf seinen Eifer für das 
Stift; aber die Liebe zur Wissenschaft überwog schliesslich und 
er legte die Regierung des Hauses nieder, um seinen Büchern 
sich ungestört widmen zu können. Die „Coucordantia charitatis* 
unserer Bibliothek ist sein Werk. An einem SO. April starb er als 
Senior „quontlam Abbas" . 

18. Gerlach, zuerst am 18. Oktober 1851 als Abt genannt, zu- 
letzt am 24. Oktober 1867. Als Sterbetag gilt der 81. JUai 1858. 

19. ChristianuB. Dieser regierte bis 14. Juni 1360. Er wird in 
allen Katalogen angeführt, aber in keiner Urkunde genannt. Im 
Hoheniurter Formularbuche (Nr. ») kommt er vor. 

20. Stephan I, urkundlich zuerst ain 9. Dezember 1361 erwähnt 
Am 27. April 1897 kommt sein Name zuletzt vor. 130 Urkunden 
stammen aus seiner Zeit. Als Sterbtag gilt der !>. Janner 1898. Das 
Hoheufurter Formularbuch nennt ihn wiederholt. Er trat den 
neben den Dominikanern gelegenen Stiftshof in Wien zur Errich- 
tung der Universitätsgebäude ab und erwarb einen neuen Hof am 
alten Fleischmarkte. Die Kapelle am Tann berge wurde unter ihm 
zur Pfarrkirche von Annaberg erhoben. Er erhielt 1382 von einem 
Cardinal Pileus die Erlaubniss ob nimiain frigoris intenuiseimam 
asperitatem, cibos prae manibus congelantem, construendi refec- 
torium hyemale cum fornace. Abstinuerunt autem Patres nostri 
ab usu fornacis, donec 1448 etiam veniam ordinis ad hoc impetn- 
verint, aemulantes nieliora charisinata. 



Während uuu ein Verzeichnis auf Stephan I, den es bereits 
1366 sterben lässt, einen Johann (bis 136»), einen Sti-phu» //(bia 
IStfO) und dann erst einen Conrad III (bis 1406), hierauf einen 
Greijor (bis 1414), einen GtergH (bis 1428), dann Nicolau* (bis 
1424) und Stephan III (bis 1441) folgen lässt, haben wir uns an 
folgende Series zu halten. 

21. Conrad III. Am 8. November ia»7 wird er noch Keller- 
meister, am 17. März 139S schon Abt genannt. Eine Urkunde 
vom 24. Februar 140G erwähnt ihn noch. Als Sterbedatum gilt 
der 3. März 1408. Am 2. Juni 189!» erhielt er mit den Aebten von 
Heiligenkreuz und Zwettl von Bonifaz IX die Erlaubnis, die nie- 
deren Weihen seinen Klerikern zu ertheÜen. 

22. Martinus (de Ernsprunn?) dürfte vom 16. März i ums bis 
zum Beginn 1410 regiert haben, da er am 25. März schon als 
„•/uondam Abl/us" angeführt wird. 

23. Johannes I (de Langheim) kann schon im April 1410 Abt 
gewesen sein, wird aber erst am 6. März 1411 genannt. Bei seinem 
Begierungsantritte fand er kaum vier Denare an Geld vor, und 
doch hatte er bei 90 Mönche im Kloster zu erhalten. Johann, 
welcher vorher (1406) als Theologiae Doctor an der Wiener Uni- 
versität gelehrt hatte, wo er den Lilienfelder Johannes Pinzinger 
zum Nachfolger bekam, Hess als Abt viele Privilegien des Stiftes 
in's Deutsche übersetze». Er starb am 1H. August 1412. 

24. Georg II (Oeder) Erat eine Urkunde vom 27. Februar 1415 
nennt seinen Namen. Als Vater Georgs erscheint im Neerolog 
beim 23. Mai ein f Nymoii de Hoheiiekk angHührt. Da bereits am 
6. September 1427 Nieolaus als sein Nachfolger genannt wird, 
bo muss er vor dieser Zeit, gestorben sein. Sein St.erblug ist ein 
11. November. 

25. Nicolaus, zuerst am «.September 1427, mietet um 13. Au- 
gust 142S genannt. Sein Sterbtag ist der 20. November 1428. 

26. Stephan II (Mugel). Eine Urkunde vom 13. Juni 142'J nennt 
zuerst seinen Namen. Zuletzt wird er angeführt in jener Urkunde 
vom 11. Jänner 1413, in welcher die Echtheit und Provenienz des 
(nach Türnitz später gebrachten und dort noch verehrten) Domes 
von der Dornenkrone Christi bezeugt wird. Die 142!) zu Türnitz 
aus dem Leben geschiedene Ciinbtirga, Mutter des nachmaligen 
Kaisers Friedrich IV, bestattete er in der Gruft der Stiftskirche. 
Diuturniori aetate praegravatus sponte cessit regimini, als eben 
Abt Johann von Morimond am 18. März 1448 das Still visitirte. 



ibeck 



266 

Die Zeit seines Ablebens kann nicht genau angegeben werden. 
Nach den steiermärkischen Geschichtsquellen (1869-1873) soll 
sich an einem im Lambreohtei Archive aufbewahrten Altarc-OD- 
sc er ation st äi'elchen fiie Aulschrift finden: r Fr. Stephanus Mngel, 
olim Abbae in Campoliliorum te fieri fecit anno doinini 147.4-. Dar- 
über sei ein Wappenschild angebracht und ein knieender f'ister- 
eiensercnonch dargestellt. Wenn er aber schon 1443 „aelate prae- 
gravatus" war, wie alt müsstc er da (falle die Jahreszahl 147s 
richtig wich auf dem Täfeichen vorfindet) noch geworden 
Beim 28. April (XV. eaec.) steht im Neerolog: P t Erhard usSwil 
de Karletetten, avtis Stephani Abbaue, et Cunigundii 

27. Petrus I (Krotenthaler). Dieser muss sofort nach der Be- 
Bigniiung Stephan'a zum Abte erwählt worden sein, obw 

erat am 4. Juli mm zuerst -i n« Urkunde nennt. Schon 1484 hatte 
er einen, den Inhal! derStiftsprivilegien und Rechtsurkuiidcn kurz 
anführenden Imlu i>firilr<ii>>ruiH (noch vorhanden) zusammenge- 
stellt. 14'iö begann er alle Urkunden des Archiven in einen Coden 
zusammenzuschreiben, welche Arbeit er als Abt fortsetzte, su dass 
die darin enthaltenen Urkunden abschritten bis zum J. 1 470 reich- 
ten. Diesen abhanden gekommenen Codex oder „Liber omniuni 
iramunitatum, libertatum et reddituuni monasterii Campili] i--ii-U- 
Fol,, 650 p., will Hanthaler noch benutzt haben. Der Convent zSbltO 
wieder bei »0 Mitglieder. Petrus war einer der 12 Regenten in 
Oesterreich während der Minorennität des Ladiylaus. Am SO. Fe- 
bruar 14411 erhält er von Nikolaus V das Rechl der Pontjfii »li. D 
in der Stiftskirche für 12 bestimmte Faste des Jahres, welch« 
Becht von Piusll am 27. April 14ii2 auf alle Zeiten und alle Kir- 
chen des Stiftes und auf alle Nachfolger des Abtes Petrus aus- 
dehnt wurde. Für das Giwtereienser-Nonnenklostor zu Yobe, 
ihm als VisitaLor unterstand, bestellte er aus seinem gremium 
wiederholt Beichtväter. Petrus starb hochverdient und angesohl B 
am 21. Februar 1472. 

28. Jacobus. Bei seiner Wahl (am 21. Mai 1472) mtervenirW 
zum letztenmal der Abt von Heiligenkreuz als Puter immediatus, 
da am 8. April und Hi. September 1478 bereits Sixtua IV 
Lilienfeld von Heiligenkreuz trennt und selbem den Abt von Beut; 
als nunmehrigen Pater immediatus zuweist. Urkundlich wird der 
Name Jacob's nicht genannt. Als Sterbtag gilt der 26. Jänner 1474. 

29. Faul III. Gewählt am 17. Februar 1474 (praesidente jam 
Cbristiano, BunenBi Abbate, qua Patre immediatoj, kommt « 



J 



2(17 



urkundlich am 22. Juli 1474 erwähnt vor. Mehr als 50 Erstlings- 
werke der Buchdruckerkunst, in Hanthaler' s Katalog noch ange- 
rührt, aber seit der Aufhebung in anderen Händen, wurden von 
ihm angeschafft. Er starb am 27. März 1-195. 

30. Georg III (Ziserlj, von 1485 bis zu seinem am 14. Septem- 
ber 1494 erfolgten Ableben. Ueber seine Wahl fehlt jede Urkunde. 
Erwähnt wird er aber zuerst am 19. November 1487, zuletzt am 
2a. Jänner 1490. Doch können Urkunden in jenen turbulenten 
Zeiten verloren gegangen sein. 

31. Sigismund (Radler?), Ende 1494 oder Anfangs 1495 (viel- 
leicht in Folge der schon 1494 vom Reimer Abte Wolfgang ange- 
meldeten Visitation) aus Reun posttilirt. Urkundlich erscheint er 
einzig am u. April 1495. Als Sterbtag gilt der 5. Dezember 1497. 

32. Thomas. Entweder noch Ende 1407 oder doch 1498 ge- 
wählt, schloss er 1498 mit Sfiusenstein eine ConfÖderation ab. 
Unter ihm wurden Stift, Friedhof, Magdalenakirche etc. durch 
einen Birnardus, rpisri,/u(* [.Hniumsis. Wiilibischof von Passau, 
reconciliirt. Urkundlich wird er nicht genannt. Als Sterbtag gilt 
der 12. September 1499. 

33. Gregor, Ende 1499 gewählt. Zuerst kommt er in einer Ur- 
kunde vom 19. Juli 150Ü, zuletzt am 4. Jänner 1501 vor. Als Sterbe- 
tag wird der 20. August 1502 angegeben. 

34. Oswald. Gewählt Ende 1502 schloss er mit Seckau, einem 
Antwortschreiben nach, 150b eine (Joni'oderation. Er resignirte 
AnfangB 1511 und /.war, daReun bereits in den Händen weltlicher 
Präbendare war, im Auftrag« des Gcneralabtes vonCiteaux in die 
Hände der Aubte Mit hacl von Hciiigenkivuz und Johannes vom 
Neukloster. Sein Sterbtag ist der 2if. November 1511. 

35. Wolfgang Edelbauer, gewählt am la. Juni 1511, gestorben 
am 22. Februar 15Ü9. - Zuerst findet er sich allerdings erst am 
21. März 1818 vor, während die letz tu seinen Namen tragende Ur- 
kunde vom 28. April I5i(8 datirt ist. Unter der durch die Refor- 
mation hervorgeriüeuen Bauernbewegung litt Lilienield unge- 
mein und Woligaug musste, um sein Leben zu sichern, nach 
Annaberg flüchten. Der Türkeneinfall 1 829 mit den damit zusam- 
menhängenden Forderungen von Kuis.T und Reich brachten das 
Stift fast an den Rand des Verderbens. Um letzteren gerecht zu 
werden, musste vieles verkauft oder vielmehr verschleudert wer- 
den. Wolf gang erhielt 1614 das Recht, Annamünzen am Tann- 
bergefür die Pilger zu prägen. Er Hess 1535 die hl. Kreuzpartikel 



268 



neu fassen und erwarb 1537 das Benefi^hun st. Johannas in Traisen. 
Wolfgaug liegt im Kapitelsaale begruben. 

36. Laurenz I. Dieser Laurenz, wie auch Bein Nachfolger Sinum 
wird in einem Verzeichnisse Her Aebte ganz weggelassen und sofort 
Sebastian, der als SS. Abt hier genannt wird, als Nachfolger W,ik- 
gangs angesetzt. Laurenz mussrbervon 1539 bis Mitte 1541 regiert 
haben, da er am 11. < Iktober, seinem Sterbetage, bereits als resig- 
nirter Abt erwähnt wird. 

37. Simon I. Er mochte vom Oktober 1541 an bis April 154*2 
dem Stifte vorgestanden wein; denn am 24. Februar 1542 wird er 
mit Namen angeführt und der spätere Abt Georg Reichardt be- 
zeugt, „eum 2'1 lant.um septimanarum praesulatum gessisse al 
obiisse in fine Ajirilis 1542". 

38. Sebastianus Rotthaler. Da er vor dem 12. Februar 1543 
abgesetzt wurde und laut Nekrolog nur zehn Monate Abt gewesen 
sein soll, eomusa er etwa im April oder Mai 1549 gewählt worden 
sein. War er auf unrechte Weise zur Abtswürde gelangt, oder 
brachte es die durch die Reformation in alle Häuser gedrungene 
Unordnung mit sich, dass er um diese Zeit (frei oder unfreiwillig?) 
reeignirte, gewiss ist es, dass er erst sieben Jahre nach samef 
Absetzung (also 1550) wieder in den Klosterverband aufgenommen 
und als Pfarrer nach Türnitz versetzt worden ist, wo er am -'S. Sep- 
tember 1558 starb. Sein Vater Hieromfmua BoUhokr >it Tulm 
starb am 7. September 1589. 

39. Matthaeus I. Beringer aus der Weidenau bei Türnitz ge- 
bürtig. Die am 12. Februar 1543 unter Vorsitz des Abtes Hiero- 
nymus von Heiligenkreuz vorgenommene Wahl nennt ihn den 
Nachfolger des resignirten (!) Abtes Sebastian. Urkundlich kommt 
er zuletzt am 3. August 1545 vor. Erstarb um 7. August 1548. (Am 
Grabsteine im Kapitelsaale ist der 10. August angesetst). 

40. Georg IV Reichardt, geboren 1&16, postulirt bereit« am 
11. August 154H. an welchem Tage er auch sofort vom Heiligen- 
kreuzer Ahle Conrad bestätigt wird. Da es jedenfalls einige Tage 
gedauert haben mochte, bis die Aebte von Heiligenkreuz, Neu- 
kloster und Kleininariazell, sei es nun zur Leichenfeier oder za 
einer Neuwahl nach Lilienfuld kamen, so ist eher der 7. A-ngnri 
(trotz des oben erwähnten Grabsteines) als Sterbetag det 
Matthaeus anzunehmen. Gewiss ist, dass der bisherige Sl 
steiner Abt Georg Reichardt bereits am 11. August IMS als Abt 
vonLilienfeld bestätigt wird. Er wird ein Almanganus(Alemanne?l 



genannt und war ursprünglich Profusa von Heiügenkreuz. Am 
15. August 1556 kommt er noch in dem Schreiben, durch weiches 
der Lilienfelder Profess Benedict Prieler als poatulirter Abt von 
Säusenstein bestätigt wird, vor. Erstarb am 15. September 1556. 

41. Johann II Mürle, vom J. 1556 bis zum S. Dezember 1560, 
au welchem Tage er roaignirte. Johann starb nach langem Siecb- 
thum am 27. September 1561 zu Wien. 

42. Matthaeus II. Er wurde noch am 31. Dezember 1560 ge- 
wählt und starb Ende März 1 5G7. Der Protestantismus findet unter 
ihm bereits bei einzelnen exponirten Stiftsmitgliedern Eingang. 

43. Georg V Premberger. Hier schiebt ein Verzeichniss noch 
einen sonst nirgends beglaubigten Jwvbit.* II •■in. Georg, ein Nürn- 
berger, war Prior, als er nach einer per integrum aununi dauern- 
den Sedisvacanz am 14. März 156H gewählt wurde. Er regierte bis 
zum 7. Jänner 15H7 (seinem Sterbtage). Georg glaubte durch Nach- 
sicht ein ruhigen Zusammenleben mit den Anhängern der neuen 
Lebre erzielen zu können, erreichte aber nur, dass er selbst in den 
Kui kam, ein Freund dos Protestantismus zu sein, und strenge 
Wtüfiong erhielt, in Wilhi-lmsbiirg und Tiirnitz glaubenseifrigere 
Pfarrer einzusetzen. 1575 wird er „in oeconomia temporaüum exi- 
mius a genannt, „qui uon detreetavit minora ofh'cia supph-r.' bo 
tempore, quo ob grassantem haeresim rehgiosorum raritas erat, 
aicut et ipse Georgius in epistola ad Abbaten) Runeiisem con- 
questus est, quod duos tantum sacerdotes habeat praeter duos con- 
versos, et quod quintus (P. Prior Simon) plane apostataverit". 

44. Laurenz II Reiss. Zu Patschkau in Pr.-Seidesien geboren, 
Melker Profess und als dortiger Prior 15K4 nach Klein-Mariazell 
postulirt, wurde er aui' kaiserlichen Wunsch 15«7 nach Lilien- 
leid postulirt. Es muss dies noch im Juni geschehen sein, da ihm 
unterm 19. Juni 15*7 Erzherzog Ernst befiehlt, der Postulation 
Folge zu geben, und den 24. Juni i'ür die feierliche Einführung 
bestimmt. Bald erwies er sich als einen vorzüglichen Leiter des 
Kult..--:. Im J. 169E visitirte der Ordeusgeneral Edmtaubu ü CntOt 
LUienfeld. Laurenz erhielt 1596 das Recht, Kirchen zu reconci- 
liiren, Glocken, Altare und Friedhöfe zu weihen auf fünf Jahre. 
Nachdem Laurenz mit seinen Verwandten 159H von Rudolf II in 
den Reicdismdelstaud erhoben worden war, erfreute er sieh dieser 
Auszeichnung nur mehr kurze Zeit, da er am 24. November 1601 
starb. Unter ihm wurde der Lilienfelder Juiiunnes S/h, Her 1589 
als Abt nach Wilhering postulirt, wo er 1611 starb. 



270 

45. Petrus II Rauch, ein Franeo. Er war ein Profess von Heili- 
genkreuz unrl eben AdministratorinWilhering. als eram28,April 
1G02 nach Lilienl'eldpostulirt wurde. Eine nochmalige Bestätigung 
in seiner neuen Würde datirt vom 10. Mai 1603. Aus politischer 
Gründen wurde such Abt Petrus mit seinen Geschwistern voi 
Rudolf II in den Adelstand erhoben. Er starb am 25. DezemV 



Bei den Aebten dieses und der folgenden Jahrhunderte ist <1 
Zeit der Wahl so Biohergestellt, dsas eine urkundliche Naehw 
sang bereits entbehrt werden kann. 

46. Simon II Ruprecht, w urde als Pfarrer zu Meisimg und Sti: 
senior am 8. Februar 1607 gewählt und starb am 4. Mai 1(>22 a 
ein um die Ordensdisciplin wie um das Wohl des Stiftes nach 
aussen hin (trotz grossartiger Contributionszahlungen) gleich 
hochverdienter Abt. Als ständischer Verordneter stellte er • 
Mann. In Folge vielfacher durch räuberisches Volk verübter P 
l'anirungeu liess er 1614 allein in der .Stiftskirche 14 Altäre dm 
consekriren und viel-; Kirchen und Friedhöfe reconcilüren. 
Ordensgeneral Nimlaus Bouekerai visitirte 1616 Lilienl'eH. Am 
Simon war nebst seinen Geschwistern vom K. Matthias 1615 in dei 
Reichsadelstand erhoben worden. 

War schon Simon ein vorzüglicher Abt, so beginnt nun I 
ganze Serie von um Lilienfeld best, verdienten, ausgezeichnete 
Stifts vorständen. 

47, Ignaz I de Kraift. Im J. 1590 zu Aachen einem Adel 
geschlechte entsprossen legte er in Renn Profess ab, wurde 161* 
bereits nach Neukl oster postulirt und von Ferdinand II am T.Jiu 
1*522 dringend dem Kapitel zu Lilienfeld anempfohlen, Nur \vni> 
willig wurde er von den Wäldern, welche lieber einen Abt s 
ihrer Mitte gehabt hätten, am 25). Juni 1722 postulirt. Die 
gung erfolgte am 5. September 1722. Die Wahl KraffVs b 
aber deinStifteGlück. Zunächst sorgte er daltlr, daaa 
kandidat Awlirus (ilin-font.:rr (noch 1 6 -J L J ) nach Säusenstein poi 
Hrt wurde. Selbst zu Rom gebildet schickte er fähige Stiftern 
glieder ebenfalls an das Collegium germameum nach Rom. Beb 
162U war er Generalvikar des Ordens in Oesterraoh, \vo/,u i 
später noch die Visitation oberdeutscher Klöster, deren er 24 d*r 
Orden wieder erwarb, autgetragen wurde. Im J. 1632 warerKriej 
kommissär, löitit Hof kammerpräsident ; das J. 1635 bracht./ il 
und seinen Geschwistern den Freiherrnstand (mit dem Prädik 



271 



de Tschernikovitz et Lainersdorf). Ignaz starb Bin 39. September 
1 63* zu Wien. Nicht ohne Erfolg war die von ihm angeregte Agi- 
tation gegen den von den Mönchen zu Citeaux zum Abte und so 
zum General des Orden« gewählten Richelieu, welche in einem 
vom 20. April 1(587 (Viennae) datirten Umschreiben der üsterr. 
Cistercienseräbte an den heiligen Vater, um Annullirung dieser 
Wahl, zum Ausdrucke kam. 

48. Cornelius Strauch. Geboren zu Waldrath im Jülich'schen 
1611 nahm er das Ordenskleid am 24. November 1027, legte die 
Profess am 80. November 16116 ab, studierte zu Wien und 1632 
bis 1635 zu Rom, Schon am 20. November 163B wurde er zum 
Abte Lilien t'elds gewählt, und am ;i0. Novemhu inl'ulirt. Das theo- 
logische und philosophische Studium hochhaltend liess er sechs 
Lüienfelder zugleich) am 27. August) 1 64 a in Wien den Doetorgrad 
erwerben. Im Jahre 1641 wurde er Genera! com missär des Ordens 
in der Pfalz und Oberdoiitsohland und Visitator in Ungarn, mit 
dem Rechte Aebte zu benediziren und zu infuliren. Leider starb 
er schon am 23. Juni ltiöO zu Wien. Er hat den ersten (.'(thtluyn* 
nRffiottnMR 1643 anfertigen lassen, der von nun an weiter geführt 
wurde. Unter ihm wurden :;■! Stiftsmitglieder aufgenommen. 

49. MatthaeusIII Kolweiss. Zu Judenburg in Steiermark am 
25. Dezember 1620 geiioren war er am 16. Juli 163!* eingekleidet 
worden. Die Prot'ess legte er am 22. Juli 1640 ab und primizirte 
am 2. Juli 1647. Er war einer der sechs Doctoren vom 27. Au- 
gust 1619. Am 21. Juli 1650 wurde Matthaeus zum Abte gewühlt, 
am 9. Februar 1(195 endete sein thatenreiches Leben. Gleich am 
Beginne seiner liegierungsperioda schenkte er den böhmischen 
Cistercienserstifteu die vom Vorgänger dargeliehenen 10.000 ä. 
und unterstützte sie und die deutschen Ordenshäuser auch sonst, 
besonders nachdem er ebenfalls Generali lonutiissiir des Ordens ge- 
worden war, in jeglicher Weise. Dem Stil te Sedletz in Böhmen gab 
er in dem bisher am Berniirdiiium zu Prag dozirenden Dr. B&fjtr 
JSiin/liiij 1655, und der Abtei Xeuzetle in der Lausitz in dem Bruder 
Hilgers, dein Theol. Dr. Alberik Bwykof, 1660 würdige Aebte, 
erwarb 165a dem Orden Zircz in Ungarn wieder, dem er 1660 
den /'/'. Marlin C//'ulnsi zum ersten Abte gab, und stellte die ganz 
vom Erdboden verschwundene, 1680 erworbene Abtei Marienberg 
I Bors-Monostro, jetzt Kiastroin) bei Güns wieder neu her. (Siehe: 
Lilienfeld vor 200 Jahren, - von P. Paul Tobner). Die Wiener Uni- 
versität hat ihn 1651 und 1671 zum ßeetor magnificue gewählt. 



50. Sigmund II Braun. 7m Herzogenburg in Niederösterreiet 
am M. Mftrz 16*!0 geboren lugte er am 15. Angust 1680 die feier- 
lichen Gelübde ab und wurde U1H2 zum Priester geweiht. Zum 
Abte wurde er gewählt am 20. März 1 695. Er übernahm das Stift in 
den geordnetsten Verhältnissen, hinterliess es aber in Folge unver- 
hältu issmässigen Aufwandes in vollster Zerrüttung. Am 'J. Juni 
1714 machte ihm daher das Kapitel die ernstesten Vorwürfe; •* 
wurde eine Administration eingesetzt, die aber dm Abt, in seiner 
Weise fortzuleben nicht behindern konnte. Er starb am I. Aj .n. 
171«. Unter Abt Sigmund wurrle Zircs! (id'Ja) um die Entschädi- 
gungssumme von 31.000 fl. an das fliirti nrni rniimnifii ft Heinriibati 
in Schlesien abgetreten, obwohl dieser Akt erst am 17. März 1708 
die kaiserliche Bestätigung erlangte. Während seiner Regierung*- 
perinde wurden :)8 Stifts mitglieder aufgenommen. 

51. Chryaoatomua Wieaer. Am t. Februar HIU4 zu Haind I I Öl 
NiederÖHt.'iTcii:h geboren und MUH Theüe im Stifteconvicte auf- 
erzogen legte er am 18. Nnvcinlvr 1699 die Pxq&M ab und primi- 
zirte am 28. Juli ni'.tl. Zuerst Docent an tlw theologischen Hsuv- 
lehranslidt. wurde er bald Magister, Subprior, Prior, 1707 Admini- 
strator von Annaborg, wieder Prior, 1714 Coadministrator de* 
Stiftes, endlich am 96. Juni 171'i Abt, und /.war ein ordnungs- 
liebender, beiligmiissiger, gelehrter und in jeder Beziehung hoch- 
verdienter Aht. Hochbetagt und hochgeehrt, feierte er am 13. No- 
vember I7:iu in solennster Weise seine Jubelprofesa und endlich 
am 23. Juli 1741, umgeben von zehn Aebten, seine Sekunda- 
Nachdem Chryaostomua 64 Stiftsmitglieder aufgenommen hatte, 
die er durch Wort und Beispiel zu tüchtigen Ordensleuten, wür- 
digen Seelsorgern und Freunden der Wissenschafben (besonders 
der geschichtlichen Forschungen) heranzubilden verstand, so da« 
die Hauslehranstalt zu Lilienfeld weit berühmt wurde, ging er in 
die ewige Ruhe ein am 26. Februar 1747. 

62. Dominicns Peckenatorfer. Am 16. Juli 170& zu PurgsUll 
in Niederösterreich geboren, Profess am 1. November 1727, er- 
langte er am 10. April 1730 die Priesterwürde. Er war Theologiae 
baccalaureus, Magister, dann Pfarrer in Meisling, später in Annt- 
berg, und wurde am 16. Mai 1747 zum Abte gewählt. Verfehlte 
Unternehmungen, Unglücksfalle, aber auch grosse Leichtlebig- 
keit brachten dem Hause den Ruin, dem Abte selbst die Ab- 
setzung. Der Convent selbst nöthigte ihn die TemporeJadniini- 
stration abzugeben, welche dann bald Seitens der Regierung (1 7B6) 



273 



in eine Temporal- und Spiritual -Administration umgewandelt und 
dem Lilient'elder Profusen Josef Markl übertragen wurde. Leider 
wurde dem Stifte in der Person des Melker Professan P. Maximilian 
Stadler 17^7 ein übelwollender Commendatarabt gegeben, der eher 
schadete als nützte und jede Gelegenheit benützte, die Lage 
Lilienfelds als eine unhaltbare und den Geist der Kauitularen als 
einen verlotterten zu schildern. So kam dann der 28. März 1 789 
heran und mit ihm die Aid hebungaeommission, welche am '24. März 
ihres Amtes waltete, Der greise Dominieus war zuin Glücke schon 
am 28. September 1786 gestorben, versöhnt mit seinen Brüdern, 
doch gedrückt, durch das Bewusstaein, so viel Unglück verschul- 
det zu haben. Unter ihm sind öl Stiftsmitglieder aufgenommen 
worden. 

53. IgnazII Schwingenschlögel. Nachdem es der Gunst des 
Kronprinzen, dem wohlwollende» Referate des Kreishauptinannes 
Aueraperg, den Bemühungen der Lilienfelder PI'. Wilhelm Hagen, 
Josef Markl und Itfnaz Srhmvtjnisi-hliiiji'J und den Bitten der stiffc- 
lichen Pfarrgemeinden gelungen war, die Wiederherstellung des 
Stiftes mit allen Beinen Rechten, Privilegien und Besitzungen, so- 
weit selbe nicht indessen rechtsgiltig veräussert worden waren, 
von Leopoldll zu erwirken, welche denn auch durch die Hof- 
dekrete vom 7., 18. und 19. April 17!.»0 erfolgte und am 28. April 
desselben Jahres thatsäehlieh durchgeführt wurde, erhielten die 
allerorts zerstreuten Kapitnlaren von Lilienfeld den Auftrag, sich 
zur Wahl eines neuen Abtes zu Lilienfeld einzufinden. Am 17. Au- 
gust 17i'0 wurde denn auch P. Itputs, bisher Superior in Marien- 
berg, zum Abte gewählt. 

Geboren zu Schönboni in Niederösterreich am 10. Mai 1748, 
eingekleidet am 22. Mai 1761, Profess seit 88, Mai 1762, Priester 
seit 29. September 1767, war Ignaz zuerst Vikar bei St. Magdalena, 
177.'> Stiftsökonom und Bauleiter, 17S0 Pfarrer in Marienberg, 
1782 Subprior, dann Feldpater beim Regimente Toskana, 1788 
wieder Pfarrer in Marienberg und 17B7 auch Superior. Er schien 
ein ausgezeichneter Abt werden zu wollen und reoht&rl igte diese 
Erwartung auch in den ersten Jahren. Aber auch ihn brachte bald 
die Entwicklung eines übermässigen Aufwandes, dadurch und 
durch Contributionen verursachtes Scliuldenniachen, nebst Un- 
glücksfällen aller Art zu Falle und das Kapitel selbst bewog ihn, 
die Temporalien zeitweilig an JoMf Muri./ ab zutreten, der am 
31. Jänner 1801 zum bleibenden Administrator ernannt wurde, 



während der unglückliche, nach Altenburg verbannte Ignas 

28. August 1802 völlig seine Würde niederlegen musete, daiui 
wohl auch nach Lilienfeld zurückkehren durfte, aber, wiederholt 
vom Schlage gerührt, ein freudloses Dasein fristete, bis er liui 
3. August- 1HU starb. Für seine Bemühungen um Herstellung 
eines förmlichen Gymnasiums zu Lilienf'ejd war Ignaz am 17. Au- 
gust 1796 zum Dr. Philosophiae an dorWiener Universität ernannt 
worden. Aufgenommen wurden unter ihm 24 Stiftsmitglieder. 

54. Josef Markl, geboren zu Wien am 8. Februar 1762, ein- 
gekleidet am 14. November 17«U, Profess seit 16. November 1 770, 
Priester seit 1. November 1776. Er war Oooperator zu Lilieufeld, 
Türnitz, Kaumberg, 1782 (Sekretär des Abtes, 1783 erster Lokalie- 
verweser in Itamsau, 1785 Prior und Deehant, auch SpirituaM- 
ministrator unter AbtDnminik, während der Authebungsperiode 
Pfarrer zu Lilienfeld, seit B. September 17WO Deehant zu Wil- 
helmeburg, 1800 Stütsadministrator und wurde endlich 1804 Abt. 
Die kaiserliche Bestätigung erfolgte aiu 19. Juli, die bischöfliche 
Installation am 3. Oktober 1804. Bis jetzt glücklich sollte Jo«l 
nun eine Reihe von Unglücksfällen erleben, die das Stift I.il: ■■■- 
leid an den Rand des Abgrundes brachten. An Geist und KSratt 
gebrochen, dazu seit langer Zeit schon krank, starb Abt Josef 
zu Graz am 5. Dezember 1811, nur um einige Monate seinen Vor- 
gänger überlebend. Aufgenommen wurden unter ilira 1 1 Stiftsmit- 
glieder. 

55. Ladislaus Pyrker de Felsff-EÖr, geboren am 2. November 
1772 zu Nagy-Läng im Stuhlweissenburger Komitat. Das Ordens- 
kleid erhielt er am 20. Oktober 1792, legte am 24. Mai 1796 die 
Profess ab, ward Priester am 8. Dezember 1796 und wirkte als 
Stiftscooperator, seit 1799 als Oekonom, seit 1800 als Kämmerer. 
Dazu übernahm er 1810 auch das "Waldamt, ging aber 1807 als 
Pfarrer nach Tümitz, das seiner Intervention allein zu verdan- 
ken hat, dass es 1809 nicht durch General Bruyere eingeäschert 
wurde. Im Jahre 1811 wurde Ladislaus Prior; aber schon am 8. Juli 
1812 tauschte er diese Stellung gegen die bürdereiche "Würde eines 
Abtes von Lilienfeld ein. Nur kurze Zeit war es ihm ■vergönnt in 
Lilienfeld zu wirken ; im J. 1818 wurde Ladislaus zum Bischöfe 
von Zips ernannt, kam dann 1820 als Patriarch nach Venedig und 
schliesslich 1827 als Erzbischof nach Erlau. Er war Ritter der 
eisernen Krone I. Ol. Jährlich kam er nach Lilienfeld und unter- 
stützte das Stift wiederholt. Am 18. Oktober 1842 feierte er in 



275 

Lilienfeld seiu Ehikleidungsjubiläuni in Gegenwart des Erzh. 
Johann und einer Menge von Prälaten und am 8. Dezember 1846 
zu Erlau seine Sekundiz. Ladislaus starb am 2. Dezember 1847 zu 
Wien. Sein Herz wurde in Erlau, seine übrigen sterblichen Reste 
in Lilienfeld bestattet. Als Dichter hat er sich durch Fruchtbarkeit 
nicht minder wie durch reiche Phantasie und Formgewandtheit 
einen hervorragenden Namen gemacht. Unter ihm sind in Stift s- 
mitglieiler in Lilienfeld aufgenommen worden. 

56. Malachias Schmeger, zu Rodingersdorf in N.-Oe. am 20. Fe- 
bruar 1758 geboren. Er hatdasOrdenskleid am 20. November 1774 
genommen. Profess seit 23. Februar 1777, Priester seit 28. April 
1778, war er Anfangs Conperatur im Stifte und seit 1780 in Unter- 
retzbach, wurde am 4. Oktober 1 793 Stiftsükonom, am 9. Juni 17!tÖ 
Prior, dann Waldmeister, am 18. Juni 1797 Pfarrer in Uuterretz- 
bach, als solcher 1811 Vizetlechant und 1818 Duehant, endlich am 
4. August 1819 Abt und starb am 16. Februar 1825. Malachias 
hat bloss sechs Stiltsniitglieder aufgenommen. 

57. Ambros Becziczka Holitsch in Böhmen ist der Geburtsort, 
der 27. Novemher 1780 der Geburtstag dieses energischen, hoch- 
begabten Abtes. Er war ein Zögling des von Abt Ignaz gegrün- 
deten Stiftsconvictes, hatte, nachdem er am 27. September 179!) 
eingekleidet worden war, am 1. November 1802 die Profess ab- 
gelegt und war seit 30. September 1804 Priester. Anfangs als 
Cooperator im Stifte verwendet kam er 180G nach Annaberg, 
1807 nach Türnitz, wurde 1809 Feldkaplan, kam 1810 wieder als 
Cooperator nach Türnitz, endlich 1816 als Pfarrer nach Joseis- 
berg. Als Bibliothekar und Kollermeister 1817 im Stifte weilend 
finden wir ihn im April 181s als Administrator in Marienberg, 
aber bald wieder im Stifte und 1821 als Pfarrer in Annaberg. Der 
6. Juli 1825 brachte ihm Intel und Stab. Um seiner vielen Ver- 
dienste willen und zum Danke für die vom Stifte besorgte, glück- 
lich durchgeführte Umlegung der Mariazeller-Strasse wurde Abt 
Ambros mit dem Ritterkreuze des Leopoldsordens ausgezeichnet. 
„Fuit vir ingenio ad inveniendum acuto, ad recordandum firmo, 
ad agendum prompto, ad exponendum ornateejue proferendum 
cogitata expedito, annatoque ad omnia sui muneris negotia feli- 
citer pertraetanda", sehreibt ein Mitbruder von ihm. Ohne eigent- 
lich krank gewesen zu sein, starb er im hohen Alter plötzlich am 
23. Dezember 1861, Aufgenommen wurden unter ihm 53 Stift sniit- 
glieder. 



58. Alberik Heidmann. Her 27. Dezember 1808 ist der Geburts- 
tag des gegenwärtig dem Stifte Lilienfeld vorstehenden Abtes, Zu 
Joachimsthal in Böhmen geboren und Johannes Ev. getauft erhielt 
er bei der Einkleidung am 3. Oktober 1828 den Namen Alberik, 
Die Profess legte er am it. Oktober 1881 ab. Nachdem er am 5. Au- 
gust 1832 primizirt hatte, war Alberik Cooperator im Stifte, dann 
1833 in Unterdürnbach, wurde 183« Waldmeister, 183» zugleich 
Stiftsökononi and leitete in dieser seiner Stellung die unter Abt 
Ambros in Angriff genommene Strassen um legung bei Anuaberg 
und Joseikberg, wofür er 1847 mit der goldenen Verdienstehren- 
medaille decorirt wurde. Im Jahre 1853 als Pfarrer nach Unter- 
retzbach versetzt wurde er am '24. April 18G2 zum Abte de«? Stiftes 
Lilienfeld erwählt, dem er nun seit einer so langen Reihe von 
Jahren verdienstreich vorsteht. Sein Kaiser zeichnete ihn l^T'i 
durch die Ernennung zum Uomthur des Franz- Josephe-Ordens aus. 
Das Ordenskleid haben bis jetzt in seiner Regierungsperiode in 
genommen. Ihm war es vergönnt, das 100jährige Jubiläum der 
Wiederherstellung des Stiftes im April 1890 zu feiern. Möge H 
dem Profess- und Priesterjubilar vergönnt sein, in körperlicher 
und geistiger Frische seinem Hause noch lange vorstehen 
können ! Ad multoe aunos ! 



en tu 



Schriftstellerische Thätigkeit im Stifte Lilienfeld. 

Wenn ein Stift im Laufe der Jahrhunderte, von den Schrecken 

der kaiserlosen Zeit angefangen bis zu den Franzosenkriegen 
unseres Jahrhundertes, durch räuberische Ueberfälle mächtiger 
Nachbarn, durch Brandschatzung von Seite rüeksichtsIoserPartei- 
führer, durch Bauernaufstände und klosterfeindlichen Terrorismus 
protestantischer Gewalthaber, durch den Uebermuth einer zügel- 
losen Soldateska, durch Contributionen, erpresst von feindlichen 
das Land durchsch wärmenden Truppen, und schliesslich sogar 
von der Aufhebung heimgesucht wird, wie dies bei Lilienfeld that- 
sächlich der Fall war, so darf es uns nicht wundern, wenn die 
Bücherschätze eines solchen Hauses gelichtet sind, ja vieles von 
höchstem Werthe ganz verloren gegangen ist. 



277 



Nicht ohne Wefamutb liest man im Nekrologe von Senatoren 
und ihren Werken; wohin kamen die letzteren? -Die altenKata- 

loge weisen auf einen Keichthum von Büchern hin zu einer Zeit, 
wo selbe mit Gold autgewogen wurden; wo sind sie? — Geraubt, 
verbrannt — oder „aufgehoben" ! ! 

Ee möge mir darum gestattet sein, die Notizen, welche ich über 
die schriftstellerische Thätiglieit der Cisterrienser zu Ltiienfrhl zu 
sammeln vermochte, im folgenden anzuführen, wenn auch die be- 
treffenden Werke im Stifte selbst gar nicht mehr vorhanden sind. 
Auch werde ich die Namen jener Lilienfelder anführen, welche 
Srrijitore.* genannt werden. selbBt wenn kein ihnen zuzuschreiben- 
des Werk eigene genannt wird. Ihr Andenken wurde hier - wie 
dies auch in andern Klöstern der Fall war - geehrt, obschon sie 
wohl nur ('o<le.i:srhrriher gewesen sein dürften. 

Von Orlilo, den ich der Kritik Überlasse, abgesehen (obgleich 
gewiss anzunehmen ist, dass irgend Jemand die wichtigsten Ereig- 
nisse, welche der Gründung Lüienfelds vorangegangen und ge- 
folgt sind, aufgezeichnet hallen wird), finden wir im IMmt/rhlr, 
"Sekt "/'»/•■ ohne .lidircsjmgabe eingetragen: 

V. Jan. (XIV. saoc.J: f Uirnlianlu* seripter, sac. et moii. hujiis domus. 

XIX. Jan.: obiit piae memoriae Friilcriclls seriptor, 8. et m. Campoly- 
liorura. 

L Febr.: oliiit. Fi hl' i ii us * 
etc.) und 97 i;..: i: mm > 



liptor. In 



Codex 96 (Sermones s. Bernhardi 
ein Fridericux als scriptor ange- 



VIII. Febr.: (hu nr ad Tis mriptor. 

XXVII. Maji: Fridericus du Rapoüi'nsti'in, scriptor, qui acripslt A »H 



phontirium, librum rcitthlitum MMfXtffNfluä 
jedenfalls mich 13C2; <\\a Bücher haben wi 

X. Augusti : Uregoria* -tcriptor. 

An einuiii'20. September nach 1320starb 
von dem Hauthuler »ijr.h iiii^ibt, es seien ■ 
Aristoteles und andere vorhanden. 

Im Codex 139, welcher theilweise ve 
kommt eilt llrevilu'/uium ■«. Itvnaventttrac 
„qui scripsit somper cum i 
beuedir.at.ur, Amen". Ob cl 



multa alia bona. (Er starb 
nicht mehr). 

i Ulricnwde.Si^jcliardskireheii, 

a ihm philosophische Schriften über 

anderer Hand geschrieben ist, 
ir, an dessen Schhiss es heissi.: 
lino vi va.t. B[cruardus?| nunoupatur, a Christo 
der Bernardu* vom 5. Jänner ist? — Im selben 
Codex heissl es um Sl-IiIussi; einer ijpiMlio hflrraicrum dtetiunum in lamen- 
lationious Jrrcmiae Prophelae; „qui mo scribebat, U Iridis* nomen habebat. 
Istum librum jussit pcrlicere Dominus Chunradtis de campo liliorum". (Es 
kann dies ganz ^'iit der VAU verstorbene Conrad II gewesen sein). 

Im Codex 158 heisst es: „Iste über est Fr. Ulriei de Siejch»rtsk Irenen". 
In selbem ist enthalten ■ I'oriihyriu* ; prtudictimenta Aristottlü: Parmenias; liber 



nrx prmiipivrum ; iihrr ii\ri<io\iHm Ttoetii etc. etc. mit dem ScMUM : ..Et sir- 
Ünitur tot* logyen liun velus >|Uam nova", 

An plnom 28. April starb der 1835 und 1351 vorkommende t'h«nradu> Pin- 
ccrn» (der Schenk), sucftsta und ewtos genannt, >1< quo adrxt iwinu-criplum, in 
nun continentur „Sermnnii- (dicii) ml fratrc*". Es ist dies der MS. codex N. 65, 
in St. Polten von de» rtrüdorn Pw. entdeckt. 

An einem 20. April nach 1351 starb der ehemalige Abt tlrich (1354-1351, 
resign.). Sobii eines in Wien aiisi'Lvdggi^vonleneuNmnhtTger Handelsmannes. 
Er schrieb die im V. Jahrbuch der k. k. Central commission von Heider be- 
sprochene, unter Nr. 151 noch vorhandene „concoritantia cAanfutw", voliunen 
ingens in membrana; es ist eine Art Postille von 'Hi'i Blättern mit Tausenden 
gemalter Figuren und stet« beigefügtem Text* (lat... theils dem vorbildlichen 
alten, theils dein neuen Testamente, theilp- der N h tu rgescl lichte enlnouimen. 
Er schrieb auch einen Vammcntar zum l'itlUrium und :wri llitelctimmadan 
(diu Codices Nr. 1(12 und 194). 

An einem 7. Milr/. nach 1351 starb LwpoMu de Nentuirga, der auch aU 
Prior erwähn t wird. Von ibiu heisst es, er habe leitenden der Heiligen ge- 
schrieben und uin „ hxccrjdum nvtnk <U gesti» «. Ztept U i Marckionis* ans dem 
Chrumcun livilmrdi, (iinonin N'nbuTijcHaif. In dum am Kucken mit „Vitat 
MMtomm" be/eicliimlen Codex 5* ist Fol. 151 vo. wirklich eim: [iifigi-iij.lii.- •>< ■ 
hl, Leopold einhalten und dabei die Bemerkung: „I-rater 1,'jipaUlu* dt Nntn- 
bunja fftium WOIWfftw '« campu lilivrum ab unnri J.ViO. llenalictti* ttouf", 

Ana li, April eines Jahres nach 1372 starb lleinriiii- \. I). I". dp Monaco. 
qvi chartaeen in votuniim ttterfatU umnes tputaltf & Pauli cum 'jlmaa ofdimarta. 
(Diesus Buch fehlt). 

Dur 14. Juni UM gilt als Sterbetag des 11 Ables von Lilienield Chri»Un : 
uns. 'S'hi • im in~ ii/ii i' furlii. i7i iihil'fi'i'htri.t ul thinU'ilicii ••pprime vmulut In« 
Junta volumina uptimurum cvlkctaneurum multis poemulibus propriü insertü, t» 
membratia, coimmtni fratrum uiilitali apparavit tt quatdam sui quvquc ingtwi 
monwmenta plcrunupte mdrico-MCetictt lutstro wlliuc aeeo reliquit. Nun haben 
wir 5 Handschriften — Codices, die einem frater Chrixtannus zugeschrieben 
werden : N. U2 (schon im ältesten Katalog erwähnt), enthaltend eine Summ 
Akmi Maijni de arte prucdiciuidi ; N. 137, 143, 144, 145 des diversesten Inhaltes, 
jedenfalls aber aus verschiedener Zeit stammend, so dass angenommen 
werden uutss, es habe ein zweiter Christannus etwa schon zu Abt Conradll 
Zeiten gelebt (welcher Abt 12U4 stach), da im Codex 143 Conrad als AU vom 
Schreiber Christ tum ms angeführt wird. Codex 143, 144, 145 sind übrigens von 
derselben Hand geschrieben. Betrell's des reichen Inhaltes verweise ich auf 
die Coduxbeschreibung von Professor Conrad Schimek. 

Annu iMimitu 141'J (heisst es ferner im Codex 146) compktu» est iste tättrim 
die s. Tlumiat murtyris per fralmn Tlioinain de Npuburga (laUKtrali. Bit 
Über est b. M. V. in (Jampotiliurum. Ks findet sich in diesem Codex geschrieben: 
Joannie ft'atnudis ex online pruedimtorum Cuthulicun ; theoria grummatüxs, q*M 
divi'litur in 4 j/arlen: ortlwgrtiphiam, tti/molwiiam, dinxtfntiuticam, prosodiam. 

Abt Petrus I Krotenthaler. Als StiltsmitgUed kommt er schon 1421 
vor mit der Bemerkung : „qui peri'eeit weabularium latino gennanicum 1435, 
postea Abbas". Er wai' ceüeranus, unter Abt Stephan 11 Prior, und inuss sofort 



279 

nacli dessen Rcsigninmg Rtn 13. Mar* 1448 zum Abt gewühlt worden sein, 
als welcher er am 21. Februar 1472 starb. Er ist der erste inlülirte Abt von 
Lilienfeld. Von ihm haben wir im Archive einen Jwdag ptimkgio r u m vom Jahre 
1434 und er soll auch den von Hanthaler noch benutzten, aber bei der Auf- 
hebung verloren gegangenen Codex JI geschrieben haben (begonnen 1435 
und fortgesetzt bia zu seinem letzten Lebensjahre), in welchem alle Urkun- 
den des Sülles vollinhaltlich abgeschrieben waren. Dieser Codex oder Librr 
omnium immunitatum, Mmrtatum et rtddituum monastcrii Campililitnsis zählte 
b.M) Seiten. Ob das mit Nr. 22* bezeichnete Katholikon, si-v dtetionarium mai>- 
nvm, das wir besitzen und das dein Abte Pttnvi gewöhnlich zugeschrieben 
wird, von ihm herrührt, lässt sich nicht nachweisen. 

Petrus de Laa- Im Jahre 1456 wird er genannt ncriptor rocahiUini. 

Johannes Rydel de Zwettla. Im Jahre 1459 heisst es von ihmrtrans- 
seripsit in volumine chartace.o „traetatum de potniteatia" Nicolai deltinkeUbiihl. 

Thomas Piscator (Viadtet) de Ebersberg. Er schrieb einen „über 

iwuMt» Cistercitnaium" cum aliis pluribus; zuerst wird er 1460 erwähnt, dann 
1474 Subprior genannt und am 2. Dezember 1481 starb er. Wir haben zwei 
Exemplare vom „Liber usuum". nümlich Nr. 64 und 10H, doch dürften sie 
nicht von Thomas herrühren, vielmehr sein über in der Handschriftensamm- 
lung zu HeiHgeukreuz sich beiluden. 

Petrus de St. Hippolyto (Sl.Pöltm) wird 1466 genannt: „Descripsit 
commentttria Ilaifmonii in Apukalypsim". 

Nicolaus Pauernfeind kommt 1474 vor und starb am 9. September 
1490. „Fuit hospes in All.ovado et ibi scripsit Nitaiin in membrana". 

Heini-icus de Kufstein, r ,i descripsit in charta: Cumpcndivm theoh- 
tfic-ae veritatis. Er wird 1497 erwähnt. 

Abt IgnaZ I von Krafft. {S.Aubte Nr. 47). Er vertagst« das im Bruch- 
stück erhaltene „tJalcndarium Iijnatii" und „brachte ans Hecht" des „Nteohius 
Sallinyer, dess GöUesbauss F.birbui'.h : St. I$i-rnaril\ des Hotiigtlitssendeu 
Lehrers vnd I. Abbts zu Clareva.II Stratm vnd J>6e»", Wie alle (leistlichen . . . 

sollen Gottesförchtig leben mit andächtigen tJebetllein etc. Zu Wien in 

Oesterreich, Typis Mtithnei r'ormicae. Anno 1636. 8". 2 Ml. -f 735 SS. 

Malachias Rosenthal, geboren 1614 zu Herzogenrath bei Aachen, 
Profess 6. Jänner 1631, seit 1649 Dr. Theologiae {von Wien). Er war ein 
schrill- und redegewandter Mann und in Rechtssachen wohl erfahren. An- 
fangs wirkte er als Subprior und Lehrer an der theol. Hauslehranstalt, dann 
unter Abt Matthaeus III Kolweiss als Missionär im V. U. M ii. mit beson- 
derem Erfolge und schrieb für die zur kathnlisidieti I.ehru Z u nie .kgtjktr litten 
einen eigenen KatecJmmw. Von seinem Abte nach Cileaux geschickt vertrat 
er dort beim üeneraleapitel die Hechte Lilienfeld's mit gross.ni Geschicke. 
Im Auftrage des Abtes Cornelius Strauch (16;W— Ki5u) hatte er schon lt>49 
die: Actio i*icri ordinix ciaterciennn in ett monwiteria avita, i/uac ab atiin sine 
kijitima concemonc sunt oecuputa, — thduita lonim UH>ju.iU*xim<j Vatnire Fcrdi- 
uando III . , .et illttutnenmin Ungariac jiroaribu», pn M'tritmi »Mlinis comotriit 
in Reyno fi&ariano rr.cuperttndis, bei Matthaeus Cosmeroviusin AulaColonieusi 



Vienuae in Druck gegeben { oin Exemplar ist im Archiv«), eiuu juridisch? 
Deduktion *«r WiederurwerbuBg de* G*dn*tg8ta in Ungarn, welche „aetio" 
sich Batet Mit Mattlntuna III Mich!- erfolglos erwies, da dem Orden 'loa 

und Ufarirnfini) wit-der j^eheii wurden. A1h Pfarrer nach Arnsberg v. i~. ■■ 
schriet) Rosenlbu], um die Verehrung der hl. Anna dort&elbgt zu heben, ein 
Büchlein; „PerltnmutUr Sanet Anna", das er der Kaiserinwitwe Elconora 
widmete, Em enthält Gesänge und Gebete und eine Geschichte des Gnadeu- 
ortes Annaberg. Ad indigenli&in consanguineorum subk'vnudam wurde ihm 
später gestattet, die Pfarre Gallneiikirchen in Obe rosterreich und (1660 bis 
lllßit) Langen loiii in Niüdurüst.erreieh zu administriron. Spater wiederholt in 
rd en Mangel egen hei ten nach Romgeschiokt, wo er als Prokuratür der deutsfib- 
6st*ireichisch-ui!giiris<'hijii Ordeiispnivinz sehr verdienstlich wirkte und beim 
I . '■■■:•< 1 1 ■ ■ 1 1 ■ i ■ Holt in Ansehen »fand, starb er dort selbst im April 1667, {Zaieai 
soll er irrsinnig gewissem sein). 

Alberik Burghoff, geboren m teebaa WM, pveC e. Jänner 1631. Er 

war Magister der Siingerl>fiH.liun, spater domi professor PhiLosophiae elTbeo- 
logiae et novit! orum massier, dein l'rior /.elosissiiuus, als welcher er am 
5J7. August IM!' in Wien die tlieolog. I)i>ctoi- wurde erlangte. Kr *»> Pr i( i..- 
präses und Gründer der nachhur so gtQMMtfg sich entwickelnden Jciaeti- 
BndttMbaftiu ffflpfiftM Unter AbtMallhaeLisIII wurde er am«. Mai 16*0 
als Abt nach Neiixolle in der Uiitorlausitz postullrt, wo er aul Ans verdien»!- 
lichste wirkte. Hein Werk: „Hernardus ThtuU/rjus «JM 8HWI Thmtix/HU Um- 
didacti «c mrllißui t.-cfcswe docUiris Uernardi-' etc., Sagatii anno 11173. FoL, übet- 
reichte Abt MlHlhralM 111 von Lilieniöld am 13. November 1678 in feier- 
licher Weise Leopold I. 1*. Mariau Taschner schreib! 1702: hoc opus adln» in 
Bibliotheca. nostra exstat. Ich linde es nicht. — Alberik RurghoiT starb mm 
9. April 1685. 

Abt MatthaeUS III Kolweiss. (S. Reihenfolge der Aeb te N. 49). Nach- 
dem er theils im Stifte fhuils zu Wien seine thuol. Studien beendet hatte, 
primizirtc er am 2. Juli 1647. Am 27. August 1649 erlangt« er zu Wien zugleich 
mit fünf anderen Lilien leidem (Alberik Burghof}', Wilhelm Klöcker, Edmund 
Priem, Malachias Rosenthal und Hilger Burghon) den theol. Doctorgrad. Als 
Prediger und Beichtvater im Stifte angestellt wurde er schon am 21. Juli 1650 
zum Abte von Lilienfeld gewählt. Um den Orden machte er sich vielfach ver- 
dient durch Unterstützung herabgtik« .euer Klösterin Böhmen und Mahren, 

durch die Wiedergewinnung von Zircz und Mariunberg in Ungarn, und nicht 
am allerwenigsten dadurch, dass er tüchtige Männer heranzog, welche dann 
als Lehrer, ja sogar als Aebte anderer Ordenahauser mit Erfolg und ruhm- 
reich wirkten. So schickte er den Dr. Ililgcr Iiuryhoff an das Collegium Bar- 
nardinura zu Prag, der die Anstalt bald derart hob, dass sie daa Oefi'entlich- 
keitsrecht erhielt und mit dem erzbiscliötiichon Collegium vereinigt wurde. 
Auch nach Wellehrad in Mähren entsandte Matihaeus einen Stiftspriester all 
Lehrer der Philosophie. Den Vital Majeritsch schickte er als Professor an die 
theol. Haus leb ran atalt nach Altonburg (ord. n. Benedict!) in N.-Oe. und spater 
als Philosophie- und Theologieprofessor in das Cistercienserstift Landstrase 
im Krainischen ; den Dr. Marlin Ujfähfui, welcher vorher Philosophie an den 
Hauslehranstalten in Neukloster und Lilienfeld vorgetragen hatte, lies» er 



281 



uiiiuin ttuie, als Professor nach Grüssau fortl. Cist.) in .Schlesien seit gehen, 
folgen. Die Stit't.sklerikcr liess er stti Kern, Wien, Prag uml IJraz studieren, im 
Hause seihst hatte er unter ausKexeii'lmeier Leitung i*iu grosses Convict. Es 
darf uns nicht wundern, wenn einem selchen strebsamen und umsichtigen 
Manne in Kür/.e die verschiedene ten Aufzeichnungen zu Thei! wurden. 16Ö4 
und 1671 wurde or zum Rectur mngnijicus der Wiener Universität gewählt« 
Wälireud er 1654 in seiner Antrittsrede „die AtinekntlicJiktit, den Nutzen und 
die Nothuiendiyicit der Wissenschaften für jeden t/cordntten Staat" behandelte, 
nahm er sich 1671. ■ „Das Lob (Jcstcrrcich* uml besonders Wiens, über welches 
die Götter alle Annehmlidikeiten Hustfti/tiwn", /um Gegenstände. Schade, dass 
sein „Diarium" Ms auf ein Hell, welches die Zeit vom 1. September 1671 bis 
81. März 1674 behandelt, verloren gegangen ist. Welch' eine Fülle in jeder Be- 
ziehung i 1 1 1 < [i. ■ s > ü n I ■ i ■ Notizen liudcl- si<'h schon in dir.-i'm Bruchs i iu:ko allein ! 

Hilger Burghoff, zu Aachen lu'23 geboren, ein Bruder des Alberik Burg- 
hoff. Nachdem er die Prol'ess am 21. November 1640 abgelegt, und die Priester- 
weihe erlangt hatte, erwarb er sich zu Wien 16411 den theolog. Doctorgrad. 
trug dann Theologie und Philosophie an dem 1638 eroffnot.cn, 1651 vom Ge- 
neralabto approbirten Cistereieusercollegiuni „Bcruardinum" zu Prag vor, 
wurde 1653 der ersle Superiur dieser Anstalt, gab dort siih uuspieiis ltoma- 
norum Regis Ferdinandi IV ein „'.'miifniilium tiiimi-lil/i/ l'liih.-.i, /iliim .■ ratio- 
nalis, naturalis et divinac" heraus, welches von Uaramuel „ob fecund iaaimum 
brevitalc!H,t:Uiris!>im>im iirofundit'dw , etijri<tio*i^iiii'tiiicfiiritatnn" bestens belobt 
wurde,- ferner 16.54 eine : fJUcidatioexcmi.t-on^ d/an>,ilictionis s.Ord.tJisterc, 
inqwi ss. I'unti/icum Bullae, C«rdiiitiliuiiidcdt'r<ttiviu;*, rec>:tdiuniiiu[uc Locturum 
stnlrnliuc circa Vtstxrcirnxium Kjumidionem d Juristttctionrm coiiijii-ndiosissime 
exjionunlur, et solutis coniraruu: opiaitinis /undmnentis brcvissimc eiaddantur. 
(Pragae in oi'öcinä lypogr. Urbani Uoliosch, 1654 impressu, denuu Danielis 
Caroii Witz ad Monasleriuui de Waldsassb. Urd. Cist. typis vulgata a. 172!)j. 
Es ist diese letztere Ausgabe dem Ueneralvikar für Böhmen, Abt. Eugen Tyltl 
von Plass, gewidmet. Sie ist. 229 heilen stark. 

Noch im selbun Jahie, in welchem dieses Werk zuerst erschien (1654), 
winde Hilger zum Abu der vereinigten Stifte Sedlctz, Saar uud.Skalitz postu- 
lirt. Als solcher baute er, von Lilienl'eld unterstützt, Sedletz in Böhmen bei- 
nalie ganz neu auf und hob die beiden anderen Häuser, welche durch die 
Husi ten kriege Hg mitgenommen worden waren, an ungeahnter Bliitlie. Nach- 
dem er noch da.-* Amt eine« Generalvikars und Visilalors des Ordens in Böh- 
men, Mähren und in der Lausitz durch mehren: Jahre bestens verwaltet hatte, 
starb er am 6. September lebü zu Saar. 

Vitalis Majeritsch, geboren 1626, einem kraitüschen Adelsgeschlechle 
entsprossen, Prof. 1651. Er wurde Magister der Philosophie und schrieb als 
solcher ein Lehrbuch: llenaturo I.oijieac.di objecto Loißcae et de siijnis hoijicae. 
Er docirte zuerst an der theologischen Hauslehraustult zu I.ilienfeld, wurde 
dann seines trefrliehen Vortrages wegen i rr das nieder-österreichische Bene- 
di Clin erst ift Altonburg unil schliesslich als Lehrer der Theologie und Philo- 
sophie in das Uistercienserstit't Laudstriiss im Krainisehen berufen, wo er auch 
am t. April 1677 starb. 



Johannes Zaecher, geboren 1628 zu Wien, Profess seit 8. September 

1653, studierte Piülosophie ani Beraardinum in Prag, dann Theologe unter 
Alherik BurjjhoH' kii Lilienleld, den er auch, als selber nach Neuzelle in im 
Lausitz zum Abt post.idirt wurde, 1660 dahin begleitete. Er führte auch dort 
die Jos ephibrud erschall ein, muss aber vielleicht wegen eines etwas heftigen 
Ue bereifen- inNuuzelle bald missliebig geworden sein. Nach Lilienfeld zuriii't- 
gekehrt warf er sich mit desto grösserem Eifer aui' die Pflege des St. Josephs- 
kultiiä,liess Bilder mit Szenen aue dem Leben des hl. Joseph in der Bttf 
anbringen (noch vorhanden), Kapellen erbauen, veranstaltet« Prozessionen 
und regte die Errichtung des „Calvarien beiges' - bei Lilienfeld, welcher am 
21. September 1677 eingeweiht wurde ; au. Im Jahre 1676 Dach Annaberg ver- 
setzt decorein domus dei ah atueci:s>orjbus negtuet-um, ad splendoreuirestituit 
modernum. Hudissimumpopulum exeoluii precibus et. coiicionihus fenrentiMi- 
mis. Dntar ihm wurde am Jouchimsberge 16t*7 der von den Sluvnta'a gestiftete 
Mn i TiitJi ulijti- au Igest eilt. In monte s. Joseph j.i-rj devotioue augemla primam 
aedlculam exstruxlt pro eremil.i eioiode r-iipellae s. Joseph et r I'.-aiUnum 
Jti*rphinum'- (in welchem er in VA) Psalmen das Lob des Nahrvater: 
singt) composuit. Auch l j)hwwtomWCoUeetan«oriun''sollergeschriebe[ihal«i>. 
von denen aber leider nichts vortindig ist. Senio thiclus 1691 dumum ae con- 

tulit, ut vitaiu piisleetionilmsi tiumsque Bcriptionihus agerct. Obüt Vi, Au- 

gtisti 16'JU, per triginta aunos inlegros concioimtor l'acundos ei zclosi ■ 

Robert Azger, geboren 1638 zu Wien, Profess 9. Oktober 1660. Er w*r 
der letzte in Korn gebildete Theologe (11163-1666), wo er auch im J. 1666 in 
der Basilica BMY. ad |iiaescpeDuininiprimizir(e. AI- Professor der Theolnip* 
und Philosophie zu Lilienfeld zog er ausgezeichnete Schüler heran. Bene- 
diktiner von Alten burg und (.'islenicnser von Wilh<:iiug .-.( od i erteil unter iluu 
zuLilienl'eld. 16"2 kommt er zu Türnitz vor. Seit 31. März 1674 NoviMUMfrM 
Cantoi' und Bibliolhekar wurde er im April 1676 als Pfarrer nach UnterrtW- 
bach geschickt, um die linier der Herrschati der Jiirger ganz protestantiw.li 
gewordene Bevölkerung zum katholischen Glatibensleben zu riickzu bringen, 
was ihm auch dureli dogmatische und pdemisehe Predigten gt&ang, Im Juli 
16'J8 wurde er Prior, aber nach des Abi es MalthaeiisIII Tode {ring ■ ■ 
(im J. 16U^j nach Unterretzbach. In der Filiale Milterrctzbach baute er eini- 
Wallfahrtskirche „zum heiligen Steine (aiieli Mariastem)" und eine Wobnuol 
für die in Folge massenhaften Zuströmen* von Pilgern uöthij^ gewordenen 
Beichtvater. Kr schrieb in Untcrrct üblich eine ÜeschidUc '/er Sti/tsäbU bi» -TW 
KtißcrKmjmntritU MtUtlitwn* I [ [ (Breves nolitiaoj ntid soll überdies im Stift? 
seinerzeit einen (dermal nicht mehr verbundenen) grossen liüclt-r Katalog ange- 
legt haben Erat iudefessus excerplor, ijiii pnieclaru notata iu luidtis librisrelt- 
(juit, heissl es von ihm. Wo befinden sich diese notaltiV! — 

Malachias Winterlechner, 1646znSaleudorf inOesterreH&gebowo, 
Profess seil 2i. Dezember 1666, war zunächst magister novitioriim, als weichst 
er die ursprüngliehe Strenge wieder einführen wollte, d&au Cooponwor ji 
Wilhelmsburg, Kellermeister, zuletzt Administrator in Piafl'st&tten, wo er 
16!)4 die von ihm im Auftrage des Abtes Matthaeu-lU gose.hriuljoD.eu ,Aih 
nuks Cumpitilitnmx" in einem mächtigen, das nach der Jahreszahl im 
Materiale enthaltenden Baude beeudete. wahrend ein zweiter Hand dies« 



Materiale nach Ort, Person und (Je^m-itand alphabetisch zuordnet aufrührt. 
Er wird als orator disscrtisaimus er rMhedru gerühmt, wird ein tleissigerconipi- 
kUor reddituum Ctimpililienxium genannt und soll auch einen axcetiscni-n Tractat 
über die Iteijel de» hl. Ilenedict geschrieben haben. Die zwei Bünde Annalen 
besitzt noch unser Archiv. Winterlechner starb zu Wien am 16. Mflrz 1(195. 

Josef Graf JÖrger, geboren 1647 m Nürnberg als Sohn dos protestan- 
tischen Hanns Septimius Jörger von Tollet, Jiigging, Gölzersdori", Potten- 
hrunn und Johann stein, Froihcrrn zu Kreishach etc. Durch Anhören einer 
katholischen Predigt zum Vergleichen der Glaubensbekenntnisse angeregt 
entschloss er sich 1671 zu Paris Katholik zu werden und dann dem Priester- 
stande sich zu widmen Er wandte sich diesbezüglich ;ui Abt. Matt.haeus, zu 
dem er eiti solche* Vertrauen tagte, dass er ilun sein ganzes Vermögen zur 
Verwaltung uberlic.ss. Dieser rieth ihm Welt (iriesler zu wurden' Jörger folgte 
zwar seinem Käthe und wurde, nachdem erTIieologic in Umii studiert hatte, 
am ö. Jünnei 167» zum Priester geweiht, bat- aber sofort am die Aufnahme zu 
Lilienl'cld, so dass Matthaeus iliu endlich am 26. Jänner liiTA einkleiden liess, 
Am 25. März 1674 legte er die Profess ab und unterzog sieh im Stille jeder 
ihm aulgol i iigunen Beschäftigung mit Deinuth und Willigkeit. Besonders gern 
war er als Mtorionsprediger in den dem Stifte benachbarten Pfarren thätig. 
1676 kommt er zuDrösing,lB8UiuTiiruitz, 1681-1683zu Marienberg in Ungarn 
vor: 1683 musste er vor den Türken Hieben, HiHÖ muss ur Nu vizeumeister ge- 
wesen sein. Noch 168(1 verwaltete er eine Zeit lang das einst seiner Familie 
gehörige KrttMtttdh und stand dann bis zu seinem Tode dem Stifte als Prior 
vor. Als solcher führte er die dreitägigen Exurcitieu ein und hielt sehr häufig 
an den versammelten Uonvent geistvolle Kapitdreden. Aufgefordert von seiner 
Schwester gab er 1710 bei Joh. Jac. Kürner, Wien, seine (300 Seiten starken) 
„Mtitiai oder Hau/itar surften", die ihn bewogen hatten katholisch zu werden 
und in einen Orden zu treten, im Drucke heraus. Unsere Bibliothek besitzt 
ein Exemplar. Josef Jurger starb um 6. Februar 1713. Die ihm 1095 ange- 
tragene äbtliehe Würde wollte er durchaus ui'dit imnehmeu. 

Wilhelm Heseel, ein Sehleaier, trat 1674 ein, war zur Zeit der Türken- 
belagerung im Slilte Küchenmeister und starb als Hufmeister zu l'fallstütten 
am 7. Dezember I0D1, wo sich in der Pfarrkirche sein Grabstein befinde!. 
Er hat eine ,'in Lilienl'eld nicht mehr vortindliche] «enaue lir-eltreibuny der 
neurueöchentliclun BcUu)irun<i UJtM/fefcfa ilitreh die Türken In biteiuisclier und 
deutscher Spruche geschrieben. Diese Beschreibung hat (nach Hantiialer) 
Johannes Cunatunliuus Feigius, ein Seblosior, in seiner Chronik, welche er 
unter dem Titel ; ., Wunderbarer Adlerschimuttj oder fernen < ■er.dtidtt-fortscUung 
Ortclii rciliitti et cunUiiiudi" bei Voigt, Wien [li'Ji, herausgab, p. 9tt— 117 fast 
wörtlich abgedruckt, 

Dominik Zolchner, ein Innsbruckur, l'rofoss seit 7. Mai 1681, war von 
ION au Pfarrer in Kaumberg, wurde vor 1700 Kämmerer, dann 1700 selbst 
Administrator in Aunaberg, wo er die Wasserleitung baute. Er starb dort am 
5. April 1717. Von Zolchner erschien 1700 eine Predigt im Drucke, welche er 
in frjitti st. Jvhitnnis im Stephan sdoine zu Wien gehalten hat. 

Abt ChryBOStomus Wieser (8. Reihenfolge der Aebte Nr.51). Zu Hain- 
leid in Nied urÖsterreich am4. Februar 166-1 geboren besuchte er die Schulen zu 






Znaiiu und im Stifte Lilicnfeld, studierte dann zu Graz, trat in Lilienfeld an, 
legte am 13. November |ii89die feierliche l'rofess ab und primizirUi, nachdem 
er «eine theologischen Studien zu Wien beendet hatte, am 22. Juli 1(191. Et 
war Curat in Traiseu, lehrte Philosophie und Theologie an der süftÜchen 
H a u sieh ran stalt, wurde 1685 Novizenmeister, Subprior, später auch Prior, 
endlich um 17u7 Administrator in Annaherg. Wieder in'ts Stift als Prior be- 
rufen wurde er unter Abt Sigmund II Ci ladministrator, endlich am 'iö, Juni 
IT] ft Abt. Es würde zu weit fuhren, alles das, wodurch er eich für alle Zeiten 
in Lilienield ein gesegnetes Andenken UnWilufTilll hat, liier aufzuzahlen Es 
sei darum nur auf die herrlichen Mannoraltäre, Kanzel, Orgel, Chors tnhle etc. 
hinge iviusen, welche die Besucher der Stiftskirche noch heute entzücken. Es 
dürfte last keine Stiftsplarre geben, um die sich Wiener nicht verdient g*- 
macht hätte. Noch gn'l.ssereü Verdienst erwarb er sich aber um das geistige 
üebäude Lilienfelds Selbst gelehrt und ausserordentlich fromm war er dar- 
auf bedacht, Frömmigkeit und Gelehrsamkeit auch seinen Capilularen ab 
schönste Zierde und wünsche im werlliL-ste EigeiiMchail hinzustellen, und er- 
zielte naeh dieser Kk-hUmgdiü herrlichsten [Crfolgu. Lillerarum amantissimus 
lautor ludlis siii[i|iiil.ius |iai-felmt, dum tum n tiliis suis, rjuain ah extraoeis 
Maecenas salularoUir. LHNpuüitionibns scbohistienJ, theologicus nun minus 
quam phllosophicis sumgiur pruoMidel.at, IVc'jueiil.issiiiie |imuiuutu ipsetbasea 
propugnans, iactisijue probans, ouod doetas virtulos amnrel, qua* tilüa suis 
cnnstunter inculcabat. Nun pauea viil.ul.is et- laborum suoi um nji.-ciniin» reh- 
ijuir, dum justa Ina itilumtna manitstripta in folio, et flu™« n//w«cwJu usatxa, 
typis edila, pro thesanro et pia aeternauue sui memoria reposoil. I!> ■- oad ■ 
erwähnonswertk sind aus seinem Nachlasse; 1. Cummmiaria Marinna tupft 
officium lt. M. V. ad usum oniiuis Cistercieusin, ad modum dj&logi »enierem 
inter et juniorem iiionaclunn. '!. Barnim nimti'irum notttiu -ut iptius, y<i dui 
dooim humilitatis gradus in rogiüa s. Ben. dicti ex|dnnaloa coiriparanda, tut- 
haltend 3ti sennones (17tfti in 4' zu Salzburg suinptibus moiiasterii heraus- 
gegeben). 8, Mikrokosmus, i. e. homo parvus mundus, vas admir&bile ac in- 
signe diviui amoi-is, IWcousidci-al.iuniUis expensus(ein kleines Büchlein, 1710 
Vicnnnaesumptiliiis uninasterii excus, in Vi"). Einem noch vorhandenen Indai 
nach muss er 4. drei Bünde üappkmcnta Annalium Campitilieitsittm (den ersten 
Band mit &tk'i, den zweiten mit C43, den dritten mit UHU Seiten) geschrieben 
haben, diu aber abhanden gekommen sind. 5. Ein Folioband mit über hundert 
semiuttea capituiurcs, und 6. drei Bände l'retligten und tutleclietischer Vortrügt, 
alle von Chrysostouiiis geschrieben, sind in der M an uscrip teil - Sammlung 
Lilienfelds noch vorhauden, und gar manches mag überdies bei der Auf. 
hebung des Stiftes verloren gegangen sein. Abt Chrysostomus erwarb sich 
aber um Lilienfeld noch das besondere Verdienst, dass er aus seinen Capi- 
tularen Kräfte herauszu linden und durch Wort und Beispiel zu schriftstel- 
lerischer, stilistischer und künstlerischer Thatigkeit zu begeistern wusste. 
Als Beweis hiel'üi nuigcu ('ulkende Namen dienen: Emtinuel Mayer, Candidul 
Enger, Marian Taschner, Abuntlu* GruebmiiUcr, Conrad Schmidt, Amademt Kai, 
Haimund ltnxlcr, vor allem aber ChrysoHomuH Hanthaler. Und wenn wir lesen, 
dass der Lilienfelder F. Tezdinusl'orreter, ein gebürtiger Salzburg;er(nat. 2. Fe- 
bruar 1691, prof. 8. Dezember 1719, sac. 5. Oktober 1721), Doctor PhiloaopfaM 
als Professor Philosophiae et Tneologiae Thomisticae, quam doctrintf 



285 



primus Campililii introduxit, ex Canoniis Ducumburgensi et s. Andreae zwei, 
aus Klein- Mariazeil und lteun je einen, aus Lilienf'eld siebzehn Hörer hatte, 
denen sich noch ein Man de Hnrborstuin saecularis zugesellte, so kann 
wohl daraus auf ein reges geistiges Leben zu Lilieiii'elil «i'sclilo.ssen werden. 
Mit der Bezeichnung eines Thoolu^iito hiiurmlaurnus forinatus linden wir: 
Dominik Pw.ken«tr>rftr, Sü/ixmitwt Medien feiner, tjuiilo Kj/sterer, Oundisale de 
Gundt, Mal.tl'iifw Vork-nhwl,-;\ Ittmifaeit** Srhul:, ICuaeniux Hauer, Matiirhias 
Mfjer, SHphmWoff, Bofrf f WWXwt; abämagistri philosophiae werden bezeich- 
net: Joachim gwiHft t II lfm Kart ItKWM llerliaenurt, Gilbert {laut, Karl 
Schaub, Gregor llulier, l'ctrus dt Ani/elii, Wilhelm Hagen, Stephan Wolf, Robert 
LeebetC. etc. ; als Profe-sores T!ie>ilu!;ui<! : Giiltfrinl Miltfrz-yiirr, ' 'onrad Schiltid, 
Matthuew Voekenhurber, Mataclttax Ma/er, Gilbert Haan {professor canonutnj, 
Raimun'lJh-txlrr, Wilhelm Hanoi, Hubert I.a:b; >;in ..' Ii<«>l<igu.s [htuviu,- 1 wird 
Famiun Ziwjrtl W geMlUttj kür*: Lilien fehl blüht.' und diu Folg« der Bliithe 
war die Gunst des Hofes und "in i'.i'siditlididi Segiui Gottes hei all' den 
schweren Heimsuchungen, denen das Still in der Zuit diw Huccessionskiie^i'S 
ausgesetzt war. Kuhig konnte Abt. Chryso.st.omus auf sein vollendetes Tage- 
werk zurückblicken, als er ain 2«. Februar 1747 von seinem Schöpfer aus 
diesem Krdendasein abberufen wurde. /'. JVdfM l'eikliarl, 8. J., vormaliger 
Dompredigei zu St. Stephan in Wien, 1 ■ i « - 1 f im Aprfl 1747 bei der solennen 
Todteiileier die Trau. 'vreilu, wd^hi- ln-i .i«>b. |^. H'-yu'i'i-i- tu Wi.'ti 1747 im 
Drucke ersehien-u ist. 

Emanuel Mayer, am 21. Jänner («78 in Poisdbrf in NiederOsterrefofa 

geboren, Profess seit. 8. Dezember 1701, Priester seit 25. Dezember 1705, hatte 
zu Graz seine theologischen Studien pMsoIvirt. Mox novitioruin magist er, 
pimeleotus hortorum, Cooperator in Marien berg. bis Hubprior, 1714—1717 
parochus in Wilhelms bürg, 1718 Administrator in Annaberg. Im März 1735 
musB er zu Marienberg in Ungarn gewesen sein. Fuit pietor bonua, matliemati- 
eus,geographus, clarus Iiarum scii-iitianun scriptor et Operator. i[ui permagnuni 
Bibliotbecae majoris globum confecit et citentktrium perpetwim conscripsit, 
nee non propria manu omnimn Ii-rrae printi/zum :t sumnwrum Ptmtificwn et 
totius Ruropae Praehttarum oenu adurnavit. In einer anderen Notiz hebet 
es: er habe duos magnae molis globosterraqueos angefertigt et opers. Chrono- 
logien, in 2 torais distinetu der Bibliothek einverleibt, Optima valetudine gül- 
den» in jubilaeo sacerdoin sni. ipiod in festo Nativitiiti.- Domini !755celebra- 
vit, omnia tria sacra majora cantavit et solemnem sibi concionem jubilareni 
ipse peroravit. Usque ad Hl. annum vigorem viriiun retinuit, Iota die et legens 
et scribens, atque de rebus theologicis et phikisophicis discursus non incon- 
cinnos movenc. Emanuel Mayer Btarb am 31. Oktober 1766. Von all' dein von 
ihm Geschriebenen und Gezeichneten und Angefertigten ist bloss die nach 
seiner Zeichnung in Augsburg in Kupfer gestochene Dnr-stelhuni <k\ Stiftes 
LiHenfehl vorhanden. 

Candidas Briger, geboren am 1. Janner 1889 zu Diüsing in Nieder- 
österreich, Profess seit 25. März 1709. Priester seit 25. Mai UU, ].hilosophiae 
et bis theologiae professor. aünalqae per viginti anm-s Prior (1719—1738) et 
Secretarius provinciae Ord. Ciatero. austriaeo-hungaricae, qui nomine Cbriso- 
stomi Abbalis iuterfuit Capitulo generali Cisteivii Graei'cnsis Universilatis 



Doctor Theologiae extra ordinem creatua est 1738, cui Neodoctori I 
speotabilis hoc adornnvit eloginm: „Quam bene convenhmt et in uns sede 
morantur Candida porpnraja Ulm mixta rosis"! Mox et ipse Decanns theo- 
logieae faeultatis Uraecensis factus est. Bis 1758 war er Administrator in 
Kreisbach. Am 25. Dezember 1760 starb er im Stifte. Mehrere „Erklatrvnge* 
zum hl. Auftutin und nm hl. ßrrrJnird J , deren einige im Brücke erschienen 
Hein sollen, haben ihn zum Verfasser. In der Stil'tsbibliothek beiludet «ich: 
Perenntte toktitium etc., hoc est: Beatitudo, . . . ultimus hominis rinis; ex s*. 
Patrum scriptis, praeetpue S, Bernurdi et s. Thomae. uddito indice pro usn 
praeconum verbi dlvini etc. edidit 1731 P. Candidus Briger, dedicavit Ge- 
nerali Andochio Pernot; impressit lgn. Ant. Praexl 1732 Kretasii. — Ferner 
wurde im selben Jahr« ebendort in Druck gegeben : Optra in hoc mundo, di 
hoc mundo, seu actus human i mali, vitia, et peccata, (e s. Bernardo et s. 
Thoina). In der Marien berger Bibliothek befindet sieh afa dem Abt* Genrd 
von Keil iyeti kreuz yi- widmet er : TraekttH* •.rhohvdicO titoofayfem de Deo Hau <i 
trino, fusiori et in Bcholia reeeptü tradendi methodo etc. pur theses ■ !. 
in inonasterio de Campo-Iiliorum, Ord. Cist. ab A. H. ac Kxitnir. P. Candida 
Briger, ejusdem mon. prof., philotiophiae primum tum TheologÜM p 
emeritö, et modo Priore actuaü. Viennae Aostliw typis ■! B. Schiigen, ITnir. 
typogr. 1723, in einem Bande. Ferner ein : Traetalux Iheot. de Reo ertaub, litt 
de An/ielis et primo homine, per llieses paritex dispositus ab eödem P. Ckn- 
dido Briger, Viennae 1724 apud Joann.Jac. Kürni-r, in •■iiiem Bande, und ein 
dem Joseph Dominik finden l.amherg, Bischof w« • r i Pussitu. ^ewidiiieteaW*»": 
Theologalis Irinitas virtutin, per i[Uam summa Trinifas liominein ud beatitu- 
dinem amissam reduxit, hoc est: tides, spaa, charitas, welehex A- 
angefügt ist: Praxis agendi cum hueretici*, ;1720, Steyer, bei Jos. Grünewald:. 
Im Nachlasse des P. Catididus fanden sich viele Briefe von Uistercienseräbttn 
ausDeutschland, deren noch einige im Archive im Original (und bei Amadea-; 
Karl in Absehritt) erhalten sind. Sie handeln meist von schon durchgeführt«' 
oder in Durchführung begriffenen Reformen einzelner Ordawhlia 
eine aus dem Gediiehtni'-se nachgeschriebene Anrede des Qeueralabtes as 
das ßeneraleapitel ist vorhanden. Candidn.s war Praeses der von den jüngeren 
Geistlichen unter Abt Chrvsostomus Wiesi-r gehaltenen Disputationen, deren 
mehrere im Drucke erschienen sind. 

Chrysostomus Hanthaler, vorher Adam J-ihann genannt, m 
Mehrnbach oder aber zu Maribach (Pfarre Peterskircbon), beides bei Ried in 
Oberösterreich, am 14. Jänner 169(1 geboren. Er studierte Philosophie und 
Theologie zu Salzburg, dann Jus, trat auch als „repetitor pabUcttf" dort tat 
Im Jahre 1710 ward er in Lilienfeld eingekleidet, legte am 15. August 171" 
die feierliche Prot'ess ab und primizirte am 2. April 1718. Bis 1783 Bibliothek»-' 
und Novizenmcister, seit 172* zugleich Suhprior im Stifte, ordtn ■■■ 
ganze Bibliothek und legte einen übersichtlichen und schön ausgestatteten 
Btichercatalog an. (Der noch in der Bibliothek voriindliche Hanthaler'sctM 
Catalog ist nur ein Bruchtheil des grossen Bilcherverseiahnisses, das er nach 
dem Inhalte der Bücher anfertigen wollte). Er begann 1782, kam aber echos 
1733 als Superior nach Kloster Marienberg bei Uüns in Ungarn, worauf P.Sif- 
mund Hohrnfellner die Arbeit fortsetzte. Den Cataloipm hisloricorutn schriet, 
auf die Idee Hanthaie r's eingehend, P. Gilbert llnns. In Marienb«?rg wahrt« a 



287 



erfolgreich die Rechte des Stiftes den Anmassungen neidischer Nachbarn 
gegenüber und trug alles, was auf den Stiftsbesitz in Ungarn Be/.ug hatte, 
getreu und ausführlich in einem Baude zusammen. Im November 1737 kam 
Chryaostonius wieder in's Stift, wo 11 alsProvin/.uilsecretär'ler'/'sterreichiach- 
ungariscbi'n Cisteiciens^r-Oidensprovinz seinem Abt Chrvsostouius Wieser 
die besten Dienste leistete. Seine freie Zeil widmete er vollständig den Wisseu- 
scharten, schrieb über 22 voluminöse Foliobämie theils historischen, theils 
numismatischen, theils theologischen Inhaltes, die iils Manuskript grössten- 
theils noch in der Stiftsbibliothek sich vorlinden, unterhielt einen lebhaften 
Verkehr mit fielehrten und Forschern seiner Zeit, ward auch Mitglied der 
Olmützer literarischen Socielüt, utnl starb boehgeelii-t und liefbetrauert am 
2. September 1754. Favore et labore Ablmtis Chrvsostomi „Fa*ti Cnmpili- 
lien*e.i J (das Hauptwerk Hant.haler's. bis 1500 reichend, Linz 1747—1754 bei 
Franz Anton Ilgerj in lucein prodterunt, in .juibus praeprimis ..HloKia ll genea- 
logico-historiea marchionuin ac fundationem monasterii Campililiensis prae- 
cedentium Diieuiu Babenbergioo- austriacorum a Leopoldo Illustri usijue ad 
Fridericum Catlmlicuin celeliranlur, resijue deinde patriae, prineipum. ordinis 
et monasterii ab inilio «nee. XIII. per annoruin decades recensentur. Die 
Fortsetzung von 1500 bis 1707 ist bloss als Manuscript vorhanden. Das in 
Wetzer'sKirchenlexieon|2.Aull. Seite 1490 1 als eigenes Werk Haut haler's an- 
geführte: flrtUc jirn tjratiia mnnorin etc. und die „Fast!" sind ein und dasselbe 
"Werk und die Worin „Grata" etc. bilden nur iiue Art Widmung vor dem Titel- 
butte der „Fasti". Nicht minder wert.hvoll als die „Fasti" ist der unter Abt, 
Ladislaus Pyrker 1819 auf 1820 zu Wien in Druck gegebene „Recenxus diplo- 
mtttico-ijenciilij'iicH- Artluei < 'umpifilü-iwi"'' mit 'lein Appendix : Monumenta nepul- 
chralia CampiUlienniti und; Kxcer/il'i Nicro/o^U 1 1 740 verfasst), in zwei Bänden. 
Auch eine Serie tun Prtdvjttn auf die Feste dos Herrn und für die damals in 
den Faschincstagen eingeführte Verehrung des heiligsten Altarsakramentes 
ist unter dem Titel : Iilea tripurtitit im Jahre 1729 in drei Bänden im Drucke 
erschienen. Augustae et Lincü, impeusis Fr, Ant. Ilger, Bibliopoiae Orembsii, 
typis Ign. Ant. Praexl, erschien |OQ Seiten stark: ijuinipuuienn xitnbolorum 
heroica in praeeipua capita et üognmtu sl. regidae s. I'. Benedict), exegesibus 
brevibus metrico-prosaieis, asceticis ilhistrata per Chrys. Hauthaler etc. 

Bei demselben Praexl erschien Hibus N,.vembvis 1730 im Drucke die von 
Hanthaler hei <ler Jubelprofa» de» Alite* l'hryoittumii* Wiener i/eliattene Festrede. 

Im Manuscripte ist Folgendes von Hanthaler hinterlassen worden: 

1. Fasti Camiiüihrnxt-s in 4 Banden. 

2. Apiiaralua ml J-'ti<ttis (Mmpitilienaen in 2 Bänden. 

8. Appumtua nummiiriu* uitiiwtlü ''anpüilien'ia, 1 Bd. 

4. Lacunica tyitirttum Wpit nt ia in nummii, 1 Bd. 

5. Otsterreiehinch« Münzen, 1 Bd. 

Ö. Moderne Medaillen der Kaixer, Päpste, Fürsten etc., 2 Bde. 

7. Pinakothcka tkoniko- nvtni*m>itica, über siugularis, 1 Bd. 

8. Nummi modern* nummorum Pantificum, 1 Bd. 

9. Xummi/iht/lticii ViniipHitUn-tin moderni nummi. 4 Bde. 

10. Inde.i- nummurum memoruliilium, 1 Bd. 

11. Index nttmmorum aeoi medii et in/imi, 1 Bd. 

12. LilienftUer Oru,-n, l lmrd>iill*n, 2 BdV 




» GampiKliftunnta, I BL 

i. Tragminta § 

16. ColUctio süfiUorum, l Bd. 

17. Permc/iim,. Jcr erzlii/,ch'itfic/i~MiUtmr<jinlicii Manien, 1 Bd. 

18. Sumiai mrmormk* hiidariei stu hnnurarii, 1 Bd. 

19. L'olUcUuteu nuinmiimm /iturimorum e variis auctoribus, 1 Bd. 

20. MßmM und Siei/tUtbdrüeke, l Bd. 

21. Verteiclmi** Ar Münfn -kr tüiixer: Leo/iol/i I, Jotef /, Front I und tfcr 
,Vnria Theresia, 1 Brie, 

22. Afoft WlfwftlldUl Pr&Ufite*. I Bd. 

28. Mi&a:lluncu (ascntinclmn Inhaltes), 1 Bd. 

24, Sudor nttmt, n'/ir Kxercitatitmcs aratiiriu - potlioue, babitae in cnth<dria 
a J. HauihHlor Uli— 1716, wurde 1717 in Druck gegeben. 

2i. J£tn« Vantatc uns Anlass ilo.s Besuches dos Passauer Bischof-, Jos* [>ii 
Dominik O rufen Liunbnrg KU Lilionfeld, im August 1 725, Viennae tvpisjoatmi* 
Bdj.t, Schi Ige». 

2ö. Histvriii chnmol'1'iif.ii iirr r/fitnen rl nuinnio< fxhxbitit, 1 Bd. (findet sich 
nicht vor). 

27. Allgemeine hi-t-niii^ HHtkrmmmUtn<j von Päpste». Cardinaelen 

auch von Kaisern, Königin. Churtiirsten , ilem von öelehrten. Künstlern 

Staats- und Kathsbearaten, auoli ötwr.hlechtern, zusammengestellt in IS Bin- 
den (1733 verfasst), wovon das <jesammti]ihü.tt>veiv.<'i<:hnis,s, ferner derTeK 
des 1., 2., 3. und eine Einleitung zum -I. und 5. Band vorhanden sind, wahrend 
der 15., IG., 17. Theil und ein „Nachtrug «um 15. und IG. Bund, l.Theil J ind« 
Wiener Universitätsbibliothek untei der Signatur III. 35316 sich beiindeu. 

28. Ebenda: CattttiHiu* uns. ('iim[rilHimiium, item trlitionum vtterum ...»Mio 
1732. 

Aus seiner Salzburger Periode stammt noch : Austritt mortem depreamu d 
prolem auyustissimam exoranx etc. (lat, und deutsch 1715 typis Simonis Schratd, 
Viennae) und: Humtmus humanixta, seil elogium Oratorium celeberrimae . . . 
Benedictinae TJniversitatis Salisburgensis... pro studiorum suorum coronid« 
ab . . . J. Ad. Handaller (!) Salisburgi, typis Joannis Jos, Caroli Mayr, 1712. 

In Wetzer's Kirchenlexikon lese ich noch, dass 1735 — 1753 Norimb. et 
Vindob. die „Jixercitationex facilesdenummiiMterumprotyronibus" edirtworden 

Marian Taschner, geboren am 13. April 1703 zu Kleinpöchlarn, Prot 
8. Dezember 1721, ordinirt 21. September 1727, war Cooperator zu Marienben* 
und von 1731 an in Wilhelmsburg. 1733 Piarror in Kaumberg, 1738 Küchen- • 
meister, auch Kellermeister und Ktifisökonom, seit September 1747 Superiorin 
Marienberg, im September 1755 wieder Kellermeister und Provinzsekretir, 
endlich 1758 Administrator in Annaberg, Im Jahre 1762 schrieb er mit grossen 
Fleisse einen „L'atatögus Abbatum et rteligiosowm, quorum notitia haben po- 
tuit tarn ex Nekrologio, quam e Serie Abbatum", der dann vielfach benöürt 
und durch Abschriften verbreitet wurde, so daas fast in jedem PfarrarchiT 
eine solche, mehr oder weniger genau fortgeführte Copie dieses Catalogiu 
vortindlich ist. P. Marian starb zu Lilienfetd am 20. Mftrz 1776. 



Abundus GruebmÜller, geboren am 28. März 1702 zu Langenloie, 
N--Oe.. Profits seit 8. Dezember 1722, Priester seit 1. November 1728, Vikar 
zu Eschenau, späler zu Annaberg und Meisling, 'htcriptor nod Nikrologii (a 
fundatione usque ad moderna tempora) in Prioratu asservati (1785), planticae 
artig jicriti-mmux, i/coinetra inifcniutux, pict'ir et iconum cognitor, qui et rerum 
antiquarum, nummorum, aliarumque naturae et artis rerum mirabilium col- 
lectionem IH||M lllnlllHI paravit, vir valde eruditus. Er starb am 6. September 
1763. Der farbenprächtig Schmuck <1<-k Nekrologs stammt von ihm. 

Conrad Schmid, geboren am 30. Oktober 1706 zu Hörn, Profess seit 
8. September 1726, Priester seit 14. Jänner 1731. Professor der Theologie, 
auch Novizen meister, 1788 Subprior, 1739 Prior, zugleich eine Zeit lang Ver- 
walter von Bergan. Er war candidatus intülae. 1747 begah er sich als Ad- 
ministrator nach Unter- Diirnhanh, wo er am 10. Juni 1757 starb. Von ihm ist 
im Druck erschienen ein lateinischer Niii'hruf in gebwiämut Hede für den ver- 
Morhtmm AU Ohrytottomm Wükt (Kranu 15. H&n 1747, Ig. A. Praexl). 

Amadeus Karl, iu Langenfeld in Nioderösterrcich am 25. Hai 1705 ge- 
boren, studierte zu Wien, legte am 8. September 1730 die Prolbss ah, wurde 
uii 5. Oktober 1732 Priester; er war maglster pbilosopUaa, Knahenprilfekt, 
dann Vikiir in Rschenau, Ende 17:17 bis Seliluss ITlif Superior in Marienberg, 
wieder Novi/.enmeisM'r, dann Subprior, 1747 endlich Administrator in Anna- 
berg; im .1. 1757 übernahm er das Priorat und 1762 wieder Annaherg, wurde 
1766 Bibliothekar und noch im selben Jahre Pfarrer m Sfrataing. Seit 1770 
im Stifte lebend schriebet 1772 seine: Wxtoria eyfomui f'nm-pihKensis, seu: 
conspectus vi tue et actorum beatissimorum virorum 12 monachorum Cister- 
cieusium et tritt m conversomm, primorom Campililiensium fratruin: auch 
über Ortilo und : de, refonnationf ifuorundam manuxteriorum ('istcreimsium ad 
normam priorum iiutrum ordini* noxtri sehreibt er in einem Appendix und 
überdies soll er ein „('oin//endnm rittie AbbtUin <'hry*iistomi" laut pag. 119 der 
oberwtihnten „Historia" geschrieben haben, das sich aber hier nicht vor- 
findet. Mutta scripsil, heisst es von ihm, quae si veritate non nitantur, pro 
bona rolunlata sua, ut ossent, votuit. Er war ein Heissiger Sammler und Auf- 
zeichner von Denkwürdigkeiten und ein eifriger Vortheidiger der Rechte des 
Stiftes, (ieslorhen ist er am 2. MI» 1781. 

Raimund Draexler, geboren zu Graz am 24. Februar 1719, Proiess 
seit 13. November 17311, Printer seit 8. Oktober 1743, war Vicar in Annaberg, 
Sacrista, dann Professor der Theologie, Bibliothekar, c. 1754 Novizenmeister, 
175!) - März 1764 Pfarrer in Eschenau und zugleich Verwalter in Klafterbrunn, 
1765 wieder Professor der Theologie im Stifte, wo er am 18. Juni 1769 starb. 
Von ihm rührt der in der Stif'tskanzlei noch heute belindliche, nach Geburts-, 
Profess-, Ordinationszeit etc. in Rubriken getheilte grosse r Catalogu* religio- 
xorum" her, in welchem vielleichi Mariun Taschner's mehr geschichtlicher und 
biographischer Cutalog benützt wurde. 

Berthold Schwab, geboren am 24. Februar 1725 zu Wien, indut. 24. De- 
zember 1746, |>rof. 25, Dezember 1747, sac. 7. November 1751 ; er war Lehrer 
im Convicte, Innirn&riufl, von Oktober 1755 bis November 1768 Vicarius in 
Marienberg, dann bei St. Magdalena zu LIHi-uteld, wurde 1766 Subprior und 



im JAnner 1768 Pfarrer zu Esohenau, kam anfangs 1772 aU Administrator 
nach Annaberg, wo er Sjiater nach der Wiederherstellung des Stiftes auch die 
Pfarre übernahm, kehrte sodann Ende 1799 in's Stift zurück, wo eramö.Aprü 
1800 starb. Im Kloster Marienberg bei Güns beiindet sich eine : CoOtebo a- 
Iwrtationtim MMbM P. Iterthuidi, prof. Campililiensis, in ecclesia Mootis 
St. Annae, praeter na», quaoin varüs eondonum totni&jaro insertAe habeutur 
(17S5-1796) Es sind 127 Frühlehren auf alle Sonn- und Festtage, oll» Mo** 
als Manuscript gebunden. 

Nepomnk Strenner, geboren am \. Oktober mi %» Kilb in State- 
Oesterreich, Profess seit I, November 1751, Prioster seit 28. Oktobar 175«, 
Theologiae bjieeaUureus lorraatns, Vicarius ad Bt Magdalenam, 1763 in Kaum- 
barg, 1764 in Heilung, 17«iß Stittsökonoin, 1719 Vicarius in TürniU, 177" Cuu- 
rnmtlHl in Annaberg, weit April 1771 Pfarrer in Türaitz, 1775 in Wilbelnui- 
burg, ITBS Kämmerer, dann Waldmeister und (Jmnariua unter dem Couunen- 
daUrabt* Mas Stadler. Im I. 1780 wurde er Pfarrer In Annabe-rg. woeram 
25. Jlmw 17f>7 starb. - Kr schrieb ein ff«* dogmatischen Inhalts : 1k jrobd 
L'hfiiti et rle Kncramenlii. 

Vital Huembner, n Btoakean am i. Februar 1737 geborun, Prof»» 
seit 1. November 1757, Piintar seit BS März 1761 ; er war Vikar in Turriltx. 
1766 in Me-isling, 17G9 wieder in Tümiw, 1770 Jim Stifte, 1771 in Willi elmsniug 

und 1776 Beichtvater in AjtMfcotgi Wiibi I lue Aufhobungsporiode lobt« « 

in Ramgau. Er ist einer jen.T drei Lilieufelder, weh-lie naeli dv Wlodark«> 

Stellung des Stiftes nicht mehr in den Verl 1 (basiwUMB >'int.mu»n. Anfang 

zu Muriunbcrg, Butter xu llnlen-ei/ha^h in ihr Seelsorge aufhellend wohnt» 
er schliesslich im Stift« Altenbiirg, wo er auch am 3. März 1807 «Urh, Dir 
Plan-arm ejiinat.i tute su WilhelmBburg, Liltanfnld, Türnitz, Annähere «ai 
Josephsberg halten Ursache ihn als Wfddthilter zu verehren. Von ihm rührt 
eine die Geschichte der Aufliebung und Wiederherstellung (1785 bis 1791) behan- 
delnde, allerdings sehr scharte und die auftretenden Personen ohne Unter- 
schied des Hanges und Standes einer beissenden Kritik unterziehende Inge 
Serie von Chronogrummen her, welche, im Nekrolog des P. Abundus Grueb- 
müller eingetragen, nicht un interessante Daten bietet. 

Alberik Seidl, geboren am 2fi. September 1759 zu Hainfeld, eingekleidet 
am 12. November 1779, Prof. 12. Oktober 1783, Priester seit 13. November 1785, 
warCooperatorzuLilienfeld, 1790 in Türnitz, Ende 1799 Pfarrer in Lehenrotte, 
Ende 1801 in Tiimitz, 1807 bis 1809 in "Wilhelms bürg, später wiedermTürniu, 
wurde 1816 Bibliothekar undRcgenschori, endlich 1817Pfarrer in Josephsberg, 
wo er durch eine aus eigenen Mitteln mit einem Koste naufwande von mehr 
als 1000 H. W. W. hergestellte Wasserleitung sammt Brunnen sich ein der 
Inschrift atn selben (Hegion i ornanientum. commodum incolae, refrjgeriuin 
peregrinatori, fundatori, pio Alberico Seidl, parocho Campililiensi monumen- 
tum, 1820, von Bcoziczka hemihreiid.ieiitsprechendos Andenken gesichert hat. 
Von ihm fanden sich (nach seinem am 17. Juli 1828 eingetretenen Sterbfalle) 
im Manuscript : zwei Requiem, 2 kleinere Messen, 2 Litaneien, 3 Te Zteuat, 1 Re- 
gina coeli, 2 Tantum ergo, 1 aria jMstoralie und 2 Chöre, alles im Style seiner 
Zeit, meist für einen Landchor bestimmt und theils in Lilienfeld theila in 
Türnitz aufbewahrt. Im Drucke ist von Alherik Seidl erschienen : m K 



für die Kinder und ericaehsem Jugemi", gehalten von Alborik Seidel, Pfarrer 
am Josefeberg, Wien. Franz Wimmer, 1824. 

Abt Ladislaus Pyrker von Fehö-Eör (S. Reihenfolge der Aebte 
N. 55;, am 2. November 1772 zu Nagy-Langh in Ungarn (Stuhlweisscnburger 
Comitat) geboren, eingekleidet am 20. Oktober 1792, Profess seit 24. Mai 1795, 
Priester seit K. Dezember 17!)0. Er war Stiltscooperator, dann Ende 171*9 Stifts- 
Ökonom, 1800 Kämmerer, 1801 auch Waldmeister, 1807 Pfarrer in 'fürnitz, das 
er 180!) durch seine Fürbitte beim französischen General !a Bruyere vor der 
Einäscherung bewahrte, übernahm 1811 das Priorat, und endlich am 8. Juli 
1812 als Abt die Leitung de.« Stiftes LilienfeM. Tutor 54 praesules, — schreibt 
P. Philipp Sttpal — qui ab origine hu, jus monasterii dIatob. demus portarunt, 
utique plures oecurrun», quorum merita laudesque manobunt; praesertim Re- 
verondissimi, ah anno 1812 res Cuinpilitii modeninlis Abbat is, videlicet Ladis- 

Iai,i|i:i ecidesiaehabit;Ltii.nisi|tie iiedilieia. 1S10 it ri<lii limb ' ilcVitstitt.u, eclerius 

quam sperari poterat, husto resuscitims, inque melius regenerans, turrira har- 
monico campanarum aonit.ii vivifieaus. unva snpellectili eubilia instruens, 
Bibliothecam selectissimis vario ex genore scientiarum, eultor earum ipse 
peritus, libvis iiheiyinie ilitiiiis. magna saue purfeeifc, majorihus autem adhuc 
perl feiend is inte n innuliii Ci-.icieieiisiiini iVdixdiu faustusquovivat! — Letzteres 
ging wohl betrelfs Lilienteld nicht in Erfüllung, da Ladislaus schonl818zum 
Hiselvpf von Zips in Ungarn. 'mannt wind.', woher er 1820 als Patriareh nach 
Venedig und endlieh 1827 als Erzhischof nach Erlau kam. Er war Ritlei des 
.ki im n KininiiiPidii]-. 1. 01mm U eher eigenen Wunsch wurden nach seinem 
am 2. Dezember 1 847 zu Wien erfolgten Ableben seine ossa nach Lilienteld 
gebracht, wo sie im Friedhofe beerdigt wurden, seit 19, Dezember 1888 aber 
in der von Abt. Alberik Heidinann erbauten Friedbot skapellengruft beigesetzt 
sind. Er bat die Heruusgabe des Hiinthiiler'sciieu „Recensus diplomaticus" 
veranlasst. 

In Lilienfeld schrieb Pyrker: 

1. Die Corvinen, — Karl der Kinne, König «wi Ungarn, — Niklan Zrintfx Tod, 
historische Schauspiele (Wien 1810). 

2. Ode auf die ylorreiche Rückkehr de» Kaisers Franzi um 16. Juni 1814 
(Wien, Strauss Anton, 1814). 

8, Tunisias, ein Heldougedicht in 12 Gesängen. (Wien 1818). 

4. Perlen der heiligen Vorzeit (Ofen 1821). 

5. Rudolf von Habsbury, ein Heldengedicht in 12 Gesängen (Wien 1824). 
Ausserdem rühren von ihm her „Lieder der Sdinaucht nacti den Alpen", — 

der Fastgrues „An Lilicnfcld- zum 18. Oktober 1842 (in Musik gesetzt von 
Sigmund R. v. Neukomm), dem Tage seines F.inkleidungsjiibiliiums, das er ün 
Stifte feierte, und „Biltier aus dem lieiltgen neuen Bunde und Legenden" (Wien 
1847 bei Braumüller und Seidl) nebst anderem. — Eine neue Ausgabe seiner 
sÄmmtlichen Werke erschien Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta'scher Ver- 
lag 1845 in 8 Banden 

Abt Ambros Becziczka, 'S. Reihenfolge der Aebte Nr. 57), vorher 
Anton genannt, geboren am 27. November 1780 zu Holitsch in Böhmen, ein- 
gekleidet 27. September 1799, Profess seit 1. November 1802, Priester seit 
30. September 1804, ein gewesener Convictszögling von Lilienfeld. Er war 



zuerst Cooperalor im Stifte, dann Ende 1806 in Annaberg, 1807 in Tümia, 
wurde 1809 Feldkapian, 1810 wieder Cooperator in Türnitz, endlich 18» 
Pfarrer in Josephsherg. Im Jahre 1817 kam er ab Bibliothekar in'3 Stift, wo 
er aueh das Kelleramt inne halle, kommt im April 1818 als Administrator in 
Marlenberg vor, kehrte wieder in'« Stiil zurück, worauf' or endlich 1821 sb 
Pfarrer nach Annaberg ging. Dort schrieb er, nachdem *chon 1*16 ,in Jen 
„ Vaterländisch tm Mättum" H. 22ft) uin<; ^Jietchreilmng den iMusingfallr,' von 
ihm gedruckt worden war, ilii' ,. TTUtaiimll JmmtfrmMwhl IMr/stellung ran I.iUtt- 
felduntl Ihiuiegmd, mtttmorulercr Hücl/sic/it auf Pfarren- eh-. ,'Wi.. r , l».,il [H] 
in einem Bande, wahrend ISBO (Wiou, Doli, 2 Bände) diu „Hütor*«&-topo- 
t/rajihi*i.ht IhirMeilung rrm der Stadt Salzburg mit drr ■lutf'iihrlufien (indadüt 
de liencdictintrstiftr* .-u St. 1'rXrr in Suhhurg, mit besonderer liütJbncht auf die 
fir.iw.hichte t ientrr reicht und der ErMschAft mn SriLbunf BfMUm. Kiviiich Itani 
184*2 (SoHingur, WiMO, und 1844 in -li<i UaÜOttbob« SprnrJir von Ati^tlo Aii-tli 
übertrafen, zu Venedig hri Antonidli) im IJrHckf heruiu; die von Abt Ambro* 
in IBi f fct"Hr^ W— * T-f1 i n" fi i' l flipfii<'TTir-. Pt-fy fhf f*ijlnjwMrili jTHH 

jährigen Julie! frier tkr Einkleidung in den Cixtereicnserordcn .*« l,ilirtnftid Sr.Kz- 
cellenz de* tluchur&rtligiten Herrn Jolumn iMdxxLtu* I'yrker, Ersbittetutf* run 
Brian". — Ambros Buc/jcssk» war KB ß. Juli 1825 zuui Abt" von Uli.juu-1.1 
gewählt Worden, als welcher er 1K4T du.« Ritterkreuz des Leopoldsordeni 
erhielt. Am 23. Donator I8R1 starb isu aQttbfQ liil'b't..;. und boofavHfJtan 
Abt eines plötzlichen Todtw. 

Marian Gettinger, vnrher Michael genannt, gelmmn Am 20. Sep- 
tember 1783 zu bei »zun Juri' in Niedero:-.ri.Tri.:ir;li, eingekleidet 10. Okiober 
1802, Profusa 20. Oktober 1805, Priester seit 19. Oktober £800, war Cooperator 
im Stille, dann 1807 in Annaberg, 1808 in Untcrretzbach, wurde 1812 Knabea- 
pr&fekt und Filialcural. in Traisen, 1817 Pfarrer in Lehenrotte, 1821 zu Kauro- 
berg, 1825. Prior, 1827 zugleich Cantor, 1830 Pfarrer in Annaberg, 1836 in 
Stratzing, mit Jahresschluss wieder Prior und 1840 auch Novizenmeist«. 
1849 abermals Pfarrer in Stratzing, 1852 Subprior und Magister, 1854 neuer- 
dings Prior, als welcher er am 25. Jänner 1858 starb. Von ihm erschien im 
Drucke : Predigt bei der Heüigxjirechungxfeier des hl. Joneph vom Kreuze und da 
Pucifieus von St. Sevtrin, — gehalten bei den P. P. Franziskanern zu 8t Polten 
am 27, April 1840 (Heiligsprechungsi'eier, pag. 21), 

Ambros (Iffnaz) Oster, geboren am S.Jänner 1807 zu Kam sau, Nieder- 
österreich, eingekleidet ß. Oktober 1826, Profess 11. Oktober 1829, Prunii 
31. Juli 1881. Er war Knabenpräfekt und Traisner Curat, wurde 1886 zugleich 
Subprior und bis 1840 Novizenmeister, kam 1845 als Pfarrer nach Josephs- 
berg, war vom Mai bis Septemher 1849 Prior, dann Pfarrer in Annaberg, 185S 
in Radelbnmn, seit September 1868 Novizenmo ister, 1869 aushilfsweise in 
Annaberg, Ende 1870 Pfarrer in Mitterretzbach, endlich seit 5. August 1881 als 
Conventual im Stifte. Im selben Jahre noch zum St Pöltner Consistoriil- 
rathe ernannt starb er am 9. Juni 1888. Im Drucke ist von ihm erschien«: 
Primizpredigt am 9. Sonntage nach Pfingnten 1832, als der Lilienfelder Stifts- 
priester P. Maximilian Hofmann sein erstes hl. Messopfer feiert«. (Wien, 
Ohelen'sche Erben). Eine eigene Fertigkeit hatte Ambros Oster in der Zu- 
sammenstellung sinniger und nicht kunstloser Chronogramme, die er gerne 



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hui lii^M]]ik:nii Anlässen seinen Mitl.nuWn widmete. Unter diesen verdienen 
barren g ato b aa zu werden die zwei in Druck gelegten FestchronograMM tu 
Ehren de äyiihrigai Ahtjutiiliiumx (11. November 1882) und des öü.jiihrigm 
I'rirst<:rj}tliUänmx (188':) lius.ji-t/iguii licneralvicars der i'Sh-i Teii-hisch-ungari- 
sclixii Cislen:k'ii>(;r-I )t'i{t'iih|iri'Viiiz, des Abte* Leopold Wuckarz von Höhen- 
luft in Böhmen. 

Johann (Joseph) Gottwald, geboren au Neuwilmsdorf im k. k. Schlesien 
am 5. Februar 1808, eingekleidet. 4. September 1829, Profess 8. September 1831, 
l'rimiz 8. August 1834; er war Uooperator ini Stifte, 1837 in Ünterretzbach, 
wurde Ende 1841 Novizenmeister und Bibliothekar, 1847 zugleich Archivar, 
1849 auch Kellermeister, kam 1853 als Pfarrer nach Joeephsberg, wurde Ende 
18Ö0 Subprior, Novizen meiste r, Uartendirector, besorgte wieder Bibliothek 
ward 1863 Kämmerer und Bauleiter, entsagte aber 1868 diesem 
Büchern und Urkunden leben zu können. Alle Ur- 
X dem vollen Inhalte nach ab, stellte die Regesten 
sue Kataloge an, sehrieb, die Früchte seiner Archiv- 
i bi'igraplii-clitii Katalog aller nacltwaKlicIien Stifts- 
r Neuzeit (MS), und lieferte für das Cieter- 
inserbuch Seh. Brunner's die 1881 im Drucke erschienene „KurzgefaMk Sf 
Schreibung lies Stiften LitienfvM" , - In den geschieht liehen Beilagen zu den 
■St. Pidlner Consistorialcurrenden, II. Bd., pag. 440-514, lieferte Johann Gott- 
wald „Beiträge zur OttthiMi •/" Pfiurmtmä Bt tfim tym des Stiftes Lüienfehl 
in ihr St. Pottner Diincxc", und ebendort pag. 514— 6B9 eine Aufzählung der 
„Pfarren der St. l'iittncr JjiOiese, dir in den J.itimfeUler Urkumlen vorkommen" '. 
Benedict (Franz) Neubauer, geboren zu Unterretzbach am 2. April 
1812, eingekleidet am 4. September 1830, Profusa 30. April 1835, Primiz 15. Au- 
RUt 1885, war Cooperator im Stifte, 183f. in lintnrdürnlach, 1840 wieder im 
Stifte, 1841 in Wilhelms bürg, 1844 neuerdings im Stifte, mit Beginn 1847 m 
TUntt«, Mille 1851 nochmals im Stille, Ende 1853 zum zweitenmale in Wil- 
helmsburg, und wurde i.. ml lieh 1b54 Pfarrer in I.uiwein (V. O. M. B), worauf 
er am 17. Dezember 18G3 als Prior in's Stift kam. Seit Ende 1864 auch Keller- 
meister kam er Ende April 1871 als Pfarrer nach Wilhelmsburg, wo er am 
10. Jänner 1885 starb. Von ihm rührt der „Rilrulwj da .iWi:.« Ambro.-. Beoictka" 
(gedruckt im „Hippolytus" 18t>3, Diüzesan-Chronik f. 77) her. 

Cornelius (M'trti») Scherzinger, geboren am 17. Mai 1814 zu Pen- 
zing, eingekleidet am II. September 1834. Profess 24. September 1837, Primiz 
28. Juli 1839, war Coopurator im Stifte, Iö44 in Kaumberg, 1846 im StUle, 
später auch Bibliothekar und Cuutor, 1858 Kellermuister, 1859 Pfarrer in 
Kamsau, 18Ü8 (bis lSfiS) Nnvizomm'ister und bis an sein Lebensende, das am 
8. Janner 1876 eintrnt, Kegenschori. Er war ein ausgezeichneter Musiker und 
fruchtbarer CoHi/Mivitcur. im Manuskript sind v •"■ n ihm vorhanden: IT grauere 
und kleinere Messen (darunter eine de immacul. Conceptione, de st. Beniardo, 
de st. Cruee, eine OMfifliftTrniflfmt| 2 PuAonlnasnn etc), 3 Requiem, 1 lAbera, 
IT Oradualien, 38 Ojfertorim, 15 Tantum ergo, 5 Pangc tingua, ä VexiM regas, 
1 Crutfidelis, 4 AiUiphonae pro festo Corporis Christi, 2 Veni sanetc, 3 O salw 
Iuris, 1 Miserere, 13 Kirchenlieder und eine am 17. Juni 1871 aufgeführte PJM- 
H'jmite. JBenediclinei' Studien, 1881, 3. Heli. und Erding. -i-'s Bibliographie), 



2i'4 



ChrysoatOHTOS (Karl) Amon, eh Lilienfeld am 27. Dezumber lBlfge- 
boren, stadierte EU Lilicnlili] and Krems, Eni am 7. September 1838 in den 
Orden ein, legte am 8. September 1841 die Profess ab und urimizirte am 
30. Juli 1H43. Er war Cooperator im Stifte, kam im September 1850 als 
Lehrer der Mathematik und Physik an das eben achtklassig gewordene 8jb- 
naaium der mederösterreichischon Cistwcienscrstifte zu Wr.-Neustadt, wo er 
lfeRÜ zugleich Direktor wurde und kehrte bei der Umwandlung des Ordens- 
gymnasiunis in eine Staats an staJt 1H72 in'a Stift zurück, wo er die Leitung 
des Knaben co nvictes und seit 1876 das Amt eines Rögenschori übernahm. 
1887 tagte er krankheitshalber die Praclucfiir nieder und tral aus dem Bezirk*- 
schulrathe, dem er angehört halte, aus. Ein wmderhioltat Schla^anfall endet« 
am 12, Juli 1883 sein Lei an, P-hrn ■InffttftnrTrrpitmf Ttrhattn nrnlnh fliHTtifturn 
achtungun und Zusammenstellungen an den Art/eilen der gtul. Reiehxamitalt 
1849—1850 gelegentlich der Landesaufnahme betheUigt; 1865 wurde er »am 
beständigen Correspondeiiten dieser Anstalt ernannt Er war auch Mitglied 
der Gesellschaft für Meteorologie und anderer Vereine. Nach dieser Richtung 
hin und in musikalischer Beziehung bat Amon eine ihresgleichen suchende 
kostbare Bibliothek hinterlassen. Vom Kaiser war er 1872 durch die Verleihung 
des fiuld, YL-nli^iisikieuKivs mit dm- Krönt: aus^wieichiiul worden. 

Er veröffentlichte in den Neu Städter (iyuinaaialprograinmen : 

Fragen Über die physi&atiscltc Atomenlehre. Programm 1860, Wien, Gerold. 

Das pythtigorocixche oder rnnt QMmteKttoUj f tl em und seine IJrljcrcinttim*»*! 
mit der muxikalisctien Praxis. Programm 1861. 

Die Tonleitern der Grieclten. Programm 1862. 

Die Tonschri/t der Griechen. Programm 1863. 

Das pyt/utgoracisclte Tonsr/stem und seine Begründung in den Xiituiyesriie* 
Programm 1869. 

Endlich schrieb er ; „ Ueber die h'ntsUhung und Uedeutung de* i-irchlieh~lit»r- 
gischen Gesängen". Wiener Blätter für kath. Kirchenmusik, 1880, p. 149. 

Gerard (Friedrich) Schirnhofer, au Traiskirchen am 1. Mars 1819 
geboren, eingekleidet am 7. September 1888, Profess am B. September 1841, 
Primiz 6. August 1843; er war Cooperator im Stifte, Ende 1847 zu Wflhsts» 
bürg, kam Mitte 1849 nach Kaumburg, 185fi nach Annaherg, wurde Mitte 18SB 
Stifts ho finei stör in Wien, wo er seit Jahren bereits als Generalsekretär der 
Garten baugos eil sc hall sich um diese Gesellschaft die grosslen Verdienste er- 
worben hat. 

Von den durch ihn in Druck gu^U-tien Schriften weiden angeführt: 

1. ZAi- Kuiitrn:iii:-Mi.it. iju'liclit, vertassl. und gesprochen v. O. Seh. bei dem 
beglückenden Besuche Sr, Maj. Franz Josef I. zu Lilienfeld, im Juli 1BSS 
(Wien, Kieger). 

2. Die Gemein<lei/b.dbituuiMhak und l'ßeiie de- Obstbaumes. Mit4UHolssehniit- 
büdern. (Wien. L. Sommer, 1858, erschien 1875 in 4. Auflage). 

3. Praktisches Handbuch zur Ubstbuuiiuucht. Ein Leitfaden für Landwirt!«: 
und Mittelschulen. 

4. Der Steinbadisepp, ein Freund der Obst bäum zu cht. Für die Schuljugend 
geschrieben. 2. Auflage, Wien, Sommer 1870. 



5. Schutz der fHttigitrten gegen Raupenfrusi. Vortrag am 19. Miirz 1863, Land- 
lj. AufruJ an flif. 01i*tlifiuiu;iichlrr: Alii-mi/mi ! l^itvi in l.uiisuiidrn l^xemplareu 

verbreitet. 

7. Geschichtlich' hdtrmje, im Kniender für den osterr. Landmann, edirt von 
derk. k. Land wi rth seh a II sge seil schalt 1866. 

8. Aufruf mm Errichtung einet Denkmals für Ph. Frcih. von Siebold 1874, - 
Lebensakizze Franz Philipps Freih. v. Siebold, des Erforschers Japans in 
Bezug auf dessen Pflanzenreich! huru i Wiener illustr. Gartenzeitung 1881) — 
und: Rede bei Enthüllung des SiebobMenkmals zu Wiirzburg am 8. Oktober 
1882 (im Novemberlioft der Gartenzeitung). 

9. „F. Gerokit Otuttgurtcn tu Neu-watöcgg" im Gartenfreund {8. Jahrg., 
N. 7 u. 8) 1875. 

IQ. „Zur Culonirirumj der Gärtner-, ;Sep am lab druck auB dem Gartenfreund 
(nach der grossen U Überschwemmung Wiens vom 18. Februar 1876); in's 
Englische übersetzt kam diusur Aufruf in die grosse Fachzeitung „Garden 
Chronik le". 

11. Gcndtichtliclic Darstellung der ICrlebnixxe der k. k. Gartenbaugtsetlsclutfl 
von 1827-1877 und General berieht über Ihn Leistungen von 1864—1877, ge- 
druckt zum 50jahrigen Jubiläum der Gesellschaft, Wien 1877. 

12. Endlich noch die vielen „Jiihmb-rtchtedo- Grncralnecrt'tiirs ihr Garltnbau- 
tjcsrll~ch'i/l in vrisdiicib-ni-ii Hüften der Wr. ili, Gartenzeitung, — Vorträge über 
the Wtllingtuniu •jiijanlca (7. Dezember 1877) und anderes, — Anregungen in 
verschiedenen Blattern, wie (8. März 1876) in der Prosse unter der Aufschrift : 
DU H'tenM- und der lllumeniiuirkt etc. 

In Ajiseliuiif seiner s" aufopfernden und wirklieb erfolgreichen Mühe- 
waltung im Interesse des Gartenbaues, für (b.u er auch als Professor an ver- 
schiedenen Gartnerscbuleu etc. seit Jahren thälig ist, wurde ihm mit a. h. 
Ent Schliessung vom 27. Mai 1882 ilus Kinerkrcuz des Franz-Joscfsordene ver- 
liehen, nachdem ersebon seit einigen Jahren Inhalier des kön. portugiesischen 
Chriatusordens gewesen war. (Näheres über ihn N. 1610 der Wienor Land- 
wirtschaftlichen Zeitung vom 3. Juni 1882). 

Carl Obertimpfler, geboren am & Oktober 183.*. zu Wr.-Neustadt, ein- 
gekleidet am 26. August. 1854, Profess am 30. August 1857, Primiz 15. August 
1859. Er war Stiftsco Operator, dann 1860 Lehrer am Wr. -Neustädter Gym- 
nasium, wurde Ende 1872 Pfarrei in Eschenuu. Seit Mitte 1874 lebt er im 
Auslande. Er lioss in Druck kommen : .4«» den iiaterreiciiischcn l'antaidinijcn 
(Wr.-NeustJidter Gj-nmasialprograrom 1864, Wien, Gerold). 

Edmund (Anton) Neumann, zu Wien am 12. August 1837 geboren, 
eingekleidet am 14. September 1855. Am 5. August 1858 trat er in das Stift 
Heiligenkreuz über, wo er unter dem Namen P. Wilhelm seit 1860 wirkt. In 
die Zeit seines Aufenthaltes zu Lilienfeld lallt die (Wien, Dorl'meister, 1857) 
in Druck gegebene „Confercn:reiU: Ileruf de.i tjr<tcn*in<tnties'' . 

Matthias (Johann L'.J Novak, geboren am 3. Juni 1834 zu Krenowitz 
in Böhmen, eingekl. am 23. Aug. 1856, Prof. am 29. August 1858; er primizirte 
am 25. August 1861, war bis Mitte Mai 1862 Stifts cooperator, dann bis 1865 
in Tiirnitz, ttnd kam 1866 als Professor der Mathematik und Physik an das 



k. k. Obergymmvunra ia Wtonnr -Neustadt. Iin Neustadler Oyi 

Krumm 186« erschien TOB Dem: lirntimmutu) von Projtttariat ebener Cum, 

(Wien, Herold). 

GregorMn/u"VCzermak,ftm Iß, Duwmber 1835 zuTftlior in Böhm.* 

geboren, oingökl. U« '24. August. ISS", Profusa swt tt'.. An^-uat 1900] er primi- 
nirte am 10. August 1863, war Cooperalor im Stille, 1S67 in Wilhelimtburg. 
fcMO 1880 ins Stift »urück, wo er 1870 fibt lieh er S-kTetärundBauleiU-rwurde. 
Im Jahre 1S72 ging ur als Pfarrer nach TUrnitK, im Oktober 1876 nach Radel- 
brunn, endlich im Müra 1888 nach Un terra txbuch, wo er am 20. April 1SH 

Im Drucke ist von Ihm erschienen in den Blattern Cur Kauze lberedsomkeil : 

1. Predigt um Fault de» hl. lUrnhanlus, bfll Qeklganhatt der Si'kundiz des 
UHM Alberik Hu) dm »im gulmthiti !>■ der Stillnkirche zu X-iliunfeldanixO. Au- 
sist 1(582(111. Band, |i. W). 

2. Anrede bei einer goldenen Uochteil, gehalten zu Wiliioliasburg (Ergüi- 
znngsbeft im III. Bind, 1W2, p. 13«). 

3. Pretlipt am BtbmkrWMWldll Win wichtig du* Wort, „letales" im tnenwh- 
lichen Leben ist. (IV Band, p, 7U). 

4. tfcujahrxprciiuft; Die verscldeiurUi Zukunft. (Vlll. Biuid, 8, Hi.tt, H9$ 
Otto f'A ' Hfl II .1 StÖger, ku Eschenuu um 2. November 1840 geboren, «ic- 

goldeidel um 24. August lSä'J, I'rol'ess seit 31, August 1862: er primizirte un 
24. Juli laU4, war Coopurator im Stillt), dann Mrt Oktober t8GG ioKauiubcrK, 
kam im September 1869 nach Wdhelmsburg, in Mai IB71 im* Stift, m d** 
eine Zeit lang Pro vi*» u* der Pfarre Hobenlicrg, seil Mitte |M73 Pfarrei in 
Badolbruiw, endlich seit Oktober 1S76 Planer in TuTnit*. C* . ■ . huckt wurde 
seine : Ittdc l/ri der 8. Ucnetalvcrmmmlitmjd.t St Mitil'Ml wtf« nfc|)Mt Vltmu 
Sl. Poltert, gehalten zu Lilleuteld am 30. Mni 1880. {St. rollen, Sommer). 

Conrad (KarlB.) Schimek, am 22. Oktober 1842 zu B0I1111. - Budvreis 
geboren, eingekl. tun 24. August 1861, Profoss seit 3. September 1865; er 
primizirto am 5. August 1866, wurde im April 1672 Professor am k. k. Ober- 
gyimiasium zu Wr, - Neustadt , woher er krankheitshalber 1886 ins Stift 
zurückkehrt f.. Hier übernahm er 18ö7 die Leitung des Süngerk« ab en -Institutes. 
Er unterzog sich der liixehreilmit-j *i>miUliclicr Handschriften i.er StifUbibHoOid 
zu Lilioni'eld. (Xenia Bernaruina. Pars II. Bd. I. 481-561). 

Paul (Wmzd) Tobner, geboren am 21. September 184S zu Bühmisch- 
Budweis, eingekleidet am 23. August 1862, l'rofcss seit 23. September 1866. 
Erprimizirleam 13. April 1869, kam dann als Cooperator nach WUhelmsburg, 
wurde im September löbö Prüi'ekt des Sängerk nahen -Institutes und Curat , 
in Traison, übernahm im September 1872 das Waldamt, im September HKS 
zugleich das Bauamt, wozu Ende November 1883 noch die Stellung ein» 
Kämmorers kam. Ausser vielen, seit 1Ö6U an die bestandene „Wiener Kirchen- 
zeitung", die „Presse" und das „Vaterland", au die „tienosuenschaft", den 
„Tourist" und die „ Mi tt bedungen des uied.-öst. Forstvereices" wie auch in 
die heraldische Zeitschrift „Adler -1 etc. gelieferten Artikeln erschien von ihm 
die Monographie : „Leben und Wirken do Abtes Matthaeus III Kolttxu um 
Lilienfeld" [Brunn, Raigem. Buchdr.), welche vermehrt 1883 bei Boeing in 



207 



Mudling in Druck kam (Liliunleld vor 200 Jahren oder ....). Seine Stellung im 
Haust.- und vielfache Reisen auf die Stift sp flirren und Besitzungen Lilienfelds 
ermöglichten es ihm, reichliches Materiale zu einem möglichst weit in die 
Anfangszeit des Stilles ssuriickgreiieriden liiii//ra]jhi.<t:lu'ii Kutulwj '/er nachweit- 
hnren Stifttmtitgtkdcr zusammenzubringen. Oherwiihnte Monographie ist eine 
Frucht, dieser seil Jahren fiirtgi atzten Arbeit-, Für die Kenia Bern. (Pars ILI, 
251—298) wurde von ihm verfasst : Literat ur dos Still es, Reihenfolge der Aebte, 
Schritts teilerische Thütigkeit im Stifte Lilienfeld. 

Alberik (Vcrd'muml) Rabel, gehören HB 17. April IU42 zu Wien, ein- 
gekleidet am 27. August 18B3, Profess seit I. September 1867; er priinizirte 
am 2. August 1868, war Cooporaltir im Stifte, seit April 186'J in Dümbach, 
seil August in Tiimitz, kam 1876 nach L'nterretzbaeh, 1877 als Curat rür 
Traisen in 's Stift, war seit 1879 zugleich Küehennicister und wurde im No- 
vember 1882 auch Kellermeister. Im J. 1885 mm Ehrenbürger von Lilienfeld 
ernannt um! 1887 in die Zahl der Ki/iikssdiiilriithe eingereiht wirkte Rabel 
noch zu Lilienfeld liis Mitte 1*8!>, in welchem Jahre er als Sl ii'fsbofmeister 
nach riaflslätten kam. Er schrieb Fatitkttmn /tir'j „ Vaterland" ; überdies er- 
schien von ihm im Drucke (in den Blattern lürKauzelliereilstimkoit); „Standex- 
lehre für Ehemänner'', (VII. Band, |i. ti78j, und „Standcshhrr für Ehefrauen" 
(VIII, Band, |i. 65j, beide von ihm selbst iu Lilien leid gelullten. 

Andreas {Alois) Zimmerl, am 90, Juni 1846 zu Wiou gelieren. cin- 
gekleidet mit 27. AugtiM l*M, l'roless seil IS. September 18U8. er primi/irte 
am 29. Juni 1869, war Cooperator im Stifte, wurde 1871 Professor der Dog- 
matik zu Hciligenkreiiz, ging l«7(i als (loop.-rai.or nach Aimaberg. im August 
1879 als Pfarrer nach Eschenau, endlieh im August 1881 ab solcher nach 
Mitterretzbach. Die Jahrgänge 1881 (p. 175), 1885 (u. »89), 1886 (p. li?2), 188« 
i'p. ili'i) der Lincer (Jutirtnlvchrift enthalten von ihm /i'«< imune ii überSchenz 
(hl- Anselm v. Canterbury etc.), Simai- ('Theologie des hl. Paulus), Halm- 
bucher (Wirkimgen der hl. Couimuniouj und Walter (das Sacrament das 
wahre Brot der Seele). 

Malachias (Leopold) Heimel, nt Wien am 17. Oktober 1845 geboren, 
eingekleidet am 27. August 1864, I'rofcss seit 6. September 1868; erprimizirte 
am 4, Juli 186Ü, war im selben Jahre noch Cooperator in Unterdürnbach, seit 
1872 in Lilieufel'l, übernahm anfangs 188» die Filiale Traisen und ist seit 
September 1883 Pfarrer in Josephsberg. Er ist Ehrenbürger von Lilienfeld. 
Von ihm erschien im Drucke: „Reih über da* J'ap.stthum", gehalten bei dar 
8. Generalversammlung der St. Michaels - Bruderschaft am 30. Mai 1880 zu 
Lilienfeld. (St. Polten, Sommer). 

Heinrich fJustfy Inreitter, geboren zu Pielach bei Melk am 1. Sep- 
tember 1857, eingekleidet am 12. August 1878, Profess seit 24. September 1882; 
er primizirle am 22. Juli 1883, war eine Zeit lang in Annaberg, seit Mitte Sep- 
tember im Stifte, endlich seit Ende November iu Tünütz in der Seelsorge 
thätig, kam Mitte September 1884 als Cooperator nach Anuaberg und bereits 
am 7. Oktober 1889 als Suporior nach Kloster Marienberg in Ungarn. In 
den Blättern für Kanzelberedsamkeit (VI. 602) Imdet sich von ihm : „Die Weihe 
an (lax heiligste Hers Jen»", Predigt ; ferner : „l"rcditjt auf den 4. SonnUtQ nach 



Ostern" (VII. 874) und: „Mit und ahne Gott", Predigt am 6. Sonntag n»di 
Pfingsten (VII. 589). 

Matthaeusf •/"//((><» AVj Kurz, geboren am 26. August 1865auT»JMa, 
Pfarre Lilienfeld, eingekleidet am 22. August 1Ö85, Profesa seit 25. Augusi 
I6B9, Primiz 13. Juli 1890. Vittt Rtcenxioncn in den ,.Studien und Mitthei- 
lungen aus dem Benedictiner- und dem Ciatercienser-Orden" und Artikel 
in diversen Blättern rühren von ihm her. 



Die zwei ältesten Bücherverzeichnisse des Stiftes 
Lilienfeld. 



i. 

Codex N. 52. Pg. Anf. d. XIII. Jahrh. 247 BU. Fol. 2 colL 
Pol. 247 vo eol. 1. Zeile 19: 

i mileaimo trectmtesimu octuagesirao oetauo. 



Anno doi 

Hi aunt liliri sanete Marie in lilitmveld. I'vblioiheea. In duobus uob 
bus due parrrs hreuiarii maiores. Duo antiphonaria. Quinque ^raduaiia. Duo 
collectania. Bonedictionale, epistolare in choro. teitus euangeliorum. Dut 
partes breniarii retinales, V'im piirs hyemalis.triapsii.lti ri». Bieuiarium priori- 
Duo jTunarii. Augustinus de uerhis apostoli. Augustinus super XV. gradus. 

Die folgende Zeile int verwischt . Ks folgt,: Senteutie Ysidori, — uol. 2: Omelie 
üi-egorii in Ulm uolumine. Buda dt- tabernaculo. Urogoriua super nnhnnhinil 
in l. uol. Pastonilis cura. Excerpta m oral i um. Setmonos Johanna ebrinostomi 
in 1. uol. Hugo dt> sacriiinent.is. Hugo de instjtutionöclaustrali. Hugodeftrcha 
noe. Item Hugo de constitutione taUemaculi. Hugo supor eedesiasten. 

Rudoli'us super leuiticum in 1. uol. Rudberlus (?) super cantkum canti- 
oorum in 1. uol. Buruaiiiu* super cauüca enntieorum. Item Bernar >i ■ 
euangeliuui missus est et super psaliuum ■iui habitat et alii e.ius sermones in 
1. uol. Item sonuones uiusik'n] in iino uol. Bemardus de consi'lii. 
synonima Ynidori in 1. uol. Omeliu Huurii'i per totum annum in duobus uoL 
Alanus de arte prodieandi in iino uol. Suutentie petri in l.uol. Sermones pdri 
et expomüo misse in 1. uol. Sermones Hourici in I. uol. Dyalogus duorum 
monachorum eyst. et clu. in 1. uol. Spoculiun ecelesie in uol. Apostolus pwiUB 
glosatus. Marcus in 1. uol. Episiule HiUluliisrii et Juonis in 1. uol. CoLlatk<ii>> 
patruin in uno uolumiue. Decrutalus Alexandra. 

Von einer jüngeren Hand gcrehrivben: Dyalogus Uregorii in 1. uolunün« 
Cassianusdeinstitutis patruni in II. uoluminibus. Heimunisoinelie. Si-rmonw 
Innooentii. Semianes Hei-uianni. Heruegius super Ysaiam. IV passionalia 
Vita Bernardi et saneti Nycolai et saneti Siluestri in uno uolumine, Bene- 






dictus dominus ileus. — Augustinus. Melius est daudus in 

preter uiam. Claudus quidain cum uidisset petrum et Johannen» cepit . 



'jiiai]] mV 



Codex N. 57. Pg. XV. Jahrh. 374 B1I. Gross-Fol. 2 coli. 



Fol. S74. 1. ool. Zeile 10. 

R. Hie subnotantur libri repositi i 



nostra buraaria. Holiasterii Campi 



LylioT 

Primo libri Ethycorum eum comentario saneti Tbome. — Item libri Poli- 
ricorum eum comentario saneti Tbome. — Item libri Yconomicorum cum 
coinentario. — Item textua tocius physice naturalis cum textu metapbysice 
tarn pamorum quam maioj-uiu naluralium. — Item K^vlinssupoi visicorum.— 
Itom Albertus super visicoruui. — Item Albertus de genorationo eorruptione 
et super paruos naturales et myneralia — Item Albertus super Meterorum.— 
Item Egydius super de geDeratione et eorruptione. — Item Alhortus super de 
anium et quatuor alii traetatus. — Item Albertus de celo et mundo. — Item 
Thomas de celo et mundo. - Item Alberi.ua de pluntis. — Item Egydius de 
bona fortuna et physonomia. — Item Tbomas super parva* naturales. — Item 
Albertus de causis et qniituor coeijuouis. — Itom Alexander de intcllcetu et 
alii traetatus quorum primus est t-ractsitus Tbome eonlra murmurantes De 
mundi eternitatc et super traetatuni spere (i. e. spbauruej uiayistri Franconis 
et traetatus de? editua a domino Alberte-. — Item Albertus super methaphysi- 
com. — Ilem libellus. eontra dieeionem (?) contra eos qui dieunt quod post 
separacioneiu ex omuibus aiiimahus non remanel nisi iut.ellectus vuus et ani- 
ma vna. — Item Tbomas super metaphysieain. — Item textus veteris et noue 
lovce. — Item Albertus super prinri :t postoriorum. 

Zweite Volumnr: Item Albertus super veterem arteui. Item super sex prin- 
cipioriim et Über diuisionuiu. — Item Albertus super Thopicomiu e 
corum. — Item Petrus de Alueniia super Metlieronuu. — Item E^ydiu: 
posterionim. Item Egylius super F^len corum, — Iteui siimmula iuris et summa 
iuris. — Item vna compibicio iuris. — Item statuta iiuperatorts. — Item statuta 
imperalorum. Item iuniitutioiies iiiipuratorum. — Item summa super tytulis 
decretalium. — Item Decretum et Deeretalis, — Item Über senioria. 

R. Hit subnoUinlur libri repositi in twMrn liybliotmi M<jna*terii Camjiilili- 
iimiii. Primo Onlo. Item über vautim. — Item Omelia Augustini. — Item Pul- 
chra Dictamina. - Item t'rnetus poiiitentie. Item Augustinus de ciuitntedei. — 
Item Divorsi sermones saneli Augustini, — Item Liber conl'esaionum saneti 
Angustini. — Itetu Augustinus super XV. gradus. — Ilem Augustinus super 
versum. Quis est homo u,ui uult vi tum. — Item textus quatuor Ewangeliorum. — 
Item' Über de instruccione inontiu. Item Hugo de Online claustralL — Item 
Hugo super Eccleaiasten. Item Hugo de Arebu noe, de significitfonfltai rerum 
et temporum seeuudum menauras. — Ilem in eodem libro Barbarisnuis de in- 
stitucionemorum.— It.emBedade taburuaculo dumilil. Item textus IUI. ewan- 
geliorum. — Item visi'.ues e]ui«iui.lleiisiiuii. Item p;issiouale. — Item Apriüa 
et Maius. Item Maius et Juntus. Item Ruatiuana. — Item sermones de tem- 
pore. Item sermones magistri de valle acholarum. — Ilem Papyas. Item Fe- 
bruariua et Harems medius. — Item Jammrius et Februmius. Item semiones 



! Elen- 



de tempore <■' ie uuoüb. — Etam B iu nnw .loliMmia de Ordine pi-edieatonun. — 
[diu ratoa et ooinan beatamentum. — Item mruqom ma^istri Willi. im! A 
epbtolla donrintoeMbue per ennnm. ttameei neaVilhehnid«oi3mii 

llieis per currieulum aimi. — Item ir bin libn. ..-nr ■ ■ ■ 

oumoultun und swirmh ni iln-inin Sancti Jeraninü peesbitarL Item Am- 

brosius de ollieüs. 

Fol. 874 vo. Col. l.. 

Item Exameron Ambrasii epiacopi— Item speculum ecclesie. Item Jept*- 
paratione coldis; sermonesSybitonis. — Item Beruhardus super cantica. Itetu 
Bernhardus d« diügendo deo. — Item Jesus Christus Na^areous. Item Hörn, 
beati Beniardi.— Item Epietole beati Bernardi. Item vita beati BernbardL- 
Item sermones beati Bemliardi. Item Bernhardus de consideratione. — Item 
senlentie ysidori. Item Ysidorns Ktliyiii"li">;j;iimiiii.— Itein Dyotiisius decelesti 
Y'erarchia. — ItemAiishdumse.iirdeusImnio. Item Thomas super. Johanna». - 
Item serniones (juiricii abbat is. Il.em piistilb- Nicolai super ewajigelium Luoe. 
Item post.il le Nicolai super epistolas Pauli ad Korintliios. Item poHiiüe Nicolai 
ad Ephesios. — Item sermones Jobannis 'le villa abbatis. — Item OroelU 
Jobamiis CoiistaiitiiiMpolitani. — Item Ointdia Cricii. Item Oinelia Johmini.- 
Crisostomi. — Item sermonen beati Bembardi. Iiem summa Kismundi. — Item 
summa vitioruni. Item siimmu virtutum, — Item summa Britonis. Item TbouiM 
Cantuariensis super eaiitica, — Item öregoriiis super canlirruin cantironun 
Item Curueius (V] Mipe.r Ysayam. l'ein epistole beati Jcronimi et illuatrium 
virorum. — Item vitns palrum. Item Ca.isiauus in vitus put mm — Iiem rit» 
Pauli primi beremtle. Item Marcus f,'l"*atus. — Item Alarms. Iiem divi- 

nationcs vocabulorum. Iiem s a Theoloyoe veHluti,-.. Man seninmes t» 

sanr.tis. Item sermones de cpisiolis et ewangeliis fle tempore Bt de ■ 
senteutiedelideetspe. Item expnsit.it> Origenis in ca.nt.icu.ni canttcorum. Ii«m 
Über Barlaaiu. Item vita beati Jubaunis episcopj Allexmnlrini. Item sennoMs 
Innocentü papae. Item sermones I'etri ex expositjo misse. Item Be dwri a 
Cytharouis. Item Heymo super appokalipsim. Item Über ile Im . 
Christi. Item voeabula. Item Über pawtovis. Item Seneea, Item über sciiitUUruui 
Item summa peuitenrie. — Item Hemigius super I'enthateucum. Iiem M- 
cerpta sanetorum dictüiumGregorii, Ambrosiiei aliomui sanet.oTumpatrum.'- 
item Piisfiiuriu.s. Itiiu Uemi^iiis super psalt.erimn. -■ Item E. clcsiastic* hj- 
storia et. Byblia paupenxin. — Item Über Matut.iualis de tempore per anuiun 
Item de suitclis, — Item prophele majores et minores. Item übri moysi.- 
Item Übri Kegum. Item Liber Thobye Juditli et Hcsm.t, — Iiem iionum teftt- 
mentum. Iiem Patorius super dictti beati Qregorli. Item Thomas super <]a*t- 
tum suuunaiuiu. Item summe Peiri. - Item Egydius super ].rüuum smnnu- 

rum. Item super sceuiidnrii s iiiuriuu et. ibidem rpie.slioiies -.n j..-r ;.;.-;,; 1 ■ ■ 

Thomas super tert.ium siunniarulu et liber decretorum. Item scholaätic« li>'- 

storia. — Item Noua lej;enda Item Zaeharias super ipt&Uior Ewangnüa. - 

Item sermones Chunradini |iar.s estiualis. Item pars liyomalis. — [tan 

super quatuor libros Regum Paralipomenon Judith, Hester Tbobie Esdn.- 

Actus apostolorum. — Item s|ieculi hystoriarum Übet pvitnus. Iteni secuadus 

Item tertius. Item ijuartus. — Item Aurora. Item Albertus - 

Kudolil'us super leuiticum. ltum cura paat.oralis. Item Dyalogua öregorii 



301 

Fol. 874 vo. Ool. 2. 

Item omelie Gregorii papae. Item omelie Gregorii super Ezechiel. Item 
iterum omelie Gregorii super Ezechielem. — Item excerpta moralium. Item 
prima pars moralium. — Item secunda pars moralium. Item tertia pars mora- 
lium. — Item Glossa Petri Longowardi super psalterium. — Item postille super 
psaiterium. Item Petri Longowardi super psalterium. — Item Epistole Pauli 
ad Tytum. Ad Phylemonem. Ad Hebreos et epistole canonice glosate. — Item 
epistole Pauli ad Galathas ad Phylemonem ad Colossenses ad Thessalonicenses 
ad Thymotheum glossate. — Item Paulus glosatus. Item epistola ad Romanos 
glosata. Item ad Corinthios prima et secunda Glosate. Item Actus apostolo- 
mm glos. — Item prophete minores glosate. Item Thomas super Job. Oratio- 
nes super psalterium. Postille supor epistolas canonicas. — Item Thomas super 
Johannem et Lucam. Item Thomas supor Marcum et Matheum. Item Marcus 
glosatus. Item Matheus glossatus. Item Ksdras Navm Thobyas Judith Hester 
glosati. Item Job glosatus. Item Glosa super primam quinquagenam psalterii. 
Item super seeundam et usque dixit dominus. — Item Glossa aDixit dominus 
usque in finem. Item proverbia eeolesiast.es ct. cantica glosata. Item liber sa- 
pientie glosatus. Item sapientie et ecclesiasticus glosati. Item Ysaias glosatus. 
Item Jeremias glosatus. Item Ezechiel et Daniel glosati. - Item sermones de 
tempore. Item Matheus primus et seeundus glosati. — Item Paralipomenon 
primus et seeundus glosati. It.om Regum seeundus et quartus glosati. Item 
Regum primus et seeundus glosati. Item Josue .Judith Ruth glosati. Item 
Devtronomii glosatus. Item liber Numeri glosatus. Item Leuiticus glosatus. 
Item Exodus glosatus. — Item Genesis glosatus. Item sermones Gylberti ad 
Status. — Item sermones Gilberti duo paria. Item Thomas contra gentiles 
summa. Item liber tigurarum. Item Biblia pauperum et alia plura. Item summa 
Theologyce virtutis. Item Dyalogus lucis tenebrarum. Item Kalendarium com- 
pvtus et alia plura. Item visio Hildegardis et alia plura. 

Von einer zweiten Hand ist hinzugefügt : Item Augustinus super Johannem 
et traetatus super cantica. — Item de proprietatibus rerum liber. Item Racio- 
nale. — Item liber super Missus est Gabriel et alia plura. — Item sermones? duo 
libri de tempore et vnus liber de sanetis. 

Es folgt noch von einer dritten Hand geschrieben : Item horologium sapiencie. 
Item lumen anime. — Item excerpta svmma viciorum et ymago speculi. — Item 
textus ewangeliorum. — Item hystoria rratris Johannis de Hildinio super Job 
prima pars. — Item hystoria rratris Johanni de Hildinio super Job pars se- 
cunda, — Item lectura fratris Johannis de Hildinio super Tytum. — Item ser- 
mones capitulares de tempore et de sanetis. — Item diuersi sermones de 
sanetis. — Item sermones de tempore et de sanetis. 

P. Eonrad Sohimek. 



VII 



Clarae-Tumbae 



(VULGO MOGILA) 



ABBATES ET SCRIPTORES 



AUCTOKE 



P. FRANCISCO URYGA 

BIHLIOTHECARlO 



Fontes Mstoriae monasterii Mogilensis. 

1. Liber monasterii Clarae-Tumbae, in quo privilegia, donationes (vid. Nie. 
de Cracovia, Scriptt.). 

2. Chronicon monasterii Clarae-Tumbae (vid. eund.). 

3. Historia Clarae-Tumbae (vid. Sebast. Kielczewski). 

4. Series priorum Clarae-Tumbae (vid. eund.). 

5. Joannes Dtugosz: Liber beneficiorum dioecesis Cracoviensis. Cracoviae 
1864. Cura Ä.. Przezdziecki. (Passim, praesertim in tomo III : „Monasteria"). 

6. E. Janota: Monografia opaetwa Cystersow we wsi Mogile, Krakow 1867. 

7. Konstantyn Hoszowski: Obraz zycia i zaslug opatöw mogilskich. Krakow 
1867. 

8. Idem: Przyczynek do dziela o opatach XX. Cystersow w Mogile pod 
Krakowem. Krakow 1879. 

9. Mxchal Nowodtoorski: Encyklopedya Kos cielna. Warszawa 1874. (III. 603). 

10. Ludwik Letowski: Katalog biskupöw, praelatöw i Kanoniköw Krakows - 
kich. Krakow 1852. (In IL HL IV. tom. passim). 

11. Matthias de Miechöw: Chronica Polonorum. 

12. Miasta Krakowa klejnoty i Koäcioty. (p. 182). 

13. Liber mortuorum Monasterii Mogilensis. 

14. Jan Korytowski: Pralaci i Kanonicy Katedry metropol. gnieznienakiej 
od 1000 roku az do dni naszych. Gniezno 1883. (in IL et IV. tom.). 

15. Acta archivalia monasterii Mogilensis. 

16. Annalia (vid. Nicolaus Metner, Scriptt.). 



B 

Series Abbatum Regularium. 

1. Petrus I (etiam Petrus de Lubens), 1 ) Germanus e dioecesi Vratislaviensi, 
primum abbas in Prandocin et Kacice a. 1218—1222, dein Mogiiae a. 1222—1236. 
Obüt 3. Jun. 1236.») 

2. HenricUB, Gallus, 1236-1244. 

l ) DJugosz : Liber benef. Crac. III. 485 ; Chron. Clarae-Tumbae. — J ) Liber 
mort. monast. Mogil. 

Xcni* Bernardin» III. Beitr. z. Qesch. d. Oest.L'ng. (Jist. Klot^ter 20 



306 

3. GerardUH, Germanus, 1244-1249. Obüt 22. Feb. 1249.») 

4. Alexander, Germanus, 1240-1265. Obüt I. Feb. 12G5.») 

5. Hartlippus, Üermanus, 12ßü-1277. Obüt 22 Man. 1277.») 

6. HermaiHlS, Germanus, 1277-1283. Obüt 3. Marl. 1283.*) 

7. EngelbertUB, Germanus, 1283-1290. Obüt 5. Apr. I2P0. ") 

8. TheodoriCUB, Benno», 1290-1304. Obüt 4. Jun. 1804.«) 

9. CliBtanus, Ehmumu ■ Lusatia, 1304-131». Obüt 28. Feb. 1819, 1 } 

10. Stephanus, Puionus, 1319— 1330. Obüt io. Oct. 1830.«) 

11. Joannes I, üOgnntnmn Snrici'ix, ) natus inPrussia, 1830-li ! * 
Obüt 18. Marl. 1356.'«i 

12. NiCOlane I, natiooe Polon., 1356-1375. Obüt 1375 rl. 2L. Martü.' 1 ! 

13. PetrUBlILipko,") bM. Polon. ex Silesia, 1876-lSM. OblitlSMd. 
19. Septembr.") 

14. NicolaUB II, nat. Polon. 1390-1402. Obüt 1402 d. 22, Sept.»; 

15. Joannes II Stechir de arniis Trqbif (triam tubarmii), nl 
Polon. ex Rutheniae, 1403-1424. Obüt 1424 d, 8. Junii. 

16. Paulus Paychbirner, al. PuNbonttr,**) nat. Polon. e Orawv- 

H2A-1486. Obüt 1436 d. 11. Julii.") 

17.NiC0lausIII,nat.Polon.eCrtt(« ( vm,1437-1440.Obiitl440d.22 Muii. 1 ' 

18. Dominicas, nat. Polon. e Cracovia, frater germ. 
ad 1444. Obüt 1444 d. 11. Junii.'") 

19. Thomas, nat. Polon. e Cracovia, 1444-1460, paulo 
gnavit. Obüt 1480 d. 12. Martil. 1 *) 

20. Petrus Hirszberg, al. Hcrxzbergk,"') nat. Polon. ex oppido Gälte 
Biecz, Doctor H. Th., Viailator generalis et reformator Ord. Cist. in PoIod'u 
et Prussia, Abbas d. 4. Martü 1461-1474. Obüt 1474 d. 24. August!.") 

21. Martinus Matyspasek, al. Mathiszpaskey") v. Manapasek 
nat. Polon. e Cracovia, Comissarius Ord. Cist. in Polonia, abbas 1475— 1488. 
Obüt 1488 d. 24. Martü. 

22. BartholOmeus Remir, nat. Polon. e Cracovia, 1488— 1493. Obüt 1493 
d. 28. Maü.' 8 ) 

') Liber mort. monast. Mogil. — '| Ib. — ■) Ib. — *) Ib. — 6 ) Ib. — •) Ib. - 
'} Ib. — 8 ) Ib. — ') Cf. K. Hoazowski : „Obraz iycia i zaslug opatow mogilskich- 
p. 14. Krakow 1867. - ,0 ) Liber mort. monast, Mogil. — ") Ib. — '») Liber mort- 
ui onast. Mogil. nominat liunc abbatem XIV, e contra K. Hoszowski XIH C£ 
supracitatum opus p. 17 et prologum opusculi: „Excerpta e libro mortuoruni 
monasterit Mogilensis. Dr. W. Kietrzyriski. Lwöw 1887, quod attinet veracita- 
tem criticam Libr. mort. Monast. Mogilens.". — ") Liber mort. monast. Mogil. - 
**) Ib. — '») Lib. benef. dioec. Crac. Dtugosz. III. p. 486. — '«) Liber mortuor 
monast. Mogil.— ") Ib. — ")Ib. — ")Ib. — ™) Liber benef. d. Crac. in. 486. - 
") Liber mort. monast. Mogil. — ■*) Liber benef. d. crac. III. 486. _ ») Libn 
'---r. monast. Mogilens. 



307 



23. Joannes HI Taczel, nat, Polon. • Silesia {Ratibor), 1493-1503, Ma- 
gister ÄA. LL., Doctor S. Th. et utriusoua Juris, Vicarius generl, Ord. Cist. 
in Polonia. Obiit 1503 d. 8. Decembria. 1 ) 

24. Joannes IV Weinrich (v. Weinreich), nat, polon. e Crocovia, 
1503-1522. 

25. Erasmus Ciolek,") alias Vitnllius, nat. Polon. e Craeovia, 1522 
ad 1546, Magister AA. LL,, Doctor S. Th., Stift'raganeua Cracovienais, epi- 
ScopuaLaodicansia in p. ini'. a ), GtMQItfelM natu* QraCOWWIM, Obiit 1546 d, 6. De- 

26. Andreas Dnnin Szpot de araris Lahedz, nat. Polon. e Prussia, 
ex abbate Watiehocensi Mogilenais a. 1547—155!), auftrat;. Cracov., episcui>us 
Laodiceusis et canontutis nutus Oiimn-ii-iisis.^ (jliiit 1559 <i. 23, Augusti.*) 

27. Martinus Biaiobrzeski de annis Abdank, nat. Polon.de villa 
Bialobr/egi, el. 5. Htpt, 1559— 1.W6, Canonicum natua Cracov., canonicum gre- 
mialia cathedr. Cracov., epiacopus suil'ra;;. Cracov. et Laodic. in p. inf'., dein 
actualls CameneceIlHi.s. , ) 

28. Maurus Andreas Dobinski de armia Trqby, nat Polon., 1697 
post mortem abbatis comnieiidutarii C, Denhoti' unanimiter abbas regularia 
electus regnavit usrjue ad a. 1699, quo depositus a proprüs t'ratribus propter 
ftrffltioram observaiitiam s, ret;ulae, <juam buhioen in moiiasterium cona- 
batur. Obiit 1717 d. 4, Oetobr. abbaa Ord. Ciat. in monasterio Wietycs in. Li- 
thuania.') 

29. Theodosius Przebendowski 'le armis Prxehendowski, nat. 
Polon., eL abbas regnavit ab an. 1702-1709. Obiit 1709 d. 21. Aprilis.*) 



Serien abbatum conimendatariurnm, 

1. Laurentius Goslicki de armis Grstfmata, nat. Polon. 17. Maji l0 ) 
1586 ad 7. ApriUs 1601, obtento episcopatu Posnanienai resignavit; obiit 1607 
d. 1. Novembris.") 

2, Paulus Wotucki de armis Rawicz, nat. Polon,, 7. Aprilia 1601 ad 
1616, obiit 1622 d. 10. Novembr. 1 *) Caasit obtento episcopatu Cuiav. 



*) Liber mortuor. monast. Mogilens. — ') Dr. W. Wialocki, in Przeglad 
powszeobny a. 1888. t. XIX. n. 56. p. 169. Krakow 1888., affirmat abbati huio 
non Ciotek tiiiase nomen sed Smigmator-Midlara. Cf, Starowolskt „Vitae 
anüatitum" p. 227 et Muczkowski „Liber promot." p. 148, 153 ; Liber diügent. 
p. 495. — "J Lib. mort. monast. Mogil. — *) Vitae antist. Cracov. p. 227. S. Sta- 
rowolski. Cracoviae 1655. — *) Katalog biskupöw i kanoniköw Krakowskicb, 
Ks. Letowski. p. 122. I. IV, Krakow 1853. — *) Liber tnort. monast. Mogil. — 
T ) Katalog biskupöw i kanoniköw Krak. Ks. L. Letowski. I,. IT. p. 23. Krakow 
1853. — ") Annalia Nicolai Metner in Colleg. Mogilensi p. 7, 8 et 9 sub a. 1696. 
Mscrpt. in Folio. — ') Liber mortuor. monaM. Mogilensis. - ln ) Jtutta K. Ho- 
SEowski, „Obraz zycia i zastug opatöw mogilskicli" p. 60., a die 17. Junii. — 
") Liber mortuor. monast. Mogil. — '*) Liber mortuor. mon. Cl.-Tumba*. 

20* 



- 



3. Joannes Wezyk ile armis Wqß, nat Polon,, 1616— 1624, electns 
ittm 18. Julü 1C18 ;') resi^navit obtento episcopatu Posnan. a. 1624; obüt Ißi 
d. IT. Maii.") 

4. Paulus Piasecki <le armis Janina, nat. Polon., 1624— 1649. Obüt 
1. Au«. 1649.*) 

6. Remigius Piasecki <\-- urmis Juninu, electus 12. Septembr. IG49, 
praefuit per 7 menses i. e. usque ad 17. Martü 1650, <|uo anno 
pulsus in t'avorcm successoris cessit; truculenter ocoisus a Kozacis in 
Pilchäw a. 1657.») 

6. Serwiissiums Carolus Ferdinandus, princeps Polotüae et Sueciae, 
dux Opol. et de Ratibor, a die 31. Maii 1650 ad 9. Maii 1655.«) Obüt EKB 1. 
9. Maii.*) 

7. Joannes Tamowski d« armis R/ilirj, nat. Polon., notninatus 
31. Martü, eleotua 8. Julü 1865, regnavit ad 24. Aug. 1060, quo die et anno ob- 
dormivit in Domino.'} 

ö. Joannes Casimirus Denhoff da armis Dettlw0 t nat. Pol™ 
nominatusd. 21. Febr. 1667, eleotua vero 166», regnavit ad a. 1697. Paulo ante 
mortem resignavjt.' 1 ) Oliiil \>>'.<~i ii. 2(\, Junii.*) 

9. Stanislans in Slupöw Szembek de armis 8*emfok, nat Pofaa, 

ad. 14. Aprilis 1699—1701, quo anno resignavit obtento episcopatu ' < 
et primatu rogni Poloniae. Obüt 1721 d. 3. Augusti. 1 ") 

10. Constantinus Casimirus Brzostowski da armis > 
nat. Polon., ab a. 1708—1714, quo anno resignavit in commodum sn 
Obüt 1722 d. 24. Octobr.") 

li. Christophorus Antonius in Slupöw Szembek 1 

Szembek, nat. Polon., ab a. 1714-1720. Obüt d. 0. Julü 1748.™) ResignaYU a 
172k obtento episcopatu Gniaviensi. 

12. Michael in Stupöw Szembek de armis Stemdek, nat. Poloa. 

nominatus a. 1719 regnavit ab a. 1720—1725, quo KBJgMViL 1 ") i >!.;.; 

13. Joannes Alexander Lipski, de armis Grabie, nat. Polon.. itö 
ad 1736, quo anno recessit. Obüt 20. Febr. 1746. >») 



') K.Hoszowski. p. 71., „Obraz zycia i zaslug opatowmogilskioh". — »| ISbet 
mort. Cl.-Tumbae. — *) Ib. — 'jHisturia Clarae-Tumbae. P. Sebastian as Ktel- 
czewski. Mscrpt. — ")K. Hoszowski. „Obraz Styoiai zaaiugop«.u>wmo"TlskiM* 
p. 95 aeq. Acta archivalia Clarae-Tumbae. — ') Liber mortuor. Monast. ütrff- 
lensis. — *) Ib. et K. Hoszowski ,.OIiraz iyciai zaslog opatöw mog-ilskich J .p.W 
seq. — 8 ) Historia Clarae-Tumbae. p. S. Kielozewskj et K. Hoszowski ObrM 
zycia i zasiug op. mog. 1J . p. 103 seq. — •) Liher mort. monast. Mogil. — '") Luvt 
mortuorum Monas t. Mogil. — "|K. Hoszowski „Obraz iyciai zas4. on I 
"IIb. 141 3eq. — ") Acta arclüvaliamonast. Mogil. et „Annalia" Nicolai Metaer 
p. 40 seq. gilb a. 1720. — '*) Juxta K. Hüszowski. „Obraz zycia i zastuir op»l 

o»og' U iP- 142, obüt abbas iatea. 1726. (ActacapituL cathedr. Cracov.). '*)Vit* 

praesul. Polon., Rzepnicki t. I. p. 378—380. 



309 



14. Michael Kunicki da armia JUmrza, nat. Polon., 1738 — 1751, quo 
anno obiit 1751. 

15. Michael de Granöw Wodzicki, de armia Lelitea, nat.Polon., 
1752-1760. Obiit 1764 d. 1. Jan. 

16. JoanneB Cantius de Granöw Wodzicki, de armia Leliwa, 
nat. Polon., 1760-1819. 

1 7. Antonius Onufrius Joannes Nep. Bystrzonowski de armia 
Starykori. Regimen reipublicae Cracoviensis comraimt ei die 4. Ootob. 1819 
abbatiam Mogilenaeia, quam usque ad mortem i. e. ad diem 14. Febr. 1848 
rexit. Hie est ultimus abbas aetualiler iustitutus; suecessor enim eius ab 
a. 1848: 

18. Joannes Bapt. Schindler, Lib. Baro de Schindelheim, nat. 

Polon., uon l'uit nisi possessor redil.uum abbatialium. Hie, i'uit ultimus abbas 
commendatarius. Obiit 1890 d. 4. Aprilis. 

A snppressioni' abbaut«.' vol pofiuN « divisione l>iDnoL'um abbatialium inter 
monasteriuin ex unn >■(■ reiupublicani Polouam, respoctive Abbatos commen- 
datariot* ex altera parte, d. d. 6, Augusti 1736, moiiaulii liberati a calanütosa 
Jurisdiction !■ abbat um conuniindatariorum uügunt uuque ad boc tempus no- 
struni Priores rtijenlcx (pendeutun ex jurisdictione episcopi Cracoviensis ab 
anno 1883 usij. ad 1861) </uru raculiulc ubbaüuli Um iti spiritualibus quam in 
Uimporalibus. 

Horum series critica depromta (sx aeti.s archivi monaaterii Mogilensis est 
sequens : 

1. IgnatiUS Czapski, nat. Polon., ab a. 1738-1748. 

2. IsidorUS Tokarzewski, nat. Polon., ab a. 1748-1749, proi'eas. Oli- 

3. Henricus Zakihski, nat. Polon., ab a. 1749-1754, prot'aseuß Preme- 
tensis. 

4. HieroninlUS Nadolski, nat. Polon., 1754—1758. 

5. Andreas Elertowski, nat. Polon., ab a. 1760-1771. Obut 1772 d. 
28. Octobr. 

6. StanislaUS LeänioWBki, na(, Polo«., ab a. 1771-1774, prof. Sulejo- 
vienia. Obüt 1774, d. 12. Novembr. 

7. NivardUS DygasiewiCZ, nat. Polon., ab a. 1774—1783. 

8. Paulus Gorzehski, nat. Polon., ab a. 1783-1793, prof. Premetenais. 
Obiit 1795 d. Vi. Fabr. 

9. BenedictUB WierzbÜski, nat, l\don., ab a. 1793-1819. Obüt 1819 
d. B> Juiii. 

10. Laurentias Chmietowski, mit, polon., ab ». 1819—1830. Obüt 
1847 d. 22. Januarii. 

11. AdamOS FranoSZ, nat Polon., ab a. 1830-1833. Obüt 1863 d. 
16. Decembr. 

12. Jacobus OwsiÜski, nat. Polon., ab. a. 1833-1848. Obüt 1863. 



13. Beraardos fmczkosiäski, ml, Polon., ab &. lata— IBU, ObUt 1879 

d. 18. Novembt. 

14. Florianus Ciaglowaki, nat. Polon., ab a, I85i-i«57. Obüi 187« 
d. ft. Aprilis. 

15. RobertttS Pinderski, nat. Polon., ab a. 1857-1S82. Obüt 1868 i 
28. Maii. 

16. Andreas Kronenberger, nat. Polon., ab a. 1882-1887. Obüt i 
24. Maii 1888. 

17. Casimirus Grzonka, ab .i. 1888. 



Scriptores. 

Plnres iij-d.nl ira-tru« in mooiwtorio noatro, qui opera scripta reliquvnnit, 
i]Uoruro ali» edit» sunt, all» man »scripta consarvantur. latcr insigniorsa nii- 
merandi sunt hi: 

1. NicolaU8 de CraCOVia, mit. Polon., iu-r"-.^!- in monagteriiun Mogi- 
k-nse a. 1452. De vita ejus nibil ampliue uotum (ist. Ejus opera KVut liaec; 

a) „I.iber Mtnui*trrii I'litrae-Tumhae, in quo pfäfiyMi tlomituint*. approbo- 
tiones Summorunt l''irtlttnjurii. nyHm.iiui^m etccrnilinentur". Cotiscriptusa.l.'SÄ 
Fol. MS. Coiil.inut praeter cojiias bullarnm et alioruiu documentoruin eti»» 
breves aduotationes de vita abbatum. 

bi „Uhronicon mona-iterii CUmu-Tumlxic ordinis { 'tVtrcirwti«-'. 4", MS. Con- 
tinet commentarios de »hbatihus. 

c) Sermonen ab Advent» ad Pasclia", MS. Fol. 

il) Sermones de Beiita Virtjine Maria", MS. Fol. 

2. Wenceslaus Klodowita, nat. Polon. „Ordinaritun ad utrum S. Ordüm 
fixere." US. 4°, 

3. Nicolaus Metner, nat. Polon., professus Lande nsis, professor Sacrw 
Tbeologiae in Collegio Mogilensi et actualis Regens provinciaüa Studii. Otnit 
1750 d. 13. Aug. 1 ) Scripsit: 

„Annalia", in fol., complectimtur facta historica tarn moaastica quam pro- 
l'ana ab a, 1695—1750, a p. 1—65. In üne buius oporia : „Recapitulatio gentar*** 
a p. 1-14. 

4. SebastianUS KietczeWBki, nat. Polon., prior Mogil.») Natus a. 1683. 
Ingressus in Onlinew Mogil. 5. Martii 1645, proi*. 20. Maii 1646. Primum custos 
monasterü per annos 10, dein subprior per a. 6, postea prior et Administrator 
parochialis ecclesiae Sti. Bartholomaei in Mogila, Obüt 1683 d. 20. FebruariO 
Hjusdera opera sunt haec: 

a) „Serien priorum Clarae-Tumbae seu Mogilensium ab anno Domini Mitiesimo 
quingentesimo vigeximo xecundo, quo Dominus Erasmus Abbat regime* aeeepU, 

■JLibermort, monast. Mogil. — ') Acta archivalia Clarae-Tumbae. *)Liber 

mort. monast. Mogil. 



311 

impcritantium ; brevis Ckronici vice nunc primum cfmcinnalu". In tblio. MS. Com- 
plectitur facta historica claiistralia el. natiotialia ab a. 1522—1678. Sunt egre- 
giae n otitiao bistoricae. 

b) „Hixtoria Clarar-Tumb'ic" . In tblio. MS. Uomplectitur exacus et seiunctaa 
rcsabbatum Clarao-Tumbae usque »d abbatem Denhotl'; reiiquae jia^hiae< 1 1) 
ut videtur aliena manu sunt eonscriptae. 

ü. M. Simon fiOSiecki, nat. Polon., proi'easor eloquentiae et philoso- 
phiae in Collegio Mo^ilmisi pro edunatione clericoruin Onl. Cisterc. totius 
Poloniae. Scripsit: „Oratio in taudem 1). Btrnardi abbatü Claraevallü" . Craco- 
viae in oificina Fr. Caesari a. 1646. 4".») 

fi.TheodorU8,uat. Polo[i.,proto.Hsiif<Mot;ileiisis,postpi'ii.rBb:*(ijQviensis. 
Scripsit: „ihjmnij; cztfeiq .■;. mhinoin Cisterxkiemu wiaAnic naleiyce, czeitctQ te'i 
intJim tlaciiuku'h /,r:i:lo •out" . MS. 4". Curit.inel plus quam 60 hymnos eccle.sia- 
sticos tarn in Bnsviario Romano quam Ci.stui-einnsi usiiatoa, rhythmo polonioo 
exaratos, cosque typiH non mandatos. 

7. M. Kostecki, nat. Polon. de i Paweze acripsit: 

a) .Jtazania". 1 vol. 4". a. 1675. MS. 

b) Loci commune« in mriis variomm vrtbodoxorum aut/iorum librix appro- 
bulis et cmsurati* luslmli, MS. *, lljöl. 

8. Andreas Karp, nat. Polon., prior Mogilensia. Obiit d. 8. Decembria 
1678. Soripsit: 

aj ..lAilnui iciliircznu-brsmiiiai n<i nrw:;ij«(>: lioyi rmhice Panny &tm\t'i w 
]nme</iryc:n;)i:ii . . . Kazanincb wi/cii/r/unwi, <i Uni, :a /»i.'vrutinfm :ii:ur-chnnii-i 
prter W. X. (inbryeta Markicwic-a teaoi Kunwcntit pmfrumi proirincycy pols- 
l-iej : saniimii moijiUhi-y z iliruiUiesUi pirtii/ *tr<m injnvMiina. Roku 1695. Tom 
pierioeiy m h'rakviirie w drukurni U&ot aja St hcn/lia J. K. M. ordyn, typografa. 
Fol. p. Ö26". Sunt fni-Pf^ni.' <>imi;iono.i, comparatione« tain ex SS. PI 1 , quam 
quotidianis exemplis pomplectoutes, Silvio seleuto et ob>qiieiiti scriptae, a vor- 
hin alicnigunis, .sc. huiuis, iuxfn. .:<iiimil-.-I uiUimmh illiu« aevi non vacuae. Logen- 
tibiis Ro>iriciiim et Tboiuam »Keui[>L8„deImit«t.ioue"in inemoriam revocanl. 

b) , JJyamenty na ozilobt KokiioIu Judniii/i •ii:. Iisi^iny pulsknj na Strado- 
miu jirzy Krakourit, prey vrotzytitm p<i*wnxt-nia nkcte ie Ka^umu ojUirouxmc" . 
Krakow 1674. 4". p. 56.») 

9. PraemislailS Domiechowski, nat. Polon., de arrois Prauwtei'c, prior 
Mogilecsis, dein abbas Ciricensis a. Ifi55') (1668). Scripait: 

„Zcbranie priyieiUjöw, iask i odpui.li/w *laTocltntmrtjo i pr:esamitijo braetina 
Szlitipltrrza #. bto'jottuiritjnij /.mini/ Mori/i z i/iiry Karmelu". Krakow 1650. 4°.*) 

10. Miirtimis Biaiobrzeski tiü axnÜB AÖJank, al>ba.s regularis Mogi- 
lensis, nut. 1520 in i-ilUi !ii;iii..}>iy.i^i. i'i-ni'i'ssioiuiui ii-';it ■ n iiioiiiistorioSulejöw. 
AbBolutiRBtudii.s in univerüilÄteCracovieii.si et isacerdotio iiutiiiiusnuminatus 
est Uonservator privilegionim ejusdiMn soholae et eanonicus gremiaüsCracov. 

*) A. Jocher II. p. 453. n. 5285. „Obraz bibliograticzuo - hiatoryczny lite- 
ratury i nauk w Polsce". — *) Joolier II. p. 41S ti. 4840. — »j Acta Archivalia 
raonast, Mogil. et Eucyklopedya Kosciobia, Ks. M. Nowodworski. Tom. HI. 
p. 605. Warsaawa 1874. - *) Jocher m. p. 486. n. 8881. 



JCtrinam 

5 lirmi.- 



Au. 1566 oonsecratus epiwcopus sufirag. Cracov., a. 1577 institutus C 
censis episcopus. 

Fuit vir vere eruditus et zeli apostolici tarn erga monasteriuni qm 
oves sibi comnii-s;is,stiHlinsLssimus; aiiwtusa reg'.i proptii \ 
et integros mores. In lit«ratura polooica qua scriptor polemieo - religiosus 
lamossimus. Opera eius splendore, aubtilitate et evaiigelica dulcedine clan 
non semcl typis maudiu« t'uerunt. Viri doeti uti : C. Mecherzyiiski, Bentkowski. 
Zdanowicz, Szuj.-ki, Winzuhiwski et alii multi laudaliiliter de eo loquuntur 
eumque comparuiit cum Cl. Bourdaloue. Scripail : 

a) K'tLihuui. iillm irirrrun'1: itruii'ri iimtr;/ (7ir.-r.Jt lijuii-J, i-'j tBedU nauki I'inul 
Jecusa Chrt/nttma, ApottoMw Jcgu y KuAtuAn .Irt/u &wu. <•</», przeciwko uuaytti ' 
obfrdlwQsaum li'nh <:-"■■'■"■ )»ir:<i /»■:</!> '--t/!. linhn MllLXVIT.'j 4°. 

Opus hoc in forma dialogi scriptum contra 'IVitheistas fUmi 
deDeo in Poloniaspargenles. Stylus auccs-sibilis, clarus et in probando ti 

b) „Ih-lliO'lurn r„nft •-•<<■ iliuii'i I)ro f/urm VhristiutH Catholici CTtduttt, aditrant 
et invocant ex 8. l.ittrri* dexcrijita. Adixrsu* «MM) Samu-sateni, Arij, Am- 
m\j, Ncnlori) et mmilni,,, Immr-i ■. ■ ( Iil't-.jihemku, li'it; tXtttmO in/uelit.1 Miceiiiu ab 
iHjaiti- rcvaaita*. Atljrrla isl *uh jini-m lihrlli eirum timfulittio qut nniimn am 
cor]ioriht<H txtingui cummenli sunt".*) Anno Dom. 1577 inipn.'ssum Craeoviac 
per Andream Pelricorium. — FirmLs et aplio argumentis ex S. Scriptlira et 
SS. Patribus refotat auetor ooster «uetam Arianoriuu seu Soaiw 

C) Kazunic n prrjpmotpimiu Vüila i Krirtr l'tin/i Jr-um < 'ArygfMMJ jkkI jedwt 
omba?) Krakow 1579 w drukami Andracju Pioirkowcnyka. 

d) {'nullit vrth'i'hi.r" tu /'•! i ri/tfin I Sm 'enli/cil !:'■■ ry< h y £wi*l 

uroayxti/ch tia caty ruk. Z pisma iiet^tego ;/ -' Doktardu SWi Mb /"."Uiaeduiego 
■ wmlkii jimai .ibniitti j tu inline irirrni/cli lurhi cht r.sctjtiii.'JcitJl 
ii'i/w-iiiiii. '.'..' ■!( pii-rirs^n uil AilwaUu du WieUeimf mit;/. II" Kral 
L'Kiirzim-rj MDLXXXL l'wMk ullm w/Uml Sitirnli/i-h l'J imingtüjf od Wtdhn 
nucn <lu Aäwmtu. ('-';.n irtiira*). Iliidöin. Postilla baf-c uat inu.o -pi-etatio wi 
potina oxpoaitio veritatum Hdei olirist ianao. Fidolibus et lirniis nrynitiiriili; 
innixa et cimnibus adaptata exjilaiiatio veritatum riacrarum in hoc Ü 
movit apiscopos Polonicug, ut eam iu syuodis provinmjdibua ^liiiiiu postedi- 

tioiiem clero suo commendaiciii. '1' j II' luiiu- <.pcn.s mlilit n~ .■.: -■■■i: 

ejusdem auctoris, liabitus In LUm-ru .Sigiäiiiiimli Augustj, ruyis Pulonia«. 

'.;.) /'i'i~>ut::J:i ij iiwillitirii ii<ibu:nc njmniidzuHc du .spiiwuniu ;/ im.u-icuKi «i 
pwlczus iiiojny. Seeundum opinionem uotmultoruin opusi;uhmi hoc tial intar- 
pretatio operis alj alio auetore sciipti. 

f) Cennura de mplu in ivtlum cumcuijion CHHtudam imcllae Critcüeiii, f 
Estvebeiuei]>ilrii : tiii^i <ii-il.ivaui>utt-a dispersam in vidglis ialjiilM.ni de 
quadum cum corpore ut aniuia in coelum rapta*). 

g) Kniifiecika u tunckiej Midi i/.jiy iirwirensach'). 
h) Julia i Tobianza liiatorya imernzem, 

Stephanus Bandurski, nat. Poloo., natna 17. Aprilis isn, indutu» 
habitu mona*.tico 23. Aug. 1832, professus 29. Aug. 1834, ordinatus p] 
8. Decambriü 1B36. Scripsit: 

*j Jocher n. p. 197, 2775. - •) Ib. II. p. 211, 11918, - >) 1h. IL p . 3is 3&H. - 
*) Ib. U. p. SU, 4441. - ») Ct'. Jocher IU. p. 276, 7252. - «1 Ib. U. p. 624, 4441 



313 

„Cudowny Pan Jezus w Koäciele XX. Cystersöw w Mogile" Krakow 1866. 8°. 
Est brevis descriptio originis thaumaturgi Crucifixi in Capeila ecclesiae mo- 
nasterii Mogilensis collocati; adjectae sunt breves adnotationes historiae 
monasterii. 

Andreas Kronenberger, prior, nat. Polon. Nat 28. Decembris 1849 in 
Lacko (Galicia). 

Neo - Sandeciae finitis scholisgymnasialibus Tarnoviae per tres annos disci- 
plinis philosophicis et theologicis vacavit. Mogilae indutus est 24. Octobris 
1872. Finitis in universitate Jagiellonica studiis theologicis ordinatus est pres- 
byter 29. Aug. 1875 et professionom emisit 20. Aug. 1876. Priusquam prior 
electus est, explevit munus bibliothecarii, magistri et subprioris. Fuit vir vere 
zelosus circa oves sibi coinmissas ejusque cura et studio monastica disciplina 
in priorem rigorem restituta est. Obiit apoplexia cordis tactus. Scripsit : 

a) Wiadomoäc o wizerunku cudownym Pana Jetusa v) Koiciele XX. Cystersöw 
w Mogile. Krakow 1882. Opusculum cuntinens auctas notitias de thaumaturgo 
Crucifixo Mogilonsi. 

b) Zdrowas Marya w 30 rozmyslaniadi majowydt Lwöw 1877. Piae considera- 
tiones pro mense Maji erga B. V. Mariam 

c) Czy istnieje prawdzitvy wizerunek Chrystusa Pana % gdzic go szukaö. Krakow 
1878. Historia critica verae eftigiei D. N. Jesu Christi. 

d) Kilka uwag o stosunku filozofii de religii. Lwöw 1877. 

e) Das Cistcrcienser-Stift Mogila. Eine monographisch Skizze. Separat- Abdruck 
aus dem „Cistercienser-Bucli" von S. Brunner. Würzburg 188 J. 

Praeterea secundum adnotationes monasticas et chronicales extiterunt 
alii viri docti in inonasterio Mogilensi, qui opera scripta reliquorunt. Sunt 
autem hi : 

1. Joann68 Wartenberg, vixit temi)ore abbatis regul. Petri Lipko, vir 
magnae pietatis et doctrinae. Scripsit: „Horologium animae u . x ) 

2. NicolaUS Brygör, vixit tempore Pauli Paychbinier, abbatis reg. 
Scripsit: Speculum historiale catlwlicun summa Confessorum*) 

Tempore Petri Hirszberg abbatis vixerunt monachi duo : Nicolaus et Geor- 
gius, pictores et iüuminatores dicti. Confeceruut libros chorales, quorum erant 
duodeeim, folia ex pergamono, scriptura gothica, eleganter coloribus atque 
auro ornati. Hi libri constabant mille ducentis cusis imperialibus, ut acta, 
Monasterii loquuntur. „Pro certo iiabeo, totain ecclesiam regulärem non 
habere similes libros integraliter ad totum Officium secundum Missale et 
Breviarium". 8 ) 

*) Cf. Obraz zycia i zasl. op. mog. K. Hoszowski. p. 17. — *) 1. c. p. 21. — 
*) „Annalia" Nicolai Metner p. 41, 42, et Kastawiecki „Slownik malarzöw pols- 
kich", Warszawa 1850. III. p. 328. 



VIII 



SER1ES ANTISTITUM MONASTERII 



SZCZYRZYC 



CONSCRIPTA 



FKK 



P. THEODORUM MAGIERA 



Series abbatnm Szczyrzyrensinm. 



özczyrzye (Cirieium sive Scirium) monasterium in Galicia 
situm est in topamhia Liuianovensi, cirr.uln Sandeeensi, decanatu 
Tymbarcenai, dioecesi Tarnoviensi (o)im('racoviensi). Auctorem 
habuit „Theodorum Cedronem de domo <Tryphonum eomitem in 
Ruszcza, palatinum Crafiovionsem" ; sed quo anno eonditum ait, 
parum eonstat; Dr. Leopoldus Janausehek (Originum (Üstercien- 
siura tom. I, 243) cum eis Jacit, „<pä Botrimn ad annum 1239 re- 
ferunt". Monachi ex monaaterio Andreovienwi areesHiti nunt. Ini- 
tio hi fuerunt in conditoris villa haereditaria Lud/.mierz, quae 
sub montibuw Sarrnatieis prope oppidnm Nowytarg fNeoforum, 
Neumarkt) fluvio Dunajec adjacebat; anno autem 1245 propter 
perpetuas praedonum inourmrjnes in villani Szczyrzyc traducti 
sunt, quam ille a Sulislao, eanonico Cracovienai, centum marcis 
emerat. 

Huic igitur r-of-nobin, quod olim iibbatia l'uit, nunc prioratus 
est, hi abbaten praeiueruTit: 

1. Thesselinus (Thielinus, Thecelinus). qui anno ISW memo- 
ratur (diplom. Boleslai regio) ideoque et in villa Ludzmierz et in 
monaaterio Sürzyrzyr.ensi vixit. 

2. Petrus I ad annum 1273 floruisse traditurfMonum. monasterii 
Mogilensis). 

3— Ö- Oui qui auccesserunt quatuor abbates ignorantur. 

7. Thibaldus, 1304-1312; eius nomen in privilegio Johannia 
Gozdawa Muacatae Silesii, episcopi Cracovienais, anno 1304 dato 
invenitur. 

8. Nicolaus I anno 1312 monaaterio prael'ertua eat. 

9. Dionysius circa annum 1327 praefuit. 

10. GregoriusI, 1334-1353. 

11. Hugo, 1353-1373 ; in diplomate anno 1369 dato memoratur. 



12. Hemicns, IBM— 1882. Sub hoc abbat« praedia sub inonti- 
bus Sarniaticia sita fisco regio »mit vtndkata. Cuius rei causa 
fuit, quod abbaa Judaeum, clmstianaro qiüdem religionem profi- 
tentem sed nummoa adulterinos cudentem, quamquam a Ludo- 
vico, rege Polouonim, ei iraperatutn erat, iudicibus non tradidit. 
Postea duo taut um vici, Lud/mier?. et Krauszöw, recuperati sunt 
(Diugoaz, Lib. heneficiiirum). 

13. Jacobus UDO 1382 jiraelect.ii» e»t; quo anno ad sedem Än- 
dreoviensmn transmigraverit., non cniisttat. 

14. Nicolaus II rognomme Kuchorabski 'Je arinia Oatoja, pro- 
feswus And reo vi eii sin, anno 1408 memoratur (diplom.) et circa 
annum 1413 abbas Uuprivnirensia faetus est. 

15. Petras II ßorko, professus Andreoviensis, in annalibus mo- 
nasterii munus abbatis circa 1431 obiisae traditur; «ed recüus 
Dr. Ketrzyi'iski dixiaae videtur, eum iam circa annum 1413 mo- 
nasterium Xzczyrzycense rexiase (cf, etiam Biblioteka War- 
szawska lM, r >0, 432). 

16. Gregorius II circa annum 1438 memoratur (cf. Bibh'oteka 
Warszawska); obiit 11. Augusti 1438 (Lib. mortuorum monast. 
Mogilensis). 

17. Nicohium III inrle ab anno 1439 usque ad annum 1443 prae- 
fuisse Dr. Ketrzyriski auctor est; in annalibus monasterii circa 
annum 1439 vixisse dicitur. 

18. Gregorius III (in annalibus monasterii II), professus An- 
dreoviensis, anno 1-148 abbaa f actus est. 

19. Nicolaus IT circa annum 14G1 (Ann. monasterii) et annum 
1467 (diplom.) commemoratur. 

20. Stanislausl circa annum 1469 invenitur (Ann. monast; 
Bibl. Warsz.), 

21. Johannes I circa annum 1481 legitur ( Ann , monast.; Bibl. 
Warsz.). 

22. StanislausII circa annum 1489 praefuisse traditur (Bibl. 
Warsz.). 

23. Matthaeus (Matthias [Bibl. Warsz.) circa annum 1490 
fuisse perhibetur (Ann. monast.; Bibl. Warsz.). 

24. Lanrentius, professus Andreoviensis, circa annum 1493 
adfertur. 

25. Johannes II anno 1502 commemoratur (diplom.). 

26. Stanislaas III, profeasus Mogilensis, circa annum 1608 ab- 
batis munere functus est (Bibl. Warsz.). 



319 



27. Johannes III anno 1509 memoratur (Ann. monast.; Bibl. 
Warsz.). 

28. GregoriusIV in annalibus monasterii anno 1518, in Bibl. 
AVarsz. anno 1626 com memoratur. 

29. Johannes IV abbatia munere, quod anno 1525obiit, postea 
abrogato anno 1628 paroehiae LndÄmierz praepoaitus est ibique 
vita ilecessit, 

30. Stanislans IV Craeoviensis, professus Mogilensis, tempori- 
bus Erasmi Ciotek, abbatia Mwgilensia, ad Szezyrzycensem abba- 
tiara gubernandam evoeatus esteiusqueanno 1530 (diplom.), anno 
163b (Janota, Diplom. Hogüena.), anno 1646 (Act. terrestr. terrae 
Cracoviensia) mentio fit. 

31. Johannes V Janowsky de .«tirpe Janina, professus Andreo- 
viensia, anno 1540 die 5. nwntißAprilisafratribusabbasSzczyrasy- 
censia electua, anno 1671 die 1U. Marti i mortuua est. Hie praedia 
Mogilaiiy, WtOMD, GHogOQSäw praediis AVilkowisko et Racibor- 
zany permutavit. 

32. Stanislans V Bnkowiecki de stirpe Drogoalaw, professus 
Vanchoeen8ia,anno 1661 abbaaconstitutuaesfcj Cracoviae mortuus 
prope G'rac.oviam Casimiriae in aede a. Catharinae est sepultus. 

33. Petrus III Borowski de atirpe Prussl, professus et prior 
Andreoviensis.Higiainundo Auguato, rege Polonorum, proponente 
anno 1665 abbas Szczyrzycensis f actus est. Quo regnante anno 
1690 professus eat, qui ei successit: 

34. Joachimus I Cieniawski, Casimiriae ad Craeoviam natus; 
hie abbat.is munua anno 1592 obiit, 16 annoa regnavit, anno 1607 
die 11. menais Augusti mortuus est, 

35- Stanislans VI de Drobojöw Drohojowski de stirpe Korezak, 
in regione Premiabensi natu«, canonicus Gnesnieneis, Sigismundo 
m rege auetore anno 1607 abbas subrogatua eat; obüt Cracoviae 
6. Septembris 1G32; sepultus eat in ecclesia Szczyrzycensi. Qui 
postquam professus est, tanto studio mores ac bona augendi floruit, 
ut oranes tere abbates a regibus praesentatos et monasterio quasi 
intrusos superet eiusque memoria otiam hodie retineatur, prae- 
sertim cum anno 1620 monasterium etecelesiam,quae adline sunt, 
aedificare coeperit, 

36. Remigins Lukowski de stirpe Jastrzebiec, filiua Alexandri 
vicecapitauei Craeoviensia, auetore VI adislao IV rege ex coadiutore 
canonicatus Cracovieusis anno 1633 sex mensibus, postquam Dro- 
hojövius mortuus erat, abbas Szczyrzycensis läctus est; mortem 



j$20 

obiit 26. Novembris 1641, undequadraginta annos natus. Qui anno 
demum 1637 die 4.mensis Febraarii, ubi a Leonardo Rembowski, 
abbate Pelplinensi, admonitus est, ut vel habitum religiosum in- 
dueret vel honore abdicaret, anno probationis peracto in mona- 
sterio Mogilensi Johanne Madalinski, abbate Landensi, praesente 
factus est professus Szczyrzycensis. Cum vir esset eruditissimus, 
aproceribus electus est, ut in sumrao regni tribunali Petricoviensi 
et Lublinensi sedens iudicis munere fungeretur. Sub eodem aedi- 
ficatio ecclesiae et claustri continuata et anno 1644 finita est. 

37. Joachimus II de Mstöw Mstowski de stirpe Szreniawa, pro- 
fessus Mogilensis, postquam Patavii summos in theologia honores 
rite impetravit, prior Van chocensis, posteaMogilensis,Vladislao IV 
auctore abbatiam Szczyrzycensem regendara suscepit; annos 13 
munere functus anno 1653 die 24. mensis Februarii annos 72 agens 
diem supromum obiit et in ecclesia Szczyrzycensi sepultus est. 
Sub ipso praediorum pars maior et monasterio propinquior men- 
sae abbatis, pars minor et reniotior conventus attributa est, quae 
quidem divisio initio magno commodo erat, sed postea maximo 
incommodo, cum ultimo abbate mortuo bona abbatialia, quippe 
quae non ad monasterium, sed ad abbatem pertinerent, fundo qui 
vocatur religionis vindioarentur. 

38. Martinus de Pawlikowice Pawlikowski de stirpe Cholewa, 
anno 1626 sub Drohojovio abbate professus in collegio Calisciensi 
S. J. studiis philosophiae et theologiae operam dedit et, ubi per 
annos 18 honorem prioris, per 17 coadiutoris abbatis Mstowski 
gessit, per triennium abbas fuit; pietate insignis mortuus est 
anno 1657 die 27. mensis Januarii. 

39. Christophorus Lipnicki de stirpe Hotobok, plus sexaginta 
annos natus Johanne Casimiro rege auctore ex professo Andreo- 
viensi abbas Szczyrzycensis factus est anno 1657 die demum 10. 
mensis Septembris, cum sedes abbatiälis propter tumultus sex 
menses vacasset, sed iam post octo menses laboribus belli confec- 
tus mortem occubuit anno 1658 die 3. mensis Maii. 

40. Praemislaus Domicchowski de stirpe Prawelzic, professus 
Mogilensis, a Johanne Casimiro rege commendatus anno 1658 die 
25. mensis Junii abbatiae Szczyrzycensi praepositus est; antea 
monasterio Mogilensi subprior et prior, deinde ecclesiae Wado- 
wicenci etWozniensi praefuerat. Annis 1668 et 1666 decimasma- 
nipulares villarum nonnullarum mensae conventus concessit atque 



cens 



321 

anno 1480 vülas Ludzmierz, Krauszow, Rogoinik conventui ad- 
■ I i\i i . Saepe Craeoviae in basilica PP. S. J. in festig golemnioribus 
eoncionatus est ibique anno Ifi84 Johanne Malachowski, episcopo 
Cracoviensi, praesente iubilaeum saccrdotale celebravit, unde do- 
inuin reversua paulo post die 17. menais Mnü annum 82. agens 
mortuos est. Abbas vere magnus primua fuit „Suae regiae Maie- 
atatia seeretarius". 

41. Nicolaus V de Romiszowice Romiazowski de stirpe Jelita 
Sariusz, professus Szczyrzyeensis, Johanne III rege commendante 
anno 1084 Domiechowskio abbati, euius coadiutor anno 1682 fue- 
rat, successit. Mnnere abbatiali per annos 46 functus anno 1727 die 
30. mensis Augusti mortem obiit. Sub eo Sueci omnia fern vastarunt 
et diripuerunt, ut rnonachi in maximas angustiaa adducerentur. 

42. Josephua Alexander de Gurowo Gurowski de stirpe Wczele 
anno 1727 die 17. mensis Noveinbris honorem abbatialem nactus 
esthocinodo.VixinmonasterioPelpliiit-ii.'ii prol'essus erat, cum Ale- 
xander Benedictus Gurowski, abbas Bledzuviensis, patruus eius, 
invitiamonachisSzczyrzycensibusperfecit, ut hie dignitatein abba- 
tialem nanciaeeretur ; dein de ubi ordimbus sacria initiatua eat, ab 
eodem vicario generali solemmter benedictus et inatallatus est 
anno 1728 die 14. mensis Septembris. Abbaa f'aetus eodem patruo 
auetore per tres annos Pragae studio iurium operam navavit. Re- 
versusin monaateriuni abbatis oiöcio defuit. tjuapropter anno 1787 
die ü. mensis Decembris a Nicoiao Zaleaki, abbate Olivensi, vicario 
generali, honore abbatis adempto in monasterium Pelplinense re- 
missus eat, ubi anno 1748 die 28. mensis Julii morte oeeubuit. 

43. Franciscus Gerardus de Eistenberg Pastorius anno 1690 
prope Gedanum in villa haereditaria Smegorzyn natiis, ubi Bruns- 
bergae diseiplinis humanioribus studuerat, anno 1710 in mona- 
sterio Olivensi professus et anno 1727 sacerdoa f actus est. Deinde 
postquam cum Francisco Sapieha, Coprivmcensi professo, postea 
abbate, tres annos Romae fuit, in monasterio Olivensi muneribua 
provisoris et prioris eat funetua. Sed cum Gurowski abbatia ab- 
dicare coactus esset, petentibua fratribus Szczyrzyeensibus etin- 
tercedente Nicoiao Zaleaki, vicario generali, auetoritate apoatolica 
abbas Szczyrzyoensis subrogatus anno 1738 die 7. mensis Aprilis 
et a Bemurdo haszewski, abbate Andreoviensi, in gtaJ latus est. Cjui 
poatquaai monaaterio anuos 14 magna cum laude praefuit, annos 
Ol natus 14. Septembris 1752 mortem obiit et. inecclesiaRzczyrzy- 
censi in auo mauaoleo, quod adhuc exstat, sepultus est. 



44. Florianua Andreas Ootartowaki de stirpe Zeliwa, in Bo- 
russia anno 172» loco nobili natu», Ge'lani litteris human ioribas 
;-:::■ I'iir. et anno 173S in monasterio Pelnlinenai professua est. 
Anno 1752 die B. Maii ex secretario provinciae abbas laetus praen- 
dente Hieronynio Turno, abbat» Pelplinensi, vicario generali, -fif 
20. niensia Auguati a Stanislao Leaki, episcopo Culinensi, ante* 
abbat« Pelplinensi, benedictua, die 13. mensis Octobris ab Adal- 
borto Zieinuicki, abbat« Andreaviertsi, instai latus est. Anno 17S2 
die 24. inensis Julii coadiutor abbatis Pelplinensis arcessitus, «mo 
1760 ad abbatiam Pelplinensem promotus, anno 1772 die 17. men- 
sis Augusti commissarhiB vicarius et visitator generalis el«c^ue 
est. Sub hoc abbate anno 1765 die 21. Jaimarü monastonuiu, ec- 
cleeia, domus abbatialis igne i-nmbusta sunt. 

45- Romiialdus Jabionowski de stirpo Nalt'oz, prot'essiis An- 
dreovienöis, postijuain Gortatowaki us abbas Polplini tactus Ml, 
anno 1766adabbatiamHzozyrzyceiim.'niascendit: mortuusostaiinu 
17Ü8 die 27. mensis Augusti. Is tuonaatorium cum occleaiü-t ioot 
abbatiaü igne vaatatum in pristinum ac meliorem statum r*degit. 

46. Josephus Onuphrius I ir/vinistawaki de stirpo Pm^sl. 
prot'essiis Prcmetensis, postea abbas Visticensis, denique abbas 
Szczyrzycensis. Mumoratur inde ab anno 17H:i (30. Martii) usque 
ad annura 1798; morti-in obüt 1794 die BÖ. mensis Döeemi 
mne abbas BzczyrzycensiB (Lib. moriuomm monaat. Mogiiensist- 

Hoc abbate mortuo conventus Szczyrzycensis sab iurisdictio- 
nem abbatis Andreoviensis subiunctus tenebatur, donec anno löOa 
inrisdicti onis potestas cpiscopi Tarnoviensia facta est. Bona wi 
mensam abbatis pertmentia, quae per Tachirsch de Siegsstätten, 
capitaneum Neosundeeenaem, i'undo qui vocatur religionis attri- 
butaerant, anno 1S06 ad comitos Dzieduszycki pro bonis salin»- 
ribus tranaierant. 

Ita factum est, ut conventns Szczyrzycensis in maximas angu- 
stiaa adduceretur et usque ad hunc diem soliua Dei misericontia 
et providentia conaervaretur. Nam praeterquam quod convettoi 
maxima parte fortunarum privatus erat, monachi superiores sibi 
intrusoa aegre terentes parum vitae monaaticae indulgebant. in 
parocbiis saecularibus curae animarum praeesse atudebant, domi 
cultni divino et administrationi rermn minorem operam navabant. 
His rebus usi summi magistratua rci publicae circiter a. 1818 «1 
ipsum eonventum suppressuri tuernnt, niai is quotannis ee pro 
gymnaaio Neosandecensi 3000 fl. soluturum esse protniaisaet. 



II. 



Serif» Prioruni Szczyrzycensium. 



1. Quirinus Domaradzki, natiia anno 1768, profeaaus Wagro- 
viecii anno 1782,saeerdos 1789, ultimo abbat i aucceasiaae traclitur, 
ut mauere prioris füngeretur. Prioratum gerens memoratiir inde 
ab anno 1799 usque ad annum 1804 ; quo anno, com in recuperan- 
dis bonis abbatialibus a iratribus parum adiutus eaaet, ad curam 
animarum in circulo Tarnovienai ae contulit, 

2. Gerardus Zimowski, natus anno 1763, professus 1785 Lan- 
densi in monasterio, sacerdos 1792, anno 1804 die 26. Auguati Prior 
constitutum est; verum sub finera anni 1*114 reraotus esse videtur 
eique suceeaait anno 1815 

S.StephanusMrozek, natus 1781, professus 1805 inmonaaterio 
Szczyrzycensi, Prior fnit usque ad annum 1819 ; mortem obiit in 
Czerniowce circa annum 1842 munere capellani castrensis tiinctus. 

4. Thesselinus Henkel, natun 1783, professus Andreoviensis, 
Prior Szczyrzyeensis 1820-1823. Sub eo omnea monachi excepto 
uno frat.re converso in parochiis saecularibua euram animarum 
exercuisse traduntur. 

5. Gerardus Zimowski anno 1823 die 14. Noveinbris Gregorio 
Tboma Ziegler, episeopo Tarnovienai, canonice visitante iterum 
Prior c-onstitutus est fuitque ad annum 1884. 

ß. Victorinus Bitzan, professus Altovadensis, Prior Szczyr- 
zycensia fuit 1884- 1849, Arcessitus est a Francisco de PaulaPistek, 
episeopo Tarnovienai, qui anno 1832 die 8. Auguati monasterium 
Szczvrzyeense canonice visitans, ut et diseiplina et rerum admi- 
nistratio restauraretur, necesse esse viderat. Is cum Cajetano 
Hruachka, eiusdem inonaaterii profeaso, qui mnneribus paroebi et 
magistri novitiorum fungebatur, summa cum laude id quod eis 
propositum erat perfecit. Post 15 annorum indefessum laborem 
ambo in Bohemiam redierunt. 

T.Placidus Szczepanski Prior fuit 1849-1853, quo anno propter 
infirmitatem valetudinis abdieavit. Vir pius atque omnibus carus 
pri mus a Iratribus electus ad munus Prioris promotus est. 

8. Vincentius Adalbertus Kolor, natus 1825, professus 1847, 
sacerdos 1848, una voce anno 1853 die 24. Novembris Prior 

21* 



declaratus est, sed iam anno 1861 propter infirmitatem valetndinia 
abdicavit. 

9. Alexander Antonius Czopek, natus 181G, prof'essus 1845, sa- 
cerdos 1847, anno 1861 Leopold o\Vackar£, abbate AJtovadensi et 
visitatore, praesidente a fratribns Prior electus est; vita decessit 
anno 18(19 die 9. Novembris Cracoviae ibique est sepultus, Sub 
hoc Priore pars bonorum abbatialium redempta est. 

10. Vincentius Kolor anno 1869 die 11. Novembris praesiden- 
tibus abbatibus AugiiHtino Steininger CJaravallensi et Leopoldo 
Wackarü AJtovadensi a fratribiis iterum Prior electus est et oaqae 
ad hunc diem monaeterio praeeet. 



IX 



HOHENFURT 



VON 



P. RAPHAEL PAVEL 

8UBPRIOR DES ST1FTE8 UND BIBLIOTHEKAR 



Literatur des Stiftes 



I. Handschriftliche. 

Original- Urkunden von 1259-1500. Selbe sind mit. nur geringen Ausnahmen 
auf Pergament geschrieben, erreichen die Zalil von e. 3UO und sind in den 
„Fontes rerum austriacarum' 1 , XXIII. 1065, abgedruckt. 

Liber cemtualis moiuwtcrii AMewdenm aus dem XIV. Jahrh. Dieses älteste 
Zhisbuch i.st auch sonst eine wichtige- Quelle für die ältere Topographie des 
südlichen Böhmens. Ausser der Angabe der Zinse findet man in demselben 
ein Verzeichnis* der Anniversarien für die Gründer und Wohlt häi er des Stiftes. 

Necrologium Alttitaden-ic, im 3, 1479 von dem Stiftsprof essen Fr. Jakob aus 
Gratzen verfasst. Auf den letzten Rlültern verzeichnete er in Form einer 
Chronik Alles, was das Todtenbucii an Nachrichten über die Henvn von 
Rosen berg etil hält, und vermehrte die.sr.-ll ich durch Zusätze, die er nach Ur- 
kunden machte, beginnend nii! dem J. 125'J. Drei andere Stiftacapitularen 
setzten die von Fr. Jakob bis zum .1. 1472 geführte Chronik bis zum J. 1505 
fort. Diese ihrem Inhalte nach so genannte 

Xotienberyiitehi rhrmtik bat insofern Werth, als sin nicht nur mehrere sonst 
(licht vnrlin'lig'j Nachricht am iilierrlir- Herren vihj litpsenborg enthalt, sondern 
auch das Todtenhuch und hauptsächlich das Urkunden buch des Stiftes er- 
0BH| . Veröffentlicht, ist sie in den Fontes rer. auatr. XXIII. 1866. 

Charta*. charikitin abbiitum Uilariemium mmta.it. AUoc. risitartliun anuts 
1320, 1355, 1873 et 1481. 

Original-Urkunden, sowie vidimirte und einfache Copien derselben vom 
J. l.iOl bis zur Gegenwart. 

Antiquux Über vensuum, oder vielmehr „Das äticule Stifts- Urbarium" zu 
nennen, beginnend mit dein J. 1524. Es sind darin auch alte Contractu, Käufe 
U. A. ZU linden ; namentlich aljer vulliiihitllliche gleichzeitige Urkunden aus 
der Kegierungszeit, der Aehte: Chr. Knoll, J. Heider, M. Fab ri eins, Paul Faren- 
schon und Georg Weudsehuh. 

Sthi-itiilai iiroJ~cx<ii/Humrmi**iirum ; hievun zwei in.c.h \ or dem ,1, l'j'2S, ferner 
von IMB-tftf und von 1591 an fast alle. 

Zthent- und Zinx-linjisltr der Stillshcrrschafl Hohenfurt für das J. 1550. 
Original. 

Originalbricfc da Herrn WiUutm vun Bamberg von 1555— 1591, verschiedene 
Angelegenheiten belangend. 



Onginatbricft des letzten Herrneun Honenberg, Fötor Wok, au das Stil t 
furtvon 1593-lbll. 

L'rbarvtm lioiense und l'rii:iliyiu Ho/hIki Ji™»« liunmsi* juhsu Petri Wok 
Uraini per W. Bfrzezan de Bi-zezy 1598. Eine Abschrift von diesem Urigin»! 
beschallte Abt (j. Wundschuh. 

Origira^ifuMAW/YenundiuHoheiiturlevAebleausdeii Kanzleien des) t-tilii. 
Herrn von Kosuu borg und des ürafen Johann von Sorin aus den J. lftt.13— 1012. 
Das „grünt Buch", ein Folio-Band mit MB Bll. Darin rindet sich u. A. Fol- 
gendes I. liiciirjuiiuliiii] der üensdiait Kruiuiiu (u. Kloster Hoheiiliirt; l 
Pfarreien der Herrschaft Kruraauj c. deren aonstige Besitzungen), 2. (jhm- 
dam ab u. lOOb— Ib2-1 hicla notatu digua, dus Still Hoheufurl zumeist ijiiujiI 
oeeononiiea betroilorid. 11 JJu.t l'L'lioVbky',^i:}ii Huus in Vule,-iu but rufli:u<li- 
Vorhandlungeu. Dur Schreiber war der BÖftsprofusso P. Jauob AcJcenMun 
(t !"')■ 

Stißi-lfiplumiit'ir udur Gi^d>;iM<ii';l< dijs Abtes Paul Farenschou vuuiJ. IW.iT 
lAber privileyiortim neu diplomatum M. AUttv. Uoiiauuiuiatus u. ISN iiot ir. 
Tbomam Motsehnik aub. H. D. (iuugulubo Sehe i dinge ro. Subueetuntor: 1. 
Series fundatoruin et beuefactoruin. Mou. Altov., deren Tliateu kur* »«■ 
/i'idiiiL't, werden. 8, Nonnulh* du iiiuuero et statu vi tat- et obitus doininuruiii 
Abbat. Altov. 3. Nomina et numerus fratrutu patruinyM indo » tempore relorui. 
Mou. Altov. —Dur Inhalt dos Codex ist mit Vorsicht zu gebrauchen. 

Stria Gextorum Mcmtirabilium Mun. Altov. vom J. 1257— 1G3S; kurxo Daten. 
Zma-Kcgiuhr de* btißtJt Jlvlunfurt v. J. IfHi). 

Collettanea indulyentutrutn Altov, Mon, ultmcuncijuarum M ( '"HfraUrtMata*. 
Verfasst 1C51 von P. Andreas Winkler. 

Huber über jiriviUyiorum i; ao benannt von dem Abte (i, Wendscbuh, dea 
eraoin Entstehen {Ui-i-j) verdankt und der mich .selbst einen ulpliub>.'lischs!i 
Index dazu vertasste. Unveilüsslich. 

Kigmliändigt Berechnung rfcs Abte» <!. \Vcnd$chuh über seine Reiseauslagen 
zu dem im .1. 1055 zu Oiteaux abgehaltenen Ueneralkapitel — nebst einrm 
li ei liegenden JJiariuui. 

lixtractus liisluriae Wetutscliuliumae tarn fauuliam, quoin abbatiale regimtn 
(ieorgü W. coucernontis; ein gleichzeitiges (o. lötSQ) Fragment. Folgen: KeU- 
tioiies et auüiographieau et tiliae ooüvae quoad gesta et uet-a abbatis ejusdem. 
Acta Altuvadensia all anno 1212—1004 iudustria D. abbatig Qeorgii Wead- 
schuh eolleeta, mit einem Iudex. Es sind !) starke Folio-Bände, in welchen d»s 
gesainmte histoi -ihclif MiiUniid des SUIH:s nusauim enge häuft ist. Sehr wichtig 
und brauchbar. 

JJeduetia prutedionis super mun. Alloo. et Vuron. Kgijenbergicix princtpttw i 
Ferdinando II collatae in quaiituui teneat, tradita D. Advoeato Altovadeas 
|iro direetioue a. 1GU7. 2\l, Nov. Eni hält die bezüglichen Agenden von 1521 bis 
1689 und ist für die Ueschichte des Stiftes sehr wichtig. 

Akten, betreuend die StijLsyütcr: Lziu, Lhota, Sedlo, Stradov und. Wratzui 
(162fl und 1667). 

Libcr privilegiurum mvn. Aituv. Urkunden- Abschriften von 1261— It>ö2 mil 
vielen Eintragungen von Abt U. Wendscbuh. Auf Fol. 390 — 411 findet sielt 
ein VerzeichniaK von 79 das Stift betreffenden Urkunden, die im WittingM« 






Archive aufbewahrt, wurden. Interessant ist auch das Verzuiciiniss der von 
ß. Wendsehuh oonsecrirteu Altäre und Kirchen. 

Biricht dex Nruzdkr Abte* Kuijcn, betreuend die Begebenheiten vor und 
nach der Wahl des Holient'urter Abtes G, Wendsehuh von Zdir vom November 
1687 bis 3. Februar 1688. Original. 

Acta Ituscnberijaasia, bet.reflend diu Plant' lti>srnherg (llilH! IV.), die Kapelle 
Hernlesbruiin und die Kaplunei rkiseubarg. 

Original- Briefe, mehrerer Ordentvisitatorcn an die Aabte von Hobeui'nrt aus 
den J. 1601, 161*, 1810 bis 1634 Folgen: VapUula yeneralia et proe. Urii. Ost, 
und Clutrtae charit. mon. AUuv. aus den .1. 16D1-16BS. 

Original- BritfutiHimtuny aus der Zeit des Abtes Stauislaus (16Ü6-1718). 

UecaUimbc putliai. Seu Ctwturiii Bpigrammatiim veneiabili capit.ulo provin- 
uiali VicariatusBohumiaeS. U. Cist. 'J. Junii el seipj. anno 1701 L'ragae in Col- 
lugio S.Bernardi congregato sacra. Ad singula ejusdem Ven. Uapituli membra 
appropriala aujue huiuillima devotione dieata. (A. F. Auguslino, Ossecii pro- 
l'esso, Vicariatus Socru lario). 

Beschreibung des am 10. J uni 171JU im Stillt Hohenliiri ausgebrochenen 
Brandet und diesen betreuende Acten von ITUU — 1T11. 

Xinnbueli der Herrsdutft llohenfuet, anlangend mit dum J. 1712. 

Relation der zwischen der Fürstin M. lirnastine •/.» Kmmuu und dein Abte 
Starnslaus in puncto de.s Höritzer sinnigen Bierschankes 1714 getroffenen 
Transaction. 

Monaeterii AUuv. Mimvrabümm t. I. et 11. Ad maiidalinn Stauislai Preiutalk 
compilatum a. 1718. Sehr unverlässliek 

Acta atluitu abbatü Allov. Gundidi 172^—1747. 

Original- Briefe der Fürsten und Fürstinnen von Sehwarstenberg, anderer 
hoher Standespersonen und der StiHHcupitiduren an den Abt Candidas uns 
den J. 1722-1747. 

On<jinal- Brief mmmluwj aus der Zeit, des Abtes Quirin (1748-1767). 

Kpitomr Mi.-Uiijrtiliilium. Mon. ,lfl<ji!.,t-\iircliivio,ux actis Allov. aliisnuedocii- 
(nentis, laboriose extraeta, 1749. F.ine sorgfältige Arbeit dos Abtes Quirin in 
2 Üclav- Bünden. 1. Bd. enthalt : Altov. eoeuobii Jundationem, l'utidatoi'um suc- 
cessiouein et supulehrota, vaiias donatione« et gratias Altovado concessaa; 
quaedani nionasterii lala, seriem abbat um u.a. 11. Bd. : Possessionis, praedia 
villas, pagos, pisciuas existentes niib dunnnio Mon. Altov. usque ad, a. 17411. 
ltetn bona olim donat» sed iteruin amissa. 

JVomWMi, Cugnonüua, mitio, paliia, annus, dies ualivitutis, prutcssioliis, obl- 

tus et sepuluirao, aytusvi« BtKgtoti JJtoMlfanft ab mmo 1582—1775. 

Serie« ahbatum Altui: und Atta eunfirmatiuntm et elecUoncm eorundeni cou- 
cernentia ab a. 1008—1767. 

Briefe mm und an Abt Heniutim aus den J. 1767— 17Ü5. 

I'farrei- und Ndtulkhrcr • Urbimcn der Stiftsherrsehat't Hohuiiiurt vom 

J. 177a. 

Compendioaa tum Oriyinutium tum Copiarum vel uliorum scriptoruni pa.ro- 
eAiu» AUi/oadent<ej> atUnentium nutitia. (jescluieben 1778. 

AcUnttückc, beüüglieh auf den Hohen l'itrter St itte pries ter, DocIorTheol. 
und k, k. Professor der Dogmai.ik in Frag, P. XaverF'M; ans den .1. 1787-1805. 



Notuen über Krankheit und Tnit ila Abte» Hermann uml die Wahl seines 
Nachfolgers Oswald N'-umann. gl I— TD Wonfflltelgail von /'. Knr/c&ert Thona- 
jmjimt 1795. 

liriefMimntlunii und verschiedene eigenhändige Aufsatze de» Abte- Oswald 
von 1795-iKUI. ' 

l{Q*cntnrt/i*clic Kronita. Folgt! Urem* dr.vcriptio mon. Attov. cum aUaloj« 
Abbatum (bis ine), .loh. Claveyj. Aus Im IS. Jahrh. 

Cotlectanea von I'. Anton Sebahl {18. Jahrh.J, enthaltend: 1. Seriös aijiha- 
betica Kcligiosorum in MftlWDI AHOY, monutaU int™ Ml« MpoltOntfa. 

:'. Serie« olu legtet) EtaHgiMorum al) anno 1781 in coeincterio paroebifte 

Ali i.v. M'|iiiliiiMiiiL. 'i. I iflim itiiuiu's coei nute normo et eeclesiarum totius j»- 
i u.U.. in- Hon. Altov., mit genauer Angabe der UeHlaiUingspliU«e der Stille- 

darunter anafa KioBbrng und Haaamflatf). 4. Aste) ballt 
aUi'1/i.h:j dei Abtat) lli rnaim und (tamnn Wiadar-OoBfirainaijg uv 

. r ). lii;si:li]'i:il..uiiL;- ili'i . I u I >r'l l'i-icr <\v-> SlilU's lli.ln'iil'iiil. im J. 17.VJ mli 

sprachen Quirin MioU'e und Quida Geyer?». 

ChronkoH Monnslmi B. (Joromat von ffattflied Bftmuty, MS—IM, 

HritfHim.Ht«»,, da A$bf Meto und Valentin (1801-1B&7). 

Ilistoria VoOegü Soc. Jmm Ontm t ovUmtu von 1&S4— 172.:.. < ■ ■ 
pkdN Lichtblau 1804. 

Diplomatische Sammimgen wwt Kxcerpte nun f. B l epkem fftlUlUmi, u.i«.: 
1. Serien abbatum Altov. genuiuis ex fontibus derivata (1259-1826). 8. Reli- 
giös! Altovadunsos auli<|uiores i von 1259 an) ex NeftotOgiQ et alüa ex roanu- 
scriptls eruti. a. Breviculum vitae Vak-m-ini HAOnbsb and Andreas B*ch- 
maun, Abb. S, Cur. [beide Hohen furter Professen), !■ Ai 
Krankheit und T(" I du™ 1' .lulit.n Fi^-bii-, l'iaiiui> in Hohen für t 1 
ff. 1794). 5. Auszug uns iIl'ui ülli-stuii und ernten Waisen buche .l. 
Hohen fürt aus dem 16. Jahrb. 6. Einwurf zu einem Sbunmbmm .(, 
von Rosenberg. 7. Allerlei Briefe hu P, Stephan Lichtblau, wissenschaftlich! 
Arbeiten betreffend (Max Mülauer, Kr. Kurs u. a.j. 

Vollcctw diptomotum dommix de Roambarg a rcgtbu* etc. ml u Domtnu dt 
Höh. atiiidatorum, ex autographiii et copiis autbenticia deaumpta eA 
P. ßt. Lichtblau 1808 .1 IÖU9. ICs kommen bjeraueb Urkunden am fremd™ 

ltic merktcürdiytUit Urkunden den Uitt.-Stifla Ituhen/urt in Böhmen au» 
dum II. .lahrh. (darunter mehrere huh dem Wii.tingaiior Archiv). Ein Beitrat 
aur Beleuchtung der vaterländischen II. -. hi. --T« i ■ - v.m X. \\,i\ M,//,, : . 
Mit einer Vignette und «ahlreiclu'N < li [>1< >inii< i.s'-lnu Notizen nl~ . >,, 
öonen und Urte. (Für dou Druck bestimmt, aber alchl aisofaieiteii], 

Jiepertorium rtatitatum etjurium u primaeva fundationt uw/nc ad nontra tm- 
pora ad Monaxterium AttoauleHne Kpectanlium studio et labore H. Stapfe, ImM- 
blau, 1«17 sipp oongealum- (Alphabetisch verfasst 1 . 

Nccrobiy de* -Stifte* llohmfart; naoli filieren Quellen vernjast ...■ 
t'ried Kühuxij, mit. /.aliln-ichei) diplfiiiiatiMi-.h-ki'itisclieii Notizen. Ks reicht In» 
zum J, lö3t) und briiigi. l'uniilieliu l'.n> ;i^|'lii.ii der hurvorrugeiidea Sülw- 

priestcr. Leider ist. der V ■■" .I.kvIi l'.r -.iii.; ■. \ i..|i ( l 

unterbrochen 



■ 



331 

IHt merkwürdigsten Urkunden und Aufzeichnungen des Stillos Hohenl'urt. 
Ein Beitrag zur Landes- und Ki rr jl len^uscl i i r:1 1 1 1: Bidimens und Oostorreichs. 
Zwei starke Fol.-Bände. I. Urkunden von 1258-1399; II. von 1400-1699. Nebst 
Anderem finden sich auf den letzten Blattern: Aufzeichnungen gleichzeitiger 
Referenten das Stift Hohenl'urt und dessen Aeblo betreuend. Eine sehr sorg- 
fältige Arbeit des P. Siegfried Kühweg, 1848 vollendet und iirsprlinglioh für 
den Druck bestimmt. 

Sammlung der Hohenfurtir StifixurLuiul-en ülnri' fromme Stillungen. Ein Bund 
in Folio von demselben. 

Coda tli/dotitaticuf monaxterii Alttxttth-usis ,■ in 30 stinken Fol. -Banden von 
demselben veriksst in den .]. 1833—1852, Dieser Codex, sonst auch da« Di|>lo- 
matardes Stiftes genannt, ist mit seltener Nettigkeit und kritischer Genauig- 
keit verfasst und begreift in sich das ganze in den voraugelührten Quellen - 
werken enthaltene Material — man kann in Wahrheit, sagen — „ad verbum". 
Alles, wa.« mir irgendwie und wo immer über das .Stiti in ihr umfassendsten 
Bedeutung des Wune.-, geschrieben wurde, hat liier Attfnahrne gefunden, so 
zwar, dass der Forseher mit diesem Werke in der Hand aller weiteren, oft 
sehr beschwerlichen Suche enthoben ist. Dazu ist. noch jeder einzelne Band 
mit einem Index in Kegesten form versehen. 



II. Gedruckte Literatur. 

I.m ■in». Georg: Wairhaftige. und schönt Besclireibung der uralten Kunnt der 
Schreiberei. Laugingeu 1575, (Abt Joannes Heider). 

Punrueky Z Glogol: Ostawu Panxkem. l'raha 1602, (Herren von Roseu- 
berg). 

Kapihiirsky, S. F..: Ilisloria kbiittra Seillecke'ho. l'raha 1630 (Abt Georg 
Taxer). 

Jongt-Mmi» ('., Notitio Abbutiarum ord. ü.per orbem unitern. Coloniar Agr. 
1640. 

Phoenix indneratus sive Origo, Progressiv, et Euersio Mon. Ord. Cist, in 
Bon. Viennae. Aitstr. 1647. 

Baibin, Bnhnwl.: Origints Comitum tk Guttcnxtein. Pragae 1665. (Genea- 
logie der Rose übergor). 

Cmgerins, (i., S. .!., äaetrrimae memoriat inclyti regni Bobemiae Corona« etc., 
und des:'.- Sacri pulvere*. Litomisslii 1667. 

Buceliltus, Gabriel: Germanin to)><!-cliiüno~>L'miiiutogrti/iliicti, Franoofurti 
1672. (Seriös abbatum). 

Baibin, It. I BpUom L. 3. c. 15. p. 285, und L. 4. g. 110, S. 177. Fragile J677. 
(lieber die Gruft der Rosenberger u. a.). 

UetHorabiUa ColUgii arehirp. Pmgmtü ab anno 1635-1607. Pragae 1697. 
{Einige Hohen tu rf er). 

Sarturiu*. Aug., P-: Ci.itcrcium Bis-Tertium. Vetero- Pragae 1700. 

Sota mt/xtica, id est: Thaumatnrgae Imaginis B. V. Mariae in Aula regia 
Historia. Pragae 1711. (Lieber Abt Anton Flamming). 

flu* MerktDürdige Wtcnn. Frankfurt bei .loh. P. Kraus» 1744. (S. 45 n. 112* 
Ueher MS. Nr. CVL, Biblia s). 



Kui-n. Michael: Coltcctiv M^ftonm re 
nm mriortm r tUgl t u onm wü tmm. Ulmae 175S. (I..'i2,IL 119. Ueber die Aeta 

Otto iiml Sigismuuil, und den Slift&]irute>sen SU'jiiiajj). 

Seil ndt, Juli. Juki.».: Jüdischer Merkwürdigkeiten IL Thal, Franklin! 174t 
(lieber MS. Nr. 39). 

Kindermanii, lYjd.: NuchrielU von der Lanoheliuie -■» Kaylitz in Böhme». 
Prag 1774. (Hermann Kurz, yuirin Geyer und Julian Fischer als Schul- 
freunde). 

Pelsel, F. M. : Geschichte der Böhmen. Prag 1779. (S. 386. fitidolnhua, ep. 
Lavatincnsis, iliuht dum Stift« mit. dum Kami). 

Steinhart!, Uli»; l/iplomatisclie ■Sninmluny liistorücltcr Merkvmrdigkeue* 
aus dem Archire des < 'ist. Stiftes fjuur in Mahren. Prag, Wien ujid Lui|- 
(Mdhüiil'rilgc dir fcjtifisitbte u, a.). 

Schaller, Jaroslav: ThpöjwnpMe da KämgrtidM ijohnun. Frag und Wien 
li^',t, (Lieber '.la* Stift und dessen siünintliche Pfarreien und Besitzungen). 

David, Alois: Geographische Breite desStiftes Hohenfurt. Prag 1794, {Auch 
Über die Stiftsbibliothek ; Qulrin Miokl, Hermann Kurz, laid. Teutschnunn, 
Stephan Lichi blau und Xaver Falk). 

Jahrbuch der Tonkunst. Wien und Fray 1796. (Lieber Xaver Falk). 

Präger k. t. Ob, r ! ,<-t,.mU./.e,tu»., vom .1. 1804 X. 76, (Lieber Xaver Falk). 

Annalen da • LiU rtitur und Kunst in den österr. Kaiserstuaten. August lHOl. 
K. 30. S. 47. (Lieber X. Falk). 

Kurz, Franz : Versacli einer Geschieht/ des Bouernkneges in Oberösterreich. 
Leipzig 1805 (8.46; lieber feindliche Einfalle in Hohenfurt). 

Annalen der Literatur und Kumt. Jahrg. 1809. (1. 880 ! U Bbex Ehm. DawSM] 

IU i l!:i in' i-, Max. : JJer Ursprung den Cisterciemar- Stiftes Holten fürt in Böhme». 
Prag 1814. 

Ulabaez, Gottfried Juli. : A 11,/. hui. Künstler- L-^kon für Böhmen. Prag 1815. 
(Lieber die Höhenlüften Xaver Falk, Yvo Rh Paar, Benedict HAjek) Engelbert 
Tlionaiiauer und den Kiijduislich (Ins Hoheiifurlcr Iil. Kreuzes). 

Kurz, Frans : Österreich unter den Königen Ottokar und Ati/rerJd l. Liui 
1816. tu. 195: Die Uebergabe dea Ortea Baka). 

Archiv für ffroifriijilik, Historie u. s. w. Wien 1816 11'. (Lieber Max Milhuier. 
ZaviS v. Falk un stein, die Robenberge u. v. A.). 

Schulfreund Böhmens, lö I ü il. (M.Millauer's Aulaälsej über eine dem böhm. 
Museum vom Stifte Hulienfurt. gt-schenku- |pndagogisclie Handschrift), 

Plthler, Carolina: Ihr Entstehung der Cvd.- Abtei Hohenfurt in Böhme* 
Ballade. Prag 1822. 

Dewnty, J. Fr., l'opsoni bfituh ■ frhuk Cysten: Sedkeke. Pralm. 1824. 

Monat -cli rift der Ol .eilst hoj 7 ,lts coli rlu luli;'. h< .« Museum.-, m Böhmen. (I.JatflJ 
September. S. 76. Prag 1827: Nekiidog für Xaver Falk; mehrere Au&aUe und 
Abhandlungen M. Millauers). 

Monumenta historica unicirstUit.i* l'raycnsis. Pragao 1830. (Abt Valentin 
öchopuer, M. Millmier). 

Kurs, Fr. : Sciikkeule des l'assauischen Kriegsoolkts in Böhmen. Prag 1811. 
(Eine CoUorta desselben bfiaetst Hohenfurt), 

Heue* LausiUischcs Magazin. Herausg. v. Pesehek. Jahrg. 1833. iLaueitaisdn 
Aebte, darunter mehrere Hohenfurter). 



Otrterrcichische National Encyklopädie. Wien, Beck, 1835. (IÜ. 686. Bio- 
gHflrfa Max. Millauer's). 

StüU, .lodok: Geschichte de* Ciat.-Khdcrs Wilhering. Linz 1840. 

Ntcrolog des X. Max. Miliarer, Prag 1841. (Abhutidl. der k. k. Ges. d. Wiss.). 

Pritz, Fr. X.: Gcsclaclde der eluin. fienrrfictiuer- Klöster Garsten undGleink. 
Linz 1841. S. 181 (Bisch. Sigmund von Salona). 

Summer, .F. (i.: Böhmen. Budwtüer Kreis. Prag 1841. 

Palatky, Fr. U.: Gcsclüchle von Böhmen. Prag 1843. (Die Herren von 
Rosen berg). 

BrCjwn, W.i tiwot Wih'mu » Botmtbtrka, ff. Prwe 1847. 

Böttcher: ltu Ci-^ttr-ienser und ihn i,, Böhmen und •Sneh-vn noch besiehenden 
Stifter. EHiedner, Zeitschrift fitt bist Theologie. 18«, S. 331), 

Frinil, Ant.: Die Kirchemjescliichte. TWftwimi Prag 1866 II'. 

Notizenblatt. Beilage zum Archiv für Kunde (Jsterr. Uescbichtsiiuellen. 
Jahrg. 1852. 1853. (Ueber die Rosen berger, Heunirl'e] und mehrere Stiftsäbte). 

Parmtkfi archaeulo<jicU Hedakt. Kaiel Ve. Zap. (Dil. I. atr. 142. V. Praze 
1855. Ueber das Gemälde der Landoep*tJOne Böhmens von J. Hellich im Prä- 
latensaale; S. 330. 331. und Dil. II. 330: Schenkungen des Abtes Valentin 
Schopper und Prof, M. Millauers an das böhm. Museum). 

Mittheilungen der k. k. Centralcöaimission zur Erll. der Bauden kmale. Wien 
1856 ff (Ueber das Relkjuieii kreuz, 186«. S. CXXIII ; die Lage des Stiftes 1869. 
S. LX XIX | Grundriss der Stiftskirche und deren Alter 1869. S. LXXXI und 
LXXX1V; Handschriften und Miniaturen 1872. S. XXX ; das Goldkreuz 1872. 
S, XXX VI; Wandmalerei in der Stillskirche 1872. S. XIII; Stift, Kirche, 
Kreuzgang 1878. S. 101,103; Prachtkreuz 1873. S. 203; Pfarrkirche zu Priethal 
1873. S. 238; Stadtkirche zu Hohenfurt 1873. S. 289; Relief über der Stffts- 
sakristeithür 1874. S. 54 ; Befestigung des Stiftes 1874. S. 20; Steinmetzzeichen 
1881. Tafel 19; Eisenarbeiten 1882. S. XXX ; Madounenbilder in der Stiftskirche 
und Gallerie 1887. S. XX). 

Anne], Hern.: Geschichte des < 'horfo>T>nstiftex tu Heichersbery. Linz 1857, 
(Ueber Weihb. Sigismund S. 202i. 

Mikowec, Ferd.: Dag Cüt.-.Stift Hohenfurt. Wien und Olmütz 1858, 

Ders.: Historixche Skizzen aus Böhmen. Uhu. 1860. 

Ders. : Starotitnoxti a pam<itk>) zemf ceskif. V. Praze, Kober a Markgraf. 
(Ueber Peter Wok's ältestes Portritt). 

Prusohko, Isidor: Das Cist.-Stift Hohenfurt, Lina 1859. 

Weraig, J. und Krojci, J.l Der Böhmerutald. Prag 1860. 

MiUheiütngen den Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Prag 1862 
bis 1888. (Die Herron von Rosetiberg als Förderer der Künste. Von 0. Grueber. 
Jahrg. V.-Wok von Rosenberg. Von M.Pantjerl.lX. — Die Eremitage in Heu- 
raffel. Von dems. IX. — Za wisch von Falkenstein Von dem». X. — Nachtrag zum 
Leben des ersten Herrn von Rosenberg. Von dems. XII. — Das Begräbniss des 
letzten Herrn von Rosen berg Von dm*. XIII.- Ein Nekrolog des Augustiner- 
klosters in Wittingau. Von J. Lottertli. |Mehrere Proteasen von Hohenfurt an- 
geführt) X.-Skizzen aus dem Bölunerwalde. Von Lauseker. X.- Witting- 
hausen. Von A. Berger. XIII. — Von Rosenberg nach Hohenfurt. Von Jus. Wal- 
fried. X.VDX -Sagen ans dem südl, Böhmen. Von Fr. Hüblcr. XIX. [Teufets- 
Das verrufene Gehölze bei Hohenfurt]}, 



Trajer, Job. : Hixt. ttatist. fletchreibuHg der DiÖeete Bwtweiz. Budweis II 

Paiigei-1, Mattli. : Urkundtnbuch de» Cüt.-Ord.Stifie* eu> Hohenfurt. Wien 
1865. 

Sk»m<k *aufin$. V Praze 1866. (Biographien M. Millauer's, des P. T. Abte 
Et WacUr* u. A,). 

Rnntc, OcsbirmichiscbB, Jalirg, I8Üfi. Heft 12. (Uober die Teufeismaiier). 

Vit£kär, Jos. P,: IMjmy rehalni kanonic *ti, ^w/. e. rre&oAi. V Praze I*S7. 
(Uftta Aquilin HrdlWka). 

Tinjr], Fr, Anl., und Km Irr, JoA,i /jiin ('onfirumtionuvt. Pi-agao 1Ö67. 

ÜHSciiiilirl : /Jie Lnwtexrtehte ean (kilerreich im 13, und 14. Jahrh. Wien 
1867. (UaberMS. N.'U). 

Jahrbiielier der iMerutur Bd. 3a. Aiis.-Bl. S. 13. (Ueber MS. N. 65). 

I'»m«itI, Mwlth.; Wukwn Rusenberg. Prag 18T0. 

Derselbe; Urkundenbudi <fc* rltrmatiyen '.'isteTCiewer-Stiften Goldadron m 
BAmm Wien 1872. 

Endlicher: 3fo««m™(u ilijwf 1874, (lieber MS. N. XXXVI). 

1'aiiitPll, Matth.: Ä« Witfftnm, An-hiv für htm, EfCMMAbk Bd. 51, 

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llurury, 1'linicii*; Z4H Kreclianum archiihoee. Prag. Pragae 1875. 
Urkundenbuch des Landes ob der k'nns. Wien 187ii und früher. 
.Ianaits<-Ui*k, Li-tipnhl.: Oriijinum Ciskre. Tum. 1. Vindoboiias 1877. 
Willkiini m.ytariK: Der IMimerwitdun-lieme Uiugebumj.S. 254 lF.PragiSTS 
Mares, Fr. I l'op RHU fatAu **•* I flotmherka. Prah» 1878. 

Bmaer, Sek: SM» C K atarthi m rtMft. WOnbwy 1881 

Augä niH«ea Ar. Mfe, Praha 1882. (Miloslni pkefi feska XV. alolel». V<* 
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(ätirtsbibliothek. rian<ls<;hritt.cti in bohm. Sprache). 

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Graz, Styria, 1882. 

ftiviiHc: ll-Ä^handbuch für dun Königreich Böhmen. Prag 1882. 

Slmrnik hislorickij , vydävä Auf. Hezek. V Praze 1886. {Ueber die WitigonenY 

Blezan, Viitl.: /frwrf Prtrti PoAo s Uosenberka. Praha 1880. 

Kriisl, Fr. : j4r»'/.<( /irufte" Harrach kardiwil a knUe areibiskup Praisktj. V 
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AusMi-Utimjxkatalog für kirchliche Kunst. 1887. < Fat riarchal kreuz, zwei Codi 
MSS., Pastorale). 

Xenwirth, Jus.: Geschichte der chrütl. Kunst in Böhmen bis £um Aussterbt! 
der Piemysliden. Prag, .1. (J. Calvo 1888. 

Böhmer wähl (Der). Heraus;* von Fried. Bernau 1888. 

Catalvgi iicrsonaruin reyulariutit ord. eist, per Boliem. et L%tnat. Gesammelt 
vom J. 1728 an. 



Kritische Reihenfolge der Hohenfurter Aebte. 

1. Otto I, 12511-12*11, Wilheringer (rrosskellner Lind erster Abt 
vonlioheiifurtam 1. Juni 125!), starb schon im zweiten Jahre nach 
der Uebernalime seiner neuen geistlichen Gemeinde; doch niuss 
ea erat gegen das Ende dieses .] ahres geschehen sein, da ein hand- 
schriftliches Missal der Stiftsbihiiothek (Nr.LVII) ein Bruchstück 
seiner Verhandlungen mit dem Pfarrer Salmaiinus zu Veseli vom 
5. November 1S91 aufweist. 

2. Adam, 1202-12»;), zweifelsohne derselbe, der in der Urkunde 
vom 29. Juni 12(!1 als Prior angeführt erscheint. Die Zeit seines 
Regierungsantrittes und seines Todes ist in förmliches Dunkel ge- 
hüllt, da er nur ein einziges M<d, und zwar in dem Diplom vom 
12. November 1*281 , wornach Heinrich von Roflenberg dem Stifte 
die Dörfer und Höfe zu lioHchitz.i IpBachu.s.aohenklydeoi N'amen 
nach auftritt. Noch einmal geachiem' Beiner Brwähnnng im J. 1282 
(Cod.K9.LXXV,ader9tiftebibÜoth8k).NaohJ.Dewoty'B: n Pop- 
sani klaHera Sed! rekelt u" ward das Stift eine .Zeit lang" von dem 
SedletzerAbtelleideiireicb regiert. Da nun dieser dem Stifte S>>]- 
letz oaebKapihorakj «wil«88 -13 10, nach A.Frind abei ran LS68 
bis 1800 vorstand, so kann seiner Begierungsthätagkeit in Hohen- 
furt nach den gegi-bnum Daten nur 'He Zeil von I2«2- (880 anbe- 
raumt werden. 

3. Otto II, laeö -1809, eraoheint zum ersten Male im Diplome 
vom 20. März 1890, worin Bischof Tobias von Prag die SehenkOBg 
des Dorfes Borsov und der Kirche zu Strobnitz durch Albert von 
Strobnitz an das Still bestätigt. Nach dem Wilheringer Todten- 
buche wurde er im J. 1808 als Abt dieses Mutterstiftes postulirt 
und starb daselbst am 21.Miirz ( 1 b 1 V f . Indessen ist die Annahme 
dieaez Poatnlirang höchst zweifelhaft, ja nach dem Urkunden- 
buche des Landes ob der Enns, V. Band, ganz unstatthaft, wenn 
auch die Angabe des Sterbejahres als richtig angenommen wer- 
den kann. 

4. Stephan, 1809- 1320. Wir finden ihn schon am 22. April 130;' 
als Zeugen in einer Schenkungsurkunde des Stiftes Wilhering an- 
geführt (s. Drk. d. L. o. d. E. V. Bd. 8. 14). Gestorben dürfte er 



aein zu Beginn de» J. 1320, da er in der Stiftsurkunde vom 7. Juli 
d, J. bereits „Stephan us quondam abbas Altivadi" genannt wird. 
5. Barth olomaeus., 1820-18-27, erscheint in dem eben genann- 
ten Diplom vom 7. Juli 13-20 zum ernten Mal. In der Urkunde vom 
l'i. Juni 1827 wird er schon als tndt („d''" 1 got genarl") angefahrt. 
Nach dem Hohenfurter Todtenbuch starb er am 2. April, a.xw. 
auf Grund der angeführten Daten gewiss 1327. 

6. Thomas I, 18'2W-13M. Die Urschrift vom 24. August 1326. 
vermöge welcher Dietrich von Harrach dem Stifte alljährlich zwei 
Pfund alter Pfenninge W. W. für sein Seelenheil schenkt, ist auch 
„niitt des apts insigell vondemHohenfuertt zu einem, waren zeug" 
bekräftigt.. Dh-s<t hier ungenannte Abt musste am Leben gewesen 
sein, da nach einem Ürdensstatut das Siegel des verstorbenen 
Abtes gleich nach dessen Tod an den Pater-Abbas eingeschickt 
werden musste und mithin nicht mehr gebraucht werden durfte. 
Hieraus erhellt, dass dies bereits das Siegel des Abtes Thomas 
war, welcher in den folgenden Jahren 1832 - 21. Mai 134m iü-Kt- 
mals mit seinem Namen angeführt wird. Erstarb uach dem Hohen- 
furter Necrologiuin am 8. Jänner, u. z. entweder 13F>0 oder wahr- 
scheinlicher erst 1351, wie aus den hei seinem Nachfolger ange- 
setzten Daten ersichtlich ist. 

7. Heinrich I, 1861-1868, stellt am 29. Juni 1851 einen ReTers 
aus, die von Ulrich dem Oechsel und anderen Bürgern von Frei- 
stadt gestifteten Jahrtage begehen zu wollen. Das Original der 
betreffenden, bisher unbekannten Urkunde befindet sich im dor- 
tigen Stadtarchive. (S. auch Urkundenb. d. L.ob d. E. VII. Band). 
Nochmals tritt er auf iu einem am 14. Juni 1353 abgeschlossenen 
Vertrag, wornaeh Iwein von Klosterneuburg mit mehreren Ver- 
wandten von ihm fünf Viertheile Weingärten, gelegen am Puch- 
berg, erkauft. Bemerkt sei noch, dass in dem Fragment einer 
Handschrift der Stiftsbibliothek (N. CXOV) ein von „Bruder Hein- 
rich von Nuzdorf 1 * an den Abt Thomas (I) von Hohenfurt gerich- 
teter Brief, betreffend den Erkauf eines Weinberges daselbst, vor- 
kommt. Zweifelsohne bekleidete dieser Br. Heinrich damals das 
Amt eines Keller- oder Hofmeisters und wurde nach Thomas' 
Tode zum Abt erwählt. 

8. Albert, 1353— 1ST>7. Seinen Namen nennt zum ersten Male die 
von ihm selbst ausgestellte Urkunde vom 15. August 1353, worin 
er seinem Convent die Einkünfte von den Gütern in Luppetsc hing 
zusichert. Er starb nach dem Wilheringer Todtenbuch am 1., nach 



dein häuslichen am 3. August,, u. z. muss es noch im J. 1857 ge- 
wesen sein, da am 36. Februar 1358 bereits sein Nachfolger am 
Ruder war. 

9. Heinrich II Pukasser. 1357-1373. Nach Emler'a Libri Con- 
linn. pag. 37 präsentirt er am 26, Februar 1358 einen gewissen 
Andreas tür die Pfarrkirche in Hörita. Am Lichtrnesstage 1373 
legte er freiwillig rix© Resignation auf die äbtliche Würde in die 
Hände des Wiihermger Vater-Abtes Johannes nieder, der auch 
den aus der noch am selben Tage vorgenommenen Wahl hervor- 
gegangenen Nachfolger (bisher Odlnrariil») 

10. Otto DU, 1373 - 1380, als Abt bestätigte. (Siehe J. Stülz und 
die Charta charit. vom selben Jahre). Am 25. Jänner 1380 er- 
scheint ex urkundHch /tun letzten Mal. Bald darnach hatte er 
das Zeitliche geebnet; denn das Formel buch Nr. 49, Fol. 26 a, 
der Stiftsbibliothek berichtet ein Schreiben Peters von Roaen- 
berg vom Montag nach dem Passionssonutag 1380, in welchem 
dieser die Hohenfurter Capitularen mit ernsten Worten zur fried- 
lichen Einigung für die nahe bevorstehende Abtswahl eindring- 
lichst ermahnt. 

11. Petrus, 13HO bis r:. tsä7. Aus dem eben berührten Briefe 
kann man auch mit voller Sicherheit auf die Zeit des Regierungs- 
antrittes dieses StiftsvorMt.andos seMiessen. In der That erscheint 
er urkundlich schon am U. Juli 1380, zum letzten Male aber am 
T.Dezember 1384. Nach einer am 12. Dezember 1385 ausgestellten 
Urkunde verkauft Johann von Rosenberg „dem Abte" und Con- 
vente von Hohenfurt das Dorf Chwalotic, was vielleicht noch 
unter des Abtes Petrus Regierung geschah. Er starb nach dem 
Stifts-Tod ten buch am 17. Jänner. 

12. Otto IV, 1387-1415. Er war aus Vyhnanic in Böhmen ge- 
bürtig und wird in den zahlreichen ihn betreffenden Urkunden 
bald Otto, bald Ottyko i')tt/ki genannt, was wohl auch der Grund 
gewesen sein mag, dass man in seiner Person zwei Aebte finden 
wollte, einen Otto TV und einen Otto V (auch Ottyko, d. i. der 
kleine Otto), Doch steht es fest, dass ihm in den seine Person 
bet reffenden Urkunden und andern Quellen promiscue bald der 
Name Otto, bald Ottyko beigelegt wird ; so z, B. nennt ihn der 
i Yi'l. US- CSX V der Stitlsbibliothek, der ihm sein Entstehen ver- 
dankt, im J. 1393 „Ottyko de Wyhnanitz"; im J. 1396 heisst er 
.Otto-: 1408 wieder „Otyk" ; 1404 nnd L407 Otto* — ZnmaMbon 



Mal tritt er auf in dem Diplom vom 15. Augast 13s7 in Au- 
ge legetih ei t der Schlichtung eines Streites mit dem Prieth&ler 
Pfarrer Pfibiko wegen des dortigen Laienzehents ; zum loteten 
Mal am 6. November 1407. Das Necrolog dos Hauses besagt: 
„2. Julii obiit Ven. pater D. Otyko, abb&s hujus loci, oriunliu ite 
Wyhnanitz 1 ' (in Böhmen^ u. zw. inuss dies der 2. Juli 1415 sein, 
weil am 12. März 141« schon sein Nachfolger 

13. Pribyslaus 1415-142«, urkundlich vorkommt, da er den 
Brüdern Gallus und Wenzel von Veleiin den Llof in Perne ver- 
kauft. Pfibyalaun entsagte freiwillig seiner Würde ara 4. Mai 
1421! (Urk. im Stifte Wilhering) u. zw. im Minoriten-Convente zu 
Krumau, wo er auch den liest seiner Tage als Senior dea Stiftes 
in hohem Alter am 10. Juni 142« (Nekrolog und Codex MS. X. 
LXXX) besohloss. aber in seinem Stifte beigesetzt worden ist. 

14. Sigismund Pirchan, U.'n-1447. Die erste Kunde über HÜ 
Auftreten und Nationale bringt, der oberwähnte Codex «ler Stiiii- 
bibliothek in folgenden Worten : „Anno 142R factus est ahbaa 
D. Sigismundus pirchan natione de Rosenberg, et luit elacbH :■: 
abbatem uno mense ante mortem praedicti D. Pribyslai et in ab- 
batem Pataviae consecratua". Er ward 3onach im Monate Mai 
142« erwählt und verwaltete die Abtei, wie aus einem an ihn ge- 
richteten Schreiben des WÜheringer Abtes Ulrich (Bibiioth.-Co'i 
N. 9, Fol. 105b) ersichtlich ist, noch am 4. Adventsonn tage 144fi. 
Zur Würde eines Bischofs von Salona und Suffragans von Passau 
dürfte er demnach im J. 1447 erhoben worden sein, was durch 
den Umstand erhärtet wird, dass er laut einer Original -Urkunde 
des Stiftes Reichersberg daselbst in der Frauenkirche schon am 
16. April 1447 Altäre weihte. Erstarb nach dem Stifts-Todtenbucb 
und seiner Grabinschrift am 15. Juni 1472 und wurde in der 
St. Laurentiuskirche bei Enns bestattet, woselbst sein Monument 
noch heute zu sehen ist. Noch als Bischof urkundet er am 31. Man 
1450 bezüglich der Ueberlassung der Fischerei auf dem linken 
Moldauufer bei Kienberg, worauB zu entnehmen ist, dass er die 
Administration des Stiftes in Ermanglung eines Nachfolgers noch 
fortführte, was allerdings nur zum Nachtheile des letzteren ge- 
schah. Indessen hatte Abt Johann von Morimund Abhilfe ge- 
schaffen, indem er unterm 8. September 1453 dem Hohenfurtef 
Abt befahl, von nun an dem Bischöfe Sigismund keine Pension 
mehr zu zahlen und die von ihm mitgenommenen Kleinodien 
zurückzufordern. 






15. Paul I von Kapellen, 1450-1463. In der citirteu Stifts- 
urkunde des B. Sigismund, gemäss welcher er die Fischerei bei 
Kienberg einem gewissen Diib überlässt, heisst es wörtlich: „Et 
quieunque fuerit abbas in Altovado, potest praet'atum piscatorern 
Düb vol aliuni pleno jure revocare". Ans diesen Worten lässt öich 
Bohliesses, da« Hoheofort ain 81. März 1450 noch keinen Abt 
liat (.' ; w-ulil aber eraoheint schon in der Urkunde vom 14, Septem- 
ber 1450 i'rtitt WM Kapellen, eine Sprosse des alten so genannten 
oheiösterreiehiBchen Herrengesehleehtes, als Abt. Sein bis in'fl 
J. 188(i iin Kapitel lianse beüiidlicher Grabstein und drei gleich- 
zeitige Ausschreibungen in den Oodd. MSS. N. XLV und XLVI 
geben den :j. Juni I4ti!) als das richtige Datum seines Todes an. 
16. Thomas II Hohenturter, von Wels, I46:s-I493. Aus dem 
Umstand, dass er dasselbe Wappen führte wie das Geschlecht 
der Herren Hohenf'urter zu Wels und Lambaeli fein dreihügeliges 
Berglvin, darüber ein Scepter mit einer Pilugaehaar kreuzweise 
gelegt), lässt sich urtheüen,daaB er wirklich ein Abkömmling dieses 
Stammes war. Er erscheint, zuerst am 10. Juni UG4 und starb nach 
einer 30jährigen Regierung am 2G. Juli 1498, wie es das von ihm 
selbst beschaffte Todtenbuch und der noch 1885 im Kapitel vor- 
findigo Grabstein bezeugen, welch letzterer die Umschrift tragt: 
„A.D. 1493 obüt pater et DD. Thomas Hin hent'urter de Wels: 
hujus loci abbas". 

17. Thomas III, 1498—1606, kommt das erste Mal vor in der 
Urkunde vom l.Mäm 1495, wo es sich um eine strittige Ifutweide 
nächBt Friedberg und Studanc bandelt. Kr starb nach demHauB- 
Nekrolog am 10. März 150G (Cod. Pp. N. 28 : „in die s. Gregorii"). 

18. Christoph Knoll, 1606-1688, gebürtig aus Wels in Ob.-Oe. 
Dass Christoph sicher im J. 1507 Abt gewesen, weist P. Stephan 
Lichtblau Dach auf Grand der Inschrift an einer noch unter Abt 
Hermann Kurz im Stifte vorfindlicheii, dann aber an das k. k. Münz- 
amt abgelieferten grossen gütliisehen Mi mstranz aus reinem Silber; 
dieselbe lautet: „Christopliorus Abbas 1507".!'. Stephan bethenert 
in seiner Series Abb. Altov., diese Monstranz gesehen und in seinen 
Händen gehabt zu haben. Seine letzte Urkunde ist vom Montage 
Dach dam Dreifaltigkeitasonntage 1528 datirt, worauf er bald frei- 
willig seiner Würde entsagte. Sein unter dem Figuralchore in der 
Stiftskirche aufgerichtetes prachtvolles Monument hat die Auf- 
schrift „A. D. 1542 die 5. Februarii obüt Christophorus Knoll de 
Wels". 



340 

19. Paul II Klötzer, 1528-1549, war gegen Ende des 15. Jahr- 
hunderts zu Höritz bei Km mau geboren worden. Im Stifte kommt 
er im J. 1524 als Kellermeister vor; zum Abt wurde er am 1 3. Juli 
1528 erwählt und starb am U.August 154!» laut der Inschrift nf 
i Leichenstein. 



20. Johann I Ulrichsberger, [U9-1B0B. NaehV.Bfezan's .Zivot 
Vileina z Itozeiiburka" S. M wurde er im J. 154!) „um die Zeitrfes 
hl. Thomas" erwählt; die erste Urkunde aber, in welcher er ge- 
nannt wird und wornach er das Dorf Sahorschy bei Kaplitz tur 
einen Bauernhof in Malotin eintauscht,, ist am Mittwoch nacli 
Maria Verkündigung 1550 ausgestellt. Er starb am im. Juni 156J 
(Necrolog). 

21. Johannü Hayder, IS44- i /> T « : , war in dem b*MMiibartM 

Marktrleukon Oberbau! gebor« -n und verssh nach drin iltnta 
Stiftsurbar noch am 2«. April 15158 das Amt eines Priors im Stitt-:. 
Als Abt tritt er zum orsten Mal auf in einem urkundlichen Ver 
gleich zwischen den beiden Besitzern des Hodenitjccr Hofes vom 
3. Junil5t>3. Vom Alter gebrochen hatte er sein Amt 16. Juli lä 
(nach Cod. MS. Nr. 3) niedergelegt, und besohl osk sein fromme« 
Leben in vollster Zurückgezogen hei t am \\ I.Mai 157H. (DasChro- 
nicon Bosense und sein Leiehenst..-iii). 

22. Georg I Taxer, 157« -1587. Ohne Verzug, wie das Chroniroa 

Bosense sagt, wurde Taxer an die Stelle des frei resignirten Jo- 
hann Hayder als Abt gesetzt — der erste und vielleicht auch der 
einzige, der nicht direct aus der Wahl der Hohen furter Capiru- 
laren hervorging, wiewohl er ein Hohenfurter Profeas, der Natio- 
nalität nach aber ein gehonter Kärntner war. Schon im J. 1566 
Prior seines Mutterstiftes wurde er am 13. Jänner 1568 zum Abt 
des Stiftes Goldenkron postulirt, dem er bis zum J. 1576 und von 
da an bis zum J. 1579 als Administrator vorstand. Das Chronicon 
Ö. Coronae von Gottfried Bylansky sagt von ihm : „Anno 1577 aut 
paulo citius in Abbatein Altovadensem constituitur per cessionem 
D. Abb. Jo. Hayder, Abbatia Coronensi non dimissa usque ad a. 
1571), quo Altovadum se contulit". Bald nach dem Sonntag Judica 
1587, an welchem er noch auftritt, verliesa er, wie das citirt« 
Chronicon sagt, „invidia quorumdam pressus" das Stift Hohen- 
furt und übernahm die Berufung auf die in sehr zerrütteten Ver- 
hältnissen sich befindende Abtei Sedlec, wo er am 7. Juni 1595 
starb. 






341 

23 Johann ÜT Harzius, 1688. Ein gebürtiger Franke, Bacca- 

laureus '1er Theologie an der Krakauer Universität, früher Prior 
in A-IuitI >ioi Groningen, dann aber seit 1 öH4 in Hohenfurt, wurde 
er nach dem Abgänge Georg Taxer' s zum Administrator des Stif- 
tes und Ende Mai 1688 zum Abt erwählt, (nach der Epit. memor. 
Altov.j zu Krumau infulirl, und (nach V. Bfezan'a „Zivot Vil. z 
Ros.") am 15. Mai 1688 benedieirt und bestätigt. Als Abt finden 
wir um ;un Dienstag vor Frohnleichnam 1",H8 genannt in einer Ver- 
gleichsurkunde zwischen dum Stifte Hohenfurt und d. H. Paussar 
von Michnitz, betreffend eine strittige II.utweir.le. Obwohl nur fünf 
Monate am Ruder - er starb am 3. November 1586 - hatte er Er- 
hebliches für das Stift und Umgebung vollzogen. Er lebt als refor- 
inator regularitatis, als malleus haeresum, als exemplar pietatis 
und decus Beientiannn bis zum heutigen Tage im besten Ange- 
denken fort. 

Nach dein frühzeitigen Tode dieses Abtes wurde das Stift von 
dririK(i]iigssaaU'rSi.il'(.svorsl.aiidt i J -lB/un7'V«»(»*( , »7adininistrirt,yro- 
bei ihm die Wi dtpriester Nikolaus JanBon und Kranz Petzelius als 
CoaHminist Tutoren beigegeben wurden. Anton urkundet zunächst 
am 10. November 1T.8H und zum letzten Male am 10, Juli 1590; sein 
Mitv.-i'wnlt'i'FiiiiLz QochamSO-Angasf i.vh.- (Unterm 8. Juli I5i)l 
findet sich im Stiftsarehiv eine Urkunde, welche von dem „Abte 
Gmty, dem Prior Wolfgang April und dem ganzen Convente von 
Hehenfart" ausgestellt wurde. Aus derselben glaubte man einen 
neuen Abt (Gewi) 11) aufgefunden zu haben ; indessen ist derselbe 
mit dem vorletzten Stiftsvorstiirnl tlroiy Taxer identisch. Denn so- 
wie Taxer bereits als ernannter Abt von Lfohenfurt noch immer 
die Golden kroner Abtei mitregierte, so hatte er auch nach seinem 
Scheiden aus Hohenfurt eine gewisse Oberverwaltung über dieses 
Null uin! den Titel r Abt von Hohenfurt" fortgeführt., wie es ausser 
der berührten Urkunde vorn 8. Juli 15!il auch eine Abschreibung 
in <1it II ist. Colleg. Soc. J. Crmnlow. bezeugt, nach welcher „Geor- 
giua Taxer Abbas Altov." tun l(j. Mai 1688 der Kröiftuiiigsfeier 
dieses Collegs beiwohnte, wiewohl er zu dieser Zeit längst nicht 
mehr regierender Abt in Hohenfurt gewesen ist). 

24. Michael FabriÜUS, 1681 -180t. Aus Meisseu gebürtig legte 
ex am 11. Oktober Hian die Ordensgclübdo ab und wurde später 
Prior im Still.'. N.irh Y. Unz.ni's „Zivot Petra Voka z Ros." inter- 
venirte Fr. Michael Fabritius am 22. Juli 1689 - ^nach dem Tode 
des Franzi. Min 1 - (Johann Harz) - bei dem regierenden Herrn 



von Ilosenberg in Angelegenheit der Abtswahl, wozu der obgen. 
Kosen berger Bibliothekar bemerkt: „Und es wurde auch b3wh 
dieser Bruder Michael zu jenem Amte erhoben". Nach dem Liber 
Privileg, p. 414 wurde Miehael im J. 1881 erwählt und laut einer 
Wittingauer Urkunde vom Patriarchen von Alexandrien benedi- 
cirt. Unter ihm erfolgte im J. 15st7 die Einverleibung einiger Be- 
sitzungen des Eremitenklosters zu IleurafTel an das SdiT. Hohen- 
furt, seit welcher Zeit sich der Abt zugleich Probst von Heuraffel 
nannte. Er starb am 25. November Kita (Acta Altovad. und Ne- 
crolog). 

25. Paul III FarenBchon, 1608- lfi:*0. Er war zu Voniheim bei 
Günzburg in Schwaben geboren und legte am H. September 1594 
die Profess ab. Gleich nach Michaels Tode hatte Peter Wok den 
aktuellen Prior Paul als Administrator des Stiftes eingeset a bb 
ihn — unter 18 Brüdern — am 7. Februar (nach Bfezan am B.) IMS 
die Wahl zur äbtlichen Würde traf. Er starb am 23. Jänner 1620. 
(Acta Altovad, und Necrol.). 

26. Gangolph Scheidinger, 1680-1081. Ein gebürtiger Thürin- 
ger hatte er am 11. Oktober 1582 die Ordeiisgclübde %] ■■■ 
Zum Abt wurde er am 10. Juiu 1830 erwählt und von fftutt 
Ferdinand II bestätigt. Der Neuzeller Profess P. Wigand G&n- 
gnlph Leuchart weiht ihm 1623 einen herrlichen Panegyrici«. 
worin er insbewonders de -säen Gelehrsamkeit hervorhebt. Kr schied 
aus dieser Welt am 23. Mai 1631. (Neerolog). 

27. Georg II Schroff 1631-1641, wurde 1591 in Schwaben ge- 
boren, Profess am 18. Mai 160!) und am 29. Mai 1631 zum Abt 
erwählt. Trotz des Gebrauches verschiedener Bader gelangte der 
Abt nie zum Genuas einer festen Gesundheit, was ihn auch bewog, 
seine Würde am 1 1 . August 1 641 niederzulegen. Bald darnach starb 
er am 22. Oktober 1641. (Acta Altovad. und Necrol.). 

28. Georg III Wendschuh, Ritter von Zdir, 1 64 1 - 1 ces, geboren 
1610 zu Wittgenau in der Lausitz, Profess 21. November 1632. 
Priester 1637, Prior 16311 und 1640, Abt 25. August 1641. Nach- 
dem der um das Wohl des Stiftes vielverdiente Mann zu wieder- 
holten Malen auf seine äbtlielie Würde erfolglos verziehtet hatte, 
beschloss er sein Leben am 25. September 1668. (Seine Acta 
Altovad. und Neerolog). 

29. Heinrich IllJanus, 1668-166!). Im Jahre 1620 zu Kottbus 
in der Lausitz geboren legte er am 24. Februar 1645 die Profess 
ab, 1650 war er Prior in Saar und 1654-1660 Prior in Hohenfurt. 



WS 

Am 17. Oktober 1668 zum Abt. erwählt starb er schon am 1. Fe- 
bruar n;69. (Ser. abb. Altnvad. und Neerol.). 

30. JohannlV Clavey, U89-168Y. Zu Beifort in Elsass 1617 
geboren, Profess 8. September 1040, Priester 1644, Pfarrer in 
Gratzen 1650, in Hohenfurt 1655, in Oberhaid 1658 ; später häus- 
licher Wirthsehafts-Provisor, erster Huperior im Bomardinum zu 
Prag, Propst deH Cistercienserinneii-Stift.es Marienstern in der 
Lausitz, am 1. März 1669 erwählter Abt. Das Necrologium sagt: 
„29. Nov. 1687 solvit naturae debitum, tpä dobita reliquit nulla, 
sed solvit". 

31. Franz Wendschuh, Ritter von Zdir, 1688-1690, ein Neffe 
ä« Abtes Georg III, geboten zu WHtgenau in der Lausitz 1654, 
Profess 8. September 1677, Priester 20. August 1680. Nach Voll- 
endung seiner Studien im Beniardinum wurde er am 81. Jänner 
16b« zum Abte erwählt, starb jedoch schon am 24. April 1690. 
(Ser. abb. Altovad. huj. temn. und Nieral.). 

32. Bernhard Har tinger, 1690 -1695, zu Kruinau in Böhmen 
geboren, Profess am 25. Juli 1645, Priester am -25. Juli 1649, Er 
war später Superior im Bernardinum und dann PropBt im Königin- 
kloster zu Brunn; am 27. August 1690 erwählter Abt. Er starb 
ua 18, Februar 1695. (Epit. Memorab. mon. Altovad. von Mickl,I; 
Stiftstod tenbuch}. 

33. StanislaUB Preinfalk, 1695-1721, auf dem Stiftsgute Ko- 
mäfic am 13. November 1660 geboren wurde er am 21. November 
1682 Profess, 22. Oktober 1688 Priester; dann Subprior und Pro- 
fessor der Moral thoologie im Hausstudium und am 28. Mai 1695 
Abt. Er starb am 2*. November 1721. (Epit. Memorab.). 

34. Candidu.s Heidrich, 17-2J— 1747, zu Ostritz in der Lausitz 
am 8. März 1675 geboren, ProfesB ain 2. Februar 1700, Priester 
1704, nachmals Professor der Theologie in Wilhering und Hohen- 
furt, Novizenmeister, Subprior und Prior, 1716 Pfarrer in Höritz, 
26. Februar 1722 erwählter Abt. Er starb am 22. Oktober 1747. 
(Acta int. abb. Ueidrich et». ; Epit. Memorab. mon. Altov.). 

35. Quirin Mickl, 1747-1767. Auf dem der BudweiBer Stadt- 
gemeinde gehörigen Oute zu OatroloT-Oiqaad am 13. Mai 1711 
geboren, Profess am 24. Juni 1782, am 4. Juni 1735 Priester. Nach- 
dem er im Stift'! die Philosophie, deren Dootorgrad er schon vor 
seinem Eintritt erworbun, gelehrt hatte, erhielt er eine eigene 
theologische Lehrkanzel im etzbisoh. Colleg zum hl. Adalbert. In 
dieser Eigenschaft traf ihn am 28. Dezember 1747 die Wahl zum 



Abi voll Hohenfurt. „Vir in omntbus oiuiü major ttEeflptM ■.-., 
Leider besass er keine feste Gesundheit und starb zn bald sclum 
Hin 23. Februar 17G7. (Collect. Ant. SebaJd; Kübweg: Cod. ,l].i.j 

36. Hermann Kurz, 1767— i7:i5, wurde am l. September 1723 
zu Ostritz in der Lausitz geboren, Protest am 15. August 1743, 
Printer um 22. Dezember 1748. Anfänglich tradirte er die philo- 
sophischen und theologischen Wissen sc haften im titifte und zeit- 
weilig auch in (ioldenkron, bis er im J. 17t; 1 als ordentlicher Pro- 
fessor der Theologie am Prager erzbisch. Colleg zum hl. Adulbert 
angestellt wurde. Am 22. Mai 176ti erhielt er die Stiftspfarre Mal- 
sching und am 21. Mai 17G7 wurde- er zürn Abt. erwählt. Er war 
„Doetor theologiae ordinis 1 ' und öilentlicher geschworener aj>ü- 
stolischer Notar, welche Würde er schon vor fminnr rOrwahiung 
erworben liatte. Obwohl ebenso gelehrt und fromm als strebsam 
und wirth sc haftlich, wurde er doch in Folge der Verläum dl 
eines abges'-tztcii Stiftsbcamtcn im J. 1786 seines Amtos enthoben 
und Aqiiüin Hrdlicka, ein reg. Chorherr des Stiftes Korbes, als 
Abbe-commendateur eingesetzt; abersclion im J. 1790 wurde Abi 
Hermann durch ein k. k.Hofdccret ehrenvollst rehabiütirt. Erstarb 
am 10. April 1795. (Kühweg, Cod. dipl.J. 

37. Oswald Neumann, 1795-1801. Geboren zu Kruuutu in 
BOhmeO am 13. Juni 1751 hatte er am 24. Juni 1775 die Orden»- 
gelübde abgelegt und ain lü. Juni 177K die Priesterweihe empfan- 
gen. Anfangs fungirte er als Lector der Dogmatik und häuslicher 
Dekan im Stifte, 178fi als Kaplan in Rosenberg, 1787 als Pfarrer 
in Rosenthal, 1790 als Kaplan im Markte Hohenfurt und später 
in Horitz; am 25. August 1795 wurde er Abt. Im J. 1797 wurde er 
Ordens- Visitator und Geueralvikar für Böhmen und die Lausitz 
und starb am 1. Juli 1801. (Kühweg: Cod. dipl.J. 

38. Isidor Teutschmann, 1801-1827. Am 6. August 1746 zu 
Tscharnitz in der Lausitz geboren wurde er am 24. Jänner 1771 
eingekleidet, am 23. Februar 1772 Profess, Priester am 12. März 
1775, bald darauf Subprior und Prior und am 14. Oktober 1801 
Abt. Er starb am 9. Dezember 1827 (Ood. dipl.). 

39. Valentin Schopper, l «28- 1857. InOberhaid bei Hohenfurt 
am 9. September 1771 geboren nahm er am 27. Oktober 1791 das 
Kleid des h. Bernhard, legte am Weiizeslai feste 1795 die Gelübde 
ab und wurde am 9. Oktober 179« Priester. Er wirkte zunächst 
als Kaplan in Rosenberg, 1803 als Lokalist in Heuraffel und von 
1807 an als Pfarrer iu Hohenfurt und wurde am 21. Mai 1828 Abt. 



S4R 

Seine Verdienste fanden gerechte Anerkennung. Er war Ritter 
des k. k. österreichischen Leopolds-Ordens und Ehren-Doctor der 
Theologie der Prager Universität. Er starb im Alter vom 86 Jahren 
am 5. September 1857. (Cod. dipl.). 

40. Leopold Wackarz, geboren zu Oberplan am 3. Mai 1810, 
Profess am 1. März 1835, Priester am 25. Juli 1836, Lector an der 
damaligen theologischen Hauslehranstalt, Sekretär und Kentver- 
walter; zum Abt erwählt am 11. November 1857, 1859 Assistens, 
7. Oktober 1875 General -Vikar der österr.-ungar. Ordons-Provinz 
und zur gleichen Würde in den Provinzial-Capiteln am 29. April 
1880, 6. Mai 1885, 11. Juni 1890 erhoben, endlich im General- 
Capitel am 17. Juni 1891 zum General -Abt des Oistercienser- 
Ordens erwählt. Abt Leopold ist Commandern- des k. k. Franz- 
Josephs-Ordens mit dem Sterne und Ritter fies Eisernen Kronen- 
Ordens H. Classe, bischön. Notar und Consistorialrath. Ad multos 
annos! 



C. 

Codexschreiber, Gelehrte, Schriftsteller, Künstler 

und Kunsthandwerker. 

1. Die Hohenfurter Codexschreiber. 

XIV. Jahrhundert. 

A. 1392 Johannes, sacerdos de Altovado 23 — 

1395 Idem XXXIV (1) 

1402 Idem 92 (6) 

s. a. Nicolaus de Höritz • • • LXIII (8) 

— Leonardus(V) LXXXIX (4) 

— Petrus Joannes CXXX1 — 

XV. Jahrhundert. 

A. 1404 Przybico, cellerar. Altov. 104(1.4) 

1410 Idem 42 (1) 

1411 Idem 80 (8) 

s.a. Idem 22 (I) 

1411 Laurentius, prof. Altov. LXX1V (9) 

1414 Steicze, Jo., Prior " 49 — 

1429 Martinus (?) 106 (1) 

1460 Leonardus, prof. Altov. 18 (1-3) 



A 1470 Cfieller, Melchior, prof. Altov. 28 (tti 

I47Ö Jaeubtjs, prof. Altov. XVI - 

1482 Paulus doHörita, prof. Altov. - - . . XV - 

H88 Procophis, sacerdos de Altovado VI (I) 

s. a. Petrus de Kaplitz (?) ]x - 

— Sigismundus, IV. de Altovado ... . X53C1I — 

— Stephanus (?) • LIX - 

2. Gelehrte, Schriftsteller, Künstler und Kunsthand- 
werker. 

1 .Abt OttykfJaus WvluimiiU, Er wird zu nächst erwähnt in dem schunun 
Pergament-Codex CXLV, den er anfertigen licss. Dass Ottyko ei» <ta» 
schaftlicb gebildeter Mann gewesen und seine Regiert! ngatendenzen xum 
grossen Thoile darauf geri elitär waren. Will III Uli illllfl und -wissenschaftlich!« 
Streben /u wecken und KU fördern, das ei sieht man nebst Anderem doutlicli 
aus dem Umstand, das» während der langen Dauer seiner Regierung mehren 
Stiftspiofessen :ilv erfahrene Schreiber von w i*,scuschaft liehen Codices eitrig« 
thiitig waren. Es waren dies besonders: der Priester Jolumnes, der Keller- 
meister Pnxbihi, der Mönch Taurens und der Priestor Staictc. (Vgl. obenV 
Aber auch nach Aussen hin wurde ein Wissenschaft lieber Verkehr uuter- 
halten. So liest man in dem Eornielbuch, Nr. 4!), dass ein (Joldeiikronet IV. ■■ 
fess auf Verlangen des Priors Johannes Stalott dem Hohenfurter Religiösen 
Fr. Sigismundus den Petrus Hispanus (Sumimdae logicae des Papstes Jobu- 
nc> XXI) leihweise übersendet. Der genannte Fr. SigUnturuluji bekennt »bar 
selbst, dass er dem Prior Staicic die Goldene Bulle Karl's IV .per bhbu H 
pedes" eingebunden habe (S. Cod. 87). Endlich wird (nach Cod. 49) die Sen- 
dung eines Frater „in arte pictoria eruditi propter hasilice decorationem'' 
unter dorn genannten Abt nachgesucht. 

2. Abt Sigismund Pirchan wurde wegen seiner nicht gewöhnlichen 
Gelehrsamkeit gewürdigt, als Orator und Bevollmächtigter des Ulrich von 
Rosenberg der Baseler Kircheiivürsaimiilung beizuwohnen. 

it. Abt Thomas Hoheniurter. A uch dieser Abt war bemüht die Liebe 
und den Eifer für eine wissenschaftliche Thkligkeii, unter den Seinen wach« 
erhalten. Zeuge dessen sind die Arbeiten oines Melchior Uhetter, der 1470 dw 
Evangelium Nicodemi und die Hpistola l'ilati ad Tyberium niederschrieb, des 
Fr. Jacobtt-s, der 147« ein nett geschriebenes Diurnale Cist. seinem Abt „bene 
merito" widmete; eines I'aulus de liiirüz, der ebenfalls ein Diurnale Cist. be- 
reitete ; des Mönches l'rocopiux, welcher 1483 noch unter der Reglern ngsneit 
des Abtes ein ganzes Breviarium sec. usum Cist. Ord. schrieb. Ein Bruder 
Joltannes verfertigte das Missale Cistereiense Nr. 119; Er. .Stty&antis das Mis- 
sale dioecesis Prag. Nr. LIX und der Priester I^onardus den interessanten 
Cod. 18. Gewiss ist jedoch, dass sowohl unter dem eben genannten Abt nls 
auch unter seinen Vorgängern noch viele andere Stiftsmitglieder, deren Namen 
eben nicht bekanntgeworden sind, mit Abfassen von Codices sich beschäftigt 
haben, wie dies namentlich die überkommene bedeutende Anzahl von W»f- 
giseken Büchern erweist. 



347 



4. Abt Johann Haider. Als IfiLoea Aeor Kunst und Wissenschaft finden 
wir ilin gekennzeichnet, in dem Wei ki : „ Wurhißtii/i; und schöne Tlesclrcibung 
der uralten (von Galt tjcyäiewn I hiblidicn hun.it der ScJireiberei. In rechtmässige 
wol sondierte Tonische Reyinen gemacht. Durch Gcori/ittm Lucmm, der 
freien Künsten Lieb haber. Laugingen b«j Ph. Ulhart. 1575". Der Verlasser fle- 
dicirt dieses Werk dem genannten A l>t und sagt : „Demnach Ew. G, ich aber, 
als ain hoclmerstendigen und liebhaber aller guten Künste erkenne und 
waiss, Welliclies ich nit allain von hören sagen, sonder am selbs gut wissen 
trage". 

ö. Wolf gang April, ein gclioicniirPawsauer, kommt in einem Documeote 
vom Jahre 1591 als Prior von Hohenlürt vor. Nach seinem handschriftlichen 
Nachläse war er ein eifriger, netter Sehiinschrelber und Fcderz ei ebner. 

Wir haben von ihm: 

1. Canon tnimir et major ,\ec. uwhi Ord. Ci*t. (1878). 

2. Informatto licligiosorum ad horan canonici* devote jierxotvcndas. (1578). 

3. Ein lehr- und iinlcmclUiintf von anräffung undchrung der heiligen. 

4. Unterschiedliche Andachten und Gebete in lateinischer und deutscher 
Sprache. 

6. AlitGangolphScheidinger. ICitien Beweis für die wissenschaftliche 
Bildung dieses Abtes liefert der herrliche Panegyrieus, den der Neuzelter 
Prof. P. IVii/imdiif. tinnij»lphu* /,'H.W. Magister iirtittm <;t philnsophiae, als 
,.Primitias I'riietuum studiorum siioi-iitu" demselben widmet. PragaeapudTho- 
biam Leopold. 1623. Jongelin bezeugt von ihm: „Mullitm etiam pro fi-atribus 
sttidüs applicutis axpOBuit : erat etiim amans studiorum". Am 31. Oktober 1622 
halte ihn auch der Ordens-Vis. Urat lür diesen Eifer in der Forderung der 
Wissenschaften geziemend gelobt (Ar.t.Allov.). Ein Wehreiben von ihm kommt 
in Mai. MillaiHT's Aufsatz: „De* Grafen K. B. Bouquoy Tod und Orab J im 
Archiv für Geographie 1819 vor. 

i. Johann Kölbel, tun 8 1-Vl.niur 1695 u Ingolstadt geboren, legte am 
1. Juli 1612 die ProfBSS ab, primi/.iilc UH und starb „Welehradii poculo lethi- 
fcro infeetus" zu Prag am 4. Februar 1625, wo er in aedibus Aulaeiegensihus 
iiegraben wurde. Er schrieb : Mam/iulun pnmitiarum, quem u vallibus S. Ord. 
Cisterciensis Collen tum, Reverendo Patri Joauni Greillenfels, Au lue Regiae 
Protesso et |iriinum Ucohosliiim alleren l.i. nl.lulif. I' .Inaums Köll.eliuH, Altov. 

Prof., ss. ThaologlM in 9oe. Jem acadsiaia Pngosi mdftor. Anno 1628 tili 

20. Augusti Pragae lyuis '[\iliiim Leopoldi. 

8. Johann Negelin. Im Jahn IS99 in Bchwabso gebarw bnl n in tiu 
Stift tlls Conversc ein und legte 1818 dk> IV'b-.s ab. Ei 1 vei wall et e das Amt 
eines Küche.n- und Keutmeislcrs im Stifte, sjHtlur ward er Administrator des 
Holir'iifnHi .r Weingutes KU Pulkati und des Gutes K<>m.tric. Eine seltene Um- 
sicht, üesehaftslieitntnis.-, und IM'iiliigiing für diese Aemter wird ihm nach- 
gerühmt. Er wnr laut gleichzeitigen Aufzeichnungen ein vor! reit lieber Maler 
und verfertigte „imagines iiuiiuueriis" : jedoch ist es nicht möglich, dieselben 
mit Sicherheit zu erulren. Jongelin nii-1 Muri in Fiala erzählen, dass Negelin 
unter Abt üangolph e. 1^22 die Stiftskirche und das Sucraiiuni gemalt habe: 
desgleichen ein Porträt des Grafen K. B. Bonijiioy, welches im grätticlieii 
Archive zu Gratzen auf bewahrt wird. 



848 

9. AI.!. Georg Wendschuh, k. war der taotn Sctanflnta Kb effca 

welcher in dem a. 1635 *rriclit«t.eu P.trnardinum in Prag die IheologtsclieB 
Studien betrieb u. k. 1635-1639. Als solcher halte er inohr.-re r/.r-wj. er pWo- 
«Ophia vertheidigt, welche (d. a.) im DnMkfl — ****■ und dem Präger &!• 
bischof Ernest.us Grafen Hariach gewidmet waren. 
Kr hinterliese in Handöehrift : 

1. Cvtnpwhum privilajiorttm Orti. Ci't. ab«. 1IW— 1->8G. CoutpiUtuni e. IW1. 

2. ftlW^l'l «k impcr<itiiribu*,ctjmit<bu.t et al. Monantcrio Altov. «wimm. 

3. lixhorUitio pia Jmmtiix, Ahbattx Cixtcrcitnri*, ud suos Mon&chos. 

4. Privilt'iia tummoruui pontifivum ordim Vinl. m Hplft < a.d/tic rt Z<yiMiu. 
tialliciae et A*turw. ctmww ah UDO 1425— 1616. 

5. Inatilutione* tt iirivitciiitt alionwt Ordinum, *ub regulu üisl. militant mm 

6. IXrecltirium chori, pro Mon.Altuv. accoinmodatiun. 

7. Statuta, ipiae dedit üeorgius W. Abbas Altov, pro suis Conventualibiis. 

8. CoUectunea [ndutgentittrum Altov. Monasterio olim conccs&arum,acCati- 
i'rat einitalum ejusdeiu. (Betrifft auch ilJe Kirchen in EleuraÜ'ei und KienUn;. 
Am Schlüsse ein zw eckdienliehes Register). 

9. Serie« utphabettca Monasteriorum «. Ord. Ost. Gewidmet dein damaligen 
Abte Georg Schrot!'. 

10. Emblcmn, typia impri's-um, oblutiim Dondno Emesto Cardinali a Htr- 
racli, arcliif|'is>:ij]Mj l'ragL j -nsi,[iri tiulu regin dieatuui ; a Jacob o Mar tino Georgia 
Wendschuh, et. Paulo Petormüller ord. Ciat, aluimiU atudenübus. Sine anno 

(zwischen 1635-1639). 

10. Nicolaus HenricusaPluvia. Ein geborener Belgier(1633J,Pröt'ftai 
16.'i4, Priester 1658, Prior im Stifte, spater Theologie- Professor in Ossegg.gt- 
storben als Pfarrer von üöpfritz in Dnter-0 est erreich am 30. Dezember MH 
Als Magister der Philosophie im Seminarinin S. Bernardi veröffentlichte «: 

Unirema llitotoyia ud mentem auctoris suhtitü. Mit einer Widmung an Johatm 
Siegfried Pursten Uli Eggenberg. Votcro-Pragae apud Urb. Balthasar Goliaseh. 
1659. 

11. Bernard Jungk, geboren 1644 zu Schonfold in Schlesien, Profesä 
'28. Jänner 1663, Priester 166«, Feldkaplan im HegimcnteGraf KauoitzuDdtls 
solcher in uinein Dorfe bei Mainz am 19. Dezember 1876 im Lager gestorben- 

Im Drucke erschien von ihm: 

1. Vcrbum quotl semel ItivutuH est Data duscendons a patre luraiuum lumBt)!« 
lumine. Oratio pbilosophico-theologica. l'ragau typis archiep. in Oollegio *. 
Norberti, excudobal Paulus Tuchscherer 1667. 

2. Favus mdlte ex I). Bernardi operum alveari desumptus in l.XIll celluba 
distinetus. Mit citior Widmung an H. Ignatius Grafen Sterubcrg, Herrn wl 
Horazdowitz und Sedlitz. l'ragae typ. archiep. 1668. 

3. Ulan opus. Mit einer Widmung an den Ali) von Grüssau Bemardus Ko» 

12. Ludwig Wolff, geboren in Trag, am 1. November 1G66 Profess, 
studierte im Bernardinuin zu Prag, wo er im Februar 1669 Thesen ex imttvrtt 
philosophia ralionuti, die er im erzbiscbötlichen Seminar ötlentlich verthei- 
digte, im Drucke verüUentliehU! und dein Wilheringer Abte Kaspar OrUchei 
widmete. Er war Subprior uud Prior im Stifte und 1688 Pfarrer in Driesen- 
dorf, wo er am 5. Jänner 1690 starb. 



349 



Er veröffentlicht': durch den Druck : 

1. Oriena ex aUo, sive invisibtlis Spiritus vi^ibile in terras phase, honori 
Rev. Pi-aelati Plass. dicatus. Coram auditorio oalebeRfau seuiinarii archiep. 
Prag. Panegyrico in lneam propositus. Anno 1670 Vetero-Pragae, typis 
Georgii Czernoch. 

2. Divinux Ileraclitus ]ihito*ojiutx, eui tota vitn lue.riiua l'uit, tota philosophin 
mortis idea. Sivu orale, philosi.iphico- i-h-.^f. m-ion de inunento. viro dcdorum 
Christo. Honori Rev. D. .loannia Clavey, Abb. Altov. dicata. Pvagae 1671. 
Typis archiep., in Coltagio s. Norbert! excudebat Paulus Tuchscherer. 

3. Miraculum miruculorttm 1). Putrititt* 3/«.rim«\ Tlututnaturgun proto-archi- 
cpiscupux Hibernia:, In ecclesia oollegii Immaculatac Conoeptionis B, Mariae 
Virgiuis ad S. Ambrosium ['. P. Ord. Min, S. Fraucisci strict. observ. Hiber- 
norum Pragae urat.ione |iiLiie K yriea proposiius. prugau \'TrA. Typis L'rli, Bal- 
thasar! GoHasch. 

Hand.schrifllir-.hur N'nxhlass: 

ActaCtipitut.,nim<jtnrr>itn<m (ird. CM. de annis: 1889, 1601, 1623, 1628, 1650, 
1651, 1(152, 1863, 1667 et 1669; mehiere Chart ae charitatis; Coufirinatio dit'iini- 
rionuni Clenumtis pp. IX.; Statut,» Bavarica Fiirstenfcldensia; Statuta Ruit- 
iveil. auni 11154; Breve Alexanrlri VII. otc. 

13. Anonymus Altovadensis. 

Claramllis sMUit in Vittte Hiluriae oboliscM st.ulleo perpi;tuoo,ue liilari ex 
subjeeta vallo Altovadensi ülustrala. Seu Rev. IJ. Hilarius, Abhas in Wil- 
hering, onomastica luce stelleus et hilaria aacpoedtua stipie ut verus pater ob- 
striete cidtus a congTOgltO in hilaritatc Monasterio Altovadensi. Lincii t ypis 
.loancis Raedlmayr 1710, 

l-i. Bernard Gruber, geboren in lfl. lltn 10M8 in Stnkonta, 24. Fe- 
bruar 170S Profusa, 1710 Priester, 88. Beptember 1710 Primiziant, Professor 
n Hausstudiuni, 1714 Professor der ['hil"S'iphie und der freien Künste im 
erzbisch. Colleg üu Prag. Dann Novizen meisl'.-r und Öubprior; 1721 Pfarrer in 
Priothal, 1729 Prior und eis solch« gestorben am 20. Juli 1737. 

Er gab im Drucke heraus : 

1. Ilnri/i/raphitt lriifiiniiiiii-ti-ii-ir. •.■■u melliodus aecurutissima arithmetice per 
sinus et tangentes luiroh>L;ia rpuievis s'jlariii in plann .-tuliiü <jiuilitercuni|ue 
sitiiiiii.i, etiam deeliuante, et siinul iuclinat.o, t'acili uegotio describendi, et 
quaedum alia, quae Vialia dieuotur etc. cum suis fundamentis et rationibus 
iiigratiamaliortimexbibita. Vetero-Pragae typisWul Ig.Wickhart. Mit 12 Stahl- 
stichen, die- der Verfasser selbst entwarf. Dieses Work erwähnen rühmlichst: 
Alois David in : „Geographische Breite des Stiftes Hobenfurt" 1794. S. 16, und 
Wydra. 

'£. Kräso xpaml'i hefeda etc. V Praze v Kralovym Dvofe vytiskl Jos. Ssyl- 
hart, areibisk. Impresaor, (Eine St. Norbertipredigt, gehalten am 11. Mai 1727 
in Mühlhausen), 

Als Handschrift, findet sich voti ihm vor: 

Eclipsiographia. 

16. StanislaUS Schmidt, geboren in Rosenberg am 2«. September ltüU, 
ProfessS. Dezember 1710, Primi» 39. September 1718, Vorstand derAbteiküehe, 
Pfarrer in Rosenthal und Strobnitz, starb im Stifte am 14. September 17.V2. 



Als Kleriker im ej'*l.i:;i-h. Galtsg R» W. Aclalbert in Prag gab er im Drucke 
heraus den Panegyricus: h'.rutetoa ptntecostale: Ulra coiivcnientior SpiriUd 
divino species Aurae toiuiis? tiua olim Helios, Au Spiritus vehemenlisV nu» 
suhinde Apostoli eum tei'ris OQalfl <MapMim exeoperunt. Vetero-Pragse, im- 
presa. Jo. W. Helm. I71H. (»Widmet, seinem Abte Stanislaus Prdntklk. 

16. Abt Quirin Alois Mickl. Ein Mann, der nach Ti-fe und I ■ r.n - : ■ _- 
dar Bildung einzig dwtehL Dies txMbt am MS seiner hmidscliriiiticheii 
Hmtorlns.seiisidiiu't ; denn im Drunko erschien von ihm nur JHumin \Vrtiii;>.'- 

1. Mysticui tlementorum rputlemvi niituriili i)iiidem in sphaera siitipalliicu-i 
hodie turnet i tnipliuli-s tnedas piueiUu coelösti I'araclito sacraüori hvmaen»» 
oominftritutus; neu diviiiis*itnun genten In Imitate lidei despousans Paranyni- 
pMis, SpirltuHSiitiutua, Hin FMlIBgJllimilj vorgetragen im erzbisch. Cotlegmm 
hl. Adalbort in Prag 1734. Velnro-Pragae, in aula regia, ajmd Math. Hogpr 

"2. l.ucubrali'i tlifiilriifiirii-iuoritli-i circa itraecipuum moralilali» *y<tetna de ron- 
tcientia et actibus hunuutix, ni iliiitKfirt.il cpiarundain »liaruni maUjriarum thcoso- 
pfatoo-pTliCtiOarWS BncciROta-RUlyal dootcfeaÜtor condnnat«, atque seleotio- 
rutn controverhiarum disnussioniluis metho'lice inierstinctii Vetero-Pragw 
in aula regia apud Fmneiticiim C. Hladky. 1747. 

8. Apolcciua tluctrinutis dcvisioiium tttetofftoO MflraiJMW COnscitHtioe et attunm 
huinanantm qfaftaM pradice cxjjlanatui, ahpia undique inspersa aliarum umttri- 

uruni ii'.iniiiim recli utf inentium inmleetu 1 lie'il'jgieo-caiinnieo-rnoralil.us rn-> 
liitioiiihiiseluciibi-Hns.Vi-teru-l'rHgaeinaiilni-egiaapudFraiiciscumC.Hiaiik»- 
1747. 

Sein handscbriillloher Nachläse — man kann es mit Recht sagen — scheust 
die Kräfte eines Mensehenalters «u übersteigen. Wir verzeichnen lur besseren 
CharakterUirung dieaes u Ttl MIMlgWlitaltf ' BW die nachfolgenden Werke, die 

1. Theologia dogmatica Scltolaxtica juxta s. Thoraam. 

2. Truclalw thcoloyici. Vorgetragen im Hausstudium zu Hohenlürt und in 
Prag (1745). 4 Bde. in Folio. 

3. Commentatores in an. Biblia, qui post annum 1500 usque in praesens scri- 

4. Casus- conscientiae tht oloyico-murales cum resolut ionihns ; et theneatheologit 
dogmuticae oum notis oppuiriiiiinli. 

5. Phüosophia aristotdica (1739), 1 Bund in 4°. 

6. Brecinrium pkitoxopliiae naturalis juxta Aristoteüa libros Phvsicorum 
(1740;, 

7. Lorßcu et Metaphysica peripatheticu (1743 und 1744). 

8. Dissertationen physico-xdiolasticae in Libros Stagyritae (1744). 

9. Metapkyxica. 

10. Phüosophia universa, »d Soholasticinn recentiorum normam methodi« 
explanata. 

1 1. Tractatus de Meleoris. 

12. Analecla doctrinalia de Jure et officio Parochorum. 

13. Mixcellanea i/uaedam de Jure Abbatum circa PontificaUa. 

14. Extrachts quorundam decretorum a s. Congregatione Oardinalium S. C<m- 
cilii Tridcntini Interpretern in variis casibus pro resolutione editorum. 



351 



15, Colkgia jttridico-pructica, seu exposiiiu prwn ftfl jnrHfaM praeeipue bo- 
hemicae, tarn in causis civilüms uu:trn criniiiiftlibus. 

lli. Reprrlorium ttlphabeticmn Cupitulvnim <icnertilium et jjrouincvdium f. Ort. 
Cisl, a.b anno lßlHusquead iinunin 17ÖH. 

17. >.■!:., !„„.., varia ciroa ea, ' [ uao annis l'ilS— VHS circa parochüii Altooa- 
il,'n- '/■!. fjj-miitiiinrm Viciiimlus l)rii. I'itl. ISi/licm. ecciterunt, 

IÜ. Elenchw: lat'onit u.- Mvmurukilium l 'ollrjjii .V. llniiaidi Pragae. 

19. Constitulirmr* dt ritthux et r.nemimü* in officio ilivino servanda sec. usum 
Cisleiciensium, 

20. Jiituri .•tjlcmiieiii Mi. •Mint in I'hhUJU-hIiIih* cttrhramli, usui Abbatum Cister- 
cio n s i u m ai;<> o m m odatus. 

*J1, Mnemwiynon HM:riicn-w>fWi.'.Iiihileae Allovadi noatriEpocIiaesacralum. 
Ein von dein Abt. bei Gelegenheit der SCWji'ihriy-.'ii Jubelfeier des Bestandes 
von Hoheufurt gehaltener Sermo capitularis (17"i9) in verba: „Recordamtni 
prioris saeculi". Is, \>\, '.>, (Aeusserst schwungvoll}. 

22. Recentior artis pu< tirw: llehcem, seu Nxercitationum metricarum es omnj 
Pofai Libri IX- Verfasst 1730 in Prag. Unter diesem Titel finden sich folgende 
Gedichte vor: 

a) Soronium poeticum, sen Apollo de poeseos neglect u conquerens. 

b) Septemplex Ajacis Clypeus, seu indytae facultatis poeticae laus et aesti- 

c) Euterpes, seu Libri I.—V. Bucolicorum mit folgenden Gedichten: 

Apophorela Pastorilia (auf die Geburt Christi.;. 

Pan sacratior, seu votiva Pastorum Solemnia pro longaeva inooluiuitate 
S. 8. D. Noatri dementia XU. (Bei Gelegenheit dessen Erwahlung). 

Applttusus GeuethÜacus in geinmeo reoui 
Nominis ter seeundae Carali VI, Rom. Imp. 

Praga, capnt Regni. 

Lessusbucolkus, seu Naetiiae Lutrubres. Vitadefuncto Philoni 'P. Gerard, 
Administrator des Stifts^utus K'iinui'ic, Mickl's Oheim). 

Illustrissima Diana« Hilaria. 

Palilia aututnnaha 

r'q>hrasis biirolirii. l)iq>lmis di- linisi r~v~ nitra spem voii eventibus conque- 
rens inanes spes *uas damnat. 

Philander. Assecuto severioiis Minervae bravio, sub aacratiora religiosae 
petferlioTtis labinu i'vocadis Uidebenimae L'niv. IVaii. Senalui in supreniaui 
gratitiiditii.s tesseram valefactoriMB baue trimsscribit Parenesim. (1730; im 
folgenden Jahre trat Mickl in das Noviziat). 

Poetapoateritati. 

Idea paris extra-urbanae, seu: Auren ruris Liberias. 

Melpomene, seu : Puesis. tragica eoiitincns „Tragoedin dupplex, seu Phocaa 
et Mauritius, lünestis utenjue casibus ob crudelitatem e vivis sublati u . (1730). 

Plus ultra, seu Hispaniae Lusitaniaeque Herouin res gestae gloriosis- 

Viele der hier angeführten von dem Verfasser selbst prachtvoll geschrie- 
benen Gedichte sind mit geschmackvollen symbolischen Farbenzeichnungen 
und Randver/tenmgen vorsehen. Mickl war eben auch ein geübter Maler. 



i Angiistissimae Lucis et Diei 



28. Sein grüastes Werk indes» ist eine Encykiopädie der <jt.samattm Arotogi- 
sehen und profanrn W*-<*rHxehitflt-n in 3.1 starken Folio- Händen mit zahlreichem 
bibliographischen Notizen. Fast eben so viel« Quart- und Folio-Bande bildeu 
das Maculnre hiezu. Es ist dies ein Verzeichnis aller bis c. 1767 erschienenen 
Werke, die über Theologie und deren Hilfswissenschaften hftodeln. 

Qatrfal Miekl bleibt wohl für eine lange Zeit der bedeutsamste Gelehrte 
unseres Hiuiscs, das Muster eisernen l-'leisses, eine wi-i-ieirKchalUicheGröwel 
Und doch bisher «ine Viola in nemore! 

17. Josef Raffer, am ft, Oktober 1«« KU Ottenheuren in Schwaben ge- 
boren, trat am 21. November 172« als Converse tu das Stift ein, legte am 
11. Mai 1724 die Protest ab und «starb am 16. Juni 1782. 

Seiner k uns lleri sehen Hand - er war liitdhaucr — verdanken die reiehge- 
slorteii Ribln>ihi>!,- S^hiinike, die miHireleicIeii Chorhänko und viel« Zlmmcr- 
Möbel ihr EWotPhea. 

IN. Abi. Hermann Kurz. Im Drucke ■■■ schien von Ihm: 

1. dstrrti'MH* priitcipaUont u philitsaphia ttfsctio* mrnti* et invanm. YV 
tero- Plague in aula reg. aund Fr. C. Hlndky, 1755, 

2. AmuKfi* caHoxiw tituleruin libri I. II. III. IV, et V. (£ negotii IX. Ponti- 
ticis Maxiini in tabulis innemonicis iinal.vt.ifie projiosil*, coinuendiciüi« euntro- 
verstia hitio inde in.serti.-4 di.st.iucta. I'nigae tvpis ureliiep. per.Iacobum Schwei- 
ger. 1761, 1702, 1764. Fünf Bande 1°. 

Aus seiner hiiiidsebril't.licbeii Hinterlassenschaft verdienen namhaft ge- 
macht zu werden: 

1. Sermone* Ctipilulares f 1707— t7fJ5>, gehalten am Palmsonntag» und W 
ausiiergewi.il tili eh eil Veranlassungen. Gediegene Arbeiten mit scharfen ZügM> 
beircll's H'-buri;; ib-r kKi.iciikln-n Uiscinlin. 

2. RtgulamrnUm Vntri* Quaesturat Pnefecti. 

19. Quirin Geyer von Ebrenberg, geboren am 10. November 1730, 

Proteus 2. Februar 17-19, Priester 9. Juni 175-1. In demselben Jahre verthei- 
digte er im Oolleg zum hl. Adalbert in Prag feierlieh 50 Thesen aus der Theo- 
logie. Er bekleidete zunächst das Amt eines Professors der Kirchengeschichte 
im Hausstudium, 1753 wurde er äbtlicher Secretar und Vorstand der neo- 
erriohteten Bibliothek, die er ordnete; 17fi2 päpstlicher Notar und Dotwr 
theologus Ord. Cisl., endlieh Administrator der Hohenfuiter Weingüter bei 
Krems und in Hadersdorf, wo er auch am 26. Jänner 1787 starb. 

Kr vtnid'eiitlichte im Drucke: 

Dhsertatio thtologieo-biblico-crüico- hütorica de s. ncrijiturarum canonü statu 
tarn apud Hebraeos, quam Chris tianos. Pragae in regia typographia apud 
J. J. Clauaer, 1762. 

Handschriftliches : 

1. Atphabeta, characteret et varia antiquarum scriptanxrum paradigmata, e 
raris Veter um manuscriptis collecta. 

2. Exeerpta quarundam contractionum, quae in libris ab anno 1460—150(1 
passim inveniuntur. 

20. Benedict Häjek, geboren zu Pocatek in Böhmen am 8. Juli 1786. Pro- 
fess 2.AuguBt 1750, Priester 12. Juni 1756, war Chorregens an der Stiftskirdi« 
and starb am 2. Jänner 1767. Er war ein äusserst gewandter Federteielmer. 



353 



Das Still bewahrt Folgendes von ihm: 

1. Lectulus noster tloridus (das Jesukind liegend). — 2. Die drei Ostereier 
mit Spruch (17Ü0), als Symbol des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.— 
3. Die drei Tnulioii (Heimisch-, Wald- und Turteltaube) als Symbol der Ein- 
falt und Sittsamk.it mii Spruch (1760). -4. Der hl.Xaverius. -5. Die hl. Scho- 
laslica. — (i. Der h[, Ausjustin. — 7. Lilia iuneta rosis (Verlobung Muriens mit 
dem hl. Joseph). -8. Der hl. Florian. - 9. Der hl. Johann Ev. - 10. Der hl. Carl 
Borr.- 1 1. Die Geburt Christi. - 12. Der hl. Johannes der Tauler. ~ 13. Die Be- 
schneidung Christi - SiLmmtliehe Bilder sind mit Versen und Chronographen 
versehen. (Vgl. Dlalmci' Künstler-Lexikon). 

21. Julian FiaCher^ehorenauWoltersdorlin Böhmen am 18. April 1737, 
Profess 21. Jänner 1759, Priester 18. Dezember 17152, lehrte Philosophie und 
Moral -Theologie im Hausstudium, wurde 1773 Planer in Hohenfurt, wo er 
am 17. April 1794 starb. Er erwarb sich giussc Verdienste uiu 'lii* Seelsorge in 
einer kritischen Z>.it als Schulfreund und eifriger, prakci.ir.her. Jugenderzieher; 
an der Errichtung der Hohent'urter Normalschute (1773) hatte er an der Seite 
eines KJudcrmann und eines Hermann Kurz den ersten Antheil. 

Als HaiiiisuripUi hitilerliesa er: 

1. Comyendium Phyxicae, 

2. CumpenUium Tfirt/loginr jiuxloralvt, per uuaestionea digestum. 

3. Fufdcvlus notarum xrli>ittt-Iia'-'lü'iinttti<<tnt>n in prueeepta decalogi. 

22. Lucas Wawra, geboren zu ChniStan bei Chrudim am 20. Februar 
1734, trat am 1. Februar 1768 als Converse in das Stift ein, legte am 5. April 
1769 die Ordensprofess ab und starb am ß. Novemher 1804. 

Er war eingeschickter Mulvr und hinterliess folgende Werke : 1. Ein grosses 
Plafond- Gemälde im mittleren Bihliotheks-Saale, das Urtheil Salonions dar- 
stellend. 2. Den zwölfjährigen Jesus im Tempel im grossen Bibliothekssaale, 
den er überhaupt ganz malte. -1. Das Wandgemälde im Refectorium des jetzigen 
k. k. Üeriohtflgebftudes. 4. Dm Port*** des Abtes Hermann Kurz und (wie 
M. Millauer erwähnt) unzählige andere Bilder, die aber leider nicht näher be- 
stimmt werden können. 

-23. Dominik Schmidt, am 23. November 1748 in Unterhaid geboren, 
legte am 23. November 1770 die Profess ab und erhielt um 18. September 1773 
die Priesterweihe. Er lehrte im Stifte Kirch enge schichte, Jus canonicum und 
die griechische Sprache; wurde Licentiat der h. Theologie, äbtlicher Secretär 
und Bibliothekar, Prior und päpstlicher Notar, gestorben in Heuraffel am 
11. August 1796. 

Er gab heraus : 

Asuertionei ex univtrso jure ccckMaylino. Lincii tvpis Fr. X. Auinger. 

24. Stephan Lichtblau, am 12. April 1753 zu Katscherit« in Schlesien 
geboren, nahm am 29. Juli 1777 das Kleid des hl. Bernhard, legte am 2. August 
1778 die Profess ab und wurde am 20. Mai 1780 Priester. Als Kaplan eu Höhen- 
luft und Priethal, als äbtlicher Secretär, Bibliothekar, Archivar und Novizen- 
meister, als Pfarrer von Hohenfurt und Rosenberg, zuletzt als Stifts - Prior 
entfaltete er die regste HtCTM*iHh6 ThÄtägkait. Sein Lieblingsfeld war die 
historische Forschung. Er hatte nicht allein die Stiftsbihliothek. sondern auch 
die in den umliegenden Märkten vorÜndlichen Archive gründlich durchforscht 



und von den Errungenschaften seinen zwei Lieblingen : dem St. Florian« 
Hinioriker Franz Kurs und seinem Ordensbruder Max Millauer (die ihn «um 
Beweise ihrer höchsten Achtung stets nur ihren: „Grosspapa Stephan" nann- 
ten), in uneigennützigster Weise reichlichst rnitgetWlt. Dabei war er nick 
dem Zeugnisse seiner Zeitgenossen der anspruchsloseste Munn, eine aninu 
pia. Er starb im Alter von 84 Jahren am S. November 1837, Seine hinter- 
blieben on haml-iohriitlieiiun Werke sind: 

1. Expoxitio Mimat e frandco idinmate in httinum triinxiatn (1185, üeber- 
setzung von: „La Liturgie ancieune et moderne"). 

2. Idiotismen den Landvolkes aus- der Umgebung von Hohenfurt- 

3. Vataloyus Inatnabulorum MMMkaflM Attoradenae (bis zum Jahr« 1535). 

4. Comcriptio quurundam Manuscriptorum Mliotheate AUov. 

b. Beschreibung dir im kb~«sterlic)i litihenfurtcr lliiclwr#uilt befindlichen iirußoi 
deutschen Bibel s. a, et I. (die BfSta lfan%tYa Bibel, ««druckt von EggesVin iß 
Strassburg). 

6. D&eriptio naUtrum, ifuax Philippe Mebmchton Bibliis V. T. dt anno H2X 
in Bibliothtea Altov. ux-ier ratix inneruit (1788). 

7. Trts Codices AtSS. Bibliothecar. Alton. rrccBiisiti partimiiue exeerpti (1801 . 
nämlich: Das Fonnelbueh von J. Staicze, ein Martyrologium s*er. XI ur.J 
der Liber Helperiei Computistae. 

8. Extractus auctorum ex Cl. BernunJi Pv Themura Anedoturum, (aultuii) 
profuturus indaganti Codices MSS. eorumuuu authores. Mit einem alphabe- 
tischen Index der „Initia opusculorum in eodem contentorum". 

9. Kritische Beleuchtung mehrerer handscliriftlichtr und gedr. älterer Bibel* 
unterschiedlicher Mundarten, so in der Hohenfurter Bibliothek vortindiii.ii 

10. Via ßorida, sive ambitus Monasterii Altovadensi« Elogiis -Sunctornra 
illustratus. (Ein Vene ich niss von Inschriften oder Elogien vieler Cist.-Ordens- 
Heiligen, deren Bildnisse [1647 gemalt] im Kreuzgange angebracht waren, in 
neuester Zeit aber der Bildersammlung des Fischerhoies einverleibt wurden. 
Diese Elogien stammen zunächst aus dem aufgehobenen Stifte Goldenfcron 
und sind ihres inneren Gehaltes und der schönen Sprache wegen erwikhnens- 
werth). 

11. Catalogun librorum in bibliotheca Altovadensi extstentium (1792). Ausser 
diesem Generalcataloge hat P. Stephan noch viele specieile, darunter einen 
Catalogus librorum gallici et italici idiomatis Bibl. Altov., verlasst. 

12. Glossarium ad intelligendos veterex Bohemiae scriptores ex Gelasii Dobner 
operibus excerptum et ordine alphabetico coadunatum (1806). 

13. Nomina aniiqua Bohemorum per interpretationem in scrip toribus Bohe- 
miae et Moraviae tun da tarn elueidata (1814). 

14. Sammlung alldeutscher Wörter zur Kenntniss der älteren deutschäl 
Sprache (1819. 1820) in alphabetischer Ordnung. 

15. Sprache der „Sieben Gemeinden" (de sette communi) in den 1 Bergen d« 
Veronesischen und Vicentini sehen Gebietes, oder Glossarium zu ihrem C«M- 
chismuB. 

1 6. Bremen lum Privitegiorum concernentium ecclesiam parochialem in Kirch- 
Schlag - ex saeo. XV. Abgesehrieben im Jahre 1805. 



355 

17. Colltctio (liploM'itum Dominik ile liosenbertf u Regibus et Principibua etc., 
vel a Dominis de Rosenberg aliis datoruin partim ex autographis, partim ex 
copiia authenticis desumpta el. coiisi'-ripta lwflS et. 1809. 

26. Xaver Falk, am 13. November 1759 zu Wälli ad. birken geboren, 
studierte in Krumau, Budweis und Prag, legte am 16. November 1783 die Ge- 
lübde ali, hörte die Theologie in Prag, vertheidigte am 21. Juni 1787 als Diakon 
und Alumims dos Ueneralseminurn 64 Thesen aus dergesiiuimten Theologie mit 
seltener Freimüthi^keit und wurde um folgenden Tag /.um Doctor der Theo- 
logie promovirt. Am '£'■). Juni deswillen Jahres in Budweis zum Priester ge- 
weiht benuchte er durch zwei Jahre die Univei.siUiien zu Got.tingen, Halle, 
Jena, Erfurt, Leipzig u. a., um sich besonders in den orientalischen Sprachen 
auszubilden. Nach seiner Rückkehr im Jahre i"' 1 '' übernahm er an der Haus- 
lehranstalt die Lehrkanzeln der orientalischen Sprachen und der Kirchen- 
geschichte ; doch schon im folgenden Jahre wurde er zum ausserordentlichen 
(später zum ordentlichen) Professor der Dogmatik und Polemik an der Prager 
Universität und zugleich zum Ephor der nunmehr an derselben studierenden 
Kleriker des Stilles ernannt und im J. 1803 Dekan der theologischen Fakul- 
tät. Viel zu früh, schon am 20. Juni 1804, wurde dieses vielversprechende 
Talent der Wissenschaft entrissen. 

Ausser seinen Disputation s Sätzen und Recensionen in der Jenaer Lite- 
ratur-Zeitung machte er keine seiner vielen theologischen Arbeiten durch 
den Druck bekannt und hat auch keine Handschriften hinterlassen. 

Sein Ordensbruder Max Millauer zierte si-in Orabinonument auf dem Klein* 
seltener Friedhof mit. folgendem Chronographicon : 
VDUt XaVeäTVS paLk! 
LVtiENT LIterae! 
pLorat aLtoVaDVM! 

MentohI 8Vo 

CoRDIn PlI CONFRATRES 

rlntl fhChrr 

26. Emanuel Dawidek, geboren zu Doubrawitz am 26. Februar 1776, 
wurde am 10. Oktober 1802 Profess und am 24. September 1803 Priester, dann 
Cooperator in Brunn), Professor der Dogmatik und Polemik im Hauastudium, 
im Jahre 1808 Kaplan in Höritz und im folgenden Curat in Heuraffel. Am 
21. November 1810 wurde er /u Prag zum Doktor der Theologie promovirt. 
In den Jahren 1811 und 1812 lehrte er Dogmatik und Polemik im Stifte, 1813 
war er Pfarrer in Strobnttz, worauf er zum Prior und am 1. November 1815 
zum Bectordes philosophischen Institutes in Budweis und Ephor der daselbst 
studierenden Hohenfurtor Kleriker ernannt wurde: zugleich fungirte er als 
Administrator des nahen Stiftsgutes Komaric. Im Jahre 1823 erlangte er die 
Professur der Dogmatik am bischöflichen Seminar zu Budweis, in welcher 
Stellung er bis zum Jahre 1842 eifrigst wirkte. Von da an war er bis 1846 
Administrator von Komäric, wo er am 19. Jänner 1858 seine Seele aushauchte. 

Seine Druckschriften aind : 

1. Prtdigt über den Spruch Eccles. VTI. 15, gehalten am 1. Jänner 1806 
in der ÄJchidekanalkiruhe zu Krumau tu Böhmen. Linz 1806. Im Verlag der 
akad. Buchhandlung. .,.,^ 



2. Positionen ist univen» Hyuletnate theologico, quas honoribus D. D. Joanni's 
Procopii Schaflgotsche, Proto-Episcopi Budvic, Jicatas: pro suprema ihw- 
logiae laurea sine praeside in magna suila Carolina publice propugnabat. 
Typifi Tli. Haaso Pragae 1810. 

8, 4. 5. Positionen ex theoloijia doymatica et polemiea, quas ex pr&electionibiis 
E. Dawidek (etc.) alunuii ord. Cist. Altovadeni publice propugnabant Alto- 
vadi 1811, 1812, 1814. Typis Th. Haase, Pragae. 

Handschriftlich : 

Theoloijia rioymatica. '■$ Bände. Vom Verfasser selbst tiir den Drude vor- 
bereitet. 

27. Maximilian Millauer nimmt unter den Männer», welche siel) am 
die Geschichte Böhmens verdiont gemacht Imben, einen hervorragendonPUo 
ein. Erwurdeam IT. Dezember 1784 zu Budweis geboren, nach Beendigung der 
Studien daselbst, um 13, November 1*0'J eingekleidet, absol virte die Thi'i'df'gw 
in Budweis und Prag, legte am 2. November löOfi di.'(j>liibde ab und wunie in 
22. November 1807 zum Priester geweiht. Zuerst war er Novizenmeister, Cw>- 
peratorderWalli'ahrlskirche in Briinnl und 1809 Feldkaplau. beim erste» tt 
Kiattauer Landwehrbataillon. Am 23. November 1810 unterzog er sieh äfl 
öfl'eut liehen Disputation über -M) Thesen ilergesiimmter) Ihi-ologi sehen Wissen- 
schaft In der Carolina zu Prag, worauf am 27. November seine Erhebung na 
theologisch«! Doctorswiirde erfolgte. Im folgenden .lahre wurde er Proftatot 

!il K ;Vi.-.3i' li;-;i , .'..i , lii- , i i ■■ i.lll'.l ill-.-: - II li-i'livll K'-.ll'''^ il? I ■ 1 « - 1- II i. MiTj-irrtr. r. i 

theo logisch eii Hauslehrnnsiali ; später ii In -ni, ihm er die Professur der christ- 
lichen Ethik, der Pastoral th eologie, Katechet ik und Pädagogik, ltiul war «- 
gleich Abtei-Secretär. Bibliothekar und Gastmeister. Am 1 I.Juni 1815 erfolgt» 
seine Ernennung zum Professor der Pastoraltheologie an der Prager Hoch- 
schule ; im J. 1816 wurde ihm das Amt eines k. k. Synodal -Examinators derCan- 
didaten für Curatbeneficien übertragen; 1817 wurde er Historiograph der Theo- 
logischen Facultiit; 1818 correspondirendes Mitglied der k. k. Mähr.-Scbles. 
Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde ; 
1819 fungirte er als ordentliches Mitglied und 1822-1829 als Geschältsleil« 
der kön. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften; 1820 und 1826 versah er 
das Amt eines Dekans der theologischen Facultiit ; 1823 war er Hitglied anJ 
1824—1829 Geschiiftsleiter des Nationalmuseums Böhmens ; am 13. Juli 1>&> 
erwählten ihn alle vier Facultäten per acclamationem zum Rector roagnilicu?. 
Vicekanzler und Präses des akademischen Senates für das Studienjahr 1834. 
Erwähnt sei noch, dass Millauer bei der am 21. Mai 1828 im Stifte Hoheaftirt 
stattgehabten Abtswahl mit nur einer Stimme in der Minorität verblieb. Kur» 
vor seinem Lebensende wurde er mit dem taxfreien Titel und Range ein« 
k. k. Rathes allerhöchst ausgezeichnet. Endlich nach einem unermüdlichen 
Leben, durch oft wiederholte Krankheitsanfälle an seiner Gesundheit ge- 
schwächt, sank er auf das Krankenlager, auf welchem er am 14. Juni 1840 in 
Folge einer Lungenlähmung verschied. Seine entseelte Hülle wurde neben 
jener seines Ordensbruders Xaver Falk auf dem Kleinseitner Friedhofe bei- 
gesetzt. 



Seine Druckschrift«!] .sind — 

I. Aub dem Gebiete der Theologie: 

1. Hede bei der Falinenieeilte du.s ersten k. k. Klattauur Landwehrbataillons, 
gehalten am 4. Oktober 1809, als am Namensteste Sr. k. k. Majestät, zu Her- 
rn »nrnustec bei Chrudim. 

2. Positionen ex unu-rso si/*t>witr tlieologico, quas pro suprema doctoratua 
s. s. theologiae laurea in magna aula Carolina publice deiendot A - . M. M. die 
23. Nov. 1Ö10. 

3. Positionen, ex unuersa historia religionü, et ecclesiae chriitianae, nee non ex 
jure ecclexiastico public* prii:ato'[tte; quas — ex praelectionibus X. M. M. alumni 
ord. Cist. Altovad. — publice propugn abunt mense Aug. 1811. Pragae typis 
Theophili Haas«. 

1 I'v\i(itni'> •■ :■ thttiluiji'i min'uin, ■' pititumii, 411ns - ex pratlectionibus X. 
M. M. alumni ord. Cist. publice propugnabuut Altovadi men.se Aug. 1812. Ibi- 

5. Poxitiones ex etliica chrixtiana, et thtvloaia paslorah, quas — ex praeleetio- 
nibusX. M. M. alumtii ord. Cist. publice propugnubunt Altovadi diebusmensis 
Aug. 1813. Ibidem. 

6. C'alah'jii" rcli-iioxurum viividtvm, s. Ci.sterck'iisium ordinom Allotwti pro- 
t'essoruin. Ibid. 1813. 

7. Posilitmes i'.r ethii.it < hiintutnn, ■! tlirulni/iit pttsltimlt, quas — ex praelecüo- 

nihus X. M. M. — clerici s, ord. cist. prot'ess. monasteriorum Ossecensis et 
Altovadensis — pulilico prupiigiiubunt Altovadi die 18. Aug. 1815. Ibidem. 

8. ttonnulUiruvi S. S. Palrum de menilaciu necetnittdis iudicium. In der Wiener 
theolog. Zeitschrift I. 2. B. 288. 

9. Zwei Pastoralfälle. Daselbst. & H72. 

10. Ein Pasturalfall über eine Akalbvlikin. In Freundaller's Quartalschrilt 
für die katholischf (liusilichkeit. 

11. Ein Schreiben über die Sittlichkeit dar Nothlüge. In der Wiener l.heolog. 
Zeitschrift. II. 1. B. 333. 

12. Direktive Regeln für 4m ftaAoXidkM Bteborg* »i Ihm-icM auf das neueste 
Fherecld. Das. S. 347. 

13. Trauung- Rede bei der Vemuililung einer Schwester. Das. III. 2. B. 873. 

14. Drei Pasturalfälle. Das. IV. 2. B. 183. 

16. Vtber den Vortrag der H lauhenslehre ■■ iim den I 'ersuchuntjen des Satan» und 
seinem moralischen Einflüsse auf die Mensehen. Das. V. 2. B. 3iil. 

Iß. Inslttitliu iiiinturtdi-i in us u in nt'adinnicuiii, ipiani elucubravit A. Heichen- 
berger. Viennae 181« et 1819.2 Bde. 8". Aus dem Deutschen übersetzt. Anonym. 

17. Rede bei der feierlichen Abk-iung einet katholischen Glaubensbekenntnissen. 
In der Wiener theol. Zeitschrift. VL 2. B. 182. 

18. Utber den Gebrauch der Sprichwörter im Jugend-Unterrichte. Im Schul- 
freunde Böhmens. II. 1. Hell. I>3. 

19. Ifeber das EMmM n-Amt, lll BnM wesentliche I'llicht des kathoü'schen 
Seelsorgers. Das. LH. 2. Heil, S. 102. 

20. Data aus der älteren vatcrhindmclien Frziehutujxkunde. Das. IV. 1. Heft, 85. 

21. Winke für atterländisclte Pädagogen und Katecheten. Das. 3. Heft, 86. 
28. Entwürfe M Predigten auf das Fest des hl. Wenieslaus. Das. 4. Heft, HS. 



23. Ueber dasgtMtiM&migc benehmen katlmlisctier KilirtJttUn tmdS 
In den deutschen Provinzen de* uKterreiehiielien Kaiserstaate« g 
»katholischer und jüdischer Kltern in Huuloht der Religion. Dos. V. 1. Hefl 

94, Praktische Bemerkungen über den J'/arreoneurn. In der Wiener theo]. Zeit- 
schrift, IX. I.Heft, 81. 

25, Entwurf einer Geselnelitr der Poxltir/dtheologie an der k.k. Cart-VmUna*i* 
rehrn Universität ;u I*rag. Zum Reimte vfittrlfiinl. Zöglinge der Pasforal. Prag, 
Calvu 1821. Anonym. Hievon die 2. Aurl. 1832 mit dem Namen des VeriuMi* 

26. Ueber die wichtigsten, ihn htlbotischen Seelsorger betreffenden vom Jahre 
1811 bis mm Jahre lü'J2 erilossenen k. k. Verordnungen über da* Ehrrrcht. In 
der Wiener RraoL Zeitschrift. XII. 1824. 2. Bd. 2. Heft, 351. 

21,Vorschlaij :u einem Ein.\rnnang.rritu* jüdisch geratener, nrugetan/ Irr roMutm- 
katholischer Siteleute. In der Wiener theel. Zwlächrift. XIII. 3. Hüft, 107. 

28. Kritik über Antun Krvmbhol:' Jiekgenheitsfiredigten" . In der Monat*- 
schritt des Museums, 1BJS7. Dezember, 8. 74. 

29. lAterannciie Amen/e ulrr itrti i/ivtliel'' Heilen /in Emplehliingder Anm-ii- 
versorgungs-AiislalU'i). In der Monal »schritt, des vaterl&ndisclien Museum*, 

1, Dez. S. 74. 

80. Vit Matriken der Akatholdm. Prag 1*30 hei Sdmni'e.ld. 

81. Eine Abhandlung über Diij>a>dtionrn tu Predigten, als Vorrede in der 
Schrift: „Thematische Predigr-Entwurfe" v.m Bemurd Oppelt. Prag IB30- 

82. lieber dir. Einschreibungen <ter unehelichen Viihr in die Taufmatnken, und 
Qberdio Lcgii.iTiiiitioricn der iineliiMii'lieii Kinder dnirli ilie i int hi'u Igen dnn F.hcn 
der Eltern. In der Wiem r neuen theol. Zeitschrift des H. Job. Plctx. V. 18J» 

2. Heft.. WS. 

n. Ans dem Gebiete der Geschichte. 

1. Heber ein elektrüclies Meteor am 27. Jänner 1814. In der Prager Zeitung 
Nr. 16. 

2. her Ursprung den Cütercienser-Sliftes Hohenfurt. Prag, 1814. 

3. Ueber den Namen Wok. In der Präger Zeitung. 1815. NN. 22, 70. 

4. Diplomatische Nachrichten über dar ehemalige Ereniitenklosttr Heuraffel in 
Böhmen. Im Hespcrus 1816. August N. 39. 

5. Peter der 1 von liosenberg. Das. 1817. März N. 15. 

6. Ueber die Erbauung-der k. Berg- und Kreisstadt Budtceix in Böhmen. Prag 
1817. In : Ahhandl. der k. böhm. Ges. der Wiss. III. 

7. Ueber die Ruine Klingenberg in Böhmen. Im Wiener Archiv für GeogT. 

1817. Dez. NN. 156. 157. 

8. Vorwort rur Ballade über die Entstehung des Stiftes Hohenfurt. Im Hespcrus 

1818. Jänner. N. 2. 

9. Ueber das Wappen der Osek-r Kie-senburge. Das. Juni N. 33. 

10. Uebtr da.* Wort „Pf aß«. Das. Atig. N. 44. 

11. hex Grafen Bonaventura von Bouguoy Tod, Grab und Reste. Im Wiener 
Archiv. 1818. Okt.. N. 126. 

12. Ueber die Begründung des böhmvtehen Nationatmusevms. Das. 1819. Juni- 
NN. 76. 77. 

13. her Studentenhandcl und einige kleinere Aufsätze. Im Hesperus 1819 
März. N. 14 ff. 



14. Die Ruine Porcsching. Ein Beitrag zur Topographie Böhmens, Das.N. 16. 

15. lieber böhmische, und deutsch, Sprache in nahmen. Dag, 8. 125. 

16. Beiträge mr Vaterlandskunde. Das. Juli. NN. 40. 45. 

17. Fragmente aus dem Neerolog des Stiftes Hohenfuri. Prag 1819. Im 6. B. 
der Abhandlungen. 

18. Serma Hifarii I.ilomericensis ad senatum populumque Planonsem. E 
codice Osecaiio. Pragac 1820. 

19. Kritisclie Beiträge ;u Voigt's Versuch einer Geschichte der Prager Univer- 
sität. Prag 1820. Im T.B. der Abhandlungen. 

20. Ein antiquarisches Hälhsel. Im Hesperus 1820. Beil. N. 7. 

21. Vaterländische, t'uhositäten, und zwar: a) Der schwarze Thurm in Eger. 
h) Der Präger Altstfidter Brückenthurm. c) Das Schlauer Wahrzeichen, d) Die 
Ur<!.ssji;i'jizer Glocken-Inschrift, e) Das Rosenbi'igei Majorat, f) Der Name 
Ottokar. g) Viehzucht des 14. Jahrb.. im Süden Böhmens. Im Hesperus 1820 
in verschiedenen NN. 

22. Einige Ahnen der Grafen von Harrach. Im Wiener Archiv 1820, März 
und April. NN. 39.40. 

23. Die Herrn tion Wuith in Oberöstcrreich. Das. November. N. 139. 

24. Erkliirung der allen GlockcninscArift im Harfe Dobroy. Im Hesp. 1821. 
April. N. 20. 

25. Neuere Bemerkungen "her das Sprichwort.- Sub Rosa. Das. Beil. N. 18. 

26. Denkwürdigkeiten. Ein Beitrag zu Hillwig's Zeitrechnung. Im Wiener 
Archiv. 1821. März. N. 36. 

27. Eine lüerarixchc Anzeige über Pilsen. Im Hesp. 1821. April. N. 26. 

28. Proben aus einer noch ungedruekten Geschichte der Präger theologischen 
FacuUnt. Im Wiener Archiv. 1821. Oktober. NN. 124-126. 

29. Eine aus dem Deutschen ins Böhmische übersetzte Erzählung I Karlinkal. 
In der Zeitschrift Dobroslav. 3, Th. 1, B. 8, 78. 

30. Die GcschicIiU der k. böhm. Gc-ellscJutfi der Wisscnscluiflen von 1830 und 
1821, sainmt der Biographie des H. Dluhn-'z. Dann von 1822 und 1823. Beide 
im 7. und 8. Bande ihrer Abhandl. Von 1827 mV 1830 im 2. B. der Neuen Folge. 

81. Böhmens Denkmulc der TempeUierrcn. l'rng 1822. Im 8. B. der Abhandl. 

32. Erklärung der Inschrift eines alten Taufbeckens in Nord - Island. In den 
Weimarischen Curiositfilen, 

33. Die Hüter von Porcsching im Süden Böhmens. Prag 1823. Im 8. B. der 
Abhandl. 

34. Die Rolandssäule an dir Prager llrücke. Im Dobroslaw. 3.Th. 8. Bd. 8. 37. 

35. Die Rolandssäule im LcitmeriUer Ralhhaww, — und 

36. Ein tu/eiter Ring ilcs J'upstr, Pius IL Beides daselbst 3. Th. 4. B. S. 87. 

37. Urbcrsicht 'iimmtlirhrr, m dni bisherigen Ramien eon Ablumdlungen der 
I.. 1,'ihm. fii-'.drr Wim. «Ortornmenden Auf'säUe. I'nitf 18^3. Im 8. B, der Abhandl. 

38. Die (^uurtiiUhrriehk über das Museum in der Prager Zeitung vom Juli 
1823 bin Dez. 1*26; — dann diu monatlichen Berichte darüber in säinmtlichen 
Heften der Monatsschrift des Museums von den J. 1827, 1828, i829, letat.ere 
bis Mai einschliesslich. 

39. Die Vorträge der GcscIuifUleituiuj bei den Generalversammlungen des 
Museums; von den J. 1824, 1825 und I82H im 2. 3. und 4. Hefte ihrer Verhand- 
lungen; dann von 1827 und 1889 in dur Moniitsschrift dieses Institutes. 



40. Diplomatisch- historische AufsäUe über Johann Zü.kn von Troencnc. Pr»g 

1824. Im 1. B. der Neuen Folge der Abbandl. 

41. lieber Klässterec in Grafs G(;>,i;hic.liit' der Tempelherren. 1825. Anmerk. 
B. 105. 

42. Eint genealogische Berichtigung. Im Wiener Archiv. 1824. Nov. N. 40. 

43. Heber die böhmischen Hüte derVorieit. In der l.öhm. Zeitschrift „Milüu". 

1825. 8. 17. 

44. Vebersichl alter bisher bekannt gewordenen böhmisc/ien mtUtirUclum Metult- 
und Strinmnsstn. Im 3. Hefte der Verhandl. de* Museums. S. 48. 

45. Der böhmische Feldherr Fandobe*. Im Wiener Arohiv. 1825. Februar N. 19. 

46. Kaiser Ludwig» Tod. Das. N. 20. 

47. Jfct*(<T ITrtMf/ öni. Das, N. 20. 

48. Die Planier Dtmkmünte. Das. Mür*. N. 86. 

49. Sfrft^r*'* böhmische Mathematik und Physik. Das. ApriL N. 44. 

50. Beitrag sur österreichischen Münzkunde. Das. N. 48, 

51. Z&mA von Heisenberg. Das. Mai. N. 55, 

52. Diplomatische Anfrage. Das, N. 55. 

53. Der Orden im Todteniopfes. Das. Okt. H. 135. 

54. Ilohmcns Eisenbahn. Das. N. 126. 

55. Ueher den deutsdien Ritterorden in Höhnten. Im I. B. der Neuen Folge dw 
Abhandl. 

56. Wilhelm von Rosenberg. Im Wiener Archiv 1826. Jänner. NN. 5. 6. & 9. 10. 

57. Die tttrenge Sühne. In der Monatsschrift des Museums 1827. Uära. S Ä 

58. Nächtliche Sid^erlicttsiinsUtlten der vaterländiscItenVoneU. Das. April.S.«. 

59. Die Saint MavlsUin. Du. 8. 45. 

60. Necrolog der im gegeniairtigen Jahrhunderte verstorbenen Mitglieder der 
Proper thenl. FacultAt, Das. 1827. Juli. 8. 73. Sept. S. 76. (Xaver Falk). Dra. 
S. 49. 1828. März. S. 251. Juni. S. 485. Nov. S. 4G0. 

61. Das Siegel des Meister Johann Hus. Das. 1827. August.. S. 61. 

62. IHe Originalmatrik der Präger jurid.-kanon. EakulUU. Das. Oktober. S. 60. 
68. Beiträge zur fle^cliichte der Belagerung der k. Hauptstadt Prag durah du 

Schweden im J. 1648. Das. 1827. November. S. 12. 1828. Juni. S. 427. Oktober. 

64. lieber Doktor held's Prognimm. Das. 1827. November. S. 65. Eine Rek- 
torats- Austrittsrede des Genannten, deren Gegenstand die im J. 1409 vor- 
gefallene Auswinterung muhi-urer deutschen Akademiker von der Prager 
Hochschule bildot, 

65. lieber J. E. Ponjikl's Wirk: „ Vollständiger Umriss einer statistischen 
Topographie des Königreichs Böhmen". Das. 1827. November. S. 60. 

66. Nekrolog des II oltenfurter Abtes Ixidor Tcutsclimann. Das. 1828. Jänner. 
8.90. 

67. Reilienfolge der Atble des Vist.- Stiftes Uolumfurl. Das. Februar. S. 166. 

68. Das Testament des vatarhindischen Gelehrten und Professors Johann Mat- 
thias a Sudetis. Das. April. S, 339. 

69. Die ursjirdn gliche Kvnig*saaler Bibliothek. Das. Mai. S. 387. 

70. Bruchstücke aus einem Briefe von und über Karhbad, im Herbste 1(09- 
Das. 1829. November. 435. 

71. Die Grabstätten und Grabmäler der Landesfürsten Böhmens. Mit tönen 



361 



lithographirteri Urundriss des Präger Doms. Frag. 1830. Im 2. B. der Neuen 
Folge der Abhandl. 

72. Die Kirche tu Bohnite. Ein Beitrag /.in- vul filiUi'J. Iveligions-und Kirchen- 
guschiehle. Sammt «hier lithograph. Beilage. I'nig ISMO. Im 2. B. der Neuen 
Folge der Abhandl. 

73. Die Lei/enden unfeinem Numw des h. Ilolesluw. In den Jahrbüchern des 
Museums. 1830. 3. H. 328. 

74. Heber tinen allen (l'iir böhmisch gehaltenen) unxieiirtigcn Denar. Das 
4. H. 417. 

75. L'eber die ältesten Rektoren der frag* Universität. Das. 1831. 1. H. 60. 

76. Böhmische Alterihümer : a) Der Melniker Becher; b) Die alte Glocke im 
Stifte Emaus. Das. 1831. 2. H. 216. 

77. Literarische Anläge der Abhondlumj diu JI. Kurt über das Passauer 
Kriegsvolk in Böhmen im .1. 1611. Das. 1831. 8, H. 369. 

78. Der deutsche Ritterorden in Unionen. Ein Beitrag zur Reichs- und Kirehuii- 
geschichteBöhmeus.Prag.Haase. 1832. Im 3. B. der Neuen Folge der Abhandl. 
2. Abth. 

79. Einio'-. Btmere Aufsätze im Aimanaili l'iir die Teplitzer Kurgast?, vom 
k. k. Rath und Ritter des k. p reu asi schon rotlice Adlerordens, H. Uhrvsostom. 
Eichler, nämlich: 

A. Im Jahrgange 1833: 

a) Das alle .Siegel des Klosters Schwätz. S.'Xi.l') DcrMilesrhauer Berg nach 
Balbin. S. 100. c) Die übrigen Teplitze der Welt. S. 102. 

B. Im Jahrgange 1835: 

Die Teplitzer Gelehrten. S. 42. 

öl). SternbeT'J l"i Siblan in Biiliuim. Kin Tuselien blieb für die dortigen Kur- 
gaste. (Herausgegeben unter dem Namen Maximilian Meitl, Budeinspectorats- 
Adjunkt). Prag 1*33 in der Soiiimer'schen Buchdruckerei. 

81. Arne* Rtcttirum univerxituti* l'nti/enae, ab unione Academiarum Caro- 
ünae ae Ferdinand tau (l<>54), Pragae 1 834 , typis liberum Haase. Als Pro- 
gramm beim Austritte aus dem Rektorate im Oktober 1834. 

82. Tepliti vor :iOO Jaliren, oder der böhmische Diebtor Thomas Mitis und 
seine Idylle über Teplitz, als das altesle historische Dokument und erste 
Stock der Literatur über diese Badestadt., mitgetheilt von einem dortigen 
Kurgast« (laut Vorrede M. M.) und herausgegeben von Andreas Chrvsostom. 
Eichler. Prag 1886. üemibek. 

83. Ucbcr einiije kirclilidn Alkrtlinmcr Böhmens. iDor Hirtenstjib und die 
Fürstcnkroiiador ehenndi^en fl r htinninnon ii mi Til flinrn; rm rragürnnTilnmi) 

In der Wiener neuen lln-.d..-. Zeil seh ritt ,Ies K. Johann l'loU. X. 1837.4 B. 3. 

84. Beitritije :ur LttmifOtltithU Ha h. Bcrnliard. (Aus böhni. und mähr. 
Quellen). Das. S. 297. 

S&.JJax dritte Awwfartfttrijpl Jululfcst WM Ar Sttjtumj ilci jaH<)fräuhclien 
Orden» der hl. Ursula nachträglich gefeiert vom Präger Convent.e jenes geist- 
lichen Ordens, am 20. Nov. 1837. Prag 183«. Ferner die Anzeige davon in der 
Wiener theologischen Zeitschrift, XI. 3. Bd. 331. Beide Stücke anonym. 

86. Ueberdcn Zustand der tlicit/hi^dun I tibi nmj zustatten im h'vniijreidtc Böh- 
men, vou der KiniubriiTii; des ffflllttffll Hl» 1 1)1 j bis zur Erriuhtuni; der Karo- 

linVlion Universität: d.i. von 845 bis 1347. Das. XU. 1839. 1. B. 38. 181. 355. 



87. Uebrr einen angeblichen Sirgrl-Stimitrl den heil. lUmUard. Das. S. 1«. 

88. Akmlemüelte Feierlichkeit (am 9. Juli 1839). Dia 8. B. S. 131. 

80. Ilnln ntf- i/"' "ll'-'H t:i4trrlnHiJi:,rh'H Erziehun-j^trunde. Im ächullrvuni)'.' 

Höhitie.ia4, B. I.Heft. S. Wi. 

90. Entwurf einer Geschichte des Studium* der P'tutoral an der k. k. Kart-Fer- 
dinund'aclien Präger t'niverxitiU, Zum Heimle« vaterländisch er Zuhörer der- 
selben. 2. AuÜ. Prag 1823, Diu 1. Äull. erschien 1821, jedoch anonym. 

91. Sammlung einiger icieJUigerm Inschriften auf öll'eiit liehen vaterländischen 
Statuen des hlg. Landes- Patron 8 Johann v. Nep. In der böhra. theolag. Zeit- 
schrift. (V). 

Sein handschriftlicher N&chl&ss. 

i.SMpjikiiutitumCiittib.tp (irinrah< lUbhollireae Allovuden'ie. Zu Steph. Li.hi- 
blau'süerieral-Katalog. ISO». 

2. Skitten der Biographie*» einiger berühmter Männer de« AUerthmmt tos 
Funke'» neuem Real -Schul- Lexikon. Dem Abte I-^idor Teutschmann iun> 
Namensfeste gewidmet, 1809. 

8, Memorabilüi de Attnvaifo. Enthaltend : a) Excerpta ex C. Jongeüni Kotit 
nbb. Ord. Cist. Lib. V. pag, 10. - b) üenealogia O. ac M. D. D. Rosensinm ei 
Tabellario stemmatographico Buhem. Baibin. — e) Hl II III i|j,IMi tili Rosenshun in 
crj'pla Altovmhjna stili presbyterio quiescentiunj, — d) Series Ab bat um Alto- 
vadensium (partim ex .lungi-liiio, partim ex iuscripliouitius iniaginum/. — e)C& 
talogus Parochnruin Allovadctnsis Patronatus. — /jExcerpt« e.x Chronologie* 
serie ant.inuionmi Religio so nun Altovadeueruui a. V. P, St. Lichtblau cd- 
lectoruni. c 1B10. 

4. CataUiijus Incun>d,ulirrum bibliollireae Altovndmae. I8J2. 

5. Cataloffu» Bdigiosorum S. Ciit. Ordinis Altovadi ab anno 1582 professo- 
rum. 1813. 

6. Uakndariuin Altovadense, continene dies inemoriales nativitatis, profes- 
rfotil» etc. 1813. 

7. Geschichte der theologischen Fakultät an iler Prager Universität. 1821. 

8. Sermunes rcctoralcn, haliiti in Univcrslfate Präget ia, 1833, 
'J. Da« morgenhindische Kreuz in Hohenfurt. 

1(J. Uebersichtaller erschienenen vitierfcindisch-hitttori8clienAbhandtungen.2l.il. 
1839. 

11. Nachtrag (zweiter) zur Reihenfolge der neuesten Bectoren der Prager i"at- 
versität. lü'4'J. Sdiliesst mit Jos. Jak. Jnnginan», ex doctiss. iac. philos. inaug. 
1. Oktober 1839. 

12. Briefe im den L'liorhcrrn von fit. Florian, Franz Kur:. In Abschrift, dio 
l.lri^ihnli- im Jmiii, m 1 li.rmii 

13. Die Kelle des Prui/ir l!nh«.rsität*rektorats. 

14. Denkmale der Vorzeit in Teplitz. a) Der alte Taufbrunnen, b) Die alte 
Blocke. 

15. iJenkmidc der Vorzeit im Stifte Tepl. a) Die kleinere alter thümliche 
Schüssel, b) Diis grössere al turtln unliebe Schüssel, c) Die alte Steinschrift- 
dj Der Name „Hroznat»". 

16. Der römisclu; Grabstein in Konigswart. 

17. Gründung eines unbekannten Vislercienser-Stifles in Böhmen. 



18. Biographie des I'. Georg Wahrtet, eine* Freundes der Idrclil. Topographie 
Böhmens. 

19. Dogmatil 11 /,11/Mtli.iri.: Moralin papuUwi». 

20. Disscrtutio de punetis roenlibus lletrraeorum. 

21. Z>e ration-ili.-mn tlt'-ologica. l'ra^ae 1821. 

22. Praelectiones de IndulgcntiU, instit.utae in auditorio theologiae piihtoruli* 
in Univ. Prag. 1826. 

28. Opputiitritiii jioxitiitnix : ,.i)|mi;i s.'ili.-lkcturi». simul ructlicitialia, tioa mi- 
nus, ac vindicativa esse liebere". Priigae 1835. 

24. Prologu*. ud praelectiones e.e Institution', jmstorolt in Univ. Pragena 183Ö. 

25. Pmeteelionex ex Imtitvlionc ptislorali. I'ragoo. Ib33. In Itl starken Fas- 
cikeln. 

26. ihr mi.rhr.ürdiysten Jhl.unti.tt des ( isierei'-nierSliftes Ilohenfurt au« dem 
XIV. JaJtrh. Ein Beitrag zur Beleuchtung der vaterländischen Umschichte. Mit 
werthvollcri di^loimilis-iben Notizen des Verl" (War lür den Druek bestimmt), 

27. Kritische Beschreibung •/,-• auf dir Stiftungsurkunde von Ilohenfurt ange- 
brachten Siegel» Kimig Oltokars von Böhmen. 181-1. 

28. Alterthatnliche Gemälde im Stifte Ilohenfurt. 1837. 

89. Biographien melircrer Gelehrten «u. item Stifte Ilohenfurt. Gesandt. 1811 
an den Gubernial-Secrelär Uerroni in Brunn für die Bohemia literala. 

30. Reihenfolge der Aebte de* Cist.-Stißex Ilohenfurt. Ein Auszug hieraus 
wurde durch den Druck verö II entlieht. 1828. 

31. Ucber das Wort OMMSJZ auf den älteren böhm. Münzen. 1837. 
82. Ueber einen neu entileekten herzoglich Boleslaw' 'sehen Denar. 

33. Beitrage :ttr Kt n n t n I in der Familien- Münzen und Medaillen des Hauses 
Rotenberg in Böhmen. 

34. Genealogische Ausbeute für den bdhm. Bqwilftw Stamm dir l'rcemyshden. 

35. Einige Woke der Vurzctt. 

86. Die Ronenbtry'szhc Gruft in Ilohenfurt. 

37. Nachtrag (siehe oben 11) cur Keiheii/idge der ältesten Rektoren der Präger 
Univcrxitiit. 

38. Bruchstücke de« Ihhcnfurter Necroloy«, Beg. mit dem 1, März, schliesst 
mit dem 30. April. (XI. Hell). 

39. Kurze Bcnchretbung der Boscabevg'-cJien Sigillc. 

40. Kurze Bcnchrcibung der Rosenberg' sehen Kupfermünzen, welche im Be- 
sitze des Med.- Dr., k. k. Käthes und KauHmer Kreisphys. Molitor in Prag 

A\. Steinbach' s von h'raniclistnn , Otto, Ahlen von Säur, Biographie. Aus der 
seltenen Druek schrill : OesteiTeicbisclM/ Hi--'l'i 111:1 tin-.- Clironik. t'reybeitsburg 
bei Gebr. Redlich, 1784. 

42. lieber die Bedeutung den Namens Zun- ( N'enie.iius), Iüir/.e Notiz, 

43. Kurze Beschreibung einiger in ihr .Sammlung des Gf. Franz von Sternberg 
befindtie/icn Manien. 

44. Leben-b'-chieihniii, ites Mm/. Trojan u* \iycllun ab Oskorzina. Prag 1818. 

28. Paulin Schuster, geboren zu Multerberg in Böhmen am S. Sep- 
tember 1790, trat, am 4. November 1811 ab Novize in das Stift ein, legte am 
I. Jätiiier 1815 die Gelübde ab und erhielt am 'i. Sepii/mbcr desselben Jahres 



die i'i irsit'i weihe. In den Jahren 1818 bis IWfti verwaltete er das Amt eines 

Noviai'tiiiiristcrM iiinl ü>>tlt<-.h>-.u Sekretär», wobei er sieh auch im J. 1819 dem 
ersten B^UTWni zur Erlangung der phHtTfrphrlinhf I >ukior*würde nnt«r> 
Kog ; l^'Jf « urde i'.r Ken inieist er: 1Ö3H beitragendes Mitglied des böluu Mu- 
seums, Prior und Novizeuiiieisler; IMÖ bisehöÜinfc»* Notar; 1847 zugleich 
biachoH. Vikar und Öeliuldistrikts-Aufoeher des Kaplitzer Vikariaies und 
Budweiser L'onnistoiial-Assessor; 1&48 Pfarrer und Person aldechmit tob 
Hohem uit ; I8B5 Pfarrer und Personaldeehunt zu Koseuberg. Nochmals im 
.]. 185* ward er als Prior in's Stift zurückberufen, woselbst Kram 30. J inner 
1861 starb. 

Er ist 1. der Verfasser des in Prag bei Theophil Haase- 181G erschienenen 
Gedichtes: iVi/iyMouKeveremlissiniu ,«; UlustrisHimo D. Emesto Constanäac 
KuiUc/ku, Budvieensi episcop«, i'estum suae in eoelesiam cathedralem inuTj- 
duetiouis agenti dk-m in profundissiinac erga gratiosissimum Praesulem ve- 
neratiouis suae Signum ab »Itoviuk-iiu OtlllHJIlifiMHI coenobio devoüssüns 
dicnt.utu. Er schrieb 

2. FtidtjcdtcM zur iiiniündzwauzigjtihrigeu Jubel -Feier des Erwähl ungs- 
iagus zur abloiliehen Würde des Prälaten isidor T eutsuhmaun iu Hohentiirt 
1836. (MS.) 

S. 7'Vrmfcn'c -fahle ihr Hultmfurkr SltfUkajntuluTen hei der Feier der Jubel- 
urol'css des Abtes Valentin Suhopper am ÜB. September 1846. 

4, Khrentjflidd. Dem liucuw. H. Josef Aiidrea« Lindatier, Bischof zu Be- 
weis. Bei Seiner Ankunft, daselbst in tiefster Ebrliircbt dargebracht von dan 
Kauitulaieu dosCistere.-SliltesHohenftiit im Monate Jämi er 1846. Druck von 
Alois LundlVass iu Nouhaus. 

5. TripU'lüi MtiimsUrii AlluanIenitL\ in solcuui inl.iironi/.atioue Kev. et Illu-t; 
D. D. Episcopi .Insephi Andreas (Lindauer) Budvieii die fest» puril'. B. V. IL 
1846. 

au. Siegfried KÜhweg. Sollen wir einem Kicseugeiste, wie es Abt 
Quirin Miokl war, und dein begei steilen Geschichtsforscher seines Vater- 
landes, Max Millauer, den dritten im Bunde hin Kugeseilen, so ist es Siegfried 
Kiilticet/. Obwohl bis y.itr Stunde in der Oolleiitlichkeit kaum dem Namen nach 
bekannt zollt man ihm die verdienteste Anerkennung in der stillen Verbor- 
genheit, der klösterlichen Mauern selbst. Die zahlreichen, an 300 Stücke zah- 
lenden Original- Urkunden und Jie weit grössere Zahl der wichtigen Akten' 
stücke des Stiftes Hohonfurt vom .1. 1.520-1862 in einer Handschrift vol. 
seltener, echt biblk>lheka.riscln.T Fertigkeit, urehivalischer Genauigkeit und 
nettester Symmetrie veriassl, und dieselben mit zahlreichen kritischen Notizen 
in den dreissig Banden seines: „JJijilomuUtrium lies Stifte* Huhcnfurf be- 
reichert zu halien : das ist. das bedeutsame, wahrhaft bewunderungswürdige 
Werk, das unser Siegfriedus in verhältnissmässig kurzer Zeit geschaffen. Er 
war am 30. September 17% zu Konunot.au geboren, legte am 15. November 
1818 die Gelübde ab und wurde am 8. September 1810 Priester. In den Jahren 
1822 und 1823 j.astorirtc er als Kaplan an der Wallfahrtskirche in Brunei; 
1824-1827 war er Prediger an der Stiftskirche; 1828-1S30 Kästner des Stüts- 
gutea in Komaf ic ; 1831-1832 Conventual ; 1833 Archivar und 1836 auch Bib- 
liothekar. Er starb am 29. Jänner 1863. 



365 



5 Bünde, 



Seine handschriftlichen Werke sind : 

1. Dos bereits erwähnte Diplomatnrium de« Stiften Hohenfurt ii 
nebst 2 Bdn. Namens- und 2 Bdn. Sach- Register. 

2. Die Fortsetzung des von Steph. Lichtblau begonnenen „Urkundenbiichc* 
über die Stiftsherrschaft Hohenfurter Frryxtacbc". 

3. Denkwürdigkeiten, botrettend die imirte Plkrro Brunn! und Heilbrunn. 

4. Dasselbe Wewiwcfc, nach einer Zusammenstellung dea 8 tiftsp rotessen 
P. Jacob Ackermann. 

5. Supplcmentum od l 'iditi'fiui" Ifdii/iiixoruin Mviututeriorum Orrl. '.'int. liohem. 

6. Cataloij der in der llolienfurter Bibliothek bcfiwllichcn tncunabeln vom 
J. 1474-U96. 

7. Vereeichnins der im Hohenfurter Archive aufbewahrten Aktenstücke vom 
J. 1161-1850. 

8. Excerptc aus den Werken des Balbiu, Jaroslav Schaller, Pubitschka und 
Hamm erschraied. 

Ö. Diplomatischer Aufsatz über die zu Hohenfurt belindliehe (irnh*ttiUf. r/o 
Zawü von Falkenstein. 

10. Alphabetica nerics scriptoruni nlioriiui'jue virorum doctrina illuatrium, 
qui in sacri onlinis Cistei censis cnenobio altovndensi, et in conririilm? 
Atistriae olim vixerunt et adhuedum vivunt. Couscripta anno 1842. 

11. Chronicon brevr Momi-trrii AUortulen-.ii s. nrdinis Cisterciensis in regno 
Bohemiae. Ex archivi manusoriptis collectum. Gewidmet dem Abte Valentin 
Schopper bei Gelegenheit von dessen Seeundizt'eier am 4. Oktober 1846. 

Sectio prima, Memorabilia, quae a primaeva l'undatione usque ad annum 
1641 aeeidemnt. Sectio Secunda. Fontes e quibus haustum, dein variae adno- 
tationes. Sectio tert.ia. S'-rit/s sepidtorum in monasterio altovadenai funda- 
torum, beneliictorum aliorumque nobilinm aut memorabiliuin virorum ac 
foeminarum. Sectio quarta. Series dominorum abbatum monastern altovaden- 
sis. Sectio quinta. Serien Religinsorum altovadensiuin ad vnrias extraneas 
dignitates, aut oflicia promotoi-um, Seetio se-du. Series 1. Religion orum alto- 
vadecisiuni, qui studio lileiaruni, siv« ut [irol'e.ssores, slve ut scriptores quon- 
dam claruerunt. aut hodiedum eminent, -- Series II, Scriptorum unaeum con- 
signationeoperumahipsiseoncinnatorimi Sertios>[jtiiini. Series Religioaorum 
altovndensi um tum in paroi'bü.s cum jure pati-onmus iirl monastevium speetan- 
tibus. quam alibi in cura animarum nunc, et olim expositorum. 

12. Necrolog des Stifte* Hohenfurt, mit zahlreichen kritischen uud diploma- 
tischen Notizen (bis 1S30. Mitunter findet man förmliche Biographien hervor- 
ragenderer StÜ'tsmitglieder und Andere] 1 ). 

13. Verzeichnis^ jener merkwürdigeren Personen und Ortxehoften , so in den 
zu Hohenfurt aufbewahrten Stifts- Urkunden vorkommen. II Bde. Werth voll. 
Reicht bis 1815. 

14. Die merkieitrdit/slnn 1,'rkunden und Aufzeichnungen dea Ci&t.-StifU* 
Hohenfurt in Böhmen. 2 Bde. Die Urkunden reichen von 12Ö8-169Ü. Werth- 
voll durch den beigegebenen „Inhalt" der Urkunden iRegesten) und das 
„Alphabetische Namens-Verzeichniss 1 '. 1*4* für den Druck vorbereitet. 

15. Aufechreibu-ngen gleichzeitiger Referenten, tlox Stift Hohenfurt und dessen 
Aebte betreuend. 1848. 



18. Atwntfi aus dem: „Antü/uus liher cenxuum 1 ' unno 1-524 — in einem alpha- 
betischen Namen -Verzeichniss. 

17. Sammlung der HohtnfurUr StifU-Urkuntlen über fromme Stiftungen. 

80. Benedict Holzhauer, geboren im Ib. April 1802, Pvoftaa am 1. No- 
vember 182t), Priester um 25. Juli 1880, in den Jahren 1831-1837 Kaplan Ul 
den Still äplum-n : Malnching, Strolmit/und l'iiethal. In den folgenden Sjahrsn 
war er Conventual und Socrista, 1844 Cooperatoraufder Stillspfarre Hohen- 
lin-t, 1845—1851 Pfarrer in Kapelln, 1852 Pfarrer in Höritss, im folgenden Jahre 
suppliri'iidor Pra ftgw tdw; Mathematik um Budweisei- k. k. deutschen Staats- 
gyronasiura; endlich vorsah er die Aemwr i.'ines Subpriors. Bibliothekars und 
Archivars, Cust.os Mas.'.i um] Sacristii, zeit weih;; auch (1*-V"lj die des Novizen- 
meiatura und CajitoiH, bis er am Bfl. Oktober 181(8 das Zeitliche seguete, 

Batn Hauptverdieiist, ixt: 

1. Iliü Anlrrii-iiii- des ('nhitinius ll\idi<>\Urr,\, M'in Alton. h\ '■■ . r _ i : i ■ ; . 

FohVBauden. 

2. Dil.' Znsai üiHl'dhinj!; den „Aljdxabrtisrjiim Verzeichnisses der Stifti-Cr- 

ku*den a <U.BnnA K-Z). 

81, PlacidUB BlahuSCh. Gehören im Hortoait» in Böhmen am II. Mai 
1819, wurde Protest 8. September 1841, Priestor 25. Juli 1842, wirkte als 
Cuslos Musei, als Kaplan in Rosenberg, als Professor ain philos. Lchr- 
institute und riachmitligeu k. k. Obergymnasium in Budweis 184«, als Pfarrer 
iu Unterhaid 1852 tmd in Hüritz 1854, als äUlidter Secretar und Rentmeiswr 
1858, als Prior seit 1861 ; er ist Ritter des k. k. österr. Franz-Josephs- Ordens. 

Im Drucke erschien von ihm: 

Jubiläums -Abtasts- Andacht. Lina 1859 bei J. Wimmer. 

32. Emil PutßchÖgel, am IS.Februar 1822 zu Klein-Umlowitz geboren, 
14. September 1845 Profess, 26. September 1845 Priester, war 1847 Kaplan in 
Rosenthal, 1848 Professor an der philosophischen Lehranstalt und dem nach- 
maligen k. k. Obergymnasium zu Budweis, 1852 Kaplan in Hohenfurt, 1853 
Bibliothekar und Archivar, 1854 Cantor und Novizenmeister, zugleich Doctor 
der Philosophie, 1856 Kaplan in Strobnitz, 1860 Conventual, 1862 Doctor der 
Theologie, 1863 Professor der Weltgeschichte und Religion am k. k. Gymna- 
sium in Budweis, 1865 Conventual, 1868 Professor in Mehrerau, 1871 Doctor 
des canonischen Rechtes, 1877 Professor an der theologischen Hauslebr- 
austalt in Heiligettkreuz, 1878 Conventual, 1882 Novizenmeister und ist seit 
1887 Gutsadministrator in Komäfic. 

Er veröffentlichte durch den Druck : 

1. Abhandlung über die in der Budweiser Diözese für das Jahr 1858 gestellte 
Pabtorilconferenz ■ Frage : „In welchen Punkten wurde das alte Ehegeseti 
durch das neue, aus dem Concordate hervorgegangene abgeändert; und in 
wieferne haben nun die Seelsorger bei Schliessung der Ehen eine Aenderuag 
ihres diesfälligen Verfahrens eintreten zu lassen"? Erschien in den bischöä. 
Erlässen von Budweis 1860. 

2. Eimelne Predigten im J. 1869 ; darunter eine, gehalten bei der Fahnen- 
weihe im Cist.-Stifte Mehrerau, und mehrere Festpredigten zu Ehren des hl. 
Gebhard zu Bregenz. 



367 



8. Stift Hahenfurt vor 120 Jahren und heute, 1832, 11. November. Dem P. T. 
Hoch würdigsten Herrn Abte zur Feier von Hochdessen 25jähr. Abt- Jubiläum 
gewidmet. Graz, Buchdruckerei Styri». 

4. Predigten uuf alle Sonn- und FextUuje des Kirc)iei\juhTts. 1 .—4. Jahrgang. 
Wien 1B55H'. bei Heinrich Kirsch. 

5. -Em Besuch in Gohknkron. (In : Cisterc. -Chronik 1H0O. N. 20, 8. H5-148). 
Seit dem J. 1872 ist P. Putschögel Mitarbeiter folgender homiletischen 

Zeitschritten : „Die Kanzel 1 ', „Der Prediger und Katechet" (Regensburg), 
„Chrysologus" (Paderborn), „Pliilothea" (Leipzig), „Die Kanzelst immen" 
(Wtirzburg), „Blätter für Kanzelberedsamkeit" (Wien). 

33. BeiUJO Karlez, geboren in WoMti am 1*. Oktober 183«, Profess 
h. April 1B58, Priester 1859, Kaplan in Hüritz und Driesondorf, 1863 Lehr- 
amts -Candidat, 1865 Professor am k. k. Gymnasium in Budweis, 1872 Doctor 
der Philosophie, 1880 Pfarrer in Priethal und 1884 in Strobnit.z. 

Im Drucke erschien von ihm : 

Ferdinand' 's 1 (1522— 1564) Stellung zur re.furmutorischen Bewegung in den 
Osterr. iMnitern. Im Budwoiser St.-Gym, Progr. 1873 und 1874, 

34. Ferdinand Maurer, am 20. Jänner 1837 ku Wetten, bei Krumau 
geboren, 1. September 1865 Profess. 1860 Priester und Kaplan in ünterhaid, 
1862 Lehramts-Cundidat tu Wien, 1864 Professor ain k. k. Gymnasium in 
Budweis, 1868 Doctor der Philosophie, 1872 Gymnasial- Professor in Cilli, 
später in Graz ; dann Director am II. und endlich am I. Staats- Gymnasium 
daselbst. 

Folgende Schritten wurden vlmi ihm verull entlicht; 

1. BrumUiigrdrr Drterntirvtntenlehre. Im Programme desk. k. Staats -Gymn. 
Budweis 1872. 

2. Die merkwürdigen Linien und Funkte ihr dreivitvien I'gnimtdc. Im Progr. 
des k. k. St.-Uymn. Cilli 1873. 

3. Beitrag zum Ileriikntiigi-i.robl' m für den Iltium, Im Progr. des II. St.-Gymn. 
in Graz 1875. 

4. Ueber die (.'outeiUriiliou (/<•-■> l'nteniilite- im t i i/innaxinm. Vortrag, gehalten 
im Vereine „Imierüstem-ichisrhe Mittelschülerin Graz. luden Mit theil. dieses 
Vereines 1881. 

5. Bede, geb. bei Gelegenheit der Isrotfnung des k. k. I. St.-Gymn. in Graz. 
85. Leo Schneedorfer, an SÄ April 1839 zu Ober-Üroschum in Böhmen 

geboren, 27. August 1865 Profess, 18Ü5 Priester, darnach Kaplan in Deutsch- 
Reiche nau und Briinnl, 1870Spiritual der Stiftskleriker im HohentürterH»UM 
zu Budweis, 1872 Pfarrprovisor in Briinnl und Bibliothekar, 1878 Doctor der 
Theologie, 1874 und 1875 auf wisMOSobaAl. Heise« durch die Universitäten 
Deutschlands, 1.175 Adjunct und Supplent der Moraltheologie an der Prager 
Universität, im Herbste desselben Jahres Professor des A. T, Bibelstudiums 
in Budweis, 1883 k. k Universität sprofessor des N. T. Bibelstudiums und der 
höheren Exegese in l'nig, 1^87 Dekan. Verwaltungsausschuss des böhra. Mu- 
seums und Mitglied des k. k. Landesschulrathes für Böhmen etc. 

Seine Publikationen : 

1. Zwei Kanzetreilen bei Gelegenheit der Votivfeier in der Marien-Kirche 
zu Budweis. 






368_ 

2. Predigt, geh. am Sylvester- Abende in der Kathedral-Kirche zu Budweis. 

3. Die Klagelieder desJeremia. Prag bei C. Bellmann 1876. 

4. Das Weissagungsbuch des Propheten Jeremia. Ebend. 1881. 

5. Festpredigt, gehalten im Stifte Hohenfurt bei Gelegenheit der Jubel- 
Profess-Feier des P. T. Hoch würdigsten H. Abtes Leopold Wackarz und des 
Hochw. P. Joseph Höhenberger. 1885. 

6. Synopsis hermeneuticae biblicae, Pragae sumpt. C. Bellmann. 1885. 

7. Predigt zur Secundizfeier des Hochw. P. Joseph Höhenberger. 1886. 

8. Compendiutn historiae librorum sacrorum novi testamenti. Pragae. Sumpt. 
Caroli Bellmann. 1888. 

9. JRecensionen in der Linzer theo!. Quartalschrift and in der Innsbrucker 
theol. Zeitschrift. 

36. Paulin Mörtl, am 9. Jänner 1843 zu Tischlern in Böhmen geboren, 
Profess am 2. September 1866, Priester am 22. Juli 1866, Professor am k. k. 
deutschen Staats- Gymnasium in Budweis, dann Kaplan in Rosenthal und 
Unterhaid, gegenwärtig Conventual. 

Er veröffentlichte : 

Tessera Pietatis filialis. Im Namen seiner hochw. H. H. Mitbrüder dem 
Hochwürdigsten H. Abte zur Feier des 25jährigen Abt- Jubiläums gewidmet. 
Graz, Buchdruckerei Styria 1882. 

87. Raphael Pavel, geboren 15. August 1842 zu Sedlo bei Budweis, 
Noviz 14. August 1862; Profess 2. September 1866; Priester 22. Juli 1866. 
Kaplan in Rosenberg, Priethal und Payreschau durch drei, Novizenmeister, 
Bibliothekar und Cantor durch zwölf, Küchen- und Kellermeister durch acht 
Jahre; am 11. Februar 1890 bischöfi. Notar; seit 24. Dezember 1890 auch Sub- 
prior. 

Hat im Drucke veröffentlicht : 

1. Führer durch die sehenswerthen Räumlichkeiten des Stiftes Hohenfurt. Graz 
1882. Buchdruckerei Styria, Verlag des Stiftes Hohenfurt. 

2. Henricus Hagicaldarius, Gluniacensis saec. XIII. In den Studien u. Mitth. 
a. d. Ben.-Ord. Raigern 1882, S. 326-334. 

3. Stimmen über den Cistercienser - Choral. Mehrerauer Cist-Chron. 1890, 
S. 23 f. 

4. Ein Cistercienser- Ordensdoctorat. Cist-Chron. 1890, S. 56—58. 

5. Die St. Anna-Kapelle in Hohenfurt. Cist-Chron. 1890, S. 65-67. 

6. Centenarfeier der Geburt des hl. Bernhard. Aus dem Provinzial-Kapitel der 
österr.-ung. Cist-Ord.-Aebte vom 11. Juni 1890. Cist-Chron. 1890, S. 164-169. 

7. Literatur des Stiftes Hohenfurt (handschriftliche und gedruckte) ; 

8. Kritische Reihenfolge der Hohenfurter Stiftsabte; 

9. Beschreibung der im Stifte Hohenfurt befindlichen Handschriften; 

10. Der älteste Katalog der Hohenfurter Stiftsbibliothek; 

11. Chronologisches Verzeichniss der Hohenfurter Codexschreiber; 

12. Gelehrte, Schriftsteller, Künstler und Kunsthandwerker des Stiftes Hohen- 
fürt. (7-12 in Xenia Bern. H. und III. Bd.). 

13. Die Verehrung der hl. Mutter Anna in der Diöcese Budweis. Winterberg 
1891. Druck von J. Steinbrenner. Verlag des Stiftes Hohenfurt. 10 Bogen. 8°. 



369 

Gewidmet der Ehre und dem Andenken des hl. Bernhard aus Veranlassung 
seiner 800j:iliriguii Gebnrtsfeier. Zugleich als dauernde« Andenken an die 
aus eben diesem Anlasse von den Vätern des Allerheiligen Erlösers im Stifte 
Hohenfurt abgehaltene hl. Volksmission. 

38. Stephan Zach, am 17. Mai 1842 zu Oberplan geboren, Prof'ess am 
2. September 1866, Priester am 22. Juli 1866. Lehramts -Candidat in Inns- 
bruck, seit 1873 k. k.Gymnasial-Prot'essor und Ephor des Hohenfurter Stifts- 
hauses in Budweis, Duetor philosophiae. 

Im Drucke gab er heraus : 

1. Der VtirulMixmu* ztrurh.-/. St,, in, nllnhi it. Krdmngntl-ismu* und Nur/iliclit 
als feste Grundlage für einen Erklärung* versuch des Polarlichtes. Badweis 
bei A. Gothinann. Im Programm des Bud weiser Stauls-Gviminsiums 1876. 

2. Das Polarlicht. Rhu- Dissertation. Innsbruck 1883. 



B9. Willibald Ladenbauer, gebot 



i Strobnitz am 26. Juli 1847, 






870, Conventual. 1872 Ka]>lan in ünterhaid, 
Philosophie am 28. Jani 1880, Profesaor am 
n Bmlweis seit 15. September 1880, zu- 
seit 1884. 






Profess 29. August 18H9, Pri. 
1875 in Roscnthal, Doctor ( 
k. k. deutschen Staats- Gyn 
gleich Rector spiritualis C!< 
Veröffentlichte : 

1. König Julutnn MM Englnnd und I'n/ixl Innocens III. In der Innsbrucker 
„Zeitschrift fiir kath. Theologie" 1Ö82. 

2. Der hintorisclie Unterricht nix (iriindlij,/, einer r*!igi<i*rn Wzltunsclueuuny. 
Gymn.- Programm des Budwciser deutschen k. k Staats -Gymnasiums. 1885. 

3. IteccnMoncn in der Linzer theologischen Quartalschrift. 

•10. Zephyrin Tobner, am 81. Oktober 1847 zu Budweis geboren, Pro- 
fess 29. August HC9, Priester 1870, Kaplan in Briinnl, Höritz und Rosenberg; 
1887 Pfarrer in Heuraffel, seit 15. September 1889 Katechet am Unter-Real- 
Gymnasium in Prachatitz. 

Im Drucke hat, er herausgegeben : 

1. Baxter und Cotrim mann. Druck von Steinhauser und Novak in Prag. 1871. 

2. Vürzeilii/e Ilirtenheder im Itiiilekl für diu fröhliche .Jugend auf dem Lande. 
Katb. Pressver.-Druekerei in Linz, 

8. Dan Giutdenbild am Handlesberife bei Höritz in Böhmen. Lithogr. Anst. 
von J. Redlich in Innsbruck. 

4. Katholische Kirch nlieder. Pre ssver. -Druckerei in Linz. 1881. 

5. Lieder wim hl. Herzen Jksu. Pressv^r.-Druckerei in Linz. 

6. Prolog, gehalten hei Gelegenheit der 25jfthr. RegierunLrs-.Jubiliiuitisfeiei 
P. T. H. Abtes Leopold Wackafz. 1882. 

7. Denkschrift zur Feier der Kuuceihung den neuen OrdwufcmiM der barmli. 
Schwestern vom hl. Kreu/e in der Stadt Roaenberg, 1887. 

8. Lied, gesungen vom Volke während der am 7. Juni 1887 vorgenommenen 
hl. Weihe der von der Giillin Sophia K<ju'|uoy neu gegründeten K in derbe wahr- 
anatalt in Rosenberg. Druck von Ig. Wolf in Budweis. 

41. CandidUB Kern, am 1. November 1847 zu Priethal geboren, 1878 
Profess und Priester; Kaplan aul denSeelscrgsstationen Payreschau, Ünter- 
haid und Roserithai: Conventual. 









370 



Er übersetzte mehrere Andachtsbücher aus dem Deutschen 
fite Steinbrenners Verlagsbuchhandlung in Winterberg. 

42. Marian Holba, am 20. August 1856 zu Lischau in Böhmen gaben*. 
15. August 1880 Profess, 1880 Priester. Seit 1884 Professor am k. k. deutschen 
Staatsgymnasium in Budweis. 

Er veröffentlichte: 

1. Heber dir IUI/t des gOttl. Herzens Jeiu und Maria — im Sendboten des götd 
H. Jesu. Innsbruck 1885. 

2. Heber da» Wesen Poseidons. Im Programme des k. k. deutschen Staats- 
gymnasium zu Budweis 1886. 

3. Ein Besuch in Goldenkron. (Cist. Chronik. 1890. Nr. 19, S. 129-132). 

4. Einige» über das Cisterdenser- Kloster Pias» in Böhmen. {Ebendas. 1*81. 
Nr. 27, 8. 186-140). 

h. Kirchenlieder und Gebete für bukolische Schüler deutscJier Gymnasien. Lim 
1891. Verlag von F. J. Ebenhöch. 

43. Philibert Panhölzl, zu Platten bei Friedberg in Böhmen am 25. Ok- 
tober 1860 geboren, Profess und Priester 1884, 1887 Kaplan in Boom 

1. Jänner 1891 Küchen- und Kellermeister im Stifte. 
Er veröffentlichte : 

1. Einige Bemcrkunii'i, Über Ü» Se/ttkeÜ der Bulle Innucem VIIJ x Expotetl', 
In den „Studien u Mi tt hei langen aus dem Benert.- und dem Cist.-Oi ■■ ti 

2. Statuta et definüioncx cujHtuhrum grneralium Ordmu ! 
Handschrift der Hohenfurter SÜftsbibliothek Nr. XCVI, das. 1885. II Ml 

44. Rudolf Schmidtmayer, am 81. März 1862 zu Prachatitz geboten. 

1884 Prot'ess und Priester, dann (iviimasial-Lohramtsliaiididat in Innsbruck, 
seit 1889 Professor am k. k. deutschen Staatsgymnasium in 1 1 
Als vorzüglicher /eichner und Kalligraph verfertigte derselbe: 

1. Eine Sammlung von auserlesenen Miniaturen, Initialen und Sohriftpmtm 
der Hohenfurter Codices vom 11.— 15. Jahrb Gewidmet dem P. T. Herrn Am 
Leopold bei Gelegenheit der 25jähr. Regierungs-.Iubilüurasft-i-i IB88, 

2. Ein NeeroUigium Attonadeiut mit gemalten Initialen. Gewidmet dem P T. 
Hochwürdigsten H. Abte. 

Im Druck erschien von ihm : 

1. Schiller's Iphigenie in Aulis und ihr Verhältnis;. KQm ^loichnamigeB 
Drama des Euripides. Im Programm des k. k. Staatsgymnasiums zu BuiKu M 
1890, 1891 und 1892. 

2. Die Rede des Kaisers Claudius über das tus bonorum der Gallier 1*j 
Tacitua ann. XI, 24 und die wirklich gehaltene Rede. Zeitschrift, f. d. Östtrr. 
Gymn. 1890. X. Bett, S. 869-887. 

8. Die Erziehung der Kinder im alten Athen. Warnsdorfer Volksieitung. 
Unterhaltungsbl. 1891, N. 10-21. 

45. Valentin Schmidt, zu Rosenthal am 5. Jttnner 186S gel,, i 
Profess, Priester und Kaplan in Unterhaid und Höritz. 

Er veröffentlichte: 

1. Da» Todtenbucli de» Cistercienser-Sttfte-* Goldenkron in Böhmen. In: Sta- 
tten und Mitth. aus dem Bened.- und dem Cist. -Orden. 1886. 



371 

2. Nachträge zu diesem Todtenbuche. Ebendas. 1887. 

3. Die Ermordung der Goldenkroner Mönche durch die Hussiten. Geschichte 
und Sage. Ebendas. 1889. 

4. Das Rittergut Rüben bei Hörite. In : Mittheil, des Vereines für Gesch. der 
Deutschen in Böhmen. XXV. 82-92. 

5. Einige bisher unbekannte Urkunden. Ebendas. XXVII. 826-334. 

6. „Mein erstes Pressvergehen". Tragikomische Studentengeschichte. In der 
„Katholischen Warte". Dezemberheft 1888. 

7. Mehrere Erzählungen im St. Ruperti- und Winterberger Kalender. 

8. Abtei Königssaal. (In: Cisterc. -Chronik 1891. Nr. 26, 102-104). 

9. Recensionen im „Literarischen Handweiser" und in den Studien und 
Mitth. aus dem Bened.- und dem Cist.-Orden. 1888 und 1889. 

46. Sigismund Bredl. Am 15. Dezember 1862 zu Kuschwarda in Böhmen 
geboren; 1885 Profess und Priester; 1886 Kaplan in Malsching; seit 29. Ok- 
tober 1888 in Maria Trost zu Brünnl. 

Er schrieb einen prachtvollen Canon Missae pro Praelatis pontificantibus, 
gewidmet dem P. T. Herrn Abt. 

47. Xaver Kraus. Zu Krumau in Böhmen am 28. Dezember 1864 ge- 
boren, Profess und Priester 1887, seit 1. September 1889 Novizenmeister und 
Sacrista. 

P. Kraus bekundet treffliche Anlagen für die Malerkunst, wie dies zwei 
von ihm angefertigte Copien: Die Ortlersspitze (nach dem Tiroler Meister 
Wörndle) und eine Madonna (nach dem in der Stiftsgallerie aufbewahrten 
Gemälde aus dem 14. Jahrhunderte; bezeugen. — Sonst ist P. Xaver auch ein 
gewandter und un ermüdeter Amateur-Photograph. 

Im Drucke erschien von ihm : 

Äcsthetik im Walde. S. Illustrirte Jagdzeitung. Leipzig 1891. N. 28. S. 327 f. 



D 

Der älteste Katalog der Hohenfurter Bibliothek. 

Als die aus Wilhering entsandte Colonie von Hohenfurt Besitz nahm, 
brachte sie nach Ordensvorschrift eine freilich spärliche Handbibliothek mit. 
Wie sich diese vermehrte, ist aus einem Bibliotheks-Katalog zu ersehen, der 
zwar in den bescheidensten Grenzen gehalten ist, aber nichtsdestoweniger 
als das erste Fundament des nunmehrigen Bücher-Complexes gilt. Dieses 
Verzeichniss aus dem 13. Jahrhundert, welches am letzten Blatte des Codex 
N» LXX VII augebracht und bis auf* Weniges vollständig erhalten ist, lautet 
wörtlich: „Hü sunt libri beate Virginis in altovado. Primo Sermones Bern- 
hardi. Duos de omeliis b. Gregorii. Duos de . . (epist)pauli. Ewangelia s. Mathei. 
Isais propheta. Duos libros matutinales. Proverbia Salomonis. Liber de Sacra- 
mentis. Opus b. Bernhardi .... [Doctrina] le minus. Dyalogus Gregorii .... de 

24* 



372 

s. Trinitate et b. Bernharde» in uno volumine. Computus planetarum et stel- 
larum et astromie. Sermones de Zwetla in nigro volumine. Ordo. DifBni- 
ciones . . . (über seu vita) 3. Adriani. Tres quaterni de collectaneo. Regula. 
Tria antiphonaria. Tria Gradualia. Epistolare . . . tria et unum pro musica. 
Computus Helbrici. Sermones de s. Yirgine ineipientes sie „Quis dabit capiti 
meo u . Collectaneus. Ymnarium 1. Tria psalteria. Gregor, super Ezechielem. de 
edificio . plen . . . Cantica Canticorum. Rufum librum cum omeliis de festis. 
Item Graduale. Exorcismus aque in duobus voluminibus. Sermones abbatis 
in parvo volumine. Narratio de natura nonnullarum" . . . 



X 



Stams 



VON 



P. FORTUNAT SPIELMANN 

ABCHIV AK 



Abtei Slams in Tirol, Obtrimillud, gestiftet im J. 1272 von Elisa- 
beth, Witwe Kaiser Conrad's IV, Mutter des letzten Hohenstaufen, 
des unglücklichen Conradin, und von ihrem zweiten Gemahl, 
Meinhard II, Grafen von Tirol und Herzog von Kärathen. 



Literatur des Klosters. 

Wie das Kloster seine Geschichte hat (s. S. Brunner „Ein Cistercienser- 
bucli", p. 421—452), so hat auch die Literatur des Klosters insoferne ihre 
eigene und gar nicht uninteressante Geschichte, dass zur Zeit der Aufhebung 
des Klosters unter der bayerischen Administration (vom 16. September 1807 bis 
14. Mai 1816, wo, Dank der besonderen Huld des Kaisers Franz, das Kloster 
wieder aufzuleben anfing) im ,1. 1*0* von den königl. bayerischen Administra- 
toren dieg;iiizc n 4tib/B Bibliothek sammt allem, was d'nim und d'ran gehangen, 
al.s Mat-Mlaturpitpirr (ä Ct.r. 24 kr. B. W.) verkauft worden wäre, hätte nicht 
der kluge P. Edmund Lamp dabei intervenirt, und es dahingebracht, dass die 
Bibliothek um den Kaufpreis von 67 II ! dem Abte überlassen wurde. 

Es sind aber doch wahrend dieser Zeil des Interregnums viele Bücher der 
Bibliothek abhanden gekommen, darunter vielleicht auch das äusserst werth- 
vollo opus „l'apias cum diversis strmanibux", das in dem alt.cn Cat-alog von 
l'W Handschriften vom J. 1841, wovon aber auch nur mehr 9 voriindlich sind, 
verzeichnet, erscheint. Viele MSS. und Incunabeln wurden an die akadem. 
Bibliothek nach Innsbruck iil.-ilirl.] i ; selbst Original- Urkunden aus unserm 
Archiv belindeii sich annoch im Haus-, Hot'- und Staats-Archiv KU Wien und 
im Stotthalteroi - Archiv zu Innsbruck, die bei der Wiederherstellung des 
Klosters nicht rei|uirirt und auch nie mehr herausgegeben worden sind. 

Als wichtige arehivalischu (Quellen für die Geschichte des Stiftes sind 
nennenswert)] diu Het/exten, welche mit grossem Fluisse und genauer Signatur 
in SO mehr oiler weniger starken Foliobandeiizusaniuiengel ragen sind, woraus 
sieh auf dir HeKhhalligkeil der niclii \-i<.li>i-lii:ii Urkunden schliessen lässt; 
ferner die l'rkundcit- und Verfachbücher aus der Zeit, wo im Kloster noch 
das s. g. Hofgericht samt, bestunden bat, und eine com/rletc. .S'itmmluTiii der allen 
Tirukr „nmdtagsabtdncde", alles in MSS. 

Andere vorzügliche und sehr dankes wer the Handschriften sind die Chronik 
des P. Wi/lfißiH'i LebtnüTf (y 1*546) und die Annalen von P. Canmiiin PH- 
misser. — Lebersorg'* Chronik tragt den Titel: „Chronica Monasterii S. Joan- 
nü B. in Slambx, quitntum ex ejnxdcm Kbrin, tillervi, et aUia monumentis colligi 






poUranl. IJitettat PotterUati pro hrevi Information! cunacripta et dediatta, Om*i- 
umqite truilUarum curreclioni expQMta", in kl, Fol. 315 8., sehr eng und mit vieles 
Abkürzungen, doch schon geschrieben, mit vielen, zwar nicht reinen, »her 
doch getreuen kolorirten Zeichnungen unterbrochen, reicht bis nun Anlaut; 
der Regieruii); des Abtes Melchior fICOI). — Ferner ein überaus wortlivotl*» 
Manuücript sind die „ An.na.ks BUtmmnmx" vom P. Cassini! Primisser, weiland 
Archivar und Bibliothekar des Klosters. Er er/ühlt i« mehreren Bänden in 
kl. Fol. die vaterländische, Ordens- und KlosUrrgeöclrichlo ganfc gedrängt, <ri» 
er sie aus den vorgefundenen und gesammelte» Documonten und Urkunden 
zusammengeht eil I hatte. Zu jedem HaujifsKick lieferter ebenfalls in mehreren 
Bänden in gr. Fol. und in fortlaufenden Nummern, unter dem Titel: ,Aidi- 
tiotKi" die Belege und Erklärungen, Urkunden, Atusttga »uh dtiu Übroniian, 
Tagbüchern u. s. w., immormit der guwis.siuihafr.en BoinorLuiig; „rx AtUW 
grapho L und mit vielen genealogische» Tahulleu. 

Uöbor alle:- dieses verfertigte er zur leichten Auftinduug versehiedei 
zelelmissc und Cataloge aller Gegenstände, welche ui d 
Rubriken gelieren, z. B. der Landesfarben in Tirol, der ITInilflfa v 
Brixun und Chur, der AoUui von Staun*, der dnse-lh*t bogr»bejie«i Fürsten und 
Stnndespersouen, der in Tirul gBfiUtrton Kriege u. s. w. Das ganxe WerkxäUt 
mit Einsohluss dieser lot.fct.besagten l.heüs thronohvriseluui, theils alphabeti- 
schen Ke[iert.(irien TA nieiyt gr. Fol. Bünde, fei in viele Haupts! ticke ahge- 
theilt und behandelt in den !i eisten die Geschichte des« Mönchthums nud 
des Cistercienser-Ordeiis bin auf das J. 1250; in den 5 folgenden die He- 
schichte Tivols bis /.u eilen diesem Jahr; im XI. Ca]', die Eltern und Voreltern 
der Stifter von Stmut; ini XII. Cap. die Regierung des Btitleie Meinhard bis 
»um Felil^ugKoniadinsnaeh Italien; ün XIII. Can, die Schicksale Kotiradiii* 
und die Theilnalune seiner Minier Elisabeth ; im XIV. Uap. die Stiftung des 
Klosters ; in den übrigen die Aehle von Stamsjeden in einem besondern Haujil- 
stück. Primisser kam damit bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts, d.i. 
bis Abt Franz einschliesslich, (Vide „diu fünf gelehrten Primissei~ von J>>«. 
Bergmann. Wien, Piehler's Witwe, 1861). Vieles hatte er noch vorbereitet, ja 
einen ganzen Band für die Ueschitdite seiner Zeit; allein der frühzeitige Tod 
erlaubte ihm die Ausarbeitung nicht mehr, leb werde auf diosen nu.sserordent- 
liehen Mann und auf all' seine andern Schrillen unter den Gelehrten noch 
zurückkommen, wie überhaupt dort die weitere Literatur des Klosters zur 
Sprache kommen soll. Nur ist hier noch zu erwähnen die Chronik nadi drr 
IteihcnfuUje ilcr Achte mm Slams bis zum J. IUI!), d. i. bis zum Tode des Abtes 
Sebastian, von P. Casimir Schnitzer, ehemals Pfarrer in Mais, der unter den 
Gelehrten und Auetoren gleichfalls seinen ehrenvollen Platz rinden soll. 



Reihenfolge der Aebte. 



In den oberen Gängen des Klosters befinden sich die Porträte 
der Aebte von Stams, jedes mit seinem Epigramm, dessen Richtig- 
keit auf Grund alter und ältester Dokumenten nicht bezweifelt 
werden kann. Ich lasse sie hier der Reihe nach folgen: 

1. Henricus I, ex Ilonstättcn, Cacsarcae (Kaiaersheim) in Abba- 
tem Stanisensem primum electus 29. Jan. an. 1272, Stamaium cum 
12 Monachis et 6 Conversis venit. In Clauatro ligneo disciplinam 
magno rigore servavit. Glaustruin muratum aedihcavit. Funda- 
tionem pritnariam a Meinliardo II Principe TiroÜs suscepit. Gbiit 
in eodem claustro ligneo ca. an. 1279 et sepultus est in Ecelesia 
antiqua S. .loannis B. 

2. Fridericus, ex Tegornsee, el. ca. an. 1279. Goenobium mura- 
tum absolvit, quod a Septem Episenpis Holennissime dedieatum ac 
Sepulturao Principuui destinatum est 5. Nov. 1284. Resigu. an. 

128:*, seil post Stuetaaonm mhm 2h<fo$>toM nw w w ft M *n- 1294 

operam contulit, ut Meinhardus Fundator a censuris liberaretur. 
Pius aseeta et felix oeconomus, denuo resignavit 9. April. 12'J9; 
obiit 29. Aug. 

3. Rudolphus, uiius du priinis fratribus GaeKaraea egreasis, el. 
an. 12h'J. Vir püssimus et S. Joanni B, devotissimus, acripsit 
librum Miraculnrum ejusdem, quae Starasii contigerunt. Regere 
cessavit ante an. 1*295, an per cessum vel decessum, uon constat. 
Successorem habuit, quem Antecessorem. 

4. Conradua I Walder, BX Füssen, el. 14. Apr. an. 1299. S. San- 
guinein lateris Christi Stamsuim atferri curavit. Maguao apud 
Henricum Bohcmiae Regem, qui Ecclesiam superiorom uovam 
et ampliorem coustruxit, auctoritatüs fuit. Bona Monasteiii pluri- 
raum auxit. Resigu. 1316; obiit '20. Febr. 1818. 

5. Hermannus, ex Freysing, el. an. 1316. Vir exactae Religionis 
t'ama celeber; llenrico olecf.o Regi Bohem. a Conieasionibus fuit. 
Ulricum Abbatem Wessof'outanum adjunxit Ordini Cisterc, ejus- 
que Monasterium Stamsenei aubjecit, sod pacis ergo iterum dimi- 
sit. DiacipUna, oeconomia et uumero Religioaorum (51) antecea- 
sores et successores prope omnea superavit. Reaigu. 20. Jun., 
obiit 20. Dec. 1383. 



378 

6. Ulricus, ex Rietz, el. 20. Jun. 1833. Matrimonium Marga- 
rithae Principis cum Ludovico Brandenburgico approbare renuit. 
Sub ipso floruit B. Joannes Campidonens., Sacerdos et Monachus 
Stamsens., dono contemplationis ac prophetiae mire illustris. 
Obiit Ulric. 15. Sept. 1345. 

7. ConradusII, ex Feldkirch, el. an. 1345. Post quinquenne 
regimen pacis amore cessit Henrico ab inquietis Fratribus electo 
an. 1350, cui postmodum deposito dctmo mcccssit 18. Maji 1352. 
Fuit custos Reliquiarum Imperii a CaroloIV Imp. constitutus. 
Obiit 3. Mart. 1869. 

8. HenricusII de Albrechtseck, ex Isni, el. ab inquietis Fra- 
tribus an. 1350 exeunte mense Jun.; ob infelicem oeconomiam 
dep. 18. Maj. an. 1352. Obiit post an. 1875, 7. Maj. 

9. HenricusIII Grussit, ex Ueberlingen, el. an. 1369. Caput 
S. Zacliariae Patris S. Joan. B. a Carolo IV Imp. obtinuit. Resign. 
ca. an. 1887, obiit 22. Febr. 1389. 

10. Bertholdus Musant, ex Isni, el. ca. an. 1387 ; obiit 18. Octob. 
1399. 

11. Joannes I Blaeterler seu Pustula, ex Isni, el. an. 1399. Inter- 
fuit Concilio Constantiensi. Obiit 28. Maj. 1420. < 

12. Joannes II Petzer, ex Isni, el. an. 1420 ; obiit 21. Jun. 1436. 

13. Georgius I Ried seu Kotz, ex Kaufbayern, el. 1430 m. Au- 
gust. Maximae vir auctoritatis, varia itinera Cistercium, Romam, 
Noribergam, Viennam, Venetias etc. in negotiis Ordinis, Patriae 
et Principum confecit, prospero pleruinque successu. Resign. an. 
1481 mense Jul., obiit 10. Jul. 1483. 

14. Casparus Maerkel, ex Feldkirch, 4. Aug. an. 1481 male el., 
pejus disciplinam, pessime oeconomiam administravit ; optime 
dep. 5. Maj. an. 1484. Dein clam fugitivus per Helvetiam circum- 
vagatus, tandeni obiit Wallenstadii 19. Apr. 1496. 

15. Bernardus I Welsch, ex Noerdlingen, vir doctissimus, Theo- 
logiam et S. Script uram publice docuit Heidelbergae ; el. 5. Maj. 
an. 1484 ; resign. 19. Aug., obiit 29. Nov. 1501. 

16. Christianus Bedrot, ex Pludenz, el. 19. Aug. an. 1501; resign. 
8. Aug. 1523; obiit 18. Apr. 1524. 

17. Pelagius Baur, ex Isni, el. 11. Maj. 1525 ; resign. 18. Apr. 
et obiit 25. Nov. 1540. 

18. Paulus I Eesinger, postulatus a Caesaraea 1. Jun. 1540; 
obiit 1. Mart. 1542. 



379 



19. Simon Gaessler, ex Bairwis, el. 23. Maj. 154a ; obiit 23. Jul. 
1554. 

20. Georgias II Berghofer, ex Parthenkirch, el. 7. Sept. 1654; 
obiit 18. Febr. 1567. 

21. Joannes III Koelbel, ex Parthenkirch, el. 1567. Vir pietate, 
prüden tia et auctoritate conspicuus ; primus f'uit Steurarum Tiro- 
lens. Üorupromisaarius, et alia pro Patria ae Principe negotia subiit. 
Obiit 17. Aug. 1590. 

22. Nicolaus Bachmann, ex Weissensee, el. 30. Aug. 1590; obiit 
2. Mart. 1601. 

23- Melchior Jaeg er, asBohoeSa, bL 16. Apr. ltiol, obiit 15. Juri. 
1615. 

24. Thomas Lugga, ex Oeniponto, el. 29. Jim. 1615; obiit 
16. Maj. 1631. 

25. Paulus II Gay, ex Oeniponto, el. 9. Jim. 1631 ; obiit 25. Maj. 
16S8. 

26. BernardusII Gemelich, ex Oeniponto, el. 11. Aug. 1633. S. 
Theolog. Dr., Congregationis Cisterc. G-ermaniae Buperior. Vicar. 
general., Ferdinand! Arehid.CnTiKiliariuHpriinus et CameraeOeni- 
pont. Praeses, Simonis tum Ordinia tum Patriae negotii a adhibitua, 
praeclare omnia geaalt. Obiit 10. Jul. 1660. 

27. Augustinus I Haaa, ex Heran, el. 5. Aug. 1660. Legatiis 
a Provincia Vieunain et a Congregatioue Germaniae superioris 
Cistercium ad Capit. gen., tibi toti S. Ordini praefuit. Inde redux, 
Marisstellae obiit 10. Jim. 1672 ct. ibidem sepultUB est. 

28. GeorgiusIIINussbaunter, ex Mais, el.27. Jun. 1672; resigu. 
lÖ.Mart. 1690; obüt 29. Jul. 1711. 

29. Edmundus Zoz, ex Sevato, el. 27. Jun. 1672 ; ad resignan- 
dum adductus eat 25. Jul. 1699 ; obiit 17. Mart. 1706. 

30. Franciscus Lachemayr, ex Oeniponto, el. 29. Jul. 1699. In 
bello Bavarico optiine de Patria lueritus, Pater Patriae salutatua 
est a Deputatis Oenivallis in congressu Oireulari. Obüt die ult. 
Mart. 1714. 

31. Augustinus II Kastner, ex Oeniponto, el. 3. Maj. 1714; obiit 
18. Mart. 17S8. 

32. Jacobus Milbeck, ex Sterzing, el. 6. Maj. 1738; obiit 
71. Mart. 1742. 

33. Rogerius Sauer, ex Delpha, el. 9. Apr. 1742 ; obiit 17. Apr. 
1766. 



34. VigilittB Granicher, ex Oeniponto, el. 26. Maj. 176« ; obüt 
1. Maj. 1786. 

35. Sebaetianus Stockl, ex Pettney in valle Stanz, el. 20. Sept. 
UBO; obüt 10. Nov. 1819. 

36. Augustinus IH Handle, ex Stams, el. 18. Jun. 1820; obüt 
12. Febr. 1889. 

37. Aloisius Schnitzer, ex Oeniponto, el. 9. Jul. 1889; obüt 
7. Jul. Ib(i7. 

38. Coelestinus Brader, ex Algund, el. 10. Nov. 1867. Ad 
raultos annos ! 

Zu erwähnen sind hier noch Proteasen unseres Stilles, die in 
undem Klöstern zur äbtlichen Würde erhoben oder mit sonst 
einem hervorragenden Anite belraut worden sind. 

Otto Jaeger, auaMatrey (Tirol), monachus sacerdos in Slams, 
wurde Abt iiu Kloster Ebraeh 1349-1885, ubi abütE)"" Idus Jun. - 
ffoisM cum vimm inagnum, scribit Auetor notitiae Monaeterü 
Ebraeens. ; potenten) opere ot sermone, eoiistat ex 2 1 *" parte Cbro* 
nici continuati P. Jos. Agricolno, ubi gesta ejus fol. lFi9 et seqq. 
aecurate commemorat. Inter alia privilegia conceasit es. papaür- 
banus VI eidem et suceeaaoribua Ebraeensibus usum niitrae et 
pontificalium, uti et facultatem, poat Veaperarum, Matutini et 
Miaaarum aoleninia non tantuiu in eceles. Ebracensi, sed et in 
oinnibus eceleans aibi ipiolibot modo, licet pleno jure non sub- 
jeetis, benedictioin'Ui aolemnem, dum non adesBet Antistes aut 
Legatus s. Sedis, populo impertiendi. 

Johann II aus ( leylenliausen ist im Catalog der Aebte v. Maul- 
broun als der XVIII. Abt (141)0-1480) verzeichnet. Er war nach 
Bruaehius zuerst Karthäuaer-Mönch und wurde, nachdem er zum 
Cistercienser-Orden übergetreten war, Prior in Stams. Tbeils um 
seiner Beredsamkeit, Gewandtheit und Kenntniss der örtlichen 
Verhältnisse, theila aber auch um seines hohen Sinnes willen be- 
traute man ihn 1431 auf dem ConcÜ zu Basel mit dem Auftrag, die 
Böhmen in denSchooss der katholischen Kirche zurückzuführen. 
Er lieas sieb diea «ehr angelegen sein ; reiste mit dem Dominicaner- 
Prior Joannes Nider von Basel nach Nürnberg, wo er mit denBe- 
kehrungsverauchen den Anfang machte und schickte von da aus 
den Böhmen .=.. Jänner und 12. Februar 1482 Briefe zu. Sodann 
begab er sich mit noch mehreren anderen Abgeordneten selbst 
nach Eger und schrieb von da aus mit dem Abt Hermann v.Ebrach 
ib. September 1432 an den Vorstand des Concils, den Legaten 



381 



Julian, er möchte den Böhmen, welche sich entschlossen haben, 
nach Basel zu kommen, sicheres Geleit verschaffen, und unter 
ihrerMitwirkung kamen die Prager Compaetaten, worin den Calix- 
tinern der Kelch erlaubt wurde, zu Stande. 1485 wurde er mit 
einigen andern zum Friedensrichter zwischen dem Clerus und 
dem Senat in Mainz berufen. Kaiser Sigmund ehrte 1431 seine 
Verdienste, indem er ihn inilicKoiidiKiiiatrikel aufnahm undPapst 
Eugen IV am 29. Mai 1438 durch ErtheÜung der bischöflichen In- 
signien nebst der Vollmacht, die vier niedern Weihen zu ertheilen. 
Nach Bruschius legte er sein Amt nieder, um frei von der Welt 
in's Jenseits wandern zu können. Er starb 1443 in Maulbronn, wo 
sein Epitaphium ist, welches berichtet, er sei ein berühmter 
Eedner, ein Mann von hohem Sinne und bei seiner Sendung zu 
den Böhmen von Liebe zu Gott beseelt gewesen. 

P. Roger Schranzhofer, gewes. Secretär des Abtes Vigil, fun- 
girte zur Zeit der Klösterauthebiing unter Kaiser Joseph LT als 
Abbe-Commendateur im Benedietiner-Stift zu Griess bei Bozen, 
sowie später (1826-1834) 

P. Florian Grün als i'.-bisehöfl. Commissar im Benedietiner- 
Stift Fiecht, über dessen hervorragende Verdienste die rühmlich- 
sten Zeugnisse von geistlicher wie weltlicher Behörde vorliegen. 






Schriftsteller, Gelehrte. 



Unter den Professen des Stiftes sind als (Mehrte mid Auctorcn 
nach chronologischer Ordnung hervorzuheben: 

Abt Berthold Mußant, 1387-1899 (s. Reihenfolge der Aebt* N. 10), 
verfasate ein lateinisches Wörterbuch: „Catltolieoii dt (iramatici posiliva". 

Abt Bernard I Welach, 1484-1501 (s. Reihenfolge der Aebte N. 15), 
ehedem öffentlicher Lehrer der GoUesgelehitlunt un-l hl. Schrift auf der Uni- 
versität zu Heidelberg, schrieb : Exjilanatio in IV Libroi Sententiarwn Pttri 
Lombardi. Exposiliu CanonU Müsa?. Commcnhtr. n par Symbotiim Atlantis. Com- 
nentaria in Job, inL. Froverbiorttm, in L. Siqn-:nti<i-:, in Epiitolat Pauli, inApo- 
ailt/fixim. Tractatu.~ de Beutitudiru. Ditacrtaliones eariae. 

Abt Paul II Gay, 1681-1638 (s. Reihenfolge der Aebte N. 25), hint 



■s verschied) 

'- Trtictate ik Retliorica et Metaphyi. 



als : Synopsis Phtsice ; Commenlaria in Libros de coelüt ; 
; de anima: expotütones 



Mmgtt ; [linwran ab rfitwaw tmet-iribu.*, 
cutis magno studio ac labore OoUiMtlU (oontüiet liic libelli 
tionutn beati Bcrwinli" . 14!>2 Argent. Impressum); Drutxdte Chrttmk de*. 
SffliMj Mitortfl AanfOH-WH Chrtmiwn. 

Abt Bernard II Gemelich, I63*-Ififi0 (a. Reihenfolge dar Aabta S 
schrieb ab] Jid cnnoniciii» und ein iJur/j A bgdtM, nrnnwini - 
ist das im Archive aufbewahrt« Formelbuch: „Liber Kpislolamm', qua» 
negotiis Congregationis S. Bernardi Ordiuis Cistereiens. in Germania supe- 

riore inter R DD. Abbates Congregationis nitro citroque dutae sunt ab an. 

1845. 8. die Julii, quo R™"» D. Bernardus, abbas Stambsenais, Praesidi Con- 
gregationis R m " Domino Thomas, Abbati Salemitano, a Patribus Capii 
vin Cialis Coadjutor est designatus. Es ist ein Fol. -Band mit 8 16 Balten, 
haltend 277 Briete {der letale datirt, vom 16. Juni 1654) vom Abt Bernard. 
Briefe von den Aebten der Klöster: Lucella, Wettingen. Kaisershi 
Alderspach, Maulbrunn, Eysserthal (Vallis Uterina), Salem, Raitenhaslach. 
r'iirsr.riifVild. Cell« L)ei. Cell» Ducalis, Heiligkreuz, Bebenhausen. Schönthal, 
St. Urban, Alt« Ripu, Spadoaa vallis. Brunnhach. Lajigheim, Novum Casl 
Waldsassen et R'"' D. Hiacyntlii Massae Sere"'"' Arcliid»' Claudia« 
ngeutis. 

P. Wolfgang Lebersorg, Sclmiiedssohn von Innsbruck, in d*s Kl 
eingetreten 15il0, gestorben 2. Oktober 1647, schrieb, wie seh' >n 
wähnt, eine sehr schätzbare;, von Öi'sfihi cht s forsch ern vollständig aus;; 
' 'hi-i/itii,-. Si'lln.' reicht von der (jeieii'liiiii; des Klosters bis zum ,J. 1601. 

P. Martin Steger, gestorben 1677, hatte das Chronicon Leb. 
fortgesetzt. 

Abt Augustin I Haas, 1660-1672, (a. Reihenfolge der Aebte 
schrieb eine* „Epitmn* CommenUiriorum Corwin a I.n\,i,h ..-■. 

P. Benedict Steffani, ein geborner Innsbrucker, war Profi 
Philosophie und von 1644 bis an sein Lebensende 24. Dezember 1672 ein aus- 
gezeichneter Prior und zugleich abtlioher Öecretiir. Während der oftmaligsn 
und vielfältig langen Abwesenheit der Aebte Bernard und Augustin lag die 
ganze Sorge und Leitung der klosterlichen Ordnung auf ihm allein. Er benaa 
das vollste Zutrauen, sowohl seiner Aebte als seiner Mitbrüder, wovon jo 
manche Bruchstücke, die in die Stamser Annalcn eingetragen staut, " 
geben. Er schrieb nebst unzähligen, meist lateinischen Briefen iro reinsten und 
lliiösigsten Style, wovon 1 Fol. -Band, grosstentheus Orden sauge legemhelM» 
betreffend, Commentaria in oetti librox Pkpricorum, in Meteoroloi/vim, 
phjsicam und ein MenoliHjtum Citterci'-n-ie. 

P. Tobias Zigl aus Hall, in das Kloster eingetreten 1652. Er bM 
zu Ingolstadt und Eichslaedt. Abt Bernard trug ihm auf, 16<i2 die Philoso] 
1663 die Theologie in Stanis zu lehren. Die im J. ld.7 KOBgi 
sehen Tht-sen widmete er dem Ueneralabt von Clt.eaux. Im J. 1670 wurde er als 
Lehrer des Kirchen rechtes nach Wr Hingen, und lfi74 als Lehrer derTbeolngie 
in das Benedietiiier-Kloi-tei* Ettal geschickt. In Wettingeii «mxde 
grossem Beifall gehört, dass ihm der Protonotar des päpstlichen \ 
Luzern unterm 27. August 1670 das Diplom eines öffentlichen Notars srtaetlt* 
Leider starb er schon im 16. Lebensjahre. Von ihm erschien im Druck nob* 



Con- 

s 






deii oben angeführten Thesen : DUnertationai Juridico-Uanonicae in practiputia 
titulon L. V Deerttalium. Marisatellae 1670. — Jurisdictio quasi JFpi wj ia tf« Ah> 

batü Stamstns. Ibid. 1671, 

InMSS. hinterliesser: 

Commentar. in Intditutione* Juris civilis. — Commentar. in D. Thomae primum 
partem, primum »ecttndac, secundum xccundue, et tertiam. — CvmmenUir. in Arinto- 
Uli» Ubron l'hviieomm, libro» de i.oelis, lilir. tleanima. in Miinphyxiatm.— Apologia 
pro tptatuor juribux monasterii Stamn. 

Abt Franz Lachemayr, 1699-1714 (s. Reihenfolge der Achte M. 30), 
führte, wie die Aebte Paul II, Augustin I, ein Tagbucli, welches manches Merk- 
« -ür.iig.- enthfdt. Er sehrieb auch einige Ojnmcula uxcetica, diu eine besondere 
Frömmigkeit beurkunden, P. Augu.stin Sartori, in weiner Ordensgeschichte : 
„Verdeutsch! es Cibtercium Bin -Tertium", Prag 1708, verdankt die Noti/.en. 
die er BberStams mitthcilt, diesem Abte. Er rühmt darin /.wci diesem Kloster 
eigene Gebrauche, dass allda jeder -ich selbst das Grab machen hilft, nümlich 
30 Tage nach dem Tod eines Mitbrudei's wird das Grab fürden nächstfolgenden 
gemeinschaftlich geöffnet; und das „pocidum charitalis" am letzten Tag des 
Jahres, wo nach einer Anrede des Abtes einer den andern um Vergebung bittet 
(ersterer Gebrauch besteht nicht mehr, wohl aber letzterer). 

P. Jeremias Kolb, geboren zu Landeck 1644, gestorben 1714, war ein 
seht gelehrter Mann, auch Dichter. Als Prior unter den Acbtin Georg und 
Franz wurde er von diesen vorzüglich geschätzt, von seinen Mithrüdern sehr 
geliebt. Er verfasste eine aneetüclii Abhandlung mit der Autschritt : „Tyroci- 
nium Psalmodiae Divinue". 

Abt Augustin U Kästner, 1714—1758 (s. Reibenfolge der Aebte N. 31 ). 
Unter seinen hinterlassenen Schriften befinden sieJi Werke mit der Auf", 
schrill: „Phih.'ophia Aristotelica ; Thculogia Bernarilina (pari I.); Mtuwiiulc 
Mariuiiiim" complectcns singulare* praerogativas, gratias ac favores a Glorio- 
sissima Uoelitum Hegina S Ordini Cisterc. cjusijuc |iersonis utriusque aexu3 
mira dignatione concessos et per singulos «nni menses ac dies pcc.uliari indvi- 
stria distrihutos. Praemissa cuivis memorialt apta ex MelüfluoPatreTessera 
ad Sanctissitnam Üei Genitricem, et pro impetranda felioi morte subjunet* 
ad Eandem aspiratione. (Authore P. F. Aurelio Cisterciensi in Eremo S. Jo- 
annis 1706). - Apologia pro Immiwululu Cvticrptiuiw S. V. et S. Bern-irdo ei nii- 
nime contmrio (1707), welche Schritt die Aebte von Kaiserehaim und Sulem 
als des Druckes würdig erklärt haben. 

Abt Roger Sailer, 1742-1766 (s, Reihenfolge der Aebte N. 88), war ein 
Maeceti der Wissen schatten und '.'in besonderer Forderer derKlosterdisciplin, 
Er sah aber auch dem Kloster eine neue Blüthezeit erstehen ; nie zählte Stoma 
gleichzeitig so viele gelehrte Muriner als unter dem Abte Roger. — Ich nenne 
nur P. Marian Wenner, Prior, Theologieprofessor im Stift und Prosynodal- 
Examinat'H': 1'. Zaekarim Fischer, Autor eines „Commentarium in Universum 
Iheohgiam" ', und „TracUUus de Deo Uno et Trio 1 ' in 3 Bänden ; Eugen Mar-ptard , 
Vigü Granicher (nachmals Abt); er htnterliess ascetische Schritten: „Tyrow 
nium s. pro Xovitiin 9 ; Duodecim Fontes collabentis moderno tempurc dixciplinae 
reijularis" : „Documenta, jirinetpia et fundaminUi \olidu, pie et coHxiihitorie vivendi 
in.i. Heligione- ; P. Martin Moter; Peter Stadler ; Casimir Stertinger ; P. Roger 



384 

Schranzhof er. Doch besonders verdienen hier hervorgehoben zu werden die 
zwei damals hervorragendsten Männer: P. Joachim Plattner und P. Cassian 
Primisser. 

P. Joachim Plattner, geboren zu Baierwies, einer Filiale der Pfarre 
Mieming, am 6. Jänner 1725, studierte in Innsbruck, Hall und Trient, Profess 
in Stams 19. September 1745, Priester 13. April 1749. Was er als Knabe und 
Jüngling mit einem ausserordentlichen Fortgange begonnen, setzte er als 
Ordensmann fort, die Bildung seines Geistes zur Weisheit, seines Herzens 
zur Gottseligkeit und Tugend. Zu beiden fand er im Kloster Gelegenheit und 
Mittel genug; er fand aber auch, was er fliehen wollte, Ehre und öffentlichen 
Beifall. Abt Roger hatte ihn durch die im Mai 1751 veranstaltete feierliche 
Disputation wie ein Licht auf den Leuchter gestellt Im Herbst darauf 
machte P. Joachim mit seinem damaligen Professor, dem späteren Abte Vigil. 
eine Reise in das Mutterkloster Kaisersheim. Nicht lange darnach wurde er 
in einer Klosterangelegenheit nacb Wien geschickt ; im J. 1754 zum Professor 
der Theologie im Kloster, im J. 1755 mit seinem Mitbruder P. Zacharias 
Fischer zum Examinator der Candidaten um den philosophischen Doctor- 
grad oder um eine kaiserliche Patronats - Pfründe, endlich durch ein Hof- 
decret vom 31. Oktober 1761 zum öffentlichen ordentlichen Professor der 
Dogmatil* nach dem Sinne der hh. Augustin und Thomas an der Hochschule 
zu Innsbruck ernannt. Während der 20 Jahre dieser Laufbahn hatte er sich 
die ungetlieilte Hochachtung aller seiner Collegen, die besondere Hoch- 
schätzung vieler Gelehrten, ein vorzügliches Zutrauen seiner Schüler er- 
worben. Besonders zog er bei den sehr häufig veranstalteten öffentlichen 
Disputationen bald als Präses, bald als Argumentant durch seine flüssige 
Beredsamkeit und Gewandtheit in der Dialektik die Aufmerksamkeit und das 
Staunen aller Zuhörer auf sich : nie stieg er ohne allgemeinen Beifall vom 
Katheder, nie verliess er besiegt einen gelehrten Streitsaal. Doch dem neuen 
Lehrplan musste er, wie seine bisherigen Mitprofessoren, weichen. Wie sehr 
andere seine Entfernung bedauerten, so sehr freute er sich derselben; er 
freute sich, seinem ursprünglichen Berufe sich wiedergegeben zu sehen. 
Freudig, weil nie geblendet durch den Dunst der Ehre und des Lobes, nie ver- 
wöhnt durch die Bequemlichkeiten des Weltlebens, kehrte er in den Schatten 
der das Kloster umgebenden Eichen zurück. Seine Zelle war von nun an das 
Rathszimmor seiner Brüder und Aller, die eines Rathes bedurften ; denn er 
war wirklich ein Mann des Rathes und der Ermunterung. Noch jetzt war sein 
Gedächtniss so vollkommen, dass er aus den Werken, die er früher gelesen, 
lange Stellen so hersagte, als lese er sie aus dem Buche. Er setzte sein Lehr- 
amt fort in wöchentlichen Conferenzen und durch sein erbauendes Beispiel, 
durch die Uebungen seiner Andacht gegen Gott und die göttliche Mutter, 
durch die Reverenz gegen seine Obern, durch die Freundlichkeit und Ge- 
fälligkeit gegen seine Mitbrüder, durch seine Demuth und gewissenhafte 
Haltung der Ordensregel. So bereitete er sich durch eine tbätige Ruhe vor 
zum erwünschten Uebergang in die ewige Ruhe. Dieser erfolgte nach einem 
11 Wochen langem, geduldig ertragenem Leiden am weissen Sonntag, dem 
19. April 1789. Von ihm erschien im Druck: 

1766. - Düsertationes quatuordeeim historico-crüicae in universos Theologiae 

Tractatua. 



1779. - De reaekitae Jleliyitmi* 



h recta rattone et xt 



Ebenso hervorragend unter den Gelehrten des Klosters war P. J. Plattners 
Zeitgenosse, P. Cassian Primisaer. 

P. Cassian (Kur!) PrimiSBer, geboren zu Prad im Vintsohgau am 
14. April 1735, kam schon als zehnjähriger Knabe in das Benediel.iner-Gym- 
nasium zu Meran, welches erat 1734 errichtet worden. 8o klein Karl war, 
übersah er doch im Geiste die grossten seiner Mitschüler und war dabei ein 
Beispiel der Sittsamkeit. Innige Frömmigkeit und unermüdliches Arbeiten und 
Forschen waren von den Kinderjahren an die Hauptzüge seines Charakters. 
Er hatte siehs vom Anfang an zur Maxime gemacht, nichts zu lesen, ohne 
zugleich aus den vorzüglichsten Stellen nach seinem Ermessen und nach 
seinen Bwflftrfbtaw Auszüge zu machen und in dieselben eine solche Ord- 
nung zu bringen, daas er bei vorkommenden Fällen immer den geeigneten 
Gebrauch zu machen wusst.e. Schön zu Meran legte er den Grund zu seiner 
Kurte von Tirol, die naeh ihrer Vollendung bei dem gelehrten Professor zu 
Innsbruck, de Lucca, ungemeinen Beifall fand. Hier noch entwarf er auoh 
eine allgemeine, nach den Jahrhunderten in Tafeln emgetheilte. Geographie. Nach 
absolvtrtcm Gymnasium wanderte Karl auf die hohe Schule nach Innsbruck. 
Derselbe ungewöhnlich« l'ii'.r für dii- WiMeBSC&afi und deren Verwerthung, 
derselbe systematische Geist, der ihn in Meran auszeichnete, zeigte sich auch 
gar bald beim Studium der philosophischen Gegenstände an unserm nunmehr 
10 fahrigen .1 üngiing. Belage hievon sind nicht nur seine hinterlassenen No- 
tate und Hefte über die Vorlesungen der Professoren Weinhart, Lachemayr, 
SL'hweighofer, Fässer, Daiser. Gassmayr und Weitenauer, sondern auch 
einige grössere Werke, die er für sich compilirt und systematisch bearbeitet 
hatte. Unter Andenn liest man noch immer mit Bewundern sein deutliches, 
in schöne Ordnung gebrachtes „Syriern der Philosophie", worin er mit Weg- 
lassung aller nutzlosen Fragen und Untersuchungen in 230 Paragraphen die 
philosophischen Grundsätze darstellt. Mit )>esouderer Aufmerksamkeit hörte 
■ 1 1- ]■ jung" I'riiiiissiT fli' 1 Viirli-iuiigf-ii des g^li-In-ton .lr-uiten und Professors 
der Mathematik, P. Weinhart, der eben damals auch dem berühmten Bauer 
von Oberperfuss, Peter Anich, in der Arithmethik, Mechanik und praktischen 
Feldmesskunst Unterricht erllmilti;. AIIm Zwis.ehr:iis.t unden benutzte Karl, 
seine schon in Meran entwort'erie Karte von Tirol auszuarbeiten, nach den 
auf seinen Reisen gemachten Beobachtungen zu berichtigen und zu ver- 
bessern. Das Jahr 1753 verwendete i.r fast ganz darauf sie zu vollenden und 
mit der Feder rein zu zeichnen. Dieses Meisterstück seines Genies und 
Fleisses. welches später in die Bibliothek nach Innsbruck kam und um so 
schätzbarer ist. da mau zu stimr Zeit von der grossen Auicli'sclien Karte, an 
der erst 17li0 zu arbeiten angefangen wurde, nichts wusst.e, verehrte er dem 
Abte Roger von Stams und hielt zugleich tun die Aufnahme in das Kloster 
an, die er aber nicht sogleich erhielt: der Abt wollte zuvor seinen Beruf 
prüfen. Endlich den 21. September 1755 erhielten Karl Primi sser und mit ihm 
der Theolog Gottlieb von EhingBr 'las weisse Novizenkleid in Stams und 
beide legten den 21. September 1756 die feierlichen Gelübde ab, wobei Ehbiger 
(t als Pfarrer zu Mais) den Namen Amade, PrimiBser den Namen Cassian er- 
hielt. Zu Priestern wurden sie geweiht am 21. Oktober 1759. 






P. Cassian hatte schon zuvor alle ersparte Zeit verwendet, sich in der Ge- 
schichte seines neu angetretenen Ordens und dadurch auch in dem tiefst des- 
selben zu orientiren. Er las desshalb mit dem ihm eigenen FltiiWlt 
läufigen und ermüdenden Antillen des Angclus Mam-irjue, übersetzte sie in'* 
Deutsche, und compendirte sie vom J. 1098 bis 1272, d_ L von der Entstehung 
d(.;s Cihtcniii'-n.-i'i-l Mduns bis •.iiv St ii'i nng des Klosters S Hirns, versah sie auch 
mit einer genealogisch-clirv.mdoüisclien Tabelle aller nach und nach entstan- 
denen Ordensklöster. Noch als Cleriker wurde ihm aufgetragen, die Biblio- 
thek sowohl in der Abtei als in Ooavente /u ordnen. Als Priester RUNU 
er anfangs als Professor diu Philosophie lehren. In der Folge wurden ihm das 
Archiv und die Kanzlei übergeben mit der Vollmacht, „alles nach seinem Er- 
messen zu ändern und nach ÜMUlriBMOlBlduUEUiche-ii Gebrauche ■ i::. 
Hiezu war Cassian ganz geeignet : er übernahm aber auch diesen .\ 
Fn'udcn. Wiibrfiiiil i.-]- .Üi-miii Gvsi'.lilil're mit unbeschreiblich''!- Tliiiii 
lag, unterliess er nichts von den Ptlichton eines eifrigen Religiösen. Er schrieb 
noch nebenbei, meist in alphabetischer Ordnung, 3 Quartbim-l' übfi du M. 
Schrift, über ihren Sinn, über die hr-bnUicJicn und griechischen 'auch anf diese 
Sprachen li, <■>- -i- 1 , ■, .-!-l.-. : -i j /,'■ i/< ,•■■< :■/■■■: »'< ■. .\'. IL. !.■■■■■ ■ 

liehen Zeitordnung der eeanytU-ihen Oeaehichle. Soi-ur .-.ili,, I ■ 
stunden verwendete er zu Arbeiten in seinem Fache: so z. B. verikssw M 
während seiner Erhoiungstage auf der von Abt Roger mit einem statt lklu-n 
Hause und schonen Kirchlein nur Sommerfrische ftti Ute Oonveatnelea m 
gerüsteten Alpe (1S56 Meter hoch gelegen) im 3.1766 einen schonen „RyOim** 
in laudem V. P. Joannü Campidanennii, un'madveri-i'inibu-s hixturteix UU-imt**' 
welcher im folgenden Jahr au Innsbruck im ÜrU'k iu schien. Debet P. Johann 
v. Kempten vidc „Cistercienserbuch" von Sebastian Brunner, pag. 427 
Eine von ihm verfertigte genealogische Tabelle stellt in drei aufgespannten 
Regalbögen den Stammbaum des Stifters Meitibard II und seiner Gemahlin 
Elisabeth in auf- und absteigender Linie bis in's IV. Jahrhundert hinauf und 
bis in's XVIII. herab mit allen möglichen Bemerkungen dar. Im Jahre 1"6S 
iasste er den Entsehhiss, eine vollständig.' K In sterbe schichte zusammei 
tragen, und bewarb sich daher auch um auswärtig!' Hilfsquellen. Er macht» 
ein Bittgesuch an das Präsidium der hohen Landesstelle in Innsbruck und 
erhielt die Bewilligung, das aus 18 grossen Banden bestehende Werk Ae~ 
Matthias Burglechner, Reg ierungs -Kanzlers unter Erz!» erzog Ferdinand, nach 
und nach gegen Empfangsscheine für jeden Folianten aus dem erzheriög- 
liehen Hof- und Hausarchiv zu erheben. Die Aus/iigc. die P, Ouaba daraus 
machte, sind um so schätzbarer, da sich jenes Werk gar nicht mehr im Land« 
befindet. Auch das pragmatische Werk, ebenfalls ein MS.: „die Geschieh« 
der Landeshauptleute an der Etseh und Burggrafen von Tirol von Jacob An- 
dreas F. H, v. Brandis", wusste er sich zu seinem Gebrauche zu verschaffen. 
Er setzte sich in Co rrespondenz mit dem Annalisten von Sahen. .(,■ 
mit dem Archivar von Neustift, dem Cliorherro Philipp Ner. Puel, dem Ver- 
fasser des „heiligmässigen Lebenswandels des sei. Hartmann, Bischofs m 
Brixen-': mit dem gelehrten Propst vom Kloster PoUing in Baiern, mit dem 
Propst Berthold von Diessen, mit dem Prior des Klosters Langheim. lo**i- 
schen war Abt Roger gestorben. Sein Nachfolger, Abt Vigil, bestätigte ihn "* 
er bisherigen Stellung als .Secretär. Archivar und Bibliothekar ' 



387 






Cassiandie Zusamm''ii.s<direibutig seines grossen Werkes unterder Aufschrift: 
„Annates Stamsenxc*". Der Plan dieses Werkes ist der nämliche, nach welchem 
Resdi seine in clen Jahren 1755 und i7li. r . ersebienenen „Annalcs EcclesiaeSa- 
bionetisis'' bearbeitel hatte. Diu Disposition ib-s giin/eri Werkes wurde bereits 
oben unter .,I,iteratur de« Klu.st.i-rs" kurz angedeuiet.. 

Dieser ausserordentliche Mann verdiente in diesem Beitrage des Klosters 
Slams £u den „Xenia Benianlina'' einer uuslührliehen Erwähnung schon um 
dieses grossartigen Werkes willen, wodurch er sich ein monumentales An- 
denken für alle nachfolgende Zeiten gesetzt hat. Er starb zum allgemeinen 
Bedauern seiner Mitbriider, die ihn verehrten und liebten, an einem sich durch 
das zu angestrengte Arbeiten und Stehen am Pulte zugezogenen Luiden, jung 
an Jahren, im 37, seines Alters, aber überaus reich an Verdiensten sowol seiner 
Arbeitet" ><\* seiner Tugenden wi^öi, den l'.i, Dezember 1771. (Ein Nekrolog 
über ihn ist im Druck erschienen im „Archiv für Geographie, Historie, Staats- 
und Kriegskunst", 8. Jahrg., Monat August, p. 381-883. Wien 1817). -Erwähnt 
muss noch werden, dass zu der Eingangs erwähnten Imirisdien Administra- 
tionszeit auch dieser literarische Schatz abgefordert wurde, aber auf die Vor- 
stellungen des einstmaligen Mitarbeiters bei Ziestiinmen.schreibLing desselben, 
Cassian's Niieblidgers in der Seei-eiäi-.s.slclli- de- /'. l!ngt:r Schriiii.:hrif/r, diesem 
zum Uebrauch überlassen, und so, Gott sei Dank! er