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Full text of "Beiträge zur Kenntnis der marinen Mollusken im West-Europäischen Pliocänbecken"


MEDEDEELINGEN VAN DE 
RIJKSOPSPORING VAN DELFSTOFFlN 

No. 4 

BEITRÄGE ZUR KENNTNIS 

DER MARINEN MOLLUSKEN 

IM WEST.EUROPÄISCHEN 

PLIOCÄNBECKEN 

VON 

Dr. Ing. P. TESCH 

BEZIRKSGEOLOGE FÜR NORD=LIMBURG UND NORD=BRABANT 





UITGEGEVEN OP LAST 
VAN HET MINISTERIE VAN LANDBOUW, NIJVERHEID EN HANDEL 

'S.GRAVENHAGE 1912 

KOMMISSIONSVERLAG VON GRAZ UND GERLACH ÜOH. STETTNER) 

FREIBERG IN SACHSEN 



m 



MEDEDEELINGEN VAN DE RIJKS^^ 
OPSPORING VAN DELFSTOFFEN 

No. 4 



MITTEILUNGEN DER STAATLICHEN BOHRVER= 
WALTUNG IN DEN NIEDERLANDEN 

MEMOIRES DU SERVICE DES EXPLORATIONS 
MINIERES DE L'ETAT DES PAYS^BAS 

MEMOIRS OF THE GOVERNMENT INSTITUTE FOR THE 
GEOLOGICAL EXPLORATION OF THE NETHERLANDS 

UITGEGEVEN OP LAST VAN HET MINISTERIE VAN LANDBOUW, 
NIJVERHEID EN HANDEL 's.GRAVENHAGE 1912 



BEITRÄGE ZUR KENNTNIS 
DER MARINEN MOLLUSKEN 
IM WESTsEUROPÄISCHEN 
PLIOCÄNBECKEN / 



VON 

■rpv 



Dr. Ing. P. TESCH 

BEZIRKSGEOLOGE FÜR NORD^LIMBURG UND NORD*BRABANT 



UITGEGEVEN OP LAST 
VAN HET MINISTERIE VAN LANDBOUW, NIJVERHEID EN HANDEL 

's:^GRAVENHAGE 1912 

KOMMISSIONSVERLAG VON GRAZ UND GERLACH (JOH. STETTNER) 

FREIBERG IN SACHSEN 



BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER MARINEN 
MOLLUSKEN IM WEST=EUROPÄISCHEN 

PLIOCÄN BECKEN. 



I. EINLEITUNG. 



Unter dem Namen ,,west<europäisches Pliocänbecken" werden hier die marinen 
Pliocänablagerungen Englands, Belgiens und der Niederlande zusammengefasst, weil 
die verschiedenen Stufen in den drei Ländern aufs engste verbunden sind und offen* 
bar einem einheitlichen Ablagerungsbecken angehören. Von den gleichzeitigen fluvia* 
tilen Ablagerungen in West^Europa wird in der vorliegenden Arbeit nicht die Rede sein. 

Die Fundstellen dieser pliocänen Schichten an den südöstlichen Küsten Eng* 
lands sind schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Bereits im Jahre 1704 wurden 
die Fossilien in einem längst verschwundenen Aufschluss bei Harwich von Dale 
gesammelt und abgebildet ; die wissenschaftliche Sammlung und Bearbeitung der 
reichhaltigen Conchylienfauna fängt aber erst in den ersten Decennien des vorigen 
Jahrhunderts an und knüpft sich vorzugsweise an die Namen James Sowerby, 
Samuel Woodward, Lyell und Charlesworth. 

In den Jahren 1848—1850 erschien die berühmte Arbeit S. V. Woods „A 
Monograph of the Crag Mollusca", welche noch immer als die Grundlage der 
Kenntnis der englischen Pliocänfauna anerkannt wird und von F. W. Harmer als 
„eine der Klassiker der geologischen Literatur" bezeichnet wird. Ergänzungen zu 
dieser Arbeit erschienen in den Jahren 1872—1874, 1879 und 1882. Das Studium 
der englischen Pliocängeologie wurde von vielen anderen Geologen weiter geführt, 
von denen ich nur S. V. Wood Jun., Prestwich, Taylor, Alfred und Robert Bell, 
Kendall, Clement Reid und besonders F. W. Harmer erwähne. Die historische 
Entwicklung der Kenntnis dieses Gegenstandes findet man in den Arbeiten S. V, Woods 
und F. W. Harmers eingehend berücksichtigt, während eine vollständige Bibliographie 
sich bei Clement Reid („Pliocene Deposits of Britain", Memoirs of the Geological 
Survey, 1890) findet. 

Die belgischen Pliocänablagerungen im Boden der Stadt Antwerpen und der 
weiteren Umgebung wurden im Jahre 1823 zum ersten Male von Cuvier erwähnt 
und sind seit 1832 Gegenstand zahlreicher Untersuchungen geworden, welche durch 
die sich immer weiter ausbreitenden maritimen Anlagen der Stadt ermöglicht wurden. 
Von den vielen Forschern müssen in dieser Hinsicht besonders P. H. Nyst, P. Cogels, 
E. VAN den Broeck, M.Mourlon.J. Gosselet, hervorgehoben werden. Die Bearbeitung 
der Mollusken dieser Schichten von P. H. Nyst steht der Monographie S. V. Woods 



würdig zur Seite und kann mit dieser zusammen als eine feste Grundlage für die 
weitere Entwicklung unserer Kenntnis der westseuropäischen marinen Pliocänfauna 
betrachtet werden. Der älteren Literatur wird in den Arbeiten E. van den Broeck's 
in ausführlicher Weise Rechnung getragen und sie braucht an dieser Stelle also nicht 
näher berücksichtigt zu werden. 

Die Auffindung des marinen Pliocäns im niederländischen Boden geht bis zum 
Jahre 1835 zurück. Für die Wasserversorgung der Stadt Gorinchem (oder Gorkum) 
wurde in den Jahren 1835 — 1837 eine 182 M. tiefe Bohrung auf dem dortigen Platz 
genannt „Vischmarkt" niedergebracht. Diese Bohrung wurde im Jahre 1853 von 
P. Harting eingehend beschrieben, wobei er eine marine Formation unter den Aus 
viatilen Bildungen nachwies. Die in dieser Bohrung durchteuften Schichten wurden 
von ihm in der nachfolgenden Weise gegliedert: 

1°. die „neuere alluviale Bildung" von 0.— bis 12.5 M. unter der Oberfläche. 

2°. die „ältere Süsswasserbildung" von 12.5 bis 121. — M. unter der Oberfläche. 
Von 74.— bis 121.— M. mit einer terrestren Molluskenfauna. 

3°. die „ältere Meereswasserbildung" von 121.— bis 182.4 M. unter der Ober; 
fläche, mit einer marinen Molluskenfauna. Diese Bildung wird von Harting 
unbedingt zum Tertiär gerechnet und zwar als gleichalterig mit dem ,,Crag 
von Suffolk" betrachtet. Diese Altersbestimmung von Harting muss nach 
den jetzigen Auffassungen als ungefähr richtig gedeutet werden und ist 
43 Jahre später von F. W. Harmer bestätigt woraen. 

Die Ansicht, dass in den marinen Schichten unter Gorinchem jüngeres Tertiär 
vorhegt, wurde von W. C. H. Staring im Jahre 1860 bestritten. Aus der mehr oder 
weniger starken Abrollung der Conchylien und aus der Mischung dieser Fauna mit 
rheinischen Gerollen, schliesst er, dass die Fossilien auf secundärer Lagerstätte liegen. 
Weil die bedeckende Süsswasserbildung als ,, Sanddiluvium" d.h. als das jüngste Glied 
des Diluviums betrachtet wird und die Schichten der Süsswasserbildung und der unters 
lagernden Meereswasserbildung dieselbe petrographische Zusammensetzung zeigen, 
glaubt er auch in dieser letzteren Bildung Ablagerungen vom Alter des jüngst^diluvialen 
Sanddiluviums erblicken zu müssen. Das reichliche Vorkommen von Rheinsund Maass 
geröllen in fast allen Schichten bis zum Endpunkt des Bohrprofils, also in den beiden 
von Harting von einander abgetrennten Bildungen, wird von Staring ausführlich 
erwähnt und es muss unbegreiflich erscheinen, warum er in der ,, älteren Süsswas; 
serbildung" nicht das Aequivalent seines älteren fluviatilen Rhein* und Maasdiluviums 
mit Geröllen wiedererkannt hat, um so mehr, weil die Zusammensetzung der Schichten 
gar nicht zu seiner eigenen Beschreibung des Charakters des Sanddiluviums passt 
und dagegen sehr gut mit dem des Rhein; und Maasdiluviums übereinstimmt. Diese 
Meinung Starings wurde 25 Jahre später endgültig von Lorie widerlegt, der die 
betreffenden Schichten zum Scaldisien stellte. 



Von P. Harting wurden schon die nachfolgenden marinen Mollusken aus 
der Bohrung in Gorinchem richtig bestimmt: 

Nucula Cobboldiae Mya arenaria 

Leda . lanceolata Ringicula buccinea 

Lucina bovealis Littorina littorea 

Cardium edule Littorina rudis 

Cyprina Islandica Solen vagina 

Corbula gibba (rotundata) Mactva solida 

Die zweite Stelle, wo marines Pliocän im niederländischen Boden erbohrt wurde, 
ist die Stadt Goes in der Provinz Zeeland. Hier wurde in den Jahren 1864 bis 1870 
eine Bohrung nach Wasser niedergebracht, welche bis zur beträchtlichen Teufe von 
224 M. tortgesetzt wurde. Die allgemeinen Ergebnisse dieser Bohrung wurden von 
verschiedenen Personen sehr kurz erwähnt (Staring 1865, P. van Dijk 1868, A. M. 
K. W. VAN Ittersum 1869, Neyt 1875), während Dr. Bosquet die nachfolgende Liste 
der Conchylien von 45 bis 61 M. Tiefe veröffentlichte : 

Natica Guillemini? Corbula planulata (gibba) 

Trophon gracile Mactva deaurata 

Purpura tetragona Venus ovata 

Nassa reticosa Psammobia fervoensis 

Syndosmya prismatica Cardita chamaeformis 

Cardium decorticatum Pectunculus variabilis 

Cyprina Islandica Pecten opercularis 

Astarte Basteroti Ostrea edulis 
Astarte Galeotti 

Im Jahre 1879 wurde die Bohrung Goes von Dr. F. Seelheim näher beschrieben 
und die Schichten von ihm in der nachfolgenden Weise gegliedert: 

von bis 8 M. Alluvium 
» 8 » 45 » Diluvium 
» 45 » 71 » Scaldisien | 
» 71 » 98 » Diestien i 

» 98 » 224 » Rupelien (Mitteloligocän) 



(Pliocän) 



Eine dritte Bohrung, welche die pliocänen Ablagerungen durchteufte, wurde 
in den Jahren 1872 bis 1876 auf dem Platz genannt ,,Vreeburg" in der Stadt Utrecht 
niedergebracht. Nach drei und ein halbjähriger Arbeit, allerdings mit vielen Unter* 
brechungen, war das Loch bis 368 M. Tiefe fortgesetzt und musste bei dieser Tiefe 
aufgegeben werden. Über diese Bohrung bestehen mehrere kurze Mitteilungen von 
P. Harting (1872 und 1876), E. van den Broeck und G. Dewalque (1874 bis 1877). 



Der erste Versuch, die Ergebnisse dieser drei tiefen Wasserbohrungen in Zusam* 
menhang zu bearbeiten und für die Kenntnis der Verbreitung des marinen Phocäns 
in unsrem Boden zu verwenden, ist von Dr. J. Lorie gemacht. Im Jahre 1885 erschien 
seine wertvolle Monographie : ,, Resultats geologiques et paleontologiques des forages 
de puits ä Utrecht, Goes et Gorkum" (Contributions ä la geologie des Pays*Bas I, 
Archives du Musee Teyler, Serie II, vol. II, troisieme partie, Haarlem, 1885), welche 
als ein bedeutender Fortschritt in dieser Richtung bezeichnet werden muss. Die aus 
diesen Bohrungen stammenden Fossilien wurden von ihm alle bestimmt und die Fauna 
mit denjenigen der englischen und belgischen Ablagerungen verglichen. Schliesslich 
wird die nachfolgende Schichtengliederung aufgestellt : 

Bohrung Gorinchem (Gorkum). 

0.— bis 12— M. recente Bildungen 
12.— » 92.— » Diluvium 

92.— » 120.— » Diluvium mit Süsswasserfauna 
120.— » 182.— » Scaldisien (Pliocän) 

Bohrung Utrecht. 

0.— bis 5.— M. Alluvium 

5.— » 113.— » Diluvium (fluviatil) 
113.— » 134.— » Diluvium (marin?) 

134.— » 160.— » Diluvium (marin) = Fauna des ,,Eemsystems" (?) 

160.— » 242.— » Scaldisien | /d,. .. n 
242.- » 368.- » Diestien I ^^''"""^ 

Bohrung Goes. 

0.— bis 8.— M. Alluvium 

0.— » 33.— » Sanddiluvium 

33.- » 62.- » Scaldisien j (p^^cän) 

62.- » 97.- » Diestien I ^ ^ 

97.— » 224.- » Rupelien (Mitteloligocän) 

Die Fossilienliste dieser drei Bohrungen führt schon 104 Molluskenarten auf, 
welche alle auch in den Arbeiten von F. H. Nyst und Searles V. Wood für die 
belgischen und englischen Ablagerungen genannt werden. 

Diese Abhandlung Lories bildet die Grundlage unserer Kenntnis der nieder« 
ländischen Pliocänfauna und hat die Aufmerksamkeit der ausländischen Geologen 
auf die pliocänen Ablagerungen in unserem Boden gelenkt. 

Durch zwei neue Bohrungen wurde unsere Kenntnis in dieser Hinsicht be* 
reichert. Die erste wurde im Jahre 1887 bei Sloten, süd\yestlich von Amsterdam, 
bis zur Tiefe von 200 M. fortgesetzt, die zweite im Jahre 1888 — 89 bei Diemerbrug, 
östlich von Amsterdam, bis zur Tiefe von 335 M. Die ausführliche Beschreibung 



24.— 


» 65.— 


65.— 


» 170.— 


170.— 


» 190.— 


190.— 


» 335.— 



» 



» 



» 



dieser Bohrungen gab Dr. J. Lorie im Jahre 1889 in seiner Abhandlung: „Les deux 
derniers forages d' Amsterdam" (Contributions ä la geologie des Pays*Bas IV, Bulletin 
de la societe beige de geologie etc. 1889). Die erste Bohrung, bei Sloten, hat das 
marine Pliocän nicht erreicht; die zweite, bei Diemerbrug, hat von 190 bis 335 M. marine 
Schichten durchteuft welche von Lorie in nachfolgender Weise gegliedert werden: 

0. — bis 16.— M. Alluvium 

16. — » 24. — » Sanddiluvium in mariner Facies („Eemsystem") 

Sanddiluvium in fluviatiler Facies 
Gerölldiluvium (Rhein« und Maasdiluvium) 
Scaldisien in fluviatiler Facies? 
Scaldisien (marin) 

Die marinen pliocänen Schichten unter Amsterdam ergaben 18 Molluskenarten, 
welche damals aus unserem Pliocän noch nicht bekannt waren. 

Das fortgesetzte Studium des englischen PHocäns ermöglichte es die verschie* 
denen Stufen der dortigen als ,,Red Crag" zusammengefassten Bildungen weiter 
zu gliedern und als mittleres Pliocän (gleichalterig mit dem belgischen Poederlien* 
Scaldisien) die Stufe von WaltonsonsNaze, als oberes Pliocän die Stufen von New* 
bourn, Butley und Norwich von einander abzutrennen. So wurde es möglich diese 
Unterscheidung auch in den von Lorie als Scaldisien bezeichneten Schichten in 
den Niederlanden durchzuführen. Im Jahre 1896 zeigte F. W. Harmer in seiner 
Abhandlung ,,On the pliocene deposits of Holland and their relation to the english 
and belgian crags etc." (Quart. Journal of the geological Society, London, 1896), dass 
die hangenden Schichten des Scaldisien Lorie's nicht eine mittel^pliocäne, sondern 
eine oberspliocäne Fauna vom Alter der ,,Red Crag" von Newbourn führen. Die 
Gliederung der pliocänen Schichten in den vier obengenannten Bohrungen muss 
also nach F. W. Harmer sein: 



BOHRUNG BEI 



oberes pliocän 

(amstelien) 



M. u. N. N. 



VON 



BIS 



mittleres pliocän 

(poederliensscaldisien) 



M. u. N. N. 



VON 



BIS 



UNTERES PLIOCÄN 
(diestien) 



M. u. N. N. 



VON 



BIS 



Goes . . . 
Gorinchem . 
Utrecht . . 
Amsterdam. 



29 

117,5 
152 
200 



34 

178,5 
240 
335 



34 



54,5 



nicht erreicht 



240 
nicht 



268 



errei 



icht 



54,5 



93 



nicht erreicht 



268 



365 



nicht erreicht 



Die weiteren Stellen, wo Lorie das marine Pliocän im niederländischen Boden 
später noch mit mehr oder weniger Genauigkeit hat nachweisen können, sind: Grave, 
Bergen op Zoom, Breda, Arnheim, Geldersche Vallei und Walsoorden (Provinz 
Zeeland). 

Aus diesem kurzgehaltenen historischen Ueberblick geht wohl deutlich hervor, 
wie lückenhaft die Kenntnis des marinen Pliocäns in unserem Boden bis vor kurzem 
war — eine natürliche Folge der Tatsache, dass diese Schichten fast überall nur in relativ 
tiefen Bohrungen erreicht werden können und ein Teil dieser Bohrungen gewiss noch 
unbekannt geblieben ist. Erst die Tätigkeit der staatlichen Bohrverwaltung hat diese 
Kenntnis wenigstens für das Gebiet Grave — Oss vervollständigt. In der Periode 1907 — 
1910 wurde die Erforschung des Untergrundes des nördlichen Peelbezirkes durch 
die Ausführung von Flachbohrungen vorbereitet und das marine Pliocän in der Gegend 
Grave — Oss an vielen Stellen aufgeschlossen. Eine Vermehrung des mir jetzt zur 
Verfügung stehenden Materials wird voraussichtlich in nächster Zeit nicht stattfinden, 
weil etwaige Tief bohrungen nur südlich der Verbreitungsgrenze dieser Schichten zur 
Ausführung kommen werden. Es scheint mir darum jetzt die rechte Zeit die Ergebnisse 
dieser Flachbohrungen und diejenigen einiger recenten tiefen Wasserbohrungen im 
westlichen Teil der Niederlande zu veröffentlichen und für eine Zusammenfassung 
der heutigen Kenntnisse unserer marinen pliocänen Ablagerungen und der darin 
erhaltenen Molluskenfauna zu verwerten. 



II. 



ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER MARINEN PLIO= 
CÄNEN SCHICHTEN IN DEN NIEDERLANDEN. 



Der Beschreibung der marinen pliocänen Schichten in den Niederlanden kann 
die nachfolgende Gliederung des Pliocäns im west*europäischen Pliocänbecken zu 
Grunde gelegt werden. 

GLIEDERUNG DES MARINEN PLIOCÄNS IM WEST^EUROPÄISCHEN 
PLIOCÄNBECKEN (z. T. nach F. W. Harmer). 





Bezeich= 

NUNG 


NIEDERLANDE 


BELGIEN 


ENGLAND 


unteres 

Pliocän 

I 


la 


Bohrungen in der Gegend 
AfFerden, Boxmeer, Wan« 
rooy, Oploo u. s. w. (?) 


DiESTIEN Z. T. 

(sables graveleux ä Hete» 

rocetes, sables de Diest 

et de Louvain, sables ä 

Terebratula grandis) 


Lenhamian 
(Lenham Crag) 


Ib 


Bohrungen Goes, Wals- 
oorden (Prov. Zeeland), 
Beerta (Prov. Groningen) 


DiESTIEN z. T. 
(sables ä Isocardia cor) 


Gedgravian 
(Coralline or White Crag) 


mittleres 


IIa 


Bohrungen in der Gegend 

Gra\e— Oss. Bohrungen 

Utrecht, Goes 


SCALDISIEN 

(sables ä Trophon anti« 

quum alias Neptunea 

contraria) 


z 

< 

z 

o 

H 

< 


Red Crag of 
Walton on Naze 


Pliocän 
II 


IIb 


Bohrungen in der Gegend 
Grave— Oss. Bohrungen 
Utrecht, Goes, Bergen op 
Zoom. Sandgruben von 
de Kauter (Prov. Zeeland). 


POEDERLIEN 

(sables ä Corbula striata) 


Red Crag of Beau^ 

mont and Little 

Oakley 


oberes 
Pliocän 


III a 


Bohrungen Utrecht, Goes, 
Gorinchem, Amsterdam, 
Breda, Oudewater, Arn« 

heim (?), Geldersche 

Vallei (?), Geertruiden* 

berg, Barendrecht. 


z. T. in mariner, z. T. in 

fluviatiler Facies ausge= 

bildet. 

SOMMET DU PoEDERLIEN 

(Rutot) 
Amstelien (Stainier) 

AmSTELO — MoSEHN 

(van Ertborn) 
MosEEN (Mourlon) 

ICENO — CrOMERIEN 

(van Ertborn) 


Newbournian 
(Red Crag of 

Newbourn etc.) 

BuTLEYAN 

(Red Crag ofButley etc.) 

3 


III 


III b 


In mariner Facies in den 
Niederlanden noch nicht 
bekannt ; wahrscheinlich 
im nordwestlichsten Teil 
des Landes marin ausge^ 
bildet. 


ICENIAN 

(Crag of Norwich, Chi!« 

lesford Beds, Crag of 

Weybourne) 



A. OBERES PLIOCÄN. 



Petrographischer Charakter. Die Schichten des oberen PHocäns in den Nieder* 
landen bestehen, genau wie in Belgien und England, aus einer >Vechsellagerung von 
feinen und sehr feinen Sanden, mittelkörnigen bis groben Sanden, welche meistens 
auch kleinere Gerolle führen, und mehr oder weniger sandigen Tonen. Die allgemeine 
Farbe der ganzen Schichtenreihe ist eine hellgraue. 

Die feinen und sehr feinen Sande enthalten fast immer viel kleine Glimmer* 
blättchen und führen nur selten und sporadisch Conchylienreste. Dasselbe gilt auch 
für die Tone, welche nur ausnahmsweise in plastische, fette Tone übergehen. 

Die mittelkörnigen bis groben Sande, welche mit den feinsandigen und tonigen 
Schichten wechsellagern, zeichnen sich besonders durch drei Eigenschaften aus und 
zwar durch die Führung von Gerollen, kleineren und grösseren Holzstücken und 
Conchylien. 

Die Gerolle sind meistens nicht grösser als 6 bis 8 m.M. ; solche über 10 m.M. 
kommen nur vereinzelt vor. Die grosse Mehrzahl besteht aus weissem Quarz, unter« 
geordnet treten auch Lyditsund Hornsteinähnliche GeröUe mit Kieselringen und ganz 
kleine Kieseloolithe auf. Auch finden sich oft abgerollte, gelblichgrüne tonige Con# 
cretionen, welche viel Eisen? und Kalkcarbonat und eine Spur Phosphorsäure enthalten 
und offenbar aus älteren tertiären Schichten stammen. Derartige Concretionen sind 
in den miocänen und oligocänen marinen Schichten weitverbreitet. Trotz der Abrollung 
erreichen sie in den hier in Betracht kommenden Schichten bisweilen noch ansehnliche 
Grösse (sogar 100 m.M. und mehr). 

Die Holzstücke sind meistens nur kleine abgerollte Fragmente doch sind auch 
grössere Stücke nicht selten. 

Die Conchylien sind meistens mehr oder weniger zerbrochen und zertrümmert, 
während die Sande von einem feinen Detritus, aus Muschelschalen hervorgegangen, 
ganz erfüllt sind. Die weitgehende Zertrümmerung der Muschelschalen durch die 
Brandungswellen auf dem Strande lässt sich auch jetzt beobachten. Die mehr soliden 
Conchylien, wie z. B. die Littorina^Gehäuse, sind öfters gut erhalten. 

Palaeontologischer Charakter. Die hangenden Schichten des oberen Pliocäns, 
welche im allgemeinen feinsandig^tonig ausgebildet sind, führen eine terrestre Mollus* 
kenfauna. (Arten von Helix, Clausilia, Pupa, Succinea, Cyclostoma, Planorbis, Lymnaea, 
Paludina, Pisidium u. s. w.), auf welche an dieser Stelle nicht näher eingegangen wird. 
Die liegenden Schichten, welche die meisten gröberen Schichten umfassen, enthalten 
eine marine und zwar eine litorale Molluskenfauna mit vereinzelten Land«und Süss* 
wasserformen gemischt. Die nachfolgenden Arten können als mehr oder weniger 
charakteristisch für die ober^pliocänen Ablagerungen betrachtet werden, weil sie entweder 
gar nicht oder nur sehr selten und zweifelhaft aus dem mittleren und unteren Pliocän 
bekannt sind. 

8 



Wichtige Fossilien des oberen Pliocäns. (Amstelien) : 



mehi 



1. Nucula Cohboldiae 

2. Leda lanceolata 

3. » myalis 

4. Cardium groenlandicum 

5. » echinatum 

6. Lucina (Loripes) divaricafa (arcuata) 

7. Mactra stultorum 

8. Donax vittatus (anatina) 

9. Teilina Balthica (solidula) 

10. Scrohiculavia (Trigonella) piperata (plana) 

11. Mya arenaria 

12. Littorina littorea 

13. Turritella terebra 

14. Chrysodomus (Trophon, Neptunea) antiquus 

15. Pleurotoma (Bela) turricula Mont. 

Von dieser Fauna leben bloss die unter 1, 2, 3 und 4 genannten Arten nicht 

r in der heutigen Nordsee. 



Verbreitung. Die marinen oberpliocänen Schichten sind in den Niederlanden 
an den nachfolgenden Stellen nachgewiesen: 



M. u. N. N. 



VON 



BIS 



MÄCHTIG» 

KEIT 

M. 



Amsterdam 

Utrecht 

Oudewater 

Geldersche Vallei? . . 

Gorkum 

Geertruidenberg . . . 
Breda (und weitere Um* 

gebung) 

Goes 

Barendrecht 



200 

152 

147 

120-140 

117,5 
90-100 
25-45 

29 
97 



335 
240 
188 

178,5 



34 
222 



135') 

88 
41 ') 

61 ') 



5 
125 



nach Harmer und Lorie 



nach Lorie 
nach Harmer und Lorie 



» 



') Mittleres Pliocän nicht erreicht. 



Eine marine oberpliocäne Fauna ist in Belgien bloss in einer Bohrung bei Strijj 
BEEK, 10 K.M. südlich von Breda, in der unmittelbaren Nähe der niederländischen 
Grenze, aufgefunden. Hier fanden sich, zwischen 21 und 52 M. u. N. N. : Littorina 
littorea, Littorina rudis, Hydrobia ulvae, Mya arenaria, Lucina divaricata und Scobicm 
laria piperata, nebst Arten, welche dem oberen und dem mittleren Pliocän gemeinsam 
sind. Alle weiteren mehr südlich gelegenen Aufschlüsse in der belgischen Campine 
ergaben bloss mittleres Pliocän. Die südliche Grenze der Verbreitung dieser Stufe 
in den Niederlanden kann also als eine O.sW. Linie über Goes angenommen werden ; 
die östliche Grenze muss etwa über Tilburg und 's Hertogenbosch nach Wageningen 
verlaufen, ist aber nach den heutigen Kenntnissen nicht genauer anzugeben. 

Wo das Liegende dieser Schichtenreihe überhaupt bekannt ist, besteht es aus 
Schichten dess mittleren Pliocäns. 

Gliederung. Eine weitergehende Gliederung der betreffenden Schichten ist in 
den Niederlanden vorläufig nur in dem Sinne möglich, dass die hangende Schichten; 
reihe mit terrestrer Fauna von der liegenden mit litoraler Fauna abgetrennt werden 
kann. Die letztere ist jedenfalls gleichalterig mit dem englischen Butleyan und New* 
bournian ; ob die erstere genau der Icenian*stufe entspricht, lässt sich noch nicht mit 
Bestimmtheit feststellen. 



B. MITTLERES PLIOCÄN. 



Petrographischer Charakter. Die mittelpliocänen Schichten in den Nieder? 
landen sind im allgemeinen viel gleichmässiger zusammengesetzt als die oberpliocänen 
und bestehen der Hauptsache nach aus einem feinen bis mittelkörnigen Glauconits 
sande (Korngrösse 0,1 bis 0,5 m.M.) mit spärlichen und zerstreuten, ganz kleinen 
Gerollen. Nur die hangenden Schichten sind bisweilen, wo man sich der Küste des 
mittelpliocänen Meeres nähert, abwechslungsreicher ausgebildet und führen auch gröbere 
Sandeinlagerungen und feine Kiesschnüre. Die allgemeine Farbe der ganzen mittel« 
pliocänen Schichtenreihe in den Niederlanden ist eine hellgrünlichgraue bis hellgrüne ; 
die liegenden Schichten sind bisweilen durch stärkeren Glauconitgehalt etwas dunkler 
grün gefärbt. 

Die gleichalterigen Schichten in England bestehen aus recht groben, stark 
oxydirten und eisenschüssigen Sanden mit viel grösseren Körnern und kleinen Ge? 
rollen bis 5 m.M., während der petrographische Charakter des Mittelpliocäns in Belgien 
dem des niederländischen sehr ähnlich ist. 

Dieser Sand enthält kleine Glauconitkörner, viel kleine weisse Glimmerblätt« 
chen und viel Muscheln und Muscheldetritus. Stellenweise finden sich harte Bänke, 
welche ausschliesslich aus verkitteten Schalentrümmern von Mollusken zusammen« 
gesetzt sind. Auch die Holzstücke und die abgerollten tonigskalkigen Concretionen 

10 



fehlen nicht. Die spärHchen Gerolle bestehen vorzugsweise aus weissem Quarz, daneben 
treten wieder Lydit* und Hornsteinähnliche Gerolle, kleine Kieseloolithe und ver* 
kieselte jurassische Versteinerungen auf. Auf den Horsten hat der obere Teil dieser 
Schichtenreihe offenbar längere Zeit über dem Niveau des Grundwassers gelegen : die 
Schichten sind an diesen Stellen rostfarbig, eisenschüssig, oxydirt und vollständig aus* 
gelaugt und die Conchylien sind nur als Abdrücke und Steinkerne übrig geblieben, 
während die widerstandsfähigen Knochen, Zähne und I/n^u/asschalen noch erhalten sind. 

Palaeontologischer Charakter. Von palaeontologischem Gesichtspunkte sind 
in dieser Schichtenfolge eine obere und eine untere Abteilung zu unterscheiden, welche 
dem Poederlien und dem Scaldisien der Belgier entsprechen. Es fällt schwierig in den 
Bohrungen eine genaue Grenze fest zu stellen, weil in den Uebergangsschichten die 
Fossilien durch die Vorgänge des Bohrens sich vermischen. Jedenfalls sind die beiden 
Stufen genau in derselben Facies wie in Belgien vertreten. Sie führen eine marine und 
zwar eine Utorale und Seichtwasserfauna; die obere Abteilung enthält jedoch auch 
vereinzelte terrestre und Brackwasserformen fArten von Helix, Nevitina, Melanopsis, 
Conovulus). 

Als mehr oder weniger charakteristische Arten für die beiden Abteilungen 
können die nachfolgenden Mollusken betrachtet werden, welche sich entweder durch 
besondere Häufigkeit auszeichnen oder auch lediglich aus der betreffenden Abteilung 
bekannt sind. 

Wichtige Fossilien der oberen Abteilung (Poederlien) : 

1. Cardium edule 10. Corbulomya complanata 



2. » Parkinson! 11 

3. Diplodonta astartea 12 

4. Astarte incerta 13 
Mactra deaurata 14 
Tellina praetenuis 15 

» donacina 
Mya truncata 



Littorina terebellata 
» suboperta 
Trochus Solarium 
Natica catenöides 
Cerithium tricinctum 

16. Nassa propinqua 

17. Conovulus (Melampus) pyramidalis 



Glycimeris siliqua 18. Helix nemoralis (Haesendoncki) 

Wichtige Fossilien der unteren Abteilung (Scaldisien) : 

1. Ostrea edulis 10. Astarte Burtini 

2. Pecten tigerinus 11. Venus casina 

12. » imbricata 

13. Semele prismatica 

14. Panopaea Faujasi 

15. Vermetus intortus 

16. Columbella subulata 

17. Cancellaria Lajonkairi 

18. Pleurotoma intorta 



3. 


» Gerardi 


4. 


» pusio 


5. 


Cardita chamaejormis 


6. 


Cardium nodosum 


7. 


Astarte Basteroti 


8. 


» Omaliusi 


9. 


» obliquata 



11 



In den liegenden Schichten dieser Abteilung in der Gegend Grave*Oss kom* 
men nicht selten obermiocäne Fossilien auf secundärer Lagerstätte vor, welche aus 
dem unterlagernden Obermiocän stammen. 

Verbreitung. Diese Schichten sind in den Niederlanden an den nachfolgenden 
Stellen nachgewiesen : 



M. ± 


N. N. 


VON 


BIS 


240- 


365- 


34- 


54,5- 


6 + 




222- 




4+3) 


11-3) 


35-3) 


75-3) 


23-3) 


49- 


86- 





MACHTIG» 

KEIT 

M. 



Utrecht!) 

Goes 

deKauter(Prov. Zeeland) 

(Sandgruben) 

Barendrecht 

Gegend Nijmegen*Grave« 

Oss (auf den Horsten) 
Dito (in den Gräben) . 
Ossendrecht (bei Bergen 

op Zoom) 

Arnheim? 



125 2) 
20,5 



15 3) 
40 3) 

26 2) 



nach Harmer und Lorie 
» 



Die südliche Grenze der marinen mittelpliocänen Schichten wird im grossen 
und ganzen durch die Linie Vlissingen, Hülst, Hemixem (südlich von Antwerpen), 
Herenthals, Eindhoven angedeutet (mit einer Einbuchtung im tiefen Graben von 
Sittard* Roermond); die östliche Grenze ist bloss in der Gegend GravesOss genau 
bekannt und auf der beigegebenen Karte eingetragen, während sie weiter nördlich 
ungefähr durch die Linie Cranenburg*Meppel dargestellt werden muss, weil östlich 
dieser Linie das Fehlen des marinen Pliocäns nachgewiesen ist. 

Gliederung. Wie bereits oben angeführt, sind eine jüngere (Poederlien) und 
eine ältere Stufe (Scaldisien) vorhanden, deren genaue Grenze in Bohrungen jedoch 
schwierig zu erkennen ist, um so mehr, weil der Unterschied nicht gross ist und die 
meisten Arten den beiden Stufen angehören. Zusammen entsprechen sie dem englischen 
Waltonian von F. W. Harmer. 



') Diese Auffassung der Schichten unter Utrecht wird auf Seite 13—14 erläutert. 
^) Liegendes nicht erreicht. 
5) Mittlerer Wert. 



12 



C. UNTERES PLIOCÄN. 



Die beiden in der Tabelle mit I a und I b bezeichneten Abteilungen des 
Unterpliocäns müssen jede für sich besprochen werden, weil sie sehr verschieden 
und die Kenntnisse in dieser Hinsicht noch sehr fragmentarisch sind. 

Obere Abteilung. Es erscheint mir nicht ganz sicher ob diese Abteilung über« 
haupt im niederländischen Boden (die Provinz Zeeland ausgenommen) schon beob« 
achtet ist. Aus eigener Erfahrung kenne ich diese Stufe aus unserem Boden nicht. 
Sie soll damals von Lorie in den Bohrungen Goes, Utrecht und Grave nachgewiesen 
sein; diese Angaben bedürfen jedoch einer Nachprüfung. 

Die meist charakteristischen Arten, welche die Abtrennung der belgischen 
„sables ä Isocardia cor" von dem mittleren Pliocän veranlasst haben, sind die nach* 
folgenden : 

Pecten maximus var. Westendorpi 

» vadians (ventilabrum) 

» similis 
Lima subauviculata 
Modiola sericea 

Cucullaea (Area) pectunculöides 
Limopsis anomala (pygmaea) 
Cryptodon (Axinus) flexuosus (sinuosus) 
Cardita senilis 

» ovhiculavis 
Astarte corbulöides 

Cyprina rustica (die stark angeschwollene Varietät) 
Isocardia cor 
Circe minima 
Tellina compressa 
Neaera obesa 

Die Schichten von 54,5 bis 93 M. u. N. N. in der Bohrung Goes, welche 
von Lorie dem Diestien zugerechnet wurden, ergaben eine Fauna mit Pecten radians, 
Pecten similis, Lima subauriculata, Limopsis anomala, Cardita senilis und Astarte corbm 
löides. Viele der übrigen Arten gehören zu den Formen, welche gerade im Diestien 
häufiger sind als in den höheren Schichten. Ich schliesse mich also der Meinung 
Lorie's an, dass hier wirklich Unterpliocän vorliegt und führe das Auftreten ein« 
zelner jüngeren Formen in dieser Schichtenreihe auf Nachfall aus höheren Schichten 
zurück. Ablagerungen dieses Alters sind auch von Lorie in einer Bohrung bei 
Walsoorden in der östlichen Hälfte von Zeeuwsch? Viaanderen aufgefunden (in einer 
Mächtigkeit von mindestens 12 M.), so dass die Existenz dieser Abteilung in der 
Provinz Zeeland als bewiesen gelten darf. 

13 



Anders steht es nach meiner Meinung mit der Bohrung Utrecht. Die Fauna 
aus einer Tiefe von 268 bis 365 M. u. N. N., welche Lorie als Diestien betrachtet, 
führt als wichtige unterpliocäne Fossilien nur Pecten radians (ventilabrum), Astarte 
corbulöides und Tellina compressa und eine miocäne Form, offenbar auf secundärer 
Lagerstätte (Pecten septemradiatus). Von diesen Arten kommt Pecten radiansnicht selten 
im unteren Scaldisien auf secundärer Lagerstätte vor, wird auch in dieser Bohrung 
aus mittelpliocänen und sogar aus oberpliocänen Schichten erwähnt und ist oft von 
einzelnen Varietäten von Pecten opercularis kaum zu trennen. Die Bestimmung von 
Astarte corbulöides muss, nach der Abbildung, angezweifelt werden (das Exemplar 
aus 311 M. Tiefe steht der Astarte Galeotti jedenfalls viel näher) und wird auch aus 
mittelpliocänen Schichten in dieser Bohrung angeführt, was die Zugehörigkeit dieser 
Exemplare zur A. corbulöides wohl nicht wahrscheinlicher macht. Die Bestimmung der 
Tellina compressa scheint mir für das abgebildete Exemplar aus 365 M. Tiefe ein; 
wandfrei, während das Exemplar aus 259,5 M. Tiefe, nach der Abbildung, sehr wahr= 
scheinlich der Tellina donacina angehört. Die übrigen Arten sprechen entschieden für 
mittleres Pliocän (so. z. B. Nassa elegans, Nassa reticosa, Fusus gracilis}, während 
Nucula Cobboldiae {aus 310 — 316 M. Tiefe) in irgend einer Weise den höheren Schichten 
entstammen muss und dieser Fauna fremd ist. Es liegt also nur ein einziges unzweideu* 
tiges Exemplar einer unterpliocänen Art vor ( Tellina compressa^ und dieses gerade 
von der tiefsten Stelle des Bohrprofils. Alles zusammengenommen scheint es mir 
besser die ganze Schichtenreihe von 240 bis 365 M. u. N. N. noch zum Mittelpliocän 
zu stellen. Vielleicht fängt die unterpliocäne Meeresbildung gerade hier an ; das Auf* 
finden der Tellina compressa in dieser Tiefe weist darauf hin. 

Auch in einer Bohrung westlich von Grave glaubte Lorie in den Schichten 
von 5,50 bis 14,50 M. u. N. N. richtiges Diestien erblicken zu müssen ; mit Aus? 
nähme von Pecten radians (ventilabrum) kommt in der Fauna jedoch keine einzige 
der wichtigen unterpliocänen Formen vor. Dagegen finden sich typische mittelpliocäne 
Formen wie Cardium edule, Cardium decorticatum, Tellina donacina, Nassa reticosa, 
Nassa labiosa, Pleurotoma costata und Cancellaria costelHJera (yiridula) auch in den tiefsten 
Schichten. Auch die Bohrungen der staatlichen Bohrverwaltung in dieser Gegend 
haben alle die directe Auflagerung von Mittelpliocän (Scaldisien) auf Obermiocän 
(Bolderien ä Pectunculus pilosus) und somit das Fehlen der richtigen unterpliocänen 
Diestienfauna mit Isocardia cor nachgewiesen. Ich glaube also dazu berechtigt zu 
sein das Vorkommen dieser Abteilung des Unterpliocäns in das Gebiet Grave— Oss 
nicht zu bestätigen. 

Ich fand neulich eine Andeutung, dass diese Abteilung im östlichen Teil der 
Provinz Groningen existiren könnte. In der Bearbeitung der Groninger Wasserboh; 
rungen von Prof. Dr. F.J. P. van Calker (Beiträge zur Geologie der Provinz Groningen, 
Grundbohrungen, Mitteilungen aus dem mineralogisch-geologischen Institut der Reichs* 
Universität zu Groningen, erster Band, II Heft, Gebr. Borntraeger, Leipzig, 1908) 
findet man auf Seite 139 — 141 eine Beschreibung einer 226 M. tiefen Bohrung bei 

14 



Beerta. In der Tiefe 168 bis 183 M. fanden sich sporadische Muschelschalen* 
Stückchen. Der Verfasser macht über diese Reste die nachfolgende Bemerkung : „Unter 
den Muschelschalenstückchen schien mir eines von einer Astarte sp., ein anderes von 
einer Cardita herzurühren. So Hess sich leider, auch mit dem Auge auf die geringe 
Vertrauenswürdigkeit der Proben, nicht ausmachen, ob hier vielleicht auch in der 
Tiefe Tertiär erreicht ist, woran man auch wegen des oben genannten Toneisensteins 
denken könnte." 

Im April 1911 hatte ich Gelegenheit diese Fragmente im Groninger Institut 
zu untersuchen und festzustellen, dass sie zweifellos zu Astarte corbulöides und Cardita 
orbicularis gehören. Die Entdeckung dieser beiden unterpliocänen Formen macht das 
Vorkommen dieser Abteilung des Unterpliocäns in dieser Gegend sehr wahrschein* 
. lieh ; die Bodenproben sind leider zu schlecht um eine sichere Entscheidung möglich 
zu machen. 

Nach dem vorher gesagten ist also die obere Abteilung in den Niederlanden 
bloss an den nachfolgenden Stellen aufgefunden : 



M. u. N. N. 



VON 



BIS 



MÄCHTIG» 
KEIT 

M. 



Goes . . . 
Walsoorden. 
Utrecht . 
Beerta . 



Provinz 
Zeeland 



54,5 
29,5 

365? 

168 



93 

42 

226 



38,5 
12,5 

58 



nach Harmer und Lorie 
nach Lorie 



Diese Abteilung fehlt gänzlich in der Provinz Limburg und im östlichen Teil der 
Provinz Nord^Brabant; die östliche Verbreitungsgrenze muss jedenfalls westlich von 
Heimond liegen. Der petrographische Charakter ist nach den Mitteilungen Lories dem 
des belgischen Diestien ä Isocardia cor gleich, d. h. die Schichten bestehen aus einem 
dunkelgrünen, feinen bis sehr feinen Glauconitsande mit Conchylien. Die Fauna ist, ge* 
nau wie bei Antwerpen, diejenige des offenen Meeres mit ruhigem Boden und die Schieb? 
ten stellen also nicht die Seichtwasser* und Litoralbildungen der jüngeren Stufen dar. 

Untere Abteilung. In einigen Bohrungen im nördlichen Peelbezirk (Gegend 
von Boxmeer, Afferden, Overloon, St. Anthonis, Wanrooy u. s. w.) findet sich über 
dem typischen Obermiocän (dem Bolderien ä Pectunculus pilosus der Belgier) eine 
1 bis 2 M. mächtige Schicht Glauconitsand mit Cetaceenknochen, Gerollen, Fisch* 
zahnen und Fischwirbeln und abgerollten miocänen Fossilien, welche möglicherweise 
der unteren Abteilung des belgischen Diestien entspricht. Sie führt massenhaft Lingula 
Dumortieri und Ditrupa subulata. Etwas bestimmtes lässt sich hierüber jedoch nicht sagen. 

') Liegendes nicht erreicht. 



15 



III. DIE MOLLUSKENFAUNA DER MARINEN PLIOCÄNEN 
SCHICHTEN IN DEN NIEDERLANDEN, MIT BERÜCKSICH=: 
TIGUNG DER VERBREITUNG IN DEN GLEICHALTERIGEN 
ENGLISCHEN UND BELGISCHEN ABLAGERUNGEN, IN DEN 
DILUVIALEN SCHICHTEN UND IN DER REGENTEN FAUNA. 



BEMERKUNGEN. 



1. Ich bin keineswegs der Meinung, dass alle in der nachfolgenden Liste auf« 
geführten Formen als „Arten", im strengsten Sinne des Wortes, zu betrachten sind ; 
gewisse Gruppen wären m. E. besser als Varietäten einer und derselben Art zu deuten. 
Aus praktischen Zwecken habe ich jedoch hier noch die übliche Unterscheidung der 
Arten beibehalten; eine kritische Bearbeitung dieser Formen bleibe einer späteren, 
rein palaeontologischen Arbeit vorbehalten. 

2. Die Liste enthält nur Formen, welche in den Arbeiten von S. V. Wood 
und P. H. Nyst bereits abgebildet wurden. Aus diesem Grunde sind der vorliegen« 
den Arbeit keine Abbildungen beigegeben. 

3. Die Herren F. W. Harmer (Norwich), J. J. Tesch (den Helder) und Eug. 
VAN DE WouwER (Antwerpen) sage ich an dieser Stelle herzlichen Dank für ihre 
freundliche Unterstützung bei der Zusammenstellung der nachfolgenden Liste. Ihren 
hochgeschätzten Mitteilungen verdanke ich es, dass die Angaben über die Verbreitung 
der Formen im englischen und belgischen Pliocän und in der recenten Fauna jetzt 
möglichst exact sind. Die Angaben über das Vorkommen in der marinen Intergla* 
cialfauna („Eemien") sind der Arbeit V. Nordmanns entnommen (V. Madsen, V. 
Nordmann og N. Hartz. Eem^Zonerne, Studier over Cyprinaleret og andre Eem# 
Aflejringer i. Danmark, NordsTyskland og Holland. Danmarks geologiske Under? 
Sögelse, II. Raekke, No. 17, Kjöbenhavn, 1908). 



16 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



„selten" bis „sehr selten". 



PL I O CÄN 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



Pecten maximus Linn. 1767 .... 
{Pecten complanatus J. Sow. 1828). 



Pecten opercularis Linn. 1767 



Pecten Gerardi Nyst 1835 .... 
{Pecten subdiaphanus Wood 1840). 



Pecten tigerinus Müller 1776 . . 
{Pecten obsoletus Penn. 1777 
Pecten laevis Penn. 1777 
Pecten tigrinus Müller 1778 
Pecten parvus da Costa 1778 
Pecten domesticus Chemn. 1783). 



h.s 



18 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Südküste Norwegens 
(südHch von Christian» 
sund), Shetlandälnseln, an 
der englischen Küste an 
verschiedenen Stellen nicht 
selten und stellenweise 
häufig, Helgoland (nur 
leere Schalen), den Helder 
(im Sept. 1908 ein leben» 
diges Ex.), Mittelländi» 
sches Meer (spänische 
Küste). Im allgemeinen 
mehr südlich verbreitet. 
In Tiefen von 8 bis 120 M. 

An der norwegischen 
Küste (nördlich bis Trom« 
so), Nordsee, an der eng» 
lischen Küste überall an 
sandigen Stellen häufig 
(bisweilen in Bänken), 
Helgoland (lebend), Ma» 
deira, Mittelländisches 
Meer. Diese Art ist vor» 
wiegend litoral. In Tiefen 
von 5 bis 150 M., sei» 
ten in grösseren Tiefen. 



Island, norwegische und 
schwedische Küste bis 
Malmö, Shetland»Inseln, 
Westküste Englands, Ka» 
nal»Inseln, südlich bis kap 
Breton. In der jetzigen 
Fauna also eine deutlich 
boreale Art. Auch bei 
Helgoland (nur leere Scha» 
len). Gewöhnlich in Tiefen 
von 12 bis 180 M. 



Die unterpliocänen For» 
men der Pecten maximus 
sind die Varietäten Wes' 
tendorpi Nyst und grandis 
Sow., die mittelpliocäne 
Form ist die Varietät 
complanatus Sow. Es lie» 
gen junge Schalen und 
Fragmente dieser letzteren 
Form aus dem mittleren 
Fliocän der Gegend Grave» 
Oss vor. 



Diese Art ist ziemlich 
variabel und bildet meh» 
rere Varietäten. Wird von 
LoRiE aus I b (Goes) und 
III a (Utrecht und Amster- 
dam) erwähnt. 



Ist bloss in I b und II a 
in situ und verschwindet 
in den jüngeren Stufen. 
Ein Fragment wird von 
LoRiE aus III a (Amster» 
dam) erwähnt, offenbar 
auf secundärer Lagerstätte. 

Diese Art findet sich 
nur ziemlich selten in II a 
der Gegend Grave»Oss, 
ist im unteren Pliocän 
Englands und Belgiens 
häufig. Die ganz glatte 
Form (var. laevis Fenn.) 
kenne ich bis jetzt aus 
unsrem Pliocän nicht. 



19 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



8 



Pecten Caillaudi Nyst 

Pecten similis Laskey 1811 . . . . 

Pecten pes=lutrae L. 1767 

(Pecten Danicus Chemn. 1795 
Pecten septemradiatus Müller 1776 
Pecten (Ostrea) clavata Poli 1792 
Pecten adspersus Lam. 
Pecten Dumasi Payraudeau 1826). 

Pecten vadians Nyst 1839 . . . . 
(Pecten dubius Broc. 1814 
Pecten ventilabrum Goldf.) 

Pecten pusio Linn. 1766 



a.'' 



20 



r := auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglazial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD« 

DEUTSCH= 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Far^Oer, Shetland -- In« 
sein, West» und Südküste 
Skandinaviens, an verschie» 
denen Stellen selten an der 
englischen Küste, Mittel» 
ländisches Meer. In Tiefen 
von 70 bis 800 M., also 
mehr Tiefwasserform. 

Skandinavische Küste 
vom Nordkap bis Malmö 
(nicht im eigentlichen 
nördlichen Eismeer), nord» 
östliche Küste Englands 
(von Shetland=Inseln bis 
Northhumberland). InTie» 
fen von 35 bis 1200 M. 
(Tiefwasserform). 



Westküste Europas von 
Norwegen bis Azoren, Ae« 
gäisches Meer. Besonders 
an der Westküste Eng» 
lands. Auch bei Helgoland 
(nur leere Schalen). In 
Tiefen von 8 bis 150 M. 



Diese typische ober» 
miocäne Art findet sich im 
unteren Teil von IIa der 
Gegend Grave»Oss verein« 
zeit auf secundärer Lager» 
statte. Häufig im oberen 
Miocän der nördlichen 
Peelgegend. 

Wird von Lorie aus 
Ib (Goes) und aus IIb 
(Utrecht) erwähnt. Mir 
aus unsrem Pliocän unbe» 
kannt. 

In England und Bei» 
gien nur aus I b bekannt. 

Fossil nur aus dem Ober» 
miocän bekannt; im Pliocän 
auf secundärer Lagerstätte. 
Im Pleistocän und in der 
Jetztzeit eine boreale Art. 
Von LoRiE aus Ib (Goes) 
und IIa (Utrecht) erwähnt. 
Auch in IIa der Gegend 
Grave»Oss; im oberen Mio» 
cän dieser Gegend häufig. 

Wird von Lorie aus Illa 
(Amsterdam und Utrecht), 
II (Utrecht und Goes) und 
Ib (Goes) erwähnt, (als 
Pecten ventilabrum Goldf) 

Gewisse Abarten sind 
von Formen der Pecten 
operculavis kaum zu tren» 
nen. Von mir nur selten 
in IIa der Gegend Grave» 
Oss aufgefunden. 

Diese Art, welche in 
IIa von England und 
Belgien häufig ist, habe 
ich nur ziemlich selten in 
der Gegend Grave»Oss 
aufgefunden und meistens 
junge Exemplare. 



21 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 
A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



in 

A 



in 

B 



10 



11 



12 



13 



14 



15 



Lima Loscombü G. B. Sow. 1842. 



Lima suhauriculata Mont. 1808 .... 
{Limalula suhauriculata Mont. nee. Forbes 
et Hanley). 



Pinna rudis Linn. 1767 

{Pinna pectinata bei Wood und Nyst). 
Die wahre Pinna pectinata Linn. ist eine 
indische Art. 

Anomia ephippium Linn. 1767 

Anomia striata Broc. 1814 

Ostrea edulis Linn. 1767 



h::S 



h*s 



22 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes INTERGLAZIAl) 



NIEDER; 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Far » Oer, skandinavi:= 
sehe West« und Süd« 
küsten, Nord - östliche 
Küste Schottlands (Shet= 
lands bis Northhumber« 
land), westliche Küste 
Irlands, Arcachon, Mittel« 
ländisches Meer. In Tiefen 
von 8 bis 200 M. 

Verbreitung wie die der 
vorhergehenden Art, auch 
bei Grönland und Island. 
Einmal eine leere Schale 
bei Helgoland. An vielen 
Stellen an der englischen 
Küste auf Sand« und Kies« 
boden. In Tiefen von 15 
bis 2000 M. 

Eine deutlich südliche 
Art. Englische Küste (sei« 
ten und sehr local), fran« 
zösische und spanische 
Küste, Canarische Inseln, 
Mittelländisches Meer. In 
Tiefen von bis 140 M. 

An der Westküste Eu« 
ropas überall häufig, nörd« 
lieh bis Finmarken. Auch 
lebend bei Helgoland. 
Mittelländisches Meer, 
Schwarzes Meer. In Tiefen 
von bis 130 M. 



Überall an der West« 
küste Europas und im 
Mittelländischen Meer. In 
Tiefen von bis 70 M. 



Scheint überall ziemlich 
selten. Ich kenne nur ein 
einziges Exemplar aus 
den Niederlanden(Gegend 
Grave«Oss). Gehört der 
Fauna der älteren Fliocän« 
stufen an. 



Wird von Lorie aus 
I b (Goes) und aus II a 
(Utrecht) erwähnt. Mir 
aus unsrem Fliocän unbe« 
kannt. Häufig im unteren 
Fliocän Belgiens und Eng« 
lands. 



Ziemlich häufig im mitt« 
leren Fliocän der Gegend 
Grave«Oss. 

Fragmente sind stellen« 
weise sehr häufig. 



Im mittleren Fliocän 
sehr häufig. Wird von 
LoRiE aus Ib (Goes) und 
aus Illa (Utrecht und Am« 
sterdam) erwähnt. Auch 
die Formen aculeata Müll, 
und patelliformis Linn. 

Nicht häufig in II der 
Gegend Grave«Oss. 

Vielleicht eine grosse 
Form der A. ephippium. 

Aus unsrem Fliocän 
nur in der Gegend Grave« 
Oss bekannt und nur in 
IIa ziemlich häufig. 

Besonders in Ib und 
IIa von Antwerpen sehr 
häufig. 



23 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S =^ „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



16 



17 



18 



19 



20 



21 



Mytilus edulis Linn. 1767 . . . 

Nucula laevigata Sow. 1818 . . 
Nucula Cobboldiae Sow 1818 . . 

Nucula nucleus Linn. 1767 . . . 
(^Nucula mavgaritacea Lam. 1801). 

Nucula proxima Say 1822 . . 
{Nucula trigonula Wood 1840). 

Nucula tenuis Mont. 1808 . . . 
(Nucula decipiens Philipp!) . 



2Lf 



24 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglazial) 



NIEDERs 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



In der ganzen Nordsee 
überall häufig. 

Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas, Grön« 
land, Ost= und Westküste 
Nordamerikas, Behrings 
Strasse, Japan. In Tiefen 
von bis 27 M. 



Westküste Skandina« 
viens, englische Küsten 
(überall häufig), Shetlands, 
Far=Oer, Helgoland (sehr 
häufig), Kanahlnseln, fran^ 
zösische Küsten, Mittel^ 
ländisches Meer. In Tiefen 
von 18 bis 2000 M. 

Nordamerika. 



Japan, Behringstr., Wests 
und Ostküste Nordame= 
rikas, Grönland, Spitzber^ 
gen, westliche Küste Nor= 
wegens, Helgoland, nord« 
östliche Küste Englands 
und Schottlands (local). 
In Tiefen von 35 bis 500 M. 



Wird von Lorie aus 
Illa (Amsterdam, Utrecht, 
Gorkum) und aus Ib 
(Goes) erwähnt. An der 
letzteren Stelle vielleicht 
aus höheren Schichten 
stammend. 

Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam, Utrecht) 
und Ib (Goes) erwähnt. 
Im mittleren Pliocän über» 
all häufig, wie auch im 
Miocän. 

In unsrem Boden in Illa 
überall ziemlich häufig. 
Wird von Lorie auch aus 
IIa und IIb (Utrecht) er» 
wähnt, hier wahrscheinlich 
aus höheren Schichten 
stammend. 

In unsrem Boden im 
mittleren Pliocän überall 
häufig. Wird von Lorie 
aus Ib (Goes) erwähnt. 
Aus dem oberen Pliocän 
in unsrem Boden bis jetzt 
unbekannt. 

Einzelne Exemplare dieser 
Art fand ich in IIa der 
Gegend Grave^Oss. 

In England und Belgien 
nur aus dem unteren Plio« 
cän bekannt. Vielleicht eine 
Form der Nucula nucleus. 

Wird von Lorie aus 
Illa (Amsterdam, Utrecht) 
erwähnt. Mir aus unsrem 
Pliocän unbekannt. Diese 
Art gehört der oberen 
Pliocänfauna an. 



25 



„sehr häufig" bis „nicht selten". 



„selten" bis „sehr selten' 



PL I O CÄN 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



22 



23 



24 



25 



26 



Leda lanceolata Sow. 1817 . . . 

Leda myalis Couth. 1839 . . . 
(Leda oblongöides Wood 1840). 

Leda semistriata Wood 1840 . . 

Leda minuta Mont. 1803. . . . 
(Leda caudata Donov. 1802? 
Leda pevnula Müller 1779?) 

Area Diluvii Lam 



26 



auf Secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes INTERt;LAZIAL) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE« 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Arctische Meere. 



Nordamerika. 



Grönland, Spitzbergen, 
westliche und südliche 
Küste Skandinaviens (von 
Finmarken bis Malmö), 
Helgoland, Far^Öer, Shet= 
lands, nördliche und west« 
liehe Küste Grossbritan= 
niens, KanaUInseln. In 
Tiefen von 18 bis 700 M. 



Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht, Gorkum, 
Amsterdam) erwähnt und 
ist von mir in IIIa(Oude= 
water, Breda, Barendrecht) 
aufgefunden. Wie die vor= 
hergehende eine typische 
oberpliocäne Art. 

Nach LoRiE in Illa 
(Amsterdam) aufgefunden; 
wird von Lorie auch aus 
II (Grave) angeführt. Es 
ist jedoch kaum möglich, 
dass diese letztere Bestim» 
mung richtig sei, weil diese 
Art nicht älter als Ober« 
pliocän ist. 

Zweifelhafte Fragmente 
wurden von Lorie aus III a 
(Amsterdam) erwähnt. 

Das unter diesem Namen 
abgebildete Exemplar aus 
IIb (Utrecht) gehört ge= 
wiss nicht hierher. Im 
mittleren Pliocän häufig. 

Leda pernula Müll, bei 
Lorie (aus III a Amster= 
dam). Vielleicht gehört 
auch zu dieser Art das 
obengenannte Exemplar 
aus IIb (Utrecht). 



In II a der Gegend 
Grave = Oss sehr selten 
auf secundärer Lagerstätte. 
Nur aus I a in England 
und aus dem Miocän bes 
kannt. Im mittleren und 
oberen Miocän der Peel« 
gegend überall sehr häufig. 



27 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



27 



28 



29 



30 



31 



32 



Cucuüaea pectunculöides Scac. 1834 
(Area pectunculöides Scac.) 



Pectunculus glycimeris Linn. 1767. . 
{Pectunculus variahilis J. Sow. 1825). 



Pectunculus pilosus Linn. 1767. . . 

Limopsis auvita Broc. 1814 . . . . 
(JLimopsis sublaevigata Nyst 1839). 

Limopsis anomala Eichw. 1830 . . 
{Limopsis pygmaea Phil. 1836). 

Cardita senilis Lam 



h 
r? 



h 
r? 



i«s 



h 
r? 



28 



r =: auf secundärer Lagerstätte. 



a == anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 

B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglazial) 



NIEDER? 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH: 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



In der jetzigen Fauna 
eine vorwiegend boreale 
Form. Grönland, Finmar:= 
ken, Shetlands, Hebriden, 
Westküste Irlands. Auch 
Gibraltar und Aegäisches 
Meer. In Tiefen von 35 bis 
350 M. 

Westliche Küste Skandi^ 
naviens und Grossbritan= 
niens, östliche Küste Grosse 
britannien (ziemlich selten) 
Madeira und Canarische 
Inseln, Mittelländ. Meer. 
In Tiefen von 10 bis 150 M. 

Wahrscheinlich eine an» 
geschwollene Form der P. 
glycimeris. 



Shetland=Inseln, subfos^ 
sil an der westlichen Küste 
Irlands in einer Tiete von 
550 M. Mittelländisches 
Meer. 

Mittelländisches Meer. 



Mittelländisches Meer. 



BEMERKUNGEN 



In II a der Gegend 
GravesOss selten auf se« 
cundärer Lagerstätte (aus 
dem Miocän stammend). 
Im unteren Fliocän BeU 
giens und Englands häufig. 



Überall im mittleren 
Pliocän häufig. In der 
Gegend von Breda von 
mir auch in III a gefunden. 



Im mittleren und oberen 
Pliocän offenbar auf se« 
cundärer Lagerstätte. Von 
LoRiE aus I b (Goes) 
erwähnt. Wahrscheinlich 
nichts anderes als eine Va* 
rictät der vorhergehenden 
Art. (Tiefwasserform ?) 

In II und III auf se» 
cundärer Lagerstätte. Hau« 
fig an einer Stelle im un* 
teren Fliocän Englands und 
überall im Miocän. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt. In II und 
III auf secundärer Lager« 
Stätte. Häufig an einer 
Stelle in Ib Englands und 
im Miocän. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt ; mir aus 
unsrem Pliocän unbekannt. 
In II und III Englands 
sehr wahrscheinlich auf 
secundärer Lagerstätte. 



29 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



33 



34 



35 



36 



Cardita corbis Phil. 1836. 



Cardita scalaris Leath 



Cardita chamaeformis Leath 



Cardita orbicularis Leath 



37 



38 



Astarte mutabilis Wood 1840 



Astarte Basteroti Lajonk. 1823. 



h*s 



h.s 



h.s 



30 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



II 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglazial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCH, 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer. 



Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt, in IIa 
der Gegend Grave=Oss 
ziemlich häufig. 

Wird von Lorie auch 
aus Ib (Goes) erwähnt; im 
mittleren Pliocän häufig, 
besonders in IIa. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt; kommt 
überall im mittleren Plio- 
cän vor, jedoch nirgendwo 
sehr häufig. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und aus Illa (Am» 
sterdam) erwähnt. 

In England und Belgien 
besonders in Ib häufig. 

Nach den Beschreibung 
gen und Abbildungen 
dieser beiden Cardita' 
Formen bei Wood und 
NvsT werden die Namen 
in England und Belgien 
verwechselt. Die C. cba= 
maeformis aus England 
ist Card, orbicularis der 
Belgier und umgekehrt. 
Die Namen sind hier in 
der belgischen Bedeutung 
gebraucht. 

Wird von Lorie aus II a 
(Utrecht) erwähnt. Findet 
sich ziemlich selten in IIa 
der Gegend Grave«Oss. 

Ziemlich häufig in II a 
der Gegend Grave^Oss, 
sehr häufig in II a Bei« 
giens. 

Selten und wahrschein« 
lieh auf secundärer Lager« 
Stätte in IIb. 



31 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



39 



40 



41 



42 



43 



44 



Astarte Omaliusi Lajonk. 1823. 

Astarte Galeotti Nyst 1835 . . 
(^Astarte gracilis Münst.) 

Astarte Burtini Lajonk. 1823 . 

Astarte obliquata Sow. 1817 

Astarte incerta Wood 1848 . . 

Astarte corbulöides Lajonk. 1823 



a? 
r 



a? 
r 



32 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = 



= anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Wird von Lorie aus I b 
(Goes) und II a und II b 
(Utrecht) erwähnt, zusam* 
men mit der Astarte Bas' 
teroti. Ziemlich häufig in 
II a der Gegend Grave^Oss. 
In I b Englands und Bei« 
giens sehr häufig. 

Wird von Lorie aus I b 
(Goes) und aus III a 
(Amsterdam und Gorkum) 
erwähnt. Häufig in II a der 
Gegend Grave=^Oss. Auch 
in II (Utrecht). 

Die typische dicke und 
angeschwollene Form As' 
tarte Burtini fand ich nur 
ziemlich selten in II a der 
Gegend GravesOss. 

Diese Art kenne ich nur 
aus IIa der Gegend Grave« 
Oss. Auch in II a Eng» 
lands und Belgiens häufig. 
In England als Astarte 
Burtini bekantt und sehr 
wahrscheinlich nur eine 
dünne und platte Form 
dieser letzteren Art. 

Ueberall häufig im mitt= 
leren Pliocän, besonders 
in IIb. Wahrscheinlich 
eine Varietät der Astarte 
Galeotti. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt; auch aus 
IIa und IIb (Utrecht). 
Ich kenne einige Exem» 
plare aus IIa und IIb 
der Gegend Grave, weis 
che vielleicht hierher ge= 
hören. Fehlt gänzlich im 
unteren Pliocän Englands. 



33 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CÄN 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



45 



46 



47 



48 



49 



50 



Ästarte trigonata Nyst 

Astarte incrassata Broc 1814 (?) . 

Ästarte pygmaea Münst . . . . 
(Astarte Waeli Nyst). 

Ästarte triangularis Mont. 1803 . 
{Ästarte laevigata von Münst?) 

Woodia excurrens Wood 1848. . 
Woodia digitaria Linn. 1767 . . 



34 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCH» 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



af 



Die Varietät incrassata 
ist wahrscheinlich die süd« 
liehe Form der Astarte 
sulcata da Costa. 

Astarte incrassata: Mit= 
telländisches Meer, Cana= 
rische Inseln. Astarte suh 
cata ist eine nördliche Form 
(Westküste Grossbritan« 
niens und Norwegens, 
WeissesMeer.Spitzbergen, 
Island, Nordamerika). 

Die Varietät elliptica 
Brown bei Spitzbergen. 
In Tiefen von 5 bis 300 M. 



Mittelländisches Meer, 
Canarische Inseln, west« 
liehe Küste Grossbritan= 
niens, besonders häufig bei 
den Hebriden und Kanal« 
Inseln, weniger an der 
östlichen Küste Gross« 
britanniens. In Tiefen von 
5 bis 150 M. 



Südküste Englands (nur 
leere Schalen), Mittellän« 
disehes Meer. 



Diese typische Art fand 
ich nicht selten in IIa 
der Gegend Grave^Oss; 
scheint in England und 
Belgien sehr selten. 

Exemplare einer .^sfarfe« 
Art, welche im Obermio« 
cän sehr häufig ist und 
der Astarte incrassata 
Broc. sehr nahe steht, fin« 
den sich gelegentlich in 
IIa auf secundärer Lager« 
Stätte. 



"Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt; auch aus 
IIa der Gegend von Grave 
bekannt. Besonders häufig 
im Obermiocän. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und aus IIa (Goes 
und Grave) erwähnt. Auch 
von mir in IIa der Gegend 
Grave«Oss aufgefunden. 



Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und IIa (Grave) 
erwähnt. 

Mir aus unsrem Fliocän 
unbekannt. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und III a (Gorkum) 
erwähnt. 

Im mittleren Fliocän 
überall sehr häufig. 



35 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



s = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CÄN 



NIEDERLANDE 



II 



II 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



51 
52 



53 
54 



55 



56 



57 



58 



59 



Scintilla ambigua Nyst 1839. . . 
{Kellia ambigua Nyst). 

Montacuta fevruginosa Mont. 1808 
{Montacuta ovata Wood 1840). 

Diplodonta astartea Nyst 1835. . 

Diplodonta rotundata Mont. 1803. 
{Diplodonta dilatata Philippi). 

Diplodonta dilatata Wood 1840 . 
(Diplodonta Woodi Nyst). 

Lucina bovealis Linn. 1767 . . . 

Lucina decorata Wood 1848 . . 

Lucina crenulata Wood 1840 . . 

Lucina divaricata Linn. 1767 . . 
{Lovipes arcuata Mont. 1803). 



h 

s 



h 

s 



h.; 



36 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE« 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



S 
h 



h 
h 



Englische und Skandis 
navische Küste (local^, 
Helgoland, Kanal, Golf 
du Lion (Mittelländisches 
Meer). In Tiefen von 30 
bis 80 M. 



Mittelländisches Meer, 
Madeira und Canarische 
Inseln, KanaUnseln, Süd= 
Küste Englands und Ir= 
lands. In Tiefen von 18 
bis 35 M. 



Island, Beringstr., Wests 
küste Europas, Mittelländis 
sches Meer. In der Nordsee 
südlich bis Doggersbank. 
In Tiefen von bis 800 M. 



Helgoland (nur leere 
Schalen), Südküste Eng= 
lands (selten), Madeira 
und Canarische Inseln, 
Mittelländisches Meer. 



Diese Art fand ich ziem* 
lieh häufig in IIa der 
Gegend Grave^Oss. 

Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave» 
Oss. 



In IIb überall häufig, 
besonders in Belgien. 

Diese Art, welche auch 
von LoRiE aus IIb (Utrecht) 
genannt wird, fand ich 
nur ziemlich selten in IIa 
und IlbderGegendGraves 
Oss. 

Nicht selten in IIa der 
GegendGrave=Oss ; scheint 
in England und Belgien 
ziemlich selten. Vielleicht 
mit den anderen Diplo= 
cfonfas Arten verwechselt. 

Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam, Gor* 
kum, Utrecht) erwähnt. 
Ueberall im mittleren Plio= 
cän sehr häufig. 

Diese Art kommt meis« 
tens nur sporadisch vor. 
Ich fand drei Exemplare 
in IIa der Gegend Grave« 
Oss. 

Diese Art ist an einer 
Stelle in Ib Englands häu= 
fig und kommt sporadisch 
in IIa Belgiens und der 
Niederlande vor. 

Wird von Lorie aus III a 
(Gorkum, Utrecht, Amster» 
dam) erwähnt und ist von 
mir auch in III a (Breda) 
aufgefunden. 



37 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



s = „selten" bis „sehr selten' 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 



ENGLAND 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



60 



61 



62 



Cardium Parkinsoni Sow. 1814. 



Cardium decorticatum S. Wood 1840 



Cardium Groenlandicum Chemn. 1782 



63 



Cardium echinatum Linn. 1767. 



64 



Cardium edule Linn. 1767 



65 



Cardium fasciatum Mont . 



s*h 



38 



r =«= auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten- 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes INTERGLACIAl) 



NIEDER; 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



Eine typische arctische 
Form. NordwestlicheKüste 
Norwegens ( Vadsö), Spitz« 
bergen, Grönland, nord= 
östliche und nördliche 
Küste Nordamerikas, Be« 
ringstr., Japan. 

Westküste Europas.Mit« 
telländisches Meer. In der 
ganzen Nordsee, jedoch 
im südlichen Teil seltener. 

Auch bei Helgoland 
(nur kleine Exemplare 
lebend). In Tiefen von 10 
bis 180 M. 

Westküste Europas.Mit« 
telländisches Meer, Kas« 
pisches Meer, Aral«see, 
Canarische Inseln. Seicht« 
wasserform! In der Nord« 
see sehr häufig, besonders 
im Waddenmeer. Bei Hei» 
goland selten. In Tiefen 
von bis 5 M. 

Island, Far«Oer, west» 
liehe und südliche Küste 
Skandinaviens, Ostsee öst« 
lieh bis Warnemünde, HeU 
goland (häufig), englische 
Küsten, Mittelländisches 
Meer. In Tiefen von 8 
bis 300 M. 



BEMERKUNGEN 



Ziemlich häufig in IIb 
der Gegend von Grave« 
Oss, jedoch meistens 
schlecht erhalten und sehr 
zerbrechlich. 

Im mittleren Fliocän 
überall häufig. 

Wird von Lorie auch 
aus III a (Utrecht) erwähnt. 

Wird von Lorie aus 
III a (Goes und Utrecht) 
erwähnt. Mir unbekannt. 
Nur im oberen Pliocän. 



In III a (Oudewater) 
fand ich 2 Exemplare die« 
ser Art, welche im oberen 
Pliocän Englands selten ist. 



Wird in IIb und III a 
überall sehr häufig; in IIa 
spärlicher. 

Auch in den diluvialen 
und alluvialen marinen 
Ablagerungen in unsrem 
Boden sehr häufig. 



Wird von Lorie aus Ib 
(Goes), IIb (Utrecht) und 
Illa (Utrecht) erwähnt. 
Von mir in IIa (Grave) 
aufgefunden. Ist von Car= 
dium nodosum oft schwie« 
rig zu trennen. 



39 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten' 



PLI OCÄN 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



66 



67 



68 



69 



70 



Cardium nodosum Turt. 1822 
Cardium subturgidum d'Orb. 

Isocavdia cor Linn. 1767 . . 

Cyprina Islandica Linn. 1767 

Cyprina vustica Sow. 1818 . 
{Cyprina tumida Nyst). 



a:' 



40 



auf secundärer Lagerstätte. 



a ^ anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes intergiacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westliche Küste Skan» 
dinaviens, Shetlandslnseln, 
belgische und französische 
Küste, Mittelländisches 
Meer. In Tiefen von 8 
bis 180 M. 



Westküste Norwegens 
(Christiansund, Molde, 
Sognefjord, Christiania» 
fjord), Shetlands, englische 
Küsten (Devon, Cornwall), 
östlich und südlich von 
Irland, westlich von Schott« 
land, Arcachon, Mittellän^ 
disches Meer. Ueberall 
local. In Tiefen von 35 
bis 180 M. 

Ostliche Küste Nord= 
amerikas, Grönland, Is^ 
land, nördliche Küste Russ* 
lands, Westküste Skandi= 
naviens, englische Küsten, 
französische Küste (Arca= 
chon). Auch bei Helgo» 
land. In Tiefen von 8 
bis 120 M. 



Wird von Lorie aus III a 
(Amsterdam) erwähnt ; seU 
ten in IIa der Gegend 
Grave^Oss. 

Häufig im Miocän. Of« 
ters von Cardium fasciat 
tum nicht zu unterscheiden. 

Wird von Lorie aus III a 
(Amsterdam, Utrecht) er« 
wähnt. Diese miocäne Art 
findet sich bisweilen in 
IIa auf secundärer Lager« 
Stätte. Im Pliocän Englands 
und Belgiens unbekannt 
Im Miocän sehr häufig. 

Von dieser unterpliocä« 
nen Art fand ich nur ab« 
gerollte Fragmente in IIa 
der Gegend Grave«Oss, 
offerbar aus dem Ober« 
miocän stammend. Beson« 
ders in Ib Belgiens häufig, 
wie auch im Obermiocän 
der nördlichen Peelgegend. 



Wird von Lorie aus Illa 
(Amsterdam,Utrecht, Gor« 
kum) erwähnt. Von mir 
auch in III a (Oudewater, 
Barendrecht, Breda) aufge« 
funden. In IIa der Gegend 
Grave«Oss häufig. 



Wird von Lorie aus III a 
(Utrecht) erwähnt. In IIa 
und Ilb(Grave) sehrhäufig. 
Die dünnschaligeFormdie« 
ser Art öfters mit Cyprina 
Islandica verwechselt. 



41 



h ^= „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I OCÄN 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



71 



72 



73 



74 



75 



76 



Artemis exoleta Linn. 1767 . . . . 
{Artemis lentiformis J. Sow. 1818). 

Artemis lincta Pult 

(Dosinia lupinus Poli). 

Circe minima Mont. 1803 . . . . 
Venus casina Linn. 1767 

Venus imbricata Sow 1826 . . . . 
Venus ovata Penn. 1777 



77 



Venus multilamellosa Nyst 1844 



h.s 



42 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes INTERGIACIAI.) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westküste Europas.Mit» 
telländisches Meer. Bei 
Helgoland (bloss kleine 
Exemplare). In Tiefen von 
8 bis 70 M. 

Island, Westküste Nor» 
wegens, englische und fran= 
zösische Küsten, Mitteln 
ländisches Meer. In Tiefen 
von 8 bis 170 M. 

Englische Küste, fran= 
zösische Küste, Madeira 
und Canarische Inseln, 
Mittelländisches Meer. In 
Tiefen von 7 bis 180 M. 

An einzelnen Stellen an 
der Westküste Norwegens, 
Shetlands, Küste von 
Northhumberland, Kanal, 
Westküste Frankreichs, 
Portugal, Mittelländisches 
Meer, (sehr local.) In Tie= 
fen von 8 bis 150 M. 



Ueberall an der West^ 
küste Europas und im 
Mittelländischen Meer. 
Sehr häufig bei Helgoland. 
Auch im südlichen Teil 
der Nordsee. In Tiefen 
von 8 bis sogar 2000 M. 



Im mittleren Pliocän 
überall häufig. Auch in III a 
Englands und Belgiens be« 
kannt. 



Wird von Lorie aus III a 
(Amsterdam) erwähnt. 

Mir aus unsrem Pliocän 
unbekannt. 



Häufig im Miocän und 
im unteren Pliocän Bel= 
giens und Englands. In II a 
auf secundärer Lagerstätte. 



Von dieser Art fand ich 
nur einige Fragmente in 
IIa der Gegend Grave^Oss. 
In I b Englands und II a 
Belgiens häufig. 



Selten in IIa der Gegend 
GravesOss. Wahrschein^ 
lieh eine Varietät der Venus 
casina. In II a Belgiens 
ziemlich häufig. 

Wird von Lorie auch 
aus III a (Amsterdam) und 
I b (Goes) erwähnt. Im 
mittleren Pliocän häufig. 



Diese miocäne Art findet 
sich bisweilen auf secun* 
därer Lagerstätte in II a 
der Gegend Grave»Oss. 
Im Miocän überall sehr 
häufig. 



43 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S =^ „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



78 



79 



80 



81 



82 



83 



Cytherea Chione Linn. 1767. 

Cytherea rudis Polis 1795 . 

Tapes edulis Chemn. . . . 
Tapes virginea Chemn.) 
nicht Tapes virginea Linn.) 

Tapes pullastra Wood. . . 
Donax politus Poli 1791 . . 

Donax vittatus da Costa 1778 
(Donax anatina Lam.) 



44 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Unbedingt südliche Art; 
von der Süd= und West« 
küste Grossbritanniens 
nach Süden verbreitet.Azo- 
ren, Mittelländisches Meer. 
In unbeträchtlichen Tiefen 
lebend (20-40 M.) 

Mittelländisches Meer. 



Westküste Skandina= 
viens (nördlich bis Trond^ 
jem), Skager Rack, West= 
küste Englands und Ost= 
küste Schottland, Küste 
von Frankreich, Mittellän= 
disches Meer. Nicht im 
östlichen und südlichen 
Teil der Nordsee. In Tiefen 
von 8 bis 50 M. 

Westküste Europas von 
Finmarken bis Frankreich. 
An der englischen Küste 
allgemein, bei Helgoland 
häufig. Nur in unbeträcht^ 
liehen Tiefen (0 bis 18 M.) 

Südküste und Süd^west« 
küste Englands (selten und 
sehr local), Küsten von 
Frankreich und Portugal, 
Mittelländisches Meer. An 
der englischen Küste in 
Tiefen von bis 5 M. 

In der ganzen Nordsee 
von Skagen und Aberdeen 
bis zur niederländischen 
Küste, Westküste Frank» 
reichs, Mittelländisches 
Meer. In Tiefen von 5 bis 
35 M. 



Ziemlich selten und 
meist junge Exemplare in 
II a der Gegend Grave« 
Oss. Im unteren Fliocän. 
Englands und Belgiens 
häufig. 

Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave. 
In Ib und besonders IIa 
Englands häufig. 

Nur vereinzelt in IIa 
der Gegend Grave^Oss. 
Im mittleren Pliocän Bei« 
giens ziemlich häufig. 



Zweifelhafte Fragmente 
aus Ib und IIa (Goes), 
wurden von Lorie zu die» 
ser Art gerechnet. 



Nicht selten in IIa der 
GegendGravesOss. Häufig 
in Ib Englands, ziemlich 
selten in IIb Belgiens. 



Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht) erwähnt. 
Von mir sehr häufig in 
III a (Barendrecht) aufge- 
funden). 



45 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



84 



85 



86 



87 



88 



89 



Tellina Benedeni Nyst 1839. 
Tellina crassa Penn. . . . 

Tellina praetenuis Leath. 1830 
Tellina obliqua Sow. 1817 . 

Tellina Balthica Linn. 1767 . 
{Tellina solidula Pult). 

Tellina compressa Broc. 1843 



46 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD« 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westküste Norwegens 
(Trondjem, Bergen), Shet= 
lands, englische Küsten an 
sandigen Stellen überall, 
Westküste Frankreichs,Mit' 
telländisches Meer. Ostlich 
und südlich der Doggers= 
bank nur leere Schalen 
(Norderney, Helgoland, 
Sylt). In Tiefen von bis 
80 M. 



Eine circurapoläre Art 
(Beringstr., Kamschatka, 
Weisses Meer, Nova Zem= 
bla, Westküste Europas, 
Mittelländisches Meer). In 
Nords und Ostsee. An 
unsren Küsten öfters in 
Brackwasser; häufig in der 
„Zuiderzee". In Tiefen von 
bis 80 M. 

Mittelländisches Meer. 



Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam, Utrecht, 
Gorkum) erwähnt. Im 
mittleren Pliocän sehr 
häufig. 

Ich fand ein Fragment 
in IIb der Gegend Grave« 
Oss. In Ib Englands 
häufig. 



Nach LoRiE häufig in 
III a (Amsterdam, Utrecht, 
Gorkum). Auch sehr hau« 
fig in III a (Oudewater, 
Barendrecht). In IIb über« 
all sehr häufig. 

Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht) erwähnt. 
Von mir sehr häufig in 
III a (Barendrecht) aufge« 
funden. In England und 
Belgien auch schon im 
mittleren Pliocän. 

Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht) erwähnt. 
Erscheint in England erst 
im oberen Teil von III b 
(Weyborne Crag), stellt 
also eine sehr junge Form 
dar. 



Wird von Lorie aus 
369 M. Tiefe (Utrecht) 
erwähnt, also von der tief« 
sten Stelle des Bohrprofils. 



47 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



II 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



90 



91 



92 



93 



94 



95 



Tellina donacina Linn. 1767. 



Gasfrana laminosa Sow. 1827 
(Gastrana fragiUs Linn.?) 
Petricola lamellosa Lam.? 



Psammobia ferröensis Chemn. 1782 



Psammobia vespertina Chemn. 1782 



Psammobia tellineüa Lam. 1818 



Psammobia costulata Turton. 



hss 



48 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCIL 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



Süd^ West* und Ost= 
küsten Englands, Küsten 
von Frankreich, Spanien 
und Portugal, Madeira, 
Mittelländisches Meer, 
Schwarzes Meer. In Tiefen 
von 10 bis 80 M. 

Gastrana fragilis an der 
Westküste Europas nörd= 
lieh bis Grossbritannien 
und im Mittelländischen 
Meer. Diese Art ist lito* 
ral (in Tiefen von bis 
45 M.) 

Ueberall an der West* 
küste Europas, Canarische 
Inseln, Mittelländisches 
Meer. Bei Helgoland nur 
leere Schalen. An den eng* 
lischen Küsten ziemlich 
häufig, in Tiefen von 7 
bis 150 M. 

Westküste Norwegens, 
an den Küsten Grossbri» 
tanniens (local), Kanal* 
Inseln, französische Küste, 
Canarische Inseln, Mittel* 
ländisches Meer. In Tiefen 
von 10 bis 60 M. 

Westküste Norwegens, 
englische Küste (local), 
spanische Küste (?) In Tie* 
fen von 7 bis 150 M. 

Christiansund (Norwe* 
gen), Süd* und Südwest* 
küste Englands, Küste Ir* 
lands, Shetlands, Madeira 
und Canarische Inseln, 
Gibraltar, Mittelländisches 
Meer. In Tiefen von 5 bis 
100 M. 



BEMERKUNGEN 



In II b der Gegend 
Grave*Oss sehr häufig. 
Ebenso häufig in Ib Eng* 
lands und IIb Belgiens. 



Nicht sehr häufig in IIa 
und IIb der GegendGrave* 
Oss. Meistens nur Frag= 
mente. 



Nicht häufig und meis* 
tens nur Fragmente. Wird 
von LoRiE aus Ila(Goes) 
erwähnt. 



Kleine Exemplare, wel* 
che vielleicht zu dieser 
Art gehören, wurden von 
LoRiE aus Ib (Goes) und 
IIb (Utrecht) erwähnt. 



Selten in IIa der Ge* 
gend Grave*Oss. 



Ich fand ein einziges 
Exemplar in IIa der Ge* 
gend Grave*Oss. 



49 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S ^= „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
I>. 



ENGLAND 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
K 



96 



97 



98 



99 



100 



Solecurtus strigillatus Linn. 1767 



101 



Ensis ensis Linn. 1767. . . 

Solen siliqua Linn. 1767 . . 
var. gladiolus Gray. 1839 

Semele alba Wood 1802 . . 
(ßyndosmya alba Wood. 
Ahva alba Wood. 
Ligula alba Wood). 

Semele prismatica Mont. 1808 
Semele fabalis Wood 1848 . 



50 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



in 

A 



iii 



S S 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER? 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCH 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



Mittelländisches Meer. 
Solecurtus candidus Ren. 
nördlich bis Grossbritan« 
nien, in Tiefen von 30 bis 
150 M. 

Ostküste Nord^ameri^ 
kas, Westküste Europas 
(überall häufig). Bei Helgo» 
land selten. Litoralform 
(in Tiefen von 4 bis 35 M.) 



Nordöstliche Küste 
Nordamerikas, Beringstr., 
Far^Oer, Küste Norwegens 
und Grossbritanniens, Mit^ 
telländisches Meer. Lito« 
ralform (selten tiefer als 
M.) 



Westküste Norwegens, 
Helgoland, Kiel (in Brack= 
Wasser), englische, franzö^ 
sische und spanische Küste, 
Mittelländisches Meer. 
Vorzugsweise auf schlam^ 
migem Boden, in Tiefen 
von 5 bis 80 M. 

Von Island bis im Mit= 
telländischen Meer, über= 
all an der Westküste Ew 
ropas. Auf Sandboden, in 
Tiefen von 12 bis 250 M. 



BEMERKUNGEN 



Es liegen mehrere ziem= 
lieh gute Exemplare dieser 
Art, welche überall selten 
ist, aus IIa der Gegend 
Grave=Oss vor. 

Von LoRiE aus Ib (Goes) 
und Illa (Utrecht, Gor= 
kum) erwähnt. Im mitt« 
leren Pliocän ziemlich 
häufig. Auch häufig im III a 
(Oudewater, Barendrecht). 

Fragmente der Solen 
siliqua werden von Lorie 
aus Illa (Gorkum) er= 
wähnt. Im mittleren Plio= 
cän der Gegend Grave=Oss 
und im oberen Pliocän 
der Bohrungen Oudewater 
und Barendrecht überall 
häufig. 

Wird von Lorie aus 
Illa (Utrecht) erwähnt. 
Auch in IIa und IIb 
(Grave) und Illa (Baren= 
drecht) von mir aufgefun^ 
den, jedoch nirgendwo 
häufig. 



Im mittleren Pliocän 
der Gegend Grave=Oss 
ziemHch häufig, besonders 
in IIa. Sehr häufig in Ib 
Belgiens, wie auch im 
oberen Miocän der Peel- 
gegend. 

Diese Art wird von 
Lorie aus Illa (Amster= 
dam) erwähnt. Mir unbe= 
kannt. 



51 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



11 



11 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



102 



103 



104 



105 



106 



Scrobicularia piperata Gmelin 1788 
(Trigonella plana da Costa 1778). 



Macfra stuUorum Linn. 1767 . 

Mactra arcuata Sow. 1817 . . 

Mactra ovalis Sow 1817 . . . 

(Mactra elliptica Brown. 1827). 

Mactra dubia Sow. 1817. 

Mactra striata Nyst 1844). 

Mactra solida Linn. 1766. . . 



h=s 



h.s 



Sfh 



52 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANE« 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westküste Europas von 
Bergen (Norwegen) bis 
im Mittelländischen Meer. 
Auch in der Ostsee bei 
Kiel. In der Zuiderzee bei 
den Helder häufig. In 
Seicht= und Brackwasser, 
nur auf Schlammboden. 
An vielen Stellen an der 
englischen Küste, oft viele 
Exemplare zusammen. In 
Tiefen von bis 6 M. 

In der Nordsee, nörd^: 
lieh bis Kap Skagen, über= 
all häufig, Shetlands, Katte= 
gat, englische und franzö^ 
sische Küsten, Mittellän* 
disches Meer. In Tiefen 
von bis 30 M. 



Diese Form nimmt eine 
Zwischenstellung zwischen 
Mactra solida und Mactra 
solida var. elliptica ein. 

Westküste Norwegens 
(nördlich bis Vadsö) und 
Schwedens bis Malmö, 
Shetlands, engfische Küs» 
ten, Kanal, französische 
Küste. 

Die Form fruncafa Mont. 
ist mehr südlich verbreitet 
(bis im Mittelländischen 
Meer), die Form elliptica 
Brown mehr nördlich (Is= 
land bis Schweden). In 
Tiefen von 10 bis 250 M. 



Wird von Lorie aus III a 
(Utrecht, Gorkum) er^ 
wähnt; auch aus IIb 
(Goes), hier wahrschein= 
lieh aus III a stammend. 
In England und Belgien 
in I und II unbekannt. 



Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht, Gorkum) 
erwähnt. Es liegen mir aus 
dem oberen Fliocän von 
Oudewater und Baren= 
drecht keine Fragmente 
vor, welche zweifellos die^ 
ser Form angehören. 

Im mittleren Fliocän 
ziemlich häufig; der gros^ 
sen Zerbrechlichkeitwegen 
meistens nur Bruchstücke. 
InEngland auch in I und III. 

Sehr häufig in IIb der 
Gegend Grave^Oss und in 
III a (Barendrecht). Wahr:= 
scheinlich eine dünne Form 
der Mactra solida. 

Wird von Lorie erwähnt 
aus Illa (Amsterdam, 
Utrecht, Gorkum), IIa 
(Goes) und I b (Goes). 
Diese Exemplare stehen 
nach der Beschreibung 
der Mactra ovalis näher. 
Von mir ziemlich selten in 
IIb(Oss)undIIIa(Oude:: 
water, Barendrecht) aufge= 
funden. 



53 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 



107 



108 



109 



110 



111 



Mactva subtruncata da Costa 1778 
(Mactta triangula Ren.) 



Mactra obtruncata Wood 1850. . 

Mactva deaurata Turton 1822 . . 

Panopaea Faujasi Men. 1807 . . 

Glycimeris siliqua Chemn. . . . 
(Glycimeris angusta Nyst 1839). 



hüs 



54 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCH' 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westküste Europas, 
nördlich bis Finmarken, 
Canarische Inseln, Mittel* 
ländisches Meer. In gros* 
seren Tiefen dünnschalig 
ger, wie die Form elliptica 
der Mactra solida. Sehr 
häufig in der Nordsee, in 
Tiefen von bis 60 M. 
An unsrem Strande stellen* 
weise massenhaft, während 
Mactra solida an unsren 
Küsten seltener ist und 
mehr der Fauna des offenen 
Meeres angehört. 



Nordamerika. 



Mittelländisches Meer. 



Boreale Meere. 



Wird von Lorie aus III a 
(Amsterdam, Utrecht, Gor* 
kum) und Ib (Goes) er* 
wähnt. Auch in mittleren 
Pliocän der Gegend Grave« 
Oss nicht selten und im 
oberen Pliocän von Oude« 
water ziemlich häufig. 



Sehr wahrscheinlich eine 
Form der Mactra subtrun= 
cata- 

Die fossilen Exemplare 
der letzten vier Mactra 
Formen sind oft sehr 
schwierig zu trennen; wie 
es scheint, lösen sie sich 
in einer Form, der Mactra 
triangula des unteren Plio* 
cäns und des Miocäns, auf. 

Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht, Gorkum), 
IIb (Utrecht) und IIa 
(Goes) erwähnt. Sehr hau« 
fig in IIb der Gegend 
GravesOss und in IIb 
Belgiens. Auch in III a 
(Barendrecht). 

Nur einige Fragmente 
aus IIa der Gegend Grave» 
Oss. In England und Bei* 
gien ziemlich häufig. 

Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht) erwähnt. In 
IIb der Gegend Grave« 
Oss nicht selten. Auch in 
III a (Barendrecht). 



55 



h =: „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CÄN 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



ENGLAND 



1 

A 



II 



IIL 



III 

A 



III 
B 



112 



113 



114 



115 



116 



117 



Saxicava arctica Linn. 1767 

{Saxicava rugosa Linn.) 

Thracia pubescens Pult 

Thracia inflata Sow. 1845 

Thracia phaseolina Lam. 1818 .... 
(Thracia papyracea Poli). 

Corbula gihha Olivi 1792 

(Corhula striata Walk. u. Boys 1787). 
Corbula nucleus Lam. 1818. 
Corbula rotundata Sow. 1827. 
Corbula planulata Nyst 1844). 

Corbula contracta Say 



h«s 



56 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



Ueberall an den arc« 
tischen und borealen Küs« 
ten, ganze westliche Küste 
Europas, Mittelländisches 
Meer. Auch häufig bei 
Helgoland. In Tiefen von 
25 bis 700 M. 

Eine deutlich südliche 
Art. Südwestliche Küste 
Englands, französische 
Küste (Morbihan), Gibral^ 
tar, Mittelländisches Meer. 
Bei Helgoland (nur leere 
Schalen). In Tiefen von 12 
bis 100 M. 



Island, Westküste Euro= 
pas. Mittelländisches Meer. 
Auch lebend bei Helgo= 
land und im südlichen 
Teil der Nordsee (Bor= 
kum, Terschelling). In Tie« 
fen von 16 bis 200 M. 

Westküste Europas von 
Finmarken bis zum Mit^ 
telländischen Meer,Canaris 
sehe Inseln. In der Ostsee 
östlich bis Warnemünde. 
Auch häufigbei Helgoland. 

Meistens in geringer 
Tiefe (0 bis 10 M.), selten 
in grösserer Tiefe. 

Nordamerika. 



BEMERKUNGEN 



Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam) erwähnt 
(as 5. rugosa). In IIb der 
Gegend Grave^Oss häufig. 



Von LoRiE aus IIb 
(Utrecht) erwähnt. Mir aus 
unsrem Boden nicht be^ 
kannt. 



Von LoRiE aus III a 
(Amsterdam) erwähnt. Mir 
aus unsrem Boden nicht 
bekannt. 

Von LoRiE aus Illa 
(Amsterdam) erwähnt. 

Auch in IIa und IIb 
der Gegend Grave^Oss. 
Scheint überall selten. 



Ueberall sehr häufig. 



Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam) erwähnt. 
Mir aus unsrem Boden 
unbekannt. 



57 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



s = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



118 



119 



120 



121 



122 



123 



Corbulomya complanata Sow. 1822 

Poromya granulata Nyst 1839 . . 
(Embla Koreni Loven). 

Mya arenaria Linn. 1767. . . . 
Mya truncata Linn. 1767. . . . 

Mya Binghami Turton 1822. . . 
(Sphenia Binghami Turton 1822 
Mya fragilis Nyst 1881). 

Pholas crispata Linn. 1767 . . . 
(Zirphaea crispata Linn.) 



58 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



II 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD* 
DEUTSCH 

LAND 



DANE« 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



ar' 



a.'' 



Westküste Norwegens 
(Lofoten), engHsche Küste, 
MittelländischesMeer(sehr 
local vorkommend). In 
Schlamm, in Tiefen von 
70 bis 500 M. 

Von Finmarken bis zur 
westlichen Küste Franko 
reichs (St. Jean de Luz). 
Auch im östlichen Teil 
der Ostsee. In der Nord= 
see litoral und in Bracke 
wasser (Zuiderzee). Auch 
bei Helgoland. In Tiefen 
von bis 25 M. 

Von Finmarken bis zur 
westlichen Küste Frank* 
reichs (Insel Re). In der 
Ostsee östlich bis War= 
nemünde. Bei Helgoland 
sehr selten. Subfossil im 
Schwarzen und im Adria= 
tischen Meer. Mehr im 
offenen Meer als Mya are^ 
naria, in Tiefen von bis 
80 M. 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas 
nördlich bis Scarborough 
an der Ostküste Englands. 



Westliche und südliche 
Küste Norwegens, eng« 
lische Küsten, Helgoland, 
niederländische Küsten 



In IIb der Gegend 
Grave=Oss stellenweise 
sehr häufig, wie auch in 
IIb Belgiens. 

Wird von Lorie aus IIa 
einer Bohrung bei Marien? 
daal, in der Nähe von 
Grave erwähnt. Mir un= 
bekannt. 



Von Lorie aus III a 
(Utrecht, Gorkum) er= 
wähnt. Ziemlich häufig in 
III a (Oudewater, Baren» 
drecht, Breda) aufgefuns 
den. 



Wird von Lorie aus 
III a (Utrecht, Amsterdam) 
erwähnt. 

Im mittleren Pliocän 
(GravesOss) nicht selten. 



Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam, Utrecht, 
Gorkum) erwähnt. Auch 
sporadisch aus IIa und IIb 
der Gegend Grave^Oss be« 
kannt. In III a (Baren» 
drecht) nicht selten. 

Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave= 
Oss. 



59 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S == „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



124 



125 



126 



127 



128 



129 



Pholas cylindrica Sow 

Dentalium costatum Sow. 1814. . 
(Dentalium dentalis Linn. 1766). 

Dentalium vulgare da Costa. . 
(^Dentalium entalis Linn. 1766). 
(^Dentalium tarentinum Lam.) 

Dentalium sexangulare Lam. . . 
Dentalium badense Partsch . , . 

Tectura fulva Müller 1773 . . . 
{Patella fulva Müller). 
(Scutellina fulva G. O. Sars). 



60 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig o.ier selten. 



BELGIEN 



II 



III 



ill 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER? 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



(häufig), südHch bis Nord« 
Frankreich. Auch Ost* und 
Westküste Nordamerikas, 
Island, Japan. Nur in un^ 
beträchtlichen Tiefen le= 
bend. 

Diese Art nimmt eine 
Zwischen Stellung zwischen 
Pholas Candida Linn. und 
Pholas parva Penn. ein. 

Von der Südküste Engs 
lands bis im Mittelländis 
sehen Meer. 



Island, Westküste Euro« 
pas. Mittelländisches Meer. 



Westliche und südliche 
Küsten Norwegens, Shet= 
lands = Inseln, nördliche 
Küsten Gross^Britanniens 
und Irlands. In Tiefen 
von 20 bis 250 M. 



Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave« 
Oss. 



Im mittleren Pliocän 
der Gegend Grave^Oss 
nicht selten. Auch aus IIa 
(Utrecht) bekannt. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave^Oss ziem« 
lieh selten. Auch aus IIa 
und IIb (Utrecht) und Ib 
(Goes) bekannt. 

Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave« 
Oss. Aus dem Pliocän 
Italiens bekannt. Aus Eng« 
land und Belgien nicht 
erwähnt. 

Diese miocäne Form 
kommt in der Gegend 
Grave^Oss an der Basis 
des Pliocäns vereinzelt auf 
secundärer Lagerstätte vor. 
Im oberen Miocän dieser 
Gegend häufig. 

Ein einziges Exemplar 
aus IIa der Gegend Grave* 
Oss. Aus Belgien vielleicht 
als Lepeta erwähnt. 



61 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



1 

A 



II 



III 



III 
A 



III 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 

B 



130 



131 



132 



133 



134 



135 



136 



Emarginula fissura Linn. 1767 . 
(Emarginula reticulata Sow.) 

Trochüs cineröides Wood 1842. 
{Tvochus Solarium Nyst 1844). 

Trochus zizyphinus Linn. 1767. 
Xenophora Deshayesi Mich . . 

Adeorbis subcarinatus Mont. . 
Littovina littorea Linn. 1766. . 

Littorina suboperta Sow. 1813 . 



2Lf 



h.s 



h^s 



62 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westhche Küsten Euro« 
pas vom Nordkap bis zu 
den Canarischen Inseln, 
Mittelländisches Meer. In 
Tiefen von bis 200 M. 



Westliche Küsten Euro« 
pas. Mittelländisches Meer. 
In Tiefen von bis 150 M. 



Südliche und westliche 
Küsten Europas, nördlich 
bis England. 

Ostliche Küsten Nord« 
amerikas, Grönland, Weis« 
ses Meer, westliche Küsten 
Europas, südlich bis Por« 
tugal. In der Nordsee be« 
sonders häufig. Nicht im 
Mittelländischen Meer. 
Typische litorale Form. 
In Tiefen bis 5 M. 



Ein einziges Exemplar 
aus Ib (Goes) bekannt 
(nachLoRiE). Im englischen 
Pliocän stellenweise sehr 
häufig. Mir aus unsrem 
Boden nicht bekannt. In 
Belgien ziemlich selten. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) erwähnt. In IIb 
der Gegend Grave«Oss 
stellenweise nicht selten. 

Zweifelhafte Fragmente 
dieser Art werden von 
Lorie aus Ib (Goes) er« 
wähnt. Mir aus unsrem 
Pliocän unbekannt. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss ziem« 
lieh häufig. In Belgien nur 
sporadisch und in Eng« 
land gar nicht aufgefun« 
den. Im Miocän besonders 
häufig. 

In IIa der Gegend 
Grave«Oss ziemlich selten. 



Im oberen Pliocän über« 
all sehr häufig. Wird von 
Lorie aus III a (Gorkum, 
Utrecht) erwähnt. Von mir 
auch in III a (Breda, Geer= 
truidenberg, Oudewater, 
Barendrecht) aufgefunden. 



In IIb der Gegend 
Grave « Oss stellenweise 
ziemlich häufig. 



63 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I OCÄN 



NIEDERLANDE 



1 

A 



II 



III 



III 
A 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



137 



138 



139 



140 



141 



142 



Littorina terebellata Nyst 1844. 



Littorina pendula "Wood 1842 



Capulus ungaricus Linn. 1767 



Capulus recun^atus Wood 1842 . . . 
(Capulus ungaricus var. sinuosus Broc) 



Calyptraea Chinensis Linn. 1767 



Natica catena da Costa 1778 . 
(Natica monilifera Lam. 1822). 



h.5 



64 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



in 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER; 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Westliche Küsten Euro= 
pas vom Nordkap bis Gi= 
braltar, östliche Küsten 
Nordamerikas. Wird im 
Süden grösser als im Nor= 
den. In Tiefen von 18 bis 
180 M. 



Meer, 



Mittelländisches 
Kanarische Inseln, spanis 
sehe und französische Küs= 
ten, nördlich bis Süd^Engs 
land. In Tiefen von bis 
100 M. 



Westliche Küsten Euro« 
pas von SüdsSchweden bis 
zum Mittelländischen Meer 
In Seichtwasser (bis 18 M. 
Tiefe). Nicht in arctischen 
Regionen. 



Häufig in IIb der Ge« 
gend Grave^Oss, aber im» 
mer sehr local auftretend. 
Wird von Lorie auch aus 
Illa (Gorkum) erwähnt; 
von mir in III a (Oude« 
water, Barendrecht) aufge* 
funden. 

Einige Exemplare aus 
IIb der Gegend Grave- 
Oss. Wahrscheinlich eine 
Varietät der vorhergehen« 
den Art. 

Im mittleren Pliocän 
nicht selten. Wird von 
Lorie aus Ib (Goes) und 
aus IIa (Utrecht) erwähnt. 



Diese Form wird von 
Lorie aus Ib (Goes) er« 
wähnt. Wahrscheinlich 
eine Varietät der Capulus 
ungaricus. Mir aus unsrem 
Boden nicht bekannt. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss sehr 
häufig. Von Lorie aus Ib 
(Goes) und III a (Utrecht, 
Amsterdam) erwähnt. Auch 
von mir in III a (Oude« 
water, Barendrecht) auf« 
gefunden. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss ziem« 
lieh häufig. Auch häufig in 
lila (Oudewater, Baren« 
drecht). 



65 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



143 



144 



145 



146 



147 



148 



149 



Natica catenöides Wood 1842 . . . 

Natica miUepuncfata Lam. 1822 . . 
(Natica multipunctata Wood 1842?) 

Natica hemiclausa Sow. 1824 . . . 

Natica clausa Sow. 1829 

(Natica septentrionalis Beck). 

Natica Sowerbyi Nyst 1844. . . . 
{Natica glaucinöides Sow. 1824). 

Natica helicina Broc. 1814 .... 

Natica Alderi Forbes 1838 . . . . 
(Naüca proxima Wood 1848?). 



h.5 



h*j. 



66 



r == auf secundärer Lagerstätte. 



a =: anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE« 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Bloss südlich verbreitet. 
Mittelländisches Meer, Kz' 
narische Inseln. 



Arctisch und circumpc:= 
lar. östliche Küste Nord= 
amerikas, Westküste Nor« 
wegens (südlich bis Chris« 
tiania), Nova^Zembla, Beh= 
ring Meer, Ochotsk Meer. 



Südliche und westliche 
Küsten Europas, nördlich 
bis Bergen in Norwegen. 



Nicht selten in IIb der 
Gegend Grave=Oss, wie 
auch in IIb Belgiens. In 
England auch in Ib häufig. 

Sehr häufig im mittleren 
Pliocän (besonders in IIb) 
der Gegend Grave^Oss. 
Wird von Lorie auch aus 
Ib (Goes) und III a (Am* 
sterdam, Utrecht, Gor« 
kum) erwähnt. 

Häufig in IIb der Gegend 
GravesOss. Auch aus IIb 
(Utrecht, Goes) bekannt. 
(Lorie). 

Diese Art wird von Lorie 
aus 1 II a (Utrecht) erwähnt. 
Mir aus unsrem Boden un« 
bekannt. Auch aus Bei« 
gien nicht erwähnt. In 
England bereits in IIa 
auftretend. 

Wird von Lorie aus IIa 
und IIb (Utrecht) erwähnt. 
Wahrscheinlich eine Form 
der Natica catenöides. 

Diese Form, welche be« 
sonders im Miocän häufig 
ist, wird von Lorie aus 
III a (Gorkum, Utrecht) 
und II (Utrecht) erwähnt. 

Im mittleren Pliocän 
der Gegend Grave^Oss 
ziemlich häufig; auch be» 
sonders häufig im Miocän. 
Wird von Lorie auch aus 
III a (Amsterdam, Utrecht) 
erwähnt. 

Die Unterscheidung und 
Bestimmung der jung« 
tertiären iVarica»Formen 



67 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



s = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



11 
A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



150 



151 



152 



153 



154 



155 



Hydrobia ulvae Penn. 1776 



Hydrobia similis Drap. 1805 



Rissoa vitrea Mont. 1803 



Rissoa retkulata Mont. 1803 . . 



Rissoa semicostata Woodw. 1833 . 



Rissoa Zetlandica Mont. 1803 



68 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



cL = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDERs 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCir 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Brackwassertorm, in ge^ 
ringer Tiefe an schlam» 
migen Stellen. Mittellän= 
disches Meer, westliche 
Küsten Europas. An der 
norwegischen Küste sehr 
selten. In unsrenFlussmün« 
düngen und „zeegaten", in 
der „Zuiderzee" und im 
Waddenmeer sehr häufig. 

Nach Jeffreys sehr local 
an der Westküste Europas 
in Flussmündungen und in 
Wasserrinnen, welche nicht 
regelmässig vom Meer über= 
flutet werden, also in Was= 
ser, dasnurwenigbrackisch 
ist(Themse,Schelde). Auch 
in Frankreich und Portugal 
in Süsswasser. 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas, 
nördlich bis Finmarken. 
In Tiefen von 30 bis 50 M. 

Verbreitung wie Rissoa 
vitrea. In Tiefen von 10 
bis 90 M. 

Mittelländisches Meer, 
Atlantischer Ocean, nörd= 
lieh bis Spitzbergen und 
Grönland. In Tiefen von 
bis 80 M. 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas, 
nördlich bis Schweden und 
Shetlands^Inseln. In Tiefen 
von 20 bis 120 M. 



scheint mir noch recht 
mangelhaft: m. E. müssen 
mehrere „Arten" unter 
einem Namen vereinigt 
werden- 
wird von LoRiE aus IIb 
(Goes) und III a (Amster» 
dam) erwähnt. Mir aus 
unsrem Pliocän nicht be« 
kannt. 



Wird von LoRiEausIIIa 
(Amsterdam) erwähnt. Im 
englischen und belgischen 
Pliocän unbekannt. 



Ziemlich häufig im mitt* 
leren Pliocän der Gegend 
Grave=^Oss. 

Wird von Lorie aus 
III a (Amsterdam) erwähnt. 

Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und IIb (Utrecht) 
erwähnt. 



Wird von Lorie aus 
Ib (Goes) erwähnt. 



69 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten' 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PL I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



II 
A 



III 



III 
A 



lU 
B 



ENGLAND 



I 

A 



II 



II 
A 



III 



III 

A 



III 
B 



156 



157 



158 



159 



160 



161 



162 



Scalaria clathratula Turton 1806 



Scalaria suhulata Sow. 1825. 



Scalaria foliacea Sow. 1825 



Scalaria frondicula Wood 1842 



Scalaria frondosa Sow. 1827 



Scalaria Trevelyana Leach 1820 



Scalaria fiinicula Wood 1874 



h 
h 



h 
h 



70 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas, 
nördlich bis Süd=^Schweden 
und Shetlandsslnseln. In 
Tiefen von 6 bis 60 M. 



h 
h 



Von Christiansund 
(Westküste Norwegens 
auf 63" N.B.) bis im Mit» 
telländischen Meer, beson» 
ders häufig an den nörd= 
liehen, westlichen und süd= 
liehen Küsten Englands. In 
Tiefen von 25 bis 180 M. 



In IIa der Gegend 
Grave^Oss ziemlich selten. 
Auch aus IIa (Utrecht) 
bekannt (Lorie). 

Ziemlich häufig im mitts 
leren Pliocän der Gegend 
Grave=Oss. 

In IIa der Gegend 
Grave«Oss nicht selten. 

Ziemlich häufig im mitt» 
leren Pliocän der Gegend 
GravesOss. 

Sehr selten im mittleren 
Pliocän der Gegend Grave- 
Oss. 

Selten im mittleren Plio- 
cän der Gegend Grave^Oss. 



Die Richtigkeit der Auf« 
fassung dieser sechs Scah' 
n'asFormen als selbständige 
Arten scheint mir sehr zwei= 
felhaft. Die Unterschiede 
sind sehr unklar und es fällt 
nicht schwer Exemplare zu 
finden, welche Uebergänge 
darstellen. Nach meiner 
Meinung zu einer Art 
zurückzubringen. 

Ein einziges Exemplar 
aus Hader Gegend Graves 
Oss. Aus dem belgischen 
Pliocän unbekannt. 



71 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



163 



164 



165 



166 

167 
168 

169 

















P L I O CA N 


NIEDERLANDE 


ENGLAND 


I 


II 


III 


I 


II 


III 


I 

A 


I 
B 


II 
A 


II 
B 


III 
A 


III 
B 


A 


I 

B 


II 
A 


II 
B 


III 
A 


III 
B 



Turritella incrassata Sow. 1814. . 

Turritella terebra Linn. 1766 . . 
{Turritella communis Risso 1826). 

Turritella subangulata Broc. 1814 . 

Vermetus intortus Lam. 1822 . . 

Turbonilla internodula Wood 1847 
Turbonilla similis Forbes 1838 . . 

Turbonilla filosa Wood 1842 . . 



72 



auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas 
bis Bergen in Norwegen. 
Im Norden sehr selten. 
In Tiefen von 8 bis 180 M. 



Mittelländisches Meer 
(als Turritella decipiens 
de Monterosato). 



Mittelländisches Meer 
(als Vermetus intortus 
Weinkaufif = Vermetus 
glomeratus). 



Im mittleren Pliocän 
überall sehr häufig. Wird 
von LoRiE auch aus Ib 
(Goes) erwähnt. Diese 
Art ist sehr variabel und 
bildet viele Varietäten, 
welche einerseits sich der 
recenten Form T. terebra 
nähern, andrerseits auch 
den miocänen und oligo^ 
cänen Formen sehr ähnlich 
sind. 

Im oberen Pliocän ziem» 
lieh häufig (Amsterdam, 
Utrecht, Gorkum, Oude» 
water, Barendrecht, Breda). 
Auch nach Lorie aus IIb 
(Utrecht) und Ib (Goes) 
bekannt. 

Diese bekannte miocäne 
Form findet sich im un« 
teren IIa der Gegend 
Grave^Oss oft auf secun^ 
därer Lagerstätte. Im eng= 
lischen Pliocän sehr wahr^ 
scheinlich ebenfalls aus 
dem Miocän stammend. 

In IIa der Gegend 
Grave^Oss ziemlich selten. 
Wird von Lorie auch aus 
IIb (Utrecht) genannt. 

Ziemlich selten in IIa 
der Gegend Grave^Oss. 

Ziemlich selten im mitt« 
leren Pliocän der Gegend 
Grave^Oss.Wird vonLoRiE 
auch aus III a (Amsterdam) 
erwähnt. 

In IIa der Gegend 
GravesOss sehr selten. 



73 



h = 


„sehr häufig" bis „nicht selten". 




s 


= 


..seit 


en" 


bis , 


,sehr 


selten". 












PLIOCÄN 




NIEDERLANDE 


ENGLAND 




I 


II 


III 


I 


II 


III 




1 


1 


II 


II 


III 


III 


1 


I 


„ 


11 


III 


III 






A 


B 


A 


B 


A 


B 


A 


B 


A 


B 


A 


B 


170 


Turbonilla densecoslata Phil. 1844. . . . 










a 






s 


s 


s 


s 




171 


Turbonilla ekgantissima Mont. 1803 . . . 
{Turbonilla lactea Weinkauft). 










a 






s 


h 


s 


s 




172 


Turbonilla indistincta Mont. 1808 .... 










a 






s 


s 


s 


s 




173 


Pyramidella plicosa Bronn. 1837 .... 
{Pyramidella laeviuscula Wood 1848) 






s 










h 


h 


h 


s 


i 


174 


Odostomia plicata Mont. 1803 






s 










h 


s 


s 






175 


Odostomia conoidea Broc. 1814 .... 






h 










h 


s 


s 






176 


Odostomia conspicua Alder 1844 .... 






s 










h 










177 


Eulima subulata Don. 1803 






h 


h 








h 


s 


s 






178 


Menestho laevigata Wood 1872 ... . 






a 










s 











74 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interülacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH^ 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer. 



Mittelländisches Meer, 
Atlantischer Ocean, nörd= 
lieh bis Süd!=England. 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas 
nördlich bis Christiania« 
fjord. In Tiefen von 18 
bis 100 M. 



Typische Strandform, 
lebt unter Steinen u. s.w. 
Verbreitung südlich. Mit= 
telländisches Meer, west« 
liehe Küsten Europas bis 
Südküste Englands und 
Irlands. 

Von Hammerfest bis im 
Mittelländischen Meer. In 
Tiefen von 14 bis 140 M. 

Von der Südküste Schwer 
dens bis im Mittelländi= 
sehen Meer. In Tiefen von 
18 bis 36 M. 



Mittelländisches Meer, 
westliehe Küsten Europas 
nördlich bis SüdsEngland. 



Nach LoRiE aus Illa 
(Amsterdam) bekannt. Mir 
aus unsrem Boden unbe« 
kannt. 

Nach LoRiE aus III a 
(Amsterdam) bekannt. Mir 
aus unsrem Boden unbe« 
kannt. 

Nach LoRiE aus III a 
(Amsterdam) bekannt. 



In IladerGegendGrave« 
Oss ziemlich selten. Sehr 
häufig in Ib Englands und 
im Miocän der nördlichen 
Peelgegend. 

In II a der Gegend Grave? 
Oss ziemlich selten. In Ib 
Englands sehr häufig. 



In II a der Gegend Grave« 
Oss ziemlich häufig. 

In II a der Gegend Grave« 
Oss sehr selten. Diese drei 
Odostomia ' Formen kön= 
nen m. E. nicht als selb== 
ständige Arten gedeutet 
werden. 

Ziemlich häufig im mitU 
leren Pliocän der Gegend 
Grave=Oss. 

Wird von Lorie aus IIa 
einer Bohrung bei Grave 
erwähnt. Mir aus unsrem 
Boden unbekannt. 



75 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „sehen" bis „sehr sehen' 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



179 



180 



181 



182 



Cerithium tricinctum Broc. 1816 



Cerithium punctulum Nyst 1881 



Cerithium tubevcidare Mont. 1803. 



Aporrhais pes=pelecani Linn. 1766 



183 



184 



Cypvaea euvopaea Mont. 1803 



Cassis saburon Brug. 1792 



185 



Cassidaria bicatenata Sow. 1824 



h.5 



76 



auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCH: 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Von Christiansund ( West« 
küste Norwegens) bis im 
Mittelländischen Meer, 
Azoren. In Tiefen von 18 
bis 100 M. 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas, 
Island. In Tiefen von 8 
bis 180 M. 



Von Drontheim an der 
Westküste Norwegens bis 
im Mittelländischen Meer. 
In Tiefen von bis 180 M. 

Mittelländisches Meer. 



In II b der Gegend Grave« 
Oss stellenweise sehr hau« 
flg. Auch von mir in III a 
(Breda) aufgefunden. 

In II a der Gegend Grave« 
Oss selten und sehr local. 
Nicht identisch mit Cer. 
punctulum bei Wood. 

Nach LoRiE aus I b (Goes) 
und III a (Gorkum) be= 
kannt. Mir aus unsrem 
Boden unbekannt. 

Im mittleren Pliocän 
überall häufig. In Belgien 
zeigen die Exemplare aus 
Ib, IIa und IIb sehrdeut« 
lieh den allmähligenUebers 
gang zwischen der mio« 
cänen Form Aporrhais 
alata und der recenten 
Form. Jede der drei Stufen 
führt eine eigentümliche 
Varietät dieser Art als 
Leitfossil. 

Ziemlich selten in IIa 
der Gegend Grave^Oss. Im 
englischen Pliocän stellen:= 
weise sehr häufig. 

Diese miocäne Form 
findet sich sporadisch im 
Pliocän auf secundärer 
Lagerstätte. Häufig im 
oberen Miocän der Peel= 
gegend. 

Dergrossen Zerbrechlich« 
keit wegen nur in kleinere 
und grössere Fragmente aus 
IIb der Gegend Grave=Oss 
bekannt; nach Lorie auch 
in III a (Utrecht) aufge« 
funden. Besonders häufig 
in IIb Belgiens. 



77 



h := „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S t= „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CÄN 



NIEDERLANDE 



A B 



II 



III 



111 
A 



111 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



111 

B 



186 



Ficula reticulata Lam. 1835 



187 



188 



189 



Columbella subulata Broc. 1824 



Columbella sulcata Sow. 1823 



Buccinum undatum Linn. 1766, 



190 



Buccinopsis Dalei Sow. 1825 



191 



Nassa reticosa Sow. 1815 



192 



Nassa serrata Broc. 1814 



h.« 



78 



auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Indischer Ocean. 



Mittelländisches Meer. 



Vorwiegend litoral, sei« 
ten in grösserer Tiefe. 
Ostliche Küsten Nord« 
amerikas, Grönland, Is= 
land, westliche Küsten 
Europas von Hammerfest 
bis Westküste Frankreichs. 



Westliche Küsten Euro« 
pas von Hammerfest bis 
Westküste Irlands, Dog= 
gersbank und Shetlands« 
Inseln. In Tiefen von 70 
bis 250 M. 



Diese miocäne Form 
findet sich sporadisch im 
Pliocän auf secundärer 
Lagerstätte. In la Englands 
wahrscheinlich in situ. 
Häufig im oberen Miocän 
der Peelgegend. 

In II a der Gegend Grave» 
Oss stellenweise ziemlich 
häufig. In England bloss 
aus IIb bekannt. 

Aus IIa der Gegend 
GravesOss liegen zwei 
Exemplare dieser Art vor. 
Auch im belgischen Plio« 
cän höchst selten. 

Es liegen von dieser 
Art nur Fragmente aus 
dem mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss vor. 
Wird von Lorie auch 
aus III a (Utrecht) erwähnt. 
In den gleichalterigen 
Schichten in England und 
Belgien nicht selten. 

Im mittleren Pliocän der 
Niederlande bis jetzt ziem« 
lieh selten, in England und 
Belgien dagegen sehr 
häufig. 

Im mittleren Pliocän 
überall sehr häufig und 
in vielen Varietäten. Wird 
von Lorie auch aus Illa 
(Amsterdam, Utrecht) er« 
wähnt. 

In II b der Gegend Grave« 
Oss ziemlich häufig. In 
Belgien wahrscheinlich mit 
Nassa reticosa oder Nassa 
prismatica vereinigt. 



79 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



I 

A 



II 



III 



III 
A 



in 

B 



ENGLAND 



II 



m 



III 

A 



III 
B 



193 



194 

195 
196 

197 
198 
199 



200 



201 



Nassa Emiliana May 

Nassa consociata Wood 1848 . . 

Nassa elegans Leathes (Sow. 1824) 
Nassa granulata Sow. 1815 . . . 

Nassa propinqua Sow. 1824. . . 
Nassa lahiosa Sow. 1824. . . . 
Nassa incvassata Müller 1773 . . 

Purpura lapillus Linn. 1766 . . . 
Purpura tetragona Sow. 1823 . . 



h 
h 



h 
h 



h 
h 

h 
h 



h 
h 

h 
h 



h 
h 

h 
h 



80 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder sehen. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDER* 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCH: 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



h 
h 



h 
h 



östliche Küsten Nord» 
amerikas (als Nassa tri= 
vittata Say). 



Südliche und westliche 
Küsten Europas, nördlich 
bis Finmarken und Island. 
InTiefen vonObislSOM. 



Strandform, selten in 
grösserer Tiefe. Circums 
polar. Ostliche und west» 
liehe Küsten Nordameri= 
kas, westliche Küsten Euro« 
pas südlich bis zur spani= 
sehen Küste. 



Sehr selten in IIb der 
Gegend Grave^Oss. InBel= 
gien wahrscheinlich auch 
als eine Varietät der Nassa 
reticosa betrachtet. 

Im mittleren Pliocän 
ziemlich häufig. Wahr» 
scheinlich eine Form der 
Nassa elegans. 



Im mittleren 
überall häufig. 



Pli 



locan 



Ziemlich selten in II a 
der Gegend Grave=Oss auf» 
gefunden. In IIb Englands 
sehr häufig. 

In II b der Gegend 
Grave » Oss stellenweise 
sehr häufig. 

Im mittleren Pliocän 
der Gegend Grave»Oss 
überall sehr häufig. 

Wird von Lorie aus IIa 
einer Bohrung bei Grave 
erwähnt. Mir aus unsrem 
Pliocän unbekannt. In 
England bloss aus dem 
oberen Pliocän erwähnt. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave=Oss ziem» 
lieh selten. Nach Lorie 
auch in III a (Amsterdam, 
Utrecht); von mir auch 
in Illa (Oudewater, Baren» 
drecht) aufgefunden. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave»Oss selten. 
Wird von Lorie auch aus 
IIa (Goes) erwähnt. 



81 



h -= „sehr häufig" bis „nicht sehen". 



S = „selten" bis „sehr sehen". 



PL I OCÄ N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



202 



203 



204 



205 



206 



207 



Trophon alveolatum Sow. 1826. 
(Murex alveolatus Nyst 1881 
Fusus alveolatus Sow. 1826) 



Trophon consociale Wood 1848 



Trophon muricatum Mont. 1803 
(Murex muricatus Mont. 1803) 



Trophon costiferum Wood 1848 



Trophon scalariforme Gould 1841 
(Tritonium clathratum Loven 1846). 



Typhis fistulosus Broc. 1814 



ar* 



82 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 

U 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes inierglacial) 



NIEDER? 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Verbreitung südhch.Mit» 
telländisches Meer, west» 
Hche Küsten Europas nörds 
lieh bis zur Südküste Eng« 
lands. In Tiefen von 14 bis 
260 M. 



Behringstr., Ostküste 
Nordamerikas, Grönland, 
Spitzbergen, Westküste 
Norwegens, im Süden 
(Christiania) sehr selten 
und nur kleine Exempl. 
in grösserer Tiefe. Eine 
deutlich arctische Art. 



Selten im mittleren Plios 
cän der Gegend Grave= 
Oss. Wird von Lorie aus 
I b (Goes) und II b (Utrecht) 
erwähnt. In Ib Englands 
und Belgiens stellenweise 
häufig. 

Nach Lorie in lila (Am= 
sterdam) aufgefunden. Sehr 
wahrscheinlich eine Varie« 
tat der vorhergehenden 
Art. 

Nicht selten in IIb der 
Gegend Grave=Oss. 



Ein Exemplar, welches 
vielleicht zu dieser Art 
gehört, wird von Lorie 
aus III a (Amsterdam) er= 
wähnt. In England beson« 
ders im mittleren Pliocän 
sehr häufig ; fehlt dagegen 
gänzlich in den gleichalte« 
rigen Schichten der Nieder= 
lande und Belgiens. 

Wird von LoRiß aus 
I II a (Amsterdam) erwähnt. 
Wie die vorhergehende 
Art im belgischen Pliocän 
gänzlich unbekannt. 



Diese miocäne Art fin= 
det sich sporadisch in IIa 
der Gegend Grave^Oss 
auf secundärer Lagerstätte. 



83 



h ^= „sehr häufig" bis „nicht selten". 



„selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



208 



209 



210 



211 



212 



Fusus gvacilis da Costa 1778 
(Sipho curia Jeffreys 1847). 



Fusus elegans Charles w. 1837 



Neptunea contraria Linn. 1766 (Müller 1773) 
(Chrysodomus contrarius Linn. 
Fusus contrarius Linn. 
Trophon contrarium Linn.) 



Neptunea antiqua Linn. 1766 (Müller 1777) 
(Chrysodomus antiquus Linn. 
Fusus antiquus Linn. 
Trophon antiquum Linn.) 



Voluta Lamberti Sow. 1816 



h. 



84 



auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 

B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER« 
LANDE 



NORD* 

DEUTSCH' 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Behringstr., Island, Weis« 
ses Meer, Lappland, Farör, 
Westküste Norwegens, 
England (selten an der Süd« 
küste), Boulogne, südlich 
bis zur Loire=Mündung. 
Also deutlich boreal. Nach 
Kobelt einmal im Mittel« 
ländischen Meer. In Tiefen 
von 34 bis 240 M. 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas nörd« 
lieh bis zur Südwestküste 
Englands (Kent und Lin« 
colnshire). 



Westküste Europas von 
Havösund an der West= 
küste Norwegens bis zur 
Loire«Mündung. In Tiefen 
von 35 bis 70 M. 



In II b derGegend Grave« 
Oss ziemlich häufig; von 
LoRiE auch aus III a 
(Utrecht) erwähnt. Die 
Form des englischen Plio« 
cäns wird von JeflFreys 
und Harmer als eine an« 
dere Art (Sipho curia von 
der Ostküste Nordameri« 
kas) betrachtet. 

Wird von Lorie aus 
III a (Gorkum, Utrecht) 
erwähnt. Im Pliocän Eng» 
lands und Belgiens überall 
selten. 

Ziemlich häufig im mitt« 
leren Pliocän der Gegend 
Grave«Oss.Von Lorie auch 
in II (Utrecht) aufgefun« 
den. Im mittleren Pliocän 
Englands und Belgiens 
sehr häufig und in mehreren 
Abarten. Nach Harmer 
nicht etwa eine linksge« 
wundene Form der Nep= 
tun. antiqua. 

Wird von Lorie aus IIb 
(Utrecht, Goes) erwähnt. 
In IIb Belgiens sporadisch 
aufgefunden; in IIb Eng« 
lands noch ziemlich selten. 
Mir aus unsrem Boden 
nicht bekannt. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss ziem» 
lieh häufig. Wohl iden« 
tisch mit Valuta Bolli 
Koch aus dem oberen und 
mittleren Miocän. 



85 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



213 



214 



215 



216 



217 



218 



219 



Ancillaria obsoleta Broc 1814 



Cancellaria Lajonkairei Nyst 1853 . 
(Canceüaria varicosa Broc. 1814 
Cancellaria scalaröides Wood. 1850 
Cancellaria coronata Phil. 1844) 

Cancellaria viridula Fabr. 1780. . . 
(Cancellaria costellifera Sow.) 
Murex costellifer Sow. 1812 
Admete viridula Fabr. 

Cancellaria umbilicaris Broc. 1814. . 



Cancellaria cancellata Linn. 1767 . 



Terebra inversa Nyst 1835 



Pleurotoma antwerpiensis Vinc. 
(Pleurotoma turricula Broc. 1814 
Pleurotoma turrifera Nyst 1853). 



S = „selten" bis „sehr selten". 



PLI OCÄ N 



NIEDERLANDE 



II 



II 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



86 



auf secundärer Lagerstätte. 



a. = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(LETZTES INTERGLACIAl) 



NIEDER* 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH= 

LAND 



DANE* 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Eine arctische Art: Ost« 
küste Nordamerikas.Grön» 
land, Spitzbergen, West* 
küste Norwegens, nach 
dem Süden seltener wer« 
dend. Fehlt an den Küsten 
Grossbritanniens. 



Mittelländisches Meer. 



h 
h 



h 
h 



Diese miocäne Form fin« 
det sich in IIa der Ge« 
gend Grave»Oss vereinzelt 
auf secundärer Lagerstätte. 
Im Miocän überall sehr 
häufig. 

Ziemlich häufig in IIa 
der Gegend GravesOss. 
Auch im Miocän. 



Häufig im mittleren Plio« 
cän der Gegend Grave* 
Oss, besonders in IIb. 
Diese Art gehört dem 
jüngeren Teil der Pliozän« 
zeit an. 

Sehr selten im mittleren 
Pliocän der Gegend Grave« 
Oss. Im oberen Miocän 
nicht selten. Vielleicht im 
Pliocän überall auf secuns 
därer Lagerstätte. 

In II a der Gegend Grave« 
Oss sehr selten auf secun« 
därer Lagerstätte. Im oberen 
Miocän nicht selten. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave^Oss ziem« 
lieh häufig. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave«Oss sehr 
häufig. Auch in Belgien 
sehr häufig, besonders in 
IIb. Diese Form ist sicher 
identisch mit der miocä« 
nen Form Pleurot. turricula. 



87 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S ^ „selten" bis „sehr selten' 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



in 

A 



III 

B 



220 



221 



222 



223 



224 



225 



226 



Pleurotoma intovta Broc. 1814 . . . 

Pleurotoma festiva Hörnes 1856 . . 
(Pleurotoma granuUna Nyst 1878). 

Pleurotoma turbida Brander . . . . 
(Pleurotoma cataphracta Broc.) 

Pleurotoma modiola Jan 1832 

(Pleurotoma carinata Wood 1848). 

Pleurotoma costata da Costa 1778 
(Mangelia costata da Costa). 

Pleurotoma coronata Bellardi 1847 . 



Pleurotoma inermis Bartsch 1842 . 
(Pleurotoma porrecta Wood 1848). 



88 









r = 


- au 


■ secundärer Lagerstätte. 


a 


= anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 




PLEISTOCÄN 


RECENT 




BELGIEN 


FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 


VORKOMMEN 
















BEMERKUNGEN 


I 


II 


III 


NIEDER* 
LANDE 


NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 


DÄNEs 
MARK 


IN DER 
HEUTIGEN FAUNA 




I 

A 


I 
B 


II 

A 


II 

B 


III 

A 


III 

B 




::, 


a 


a 


h 

s 

s 
s 

r 


h 

s 










Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas 
nördlich bis Norwegen 
(nach Carus). 

Mittelländisches Meer, 
westliche Küsten Europas, 
nördlich bis Schottland. 
Einmal bei Bergen in Nor= 
wegen. 


Ziemlich selten in IIa 
der Gegend Grave^Oss. 
Häufig im Miocän und 
in IIa Belgiens. In III a 
Englands wahrscheinlich 
aufsecundärer Lagerstätte. 

Diese Art fand ich nur 
sporadisch in IIa der Ge= 
gend Grave^Oss. Häufig 
im Miocän und in IIb 
Englands und Belgiens. 

Diese miocäne Form 
findet sich in IIa der 
Gegend GravesOss bis« 
weilen auf secundärer 
Lagerstätte. Im Miocän 
sehr häufig. 

In II a der Gegend Grave« 
Oss sehr selten. Im oberen 
Miocän ziemlich häufig. 
Im mittleren Pliocän viel= 
leicht nicht in situ. 

Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave^Oss ziem« 
lieh häufig. Wahrschein« 
lieh identisch mit PZeuro« 
toma mitrula Sow. 

Wahrscheinlich eine 
abgerollte miocäne Form 
aufsecundärer Lagerstätte. 
Wahrscheinlich Pleuroto> 
ma rotata Broc. 

Diese miocäne Art fin« 
det sich in IIa der Gegend 
Grave«Oss vereinzelt auf 
secundärer Lagerstätte. 
Auch im englischen Plio« 
cän wohl nicht in situ. 



89 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten' 



S ^ „selten" bis „sehr selten". 



227 



228 



229 



230 



231 



232 



233 



234 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



Pleurotoma perpulchra Wood 1848 . . . 



Pleurotoma gracilis Mont. 1808 . . 
(Pleurotoma emarginata Don. 1803) 

Pleurotoma brachystoma Phil. 1844 . 



Pleurotoma similis Nyst 1878 



Pleurotoma Leufroyi Mich. 1827 
(Defrancia Leufroyi Michaud) 



Pleurotoma hystrix de Christ et Jan 1832. 



Pleurotoma attenuata Weinkauff 
var. volvula Bell 
(Pleurotoma gracilis Scacchi). 

Pleurotoma turricula Mont. 1803 
(Bela turricula Mont.) 



II 



n 

A 



III 



III 
A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



h.s 



90 



r = auf secundärer Lagerstätte. 



anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglacial) 



NIEDERs 
LANDE 



NORD? 

DEUTSCH' 

LAND 



DANEs 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas, nörd^ 
lieh bis 63 ° N.B. (Chris, 
tiansund an der Westküste 
Norwegens). In Tiefen von 
26 bis 80 M. 



Mittelländisches Meer, 
Kanarische Inseln, West» 
küste Europas bis Bergen 
(Norwegen) und Bohuslav 
(Schweden). In Tiefen von 
35 bis 50 M. 

Mittelländisches Meer, 
Kanarische Inseln. 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas, nörds 
lieh bis Süd=Schweden. 
An den englischen Küsten 
bereits selten. In Tiefen von 
3 bis 70 M. 

Grönland, Spitzbergen, 
Ostküste Nordamerikas, 
Westküste Europa, südlich 
bis Boulogne und Cher« 
bourg. Auch bei Helgo= 
land und in der südlichen 
Nordsee. In Tiefen von 
18 bis 180 M. Deutlich 
boreal. 



Ziemlich häufig in IIa 
der Gegend Grave=Oss. 
In IIa Belgiens nur spo« 
radisch aufgefunden. 

Sehr selten in IIa der 
Gegend Grave=Oss. In 
England unbekannt. 

In II a der Gegend Grave^^ 
Oss selten. Nach Lorie 
auch aus III a (Gorkum) 
bekannt. 



Ziemlich häufig in IIa 
der Gegend Grave^Oss, 
in II a Belgiens nicht 
selten. 

Sehr selten in IIb der 
Gegend Grave^Oss. Auch 
in England und Belgien 
überall selten. 



Sehr selten in IIa der 
Gegend Grave«Oss. Auch 
in England und Belgien 
überall sehr selten. 

Selten in IIa der Gegend 
Grave^Oss. Im Pliocän 
Belgiens unbekannt. 



Nach LoRiE aus III a 
(Amsterdam, Utrecht) be= 
kannt. Von mir auch in 
III a (Oudewater, Baren* 
drecht) aufgefunden. 



91 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten". 



S = „selten" bis „sehr selten". 



P L I O CA N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



ENGLAND 



II 



II 

A 



II 
B 



III 



III 
A 



III 
B 



235 



236 



237 



238 



239 



240 



241 



Pleurotoma cancellata Sow. 1827 . 
(Murex cancellatus Sow. 
Deßrancia reticulata Renier). 

Pleurotoma clathrata M. de Serres 



Drillia crassa Bell 1871 

(Pleurotoma incrassata Dujard. 1837). 



Hadropleura Delhcidi Vinc. 1890 . . 



Conus Dujardini Desh. 1830 



Ringicula buccinea Broc. 1814 (Desh. 1830) 
(Ringicula auriculata Philipp! 1844). 
(Marginella auriculata Menard). 

Ringicula ventricosa Sow. 1825 . . . . 



h = 5 



92 



IJ 



auf secundärer Lagerstätte. 



a = anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



III 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 
(letztes interglacial) 



NIEDER? 
LANDE 



NORD; 

DEUTSCIL 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas, nörd= 
Hch bis Süd^Schweden. 



Mittelländisches Meer. 



Mittelländisches Meer. 



Mittelländisches Meer. 



Mittelländisches Meer. 



Wird von Lorie aus Ib 
(Goes) und IIb (Utrecht) 
erwähnt. Mir aus unsrem 
Boden nicht bekannt. 

Wird von Lorie aus III a 
(Amsterdam) erwähnt. Mir 
aus unsrem Boden nicht 
bekannt. 

In II a der Gegend 
Grave=Oss ziemlich selten. 
Die fossilen Exemplare 
dieser Art zeigen immer 
starke Abrollung. 

Sehr selten in IIb der 
Gegend Grave=Oss. Im 
englischen Pliocän bis jetzt 
noch unbekannt. 

Diese sehr allgemeine 
miocäne Art findet sich 
bisweilen an der Basis von 
II a der Gegend Grave^Oss 
auf secundärer Lagerstätte. 
Im englischen Pliocän, das 
sehr viele miocäne und 
oligocäne Formen führt, 
merkwürdiger Weise noch 
nicht aufgefunden. 

Im mittleren Pliocän 
ziemlich selten. Nach Lorie 
auch aus I b (Goes) bes 
kannt. Sehr häufig im 
Miocän. 

Häufig im mittleren 
Pliocän. Von Lorie in III a 
(Gorkum, Utrecht, Am= 
sterdam) aufgefunden ; von 
mir in III a (Oudewater, 
Barendrecht). Wahrscheins 
lieh eine Form der vorher« 
gehenden Art. 



93 



h = „sehr häufig" bis „nicht selten' 



S = ,, selten" bis „sehr selten' 



P L I OCÄ N 



NIEDERLANDE 



II 



III 



III 

A 



III 

B 



ENGLAND 



II 



III 



in 

A 



HI 
B 



242 



243 



244 



245 



246 



247 



248 



Tornatella tornatilis Linn. 1766. 
(Actaeon tornatilis Linn.) 



Cylichna cilindracea Penn. 1776 . . . 

(Bulla convoluta Broc. 1814 (Sow. 1824) 



Cylichna umbilicata Mont. 1808 . 

(Bulla conulus Wood 1848). 

(Bulla conuloidea Wood 1874). 

(Tovnatina umbilicata Mont.) 

(Bulla truncatula Philippi 1844). 
Bulla acuminata Brug. 1789. 

(Cylichna acuminata Loven 1846). 

(Volvula acuminata Brug.) 



Bulla utricula Broc. 1814. 
(Ätys utricula Broc.) 



Scaphander lignarius Linn. 1766 



Conovulus pyramidalis Sow. 1822. 
(Melampus pyramidalis Sow). 



94 



auf secundärer Lagerstätte. 



a ^= anwesend, jedoch unbekannt ob häufig oder selten. 



BELGIEN 



II 



III 



in 

A 



III 
B 



PLEISTOCÄN 



FAUNA DES EEMIEN 

(letztes interglaci.\l) 



NIEDER; 
LANDE 



NORDS 

DEUTSCH» 

LAND 



DANE? 
MARK 



RECENT 



VORKOMMEN 

IN DER 

HEUTIGEN FAUNA 



BEMERKUNGEN 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europas nörd= 
lieh bis Bergen (Norw.), 
Island. In Tiefen von 18 
bis 180 M. 

Mittelländisches Meer, 
Madeira, Kanarischeinsein, 
Westküste Europas nörd» 
lieh bis Bergen (Norwegen), 
jedoch im Norden selten. 
In Tiefen von 5 bis 200 M. 

Mittelländisches Meer, 
Westküste Europa, nörd= 
lieh bis Bergen (Norwegen). 
In Tiefen von 7 bis 80 M. 



Mittelländisches Meer, 
Westküste Europa nörd= 
lieh bisSüdsNorwegen und 
Süd=Schweden. In Tiefen 
von 20 bis 70 M. 

Mittelländisches Meer, 
Kanarische Inseln. West» 
küste Europa nördlich bis 
Finmarken. Auch in der 

Nordsee. 

Mittelländisches Meer, 
Westküste Europa nörd» 
lieh bis Bergen (Norwegen). 
Wird im Süden grösser als 
im Norden. 



In II a der Gegend 
Grave=>Oss ziemlich selten. 



Im mittleren Pliocän 
der Niederlande überall 
ziemlich häufig. 



Im mittleren Pliocän 
ziemlich selten. Wird von 
LoRiE aus Ib (Goes) er« 
wähnt. Im unteren Pliocän 
Englands und Belgiens 
häufiger. 

Ziemlich selten in IIa 
der Gegend Grave=Oss. 
Im unteren Pliocän Eng» 
lands und Belgiens sehr 
häufig. 

In IIa der Gegend 
Grave^Oss ziemlich selten. 
Im Miocän häufiger. 



Im mittleren Pliocän der 
Gegend Grave^Oss ziem= 
lieh selten. Auch im 
Miocän. 

Ich fand ein einziges 
Exemplar in IIb der Ge» 
gend Grave^Oss. In IIb 
Belgiens und in IIb und 
III a Englands nicht selten. 
Die Auriculiden sind 
Brackwasserbewohner. 



95 



LITERATUR ÜBER DAS MARINE PLIOCAN IM NIEDERLAN. 
DISCHEN BODEN (IN CHRONOLOGISCHER ANORDNUNG). 



1. P. HARTING. 



2. W. C. H. STARING, 

3. F. SEELHEIM. 



4. J. LORIE. 

5. J. LORIE. 

6. F. W. HARMER. 



7. F. W. HARMER. 

8. J. LORIE. 

9. J. LORIE. 



10. P. TESCH. 



n. P. TESCH. 



12. P. TESCH. 



De Bodem onder Gorinchem, onderzocht en beschreven. 

Verhandelingen der Commissie voor de geologische beschrijving en 
kaart van Nederland, Deel 1, Haarlem, 1853. 
De Bodem van Nederland. Tweede dee), Haarlem, 1860. 
De grondboringen in Zeeland. 

Verhandelingen der Kon. Akademie van Wetenschappen, Deel XIX, 
Amsterdam, 1879. 

Resultats geologiques et paleontologiques des iorages de puits ä Utrecht, 
Goes et Gorkum (Contributions ä la geologie des Pays^Bas I). Archives 
du Musee Teyler, Serie II, vol. II, Haarlem, 1885. 

Les deux derniers forages d'Amsterdam (Contributions ä la geologie des 
Pays.Bas IV). 

Bulletin de la Societe beige de geologie, tome III, Bruxelles, 1889. 
On the pliocene deposits of Holland and their relation to the english 
and belgian crags, with a Suggestion for the establishment of a new zone 
„Amstelien" and some remarks on the geographical conditions of the 
pliocene epoch in nothern Europe. 

Quart. Journal of the geological Soc. of London, vol. LH, London, 1896. 
Les depöts tertiaires superieures du bassin angIo«belge. 

Bulletin de la Soc. beige de geologie, tome X, Bruxelles, 1896. 
Sondages en Zelande et en Brabant (Contributions ä la geologie des 
Pays.Bas X). 

Bulletin de la Societe beige de geologie, tome XVII, Bruxelles, 1903. 
De geologische bouw der Geldersche Vallei, benevens beschrijving van 
eenige nieuwe grondboringen VII. 

Mededeelingen omtrent de geologie van Nederland, verzameld door 
de commissie voor het geologisch onderzoek, No. 35. 

Verhandelingen der Kon. Academie van Wetenschappen (Tweede 
Sectie). Deel XIII, No. 1. Amsterdam, 1906. 
Over pleistoceen en plioceen in den Nederlandschen bodem. I. 

Tijdschrift van het Kon. Ned. Aardrijkskundig Genootschap, Tweede 
Serie, Deel XXVII, aflevering 6, Leiden, 1910. 

Over een voorkomen van midden=pUocene lagen aan de oppervlakte in 
Zeeuwsch^Vlaanderen. 

Tijdschrift van het Kon. Ned. Aardrijkskundig Genootschap, Tweede 
Serie, deel XXVIII. aflevering I, Leiden, 1911. 
Over pleistoceen en plioceen in den Nederlandschen Bodem. IL 

Tijdschrift van het Kon. Ned. Aardrijkskundig Genootschap, Tweede 
Serie, deel XXVIII. aflevering 4, Leiden, 1911. 




Südliche und östliche Grenze 
des marinen oberen Pliocäns, 

Südliche und ostliche Grcnie 
des marinen mittleren Pliocäns. 



oooo oooo 

Südliche Grenze des mahnen unteren Pliocäns 

in Belgien (nach Hasmer und Rutot). 







D-.,r. ..^r : K.HTtELV*^ AtHSTEL ,tmil«f<Ja 


• 


Stellen wo das ma 


rine obere PUocän erbohrt wurde 


@ 





mittlere .. „ „ 


m 





untere 



b^.V. 



T 




DRUCK VON 

'TKASTEELVAN 

AEMSTEL 

AMSTERDAM 



SMITHSONIAN INSTITUTION 



LIBRARIES 



3 9088 00754 5296